Mr. 113. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis dränumerands: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 2, wöchentlich 25 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 a. Bost Elbonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Bost Zeitungs. Breisliste. Unter treuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Matt pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Solland, Italien, Luxemburg, Portugal, Runnien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblatt. 32. Jahrgang. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Solonelgeile oder deren Raum 60 Bfg., für politische und gewertschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pfg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte 2ort 20 Big.( zuläffig 2 fettgedrudte Borte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes meitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplatz, Nr. 151 90-151 97. Sonntag, den 25. April 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Nr. 151 90-151 97. Der deutsche Vorstoss am Ypern- Kanal. Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 24. April 1915.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Alle Versuche des Feindes, uns das nördlich und nordöstlich von Ypern ge wonnene Gelände streitig zu machen, mißlangen. Nördlich von Ypern brach ein starker französischer, nordöstlich von Ypern bei St. Julien ein englischer Angriff unter schweren Verlusten zusammen. Ein weiterer feindlicher Angriff an und öftlich der Straße Ypern- Bigschoote, hatte heute früh dasselbe Schicksal. Westlich des Kanals wurde nachts der Ort Lizerne von unseren Truppen gestürmt. Die Zahl der gefangenen Franzosen, Engländer und Belgier hat sich auf 2470 erhöht; außer im ganzen 35 Geschüten mit Munition fielen eine größere Anzahl von Maschinengewehren, viele Gewehre und sonstiges Material in unsere Hände. In der Champagne sprengten wir nördlich der Beauséjour- Ferme heute nacht mit vier Minen einen feindlichen Schüßengraben; die Franzosen erlitten hierbei starke Verlufte, zumal ihre Artillerie das Feuer auf die eigenen Gräben legte. Zwischen Maas und Mosel erneuerten die Franzosen an mehreren Stellen ihre Angriffe; im Ailly- Wald bchielten wir im Bajonettkampf die Oberhand; weiter östlich wurden die an einzelnen Stellen in unsere Linien eingedrungenen Franzosen wieder hinausgeworfen; im Priesterwalde machten wir weitere Fortschritte. Zur Kriegslage im Orient. Wie der Krieg auf dem westlichen Kriegsschauplage und an den östlichen Reichsgrenzen, hat auch der Kampf des Osmanenreichs gegen Rußland und England wesentlich andere Formen angenommen, als man zu Anfang des Kriegs erwartete. Hier wie dort kein ungestümes Vordringen im schnellen Siegeslauf, sondern ein zähes Ringen um einzelne strategische Positionen und Vorteile. Als Ende Oktober die Türkei den Krieg erklärte, erhofften vicle ein baldiges Eindringen der türkischen Truppen in den Kaukasus und in Aegypten. Der Vormarsch der Türken in den Kaukasus hat sich jedoch als viel schwieriger herausgestellt, wie fast allgemein geglaubt wurde. Die Russen waren vorbereitet. In starken Vorstößen drangen sie an mehreren Stellen über die kaukasische Grenze, um die Festung Erzerum, die Sicherung der nördlichen Zugangsstraße in Armenien, in ihre Gewalt zu bringen. Das ist ihnen nicht gelungen. In harten Kämpfen drängten die osmanischen Truppen die Russen über die Grenze zurück und ergriffen dann selbst die Offensive. Bis nahe vor Batum, der Petroleumstadt am Schwarzen Meer, drang der westliche Teil der türkischen Armee vor, während der östliche bis nach Sarikamisch, der Endstation der gegen Erzerum gerichteten strategischen Bahn, gelangte, ungefähr 5 bis 6 Meilen südwestlich der starken russischen Festung Kars. Aber an diesen beiden Punkten haben die Russen, wenn auch bei Sarifamisch erst nach Aufopferung von großen Truppenmassen( nach russischen Angaben sollen im ganzen dort 40 000 bis 50 000 Mann gefallen sein, nach türkischen Berichten noch mehr), den türkischen Vorstoß zum Stehen gebracht, und wie anderswo hat sich auch dort eine Art Stellungskampf entwickelt, der nicht vorwärts und nicht rüdwärts kommt. Für die in Polen und in den Karpathen kämpfenden deutschen und österreichisch- ungarischen Armeen unsere Verbündeten machten Gefangene von drei verschiedenen entspringt daraus sicherlich ein gewisser Vorteil, denn diese Regimentern. In der Champagne zerstörten wir bei dort zahlreiche russische Truppen fest, die sonst wahrscheinlich Stellungskämpfe an der russisch- kaukasischen Grenze halten Beau Sejour ein in einer Stasematte aufgestelltes feind nach den Karpathen geworfen würden. Kleine Streifforps find liches Geschüß, welches unsere Schüßengräben unter Seiten- schon im Dezember bis zum Suezkanal gelangt und haben einIn den Karpathen stellenweise heftiger Geschütz- feuer genommen hatte. Auf den Maas höhenversuchte der zelne Scharmüßel mit den englisch- indischen Truppen aus kampf. Im Abschnitt des Uzsoker Passes während des Feind drei Angriffe bei Colonne, bei Eparges und bei Combres, gefochten; aber gegen die stark befestigten, mit schweren und Tages vereinzelte Borstöße der Russen, die durchweg abge- wurde aber sofort zum Stehen gebracht. Im Walde von schwersten Geschüßen gespickten englischen Stellungen( den Engwiesen wurden. Nachtangriffe des Feindes entlang der Apremont dauerten unsere Fortschritte an der Tete- de- Vache ländern steht ja der Wasserweg zur Verfügung) auf beiden Turkaer- Straße und westlich dieser scheiterten neuerdings unter großen Verlusten des Gegners. Die sonstige Lage ist unverändert. In den Vogesen hinderten Nebel und Schnee die Gefechtstätigkeit. Destlicher Kriegsschauplah. Im Often ist die Lage unverändert. Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 24. April.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 24. April mittags: Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. v. Hoefer, Feldmarschalleutnant. Westlicher Kriegsschauplah. Der französisch- englische Tagesbericht. Paris, 23. April. ( W. T. B.) # Oberste Heeresleitung. an; in einem eroberten Schüßengraben fanden wir etwa 200 tote Deutsche. Unsere Artillerie brachte zwei Munitionslager zur Explosion. Eine in deren Nähe befindliche deutsche Infanteriekompagnie wurde fast vollständig vernichtet. Wir erbeuteten einen Minenwerfer, ein Waschinengewehr und Striegsmaterial. Seiten des Kanals können diese Haufen natürlich nichts ausrichten. Und die Engländer haben nämlich die seit Kriegsbeginn verlaufene Zeit zur Anlage sehr starker Befestigungen auszunuzen verstanden. Den nördlichen Teil der Kanalzone, leren Sanal zwischen dem Ballah, Timsah- und dem Großen am Menzalesee, haben sie unter Wasser gesetzt und am mittBittersee Erdbefestigungen angelegt, die entsprechend dem London, 24. April.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) heutigen Stand der Kriegstechnik mit Drahtverhauen, mehrFrench meldete gestern, daß der Feind am 22. April abends fachen Schützengräbenreihen, Minen und Batterien ausgedie französischen Truppen zur Linken der englischen Truppen Seiten des Nils, nahe bei Kairo, zwei große befestigte Lager stattet sind. Außerdem sind weiter landeinwärts an beiden nahe bei Birschoote und Langemard nördlich von Ypern an- eingerichtet. Das eine auf dem steilen, fast senkrecht aufAmtlicher Nach Auch hier gegriffen habe. Eine heftige Beschießung war vor- steigenden Felsengebirge des Mokatam, das andere auf dem mittagsbericht: Gestern abend fanden ziemlich lebhafte ausgegangen, bei welcher der Feind viele Apparate zur Her- Hochplateau bei den Pyramiden von Gizeh. mittagsbericht: Gestern abend fanden ziemlich lebhafte vorbringung erstidender Gase benutte. Aus der besteht für die beiden Zentralmächte der Vorteil hauptsäch Gefechte in Belgien statt. In der serschleife nörd- Menge der erzeugten Gase geht hervor, daß dies nach einem lich darin, daß der drohende türkische Einfall engliſche, auſtra lich von Dirmuiden warfen belgische Truppen die gegen das vorbedachten Plan und im Widerspruch mit der Haager lische und indische Streitkräfte, die sonst unzweifelhaft dic Schloß Vicogne gerichteten Angriffe zurück und brachten dem Stonvention geschah. Die Franzosen mußten sich infolge englisch- französische Position an der französisch- flandrischen Feinde starke Verluste bei. Nördlich von Ypern ge- der Gase nach dem Kanal bei Bossinghe zurückziehen, und wir Westfront verstärken würden, bindet und zur Untätigkeit verlang es den Deutschen, indem sie eine große Menge waren gezwungen, unsere Linie in Uebererstidender Bomben verwendeten, deren Wirkung einstimmung mit der französischen zu ändern; tamien. Sofort nach Kriegsbeginn warf die englischGünstiger ist die Lage für die Türken in Mesopobis auf zwei Kilometer hinter hinter unseren unsere Front blieb intakt. Außer diesem Angriff auf unserer indische Regierung Truppen nach Basra( Bassorah) am Linien verspürt wurde, uns zum Rückzug äußersten Linken fand ein solcher gegen die Laufgräben Schatt- el- Arab, der Vereinigung des Tigris mit dem Euphrat: in der Richtung des serkanals gegen Westen östlich von Ypern statt, wurde aber abgeschlagen, der eine keineswegs große Leistung, denn es standen hier nur und in der Richtung nach pern gegen Süden zu veranlassen. Der feindliche Angriff wurde unter- Stampf nördlich von Ypern dauert fort. Heute sind zwei wenig türkische Truppen und der Schatt- el- Arab ist von seiner bunden. Ein kräftiger Gegenangriff gestattete uns, Gelände deutsche Flugzeuge heruntergeschossen worden. wiederzugewinnen, wobei wir zahlreiche Gefangene machten. und Luneville. urteilt. Mündung in den Persischen Meerbusen bis hier hinauf für Schiffe bis 6 Meter Tiefgang befahrbar. Von Basra aus haben die englischen Truppen seitdem wiederholt große VorIn St. Mihiel griffen wir westlich und östlich von einer Deutsche Flugzeuge bombardieren Amiens Stöße in den südlichen Teil des alten Mesopotamiens, in die zuvor eroberten Stellung an. Wir besetzten siebenhundert ,, Arabische Niederung"( Irak Arabi) gemacht, um mit Hilfe Meter Schüßengräben und machten etwa hundert Gefangene, der durch Agenten aufgewiegelten arabischen Stämme wodarunter drei Dffiziere. Paris, 23. April.( W. T. B.) Meldung der Agence Havas. möglich bis Bagdad vorzudringen. Aber ihre Vorstöße wurden, Der Abend bericht lautet: In Belgien hatte eine Eine Taube überflog Donnerstag morgen Amiens und warf da die arabischen Stämme größtenteils nicht für, sondern durch Bomben mit erstickender Wirkung, deren sich die Deut- wei Bomben ab. 8wei Personen wurden verlegt. gegen sie Partei nahmen, immer wieder zurückgeworfen, so ſchen bedienten, hervorgerufene Ueberrumpelung Das Flugzeug wurde durch französische Flugzeuge und durch lebhafte daß sie heute noch immer, wie aus den kürzlichen Meldungen nördlich pern teine ernstlichen Folgen. Kanonenangriffe vertrieben. des Staatssekretärs für Indien über die kriegerischen OperaLyon, 24. April.( W. T. B.) Nach einer Meldung des tionen in Mesopotamien hervorgeht, in Kurna am ZusammenUnser Gegenangriff, rechts von den englischen Truppen kräftig„ Nouvelliste" überflogen mehrere Tauben am 22. früh morgen fluß des Euphrat mit dem Tigris stehen, und zwar in de und links von belgischen Truppen gleichfalls unterſtügt, ent- uneville. Die Einwohner wurden durch Explosionen von fensiver Stellung. Konnten die türkisch- arabischen Truppen wickelte sich erfolgreich. Die englischen und französischen Fliegerbomben gebedt. Wierzehn Einschlag stellen wurden sie bisher nicht aus Südmesopotamien vertreiben, so haben Truppen gewannen Gelände gegen Norden, zwischen Steen- festgestellt. Sieben Bomben waren angeblich Brandbomben. Sie doch auch keine nennenswerten Eroberungen zu machen straate und der Straße von Ypern nach Poelcapelle; Schaden wurde nicht angerichtet. vermocht. 1nd ähnlich steht es in Nord persien, in Ser Pro| Die Admiralität und das Kriegsamt machfen einander schon worden ist. Die an Bord der„ Belridge" gefundenen Sprengstüde vinz Aserbeidschan. Zeitweilig drangen freilich die Russen Konkurrenz, um dieselben Firmen, für die Lieferungen zu und das vorliegende schriftliche Beweismaterial werden baldigst der über die türkisch- persische Grenze bis zum Wansee vor, dann bekommen. Kommissionen seien in solchen Zeiten ungeeignet deutschen Regierung überwiesen werden. wurden sie wieder zurückgetrieben, und die osmanischen für solche Aufgaben. England besige eine größere geschäftliche Truppen warfen die Stuffen nicht nur in ihre alten Stellungen Organisationsfähigkeit als andere Länder, mache aber den ge- Eine wichtige Entscheidung des Hamburger zurück, sondern gewannen sogar insofern mehrere Vorteile, ringsten Gebrauch davon. als sie einige dieser Stellungen einnahmen. Zu einer cigentlichen Entscheidung ist es jedoch nirgends gekommen. gebnis führen werden. Oestlicher Kriegsschauplatz. Prisengerichts. Hamburg, 24. April.( W. T. B.) Das hiesige Prisengericht hat eine interessante Entscheidung gefällt. Ein deutsches Unterseeboot hatte den mit Getreide nach Belfast und Dublin be Russische Flieger über Allenstein. stimmten Holländischen Dampfer Maria" verDer Geekrieg. Ein finnischer Dampfer torpediert. " " Dasselbe gilt von den Angriffen der Verbündeten auf die Dardanellen. Die Angriffe sind abgeschlagen, die Verbündeten haben eine Anzahl Schiffe verloren; aber weitere Allenstein, 21. April.( W. T. B.) Die„ Allensteiner fentt. Die Reederei flagte in Hamburg gegen das Reich. Das Folgen haben die bisher unternommenen Versuche einer Forcierung der Dardanellen nicht gehabt, und es ist fraglich, Zeitung" meldet: Zwei russische Flieger erschienen heute früh Schiff sei neutral, die Ladung keine Konterbande gewesen, folglich ob die geplanten weiteren Versuche zu einem anderen Er- über Neidenburg und warfen Bomben am Bahnhof ab. Es die Versenkung rechtswidrig und das Reich entschädigungspflichtig. ob die geplanten weiteren Versuche zu einem anderen Er- wurde einiger Schaden angerichtet. In einem Zuge wurden Das Prisengericht entschied jedoch im Sinne der deutschen Regierung, Eine Aenderung von größter Bedeutung dürfte erst dann auch Fensterscheiben zertrümmert. 3 wei Kinder sind im Falle des vom Hilfskreuzer„ Prinz Eitel Friedrich" verseniten leicht verlegt worden. amerikanischen Schiffes William P. Frye", das mit Weizen nad eintreten, wenn eine ſtarfe türkische Invasionsarmee bis zum Queenstown und anderen als Stützpunkte der Flotte dienenden Suezkanal vorrückt und die dortigen englischen Befestigungen Häfen bestimmt war. Belfast und Dublin, so sagt das Prisenin ihre Gewalt bringt. Erst dann, wenn den türkischen Waffen gericht, feien ebenfalls Stügpunkte, folglich seien Lebensmittel der Erfolg gesichert zu sein scheint, wird es zu einer allgeRonterbande. Die Kläger brachten eine Bescheinigung bei, meineren Erhebung der mohammedanischen Bevölkerung daß die Ladung der„ Maria" für eine Mühle bestimmt sei und daß Aegyptens und Nordindiens gegen die englische Herrschaft Stockholm, 24. April.( W. T. B.) Nach hier eingetroffenen Nach diese das Mehl an Private liefere. Auch das erkannte das Prisenkommen. Zwar haben der Krieg und die tapfere Haltung der richten ist der finnische Dampfer,& raat", der nach einer gericht nicht als Grund für die Freisprechung an. Die hollän Türkei die unter englischer Herrschaft stehenden Moham gestrigen Meldung in der Nähe Finnlands unterging, von einem dischen Kläger legten Berufung ein. medaner mehr und mehr aufgerüttelt und hier und dort deutschen Unterseeboot torpediert worden. Er ist sobereits zu fleineren Aufſtänden geführt; aber im ganzen ist fort gefunden, die Befagung wurde gerettet. Die Zur englisch- holländischen Verkehrssperre. das militärische Ansehen Englands und die Furcht vor seiner Torpedierung fand wahrscheinlich frühmorgens statt. Man schließt Amsterdam, 24. April.( W. T., B.) Der Staatscourant" meldet: Rache bei der mohammedanischen Bevölkerung noch viel zu aus dem Ausdruck in der Nähe von Finnland", daß der Der Generaldirektor des Postwesens gibt bekannt, daß wegen der groß, als daß fie schon jetzt eine offene Auflehnung wagt. Dampfer bei Aaland torpediert wurde. Der Dampfer ging von zeitweiligen Einstellung des Dampferdienstes der Zeeland- Linie von Stockholm in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag ab und Blissingen die Post nach England am 25. April und weiterhin alle passierte Soederarm um 4 Uhr Freitag morgen. Abends follte der zwei Tage von Hoek van Holland nach Harwich versandt werden Dampfer in Aabo eintreffen. Er hatte Stückgut, zumeist Baumwolle wird; so weit möglich, wird auch von anderen Gelegenheiten geladen. Die Befagung bestand aus dem Kapitän Sabelstroem und Gebrauch gemacht werden. spölf oder dreizehn Finnen. Der Dampfer gehörte einer mit französischem und russischem Gelde neugegründeten finnischen Gesellschaft. Alle in Stockholm befindlichen Dampfer erhielten Weisung, vorläufig hier zu bleiben. Lloyd George über den Stand der englischen Rüftungen. London, 24. April.( W. T. B.) Unterhaus. Ausführlicher Bericht. Lloyd George pries die Heeresorganisation Lord Kitcheners. Nach nun acht Kriegsmonaten habe England eine Armee, die sechsmal größer sei als die frühere, zum erfien Male eine Armee nach kontinentalem Maßstab. Die Belridge" von einem deutschen Torpedo versenkt? Aufgebrachter Dampfer. Kopenhagen, 24. April.( W. T. B.) Der Führer des Dampfichiffes Nidaros" telegraphierte den hiesigen Vereinigten " Dampfschiffgeſellſchaften, daß der Dampfer, mit Landwirtschaftsprodukten von Aarhus nach Grimsby untertvegs, gestern nach ist auf Sylt gebracht wurde. Der türkische Krieg. Aegypten. große Ueberraschung des Krieges sei der Bedarf an Artillerie und Munition. In den vierzehntägigen Kämpfen bei Neuve Chapelle habe die englische Artillerie Christiania, 28. April.( W. Z. B.) Wie bereits mitgeteilt fast ebenso viel Munition verbraucht wie im ganzen Buren- wurde, tamen die norwegischen Sachverständigen in der friege. Ferner habe eine große Veränderung im Charakter Angelegenheit des Tankdampfers Belridge" zu dem Ergebnis, da p der Munition stattgefunden. Die High Explosives hätten die die„ Belridge" von einem deutschen Unterfee- Die Abfahrt der Dardanellentruppen aus Schrapnells verdrängt. Daher sei eine Aenderung der ganzen boote torpediert worden sei. Das Beweismaterial Maschinerie und die Herstellung neuer Munition mitten im war bem norwegischen Gesandten in Berlin über. Krieg notwendig geworden. Auch die andern kriegführenden mittelt worden, der es unter der Hand der deutschen Regie- Athen, den 24. April.( T. 11.) Die Abfahrt des für die DarNationen hätten diese Erfahrung gemacht. Die deutschen Ge- rung weitergab. Der Gesandte telegraphierte an das Minifterium danellen bestimmten Expeditionsforps aus Aegypten ist, nach Melschosse seien schlechter als zu Beginn des Krieges. Die Re- des Auswärtigen in Kristiania, daß die deutsche Regierung in bungen aus Alexandrien, nunmehr erfolgt. Die Einschiffung der gierung habe zuerst nach französischem Vorbilde eine Rege- Anbetracht des Umstandes, daß dem deutschen Admiralstabe von Truppen erfolgte nicht nur in Alexandrien, sondern auch in Port lung nach der Art geplant, daß die Waffenfabriken mit an- feinem Unterseeboot ein Bericht über die Torpedierung der„ Belridge" Said. Nach Aeußerungen hoher englischer Offiziere sind die Altierten dern Firmen Unterkontrakte machten. Die Herstellung zugegangen sei, das ihr zugegangene Beweismaterial für feine ge- auf sehr große Verluste gefaßt, aber die Deffnung der Dardanellen von Munition für Artillerie sei gestiegen. Wenn man nügende Grundlage für die sichere Annahme hatte, daß die Bel müsse um jeden Preis erfolgen. Die Ausrüstung der Truppen wird im die Produktion für September mit 20 ansetze, so habe sie im ridge" von einem deutschen Torpedo vernichtet worden sei. Die allgemeinen als gut bezeichnet. Die Abreise der aus Engländern, Oktober 90, im Dezember 256, im Januar 186, im Februar deutsche Regierung ersucht deshalb, daß ihr möglichst bald die in Auſtralien und Neuseeländern bestehenden Sontingente erfolgte mit 256 und im März 388 erreicht, set also seit September der„ Belridge" gefundenen Sprengstücke vorgelegt werden, damit auch flingendem Spiel und lauter Begeisterung. Genaue Angaben über auf das Neunzehn fa che gestiegen. Aber die Methode der die deutschen Sachverständigen sie untersuchen können. Sollte das ihre Bahl liegen nicht vor, da die Häfen bei der Abfahrt für ZivilUnterfontratte genüge nicht mehr für die kommenden Ergebnis die Feststellung sein, daß die" Belridge" von einem personen streng abgesperrt waren. Es fann sich hierbei aber nur Wochen. Ein neues Komitee des Kriegsamts wolle neue deutschen Unterseeboot torpediert worden ist, so wird die um einen Teil der in Aegypten stationierten Truppen handeln. Nicht Werke für die Herstellung von Munition einrichten. Die Pro- beutfche Regierung nicht aögern, ihr Bebauern unbedeutende, zumeist aus Engländern und Indern bestehende Konduktion der High Explosives stehe jetzt so, daß die Engländer froh darüber auszusprechen, da es natürlich niemals die tingente, find im Lande zurückgeblieben, da man in allernächster Zeit großer Lieferungen an die Verbündeten aller Sorgen enthoben Absicht der deutschen Regierung oder Kriegsmarine war, ein nor- einen größeren Vorstoß der Türken am Suezkanal erwartet. Lloyd George wandte sich dann der Arbeiter- wegisches Handelsschiff anzugreifen. Sollte fich zeigen, daß die frage zu. Die Trinkfrage betreffend hielt er frühere beiden Regierungen über den Fall nicht einig werden, so schlägt die Aeußerungen aufrecht und betonte, daß er von einer Minder deutsche Regierung vor, den Fall gemäß der Haager Konvention heit, aber einer wichtigen Minderheit der Arbeiter gesprochen einer Untersuchungstommission zu überweisen. habe. Die Regeln und Gewohnheiten der Gewerkschaften norwegische Regierung forderte ihren Berliner Gesandten telegraphisch dürften kein Hindernis für die Herstellung von Munition auf, der deutschen Regierung mitzuteilen, daß die norwegische über Belgien gehalten. Die Zeitschrift Foi et Vie"(„ Glauben bilden. Bonar Law erklärte sich durch die Ausführungen Regierung mit Befriedigung die Erklärung der und Leben"), die unter ihren Mitgliedern Anhänger verschiedener Lloyd Georges befriedigt, dagegen griff er die Rede des deutschen Regierung entgegengenommen habe und fortschrittlicher idealistischer Richtungen vereinigt, hatte ihn veran Premierministers Asquith in Newcastle an und tritisierte der Ueberweisung der Frage an eine Untersuchungskomstaltet. Den Borsiz führte der bekannte Vorfämpfer des neutralen die Langsamkeit des Entschlusses der Regierung, die Nation mission gemäß der Haager Konvention vollkommen zustimme, Genossenschaftswesens Prof. Giede. Die Zuhörerschaft bestand, zu mobilisieren. Er fragte, wie die beiden Kommissionen für falls sich zeigen sollte, daß die beiden Regierungen darüber uneinig wie die Humanité" berichtet, aus einem gewählten Publikum", die Herstellung von Munition koordiniert werden könnten. sind, ob die„ Belridge" von einem deutschen Unterseeboote torpediert das der mittleren Bourgeoisie und dem hohen Beamtentum angefeien. Aus den Karpathenkämpfen. Ueber den Osterkampf um die Robila wird aus dem österreichischen Kriegspressequartier gemeldet: Die Eine Rede Vanderveldes. Am 18. d. M. hat Vandervelde in Paris einen Vortrag oberen Teiles vom Trostyanski Brch an. Kobila und Uhlisto waren 468, die Major Quebhart trop heftigsten Flantenfeuers erstürmte, in Feindes Hand. Unter diesen Umständen mußte auch die westlich aber gegen die immer wieder heranflutenden Gegenangriffe nicht des Laborcz fämpfende Gruppe beim ersten Morgengrauen am zu halten vermochte. Der 5. April, der Ostermontag, brachte auf Karjonnabend den Rüdzug gegen Ostroeste antreten. Schon waren dem östlichen Gefechtsfeld den vollen Erfolg. Deutsche und öfteraber Verstärkungen im Anmarsch. Das deutsche Bestidentorps, reichisch- ungarische Batterien wetteiferten miteinander, um die dessen vorderste Abteilungen am 3. April beim rechten Flügel ein- zwischen Höhe 584 und Kobila angelegte starke Stellung des Feindes trafen, der gleich der Mitte sofort zum Angriff vorging, unter- zu erschüttern. Dank dieser Vorbereitung fonnte die Gruppe des Das große Ringen in den Karpathen erreichte seinen Höhepunkt stüßt von mehreren Batterien, die von den Höhen östlich Virava bei Obersten Remmel um 3 Uhr nachmittags die Stellung erstürmen. in der Osterschlacht. Die gewaltige russische Offensive hatte um den Vilag Flantenfeuer herübersandten. Begleitet von einer Gebirgs- Auch der andere Zugang zur Kobila, die Javirska, wurde vont 20. März beginnend im Gebiet der Ondawa am westlichen Flügel batterie und zwei Feldgeschüßen drang die Gruppe Kemmel im 40. Infanterieregiment im unwiderstehlichen Angriff eingenommen, nach anfänglichen kleinen Erfolgen einen nicht zu brechenden Wider Verein mit deutschen Verstärkungen auf dem Rücken des Troſthanski wodurch die Deutschen endlich des Flankenfeuers ledig wurden, das stand gefunden. Die opfervollen Anstürme im Waldgebirge zwischen Vrch vor und erstürmte wieder die nächste Höhe 584, einen wichtigen ihnen bisher das Vordringen auf den sich gegen Alsocsebenh herabdem Lupkower- und Uzjokerpaß hatten nicht mehr zu erzielen ver- Bugang zur Kobilahöhe. Auch die Mitte war nicht müßig geblieben. ziehenden Rücken unmöglich gemacht hatte, damit gewannen sie endmocht, als daß unsere feilartig bis gegen Baligrob vorgeschobene Troß großer Verluste durch Artillerie- und Infanteriefeuer drangen gültig den Abschnitt des Vilsavatales. Inzwischen hatte sich auch Stellung allmählich in eine gleiche Linie mit dem westlichen Flügel unsere Truppen vor. Oberstleutnant Baloz kam mit seinen Honveds das Geschick der Kobila erfüllt. Von der Favirska her flantiert, auf den Höhen knapp hinter der ungarischen Grenze bei Telepotsch, bis dicht an die Höhe von Uhlisto heran, die er erstürmte, als die an der Seite des Rückens der Höhe 584 von den Deutschen und den Zello, Nagypolany und Juhaszlak zurückgenommen worden war. Nun vom Obersten Kemmel zur Hilfe abgezeigte Abteilung flankierend Honbeds des Oberstleutnants Baics arg bedrängt, unterlagen die beschloß die russische Heeresleitung einen Durchbruch aus der Gegend eingriff. Fünfhundert Russen blieben in unseren Händen. Kaum Verteidiger dem 4. bosnisch- herzegowinischen und dem 89. und des Lupkower Passes, Mezoe- Laborcz, beiderseits des Laborczflusses, hatte Baloz fich auf dem Höhenrücken festgesetzt, als Major Krimm 90. Infanterieregiment, die Major Kuchinta zum Sturme heranwelchem Vorhaben nebst den dort bereits kämpfenden Truppenmassen die Batterien der Oberleutnants Kunge und Brandil heranbrachte führte. Der endgültige Sieg war auf dem wichtigsten Teile des der größte Teil der vor Przemysl frei gewordenen Einschließungs- und damit der Front eine so gute Stüke gab, daß vorgeschobene Gefechtsfeldes errungen. Westlich des Laborcz brachte der Osterarmee als frische Reserve gewidmet war. Ein Gelingen dieses Teile der Mittelgruppe auf dem äußersten Ausläufer des Javirsta montag noch nicht die Entscheidung. Wohl brang die Gruppe des Durchbruchs in der Richtung gegen Homonna würde die so standhaft rüdens festen Fuß faffen konnten. Am 4. April, am Ostersonntag, Oberst Hausmann gegen die Höhe bei Felfoecsebeny vor, fam aber verteidigte Stellung des westlichen Flügels im Ondawagebiet un- wurde der Angriff, an dem nun auch die zweite Staffel der deutschen durch Flankenfeuer, das von der Kuppe 468 aus Geschüßen und haltbar gemacht und die im Waldgebirge fämpfenden Streitkräfte Verstärkung östlich des Laborczflusses eingreifend teilnahm, all- Maschinengewehren herüberschlug, in eine recht mißliche Lage. in eine schlimme Lage gebracht haben. Die Angriffsrichtung war gemein. Der rechte Flügel arbeitete sich auf dem von Höhe 584 Major Liebhart tat mit den Seinen das Möglichste, die Höhe zu somit gut gewählt und verhieß nichts weniger als die siegreiche gegen Kobila führenden Rüden wader weiter vor, wesentlich ge- erstürmen. Die Angreifer famen bis auf 30 Schritte an die Stel Entscheidung der ganzen Karpathenschlacht. fördert durch Gebirgsgeschüße, die dicht bei der Infanterie blieben. lung des Feindes heran, vermochten aber nicht, sich durch die DrahtDas Kampffeld, das bei dem geplanten Durchbruch zunächst Blöblich machte sich in der rechten Flante vom Orte Birava her ein verhaue durchzuarbeiten. Immerhin Tenften sie die Aufmerksamkeit in Betracht kam, waren das Laborcztal und die beiderseitigen Be- fräftiger russischer Angriff geltend. Doch die Deutschen, die zu- bon der Gruppe Hausmann ab, welche die kritische Situation rasch gleithöhen füdlich Mezoe- Laborcz. Westlich des Tales verläuft nächst betroffen wurden, bildeten vasch eine Front zur Abwehr. Bu überwunden hatte und stürmend in die erste Stellung des Feindes parallel mit diesem ein langgestreckter Bergrüden, aus dessen Ober- ihrer Unterstützung eilte Oberst Krebs herbei und die Batterien bei auf der Kuppe von Felsoecsebenh eindrang Am 6. April tamen teil einzelne Ruppen herausragen; östlich dagegen ziehen sich vom Bilag donnerten gleichzeitig in des Feindes Flanke. Unter großen deutsche Verstärkungen auch auf diesem Teile des Kampffeldes an. Hauptfamm des Gebirges verschiedene Bergrüden herab zum Flusse, Verlusten mußten die Russen bald wieder in die Tiefe zurüd, um Im Berein mit diesen frischen Truppen gelang die Wegnahme der die durch Zuflüsse des Laborcz von einander getrennt sind. Unter Deckungen bei Virava zu gewinnen. Die Mitte machte gleichfalls Höhe 468. Oberst Hausmann vertrieb den Feind nach verlustreichem diesen fällt besonders jener auf, der sich von der Höhe Brinova ab- Fortschritte. Oberst Klein arbeitete sich auf dem Javirskarüder ein Stampfe auch aus seiner zweiten Stellung auf der Felsoecsebenher zweigt und den Raum zwischen der Vilsava und der Virava in gutes Stüd vorwärts. Oberst Phleps drang von Uhlisko so weit Auppe, doch leisteten die Russen in dem dahinter gelegenen sehr reicher Gliederung ausfüllt. In der Kobila erhebt sich der Berg- vor, daß er die Lücke zwischen jenen und dem rechten Flügel schloß. starten Stüßpunkte zähesten Widerstand, an dem sich drei mit rüden zu einer Höhe von 340 Metern und sendet seine Abzwei- Oberleutnant Keill nahm mit seinen Haubizen eine günstige Ge- größter Tapferkeit durchgeführte Stürme brachen. Nun wurden gungen über die Javirska Heghecsaba an die Mündung der Vilsava legenheit wahr, von einer Höhe des Javirskarüdens vorzugehen, um Gebirgsgeschüße herangebracht, die den Stühpunkt überaus wirksam in den Laborcz und über die Höhe 584 östlich Balintpuszta, von wo die Deutschen gut unterstüßen zu können, die sich gegen den sich von unter Feuer nahmen. Bei Morgengrauen des 6. wurde der Sturm der Uhliskorücken südwestlich, ein anderer als Trostyanski Vrch füd- Javirska nach Alsocjebeny hinzichenden Rücken entwickelten. Unser geminjam mit einer zur Berstärkung herangekommenen deutschen wärts und endlich ein dritter als Audrovci südöstlich verläuft. linter Flügel der bis westlich Laborcz zurückgenommenen Truppen Abteilung wiederholt und brachte die Verbündeten endlich in den Der eben geschilderte Raum mußte im Kampfe die bedeutendste war ebenfalls zum Angriff übergegangen. Die Artillerie fuhr im Befih dieses heiß umstrittenen letzten Stützpunktes des Feindes. Rolle spielen. In ihm war es wieder die Kobila, deren dauernder Laborcztale auf und unterstüßte hervorragend den schönen Angriff Der gut angelegte russische Durchbruch war vereitelt. Dieser schöne Bejizz über den Ausgang des Kampfes die Entscheidung brachte. der Deutschen, den unsererseits Oberst Hausmann mit den Gruppen Erfolg der Osterschlacht war allerdings mit schweren Verlusten Der Anprall der russischen Massen erzielte nach wechfelvollem des Oberstleutnants Adenet und des Majors Waechter mitmachten. erfauft. Allein von der österreichisch- ungarischen Armeegruppe, die Kampfe in der Mitte der Front einen Erfolg, der am 2. April, dem Gefördert durch die am westlichen Laborczufer vordringenden Ab- beiderseits des Laborca focht, passierten in diesen schweren Tagen Karfreitage, die Zurücknahme der ganzen zwischen der Virava und teilungen des Majors Schoen drangen die Verbündeten in die 2300 Verwundete die Krankenschubstation Rostocz. Auch von den des Laborcz kämpfenden Gruppe bis zur Höhe des Izbughabela Stellungen bei Hegyesczeben trotz des heftigsten feindlichen Artillerie- Deutschen, die so hervorragend in den Kampf eingegriffen hatten, zur Folge hatte. Nur der äußerste rechte Flügel unter Oberst Strebs feuers ein. Die übrigen Teile der linken Flügelgruppen gingen gelangten 800 auf diesem Wege in die rückwärtigen Heilanſtalten. behauptete sich zähe in seiner Stellung auf dem Rücken nach Kud- wieder auf dem Rüden westlich des Laborcz vor. Sie trafen die Der schließlich errungene Sieg war aber für die ganze Karpathen. rovci hart gegenüber der Kuppe 584. Der Rest des rechten Flügels Russen in gut befestigter Stellung füdwestlich Felsoecsebenh, wo ein fchlacht, wie die folgenden Ereignisse zeigten, von entscheidender unter Oberst Kemmel flammerte sich noch an das letzte Ende des Gebirgsrüden gegen Wester abzweigt. Auf diesem liegt die Kuppe Bedeutung. hörte und wie die Sumanité" gleichfalls bemerkt hätte". neugierig jfonservativen Zendenzen der Republik ber.lange das nicht der Fall ist, werden den vernünftigen Aeußerungen itärfen und der Bourgeoisie im Kampf gegen die Arbeiter- Dubreuilhs andere reichlich konfuse Auffassungen einiger feince organisationen neue Waffen in die Hand geben. Parteifreunde entgegengehalten werden können. = Noch keinerlei Friedensverhandlungen. Die„ Nordd. Allgem. 3tg." schreibt an der Spike ihrer war, zu hören, was der Staatsminister König Alberts zu jagen Vandervelde begann mit einer Erinnerung an die lekte Ver- Die Humanité" hat seltsamerweise angesichts dieser Ersammlung, wo er an der Seite Jaurès' und Scheidemanns flärung eine Klage über die Störung des Burgfriedens erfür den Frieden gesprochen habe, und fuhr fort: Heute tomme ich, hoben. Compère Morel beschuldigt den„ Temps", über den Krieg und für den Krieg zu sprechen. Und dennoch durch seinen Angriff auf die Sozialisten die nationale Ver- gestrigen Ausgabe: habe ich mich nicht geändert. Ich bin, was ich gestern war: sozia- teidigung zu schädigen. Es scheint uns, daß kein National- Von verschiedenen Seiten hören wir, daß in Stadt und listischer und internationalistischer Friedens interesse es erfordert, daß sich die politischen und sozialen Land Gerüchte über die Anbahnung von Friedens freund, und in dieser Eigenschaft bin ich für den Krieg bis Parteien etwas gegenseitig vorlügen, und daß die sozialistische verhandlungen in Umlauf gesetzt werden. Des näheren ans Ende. Als Sozialist weil der Sozialismus als am wenigsten Grund zur Beschwerde hat, wenn ihre Gegner wird angedeutet, daß vorbereitende Schritte zur Herbeiführung Grundlage die Anerkennung der Rechte der Nationalitäten wie der bekennen, daß sie für die Zukunft den Kampf gegen die Or eines Sonderfriedens mit England auf der Grundlage Individuen hat. Als Friedensfreund weil der uns aufgedrun- ganisationen im Auge haben. Die Arbeiterschaft fennt den fagte unlängst, daß dieser Krieg unvermeidlich war, da er die Folge Entschlossenheit, für sie einzutreten, nicht wankend zu werden, oder in Gang gebracht werden sollen. gene Strieg ein Krieg gegen den Krieg ist. König Albert Wert der nationalen Unabhängigkeit gut genug, um in ihrer gewisser englischer Wünsche und Forderungen im Gange seien Kein Urteilsfähiger der Rüstungen der letzten Jahre war. Nun, wenn der bewaffnete menn fie gewahr wird, daß ein Krieg, der aus den der kann daran denken, die für Deutschland günstige Kriegslage Frieden den Krieg herbeigeführt hat, muß der Krieg den ent- heutigen politischen und wirtschaftlichen Ordnung der Mensch- zugunsten eines vorzeitigen Friedensschlusses, mit irgend einent waffneten Frieden bringen. Und als Internationalist bin heit entspringenden Gegensätzen entstanden ist, zu der seiner Feinde preiszugeben. Nach der vorläufig allein mög ich für den Krieg, weil die Internationale freie Nationen von sozialistischen Neuordnung nichts dazutun kann. Freilich mag lichen allgemeinen Umschreibung des Kriegszieles, die der gleicher Würde voraussetzt und nur möglich ist mit Völkern, welche sich mit einer solchen Selbstbesinnung die Erwartung nicht Reichsfanzler in seinen Reden gegeben hat, müssen wir jeden Sinn für die Freiheit haben." Bandervelde legte dann die Lage Belgiens dar: Ane die vertragen, daß der Krieg die Aufgabe habe, etwa die Freiheit Vorteil der militärischen Lage benutzen, um Sicherheit: zu Gegensätze, die früher bestanden, machten der Einmütigkeit Blak, der Völker, die Selbstbestimmung der Nationen und die freie, schaffen, daß keiner mehr wagen wird, unseren Frieden zu als es sich um eine Ehrenfrage handelte. Hier sei der Grund- friedliche, demokratische Verfassung der vereinigten Staaten stören. Dabei muß es bleiben. Die Gerüchte über deutsche charakter des Belgiers hervorgetreten, wie im 16. Jahrhundert: Europas" zu verwirklichen und der sozialen Gerechtigkeit den Friedensneigungen sind gegenüber unserer unverminderten sein Widerstandsgeist." Diejenigen, die Belgien besett halten, Weg zu bahnen, woraus man dann das Recht ableitet, die Friedensneigungen sind gegenüber unserer unverminderten werden bemerken, daß sie uns vielleicht besiegen, aber nicht Friedensbestrebungen zurückzuweisen, indem inan sich auf Entschlossenheit zur Niederkämpfung der Gegner törichte unterwerfen fönnen.... In drei Gestalten ist unser Land einen spezifisch französischen Frieden" versteift, der den der oder böswillige, auf jeden Fall aber müßige Erfindungen. Verbot kaukasischer Zeitungen. Fleisch geworden: im König, im Bürgermeister von Entente im Krieg gegenüberstehenden Ländern und nur Brüssel, im Erzbischof von Mecheln. Der König hat diesen auf den Spiken der Bajonette die vollen Segnungen die alten friegerischen Eigenschaften unserer Rasse(?) enthüllt...." der Demokratie bringe. Vandervelde schildert dann die Leistungen der Armee an der ser, in einem Augenblick, da alles verloren schien:„ Ich war da, ich habe diese Armee gesehen...." " " Tiflis, 24. April.( W. T. B.) Der Hauptkomman Aber ebenso wie es unbestreitbar ist, daß die französischen dierende des Hautasus- Militärbezirks ordnete für Kapitalisten nach dem Krieg ihren Kampf gegen die französi- die Dauer des Kriegszustandes die Schließung folgender Blätter schen Arbeiterorganisationen mit aller Wacht fortsetzen und an der grusinischen nationalistischen„ a utastaja Retsch". Der Redner geht dann zu einer Betrachtung Deutschlands sich nicht im geringsten durch die zeitweilig nüßlichen Redens. äußersten rechten Goloe Sawtafa" und linken armenischen Blattes, Aret". über:„ Wir dürfen uns nicht täuschen, wir haben das deutsche Bolf arten über das gemeinsame nationale deal aller Franzosen einmütig uns gegenüber. Ich habe Gelehrte wie den so anti- zurückhalten lassen werden, wäre es aberwikig, die Su- Burhew in ein sibirisches Gefängnis gebracht. preußischen Brentano das Manifest der Intellektuellen unter- fammenkunftsbestrebungen des„ Temps" etiva als einen Stockholm, 24. April.( T. U.) Der russische Revolutionär zeichnen gesehen. Sozialisten, wie unser Freund Frant, cilten neuen Beitrag zu jener eigenartigen Beweisführung zu bezu den Waffen und ließen sich töten. Ein Greis wie Schulze- nüßen, daß die Niederlage der Entente- Mächte just im Inter- Wladimir Burke, der sich bei Beginn des Krieges im Ber Gaevernih, ein Bewunderer Englands, ging gleichfalls als Frei- effe des Sozialismus notwendig sei. Die Zukunft der trauen auf die erlassene Amnestic für politische Vergehen aus williger. Chne Zweifel gibt es Ausnahmen und ich grüße diese sozialistischen Idee in Europa hängt von der Stärke, Tat- Baris nach seiner Heimat begeben hatte und furz nach seiner Minorität, grüße Starl Liebknecht als Helden aber das deutsche fraft und Eintracht der nationalen und internationalen Ar. Ankunft verhaftet worden ivar, ist jetzt nach Sibirien berichidt Bolf ist überzeugt, daß es einen nationalen Berteidigungstrieg beiterorganisation ab, und zur sozialistischen Politif gehört worden. Nach einer Meldung des Rußfoje Slowo" wurde führt. Ja, man ist strenge, unerbittlich gegen die deutschen Sozial ebensowenig, daß die französisch- russischen Bajonette Deutsch- Burkem nach dem Gefängnis von Krasnajarof in Sibirien demofraten gewesen. Ich ziehe es vor, zu versuchen, sie zu land die Demokratie bringen, noch daß die deutschen Bajonette gebracht. verstehen, und wenn ich mich bemühe, objektiv zu sein, sche dem französischen Bourgeois den Individualismus austreiben. Die englische Regierung verhandelt mit ich die Schwierigkeit ihrer Situation. Sie waren zwischen das den Bergarbeitern. republikanische Frankreich und bas kojatische Rußland gestellt. Stimmten sie für die Kriegstrebite, fo lieDie französische Sozialdemokratie gegen Annexionen. London, 24. April.( W. T. B.) Die Konferenz bes ferten sie dem Kaiser Waffen gegen das republikanische Frankreich Bergarbeiterverbandes erfuhr am Mittwoch eine Unterund das demokratische England. Zehnten sie sie ab, öffneten sie dem Zaren Schlesien. Sie haben gewählt und schlecht gewählt, Zwischen der„ Humanité" und der bürgerlichen Presse Frant- brechung, als der Präsident des Handelsamtes die Vertreter zu einer aber wer könnte ihnen mildernde Umstände versagen. Sie reichs hat sich neuerdings eine heftige Auseinandersetzung über die Sigung im Handelsamt einlud, über deren Inhalt nichts bekannt haben weder der Voraussicht noch des Muts ermangelt. Denn ohne Haltung der Sozialisten, das Kriegsziel und die Voraussetzungen geworden ist. Der Parlamentsforrespondent der Times" meint, daß Zweifel wäre ich kein Sozialist, wenn ich nicht zugäbe, daß alle des fünftigen Friedens entsponnen. In der führenden bürgerlichen das schnelle Eingreifen der Regierung die Annahme einer Resolution fapitalistischen Regierungen für die Kriegsursache verantwortlich Breffe betrachtet man die Haltung der französischen Sozialisten mit augunsten des Streits verhindert habe. sind. Aber die unmittelbare direkte Ursache des Kriegs von 1914 immer unverhohlenerem Mißtrauen und Unbehagen, und man Das Kap- Parlament geschlossen. läßt sich durch keine Rücksicht auf den Burgfrieden" abhalten, den war zweifellos der Angriff auf ein kleines Volf, die Serben." London, 24. April.( W. T. B.) Die„ Times" melden aus Kaps Vandervelde ging hierauf zu einer heftigen Kritik der deutschen Führern des französischen Proletariats vorzuwerfen, bald, daß sie, Kriegsfuhrung über und schloß: Ich fühle 3orn gegen jene wie die" Humanité" schreibt, ihre Vergangenheit vergessen hätten, stadt vom 21.: Das Parlament ist geschlossen worden. unserer Gesinnungsgenossen, die möchten, daß bald, daß sie nur zu sehr ihrer eingebent feien. Auch das Ver- Das Abgeordnetenhaus behandelte in feiner legten Sigung den Beman Friedenschließe. Ah nein! Dem Verbrechen muß die halten und die Gesinnung der Sozialisten in den Schüßengräben richt über den Aufstand, welcher feine Schlußfolgerungen ent Sühne folgen... stellt die bürgerliche Breffe in Gegensatz zu den Austafsungen des hält, da wigtige Zeugen nicht vernommen werden Die Rede Vanderveldes mit ihrem merkwürdigen Gemisch von Bentralorgans der Partei. Demgegenüber fonstatiert Genoffe tonnten. Merriman schob Herzog die Mitschuld an der Vers. ideologischen Wendungen, staatsmännischen Gemeinpläßen und Brate: Die Sozialisten, die in der Front stehen, find weit ichtvörung zu. Als Herzogs Anhänger beantragten, daß die Kompolitischen Einsichten würde eine eingehende Kritit fordern, für die davon entfernt, in irgendeinem Buntte ihre Ueberzeugung geändert mission ihre Arbeiten fortsegen solle, wurde ihnen das Wort abderzeit die Möglichkeit ja nicht vorhanden ist. Daß der Weltfrieg zu haben. Sie haben vielmehr durch alle Erfahrungen dieses geschnitten. um der Freiheit Serbiens willen notwendig wurde, ist jedenfalls Strieges nur Veranlassung gefunden, ihre alte Gesinnung zu beeine Anschauung, die die ja nahe beteiligten serbischen Sozia feftigen und die Schlagkraft ihrer Ideen zu verstärken. Ich kann listen bekanntlich nicht teilen. nicht umhin, mir ins Gedächtnis zurückzurufen, daß es in den Jahren 1792 und 1793 die Bürger, die aus dem Feldzuge kamen, gewesen sind, die der Sache der Republik und der Freiheit den stärksten Anstoß gegeben haben." Der Kriegszweck. Aus Amsterdam schreibt man uns: Letzte Nachrichten. Der französische Tagesbericht. Blockade der Küste von Kamerun. Paris, 24. April.( W. T. B.) Das Amtsblatt gibt Baris, 24. April.( W. T. B.) Amtlicher Nach mittagsbericht. Ergänzende Berichte stellen fest, unter In einem weiteren Artikel der„ Humanité" vom 19. April aus welchen Bedingungen es den Deutschen vorgestern abend gelang, der Feder Louis Dubreuilhs wird auf den bösartigen unsere Linien nördlich von pern zwischen dem Verkanal Auch in Frankreich rücken die großen bürgerlichen Blätter Unterton der Preßpolemik hingewiesen, die die bürgerlichen Blätter, und der Straße von Boelcapelle zum Zurückgehen zu bringen. allmählich mit der Wahrheit heraus, daß der jezige Strieg besonders der" Temps", vont Zaune gebrochen hätten. Es heißt Schwerer gelber Rauch ging von den deutschen Schüßendurchaus nicht irgendwelchen, den Kreis der in den verschiede- da:„ Wir werden also nicht im Zweifel gelassen über die Behand- gräben aus, wurde vom Nordwind getrieben und übte auf nen Staaten heute entscheidenden Machtinteressen übersteigen- lung, die man in gewissen Kreisen, in denen man nichts gelernt und unsere Truppen eine völlig erstidende Wirkung aus, welche den idealistischen Wünschen dienen soll, wie das manche nichts vergessen hat, uns fünftig will angedeihen lassen, Nun, wir bis in die Stellungen der zweiten Linie verspürt wurde. Ein gestern unternommener Gegenangriff gestattete uns Leute im ersten Rausch geglaubt und andere, in fluger Ein- werden auf dem Posten sein und gerüstet auf den Angriff, der schäzung der in solcher Stimmung entwidelten Kräfte und kommen wird und kommen muß. Unsere Pflicht ist es, die öffent- bereits, einen Teil des verlorenen Geländes wieder zu gebeschwichtigten Widerstände in ihrem Zwedpathos unwiderliche Meinung des Volkes mit allen uns zur Verfügung stehenden winnen. Unsere Stellung ist vollkommen befestigt. Die sprochen gelassen haben. Man beginnt sachlich zu sprechen, auf welche menschlichere, aber auch viel praktischere und wirksamere stüßung der englischen und der belgischen Sträfte an. Mitteln über unsere Absichten aufzuklären; unsere Pflicht, zu sagen, Kampfhandlung dauert unter guten Bedingungen mit UnterDer und das mag freilich Zeute befremden, die sich wirklich eingebildet haben, daß die modernen Staaten ihren furchtbaren Weise wir in der Zukunft die Sicherheit unseres Vaterlandes ge- Feind unternahm Angriffe in Eparges, an der Tete de Bache Kriegsapparat um gewisser edelmütiger, selbstloser Ideen" währleisten und den Frieden für Frankreich, den Frieden für alle, und im Walde von Apremont. Er wurde überall zurüdgeworfen. Die deutschen Angriffe südlich vom Walde von willen in Bewegung seben würden. So mag es denn z. B. den Frieden für die Welt begründen wollen." Gegenüber den phantastischen Annegionsvorschlägen Barron am Reichsaderkopf wurden durch unser Feuer auffür jene französischen Sozialisten, die gewähnt der bürgerlichen Presse erklärt Dubreuilh:" Wir sagen es jetzt, wie gehalten. Der Feind erlitt ernste Verluste. haben, daß ihre durch die tatsächlichen Verhältnisse vir es vor dem Kriege gesagt haben, daß Annegionen, als Früchte geforderte Teilnahme an der Nationalverteidigung der Eroberung dazu zwingen un fhörlich die Rüstungen zu einem besonderen Interesse des menschlichen Fortschritts 8 berstärken und sich auf eine Haltung der Herausforderung oder des gute komme, und die noch vor wenigen Tagen versicherten, mit Mißtrauens zu versteifen.... Der Friede, haben wir hinzugefügt, bekannt, daß der Befehlshaber der alliierten Flotten vor der Ablehnung von Friedensideen im gegenwärtigen Seit der zuverlässige und entwaffnete Friede, der den Wölfern gestattet, Stamer un ant 20. April den deutschen Behörden der von punkt dem Sozialimus selbst zu dienen, eine bittere aufguatmen, wird nur in einem Europa möglich sein, in dem es den Alliierten noch nicht bejezten Teile Kameruns fomie. dem Enttäuschung sein, wenn ein Blatt, das sich darauf verstehen feine belagerten und unterjochten Völker mehr gibt. An dieser Generalgouverneur von Fernando Po mitteilte, daß vom muß, wie der„ Temps", in einem Artifel am 13. April fühl wesentlichen Wahrheit halten wir jetzt noch fest, werden wir immer 24. April mitternachts an die Blockade über die Küste von auseinandersetzt, daß er als Wirkung des Krieges die dauernde festhalten, und da wir ebenso bestimmt darauf hoffen, daß der end- Kamerun zwischen den Mündungen des Kwayafeflusses und Abkehr vom Sozialismus erwartet. Tieffinnig ist gültige Sieg in dem entsetzlichen Ringen sich an unsere Fahnen des Bimbiacreekflusses sowie zwischen den Mündungen des sein Beweis allerdings nicht. Er behauptet zunächst, daß das knüpfen wird, so wollen wir nicht, daß dieser Sieg durch ungerecht- Sanayaflusses und des Campoflusses verhängt werden würde. bisherige Kriegsergebnis ein Versagen der bureaukratischen fertigten Raub und durch ungeheuerliche Annegionen kompromit- Den in der Blockadezone befindlichen neutralen oder befreun Organisation Deutschlands zeige, die er einerseits mit dem fiert wird, denn dann würde er die Quelle neuer Konflikte und deten Schiffen ist bis zum 25. April mitternachts eine Frist Militarismus, andererseits mit der zweckmäßigen Ordnung neuer Hekatomben werden. Vor dem Striege haben wir erklärt:... zum Verlassen der Blockadezone gesetzt. Gegen jedes Schiff. des gesellschaftlichen Lebens und der Unterordnung des in- Ein Ziel müsse gesetzt werden den.... Rüstungen, die jedes das die Blockade zu verlegen sucht, wird gemäß dem interdividuellen Interesses unter das Gemeininteresse gleicht sett- Jahr den besten Zeil aller Völker verschlingen. Der Fortschritt der nationalen Rechte vorgegangen werden. und kommt so zu folgendent Schluß: Hier haben wir also Menschlichkeit und der Zivilisation stände auf dem Spiel. Deshalb cine ganz besonders wohltätige Lehre, die unseren Sieg verpflichteten wir alle Staaten und alle Völker, entschlossenen Kämpfe in Marokko. frönen wird. Seit 20 Jahren ließ sich dieses Land zuweilen Schrittes den Weg der gleichzeitigen und progressiven A brüstung Barcelona: In der spanischen Zone von Maroffo fanden in den Paris, 24. April.( W. T. B.) Der Temps" meldet aus zur Undankbarkeit oder Untreue gegen die Revolution ver- zu beschreiten, einen Weg, der seine Ergänzung in der Einrichtung letzten Tagen Kämpfe zwischen Anhängern Raisulis und Anhän führen. Der Sozialismus, der in Deutschland an allgemeiner Schiedsgerichte finden müsse, in denen die inter- gern des Scheriffs Ueltet Affes statt. Die Anhänger Raifulis griffen seinem Plaz ist, da er dem Casarismus so nahe verwandt nationalen Konflikte den Spruch der Kanonen abzulösen hätten. Die Anhänger Ueltet Asses an, um sie zu zwingen, Raijuli als ist, ergriff auch uns. Aber getreu dem Geist Nun wohl, nach der Prüfung dieser Tage lebt unser Glaube an Führer anzuerkennen. Während des Kampfes wurde ein Leutnant von 1789 haben wir die Waffen ergriffen, um draußen die dieses Programm noch in voller Stärke und Mächtigkeit in unseren Raisulis getötet. Menschen- und Völkerrechte zu verteidigen. Und wir werden Herzen. Wir sind überzeugt, daß hier das Heil ruht, und nur in ihm treu bleiben, indem wir den Individualismus diefent Ideal und in dieser Ueberzeugung hat sich das Frankreich Freigegebene holländische Fischdampfer. vor den Drohungen im Innern behüten. Unsere der Menschen- und der Bürgerrechte erhoben. Keine Drohung und Hamburg, 24. April.( W. T. B.) Die in der vorigen Woche Väter haben die Bande gesprengi, die ihn fesselten. Unsere keine Berleumdung wird uns verhindern, diese unsere Sprache von wegen Fischens auf deutschem Hoheitsgebiete nach Hamburg qufAufgabe ist, ihm die Organisation zubersperren, gestern auch heute zu führen und unsere Worte allen unseren Mit- gebrachten fünf holländischen Fischdampfer Dahlia, worin Initiative, Freiheit, Persönlichkeit untergehen." bürgern zuzurufen." Liesbeth- Betty, Pieter Jan, Zaanstroom 3, Balder und Anna Hier ist's also herausgesagt. In den Augen der herrschen- Leider besteht bei den französischen Sozialisten durchaus keine Jofima sind auf Beschluß des Kaiserlichen Prisenamics freiden Klasse Frankreichs soll der jetzige Krieg die sozial Klarheit und Einmütigkeit über den Begriff" Annerionen". Go- gegeben worden. Sic find gestern nachmittag abgedampft. A.WERTHEIM: Leipziger Straße Königstraße ■ Versand- Abfeilung: Berlin W 66, Leipziger Straße Damenhüte garniert Moderne Matelotform aus Strohborte, handgenäht, mit Seiden- 3.40 kopf und Schleife... 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Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Alles vergessen! Uns wird geschrieben: „ Leider ist wieder einmal eine jener Zeiten gekommen", so beginnt Genosse Kautsky seine neueste Schrift, in denen man, um Klarheit zu verbreiten, mit dem Abc anfangen muß". Das fennzeichnet durchaus den heutigen Zustand des theoretischen Wirrivarrs, der momentan in den Köpfen einiger Genossen herrscht. Daß man in der Tat selbst das Abc unserer Theorie vergessen hat, geht am deutlichsten aus einer Auslassung des„ Hamburger Echo" hervor. Nach 60 Jahren margistischer Schulung meint das genannte Blatt, daß Kolonien insofern von Bedeutung wären, als ein Industries land dort seine Waren zu höheren Preisen veräußern könnte, und daß die Arbeiter infolgedessen auch ihre Löhne höhen könnten. Sagt denn nicht das Abc des Marxismus, daß der Lohn in keiner Weise davon abhängt, ob die von den Arbeitern geschaffenen Waren später zu hohen oder niedrigen Preisen vcräußert werden? er= Der Mitarbeiter dieses Blattes, Genosse Dr. Lensch, wünscht den Zusammenbruch der englischen Weltherrschaft, damit die englischen Arbeiter gerade die gleichen Jllusionen, von denen sich die englischen Sozialisten, wie ihr Verhalten gerade in diesem Kriege zeigt, schon längst befreit haben, aufgeben sollen. Wäre es nicht besser, statt jenseits des Kanals hinüberzuschauen und sich an längst vergangene Zeiten zu erinnern, die Zeitung zu verfolgen, deren Mitarbeiter und Mitkämpfer Lensch ist, um dort die gleichen Jllusionen von dem Wert der Kolonien anzutreffen? Das„ Umlernen" besteht aber für diese Art von Politikern darin, daß sie nur das, was diesseits gewisser Linien geschieht, in den hellsten Farben malen, während sich ihnen alles, was jenseits dieser Linien vor sich geht, grau in grau darstellt. Wie für die meisten Imperialisten, so tommt es auch für Lensch in erster Linie auf die Frage der Macht an. Die Probleme der Volkswirtschaft betrachtet er ebenfalls von diesem Standpunkte, während für uns Maryisten zunächst die Erkenntnis der tatsächlichen Verhältnisse in Betracht kommt. Sonntag, 25. April 1915. Leibtapitals selbst schafft, aus denen er schöpft. Mag Lensch uns keine Miete zahlen, sondern in die Schokoladengeschäfte und erst eine neue volkswirtschaftliche Theorie für seinen Kriegssozia- Konditoreien liefen und dort das Geld verpulverten. Die lismus" präsentieren, dann werden wir wohl die Möglichkeit haben, Hauswirte wurden aufgefordert, solche Frauen zu melden, zu prüfen, ob die neueste imperialistische oder die alte marristische da mit die Unterstützung einbehalten werde. Theorie besser die Tatsachen des Lebens erklärt. Vorläufig bleiben Auf alle diese Anwürfe hat jetzt ein Landsturmmann aus dem wir bei der alten marristischen Theorie. Felde den folgenden ernsten und bitteren Brief an dasselbe Blatt gerichtet, das bisher diesen Tratsch und Klatsch besonders breit behandelte. Der Brief, der auch die militärische Zensur passiert hat, ist als Dokument unserer Zeit von Inters esse. Er lautet wörtlich: Politische Uebersicht. Hätten wir ein Duhend Dreadnoughts mehr!" Aus Anlaß des 50jährigen Dienstjubiläums des Staatssekretärs von Tirpik schreibt die Deutsche Tageszeitung" über„ Tirpitz' Werk": So ist das große Wert aus geringsten Anfängen und unter teils sehr schwierigen Verhältnissen schnell, folgerichtig und deshalb in sich gesund unter steigender freudiger Anteilnahme des deutschen Volkes herangewachsen. Fertig ist das Wert aber nicht geworden, darauf muß gerade in diesem Augenblick mit Nachdruck hingewiesen werden. Die deutschen Unteeseeboote sind es auch, aber im Vercin mit der Kampfbereiten Flotte der großen Kampfschiffe, auch unter der Bedingung ihres Vorhandenseins. Hätten wir ein Dutzend großer Kampfschiffe mehr!- das ist der Gedanke, der sich aufdrängt.... Wie gesagt, man würde wohl wenig im Sinne des Schöpfers des deutschen Hochseegedankens und des deutschen Unterseebootes handeln, außerdem oberflächlich urteilen, wollte man die Erfolge des Unterseebootes auf Kosten der uneingeschränkten Daseins berechtigung des großen Kampfschiffes setzen. Dieser Krieg ist noch nicht zu Ende. Die Kriegführung der Zurüdhaltung, wie wir sie zumal auf englischer Seite sehen, darf nicht täuschen, auch nicht zu einer falschen Fragestellung führen. Wir möchten uns unter den gegenwärtigen Verhältnissen nicht näher zu diesem Punkte äußern, sondern beschränken uns auf die Wiederholung des Wortes: Hätte man ein Dugend großer Kampfschiffe mehr!" Die Brotkarten in Belgien. lottenrüstungen nach Friedensschluß aus. Darüber Das sieht so wie die Forderung nach vergrößerten So habe ich auch versucht, die Tatsache zu erklären, daß die jetzt schon näher zu sprechen, halten auch wir für verfrüht. Staaten, die ungeheuerliche Kapitalien, nach der" Frankfurter 3tg." Aber ob ein Duhend mehr Kampfschiffe die beste Friedensschon über 42 Milliarden Mark, für den Strieg aufgebracht bürgschaft bildet, muß doch sehr bezweifelt werden. haben, trotzdem eine Geldflüssigkeit sehen und in gewissem Sinne heute neue Anleihen leichter unterzubringen vermögen als zu Beginn des Krieges. Diese Tatsache kann nicht bestritten werden und Der Rhein- Westf. Zeitung" wird aus Brüssel berichtet, daß in bestreitet auch Lensch gar nicht. Er begnügt sich bloß mit der den Belgien, speziell in Antwerpen, man fünftig Brot nur noch gegen bürgerlichen Blättern entliehenen Bemerkung über die Stärke der Brotfarten erhalten wird, und zwar eine Tagesration von etwa deutschen Wirtschaft. Das ist allerdings auch richtig. Haben wir aber 335 Gramm für jede Person. Die Ausgabe der Brotkarten Grund zum Umlernen? Wer von uns Marristen hat vor dem Kriege erfolgt durch die Gemeinden, die auch für den Ankauf und Verkauf davon gesprochen, daß die deutsche Volkswirtschaft geschwächt sei? der übrigen Lebensmittel( Speck, Reis, Erbsen, Bohnen, HaferMan überschätzte allerdings die durch einen Weltkrieg bedingte mehl usw.) sorgen. In jeder Gemeinde ist für diese Antäufe ein Geld und Kreditkrise in ihrer Wirkung, indem man das Ernährungsausschuß von mindestens drei Personen gebildet worden. Zutrauen des Publikums zum Staat nicht genug in Betracht ge- Außerdem wurden überall Höchstpreise für die Nahrungsmittel zogen hatte. Vielleicht rechnete niemand auch mit einem so hohen bestimmt. Notenumlauf, ja vor seinen Folgen schreckte man zurück. Diese werden aber erst nach dem Kriege eintreten, auf den Verlauf des Krieges tönnen sie nur geringen Einfluß ausüben. Insofern hat uns der tatsächliche Verlauf des Krieges zum Umlernen gezwungen. Was haben aber diese Vorgänge auf dem Geldmarkte mit der Stärke der Volkswirtschaft zu tun? Und was jagt diese neue ,, Entdeckung" von Lensch in theoretischer Beziehung? Nichts, durchaus gar nichts. Schon weil auch in anderen Ländern die Geldverhältnisse ebenso flüssig sind, wie in Deutschland. Frankreich befindet sich in besonders ungünstigen Verhältnissen. Trozdem hat es 7 Milliarden Mark Anleihen untergebracht und dabei in der Hauptsache in den letzten vier Monaten, in denen, trog der ansteigenden Kriegsausgaben, die Bank von Frankreich dem Staate bloß rund 14 Milliarde vorgeschossen hat, also nur so viel, wie ein Striegsmonat beansprucht. " Wie's nicht gemacht werden darf. Dem Artikel betreffend Mietezahlung und Geldvergeudung der Kriegerfrauen möchte ich, als ein im Felde Stehender, ganz energisch widersprechen. Was zuerst die gute Besoldung der Kriegerfrauen betrifft, möchte ich bemerken: Gewiß wird den bedürftigen Frauen eine Unterstützung gewährt, die zwischen 19 und 22 M. schwankt, für jedes Kind 6 M. Bei den heutigen Lebens mittelpreisen und Mieten reicht das aber kaum für den allernötigsten Lebensunterhalt. Wenn dann der Gatte von seinem Sold, der 15,90 M. monatlich beträgt, wovon er seinen persönlichen Be darf zu decken hat, wirklich ein paar Mart nach Hause schickt, fo wiegt das gewiß lange nicht die vielen Paketchen auf, die dem Mann von der Frau ins Feld geschickt werden, wozu auch Schokolade gehört, die von den Kriegerfrauen gar nicht für den eigenen Bedarf getauft wird. Und was die Mietezahlungen anbetrifft, so werden dic, da können Sie beruhigt sein, von dem weitaus größten Teil voll bezahlt, ohne daß die Kricger oder ihre Frauen auch nur ein freundliches Wort dafür zu hören bekommen. Uns draußen, die wir im schwersten Ringen stehen, das je die Welt sah, berühren diese Angriffe auf unsere Daheimgebliebenen sehr eigenartig.. Daß ein ganz vereinzelter Fall vorkommen kann, wird niemand bestreiten, doch sollte man sich doch lieber ums eigene Schuldkonto kümmern. Ein im Felde Stehender." Dieser Protest verdient auch die Beachtung des Obers präsidenten der Provinz Sachsen, der unlängst auch einen Erlaß gegen die unwirtschaftlichen" Kriegerfrauen herausgab. Aus der Partei. Aus den Organisationen. Aus dem soeben erschienenen Jahres. bericht des Sozialdemokratischen Vereins Breslau ist zu vermerken, daß das am 1. Juli 1912 in Straft getretene Vertretersystem in ciner vorgenommenen Urabstimmung mit 1080 gegen 618 Stimmen aufgehoben wurde. Eine spätere GeneralversammTung gab dem Verein eine neue Sazung. Austrittserklärungen aus der Organisation während der Kriegszeit haben nur in geringer Zahl stattgefunden. Mit dem Ausbruch des Weltkrieges mußte das Vereinsleben erheblich eingeschränkt werden; selbst die weiblichen Mitglieder waren gezwungen, die monatlichen Leseabende einzustellen. An deren Stelle traten KriegerfrauenVersammlungen, die sich eines guten Besuches erfreuten. Als der Magistrat städtischen Grund und Boden zum Anbau von Kartoffeln und Gemüse verpachtete, übernahm der Nationale Frauendienst, an dessen Arbeiten sich unsere Genossen rege beteiligten, größere Flächen in allen Stadtteilen, die er den KriegerDie Zentral- Einkaufsgesellschaft m. b. H., der die Befugnis frauen, die selbst oder deren Männer Vereinsmitglieder sind, übertragen ist, die Reisvorräte anzukaufen, sofern die Menge im fostenfrei zur Verfügung stellte. Die Kinderschußkommission er Einzelfalle mehr als zwei Doppelzentner beträgt, hat dafür einen weiterte sich zu einem Hilfskomitee zur Hilfeleistung erfraufter angemessenen" lebernahmepreis zu zahlen. Die Preise, die der Kriegerfrauen oder Frauen, die ins Wochenbett kamen. Bundesrat festgesetzt hat, sind recht hoch, wenn man sie mit dem Die Vereinskasse erzielte eine Einnahme von 33 630,05 M.; Preise im Juli v. J. vergleicht, aber fast um die Hälfte niedriger der Wahlfonds hatte einen Kassenbestand von 2758,67 M. Die Bearbeitung der Geschichte der Breslauer als die Preise in der Mitte d. Mts. Die Verzögerung der Be- Arbeiterbewegung ist dem Genossen Th. Müller über Schlagnahme zeigt auch hier wieder ihre übelsten Seiten: Die Ron sumenten müssen unnötig hochgetriebene Preise zahlen, und die fleinen und mittleren Händler, die große Vorräte lagern, müssen ihre Bestände plöglich zu niedrigeren, verlustreichem Preise abgeben. Gedient ist aber, abgesehen von den Spekulanten, die Monate lang freies Spiel hatten, niemanden mit derartigen späten Maßnahmen. verboten. Verbot impfgegnerischer Schriften. " Die Kommunen im Kriege. tragen worden. Die beiden ersten Teile des Wertes sollen sofort nach Beendigung des Weltkrieges erscheinen. Das Werk sollte bereits am 1. Januar, anläßlich der 25jährigen Gründungsfeier des Vereins erscheinen, jedoch machte dies der Weltfricg unmöglich. Durch das Erscheinen dieses Buches wird ein lange gehegter Wunsch der Breslauer Arbeiterschaft erfüllt. Siervon 249 traten aus, 335 mußten gestrichen werden und 91 starben, so daß am 1. April ein Mitgliederbestand von 4581 zu verzeichnen war. Einer Gesamteinnahme von 27 361,47 M. steht eine Gesamts ausgabe von 28 142,06 m. gegenüber. Der Bericht schlicht mit einer Aufforderung an die Genossen und Genoffinnen, dafür zu sorgen, daß nach Beendigung des Krieges die Arbeiterilasse die Möglichkeit bejizt, ihre Wacht zu entfalten. Der 1. Mai in Italien. Von einer erheblichen Einschränkung der Organisationstätigkeit leber Rußland schrieb Lensch, daß es schon vor dem Kriegswährend des abgelaufenen Geschäftsjahres wird auch vom Vorausbruch vor dem Bankrott gestanden hatte. Auch das hat Lensch stand des Sozialdemokratischen Vereins für den Wahlkreis felbstverständlich bei den Großdeutschen" Schmidt und Rohrbach ab Düsseldorf berichtet. Fanden doch während der Berichtszeit geschrieben. Nichtig ist diese leichtfertige Behauptung trotzdem nicht. Das stellvertretende Generalkommando des VII. Armeekorps in insgesamt nur 182 Mitgliederversammlungen statt gegen 426 int Auf jeden Fall vermochte auch Rußland 6 Milliarden Mart fast aus. Roblenz hat den Vertrieb der beiden impfgegnerischen Schriften: Vorjahre. Hiervon entfielen auf die Distrikte des Stadtkreises schließlich im Inlande aufzunehmen und emittiert jetzt eine neue furz- 1. Statistisches zur Wirkung des Reichsimpfgesetzes vom 132 und auf die des Landkreises 50 Bersammlungen. Die Zahl fristige Anleihe von 600 Millionen Mark. Bekannt ist es auch ge- 8. April 1874" von Winsch und 2. Zur Wirkung des Reichs- der Mitglieder betrug am Anfang des Jahres 8748. worden, daß selbst in Rußland die Spareinlagen in den öffentlichen impfgesetzes" von H. Böing für den Bereich des Korpsbezirks wurden allein 2161 zum Kriegsdienst eingezogen, 1331 reiſten ab, Kassen und die Depositen bei den Banten ansteigen. Was sagt nun dazu Lensch? Kann man dies als einen Beweis der besonderen Wirtschaftskraft Rußlands ansehen? Für den aber, der unsere volkswirtschaftliche Theorie noch nicht Der Krieg hat durch Lahmlegung der Bijouterie das hoch vergessen hat, bildet diese Erscheinung kein Rätsel mehr. Zensch industrielle Pforzheim schwer heimgesucht. Die Stadtverwaltung müßte aus dem dritten Band, des„ Kapital", wo Mary das Problemi hatte bis zum 1. Januar d. I., von welchem Zeitpunkte an die der Verwandlung von Geld in Leihkapital untersucht, wissen, daß staatlichen Unterstützungen des Reiches und Landes erst einsetzten, Geldflüssigkeit gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krisen rund 1100 000 M. zu Unterſtügungszwecken ausgegeben, welcher Betrag nun durch eine kurzfristige Kriegsanleihe gedeckt werden soll- Der sozialistische Parteivorstand hat den Bariciseftionen, auftritt und um so größer ist, je dauernder und tiefgehender die Es wurden z. B. in jenem Zeitraum aus einer dafür errichteten deren Zahl sich auf beinahe zweitausend beläuft, ein RundUnterbrechung des wirtschaftlichen Prozesses iſt. Stößt, sagt Mary, Speiseanstalt täglich an durchschnittlich 4500 Personen Mittagessen schreiben zugehen lassen, in dem es heißt: der Reproduktionsprozeß auf Schwierigkeiten, auf Mangel an Anlageſphären, findet ueberangebot von „ Der 1. Mai in diesent Jahre des Blutvergießens und des Leihkapital statt, verabreicht. Die Kölner Stadtverwaltung bewilligte an Beamte, An- Krieges findet nicht wie in früheren alle Ceftionen der Interso beweist diese Plethora( Fülle) des leihbaren leihbaren Kapitals nichts als die Schranken Sie beträgt nationale vereint und einig. Die Sozialisten von Frankreich, tapitalistischen Pro- gestellte und Arbeiter eine Kriegsteuerungszulage. der duktion. Diese Schranken sind jetzt durch den Krieg geschaffen 10 Proz. für diejenigen, die unter 5 M. Tagelohn oder ein Gehalt England, Rußland, Belgien, Deutschland, Desterreich und Serbien worden, der den Reproduktionsprozeß herabgedrückt hat. Infolge- bis zu 1600 M. im Jahre beziehen; die Zulage wird nur den Ver- werden an diesem der internationalen Solidarität der Arbeiter dessen ist ein großer Teil des Kapitals freigesetzt worden, der sich heirateten und denen gewährt, die als Haupternährer ihrer gewidmeten Tage nicht in den Aufruf des Weltproletariats cins Die Kosten betragen für das Jahr stimmen können, das den Frieden unter den Völkern fordert und in Geld und daraufhin in Leihkapital verwandelt. Die Waren- Familien anzusehen sind. befizer veräußern ihre Waren zunächst gegen Papiergeld, dann keinen anderen Kampf als den der Klassen für die Befreiung Der Magistrat der Stadt Nürnberg bewilligte aus den der Gesellschaft. tauschen sie dies gegen zinstragende Staatstitel aus. Das ist alles! Mitteln der Kriegsfürsorge eine Summe bis zu 300 000 m., aus Wenn wir von der wirtschaftlichen Kraft eines Landes in bezug der die seit Kriegsbeginn angelaufenen Mietrückstände der Familien Stunde der Erwartung und des Zweifels besondere Pflichten zu: Dem italienischen Sozialismus fallen daher in dieser schiveren auf den Strieg sprechen, so meinen wir damit die Leistungsfähigkeit der einheimischen Industrie, die die plötzlich aufgetauchten speziellen der Striegsteilnehmer und der Arbeitslosen gebedt werden sollen. über den Krieg hinaus müssen wir mehr als je unseren Glauben Bedürfnisse des Staates decken kann, keineswegs aber sehen wir in Erwartet wird dabei, daß die Hausbesizer entsprechende Miet in die Internationale der Zukunft betonen, die das Proletariat der Akkumulation des fiktiven Kapitals, der Ansprüche auf Zins, nachlässe gewähren. Bei Begleichung der Mietrückstände soll darauf Europas nach den ungeheuren Opfern in immer festerer Solidarität der Attumulation des fiktiven Kupitals, der Ansprüche auf Zins, geachtet werden, daß das Mietverhältnis für die Mieter während vereint und in unerschütterlicher Zuversicht auf die Ideale des einen Beweis besonderer Stärke der Wirtschaft. der Dauer des Krieges möglichst festgelegt und sichergestellt wird. 550 000 M. Proteft aus dem Schüßengraben. Sozialismus verbunden sehen wird. Wenn England, das schon für den Krieg 12 Milliarden aus gegeben hat, durch Aufnahme von neuen Anleihen einen Teil dieser In Italien soll die Maidemonstration dieses Jahres mehr als Summen, die sonst den Banken anvertraut wird, zurückerhält, so je einen internationalen Charakter tragen: in diesem Sinne wird sehe ich darin absolut keine besondere Stärke des englischen Kapital- Kürzlich hat in Hirschberger Stadtverordneten auch der Aufruf gehalten sein, den der Vorstand an die Arbeiter. marktes, sondern einzig und allein einen Beweis dafür, daß die kollegium der Landtagsabgeordnete Wente heftige Angriffe schaft richten wird." englischen Heereslieferanten dem Staate noch so viel zutrauen, um gegen die unwirtschaftlichen" Striegerfrauen gerichtet. Auf Schon jetzt wird aus verschiedenen Orten gemeldet, daß die seine relativ hoch verzinslichen Papiere gegen die unverzinslichen Grund des zornigen Briefes einer Kriegerfrau an den Magistrat Behörden die Maiversammlungen auf Grund des allgemeinen Noten, die im Grunde genommen doch ebenfalls nichts anderes der Stadt redete sich der Landtagsabgeordnete immer mehr in Versammlungsverbotes untersagt haben, was den Parteivorstand find als eine Anleihe an den Staat, auszutauschen." In Wut und kam schließlich zu der in diesen Tagen gewiß un- veranlaßt hat, bei der Regierung vorstellig zu werden. Momenten, wo der Produktionsprozeß eingeschränkt ist,... erhört erscheinenden Aufforderung an die im Felde stehenden wo der Unternehmergeist gelähmt ist, herrscht niedriger Stand des Männer:„ Nach Hause zu kommen und die Sozialdemokratische Wahlerfolge in der Schweiz. Zinsfußes, der hier nichts anzeigt als Vermehrung des leihbaren Ehefrauen mit dem Stock zur Vernunft zu Beiterentwidelung ihrer Verhältnisse und also auch auf die Welche Rückwirkungen der Krieg nach Friedensschluß auf die Kapitals gerade durch die Kontraktion und Zähmung des industriellen bringen." Diese Methode hat in Hirschberg Schule Zieht man noch die großen Gewinne der Kriegsliefe gemacht. In Bolm a. d. Riesengebirge erschien dieser Tage wird, ist noch ungewiß. Als siegesfrohe Symptome fönnte man fernere Gestaltung der Arbeiterbewegung in der Schweiz haben ranten und der Besitzer der Lebensmittel usw. in Betracht, so wird der" Rotschrei" eines Hausbesizers gegen dic" gutvielleicht die von unseren Genossen in der jüngsten Zeit an veruns flar genug, in welchem Sinne man vom Kriege auch heute noch befoldeten Kriegerfrauen", die tros der guten schiedenen Orten errungenen Wahlerfolge betrachten. Co wurde sprechen darf, daß er sich selbst ernährt", indem er die Quellen des Besoldung" und der Löhnung des Mannes nicht nur im Wahlfreis Thalwil am Zürichsee, wo froß seiner industriellen Kapitals." Bedeutung die Bürgerlichen noch immer die MeTJrljeii ffaben und davon gegenüber der sozialdemokratischen Arbeiterschaft riüksichts- losen und ausschließlichen Gebrauch machen, zum erstenmal ein Sozialdemokrat in der Person des Genossen Conzett in den Züricher Kantonsrat gewählt. In einem Wahlkreise der Stadt Bern wurde ebenfalls ein neuer Sitz im Kantonsrat erobert durch die Wahl des �Genossen Thomet, Verwalter des Konsumvereins. In Neu- Hausen bei Schaffhausen wurde der Genosse Redakteur Müller in den Gemeinderat gewählt und damit ebenfalls ein neuer Sitz er- obert. In allen� drei Fällen handelt es sich um erkämpfte Siege über die dereinigten Gegner. In der ländlich-induftriellen Ge- meinde Aadorf(Kanton Thurgau) ist der Genosse Oswald, Metall- arbeiter, zum Bürgermeister gewählt worden. Diese Gemeinde ist durch wilde Spekulationen der herrschenden Kreise mit der Spar- lasse an den völligen Ruin gebracht worden. In dieser verzweif- lungsvollen Lage erschien der ehrliche und nichtspekulierende Mann aus dem Volke als der helfende und rettende Engel. Gewerkschaftliches. die /lrbeitslosenfürsorge üer Hewert- schaften. Wiederholt wurde schon während des Krieges die Ar- beiterfiixsorge der Gewerkschaften lobend hervorgehoben. So schrieb das„Reichsarbeitsblatt" in seiner Januar-Nummer: „Die Erfahrung der ersten Kriegsmonate hat gezeigt, daß die Arbeiterverbände den ganz außerordentlichen Anforderungen, die durch den Krieg namentlich an ihre materielle Leistungsfähigkeit gestellt werden, im wesentlichen vollauf gewachsen sind, und daß ihr Bestand über die Kriegsdauer hinaus im ganzen als gesichert angesehen werden kann." Das Blatt stellt dann auch weiterhin in demselben Auf- satze noch fest, daß die Arbeiterverbände in der nachhal- tigen Unter st ützung ihrer Arbeitslosen aus eigenen Mitteln Hervorragendes geleistet haben. Recht bemerkenswert sind ferner auch die Ausführungen des Gewerbeinspektors M o r g n e r in der Zeitschrift„Technik unr Wirtschaft", in der er bei einer Betrachtung über die Arbeiterfürsorge in Kriegszeiten schreibt: „Man mag, ganz abgesehen davon, daß die schwere Kriegszeit keine Parteien kennen darf, in Friedenszeiten eine verschiedene Stellung zur Gewerkschaftsbewegung eingenommen haben, jedenfalls verdienen sie für ihre Betätigung auf dem Gebiete der Arbeitslosenfürsorge An- e r k e n n u n g, und es ist nur zu wünschen, daß sie sich nach ihren bisherigen Grundsätzen weiter ausbauen. Es ist daher der Kricgszeit völlig angemessen, wenn Stadtverwaltungen usw. den Arbeiterorganisätioncn, wie dies jetzt vielfach geschehen ist, einen Zuschuß zur Unterstützung dieser arbeitslosen Mitglieder ge- währen." Die Anerkennung, die hier den Gewerkschaften auf dem Gebiete der Arbeitslosenfürsorge während der Kriegszeit ge- zollt wird, gebührt ihnen schon von jeher. Sie sind überhaupt die ersten gewesen, die ihre Arbeitslosen in nachhaltigster Weise unterstützt haben. Und daß dabei unsere freien Gewerk- schaften unter den drei in Frage koinmenden Gewerkschafts- richtungen eine weitllberragende Stellung einnehmen, geht Wohl am deutlichsten aus folgenden Zahlen hervor. Es ver- ausgabten für die Arbeitslosen am Ort und auf der Reise: Nicht nur in der gesamt bezahlten, sondern auch in der pro Kopf geleisteten Summe zeigt sich hier die Ueberlegenheit der freien Gewerkschaften. Leider liegen für das Jahr 1914 diese Zahlen noch nicht vor. Nach allgemeinen Berechnungen dürfte aber die von den freien Gewerkschaften für diese Zwecke aufgewendete Summe 23 Millionen Mark weit über- schreiten. Wurden doch bekanntlich schon im ersten Kriegs- Halbjahr, wovon gerade die fünf ungünstigsten Monate auf das Jahr 1914 entfallen, insgesamt 17 783 9 00 Mark zur Unterstützung der Arbeitslosen ausgegeben. Die gesanite seit 1891 von den freien Gewerkschaften verausgabte Arbeits- losenunterstützung wird also demnach 104 Millionen Mark betragen. Das ist eine Leistung, die auf diesem Gebiete einzig dasteht und die nicht oft genug hervorgehoben werden kann, weil sie nur durch das Auferlegen größter Opfer möglich war. Höchst bedauerlich ist es deshalb, daß jetzt vielfach die Gewäh- rung von öffentlicher Unterstützung die erhaltene GeWerk- schaftsunterstützung in Abzug gebracht wird. Nach den Fest- stellungen der Generalkommission sind es unter den 627 Ge- meinden, die eine Arbeitslosenfürsorge eingeführt haben, nicht weniger als 99 Orte, die die Gewerkschaftsunterstützung zum Teil und 29 Orte, die sie voll in Abzug bringen. Zu letzteren gehören sogP Großstädte wie Altona, Lichtenberg und Stettin und die mittleren Städte Bonn, Fürth, Hagen, Reichenbach i. Bogtl. und Worms. Die Maßnahmen dieser Orte können nicht scharf genug verurteilt werden, noch zumal in einer Zeit, wo die Preise unserer notwendigsten Lebens- und Bedarfs- artikel ganz enorm gestiegen sind. Auch dem organisierten Ar- bester gehört die Unterstützung aus öffentlichen Mitteln, wenn sie anderen zuteil wird._ Serlin und Umgegend. Teuerungszulage« für die Tabakarbeiter. Es ist bekannt, daß die in der Tabakindustrie Beschäftigten zu den am schlechtesten entlohnten Arbeitern gehören. Wenn es ihnen deshalb schon in normalen Zeiten nur unter ollen möglichen Eni- behrungen möglich ist, ihr Leben zu fristen, so erscheint eS bei der gegenwärtigen Teuerung aller Lebensmittel geradezu unmöglich, daß die Tabakarbeiter und Arbeiterinnen mit ihren niedrigen Löhnen auskommen können. Auf der anderen Seite machen die Unter- nehmer in der Tabakindustrie jetzt � glänzende Geschäfte infolge großer Aufträge für den Heeresbedarf. Der Geschäftsgang ist so gut, daß in allen Betrieben Ueberstunden- und Sonntagsarbeit ge- leistet wird. Die Unternehmer würden also ganz gut in der Lage sein, den Arbeitern und Arbeiterinnen eine den Teuerungsverhält- nissen entspreckiende Lohnzulage zu gewähren. Mit Rücksicht auf diese Verhältnisse hat der Deutsche Tabakarbeiterverband gemeinsam niit den Hirsch-Dunckerschen und den christlichen Organisationen an die Unternehmerverbände in der Tabakindustrie das Ersuchen um Gewährung einer Teuerungszulage gestellt. In der am Freitag abgehaltenen Berliner Mitgliederversammlung des Deutschen Tabokarbeiterverbandes wurde mitgeteilt, daß der Arbeitgeberverband in der Zigarettenindustrie geantwortet hat, er habe diese Angelegenheit seinen Mitgliedern übermittelt und werde, wenn deren Aeußerungen dorliegen, darauf zurückkommen.— Der Arbeitgeberverband in der Tabalindustrie ist der Meinung, der Antrag der Arbeiter könne nicht für die ganze Industrie gleichmäßig behandelt werden, deshalb bleibe die Regelung der Angelegenheit den Bezirksvereinen der Unternehmer überlasten. Weiter wurde in der Versammlung ausgeführt, daß den einzelnen Fabrikanten nun bestimmte Forderungen eingereicht werden sollen. Durch Annahme einer Resolution erklärte sich die Versammlung mit dem Vorgehen der Arbeiterorganisationen einverstanden und be- auftragte den Gauleiter und die Ortsverwaltung, die zur Durch- führung der Bewegung erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Eine sonderbare„Kriegszulage" hat die Darmstädter Bank, wie wir dem„Deutschen Bankbeamten", Organ des Allgemeinen Verbandes �der Deutschen Bankbeamten, entnehmen, ihren Beamten gewährt. Sie beträgt 25 Proz. der üblichen Abschlußgratifikation. (In der Zentrale doppeltes, in den Filialen einfaches Monats- gehalt.) Zu diesem Zwecke kürzt die Bank aber zuvor die Abschluß- gratifikation um 2S Proz., so daß in Wirklichkeit die Kriegszulage aus den Taschen der Angestellten bezahlt wird. Nun erhalten aber die etwa 1000 Beamten, welche sich im Felde befinden, keine Kriegszulagen, so daß der Bank diese nicht nur nichts kosten, sondern nach dem„Deutschen Bankbeamten" ihr noch etwa 150 000 M. ein- bringen.— Die Gehaltspolitik der Banken treibt sonderbare Blüten. deutsches Kelch. Beurlaubte Bergarbeiter. Vor Ostern wurden viele Bergarbeiter vom Heere in die Hei- mat entlassen unter dem Versprechen, in der Grube zu arbeiten. Gegen diese Anordnung ist nichts einzuwenden; sie wurde nicht nur von den Bergherren, sondern auch von so manchem Bergmann freudig begrüßt, der ganz gern zu Muttern zurückkehrte. Doch für manche in die Heimat Entlassene schlug die freudige Stimmung um, da sie nicht auf einer der in ihrer Heimat befindlichen Grube arbeiten konnten, sondern sich in ein anderes Revier be- geben mußten. So kam es vor, daß Bergarbeiter, deren Familie sich im Ruhrgebiet befindet, zur Arbeit auf einer Grube im Wurm- gebiet oder in Lothringen bestimmt wurden. Es wäre vielleicht doch möglich zu machen, daß Beurlaubte, die im Bergbau vor Ein- berufung zum Kriegsdienst beschäftigt waren, wieder auf der- selben Grube oder auch auf Nachbargruben anfahren könnten, so daß sie sich nicht von ihrer Familie zu trennen brauchen. Müssen die Leute die Arbeit in einem anderen Revier aufnehmen, so verschlingt das dort zu zahlende Kost- und Logisgeld schon den Hauptteil des Lohnes, so daß für die Familie daheim sehr wenig übrigbleibt und sich diese sinanziell bester stellte, als ihr Ernährer sich noch im Felde befand. Wir sind davon überzeugt, daß es nur dieses Hinweises bedarf, um die zuständigen Stellen zu veran- lassen, daß vom Heeresdienst zur Bergarbeit Beurlaubte die Arbeit auf solchen Gruben aufnehmen dürfen, die ihrer Heimatgemeinde am nächsten liegen. Die Mitglicderzahl des Schuhmacherverbandcs ging im ersten Quartal 1915 gegen das vierte Quartal 1914 um 3071 zurück; gegenwärtig beträgt sie 25 700. Nach den eingegangenen Berichten wurden im Laufe des ersten Bierteljahrs 1820 Arbeitslosenfälle fest- f stellt, die sich auf 816 männliche und 1010 weibliche Mitglieder rteilen. Reiseunterstützung erhielten im Quartal 457 männliche für 413 Tage 496,6 M. und fünf weibliche für 22 Tage 20,5 M.; zusammen 185 Mitglieder für 435 Tage 517,1 M.— Die Gesamtausgabe für Arbeitslosen- und Reiseunterstützung betrug im ganzen Quartal 17 371,75 M. In den 8/4 Jahren der Kriegsdauer betrugen diese Ausgaben: im 3. Quartal 1914... 243 233.15 M. . 4.. 1914... 81055.25„ , 1., 1915... 17 871.75. Zusammelt... 342160,15 M. Musland. Die freien Gewerkschaften in Lodz während des Krieges. Im Norden des jetzt von den Verbündeten deutschen und österreichisch-ungarischen Truppen besetzten Gouvernements Petri- kau in Rufst sch-Polen liegt der Kreis Lodz, der Rahon der russisch- polnischen Textilindustrie. In Lodz und der nächsten Umgegend konzentrieren sich zahlreiche Textilfabriken, nicht mit Unrecht wird Lodz das polnische Manchester genannt. Die Stadt entwickelte sich mit einer wahrhaft amerikanischen Schnelligkeit. Im Jahre 1872 zählte dieselbe erst rund 50 000 Einwohner, 1893 waren es 150 000, 1903 stieg die Einwohnerzahl auf 329 000, 1909 auf 394 000 und Anfang 1913 belief sich die Bevölkerung nach Angaben des städti- scheu Adreßbuveaus auf rund 506 000. Lodz ist von einem Kranz kleinerer Städte und Ortschaften umgeben, wp ebenfalls die Textil- industrie im besten Schwünge ist. Im Jahre 1909 zählte der ganze Kreis insgesamt 580 000 Menschen, wovon guf die Städte allein rund 512 000 entfallen, mithin 88,6 Proz., so daß die Landbevölke- rung kaum 11,4 Proz. ausmachte. Ter Kriegsausbruch stürzte die Arbeiterschaft dieses wichtigen russisch-polnischen Jndustriebezirks in eine bitterböse Situation hinein. Sie mußte alle Bitternisse des DaniederliegenZ des wirtschaftlichen Lebens infolge der kriegerischen Ereignisse durchkosten. Es genügt bloß darauf hinzuweisen, daß die Textilindustrie des Lodzer Bezirks auf überseeische Zufuhren der Rohstoffe angewiesen war. Mit dem Augenblicke des Kriegsausbruchs hörten sie gänzlich auf. Außerdem muß noch bemerkt werden, daß die vorhandenen und von den. operierenden Armeen vorgefundenen Rohstoffbestände natürlich beschlagnahmt worden sind._ Außerdem wurden der Lodzer Industrie die russischen Absatzmärkte, für die sie fast aus- schließlich arbeitete, abgeschnitten. Der Mangel an Rohstoffen ging demnach Hand in Hand mit Absatzstockung. Was Wunder, daß angesichts einer solchen Situation die Ar- beitslosigkeit schreckliche Dimensionen annehmen mutzte. Dabei stand die Arbeiterschaft derselben fast gänzlich schutzlos gegenüber. Das zarische Knutenregiment ließ die in den Jahren 1906 bis 1907 schön aufblühende freie Gewerkschaftsbewegung unter den wuchtigen Hieben der Konterrevoultion ersticken und verhinderte auch in den letzten Jahren das Aufkommen einer nennenswerten Gewerkschafts- bewegung. Zum Glück sind noch manche Verbände erhalten geblieben, als der Krieg ausbrach. Nun hieß es für die führenden Genossen alle verfügbaren Kräfte zusammenzuschließen und an die Arbeit zu gehen. In welcher Weise das geschehen ist, darüber gibt uns Auskunft das am 1. November 1914 in Lodz während der Russenherrschaft illegal erschienene Arbeiterblatt„Glos Robotniczy"(Arbeiter- stimme). In einem mit„Das Arbeiterleben in den Verbanden' über- schriebenen Artikel heißt es: „Die schrecklichen politischen Bedingungen des sozialen Lebens überhaupt und der Klassenbewegung der Arbeiterschaft insbesondere haben die Existenz irgendwelcher öffentlichen Formen des Arbeiter. lebens ungemein erschwert. Die Gewerkschaften, diese nicht zahl- reichen legalen Posten der Arbeiterschaft, begegneten auf jedem Schritte ihrer bescheidenen Tätigkeit unüberwindlichen Hinder- nissen. Vor allem schwebte über ihnen fortwährend das Grauen der brutalen Gewalt der Spitzel und der Gendarmerie, welche in jedem Augenblicke, sogar ohne wichtigere Gründe, das Leben der sich entwickelnden Organisation durchschneiden� konnte. Die Ein- berufung von Vcrbandskongressen und Versammlungen begegnete immer vielen Schwierigkeiten polizeilicher Natur. Zahlreiche Haussuchungen und Verhaftungen von Mitgliedern verwüsteten ständig die Reihen der Organisation. Mit smem Worte, das Ver- fahren der Behörden schloß im voraus wirkliche Tätigkeit der Ge- werkschaften aus. Zwar schöpften die Verbände, welche diese Hölle der Drang- salierungen überstanden haben, eiserne Unbeugsamkeit in dem Kampfe um ihre Existenz. Und vielleicht haben sie dieser Ausdauer gerade zu verdanken, daß sie die kritischen Augenblicke, welche für sie die ersten Wochen des Krieges waren, überstanden. Es waren fürwahr schwere Augenblicke. Viele Mitglieder der Gewerkschaften sind in die aktive Armee einberufen worden, andere wiederum, nachdem sie in den Fabriken der Arbeit verlustig wurden, reisten nach verschiedenen Gegenden ab. Die Zurückgebliebenen unterliegen einer augenblicklichen Erstarrung und Apathie. Manche sogar, wie die Kellner, da sie vorerst keinen Ausweg sehen, schließen den Ver- band auf unbestimmte Zeit. Zum Glück dauerte die Konsternation nicht lange. Nachdem der erste Eindruck vorbei ivar, hat sich die Arbeit in den Verbänden von neuem belebt. Es fand eine Reihe allgemeiner und Vorstandsversammlungen statt, deren Beschlüsse fast einmütig lauteten. Es wurde von den Arbeitern beschlossen: die Tätigkeit der Verbände energisch aufzunehmen sowie eine Aktion, um der Not unter den Arbeitern vorzubeugen und das mit den im ge« gebenen Augenblicke vorhandenen Kräften, wenngleich diese Kräfte auch minimal sein sollten, in der Hoffnung, daß eine gemeinsame und energische Arbeit breitere Kreise der Arbeiterschaft um die eigenen Organisationen zusammenscharen wird. Zwecks Koordination der Kräfte und der Vereinheitlichung der Tätigkeit der Verbände wurde eine intergewerkschaftliche Kom- Mission gebildet; es traten in dieselbe Vertreter von sechzehn Lodzer Gewerkschaften ein. Eine der ersten Sorgen der Gewerkschaften war die Organi- sierung der materiellen Hilfe für die Arbeitslosen. Natürlich er- laubten die geringen Barbestände der Gewerkschaften, dazu in den Sparkassen deponiert, nicht, irgendwelche radikale Hilfe ins Leben zu rufen. Es wurde sonach beschlossen, aus den bescheidenen Summen, die es vorerst gelang bei den Banken abzuheben, eine Reihe von Küchen zu eröffnen, wo es den Arbeitern möglich wäre, für ein minimales Entgelt und sogar unentgeltlich warme Speisung zu erhalten. Die Gewerkschaften haben auch noch andere Arbeiten, wie die Organisierung einer unentgeltlichen ärztlichen Hilfe für die Arbeitslosen, Errichtung von Kinderhorten für die Dauer des Krieges und dergleichen aufgenommen. Die Selbsthilfeaktion der Arbeiterschft fand einen Widerhall in den Kreisen der fortschrittlichen Lodzer Intelligenz. Die Aerzte boten den Gewerkschaften unentgeltlich ihre Hilfe an, andere wiederum beeilten sich, mit barem Gelde oder mit Naturalien be- hilflich zu sein. Das Bürgerkomitee für Lebensmittel versorgt die Arbeiterküchen mit Feuerungsmaterial. Die Vertreter der Jntergewerkschaftlichen Kommission beteili- gen sich auch an den Arbeiten des Bürgerkomitees für Lebensmittel. Mit einemmal waren die Gewerkschaften genötigt, eine Reihe von Angelegenheiten sowohl wirtschaftlicher wie auch allgemeiner Natur, die das Arbeiterleben betreffen, in ihre Hand zu nehmen. Natürlich werden die Gewerkschaften diese im gegenwärtigen Augenblicke sehr schwierige Aufgabe insofern erfüllen, wenn sie in ihrer Arbeit eine weite und bewußte Unterstützung seitens der Ar- beitermassen finden werden. Wir fordern Euch deshalb, Arbeiter und Genossen, zur Arbeit in den eigenen Organisationen auf." Soweit der Bericht der.Arbeiterstimme". Nach der Wiederbesetzung der Stadt Lodz im Dezember 1914 durch die deutschen Truppen wurde auf ausdrückliches Verlangen der deutschen Militärbehörden seitens der Stadt ein Arbeitsver- mittelungsamt errichtet, wobei die deutschen Militärbehörden darauf bestanden, daß die am Orte bestehenden Gewerkschaften sich mit der Sache befassen sollen. Auf diese Weise ist es dahin gekommen, daß das Bureau des Arbeitsnachweises aus den Kreisen der Vertrauensleute der Ar- beiterschaft besetzt wurde(5 Personen). In den Monaten� Januar und Februar wurden in die Listen des Arbeitsnachweises etwa 15 000 Arbeitlose eingetragen, davon ist an etwa 7000 Leute Beschäftigung vermittelt worden. Mus Industrie und Handel. Wer beherrscht die amerikanische Kupferausfnhr? In Anbetracht der Wichtigkeit der Ergänzung unseres KupferS für Kriegsmunition, so schreiben die.Times" vom 13. April, ist es bemerkenswert, daß wir aus den Vereinigten Staaten, unserer Hauptquelle, während der 8 Kriegsmonate bis Ende März eingeführt haben 75 308 Tonnen gegen 44 162 Tonnen im gleichen Zeilraum des Vorjahres. Wir hören nun von unserem New Aorker Bericht- erstatter, daß das Anwachsen der Kupferverschiffung zu einer Er- örterung geführt hat, wer denn eigentlich die Kupfenndustrie in den Vereinigten Staaten beherrsche. Offenbar sind nach New Jork Stimmen gedrungen, die sich über diesen Punkt kritisch äußern. Vor allem gehört dazu die Behauptung, daß die amerikanische Kupferindustrie tatsächlich in den Händen von drei großen Firmen deutschen Ursprungs fei. Unser Bericht- erstatter sendet uns darüber die folgenden interessanten Einzelheiten. Legt man das Jahr 1913 als das letzte normale Jahr zugrunde, so bcirug die Kupferausfuhr aus den Vereinigten Staaten 435 000 Tonnen und verteilte sich wie folgt: American Smelting and Refining Co. 165 000 Amalgamated Copper Co.«.... 120 000 Phelps Dodge Co......... 60 000 Calumet Hecla Co........ 25 000 American Metal Co........ 20 000 L. Vogelstein Co......... 20000 Verschiedene.......... 35 000 Auf die ersten vier Firmen fallen also 80 Pro,. der Gesamtausfuhr. Keine von ihnen ist deutschen Ur- sprungs oder steht unter deutscher Kontrolle. Die American Smelling and Refining Co.. der größte Erzeuger und Verteiler des Kupfers der Welt, steht unter der Kontrolle der Guggenheims, einer Familie, deren Mitglieder seit vier Generationen Bürger der Vereinigten Staaten sind. Die beiderseitigen Vorfahren der Familie sind Anfang des vorigen Jahrhunderts aus der Schweiz, nicht aus Deutschland, ein- gewandert. Die Amalgamated Copper Co. ist der zweitgrößte Er- zeuger und Verteiler. Sie wird von den Rockefellers beherrscht. Auch diese sind nicht deutschen Ursprungs. Die Phelps Dodge Co. steht an dritter Stelle und unter eigener Leitung. Ihr Geschäftssitz ist in New Aork; sie hat seit Generationen eine Vertretung in London, und die Mitglieder der Firma sind wohlbekannte Amerikaner. Die Calumet Hecla Co. steht seit Generationen unter Leitung der Agazzi, Shaw und anderer bekannten Familien Neuenglands. Die anderen namentlich aufgezählten Firmen— die American Metal Co. und L. Vogelstein Co.— haben, wie wohl bekannt ist, deutsche Verbindungen, aber keine dieser Firmen ist Kupfer- Produzent. Unter den übrigen Firmen befindet sich noch das Haus von Beer. Sondheimer u. Co., also mir deuticher Verbindung, das indessen Metall nicht erzeugt, sondern nur damit handelt. Eingesessene amerikanische Firmen erzeugen und verkaufen also in der Tat mehr als 76 Proz. der ganzen amerikanischen Produktion. Englands Knpfereinfnhr. London, 24. April.