Nr. 116.- 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: " bonnements Breis pränumerands: Bierteljährl 3,30 m, monatl. 1,10 m. möchentlich 25 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Big. Boste bonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post Beitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2.50 Mart, für das übrige Ausland Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Solonel geile oder deren Raum 60 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins umb Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedrucic Worte), jedes weitere Wort 10 Big.. Stellengesuche und Schlafstellendi zeigen das erste Wort 10 Big., jedes meitere Wort 5 Pfg. Borte über 15 Buchftaben zählen für zwei Borte. Znierate. für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplatz, Nr. 151 90-151 97. Mittwoch, den 28. April 1915. Expedition: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplag, Nr. 151 90-151 97. Der zweite Vorstoss auf die Dardanellen. Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 27. April 1915.( W. Z. B.) Westlicher Kriegsschauplah. In Flandern griffen die Engländer mit sehr starken Kräften die neue Linie unserer Stellungen nördlich und nordöstlich von Ypern an, die drei bis vier Kilometer südlich der bisherigen von dicht nördlich der d'Houdt Ferme am serkanal über St. Julien in Richtung auf 3'Grafenstafel verläuft. Die Angriffe, die von der deutschen Artillerie südöstlich von Ypern teilweise im Rücken gefaßt wurden, brachen unter außergewöhnlich schweren Verlusten schon im Feuer völlig zusammen. Die durch die feindliche Artillerie gänzlich zusammengeschossenen Häuser von Lizerne sind von uns in der legten Nacht geräumt worden; der unmittelbar östlich davon auf dem linken Kanalufer gelegene Brückenkopf wird gehalten. In den bisherigen Kämpfen bei Ypern haben unsere Truppen 50 Maschinen gewehre erbeutet. Den wichtigen Eisenbahnknotenpunkt und Etappenhauptort Poperinghe, etwa 12 Kilometer westlich von Ypern, haben wir mit sichtlichen Erfolgen zu beschießen begonnen. Im Argonnerwalde wurde nordöstlich von Vienne Le Chateau ein nächtlicher französischer Angriff abgewiesen. Auf den Maashöhen errangen wir auch gestern weitere Vorteile, trotzdem die Franzosen neue Kräfte heranzogen. Feindliche Angriffe gegen unsere Combres. Stellung scheiterten. Ein heftiger Angriff im Ailly- Walde wurde von uns unter starken Berluften für den Feind zurückgeschlagen. Auch weiter östlich gewann der Feind keinen Boden. Im nächtlichen Nahkampf arbeiteten wir uns im Priesterwalde erfolgreich vor. Gegen unsere Stellung auf dem Hartmannsweilerkopf ging der Feind gestern, abend mehrere Male zum Angriff vor, alle Angriffe mißglückten. Deftlicher Kriegsschauplatz. Die Oftlage ist unverändert. Oberste Heeresleitung. Friedensgedanken in Rußland. 17 Das Petersburger liberale Hauptorgan Rietsch" bringt in feiner Nummer vom 18. d. Mts. eine fichtlich offizios inspirierte auffällige Notiz über die in der Hauptstadt zirkulicrenden Gerüchte über angebliche Friedensverhandlungen. Diese Gerüchte- bemerkt das Blatt- schreiben die Initiative für die Unterhandlungen Desterreich- Ungarn und die Vermittelung dem Papst und dem Präsidenten der Vereinigten Staaten W. Wilson zu.". ift der, " " In Wirklichkeit- fährt das Blatt fort Sachverhalt folgender: An den Präsidenten der Vereinigten Staaten hat sich niemand mit dem Antrag einer Friedensvermittlung offiziell gewendet. Es sind auch keine Beweise vorhanden, daß man sich mit einem ähnlichen Antrag an den Papst gewandt hat. Indessen wurden sowohl in den verbündeten Staaten wic in den Hauptstädten der neutralen Mächte in der letzten Zeit fortgesetzt Versuche gemacht, den Boden wegen der Möglichkeit eines Separatfriedens und der Bedingungen zu sondieren, unter denen es Rußland, England und Frankreich als erwünscht erachten würden, einen Separatfrieden mit Desterreid) Ungarn zu schließen. Diese Versuche wurden jedoch nicht nur nicht offiziell, sondern auch nicht offigiös von Privatpersonen, unverantwort lichen Diplomaten und einflußreichen Jour nalisten unternommen." Des weiteren heißt es in der erwähnten Notiz, guf in formierte Leute schrieben diesen Versuchen zur Einleitung von, Verhandlungen zivecs Abschlusses eines Separatfriedens mit . Desterreich- Ungarn vorläufig feine große Bedeutung bei. Jedenfalls würden die Initiatoren der Friedensunterhand lungen den einmütigen Beschluß der Verbündeten crit dann erfahren, wenn Friedensvorschläge offiziell formu liert werden würden. Die Fassung dieser sichtlich offiziösen Mitteilung sucht natürlich den Anschein zu erwecken, als ob die russische Regierung den Friedensberhandlungen bollkommen gleichmütig gegenüberstehe und nur dann zu Verhandlungen geneigt sein würde, wenn man ihr offizielle Vorschläge unterbreiten sollte. Indessen ist es unverkennbar, daß diese Notiz nur ein Probeballon ist, der an die Adresse Desterreich- Ungarns gerichtet ist und den Zwed berfolgt, die öffentliche Meinung für die Möglichkeit eines Separatfriedens vorzubereiten. Diese Annahme wird bestärkt durch einen sensationellen Der österreichische Generalstabsbericht. einen Angriff unserer Truppen zum Rüdzuge ge- Artikel des Fürsten Ewgeni Trubekfoi in der„ Rietsch" zwungen und wieder an die Küste gedrängt vom 16. d. Mts., der bereits in der französischen und eng Wien, 27. April.( W. T. B.) Amtlich wird ver- Ein Teil der feindlichen Streitkräfte in dieser Gegend mußte lischen Presse zu eingehenden Erörterungen geführt hat. Fürst Jautbart: 27. April 1915: mittags: gestern nachts eiligst auf die Schiffe entfliehen. Unsere Trubekkoi, der in nahen Beziehungen zur russischen Diplomatie An der ganzen Front keine besonderen Ereignisse. Ju Truppen festen heute ihre Angriffe an allen diesen Bunkten steht, und sich als politischer Schriftsteller in der russischen manchen Abschnitten heftige Geschüßkämpfe. In den Sar- crfolgreich fort. Zur selben Zeit näherte sich eine Flotte Presse einen Namen gemacht hat, sucht in seinent pathen haben die Russen ihre verlustreichen Angriffe gegen der Meerenge, um von der Sec aus die Forcierung zu Artikel die Vorteile eines Separatfriedens zwischen Rußland unsere Stellungen am 1zfokerpak und in den östlich unternehmen, mußte sich jedoch vor unserem und Desterreich- Ungarn nachzuweisen. Er argumentiert folanschließenden Frontabschnitten zunächst wieder eingestellt. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. v. Hoefer, Feldmarschalleutnant. Der türkische Krieg. euer zurückziehen. Bei diesem Kampfe wurde ein gendermaßen: Wenn Desterreich- Ungarn weiter am Srieg feindliches Torpedoboot versenkt, ein ande- teilnehme, risfiere es, Triest an Italien und Siebenbürgen an res schwer beschädigt, es mußte nach Tenedos ge- Rumänien zu verlieren. Würde aber Desterreich- Ungarn jest schleppt werden. Heute unternahm der Feind vom Meere mit Rußland einen Separatfrieden schließen, so würde dieses aus keinen Versuch gegen die Dardanellen. Auf den anderen sich mit den Gebieten begnügen, die erforderlich sind Kriegsschaupläßen ist keine Veränderung zu verzeichnen. zur Wiederherstellung der Integrität Rußlands und Polens, Konstantinopel, 27. April.( W. T. B.) Er wie auch zur Sicherung der Lebensinteressen Serbiens und Offensive an den Dardanellen. gänzung zum Berichte des Hauptquartiers. Montenegros". Die feindlichen Truppen, die bei Sumtale gelandet waren, Als Hauptargument führt nun aber Fürst Trubekkoi fol2ondon, 27. April.( T. U.) Das englische Pressebureau wollten unter dem Schuße ihrer Kriegsschiffe vorrücken, aber gendes an:" Es hat sich jest schreibt er mit genügender meldet: Der allgemeine Angriff auf die Dardanellen wurde am trotz der heftigen Beschießung von allen Seiten führten unsere Klarheit erwiesen, daß ein Bündnis ntit Deutschland in vollem Sonntag von Heer und Flotte neu aufgenommen. Die Aus- Truppen ihren Angriff mit Erfolg durch und drängten Widerspruch zu den Lebensinteressen Desterreich Ungarns steht. schiffung der Truppen, die von der Flotte gedeckt wurde, den Feindandic Küste zurüd. Der Feindhatte Es ist vollkommen klar, daß die Hauptaufgabe der russischen begann vor Sonnenaufgang an mehreren Punkten der Halbinsel 400 Tote, wir machten außerdem 200 Ge- Armee in der Niederringung unseres Hauptgegners DeutschGallipoli und gelang vollkommen, obwohl der Feind sich in fangene. Unsere Verluste sind unbedeutend. Eine A bland besteht. Wir hätten kaum solange an den Karpathen Halt Stellungen verschanzt hatte, die stark befestigt und mit Stacheldraht, teilung muselmanischer Soldaten, die mit den gemacht und uns für einen Feldzug nach Ungarn begeistert sperren versehen waren. Bon seiten der Türken wurde Franzosen an diesem Küstenstrich ausgeschifft worden waren, wenn wir die Möglichkeit gehabt hätten, auf direktem Wege energisch Widerstand geleistet. Gegen Abend wurden gingen zu uns über. An der anderen Stelle vor Kaba über Schlesien oder sonstwie nach Berlin zu marstarke Truppenmengen am Strande zusammengezogen. Die Truppen- Tepe machten wir eine Anzahl von Engländern und Austra- schieren. Wenn unsere Operationen in Ungarn jekt landung und der Aufmarsch werden fortgesetzt. liern zu Gefangenen, darunter cinen Hauptmann und einen für uns die größte Bedeutung erlangt haben, so ist das eine Folge dessen, daß daß Deutschland Desterreid) als Schild gegen Rußland benut. Seine ganze Aufgabe. besteht darin, dic russischen Truppen vont Petersburg, 27. April.( W. Z. B.) Meldung der Peters- deutschen Territorium fernzuhalten; das wird unter Konstantinopel, 26. April.( W. T. B.) Das burger Telegraphenagentur. Am Sonntag um 6 Uhr anderem dadurch erreicht, daß uns fortwährend neue UeberHauptquartier teilt mit: Der Feind versuchte am morgens näherte sich die Schwarzmeerflotte dem Bos- raschungen in den Karpathen bereitet werden. Aber gerade 25. April unter dem Schuße seiner Kriegsschiffe an vier porus. Um 8 Uhr eröffneten Geschüße das Feuer gegen die Forts. Das stößt uns nach Ungarn hin; obgleich Ungarn für uns Punkten der Westküste von Gallipoli zu lan- Als Folge der Beschießung wurden starke Explosionen in dem einen kein selbständiges Interesse darstellt, ist es infolge der deutschen den, nämlich: an der Mündung des Sighin Dere, am der Forts beobachtet. Die am Plat befindlichen türkischen Kriegs- Verteidigungstaftit das Hauptobjekt unserer Angriffe geworden. Küstenstrich von Ari Burun westlich von Kaba Tepe, au schiffe wurden beschossen und gezwungen, sich zurückzuziehen. Der Es erweist sich, daß der Weg nach Schlesien über Budapest der Küste von Teke Burun, sowie in der Umgebung von türkische Panzer Torgud" beschoß unsere Schiffe ohne Erfolg. Die geht; das sind die Vorteile, die Desterreich aus seinem Kamkale. Die feindlichen Truppen, die an dem Küsten- feindlichen Torpedoboote, welche vorrückten, wurden durch das Feuer Bündnis mit Deutschland zieht." strich von Teke Burun gelandet waren, wurden durch einen unserer Schiffsgeschüße schnell vertrieben. Beobachtungen durch Bajonettangriff unserer Soldaten ins Meer zurüdge Wafferflugzeuge ergaben die Genauigkeit des Feuers unseres Ge drängt. Die Truppen, die bei Ari Burun ans Land ge- schwaders, Die feindlichen Batterien beschoffen unsere Flieger gangen waren, versuchten vorzubringen, wurden aber durch erfolglos. Die Landungsversuche in türkischer Darstellung. Leutnant. Russische Angriffe im Bosporus. Man könnte diese Argumentation des Fürsten Trubekfoi findisch nennen, wenn man nicht aus diesem Gemisch historisch unrichtiger Behauptungen, die allen bisherigen russischen Gr flärungen über die Entstehung und die Ziele des Krieges direft ins Gesicht schlagen, den sehnlichen Wunsch herauslesen fanals dauert unsere Aftion fort. Jn Notre Dame wo unsere Truppen gegenwärtig Fortschritte machen. Wir können würde, Desterreich- Ungarn um jeden Preis zu überreden, de orette warfen wir einen deutschen Angriff zurück. wohl prophezeien, daß alle glänzenden Arithmetiker in Berlin fich sich mit Rußland gütlich zu einigen. Fürst Trubekkoi Auf den Maas höhen nimmt die Schlacht ihren Fortgang; gegenwärtig mit diesem verwickelten mathematischen Problem den spricht dieses Ziel offen aus:" Für uns handelt es sich haupt- der gestern gemeldete Angriff gegen unsere Schüßengräben Kopf zerbrechen. sächlich darum, wer zuerst einen bestimmten Entschluß fassen bei Calonne wurde durch unseren Gegenangriff vereitelt. Der wird: Desterreich oder die neutralen Staaten. Rußland und Die Friedensgerüchte in der ruffischen Presse. Die englische Verlustliste. London, 27. April.( W. T. B.) Die amtliche Verseine Verbündeten befinden sich in der Lage eines Reiters, hier zurückgeworfene Feind griff sodann weiter östlich bei der um jeden Preis das Hauptziel- Deutschland- erreichen Saint Remy an und hat es offensichtlich auf die Wieder- lust liste enthält 98 Namen von englischen Offizieren, die mus; mit welchem Stutscher und mit welchen Pferden das einnahme von Eparges abgesehen. Ein heftiger Kampf, größtenteils beim Angriff auf Hügel 60 teilnahmen. Davon bequemer zu erreichen sein wird, hängt hauptsächlich davon welchem heftiges Geschützfeuer voranging, begann kurz darauf sind 37 tot und 61 verwundet. ab, wer als Erster seine Dienste anbieten wird." auch auf den östlichen Abhängen dieser Stellung; der deutsche Aus diesen Aeußerungen des Fürsten Trubezkoi geht Angriff mißlang jedoch. Französische Fliegerbomben gegen die hervor, daß in Rußland zwar eine gewisse Striegsmüdigkeit Paris, 27. April.( W. T. B.) Amtlicher Bericht Waffenfabriken in Oberndorf am Neckar. herrscht, die bereits die Preisgabe der pomphaft an vom Montagabend. Nördlich pern machten wir gefündigten Bertrümmerung Desterreichs" als annehmbar Stuttgart, 27. April.( W. T. B.) Das Kriegsministerium erscheinen läßt, daß aber als Hauptziel doch der auf der linken Seite der Schlachtfront sehr merkliche Fort- teilt mit: Heute vormittag zwischen 9 und 10 Uhr flog cin Stampf Deutschland gegen angesehen wird. schritte und warfen den Feind zurück, indem wir ihm große französischer Doppeldecker, aus westlicher Richtung Wenn die russische Diplomatie glaubt, dieses Ziel durch Ueber- Verluste beibrachten. Die Deutschen bedienten sich wieder er- tommend, über Oberndorf, umkreiste mehrere Male die redungsfünste an die Adresse Desterreich- Ungarns eher erreichen stickender Gase, es wurde aber ein Schutzmittel angewandt, Stadt und warf vier Bomben ab, davon fielen drei zu können, so kann man sie in ihrem Wahne lassen. das bei unseren belgischen Verbündeten und uns die besten beim mittleren, eine in das obere Werk der Ergebnisse erzielte. Bei Fay, nördlich Chaulnes, Waffenfabrit Mauser. Der Flieger wurde schon beim wurde ein heftiger Infanterieangriff um den Besitz eines durch Anflug und dann beim Streisen über der Stadt mit Geschützen und Maschinengewehren beschossen. Durch Bombensplitter die Explosion einer deutschen Mine entstandenen Erdtrichters wurden sechs Personen der Zivilbevölkerung, geliefert. Unsere Truppen vertrieben den Feind daraus und darunter einige Arbeiter getötet, fieben Stockholm, 27. April.( T. U.) Die russische Presse behaupteten sich dort trotz zweier Gegenangriffe. In der Cham- schwer verlegt. Der Gebäude- und Materialschaden ist Der Betrieb der Waffenfabrit ergreift trotz der scharfen Zensur jede Gelegenheit, um über pagne bei Beauséjour versuchten die Deutschen einen An- nur unerheblich. Frieden und Friedensmöglichkeiten zugriff, der sofort angehalten wurde. Auf den Maashöhen ist nicht gestört. Der Flieger entfam und flog in westsprechen. Jn. einer Diskussion über die Aussichten einer erlitten die deutschen Angriffe auf der Front Eparges- licher Richtung davon. Berständigung wendet sich„ Rietsch" gegen den von einem St. Remy- Graben von Calonne eine empfindliche Teil der Presse befürworteten Sonderfrieden mit Schlappe. Trotz der äußersten Heftigkeit der deutschen BeDesterreich. In einem solchen Falle seien Komplikationen mühungen blieben wir Herren der Gesamtheit der Stellung Der russische Generalstabsbericht. für die Zukunft unvermeidlich, wenn es nicht gelänge, Dester- von Eparges, deren Hänge von feindlichen Leichnamen bedeckt Petersburg, 26. April.( W. T. B.) Der große reich völlig zu Boden zu werfen. Die Möglichkeit, Deutsch- sind. Am Graben von Calonne folgten unserem vorYand und Desterreich durch Aushungern zum Niederlegen der gestrigen Zurückweichen, das vorübergehend war, und uns den Generalstab meldet: Am 25. April erschien an der Waffen zu zivingen, wird vom Rußtoje Slovo" auf Verlust keines Geschüßes gekostet hatte, sofort glückliche Gegen- Süste auf der Höhe von Bolangen ein feindlicher Grund der wirtschaftlichen Lage für eine Ilusion erflärt. angriffe unsererseits. Die Deutschen hatten den Sturm mit Kreuzer, welcher ergebnislos zwei Dörfer beschoß. In Wer dies hoffe, der müsse sich darauf gefaßt machen, daß mindestens zwei Divisionen ausgeführt. In den Vogesen den ersten Morgenstunden desselben Tages warf ein der Krieg ungewöhnlich lange dauern wird. gelang es dem Feind nach einer Beschießung von äußerster 3eppelin mehrere Bomben auf die Stadt Heftigkeit auf dem Gipfel des Hartmannsweiler Bialystok, ohne Verluste zu verursachen. In den Kar topfes Fuß zu fassen. Wir halten etwa 100 Meter pathen, auf den Höhen bei Bolangen, schlugen wir am dom Gipfel die Stellung besekt; zu denen uns unser Angriff 24. April mit Erfolg Angriffe des Feindes zurück. In der vom 23. März geführt hatte. Von diesen Stellungen waren Richtung von Stryj wurde am 24. April und am Vorwir am 26. März ausgegangen, um den Gipfel in sieben Minuten mittag des 25. April ein hartnäckiger Kampf geliefert, welcher noch andauert. Auf den übrigen Fronten fanden die üblichen u erſtürmen. Beschießungen statt. Am 25. April beschoß die Schwarzmeerflotte die Forts des Bosporus, wo man auf einem Fort große Explosionen beobachtete. Ein türkischer Banzer, welcher sich in der Meerenge befand, erwiderte unser · Vier Brigaden des Landungskorps ins Meer getrieben. Ronstantinopel, 27. April.( W. T. B.) 5 1hr 25 Minuten nachmittags. Das Hauptquartier teilt mit: Die fer von Sighindere, westlich von Sedul Der Bericht des Generals French. Gestlicher Kriegsschauplah. verwundeten. Bahir, find vom Feinde gesäubert worden. London, 27. April.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Der Feind, der in der Nähe von Kaba Tepe gelandet war, bemühte sich unter dem Schutze des Feners seiner Bureaus. General French berichtet: Die heftigen Schiffe, sich in seinen Verteidigungsstellungen zu halten. Heute Gefechte dauern an, der allgemeine Zustand ist unfrüh nahmen unsere Truppen die genannten Stellunverändert. Unsere linke Flanke hatte, als sie die Kampflinie Feuer ohne Erfolg. genim Sturm, zwangen den Feind, sich auf der ganzen infolge des Rückzuges der Franzosen ändern mußte, den An- Deutsch- russischer Austausch von SchwerFront zurück zuziehen und fügten ihm außerordentlich griffen aus nördlicher Richtung standzuhalten und sich zugleich schwere Verluste zu. Ein Teil des Feindes, der nach in westlicher Richtung über St. Julien hinaus auszubreiten. Die Woche beginnt die Auswechslung der schwerverwundeten dem Meer zu flieht, flüchtet in seine Schaluppen und Hierdurch wurde die Linie geschwächt. Rach tapferem Wider Gefangenen zwischen Rußland und Deutschland, im Anfang nur entfernt sich schleunigst. Diejenigen, die nicht fliehen stand der Kanadier gegen die große llebermacht fiel St. Julien mit einem Wagen wöchentlich in jeder Richtung. Der Austausch erkönnen, entfalten weiße Fahnen und ergeben sich in Massen. in die Hände des Feindes. Die deutschen Angriffe öst- folgt über Schweden, durch Bermittlung des dortigen Roten Kreuzes. Wir stellten fest, daß ein feindlicher Transport dampfer von den Geschossen unserer Artillerie getroffen ich von pern mißglückten gestern trog des Gebrauches Rußisches Flugzeug zum Landen gezwungen murde und vor Ari Burnu sant. Eine in letter Stunde, erstickender Gaſe. Deutsche Offiziere und Mannschaften wurden Budapest, 27. April.( W. 2. 9.) Der„ Bester Lloyd" erfährt um 4 Uhr nachmittags eingetroffene Meldung besagt, daß gefangen. In den drei letzten Tagen fügten wir den Deutschen aus Eperjes: Bei der Gemeinde C30 bos wurde gestern ein russidie feindlichen Streitkräfte, welche auf vier Brigaden ge- sehr schwere Verluste zu. schätzt wurden, an der Küste von Raba Tepe ins Meer getrieben worden sind. Gin feindlicher Krenzer wurde mit zerbrochenem Mast und havariertem Hinterschiff nach Tenedos geschleppt. Aufklärungsflug bei Erzin. Unsere Verluste sind ebenfalls schwer. Der deutsche Bericht, daß vier schwere englische Gesches Flugzeug vom Sikorskytypus durch unsere schwere Artillerie zum Niedergehen gezwungen. In der Flugmaschine saßen vier schüße erobert worden seien, ist unrichtig. Ein englischer Piloten, von denen drei tot aufgefunden wurden; der Lenker des lieger warf heute Bomben auf die Station Kortryk und Apparates wurde lebend gefangen genommen. vernichtete die Eisenbahn. Der Kampf mit giftigen Gasen. Der Seekrieg. Vom U- Boot- Krieg. Konstantinopel, 27. April.( W. T. B.) Aus Alegandrette London, 27, April.( W. T.B.) Daily Chronicle" meldet wird von gestern gemeldet: Vorgestern ist der französische Kreuzer aus Nordfrankreich folgende Einzelheiten über die And'Entrecasteaur", begleitet von einem englischen Transportschiff, anwendung giftiger Gase durch die Deutschen: Am 22. April London, 26. April.( W. T. B.)„ Times" berichten, daß dessen Bord sich ein Wasserflugzeug befand, in dem hiesigen Hafen nachmittags um 5 Uhr sahen französische Soldaten in den vordersten der von einem deutschen Unterseeboot angegriffene eingetroffen. Der Kreuzer nahm seinen Kurs auf Erzin, wobei das Laufgräben zwischen Langenmard und Knode dichten gelben Rauch Fischdampfer„ Envoy" in den Tyne heimgebracht worden sei. afferflugzeug aufstieg. Nach zweistündiger Kreuzfahrt kehrte aus den deutschen Schützengräben aufsteigen und sich langsam gegen Die Mannschaften der norwegischen Barken der Kreuzer nach Alexandrette zurück. Als das Flugzeug den Auf- die französischen Stellungen bewegen. Der Nordostwind bewirkte, Dstar" und" Eva", die von Untersee booten stieg unternahm, mußte es nach einem Flug von etwa daß der Rauch sich wie ein Teppich über die Erde angegriffen worden waren, tamen mit dem dänischen zwanzig Minuten infolge des von den türkischen Truppen breitete, die er in Höhe von 16 Fuß bedeckte. Die Deutschen Dampfer" Anna" in Burnisland an; beide Barken wurden, unterhaltenen Feuers an Bord des Transportschiffes zurückwandten starke Flaschen fromprimierten Gases an, die mit nachdem die Mannschaften sie verlassen hatten, in Grund Hähnen versehen waren und geöffnet wurden, sobald der Der französische Kreuzer Leon Gambetta" wind auf die feindlichen Gräben stand. Die Anwendung von geschossen. fehren. gesunken? von sechs Kilometer " Gasen kam den Franzosen überraschend. Wiele von ihnen Grimsby, 27. April.( W. T. B.) Meldung des Reuterwurden vergiftet und starben. Einigen glückte es, zu schen Bureaus. Der Fisch dampfer Recolo" ist gestern Brindisi, 27. April.( W. Z. B.) Meldung der„ Agenzia entweichen, aber sie wurden kurz darauf ganz schwarz im Gesicht, in der Nordsee torpediert worden. totum. Wirkung Stefani" In Anbetracht der bringenben Notwen- busteten jutun filet met die sing des Geles Ein schwedischer Dampfer auf eine Mine digkeit, den Schiffbrüchigen des französischen wurde an der Front in einer Breite Kreuzers Leon Gambetta" zu Hilfe zu fommen, und einer Tiefe von zwei Kilometer bemerkt. Eine Viertelstunde wurden italienische Torpedobootszerstörer und Schleppdampfer später rückten die Deutschen aus den Schüßengräben vor, voran von Brindisi und Otranto zum Rettungswert aus- Soldaten mit Sicherheitshelmen, um sich zu vergewissern, gesandt. Bis 5 Uhr nachmittags waren sechzig. Mann ob sie die Luft atmen könnten. Da das Gas sich nunmehr verteilt hatte, rückten große Scharen Deutscher vor. gerettet worden. Brindisi, 27. April, 8 Uhr abends.( W. T. B.) Meldung der ,, Agenzia Stefani". Nach den bisherigen Feststellungen sind von der Besatzung des französischen Panzerkreuzers Leon Gambetta" 108 Mann gerettet worden. Die Stärke des britischen Heeres. London, 26. April.( T. 1.) Die„ Daily Mail" schreibt: Es ist festgestellt worden, daß 750 000 oder 720 000 Mann britischer Soldaten in Frankreich sind, und zwar rührt diese Feststellung von " gestoßen. Stockholm, 27. April.( W. T. B.) Nach einer Meldung von Stockholms Dagblad" aus Soederarm ist der schwcdische Dampfer, Centric", mit Kohlen von Immingham nach Gefle unterwegs, Montagnachmittag in der Alandsee untergegangen. Vermutlich ist er auf eine Mine gè= stoßen. Die Besatzung wurde gereftet; sie hatte von einem Unterseeboot nichts bemerkt. Kronprinz Wilhelm" in Newport interniert. Washington, 25. April.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Kommandant des Silfs. Sultan Mehemed, der Siegreiche. Leuten her, die aus der Rede des Herrn Lloyd Georges im Unterhause die Feststellung arithmetisch ableiteten. Die betreffende Stelle Konstantinopel, 27. April.( W. T. B.). Der Ministerrat hat be- der Rede Lloyd Georges lautet: Es ist mir niemals aufgefallen, schlossen, den Sultan zu bitten, den Titel" Ghazi"( der Siegbas irgend jemand empfohlen hat, daß unser kämpfendes Heer sechs kreuzers, Kronprinz Wilhelm" beschloß, das Schiff reiche) anzunehmen. Der Beschluß des Ministerrats lautet wie Divifionen überschreiten solle. Nach acht Monaten des Krieges find in Newport zu interniereu. folgt:„ Da die vielen Erfolge, welche mit Gottes Hilfe durch ungefähr 6 mal so viel Leute draußen und zwar vollständig aus die kaiserliche Armee und Marine an verschiedenen Stellen er- gerüstet und mit genügender Menge Munition versehen. Aber diese Das Schicksal der„ Ricolo"-Mannschaft. worden sind, namentlich der große Sieg bei den Worte kann man in der verschiedensten Weise auslegen: 1. daß ein London, 27. April.( W. T. B.) Meldung des Neuterschen Dardanellen, als. herrliche Siege sich darstellen, darstellen, die es 7 mal so startes Expeditions heer entweder in Frankreich oder an den Bureaus. Von der neun Mann starken Besatzung des gestern in gerechtermaßen notwendig machen, daß der ruhmreiche Titel verschiedensten Fronten steht, wo die Briten gegenwärtig ihre sieben der Nordsee torpedierten Fischdampfers" Ricolo" wurde einec Ghazi" dem allerhöchsten Namen Eurer Majestät hinzufügt werde, Striege ausfechten. Da die Nominalstärke des Expeditions heeres nach sofort getötet; die übrigen wurden verwundet aufgefunden, nachdem und da der bezügliche Fetwa des Scheif- ul- Islam Eurer khalifischen Haldane 160 000 Mann beträgt, so würde das 960 000 Mann aus- fie sechs Stunden lang in Booten umhergeirrt waren. Einer der Majestät schon vorgelegt ist, bitten wir ehrfurchtsvoll um die Er- machen; 2. das 6 mal soviel Divisionen entweder in Frankreich Verwundeten ist bereits gestorben. mächtigung, dem Namen Eurer Majestät gleich den Ihrer erlauchten oder an all' den sieben Fronten stehen, was zusammen 36 DiviAhnherren den ruhmreichen Titel hinzufügen zu dürfen. rungen Westlicher Kriegsschauplah. Herr Asquith bei den Munitionsarbeitern. stonen macht. Die Nominalstärke einer britischen Division beträgt 18 077 Stämpfer nach den offiziellen Tabellen vor dem Kriege. Aber diese Divisionsstärke fönne augenblicklich stärker oder auch schwächer fein wie vor dem Kriege, so z. B. betrug nach offizieller Feststellung Nehmen wir also die Der französische Tagesbericht. eine indische Division nur 12891 Kämpfer. Unser Londoner Korrespondent schreibt uns: Wochenmittlere giffer, so erhalten wir 18 000 für eine Division, also Paris, 27. April.( W. T. B.) Amtlicher Bericht 648 000 Mann. Bei einer Annahme von 15 000 Mann pro Division lang wurde die Reklametrommel gerührt, um die große Vervom Montagnachmittag: In Belgien wurden würde unsere Seeresstärke 540 000 Mann betragen. Auf diese Weise sammlung des Ministerpräsidenten Asquith in Newcastle aus Paschendaele und Brodseynde vorstoßende deutsche An- also können die Worte Lloyd Georges mit jeder Biffer von 510 000 am Tyne anzufündigen. Es wurde gearbeitet, wie sonst nur griffe durch englische Truppen zum Stehen gebracht. Darauf Mann bis 960 000 Mann interpretiert werden und sie könnte ent- bei allgemeinen Wahlen, nur daß diesmal die Preßorgane Beschoß der Feind pern heftig. Am Rande des fer- weder allein in Frankreich oder an all' den sieben Fronten stehen, aller Parteien miteinander wetteiferten, um die Erwartungen deZ Publikums öu dem großen Ereignis aufs höchste hinauf zu schrauben.' Nun, da der große Tag vorbei ist, kann man ein Gefühl der Enttäuschung kaum unterdrücken. Man hat Herrn Asquith zu viel zugemutet. In jener Versammlung loäre Herr L l.o y d George in seinem Element gewesen; der trockene Verstandesmensch Asquith, der nie zu einem in- timen geistigen Verhältnis mit den englischen Arbeitermassen gelangen wird, mußte niehr oder minder versagen. „Mehr Granaten!" Das ist der Ruf, den man den engli- scheu Arbeitern nun schon seit vielen Wochen unaufhörlich in die Ohren brüllt. Kein Argument und keinen Appell hat man unversucht gelassen, um die Arbeiter der Munitions- industrie zu bewegen, ohne Rücksicht auf die in jahrhundertc- langen schweren Kämpfen errungenen getverkschaftlichen schränken und ohne Rücksicht auf die Grenzen körper- liehen � Leistungsvermögens ohne Rast und Pause an der Herstellung von Kriegsmunition zu arbeiten. Daß man solche verzweifelten Appelle für nötig hält, ist immerhin ein untrüglicher Beweis dafür, daß der Krieg nicht alles Denken und Trachten der englischen Arbeiter beherrscht, daß sie nicht alles vergessen haben, was sie während eines opfcr- und schmerzensreichen Jahrhunderts gelernt haben, daß sie nicht nur an nationale, sondern vor allen Dingen an ihre Klasseninteressen denken. Aber man hat einen Appell entdeckt, dem die Arbeiter nicht leicht wider- stehen können. Man hat ihnen erzählt, daß die englische Armee an der Front wegen der Knappheit an Munition schwer zu leiden hat, daß der Durchbruchsversuch bei Neuve- Chappelle viel weniger Blutopfer gekostet und viel erfolgreicher verlaufen wäre, wenn ein viel größerer lieber- siuß von Granaten zur Verfügung gestanden hätte, kurz, daß für jede Granate, die die Arbeiter zu Hause zu pro- duzieren versäumen, irgend ein tapferer Bruder drüben im Felde das Leben lassen müsse. Dieses Argument hat ohne Zweifel eine gewisse Wirkung auf die Arbeiter ausgeübt. lind siehe da, gerade dieses hat Herr Asquith in seiner Rede über Bord geworfen, nur um zu beweisen, daß die Regierung es der Armee an nichts hat fehlen lassen! Kein Wunder, daß die„Times" mit der agitatorischen Leistung des Minister- Präsidenten sehr unzufrieden sind. Dagegen kommt jetzt die sonst so verhaßte und gefürchtcte Demagogie des Lloyd George de; den Konservativen zu hohen Ehren. Herr Asquith wendete sich sogar ausdrücklich gegen das Panikgeschrei. Unbegreiflich I Die„Times" könnten ihn darüber belehren, daß die Panik der höchste Trumpf der Patrioten ist. Wie könnte man das englische Volk dazu dringen, in diesem Kriege, dem England heute ein Ende machen könnte, wenn es ernstlich wollte, endlos„durch- zuhalten", wenn man ihm nicht täglich von neuem versichern würde, welche furchtbaren und unmittel- baren Gefahren den Bestand Englands und die Freiheiten Europas bedrohen? Freilich hat Herr Asquith auch noch an andere Dinge zu denken als die Panik- Patrioten. Er muß daran denken, daß man den Verbündeten und den neutralen Staaten durch Siegeszuversicht imponieren muß, und er weiß, daß das britische Weltreich auf Prestige aufgebaut ist, das man nicht in jedem beliebigen Augenblick und überall realisieren könnte. Sonst pflegt das ja den „Times" auch nicht unbekannt zu sein, und wenn sie jetzt kein Verständnis dafür zeigen, daß Herr Asquith die Panik- treiberei anderen überläßt, so bestätigt das nur, daß be- stimmte persönliche und parteipolitische Intrigen am Werke sind. Die breiten Massen des englischen Volkes werden sicher- lich auch nicht viel Freude und Hoffnung aus der Rede des Ministerpräsidenten schöpfen. Aber ihre Kritik wird eine ganz andere sein als die der„Times". Der Krieg wird bald seinen neunten Monat beendet haben, und nun unter- nimmt die englische Regierung eine großangelegte Aktion, um die Rüstungsindustrie planmäßig zu organisieren und alle Energien des Landes und des Volkes auf die massenhafte Herstellung von Munition und Waffen zu konzentrieren. Eine Aktion, die wahrscheinlich erst nach Monaten nennens- werte Erfolge zeitigen kann, und der Krieg müßte darüber hinaus noch weitere Monate dauern, wenn diese Anstrengungen irgendwelche Wirkung auf dem Kriegs- schauplatze ausüben sollen. Fürwahr eine herrliche Aus- ficht, die sich da den schwergeprüften Völkern Europas eröffnet. Wozu all diese Granaten verschossen werden sollen, welche konkreten Ziele England in diesem Kriege erreichen will, darüber seine Zuhörer zu belehren, hat Herr Asquith nicht für nötig gefunden. Und doch ist es gerade das, was das englische Volk immer ungeduldiger zu wissen wünscht. Die Zeit für allgemeine Redensarten ist zu Ende; die Völker wollen endlich das Kriegsziel kennen lernen. Herr Asquith wird schwerlich der letzte sein, der auf diese Frage eine Antwort geben muß. Der gesiebte Kongreß. AuS Amsterdam schreibt man uns: Die„Times" ent- halten einen merkwürdigen Bericht über das Verhalten der englischen Regierung gegen den internationalen Frauenkongreß, der in der nächsten Woche im Haag stattfinden wird. Auf diesem Kongreß wird über den Frieden gesprochen werden und es scheint auf der Hand liegend, daß eine Regierung gegenüber einer Versaniinlung, die ihr aus bestimmten Gründen nicht genehm ist, zwischen zweierlei Arten, sich zu verhalten, die Wahl hat. Wenn sie konsequent liberal ist, wird sie der Versammlung, die nichts mit militärischen Geheimnissen zu tun hat und höchstens eine Volksstimmung offenbaren kann, die sich auf die Tauer ja doch nicht unterdrücken läßt, nichts in den Weg legen— ist sie aber noch in einer Anschauungswelt befangen, worin das Volk als eine unreife und urteilsunfähige, für inimer der Vormundschaft einer hergebrachten Autorität bedürftigen Masse erscheint, so wird sie die Versammlung, soweit es in ihrer Macht steht. verhindern. Zunächst schien es nun so. als ob sich die liberale britische Regierung gegenüber dem Frauenkongreß zu dieser zweiten Methode entschlossen hätte. Sie verweigerte nämlich den Delegierten die Pässe. Hernach aber wurde ein seltsamer Mittelweg altsfindig gemacht. Die Regierung erlaubt zwar, daß englische Frauen nach dem Haag gehen, aber sie schränkt ihre Anzahl ein. Hundertachtzig wollten gehen, aber nur 24 bekommen e�inen Paß. wären, so denken wohl die vorsichtigen Staats- niänner. zu viel gewesen— eine große Versammlung für sich. eine englische Massendemonstration für den Frieden. Vierundzwanzig find eben nur zwei Dutzend, von denen man nachher sagen kann, daß sie zur kleinen Schar crzentrischer Frauen gehörten, die sich überall fänden und ohne Beziehung zum allgemeinen Volksgefühl seien. Aber die Regierung maßt sich nicht nur ein Kontrollrecht über die Quantität der Kongreßdelegation an, sondern sucht sich die als Delegierte zuzil las f enden Frauen selbst heraus. Ter Minister des Innern hat aus der Liste der zur Fahrt angemeldeten Frauen diejenigen bezeichnet, die einen Patz bekommen sollen. Es ist eine Art Präventivzensur des Kongresses, an den Personen ausgeübt. Die Delegierten werden erst amtlich abgestempelt. sie werden„toleriert". Man weiß wirklich nicht, was vorzuziehen ist: ein brutales Verbot oder diese fchmähliche Stellung unter Koutrolle. Die französische Partei unü die Internationale. Dieser Tage befand sich der sozialistische italienische Kammerdeputierte M o r g a r i in Paris, um den französischen Parteigenossen Vorschläge über eine gewisse internationale Verständigung zu unterbreiten. In der„Humanite" berichtet nun Genosse Dubreuilh, der Sekretär der permanenten Ver- waltungskommission der französischen Partei über die Unterhandlungen folgendes:„Die permanente Ver- waltungskommission hat sich in ihrer Sitzung vom Montag, den 19. April, mit dem Genossen Morgan, dem Vertreter der italienischen sozialischen Partei ausgesprochen. Alan verhandelte über Morgans Vorschläge, einen Kongreß der sozialistischen Sektionen der neutralen Länder und eine Plenarzusammenkunft des Internationalen Sozialistischen Bureaus einzuberufen. Die Kommission hielt diesen Vor- schlügen gegenüber ihre früheren Ansichten und Beschlüsse in vollem Umfange aufrecht. Als Vertreterin einer Partei, deren Nation im Kriege befindlich, muß es die Kommission den Sektionen der neutralen Länder überlassen, zu beurteilen, ob eine Zusammenkunft von ihrer e-eite in diesem Augenblick zweckmäßig und nützlich ist. Was eine Einberufung des Internationalen Sozialistischen Bureaus anlangt, so er- klärt sich die Kommission aufs neue sehr entschieden dagegen. Eine solche Zusammenkunft ist unter den gegenwärtigen Umständen weder materiell möglich, noch moralisch wünschenswert. Wie es die Kommission bereits ausgesprochen hat, würde eine solche Einberufung dem Zweck, den die von den besten Absichten getragenen Mitglieder des Bureaus verfolgen, nur zuwiderlaufen. Der Sitznng der Kommission wohnten die Mehrzahl der Mitglieder und der Genoffe Emil Vandervelde von der belgischen Arbeiter- Partei bei. Der Sekretär: Louis Dubreuilh." Die Haltung der französischen Genossen ist außer- ordentlich bedauerlich. Sie erschwert und verzögert unnütz die Verständigung zwifchen den Arbeiterparteien aller Länder, ohne sie—' dessen sind wir sicher— ganz hindern zu können. Die österreichisch- italienischen verhanü- lungen. München, 23. April.(T. U.) Die„Münchener Post" veröffentlicht einen vom bayerischen Kriegsministerium zensierten Bericht aus Rom über die augenblickliche Lage. Da- nach sind die Unterhandlungen bereits über schwieriger Differenz- punkte hiwveggekommen, als diejenigen, die jetzt noch vor- Händen sind. Es geht jetzt Italiens Wunsch nicht über die Ansprüche hinaus, welche schon wiederholt vor dem Kriege Gegenstand der österreichisch-ttalienischen Unterhaltung waren. Die noch bestehenden Meinungsverschiedenheiten betreffen ein Gebiet in der Nähe des Küstenlandes. Irgendwelche große Anerbietungen des Dreiverbandes an die Rcgienrng sind bis jetzt nicht gemacht worden. Es liegt kein Grund vor, die Lage als besonders zugespitzt anzusehen, im Gegenteil, die Interventionisten sind heute mehr in den Hintergrund ge- drängt als zu irgendeinem Zeitpunkt während des Krieges. Die italiemsihen Arbeiter und öer Krieg. Wie die Turiner„Gazetta delPopolo" meldet, hat die Arbeits- kammer von Turin beschlossen, im Falle des Eingreifens Italiens in den Krieg den Generalstreik zu erklären. Der Zentral- vorstand der italienischen Gewerkschaften habe beschlossen, über die Frage eines Generalstreiks im Kriegsfall ein Referendum unter allen Arbeitskammern und Berufsgenossenschaften zu veranstalten. Der Zentralvorstand der Sozialdemokratischen Partei tagt Dienstag, den 27. d. M., in Mailand, um über die gleiche Frage zu ent- scheiden. * Der Wiederzusammentritt der italienischen Kammer, der am 12. Mai hätte erfolgen sollen, wird weiter hinausgeschoben werden, wie es heißt, mit Rücksicht auf die schwebenden diplomati« schen Verhandlungen, deren Gang die Regierung durch parlamen- tarische Erörterungen nicht gestört wissen will. Eine Erklärung der Regierung über den Termin der Einberufung der Kammer liegt noch nicht vor. Verlängerung öer Mandate zum Ungarischen Abgeordnetenhaus. Budapest, 27. April.(W. T. B.) Das A b g e o r d- n e t e n h a u s hat in seiner heutigen Sitzung die Gesetz- Vorlage, betreffend Verlängerung der Mandate, mit der Abänderung angenommen, daß dieses nicht ein Jahr. sondern höchstens sechs Monate nach dem Friedens- schluß in Kraft bleibe. Die rusilsche Wehrsteuer. Stockholm, 27. April.(T. U.) Der Entwurf für die Erhebung einer Kriegssteuer, die von den vom Heeresdienste Befreiten unter 44 Jahren erhoben werden soll, ist vom russischen Minislerrat angenommen worden. Die Höhe der Abgabe steigt von 6 Rubel bei einem Einkommen von 1000 Rubel bis zu 230 Rubel bei einem Einkommen von 20000 Rubel im Jahr. Der Drotpreis in England. London, 26. April.(W. T. B.) In einer Sitzung der Armenverwaltung in Cardiff sagte ein Mitglied, man müsse die Aufmerksamkeit der Regierung darauf lenken, daß der Brotpreis seit Beginn des Krieges von— 6 auf 8fiz bis 9 Pence für vier Pfund gestiegen sei. Andererseits habe eine große M ü I l e r f i r m a kürzlich einen etiva 300 P r o z. höheren Gewinn als im Vorjahre gemacht. London, 26. April.(W. T. B.) Der Weizen preis erreichte an der Kornbörse in Peterborough mit 64 Schilling für den Ouarter den Höchstpreis der letzten 25 Jahre. In Dorchester stieg der Weizenpreis höher als es seit dem Krim- krieg geschehen war. ttahrungsmittelnot in Petersburg. Petersburg, 2S. April.(W. T. B.) Ueber die hier herrschende Nahrungsmittel not enthalten die Blätter folgende Nach- richten: Am 20. d. M. herrschte in den meisten Fleischerläden eine sehr große Aufregung. Das Publikum verlangte polizeiliches Einschreiten. Die Polizei stellte fest, daß tatsächlich Fleisch nicht vorhanden sei und leine Verheimlichung stattfinde. Die Städt- Verwaltung versorgte die Bevölkerung mit Fleisch aus dr» Gefrierhallen. Für vorhandenes ftisches Fleisch wurden Wucherpreise gefordert. Am nächsten Tage brachen aus diesem Grunde ganz erhebliche Unruhen aus, wobei eine Reibe von Läden vollständig verwüstet wurde. Der Polizei gelang es erst nach längerer Zeit, die Ruhe wiederherzustellen.— Die Petersburger Stadlverwaltung hat sich gezwungen gesehen, um die Bevölkerung mit Brot zu versorgen, städtische Bäckereien zu eröffnen.— Es wurde festgestellt, daß am 14. April in Petersburg von dem Jahresbedarf an Tee nur noch 29 Proz., an Fischen nur noch 17,8 Prozent, an Zucker nur noch 8 Proz. vorhanden waren. Die Zu- fuhr von raffiniertem Zucker ist außerordentlich erschwert. Kundgebung gegen die Lebensmittel- teuernng in Rotterdam. Der„Frankfurter Ztg." wird aus Amsterdam berichtet: In Rotterdam fand eine große Demonstrationsversammlung der Ar- beiterpartei wegen der Lebeusmittelteuerung statt. ES waren 172S Vertreter von 120000 organisierten Arbeitern anwesend. Die Ver- sammlung faßte einen Beschluß, durch den die Regierung �anfge- fordert wird, eine Preishexabsetzung der wichtigsten Lebensmittel herbeizuführen und die Unterftützungsbeträge für die Arbeiter zu erhöhen. Schon vor Beginn der Versammlung war eine Ver- fügung des Ministers bekannt, geworden, wonach es dem Volt mög- lich gemacht werden soll, billigere Brotsorten gegen billigere Preise zu erhalten. Spionage eines norwegischen Ingenieurs. Malmö, 27. April.(W. T. B.) Der n o r w e g i s ch e In- genienr Munthe Morgen st ierne, angestellt als Zeichner bei der mechanischen Werkstatt Kockuma in Malmö, wurde wegen Spionage verhaftet. Er hatte� sich mehrere Zeichnungen von Unterseebooten und Torpedobooten angeeignet und teilweise nach Norwegen gesandt. Er behauptet, die Zeichnungen zu seiner Weiterbildung benutzen zu wollen. Da der Verhaftete vor einiger Zeit erklärte, nach Amerika auswandern zu wollen, schöpfte man Verdacht. Bei der Untersuchung der Zeichnungen der Kriegs- schiffe wurde der Diebstahl entdeckt. Der Verhaftete ist der Sohn des Kommandanten der Festung Bergenhus, Generals Morgen- stierne. Arbeiterbewegung in Kanada. Wie der„Frankfurter Ztg." aus London gemeldet wird, be- richten„Times" aus Toronto: Das Arbeitsministerinm stellltz fest, daß die Lebensmittelpreise in Kanada seil Beginn des Krieges um 7% Proz. gestiegen sind. Der Arbeitsminister wandte sich an die Angestellten der interkolonialen Eisenbahn und forderte sie auf. während der Dauer des Krieges Unruhen zu vermeiden. DieLage wird erschwert durch das Aufeinanderpressen der Interessen der verschiede- nen Arbeiterorganisationen. Die Arbeiter der Fabriken in den Küsten- Provinzen, die zur Anfertigung von Granaten für die-Briten und deren Verbündeten beschäftigt sind, sind in eine Bewegung Hinsicht-� lich der Arbeitsstunden und Arbeitsbedingungen(also ein Lohn- und Arbeitsdauerminimum) eingetreten;"man glaubt nicht, daß die Produttion ernsthaft erschwert werde."' Bis jetzt waren von der englischen Zensur alle Berichte über die Arbeiterbewegung in Kanada, die, wie der vorsichtige Bericht qec „Times" zeigt, doch recht ernsthafter Natur. sind, stets zurückgehglien worden. Kriegsbekanntmachungen. Zulassung von Fremdsprachen für den Postverkehr. Von jetzt ab ist bei den offen auszuliefernden Briefsendungen nach Oesterreich-Ungarn und dem nichtfeindlichen Ausland allgemein die Anwendung der nachbezeichneten Sprachen gestattet r Deutsch, Französisch. Englisch, Spanisch, Italienisch. Hollän- disch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Portugiesisch(bei Briefsendungen nach dem besetzten Teile von Belgien nur Deutsch, Flämisch oder- Französisch). Bei Briefsendungen nach der Türkei ist die. spanische Sprache ausgeschlossen. Nach dem Ermessen der militärischen Prüfungsstellcn können Kataloge und Nachrichten, deren Verbreitung im Auslände im In« teresse des Deutschen Reiches liegt, sowie ähnliche Sendungen auch in anderen als den vorgenannten Sprachen zur Absendung freigegeben werden. Bei solchen Sendungen sowie unter llmstan- den auch bei Sendungen in italienischer, spanischer, holländischer, dänischer, schwedischer, norwegischer und portugiesischer Sprache muß Indes mit. Verzögerungen bei der Weiterleitung ins-Aus- land gerechnet werden. Mit der Annahme von Sendungen, die in anderen als den allgemein zugelassenen Sprachen abgefaßt sind, übernimmt die Postverwaltung keine Gewähr für ihre Weiter, beförderung ins Ausland. Keine feuergefährlichen Gegenstände in Feldpostsenduugen. In vielen Geschäften werden mit Benzin gefüllte Ge- latinekapseln und Streichhölzer in Blechbehältecn feilgehalten und dem Publikum als zur Versendung mit der Feld- post geeignet angepriesen. Demgegenüber wird erneut darauf hin- gewiesen, daß die Versendung feuergefährlicher Gegenstände, wie Streichhölzer, Benzin. Aether, init der Feldpost unter allen Umständen, selbst unter besonderer Verpackuyg. verboten ist. Wer der Zuwiderhandlung gegen dieses Verbot überführt wird, wird strafrechilick verfolgt. Bei dieser Gelegenheit wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Industrie Feuerzeuge mit Feuerstein und Zündschnur auf den Markt gebracht hat. die ohne Benzin oder andere Zündmittel gebrauchs- sähig und ungefährlich sind. Letzte Nachrichten. Der französische Tagesbericht. Paris,.27. April.(W. T. B.) Der nachmittags ausgegebene amtliche Bericht besagt: Dem gestrigen Berichte ist nichts hinzuzufügen außer der Befestigung und Fortdauer unserer Fortschritte nördlich von Apern und auf den Maashöhen und als Ergänzung zum Bericht: Der Hart- mannsweilerkopf, der uns gestern morgen entrissen worden war, wurde abends von uns wieder genommen; wir machten Gefangene._ Beratungen im japanischen Ministerrat. Petersburg, 27. April.(W. T. B.)„Rjetsch" meldet aus Tokio vom 20. April: Infolge der Weigerung Ehiuas, die japanischen Forderungen hinsichtlich der Mongolei zu erfüllen, bat der japanische Ministerrat eine Beratung abgehalten, um über den weiteren Gang der Verhandlungen schlüssig zu werden. Tie japanische Presse verlangt entschiedenes Eingreifen. Tie Regierung hofft jedoch»och immer auf friedliche Lösung. Auf den japanischen Werften werden die Arbeiten zur Voll lendung von drei Dreadnoughts von je 80 000 Tonnen beschleunigt. Der Panzerkreuzer„Kirisima" von 27 500 Tonnen ist bereits in Dienst gestellt worden�....>. Deutsches Theater. Direktion: Max Reinhardt. 7 U.: Das Wintermärchen. URANIA Taubenstr. 48/49. 4 Uhr( halbe Preise): Donnerstag: Schluck und Jau Auf dem polnisch. Kriegsschauplatz Kammerspiele. 8 Uhr: Der Weibsteufel. Donnerstag: Der Weibstenfel Sonntag 2, Uhr: Nachmittagsmit der Mackensen- Armee. 8 Uhr: Direktor Franz Goerke: Zirkus Alb. Schumann Mittwoch, 28. April, Anf. 8 Uhr: - Großer Elite- Abend Auftreten sämtlicher Spezialitäten. neuen 9% Nur noch einige Tage! 93/4 Vorstellung( kleine Preise) Die Die Winterschlachten in Masuren. Ost und West deutschen Kleinstädter. Theater für Mittwoch, den 28. April Berliner Theater 8 Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Theater Montis Operetten- Theater Gastspiel Louis Treumann. 8 Uhr: Hoheit tanzt Walzer. 8 Uhr: Im weißen Rössl. Rose- Theater Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Die verkaufte Braut. Friedrich- Wilhelmstädt. 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Die dem Landwirt für Saat, Futterzwecke und Die Polizei in der Düsseldorfer Parteidruckerei. unter der Ueberschrift Zwei Stimmen aus einer Partei" Eigenbedarf erforderlichen Mengen konnten freigegeben Am Sonnabendnachmittag nach 5 Uhr erschien in der Auslassungen der Breslauer Volkswachi" und der Chemnizer werden, der Rest mußte bis zum Verbrauch beztv. bis zur Druckerei unseres Düsseldorfer Parteiorgans ein PolizeiVolksstimme" gegenüber. Die„ Volkswacht" hatte( wir Abforderung in den Schobern verbleiben. Das Aufspeichern inspektor in Begleitung einiger Kriminalbeamten und zitieren nach dem„ Sturier") ihrer Sehnsucht nach Frieden und Durchlesen der Kartoffeln ist durchaus nicht notwendig zwang die Einstellung des Druckes der Sonntagsnummer mit England Ausdruck geliehen und sie damit begründet, und auch nicht ratsam; die Kartoffeln müssen möglichst lange der Volkszeitung". Anlaß dazu gab, daß einige von cs sei nicht möglich, daß dieser Krieg mit einer Ver- unberührt in den Schobern verbleiben. Das ist der beste der" Zensur gestrichene Stellen nicht durch Ncusatz in der nichtung des englischen Weltreichs enden könne, die Hoff- Schutz gegen Verderben. Aber selbst wenn es zur Einspeichenung sei trügerisch, daß bei längerer Dauer des Krieges rung kommen mußte, so war es eine Kleinigkeit, die Star- Zeitung ersetzt worden waren. dieses Weltreich in seine Teile zerfallen und daß Deutschland toffeln vor Verderben zu schüßen. Es genügt, die Kartoffeln die Vorherrschaft in Europa und in der ganzen Welt ge- in durchaus gesundem Zustande einzulagern und sich selbst zu winnen werde- woran doch wohl niemand denkt, und überlassen, denn ein fortwährendes Verlesen und Entkeimen es sei ein Frrglaube, anzunehmen, daß alle Engländer ist nachteilig. Die Seime dürfen nicht eher als kurz vor Veroder auch nur alle einflußreichen englischen Politiker dem brauch entfernt werden. deutschen Volke die Vernichtung geschworen hätten. Wenn der„ Kurier" dazu bemerkt: " Gegen die Maifeier. Das stellvertretende Generalkommando des VII. Armiceforps in Münster( Westfalen) hat an die Parteipresse in ihrem Bezirk ein Schreiben gerichtet, worin es heißt: „ Es erscheint nicht ausgeschlossen, daß Sie das Nahen des " hang davon sprach, auch im französischen Volte sei die Sehnsucht wirten liegen noch große Mengen Kartoffeln; die befferunter feinen Umständen über die Grenze hinausgehen dürfen, auch in Frankreich bald wieder die Wortführer dieser Sehnsucht Zur Kartoffelversorgung. Die„ Nordd. Allg. 3tg." schreibt: Unnüße Aufregung. Das traurigste in der ganzen Angelegenheit liegt darin, daß in der Hauptsache die Aerm sten der Bevölkerung diese 1. Mai zum Anlaß politischer Erörterungen machen könnten, die Wir wissen nicht, auf welchen Tatsachen das Breslauer sozial- hohen Preise zahlen sollen, denn die besser Gestellten sind, sich mit der Zusammengehörigkeit der Arbeiterdemokratische Blatt diese unbegreiflich milde Beurteilung des eng- wenigstens in den Klein- und Mittelstädten, ziemlich bis zur schaft aller Länder und dem Weltfrieden befassen." lischen Krämervolles aufbaut, aber das wissen wir, daß das Blatt Neuernte eingedeckt. Es wird dann darauf hingewiesen, daß diese Erörterungen sich gründlich getäuscht hat, wenn es in demselben ZusammenDie augenblickliche Lage ist folgende: Bei den Landnach Frieden sehr stark, und hoffentlich würden die Sozialisten gestellten Städter sind ziemlich gedeckt; wir Händler ich als das äußerste, was gestattet werden könne, dargelegt hat. in einem Schreiben vom 21. April werden, wie sie es in England und Deutschland schon jetzt sind." kann sagen im ganzen oberschlesischen Industriebezirk- stehen als das äußerste, was gestattet werden könne, dargelegt hat. so ist der„ Surier" zum mindesten über die politischen Strö- ohne irgend welche Vorräte, sollen den Landwirten die jetzigen Dieses äußerste war die Kundgebung des Parteivorstandes mungen in England sehr schlecht unterrichtet. Auch dort gibt hohen Preise bewilligen, und diese hohen Preise sollen uns die über die Konferenz in Wien. Hier hatte das Generalfommando davor gewarnt, bei wohlwollenden Besprechungen dieser Kundes natürlich eine Gruppe, die phantastische Pläne über die sogenannten kleinen Leute bezahlen! Zertrümmerung Deutschlands hegt. Aber stärker ist, nach der besser geändert werden. Diese Zustände sind haltlos und müßten je eher, desto gebung weiter zu gehen als der Parteivorstand gegangen war. Haltung der übergroßen Mehrzahl der englischen Blätter zu Weiter wurde verfügt, daß die auf die Maifeier bezüglichen urteilen, der Wunsch nach Verständigung mit Deutschland. er die Händler nicht besonders in Schutz nehmen will; es legen sind, ebenso bedürfen Berichte über stattgefundene Feiern Soweit unser Gewährsmann. Er bemerkt übrigens, daß Artikel usw. den Polizeiverwaltungen zur Vorprüfung vorzuDie„ Volkswacht" findet daher durchaus unsere Zustimmung, gäbe unter ihnen auch ,, manche nette Pflanze". wenn sie( nach dem„ Surier") weiter folgert: der Präventivzensur. Es ist die alte Geschichte: Landwirte und Händler schieben Wollen wir den Frieden. so müssen wir den Frieden mit bei jeder Teuerung die Schuld gegenseitig einander zu, England wollen, einen Frieden, der nicht auf phantastischen zu während unter den einen wie unter den anderen es immer Tunftshoffnungen, fondern auf den nüchternen Tatsachen beruht": Elemente gibt, die die Notlage ausnüßen. Bei der KriegsVor einiger Zeit sind einige englische Bankbeamte aus und wenn die„ Vollswacht" meint, man dürfe sich dabei nicht darum kümmern, daß dann etwa in Berlin und Paris ein paar katastrophe war es aber die Pflicht der Regierung, solches dem Konzentrationslager Ruhleben entlassen worden, weil in Enttäuschte mit unzufriedenen Gesichtern herumlaufen." mit allen Mitteln zu hintertreiben, zumal die Volksvertretung London Tausende von Deutschen ihrem Beruf als Bankbeamte, Friseure, Kellner usw. frei nachgehen können. Auf Die„ Nordd. Allg. 3tg.", auf die sich der„ Kurier" be- ihr die Mittel dazu in die Hand gegeben hat. der Fahrt nach Hamburg sollen die Freigelassenen ihrer Freude rust, hat sich zwar gegen einen vorzeitigen" Friedensschluß im Speisewagen eines D- Buges etwas ungehemmt Ausdruck gewandt. Aber die Meinungen über das, was ein vorgegeben und man denfe, welch ein Verbrechen!- laut zeitiger" Friedensschluß ist, werden wohl ebenso stark auseinenglisch gesprochen haben. Auf die wütenden Angriffe andergehen wie die Auffassungen über die Frage, was unter einiger Zeitungen gegen die Regierung wegen„ layer" Be,, rechtzeitiger" Freigabe der Friedenserörterungen zu verstehen ist. Im übrigen gelten die Argumente für die vielen Landwirten die Auffassung zu bestehen, als ob sie die be„ Nach Mitteilungen, die in die Presse gelangt sind, scheint bei handlung der Engländer antwortet jetzt der offiziöse Draht: Berlin, 27. April.( W. T. B.) Vor einigen Tagen sind Richtung, in der eine Verständigung mit den Gegnern sieb Deutschlands vornehmlich zu suchen ist, ganz unabhängig da- sonderen Zuschläge zu den Kartoffelhöchstpreisen, die ihnen als Ent- aus dem Gefangenenlager Ruhleben von, wann der Friedensschluß eintritt. schädigung für Aufbewahrung, geeignete Behandlung, Schwund und zehn englische Bankbeamte entlassen worden. Daß die Friedenssehnsucht in Frankreich öffentlich Risiko durch die Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 15. April Wie von zuständiger Seite mitgeteilt wird, hat es mit diesen viel schwächer zum Ausdruck kommt als in den anderen krieg einen Bundesstaat oder Elsaß- Lothringen oder die Kreise jetzt in Ruhleben vereinigten Engländer handelt es sich um 1915 lediglich für den Fall des Verkaufs an das Reich, Entlassungen folgende Bewandinis: Bei der Festsetzung aller rankreichs erklärlich. Auch dort spielt die„ Sicherung der oder Gemeinden zugestanden sind, nunmehr unbedenklich eine Vergeltungsmaßnahme gegenüber der Masseninternierung Grenzen" bei den Kriegszielerörterungen eine große Rolle. auch beim Verkauf an Händler oder andere Privat- von deutschen Staatsangehörigen in England. Nun hat es England über 100 Wenn der Kurier" aber meint, die Chemnizer ,, Volksstimme" leute fordern fönnten. Wir machen darauf aufmerksam, daß diese sich herausgestellt, daß in habe recht mit dem Hinweis, jedes friedensfreundliche Auffassung nicht zutrifft. Beim Verkauf an Privatpersonen, also deutsche Bantbeamte sich nicht nur auf freiem Wort, das in Deutschland gesprochen werde, gebe in namentlich auch beim Verkauf an Händler, dürfen die Landwirte Fuße befinden, sondern auch ungestört ihren den feindlichen Ländern Anlaß zu zu neuer Aufstachelung nach wie vor keine höheren Preise fordern, als in der Bundes- Geschäften nachgehen können. der Kräfte und werde als neuer Beweis für Deutschlands ratsverordnung vom 15. Februar 1915 über die Höchstpreise von diese Stategorie von Persönlichkeiten der Internierungsgrund Schwäche gedeutet" so befindet sie sich gröblich im Irrtum. Kartoffeln festgesetzt find. Die in dieser Verordnung festgesetten fortfiel, erschien es gerechtfertigt, die englischen Bankbcamten Im Gegenteil! je schlechter die militärische Situation eines Höchstpreise betragen, wie wohl noch allgemein bekannt sein dürfte, auf freien Fuß zu seßen. Juwieweit das Benehmen der freiLandes, um so eifriger wird jeder Friedensgedanke( wie das beim Verkauf durch den Produzenten, d. H. den Landmann, je nach gelassenen Engländer auf ihrer Fahrt nach Hamburg zu beBeispiel Frankreichs zeigt) abgelehnt. Frankreich glaubt eben den Landesteilen und Kartoffelsorten 4,25 bis 4,80 m. für den rechtigten Anständen Anlaß gegeben hat, wird die hierüber seine militärische Position noch verbessern zu können und da3entner. Ein Landmann, der an Händler und andere Private Star- eingeleitete Untersuchung ergeben. her will es nichts von einem„ vorzeitigen" Frieden wissen. toffeln zu höheren als den in dieser Verordnung festgesetzten Preisen Es ist weiter unrichtig, daß jede friedensfreundliche berkauft, setzt sich der Gefahr empfindlicher Bestrafung aus. Aeußerung in Deutschland vom Ausland als Beweis für die Es sei ferner noch darauf hingewiesen, daß die früher etwa Bei der gestrigen Reichstagserfazwahl im Wahlkreise GlasSchwäche Deutschlands ausgebeutet werde. In den ausländischen unter Vereinbarung niedrigerer Preise abgeschlossenen Startoffel a belschwerdt 12 für den verstorbenen Zentrumsabgeordneten Kreisen, die an der Propaganda für Fortsetzung des Krieges ein lieferungsverträge nicht einseitig aufgehoben werden können, viel- Landgerichtspräsidenten a. D. Sperlich wurden nach dem vorläufigen Interesse haben, geschieht das allerdings unter Verzerrung mehr erfüllt werden müſſen. Die neue Verordnung des Bundesamtlichen Ergebnis 6211 gültige Stimmen abgegeben. Der einzige des Sinns der Acußerungen. In den Kreisen Englands da- rats über die Regelung des Verkehrs mit Kartoffeln vom 12. April aufgestellte Kandidat Majoratsbesitzer Anton Graf Magnisgegen, die selbst einen Frieden wünschen, werden derartige Kartoffelversorgung das Recht, in die am 12. April laufenden Ver- splittert waren 8 Stimmen. Ein ländlicher Kleiner Wahlbezirk steht 1915 hat daran nichts geändert. Sie gibt nur der Reichsstelle für Eckersdorf, Kreis Neurode( Zentrum), erhielt 6203 Stimmen, ger Stimmen aus Deutschland eifrig gesammelt und freudig begrüßt. In Frankreich wehrt man sich nur deshalb träge einzutreten." gegen eine Erörterung des Friedensschlusses, weil man in solchen Gedanken deutschen Ursprungs fälschlicherweise den Wunsch sieht, Frankreich solle gedemütigt werden. führenden Staaten, wird durch die militärische Situation Wer ist schuld am Kartoffelwucher? Von einem Fachmanne, der seit vielen Jahren ein großes Kartoffelgeschäft im oberschlesischen Industriegebiet führt, erhalten wir eine Zuſchrift, der wir folgende Feststellungen von allgemeinem Interesse entnehmen: In Wirklichkeit wird die Bundesratsverordnung dazu führen, daß auch private Käufer die Zuschläge zu den Höchstpreisen zahlen müssen. Sind doch die Höchstpreise selbst dauernd umgangen worden! Im übrigen werden die Produzenten und Händler, falls die Vorschrift über die Zuschläge streng durchgeführt werden sollte, nur an das Reich, die Bundesstaaten oder die Kommunen verkaufen. Zur Kartoffelnot schreibt Professor Dr. Hirschfeld in der Boff. 3tg.": " Reichstagsersatzwahl. Da hiernach für noch aus. Die Wahl des Grafen Magnis ist gesichert. Niederschlagung von Untersuchungen gegen Kriegsteilnehmer. Ein Allerhöchster Erlaß vom 24. April 1915 besagt: Auf Grund des Gesetzes vom 4. April 1915 über die Niederschlagung von Untersuchungen gegen Kriegsteilnehmer will Ich in Gnaden genehmigen, daß die gerichtlich bereits eingeleiteten, bis zum heutigen Tage noch nicht rechtskräftig erledigten Untersuchungen gegen Teilnehmer an dem gegenwärtigen Kriege niedergeschlagen werden, soweit sie vor dem 27. Januar d. J. und vor der Einberufung zu den Fahnen begangene 1. Uebertretungen, 2. Vergehen mit Ausnahme derjenigen des Verrates militärischer Geheimnisse, 3. Verbrechen im Sinne der§§ 234, 244, 264 R.-St.-G.-B., bei denen der Täter zur Zeit der Tat das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte, Der Direktor des Schöneberger Statistischen Amtes, Herr Dr. Kuczynski, hat auf die große Gefahr hingewiesen, daß von den jetzt noch vorhandenen Startoffelvorräten ein zu beträchtlicher Teil für die Verfütterung an Bieh und namentlich an Schweine verbraucht wird und dementsprechend binnen furzem für die Ernährung der Schon im Auguſt haben die Gutsbesitzer in Oberschlesien, Menschen zu wenig zur Verfügung steht. Ich teile diese Ansicht vollständig trotzdem die Ernte dort gut war, die Preise unter Ausnutzung und möchte sogar hervorheben, daß die Gefahr noch größer der Kriegsverhältnisse maßlos in die Höhe getrieben. Der ist, als sie Kuczynski annimmt. Bisher wird nämlich allgemein reichlich Preis wurde von 1,80 M. auf 5 M. pro Zentner gesteigert. 1 Pfund Kartoffeln als der durchschnittliche Verbrauch eines Bewohners Als die Höchstpreise angesetzt wurden, für den Tag gerechnet. Wie ich vor kurzem in einem Aufsatz in der Niederschlagung der Untersuchung angezeigt erscheint, erwarte zum Gegenstande haben. Soweit in anderen Fällen die wurden sie ganz einfach nicht innegehalten, Berliner Klinischen Wochenschrift auseinandergesetzt habe, mag dies weil die Landwirte zu diesen Preisen nichts wohl für normale Zeiten zutreffen. In der Gegenwart haben wir erweisen sind Personen des Soldatenstandes, gegen die wegen Ich Einzelvorschläge. Ausgeschlossen von den Gnadenbergaben. Anzeigen inbezug auf Ueber- jedoch mit ganz anderen Verbrauchszahlen zu rechnen. Da die schreitung blieben un- Bevölkerung in dem Brotgenuß beschränkt ist, so muß sie zum der Höchstpreise begangener Straftaten durch militärgerichtliches Urteil auf beachtet. den Blättern veröffentlicht, in denen statt des Höchst- neben dem Brot besitzen, und das ist trotz der heutigen hohen Preise mit Rücksicht auf eine Straftat ihre Eigenschaft als KriegsAuch in letzter Zeit wurden Inserate in Ausgleich noch mehr von der billigsten Nahrungsmittel, das wir Entfernung aus dem Heere oder der Marine oder auf Dienst entlassung erkannt ist oder wird, sowie andere Personen, die preises von 4,50 Mart pro Zentner 5,50 bis 8 Mark ge- immer noch die Kartoffel, verzehren. Da 100 Gramm Brot an fordert wurden. Es wird dabei der Schein erweckt, als Nährwert etwa 200 Gramm Kartoffeln entsprechen, so müssen bei teilnehmer verloren haben oder verlieren werden. Die Minister handle es sich um Saatkartoffeln, während für jeden Fach- der Verringerung des Brotverbrauches von 500 Gramm, wie er der Justiz und des Krieges haben die zur Ausführung des bei sehr vielen Arbeitern anzutreffen ist, auf 250 Gramm dafür Erlasses erforderlichen Anordnungen zu treffen. Die legte Preiserhöhung bezeichnet unser Gewährsmann etwa 300-400 Gramm Kartoffeln täglich mehr genossen werden. Großes Hauptquartier, den 24. April 1915. als durch nichts gerechtfertigt. Er schreibt: Wilhelm Ferner bewirkt der hohe Preis fast aller Nahrungsmittel einen Im vorigen Monat hat die Regierung eine Bestands- geringeren Verbrauch der teureren, namentlich des Fleisches, und Beseler Wild von Hohenborn. aufnahme angeordnet. An den Justizminister und den Kriegsminister. War das Ergebnis nicht zufrieden auch dieser Umstand trägt dazu bei, den Verbrauch an Kartoffeln stellend, so hätte durch Vertrauenspersonen eine Nachprüfung noch weiter zu steigern. Ein Konsum von etwa 1000 Gramm stattfinden müssen; wir haben ja in letzter Zeit oft genug Kartoffeln für den Kopf, der schon früher in einzelnen Schichten lesen können, daß die Angaben mancher Landwirte sehr un- der Bevölkerung gefunden wurde, ist daher jetzt noch häufiger zu Bei einer Stadtverordnetenersatzwahl in Greiffenberg in Schlesien zuverlässig sind. Weiter mußten sämtliche Kartoffeln beschlag- erwarten. Der Rat Kuczynskis, der ja auch von anderen Volks- ist vor einigen Wochen ein Herr gewählt worden, der sich zurzeit wirten schon ausgesprochen wurde, möglichst rasch den Schweine- im Felde befindet. Der Bote aus dem Riesengebirge", der dies Waren wenig Startoffeln vorhanden, so mußten sie be- bestand Deutschlands zu verringern, muß daher auf das energischste meldet, fügt dem hinzu:„ Nach einer Entscheidung des Ministers des schlagnahmt werden, damit eine ordnungsgemäße Verteilung unterstützt werden. Innern sind einberufene Reservisten, Landwehr oder mann klar ist, daß dies nur ein Vorwand sei. nahmt werden. Kommunalwahlrecht und Militärdienst. N Zeitung" bemerkt dazu: blbereiigt." 2 and sturmmänner auch während des Krieges bietet erft fabelhafte Breise, schließt dadurch jeden Wettbewerb aus) attib wie passib wahlberechtigt." Die Freifinnige nd übt dann sein Konsumentenmonopol in rücksichtsloser Weise aus. Frage besonders der passiven Das mußten zu ihrem Schaden die Farmer von Kentucky erfahren, Wahlberechtigung von Personen, die zum Militärdienst ein die sich nicht anders als durch Selbsthilfe zu wehren wußten. Sic gezogen find, hat bei den ordentlichen Stadtverordneten weigerten sich, dem Truste zu verkaufen und rüsteten Nachtreiter wahlen, die im vorigen Spätherbst in vielen Gemeinden aus, die jeden Streifbrecher rücksichtslos mißhandelten oder gar stattfanden, eine große Rolle gespielt, da die Meinungen darüber, töteten. ob eine wählbarkeit vorhanden war, bei der Mehrdeutigkeit der Der Trust hat sich 1900 reorganisiert, ohne seine wirtschaftliche einschlägigen gefeglichen Bestimmungen auseinandergingen. Der Kraft einzubüßent. Er ist im Jahre 1913 durch gerichtliches Urteil Ministerialerlaß, der nach dem„ Boten aus dem Riesengebirge" die Angelegenheit zugunsten der Wahlberechtigung entscheidet, ist unseres Wissens bisher noch nicht bekanntgegeben worden. Es wäre daher wünschenswert, wenn dies noch nachträglich geschähe. Tas Pressedezeruat im Auswärtigen Amt. Der Reichstag hat im Etat für das laufende Rechnungsjahr die Mittel bewilligt für eine Umivandlung des bisher bestandenen Presseamtes im Auswärtigen Amt in eine besondere Presse- Abteilung. Diese Umwandlung ist jetzt vollzogen worden. Direktor der neuen Abteilung ijt ber bisherige geiter des Presents. Scheme Dr. Hammann geworden, dem drei vortragende Näte zur Seite stehen. Das Auswärtige Amt gliedert sich nun in fünf Abteilungen, nämlich in die politische, die Personalienabteilung, die handelspolitische, die Rechtsabteilung und die Presseabteilung. Neue Aufnahmen der Getreide- und Mehlvorräte. auf Grund der Antitrustgesetzgeber zur Auflösung verurteilt worden, aber es wurde von der letzten Instanz der gerichtlichen Vorinstanz aufgegeben, gemeinsam mit den Vertretern des Trusts eine Form zu finden, in der der Trust„ in ehrlicher Harmonic mit dem Gesch" egistieren kann. Militärausgaben in Millionen Zire Deutschland Rußland Frankreich England Desterreich- ngaru Jahr 1914 für Seer für Fiotic Gesamtsumme 2213 596 2809 1625 676 2301 938 625 1563 738 1315 2053 725 189 914 Vereinigte Staaten 500 763 1263 Italien Japan. 462 325 787 244 256 500 Diese Ziffern spiegeln das Uebergewicht des deutschen über alle anderen Heere wieder. Militärausgaben auf den Kopf der Bevölkerung und Jahr England. Frankreich Deutschland. Italien • Desterreich- lugarn Rußland. Vereinigte Staaten. Japan.. 41,25 Lire 37,50 27,50 19,50 " " " 15, 13,75 13,15" P 9,40 " P M " leber das amerikanische Monopol hinaus hat der Trust nach dem Weltmonopol gestrebt und sich dazu vor allem die VorherrEr zwang die schaft auf dem großbritannischen Markte gesichert. Company zur Kapitulation, teilte mit ihr das Abiazgebiet auf und Gegenorganisation der dortigen Fabrikanten, die Imperial Tobacco. gründete mit ihr die British American Tobacco Company, ble in den skandinavischen Ländern, Rußland, Belgien, Aegypten, Judien, Eine Verminderung dieser Militärausgaben China, Australien usw. seßhaft ist und die durch die Erwerbung des Jasmazi- Konzerns in Deutschland einzudringen versucht hat. Die bildet die einzige Möglichkeit, die neuen Schulden Aktiengesellschaft Georg A. Jasmazi ist an anderen Zigarettenfabriken 6udecken, ohne Vermehrung der Steuern, die das wirtschaftliche Leben erstiden. Trotz alledem wird man auch die indirekten beteiligt:„ Josetti" Meier u. Peters, G. m. b. H., Berlin;„ Sulima" F. 2. Wolf, G. m. b. H., Dresden;„ Dalta" Tichache u. Hensky. Steuern, die namentlich die Armen belasten, anzichen müssen, und G. m. b. H., Dresden; A. Batschari, G. m. b. 5., Baden- Baden die Folge wird eine allgemeine Depression in der Lebensführung Die Erhebung der Vorräte von Getreide und Mehl, die und Johannes N. Jasmazi. Dresden. sein. Das sind die weittragenden finanziellen Ergebnisse dieses Krieges! angefündigt war, ist nunmehr auf den 9. Mai festgesett Das Jasmazi- Konzern war an der gesamten deutschen Ziworden. Die Aufnahme erstreckt sich nach der amtlichen Bekannt- garettenfabrikation mit 23 Proz. beteiligt. Während die Georg A. machung auf die landwirtschaftlichen und diejenigen Unternehmen, asmagi- Gesellschaft 1912 eine Dividende von 22 und 1913 von die solche Vorräte aus Anlaß ihres Handels- und Gewerbebetriebes 16 Proz. ausschüttete, schließt das Jahr 1914 nach Aufzehrung von in Gewahrsam haben. Zu diesen gehören auch alle Bäckereien und 540 000 M. Reserven mit 1 Million Mart Unterbilang ab. Wenn verwandte Gewerbe, Warenhäuser, Pferdehandel, Personen- und daher das Banfenfonsortium die Aftien auch unter pari gekauft hat, Frachtfuhrgeschäfte einschließlich Omnibusbetriebe, Ausspannwirt so wird es damit doch dem Trust eine Last von den Schultern geschaften, Gasthäuser, Zirfusunternehmungen, Reitinstitute, Zoologische nommen haben. Gärten. Die Aufnahme soll Getreide und Mehlarten einschließlich In ihrer Mitteilung rechtfertigen die Banten den Kauf mit Spelz und Dinkel umfassen. philantropischen Motiven. Die fleinen und mittleren Fabrikanten in Deutschland werden nun nicht mehr unter dem bösen Truste leiden. Möglich, daß das Gutscheinsystem eingeschränkt wird, das der Trust Aus Amsterdam schreibt man uns: Die Reise des Vor- auch in Deutschland ausgebildet hat und das sogar zu Protesten der Ein holländischer Sendling im Vatikan. Dr. fender der folgen Preise eifrig distuticut, was ist der Zen Dresdener Handelskammer führte. Er gewährte nämlich nicht nur Rauch, Voraussagen sind nicht möglich. Dieser Aricg hat alle Propheten Zügen gestraft. So hielt man den Ausbruch eines derKrieges, an eine Erhebung der Sozialisten, an ein Versagen des artigen Krieges für undenkbar, glaubte an eine furze Dauer des Zusammenhalts des britischen Weltreichs, an militärische Stärfe und geistige Zersehung Frankreichs, das sich nun umgekehrt militärisch schwach, aber seelisch stark und einmütig zeigt, au eine finan sielle Schwäche Deutschlands, das gerade auf diesem Gebiete sich sehr start erweist. Aus der Partei. Parteiliteratur. wird in holländischen Zweck utensilien für so dieser Reise? Auch die klerikalen Blätter sind darüber verschiedener praktische Gegenstände, wie Klappstühle, Bücher, Mejser und In der Sammlung Mächte des Weltkrieges" Meinung. Nach der einen Darstellung soll es sich um Besprechungen andere Metallwaren, Fahrräder, Uhrketten, Stahluhren, Seiden- die die Buchhandlung Vorwärts herausgibt, ist jetzt das 3. Heft zur über die Wiederherstellung der diplomatischen Vertretung Hollands tissen usw. Das Musterbeispiel bietet das Inserat, das eine Ausgabe gelangt. Es beschäftigt sich mit Oesterreich llngarn. beim Vatikan handeln. Der Rotterdamer„ Maasboode" wußte so- goldene Uhr gratis und franko" dem passionierten Raucher ver- Geschichtliches und Geographisches Der Staat Desterreich- Der Die Schrift befaßt sich vornehmlich mit folgenden Gebieten: gar zu berichten, daß Dr. Nolens selbst für den Gesandtenposten in spricht, der in vier Jahren 134 000 Zucca- Zigaretten in die Luft Staat Ungarn Kroatien Bosnien- Herzegowina Die Thron Aussicht genommen sei. Die Amsterdamer Tijd" widerspricht dieser bläst. Sieht man näher zu, so entfällt auf den Tag eine Quantität folge Bolkswirtschaftliches- Arbeiterbewegung. Der Broschüre Meldung und erklärt, daß die Angelegenheit zu delikat sei, als daß von 100 Zigaretten. Ser also eine goldene 1hr gratis und franto ist eine Karte Desterreich- Ungarns und der angrenzenden Bezirke bei darüber jetzt schon eine offizielle Darstellung gegeben werden könne. haben will, scheitert entweder an der Unmöglichkeit, 100 Zigaretten gegeben. Der Preis beträgt 75 Pf. Die Vereinsausgabe foſtet Ziveifellos ist der gegenwärtige Augenblick für die Bemühungen der Kleri- täglich in die Luft zu blasen oder er muß Lucca- Zigaretten 30 Pf. Borrätig halten die Schrift alle Buchhandlungen. In diesen falen um die Erneuerung der diplomatischen Beziehungen mit der Kurie bei Freunden und Bekannten vertreiben, unt sich die Anzahl sind auch die früher erschienenen hefte dieser Serie( Das Zarenreich, überaus günstig. Die Rolle, die dem Papst bei der Anbahnung des der notwendigen Coupons zu sichern. Die Leistungsfähigkeit Türkei und Acgypten) zum gleichen Preise zu haben. Friedens möglicherweise zufallen wird, läßt eine Vertretung der Trustfabriken und die Kapitalkraft des Konsortiums, das sie Hollands beim Vatikan selbst den starren Kalvinisten in milderem übernommen hat, werden aber alles andere, als den Wettbewerb für Licht erscheinen, die überdies aus innerpolitischen Gründen ihr gutes Verhältnis zur fatholischen Bariei erhalten müssen. Bei der freisinnig- demokratischen Regierung aber ist die Neigung, dem Wunsch der Katholiken zu willfahren, recht deutlich. Hat doch vor einiger Zeit der Minister des Innern in der Ersten Kammer erklärt, daß die gesamte Regierung" gegen die Errichtung einer zeit lichen oder dauernden Gesandtschaft beim Vatikan grundsäglich nichts cinzuwenden habe. " Man kann den Standpunkt der holländischen Regierung wohl begreifen. Künftigen Geschichtsschreibern aber wird die historische Ironie nicht entgehen, die die Staatstenfer fortgeschrittener bürgerlichen Demokratien allen freidenkerischen" und liberalen Doktrinen zum Trotz dahin führt, das Papsttum als politische Macht wieder zu bestätigen und so auch seine soziale Macht im europäischen Kulturfreis im holländischen Fall dürfte man falauernd sagen: nolens volens zu befestigen. Anatole France hat anderes geschaut, als er noch Zivilschreiber war und auf dem„ weißen Stein" träumte. Der Tabaktrust in Deutschland. die kleineren Fabrikanten mildern, die jetzt nicht einmal das nationale Bewußtsein zu einem Kreuzzug gegen die Trustzigaretten mobilisieren tönnen. Auch die Reflame wird bleiben, die ein Lebenselement der gigarettenindustrie geworden ist und die ungefähr 20 Proz. der Geschäftskosten ausmacht. Der Kauf des Jasmazi- Konzerns durch die beutsche Bantengruppe ist also ein Geschäft und weiter nichts. Wirkungen des Krieges auf die Finanzen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Berhältnisse der Eisen, Metall- und Revolverdreher habert durch den Krieg eine totale Umwälzung erfahren. Nach Kriegsausbruch hatte sich vieler Unternehmer eine große Kopffongfeit bemächtigt. Im August meldeten sich auf dem Bureau des Mictallarbeiterverbandes 1251 Dreher als arbeitslos. Die Gesamtzahl der im August eingezogenen Verbandsmitglieder umfaßte 18 000; da die Dreherbranche etwa den zehnten Teil umfaßt, so waren also unter den Eingezogenen etwa 1800 Dreher. Es maren demnachy zusammen über 3000 Dreber, die die Maschinen verlassen mußten. etwa 38 Proz. der in Berlin beschäftigten. Andere hatten weniger zu tun, so daß im Dreherberuf nach Ausbruch des Krieges die Produktion auf etwa die Hälfte eingeschränkt wurde. Nachdem die Ugo Ancona gibt im Giornale d'Italia" bom Militärbehörden ihre Aufträge erteilt hatten, wurde das anders. 20. April der Meinung Ausdruck, daß der Krieg bedeutsame Ber- Es tam eine Hochkonjunktur im Berufe. Die Arbeitslosigkeit hörte änderungen auf der Karte Europas und in der Verteilung der auf, und es entstand ein Drehermangel. Die Unternehmer perKolonien bringen, daß aber feine Partei eine größere Kriegs- standen es, ihre Betriebe der neuen Situation anzupassen. Bei entschädigung erhalten werde. Guyot hat im Dezemberheft der einer Umfrage vom Januar dieses Jahres wurde aus 93 Beamerikanischen„ Century" die Kriegskosten der Völker in sechs trieben mitgeteilt, daß darin zusammen 1133 neue Maschinen nur Monaten auf 106 Milliarden berechnet, wobei der Ausfall der Pro- für Dreherarbeiten allein während des Krieges eingestellt worden duktion und der Verlust an Menschenleben mit in Rechnung ge- Betriebe Groß- Berlins. Ein Betrieb allein batte bis zum Januar waren. Und diese Feststellung umfaßte nur zwei Drittel jämtlicher Durch den Uebergang der Aktienmehrheit der Gesellschaft Georg stellt sind. Ancona beklagt vor allem den unerseßlichen Verlust 102 neue Revolverbänke eingestellt. Nicht im selben Maße wie A. Jasmagli Aft.- Gef. in Dresden in die Hände eines Konsortiums an menschlichen Arbeitskräften, der schwerer wiege als der Geld- die Unternehmer haben die Dreher sich die neuen Verhältnisje deutscher Banken dürfte das Gastspiel des amerikanisch- englischen verlust. Infolge des Krieges steigt der Wert des Geldes, das sich zunuze zu machen gewußt, trotz der allgemeinen Erhöhung der Tabaftrustes in Deutschland zu Ende sein. Der Trust ist nicht in statt zu 3,50 jest schon zu 5 und mehr Prozent verzinst. Hierunter Preise für Lebensmittel und alle Bedarfsartikel. Nur in wenigen England, sondern im Jahre 1890 von James Buchanan Duke in leiden die Arbeiter und die Kapitalisten, die ihr Geld in Renten an- Betrieben haben sie Forderungen gestellt. Wenn dennoch ein New Yorf mit einem Aftienkapital von 25 Millionen Dollar gegründet gelegt haben, während die in Bildung begriffenen Vermögen daraus höheres Ginkommen festzustellen ist, dann hat das andere Ursachen. Es ist zum Teil die Wirkung des Verhältnisses zwischen Angebot worden. Alle spezifischen Trustpraktiken lassen sich in seiner Ge- Vorteil ziehen. Eine andere Folge des Krieges ist die stärkere wirtschaftliche von Arbeitskräften und von Nachfrage danach. Je weiter die Nachschichte studieren. Die eingebrachten Fabriken hatten nur einen Wert von 8 Millionen Dollar, das Aktienkapital wurde um Länder möglichst durch nationale Erzeugnisse zu sorgen suchen. So fräfte an sich zu ziehen. Andererseits hat eine außerordentlich geAbschlichung der einzelnen Nationen, die für die Ernährung ihrer frage nach Arbeitskräften stieg, um so mehr sahen die Unternehmer sich gezwungen, durch Angebot höherer Löhne die Arbeitsden doppelten Betrag verwässert. Die zu erwartende Monopolrente müßte z. B. Jtalien die Getreideernte vermehren, den Kostenversteigerte Intensität der Arbeit Platz gegriffen, die auf die Dauer wurde kapitalisiert. Die fleinen Aktionäre wurden gröblich geschädigt. Im Jahre 1899 lief an der New Yorker Börse das Gebrauch vermindern. Die finanziellen Folgen des Krieges sind nicht möglich ist. rücht um, der Trust mache schlechte Geschäfte. Der Kurs sant von schr schwer. Ueberall hat man in Europa den Umlauf des Papiergeldes verstärkt. Gold zirkuliert nur noch in England. In Deutsch 170 auf 66. Zu diesem Kurse kauften die Trustmagnaten die Aktien, land wurde durch den Patriotismus das Gold der Reichsbank zu die sie zu weit höherem Preise einem gläubigen Publikum aufgehalft geführt. In anderen Ländern ist es den Banken zugeflossen, oder hatten, zurück und steigerten ihren Kurs sprunghaft durch die Aus- versteckt sich in ängstlichen Privathänden, die weniger patriotisch schüttung einer 20 proz. Dividende und durch Gewährung eines wert- als die Deutschen sind. Troz Stärkung der Goldreserven hat der vollen Bezugsrechtes. Die Gerüchte von dem schlechten Geschäfts- Notenumlauf so zugenommen, daß die Wechselkurse namentlich in gange waren Lug und Trug gewesen. Deutschland, Oesterreich und Italien erheblich erhöht sind. Die Liquidation aller durch den Krieg entstandenen provisorischen Finanzmechanismen kann nur auf zwei Wegen erfolgen: 1. durch starke Vermehrung der Staatsschuld, 2. durch starke Vermehrung der Steuern. Italien Desterreich- Ungarn Rußland. Frankreich Deutschland. England. 17,05 Proz 14, 13, 8, " 6, 5, PP Die bekannte Verfügung der Feldzeugmeisterei, die eine Bes schränkung der Freizügigkeit der Arbeiter bewirkte, ist inzwischen durch Einschung des Kriegsausschusses bedeutend gemildert worden. Der damals von Unternehmern erhobene Vorwurf, daß unberechtigte Forderungen seitens der Arbeiter erhoben seien, wird durch die im Januar von den Drehern aufgenommene Statistik widerlegt. Sie umfaßt 158 Betriebe resp. Abteilungen. In diesen waren 7469 Personen, darunter 680 weibliche, an Drehbänken und sonstigen Drehwerfen beschäftigt. In 23 dieser Betriebe war der Verdienst bis Januar noch nicht gestiegen. In 52 Betrieben erhöhte sich der Verdienst ohne jede Afford- oder Lohnpreiserhöhung lediglich infolge der gesteigerten Intenſität der Arbeitsleistung, und zwar in 11 Betrieben un 15 Broz., in 12 Betrieben um 20 Prog. und in 11 Betrieben um 5 Proz., in 13 Betrieben um 10 Prog., in 5 Betrieben unt über 20 Proz. In den übrigen 76 Betrieben waren Lohnzulagen und Affordzulagen erfolgt. Tavon in 8 Betrieben bis 5 Proz.. in 43 Betrieben bis 10 Proz., in 6 Betrieben bis 15 Proz. und in 9 Betrieben über 15 Proz. In 45 von diesen 76 Betrieben stieg der Verdienst in der Höhe der erhaltenen Aufbesserungen, während in 31 Betricben sich der Verdienst über die erhaltenen Ausbesserungen hinaus durch intensive Arbeitsleistung noch erhöhte. Und Wer sich den Geboten des Trusts nicht willig unterwarf, bekam seine harte Faust zu fühlen. Zigarren- und Zigaretten- Fabrikanten, Tabakpflanzer, Arbeiter und Detaillisten. Im Jahre 1907 beherrschte der Trust 80 Prozent der gesamten Produktion von Rauch- und Kautabaken, 95 Proz. der Schnupftabate, 80 Prozent der Zigaretten, Vor dem Krieg stellte sich das Verhältnis der Staatsschuld zu 75 Prozent der fleinen Zigarren, 15 Prozent der Zigarren. dem nationalen Reichtum in den Ländern folgendermaßen dar: Eine eigene Organisation, die vom Trust fontrolliert wurde, unterhielt in allen größeren Städten der Union über 1000 Bigarrenläden, wieder eine andere Gesellschaft versorgte die Verkaufsstellen in den Apotheken und Gasthäusern. Die Händler, denen das Zuderbrot nicht schmecken wollte und die sich durch Rabatte und Prämien nicht zum Ausschluß trustfreier Fabrikate bewegen ließen, bekamen die Peitsche zu spüren. Im Nu hatten sie in ihrer Hiernach können England und Deutschland eine nennenswerte var in 5 Betrieben um 5 Prog., in 13 Betrieben um 10 Prog., in 13 Betrieben bis 15 Prog. 13 Betriebe gewährten einen Kriegsunmittelbaren Nachbarschaft einen Truſtladen, der sie auf Tod und Vermehrung der Staatsschuld ertragen. Auch bei einer Vermehrung zuschlag von 5 Proz- und 10 Proz. Also nur in der Hälfte der Leben bekämpfte. In der„ Nenen Zeit" schrieb Allgernon Lee über die von 15-20 Milliarden würde hier die Staatsschuld im Verhältnis von der Statistik umfaßten Betriebe konnte ein Entgegenkommen Trustpraktiken:„ Wenn die Company einem Kleinhändler den Vor- zum nationalen Reichtum noch nicht dieselbe Stufe erreichen, auf der Unternehmer festgestellt werden. zu berücksichtigen ist, daß schlag macht, sein Geschäft zu übernehmen, so ist es das beste für der Lesterreich und Italien schon vor dem Kriege standen. Troß- das cine Drittel der Groß- Berliner Betriebe, aus denen keine Anihn, die Offerte samt den gestellten Bedingungen zu akzeptieren, dem erscheint das ständige allgemeine Steigen der Schuldenlast ver- gaben famen, sicherlich keine Aufbefferung seitens der Unternehmer Nur 10% Proz. der erfaßten Betriebe selbst dann, wenn die angebotene Gesamtsumme kaum den Profit eines hängnisvoll. Eine Folge ist die Vermehrung der Steuern. Nur zu verzeichnen hatte. Jahres erreicht. Zut er das, so hat er Aussicht auf Anstellung als England mit seinem konzentrierten Reichtum hat schon jetzt die hatten über 10 Broz. Zulage erhalten. Diese Zahlen beweisen, Berläufer oder selbst Leiter bei mäßigem Gehalt. Weigert er sich Steuern erheblich vermehrt. Die anderen kriegführenden Nationen, daß von unberechtigten Forderungen der Dreher nicht gesprochen ſelbſt zeiter aber, so errichtet der Trust in einer Entfernung von nur die mehr als England unter der Steuerlast leiden, beschränken sich Wenn hier und da auf besonders hohe Verdienste hingewiesen wenigen Schritten ein Konkurrenzgeschäft, die Waren werden unter darauf, Schulden zu machen und überlassen die Frage der Amorti- wird, dann muß gefragt werden, welche Stundenzahl die Arbeitszeit dem üblichen Preise abgegeben und nach wenigen Monaten erfolgt sation der Zukunft. umfaßte. 15 Betriebe hatten noch die Sstündige und 45 die neunder Bankrott des Kleinhändlers als Strafe für seine Halsstarrigkeit." Der Steuerdruck ist vor allem durch die Militärausgaben her- stündige Arbeitszeit. In einem Betriebe murde die Schicht von 9 auf 8 Stunden gescht. In 5 Betrieben dagegen wurde die ArAuch die Tabalproduktion sucht sich der Trust zu sichern. Er vorgerufen. Dies veranschaulicht die folgende Tabelle: werden kann. beitszeit von 8 bis 81 Stunden auf 10 bis 104 Stunden erhöht, in 6 Betrieben von 8 bis 8% Stunden auf 12 Stunden, in 16 Betrieben von 9 bis 9%, Stunden auf 10 und 10% Stunden und in 55 Betrieben von 9 auf 12 Stunden. Sonntagsarbeit wurde in 83 Betrieben eingeführt. Sie betrug in 29 Betrieben zwischen 4 und 6% Stunden, in 41 Betrieben 7 und 8 Stunden und in 13 Betrieben 9 bis 12 Stunden. An Zuschlägen für Sonntagsarbeit wurden gezahlt in 4 Betrieben 10 Prozent, in 11 Betrieben 20 Proz., in 37 Betrieben 25 Proz., in 4 Befrieben 30 Broz., in 10 Betrieben 50 Proz., in einem Betriebe In verschiedenen Betrieben wurde der Zuschlag in festen 75 Proz. Stundenzahl. Beträgen gezahlt, in drei Betrieben in Form von Prämien nach der Die Neberstunden wurden in 87 Betrieben mit einem Zuschlag bezahlt. Er betrug in 14 Betrieben 10 Proz., in 5 Betrieben 15 Bros., in 51 Betrieben 25 Proz., in einem Betriebe 30 Broz, in 2 Betrieben 50 Proz. Bier Betriebe zahlten Prämien nach der geleisteten Stundenzahl. Ueber 1000 Mädchen und Frauen sind gegenwärtig au Drehbänken und sonstigen Drehwerken tätig, bei Schichten von 8 und 9 bis zu 12 Stunden. In einzelnen Betrieben haben Arbeiterinnen johon von morgens 7 Uhr bis nachts 11 Uhr arbeiten müssen. Im Januar wurden 2054 Arbeiter ermittelt, die vor Ausbruch des Krieges in anderen Berufen tätig waren, obwohl die Statistik nur zweidrittel der in Frage kommenden Groß- Berliner Betriebe umfaßte. Sicher waren im Januar zusammen über 4000 Personen aus anderen Berufen zum Dreherberuf übergegangen. Jetzt find es mindestens 5000. Als Branchenleiter wählte nach der durch Müller ge21. April 1914 bis jetzt eine Branchenversammlung den Kollegen gebenen Berichterstattung über die Entwickelung der Branche vom Dost. Aus Industrie und Handel. Wirtschaftsausschuß für Belgien. Das Gegen das Urteil hatte der Beflagte das Reichsgericht als Revisionsinstanz angerufen. Dieses teilte die Ansicht der Vorinstanz hinsichtlich der Berechtigung zum Abschluß des Vertrages ohne Genehmigung nicht. Der Vertrag sei also rechtsungültig und be gründe feinerlei Rechte auf Einforderung der Vertragsstrafe. Das Reichsgericht hob deshalb das Urteil des Oberlandesgerichts auf und wies die Klage ab.( Aftenzeichen 3. 485/11.) Kriegsarbeit und Lehrlingsausbildung. Brüssel, 27. April.( W. T. B.) Der Generalgouverneur hat für den besezten Teil Belgiens einen Wirtschaftsausschuß eingesetzt, der die das wirtschaftliche Leben Belgiens berührenden Fragen beraten, einheitliche Gesichtspunkte für ihre Behandlung aufstellen und Vorschläge zu bestimmten Maßnahmen machen soll. Um die Frage, inwieweit ein infolge des Krieges entArbeitsgebiet des Ausschusses soll vornehmlich Fragen Ein- und Ausfuhr, den Beschäftigungsausgleich in der Arbeit, ein gestern vor dem Gewerbegericht verhandelter Rechtsstreit. der laffener Lehrling Entschädigung verlangen kann, drehte sich) den Gütertarik und sonstige Verkehrsfragen, Zoufragen, die Ver- Der Elektromechanifer Grundfe unterhält eine Werkstatt, in forgung mit Hilfs- und Rohstoffen und die Frage der Schaffung der sonst elektro- medizinische Apparate angefertigt wurden. Diese von Abfagmöglichkeiten umfassen. Den Vorsitz des Ausschusses Arbeit geriet beim Ausbruch des Krieges fait völlig ins Stoden. führt der Chef der Zivilverwaltung. Er setzt sich im Deshalb ging Grundke zur Anfertigung von Kriegsarbeit, nämlich übrigen aus Vertretern folgender Abteilungen des Generalgouver- Bündertapseln, über. Er beschäftigte damit 8 Arbeiterinnen, 5 Lehrnements zusammen: der Zivilverwaltung, der politischen Abteilung, linge und einen jungen Gehilfen, der erst vor kurzem ausgelernt der Bankabteilung, der Kriegs- und Rohstoffkommission, der Eisen- hatte. Die Lehrlinge mußten außer der täglichen Arbeitszeit von 9 Stunden noch jeden Tag zwei leberstunden machen. Vom Besuch bahnverwaltung, des Stabes des Generalgouvernements und der der Fortbildungsschule sind die Lehrlinge wegen dringender Arbeit Armeeintendantur. Er hat das Recht, bei der Beratung bestimmter auf Grundfes Antrag dispensiert worden. Eine regelmäßige VerFragen Sachverständige oder Interessenten aus dem deutschen oder gütung für die Ueberstunden gab es nicht. Die Lehrlinge erhielten belgischen Wirtschaftsleben heranzuziehen. nur einmal 2 M., einmal 3 M. und zu Weihnachten 4 M. als Entgclt für die seit Anfang Oktober geleisteten lleberstunden. Einer der Lehrlinge, der nach dem Vertrage 4 Jahre ohne icde Athen, 27. April.( W. T. B.) Wie die Estia" meldet, hat die Entschädigung lernen sollte, ging auf Verlangen seines Vaters nicht griechische Regierung mit einer amerikanischen kapita- mehr zur Arbeit. Der Lehrling Hagte beim Gewerbegericht auf Aufhebung des Lehrverhältnisses, Zahlung einer Entschädigung von istengruppe Verhandlungen über den Abschluß einer An- 100 m. und einer weiteren Entschädigung von wöchentlich 8 M. für Amerika als Geldgeber Griechenlands. Icihe von 35 Millionen Drachmen begonnen. Starke Nachfrage für Eisen. = die Zeit, wo der Beklagte dem Lehrling nach dessen Austritt das Die Lage der Vergolder ist jetzt eine günstige. Wie in der letzten Arbeitsbuch vorenthalten hat. Die Klage wird damit begründet, Branchenversammlung berichtet wurde, herrscht in der Leistendaß die Anfertigung von Zünderkapseln feine Arbeit sei, bei der ein fabritation gegenwärtig eine recht günstige Konjunktur und infolge- wurde seitens der Verbandsleitung über die Geschäftslage berichtet: im übrigen könne von einer Ausbildung keine Rede sein, da sich In der Hauptversammlung des Robeisenverbandes Lehrling in der Elektromechanik ausgebildet werden könne. Auch dessen lebhafte Nachfrage nach Vergoldern und Farbigmachern. Da aber in der Zeit des schlechten Geschäftsganges, der bis vor kurzem Obwohl die Erzeugung in Qualitätsroheisen im März eine nennens der Betlagte fast gar nicht um die Lehrlinge fümmerte und der Herrschte, ein großer Teil der Vergolder in verschiedenen Zweigen werte Erhöhung erfuhr, reicht dieselbe nicht aus, um der starten einzige in der Werfstatt beschäftigte, noch dazu sehr junge Gehilfe der Kriegsindustrie Arbeit gefunden hat, so kann der Arbeits- Nachfrage zu entsprechen. Sowohl von den Gießereien, wie auch nicht imitande sei, fünf Lehrlinge anzuleiten. Mit solchen Arbeiten, nachweis die Nachfrage nach Vergoldern nicht immer decken. von den Martinswerken wurden für das zweite Quartal erhebliche mie sie während des Krieges bei Grundke angefertigt würden, hätte Das ist zum Teil auch darauf zurückzuführen, daß bei An- Roheisenmengen angefordert. Die Anforderungen der Abnehmer ein Arbeitsbursche 12 W. wöchentlich verdienen können. fertigung von Heeresbedarf im allgemeinen erheblich höhere übersteigen in vielen Fällen den normalen Bedarf in Friedenszeiten hebung des Lehrverhältnisses und will eine Entschädigung von Der Beklagte erhob Widerklage. Auch cr beantragte AufLöhne verdient werden, als die Vergolder in den Leistenfabriken er- ganz erheblich. Infolge des starken Julandsbedarfs wurden Ver- 100 W. vom Kläger haben. halten. Für die Rüdfehr der anderweitig beschäftigten Bergolder 3 fäufe nach dem Ausland nicht abgeschlossen. Das Geschäft in phos- Da beide Parteien in der Auflösung des Lehrvertrages einig ihrem Beruf ist also kein Anlaß gegeben. In den Leistenfabriken werden häufig lleberstunden gemacht. Das ließe sich vermeiden, phorhaltigen( Zuremburger) Roheisensorten liegt befriedigend, da sind, so hatte das Gericht nur über die Entschädigungsansprüche zu denn es gibt schon noch arbeitslose Vergolder genug; aber sie wenden einerseits die Julandsabnehmer erhebliche Mengen fauften und befinden. Die Kammer 5 sprach dem Kläger für die Zeit, wo ihm fich nicht alle an den Arbeitsnachweis, sondern versuchen unter der andererseits auch vom Auslande regelmäßig Aufträge eingehen. der Beklagte das Arbeitsbuch vorenthalten hatte, eine Entschädigung Hand Arbeit zu bekommen. Um eine vernünftige Regelung der Der Versand im März betrug 61,74 Proz. der Beteiligung. Im ansprüche beider Parteien ab mit der Begründung: Von einer ordvon 5 M. pro Woche zu und wies die weiteren EntschädigungsArbeitsverhältnisse zu erzielen, ist es notwendig, daß teine leber April hielt sich der Versand bisher auf ungefähr der gleichen Höhe. nungsmäßigen Ausbildung des Lehrlings tonne teine Rede sein, stunden gemacht werden und jeder arbeitslose Vergolder fich an den denn das Polieren von Granatzündern sei feine in das Fach der Arbeitsnachweis wendet. Elektromechanik einschlagende Arbeit. Aber es sei nicht die Schuld des Beklagten, daß er während des Krieges feine Möglichkeit hatte, den Lehrling mit elektromechanischen Arbeiten zu beschäftigen. Diese Arbeiten seien ihm durch den Krieg entzogen worden. Der Beflagte sei also durch eine höhere Gewalt, den Krieg, an der Erfüllung einer Vertragspflicht gehindert worden. Deshalb könne keine der Parteien Schadenersatz wegen Aufhebung des Lehrverhältnisses beanspruchen. Deutsches Reich. Die Zahl der Eingezogenen im Zimmererverbande, die am 31. August des Vorjahres 35 Proz. der Verbandsmitglieder betrug, hatte sich bis zum 16. Januar bereits auf 43 Proz. erhöht, am 27. März betrug jie 15 Prog. und gegenwärtig verrichten mehr als die Hälfte aller Werbandszimmerer Kriegsdienste. Von 51 386 Mitgliedern stehen 25 925 in Felde. Verbandsausschus und Zentralvorstand des Zimmererverbandes find deshalb der Frage nähergetreten, ob auch jenen Familien eine Unterstüßung gewährt werden könnte, deren Ernährer erst nach dem 1. Januar eingezogen wurden, und ob den Familien der bereits früher eingezogenen Kameraden eine abermalige Unterſtügung zugebilligt werden könne. Beide Körperschaften waren sich darin einig, daß weber die ersteren noch die letzteren ausgeschaltet werden könnten, da gerade bei den früher Eingezogenen heute schon sicher eine große Not vorhanden sein müsse. Verbandsausschuß und Zentralvorstand beschlossen deshalb, troß einiger Bedenken weil für diese Zwede bereits nahezu 200 000 W ausgegeben sind und durch eine nochmalige Unterstügung die Summe von 330 000 bis 340 000 m. erreicht werden würde eine aber malige Unterstügung an alle Familien der eingezogenen Wit glieder auszuzahlen. Diese Unterstützung soll den Familien nusgehändigt werden in der Zeit vom 15. Mai bis zum 1. Juni. Die Höhe der Unterstügung ist dieselbe wie im Oftober und Dezember; fie beträgt je nach der Arbeitslosenunterstügungsklasse: 6 M., 7 M. und 8 M. Vorbedingung für diese Unterstigung ist, daß das betreffende Mitglied bei seiner Ein berufung auf Arbeitslosenunterstügung berechtigt war, das heißt mindestens 60 Wochenbeiträge geleistet hat und die Beiträge bis zur Einberufung zum Militär nicht über die statutarische Frist schuldete. Falls diese Vorbedingungen erfüllt sind, kann jene Unterstüßung ausgezahlt werden an alle Familien, deren Ernährer bereits ein gezogen sind oder bis zum 1. Juni eingezogen werden. Hierzu gehören auch diejenigen Mitglieder, die nachweislich den Vater oder die Mutter oder gar heide miternährt haben. Ferner auch alle berechtigten Frauen, deren Männer bereits gefallen sind. Die Arbeitslosigkeit der Schiffszimmerer ist andauernd zurüd gegangen und zurzeit geringer als in Friedenszeiten. Der Verband Der Schiffszinimerer hat deswegen beschlossen, die Notstands maßnahmen aufzuheben und vom 3. Mai ab wieder Kranken-, Arbeitslosens, Umzugs- und Sterbeunterstügung zu zahlen. Nur die Streikunterſtügung wird des„ Burgfriedens" wegen auch nach dem 3. Mai noch nicht gezahlt. Das Verbandsorgan soll vom 21. April an wieder regelmäßig alle 14 Tage erscheinen. Ausland. Soziales. Reichsausschuß für Kriegsverliestenfürsorge. Gerichtszeitung. Betrug bei Arbeitslosenunterstützung. Der Verband Deutscher Arbeitsnachweise hat in seiner in Berlin stattgehabten Ausschußsizung eingehend über die Mitmir. fung der öffentlichen Arbeitsnachweise bei der Kriegsverfesten fürsorge beraten und beschlossen, unverzüglich an den Reichskanzler einen Antrag auf Errichtung eines Reichsausschusses für Striegsverlegtenfürsorge zu richten. In der anschließenden Plenarversammlung des Verbandes wurde die Auflösung des bisherigen Verbandes beschlossen, melcher sich in einer Sigung sämtlicher öffentlichen Arbeitsnachweisverbände des Deutschen Reiches sofort Ein Betrug gegen eine staatliche Unterstüßungsfommission neu fonftituierte. Der neue Verband führt gleichfalls den Namen führte gestern den Arbeiter Paul Wolf vor den StrafVerband Deutscher Arbeitsnachweise" und schließt richter. alle öffentlichen Arbeitsnachweisverbände zusammen. Zum Voritßenden wurde der bisherige langjährige Vorigende Landesrat Dr. Freund Berlin wiedergewählt. Es wurden ferner in den Vor- hon fünf Kindern ist, längere Zeit hindurch von einer der staatstand folgende Verbände gewählt: Königreich Bayern( Rechtsrat lichen Interitüßungsfommissionen die Arbeitslosenunterstügung Freiherr von Frenberg). Königreich Württemberg( Gemeinderat von 14 9. wöchentlich erhalten. Später stellte es sich heraus, das Klein), Königreich Saschen( Geheimer Hofrat Professor Dr. Stieba), 2. sich diese Unterstügung auch noch hatte auszahlen lassen, als Thüringische Staaten( Geheimer Staatsrat lntcutsch), Rhein er langit Arbeit bei einer Baufirma gefunden hatte und 5 M. pro Tag verdiente. Vor Gericht mor der Angeflagte geständig und proving( Bandesrat Dr. Schellmann), Mitteldeutsche Staaten bat um eine milde Strafe, da er mit seinen fünf Kindern während ( Stadtrat Dr. Flesch), Sachsen- Anholt( Cherpräsidialrat Breyer), er arbeitslos mar, Schulden habe machen müssen, die er erst habe Pommern( Landeshauptmann von Eisenhart- Rothe). abzahlen wollen. Das Gericht verurteilte den Angeflagten zu 14 Tagen Gca Abweisung der Vertragsstrafflage einer Kassenvereinigung. fängnis. Das Reichsgericht hat am Freitag eine für Kassen grundjäglich wichtige Auslegung der Vorschriften der Reichsversiche rungsordnung über Kassenverbände getroffen. Wie die Verhandlung ergab, hatte der Angeklagte, der Boter Der Stellvertreter im Gefängnis. Weil er seine Striegsarbeit als Granatendreher nicht verlieren wollte, hat der Fräser Hermann Ertel aus Neufölln zu einer Eat Zuflucht genommen, die ihn gestern in Gemeinschaft mit seinem Bruder August E. vor das Schwurgericht des Landgerichts III führte. Bierzehn Orts und Betriebskrankenkassen in Elbing hatten im Jahre 1913 eine Kommission von fünf Mitgliedern gewählt und diese bevollmächtigt, zur Versorgung ihrer Kaffenmitglieder mit ersten rechtsverbindliche Verträge abzuschließen. Kraft dieser Bollmacht verpflichtete die Kommission drei Aerzte, unter diesen den praktischen Arzt Dr. med. Vang in Berlin. Laut des mit diesem Die Antlage lautete auf schwere intelleftuelle Urkundenfälschung unterm 4. November geschlossenen Vertrags murde Dr. Z. für die bezw. gegen Hermann E. auf Anstiftung hierzu. Der Angeflagte Beit ab 1. Januar 1914 auf die Dauer von fünf Jahren als Kaffen. Hermann E. war im November v. J. von der Straffammer des arzt mit Wohnsis in Elbing bei einem garantierten Jahresein- Landgerichts I wegen Diebstahls zu einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten verurteilt worden. Als er den Befehl zum Antritt der kommen von 10 000 m. verpflichtet. In§ 13 des Vertrags murde Strafe in der Strafanstalt Tegel erhielt, tam ihm der Strafantritt für den Fall, daß Dr. L. die übernommene Verpflichtung nicht er recht ungelegen. Er hatte nämlich als Fräser gut bezahlte Kriegsfüllt oder vorzeitig vom Vertrage zurücktritt, für jedes nicht beendete arbeit und verdiente pro Woche 80 M. Um diefe Arbeit nicht aufVertragsjahr eine Vertragsstrafe von 5000 m. vereinbart. Beran geben zu müssen, veranlagte er seinen jetzt mitangeklagten Bruder, laßt durch den Leipziger Aerzteverbond übernahm jedoch Dr. 2. der seinerzeit ohne Arbeit war und sich mit seiner Familie in Not feine Tätigkeit in Elbing überhaupt nicht, jiedelte auch nicht nach befand, seine Stelle einzunehmen und sich statt seiner mit dem Elbing über, obwohl er dort bereits eine Wohnung gemietet hatte. Strafantrittsbefehl in Tegel zu melden. Der Bruder licß sich und teilte am 29. Dezember 1913 den Kaffen mit, daß er vom Ber- 50 M. zahlen und brummte als Stellvertreter einen Teil der irage zurücktrete und seine Verpflichtung nicht erfüllen werde. Strafe ab. 3u der völligen Verbüßung fam es nicht, da der Die Kaffen hatten daraufhin gegen Dr. 2. Klage auf Sahlung Schwindel inzwischen entdeckt wurde. Da es sich um eine gegen einer Vertragsstrafe in Höhe von 25 000 M. für die fünf Vertrags- Bezahlung bewirfte Fälschung eines öffentlichen Registers, des Gejahre angestrengt. fangenenbuchs in Tegel, handelte, kam die Sache an das Schwurgericht. Die Geschworenen billigten den Angeklagten mildernde Umstände zu. Das Urteil lautete gegen Hermann E. auf vier Monate und gegen August E. auf zwei Monate Gefängnis unter Anrechnung von einem Monat der erlittenen Untersuchungshaft. Eine sozialdemokratische Lehrergewerkschaft. In Bulgarien dürfen auch die beamteten Lehrer sich frei zur Der Beklagte hatte dagegen unter anderem geltend gemacht, Sozialdemokratie bekennen und der Staat gerät dadurch keineswegs daß in Gemäßheit der Bestimmungen der§§ 406, 407 3iffer 2 und ins Wanken. Die Zentralgewerkschaft der bulgarischen Lehrer, die 414 Sab 2 der Reichsversicherungsordung vom 19. Juli 1911 dic zu der Parteirichtung der sogenannten„ Engherzigen" gehört, besteht Stassen überhaupt nicht berechtigt gewesen seien, den in Frage zurzeit aus 50 Ortsgruppen mit zusammen 930 Mitgliedern. Die stehenden Vertrag mit ihm zu schließen. Denn nach§ 406 könnten Gewerkschaft und die Ortsgruppen entwideln eine rege Verfamm- zwar Krankenkassen sich durch übereinstimmenden Beschluß ihre 3 Tage Gefängnis für 2 Schnäpse. lungs- und Aufklärungstätigkeit, wobei sie Hand in Hand und in Ausschüsse zu einem Kaffenverbande vereinigen, wenn sie ihren Siz Wegen Vergehens gegen das Preußische Belagerungsgesetz hat engster Fühlung mit den Organisationen der Partei arbeiten und an im Bezirk desselben Versicherungsamtes haben, und könnten als das Landgericht Aurich am 25. Januar einen Gastwirt in Großheil allen Aktionen der letzteren teilnehmen. Im legten Halbjahr solche die in§ 407 näher bezeichneten Aufgaben gemeinsam über- und dessen Haushälterin zu je 3 Tagen Gefängnis verurteilt. Im wurden von der Lehrer gewerkschaft 56 öffentliche Versammlungen nehmen, zu denen nach Ziffer 2 desselben Paragraphen der Ab- Interesse der öffentlichen Sicherheit hatte der kommandierende abgehalten, 183 Aufklärungsvorträge sowie 52 Borlesungen in einen schluß von Verträgen mit Aerzten gehöre. Nach§ 414 Sab 2 jedoch General des 10. Armeekorps am 25. November v. 3. für die Dauer Zirkeln veranstaltet. Das Verbandsvorgan hatte 1925 zahlende dürften Kaffenvereinigungen anderer Art, die den allgemeinen bes gegenwärtigen Krieges für den Bereich des 10. Armeeforps Abonnenten. Das Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Zweden der Krankenhilfe dienen", sogenannte Freie Kaffenver- den Branntweinausschank und den Kleinhandel mit Branntwein hatte unter den Mitgliedern der Lehrergewerkschaft 537 Abonnenten. cinigungen", einzelne der in§ 407 näher bezeichneten Aufgaben verboten. Diese Verfügung trat om 1. Dezentber in Kraft. Am Das wissenschaftliche Organ der Partei wurde von 372 Mitgliedern nur mit Genehmigung der obersten Verwaltungsbehörde über- 2. Dezember fam in die Gastwirtschaft des inzwischen verstorbe abonniert. Die Einnahmen der Zentralkasse im letzten Halbjahr nehmen. Eine derartige Genehmigung hatten die flagenden Kassen, nen E. der Gemeindediener mit einem anderen Mann und verbetrugen 16 106 Fr. die als sogenannte Freie Vereinigung" anzusehen feien, aber nicht langte für jeden einen Bittern, einen sogenannten Sonntagsgehabt. Der mit ihm geschloffene Vertrag verstoße also gegen ein schnaps, die die Angeflagte S. auch verabreichte. Dadurch hatte gefeßliches Verbot und sei deshalb nichtig. die Angeklagte K. sich des ihr zur Last gelegten Vergehens schuldig gemacht. In ihrer Revision behauptete sie, das Belagerungsgeset gebe nicht das Recht zum Erlaß solchen Verbots. Das Reichsgericht verwarf am Montag dic Revision als unbegründet. Eingegangene Druckschriften. gleichen Arzt durch einen gemeinschaftlichen Vertrag gemeinschaftlic-In Freien Stunden. Eine Wochenschrist. Romane und Erzäh angenommen. Dies aber sei weder durch§ 414 Sak 2, noch durchlungen für das arbeitende Volt. Jede Woche erscheint ein 24 Seiten 407 R.V.D. verboten. Die Bestimmungen der§§ 407 und 41 startes idustrieites eft zum Preise von 10 Pf. Bestellungen nehmen alle schlöffen eine Befugnis der Krantenfassen zur gemeinschaftlichen Bolfsbuchhandlungen, Barteizeitungsspeditionen sowie die Postanstalten nstellung eines Kaffenarztes ohne Bildung eines Kaffenverbandes entgegen. Brobehefte liefert der Verlag Buchhandlung Vorwärts Paul nicht aus. Aus diesen Bestimmungen sei daher auch nicht zu folund ohne Uebertragung der Anstellung auf eine Kaffenvereinigung Singer G. m. b.., Berlin SW. 68, fostenlos. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland gern, daß Stranfenfassen zur gemeinschaftlichen Anstellung des Donnerstagmittng. Tioden und vielfach heiter, in den Tagesstunden gleichen Kassenarztes der Genehmigung des Oberversicherungs- ziemlich warm; in der Nacht zu Donnerstag an den meisten Orten leichter amtes oder der obersten Verwaltungsbehörde bedürfen. Grost. Eine Gewerkschaft der Offiziere. Schon früher ist darauf hingewiesen worden, daß die holländischen Das Landgericht Elbing und das Oberlandesgericht MarienMatrosen der Kriegsmarine eine sehr große Fachvereinigung haben, werder haben am 7. April bzw. 11. Juli dem Klageanspruch gemäß welche in lebhaftem Verkehr mit den anderen Gewerkschaften und den Beklagten zur Zahlung der 25 000 W. Vertragsstrafe verurteilt. der Sozialdemokratischen Partei steht. Auch die sog.„ Aufgerüdten" Das Berufungsgericht hat zur Begründung ausgefübri: Es sei zu der holländischen Armee( Korporal und Sergeanten), das heißt die unterscheiden zwischen Kaffenverbänden“ und„ KassenvereiniAngehörigen der niedrigsten Chargen, besigen eine Fachvereinigung, gungen anderer Art". Dic flagenden Kassen hätten lediglich den welche einige Tausend Mitglieder zählt. Nach sehr langen Vorbereitungen, welche zu unzähligen Zeitungspolemiker führten, weil die Tagespresse meinte, es wäre grober linfug etwas Derartiges zu tun, haben jetzt auch die Offiziere der indischen Armee eine Gewerk schaft gegründet, um für ihre Interessen zu kämpfen. Schon sind Difiziere aller Chargen und Waffen als Mitglieder beigetreten. Die Proletarier haben ihnen den richtigen Weg gewiesen. bis Briefkasten der Redaktion. beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Sprechstunde mit. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Hot rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend bon 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brieftasten bestimmten Anfrage ift ein Buchstabe und eine Bahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erte it. Anfragen, denen Teine Abonnements quittung Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die W. M. 29. Wegen Herabschung der Schschärfe und chronischer Krant beiten des Auges dienstuntauglich. A. K. 57. Es besteht kein Anspruch auf Unterstügung. K. 669. Auf diese Unterstützungen haben nur die Kriegerfrauen Anspruch. O. S. 35. 1. Nein. 2. Ja. 3. Eine Militärpflicht crachten wir in diesem Falle für ausgeschlossen. A. B. Zuschuss kaffe. Der Kontrolleur fann den Betrag verlangen. Sie haben auf einen eventuellen Gewinn feincu Anspruch). 2. S. Geben Sie das bei der Steuereinschätzung oder Reklamation an. Sie werden sicher um 2 Stufen ermäßigt werden. R. R. 100. Wegen Erkrankung der Luftröhre oder des Kehlkopfes ausgemustert, Sie brauchen sich nicht zu melden. A. B. 10. 1. Sie müssen Ihren Unterstügungsbogen abgeben. 2. Sie haften für den Vertrag; der Hauswirt fann gegen Sie Klage erheben. F. B. 20. Nein, die übrigen Schlüssel müssen Sie auf Ihre Kosten anfertigen lassen. T. W. 142. Wegen Verkrümmung oder wegen 1 Zentralverband der Zimmerer Deutschlands Zahlstelle Berlin und Umgegend. Donnerstag, den 29. April, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15( Saal 1): Zahlstellen- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1915. 2. Unser Verband während der Kriegszeit. Referent: Kamerad Witt. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes. Das Erscheinen aller Delegierten ist Pflicht. Mitglieder ohne Mandat find als Gäste willkommen. 254/3 Sozialdemokrat. Kreiswahlverein. Niederbarnim. Bezirk Lichtenberg. Den Genossen hierdurch zur Nachricht, daß unser Mitglied Theodor Dochow verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des ZentralFriedhojes in Friedrichsfelde aus ffatt. Rege Beteiligung erwartet 12/15 Die Bezirksleitung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metallarbeiter Paul Nitsche gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 28. April, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des. Gemeinde Friedhofes in Marzahn aus statt. V Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Verband der Sattler und Portefeuiller. Ortsverwaltung Berlin. Den Kollegen hiermit zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Koffermacher Franz Gluska ( Werkstatt Worthmann) verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 28. d. M., nachmittags 5 11hr, von der Leichenhalle des Heilig- Kreuz- Kirchhofes, Mariendorf, Eisenacher Straße, aus statt. 157/6 Die Ortsverwaltung. Verband d.Buch- u.SteindruckereiHilisarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Am 25. April verstarb nach Schwerem Krantenlager unser Mitglied Andreas Lamparzyk im Alter von 39 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 28. d. Wits., nachmittags 4 Uhr, auf Bethsemane- Kirchhof statt. 27/4 dem Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nach richt, daß unser Kollege, der Arbeiter Julius Sielaff am 26. d. Mts. im Alter von 61 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 29. April, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofs in Stahnsdorf aus statt. 63/5 Um rege Beteiligung ersucht Die Bezirksverwaltung. Der Vorstand. Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin. Bezirk Norden II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Maurer Wilhelm Bortz am 25. April verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Segens- Kirchhofes in Weißensee, Röldestraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 140/7 Der Vorstand. Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Groß- Berlin. Am Sonntag, den 25. April, verstarb unser Mitglied Richard Hecker. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 29. April, mittags 1 Uhr, auf dem Gemeindefriedhof Neukölln, Mariendorfer Weg statt. Rege Beteiligung erwartet 55/3 Die Ortsverwaltung. Fehler der Wirbelsäule dienstuntauglich. 2. B. Zuschußkaffe. In do. Ila 74-80; Kühe, fett 76-89, do. mager 62-73, do. dänische Ihrem sehr ausführlichen Schreiben fehlt die Hauptfache: ob Sie an dem 58-71; Freffer 64-78, Fresser, dänische, 60-68, Bullen, dänische, 65-75; Tage noch gearbeitet haben. Dann ist die Kasse natürlich im Recht. Stalbfleisch, Toppellender 132-142; Mastfälber Ia 105-120, do. IIa 70-95; 2. H. 99. 32. 1. In 6 Monaten. 2. Nein. W. 97. 1. und 2. Ja. Kälber ger. gen. 50-65, do. dän. 60-68. Hammelfleisch: Masilämmer 103-110; H. 54. Sie müssen reklamieren und nachweisen, daß Sie schon 1910, Hammel la 97-102, do. IIa 90-96; Schafe 95-102. Schweinefleisch: Schweine, aus der Landeskirche ausgetreten find. Für Ihre Frau müssen Sie die fette 00-00, sonstige 90-130, dan. Eauen CO- 00, dan. Schweine 00-00. Steuern zahlen. P. M. 77. Ein Chemiker dürfte Ihnen über diese Gemüse, inländisches: Kartoffeln, Dabersche 50 kg 7,50; weiße Staiser= 7,00; Magnum bonum Woltmann 7,00; Porrec, Fragen Auskunft geben können. Eine Adresse können Sie aus dem Adrey fronen 7,00; buch ersehen. 100. Da die Tochter sicherlich den Vertrag mit unterschieben hat, ist sie 10,00-15,00; 2. M. 100. Lungenleiden, zurückgestellt. W. H. Schod 0,80-1,50; Sellerie, Schock 4,00-12,00; Spinat 50 kg Mohrrüben 6,00-8,50; Wirsingkohl Schod 0,00-0,00; zur Abzahiung der Raten verpflichtet. R. 2. 32. 1. Sie selbst sind Wirsingkohl 50 kg 0,00-0,00; Weißfohl Schod 0,00-0,00, Beißkohl nicht berechtigt dazu. Auf eine Anzeige von Ihnen könnte nur die Staats- 50 kg 19,00-20,00; Rotkohl, Sod 0,00 0,00; Rotfohl 50 kg 0,00 bis anwaltschaft die Wohnung öffnen. 2. Nach Ablauf eines Jahres nach er 0,00; Rohlrüben Schock 6,00-12,00; Märkische Rüben 50 kg 10,00-18,00. folgter Anzeige des Fundes bei der Polizeibehörde erwirbt der Finder das Rosenkohl 50 kg 35,00-40,00, Meerrettich Schoo 7,00--14,00; Eigentumsrecht an der Sache, wenn sich der Besizer des Fundes nicht in- Petersilienwurzel Schodbund 4,00-6,00; Zwiebeln 50 kg 23,00, zwischen gemeldet hat. 3. Lassen Sie sich durch düs Amtsgericht, Rhabarber, Hamburger, 100 Bund 5,00-10,00, desgl., Hamb., 100 Stangen in dessen Bezirk der Schuldner wohnt, einen Zahlungsbefehl 12,00-15,00, desgl., hiesiger, Schockbund 5,00-6,00. Radieschen Schockbund ausfertigen. F. G. 22. Der Wohnungszuschuß fann ver 2,50-3,00. Waldmeister Mandel 1,00-1,10. Gurken, Gorgaiter, 100 Stüc weigert werden. Sie müssen doch aber Kriegsunterstützung bekommen. 20-30. Morcheln 50 kg 50-60. Apfelsinen: italienische 50 kg 16,00-20,00, dito 200 St. 12,00-14,00, dito 300 St. 13,00-16,00, Murcia 200 St. 12,00-18,00, dito 300 Stüd 12,00-16,00, Messina 160 St. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über 11,00-14,00, 200 t. 12,00-14,00, 300 St. 12,00-15,00. Messina Blutden Großhandel in den Zentral- Markthallen.( Ohne Verbindlichkeit.) 80 t. 8,50-9,00, do. 100 St. 8,00-10,00, do. 150 St. 8,00-11,00. Dienstag, den 27. April 1915. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Ochsen- Spanische 420 St. 20,00,-32,00, do. 714 St. 26,00-35,00, do. 1064 St. fleisch la 87-100, bo. IIa 78-86, do. IIIa 70-77; Bullenfleisch Ia 80-90, 130,00 14,00, do. 420 St. large 26,00-33,00. ☑ Nachruf. Infolge seiner schweren Verwundung starb am 21. April 1915 im Feldlazarett 39 unser lieber Kamerad, der Unteroffizier der Reserve Paul Dreyer. liebens Sein bescheidenes, würdiges Wesen sichern ihm ein ewiges Andenken bei uns allen. Er ruhe sanft in fremder Erde. Die Kameraden der 8. Komp., Füsilier- Regiment 35. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Ortsverwaltung Charlottenburg. Den Kollegen zur Nachricht, day unser Kollege, Reservist Gustav Metze am 4. April infolge von Krant heit im Feldlazarett verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 73/8 Der Vorstand. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Sprechstunden 11-2 u. 5-8. Persil für Wollwäsche! Henkel's Bleich- Soda Sonntag von jetzt ab 8-10 geöffnet. 15. statt 27.Auswahlsendungen nach außerhalb gegen Nachnahme. Spezialität: Weite Größen! 33. statt 60.bis Sonntag, 2. Mal, 10 Uhr vormittags KoverkotMäntel, kurz und halblang. ModellKostüme, blau Kammgarn, schwarz, schwarzweiß usw. 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Vaucksch A.-G., Berlin, Tempelhofer Ufer 12. 35/12 Werkzeugmacher berlangt Spiel, Jagowstraße 11. 35/17 Roller und Wickelmacher bei guten 2öhnen für dauernde Beschäftigung sumt 35/13 Ober- Schöneweide. Alfred Bader, Wilhelminenhofstr. 17, Laden. W. Dittner, Schwedt a. O. Schöneberg. Wilhelm Bäumler, Martin- Luther- Str. 69 im Laden. Spandau. Köppen, Breitestr. 64. Revolverdreher, erfahrenen, suchen Zeidler & Remak, Ererzierstr. 6. Dreher Weißensee. Fuhrmann, Sedanstr. 105. Schillert, Berliner Allee 253. Reitspindelbank vollständig vertraut, Wilmersdorf. Paul Schubert, Wilhelmsaue 27. verlangt Spiel, Jagomstraße 11. Blusennäherin außerm Hause berlangt Rosenthaler Straße 65. Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruderei a. Berlagsanstalt Paul Singer& Co, Berlin SW Hr. t16. 32. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Abonnementseinladung. Eine Zeitung gehört zum Leben eines Kulturmenschen wie das Brot zur täglichen Nahrung. Das politische und wirtschaftliche Leben ist so weitschichtig, so vielgestaltig, die Kenntnis aller Vorgänge in der Oeffentlichkeit so erforderlich, daß ohne eine Zeitung nicht auszukommen ist. Gerade die jebige Zeit mit ihren großen wirtschaftlichen und politischen Umwälzungen, mit den gewaltigen Kämpfen auf den Kriegsschaupläten macht das Halten einer Zeitung zu einem unabweisbaren Bedürfnis. Nicht jede Zeitung ist für jeden Lejer geeignet. Richt je de Zeitung hat die gleichen Bedürfnisse zu erfüllen, und jede Zeitung hat ein anderes Lesepublikum. Der ,, Vorwärts" ist von jeher das Blatt der Berliner Arbeiterschaft gewesen. Er bemüht sich, die Wünsche der erwerbs. tätigen Bevölkerung zu berücksichtigen, soweit das in der gegenwärtigen Zeit überhaupt möglich ist, aber er kennt die Leiden und er kennt die Lage der breiten Massen. Der Vorwärts" ist eifrig bestrebt, auf dem Gebiete der Berichterstattung sich die größte Objektivität aufzuerlegen. Gerade dadurch glaubt er, auch der Allgemeinheit am wirksamsten zu dienen und am besten zu nüßen. 1,10 R. Mittwoch, 28. April 1915. 22; Scheinwerferzug 2; Pionier- Bat. Nr. 22; Ref.- Pionier- Komp. In der Debatte erklärte zunächst der Vorsitzende der ArmenNr. 54; Telegraphen- Bat. Nr. 7; Kriegslazarett- Abt., 19. Armecforps; Art.- Munitionsfolonne 11, 19. Ersatz- Division; LandwehrSanitäts- Komp. Nr. 22. Aus Groß- Berlin. Die Höchstpreise für Gebäck. direktion, daß er sich für den ersten Antrag nicht erwärmen könne. Die Etatsüberschreitungen in diesem Jahre hätten schon eine sehr erhebliche Höhe erreicht und weitere erhöhte Ausgaben ließen sich nur schwer verteidigen; außerdem aber hätten auch in einigen Armenämtern erhebliche Zulagen stattgefunden. Die gewünschte Anweisung würde das Signal zu uferlosen Ausgaben sein, namentlich könnten wirklich gute Kommissionen den Anreiz zu neuen Mehrausgaben haben. Auf Grund des Gesetzes, betreffend Höchstpreise und der Einige bürgerliche Mitglieder hieben in dieselbe Kerbe, nur hierzu erlassenen ministeriellen Ausführungsbestimmungen hat wünschten sie zum Teil eine Besprechung in den Armenkreisen; der Magistrat unter dem gestrigen Tage eine Verordnung er aber auch selbst diese bescheidene Forderung fiel unter den Tisch. lassen, nach welcher Höchstpreise für Gebäck im Kleinverkauf nachdem sie vom Vorsitzenden bekämpft wurde. Auch der erneute festgesetzt werden. Wie allgemein bekannt, hat die Striegs- Hinweis unserer Genossen, daß aus den Ausführungen hervorgehe, daß getreide- Gesellschaft den Mehlpreis herabgesetzt. Der Preis für unbedingt gespart werden solle, und daß sich auch die Direktion dem AusRoggenmehl ist um annähernd 10 Broz., die anderen Preise sind spruch eines Vorstehers anschließe, wonach in dieser schweren Zeit in geringerem Umfange ermäßigt worden. Um der Bevölke- auch der Arme sparen müsse, nugte nichts, der Antrag wurde mit rung diese Ermäßigung in den Gebäckpreisen zugute kommen zu schwasher Mehrheit abgelehnt. Der zweite Antrag fand Gnade vor lassen, bot sich das Mittel, Höchstpreise für Gebäck festzusetzen. den Augen des Herrn Vorsitzenden und wurde einstimmig angeDies um so mehr, als auch die bisherigen Gebäckpreise mehr- nommen. Um eine Beschleunigung und Prüfung der Beschwerden fach eine leberspannung zeigten. Auf der einen Seite werden herbeizuführen, wurde von unseren Genossen angeregt, den früheren die Höchstpreise für Gebäck gerade durch die gegenwärtige Beschwerdeausschuß wieder ins Leben zu rufen, da sich diese Einwirtschaftliche Lage begünstigt, da die Zuteilung des Materials richtung früher bewährt habe und nur durch die Einrichtung der bot die Verschiedenheit der Unkosten, die sich im wesentlichen frühere Handhabung prüfen wolle. in geregelte Bahnen gelenkt ist. Auf der anderen Seite jedoch Armentreise verschwunden sei. Der Vorsitzende sagte zu, daß er die aus der Ladenmiete ergibt, für die Festsetzung der Preise gewisse Es dürfte nunmehr Sache der Presse und der Deffentlichkeit Schwierigkeiten. Deren Ueberwindung liegt aber in der Tatsache, sein, die Armenkommissionsvorsteher auf ihre Pflichten in dieser daß die festgesetzten Preise lediglich Höchst preise sind. Sie schweren Zeit hinzuweisen, da die Armendirektion dies nicht für find reichlich genug normiert, um jedem Bäcker die Produktion nötig hält. zu normalem Gewinn zu ermöglichen. Während also die Höchstpreise die Bevölkerung vor zu hohen Preisen schützen, sollen sie doch keineswegs Normalpreise bilden; die Bäcker werden vielmehr dort, wo ihnen die Spesen den Verkauf unter den Höchstpreisen gestatten, das Gebäck zu entsprechend niedrigerem Preise abzugeben haben. Der Magistrat erwartet, Beim Ausbleiben oder bei verspäteter Lie- daß hier die freie Konkurrenz ihren Einfluß ausübt, und ferung einer Nummer wollen sich die Postbezieher Preiserhöhungen unter dem Vorwand der Höchstpreise verstets nur an den Briefträger oder die zu- hindert. ständige Bestell- Post anstalt wenden. Erst wenn Die Höchstpreise sind nach eingehenden Beratungen mit Nachlieferung und Aufklärung nicht in angemessener Frist er- Sachverständigen festgestellt worden. Sie betragen für das 2 folgen, wende man sich unter Angabe der bereits unter- 1/ 2 und 1- ilogramm- Roggenbrot 85, 63 und 43 Pf. und nommenen Schritte an unseren Verlag. für die Semmel 5 Pf. Wünscht der Käufer, daß ihm das Brot in Teilen abgegeben werde, so ist auch für den Teil der entsprechende Preis zu berechnen, also z. B. für ein halbes Kilo- Brot der Preis von 22 Pf. Gibt der Gastwirt eine Schnitte von 50 Gramm ab, so darf er sie nicht über 3 Pf. berechnen. Selbstverständlich gilt dies nicht für Butterbrote oder belegte Schnitten. Der Vorwärts" erscheint täglich und kostet pro Monat Der Vorwärts" kann auch im Wochenabonnement bezogen werden und kostet pro Woche 25 Pf. Bestellungen können bei jeder Botenfrau, bei unseren Zeitungsspeditionen und auch in der Haupterpedition unseres Blattes, Lindenstraße 3, aufgegeben werden. Feldpost- Abonnements. Wir weisen unsere Leser darauf hin, daß unsere sämtlichen Filialspeditionen wie die Hauptexpedition Feldpost- Abonnements auf den Vorwärts" zum Preise von 1,10 Mark monatlich entgegennehmen. Die Zeitung wird den im Felde Stehenden von unserer Hauptexpedition als Feldpostbrief täglich nach gesandt. Bei Bestellung des Abonnements ist genau anzugeben, welchem Armeekorps, Division, Brigade, Regiment, Bataillon, Kompagnie usw. der Empfänger angehört. Verlustlisten. Mehr Entbindungsanstalten! Zu diesem Thema schreibt uns die erste Vorsitzende der „ Deutschen Gesellschaft für Mutter- und Kindesrecht E. V." Frau rancis Stlaret: „ Der Mangel an Entbindungsbetten in Berlin ist, wie Here Dr." Zadel richtig betont, feineswegs eine neue Erscheinung. Immerhin macht er sich jetzt viel empfindlicher fühlbar als jonit War es schon in Friedenszeiten schwer, eine Entbindende plötzlich in einer der dafür vorhandenen Anstalten unterzubringen, so hat der Krieg diese Echwierigkeiten ungeheuer erhöht. Schon Mitte August wiesen wir öffentlich auf diesen lebelstand hin, warnten davor, allzuviele Entbindungsbetten für Verwundete bereitzustellen, forderten Erleichterung der Avis nahme in öffentlichen Entbindungsanstalten und baten leider ver geblich, uns bei der Einrichtung kleiner Entbindungsstationen zu helfen. Daß die Anzahl der vorhandenen zu jener der notwendigen Betten in einem Mißverhältnis stand, das dringend Abhilfe erforderte, sahen wir nicht nur fortwährend an den Schwierigkeiten, Mit Rücksicht darauf, daß einzelne Gebäckarten einer be bie die Unterbringung der Entbindenden aus unserem Mütter und sonderen Bereitungsart bedürfen und daher nicht zu dem all- Kinderheim Mutterhilfe" verursachte; wir stellten auch aus den gemeinen Preise abgegeben werden können, sind Zwieback, Ergebnissen einer sofort eingeleiteten Umfrage, die von fast sämt Pumpernickel, Milchsemmel sowie Gebäcke, von denen es der Magistrat ausdrücklich feststellt, von dem Zwange der Höchstlichen Anstalten beantwortet wurde, einwandfrei fest, daß tatsächlich eine Beschränkung der Bettenzahl 8 u preise ausgenommen worden. Als Milchſemmeln gelten je striegsbeginn stattgefunden hatte, in einer Zeit, doch nur solche Gebäcke, die mit Vollmilch hergestellt werden. der Bedarf an Betten von Tag zu Tag stieg. In Damit das Publikum genügend unterrichtet ist, hat jeder Sizung, die Ende August im Reichstage stattfand und deren TeilBäcker die neue Anordnung in seiner Verkaufsstelle an sicht nehmer diese Frage besprachen, teilte ich dies auch mit und betonte barer Stelle zum Anschlag zu bringen. 1. a., daß die Not noch durch den Umstand verschärft sei, daß die Anstalten erst im letzten Moment Aufnahme getvähren, so daß es einer Frau, die bereits Wehen hat, passieren kann, daß man sie mit dem Bescheide wegschickt, in einigen Stunden wieder zu kommen. Diese Praris wurde von den Teilnehmern der Sitzung zwar mißDie Höchstpreise treten, obwohl der Bäcker das billigere Mehl bereits seit dem 26. d. Mts. beziehen kann, erst am 1. Mai in Kraft; es wird den Bäckern hiermit ein lebhaft geäußerter Wunsch erfüllt, daß ihnen noch einige Zeit zur Verwendung der teureren Bestände belassen werde. Es darf erwartet werden, daß die neue Anordnung, die sich im Interesse der Bevölkerung als notwendig erwies, peinStrafen des Gesetzes cingegriffen werden muß. Die Verlustliste Nr. 209 der preußischen Armee enthält lichste Befolgung erfährt, damit nicht mit den empfindlichen Verluste folgender Truppen: 10. Etappen- Inspektion. Armut und Teuerung. Mit dieser wichtigen Frage hatte sich die Armendirektion in ihrer Sizung am Montag zu beschäftigen. Unsere Genossen hatten folgende Anträge gestellt: billigt, so blieb alles beim alten. Eine weitere Erschwerung liegt in den ein eigentlicher Notstand wurde indes nicht anerkannt, und durch den Krieg verringerten Beförderungsmitteln. Freilich könnte mit der Errichtung zahlreicher Kleiner Entbindungsasyle, wie sie Herr Professor Bumm vorschlägt, mehr erreicht werden, als mit einer Vergrößerung der Königl. Frauenklinik. Mir scheint aber die Abhilfe noch leichter und vor allem rascher möglich. Wo die Schwierigkeit liegt, erhellt aus der Frage, die regelmäßig gestellt wird, wenn man bei einer der öffentlichen Anstalten antlingelt, ob ein Entbindungsbett frei ist: Rann sie be zahlen? Ist sie in einer Kasse?" " 5. Garde- Reg. zu Fuß; 1. und 2. Garde- Res.- Reg.; 2. GardeErjaz- Reg.; Garde- Grenadier- Reg. Nr. 5; Garde- Schüßen- Bat.; Grenadier- bzw. Infanterie- bzw. Füsilier- Regimenter Nr. 1, 4, 5, 6, 9, 13, 14, 16, 18, 26, 32, 37, 38, 40, 41, 42, 45, 50, 52, 53, 54, 56, 57, 58, 61, 64, 65, 67, 68, 70, 80, 83, 93, 95, 97, 109, 110, 111, 118, 128, 129, 132, 135, 136, 137, 140, 141, 152, 154, 158, 165, 166, 1. Die Armendirektion wolle die Armenkommissionen anweisen, 167, 173, 174; Rej.- Juf.- Regimenter Nr. 1, 3, 7, 15, 17, 18, 19, 21, bei den zu gewährenden Almosen, Pflegegeldern und Ertraunter 36, 48, 52, 56, 57, 59, 61, 65, 66, 69, 70, 73, 74, 77, 79, 80, 82, 83, stützungen die herrschende Teuerung genügend zu berücksichtigen. 207, 208, 209, 210, 211, 212, 213, 216, 224, 225, 227, 229, 230, 235, 2. Die Armenkommissionsvorsteher auf den§ 25 der Geschäfts- Es ist traurig genug, daß diese Frage überhaupt gestellt 255, 258, 259, 260, 261, 263, 264, 265, 266; Res.- Ersatz- Reg. Nr. 4; anweisung hinzuweisen, wonach sie verpflichtet sind, die Gesuche der werden muß; wenn es sich aber um eine Entbindung oder um Ersatz- Inf.- Regimenter Bott, Gropp, v. Reinhard; Landwehr- Inf. Hilfesuchenden unter allen Umständen aufzunehmen und der Kom- einen Unfall oder dergleichen handelt, ist sie sicher nicht Regimenter Nr. 1, 3, 6, 7, 11, 12, 13, 16, 23, 36, 38, 46, 48, 51, 52, mission zu unterbreiten. am Plaze. Zweifellos werden die städtischen Mittel durch 55, 66, 72, 73, 74, 81, 84, 99, 110, 118; Landwehr- Ersatz- Regimenter deren momentan häufenden Entbindungen, Zur Begründung wurde von unseren Genossen geltend gemacht, die sich Koſten Nr. 1, 5; Besatzungs- Reg. Nr. 1 der Brigade Doussin, Nr. 3 der werden können, start Brigade Rüdiger, Nr. 5 der Brigade v. Reißwik; Brig.- Ersatz- daß die notwendigsten Lebensmittel, wie Brot, Kartoffeln, Hülsen- von den Frauen selbst nicht getragen Bataillone Nr. 5, 9, 12, 17, 40; Landwehr- Brig.- Ersatz- Bataillon früchte, Fleisch usw. um das Doppelte und Dreifache gestiegen seien. belastet. Wenn man sich aber einmal flar macht, daß durch die AbNr. 25; Landsturm- Bataillone: 1. Allenstein, 3. Coblenz, III. Darm- Auch die Armenspeisungsanstalt habe ihre Pforten am 1. April geschlossen; weisung die Sache ja nicht erledigt, sondern die Frau gezwungen stadt, III. Posen, I. Rawitsch, Wehlau; 3. Landsturm- Ersatz- Bat. dem Nationalen Frauendienst sei von der Direktion direkt verboten, ist, weiter zu suchen, wenn man die Tragit erfaßt, die darin liegt, des 7. Armeekorps; Sammelstelle der Landsturm- Inspektion des den Almoſenempfängern von seiner Seite aus Hilfe zu leisten. Die daß eine Frau der Stadt einen Bürger schenkt und diese selbe 17. Armeekorps; Jäger- Bataillone Nr. 8, 9; Ref. Jäger- Bataillone Armen seien also vollständig auf die Unterstützungen durch die Stadt ihr das Bett dazu versagt, weil niemand da ist, der die Nr. 1, 10; Maschinengewehr- Abt. Nr. 7 der 9. Kavallerie- Division; Armenkommission angewiesen. Die vielen Klagen und Beschwerden Kosten dafür übernimmt. Wenn man all dies bedenkt, muß man Festungs- Maschinengewehr- Abteilungen Nr. 2 Thorn, Nr. 6, Nr. 9 aber zeigen, daß die Kommissionen ihre Pflicht vielfach nicht er- zu der Forderung kommen, daß die Stadt derartige Laſten zunächst Graudenz und Nr. 11; Res- Festungs- Maschinengewehr- Abteilungen Nr. 1 der 5. Landwehr- Division und Nr. 2; Festungs- Maschinen- füllen, ja daß einzelne Vorsteher eine außergewöhnliche Härte gegen- einmal übernehmen muß. Sie ist ja auch gefeßlich dazu vergewehr- Komp. Nr. 2. über den Hilfesuchenden an den Tag legten. Die Zahl der Be- pflichtet, und wer die nötigen Wege kennt, kommt schließlich auch zu Dragoner Nr. 15, 19; Husaren Nr. 4, 11; Ulanen Nr. 15; Jäger schwerden und Hilfesuchenden, welche die Direktion direkt anrufen, einem ordnungsmäßig ausgestellten Entbindungsschein. Aber diese zu Pferde Nr. 2, 8, 10; Grjaz- Kavallerie- Reg. Nr. 6; Res.- Ersatz- sei namentlich in den letzten Jahren außerordentlich gestiegen. Im Wege kennen eben die wenigsten Frauen, und selbst diese Eskadron des 9. Armeekorps; Res.- Kavallerie- Abt. Nr. 49. Jahre 1906 betrug diese Zahl 8582, im Jahre 1914 aber 17 246. Kenntnis nützt auch nur dann, wenn die Geburtswehen die Feldart.- Regimenter Nr. 8, 15, 21, 38, 44, 50, 55, 59, 73, 80; Auch die Höhe der gewährten Unterſtügungen spreche eine beredte Freundlichkeit haben, sich vor 3 Uhr( Armenamts- Bureauſchluß) Ref.- Feldart. Regimenter Nr. 9, 65; 2. Landsturm- Feldart.- Batterie Sprache; betrug doch der Durchschnitt der gewährten Unter- oder während der Sprechstunde des Armenvorstehers einzustellen. Fußart.- Regimenter Nr. 5, 6, 10, 20; Landsturm- Fußart.- Bat. ftügung eines Almosenempfängers im Februar 1914 im Februar 1914 18 M. Tritt die Niederkunft aber überraschend, z. B. am Abend ein, so ist des 10. Armeekorps. und 10 Pf. pro Monat; hiervon soll die Miete und der eine Beschaffung des Scheines unmöglich. des 4. Armeekorps. Pionier- Regimenter Nr. 18, 23, 24, 25, 29; Pionier- Bataillone: Lebensunterhalt bestritten werden; dabei handelt es sich Hat die Mutter aber auch den Schein, mit dem sie, wie Herr II. Nr. 1, I. Nr. 2, I. Nr. 5, II. Nr. 6, 1. Nr. 7, II. Nr. 16, I. Nr. 27; im wesentlichen um Strüppel oder alte Leute, welche nichts Professor Bumm schreibt, ohne weiteres Hilfe und Unterkunft" Rej. Pionier- Bat. Nr. 39; Pionier- Ersatz- Bataillone Nr. 2, 21; mehr erwerben können. Von den 37 000 Almosenempfängern haben finden soll. so bleibt eben doch noch die Ueberfüllung der Kliniken, 3. Landwehr- Pionier- Komp. des 6. und 2. des 15. Armeekorps; über 27 000 ein Alter von über 60 Jahren und von diesen wieder das heißt die zu geringe Zahl der Entbindungsbetten in den öffentMinenwerferzug Nr. 4 des I. Reservekorps; Scheinwerferzug des über 14 000 ein Alter von über 70 Jahren. Aehnlich liegen die lichen Anstalten bestehen. 7. Armeekorps. Feldfliegertruppe; Kraftfahr- Bataillon. Straßenbau- Komp. Nr. 17. Verhältnisse bei den Ertraunterstüßungen, welche im Durchschnitt Es ist ja nun schlimm genug, daß reiche Gemeinden bis heute nur die Höhe von 14 M. erreichten. Auch die Pflegegelder lassen noch kein eigenes Krankenhaus besigen, zum Beispiel Wilmersdorf, so Sanitäts- Kompagnien der Garde- Ersatz- Division und Nr. 1 noch viel zu wünschen übrig. Von dem Recht, wenigstens 10 W. daß einerseits immer erst eine an Zeit und Geid kostspielige Fahrt des 16. Armeekorps; Haupt- Nej.- Lazarett Halle a. S. pro Kind und Monat zu gewähren, machten nur wenige Kommissionen notwendig ist und andererseits die Krankenhäuser der anderen GeTrain- Abt. Nr. 17; Pferdedepot Nr. 2. Gebrauch, so daß von den 13 000 Pflegekindern noch für 7000 nur meinden noch mehr überlastet werden. Aber es ließe sich Kriegsbekleidungsämter des 4. und 17. Armeekorps. 9 M. und weniger gezahlt wird. Teicht Abhilfe schaffen, wenn die Privatkliniken das Angesichts dieser ganz ungenügenden Unterstützungen sei es Recht erhielten, Entbindende auf einen Entbindungsschein hin aufjedenfalls sehr bescheiden, wenn von der Direktion gefordert würde, zunehmen oder wenigstens für eilige Fälle, die einen Transport nur Die sächsische Verlustliste Nr. 139 bringt Verluste der Inf. die Kommission auf ihre Pflichten hinzuiveisen; dies treffe auch noch unter gesundheitlicher Gefährdung zulassen, bei der Stadt Regimenter Nr. 102, 108, 139, 177, 181; Ref.- Juf.- Regimenter namentlich auf den zweiten Antrag zu. Jm§ 25 werde von den Kom- au liquidieren. Es gibt genügend Privatkliniken, die dauernd Nr. 107, 133, 241, 245; Landwehr- Inf.- Regimenter Nr. 106, 107, missionsvorstehern ausdrücklich verlangt, daß sie die Hilfesuchenden Betten leer stehen haben; aber in einer Droschke, vor einem Laden133; Landsturm- Juf.- Bataillone: Birna, II. Landsturm- Ersay- Bat.. aufzunehmen und die Gesuche der Kommission zur Beratung vor- eingang usw. tommen Kinder zur Welt, weil ein Stüd Papier, das 12. Armeekorps; Erjaz- Inf.- Reg. Nr. 24; Grjab- Bat.: Juf- Regimenter Nr. 108, 181; Landwehr- Juf.- Reg. Nr. 107. zulegen haben. Die Zahl der Beschwerden zeige aber, daß eine für die( überfüllten) städtischen Anstalten gilt, für die leerstehenden Feldart.- Regimenter Nr. 28, 32, 48, 68, 77; Ref.- Feldart.- Regi- große Zahl von Hilfesuchenden oft ohne Angabe jeden Grundes ab fleinen Seliniken keine Geltung besigt. menter Nr. 23, 32; Erjazz- Abt., Feldart.- Regimenter Nr. 32, 77; gewiesen werde. Auch hier sei nun endlich einmal Abhilfe dringend Fußart.- Reg. Nr. 12; Pionier- Bataillone: I. Nr. 12, 22; II. Nr. 12, nötig. Sehr richtig ist der Hinweis auf die Zweckmäßigkeit rechtzeitiger Meldung beim Nationalen Frauendienst. Es sei mir gestattet, noch auf die Auskunftsstellen der Deutschen Gesellschaft für Mutter- und Kindesrecht E. V.( Steinmetz str. 11, Montag 1-2, Dresdener Str. 31, Dienstag 9-10%, Freitag 8-9, Kolonie str. 1, Dienstag 6-7, Donnerstag 1-2, Schönhauser Allee 151, Sonnabend 10-11, Mittwoch 7-8, Neukölln, Steinmestr. 113, Mittwoch 10-11, Sonnabend 7-8, Pankow, Rathaus, Sonntag 11-12 11hr; täglich: Geschäftsstelle, Charlottenburg, Dahlmannstr. 25, 10-4 11hr, sowie auf die Sprechstunden hinzuweisen, die von geschulten Helferinnen dieser Gesellschaft in den einzelnen Kommissionen des Rationalen Frauendienst abgehalten werden." Wir haben der vorstehenden Zuschrift gern Raum gewährt. Alle neuen Vorschläge zur Abhilfe der bestehenden Nebelstände verdienen sachgemäße Würdigung. Maßgebend muß aber bleiben, daß bei der räumlichen Ausdehnung Groß- Berlins, selbst in der Stadt Berlin allzutveite Wege nach einer Entbindungsanstalt vermieden werden müssen. Es muß in den verschiedensten Gegenden der Stadt mehr Entbindungsmöglichkeit geschaffen werden. Bereitung von Weizenbrot. Bekanntlich war es bis zum 30. April gestattet, daß bei der Bereitung von Weizenbrot Weizenmehl in einer Mischung verwendet wird, die weniger als 30 Gewichtsteile Roggenmehl unter 100 Teilen des Gesamtgewichts enthält, daß ferner bei der Bereitung von Roggenbrot das Roggenmehl bis zu 30 Proz. durch Weizenmehr ersetzt wird, und daß schließlich die Mühlen Weizenmehl abgeben, das mit weniger als 30 Prog. Roggenmehl gemischt ist. Durch Verordnung des Magistrats ist nunmehr gemäß der Ermächtigung des Ministers für Handel und Gewerbe diese Erlaubnis bis zum 1. Juli 1915 ausgedehnt worden. Ausdehnung der Brotkartengemeinschaft. Jm Wolldepot. Jm Zentralwolldepot bei Kroll am Königsplas herrscht imuner noch reges Treiben und Leben, denn voraussichtlich wird noch den ganzen Sommer hindurch an der Sichtung und technischen Herstellung der Wolldecken und Bollabfälle gearbeitet werden. Allerdings ist die Anzahl der Heimarbeiterinnen, die ihren Höhepunkt wohl im Februar dieses Jahres erreicht hatte, gegenwärtig erheblich herabgesetzt worden, da der Bedarf an Woldeden vorläufig sogar bei den Karpathentruppen gedeckt ist. Da aber auch in der Monaten Mai, Juni und Juli auf dem östlichen Kriegsschauplay falte Nächte bevorstehen, wird dafür Sorge getragen werden, daß stets ein gewisser Vorrat an fertigen Wolldecken vorhanden ist. Eröffnung einer neuen Mittelstandsküche. Der Verein für Kindervolfsküchen und Volksfinderhorte eröffnet am Mittwoch, den 28. d. Mts., in der Turmstr. 19 eine neue„ Mittelstandsfüche Moabit". Der Preis eines Mittagessens beträgt 30 Pf., nach Hause geholt 25 Pf. Explosionsunglück bei Siemens. jedes Kind unter fünfzehn Jahren eine Beihilfe von 3 M. monatlich geleistet werden. Einer Anregung, auch den infolge des Krieges eingestellten und stundenweise beschäftigten Hilfsbeamten diese Unterstützung zukommen zu lassen, wurde nicht stattgegeben. Weiter wurde beschlossen, die am 2. November 1914 festgesetzten Bezüge den in den Heeresdienst eingetretenen Privathediensteten und Arbeiter der Gemeinde vom 1. April 1915 ab während der Dauer des Krieges, gegebenenfalls bis 31. März 1916, weiter zu bewilligen. Die Amtsperiode des besoldeten Gemeindeschöffen Lange war abgelaufen; seine Wiederwahl erfolgte einstimmig. Die Schöneberger Fürsorgestelle für Kriegsbeschädigte befindet sich in den Diensträumen der Deputation für Wohlfahrtspflege Belziger Straße 13, Sprechstunde Donnerstag von 10-11 hr. Aus aller Welt. Eine Kriegsgefangenenzeitung. Jm Betriebe der Soltauer Nachrichten" unter der Zensur der Gestern mittag erfolgte im Laboratorium von Siemens am Kgl. Kommandantur hergestellt und von den Kriegsgefangenen selbst Rohrdamm in der Siemensstadt eine schwere Erplosion. Durch einen herausgegeben wird eine Gefangenenzeitung Les Camps di Hannovre". Bemerkt sei, daß die Herausgeber den Ueberschuß, den unglücklichen Zufall explodierte Quecksilber und Benzin und richtete die Zeitung vielleicht abwirft, armen Kriegsgefangenen zugute kommer schwere Verheerungen an. Von den im Laboratorium beschäftigten lassen. Chemikern erlitten sechs mehr oder minder schwere Verlegungen und mußten nach dem Krankenhause Westend geschafft werden, wo ihnen sofort ärztliche Hilfe wurde. der Aus dem Juhalt der ersten Nunimer, die in einer Auflage von 3000 Stüd erschienen ist, erwähnen wir folgendes. Ein programmatischer Artikel A nos Lecteurs" wendet sich an unsere Leser" und teilt ihnen den Zweck und das Wollen der Zeitschrift mit. Dieselbe Absicht, den guten Willen der Zeitung zu bekunden, verfolgt Straßenunfall. An der Ede der Pannier und Kaiser- Friedrich ein Gedicht„ Souhaits". Un salut du pay natal"( Gruß aus der Straße in Neukölln lief die siebenjährige Martha Lemke Montag Heimat) ist ein Titel eines Briefes eines Pastors aus Belgien. So nachmittag gegen 24 Uhr furz vor einem herannahenden Straßen- dann folgen furzgefaßte Berichte vom Kriegsschauplag. Le Pays bahnwagen der Linie 94 auf das Gleis. Die Kleine wurde erfaßt, où nous vivons"-„ Das Land in dem wir leben" ist ein furz Als die Brotfartengemeinschaft sich bildete, war bereits in Aus- umgestoßen und geriet unter den vorderen Schuhrahmen. Das gefaßter lleberblick über die Geschichte des Hannoverlandes bis zur ficht genommen, noch einige weitere mit Berlin wirtſchaftlich eng Mädchen, das eine leichte Gehirnerſchütterung babongetragen hatte, Mitte des vorigen Jabbers in zusammenhängende Gemeinden in sie einzubegreifen. Es soll dies wurde durch Anheben des Wagens mittelst Winden befreit. Auf der Natur und Menschheit) betitelt sich eine philosophische Bes über den nunmehr geschehen. Von der Brotfartengemeinschaft ist der Auf- nächsten Unfallstation erhielt die Verunglückte die erste ärztliche Hilfe trachtung heutigen Menschheit. Semain Sainte"( Heilige Woche) enthält Betrachtungent nahme zugestimmt worden. Es bedarf nur noch einer Erklärung und wurde dann nach der elterlichen Wohnung gebracht. bon anderer Seite. Erfolgt diese Erklärung rechtzeitig, Unnötige Entrüftung. Die Verwaltungsstelle der freien Gast- und Gedanken über den Verlauf der stillen Woche in diesem Kriegs so soll die Aufnahme der neuen Gemeinden bereits mit und Schankwirte in Neukölln sendet uns eine längere Resolution, jahr. Guerre de Races?"( Ist dieser Krieg ein Rassenfrieg?) dem 3. Mai stattfinden, so daß daß von diesem Tage ab die in der letzten Versammlung angenommen worden ist mit dem L'Anniversaire de la Naissance du Roi des Belges au camp de auch dort die Groß- Berliner Brotfarten gelten. Mit dem 3. Mai Ersuchen um Abdruck. In der Resolution wird schärfster Protest" Soltau" ist ein Bericht über die Feier des 40. Geburtstages des Das Glückwunschschreiben, das werden in dem gesamten Groß- Berliner Bezirk die Brotfarten auf gegen eine am 7. April unter der Ueberschrift"" Wucherpreise für Königs von Belgien am 8. April. weitere sechs Wochen ausgegeben werden. Der Protest die Belgier mit Erlaubnis und durch Vermittelung der KommanBier" veröffentlichte Notiz im Vorwärts" erhoben. Es folgen fo richtet sich dagegen, daß in der Notiz gesagt war, daß Gastwirte dantur dem König schickten, ist mit veröffentlicht. Liter Bier bis 70 Pf herauswirtschaften und dann geschäftliche Mitteilungen über den Vertrieb der Zeitschrift. daß Schnäpse und Liföre um 200 bis 300 Prozent verteuert Notizen über die Gefangenen- Theater im Scheuener und Soltauer würden. Die Einsender bestreiten diese Angabe und legen die Lager, über eine im hiesigen Gefangenenlager abgehaltenen Tombola, Verhältnisse ihres Gewerbes dar. Wenn die Verfasser der Ent- die 1000 Frank lleberschuß brachte. rüstungsresolution unsere auf das„ Berliner Tageblatt" sich stüßende belgischen Firmen gestiftet. Persönliche Notizen über die Gründer Notiz richtig gelesen hätten, hätten sie sich ihre Entrüstung sparen der Gefangenen- Universität im Soltauer Lager, Sportnachrichten aus fönnen. Wie es um das Gastwirtsgewerbe und insbesondere um dem Lager, Gefangenenstatistik im Celler Lager, Annoncen über Zwangspflege von Gräbern in Steglik. die Bierpreiserhöhung steht, haben wir erst in unserer Nummer Sprach- und anderen Unterricht im Lager, über evangelische und Die Pflege mancher Gräber läßt auf vielen Friedhöfen sehr viel vom 17. April eingehend dargelegt. Da die fleineren Gastwirte fatholische Gottesdienste, über den Besuch der Forensisch- psychologischen bei 20 Ausschant nur 50 Pf. pro Liter herauswirtschaften können, Gesellschaft und Geschäftsanzeigen bilden den Schluß. Erwähnt zu wünschen übrig. Berkommene, eingefallene Hügel, verrostete ist in der Notiz vom 17. April genau nachzulesen. Daß es aber sei ein Gedicht( Distichon), das der evangelische Pastor Eduard Grabeinfassungen und Grabtafeln usw. beeinträchtigen das gute auch andere Gastwirte gibt, die bis 70 Bf. pro Liter herausholen, Durand in Brüssel seinem im Soltauer Lager gefangenen Sohne Ausschen der Friedhöfe. Der Gemeindevorstand von Stegliz macht insbesondere in sogenannten besseren Lokalen, werden auch die Ein- widmete. in solchen Fällen auf dem Gemeindefriedhof furzen Prozeß. In sender nicht bestreiten wollen. Das gleiche trifft zu beim Schnapseiner Bekanntmachung führt er aus, daß die Erbbegräbnisse, Bahl, und Liförausschaut. Die freien Gastwirte in Reukölln hätten gut Reihen und reservierten Stellen spätestens bis zum 15. Mai jeden getan, nicht Bemerkungen auf sich zu beziehen, die auf sie nicht Jahres ordnungsmäßig und der Würde des Friedhofes entsprechend passen. Dann wäre ihre Behauptung und der schärfste Protest gegen gereinigt sein müssen. Verfallene Denkmäler, Kettenständer usw. den Vorwärts" unnötig gewesen. Die Gemeinden, deren Hinzutritt in Aussicht steht, sind: Zehlendorf, Nikolassee, Wannsee, Pichelsberg, Tegel- Forst- Nord, Tegel- Schloß, Tegel- Jungfernheide, Berlin- Hermsdorf, Berlin- Rosenthal, Berlin- Buchholz und Wuhlheide. Die Groß- Berliner Brotfartengemeinschaft wird sich alsdann aus der stattlichen Zahl von 45 Orten zusammenfeßen. sind bis zu diesem Tage wieder herzustellen. Im Anschluß hieran sagt der Gemeindevorstand:„ Sollten diese Arbeiten von den Angehörigen bis zum 15. Mai nicht ausgeführt sein, so nehmen tvir an, daß die Arbeiten von der Friedhofsverwaltung vorgenommen und die Kosten von den betreffenden Angehörigen eingezogen werden sollen." Rennen in Hoppegarten. Die Stiefelrechnung des russischen Grafen. Einen bösen Reinfall hat ein in der Neuen Friedrichstraße wohnender Hofschuhmacher mit einem russischen Diplomaten und Grafen erlebt, namens Josef Breza, der früher in Berlin auf großem Fuße" gelebt hat und nach der Mobilmachung verschwunden ist. Der edle Graf, welcher bei dem Hofschuhmacher für 555,70 M. Lad- und andere Stiefel bestellt, aber das Bezahlen vergessen hatte, wird jetzt von seinem Gläubiger durch öffentliche Zustellung auf gefordert, zur mündlichen Verhandlung vor dem Amtsgericht Berlin Mitte am 8. Juni dieses Jahres zu erscheinen. Angeblich soll sich der russische Diplomat in Derewno, Gouvernement Minst in RußLand, aufhalten. aus cinem Aus den Gemeinden. Lebensmittelbeschaffung in Köpenick. Die Gewinne waren von Humor bei der Feldpost. Unsere Feldpostbeamten verlieren auch unterm Drude der von ihnen zu bewältigenden Riesenarbeit täglich rund 11 Millionen Feldpostbriefsendungen nicht ihren Humor. Das zeigt ein kleiner Schriftwechsel, der vor einiger Zeit zwischen einer Reichs- Feldpostanstalt und einer bayerischen Feldpostanstalt geführt worden ist. Zwischen beiden verkehrte damals eine Autopost, deren Rüdfahrt in den Nachmittagsstunden sich wegen Verspätung wegen Berspätung der Anschlußzüge wiederholt starf verzögerte. Schließlich bat die Reichs Feldpostanstalt Mitte Dezember bei dem bayerischen Amisbruder, da es eine Drahtverbindung nicht gab, brieflich um Abhilfe und wies besonders auf die immer fürzer werdenden Tage und die rasch hereinbrechende Dunkelheit hin, die, wenn sie erst da ist, befanntlich an der Front das Arbeiten, auch der Feldpoſt, ſehr erschwert. Dem waderen Bayern gelang es, die Sache mit der Bahn in Ordnung zu bringen. Dies teilte er unterm 21. Dezember der Reichs- Feldpostanalt mit dem ergebenen Hinzufügen mit, daß er außerdem Anweisung gegeben habe, die Tage von heute ab wieder länger werden zu lassen". Der Kollege von der Reichspost besaß Humor genug, sich für das bewiesene Entgegenkommen, im be fonderen wegen der verfügten Tagesverlängerung" bestens zu be danken. Eisenbahnunglück in Rußland. In der letzten Stadtverordnetensizung wurde zunächst an Stelle So gut es der Steglitzer Gemeindevorstand meinen mag, eine des verstorbenen Stadtverordneten Martin der Schulrat Satobielski gesetzliche Unterlage hat er für sein Vorgehen nicht, ganz abgesehen in sein Amt eingeführt. Sodann stimmte die Versammlung einem davon, daß in zahlreichen Fällen zur Zahlung verpflichtete Ange- Vertrage mit den B. E.-W. zu, nach welchem der Stadtgemeinde hörige nicht vorhanden sein werden. Köpenid gestattet wird, von der Ede Bahnhof- und Lindenstraße bis zur Wuhlbrücke ein Kabel zu verlegen, um im Anschluß an das dort mündende Kabel der B. E.-W. bei etwa eintretenden BetriebsDer Unionklub will am 16. Mai die Pferderennen im Hoppe- störungen im Elektrizitätswerk der Stadt Köpenick Strom von den garten wieder aufnehmen,„ vorläufig" ohne Totatisator. Es wird B. E.-W. entnehmen zu können. Die vereinbarte Leistung des Anabzuwarten sein, wie lange die offizielle Wettmaschine außer Betriebschlusses soll 1000 Kilowatt nicht übersteigen und mit 8 Pf. pro Kilowattstunde vergütet werden. Runmehr erstattete Bürgermeister bleibt, denn das vorläufig" Ilingt wenig bestimmt. Dr. Langerhans Bericht über die gemeinsam vom Magistrat und der Kriegsfommission getroffenen Maßnahmen zweds VerJm Landratsamt getötet. sorgung der Einwohner mit Lebensmitteln. Aus dem Bericht ist zu Aus Ratibor wird vom 27. April gemeldet: Gestern nachmittag entnehmen, daß die eingeführten Brotbücher sich im großen und ganzen bewährt haben. Für verschiedene Anstalten und die tötete der Kreisausschußsekretär IIIrid; im Dienstzimmer des Lazarette sind besondere Maßnahmen erforderlich gewesen. Schivie- Landratsamtes seinen Stellvertreter, den Kreisausschußassistenten rigkeiten entstanden nur beim Ausflüglerverfehr. Die hierüber mit Boremba, durch zwei Revolverschüsse. Der Grund dem Berliner Magistrat gepflogenen Verhandlungen scheinen nun zur Tat ist noch nicht aufgeklärt. mehr sich einer befriedigenden Lösung zu näbern. An Kartoffeln sind bisher 12000 Zentner angefauft, über den Ankauf von weiteren 5000 Bentner schweben noch Verhandlungen. Ferner wurden gekauft Petersburger Meldung zufolge hat sich auf der Haupteisenbahn50 Tonnen Heringe, 100 Kisten fondensierte Milch und 20 Zentner linie Petersburg- Moskau bei der Station Kolpino infolge des Zu Makaroni. Beschlossen wurde außerdem der Ankauf von Schweine- fammenstoßes zweier Züge ein großes Eisenbahnunglüd ereignet, fleischkonserven im Werte von 150 000 M., von Trodenkartoffel- bei dem zwölf Wagen zertrümmert wurden und mehrere Personen fabrikaten für 3000 M. und von lebenden Schweinen für 300 000 Mark. Für das Schlachten der letzteren sind alle Vorbereitungen verunglückt sind. Die Linie sei bis auf weiteres derartig gesperrt, daß man eine Umgehungslinie bauen mußte. und getroffen, KühlGefrierräume sind 11ur gepachtet, die Schweine sind bisher noch nicht geliefert. Außerdem wurden Jm Salzteich ertrunken. noch an Futtermitteln in Auftrag gegeben: 10 000 3tr. Zuderrübenschnigel, 5000 3tr. Futterfartoffeln, 3000 3tr. Melasse, 500 3tr. Aleie, Wiener Blätter melden aus Krakau: Als in den letzten Tagen 300 3tr. Zeinfuchen. Geliefert hiervon sind bisher 300 3tr. Aleie in Wieliczka eine Besichtigung der dortigen berühmten SalzbergDer Damenschneidermeister Ohnasch in Berlin war an- und die 300 3tr. Zeinkuchen; von den Zuckerrübenschnigeln werden werke stattfand, drängten zu viele Teilnehmer auf eine Fähre, die voraussichtlich nur 1350 3tr. geliefert werden geklagt worden, weil er das Berliner Ortsstatut von 1913, schnelleren Erledigung aller dieser Aufgaben wurde die Kriegs- zum leberfahren des Salzteiches benutzt wurde. Infolge 11 e berund etwa sechzig betreffend die gewerbliche und kaufmännische Fortbildungskommission in drei Unterkommissionen eingeteilt. An Stelle des füllung lippte die Fähre um schule, übertreten habe. Er hatte seine Lehrlinge am Besuche zur Fahne einberufenen Rechtsanwalts Dr. Schulze wurde der Personen fielen in den ungefähr 4 Meter tiefen Salzteich. Die der Fortbildungsschule gehindert. Der Angeklagte machte Justizrat Klein zum stellvertretenden Vorsitzenden des Kaufmanns Mehrzahl konnte sich reiten; sieben Personen jedoch Zur Vorlage des Magistrats, wonach die ertranken. Die Leichen wurden geborgen. geltend, das Ortsstatut sei ungültig, weil vor dem Erlaß feine gerichts gewählt. städtischen Angestellten und Arbeiter, die nicht Anhörung der Vertreter des Schneiderhandwerks erfolgt sei, ständigen während doch§ 142 der Gewerbeordnung die„ Anhörung be mehr als 2000 Mark Einkommen beziehen, eine Teuerungsbon monatlich 12 M. zulage von bom 1. April d. J. aberteiligter Gewerbetreibender und Arbeiter" vorschreibe. Das Landgericht verurteilte ihn aber zu einer Geldstrafe halten sollten, beantragten unsere Genossen, daß auch den nichtständig Beschäftigten dieselbe Zulage zuteil werde, da gerade diese und erklärte das Ortsstatut für gültig. Es gehe aus der Zeute, die in der Regel zu einem niedrigen Stundenlohn eingestellt Veröffentlichung hervor, daß die Handelskammer und die werden, eine Aufbesserung dringend nötig haben. Von bürgerlichen Neukölln. Jugendsektion. Wegen der heute abend stattfindenden Handwerkskammer vorher gehört worden seien. Damit ſei Vertretern war noch beantragt worden, nicht gleichmäßige Bulagen der Vorschrift des§ 142 Genüge geschehen, denn es werde zu gewähren, sondern eine Staffelung vorzunehmen, so sollten an Generalversammlung fällt die Bersammlung der Jugendsektion aus. Die nächste Zusammenkunft ist am Mittwoch, 5. Mai. Donnerstag, den 29 April, abends 8½ 1br, nur die Anhörung beteiligter Gewerbetreibender" usw. ver- Unberbeiratete 8 M., Familienbäter mit zwei Kindern 10 M. und Ober- Schöneweide. im Restaurant Wilhelminenhof, Schloßbarkstraße: Generalversammlung des langt, nicht aber eine solche aller beteiligten Gewerbe- Familienväter mit mehr als zwei Kindern 12 M. gezahlt werden. Da treibenden. Ferner sei der Stundenplan ordnungs- vom Magistrat Bedenken gegen die gestellten Anträge geäußert Bablvereins. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Richard Woldt. Anträgen wurden, so wurde die Vorlage mit den einter 2. Jahresbericht des Vorstandes. mäßig festgestellt. Dazu sei nach neueren Bestimmungen Kommission zur Vorberatung überwiesen. In die Kommission wurden Preußen der Gemeindevorstand( Magistrat) befugt. auch die Genossen Bluhm, Stühmer und Boid gewählt. ES fet alles in Ordnung, went die Feststellung die städtische Deputation für das Fortbildungsschulwesen beforgte. Denn dies sei eine Abteilung des Magistrats. in Gültigkeit des Berliner Ortsstatuts über die Fortbildungsschule. Von den Ortsstatuten über die Errichtung von Fortbildungsschulen. Der Angeflagte legte noch Revision ein und betonte, daß mindestens eine Anhörung der Berliner Schneiderinnung als der berufenen Vertretung des Berliner Schneidergewerbes hätte erfolgen müssen. Das Hammergericht verwarf aber das Rechtsmittel mit der furzen Begründung, daß die Vorentscheidung feinerlei Rechtsirrtum erkennen lasse. Teuerungszulagen in Lichterfelde. fönnen. Zur Parteiveranstaltungen. Charlottenburg. Die Jugendsektion hält am Donnerstag abend, 8%, 1hr, im Boltshause, vorn 1 Treppe, ihre Versammlung ab. Vortrag des Genossen Ka zen stein. Frauen- Leseabende. Schöneiche und Umgegend.( N..B.) Der Frauenlescabend findet Die Gemeindevertretung beschloß in ihrer Sizung vom 26. April heute Mittwoch, abends 8 Uhr, in Fichtenau, Restaurant Bush, Hauptden Arbeitern, Angestellten und Beamten mit einem Lohn oder Gestraße 18, statt. halt bis einschließlich 2000 m., die bereits länger als drei Monate bei der Gemeinde beschäftigt sind, während der Kriegsdauer vom 1. April ab eine Kriegszulage zu bewilligen. Hierbei wird jedoch nicht nach dem von Berlin und einer Reihe von Bororten eingeschlagenen Weg verfahren, gleichmäßig 10 m. pro Monat an Teuerungszulage zu zahlen, sondern es soll lediglich für Sitzungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Donnerstag, den 29. April, nachmittags 5 Uhr, int Mariendorf. Rathausjizungsjaale, Kaiserstraje. Diefe Sigungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige if be rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen.