Nr. 126.- 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: bonnements Breis pränumerands: Bierteljährl. 3,30 ML, monatl 1,10 ML, möchentlich 25 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pa. Bost bonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Bost Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2.50 Mart, für das übrige Ausland Mar! pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Bolland, Italien, Luxemburg. Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Cricheint täglich. fägid. Vorwärts credit on eps Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr Beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. geile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins, und Versammlungs- Anzeigen 30 Bfg. , Kleine Anzeigen", das fettgedrudic Wort 20 Big.( zulässig 2 fettgedrudte 2orte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes meitere Wort 5 Big. Worte über 15 Buchftaben zählen für zwei Boric. Inserate für die nächste Rummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben inerden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplak, Nr. 151 90-151 97. Sonnabend, den 8. Mai 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 151 90-151 97. Einfreifung der russischen Karpathenarmee. Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 7. Mai 1915.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Bei Ypern wurden alle Versuche der Engländer, uns die seit 17. April einen Brennpunkt des Kampfes bildende Höhe 60 füdöstlich von Zillebeke zu entreißen, vereitelt. Wir gewannen dort weiter Gelände auf Ypern. Der Feind verlor bei diesen Kämpfen gestern 7 Maschinengewehre, einen Minenwerfer und eine große Anzahl von Gewehren mit Munition. Bei Fortsegung ihrer Angriffe erlitten heute früh die Engländer weitere große Verluste. Zwischen Maas und Mosel behaupteten und befestigten wir den auf den Maashöhen und südwestlich und füdlich des Ailly Waldes errungenen Geländegewinn. Bei Flirey ist ein schmales Grabenstück unserer Stellung noch im Besize der Franzosen; sonst wurden alle Angriffe abgewiesen. Angriffsversuche des Feindes nördlich von Steinabrück im Fechttal wurden durch unfer Feuer im Keime erstickt. Deftlicher Kriegsschauplaz. Die Kämpfe füdlich von Szadow und östlich von Rossienic endeten mit einer ausgesprochenen Niederlage der Ruffen, die starke Verlufte erlitten, 1500 Gefangene verloren und sich in vollem Rückzuge befinden. Südwestlich von Kalwaria, südlich von Augustow und westlich von Prasznysz wurden russische Teilangriffe von uns blutig abgeschlagen. In diesen Kämpfen büßten die Ruffen zusammen 520 Gefangene ein. Südöstlicher Kriegsschauplay. Auch die Kämpfe auf dem rechten Ufer des unteren Dunajec endeten gestern mit einem vollen Erfolge für die verbündeten Truppen. Der Feind ist dort in schnellstem Rückzuge nach Osten; nur an der Weichsel hielt noch eine kleine Abteilung von ihm stand. Weiter südlich drangen wir auf dem rechten Ufer der Wisloka in Richtung auf den Wislok und über die Jasiolka vor. Vielfach stießen Teile des rechten Flügels der Heeresgruppe des Generalobersten v. Mackensen bereits mit den aus der Karpathenfront westlich des Lupkow Passes vor den dicht auffolgenden Verbündeten im schleunigen Rückzuge befindlichen russischen Kolonnen zusammen. Mit jedem Schritt vorwärts steigert sich die Siegesbente. Der österreichische Generalstabsbericht.| Wien, 7. Mai.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 7. Mai 1915, mittags: Oberste Heeresleitung. Kriegskosten. Der englische Schakkanzler hat vor einigen Tagen in seiner Budgetrede erzählt, die englischen Kriegskosten hätten sich in den ersten acht Kriegsmonaten, also bis Ende März dieses Jahres, auf 307 Millionen Pfund Sterling belaufen. Es ist nicht recht verständlich, was der englische Finanzminister unter Striegskosten versteht. Schon Ende Dezember berechnete das bekannte Londoner Finanzblatt Economist" die Ausgaben( ohne die Zinsen für die ausgegebenen Schatzscheine und die Kriegsanleihe) auf 178 Millionen Pfund Sterling. Für Januar sollen nach vorläufiger Schäßung ungefähr 72 Millionen Pfund, für Februar und März zusammen rund 126 Pfund Sterling hinzugekommen sein. Das wären 376 Millionen Pfund Sterling. Noch viel zu niedrig gerechnet, wie denn auch von anderen Finanzlenten die englischen Kriegsausgaben bis Ende März auf 385 bis 395 Millionen Pfund Sterling veranschlagt worden sind, also ungefähr 7,8 bis 8 Milliarden Mark. Allem Anschein nach bezieht sich die von Lloyd George genannte Zahl nur auf die Summe, die das englische Schazamt glatt bis zum April ausgezahlt hat, während alle noch laufenden Zahlungsverpflichtungen und alle noch nicht gebuchten Rechnungen unberücksichtigt geblieben sind. Darauf deutet auch hin, daß Lloyd George die voraussichtlichen Ausgaben für die nächsten fünf Monate( bis September d. I.) auf rund 480 Millionen Pfund Sterling schätzte. Einen Anspruch auf irgendwelche Genauigkeit können natürlich alle solche Ziffern nicht machen, da sich erstens die Gesamtkosten, schon weil sich immer wieder Nachforderungen ergeben, gar nicht genau übersehen lassen, und zweitens feineswegs ohne weiteres feststeht, welche Ausgaben in dem einen oder anderen Fall zu den Kriegs-, welche zu den gewöhnlichen Staatsausgaben zu zählen sind. Ungefähr ebenso hoch wie die englischen stellen sich nach den Angaben, die der französische Finanzminister Ribot vor zwei Wochen im Pariser Kammerausschuß gemacht hat, die bisherigen Kriegskosten Frankreichs. Sie. sollen sich für die Zeit vom 2. August 1914 bis 15. April 1915 auf ungefähr 11 Milliarden Frank, also auf 8,8 Milliarden Mark belaufen. Zu dieser Summe kommen dann noch die Vorschüsse hinzu, die Frankreich dem mit ihm verbündeten Rußland sowie Belgien und Serbien gewährt hat und von denen es wahrscheinlich nur einen kleinen Teil wiedersehen wird, ferner die Beträge aller Kriegslieferungen aus England und Amerika, die es auf die ihm im London und New York eingeräumten Kredite eingeführt hat. Noch weniger Genaues wissen wir über die bisherige Höhe der Kriegskosten in Deutschland, Desterreich- Ungarn, Rußland und fast gar nichts über die Ausgaben Belgiens und Serbiens. Daher haben manche Rechner auf einem anderen, indirekten Wege die Summen der bisherigen Kriegsausgaben zu ermitteln versucht, indem sie die Beträge festzustellen und zu addieren versuchten, die bisher die am Völkerkrieg be. Westlicher Kriegsschauplatz. teiligten Hauptländer durch innere und äußere Anleihen, Ausgabe von Schatzscheinen bzw. von National- und Notkassenscheinen, Bankwechseln, Heranziehung von Kriegsschazreserven Der französische Tagesbericht. usw. aufgebracht haben. Aber selbstverständlich ergibt auch Unter fortdauernden Verfolgungskämpfen Paris, 6. Mai.( W. T. B.) Amtlicher Bericht solche Addition kein genaues Resultat, denn während einerhaben die verbündeten österreichisch- ungarischen und deutschen von heute nachmittag. Nördlich pern warfen seits die durch Anleihen aufgebrachten Summen noch nicht Streitkräfte die Wislokaftrede Pilzno Jaslo mit wir leicht einen aus Steenstraate vorbrechenden Angriff zurück. überall völlig aufgebraucht sind, haben andererseits alle Staaten Vortruppen überschritten. Südlich Jaslo Südlich Ypern griffen die Deutschen bei Zwartelen die sich vorläufig nicht genau kontrollierbare Kriegsgelder durch sperren im Raume Dukla- Ryuanow starte eigene Truppen im letzten Monat von den englischen Truppen auf der Höhe 60 nbewegsetzung der Notenpresse, Bankvorschüsse, nicht öffent die Karpathenstraßen, auf denen die Russen in regellosen eroberten Schützengräben an. Ihr sehr heftiger Angriff, bei liche Ausgabe von Schatzwechseln, Eröffnung größerer Kredite Kolonnen nach Norden und Nordosten zurückgehen. Diesen dem sie erstidende Gase anwandten, brachte sie zuerst in den bei in- und ausländischen Bankhäusern, durch Hinausschiebung feindlichen Kolonnen folgt auf den Fersen unsere über die Besitz dieser Stellung, aber die Allierten machten einen Gegen- der Zahlungstermine für Striegslieferungen usw. verschafft. Beskiden vordringende Armee, in deren Verband auch angriff und nahmen einen Teil der verlorenen Schüßen- und Schatzscheinen 13% Milliarden Mark für Kriegszwecke gräben wieder ein. Im Ailly- Walde rückte ein von uns aufgenommen, die jedoch noch nicht aufgebraucht sind, doch deutsche Kräfte kämpfen. Deutschland hat bekanntlich bisher an Kriegsanleihen Die Zahl der Gefangenen nnd die Kriegsbeute nehmen gegen Tagesende unternommener Angriff langsam vor. Wir kommen dafür andererseits die Goldreserven des Juliusturms, weiter zu; speziell unser zehntes Korps erbeutete gestern allein nahmen einen anderen Teil der Stellung wieder ein, in dem die Vorschüsse der Reichsbank, die vermehrte Ausgabe von fünf schwere und sechzehn leichte Geschüße. die Deutschen am Morgen Fuß gefaßt hatten. Während der Reichskassenscheinen, die laufenden Zahlungsverbindlichkeiten Unsere Truppen in dem östlichen Abschnitt der Kar- Nacht griffen die Deutschen auf dem Dstrücken des für Kriegsmaterialankäufe hinzu, so daß man sicherlich 13 bis pathenfront weisen unterdessen verzweifelte russische Siladerwasens an, dessen Gipfel sie wieder 14 Milliarden Mark Kriegskosten in Ansatz bringen darf. Angriffe unter den schwersten Verlusten für den Gegner ab. besetzten. Der ganze Rest unseres Gewinnes in Richtung Englands Ausgabe an Currency- Notes, Schatzscheinen und So wurde gestern ein neuer Borstoß gegen die Höhe Ostry Fecht wurde behauptet und befestigt. Kriegsanleihe beläuft sich auf annähernd 12 Milliarden Marf, durch wirkungsvollstes Artilleriefener zurückgeschlagen, drei- Paris, 7. Mai. wozu aber auch hier noch allerlei Kriegsvorschüsse usw. 13 Milliarden Mark. Die Kriegsanleihe Desterreich- Ungarns kommnen. Rechnen wir, mäßig genommen, im ganzen 12 bis betrug bis April( dieses Reich steht zurzeit vor einer neuen größeren Anleihe) nur ungefähr 3 Milliarden Mark. Daß seine bisherigen Kriegskosten weit höher sind, mindestens London, 7. Mai.( W. T. B.) Feldmarschall French doppelt so hoch, und es also aus anderen Geldquellen außer meldet: An der britischen Front nichts Neues, außer der dem noch 3 bis 4 Milliarden Mark herangezogen haben muß, Wiedereroberung einiger verlorener Laufgräben durch uns ist sicher. Rechnen wir hier, ebenfalls vorsichtig, nur 7 Milbeim Hügel 60. Die Gefechte dauern fort. Weder dort noch liarden Warf. Frankreich hatte, wie schon oben erwähnt, nach anderswo zeigt der Feind Neigung, anzugreifen. der Aufstellung des Finanzministers Ribot bis 15. April un ( W. T. B.) Amtlicher Bericht von zehnhundert Mann des Feindes gefangen, gestern abend: Der Tag ist ruhig verlaufen; es ist nichts zu mehrere Abteilungen durch flankierendes Feuer aufgerieben. melden. Auch an der Front in Südostgalizien scheitern alle Versuche des Gegners, einzelne Stützpunkte zu erobern. Auf dem südlichen Kriegsschauplas keine Ereignisse. Im Geschützkampf vernichteten unsere Mörser durch Volltreffer französische Marinegeschütze bei Belgrad. Der Stellvertreter des Chefs des Ceneri Istabes. von Hoefer, eldmarschalleutnant. Was Feldmarschall French meldet. lefofir 11 Milliaroen �ranf beschafft, Zavon lieferte die Bank von Frankreich(also die Notenausgabe) 5 Milliarden Frank, der Verkauf von Bons der Defense Nationale(National? Verteidigung) 3,3 Milliarden Frank. Aus dem Erlöse von B'chcchwecbscln und aus Steuererträgen wurde etwas über 2 Milliarden Frank zu Kriegszwecken Verwandt. Die Bc� Zahlung von weiteren Forderungen im Betrage von zirka ((XI Millionen Frank mutzte wegen Geldmangels vorläufig tnnausgeschoben werden. Zu diesen Kosten kommen aber noch. soweit sich beurteilen läßt, ziemlich beträchtliche laufende Zahlungsverbindlichkeiten sowie ferner die schon erwähnten dem französischen Staat in London und New Jork eingeräumten Kredite für Kriegslieferungen. Nimmt man alles in allem, so dürften sich auch die französischen Kriegskosten bis April auf mindestens t l Milliarden Mark beziffern. Was Rußland anbetrifft, so wurde kürzlich offiziell aus Petersburg gemeldet, daß von August bis April durch die Aus- gäbe von Schabwechseln 2300 Millionen Rubel, durch innere Anleihen und langfristige Schatzobligationen Itilll Millionen Rubel, durch Kreditoperationen ini Auslande 911 Millionen Rubel eingebracht worden wären. Was die Russische Staatsbank Hergegeben hat, läßt sich nicht feststellen. Nur die Tatsache, daß der Notenumlauf seit Kriegsbeginn um rund IlOO Millionen Rubel gestiegen und nach dem Ausweis der Bank vom 28. April ihr Bestand an Schatzscheinen auf IlöZ Millionen Rubel angewachsen ist, läßt erkennen, daß sie grotze Summen hat abrücken müssen. Dazu kommen die für Kriegszwecke festgelegten Steuererträgc, die Kredite im Auslände und schließlich die noch nicht bezahlten Lieferungsbeträgc, die vor- läufig der russische Staat seinen inländischen Kriegs- matcrialienlieferanten schuldig geblieben ist. Es dürfte dem- nach kaum allzu hoch gegriffen sein, wenn englische Finanz- blätter schon vor Wochen die russischen Kriegskosten auf nicht weniger als 750 bis 800 Millionen Pfund Sterling, das heißt auf 13 bis 16 Milliarden Mark veranschlagten. Allein für die fünf Hauptmächte beträgt demnach die Kriegskostenrechnung der ersten acht Kricgsmonate an 60 Milliarden Mark, und rechnet man die Äriegskosten Belgiens und Serbiens, ferner die Emissionskosten, die Zinsausgabe für die Anleihen und die hier noch nicht berücksichtigten besonderen Geldbeschaffungen, Kriegskontributionen usw. hinzu, dann dürfte die Summe von ungefähr 75 Milliarden kaum zu hoch gegriffen sein. Das ist aber noch nicht alles. Es sind nur die eigentlichen >>riegskosten, nicht die Kricgsverluste gezahlt, die durch die Zerstörung von Städten, Dörfern, Kanälen, Eisenbahnen, Fabrikanlagen, Gruben, Feldern, Vorräten usw.. ferner durch Verluste von Guthaben im Auslände, Verminderung J5C5 Wertes industrieller und landwirtschaftlicher Betriebe, Stö- rung des Geschäftsverkehrs, Verluste an Schiffen und La- düngen, Abnutzung der Kriegsrüstungen usw. entstanden sind. Die zur Ersetzung dieser Verluste nötige Summe mit einiger Sicherheit anzugeben, ist unmöglich; aber sicher ist, daß dann, wenn man diese Sunmie den Kriegskosten hinzurechnet, der Gesamtbetrag auf weit über 100 Milliarden Mark steigt. Und doch sind auch dann noch nicht alle Verluste mit- gerechnet, denn auch die neutralen Länder haben schwer unter. dem Kriege gelitten. Zum Teil haben sie sogar zum Schutz ihrer Grenzen zu Mobilisationen greifen und dafür deträcht- Eche Anleihen aufnehmen müssen. So hat z. B. Holland eine Innere Anleihe von 275 Millionen Gulden, die Schweiz zwei innere Anleihen von zusaminen 80 Millionen Frank und eine Anleihe rn den Vereinigten Staaten von 15 Millionen Dollar aufgenommen._ von öer Westfront. Eindrücke und Erlebnisse. Besuch bei der Artillerie. Unten im Zal, in den verlassenen und zerschossenen Gehöften der kleinen Siedlung, haust die Infanterie; oben auf der Höhe hat dm. Artillerie Kampfstellung genommett. Turcb grünsprossenden Wald geht es eine schöne feste Zickzack- ebaussee hinauf. Allmählich wird der Bau instand lichter, Steinboden tritt aus dem Grün heraus, die Kuppe ist nähe. Tu de- ginnen, an der dem Feinde abgewandtcn Seite der Höhe, die Quartiere, in denen sich die Artillerie eingerichtet hat. Gehöfte fehlen hier. Ader dafür gibt es hier oben Höhlen, die sich weck, weit in den Berg hineinziehen. Ursprunglich schuf wohl fcbon die.Natur gewaltige Hohlräume im Feld. Aber Meu- schenfleiß crwciterle sie noch, indem er immer neues Gestein losbrach und hinausschafste, um cö unten in den Tälern für seine 'Sauten zu verwenden. Jetzt kann man kilometerweit durch das Eunkel jen-er Höhlen wandern; selten nur, daß ein Lichtschacht, ein Loch in der Steinwand. etwas Helligkeit verbreitet. Was Wunder, daß das Kriegsvolt sich diese Höhlen nutzbar gemacht l)at! ''lach der Straße zu gelegene Teile, die etwas Licht empfangen, wurden durch Bretterverschläge abgetrennt und umgestaltet in Wohnräume/die zwar ein wenig trübe»nd kühl, nicht eben sehr ir.eundtich, aber dafür gegen feindliche Geschosse um so sicherer lind. Andere Teile der Höhle müssen als Unterkunftsräume für d e Pferde, für Wagen und allerlei Gerät dienen. Durch die langen Gänge find elektrische Leitungen gelegt, die für Beleuchtung > argen. Verschlüge sind angebracht, sauber geordnet hängt an großen .ästen dos Zaumzeug, Strob und Torfmull bietet eine gute Streu, und den Tieren scheint die Höhenluft gar nicht schlecht zu bekommen. Was nicht unmittelbar mit den Pferden zu tun hat, hat es aber vorgezogen, außerhalb der Höhlen feine Wohnung zu suchen. Und an den Fels gelehnt, reibt sich rechts der Straße aufwärts Blockhaus an Blockhaus, aus Balken oder Stämmen gezimmert, fest und solide, die Dächer mit Steinen beschwert; Fenster sind eingesetzt, Bänkchen vor die Tür gestellt; vor den Wohnungen der Offiziere wurden kleine Gartenaulagen gepflanzt; hier und dort auch eine Laube, aus weißen Birkenstämmchen gezimmert. Der Humor hat für allerlei lustige Inschriften gesorgt:„Liebeslaube" und..Berlobungslaube" beißen die gemütlichsten jener zierlichen Bauten; und wegweiserähnliche TafÄn warnen:...Hunde und kleine Kinder müssen an der Leine geführt werden".„Hier ist verboten, Stullenpapier wegzuwerfen". Oder sie locken mit dem schönen Vers:„Der alte Brauch wird nicht gebrochen, hier können Familien Kaffee kochen".. Tort hat man gar kunstvoll einen Franzosen ausgestopft und vor eine der Buden als Wächter gestellt. Auf der andern Seite der Straße, zur Linien,— welch grauser Kontrast I— zieht sich die ganze kleine Siedlung entlang eine dreifache Reihe von Gräbern; Einzelgräber, Massengräber— alle mit einem Holzkreuz und einem einfachen«lein geschmückt, der die Namen der Gefallenen und die Tage ihres Todes nemck; sie erzählen davon, wie grimmig einst um diese Höhe gekäurpft wurde, welch furchtbare Opfer es kostete, bis unsere Tapferen soweit waren, sich auf ihren Hängen„häuslich einrichten" zu tonnen. Aber über die Gräber hinweg, durch lichte Baumkronen hin- dui-cb. schweift der Blick in ein herrliches Tal, branngrün im ersten .Frühlingsschmuck, dazwischen rot und weiß und hellgrau Häuser und Höfe... und dann wieder jenseits hinauf wiescngrüne Hänge, aas denen im prachtvollen Blütenschmuck dreitgewachsene Obstbäume leuchten, zwischendurch, nach der Höhe zu dickster und dichter, auch niedrig» dunkle WaMoSerbüsche... dort wieder eine andere Ungeheure Oofer fordert 5er Krieg— mcErf nur an Menschenleben und Blut, sondern auch an wirtschaftlichen Werten. Was fleißige Arbeit in jahrelangen Mühen ge- schassen hat, wird in wenigen Monaten zerstört. Welche Kulturwerte hätten nicht für diese Äriegskosten und Kriegs- Verluste geschaffen werden können? Qede Gegenden hätten fruchtbar gemacht, Sümpfe trockengelegt und besiedelt. Eisen- bahnen und Kanäle gebaut, Städte umgebaut und saniert werden können. Genehmigung der Rückkehr nach Toul. Paris, 6. Mai.«W.T.B.) Der„Temps" meldet; Der Kommandant der Festung Toul gestattet der Einwohnerschaft des befestigten Lagers von Toul, die infolge der Kriegslage die Stadt verlassen mußte, die Rückkehr. Darauf bezügliche Gesuche müssen vom Gouverneur von Toul bewilligt werden. Die Behörden über- nehmen keine Gewähr für die Dauer des Aufenthalts in Toul. Sie erklären, daß eine neue Räumung durchgeführt werden würde, sobald die militärische Lage eine solche Maßnahme erfordern sollte. Ein Enkel Glaöstones vermißt. Rotterdam, 7. Mai.(2B. T. B.) Der„Rorterdamsche Courant" meldet: Leutnant C. A. Gladstone vom englischen Flieger- k o r p s. ein zweiter Enkel GladstoneS, wird feit 3 0. April vermißt. Rujstsch-französtscher Dementierungsversuch Nichtamtlich. Paris, 7. Mai. Die Agence HavaS gibt folgende Note aus: Die russische Botschaft meldet, daß die österreichisch-ungarischen und deutschen Tagesberichte bezüglich des über die Russen davongetragenen Sieges keineswegs den Tatsachen entsprechen. Dieses Dementi bringt den Zusammenbruch der von den Deutschen organisierten Agitation zum Abschluß. Es ist heute ein leichtes, die verschiedenen Mittel zu zeigen, welche die Deutschen seit dem 22. April angewandt haben, um eine politische und diplomatische Propaganda zu unternehmen, deren Gründe leicht zu erraten sind. Das deutsche Große Hauptquartier kombinierte tatsächlich drei gleichzeitige Gewaltstöße: der erste er- folgte im Gebiet von Langemark. Die von den Deutschen durch er- stickende Gase hervorgerufene Ueberraschung gestattete ihnen, probt- sorisch vorzurücken, aber der Vormarsch wurde noch an demselben Abend zum Stehen gebracht, und die von der alldeutschen Presse mit großem Lärm besprochene Operation brachte weiter keinen Erfolg. Der zweite Gewaltstoß erfolgte im Gebiet von Eparges und Calonne und war ganz ohnmächtig, was die deutschen Tagesberichte nicht verhinderte, diese Operationen in einer Weise zu erwähnen, die aus die Oeffentlichkeit Eindruck machen sollte. Der dritte Gewaltstoß endlich erfolgte in den Karpathen. Die Reklame war diesmal so gut ins Werk gesetzt, daß die Organi- satoren ihre Weisungen überschritten. Der Befehl lautete, einen Sieg zu melden. Die Blätter meldeten die Eroberung von sechs- hundert Geschützen und die Gefangennahme von dreihundert- tausend Russen. Das Wolffsche Bureau selbst mutzte finden, daß das zuviel des Guten sei. und veröffentlichte ein Telegramm (welches'ein Eingeständnis ist), um vor Uebertreibungen, betreffend den Sieg in Galizien, zu warnen. Kurz, die Deutschen versuchten drei- mal in zehn Tagen einen Erfolg zu erringen, welcher ihnen gestatten würde, ihren politischen Feldzug durchzuführen. Dreimal war ihnen ein Mißerfolg beschieden. Eine Zusatzbemerkung der französischen Presse stellt die Operationen im Gebiet von Jpern als eine große Schlappe dar, welche nur durch die völkerrechtswidrige An- Wendung erstickender Gase einen augenblicklichen Vorteil hätten erringen können. Seither seien alle weiteren deutschen An- Kuppe, busch- und waldbewachsen, gekrönt von den ömtgestreckten Anlagen eines alten Klosters mit Türmen und Giebeln; wohl haben die Geschosse der feindlichen Artillerie längst alles in Trümmer gelegt; aber nur um so malerischer leuchten die grauen Ruinen über das Gebüsch hinweg... Und so weit der Blick geht, schieben sich Berge hinter Berge, dunkle Täler da- zwischen... ganz rechts noch ein Dorf in seinem frischen Rot und Weiß wie«ein Nest aus serner Höhe... Ach, man versteht es, daß sie sich hier vor ihren Höhlen und Hütten Bänke und Lauben zimmerten und daß sie hier so gerne in der warmen Frühlings- sonne sitzen: Mögen die Gräber im Vordergründe auch trüb und wehmütig stimmen, die Weiten jenseits des Talss müssen das Herz jung und lenzessroh machen...„Wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt"... Doch weiter! Eine steile Treppe, durch das Gebüsch des Hanges—„Himmelsleiter" nennt sie eine Wegweisertasel— schneidet auswärts führend die letzte Biegung des Zickzackweges ab. und in wenigen Sekunden ist der Zentralplatz der Artillene- siedlung erreicht. Welche Ueberraschung! Wie in einem Nest, einem blitzsauberen. lauckstenden Nest sitzt man hier drin. Ein ziem- lich runder Platz, der Boden auS weißem Sandsteingeröll, ringsum eingeschlossen von fünf-, sechsmeterhoheg steilen weißen Geröll- und Steinwänden; ein alter Steinbruch,— dort, wo er offen stand, noch künstlich abgeschlossen durch neuerrichtetc Steinmauern und Sandsäcke; hier und da Treppenstufen, Holzleitern zur Höhe der Wände hinauf... Hier haben die eigentlichen Bedienungsmannschaften der Ge- schütze ihre Hütten ausgeschlagen. Blockhäuser und in den Fels getriebene Unterstände, sein und sauber ausgeputzt wie die Bauten „eine Etage tiefer". Sogar ein Kaninchenstall ist da und hält seinen ledenden Vorrat für außergewöhnliche Gelegenheiten bereit. Ein bißchen Gartenaulagen schmücken hier gleichfalls den Platz, und inmitten steht auf steingesäumtem Rondell denkmalgleich eine Kanone. Eine„Kanone" freilich ganz eigener Art: Ein paar Loren-Rädcr zeigt aufgelegt ein E-tück Ofenrohr und eine gelbe Dose mit der Inschrift:„Feinste Delikatetz-Heringe— Otto Müller, Hamburg"— bildet das„Perschlutzstück" dieses gefährlichen Laufs. Von diesem harmlosen Scherz ist es aber nicht mehr weit bis zu dem sehr wenig harmlosen Ernst. Ein paar Stufen hinaus, über Steingeröll hinweg, keine Minuic, und schon ist das erste der Geschütze erreicht, deren Laus und Verschluß aus härtestem Stahl gegossen wurden. Halb eingegraben in der Erde und mit Zweigen bedeckt steht es da, rechts und links Höhlen, angefüllt mit Alumtion — mit jenen gelben Riesenpatronen von ftrst Armeslänge, auf denen so freundlich bläu das Granatengeschoß sitzt, dies furchtbare Geschoß, das Dutzende mit einem Aiale vernichten iaun.... Mit einer eigenen, fast höhnischen Selbstsicherhett starrt der dunkle Laus in die Weite.... Aber merkwürdig, von dem Ziel, auf das er de- richtet sein kann, ist nichts, rein gar nichis zu sehen. Vor dem Ge- schütz dehnt sich, noch immer saust ansteigend, nichts als ein Rübenfeld, das die Kuppe der Anhöhe bedeckt. Wo es endet, umgrenzt es das Blau des Himmels.... Kein Tal, keine Höhe, keine feindliche Stellung darüber zu erblicken. Aber das Rätsel löst sich bald. Aus dem Hohleuoau dort links kommt ein Offizier. Er ruft, winkt. Im Augenblick beginnt es sich drüben im«steinbruchkessel zu regen. Aus den Verschlagen und Hütten kommen sie herausgestürzt, und im Handumdrehen hat das Geschütz seine Bedienung um sich. �Stille. Nur aus der Höhle heraus hört man eine Stimme. � Sie telephoniert, fragt Zahlen zurück, gibt Zahlen weiter. 7sm Nu drehen jetzt geüvte Hände ein kleines Steuerrad an dem Geschütz, das einen Zeiger über eine zahlenbesetzte Strichreihe gleiten läßt. Langsam�hebt sich der Lauf. Ein paar andere Handgriffe an unscheinbarer Scheibe— langsam griffe blutig zurückgeschlagen und das verlorene Gelände ganz oder teilweise wiedergewonnen worden. Dieselbe Taktik befolgt die Presse hinsichtlich der Kämpfe bei Eparges und Calonne. Ueber den Vorstoß der österreichisch-ungarischen und deutschen Truppen über den D u n a j e c und die B i a l a schweigt sich die Presse aus und begnügt sich, stark gefärbte Berichte aus der Londoner Presse abzudrucken. Die deutschen und österreichisch- ungarischen Tagesberichte, welche früher zumeist abgedruckt wurdet werden jetzt überhaupt nicht mehr ober in stark gestrichener Fassung veröffentlicht. Die Presse deutet bereits an, daß die russische Front in Westgalizien wenig strategischen Wert besitze und daß die Umgruppierung der russischen Armeen eventuell eine Verbesserung der Lage bedeuten könne. Gestlicher Kriegsschauplatz. Der rußlsche Schlachtenbericht. Petersburg, 7. Mai.(23. T. B.) Der Stab des Generalissimus teilt mit: Bei L i d a u fand am 5. Mai ein Kampf mit deutschen Torpedobooten statt. Südlich M i t a u und beim Dorf Beisagola für uns günstige Scharmützel. Am rechten Ufer der Orzira wiesen wir am Abend des 4. Mai einen heftigen deutschen Angriff ab, der von starkem Artilleriefeuer vorbereitet war, das anderthalb Stunden dauerte. Wir fügten dem Feinde starke Verluste zu. O estlich der Eisenbahnlinie nach M l a w a gelang es uns, durch plötzlichen Vorstoß die Meierei Ponnany zu nehmen. Am 5. Mai unternahm der Gegner wahrend sechs Stunden unaufhörlich fruchtlose Gegenangriffe. Vor der Meierei, die in unseren Händen blieb, ließ der Gegner annähernd tausend Tote zurück. Am linken Ufer der Weichsel ist Ruhe eingetreten. In Galizien dauerte am 5. Mai die Schlacht zwischen der Weichsel und den Karpathen mit großer Hartnäckigkeit fort. Von heftigem Artillerieseuer unterstützt, häufte der Feind weitere Streitkräfte auf dem rechten Dunajeeufer an. Unsere Truppen wurden durch die Ueberlegenheit der schweren Artillerie des Feindes merklich mitgenommen, aber der Gegner spürte doch auch heftig die Wirkung unseres Schrapnell- und Geivehrfeuers, als er seine Angriffe unternahm. In Richtung S t r i j hatten»vir am 4. und 6. Mai weiter Erfolg auf die Ausläufer der Makuwka und machten dabei 2000 Soldaten und 40 Offiziere zu Gefangenen. Der Feind wurde in Verwirrung eine beträchtliche Strecke zurückgeworfen. Am Oberlauf der L o m n i z a errangen wir am 4. Mai früh gleichfalls einige Erfolge. Der Seekrieg. Die„Lusitania� torpediert! O u c e n st o w n, 7. Mai.(W. T. B.)(Meldung des Reuterschen Bureaus.) Der Eunarddampfer„Lusitania" ist torpediert Wörde« und gesunken. Hilfe wurde geschickt. vom v-Sootskrieg. London, 7. Mai.(W.T.B.) Meldung des Reuterschen Bureau?. Der Dreima st schöner„Earl of Latham, der 132 Tonnen faßte, ist gestern bei Kinsdale von einem deutschen Ilntersce- boot durch Kanonenschüsse in den Grund gebohrt worden. wendet er sich nach rechts herum.„Fertig!" Kommandoruf. Ein schneller Ritz au dem Ende eines kurzen Strickes. Schlitternder Krach. Dampf. Pulverschleim bricht aus der Mündung des Laufes, ein«sausen durchschneidet die Luft....«Sekunden vergehen... und dann fern drüben ein neuer, gedämpfter Krach: das Geschoß ist eingeschlagen.—«schon haben flinke Hände eine neue Ladung in den Schlund der Kanone ae- schoben. Vom Telephon ber kommen neue Weisungen— Kommaudo- rufe... Und abermals der donnernde Krach des Abschusses... Nun deglniit auch weiter links ein Geschütz seine Höllenmusii... Der Tanz ist im Gange--- Es ist noch gut zehn Minuten Weg— immer einen steimgen Laufgraben entlang— bis zu dem Beobachtungsstand, der mit seinen telephonischen Weisungen die donnernden Ungetüme lenkt. In den Felsen gehauen, mit festen Bohlen bedeckt, hch er sich die Nase der Bergkuppc ausgesucht und steckt seine beiden Scherenfern- röhre hörnergleich durch die Decke hindurch in das Blau. Das Auge sucht die Gucklöcher— und ein Wunder tut sich vor ihnen auf. Weithin schweift der Blick in sonst ungeschautc Ferne. Und kleine Drehungen an den Rädchen des Instruments geben ihm immer neue Bilder, iimner neue Ueberraschungen. Dort unten däs Tal— Busch und Wiese— Wege gelb hindurchkriechend, Gehöfte, kleine Dörfchen bunt in der«sonne leuchtend... Und wie eine viel fach gewundene Schlange, silbern blitzend, hier in seinen Ufern verschwindend, dort wieder heraustauchend der Fluß... Klär und deutlich alles zu erkennen. Alles— gewiß, und dort auch die Gräben, die fleißige Hände durch Wiesen und Buschwerk gewühlt haben, die Sackauflagen der Unterstände hinter dem Gehöft, ja, die Stangen der Drahtverhaue vor den Stellungen. Drüben dann wieder Gräben, mit ihren Verhauen dem Blick zugewandt— die Stellung des Gegners! Wie fein man ihr Zickzack, ü>re Ver- bindungswege, ihre Ausbuchtungen erkennt!— Dahinter, den Hang hinauf, ein Dorf. Und noch höher empor, in bläulichem Schimmer die Höben, aus denen die feindliche Artillerie sich festgenistet hat... Ein anderes Panorama. Schimmernd und blitzend in den Strahlen der«sonne Dach an Dach: die große Stadt! Man sieht ihre Au- laufet sich vorstrecken in das grüne Gelände, die ersten Häuser, die. rote Fabrik ganz vorne noch durch Gräben und Verhaue geschützt. Ran sieht die Vorstädte mit ihren unbebauten Lücken, mit ein paar spitzen Türmen neumodischer Kirchen. Und dann jenes Meer von leuchtenden Schiefer- und Ziegeldächern, hoch überragt von zwei Turmtolossen, von der stumpfen Pyramide einer Kathedrale und dem reichverzierten Doppelgetürm einer anderen Kirche. Man erkennt, wie es zerschossen ist. Und doch noch boller Kraft und Größe, so hoch und stark emporstrebend über das Tächergewirr— hinein in das Graublau der Fernen!... Alles ist tot und still in dem Gelände. Ober nein, doch nichi! Dort laufen ein paar Gestalten hinter den feindlichen Gräben herum; klein und grau erscheinen sie, aber man sieht sie doch handgreiflich, kann alle Bewegungen erkennen... Der Artilleriebeobachter schüttelt lächelnd den Kopf: Ter- gleichen ist oft genug zu sehen. Deshalb wird nicht gleich geschossen. Es müssen schon erhebliche Ansammlungen erkannt werden, che der Feuerbefehl lommte. Kaum sattseheu kann sich das Auge. Räch und nach erkennt es manche dekannte Stellung, manchen Punkt, an dem der Be- obachter selbst schon mit Posten stand oder die Schaufel schwang.-.- Und immer deutlicher treten die Einzelheiten hervor und zeigen weithin alle strategischen Anlage».... Die„Augen der Batterien" hat man diese Beobachtiingsstänoe genannt. Herrliche klare Augen! Wenn sich nur nicht so oft vor ihnen dieBilder derVernicktung undVerzweifelung zeiglen.nicht so oft sich«jenen verzweifelten Ringens, blutigen Sterbens abspielten!... P. bk. Lonbon, 7. Mai.(23. T. 25.) Das Aeutersche Bureau meldet auZ Whitby; Ein deutsches Unterseeboot versenkte in der Nordsee den Fischdampfer„Merri Jslingto«'. Die Besatzung wurde in Whitby an Land gebracht. London, 7. Mai.(W. T. B.) Meldung des Neuterschen Bureaus. Lloyd erfährt aus Liverpool, daß der Dampfer ,.C enturion", 5945 Tonnen Gehalt, von Liverpool nach Südafrika unterwegs, gestern an der irischen Küste in Grund gebohrt worden ist. Die Besatzung ist gerettet. Liverpool, 7. Mai.(W- T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Dampfer„Kandidate" wurde am Dienstag von einem deutschen Unterseeboot in der irischen See torpediert und zum Sinken gebracht. Die ganze Besatzung ist gerettet. Note üer vereinigten Staaten an deutjchlanü. Washington, 7. Mai.. Mai in Bologna zu beraten. Schon jetzt läßt sich klar voraussehen, daß die Mehrheit nicht für den Generalstreik sein wird. Während nun Turati in Bologna beim Maifest gegen den Krieg sprach, wurde er von dem Ruf unterbrochen:«Es lebe der(Keneralstreil", worauf er, mit nicht eben glücklich gewählten Worten, zur Antwort gab:»Besser die kleine Tollheit des Krieges als die große Tollheit des General- streiks". Diese Antwort gab zu heftigem Protest Anlaß, wobei zu- tage trat, daß allein die Frage der Mittel der Abwehr des Krieges heute die Gemüter reizt und erregt. So war es eine traurige Mai». feier, verdunkelt durch die Schatten der gegenwärtigen Kriegsereignisie und der drohenden Zukunft. In dem kampflosen Warten reiben sich die nervösen Energien auf: man weiß es wohl, daß eine besi'ere Zukunft kommen mutz. aber man sieht sie nicht im Geiste vor Augen und ist nicht in der Stimmung, Feste mternationaler Solidarität zu seiern. die italienische Schlappe in Tripolis. Rom, 7. Mai.(T. U.) Einzelheiten über das letzte Ge- fecht in Tripolis melden, daß die italienische Kolonne 2000 reguläre Weiße und farbige Truppen und 4000 einheimische Söldner umfaßte. Als dieser zahlenmäßigen Uebermacht unsicherer Elemente erklärt sich die schwierige Lage, in die die Kolonie geriet, so daß der Gesamtverlust sich aus etwa tausend Mann belief. Der Ministerrat beschloß notwendige Matzregeln._ Kohlenausfuhrverbot in England. London, 7. Mai.(23. T. 23.) Der Board of Trade gibt be- kannt, daß vom 13. Mai ab die Ausfuhr vonKohlen und Koks nach allen Häfen mit Ausnahme der von England besetzten oder unter seinem Protektorat stehenden sowie der Häfen in den Ländern der Alliierten durch einen Regierungsbeschluß verboten ist. Japans Ultimatum an China überreicht! Petersburg, 7. Mai.(W. T. B.) Die P e t e r S- burger Telegraphen- Agentur meldet aus Peking vom 7. Mai, 3 Uhr nachmittags: Japa« hat China ein Ultimatum überreicht, das am ä. Mai, 6 Uhr abends abläuft. *= ♦ * London, 7. Mai.(W. T. 25.) Das Reutersche Bureau meldet aus Tokio: Wenn China nach Ablauf der im japanischen Ultimatum gestellten Frist die Bedingungen Japans nicht annimmt, wird Gesandter Hioi Peking verlassen. Heer und Flotte haben Befehl, sich bereitzuhalten, um sich sofort nach jedem Platz, der ihnen angewiesen wird, begeben zu können. Amerikas Stellung zu öem japanische chinesischen Konflikt. Amsterdam, 7. Mai.(W. T. B.) Reuter meldet aus Washington: B r y a n hat eine Erklärung erlassen, in der wiederholt wird, daß die Vereinigten Staaten an der Politik der offenen Türe und der Erhaltung der territorialen Integrität Chinas fest halte u. Das einzige Interesse, daS die Bereinigten Staaten hätten, sei, daß die chinestsch-japanischen Verhandlungen zu einem befriedigenden Abschluß für beide Nationen gelangten, die so zum Frieden der Welt beitragen würden. Die amerikanische Regierung denke nichtdaran, irgend eines ihrer Vertragsrechte in China aufzugeben- Sie sei weder von Japan noch von China aufgefordert worden, sie preiszugeben. Letzte Nachrichten. Gegnerische Falschmeldungen. Berlin, 7. Mai.(W. T. B.) Die„A g c n c e H av a s" verbreitet eine Note, wonach die russische Botschaft in PariS den Sieg der Verbündeten über die Russen in Westgalizien bestreitet. Die französische Agentur fügt hinzu, damit seien die deutschen Meldungen über drei erfolgreiche Vorstöße entkräftet, denn auch bei Langemarck und bei Eparges hätten die deutschen Angriffe keinen nachhaltigen Gewinn ergeben. Die französische Presse bringt es sogar fertig, die Operationen im Gebiet von Apern als eine große Schlappe— für die Deutschen hinzustellen. Was zunächst die Lage in Westgalizien betrifft, so ver- absäumen die Russen, die ihr„Dementi" in der ganzen Welt amtlich zu verbreiten scheinen, mit gutem Grund Einzelheiten und Ortsangaben bekanntzugeben. Sie wagen nicht den ihnen bis dahin bekannten amtlichen deutschen und österreichisch-ungarischen Meldungen zu widersprechen, wo nach die Truppen der Verbündeten Dukla. Szadow und Tarnow besetzt und an mehreren Stellen den Uebergang üh�r die Wislofa sicb erkämpft haben. Das find unwiderlegliche. Tatsachen und ein einziger Blick auf die Karte zeigt auch dem Laien, daß damit nicht nur die Dunajec-Stellung der Russen überrannt, sondern auch zum mindesten der westliche Teil der russischen Karpathenfront unhaltbar geworden, ja im beträchtlichen Umfang bereits im Rücken gefaßt worden ist. Ein so schnelles Zurückweichen des Feindes von der Düna- jec-Stellung bis hinter die Wisloca ist gteichbedeutend mit Flucht und läßt auf nahezu völlige Deroute der russischen Armee aus einer Front von etwa 170 Kilometern Breite schließen. Die stärke der in die Niederlage verwickelten rns- sischen Truppen entspricht der von acht bis zehn Armeekorps. Auch die Erfolge im Gebiete von L p e r n sind von der deutschen obersten Heeresleitung täglich durch genaue Angabc der eroberten Ortschaften belegt worden. Die allgemeinen Redensarten der Franzosen, die unseren ganz greifbaren und aus der Karte leicht nachzuprüfenden Berichten nur inhalt- lose Worte entgegenzusetzen haben, zeigen mit voller Deutlichkeit, daß es den Gegnern völlig an wirklichen Tatbeweisen fehlt. Die„Agence Havas" greift schließlich die Tatsache auf. daß das Wolffschc Tele- graphendureau am 4. Mai irreführende Zahlenangaben über unsere Kriegsbeute in Westgalizien zurückgewiesen hat. Die französische Agentur entstellt jedoch die Wahrheit, indem sie verschweigt, daß jene Angaben unter Mißbrauch der amtlichen Kennzeichnung von irgendwelchen Schwindlern verbreitet worden waren, ihre Zurückweisung also von einer Wahrheitsliebe zeugt, für die man in Frankreich freilich kein Verständnis voraussetzen darf. Die neuen glän- zenden Erfolge in Westgalizien, die wiederum mit genauen Ortsangaden delegt werden, geben lins allen Grund zu der Erwartung, daß die Tatsachen auch fernerhin eine Sprache reden werden, die den leeren Phrasen unserer Feinde den letzten Rest von Glaubwürdigkeit raubt. Tic englische Grubcnarbeitcrbcwegung. London, 7. Mai.(T. II.) In der Frage des Lohnzuschlags für die Grubenarbeiter bat der als Schiedsrichter angerufene Premierminister Asguith die Entscheidung dahin getroffen, daß den Grubenarbeitern ein Lohnzuschlag zu gewähren sei. Dieser Zuschlag wird innerhalb einer WocKe für jedes Gebiet festgestellt. Die erhöhte Zahlung soll vom 5, Mai ad berechnet werden. Strumpf- u. HandschuhWoche Erprobt gute Qualitäten Enorm billige A.Jandorf& C Spittelmarkt Belle- Alliancestr. Gr. Frankfurterstr. Brunnenstr. Kottbuser Damm Wilmersdorfer Str. 118-119 Lebensmittel Nicht am Spittelmarkt Preise FRISCHES FLEISCH Lebende Plötzen Kalbsbrust. 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Deutsches Künstler- Theater 8 Uhr: Der reiche Aehnl Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: La Traviata Montis Operetten- Theater Gastspiel Louis Treumann. 8 Uhr: Hoheit tanzt Walzer Residenz- Theater 8 Uhr: Die Schöne vom Strand Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Faust I. Teil Gebr. Herrnfeld- Theater Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: Der Gedankenleser. Das einzige Mittel. Die Winterschlachten in Masuren. Kleines Theater 11 WINTHE PARTEN 65 8 Uhr: Scherz, Satire, Ironie u. tiefere Bedeutung Komische Oper 8 Uhr: Der Opernball Komödienhaus 8 Uhi: Die fünf Frankfurter Rita Sacchetto Lessing- Theater Else Bötticher Rosa Felsegg Julius Spielmann sowie der neue Mai- Spielplan. 8 Uhr: Datterich Lustspielhaus 8 Uhr: Das Prinzip Thalia- Theater 8Uhr: Alt- BerlinerPossen- Abend: Das erste Mittagessen. Hermann und Dorothea. Guten Morgen, Herr Fischer. Theater am Nollendorfpl. 8 Uhr: Immer feste druft! Sonnt. 32 U.: Die Dollarprinzessin. Theater des Westens 8 Uhr: Die Landstreicher Sonntag 3 Uhr: Polenblut Badstr. 58. Badstr. 58. Morgen Sonntag, den 9. Mai: Ferdinand Avelli Drama in 3 Atten von Charlotte Birch Pfeiffer.; 3 Die Theaterkaffe ist Sonntags von 10 Uhr bormittags bis abends geöffnet. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anj. 8 Uhr Walhalla- Theater. 8 Uhr: Die Jagd nach dem Glück. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Anf. 8 U. Zum Schluß: Im Schützengraben Militärisch. Zeit bild von Meyfel. Militärpersonen 1. deren Angehörigen vollkommen freier Zutritt zu d.Stett. Sängern. Theater in der Königgrätzer Straße Monats- Garderobe! 8 Uhr: Rausch Trianon- Theater 8% Uhr Ein Prachtmädel Uhr: Wie man einen Mann gewinnt Sonntag 3, Uhr: Schuldig Volksbühne.Theater am Bülowplatz Metropol- Theater 8 Uhr: Der Hochtourist 8 Uhr: Der Revisor Am Sonntag, den 9. Mai, Dampferfahrt zur Baumblüte nach Werder. Abf. Berlin, Marschallbrüde nahe Reichstagsgebäude 82 Uhr und 9 Uhr. Abf. Charlottenburg, Tegeler Weg nahe Bahnhof Jungfernheide 9 und 9 Uhr. Ab Charlottenburg 20 Pf. PreisReederei Kieck, Faldensteinstr. 48, Mpl. 8197. Am 13. Mai( Himmelfahrtstag) ab Oberbaumbrüde nach Neu. Heringsdorf. Abf. 9 Uhr, 11, Uhr vormittags und 3 Uhr nachmittags Casino- Theater magigung. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Nur noch bis 16. Mai der neue Lustspiel- Schlager: Die gute Mama. Sonntag 4 Uhr: Reehengasse 26. Sonnt., 16. Mai: Abschiedsvorstellung. Wiedereröffnung im Auguft. Rose- Theater. 8 Uhr: Mutterliebe. Sonnt. 3 Uhr: Mutterliebe. 29 8 Uhr: Mutterliebe. 4 Uhr: Gartenbühne. Vorstellung. Dampfer -W Reederei Kahnt& Hertzer stoffet. 2062. Königst. Bei günstigem Better täglich( außer Sonnabend): Fahrten zur Baumblüte nach Werder a. H. Abf. 9 Uhr vorm. ab Reichstagsufer direkt a. Bahnh. Friedrichstr. Hin u. zurüd: Sonntags u. Himmelf. 1,50. Werktags 1,25. Schulen, auch einz. Klassen, w. Berktags je n. 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Armeekorps in Erinnerung, nach der für digungs- und Eroberungskrieg" nach den Motiven ab- das gesamte Gebiet der deutschen Geschäftssprache Inschriften in grenzen, die bei Ausbruch des Krieges die kriegführenden französischer Eprache an allen öffentlich zugänglichen Orten verboten Staaten zu den Waffen riefen. Bei einem Kriege, in dem sind. Dieser Verordnung sind auch Grabinschriften unterBündnisverträge eine so große Rolle spielen wie worfen und bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Bürgergegenwärtig, dürfte es nicht ganz leicht sein, mit dem Schema meister, wenn sie mehr als den Namen, Geburts- und Todestag des Die von dem sozialistischen Kongreßmitglied Genossen Meyer Verteidigungs- oder Eroberungskrieg" auszukommen. Beide Verstorbenen tragen. Die Friedhofsausscher sind angewiesen, die London angeregte Friedensaktion fand ihren ersten praktischen Aus- Begriffe werden vielmehr durch Charakter und Absichten, Beachtung dieser Vorschriften zu überwachen. druck in einer höchſt imposanten Massenversammlung, die also das Kriegsziel, zu bestimmen sein. Dieses Ziel wird gestern von der New Yorker Gewerkschaftszentrale nach der historischen auch auf die Dauer des Krieges von allergrößtem EinLandtagserfahwahl in Pr. Holland. Halle des Cooper- Instituts einberufen war. Hier war es, wo der fluß sein. große Lincoln, der Stlavenbefreier, der am selben Tage vor 50 Jahren, Bei der Wahl zum preußischen Abgeordnetenhause im RegierungsHerr v. Jedlig treibt ja jekt so eifrig historische Studien, von Mörderhand hingestreckt, sein Leben aushauchte, seine erste Bolts- um politische Erkenntnisse in der verhüllten Form von histo- bezirk Königsberg, Wahlort Preußisch Holland, Wahlbezirk versammlung hielt, als er New York besuchte. Die gestrige Friedens- rischen Parallelen zu verbreiten. Da könnte er leicht auch in Nr. 6, wurde der Graf zu Dohna- Canthen, Rittergutsbersammlung der Arbeiter war überfüllt. Lange bevor der erste der deutschen Geschichte ein Beispiel dafür finden, daß ein bei besizer auf Canthen( konservativ) gewählt. Es wurden 172 Stimmen als Beginn bloße Verteidigung Nedner zu Worte tam, mußte draußen die Polizei die Zugänge empfundener Krieg abgegeben. Es war kein Gegenkandidat aufgestellt worden. sperren. Hunderte mußten unverrichteter Sache wieder heimkehren. Dieſe ſpäter gegen den anfänglichen Widerspruch des leitenden erste Versammlung, die die Bewegung einleiten sollte und der Staatsmannes zur Gebietserweiterung und damit zur zeitEin Nachspiel zum Meter Katholikentage. andere folgen werden, war ein schöner Erfolg und zeichnete sich der Agitation derer, die in ihren Kriegszielwünschen selbst Bischof Koppes von Luxemburg u. a. ausgeführt:„ Liberale lichen Ausdehnung des Krieges führte. Und gar angesichts Auf dem Metzer Katholikentage im August 1913 hatte der namentlich durch die Begeisterung und die Einmütigkeit der TeilHerrn v. Zedlitz zu weit gehen, ist die Mahnung zur bloßen Dunkelmänner, sozialistische Streber und revolutionäre Freidenfer nehmer aus. Verteidigung nur zu berechtigt. Herr v. Zedlitz folgert sogar in reiner Definition des inszeniert, um die Aufmerksamkeit des Volkes abzulenken. Denn die haben sich zuſammengetan zum Block; sie haben einen Stulturkampi Verteidigungsfrieges weiter: Wenn aber zur Unterstützung jener falschen Auslegung be- Regierung besaß noch etwa 600 Heftar Erzfelder, Minette, wie wir tont wird, daß der Krieg, den wir führen, ein Verteidigungskrieg sagen; das hätten jene gern ergattert, und während vorn der Schulist, so schließt der Begriff Verteidigungsfrieg nicht nur Erweite ampf tobte, fuchten sie hinten sich die Taschen zu füllen." Wegen rung unseres Landgebietes oder unserer Machtsphäre nicht dieser Aeußerungen hatten die liberalen und sozialistischen Abgeaus, sondern kann solche direkt bedingen. Denn das Ziel ordneten des Turemburgischen Parlaments Beleidigungsklage angeeines Verteidigungskrieges ist doch nicht bloß Abwendung der strengt. Der Bischof ist jetzt in letter Instanz wegen Beaugenblicklichen Kriegsgefahr, sondern ebenso Sicherung vor leidigung zu 200 Fr. Geldstrafe, weiter zu 200 Fr. Schadenersatz an fünftiger Kriegsgefahr, damit die Dauer des Friedens ge- jeden der 21 Kläger, zur Tragung der Kosten und zur Veröffentwährleistet ist. In bezug auf die Sicherung vor künftiger Striegs- lichung des Urteils in 10 Zeitungen verurteilt worden. gefahr kommt Landerwerb und Erweiterung unserer Machtsphäre aber unter anderem in Betracht: Einstimmig gelangte folgende Resolution zur Annahme: Da der furchtbare europäische Krieg die Völker aller Länder an ihre Pflicht gemahnt hat, Mittel und Wege zu finden, um einen unmittelbaren Frieden zu verlangen und zu er zwingen; und da die Central Federated Union von Groß- New York und Nachbarschaft, die über 300 000 organisierte Männer und Frauen vertritt, in voller Erkenntnis dieser Verhältnisse beschlossen hat, den Frieden anzustreben und das amerikanische Volk zur Mitwirkung aufruft; und da die Arbeit es ist, die das Material zum Kampfe liefert und die Ausgaben bezahlt und alle Kriegsmaterialien herstellt: beschließt diese Versammlung, daß wir die organisierte Arbeiterschaft in den ganzen Vereinigten Staaten aufrufen, den Vorschlag eines Generalstreits in den Industrien, die sich mit der Herstellung der Munition und Nahrungsmittel befassen, sofort ernsthaft in Erwägung zu ziehen; sie beschließt weiter, daß wir für Bevoll mächtigung einer aus drei Mann bestehenden Arbeiterbelegation eintreten, die die Zentren der Arbeiterbewegung der friegführenden Länder besuchen und dort über die beste positive Methode zur Beendigung dieser furchtbaren Katastrophe beraten soll." Nachdem der Vorsitzende, der Gewerkschaftsführer Morris Braun, die vorstehende Resolution verlesen, erhob sich die ganze aus 3000 Personen bestehende Versammlung, um wie ein Mann der Resolution zuzustimmen. 1. zur Stärkung und Verbesserung unserer Kriegslage, und zwar auch für den wirtschaftlichen Krieg, 2. als Erfaz für nicht beitreibbare Entschädigung für unsere finanziellen und wirtschaftlichen Opfer, Die holländische Regierung gegen die sozialistischen Soldatenklubs. Aus Amsterdam schreibt man uns: Unserem Parteiblatt„ Het Wahlen in Dänemark. 3. zur Aufrechterhaltung der auch für unsere Kriegs- Bolt" ist ein sehr geheimes" Rundschreiben des Oberbefehlshabers tüchtigkeit so hochwichtigen gesunden Mischung von der Land- und Seemacht auf den Tisch geflogen. Das Rundschreiben industrieller und landwirtschaftlicher Be- macht die Militärbehörden auf die sozialistischen Mobilisatieklubs", völkerung. die unter den einberufenen Wehrleuten den sozialistischen Geist Dabei handelt es sich nicht entfernt um uferlose Phantasien, aufrechtzuhalten suchen, aufmerksam und behauptet, daß diese Klubs sondern um sachlich ganz fest begrenzte Ziele, deren Erreichung die Verbreitung antimilitaristischer Gesinnung namentlich unter den auch jede Gefahr einer leberspannung unserer Boltstraft aus jüngsten Jahrgängen anstreben. Es fordert zu energischem Eingreifen schließt." Herr v. Zedlitz wird zugeben müssen, daß dann das so gegen Versuche zur Untergrabung der Mannszucht auf.„ Het Der Hauptredner war der Genosse Meyer London, der vergrößerte Deutschland doch wiederum neuen Angriffen aus- Volt" bestreitet entschieden das Vorhandensein der im Rundschreiben in leidenschaftlicher Weise den Gedanken Ausdruck verlieh, die viele gesegt sein könnte. Um sich vor diesen möglichen Angriffen bezeichneten Bestrebungen. Millionen hierzulande beseelen. Nicht die Schrecken des Krieges, so zu sichern, würde Herr v. Zedlig später wieder neue Landführte er aus, seien das schlimmste, sondern der Völkerhaß, den der erwerbungen für notwendig halten und so fort. SO= Krieg säe und der um so heftiger wäre, je länger der Krieg dauere. Tange man zur Sicherung nur auf militärische Kopenhagen, 7. Mai.( W. T. B.) Bei den heutigen Wahlen Doch der Kern seiner Ausführungen war in folgenden Worten ent- Straft vertraut, wird jede noch so große Gebiets- zum Foltething sind fast in allen Streisen alle Abgeordneten ohne halten:" Der Sozialismus und die Arbeiterbewegungen der erweiterung dieses Ziel nicht garantieren fönnen. Da werden Gegenkandidaten und ohne Abstimmung wiedergewählt worden. Welt können die Fortführung des Krieges unmöglich machen, und zwischenstaatliche Organisationen bessere Gewähr bieten können. damit das Verlangen nach Frieden erfolgreich wirke, muß es zu Gebietserweiterungen sind für Zwecke der Landesverteidigung gleicher Zeit von beiden Lagern fommen. Die Arbeit, nicht nur untauglich, sondern direkt gefährlich. Gewaltdie Bestrebungen der Arbeiterklasse zu koordinieren, sie zu fördern fame Abtrennungen wecken in dem unterlegenen Gegner und ihnen Kraft zu verleihen, sollte unmittelbar von der Arbeiter- Revanchestimmungen, die notwendig zu einer Wiederholung In der Berner Zeitschrift Die Menschheit" schreibt Friz bewegung Amerikas und der neutralen Länder in Angriff genommen des Strieges führen müssen. Auch die innerpolitischen Roettcher, Generalsekretär der Deutschen Friedensgesellschaft werden. Wir sollten nicht nur eine Delegation nach Europa Schwierigkeiten Gebiete mit deutscher Sprache fänten ja( Stuttgart), zu diesem Thema: schicken, die helfen soll, die zerrissenen Fäden des Internatio- für Annettionen nirgends in Frage- würden durch eine Genalismus wieder aneinanderzuknüpfen, sondern wir sollten uns bietserweiterung außerordentlich wachsen. auch bereit halten, die nötigen Opfer für den Frieden zu bringen. Dag die amerikanischen Kapitalisten im Interesse des Friedens auf die Kriegslieferungen verzichten würden, darauf, meinte der fozialistische Kongreßmann, sei nicht zu hoffen. Die Herren würden felbst der Hölle Feuer und Schwefel liefern, wenn sie dabei profitieren könnten. Umsomehr müsse das amerikanische Volt sich dagegen zur Wehr setzen, zum Werkzeug des Kriegsmolochs gemacht zu werden. In ähnlichem Sinne sprachen die übrigen Redner, Shiplacoff, Abrahams, Frau Cotterill, alles führende Personen in der Gewerf. schaftsbewegung. Die Erwähnung der Namen Liebknecht und Reir Hardie löste großen Beifall aus. art. Ohnmächtig gegen den Lebensmittelwucher! Der Breslauer Magistrat läßt eine weitere Erhöhung der Höchsts preise für Fleischwaren bekanntmachen und fügt als Begründung für diesen schädlichen Schritt folgendes hinzu: Pazifismus und Sozialismus. Pazifismus und Sozialismus find zwei Seiten ein und der selben Sache. Beide beziehen sich auf die organisatorisch Regelung menschlicher Beziehungen. Während der Sozialismus, so wie er heute vertreten wird, die Beziehung des Einzelnen zur Gesamtheit und umgekehrt im Auge hat, beschäftigt sich der Pazifismus mit der organisatorischen Regelung von Menschenverbänden zueinander. Die andauernden Preistreibereien im Verlaufe von Wohl ist der Sozialismus der umfassendere Begriff lebendem Vieh bei den Viehzüchtern und im Viehhandel, denen und schließt eigentlich den Pazifismus in sich, ungefähr so, wie die entgegenzutreten wir machtlos sind, haben uns zur ethischen Geseze des Handelns für den Einzelnen auch in ovo dies Heraussetzung der Fleischhöchstpreise für den Kleinhandel genötigt. jenigen für die Gesamtheit umschließen. In der Praris hat es sich Der Magistrat der hiesigen fgl. Haupt- und Residenzstadt. aber herausgebildet, daß man heute den Sozialismus vielfach nur Statt daß man die Wucherer ins Gefängnis sterkt, muß der als eine bloße Form der wirtschaftlichen Organisation ansieht Magistrat seine Ohnmacht öffentlich befunden. Werden nicht endlich und die volklichen Beziehungen damit nicht ausreichend in mächtigere Behörden diesem Treiben entgegentreten? Verbindung bringt. Der Kampf gegen den den Kapitalismus wird national geführt, weil diese nationalen Kämpfe unmittelbarer in das Interesse des Einzelnen eingreifen und daher Bor zwei Tagen tam der holländische Genosse van Kol hier Er befand sich auf der Durchreise nach Japan, wohin er von der holländischen Regierung als Mitglied einer mit dem Studium der japanischen Industrieverhältnisse beauftragten Kommission geschickt worden ist. Ein Berichterstatter der New Yorker Volks Aufhebung der Sonntagsruhe in Ostpreußen. zeitung suchte ihn auf. Van Kol bemerkte ihm gegenüber in bezug Nachdem fürzlich angeordnet worden ist, daß die Gutsbesizer eher erkannt worden sind. Durch diesen einseitigen Gesichtswinkel auf die Versammlung in der Halle des Cooper- Instituts: Es ist die Arbeiter an den Sonntagen mit Bestellungs- und Erntearbeiten ist es z. B. zu erklären, daß die Verteilung von Nahrungsmitteln in der Tat nichts wichtiger, als gerade jetzt für den Frieden zu beschäftigen können, hat auch der Bischof von Ermland eine Ver- unter dem Drud militärischer Verhältnisse, wie sie heute in vielen arbeiten und überall, wo wir Gelegenheit dazu haben, für den fügung erlassen, nach der es auch den Katholiken gestattet wird, an Ländern vorkommt, als eine sozialistische Maßnahme angesehen wird, Friedensgedanken zu wirken, denn gerade wenn dieser Frieden für allen Sonn- und Feiertagen, mit Ausnahme des Pfingst- während sie sich in Wahrheit doch als eine Maßnahme zur die Massen von Wert sein soll, muß er von uns gründlich vorbereitet sonntags sowie des Fronleichnamsfestes alle ländlichen Ar- Aufrechterhaltung der dem Sozialismus gerade und propagiert werden. Darum fann ich mir gar nichts Besseres beiten für die Aderbestellung zu verrichten. Die Pflicht, dem entgegengesetten Wirtschaftsform darstellt. Eine denken, als daß die Absicht der hiesigen Unionleute, eine Delegation Gottesdienste beizuwohnen, bleibe bestehen. Geräuschvolle Arbeiten solche Veräußerlichung der sozialistischen Gedankengänge, über deren nach Europa zu entsenden, zur Durchführung gelangt. Sie hier, sollen möglichst vermieden und die äußere Sonntagsruhe tunlichst Richtigkeit und Zweckmäßigkeit hier nicht gesprochen werden soll, ist als völlig Neutrale, fönnen weit eher die zerrissenen Fäden wieder gewahrt bleiben. in vielen Ländern den Sozialdemokraten zum Verhängnis ge zusammenknüpfen, als das uns draußen möglich wäre. Ihre Stimme worden.... würde von allen gehört und wahrscheinlich auch befolgt werden." Verlängerung der Mandatsdauer in Sachsen. Demgegenüber ist es für uns Pazifisten eine Art moralischer Weiter bemerkte der holländische Genosse:" Sagen Sie den ameri Es ist wiederholt berichtet worden, daß in sächsischen Regierungs- Genugtuung, wenn wir sehen, wie andere Sozialisten, bei tanischen Sozialisten, daß die Wunden, die der Idee des flassen- treisen die Absicht besteht, die Mandatsdauer der sächsischen Zweiten weitem die Mehrheit, unsere alten pazifistischen Gesichtsbewußten Proletariats in den ersten Wochen des furchtbaren Krieges Rammer zu verlängern und Neuwahlen, die eigentlich spätestens in punkte hervorholen und mit Eifer vertreten. Ganz charakteristisch geschlagen wurden, am Vernarben sind, daß wir uns in Europa diesem Herbst stattfinden müßten, bis nach dem Striege zu verschieben. sind in dieser Beziehung die Beschlüsse des Osterkongresses der engwieder einander zu nähern und gegenseitig zu verstehen suchen." Ueber die Form einer solchen dem Wahlrecht und der Verfassung lischen unabhängigen Arbeiterpartei. Man könnte glauben, sie wären widersprechenden Verlängerung der Mandatsdauer hat sich in der Wort für Wort unseren Schriften entnommen. In Deutschland sächsischen Presse eine ziemlich umfangreiche Diskussion entwickelt, brachte der Vorwärts" einen Leitartikel von Bernstein zum 18. März. wobei die Frage eine Rolle spielt, ob ein außerordentlicher Darin finden wir Nikol. Murray Buttlers, des Landtag einberufen. einberufen werde oder nicht. Wie uns jetzt ge- bekannten amerikanischen Pazifisten, Ansichten über die RassenVerteidigungs- oder Eroberungskrieg? schrieben wird, ist die Regierung der Meinung, daß es nicht frage, die amerikanische Friedensmission, die unbefestigte und den Vereinigten Staaten und Bürgerliche Politiker scheinen noch immer nicht die vollen nötig sei, einen außerordentlichen Landtag einzuberufen. Sie be- Grenze zwischen Kanada Konsequenzen ihrer Worte zu übersehen, wenn sie Land- absichtigt, im September, also noch vor Ablauf der Landtags- die Aufforderung„ Iernt international denken". Alles eriverbungen beim Friedensschluß das Wort reden. Spricht mandate, einen ordentlichen Landtag zu berufen und ihm eine Vor- Gesichtspunkte, die wenn es nach uns gegangen wäre, längst im man im Ausland von beabsichtigtem Raub deutschen Ge- lage auf Verschiebung der Wahlen vorzulegen. Dann würde der Vordergrund der Debatten ständen. In einem Artikel Bernsteins biets, so wird jede solche Stimme sofort benutzt, um die Not- Landtag auf furze Zeit vertagt und später zu den regelmäßigen in der Leipziger Volkszeitung" heißt es bezüglich der Kriegskreditwendigkeit des„ Durchhaltens" zu beweisen und zu neuen Arbeiten wieder zusammentreten. Die verfassungsmäßigen Bedenken bewilligung:" In meinen Augen heißt unser Ja auch Ja auf der geistigen und physischen Straftanstrengungen aufzufordern. Daß dürften bei diesem Verfahren kaum ins Gewicht fallen. Die Re- anderen Seite; was wir bewilligen, dessen Verweigerung können in Deutschland ausgesprochene Wünsche auf Anneftion gierung gedenkt nun, selbstverständlich nur im Einvernehmen mit wir den Sozialisten Frankreichs und Englands nicht verargen. Soll fremden Gebiets Gebiets die gleiche Wirkung in Auslande den Parteien zu handeln. Aus diesem Grunde sollte Mitte Mai es aber ewig so gehen...? Kautsky, der bekannte Führer der haben müssen, scheint aber noch immer nicht eingesehen eine Besprechung mit Vertretern der Fraktionen stattfinden. Vorher deutschen Sozialdemokraten, hat eine Broschüre veröffentlicht: zu werden. So sucht Freiherr von Zedlik( in der werden natürlich die Fraktionen Stellung zu der Angelegenheit Nationalstaat, Imperialistischer Staat und Staatenbund". Schon Bost") wiederum nachzuweisen, daß Verteidigungskrieg und nehmen. der Titel zeigt, wie sehr sich Kautsky auf pazifistischen Bahnen Landerwerbungen sich nicht auszuschließen brauchten: bewegt. Jm großen und ganzen aber herrscht doch bei den „ Eroberungstrieg ist ein Strieg, der unternommen wird, ranzösische Inschriften auf Grabdenkmälern verboten. Sozialisten noch ein frasses Unverständnis gegenüber den grund um Eroberungen zu machen; anderwerb, der uns als Der Bürgermeistervertreter von Mülhausen der Bürger- legenden Arbeiten unserer Bewegung. Goldscheids Schriften, Siegespreis in dem uns aufgedrungenen Kriege zufällt, fält meister Dr. Coßmann ist seit dem ersten Einfall der Franzosen in die sich der sozialistischen Dialettit durchaus anpassen, sind weiten daher nicht unter den Begriff und wird durch die Tatsache, daß Mülhausen als Geisel fortgeschleppt worden bringt der Mülhauser Kreisen noch unbekannt. Die Auffassung, daß man, bevor man an wir keinen Eroberungstrieg führen, entfernt nicht ausgeschlossen." Bevölkerung die Verordnung des stellvertretenden Generalkommandos die Beseitigung der Kriege denkt, zuerst den Kapitalismus abPolitische Uebersicht. " schaffen müsse, ist den deutschen Arbeitern noch geläufig] Die Vertreter des Parteivorstandes, die Genossen Braun und flatholischen Interessen vertrat, während für den erfolgreichen Sanund trägt viel zu der Resignation bei, mit der die Müller, legten dem Vorftande und der Vertrauensmännerversamm didaten der Republikaner die protestantische Kriegstrommel gerührt fozialistische Partei jezt überall zu kämpfen hat. Der positive lung des Stuttgarter Ortsvereins als Grundlage für die Herbei wurde. Aber Herr Sweizer vertrat nicht nur die katholische Kirche, er erschien auch als der Vertreter der Deutschen, Gedanke, den wir Pazifiſten demgegenüber vertreten, daß, führung einer Einigung zwischen den dem Ortsvereinsvorstande an nämlich aller nationaler Fortschritt international bedingt ist zahlenden Mitgliedern, deren Zahl zurzeit zirka 1600 beträgt, fol- waren die Chicagoer in einem Flugblatt, das die Unterschriften international bedingt ist hängenden Mitgliedern und den unmittelbar an den Kreisvorstand Desterreicher und Ungarn. Etwa eine Woche vor der Wahl stößt nicht eben auf viel Verständnis, wird auch nur wenig gende Erklärung vor: bertreten. Doch könnten die Erfahrungen auf der vor dem Krieg einberufenen Berner Arbeiterschutzkonferenz eines Besseren belehren. Sort ging es nicht viel anders als auf den Haager Konferenzen. Die Einwände der einzelnen Nationalstaaten, die diese im vermeintlichen eigenen Interesse machten, verhinderten den Gesamtfortschritt, so war es bei der Nachtarbeit der Frauen, der Kinderarbeit und noch vielem anderen. Ueberall dasselbe Bild:„ So gut kein Mensch im Frieden leben kann, so lange es dem bösen Nachbar nicht gefällt, so lange kann auch kein Staat einen wirklichen sozialen Fortschritt machen, so lange der böse Nachbarstaat nicht mitmacht; denn aller sozialer Fortschritt ist und derjenige ist ökonomisch bedingt Staat, der die dazu nötigen ökonomischen Opfer nicht bringen mag, wird sich von einem furzsichtigen Standpunkt aus gesehen ökonomisch immer im Vorteil befinden. Nur das weitab gelegene Australien hat bis jetzt eine wirklich nennenswerte soziale Entwicklung erlebt. Unsere Arbeiter werden erkennen müssen, daß ihre Forderungen sich im Rahmen des heutigen Nationalstaates in der Hauptsache nicht erfüllen lassen, und daß es in erster Linie gilt, bevor an einen wirklichen großzügigen Menschheitsfortschritt gedacht werden kann, die internationale Anarchie zu bekämpfen. Hier vereinigt sich wieder Pazifismus und Sozialismus, und unsere pazifistischen Forderungen erweisen sich als unumgängliches Fundament aller Sozialreform. Der mirkliche Sozialismus offenbart sich heute nicht in der Stellung zur Sozialreform als solcher, sondern in der Stellung zum nationalen Militarismus, als Prinzip der gewaltmäßigen Regelung der Völkerbeziehungen. Der Parteiausschuß hat in seiner Sigung vom 8. April d. 3. mehrerer Hundert Deutscher, Desterreicher und Ungarn trug, aufdie vom Parteivorstand zur Schaffung geordneter Parteiverhältnisse gefordert worden, für den echten Deutschen" Sweißer einzutreten. in Württemberg getroffenen Maßnahmen mit allen gegen eine Das Bemerkenswerte an der Sache ist, daß der Herr Sweizer kein Stimme gebilligt. Damit hat der Parteiausschuß u. a. auch der Wort deutsch versteht und daß er vor etlichen Jahren seinen Namen Erklärung des Barteivorstandes vom 27. März b. J., die noch zu amerikanisierte, indem er das„ ch" daraus entfernte. Aber business Recht besteht, ausdrücklich zugestimmt. Hieran ändert auch die is business und die Politik ist das größte Geschäft von allen", dachte Tatsache nichts, daß der Parteiausschuß den Parteivorstand er dieser Talmideutsche. suchte, erneut Verhandlungen zur Beilegung der württembergischen Bemerkenswert ist die Rolle, die die Frauen bei dieser Wahl Parteidifferenzen zu führen. Auch der Parteiausschuß war der Auffassung, daß alle in der Partei ausgebrochenen Differenzen in spielten. Nach der Aufstellung eines bürgerlichen Blattes verteilten dem durch das Organisationsstatut gegebenen Nahmen der Partei- fich die abgegebenen Stimmen wie folgt: organisation auszutragen find. Man wird auf dieser Seite erkennen müssen, daß alle sozialistischen Forderungen so lange bloße Theorie sind, als man deren Anwendung nur auf die einzelnen Menschen fordert, aber den MenschHeitsverbänden gegenüber die alte unsozialistische Denkungsart beibehält. Was nüzt es, daß in der inneren Politik der Staaten der Mensch als Maß aller Dinge betrachtet wird und alle Maßnahmen nach den Gesichtspunkten vernünftiger Sozialreform überprüft werden, wenn die dadurch freigewordenen Kräfte von den Nationalstaaten gegeneinander eingesetzt werden und sich gegenseitig vernichten?... Friedensstimmen in Frankreich. Aus Paris wird der Berner Tagwacht" geschrieben: Im Gegensatz zu den Wortführern der Partei wird in den Gewertschaften und unter ihren Leitern das Friedensbedürfnis immer stärker. Die Gewerkschaftsführer, die mit den Arbeitern näher in Berührung stehen als die Parteiführer, kennen die Stimmung der Massen besser und lassen sich durch die patriotische Phrase von der Bernichtung des deutschen Militarismus und Imperialismus nicht täuschen. Sie wissen, daß die Arbeiterklasse eines jeden Landes ihre eigenen Aufgaben zu erfüllen hat, und daß kein imperialistischer. Krieg der Freiheitsbewegung nügt. Es ist besonders erfreulich, daß einer der größten Gewerkschaftsverbände sich nun offen zum Träger dieser Anschauung macht. So hat der französische Metallarbeiter Verband zum Zur Wiederherstellung geordneter Drganisationsverhältnisse ist zunächst nötig, daß der Stuttgarter Drtsverein die in den Statuten vorgeschriebenen Pflichten gegen den Kreisvorstand, den Landesvorstand und den Parteivorstand erfüllt und sein Ver hältnis zu der statutenividrig eingesetzten neuen LandesTommission löst. Republifaner.. Demokraten. Sozialisten. Prohibitionisten Männer Frauen 246 291 162 155 16 013 1888 144 640 89154 7813 1702 Verhältnismäßig am meisten Frauen brachten die Prohibitionisten, Ferner ist zur Herbeiführung einer Gesundung der Stuttgarter die das Verbot des Alkoholverkaufs erstreben, auf die Beine. Bei Parteiverhältnisse nötig, daß dem Vorschlage des Parteivorstandes allen drei bürgerlichen Parteien betrug die Zahl der Frauen, die bom 27. Februar entsprechend die Leitung des Stuttgarter Orts- ihre Stimmen abgaben, mehr als 50 Prozent der Männervereins ihre Aemter niederlegt. In einer Urabstimmung, die stimmen. Bei den sozialistischen Stimmen betrug das Verhältnis unter Leitung des Parteivorstandes stattfinden soll, sollen alle der Frauenstimmen zu den Männerstimmen nicht ganz 49 Prozent. Mitglieder, auch die, welche dem Kreisvorstand zurzeit direkt angeschlossen find, eine neue Leitung wählen, die aus Partei- Das mag auf den ersten Blick nicht sehr ermutigend aussehen und genossen bestehen soll, welche bisher nicht im Vordergrund der denen recht geben, die von der Einführung des Frauenstimmrechts Stuttgarter Parteidifferenzen gestanden haben. Auch die Genossen, cine Stärkung der reaktionären Elemente erwarten. Aber wer nicht welche der zurüdgetretenen neuen Leitung angehört haben, find als Theoretiker, sondern als Praktiker urteilt, wird auf Grund nicht wählbar. dieser Erfahrung derartige Befürchtungen nicht teilen. Die Sobald die Leitung des Stuttgarter Ortsvereins auf dieser Frauen traten hier zum ersten Male attiv in das politische Grundlage neu gebildet und damit ein Zusammenarbeiten aller Leben, und unter solchen Umständen mußte man erwarten, Parteigenossen ermöglicht ist, sollen die Ergänzungswahlen zum daß die meisten Frauen mit dem großen Strome schwammen. Kreisvorstand vorgenommen werden." Haben nicht fast alle Männer ihr politisches Leben fo begonnen? um für die sozialistische Partei zu stimmen, dazu gehörte schon etwas Vorbildung und politisches Verständnis. Daß gegen 8000 Frauen in Chicago genügend Einsicht besaßen, um für die sozialistischen Die Heute am 3. Mai versammelten Vertrauensleute des Kandidaten zu stimmen, ist ein nicht zu unterschätzender Gewinn fozialdemokratischen Vereins Stuttgart weisen mit Entrüftung die Einigungsvorschläge der Parteivorstandsmitglieder zurüd, nach für uns, der uns die weitere Agitation unter den Frauen bedeutend welchen unser bisheriger Vereinsvorstand, der sich nicht das ge- erleichtern wird. ringste zuschulden fommen ließ, von seinen Aemtern zurücktreten. und einem neuen Vorstand Plak machen soll, der beiden in Stutt gart vorhandenen Richtungen angenehm ist. Die von 162 Funktionären des alten Ortsvereins besuchte Berfamintung lehnte diese Einigungsvorschläge einstimmig ab und nahm weiter einstimmig folgende Resolution an: Bir verlangen nach wie vor, daß als Grundlage einer Ber- Kriegsfürsorge der Thüringer Landesständigung zuerst nur die Wiedereinsehung der früheren Tage wacht"-Redaktion in Betracht kommen fann." versicherungsanstalt. Einem Schreiben des Vorstandes der Thüringer Bandesver sicherungsanstalt entnehmen wir folgende Angaben über die Leistungen Der Vorstand ist von Anfang an der Meinung gewesen, daß es 81% Die lange Kriegsdauer läßt auch in Frankreich die FriedensDer Rücktritt der Parteileitung des Stuttgarter Drtsvereins war sehnsucht immer lebhafter werden. Die seinerzeit von Monatte und u. a. in einem der Anträge verlangt worden, die der Parteiausschus Sébastien Faure veröffentlichten Manifeste haben bis in die Schüßen- dem Parteivorstand als Material überwiesen hatte, und in dem gräben hinein lautes Echo gefunden, und es wäre ein Irrtum, an- Bosten als Chefredakteur zurücktreten solle. Hierzu hatte Genosse außerdem verlangt worden war, daß Genosse Steil von seinem der Anstalt: zunehmen, daß die Bolksstimmung jener Kriegsbegeisterung entsteil bereits in der Sigung des Parteiausschusses erklärt, daß seine wichtiger ist, Arbeitsgelegenheit zu schaffen, spräche, welche die Regierungspresse zu schüren versucht. Die Regie Berson ein Hindernis für eine Aenderung der Redaktionsverhältnisse unterstüßung zu gewähren. Er hat deshalb sofort nach Wusrung und ihre Organe unternehmen denn auch alles, um das Auf- nicht sein würde. Andererseits würde, so wie sich die Dinge in bruch des Krieges den Kreisen und Gemeinden, die Notstandslodern der Friedenswünsche zu verhindern. Sie bedienen sich der Württemberg zugespigt haben, die geforderte Wiedereinsetzung der alten arbeiten ausführten, Arbeitslose und die Familien von Kriegsjelben Methode, wie die Regierungen in anderen Ländern. Sogar Tagwacht- Redaktion den Parteifonflikt in Württemberg nur noch weiter teilnehmern über das gefeßliche Maß hinaus unterstüßten, zu geschlossene Versammlungen werden werden verboten, verschärfen. Der vom Landesvorstand gefaßte Beschluß, betreffend die diesem 3wed Darlehen zu einem Zinsfuß angeboten, Einsegung des Genossen Keil als Chefredakteur kann, nachdem ihm der dem vor dem Krieg gezahlten entsprach und hinter dem aus lauter Angst vor der Friedenspropaganda. Unlängst sollte eine Versammlung der sozialistischen der Landesausschuß nachträglich gemäß den Bestimmungen des§ 24 Binsfuß nach Ausbruch des Krieges um 1½ Proz. bis 2 Broz. Unlängst sollte eine Versammlung der sozialistischen des württembergischen Landesorganisationsstatuts zugestimmt hat, zurückblieb. Der Ausschuß der Landesversicherungsanstalt trat den Frauen in Paris stattfinden. Als Tagesordnung war vor nur auf dem im Statut vorgeschriebenen Wege geändert werden, Anträgen des Vorstandes bei, ermächtigte diesen, Darlehen bis zum gesehen: Berichterstattung über die internationale sozialistische wie überhaupt alle die Redaktion betreffenden Diffe Betrage von 10 Millionen Mark nach Bedarf gegen Verpfän Frauenkonferenz in Bern. Zu der Versammlung waren etwa renzen nur im Rahmen der Parteiorganisation dung von Wertpapieren aufzunehmen, Darlehen bis insgesamt fünf 300 persönliche Einladungen an die Mitglieder der zur Partei ge- ausgetragen werden können. Dieser Rahmen fehlt in Millionen Mark an Gemeinden und Kreise zur Ermöglichung von hörenden sozialistischen Frauenorganisation verschickt worden. Troß- Stuttgart, two seit der Amtsniederlegung der Breßkommission eine oistandsarbeiten, zu sonstiger Arbeitslosenfürsorge und dem es sich um eine geschlossene Beranstaltung handelte, wurden die folche nicht mehr besteht und eine ordentliche Neuwahl nicht vor über das gefezliche Maß hinausgehenden Unterfügungen an Einberufer vor den Polizeikommissar geladen, der ihnen des langen und genommen werden kann, bevor nicht im Streise geordnete Organi Familien der Kriegsteilnehmer unter den vor dem Kriege geltenden Bedingungen zu gewähren, 500 000 Mart zur Gewährung fationsverhältnisse bestehen. breiten auseinandersetzte, daß zwar die Versammlung nicht verboten Der Parteivorstand tann andererseits nicht zugeben, daß unter bon monatlichen Beihilfen an das Rote Kreuz, zu laufenwürde, fie fönne aber nicht autorisiert werden. Das ist natürlich irgendwelchen Vorwänden der Rahmen der Parteiorganisation ge- den Zuschüssen an Gemeinden, Kreiſe, öffentliche Körperschaften, zu gleichbedeutend mit einem Verbot, und so mußten die Veranstalter sprengt wird und daß die Erfüllung irgendwelcher nicht im Unterstügungszwecken zu verwenden, 1200 000 m. wurden für den auf die Abhaltung verzichten. Als Begründung der polizeilichen Parteistatut begründeter Bedingungen verlangt wird, bevor eine gleichen Zwed vorerst zurückgestellt und 100 000 M. zu Liebesgaben Maßnahme wurde angegeben, daß die Veranstaltung Unruhen her- Organisation ihren statutengemäßen Verpflichtungen nachkommen will. für die Truppen verivilligt. Der. Ausschuß beschloß ferner, den vorrufen könnte, was am besten zeigt, wie tief die Friedensstimmung Würden solche Zustände in der Partei einreißen, fo hätte es jede interbliebenen der Versicherten, die infolge ihrer Minderheit in der Hand, ihren Willen der Mehrheit aufzuzwingen. Dem Vaterland während des Kriegs geleisteten Hilfe gefallen im französischen Volke lebt. Das würde die Desorganisation der Partei bedeuten. Aus diesen oder verstorben sind oder im Lauf der Jahre 1914/1915 Gründen erinnert der Parteivorstand erneut an seine Erklärung vom sterben sollten, eine Dantes- und Ehrengabe zu gewähren im Betragen von 50 M. für die Witwe, 30 M. für ein Kind unter 27. März, in der es zum Schluß heißt: 15 Jahren, 50 M. für zwei Kinder unter 15 Jahren, 30 M. für „ Die neue Landeskommission und die von ihr vertretene mehr als zwei Kinder unter 15 Jahren. Drganisation widerspricht dem Organisationsstatut der Partei. mehr als zwei Kinder unter 15 Jahren. In den Monaten Dezember und Januar hat die LandesBarteiorganisationen und Parteigenoffen, die sich von dem versicherungsanstalt je rund 50000 m. für ArbeitslosenLandesvorstand der Sozialdemokratic Württem unterstützung usw. an Gemeinden und Kreise des bergs loslöfen und der neuen Landesorgani Bezirks gezahlt. Erfreulicherweise stellte sich aber heraus, daß eine sation anschließen, scheiden damit aus der Arbeitslosigkeit in dem Maße, wie sie der Ausschuß bei seinen Be Sozialdemokratischen Partei Deutschlands schlüffen voraussetzte, nicht bestand, daß es vielmehr gelungen war, aus. Wir warnen daher die Parteigenossen, die Wert darauf die durch Einstellung oder Einschränkung von Gewerbebetrieben Tegen, der Gesamtpartei anzugehören, das parteizerrüttende Vor- freigewordenen Arbeitskräfte zum großen Teil in anderen gehen der neuen Landeskommission zu unterstützen." Betrieben unterzubringen. Namentlich ist eine große In den Drten, in denen sich Barteiorganisationen und Partei- ahl von Arbeitslosen mit der Herstellung 1. Mai eine Spezialnummer der Union des Métaux herausgegeben, genossen vom württembergischen Landesvorstand loslösen, hat der von Kriegsmaterial beschäftigt; biele find, die in der Hauptsache dem Frieden und der internationalen Verandesvorstand die Bücht, Einrichtungen zu treffen, die ein statuten soweit sich Arbeitsgelegenheit in Thüringen ständigung der Arbeiter geividmet ist. In einem vom Verbands- gemäßes Arbeiten der Drts- und Kreisvereine ermöglichen. nicht fand, bei Schanzarbeiten im Dsten, bei der borstand gezeichneten Leitartikel wird die Haltung der Metallarbeiter affenfabrikation im Rheinland untergebracht worden. In den Berichten, die eingefordert wurden, um die Lage zum Kriege auseinandergesetzt.( Es folgt darauf eine ausführliche in den einzelnen Bezirken zu übersehen, trat vielfach auch die ErWiedergabe des vom Vorwärts" am 6. d. M. auszugsweise verscheinung zutage, daß eine größere Zahl von Personen namhaft ge öffentlichten„ Maiaufrufs der französischen Metallarbeiter". Anmerkung der Redaktion des„ Bortvärts".) bedürftig seien, daß aber die Gemeinden bis dahin gar nichts aus eigenen Mitteln geleistet hatten und das Einige Stellen sind aus diesem Artikel( der französischen damit begründen, daß ein Bedürfnis nicht vorliege. Der Vorstand Metallarbeiter- Zeitung) gestrichen worden, immerhin konnte eine der Landesversicherungsanstalt ist auch heute noch wie von Anfang an Auflage der vollständigen Nummer unter der französischen der Meinung, daß die Bekämpfung der Kriegsfolgen an erster Stelle Arbeiterschaft verbreitet werden. Die gleiche Nummer bringt die Die städtischen Wahlen, die an manchen Orten in den Ver- eine Aufgabe der Gemeinden und des Staats ist wörtliche Uebersetzung des deutschen Friedensaufrufes und enthält einigten Staaten im Frühjahr und nicht wie die meisten amerika- und daß die Landesversicherungsanstalt nur helfend und untereine scharfe Kritik an den Beschlüssen der Londoner Konferenz, wie nischen Wahlen im Herbst stattfinden, haben der sozialistischenstützend eingreifen kann. Sie hat deshalb die Gewährung weiterer Unterstügungen davon abhängig gemacht, daß auch vom Staat fie überhaupt mutig und tapfer gegen den Nationalismus und gegen Bartei manche bemerkenswerte Erfolge gebracht. Namentlich trifft unterstützungen davon abhängig gemacht, daß auch vom Staat - wo das der Fall- weiter folche geleistet werden und sie hat die unter seinem Deckmantel durchgeführte Ausbeutung der fran- dies auf Chicago zu, wo gewisse religiöse und nationale Ver- unterstützt. Im ganzen sind bis jest( 1. 5. 15) gezahlt zösischen Arbeiter kämpft. widlungen, besonders aber die Tatsache, daß hier die Frauen zum worden: 50000 Mart an das Zentraldirektorium ersten Male bei einer Bürgermeisterwahl mitstimmen konnten, die vom Roten Kreuz in Berlin und an die Landesvereine vom Wahlen recht interessant gestalteten. Die Stimmenzahl des sozia- Roten Kreuz in Thüringen, rund 125000 Mart an Ge listischen Bürgermeisterkandidaten ging zwar nicht unerheblich gegen- meinden und Kreise zur Unterstützung von Arüber der letzten Wahl zurüd; es gelang jedoch, zwei Sozialisten, beitslosen und Familien der Kriegsteilnehmer, die Genossen Rodriguez und Stennedy, in den Stadtrat zu wählen. 85 000 w. für Liebesgaben an die Front, 80 000 m. für Dantes und Ehrengaben, 4000 M. Anteil an Somit ziehen zum ersten Male seit 1877, als die Arbeiter Chicagos ben Betriebskosten eines Lazarettzuges und für Der Parteivorstand teilt uns mit: Der Parteivorstand hatte sich in der Sigung des Bartei- fieben Vertreter im Stadtrat hatten, Sozialisten in das Stadtparla- sonstige Unterstügungen. An Darlehen sind etwas über drei Millionen Mart bewilligt, wovon rund eine Million Mart ausschusses vom 8. April, in welcher die von ihm zur Ordnung der ment der„ windigen Stadt" ein. Bisher beherrschten die Demokraten Chicago, aber durch eine bis jetzt abgerufen wurde, auch das ein Zeichen dafür, daß Notlagen württembergischen Parteiverhältnisse ergriffenen Maßnahmen gebilligt worden waren, zur Führung neuer Verhandlungen zum Zwede der Spaltung haben fic diesmal die Republikaner instand gesezt, fie aus in dem Umfang, wie anfänglich befürchtet wurde, nicht eingetreten Schaffung geordneter Parteiverhältnisse bereit erklärt. Diese Ver- der Herrschaft zu vertreiben. Zwei Fragen beherrschten den Wahlkampf: find. Die Mittel der Landesversicherungsanstalt sind an erster Stelle handlungen haben anfangs Mai in Stuttgart unter Mitwirkung von die religiöse und die nationale. Bekanntlich arbeitet die katholische zu Renten für Invalide beſtimmt. Sie werden namentlich durch das Bertretern des Parteivorstandes stattgefunden. die Fürsorge für die aus dem Feld in ihrer Gesundheit geschwächt In diesen Verhandlungen galt es zunächst, die gemeinsame Stirche in den Vereinigten Staaten seit Jahren daran, sich einen starke Anwachsen der Zahl zu versorgender Hinterbliebener und durch organisatorische Grundlage wieder herzustellen, welche der Stuttgarter herrschenden Einfluß zu verschaffen. In allen Kreiſen ist sie tätig heimkehrenden Krieger in den nächsten Jahren nach dem Krieg vorOrtsverein verlassen hatte, indem er sich der ftatutentibrig ein- auch in der Arbeiterbewegung sucht sie ihren Einfluß auszuüben. Bei aussichtlich stark in Anspruch genommen werden. Ihre Verwendung gesetzten Landeskommission anschloß und sich weigerte, seinen Ver- diesem Bestreben kommt dem Klerus natürlich die mächtige Ein- zu anderen Zwecken, insbesondere auch zur Kriegswohlfahrtspflege, pflichtungen gegen die Württembergische Landesorganisation nachzuwanderung aus den katholischen Gegenden Europas zugute. In ist auch vom Reichsversicherungsamt nur in beschränktem Umfang Chicago war es der demokratische Kandidat Sweizer, der die gestattet worden." Der Bericht an die„ Berner Tagwacht" schließt: tommen. Aus der Partei. Zu den Stuttgarter Differenzen. Die Frauen bei der Gemeinde- macht wurden, die einer Unterfügung der Landesversicherungsanstalt wahl in Chicago. New York, 12. April 1915.( Eig. Ber.) Gewerkschaftliches. Leistungen der Fachverbände im ersten Vierteljahr 1915. Ueber die Arbeitslosigkeit ihrer Mitglieder berichteten für den Monat März 1915 39 Organisationen, die insgesamt 1210 976 Mitglieder umfassen, wovon aber nur 1 139 750 Dit glieder( 991 399 männliche und 148 351 weibliche) befragt werden konnten. Von diesen waren zu Ende des Monats 37 656 arbeitslos am Drte und 545 auf der Reise befindlich. Das sind zusammen 38 201 Arbeitslose und zwar 25 90€ männliche und 12 295 weibliche. Es befinden sich demnach unter den erfaßten organisierten Arbeitslosen immer noch rund ein Drittel weiblicher Mitglieder. Auf 100 bom Bericht erfaßte Mitglieder berechnet, stellte sich die ArbeitsTofenziffer im Berichtsmonat auf 3, 4 gegen 5,1 im Vormonat und 2,8 im März 1914. Die Arbeitslosigkeit ist demnach im März 1915 immer noch verhältnismäßig höher als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Das ist nur auf die noch außerordentlich hohe Arbeitslosigkeit der weiblichen Mitglieder zurückzuführen, denn von diesen waren Ende März noch 8,3 Proz. gegen 1,9 Proz. im Vorjahre arbeitslos. Die zu Die Unterzeichneten erflären hiermit chrenwörtlich, daß fic) nicht Mitglieder eines wie immer genannten privaten, wirtschaftlichen, politischen Beamten oder Angestelltenvereins, Verbandes oder Drganisation sind und versprechen ehrenwörtlich, während ihrer Angehörigkeit zu den Skodawerken A.-G. in Pilfen feiner solchen beizutreten. Pilsen, am 15. März 1915. Jugendbewegung. Arbeiter- Jugend. Die soeben erschienene Nr. 10 des fiebenten Jahrgangs hat unter anderem folgenden Inhalt: Das Jdeal des Sozialismus. Des jungen Arbeiters Frühlingslied. Gedicht von E. Hoernle. Das an die Vorgesezten der Beamten gerichtete Begleitschreiben Die Bedeutung der Fabrikarbeit für die jugendlichen Arbeiter. ( Schluß.) Von Gustav Hoch. Aus einem Lager friegsgefangener dieser Erklärung lautet: Russen. Die Kurische Nehrung. Von Friz Elsner.( Mit Abbildungen.) Das versunkene Dorf. Gedicht von Ludwig Rhesa. Vom musikalischen Hören und Schaffen. Von T. Rudolph. Grüße aus dem Feld. Von May Barthel. Die Kunst Rußlands. ( Schluß.) Von A. Behne.-Aus der Jugendbewegung. An die Herren Abteilungs- und Bureauborstände! Im Auftrage unserer Generaldirektion ersuchen wir Sie, mit folgende Erklärung von allen Ihnen zugeteilten Angehörigen des Ritter v. Skodaschen Pensionsinstituts unterfertigen zu lassen, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob der eine oder der andere der Herren eine gleichlautende Erklärung vor einigen Jahren bereits unterschrieben hat oder nicht. Sollten einzelne Herren bereits Mitglieder solcher Vereine sein, haben dieselben die Pflicht, aus dem Verein sofort auss zutreten. Briefkasten der Redaktion. Im Falle der Verweigerung der Unterschrift behält sich die rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend Generaldirektion eine entsprechende Stellungnahme vor. Pilsen, am 15. März 1915. Stobawerfe Aft.- Ges. in Pilsen. Die Werksdirektion: Bauer m. p. Besteuerung der Gewerkschaften in Schweden. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Sof bon 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Bahl als Mertzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnements quittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstüde und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. 2. 2. 1885. Wenn Ihnen der Arbeitgeber den Lohnauszug bers weigert, jo teilen Sie das der Steuerbehörde mit, die dann selbst beim Arbeitgeber Recherchen einzichen fann. Kottbus 100. 1. Selbstvers ständlich besteht für den Wirt während der Zeit des Strieges auch der Miets vertrag. Räumung kann nur auf dem Klagewege erwirft werden. 2. Sa. M. B. 77. Wenn im Mietsvertrag steht, daß die Kündigung des einen Mieters auch zugleich für den anderen Mieter rechtsverbindlich ist, so genügt die Kündigung an Ihre Person allein. Jm andern Falle mus Ihrem Mann gefündigt werden. A. V. 100. Begen Krankheiten der des Gesamtverbandes der Gewerkschaften 3000 st. zahlen. Andere Zentralverband der Töpfer und BerufsZahlung dieser Steuer veranlaßt worden. Soziales. TO genossen Deutschlands. Filiale Groß- Berlin. Am Sonntag, den 9. Mai 1915, mittags 12 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15: 192/3 Ordentliche General- Versammlung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Bersammlung ist Sonntags einberufen, um allen Kollegen, auch die in anderen Berufen arbeiten, den Besuch zu ermöglichen. Der Vorstand. Eine größere Arbeitslosigkeit als Ende Februar 1915 berzeichnen nur vier Organisationen. Es sind dies die VerDer Bund der technischen Beamten Desterreichs"( dessen Organ bände der Notenstecher, Hutarbeiter, Lederarbeiter und Schuh diese beiden Schriftstüde veröffentlicht) zählt einen großen Teil der macher. Im Verhältnis die höchste Arbeitslosenziffer hatte Beamten der Stodaiverte zu seinen Mitgliedern und hat sich deshalb im Berichtsmonat der Verband der Notenstecher mit 20,3. mit einem Ansuchen um entsprechende Intervention an das KriegsDann folgen in weiterem Abstand die Verbände der Hut- ministerium gewendet. arbeiter mit 16,9, Porzellanarbeiter mit 12,8, Glaser mit 12,6, Bildhauer mit 11,6; ferner Buchbinder mit 8,2, Glasarbeiter und Bauarbeiter mit je 7,3 und Holzarbeiter und Lithographen legten Sommer im schwedischen Reichstag unter der Einwirkung des Zur teilweisen Dedung der Kosten der großen Militärborlage, die imungen und des Bruftfells zurüdgestellt. mit je 6,5 Proz. Arbeitslosen. Die niedrigsten Arbeitslosen- ausgebrochenen Weltkrieges angenommen wurde, hatte man auch Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland His ziffern weisen die Verbände der Schneider( Hirsch- D.) und eine Wehrsteuer auf größere Vermögen und Einkommen beschlossen. Montagmittag. Ziemlich warm, vielfach heiter aber veränderlich. Defter Tapezierer mit je 0,3, Sattler und Portefeuiller mit 0,5, Es hat nun allgemeines Erstaunen erregt, daß auch die einzelnen etwas Regen und ftrichweise Gewitter mit vorübergehender Abfühlung. Gemeinde und Staatsarbeiter mit 0,7 und Brauerei und gewertschaftlichen Organisationen der Arbeiter zu Mühlenarbeiter mit 0,9 auf. Dieser Steuer herangezogen werden sollen. So soll zum Beispiel In dem gleichen Maße sind auch die Zahlen über die der Eisen- und Metallarbeiterverband 9700 St. und die Landeszentrale Häufigkeit und Dauer der Arbeitslosigkeit zurückgegangen, die aber in Anbetracht der bedeutend verminderten Mitgliederzahl Gewerkschaften sind entsprechend ihrem Vermögen ebenfalls zur noch als außergewöhnlich hoch bezeichnet werden müssen. Das Erstaunen, welches diese Maßregel, die anscheinend einer Insgesamt waren im 1. Quartal 1915: 198822 Fälle von ganz gewissen Animosität gegen die Gewerkschaften entspringt, ver Arbeitslosigkeit gleich 17,5 Broz. gemeldet gegen 12,0 Proz. urfachte, ist ganz berechtigt, da das von den Gewerkschaften für beim gleichen Quartal des Vorjahres. Auch hier weisen die stimmte Zwede angesammelte Vermögen nicht als das Besigtum der weiblichen Mitglieder mit 21,1 gegen 17,0 der männlichen einzelnen Mitglieder angesehen werden kann. Nur dieses in An cinen höheren Prozentjazz auf. Die Zahl der Arbeitslosigkeitspruch zu nehmen, war aber offensichtlich die Absicht des Reichstags bei der Botierung der Wehrsteuer. Die schwedischen Arbeiter werden tage belief fich im 1. Quartal 1915 auf 4 020 509. voraussichtlich diese widerrechtliche Konfiszierung ihres Getverkschaftsdurchschnittliche Dauer eines Arbeitslosenfalles würde demnach vermögens nicht ruhig hinnehmen, weshalb die Sache wohl noch Tagesordnung: 1. Bericht des Gesamtvorstandes und der Revisoren. im Berichtsquartal 20 Tage gegen 25 Tage im Vorvierteljahr nicht endgültig erledigt ist. und 21 Lage im 1. Quartal 1914 betragen haben. Am häufigſten arbeitslos tvaren im 1. Quartal 1915 die Notenstecher mit 76,3, die Glafer mit 66,0, die Bildhauer mit 47,5, die Bauarbeiter mit 44,4 und die Holzarbeiter mit 42,8 Prozent, während die längste Durchschnittsdauer eines ArbeitsIosenfalles im Verband der Lithographen 35 Tage, im Für die Jubiläumsstiftung der Thüringer Städte ist vom Senat Borzellanarbeiterverband 88 Tage und im Hutarbeiterverband der Universität in Jena auf Borschlag der medizinischen Fakultät als 32 Lage währte. Preisaufgabe folgendes Thema gestellt worden:„ Die Tuber Tros der erheblichen Besserung der Erwerbsverhältnisse tulose- Sterblichkeit der Porzellanarbeiter Thüringens ist zu untercrreichten die Ausgaben für die Arbeitslosen eine ansehnlichefuchen." Höhe. Insgesamt wurden int 1. Quartal 1915 von den berichtenden Organisationen an 108 982 Mitglieder für 2079001 Lage 2084 132 m. ausbezahlt. Auf den Kopf der unterstützten Personen berechnet, belief sich die durchschnitt Ein bei der Firma A. Wertheim beschäftigt gewesener fügungstag entfällt rund 1 M. an Unterstügung. Die gesamte worden ist, klagte, nachdem er seine Stellung bei Wertheim in den drei Kriegsquartalen von den an das Reichsarbeits- aufgegeben hatte, beim Gewerbegericht wegen Nachzahlung des blatt" berichtenden Organisationen für die Arbeitslosen am Drt verausgabte Summe beträgt nunmehr 18 353 560 M., wo antrag folgendermaßen: Unmittelbar nach Ausbruch des Krieges Der Vertreter des Klägers begründete den Klagebei wiederum zu beachten ist, daß die geleistete Summe noch forderte die Firma ihre Angestellten auf, fich mit einer Lohnberab bedeutend höher ist, da die Angaben von mehreren größeren fegung einverstanden zu erklären. Die Angestellten hätten gegen das Verbänden fehlen. Verlangen der Firma protestiert, aber ohne Erfolg. Der Kläger Mit den angeführten Zahlen ist wohl zur Genüge der habe sich zweimal geweigert, fich durch Unterschrift mit Beweis erbracht, daß viele Berufe und ganz besonders die der Lohnherabjegung einverstanden zu erklären. Darauf fei ihm meiblichen Erwerbstätigen noch mit großer Arbeitslosigkeit zu von dem Vertreter der Firma gesagt worden: Ueberlegen Sie es fämpfen haben. Es liegt somit keine Veranlassung vor, die sich genau, denn Sie werden jetzt schwerlich anderwärts Arbeit während der Kriegszeit eingeführte öffentliche Arbeitslosen unterstützung wieder aufzuheben, wie es leider schon nach den bisherigen Ermittelungen 19 Orte, darunter die Großstädte Frankfurt a. M. und Strefeld, getan haben. Im Gegenteil, bei der jetzigen Zeuerung sollte die öffentliche Arbeitslosenfürsorge noch weiter ausgebaut werden. Preisaufgabe. Lohnabzug bei Kriegsausbruch. Deutscher Buchbinder- Verband. Zahlstelle Berlin.= Montag, den 10. Mai, abends 8 Uhr, im großen Saal des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15: liche Unterfügungsfumme auf 19,20 W., auf einen Unter- Hausbiener, dem bei Ausbruch des Strieges der Mohn gefürst General- Versammlung. Berlin und Umgegend. abgezogenen Lohnes. würde, wenn er bei seiner Weigerung beharre. Er habe sich also in finden." Hiernach habe er annehmen müssen, daß er entlassen einer Zwangslage befunden und unter dem Druck derselben habe er die Unterschrift gegeben. Einen Grund zum Lohnabzug hätte die Firma nicht, denn sie habe durch Heereslieferungen soviel Arbeit bekommen, daß der Kläger, ebenso wie die übrigen Angestellten, täglich eine Ueberstunde Habe machen müssen. Die Arbeitszeit wäre also verlängert und der Lohn gekürzt worden. Der Vertreter der beklagten Firma fagte dagegen: Die Lage der Metallbrüder ist zurzeit eine sehr schlechte, und Anfang August fah fich die Firma genötigt, wegen der eingetretenen bie Unternehmer fuchen selbst bei der Unregelmäßigkeit der Beschäf- Geschäftsstockung einen Teil des Personals zu entlassen. Um das tigung und Verdienstmöglichkeit noch die Löhne zu drüden. Auch zu vermeiden, sollte die Arbeitszeit der Diener verkürzt und ihr wird geklagt, daß die Unternehmer solche Arbeiter, die noch in Gehalt herabgesetzt werden. Die 600 bis 700 Diener erklärten fich irgendeinem Militärverhältnis stehen, nicht einstellen wollen. Bei bis auf 30 bis 35 fofort damit einverstanden. Von den dem öfteren Arbeitswechsel, der die Arbeiter unverschuldet trifft, find legteren haben die meisten nach einigen Wochen ebenfalls ihre Unterdie Drücker der Anficht, daß die Löhne dementsprechend erhöht schrift gegeben. Ein 3 wang ist auf niemanden auswerden müßten, desgleichen müßten die Affordsätze eine ausgleichende geübt worden. Daß die Firma Heereslieferungen bekommen Regelung erfahren bei den einzelnen Arbeiten für Kriegsbedarf. würde, war bei Ausbruch des Strieges nicht vorauszusehen. Als Auch sollten die Arbeitgeber, wenn die Arbeiter mal etwas über die Heeresarbeit da war, sind die Gehälter den gewöhnlichen Lohn verdienen, nicht gleich reduzierend eingreifen, wieder erhöht worden. Die Kammer 7 des Gewerbegerichts erkannte sondern die jetzigen Verhältnisse berücksichtigen. auf Abweisung der Klage. Der Transportarbeiterverband hat im Bezirk Groß- Berlin im Laufe des ersten Quartals dieses Jahres eine rege Tätigkeit zur Erlangung von Teuerungszulagen für seine Mitglieder entfaltet. Ein sonderbares Liebesgaben"-Geschäft. Wie am Donnerstag in der Generalversammlung berichtet wurde, In die Geheimnisse eines Kriegsgeschäftes" mußte die hat diese Bewegung den Erfolg gehabt, daß für 18 996 Mitglieder 4. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts hineinleuchten. in 277 Betrieben Lohnzulagen von 48 696 M. wöchentlich bewilligt Es klagte dort der Handlungsgehilfe Mar H. gegen den Kaufwurden, das macht durchschnittlich 2,30 M. pro Kopf und Woche. mann Sigmund Udo wegen rückständiger Gehaltszahlung. Der BeWenn die Lohnerhöhung auch nicht der Steigerung der Lebenstlagte 1. wollte, wie die Verhandlung ergab, ein Unternehmen für mittelpreise entspricht, so ist es doch eine Beihilfe für die not- Liebesgaben gründen. Es sollten Entlausungspulver und andere wendigen Mehrausgaben. Die Agitation war im ersten Quartal Hautreinigungsmittel feldpostmäßig fertiggestellt werden. Da aber erfolgreicher als in den beiden lezten Quartalen des Vorjahres. u. seinen Namen nicht hinreichend vertrauensvoll fand, setzte er sich Der Erfolg äußerte sich in der Aufnahme von mehr als 2000 neuer mit dem Kaufmann Sello Lubszynski in Verbindung und gründete Mitglieder. Aber es wurden auch 3311 Mitglieder zum Heere ein- unter dessen Namen das Liebesgabengeschäft. 1. behauptete in der gezogen, sodaß unter Berücksichtigung der sonstigen Abgänge vom Verhandlung, 2. sollte sein Sozius sein, der letztere dagegen bestritt 1. Januar bis 1. April die Mitgliederzahl um 3030 zurückgegangen ist. das entschieden und befundete, es sei eine Abrede zustandegekommen, Sie belief fich am 1. April auf 30 145 und zwar 27 594 männliche, nach der der Beklagte dafür, daß er die Firma S. 2. führen darf, 1022 weibliche und 1529 jugendliche. Insgesamt sind bis jetzt von den 2. mit 50 M. Bochengehalt fest anstellt. Der Zeuge 2. bezeichnet Mitgliedern des Bezirks Groß- Berlin 20 841 zum Heere eingezogen, sich selber als gänglich vermögenstos. 1. habe ihm gewissermaßen darunter 25 Verbandsangestellte. Die Lage des Arbeitsmarktes den Namen„ Zubszynski", der in der Branche einen guten Klang ist jetzt so günstig, daß nur rund 100 Mitglieder arbeitslos find, habe, abgekauft. Um das unter seinem Namen gehende Geschäft meistens ältere, nicht mehr voll arbeitsfähige Leute. Wer gefund hatte sich der Beuge gar nicht gefümmert, er hat auch den Kläger und kräftig ist, findet im Transportgewerbe jeden Tag Arbeit. nur flüchtig gesehen. Der spiritus rector des Unternehmens war Nach Ausweis des Kassenberichts wurden für Unterſtügungs- der Beklagte 11.- Trok diefer den Beklagten belastenden Aussage atvede 38 417 M. ausgegeben und zwar an Arbeitslose 19 043 M., wollte letterer die Gehaltsschuld von sich abwälzen, der Kläger habe an Stranke 10 664 M., an Familien von Kriegsteilnehmern 3665 M., sich an den zu halten, auf dessen Namen die Firma gehe, an den in Sterbefällen 3865 M., sonstige Unterstützungen 1180 M. Ausland. Das Koalitionsrecht. Die Direktion der stodawerte in Bilsen hat ihren amten nachstehende Erklärung zur Unterschrift vorlegen lassen: Zeugen 2. Ein Chefbeifizer bezeichnete das Verhalten des Beklagten dem Kläger gegenüber als eine Art Schiebung", und das gesamte Richterkollegium riet ihm dringend, der Kostenersparnis wegen die Forderung vor Urteilsfällung anzuerkennen. Der Beklagte ver Bepflichtete sich auf diesen Vorhalt, 250 Mart in monatlichen Raten von 50 M. an den Kläger zu zahlen. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Rosenbericht vom 1. Onartal 1915. 2. Ber. bandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 23/3 Die Versammlung wird pünktlich 19 Uhr eröffnet. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. GEEEE 9999 Dem Genojjen Wilh. Brinckmann Pantstr. 60 die herzlichsten Glüdwünsche zum 60. Geburtstage. Die Genossen des Bez. 806, 6. Kreis. 6821 9966666666 Verband d. Gemeinde- u.Staatsarh. Filiale Groß- Berlin. Den Mitgliedern geben wir hierdurch Nachricht vom Tode des Kollegen Otto Sammtmann pens. vom Vieh- und Schlachthof. Ehre seinem Andenken! Beerdigung am Montag, den 10. Mai, nachmittags 3, Uhr, auf dem Zentralfriedhof in Friedrichsfelbe. Um rege Beteiligung bei der Bc. erdigung des Kollegen ersucht Die Ortsverwaltung. 34/2 Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber unvergeßlicher Mann und guter Vater, der Tischler 159 Bruno Albert im 42. Lebensjahre verstorben ist. Dies zeigen hiermit tiefbetrübt an Frau Marie Albert und Kind. Die Beerdigung findet heute Sonnabend, nachmittags 2 Uhr, von der Halle des 2. städtischen Friedhofes, Blanke Hölle, aus statt. Am 6. Mai entschlief nach längerem Leiden meine liebe Frau, unsere Schwester, Schwä Ottilie Heidemannn gerin und Tante geb. Hardix. Dics zeigt tiefbetrübt an im Namen der Hinterbliebenen am Franz Heidemann. Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 4%, Uhr von der Leichenhalle des neuen JakobiKirchhofes, Hermannstraße, aus statt. 1679b Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nach richt, daß unser Kollege, der Droschlenführer Ernst Thomas ant von der Fima Beder, Quitomstraße 59, am 5. d. Mts. im Alter von 65 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 8. Mai, nachmittags 4 Uhr, von der Leichen halle des Heilands- Kirchhofes in Blößensee aus statt. 63/14 Die Bezirksverwaltung. Statt besonderer Anzeige! Am Donnerstag, den 6. Mai, nachmittags 3 Uhr, verschied nach furzem, aber schwerem Leiden der Gewehrschäfter Gottgetreu Ohland im 83. Lebensjahr. Dies zeigen tiefbetrübt an im Namen der Hinterbliebenen Otto Hagen und Frau Jda geb. Ohland, Rostoder Straße 21. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. Mai, nachmittags 32 Uhr, von der Stapelle des Heilands Kirchhofes am Plöken fee aus statt. 5891 Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin. Bezirk S0. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Buyer Hermann Zierath am 4. Mai verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonnabend, nachmittags 4 1hr, von der Halle des Thomas- Kirchhofes in der Hermannstraße aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 140/10 Der Vorstand. Ngemein- Verfchiedenes Truftreio Cigarettenfabrik. MANOLI ZIGARETTEN * Deutschlands führende Marke BOSNIA CIGARETTEN Etwas ganz Besonderes MAL- KAH Company Berlin N. 20 Pankstr. 65. Erscheint 2 mal wöchentlich. Bezugsquellen- Verzeichnis. 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Jezt ließ cr furg Es Juni 1914 den Kostenanschlag angefertigt hatte, welcher aber erst im Diebstahl nichts wissen und behauptete, daß er den Anzug schon vor August vorigen Jahres zur Vorlage gelangte. einiger Zeit in einer Herberge gekauft habe. Auf dem PolizeiFür Wilmersdorf wäre der Bau eines Krankenhauses dringlicher alten schon wiederholt bestraften Fledderer und Einbrecher Ernst präsidium erkannte die Kriminalpolizei in dem Verhafteten einen als der Rathausbau. Zimmermann wieder. Bei ihm fand man auch noch eine Anzahl von gefälschten Invalidenkarten. Wer hat nicht schon oft in schmerzlicher Resignation so gedacht und gesprochen, wenn am Morgen keine Post" kam Die Teuerungszulage, welche die städtischen Behörden für oder wenn für ihn selbst nichts dabei war! Schon in Friedenszeiten ist der Postbote eine gern gesehene, vielumworbene Persön- die städtischen Arbeiter und Angestellten mit einem Einkommen Kleine Nachrichten. Im Klosettraum eines auf dem Anhalter lichkeit und seine Tasche ist ein wandelndes Geheimnis. Neben- bis zu 2000 M. beschlossen haben, soll nun auch an alle Bahnhof einlaufenden Fernzuges wurde ein unbekannter Mann von einandergeschichtet enthält sie Gutes und Schlimmes, Glück weiblichen im Dienstverhältnis stehenden Personen zirka 25 bis 30 Jahren erhängt aufgefunden. Mat fand bei dem Toten keinerlei Ausweispapiere. Der Unbekannte ist etwa 1,75 Meter ind Unglück, und der Postbote hat es buchstäblich in der gezahlt werden. Hand", Menschen in die höchste Freude oder in den tiefsten groß, schlankund kräftig gebaut, hat ein langes hageres Gesicht ohne Bart. Verkaufszeiten am letzten Sonntag vor Pfingsten. Er trug ein dunkelblaues Jackett und Hose, eine schwarze Weste und Schmerz zu versehen. Demokratisch ordnet er seine Briefe Nach§ 2 der Polizeiverordnung vom 20. Juni 1892, einen dunkelgrauen weichen Filzhut. Mit Leuchtgas vergiftet bat und Karten in den Bauch der Tasche, um dann fort zu wandern betreffend die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, ist am sich die 47 Jahre alte Witwe Berta Bartholz aus der Frobenstr. 26, und sie in die einzelnen Wohnungen zu bringen. Bis dahin lekten Sonntag vor Pfingsten für offene Verkaufsstellen außer die seit Jahren herzleidend war. Hausgenoffen, die die Wohnung ruht der Brief der Frau Baronin neben der Karte der Köchin, der durch das Drtsstatut vom 14. Oftober 1911 für die öffnen ließen, fanden Frau Bartholz der Brief an den Schuhmachermeister neben dem Brief an Sommermonate von 8 bis 10 Uhr vormittags festgesetzten füllten Küche regungslos auf ihrem Feldbett liegen. den General usw. Alle müssen sie erst in die braune Leder- Verkaufszeit noch die Zeit von 2 bis 6 Uhr nachmittags zu Wiederbelebungsversuche, die Samariter der Feuerwehr und tasche und erst wenn sie abgeliefert werden, die Schrifftücke, gelassen. Zwischen 12 bis 2 1hr nachmittags darf nach dem ein Arzt anstellten, blieben erfolglos. Auf dem Stahn seines trennen sie sich auf Nimmerwiedersehen. Die Post! Sie wird von der Herrschaft mit derselben Drtsstatut ein Offenhalten derjenigen Verkaufsstellen, in denen Vaters lebensgefährlich verunglückt ist der acht Jahre alte Sohn des Die Post! Sie wird von der Herrschaft mit derselben nicht Nahrungs-, Genußmittel oder Blumen feilgehalten werden, Schiffers Nezbant, der an dem Holzplatz von Kempfer u. Zude in Spannung erwartet wie vom Personal. Wenn es klingelt und ein Schriftstückt sich raschelnd durch den Türschlitz schiebt, nicht stattfinden. so fliegt jeder Wohnungsinsasse wie elektrisiert auf." Für mich? Für mich?" Sind es mehrere Postsachen, so beginnen schon im Gehen fiebernde Finger zu sichten und heiße Augen " 1 Dent Schlauch des Gaskochers hielt fic noch int der Hand. der Hoffmannstraße zu Treptow liegt. Der Knabe schaukelte an einem Querbalfen des leeren Kahnes, fiel dabei mit dem Balken, der sich löste, auf das Fahrzeug hinunter und zog sich schwere Ver legungen zu. Er wurde nach dem Krankenhaus Bethanien gebracht, Einen bösen Streich hat ein Leipziger Photograph dem wo er bedenklich daniederliegt. Jm Plänterwalde hilflos aufvon Betteleien. Frik Lehmann. Aus den Gemeinden. bohren sich in die Schriftzüge. Manchmal sind es auch nur 15 jährigen Kriegsfreiwilligen Frig Lehmann gespielt, über gefunden wurde am gestrigen Freitagvormittag die 36jährige Frau Kor- Heise aus der Kiefholzstr. 92 in Neukölln. Sie hatte, wie ein Drucksachen, die fliegen dann meist ärgerlich in einen Winkel. den wir Mitte November vorigen Jahres nach einer Damals wurde die hiesige Kriminal- hinzugerufener Arzt feststellte, Lysol getrunken; eine Flasche Seit der Krieg begonnen hat, ist im Postfieber" eine Steige polizei von der Leipziger Behörde ersucht, einen 15 Jahre mit diesem Gift wurde neben ihr aufgefunden. Die Bemühungen, rung eingetreten, die oft die höchste Grenze erreicht. Kein Wunder! alten Friz Lehmann aus Leipzig, den man in Berlin vermutete, die Frau wieder zum Bewußtsein zu bringen, waren vergeblich; Liegen doch Millionen unserer Liebsten draußen im Felde, in festzunehmen. Der Knabe war als Pfadfinder nach dem westlichen sterbend wurde die Lebensmüde nach dem Krankenhause Bethanien jeder Minute vom Tode bedroht. Ehemänner, Väter, Brüder, Kriegsschauplaze mit ausgerüdt. Jezt aber hieß es, er fei als un- geschafft. Der Grund zu dem Selbstmordversuch ist nicht bekannt. Söhne, Bräutigams und Freunde, alle, alle hat der Wirbel- liebsamer Schlachtenbummler abgeschoben worden, treibe sich in einer Vor dem Hause Neue Königstraße 53 fuhr am gestrigen Freitag wind, der kategorische Zwang des Feldzuges hinausgerissen, Phantasieuniform mit dem Eisernen Kreuz umher, prable mit feinen vormittags gegen 91%, Uhr eiu Straßenbahnwagen der Linie 62 in und die daheim blieben, hängen mit allen Fasern des Herzens Heldentaten, verkaufe Postkarten mit seinem Bildnis und lebe sonst die falsche Weiche und stieß infolgedessen gegen die Vorderplattform an denen, die fort mußten und die ihnen lieb und teuer sind. erziehung gebracht zu werden. Er sollte festgenommen werden, um in Fürsorge- eines aus entgegengesetzter Richtung kommenden Straßenbahnwagens Die Kriminalpolizei fab sich der Linie 17. Bei dem Zusammenstoß wurden fünf Fahrgäste des So ist denn jede Postsendung ein Ereignis, jede Minute wird oft gezählt, bis der Postbote kommt, nicht selten sieht man Frauen auch nach dem Postkartenverkäufer um, konnte ihn aber nicht mehr angefahrenen Wagens leicht verletzt. An den beiden Triebwagen finden, und kam zu der Ueberzeugung, daß er Berlin schon wieder wurden die Borderplattformen beschädigt. und Mädchen ihn schon auf der Straße erwarten. Und bringt verlassen habe. Unterdessen hatte der wirkliche Frizz Lehmann aus er ein Liebeszeichen, so reißen zittrige Finger den Umschlag Leipzig sich auf dem westlichen Kriegsschauplatz trotz seiner 15 Jahre auf und hungernde Augen verschlingen die Zeilen. Er lebt so wacker betätigt, daß er zum Eisernen Kreuz vorgeschlagen worden noch! Er ist gesund! Wie ein Jubelschrei drängt sich die war. Dann war er am Fuß verwundet worden und nun lag er in freudige Empfindung auf die Lippen. Er lebt noch! Er ist Berlin in einem Privatlazarett. Sobald er geheilt war, begab sich gesund! Die Mutter ruft's, die Braut, die Schwester, und der junge Freiwillige nach dem östlichen Kriegsschauplatz, in die Karpathen, und auch dort bewährte er sich so, daß ihm die österalle, alle Augen glänzen vor glücklicher Aufregung. reichische Tapferkeitsmedaille verliehen wurde. Die Angehörigen Hinausweisung von Jnteressenpolitikern in Tempelhof. Manchmal aber kommt eine Karte aus dem Lazarett, und zerbrachen sich den Kopf, wie es kommen konnte, daß ihr In der Gemeindevertretersizung am Donnerstag wurde der neudie stimmt trübe, oder es kehrt ein abgesandter Brief zurück Sohn, dem von vielen Borgesetzten aus dem Felde so warme gewählte Schöffe und Syndikus Golisch in sein Amt eingeführt und mit dem Vermerk: Adressat gefallen. Dann krampfen sich Anerkennungen zuteil wurden, in den Verdacht eines Schwindlers dann zum stellvertretenden Vorsitzenden des Gewerbe- und KaufHand und Herz zusammen und die Füße werden mit einem gekommen sein konnte. Die Aufklärung ist ihnen jetzt gelungen. mannsgerichts gewählt. Bei der Beratung über die Erhebung von male so schwer und wollen den Dienst versagen. Irgendwo Schuld daran ist ein Photograph aus Leipzig. Frizz Lehmann hatte Anliegerbeiträgen zu den Kosten des besseren Ausbaues der Dorfin Feindesland hat ein geliebtes Herz aufgehört zu schlagen in seiner Freude ſeinen Angehörigen geschrieben, daß er zum Eisernen straße tam es zu einem ungewöhnlichen Vorgang. Die Baukommission von den Anliegern 40 Proz. der Kosten zurüdund ruht, von Freundeshand gebettet, in fremder Erde. Auch Kreuze vorgeschlagen worden war. Diese Auszeichnung eines Fünf- beantragte, Hiergegen wandten sich Gemeindeverordnete reip. so etwas bringt die Post zuweilen. Das ist der Krieg. Es zehnjährigen sprach sich in Leipzig herum und fam auch zur Kenntnis zufordern. muß verwunden werden und es wird verwunden werden. ein Photographen, der beim Ausrücken des jungen Freiwilligen Schöffen, die mit zu den Kosten als Anlieger herangezogen Gruppenbild von diesem und älteren- Kameraden gemacht hatte. werden sollten. Als dann noch ein dritter ebenfalls interHoffentlich recht, recht bald! Dann werden die Wunden, die Ohne Wissen und Willen Lehmanns und seiner Angehörigen benußte eiiierter Herr sich in ablehnendem Sinne zur Sache das Völkerringen schlug, langjam verheilen, die Menschen nun der Photograph dieſes Bild zu geschäftlichen Sweden. Er nahm geäußert hatte, machte der Gemeindevorsteher diefer Interessenporttit werden wieder ihrem friedlichen Lagewerk nachgehen und der aus der Gruppe den jungen Lehmann heraus, seichnete ihm das Eijere der- Bemerkung, daß die Landgemeindeordnung- die Stephansjünger wird wieder Post bringen- aber Friedenspost! Streuz auf die Brust, vervielfältigte dann das Einzelbild und brachte Beteiligung interessierter Gemeinveverordneter an der Beratung ind es in den Handel. Das hat der Photograph einräumen müssen. Abstimmung verbiete. Die beantragten 40 Proz. wurden dann beGeschäftsstatistik der Arbeitslosenfürsorge der Stadt Berlin as für eine Rolle er nun weiter bei dem Vertrieb der Bilder ge- willigt. Dem" Tempelhofer Tageblatt" wurden 400 m. bewilligt Geschäftsstatistik der Arbeitslosenfürsorge der Stadt Berlin spielt hat, bedarf noch der näheren Untersuchung, insbesondere auch als Entschädigung für die während der Kriegszeit abzudruckenden für die Woche vom 19. bis 25. April 1915. die Frage, ob er Knaben vom Alter Lehmanns in Uniform gesteckt umfangreichen Bekanntmachungen. Dem Verein zur Besserung 1. Bei den 23 städtischen Geschäftsstellen sind 335 Gesuche und zum Verkauf der Bilder ausgesandt hat. Möglich ist, daß bei der Strafgefangenen in Berlin wurden 50 M. bewilligt. Einem eingegangen; es wurden abgelehnt 89, an die Landes- diesem Treiben, das den wirklichen Lehmann ganz ohne seine Schuld Antrage der Baukommission auf Anlegung von Rasenplägen an der versicherungsanstalt Berlin verwiesen 23, bewilligt 255. Aus- in so argen Verdacht gebracht hat, andere Händler ihre Hand im neuen evangelischen Glaubenskirche wurde zugestimmt. geschieden aus der Unterstützung( überwiegend wegen Wieder- Spiel gehabt haben. eintritts in Arbeit oder Erwerb) sind 248 Personen. Hiernach hat also Frizz Lehmann nichts mit jenen Schwindlern 573 männliche und 4761 weibliche Personen bezogen Unter- zu tun, die mit aus den Fingern gefogenen Heldentaten prahlen, stüßung im Gesamtbetrage von 22 138 Mart, davon je 4 M. obwohl fie gar nicht auf dem Striegsschauplage waren und so die größten Schwindeleien verüben. 4532 Personen, je 5 M. 802 Personen. 2. Von der Stadt wurden an 1195 Mitglieder von 15 Arbeiter- und Angestellten Organifationen, die selbst sagungsgemäß Unterſtügung gewähren, Zuschläge im Gesamtbetrage von 4004,58 M. gezahlt. Hiervon trafen auf die freien Gewerkschaften 1089 Mitglieder mit 3611 M.( und zwar Metallarbeiter 636,25 M., Holzarbeiter 734,30 M. usw.). Verhaftung eines Schöneberger Arztes. sehr bekannten Frauenarztes hervor, die am Donnerstag auf AnGroßes Aufsehen ruft in Schöneberg die Verhaftung eines dort ordnung des Untersuchungsrichters beim tgl. Landgericht II. Berlin erfolgt ist. Es handelt sich um den praktischen Arzt Dr. A. W., der ein sehr gesuchter Frauenarzt ist und dessen große Kundenzahl sich aus Damen aller Gesellschaftskreise Berlins und der Provinz zu 3. Die Landesversicherungsanstalt Berlin ſammenſezte. Schon vor längerer Zeit war Dr. W. in den Verhat von 21 215 bei ihr überhaupt bis 24. April 1915 ein- dacht geraten, Frauen unerlaubte Hilfe gegen hohes Honorar zu gegegangenen, teils von den städtischen Unterstützungskommissionen währen. Am Donnerstag wurde bei Dr. W. eine Haussuchung vorihr überwiesenen, teils von den Organisierten ihr eingereichten genommen, die so viel belastendes Material ergab, daß die VerGesuchen 15 064 genehmigt. Gegenüber der Vorwoche sind haftung des Arztes erfolgte. acht Personen hinzugekommen. In der Berichtswoche sind 2498 Mart an 377 Personen gezahlt worden. Heranziehung zu den Bürgersteigkosten in Weißensee. Der Eigentümer Goldstein in Weißensee war auf Grund des entsprechenden Ortsrechts vom Gemeindevorsteher mit einem Beitrage von 1300 M. zu den Bürgersteigtosten herangezogen worden. Der Bezirksausschuß als Berufungsinstanz wies seine Freistellungsflage ab. Klägers statt und stellte ihn mit folgender Begründung frei: Das Das Oberverwaltungsgericht gab der Revision des Ortsrecht in Weißensee gestatte vorläufig feine Heranziehung der Anlieger zu Beiträgen zu den Bürgersteigtosten. Es sei ein wesentliches Versehen bei der vorgeschriebenen Auslegung der Unterlagen für den entscheidenden Gemeindebeschluß vorgekommen, indem nicht gleichzeitig, wie es das Gesetz erfordere, ein kostennachweis ausgelegt worden sei. Deshalb sei das Ortsrecht nicht wirfi am und Kläger müsse freigestellt werden. Das hindere aber den Gemeindevorsteher nicht, den Kläger noch auf Grund eines neuen Drtsrechts, wenn ein solches ordnungsmäßig zustande kommen sollte, heranzuziehen. Kartoffelverkauf in Lichtenberg. Schwere Brandwunden am ganzen Körper erlitt die vierjährige Hilda Krieger in der Brunnenstr. 38 durch Umreißen eines Spiritustochers. Das arme Kind mußte sofort von der Polizei dem Lazarus- Der öffentliche städtische Startoffelverkauf erfolgt bis auf weiteres Krankenhause zugeführt werden. von heute den 8. Mai ab Hauptstr. 3( neben Café Bellevue) an jedem Wochentag vormittags von 9-2 und nachmittags von 4-7 Uhr, per Zentner 6 M. Es werden jedoch auch kleinere Posten abgegeben. Das Schnurrbartverbot der Cafékellner. In der letzten Sitzung des Vereins der Caféhausbefizer von Samariter der Feuerwehr versuchten leider vergeblich in der Berlin und Umgebung wurde auch zu der Frage der Aufhebung des Frobenstr. 26 eine Person zu retten, die sich dort mit Gas vergiftet Schnurrbartverbotes der Cafékellner Stellung genommen. Der hatte. Der Tod war schon bei Ankunft der Samariter eingetreten. Interessenverband für das Gastwirtsgewerbe hatte kürzlich an den Verein das Ersuchen gerichtet, dahin zu wirken, daß für Groß- Berlin auf. Bisher hat er namentlich im Westen der Stadt die HausEin Schwindler mit ,, Wertpaketen" tritt seit einigen Tagen wieder eine Aufhebung des Schnurrbartverbotes bald erfolgen möge. Auf pförtner heimgesucht. Der Gauner fundichaftet aus, wann dieser Antrag des Vorsitzenden wurde unter allgemeiner Zustimmung der oder jener Mieter nicht zu Hause ist. Es kommt dann zu dem Mitglieder in der Sizung ohne nähere Begründung über diesen Pförtner mit einem Paket, das er angeblich gegen Nachnahme eines Punkt zur Tagesordnung übergegangen. Es wäre auch zu schrecklich, Restbetrages dem Mieter hätte überbringen sollen. Die Pförtner wenn Kaffee von Kellnern mit Schnurrbart serviert würde. legen gern den verlangten Betrag aus und erfahren zu spät, daß sie einem Schwindler in die Hände gefallen sind. Die Wertpakete" enthalten nichts als Gipsabfälle. Der Schwindler, der jetzt auftritt, ist etwa 45-50 Jahre alt, mittelgroß und schlank, hat ein bageres Gesicht mit dunklem Schnurrbart und trägt eine blaue Schirmmüte und eine graue Joppe, deren Kragen mit einer blauen Biese abgesezt ist. Versendung von Paketen während der Pfingstzeit. Die Versendung mehrerer Patete mit einer Paketkarte ist für die Zeit vom 17. bis einschließlich 22. Mai auch im inneren deutschen Verkehr nicht gestattet. Zum Rathausbau in Wilmersdorf. Verhaftung eines Fledderers. Das Wilmersdorfer Rathausprojekt, welches am 13. November Ein Arbeiter, der Mittwoch auf der Durchreise durch Berlin 1912 bereits von der Stadtverordnetenversammlung genehmigt längeren Aufenthalt hatte, gab sein Gepäck auf dem Schlesischen wurde, ist nunmehr endgültig dem Schicksal der Bertagung anheim lange vor Abfahrt des Zuges fehrte er zurüd, setzte sich in den Bahnhof in Verwahrung und sab sich dann die Stadt an. Schon gefallen. Bekanntlich hatte man den Grundriß zum Entwurf des Wartesaal und schlief bald ein. Als er erwachte, merkte er, daß neuen Rathauses am Fehrbelliner Platz schon fertiggestellt und auch ihm sein Portemonnaies mit Inhalt gestohlen worden war. Rasch der Kostenanschlag des Baurats Kröger unterlag bereits der Prüfung, eilte er nach der Aufbewahrungsstelle, um wenigstens sein Gepäck aber infolge des Kriegsausbruches und anderer Dispositionen, die zu retten. Denn in dem Portemonnaie befand sich auch der Verder Magistrat Wilmersdorf für Kriegszwecke treffen mußte, glaubte wahrungsschein. Der Fledderer aber war dem Bestohlenen schon Verwirklichung dieses kostspieligen Projektes zuvor gekommen. So stand nun der Mann mittellos und seiner Abstand nehmen zu sollen. Vorläufig ist die Sachlage eine ganzen Habe beraubt da. Donnerstag durchwanderte er noch einmal die Gegend am Schlesischen Bahnhof in der Hoffnung, vielleicht durch derartige, daß der Gesamtplan auf unabsehbare Zeit ber irgend einen Zufall doch noch wieder zu seinem Eigentum zu kommen. tagt ist, und man begründet amtlicherseits diese Maßnahmen der Tat war ihm das Glück hold. Am Bahnhof sah er auf dem damit, daß infolge der höchst umfangreichen und komplizierten Störper eines Mannes einen Anzug, der ihm sehr bekannt vorkam. rechnerischen Arbeiten, für deren Erledigung es an Personal fehlt, Er sah noch genauer zu und erkannte bestimmt die Kleidungsstüde, man von der Bearbeitung des Gemeindeackerlandes in Weißensee. Startoffellandes der Georgen- Friedhofsgemeinde, die die Berechtigung Diejenigen Parzelleninhaber des unentgeltlichen Gemüse- und zur Wasserentnahme erwerben wollen, werden gebeten, Wasserberechtigungsmarken mit der Barzellennummer und der Prägung Gemeinde Weißensee" gegen Zahlung von 2,10 m. bei Herri Restaurateur Bahr neben der Gasanstalt in Empfang zu nehmen. Die Leitung ist fertiggestellt und geöffnet vormittags von 4-9 Uhr und nachmittags von 4-9 Uhr. Dieser Betrag ist hinreichend für 3 Kubikmeter Wasser gleich 300 Eimer a 10 Lifer. Volkskunstabend in Lichterfelde. Sonnabend, den 8. Mai, findet in der Aula der Oberrealschule, Ringstraße 2/3, abends 81, Uhr, der siebente Volkskunstabend statt. Es ist dies der letzte Kunstabend dieses Winterhalbjahres. Kartenvorverkauf in den bekannten Stellen. Spezialarzt Dr. med. Karl Reinhardt. Prinzenstr. 64 f. Geschlechtskrankheiten, Harnleiden, Schwäche, Ehrlich- Hata- Kuren, Blutund Harn- Untersuchungen. 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1000) 19 49 121 284 334 408( 500) 27 676( 3000) 86 98 763 211164 264 463 596 891 212298 318 92 557 59 689 982 213061 96 198 465 684 729 41 62 79 214027 42 134 86 253 461 630 41 939 215070 84 202( 500) 668( 1000) 831 60 84 92( 1000) 947 216075 151 215 95 351( 500) 586( 1000) 913 67 217320 87 466 653 928 218175 82 438 58 77 85 536 46 655 91 714 82 92 804 219052 66( 3000) 186( 500) 227 354 80 438 ( 500) 883 991 220048 203 4 638 54 769 823 29 93 221023 47 178 205 17 63 69 78 374 482 595 612 49.55 76 702 36 28 34 48 968 222322 446 507 60 223029 59( 3000) 143 339 51 59 463 541 93 631( 3000) 707 26 31 224080 208 463( 3000) 86 504 25 628 797 803 929 42 225040 44 167 342 696 963( 600) 226066 465( 500) 650 980 227113 227 90( 500) 433 620 97 634 811 54 228021 31 284 98 472 86 985 220034 203 ( 3000) 75 610( 1000) 22 33 734 842 230212 13 368( 1000) 613 231235 817 487 95 859 968 232137 211 377 488 623 765 864 77 92 233200 838 48-525 67 670 700 853 5. Klaffe 1. Biehungstag 7. Mai 1915 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 M. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdrud verboten) 66 67 158 71 216 322 23( 1000) 63 423 751 1159 310 26 53 576 744 81 2010 571 627 98 802( 500) 57( 1000) 966 3040 242 86( 3000) 452 90 506 605 25 804 9 23 925 4077 108 42 388 684 735 49 871 5033( 500) 415 716 6011 65 123( 1000) 528 35 96 750 815 997 7023( 500) 108 69 302 69 574 802( 500) 927 8019 227 340 489 845 72 75 86 953 90 9521 671 725 68 930 52 10148 82 317 98 617( 500) 847 64 88 915 11065 132 485 97 563 64( 500) 12050( 500) 91 163 315 405 21 33 600 34 98 718 855( 500) 990 13193 308 20 46 409 40 514 32 57 83 761 66 904 14187 324 508 27( 1000) 62 624 724 828 92( 1000) 15155( 500) 306 21 86 88 773 911 16040 42 94 139( 500) 43 389 449 656( 1000) 74 82 89( 500) 702 17039 137 606 94 785( 1000) 18255 66 418 589 685 97 843, 65 19118 224 29 442 793 827( 500) 41 972 88( 1000) 20033 103 96( 1000) 360 345 864( 500) 903 22 58 21179 88 92 352 95 709 83( 1000) 882 955( 3000) 22059 316 455 59 547 638 780( 1000) 817 23( 3000) 71 97 23264 84( 500) 402 671 86 98 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314 905 31 49 207081 145 244 47 575 617 80 775 208023 140( 1000) 92 280 321 409 12 664 629 784 958 209050 71,513 54 699 701 862 210101 305 410( 500) 97 549 973 211646 918 84 89 212059 134 414 545 694 718 826( 500) 213266 335( 1000) 403 35 214019 108 241 456 77( 1000) 535( 1000) 41 716 83 870 993 215094 106 263 316 488 649 625( 1000) 782 808( 500) 909 52 ( 500) 82 216142 54 222 34 439 50 517 28 710 52 217248 93 604 37 50 736 92 949 218573 78 786 934( 500) 60 92, 219084 170 90 252 342 491 551( 1000) 615 706 46 49 829 220120 24 60 67 73 299 315 16 22 421 74 581 97 630 863 221265 92( 1000) 564 665 709 864 973 83 222062 173 276 ( 500) 316 436 99 639 57 758 67 873 223064 286 406 62 544 660 898 936( 500) 83 224070 87 97 425 666. 89 708 47 72 852( 500) 225001 53 97 213 40 43 375 448 689 226331 51 482 625( 500) 734( 3000) 836 96 227150 282 621 727 34 932 46 228270 369 437 505 47 619 229074 158 257 389 404 ( 600) 509 703 828 57 68 92 933( 3000) 230079 132( 500) 77 239 307 504 34 795 840 51 95 231011 253 364 76 615 840 232120 381( 500) 480 98 563-630 996 233029( 3000) 240 336 418 608 47 770 991 Dr. 126. 32. Jahrg. Bezirks- Beilage des„ Vorwärts“ für Süden- Weffen. Verlustlisten. enthält Verluste folgender Truppen: Tee 8. Mai 1915. Juli 1914, wo sie 76 485 000 Pfund betrug, ist dies die höchst geladen worden; William v. V. erschien in feldgrauer Offiziersuniform, geschmückt mit dem Eisernen giffer. Aus aller Welt. in New York weilenden englischen Kohlenmagnaten D. A. Thomas eingegangen, wonach er erkrankt und für längere Zeit vernehmungsDie erlust liste Nr. 218 der preußischen Armee wird wahrscheinlich amerikanische Kohle in wenigen Jahren unfähig ist. Unter diesen Umständen mußte die Verhandlung auf 1., 2., 3., 4. und 5. Garde- Regiment z. F.; 1. und 2. Garde- ein gefährlicher Konkurrent der Wales- Kohle werden, nament- unbestimmte Zeit vertagt werden. lich in Südafrika. Falls genügender Schiffsraum vorhanden ist, Referbe- Regiment; Garde- Schüßen- Bataillon; Lehr- Infanteriekann die amerikanische Kohle in großen, schnell entladbaren Regiment; Grenadier-, bziv. Infanterie-, bzw. Füjilier- Regimen- Dampfern zu verhältnismäßig niedigen Preisen auf die fremden ter Nr. 1, 4, 5, 6, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 17, 18( siehe auch Gri- Inf Märkte gebracht werden. Regt. v. Reinhard), 20, 22, 23, 31, 32, 41, 42, 45, 50, 52, 54, 55, 56, 57, 59, 64, 70, 75, 76, 77, 84, 85, 86, 95, 96, 97, 99, 109, 110, 111, 112, 113, 114, 115, 130, 132, 138, 140, 147, 148, 151, 160, 161, 165, 168, 169, 174; Reserve- Infanterie- Regimenter Nr. 3, 5, 6, 7, 10, 12, 17, 19, 21, 23, 25, 36, 37, 38, 39, 48, 49( siehe Ers.- Inf.Regt. Runge), 51, 57, 60, 61, 66, 67, 71, 72, 76, 77, 78, 79, 84, 98, 111, 116, 118, 220, 221, 222, 227, 237, 251, 253, 255, 257, 258, 259, 261, 266, 267; Ersatz- Infanterie- Regimenter Hoffmann der Truppenabteilung Esebeck, v. Reinhard, Runge; Landwehr- InfantericRegimenter Nr. 8, 10, 13, 23, 25, 31, 33, 35, 38, 46, 48, 51, 53, 55, 56, 66, 73, 74, 75, 76, 81, 85; Brigade- Ersatz- Bataillone Nr. 13, 16, Obgleich der amerikanische Handel mit bituminöser Kohle noch nicht stark ausgebaut ist, find die Verschiffungen häufiger geworden. Wie ein Kanonenfabrikant in den Ruf der MenschlichRürzlich sind schon Dampfer nach Europa und Südamerika verdingt worden. Gerichtszeitung. Zum Recht der Zeitungen. feit kam. Vor einiger Zeit ging die Nachricht durch die amerikanische Presse, daß sich eine große Firma in Sharon in Pennsylvania, die Driggs Seabury, Ordnance Corporation, die man in der Nachbarschaft allgemein die Kanonenfabrik nennt, geweigert habe, Rüstungsaufträge für eine europäische Regierung zu übernehmen. Der Bors fizzende der Gesellschaft sollte in einem Interview erklärt haben, daß Im Gegensatz zu dem Oberlandesgericht Dresden hat er Kriegsaufträge im Werte von vielen Millionen Dollar zurückgewiesent 49; Landſturm- Bataillone 1. Andernach, Mustau, I. Rawitsch, das Reichsgericht am Donnerstag die Schadenersatzklage hätte. Die Stapitaliſten ſchüttelten die Köpfe und manche FriedensII. Rendsburg, Rubach( siehe Ers.- Inf.- Regt. Runge), Saarlouis, III. Tilfit, Wehlau; Landsturm- Ersatz- Batl. Nr. 18( Wesel); eines Mannes abgewiesen, der sich dadurch geschädigt fühlte, freunde frohlockten über die Tatsache, daß sich endlich ein Gerechter Garnison- Kompagnie Nr. 1 Molsheim; Jäger- Bataillon Nr. 4; daß sein auf Sensationslüsternheit spekulierendes Preßerzeugnis gefunden. Nun hat der Korrespondent des New Yorker Call" in Reserve- Radfahrer- Kompagnie Nr. 75; Maschinengewehr- Abtei abfällig kritisiert war. Dem grundsätzlich wichtigen Urteil Sharon die Sache richtig gestellt. In Wahrheit verhielt sich die lung Nr. 1. der Brigade v. Reizwik. liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Husaren Nr. 3 und 16. Eisenbahn- Baufompagnien Nr. 5, 18, 22; Fernsprech- Abteilung des XVIII. Reserveforps; Feldfliegertruppe. Artillerie- Munitionsfolonne Nr. 7 des VII. und Nr. 4 des XVII. Armeekorpe. Armierungs- Bataillone: teilung v. Strank; Arbeiter- Bataillon der Armee- Ab" Im Donauftrom ertrunken. Sache so: Die Kanonenfabrik hatte Muster für eine große Lieferung von Granaten nach Europa hergestellt, bekam den Auftrag aber nicht Vom Jahre 1905 bis zum Jahre 1910. erschien in Leipzig fofort. Mittlerweile waren andere Aufträge eingelaufen, Aufträge Feldartillerie: Regimenter Nr. 67, 76, 104; Reserve- Regimenter die Monatsschrift Deutscher Kampf mit der Beilage für Küchenausrüstungen, die, wie es heißt, für das englische Heer Mr. 10, 16, 49, 51, 55; 1. Landsturm- Batterie des XVII. Armee- Leipziger Roland". In diesen Blättern, die von dem nun- bestimmt sind. Als man dann mit der Ausführung begonnen, wurde forps. mehr in Dresden als Hypothekenvermittler tätigen Schriftsteller der Kanonenfabrik der Auftrag auf Granaten angeboten, der jedoch Fußartillerie: Regiment Nr. 11; Landwehr- Regt. Nr. 7. Dr. Artur Pleißner herausgegeben wurden, waren oft unter abgelehnt werden mußte, da keine Möglichkeit bestand, ihn jezt Bioniere: Regimenter Nr. 19, 23, 25; Bataillone I. Nr. 1, effektvollen Ueberschriften allerlei unberechtigte Angriffe auch gegen auszuführen. So kam die Firma billig zu dem Rufe der MenschII. Mr. 2, 1. Nr. 3, I. und II. Nr. 16; Feld- Kompagnie Nr. 108; das Privatleben bekannter Persönlichkeiten zu lesen. Alle diese lichkeit. 48. Reserve- Komp.; 3. Landsturm- Kompagnie des XVIII. Armee- Artikel waren geschrieben, um die Pleißnersche Zeitschrift durch die forps; Mittlere Minenwerfer- Abteilung Nr. 136; Schwere Minen- Sensationslüsternheit weiter Streise möglichst bekannt zu machen. werfer- Abteilung Nr. 40. Pleißner tam auch mit den„ Leipziger Neuesten Nachrichten" und dem„ Leipziger Tageblatt" und deren Redakteuren in Konflikt; er Ein schweres Bootsunglück hat sich Wiener Meldung zufolge im ist mehr als 15mal wegen Beleidigung in Geldstrafen ge- Donaustrom ereignet. Um 12 Uhr nachts fuhren sechs Personen nommen. Gegen die Leipziger Neuesten Nachrichten" hatte in einer Weidzille vom linken Donauufer unterhalb der Stadlauer er in bezug auf zweifelhafte Annoncen und Heiratsanzeigen Brücke zum rechten Ufer des Stromes, um die dort befindlichen die Bezeichnung Bordellverseuchte Leipziger Neueste Nachrichten" Schiffsmühlen zu erreichen. Vermutlich infolge der starken Strömung Landsturm- Arbeiter- Bataillon Walheim; gebracht, während er sich wiederholt über das Weitererscheinen des wurde die Zille an den Vorderteil eines Mühlenschiffes geschleudert Leipziger Tageblattes"" wunderte". Darauf erschien am 21. NoVier Insassen der Zille vember 1909 in den beiden Blättern gleichzeitig ein Artikel, in dem und kippte infolge des Anpralls um. Schivere Proviant- Kolonne Redaktion und Verlag beider Zeitungen bekanntgaben, daß ein famen unter die Schiffsmühle und ertranten. Herr Pleißner, der sich fortgesezt als Sittenrichter und Tugendwächter über das Leipziger Publikum aufspiele, für sie auch journa listisch nicht mehr satisfaktionsfähig sei und daß sie es ablehnten, ihn weiter zu verklagen, solange die Gerichte nur In der gestrigen Nacht brach aus bisher noch unbekannter Ursache auf Geldstrafen gegen ihn erkennen. Da aber alle anständigen im Koblenzer Rathaus Feuer aus, das rasch um sich griff. Den Elemente Leipzigs großes Interesse an der Vernichtung dieses Anstrengungen der Feuerwehr gelang es, den Brand einzudämmen, Menschen hätten und es unmöglich sei, durch die Gerichte ihm doch wurde das Dachgeschoß vom Brand zerstört; der Betrieb des sein unsauberes Handwerk zu legen, so müßte das Publikum eben Stadthauses tann in vollem Umfang aufrechterhalten bleiben. zur Selbsthilfe greifen. Aus diesen Artikel leitet Dr. P. eine von ihm gegen den Inhaber der„ Leipziger Neuesten Nachrichten" Edgar Herfurth, den früheren Verleger des Leipziger Tageblattes" Im Ammersee ertränkt. Münchener Meldung zufolge haben sich Dr. Klinkhardt und gegen eine Anzahl Redakteure beider Blätter die 19 Jahre alte Verkäuferin Katharina Liccert und die zwanzigerhobene Schadenersaktlage ab, in der er 45 000 m. unter jährige Gastwirtstochter Marie Ruhland, beide aus München, bei der Behauptung fordert, daß infolge des Vorgehens der Beklagten einer Kahnfahrt im Ammersee ertränkt; die Elten erhielten Abschiedsseine Zeitschrift im Jahre 1910 eingegangen sei. briefe. Schanzkomp. Nr. 15. Freiwillige Kranfenpflege. Garde- Train- Ersatz- Abteilung; Nr. 3 des XVII. Armeekorps; Zentral- Pferdedepot. Die bayerische Verlustliste Nr. 179 meldet Verluste des Infanterie- Leib- Regiments, München; 1., 2., 5., 6., 7., 8., 9., 10., 11., 13., 14., 15., 16., 17., 19., 20., 21., 23. Inf. Regts.; Reserve Infanterie- Regimenter Nr. 1, 5, 7, 10, 11, 12, 16, 18, 19, 21, 23; Reserve- Radfahrer- Komp. Nr. 8; Landwehr- Infanterie- Regimenter Mr. 2, 4, 6, 12; Brigade- Ersatz- Bataillone Nr. 4, 11, 12; Land turm- Inf.- Batl. Weilheim; 5., 8. Feldart.- Regt.; Reserve- Feldart. Regimenter Nr. 5, 6; 1. Erjak- Batterie( 12. Feldart.- Regt.); 2. und 3. Fußart.- Regt.; Reserve- Fußart.- Regimenter Nr. 1, 2, 3; Landiv. Fußart.- Batl. Nr. 3; Pionier- Regt.; 1., 2., 3. Pionier- Batl.; Fernsprech- Abt. 2( II. Armeekorps); Reserve- Pionier- Bataillone Nr. 2, 3; 2. Landwehr- Pionier- Komp. des I. Armeeforps; 3. LandsturmPionier- Komp. des III. Armeekorps; Armierungs- Batl. Nr. 1; Militär- Eisenbahndirektion II; Feld- Lazarett Nr. 5 des I. Armec forps; Etappen- Bäckerei- Kolonne der VI. Armee; Proviant- Amt der 5. Inf.- Division. Berichtigungen früherer Verlustlichen. Die württembergischen Berlustlisten Nr. 174 und 175 veröffentlichen Verluste der Landwehr- Infanterie- Regimenter Nr. 120, 124, 126. Reserve- Feldart.- Regt. Nr. 26. Magazinfuhrpart- Kolonne Nr. 53. Berichtigungen früherer Verlustlisten. Grenadier- Regt. Nr. 119; Reserve- Juf.- Regt. Nr. 120; Infanterie- und Reserve- Juf.- Regt. Nr. 121; Grenadier- Regt. Nr. 123; Landwehr- Inf.- Regt. Nr. 123; Infanterie- Regimenter Nr. 124 und 126; Festungs- Maschinengewehr- Abteilung Neu- Breisach. Feldart.- Regt. Nr. 49; Reserve- Feldart.- Regt. Nr. 54. Fuhrpark- Kolonne Nr. 2. Verluste durch Krankheit. Aus Industrie und Handel. Höchstpreise für Teigwaren. abwies. $ Feuer im Koblenzer Rathaus. " Damen Das Landgericht Leipzig hat die Klage mit der Begründung abgewiesen, daß der Kläger in der Deffentlichkeit Beunruhigung hervorgerufen habe und in einer gemeinschädlichen Weise auf 9 1hr, Pappel- Ace 15-17; Neukölln; bealpassage"; Tegel. BahnhofFreireligiöse Gemeinde. Am Sonntag, den 9. Mai, vormittags getreten sei und daß die Beklagten mithin das Recht gehabt straße 15, und Ober- Schöneweide, Klarastr. 2: Freireligiöse Vorlesung. hätten, gegen ihn mit allen gebotenen Mitteln vorzugehen. Das Bormittags 11 Uhr, Stleine Frankfurter Str. 6: Vortrag des Frl. Oberlandesgericht Dresden hat auf die Berufung 2. Jannasch: Völker Europas, wahrt cure heiligsten Güter".. des Klägers seine Ansprüche dem Grunde nach zur Hälfte als und Herren als Gäste willkommen. berechtigt anerkannt. Es hat dazu ausgeführt, daß die Gemeinschädlichkeit des Klägers dahingestellt bleiben könne. Selbst wenn eine solche vorgelegen habe, so habe auch eine Zeitung nicht das Recht, dem Richter vorzugreifen und sich selbst Recht zu verEingegangene Druckschriften. schaffen. Vielmehr seien die Beklagten verpflichtet gewesen, auf Heft 6 der„ Neuen Zeit“ vom 7. Mai hat folgenden Inhalt: Unterlassung der Handlungen des Klägers zu flagen. Außerdem N. Rjasanoff: Zur Stellungnahme von Marr und Engels während des rechtfertigten auch die von den Beklagten angewendeten Mittel die Deutsch- Französischen Strieges. Heinrich Cunow: Jllusionen- Stultus. Schadenersatzforderung. Andererseits aber treffe den Kläger Eine Entgegnung auf Kautskys Kritit meiner Broschüre Partei- Zusammenein ebenso großes Mitverschulden, da er sich fagen bruch?" Karl Marchionini: Zur Seßhaftmachung von Striegsinvaliden mußte, daß sein Verhalten eine starke Entgegnung hervor- und Kriegerwitwen.- Akademitus: Reformpädagogik, politische Pädagogik. rufen werde. Gegen dieses Urteil hatten die Beklagten Revision Anzeige. beim Reichsgericht eingelegt und ausgeführt, daß es unbillig industrie und einem oberschlesischen Walzwerke. Mit Beiträgen von Auslese und Anpassung der Arbeiterschaft in der Schuhsei, bei der Abwehr der vom Kläger gegen die guten Dr. R. Batteroth und Dr. F. Syrup. Geh. 5,60 M. Kosten der Sitten verstoßenden Handlungen einen Verstoß gegen Lebenshaltung in deutschen Großstädten. 1. Dft- und Norddeutschdie guten Sitten anzunehmen. Außerdem liege in dem Vorgehen land 2. Hälfte. Im Auftrage des Vereins für Sozialpolitik herausIn der Verordnung des Bundesrats vom 25. Januar über den der Beklagten eine Art Notwehr gegen die Ehre; denn gegeben von F. Gulenburg. Geh. 13,65 M. Verlag: Dunder u. Humblot, Verkehr mit Brotgetreide und Mehl find die Teigwaren nicht berüd- Unterlassungsklagen, wie sie das Gericht anführe, seien nicht an München und Leipzig. Fünf Radikalmittel. Von A. Lehmann. Antwort auf den englischen sichtigt. Infolgedessen bestand die Gefahr, daß das wichtige gebracht gewesen, da diese sich nur gegen eine bereits geschehene beNahrungsmittel für die Dauer des Krieges vom Markte verschwinden stimmte Handlung richten fonnten. Die Revision hatte den Er Aushungerungsplan. 48 5. Scheftet 30 Badenia", Starlsruhe i. B. würde. Dies wäre im Intereffe der Voltsernährung bedauerlich folg, daß das Reichsgericht die klage vollständig gewesen, denn die Teigware ist geeignet, durch Quellung des in ihr Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über enthaltenen Getreidestoffes einen höheren Sättigungswert als Brot den Großhandel in den Zentral- Markthallen.( Dhne Verbindlichkeit.) zu gewährleisten. In Anerkennung dieser Tatsache hat der ReichsVom Sport zur Unterschlagung. Freitag, den 7. Mai 1915. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, OchsenKommissar dem Verbande Deutscher Teigwarenfabrikanten 10 000 Unterschlagungen bei der Diskontogesellschaft lagen einer fleisch la 87-105, do. Ila 78-86, do. IIIa 70-77; Bullenfleisch la 85-95, do. IIa 79-84; Stühe, jett 76-89, do. mager 62-73, do. dänische Tonnen Mehl zur Verteilung an die Teigwarenfabriken über- Anklage zugrunde, die gestern die erste Straffammer des Land- 58-71; Frejser 64-74, Fresser, dänische, 00-00, Bullen, dänische, wiesen. Damit soll erreicht werden, daß die Fabriken an- gerichts I beschäftigte. 75-80; Stalbfleisch, Doppellender 140-150; Mastfälber Ia 110-125, nähernd bis zur Hälfte Hälfte ihrer Leistungsfähigkeit bis zur nächsten Ernte Beschäftigung haben; die Leistungsfähigkeit Der Bankbuchhalter Gustav Stödmann hatte sich wegen Unter- do. IIa 90-105; Kälber ger. gen. 55-70, do. dan. 00-00, do. holl. soll nach der Zahl der beschäftigten Vollarbeiter berechnet fchlagung in zwei Fällen, Betruges in sechs Fällen, Urkundenfälschung 00-00. Sammelfleisch: Maftlämmer 105-115; Hammel Ta 98-104, do. Ila 92-97; Schafe 97-105. Schweinefleisch: Schweine, jette und Urkundenvernichtung zu verantworten. Der Angeklagte huldigte 00-00, sonstige 108-150, dän. Sauen 00-00, dän. Schweine 00-00. werden. Zwischen der Reichs- Zentraleinkaufsgesellschaft und dem Verbande ist folgende Vereinbarung zustandegekommen: dem Sport. Aus dieser Neigung erwachsene Schwierigkeiten beran- Gemüse, inländisches: Startoffein, Daberiche 50 kg 0,00; weiße StaiſerMagnum bonum 0,00; Woltmann 0,00; Borree, Das Mehl foll Eigentum der 3.-E.-G. bleiben und für die Betriebe laßten ihn zur Unterschlagung von Wertpapieren. Zur Vertuschung tronen 0,00; Sellerie, Schock 5,00-12,00; Spinat 50 kg nur anvertrautes Gut sein. Die daraus hergestellten Teigwaren sind der Unterschlagung machte er dem Prokuristen falsche Angaben und Schod 0,80-1,50; fälschte er die Bücher. Mohrrüben Insgesamt hat der Angeklagte sich Papiere 6,00-15,00; der durch den Verband zu bildenden Verkaufsstelle der 3.-E.-G. zur 6,00-9.00; Wirsingkohl Schock 0,00-0,00; Mit Rücksicht irsingkohl 50 kg 0,00-0,00; Weißtohl Schock 0,00-0,00, cipfohl Verfügung zu halten, durch die sie den Kommunalverbänden zu be- im Werte von 10 000 bis 20 000 M. angeeignet. stimmten Preisen zwecks Weitergabe an die Kolonialwarenhändler darauf, daß gegen derartige Vertrauensbrüche von Bankbeamten, 50 kg 00,00-00,00; Rotkohl, Schod 0,00-0.00; Rottobl 50 kg 0,00 bis Rosenkohl Meerrettich 50 kg 00,00-00,00, angeboten werden sollen. Die Preise sind so bemessen, daß der von denen eventuell die ganze Existenz einer Bant abhängen könne, 0,00; Stohlrüben Schock 6,00-14,00; Märkische Rüben 50 kg 0,00-0,00. Kolonialwarenhandel dabei seinen üblichen Verdienst hat. Durch auch im Interesse des Publikums mit aller Schärfe vorgegangen Beterfilienwurzel Schockbund 4,00-6,00; 3wiebeln 50 kg 25,00-35,00, Vorschrift eines Höchstpreises von 60 Pf. für ein Pfund im Klein- werden müsse, erkannte die Strafkammer gegen den Angeklagten Radieschen Schockbund 2,50-3,00. Waldmeister Mandel 0,40 0,50. Morcheln handel soll verhütet werden, daß die Verbraucher ausgebeutet auf ein Jahr Gefängnis unter Anrechnung von zwei Monaten 50 kg 60-70. Gurten, Gorgaster, 100 St. 00-00. Rhabarber, Hamburger, der erlittenen Untersuchungshaft. 100 Bund 3,00-6,00, 100 Stangen 8,00-10,00, biefiger 100 Bund 2,00 bis 4,00, Hamb. Freiland 100 Bund 2,00-2,50. Spargel, Beeliter I 1 kg 0,60-0,70, Beeliger II 2 kg 0,40-0,50, Beeliger III 1/2 kg 0,30, unsortiert 2 kg 0,35-0,50, Märkischer ½ kg 0,50-0,70, II 1 kg 0,30-0,40, III kg 0,15-0,25. Spruten 50 kg 10-15. Apfelsinen: ital., 50 kg 20,0023,00, dito 200 St. 12,00-14,00, dito 300 t. 13,00-16,00, Murcia 200 t. 12,00-18,00, dito 300 Stück 12,00-16,00, Messina 160 St. Messina Blut11,00-14,00, 200 St. 12,00-14,00, 300 St. 12,00-15,00. 80 St. 8,50-9,00, do. 100 St. 8,00-10,00, do. 150 St. 8,00-11,00. Spanische 420 St. 20,00-32,00, do. 714 St. 26,00-35,00, do. 1064 St. 30,00 14,00, do. 420 St. large 26,00-33,00. werden. Sperrung japanischer Guthaben. Auf Anordnung des stellvertretenden Kommandierenden Generals des 9. Armeekorps, sind die in seinem Bezirk hinterlegten Guthaben japanischer Privatbanken, aus Gründen der Vergeltung gesperrt worden. Beleidigung? Die schon so oft in der Deffentlichkeit behandelten Abenteuer der Brüder Mar und William von Versen, die befanntlich in einem Erbschaftsstreit mit ihrem Schwager, dem Fideikommißbefizer von Arnim- Suckow standen und am 27. Juni 1913 auf einem Spaziergange als angeblich geistes Französische Schatzscheine in England. frant festgenommen und auf die Polizeiwache gebracht wurden, Baris, 7. Mai.( W. Z. B.) Meldung der Agence Havas. Finanz- sollten gestern wieder einmal vor Gericht aufgerollt werden. minister Ribot brachte in der Kammer einen Gesezesantrag betreffs Mag von Versen wurde seinerzeit auf Anweisung des PolizeiErhöhung des Ausgabebetrages der Staatsichagicheine präsidenten zunächst nach Dalldorf und dann nach der Frrenanstalt auf 6 Milliarden ein. In demselben Antrag sucht Ribot die Bes Eberswalde gebracht. Dort hat er 47 Tage zugebracht, bis er auf villigung zur Ausgabe von weiteren Schatzscheinen in Höhe von Anordnung des Landesdirektors der Provinz Brandenburg aus der 1060 Millionen nach, die in England disfontiert werden sollen Frrenanstalt entlassen wurde. William von Versen war auf freiem und zur Bezahlung von Ankäufen der französischen Regierung in Fuße geblieben. leber diese Angelegenheit veröffentlichte die England dienen follen, entsprechend dem fürzlich von Ribot und 3t. a. M." einen längeren Artikel. Der Artikel führte zu einer Lloyd George getroffenen Abfommen. Anklage wegen vermeintlicher Beleidigung des diesen Entmündigungsfall bearbeitenden Staatsanwaltschaftsrats e e 3. Der verant wortliche Redakteur Dr. Mitschte und der Verfasser, Geschäftsführer Artur Isaac wurden angeklagt. Zu dem geitrigen Termin waren durch die Verteidiger, Rechtsanwälte Dr. alpert und Dr. Ehrenfried, auch die Brüder von Versen Amerikanisches Wirtschaftsleben im Kriege. Laut Telegraf" betrug die Kupferausfuhr aus den Vereinigten Staaten im März dieses Jahres 66 584 000 Pfund. Sci: Schock 6,00--14,00; Warnung vor Ankauf von Nachahmungen des echten Kapitän- Kautabats! Jedes Stück( Rollen oder Bündel) wird nur berpadt und mit Aufdruc: „ Kapitän- Kautabak", gefeßlich geschützt, geliefert. Verkaufsstellen, wo die kleinen Tabakdosen gratis zu haben sind, weist gern nach: Carl Röcker, Berlin, Grüner Weg 119( Telephon: Kft. 3861). MSchulmeister Herren: Knaben Kledund abuser Tor Charlottenburg. Mein seit 18 Jahren bestehendes Zigarrengeschäft Bilmersdorfer Straße 130, habe ich jett nad Rosinenstraße 4. Krankenkassenhaus, verlegt. 2973* Franz Schmidt. M. Schulmeister Jackett- Anzüge Rock- Jacketts Dresdener Strasse 4 Kottbuser Tor Arbeiter Gesundheits- Bibliothek Jedes Heft 20° Pz. Buchhandlung Vorwärts Berlin SW. 68, Lindenstraße 3: Mägte des Weltfrieges Seft 1. Das Zarenreich, 75 Pf., Vereinsausg. 30 Pf. 2. Die Türkei und Aegypten, von Heinrich Cunow, 75 Pf., Vereinsausgabe... 30 Pf. Dokumente zum Weltkrieg 1914 Herausgegeben von Eduard Bernstein. Seft 1. Das deutsche Weißbuch 30 Pf. 2. Das englische Blaubuch 1 30 Pf. 3. 2 50 Pf. P 4. Das russische Orangebuch 30 Pi. " 5. Das belgische Graubuch. 30 Pf. 6. Das Gelbbuch Frankreichs 1 30 Pf. Die deutsche Sozialdemokratie und der Weltfrieg. Von Dr. Paul Lensch 1,-Mt. Vereinsausgabe 40 Pf. Partei- Zusammenbruch? Ein offenes Wort zum inneren Parteiftreit. Von Heinrich Cunow 75.Pf. Vereinsausgabe 30 Pf. Krieg und Sozialdemokratie. Von Konrad Baenisch 25 Pf. Die Internationalität und der Krieg. Von Karl Kautsky, 50 Pf., Vereinsausg. 20 Pf. Nationalstaat, Imperialistischer Staat und Staatenbund. Von Karl Kautsky 50 Pf. Imperialismus u. Demokratie. Von Heinrich Laufenberg und Fris Wolffheim.. 30 Pf. Zwei Reden. 1. Die Kriegssigungen d. Deutschen Reichstags. Von Karl Sildenbrand. 2. Die politische Zukunft Deutschlands und die Sozialdemokratie. Von Wolfgang Seine. 20 Pf. Kultur und Nation. Von W. Heine 15 Pf. Die sozialistischen Errungenschaften der Kriegszeit. Von Hugo Heinemann 15 Pf. Gegen die Quertreiber! Von W. Heine 20 Pf. Deutsch- Französisch. Sprachbüchlein für Feldsoldaten, von Georg Davidsohn... 15 Pf. Deutsch- Polnisch. Sprachbüchlein für Feldsoldaten 15 Pf. Kriegführung, Heer und Flotte. Militärische Fachausdrücke, von E. Däumig... 10 Pf. Das Recht während des Krieges.. 30 Pf. Die Versorgung der Kriegsteilnehmer, ihrer Familien und ihrer Hinterbliebenen 30 Pf. Kommunale Kriegsfürsorge. Von Paul Sirsch 1, Mt. Vereinsausgabe 50 Pf. Kriegsfürsorge in Berlin und Vororten. Diese Schriffen 30 Pf. find auch durch die Vorwärtsausgabestellen zu beziehen. Biffe ausschneiden und aufbewahren! DRUCK ARBEITEN M. 40 M. bis 78 M. Sommerüberzieher 27 M. bis 65 M. Zeitungs- Ausgabestellen und Inferaten- Annahme. Zentrum: Albert ab nisch, Aderir. 174, am Roppenplak. Geöffnet Köpenick: Emil Sigler, Richerstr. 6, Laden. von 11-1, und von 4-7 Uhr. 2. Wahlkreis: S. und SW.: Gustav Schmidt, Bärwaldstr. 42, an der Gneisenaustraße. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. 3. Wahlkreis: St. Fris, Prinzenstr. 31, Hoj rechts part. 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Pankow, Niederschönhausen, Nordend, Frz.- Buchholz, Blankenburg: Rißmann, Mühlenstr. 30. von 11-12 und von 4-7 Uhr. Reinickendorf Ost, Wilhelmsruh und Geöffnet Schönholz: P. Gurich, Provinzstr. 56, Laden. Geöffnet v. 11-1 1. 4-7 Uhr Schenkendorf b. Königs- Wusterhausen: Chr. antich fe, Dorfstr. 10 Schöneberg: Bilhelm Bäumler, Martin Lutherstr. 69, im Laden. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr.. Spandau, Nonnendamm, Staaken, Seegefeld und Falkenhagen: öppen, Breitestr. 64. Geöffnet von 8 11hr imorgens bis 8 Uhr abends." Tegel, Borsigwalde, Wittenau, Waidmannslust, Hermsdorf, Hohen Nenendorf, Birkenwerder, Freie Scholle u. Reinickendorf- West: Baul Stiena it, Borsigwalde, Räuschstraße 10. Geöffnet von 11-14%, ut. von 4-7 Uhr. Teltow:. Schulze, Lindenstr. 17. Tempelhof: Joh. Krohn, Boruffiaftr. 62. Treptow: Rob. Gramenz, Stiefholzstraße 412, Laden. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Weißensee, Heinersdorf: K. Fuhrmann, Sedanstr. 105, part Geöffnet von 11-1, und von 4-7 Uhr. 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