Nr. 131.- 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerande: Bierteljährl 8,30 m, monatl 1,10 wöchentlich 25 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Big. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post Beitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Quremburg, Portugal Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. . Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für bolitische und gewerkschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pig. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pẞfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplas, Nr. 151 90-151 97. Donnerstag, den 13. Mai 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplak, Nr. 151 90-151 97. Auch die östliche russische Karpathenfront erschüttert. ruſſiſche Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 12. Mai 1915 vormittags.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplaz. Feindliche Flieger bewarfen gestern die belgische Stadt Brügge mit Bomben, ohne militärischen Schaden anzurichten. Deftlich von Ypern nahmen wir eine wichtige, von Hochländern verteidigte Höhe. Dünkirchen wurde weiter von uns unter Feuer gegehalten. Deftlich Digmuiden schossen wir ein englisches Flugzeug ab. Die zwischen Carency und Neuville( in der Gegend nördlich von Arras) von den Franzosen in den letzten Tagen genommenen Gräben find noch in ihrem Besik. Im übrigen waren auch gestern alle Durchbruchsversuche des Feindes vergeblich; feine Angriffe richteten sich hauptsächlich gegen unsere Stellungen östlich und südöstlich von Vermelles, gegen die Lorettohöhe, die Orte Aiblain, Carench sowie gegen unsere Stellungen nördlich und nordöstlich von Arras. Sämtliche Vorstöße brachen unter den schwersten Verlusten für den Feind zusammen. Ein Versuch des Gegners, uns den Hartmannsweilerkopf wieder zu entreißen, scheiterte. Nach starker Artillerievorbereitung drangen französische Alpenjäger hier zwar in unser auf der Kuppe gelegenes Blockhaus ein, sie wurden aber sofort wieder hinausgeworfen. Deftlicher Kriegsschauplatz. Bei Szawle ist ein noch unentschiedenes Gefecht im Gange. An der Bzura wurde ein russisches Bataillon, das einen Versuch zum Ueber schreiten des Fluffes machte, vernichtet. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unsere Verfolgung zwischen Karpathen und Weichsel ist im vollen Zuge geblieben. Dem Feinde wurde auf der ganzen Front weiterhin schwerer Abbruch getan. So nahm ein Bataillon des 4. Garderegiments zu Fuß allein 14 Offiziere( darunter einen Oberft), 4500 Mann gefangen und erbeutete 4 Geschüte, eine bespannte Maschinengewehrkompagnie und eine Bagage. Die verbündeten Truppen überschritten den San zwischen Sanok und Dynow. Weiter nordwestlich erreichten sie die Gegend von Rzeszow- Mielec. Die in den Karpathen beiderseits des Stryi tämpfenden Truppen warfen den Feind aus seinen Stellungen. Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 12. Mai.( W. T. B.) Amtlich wird verLautbart: 12. Mai 1915, mittags: Oberste Heeresleitung. Die italienische Krise. Vor der Entscheidung. Ein Brief unseres römischen Korrespondenten, der allerdings schon vom 7. Mai stammt, schildert die damalige Situation in Italien folgendermaßen: Keiner verhehlt es sich mehr: Italien steht dicht, ganz dicht vor der Entscheidung, und alles spricht dafür, daß die Regierung Krieg und nicht Frieden in den Falten ihrer Toga birgt. Schon morgen oder übermorgen fann es zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Desterreich kommen. Alles ist bereit. Man ist sprungfertig: neue Energien, neue Ströme lebendigen Blutes werden dem furchtbaren zerstörungsmechanismus zugeführt, der Europa in einen Trümmerhaufen zu verwandeln droht. Wer, wie wir, diese neun Monate Neutralität mitdurchlebt hat, die nun vorüber sind, der kann das eine bezeugen: Italien hat den Krieg nicht gewollt. Dic Zentralmächte haben ihn natürlicherweise noch weniger gewollt. Woher kommt es denn nun, dieses erdrückende Gefühl der Unvermeidlichkeit, das heute auf allen ruht, auf den Gegnern des Krieges, wie auf seinen Verfechtern? Ist es nur das Produkt journalistischer Stimmungsmache oder der geschickten Kampagne der Ententemächte, deren Interesse an Italiens Eingreifen offen am Tage liegt? Wir haben dieses Gefühl herankommen und sich verdichten sehen, wie eine Gewitterwolfe, langsam aber unaufhaltsam. Wir haben gesehen, wie es gleichzeitig dic Kriegsstimmung erzeugte und von ihr erzeugt wurde, haben es mit erlebt, wie es in der Nervenverfassung der Menschen wurzelte und im Milieu, im Bewußtsein und in den Dingen. Dieses Gefühl der Unvermeidlichkeit bestand für den, der über alle denkbaren Lösungen der Lage nachgegriibelt hatte, mic für die vielen, die nur ganz unklare Vorstellungen von den Wirren hatten, aus denen es Auswege zu finden galt. Es war etwas Algegenwärtiges und Unfaßbares, das Boden gewann, wie die Reime einer Seuche. Heute stehen wir am Vorabend des Krieges, nachdem man monatelang berhandelt hat, um ihn zu verhindern. Das dunkle Vorgefühl scheint recht behalten zu sollen, denn er muß wohl unvermeidlich gewesen sein, wenn er über das Land gekommen ist, das ihn nicht wollte. Soll man sich aber mit diesem dumpfen Fatalismus abfinden? Lassen sich die Fäden nicht entwirren und erkennen, die sich zum Tau der heutigen Zwangslage verwoben haben? Wir wollen hier nicht mit abgedroschenen Redensarten von Imperialismus und Eroberungspolitik aufwarten. Den maßgebenden Persönlichkeiten, gereiften und nicht abenteuerfrohen Leuten, stand der Sinn nicht nach Eroberungen. Was ein paar Nationalisten deklamiert haben, ist nicht als Notwendigkeit in das Gespinst eingegangen: es war Spinnweb, das die Wirklichkeit fortkehrt. Aber da war zunächst die 3 wangslage der Rüstungen. Italien mußte zum Schuße seiner Neutralität zahlreiche Fahrgänge einberufen und sein Heer in Kriegsbereitschaft seßen. Und mit dem Waffengerassel kam das Umwerben durch das Ausland, das Locken von der einen und der gende Gefühl, die Entscheidung in der Hand zu haben. Langsam fing der Gedanke eines Eingreifens an, sich wenigstens in der Phantasie heimisch zu machen. Man nahm ihn nicht ernst, aber man spielte doch mit ihm. Die Niederlage der russischen dritten und die Entscheidung der italienischen Kammer anderen Seite und mit ihm das objektiv faum zu rechtfertiachten Armee vergrößert sich von Tag zu Tag. In regellofen Kolonnen, teils in Auflösung, fluten die russischen Truppen und Trains dieser Armeen in den Richtungen Die aus dem Raume Sanok- Lisko nach Ost flüchvorbehalten? Rom, 12. Mai.( W. T. B.) Der Ministerrat war auf Jaroslau, Przemysl und Chyrow zurüd. heute von 10 bis 12,30 Uhr versammelt. Alle Minister Dann kam die wirtschaftliche rise. Diese hat für die eigentliche Kriegsstimmung die Hauptrolle gespielt. tenden starken feindlichen Kräfte werden von Süden her waren anwesend. Eine im Anschluß daran veröffent. Die Produktion und der Handel liegen danieder, die Arbeitsdurch die über Baligrod und Polana vorgedrun lichte amtliche Mitteilung enthält einige Beschlüsse losigkeit drückte, das Gefühl der Unsicherheit entnervte. Alz genen eigenen Kolonnen angegriffen. gewöhnlichen Charakters. Nach dem„ Giornale d'Ita- bloßer Rückschlag des Krieges wäre die Krise schwer, aber doch erträglich gewesen: unerträglich wurde sie, weil die Drohung des italienischen Eingreifens jeder Initiative den Ausblick verrannte, jede Anpassung an das Neue unmöglich machte, Die siegreichen Truppen haben in weiterer Verfolgung lia" ist die Meinung verbreitet, die Regierung habe bedie untere Wisloka überschritten, Rzeszow erschlossen, vor die Kammer zu treten und dieser obert, Dynow, Sanok und Lisko sind in unserem Besiz. ihr Urteil über die Lage zu unterbreiten. Giolittis Einfluß. weil sie völliges Dunkel warf über den kommenden Tag. Wenn es möglich gewesen wäre, die Gewißheit zu geben, daß Italien vom Kriege fern blieb, so hätte die Krise überwunden, ihr Rückschlag auf die Stimmung verhindert werden können. So drängt aber die Möglichkeit des Krieges zum Kriege. Rom, 12. Mai 1915.( Privattelegramm des Bor- Das Land trug schwer an den Rückschlägen des Krieges, und man sagt sich, daß der Krieg selbst weniger schlimm wäre, als dieses wehrlose und tatenlose Verkommen. " Durch den bisherigen außerordentlichen Erfolg in Westund Mittel- Galizien beginnt nun auch die russische Karpathenfront östlich des Uszoker Passes zu wanken. Deutsche und österreichisch- ungarische Truppen find nun auch hier auf der ganzen Front im Angriff, der wärts") Giolitti hat dem König und Salandra gegenüber er Feind im Raume bei Turka, im Orowa- und Oportlärt, daß interventionistische Blätter die Nachricht von einem parlatale im Rückzugc. mentarischen Komplott der Giolitticner zum Sturze Salandras verNördlich der Weichsel sind unsere Truppen breiten, daß diese Nachricht aber unglaubwürdig sei. über die Nida vorgedrungen. Eine minimale Entspannung seit gestern ist unverkennbar, In Südost galizien sind starke russische Giolittis Einfluß zugunsten der Neutralität ins Gewicht fällt. Kräfte über den Dnjestr in Richtung auf Horodenka vorgestoßen. Zaleszczyki wurde von uns geräumt. Die Kämpfe dauern fort. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Giers in Rom eingetroffen. da Rom, 12. Mai.( W. T. B.) Der neue russische Botschafter lv. Giers ist hier eingetroffen. Aber diese Stimmung des Landes, die, ohne Kriegsfreudigkeit zu sein, doch darauf hinauslief, den Gedanken an den Krieg näherzurüden, konnten nicht für die verantwortlichen Streife, für König und Ministerrat, den Ausschlag geben. Man weiß, daß weder der König noch die Minister, vont Kolonialminister Martini abgesehen, den Krieg anstreben. Was in ihnen gegen den Krieg sprach, wurde sicher nicht umgestimmt durch jene Gereiztheit und Nervosität, die die Rüstungen und die Wirtschaftskrise im Lande auslösten. Für fie konnten überhaupt die innerpolitischen Rückschläge der auswärtigen Lage nur in ganz sekundärer Weise in Betracht kommen: sie mußten den Bsick nuf die auswärtige Lage selbst richten. Und je länger diese Lage dunkel blieb, um sa mehr muchS in den Massen das Gefichl der Uiivcrmcidlichkoit: nicht als Spiegel der objektiven Lage, sondern als Rückschlag der Unsicherheit auf Nerven und Stimmung. Tic Veröffentlichung der diplomatischen Verhandlungen wird später zeigen, wie viele Auswege man gesucht hat, die mir .»riege vorbeiführen sollten. Sie wird auch dartun, wie verhängnisvoll für die ganzen Verhandlungen die Erfahrung mar, daß ein internationaler Vertrag nichts ist als ein Blatt Papier. Nicht erst heute, wo wahrscheinlich alles zu spät ist, seben wir dies klar vor Augen. Wir haben die Gewitterwolken her- aufziehen sehen, die Strömungen erstarken, die auf den nicht- gewollten.Ätieg hindrängten. Die aus der Sachlage ge- wonnenc Ucberzcngung der Unvcrmeidlichkeit, die in den leitenden Kreisen besteht, stößt nunmehr zu dem dumpfen, wesentlich andern Duellen entstammenden Gefühl der Un- vermeidlichkcit der Massen. Ans beiden wird heute Ent- schlossenheit und wird morgen Begeisterung werden, denn in sedein lebenstüchtigen Volke löst die äikßere Lage die seelischen Energien und Stimmungen aus, die die Stunde heischt. Gab es kerne Kräfte, dies alles zu verhindern, was man zum großen Teil vorhersehen konnte und vorhergesehen hat? Wir glauben, daß eine starke sozialistische Partei— stark. wie sie heute in keinem Lande eristiert—, die der Regierung gewachsen gewesei� wäre, dem Lande die Gewißheit der Fort- daner der Neutralität durch die Macht und ruhige Geschlossen- beit ihrer Organisation hätte geben können. Dadurch hätte sie die schwersten Folgen der Wirtschaftskrise beschwören und das Gefühl der Unvermeidlichkcit des Krieges nicht auf- kommen lassen. Auch der internationalen Situation, die in den Augen der Regierung die Zwangslage schuf, konnte die Spitze abge- brechen werden, aber nur zu Beginn des Krieges, als die Er- bittcrung weniger groß war, das Motto„Unter der deutschen Fahne oder unter dem deutschen Zorn" noch nicht ausgegeben. Tamals hätten vielleicht die österreichischen Zugeständnisse ge- nügt. Die Verhandlungen verstummen und die Kanon en- fchlünde sprechen. Und hier gehen die Leute herum wie in einem schweren Traum, gedrückt, fiebernd, abgespannt, aber doch in einer Stimmung, die jede Entscheidung als Erlösung begrüßen wird. Gestern und heute haben alle deutschen und öfter- reichischen Journalisten Rom verlassen. Die Botschafter haben ibre Familien und ihr Personal weggeschickt. Die deutsche Schule ist geschlossen. Zahlreiche deutsche Seminaristen reisen ab. Man weiß, daß alles bereit ist, sogar die Trams, die auf Bahren die verivundeten Soldaten in die Hospitäler bringen tollen. Die Soldaten sind noch heil, der Krieg ist noch nicht erklärt.... aber er wird erklärt werden, die Trams werden ihre Ladungen voll Krüppel bekommen, die Erde wird mit Blut und jungen Menschenleibern gedüngt werden. Und der Mensch sieht das olles kommen, hat es bis heute nicht gewollt und wird es doch morgen bejubeln, schafft sich selbst die Not- wendigkeit, die er unter schweren Opfern erfüllt, und das alles, weil das Verständnis des einzelnen die Ereignisse nicht umfassen und der Willen des einzelnen auf ihren Verlauf keinen Einfluß hoben kann. So bildet sich ein Massenwillen. der nicht die Summe der Einzelwillen ist, sich blind durch- setzt, wie der Instinkt, und nur in seinen Mitteln erleuchtet in von allem Wissen und Vermögen unserer gewaltigen, glück- vernichtenden Kultur.... (Wir verweisen nochmals darauf, daß diese? Stimmungs- bild unseres Korrespondenten der Situation vom 7. Mai entsprach. D. Red. d.„V.")» Leichte Sefferung in Rom? Rom, 11. Mai.(T. ll.) Ter allgemeine Eindruck ist beute etwas günstiger. Tie zuversichtlichere Stimmung begründet sich auf die rastlose Tätigkeit der Neutralisten, die sich weder durch das Geschrei der Kriegspressc, noch durch die offenen Drohungen der Interventionisten von der Fort- wtzung ihrer Friedensbestrebungen abschrecken lassen..Heute nachmittag soll eine Zusammenkunft zwischen Giolitti und dem Baron Macchio im Beisein des Fürsten Bülow statt- finden. Die Friedensfreunde knüpfen große Erwartungen an die Konferenz, jedoch darf man deren Tragweite nicht übertreiben, da Giolitti schließlich keinerlei offizielle Voll- macht besitzt. Das erste Anzeichen eines Erfolges der neutra- listischen Bemühungen würde sich zweifellos in einer Minister- krise äußern, über deren Möglichkeit heute vormittag in Rom andauernd Gerüchte umliefen. Viel kommentiert wird ein Leitartikel des„O s s e r v a t o r e Roman o", der im Gegensatz zu den? bisher in vatikanischen Kreisen zur Schau getragenen Pessimismus eine etwas hellere Note aufweist. Das Blatt schreibt u. a.: Die Möglichkeit eines Krieges ist wohl vorhanden. Wir de- wahren trotzdem die Hoffnung, daß die Männer, die in dieser Stund« das Ruder in der Hand halten, dafür sorgen werden, daß Italien die Schrecken des Krieges erspart werden, zumal ste der Nation bereits die Beweise ihres guten Willen? zur Aufrecht- crhaltung des Friedens gegeben haben. Das Finanzministerium veröffentlicht einen Getetzent- Wurf zur Sicherstellung der Familien von Lehrern und Beamten. die zum Heeresdienst eingezogen worden sind. Die Bevölkerung in Rom ist immer noch sehr erregt. Die Demon- strationen dauern an. Seit der letzten Anordnung Salandras geht jedoch die Polizei bedeutend energischer gegen die Moni- fcstanten vor. „Tribima* warnt vor Uebertreibungen. Rom, 12. Mai. Unter der Ueberschrift»Uebertreibungen" bringt die.Tribuna' heute an leitender Stelle folgende Aus- ülbrungen: In journalistischen und parlamentarischen Kreisen laufen widersprechende Gerüchte um, die auf übertriebenen Schlüssen aus den Unterredungen Giolittis mit dem König und mit Salandra be» ruhen. Wir behaupten nicht, Enthüllungen zu machen und ins einzelne gehende Informationen zu gebe«, glauben jedoch, soweit es sich um Giolitti« Unterredung mit dem König handelt, bemerken zu können, daß diese gemäß konsti» tutionellen Normen stattgesunden hat. das heißt, daß die Unterredung sich nicht in Form einer Diskussion abgespielt hat, sondern in einer einfachen und offenen Auseinandersetzung, die Giolitti als Antwort auf die Fragen des Königs nach seiner Meinung über alle Punkte des ernsten und umfassenden Problems gemacht haben dürfte. Auch soweit es sich um die Unterredung Giolitti-Salandra handelt, haben wir Grund, einen großen Teil der darüber anfgcstellten Behauptungen für übertrieben und auch nicht der Wirklichkeit entsprechend zu halten. Wir glauben durchaus nicht, daß diese Unterredung, wie so viele der Unterrichteten behaupten, stch als Duett der beiden Grundsätze ab- gespielt hat, wobei Salandra den des Krieges und Giolitti den des Frieden« vertreten und wobei jeder auf seiner Meinung bestanden hätte.— Wir glauben, daß in dieser Unterredung die erste Sorge Salandras gewesen sein dürste, Giolitti über die wirkliche diplo- mansche Lage, die ja nur der Regierung bekannt sein kann, voll- ständig aufzuklären und ihm die Gründe auseinander zu setzen, denen er und seine Kollegen bisher folgen zu müssen geglaubt haben. Seinerseits dürfte Giolitti. nachdem ihm alle Daten der Lage zugänglich gemacht worden sind, vermutlich mit seiner gewohnten Freimütigkeit und Klarheit seine Meinung über die Probleme der Lage ausgesprochen haben. Beide be- deutenden Männer haben sich gerade deswegen getroffen, um gewisse Punkte der Informationen zu klären und ihre eigenen Eindrücke und Meinungen zu entwickeln, indem sie damit vermeiden, daß gefährliche und schädliche Mißverständnisse sich bilden und verdichten. Und wir halten dafür, daß die Wirkungen dieses Austausches der Informationen und Meinungen in hohem Grade aufklärend gewirkt haben. Betreffs der Uebertreibungen und Erfindungen möchten wir noch eine angebliche Information hervorheben, die von einer Zeitung angeschnitten und mit Entrüstung dementiert wurde, und zwar die, daß Oesterreich-Ungarn und Deutschland beim Vorschlage ihrer Konzessione« von Italien eine Präventivverpflichtung für die Anerkennung der Annexion Belgiens und Serbiens verlangt hätten. Die Entrüstung ist unnötig, denn offenkundig handelt es sich um mützige Kombinationen. sW. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Der franzö'sifthe Tagesbericht. Pari«,>1. Mai.(W. T. B.) Der amtliche Bericht von heute nachmittag lautet: In Belgien, bei St. Georges, versuchte der Feind durch einen Nachtangriff die vorgestern von uns eroberte Fcldschanzc wiederzunehmen, wurde aber zurückgeworfen. Nördlich von Arras dauerten unsere Fortschritte an. Am Montagabend bemächtigten wir uns zuerst des Friedhofes, sodann des Ostteiles des Dorfes Earency und der Straße Carency— Souchez. Wir machten in Carency 230 neue Gefangene, darunter drei Offiziere, und erbeuteten mehrere Maschinengewehre. Ca- rency, welches von unseren Truppen auf drei Seiten um- schlössen ist, besitzt nur noch schwierige Verbindung mit den deutschen Linien. Den vom Feind in Automobilen aus Leus und Douai herbeigeschafften Kräften gelang es nirgends Ober- Hand zu gewinnen. Vor Loos, in Notre-Dame-de-Lorette, Souchez, Neuville— Saint Vaast brachen Montagnachmittag vier Gegenangriffe mit schweren Verlusten unter unserem Feuer zu- sammen. An letzteren Stellen gewannen wir Gelände und machten etlva 100 Gefangene. Die Zahl der gefangenen Offi- ziere betrug gestern abend etlva ä0. In der Nacht vom 10. zum 11. erlitt der Feind eine neue Schlappe. Seine Gegenangriffe nördlich von Neuville, welchen ein heftiges Bombardement voranging, wurden völlig zurückgeworfen. Wir behaupteten das gesamte gewonnene Gelände und brachten dem Feinde sehr starke Verluste bei. Auf- der übrigen Front Loos— Arras erfolgte kein Gegenanangriff. Nach der gestern gemeldeten Beschießung von Dünkirchen(drei Granaten, kein Opfer, kein Schaden) warfen die Deutschen elf Granaten auf Bergues, wodurch zwölf Personen getötet und fünf verwundet wurden. Unsere Batterien eröffneten sofort das Feuer und hielten endgültig das Feuer des Feindes an. Von der übrigen Front ist nichts zu melden.— Eines unserer Flugzeuge bombardierte die Luftschiffhallen von Manbeuge und verursachte einen Brand. Ein feindliches Flugzeug warf ohne Erfolg Bomben auf den Bahnhof von Doulleus, ein anderes wurde zwischen Argounen und Maas verfolgt, konnte jedoch in den deutschen Linien landen, wo es Feuer fing. Die Deutschen schössen ein englisches Flugzeug herunter. Die englischen Truppen schössen zwei deutsche Flugzeuge herunter. Paris, 12. Mai. CW. T. B.) Gestern abend wurde amtlich bekanntgegeben: Nördlich D i x m u i d e n wurden die belgischen Truppen, welchen es gelungen war, einen Brückenkopf auf dem rechten Jfjserufer zu errichten, in der Nacht vom 10. zum 11. Mai von drei deutschen Bataillonen heftig angegriffen, warfen den Gegner jedoch zurück, brachten ihm starke Verluste bei und nahmen etwa fünfzig Mann gefangen. Eine andere belgische Division gewann südlich von Dixmuiden Boden. Oestlich von Apern erfolgte wieder ein Angriff aus die englischen Truppen mit Hilfe einer Wolke erstickender Gase; sie ließen die Wolke, geschützt durch die kürzlich eingeführte Maske, vorüberziehen und vernichteten die in dichten Formationen vorgehenden deutschen Truppen durch Maschinengewehr, und Gewehrfeuer aus nächster Nähe. Unsere Erfolge nördlich von Arras haben heute merkbar an Ausdehnung gewonnen. Vor Loos haben wir während äußerst heftiger Kämpfe nach erbittertem Gefecht und trotz starken Geschützfcuers eine große deutsche Schanze und ein ganzes System von Schützengräben zu beiden Seiten der Straße Loos— Vermelles genommen. Weiter südlich haben wir eine große Feldbefestigung und die Kapelle von Notrc- Tame-de-Lorette erstürmt; und zwar wurde diese Stellung, welche von den Deutschen seit Monaten hartnäckig verteidigt worden ist, und ans lvelcher sie eine wirkliche Festung gemacht hatten, beute nachmittag von unseren Truppen umfaßt und dann genommen. Wir beuteten unseren Erfolg sofort ans, in- dem wir den Feind zwischen Notre-Dame-de-Lorette und Ablain-Saint-Nazaire kräftig zurücktrieben. Alle deutschen Schützengräben südlich von der Kapelle fielen nacheinander in unsere Hände; wir fanden darin mehrere hundert Gefallener. Die Deutschen stießen darauf aus Ablain vor, doch wurde ihr Gegenangriff ohne weiteres gebrochen. Wir nahmen alsbald die Offensive wieder auf und gewannen in der Richtung aus die Zuckerfabrik von Souchez Boden. Die deutsche Stellung in Earency wurde von uns enger umfaßt; wir nahmen meh- rere Häuserblocks im östlichen Teil des Dorfes fort und machten fünfzig Gefangene, darunter einen Offizier. Wir machten weitere Fortschritte gegen das Gehölz östlich vom Dorfe. Tie Verbindungen von Carency und Ablain mit Souchcz werden für den Feind immer schnsieriger. Nach heftigem Kampf haben wir uns des Kirchhofes von Neuville- St.-Vaaft, der von den Deutschen sehr stark eingerichtet worden war, bemächtigt. Wir rückten sodann südwestlich des Dorfes vor, welches wir von Westen und Osten her umfassen. Auf dem ganzen Abschnitt Loos— Arras, wo wir am Sonntag, den 9 Mai, drei Reiben deutscher Schützengräben eingenommen hatten, wird um i ic vierte Reihe gekämpft. Gefangene, deren Anzahl fortgesetzt zunimmt, haben erklärt, daß Befehl gegeben worden war, die Kapelle und die Feldbefestigung von Notre- Dame-de-Lorettc um jeden Preis zu balteu. Von der übrigen Front ist nichts Wichtiges zu melden. Schwere Verlufte öer verbünöeten bei fcZperm London, 12. Mai.' i T. II.) Tic„Times" berichten über eine erbitterte Schlacht auf einer Front von über siebzig Meilen bau Atrecht bis zum Meer, die noch fortdauert. Am Sonnabend fand ein erneuter deutscher Angriff auf?1pern statt, der von de» Ver-> kündeten nur mit außerordentlich schweren Opfern abgeschlagen werden konnte. Das deutsche Artilleriefeuer war so schrecklich, wie bisher noch nie. Vor einigen Tagen zwangen uns„strategische" Motive, uns ans den gut angelegten Schützengräben bei Zonne- beke zurückzuziehen. Weiter westlich hatte der Feind eine große Anzahl von Geschützen zusammengezogen, womit ein Hagel von Granaten und Sprengstoffen auf unsere Stellungen geworfen wurden. Unter solchen Umständen konnte keine Truppe sich halten. Der Rückzug war unvermeidlich, sedoch nicht weniger schwierig, als der weitere Verbleib in den Schützengräben, denn unsere Truppen mutzten sich unter dem Hagel der deutschen Geschosse in die neuen Stellungen begeben. Lonöon in Erwartung eines Zeppelin- Angriffs. London, 12. Mai. lW. T. B.).Times' schreiben: Jeder neu« Besuch eines Zeppelins brachte diesen London näher. Das letztemal erreichten sie Molden in Essex, diesmal scheinen sie noch näher zum Herzen der City vorgedrungen zu sein. Wir müssen erwarten, daß sie bei günstigen Bedingungen noch weiter vordringen werden. Dia Angriffe sind mit größtem Geschick geplant. Die englische Nation muß einsehen, daß die Deutschen nicht nur keine von den Hoffnungen. nnt denen sie den Krieg begannen, aufgegeben haben, sondern viel- mehr ihre Hoffnungen infolge Teilnahme Englands am Kriege er- weiterten. DaS Blatt wirft der Regierung vor, daß die Rekrutierung keine Fortschritte mache.> • London, 12. Mai.(38. T 8.) ,D ailh M ail� erinnert bei der Besprechung der Zeppelinfahrt nach Southend an die Rede Churchills vom 17. März 1S11, worin er sagte: Alle feindlichen Flugzeuge, Luftschiffe, Aeroplane. die unsere Küsten erreichten. würden sofort von einem Schwärm sehr gefährlicher Hornissen in größerer Stärke angegriffen werden. Das Publikum beginnt sich zu fragen, wann Churchills Versprechen verwirklichr werden wird. Das Blatt nimmt die Hetze gegen die Deutschen in England wieder auf und fordert die Regierung auf, alle in Haft zu nehmen. der türkische Krieg. Nuftlscher ßlottenvorftoß zurückgewiesen. K-nstantiuopel, 12. Mai.(W. T. B.) D a i Hauptquartier teilt mit: An den Dardanellen unternahm der Feind vom Meere aus keinen Angriffsversuch mehr. Da die feindlichen Angriffe zu Lande gestern unter großen Verlusten zusammengebrochen waren, unternahm der Feind heute auch zu Lande keine ernsthafte Aktion. Gestern morgen näherte sich die russische Flotte, bestehend aus fünf Schlachtschiffen, zwei Kreuzern, zwölf Torpedobootszerstörern und einigen Transportschiffen, dem Eingang der Meerenge am Bosporus und wollte die ergebnislose Demonstration, die sie schon früher ver« anstaltct hatte, erneuern. Während sie sich dazu anschickte, eröffnete unser Panzerkreuzer Sultan JahwuS Selim ein heftige« Feuer gegen diese Schiffe. Die russische Flotte entfloh hierauf eilend« und in Unordnung in der Richtung auf Sebastopol. Das f L h- rende Schlachtschiff wurde schwer beschädigt. Dw feindliche Flotte konnte sich der Verfolgung des Sultan« Jahwus nur dadurch entziehen, daß sie in den befestigten Hafen von Sc- bastopol flüchtete. s Anden anderenFronten hat fich nicht«»an?«- d e u t u n g ereignet. Petersburg, 12. Mai.(W. T. B.) Der General st ob teilt mit: Am 10. Mai wechselte die Schwarze Meer- Flotte nach einer Beschießung der Forts am Bosporus einige Schüsse mit dem Kreuzer„G o e b e n", der mehrere Male getroffen wurde und sich eilig aus der Kampfzone zu- rückzog. �fenüenmg öer Wehrpflicht in öer Türkei. Konstantinopel, 12. Mai.(W. T. B.) Dos Amtsblatt veröffentlicht eine Gesetznovelle, welche, vorbeboltlich der par- lamentarischen Genehmigung, die auf die Dauer der Wehr- Pflicht bezüglichen Artikel des vorjährigen Wehrgesetzes in der Weise abändert, daß die Wehrpflicht, welche für die In- santeric und den Traindienst 25 Jahre, für die übrigen Waffen der Landarmec sedoch 20 Jahre und für die Marine nur 17 Jahre betrug, nunmehr für alle Waffen der Land- arnree und für die Marine mit den: vollendeten 18. Lebens- jähre(14. Mörz nach dem vollendeten 18. Jahre) beginnt und mit dem vollendeten 45. Lebensjahre(14. Oktober noch dem vollendeten 45. Jahre) endet. Die 18- und Ill-jährigen sowie die nicht eingerückten 20.jährigen können nur im Kriegs- falle auf Grund einer Kaiserlichen Verordnung einberufen werden. Die Dienstpflicht beginnt mit dem vollendeten 20. Lc- bensiahre und dauert 20 Jahre(hiervon 2 Jahre aktive Dienstpflicht) für die Infanterie und die Trainmannschaft, 18 Jahre(hiervon 3 Jahr? aktive Dienstpflicht) fiir die übrigen Waffen der Landarmee sowie für die Gendarmerie und die Musik und 10 Jahre(hiervon 5 Jahre aktive Dienstpflicht) für die Marine. Die Landsturmpflicht bei allen Waffen dauert bis zum vollendeten 45. Lebensjahre, wobei die in d-m Landsturm eingereihte Marinemonnschoft als Landsturm der Infanterie betrachtet wird. Zur Torpeüierung öer ,tufltania' Eine weitere Auslassung Dernburgs. London, 12. Mai.(W. T. B.) Das Reuterfche Bureau meldet aus New Jork vom l 1. Mai: D e r n d u r g sagte m einer Unterredung auf Befragen, es würden noch mehr Schiffe versenkt werden, und wenn s i e M u n i t i o n a n Bord hätten, würde sie auch die amcri- tanischc Flagge nicht schützen. Wilson wartet ab. Amerikanischer Tadel der englischen Sorglosigkeit. Die Lage in Rußland. Kriegsbekanntmachungen. Da in London, 12. Mai.( W. T. B.) Das Reutersche Bureau meldet aus Washington: Das Kabinett beriet über die deutsche Note, in Das in Genf erscheinende Organ des Zentralfomitees der Auskunft über Verwundete, Kriegsgefangene usw. der mitgeteilt wurde, daß die deutschen U- Boote den Auftrag haben, russischen Sozialdemokratie( Lenin- Richtung),„ Der Angehörige von Kriegsteilnehmern schreiben noch immer Briefe neutralen Schiffen in der Kriegszone feinen Schaden zuzufügen und Sozialdemokrat", bringt in seiner Nummer vom an das Zentral- Nachweisebureau des Kriegsministeriums. daß Deutschland für die Beschädigung solcher Schiffe Schadenersatz 1. Mai einen interessanten Situationsbericht aus Peters- den Briefen oft die zur Beantwortung der Fragen erforderlichen leisten will, daß aber neutrale Schiffe mit Konterbandeladung nach burg, dem wir folgendes entnehmen: Angaben fehlen, bittet das Zentral- Nachweisebureau des Kriegsdem Seekriegsgesetz behandelt würden. Präsident Wilson stelt " Die Lebensmittelteuerung als Folge des ministeriums, Berlin NW 7, Dorotheenstr. 48, im Interesse der es in brede, daß er sich in seiner gestrigen Rede in Philadelphia andauernden Völkermordens lastet schiver auf den Arbeitern, Anfragenden dringend, nur die rosa Doppelkarten zu benutzen, die auf die Lufitania bezogen habe. Er habe noch keine Entscheidung besonders auf den schlecht bezahlten Arbeiterinnen in der bei den Bostämtern erhältlich und auf denen die zu beantwortenden gefällt und warte Tatsachenmaterial ab. Textilindustrie und anderen unqualifizierten Arbeitern. Hier Fragen vorgebrudt find. und da ertönen bereits Stimmen, daß man Lohnforderun- erfahren, so wolle man einen entsprechenden Vermerk in die unterste Hat der Fragesteller etwas über das Schidial seines Angehörigen gen aufstellen müsse. Spalte der Karte eintragen z. B. Laut Brief des Feldwebel Die Tertilfabrikanten des Moskauer Industrie- Rayons, Müller 3/1. R 51 feit 9. 10. 14 bermißt". Derartige Angaben die durch den deutschen Einmarsch in Polen von der Kon- erleichtern dem Zentral- Nachweisebureau die Auskunftserteilung London, 12. Mai.( W. T. B.), Daily Mail meldet aus furrenz der Lodzer Industrie befreit sind, sind mit Bestel- und beschleunigen die Nachforschungen beim Truppenteil oder New Jort vom 10.: Die ganze Nation empfindet fast Belungen überhäuft. Dieser Umstand wirkt wahrscheinlich auch) Lazarett. stürzung darüber, daß die Lufitania" sich ohne Estorte mit dahin, daß ihr Patriotismus" und ihr Wille zum dem Kriegsgebiet nähern durfte. New York- Times" überschreibt Durchhalten" feine Abschwächung erfahren. ihren Leitartikel: Die Sorglofigkeit der Admiralität“ und kritisiert gleich anderen Blättern, z. B. der„ New York World", die britische Seepolitik schneidend, welche die Sicherheit der Dampfer ihrem Glück und ihrer Schnelligkeit allein anvertraue. Andere Blätter richten bittere Angriffe gegen Churchill: Sie fragen: Wann wird England aufwachen?, und machen darauf aufmerksam, daß die charakteristische Eitelkeit der Engländer, die eine Folge der insularen Lage sei, eine wirkliche Gefahr ist. " 1 beiter entgegenzuwirken, haben viele Betriebsleiter die Um der wachsenden Unzufriedenheit der Ar en bis un 10 Bros, erhöht. Aber das Anschwellen der Lebensmittelpreise übersteigt diese Lohnerhöhung um ein und schreiben der Regierung an die UnterAus Unternehmerkreisen wird über ein nehmer berichtet, in dem diese darauf hingewiesen werden, es sei unerwünscht, daß die Zusammenstöße zwischen den Unternehmern und Arbeitern in offene Konflikte ausarteten. bedeutendes. An die Truppenteile selbst sind Anfragen über den Verbleib von Verwundeten usw. nicht zu richten, da diese über ihren Aufent baltsort in vielen Fällen feine Auskunft geben fönnen. Amtliche Auskunft über Deutsche, die in Kriegsgefangenschaft geraten find, erteilen Eine amerikanische Warnung. Die Stimmung der städtischen Bourgeoisie ist auch heute noch äußerst patriotisch. Die intelligenten Washington, 12. Mai.( W. T. B.) Das Staatsdepartement Bourgeois stehen auf dem Standpunkt Blechanows, dessen tut alles, um die amerikanischen Touristen von Reisen nach Ideen auch von allen Sozialpatrioten geteilt werden. Diese fich Europa abzuraten, weil die Anwesenheit in der Kriegszone zu diplo- Streise haben, wenn auch mit Verspätung, von einer Reihe matischen Verwidlungen führen könnte. Verkehrseinstellung der Cunardlinie. London, 12. Mai.( W. T. B.) Wie das Reutersche Bureau meldet, teilt die Cunardlinie mit, daß am 15. Mai tein Schiff abfahren pird. Auch die auf den 29. Mai festgesetzte Ausreise der Mauretania" wird nicht erfolgen. Englische Drohungen. einer Niederlagen der Armee Kenntnis erhalten. Sie glauben aber an den Sieg und hoffen, die Mißerfolge zu überivinden. Alle Kräfte sind nun darauf gerichtet, sich um die Armee zu organisieren. Der Sanitätsdienst wird hauptsächlich vom Verband der Landschaften und Städte ausgeübt. Auf diesem Wege hofft die Bourgeoisie sich Stüßpunkte" für die Zeit nach dem Frieden zu schaffen. Das Rote Kreuz genießt fein Vertrauen und seine Reputation als Sanitätsorganisation steht sehr niedrig. " Das Zentral- Nachweisebureau des Kriegsministeriums, Berlin NW 7, Dorotheenstr. 48. Das Zentral- Nachweisebureau des Reichsmarineamts, Berlin W 30, Matthäikirchstr. 9. Das Zentraltomitee der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz ( Abteilung Gefangenenfürsorge) Berlin SW 11, 5geordnetenhaus. Amtliche Auskunft erteilen ferner: Für Frankreich: 1. Wenn noch nicht bekannt ist, ob der deutsche Heeresangehörige überhaupt in französischer Gefangenschaft befindet: Agence de renseignements pour prisonniers de guerre Genf, Rue de l'Athénée 3. 2. Wenn bereits bekannt ist, daß der deutsche Heeresangehörige sich in französischer Gefangenschaft befindet und man den Ort erfahren will: La croix rouge française Commission de prisonniers de guerre Für England: Bordeaux, 56 Quai des Chartrons. The Prisoners' of War Information Bureau' 92 Für Rußland: London W.C., 49 Wellington Street Rotes Kreuz, Agentur für Kriegsgefangene, Kopenhagen, Christian IX. Gade 5. Société de la Croix Rouge russe, bureau central de renseignements sur les prisonniers de guerre, Petrograd Bei Schreiben an die angegebenen Stellen im Auslande ist zu beachten: 1. Die Gesuche müssen sehr Ieferlich in lateinis en Bust a ben auf Briefpapier von großem Format geschrieben werden. 2. Der Umschlag muß am oberen Rande die Aufschrift„ Kriegsgefangenenfendung" tragen und muß offen bleiben. Briefmarte, ein Rüdschein, feine Antwortpoftfarte beizufügen. 3. Der Brief ist unfrantiert abzusenden, auch ist teine 4. Niemals find Postkarten zu Schreiben an die angegebenen Stellen zu verwenden. London, 12. Mai.( W. T. B.), Morning Post" schreibt: Im März zirkulierte in den Kreisen der Bureaukratie, Bir find nicht im geringsten überrascht, wenn in Liverpool, London Finanz und Industrie in Petersburg eine Denkschrift und anderwärts ein Aufruhr gegen Deutsche ausbricht; wir müssen über den Krieg, deren Inhalt in dem Wunsche gipfelte, uns bereit machen für einen Krieg, der Generationen dauern tann, es sei im staatlichen Interesse Rußlands nicht erwünscht, den bis eine endgültige Entscheidung fällt. Wenn ein Land ein anderes rieg bis zur völligen Zertrümmerung Deutschlands fortzuso haßt, wie die Deutschen England, so fann es einen Waffen- jeben, da dies zu dem Fall der Nachbarmonarchie führen stillstand aus Erschöpfung geben, aber feinen dauernden könne. Ferner wurde in der Denkschrift darauf hingewiesen, Frieden, solange, bis die eine oder die andere Nation man müsse den Krieg auch noch deshalb möglichst schneII untergeht. 28 est minster Gazette" schreibt, die Greuel- beenden, weil das Offiziersforps starke Einbußen erlitten taten fönnen nur unsere Entschlossenheit verhärten und ent- habe und die Armee durch den Eintritt von bürgerlichen Eleflammen, den Krieg fortzuführen, bis wir uns und die Welt von menten, also nicht Berufsmilitärs, in das Offizierskorps diefer Barbarei befreit haben. Die Deutschen werden auf dieser revolutioniert werde. Dies könne bei dem Ausbruch einer regierungsfeindlichen Bewegung im Lande dahin führen, daß Bahn schnell zum hostis humani generis werden. Daily News" die Regierung sich nicht auf die Armee werde stigen fönnen. schreiben: Die Versenkung der Lufitania" übt auf die Kriegführung Als Verfasser dieser Denkschrift werden die drei einflußfeinen Einfluß aus, außer daß die Engländer von noch größerer reichsten Regierungsmänner, Maflafow, Seglo miEntschlossenheit beseelt an den Urhebern diefer Barbarei um jeden tot und Stischinsky, genannt. Uebrigens wurden Preis gerechte Strafe vollziehen werden. diese Ideen schon längst in dem echtrussischen Organ Rußkoje Die Ausschreitungen in England. Snamja" propagiert. Die Aufdeckung des Spionageneges in den Kreisen London, 12. Mai.( W. T. B.)" Daily News" der Patrioten" und Gendarmen wird von der öffentlichen melden aus Liverpool: Am 10. Mai haben die AusMeinung der französischen Regierung zugeschrieben. Es freitungen gegen Deutsche einen größeren heißt, General Bau habe bei seinem Besuch die Namen der Umfang und einen gewaltsameren Charakter angenommen, Spione genannt. Man spricht von zahlreichen Verhaftungen als tags zuvor. In verschiedenen Stadtteilen tamen solche in den Reihen der Generalität. In Verbindung damit glaubt bor, Roheitsvergehen waren häufig. An einigen Orten holte man, daß die Tage des Kriegsministers Suchomlinow auf die Menge die Möbel aus den Häusern, verbrannte fic auf seinem Bosten gezählt seien.... der Straße und tanzte um die Scheiterhaufen. Im Ganzen Die unmittelbaren Ergebnisse des Krieges gipfeln für find etwa fünfzig Läden geplündert worden. die russischen Volksmassen in folgendem: Jeden Monat bare Gegenstände enthalten hat. Auf das Verbot der VerAußer den früheren sechzig Verhaftungen wurden noch weitere scheiden laut den Berichten 3-400 000 Mann aus der borgenommen; am Nachmittag gestaltete sich die Lage so Front aus; davon fehrt etwa die Hälfte nach ihrer Seilung ernst, daß die Behörden alle Schänken um 6 Uhr schlossen. an die Front zurüd, während die andere Hälfte die FriedLondon, 12. Mai.( W. Z. B.) Hier sowie in Birtenhöfe, die Maffengräber und die Invalidenasyle füllt. Außer. head und Manchester zerstörte der Pöbel die deutschen dem hat der Krieg im Innern Rußlands eine unerhörte Fled Läden. typhus- Epidemie verursacht. Die Epidemie wütet im Kaukasus und in den Gouvernements Samara, Saratow, Simbirst und Pensa. London, 12. Mal.( 2. T. B.), Daily Mail" meldet von Kundgebungen gegen Deutsche in London. " „ Times" melden daß aus Siberpool, bag die bortigen Verwerfung der Revision der sozialistischen Deutschen, Desterreicher und Ungarn der Sicherheit halber interniert werden sollen; einige Naturalisierte sind aufgefordert worden, Liverpool zu berlassen. " 11 U 9 in Tätigkeit. Frederikshavn, 12. Mai.( W. T. B.) Der Dreimaster Anna" aus Marstal, der gestern mit Kohlen aus Wemyß Dumaabgeordneten. Petersburg, 12. Mai.( W. T. B.) Die Revision der fozialistischen Dumaabgeordneten gegen das Urteil des Peters burger Appelhofes, welches sie zur Verbannung verurteilte, wurde vom Senat berworfen. Verurteilte Sozialisten. Verbrannte Feldpostsendung. Amtlich. Berlin, 12. Mai.( W. T. B.) Am 7. Mai ist in einem verschlossenen Bostwagen des Zuges 201 Hannover- Berlin, wahrschein ist der Brand rechtzeitig entdeckt worden, so daß von dem aus lich durch Selbstentzündung, Feuer ausgebrochen. Glücklicherweise elb postsendungen bestehenden Inhalt des Wagens nur 10 Sendungen verbrannt und 30 Sendungen leicht beschädigt worden sind. Der Befund läßt darauf schließen, daß eine der vernichteten Sendungen Streichhölzer oder andere leicht entzünd sendung feuergefährlicher Gegenstände, wie Streichhölzer usw., dirrch die Feldpost wird deshalb erneut aufmerksam gemacht. Letzte Nachrichten. Noch keine Entscheidung in Rom. २ Rom, 12. Mai.( Privattelegramm.) Der heutige Minifters rat beschloß ungeachtet Giolittis Opposition, die eingefchlagene Rich ung beizubehalten. Die Gerüchte eines Anschlags Giolittis, um Salandra bei der Kammereröffnung zu stürzen, werden immer greifbarer, doch, dürfte das Ministerium nur mit fait accompli vor die Kammer treten. Die Nachricht von einer Audienz Ferris beim König ist falsch, Ferri besuchte einen persönlichen Freund im Quirinal in Abwesenheit des Königs. Angeblich wird bie Regierung vor dem 20. Mai ein Grünbuch veröffentlichen. Dig Gesamtlage ist seit gestern unverändert. Eine Erklärung Asquiths. Moskau, 12. Mai.( W. T. B.) Der Rußtoje Slobo" erfährt, hier eintraf, brachte neun Mann von der schwedischen Bark daß der Sohn des Staatsrates Meben wegen seiner 8ugehörigkeit EIsa" mit, die auf der Reise von Helsingborg nach Granton zu einem fogialdemokratischen Verein, Bund" genannt, zu vier mit Props von dem deutschen Unterseeboot" U 9" in Brand Jahren zwangsarbeit, ses meitere Berfonen gierung infolge der starken Erregung gegen die feindlichen Untergestedt worden war. megen des gleichen Vergehens zu lebenslänglicher Bertanen Schritte zu bannung berurteilt worden sind. " Torpedierung eines Handelsdampfers. wurde. Hyndman verlangt Aufklärung. London, 12. Mai.( W. T. B.) Auf eine Anfrage, ob die Ne tun gedente, antwortete Premierminister Asquith im Unterhause, daß die zunehmenden Verlegungen der Gebräuche der aivilisierten Kriegsführung und der Regeln der London, 12. Mai.( W. T. B.) Der 3500 Tonnen große Dampfer Menschlichkeit in allen Klassen des Landes eine gerechte Entrüstung Queen Wilhelmina" aus Sunderland ist bei Amble Eine Zuschrift an die Redaktion der Morning Post" bom erzeugten. Die Folge davon sei unglückseligerweise, daß unschuldige ( Northumberland) von demselben Unterseeboot angegriffen worden, 5. Mai führt aus: H. M. Hyndman, der bekannte Sozialisten Personen sich in Gefahr befanden, für die Verbrechen der anderen welches am 8. Mai den Dampfer" Don" versenkt hatte; infolge führer, verlangt energisch von der Regierung mehr Aufklärung über zu büßen. Die bisherigen Internierungen seien aus militärischen einer Beschießung durch das Unterseeboot ging die Mannschaft in die Vorgänge auf dem Kriegsschauplatz zu Wasser und zu Lande. Gründen vorgenommen worden, aber die Regierung sehe ein, daß die Boote, worauf der Dampfer durch einen Torpedo verfentt Die englische öffentliche Meinung regt sich, und wenn die Minister die durch die jüngsten Ereignisse geschaffene Stimmung es nötig glauben, daß unsere Landsleute in der Laune sind, noch länger über Dementierung einer englischen Meldung. ihre eigenen Geschicke im Dunkeln gehalten zu werden, und daß die mache, über die rein militärischen Maßregeln hinauszugehen. Die erlittenen Schlappen verborgen gehalten werden können, so irren sie Regierung erwäge deshalb die Durchführung einer Absonderung Berlin, 12. Mai.( W. T. B.) Wie erinnerlich, hatte sich die sich sehr. Das Wolf zahlt, fämpft, arbeitet und leidet. Warum soll ihm nicht und einer Internierung der feindlichen Untertanen in größereus britische Admiralität in einer Erklärung am 20. April über die an- Gelegenheit gegeben werden, selbst zu beurteilen, wie seine Geschäfte Maßstabe. geblich am 18. April durch ein deutsches Unterseeboot erfolgte Ver- geführt werden? Man sagt uns nicht, was uns die ausgegebenen nichtung des englischen Fischdampfers Vanilla" ereifert, weil das Hunderte und Hunderte von Millionen Pfund Sterling und die Ausschreitungen gegen Deutsche in England. Interseeboot einen zur Rettung der Besagung herbeieilenden Fisch- Verluste von 150 000 Toten und Verwundeten eingebracht haben. Amsterdam, 12. Mai.( W. T. B.) Handelsbladet" meldet dampfer Fermo" am Rettungswerk gehindert habe. Nunmehr ist, wir wurden durch die Asquitsche Regierung in den Krieg getrieben. aus 2ondon: Die Stimmung gegen die Deutschen verwie wir an zuständiger Stelle hören, durch eingehende Erhebungen Bolitiker, welche so verbrecherisch nachlässig waren, fönnen faum den schärft sich. In der vergangenen Nacht wurden in verschiedenen festgestellt worden, daß ein deutsches Unterfeeboot an dem Unter- Anspruch darauf erheben, mit ihrer Fährgkeit und Vaterlandsliebe Bezirken Ost londons deutsche Läden überfallen; viele gange des Fischdampfers„ Banilla" in der Nordsee überhaupt nicht so über jeden Zweifel erhaben zu stehen, daß sie von dem gesamten wurden beschädigt und einige gänzlich vernichtet. Die Polizei beteiligt gewesen ist. Hiernach erübrigt es sich, mehr auf die Er- Lande unbedingtes Schweigen und volles Vertrauen fordern können. stellte die Ordnung nur mit Mühe wieder her. Am FleischIlärung der britischen Admiralität einzugehen, deren Charakter sich markt in Southfield und am Obstmarkt in Convent. selbst am treffendsten kennzeichnet. garden werden keine Deutschen mehr zugelassen. In den London, 12. Mai.( W. T. B.) Das Reutersche Bureau meldet Londoner Klubs werden Listen herumgereicht mit dem Antrag Ein englisches Dementi. aus Simla vom 10. Mai: In Lahore wird ein Prozeß gegen auf Ausschließung der naturalisierten Deutschen. Gestern London, 11. Mai.( W. T. B.) Die Admiralität 82 Personen wegen aufrührerischer Verschwörung gegen abend ging eine Abordnung aus der City, von einer riesigen die Regierung verhandelt, deren Anstifter aus Amerika zurüc dementiert den deutschen Bericht über das See- gekommene Inder sind. Die Emissäre agifierten besonders im Menschenmenge begleitet, nach dem Barlament, sprach beint gefecht in der Nordsee, wobei englische Schiffe Benschab, in den Vereinigten Provinzen, in Agrah und Audh. Es Generalanwalt vor und verlangte die Internierung aller fich gegenseitig beschossen haben und„ Superb", tam zu Räubereien und Morden. Die Polizei hat Bomben gefunden Deutschen, Desterreicher und Ungarn, ob naturalisiert oder " Warrior" und" hon" beschädigt worden sein sollen. und die Pläne der Verschwörer aufgedeckt. nicht, für die Dauer des Krieges in deren eigenem Interesse Aufruhrprozeß in Lahore. A. WERTHEIM Leipziger Str. Soweit Vorrat Königstraße Rosenthaler Str. Moritzplatz Billige Lebensmittel . Gemüse 4 Bund 10 Pf. Radieschen... Rote Rüben 3 Pfund 10 Pf. Rettiche.... Gurken.. Stück 23 28 u. 35 Pf. Porree 2 Bund 15 Pf. Junger Spinat. Bund 10 Pf. Pfund 6 Pf. Frischer Spargel Pd. 20, 33, 43, stark 50 Pl. Wurstwaren Schinkenwurst... Pfund 1.80 Sardellenleberwurst) in kleinen Salamiwurst.... Pfund 2.10 Pfund Trüffelleberwurst Würsten Landschinken 2.8-12 Pfund 1.80 Tomatenleberwurst Pid. 1.60 Jagdwurst...... Pfund 1.60 Rotwurst.. Pfund 95 Pf. 1.30 Gewicht 8-12 Pfund, Pfd. Schinken in Dosen, netto eingewog 1.90 Landleberwurst.. Pfund 1.30 Butter und Käse Tischbutter Pfund 1.78 2 Pfund- Paket 89 Pf. Tafelbutter Pid. 1.84% Pd. 92 Pf. Neue Eingange Paket Kunsthonig.... Pfund 38 Pf. Harzer Käse Kiste, 100 Stck. 2.90 Camembert ..... Stück 23 Pf. Frisches Fleisch Fischen Fische Kabeljau ohne Kopf, in ganzen 35Pf. zu billigen Tagespreisen Schellfische.. Pfund 38 Pt. Rotzungen Pid 25 P. Hornaale Stck. 35 Pt. Steinbutten..... Pfund 70 Pf. Großer SalzfischVerkauf Verkaufsstelle der ZentralEinkaufs Gesellschaft Seefische trocken eingesalzen, ca. 23% Elweißgehalt, ohne Kopf und Hauptgräte Kop! and Schwanzstück, Pland 28 Pf Im ganzen 32 Pt. Mittelstück 35 PL. Piand... Pfand Kostproben u. Kochanweisungen von 11-1 u. 5-7 Uhr kostenlos. Alleinverkauf für Warenund Kaufhäuser. Zusendung ausgeschlossen Grüne Heringe Manel 45 Pf. Lebende Aale Pfd. 1.10 bis 1.45 Lebende Hechte.. Pfund 1.05 Lebende Schleie groß., Pd. 1.05 Gänse Räucherwaren Kieler Schleibücklinge 3 Stück 20 Pf. 2 Stück 10 Pf. Lachsbücklinge.. Stück 10 Pf. Ahlb. Flundern Pid. 45 u. 65 Pf. Geräuch. Aal Pfund 1.40 u. 1.65 Matjesheringe 10 15 20 25 Pf. Kolonialwaren Gemischt. Backobst Pid. 70 90 Pf. Ringäpfel Pfund 85 Pf. Pflaumen o. Stein.. Pfund 70 Pf. Kalifornische Pflaumen.. Pfund 58 Pf. Kaliforn. Aprikosen. Pfd. 1.08 1.18 Maisgrieß Pid. 58, Gerstengrütze Pid.58Pt. Holländ. Kakao.. Pfund 2.10 Haushalt- Schokolade Pid. 1.50 Reise- u. Militär- Artikel Kupee- und Bahnkoffer, Reisetaschen, Isolierflaschen, Rucksäcke, Bestecke, Brustbeutel, Luftkissen etc. Große Auswahl Balkon- und Garten- Möbel Am Sonntag vor Pfingsten sind unsere Geschäfte Leipziger Str. u. Königstraße geschlossen, Rosenthaler Str. u. Moritzplatz von 2-6 Uhr geöffnet Sozialdemokratischer Wahlverein L. d. 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Lackierer Wilhelm Gerland Prinzenstr. 89 geftorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Sonnabend, den 15. Mat, nachmittags 5 Uhr, im Krematorium, Gerichtstr. 37/38, statt. Um rege Beteiligung ersucht 209/5 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berliner Reichstagswahlkr. Petersburger Viertel. Bez. 348. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genoffe, der Tischler Gustav Paul Thaerste. 9 geftorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 14. Mai, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Zentral Friedhofes Friedrichsfelde aus statt. F in Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 212/5 Arbeiterjugend„ Nord- Ost". Als Opfer des Weltkrieges fiel am 22. Abril unser lieber Stollege, der Musketier 17036 Albert Engel Ref.- Inf. Regt. 238. Ehre seinem Andenken! Im Auftrage Georg und Dora Schneider. Frik Staar. Seit 13. November v. J. vermißt, erhielten wir erst jetzt die Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Sohn und Schwiegersohn, der Steindrucker Max Adrion am gleichen Tage gefallen. Berlin, 12. Mai 1915. Gertrud Adrion, geb. Tübbecke, Familie Ernst Adrion, Solingen, Ernst Tübbecke sen. 1697b Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 6. Abt. Bez. 571. Am Montag, den 10. Mai, berstarb unser Genoffe, der Maurer August Schwefel Schivelbeiner Str. 20. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 14. Mai, nachmittags 4 1hr, von der Leichen halle des Gethsemane- Kirchhofes in Niederschönhausen, Nordend, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Verband der Maler, Lackierer, Anstreicher usw. Filiale Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Lackierer Wilhelm Gerland ( Sektion der Radierer) am 7. Mai verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Einäicherung findet am Sonnabend, den 15. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, im Srematorium, Gerichtstraße, statt. Am 8. Mai verstarb ferner unser Mitglied, der Maler Wilhelm Witt im Alter von 61 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 14. Mai, nachmittags 2 Uhr, von der Halle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Rege Beteiligung erwartet 136/5 Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Freun dinnen die traurige Nachricht, daß mein lieber Freund Albert Engel Musketier im Ref.- Inf.- Regt. 238, als Opfer des Weltkrieges am 17025 22. April gefallen ist. Leicht sei ihm die fremde Erde. Sein bester Freund Georg Ulbrich nebft Eltern. Immanuelfirchstr. 32. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Gürtler Robert Rensch am 10. Mai gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Donnerstag, den 13. Mai, nachmittags 22 Uhr, von der Leichen: halle des Martus Kirchhofes in Wilhelmsberg Hohenschönhausen aus statt. 1 = Rege Beteiligung erwartet 113/15 Die Ortsverwaltung. Zentralverband der Steinarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Am 10. Mai starb unser Kollege, der Sandsteinmet Fritz Städter im 45. Lebensjahre an Bauchfellentzündung. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, nachmittags 3 Uhr, auf dem neuen Paulstirchhof, Seestraße, ſtatt. Um rege Beteiligung ersucht 171/2 Die Ortsverwaltung. Schwimmverein„ Vorwärts" Berlin 1897. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser treues Mitglied Heinrich Mattner den Tod in Feindesland fand. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. 52 Den Heldentod fürs Baterland starb am 28. April d. I. infolge eines Lungenschusses der seit zirka 15 Jahren in unseren Diensten stehende Einkaffierer Hermann Schwennicke im Alter von 32 Jahren. Wir verlieren in dem Dahingeschiedenen einen durch seinen Fleiß und seine Charaktereigenschaften liebgewonnenen und geschäßten Angestellten, dessen Andenken wir stets ehren werden. Die Inhaber der Firma B. Feder Adolf Ruß& Alfred Altmann, Brunnenstr. 1. Danksagung. Für die Beweise herzlicher TeilNeuverpachtung nahme und Strangspenden bei der von Kleingärten der Stadt Beerdigung meiner lieben Frau Smith Premier Anna Fröhlich Berlin, Blankenfelde bei Schreibmaschinen sagen wir allen Freunden und Befannten, den Kollegen und Kolleginnen der D. 2. W., dem Metall arbeiterverband, dem Verband der Freien Gast- und Schankwirte, dem Wahlverein des 4. Streises( Ropes nider Viertel), dem Gesangverein Vereinigte Duartettsänger und dem Reichstagsabgeordneten Friz Zubeil für die trostreichen Worte am Sarge unseren innigsten Dant. Fritz Fröhlich. Karl Jeretzky und Frau. Heines Werke 3 Bände 4 Mart Buchhandlung Vorwärts Nordend. Laubenparzellen von 300 bis 600 Duadratmeter, per Quadratmeter 3. Pf., Pachtzeit 6 Jahre, Einrich tung der Gärten wie in BerlinBlankenburg. Nähere Auskunft in der Geschäftsstelle des Vereins der Kleingartenpächter, Blankenburg- Berlin E. V., Brunnenstraße 145, 11-1 Uhr mittags. 16926 A. Faust, Vorsitzender. Haben Sie Stoff? Ich fertige davon Anzug od. Paletot nach Mass, schick, dauerh. Zutaten von 25 Mark an. Moritz Laband, Neue Promenade 8, 11.( Stadtb. Börs.) Wünschen Sle Teppiche, Gardinen Wünschen Sie Herren- Konfektion Wünschen Sie eine bürgerl. Wohnungs- Einrichtung auf Tage, Wochen, Monate leihweise gegen mäßige Gebühr. Bei Kauf Leihgebühr angerechnet. Smith Premier Schreibm.- Ges. 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IchrgüTz. i Inlnge des Jorwtfe" Serlim WsbIM Dlmverstag, 13. Mail9!8. Keine Halbheit in öer Mietfrage! Sehr erfreulich ist es, bofc der Reichstag sich in seiner ersten Sitzung nach der Wiederaufnahnre der Verhandlungen mit einer Vorlage zu beschäftigen hat, die sich auf die Mi et frage bezieht. nämlich mit dem Entwurf eine? Gesetzes zur Einschränkung der Verfügungen über Miet- und Pachtzinsforderungen. Jedoch er- scheint es ausgeschlossen, daß— wie es der Präsident auf der Tagesordnung ankündigt— der Reichstag in derselben Sitzung auf die erste Beratung des Entwurfs sofort die zweite folgen läßt, d. h. von der Beratung des Entwurfs in einem Ausschuh Abstand nimmt. Selbst dann, wenn über die in dem Entwurf varge- schlagenen Gesetzesänderungen Einmütigkeit bestehen sollte, wäre die Ueberweisung des Entwurfs an einen Ausschuh notwendig, damit die weiteren, unterkeinenUmständennochlänger aufzuschiebenden Mahnahmen in der Mietfrage endlich durchgeführt werden. Nach der Geschäftsordnung ist dieses Verfahren möglich, wenn die Vollversammlung dcS Reichstags dem Ausschuß ausdrücklich den Auftrag gibt, dem Entwurf noch die Gesetzesänderungen hin» zuzufügen, die zur Regelung der Metfrage erforderlich sind. Der Ausschuß kann sofort zusammentreten und in einer einzigen Sitzung die Verbesserungsvorschläge bestimmen, so daß der Reichs. tag die ganze Vorlage noch vor Pfingsten erledigen kann. Eine Verschleppung der Angelegenheit ist damit vermieden. Die Regierungen haben in der Begründung des jetzt vorliegen. den Entwurfs u. a. das angeführt, was dafür spricht, daß die Sin- schränkung der Verfügungen über Miet- und Pachtzinsforderungen herausgenommen wird aus dem Zusammenhang mft den anderen zur Bekämpfung der Wohnungsnot notwendigen Maßnahmen und ollein geregelt wird. Die Gründe find: Einmal handelt eS sich hier um einen Gegenstand, der in sich derart abgeschlossen ist. daß«ine Aenderung ohne tiefere Ein- griffe in das beftebende Recht ausführbar erscheint. Sodann läßt der Gang der Erörterungen in den beteiligten Kreisen und die Stellungnahme ihrer Vertretungen erkennen, daß in der den Gegenstand dieser Vorlage bildenden Einzelfrage allseitig eine weitgehende Ulbereinstimmung der Meinungen über die Not- wendigkeit und Dringlichkeit der iu Aussicht genommenen Aende- rungen besteht. Diese Gründe spreche» aber auch für die von unS geforderte Regelung der Mietfrage, soweit di« Mieter in Betracht kommen. Auch s i e kann leicht von den anderen Fragen getrennt werden, und auch über das, was hier geschehen muß, herrscht in weiten streifen Uebereinstimmung. Viele Familien der Kriegsteilnehmer sind mit ihren Mieten mehr oder weniger in Rückstand gekommen, weil auch in dieser Beziehung die Hilfe der meisten Gemeinden bei weitem nicht aus» reicht. Wenn die Kriegsteilnehmer glücklich in ihre Heimat zurück- kehren, können sie von den Hausbesitzern aus den Wohnungen ge. trieben werden, und die Hausbesitzer und sonstige Gläubiger können ihnen überdies alle nicht ganz unentbehrlichen HauShaltungSgegen- stände und Möbel pfänden und den Arbeitslohn, soweit er den Be- trag von 1S00 M. für das Jahr übersteigt, mit Beschlag belegen lassen.— Dasselbe Geschick kann einen Kriegsteilnehmer selbst dann treffen, wenn seine Familie sich während eines Krieges die Miete von der geringen Familienunterstützung abgespart hat. Ist er dann heimgekehrt, so fällt die Familienunterstützung weg. Wie geht es aber seiner Familie, wenn er nicht gleich Arbeit findet, sondern wochenlang ohne jedes Einkommen ist? Dann mutz er Schulden machen und ist damit seinen Gläubigern ausgeliefert, die ihn wirtschaftlich ganz zugrunde richten können. Ein solcher Dank des Vaterlandes für die geleisteten .Kriegsdienste ist selbstverständlich ganz unmöglich. Deshalb kann ' es keine Meinungsverschiedenheiten unter den Parteien und zwischen den Parteien und den Regierungen darüber geben, daß«in« solche Schädigung der Kriegsteilnehmer unbedingt verhindert werdvn muß. Ebenso müssen auch die anderen Familien, die durch den Krieg in Schulden gekommen sind oder noch kommen werden, gegen«in zu rücksichtsloses Vorgehen der Gläubiger geschützt werden. Dies wird besonders für die Zeit wichtig, wenn die Arbeiten für die Kriegszwecke beendet sind, der sonstige Geschäftsgang aber noch in- folge des Krieges sehr schlecht ist. Was zu geschehen hat, liegt klar auf der Hand: die Rechte der Glaubiger gegen die Schuldner müssen soweit aufgehoben werden, daß den Familien wenigstens das zur Erhaltung ihres Lebens und Haushalts Notwendigste bleibt. Die sozialdemokratisch« Fraktion hat denn auch in der Budgetkommission bereits am 12. März u. a. deantragt: llnpfändbar und dem Pfandrecht des Vermieters und Ver- Pächters entzogen sind Hauöhaltungsgegenstände und Möbel, Werkzeuge, Maschinen, Rohstoffe, fertige und halbfertige Waren im Werte biS zu 2<1i werden uns schon heute damit abzufinden haben. Die Lasten müssen sich vergrößern, weil wir e§ unseren Tapferen schuldig sind, für sie zu sorgen, wenn sie als Krüppel heimkehren, und für diejenigen zu sorgen haben, die al? Hinterbliebene unserer Kämpfer dastehen und m Rot gerate:, sind, weil sie den Ernährer verloren haben. Wir wollen dafür sorgen, da? Parlament ist bereit, das äußerste dafür zu tun, und ich glaube, auch daS Volk. Denn den Tapferen hat es alles zu danken. Für diese Tapferen muß es auch nachher Opfer zu bringen wissen. Die Opfer werden groß sein und die Verzinsung der Milliarden geht ins Gewaltige; Ziffern, die Schwindel erregen könnten. Die Höhe ist eine ganz ge- waltige, und wtt werden wahrscheinlich in eine Zeit der Mono- pole kommen; denn das alles ist mit direkten Steuern und den übliche» indirekten Steuern garnicht mehr zu decken. Wir müssen uns bannt zu befreunden haben, gewisse Bedenken, die man früher hegte, zurückzustellen. Auch hier spricht die Notwendigkeit ein ehernes: das mutz geschehen und es wird geschehen. Ueber die Form von Handelsmonopolen wird sich im Parlament um so eher eine Verständigung erzielen lassen."_ Kaiserliche Slnerkemmng für Falkenhay«. Der Kaiser hat an den Chef des Generalstabes v. Falkenhayn eine Kabinettsorder gerichtet, in der dem Generalstabschef für die Vorbereitung des Erfolges in Galizien Dank und Anerkennung aus- gesprochen wird. Gleichzeitig ist dem Generalstabschef der Schwarze Adlerorden verliehen worden._ Schutz gegen Stenerzettel. Der preußische Finanzminister hat wegen versehentlicher Zu» stellung von Steuerzetteln an Kriegerfamilien verfügt: 1. daß die Zustellung deS Steuerzettels fVeranlagungj xcer rechtswirksam sein kann, wenn sie an den Kriegsteilnehmer felbü erfolgt; 2. daß die Zustellung an den Kriegsteilnehmer vorderhand ausgeschlossen ist; 3. daß die Frist der Steuerreklamation zunächst nicht läuft; 1. daß zu einer Beunruhigung keine Veranlassung vorlieg:. da nach ß 10 des Einkommensteuergesetzes für Unteroffiziere um' Mannschaften des Beurlaubtenstandes, welche mit einem Ein lammen von nicht mehr als 8000 M. veranlagt sind, die veranlag:: Steuer für diejenigen Monate, in denen sie sich im aktiven Dienst befinden, ohnedies nicht zur Erhebung gelangt. Wer also den Steuerzettel für den Krieger erhält, sende ihn mit dem Vermerk„Zum Kriegsdienst eingezogen' zurück. Die Witwen-«nd Waisenverstcherung. Die Budgetkommission deS Reichstags hat alle Anträge znr Versorgung der Invaliden, Witwen und Waisen dem Reichskanzler als Material überwiesen, nachdem der Schatzsekretär in bündigster Form erklärt hatte, daß die in diesen Anträgen niedergelegten Wünsche bei der Ausarbeitung des Gesetzes soweit als möglich b-- rücksichtigt werden sollen. ES ist nun gewiß von Jnteresie, die Tragweite der einzelnen Anträge zu vergleichen. I. Witwengeld: 1. nach Snttag Westarp: vom festgestellten Arbeitseinkommen «/«, als fingiertes Ruhegehalt, davon als. erweitertes Krieg? Witwengeld, dieses also SO Proz. deZ Arbeitseinkommens, 2. nach dem sozialdemokratischen Antrag: 10 Proz. des Arbeits- einkommens, g. bei der Unfallversicherung SO Proz. deS JahreSarbeitS- Verdienstes. II. Waisengeld: 1. Vollwaisen: a) Antrag Westarp: a/8 des erweiterten Witwengeldes— 20 Proz. deS Arbeitseinkommens, b) Antrag der Sozialdemokraten: SO Proz. de« ArbeitScin- kommen?, s) bei Unfallversicherung: 20 Proz. des JahreSarScitLverdienstcs. 2. Halbwaisen: a) Antrag Westarp:•/» d«S erweiterten Witwengeldes— 12 Proz. des Arbeitseinkommens, b) Antrag der Sozialdemokraten: 20 Proz. des Arbeitseinkommens. e) bei Unfallversicherung: 20 Proz. des JahrcSarbeitSderbiensteS. HI. Abfindung der Witwe bei Wieder- Verheiratung: 1. Anttag Westarp; Fünffacher Betrag des erweiterten Witwen- geldeS---- ISO Proz. des Arbeitseinkommens, 2. Anttag der Sozialdemokraten: Dreifacher Bettag des erweiterten Witwengeldes= 130 Proz. des Arbeitseinkommens, 8. bei Unfallversicherung: 3/s--- 60 Proz. des Jahresarbeit- Verdienstes._ Der Ortswechsel von Kriegerfumilien. Die Freizügigkeit der Kriegerfamilicn hatte bisher darin Nachteile, daß, wenn der Wegzug von einem Ort mit niedrigeren Unterstützungssätzen in einen Ort mit höheren NnterstiZtzungSsStzen erfolgte, die Familie in ihrem neuen Domizil nur die Sätze ihre» früheren Wohnortes erhielt. Durch eine ministerielle Verfügung ist darin in Preußen eine kleine Besserung erzielt worden. Eine Familie war von Warringen(Rheinland) nach Ohligs(Rheinland) verzogen. Worringen zahlte der Familie monatlich 42 M., während Ohligs im gleichen Falle 57 M. bezahlt. In der Stadtratssitzung von Ohligs teilte der Bürgermeister mit, daß der Minister verfügt habe, wenn der Umzug begründet sei, so seien die höheren Sätze zu zahlen und die Gemeinden hätten das gegenseitig zu ver- rechnen. Als Beispiel für begründeten Umzug führte der Bürger meister an, sei zu betrachten, wenn eine schwangere Kriegerfrau in ihre Heimat ziehe, um dort ihre Entbindung abzuwarten. Zur Kartoffelversorgung. Wie von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, sind im Lande ausreichende Kartoffelvorräte vorhanden, so daß die Versorgung der Bevölkerung mit Kartoffeln bis zur nächsten Ernte als sichergestellt zu betrachten ist. Wohl infolge der wannen Witterung ist augenblicklich das Angebot erheblich größer als die Nachfrage. Die Landwirte wollen verständlicherweise die Sorge für Ausbewahrung los sein und verzichten vielfach auf die hohen Zu- schlage, die ihnen seitens des Reichs für das Risiko der Aufbewahrung und Behandlung zugebilligt sind; sie verlangen nur sofortige Abnahme. Der NeichZstelle für Kartoffelversorgung wird daraufhin seit einiger Zeit unausgesetzt von den Neberschußkreisen, von Kommissionären und Landwirten auf telephonischem und telegrapht schein Wege mitgeteilt, daß Kartoffeln bereits in Waggons verladen feien oder an Orten lagerten, wo sie Gefahr liefen, zu verderben; auf alle Fälle müfle sofort über sie disponiert werden. Die Reichs- stelle ist natürlich gar nicht in der Lage, diese Wünsche zu erfüllen, obwohl sie selbstverständlich redlich bemüht ist, allen lokalen Sonder- intereffen gerecht zu werden. Die Interessenten können nicht genug davor gewarnt werden, ohne ausdrückliche Vereinbarung zwischen Bedarfs- und Ueberschußverbänden oder ohne Disposition seitens der Reichsstelle die Kartoffeln zu verladen oder sonstwie über sie zu verfügen. Sie allein tragen die Verantwortung, wenn die Kartoffeln nicht sofort abgenommen werden und womöglich verderben. Im übrigen hat das Reich die hohen Zuschläge für Aufbewahrung, Behandlung, Schwund und Risiko nicht al» Preiserhöhungen, sondern nur deshalb bewilligt, damit die Landwirte die Kartoffeln möglichst lange an geeigneten Plätzen aufbewahren und sie mit sachkundiger Hand behandeln. Es liegt im nationalen Juteresse, daß die Landwirtschast sich dieser Aufgabe, für die sie reichlich entschädigt wird, auch wirklich unter- zieht und nicht plötzlich alle Kartoffeln auf den Markt wirft. Abg. Humann gestorben. Der Zentrumsabgeordncte Landwirt H u m a n n ist in Neuen- kirchen im Alter von 78 Jahren gestorben. Er war seit 1888 un- unterbrochen Vertreter des westfälischen Landtagswahlkreises Pader- dorn— Wiedenbrück— Büren. Von 1833 bis 1907 gehörte er für den Wahlkreis Bielefeld— Wiedenbrück auch dem Reichs- tage an._ Die Wirren in Mexiko. London, 12. Mai.(SB. T. B.) Das Reutersche Bureau meldet auS Mexiko vom 10. Mai, daß Truppen unter dem Befehl des früheren Kommandanten der Hauptstadt Barona, die Residenz des prodiiorischcn Präsidenten Garza, auf den auch ein Attentat verübt worden ist angegriffen haben, daß der Angriff aber abgeschlagen worden sei; die Lage in der Haupt st adt sei kritisch, man befürchte ernste Ereignisse. Zur Entgegnung öes Genossen Winnig. Wir haben gestern die Erwiderung des Genossen Winnig in ihrem vollen Wortlaut abgedruckt, trotzdem sie uns zum sachlichen Austrage der vorhandenen Meinungsgegensätze sehr wenig beizu- tragen schien. Nicht, als ob wir dem Genossen Winnig den Vorwurf machen wollten, daß er in seiner Entgegnung einen unsachlichen Ton an- geschlagen habe. Nein, er hat seine Ausführungen in einer sehr ruhigen, formell völlig eiuwandsteien Art vorgetragen. Aber zur fruchtbaren Erörterung gehört mehr als eine einwandfreie Tonart, nämlich vor allen Dingen ein tieferes Eingehen auf den Kern der st rittigen Sache. Und diesen Kern der Dinge, den er in seinen früheren Artikeln doch mit so großer Offenherzigkeit ausgesprochen hatte, hat Winnig kaum mit einem Wort ge- streift. Dafür hat er frühere Behauptungen wiederholt, auf die wir in unserer Entgegnung nicht eingegangen waren, weil sie allzu allgemeiner, nebelhafter Natur waren, als daß es sich uns zu ver- lohnen schien, darauf einzugehen. Wenn indessen Winnig glaubt, unser Hinweggehen über diese allgemeinen, durch nichts bewiesenen Andeutungen rechtfertige ihre Wiederholung, so wollen wir auch diesen Teil seiner Angriffe gegen den„Vorwärts" gern entkräften. Winnig verwahrt sich gleich eingangs seiner Ausführungen gegen einen Vorwurf, den ihm kein Mensch, am wenigsten der.Vorwärts" gemacht hat, wenn er erklärt, er habe den.Vorwärts" nicht kritisiert, inn seine Redakteure zu.schmähen", sie persönlich herab- zusetzen, sondern weil er die Stellung des„Vorwärts" als den Gewerkschaften und der deutschen Arbeiterschaft abträglich und schädlich angesehen habe. Das haben wir als selbstverständlich vorausgesetzt. Wir pflegen wirklich nicht die Rolle der„gekränkten Leberwurst" zu spielen, wenn man uns kritisiert, sondern nehmen stets an, daß solche Angriffe nicht unserer Person, sondern der von uns vertretenen Sache gelten. Aber weil wir uns gern an die Sache halten, haben wir gerade auch hinter der Person und den kritischen Bemerkungen deS Genossen Winnig die Sache selb st, die tieferen Auf- fassungen dieses unseres Kritikers zu ergründen und den .Vorwärts"-Lesern mitzuteilen versucht. Denn welchen Zweck hätte die ganze Diskussion, wernr Winnig z. B. behauptet, der „Vorwärts" gefährde die Internationale oder stehe der Gewerk- schaftsbewegung ablehnend gegenüber, und der„Vorwärts" das einfach auf Grund der wirklichen Tatsachen b e st r e i t e n würde! Ist es da nicht viel instruktiver, wenn der„Vorwärts", wie er es getan hat, aus den Artikeln WinnigS den Nachweis führt, daß Winnigs Auffassungen über das Wesen der sozialistischen Jnter- nationale grundverschieden sind von der bis dahin allgemein geltenden sozialdemokratischen Auffassung? Und daß Winnig völlig zu Unrecht beim„Vorwärts" Kühle und Verständnislosigkeit für die Gewerkschaftsbewegung voraussetzt, weil der„Vorwärts" eS aller- dings aus seiner sozialistischen Ueberzeugung heraus ablehnt, eine Politik mitzumachen, die Genosse Winnig und mit ihm Andere für zeitgemäß halten mögen, die aber rettungslos in den Sumpf einer grundsatzlosen Opportunitätspolitik führen müßte. Wir haben aus WinnigS eigenen Worten vernommen, wie diametral seine Auffassungen von denen abweichen, die für die deutsche und die international« Sozialdemokratie bisher als maß- gebend gakten. Winnig macht denn auch gm? keinen versuch, an unseren Zitaten aus seinen verschiedenen Artikeln zu drehen und zu deuteln. Seite Behauptung, daß diese Zitate„nicht loyal ge- schnitten" seien, wird er schwerlich zu beweisen vermögen. Um- gekehrt aber würde eS un» ein Leichtes sein, nachzuweisen, daß seine politischen und sozialen Anschauungen sich in der Tat in fast nichts unterscheiden von dem, was Pastor Naumann und seine Freunde vertreten haben und was die deutsche Sozialdemokratie bis zum Kriegsausbruch mit der größten Schärfe und dem beißendsten Spott bekämpft hat. Winnig wiederholt dann seine Ansicht, daß der„Vorwärts" durch sein Verhalten dem Ansehen der Partei im Auslande schade. Unseren Gegenbeweisen vermag er nichts entgegenzusetzen als die Behauptung, der„Vorwärts" niöge durch feine Halwng zwar manche Sympathie im Auslande erwerben, aber doch nur für sich, während die deutsche Partei gerade deshalb um so ungünstiger beurteilt werde. Wäre dem wirklich so, so wäre damit noch nicht das geringste gegen den„Vorwärts" bewiesen, dessen Haltung beiläufig auch die Anerkennung so ziemlich aller führenden Theoretiker der Partei ge- funden hat, eines Mehring nicht minder als eines KautSkh und Eduard Bernstein. Aber es ist auch nicht einmal richtig, denn die Stellungnahme der Partei selbst steht noch au«. Außerdem stimmt die Darstellung Winnigs auch schon deshalb nicht, weil ja der„Vor- wärts" nie einen Hehl daraus gemacht hat, daß er die Stellung der französischen Kammerfraktion und der Mehrheit der englischen Parlamentarier und Gewerkschaftler keineswegs anders beurteilt, als die der deutscheu ReichstagSftoktion. Der„Vorwärts" vertritt also gerade den Standpunkt, daß die Parteien der drei Länder einander überhaupt nichts vorzuwerfen, wohl aber allesamt sich so rasch als möglich zu ihren alten sozialistischen Grundsätzen zurückzufinden haben. Im übrigen wollen wir aber bei dieser Gelegenheit einmal nachdrücklichst feststellen, daß der„Vorwärts" an der Haltung der deutschen Reichstagsfraktion monatelang nicht ein Wort der Kritik geübt hat, sich wohl aber gegen die Zumutung wehren mußte, die Rechtfertigung dieser Politik zu übernehmen! Vor allen Dingen behauptet aber Winnig, die Redaktion des „vorwärts" habe in einem notorisch schlechten Verhältnis zu den Gewerkschaften gestanden, und zwar schon seit vielen Jahren. Wäre das richtig, so wäre eS nur erstaunlich, daß die Gewerkschaften erst jetzt ihrem Unmut Lust machten! Es ist aber nicht richtig. Der Verdruß WinnigS und seiner Gesinnungsgenossen leitet sich auch gar nicht aus der mangelnden Sympathie des„Vorwärts" für die Gewerkschaften und bestimmte GewerkschaftSniethoden her, sondern entspringt der scharfen Ab- lehnung. die der„Vorwärts" gegenüber der Politik des„UmlernenS" eingenommen hat. Wir bestreiten mit aller Entschiedenheit, daß der„Vorwärts" sich nicht des Gebietes der sozialen Kriegsfürsorge mit Eifer an- genommen habe! Daß dix viellöpfige Leitung zahlreicher starker Gewerkschaftsorganisationcn auf diesem Gebiete reichere Erfahrungen zu sammeln und unter Umständen auch schnellere Anregungen zu geben vermag, als die Leitung eines Blattes, versteht sich ganz von selbst. Hatten also die Gewerkschaftsleiter die Möglichkeit, den Inhalt des„Vorwärts", sei es durch konkrete Anregungen, sei eS durch direkte Mitarbeit, zu bereichern, so verstand es sich ebenso von selbst, daß die Redaktion sachlichen und gutgemeinten Ratschlägen «derzeit zugänglich gewesen ist, wie uns eine Reihe von Mitarbeitern aus Gewerkschaftskreisen bestätigen kann. Um solche Unstimmigkeiten aus der Welt zu schaffen,'genügte eine persönliche Aussprache, ein Brief, ein Telcphongespräch, dazu brauchte eS wahrhaftig nicht fulminanter Anklageartikel. Aber darum handelte es sich ja in Wirklichkeit gar nicht bei dem Genossen Winnig. Vielmehr lagen seinen Ausstellungen gegen den „Vorwärts" Gedankengänge mit zugrunde, die ein GrwerkschaftS- beamter richtig charakterisiert, der uns zu WinnigS Angriffen gegen den„Vorwärts" schreibt: Ans der Suche nach dem Sündenbock. „Ich sage auch, daß mich der„Vorwärts" in den ersten Tagen und Wochen nach Kriegsausbruch nicht voll befriedigt hat. Wie andere Arbeiterzeitungen beschränkte er sich damals zu stark auf die Wiedergabe der eigentlichen Kriegsnachrichten, und außerdem schien mir seine äußere Aufmachung zu sehr das geschäftliche In- tereffe zu verraten, den Straßenverkauf zu fördern. Inhaltlich ist der„Vorwärts" vom Standpunkte des sozialdemokratischen Ar- beiters seit langem viel besser als in der Bestürzung der ersten Kriegstage. Und gerade weil er nicht alles mitgemacht hat, was von gewissen Gewerkschaftsführern usw. getan worden ist, deswegen verdient er Lob! In politischer Beziehung wäre eS für die Redaktion des„Vor- wärts" ja recht bequem gewesen, wenn sie die von der Generalkom- Mission der Gewerkschaften geförderte„Internationale Korrespon- denz" ausgiebig benutzt hätte. Damit würde sie zwar bei manchem Gewerkschaftsführer Anerkennung gefunden haben, aber der wahren Aufgabe eines sozialdemokratischen Blattes nicht gerecht ge- worden sein. Nun zur Sozialpolitik! Da war ja gleich nach Kriegsausbruch alles im besten Lot. Schrieb doch bereits am b. September das „Correspondenzblatt der Generalkommission der Gewerkschaften", der Krieg schaffe Situationen,„die nicht gesellschaftsauflösend, son- dern in hohem Maße gescllschaftsfördernd wirken, die in allen Volkskreisen in ganz ungeahntem Maße soziale Kräfte wecken und sozialfeindliche Bestrebungen eliminieren". Am 17. Oktober stellte dasselbe„Correspondmzblatt" fest, ein Blick in die Tages- presse habe genügt, um„die außerordentliche moralische Kraft, die hohe unübertreffliche Sozialmoral... zu zeigen, die im deutschen Volke steckt". Weiterhin wurde mitgeteilt,„das Bewußtsein sozialer Pflichterfüllung ist in solch hohem Matze in unserem Volke zum Durchbruch gerommen, daß sich die Schwarzseher und Kassandra- rufer beschämt und zerknirscht in die Ecke stellen müssen". So schrieb man vor einem halben Jahre in der deutschen Gewerk- schaftSpresse— denn diese Aufsätze gingen durch mehrere Gewerk- schaftsblätter. Die„Metallarbeiter-Zeitung" wendete sich sogar gegen die leichtfertigen Gesellen, die die sozialen Verhältnisse des Auslandes in zu rosigen, die sozialen Znstande im Jnlande aber in zu dunklen Farben malen. Nach der„Metallarbeiter-Zeitung" sollten diese Schwarzmaler daran schuld sein, daß das neutrale Ausland die deutschen Zustände fälschlicherweise in einem schlechten Lichte sieht. Nach alledem muß es auffallen, daß dem„Vorwärts" vor- geworfen wird, er habe während des Kriegs in Sachen der So- zialpolitik nicht genug getan. Zwar könnte zugegeben werden, daß der sozialpolitisch oder gewerkschaftlich besonders tätige Ge- nosse in dieser Beziehung wahrscheinlich von einem politischen Organ mehr verlangen wird, als es beim besten Willen erfüllen kann. Aber gerade weil manche unserer Genossen sich in der geschilderten Weise Illusionen Hingaben, ist es verwunder- lich, daß sie darüber klagen, der„Vorwärts" sei nicht entschieden genug für sozialpolitische Maßnahmen eingetreten. Doch dieser Widerspruch erklärt sich: die Illusionen sind nämlich verflogen. Die Illusionäre wollen nicht die Verantwortung für die wirkliche Entwickelung tragen; der„Vorwärts" soll der Sündenbock sein. Wenn A. Winnig wirklich der Meinung gewesen ist, die Partei- presse— und insbesondere der„Vorwärts"_— habe in sozialpolitischer Beziehung mehr oder weniger versagt, warum hat er nicht längst darauf hingewirkt, daß die von der Generalkommission der Gewerkschaften empfohlene„Internationale Korrespondenz" einen mehr sozialpolitischen oder gewerkschaft- l i ch e» Charakter erhält? Die Illusionäre haben ihren Kurs ändern müssen. Noch am l 12. Januar rühmte Rechtsanwalt Genosse Dr. Heinemann in einer Versammlung von Berliner Gewerkschaftsfunktionären die während des Krieges gemachten„überaus wichtigen Errungen- schaften der Gewerkschaften". Das„Correspondenzblatt der Generalkommission" fügte hinzu, Heinemann hahe die Lage richtig beurteilt, denn die gegen die Gewerkschaften und die Tarifverträge gerichteten Bestimmungen der Strafgesetzvorlage würden zurück- gezogen. Die letztere Mitteilung wurde offiziös dementiert. Was tut Heinemann nun? Er„beweist" jetzt, daß solche„überaus wichtige Errungenschaften" während des Krieges nicht realisiert werden dürfen. Am 16. März schrieb er in der Chemnitzer„Volks- stimme" über eine kurz vorher vom Genossen H a a s e im Reichs- tage gehaltenen Rede: „Haafe forderte, daß die Reichstagssitzung nicht vorübergehe, ohne daß die gegen die Arbeiter gerichteten ausnahmegesetzlichcn Bessimmungen des Koalitionsrechtes beseitigt werden, damit unsere Brüder, wenn sie heimkommen, auch nicht einen Tag im Reich, Staat und Gemeinde Bürger minderen Rechtes sind. Dem- gegenüber erkannte der Staatssekretär an, daß unsere innere Politik zwar einer Neuorientierung bedürfe, daß aber der gesetz- geberische Niederschlag dieses Gedankens während des Krieges nicht erfolgen könne. Und in der Tat wird sich nicht leugnen lassen, daß die Aufrollung des großen Problems des Koalitions- rechtes gerade für diejenigen, die entschlossen sind, nach dem Kriege auf diesem Gebiete die nachdrücklichsten Forderungen zu stellen, im Augenblick nicht frei von Bedenken ist. Jeder gesetzgeberische Vorschlag würde sofort die schärfsten Gegensätze innerhalb der Parteien und der wirtschaftlichen Jnter- essengruppen auslösen und damit dasjenige stören oder gar ver- nichten, was zurzeit das wichtigste ist, weil es Voraussetzung für Deutschlands Existenz ist, die Einigkeit des deutsches Volkes." Das war eine tatsächliche Durchkreuzung dessen, was die Reichstagsftaktion tat. Man, sieht, daß diejenigen, die am lautesten nach Disziplin schreien, sie nur von anderen verlangen, nicht auch von sich. Und Max Schippe!, der ja bei der Generalkommission der Gewerkschaften" angestellt ist, schrieb in Nr. 5 der„Sozialistischen Monatshefte": „Wir können uns bei unseren altvererbten Parteineigungen nämlich gar nicht genug davor hüten, die große weltgeschiclit- liehe Zeit des Krieges wie kleine Winkelquerulanten zu allerlei verhältnismäßig unbedeutenden und kleinlichen Einzel- Nörgeleien und Einzelforderungen ausbeuten zu wollen. Alle Fragen, die nicht der Krieg selber aufwirft und selber zur Lösung bringt und zwingt, müssen nun einmal bis nach dem Krieg vertagt werden." So leisteten Heinemann und Schippel Vorarbeit für die Reichs- tagSarbciten. Der Staatssekretär de? Innern bewegte sich ganz in ihren Gedankengängen und gab keine Zusicherung, daß die Beschlüsse des Reichstags über das Vereinsrecht der Ge- werkschaften und die Hchaffimg einer reichsgesetzlichen Arbeits- vernrittlung durchgeführt würden. Würde es nicht geratener sein, A. Winnig und andere gössen die Schale ihres Zornes über jene aus, die so wenig Realpolitiker waren, daß sie sich zuerst in deit sonderbarsten Illusionen wiegten und nachher dem Reichstage in den Rücken fielen, als dieser einige sozialpolitische Beschlüsse zu fassen im Begriffe war? Aber es ist ja zu verstehen, daß A. Winnig den Sündenbock nicht auf der rechten Seite der Partei finden will."_ Bus öer Partei. Keir Hardie erkrankt. Wie uns aus London gemeldet wird, ist Genosse Keir Hardie nicht unbedenklich erkrankt. Der Krieg hat den wackeren Kämpfer, dessen Gesundheit schon an und für sich nicht die beste war, vollends niedergeworfen, und nun muß er sich auf ärztliche Anordnung zu« nächst jeder öffentlichen Betätigung enthalten. ES ist ihm aufgegeben, sich mindestens ein Vierteljahr lang absolute Ruhe zu gönnen, wenn nicht die schlimmsten Folgen eintreten sollen. Wir vereinigen unsere Wünsche für eine baldig« und vollständige Wiederherstellung Keir Hardies mit denen der englischen Arbeiter- sckaft und bedauern auf das lebhafteste, daß er gerade jetzt ge- nötigt ist zu rasten, wo ein Mann, der wie er das Ideal des inter- nationalen Sozialismus allen Widerständen zum Trotz verficht, doppelt unabkömmlich ist._ Zur Erklärung der Krciskonferenz für den Wahlkreis Niederbarnim. Die Kreiskonferenz hätte sich die Entschuldigungserklärung lieber schenken sollen. Selbst wenn alles, was darin gesagt wird, richtig ist, bleibt die Tatsache bestehen, daß dieses.Referentenmaterial" von einer Organisationsinstanz des Wahlkreises im Namen der Wahl- kreiSorganisation verbreitet worden ist. Das ist sicher nicht geeignet, die Organisationseinrichtungen dieses Wahlkreises in ein günstiges Licht zu stellen. Die Kreiskonferenz beruft sich in dem ersten Teil ihrer Er- klärung auf die von mir veröffentlichte Broschüre, während sie in dem zweiten aufzählt, was ich in meiner Rede verschwiegen habe. Alle Vertreter in der Kreiskonferenz, es find zirka 100, können an der Versammlung vom 27. Januar d. I. nicht teilgenonnnen haben. Nach der Art der Behandlung gewerkschaftlicher Fragen in diesem Wahlkreise ist es ausgeschlossen, daß alle Vertreter in der Kreis- konferenz Gewerkichaflsfunktionäre sind. Wären sie jedoch in der Versammlung gewesen, so würden sie zu ihrer Erklärung nicht ge- kommen sein. Was ich versäumt haben soll, hat Genosse Brühl, der Sekretär dieses Wahlkreises, in ausreichendem Maße in der Dis- kussion nachgeholt. Er jagte nach dem Stenogramm u. a.: „Im übrigen steht der Kreisvorstand von Niederbarnim und auch Genosse G ä b e l, der es verbreitet hat, einmütig auf dem Standpunkt, daß das das Dümmste war, was je herausgekommen ist.(Große Heiterkeit.) Es ist notwendig, festzustellen, daß der Kreis Niedcrbarnim mit diesen Vorwürfen gegen Haenisch nichts zu tun bat." Dem hatte ich nichts hinzuzusetzen.*) Anders ist die Frage, ob mit dem Beschluß des Kreisvorstandes und der Kreiskonferenz die Angelegenheit für die Mitglieder deS Wahlkreises erledigt war. In der Versammlung des Bezirks Nieder- schönhausen vom 26. Januar d. I., der ich beiwohnte, wurde trotz der Mitteilung über die Stellung der Kreisinstanzcn einstimmig beschlossen, die Sache weiter zu verfolgen. Mit Rücksicht auf den Raum des„Vorwärts" will ich den Wortlaut dieser Beschlüsse nicht wiedergeben. Es kann, wenn eS notwendig wird, später geschehen. Auch davon will ich schweigen, waS mir der jetzige Vorsitzende des Bildungsausschusses von Niederbarnim über das„Neferentenmalerial" geschrieben hat. Jedenfalls war die Sache am 27. Januar nicht endgültig erledigt, und es ist dies auck> heute noch nicht der Fall, denn bis jetzt hat die Kreisgeneralversammlung von Niederbarninr noch nicht gesprochen. Trotzdem ist in der Versammlung am 27. Januar das Vergehen, das die Kreiskonferenz mir andichtet, durch Genoßen Brühl bestrast worden. Und die Broschüre? In dieser steht auf Seite 4: „Ter Kreisvorsiand von Niederbarnim hat das Vorgehen deS Bildungsausschusscs gemißbilligt und ihm die Versendung solchen Materials untersagt".. Die Kreiskonferenz kann sich für thren Reinfall, den sie mit ihrer Erklärung erleben muß. bei denen bedanken, die ihr diese Tat- fache verschwiegen haben. Welchen Zweck merne Rede hatte, ist m dieser selbst und in dem Vorwort der Broschüre unzweideutig gesagt. Welchen Zweck aber hat die Erklärung der Kreiskonferenz von Niederbarnim? Berlin, 12. Mai ISIS. CL Legten. •) Daß die Diskussion in der Broschüre nicht veröffentlicht wurde, ist nicht meine Schuld. Der größte Teil davon war bereits nach dem Stenogramm abgefetzt. Da erhoben 2 Redakteure des „Vorwärts" und der Vorsitzende der Preßkommission des„Vorwärts" Einspruch gegen die Veröffentlichung der Ausführungen, die sie ,n der Versammlung gemacht hatten. Deshalb mußte die Wiedergabe der Dislujjro« unterbleiben. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Tarifabschluß in der Flugzeugindustrie. Die Betriebe der Flugzeugbranche gehören zu den jüngsten der Berliner Metallindustrie. Trotzdem haben sie ihrer Bedeutung entsprechend bereits nennenswerten Umfang angenommen. Es find in Flugzeugbetrieben Groß- Berlins weit über 4000 Arbeiter befchäftigt. Bereits vor zwei Jahren wurden mit mehreren dieser Betriebe Vereinbarungen über Löhne usw. abgeschlossen. Damals waren allerdings nur reichlich 500 Personen in diesen Betrieben beschäftigt. Ende März d. J. hatten die im Jahre 1913 abgeschlossenen Vereinbarungen ihr Ende erreicht, und es galt nun die Lohn- und Arbeitsbedingungen aufs neue festzusezen. Zu dem Zwed fanden eine Anzahl Versammlungen und Verhandlungen statt. Die Inhaber der Betriebe waren zunächst nicht bereit, tarifliche Vereinbarungen abzuschließen, trotz der starken Beschäftigung in ihren Betrieben. Es war das wahrscheinlich auf die Einwirkung des Verbandes Berliner Metallindustrieller zurückzuführen, der glaubt, an seinem Grundsag, keine Tarifverträge mit den Arbeitern abzuschließen, auch jetzt noch festhalten zu müssen. Dabei haben eine Reihe von Betrieben, die mit für die Aufrechterhaltung dieses Grundsages kämpfen, ihn selbst durchlöchert, indem sie mit dem Metallarbeiterverband Verträge abschlossen. Schließlich lam es zu gemeinsamen Verhandlungen zwischen den Vertretern der beteiligten Organisationen und den Vertretern der Flugzeugbetriebe unter Hinzuziehung eines Vertreters des preußischen Kriegsministeriums. Allerdings versuchten die Unternehmer bei den ersten Verhandlungen noch, die Abmachungen auf die Löhne zu beschränken, und als es hierüber zu einer Verständigung tam, glaubten die Herren, die Sache sei erledigt. Die Meinung der Arbeiter war aber eine andere, und schließlich mußten auch die Vertreter der Flugzeugbetriebe sich dazu bequemen, von ihrem bisherigen Standpunkt abzulassen. Die nunmehr wiederum anberaumten Verhandlungen führten dazu, daß folgende Vereinbarung zustande kam: Bereinbarung wischen dem Berband Berliner FlugzeugIndustrieller und dem Deutschen Metallarbeiter Berband sowie dem Deutschen Holzarbeiter Verband namens der unterzeichneten Drganisationen. § 1. Die normale wöchentliche Arbeitszeit beträgt 51 Stunden. § 2. Die tägliche Arbeitszeit muß zwischen 7 Uhr morgens und 5 Uhr nachmittags fallen. An den Tagen vor den hohen Festen( Weihnachten, Ostern und Pfingsten) endet die Arbeitszeit spätestens um 2 Uhr. Ein Lohnausfall für den Weihnachtsheiligabend, sofern er nicht auf einen Sonnabend fällt, tritt nicht ein. §3. Für Startmannschaften find Ausnahmen in der Einteilung der Arbeitszeit zulässig. Auch hier soll die wöchentliche Arbeitszeit 51 Stunden nicht überschreiten. nimmt auch die Bellegung von Differenzen, bie fich aus der vor, wetttt& e Beurlaubten Berglente follten man in ihrem stehenden Bereinbarung ergeben. Ist eine Einigung nicht zu er Heimatsbegir! befäftigt werden. zielen, so wird die Angelegenheit einer Schlichtungskommission unterbreitet. Dieselbe sezt sich zusammen aus drei Vertretern des Verbandes der Berliner Flugzeugindustriellen und drei Vertretern der vertragschließenden Arbeitnehmerorganisationen. Das Ergebnis der Besprechung mit dem Herrn Dinifter über die Lohnfrage ist also noch nicht als ein endgültiges zu betrachten. Die Bergarbeiter- Beitung" forbert bie Stameraden, namentlich die § 12. Die Vereinbarung gilt bis zum offiziellen Friebens- Arbeiterausschußmitglieder( sämtlicher Reviere), auf, von dem Berschluß, längstens aber ein Jahr. lauf der Ausschußfizungen, in welchen die Lohnfrage zur Erörterung Nach Friedensschluß wird über die Lohn- und Arbeits- tam, unverzüglich genauen Bericht an den Verbandsvorstand zu bebingungen nen verhandelt. Dabei wird auf die Mittvirkung des erstatten. Bertreters des Kriegsministeriums gerechnet. Bis zu diesen Verhandlungen wird an den bestehenden Lohnund Arbeitsbedingungen nichts geändert. § 18. Die Vereinbarung tritt mit dem Tage des Abschlusses in Kraft. Diese Vereinbarungen sind von einer Versammlung der in den Flugzeugbetrieben beschäftigten Arbeiter gutgeheißen und inzwischen auch von den beiderseitigen Vertretern unterschrieben. Damit sind diese Vereinbarungen entsprechend dem§ 13 in Kraft getreten. Der Vertreter des Kriegsministeriums, der bei den Verhandlungen zugegen war, hat sich in durchaus unparteiischer und erfolg reicher Weise um das Zustandekommen der Verständigung bemüht. Burgfrieden im Baugewerbe. Während in den allermeisten Fällen im Baugewerbe die im Tarifvertrag vorgesehenen Lohnerhöhungen am 1. April d. J. glatt durchgeführt worden sind, haben es einige Unternehmer doch nicht unterlassen, den Arbeitern Abzüge zu machen. Ganz besonders ist das der Fall im Königreich Sachsen, wo die Arbeitsgelegenheit besonders ungünstig ist, wie in Löbau, Nossen, Delsnik, Zittau und Zwickau. In einigen Orten mußten die Unternehmer schon durch Arbeitseinstellungen zur Vernunft gebracht werden, wie in Nossen, unter denen sich auch der bisherige Vorsitzende des ArbeitgeberZittau und Zwidau. In Delsnit erklärten die Unternehmer, bundes befindet, der über die Durchführung des Vertrages mit zu wachen hatte, sie können jetzt machen was sie wollen. So halten die Herren den Burgfrieden. den Bericht für das erste Quartal entgegen. Aus demselben geht Die Berliner Filiale des Malerverbandes nahm am Dienstag Schlimmer noch treibt es ein Dr. Köhler in Bad Elfter. Der hervor, daß die gegenwärtige Mitgliederzahl 2560 beträgt. 1475 Mit Mann besitzt ein Sanatorium, in dem zurzeit verwundete Kriegsglieder find bis jetzt zum Heeresdienst eingezogen. Wegen der hier- leute untergebracht sind. Zur Vergrößerung seiner Anstalt führt durch verminderten Zahl der Arbeitskräfte war die Arbeitsgelegenheit Dr. Köhler größere Neubauten und Umbauten in eigener Regie Er zahlt aber den Arbeitern den Tariflohn nicht, sondern um die Zeit des Aprilumzuges günstig, sie hat aber jetzt wieder aus. nachgelassen. Ein Teil der Mitglieder arbeitet schon seit längerer erklärt probig, daß er sich von niemandem vorschreiben läßt, welchen Zeit in anderen mit der Herstellung von Kriegsbedarf beschäftigten Lohn er den Arbeitern zahlen soll. Organisierte Arbeiter will er Berufen. Um einen möglichst genauen lleberblid über die der überhaupt nicht beschäftigen. So versteht dieser Mann den Burgzeitigen Arbeitsverhältnisse zu gewinnen, wird eine Erhebung ver- frieden". In logischer Konsequenz der Auffassung des ärztlichen anstaltet, für die den Mitgliedern Fragebogen zugegangen find. Ein Standes, der den Aerzten das Recht sichern will, die Höhe des Tarif für die Flugzeugindustrie ist fürzlich, wie an anderer Stelle Honorars, das sie beanspruchen, selbst zu bestimmen, sollte man mitgeteilt, von allen beteiligten Gewerkschaften mit den Unter- bon Dr. Köhler erst recht erwarten, daß er wenigstens die Vereini nehmern und unter Mitwirkung der Militärbehörde abgeschlossen gungen anerkennt, die zwischen Unternehmern und Arbeitern geworden. Dieser Tarif sichert den Malern einen Mindestlohn von troffen sind, und daß auch er aus dem Grunde den Arbeitern den 80 Pf. pro Stunde. Den Frauen der im Felde stehenden Mit- Tariflohn zahlen würde. glieder soll zu Pfingsten wieder eine Unterstüßung gewährt werden. Der dafür ausgeworfene Betrag wird durch freiwillige Sammlungen aufgebracht. Nach einem Beschluß der vorigen Versammlung sollten mit Rücksicht auf die verminderte Mitgliederzahl zwei Angestellte der Filiale entlassen werden. Die gegenwärtige Versammlung beschloß jedoch, keine Entlassung vorzunehmen, weil einige Angestellte noch mit ihrer Einberufung zum Heeresdienst zu rechnen haben, eine Verminderung der Zahl der Angestellten also so wie so eintreten Deutsches Reich. würde. Die Lohnfrage im Bergban. Die Bergarbeiter- Zeitung" teilt mit: § 4. Wird in Doppelschicht gearbeitet, so arbeitet die erste Schicht von 6 Uhr morgens bis 3 Uhr nachmittags, die zweite Schicht von 3 Uhr nachmittags bis 12 Uhr nachts. Jede Schicht hat je zwei stündige Bausen, welche in die Arbeitszeit eingerechnet werden. Für die zweite Schicht( Nachtschicht) wird ein Aufschlag von 5 Pf. pro Stunde gezahlt. Sonnabends arbeiten Gewerkschaftsvorstände. die Schichten von 6 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags und von 12 Uhr mittags bis 6 Uhr abends. Am Weihnachtsheiligenabend wird wie an den Sonnabenden gearbeitet. Ein Lohnausfall tritt nicht ein. § 5. Die Einstellungslöhne betragen für: Klempner Pf. 80 Bootsbauer • 85 Zimmerer 85 Stellmacher 85 Maschinenarbeiter( Holz) 85 Sattler und Tapezierer Schlosser. Dreher Werkzeugmacher Schweißer Spleißer. Schmiede . Maschinenarbeiter( Eisen) 80 • Kupferschmiede über 18 Jahre. 85 Hilfsarbeiterinnen 80 Tischler. 80 Maler und Lackierer 80 Hilfsarbeiter bis 18 Jahre. Aus Industrie und Handel. Kriegsgewinne. Telephon- und Telegraphenwerte tamen die Klagen Bei der geftrigen Generalversammlung der Lorenz.- G. der Aktionäre über„ ungenügende" Gewinnanteile zum Austrag. Nach dem Antrage der Verwaltung soll das Aktienkapital um 1 600 000 m. auf drei Min. M. erhöht werden. Die neuen Aktien sollten zu 174 Proz. von dem Bankenkonsortium übernommen und den Aktionären von diesem zu 186 Proz. angeboten werden. Nach stunden Der auf ihre Eingaben betreffend Teuerungszulagen vom Verein langen Erörterungen verstand sich die Verwaltung zu einer Kon der oberschlesischen Werksbesitzer und vom rheinisch- westfälischen session dahingehend, daß der Uebernahmekurs auf 165 Proz. und Bechenverband erfolgte ablehnende Bescheid veranlaßte die Ver- der Bezugskurs auf 175 Proz. ermäßigt wird, wodurch die Aktionäre treter der vier gewerkschaftlichen Bergarbeiterorganisationen, Herrn einen großen Kursgewinn einstecken. Darauf erklärten sich die Sydow, Minister für Handel und Gewerbe, um eine Besprechung Aktionäre mit der Dividende zufrieden. Es gelangt somit eine über die Lohnfrage im Bergbau zu ersuchen. Dem Er Dividende von 32½ Proz. zur Auszahlung. Ueber das suchen wurde entsprochen. Die Besprechung fand im Handels Geschäft im laufenden Jahre berichtete Generaldirektor Held, daß ministerium zu Berlin statt. Der Herr Minister Shoo w ein großer Auftragsbestand auch jetzt noch vorliege, und empfing im Beisein des Herrn Oberberghauptmanns v. Belsen daß bis Ende April ein 11 msatz zu verzeichnen war, der annähernd und noch eines Herrn Ressortvertreters die Delegation der vier so groß war wie der Gesamtumsatz des Jahres 1914. Wenn daher Nachdem die Arbeitervertreter in eingehender Darlegung die in nicht ganz besonders ungünstige Umstände eintreten, so glaube die Anbetracht der starken Lebensmittelpreissteigerungen besonders un Verwaltung auch in der nächsten Generalversammlung ein gutes günstige Lohnentwickelung im Bergbau geschildert und ferner mit Ergebnis für das erhöhte Aktienkapital vorlegen zu können. geteilt hatten, welche Schritte feitens der Bergarbeiterverbände neuerdings getan worden feien, um ein befriedigendes Verhältnis Amerikanische Kriegsprofite. Laut„ Nieuwe Courant" erzielte zwischen Arbeitslohn und Lebenshaltungskosten herbeizuführen, die American Hide and Leather Company" vom 1. Januar bis Pf. machte der Herr Oberberghauptmann nähere Mitteilungen über die 31. März 1915 einen Nettoüberschuß von 548 793 Dollar gegen nach seinen Erklärungen nicht durchweg günstige finanzielle Situation 147 245 Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 80 der Bergwerksunternehmer. Der Herr Oberberghauptmann berief 80 fich dabei auf seine Erfahrungen in der fiskalischen Bergwerksverwaltung. Gegen diese Ausführungen erhoben die Arbeiterbertreter 85 verschiedentlich Einwände und wiesen namentlich auf die ab 1. April 80 fehr erheblich erhöhten Kohlenpreise hin. 50 40 Sofern dieselben Berufsarbeit verrichten, nach drei Wochen 5 Pf. Zulage. Alle, die diesen oder einen höheren Lohn bereits haben, erhalten eine Zulage von 5 Pf pro Stunde. Für Verladen und Verpacken auf dem Bahnhof werden 10 Pf. pro Stunde Zuschlag gezahlt. W Das englische Kohlenausfuhr- Verbot. Wie Daily Telegraph" vom 7. Mai schreibt, wird dieses Verbot nach Ansicht von Ausfuhrhändlern nicht verhindern, daß die Kohle nach feindlichen Ländern gelangt, und wird auch für den einheimi Der Herr Minister erklärte zusammenfassend: Er erkenne schen Verbraucher die Preise nicht herabseßen. 60 mit Hinsicht auf die start verteuerte Lebens- Falls die im Gefeß vorgesehenen besonderen Ausfuhrscheine für haltung rückhaltlos die Notwendigkeit einer gewiffe neutrale Länder, z. B. Dänemark, nicht gewährt würden, Lohnerhöhung an. Ob die Lohnerhöhung in Form einer müßte man mit der Einstellung aller Zufuhr von Lebensmitteln und Teuerungszulage oder einer Regelmäßigkeitsprämie oder einer direkten Material aus diesen betreffenden Ländern sicher rechnen. Die ReAufbesserung der Gedinge und der Schichtlöhne erfolge, darüber gierungsmaßregel verfehlt also entweder ihren Zweck oder sie wirkt möchten Meinungsverschiedenheiten grundsäglicher Natur obwalten. geradezu schädlich. Sie bedeutet nur einen politischen Schachzug, der Entscheidend bleibe doch, daß überhaupt 2ohnerhöhungen aber geradezu fehlerhaft ist. eintreten. Auf den fiskalischen Werken, das wisse er be- Deutschland tann jedenfalls alle nötige Kohle aus Westfalen und stimmt, seien die Löhne seit Jahresbeginn im anderen Gebieten erhalten. Steigen begriffen und diese Tendenz werde von der Die Kohlenausfuhr hat im allgemeinen abgenommen. SüdVerwaltung weiter gefördert. Soweit er( der Herr Wales z. B. führte in der vergangenen Woche gegen 55 000 Tonnen Minister) Kenntnis von den Privatzechen habe, seien auch dort in den weniger aus als im Vorjahr; am Tyne betrug der Ausfall gegen ersten Monaten d. J. die Löhne gestiegen. Vom Monat März liege 86 000 Tonnen, am Wear 14 000 Tonnen. das definitive Ergebnis der Lohnstatistik der Bergbehörde zwar noch nicht vor, aber nach seiner Ueberzeugung dürfte der Lohnaufgang angehalten haben. Das endgültige Ergebnis der Lohnstatistik für das erfte Quartal 1915 bleibe daher abzuwarten. § 6. Für Garderoben, Wascheinrichtungen, Verbandstäften und sonstige hygienische Einrichtungen ist Sorge zu tragen. § 7. Bei Bedarf an Arbeitskräften sollen möglichst die Arbeitsnachweise der vertragschließenden Arbeitnehmerorganisationen benutzt werden. § 8. Wo bessere als in dieser Vereinbarung vorgesehene Arbeitsverhältnisse bestehen, dürfen dieselben nicht verschlechtert werden. § 9. Wird in Afford gearbeitet, so soll der Mindestverdienst 20 Proz. höher als der jeweilige Stundenlohn sein. Der StundenJohn ist unter allen Umständen zu garantieren. § 10. Entlassungen dürfen wegen Durchführung dieser Vereinbarung nicht stattfinden. § 11. Wünsche und Beschwerden der Arbeiterschaft werden durch den Arbeiterausschuß vorgebracht, diefer Ausschuß unter Zunahme der deutschen Roheisenerzeugung. Die Nach den Ermittelungen des Vereins Deutscher Eisen- und Stahl Die Arbeitervertreter brachten dann auch zur Sprache, daß die während des Monats April( 30 Arbeitstage) insgesamt 1938 679 industrieller betrug die Roheisenerzeugung im deutschen Zollgebiet von der Militärverwaltung zur Grubenarbeit beurlaubten Bergleute Tonnen gegen 938 438 Tonnen im März( 31 Arbeitstage). häufig nach Zechen beordert würden, die weit von ihrem Heimats bezirk liegen. Daraus erwachse den betreffenden Arbeitern und ihren tägliche Erzeugung belief sich auf 30 272 Tonnen gegen Familien großer wirtschaftlicher Schaden. Der Herr Minister teilte 18 925, 19 336, 23 543, 26 299, 27 545, 28 198, 28 701 und 30 272 mit, die Angelegenheit sei schon Gegenstand der Erörterung zwischen Tonnen in den Monaten August 1914 bis März 1915. Die Tagesden berantwortlichen Regierungsstellen gewesen. Die vom leistung der deutschen Hochöfen ist weiter in stetem Wachsen begriffen. Popular im ganzen Reich sind unsere sprichwörtlich preiswürdigen Condor- Schuhe Einige Beispiele: Damen- Schnürhalbschuh braun Chevreau, Derbyschnitt, Grösse 36-42, 750 mit Lackkappe 8,50... ohne -Schnürstiefel braun Chevreau, Lackkappe, 890 Derbyschnitt, Grösse 36-42... Herren- Schnürstiefel braun Chevreau, Derbyschnitt, 975 Schnürstiefel für Mädchen und Knaben, 25-26 27-28 29-30 31-33 34-35 braun, glatt Ziegenleder, Derby- 545 625 675 725 775 schnitt........ ohne Lackkappe Kinderstiefelchen: Bekannt riesige, billige Auswahl! mit Lackkappe 580 650 695 750 795 Sandalen, Leinenschuhe: Sehr wohlfeil! Tennisschuhe und-Stiefel, Turn- und Strandschuhe. Fussballstiefel. Grösse 39-46... Conrad Fack& Cie Schuhfabrik Burg bei Magdeburg. 141 Verkaufsstellen im Reiche; davon 21 in Berlin u. Umgebung: C. 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( Dhne Gewähr St.-. f. 8.)( Stachbruc verboten) 284 360 566 91 642 885 1453 544 732 881 944 65( 500) 2249 300 738 800 15 97 99 3007 184 266 827 83 705 87 817 952 4152 84 222 346 609 714 86 848 907 35 5005 182 96 253 67 474( 500) 590 601 34 794 845 987 6064 97 178 259 875 83 7145( 500) 507 676( 1000) 706 68 82 994 8179 445 46 597 613 873 9054 117 233 79( 3000) 380 753 837 999( 500) 10028 960 11269 317 72 548 52 84( 3000) 669 863 12054 261 84 601 72 839 74( 500) 13101 14 230( 800) 616( 600) 45 7.9 38 922 14126 206 321 29 59 413 17 78 550 91( 1000) 734 76 15006 67 422 555 608( 3000) 817 56 59 900 73 16248 575 693 744 17307 654 726 87 818 60 925 18093 157 210 24 631 45 757( 600) 822( 1000) 47 19268 480 616 27 952 81 20001 126 276 316 21( 500) 34 72 450 90 687 705 817 ( 1000) 21 29( 800) 994 21078 126( 600) 223 316( 3000) 37 55 74 457 66( 1000) 583 654 762 980 22045 175 236 83( 500) 886 705 829 23101 545 97 726 49 24010 138 56 445 998 25168 284 387 454 775 848 987 28044 228 50 53 78 387 497 510 26 ( 500) 36 27038 370( 1000) 407 38 87 513( 3000) 706 38 96 983 28067 159 279 521 626( 500) 64 67 884 29209 32 69 352 90 686 738( 500) 983 30140 700 8 847 934 81498 524 66 94 967( 800) 72 94 82144 228 510 757 912 23012 162( 3000) 92 272 679 788 86( 500) 869 928 56 34411 92 669 756( 3000) 82 35198 822 489 519 30 67 634 85 723 35 50 60 935 83 28082 86 135 93 255( 1000) 380 432 512 43 683( 500) 709 11 61 995 37002 37 247 310 614 761 861 994 38062 85 168 304 421( 3000) 45 69 618 722 81 803 900 39001 21( 500) 104( 3000) 439 662( 500) 617 811 17 20 47 40073 221 72( 1000) 856 68 430 549( 1000) 748 96 830 870 48057 172( 3000) 263 787 889 919 40 42194 290 415 22( 3000) 43 62 592 618( 600) 78 79 719 21 30 813 33 975 43030 175 419 502 4 67 79 852 918 44017( 1000) 55 166 365 70 98 490 669 802 38 68 999 45014( 500) 42 54 58 86 ( 500) 90 105 203 51 456 627( 3000) 761 800 3( 500) 997 40406 89( 3000) 516 36 657 907 47014 53( 500) 160 202 595( 500) 743( 3000) 86 959 48042 71 190 349 467 715 49010 24 212 ( 3000) 319 667 71 828( 500) 895 966 50184 257( 3000) 352 624 77 95 874 97 970 51053 103 717 55( 1000) 73 854 52023 169 361 422 505 851 86 895( 1000) 53050 443 616 798 850 978 84081 247 339 508 635( 600) 72 735 65( 1000) 978 55060 178 442 71 639 663 735 897( 30 000) 58135 59 280 667 89 878 86 951 57118 295 432 98 629 97 ( 500) 669 815 24( 3000) 27 88( 3000) 58162 352 64 501 922 53046 67( 1000) 204 71 98 360 403 634 78( 3000) 961( 600) 60080 249 60 84 391 723( 1000) 878 92( 500) 962( 1000) 68 87 61257 77 410 674 751 63 863 62084 105 81 289 673 863 917 69( 500) 74 63059 135 273 349 444 674 796 912 39 ( 3000) 64506 12 612 35 57 899 949 85102 43 92 265 868 765 883 66018 62 139 235 455 98 558 785 825( 500) 67067 ( 3000) 93 195 233 310 99( 600) 601 840 81 68129 239 53 302 42 456 65 530 890 69035 83 164 207 94 601 88 719 65 891 61 52( 5000) 67( 600) 940( 500) 70 70166 278 829 421 705 23 72 01 71220 00 68 302 87 610 11 724 45 801 82( 3000) 952( 500) 72043( 1000) 65 458 85 568 89 605 9 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3000) 73 98 191 243 457 530 71 95( 600) 643 724 820( 1000) 67( 1000) 73( 500) 911( 3000) 86 877( 500) 965 109018 48 50 121 97 212 310 69 78 431 679( 500) 700 954( 1000) 72 110082 100 51 233 63 328 74 423 629 68 847( 600) 993 $ 11266 381 69 97 476 632 735 832 112061 156 79 456 604 89 702 28 113129 211 427 596 663 804 63 114161 412 633 797 844( 1000) 70 949$ 15321 438 906 28 93 116124 253 882 438 686 750 117016 76 83 94 250 93 310 403 95 755 936 110068 ( 1000) 123 35 358 594 870 969( 500) 119078 627 73 611 121030 120024 62 97( 500) 119 52 356 402 664 714 49 75 84 130( 3000) 512 41 56 73 720 924 122024 229 90 385 692 736 96 836( 5000) 123132 95 238 512 93 991 124083 ( 500) 105 32 83 83( 500) 265 352 557 125120 24( 500) 278 ( 1000) 498 501 2 59( 500) 651 128010 33 76 229 414 46 81 594 732 84 127192( 800) 212 426 615 69 773 85 801 72( 600) 974 128044 148 56 93 222 437 611 80 878 922 128043 185 213 96 449 539 59 816( 500) 68 98( 500) 908 57 130049 144 814 77 645 717 131065 89 197 410 31 635 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Preußisch- Süddeutsche ( 231. Königl. Preuß.) Klaffenlotterie 5. Klasse 5. Siehungstag 12. Mai 1915 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer find awei gleich hobe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 M. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachbrud verboten) 66 99 195 248 408 512 35 92 601( 1000) 29 793 809 75 934 ( 1000) 96# 055 132 319 405 83 700 825 2093 317 94 458_506 613( 3000) 43 3102 13 56 284 89( 500) 417 786 821 950 4119 32 38( 3000) 537 726 84 971 S146 94 247 378 579 677 819 929 6334 830 735 7091 144 322 33 470( 500) 899 8240 384 93 429 702 876 910 21( 1000) 9000 123 90( 600) 306 471 633 732 843 62 986( 500) 10027 182 255 356 60 440 787 11058 60 82 110( 500) 288( 500) 340 405 9 60 662( 1000) 736 60 12001 153 327 543 82 688 744 827 71 932( 1000) 13011 391 667 82 697 793 97 994 14145 302 42 53 60 710 804 73 938 61 15947 144 554 735 863 922 16004 22 70 112 267( 1000) 338( 1000) 405 58 17059 67 76 144 323( 1000) 51 430 47 90 98 648 81 860 923 86 18005 12 34 237 63 832 674 644( 500) 98 819 55 19041 ( 1000) 91 257 385 713 15 885 945 92 20098 192 402 669 724 802 49 21052 247 814 667 802 921 22288 97 683 761( 1000) 840 982 23020 96 181( 1000) 291 391 423 48 589 912 26 45 24091 294 372 672 25096 210 44 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757 866 970 153033 318 46 75 422 602 607 703 43 874 920 154083 315 24( 1000) 405 18 43 506( 500) 18 22 844 707 922( 1000) 44 155092 127 356 510( 3000) 88 744 807 88 960 64( 1000) 87 156004 188 331 660 157218( 500) 49 394 724 903 158084( 500) 198 926 516 67 736 48 159028 226 48 58 724 160059 93 119 225 97( 500) 98 450 63 847 161367 806 15 45 ( 1000) 51 99 798 162051( 500) 313 551( 500) 63 670 706 34 917 99 163224 825 98 484( 500) 589 763 804 976 164084 132 218 80 716 89 945 168004 65 619 615 813 959( 500) 186429 618 84 686 830 920 87 167049 63 151 244 350 811 21 912 73 168104 201 320 78 849 900 169036 52 90 97 112( 3000) 82 216 349 444 97 645 48 64 74 774 893 949 170269 85 300 433 660 748 54 94 884 907 35 51 61 171129 78 294 502 763 76 976( 500) 172050 97 710 951 75 173128 330( 3000) 77 880 607 76 704( 3000) 22 961 174049 77( 600) 150 260 333 601 13 923 69( 1000) 175128( 500) 71 335 431 611 738 46( 500) 176071 77 220 301 11 575 665 97 832 901 47 177157 340 723 178053 222 407( 500) 59 561 85 733 179104 90 248 54( 1000) 77 320 860 917 180170 710 32 849 181064 179 214 90 93 853 182037 121 874 75 439 62 683 731 847 183269 702 837 60 184142 64 207 61( 500) 76( 1000) 397 487 97 727 926 185073 177 221 310( 500) 543( 500) 660( 500) 808 989 186049 146 322 85 450 55( 3000) 65 594 707 958 187041( 1000) 71 85 230 31 91 92 633 49 608( 1000) 34 66 707 830 31 34( 1000) 910 188093( 500) 142 96 218 328 83 63( 1000) 81 569( 500) 189305 433 84 680 762 818 947( 1000) 190011 78( 500) 412 89 743 48 64 942 191001 40 343 ( 1000) 63 416 739 989 192100 317 93 99 825 924( 500) 34 193040 151 74 303 492 878 605 803 953 194032 91 137 63 204 368 464 94 509 19 195139 369 536 628 722 77 960 94 196168 399 437 544 616( 500) 747 86 867 999 197031 85 222 ( 500) 401 25 519 964 198012 84( 1000) 134 387 478 517 658 971 199049 244 99 894 400 5 533( 500) 52 646 90 777 819 983 200010 49 105 37( 1000) 38 221 315 442 99 522 623 719 83 201389 68 503 918 58 202073 230 391 436 42 70 69 ( 8000) 638 738 39 50( 500) 878 935 203186 609 24 86( 1000) 621 64 703 24 81 829 087 204050 69 159( 500) 314( 3000) 205111 40 201 63( 1000) 92( 3000) 420 68 534 634 864 991 13 722 33 866 987( 500) 73 206102 62 203 378 427 555( 1000) 610 702 15( 500) 48( 3000) 73 830 82 951 68 207080 221 450 208024 63( 200) 128 397 507( 500) 98 651 732 209042 98 108 17 276 327 89 766 931 40 94 83 188 461 904 212004 303 407 553 611( 500) 744 213002 121 61 87( 600) 89 278 469( 1000) 521 214005 92 239 82( 500) 99 471 215421 519 67 610 42( 500) 44 730 36 81 94 922 37 80 216012 130 474 533( 500) 43 958( 500) 60( 500) 217096 266 438 512 631 782 889( 3000) 218034 79 185 282 400 2 54 587 621 736 902 218018 73 165 273 317 406 85 558 975 220050 194 810 18 74 89 446 559 620 66 851( 3000) 922 221370 93( 500) 483 685 790( 500) 883 949 222133 226 75 338 446 908 223270 394 488 617 39 774 224003 42 93 271( 1000) 308 67 509 893 225135 217 391 410 632 86 861 226192 342 415 65 77 660 71 72 92 880( 1000) 227122 68 359 73 565 783 848 228039 136 323 68 452 530 94 683 729 66 830 62 971 81 229020( 1000) 56 68 125 83( 1000) 218 ( 1000) 51 849( 500) 473 541 972 230082 223 61 366 640 43 838 975 97 231018 174 234 50 56( 500) 388 91 407 9 11 20 560( 500) 787 232064 416 82 607 741 233116( 500) 210 16 92 382 520 841 705 25 805 52 916( 500) 100075 219 301 15 413 565 737 68 938 101115 267 323 66 641 703 11 864( 500) 904 102137 201 81 875 445 77 544 866 ( 3000) 92 103008 20 93 206 88 397 507 25 90 036 964 104106 36 238 391 413 61 547 59 681 784 43 900 91 105018 33 184 ( 500) 253 76( 1000) 608 42( 500) 733 106047 90( 1000) 216 394 649 654 844 964 67 107283( 5000) 405( 1000) 99 739 45 885 929 108033 147( 500) 288 895 420 61 653 77( 500) 733 59 Berantwortlicher Nebatteur: Alfrey Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantwo.: Th. Glode, Berlin, Drud u.Berlag: Borwärts Buchdruderei u. Werlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 230042 59 227 62 339 426 530 93 231064 628 67 755 232182 66 200 35 91 319 38 40 64 423( 1000) 594 841( 500) 81 976 233256 417 658 664 732 907 61 Hr. 131. 32. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Rat und Hilfe Festungs- Maschinengewehr- Abt. Nr. 12. Donnerstag, 13. Mai 1915. für Kriegsbeschädigte in Berlin. 35. Ref- Dibifion), 42, 47, 51, 61, 80, 84; Regiment ber 30. Re- liegt der eingebaute Verbandplak, in dem nicht nur die erſte Vom städtischen Kartoffelverkauf. fie jetzt fogar unsere Mannschaften beim Sturm als Stab der 8. Kavallerie- Division; Küraffiere Nr. 5; Dragoner Brustschuß umhängen, geben dem Schüßen, der sich über die Nr. 2; Husaren Nr. 8; Ulanen Nr. 3; Reserve- Ulanen Nr. 2. Felbart.- Regimenter Nr. 2, 6, 14, 35( siehe Felbart.- Reg. der Böschung erheben muß, Schuh. An einem Verbindungsgraben serve- Division( früher Regiment Wittlich); Ref.- Regimenter Nr. Hilfe, sondern in dringenden Fällen schwere Operationen Zu Zweden der Organisation der Kriegsbeschädigten fürsorge 7, 52, 56, 60; 1.Batterie des General- Gouvernements Brüssel; sofort vorgenommen werden können und zwar gleich auf der 1. Landsturm- Batterie des 2. Armeekorps. Tragbahre. Ein Instrumenten- und Medizinschrank birgt Hat der Magistrat in seiner letzten Sißung den Betrag von Fußart.- Regimenter Nr. 6, 13; Res.- Regimenter Nr. 11, 15, alles Erforderliche. Alle Unterstände sind mit elektrischemt 100000 Mart bewilligt. Der Stadtverordnetenversamm- 36; Landwehr- Bat. Nr. 9; Park- Bat. Nr. 8 des 6. Reservekorps. Licht erleuchtet, so daß zu einem wirklich gemütlichen Aufentlung soll alsbald eine Vorlage hierüber zugehen. Pioniere: Regimenter Nr. 19, 24, 29; Bataillone I. Nr. 1, halt nichts fehlt. Die Umgebung des Grabens ist durch II. Nr. 2, I. Nr. 5, I. Nr. 9, II. und III. Nr. 16, I. und II. Wolfsgruben und Drahtverhaue geschützt. Ein Kunstvoll aus Nr. 21, I. Nr. 26; Res.- Bataillon Nr. 39; Res.- Stompagnien Nr. 44, Sties und Steinchen hergestelltes Wappen des Elisabeth49, 51; 2. Landw.- Komp. des 18. Armeekorps. bahndirektion Nr. 1 Lille; Eisenbahn- Regiment Nr. 2; Feftungs- ästhetische Zugabe. Linien- Kommandantur Nr. 7 Straßburg i. E.; Militär- Eisen- Regiments mit dem Eisernen Kreuz bildet eine angenehme Telegraphen- Baukomp. Nr. 6 der Festung Lözen; Belagerungs- Der Schüßengraben ist von heute( Himmelfahrt) ab von Telegraphen- Abt. Nr. 2; Kommando der Kraftfahrtruppen der 10-7 Uhr zu besichtigen. Das Eintrittsgeld ist für gute Kaiserlich Deutschen Südarmee. Zwecke, je zur Hälfte für den Kriegsunterstützungsfonds der Munitionstolonnen- Abt. Nr. 1 des 5. Armeekorps; Infanterie- Stadt Charlottenburg und für Liebesgaben für das ElisabethMunitionskolonne Nr. 4 des 1. und Nr. 2 des 5. Armeekorps so- Regiment bestimmt. wie solche der 41. gemischten Ersaß- Brigade; Etappen- Munitionskolonne Nr. 50 des 10. und Nr. 4 des 17. Armeekorps. Armierungs- Bataillone; Landsturm- Armierungs- Bat. Nr. 13 des 5. Armeekorps; Landsturm- Arbeiter- Bat. Lörrach. Die Organisation des städtischen Kartoffelverkaufs Feldlazarett Nr. 12 des 2. Armeekorps; Reserve- Bazarette in Berlin ist nunmehr vollständig durchgeführt. Ungefähr 250 KleinInsterburg und Nr. 3 Stettin. händler beziehen bereits durch Vermittlung von Großhändlern ihre Kartoffeln von der Stadt und bieten sie zu dem vorgeschriebenen Preise von 65 Pf. für 10 Pfund feil. Da das Publikum von dieser verhältnismäßig günstigen Versorgungsmöglichkeit gern Gebrauch zu. Erneut wird darauf aufmerksam gemacht, daß der Bezug nur gegen Vorzeigung von Berechtigungskarten gestattet ist, welche unentgeltlich von den für die einzelnen Wohnungen zuständigen Brottommissionen ausgegeben werden. Da die Abgabe und Entnahme von bedroht ist, und da die Kleinhändler in ihrem Geschäftsbetriebe von der Polizei und Beauftragten des Magistrats fontrolliert werden, Der Schluß der bayerischen Verlustliste Nr. 181 meldet so sollten die Käufer nicht unter Berufung auf persönliche BekanntBerluste des Reserve- Jäger- Bat. Nr. 2; Brigade- Ersatz- Bataillone schaft immer wieder von den Geschäftsleuten verlangen, daß ihnen Nr. 1, 7, 10; Landsturm- Inf.-- Bat., Hof; 3. Chevaulegers- Reg.; 5. auch ohne Ausweis Kartoffeln verkauft werden. Die städtischen und 11. Feldart.- Reg.; Feldart.- Reg. Nr. 20; 3. Fußart.- Reg.; Verkaufsstellen sind durch rote vom Magistrat ausgegebene Plakate Ref.- Fußart. Reg. Nr. 2; Pionier- Reg.; 1. und 2. Pionier- Bat.; tenntlich gemacht. Res.- Pionier- Bat. Nr. 4; Reserve- Divisions- Brückentrain Nr. 6; I. Munitions- Kolonnen- Abt. des 2. Armeekorps; MunitionsObwohl verfassungsmäßig diese Fürsorge Sache des Reichs ift, will die Stadt Berlin auch bei dieser sozial hervorragend bedeutungsvollen Aufgabe sofort tatkräftig mit eingreifen und gemeinschaftlich mit den in Betracht kommenden Behörden, Verbänden und Anstalten die Organisation in die Hand nehmen. Unmittelbar nach der Entlassung aus den Lazaretten und im Anschluß an die Behandlung durch die Heeresverwaltung soll die etwa weiter erforderliche Nachbehandlung mit dent Ziele, eine möglichst vollkommene Erwerbsfähigkeit zu erlangen, einsehen. Eine sachgemäße Beratung über die gedmäßige Verwendung der noch erhaltenen oder wieder zu gewinnenden Arbeitsfähigkeit wird der ärztlichen Nachbehandlung den Weg weisen. Die Berufsberatung soll frühzeitig, möglichst schon während der Lazarettbehandlung durch die Heeresverwaltung, ihre Arbeit beginnen. Wo der frühere Beruf nicht wieder aufgenommen werden kann, wird eine Ueberführung in einen anderen erstrebt werden. Die ganz oder teilweise wieder hergestellte Arbeitskraft muß durch schnelle und auf den Einzelfall sorgfältig eingehende Arbeitsvermittelung P und Nr. 19 der Etappen- Inspektion der 6. Armee; Feldbäderei macht, so nimmt die Zahl der beteiligten Kleinhändler noch ständig Kolonne Nr. 1 des Garde- Reservekorps; Stappen- Baderei- Kolonne des 11. Armeekorps. Depotverwaltung des Schießplates Wahn. Probiantamt St. Avold. Kriegsbekleidungsämter des Gardekorps sowie des 9. und des Kartoffeln ohne Vorlegung solcher Karten mit erheblichen Strafen ein Feld der Betätigung finden. Nachbehandlung im Anschluß an diejenige der Heeresverwaltung, Berufsberatung, BerufsumschuTung, Arbeitsvermittelung werden daher der wesentliche Inhalt der Kriegsbeschädigtenfürsorge bilden. Der Magistrat hat schon vor längerer Zeit die städtischen Anstalten angewiesen, auch der atvedentsprechenden Nachbehandlung der in ihnen befindlichen Krieger ganz besondere Fürsorge zuzuwenden. Inwieweit die Stadtgemeinde auf diesem Gebiet noch Sondereinrichtungen zu schaffen haben wird, muß dann die praftische Arbeit ergeben. Jedenfalls muß alles geschehen, um die Nachbehandlung der Kriegsbeschädigten in den städtischen Anstalten zu bestmöglichem Erfolge gelangen zu lassen. Garde- Train- Erf.- Abt.; Train- Abt. Nr. 1; Train- Ersatz- Abt. Nr. 2, 11 und 16; Brüdentrain der Division v. Bredow; ReserveFuhrpark- Kolonne Nr. 41 des 7. Armeekorps und Nr. 5; Magazin Nr. 17. Armeekorps. Kolonnen- Abt. des 2. Armeekorps; Munitionskolonnen- Abt. Nr. 10; bleiben am heutigen Himmelfahrtstag geschlossen. Die Königlichen Museen und das Märkische Museum Der Magistrat ist auch bereits mit denjenigen Stellen in Verbindung getreten, welche fraft der ihnen obliegenden Aufgaben an der möglichst schnellen und vollkommenen Wiederherstellung der Reserve- Munitions- Kolonnen- Abt. Nr. 1 und Nr. 6. Kriegsbeschädigten interessiert sind. Die Landesversicherungsanstalt Berlin, die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte, die Berufsgenossenschaften und das Rote Kreuz von Berlin haben ihre Mitwirkung in diesem Sinne zugesagt. Für die nicht zu den Versicherten der Landes- und Reichsbersicherungsanstalt gehörigen Kriegsbeschädigten will die Stadt die Fürsorge unmittelbar übernehmen, vorbehaltlich der späteren Erstattung durch Reich und Staat. Die Arbeitsvermittelung zu organisieren, wird die Aufgabe einer Abteilung des Zentralvereins für Arbeitsnachweis sein; die Vorbereitungen sind auch hier schon im Gange. Die Kosten für die von den Versicherungsanstalten usw. durch zuführenden Heilverfahren wird selbstverständlich die betreffende Anstalt übernehmen. Die Landesversicherungsanstalt hat sich aber auch bereit erklärt, zu den durch die gemeinschaftliche Organisation entstehenden Generalunkosten einen Beitrag zu leisten. Aus Groß- Berlin. Hilfe für kriegsgefangene Deutsche. Unter diesem Namen ist eine Zentralstelle geschaffen worden, die den im Ausland friegsgefangen gehaltenen oder aus ihren Wohnungen vertriebenen Deutschen Rat und Hilfe bringen, Nachforschungen nach Vermißten anstellen und Auskünfte in allen Angelegenheiten der Gefangenen erteilen will. Die an sich sehr erwünschte Stelle befindet sich in Berlin W. 30, Habsburgerstr. 11. wurden in Weißensee fünf junge Männer von 19-21 Jahren festDer Schützengraben in Westend. Unendlich viele Schilderungen unserer Schüßengräben draußen im Felde haben wir alle, die wir zu Hause geblieben find, gelesen, und trotzdem kann sich wohl keiner von uns ein völlig entsprechendes Bild von einem solchen SchüßenFünf Sittlichkeitsverbrecher verhaftet. graben machen. Nun haben wir einen, der der Wirklichkeit entspricht, draußen in Westend in der unmittelbaren Nähe des Wegen eines schweren Verbrechens gegen ein junges Mädchen Reichskanzlerplates. Der beste Zugang ist vom Reichsgenommen. Diese fünf lernten in einer Schankwirtschaft zu tanzlerplatz aus durch die Thüringer Allee an der Front des Weißensee eine Arbeiterin kennen, verschleppten sie nach dem OstseeGarnisonlazaretts und dann an dessen östlicher Giebelseite plas, vergewaltigten sie dort auf dem Laubengelände, ließen sie,... entlang, wo sich der Eingang des Grabens befindet. nachdem sie ohnmächtig zusammengebrochen war, hilflos liegen. Die Organisation, durch die auch eine Zersplitterung der Leicht war es ja nicht, bei Berlin einen richtiggehenden" Das Mädchen machte Anzeige und konnte einen der Uebeltäter Sträfte verhindert werden soll, ist in der Weise gedacht, daß ein Schüßengraben anzulegen, denn der märkische Sand will genau genug beschreiben, um ihm und dann auch den anderen auf Magistratskommissar für die Leitung der Fürsorgetätigkeit be- durchaus nicht Widerstand leisten und gibt immer nach. Nun die Spur zu kommen. Als sie sich am Dienstag in einer Wirtschaft stellt wird. Ihm soll ein Ausschuß und ein Beirat zur Seite ist es aber doch den Mannschaften des Ersazbataillons des in Weißensee wieder zusammen gefunden hatten, wurden sie von treten. Während die Mitarbeit des Beirats zur Ruterteilung bei Königin- Elisabeth- Regiments gelungen, einen Schüßengraben dem Berhör wurden alle fünf dem Untersuchungsrichter vorgeführt. der dortigen Kriminalpolizei überrascht und festgenommen. Nach der Ausgestaltung der Fürsorge, insbesondere der Berufsberatung in verhältnismäßig furzer Zeit herzustellen und ihn so sach- dem Berhör wurden alle fünf dem Untersuchungsrichter vorgeführt. und Nachbehandlung in Anspruch genommen wird, soll der Ausschuß gemäß und zugleich wohnlich auszubauen, daß man nun erst aus Vertretern der Organisationen gebildet sein, welchen vor- begreift, wie unsere tapferen Krieger die schwere Zeit, die Wochen die aus Ostpreußen stammenden Dienstmädchen GroßEine falsche oftpreußische Flüchtlingsfrau brandschaft seit einigen Täufig die finanziellen Lasten obliegen werden. Der Ausschuß soll sie in einem solchen Graben zubringen müssen, überstehen. Berlins. Die Schwindlerin sucht solche Herrschaften aus, bei denen unter Leitung des Magistratskommissars bestehen aus je einem Bauherr des Grabens ist die Stadt Charlottenburg, leitender aus Ostpreußen stammende junge Mädchen bedienstet sind und fragt Vertreter der Landesversicherungsanstalt, der Reichsversicherungs- Architekt der Kommandeur des Ersatz- Bataillons der Elisabether, nach einer Landsmännin irgend eines Namens, der sie angeblich anstalt, der Militär- Medizinalverwaltung, des Roten Kreuzes und Herr Major Beckers. Der Schüßengraben ist seiner ganzen wichtige Mitteilungen von ihren in Ostpreußen wohnhaften Andes Zentral- Arbeitsnachweises. respektablen Länge nach mit dünnen, fest mit Draht ver- gehörigen zu überbringen habe. Stellt es sich heraus, daß die GeDen Beirat sollen bilden die Mitglieder des Ausschusses, weiter bundenen Baumstämmen verschalt und mit rasengedeckten fuchte hier nicht in Stellung ist, so versteht es die Frau, die sich als Bertreter des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung, Brustwehren belegt. Jede paar Meter unterbrechen Schulter- die Ehefrau eines Schuhmachermeisters ausgibt, die Dienstmädchen ein Chirurg, ein Orthopäde, der Getverberat des Polizeipräsidenten, wehren den Graben, durch ihre Schilderungen über die Plünderungen der Russen in Ostpreußen die verhindern, daß einschlagende und ihre erduldeten Schicksale in ein Gespräch zu verwickeln. Im VerVertreter der Handels- und Handwerkskammer, des Vaterländischen Granaten ihre Splitter auf weitere Entfernung aus- lauf desselben flagt die Frau unter Tränen, daß sie von ihrem Manne Frauenvereins, des Nationalen Frauendienstes, der freien und streuen können. Alle 20 bis 30 Meter sind Beobachtungs- zum Ledereinkauf nach Berlin geschickt worden sei, ihr aber in einem christlichen Gewerkschaften, der Hirsch- Dunderschen Gewerkvereine, stände eingebaut, von denen man das Gelände durch kleine Warenhaus das Portemonnaie mit 20 M. gestohlen worden sei. Fast in der Berufsgenossenschaften, des Werkmeisterverbandes, des Tech- Scharten weithin übersehen kann, gegebenenfalls mit Hilfe von allen Fällen erhält die Frau auf ihre flehentlichen Bitten von ihren nikerverbandes. Ferner soll der Verein der deutschen Arbeitgeber- Periskopen, Instrumenten, die es vermöge Spiegelung ge- angeblichen Landsmänninnen diesen Betrag, zumeist noch mehr, worauf fie verbände und der Ausschuß des Kaufmannsgerichts zu Berlin erstatten, auch von den Brustwehren aus Ausschau zu halten, schleunigst verschwindet mit dem Versprechen, den Betrag schon in sucht werden, je einen Vertreter, der lettere aus den Handlungsgehilfen, zu entsenden. Die Zusammenfeßung des Beirats soll sich im übrigen dem hervortretenden Bedürfnis anpassen; ihm soll demgemäß das Recht der Zuwahl zustehen. Verlustlisten. . nicht mehr sehen. Die Betrügerin ist etwa 45 Jahre alt, 1,60 Meter ein paar Tagen zurückzuerstatten. Natürlich läßt sich die Gaunerin groß, von schmächtiger Gestalt, hat blaffes schmales Gesicht und bunkelblondes schlecht gepflegtes Haar. Befleidet war sie mit dunklem Rock, und Jackett, schwarzem Filzhut mit schwarzem Bande und schwarzen Handschuhen. ohne sich den feindlichen Kugeln auszusehen. Solche Periskope werden die Besucher des Schüßengrabens selbst zu benutzen in der Lage sein. Stellenweise sind Horchlöcher angebracht mit Alarmsignalen, die zum Zugführer und Hauptmann und weiter bis zur Deckung, wo die Reserven liegen, führen. Am meisten Interesse werden die Unterstände erregen. Da gibt es Mann- Falsche Wäschekutscher. In der letzten Zeit sind zahlreiche schaftsunterstände für 50 Mann, die mit allem Komfort der Familien dadurch schwer geschädigt worden, daß Personen, die sich Neuzeit" ausgestattet sind, nur gerade, daß Safes und Dach- fälschlich als Angestellte bekannter großer Dampfwäschereten, aus Die Sonderverlust liste des deutschen Heeres gärten noch fehlen. Aus zwei Brettern und einem Kiefern- gaben, bet denen die Betreffenden ständig waschen lassen, die Wäsche ( Unermittelte) Nr. 5 wird veröffentlicht. stämmchen sind eine Bank, Gewehrstützen und eine Brenn- abholten. In vielen Fällen wurde die Abholung vorher telephonisch Die Verlust liste Nr. 222 der preußischen Armee materialniederlage geschaffen. Wie in der Schiffskajüte ist angemeldet. Wenn dann wenige Tage darauf die Wäschereien wirk enthält Verluste folgender Truppen: Arbeitskommando der 66. Infanteriebrigade. hier in der kleinsten Hütte Raum für glücklich schlafende lich die Wäsche abholen wollten, stellte es sich heraus, daß es fich um Schwindler handelte, die auf bisher noch unflare Art und Weise 1. und 2. Garde- Reg. 3. F.; 1. Garde- Reserve- und 2. Garde- Krieger. Ersatz- Reg.; Garde- Füsilier- Reg; Garde- Jäger- Bat.; Grenadier-, Selbstverständlich sind die Offizierunterstände noch viel sich in den Besitz der Adressen von Kunden der betreffenden Dampfwäschereien gesezt hatten. Auf diese Weise sind zahlreiche Familien bzw. Infanterie-, bzw. Füsilier- Regimenter Nr. 1, 2, 5( siehe auch eleganter. Hier gibt es sogar Tische und sonstige Ausstattung. schwer geschädigt worden. Die Hausfrauen Großberlins werden gut Ers.- Inf. Reg. Gropp), 9, 10, 11, 14, 16, 24, 26, 27, 28, 30, 32, 38, Die Schreibstube des Feldwebels fann in Friedenszeiten kaum tun, bei der Aushändigung der Wäsche für die Waschanstalten größte 40, 41, 43, 47( siehe Bes.- Reg. Nr. 1 der Brig. Doussin), 48, 53, besser eingerichtet sein, sogar ein Tintenfaß ist vorhanden. Vorsicht walten zu lassen. 55, 56, 57, 61, 65, 66, 67, 71( siehe Bes.- Reg. Nr. 8, Kroebel), 75, Die Unteroffiziere haben ihren besonderen Unterstand, und 76, 79, 82, 86, 87, 88, 90, 95, 110, 115, 116, 129, 131, 142, 145, Straßenunfälle. Ein schwerer Unfall hat sich am Dienstagabend 147, 149, 150, 156, 159, 163, 165, 166, 170, 173, 175; Ref.- Jufzur sehr nüßlichen, ja dringend notwendigen Bequemlichkeit gegen 7 1hr im Norden ereignet. Vor dem Hause Brunnenſtr. 81 Regimenter Nr. 3, 7, 9, 10, 15, 16, 18, 21( siehe Ers.- Inf.- Reg. findet sich auch eine Badestube oder, wie es militärisch heißt, lief der fünfjährige Herbert Ehlert beim Spielen furz vor einem Runge), 23, 27, 30, 32, 75, 84, 86, 98, 109, 111, 118, 202, 205, Entlausungsanstalt". Daß es im übrigen sehr sauber zugeht, herannahenden Straßenbahnwagen der Linie 5 auf das Gleis. Der 207, 208, 210, 216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 225, 226, 228, entnimmt man dem Anschlag: Bitte Stiefel zu reinigen vor Knabe wurde umgestoßen und geriet unter den vorderen Schutz231, 232, 239, 250, 255, 262; Grjak- Inf.- Regimenter Gropp, dem Betreten des„ Parkettbodens". Ein Briefkasten trägt die rahmen. Dem bedauernswerten Kinde wurde der rechte Arm abKönigsberg II, III und Runge; Reserve- Ersatz- Reg. Nr. 1; Land- Inschrift: Feldpost. Sogar für künstlerische Ausstattung der gequetscht; außerdem trug der kleine schwere Verlegungen wehr- Inf. Regimenter Nr. 1( siehe Ers.- Inf.- Reg. Königsberg II), Räumlichkeiten ist gesorgt; in am rechten Bein und am Kopf davon. zwei große Medaillons Der Verunglückte 7:05 10, 11, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 28, 31, 32, 37, 40, 48, 49 ochrelief zeigen uns das Bildnis Sir Edwards und den erhielt auf der nächsten Unfallstation Notverbände und wurde ( siehe Ers. Inf.- Reg. Runge), 61, 65, 76, 81, 109, 116; Landwehrin hoffnungslosem Zustande nach dem Jüdischen Krankenhause wie er sich in Ersatz- Reg. Nr. 1 sowie solche Nr. 5, 8 und 9 der Division von wohlgetroffenen Nikolai Nikolajewitsch, gebracht. Ein zweiter ähnlicher Unfall trug sich an demselben Menges; Bes.- Reg. Nr. 1 Posen der Bes.- Brigade Doussin, Nr. 8 beschleunigtem Tempo vom Feinde loslöst. An der Tage abends gegen 9 Uhr in der Harzer Straße in Neukölln zu. ( Kroebel) der Bes.- Brigade Rüdiger; Brig.- Ers.- Bataillone 2. Nr. passendsten Stelle ist der Unterstand des Kompagniechefs ein- Dort betrat furz vor einem herannahenden Straßenbahnwagen der. 5, 8, 9; Landwehr- Brigade- Ersatz- Bataillone Nr. 10( siehe Landw. gebaut, der mit allen notwendigen Signal- und anderen Linie 89 der Arbeiter Franz Schmidt das Gleis und wurde umErs.- Reg. Nr. 5 der Division Menges), 25 und 26( beide siehe Apparaten versehen ist; ebenso wie der daneben liegende gestoßen. Er geriet mit den Beinen unter den seitlichen Schutzrahmen Landw.- Ers.- Reg. Nr. 1); Landsturm- Inf.- Bataillone 3. Koblenz Beobachtungsstand. und mußte durch Anheben des Wagens mittels mitgeführter Winden ( siehe Bes.- Reg. Nr. 8( Kroebel) der Bes.- Brig. Rüdiger), 2. Küstrin, I Flensburg, Hirschberg, Kreuzburg, II Lauban, Lörrach, Marien- sogenannte Feuergräben ab, die Brustwehren des Grabens sind nach dem Neuköllner Krankenhaus in Buckow geschafft. Ein dritter Von dem Schützengraben zweigen Verbindungsgräben und befreit werden. Sch. erlitt schwere Quetschungen an beiden Beinen. und wurde von der durch Augenzeugen hinzugerufenen Feuerwehr werder, V. Mez, Münster, I Rawitsch( siehe Bes.- Reg. Nr. 1 Posen mit Schießscharten für Gewehre und Maschinengewehre ver- Unfall hat sich am gestrigen Mittwochnachmittag gegen 3/4 Uhr in der Bes.- Brig. Doussin); Garnison- Kompagnien Nr. 2 Straßburg im Elsaß und Nr: 4 Marienburg; Jäger- Bataillone Nr. 1( siehe ſehen, auch ein höchst einfach konstruierter Minenwerfer ver- der Leipziger Straße ereignet. Vor dem Hause Nr. 71 wollte der Ers.- Inf. Reg. Königsberg II), 5, 11; Res- Jäger- Bat. Nr. 5. anschaulicht die Wirklichkeit. Schuhschilde aus Metall, wie 17jährige Willi Neigel auf einem Dreirad furz vor einem heran vahenden Straßenva�nzvg der Änle 88 daZ Glc�S kreuzen� Er wurde jedoch angefahren und gegen einen aus entgegengesetzter Richtung kommenden Zug der Linie 67 geschleudert. N. erlitt eine schwere Kopfwunde, einen Bruch dcS linken Rrmes und innere Ver- letzungen. In desinnuiigslosem Zustande wurde der Berunglückte zur nächsten Unfallstation und von dort nach Anlegung von Not- verbänden nach dem Urban-Krankenhause gebracht. Unangebrachte Entrüstung. Der»Tag' entrüstet sich gegen die bevorstehende Anstellung eines lange Jahre in Deutschland lebenden Engländers in der könig» lichsn Bibliothek. Der Mann war in Ruhleben interniert, wurde ober entlassen und zum Hilfsdienst in der königlichen Bibliothek wieder herangezogen, besonders im Auskunftsbureau der deutschen Bibliotheken.»Politisch Nachteiliges' kann ihm nicht nachgesagt werden, aber er habe sich in den langen Jahren seines Hierseins nicht naturalisieren lassen und deshalb dürfe er nicht angestellt werden. Wir möchten darauf hinweisen, daß in England, besonders in London, zahlreiche Deutsche sich auf freiem Fuße befinden und ruhig ihrem Berufe nachgehen, insbesondere zahlreiche Bankbeamte. Gerade in Rücksicht hierauf hat auch die deutsche Regierung kürzlich eine Anzahl Bankbeamte englischer Nationalität freigelassen. Warnung vor einem Wechselfallenfchwindler. Auf raffiniertem Wege versucht ein Schwindler kleine Geschästs- keute zu schädigen. Nachdem derselbe eine Kleinigkeit gekauft hat, bezahlt er mit einem größeren Geldstück. Bei Empfangnahme des zurückgezahlten Geldes versteht es der Gauner, durch geschickte Fingerfertigkeit ein oder mehrere Geldstücke durch kleinere zu ver- tauschen, und behauptet dann, daß sich die Geschäftsfrau geirrt habe. Hat er nicht den gewünschten Erfolg, so droht er mit einem Schutz- mann. Glückr es ihm dann noch nicht, so schenkt er großmütig das Geld und verläßt unter Beschimpfungen das Geschäft. Hoffentlich wird dem Schwindler bald das Handwerk gelegt. Derselbe ist zirka 22—22 Jahre alt, hat hageres, bartloses Gesicht und trägt einen hellen, graugrünen kurzen Sommerpaletot und braune Handschuhe. Mus öen GemeinSen. Gemeiudedertreterwahl in Röntgental-Zeperuick. Sonntag, den IS. Mai, nachmittag» von 1— S Uhr, findet im Saale von Packert in Zepernick, die Ersatzwahl für den verstorbenen Gemeindevertreter der dritten Klasse, Genossen Franz Lange statt. Als Wahlkandidaten haben wir den Maurer, Genossen Franz Schulz senior ausgestellt. Die Wähler werden aufgefordert, sich vollzählig an der Wahl zu beteiligen und ihre Stimmen dem ge- nannten Kandidaten zu geben. Knchenbackverbot in Spanda«. B« Spandau« Magistrat hat jetzt durch Verordnung vom 10. Mai das Bereiten von Kuchen in den Haus- Haltungen für die Zeit vom 12. bis 31. Mai verboten. Für dieselbe Zeit dürfen Bäckereien, Konditoreien und ähnliche Betriebe Kuchenteig, der außerhalb ihres Betriebes hergestellt ist, nicht ver- backen. Für die Herstellung von Kuchen bestehen außerdem noch die Bedingungen der Berliner Brotkartengemeinschaft, wonach treibende Mittel nicht verwendet werden dürfen und der Kuchen nicht mehr als 10 Proz. Roggen und Weizenmehl enthalten darf. Nltersversorg»»gsanstalt in Charlottenbvrg. Die Pulssche AltersversorgungSanstalt in der Sophie-Charlotten- Straße, Ecke Pulsstraße, geht ihrer Vollendung entgegen und wird voraussichtlich zum 1. Oktober d. I. eröffnet werden. Die aufzu- nehmenden Personen sind bereits bestimmt, auch sind für die spätere Aufnahme bereits soviel Personen vorgemerkt, daß die Vorinerkungs« liste bis auf weiteres hat geschlossen werden müssen. Gesuche um Aufnahme in die Anstalt oder persönliche Lorstellungen beim Magistrat sind daher zwecklos._ Leb ensmtttelfürs orge in Potsdam. v« Magistrat gibt jetzt an Bedürftige gegen eine Bescheinigung des Armenvorstehers unentgeltlich Gemüsekonserven ab. Die dazu Berechtigten erhalten dieselben in der Turnhalle Türckstraße. Der städtische Reisverkauf ist jetzt im vollen Gange. Täglich werden zirka 15 Zentner verkauft. Um auch den anderen orts« ansässigen Bevöllerungsschichten billige Nahrungsmittel zugänglich zu machen, ist der Reis an Kaufleute in größeren Mengen abgegeben worden, die sich verpflichten müssen, den Reis für 10 Pf. pro Pfund zu»«kaufen. Hoffentlich wird durch diese Maßnahme des Magistrats ein Preissturz dieses wichtigen Lebensmittels, der Reis kostete schon bis zu 80 Pf. pro Pfund, erreicht. » Der städtische Arbeitsnachweis in Potsdam ist im Monat April von 679 Arbeitsuchenden in Anspruch genommen worden, für die 212 offene Stellen zu besetzen waren. 108 Arbeitsangebote wurden be- friedigt und 362 entfallen davon auf Potsdam. Unter den Bewerbern um Beschäftigung befanden sich 343 weibliche Personen. Soziales. Reichsverficheruug und Verwundete. kleb« die Mitwirkung der Versicherungsanstalten bei der Frage von kranken und verwundeten Heeresangehörigen hat die Medizinal- abteilung des Kriegsministeriums dem Reichsversicherungsamt_ eingehend« Mitteilung gemacht. Der Militärmedizinalfonds übernimmt die Kosten für die Unterbringung, ärztliche Behandlung, Ver- pflegung usw. dieser Heeresangehörigen. Soweit Personen des Unteroffizier- oder Mannschaftenstandes dem Feld- oder BefatzungS- Heere angehören und von der Heeresverwaltung den Heilanstalten von VerstcherungSansialten, Berufsgenossenschaften usw. überwiesen sind, trägt jener Fonds die Kosten. Werden die Leute aus dem HeereSverband als dienstunbrauchbar entlassen, so hört die Ver- pflichtung der Heeresverwaltung zur Uebernahme dieser Kosten auf. Auf Wunsch deS Reichsversicherungsamlss sind die Sanitäts- ämt« und stellvertretenden Korpsintendanturen angewiesen, Betten m Heilanstalten der Versicherungsanstalten usw. ftei zu geben, wenn diese der Heeresverwaltung zur Verfügung stehen, aber nicht ausgenutzt werden. Auch in Zukunft wird man bestrebt sein, ver- sicherungspflichtige wberkulöse Lungenkranke des Heeres womöglich ein« Heilstätte der Verficherungsanstalt ihres Heimatsbeziries zu überweisen. Ebenso sollen für die verletzten Soldaten, die der Ver- sicherung unterliegen, in ähnlicher Weise geeignete Heilanstalten der Träg« d« Reichsversicherung herangezogen werden. Die Be- stimnutng darüber trifft der zuständige Chefarzt od« der leitende Militärarzt. Nicht tuberkulöse Kranke oder Verwundete werden da- gegen Lungenheilstätten grundsätzlich nicht mehr überwiesen. Der„Beamte" mit täglicher Kündigung. Gegen die„Preutz. Zentral-Genossenschaftskasse", abgekürzt die„Preußenkaffe' genannt, hatte ein mit Bureauarbeiten beschäftigt gewesener Angestellter eine Klage beim Berliner Kaufmannsgericht erhoben, die in der letzten Sitzung der vierten Kammer zur Verhandlung kam. Die Beklagte ließ vor Eintritt in die Verhandlung einwenden, daß das Kaufmannsgericht für die Erledigung dieses Rechtsstreites gar nicht zuständig sei. Denn die Preußenkasse sei eine gemein- nütziae Einrichtung, eine Behörde, und ihre Angestellten leien Be- nrn� Auk die Frage, warum denn Klag«, wenn er Beamter sei, mit täglicher Kündigung angestellt worden sei, antwortete der Ver- tret« der Bank, es bewerbe sich jetzt viel minderwertiges Personal, man müffe darum bei den Anstellungen sehr vorsichrig sein; zum mindesten habe sich Kläger in einem beamtenähnlichen Verhältnis befunden. Das Kaufmannsgericht bejahte mir Recht trotz dieser Einwände seine Zuständigkeit. Das beklagte Unter- ncbmen betreibe Bankgeschäfts und sei als kaufmännisches Unler- nehmen anzusehen. Es läge kein Anlaß vor. die Angestellten dieser Bank der Zuständigkeit der Kaufmannsgerichte zu entziehen. D« Arbeiterschrch i« Deutschland. Von Robert Schmidt. Verlag der Sozialistischen Monalshefte. 1915. Preis 1,20 M. Die Schrift gibt auf 20 Seiten in kurzen Zügen einen Ueber- blick zunächst über den Arbeiterschutz in Fabrik und W e r k st a l t. In diesem Abschnitt werden Kinderschutz, Schutz für Jugendliche, Arbeiterinnenichutz, Lohnbuch und Lohnzetrel, Heimarbeit, Ma�imalarbeitstag, Ueberwachung der Arbeiterschutzvorschriften, Schutz- Vorschriften für Gewerbebetriebe, Unfallverhütung, Arbeitcrsckrntz im Handelsgewerbe, Sonnlagsruhe, Koalitionsrecht, da? gewerbliche Recht und die Rechtsprechung in gewerblichen Slreirigkeiten dargestellt. Ein zweiter Abschnitt ist der Arbeiterver sicherung gewidmet. Er gliedert sich in die Abteilungen: Kranlenversicherung, Unfall- Versicherung, Invaliden- und Hinterbliebenenversicherung, Heilbehand- lung, Angestelltenversicherung und Arbeitslosenversicherung. Die Broschüre ist nach dem Vorwort die durch einige Ergän- zungen vermehrte Wiedergabe eines Briefes, den der Verfasser im Juli 1914 an einen Parteifreund in England lichtere und der in kurzen Zügen den Arbeiterschutz in Deutschland veranschaulicht. Das Werkchen gibt keine Entstehungsgeschichte der einzelen Arbeiterschutzvorschriften und keinen Vergleich zu den Arbeiterschutzvorschristen des Auslandes, sondern eine knappe Dar- stellung der wichtigsten gesetzlichen Vorschriften auf dem Gebiete des deutschen Lrbeiterschutzrechts. Es fehlen u. a. die Bestimmungen über Lohnbeschlagnahme und über Konkurrenzklauseln. Bei der Darstellung der Grundzüge der Unfallversicherung vermiffen wir einen Hin- weis auf die Momente, die die Unfallrente für teilweise Erwerbsunfähigkeit aufs äußerste drücken. Wer die Schmidtsche Zusammenstellung liest, kommt erst dann zu voller Orten- tierung über den Arbeiterschutz, wenn er diesen Andeutungen über die Handhabung des papiernen Rechts auf allen Ge- bieten des Arbeiterrechts nachgeht. Die kurze in der Broschüre ent- halrene Skizze des ArbeiterschutzeS kann und soll naturgemäß nur für solche, die keinerlei Ahnung vom Arbeiterrecht haben, eine kurze allgemeine Uebersicht geben. Gerichtszeitung. Lergehe» gegen Kriegsverordnungen. Bergehen gegen die Kriegsgesetze beschäftigen augenblicklich täglich in mehreren Fällen die Gerichte. Während bisher die Moabiter Strafkammern in der Hauptsache nur gegen Per- sonen, welche sich gegen die Höchstpreisverordnungen ver- gangen hatten, zu verhandeln hatten, ist jetzt diese Kategorie von Kriegsgesetzvergehen geringer geworden. Statt dessen haben sich die Gerichte jetzt mit einer neuen Art von Kriegs- vergehen zu beschäftigen, die eine Folge der Bestimmungen über die Brotkarten, der Bäckerciverordnungen und der Der- ordnung über die Bestandsaufnahme von Chemikalien usw. sind. Gegen die Bäckermeister, die sich gegen jene Verordnung ver- gangen haben, werden zumeist Geldstrafen von 80 bis 100 M. ver- hängt. So hatten sich u. a. gestern vor der Strafkammer der Expedient Paul Klopstock zu verantworten, weil er als An- gestellt« der Großbäckerei Goldacker frisches Brot zum Vertauf gebracht hatte, während solches bekanntlich erst 24 Stunden nach der Fertig- stellung verkauft werden darf. Der Angeklagte wurde zu 40 M. Geldstrafe verurteilt. Der Kaufmann Georg Braun, Jnhav« eines Drogen- und ChemikaliengroßgeschäftS, war von dem Oberbefehls- Haber in den Marken bezw. der»Kriegschemiialien-Aktiengesellschaft' aufgefordert worden, eine Beftandsangabe bestimmt« Chemikalien einzureichen. Da« dieser Aufforderung nicht rechtzeitig nach- gekommen war, wurde« wegen Vergehens gegen den Z 2 deS Gesetzes betr. die Vorratserhebungen zu 20 Mark Geld st rase verurteilt. Strafen in ähnlicher Höhe wurden auch auch gegen eine Reihe Landwirte verhängt, die Brotgetreide verfüttert hatten. Aerztliche Fahrlässigkeiteu. Die auf Anzeige eines Frankfurter Arztes im öffentlichen Interesse erhobene Beleidigungsklage gegen einen Journalisten führte zu einem Ergebnis, das noch eine Anklage gegen Aerzte wegen fahrlässiger Tötung zur Folge haben kann. Der Tat- bestand war nach der»Frankfurter Zeitung' folgender: Am 20. August erkrankte plötzlich der zehnjährige Sohn des Journalisten Brüske. Der praktische Arzt Dr. Karl Gause wurde geholt. Der Knabe klagte über Schmerzen im linken Oberschenkel. Dr. Ganse stellte Diagnose aus Rheumatismus im Bein und eine starke innere Erkältung und hielt an dieser Diagnose neun Tage lang fest, obgleich der Vater dem Arzt Tag für Tag sagte, es müsse etwas Schlimmeres vorliegen. Endlich kam der Knabe ins Marienkrankenhaus. Hier wurde die Diagnose auf Knochenmarksentzündung gestellt und am folgenden Tage eine Operation vorgenommen. Am 7. September ist der Knabe nach furchtbaren Qualen gestorben. Der Vater griff den Arzt m fünfzehn Briefen heftig an und erhob schließlich in einem Artikel der »Volks stimme' gegen ihn den Vorwurf, daß sein Sohn das »Opfer oder wenigstens das mutmaßliche Opfer' der falschen Diagnose des Dr. Ganse geworden sei. Runmehr stellte der Arzt Strafantrag wegen Beleidigung, und der Staatsanwalt«hob ö s f e n t l i ch e A n k l a g e. In der Verhandlung kamen die Sach- verständigen, die Aerzte Dr. Grünwald, Dr. Otto Rothschild i Chirurg) und Dr. Kell«, zu dem Ergebnis, daß wohl in den ersten paar Tagen eine Verwechselungsmöglichkeit bestanden habe, daß dann ab« Dr. Gause auf Grund des schlimmen Kranlheitsbildes im allgemeinen mit einer gefährlichen Entzündung im Bein hätte rechnen und recht« zeitig andere Maßnahmen sZuziehung eines Chirurgen ober Neber- Weisung ins Krankenhaus) hätte treffen müssen. Andererseits aber, so führte besonders Dr. Rothschild aus, sei auch im Kranken- hanS nicht sachgemäß verfahren worden. Der Knabe wäre noch zu retten gewesen, wenn erstens die Operatton sofort nach der Einlieferung vorgenommen worden wäre, und wenn zweitens, nachdem die Diagnose ans Knochenmarksentzündung gestellt war, die Operation bis auf den Knochen durch- geführt und aus dem Knochen ein Stückchen weggemeißelt worden wäre, was unverständlicherweise nicht geschehen sei. Wie in der Verhandlung noch festgestellt wurde, hatte Dr. Gause in den ganzen neun Tagen nicht ein einzige» Mal das Fieber gemessen. Das Gericht hielt im Einverständnis mit dem Staatsanwalt de- züglich des Zeitungsartikels den Wahrheits- beweis für erbracht, wenn auch d« ursächliche Zusammen- hang zwischen der festgestellten Leichtfertigkeit und Pflichtwidrigkeit des Dr. Gause und dem Tode des Kindes durch die ebenfalls un- sachgemäße Behandlung im Krankenhause unterbrochen sei. In diesem Punkte der Anklage wurde daher auf Freisprechung erkannt. Wegen formeller Ueberschreitung der Grenzen in den Briefen wurde der Angeklagte zu einer Geldstrafe von 30 Mark verurteilt.__ Ms aller Welt. Goldfunde im Wasser. Aus Bamberg wird berichtet:� Bei Gaustadt wurden in der Regnitz von Knaben Schmuckgegenstände von ziemlich hohem Wert aufgefunden, darunter drei goldene Damenuhren mit Ketten, zehn goldene Herrenuhren, mehrere goldene Anhängsel und goldene so- wie silberne Armbänder. Zweifellos rühren die Sachen von einem tÄnbruchsdiebstahl her, der vor etwa zwei Jahren in einem Bam- berger Goldwarengeschäft verübt wurde. Damals fand man einige Wochen nach der Tat im Main bei Schweinfurt ein Paket, das siebzig Taschenuhren enthielt und von dem Diebe ins Wasser geworfen wurde, als er sich entdeckt glaubte. Als Täter kommt ein früherer Goldarbeilergehilfe aus Gaustadt in Frage, der ins Ausland ge- flüchtet ist. Die jetzt gefundenen Sachen hat der Geschäftsinhaber bereits als sein Eigentum festgestellt. In der Ems ertrunken. Essener Meldung zufolge unternahmen vier Männer aus Jemgun bei Leer eine Segelpartie auf der Ems und brachten durch un- vorsichtiges Hantieren das Boot zum Kentern. Das leere Boot wurde ans User gerrieben, ebenso fand man Kleidungsstücke, die an- nehmen lasten, daß die vier Insassen sich durch Schwimmen zu retten versuchten. Bis jetzt hat man die vier Ertrunkenen nicht geborgen._ Parteiveranftaitungen. Röntgental-Zepernick-Buch. Freitag, den 14, Mai, abends pünktlich 8>/z Uhr, findet für alle Orte ein gemeinsamer Zahlabend im Lokal von Aug. Lange, Röntgental, Siemensstraße, statt. Die Genossen und Ge- nosfinnen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen, da zur Gemeindeveriretc:- wähl alle Kräfte gebraucht werden. Schönow. Sonnabend, den 12. Mai, abends 8*1, Uhr, findet bei Damerow der Zahlaben) statt. Jugenöveranftaltungeu. Neukölln. Pfingstwaaderfahrte«. 1.2 Tage, Eberswalde— Werbellmsee—Joachimsthal— Ringenwalde— Templin. Gesamtkosten 4 M,— II. 2 Tage, Untersprcewald. Scharmützelsee— Neuendorf— Schlepzig— Lübben. Gesamtlosten inllufioe Kahnsahrt 4,50 M.— HL Einlägigc Wanderung nach Potsdam— Ferch— Potsdam. Fahrgeld IM.— Für die mehrtägigen Wanderungen liegen bis zum 17. Mai Teilnehmerkarten in beiden Heime» aus.— Sonntag, den 16, Mai, nachmittags 3 Uhr: Anspielen aus dem städtischen Sportplatz an der Grenzallee. Außerdem finden regelmäßig jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag daselbst Spiele statt, Spauda». Sonntag, de» 16. Mai: DuSflug nach Schwanekrug. Tresf- Punkt nachmittags 2 Uhr, Fehrbelliner Tor, Rliniedenkmal Irauenveranstaltungen. Berti» für Fraue« u»d Mädchen der Arbeiterklafie. Montag, den 17. Mai: Mitgliederversammlung in der»Neuen Phüharmonie-, Kopeniiter Str. 97/98. Vortrag:»Fraucnhilssarbctt in der tommunalen Fürsorge'. Resercntin: Gertrud Hanna. Allgemeine Kranken- und Sterbekafie der Metallarbeiter IB. a. G.) Hamburg. Filiale Daumschuleuweg. De» w Treptow wohnenden Mitgliedern zur Kenntnis, daß am Sonnabend, den 15, Mai, abends 10 Uhr, im Lokal von Wollram, Elseustr. 101, Ecke Kiesholzstraße, kasstert wird._ Heiefkaften der Redaktion. Die juristische eprechswnde findet fitr Ndoimente» Lwdeuftr. 3, IV. Hof rechts, parterre, an Montag bis Freitag von t bis 7 Utzr, an Sonnabend von 5 bis 6 Uhr ltatt. Jeder für den Briefkasten bestimmteo antrage ist ein Buchstabe irnd eine Zahl als Merkzeichen beizufügen, vricfiiche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen lein« abonnementSanittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man tu de- Sprechstunde vor. Lerttige, Schriftstücke und dergleichen dringe man i» die Sprechstunde mit. B. R. 1. Wenden Sie fich an die HilfSkommisfion deS Nationalen Frauendienstes, Pankstr. 34.— Angsthase. 1. Ja. 2. u. 3. Nein.— ie find nicht meldepflichtig. 2. Wahrscheinlich nicht. aber nicht unmöglich.— H. G. 3. Beantragen Sie unter Darlegung der Tatsachen Befreiung von der Steu».— B. Z. 21. 1. Arbeits! oldal. 2 Ja.— I B. 22. Ihre Frau hat keinen Anspruch auf die städtische Unterstützung m Neukölln.— Ernst 20. 1. und 2. Ja, 3, Nein.— H- 21. 100. Klage aus Lösung des MieiSverttages,— M. 2. 1. Der Dust kann nicht gesetzlich oerpslichlet werden, einen Mietsnachlaß zu gewähren, — O. K. 52. 1. Der österreichische Unteroffizier erhält 15,30 M. monat- liche Kriegslöhnung. 2. 1 M. für die Frau und 50 Pf. für ein Kind unter 8 Jähren, über 8 Jahre 1 M, täglich. 3. Nein, 4, Das ist uns nicht bekannt; der Eingezogene tann aus einen Teil jemer Löhnung verzichten und fic der Familie überweisen lassen. Deutscher Metallarheiter- Verband ,, Hoffnung." Berliner Schneiderei- Genossenschaft eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. BERLIN N Verwaltungsstelle Berlin N 54, Finienftr. 83-85. Brannenstraße 185 Telephon: Amt Storben 185, 1239, 1987, 9714 Bureau geöffnet von 9-1 1hr und 4-7 the Sonntag, den 16. Mai 1915, von 12 Uhr mittags bis 4 Uhr nachmittags, findet die Wahl von 31 Delegierten zum Verbandstage in Berlin natt. In folgenden Lokalen wird abgestimmt: Kaczorowskis Restaurant, stavené. 6. Büttners Festsäle, webter Str. 23-25. Gliesches Restaurant,& openhagener Str. 74. Frankes Festsäle, Babftr. 19. Nebels Restaurant, mag. 12. Kronenbrauerei, att- Moabit 47-49. Wiemers Festsäle, Bülow. 58. Gewerkschaftshaus, Engelnfer 15. Fröhlichs Restaurant, uskauer Str. L Schünemanns Restaurant, te Jakobftr. 144. Blenkle, Bopptr. 1, Ede Schönleinstraße. Späths Restaurant, Georgenkirchstr. 65. Comenius- Såle, memeler Str. 67. Heinrichs Restaurant, Groke Frankfurter Str. 30. Rott, Stratmannstr. 29. Neukölln, Gauter, sarger Str. 88. Rückheim, Bergftr. 97. Schwengel, erbette.& 99 99 99 Iden, Bobbinftr. 58. 99 Kremp, sermannftr. 174. Schöneberg, Groß, ebanttr. 17. Baumschulenweg, Boches Restaurant, Boum. schulenstr. 37. Lehmann, Röpenid, Tempelhof, Grützmacher, Berliner Str. 160. Charlottenburg, Volkshaus, Rofinenstr. 3. Köpenick- Friedrichshagen, Bahnhoffer, 44. Stralau- Rummelsburg, Blume, Mt- Boghagen 56. Lichtenberg, Kurkowsky, farre. 74 Steglitz, Schellhases Festsäle, horne. 15a. Oberschöneweide, Warnicke, take 18. Adlershof, Restel, riebente. 14. Wilhelminenhof. Weißensee, Peukert, Berliner Allee 251 Tegel, Müllers Restaurant, Berliner Str. 84. Reinickendorf, Kohn, diningtreke, Gde Augufta. Spandau, Wilke, Sinbenufer 17. Bittoria- Alee Pankow, Rozycki, Strenstr. 3/4. berteilt. Ohne Mitgliedsbuch fann niemand abstimmen! Die Stimmzettel werden am Eingang zu den Wahllokalen Wahlletter ist der Kollege Wilhelm Siering, Sinienftraße 83-85. 113/ 13* Die Ortsverwaltung. Aktiva. Juventarkonto Bilanz am 31. Dezember 1914. M. M. Maschinen, Berkstatt- und Laden einrichtungen laut Bilanz 1914 2795,25 Sugang . 364,90 3160,15 ab Abschreibung 20%, bott 7764,95 2. 1552,99 1607,16 Einrichtungskonto Bauliche Beränderungen usw. Iaut Bilanz am 31. Dezember 1913.. 2518,93 Zugang . 17, 2530,93 ab Abschreibung 20%, bon 6579,45.. 1315,89 1215,04 Warenkonto Kontokorrentkonto( Debitoren) Barenbestände. Außenstände.. Raffakouto Barbestand Bankkonto Brunnenstraße 185 Mitglieder- Guthabentonts Mitglieder- Darlehnstonto Darlehne der Mitglieder influfive 4% 8injen. Kontotorrentkonto- Kreditoren Schulden Dividendenkonto Nicht abgehobene Dividende. Referbefondskonto laut Bilanz vom 31. Dez. 1913 zuzüglich aus Gewinnberteilg. 1913 Dispofitionsfondskonto laut Bilanz am 31. Dezember 1913 zuzüglich aus Gewinnberteilg. 1913 Gewinn- und Verluftkonto Reingewinn.. 107975,92 3720,50 abzüglich Darlehne. • • 388,87 19905,35 220, Verlagsgesellschaft 261,29 Summa 135274,29 Guthaben bei der Dresdner Bant. Rautionskonto Raution für Gas Anteiltonto Deutscher Konsumvereine ( Stammanteil) Mitgliederzahl am 1. Januar 1914. 151 Neu eingetreten Ausgeschieden freiwillig " Passiva. M. 202. 30471, 33442,24 • 42178,64 14610,91 1000,- 15610,91 12286,67 1068,01 18354,68 Sozialdemokrat. Kreiswahlverein Niederbarnim. Bezirk Lichtenberg. Am Dienstag früh starb plöylich Genoffe Julius Eduard Höckner. Emanuelstr. 9. Gruppe 64. Beerdigung Freitagnachmittag 3 Uhr, Marzahn. Geldnot! 313,13 ist ein Uebel. Sie sparen viel, wenn Sie zurückgesette Anzüge. Ulster, Paletots u. zurüdgebliebene Makgarderobe, ebenso reelle, ntoderne fertige Garderobe für alle Figuren passend hier direkt von: Schneidermeister zu teilweise herab. gesetzten Preisen laufen. Der weiteste Weg lohnt. A. Ringel, Schneidermeister, Chausseestr. 31 u. Invalidenstr. 113. 851,65 12508,03 755,34 Summa 135274,29 Summa 13 6 157 14 143 durch Uebertragung 1 Mitgliederzahl am 31. Dezember 1914 Die Mitglieder Guthaben( Geschäftsanteile) berringerten fich im Jahre 1914 mm 408,15 D. Die Hafts fumme, für welche alle Genoffen zusammen am 31. Dezember 1914 aufzukommen haben, beträgt 28 600 m. Die103/4 felbe hat sich im Geschäftsjahr 1914 um 1600 bermindert. Berlin, den 12. Mai 1915. ,, Hoffnung" Berliner Schneiderei- Genossenschaft eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Der Aufsichtsrat: M. Menzel. Der Vorstand: Wilh. Kauth, E. Becker, J. Apel, H. Stobbe, G. Gebauer. Spezialarzt f. Hants, Harn, Frauenleiben, nerv. Schwäche, Beintrante jeber Art, Ehrlich Hata Kuren in 1. Co. fonz. Laborat, j Blut Dr. Homeyer untersuchung., Fäden i. Harnusm. gegenüber Friedrichstr. 81, Banoptikum Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Zeilzahl. Separates Damenzimmer. Hühneraugen feft eingewurzelte u. schmerzhafte, harte Haut entfernt unter Garantie abfolut ficher Bühneraugentob Bosco", Sett fast 25 Jahren bewährt! Dole 75 f. 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Bortrag des Kollegen Karl Menz.( Fortsetzung.) 2: Disfuffion. 3. Verbands- und Branchenangelegenheiten. 4. Verschiedenes. In dieser ernsten Zeit ist es Pflicht aller Kollegen, an er scheinen. Nättelt die Säumigen auf! Ein großer Teil der Bertrauensleute ist zum Heeresbienft einberufen. In Betrieben, wo noch kein Erfahmann gewählt ist, wollen die Kollegen das Bersäumte nachholen und der Branchenleitung Namen und Adresse angeben. Den Mitgliedern zur Stenntnis, daß die Zahlstelle von Rönig. Manteuffelstraße, nach dem Lokal bon Ziebarth, Laufther Strake, Ede Rottbuser Ufer, verlegt ist. Desgleichen die Zahlstelle von Schmidt, Beffelftr. 10, nach bem Die Ortsverwaltung. für die gesamte Verwaltungsstelle Berlin tal on Sauermeier, Markgrafenftr. 12. in folgenden Lokalen: Norden: Pharassale, Müllerstr. 142, abends 8%, thr. Büttners Festsäle, Schwedter Straße 23, abends 8 Uhr. Norden: br. Vereinshaus, Schöneberg, Norden: Frankes Festsäle, Babftr. 19, abends 8%, Uhr. Moabit: Sands Festsäle, Beuffelftr. 9, abends 8, Uhr. Charlottenburg: Volkshaus, Rosinenstr. 3, abends 8 Uhr. Tegel: Mullers Festsale, Berliner Str. 84, abends 6 Uhr. Westen und Schöneberg: auptftr. 5, abends 8%, Uhr. Osten: Comeniussale, Memeler Str. 67, abends 8%, Uhr. Lichtenberg: Restaurant Kurkowski, Pfarrstrake 74, Stralau- Rummelsburg: Blume, Alt- Boghagen 56, abends Bureau: Rungestraße 30. Weißensee: Restaurant Peukert, Berliner Allee 251, Südenbezirke: Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 1, Neukölln: Passage- Festsäle, Bergstraße 151/152, abends Deutscher Holzarbeiter- Verband Verwaltung Berlin. Tel- Amt Moritplat 10623, 8578. Freitag, den 14. Mai, abends 8 Uhr: Verwaltungs- Sitzung. Möbelpolierer. Montag, den 17. Mai, abends 8%, Uhr, in Fürstenbergs Festsälen, Frankfurter Allee 2: abends 8, Uhr. abends 8 Uhr. 8 Uhr. abends 8, Uhr. 8 Uhr. Steglitz: Schellhases Festsale, Aberaftr. 15a, abbs. 8%, Uhr. Köpenick und Friedrichshagen: Restaurant Köpenick, Bahnhof 44, abends 8 Uhr. Lehmann, 113/12 Gewerkschaftshaus Sonntag, den 16. Mai er., im großen Saale: Lichtbildvorführung:„ Unser Grunewald". humorvolle Leben an unseren havel- und Spreeusern und an den Die Treibjagd an der Saubucht. Das Rendezvous im Forsthaus. Müggelufern. Das Anfang 8 Uhr, des Konzerts 7 Uhr. Die Garderobenummer legitimiert zum Eintritt. Garderobe 20 Pf. Sonntag, den 16. Mai 1915: Eröffnung des Gartens. Doppel- Konzert von 5 Uhr an. Die große und billige Speisekarte: 4 Riesen- Oberkrebse, lebenb, zur Auswahl 60 f. Mayonnaise v. frisch. Hummer 1,25 M. Sonntag, 16. Mai: Gebed 1 W. Spargelfuppe Bouillon mit Einlage Kalbsleber mit Spinat Dchsenbrust mit Meerrettichforce. Gänsebraten Gesp. Rinderfilet Brag. Schinten in Burgunder Rompott oder Salat Speise oder Käse nicht unter 5 Pfund: Oberschöneweide, Niederschöneweide, Johannis- Freitag, zwischen 2 n. 6 Uhr, ein großer billiger Schnellverkauf thal u. Umg.:ilhelminenhofstr. 44 a, abends 8, Uhr. Restaurant George, Oberschöneweide, Zervelatwurst Bfund 1,50 M.| Schweinerücken oder Schinken Mitglieder- Versammlung. Spandau: Restaurant Dertz, Spandau, sturstr. 21, abends Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Breitscheid. 2. Distusfion. 3. Verbandsangelegenheiten. 8u dieser Bersammlung find auch alle Stollegen eingelaben, welche zur zeit nicht in der Branche arbeiten. 82/19 Die Ortsverwaltung. Zentralverband der Lederarbeiter und -Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin I. Sonnabend, den 15. Mai 1915, abends 8 1hr, bei Herrn Schmidt, Prinzenallee 33: = Mitglieder Versammlung. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 8%, br. Tagesordnung in allen Bersammlungen: Bericht von der ordentl. Generalversammlung. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt.= Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet 113/14 Die Ortsverwaltung. Berlin SO. 16, H.& P. Uder, Engel- Ufer 5. Tabak- Großhandlung und Tabaktabrik. Spezialität: Nordhäuser Kautabak von G. A. 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Deutsches Künstler- Theater Montis Operetten- Theater Gastspiel Louis Treumann. 8 Uhr: Hoheit tanzt Walzer 8 Uhr: Der reiche Aehnl Residenz- Theater 8 Uhr: Die Schöne vom Strand Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 3 Uhr: Die lustigen Weiber von Windsor 8 Uhr: Tiefland( Gastsp. Eva v. d. Osten.) Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 84, Uhr O diese Leutnants! Schiller- Theater O. 8 Uhr: Der lächelnde Knabe Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: 2.1.M. Lumpacivagabundus Gebr. Herrnfeld- Theater Thalia- Theater Der Gedankenleser. 8Uhr: Alt- Berliner Possen- Abend: 8 Uhr: Das einzige Mittel. Kleines Theater 8 Uhr: Liebelei Komische Oper 8 U.: Der Opernball 2 Komödienhaus 8 Uhr: Biedermeier Lessing- Theater Uhr: Peer Gynt 8 Uhr: Datterich. Lustspielhaus 8/ Uhr Ein Prachtmädel Metropol- Theater 8 Uhr: Der Hochtourist Rose- Theater. 8 Uhr: Wie deutsche Helden sterben. Gartenvorstellung. 4 " Konzert. Spezialitäten. Walhalla- Theater. 8 Uhr: Die Jagd nach dem Glück. 4 Uhr: Garten- Konzert. 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