r. 184. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pranumerandst Bierteljährl. 8,30 m, monatl. 1,10 möchentlich 25 Bfg. frei ins Haus, Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntag nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt 10*. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Bost- Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2.50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweis Ericheint tägl Vorwärts Berliner Volksblaff. 32. Jahrgang. Die Infertions- Gebühr Behrägt für die fedsgespaltene Stolonel geile oder deren Raum 60 Big.. re politische und gewerffchaftliche Berein imb Bersammlunge Anzeigen 30 g, Kleine Anzeigen", das fettgeordie ort 20 Pig.( zulässig 2 fettgeruste Borte), jedes weitere Wort 10 g. Etellengesuche und zeigen das erste Mort 10 Big.. jedes weitere Wort 5 Bfg. Borte über 16 Birch ftaben zählen für zwei Borie. Jonierate für die nächste Nummer müje bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben verden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 151 90-151 97. Sonntag, den 16. Mai 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 151 90-151 97. Sammlung ruffischer Streitkräfte am Njemen. ab. Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 15. Mai 1915.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Bei Steenstraate am pernkanal wiesen wir einen nächtlichen feindlichen Angriff An der Straße St. Julien- pern griffen wir weiter an und machten Fortschritte, 3 englische Offiziere mit 60 Mann und einem Maschinengewehr fielen in unsere Hände. Die Zahl der seit dem 22. April bei Ypern von uns gemachten unverwundeten Gefangenen ist auf 110 Offiziere und 5450 Manu gestiegen, wozu noch über 500 ver wundete Gefangene kommen. Südwestlich von Lille entwickelten sich auch gestern heftige Artilleriekämpfe. Feindliche Infanterie- Angriffe erfolgten dort nicht. An der Loretto Höhe wurden die meisten feindlichen Angriffsversuche niedergehalten. Ein Angriff nördlich des Höhenzuges, der bis in unsere Gräben gelangte, wurde unter schweren Verlusten für den Feind ab geschlagen. Bei der Räumung von Carency und des Westteils von Ablain ist, wie jezt festgestellt, ein in der vorderen Linie eingebautes Feldgeschütz und eine geringe Anzahl von Behelfsminenwerfern verloren gegangen. Außerdem fielen fünf von uns früher erbeutete französische Geschütze und zwar drei kleine Revolverkanonen und zwei Mörser, die als Minenwerfer benutzt wurden, in Feindeshand zurück. Nördlich von Arras blieb es im allgemeinen ruhig. Südlich von Ailly östlich der Maas nahmen wir einige feindliche Gräben, wobei 52 verwundete und 166 unverwundete Franzosen, darunter ein Bataillonskommandeur, gefangen genommen wurden. Drei feindliche Angriffe gegen unsere Stellungen an der Straße Essey Flireh wurden abgewiesen. Im Priesterwalde sekten wir uns im Morgengrauen durch einen Vorstoß in Besitz eines feindlichen Grabens und machten hierbei einige Gefangene. Deftlicher Kriegsschauplatz. Nach einem vorübergehenden kleinen Erfolge des Feindes, der uns drei Geschüze kostete, ist der Vormarsch starker russischer Kräfte bei Szawle zum Stehen gebracht worden. Feindliche Angriffe gegen die untere Dubissa scheiterten. Der Gegner hat nunmehr auch in die Gegend füdlich des Njemen eiligst Verstärkungen herangeführt; Gefechtsberührung mit diesen besteht noch nicht. Bei Augustow und Kalwaria wurden feindliche Angriffe abgeschlagen. -w Südöstlicher Kriegsschauplatz. In dem Raume südlich der unteren Pilica bis zur Weichsel sehen die ver bündeten Truppen den weiter abziehenden Rufsen nach. Der Brückenkopf von Jaroslau am San wurde gestern gestürmt. Schulter an Schulter mit der österreichisch- ungarischen Armee, in deren Verband sie stehen, erreichten die Truppen des Generals von der Marwit die Gegend von Dobromil. Weiter südlich wird ebenfalls die Verfolgung raftlos fort. gesetzt; die verbündeten Truppen haben vielfach die Gebirgsausgänge gewonnen. Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 15. Mai 1915.( W. T. V.) Amtlich wird berlautbart: 15. Mai 1915: Oberste Heeresleitung. Die italienische Krise. Der Wechsel im Ministerium. Marcora Die russischen Armeen in Polen und Galizien sind weiter im Rückzuge. Auf der ganzen Front von Nowe Miasto, Rom, 15. Mai.( W. T. B.) Nach Giornale d'Italia" und an der Pilica bis südlich des Dnjestr, in der Gegend von Tribuna" soll der König den Kammerpräsidenten Marcora mit Dolina dringen die verbündeten Armeen vor. Am San sind der Kabinettsbildung beauftragt haben. Rudnik und Lezajek von unseren, Jaroslau von habe sich die Antwort vorbehalten, habe sodann mit Salandra deutschen Truppen erobert. Das in Mittelgalizien und am Abend mit Giolitti eine Besprechung gehabt und sich deutschen Truppen erobert. Das in Mittelgalizien zuständige österreichisch- ungarische zehnte Korps steht vor den darauf wieder zum Könige begeben, um ihm Bericht zu erstatten. Toren seiner Heimatstadt Przemysl. Weiter südlich sind Rom, 15. Mai.( W. T. B.) Wie die Agenzia Stefani Dobromil, Stary Sambor und Boryslaw meldet, empfing der König im Laufe des heutigen Vorwieder in eigenem Besit. Verbündete Truppen der Armee mittags der Reihe nach Marcora, Carcano und Linsingen haben die Höhen südwestlich Dolina erreicht. Salandra. An der Pruthlinie greifen die Russen noch an. In den erbitterten Kämpfen nördlich kolomea hat kärntnerische und steierische Infanterie des Heeres und der Landwehr in zähem Ausharren alle russischen Sturmangriffe blutig zurückgeschlagen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Die Angebote Oesterreich- Ungarns. Paris, 15. Mai.( T. U.) Die Agence Havas berichtet nach römischen Blättern, daß die Botschafter Fürst Bülow und Freiherr v. Hacchio in offizieller Form die Angebote Defterreich- Ungarns überreicht hätten. Amerikas Aufstieg. Je länger der Krieg andauert, desto flarer treten die Umwälzungen hervor, die er auch auf wirtschaftlichem Gebiete nach sich zieht. Was wir schon zu Beginn des Krieges vorausgesagt haben, scheint gerade jetzt in Gang gefonument zu sein: Amerika befreit sich nicht nur von der europäischen Kapitalherrschaft, sondern wird immer mehr zur führenden Kapital. macht in der Welt. Die Verschuldung der Vereinigten Staaten an Europa war vor dem Kriegsausbruch enorm groß allein an England betrug sie nach der Schäßung von Bloyd George nahezu 1000 Millionen Pfund also über 20 Milliarden Mark... Das hatte die Folge, daß git Beginn des Krieges der Londoner Wechsel im Kurse start stieg und daß bedeutende Golderporte nach Kanada fir Rechnung der Bank von England eintraten. Jetzt hat ich nun die Fachlage völlig geändert. Die Vereinigten Staaten treten als Kreditgeber für die kriegführenden und einige neutralen Länder auf. 2 311 Kürzlich hat sich J. P. Morgan in Paris aufgehaltent Land 50 Millionen Dollar französische 5 prozentige Schag scheine von einjähriger Laufzeit übernommen, die 99% Proz. vergeben werden. Wegen einer englischen An Lethe bon 100 Millionen Dollar wird verhandelt. Auch Rugland ist ein Kredit von 25 Millionen Dollar eingeräumt worden. Deutschland begibt ebenfalls in Amerifa für 10 Millionen Dollar Schasscheine mit neunmonatiger Lauf zeit durch Vermittelung der Banffirma Chandler u. Co Der unmittelbare Zived all dieser Anleihen ist die Zahlang der amerikanischen Warenlieferungen mit amerito. nischem ftatt mit entwertetem europäischem Gelbe.. Die Sachlage ist nämlich die, daß der Kurs des europäischen Geldes gegenüber dem amerikanischen momentan fich in der entgegengesetten Richtung als zu Beginn des Krieges bewegt... Während früher der Pfund- Wechsel über 5 Dollar kostete, zahlt man dafür momentan 4,79 bis 4,8 Dollar. Das bedeuict selbst gegen den vorjährigen Stand von 4,86-4,87 Dollar einen bedeutenden Verlust für die europäischen Warenkäufer. Edroht auch der Rückfluß von Gold nach Amerifa. In der Tat vermindert sich seit Ende Januar der Goldbestand der Bank von England ununterbrochen, im ganzen um 13,86 Millionen Pfund. Denn sobald der englische Wechsel und die Banknote niedrig bewertet werden, verlohnt es sich natürlich, mit Gold zu zahlen, statt mit entwertetent Papier. Nun sucht die englische Regierung dieser Entwicklung entgegenzusteuern. Man hat sich daran gewöhnt, in dem in den Kellern der Notenbant angehäuften Gold ein Sinnbild der wirtschaftlichen Kraft und finanziellen Kriegsrüstung zu sehen. Deshalb sind alle Länder darum besorgt, das angehäufte Gold nach Möglichkeit auch zu behalten. Für England, das den Weltkreditverkehr finanziert und einen relativ geringen Goldvorrat unterhält, hat die Aufrechterhaltung der Goldreserve auch eine wirtschaftliche Bedeutung. Ein Ausfuhrverbot für Gold zu erlassen, darf England nicht wagen, um seine internationalen Beziehungen nicht gänzlich zu untergraben. Deshalb hat die Regierung wiederum in den freien Lauf der Dinge ein gegriffen und sucht auf eigene Kosten ihn zu ändern. Die Regierung will nämlich durch Plazierung einer unbeschränkten Menge von Schatzwechseln den englischen Geldmarkt möglichst ausnußen und dadurch den Abfluß von Geld nach Amerika verhindern. Die Guthaben des Staates bei der Bank jind sehr stark angestiegen, in den letzten zwei Monaten um..mehr als 100 Millionen Pfund. Mit anderen Worten; die eng lische Regierung borgt Geld, das sie momentan gar nicht braucht, und zahlt einen ziemlich hohen Zins, um den Geldabfluß nach) Amerika zu unterbinden und so den Kurs der Note fünstlich hoch zu halten. Trotzdem ist aber ein weiteres Weichen der Sterlingnote eingetreten und zwar aus dem Grunde, weil die Zahlungen nad) Amerika nicht mehr wie früher daraus resultieren, daß Amerika in London borgt, sondern weil England Striegslieferungen aus Amerika bezahlen muß. Im Februar, diejes Jahres wurden nach Europa für 237 Millionen Dollar Waren ausgeführt gegen bloß 113 Millionen im Vorjahre. Gegen diese Zahlungen nach Amerika bleibt daher die künstliche Hinaufschraubung des Diskonts wirkungslos. 8 Nun ist weiter eingetreten, was zu erwarten war: um sich Geld zu verschaffen, stoßen englische und französische Befiger bon amerikanischen Effekten diese massenhaft nach Amerika ab. Die englische Regierung sieht sich auch ge zwungen, das Arbitragęverbot aufzuheben und damit den freien Verkauf von Wertpapieren nach den Vereinigten Staaten zu geftatten. Ebenso werden aus Frankreich große Maffen von Papieren abgestoßen. Das zeigt schon der wiederum Ichhaft gewordene Verkehr auf der New Yorker Börse, der in der legten Märztwoche sogar lebhafter war als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Trotz des wachsenden Angebots steigen galizien noch immer zu verſchleiern. Sie macht nur allgemeine, die englische " Gestlicher Kriegsschauplah. Die russischen Meldungen. Die englische Regierung verurteilt die Ausschreitungen. aber die Kurse, so daß der Börsenvorstand die letzten Ein- nichtssagende Redensarten. In ihren Berichten kommt infolgedessen schränkungen des freien Verkehrs, die offiziellen Minimalpreise, eine gewisse Beunruhigung zum Ausdruck. Am offensten spricht sich abgeschafft hat. General Berthaupt im Petit Journal" aus, der erklärt, die London, 15. Mai.( W. T. B.) Unterhaus. Premierminister Die Geldflüssigkeit ist auch in den Vereinigten russische Offensive in den Karpathen sei vorläufig vollStaaten wie in Europa enorm groß. Während aber in fommen gebrochen. Sie könne erst nach einem Siege, ber Asquith teilte mit, alle männlichen Staatsangehörigen Sie könne erst nach einem Siege, der feindlicher Länder im Alter von 17-55 Jahren Europa das freiwerdende Kapital rasch verpulvert wird, die Desterreicher und Deutschen bis hinter den Dunajec sollten interniert werden, außer in den Fällen, wo eine benugt Amerika diesen Umstand, um die in Europa ent- zurückwerfe, wieder aufgenommen werden und auch nur, wenn den noch zu ernennende Kommission mit richterlicher Befugnis eine Ausverteten Papiere aufzukaufen und sich von der Vorherrschaft Desterreichern und Deutschen jeder neue Offensivversuch unmöglich nahme beschließen würde. Frauen und Kinder sollen nach des europäischen Kapitals zu befreien. Ja, die ungünstige gemacht sei. Ueber die Operationen im Raume Arras- Bethune Blaz Lage zwingt sogar Europa, bei Amerika Kredite einzugehen, ihrem Heimatlande geschickt werden, wobei aber ebenfalls Ausnahmen um nach Möglichkeit den Kurs des eigenen Geldes zu halten. äußert sich die französische Presse ziemlich gemäßigt. Sie stellt mit lag greifen können. Naturalisierten soll die Freiheit gelaffen Dadurch ist schließlich auch die Basis für die Verdrängung Genugtuung fest, daß es sich um einen erfreulichen örtlichen Erfolg läge. Bonar 2am verurteilte die Ausschreitungen gegen die werden, außer in den Fällen, wo Grund zu einem Verdachte vordes Pfund- Wechsels durch den Dollar- Wechsel geschaffen handele. Das franzöfifche Heer habe in monatelangen Stellungs- feindlichen feindlichen Staatsangehörigen, er müsse aber sagen, daß worden. So lange der englische Wechsel hoch im Kurse stand, fämpfen Stoßkraft und Offensivgeist nicht eingebüßt. er nicht bedauere, daraus ersehen zu haben, wie die Wolfswar er überall begehrt, selbst für Zahlungen nach Amerika. stimmung sei, obwohl sie sich in so beklagenswerter Weise geäußert Jetzt aber, da sein Kurs zu schwanken begonnen hat, wird habe. Die Ausschreitungen waren in jeder Hinsicht beklagenswert; man umgekehrt lieber mit einem Wechsel auf New York das beste Mittel, sie zu beendigen, ist der jezige Plan der Regierung. zahlen, da man dabei nicht Gefahr läuft, an Kurs zu verDer Liverpooler Reeder Holt( Liberal) sagte, die Internierung von lieren. Tatsächlich gehen schon einige amerikanische Banken dazu über, Dollar statt Pfund- Wechsel auszustellen. Was Petersburg, 15. Mai.( W. T. B.) Der Große Berionen in so großer Zahl würde der Regierung zwei bis drei diese Verschiebung bedeutet, davon macht sich der Taie nur Generalstab gibt bekannt: In der Gegend von Sza tole Millionen Pfund Sterling im Jahre fosten. Die Errichtung der eine schlechte Vorstellung. Man beachte aber, daß England entwickelt sich der Kampf unter für uns günstigen Be- ager würde Arbeit und Material anderen Zwecken entziehen. Außerdie Hälfte des Welthandels, also etwa 14 Milliarden dingungen. Wir machten im Lauf des Tages mehr als dem brauche man die Arbeitsleistung der Leute, die interniert werden Mark finanziert und daß der normale Wechselumlauf auf tausend Deutsche zu Gefangenen und nahmen neun Maschinen- sollten. Johnson Side( Unionist) sagte, die Regierung habe dem Pöbel zugestanden, was sie dem Parlamente nicht zu London 7 bis 10 milliarden Mart be- gewehre. trägt. Daß die englischen Banken daraus ungeheuerliche In Westgalizien hat die Heftigkeit der Kämpfe am gestanden hätte, nämlich die Behandlung der Ausländer in eigente Summen schöpfen, braucht nicht erst ausgerechnet zu werden. 10. Mai nachgelassen. Unsere Truppen sammeln sich nach- Hände zu nehmen. Er verurteile das, aber die Verantwortung Man begreift aber daraus, warum die Regierung alle Mittel einander auf der Linie am San, um eine gedrängtere Auf- trage die Regierung, die die im Unterhaus vorgebrachten Warnungen nicht beachtet hätte. Markham( Unionist) forderte, daß Männer anwendet, um Englands Stellung als Weltbankier zu erstellung einzunehmen. Nachdem die österreichisch- ungarische Armee am 11. Mai deutscher Abstammung nicht Mitglieder des Parlaments oder des halten, und warum der Unmut über den unendlich lange eine startbefestigte Stellung geräumt hatte, die sich von der Geheimen Staatsrats bleiben dürften. Die Regierung hätte die dauernden Krieg in England immer mehr um sich greift. Bistrita bis zur rumänischen Grenze ausdehnte neuen Schritte unternommen, wahrscheinlich gegen ihr eigenes und eine Länge von 140 Werft hatte, zog sie sich am 12. Mai in Urteil, weil die öffentliche Meinung fie dazu gezwungen hätte. Salandra gegen Ausschreitungen. aller Eile jenseits des Pruth zurück. Die feindliche Ka- Asquith sagte, fein Patriot fönne sich etwas unbesonneneres Rom, 14. Mai.( W. T. B.) Meldung der Agenzia Stefani. ballerie, die sich opferte, um den allgemeinen Rückzug zu und Schimpflicheres vorstellen, als die Ausschreitungen und Plünde Nach einem Beschluß des Ministerrats richtete Salandra heute decken, wurde durch unser Feuer zerstreut. Unsere Kavallerie- rungen der lezten Tage. Der Arbeitervertreter roots rief da ein 3irfulartelegramm an die Präfetten, in dem er divisionen durchbrachen an verschiedenen Stellen die feindliche zwischen, einige Zeitungen hätten das Volk dazu fie ermächtigt, für den Fall, wo sie es für notwendig erachten sollten, Front und brachten durch gelungene Angriffe den Marsch der aufgereizt. Asquith erwiderte: Um so schimpflicher ist es den militärischen Behörden die Leitung des öffentlichen Sicherheits- feindlichen Stolonnen in Unordnung. Die energische Verfolgung für die Zeitungen, einen entehrenden Ausbruch der Nachsucht den militärischen Behörden die Leitung des öffentlichen Sicherheits- dauert unter für uns besonders günstigen Bedingungen fort. hervorzurufen. Den dafür Verantwortlichen gereicht dies zur denkdienstes und den Schutz der öffentlichen Ordnung zu übertragen. Die beträchtliche Zahl der von uns gemachten Gefangenen bar größten Unehre. Die neuen Maßregeln werden uns vor der Das Zirkular hebt hervor, daß die Regierung durch diese MaßMöglichkeit einer gefährlichen Tätigkeit feindlicher Ausländer schüßen nahme ihren Entschluß fundgebe, mit unbeugsamer Festigkeit alle steigt rafch. gefeßlichen Mittel zur Aufrechterhallung der Ordnung zu ge und zugleich die Möglichkeit geben, ungerechtigkeit und Ungemach von Unschuldigen und harmlosen Personen abzuwenden. brauchen. Das Ministerium habe indessen das Vertrauen, daß es für den Geist umsichtiger Verantwortlichkeit tung" schreibt: Ein amtliches Armutszeugnis für die russische nischen Bolles besser wäre, den unschätzbaren Schaden ab- Kultur und Kriegsmacht. In deutsche Hände fiel vor einiger Zeit zuwenden, den in einem Augenblick wie dem gegenwärtigen der folgende Befehl des russischen Generals der Infanterie der Anblick von bürgerlicher Zwietracht und beftiger Zügellofigkeit b. Siebers, des Führers der in der masurischen Winterschlacht der politischen Leidenschaften hervorrufen könnte. Ein Mangel an vernichteten Armee: Achtung gegenüber Ausländern sei ein Fleck auf der Zivilisation eines Landes. Der bloße Verdacht, einen Druck auf die Behörden ausüben zu wollen, trübe deren Verantwortung und schwäche ihre Autorität, was immer bedauernswert wäre und heute das Staatswohl gefährden lönnte. Das italienische Volt, das seine Pflicht gegen das Vaterland in schwereren Tagen feiner Geschichte edel empfunden habe, werde nicht jetzt in dieser Hinsicht fehlen wollen und werde es verstehen, die Zügel der Würde und der bürgerlichen Disziplin den Ausbrüchen von Gewalttätigkeit anzulegen, die alle gleich tadelnswert feien, gleichviel von welcher Seite sie herrührten und welchem Zwed sie dienten. italie Kriegsvandalismus. ( W. T. B.) Die Norddeutsche Allgemeine 8ei Englische Presse- Kritik der Fremdenheze. London, 15. Mai.( W. T. B.)„ Daily News" schreibt in einem Leitartikel: Der Grad, den die Plünderung und Fremden hetze in den letzten Tagen unter der schamlosen Aufreizung eines Teiles, der Presse erreichten, wäre unglaublich, went Infolge des außergewöhnlich feindlichen Verhaltens der er nicht durch unbestreitbare Zeugnisse bestätigt würde. Wir befinden deutschen und jüdischen Bevölkerung ist diese beim Rückzug der uns noch nicht in der glücklichen Lage Johannesburgs, wo sich die deutschen Truppen aus dem Operationsgebiet zu entfernen. Für die geringste feindselige Handlung find die schwersten Kontri Polizei„ mit großem Tatt" benahm und mit den Aufrührern patrio butionen aufzuerlegen.. Wegen der bekannten deutschen Hinterlist tische Lieder sang, aber die Hilflosigkeit der Polizei wird immer ist äußerste Vorsicht geboten. Haussuchungen sind abzuhalten. deutlicher, angesichts dieses reinen Feldzuges der Plünderung Das Verlassen der Häuser bei Eintritt der Dunkelheit ist zu ver- und des Diebstahls. Das wirft bereits einen schwerent bieten. Eigentum von Privatpersonen, die feindliche Handlungen Matel auf die Ehre und den Ruf des Landes im Ausbegehen, ist unverzüglich zu zerstören. Eigentum des Deutschen lande, und wenn die Internierung das einzige Mittel ist, um ein Reiches ist, wenn Abbeförderungen nötig, sofort zu vernichten. schnelles Ende zu schaffen, ist die Regierung mehr als gerechtfertigt, Um die deutsche Industrie zu schädigen, die zum Wohlstand des wenn sie den Entschluß rasch und entschieden durchführt. Da Landes mit beiträgt, find Maschinen in staatlichen und Privat die unschuldigen Leute aber nur interniert werden sollen, weil betrieben durch Pioniere auf das nachhaltigste zu zerstören. die Regierung fonft unfähig ist, ihre Sicherheit zu in und gut gez. Sievers, General der Infanterie. Baris, 15. Mai.( W. T. B.) so folgt daraus, daß die Regierung ver ( W. T. B.) Die italienische Ministerkrise Das ist amttich befohlener Vandalismus, berbürgen, wurde, obwohl die Nachricht bereits Donnerstagabend in Paris ein ieder gesitteten Kriegführung Hohn spricht. Der schwache Versuch, pflichtet ist, ihr 20s möglichst au erleichtert. traf, crit Freitagabend dem Publifum bekanntgegeben. Der die russische Zerstörungswut durch den Hinweis auf die Bedeutung Die Internierung bedeutet für Tausende den finanziellen Ruin, Temp3" schreibt: Jm Grunde ist die Lage unverändert. Zwischen der Industrie für den Wohlstand des Feindes zu verschleiern, wird in vielen Fällen die Vernichtung der Hoffnungen und Früchte einer oberflächlichen, Intrige( dies sei die Bedeutung der Mi- von niemand ernst genommen werden. Bezeichnend dagegen ist das jahrelanger Arbeit. Die Regierung ist ehrenhalber verpflichtet, dieje nisterkrise) und dem tiefen Willen des ganzen Volkes( interventio- militärische Armutszeugnis, das aus dem Bestreben spricht, an Leute nicht wie gewöhnliche Gefangene zu halten, sondern sie nach nistische Kundgebungen) wird nicht die Intrige das letzte Wort Stelle des feindlichen Heeres die Hilfsmittel friedlicher Arbeit au laffen abzuteilen, für angemessene Beschäftigung zu sorgen und sie nichts von den gewohnten Annehmlichkeiten des Lebens entbehrent behalten. Italien bleibt, was es gestern war:" Ginig und glühend vernichten. zu lassen, sonst wird man im Auslande urteilen, daß die englische Regierung geneigt ist, die ersten Grundsätze der Gerechtigkeit und Wohlanständigkeit gegen eine hilflose Klasse von Menschen zu ver geffen, sobald die Polizei unfähig wird, mit der Gefahr fertig zu werben, die der Lärm einer strupellosen Presse geschaffen hat. „ Daily Telegraph" berichtet über die Deutschen pogrome in dem Osten Londons: Die Häuser wurden von Die Meinung des Temps". wie niemals." Griechenland bleibt neutral. Der türkische Krieg. bera Athen, 15. Mai.( W. T. B.) Meldung der Agence Der Kampf um die Dardanellen. d'Athènes. Da eine endgültige Vereinbarung zwischen Konstantinopel, 14. Mai::( W... B.) Das Hauptquartier Griechenland und dem Drei verband über die Formel teilt mit: Bei Ari Burnu fann der. Feind frog der Verder Gewährleistung der territorialen Integrität nicht zustande stärkungen, die er erhalten hat, aus seinen Verschanzungen oben bis unten ausgeplündert. Eine beträchtliche Menge von gekommen ist, sind die Verhandlungen unter- nicht vorrücken. An einigen Punkten versuchte der Feind eine Taschenuhren, Wanduhren und Ringen wurden geraubt. Die Frauen brochen. Westlicher Kriegsschauplah. Unternehmung, die vor unseren kräftigen Gegenangriffen hatten besondere Schürzen, um die Beute fortzutragen, Knaben bes scheiterte. Jm Abschnitt von Seddul. Bahr hält der Feind nutzten Handkarren. Es ist jetzt fein ungewöhnlicher Anblid, Frauen seine alten Stellungen; er verhält sich ruhig. Einer unserer und Mädchen Schinken, Tee, Suder und andere Lebensmittel durch Flieger warf erfolgreich Bomben auf das feindliche Lager. die Straßen tragen zu sehen. Im Süden von London, wetteiferten Der französische Tagesbericht. Der Feind erhielt Verstärkungen, um seine. Verluste die Kinder mit den Erwachsenen im Plündern von Eßwarenläden. Paris, 15. Mai.( W. T. B.) Amtlicher Bericht 34 ersehen; aber die Verstärkungen wurden durch das von anderer Seite wird gemeldet: In New Castle und Gates von gestern nachmittag: Seit gestern morgen bis nachts wirksame Feuer unserer Batterien, die wir vorschoben, zer- Head wurden die Ausschreitungen gegen Deutsche fortgesetzt. Alle streut. Das gestern früh in der Mortobucht versenkte Schiff Läden deutscher Schweineschlächter wurden zerstört. herrschte unaufhörlicher Regen. Wir nahmen trotz des schwie- ist das englische Panzerschiff, Goliath". Ein großer Teil wird auf 2000 Pfd. Sterling geschäßt. In Graves End wurden die rigen Geländes mehrere deutsche Schüzengräben südwestlich der Besagung ist ertrunken. Diesen Sieg trug unser Torpedo- deutschfeindlichen Ausschreitungen durch Truppen mit aufgepflanztem Souchez ein und behaupteten auf der übrigen Front von bootszerstörer Muavenet i millije" davon, der, nachdem er Seitengewehr beendet. Infolge der Ausschreitungen, die sich u. a. 2003 bis Arras alle Gewinne der Vortage. Im Aisne ſeinen Auftrag erfolgreich ausgeführt hatte, wohl gegen zahlreiche deutsche Bäcker richteten, entstand gestern in London tal zerstörten wir vier deutsche Blockhäuser und mehrere behalten zurückkehrte. Feindliche Torpedoboote wurden Brotmangel. gezwungen, sich vor dem Schüßengräben. Feuer unserer Küsten- Der Sozialbemotrat DueIch sagt in einer Zuschrift an " Der Schaden Die Internierung in London. Paris, 15. Mai.( W. T. B.) Amtlicher Bericht booten hörte man starte Explosionsgeräusche. Unsere heze beteiligt find, verursachen absichtlich so viel Unruhe, wie Paris, 15. Mai.( W. T. B.) Amtlicher Bericht batterien zurückzuziehen, Unter den feindlichen Torpedo- Daily Chronicle": Die Blätter, die zumeist an der Deutschenvon gestern abend. Nördlich Arras machte der Zustand des Küstenbatterien an der anatolischen Küste bombardierten sie nur tönnen, um der Regierung Schwierigkeiten zu bereiten. Sie Geländes Aktionen schwierig, jedoch dauerte unsere Dffensive wirksam die Landungsstelle und die feindlichen Lager bei handeln nicht aus patriotischen Motiven. fort. Südwestlich Angres griffen wir die Straße Seddul Bahr, wo sie einen großen Brand hervorriefen. Das Airnoulettes Souchez an, nahmen nördlich dieser Straße einen Panzerschiff, Charles Martel", das ohne Erfolg unſere, starken deutschen Schüßengraben von einem Kilometer Front, anatolischen Batterien beschoß, wurde zweimal getroffen. Der London, 15. Mai.( W. T. B.) Der Polizei chef erfüdlich der Straße ein start ausgebautes Gehölz und hinter französische Kreuzer Jeanne d'Arc" verfuchte in Fentque in ließ gestern den Befehl, alle feindlichen Ausländer im miltdiesem Gehölze einen Schüßengraben zweiter Linie ein. Auf den anatolischen Küstengewässern zu landen, aber auf unseren tärpflichtigen Alter zu verhaften. dem Gelände wurden 400 deutsche Leichname gefunden. Gegenangriff ergriffen die gelandeten Soldaten die Flucht und Weiter südlich setzten wir die Säuberung der Dstabhänge der Kreuzer zog sich zurück. Auf den übrigen Fronten hat sich nichts Wichtiges ereignet. und Südabhänge von Notre Dame de Lorette, Neuville und Saint Vaast fort. Bir nahmen Vernichtung eines englischen Unsere Artillerie brachte dem neue Häuser ein. Feinde laut Angaben Gefangener äußerst hohe " Internierung der Deutschen auch in Südafrika. Kapstadt, 15. Mai.( W. Z. B.) Nach einer amtlichen Meldung Torpedobootszerstörers? hat die Regierung nach Beratung mit der Reichsregierung beschlossen, alle erwachsenen männlichen Untertanen feindlicher Staaten zu interVerluste bei. Die Zahl der seit Sonntag gefangengenommenen Informationen ist außer dem Panzerschiff Goliath". auch ein ben der Regierung zur Verfügung stehenden Mitteln beschützt. Sie Konstantinopel, 15. Mai.( W. T. B.) Nach glaubwürdigen nieren. Personen, die sich naturalisieren lassen, werden mit Offiziere beträgt etwa 100, die Zahl der erbeuteten GeDifiziere beträgt etwa 100, die Zahl der erbeuteten Ge- englischer Torpedoboofzerstörer von den Türken in den Grund ge- werden aufgefordert, sich so zu verhalten, daß sie nicht die öffentliche schüße 20, darunter acht schwere, außerdem erbeuteten wir bohrt worden. Wegen des Rebels hat man es jedoch noch nicht un- Meinung erregen. 100 Maschinengewehre und Minenwerfer. Vormittags griffen zweifelhaft sicher feststellen können. die Deutschen im Waide von Ailly an. Nachdem sie einen Augenblick lang in unserer ersten Linie Fuß gefaßt hatten, wurden sie durch unseren Gegenangriff zurückgeworfen. Wir machten etwa 100 Gefangene. Auf der übrigen Front verlief der Tag ruhig. Zur Lufitiana"-Affaire. Die Ausschreitungen in Südafrika. Kapstadt, 15. Mai.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Zustand in Johannesburg war während den letzten 36 Stunden sehr ernst. Scharen des Volkes begannen wieder mit der Vernichtung von allem, was deutsch war oder was deutsch zu Jezt beherrschen die verstärkte Polizei sowie die Truppen die Lage. Der Ausbruch der Volkswut am Mittwoch scheint im ganzen Lande Nachahmung gefunden zu haben. Port Elisabeth, Durban und Die Cunardlinie bleibt in Betrieb. London, 15. Mai.( W. T. B.) Die Cunardlinie hat beAmerita eingestellt habe. Nur die Fahrt der, Mauretania" Paris, 15. Mai.( W. T. B.) Die französische Presse sucht die sei rüdgängig gemacht worden, weil nicht genug Nachfrage nach Bedeutung des Sieges der Desterreicher und Deutschen in Mittel- Bassagierplägen gewesen sei Die französische Presse über die Kriegslage. fanntgegeben, es sei unrichtig, daß die Gesellschaft ihre Fahrten nach sein schien, und vernichteten, was noch nicht gänzlich zerstört war. Bloemfontein folgten dem Vorbilde Johannesburgs. Die Menge anerkennen. Es besteht nicht der geringste Wunsch auf seifen durchzog die Straßen und rief nach Rache für die Lusitania". Japans, die Souveränität Chinas zu schwächen, eine Aufsicht über Die Bürgerwehr und die Schutzleute wurden zur Hilfe gerufen, um das Nachbarland auszuüben oder bestehende Abmachungen zwischen in den Vorstädten die Unruhen unter den Leuten zu unterdrücken, China und anderen Ländern zu schädigen. Aber Japan besteht auf die beim Plündern alkoholische Getränke erbeutet hatten. Einige wirksamer Anerkennung seiner Stellung, wie sie in den Punkten, der größten Magazine am Rand mit bedeutenden Vorräten, die welche jetzt Gegenstand der Unterhandlungen werden, festgelegt ist. Deutschen gehören oder Leuten die man für Deutsche hielt, wurden systematisch geplündert. Meilenweit sah man hohe Flammensäulen [ Lord Haldane über die allgemeine Wehrpflicht. auffteigen. In einigen Stellen wurden Schüsse gewechſelt. In Der japanische Vormarsch undrung der allgemeinen Behrpflicht hinwies; unter manchen Fällen wurden Gebäude einfach in Brand gesteckt. Bei fleineren Läden, Hotels und Kontoren holte man den Inhalt auf die Straße und zündete ihn da an. Seit Mittwochabend ist die Feuerwehr beständig tätig, sonst wären ganze Straßen niedergebrannt. In Kapstadt waren gestern die Schankwirts schaffen, Hotels und Klubs geschlossen. In Durban, wo die Polizei machtlos ist, dauern die Ausschreitungen an. Der Schaden im ganzen Lande dürfte zehn Millionen Pfund Sterling weit übersteigen. In Port- Elisabeth find zwanzig deutsche Häuser weit übersteigen. In Port- Elisabeth find zwanzig deutsche Häuſer bernichtet, in Prätoria wurde das Bureau der Zeitung„ Volkſtem" vernichtet, in Prätoria wurde das Bureau der Zeitung„ Volkſtem" überfallen. Aus Pietermaritzburg wird gemeldet, daß die Deutschen eiligst flüchten. Die Eisenbahnangestellten protestieren gegen die Anstellung von Deutschen bei der Staatseisenbahn. In Kimberley ereigneten fich Aufruhrszenen wie noch nie. 3 die japanische Presse. New York, 30. April 1915.( Eig. Ber.) Letzte Nachrichten. Beschlagnahme von Gummibereifung. Berlin, 15. Mai. Das Oberkommando in den Mar Bon der holländischen Grenze, 14. Mai.( T. U.) Im Oberbauſe gab der Lordkanzler Haldane, der bekanntlich vor llebergang ins Oberhaus lange Jahre Kriegsminister gewesen war, wichtige Erklärungen ab, worin er auf die Möglichkeit einer Ein anderen erklärte er: Wir fämpfen für unser Dasein, und wenn wir auch unter gewöhnlichen Umständen und in Friedenszeiten dafür halten, daß es schwierig wäre, von dem Freiwilligenwesen abzutommen, so werden wir uns vielleicht genötigt sehen, die Dinge abermals im Hinblick auf die Erfordernisse zu erwägen, die fich in Ueber den japanischen Vormarsch und seine Rüdwirkung auf diesem Augenblick dem Lande aufdrängen. Lord Lansdowne, der Amerika hört und liest man hier meist nur Optimistisches. Teils Oppositionsführer, nimmt diese Aeußerung als höchst bedeutsame liegt das daran, daß die amerikanische Presse, die sich in auswärtigen Erklärung auf, die beweise, daß das Kabinett bereit sei, die Lage Fragen sehr unsicher aufführt, auch hier wie in so manchen anderen aufs neue im Zusammenhang mit den Kriegsergebnissen und die sich Dingen dem Stichwort der englischen Presse folgt. Manchmal wirft baraus ergebenden Folgerungen zu prüfen. diese willige Gefolgschaft amüsant. Als lezthin die Londoner" Daily News" dem Sir Edward Grey wegen seiner Vertuschungspolitik in der japanischen Frage die Leviten las, fingen auch die New Yorker Blätter an, sich aufzuregen. Aber die optimistische Beurteilung ber Sachlage wird auch von den Japanern fleißig gezüchtet. Wie viele Kapstadt, 15. Mai.( W. T. B.) Meldung des Reuter- Amerikaner sind nicht in den letzten Monaten nach Japan gegangen schen Bureaus. Botha hat von Windhut aus einen Erlaß und mit der Ueberzeugung zurückgekehrt, daß alles in bester Ordan die Bevölkerung der Union gerichtet, in dem er die Aus- nung sei, daß Japan nicht im Traume daran denke, Rechte und schreitungen gegen die Deutschen bedauert, die eines Interessen der Amerikaner in China anzutasten? Die Japaner starten, ritterlichen Volkes nicht würdig seien. Wenn auch die haben diese Herren empfangen, sie als die Löwen des Tages ge- en erläßt mit Wirkung vom 17. Mai, mittags 12 Uhr, eine Be große Herausforderung auf alle ernstlichen Eindruck mache, feiert, und zwar so gefeiert, daß sie während ihres Aufenthalts in tanntmachung betreffend Vorratserhebung und Beschlagso solle man doch Taten vermeiden, die in keiner Weise dem Asien aus der Feierstimmung nicht mehr heraustamen. Japanische nahme über Gummibereifung für Kraftfahrzeuge jeder Lande nützen, sondern nur ernste Verlegenheiten bereiten könnten. Diplomaten und Professoren, wohl wissend, welche Elefanten- Art. Meldepflichtig und beschlagitahmt find bis auf weiteres jämt portion von platter Schmeichelei ein junges Volf wie das ameri- liche Vorräte an Gummibereifung( Decken, Schläuchen, Vollreifen) fanische vertragen kann, stellten dem amerikanischen Wolfe ein für Kraftfahrzeuge jeder Art, auch die an Fahrzeugen, für welche eine erneute Zulassungsbescheinigung nicht t crteilt wird, befindliche öffentliches Lob nach dem anderen aus. Der Graf Okuma be- Bereifung. Betroffen werden hiervon alle Personen und Firmen, reitete anfänglich( jeht liest man weniger von ihm) jede Woche alle Kommunen, öffentliche, rechtliche Körperschaften und Verbände mehrere Male ein mit süßen Freundschaftsworten gewürztes Be- sowie alle Empfänger, die vorstehende Gegenstände in Gewährsamt haben, soweit die Vorräte sich in ihrem Gewahrsam und oder bei ruhigungsmittel für die Amerikaner zu. Doch aus dieser Phase der Selbsttäuschung kommt man all- ihnen unter Zollaufsicht befinden. Vorräte in fremden Speichern, mählich heraus. Man erfährt immer mehr, was sich die Japaner Bagerräumen und anderen Aufbewahrungsräumen sind, falls der hält, von den Inhabern der betreffenden Aufbewahrungsräuine zit selbst über ihr Unternehmen in China erzählen. Ginen inter- Verfügungsberechtigte seine Vorräte nicht unter eigenem Verschluß essanten Bericht über die Auffassung der japanischen Presse enthält melden und gelten als bei diesen beschlagnahmt. Die näheren Bedie gestrige„ Evening Post". Der Lerichterstatter erklärt, auf Grundstimmungen sind aus der Bekanntmachung zu ersehen. seines Studiums der japanischen Presse, daß der Versuch Japans, auf dem asiatischen Festlande seine Hegemonie herzustellen, als Wiederaufnahme einer historischen Mission aufgefaßt werde, deren Ausführung schon vor beinahe 2000 Jahren von der Kaiserin Jingo und später, im 16. Jahrhundert, von dem Eroberer Hideyoshi begonnen wurde. Den Japanern scheint die Gelegenheit zur Herstellung ihrer Vorherrschaft deshalb so günstig, weil sie glauben, daß England und Amerika sich fürchten, den ehrgeizigen Plänen der Japaner entgegenzutreten. Amerika ist um seine Kolonien in Asien besorgt, und den Engländern ist angst und bange um die gewaltigen Besitzungen des britischen Reiches in der Südsee. Die Besizungen beider Länder können durch Japan bedroht werden. Seit dem die in Afien wellenden Engländer die chinesische Politik Japans offen mißbilligen und seitdem die Interessen Englands und der Appetit Japans immer mehr in Konflikt kommen, fangen die Japaner an, sich nach einem anderen Bundesgenossen umzuschauen, denn sie wissen sehr wohl, daß sie sich gegen England oder Amerika oder gar gegen beide vereinigt auf die Dauer nicht halten können. Man redet jezt von einem Bündnis mit Rußland, wodurch man eine gewisse Kontrolle über England und die Vereinigten Staaten glaubt ausüben zu können. Die Wirkung des U- Bootkrieges. London, 15. Mai.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. In der Woche, die am 12. Mai zu Ende gegangen ist, find 1427 transatlantische Dampfer in den britischen Häfen angekommen, sechs, darunter die„ Lufitania", wurden in Grund gebohrt. Die Schiffahrt nimmt die Blockade trozdem nicht ernst. Das geht aus den Verfrachtungen hervor. So wurden am 20. April zahl reiche Dampfer gemietet, um für die indische Regierung Weizen nach England zu bringen. Für die Tonne wurden 50 Schilling bezahlt, obwohl man im Zweifel war, ob für diesen Preis eine genügende Anzahl von Schiffen zu haben sein würde. Trotzdem ist der Preis seitdem nicht in die Höhe gegangen. Chinas Unfähigkeit zum Kriege. Ein gut informierter, soeben von Peting angekommener Engländer, welcher mit der inneren Geschichte der chinesisch- japanischen Verhandlungen durchaus vertraut ist, gab dem Vertreter des Reuter- Bureaus laut Morning Post" vom 7. Mai ein Interview. Er erklärte: Die Chinesen zeigten bisher die größte Geduld in den Berhandlungen über die japanischen Forderungen, welche einen weit ernsteren Charakter haben, als Japan zugibt. Die Chinesen erkennen, völlig die Unmöglichkeit bewaffneten Widerstandes an, und der Präsident hat in jedem möglichen Punkte nachgegeben, ohne die Unabhängigkeit des Landes zu vernichten. Die allgemeine Ansicht unter den Ausländern in China ist, daß die Japaner die jeßige europäische Lage benutzen, um eine Liste von Forderungen zu stellen, welche in normalen Zeiten feine der Großmächte geduldet hätte. Man befürchtet sehr, daß der Bräsident Yuan- shi- Rai, welcher in einer gefährlichen Zeit mit überraschender Weisheit gehandelt hat, nicht imstande sein wird, einen enormen chinesischen Boykott japanischer Waren zu verhindern, welcher verschiedentlich angedroht und wieder verhindert ist. Japan weiß genau, daß China dieses lezte Mittel benutzen kann, und die Chinesen, welche keinen Grund für die plötzliche Stellung von weit reichenden Forderungen einsehen, sind sehr geneigt, den Boykott als die mächtigſte Waffe, welche ihnen geblieben ist, anzuwenden. Bei dem letzten Boykott anläßlich der Tatsu Maru- Affäre im Jahre 1911 soll Japan 5 Millionen Pfund in dem eine Woche andauern den Boykott verloren haben. Aus autoritativer japanischer Quelle erfährt man die Hauptpunkte der dem japanischen Gesandten in Pefing gegebenen Instruktionen. Der Legt der Vorschläge kann nicht veröffentlicht werden, da er gegenwärtig vertraulich ist. Die japanische Negierung beschloß, mit China über die nachstehenden vier Fragen in Unterhandlungen einzutreten, um den durch den gegenwärtigen Krieg geschaffenen Stand der Dinge zu ordnen und die Dauerhaftigkeit des Friedens zu sichern; 1. Die Schantung- Frage. Ein Sieg der französischen Flotte. Amtlich. Berlin, 15. Mai.( W. T. B.) Am 13. Mai erschien der französische Kreuzer„ D'Estrees" vor Alexandrette und stellte den dortigen deutschen Konful in einem Ultimatum vor die Wahl, die zur Feier des Himmelfahrtstages auf dem Konsulatsgebäude wehende deutsche Flagge niederzuholen oder die Beschiehung des Konsulats zu gewärtigen. Der Konsul entlich den Parlamentär ohne Antwort. Der nun einsehenden Beschießung fiel nach dem 15. Schuß die Fahnenstange zum Opfer. Die Besagung des nur 500 Meter abliegenden Kreuzers- begrüßte Sen erstaunlichen Erfolg mit stürmischem Siegesjubel. So hat nun auch die französische Flotte mit Heldenmut ihren ersten Schlag gegen den Bestand des Deutschen Reiches geführt: sie kann diesen Erfolg mit Stolz in den Annalen ihrer Geschichte buchen und braucht nicht mehr mit Neis auf den- englischen Seeficg bei Bergen zu blicken. Das Seegefecht vom 1. Mai. Berlin, 15. Mai.( W. T. B) Das am 3. Mai amtlich bekannt gegebene Gefecht zweier deutscher Vorposten boofe mit englischen Streitkräften am 1. Mai, in der südlichen Nordsee hat sich nach den Berichten zweier deutscher Flieger offiziere, die Augenzeugen des Vorganges waren, folgender, Wenn alle Pläne in die Brüche gehen sollten, so wird man sich an Deutschland als Bundesgenossen wenden. In Japan erzählt man sich, daß sich Deutschland seit dem Anfang des Krieges mindestens einmal an Japan gewendet habe. Auf jeden Fall wird Japan seine Gunst nur dem schenken, der ihm behilflich ist, seine maßen abgespielt: Segemonie im fernen Osten herzustellen. Was sich die Japaner Die vier englischen Bewachungsfahrzeuge( im Dienst der eng hier erzählen, mag sehr roh und zynisch klingen, doch sie tun schließlischen Kriegsmarine stehende Fischdampfer)„ Barbados CF 36", lich nur dasselbe, was ihre Lehrmeister tun und taten. Von der„ Columbia H 42"," Christi H 936" und ein vierter Dampfer ohne gepriesenen Moral der Weißen kann der gelbe Mann in den Taten Namen und Nummer näherten sich dem holländischen Feuerschiff ihrer Staaten nichts entdecken. Er weiß nur, daß er unter Nordhinder aus südwestlicher Richtung, als aus Westen unsere bei Kanonendonner von dem frömmsten weißen Volte der Welt aus dem Schlafe geweckt wurde, und daß er sich bei den zivilifierten Bölkern nur mit der Waffe in der Hand Respekt verschaffen konnte. Eine Stimme aus Rußland. den Vorpostenboote herantamen. Das eine von ihnen schoß einen Torpedo auf„ Columbia" ab, der das Fahrzeug binnen einer halben Minute zum Sinten brachte. Das englische Bewachungsfahrzeug ohne Namen und Nummer strich daraufhin sofort die Flagge nud wurde daher von unseren Vorpostenbooten nicht angegriffen Während das englische Bewachungsfahrzeug Barbados" Font Das Organ der russischen Sozialrevolutionäre in Paris Myst" dem zweiten Vorpostenboot unter Artilleriefeuer genommen wurde, ( ,, Der Gedanke") veröffentlicht Bruchstücke aus dem Brief einer Ges schritt das Boot, das die„ Columbia" versenkt hatte, zur Rettung noffin, der unter Umgebung der russischen Briefzenfur nach dem Aus der Besazung dieses Fahrzeuges. Hierbei wurde es jedoch von dem 2. Süd- Mandschurei und östliche innere Mongolei. Die be- land gelangt ist. Die Briefschreiberin schildert zunächst den depri- englischen Bewachungsfahrzeug Christi" beschossen und mußte das fondere Lage Japans in diesen beiden Gebieten ist allgemein be- mierenden Eindruck, die die politischen Kreise Petersburgs anfangs Rettungswerk einstellen. Nunmehr griff auch das Bewachungsfahr tannt, aber in einigen Punkten sind die besonderen Stellungen auf fie ausgeübt hatten. Jest jedoch fährt sie fort macht zeug ohne Namen und Nümmer, obwohl es, wie erivähnt, die Chinas und Japans nicht richtig festgelegt. Dieser Zustand war sich in einigen Streisen eine Ernüchterung bemerkbar. Vor Flagge gestrichen hatte, in den Artilleriekampf ein, den unsere die Ursache vieler gegenseitiger und unnötiger Mißverständnisse. furzem fam ich mit Leuten von der Kadettenpartei in Berührung. Vorpostenboote abbrechen mußten, als eine Divison englischer Tor Daher ergreift die- japanische Regierung die Gelegenheit, endgültig Sie erzählten mir, weshalb am Anfang des Krieges ein solcher pedobootszerstörer erschien. Aus vorstehendem, einwandfrei beobachtetem Sachverhalt cr ihr territoriales Desinteressement an diesen Gegenden zum Aus- Stimmungsaufschwung geherrscht habe und nannten hierbei als druck zu bringen, um einerseits eine flare Definition der schon ge- Gründe den sogen. Stampf gegen den Militarismus, die erwartete gibt sich, daß das Rettungswerk unseres Vorpostenbootes durch. die schaffenen Lage Japans in der südlichen Mandschurei und der östli Wiedergeburt Bolens und ähnliches mehr. Zum Schluß fügten sie Engländer selbst verhindert wurde und daß sich ein englisches chen inneren Mongolei zu geben und andererseits die Quelle aber refigniert hinzu, allerdings set in den verflossenen sieben Striegsfahrzeug entgegen den Grundsäßen des Völkerrechts aut irgendwelchen Argwohns zu beseitigen. Es wird die Annexion oder Monaten von oben alles getan worden, um den Eifer abzukühlen; bei Sriege beteiligt hat, nachdem es bereits die Flagge gestrichen hatte. Teilung der Mandschurei erwähnt, von welcher so oft in übel- aufrichtigen Beuten habe denn auch dieser Eifer bedeutend abgesinnten Kreisen gesprochen wurde, mit der daraus folgenden in genommen. glüdlichen Rüdwirtung auf beide Länder. In den Dörfern, fährt die Brieffchreiberin fort, habe ich verDie Kämpfe auf dem Hartmannsweilerkopf. 3. Die Han- yeh- ping Kohlenbergwerk- und Eisengesellschaft. wundete Soldaten gesehen, die nach Hause Beurlaubt worden waren. Basel, 15. Mai.( W. T. B.) Die Nationalzeitung" meldet aus Hierüber wünscht Japan ein endgültiges Uebereinkommen mit Sie erzählen, daß die Verpflegung und Bekleidung gut gewesen sei: Boncourt: Von französischer Seite vernimmt man, daß die fran China, mit Rücksicht auf die sehr engen Beziehungen, welche feit allerdings hängt das von dem Charakter der einzelnen Truppenteile Bösischen Truppen auf dem Hartmannsweilerkopf bedeuvielen Jahren zwischen japanischen Kapitalisten und der Gesell- ab; in einigen sollen die Verhältnisse sehr schlecht sein. Dieser Tage tende Verstärkungen erhalten haben, und daß namentlich die Ver4. Die Unveräußerlichkeit der Häfen und der Safenstädte in reifte eine Bekannte zusammen mit Soldaten, bie wieber an die lufte an Offizieren und Unteroffizieren ersetzt wurden. Ferrer 4. Die Unveräußerlichkeit der Häfen und der Hafenstädte in Front geschickt werden. Sie gehen furchtbar ungern wieder fort. brachten die Franzosen nun auch 220- Millimeter- Geschütze dortChina und der Inseln an der Küste Chinas. Hiermit verfolgt Sie sagen, sie seien das erste Mal mit dem Bewußtsein ins Feld hinauf, nachdem vorher mit großer Mühe die notwendigen Wege Japan keinen anderen Zwed, als das Prinzip der territorialen gezogen, daß dies notwendig sei, jegt aber könnten sie nicht ohne hergestellt worden waren. Integrität Chinas nochmals festzustellen, deren Aufrechterhaltung Entsetzen an die Rückkehr an die Front denken." schaft bestehen. Die russische Zensur. " Die Zeitung Uraljez" wurde für das Feuilleton Die Deutschen in Uralst" vom Gouverneur mit 800 RbI. bestraft. Der Redakteur ist verhaftet worden. Auf Verfügung der Administration ist die lettische Arbeiterzeitung Jaunais Arodneets" geschlossen worden. das wesentliche Ziel der japanischen Politik im fernen Osten bildet. Die Annahme dieser vier Vorschläge hält Japan für notwendig, um die allgemeine Ruhe im Osten zu befestigen. Außer diesen vier Vorschlägen und ganz unabhängig von ihnen schweben noch verschiedene Angelegenheiten, welche die materiellen Interessen Chinas und Japans berühren und welche Japan bemüht ist, gegenwärtig im Interesse der Freundschaft beider Länder zu erledigen. Diese schließen die Frage der Ernennung von Ratgebern, Grundbesitz Eine neue obligatorische Verordnung des Chefs des Riewer japanischer Schulen und Hospitäler, die Waffenfrage, Eisenbahnen, das Recht der religiösen Propaganda, und zwar nicht notwendiger- Militärbezirks berbietet unter Strafandrohung bis zu 3000 RбI. weise ausschließlich buddhistischer Natur, durch japanische Unter- ebentl. 8 Monaten Arrest die Verbreitung lügenhafter tanen u. a. ein.. Mitteilungen über die Tätigkeit von Regierungsinstitutionen, " Das Blatt berichtet ferner aus dieser Gegend folgenden Vorfall: Als am 4. Mai abends die Glocken in den elsässischen Ortschaften den Sieg am Dunajec verkündeten, vernahmen die Frans Bosen in ihren Schüßengräben Ausrufe der Begeisterung aus den deutschen Stellungen, für die sie keine Erklärung hatten. Bald barauf begannen die Deutschen ein heftiges Maschinengewehrfeuer. Am anderen Tage fanden die Franzosen an den vordersten Stachel drähten Zettel mit der Aufschrift:" Die Russen sind besiegt. Hun derttausend Gefangene." Die Deutschen hatten im Schuße der Nacht diese Zettel angeheftet. Niedergebrannte Lokomotivschuppen. Königsberg, 15. Mai.( W. T. B.) Heute nachmittag brach aus rungs- Werkstättenschuppen am Ostbahnhofe ein Großfeuer aus, bas sich bei dem herrschenden starken Winde schnell ausbreitete und fieben Einzelschuppen einäscherte. Gegen sechs Uhr abends war das Feuer eingedämmt. Eine Anzahl Lokomotiven konnte aus den brennenden Schuppen nicht mehr geborgen werden. Der Sach schaden ist beträchtlich. Militär beteiligte sich an den Löscharbeiten, Die wirkliche Wurzel der Schwierigkeiten liegt, wie Morning Amtspersonen, Truppen und des Militärrefforts, sowie von Ge Boft" weiter ausführt, in der Tatsache, daß China noch immer auf rüchten, die allgemeine Beunruhigung hervorrufen, desgleichen auch noch nicht festgestellter Ursache in den Lokomotiv- und Ausbeſſe Japan herabsteht, und sich nicht dazu verstehen kann, das kleine abfällige Bemerkungen über die Organisationen der Truppen, geringNachbarland als auf gleicher Höhe mit sich selbst, viel weniger denn schäßiges Verhalten dem russischen Militär, wie auch den Truppenmit den Großmächten, einzuschäßen. Die japanischen Vorschläge führern gegenüber, ferner das oben der Operationen der wollen mit dieser Haltung Chinas endgültig aufräumen und China feindlichen Truppen und der Ordnung in den mit Rußland foll endlich Japan als gleichberechtigt mit den anderen Mächten Kriegführenden Ländern. 1 PEINGSTEN 25.75 Weiße Kleider, wie dieses, in ihrer duftigen Bartheit und entzüdend gemustert, sind so recht passend für sonnige Feiertage. In vielen neuartigen Mustern bei uns für 33.25 Die fo modernen und ele ganten Jackenkleider in Blau und Schwarz finden in unferen neuen Faltenschoßformen mit ihrem hübschen sogenannten Hindenburg fragen immer wieder neuen Beifall Preislagen bis 4000 bon 1375 bis 6000 von 950 in allen bis 4000 Preislagen 13.75 War ber Covertcoat schon seit Anfang der Saison beliebt, so wurde er in den letzten Tagen geradezu stürmisch bei uns verlangt. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Nehmen wir jedoch einmal an, es tritt ein, was Ger Sonntag, 16. Mai 1915. Wie Philippo w ich und besonders Gerloff die Sache Ein wirtschaftliches Bündnis off prophezeit, der„ wirtſchaftliche Imperialismus“ ſeße sich aufſaſſen, würde es sich bei einem wirtſchaftlichen Bündnis zwischen Deutschland und Oesterreich- Ungarn. als in der von ihm angenommenen Weise durch; wäre dann zwischen Desterreich- Ungarn und Deutschland um ein Ge ein Wirtschaftsbündnis mit Desterreich- Ungarn ein Mittel, der bilde handeln, daß sich auf den Kampf Gefahr zu begegnen? Wir glauben faum. Die populäre An- gegen die ganze übrige Welt einstellt. Man schauung, wonach bei einem solchen Bündnis Desterreich- Ungarn würde das gemeinsame Gebiet mit einer Zollmauer der Lieferant von Acerbauprodukten und Abnehmer deutscher umgeben, die womöglich noch wäre, höher Industrieprodukte sein würde, ist durchaus falsch. Die Doppel- die bisherigen, in jedem der beiden Staaten bcSeit einiger Zeit wird die Frage eines wirtschaftlichen monarchie hat aufgehört Exportland für Ackerbauprodukte zu stehenden. Zwischen den beiderseitigen Gebieten würden Bündnisses zwischen Deutschland und Desterreich- Ungarn in sein. Ungarn hat allerdings Ueberschuß an Getreide, ist aber die Zollschranken nicht ganz fallen, ganz fallen, denn dazu sind Flugschriften und in der Presse besprochen. Angeregt wurde kaum imstande, den Bedarf Desterreichs zu decken. Allerdings die Verhältnisse noch nicht reif, sondern es würden hier Diese Diskussion wohl durch eine Schrift des Wiener Professors find verschiedene Teile der Monarchie- Galizien und die Zwischenzölle bestehen bleiben, die niedriger wären als die Philippowich), der wiederum mitteilt, daß er auf Ein- Bukowina wohl in der Lage, ihre Produktion erbeblich zu Auslandszölle. Abgesehen davon, ob es gelingen würde, die ladung von Professor Liszt zur Feder greift. Der öster- steigern, aber auch der Bedarf steigt. Dagegen machen die Interessen der einzelnen tapitalistischen Gruppen, der Großreichische Nationalökonom schließt ohne viel Federlesens österreichischen Länder lebhafte Anstrengungen, ihre Industrie grundbesitzer und der Industriellen hüben und drüben unter Belgien in das Bündnis ein. So sieht er im Geiste ein Ge- zu entwickeln. Sie müssen auf diesem Wege fortschreiten, einen Hut zu bringen, würde der Zwed sicher nicht erreicht biet von 1 195 728 Quadratkilometer mit einer Bevölkerung wenn sie nicht in noch höherem Maße als bisher Menschen werden. Der Absatz deutscher Erzeugnisse nach Desterreich und bon 126 Millionen Menschen entstehen. ,, Diese Gemein- exportieren wollen. Ein Bündnis, bei dem Desterreich- Ungarn umgekehrt würde sich wohl heben, wenn die Zollschranken schaft, die von der Adria bis zur Nordsee reicht, die Rolle eines Hinterlandes" für die deutsche Induſtrie ermäßigt werden, aber einen Ersatz für den Verlust, der entwird den Verkehr mit allen Weltteilen nach dem Striege zufallen würde, würde jedenfalls dort auf heftigen Widerstehen muß aus der Absperrung gegen andere Länder, kann wieder aufnehmen und durch ihre Größe und die Mannig- stand stoßen. weder für die deutsche noch für die österreichische Industrie faltigkeit der Produktionsgelegenheiten einen starken Einfluß Was den Orient anbetrifft, so ist erstens sehr fraglich, auch nur im entferntesten herbeigeführt werden. auf den Orient gewinnen." Er meint dann am Schluß: ob die Dinge sich derart abwickeln, daß auf diesen Märkten die Anders, wenn man die Sache so auffaßt, daß als „ Der Verkehr mit England, Frankreich und Rußland wird deutsche und österreichische Industrie vor anderen bevorzugt 3iel die Förderung der wirtschaftlichen Bewohl nicht sobald wieder jene Intensität bekommen, die werden, zweitens würde selbst in diesem unwahrscheinlichen ziehungen zwischen den beiden Ländern er er früher gehabt hat", dagegen bestehe Hoffnung, daß der Falle der Absatz auf diesen Märkten in den nächsten scheint, ohne daß dadurch die Beziehungen Drient noch entwicklungsfähig ist und, unter dem Einfluß Jahrzehnten nicht groß genug sein, um auch nur den Ausfall zu anderen Ländern verschlechtert werden Deutschlands in feiner Stultur gehoben, ein brauchbares Pro- des Erports etwa nach Rußland zu ersehen. müssen. Aufgabe ist dann die Herbeiführung eines duktions- und Konsumtionsgebiet abgeben kann." Es ist demnach zu folgern, daß bei dem so gedachten Friedens, der den wirtschaftlichen Krieg ausschließt. Daran Noch deutlicher wird Prof. W. Gerloff,**) ein Reichs- Bündnis, also für den Fall, daß auch nach dem Kriege die sind die breiten Volksmaisen in allen Ländern interessiert und deutscher, der seit ein paar Jahren an der Universität Juns- beiden Staaten in einer Welt von Feinden allein stehen", sie wirken auf dieses Ziel hin, indem sie nach wie vor den brud lehrt. Er meint in seiner Schrift, Der wirtschaft- das Wirtschaftsbündnis keinen Ersatz für andere Absatzmärkte Schutzzoll und das System der indirekten Steuern bekämpfen. liche Imperialismus und die Frage der der deutschen und der österreichischen Industrie schaffen kann. Unser Schluß lautet daher: ein Wirtschafts. 3olleinigung zwischen Deutschland und Worauf es ankommt, ist, unter allen Umständen zu ver- bündnis, dessen Zweck der Kampf gegen Militärfragen ja! J. K. Besterreich- Ungarn", der Krieg werde zur Verwirk- meiden, daß nach Friedensschluß der Wahnwitz eines perma- die übrige Welt ist nein! ein Wirtschaftslichung der Chamberlainschen Idee von einem geschlossenen nenten Wirtschaftsfrieges zur Wirklichkeit wird. Da unter bündnis, das dazu führt, die Beziehungen Wirtschaftsgebiet des größeren Britanniens", Englands und einem solchen Zustande ganz zweifellos die werktätige Be- mit den Nachbarstaaten zu erleichtern dur dh seiner Stolonien führen; Frankreich sei mit seinen Kolonien völkerung fämtlicher europäischen Länder zu leiden hätte, Abbau der 3ollschranken zwischen ihnen, bereits ein Gebilde, das einer Zollunion nahekommt"; Ruß so darf man wohl auf einen Triumph der Vernunft hoffen, aber gleichzeitig einen Schritt vorwärts Land mit seinen asiatischen Besitzungen bildet ein geschlossenes der ähnliches unmöglich machen wird. Nicht wirtschaft auf der Bahn zum Freihandel ist Wirtschaftsgebiet. Daraus schließt er:„ Gegenüber diesen licher Imperialismus" im Sinne einer AbEntwickelungstendenzen ergibt sich für die mitteleuropäischen sperrung der der Staatsgebiete durch ito ch Staaten, das heißt zunächst für Deutschland und Desterreich höhere Schranken als bisher, sondern im Ungarn, der unbedingte Zwang, unter kräftigster Förderung ihrer Gegenteil, Beseitigung des Systems der Land- und Seeinteressen sich auch wirtschaftlich zusammenzu- Schutzölle muß die Losung sein. schließen"..." Deutschland und Desterreich- Ungarn stehen So betrachtet, gewinnt aber die Frage einer wirtschaftin einer Welt von Feinden allein. Um so not- lichen Annäherung zwischen Desterreich- Ungarn und Deutschwendiger ist, daß der Waffengemeinschaft die land ein anderes Gesicht. Freilich sind hüben und Am Sonnabend verhandelte die Kommission zunächst die Fragen Wirtschaftsgemeinschaft folge. Ein Wirt- drüben die Industriellen und die Großgrundbesitzer schutz- militärischen Charakters. Abg. Dove( Fortschr.) erörterte einige fchaftsgebiet vom Eisernen Tor bis zur Jser zöllnerisch gesinnt. Der letzte Handelsvertrag, der 1906 Fälle unangemessener Behandlung von Mannschaften.- Abg. Mumm in Flanderns blutigen Schlachtgefilden oder in Kraft trat, brachte denn auch erhöhte Zölle: Deutsch( Wirtsch. Vg.) bemängelt die ungenügende Seelsorge im Felde und bis zur Jssel, einer der schiffbaren Mün- land führte höhere Agrarzölle ein und mußte einwilligen, daß frankheiten. Stellv. Kriegsminister v. Wandel erörtert die von der berbreitet sich dann eingehend über die Bekämpfung von GeschlechtsDungen des Rheins, das ist es, was wir haben Desterreich höhere Zölle auf deutsche Industriewaren legte. Deeresverwaltung ergriffenen Maßnahmen. Auch der Alkoholgenuß bei wollen und haben müssen." Indessen ist die Behauptung, daß die österreichische Industrie den Truppen wird möglichst eingeschränkt.- Abg. Stüd len betonte, Nun, wir glauben nicht an die Gefahr der wirtschaft- bei einer Ermäßigung der Zölle unter dem Druck der deutschen daß die Militärverwaltung aus dem Schweigen der Sozialdemokraten lichen„ Eintreisung" der beiden verbündeten Staaten, aber Stonkurrenz zusammenbrechen würde, sicher nicht stichhaltig. bei der Verabschiedung des Militäretats nicht den Schluß ziehen dürfe, noch weniger an die Wirksamkeit des Mittels, das uns hier Das größte Hindernis für die Entwicklung der österreichischen daß darum kein Anlaß zur Kritik vorhanden sei. Das Gegenteil ist zur Abwehr empfohlen wird. Industrie ist bisher das verfehlte Steuersystem und die Agrar- richtig. Gewisse Mißstände müssen aber wenigstens in der Komvor der Budgetkommission. Was die Gefahr betrifft, so ist vor allem die Schaffung verfassung, die die Massen der ländlichen Bevölkerung hindert, mission erörtert werden. Die Behandlung der eingezogenen Landvines„ geschlossenen" Wirtschaftsgebietes Englands und ihre Kräfte zu regen. Die natürlichen Bedingungen der Ent Dffiziere, als vielmehr eine Anzahl Unteroffiziere, die sich in nicht an Ent- ſturmleute läßt vielfach zu wünschen übrig. Es sind weniger die feiner Kolonien nicht wahrscheinlich, soweit man darunter ein wicklung sind dagegen vielfach günstig. Trifft es zu, daß in den gemessener Weise betragen. Man dürfe doch nicht vergessen, daß es sich Gebilde versteht, das sich durch Zölle gegen die übrige Welt nächsten Jahrzehnten, dank den Fortschritten der Elektro- bei den Landstürmern meist um ältere, verheiratete Leute handelt, die absperren soll. Dieser Plan, das hat die Chamberlainsche technif, die weiße Kohle" zu immer größerer Bedeutung vielfach im Zivilleben sozial weit über den Unteroffizieren stehen. Propaganda bereits gezeigt, stößt auf heftigen Widerstand kommen wird und diese Tendenz kann wohl nicht bestritten| Redner bespricht dann die Stellung der zu den Armierungssowohl in England als in den Kolonien. In England vor werden so haben die österreichischen Alpen- und Karpathen Truppen eingezogenen Leute und bemängelt den Zustand, daß diese allem darum, weil es den Bruch mit dem Freihandelssystem länder mit ihren schier unerschöflichen Wasserkräften vorzüg- und andere Truppenteile heute mobil, morgen wieder immobil sind. bedeutet. Freilich bestehen auch in England starte schutzöllnerische liche Chancen wirtschaftlicher Entwicklung. Eine plößliche Auflagen über Verpflegung und Unterkunft sind häufig. Redner be Strömungen, aber es überwiegt jedenfalls bei den Industriellen hebung der Schutzölle würde allerdings manchen Industrie- spricht dann die Arbeitsverhältnisse beim Bekleidungsamt in Königsberg. energisch Abhilfe fordernd. Die Entscheidung die Tendenz, den Freihandel aufrecht zu erhalten. Nicht nur zweig, der kümmerlich unter diesem Schuße gedeiht, zum Er- des Reichsmilitärgerichts, daß Soldaten an sich ungefährliche wissen die Fabrikanten von Exportartikeln, daß sie am besten liegen bringen, aber es ist wohl wahrscheinlich, daß eine syste- Operationen vornehmen vornehmen lassen müssen, ist ganz unbers beim Freihandel fahren, sondern dieser Freihandel hat auch matische Herabsetzung dieser Zölle, wenn sie Hand in Hand ständlich. Zu verurteilen ist es, wenn Soldaten dieserbewirkt, daß die internationale Arbeitsteilung England zugute geht mit Wegräumung der Hindernisse, die die bisherige balb benachteiligt werden. Der Kriegsminister möge schleunigst gekommen ist, wie keinem andern Lande. Um nur ein Bei- Finanz- und Wirtschaftspolitik schafft, die Produktivkräfte er- Anordnungen treffen, damit die gerügten Mißstände beseitigt werden. fpiel herauszugreifen: Die englische Eisenindustrie würde in höhen würde. Das ist auch der sicherste Weg, auf dem die Stellv. Kriegsminister v. Wandel versichert, daß er alles tun ihrer Leistungsfähigkeit start beeinträchtigt werden, wenn ihr die wirtschaftlichen Beziehungen der beiden Staaten sich intensiver werde, um die kritisierten Mißstände zu beseitigen. Abg. Baiser mann gibt die Schuld an diesen Mißständen dem oft nicht geMöglichkeit genommen würde, billig Halbfabrikate auf dem noch als bisher gestalten würden. eigneten Ausbildungsmaterial. Der Verkehr der Verwundeten mit 3 -Weltmarkt zu kaufen. Der englische Schiffsbau bleibt Professor Karl Diehl hat in einer Schrift 3ur ihren Familien sollte erleichtert werden. Abg. Graf West ar p an der Spize, weil er abgesehen von anderen Vorzügen, Frage eines Zollbündnisses zwischen Deutsch verlangt ebenfalls Beseitigung der Ursachen der vorgebrachten das Eisen aus Deutschland billiger bezieht, als es die deutschen land und Desterreich- Ungarn*) alle Schwierigfeiten lagen. Die Verhältnisse der in den Diensten der HeeresWerften erhalten. Bei einem System von Kampfzöllen, würde hervorgehoben, die einem derartigen Bündnis entgegen stehen. verwaltung stehenden Zivilärzte bedürfen sofortiger Regelung. das alsbald aufhören. Für die Kolonien kommt in Frage, Er betont mit Recht, daß durch Aufhebung der Zölle Abg. Hoch hebt die auffällige Tatsache hervor, daß allen Parteien daß das Mutterland keineswegs in der Lage ist, ihre gesamte allein feineswegs ein einheitliches Wirtschaftsgebiet lebhafte Klagen zugegangen find. Wenn man die Frauen in Produktion aufzunehmen, noch ihren Bedarf an Industrie- geschaffen wird. Er betont sehr richtig, daß ein„ Zollbündnis Feindesland unterstüßt, dann geht die Prostitution sofort zurüd. erzeugnissen zu decken. Eine Absperrung durch Zölle gegen zwischen zwei Ländern, von denen das eine eine vollwertige ben ihrem Rang entsprechenden Sold verweigert. Den Soldaten, Wie steht es mit den überzähligen Unteroffizieren, denen man Deutschland, würde also diese Kolonien empfindlich schädigen Währung hat, z. B. die Goldwährung, während das andere die aus dem Felde beurlaubt werden, muß unbedingt freie Fahri und sie dürften wenig Luft zeigen, die Wunden, die ihnen der eine minderwertige Währung hat, z. B. eine entwertete Papier- gewährt werden. Redner stellt einen entsprechenden Strieg schlägt, offen zu halten, indem sie den Handelsfrieg ins währung, ausgeschlossen ist." Nun hat Desterreich- Ungarn seit Antrag. ie fanitären Einrichtungen in der Pulverfabrik in Endlose fortsetzen. 1892 formell die Goldwährung, aber sie ist nicht tatsächlich Hanau bedürfen dringend der Verbesserung, wie dort auch Arbeiter Aehnlich stehen die Dinge aber auch in Rußland. Hier durchgeführt, eine Verpflichtung der Desterreichisch- Ungarischen nicht deshalb von der Arbeit ausgeschlossen werden dürfen, weil herrscht das extreme Schutzollsystem, aber dessen ungeachtet steigt Bank zur Bezahlung ihrer Noten besteht nicht. Das hat Frauen eingestellt worden sind. Stellv. Kriegsminister v. Wandel der Bedarf an fremden Industrieerzeugnissen beständig. zur Folge, daß der Devisenkurs schwankt. Die Folge ist, fagt Untersuchung der gerügten Mängel zu. Der Verkehr der Verwundeten mit ihren Familien son erleichtert werden. Denkbar wäre freilich, daß Rußland die Einfuhr aus England daß beim Steigen der Devisenkurse, eine Prämie für die Unteroffiziere können nur hierzu befördert werden, wenn und Frankreich begünstigt und jene aus Deutschland und Ausfuhr entsteht, beim Sinken der Ausfuhr erschwert wird. eine etatsmäßige Stelle frei ist. Die Genehmigung der freien Desterreich mit Kampfzöllen belegt. Ein solcher Plan aber Vorbedingung für ein Zollbündnis wäre also jedenfalls die Fahrt an Urlauber soll erwogen werden.- Abg. Seyda bewäre sehr schwer durchführbar. Erstens kommt die tatsächliche Durchführung der Galdwährung. Dann die Steuer- mängelt das Requisitionsverfahren und trägt Alagen polnischer geographische Lage in Frage; zweitens werden bei der be- politik: indirekte Steuern wirken wie Zölle und deshalb ist Soldaten vor. Abg. Giesberts( 3.) empfiehlt die Androhung stehenden internationalen Arbeitsteilung viele Erzeugnisse der ein einheitliches Zollgebiet kaum durchzuführen, wenn diese von Strafen für Unternehmer, die ihren Arbeitern den Schüßendeutschen Industrie überhaupt nicht zu ersehen sein, wenigstens Steuern verschieden sind. Aber auch die Gebäude-, die Ge- graben androhen, falls sie nicht willig sind. Abg. Stadthagen in nächster Zeit nicht, während andere Erzeugnisse wohl auch werbe-, die Grundsteuern üben Einfluß auf die Produktions- empfiehlt den sozialdemokratischen Antrag auf freie Fahrt für Urin anderen Ländern zu haben sind, aber nur zu sehr viel kosten und damit die Preise. Diese Steuern sind in Defter- Antrag, der freie Fahrt nur dann gewähren will, wenn der Urlaub lauber und bekämpft einen mittlerweile eingebrachten konservativen höheren Preisen; drittens muß Rußland nicht nur kaufen, reich sehr hoch, Vorbedingung für ein Zollbündnis wäre also aus wichtigen Gründen erteilt wurde. sondern auch verkaufen und es ist noch sehr die Frage, ob die Aenderung des Steuersystems. Schließlich bedarf ein eines bei Sperrung des deutschen Marktes anderswo Absatz heitliches Zollgebiet auch einheitlicher Verkehrspolitik, einheit finden würde für seine Produkte. Der Handelsfrieg der licher Bahnfrachten. neunziger Jahre, der sowohl Deutschland als Rußland schweren Gewiß sind nun diese Hindernisse zu beseitigen und zwar Schaden brachte, ist da sehr lehrreich. Allerdings hat man jetzt erfordern die sozialen Interessen, daß hüben und drüben mit in der Kriegsnot Projekte geschmiedet, die sich gegen den allen Erschwerungen des Handels aufgeräumt wird. Nicht deutschen Handel richten, wobei wohl gleichzeitig mit der Wurst nur die Schutzölle, sondern alle Begünstigungen bestimmter nach der Speckseite geworfen wurde: um die Anleihen, die Gruppen von fapitalistischen Produzenten sind ein Schaden Rußland braucht zu erleichtern, wurde englischen und für die Allgemeinheit, während auf fiskalischem Gebiete die französischen Kapitalisten vorgespiegelt, nach dem Kriege Abschaffung aller indirekten Steuern, die auf die Konsumenten würden sie in Rußland profitable Geschäfte machen. Es ist abgewälzt werden, im Interesse der Voltsmassen liegt. indessen zu hoffen, daß nach dem Kriege die Vernunft wieder So zeigt sich, daß wenn von einem Zollhündnis die in ihre Rechte tritt und die phantastischen Projekte zerstieben. Rede ist ganz verschiedene Dinge darunter verstanden werden können. *) Ein Wirtschafts- und Zollverband zwischen Deutschland und Desterreich- Ungarn. S. Hirzel, Leipzig. **) Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart und Berlin 1915. *) Verlag von Gustav Fischer, Jena, 1915. für die Beibringung von Goldmünzen Urlaub versprochen wurde, ist unstatthaft. Redner fordert Auskunft darüber, ob den Soldaten verboten wurde, mit dem Abg. Liebknecht zu verkehren. Abg. Stüdlen ging näher auf die Schwierigkeit ein, die sich aus der Beförderung zu außeretatsmäßigen Unteroffizieren ergibt. Dem Verlangen der Jugendabteilungen, ihnen Gewehre zu überlassen, möge sich der Kriegsminister auch fernerhin ablehnend verhalten. Biel fommt bei dieser Soldatenspielerei ja doch nicht heraus. Bei der Aushebung muß sehr gewissenhaft verfahren werden, damit man nicht Leute aus ihrem Beruf herausreißt, um sie dann nach einigen Tagen wieder von der Truppe als unbrauchbar zu entlassen. Stellv. Kriegsminister v. Wandel erklärte noch, daß über die An gelegenheit Liebknecht noch feine Auskunft eingetroffen fei. Damit war die Aussprache beendet. Die Anträge auf Gewährung freier Fahrt für die beurlaubten Krieger wurden einstimmig angenommen, nachdem die Konservativen ihren einschränkenden Zusatz gestrichen hatten. Die Debatte über die wurden dann fortgefekt. " " Tatkräftige Minoritäten. Theodor Wolff schreibt im„ Berliner Tageblatt" in einem Leitartifel über die Haltung Italiens: Dieser Artikel verstößt gegen die militärische Anordnung. daß alle Aufsätze, die Erörterungen über Kriegsziele und Friedensbedingungen streifen, vor der Veröffentlichung zur militärischen Zensur vorzulegen find." Ein ,, Bericht". " Schlacht erfunden... richten mitteilen. Was wir zur Würdigung von derlei Be Ernährungsfragen Wir haben zwar nicht den langen Krieg gewünscht, sind aber sofort bei Kriegsausbruch der llusion eines Abg.& isbe& fritisiert die Maßnahmen der Regierung. Die schnellen Sieges Deutschlands entgegengetreten. Aber wir Richpreise für Frühfartoffeln von 10 M. sind viel zu hoch. Höchst wären froh gewesen, wenn unsere Befürchtungen einer preise sind in der Regel zu Mindestpreisen geworden. Die neue langen Kriegsdauer von der Wirklichkeit widerlegt worden Ernte muß in Bewirtschaftung des Reiches genommen werden. wären. Die Freude der Deutschen Tageszeitung" über Höchstpreise dürfen aber nicht auf dem Papier stehen bleiben. Die ihre Voraussicht der langen Dauer des Strieges ist daher nicht Breffequartier folgende Depesche der Kriegsberichterstatter Die Wiener Arbeiterzeitung" erhält aus dem KriegsDen ganzen Hypothekenschieber in Berlin Kartoffelhandel geworfen und verlangen nun Wucherpreise. nur uns, sondern wird auch den weitesten Voltskreisen un- Bittner, Ecker, Reden, Roda Roda, Schulz: Die im„, BerDamit schädigen sie aber auch den reellen Handel. Abgeordneter verständlich sein. Allerdings teilen weite Volksmaffen auch nicht liner Tageblatt" erschienene ausführliche Darstellung Behrens( Wirtsch. Vereinig.) wünscht mehr Brot für die arbeitende den Wunsch der Deutschen Tageszeitung" nach offenbar der Sch I a cht bei Gorlice ist vom Anfang bis zum Ende Bevölkerung. Andere Bedürfnisse können nicht gedeckt werden. Die neuen geographisch politischen Grundlagen für unter Benutzung des Hartlebenschen Reisehandbuches frei Agrarier haben die Preise in die Höhe getrieben. Redner führt Deutschlands Entwicklung. frasse Beispiele über das Verhalten der Zollbehörden bei der Einfuhr von Lebensmitteln an. Abg. Wurm: Die statistischen Ermittelungen haben ein falsches Bild ergeben, weil die mit der Ausführung betrauten Beamten zum Teil versagt haben. Nach den Wünschen des deutschen Landwirtschaftsrates soll fünftig der Einfluß der Landwirte verstärkt werden. Die großen Städte sind nicht so berücksichtigt worden, mie es nötig gewesen wäre. Redner schildert dann die bekannten Maßnahmen der Stadt Berlin auf dem Gebiete der Lebensmittelversorgung. Das Nachtbackverbot möge man auch nach dem Kriege beibehalten.( Der Staatssekretär nidt zustimmend). Das führt zu erheblichen Ersparnissen an Brot. Angesichts der Teuerung ist eine Herabjegung der Preise eine unabweisbare Notwendigkeit. Die Zwei Parteiblätter unter Präventivzenfur. Preise sinken sofort, sobald man die in die Form von Zu Die Bergische Arbeiterstimme" in Solingen und ihr schlägen gekleideten Liebesgaben an die Landwirte beseitigt. Remscheider Kopfblatt haben am 7. Mai eine in 25 VerFleisch ist bereits zu einer Delikatesse geworden. Dem Fleischwucher muß durch Fesisekung billiger Preise abgeholfen sammlungen in Hessen- Nassau afgenommene Resolution verwerden. Auch der Wildbestand muß für die Volksernährung öffentlicht, die den Frieden fordert. Darauf erhielten nuzbar gemacht werden. Staatssekretär Delbrüd stellt fest, daß die beiden Blätter folgende Schreiben des stellvertretenden er sich nicht abfällig über die Statistit geäußert habe. Ueber die kommandierenden Generals vom 7. Armeekorps in Münster: Getreidereserve fann nicht eher verfügt werden, als bis sich der Ertrag der neuen Ernte übersehen läßt. Eine Kontrolle des Verbrauchs und zwveckmäßige Festsetzung der Preise ist nur möglich in Verbindung mit der freilich nicht stets durchführbaren Beschlagnahme. Abg. Arnstadt( f.) polemisiert gegen die Sozialdemokraten und bestreitet, daß die Landwirte besondere Vorteile erzielt hätten. Eine normale Ernte wird alle Schwierigkeiten beseitigen. An der weiteren Debatte beteiligten sich noch die Abgeordneten Giesberts( 3.), Böhme( natl.) und Abg. Molkenbuhr, der die Mängel der Höchstpreisfestsetzung einer Erörterung unterzog. Man fann nicht gleichzeitig den Konsumenten schützen und dem Produzenten höhere Preise Preise sichern. Hohe Preise sind fein Anreiz zur Sparsamkeit, denn mant trifft damit gerade die Aermsten. Der Spekulation hat man auf diese Weise geradezu Tür und Tor geöffnet. Das Höchstpreisgesetz hätte einer Ergänzung durch ein Minimallohugejezz bedurft, so daß mit der Steigerung der Preise auch die Löhne automatisch gestiegen maren. In einer Organisation für die Verwertung der neuen Ernte dürfen aber nicht die Landwirte das Uebergewicht haben, man muß dabei auch den Konsumenten eine Vertretung gewähren. Unterstaatssekretär Stichter sette in einer langen Rede noch einmal die Motive auseinander, die zu den Preisfestsetzungen geführt haben. Die Eizung wurde darauf auf Dienstag vertagt. Politische Uebersicht. " Kolonien oder Festland? In der Erklärung des Kolonial- Staatssekretärs Dr. Solf in Hamburg: Das Reich sei keineswegs gewillt, bei den Friedensverhandlungen seine Kolonien aufzugeben, sondern merde versuchen, das Verlorene wieder zu gewinnen und den Kolonialbesig nach Möglichkeit zu verstärken und auszubauen", schreibt die, Deutsche Tageszeitung": „ Es ist zu bedauern, daß kein ausführlicher Bericht über den Meinungsaustausch nach dem Vortrage des Staatssekretärs veröffentlicht worden ist, zu bedauern, denn es wäre sehr möglich, daß die Andeutungen des Herrn Staatssekretärs vielfach eine gewisse Unruhe in Deutschland hervorriefen, im besonderen wegen der Frage, weshalb denn zu besorgen wäre, daß DeutschLand seinen Kolonialbejizz aufgeben" tönnte. Auf der anderen Seite fönnte man freilich auch an die hier wiederholt erwähnten Angebote der britischen Presse denken, die sich zusammenfassen lassen folgendermaßen: räumt Deutschland Belgien, so wird England vielleicht die Gnade haben, ihm feine Kolonien wiederzugeben und dazu möglicherweise noch ein bißchen belgischen Kongo usw. Die Reden des früheren Staatsjefretärs des Reichstolonialamtes, Herrn Dernburg, bewegen fich, wie wir im Laufe der letzten Wochen an der Hand der vorliegenden Berichte feststellen konnten, genau auf der gleichen Rinie." Gegen diese Möglichkeit, der Räumung Belgiens gegen Kompensationen" auf kolonialem Gebiet eifert die Deutsche Tageszeitung" mit der Begründung, daß koloniale Gebiete ohue politisch geographische Grundlagen, wie wir sie jest nicht haben" für Deutschland ohne Wert seien. Der Artikel schließt mit der Forderung nach Gebietserwerbungen auf dem Festlande: „ Man weiß, daß es überall nur tatkräftige Minoritäten waren, die den Krieg gewollt und herbeigerufen haben, und denen die Welt heute die ungeheure Tragödie verdankt." Das ist auch ganz unsere Meinung. prüfung über Ihr Blatt an. Die Polizeiverwaltung in Solingen ist von dieser Verfügung in Kenntnis gejezt worden. Diese Verfügung haben Sie an der Spize der nächsten Ausgabe Ihres Blattes ohne Zusatz zu veröffentlichen. Der kommandierende General: von Gayl." Nunmehr stehen alle unsere Parteiblätter am Rieder rhein unter Vorzenjur. " Gegen den Afterpatriotismus. Gegen die franzöfifchen Ueberpatrioten wendet sich Herbés Guerre soziale" vom 9. Mai: Ein franzöfifcher Student habe in der Nationalbibliothek für seine Arbeit ein deutsches Buch nachgelesen und sei darauf von einem Landsmann beschimpft und angegriffen worden. Wohin Tommen wir? Masson, der Wagner abschaffen will; Saint- Saëns, der nicht mehr Goethe lesen fann, cinen nach seiner Meinung mittelmäßigen Dichter! All diese antideutschen Jgnoranten, welche ihre Echimpfereien zu törichten Artikeln zusammenschinteren wäre einfach eine Schmach. Es ist die höchste Zeit, daß die Fran wollen sie etwa den französischen Geist lenken und regieren? Das gojen gegen einen Pfeudopatriotismus fich wenden, der für das Land nur eine nicht wieder gutzumachende Verminderung der geistigen Fähigkeiten zur Folge haben würde. Gebt Ruhe, ihr Armen im Geiste!" Das Streifrecht in Norwegen gesichert. Die in Nr. 106 der„ Bergischen Arbeiterstimme" unter dem Die Erdrosselung des Streifrechts in Norwegen ist bis auf Titel:„ Eine Willenserklärung" veröffentlichte Resolution bildet eine Anreizung zum Landesverrat und zum mili- tveiteres abgewehrt. Der Staatsminister Gunnar Knudsen gab am tärischen Ingehorsam vor dem Feinde. Ihr Ab- 11. Mai im Ddelsthing die Erklärung ab, daß die Regierung den druck war deshalb unzulässig und verstößt in gröblicher Weise vierten Teil des Gesetzentwurfs bis nach dem Weltfriege zurüd gegen meine Vorschriften über die Presse und Ihre mir wiederholt gegebenen Versprechungen. Ich ordne daher die Vor- torische Schiedsgericht in solchen wirtschaftlichen Kämpfen, die ziehen wird. Dieser Teil des Entwurfs betrifft das obliga das öffentliche Interesse gefährden. Der Premierminister er flärte, daß diese Bestimmungen ein heftiger Kampf entbrannt sei, Arbeitgeber und Arbeiter wenden sich gegen die Bestimmungen, die Arbeiter sogar mit der Androhung des Generalstreils. Diese Drohung könne und dürfe die Regierung nicht einschüchtern, aber der Weltkrieg habe eine Situation geschaffen, in der folche heftigen inneren Kämpfe eine Gefahr für das Land werden könnten. Daher zieht die Regierung diesen Teil des Am gestrigen Sonnabend sollten in Leipzig zwölf öffent- Entwurfs vorläufig zurüd. Aber, erklärte der Ministerpräsident, die liche Versammlungen gegen den Lebensmittelwucher Parole der Zukunft muß der Kampf gegen den Klassenstattfinden. Auf Anordnung des fönigl. Stellvertretenden tampf sein. Ein Glied in diesem Kampfe ist der obligatorische Generalfommandos des XIX. Armeekorps wurden die Ver- Schiedsspruch in Arbeitskonflikten, der ein Urteil bringt anstatt jammlungen verboten und gleichzeitig die Beschlagnahme Streik oder Aussperrung., Als Widerstand gegen das Schiedsgericht der noch vorhandenen Einladungsflugblätter ver- fich geltend machte, fuchte die Regierung die Urteile auf solche Fälle fügt. Die Begründungen haben folgenden Wortlaut: zu beschränken, die abzuwehren im öffentlichen Interesse lag. Das Verbot der Amtshauptmannschaft. stößt auch auf Widerstand. Trotzdem war es die Absht meiner Partei, das Gesetz durchzusehen. Die Drohung mit dem General Die Königliche Amishauptmannschaft jieht sich genötigt, die streit war nicht entscheidend. Ich kann mir gut denken, daß der für die Drte Sommerfeld, Gautsch, Großzichocher, Leuzsch, Generalstreit bei späterer Gelegenheit kommen wird. Früher oder Wahren und Paunsdorf angemeldeten Versammlungen zu verfpäter wird er kommen und hier, wie anderswo, wird er mij bieten, weil die Versammlungen voraussichtlich bedenkliche lingen er muß mißlingen!" Lediglich die jeßige Situation era Störungen des Burgfriedens zur Folge haben werden scheint dem Ministerpräsidenten bedenklich für einen solchen Kampf. Auch in der Form von Mitgliederversammlungen Für die Situation", erklärte er, die durch einen Generalstreit fönnen die in Aussicht genommenen Versammlungen nicht zu unter diesen Verhältnissen eintreten würde, wage ich nicht, die Ber gelassen werden, zumal schon öffentliche Aufrufe ergangen sind, antwortung zu übernehmen. Der Generalstreit würde viele Gebiete und eine Gewähr dafür, daß lediglich Mitglieder an den Ver- berühren. Alle Kreise uuseres Landes würden darunter leiden. sammlungen teilnehmen, nicht wird gegeben werden können. Die Königliche Amtshauptmannschaft. Innere Unruhen könnten leicht entstehen. Dem wollen wir uns gez. J. A. Dr. Putzger, Regierungsamtmann. jest nicht aussehen und deshalb raten wir, daß das vierte Kapitel An den des Gesetzes zurüdgestellt wird." Versammlungsverbote in Sachsen. VIII. B. 951 a. b. Sozialdemokratischen Verein für den 13. Sächsischen Reichstagswahlfreis in Leipzig. Herrn Karl Schrörs Leipzig, am 13. Mai 1915. Hier, Tauchaer Straße 19. Es wird Ihnen hierdurch eröffnet, daß das Königliche Stellvertretende Generalfommando des XIX. Armeekorps die für Sonnabend, den 15. Mai, abends 9 Uhr, nach den Lokalen Volkshaus, Kronenquell, Sächsisches Haus, Westendhallen, Goldner Stern, Goldner Helm, Gasthof Neureudniß einberufenen öffentlichen Versammlungen verboten hat. Das Polizeiamt der Stadt Leipzig. gez. J. V.: Dr. Barthol. Dem Genossen Schrörs wurde hierbei mündlich eröffnet, daß die Flugblätter für beschlagnahmt erklätt seien und jede weitere Berbreitung zu unterbleiben habe. Verbot von Mitgliederversammlungen. Sr Von der Begründung ganz abgesehen; Tatsache ist jedenfalls, daß die Arbeiterschaft vorläufig den Angriff auf ihr Streifrecht abgewehrt hat. Inzwischen werden die Neuwahlen zum Parlament vollzogen und diese werden, wenn die Arbeiter aufpassen, die Regierungsmehrheit in eine Minderheit verwandeln können. Damit wäre die Gefahr beseitigt. Russische Preffeverfolgungen. In Nr. 11 der russischen offiziellen Bücher Chronit" findet sich eine genaue Zusammenstellung der Presseorgane, der periodischen und nichtperiodischen, welche im Jahre 1914 gericht. lich verfolgt wurden. periodische Pressc Nummeru nichtperiodische Bresse Nummern Es wurden mit Beschlag belegt Die Beschlagnahme wurde auf gehoben bei 465 230 a. 695 96 24 Sa. 120 Die Beschlagnahme ist bestätigt bei 369 206 Sa. 575 Wir möchten mit diesen Andeutungen dazu beitragen, daß feine folonialpolitischen Kartenhäuser gebaut werden, und daß man nicht glaube: eine Erweiterung der deutschen Küsten basis sei teine deutsche Lebensnot wendigkeit, gerade für unsere weltpolitische Zukunft. Haben Das Lübecker Polizeiamt lehnte es ab, die Erlaubnis zur wir diese Basis, dann kann darauf eine deutsche Seemacht aufDie Bestätigung der Beschlagnahme auf 369 Numunein hatte gebaut werden, welche uns Freiheit der Meere tatsächlich garantiert. Abhaltung von Mitgliederversammlungen des Sozialdemofra- die Unterdrüdung von 44 3eitungen zur Folge. Kolonialbesiz bleibt uns dam selbsttätig erhalten oder fällt tischen Vereins in Moisling zu erteilen, in denen eine Beuns in notwendiger Folge von selbst zu. Aber erst die oberen sprechung über Zeit- und Wirtschaftsfragen" stattfinden resp. Unruhen in Portugal. Stockwerke mit den Ornamenten, dann die Fundamente des ein Referat über Arbeit und Erziehung" erstattet werden Lyon, 15. Mai.( W. T. B.) Der Republicain" meldet aus Hauses zu bauen, dürfte schwerlich zu pofitiven Zielen führen. sollte. Der Vorstand des Sozialdemokratischen Vereins hat Madrid: In Porto habe ngroße Kundgebungen stattgefunden. Das wird der Kolonialsekretär auch gewiß nicht gemeint haben. fich deshalb beschwerdeführend an den Senat gewandt und Mehrere Bomben sind geplagt. Die Polizei schoß auf die ManiDie Grundlage der deutschen Macht, insbesondere der 1. a. darauf hingewiesen, daß in anderen Teilen des Reiches festanten. Zur Wiederherstellung der Ruhe mußte die republikanische deutschen weltpolitischen Zukunft muß auf dem Festlande derartige Versammlungen gestattet sind. Nunmehr ist der Garde herangezogen werden. Liegen wie bisher." " Auf die Wünsche der Deutschen Tageszeitung" trifft die Warnung des Frhrn. v. Zedlig vor Ueberspannung der Volkskraft" in der Bemessung des Kriegszieles zu. Der lange Krieg. Die Deutsche Tageszeitung" beschäftigt sich mit der Tatsache, daß die lange Dauer des Krieges nun auch in England Besorgnis crregt, während zu Beginn des Krieges gerade in England mit dem Gedanken des vieljährigen Krieges gespielt wurde. Das fonjervative Blatt schreibt weiter dazu: „ Dieser Wechsel der englischen Anschauung... ist aber auch in anderer Beziehung rein erfreulich, denn die Deutsche Tageszeitung" hat von Beginn des Krieges an im Gegensage nicht nur zur ausländischen Auffassung, sondern auch ziemlich allein in Deutschland unbeirrt die Ansicht vertreten, day der lange Krieg" für Deutschland das gegebene, weil sicher erfolgreiche Mittel zum End3wede fei. Nur durch den langen& rieg und in ihm fönne das Höchstmaß der deutschen Kraft sich entwickeln, und müßten auf der anderen Seite die Schwächen unserer Gegner sich als solche geltend machen.... " Parteileitung folgender Bescheid zugegangen: Der Senat der freien und Hansestadt Lübeck. Die Beschwerde des Vorstandes des Sozialdemokratischen Vereins vom 12. April 1915 wegen Beriagung der Genehmigung zur Abhaltung einer Versammlung im Kaffeehaus Moisling am 17. April d. J. zweds Behandlung der Frage Arbeit und Erziehung" wird als unzulässig zurüdgewiesen. Nach Abs. 2 Nr. 2 der Bekanntmachung des stellvertretenden fommandierenden Generals zu Altona vom 7. Januar 1915 zu§§ 2, 5 bis 8, 9 Abs. 1, 13 und 15 des Reichsvereinsgefeßes vom 19. April 1908 ist die Entscheidung der Polizeibehörde nicht anfechtbar. Im übrigen ist zu bemerken, daß die Anordnungen des Polizei amts auf Veranlassung des Garnisonkommandos beruhen, dem das Polizeiamt nicht zuwider handeln konnte. Beschlossen Lübeck, in der Versammlung des Senates, am 8. Mai 1915. An den Vorstand des Sozialdemokratischen Vereins. Gebühr 2 M. Verbot der Post". " Arezschmann. Baris, 15. Mai.( W. T. B.) Das„ Echo de Paris" er. fährt, daß in Lissabon ernste Unruhen ausgebrochen sind. Die Flotte habe an der Aufstandsbewegung teilgenommen. Der Präsident der Republit soll geflohen fein. Kundgebungen in Lissabon. Baris, 14. Mai.( W. Z. B.) Temps" meldet aus Lissabon: Bei der Einweihung des Monarchistenklubs in Lissabon kam es zu Rundgebungen. Manifestanten durchzogen die Stadt unter dem Rufe: Es lebe die Republik! Bei Raufhändeln wurden mehrere Personen verlegt. Vor der Behausung des Royalistenführers Hauptmanns Couceiro, welcher nach der Amnestie nach Portugal zurüdgefehrt war, plagte eine Bombe. Der Demofratenführer Affonso Costa wurde bei einer Automobilreise durch die Nordprovinzen ber schiedentlich von der Bevölkerung tätlich angegriffen. Der Minister des Junern hat die Zivilgouverneure aufgefordert, die Bildung neuer Monarchistenklubs scharf zu überwachen und alle Afte zu unter drücken, die geeignet seien, Ruhestörungen zu veranlassen. Amerika und die Wirren in Meriko. Wir geben der Hoffnung und der Ueberzeugung Ausdrud, Auf Veranlassung der Reichsregierung ist wegen des Washington, 15. Mai.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen daß die deutsche Striegführung und Politikführung fich nicht irre Der Papst und Italien" überschriebenen Artikels des Führers Bureaus. Das Staatsdepartement hat das Marinedepartement er machen lasse und im selben Waße, wie die militärischen Erfolge der Freifonservativen, Landtagsabgeordneten Ottavio Frei- fucht, schleunigst ein Kriegsschiff nach dem der amerikanischen wachsen, um so fester und dauernder draufschlägt, und um so unentwegter diejenigen geographisch- politischen Grundlagen für die herrn v. Sedlig und Neukirch das Erscheinen der frei- Kolonie Esperanza in Merito nächstgelegenen Hafen auszusenden, Zukunft in Anspruch nimmt, deren eine unbehinderbare und un- fonservativen Post" bis auf weiteres verboten. da die Vaquiindianer die Kolonic bedrohen. Wahrscheinlich werden bedrohbare Entwidelung des deutschen Bolles an den Küsten der Zur Begründung dieses Verbots sagt die dem Blatt zugestellte vier Striegsschiffe nach Guaymas ausfahren, von wo aus ein Nordsee und der Ostsee und nach den Landgrenzen hin bedarf." Verfügung des Oberkommandos in den Marten: Expeditionskorps über Land vorrüden fann. Gewerkschaftliches. Der Burgfrieden und die Gewerkschaften. tiven" der sozialdemokratischen Gewerkschaften" Maßstab für| Der nicht gereifte" Bund ging sehr bald in die Brüche. Noch den christlichen Gewerkverein waren. Aus diesem Grunde schon während der Bundesbrüderschaft beflagten sich die Hirschfann doch unmöglich verlangt und erwartet werden, daß die Dunderschen Gewerkvereine bitter über das Berhalten, der freien Gewerkschaften vorher bei den Christlichen anfragen, christlichen Gewerkschaften. was zu tun und zu lassen sei. Ob deshalb die Beweisführung Mögen sich die Dinge aber nun gestalten, wie sie wollen, Der Regulator", das Blatt des Hirsch- Dunderschen des Zentralblattes den„ Kreisen sozialdemokratischer Gewerf. die freien Gewerkschaften werden unbeirrt und nach wie vor Gewerfvereins der Maschinenbau- und Metallarbeiter, hatte schaftsführer" einleuchtet, dünft uns sehr zweifelhaft. so handeln, wie es dem Interesse der Gesamtarbeiterschaft bekanntlich die Frage erörtert, ob nicht dauernd ein besseres Zusammenarbeiten der verschiedenen Gewerkschaftsrichtungen möglich sei. Die freien Gewerkschaften erklärten dazu, daß ein einmütiges Zusammengehen aller Arbeiterorganisationen bei der Wahrung der Arbeiterinteressen nur von Vorteil fein Tönne, sie hielten es aber für fraglich, ob die Anregung des Regulator" von den Gewerkvereinen allgemein und von den christlichen Gewerkschaften gutgeheißen und danach gehandelt würde. Das Zentralblatt der christlichen Gewerkschaften" beschäftigte sich in der Nummer 8 in einem Artikel Bom Burgfrieden" unter den verschiedenen Gemertschaftsgruppen" mit der Angelegenheit. Da hieß cs: " „ Der„ Grundstein", das Organ des fozialdemokratischen Maurerverbandes, bezweifelt, daß zu dieser gemeinsamen Arbeit auf allen Seiten der gute Wille vorhanden sei. Soweit die christlichen Gewerkschaften in Frage kommen, wird einem besseren Verhältnis der verschiedenen Gewerkschaftsgruppen untereinander jedenfalls nicht entgegengearbeitet. Das größte Hindernis zu cinem befferen Zusammenwirken bilder unseres Grachtens breite sozialdemokratische Kreise, die jede Afion in erster Linie nach ibrer agitatorischen Wirkung, anstatt rach den Voraussetzungen zu einem praktischen Erfolg beurteilen " Sehen wir zu, was das Zentralblatt für seine Vorwürfe vorbringen kann. Es bringt statt alles anderen"„ nur zwei fprechende Belege aus der jüngsten Zeit". Das sind dann allerdings in den Augen des christlichen Zentralblattes grausige Missetaten. Im ersten Fall handelt es sich um folgendes: " Im Februar einigten sich die terschiedenen Gewerkschaftsgruppen nach langwierigen Verhandlungen auf gemeinsame Zeitsätze über die reichsgesetzliche Regelung des Arbeitsnachweises. Nach dieser Vereinbarung, und zwar, bevor sich der Reichstag damit beschäftigt hatte, brachte die Holzarbeiterzeitung", das Organ des deutschen Holzarbeiterverbandes, dessen Vorsitzender bei den gemeinsamen Verhandlungen der verschiedenen Gewerfschaftsgruppen hervorragend beteiligt war, einen nichts weniger ols vornehmen Angriff auf die Gewerkschaftsgruppen, die den meitergehenden Forderungen der sozialdemokratischen Gewerkschaften in der Frage des Arbeitsnachweises nicht zustimmten. Als dann der Reichstag den gemeinsamen Leitsäßen der beteiligten vier Gewerkschaftsgruppen bereits zugestimmt hatte, bersticg sich die Holzarbeiterzeitung" zu einem zweiten Angriff gegen die christlichen Gewerkschaften. Der andere Beleg" des Zentralblattes ist noch ver. nichtender. Hören wir: geführten Belege sogar von einem Blatt nicht für vollgültig Einstweilen passiert dem Blatt das Unglück, daß die an- entspricht. angesehen werden, das früher oft von den christlichen Gewerfschaften als Schwurzeuge angerufen wurde. Die„ Soziale Braris" erklärte dem Zentralblatt: Berlin und Umgegend. Die Berliner Ortsverwaltung des Schuciderverbandes hat sich " Daß die Reibungen zwischen den Gewerkschaftsrichtungen, mit einer Eingabe an das Striegsministerium gewandt, worin unter wie sie vordem an der Tagesordnung waren, die Verständigungs- Berufung auf die Lebensmittelteuerung um Bewilligung einer Teuemöglichkeit beeinträchtigen, liegt auf der Hand. Aber man braucht rungszulage ersucht wird. aus der Schilderung der hier vorliegenden zwei Fälle doch nicht Eine Pfingstente ist nach dem Gastwirtsgehilfen" die Mitgleich den ungünstigen Schluß des Zentralblattes zu ziehen; vielmehr könnte man sagen, wenn im letzten halben Jahr nicht teilung der„ Boffischen Zeitung" von einer Lohnbewegung, die schlimmere Dinge zwischen den christlichen und sozialdemokrati- allem Anschein nach während der Pfingstfeiertage in den Berliner schen Gewerkschaften vorgekommen sind, als diese zwei, dann Caféhäusern bevorstehe. Der Verein der Caféhausbesizer habe beschlossen, auf keinen Fall eine von den Kellnern vorgebrachte darf man alles andere cher, als an der Verſtändigungsmöglich- Forderung auf Erhöhung des Gehalts zu erfüllen. Den Gehilfen verbande sei von dem Beschluß Kenntnis gegeben worden. Dem Das christliche Zentralblatt lehnt aber die Belehrung von Berband der Gastwirtsgehilfen ist weder von Forderungen der Freundesseite ab. In seiner Nummer 10 erwidert das Blatt Kellner noch von einer Antwort des Vereins der Caféhausbesitzer der Sozialen Praris": etwas bekannt. Das Organ des Verbandes erinnert aber daran, Wenn während des Krieges nicht schlimmere Dinge daß diese Zeitungsente jedes Jahr von neuem auftaucht und wahrzwischen den christlichen und sozialdemokratischen Gewerkschaften scheinlich immer demselben Reporter einige Groschen einbringt. vorgekommen sind als diese zwei," so liegt das nicht ausschließlich an dem guten Willen aller Gewerkschaftsgruppen, sondern auch Deutsches Reich.- noms daran, daß die Aufgaben der Gewerkschaften sich seit Monaten sehr verschoben haben, daß ihre Tätigkeit auf vielen Gebieten Kriegsteuerungszulage in der Lederindustrie. eine große Einengung erfuhr und daß schließlich auch die miliFür die Militärsattler ist durch Reichstarif. ein Kriegszuschlag tärische Zensur vieles nicht geschehen läßt. Borgänge wie beim Testen Ruhrbergarbeiterstreit, der Krefelder Färberbewegung usw., bon: 20 Broz. vorgesehen, für Hilfsarbeiter ein solcher von 10 Proz in die das agitatorische Moment nach unserer Meinung start Dieser Zuschlag ist durch gegenseitige Vereinbarungen später um Die Portefeuiller und hineinspielte, konnten sich natürlich in den letzten Monaten nicht weitere 10 bezw. 5 Proz. erhöht worden. ereignen. Im übrigen haben wir bestimmt nicht an einer„ Ver- Reiseartikelsattler haben nun unter der Teuerung in gleicher Weise ständigungsmöglichkeit verzweifelt". Durch rhetorischen lleber- 3u leiden wie ihre Kollegen in der Militärbrauche, ohne aber die einer Kriegszulage zu haben. schwang und unerbetenes Drängen von außen wird allerdings ausgleichenden Vorteile " 1 Der nach unserer Meinung eine Verständigung nicht gefördert. Das Vorstand des Sattlerverbandes wandte sich deshalb an den hat die seinerzeitige Verständigungsaktion, die zwischen christ- Sentralvorstand des Verbandes Deutscher Lederwarenindustrieller lichen Gewerkschaften und Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereinen in Offenbach mit der Bitte um eine Teuerungszulage für die von dritter Seite eingeleitet worden war, ohne daß die inneren gesamten Gruppen, absichtlich jedoch, ohne zahlenmäßige Vors Das Antwortschreiben der Industriellen Ver Organisationsverhältnisse dafür gereift gewesen wären, mit hin- fchläge zu machen. # reichender Deutlichkeit gezeigt. Ein besseres Zusammenwirten einigung schildert nun die Stimmung der Offenbacher Lederwaren. zwischen christlichen und sozialdemokratischen Gewerkschaften fabrikanten als eine sehr gedrückte. Es herrsche kein Vertrauen hängt zudem nicht bloß von diesen, sondern auch von dem Ver- dazu, daß der Aufschwung, der sich im Geschäft von Lederwaren Trozdem werden positive halten der sozialdemokratischen Parteipreffe ab. Wenn diese nach wieder gezeigt habe, anhalten werde. dem Kriege wieder in ihre alten, ausgetretenen Gleise zurück- Vorschläge von der Gehilfenorganisation erwartet. Diese sind denn kehrt, dann ist eine notdürftig zusammenkonstruierte gemein- auch in folgendem Schreiben gemacht worden: fame Betätigungsgrundlage der verschiedenen Gewerkschaftsgruppen bald wieder zerschlagen. Im übrigen wiederholen wir, was wir bereits zu der Angelegenheit sagten." Berlin, den 6. Mai 1915. An den Zentralvorstand des Verbandes Deutscher Lederwaren- Industrieller, zu Händen des Herrn R. Kahn, Offenbach a. Main. Sehr geehrte Herren! In unserem Schreiben vom 28. April d. J. find wir von der Boraussetzung ausgegangen, daß die Frage der Teuerungszulage für die in der Portefeuilles- und Reiseartikelindustrie Beschäftigten nicht nur für das Offenbacher Gebiet, sondern für alle Betriebe der Mitglieder Ihres geschästen Verbandes einheitlich geregelt werden soll. schlag: Ihrem Wunsche gemäß machen wir Ihnen folgenden VorAuf Wochenverdienste( 53 stündige Arbeitszeit) über 30 M.: 10 Broz. Auf Wochenverdienste( 53 stündige Arbeitszeit) unter 30 M.: 15 Proz. Die dann nachfolgende Versicherung, daß sich die christIm September 1914 beschloß eine Vorständekonferenz der hindernd in den Weg stellen, berührt nach dem Vorhergejagten lichen Gewerkschaften einem besseren Zusammenwirken nicht fozialdemokratischen Gewerkschaften, daß die Gewährung von Unterstübungen an die Kriegerfamilien nicht als Aufgabe der recht eigentümlich. Auf die Vorgänge beim letzten RuhrGewerkschaften angesehen werden könne. Der Gewerkverein bergarbeiterstreit und auf anderes wollen wir jetzt nicht weiter christlicher Bergarbeiter hat in den ersten Kriegsmonaten an die cingehen. Die Arbeiter wissen ja auch gut genug, daß da oft Kriegerfamilien feiner Mitglieder feine Unterstüßungen ge- das agitatorische Moment stark hineinspielte", sie wissen währt, weil er von der Auffassung ausging, daß die Not diefer aber auch, in welchem Lager die Spielleute saßen. Wenn die Familien im späteren Verlauf des Krieges größer und dann sozialdemokratische Parteipresse als Hindernis angeführt wird, Silfe nötiger fei, als in den ersten Kriegsmonaten. Der sozial- fo fönnten wir auch die Dinge vom Kopf auf die Füße stellen. demokratische Bergarbeiterverband dagegen zahlte von August bis Auch das bleibe heute unterlassen; aur Abwehr sei nur daran Dezember 1914, entgegen den Direktiven der Vorständekonferenz erinnert, welchen Kampf die christlichen Gewerkschaften zu der sozialdemokratischen Gewerkschaften, rund 700 000 Marf aus. Und nun kommt das Schönste! Als die letzten Wochen die beiden führen haben, daß ihnen auch mir erlaubt wird, andersBergarbeiterverbände ihren Jahresbericht veröffentlichten, brachte gläubige Mitglieder aufzunehmen. In der von den christes eine Korrespondenz der sozialdemokratischen Parteipreffe lichen Gewerkschaften für ihre Richtung reklamierten Schrift fertig, den Gewerkverein christlicher Bergarbeiter als leistungs- Theologische Fragen über die gewerkschaftunfähig hinzustellen, ausgerechnet deshalb, weil er bis zum liche Bewegung des Moralprofessors Biederlad Jahresschluß nicht eine ähnliche Summe wie der sozialdemokra S. I., wird zwar die Zusammenarbeit in den christlichen Getische Bergarbeiterverband für Kriegerfamilienunterstüßung aus werkschaften erlaubt", aber doch nur innerhalb sehr eng gebezahlt hatte. Daß nach solchen Erfahrungen das gegenseitige zogener Grenzen. Es heißt in der Lehrschrift auf Seite 110: J. A.: H. Beinschild. Verirquen zu gemeinsamer Arbeit nicht gefördert wird, wird Anderseits muß dann aber auch vorgesorgt wohl auch den Kreisen sozialdemokratischer Gewerkschaftsführer Die Antwort der Fabrifantenvereinigung steht noch aus. Hoffent einleuchten." merden, daß die interkonfeffionellen Gemert- lich bringt sie den berufstreu gebliebenen Arbeitern und Arbeite schaften den Katholiken zu feinem weiteren, rinnen einige Aufbesserungen und nötigt diese nicht, sich nach anderen namentlich zu keinem vertrauteren persönlichen Verkehr mit lohnenderen Erwerbstätigkeiten umzusehen. den andersgläubigen Mitgliederit Anlaß geben." Bei solcher Sachlage fann man allerdings zu der Auf" In Anbetracht der sich täglich steigernden Lebensmittelteuerung Halten wir diese Wünsche der Arbeiterschaft angemessen und in den Grenzen der Leistungsfähigkeit der deutschen Lederwaren industrie. Wir bitten Sie nochmals, die Angelegenheit recht bald er ledigen zu wollen und zeichnen Hochachtungsvoll Ausland. Gewiß haben die Gewerkschaften im allgemeinen andere Aufgaben als die Unterstützung der Kriegerfamilien. Dies zu betonen war besonders deshalb angebracht, weil die meisten Gewerkschaften riesige Mittel für ihre arbeitslosen Mitglieder ausgeben und bereithalten mußten. Bei den Bergarbeiterfassung kommen, daß die inneren Organisationsverhältnisse" organisationen traf dies aber erfreulicherweise nicht zu. Daß zu einem ersprießlichen Zusammenarbeiten noch nicht gezentrale der Gewerkschaften mit dem zuständigen Verein der LandDer dänische Gärtnerverband hat unter Mitwirkung der Landesder christliche Gewerkverein im Gegenjak zum alten" Ver- reift" sind. Das Beispiel, das das Zentralblatt zu feinem fchaftsgärtnereiunternehmer in Kopenhagen einen neuen Tarifvertrag hand etwa mit einer großen Arbeitslosigkeit zu rechnen ge- weiteren Unglüid anführt, zeigt flor, daß die sozialdemo- abgeschlossen, der im Bereich von Kopenhagen und Umgebung für habt hätte, wird ja auch nicht behaup et. Das Zentralblatt fratische Parteipresse und die freien Gewerkschaffen nicht die Landschaftsgärtnerei gilt und für den eine Geltungsbauer vom mird aber auch selbst nicht der Ansicht sein, daß die Direk- schuld waren, daß die Berständigungsaktion" nicht gelang. 1. Mai 1915 bis 30. April 1918 vorgesehen ist. " " Leiser Die preiswerte Qualitätsmarke Farbige Stiefel Leinen Schuife Jennis- Scfufie Sandalen o Große Speziar- abt: für Kinder- Stft Friebrifraße 129 Zauntienstraße 20 R6algraße 34 Leipsiger Straße 65 Oraalentas za Größte Leistungsfähigkeit Moabit, Turmstraße so tterstraße 30 Oranienstraße, 34. Reutölln Bergftr. 7/8 Friebenau Rheinfr. 14 F BERLIN LeipzigerStr. Versand- Abteilung Königstraße A.WERTHEIM SonderPreise Für den Pfingstbedarf Damen- Wäsche Ein- u.Ansatz Damen- Hemden: 2.25 2.75 3 M. 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Kammerspiele 48/49. 4 Uhr( halbe Preise): Auf dem polnisch. Kriegsschauplatz mit der Mackensen- Armee. 8 Uhr: 81, Uhr: Der Weibsteufel. Die Winterschlachten in Masuren. Montag: Wetterleuchten. Montag 8 Uhr: Voigt- Theater. Die Winterschlachten in Masuren. Badstr. 58. Badstr. 58. Heute Sonntag, den 16. Mai: Auf fremder Erde. Voltsbühne, Theater am Bülowplay: Lebensbild mit Gesang in 3 Aften Montag und Dienstag: Glaube von E. Elmar. und Heimat. Mitttwoch, Donners: Vom 1. Pfingstfeiertag ab täglich: tag, Freitag, Sonnabend: Rösides Gr. Theater- u. Spezialität.- Borstellg. Geist. 11 WINTER CARTEN Staſſeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 br. Rita Sacchetto Theater für Sonntag, den 16. Mai. Berliner Theater 8 Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Theater 8 Uhr: Die Kreuzelschreiber Deutsches Opernhaus, Charlottenb. Montis Operetten- Theater Gastspiel Louis Treumann. 8 Uhr: Hoheit tanzt Walzer Residenz- Theater 8 Uhr: Das kommt davon 3 Uhr: Die lustigen Weiber von Windsor Schiller- Theater 0. 8 Uhr: La Traviata Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 8 Uhr O diese Leutnants! Gebr. Herrnfeld- Theater Der Gedankenleser. 8 Uhr: Das einzige Mittel. Kleines Theater 8 Uhr: Scherz, Satire, Ironie u. tiefere Bedeutung Komische Oper 8 U.: Der Opernball Komödienhaus 8 Uhr: Die fünf Frankfurter Lessing- Theater 3 Uhr: Jugendfreunde 8 Uhr: Datterich Lustspielhaus 8.Uhr Ein Prachtmädel Metropol- Theater 8 Uhr: Der Hochtourist Rose- Theater. 3 Uhr: Mutterliebe. 8 Uhr: Wie deutsche Helden sterben. 4 Uhr: Gartenvorstellung. 8 Uhr: Alt- Heidelberg Schiller- Th. Charlottenbg. 3 Uhr: Uriel Acosta Else Bötticher Rosa Felsegg Julius Spielmann sowie der neue Mai- Spielplan. 8 Uhr: Lumpacivagabundus Reichshallen- Theater. Thalia- Theater 8Uhr: Alt- Berliner Possen- Abend: Das erste Mittagessen. Hermann und Dorothea. Guten Morgen, Herr Fischer! Theater am Nollendorfpl. 32 Uhr: Der Graf von Luxemburg. 8% Uhr: Immer feste druff! Theater des Westens 31 Uhr: Polenblut 8 Uhr: Die Landstreicher Theater in der Königgrätzer Straße 8 Uhr: Rausch Trianon- Theater 32 Uhr: Die Waise aus Lowood Stettiner Sänger. Zum Schluß: Im Schüßengraben. Militärisches Zeitbild von Mehsel. Anfang 72 Uhr. Berliner Prater- Theater Kastanien- Allee 7-9. 1. und 2. Pfingst- Feiertag: Uhr: Wie man einen Mann gewinnt Große Extra- Frühvorstellung. Volksbühne.Theater am Bülowplatz 3 Uhr: Glaube und Heimat Uhr Rosickes Geist Theater und Spezialitäten. Anfang 6 Uhr. Eintritt 20 Pf. Casino- Theater Spezialarzt Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Heute Abſchiedsvorſtellung. Zum legten Male um 8 Uhr: Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125( Oranienb. Tor), für Syphilis, Harn- u. FrauenleidenEhrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage), schmerzlose Heilung Berufsstörung. Teilzahlung. Sprechstund. 122-22 u. 62-8/ 2 Walhalla- Theater. Die gute Mama. 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Zu ihrer Be- lehrung und gleichzeitig zur Ermutigung der Arbeiterschaft geben wir im folgeren eine Auswahl von Reden, Artikeln und Auf- rufen zum Festtag der Arbeit. Der»L a b o u r L ea d e r", daS Organ der„Unabhängigen Arbeiterpartei Englands", hat bekanntlich die Grüße, die eine ganze Anzahl von englischen Arbeiterführern zum 1. Mai über die Grenze gesandt haben, vermittelt und damit seine Ablehnung des kriegslustigen Nationalismus zum Ausdruck gebracht. Die dem Krieg weniger kritisch gegenüberstehende Tageszeitung der eng- tischen Arbeiter,.Daily C i t i z e u", ist trotzdem der Meinung, daß die gemeinsamen Interessen und die Brüderlichkeit der Ar- deiter bleiben, was sie gewesen sind.„Ein dauernder Friede mutz auf der Anerkennung dieser Grundsätze gegründet sein.... Man sagt jetzt gemeinhin, daß die Bewegung zum Internationalismus wenigstens für die gegenwärtige Zeit Schiffbruch erlitten habe. Was dabei vergessen wird, ist, daß der Internationalismus das Ergebnis des Nationalismus ist. Solange der Nationalismus un- vollständig bleibt, mutz der Internationalismus schwach bleiben. Ein dauernder, das heißt ein nicht nur gefühlsmäßiger Jnter- Nationalismus kann nur geboren werden aus der Achtung vor den Rechten der Nationen und der freimütigen Anerkennung der Wahr- heit, daß der Genius jeder Nation den gemeinsamen Kulturbesitz bereichert. In der Mainummer der Pariser„H u m a n i t e" schreibt Ge- wosse Vaillant«inen Artikel, der folgendermaßen beginnt:„Noch sind wir ganz in Anspruch genommen durch den schrecklichen Kampf um unsere Existenz. Noch handelt es sich für uns um Sein oder Nichtsein, um Siegen oder Untergehen. Da ist keine andere Kund- gebung möglich, als die de? entschlossenen Willens zum vollständigen Siege, der uns und mit uns Europa, von der unheilvollen Existenz des deutschen Militarismus und Imperialismus befreien wird." Er schließt:„Die Kämpfer des Proletariats, die patriotischer sind als irgendwelche anderen, weihen mit Begeisterung ihre Kräfte und ihr Leben dem Heil des Vaterlandes, der Freiheit der Völker. Morgen aber wie heute werden sie im Frieden Kämpfer sein, wie sie cS im Kriege waren, Soldaten der Republik und der Demo- k r a t i e, der Sozialismus und der Befreiung der Ar- beiterklasse. Mehr als je ist das ihr Gedanke und ihr Wille an diesem 1. Mai 1313." Die permanente Verwaltungskom Mission der sozialistischen Partei Frankreichs erließ einen Mai- aufruf, in dem es heißt: „Die schreckliche Krise, die dos Proletariat in diesem Augen- blick zusammen mit der Nation durchmacht, kann es nicht veranlassen, die dauernden Ziele feiner Propaganda und seines Handels aus den Augen zu verlieren. Es Werbt im Kriege, was es im Frieden war: die... Klasse, deren Bestrebungen auf die Einführung einer Herrschast völliger sozialer Gerechtigkeit gerichtet sind.... DaS Proletariat mutz sich auch daran erinnern, daß alle Fortschritte auf politischem wie wirtschaftlichem Gebiete nur wirksam sein können, wenn die Nationen und ihr« Arbeiter einig sind. Der Friede selbst, der endgültige und dauernde Friede Europas und der Welt wird nur unter dieser Bedingung sickergestellt werden. Viele unserer Kameraden sind durch die Verteidigung des Vaterlandes ferngehalten und werden bei unserem Appell fehlen, aber es ge- fckieht für unser gemeinsames Ideal, wenn sie kämpfen und sich an unseren Grenzen opfern. Nun die französischen Gewerkschaften I Die Konfödc- ration der französischen Gewerkschaften hat zum 1. Mai eine Extranummer ihres Organs, der„V o i x du p e u p l e"(Volksstimme>, herausgegeben. Es war die erste Nummer, die seit dem Ausbruch des Krieges erschien. Im Leit- nrtikel heißt es:.Der Krieg, der uns aufgezwungen ist, und den wir nur als Verteidigungskrieg wollen dürfen, muß von uns als das letzte Aufzucken wilder Gewalt betrachtet werden... Laßt unS feierlich geloben, dem Prinzipe der Jnternatio- nale anhänglich zu bleiben, die allein die Hüterin des allgemeinen Friedens sein kann... Tag des 1. Mai, du bist auch für dies Jahr für uns Proletarier ein Tag der Hoffnung. Wir erheben unsere Seelen in einer Glaubensgemeinschaft der Hoffnung über den Rassenhaß und die persönlichen Kämpfe." Die Resolufton der Pariser Gewerkschaften und den prächtigen Mai-Auftuf des französischen Metallarbeiterverbandes haben wir unseren Lesern bereits mitgeteilt. In der Mainummer des in Paris erscheinenden russischen sozialdemokratischen Tageblattes„Nasche S l o w o" schreibt Ge- nesfe L. Mario ff, der bekannte Führer der.menschewistischcn" Richtung der russischen Sozialdemokratie:„Der Imperialismus, der unseren schönen Maifesttag, den Festtag der internationalen Idee begraben hat, arbeitet selbst an der Jnternationalisierung der Werktage der Arbeiterbewegung und zwingt daS Proletariat, sich stärker und umfassender auf mternaftonalem Boden zu organi- sieren." Diesen Gedanken führt das Blatt in einem redakttonellen Artikel näher aus:„Schon leuchten die ersten Strahlen der wieder erwachenden Arbeiterbewegung auf' unter dem Banner des Kampfe» um den Frieden sammeln sich die stark gelichteten, aber fest miteinander verbundenen zukunftssicheren Reihen der Jnter- nationale. Kühn erhebt sie ihre Stimme, der schon beute die durch Kampf ermüdeten Millionen aufnierksam lauschen. Morgen... werden sie diesen Ruf selber machwoll wiederholen." Zamilienunterstützung öer Kriegsteilnehmer. Durch die am 29. April von uns veröffentlichten Grundsätze, die daS Reichsamt des Innern über die Unterstützung der Familien von Kriegsteilnehmern aufgestellt hat, ist ein Teil der Beschwerden auf diesem Gebiete abgestellt, aber es wird durch sie doch das für die Unterstützung Erforderliche und von allen Seiten Gewünschte nicht voll erreicht. Insbesondere ist die Höhe der Unter st ützung nicht ausreichend und ist leider der Begriff der Bedürftigkeit geblieben. Die Unterstützungssätze sind auch für die Sommermonate von 3 auf 12 Mark erhöht. Daneben bleibt die Pflicht der Gemeinden, in jedem Fall«inen solchen Zuschuß zu geben, daß die Familie im- stände ist, ihren Hausstand zu erhalten und einen angemessenen Unterhalt ihrer Angehörigen zu bestreiten. Hier hapert es aber leider, wie die Erfahrung gezeigt hat, in der Praxis. Gemeinden erfüllen nur zu oft ihre Zuschutzpflicht nicht in dem nötigen Maße. Ja, es gibt noch immer Gemeinden, die überhaupt keine Zuschüsse gewähren, oder das, was geschehen soll, ganz dem Belieben einzelner Personen überlassen. Diesem Uebel läßt sich, solange nicht gegen die Entscheidungen der nach dem Gesetz endgültig entscheidenden Kommissionen ein Beschwerderecht oder Klagerecht gegeben wird, nicht steuern. Im übrigen sind die Normalsätze erheblich zu niedrig, selbst wenn die Preissteigerung nicht berücksichtigt wurde. Ein Ver- gleich mit Oesterreich macht dies klar. In Oesterreich wird eine Unterhaltsgebühr in Höhe der staatlichen Vergütung für die Mili- tärdurchzugsverpflegung und außerdem für die in Miete Woh- nenden noch die Hälfte der Unterhaltsgebühr gezahlt. Demnach erhält eine alleinstehende Frau in Wien 88 Heller pro Tag und die Hälfte als Mietsunterstützung, also rund 22,33 M. Unterhalts- und 11,25 M. Mietsunterstützung. Für jedes Kind ist der Unterhalts- beitrag in derselben Höhe, für jedes Kind unter 8 Jahren die Hälfte zu zahlen. Eine Frau mit zwei Kindern erhält also rund 78,73 M., und wenn eins der Kinder unter acht Jahren ist, 67,33 Mark pro Monat. In Deutschland beträgt hingegen die Reichs- Unterstützung monatlich 12 M. und für eine Frau mit zwei Kindern 24 M. Selbst da, wo die Gemeinde 133 Proz. Zuschlag zahlt, bleibt also die Unterstützung bei weitem hinter dem in Oesterreich ge< zahlten, für den Lebensunterhalt absolut Notwendigem«rheblich zurück. Das M i n d e st e sollten die von der sozialdemokratischen Fraktion geforderten Mindestsätze von 23 M. für den Monat für die Eheftau und 13 M. für jedes Kind sein. Ein weiterer, fast noch größerer Uebelstand ist, daß in Deutsch- land die Unterstützungen nur„im Fall der Bedürftigkeit" zu zahlen sind. Allerdings haben die Ministerien von Preußen, Baden, Württemberg, Sachsen sich bemüht, einer Engherzigkeit in der Auslegung de? Begriffs Bedürftigkeit entgegenzuwirken. Aber hilft es, da gegen die Entscheidungen Rechtsmittel nicht gegeben sind, viel in der Praxis? Nach den uns vielfach vorgetragenen Klagen fürchten wir, daß die gutgemeinten ministeriellen Mahnun- gen doch oft auf steinigen Boden getroffen sind. Dem kann durch Ausschaltung des Begriffs Bedürftigkeit im Gesetz und durch Er- fetzung durch eine andere Begrenzung der Anspruchsberechtigung abgeholfen werden. Diesen Weg beschreitet das österreichische Ge- setz. Im Anschluß daran hatte die sozialdemokratische Fraktion in dem Ausschuß des Reichstags für den Haushaltsplan des Reichs am 11. März beantragt, den Begriff der Bedürftigkeit ganz aus dem Gesetz zu beseitigen und dafür zu sagen: „Als anspruchsberechtigt sind jene Angehörigen anzusehen, deren Unterhalt bisher im wesentlichen von dem Einkommen aus der Arbeit des zur aktiven Dienstleistung Herangezogenen nach- weiSbar abhängig war, ferner die Angehörigen der selbständigen Gewerbetreibenden und Landwirte, die regelmäßig nicht mehr als zwei Lohnarbeiter beschäftigen. Ein Anspruch besteht nicht, wenn der zur aktiven Dienst- leistung Herangezogene sein volles Gehalt oder seinen ftüheren Lohn erhält oder aus einem anderen Grunde an seinem Ein- kommen keinen Ausfall erleidet, oder wenn nach seiner Lebens- stellung, feinen Vermögens-, Erwerbs- und Einkommensver- Hältnissen auf Grund durchgeführter Erkundigungen anzunehmen ist, daß durch seine Heranziehung zur aktiven Dienstleistung der Unterhalt der in Betracht kommenden Angehörigen nicht ge- fährdet ist. Einen anderen Weg zur bestimmten, klaren Abgrenzung der anspruchsberechtigten Familien zeigt uns die kürzlich veröffentlichte Bekanntmachung über die Ausdehnung der Woche nhilfe während des Krieges. Hier werden als„minderbemittelt" bezeichnet die Familien desjenigen Kriegsteilnehmers, der mit seiner Frau zu- sammen in dem Jahre vor dem Diensteintritt nicht mehr als 2333 M. Einkommen gehabt hat, oder dessen Frau nach dem Diensteintritt de? Mannes ein Gesamteinkommen von höchstens 1333 M. und für jedes Kind unter 13 Jahren höchstens weitere 233 M. für das Jahr hat. Ausgenommen könnten dann die Fäll« werden, in denen die Familie durch den Kriegsdienst des Mannes tatsächlich keinen Schaden erlitten hat, also in denen der Mann von seinen Renten lebte, oder sein Gehalt weiter erhält, oder in denen das Geschäft während des Krieges denselben oder einen größeren Gewinn als vor dem Kriege ergibt. ES ist unverständlich, weshalb die Regierungen aus diesem Wege nicht gefolgt sind. Dabei ist die Frage, ob die Einkommens- grenzen, wie sie in der Bekanntmachung für die Wochenhilft fest- gelegt sind, für die Familienhilfe beizubehalten sind, von geringerer Bedeutung, obgleich die Grenzen wahrlich nicht zu hoch angesetzt sind. Die Hauptsache ist vielmehr, daß eine Scheidungs- linie gezogen wird, die klar und bestimmt ist und dadurch endlich jede Engherzigkeit bei der Prüfung der Bedürfnis. frage und die vielen Klagen über vermeintliche Ungerechtigkeiten ausschließt Solange dies nicht erreicht ist, muß befürchtet werden, daß das Gesetz über die Familienuntcrstützung der Kriegsteilnehmer nicht feine Aufgabe in dem unbedingt notwendigen Maße erfüllt. Mus öer Partei. Burgfriedliches. Im Machest der„Neuen Rundschau"(Verlag S. Fischer, Berlin) schreibt der frühere Genosse Stefan Groß mann unter dem Titel„Erlösung von der Wissenschaft": „Kein Ausspruch in dem langwierigen und fieberigen Genesungs- Prozeß der deutschen Sozialdemokratie— mögen nur wenige Aerzte dem eigensinnigen Fall nahekommen und diese wenigen mögen der kräftigen Natur des Fiebernden vertrauen, beobachten und schweigen!— kein Wort in dieser Krise war von so großer Bedeutung wie jenes, das Philipp Scheidemann, in dem stärkere Führertalente als in Bebel wach sind, in Bremen getan hat:.Wir müssen es auch ablehnen, uns in Zukunft noch über unsere praktische Tätigkeit von Leuten belehren zu lassen, die vor lauter Theorie den Blick für die Bedürfnisse unseres eigenen Volkes verloren haben. Der deutsche Arbeiter hat hohe Achtung vor großer Gelehrsamkeit, gleichviel woher sie konimt; wenn aber die Gelehrten uns nur Knüppel zwischen die Beine werfen wollen, dann pfeifen wir auf sie."(Lebhafter Beifall.) (. V o r w ä r t s", 3. Februar 1913.) Der Ausspruch ist nicht genügend beachtet worden. Auch ein späteres Geständnis von K o n r a d H a e n i s ch mit ähnlichem Sinn blieb fast ungewürdigt. Diese Stoß- seufzer bedeuteten nun nicht etwa ein plötzliches Bekenntnis zu einem politischen Nalurheilverfahren. Ein deutscher Sozialist bleibt noch immer wissenschastsgläubig, auch wenn er in einem Augenblick knirschend empfundener Abhängigkeit die Kette lockern möchte. Uebrigens meint Scheidemann natürlich nicht die Wissen- schaft, sondern jene ganz besondere.Wissenschast', nicht die Professorenweisheit überhaupt, sondern nur die Professoren der Marx' schen Falkultät/ Beiläufig gesagt: nirgendswo gibt es soviel" verhinderte Privatdozenten wie in der Sozialdemo- kratie! CDaber die Blutleere in den oberen Regionen der Parlei.) Die Erlösung von der Wissenschaft, das wäre in diesem Falle nur die Aufkündigung der Vormundschaft an das Partei- Privatdozententum. Die'Scheidemanns haben(oder hatten es einen Moment langt es satt, sich jede selbständige Erfahrung, jedes politische Erlebnis konfiszieren zu lassen, weil es wissenschaftlich noch nicht geeicht ist. Sie wollen es wagen, ihren eigenen Augen zu ver- trauen. Sie wollen es wagen, ihr politisches Erlebnis nicht erst bei Pastor Kautsky taufen und benennen zu lassen, sie wollen es wagen, die Bäter ihrer politischen Gedanken zu sein.., Selbst die höhere Ordnung der Redakteure und Parteibeamten kennt Marx nur in der VerWässerung und Vereinfachung der ge- meiuverständlichen Darstellungen und verdaut ihn also nur in Lösungen. Je unbekannter das Kültgeheimnis, desto andächtiger besteht� die Priesterschac aus Einhaltung der Bräuche. Die Preß- kommissionen sehen aller Orten streng darauf, daß gewisse Vokabeln dieser Wissenschaft regelmäßig angewendet werden. Wer die dreißig oder vierzig Klischees der materialistischen Ge- schichlsauffassung nicht anwendet, denkt unwissenschaftlich und ge- nießt deshalb bei Gevatter Schneider und Handschuhmacher in der Preßkommission geringes Ansehen. Wer aber diese dreißig Worte so geschickt permutiert(wiederholt), daß er auch inr Skat nebenbei noch „wissenschaftlich" denken könnte, und wer diese mechanischen Uebungen gelegentlich gar noch mit einigen hämischen Spitzen versieht gegen die frechen Neuerer, die andere Vokabeln gebrauchen wollen, der gilt im Klüngel der zweiten Rangsklasse als gefürchteter Polemiker---- Der Marxismus in der Partei wurde ein ganz ernsthaft be- triebenes Gesellschaftsspiel, das beinahe so mechanisch betrieben werden konnte wie Domino. Aber diese bescheidenen Anforderungen an den Geist sind vielleicht gerade genügend für die Unterscheidungen, die in einer demokratischen Partei nötig sind. Wer dieses Partei- domino— nur dreißig Steine, will sagen: Klischees im Spiel— lehren konnte, war Autorität! Wer es erfassen wollte, war Schüler des Arbeiterbildungsinstituts, und also Anwärter, Jünger, hoffnungs- voller Nachwuchs. Wer sich selbst, nach angeborenem Talent, in Freiheit formen und bilden wollte, war— verdächtig.... Wer— auch nur durch gutes Deutsch— auffallen wollte, erregte schon als Originalitätshascher bedenkliches Schütteln dcS Kopfes....' In so ernster Zeit darf es doch an Spaßmachern nicht fehlen, Und Stefan Großmann hat alle Talente dazu. AuS den Organisationen. Der Geschäftsbericht des sozialdemokratischen Vereins für den 11. badischen Reichstagswahlkreis(Mannheini) während der Zeit vom 1. April 1914 bis 31. März 1913 verzeichnet am 31. März 1914 eine Mitgliederzahl von insgesamt 13 916, 9646 männliche und 1273 weibliche. Am 33. Juni waren 9636 männliche und 1272 weibliche Mitglieder vorhanden. Die sich in den letzten Juli- und ersten Augusltagen überstürzenden Ereignisse blieben nicht ohne Wirkung aus das Organisativnslebcn. Auch die Erwerbsverhältnisse litten erheblich unter der Einwirkung des Krieges. So verzeichneten die Organisationen am 18. August 1914 1132 arbeitslose Mitglieder, und mebrere Hundert wurden nur einige Tage in der Woche oder bei verkürzter Arbeitszeit beschäftigt. Trotz dieser Zustände wurde der Organisation die Treue bewahrt: das kommt in den Mstgliederzahlen zum Ausdruck. Am 81. März waren noch vorhanden: 4423 männliche und 1213 werbliche Mitglieder. Im Militärverhältnis standen am 33. September 1914 3176, am 31. Dezember 1914 4131, am 33. März 1913 3063 Mitglieder. Die Jahresabrechnung verzeichnet eine Einnahme und Ausgabe von 19 355,73 M. An die Landeskasse wurden abgeführt 7132,32 M., an die Parteikasse in Berlin 3244,23 M. Die Abonnentenzahl ist r«r um eine geringe Zahl zurückgegangen. Große Lücken sind durch den Tod der Gcnosien Dr. L. Frank und Albert Süßkind in der Partei entstanden. Daß die Parteigenosienschaft auch in der Kriegs- zeit gewillt war. alles zu tun, um die Bewegung zu fördern, hat die am 17. November 1914 stattgefnndene ReichStagscrsatzwahl be- wiesen, wo ohne Gegenkandidaten 11431 Stimmen für den neuen Abgeordneten Genossen Redakteur Oskar Geck abgegeben wurden. « Der Sozialdemokratische Verein für den 6. sächsischen Reichs- tagSwahlkreiS, Amlshauptmaimschaft D r c s d e n- A l l st a d t-D i p- Poldiswalde, hielt am vergangenen Sonntag in Pvtsckiapel seine Generalversammlung ab. Aus dem erstatteten Jahrosbcrichr wird mitgeteilt, daß die Zahl der Mitglieder von 21 666 auf 12 833, also um 8831, fiel. Dabei sei besonders auffallend das Sinken der weiblichen Mitglieder von 8333 auf 2677, also um 861. Die Abonnentenziffer der.Dresdener Volkszcitung" sank von 22623 auf 18178. Mehr als 7333 Mitglieder haben den Bürgerrock nnt der Uniform vertauschen müssen. Im übrigen ist der Rückgang aus die große Arbeits- losigkeit in den ersten Monaten des Krieges zurückzuführen. Trotzdem könne man über die sich zeigende ungebrochene Finnnzkrast de? Vereins und über die im ganzen gute Haltung der Mitglieder nur erfreut sein. Es dürfe deshalb die Hoffnnng gehegt werden, daß die Organisation mit der Zeit die Höhe wieder erreicht, wo sie mit voller Kraft für die Jnteresien der arbcftcnden Massen wirken kann. Mehr als zwei Drittel der Parteifunktionäre, darunter 8 Vorstands- Mitglieder, sind eingezogen Warden. Im Anschluß an die Bericht« ersiattung wurden die Parteiverhältnisse besprochen, ohne daß Be- schlüsse gefaßt wurden._ Einheitsbestrebungen in der schweizerischen Sozialdemokratie. Die schweizerische sozialdemokratische Partei besteht noch immer aus zwei Organisationsformen: den Mitgliedschaften und Vereinen, die 1912 zusammen 23 333 Mitglieder zahlten, und dem Schweizc- rischen Grütliverein mit 11 188 Mitgligberii. Die elfteren gehören direkt der Partei als Sektionen an und für sie gilt einzig die Leitung der schweizerischen sozialdemokratischen Partei, während die örtlichen Organisationen der Grütlianer Sektionen des Schweizc- rischen Grütlivereines und der Partei zugleich sind und ebenso zwei Regierungen haben in dem Zentralkomitee des Grütlivereins und der sozialdemokratischen Parteileitung. Der Zwiespalt zwischen Sozialdemokratie und Grütliverein ist ein halbes Jahrhundert alt und er geht zurück auf die Zeit des Einzuges der alten sozialistischen Internationale in die Schweiz, die für sich die Proletarier er- oberte, während der unter bürgerlicher Leitung gestandene Grütti- verein den Anschluß an die Internationale im Jahre 1838 mit der Begründung aWehnte:„Ter Grütliverein erachtet die An- gelegenheit über die Arbeiterfrage noch nicht reif, nimmt sich aber vor, die Arbeitsverhältnisse eifrig zu studieren." Fünf Jahre später lehnte der Grütliverein auch den Anschluß an den schweize- rischen Arbeiterbund ab, der die deutschen Arbeitervereine, andere sozialdemokratische Arbeitervereine und die Gewerkschaften unn faßte. Im Jahre 1878 stimmte zwar der Grütliverein dem sozial- demokratischen Programm zu, aber erst 1892 nahm er in sein Statut das Bekenntnis zur Sozialdemokratie auf und erst 193l schloß er sich riack schweren Kämpfen mit seinen bürgerlichnn Mitgliedern der sozialdemokratischen Partei an, jedoch unter Auf- rccküerhaltung seiner Organisation. Seither drängt die ganze Eni- toickelung aller Verhältnisse auf das völlige Aufgehen des GriitlU Vereins in der sozialdemokratischen Partei. Einige Reformen, wiö einheitliches Mitgliedsbuch, einheitliche Betragsmarke usw. beschloß vor vier Jahren der sozialdemokratischen Parteitag in Ölten, aber an dem Fortbestand des unerguicklichen organisatorischen Dualis mus wurde dadurch nichts geändert. Einen Erfolg hatte diese kleine Reorganisationsarbeit Nnr bei den organisierten auslän dischen Genossen in der Schweiz, indem die Landcsorganisation der internationalen Arbeitervereine in der Schweiz, die 1912 42 Sektionen mit 3839 Mitgliedern zählte, ibre Auflösung beschloß, weil die Oltener Reorganisation den ausländischen Genossen die Gleichberechtigung mit den schweizerischen Genossen sn der Partei brachte. Vor einiger Zeit hat nun eine neue Bewegung für die volle einheitliche Parteiorganisation in zwei verschiedenen Formen ein- geset. Die Grütlianer haben einen Eroberungszug zur EiNver leibung aller anderen sozialdemokratischen lokalen Organisationen in ihre örtlichen Grütlisektionen begonnen, dessen konsequente Durchführung das Aufgeben der gesamten sozialdemokratischen Partei im Grütliverein bedeuten würde. Dieser Plan der Grift- lianer fyif eine ganz natürliche Reaktion d'er Genossen in den anderen Parteiorganisationen ausgelöst, die nicht nur dem Porgehen der Grütlianer entschieden entgegentreten, sondern auch die Auf- iösung des GrütlivereinS und sein Aufgehen in der Parter fordern. Vergegenwärtigt mm: sich, daß von den zirka 120 000 Stimmen der sozialdemokratischen Partei im ganzen Lande auf den Grütli- verein eben nur die 11000 oder 12 000 seine Mitglieder entfallen, die anderen 108 000 bis 109 000 aber auf die Geßrmtpartei, so wird auch im Lichte dieser Zahlen die Weiterexistenz deS GrütlivereinZ unhaltbar. Sehr auffallend sind die Unterschiede in der EntWicke- lung der gewertschaftlichcn und politischen Arbeiterbewegung in der Schweiz. Die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter haben ebne langjährige schwere Kämpfe ihre Organisationen fortwährend in fortschrittlichem Sinne umgestaltet und ausgebaut. Sie haben die Fachvereine und Gewerftchaften erst zu Berufsverbänden zu- sammengefaßt, dann die Berufsverbände zu Jndustrieverbänden und diese im Gewerkschaftsbund zu einem großen Ganzen ver- einigt. Jetzt werden auf der höhern Stufenleiter der Entwicke- !ung die Jndustrieverbände verwandter Industrien zu großartigen neuen Verbänden zusammengeschlossen, wie jüngst die Industrie- verbände der schweizerischen Metall- und llhrenarbeiter. Dabei bandelt eS sich in den Uhrenarbeitern um Arbeitevaristokraten, die Seitenstücke zu den Buchdruckern bilden. Daß es auch in der Partei zu einer einheitlichen, geschlossenen Organisation kommen muß, sagt auch der gemeinsame Sekretär des GrütlivereinS und der Partei, Genosse Fähndrich in Zürich, im Jahrbuch beider Organisationen für 1912:.Historisch führt in der Schweiz der Meinungskampf innerhalb der Partei nicht zur Trennung, sondern zur restlosen Verbindung des auf dem Boden des Klassenkampfes stehenden Proletariats."_ Zur Frwidervng de» Genoffen Oerta. Der jetzige Vorsitzend« des BildungSauSschusseS vo« Nieder- barnim wünscht die Bekanntgabe dessen, waS er über das famose Referentenmaterial denkt. Sein Urteil darüber lautet:.Ich stehe nicht an, zu erklären, daß ich mit dem Grundsätzlichen de» Artikels völlig einverstanden bin; wie ich gerade diese« guten, grundsätzlichen KerneS wegen bedauere, daß er einige persönliche Jnvektiven und Spitzen enthält." Das.Grundsätzliche" war,»daß eine ander« Auffassung,«mch wenn sie tief in den Massen wurzelte, sich nur durchsetzen konnte, nicht unter Führung der erprobten Partei, sondern nur gegen den Willen der Parteiinstanzen, unter lleberwindung de» Gegenstandes der Partei und der Gewerkschaften". Wir Niederbarnimer können ans glücklich schätzen, in»nferer Bildung unter solchen Grundsätzen gefördert zu werden. Daß Genosse Oerter Mitglied der Partei ist, habe ich erst ans seinem Schreiben vom 1. Februar d. I. erfahren. Bis dahw war mir feine Parteizugehörigkeit ebenso unbekannt wie er selber. Berlin. IS. Mai ISIS. r. Legten. Wir halten nnninehr die Angelegenheit für erledigt. Parietliterawr. Prinzip oder Romantik! Sozialistische Betrachtungen zum Weltlriege, betitelt sich ein Schriftchen, da» soeben von der Fränlischen Verlagsanstalt und Buchdruckerei G. m. b. H. in Nürnberg der Oeffentlichkeit übergeben wird. Dr. Max Adler in Wien, der Verfasser dieser Broschüre, bemerkt in seinem Vorwog >lnter anderem:.Die Aufsätze, die zum Teil in der Monatsschrift der österreichischen Sozialdemoftatie.Der Kampf' erschienen sind, stammen aus der Zeit der ersten Hälfte de? Krieges. Speziell die beiden ersten Abhandlungen geben Vorträge wieder, die Mitte November und Anfang Dezember 1914 in Wien gehalten wurden. Sie erscheinen hier in etwas erweiterter Form, während die dritte Abhandlung zum größten Teil noch ungedruckt ist. Die Neuheraus- gäbe dieser Aufsätze rechtfertigt sich zunächst durch das Bedürfnis de-3 Verfassers, ihren Inhalt über den naturgemäß eingeschränkten Leserkreis einer Monatsschrift der Parteiöffentlichkeit, besonders der deutschen Sozialdemokratie näher zu bringen. Vor allem aber will sie durch diese Zusammenfaffung einer Verpflichtung genügen, die veute alle empfinden müsien, die an der theoretischen Vertretung der Idee des Sozialismus arbeiten: die Konsequenz der marxistischen Gedanken durchzuhalten.... Dies um so mehr, als die Konse- auenz der marxlstischen Lehre nicht etwa bedroht ist durch die neuen Tatsachen des Weltkrieges, auf die sie nicht mehr paßte— welch' kümmerliche theoretische Grundlage, die nicht einmal dem Wandel weniger Jahrzehnte stand hält!— sondern eigentlich nur gefährdet wird von einer seltsamen Romantik dcS Gefühls und der AnschauungS- weise, die trotz ihres bürgerlichen Ursprungs ihren Weg in die Reihen der Arbeiterschaft gefunden hat.... Hier entgegenzutreten, ist jedermann» AmteS, der dies als Widersinn der Lehre des Sozia- liSmuS zu erkennen glaubt." Die 64 Seiten starke Brofchür« bietet für jeden Sozialisten viele anregende Gedanken. Der Preis beträgt VO Pf. polizeiliches, Serichtliches vfw. Verworfene Revision. Die vom Genoffen Otto G e i t h n e r, Redakteur des.Gothaischen VoftSblattS", eingelegte Revision gegen das auf drei Monate Gefängnis lautende Urteil de» Landgerichts Gotha ist vom Reichsgericht verworfen worden. Mus?nSustrie unö hanöel. Die Seifenfabritation im Kriege. Die Seife ist ja bekanntlich al» Maßstab der Kultur angesehen worden. SS wäre selbstverständlich, daß das Land der deutschen Barbaren von den anderen Kulturnationen hier doch bei weitem iibertroffen werden müßte. Wie steht«S aber in WirNichleit hier aus? Die gesamte deutsche Geifenerzeugung im Jahre 1910 betrug 672 Millionen Kilogramm, England erzeugte im gleichen Jahre 486 Millionen Kilogramm, Frankreich SSS Millionen Kilogramm. Die Ausfuhr aas Deutschland betrug S 743 000 Kilogramm, aus England 74,6 Millionen Kilogramm und aus Frankreich 48 Millionen Kilogramm Seife. Zieht man von der deutschen Seifenerzeu-�ung die Ausfuhr ab, rechnet aber hierfür die Einfuhr fremder Seifen hinzu, die 1673 800 Kilogramm betrug, so ergibt sich ein Seifen- verbrauch von 10 Kilogramm pro Kopf der Bevölkerung. In England würde der Seifenverbrauch bei gleicher Berechnung nur 9,6 Kilogramm und in Frankreich gar. nur 6 Kilo- gramm betragen. Also auch b>er übertrafen di« Barbaren die Kulturnattönen. Immerhin wird e« von Jnterefle sein, den Ausführungen, die ein bekannter Fachmann, Dr. I. Davidsohn, der Leiter deS Lehrinstitut» für die Seifenindustrie Berlin-Schöneberg, in der Ehemikerzeitung macht, zu folgen. Bekanntlich ist durch Ver- ordnung des Bundesrats die Verwendung von Kartoffelmehl und anderen Erzeugniffen aus der Kartoffel zur Herstellung von Seife verboten. Dieses Verbot kann mit Freuden begrüßt werden; denn ein Stoff, der al» eins der wichtigsten VolkSnahrungSmittel gilt, gehört nicht m die Seife. Zudem ist da» Kartoffel- mehl in der Seife nur al» Füllung, um die Seife zu verbilligen. Ein« Waschkraft kommt ihm nicht zu. Die ein- sichtigen Kreise in der Seifenindustrie sind schon längst gegen das Füllen der Schmierseifen mit Kartoffelmehl. So hat der Ver- band der Seifenfabrikanten bereit» im September vorigen Jahre» in einem Aufruf an die Seisenfabrikanten Deutschland» den Wunsch ausgesprochen, daß die Verwendung von Kartoffelmehl bei der Füllung von Schmierseifen soweit als irgend möglich eingeschränkt wird. Man darf hoffen, daß das Verbot, die Seifen mit Kartoffel- mehl zu füllen, auch in Friedenszeiten seine Geltung behalten wird. ES ist möglich, daß die Seisenfabrikanten in den Gegenden, in denen das Publikum sich den billigen, mit Mehl gestillten Schmierseifen angepatzt Hot, mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben werden, um die Käufer an vollwertige, aber naturgemäß teuere Fabrikat« zu gewöhnen. Die Konsumenten sollten aber bedenken, daß die beste Seife doch immer die reine ungefüllte Seife ist; fle befitzt eine hohe Wasch« und Reinigungskrast, ohne die Stoffaser anzugreifen. Dies gilt besonders für die reine Kernseife. Mit Hilfe der remen Seifen wird also der höchste Wascheffekt mit der größten Schonung des Stoffes verbunden. Mit dem 1. Januar waten die von dem Bundesrat erlaffenen vestmnnunge» über das Verbot, Schmier- und Leimseifen aus Neutralfetten herzustellen, in Kraft. Kernseifen dürfen wohl aus Neuttalfetten und Oelen fabriziert werden, aber die zurückbleibenden glhcerinhaltigen Unter- laugen müffen verwertet werden. Diese» Verbot betrifft natur« gemäß nur die Seifenfabrikanten, die bis jetzt ihre Fette, fo wie sie find, auf Seifen verarbeitet haben, ohne sie vor- her durch eine oder andere Methode in Fettsäuren oder Glyzerien zu spalten. Ein großer Teil der deutschen Bewiebe befitzt aber eine Fettspaltung, und in diesen Fabriken wurden naturgemäß auch früher nur Fettsäuren sowohl zu Schmier- und Leimseifen als auch zu Kernseisen verarbeitet. Diese Seifenfabriken werden also von der neuen Verordnung nicht betroffen. Aber auch für die ohne Fettspaltung arbeitenden Seifenfabriken sind die nun entstehenden Schwierigkeiten nicht allzu bedeutend. Eine große Anzahl von firmen san 60) hat sich bereit erklärt, Neuwalsette und Oele im ohne zu spalten, und aus diese Weise diejenigen Betriebe, die keine eigene Spaltanlage befitzen, mit Fettsäuren zu versorgen. Dazu kommt noch, daß sich die eine oder andere Seifenfabrik jetzt schnell entschließen dürfte, eine Fettspaltung einzurichten. Was die Versorgung der Seifenfabrilen mit Rohmaterial be- trifft, so war es gleich beim Ausbruch de» Krieges den in Frage kommenden Interessentenkreisen klar, daß eS jetzt die Pflicht der Seiseninduswie ist, auf die Oele und Fette möglichst zu verzichten. die durch geeignete Raffination der VolkSernährug zugeführt werden können. Die Seifenindustrie hat in erster Linie Rohmaterialien zu verarbeiten, die für menschlichen Genutz nicht geeignet sind. Das find vor allem Knochenjette, Abdeckereifelle, Kammfett«, Olein, Tran, Walkfett, Abfallfette, in erster Linie solche bei der Raffination des KokoS- und PalmkernöleS, deS Leinöles, deS Erdnuß- öleS usw. Da während des Krieges jedes auch noch so dunkle Fett und Oel zur Erzeugung von Seifen geeignet ist, so ist es selbstverständlich, daß man auf die hellen Seifen nicht mehr das Gewicht zu legen hat, wie in Friedenszeiten. Der Fach- mann wußte auch früher, daß die vom Konsumenten bevorzugte helle Naturfarbe der Seife nur die Augen befriedigte, daß aber die Wasch'raft und sonstigen Eigenschaften einer Seife von ihrer Farbe ganz unabhängig sind. Für die Beschaffung von Rohstoffen in der Seifenindustrie während des Krieges spielen auch die gehärteten Oele eine hervorragende Rolle. Der Ausgangspunkt ist bekanntlich hauptsächlich Tran. Für die Verwendung in dieser Industrie ist be- sonders die Tatsache von großer Bedeutung, daß durch die Hydrie- rung der Trane ihr sehr unangenehmer Geruch beseittgt wird. Da« Kapital ist international. „Rowoje Wremja" vom 7. Mai fürt auS dem Moskauer„Uwo Rosfii' einen Artikel an, der nach de» Worten de« PeterS- burger Blattes geeignet ist, wie«in kalter Wafferswahl zu wftlen. Das Kapital, heißt es in jenem Artikel, ist international; einem kapitalistischen Un- ternehmen eine rein nationale Physiognomie zu geben, ist ein« durch und durch unausführbare, unnütze und sehr naive Aufgabe. Fest unS einprägen und nicht eine Minute vergessen müssen wir die waurig«, aber noch immer lebendige und gültige Wahrheit: Wir haben noch bitter not ftemdes Kapital, fremg« Srzeugmff«, ftemdes Wiffen und fremde Erfahrung. Und e» ist wahrhaftig nicht unser Unglück, daß wir von allen diesen Dingen viel von den Deutschen empfingen. Unser Unglück ist eS nur, daß wir nichts gelernt haben. Anstatt die Deutschen zu unserem Vorteil auszunützen, kochen wir hartnäckig unter ihr Joch und machten uns auS den deutschen Kauf- leuten, Monteuren und Handelsleuten nicht unsere Diener, sondern unsere Herren. Gefährlich find nicht der deutsche Berechner und die deutsche Maschine, gefährlich ist eS, daß wir mit den Händen unserer russischen Arbeiter und Techniker fie in Ruß- land nicht nachmachen können. Wem da» Kapital gehört, ob Herrn Sidorow, Renaut, Schulz, Waterman, Harrison oder Johansen, ist ganz gleichgültig. Nmerikanfsche KriezSprosit«. .New York Time»" meldet: Die Federal Sugar Raffinerie Ionke» hat eine Order auf drei Millionen Dollar g ucker zur schleunigsten Verschiffung nach England erhalten und zwar zu dem Preise von 6,90 Dollar für 100 Pfund. Die» ist die größte Order, die jemals für Zucker nach Amerika gegeben worden ist. Man nimmt an, daß die Verschiffung in zwei Monaten möglich sein werde. Die Westinghous« Electrie Manufacturing Company vestättgt di« Order auf 28 Million«» Dollar Kleinwaffen und 30 Millionen für Schrapnell». Die Kontrakte find 'est und-mabhängig von der Kriegsdauer gegeben worden. Die New York«irbrake Company hat ein« Order auf 8» Millionen Dollar Schrapnell» von Rußland erhalte»..Sun" meldet: William Joyce, der Präfideut der National Eurety Company, stellte fest, daß die Kriegsunterstützungen Amerika» bereit» eine Billion Dollar erreicht hätten. Eine Reihe amerikanischer Waffenfabriken steht sich infolge der Riesenbestellungen de« Dreiverbande» zu umfangreiche« Erweite- rungen ihrer Betriebe genötigt. Die Remington Arm» Union Metallic Company in vridgeport fTonnecticut), die im September vorige» Jahre» fünfzehn neu«, zum Teil vierstöckige Fabrikgebäude gebaut hat, plant die Anlage von fünf weiteren Gebäuden und eine» Pulver- magazin» au» Backstein im Werte von zusammen 1 Million Dollar. Desgleichen wird die Winchester Repeating Lim» Manufacturing Company ihre bereit» sehr ausgedehnten Fabrikanlagen in New sTonnecticut) um ein beträchtliches vergrößern. In der che handelt e» sich um feuersichere Gebäude zur Herstellung und Aufbewahrung von Pulver und Explosivstoffen. Die Baukosten belaufen fich ebenfall» auf annähernd 1 Million Dollar. Krieg med««erlkea Ische Schiffahrt. Nach amerikanische» vvitter- Meldungen haben argentinisch« GeschästSleut« eine neue Dampfer- lini« von New yorl nach Buenos Aires finanziert, di« dou der ar- gentinifchen Regierung subventioniert werden soll. Da« Programm der neue» Linie soll am 24. Mai auf der panamerikanischen Kon- ferenz in Washington erörtert werden. Die deutsch« und englische Einfuhr»ach Italien..Eemaphore' vom 7. Mai entnimmt einem Bericht der englischen Handelskammer. daß im Jahre 191S die deutsche Einfuhr»ach Italien S12 637 600 Frank gegen 686 760 000 Fr. der englische» Ein- fuhr betrug. Deutschland hat somit für 26 887 600 Fr. mehr eingeführt al» England. Dabei ist überdies zu berücksichtigen, daß Englands Haupteinfuhr in Kohle bestand, im Werte von 324 263 000 Fr. gegen 33 387 500 Fr. der deutschen Kohle. Somit haben die Deutschen an reinen Jndustrieerzeugnissen nach Italien für 679 260 000 Fr. verkauft, während die Engländer e» nur auf 262 500 000 Fr. brachten. Leiuengaru-Abrechmmgsstelle. Die zur Siegelung de» wirtsSast- ließen Verkehr» in Leinengarnen während des Krieges durch die Roh- stoffabteilung deS Kriegsministeriums gegründete Leinengarn-Ab- rechnungsstelle bei der Bank für Handel und Industrie ist nunmebr unter der Firma Leinengarn- Abrechnungsstelle Aktiengesellschaft in eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 1 000 000,— M. umgewandelt worden. DaS Kapital ist von den interessierten Webereien und Zwirnereien gezeichnet worden. Die Geselltchaft wird lediglich im allgemeinen Interesse tätig sein. Die Aktionäre erhalten al» Dividende nicht mehr als 4 Prozent Kapitalzinseu. Der frauzöfische Außenhandel. .TempS" schreibt: Nach der amtlichen Statistik betrug die Ausfuhr Frankreichs in den ersten vier Monate» des Jahre» 1915 916 499 000 Fr., die Einfuhr 2179 612000 Fr. Der AuS- fall gegenüber dem gleichen Zeittaum deS Vorjahres beträgt für di« Ausfuhr 1 294 636 000, für die Einfuhr 842 999 000 Fr. Für April allein beträgt der Ausfall gegenüber dem April 1914 bei der Ausfuhr 322 776 000, bei der Einfuhr 33 205 000 Fr. Die Lage der Ausfuhr beffere sich also, wie der.Tempi" bemerkt, nicht, dagegen nähere sich die Einfuhr im April der Höhe normaler Zeiten. Dieses scheinbar günstige Ergebnis sei der bedeutenden Steigerung der Käufe für Hcereszwecke zu danken. ES wäre jedoch vorteilhafter, wenn Frankreich diese Artikel selbst herstellen könnte, statt fie im Auslande, besonders in den Vereinigten Staaten von Amerika, kaufen zu müssen. Die Einfuhr von Rohstoffen, welche sich ebenfalls der normalen Einfuhr zu nähern beginne, laffe einen erfreulichen Rückschluß auf das Wieder- aufleben der wirtschaftlichen Tätigkeit Frankeichs zu. Gnglaud» Außenhandel. Die britische Gesandtschaft im Haag meldet über de» britischen auswärtigen Handel: Im März und April war der Wert der ein- geführten Waren größer als in den vorhergehenden Monaten. Im April stieg die Einfuhr auf 73 678 000, die Ausfuhr englischer Produkte auf 88 170 000, die Wiederausfuhr auf 9 967 000 Pfund Sterling. Verglichen mit dem Januar war die Einfuhr um sechs, die Ausfuhr um vier und die Wiederausfuhr um drei Millionen Pfund Sterling gestiegen. Die Tonnage der Schiffe, die mit ausländischen Gütern im Januar und Februar ankamen, betrug fünf bzw. eine Million, im März und April fünf bzw. sieben Millionen. Die Erbe» der südamerikanischen Kundschaft Deutschland». Im Matin" vom 9. Mai macht ein Sonderberichterstatter iu einer Zuschrift aus Trinidad darauf aufmerksam, daß der deutsche Handel in Mittel- und Südamerika in den letzten 16 Jahren sich verzehnfacht habe, und di-S ganz wesentlich auf Kosten Frankreichs. Jetzt ist die deutsche Handelsmarine vom Meer verschwunden. die deutsche Einfuhr stockt! Wer wird an ihre Stelle treten? Während seit Januar ein« größere Gesellschaft amerikanischer Geschäftsleute auf Dampfer.Kroonland* di« gesamten Häfeu Südamerika» bereist, überall neu« Beziehungen knüpft und große Abschlüss« erzielt, wird, dem französischen Handel von der Heimat Schwierigkeit über Schwierigkeit bereitet: Preisaufschläge von 15 bis 30 Proz. auf alle Artikel, Aufhebung der Zahlungsaufschübe, Verpflichtung zur Zahlung vor Abgang der Ware usw. Wer trägt die Schuld? Nach Meinung des Handelskammerpräfidenten von Trinidad ist der Pariser Kommissionshandel dafür verantwortlich. der zu 80 Proz. in deutschen Händen lag und nach dem Krieg in die Hände von Neutralen überging. Soziales. Wochenhilfe von Kriegerfraneu vo« freiwillig Berficherte». Auf Grund der Bundesratsverordnung vom 8. Dezember vorigen Jahres stehen denjenigen Kriegersrauen, deren Männer einer Kasse angehören, eintretendenfalls eine Wochenhilfe zu. Verschiedene Ersatzkassen haben nun die Zahlung der Wochen- Hilfe verweigert, weil es sich nicht um Zwangsversicherte, sondern um freiwillig Versicherte handele. Die betroffenen Frauen mußten daher in zahlreichen Fällen die Hilfe der Versicherungsämter in Anspruch nehmen. Aus eine beim VersicherungSamt Neukölln ein« gereichte Klag« wurde die verklagte Kasse jetzt verurteilt, der Kriegerfrau die Wochenhilfe auszuzahlen. ES werde, so heißt e» iu der Begründung, in der Verordnung des Bundesrat» nicht ver- langt, daß die Versicherung ein« Zwang» Versicherung fei» müsse, eS genüge zur Begründung des Anspruchs die Versicherung bei der beklagten Ersatzkasie. In ähnlicher Weife hat auch daS VersicherungSamt Hamburg entschieden. Hoffentlich bereiten die Kranken- kassen den bedrängten Kriegerfrauen in Zukunft nicht der- artige Schwierigkeiten. Das wäre um so unberechtigter, als bekanntlich nach der letzten Bundesratsverordnung auch die nicht versicherten Frauen und die Frauen nicht versicherter Kriegsteilnehmer Anspruch aus Wochenhilfe haben. Freiwilliger Austritt»ach GehaktSmiudcruug. Der freiwillig Ausscheidende kann kein« Nachzahlung des gekürzten GehaltS verlangen. In diesem Sinne entschied die zweite Kammer des Berliner KaufmannSgerichtS in ihrer letzten Sitzung. Die Klägerin Elfriede D. war Verkäuferin i» beklagtem Schuh- warenhaufe Jacoby und erklärte fich vom ersten KriegSmouat an mit einer GebaltSminderung von 36 M. einverstanden. Die Klägerin verblieb dann noch bis zum 1. April d. I. in ihrer Stellung. Dann schied sie auf ihre eigene Kündigung hin aus, weil sie einen besser bezahlten Posten fand. Trotz dieser Sachlage verlangt fie den GehaltSnachlaß von 180 M. nachgezahlt. Die beklagte Firma macht demgegenüber geltend, daß die Klägerin fich Notz des NachlaffeS nicht schlechter als früher gestanden habe, sie habe die Differenz reichlich durch Gewinnanteil wettgemacht. DaS KaufmannSgericht hielt de» Anspruch der Klägerin mft Recht für unbegründet und wieZ die Klage ab. Ein Angestellter. der freiwillig auS de» Diensten scheide, könne au« einem etwaigen GehaltSnachlaß auS Anlaß des Krieges keine späteren Ansprüche herleiten._ Au» der Geschichte der KrüppelfSrforze. Zum Besten der Berliner Hilfsvereinigung für die auS Belgien vertriebenen Deutschen hielt am Freitag abend im Herrenhaus- Sitzungssaal die Gattin de» Generalgouverneurs für Belgien, Frei- frau vou Vissing, emen Vortrag über»Die geschichtliche Entwicklung der Krüppelfürsorae inDeuts ch- laud." Sie zeigte, wie im Lause der Jahrhunderte die An- schauungen über die Krüppel und deren Wert für die Gesellschaft fich gewandelt haben, wie dieKrüppelfürsorge aus hastenden Versuchen fich in unserer Zeit zu planvoller Arbeit entwickelt hat, wie immer mehr die zunächst von privater LiebeStäNgleit fteiwillig übernommene Auf- gäbe als seine notwendig zu erfüllende Pflicht des Staate» erkannt wird. Im Altertum galt bei den meisten Völkern der Krüppel al» eine Last für die Gesunden, so daß man verkrüppelt« Kinder tötete, die Neuzeit aber weiß nicht nur die geistigen Fähig- leiten vieler Krüppel zu schätzen, sondern hat ihnen auch die Mög- lichkest körperlicher Arbeit zu steigern vermocht. Angaben über Krüppelheilbehandlung finden sich sogar bei Aerzten bes Altertums, Das Landgericht hatte ben Säger mit feiner Rlage abgewiefen] Karte von China, Japan and Sabaften. Gerensgegebent ban doch den Gedanken der Krüppelfürsorge hat erst bie Ausbreitung des und ausgeführt, daß der Beklagte eine Täuschung nicht beabsichtigt Prof. Settler. 1 M. C. Flemming, Berlin W. 50. Christentums gefördert. Die Krüppel durch maschinelle Hilfsmittel habe, als er dem Kläger beim Kauf mitteilte, daß die Auflage 2500 Politische Kriegsfürsorge. Von R. Wolzendorff. 50 f. Chris und fünstliche Glieder zu unterstüßen, verstand man um die betrage und hinzufügte, in legter Beit tönne es etwas weniger" liche Welt, Marburg a. f. Richtlinien für die Kriegsinvalidenfürsorge im Großherzogtum Wende des Mittelalters. Jm 17. Jahrhundert wurde von gewesen sein Dagegen hatte bas stammergericht Berlin Baben. 60 S. Badischer Landesausschuß für Kriegsinvalidenfürsorg dem Engländer Glisson, den man den ersten Orthopäden nennen darf, den Berrag für nichtig erklärt und ben Betlagten Karlsruhe i. 8. eine Ursache der Verkrüppelungen in der Rhachitis, der englischen zur 8ahlung der geforderten 16000 m. verurteilt. The Peace and America. By Hugo Münsterberg. Berlag Krankheit", erkannt. Aerzte des 17. und des 18. Jahrhunderts ber- Bur Begründung seines Urteils führte das Rammergericht unter Bernhard Tauchnis, Leipzig. Breis 1,60 m. suchten schon, Operationen an Krüppeln auszuführen. Gegen Ende anderem folgendes aus: Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme Universal Bibliothet. 5181/82: Porträtgalerie aus Lamprecht des 18. Jahrhunderts wurde in der Schweiz die erste orthopädische steht fest, daß der Kläger durch den Beklagten und seinen Vertreter Deutscher Geschichte. Von Dr. H. F. Helmolt. 40 Pf., geb. 80 f.. Anstalt geschaffen, und Deutschland folgte im 19. Jahrhundert mit über die Höhe der Auflage der Beitung borsäglich getäuscht worden Ph. Reclam, Leipzig. Krüppelheimen in mehreren Städten, z. B. eröffnete in Berlin im ist. Der Bellagte hatte auch Kenntnis davon genommen, daß von Die Aufsicht über die öffentliche Armenpflege und thre Nege Tung im Reichsarmengefet. Berichte, erstattet von Stadtrat Kaftan Jahre 1828 ein Dr. Bloemer ein Heim( auf dem Grundstück Friedrich den zuerst gedruckten größeren Auflagen nur 500 bis 600 Exemplare und Direktor Dr. Blaum. Geh. 1,80 M. Dunder u. Humblot, München straße 108), das schon in Alinit, Schule und Lehrstätte gegliedert verkauft worden sind. Gleichwohl hat er geduldet, daß der Beuge und Leipzig. ivar. Die in München im Jahre 1832 eröffnete Anstalt wurde 2., sein Vertreter, die Auflage der Beitung mit 2500 bezifferte. Englands Blutschuld gegen die weihe Staffe. Bon B. Schüße. 1844 vom Staat übernommen. In Norddeutschland förderte die Auch für das Verhalten des W. Hat der Beklagte einzustehen, da er Beh. 1,80 m. Ernst Baffermann sein politisches Wirken. 1. Bd.: Innere Mission die Krüppelfürsorge, ihr erstes Krüppelheim er diefem Bertretungsvollmacht erteilt hatte. Es unterliegt feinem 8ur auswärtigen Politif. Herausgegeben und eingeleitet von Dr. F. Mittel öffnete fte 1886 in Nowawes. Jezt gibt es in Deutschland 56 An- 8weifel, daß der Kläger den Staufvertrag nicht abgeschlossen haben mann. 8., geb. 4 m. Aufschwung. Ein Roman vom Tage von G. Kauder. 8,50 M., geb. stalten, evangelische, katholische und interkonfeffionelle. Mehrere würde, wenn er den wahren Sachverhalt gelannt hätte. Denn dies m 6. Müller, München. Bundesstaaten zahlen Buschüsse, eine Reihe Universitäten haben öhe der Drudauflage ist für febe Beitsrift von Gepanzerte Ritter. Von Dr. K. Floeride. 1., geb. 1,80. Lehrstühle für Orthopädie, ir Baden besteht gefeglicher Bedeutung. Da aber anzunehmen ist, daß der Kläger bei Frands, Stuttgart. 3wang zur Ueberweisung schulpflichtiger Krüppel an Heime, Kenntnis der wahren Sachlage vom Kauf abgesehen haben würde, Oldenburg hat für förperliche Gebrechen eine Meldepflicht der ist die Anfechtung wegen argliftiger Täuschung als begründet zu er Aerzte. Im Deutschen Reich ergab 1906 eine amtliche Bählung etwa achten. Gegen dieses Urteil hatte der Beklagte eine Reihe von 100 000 krüppel, wovon etwa 40 000 dauernde Fürsorge in Heimen Rebiftonsrügen erhoben. Das Reichsgericht wies am Freitag bedurft hätten. Viele Krüppel erlangen jetzt, dank den Fortschritten seine Revision zurüd. ärztlicher Kunst, weitgehende Arbeitsfähigkeit und Erwerbsmöglichkeit. Die Vortragende schloß mit einem furzen Hinweis auf die Fürsorge auch für die Kriegsverlegten. Was in Friedenszeiten geduldige Kleinarbeit erreicht habe, das solle nun auch ihnen zugute kommen. Gerichtszeitung.ace Anfechtung wegen argliftiger Täuschung. Wer zur Abgabe einer Willenserklärung durch argliftige Täuschung oder widerrechtlich durch Drohung bestimmt ist, fann die Erklärung gemäß§ 128 des Bürgerlichen Gesez buchs anfechten. Daraus folgt, daß auch jeder Kaufvertrag, der durch argliftige Täuschung zustande gekommen ist, wirksam angefochten werden kann, wenn die Täuschung für den Abschluß des Vertrages erheblich war. Daß der falschen Angabe der Drudauflage einer Zeitung unter Umständen Erheblichkeit für den Willen zum Kauf beigemessen werden kann, zeigt ein am Freitag vor dem Reichsgericht verhandelter Rechtsstreit. Der Kläger faufte vom Beklagten im Jahre 1918 die Hanseatische Theaterzeitung". Es handelte sich um ein neues Unternehmen; die Beitung war zunächst in einer Auflage von 5000 Exemplaren gebrudt worden, hatte aber wenig Stäufer gefunden, so daß man bei dem Drud der Nummern 8, 9, 10 und 11 auf 2500, 2000, 1800 und 1100 Exemplare Drudauflage herunter gegangen war. Bu dieser Beit, am 19. Januar, hatte der Kläger das Unternehmen für den Preis von 16 000 m. erworben. Diesen Kaufvertrag hat er bald darauf wegen argliftiger Täuschung angefochten und ausgeführt, daß ihm vom Beklagten und seinem Vertreter die Auflage der Beitung mit 2500 Eremplaren beziffert worden sei, obwohl beide gewußt hätten, daß die Auflage immer mehr zurüdging und bei Nummer 11 nur noch 1100 betragen habe. de Gicht, Rheuma, Nervenschmerzen Togal Tabletten waren ihre einzige Rettung. Frau B. in Braunschweig schreibt: Ich werde sehr von der Gicht geplagt und muß gestehen, daß mein Be finden nach dem Gebrauch von Logal Tabletten ein ganz vorzügliches wurde. Kann mit herzlichem Dank und Freude sagen, daß Togal- Tabletten meine einzige Rettung sind. Ich kann und werde Togal Tabletten allen Menschen auf das wärmste empfehlen." Aehnlich berichten viele andere, welche o gal nicht nur bei Gicht, sondern auch bei Rheumatismus, Ischias sowie bei Nerven und Kopfschmerzen gebrauchten. Toga I wurde ärztlich glänzend begutachtet. Alle Apotheken führen Togal Tabletten. Großer Ausverkauf von sämtlichen Juwelen, Uhren, Gold20 and Silberwaren. Eingegangene Druckschriften. -R. Curtius, Berlin W. 85. Oftpreußens Feuerzeit. Kriegsbilder von Katharina Botsky.( Kriegsbilder, Bb. 10.) 1. M.- 2. Langen, München. Balle a. G. Lernbuch der Staatsbürgerkunde. In Frage und Antwort von F. Ehringhaus. 60 f. Berlag der Buchhandlung des Waisenhauses in Die Kriegszeit im Dichtermund. Ausgewählt von A. Thiemann. C. Schaffnit, Düsseldorf 112. 50 31. ( Bolfsb. 121/ 26,80 Bf., geb. 80 B1.- 3. Thomas, Leipzig. Deutsch sein, heißt Mensch sein. Notschreie aus deutscher Seele bon Walter v. Molo. Geh. 1 M. Schuster u. Loeffler, Berlin W. 57. Der neue Werther. Roman aus der jüngsten Beit vor dem Kriege Der Kampf. Sozialdemokratische Monatsschrift. Aus dem Inhalt von H. Jaques. 3 M., geb. 4 M. Bita, Deutsches Berlagshaus, Charheben wir herbor: Adolf Braun( Nürnberg): Die Gewerkschaften Lottenburg, Hardenbergftr. 14. bor, während und nach dem Kriege. Karl Renner: Der Strieg im Das Seeschiff und der Seeverkehr. Von Profeffor R. Schreber. Rechtsbewußtsein unserer Beit. Rudolf hitler bing: Siftorische Notwendigkeit und notwendige Politik. Hermann Fleißner Tarifverträge des Deutschen Holzarbeiterverbandes vom ( Dresden): Die Ronfumvereine in Großbritannien. Robert Jahre 1914. Berausgegeben vom Verbandsvorstand. 2 M., geb. 2,50 M. Gröf( Dresden): Martin Andersen Nerö.- Rundschau: Ein Berlagsanstalt des Deutschen Holzarbeiterverbandes, Berlin SO. 16. Dofument unserer Betten Schande. Ostpreußen, feine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. schaft deutscher Konsumvereine Hamburg. 42 S. Selbstverlag in Seimatschutz. G. D. B. Callwey, München. Bericht über das 21. Geschäftsjahr der Großeinkaufs- Gefell- 1. Seft. 2,50 m. Kriegs Beröffentlichungen des Deutschen Bundes Samburg. Schwarz- weiß- rote Epigramme von A. Gilme. 50 Bf. Daheim Jahresbericht des Verbandes der Konsumbereine der Broving und brauksen. Dichtungen zum Weltkrieg 1914/15 von W. Appelt. 80 Pf. Brandenburg und der angrenzenden Provinzen und Staaten 1914. - B. Sturm, Dresden- A. 16. 183 S. Berlagsgesellschaft deutscher Konsumvereine, Hamburg, Beim Notgemüse.( Stuttg. Bilderb. 7.) 25 P1. Frandy, Stuttgart Das Freie Wort. Nr. 8/4. Halbmonatsschrift für Fortschritt auf Biertelf. 2 M. Neuer Frankfurter Berlag, Frankfurt a. M. allen Gebieten des geistigen Lebens. Herausgegeben von M. Henning. Krieg und Sieg. Nr. 15. Unsere Leutnants. Nr. 16. Unfere Emben". Nr. 17. Der Landsturm. Einzelnummer 20 Pf. 8. Sillger, Der Krieg 1914/15 in Wort und Bild. Heft 24/26. Jede Woche Strohhause 38. Berlin W. 9. ein eft. 30 Pf. Bong u. Co., Berlin W. 57. Der Deutsche Krieg. Heft 47: Mit Schwert und Bing! Bon Prof. S. v. Rümter. Heft 48: Deutschland und Aegypten. Bon E, Meyer. Einzelb. 50 f. Deutsche Berlagsanstalt, Stuttgart. Universal- Bibliothek. 5752: Die einsamen Brüber. Romöble . Defterheld.- 5755: Philotas. Trauerspiel von G. E. Leffing. Einzelnummer 20 Bf. Ph. Reclam, Leipzig. Heft 18/19. Herausgeber: G. Bernhard. Viertelf. 4,50. Plutus. Kritische Zeitschrift für Boltswirtschaft und Finanzwesen. Blutus Berlag, Berlin W. 62. Ette Be Die biologischen Grundlagen der Kulturpolitit. trachtung zum Weltkriege von M. Berworn. Brosch. 1,20 M. G. Fischer, Jena. ce. Stiefelkönig ! Das Geheimnis!! der Erhaltung des Leinens liegt in dem Gebrauche von engst Minlos schem Waschpulver. 51.88 Acht farbige Tage Chevro- Straßen- Halbschuhe in braun, grau, beige, schwarz, U Orig. amerik. Goodyear Welt 10.50,8% Weiße Leinenschuhe von 3.25 an Friedrichstr. 131c, a. d. Karlstr. Sonntag v. 8-10 und 2-6 geöffnet 41/ 10* Gustav Schoder, Goldschmiedemstr., Oranienstr. 155/156. Kranzspenden sowie sämtliche Geldnot! ift ein Uebel. 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Stab der 29. gemischten Ersatz- Brigade; 1. Garde- Regiment 3. F; 1. Garde- Ersatz- Regiment; Grenadier- Regimenter Alerander, Elisabeth und Nr. 5; Garde- Füsilier- Reg.; Garde- Schüßen- Batl.; Lehr- Infanterie- Reg.; Grenadier- bzw. Infanterie- bzw. Füsilier Regimenter Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 20, 21, 23, 25, 26, 31, 32, 33( fiehe auch Ers- Inf.- Reg. Falt), 34, 37, 40, 42, 43, 45, 48, 49, 50, 53, 56, 57, 58, 59, 63, 65, 66, 67, 68, 70, 72, 76, 80, 82, 84, 85, 86, 87, 88, 90, 92, 93, 95, 97, 98, 99, 114, 115, 117, 118, 128, 129, 130, 131, 135, 137, 138, 141, 142, 144, 147, 148, 150, 152, 159, 160, 166, 167, 168, 169, 170, 173, 174, 176; Res.- Inf.- Regimenter Mr. 1, 7, 12, 18, 19, 21, 24, 30, 34, 35, 38, 40, 48, 49, 52, 61, 64, 68, 77, 81, 82, 83, 93, 94, 109, 111, 206, 207, 212, 214, 217, 223, 225, 226, 227, 228, 229, 230, 232, 234, 236, 251, 253, 255, 258, 261, 263; Erf.- Inf.- Regimenter Nr. 28, Falt und Königsberg II; Landmehr- Inf.- Regimenter Nr. 2, 8, 10, 21, 23, 24, 25, 34, 55, 56, 61, 71, 75, 76, 80, 81, 116, 118; Landwehr- Erjay- Regiment Nr. 7 der Landwehr- Division v. Menges; Feld- Bataillon Reiser des Detache ments Plantier; Brigade- Ersatz- Bataillone Nr. 11, 12, 15, 16, 26, 27( siehe Brig.- Ers.- Batl. Nr. 28), 28, 34, 76; Landsturm- Inf. Bataillone Neufahrwasser, II Neumünster, Rheydt, Schleswig, Woldenberg; Landsturm- Inf.- Erf.- Lataillone II Darmstadt und 9. des 7. Armeekorps( Minden); Jäger- Bataillone Nr. 2, 6, 8; Res. Jäger- Bataillone Nr. 2; Maschinengewehr- Abteilung Nr. 10; frestungs- Maschinengewehr- Abteilung Nr. 5 Köln; Feld- Maschinengevebr- 3üge Nr. 96( fiche Inf.- Reg. Nr. 87), 121, 132( lettere beiden siehe Inf.- Reg. Nr. 50). Kürassiere Nr. 4; Grenadiere zu Pferde Nr. 3; Dragoner Nr. 1, 5. 8; Husaren Nr. 5, 12, 15; Ulanen Nr. 5, 7, 8, 13, 15; Res.- Ulanen Nr. 4; Ers.- Reg. Nr. 2; Landsturm- Ers.- Eskadron Nr. 8 Posen. Feldartillerie: 3., 4. und 6. Garde- Reg.; Regimenter Nr. 2, 5, 8, 11, 14, 16, 17, 22, 23, 24, 27, 30, 39, 41, 55, 70, 80; Rejerbe- Regimenter Nr. 1, 7, 9, 11, 13, 18, 25, 60, 63, 66. Fußartillerie: 1. Garde- Reg.; Regimenter Nr. 1, 2, 4, 6, 10; Ref.. Bataillon Nr. 25; Res.- Batterie Nr. 25. Pioniere: Regimenter Nr. 20 und 24; Bataillone II. Nr. 2; II. Nr. 3, I. und II. Nr. 4, I. Nr. 5, I. Nr. 8, I. Nr. 14, I. Nr. 15, 1. Nr. 21, I. Nr. 27; Ersatz- Bataillone Nr. 9 und 26; Komp. Nr. 99; Ref.- Rompagnien Nr. 44, 46, 47; 1. Landm.- Komp. des 9. und 2. des 11. Armeekorps; Mittlere Minenmerfer- Abtlg. Nr. 160; Schwere Minenwerfer- Abteilungen Nr. 8 und 56. Militär- Eisenbahn- Maschinenamt Mr. 3; Fernspr.- Abtlg. Nr. 2 der 3. Garde- Inf.- Divifion; Schwere Funtenstation Nr. 6; Luftschiffer- und Feldfliegertruppe. übrig geblieben vom Stamm oder auch vergessen, sind lauschend hinzugetreten. Immer dichter wird der Kreis um den Krieger, der nicht müde wird des Erzählens. Dort drüben aber auf der Bank unter der Tanne weint eine Mutter, deren Mann längst unter dem fühlen Rasen ruht, blutige Tränen um den Einzigen, der Abschied nimmt, vielleicht für immer. Aus der Berliner Waisenpflege. Entlarvte Erpresserinnen. Wie man, auch ohne zu arbeiten, ein behagliches Leben führen fann, zeigten zwei Damen" aus der Welt, in der man sich nicht langweilt und die es versteht, das Leben in„ vollen" Zügen zu Klara Bongers genießen, obwohl man sie die Halbwelt" nennt. noch in des Lebens Mai spielte das anständige Mädchen mit züchtigem Augenaufschlag und zartem Herzen. Sie ließ sich zwar ansprechen, war aber zunächst sehr spröde und zurückhaltend, bis die Glut des Liebhabers auch ihr Blut in Die nach dem Stande am 31. März 1915 stattgehabte Ballung brachte und sie in seine Arme sinten ließ. Ein Zahns Zählung der in der Waisenpflege befindlichen Berliner Kinder arzt, der auch das Glück hatte, diese Tugendperle kennen zu lernen hat einen Bestand von 10 006 Waisenkindern und 69 Pfleg- und diese Bekanntschaft lediglich als ein galantes Abenteuer ansah, lingen des aus Stiftungsmitteln unterhaltenen Kinderasyls er- wurde nach Monaten durch einen Brief des Mädchens unliebſam an geben gegen 9478 Waisenkinder und 65 Asylkinder am 1. April die verlebten Schäferstunden erinnert, die so böse Folgen für sie gehabt hätten. Verstoßen von ihren Eltern, sei sie nun für ihren 1914. Die Waisenkinder haben also um 528 zugenommen, ersten Fehltritt furchtbar bestraft, und in ihrer Not wende sie sich eine Zahl, die sich auf 300 ermäßigt, wenn man berücksichtigt, an ihn, dem sie ihre Eugend geopfert habe. Sie wußte in raffi daß von den neu aufgenommenen Kindern 228 der Waisen- niertester Weise so echte Töne anzuschlagen, daß selbst gewiegte verwaltung durch die Armendirektion überwiesen worden Kriminalisten das Raffinement nicht merkten, bis dann festgestellt waren, also sich schon vor der Aufnahme in öffentlicher wurde, daß Klärchen schon längere Zeit unter fittenpolizeilicher Pflege befunden hatten. Außer diesen Kindern sorgte die Kontrolle stand und wegen ähnlicher Manöver bereits vorbestraft Waisenverwaltung für 469 junge Leute, die in der Lehre, war. 289, die im Dienst waren, für 10 erwerbsunfähige, bereits eingesegnete Stinder, für 4 ältere Kinder, die eine höhere Ausbildung aus Stiftungsmitteln erhalten, für E junge Leute, die ein Stipendium aus der Brunöhler- Stiftung beziehen; also insgesamt für 778 bereits eingesegnete Pfleglinge. Behandlung militärischer Gesuche. Eine Zunftgenoffin von ihr, Charlotte Neuhaus, einst eine gefeierte Schönheit in der Lebewelt, zählt jetzt fünfzig Lenze. Sie hat über ihre Bekanntschaften gewissenhaft Buch geführt, verlor ihre Liebhaber nicht aus den Augen und trat in geeigneten Momenten 3. B. bei der Verheiratung- an ihren ehemaligen Galan mit Ansprüchen heran, die ihr, um einen Standal zu vermeiden, vielfach erfüllt wurden. Die heilige Hermandad hat jezt auch fie erreicht. Bei ihren Vernehmungen vor dem Kriminalfommissar im Polizeipräsidium Berlin benahmen sich die beiden Erpresserinnen Es sind vielfach Reklamations, Zurückstellungs- und Ur- höchst temperamentvoll. Fräulein Bongers zertrümmerte im Amtslaubsgesuche auf Grund häuslicher und gewerblicher Verhält- zimmer eine Fensterscheibe, und ihre Konkurrentin schludte Sublimat nisse für Mannschaften des Feld- und Besagungsheeres direkt pastillen, deren Folgen durch ärztlichen Eingriff jedoch schnellstens an das Kriegsministerium, das Reichsmarineamt oder das wieder beseitigt wurden. Demnächst werden beide dem Strafrichter stellvertretende Generalfommando gerichtet in der irrigen An- ihre Visite machen. nahme, daß diese Gesuche dadurch wirksamer und schneller ihr Biel erreichen. Das Gegenteil ist der Fall. Beim Baden ertrunken. Gesuche der bezeichneten Art sind unter allen Umständen Der 17jährige Sohn des Landwirtes Weese in Nedlitz bei Pots Mézières; Telegr.- Batl. an den Zivilvorsitzenden derjenigen Ersakkommission zu richten, dam begab sich zum Baden vom Grundstück seines Vaters aus in in deren Bezirk der Gesuchsteller seinen Wohnsiz hat. die Havel. Er erlitt wahrscheinlich einen Krampfanfall und versant Es wird jedoch darauf aufmerksam gemacht, daß Ent- lautlos in den Fluten. Seine Leiche wurde von einem Fischer un lassungen nur ausnahmsweise im Falle eines dringenden weit des Ufers aufgefunden und geborgen. Später erfolgte die Notstandes Aussicht auf Berücksichtigung haben. polizeiliche Beschlagnahme des Toten. Berlin, den 10. Mai 1915. Korps- Brüdentrain und Etappen Fuhrparkfolonne Nr. 6 des 8. Armeekorps; Zentral- Pferdedepot Nr. 8. Fußart Munitionsfolonne Nr. 1 des 18. Referveforps. Sanittäs- Komp. Nr. 3 des 15. Armeekorps; Festungs- Lazarett Rüstrin; Kranten- Transport- Abtlg. der 7. Etappen- Inspektion; Freiwillige Krantenpflege. Landsturm- Armierungs- Batl. Nr. 63. Die bayerische Verlustliste Nr. 182 meldet Verluste des 1., 3., 4., 5., 6., 7., 8., 9., 11., 12., 13., 14, 16., 17., 19., 20. Inf.Regiments.( Schluß folgt.) Der Schluß der sächsischen Verlustlifte Nr. 146 wird veröffentlicht, deren Inhalt wir bereits gestern mitteilten. Die württembergischen Verlustlisten Nr. 178, 179 und 180 enthalten Verluste des Brigade- Ers. Batl. Nr. 52; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 119; Landw. Inf.- Reg. Nr. 121; Gren.- Reg. Nr. 123; Infanterie- Regimenter Sr. 124, 125; 2. Ref.- Pionier- Komp.; Berichtigungen früherer Brigade- Erf.- Batl. Nr. 51; Gren.- Reg. Nr. 119; InfanterieRegimenter Nr. 120, 121; Fül- Reg. Nr. 122; Gren.- Reg. Nr. 123; Landw.Inf. Reg. Nr. 123; Juf.- Regimenter Nr. 126, 180. Berlustlisten. Ref.- Feldart. Reg. Nr. 26; 1. Landw.- Pionier- Komp.; BerInfte durch Krankheiten; Berichtigungen früherer Verlustlisten. Brigade- Erf.- Ball. Nr. 53; Landw.- Inf. Reg. Nr. 123; Art Munit- Kolonne Nr. 1; Berichtigungen früherer Verlustlisten. Aus Groß- Berlin. Aus der Stadt der alten Leute. Die Ersazkommissionen der Aushebungsbezirke Berlin. Frommel. Weibliche Bahnsteigschaffner. Gestohlene Feuerlöschgeräte. Eine unerwünschte Entdeckung hat man im Dienstgebäude der fgl. Oberpostdirektion in Potsdam gemacht. Von vorläufig noch unermittelt gebliebenen Dieben, die es offenbar auf den begehrenswerten Metallwert abgesehen hatten, wurden in den verschiedenen Stocwerken aus den an den Wänden angebrachten Hausfeuerlösch fästen 16 fupferne Strahlrohre mit dem Messingmundstück losges schraubt und entwendet. Bei der letzten Sprizenprobe im März befand sich die Löscheinrichtung noch im ordnungsgemäßen Zustand. Ueber den Zeitpunkt der Tat ist nichts Näheres bekannt. Auch die Staatsbahnverwaltung ist genötigt, weibliches Personal in den Dienst zu nehmen. Sie will nach dem Beispiel der Hochbahngesellschaft, die die ersten weiblichen Hilfskräfte zum„ Knipsen" der Fahrkarten in die sogenannten„ Bannen" eingestellt hat, eine Anzahl Bahnsteigschaffnerinnen mit der Kontrolle der Fahrkarten betrauen. Das männliche Eisenbahnpersonal ist bekanntlich durch die Einberufungen zusammengeschmolzen, und so tritt an die Verwaltung Der Raubüberfall auf den Kassenboten, über den ausführlich be die Notwendigkeit heran, einen Teil der Bahnsteigschaffner für andere richtet wurde, war von langer Hand vorbereitet. Der verhaftete Aufgaben zu verwenden, die nach Meinung der Bahnverwaltung Pantscheff gibt das jetzt zu. Er befam, wie er sagt, früher wiedernicht von Frauen gelöst werden können. Eine notwendige Folge der holt Geld aus der Heimat durch die Commerz- und Diskonto- Bank Einstellung von Schaffnerinnen an den Bahnsteigen ist es, daß den zugestellt. Durch diesen Verkehr mit der Bank fand er Gelegenheit, ihre Kaffenboten zu beobachten. Zu seinem Ueberfall suchte er dann hier ihres Amtes waltenden Frauen die bahnpolizeilichen Befugnisse den Boten Wichrowski aus, weil ihm dieser als ein älterer Mann eingeräumt werden müssen. auffiel. Er folgte ihm wiederholt heimlich auf seinen Gängen, um feine Obliegenheiten und Geflogenheiten kennen zu lernen. Die Auskunftsstelle des Zentral- Nachweisebureaus des Striegsministeriums, Dorotheenſtr. 48, ist an beiden Pfingstfeiertagen nur von 11-1 Uhr geöffnet. Städte und Mehlversorgung. Einbruch im Tiergartenviertel. Ein Einbruch im Tiergartenviertel beschäftigt die Kriminalpolizei. In der Nacht zum Himmelfahrtstage stiegen Einbrecher in ein herrschaftliches Haus ein und erbeuteten 1400 M., 200 M. in Der Vorstand des Deutschen Städtetages tritt am nächsten Gold, 300 m. in Silber, den Rest in Papiergeld. Zurüd ließen sic, Mittwoch zu einer außerordentlichen Tagung zusammen. Anlaß zwei neue Stahlmeißel, von denen der eine 26 und der andere dazu sind die gestrigen Verhandlungen des Deutschen Landwirtschafts- 15 Zentimeter lang ist. Beide haben sie augenscheinlich erst kurz rats. In diesem ist das nachdrückliche Bestreben zu Tage getreten, vorher gekauft. Der eine trägt am Kopf in gelber Schrift die Zahl Die vielen Hunderte alter Leutchen, die in der schönen den städtischen Konsumentenkreisen das geringe Maß von Einfluß. 60. Wer diese Meißel verkauft hat, wird gebeten, sich bei der Stri Bucher Versorgungsanstalt auf dem städtischen Altenteil siben, das sie jetzt auf die Verteilung der der unentbehrlichsten minalpolizei im Zimmer 48 oder durch Fernruf: Polizeipräsidium haben den Krieg glücklich hinter sich. Bomben und Granaten Lebensmittel besitzen, für die neue Ernteperiode so zu Berlin 426 zu melden. mögen oft auch in dieses Leben gehagelt sein, bis es seinen verkürzen, daß fie bei der Versorgung der Städte Frieden fand vor dem Tore einer bescheidenen, aber sicheren und bei der Gestaltung der Preise überhaupt nicht mehr mitzureden Heimat. Nun ist in die beschauliche Ruhe, die sich zufrieden haben. Das gilt besonders von den Vorschlägen, durch die die Kriegsgab mit dem legten Glück der vier Pfähle, mit den schönen getreidegesellschaft mit einem Federstrich beseitigt werden soll. Dabei Barfanlagen und den kleinen gelegentlichen Anstaltsfestlich hat die Kriegsgetreidegesellschaft, die unter opferwilliger Beteiligung feiten, etwas von dem friegerischen Geist eingezogen, der die der Städte zustande gekommen ist, ihre Aufgabe, wenn auch unter Slußenwelt von früh bis spät in Atem hält. Da draußen in anfänglichen Schwierigkeiten, schließlich mit vollem Erfolg und jedenBuch lebt ja ein Teil der alten Garde, die 1870/71 mitgemacht falls besser erfüllt, als auf anderen Gebieten der Nahrungsmittelhat, und auf dem Sonntagsfittel blinken die metallenen versorgung die Aufgaben gelöst worden sind. Ehrenzeichen, die Zeugnis ablegen von den damaligen Tagen. Noch einmal recken sich die gekrüminten Nacken, wenn die Eröffnung der städtischen Flußbadeaustalten. Geschäftsstatistik der Arbeitslosenfürsorge Berlins für die Woche vom 26. April bis 2. Mai 1915. Bei den 23 städtischen Geschäftsstellen sind 345 Gesuche eingegangen; es wurden abgelehnt 113, an die Landess versicherungsanstalt verwiesen 22, bewilligt 234. Ausgeschieden Arbeit oder Erwerb) sind 251 Personen. 551 männliche und aus der Unterſtügung( überwiegend wegen Wiedereintritts in 4661 weibliche Personen bezogen Unterstügung im Gesamtbetrage von 21 613 M., davon je 4 M. 4447 Personen, je 5 M. 765 Personen. affen Männer umständlich von ihren Heldentaten erzählen. Am heutigen Sonntag, den 16. d. Mts., werden, wie die De- Von der Stadt wurden an 1047 Mitglieder von 15 ArDie auflodernde Erinnerung an die 70'er Ereignisse über- putation für das städische Turn- und Badewesen bekannt gibt, fämt- beiter und Angestellten Organisationen, tüncht nicht die leidige Tatsache, daß so viele gerade dieser liche städtische Flußbadeanstalten Berlins für das Publikum geöffnet. die selbst sagungsgemäß Unterstützung gewähren, Zuschläge altersgebeugten Kämpen sich später jahrelang und mühselig Dieselben befinden sich in der Cuvry-, Hintere Mühlenstraße 50, im Gesamtbetrage von 3518,80 W. gezahlt. Hiervon trafen mit dem Leierkasten schleppen mußten. Vielleicht nirgends Fruchtstraße, Jungfern-, Eberts-, Moabiter Brüde, in welchen männ- auf die freien Gewerkschaften 959 Mitglieder mit 3 184,95 M. glüht in der Brust lebendiger der Wunsch: Möge es unseren liche Personen baden können, während für die weiblichen Personen( und zwar Metallarbeiter 563,80 M., Holzarbeiter 646,50 M. Kindern und Enfeln, die wir heute im Kampfe gegen über- folgende Babeanstalten bestimmt find: Cuvrhstraße, Mühlenstraße, usw.) mächtige Feinde stehen haben, dereinst nicht ebenso gehen! Eberts- und Leffingbrücke. Ueber die Eröffnung der an der Waisen- Die Landesversicherungsanstalt Berlin Mögen sie bewahrt werden vor unserem Schicksal, nach Taten brücke befindlichen städtischen Badeanstalt wird der Magistrat noch nähere hat von 21 250 bei ihr überhaupt bis 1. Mai 1915 eindes Ruhmes im Alter das Gnadenbrot zu essen! Bestimmungen treffen. Bezüglich der Badezeiten und Preise geben die gegangenen, teils von den städtischen Unterstützungskommissionen in allen Badeanstalten ausgehängten Tarife Auskunft. ihr überwiesenen, teils von den Organisierten ihr eingereichten Gesuchen 15 072 genehmigt. Gegenüber der Vorwoche sind Aprilwetter im Mai. 8 Personen hinzugekommen. In der Berichtswoche sind 2256 M. an 333 Personen gezahlt worden. Drei internationale Ladendicbinnen erlitten bei einem Berlin Nein, ganz vergessen sind sie trotzdem nicht. Die Familie, wo sie noch einigermaßen beisammen ist, kommt dort häufiger zu Besuch. Zu den Besuchern gehören gerade jetzt nicht wenige Feldgraue, die die gleiche Pflicht zu erfüllen haben, wie einst in seiner vollen Mannesstärke der nun sieche Vater oder Groß- der Witterungsumschlag am Freitag und am gestrigen Sonnabend Nach der warmen, schönen Witterung der letzten Tage berührte bater. Das sind Feiertage für die Eigenwelt der Alten. wenig angenehm. Plöglich einsetzender Sturm und Regenschauer „ Mein Sohn kommt, mein Sohn... er ist verwundet, fegten durch die Straßen und erschwerten den Passanten das Vorwärts zugedachten längeren Besuch einen Mißerfolg. Zwei dieser Veraber außer Gefahr!" Dubendfach pflanzt sich jubelnd der kommen. Der Sturm hat in der vorlegten Nacht eine solche Stärke brecherinnen erschienen in einem Seidenhause und versuchten einen Ruf von Stübchen zu Stübchen fort. Mit der Binde erreicht, daß Bäume und Gebäude Schaden erlitten haben. Auf dem Koupon von 40 Meter zu entwenden. Während die eine festgehalten um den Arm, den Stock in der Hand zieht der jugend- Zentralviehhof an der Landsberger Allee wurde das Dach eines wurde, vermochte es die andere, sich schnell zu entfernen. Die liche Enkel, der wackere Landſtürmer auf kurzen Besuch Stallgebäudes abgedeckt. Am Arkonaplaz 5 drohte das Dachgefims Verhaftete nannte sich Eleonore Lampl aus Wien, in das Massenheim, wo die alten Herzen schon tagelang in abzustürzen. Die Feuerwehr beseitigte die Gefahren. Ziegelsteine ihre Wohnung in Berlin nicht fennen. Die stürmischer Erwartung schlugen. Man kennt ja die Abschieds- wurden an mehreren Stellen von den Dächern geschleudert und Kriminalpolizei ermittelte aber, daß die Diebin nebst szenen, die sich in den Tagen der Mobilmachung auf unseren Schornsteine beschädigt, starke Bäume entwurzelt und Aeste abge- in einem Hotel in der Mittelstraße wohnten. ihrer Begleiterin und noch einer dritten Frauensperson Bahnhöfen bei der Trennung von Frau und Kind, von Vater brochen. Nach ihrer und Mutter abspielten, aber das Wiedersehen hier draußen Festnahme war die Begleiterin dort in größter Aufregung erschienen, hatte erzählt, daß fie auf ein Telegramm hin alle drei greift fast noch mehr ans Herz. Der Alte hat sein Ehren- Der Tag" bringt folgende Berichtigung: Jn bezug auf schleunigst abreisen müßten und nahm dann auch gleich das zeichen angelegt, empfängt wie ein General den Sohn und die von uns im Morgenblatt vom 12. Mai gebrachte Nach- Gepäck mit. wollte Kleine Nachrichten. Am Bettpfosten erhängt hat sich der 52 Jahre alte Arbeiter Wilhelm Ebermann aus der Graudenzer Str. 5. Eine Warenschwindlerin macht seit einiger Zeit die Wäschegeschäfte in Lichtenberg unsicher. Auf einen falschen Mietsvertrag, der auf Schmidt lautet, läßt sie sich Stoffe auf Heimarbeit geben, berarbeitet sie aber nicht, sondern behält sie für sich, um sie zu Geld zu machen. Die Schwindlerin, vor der gewarnt sei, ist etwa 30 Jahre, mittelgroß und untersetzt, hat blondes Haar, blaue Augen und ein rundes, frisches Gesicht und trägt einen farbigen Rock und ein fariertes Umschlagetuch. Liebestragödie in Prag. Zu den Beruntreuungen bei der Kriegsmetallsammeffielle Unter] Die aktenfeindlichen Mäuse. Der Oberbuchhalter der füd- könnte aufgefordert werden, für Beseitigung des Mißstandes zu sorgen. den Linden erfahren wir, daß der Wert des von den ungetreuen ungarischen Stadt Großwardein macht einen hohen Magistrat 3. 90. 1. und 2. Ja. A. D. W. Auch der mündliche Mietsvertrag berhafteten Kutschern auf die Seite gebrachten Metalls zunächst doch darauf aufmerksam, daß die Mäuse beginnen, die städtischen Akten gilt. Sie müssen regelrecht zum Quartals ersten fündigen. Wenn Sie soſtart überschätzt worden war. Eine genauere Prüfung hat ergeben, zu verzehren. Ueber die Anstellung einiger Razen im Gemeinde- fort ziehen, haften Sie für die Miete. R. H. 100. Das richtet sich daß er nicht 20 000 m., sondern nur etwa 2000 m. beträgt. Also dienst schweben Erwägungen. nach Ihrem Verdienst; eine generelle Bestimmung dafür gibt es nicht. O. W. 15. Wegen Lungenleidens zurückgestellt. B. 17. Sie müssen nur den zehnten Teil der ursprünglichen Schäßung. die Nachversicherung zahlen. W. H. 20. Wenn Sie sich weigern, die Prämie zu zahlen, müssen Sie den event. Schaden für die Scheibe selbit Aus Prag wird gemeldet: Das 29 Jahre alte Stubenmädchen anzugeben. tragen... 28. Der Jahresarbeitsverdienst ist für das Kalenderjahr - B. 104. Fettleibigkeit, landsturmpflichtig. Anna Bucmann unterhielt seit mehreren Jahren mit dem 25jährigen Unterstüßung kann Ihnen dann leider gefürzt event. sogar entzogen werden. H. 145. Die Sohn des Prager Professors Dr. phil. Erich Ritter Bed von Mana Witwer. Sie haften für die Miete, tönnen aber bei Ihrer Einberufung getta und Lerchenau ein Liebesverhältnis, das aber durch Becks Antrag auf städtischen Mietzuschuß stellen. Die Unterſtüßungen für die Einberufung zum Militär bor einigen Monaten eine Unterbrechung Kinder werden auch in Kronheide gewährt, fie erhalten dann aber keinen erfuhr. Inzwischen war Beck nach Prag zurückgekehrt; er promo- zureichen. Bei einer Berheiratung würde die Frau in Groß- Berlin 24 M. fommunalen Zuschlag. Der Antrag auf Unterstützung ist in Neukölln einvierte zum Doktor an der Prager Universität, was in den Zeitungen monatliche Unterstütung befommen. bekanntgegeben wurde. Hierdurch erfuhr das Mädchen von der An- frankheit zurüdgestellt. 46 bedeutet: Unregelmäßigkeiten in der Form des G. 23. 28. Sie sind wegen Herzwesenheit des Geliebten in der Heimat. Sie suchte ihn gestern im Brustforbes. Ob Sie noch eingezogen werden können, entscheidet der Arbeiterbildungsschule. Heute, Sonntag, den 16. Mai, abends botanischen Institut auf, unterhielt fich längere Zeit mit ihm, zog Militärarzt. Storkow 2. 1. Nein. 2. und 3. Ja. E. M. 21. In 19 Uhr: Fünfter Vortrag des Zyklus:„ Anleitung zum Ver- dann plöglich einen Revolver und schoß ihm eine Kugel in den dem Falle kann Ihnen die Unterstügung leider entzogen werden. ständnis von Kunstwerten"( Musit. II). Vortragender: Hinterkopf. Der Tod trat auf der Stelle ein. Die Mörderin entfloh P. 2. 28. Das Krankengeld kann Ihnen für den Tag in Abrechnung Freia 28. Sie werden sich an den Ehemann selbst Leo Kestenberg. Der zweite Vortrag wird reicher mit Erläute- und sprang in die Moldau, fonnte aber gerettet werden. Bei ihrem gebracht werden. rungen am Klavier ausgestattet sein als der erste; den Flügel hat Verhör gab sie an, die Tat nicht aus Rache, sondern aus Liebe wenden müssen. Wo er eingezogen ist, können Sie eventuell beim Bezirkstommando erfahren. F. Sch. Eine Scheidung der Ehe wird in diesem die Firma Jbach zur Verfügung gestellt. Schullokal Lindenstr. 3, begangen zu haben, da sie geglaubt habe, daß sie ihren Geliebten Falle schwer ſein; wenden Sie sich an einen Anwalt. J. K. 36. Da Sie allein den Mietsvertrag geschlossen haben, haften Sie auch für die Miete. . K. 65. 1. Nein. 2. Der Wirt tann zum Mietsnachlaß nicht ge zwungen werden. 3. 48 Mart monatlich. 4. Bis zu 50 Broz. der Miete. 5. Der Kriegszustand hebt das nicht auf; der frühere Inhaber der Wohnung ist haftbar, so lange der Vertrag auf ihn geht. P. M. 30. Wenn Sie durch Testament von der Erbfolge ausgeschlossen find, so haben Sie als Schwester feinen Anspruch, auch nicht auf einen Pflichtteil.- E. M. 100. Nein. 2. Wegen Farbenblindheit dienstuntauglich. Leder. Uns erscheint es sehr zweifelhaft, ob der Geschäftsinhaber zum Schadenersaz berpflichtet werden kann, denn Ihre Tochter trifft unzweifelhaft ein erhebliches Verschulden. Wir würden daher empfehlen, sich mit der Entschädigungssumme einverstanden 311 erklären. III. Hof, rechts 3 Tr. Eintrittspreis 10 Pf. Die im Lehrplan für Sonntagvormittag angefündigten Einzelvorträge fallen am 16. und 30. Mai aus. Zu dieser Maßnahme ist die Leitung der Schule durch den außerordentlich schlechten Besuch der bisherigen Vormittagsborträge gezwungen. Im Zoologischen Garten ist jetzt eine Giderente im Taucherbecken der Wasserflugkäfige neben dem Wirtschaftshof zu ſehen. Diese nordische Entenart hat durch die berühmten Eiderdaunen ein besonderes Interesse; aber nicht das prachtvoll gefärbte Männchen, sondern das ganz unscheinbar wildfarbige Weibchen liefert uns in erster Linie die echten, ebenso leichten wie wärmenden Daunen. Die Eiderente ist eine Meerente, die auf den Inseln und an den Küsten des hohen Nordens von Europa nistet und in Norwegen durch besondere Geseze geschüßt, anderwärts allerdings, wie auf Spiz bergen, schonungslos verfolgt und vertilgt wird, obgleich der Bogel bei vernünftiger Behandlung zu einer Einnahmequelle werden kann, indem der Mensch ihn selber schont, nach vollendeter Brutzeit aber die Daunen, mit denen das Weibchen sein Nest auspolstert, an sich nimmt und verwertet. verlieren werde. Parteiveranstaltungen. Sechster Wahlkreis, Jugendabteilung. Mittwoch, den 19. Mai, abends 8 Uhr, finden die Versammlungen der jugendlichen Mitglieder in nachstehenden Lokalen statt: Strack, Schönhauser Allee 134a; Kerfin, Pantstr. 60, und Schröder, Stromstr. 36. Die jugendlichen Genossen der Weddinger Borstadt beteiligen fich an der Bersammlung bei Kerfin, Banfftr. 60. Referenten find die Genossen E. Eichhorn, E. Neumann und E. Döring. Tempelhof Mariendorf, Jugendsektion. Montag, den 17. Mai, abends 8 Uhr, im Jugendheim, Tempelhof, Kaiser Wilhelm- Str. 76, Hof parterre: Sigung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Ewald; 2. Sektionsangelegenheiten und Berschiedenes. Niederschöneweide. Der kombinierte Bahlabend aller Bezirke findet am Dienstag, den 18. Mai, abends 8, Ubr, im Restaurant von Schulze, Brüdenſtr. 15, statt. Tagesordnung: Vortrag des Genoffen Emil Eichhorn über:" Der Weltkrieg und die Arbeiter". Die Bibliothet des Wahlvereins befindet sich jetzt bei dem Genossen Bihof, Brüdenstr. 11. Frauen- Leseabende. Polizeiliche Schließung eines Bäckerladens. Wegen Vergehens gegen die Brot- und Mehlverordnungen des Magistrats ist dem Bäckermeister Eduard Krause, Charlottenburg, Kantstr. 152, für die Montag, den 17. Mai, abends 81, Uhr: Beit vom 4-7. Mai 1915 durch den Polizeipräsidenten von Charlottenburg der Laden geschlossen worden. Gegen Krause schwebt Friedrichsfelde. Bei Sudbrint, Berliner Str. 98. Vortrag über außerdem noch das strafrechtliche Verfahren wegen dieser Bergehen.„ Kriegshilfe". Der Rejeabend findet jeden dritten Montag im Monat statt. Bankow. Nordbezirk bei Gaßmann, Kreuzstr. 14; Referent: Genoffe Straßensperrung. Die Kochstraße wird zwischen Friedrichstraße Kubig. Südbezirk bei Heinze, Berliner, Ede Kaiser- Friedrich- Straße; und Wilhelmstraße wegen der Ausführung von Kanalisations- Referentin: Genossin Arendsee. arbeiten auf die Dauer von 14 Tagen für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Aus den Gemeinden. Gemeindevertreterwahl in Röntgental- Zepernick. Heute, nachmittags von 1 bis 3 Uhr, findet im Saale von Padert in Bepernid in der dritten Abteilung die Erfazwahl für den verstorbenen Gemeindeverordneten Franz Lange statt. Wahlkandidat unferer Partei ist der Maurer Genosse Franz Schulz sen. Die Wähler werden aufgefordert, sich vollzählig an der Wahl zu beteiligen und ihre Stimme dem genannten Kandidaten zu geben. Aus aller Welt. Großfeuer in Limanowa. Jugendveranstaltungen. Reinickendorf- Oft. Heute abend 7 Uhr findet im Jugendheim, Hoppestraße 32, ein Lichtbildervortrag über: Wanderungen durch die Tropen" statt. Der Eintritt beträgt für Jugendliche 10 Pf., für Er. wachsene 20 Pf. Anbaden der Sommerbadezeit unserer Schwimmvereine statt und sind Kreis I. des Arbeiter- Waffersportverbandes. Heute findet das Freunde des Schwimmsports freundlichst eingeladen. Der Arbeiter- Schwimmberein Delphin"-Tegel im Seebad Pieper, Tegeler See, nachm. 2 Uhr. Arbeiter- Schwimmberein Berlin", Abt. II. Seebad Wilhelmsruh, nachm. 3 Uhr. Borwärts" Oberschöneweide in der I. Gemeinde- Badeanstalt, nachm. 3 Uhr, Nachfeier in Tabberts Waldschlößchen. Neptun" Weißensee in der Gemeinde- Badeanstalt, nachm. 3 Uhr. Neptun"-Lichtenberg in der Badeanstalt am Rummelsburger See Briefkasten der Redaktion. Wiener Meldungen zufolge wurde die aus der Dezemberschlacht Die furistische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. 501 Bekannte Stadt Limanowa in Westgalizien durch eine Feuersbrunst rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 uur, am Sonnabend heimgesucht. 90 Häuser sind niedergebrannt. Das be- bon 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage freite Rzeszów ist mit Ausnahme des verbrannten Bahnhofteiles vollkommen unversehrt. Das Sacre Cour Institut bei Tarnow spurde bei den legten Kämpfen durch eine Bombe eingerissen. Frauenmord auf einer Radrennbahn. In der Nähe von Oggersheim wurde einem Telegramm aus Frankfurt a. M. zufolge die Leiche eines unbekannten 18 bis 20 jährigen Mädchens auf dem Gleise der Haardtbahn gefunden. Die Blutspuren führen nach der etwa einen Kilometer entfernt liegenden Radrennbahn, wo der Hut und das Täschchen des Mädchens gefunden wurden. Es liegt zweifellos ein Mord vor. Der Täter ist noch nicht ermittelt. antwort wird nicht erteilt. ist ein Buchstabe und eine 8ahl als Mertzeichen beizufügen. Briefliche Anfragen, benen teine Abonnements quittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde bor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. Haufierer. Der Händler, Berlin NW. 52, Melanchthonstr. 12. 5. A. 28. Dieses Rezept ist uns leider nicht bekannt. Bielleicht könnte Shnen ein Friseur Auskunft geben. A. H. 3. Zunächst müssen Sie 2. W. 6. Da hierbei die ver fich an den Rektor der Schule wenden. fchiedensten Ursachen vorliegen können, so werden Sie sich an einen Fachmann wenden oder einschlägige Fachliteratur zu Hilfe nehmen müssen, eventuell in Bibliotheken. A. D. 73. Wenden Sie sich persönlich an die Stiftungsdeputation des Magistrats, Boststr. 16. 8. G. 97. Darüber würde Sie der Drogift am besten belehren können. 3. 7. Ja. A. J. 84. Sie können deshalb nicht ohne weiteres ziehen; der Wirt Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen Direktion über den Großhandel in den Zentral- Markthallen. Ohne Berbindlichkeit.) Sonnabend, den 15. Mai 1915. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Ochsen fleisch Ia 91-108, do. IIa 82-90, do. IIIa 74-81; Bullenfleisch la 88-98, do. Ila 82-87; Kühe, fett 80-94, do. mager 68-78, do. dänische 00-00; Freffer 75-90, Fresser, dänische, 85-100, Bullen, dänisce, 85-95; Kalbfleisch, Doppellender 150-160; Mastfälber Ia 115-130, do. IIa 100-114; Stälber ger. gen. 65-80, do. dan. 00-00, do, boll. 00-00. Hammelfleisch: Mastlämmer 105-115; Hammel la 98-104, do. IIa 92-97; Schafe 97-105. Schweinefleisch: Schweinte, fette 00-00, sonstige 105-148, dän. Sauen 00-00, dän. Schweine 00-00. Gemüse, inländisches: Kartoffeln, Dabersche 50 kg 0,00; weiße Kaiser. fronen 0,00; 0,00; Magnum bonum Woltmann 0,00; Borree, Schod 0,80-1,50; Sellerie, Sod 5,00-12,00; Spinat 50 kg 5,00-10,00; Mohrrüben 7,00-9.00; Wirsingtohl Schod 0,00-0,00; Birfinglobl' 50 kg 0,00-0,00; Weißfohl Schod 0,00 0,00, Weißfobl 50 kg 00,00-00,00; Rottobl, God 0,00-0,00; Rotkohl 50 kg 0,00 bis 0,00; Stohlrüben chod 6,00-14,00; Märkische Rüben 50 kg 0,00-0,00. Rosenkohl 50 kg 00,00-00,00, Meerrettich Schoo 6,00--14,00; Beterfilienwurzel Schockbund 4,00-6,00; 8miebeln 50 kg 40,00-50,00, Radieschen Schodbund 1,00-1,50. Waldmeister Mandel 0,40-0,50. Morcheln 50 kg 00-00. Gurten, Gorgaster, 100 St. 00-00. Rhabarber, Hamburger, 100 Bund 3,00-6,00, 100 Stangen 7,00-12,00, hiesiger 100 Bund 2,00 bis 4,00, Hamb. Freiland 100 Bund 2,50-3,00. Spargel, Beeliger I 1 kg 0,35-0,50, Beeliger II ½ kg 0,20-0,35, Beeliger III ½ kg 0,05-0,20, III ½ kg 0,05-0,10. Sprutten 50 kg 10-15. Salat, Gubene, Schock 4-4,50. unfort. 1 kg 0,35, Martijcher I, kg 0,30-0,45, II, kg 0,15-0,25, Apjeljinen: ital., 50 kg 23-28, dito 200 St. 12-14, dito 300 St. 13-16, 80. St. 8,50-9,00, bo. 100 St. 8,00-10,00, bo. 150 St. 8,00-11,00. 11,00-14,00, 200 St. 12,00-14,00, 300 St. 12,00-15,00. Murcia 200 St. 16,00-20,00, dito 300 Stüd 16,00-20,00, Messina 160 St. Messina Blut Spanische 420 St. 30,00-35,00, bo. 714 St. 38,00-46,00, do. 1064 St. 38,00-18,00, bo. 420 St. Targe 33,00-45,00. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Montagmittag. Ueberall ziemlich fühl. Im Norden sehr beränderli ch mit wiederholten Regen- oder Graupelschauern. Im Süden vielfach heiter ohne erhebliche Niederschläge. 3 Feldbrief- Mappe enthaltend 5 vorschriftsmäßig bedruckte Feldpost- Briefumschläge nebst Briefbogen, 5 vorschriftsmäßig bedruckte Postkarten Preis 10 Pf. Buchhandlung Vorwärts Lindenstr. 3. 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( Dhne Gewähr A St.-A. f. 8.)( Nachdruck verboten) f. 8.) 239( 500) 95 449 513 20 692 758 74 986 1021 63 74 119 225 59 337 499 678 792 2028 72 135 70 418 622 91( 1000) 922 3304 404 34 999 4033 191 241 52 318 36 507 791 846 69-5012 ( 1000) 93 519 56 74 749 848 6054 115 30( 3000) 274 469 582 738 7064 66 404 6 61 699 608 24 796 811 921 75 90 93 8645 59 76 729 81 85 814 8051 95 140 585 99 681 801( 1000) 10010 18( 1000) 22 637 60 929 66 11117 237 455 559 73 92 755( 1000) 837 12088 338( 600) 434 607 666 850 963 82 13023( 3000) 43 62 177 210 25 26 79 325 404 749 14135 252 371 455 565 602 15141 60( 500) 200-497 620 64 703 28 29( 1000) 819 957( 1000) 16049 220 444 17423 25 636 62 679 778( 1000) 146 940 77 309 722 36 82( 600) 20080 141 43 84( 600) 361 412( 1000) 690 778 892 927 21008( 1000) 21 157, 290 305 18 503 40 56( 3000) 651 813 44 ( 3000) 977 22115 338 608 48 706 23053 186 95( 1000) 215 E62 976 24057 134 328 434 88 514 651( 1000) 741 881 946 25135 43 75 77 97 262 916 88( 1000) 97 26068( 500) 158 324 933 60 27025 102 19( 500) 289 327 474 95 546 616( 1000) 25 63 99 28020( 1000) 49 51 91 129 328 438 579 635( 1000)) 870 905 50 29089 165 97( 1000) 234 63 382 463 732 55 30120 349 56( 1000) 637 696 733 828( 500) 31026 30 96 309( 500) 699 711 82 32205( 3000) 39 565 613 64 712 828 978 38009 19 335 63 654 695( 3000) 976 34165 213 48 455 57 35026( 1000) 41 50 135 290 390 467 589 839( 1000) 92 907 36020( 1000) 412 81 530 64 822 913 37023 46 195 513 43 46 695 709 13 28 83 888 978 38072 169( 500) 382 539 637( 3000) 87 768 814 39048 225 326 487 517 640 69 710 98 848 61 81 40094( 1000) 109 39 212 25 28 706 24 8021( 600) 41023 ( 3000) 414 672715 89 296 317 349 647 908 95 44031 ( 60052 ( 500) 38 136 234 393 575 734 81 906 45032 330 47 628 798 817( 3000) 939 46021 385 692 751 47043( 3000) 277 305 47 405 711( 500) 19( 1000) 28 828 48023( 500) 64 189( 5000) 273 608( 1000) 95 641( 3000) 777 969 70 49121 86 436 67 549 76 50037 141 298 356 620 792 51044 69 99 188( 500) 238 377 493 617 68 686 713 52272 375 614( 500) 63( 1000) 53040 435 41 74 620( 600) 79( 1000) 706 62 890-939 68 54489 527 39( 1000) 633 742 85( 500) 932 55017 170 205 46( 500) 419 627 617 29 67( 1000) 729( 3000) 56006 69 149 ( 3000) 338 461 528 638 52 708( 1000) 32 968 80 57004 312 18 425 98 47( 1000) 962-68 81 68366 726 828 981 59095 120 246 62 80 703( 500) 8.57 60180 86 269 76 354( 500) 577 61101 248 300 2,4 70 71 616 37 773 62324 26 464 682 841 68024 366 688 778 841 978 64015 708 80 85 65370( 3000) 93 427 553 692 752 807 13 39 96 66049 69( 500) 91 163 220 391 92 406 736( 3000) 66 919 67018 296( 1000) 342 440 91 94( 1000) 537 47 663 ( 1000) 777 90( 500) 800 976 68102 439 413 99 656( 1000) 807 69080 96 445 696 748 849 69 70464 542 629 786 849 977 71213 16 19.60 556 951( 500) 72122 26 235( 500) 67,668,978 73082 86 116 367 416 19 568 765 75 74020 165 409( 500) 64( 3000) 87 683 795 847 959 99 75131 77 477 609 600 25 722 76 916 76065 147 85 371 689 683 917 30 77003 289-530 39 606 847 906 78044( 500) 92 163 231 350 476 93 775 859 62 96 79158 292 736 80012 86 370 442 525 673 767 85 928 47 67 94 81029 196( 1000) 292 346 429 792 805 945 82409 790 966 83029 30 96 123 202 16 21 498 778 853 85077 137 100 782, 896 924 36 84162 304 2015( 1000) 199 282 307 988 246( 1000) 477 510 652 839 900 6226 327 34( 500) 76 794 918 62 87116 79 218 67 325 441 73 656 707 64 854 912 88005( 500) 71 168 236 317 29 403 65( 1000) 81 763 84 868 938 89104 268( 500) 348 819 ( 500) 32 962 5431 84 282 307 95 431 841 91022 35 87 106 255 450 612 717 64 802 43 72 959 79 92077 112 82( 1000) 212 563 649 841 974( 3000) 93095 164 207 356 481 531( 500) 65 715 51 920 84 94078 165 84 398 428 724 823 44 58 970 95169 203 348 59 402 58 850-55 84 950 96399 539( 1000) 713 861 94 97061 130 346 53 88 439( 1000) 75 578 763 98072 340( 3000) 423 583 906 99081 329( 1000) 636 72 772 79 100112 67 79 244 755( 600) 867 989 101015 24 141 85 83 217 632 71 884 102254 320 511 29( 500) 75 77 699 966 68 90 103133 533 96 638 49 59 887 104046( 1000) 130 222 791 885 974 105048 52 156 217 381 628 47 69 702 45 61 96 926 83 106002 33 167 94 202 99 432 541 605 13 943 51 107076 132 236 38 483( 500) 96 733 86( 3000) 835 80 108039 202 93 322 640 60 96 647 65 109098 114 28 74 663 906 83 88-439 | Schöneberg. 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Preußisch- Süddeutsche ( 231. Königl. Preuß.) Klaffenlotterie 5. laffe 7. Biehungstag 15. Mai 1915 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 m. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdrud verboten) 28 373 605 21 26 49( 500) 634 1329 451 520( 500) 622 43 45 852 59 89 2350 501 675 718( 3000) 73 80 836 62( 1000) 95 ( 6000) 3234 35 62 74 352 64 570 80 631 940 69 4179 315 437 665( 500) 678 823 5041 243 49 464( 1000) 75( 3000) 708 45 948 78 7068 6000 299( 500) 336 475 654 606 768 873 971 199 425 721 806 8013 35 298 307 79 416( 1000) 19 683 703 36 97 813 91 919 9145( 600) 244 310 436 672 98( 1000) 701 6( 800) 939 57 10073( 500) 455 61 94 528 712 71 818 977 11209 60 64( 500) 465 519 26 35( 3000) 764 73 75 906 82 12147 310 506 63 630 762 835 43 13129( 1000) 569( 500) 86 730 812 987 14062 338 415 16 49 90( 500) 604 44 49 605 44 743 988 15027 167 339 ( 500) 616 642 63 82 99 758 95 948( 3000) 16164 302 92 475( 500) 92 95 657 759 71 833 39( 500) 96 17033 147 316 84 86 535 63 622 727 65 808( 30 000) 14 96 987 93 18025 42 193 211( 500) 98( 500) 351 532 642 67 721 898 912 19100 67 266( 1000) 396 722 901 20019 45 59 68 151 58 90 396 496 562 602 865 969( 3000) 71 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98025 84 144 93 279( 600) 451 602( 500) 750 931 100335 630 647 988 101157 330 44 636 62 792( 3000) 922 85 102101 69 524( 500) 61 689 779 893( 1000) 958( 500) 88 103062 171 300 104160 490 583 861 105017 160 363 94 442 79 735 845( 500) 904108390 445 537 675 91 799 907 107008 18 107 236 529 738 858 94 108016 18 258 431( 1000) 95 669 891 109031 307 553 620 96 834 966 110448 644 618 61 60( 500) 732 41 810 111088 111 91 405 511 26 36 41 605 24 40 93 719 843 90 901( 500) 19 112009 19 46 359 501 21 746 56 83 88 973 113071 432 76 87 744 828 956 439 82 86 519 35 37 679 711 863 74 116003( 1000) 193 202 342 84 629 827( 3000) 117078 183 265 331( 500) 502 625 91 832 930 118489 541 740 807( 3000) 65( 3000) 119128 202 383 415 21 86 98 505 721 889( 500) 927 86 120085 91 181 427 62 634( 1000) 63 709 849 121005 93 125 50 683 97 663 933 122005 58 89 519 99 662 706 13 67 ( 1000) 851( 500) 901 36 85 123007 36 103 316 465 501 25 753 915( 3000) 26 93 124054 121 47 276( 1000) 625 90 804 ( 3000) 914 125023 212 22 300 66 540 779 894 913 126135 323 54 630 648 900 63 127176 285 408 678( 500) 717( 5000) 874 129068 97 221 314 128117 407 850 83 85( 500) 927 ( 1000) 613 746 826 38 942 66 130066 140 47 207 33 388( 1000) 527 63 624 90 968( 3000) 131022 96 237 683 132083( 3000) 125 298 328( 1000) 677 854 957 96 138155( 1000) 99 349 443 625 777 820 94( 3000) 926 134077 141 259 314 569 868 135048 109( 500) 334 593( 500) 641 136046 79 99 268 671 798 816( 500) 73 902 137040 77 104( 1000) 10 48( 1000) 320 439 659 945 51 94 138028 279 ( 500) 390 457( 500) 665 819 139076 251 307 444 674 81 870 141008 32 69 141 140005 126 237 61 478 819( 3000) 26 257 362 668 782 94 833 946 142174 227 62 437 43 96 615 747 868 922( 500) 25 143099 112( 500) 20 63 94 211 36 378 144055 68 87 327 404 35 562 674 734 800 146107 256 360 622145047( 1000) 147 203 37 531 58 675 607 38 744 49 60 873 147072 463 86 88 640 702 89 67 148033 96 237 706 78 81 83 928 41 84 149049( 500) 136 216 33 81 345 517( 500) 59 68( 3000) 81 662 87 580 841 150026 27 77 244 49 322 636( 500) 63 85 871 987 97 151028 173 263( 3000) 315 39( 500) 495 663 724 800 7 34 940 ( 1000) 152157 62 257 439 667 696 153477 804 99 989 154082 118 25 90 308 87( 500) 595 602 60 78 876 155031 151 70 76 285 342 417 87 719 29 828 47 911 16 55 156129 236 603 17 618 81 810 157278 359 97 406 679( 1000) 777 835 57 999 158890 159527 701 6 9 62( 8000) 973 77( 1000) 160080 139 630( 1000) 41 708 64 974 181192 202 341 75 ( 500) 768 928 46( 1000) 162149 235 328 560 617 59 709( 1000) 86 920( 1000) 163087 122 230 310 401 11 77 518 627( 500) 744 164145 257( 500) 757 165146 72 245 74 323 694 704 812( 3000) 78 931 166074 225 81 371 638 947 167045 92( 3000) 121 303 35 565 673 975 168311 17 458( 1000) 626 66 749 169222 66 709 17 84( 3000) 170385 89 795 870 171043 314( 500) 49 87 679 782 89 810 11 32( 1000) 42 946( 3000) 61 172098 107 321( 500) 98 501 22 80 654 96 958 173173 89 203( 3000) 303 48 668 729 900 174059 85 155( 3000) 219, 689 992 99 175001( 1000) 116 237 378( 1000) 458 176010 365 94 427 867 946 96( 500) 177039 207( 1000) 319 43 47 411 35 86 881( 1000) 947 178296 ( 500) 423 179004 88( 3000) 146 939 180064 95 313 537 654 719 27 38 820( 500) 58( 1000) 901 181128( 3000) 480 504 15 803 46 952 56 88 94-182004( 1000) 59 209 385 578 614 858 905 183038 477 578 653 76 862 303 9 15( 500) 184291 92 321 48 410 14 184 645 743 99 832 42 185142 301 46 571 88 681 715 884 922 186043 199 261 340 464, 187056 276 384 559 618 36 53 770 816 95( 1000) 938 188046 335( 500) 44 66 97 405 687 77 91 782 189054( 3000) 317 19 717 20 806 31 50 67 917 75 190090 196 366( 1000) 617 19 38 793( 500) 856 970 74 85 191007 75 222 430 547 99( 500) 641( 1000) 82 955 76 192019 ( 1000) 83 314 615 34 957 193232 43 325 521 704 888 94( 500) 194282( 3000) 396 403 82 612 739 49 819 54( 1000) 67 963 195207 448 60 89 551 707 70 982 196131 46 251 73 396 642( 500) 83 736( 1000) 84( 500) 197071 205 49 354 84 638 39 780 82 866 198011 165 346 484 603 718 90( 500) 800( 500) 199006 113 62 359 463 606 772 925 66 200146 555 73 743 44 876 905 60 69 93 201011 101 412 683 86 600( 1000) 93 741 844( 1000) 75 20 2003 110 280 526 73 680 704 55 59 203091 172 360 614( 1000) 18 808( 3000) 47 ( 500) 69 80 927( 500) 204277 382 464 611 16 65 774 978( 500) 205025 46 66 133 566 664( 3000) 816 206053 114 298 302 632( 500) 85 946 207294 344( 500) 89 673( 500) 823 37 208157 ( 500) 893 209088 111 225 318 459( 3000) 606 965 78( 1000) 90 210013 60 89 115 24 262 70 307 440 46( 500) 96 642 79 604 211092 100 55 96 236 366 687( 500) 64 212240 74 375 97 406 624 745 213021 25 142 712 16 57 214011 39( 1000) 74 205 ( 10 000) 371 982 215177 209 29 317 96 435 729( 500) 33 833 969 216009 100 19 611 13 41 738 96 217065 87( 500) 421 500 99 688 745 218154 372 95 452 89 544 219171 481 663 765 220073 94 153 420 635 64 777 78 807( 6000) 941 44 47 221000 442 805 45 62 922 90 222428( 3000) 862 948 223020 75 125 202 55 440 635 752 85 874 966 224049 160 342 824 938 90 225134 44 239 323 417 32 615( 1000) 758 61-884 5 62( 1000) 999 226042( 500) 67 123 245 626 44 619( 1000) 898 956 90 227015 70 299 302 30 685 720 857( 1000) 64 228027 118 49 214 501 725 34 42 818( 1000) 49( 15000) 94 229004 23 79 163 272 398 406 556 779 897 917 74 230023 56 110( 1000) 70 215 26 411 39 98 599( 1000) 739 60 94 861 231051 57 94 332 52 83( 8000) 639 727 808 11 55 67 97( 500) 2320833( 1000) 96 156 312 418 68( 500) 658 ( 3000) 41 773 808 19 85 905 233120( 500) 45 81 288 320 513 61 671 75 Berantwortlicher Rebelteite: Alfrey Wielery, Stentoun. Für den Inferntenteil Sezanime: 20. Glode, Berlin. Drud u.Berlag: Borwärts Buchdruderet& Verlagsanstalt Paul Ginger& Co., Berlin SW. Dem Undenten unserer auf dem Kriegsschauplat 212/7 gefallenen Genoffen! Sm Felde gefallen der Töpfer Emil Schulz Dirschauer Str. 4. Bezirk 330. Jm Lazarett starb der Arbeiter Fritz Gierschner Ebelingstr. 6. Bezirk 409 II. Am 11. Mai starb im Lazarett der Schuhmachermeister Ernst Georgi Brangelstr. 6. Bezirk 170. Sazialdemokr. Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkr. An seinen im Felde erhaltenen Wunden verstarb im Razarett der Former 225/2 237/5 15/2 Paul Hein Hochftädter Str. 18. 20. Abt. Begiet 789m. In der Garnison in Königsberg verstarb der Maler Karl Schrödter Brinz- Eugen- Str. 4. 20. Abt. Bez. 794. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstagswahlkr. Im Felde gefallen der Metallarbeiter Karl Oehmchen Kaiser- Friedrich- Str. 167. 8. Bezirk. 3m Felbe gefallen der Buger Otto Thiemicke Barthestr. 50. 16. Bezirk. Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. oneboin Am 5. April fiel unser Mitglied Franz Kremnitz Bezirk I. Sozialdemokrat. Wabiverein Berlin- Schöneberg. Bei den Kämpfen am 15. März fiel unser Genoffe, der Tischler 243/12 Hermann Browatzky Basdorf, Kreis Nieder- Barnim, II. Landagitationsbezirk. Am 2. Mat fiel unser Mitglied 243/11 Fritz Bolduan Zepernid. Sozialdemokr. Wahlverein Niederbaraim. Bez. Röntgental. An den Folgen des Krieges starb im Razarett der Genosse Martin Strasas 194/13 Sozialdemokratischer Wahlverein Berlin- Lichterfelde. Ms Dpfer des Weltkrieges fiel in der Nacht vom 25. zum 26. April unser Kollege, der Schriftseter Martin Günzel Ein ehrendes Andenken bewahren ihm die Kollegen der Hofbuchdruckei 58 Julius Sittenfeld. Freie Vereinigung der TourenSegler, Grünan. In Erfüllung seiner Bflicht fiel am 31. Januar unfer Sportgenoffe Martin Hähnel. Wir verlieren in ihm einen unserer hoffnungsvollsten Vereinsfollegen, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. 17175 Der Vorstand. Deutsch.Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Es ftarben folgende Mitglieder im Felde: Georg Kadolski, Schloffer geb. 11. 10. 1889 in Berlin. Karl Bartsch, Dreher geb. 11. 8. 1880 in Rastenburg. Paul Piesker, Schleifer geb. 2. 6. 1892 in Berlin. Eduard Schäfer, Schmied geb. 7. 10. 1891 in Steubendorf. Wilhelm Duwe, Dreher geb. 29. 12. 1879 in Berlin. Otto John, Klempner geb. 6. 9. 1892 in Brimfenau. Otto Kremczek, Schloffer geb. 6. 9. 1887 in Saal Willi Prange, Gürtler geb. 19. 8. 1884 in Berlin. Albert Riedel, Rerumacher geb. 11. 11. 1878 in Chemniz. Franz Kledtke, Drüder geb. 20. 1. 1890 in Berlin. Waldemar Ringel, Schloffer geb. 17. 12. 1892 in Berlin. Oskar Scobel, Schleifer gcb. 12. 1. 1874 in Berlin. Alfred Barkholz, Former 113/16 geb. 2. 9. 1891 in Berlin. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband Zahlstelle Berlin. 19MA Im Felde gefallen find folgende Mitglieder: Karl Daugs, Tischler, 36 Jahr alt Wilh. Gau, Stellmacher, 25 Jahr alt. Franz Schulz, Maschinenarbeiter, 32 Jahr alt. Heinrich Villbrandt, ishler, 26 Jahr alt. 83/1 Ehre ihrem Andenken: Die Ortsverwaltung. Deutſcher Transportarbeiter- Verband Bezirk Groß- Berlin. Folgende Kollegen sind im Felde gefallen: Willi Bater, Bader Otto Kube, Arbeitskutscher August Lehmann, Lagerarbeiter Richard Neuwirth, Geſchäftsdiener Otto Schäfer, Arbeitskutscher August Schmidtsdorf, Selerarbeiter Hermann Schwenicke, Ginkaſſterer Leopold Virtler, Droschfenchauffeur Emil Wegner, Industriearbeiter Adolf Zühlke, Müllfutscher 63/19 Ehre ihrem Andenken! Die Bezirksleitung. Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands 53/5 Zahlstelle Groß- Berlin, Gefallen find folgende Mitglieder: Hermann Pärschke, Bezirk Röpeuid Hermann Günther, Gustav Mai, Ernst Fischer, Wilhelm Klemusch, Lichtenberg Oberschöneweide Nord- West " PP " Tegel Ehre ihrem Andenken! Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berliner Reichstagswahlkr. Köpenicker Viertel. Bezirk 170. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genoffe, der Maurer August Hirschfelder Wrangelstr. 131 geftorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 17. Mai, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Thomas- Kirchhofes, Hermann straße, aus statt. Um rege Beteiligung aucht 212/6 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 17. Abt., Bez. 807a. Am Freitag, den 14. Mat, verstarb unsere Genofsin Anna Falkenberg Hochstr. 35. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 18. Mai, nach mittags 4 Uhr, von der Leichen: balle des Städtischen Friedhofes, Seestraße, Ede Müüerstr., aus statt. Rege Beteiligung erwartet 225/3 Der Vorstand. Kraft- und Artistenverein ( West 07) ( M. d. Arb. Athl.-B. Deutschr.) Als Opfer des Weltkrieges fiel am 26. April unser treuer Sports follege 17226 Hermann Kohl. Ehre seinem Andenken! Am 14. Mai, nachts 3 Uhr, entschlief fanft nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Bater Eduard Kramer. Dies zeigen tiefbetrübt an Agnes Kramer u. Sinder. Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 3 11hr, auf dem Wilmersdorfer Friedhof statt. Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nach. richt, daß unser Kollege, der Tischler Julius Abendroth Baumschulenweg, Baumschulenftrage 84 im Alter von 54 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 17. Mai, nachmittags 5 Uhr, von der Halle des Gemeinde Friedhofes, Kiefholzstraße, aus statt. " Die Ortsverwaltung. Verh.d. Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbeiter Deutschlands Filiale Berlin. Unseren Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß die Wäsche. näherin, Stollegin Anna Falkenberg am 14. Mai im Alter von 49 Jahren verstorben ist. Ehre ihrem Anbenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 18. Mai, nach mittags 5 Uhr, von der Halle bes städtischen Friedhofes, SeeStraße( Ede Müllerstraße) aus, statt. 162/6 Die Ortsverwaltung. Verband d.Buch- u.SteindruckereiHilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Drfsverwaltung Berlin. Am 14. b. M. Herstarb nach Turzem Strantenlager unser Mitglied Berta Mausehernick im Alter von 31 Jahren. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 18. b. Mts., nach mittags. 4 Uhr, auf dem Friedhof Der Golgatha- Gemeinde, Barfus: ftraße, statt. 27/5 Die Ortsverwaltung. 9 Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nach richt, daß unser Kollege, der Rollkutscher Heinrich Schubert von der Firma Transport- Kontor, Lehrter Bahnhof am 13. d. M., im Alter von 36 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 16. Mai, nach mittags 4 Uhr; von der Leichenhalle des neuen Johannis- Kirchhoses in Plögensee aus statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Dioschkenführer Karl Schannewitzki von der Firma Vogel, Herms dorfer Straße 7 am 13. d. Mts. im Alter von 46 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Montag, den 17. Mai, nach mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Elisabeth Kirchhofes, Bollantstraße, aus statt. 63/20 H Die Bezirksverwaltung. Auf dem Schlachtfelde fand am 3. Mai unser lieber Bruder u. Schwager, der Ersatzreservist Paul v. Barg ( Infant. Regt. 111) den Heldentod. 1712b Dies zeigen tiefbetrübt an Karl v. Barg, zurzeit im Selbe und Frau. Anna v. Barg. Georg v. Barg, zurzeit i. Lazarett Bruno v. Barg und Braut. Familie E. Göbel. Leicht werde ihm die fremde Erde! Am Freitag mittag 11%, Uhr entschlief sanft und unerwartet nach furzem, schwerent Leiden mein geliebter: und guter Mann, der Rendant a. D. Louis Henning im Alter von 78 Jahren. Dies zeigt im fiefften Schmerze an Helene Henning geb. Beilde. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 19. d. M., nachmit tags 4 1hr, von der Leichenhalle des Andreas Kirchhofes in Wilhelmsberg, aus statt. Verein aller in Schriftgießereien beschäft. Arheiter u. Arbeiterinnen Berlins. Am 18. März starb den Tod für das Baterland unser langjähriges Mitglied, der Schriftgießer Paul Geßner Behrmann im Ersatz- Bataillon des Landwehr Infanterie- Regts, 1 Nr. 35 im 45. Lebensjahre. 17195. Ehre seinem Andenken! Verband der Lithographen, Steindrucker u. verwandten Berufe ( Deutscher Senefelder- Bund). Mitgliedschaft Berlin, Nachruf. Hierdurch den Mitgliedern dic traurige Mitteilung, daß unser langjähriger Sollege, der Aezer Max Dietrich bei den Kämpfen am 19. Februar gefallen ist. Am 25. April berstarb unser Kollege, der Nachschneider Nachruf. Als Opfer des Weltkrieges starb infolge fchwerer Bermun dung auf dem Schlachtfelde( im September 1914) den Heldentod unser hoffnungsvoller, herzens guter Sohn, Bruder und Reife, Ser Theatermaler Erich Burchard Füfilier im 3. Garde- Reg. z. Fuß, 11. Komp. im blühenden Alter von 21 Jahren. In tiefster Trauer Die Hinterbliebenen. Berlin SO 36 Maybachufer 44/45. Bir trauern, lagen. Ach, es ist vergebens. Nichts bringt Dich Guter, Braver mehr zurüd, Du warst die Hoffnung und die Freude unsres Lebens, Jm weiten, fremden Land vollzog fich Dein Geschid Dem ewig Gram, der diesen Krieg herausbeschworen, Der Dich nun trennt so früh von all den Deinen; Nur wer Dich fannte, weiß was wir verloren, Und weiß, warum wir weinen weinen. 1706b Ihm der Friede, Uns der Schmerz! Alls Opfer des Weltkrieges fiel am 5. April 1915 mein inniggeliebter Mann und liebevoller Bater feines Sohnes, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel, Sohn 35 und Schwiegersohn Franz Lappann im Alter von 35 Jahren. Im tiefsten Schmerz Berta Lappann. Ruhe sanft, du gutes Herz, Du hast den Frieden und wir den Schmerz Verband der Kupferschmiede Deutschlands. Filiale Berlin Am 14. Mai berstarb unser langjähriges Mitglied, der Kollege Eduard Schön im Alter von 52 Jahren au Lungenschwindsucht. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Dienstag, den 18. Mat, nadj mittags 2 Uhr, im Krematorium, in der Gerichtstraße statt. Um rege Beteiligung bittet Der Filialvorstand. Als Opfer des Weltkrieges fiel durch Bauchschuß am 4. April mein inniggeliebter Mann, Bruder, Schwager, Onfel Wilhelm Tietz. Du gingst von uns mit schwerem Herzen Und hofftest auf ein Wiedersehn, Doch größer find nun unsere Schmerzen, Da dieses nicht mehr fann ge 21A scheh'n. Gertrud Tietz geb. Meyer als Frau. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und zahlreichen Stranz spenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters : Gustav Bernhardt jagen wir allen Teilnehmern unsern innigsten Dank. 4891 Witwe L. Bernhardt nebst Kindern. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme und Stranzspenden bei der Beerdigung meines innig geliebten Mannes und Baters sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, allen Hausbewohnern, dem Verband der freien Gastwirte und vor allemt dem Bezirksleiter Herrn Pietsch für die trostreichen Worte unseren innig532 Joseph Hülsemann ten Dant. im Alter von 53 Jahren plöglich durch Schlaganfall. Am 18. April verstarb unser Kollege, der Maschinenmeister Gustav Schwarze im Alter von 53 Jahren an Leberanschwellung nach furzem Stranfenlager. Wir werden allen drei dahingegangenen Kollegen ein dauern des Andenken bewahren. 108/4 Die Verwaltungen Berlin I. u. II. Ats. Dofer des Weltkrieges fiel am 5. April 1915 mein lieber Maun und guter Vater, der Lands wehrmann Franz Kremnitz im Alter von 43 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an Frau Marie Kremnitz und Sohn. 15 Ruhe fanft: fo fern von Deinen Lieben. Emma Rostin gcb. Bredow und Töchterchen. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme und für die zahlreichen Kranz spenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes und unseres treu forgenden Vaters 83A August Schwefel sagen wir hiermit allen unseren Freunden und Bekannten unferen vesten Dant. Witwe Minna Schwefel nebst Kindern. Tanksagung. Bom Grabe meines lieben, utbergeßlichen Mannes, unseres stets treujorgenden Baters zurückge fehrt, sage ich allen seinen lieben Herren Kollegen für die große Aufopferung und herzliche Teilnahme meinen tiefempfundenen Dant. 41/5 Kaulsdorf, den 14. Mai 1915. Die schwergeprüfte Gattin: Lisbeth Möbes nebst Kindern. 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