Nr. 65. " Erscheint täglich auße: Montags. Breis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 38 Big, fre: in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mi: illuftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Big. Voit- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Einger. in der Post- Zeitungs- Breisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Beritzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Ubr Nachmittags in Der Ervedition abgegeben werden. Die Grvedition ift an Wochen= tagen bis 7 lbr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Rückblicke und Ausblicke. Zum 18. März. Sonntag, den 18. März 1894. Expedition: SW. 19, 23enth- Straße 3. Tag, nur einen, frei zu sein; es hatte den vom Machtvolutionszug durch ganz Europa, tämpfte nochmals das bewußtsein seines Gottesgnadenthums bis zur romantischen Proletariat zusammen mit dem Bürgerthum, aber als Ueberspanntheit erfüllten König vor sich zittern sehen, es hatte selbständiger Bundesgenosse. Es erhob seine eigenen FordeEin Gedenktag des kämpfenden, um seine Freiheit einen in dem starrsten Autoritätsglauben befangenen Brinzen rungen, die die Sicherheit der Existenz einem jeden gewähr fämpfenden Proletariats ist es, den wir heute feiern. Zwie- nach England und die Truppen, das in blindem Gehorsam ge- leisten sollten. Die Bourgeoisie täuschte und verrieth das fache geschichtliche Erinnerungen knüpfen sich daran. Nicht schulte Werkzeug jedweder Reaktion, aus den Thoren von Proletariat, und die Führer der Februarrepublik trieben nur der 18. März 1871 gehört uns, nicht nur die aus Berlin gescheucht. Einen Tag, nur einen war das Volk die durch Arbeitslosigkeit zur Berzweiflung gebrachten gesprochene sozialistische Erhebung der Pariser Kommune, frei, aber an diesem einen Tage erlosch der Glaube an die Arbeiter von Paris auf die Straße und in die Junischlacht. unser ist auch der 18. März 1848, der die Grundvesten des unzerstörbare Selbstherrlichkeit des Absolutismus, befestigte Fünf Tage kämpfte das Volk gegen die Uebermacht und Absolutismus in Deutschland erschütterte, den rocher de sich unauslöschlich in dem Volke das Bewußtsein, daß ihm mußte erliegen. Das Tischtuch war zerschnitten zwischen bronce, den ehernen Felsen, der seitdem der unaufhaltsamen Freiheit und Selbständigkeit erreichbar und gestaltbar sind. Proletariat und Bourgeoisie. Zerbröckelung verfallen ist. Eine proletarische Erhebung| Nur einen Tag hat es den Feuertrank der Freiheit ge- Dreiundzwanzig Jahre später trat das Pariser war der Berliner Barrikadenkampf und ein proletarischer kostet, aber dauernd durchglüht er seitdem seine Adern. Proletariat wieder selbständig auf die politische Bühne. Sieg, nicht einer der Bourgeoisie, obschon nur wenige der Damit hat der 18. März 1848 seine Aufgabe erfüllt; Es kämpfte nicht mehr für die Bourgeoisie, sondern Kämpfer des 18. März Sozialisten in unserem Sinne waren. was zunächst auf ihn folgte, ist von untergeordneter Be- gegen fie. Die Pariser Kommune war das erste BeiProletarier, Vorfämpfer des heutigen organisirten, ziel- destung. Um dem Volke seine Ideale zu verwirklichen, dazu spiel einer ausgesprochen proletarischen Erhebung und bewußten Proletariats waren es doch, die damals auf den waren die Verhältnisse nicht reif und nicht die Menschen. eine zunächst siegreiche Probe, aber es war doch wiederum Berliner Barrikaden gekämpft und geblutet haben und die Und weil die Zeit für eine ernstliche Neugestaltung nicht nur eine Kraftprobe, feine Schaffensprobe, und es konnte nach dem Siege in ihren Hoffnungen enttäuscht wurden. gekommen war, mußte die Reaktion eintreten, mußte den das nicht sein. Wohl war den Emanzipationsbestrebungen Eine instinktive proletarische Erhebung war die acht- reaktionären Klassen die entrissene Macht wieder in die des Proletariats die wissenschaftliche Grundlage gegeben, aber undvierziger, wie wenige Jahre vorher die Hungerrevolte Hände gleiten. Nebensächlich ist es, in welcher Weise sie noch fehlte den französischen Genossen, die in mannigfache der schlesischen Weber eine instinktive proletarische Erhebung ihre niedrige Rache nahmen; nebensächlich ob durch Zucht Schulen zersplittert waren, jede umfassende Organisation, war. Die schlesischen Weber wurden zur Empörung ge- haus, Galgen oder Standrechtskugeln die Vorkämpfer noch fehlte es ihnen für praktische Thätigkeit an dem getrieben durch die gewissenlose Ausbeutung habgieriger der Volksfreiheit zu den Märtyrern gemacht wurden; schulten Gemeinsinn, noch fehlte es ihnen an erprobten Fabrikanten. Verzweiflungsvoll gellte ihr Schrei, blind nebensächlich, auf welche Weise sich der wieder luftig Führern; sie konnten kämpfen für ihre Sache und für sie schlugen sie um sich, um nach einem Augenblick des Auf- gewordene Monarch aus seinen, in der Stunde sterben, aber sie konnten sie nicht gestalten in ihrem Sinn. athmens härterem Druck zu verfallen. Aber wenn für sich der Noth dem fiegreichen Volke gegebenen Königsworten So mußte auch diese heldenmüthige Erhebung zu Grunde selbst sie nichts errangen, so hallte ihr Nothschrei doch wie herausdrehte und herausdeutelte; nebensächlich ob mit oder gehen, so konnte auch sie nur die Saat ausstreuen für ein Weckruf durch die deutschen Gauen, die Herrschenden ohne Phrase die Bourgeoisie, durch den Sieg des Proletariats fünftige Ernten. mahnend, daß die Ausbeutung eine Grenze erreicht, wo in erschreckt, den einstigen Bundesgenossen verrieth, um sich von Und wir, das organisirte Proletariat Berlins, Deutsch den Unterdrückten der Menschenstolz sich aufbäumt und sie den Machthabern den ungestörten Genuß des heiligen Eigen- lands und der anderen Länder, was sind uns die beiden zu Verzweiflungsthaten treibt die Unterdrückten auf- thums und die Ausbeutung der Arbeit sichern zu laffen- Erinnerungstage des 18. März? Sind sie mehr noch für uns rüttelnd aus ihrem Schlummer und ihnen den Hoffnungs- nebensächlich das alles! Die leuchtende Hauptsache aus der als historische Erinnerungsfeste? Sie waren Kraftproben und schein in die Seele werfend. deutschen Revolution von 1848 find die wenigen Tage des sie sind uns deshalb Zukunftsbürgschaften, aber sie sind uns Wie ein fahles Wetterleuchten in dunkler Nacht zuckt proletarischen Sieges, denen der wichtigste, der 18. März keine Vorbilder; die Geschichte wiederholt sich nicht, am die schlesische Hungerrevolte auf am Horizont der deutschen als Symbol dient eine siegverheißende Zukunftsbürgschaft. wenigsten lassen sich Ereignisse der Vergangenheit künstlich Geschichte; unter hellleuchtenden Blitzen mit rollendem Und wie dem deutschen Proletariat der 18. März 1848 nachahmen. Donner wie ein Frühjahrsgewitter im Morgengrauen er gehört, aber das Proletariat aller Länder seinen Antheil Je weiter das organisirte Proletariat sich ausbreitet, je schütterte und erfrischte der Barrikadenkampf am 18. März daran hat, so haben auch wir unseru Autheil am 18. März tiefer es sich erfüllt hat mit der Erkenntniß der wirthschaftunser Volk. Mit der Verzweiflung über die wirthschaftliche 1871, dem Siegestage des Pariser Proletariats, auch diese lichen Entwicklung, je klarer es sein Ziel vor Augen Noth hatte sich die Empörung über die politische Unter- Erinnerung eine Zukunftsbürgschaft nicht nur an sich, sieht, je entschlossener es die Wege zu diesem Ziele drückung, der Durst nach Freiheit, die seitdem zu dem tiefen sondern im Vergleich insbesondere mit den voraufgegangenen betritt, um so mehr wird es sich bewußt, daß seine Aufgabe Empfinden verschmolzen, das deutsche Proletariat durch Erhebungen der Proletarier Frankreichs! Welcher Fort- eine Aufgabe großartigsten Schaffens ist, daß es die Macht glüht, immer neue Genossen werbend und begeisternd für schritt in der Bewegung, seit zum ersten Mal 75 Jahre und die Kraft zu diesem Schaffen erst sichern muß durch die das große Ziel, Freiheit und Wohlfahrt dem Volke zu zuvor die Verschwörung Babeufs die Sache der Arbeiter Ausbreitung seiner Ideen und daß es nur in der Abwehr sichern auf allen Lebensgebieten. sonderte von der des Bürgerthums, des damaligen gegen schaffenshindernde Gewaltthaten der Feinde selber Aber kein flares Erkennen der Ziele und Wege, ein Leiters der revolutionären Bewegung. In der Juli- Gewalt gebrauchen darf. Und in dieser Erkenntniß marschirt instinktives Empfinden nur war es im Jahre 1848, was revolution 1830 leistete das französische Proletariat es fest und unerschütterlich seinem Ziele zu, das die Vordas Berliner Proletariat auf die Barrikaden trieb; ein der Bourgeoisie nochmals willige Gefolgschaft, um fämpfer früherer Tage erst brechenden Auges ahnend gelebenerweckender Hauch der scharfen Märzenluft nach langer dann für seine Leichtgläubigkeit 18 Jahre lang gestraft schaut. Doch stets wollen wir in dankbarer Grinnerung dieser Winternacht entfachte die Bedrückten zur That, zu einer und heilsam enttäuscht zu werden durch das Bürger- König- todesmuthigen Vorkämpfer gedenken, fest entschlossen, das Kraftprobe, deren Werth in dem Augenblickssiege liegt. thum der Orleans, diese verächtliche Ausbeutungsorganisation heilige Vermächtniß zu vollstrecken, das sie uns hinterDeutsches Volt, die Bevölkerung einer deutschen Haupt mit konstitutioneller Maste. 1848 in der französischen ließen: die Befreiung des Menschengeschlechts von aller und Residenzstadt noch dazu, hatte es gewagt, nur einen Februar- Revolution, die das Signal war für den Re- Ausbeutung und Unterdrückung. Feuilleton. Helene. Nachdruck verboten.] [ Alle Rechte vorbehalten [ 70 er das frische Grab mit weißen Rosen und Nelken völlig überdeckt. Ein leiser Morgenwind trug den süßen Blumenduft ihm entgegen, und weiter und weiter über das öde Feld. Der Mann stand überrascht und furchte die Brauen, dann kam ein nachdenklicher Zug in sein Gesicht und leise schüttelte er das borstige Haupt. * „ Es ist alles bereit... wir können nichts thun, als warten." „ Warten warten!" wiederholte Ostrowski, wie lange denn? Bis Ihr entdeckt seid- bis das Nest aufgehoben wird? Es wundert mich ohnedies, daß es noch nicht geschehen ist." Er näherte sich einem Fenster, dessen nach innen gehende Flügel offen standen, während es nach außen mit einer Lade verschlossen war, und prüfte den Verschluß. " Seit Ihr sicher, daß durch diese Rize kein Lichtschein bringt, der Euch verrathen könnte?" Das Licht ist sehr schwach." Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Es war ein öder Acker, hoch und einsam gelegen, die frisch gesetzten Zypressen und Lebensbäume hatten noch feine festen Wurzeln geschlagen. Saftlos, in ihren Kronen Der elegant möblirte Salon der russischen Villa Vogelgebeugt, standen sie da, den Boden ringsum mit ihren sang sah düster und dunkel aus im Scheine der einzigen abgefallenen röthlichen Nadeln färbend. Das dürftige Lampe, die auf einem Guéridon brannte und mit einem Gras, das in einzelnen langen Halmen emporgesproffen, blauen Seidenschirme verdeckt war. war Don der Sonne verbrannt, die jetzt noch, Eine Chaiselongue, mit blauem Sammt montirt, war in ihrem tiefen Stande, von rothen Wolken umsäumt, herangezogen, und Lazar von Kissen unterstüßt, lag ausheiß vom Himmel strahlte. Sie beleuchtete mit einem gestreckt auf derselben. goldenen Schimmer die weißen niederen Holzkreuze, die Seine Beine das rechte hatte eine schwere Verin Reihen gestellt, die letzte Ruhestätte derjenigen bezeich- wundung davongetragen steckten in einer Art Rüstung Lazar machte eine Bewegung, die Sofia unverzüglich neten, die besitz- und ruhelos hier in der Fremde gestorben aus Draht, wodurch sie vollständig fixirt waren. leichte Decke verhüllte sie; sein Oberkörper war mit einem. waren. Ohne Gefolge, sang- und klanglos wurden sie hier begraben, und feine Blumen schmückten die kleinen Hügel. Auch Atschin wurde in gleich stiller Weise in die Grube gesenkt. И Aber die Nacht ist dunkel und die Späher verdoppelt. Die russischen Agenten sind halb rasend, daß sie den Romplizen noch immer nicht entdeckt haben." Eine an seine Seite brachte. weißen seidenen Hemde bekleidet, dem Vorrathe des Fürsten entnommen. Ostrowski saß in einem Lehnstuhl neben ihm, während Sofia Alexandrowna, an einem Tische stehend, damit beschäftigt war, einen festgestopften Reisesack mit Riemen zuDer Todtengräber schaufelte nicht ohne Mühe die harte, vertrocknete Erde auf, um die Grube zu füllen und sammen zu schnüren. fie darüber zu häufen. einem dumpfen, bekümmerten Ton und drückte die schlanken ,, Sie lassen indeß Andere für mich büßen", sagte er in Finger fest gegen die Lippen. seiner raschen Weise. in Sie thun, was sie können", versetzte Ostrowski in Schon sind Einige ausgewiesen, Georg Andrejewitsch flehentlicher Geberde beide Hände entgegen, ihn mit den Sofia, zu Häupten Lazar's stehend, streckte Ostrowski Gs herrschte eine feierliche Stille ringsumher. Nur auf Mitternacht. Mit hohem Ton, in haftiger Eile rasselte Die kleine Barockuhr, die auf dem Kamine stand, zetgte ist darunter und der arme Pisanoff und die Cicaden sangen ein Lied und roth und breit, einer fie eben ihre zwölf Schläge herunter. Purpurdecke gleich, ruhten die warmen Strahlen der untergehenden Sonne auf dem nun errichteten Hügel. Dann sant die Sonne langsam hinter die Berge hinab, und Alles wurde farblos und grau. Der Todtengräber hatte sein Tagewerk vollbracht, stellte den Spaten bei Seite nud ging nach Hause. Als er am nächsten Morgen den Friedhof betrat, fand nicht Ostrowski sprang in die Höhe. " Zwölf Uhr sie sollten schon da sein ich begretfe es war doch alles festgesetzt, oder nicht?" Sofia nickte zustimmend, während sie die Schnalle befestigte, wobei ihre Hände ein wenig zitterten. Dann stellte sie den Sack bei Seite, mit einem Seufzer der Ungeduld und nervöser Erregtheit: Augen beschwörend, er möge nicht weiter sprechen. Dieser begriff ste. Nun, nun," bemerkte er einlenkend," Georg hat sich nach London gewendet und die Pisanoff's wollen nach Paris, das ist wohl nicht das Schlimmste." Er steckte die Hände in die Taschen und begann im Zimmer auf und nieder zu gehen. GO Politische Leberlicht. D Berlin, den 17. März. brüsk, Erklärung. Wir sind keine Posttulis, keine Proletarier und Hungerleider, sondern Reichsbeamte, und fühlen uns als solche. Wir sind selbst in dem theuren Mannheim zufrieden mit unserer Lage und wollen mit den Sozialdemokraten nichts zu thun haben, am allerwenigsten von ihnen in Schutz genommen werden. Wer unzufrieden ist, trägt meistens selbst die Schuld. Wir bitten, dem Sozialdemokraten das Wort zu entziehen, wenn er unsern Stand wieder in den Schmuz zieht. Mannheim, den 8. März 1894. Die Unterbeamten der Postämter und des Telegraphenamts."( Folgen die Unterschriften.) Das Schriftstück ist angeblich einem alten DepeschenIsäumt wohl weil ihm das Herz in die Hosen gefallen und der Schwarzburg- Sondershaufenschen bekannt, daß sie war die Regierung in der Debatte über den Handels- solche Vorschriften erlassen haben. vertrag anzugreifen. So benützte er mit der ihm eigenen Die Mobilmachung der Postbeamten gegen die Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sigung dem ungeschicklichkeit eine Aeußerung Lieber's, um in Form Sozialdemokratie hat in Mannheim eine besonders Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Aufnahme einer An- einer Berichtigung dem Reichskanzler mit der ihm eigenen tomische Frucht gezeitigt. Dort ist bei den Post- und leihe für Zwecke der Verwaltungen des Reichsheeres, der Tölpelei eine Bosheit zu sagen. Telegraphen Unterbeamten folgendes SchriftMarine und der Reichs Eisenbahnen die Zustimmung erEin Wort des Reichskanzlers und dem Tölpel war stück in Zirkulation gesezt worden: theilt. Der Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen die Waffe entriffen und die verdiente Büchtigung ertheilt. Da nun Herbert Bismarck mit dreifachem Erz gegen Teutschland und Rußland wird dem Kaiser zur Ratifikation vorgelegt werden. Der Gesetzentwurf, betreffend die Ab- die Selbsterkenntniß gepanzert ist, so übertölpelte er seine änderung des Zolltarif- Gefeßes vom 15. Juli 1879( Auf- Tölpelei durch einen Versuch, sich wißig und bissig zu enthebung des Identitätsnachweises für Getreide 2c.) wurde schuldigen. Herbert Bismard und wizig! Der Reichsden betreffenden Ausschüssen überwiesen. Den Beschlüssen fanzler hörte ihn an bis zu Ende und erhob sich dann des Landesausschusses zu dem Gesetzentwurf wegen Festwinkte dem Präsidenten, der ihm das Wort erstellung des Landeshaushalts Etats von Elsaß- Lothringentheilen wollte, verneinend zu, drehte sich in seiner ganzen für 1894/95, ferner der Vorlage vom 2. März d. I. wegen dukt dreinschauenden Herbert den vollen Anblick seines Höhe mit einem plöglichen Ruck um, gewährte dem verAbänderung der Bestimmungen, betreffend die Ursprungszeugnisse, der Vorlage vom 6. März d. J., betreffend eine hinteren Menschen und ging langsam, immer die Rückseite boten, der demnächst pensionirt werden soll, in die Feder zeugnisse, der Vorlage vom 6. März d. I., betreffend eine Ergänzung des amtlichen Waarenverzeichnisses infolge des darbietend, durch die bekannte Hinterthür aus dem Saale. diftirl worden. In den Kreisen der Beamten ist man inHandelsvertrages mit Rußland und dem Bericht der Aus- Mit solcher Verachtung ist im deutschen Reichstage noch deß, wie der„ Frankf. 3tg." mitgetheilt wird, mit dem Inhalt schüsse über das Uebereinkommen mit Rußland bezüglich Den, der aus dem Hinterhalt Angriffe macht, und wenn führend an die Direktion zu wenden. Wir hoffen aber, tein Mensch behandelt worden: es ist die Verachtung für gar nicht einverstanden und beabsichtigt, sich beschwerdeder Uebernahme Auszuweisender wurde die Zustimmung man ihn persönlich zur Rede stellt, Alles ableugnet wie daß das Schriftstück an den Reichstag gelangt, bort wird ertheilt. jetzt wieder bei dem Kladderadatsch. Und diese un man verstehen, in wessen Herzen der Wunsch entsprossen Zur Sonntagsruhe in der Glasindustrie. Der beschreibliche Geste der Verachtung fie galt nicht blos ist, dem Sozialdemokraten das Wort zu entziehen", wenn 18- fie galt Reichs- Anzeiger" schreibt: dem Sohn. er die Mißstände im Postwesen geißelt.Neu- Uniformirung der Armee. Die Gerüchte über die Neu- Uniformirung der Armee werden von der KreuzBeitung" dementirt. = Die zur Berathung des Entwurfes von Ausnahmebestimmungen, betreffend die Regelung der Sonntagsarbeit in Glashütten, einberufene Versammlung von Intereffenten trat gestern im Reichstagsgebäude unter dem Vorsitz des UnterStaatssekretärs im Reichsamt des Innern Dr. v. Rottenburg zusammen. An der Verhandlung nahmen außer Vertretern des Reichsamts des Innern und des königlich preußischen Ministeriums für Handel und Gewerbe 19 Arbeitgeber und 26 Arbeitnehmer sowie 7 Gewerbe- Aufsichtsbeamte theil. Der Vorsitzende begrüßte die Versammlung namens des Staatssekretärs des Innern und gab der Hoffnung Ausdruck, daß es durch die Erörterungen gelingen werde, eine die Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichmäßig befriedigende Grundlage für die Regelung der Sonntagsruhe in der Glasindustrie zu gewinnen. Alsdann wurden die Vorschläge des Entwurfs, sowie die aus den Interessentenkreisen der Tafelglas-, Grünhohlglas-, Weißhohlglas- und Gußglashütten vorgetragenen Wünsche, welche in dem in einer Vorversammlung der Industriellen aufgestellten Entwurf von Ausnahme bestimmungen der Versamm lung vorgelegt wurden, nebst den aus Arbeiterkreisen laut ge= wordenen Wünschen einer eingehenden Besprechung unterzogen. Die Berathungen werden voraussichtlich noch den heutigen Tag in Anspruch nehmen. Eine neue Währungsdebatte will Dr. Arendt im preußischen Abgeordnetenhause mit einer Jnterpellation erzwingen, die lautet: # Ist die königliche Staatsregierung gewillt, dem Antrage des Herrn Reichskanzlers auf Neuprägung von 22 Millionen Mart Reichs Silbermünzen im Bundesrathe zuzustimmen, und im bejahenden Falle, aus welchen Gründen soll dies geschehen? Der fächfische Ordnungsbrei hat sich, wie nach jedem Schlusse einer Landtagssession, wieder einmal auf dem Papier vereinigt. Ein Telegramm aus Dresden meldet hierüber: Zur Entwickelung des Großbetriebes. Sowohl für Gegner wie für Freunde des Waarenhauses der Armee und Marine" ungemein interessante Aufschlüsse liefert der neueste, wohl kaum für die breitere Deffentlichkeit bestimmte Jahresbericht des Offizier Vereins". Umsatz des Waarenhauses im Geschäftsjahr 1892/93 5 358 334 m., davon in eigenen Werkstätten hergestellt für 1 753 574 M., Berdienst an Uniformen, Ausrüstungsgegenständen 246 317 M., desgleichen an Zivilkleidern, Luxus- und Eßwaaren 415 266 M., der Gesammt- Bruttogewinn beträgt 742 000 M., die Geschäftsspesen belaufen sich auf 556 230 M., davon entfallen auf Gehälter 339 560 M., der verhältnißmäßig geringe Netto- Verdienst ist 185 810 M., doch genügt derfelbe zur 5prozentigen Verzinsung von 2 840 000 M., in welcher Höhe Antheilscheine ausgegeben sind. Daß zahlreiche Kleinbetriebe durch diesen einzigen In dem Anzeigentheil des„ Dresdner Journals" veröffent- Großbetrieb vernichtet werden, versteht sich von selbst; so lichen die nicht- sozialdemokratischen Mitglieder beider Stände arbeitet auf der einen Seite das Großkapital, auf der tammern mit verschwindenden Ausnahmen eine unterschriftlich anderen die Vereinigung der Interessenten für die Aufvollzogene Erklärung, in welcher das Zusammengehen der saugung der Klein- und Mittelbetriebe und damit für die staatserhaltenden Parteien auch außerhalb des Landtages auf Herbeiführung der sozialistischen Gesellschaftsordnung; daß das Dringendste befürwortet und in welcher die Unter die Offiziere unserer Armee und Marine da so wacker zeichner ihren Willen tundgeben, für ein gemein mitthun, ift diesen berufenen Vernichtern jeder fames Vorgehen gegenüber der Sozialdemokratie insbesondere bei öffentlichen Wahlen mit Entschiedenheit wirken sozialistischen Regung in unserer Armee nicht hoch genug zu wollen. Das„ Dresdner Journal" theilt ferner mit, daß anzurechnen. aus den Ordnungsparteien der Zweiten Ständekammer heraus Eine Soldatenschinderei wurde dieser Tage von den fich ein Seniorenkonvent gebildet hat, dessen Aufgabe es ist, Militärgeschworenen zu Würzburg abgebandelt. Der Unternicht nur während der Tagung des Landtages, sondern auch offizier Adolf Hinze des 3. Chev.- Regts. versetzte einem in der Zeit zwischen den Tagungen das Zusammengehen der seiner Untergebenen einen Schlag auf den Hinterkopf, daß staatserhaltenden Parteien möglichst zu fördern. Zwiftig er bewußtlos zusammenſank und fünf Tage trant lag. Die teiten zwischen denselben möglichst möglichst auszugleichen und Das hochoffiziöse Organ der Regierung, das auch die Lohnpolitik der Herren Stephan, Thielen und Berlepsch mit mehr Energie als Glück vertheidigt, die Norddeutsche Allgemeine Zeitung", widmet heute den Löhnen, welche die Hamburger Tabafarbeiter- Genossenschaft in ihren Fabriken in Hamburg und Eschwege zahlt, einen Artikel voll fehlgehender Seitenhiebe auf die Sozialdemo fratie. Die Hiebe mußten fehlgehen, weil unsere Partei mit dieser Genossenschaft ebensowenig etwas zu thun hat hierdurch ein geschlossenes Vorgehen gegen die sozial- Geschworenen nahmen einen minder schweren Fall an und wie mit irgend einer anderen, und weil, wenn dies selbst demokratische Partei zu ermöglichen. In den Senioren Hinze erhielt für seine rohe That die beispiellos geringe nicht der Fall wäre, die Zustände in Genossenschaften gar fonvent find gewählt worden: von der konservativen Strafe von acht Tagen gelinden Arrest- So schafft man nichts gegen uns beweisen würden, denn wir betonen es ja Partei 4 und von der nationalliberalen, sowie von der Fort- Soldatenmißhandlungen nicht aus der Welt. Vielleicht wird schrittspartei je 2 Mitglieder. Herr Adolf Hinze nach Erledigung der betr. acht Tage ftets, und gerade zum Aerger der Nordd. Allg. 3tg." und ihrer Hintermänner, daß wir eine erhebliche Besserung der ändert nichts an dem bestehenden Verhältniß der Parteien Politische Bedeutung hat diese Erklärung nicht, sie wegen Tapferkeit befördert. Lage der Arbeiterklaffe in der heutigen Gesellschaftsordnung in Sachsen. Bemerkenswerth ist blos an derselben, daß der deutschen Mittelstände", ersucht uns um Aufnahme der Der Tent", das Drgan des Verbandes der für unmöglich halten und deshalb eben eine Umgestaltung in Sachsen so erſtarkten antisemitischen Partei in keiner Was übrigens die Löhne in den genannten Fabriken Weise Erwähnung gethan wird. Da diese auch nicht in folgenden Berichtigung: den Seniorenkonvent aufgenommen wurde, so wird sie ihren anlangt, so haben wir betreffs der Fabrik in Hamburg Beutezug in die konservativen Wahlkreise kaum unterschon den bürgerlichen Blättern gedient. Die Fabrik in Eschwege zahlt, wie wir gar nicht anstehen zuzugestehen, brechen. Es bleibt demnach beim alten und unsere Genossen sehr schlechte Löhne, aber trotzdem bedeutend bessere als die werden auch die Alten bleiben und den Parteien des anderen Fabriken am Drt. Während die Bigarenfabriken Ordnungsbreies nach wie vor Abbruch thun. in anderen Fabriken am Orte 1,83 M. den Zigarrenmachern pro Tag zahlen, zahlt die Genossenschaftsfabrik 2,28 M. und in ähnlichem Verhältnisse stehen auch die anderen Löhne. Was sich demnach unter den heutigen Konkurrenz verhältnissen im Interesse der Arbeiter thun ließ, hat die Hamburger Genossenschaft gethan. Die geftrige Abfertigung des Herbert Bismarck durch den Reichskanzler war weit gründlicher, dramatischer und drastischer, als aus dem Bericht der Reichstags- Verhandlungen sich ersehen läßt. Es ist der Ton der die Musik macht, sagt das französische Sprichwort. Und zu einer Szene gehört nicht blos der Ton sondern auch die Geberde. Der Sohn seines Vaters hatte die Gelegenheit verLazar's breite Brust hob sich unter einem schweren Ceufzer. " 1 Geliebter!" flüsterte Sofia. Sie beugte sich über ihn in zärtlicher Sorge und, als fenne sie die beruhigende Wirkung, legte sie ihm beide Hände auf das lockige Haupt. Lazar gehörte jetzt ihr, sie hatte ihn durch ihre Kunst vom Tode errettet. Es war wie ein Wunder. Aber sie war auch in diesen Tagen nicht von seiner Seite gewichen, sie hatte ihn gepflegt und gewartet, unermüdlich, Tag und Nacht, und hatte nun die Freude, zu sehen, daß der Heilungsprozeß durch Lazar's kräftige Natur unterstützt, die günstigste Wendung nahm. Ach, er war in diesen Tagen so schwach und hilflos wie ein Kind in ihren Armen gewesen, und sie bekümmert, wie eine Mutter, und so glücklich, wie nie, niemals vorher in ihrem Leben. Sie strich ihm sanft die Haare zurück, um besser in sein Gesicht zu sehen. Der bläuliche Schimmer der Lampe, schwach wie Mondlicht, lag darauf und verlieh ihm eine fahle Blässe, die sie beängstigte. Als er aber jetzt den Kopf zurückbeugte und seine Augen zu ihr emporschlug, traf sie ein so warmer, inniger Blick, daß sie sich niederbeugte, um diese lieben Augen zu küssen. Die Arbeiterfreundlichkeit unserer Agrarier wird wieder einmal grell beleuchtet durch die folgende Mittheilung: Während von den gewerblichen Berufsgenossenschaften bereits 86 pCt. Unfallverhütungsvorschriften erlassen haben und für die nächste Zeit noch eine Vermehrung dieser Prozentzahl in Aussicht steht, will die Unfallverhütung in der Landwirthschaft immer noch nicht recht in Gang tommen. Man wird ja allerdings die Folgen abwarten müssen, welche die durch die Statistik des ReichsVersicherungsamtes für das Jahr 1891 gegebene Anregung auf diesem Gebiete haben wird. Bisher hat beim Reichs- Verficherungsamte erst die dritte landwirthschaftliche Berufsgenossenschaft Unfallverhütungs- Vorschriften zur Prüfung eingereicht; bisher ist nur von zwei landwirthschaft fichen Berufsgenossenschaften, der Anhaltischen Ostrowski kehrte von seiner Promenade zurück und setzte sich auf seinen vorigen Platz. " Ich sehe, hier steht alles zum Besten," sagte er, mit seinen fleinen Augen zwinkernd... nnd er wird wieder ganz gesund werden?" fragte er, zu Sofia gewendet. „ Ich hoffe es." Und wird seine Beine wieder gebrauchen können?" Wie ehemals, vorausgesetzt, daß er sich ruhig hält." Dafür hast Du gesorgt, Liebfte," bemerkte Lazar mit einem schwachen Lächeln, ich kann mich ja gar nicht rühren." " " Das ist gut, wenn nur ach, wenn nur die Reise schon vorüber wäre!" Sie sah nach der Uhr, und wieder kam die Qual der Wartenden über sie.. Sie wußte sehr wohl, daß ein längeres Verweilen in der Billa unmöglich war. Auch Konrad und Helene hatten zu eiliger Flucht gerathen und ihre Hilfe angeboten. Ihr sehr geschätztes Blatt bringt in seiner Nr. 61 anläg lich einer Vereinsgefeßnotiz der Rolonialwaaren- Zeitung" die Mittheilung, der Teut" fordere nicht die Aufhebung des Vereinsgefezes, sondern tröste sich nur mit der Hoffnung auf milde Anwendung desselben. Das ist nicht gang richtig. Wir haben schon im„ Teut" Nr. 11 diese Forderung gestellt und gegen dies Gesez und seine Beschränkungen protestirt. Außerdem beweist Ihnen der ironische Ton, den wir gegen die staatsanwaltlichen Mittheilungen der " Rolonialwaaren- Zeitung" anschlugen,( daß das Gesetz recht dumm wäre, wenn es wagen würde, in seiner ganzen Schroffheit aufzutreten" u. f. f.), feinesfalls eine Gesinnung und Anschauung, wie Sie dieselbe bei uns vorauszusehen scheinen. Wir sind entschlossene Gegner dieses Gesezes und stellen die Forderung auf Aufhebung aller betreffenden Beschränkungen in dem beregten Artikel nur deshalb nicht, weil wir zunächst den Anmaßungen ein Paroli biegen wollten, die der heutige gefeßliche Zustand züchtet. Damit ist noch lange nicht gesagt, daß wir diesen Zustand deshalb billigen müßten, wie wir ihn ja thatsächlich auch nicht billigen. Die Debatte über den Antrag Goblet auf Revision der Verfassung ist so verlaufen, wie es unter den obwaltenden Umständen nicht anders möglich war: die Kammer ist mit 302 gegen 244 Stimmen, auf Wunsch des Ministeriums, Bemerkenswerth zur Tagesordnung übergegangen. ist nur die hohe Ziffer gegen das Ministerium. Herr Cafimir Perier sitzt nicht mehr fest im Sattel. Und er weiß das, denn in derselben Sizung widersprach er zwar einem zweiten, von Faure gestellten. Revisionsantrag, der die Wahl des Senats auf grund des allgemeinen Stimmrechts fordert, erklärte sich aber für die Dringlichkeit des Antrags, die auch mit 415 gegen 67 Stimmen beschloffen wurde. Herr Casimir Perier bereitet sich dadurch auf die Möglichkeit vor, daß der Antrag die Majorität findet. Zum jüngsten Bombenattentat wird uns aus Paris unterm 15. März geschrieben: Ueber das heute Nachmittag in der Madeleinekirche stattgehabte Bombenattentat, bei welchem außer dem Attentäter, einem gewissen Joseph Pauwels, der dabei in ähnlicher Weise wie sein Kollege von Greenwich- Park ums Leben tam, niemand verlegt wurde, sind die Leser jedenfalls schon durch den Telegraphen genau unterrichtet. Nach den eben aus geschrieenen Abend- und Extrablättern zu urtheilen, werden nun alle Bourgeoisblätter tagelang ihre Spalten mit den nichtigsten Sie sollte in dieser Nacht bewerkstelligt werden, da Dingen über das Attentat und feinen Urheber füllen, fein BildLazar nur unter dem Schutze der Dunkelheit sein Versteck niß, feine Biographie, Autogramme 2c. bringen und ihm im höheren Ehre der Anarchisten und verlassen konnte, und nun verrannen die Stunden, und die Notbfalle zur deren Gönnern durch allerlei erdichtetes Zeug zu Freunde und ihre Hilfe blieben aus. Wie lange wollt Ihr in dem Bergdorfe bleiben, era des„ neuen Geistes" kennzeichnende Thatsache, daß es trob einem Heros stempeln. Aber auf die einzige wichtige, die das Ihr Euch als Schlupfwinkel ausersehen?" fragte aller Ausnahmegesetze und tausenden von Tag zu Tag fortgesetzten Ostrowski. So lange, bis Lazar seine Kräfte wieder zurückUnd was geschieht dann?" erlangt hat." Er schloß sie unter der sanften Berührung und lag ganz ruhig da, mit einem Lächeln, das seinem bärtigen Munde so schön stand. Wie sie sich aber emporrichtete, um fich zurückzuziehen, langte er plöglich mit weit ausgreifenden Armen nach rückwärts, umschlang ihren Hals und zwang Ein Schimmer flog über das blasse Gesicht des Kranken er schien wirklich der Stärkere zu sein ihren Kopf und seine großen Augen weiteten sich noch mehr. „ Es ist beschlossen, daß wir nach Rußland zurückkehren, ihm zuzuneigen, tiefer und tiefer, seinen verlangenden Lippen entgegen. es ist Sonja's Wunsch und der meine," Meine Seele," flüsterte er. sie Wir gehen nach Petersburg," bestätigte Sonja, indem Sie mochte beruhigt sein, sein Kuß sprach deutlicher sie die Hand ihres Gatten innig drückte. als alles Andere von Kraft und neuerwachendem Leben. ( Schluß folgt.) " Hausdurchsuchungen einem polizeilich bekannten und noch dazu ausgewiesenen Anarchisten möglich war, dieses Attentat zu ver üben, werden sie sicherlich am wenigsten zu sprechen kommen, es sei denn, um sie zu verhüllen und jeden, nur nicht die Polizei und deren Auftraggeber hierfür verantwortlich zu machen. Wenn man, sagt die Abendausgabe des offiziösen Temps", im Januar nahm, so geschah dies, weil man die Ueberzeugung hatte, bei Pauwels keine Hausdurchsuchung daß er sich in Spanien befinde." Diese spanische Ueberzeugung hatte man" wahrscheinlich auch bei Henry, der gleich Pauwels der Polizei bekannt war, dieselbe Ueberzeugung wohl auch bei dem bis heute noch nicht aufgefundenen Urheber der in den Dor= " " " Hotels garnis der Rue St. Jacques und Faubourg St. Martin| Namen Sozialdemokratische Arbeiterpartei Bulgariens" ver-| tratie pflegt und nährt, nichts weiter entgegenstellen als nur die verübten Attentate, dieselbe spanische Ueberzeugung wohl bei einigt. Auf dem nächsten Kongreß soll das Programm und das firchliche Erbauung. Wir wissen gar nicht, ob die Männer, allen Attentätern, da seit Neujahr tausende von Hausdurch Organisationsstatut der Partei ausgearbeitet werden. Die welche ihren Warnungsruf an uns gerichtet haben, in suchungen und Verhaftungen vorgenommen wurden, ohne daß Partei verfügt jetzt über zwei Wochenblätter, den" Drougar" ihren Gemeinden die Traurigkeit erfahren haben, daß ,, man" auch nur ein einziges Attentat verhindert hätte. Wozu( Der Genosse") mit 1800 Abonnenten, und den sogar auf dem Lande die finsteren Massen sich mißachtend also alle Polizeigefeße, alle die neuen Polizeibrigaden, die„ man"" Robotnit"( den Arbeiter") mit 1200 Abonnenten, und gegen Gott, Kirche und Vaterland zu äußern angefangen haben. verlangte, um die bedrohte Gesellschaft" zu retten, wenn mit außerdem über eine seit drei Jahren erscheinende wissenschaft- Dieses Zeichen der Zeit deutet auf eine gewaltige Umwälzung. ihnen, weit entfernt ein Attentat zu verhindern, ein Attentat liche, monatlich erscheinende Revue, den Dieu"( der Tag), der Diese würde auch unsere evangelisch- polnische Bevölkerung, welche dem andern folgt? Wir Sozialisten brauchen uns wohl nicht 1200 Abonnenten besigt. noch mit herzlicher Liebe an der Religion, Kaiser und Reich hält, mehr über die Propagandisten der That" zu äußern; wir haben Die Verfolgungen seitens unserer polizeimüthigen Patrioten nicht verschonen. Darum müssen wir solche Stimmen, welche zur sie schon zur Zeit, als die herrschenden Parteien ihnen noch vermehren sich von Tag zu Tag. Am 2. März wurde der Re- träftigen Arbeit für christliche und nationale Sachen auffordern, öffentlich die Hand drückten, als das bezeichnet und behandelt, dakteur des Robotnit" zu zwei Jahren Gefängniß verurtheilt mit Freuden begrüßen. Wir müssen eine gesunde polnische Presse als was fie fich feit jeher bewiesen: als bewußte oder unbe- wegen eines Artikels über die Geburt des Kronprinzen. Gleich haben, aber nicht etwa, um der Germanisirung der Masuren wußte Soldlinge der Reaktion. Uns, die wir nicht den Einzel- zeitig wurde der Redakteur des Drougar" in Untersuchungshaft vorzubeugen, sondern nur um unser evangelisch polnisches Volk nen für Verhältnisse verantwortlich machen, deren Geschöpf er gezogen, weil er die brutale Einmischung der Polizei in den letzten in der Zeit der Verwirrung vor Schaden zu bewahren. ist, uns trennt eine ganze Welt von den" Propagandisten der Wahlkampf beleuchtet hat. In den nächsten Tagen kommt dieser Unsere Kirche wirkt viel in der jeßigen Zeit durch Andacht That". Das wird aber, wie bisher, auch fünftigbin die Syko- Fall in Sofia zur Aburtheilung. Mit der Aufzählung der zahl- und Kanzel, doch Alles tann sie nicht erreichen, darum muß die phanten der Herrschenden Gesellschaft nicht abhalten, uns mit reichen anderen Verfolgungen urjerer Genossen wollen wir die Zeitung im chriftlichen Geiste ihr zur Seite stehen. Geschieht ben von ihnen großgepäppelten Biopagandisten der That" in Lejer des Vorwärts" verschoner.. Nur noch ein Wort über die dies nicht rechtzeitig, so werden wir in Ostpreußen und Schlesien einen Topf zu werfen, ja noch mehr uns als die moralischen Ur- Praris unferes Unterrichtsriinisters sei beigefugt. All in Kurzem vor denselben Erscheinungen stehen, wie man sie wo heber dieser Attentate hinzustellen. Sagte doch der" Temps" jährlich läßt er im Februar eine Generalreinigung" in anders sieht. Die Umiturzpartei bemüht sich unaufhörlich das erst in seiner jüngsten Mittwochsnummer:„ Wir sind schon unseren Schulen vornehmen. Alle sozialistischen oder des Gift ihrer falschen Lehre immer weiter zu verbreiten. In den übersättigt von den Protestationen, dem Abscheu, den die Sozia- Sozialismus verdächtigen Schüler werden dann für immer ihren Wohnungen, Werkstätten, Fabriken und tief im Schooße der Erde; listen, Kollektivisten und Revolutionäre gegen die Religion der Studien entzogen. Dieses Jahr haben über 70 Schulverweisungen am Familenherde und in öffentlichen Versammlungen wird ihr Ravachol und Vaillant( Marchal) an den Tag legen. Unglück- stattgefunden und die Relegirung von 40 Studenten von der Evangelium fleißig weiter gepredigt und bringt dasselbe unaufhörlich licherweise kann man die von ihnen gemachten geschickten und feinen Universität Sofia wird erwartet. in alle Schichten der Bevölkerung. Seit der furzen Zeit der AufUnterschiede nicht anerkennen. Wenn man den Aufstand fäet, Troy all' diefer Verfolgungen entwickelt sich die Agitation hebung der Ausnahmegeseze hat sich die Sozialdemokratie mächtig ist es tein Wunder, wenn Dynamit wächst. Man sieht, daß all für die sozialistischen Prinzipien in erfreulichster Weise. Im gehoben: gleich zu Anfang erschienen nicht weniger als 100 die Attentate nur der Neattion dienen, daß sie nur ein Mittel Laufe der legten 2 Monate haben sich in Sofia 7 neue Gemert fozialdemokratische Zeitungen. Diese Zeitungen sind speziell dazit find, den Sozialisten an den Leib zu rücken, hat aber die Frech- schaften gebildet, außerdem zahlreiche in der Provinz. Gemäß bestimmt, die ländlichen Arbeiter zu bewegen. An Material zum heit, fie diefen zuzuschreiben. Dies wird aber das Proletariat in den Beschlüssen des Züricher Kongresses bereitet die Partei die Anfeuern der Gemüther ist kein Mangel. Sie hoffen, durch feinem Marsche nach vorwärts nicht aufzuhalten vermögen, wie Feier des 1. Mai vor. die Landagitation die Stimmenmehrheit im Reichstage zu ers dies ja schon der lezte Marseiller Wahlsteg deutlich genug zeigte. Also nur zu mit euren Verdächtigungen und sonstigen Infamien. " Parteinachrichten. bureau Herold" meldet aus Moskau: In dem Dorfe Aufreizung zur Unzufriedenheit der ländlichen Arbeiter, sowie die Revolutionäres aus Rußland. Das Depeschen- langen. Und wenn sie dieses auch nicht erreichen würden, so ist die Bogorodskoe wurden in der Wohnung eines Bauern eine Zerstörung der Gottes furcht und Treue für den Raiser eine große Die Reaktion in Frankreich. Der Minister des geheime anarchistische(?? Red. des Vorwärts) Druckerei Gefahr. Keine Stadt, kein Dorf soll von ihnen verschont bleiben. Funeren, Raynal, richtete an die Präfekten nachfolgendes entdeckt und über 10 000 revolutionäre Broschüren mit Be Die Wellen des Umfturges follen alles fortreißen. Gott sei dant, daß Zirkular:„ Ich erfahre, daß Vorbereitungen zu Kund- fchlag belegt. Anläßlich dieser Affäre find bereits viele unser Kaiser und seine Berather diese Gefahr in ihrer ganzen Größe gebungen für den 18. März getroffen werden. Die Re- Verhaftungen vorgenommen worden. erkannt haben. Wir danken unserem erlauchten Kaiser dafür, gierung beabsichtigt, jeder öffentlichen Rundgebung ents daß er durch seine gesegneten Reformen diesen reißenden Strom einzudämmen sich bemüht. Aber was hilft dieses alles unseren gegenzutreten. Wollen Sie dementsprechende Maßregeln Polen, da sie nichts davon hören und wissen. Hier muß Abhilfe treffen. geschaffen werden, das heißt, ans Werk müssen wir gehen, damit Französische Steuerpläne. Der zur Veröffentlichung wir dem Feinde nicht verfallen. Wir müssen durch eine gesunde In Lübeck erscheint mit dem 1. April d. Js. unter dem polnische Presse den Arbeitern von den guten Absichten unseres gelangte Budgetentwurf für 1895 enthält eine Neuerung, die bei den Betheiligten auf heftigen Widerstand stoßen Titel übeder Boltsbote" ein tägliches Organ. Die Raisers überzeugen, auf die fegenbringende soziale Gesetzgebung hinweisen, wir müssen sie überzeugen, wie die Regierung des wird. Danach soll die Abgabe für den überbauten Grund Adresse der Redaktion ist: Große Altefähre 35/37. Kaisers mit dem wärmsten Herzen auch weiter für das Wohl und noch erhöht und die Thür- und Fenstersteuer ganz ab Wehe des Arbeiters bemüht sein wird." geschafft werden. Daraus würde den Hausbesigern eine starte Vermehrung ihrer schon beträchtlichen Lasten er wachsen, weil bisher der Gebrauch herrschte, daß die Thür und Fenstersteuer, die auf 2 pt. der Miethen berechnet ist, auf die Hausmiether vertheilt wird. Ferner soll die Ein Gewerbegericht soll nun endlich auch die Stadt bisherige sogenannte Tare personnelle et mobilière" in Nach fast zweijährigem Kampfe eine Miethssteuer verwandelt werden, die nicht nur nach Dortmund erhalten. der Höhe der Miethe, sondern auch nach der Kopfzahl der( Petitioniren 2c.) unferer dortigen Genoffen hat der Magistrat Bewohner und der Dienstboten bemessen würde. Diese die Nothwendigkeit eines solchen nunmehr erkannt. Aenderung soll eine Mehreinnahme von 14 Millionen eintragen. Am 14. d. Mts. wurde der Entwurf veröffentlicht und schon am folgenden Tage wiesen Konservative und Radikale auf das Undemokratische der Miethssteuerreform hin. Bei den Wahlen der Arbeitervertreter zum Gewerbegericht in ferlohn haben unsere Genossen über den vereinigten Mischmasch der evangelischen und fatholischen Arbeitervereinler gefiegt. Die fozialdemokratischen Kandidaten erhielten 630, die des Mischmasch nur 330 Stimmen. * Die Wahl der Arbeitgeber- Beisiger zum Leipziger. Gewerbegericht, die am 15. d. M. stattfand, hat noch einmal mit einem Siege der Janungsliste geendet. Es wurden 860 Stimmen abgegeben. Wir stellen das Resultat in Vergleich mit der vorigen Wahl. Es erhielten Stimmen: Innungsliste.. sozialistische Liste 1891 505 249 1894 457 403 In dieser und ähnlicher Weise geht es weiter. Am Schluffe werden alle Geistlichen, Lehrer und Gutsbesitzer ersucht, diese Beitung unter das Bolt gratis zu vertheilen. Wie man sieht, läßt die Furcht vor der Sozialdemokratie auch die polnischen Pfaffen, Junker und Kapitalisten nicht mehr schlafen, trotzdem sie noch vor der Reichstagswahl gefagt haben, daß in Polen tein Boden für die Sozialdemokratie wäre". Nun dieser schlotternden Angst tönnen wir mit überlegenem Lächeln begegnen, helfen wird die Anstrengung den Dunkelmännern nichts. . Soziale Llebersicht. " Vereinigung der Schiedsgerichte für die Invali ditäts- und Altersversicherungs- Anstalten in Das neueste französische Anarchistengeseh, wonach den Regierungsbezirken. Wie der Fuhrhalter" aus Veröffentlichungen der Gerichtsverhandlungen in Anarchistenprozessen verhindert werden sollen, hat keine Aussicht an- Die Jnnungsbrüder haben also mit einer Majorität von angeblich zuverlässigfter Quelle erfährt, werden gegenwärtig von genommen zu werden. Rochefort ist boshaft genug, den 54 Stimmen gefiegt. Stols brauchen Sie auf diesen Sieg nicht maßgebender Stelle aus bei den Juvaliditäts- und AltersAbgeordneten, die im Stande wären, die Breßfreiheit durch zu sein, denn sie haben gegen die vorige Wahl 48 Stimmen, das versicherungs- Anstalten Erhebungen darüber angestellt, ob die find fast 10 pt., verloren, während die Sozialdemokratie gegen Schiedsgerichte einverstanden sein würden und ob sie diese Neulegteren mit einer etwaigen Verminderung der jetzt bestehenden die Annahme der Anträge mit Füßen zu treten, mit der 1891 den erfreulichen Zuwachs von 154 Stimmen, das sind mehr einrichtung für zweckmäßig halten. Gegenwärtig besteht für Nichtwiedergabe der Kammerverhandlungen in den Blättern als 62 pet. zu verzeichnen hat. Der Rückgang der Innungsliste jeden Stadt- und Landkreis ein besonderes Schiedsgericht, mit zu drohen. ist um so bedeutsamer, als die sämmtlichen Leipziger Innungen Ausnahme von Berlin, Charlottenburg und den Kreifen Niedermehr als 2500 Mitglieder zählen und es für die Innungsbrüder barnim und Teltow, die ein vereinigtes Schiedsgericht mit einem Belgien steht vor einem Verfassungsein leichtes war, den vorgeschriebenen Formalitäten zur Anmeldung Vorsitzenden im Hauptamt befizen. Da nun die bisherige Einbruche! Die 8enfuskammern wollen noch vor zu genügen. ihrem Absterben den Gewaltstreich versuchen, ihr Mandat richtung durch den häufigen Wechsel des SchiedsgerichtsVorsitzenden, die hierzu bisher nebenamtlich im Ehrenamt eigenmächtig um ein Jahr zu verlängern. Nach der VerAufrührerische Rufe. Zu dem Versuch, gegen den Ge- bestellt sind, und die dadurch bedingte Verschiedenheit fassung erlischt im Juni d. J. das Mandat der Hälfte der nossen Haug in Mülhausen i./. auf grund eines altfranzösischen in der Rechtsprechung mehrfache Uebelstände im Gefolge Boltsvertreter, und die neugewählte Kammer muß im No- Gefeyes aufrührerische Rufe", begangen durch ein Hoch auf die hatte, so besteht die Absicht, etwa für jeden Regierungsbezirk vember zusammentreten. Es war daher beschlossen, im Sozialdemokratie vorzugehen, wird uns geschrieben: Auf grund ein vereinigtes Shiedsgericht mit einem hauptamtlich hierzu beOftober beide Kammern auf grund des neuen Wahlrechts jenes Gefeßes find hunderte von Elfäßern und Lothringern verstellten Vorsitzenden einzurichten und hofft man, daß hierdurch neu wählen zu lassen. Aber Regierung und Kammern urtheilt, die ihre nationale Haut nicht so schnell wechseln konnten auch das Reichs- Versicherungsamt durch die Verminderung der haben sich sehr lässig gezeigt; das neue Wahlgefeß ist noch wie es deutschnationalen Mordspatrioten gut dünkt, wenn sie Bahl der eingelegten Revisionen erheblich entlastet wird. Die nicht entfernt fertig, so daß die Wählerverzeichnisse nicht auf vive la république oder dergleichen gerufen oder gar gefungen angestellten Erhebungen sind noch nicht zum Abschluß gelangt hatten. Ende der achtziger Jahre entschied dann aber Ende der achtziger Jahre entschied dann aber und und sollen die Ansichten über die Zweckmäßigkeit der geplanten gestellt werden können. Da erklären denn nun, wie wir feitdem wiederholt- das Reichsgericht, daß in solchen Fällen Neueinrichtung fehr verschieden sein. dem„ Hamburgischen Correspondent" entnehmen, die Regies freigesprochen werden müsse, da durch das Straf- Gesetzbuch rungsblätter, Senatoren und Deputirten mit rührender Uu die Materie Bergehen gegen die öffentliche Ordnung" Das Kohlensyndikat wird am 30. März in Essen eine genirtheit, daß Belgien sich einem Falle höherer Gewalt reichsgefeßlich geregelt ist, mithin die partikularrechtlichen ordentliche Hauptversammlung abhalten, in der der Jahresbericht gegenüber" befinde also Bertagung der Neuwahlen auf Gefeße nach Artikel 2 des Einführungsgesetzes zu dem erstattet werden wird. Der schriftliche Bericht des Vorstandes 1895 und Verlängerung des Mandats ohne Befragung der selben aufgehoben sind, soweit sie Ausstoßen von Rufen, Tragen fonstatirt, daß das Jahr 1893, was den Absaz anlange, ein Wähler auf eigene Fauft auf ein Jahr! Und dieser Ver- dem Geschmack der Regierung nichtpafsender Farben zc. mit Strafe günstiges gewesen sei; die Förderung habe die des Vorjahres um bedrohen. Dieselbe Ansicht sprach gelegentlich des bekannten 4,8 pet. üb- ritiegen. Die Gesammtförderung der im Syndikat fassungsbruch oder, wie die radikale Presse sagt, dieser Prozesses Stüven( Altona) wider den Oberpräsidenten von Schles vereinigten Zechen hat innerhalb der 10 Monate, während welcher Staatsstreich wird munter amtlich eingeleitet. In der wig- Holstein wegen Verbots, die Parteifahne zu entrollen, das die Vereinigung bestand, 27 768 149. betragen. Also das gestrigen Kammerfißung wurde der fortschrittliche Antrag, Ober- Verwaltungsgericht aus. Ob in Elsaß Lothringen jegt der Resultat war ein günstiges, fagen die Bechenbefizer. Ob die feine Osterferien zu halten, sondern das Wahlgefeh behufs Bersuch gemacht werden soll mit Hilfe des§ 360 Nr. 11 bes be- Bergleute daffelbe sagen können? Wir bezweifeln es. Die nachBermeidung eines Verfassungsbruches fertig zu stellen, ab- tannten Fattotums moderner Rechtsprechung( grober Unfug stehende Notiz bestärkt uns darin und zeigt, was den Bergleuten gelehnt und heute haben im Senate im geheimen Einklange paragraph) die Miffethäter zur Rechenschaft zu ziehen und gleich in der Zukunft bevorsteht. In der Rheinisch Weitfälischen mit der Regierung klerikale und liberale Senatoren formell zeitig eine Entscheidung des Reichsgerichts unmöglich zu machen? Arbeiter- Zeitung" lesen wir: Auf der Zeche„ Nordstern" bei Hostermart wurden über 50 Bergleute heute gekündigt. beantragt, die Neuwahlen auf 1895 zu vertagen und das Aus der Provinz Posen erhalten wir von einem zuver- Die Leute müssen befürchten, völlig brotlos zu werden, da es fast Mandat der Volksvertretung auf ein Jahr zu verlängern. fäffigen Genoffen folgende Korrespondenz: Unter der pol. aussichtslos ist, auf einer andern Zeche Arbeit zu erhalten. Das Die entschieden liberalen, radikalen und sozialistischen Kreise nischen Bevölkerung der Proving Posen und Schlesten Syndikat braucht die Förderungseinschränkung um einen anprotestiren energisch gegen diese Verfassungsverlegung scheint die Sozialdemokratie nicht nur in den Städten, sondern ständigen Profit zu erzielen. schwerlich mit Erfolg. Das Proportional- Wahlrecht wurde von den belgischen Kammerausschüssen abgelehnt. Das Ministerium droht wieder einmal mit seiner Demission. Die Auflösung des holländischen Parlaments und die theilweise Neubildung des Ministe riums ist in den nächsten Tagen zu erwarten. Italienische Justiz. Bernardino Verro, Mitglied des leitenden Ausschusses der italienischen Arbeiterbünde, wurde zu 16 Jahren Zuchthaus verurtheilt. " auch auf dem Lande langsam aber sicher feste Wurzeln zu fassen, Ein Militäranwärter tann fich für 2,50 m. täglich ein Den besten Beweis hierfür liefern die vielen Zeitungen, welche Herrenleben verschaffen, wenn er dem Rufe des Rektorats des dort seit der letzten Wahlbewegung zur Bekämpfung der Sozial Gymnasiums zu Würzburg Folge leistet und die Ueberwachung demokratie herausgegeben werden. In Gegenden, wo man fich der Disziplin in und außerhalb der Schule" übernimmt. Schade, noch nie um die geistige Nahrung des polnischen Volles ge- baß die weise Schulbehörde nicht in dem Ausschreiben angegeben, fümmert hatte, erscheinen jezt überall Zeitungen, welche die ob und welche Disziplinarinftrumente( Nilpferdpeitsche) noch schamlofesten Zügen gegen die Sozialdemokratie verbreiten. In von den 2,50 M. Lohn angeschafft werden müssen. Inowrazlav( Wahlkreis des Reichstags- Abgeordneten a. D. und Stadthalter von Pofen in spe v. Roscielski) erscheint eine Zeitung, welche die blödsinnigsten Märchen über die Sozialdemokratie dem polnischen Volke auftischt. Den Gründer dieses Reptils hat man bis jetzt noch Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. nicht herausgefunden, doch die alte Fama erzählt, daß der Vater R. S. 0,500. 1. Nein. Aber der Mann kann, wenn die tägliche Briefkasten der Redaktion. Depeschen. Die Auflösung des englischen Parlaments wird dieses Wechselbalgs kein anderer fei als der bekannte Ravallerist Frau nicht fommt, auf Scheidung flagen. 3. Wenn neue sich nicht mehr lange hinausschieben lassen. Die Fren aur Gee; die strophulöſe Jöbre, angle time( Berlag de und gar: Scheidungsgründe eintreten, kann von neuem geklagt werden. Seit dem 4. d. Mts. erscheint in Berlin Vereins 3. Sie können Ihr Zeugniß verweigern. Die Frau mag das drängen darauf, die Neuwahlen spätestens im Juli stattfinden zu lassen. Bezeichnend ist, daß die für Lord Rose- 8 Berbreitung chriftlicher Zeitschriften, Silte Jakobstr. 129) Urtheil abwarten und Berufung Einlegen. eine Zeitung, betitelt:" Der polnische Familienfreund", dieselbe bern schwärmende Bossische Zeitung" mit dürren Worten ist für die evangelischen, polnisch sprechenden Masuren herausH. Schröder. Sie müssen die Kosten tragen. erklärt: Neuwahlen im Juli würden zweifellos die Unio- gegeben und wird in polnischer Sprache mit Fraktur-( deutscher) niften liberale Verbündete der Tories an's Ruder Schrift gedruckt. Von Interesse dürfte für die Leser des„ Vorwärts" folgende Uebersetzung aus dem Leitartikel sein, der in der ersten Nummer dieser Zeitung unter dem Titel: Unser Pro( Deveichen des Bureau Herold.) Neapel, 17. März. In San Gregores ist gestern vor dem gramm" enthalten war. Dort hieß es: Zu wiederholten Malen wurden wir auf das Bedürfniß Gemeindebaufe eine Dynamitbombe explodirt. Der Bürgermeister einer polnisch- evangelischen Zeitung für Masuren und Polen hin- Paulucci Elipdis wurde sofort getödtet, der Gemeindefekretär Aus Bulgarien wird uns geschrieben: Bis vor kurzem gewiesen. Wian bedauerte vielmals, daß wir mit verschränkten schwer und ein Hirte, welcher gerade vor dem Gemeindehause bestanden in Bulgarien zwei sozialistische Parteien, die„ bul. Armen den sich verbreitenden schädigenden Geistes verwirrungen vorbeiging, leicht verwundet. Das Haus ist vollständig demolirt garische sozialdemokratische Partei" und die bulgarische zusehen mußten. Man bedauerte sehr tief, daß wir den Geist 15 Anarchisten, welche verdächtig sind, an dem Attentat theil. Sozialdemokratische Föderation"; diese haben sich jetzt unter dem der Unzufriedenheit und Gottlosigkeit, welche die Sozialde mo- genommen zu haben, sind in vergangener Nacht verhaftet worden. bringen und die Homerule Hoffnungen für Jahre hinaus begraben." Drastischer tann man die Schwäche des jezigen Ministeriums nicht tennzeichnen. " Für den Inhalt der Jnierate über Adolph Ernst- Theater. nimmt die Redaktion dem Publikum Charley's Tante. gegenüber keinerlei Verantwortung Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Theater. Sonntag, den 18. März. Freie Volksbühne. LessingTheater. III. Abtheilung. BeVorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Mufit von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. ginn: Nachmittags 2/2 Uhr: American- Theater. Sodoms Ende. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Montag: Die Medici. Schauspielhaus. Die Hermannsschlacht. Dresdener- Straße 55. Jeden Abend 81/2 Uhr: Parodie- Theater. Oranienstr. 52, am Moritzplatz. Täglich: Große Theater- und Spezialitäten- Vorstellg. Anfang 7 Uhr. Entree 25 Pf. Am Sonntag, den 18. März, Nachmitt. 3/2 Uhr: Gr. ExtraVorstellung, wozu jeder Besucher ein Kind frei einführen kann. Zweite Vorstellung Ab. 71/2 Uhr. Während der Charwoche täglich 71/2 Uhr Vorstellung außer Charfreitag. 2348b Lumpensusanne Sanssouci", oder: Montag: Hannele. Michel Berrin, Die Obdachlosen von Berlin. der Spion wider Willen. Deutsches Theater. Der Herr Parodistisch- realistisches Traumbild aus Senator. Montag: Der Talisman. Berliner Theater. Narciß. Montag: Nora. Leffing Theater. Madame SansGêne. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmtädt. Theater. Die Fledermaus. Montag: Dieselbe Vorstellung. Rehdenz- Theater. Der Maskenball. Vorher: Vermischte Anzeigen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Jugend. Montag; A Basso Porto. Central Theater. Ein gesunder Junge. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Einen Jux will er sich machen. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplay- Theater. tantes Verhältniß. Ein pi Montag: Dieselbe Vorstellung. dem Müllwinkel( frei nach dem Ver brecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen. Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen " Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwinkel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. Brunwald mit bewegter Vergangenheit Martin Bendix. Täglich Auftreten des " Kottbuserstr. 4a. Sonntag, den 18. März 1894: Stettiner Sänger Anfang Allen Freunden und Genoffen die Kranken- und Sterbekasse der traurige Nachricht, daß mein lieber guter Mann, der Maler Berl. Hausdiener( E.§. 61). Hermann Seiffert, Dienstag, 3. April cr., Abends 9 Uhr, im 41. Lebensjahre nach kurzen schweren Leiden sanft entschlafen ist. Berlin, Dessauerstraße Nr. 8, den 15. März 1894. Zweite ordentliche Generalversammlung [ 24096 im Neuen Klubhause, Kommandantenstraße 72. Tagesordnung: Wilhelmine Seiffert, geb. Schulz. Beerdigung: Sonntag Nachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des MatthäiKirchhofs( Gr. Görschenstr.) aus. Vereinszimmer 1. Mittheilung. 2. Bierteljahresbericht. 3. Abänderung der§§ 6, 7 und 9 des Statuts. 4. Erledigung eingegangener Anträge. 5. Verschie nes, Auflage und Fragetaften. Quittungsbuch legitimirt. von 50 bis 80 Personen für Donnerstag und Freitag, sowie 2 Kegelbahnen an Klubs zu vergeben Adalbertstraße 8 Zahlreiches Erscheinen erwartet bei Sauermann. 2408b 24136 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstagswahlkreis. Versammlung am Dienstag, den 20. März 1894, Abends 8% Uhr, in ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Tages Ordnung: 492/4 Uhr. 1. Vortrag des Genoffen Paul Jahn über:" Geschichte der VolksEntree 50 Pf.wirthschaft". 2. Diskussion. 3. Wahl der Revisoren. 4. VereinsangelegenGroßartiges heiten. 5. Verschiedenes. ULK Programm. besten Bauchredners d. Jektzeit montag, den 19.: Viktoria- Brauerei. H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" von Martin Bendix, sowie Eugen Bocher. Sächsischer Original- Humorist, Alfred Bender. Anfang Wochentags 2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Castan's National Theater. Die Arbeits- Panoptikum. lofen von Berlin. Montag: Diefelbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Montag: Dieselbe Vorstellung. American Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner Theater. Helena. Neu! Eine Neu! Vision: Psammenit, der lebende Mumienkopf. Die schöne Nur noch wenige Tage. = Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Borstellung. Präuschers anat. Museum täglich von früh 9 bis 10 Abends für Spezialitäten erwachs. Herren. Dienstag u. Freitag Kaufmann's Variété. Spezialitätens Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Sensationelle Novität! Die Arbeitslosen von Berlin. Bolksstück mit Gesang in 5 Aften von Hugo Busse. Musik von Hugo Meyer Ferron. Regie: Hugo Hummel. Raffeneröffnung 5 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Nachmittag 3 Uhr: Kaffenöffng. 2 Uhr. Kaffenöffng. 2 Uhr. Volks- Vorstellung. Die Braut von Messina. Trauerspiel in 5 Atten von Friedr. v. Schiller, Regie: May Samft. Montag: Die Arbeitslosen von Berlin. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Zum 13. Male: Novität! Novität! Ein gesunder Junge. Posse mit Gesang und Zanz in 3 Aften von Jean Kren. Musik von Julius Einödshofer. Anfang der Borstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Circus Renz, ( Karlstraße.) Sonntag, den 18. März cr.: 2 Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr( 1 Kind unter 10 Jahren frei): Große Komiter- Borstellung mit besond. gewähltem humor. Programm. Abends 71/2 Uhr: Auf auf zur fröhlichen Jagd! Barforce- u. Kastadenritt. Ballet von 100 Damen. Meute von 40 Hunden. Außerdem: der ostpreußische Hengst Blondel und Monstre Tableau von 60 Pferden, vorgeführt vom Direktor Fr. Renz. Kandelaber, ger. v. Herrn Ernst Renz. Mikado und der Steiger Solon, ger. v. Frau Renz- Stark. Die Hand Akrobaten. Gebrüder Detroit. 3 Mr. Lavater Lee 2c. Damentag. Schluß unwiderruflich: Sonntag, den 1. April. PassagePanopticum. Die Glocke von Fr. v. Schiller. ( Leste Soiree der Stettiner Sänger vor Ostern.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß für Süd- Ost, außer den bereits bestehenden, drei neue Zahlstellen eingerichtet worden sind: Tolksdorf Görligerstr. 58; Fürstenau, Manteuffelftr. 53; Schilling, Bücklerstr. 55. Neue Mitglieder werden in dieser Versammlung aufgenommen. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Kaufmann's Variété für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten- Vorstellung und Konzert von nur Künstlern 1. Ranges. Auftreten der Ballet- Gesellschaft Columbia( 10 Damen), Balletmeisterin Rosa Fricka. Auftreten der Elite- ParterreAkrobaten u. Pantomimentruppe Hermandez. Ein Stündchen beim Doktor. Romische Pantomime. The Willon's, Doppel- Jongleure. Joië di Dios, Kostüm Soubrette. G. Cordes, Gesangs- Humorist. Anfang:{ Sonntags 6 Uhr. ACTIEN- B Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. A. Zimmermann. FRIEDRICHSHAIN Versammlungam Dienstag, den 20. März, Abends 8½½ Uhr, in Weimann's Volksgarten", Badstraße. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Th. Glocke. 2. Diskussion. 3. Vereins angelegenheiten. 4. Verschiedenes. 5. Fragekasten. Der Vorstand. 490/6 Freie Volksbühne. Heute, Sonntag, den 18. März, Nachmittags 21/2 Uhr, findet im Lessing- Theater eine Vorstellung für die 3. Abtheilung statt. Zur Aufführung gelangt: Sodoms Ende. Mitwirkende: Frl. Detschy, Drucker und Jäger, Herren Höcker, Kober und Reicher. Um vielen Wünschen der Mitglieder entgegenzukommen, findet am Freitag, den 23. März( Charfreitag), Abends 7 Uhr, Aktien- cine Extravorstellung im National- Theater statt. Bur Aufführung Brauerei gelangt: Friedrichshain Kabale und Liebe. Trauerspiel in 5 Aften von Friedrich Schiller. Besetzung: Präsident: May Löwenfeld( Neues Theater); Ferdinand: am Königsthor. Frik Herz( Deutsches Theater); Hofmarschall v. Kalb: Fr. Basil( Deutsches peute, Sonntag: Theater); Lady Milford: J. Heese- Litaschi( Viktoria- Theater); Miller: Direktor Geistliches Samft( National Theater); Frau Miller: Clara Brehm; Louise: Sofie Burska; Burm: Rhode- Ebeling( National- Theater). Konzert 397/18 Zu dieser Vorstellung werden Extrakarten à 1 M. gegen Vorzeigung Instrumental- der Mitgliedskarten ausgegeben. Vokal& Orgel- Vorträge. Anfang 5 Uhr. Eintritt 40 Pf. Musit von Romberg. Kinder frei. Programm unentgeltlich. Dargestellt in 15 lebend. Bildern. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Großer Erfolg! Bummel- Fritze. Posse mit Gesang in 2 Bildern. Neue Debüts! Entree 15 Pf., reservirt 30 Pf. R. Winkler. ratweil'sche GB Bock- Brauerei Tempelhofer Berg:[ 2889b 55. Bock- Saison. Heute, Palm- Sonntag: Großer Bockbier- Ausschaut. Entree frei. Rosenthaler Klubhaus, 11/12 Rosenthalerstrasse 11/12. 2 Säle( Bühne) bis 500 Personen fassend, zu Versammlungen und Festlichkeiten. Amt III 2666.[ 2439b] W. Brüning. Bierhallen Concordia- Festsäle Kommandantenstr.77-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Täglich abwechselnd. Programm bei freiem Entree der ersten Wiener Damenkapelle Dittl" 59 und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges. Täglich Auftreten der Miss Webb, Taubenkönigin, mit ihren 24 dressirten Tauben. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. 3 Kegelbahnen. 6 Billards, pro Stunde 60 Pf. C. Koch, fr. Gambrinus. C. Saeger, 64. Andreastraße 64. Heute, Sonntag, den 18. März: Grosses Vokalu. Instrumental- Konzert des Vereins Berl. Liederkranz. ( Dir. Chormftr. Wilh. Handwerg) u. b. Kapelle d. 3. Garde- Rgt. z. F. ( Dir. Königl. Muſikdir. C. Arnold). Grossartiges Programm, u. 2. 4 altniederländische Volkslieder mit Orchester. Nachdem: Grosser Ball 73/15 ( 2 Drchester). Anfang 51/2 Uhr. C. Saeger. Gutes Kuchenmehl, 30 Pf. per Kilo, sowie Stollen, NapfSäle für Versammlungen zum bevorstehenden Feste tuchen u. f. w. von 50 Pf. an empfiehlt und Festlichkeiten Ernst Pfeiffer's Brotbäckerei, find noch an verschiedenen Tagen Brunnenstr. 161( alte Nr. 122 a), Hof zu haben. 2445b im Backhaus. Beginn der Ausgabe der Extrakarten 51/2 Uhr. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk. SW., Golmsstr. 24. Freie Vereinigung der Kauflente. Morgen, Montag, den 19. März, Abends 8½ Uhr: Grosse Mitgliederversammlung im Grand Hotel Alexanderplat, brauner Saal, Eing. Alte Schüßenstraße. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Lur: Von der bürgerlichen Demokratie bis zum heutigen Freifinn 1848-94. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäfte haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 500/1 Der Vorstand. J. A.: Gustav Hecht. Achtung, Former u. Berufsgenossen! n. Große öffentliche Versammlung am Moutag, den 19. März, Abends 8 Uhr, bei Herrn Müller, Johannisstraße 20. Zages- Ordnung: Der Streit der Former in Muskau( Keula). Berschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 154/17 Der Vertrauensmann. H. Loose. Zivil- Berufsmusiker! Dienstag, den 20. Märy, Vormittags 10 Uhr, bei Herrn Röllig, Neue Friedrichstraße 44: Ordentliche Mitglieder- Versammlung der Freien Vereinigung Berlins. Tages- Ordnung: 1. Wahl eines Arbeitsvermittlers. 2. Wahl eines Revisors. 3. Besprechung über das Stiftungsfeft. 4. Verschiedenes. Am Charfreitag: Extra- Sinfonie- Konzert in der Konkordia. Entree 30 Pf. intl. Programm. Der Vorstand. zu 487/4 Schneider und Schneiderinnen! Montag, den 19. März, Abends 8½ Uhr: Große öffentliche Versammlung= in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Tages- Ordnung: 1. Die weitere Stellungnahme zu unserer diesjährigen Lohnbewegung. Referent: Kollege Timm. 2. Diskussion. Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen ist es, in dieser Versammlung erfcheinen. NB. Die Lohntarife der geregelten Geschäfte liegen im Arbeitsnachweis, Schützenstr. 18/19( Restaurant Freygang), zur Einsicht der Kollegen aus. Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Rerlag von Maz Bading in Berlin SW.. Beuthitraße 2. Montag: Auf auf zur fröhlichen Jagd! Fr. Renz, Direktor. Hierzu drei Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 65. Tokales. An die Arbeiter Berlins! Heute, am ruhmreichen Gedenktage der Revolution, werdet Ihr, wie seit Jahrzehnten, den gefallenen Helden der Märzschlacht Eure ernste Huldigung darbringen. Ihr werdet am Grabe der theuren Todten zeigen, daß die Saat der Freiheit, die sie am 18. März 1848 mit ihrem Blut gedüngt, dem Eiseshauch der Reaktion zum Troy in Euch aufgegangen ist und in strohender Fülle dem Tag der Ernte entgegen reift. Sonntag, den 18. März 1894. " 11. Jahrg. dieser Thatsache, die ja längst allgemein bekannt ist,| Hafenplatz im Wasser treibend bemerkt und an das Land geist die andere, daß der„ Hilfsverein für weibliche bracht. Das auffallend hübsche Mädchen muß erst wenige Angestellte" solche solche Stellen, in denen das Lehrmädchen Stunden vorher den Tod im Wasser gefunden haben. Ueber weniger ausgebildet als aus gebeutet wird, auch die Persönlichkeit und die näheren Umstände hat sich bisher vermitteln will. Aus den beiden Fragen des nichts feststellen lassen. Die Wäsche ist E. S. 1 gezeichnet. Das Formulars geht das ganz unzweifelhaft hervor, wenn auch das Mädchen ist klein und hat üppiges blondes Haar. der Vossischen Zeitung" übersandte Mahnwort" das Gegentheil zu beweisen scheint. Wer sich etwa darüber wundert, daß Auf der Straße todt umgefallen ist in der Nacht zum der Verein den Geschäftsinhabern die Ausbeutung von Lehr: Sonnabend der Vorsteher des 62. Polizeireviers, Polizeilieutenant mädchen noch erleichtert, indem er ihnen die Mädchen selber Bieste. Er befand sich um drei Uhr auf einen Kontrollgange, liefert, der sei daran erinnert, daß der Verein von Geschäfts- als ihn der Tod ereilte. inhabern mitbegründet ist und noch heute mitgeleitet wird. Der Rendant der Orts Krankenkasse in Wernenchen, Es fann eben niemand aus seiner Haut heraus, am Emil S., der im August v. J. nach erheblichen Unterschlagungen Die heutige Revue wird sich eindrucksvoll und würdig ge- wenigsten ein Arbeitgeber, dem man zumuthet, die stalten, wie es sich für die Arbeiterschaft in der Hauptstadt der Interessen der Arbeitnehmer gegenüber ihren Arbeitgebern wirt- Don Raffengeldern verduftete und seitdem steckbrieflich verfolgt wurde, ist gestern in Teltow ergriffen worden. Ein Gendarm, Sozialdemokratie geziemt und es wäre eine beleidigende An- lich thatkräftig zu vertreten. Diese Erscheinung läßt sich an welcher die Legitimationen der in der Teltower Herberge einallen Vereinen für Arbeitnehmer, in denen Arbeit maßung, Euch durch Ertheilung irgend welcher Verhaltungs- geber mitzusprechen haben oder mitzahlen, beobachten. Solche gekehrten Fremden revidirte, fand unter denselben den 5., den er maßregeln ſchulmeiſtern zu wollen. Wohl aber bedarf es einiger Vereine sind, wenn sie zugleich mit Stellennachweisen verbunden auf der schwarzen Liste führte. Der Gefangene wurde heute dem Landgericht 11 zugeführt. Worte gegenüber jenen Lockspiteln, die nichts lieber gesehen sind, in Wirklichkeit Vereine für Arbeitgeber, da sie diesen hätten, als daß bereits am 18. Januar Euch zum Unheil das die Beschaffung eines gefügigen Personals erleichtern. Gewitter losgebrochen wäre. Bor Jenen seid auf der Hut. Bewahrt allen Provokationen gegenüber eisige Ruhe und zeigt durch Eure Würde, daß Ihr das Testament der für die Freiheit gefallenen Todten nach Eurem Willen vollstrecken wollt. Wie vorsichtig die Polizei ist, geht aus der uns heute zugegangenen Mittheilung hervor, daß sie fürzlich erst ein Schock Gummischläusche bei der Firma S. Herz, Köpenickerstraße 187, bestellt hat. Der Auftrag soll prompt effettuirt worden sein. Das rothe Haus. Die Vorlage des Magistrats, betreffend Ankauf eines Grundstückskomplexes zur Erbauung eines ferneren Rathhauses veranlaßt uns, einige Daten über den Bau und die Baukosten des jetzigen Rathhauses, des bekannten rothen Hauses in der Königstraße, in Erinnerung zu bringen. Aus verlegtem Ehrgefühl hat sich am Freitag Abend Ju Nieder- Schönweide hat sich die Sozialdemokratie das der 29 jährige Kommis eines in der Friedrichstraße belegenen erste Mal bei den Gemeindewahlen betheiligt, welche am Sonn- Tuchgeschäfts die Pulsadern durchschnitten. Er war mit dem abend, den 17. März, stattfanden. Der Sieg ist ein überraschen- Disponenten des Geschäfts in eine Prügelei gerathen and in der. Genoffe Kaufmann Steinfeld erhielt in der Ergänzungs- Veranlassung des Vorfalls von dem Prinzipal gekündigt worden. wahl 97 Stimmen, während es die Gegner auf 52 Stimmen Dies nahm der Mann sich so zu Herzen, daß er in der Packbrachten. Genosse Kurth, Zigarrenhändler, erhielt 82 und der fammer des Geschäfts den Selbstmordverfuch ausführte. Er Gegner 68 Stimmen. Lettere Wahl ist aber ungiltig, weil der wurde in hoffnungslosem Zustande nach einem Krankenhause, Randidat ebenfalls ein Hausbefizer sein muß, welches Rurth gebracht. nicht ist. Es findet deshalb noch eine Erfahwahl statt. Selbstmord wegen Arbeitslosigkeit. Trotz aller Be mühungen um Arbeit war es dem in Rixdorf, Berlinerstr. 165, wohnhaften Arbeiter Ferdinand Paul nicht möglich gewesen, Beschäftigung zu finden, weshalb er mit seiner starten Familie in bitterste Noth gerieth. Als der Bedauernswerthe feinen Ausweg mehr wußte, machte er am Sonnabend seinem Leben durch Er hängen ein Ende. Man fand ihn in einem Stallgebäude als Leiche vor. Troß solcher trauriger Ereignisse giebt es für gerötsſſe Kreise keinen Nothstand. Vom Gewerbegericht. Das Gewerbegericht bekommt ein neues Heim, und zwar wird es im Köllnischen Rath hau 3, Breite- und Gertraudtenstraßen- Ecke( Breitestr. 20a), untergebracht werden. Für den Umzug von der Stralauerstraße nach dort ist die Zeit vom 28. März bis zum 4. April cr. es fann länger währen in Aussicht genommen. Die Bureaus tommen in das Parterregeschoß, woselbst auch die unentgeltlichen Klageaufnahmen stattfinden werden. Zu Verhandlungs- und Beim 1. be rathungszimmern werden Räume des 2. Stockwerks findet sich das Provinzialmuseum für die Mark Brandenburg Ein allgemeiner Kellnerkommers, der zu Ehren der hier eingerichtet. In der„ Ziehzeit" können Verhandlungstermine anwesenden Delegirten zum ersten Kongreß der Gastnicht abgehalten werden, alle bereits für diese Zeit angesetzten wirthsgehilfen arrangirt worden war, fand am Mittwoch in den Termine werden verlegt. Konkordia- Festsälen statt. Gegen 2000 Personen hatten Beim Gewerbegericht soll ferner infolge des stetig zunehmenden sich in den festlich geschmückten Räumen vereinigt. Der ArArbeitsmaterials die Richterzahl vermehrt werden. Das Ma- beiter- Gesangverein Norddeutsche Schleife", welcher giftrats- Kollegium hat daher beschlossen, die Magistrats- Assessoren die Gesangspiècen übernommen und der Verein für volksthümBuls, Alberti und Techow als Richter zum Gewerbegericht zu liche Kunst Rhetorik", welcher die lebenden Bilder ſtellte, trugen das ihrige dazu bei, das Fest verschönern zu helfen. Den Glanzpunkt des Festes bildete jedenfalls die Festrede, die der Genosse W. Liebknecht im Interesse der vielen Gäste, die erst zu später Stunde( nach Geschäftsschluß) kommen konnten, um 1 Uhr Nachts hielt. versetzen. " " Seine erste Hälfte wurde im Jahre 1865 fertig gestellt, so daß die erste Magistratssigung im rothen Haus am 30. Juni 1865 stattfinden konnte. Der Bau der zweiten( u. a. den Stadtverordnetensaal enthaltend) Hälfte wurde erst Ende 1869 vollendet, am 6. Januar tagten die Stadtverordneten zum ersten Male im neuen Sigungssaale. Die gesammte Grundfläche, welche zur Erbauung des jetzigen Rathhauses, zur Regulirung der Bürgersteige und zur Herstellung der jetzigen Rathhausstraße erforderlich war, betrug 899 Quadratruthen und 134 Quadrat: fuß. Der Grund und Boden des alten Rathhauses und das Planum der alten miteingebauten Nagelgaffe belief sich auf 183 Quadratruthen 57 Quadratfuß. Zur Erbauung des Rathhauses wurden also Grundstüde im Gesammtumfang von 716 Quadratruthen und 80 Quadratfuß angekauft. Der Die Seelenbrüderschaft zwischen den Frommen vor dem Kaufpreis dieser Fläche betrug 2731 350 M. Das ergiebt rund Herrn und der kirchenstüßenden Bickelhaube soll, wie die Tages265 M. pro Quadratmeter. Der Werth des alten Rathhauses blätter melden, mit ganz besonderem militärischen Pomp anläßwurde auf 548 640 m. veranschlagt, die Baukosten betrugen lich der demnächst erfolgenden Grundsteinlegung des Zehumillionen6 444 882. Die Gesammtkosten für das jetzige Rathhaus be- mart- Doms besiegelt werden. Welche himmlische Verklärung muß trugen also 9 724 872 M. Der jetzt vorgeschlagene Ankaufspreis das positiv- gläubige Christenherz packen und von welchem Verfür die 34 Grundstücke, Jüdenstraße 34/42, Parochialstraße 9/18, trauen auf den festen Bestand der Kirche muß es erfüllt werden, Klosterstraße 47/59 und Stralauerstraße 15/22 beträgt 442 M. wenn Trommelwirbel und Janitscharenmusik ihm die Bedeutung pro Quadratmeter, also insgesammt 5 905 860 M. Die erste der feierlichen Zeremonie rafselnd zu Gemüthe führen! Ein Schriftleiter, tüchtiger heller Kopf, der nicht das Bestreben Antwort auf die Zumuthung, diese fast 6 Millionen jetzt zu be- Schauspiel, an dem auch wir inniges Behagen finden werden. hat, in der Deffentlichkeit zu glänzen, für die selbständige Leitung willigen, wo der Magistrat jeder berechtigten Forderung der im Das fechste Opfer der Eisenbahnkatastrophe in Ghar- eines deutsch- sozialen Tageblattes gesucht. Mit Eigendünkel und ſtädtischen Interesse beschäftigten Arbeiter ein„ Nein" entgegen- lottenburg, der 31 Jahre alte Arbeiter Richard Kappel aus der Größenwahn befallene Zeilenſchinder, Maulhelden und Leute, die ſetzt, in der er auf dem Gebiete des Elementarschulwesens selbst Thurmstraße 12, der mit schweren Verlegungen dem Kranken- schon für Juden gearbeitet, bei Juden verlegt haben, oder auf den Forderungen auf unentgeltliche Lieferung von Lehrmitteln hause zugeführt wurde, ist am Freitag Morgen um 81/2 Uhr ge- dem auswärtigen Amt rumgekrochen sind, und auf Erhöhung der knappen Lehrergehälter sein Ohr verstorben. Als Todesurfache wird Lungenzerreißung angegeben. wollen sich nicht melden. schließt, in der die" freisinnige" Stadtverwaltung nicht einmal storben. Als Todesursache wird Lungenzerreißung angegeben. für Linderung der Noth der vielen Tausenden zu haben ist, die Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schwebte aninfolge der heutigen anarchischen Wirthschaftsordnung arbeitslos scheinend eine Zeit lang in schlimmen pekuniären Gefahren. Der geworden sind, wohl aber für ungezählte Millionen gestimmt hat, Sohn ihres kürzlich verstorbenen Besitzers, der 34jährige Frei die dem Schloß eine andere Aussicht verschaffen könnten, ist in herr Ostar von Ohlendorff ist, wie die" Voff. 3tg." meldet, in der Stadtverordnetenfibung vom 13. d. M. dem Magistrat von Hamburg amtsgerichtlich als Verschwender erklärt und unseren Vertretern im rothen Hause ertheilt. entmündigt worden. Es wäre auch zu Schade gewesen, wenn der hochgeborne Herr Freiherr das Oberreptil in Schnaps umzusetzen geruht hätte. = Die antisemitischen Preßverhältnisse erscheinen in einer Annonze, die in der Nr. 33 der Zeitschrift„ Das Recht der Feder" steht, in bengalischer Beleuchtung. Das betreffende Inserat lautet: Der Mann muß ein seltsamer Illusionär sein, der von einem antisemitischen Schriftleiter" ernsthaft die zu Anfang beschriebenen Eigenschaften erhofft. Da der Beamte Die Rixdorfer Gemeinderatha Sigung, welche am Donnerstag abgehalten wurde, beschäftigte sich mit der Verpachtung des Rathskellers und ertheilte dem Restaurateur Sommerfeld aus Pankow, welcher ein Gebot von 3000 m. pro Zur Lehrlingsausbildung" bei den bei den weiblichen Jahr gemacht hatte, den Zuschlag. Für Erweiterung der GasHandelsangestellten. Die„ Vossische Zeitung" bringt für die Eltern, deren Töchter sich der kaufmännischen Laufbahn widmen Wer ist für das Deutsche Reich verantwortlich? In behälter wurden 15 000 m. bewilligt. Sollte die Anstalt bei wollen, ein Mahnwort", das ihr von kaufmännischer Seite" der Kreuz- Zeitung" finden wir folgende drollige Auslassung: Erweiterung des Ortes durch Anlage neuer Straßen nicht in zugeht. Der Verfasser der Epistel, die davor warnt, die tauf- Wenngleich der Theilung der verantwortlichen Zeichnung in den der Lage sein, die erforderliche Gasmenge zu erzeugen, so hat männische Laufbahn schlecht vorbereitet oder gar unvorbereitet Beitungen feine Einwendungen des Preßgesetzes entgegenstehen, sich die Stadt Berlin bereit erklärt, solches an die Gemeinde einzuschlagen, dürfte im Vorstand des„ Kaufmännischen und ge- so hat doch eine solche nach außenhin gefennzeichnete Geschäfts. abzugeben. Ein Antrag, die Straßentheile am Amtshaus mit werblichen Hilfsvereins für weibliche Angestellte" zu suchen sein; theilung der Redakteure mancherlei Bedenken. So erfährt man geräuschlosem Pflaster zu versehen, mußte wegen der bedeutenden das„ Mahnwort" gipfelt nämlich in einer Anpreisung der aus dem Vermerk der" Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", fodann, auf den Ortsstraßen mit großem Verkehr BedürfnißRosten zurückgestellt werden. Genoffe Müller beantragte mit dem Verein in Verbindung stehenden Handelsschule daß Verantwortlich für Deutsches Reich" Herr E. Eicksen ist, und kaufmännischen Fortbildungs- Anstalt für Mädchen der damit in der That eine schwere Last auf seine Schultern auftalten zu errichten. Der eingehend begründete Antrag fand allund des Stellennachweises. Die Ausführungen über Nußen und genommen hat. Wir hatten bisher die Verantwortlichkeit für ſeitige Zustimmung und wurde die Angelegenheit einer Kommission Nothwendigkeit einer gründlichen Vorbildung auch für weibliche das Deutsche Reich an einer anderen leitenden Stelle gesucht über das Ergebnis der Untersuchung eines in voriger Sizung vom zur Vorberathung überwiesen. Der Vorsigende berichtete sodann Handelsangestellte treffen im allgemeinen zu, wenngleich selbst Etwas besser geht es in dem genannten Blatte dem Auslande; die gründlichste Borbildung noch lange feine Gewähr dafür denn für dieses ist Karl Trost verantwortlich. Mag das Aus: Genossen Müller zur Sprache gebrachten Falles, wo ein um Beschäftigung anfragender Arbeiter von einem Beamten des Baubietet, daß die Handlungsgehilfin nun auch wirklich gut bezahlte land sich trösten! amtes beleidigt und thätlich angegriffen worden sein sollte. Nach Stellen bekommt. Anfechtbarer dagegen erscheint uns die BeWie der Häuserschwindel in Berlin betrieben wird, zeigt dem Bericht hat sich ergeben, daß der betreffende Arbeiter der hauptung, daß der Stellennachweis des Vereins es sich zur Auf- ein gegenwärtig unter Administration stehendes Grundstück in Aufforderung, das Bureau zu verlassen, nicht nachgekommen und gabe macht, den jungen Mädchen nur solche Stellungen nach der Perlebergerstraße, welches von einem Bauunternehmer errichtet daher mit Gewalt hinausgebracht worden ist, wobei es zu einer zuweisen, die ihnen eine möglichst umfassende praktische Aus und mit 280 000 m. Hypotheken belastet ist. Nachdem im Beit gegenseitigen Stoßerei gekommen sein soll. bildung gewähren. Der Verein hat seine Stellenvermittelung raum von 6 Monaten vier" Besitzer für das Gebäude eingetragen provozirt worden sei, habe gegen denselben nicht eingeschritten für bereits ausgebildete Gehilfinnen vor einiger Zeit durch Einrichtung eines Nachweises auch für Lehr waren, sollten zwei Hypotheken ausgeklagt werden und sofort werden können. Genosse Müller wies darauf hin, daß der wurde das Haus wieder verkauft und zwar an einen Viehhändler Beamte teineswegs forrekt gehandelt habe, denn hätte derselbe stellen erweitert. Wer sich durch diesen Nachweis um Görisch. Dieser neue Eigenthümer ist jedoch nicht zu ermitteln. den beleidigenden Ausdruck Schlesinger" nicht gebraucht, wäre eine Lehrstelle bewerben will, hat ein Formular auszufüllen, Alle amtlichen Nachforschungen im Deutschen Reiche, alle privaten der Streit nicht entstanden. Schöffe Schumann fonnte eine das über die persönlichen Verhältnisse der Bewerberin, sowie Erkundigungen in Fachkreisen nach diesem Besitzer eines großen Beleidigung in diesem Ausdruck nicht finden, bestritt auch, daß über ihre Vorbildung u. s. w. die genaueste Auskunft verlangt. Gebäudes find resultatlos geblieben, G. ist und bleibt ver- derartige Beschwerden vor das Forum der Gemeindevertretung Auf dem Formular finden sich sodann auch die folgenden Fragen: schwunden! Nachdem die öffentliche Klagezustellung an G. un- gehören, Richter über die Beamten sei allein der Gemeindevorsteher Rechnen Sie auf fofortige Bergütung von befannten Aufenthalts erfolgt ist, findet die Subhaftation des und an diesen müssen Beschwerden gelangen. Genoffe Müller Seiten des Chefs? Oder verzichten Sie darauf, wenn Ihnen Gelegenheit geboten ist Gebäudes im April statt. Nun soll und damit hängt wohl erklärte, daß unsere Parteigenossen sich das Recht nicht würden zu gründlicher Ausbildung?" In der Gegenüber das Verschwinden des Hauswirths zusammen eine Anzahl nehmen laffen, derartige Beschwerden der Deffentlichkeit zu unterstellung dieser beiden Fragen liegt das Zugeständniß, daß die Sypotheken im ganzen ruhen deren 17 auf dem Hause aus breiten. Die Beschwerde, daß Unternehmer von Gemeindegeboten werden, so daß das Grundstück, welches einen reellen Arbeiten ihren vertragsmäßigen Verpflichtungen, Rixdorfer ArStellungen, in denen ein Lehrmädchen zu gleicher Zeit eine gründ- Werth von 350 000 m. bat, zum Preise von ca. 190 000 m. beiter einzustellen, nicht voll nachkommen, hat sich theilweise als liche Ausbildung und sofortige Vergütung erhalten fann, recht rar find. Das Prinzip, nach dem bei der Ausbildung" weiblicher Handels- perkauft werden wird, etwa 90 000 m. Hypotheken fallen aus. begründet erwiesen, doch ist dafür Sorge getragen worden, daß find. Das Prinzip, nach dem bei der„ Ausbildung" weiblicher Handels- Alle diese Schwindeleien werden selbstverständlich von patriotischen der Vertrag erfüllt wird. Nach Erledigung mehrerer Kanaliangestellten verfahren wird, heißt: entweder eine sofortige, jedoch Ordnungsmännern betrieben, die am liebsten das Strafgesetzbuch fations- und Rechnungs- Angelegenheiten wurde die Situng geauch nur recht bescheidene Vergütung, aber dann Hausmagdarbeit statt Verkaufen, Buchführen und Korrespondiren; oder angewendet wiffen möchten, wenn die Arbeiter ihren Hungerlohn schloffen. eine wirkliche Ausbildung( bei der das Mädchen dem Chef um ein kleines verbessern wollen. O, diese heilige Ordnung von Die Diphtheritisepidemie in Welten, über welche wir übrigens auch ein ganz tüchtiges Stück Arbeit leistet), aber dann bereits berichtet, hat jetzt in solchem Maße an Umfang zugenommen, Eine unbekannte Dame ist am Freitag Abend ein halbes, ein ganzes Jahr oder noch länger aus eigener Tasche leben. Die Zahl der Geschäfte, in denen nach dem ersten 11 Uhr auf dem Flur des Hauses Reinickendorferstr. Nr. 41 daß sämmtliche dortige Schulen geschlossen worden sind. Brinzip ausgebildet" wird, ist leider viel größer als die der plöglich gestorben. Ein Bewohner des Hauses war dieser Un Polizeibericht. Am 16. d. Mts. Vormittags wurde im jenigen, in denen man nach dem zweiten verfährt, und die wirth- bekannten auf der Straße begegnet und hatte wahrgenommen, Hafenbassin die Leiche eines etwa 20jährigen Mädchens und schaftliche Lage derjenigen Gesellschaftsschicht, aus der sich die daß sie sich kaum noch aufrechterhalten konnte. Die Unbekannte Nachmittags im Landwehrkanal, bei der Bellealliancebrücke, die Handlungsgehilfinnen vorwiegend refrutiren, erleichtert den Ge- konnte noch mittheilen, daß sie aus Schneidemühl komme, pläßlich Leiche eines etwa 40 Jahre alten Mannes angeschwemmt. schäftsinhabern der ersteren Art ihr sauberes Treiben. Wer nichts hat vom Unwohlsein befallen sei und nach einem Arzte verlange. Vor dem Hause Rosenstr. 26 wurde Vormittags ein Handwerker als eben nur seine Arbeitskraft, der fann felten eine, Zeit und Raum war sie auf den Hausflur geführt worden, als sie toot durch einen Pferdebahnwagen überfahren und so schwer verletzt, Geld fostende Ausbildung abwarten. Er muß auf das Nächst zusammenbrach. Die Fremde, die etwa 50 Jahre alt fein muß, daß seine Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde. liegende bedacht sein und sehen, wie er auf schnellste Weise zu war mit sehr feinen Kleidern und pelzverbrämten Stiefeln an- Auf der Treppe des Hauses Schönhauser Allee 144 tödtete sich einem Erwerb fommt; mag's in der Zukunft werden, wie es gethan. Die Leiche ist öffentlich ausgestellt, da man nicht weiß, Abends ein Mann durch einen Schnitt in den Hals.- Vor dem will. In diesem Punkte sind die weiblichen Handlungsgehilfen ob die Unbekannte hier Angehörige hat oder sich nur auf der Hause Reichenbergerstr. 61 fiel ein Kutscher von seinem Arbeitsnicht anders gestellt als viele männliche, und die Handels- Durchreise befand. wagen, gerieth unter die Räder und erlitt schwere Ver angestellten überhaupt nicht anders als die gewerblichen und Die Leiche eines etwa zwanzigjährigen Mädchens legungen am Kopf und am Halse.- Im Laufe des Tages fanden industriellen Arbeiter. Aber werthvoller als das Zugeständniß wurde am Freitag von einem Schuhmann der Strompolizei am zwei Brände statt. heute! gegen Gerichts- Beitung. in Ru Was seine Jer in Wahrnehmung berechtigter Intereffen gehandelt habe. Es das Vaterland erachte. Was die Beleidigung des Reichskanzlers müsse außerdem für ihn sprechen, daß er alle Broschüren, betreffe, so müsse er doch erwähnen, daß er in einer öffentlichen die er verfaßt habe, auch mit seinem vollen Namen veröffentlicht Versammlung mit Wärme für die Militärvorlage eingetreten sei. Prozek Plack- Schweinhagen.( Sechster Tag.) Nachdem habe. Was nun das gegen ihn beantragte Strafmaß betreffe, In dem Vorwurfe, daß einige Schöpfungen des Reichsdas Ansehen des des Deutschen Reiches im Ausder Präsident, Landgerichts- Direktor Voigt, die Sigung um fo bitte er den Gerichtshof, doch zu berücksichtigen, daß Gehlsen fanglers tönne er eine persönliche Be9 Uhr eröffnet hat, beginnt der Angeklagte Plack seine Ver- damals wegen Beleidigungen durch 20 Zeitungsartikel und von lande geschädigt haben, theidigungsrede. Er bittet um Entschuldigung, falls er die Ge- 12 Personen nur zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt worden leidigung des Grafen v. Caprivi nicht erblicken und ebensoduld des Gerichtshofes längere Zeit in Anspruch nehme, aber er fei. Der Angeklagte schloß seine dreistündige Vertheidigungsrede wenig in der Aeußerung, daß derselbe etwas mannhafter hätte halte es für nöthig, alle ihm zur Last gelegten Punkte einzeln mit der Bemerkung, daß er den Vorwurf der Feigheit, der ihm auftreten sollen. Es sei doch nur eine Steigerung des Wortes zu beleuchten. Er sei Preuße, seine Voreltern hätten seit drei gestern vom Staatsanwalt gemacht worden sei, nicht verdiene. mannhaft", das als das Gegentheil von Feigheit anzusehen sei. hundert Jahren in Brandenburg gelebt und er sei mit der An- Wenn er sich vergangen habe, wolle er die Folgen auch tragen. Er sei aus politischen Gründen zu seinem Auftreten veranlaßt fchauung groß geworden, welche ja gewissermaßen auch durch Angeklagter Dewald beschränkt sich darauf, auszuführen, worden unter der Einwirkung der damaligen aufregenden Zeit, die Verfassung gewährleistet sei, daß jeder Preuße das Recht daß er unbegrenztes Vertrauen in Black gefegt und von dem als die Ablwardt- Angelegenheit schwebte. Wenn er sich nun zu einigen unbedachten Worten habe hinreißen lassen, so habe es habe, seine Meinung frei und offen durch Wort und Echrist Inhalte der Broschüre feine Kenntniß gehabt habe. zu äußern. Wie sei nun beispielsweise Otto Glagau gegen Nach viertelstündiger Pause nimmt der Angeklagte Schwein- ihm doch ferne gelegen, den Finanzminister und den Reichsdie Gründer zu Felde gezogen, aber seines Wissens sei derselbe hagen das Wort: Der Herr Staatsanwhlt habe beliebt, sich fanzler zu beleidigen. Ich glaube auch, daß festgestellt ist, dennoch niemals zur Verantwortung gezogen worden. Die Bro- in seinen Ausführungen auf dem persönlichen Gebiete zu be- daß Dr. Miquel bald eingesehen hat, daß die Stellung, schüre fei nun eine Folge der Ahlwardt'schen Angelegenheit im wegen. Schon am ersten Berhandlungstage habe der Staats- die ihm die Bankgruppe ohne feinen Willen angewiesen Reichstage. Ahlwardt habe ihn in die Kommission hineingezogen, anwalt seinem Antrag, seine Sache von der des Angeklagten habe, nicht für ihn passe. Um der Wahrheit die Ehre zu ohne daß er, der Angeklagte, es gewollt habe. Es sei aber nicht Black zu trennen, mit der Bemerkung widersprochen, daß es ihm geben; müsse er auch einräumen, daß der Minister selbst an den zutreffend, daß er das Material, welches er dem Inhalte feiner wohl darum zu thun sei, nicht als Angeklagter neben Herrn Geschäften feinen Antheil gehabt. Er bitte die Beleidigung, die Broschüre zu Grunde gelegt habe, aus den sogenannten Black zu fizen. Dies sei für ihn keineswegs bei seinem Antrage in betreff der Braunschweiger Eisenbahnfrage gefunden werde, Ahlwardt Akten geschöpft habe, der Name des Boten Meißner bestimmend gewesen. Er habe nur die Trennung beantragt, als einen Jrrthum seinerseits anzusehen, der wieder durch den sowie dessen hat sei ihm nie zu Ohren gekommen. weil er mit der Broschüre durchaus nichts zu thun habe vom Finanzminister begangenen Frrthum als tompenfirt zu ervon weil Herr Plack auch Er müsse zunächst etwas über seine Vergangenheit mit und ganz anderen An- achten sei. Ferner bitte er, die Sache nicht vom Standpunkte theilen. Er tönne sich ohne Selbstüberhebung das Zeugniß schauungen ausgehe. Auch müsse er dagegen protestiren, der Ehrlosigkeit zu betrachten und ihm als Braunschweiger den geben, daß er besonders begabt sei. In seiner Heimath daß der Staatsanwalt ihn als charakterlos hingestellt Schutz des§ 193 des St.-G.-B. zuzubilligen. Er bitte ferner zu habe er die vier Klassen in der Dorfschule der Dorfschule spielend habe. Zur Sache selbst übergehend, behandelt der An- berücksichtigen, daß er nie von eigennützigen Interessen sich habe durchgemacht, er sei stets der Erste gewesen. Dann fei getlagte zunächst das Thema von den braunschweigischen leiten laffen und nie nach Geld gefragt habe. er nach Berlin gegangen und hier habe er sich durch Privat- Eisenbahnen. Er müsse allerdings die Behauptung, daß Dr. Namens- Wenderung betreffe, so sei er daran unschuldig, sein Vater studien die Kenntnisse erworben, daß er schon mit 16 Jahren Miquel bei dem Vertrage mitgewirft habe, infofern zurücknehmen, habe mit Zustimmung der Behörden die Umänderung bewirken laffen, auf eigenen Füßen gestanden habe. Mit dem 17. Jahre habe er als derfelbe nur bei der Angelegenheit mit thätig gewesen war, als er 5 Jahre alt gewesen sei. Er wisse, daß er gefehlt habe schon Einkommensteuer bezahlt, seine schriftstellerische Thätigkeit nachdem der Vertrag bereits geschlossen war. Diesen Irrthum und er bedaure die Beleidigungen, für welche er ja bestraft habe ihm viel Geld eingebracht, und daher komme es auch, daß habe der Finanzminister aber selbst durch seine irrthümliche Be- werden müsse. Aber nach der Analogie der als Spione aner den Werth des Geldes nicht zu schäßen wisse. Dazu fei er merkung im Reichstage hervorgerufen. Er bedauere allerdings, geflagten französischen Offiziere, die zu der weniger entehrenden von einer großen Gutherzigkeit, wenn jemand ihn um 5 M. daß er die Sache in die Deffentlichkeit gebracht habe, müsse aber Festungsstrafe verurtheilt worden seien unter Anrechnung der anborgen wolle und er habe nur drei, so borge er selbst bei behaupten, daß von den etwa 1000 Personen, welche in Untersuchungshaft hoffe auch er, daß man ihm gegenüber Milde einem anderen oder verseze seine Uhr, um den Bittsteller der antisemitischen Versammlung anwesend gewesen seien, walten laffen würde. Zum Schluffe danke er noch dafür, daß befriedigen zu können. Diese Eigenschaft sei vielfach von nicht ein einziger seine Ausführungen verstanden habe. es ihm gestattet worden sei, in fo umfangreicher Weise seine Personen, mit denen er in Berührung gefommen, ausgebeutet Er bitte, in diesem Falle nicht die Schwere des§ 186 Ausführungen zum Zwecke der Vertheidigung zum Ausdruck zu worden. Was seine Borstrafen betreffe, so müsse er auch heute des Strafgesetzbuchs zur Anwendung zu bringen. Der Angeklagte bringen. Die Berathung des Gerichtshofes dauert ca. 11/2 noch behaupten, daß die erste Bestrafung zu Unrecht erfolgt sei. verwahrt sich for ann gegen die Behauptung des Staatsanwalts, Stunden. Der Gerichtshof verurtheilt den Angeklagten Plac Dann sei er um sein Vermögen in Höhe von 40 000 M. gebracht daß er sich von Geldintereffen habe leiten lassen. Keine der Ver- zu ein Jahr neun Monaten Gefängniß unter Don 6 Monaten auf die Untersuchungshaft, worden, man habe es ihm einfach abgeschworen. Es feien sammlungen habe ihm ein Honorar eingetragen. Der Staats- Anrechnung Dewald zu drei Monaten Gejüdische Herren gewesen, welche Meineide leisteten. Die Ansicht anwalt habe über sein Vorleben Angaben gemacht, die irrthüm den Angeklagten der Staatsanwälte, daß er die zur Anklage stehende Broschüre lich seien. Er werde angeklagt, über andere Personen ehrkrän- fängniß, den Angeklagten Schweinhagen zu 1 Jahr geschrieben habe des Erwerbs wegen, sei irrig, jeder Sach- tende Aeußerungen gethan zu haben und er müsse es als einen Gefängniß unter Anrechnung von 6 Monaten Untersuchungsverständige würde begutachten, daß damit nichts zu verdienen Widerspruch bezeichnen, wenn von amtlicher Seite über seine haft. Dem Finanzminister Dr. Miquel und dem Reichskanzler fei. Er beziehe das, was er für seinen Lebensunter- Person ebenfalls beleidigende, nicht erweislich wahre Thatsachen Grafen Caprivi wird die Publikationsbefugniß für den halt gebrauche, aus schriftstellerischen Arbeiten für die vorgebracht wurden. Die gestern vom Staatsanwalte aufgestellte Reichs- Anzeiger" zugesprochen. Der Gerichtshof nahm an, daß Fachpresse, er arbeite für landwirthschaftliche Zeitungen, für Behauptung, daß die Kreuz- Zeitung" ihn hinausgeworfen habe, die Behauptungen der Angeklagten Plack und Schweinhagen über Versicherungswesen, Börse 2c., seine Artikel fänden in der Fach- fei falsch. Er habe fünf Jahre lang für die Kreuz- Zeitung" Herrn Dr. Miquel nicht nur nicht erwiesen, sondern geradezu preffe des Inlandes wie des Auslandes Aufnahme. Seine Be- gearbeitet und dem Chefredakteur Freiherrn von Hammer- unwahr seien, daß Dr. Miquel während seiner Thätigkeit bei dürfnisse seien gering, über seinem Schreibtische befinde sich seit stein über seine Vergangenheit reinen Wein eingeschenkt. der Diskontogesellschaft nirgendwo unehrlichen Gewinn gesucht 15 Jahren ein Spruch:" Nichts bedürfen ist göttlich, wer am Nach etwa 4 jähriger Thätigkeit habe er dem Herrn v. Sammer- oder gefunden und daß derselbe Spekulationsgeschäfte nicht gewenigften bedarf, tommt der Gottheit am nächsten". Der An- ein mitgetheilt, daß er sich gedrungen fühle, als Antisemit in macht habe. Der Vorwurf des Meineides gegen Dr. Miquel fei getlagte geht dann zu den einzelnen Stellen in der Broschüre die Oeffentlichkeit zu treten. Es sei vorauszusehen, daß nament- gänzlich ohne Halt: es sei erwiesen, daß sich die eidliche Aussage über, welche beleidigender Natur sind. Gr wiederholt im großen lich die Judenblätter dann über ihn herfallen würden und vor- des Dr. Miquel vollständig mit den Thatsachen decke. In allen Ganzen alle die Einwendungen, die er schon im Laufe der Ber- aussichtlich werde auch die Kreuz- Zeitung" angegriffen werden. von Black in der Broschüre gegen Herrn Dr. Miquel aufgestellten handlung bei jedem Punkte geltend machte: Der Aus Er müsse deshalb dem Chefredakteur anheimstellen, die zwischen Behauptungen sei die direkte Ünwahrheit nachgewiesen worden. druck blutige Revolution" sei zuerst im Parlament ge: ihnen bestehenden Beziehungen zu lösen. Freiherr von Hammer- Der Schuß des§ 193 stehe dem Angeklagten in feiner Weise zur braucht worden und werde in der Journalistit vielfach stein habe ihm erklärt, daß er nicht so engherzig sei, er, der An- Seite. Der Gerichtshof glaube nicht, daß der Angeklagte irgendwo angewandt. In manchen Punkten der Anklage sei nicht der geklagte möge ruhig für die Kreuz- Zeitung" arbeiten. Nach eigene oder fremde berechtigte Interessen vertreten habe, abgesehen Finanzminister Miquel, sondern die ganze Gründer Gesellschaft etwa Jahresfrist habe er dann seine Beziehungen zu der„ Kreuz- davon, daß die angewandten direkten Schimpfworte die Absicht gemeint, der Strafantrag deshalb nicht berechtigt. Er habe Beitung" aufgegeben und zwar lediglich, weil sich feine politische der Beleidigung darthun. namentlich außerhalb Deutschlands, gegen den ganzen Börsen- und Gründungsschwindel zu Felde Thätigkeit Die von dem Angeklagten Schweinhagen gegen den Finanz ziehen wollen und er sei auch heute noch der Ueberzeugung, daß mänien nicht mit einer Thätigkeit an der Kreuz Bei- minifter erhobenen Angriffe hätten sich sämmtlich als unberechtigt es ein höchst wunder Punkt sei, daß diesen Leuten durch unsere tung habe vereinbaren lassen. Wie man nun behaupten Ferwiesen. Alle über den Finanzminister aufgestellten Behaup jetzigen Gesetze nicht beizukommen sei. Er habe mit hochstehen- tönne, er sei von der Kreuz- Zeitung" hinausgeworien worden, tungen seien unwahr. Er habe in Betreff der braunschweigischen Es fei den Juristen und Rechtsanwälten gesprochen, alle hätten ihm sei ihm unerfindlich. Ebenso unwahr sei die Behauptung, daß Eisenbahnen zu einer gewöhnlichen Lüge gegriffen. gesagt: Ja, wir wissen, daß es Betrug ist, aber die ihm seitens der Staatsbürger- Zeitung" der Stuhl vor die Thür zweifellos, daß die Unwahrheiten ehrenkränkender Natur feien. Herren halten sich so im Rahmen des Gesetzes, daß sie nicht zu gesetzt worden sei. Im Dienste dieser Zeitung habe er nie ge Dies sei auch der Fall mit bezug auf die Aeußerungen, die fassen sind. Den Verhältnissen und dem Geschäftsbetriebe der tanden; sein Streitfall mit der Staatsbürger Zeitung" bestehe gegen den Reichskanzler gerichtet waren. Von einer WahrDistonto Gesellschaft widmet der Angeklagte längere Aus einfach darin, daß ihn diese Zeitung beschimpft habe. Hier und nehmung berechtigter Interessen könne teine Rede sein. führungen, die darin gipfeln, daß er die in der Broschüre auf- da mag er wohl einen Artikel für die lettere geschrieben haben. Als einziger Milderungsgrund in betreff des Angeklagter Plack gestellten Behauptungen dem Sinne nach aufrecht erhält. Er be-„ Wenn dieser Prozeß beendet sein wird, wird vielleicht der Herr sei angenommen worden, daß derselbe sich in fanatischer Weise hauptet immer wieder, daß Dr. Miquel in der That spekulirt Staatsanwalt die Güte haben, mir persönlich mitzutheilen, woher in die von ihm aufgestellten Behauptungen hineingelebt habe. habe in dem Sinne, daß er als Geschäftsinhaber der Diskonto- ihm seine Wissenschaft gekommen." Sein Verhältniß zur Bei der hohen Stellung der beleidigten Beamten müsse auch die Gesellschaft an den Gründungen der letzteren Theil genommen Sozialdemokratie sei allerdings ein duntler Strafe eine empfindliche sein. Der Angeklagte Schweinhagen wurde aus der Haft entlassen. und daraus seine Tantiemen bezogen habe. Er habe nicht so Puntt in seinem Leben. Er sei nie Sozialdemo grobe Unwahrheiten behauptet, wie die Staatsanwälte behauptet frat gewesen, sondern war, als er von der Universität gekommen, Plack erklärte, sich bei dem Urtheil nicht beruhigen zu wollen. haben. Er habe doch auch nicht den jetzigen Finanz- als noch nicht 21jähriger junger Mann, von einem kleinen Kreise " Black Schweinhagen" wird uns minister Miquel angegriffeu und beleuchtet, sondern freireligiöser Gemeinden angestellt worden und habe Vorträge Zum Prozeß den damaligen Geschäftsinhaber der Diskonto- Gesellschaft. Schon gehalten und die Kinder unterrichtet. In dieser Thätigkeit fei juristischen Kreisen geschrieben: Der Vorwärts" meldet in Joachim Gehlsen, der jetzt in London wohne und Korre er mit Arbeiterkreisen in Berührung gekommen und habe in der Beilage zu Nr. 62 auf Seite 8 Spalte 3, a. E., und spondent der freitonservativen, Post" sei, habe diesen Kreisen vereinzelte Vorträge gehalten. Aber daß er zur Spalte 4, oben, der Präsident habe zu dem Angeklagten genau so wie er selbst die volle Ueberzeugung gehabt, daß sozialdemokratischen Partei gehört habe, fei nicht wahr. Dann Plack wörtlich gesagt:" Wir hätten gar feine Zeugen zu laden Die Distonto- Gesellschaft Wucherzinsen für ihre Vorschüsse ge- fei die Zeit des letzten Termins für Ableistung seiner militärischen brauchen, weil Sie die Wahrheit Ihrer Behauptungen zu nommen habe. Mit großem Nachdruck bleibt der Angeklagte Dienstpflicht gekommen und er sah mit Entseßen, daß er beweisen haben. Wenn der Herr Vorsitzende diese Aeußerung bei der Behauptung, daß der Zeuge Miquel in dem Prozesse durch die Berührungen mit den Sozialdemokraten nicht mehr im wirklich gethan hat, so muß konstatirt werden, daß seine Ansicht Gehlsen einen falschen Eid geleistet habe. Er habe die feste stande sei, mit Ehren im Heere zu dienen. Er sei in betreff der Beweislaft im Strafprozeß irrig ist. Der Reichs= Ueberzeugung, daß er dies auch bewiesen habe. Stellenweise damals, da er nicht mehr ein Jahr dienen konnte und gerichtsrath Dr. Olshausen lehrt nämlich in seinem bekannten zum Strafgesetzbuch( 3. Auflage, wird der Angeklagte, der feine Vertheidigungsrede im allge- um nicht drei Jahre dienen zu müssen, über die Grenze Kommentar meinen in trockenem, gefchäftsmäßigem Tone hält, sehr erregt, so gegangen. Nachher habe er allerdings bei seinen Bemühungen, S. 762, Nr. 10 zu§ 186 des R.-St.-G.-B.) unter Berufung auf unter anderem als er sagt:" Der Bücherrevisor hat gefagt, es die Sache wieder zu begleichen, einige Arbeiten über die sogenannte„, communis opinio"( gemeine Meinung") das liege fein Wucher vor der Bücherrevisor sollte sich sein Lehr- allgemeine Vorgänge in der sozialdemokraFolgende: gelb wieder geben lassen! Der Wucher ist für mich so flar, tischen Partei geliefert und dabei das Ver wie eine Sonne am Himmel steht. Das Verfahren gegen Gehlsen fprechen abgegeben, zu dieser Partei nicht halten zu war auch so ein Beweis für den alten Satz Macht geht vor wollen. Die Arbeiten seien rein theoretischer Art ge= echt!" Gehlsen war ein Ehrenmann, der den Muth wesen und betrafen Dinge, die allerdings auch prozessualer hatte, gegen den Börsenschwindel vorzugehen. Man hat Natur gewesen, aber sich doch nur auf die Beihn gezwungen, ins Ausland zu fliehen, während man hier seinen strebungen bezogen, die Sozialdemokratie in Geheimbündelei hinüber Stellvertreter drangsalirte, weil Bismarck glaubte, daß gewiffe die Sphäre der Artifel von einem seiner Beamten herrühren und man den Mann zuleiten. Da habe er sich allerdings einige Zeit Wenn ich aber lang in einer etwas zweifelhaften Lage be nun zwingen wollte, den Verfasser zu nennen. beispielsweise mein Wort als Ehrenmann gebe, dann sterbe ich funden, bis er sich dann selbst wiedergefunden er doch Ob dies gerade ehrlos fei, möchte Ich habe auch einmal ein derartiges sechsmonatiges habe. einen Der Angeklagte hält dann Rammer VI. Vorsitzender: Assessor Leo. Sigung vom Zwangsverfahren durchgemacht; das steht aber natürlich nicht in bezweifeln.(!!!!! den Atten, die so vieles gegen mich gesammelt haben. Aber das längeren sozialpolitischen, antisemitischen Vortrag, in welchem er 9. März. Der Kellner M. lagt auf eine Lohnentschädigung für acht sage ich dem Herrn Staatsanwalt: Ich werde gegen die Börse hervorhebt, daß er schon als Student sich für den staatssozialistis tämpfen, so lange ich lebe, bis der Schwindel endlich aufhören schen Standpunkt des Prof. Adolf Wagner begeistert habe, daß Tage gegen den Gastwirth und Er- Tirolerfänger Schnabel. Gr wird!! Was ich weiß, das weiß ich, das lasse ich mir nicht er der Meinung sei, daß die neuere Gesetzgebung eine Abirrung behauptet, trotz vereinbarter achttägiger Kündigung eines Sonnnehmen! Ich werde es haarscharf beweisen. Das fann ich Ihnen von den alten Rechtsordnungen darstelle, und daß überall fich tags plötzlich mit der Begründung entlassen zu sein, daß vom sagen: ich habe mir vorgenommen, dem Kaiser selbst die Sachen das Streben zeige, das Rothschildthum zum Führer in Deutsch andern Tage ab Kellnerinnen seinen Dienst besorgen würden. zu unterbreiten und wenn ich vier Wochen hinter land zu machen. Niemand werde bestreiten können, daß das Der Beklagte will ihn aufgefordert haben, am Montag wiederdem Kaiser herreiten sollte und ich reite gut Kapital heutzutage allmächtig sei und seinen Einfluß überall und zukommen, wenn er feine Arbeit habe. Kläger hält dieser Anund wenn ich den Adjutanten in den Roth reiten sollte. Ich selbst auf diejenigen Beitungen ausübe, welche, wie die gabe entgegen, er sei dagewesen, es wäre aber nichts für ihn zu Blätter, die tann das absolut nicht länger mit ansehen, das ist undentbar. antisemitischen Kreuz- Zeitung" u. f. w., thun gewesen, die Kellnerinnen hätten schon im Lokal herumWenn Gehlsen meine Aften und meine Briefe besessen hätte, gegen das Ueberwuchern der Kapitalsmacht zu Felde ziehen. hantirt, Schnabel führte hierzu aus, der Mann wär' als hätte ihn fein preußischer Gerichtshof verurtheilen tönnen und Wenn er gefagt habe, daß der Finanzminister von einem ehr- Gast fumma, hätt' sich in d'r Wirthschaft breit g'macht a Suppen aus der Küch' ang'schafft. Dann hoab wenn mir die Broschüre zehn Jahre Zuchthaus eingebracht hätte lichen Geschäft nichts verstehe, so liege darin doch nicht der und ich hätte sie doch geschrieben, denn ich kann den Börsen Vorwurf, daß derselbe unehrliche Geschäfte betreibe. Die Be'r sich auch nicht zur rechten Zeit eing'funden. Aehnlich schwindel nicht mehr dulden und mußte Ahlwardt zu Hilfe eilen. hauptung, daß Herr Miquel jüdischer Abstammung sei, bittet der sagt die Zeugin des Beklagten, die Mitinhaberin des Der Reichstag ist in dessen Angelegenheit vollständig unfähig Angeflagte nicht so schwer aufzufassen. Er habe ja nicht gesagt, Geschäfts aus. Unter anderem bemerkt dieselbe, das Geschäft Wenn Ahlwardt gewesen. auch manchmal über das daß Herr Miquel Jude sei. Seit drei Jahren gehe schon das sei schlecht gegangen, deshalb hätten sie beschlossen, Kellnerinnen Biel hinausschießen sollte, für mich ist er ein Ehren- Gerücht herum, ohne daß der Finanzminister Gelegenheit ge- zu nehmen. M. ermäßigt seinen Anspruch von 31,50 M. auf mann, der auch zehn Jahre lang in Wucherhänden gewesen ist. nommen habe, dasselbe zu widerlegen, wie es s. 3. Herr von 20 M., wozu ihm der Vorsitzende rieth, worauf der Beklagte zur Die von den Zeugen Weber und Dr. Kolk aufgestellte Berechnung, Goßler gethan, welcher ohne weiteres feinen Stammbaum zur Zahlung dieser Summe verurtheilt wurde. Gegen Herrn Pintus, welcher als Hausarbeiter für Bigarrenum die Kurse vorher zu bestimmen, hält der Angeklagte feines Verfügung stellte. Der Finanzminister habe darin ja auch keine wegs für trügerisch. Er sei felsenfest davon überzeugt, daß Beleidigung gefunden. Es handle fich dabei eigentlich nur um fabrikanten Zigarren fertigt, lagt die Wickelmacherin 2, eine zwischen verschiedenen Börsengruppen ein geheimes Einverständniß eine Neckerei". Die beanstandeten Aeußerungen: Hampel- fchon ältere Frau, auf Bahlung von 24 M. als Lohuentschädigung Er männer",„ Drahtzieher" und Strohmänrer", welche bestehe, wodurch der Kurs der Papiere beeinflußt werde. Er männer", er wegen unrechtmäßiger Entlassung. Der Beklagte erklärt, er habe habe, seien nach den Bekundungen der für den Zigarrenfabrikanten Weber gearbeitet und sei plöglich, selbst sei auch im stande, den Kurs vorher zu berechnen, er habe bestritten dies an der Berliner, Hamburger, Frankfurter und Pariser Börse Beugen auch nicht gefallen und müßten deshalb ausscheiden. weil dieser die Fabritation aufgab, beschäftigungslos gewesen. versucht und jedesmal Erfolg gehabt. Aber mit fleinen Summen Der Angeklagte sucht in umfangreichen Ausführungen darzuthun, Er habe andere Arbeit in Aussicht gehabt, deshalb habe er die lasse sich dabei nichts erwerben, nur die großen Gruppen könnten daß seine unter Antlage gestellten Behauptungen in den öffent- Klägerin vertröstet. Schließlich habe er sie, weil sich seine Hoffund müßten gewinnen, während der fleine Mann verlieren lichen Reden den Thatsachen entsprochen und die Entwicklung nungen nicht erfüllten, entlassen müssen. Der Fabrikant Weber müffe. Der Angeklagte macht sodann Ausführungen, wonach der Dinge richtig geschildert hätten, die er als ein Unbeil für wird als Reuge vernommen und sagt aus, er habe drei Wochen, lieber. V = " aus 2. Band, Der Wahrheitsbeweis folgt durchaus den allgemeinen Regeln über den Beweis im Strafprozesse. Hieraus einer ergiebt sich, daß von Beweislast des Augeschuldigten nicht gesprochen werden kann, wenn es auch in der Natur der Sache liegt, daß regelmäßiger selbst den Richter nicht nur durch seine Vertheidigung für Erhebung des Wahrheitsbeweises geneigt machen, sondern auch durch Angabe der Beweismittel dazu in Stand sehen muß.". Gewerbegericht. = Rollege bevor er fein Geschäft aufgab, dem Beklagten biervon Mitthei-| deshalb der Polizei übergeben. Wie der als Sachverständiger]„ Verschiedenem" wurde es gerügt, daß auswärtige Arbeiter bet Schloß, den hiesigen lung gemacht, derselbe wäre in der Lage gewesen, die Klägerin vernommene Kreisthierarzt Klein bekundete, hätte der Genuß des den staatlichen Bauten, Dom und rechtzeitig zu fündigen. Beklagter wird zur Zahlung der 24 M. halbverfaulten Fleisches die schwersten Folgen haben können, da steuerzahlenden Familienvätern vorgezogen werden. verurtheilt. Er erklärt darauf, selbst nur Arbeiter zu sein und das entwickelte Leichengift selbst durch Kochen nicht zerstört und Die Agitationskommission der Droschkeututscher hatte das Geld höchstens ratenweise zahlen zu können, womit sich und unschädlich gemacht werden kann. Da Dörr wegen Verdie Klägerin einverstanden erklärt. Um dieser eine fruchtlose gehens gegen das Nahrungsmittel- Gesetz bereits mit vier zum 16. d. Mts. eine öffentliche Versammlung der Fachgenossen Exekution zu sparen und mit Rücksicht auf die immerhin prekäre Monaten Gefängniß und 300 M. Geldbuße vorbestraft ist, nach den Germania- Sälen einberufen, um zunächst einem lange gehegten Wunsche Rechnung zu tragen und den GewerbegerichtsLage des Beklagten regelt der Vorsitzende unter Billigung beantragte der Umtsanwalt gegen denselben 6 Monate Gefäng: Beisitzenden Gelegenheit zu geben, über ihre bisherige Thätigkeit des Gerichtshofes die Angelegenheit des ergangenen voll niß. Das Urtheil lautete auf drei Monate Gefängniß und Bericht zu erstatten. Kollege H. Schulz entledigte sich dieser stredbaren Urtheils in der Form eines Vergleichs. Der 50 M. Geldstrafe event. weitere 10 Tage Gefängniß und öffent- Aufgabe Beklagte verpflichtet sich monatlich 4 M. zu zahlen, so daß die liche Bekanntmachung des Urtheils in der Lokalpresse auf Rosten Aufgabe in allgemein anerkannter Weife, indem er mit der Berichterstattung über seine Thätigkeit im Gewerbegericht 24 M., bei welcher Summe es natürlich verbleibt, in 6 Monaten des Angeklagten. gleichzeitig einen instruktiven Vortrag über die Bedeutung abgezahlt sind. Wird eine Nate nicht pünktlich( bis zum 3. jeden Zur Naturgeschichte der Offiziersehre. Gin unblutiges und die Funktionen des Gewerbegerichts verband. Monats) bezahlt, ist der ganze Rest fällig, d. h. auf grund des Duell führte am Freitag den" Professor" Ludwig Karl Felix Stiller, gleichfalls Gewerbegerichts Beifizer, ergänzte Vergleichs kann die ganze Summe, die noch zu zahlen ist, durch Frombold aus Schöneberg, einen Neffen des Admirals die Ausführungen des Vorredners und erstattete sodann in seiner den Gerichtsvollzieher eingezogen bezw. gepfändet werden. v. Lironius, vor die zweite Straffammer am Landgericht 11. Eigenschaft als Delegirter zur Gewerkschaftskommission den ebenIm Hotel Reichshof hatten am 19. Januar die Berliner Gasthofs: Zwischen dem Angeklagten und dem Kaufmann und Reserve- falls schon lange verzögerten Bericht über die Thätigkeit dieſer befizer ein großes Festessen mit sich daran schließendem Ball, der lieutenant Klein fand am 14. Juli v. J. im Zehlendorfer Korporation. Da Redner auf eine Wiederwahl verzichtet, so leztere zur Verdauung jedenfalls. Vom Verein deutscher Gasthofs. Forst bei„ Ontel Toms Hütte" ein Pistolenduell statt, bei wählte die Versammlung den Kollegen Hermann Schulz gehilfen, dem sogenannten Genferverein, wurden dazu als Hilfs- welchem Reserve- Lieutenant Schlieben mit dem Landwehr zum Delegirten und als dessen Stellvertreter den Kollegen kräfte, d. h. nicht zum Schmausen und Tanzen, sondern zum Auf- Lieutenant Wollank als Sekundanten und Rittmeister Fürsten- Krause. Des weiteren war die Versammlung berufen, Stellung warten, acht Kellner gefandt. Dieſelben erhielten für eine ueun- berg als Unparteiischer fungirte. Verabredet waren gezogene zur Feier des 1. Mai zu nehmen und hatte das diesbezügliche stündige anstrengende Arbeit pro Mann 3,50 Mt. Das war ihnen zu Pistolen ohne Stecher und Ziel, fünf Schritte Barriere und drei- Referat Kollege W. Schütte übernommen. Derselbe legte dar, wenig, ihrer Meinung nach entsprach einer solchen Leiſtung auf Ausmaliger Kugelwechsel. Die Duellanten schossen nnr sechs Löcher daß im Droschtenfuhrgewerbe eine allgemeine Arbeitsruhe am hilfe ein Lohn von 7,50 M. Vom Servies erhielten sie nichts, da die in die Luft, weiter hatte die Sache feinen Zweck. Ueber den Ur- 1. Mai nicht durchführbar sei, stellte sich auf den Boden des Hauskellner das Inkasso besorgten und nicht brüderlich mit ihnen sprung feines Profeffortitels befragt, erklärte der Angeklagte, er fei Beschlusses des vorjährigen Parteitages und forderte auf, die theilten. Sie wandten sich deshalb höflichst an Direktor Kriffta, Student der Musik, sei aber in Amerika als Musiklehrer thätig ge- Maifeier in Gemeinschaft mit der allgemeinen Arbeiterschaft zu der ihnen auch 1,50 M. pro Mann zulegen wollte, womit sie wesen und dort Professor genannt worden. Als Motiv des begehen. Die Versammlung pflichtete dem bei. aber nicht zufrieden waren. Jezt nahmen sie das Gewerbegericht weifampfes bezeichnete er bas Berhalten des Gegners feiner in Anspruch. Der Beklagte, Herr Krifffa, wurde verurtheilt. Familie gegenüber. Eine große öffentliche Versammlung der BrauereiLetzterer habe sich unter falschen Vor- Arbeiter tagte am 16. März in Joël's Festfalen, in der der jedem der Acht noch 2,50 M. zu zahlen. Der Gerichtshof hielt spiegelungen in seine Familie eingeschlichen und um seine Schwester Reichstags- Abgeordnete Genoffe F. 3ubeil über die Be6 M. für angemessen. geworben. Die Hand der Schwester sei von der Mutter gewährt Der Konflikt zwischen dem Chor des Theaters Uuter worden. Klein habe aber erklärt, daß sein eigener Vater seine deutung des 18. März für das tämpfende Proletariat referirte. Um die gehobene Stimmung nicht abzuschwächen, nahm man den Linden" und dem Besitzer desselben, dem" Aftien- Bauverein Einwilligung zur Heirath von dem Umstande abhängig mache, von einer Diskussion Abstand und stimmte einer im Sinne des Unter den Linden", hat zu einer Anzahl Zivilprozessen geführt, daß er klein- Reserve- Lieutenant würde. Nachdem seine Referats gehaltenen Resolution zu, während eine weite die welche die Chormitglieder, die annehmen, daß sie zu Unrecht des Angeklagten Familie mit Hilfe ihrer Verbindungen Berufsgenossen zum Anschluß an die Wahlvereine auffordert. entlassen worden sind, gegen den Besizer angestrengt haben. Um dem p. Klein zum Lieutenants Patent verholfen. Die Berichterstattung der Agitationskommission über ihre Thätig12. März standen dieſe anderthalb Duyend Rechtsstreite jedes habe dieser gar keine Anstalten gemacht, sein Heirathsversprechen feit bildete die Bekanntgabe einer ganzen Reihe von Mißständen Chormitglied flagt nämlich für sich allein vor dem Amts: einzulösen und später habe sich herausgestellt, daß Klein's Vater in den einzelnen Betrieben. gericht zur Verhandlung an. Nachdem schon in einem früheren seine Einwilligung von vornherein strikte verweigert habe. Speziell wurden die niedrigen Löhne der Arbeiter in den Termine der Theaterdirektor Binder und ein an diesen Prozessen nunmehr habe er, der Angeklagte, im Interesse von Flaschenbiergeschäften zur Sprache gebracht, die in Durchschnitt Mutter und und Schwester brieflich Rechenschaft von Klein nicht mehr betheiligter Kollege der Kläger vernommen und 14-15 Mart betragen. Für die gelernten Brauer wurde 1890 dessen ersterer vereidigt worden, hatte gestern der frühere Direktor deswegen Verhaltens gefordert. Klein habe sich ein Lohntarif eingeführt. In vielen Brauereien wurde es darauf Aktien- Bauvereins Unter den Linden", Herr Arendt, der seit durch den Brief beleidigt gefühlt und habe ihn( feiner ufus, nichtgelernte Arbeit dieselbe Arbeit zu bedeutend niedrigen dem 25. Dezember vorigen Jahres mit dem Direktor Binder Offizier sehre balber) gefordert. Um der gesellschaft: Löhnen verrichten zu laffen. Daraufhin sahen sich die Brauereidem 25. Dezember vorigen Jahres mit dem Direktor Binder lichen Form zu genügen, habe er die Forderung annehmen Arbeiter verpflichtet, auch für die Hilfsarbeiter etmen Tarif ausund noch zwei Personen das Theater von dem Aktien: Bauverein gepachtet hat, müssen, da er aber unmittelbar vor einer Reise nach Amerita zuarbeiten, über den in der nächsten öffentlichen Brauerei sein Zeugniß abzulegen. Da Rontratte der Kläger mit stand, wo er als Musiklehrer engagirt war dem Aktien= Bauverein Arbeiterversammlung Beschluß gefaßt werden soll. Auf Anfrage abgeschlossen waren, so behauptete Arendt, fein eigenes Intereffe 29. September 1892) habe er die Kartellträger um Aufschub gab Kollege Eiermann den Kaffenbericht vom letzten Halbjahr. Danach betrugen die Einnahmen 256,35 M., die Ausgaben an der Sache zu haben; seine Bereidigung wurde jedoch zunächst des Duells bis zu seiner Rückkehr gebeten, unter Einlegung seines gab Kollege Eiermann den Kassenbericht vom letzten Halbausgesetzt. Arendt, im Laufe seiner Vernehmung einige Male Ehrenwortes, daß er sich alsdann stellen würde. Das habe er 163,85 M., fomit bleibt ein Bestand von 92,50 M. Ferner wurde daran erinnert, daß er seine Aussage eventuell beschwören müsse. nach seiner Rückkehr auch gethan, und so sei das Duell am der Beschluß anerkannt, den Stundenlohn für die Hilfsarbeiter wußte sich des Vorganges, der zwischen den beiden Parteien obwaltenden Umstände erkannte der Gerichtshof auf das Straf die Delegirten der Gewerkschaftskommission Bericht erstattet wußte fich des Vorganges, der zwischen den beiden Parteien 14. Juli 1893 zu ftande gekommen. Unter Berücksichtigung der in den Bairischbier- Brauereien auf 35 Pf. festzusetzen. Nachdem streitig ist, schließlich folgendermaßen zu entfinnen: Am Sonntag, minimum von drei Monaten Festungshaft. Db, wo und wie hatten, machte zum Schluß der Kollege Tamm auf das dies= den 14. Januar, sei ihm des Abends vom Direktor Binder ge der Gegner Klein abgeurtheilt worden ist, kam in der ganzen jährige Stiftungsfest aufmerksam, welches am 21. April stattmeldet worden, daß die Chorsänger in der Nachmittags- Vorstellung nicht laut genug gefungen haben, auch daß sie bereits am Morgen Berhandlung nicht zur Sprache. in der Probe fich Binder gegenüber renitent gezeigt hätten. Er die " habe beshalb bie 17 Chormitglieder, als in der Abend- Borstellung " ( es war dies am Dersammlungen. findet. " Vergnügungsverein Maiglödden". Sonntag, den 18. März, Touristenklub Ocarina". Sonntag, den 18. März, Abends 6 Uhr, Nachmittags bet Märtens, Stafferstr. 11 bei Natusch, Boeckfraße 12, Sigung. Am ersten Dfterfeiertag: Bettmarsch Berlin- Wusterhausen. Mitläufer wiütommen. Anmeldungen zur Stzung. Fritillaria. Sonntag, 6 Uhr. Sigung bei Dreßler, Barnimstr. 16. Privat- Theatergesellschaft Vineta". Gesellschaftsabend in Schwarz' Restaurant, Invalidenstr. 131. Tanz Borträge. Anfang 6% Uhr. Vergnügungsverein Italia", Elsasserstr. 26, 1 Tr. Roland". 6 Uhr Fidelitas. Tanz. Vergnügungsverein Askania". Sonntag, ben 18. März, Anfang uhr: Gesellschaftsabend in dem Sotale des Herrn Dietrich, Alexandrinenfiraße 83 Vergnügungsverein Eintracht". Sonntag, 6 Uhr: Fidelitas in Vortragsverein, Mehr Licht". Sonntag, den 18. März, Abends 7 Uhr, Pallac' teftaurant, Raupachir. 6. Gañe willkommen. bet detgmüller, Alte Jatobftraße 48a. Vortrag des Herrn P. Heidemann: Brennende Tagesfragen für alle heutigen Reformer, umgegend. Sonntag, den 18. März, Nachmittags 5 Uhr, in Tohn's FestGroße öffentliche Versammlung der Schächtergesellen Berlins und fälen, euthstr. 22. Der 18. März Referent B. Stabernact. Vergnügungsverein ,, Belle- Alliance". Sonntag, 6 Uhr, im ,, Deutschen sof", Lucauerstr. 15( Gartenfaal). Sigung mit Damen, humoristische Gefangs vorträge, Tanz, Berloofung, Fidelitas. Konfektionsschneider. Sonntag, Nachmittags 5 Uhr, Hirtenstraße 21: Verein der Maschinisten und Heizer Berline. Sonntag, 18. März, Bersammlung. Nachdem: Gefellige Marsfeier. In Charlottenburg( Bismarckshöhe) tagte am Vormittag des 16. März eine öffentliche Versammlung der Arbeitslosen. zwischen der Operette und dem Ballet eine Pause eintrat, zurück Wohl infolge des Umstandes, daß der Einberufer es unterließ, gehalten, sich ihre Lässigkeit und Renitenz verbeten und sie auf- Der Verband der Möbelpolirer hielt am 4. d. M. eine auf den Ankündigungen anzuführen, Tellersammlung und Biergefordert ihre Pflicht zu thun. Wer das nicht will, mag gehen; Wanderversammlung in Rixdorf ab, in welcher Kollege Frankl ich bekomme alle Tage neue Kräfte." Im übrigen machte er sie über„ prinzipielle Gewerbegerichts- Entscheidungen" sprach. Redner eingefunden. Nach den Versicherungen der Versammlungsbefucher zwang findet nicht statt, hatten sich nur etwa 2:00 Personen auf die Verträge aufmerksam und gab ihnen zu bedenken, daß wenn er ermunterte die Rigdorfer Kollegen, nicht nachzulassen in der umfaßt diese Zahl kaum den zehnten Theil der in Charlottenvon ihrem Benehmen der Bühnengenossenschaft Mittheilung mache, Agitation zur Errichtung eines Gewerbegerichts in Rixdorf.burg ansässigen und zur Zeit noch beschäftigungslosen Arbeiter. ihnen allen das von größtem Schaden sein würde. Als sich Alsdann erfolgte die Wahl des Kollegen May Saitner zum Genosse Jahn Berlin referirte über das Thema: Die Ardemnächst die Chormitglieder von der Bühne entfernten, soll, Kassirer der Bahlstelle Rigdorf. Nach einigen geschäftlichen Mit beitslosigkeit und die Handelsverträge." Nach eingehender Klarwie von denselben, die den Vorgang etwas anders darstellen, theilungen erfolgte Schluß der Versammlung. legung der wirthschaftlichen Krisen verbreitete fich Redner über behauptet wird, Binder gesagt haben: Jetzt, wo man sie rausDer vor kurzer Zeit gegründete Verein der Markt das Wesen der Handelsverträge, von denen er sich nur einige schmeißt, thut keiner das Maul auf." Arendt will aber hiervon hall en- Standinhaber hatte am 15. d. M. eine öffentliche Ver- vorübergehende Bortheile für die Arbeiterklasse verspricht. Zum nichts gehört haben, obwohl er, wie er selbst zugab, es hätte fammlung einberufen, bie besonders für die Interessenten der Schluß forderte der Vortragende die Versammelten auf, ihre unvernehmen müssen, wenn es gesprochen worden wäre Er be: Buckower" und„ Lausitzer" Markthalle berechnet war. Es freiwillige Muße zum fleißigen Studium sozialistischer Literatur fundet weiter: Nach wenigen Minuten meldete man ihm, die naren ungefähr 150 Personen erschienen, von denen fich 50 in und zur unermüdlichen Agitation für die Ideen des Sozialismus Chormitglieder wollten in dem Ballet nicht mitwirken, träfen den Verein aufnehmen ließen. Allgemein wurde verlangt, daß in den Kreisen der Indifferenten zu benüßen. Gen. Schweizer vielmehr Anstalten, die Bühne zu verlassen, und wünschten ihn der Schluß der Markthallen an den Sonntagen nicht um äußerte sich in ähnlichem Sinne. In einer Resolution erklärte zu sprechen. Er habe ihnen jedoch sagen lassen, er habe für die 9 Uhr eintreten solle, sondern wie bei anderen Geschäften sich die Versammlung einstimmig mit den Ausführungen Jahn's Herren jett feine Zeit. Er sei dann mit Direktor Binder über um 10 Uhr oder doch um 93/4 Uhr da dann bis einverstanden. den Theaterhof gegangen und dort den Chormitgliedern begegnet. um 10 Uhr der Verkauf beendet sein könne. Sodann wurde Zwei davon, Wagner und Schober, fragte er, warum sie nicht geflagt über die große Konkurrenz, die die Straßenhändler den tanzten und erklärte fie für entlassen. Daß dieselben ihm zuvor Geschäftsleuten in den Markthallen bieten. Die nächste Versammauf seine Frage geantwortet hätten, fie feien ja bereits ent- lung soll hiergegen geeignete Echritte berathen. Schließlich wurde Lassen wie sie behaupten wolle er weder be- dem Vorstande auch aufgetragen, über eine Petition zur Ertunden noch bestreiten. zu zwei anderen Mitgliedern, mäßigung des Standgeldes zu berathen und der nächsten VerLichtenstein und Wlarcha, die er für die Rädelsführer sammlung darüber Bericht zu erstatten. Das Standgeld in seiner gehalten, habe er gefagt:" Sie betreten mir den Saal nicht jeßigen Höhe wäre auf die Dauer nicht zu erschwingen. Herr mehr." Zu den übrigen Chormitgliedern will er dann, so weit Wagner wies hierbei darauf hin, daß die Markthallen mit Ausfie noch zugegen waren, gesagt haben:" Wir wollen ja ſehen, nahme der Zentral- Markthelle nach dem Magistratsbericht nicht wer morgen zur Probe kommt." Hierauf verließen die meisten auf die Kosten für die Stadt gekommen sind, doch wurde ihm Choristen den Hof. Daß er zu dieſen Weggehenden gesagt: erwidert, daß bei billigerer Standmiethe die vielen jetzt leerBon Ihnen da draußen fommt mir keiner mehr herein," deffen stehenden Stände vermiethet würden. Empfohlen wurde, und es wollte sich Arendt nicht mehr erinnern, vermochte es aber auch fand der Vorschlag allgemeine Anerkennung, die Organisation nicht zu bestreiten. Auch davon erklärte er nichts zu wissen, daß so zu gestalten, daß mehrere Bezirksvereine für die verschiedenen er dem Portier gefagt, er folle am nächsten Tage feinen Chor Markthallen mit einer Zentralleitung geschaffen werden. fänger mehr das Theater betreten lassen. Der als Zeuge bereits vernommene Kollege der Kläger, das Chormitglied Keller, Die Maurer hielten am 15. März eine Versammlung ab hat, was dem Arendt nunmehr vorgehalten wurde, befundet: Kollege Blaurod erläuterte die Nothwendigkeit der an den Seine Rollegen feien aufgebracht gewesen über die Behandlung beiden Osterfeiertagen in Krimmitschau i. S. stattfindenden Kon auf dem Lindentheater, an eine Arbeitseinstellung hätten sie ferenz der lokalorganisirten Maurer Deutschlands. Pau und jedoch nicht gedacht. Am Sonntag, den 14. Januar, waren fie Beter traten dem Referenten wegen seiner Angriffe auf den besonders angestrengt; von 10 bis 11 Uhr war Chorprobe, von Bentralverein entgegen, während die Kollegen Mete, Wilte, 11 bis 1/21 Uhr Ensemble Probe, um brei Uhr be: Schmidt, Scheel u. a. sich im Sinne der losen Zentralisation gann die Vorstellung der Operette und um 7 Uhr aussprachen. Die Versammlung erklärte sich für die Beschickung Abends fing die zweite Vorstellung an, der dann noch der Konferenz, und wählte Blaurock und Hegeler zu das vorher erwähnte Ballet folgen sollte. In der Pause nach Telegirten mit der Maßgabe, daß ihnen seitens der Bertrauens- Friedrichs- Verein( ehemalige Böglinge des großen Friedrichs- Watfender Abendvorstellung habe ihnen der Direktor erklärt: Wenn männer die ufancemäßigen Diäten gezahlt werden. Der zweite baufes). Montag, 9 Uhr, Oranienftr. 34, Bortrag. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter.( G. S. 29.) Sie glauben, daß ich mir eine solche Sangesweise gefallen lasse, Punkt der Tagesordnung betraf den Bau der Innungsmeister Filtale 2. Große Mitgliederversammlung am Montag, den 19. März, Abends oder daß ich Sie für heute Nachmittag oder für die( einige Tage Lachmann und Zauber in Friedrichsberg". Genoffe ifte s uhr, im Mätischen Sofe, Admiralftr. 18c. Tagesordnung: Stichwahl. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekasse.( E. S. 71.) vorher stattgehabten) Bälle bezahle, find Sie im Jrribum; lesen führte aus, daß seitens der genannten Firma ein größeres Bureau: D., Holzmarktstr. 67. Montag, den 19. März, Abends 8 Uhr, im Sie Ihre Kontrakte, dann werden Sie sehen, daß Sie sich nur Fabrikgebäude aufgeführt werde, das jetzt, ehe es Restaurant P. Bodenburg, Kommandantenstr. 10-11: Borstandssitzung. schädigen. Gehen Sie fort, gehen Sie Alle fort." Arendt, von noch fertig, die Spuren des Berfalls in fich trage. ber Mittheilung dieser Aussage, deren Richtigkeit er bestreitet, Die Seiten seien zum Theil von innen und außenmacher. Bereinsversammlung am Montag, den 19. März, Abends 10 Uhr, verblüfft, fagt zu dem Richter im Eifer:„ Wenn die Herren das abgefireift: ein Stück Giebel sei eingefallen. Falls die beschwören, dann will ich lieber die ganze Sache bezahlen." Sier Firma. F. Eckert, Maschinenbau- Anstalt, für welche das aus erkannte der Richter, daß Arendt doch ein eigenes Interesse Gebäude bestimmt sei, dasselbe in Benutzung nehme, fei, wenn an der Sache hatte, und beschloß daher, ihn nicht zu vereidigen, nicht früher, durch die Erschütterungen, die der Dampfhammer Unterricht in: Nationalötonomie Neue Grünftr. 10, 1 Tr., von 9-11 Uhr während Zeuge Keller, der sich bereit erklärte, feine Aussage verursacht, der Zusammenbruch zu erwarten. Der Grund für den Bei allen Unterrichtsfächern tönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, zu beschwören, nachträglich vereidigt wurde. Die Zahlungs geradezu hohnsprechenden Zustand des Gebäudes sei zu suchen in freudigfeit des Direktors Arendt ließ nun leider nach. Ge- der ungenügenden Ausschachtung und in zweiter Linie in der im Laufe des Semesters, eintreten. Montag, abends 8%-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: fordert wird in der Klage von sämmtlichen 16 Choristen Be- mangelhaften Sorgfalt beim Bau selber. Die Arbeiter hätten unterricht in eſegestunde. Güboft- Schule, Reichenbergerstraße 133: zahlung zweier Balltage, ferner des 14. Januar( Sonntag) und daran keine Schuld, die Verantwortung treffe in erster Reihe Deutsch. Oft- Schule, Markusstr. 31, Unterricht in Gesegestunde. des 15. Januar. Für den Sonntag, an dem die Chormitglieder den Polier Künßler, der seine Leute so schlecht entlohne und jeden Sonntag Bormittags 10 Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16.-so angeftrengten Dienst gethan hatten, hat man denselben deshalb dabei noch übermäßig antreibe, so daß die Pfuscharbeit erklär: Reimer, jeben Montag, Abends 9 Uhr, bei Rudolph Bahr. Gerichtsftr. 19. Arbeiter- Sängerbund Serline und Umgegend. Sonntag. Alle die Gage vorenthalten, weil, wie Arendt ausfagt, bei einer lich werde. Da das Arbeiten an diesem Kunstwert" mit Gefahr Zahlung die Autorität gelitten hätte. Hier hielt ihm der Richter für Leben und Gesundheit verknüpft sei, habe die zuständige enderungen im Vereinstalender find zu richten an Fr. Kortum, Manteuffelfiraße 49, vorn II. Abends Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitden jämmerlichen Lohn vor, für welchen die Chormitglieder Baubehörde alle Veranlassung, diese Art des Bauens scharf zu alteber. ,, Dirigenten chor", Stadtbahnstation aur Börse, Restaurant Frohsinn i, Rummelsburg, Berlinerstr. 82 bet Friefecte, arbeiten: 90 m. für den Monat ist hoch", fagte er, manche fontrolliren. Der Vertrauensmann Megte und der Redner haben bertutes. find mit 60 M. da." Es wurde schließlich beantragt und be- sich von dem traurigen Zustande des Gebäudes durch eine Beachm. 1-3 Uhr.- Montag. No rddeutsche Schleife, Melchiorftr. 16. bei Stehmann. Siebertafel der Maler u. veri. Berufsgenossen, fchloffen, einen neuen Termin anzuberaumen, an welchem der sichtigung überzeugt und sind dieserhalb mit Strafmandaten annenstr. 16 bet Chrenberg. Tonblüthe, Görligerftr. 50 bet Siewert von 3 Theaterportier und einige Kläger vernommen werden sollen. respektive 20 Mart bedacht worden. - Blüthe, Pallisadenstr. 9 bei Lietze. In der Sängerhain, Reichen= bergerstraße 16 bei Hoffmann. Liebesfreiheit II, Strausberg, im darauf folgenden. lebhaften Diskussion nahmen mehrere Restaurant Krüger.- Myrthenblätter, Belforte vstr. 15, bet Schneider. Wegen Verkaufs verdorbener Nahrungsmittel hatte sich dort arbeitende Kollegen das Wort, welche die Ausführungen Gesangverein Sieberzweig, Waidmannslust Berlinerftr. bei Zerbe. Bur am Freitag der Schlächtermeister Wilhelm Dörr aus Neu- des Referenten ergänzten und bemerkten, daß es dem Polier Fichte" Gesangverein Berliner Bildhauer, Ornament, Wrangelftr. 141 bet Weißenfee vor dem Rigdorfer Schöffengericht zu verantworten. wahrscheinlich lieb sei, wenn der Bau balo zusammen fiele, da Schmidt. Frisch auf in Schönwalde t. b. Mart bet Schulz. zur Frethett, Simeonftr. 23 bei Flic. Metallarbeiter Often" Am 21. Oktober v. J. faufte eine Arbeiterfrau auf dem Rixdorfer er dann der Verantwortung ledig sei. Die Versammlung be- koppenftr. 29 bei Keller. teber'fcher Männerchor, ElisabethWochenmarkt von dem Angeklagten ein Stückchen Raffeler", schloß, in einer Resolution die zuständige Baubehörde aufzu- traße 14 bet. Birthe. Mohr'sches Doppel Quartett, Büsching= ftraße 7 bei Jakob. Glodenrein( gem. Chor) Kastanien- Allee 95/96. welches sich als start in Zersehung ergangen erwies. Das Fleisch fordern, die erforderlichen Schritte zu thun, damit eine derartige Bruderherz, Krautfr. 6, bei Rudolf. Rofalia, Lebuserstr. 5, bet verpeftete durch seinen Geftant die ganze Wohnung und wurde unzulässige Art des Bauens unmöglich gemacht werde. Unter. Nemiz.- Boffnung 2, Wil mersdorf, Brandenburgischestraße bet Gräs. Nachmittags 5 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Ber Freie Vereinigung der auflente. Montag, den 19. März, Abends 8% uhr, tm Grand Hotel Alexanderplatz. brauner Saal, Eingang Schüßenfraße: Große Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Von der bürgerlichen Demokratie bis zum heutigen Freifinit. 1848-94. Referent Dr. Lug. Gäfte find willkommen. Freie Vereinigung felbständiger Barbiere, Friseure und Verrückenbet Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Stefel über: Gewertschaftsorganisation. Arbeiter Bildungsschule. Sonntag Bormittag 9-11 Uhr Nord= Schule, Müllerstr. 179a: Unterricht in Deutsch( oberes); Dt: Schule, Markusstraße 31: Unterricht in Buchführung. Für alle drei Schulen Vormittags. Sozialdemokratische gese- und Diskutirklubs. Mar Kayser, Frisch Ge= Bund der gefelligen Arbeitervereins Berlins und Umgegend ( Le Sufchriften, dem Fund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu richten an P. Senter, Bergmannstr. Nr. 14, Hof 2 Treppen.) Sonntag: Theaterverein Thatta bei Schröder, in Stralau, Nachmittags 3-4 Uhr. Bergnügungsflub Dftend, Krautftr. 6 bet Rudolf von 5-6 Uhr. felliger Berein der Feilenhauer, Gartenstr. 16, bei Meißner, jeden Sonntag v. d. 1. d. Mts. Bergnügungsverein Helgoland 2, Langeftr. 9 bei Rycz emsty, alle 14 Tage, 4-6 Uhr Nachm.- Vergnügungsverein Geerofe, Grünerweg 25 in Hahn's Bierhaus. Bergnügungsverein Glück stern 2, in den Germania- Festsälen, Chauffeestr. 103, 5-6 Uhr Nachm. Montag: Pfeifentlub elfenfest bet Echubordt, Königsbergerstr. 24. ristischer Verein Pipifar bei Frösche, Fichtestraße 29. Theaterverein Nora, Märkischer Hof. Admiralstr. 18c, bends 9 Uhr. Bergnügungsverein elfen fest", Rirdorf, Hermannstraße 167 bei Fülleborn, 8% Uhr. Kartenflub Lustige Brüder", Krautstr. 48 bei Rattte, Abends 8 Uhr. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theater- und Bergnügungsverein Harletin, heute Nachmittag 5 Uhr Zeughofftr 8. Theaterverein Concordia Zeughofstraße 8 bei Roch. Theaterverein Dibello jeden Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpenickerstr. 191. Nachher: Fidelitas. SumoBergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bei Krüger. Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Bersammlung Linien ftraße 150. Bergnügungsverein Deutsche Einigkeit, Nachm. 4-6 Uhr, Blumenstraße to bei Bernice. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein Titania, Nach 5-6 Uhr, bei Tempel, Langeſtr. 65. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 Uhr bei Keller. Theater Verein& uftige Seelen, Sonntag 4 Uhr bei Stehmann Melchiorftr. 15. Bergnügungsverein Suftig, Sonntag, Staligerftr. 54( S. Senke), 5% Uhr: Sigung, Zanz, Fidelitas. Vergnügungsverein Gemüthlichteit, Gigung jeden Sonntag Nachmittag 5 Uhr im Restaurant Schrödter, Urbanstr. 37. Theaterverein Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag 5 Uhr, bet Krebs, Ohmgaffe 2. Nach der Sigung Fidelitas. Achtung! Zambour- und Bergnügungsverein Gut Geit, alle 14 Zage bet Senffert, Drantenftr. 121. Bon 4 Uhr an. Vergnügungsverein„ Nord", Sigung Sonntag Abend 5% Uhr. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Berein 8wiebelfische, Nixdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Lotal, Berlinertraße 120. Bergnügungsverein Freundes treue, jeden Montag bet Möring, Admiralftr. 18c. Gefelliger Klub Namenlos, jeben Montag im Restaurant zum Butun ftsstaat, Kaftanien- Allee 35. Gemischter Chor klarheit", Uebungsst unde bei Destreich, Tempelhofer Ufer 15, 9-11 Uhr Bergnügungsverein Auf Helgoland Stgung jeden Montag Uhr bei Linke, Bergstr. 54, Fidelitas. Bergnügungsverein Ginigteit 1890. Jeden Montag Sigung bei Roll, balbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Tanz. Bergnügungsverein„ Eulalia" bei Herrn Reggentin, Barnim ftr. 4-5 Sigung 6 Uhr. straße 8. Pfropfenrerein Wedding, Abends 8 Uhr, bei Wolf, Gerichtsstr. 44. Privat- Theater- Gesellschaft Hoffnung, Sigung b. Sauermann, Adalbert: Pfeifentlub Felsen feit, abends 9 Uhr, Königsbergerstr. 20 bei Schabrodt Rauchflub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14 bei Henoch. Rauchklub Elvira, Abends 9 Uhr bei Lehmann, Friedrichsfelder: Rauchflub Beronila", Sigung Montag Abends Uhr, Stalizerstr. 65, bei Krause. ftraße 27. Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wet Buchstaben oder eine Zahl) anzugebeu, unter der die Antwort ertheilt werden soll. 1894. Nein. Aber das Mädchen kann überhaupt nur mit Bewilligung des Vormundes heirathen. R. K. G. Sie können auf Rückgabe der 9 M. und auf Ersatz des Stoffes flagen. E. 230. Die Frau muß eine eidesstattliche Versicherung des Lieferanten vorlegen, daß sie die jetzt gefiegelten Sachen von liche Versicherung vorlegt, daß sie die Sachen mit ihrem Gelde ihm gekauft hat. Gut ist, wenn sie noch eine weitere eidesstattbezahlt hat. R. P. 11. Ihr Bekannter muß bei dem Gläubiger anfragen, ob die Pfändung zurückgenommen wird. Ohne Rücknahme der Pfändung darf er die Gegenstände nicht verkaufen. A. 3. 100. Sie haben auf Roften des Chefs auszusehen und können bis 23. Lohn beanspruchen. Statflub„ Roth- Junge". Gigung alle Dienstage nach dem 15. und Spiel Bins erst am 2. bezahlt zu werden. Chambregarnisten und SchlafStattlub„ Grand", Abends% 9 Uhr bei R. Subrich, Lübbenerftr. 22. Unsicher. 1. Da der 1. April Sonntag ist, so braucht der abend alle Dienstage von 9 bis 11 Uhr im Restaurant Böckhstr. 7 bei Herrn leute brauchen erst am 2. April zu ziehen. 2. Da Ihre Frau Herrath. Freie Bereinigung der Kaufleute. Jeben Montag gemüth- mentation verpflichtet sind. Werden Sie daher verurtheilt, so Sie heimlich verlassen hat, so ist es zweifelhaft, ob Sie zur Aliliches Beifammensein im Restaurant 3ur neuen Post", Beuthstr. 21. fann Ihre Frau Ihren Lohn mit Beschlag belegen.(§ 4 Nr. 3 des Ges. vom 21. Juni 1869. Bernh. Nein. Achtung! Montag, den 26. März( 2. Oster- Feiertag): Berliner ArbeiterGrosse Matinée Bildungsschule. im ,, Böhmischen Brauhause", Landsberger Allee No. 11-13, arrangirt v.d. Genossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises unter gütiger Mitwirkung des Arbeiter- Zitherverein ,, Einigkeit", des Ihn'schen Gesangvereins, der Genossen Massini und T. Teichelmann, sowie des Komikers Hrn. P. Spund. Anfang präzise 12 Uhr. Kaffen- Eröffnung 101/2 Uhr. 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Heute werden und werden dieselben aufgefordert, den ausgiebigsten Abend 6 Uhr findet in Cohn's Festsälen Beuthstr. 21 1 Tr. eine An die Bureauangestellten: Auf die Behauptung des Gebrauch davon zu machen. große öffentliche Speditionsarbeiter- Bersammlung statt. In AnHerrn Schult, Mitglied der Freien Vereinigung der BureauAchtung, Goldarbeiter! betracht der hochwichtigen Tagesordnung: Anschluß an die angestellten unter„ Soziale Uebersicht" in Nr. 56 des„ Vorwärts" gebe ich den intereffirten Kreisen bekannt, daß die streitige Frage Stiller ein Streit ausgebrochen, weil den Arbeitern einfach Lohn- und Arbeitsverhältnisse, ist es dringend nothwendig, daß In Görliz i. Sch l. ist in der Ringfabrik von Hugo Organisation der Haus- und Geschäftsdiener, Beschickung des ersten Berufskongresses in Halle und Besprechung über unsere zur Entscheidung den Vertrauensleuten unterbreitet wird, Um angezeigt wurde, daß eine 20-30proz. Lohnreduktion eintreten Lohn- und Arbeitsverhältnisse, ist es dringend nothwendig, daß ein für allemal festzustellen, wer den Keil in eine zielbewußte würde. Da aber die Löhne bis dato schon so niedrig sind, daß hat, an der Verbesserung unserer elenden Arbeitsverhältnisse mitjeder Kollege daselbst anwesend ist. Wer die redliche Absicht Organisation treibt und wessen Handlungsweise eine torrekte es nicht möglich ist, eine menschenwürdige Existenz damit zu führen, zuhelfen, der erscheine heute Abend pünktlich in dieser Verwar. Das Ergebniß der Untersuchung wird zur Zeit an dieser stellten sämmtliche Kollegen die Arbeit ein. Stelle Veröffentlichung finden. R. Walther, Hochmeisterstr. 16. Arbeiter Schönebergs! Bei der am 13. d. M. ftatt gehabten Gemeinderaths- Wahl in der 3. Abtheilung erzielte feiner Der aufgestellten Kandidaten eine Majorität. Allerdings hatten unsere Genossen die größte Stimmenzahl auf sich vereinigt. Die Stichwahl findet am 28. d. M. statt. Wir richten Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Am Montag, Deshalb an Euch die Bitte, am Wahltage mannhaft den 19. März, Abends 82 Uhr, tagt in den Arminhallen, für unsere Kandidaten, den Buchdrucker Schubert und Kommandantenstr. 20, eine öffentliche Versammlung, in der über Tischler Köster, einzutreten. Zur Besprechung der noth- die weitere Stellungnahme zu der diesjährigen Lohnbewegung wendigen Agitation findet Mittwoch, den 21. d. M., in der beschlossen wird. Es ist Pflicht aller Kollegen, anwesend zu sein, Schloßbrauerei eine Wolksversammlung statt, in der Dr. Lug um über ihre wichtigsten Interessen zu berathen. referiren wird.( Näheres im Inserat.) Genossen, mache es sich jeder zur Pflicht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Das. Wahlkomitee. ist beendet. Näherer Bericht fehlt noch. Der Streit der Feingoldschläger Stuttgarts Der 3entral- Vorstand vom Verband der Gold und Silberarbeiter. J. A.: W. BaIf. # J. A.: O. Grauer. Achtung! Händler und Händlerinnen! Dienstag, den 20. März, Nachm. 2 Uhr, findet bei Seefeldt, Grenadierzu wählen ist. straße 33 eine Versaminlung statt, in welcher der Vorstand Außerdem soll über die Mittel und Wege berathen werden, die wir anzuwenden gedenken, um unsere traurige Lage zu verbessern. Es ist Pflicht Aller, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der provisorische Vorstand der Freien Vereinigung der Händler und Händlerinnen". " 11 der Zur Aussperrung der Hahuauer Tabakarbeiter. InDie Agitations- Kommission folge meines Berichtes in Nr. 60 des Vorwärts", betreffend die der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Aussperrung der Arbeiter der Firma F. Leopold, sieht sich der Die Zwickauer Steinmengehilfen beabsichtigen in diesem derzeitige Inhaber der Firma, Herr Alexander Leopold genöthigt, An die Zinkgießer und Stürzer in Berlin und Um Jahre zur Erzielung höherer Löhne in einem Streik einzutreten.„ daß bei ihm keine Aussperrung wegen Lohnreduktionen, sondern dem Unterzeichneten aufzufordern, eine Berichtigung des Inhalts: gegend! Wohl allen unseren Berufsgenossen sind die traurigen Berhältnisse in unserem Berufe bekannt. Durch das Afford Berufsbildung hat die Schweiz im An Subventionen für industrielle und gewerbliche eine Entlassung der Arbeiter wegen Forderung höherer Löhne system sind die Preise von Jahr zu Jahr heruntergedrückt und Berufsbildung hat die Schweiz im verflossenen Jahre stattgefunden hat", im Vorwärts" zu veröffentlichen. fortwährend treten die Unternehmer an uns heran, um die Arbeit 1884 hatte 42 609 Frants. betragen; in dem Dezennium wurden daß ich von dem im Vorwärts" Bekanntgegebenen kein Wort 447526 Frts. ausgegeben. Die erstmalige Subvention im Jahre Ich habe Herrn Alexander Leopold darauf zu erwidern: noch billiger zu bekommen. Gegenwärtig ist unser Verdienst so gering, daß es die höchste Zeit ist, gegen dieses Ausbeutungssystem für diesen Zweck insgesammt 2 776 188 Frts ausgegeben. zurücknehmen, halte es vielmehr für angezeigt, die ganze Art Front zu machen. Ein Jeder von Euch fennt wohl die jeder Die Arbeiter des Etablissements für Elektrotechnik der Lohnreduktion den Lesern des Vorwärts" vor Augen Beschreibung spottenden sanitären Zustände in den Binkgießereien, von Egger u. Co. in Wien sind in einen allgemeinen Streit zu führen. Bei der Uebernahme der Haschte'schen Fabrik durch denn in Räumen, wo weder Luft noch Abzug ist, dort ist der eingetreten. Betheiligt sind dabei Mechaniker, Schlosser,&. Leopold wurde den Arbeitern die Busage gemacht, daß die Platz für den Gießer. Kollegen! An Euch selbst liegt es, hier Dreber, Gießer, Schmiede, Tischler und Hilfs sollte. Wie sahen sich die Arbeiter aber schon bei der ersten alten Löhne weiter gezahlt, überhaupt alles beim alten bleiben Abhilfe zu schaffen. Erscheint deshalb Alle, besonders die in arbeiter. Die Forderungen sind: Entfernung des WerkSargbeschlag und Lampenfabriken beschäftigten Zinkgießer, in der stätten- Chefs, Minimallohn für Lichtmonteure von 2,50 fl. pro Lohnzahlung enttäuscht, während bei Haschte der Lohn von Mariannenstr. 31-32, stattfindenden öffentlichen Versammlung. Bilisarbeiter beiderlei Geschlechts 1,50 fl. und schließlich Wieder- 1,50 M. per Mille erfolgten, bezahlte Herr Leopold, am Dienstag, den 20. März, Abends 81/2 Uhr, bet Doberstein, Tag, 2 fl. Minimallohn für gelernte Arbeiter, Minimallohn für 6,85 m. nur für die allerbilligsten Sorten Bigarren gezahlt wurde, für bessere Sorten Buschläge von 0,50 bis Auf der Tagesordnung steht: Stellungnahme zur Maifeier und aufnahme der Streifenden und Entlassung der Streitbrecher. meist nur bessere Sorten fabriziren läßt und deren An1,50 M. per Mille erfolgten, bezahlte Herr Leopold, Wahl einer Kommission zur Ausarbeitung eines einheitlichen Zuzug ist streng fernzuhalten. Die Streifenden ersuchen um meist nur bessere Sorten fabriziren läßt und deren AnLohntarifs.( Siehe Inserat.) Unterstüßung, namentlich auch aus Deutschland, da die fertigung viel höhere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit ſelben der vielen größeren Streiks, die sonst noch in Wien der betreffenden Arbeiter stellt, den billigsten Lohn von 6,85 M. stattfinden, von dort selbst nur sehr spärlich einlaufen. Das sowie den Lehrlingen Abzüge in größerem Umfange gemacht. Damit nicht genug, wurden auch den in Wochenlohn Arbeitenden Bien X, Quellengasse 124. Die Sendungen sind zu richten an so nur 21,50 M. betrug, ein Abstrich von 1 M. Auf die VorLokal des Streifkomitees befindet sich in Lede's Gasthhaus, So zum Beispiel den Packmachern von ihrem Wochenlohn, der Johann Gutsch, Mechaniker. stellung der Arbeiter, ihnen den alten Verdienst wie beim VorDen streikenden Bediensteten der Neuen Wiener gänger zu belassen, wurde ihnen seitens des Geschäftsführers die Tramway- Gesellschaft ließ der Minister des Innern nette Antwort: ,, Denten Sie, wir sind nach Herr Bacque hem durch den Abgeordneten Pernerstorfer Schlesien gekommen, um hohe Löhne zu zahlen, mittheilen, er sei gern bereit, nach Kräften zur Verbesserung der wir wolllen die Fabrit vergrößern und bie Lage der Bediensteten beizutragen, jedoch vorläufig nicht in der Löhne verringern, damit wir was verdienen, age, ein positives Versprechen abzugeben; deshalb sei ein wem das nicht paßt, tann gehen." Nun, die Haynauer Empfang der Deputation überflüssig. Die Bediensteten möchten Tabatarbeiter werden, unterstützt von der gesammten Kollegen in Petitionen an die Minister des Innern und des Handels ihre schaft, diese Art der Behandlung zurückweisen. Die Leser des Wünsche formuliren. Infolge dessen sind beide Petitionen ab- Borwärts" aber werden, so oft fie bei einem Bigarrengeschäft gefandt worden. So! Da hätten ja die Ausständischen eine vorübergehen, das die Firma F. Leopold trägt, das oben GeBeruhigungspille. An dieser wohlfeilen Versicherung des Wohl- schilderte sich ins Gedächtniß rufen. wollens dürfen sie nun zehren, bis die Petition in den Papier- Louis Dech and, Bevollmächtigter des Unterstützungsvereins Papier- Louis Dechand, forb wandert. deutscher Tabatarbeiter. Die Wertstatt- Kontroll Rommission. Der Bibliothekar. Den Mitgliedern der Allgemeinen Orts- Krankenkaffe gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen bringen wir hiermit zur Kenntniß, daß das Mitglied Paul Sillier, Müller: straße 25a, aus der Beschwerdekommission ausgeschieden ist. Im Auftrage der Kommission: W. 3impel. An die Former und Berufsgenossen Berlins! Kollegen! Wie Ihr wißt, befinden sich in Kalau die Former im Streit Es sind 51 unorganisirte Kollegen. Zur Besprechung dieser Angelegenheit behufs Unterstüßung der Ausgesperrten haben wir zum Montag eine Versammlung einberufen Kollegen, erscheint recht zahlreich zu dieser Versammlung. Der Vertrauensmann: H. Loose. Charlottenburg. Vom 20. März ab befindet sich die Bibliothek des Wahlvereins für Teltow- Beeskow- Charlottenburg Scharrnstr. 19, Hof 1 Tr. bei Spreeuberg. Die Bücher tönnen Bonnfagsplauderet. " ich's gefunden, heut hab' ich erkannt, was die Sozialdemo- nur etwas über eine geringfügige, unscheinbare, harmlose fratie in ihrem gräulichen Schooße birgt! Was soll der Million, die Herr Miquel in Wahrheit erhalten hatte. Arbeiterschaft das greisenhafte Lamentiren? Wie sie Ja, ja, Verdienen wird bei manchem Mann groß geWeh mir, wohin entschwunden sind alle meine Jahr', empfindet, das bekennt sie deutlich gerade am heutigen schrieben. Wie das souderbar ist mit dem Begriff hab' ich verträumt mein Leben oder ist es wahr!" So be- Tage. Ihr ist der Gedenktag des 18. März keine blasse Million". Da entrüstet sich die theure„ Vossische Zeitung", ginnt Walther von der Vogelweide eines seiner ergreifendsten geschichtliche Erinnerung. Mit den Blutzeugen vom daß der Bildhauer Begas für das Kaiser Wilhelm- Denkmal Lieder, in dem er die Summe seines reichbewegten Daseins 18. März fühlt sie sich innerlich verbunden. Ist es ein eine Million als Honorar bekommen soll. Jim Geist ihres zieht. Ich möchte nun nicht die staatsmännischen" Reden Zufall nur, daß die bürgerliche Gesellschaft ihrer vergessen Leserkreises pflegt sie Verdienste nach ihrem Geldwerth zu des Herrn v. Bennigsen mit dem wehmüthigen Sang des konnte, und daß allein das Proletariat an den Ruhestätten schäßen. Natürlich hindern derlei Kleinigkeiten nicht, sich großen mittelalterlichen Dichters vergleichen. Dem Dichter der Märzgefallenen neue Weihe empfängt? Es wurde im andererseits über die materialistische Sozialdemokratie fittmag es gegönnt sein, am Ende seiner Tage seine persön- Parlament der Ausspruch gethan, auf die feinen lich zu entrüften. Ich habe keinerlei Sympathie für Begas liche Lebenserfahrung wie in einem Traumgesicht ver- Schwingungen der Volksseele, die man mechanisch nicht und eine Künstlerschaft, die sich um eine Million für das schwimmen zu sehen. Wie kommt aber der Staatsmann" wägen und abmessen könne, verstünde sich die Sozialdemo- Schaffen eines Kunstwerks begeistert. Aber die Erbitterung unserer realpolitischen Zeit zu ähnlichen Wehklagen wie der fratie nicht; und woher kennen Herr v. Bennigsen und der" Vossischen Zeitung" konnte ich doch nicht recht verDichter? Wie durfte er sein Leben verträumen? Wie stellt die Seinen diese unwägbaren Schwingungen der Volksseele? stehen. Zwar muß der Künstler eine lange Reihe von sich ein Laie, der abseits von den Plägen, auf denen über Als Staatsmann freilich hätte er sie längst besser begreifen Jahren an seinem Kunstwerk formen und bilden, aber eine Völker und Menschenschicksale bestimmt wird, seines Weges sollen. Million sei doch kein fürstliches Honorar mehr zu nennen, trottet, das staatsmännische Geschäft so furchtbar schwierig Wenn man bei Staatsmännern auf Grundirrthümer das sei vielmehr der Verschwendung gleich zu achten. Wie vor. Wie müßte man da die Augen offen halten, wie stößt, so darf man bei Leuten, die die Kraftmeierei zum viele große Denker, wie viele bedeutende Fachgelehrte sanken müßte man immer rege um sich schauen! Und nun kommt Beruf erwählen, über Verkehrtheiten nicht un- in's Grab und hinterließen ihren Erben nichts als ihren der greise Staatsmann" Herr v. Bennigsen, den die Lor- gehalten werden. Es war ein förmliches System guten Namen. Und da kommt ein Künstler, ein Künstler von beern von Jahrzehnten schier erdrücken, der für alle Wand- der Kraftmeierei ins Leben gerufen worden in den Kämpfen Rang und Ansehen zwar, und erdreistet sich, seine Hand lungen in Deutschlands Geschichte sein Sprüchlein wußte, und um den deutsch- russischen Handelsvertrag, die nun glücklich nach einer Million auszustrecken? Kann sein Kunstwerk in seiner Heerde, wenn sie rathlos wurde, ein getreuer vorüber sind. Aber alle Athleten und Jongleure, die mit Attien aufgetheilt werden, kann es einen flotten Geldumfaz Mahner war, und muß den ärmsten Laien so grausam ent- der Logit Fangball spielten, übertraf Herr Liebermann von schaffen, kann ich den Fruchtgenuß eines Denkmals in Bins täuschen? Kann also ein Staatsmann wirklich all sein Sonnenberg. Als er ins lauteste Bum- bum überging und und Binseszins berechnen? Nein! Also fort mit der Lebtag schlafen und schlafen und träumen und dennoch mit als er das Trußlied heraufbeschwor:" Wir führen den nichtsmußigen Begehrlichkeit des Künstlers, der sich gar mit überreichen Ehren gekrönt sein? Und die Tausende, die ihm Bundschuh im Wappenschild", da hatten ihn vollends die dem Größenwahn herumträgt, in die Gilde der Millionäre Heeresfolge leisten, die Mitläufer, die einen Nachtwandler Sinne verlassen. Aber wo bleibt denn da die konservative aufgenommen zu werden. Das wäre ja die ungeheuerlichste zu ihrem Führer wählen, was haben sie in der Wirklichkeit Geschichtskenntniß? Wie kann man so trügisch- revolutionär Sünde gegen die Weltordnung. Wenn ein Feldherr eine zu bedeuten? Eine Welt, die nicht zu heucheln braucht, sich geberden, und seine fromme Erziehung so arg vergessen? fiegreiche Schlacht schlägt und wenn die Eisenbranche zum thut sich vor ihnen auf. Eie sehen nichts. Eine Reihe von Wie kann man so grimmig daneben hauen und ein Preis- Beispiel infolge deffen einen reichen Profit einheimst, so ist Denkern ist aufgetaucht und hat auf das gewaltige Unrecht lied dem Bundschuh fingen, wenn man Liebermann von es ganz in der Ordnung, daß die dankbare Nation den hingewiesen, das an unserem Gesellschaftstörper frißt. Sie Sonnenberg heißt und sich seiner stramm- lutherischen Welt- Feldherrn durch eine glänzende Dotation ehrt. Aber wessen haben nichts erfahren. Echaaren von Bedrückten haben ihre anschauung rühmt? Religion gut, Herr Liebermann, Ge- vermißt sich ein armseliger Künstler? Hat er jemals der Sehnsucht nach einer neuen Ordnung der Dinge kundgethan, schichte" sehr schwach. Eisenbranche auf die Beine geholfen? Hat er jemals die hunderte beredter Zungen haben laut und vernehmlich ge Hätten die parlamentarischen Interessen nicht in dieser Geschäfte der Diskonto Gesellschaft geführt? Wie anders rufen, trog Staatsanwalt und Polizeibüttel und drohenden Woche das Interesse so sehr in Anspruch genommen, so erscheint hier die Physiognomie einer Million, wie ganz Gefängnißmauern, wie die Gesundung nur durch gründliche wäre der Prozeß Schweinhagen- Black viel mehr in seinen anders dort! Ueber die lumpige Million, die Herr Miquel Umwälzung uns tommen kann. Sie haben von alledem Einzelheiten verfolgt worden. Muß sich da von armen von der Diskonto- Gesellschaft als Lohn für seine Thätigkeit nichts gehört. Bedächtig tastet Herr von Bennigsen, der Schelmen ein Mann hochnothpeinlich inquiriren lassen, der erhalten, braucht man kein Aufhebens zu machen. In der Staatsmann, mit dem Zeigefinger an seine hohe Stirn, zu den Spitzen der Gesellschaft zählt. Wer wird nicht be- besten aller Welten ist das durchaus in der Ordnung. wenn im Reichstag ein sozialdemokratischer Vertreter ein greifen, wie Herr v. Hansemann unwillig werden mußte? Aber wenn ein Bildhauer seine gierigen Hände nach dem offenes Bekenntniß ablegt, als wäre eben eine neue Weis- Herr v. Hansemann mußte die Qualen der Zeugenschaft Uebermaß von einer Million ausstreckt, da muß sich das heit über ihn gekommen. Sieh, sieh," ruft er aus, also austoften, wie irgend ein anderer ganz gewöhnlicher Sterb- Volksgemüth entsegen. Da vergißt man selbst, daß der das ist die Sozialdemokratie! Wer hätte das gedacht! licher. Ist das nicht empörend? Wozu ist man Herr über Künstler, der diesen Anspruch erhebt, sich zugleich mit seiner Welch seltsame Raffe hat sich da entwickelt. Die haben Millionen, und muß sich doch verhören lassen und auf Arbeit den Anschauungen der kapitalistischen Welt dienstbar ja nichts gemeinsam mit uns, diese Menschen. Ei, ei, da alle Kreuzfragen solcher Angeklagten wie Black macht. Er thut's und trotzdem wird er verdammt. Hinaus it es ja höchste Beit, daß wir uns von ihnen sondern, wie Schweinhagen Rede stehen, als wäre man ein mit dem Künstler. Die Klammern, die die kapitalistische fürsorgliche Hirten die Schafe sondern von den Böcken". Kleinkrämer? Da war der vielerfahrene Finanzkünstler Welt zusammenhalten, dürfen bei Leibe nicht gelockert Mag Herr v. Bennigsen mit aufgehobenen Händen die Miquel schon geduldiger. Ihn überkam der Herren- werden. Die kapitalistische Kaste duldet keine Eindringlinge. bethörte Arbeiterschaft" beschwören, sich von den Ver- Unmuth nicht. Allem Quengeln Black's folgte er mit Er- Ein Künstler, und wäre er der bedeutendste, bleibt immer führern" abzuwenden, sie wird lachen über die Be- gebung. Als Herr Plack von den acht Millionen sprach, nur ein Arbeiter". Das ist die Schacher- und Philisterschwörungen und Gebete des guten Alten. Er mag un- bie Minister Miquel für seine Thätigkeit an der Diskonto- moral; und sie unterscheidet wohl eine berechtigte und eine cuhig auf und niedertrippeln und ein übers andere Mal Gesellschaft erworben haben sollte, wie sicher und ruhig unberechtigte Million. mit herzbeweglicher Stimme aufschreien: Heute endlich hab' wies Herr Miquel diese acht Millionen zurück. Es war " 0 Alpha, Lithographen, Steindrucker u. Berufsgen. Freie Vereinigung der BureauWir ersuchen die Delegirten zur Ortskasse, welche auf der Liste Friedewald und Gen. stehen, am Dienstag Abends 8 Uhr pünktlich Sophienstr. 15 zu erscheinen und die Rechte der Mitglieder voll und ganz zu vertreten. 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Pferdebahn- Haltestelle. Invalidenstraße 157, Früher neben der Markthalle. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 3. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 65. Arbeiter- Sanitätskommission. In der kapitalistischen Gesellschaft wird die Gesetzgebung beherrscht von dem Interesse der Kapitalisten; ihr Strafgesetzbuch ahndet aufs strengste jedes Vergehen gegen das Eigenthum, während Leben und Gesundheit der arbeitenden Klasse, das alleinige Kapital der Besiklofen, ungestraft durch Hauseigenthümer und Arbeitsgeber geschädigt werden darf. Sonntag, den 18. März 1894. benut. Posenerstr. 7. Ein Kloset im Keller, von 30 Personen Michaeltirch play 3( Eigenthum der St. Marien- Stift.) Gesundheitsschädlich naffe Dachwohnungen. Müncheberger ft r. 10, 1. Seitenfl. 4 Tr., bei Jakob. Troh regelmäßigen Heizens läuft das Wasser an den Wänden herunter. Unausgefeßt gehen uns Beschwerden zu über gesundheitsgefährliche Wohnungen in Kellern und Dachgeschoffen, in Neubauten, in denen Alles, Wände, Möbel und Menschen verschimmeln, Beschwerden, die in erster Reihe dem Wirth, der Polizei übergeben waren, ohne daß die Armen zu ihrem Rechte Treppenbeleuchtung. Nafse Wände Keller11. Jahrg. Versammlungen. Der sozialdemokratische Wahlverein für den fünften Berliner Reichstags- Wahlfreis hielt seine regelmäßige Versammlung am Montag, den 12. März bei Paſtor, Neue Königstraße ab. Abg. Bueb Mühlhausen sprach in Mittenwalder str. 6, part., bei Sperlich. fesselnder Weise über die politischen Verhältnisse Elsaß- Lothringens, Wohnung, Tapeten verfault. Möbel völlig ruinirt. wobei er die berüchtigte preußische Schneidigkeit, wie sie besonders und Pilze an denselben. Schwamm im Hause, Wiesenstr. 17. Die Miether flagen über naffe auf dem Gebiete des Vereins- und Versammlungsrechtes und in bezug auf die Presse recht drastisch zutage tritt, eingehend be: Schöneberg, Sponholz str. 36. handelte. Der Milliardensegen, der wie erfrischender Thau nach Naffe wohnungen. Ein Miether brustkrant, Ofen unbrauchbar, mangelnde ging, habe sich als Danaergeschent erwiesen: heute sei auf der Annektion auf das Herz jedes sogenannten Patrioten niedertamen. Der Hausbesitzer braucht Trockenwohner, erhält Wittstockerstr. 24, Quergeb. 1. Etage bei Michalat. politischem Gebiete die Kriegsfurcht in Permanenz erklärt und er doch dadurch nicht nur vorzeitigen Mietbszins, sondern 1 Stube, Koch, Wohn- und Schlafraum für 5 Berfonen Trok auf wirthschaftlichem die Krise. Die deutsche Regierung mitsammt spart noch obendrein die zur Austrocknung nöthige Heizung, und regelmäßiger Heizung läuft das Wasser von den Wänden und ihren Gefeßen, Verordnungen und Bestimmungen habe dem elsaßdie Polizei schreitet nicht ein, da„ ein öffentliches Intereffe nicht Thüren herunter, die Tapeten hängen in Fegen herab, die Möbel Lothringischen Volke dem Sozialismus, der dort reißend um sich vorliegt". In manchen dieser Fälle konnten wir Abhilfe schaffen, sind von der Nässe ruinirt, unter den Betten Schimmelbildung. greift, die Wege geebnet.( Lebhafter Beifall). Diskussion fand doch scheint es, als wenn mit der steigenden Zahl der unsere Vorn 5 Treppen befindet sich eine Waschküche nebst Wäscheboden Bedeutung des 18. März für das kämpfende Proletariat hin. Hilfe in Anspruch Nehmenden, die zuständige Medizinalabtheilung für 32 Parteien, welche wegen ihrer unbequemen Lage sehr des Polizeipräsidiums uns nicht mehr mit der Bereitwilligkeit wenig benutzt werden kann. unterstützt, die wir im vorigen Jahr wiederholt fonstatirten. Indem wir im Nachfolgenden wieder einen Theil der von uns recherchirten Klagen veröffentlichen, fordern wir auch an dieser Stelle das pflichtmäßige Eingreifen der Gesundheitsbehörde. Kyffhäuser str. 2. Neubau, nicht ausgetrocknet. Während weniger Monate starben dort 4 Kinder, Krankheiten nehmen nicht ab, vor kurzem ein Fall von Diphteritis. Um die Koften für die Fortschaffung zu sparen, soll der Wirth im Garten zwei Tonnen, mit Extrementen gefüllt, haben verscharren lassen, als bereits das Haus bewohnt war. Gerichtstr. 20. Bei Grundmann, nasser, dunkler Keller; der Boden ist durch Schwamm verfault, fodaß er theilweise durchgetreten ist. Durch Attest erledigt. Oberbergerstr. 28( Neubau). Im Hinterhaus kalte, nasse Wohnungen. Alles verschimmelt. Hussitenst c. 59. Quergebäude 1 Treppe, bei Ruffow. Gesundheitswidrige nasse Wohnung, Stube und Küche von 6 Personen bewohnt, Pilze an den Bänden. In demselben Hause mehrere Wohnungen in gleichem Zustande. Scharnhorst st r. 39, Vorderhaus, Quergebäude 3 Tr. Vernachlässigte, feuchte Dachwohnung. Die Bewohner flagen über Kopf- und Halsschmerzen. Der Miether hat sich Anfang Januar an die polizeiliche Sanitätskommission gewandt und 18 M. bezahlt. Eine Untersuchung der Wohnung war bis zum 20. Februar nicht erfolgt. Graudenzer str. 10, Quergeb. part. Jm Neubau vernachlässigte, feuchte, dunkle Wohnung, Lüftung sehr schwer zu erzielen, da es den Bewohnern, alten Leuten, an Kräften fehlt, die schwer aufgehenden Fenster zu öffnen. Kloset unsauber. Bernburgerstr. 30, Quergeb. 4 Tr. Bodenwohnung mit schräger Zimmerdecke. Schlechtes Fenster mit Oberlicht. Das Dach ist defekt. Andreas str. 9, Quergeb. 2 Tr. Naffe und falte Giebelwohnung. Das jüngste Kind ist rhachitisch. Wiederholte Beschwerden beim Wirth haben nicht geholfen, dagegen hat die Bizewirthin der Frau gegenüber geäußert, daß sie mit Leuten, die den Vorwärts" halten, nichts zu thun haben wolle. " Nostiz str. 48, Vorderhaus 3 Tr. rechts. Nasse und stockige Wohnung. Die Wände der Küche sind mit Bilzen be: mit 2 Kindern, klagt über Reißen und Mattigkeit. Sie ist wegen deckt und vom Wasser geschwärzt. Die Bewohnerin, eine Wittwe rückständiger Miethe verklagt. Schulzendorferstr. 5, Kellerwohnung, 12 Meter unter Straßenniveau. Die Wohnung ist 1,47 Meter hoch. Der Fußboden ist stellenweise durch Fäulniß schadhaft. Der Brunnen, 50 Zentimeter vom Keller entfernt, funktionirt nicht; der Hof ist fehr unsauber. Magdeburgerstr. 33, rechter Seitenflügel. Keller wohnung feucht und dunkel, Waschtüche neben der Wohnung. Prinzen Allee 27, Vorderhaus, I. Seitenflügel 3 Tr. Wohnung vernachlässigt und feucht, Dach, Thüren und Fenster defekt. Rigdorf, Erfstr. 9, Vorderhaus, part. Feuchte Wohnung, Wände und Möbel mit Schimmel bedeckt, die Waaren vorräthe faulen rasch, so daß der Wiether bedeutenden Schaden erleidet. Der Polizei- Anarchistenprozek in Madrid.") II. Lichterfelder str. 6/8. 4 Treppen nasse Wohnungen. Küche in lebensgefährlicher Weise baufällig, so daß der Kalk beim Kochen häufig ins Gffen fällt. Die Decke, welche schon einmal eingebrochen ist, ist mit Leisten sehr nothdürftig vernagelt. Bei Regenwetter läuft das Wasser überall in die Wohnung. benugt. nicht statt. Der Verein Deutscher Schuhmacher( Filiale I) hielt am 5. März eine Versammlung ab, in der Genosse Jahn über die Gefängnißarbeit" referirte. Dem interessanten Vortrage fügte in der Diskussion der Kollege Sperber noch einiges ergänzend hinzu. Zum Schluß wurde bekannt gegeben, daß am dritten Diterfeiertage eine öffentliche Schuhmacher Versammlung stattfindet. = Leipzigerstr. 113. Nasse Dachwohnung bei Hinz, de fekte eiserne Wendeltreppe. Das auf dem Hof befindliche Kloset wird noch von zwei Miethern, deren Wohnung sich 4 Treppen eine gutbesuchte Versammlung bei Keller, Bergstr. 68, ab. Das Der deutsche Holzarbeiter Verband hielt am 5. März hoch befindet, und außerdem von 22 dort arbeitenden Personen Referat hatte Dr. Heymann übernommen. Nach seinem Vortrage Schmidtstr. 26. Glasschleiferei von Bruns, Simeon forderte der Referent die Holzarbeiter auf, daß sich diejenigen, u. Ko. in einem Keller von 2-212 Meter unter der Straßen- die bei der Bearbeitung des denaturirten Spiritus an der Gefläche. Das Waffer, welches dort verbraucht wird, läuft den ſundheit Schaden gelitten haben, bei ihm melden. Ein Antrag, Erdboden entlang in eine in der Mitte des Keller's befindliche den Vertrauensmännern in Werkstätten die Befugniß zu ertheilen Sentgrube. Aus dieser entwickelt sich ein furchtbarer Geftant, Beiträge einzufammeln und neue Mitglieder aufzunehmen, wird sobald dieselbe nicht täglich entleert wird. Lezteres geschieht dem Vorstande überwiesen. jedoch nur dreimal die Woche. Die Arbeiter stehen andauernd Der Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der auf nassem Steinboden, zumal auch das Glasdach Regenwasser Wäsche und Kravattenbranche hielt am 8. März eine Versammlung ab, in der Genosse Hansen in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über das Thema:„ Der Proletarier im Alterthum und in der Neuzeit" referirte. In der Diskussion sprach der Kollege Hergt im Sinne des Vortragenden. Hierauf erledigte die Versammlung die Wahl der Revisoren und betraute mit diesem Amte Krüger, Arndt und Fräulein Löchelt. Am ersten Osterfeiertag veranstaltet der Verein ein Vergnügen in Nieft's Salon, Weberstr. 17. durchläßt. Grüner Weg 85. Auf dem Boden Kloset ohne Luft und Licht, verstopft, so daß das Wasser durch die Decke in die darunter gelegenen Wohnung läuft. Der Wirth verweigert jede Reparatur und verweist die Miether auf Selbsthilfe. Blumenstr. 5lb Hof I Tr. r. Naffe, kalte Wohnung. Schmutziger Hof und Treppen. Grenadierstr. 38/39 IV. Nasse Mansardenwohnung. Linienstr. 198. Jm Hofgebäude nasse Wohnungen. Weidenweg 74 Hof Quergeb. II. Nasse Wohnung. Willibald Alexis str. 40, Hof Seitenfl. part. Naffe Wohnung. Rungestr. 30 befinden sich 2 Fabrikgebäude. In dem ersten Pianofortefabrit, deren 80 Arbeiter 4 Klosets benutzen, die ohne Luft und Licht eine schwer zu beschreibende Unsauberteit aufweisen. In dem zweiten Fabrikgebäude( 2. und 3. Etage) Sprungfeder- und Matraßenfabrik von Westphal u. Reinhold, deren Klosets in den Arbeitsräumen einen unausstehlichen Ge stant verbreiten. Außerordentliche Generalversammlung des Vereins 1. Punkt der Tagesordnung: Bericht der Kommission in Sachen Berliner Gastwirthsgehilfen vom 9. d. M. Der Weißensee fand seine Erledigung dadurch, daß beschlossen wurde, von der Gründung einer Bahlstelle in Weißensee Abstand zu nehmen, indem die Kollegen Weißensee's in dieser Angelegenheit bei den letzten beiden öffentlichen Versammlungen zu wenig Interesse gezeigt haben. Bum 2. Punft: Antrag der Revisoren in Sachen Ebert führt Revisor Bräunlich an, daß seine beiden Kollegen und er gegen die Wiederaufnahme des Kollegen Ebert proteitiren. Dresdenerstr. 82/83( Eigenthümer Obermeister der Sattlerinnung, Cobau). Nach einer längeren persönlichen Diskussion wurde die AbFür ca. 60 Personen 2 unsaubere Fabrik aus kann man in die Klosets hineinsehen. Da Pissoir Wiederaufnahme Ebert's. Ein Antrag auf Reduzirung des Ge Wafferklosets mit mangelhafter Spülung. Von den Fenstern der Stimmung über den Antrag der Revisoren per Stimmmzettel vorgenommen. Dieselbe ergab 63 Stimmen gegen und 6 für die und Kloset zusammenliegen, muß häufig eine weibliche Person, die das Kloset benutzt, dort warten, bis das Pissoir von männ lichen Personen frei ist. Es soll vorkommen, daß Arbeiter und Arbeiterinnen gleichzeitig vor dem Kloset über eine halbe Stunde zu warten genöthigt sind. Der den Klosets entströmende Geruch wird noch durch eine auf dem Hofe befindliche Dunggrube verstärkt, in welcher Pferdedung, Küchenabfälle und Müll abgelagert werden. Lichtenberger str. 14( Befiger Stadtrath Marggraf). Für ca. 72 Familien und ca. 100 Schlafburschen 5 offene Klosets. Ein verschlossenes dient der alleinigen Benutzung des Hausverwalters, eines Polizeibeamten. Die 5 Klosets sehen etelerregend aus, so daß sie von den Miethern nicht benutzt werden. Die Treppen und Wände dieses Hauses machen das Passieren recht unangenehm. wiesen wurde, war, daß die Polizei der Bourgeoisie ein verlogenes, schurkenhaftes Gesindel ist, und dieses Beweises bedurfte es nicht mehr. Es würde zu weit führen, eine ausführliche Uebersicht über den Verlauf des Prozesses zu geben, für uns genügt es, die Momente hervorzuheben, welche das Absurde, das Lächerliche, das Gemeine dieser Farce darthun. halts des Rendanten wurde an den Vorstand verwiesen. Hierauf wurden einige geschäftliche Punkte erledigt und die Versammlung mit einem Hoch auf die Arbeiterbewegung geschlossen. " Die Freie Vereinigung der Militärmüten Arbeiter tagte am Sonnabend, den 10. d. M. Genoffe Pinn hielt einen Bortrag über das Thema: Aus alter und neuer Zeit." Hierauf erstattete Koll. Freyer Abrechnung vom letzten Familienkränzchen; diefelbe ergab ein Defizit von 41 Pf. Unter Verschiedenem" plädirte Koll. Fischröder dafür, den 1. Mai wie üblich als Feiertag zu betrachten. Ein Antrag, der bestimmt, die Kollegen mögen in den Werkstätten nochmal eingehend über diesen Gegenstand berathen und das Resultat in der nächsten Versammlung bekannt geben, gelangt zur Annahme. Sodann wählt die Versammlung den Kollegen Frick zum Vertrauensmann. Die Werkstätten von " die und Der edle Schreib den sich als ein unendliches Gewebe von Lügen. Er erzählte, daß man ihn im Arbeiterverein, in welchen er durch Debats eingeführt wurde, vereidigt habe, dem Anarchismus treu zu sein und alles zu thun, wozu das Loos ihn etwa bestimmen würde. Während dieses Aftes habe auch das Theatralische nicht gefehlt; Mit großer Spannung sah man dem zu Ende des vorigen auf dem Tische des Präsidenten haben sich nämlich zwei schwarze Jahres beginnenden Prozesse entgegen. In den Augen aller Fahnen und ein Todtenschädel befunden. Natürlich erwies sich ehrlich denkenden Männer war es klar, daß die Verhandlung Wenn jemand glaubt, daß man von Justizwegen etwas dies als eitel Flunkerei. Weiter habe in dem Arbeiterverein eine ganz unter dem Eindruck der jüngst vorgekommenen Attentate in sorgsam in der Behandlung der Hauptbeweismittel, der von der geheime Gesellschaft La Cosmopolita" bestanden, welche sich Barcelona und Paris stehen würde; und die Justiz konnte wirk Bourgeoisie mit zärtlicher Angst geliebten Bomben, umgegegangen lediglich mit Mord- und Attentatsplänen befaßte. Ich feinen günstigeren Moment finden, um den von der Polizei fei, so täuscht er sich gewaltig. Die Bombe des Ferreira, welche Munoz fühlte sich nun in seinem Gewissen beschwert und gab produzirten und von der Regierung gütigft gestatteten Attentate nach Aussage des Munoz mit Dynamit gefüllt war, und welche der Polizei eine Mitgliederliste und ein Verzeichniß von Häusern, verfucherummel zur Aburtheilung zu bringen. Die feige Bour- ihm in dem heftigen Kampfe mit der Polizei entfiel, plaßte nicht. welche in die Luft gesprengt werden sollten. Auch dies war eine geoisie befand sich in dem nöthigen Schrecken, um es selbst ihren Beide Bomben, welche von dem Verkäufer als gleich Lüge; denn troß der eifrigsten Nachforschungen anständigsten Zeitungsredakteuren unmöglich zu machen, ein groß angegeben waren, erwiesen sich während der Ver: wurde nichts gefunden, offenes ort der Kritik zu sprechen. Und bis heute hat es handlung als ungleich und Don anderer Art, als sachverständigen sagten aus, daß die Schrift meines Wissens noch niemand gewagt, einer schmählichen die verkauften. Die Bomben erfreuten sich eines fünftägigen weder von Debats, noch von Ferreira her Farce gegenüber, wie der Prozeß es war, ein ehrliches Aufenthalts im Regierungsgebäude, bevor sie Sachverständigen rühren könnte, daß sie aber aller Wahrschein Geficht zu zeigen und die in demselben zu Tage treten de schreiende zur Prüfung vorgelegt wurden. Was in dieser Zeit mit ihnen Iich feit nach von Munoz stammte, und daß die Ungered tigkeit zu brandmarken. Nur einer verlotterten Bour- geschehen ist, das weiß natürlich nur der Gouverneur und seine 3iffern in den von Munoz der Polizei ge= geoisie Justiz fann es möglich sein, einen verlogenen, schurken- edle Polizeimeute. Man hätte glauben sollen, die Bomben seien gebenen Schriftstücken vollständig mit haften, schuftigen Polizeispiel als Angeklagten zu behandeln und nach der ihnen zu Theil gewordenen Ehre, im Regierungsgebäude von ihm geschriebenen übereinstimmten. Es war ihn zugleich als Belastungszeugen benuyen. Ist es nicht unerhört, zu verweilen, in feierlicher Prozession zu den Sachverständigen also fein Zweifel mehr vorhanden, daß die Erzählung von der wenn ein Staatsanwalt während seines Plaidoyers sich stets auf gebracht worden, aber nein, irgend ein Unbekannter hat sie geheimen Gesellschaft und ihren Attentatsplänen nichts weiter die Aussagen des Munoz beruft und aus denselben das gewünschte den Untersuchern überbracht. Ist das nicht befremblich? Im war, als eine Erfindung des edlen Munoz. Dieser wußte Attentat tonftruirt, um in demselben Athemzuge zu sagen, daß Verlauf der Zeugenvernehmung ergab es sich, daß die Sach- weiter von Sprengversuchen zu erzählen, welche er dem Polizeispitzel überhaupt nicht zu glauben sei? Wo findet sich verständigen nur eine Bombe untersucht hatten, und durch die Debats und Ferreira gemacht haben wollte, und von denen ein Ausdruck der moralischen Entrüstung, des fittlichen Entfegens, Kreuz- und Querfragen des Vertheidigers Carvajal wurden sie er der Polizei jedesmal Mittheilung gab, erregte aber da welche man empfindet über die Schurkenhaftigkeit höherer Polizei- so verwirrt, daß man am Ende ihrer Aussagen gar nichts über mit nur die Heiterkeit oder den Unwillen des gesammten Gerichtsorgane, der bestellten Hüter der öffentlichen Ordnung, welche ein die Natur der Bomben wußte. Munoz wollte dabei gewesen sein, faales. Auch die Art und Weise, wie er den Beschluß Attentat zusammenlogen und sich dabei so ungeschickt anstellten, als Debats die Bomben mit Tynamit gefüllt habe, aber die vor der geheimen Gesellschaft, im Senat und Kongreß zu attentaten, daß sie sich während der Gerichtsverhandlung in die größten Wider- gelegte Bombe enthielt eine Mischung von chlorsaurem Kali und ge- vorbrachte, war belästigend. Als nämlich dieses grausige Attentat fprüche verwickelten? Wenn nicht die Angst der Geschworenen sich wöhnlichem Pulver. Als Munoz auf seinen Widerspruch aufmerksam beschlossene Sache gewesen sei, habe er sich sofort freiihre Unbefangenheit aufs schmählichste unterworfen hätte, so wäre gemacht wurde, erklärte er, daß er von der Natur des Spreng- willig gemeldet, und Debats und Ferreira seien durch das ein freisprechendes Urtheil erfolgt, wie allgemein angenommen mittels nichts wisse. Und auf solche vagen Aussagen, auf solche Loos bestimmt worden, indem sie aus einer Urne Zettel mit der wurde von Leuten, welche der Verhandlung beiwohnten. Aber verfänglichen Nebenumstände, auf solche Unbestimmtheit und Un- Aufschrift Bomba" gezogen hätten. Hu! Hu! Wem wird da die Feigheit ist immer die beste Tugend einer untergehenden zuverlässigkeit von Sachverständigen hin begründete man eine nicht gruselig? Darauf habe man zwei Bomben gekauft, Gesellschaft gewesen, und warum sollten die spanischen Ge Anklage auf Bombenattentat! Es war darum dem Vertheidiger welche im Arbeiterverein mit Dynamit gefüllt wurden. schworenen, unter ihnen auch der gegenwärtig berühmteste Dichter Carvajal ein leichtes, der Anklage des Staatsanwalts jegliche Feder sträubt sich, alle diefe gemeinen Lügen niederzuschreiben.Echegaray, schlechter sein als ihre Blutsverwandten in anderer Grundlage zu entziehen, sei es doch gar zu leicht möglich, wenn Welch tlägliche Rolle spielte dieser Ehren- Munoz in der GerichtsHerren Ländern? nicht gar wahrscheinlich, daß die Bomben in Händen des Gou verhandlung! Anfänglich frech und unverschämt, sich fortwährend verneurs eine wunderbare Verwandlung durchgemacht haben, widersprechend, und später, als ihm besonders von dem Verwenigstens tönne man doch nicht auf solche Unbestimmtbeit und theidiger Carvajal scharf zugefeßt wurde, eine erbärmliche JammerUngewißheit hin eine Anllage begründen. Daß der Vertheidiger gestalt, klein und bleich vor Feigheit. damit dem Gedanken der Zuhörer Worte gegeben hatte, bewiesen diese durch den Beifall, welchen sie ihm spendeten. Wenn man die Verhandlungsberichte in den verschiedensten Blättern der verschiedensten Richtung gelesen und mit einander verglichen hat, so ist man gezwungen, zu dem Resultat zu kommen, daß die Verhandlung absolut nichts bewiesen hat, was zur Verurtheilung von Debats und Ferreira führen konnte; was be*) Siehe„ Vorwärts" Nr. 59. Die interessanteste Persönlichkeit des Prozesses war jedenfalls der elende Polozeispißel Munoz. Alle seine Aussagen erwiesen mit Die Noch einen höheren Grad von Erbärmlichkeit zu erreichen, war den beiden Polizei- Offizieren, Ehrenmännern Morera und Duarte, vorbehalten. Beide, besonders der lettere, verwickelten sich alle Augenblicke in die größten Widersprüche. Nur " In der Arbeiter- Bildungsschule( Nord) sprach am 11. d. M. Genoffe Metzner in einem interessanten Vortrage über das Thema: Warum bilden wir uns? An der Diskussion über den Vortrag betheiligten sich mebrere Redner im zustimmenden Sinne und folgte sodann ein gemüthliches Beisammensein. und " gegen Schlüter, Seelig und Franke bleiben noch immer gesperrt. Die Die Arbeiter und Arbeiterinnen in mechanischen| legte Aeußerung: er werde es den Herren im Vorwärts" schon nächste Versammlung ist am 7. April. Schuhfabriken nahmen in der Versammlung vom 11. März auftreichen" in Abrede. Das sei ein Wig, den sich der betreffende Im Fachverein der Uhrmacher und verwandten Stellung zur Maifeier. Genoffe P. Jahn empfahl in seinem Berichterstatter geleistet habe. Des Weiteren suchte er nachzuKirche Berufsgenossen sprach am 10. März Genosse Hoffmann Referat, in anbetracht der günstigen Umstände und der unzweifel weisen, daß der Borwärts" sich mit sich selbst in Wider er einerseits Material gegen Berufsgenossen sprach am 10. März Genosse Hoffmann haft vorhandenen Stimmung für die absolute Arbeitsruhe in den spruch sehe, indem über:" Die Lage der Arbeiter". Unter Verschiedenem beschloß Kreisen der Kollegen den 1. Mai durch Rubenlassen der Arbeit, und Christenthum bringe und andererseits darüber aufdie Versammlung, den„ Märzgefallenen" einen Kranz zu widmen. wenn gegen Religiou und Kirche agitirt Die Kollegen Näther und Wagner tabelten das seltene Erscheinen foweit es angängig fet, zu feiern. Alle Redner in der Diskussion gebracht sei, die Gemeinde eifere. freireligiöse theilten diese Auffassung und feuerten die Anwesenden an, werde, der Vereinsmitglieder in den Versammlungen. Die nächste Ver- Propaganda für die Arbeitsruhe am Maifeiertage in allen Er( Hoffmann) und seine Gesinnungsgenossen ständen mit ihren fammlung findet am 24. März bei Wienecke, Alte Jakobstr. 83, Fabriten zu entfalten. Willner, Filzschub Arbeiter, spricht Ansichten keineswegs allein da. Auch hervorragende Bartei statt, in dieser Versammlung wird Herr Dr. Sturm einen Bor- feine Befriedigung aus, daß endlich die Ansicht von der gemein- genossen Desterreichs, wie Dr. Adler zc., ständen auf demselben trag halten über: Die Erhaltung der Sehkraft". samen Feier der gesammten Schuh- Industrie durchgedrungen ist. Standpunkte. Herr Formes erklärte es für untecht, die ReliMan plant, aus jeder einzelnen Branche einen Vertreter in eine gion abzuleugnen. Wenn die Sozialdemokraten alles bekämpfen, Rommission zu entfenden, welcher alle Arrangements für die den König, Geld und Gott, dann hätten sie gar nichts( HeiterMaifeier überlassen bleiben. Die Versammlung beschloß nach feit). Wurde schon durch diesen Redner der Ernst der Sache in furzer Debatte: erstens am 1. Mai nicht zu arbeiten, zweitens heiterer Weise durchbrochen, so trug Norenberg noch weiter fich mit den Anordnungen der gemeinsamen Kommission für die zur Erheiterung der Versammelten bei. Nach diesem kleinen Maifeier einverstanden zu erklären. Es wurde mehrfach der Intermezzo nahmen die Verhandlungen wieder ihren ernsten Die freie Vereinigung der Banarbeiter hielt am Wunsch geäußert, daß die Kommission versuchen solle, die so Fortgang. Während Herr Formes es feineswegs für nöthig 11. März ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Genosse Wilte referirte über das Thema:" Kapitalgewinn und Arbeits- nothwendige Einigung der Berliner Schuhmacher in die Wege hielt, aus der Kirche auszutreten, wurde von den nachfolgenden zu leiten. Unter Berschiedenem wurden die Lohnverhältnisse Rednern der entgegengesetzte Standpunkt vertreten. Die Dis John." Der Vortrag wurde von der Versammlung mit großem bei der Firma Rosenthal u. Groß, Grünstraße, erörtert; fussion über das obige Thema wurde geschloffen und stimmte die Beifall aufgenommen. Den Märzgefallenen soll vom Verein ein die genannte Firma zahlt nach den Angaben der einzelnen Redner Bersammlung einer Reſolution zu, die sich im Sinne der ge Kranz gewidmet werden. Zum Schluß wurde bekannt gemacht, nicht tarifmäßige Löbne. Die Agitationskommission wurde mit pflogenen Debatte gegen den Baffus des Parteiprogramms daß am Sonntag, den 18. März, beim Genoffen Wilke ein der Untersuchung dieses Falles beauftragt. richtet: Religion ist Privatsache". Deflamationsabend stattfindet. Die nächste Versammlung wird Die Bilderrahmenmacher hatten am Sonntag, den 11. In einer öffentlichen Tapezirer Versammlung, die am Sonntag, den 15. April, im Swinemünder Gesellschaftshause tagen. Auf den Zahlstellen tafsiren: Hartleib, S. W. am Sonntag März bei Bolt eine öffentliche Versammlung einberufen. Genosse am 15. März tagte, wurde ein in den legten vorangegangenen nach dem ersten jeden Monats bei Fettchenhauer, Friesen- und Koblenzer hielt über das Thema:" Unsere geistigen Waffen Tagen in Berlin verbreitetes Gerücht erörtert, nach welchem die Willibald Alexisstraßen Ecke. Paul Dewh, N. am Sonntag nach im Kampi um unsere Griftena", einen mit Beifall entgegen- Innung das Arbeitsnachweise- Bureau der Berliner Gehilfenschaft dem 15. jeden Monats bei Wilke, Hochstr. 66a. Berger, S.0. genommenen Vortrag. Eine Diskussion fand nicht statt. Godann geboykottet haben sollte. Rollege& eder berichtete furz, daß am Sonntag nach dem 15. jeden Monats bei Redanz, Wrangel: wählte die Versammlung den Kollegen Jost zum Delegirten der bie Innung alle Vierteljahre Birkulare versendet, in welchen fie straße 84. Ruteber. O. am Sonntag nach dem 1. jeden Monats Gewerkschaftskommission. Unter Besprechung von Werkstatt- ausschließlich den Nachweis der Meisterschaft empfiehlt, woraus bei Pusch, Langeftr. 12. verhältnissen wurde besonders die Firma Roth u. Ko., Görlitzer fich ja ohnehin ergebe, daß die Jnnung den Nachweis der Ge " Die Korbmacher hatten am 11. März eine öffentliche Berufer, scharf kritisirt und schließlich der Beschluß des Fachvereins hilfen so lange wie möglich zu meiden bestrebt ist. Mehrere fammlung einberufen, in der Frau Alma Balm einen recht dieser Firma vom Arbeitsnachweis keine Rollegen mehr zu- Kollegen rathen dem Boykott des Gehilfennachweises feitens fammlung einberufen, in der Frau Alma Balm einen recht zuschicken, gutgeheißen. Ferner wurde der Tarif der Firma der Meister den Boykott des Nachweises der letzteren entgegenzu beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. Die Rednerin schildert Schulz in Lüneburg verlesen und das Bureau der Versammlung fehen. Sie führten eine Reihe von Mißständen an, die auf dem Meisterin ihrem Vortrage eingehend die verderbliche Wirkung der fapitalistischen Produktionsweise und empfiehlt zum Schluß, da beauftragt, den Vorstand des Fachvereins zu veranlassen, durch nachweise herrschen. Da müssen z. B. die Arbeitslosen drei kapitalistischen Produktionsweise und empfiehlt zum Schluß, da Entfendung eines Referenten nach Lüneburg dort eine beffere Stunden stehen: für das Einschreiben haben sie 10 Pf. zu zahlen wo es möglich ist, den ersten Mai zu feiern. Am 18. März Organisation der Kollegen herbeizuführen. Hieran schloß sich und dieser Betrag wird sogar im Dezember von vielen Gehilfen Abends findet bei Bolt, Alte Jakobstr. 75, eine Versammlung eine lebhafte Debatte, in der hauptsächlich die Ansicht hervortrat, genommen, wenn auch nur eine Stelle vorhanden ist. Kahlen, statt, in der Genosse Hoffmann einen Vortrag hält über:" Die daß es nothwendig sei, den hier am Drt bestehenden Fachverein ein außerhalb der Innung stehender Unternehmer forderte die zehn Gebote und die besitzende klasse." in einen sich über ganz Deutschland erstreckenden Verband um- Gehilfen auf, energisch auf Beseitigung der Schundkonkurrenz zuändern. Aus Beelig waren mehrere Kollegen anwesend, die hinzuwirken. Von mehreren Kollegen gründlich in die Enge fich lebhaft an der Diskussion beteiligten und ihren Beitritt getrieben, mußte S. aber gestehen, daß er selbst unter vier Gehilfen einen, der noch nicht lange ausgelernt habe, mit 12 M. Wochenzusagten. lohn abfinde, angeblich, weil der Betreffende nicht viel versteht. Eine öffentliche Versammlung tagte am Sonntag, den Ein Kollege empfahl, so schnell als möglich in den Streit zu 11. März, im Lokale Bismarckshöhe zu Charlottenburg. Genosse treten, fand damit aber wenig Antlang. Ein erfolgreich durchAbolf Hoffmann referirte über das Thema:„ Das moderne geführter Boykott des Innungsnachweises sei andererseits die Raubritterthum". An der Diskussion betheiligten sich die Ge- beste Borbereitung des Streits. Die Versammlung sprach denn nossen Wuttke, Siegrist und Thal im Sinne des Referenten. auch in einer Resolution den vorgeschlagenen Gegenboykott über Die Versammlung befundete in einer Resolution ihr Ein- den Innungsnachweis aus und die Anwesenden verpflichteten verständniß mit dem Referenten und forderte zum Anschluß an sich, für die strenge Durchführung desselben Sorge zu tragen. die politische und gewerkschaftliche Organisation auf. Der Verein der Zimmerer hielt am Sonntag, 11. d. M., für die Bezirke Süden und Westen eine gutbesuchte Berfamm lung ab, in der Genoffe Behrend über„ Die Nothwendigkeit der Berkürzung der Arbeitszeit" referirte. Redner schilderte in eingehender Weise die Entwickelung der wirthschaftlichen Ver hältnisse und plädirt zum Schluß für eine Vereinigung sämmt licher Bauhandiverter Organisationen am Ort, um energisch für den Achtstundentag eintreten zu können. Dem mit großem Beifall aufgenommenen Bortrage folgte eine Diskussion, an der sich der Kollege König betheiligte. Hierauf gelangte eine Resolution zur Annahme, die ihr Einverständniß mit dem Referenten be fundet und in der sich die Anwesenden verpflichten, dem Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend beizutreten. Zum Schluß erstattete Genosse Gerber einen Bericht über die Verhandlungen betreffs Einführung der Sonntagsruhe in der chemischen Industrie. Weißenfee. Am 25. Februar tagte hier eine öffentliche Verfammlung, in der Genosse Mehner einen recht beifällig aufgenommenen Vortrag hielt, dem fich eine ausgedehnte Dis tuffion anschloß. Genosse Dähnert verliest eine Annonce des In der Fachvereinsversammlung der Zapezirer Weißenfeer Anzeiger", in der Frauen als Arbeiterinnen in einer bielt am 13. März der Kollege Feder einen Vortrag über Schlosserei verlangt werden. Um sich von der Richtigkeit dieses Der Klaffenfampf und seine Bedeutung für das Proletariat." Inserats zu überzeugen, unternahm der Redner selbst eine An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion. Unter Recherche in dieser Angelegenheit. Zu seinem Erstaunen befanden Vereinsangelegenheiten wurden die Mißstände besprochen, die sich wirklich in der Schlosserei Frauen am Amboß arbeitend; auf dem Arbeitsnachweisbureau Niederwallstraße herrschen. Bon fogar ein 17jähriges schwächliches Mädchen war an der Drehverschiedenen Kollegen wurde behauptet, die Zapezirerinnung habe bank beschäftigt. Redner legt besonders dem Frauenverein den Boyfott über den Arbeitsnachweis in der Schützenstraße ver- ans Herz, Aufklärung in die Reihen dieser Ausgebeuteten au hängt. Ferner beschloß die Versammlung, auf die Gräber der bringen. Märzgefallenen einen Kranz niederzulegen. Am 2. Osterfeiertag findet eine Frühpartie statt. wenn Der deutsche Holzarbeiter- Verband( Bahlstelle Berlin) hielt am 11. März eine Drechslerversammlung ab. Auf der Tagesordnung ftand: 1. Stellungnahme zur Sektionsbildung der Drechsler im Holzarbeiterverbande. Der Heferent, Kollege Dost, gab zunächst eine kleine Uebersicht, über die frühere lokale Drechslervereinigung und besprach alsdann eingehend die Frage, ob eine Sektionsbildung mehr Vortheil bieten tönnte, da die Ber fammlungen des Verbandes seitens der Drechsler zu schwach besucht werden. Er glaube durch Sektionsbildung mehr Interesse bei den Mitgliedern resp. den Indifferenten erwecken zu können. Der Korreferent, Kollege Wiedemann gab zu, daß die geWeißenfee. Die Gemeinderaths- Wahl stand in einer Ber hegten Erwartungen nicht eingetroffen sind seit Zusammen sammlung, die am 12. März hier tagte zur Berathung. Von der schluß des Verbandes. Dies liege aber nicht an der Verwaltung, sondern an den Kollegen felt ft. Die Drechsler sind in derselben In der öffentlichen Versammlung, welche am 15. 8. M. Versammlung waren die Gemeindevertreter eingeladen, aber nicht genügend vertreten und dürften nur Anträge gestellt werden um bei Joël tagte, erfolgte die Fortsetzung der Diskussion über das erschienen. Die Debatte gipfelte zum Theil in einer lebhaften Branchenversammlungen zur Förderung der Organisation. Eine Thema:" Sozialdemokratie und Staatsreligion", über welches Auseinandersetzung über die Betheiligung an der Wahl. SchließSektionsbildung aber würde dem Verband mehr Schaden wie bereits in mehreren vorangegangenen Versammlungen debattirt lich nahm man gegen 5 Stimmen eine Resolution an, die Nußen bringen. In der darauf folgenden, sehr lebhaften Dis worden war. Es wurde in der Rednerliste der vorigen Ver- folgendermaßen lautet: Die Arbeiter in Weißensee nehmen in von der diestussion sprachen sich die meisten Redner gegen Settions fammlung fortgefahren. Die Vorsitzende, Frau Jänide, be- Ermangelung eines geeigneten Kandidaten In der folgen bildung aus. Inzwischen waren zwei Anträge ein merkte zunächst gegenüber der in dem vorigen Versammlungs- jährigen Gemeinderathswahl Abstand. Debatte tamen die Mißstände bei Vergeben der gegangen, Der erste lautet: Die Versammlung der berichte enthaltenen Behauptung, daß die Versammlungen so den Drechsler erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten lange fortgesetzt werden sollten, bis die Abgeordneten fich ge- Gemeinde- Bauten zur Sprache. Auf die Beschuldigungen, die in Kollegen Doft einverstanden und nimmt für sich den Absatz 3 des müßigt sehen würden, in den Versammlungen zu erscheinen, daß der Arbeitslosen- Versammlung erhoben waren, ist bis jetzt keine § 22 in Anspruch, welcher den Mitgliedern einer befonderen Branche es niemanden eingefallen sei, einen derartigen Wunsch zu äußern Erklärung erfolgt. Die Versammlung nahm deshalb folgenden Sektionsbildung gestattet und stellt an die Generalversammlung oder einen derartigen Beschluß zu faffen. Man fei sich von Antrag an: Die Versammlung fordert von der Leitung der hier den Antrag, Sektionsbildung der Drechsler zu fanttioniren. vornherein darüber tlar gewesen, daß die Abgeordneten nicht ausgeführten Bauten unbedingt Stellungnahme zu den gegen ste Dieser Antrag wurde abgelehnt. Der zweite Antrag lautet: erscheinen würden. Ebensowenig fei beschlossen worden, daß die erhobenen Anschuldigungen, weil auch die Arbeiterschaft ein Die Versammlung beschließt nach reiflicher Ueberlegung die Abgeordneten Singer und v. Vollmar besonders eingeladen. Interesse hat, zu wissen, ob diese Anschuldigungen wahr sind. Sektionsbildung abzulehnen, jedoch wünscht dieselbe die Ver- werden sollten. Seiler bedauerte das Nichterscheinen der Ab- Schöneberg. In einer öffentlichen Versammlung, die hier anstaltung von Branchenversammlungen. Im weiteren ver- geordneten. Sie sollten nicht kommen, um sich als Angeklagte am 12. März tagte, sprach Genoffe Hansen über das Thema: pflichten sich die Anwesenden, soweit es in ihren Kräften steht, für zu rechtfertigen, sondern nur um ihre Meinung zu äußern. Die politischen Rechte der Arbeiter". Von einer Diskussion den Holzarbeiter- Verband zu agitiren. Von diesem Antrag Nach der Meinung Neuhaus' hat der„ Borwärts" bisher ent über den Vortrag nahm die Versammlung Abstand und be wurde der erste Theil mit großer Majorität, der zweite ein- ftellte Berichte über die Vorversammlungen gebracht. off- fchäftigte man sich sodann im Anschluß an die Gemeinderathe stimmig angenommen. Da unter Verschiedenem nichts Besonderes mann- Pankom sprach angesichts des mäßigen Besuches der wahl mit der Erörterung fommunaler Mißstände. Hierauf vorlag, wurde die Versammlung nach einigen persönlichen Aus- Versammlung von einer auch nicht offiziell wählte die Versammlung die Genoffen Eichhorn, Bommerente einanderseßungen geschlossen. boykottirten Versammlung und stellte die ihm in den Muud ge- und Gröpfe zu Revisoren für die Abrechnung des Wahlfomitees. Die nächste Versammlung findet am 18. März statt. Köpenick. Der hiesige Arbeiterverein diskutirte in seiner weniges will ich zu ihrer Charakterisirung anführen. Ueber feit, ein Verbrechen zu begehen, glaubte er schon darin sehen zu zwei Monate find sie Mitwisser der Pläne einer geheimen Ver- dürfen, daß Debats im Namen von Munoz um Dynamit gebeten Sigung am 13. d. Mis. den Passus unferes Parteiprogramms: brecherbande, oder haben sie dem Schwindler Munoz nie und ihm ein Rezept über Herstellung desselben gegeben hatte, nie und ihm ein Rezept über Herstellung desselben gegeben hatte, Religion ist Privatsache". Der Anreger dieser Debatte war geglaubt? Weshalb verfolgte die Regierung nicht jene Bande, was nach seiner Meinung schon ein Verbrechen sei. Man sollte für Streichung dieses Punktes, ebenso Hilliges. Richter, Teh, da sie doch durch die Polizei Kenntniß von derselben hatte und es nicht für möglich halten, daß ein gebildeter Mann fich zu Niete. Grothe und Lehmann wollen diefen Sah beibehalten. die Mitgliederliste sich in ihrem Besize befand? Weshalb solchem Sage versteigen kann, und das in einem Lande, wo jeder Ein Antrag Feller: Auf dem Parteitage nochmals über diesen forderten Polizei und Regierung den Ehren- Munoz auf. in Befih von Dynamit kommen kann! Der Staatsanwalt wußte Puntt zu diskutiren, fand Annahme. Richter theilte mit, daß in der Verbrecherbande weiter zu bleiben, ob eben mit dem vorliegenden Material nichts anzufangen und am 2. Osterfeiertage eine Agitationstour stattfindet und sind zu für die Schuld von Debats und derselben 100 M. aus der Vereinskaffe bewilligt. Zum Schluß wohl er austreten wollte? Weshalb wurden die drei Angeklagten mußte den Beweis eines theilt der Kassirer mit, daß bei dem legten Bergnügen die Einnicht verhaftet, als Munoz die Polizei von dem geplanten Ber- Ferreira aus den Aussagen des Munoz ableiten, der auf Geheiß einer elenden Polizei nahme 173 M., die Ausgabe 124,95 M. betrugen; mithin bleibt brechen in Kenntniß fette? Wozu brauchte man erst den erbärm- Schuften, ein ehrlosen Regierung lichen Standal in der Nähe des Kongreßgebäudes? Weshalb war das und erfinden ein Ueberschuß von 48,05 m. große Meffer, mit dem Debats sich vertheidigt haben sollte, nirgends mußte, um zwei Unschuldige ans Messer zu liefern. Ein zu finden? Weshalb ließ man Ehren- Munoz noch lange Zeit schöner Beweis! Armer Staatsanwalt! Aber thut nichts! Der in Freiheit? Weshalb machte der Ehren- Duarte dem Ehren- Inde wird verbrannt! Der Eindruck des juristischen Kunststückes Briefkaffen der Redaktion. Munoz in der Nacht nach dem vereitelten Attentat einen Besuch? war ein schwacher, und man war allgemein erstaunt, daß die Was haben beide Ehrenmänner miteinander verhandelt? Haben Schlußfolgerungen des Staatsanwalts der allgemeinen Meinung Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Bahl) fie sich ins Fäustchen gelacht, weil sie der Welt gezeigt hatten, so sehr widersprachen. daß es noch Ehrenmänner giebt, auf welche die bürgerliche Dagegen waren die Reden der Vertheidiger von Debats A. U. Auf Stellenvermittelung können wir uns nicht einGesellschaft stolz sein kann? Als nun endlich ein Verhaftsbefehl und Ferreira der wärmste Ausdruck ihrer innersten Ueberzeugung. laffen. auf Munoz erlassen wurde, wie konnte Duarte aussagen, daß In der schärfsten Weise kritisirten sie die Gemeinheit der beiden derfelbe erfüllt sei, obwohl Munoz fich noch in Freiheit befand Polizei- Offiziere, indem fie mit Recht bemerkten, daß neben dem und erst nach zwölf Stunden eingeliefert wurde? Muuoz jene beiden Ehrenmänner ihren Plaz verdient hätten, Andere Belastungszeugen wußten nichts Belastendes auszu was vom Publikum mit Zustimmung aufgenommen wurde. fagen oder verwickelten sich in Widersprüche, so daß deren Aus- Es war ihnen ein leichtes, die Absurditäten und Wider seiner juristischen fagen auch nicht den geringsten Werth besaßen. Der Bomben- sprüche des fünftlichen Verbrechens und Raum händler und ein Schwager Duarte's erwiesen sich als Subjekte Behandlung auf das energischste zu brandmarken. äußerst zweifelhafter Natur.- Die Entlastungszeugen stimmiten ist wohl in Spanien die Polizei in ihrer Erbärmlichkeit dagegen in ihren Aussagen überein und mußten dadurch bei so vortrefflich gezeichnet worden, wie es Munoz Rivera mit allen Unbefangenen die Ueberzeugung erhärten, daß Debats feiner großen Beredtfamkeit that. Wohl nie hat sie eine solche und Ferreira an dem ihnen zur Last gelegten Verbrechen voll- moralische Niederlage erlitten, als an dem Tage, wo jener ständig unschuldig waren. Auch die von auswärts eingezogenen Advokat die ganze Schale feines berechtigten Spottes auf sie Nachrichten lauteten durchaus zu Gunsten der beiden Genannten, herabgoß. Er bezeichnete den Ehren- Duarte als einen verwenn sie auch bestätigten, daß sie beide Anarchisten seien, was brecherischen Hehler eines Verbrechens und als einen Lügner. diese auch keinen Augenblick leugneten, da sie sogar vor Gericht noch heftiger waren die Angriffe des Vertheidigers Carvajal. Wie Keulenschläge sonsten die Worte des greisen Republikaners ihre Ansichten über Anarchismus entwickelten. auf die Häupter des elenden Polizeigesindels nieder. einer Attentat Als nun endlich dem Staatsanwalt das Wort ertheilt wurde, Die Anklage war moralisch vernichtet, und man war der war man allgemein der Annahme, er würde die Anklage zurückziehen. Aber gefehlt! Die Justiz wollte und mußte ihr Ueberzeugung, daß die Geschworenen die Schuldfragen verneinen Aber die Angst muß doch größer gewesen sein als Opfer haben, und der Staatsanwalt fonnte es fich daher auch würden. nicht schenken, seine windige und haltlofe Antlage mit den ge- bie Unbefangenheit. Alle drei Angeklagten wurden schuldig wagtesten juristischen Kunststücken zu vertheidigen. Die Möglich gesprochen und-au sieben Jahren Zuchthaus verurtheilt. # anzugebeu, unter der die Antwort ertheilt werden soll. T., Görligerfte. Den Sohn fönnen Sie, vertreten durch den Bater, jedenfalls verklagen. Der Bater haftet Ihnen nur, wenn Sie nachweisen können, daß der Sohn zur Zeit der Be ftellung und Lieferung nichts verdiente, und den Anzug gebrauchte. Letzteres ist zweifelhaft, da der Sohn noch den schwarzen Anzug hatte. Wenn Sie den Vater verklagen, bedarf es einer vors herigen Klage gegen den Sohn nicht. Menzel 40. Annonciren Sie immerhin, wenn Sie Ihren Schädel los werden wollen. An Museen dürften Sie schwerlich Abnehmer finden. M. Sch. 30. Mob" ist aus der englischen Sprache zu uns berübergedrungen und bedeutet soviel wie Gesindel, Pöbel mit Ballonmüßen sowohl wie mit Zylinderhüten. Malichowski. Die von Ihnen angeregten Fragen find, wie Sie sich wohl denken können, auch von uns neuerdings des öfteren erörtert worden. Aber so leicht wie Sie es sich vorzustellen scheinen, geht die Sache denn doch nicht. 20 M. Görlig. Wenn nicht ausdrücklich ausbebungen war, baß nur bei pünktlicher Zahlung der Buße die Klage zurüc genommen sein sollte, tann nur auf Buße geflagt werden. G. 2. 70. Bitte, fragen Sie den Bezirks Feldwebel, wir tönnen das nicht wissen. Größtes Manufaktur- und Modewaaren- Haus des Ostens M. Löwinsohn, Inhaber: L. N. Jacob. og Grüner Weg 32( Ecke Andreasplatz).m 5765L* Kinderwagen, Grüner Weg 32( Ecke Andreasplazz). Verkauf nur gegen Baar zu streng festen Fabrikpreisen. sit Möbel- Magazin. Fr. 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Chausseestr. BERLIN N. Chausseestr. 14. Sonntag, den 18. März, Vormittags 10 Uhr: Große sozialdemokratische Volks- Versammlungen in nachstehenden Lokalen: 2. Wahlkreis: Kurth's Feßfäle, Hafenhaide. Ref.: Reichstags- Abgeordneter Rich. Fischer. 4. Wahlkreis( Often): Bekanntmachung. Große öffentliche Versammlung Gewerbegericht der Arbeiter u. Arbeiterinnen der Firma Gebr. Siemens& Cie. Am 30. März cr. wird das vom Hause Stralauerstr. 3-6 nach dem in Charlottenburg Köllnischen Rathhause, hierselbst am Montag, den 19. März, Abends 8 Uhr, im Lokale Breite Strasse 20a, Bismarckshöhe, Bismarckstraße Nr. 80. verlegt. Tages- Ordnung: 58112* An den Umzugstagen, d. i. am 30. und 31. März cr., bleiben die Bureaus 1. Lohn- und Arbeitsverhältnisse bei der Firma deshalb für das Publikum geschlossen. Gebr. Siemens& Cie. und wie können dieselben gebessert werden. Referent: Otto Naether. 2. Diskussion. Berlin, den 14. März 1894. Gewerbegericht zu Berlin. gez. von Schulz. Brauerei Friedrichshain. Referent: Reichstags- Abgeordneter Aug. Bebel. Allgemeiner Hilfsarbeiter- und Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee 11/13. Ref.: Genosse Ledebour. Elysium, Landsberger Allee. Referent: Genosse Dr. Lux. 4. Wahlkreis( Südost): Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. März, Konkordia- Feßfäle, Andreasstr. 63/64. Referent: Genoffe Albin Gerisch. 81/2 Uhr, Inselstraße 10, 1 r.: Dienstag, den 20. Mar, vends Konzerthaus Janssouci, Kottbuserfir. 4a. Ref.: Genoffe Georg Wagner. Mitglieder- Versammlg. 6. Wahlkreis: Germania- Fettsäle, Chauffeestr. 103. Ref.: Reichstags- Abg. W. Liebknecht. Ahrends' Brauerei, Thurmstr. 26/27. Ref.: Reichstags- Abg. Max Schippel. Weimann's Volksgarten, Badstraße. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. Ref.: Reichstags- Abg. Emanuel Wurm. Tages Ordnung in allen Versammlungen: Tages- Ordnung: 1. Antrag Arndt, betr. Nachtrag im Statut( Regelung des Unterstügungswesens). 2. Vereinssachen. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma werden ersucht, vollzählig zu erscheinen. Sämmtliche Metallarbeiter Charlottenburgs sind zu dieser Versammlung gleichfalls eingeladen. 497/5 Achtung! Nollkutscher. Achtung! Sonntag, den 18. März, Abends 6 Uhr, in Cohn's FestGroße öffentliche Versammlung fälen, Beuthstraße 21 1 Tr.: aller im Speditionsgewerbe besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Rollkutscher, Boden- und Speicher- Arbeiter u. f. w. Zages Ordnung: Wir ersuchen sämmtliche Mitglieder unferes Vereins, zu dieser wichtigen Tagesordnung in der Versammlung zu erscheinen. Gleichfalls werden die 1. Vortrag des Herrn Georg Wagner über: Der Kampf ums Dasein. arbeitslosen Mitglieder, sowie die noch 2. Diskussion. 3. Wahl eines Delegirten zum 1. Kongreß der Berufsgenossen der Beiträge beim Kassirer zu melden. über Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Rollkutscher und Bodenarbeiter. Der Vorstand. Alle Kollegen und deren Frauen sind hierdurch eingeladen. Der Einberufer. ,, Die Bedeutung des 18. März für das Proletariat." säumigen ersucht, ſich betr. Abstempelung Deutſchlands. 4. Aufnahme von Mitgliedern für den Verband. 5. Besprechung 350/14 Die Vertrauenspersonen. Sozialdemokratischer Wahlverein 161/19 Große öffentl. Versammlung der für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Polnischen Arbeiter Sonnabend, den 14. April 1894, in Joël's Festsälen, Andreasstraße 21: Stiftungs- Fest= bestehend in Konzert, Festrede, Theater- Aufführung und Ball. am Sonntag, den 18. März, Nachm. 3 Uhr, im Lokale des Herrn Stein, Rosenthalerstr. 38. Um zahlreichen Besuch bittet 2383b Der Einberufer. Versammlung Billets à 20 Pig.( ir beschränkter Anzahl) find in den mit Blakaten der Zentral- Krankenkasse der belegten Handlungen zu haben. 492/3 Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pfg. nach. Das Vergnügungs- Komitee. Maler( Filiale V, SW.) am Montag, den 19. März, Abends 9 Uhr, im Kaffenlokal. 1. Arträge zur Generalversammlung. Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenossen. 2. abbes Delegirten. Dienstag, den 20. März, Abends 8 Uhr, in Seefeld's Salon, Grenadierstr. 33, Große Versammlung. Tages Ordnung: = 1. Bericht der Kommission. 2. Die Mißstände in unserer Branche. Die Kollegen von Löwenstein sind ganz besonders hierzu 3. Verschiedenes. eingeladen. 485/7 Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 18. März d. I., Abends 62 Uhr: 217/2 Der Vorstand. Verein Deutscher Schuhmacher. 477/7 Verein der Töpfer und Berufsgen. Deutschlands.( Filiale Berlin.) Sonntag, den 18. März, Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Philipp, Rosenthalerstraße 38: 2. 386/12 Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über Gewerbegerichte. Referent: Rollege Jacobey. Der Vorkaud. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiebenes. Verein Berl. Jalousie- Arbeiter, Arbeiterinnen und Berufsgenossen. Außerordentliche General- Versammlung am Montag, den 19. März cr., Abends präzise 8 Uhr, im Vereinslokal bei Wollschläger, Blumenstr. 78. Montag, den 19. März cr., Abends 2412b 8 Uhr, Rosenthalerstr. 11/12: Versammlung. Tagesordnung: 1. Wie stellen wir uns zu einer Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Antrag Woyda. 4. Verschiedenes. Um recht pünktliches und zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Deffentliche Versammlung der in der Gold- und Silberwaaren- Industrie beschäftigten Arbeitslosen- Unterſtüßung im Schuh- Arbeiter und Arbeiterinnen und verw. Berufe Berlins u. Umg. macher- Gewerbe? 2. Verschiedenes und Fragekasten. NB. Billets zur Urania und die Protokolle vom internationalen SchuhZwei Versammlungen macher- Kongres gelangen zur Ausgabe. 1. In Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. Referent Her Stadtverordneter Theodor Metzner. 2. Bei Seefeldt, Grenadierstraße 38. Referent Herr Dr. Pinn. Thema in beiden Bersammlungen: Der 18. März und seine Bedeutung. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. 464/16 Der Vorstand. Nach den Versammlungen: Gemüthliches Beiſammenſein. Gäste Freie Vereinigung d. Graveure, ( Damen und Herren) sehr willkommen. Die Generalversammlung findet nicht am 11. April bei Seefeldt, sondern schon am 4. April, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, statt. Billets à 30 Pf. zu dem am 1. Osterfeiertag in der Berliner Ressource, stattfinden Geselligen Abend sind in den Versammlungen und in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Der vom Gesangverein„ Vorwärts II" unter Mitwirkung der Ethischen Gesellschaft auf den ersten Feiertag angekündigte Gesellige Abend" beruht auf Täuschung der Genossen. 150/10 Der Vorstand. Stuckateure! Ziseleure 2c. Montag, den 19. März cr., Abends 8 Uhr, im Vereinslokal, Dresdener straße Nr. 45: Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Genoffen Türk über:" Die Herrschaft der besitzenden Klasse". 8. Distussion. 4. Berschiedenes. Am Montag, den 26. März cr. ( 2. Oiterfeiertag.): XI. Stiftungsfest im Louisenkädtischen Konzerthaus, am Montag, den 19. März, Abends 8½ Uhr, im ,, Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genoffen Rob. Schmidt: Der Werth der internationalen Arbeiter- Vereinigungen". 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten zur Gewerkschaftskommission. 4. Bericht des Bei sizers am Gewerte richt. 5. Verschiedenes. Um zahleich Betheiligung ersucht Die Berliner Agitations- Kommission. 24176 Binkgieker und Stürzer. Dienstag, den 20. März 1894, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Doberstein, Mariannenstr. 31/32: Oeffentl. Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Wie stellen wir uns zur Maifeier? 2. Bericht des Gewerbegericht Beifizers und Bericht des Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission. 3. Wahl einer Kommission zur Regelung eines einheitlichen Lohntarijs. 4. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung werden die Kollegen von der Firma Welt hiermit ganz besonders eingeladen. Der Einberufer. 2387b Verband der Möbelpolirer Berlins u. Umgegend. Montag, den 19. März, Abends 81/2 Uhr, Am Dienstag, den 20. März, Abends 7 Uhr, im Lokal des Herrn Alte Jakobstr. 37, beſtehend in Kon- im Lokale des Genoffen Wilke, Andreasstraße Nr. 26: Drigmüller, Alte Jakobftrahe 48a: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: zert, Gesang und Vorstellung. Nachdem: BALL. Versammlung. Tagesordnung: Billets à 25 Pf. find in obiger Verfammlung, sowie bei den Kollegen Barth, 1. Fortsetzung der Debatte der letzten Versammlung, betreffend den Arbeits Simeonstraße 2; Abt, Fürstenstraße 4; nachweis, wie derfelbe allen Anforderungen entsprechend eingerichtet werden Brückner, Manteuffelstr. 114; Michau, foll. Referent: C. Kurth. Rorreferent: G. Reuter. 2. Beschlußfaffung, betr. 449/10 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Unsere Organisation. 3. Bericht übbenerstr. 22; und Thurow, Grüner den Ueberschuß vom Weihnachtsfest. 3. Geschäftliches. erstattung der Gewerbegerichts- Beisiger. Weg 39, zu haben. Alle Mitglieder ladet zu pünktlichem und zahlreichem Erscheinen hier Der Vorstand. J. A.: Robert Weber. Um zahlreiche Betheiligung ersucht mit ein Der Vorstand. J. A.: M. Thiel. 23776 Kollegen! Es ist Pflicht jedes Einzelnen, zu erscheinen. Zur Deckung der Unkosten findet Zellersammlung ftatt. Die Vertrauenslente. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Versammlungen: Schöneberg, West und Süd West. Sonntag, den 18. März, Vormittags 10%, Uhr, in Lehmann's Lokal, Krenzbergftr. 48. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Hierzu sind die Kollegen der Werkstätte von Reddemann, Großgörchen straße 16, besonders eingeladen. 429/20 Friedrichsberg. Dienstag, den 20. März, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Spitzig, Frankfurter Allee. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. Zu dieser Bersammlung sind alle Holzarbeiter, auch Nichtverbands. mitglieder, dringend eingeladen. Die Ortsverwaltung. Die nächste Sigung der Ortsverwaltung findet am Freitag, den 6. April statt. Schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Theil. Künftl. Zähne 2 M. ahlung. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22, 8-7 Uhr. Achtung, Bügler! 168/20 Behuss Gründung eines Bezirks- am Bügler- Vereins für Wedding und Gesundbrunnen zur Wahrung der Interessen der Bügler und Zuschneider der 3. Damenmäntelbranche, verbunden mit Arbeitsnachweis, werden alle Bügler und Buschneider obiger Branche ersucht, am Montag, 19. März, beim Restaurateur F. Pannier, Gerichtsstraße 62, Abends 8 Uhr, recht zahlreich zu er scheinen. J. A.: Carl Drews. Allgemeiner deutscher Tapezirer- Verein ( Filiale Berlin). Versammlung Montag, den 12. März 1894, Abends 8½ Uhr, bei Bolt, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Welz. 2. Diskussion. Gewerkschaftliches. Die Ortsverwaltung. Die Bibliothek ist am Versammlungsabend geöffnet. 2388b Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Often Berlins. im Lokale, Sum Freischüt", Fruchtstraße Nr. 36a( oberer Saal): Sonntag, den 18. März, Abends 6½ Uhr, Große öffentliche Charlottenburg. Versammlung für Männer u. Frauen. Werke u. Lieferungswerte empfiehlt sich = Tages Ordnung: Bur pünktlichen Lieferung des Vorwärts, Boltsblatt, Sozialdemokrat, Wahren 1. Vortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Jakob sowie aller sozialist. Broschüren, 2. Diskussion.- Entree 10 Bf. 2404b Der Einberufer. G. Beyer, Wallstr. 96. 58102 B. Günzel, Spezialität: Borträts ber sozialistischen Führer Lassalle Lothringerstrasse 53, vis- à- vis der Pferdebahn- Wartehalle Unfallsachen, Klagen, Eingaben. und Mary in Cigarrenspitzen, Pfeifen, Brochen, Nadeln, Knöpfen, Stöcken, Bugger, Stegligerstr. 65. 2164b Büsten, Bildern u.dgl. en gros, en détail.( Man verlange den Preiskourant.)[' Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Berlag von Max Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.