Nr. 141. Abonnements- Bedingungen: • Abonnements Breis pränumerandet Bierteljahrl. 8.30 ML monatl 1.10 RL möchentlich 25 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit ilustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt 10 B. Bost Plbonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post Beitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2.50 Mart, für das übrige Ausland Mark pro Monat Postabonnements rehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luremburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint tägli Vorwärts Berliner Volksblaff. 32. Jahrgang. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Solone geile oder deren Raum 60 Bfg., für bolitische und gewerkschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 g. Kleine Anzeigen", das fettgedrucke Bort 20 Bfg.( zulässig 2 fettgedrudte Morte), jedes weitere Wort 10 g. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Bort 10 Pig., jedes weitere Wort 5 Pfg. Borte über 15 Buch fiaben zählen für zwei Borte. njeraie für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin", Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplah, Nr. 151 90-151 97. Sonntag, den 23. Mai 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 151 90-151 97. Italien vor Eröffnung der Feindieligkeiten. Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 22. Mai 1915.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen der Straße Estaires- La Bassée und Arras kam es zu erneuten Zusammenstößen. Südwestlich Neuve Chapelle wurden mehrere zu verschiedenen Zeiten einsetzende englische Teilangriffe abgewiesen. Eine Anzahl farbiger Engländer wurde dabei gefangen genommen. Weiter südlich bei Givenchy wird noch gekämpft. Französische Augriffe, die sich gestern abend gegen unsere Stellungen an der Loretto Höhe, bei Ablain und bei Neuville richteten, brachen meist schon in unserem Feuer zufammen. Ein weiterer nächtlicher französischer Vorstoß nördlich Ablain erreichte unsere Gräben. Der Kampf ist dort noch nicht abgeschlossen. Auf der übrigen Westfront fanden nur Artilleriekämpfe an verschiedenen Stellen besonders zwischen Maas und Mosel ftatt. Südwestlich Lille und in den Argonnen verwendete der Feind Minen mit giftigen Gasen. Deftlicher Kriegsschauplay. Westlich der Windau in Gegend Schawdiny kam es zu Reiterkämpfen, bei denen ein Regiment der russischen Ussuri Reiter- Brigade aufgerieben wurde. Bei Szawle und an der Dubissa wurden einzelne russische Nachtangriffe abgewiesen. Die Zahl der Gefangenen aus den Kämpfen östlich Podubis stieg um 300. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Aenderungen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Italien vor dem Kriege. Oberste Heeresleitung. Minister hörten die Rede Manfredis stehend an und riefen ihm lange und lebhaft Beifall zu unter den Rufen:„ Es lebe Italien! Es lebe der König!" Hierauf vertagte sich der Senat auf unbestimmte Zeit, und die Signng wurde aufgehoben. Die Stimmung in Rom. Zeutralorgan der sozialistischen Partei behauptet, daß die für den 19. Mai anberaumten Protest meetings gegen den Krieg in ganz Italien großen Erfolg hatten, daß aber die Polizei alle Depeschen und telephonischen Mitteilungen konfiszierte. Der ,, Avanti" fährt fort, über die Protestbewegung unter der Arbeiterbevölke rung zu berichten. " Zusammenkunft der diplomatischen Vertreter Italiens. Rom, 22. Mai.( W. T. B.) Messagero" meldet: onnino forderte nochmals mehrere diplomatische Vertreter Italiens im Auslande auf, nach Rom zu fommen. Tittoni traf heute ein. Imperiali, Bollati und der Herzog von Avarna werden erwartet. Die Protestbewegung gegen den Krieg. Der„ Berner Tagwacht" wird aus Italien geschrieben: Der als Protest gegen die interventionistischen Kundgebungen der Studenten von den Sozialisten in Turin inszenierte Ge neralstreif nahm einen großen Umfang an. Auch die Tramarbeiter streitten, und den ganzen Tag fuhr fein einziger Wagen aus der Remise. Große Menschenmassen bewegten sich aus allen Richtungen nach dem Zentrum der Stadt, wo eine Demonstrations versammlung abgehalten wurde, und durchzogen unter den Rufen: " Es lebe der Streif! Rieder mit dem Krieg!" die Straßen. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung wurden von den Behörden einige. Kavallerieschwadronen aufgeboten, zum Teil aus benachbarten Garnisonen. Nachher zog die Menge durch verschiedene Straßen der Stadt und suchte vor die Universität zu gelangen. Bei der Via Roma tam es zu einem 3 usam menstoß zwischen der Kavallerie und den Demonstranten. Plötzlich frachte ein Schus in den ungeheuren Tumult. Die Menge stor nach allen Richtungen hin auseinander, und ein tumultuöses Gedränge ging on. breißigjähriger Mann wurde von dem Geschoß in den Stopf ge= troffen und verschied bald darauf. Hier und dort gab es heftige Zusammenstöße, und an verschiedenen Stellen frachten Schüsse Soldaten, Karabinieri und Demonstranten wurden verwundet. An anderen Stellen der Stadt sollen Scheiben eingeschlagen und regelrechte Revolvergefechte ausgefochten worden sein. Auch hier gab es Verwundete, Im ganzen ctwa 20 Personen, worunter 7 Soldaten. Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 22. Mai.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 22. Mai 1915 mittags: In Mittelgalizien wird weiter gekämpft. Das von den verbündeten Truppen bisher erftrittene Terrain wird gegen alle russischen Gegenangriffe behauptet. Ju Bei einer Attade einiger Kavalleristen am Nachmittag fent langsam fortschreitendem Angriff wird täglich weiter Raum Rom, 22. Mai.( W. T. B.) In der vorgestrigen Kammer- ein Soldat vor dem Gebäude der Arbeitsfammer zu Fall. Ju gewonnen. An der Pruthlinie herrscht im allgemeinen sigung fehlten beinahe neunzig Abgeordnete, diesem Augenblid frachten zwei Schüsse aus den Fenstern eines Ruhe. Bei Bojan östlich Czernow is scheiterte ein Versuch darunter Giolitti, der in seinem piemontesischen Heimats Gebäudes. Diese gaben das Signal zu einer allgemeinen Schießerei; Ruhe. Bei Bojan östlich Czernow is scheiterte ein Versuch des Feindes, auf das füdliche Ufer zu gelangen, unter starken orte Cavour, wohin er sich zurückgezogen hat, fortgesetzt Droh. einige Soldaten wurden verwundet. Darauf drangen die Truppen des Feindes, auf das südliche Ufer zu gelangen, unter starken briefe erhalten soll. In Rom werden Schmähschriften gegen in das Gebäude ein und nahmen mehrere Verhaftungen vor. Unter Berlusten für den Gegner. Im Bergland von Kielce weicht Giolitti verbreitet, in denen er als Gegner der italienisch den Verhafteten befinden sich auch die sozialdemokrati der Feind nach hartnäckigen Kämpfen erneut in nordöstlicher nationalen Aspirationen und bezahlter Agent der Desterreicher schen Abgeordneten Quaglino und Degiovanni.. Richtung zurück. und Deutschen beschimpft wird. Auch viele andere Abgeord- Das Volkshaus in Turin wird von Truppen bescht nete scheinen durch Drohung am Erscheinen in der Kammer gehalten. Demonstrationen dürfen auf Befehl des Militärverhindert worden zu sein. Von wirklicher Begeisterung in der kommandanten nur außerhalb der Stadt veranstaltet werden. Der Kammer war nicht die Rede und im Senat noch weniger, Avanti" schreibt:„ Die königlichen Truppen haben die Arobwohl der englische Botschafter, unterstützt von dem„ Dichter" beiter Turins als den inneren Feind" behandelt. Somit Gabriele d'Annunzio und einigen französischen Korrespondenten ist die nationale Einigkeit und die patriotische Eintracht in Italien sich große Mühe gab, eine solche in den Wandelgängen und eine alberne Phrase. Der Erfolg des Vorgehens gegen die Zürich, 22. Mai.( T. 11.) Man erfährt hier, daß auf im Sizungssaal zu entfachen. Auch in der Stadt war die Feinde" in Turin ist befriedigend, aber doch nur bis zu einem Stimmung eher eine gedrückte. gewissen Punkte. Es ist ein Anfangserfolg, der Gutes und Böjes Anordnung des italienischen Marineministeriums der ganze Schiffahrtsdienst in der Adria ein- Quirinal geplant. Für heute ist eine" patriotische" Kundgebung vor dem zur selben Zeit verspricht im Hinblick auf sehr wahrscheinliche ezDie triegsfreundliche Presse bringt bitterte Stämpfe, die nach drei Fronten auszufechten sind. Daß gestellt worden ist. Die Telegraphen- und Eisen- lange Telegramme aus London und Paris, in denen der dor- die Kriegsbegeisterung in Italien auch heute noch keine einhellige bahnverbindungen an der italienisch öfter- tigen Freube über das Vorgehen Italiens begeisterter Aus- ist, erhellt am besten aus den vielen Berichten über Zusammena reichischen Grenze sind unterbrochen. Nach druck gegeben wird. Die Bildung eines Konzentrationsfabinetts it öße zwischen Soldaten und Interventionisten. dem Bekanntwerden der Abstimmung des Senats über die in London wird als Beweis dafür angesehen, daß England sammenstöße und Demonstrationen werden berichtet aus Eunco, Kriegsvorlagen der Regierung erneuerten sich in Rom die entschlossen sei, den Krieg mit Energie fortzuführen. Die Vicevano, Pavia, Pieve di Teco, Novi, Monteleone Calabro, Rio Freudenmanifestationen. Rom und ganz Italien in Italien zahlreich vertretenen belgischen Emissäre richten Marina usw. In Civitavecchia wurde eine Anzahl Interventio find vom Kriegsfieber ergriffen. Die Stimmung Telegramme an die Deputierten und Senatoren, in denen sie nisten von den Soldaten mit Stöcken geschlagen." ist derartig aufgeregt, daß die Regierung Ausschreitungen be- ihrer Freude darüber Ausdruck geben, daß Italien sich an der fürchtet und daher strenge Maßnahmen ergreifen mußte, um Befreiung von Belgien beteiligen wolle. Ruhestörungen und Belästigungen gegenüber den Ausländern Befreiung von Belgien beteiligen wolle. Die Sozialisten strenger Richtung berharren in ihrer Opposition gegen den Krieg. Das Ergebnis der Abstimmung im Senat. Der sozialistische Abgeordnete Cavalari dementiert die Nachricht seines Eintritts in Rom, 22. Mai. Der Senat beschloß, die Rede Colonnas an- das Heer; er sei ein treuer Soldat der zuschlagen. Ueber die Borlage betreffend außerordentliche Bollmachten sozialistischen Partei und beteilige fich für die Regierung wurde in geheimer Abstimmung beschlossen; sie nicht am Striege. zu vermeiden. wurde mit 262 gegen 2 Stimmen angenommen. Die Prinzessin Natalie von Montenegro, Schwägerin der Siebzehn Mitglieder des Senats enthielten sich der Ab- Königin Helena, trat in Neapel in ein Hospital ein, um dort stimmung. Die Verkündung des Abstimmungsergebnisses wurde mit die Verwundeten zu pflegen. lebhaftem Beifall aufgenommen. Der Präsident Manfredi Der Avanti" gegen den Burgfrieden. " Solche ZuDie italienische Partei und die Internationale. Aus Mailand wird der„ Berner Tagivacht" geschrieben: „ Der in Bologna zusammengetretene Parteivorstand der italienischen Partei hat sich in seiner Sizung auch mit den Bes strebungen beschäftigt, die Internationale wieder attionsfähig zu machen. Genosse Morgari gab einen ausführlichen Berigt. Die Schlußfolgerungen, die er aus der Betrachtung des internationalen Lage und aus seinen persönlichen Beobachtungen aus dem Verkehr mit ausländischen Parteigenossen zieht, fanden cin stimmige Billigung des Parteivorstandes. Um den Protest gegen den Krieg lebhafter und weitergehend zu gestalten, wurde beschlossen, am Kongresse der Neutralen, der am 30. Mai in Zürich stattfinden soll, teilzunehmen. ruft das glückliche Geschick des Baterlandes an und sagt: Italien kennt die Schmach, die es zu rächen gilt, und es kennt den Ruf der unerlöften Gebiete; es sicht, auf welcher Seite Der Avanti" weist Salandras Auffordefür Zivilisation und Recht gefämpft wird, und wünscht, rung zur nationalen Mitarbeit entschieden daß der Senat sich mit dem Lande vereinige, um den Sieg zu ver- zurüd. Die italienische Bourgeoisie möge getlären. Es lebe Italien! Es lebe der Stönig! Alle Senatoren und fälligt ihren Krieg allein führen. Dasselbe verständnis mit den Vertretern von Bruderparteien, die Initiative 3ur gleichen Zeit beschloß der Parteivorstand, im Eins vernehmen mit dem Bericht des Genossen Morgari und im Cm. 31 einem internationalen Kongreß zu ergreifen, der abgab und an das Telegramm, welches Seine Majestät der König von Souchez. Das gesamte Lorettomassiv und seine vom sobald als möglich in einer noch zu bestimmenden Ortschaft statt- von Jfalien am 2. August 1914 an Seine Majestät den Kaiser und Feinde seit über sechs Monaten mit äußerster Hartnäckigkeit finden soll. Zu diesem Kongreß werden alle die sozialistischen König richtete, zu erinnern, um festzustellen, daß die königliche Parteien oder Fraktionen von ihnen und alle die Arbeiter- Regierung damals in dem Vorgehen Oesterreich- Ungarns nichts sah, verteidigten Vorberge sind sonst in unseren Händen. Andererorganisationen eingeladen, die gegen jeglichen Burgfrieden wäre. Bon den Mächten des Dreiverbandes angegriffen, mußten obert, der die Stellungen der Blanche Voie mit dem Nordost was den Bestimmungen unseres Bundesvertrages entgegen gewesen seits haben wir einen Teil von Ablain und St. Nazaire ersind und... durch eine internationale, fimultane Aktion zugunsten Desterreich- Ungarn und Deutschland ihre Gebiete verteidigen, aber rande des Dorfes verbindet, wo sich die Deutschen noch bccines sofortigen Friedens zu kämpfen gewillt sind, und zwar dieser Verteidigungskrieg hat keineswegs" Die Verwirklichung eines für einen Frieden, der keine gewaltsamen Annegionen oder irgend- den Lebensinteressen Italiens entgegengesetten Programmes" zum finden. Hierbei machten wir über 250 Gefangene, darunter welche Veränderungen der Staatsgrenzen, die nicht von den Völkern Ziele. Diese Lebensinteressen oder das, was uns von ihnen bekannt mehrere Offiziere, und erbeuteten eine Kanone. Der Feind antselbst gewollt, kennt. sein konnte, waren in feiner Weise bedroht. Wenn übrigens die wortete auf unseren Erfolg mit einer sehr heftigen Beschießung, italienische Regierung in dieser Hinsicht Bedenken gehabt hätte, aber er unternahm keinen Gegenangriff. Auf der übrigen hätte sie fie geltend machen können, und sicherlich hätte sie sowohl in Wien als auch in Berlin den besten Willen zum Schuhe dieser Front war der Tag ruhig. Interessen gefunden. Wie Morgari mitteilte, haben sich bereits einige Parteileitungen bereit erklärt, sich an einem solchen Kongres vertreten zu lassen." Politiken" über Italiens Haltung. Kopenhagen, 22. Mai.( W. T. B.)„ Politiken" jagt in ( W. T. B.)„ Politifen" jagt in einem Artikel über Italien: Was in den letzten Tagen geschah, ist die notwendige Folge einer Politit, die Italien feit Kriegsbeginn führte. Jtalien hatte sich durch diese Politik selbst isoliert. Selbst wenn Desterreich also Italien die Er füllung aller seiner Ansprüche angeboten hätte, hätte es, um einer Verständigung zu entgehen, noch höhere Ansprüche stellen müssen. Italien ist nunmehr dem blutigen Dämon des Weltkrieges anheimgefallen. Die Gelegenheit, den ersten Schuß abzugeben und ein großes und schönes Land in die Weltkatastrophe hineinzuziehen, wird sich leicht finden. Die Sriegserklärung ist demgegenüber nur eine leere Formalität. Die Stimmung in Triest. Die fönigliche Regierung war damals der Ansicht, daß sich ihre beiden Verbündeten nach Lage der Dinge Italien gegenüber Mitteilung, welche zu dein Glauben berechtigt hätte, daß sie das nicht auf den Bündnisfall berufen konnten, aber sie machte keine Vorgehen Desterreich- Ungarns als eine„ flagrante Verlegung des Wortes und des Geistes des Bündnisvertrages" ansehe. Die Kabinette von Wien und Berlin ließen, wenn sie auch Italiens Entschluß, neutral zu bleiben einen Entschluß, der nach unserer Ansicht mit dem Geist des Vertrages kaum vereinbar war bedauerten, die Absicht der italienischen Regierung dennoch in loyaler Weise gelten, und der Meinungsaustausch, der in jenem Beitpunkte stattfand, stellte die unveränderte Aufrechterhaltung des Dreibundes fest. Gerade mit Berufung auf diesen Vertrag, insbesondere auf dessen Artikel VII, legte uns die königliche Regierung ihre Ansprüche vor, die dahin gingen, gewisse Entschädigungen für den Fall zu erhalten, daß Oesterreich- Ungarn seinerseits aus dem Kriege Vorteile territorialer oder anderer Natur auf der Balkanhalbinsel zöge. sich bereit, die Frage einer Prüfung zu unterziehen, indem fie Die f. und. Regierung nahm diesen Standpunkt an und erklärte gleichzeitig darauf hinwies, daß es, solange man nicht in Kenntnis der Oesterreich- Ungarn eventuell zufallenden Vorteile sei, schwer wäre, hierfür Kompensationen festzusetzen. Frenchs Meldung. London, 22. Mai.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. French meldet, die Operationen würden durch ungünstiges Wetter behindert. Trotzdem hätten die Engländer belangreiche Fortschritte östlich und südlich La Quinque Rue gemacht. Die Operationen hätten aus einer großen Zahl von Gefechten um starfe Punkte hinter der ursprünglichen Linie des Feindes bestanden. Verschiedene dieser Punkte seien besetzt worden. Die kanadischen Verluste. Toronto, 21. Mai.( T. U.) Die Gesamtzahl der Verluste der Kanadier in Belgien beträgt einer amtlichen Bekanntmachung zufolge 680 Tote, 3212 Verwundete und 900 Vermißte. Oestlicher Kriegsschauplah. Meldung des russischen Generalstabes. Triest, 22. Mai. In fieberhafter Spannung, aber ruhig und voll Zuversicht auf die Straft der Verbündeten wartet Triest die Entscheidung, ob Krieg, ob Frieden, ab. Noch Petersburg, 22. Mai.( W. T. B.) Der große Generalstab will man nicht glauben, daß Italien trop der gemachten Zugeständnisse den Krieg erklärt. Eine merkwürdige Wandlung Die fönigliche Regierung teilte bleje Auffassung, wie sowohl gibt bekannt: Am 19. Mai bemächtigten sich unsere Truppen ist jetzt, da die Stadt in den Mittelpunkt dieser Entscheidung Giuliano vom 25. August 1914 hervorgeht, in der es heißt:„ Es machten sie mehrere Hundert Gefangene und eraus der Erklärung des seither verstorbenen Marchese di San einer feindlichen Stellung bei dem Dorfe Kursch any; dort gerückt ist, vor sich gegangen. Die italienischen wäre verfrüht, jetzt von Kompensationen zu sprechen", wie aus den beuteten Maschinengewehre. Westlich von Szawie geht der Sympathien sind verflogen. Der Handel und Bemerkungen des Herzogs von Avarna nach unserem Rückzug aus Feind auf einer beträchtlichen Strecke zurück. In der die gewerbtätigen Streise leiden unter der Ungewißheit. Serbien:„ Gegenwärtig gibt es kein Kompenfationsobjekt." Im Volt, aud) unter dem italienisch sprechenden Teil, herrscht Gegend von Roffie nie verstärkte sich der Feind etwas; Nichtsdestoweniger ist die k. und k. Regierung immer bereit er überschritt zu einem Teil die Dubissa. Auf dem linken eine namenlose Erbitterung über die Kriegs- gewesen, über diesen Gegenstand eine Konverſation zu beginnen. Ufer der Weichsel bedrängen wir weiterhin mit heter. Im unmittelbaren Striegsgebiet hat eine all- Als die italienische Regierung, indem sie auch noch jest ihren Erfolg den Feind in der Gegend südlich der Eisengemeine Flucht vor den„ Befreiern" eingesetzt. Aus Wunsch auf Aufrechterhaltung und Befestigung unseres Bündnisses " " Wir haben ihn schon von Triest, find 70 000 Einwohner nach dem Innern Titel einer Entschädigung die Abtretung integrierender Bestandteile Opatow auf der Front Slupianow- Lagow zurückgeworfen. Desterreichs geflüchtet. Die staatliche Verwaltung der Monarchie an Italien betrafen.. hat denn auch die k. und An der galizischen Front dauerte der Kampf ant tut alles, um die Beförderung glatt durchzuführen, sorgt inf. Regierung, die auf die Erhaltung bester Beziehungen zu Italien 19. Mai mit großer Erbitterung fort. Zwischen der Weichsel gut eingerichteten Baradenlagern für die Unterkunft und voll- den größten Wert legte, selbst diese Verhandlungsgrundlage an- und Przemysl dehnte der Feind sich etwas auf dem rechten zicht den Auszug in Ruhe und Ordnung. Trotzdem ist der Ein- genommen, obwohl nach ihrer Meinung der in Rede stehende Ufer des San und im Zentrum in der Gegend von Siniawa druck der vielen Flüchtlingszüge mitleiderregend. Immer Artikel VII niemals auf Gebiete der zwei vertragschließenden Teile, vieder kommt es zu leidenschaftlichen Ausbrüchen sondern einzig und allein auf die Balkanhalbinsel Bezug hatte. aus, aber auf beiden Flanken und zwar an der Weichsel des asses gegen die Urheber des Unglück 3. In den Verhandlungen, die über diesen Gegenstand gepflogen wur- zwischen Tarnobrzeg und lanowice sowie nach Przemysl zu Warum das alles?" was will Italien?" sind die stets den, zeigte fich die f. und f. Regierung stets von dem aufrichtigen bei Tuczepy erreichten wir wichtige Erfolge. Auf dem linken wiederkehrenden anklagenden Fragen der weinenden Frauen. und wenn es ihr aus ethnischen, politischen und militärischen Przemysl und dem großen DniestrsumpferWunsche geleitet, zu einer Verständigung mit Italien zu gelangen, Ufer des San, wird erbittert gekämpft. 3 wischen Muffallend ist, daß die Irredentisten und Pansla Gründen, die in Rom ausführlich auseinandergesetzt worden find, reichte die Heftigkeit der feindlichen Angriffe ihren Höhe wisten, die sich bisher aufs Blut bekämpften, sich jetzt unmöglich war, allen Forderungen der königlichen Regierung nach- punkt. Der Feind erlitt besonders schwere Verluste bei feinen freundschaftlich zusammengefunden haben. zugeben, so find doch die Opfer, die die. und. Regierung zu wiederholten Versuchen, die Front in dem Abschnitt HussakowDie Behörden arbeiten in gewohnter Weise weiter.( 2. A.) bringen bereit war, so bedeutend, daß fie nur der Wunsch, ein feit Strukienice einzudrücken. In der Gegend am Stryj wurden am so vielen Jahren zum gemeinsamen Vorteil unserer beiden Länder Die militärischen Maßnahmen der Schweiz. bestehenden Regierung bemängelt es, daß die, pon Desterreich- ausgefochten, deren Ausgang noch unbekannt ist. Indessen Bündnis aufrechtzuerhalten, zu rechtfertigen vermag. 19. Mai und am Morgen des 20. Mai erbitterte Kämpfe Die königliche Lausanne, 21. Mai.( T. U.) Der Eisenbahnverkehr Ungarn angebotenen Zugeſtändnisse erst in einem, unbestimmten eroberten wir nördlich von Boletow bei Bania während des auf der französisch- schweizerischen Strecke, der seit Zeitpunkte, d. h. erst am Ende des Krieges, verwirklicht werden verflossenen Tages durch einen glücklichen Gegenangriff mehrere langen Monaten völlig normal funktionierte unterliegt foten, und sie scheint daraus zu folgern, daß diese Zugeständnisse Gräben zurück, die am Vorabend verlorengegangen waren. bedeutenden Veränderungen. Der Verkehr dadurch wieder ihren ganzen Werf verlieren würden. Indem die Bei Kolome a behauptet sich der Feind nach Heranführung mehrerer fahrplanmäßiger Züge ist eingestellt worden. Die Hebergabe der abgetretenen Gebiete hervorhob, zeigte sie sich dennoch f. und f. Regierung die materielle Unmöglichkeit einer sofortigen von Verstärkungen weiterhin. Züge führen feine Schlafwagen mehr. bereit, alle möglichen Garantien zu bieten, um diese Uebergabe vorDie Mobilmachung der schweizerischen zubereiten und sie schon jekt für eine wenig entfernte Frist zu Armee ist in vollem Gange. Es macht sich bereits sichern. Der offensichtliche gute Wille und der versöhnliche Sinn, jezt ein empfindlicher Mangel an Arbeitskräften bemerkbar. Den die f. und f. Regierung im Laufe der Verhandlungen bewiesen Man befürchtet in der Schweiz große Teuerung, falls die hat, scheinen die Meinung der italienischen Regierung, man müßte Lebensmittelzufuhr aus Italien infolge der Belegung der auf jede Hoffnung verzichten, zu einem Einvernehmen zu gelangen, italienischen Eisenbahnstränge durch Truppentransporte in feiner Weise zu rechtfertigen. Ein solches Einvernehmen kann jedoch nur erreicht werden, wenn auf beiden Seiten derselbe aufStockungen erleiden. richtige Wunsch nach Verständigung herrscht. Die l. und f. R e gierung vermag die Erklärung der italienischen wollen Bündnisvertrag mit Oesterreich- Ungarn als nichtig Heeresleitung gewußt habe, daß große Truppenmassen in Westund fortan wirkungslos zu betrachten, nicht zur Kenntnis zu galizien zusammengezogen waren, sei doch die Aufklärung mit den Wien, 21. Mai.( W. T. B.) Die f. und t. Regierung nehmen, da eine solche Erklärung der königlichen Regierung im hat die Mitteilung Italiens, daß es den Dreibun d- entschiedenen Widerspruch zu den feierlich eingegangenen Vervflich vorhandenen Mitteln nicht genügend durchführbar gewesen. Außerbertrag als aufgehoben betrachtet, mit folgender tungen steht, welche Italien in dem Vertrag vom 5. Dezember 1912 dem habe sich die ungeheure Ueberlegenheit der feindlichne schweren Note beantwortet, die heute nachmittag vom 1. und t. Minister auf sich genommen hat, der die Dauer unserer Allianz bis zum Artillerie gezeigt. Das Blatt spricht die Hoffnung aus, daß die Candes Aeußern, Baron Burian, dem föniglich italienischen Botschafter 8. Juli 1912 festsette, seine Kündigung nur ein Jahr vorher ge- linie gehalten werde und Przemysl als Stützpunkt dienen könne. Herzog Avarna, übergeben wurde. stattete und feine Kündigung oder Nichtigkeitserklärung vor diesem Zeitpunkte vorfah. Da sich die königlich italienische Regierung aller ihrer Verpflichtungen in willkürlicher Weise entledigt hat, lehnt bie t. und f. Regierung die Verantwortlichkeit für alle Folgen ab, die sich aus dieser Vorgangsweise ergeben könnten. Russische Kritik der galizischen Niederlage. Petersburg, 22. Mai.( W. T. B.)„ Ruskoje Slow o" stellt feft, daß die Räumung der Karpathenpässe und der fest, daß die Räumung der Karpathenpässe und der Rüdzug von der Dunajeclinie zum San, den der üd zug von der Dunajeclinie zum San, den der Generalstabsbericht jetzt mit der Umgruppierung begründe, ohne 3weifel sehr ernste Erfolge des Feindes seien, die den Ruffen den kürzesten Weg nach Ungarn sowie die Wege vom Osten her nach Krakau verlegten. Diese Gebiete seien für die Deutschen Oesterreichische Note an Italien.egierung, ihre volle Sandlungsfreiheit wieber erlangen zu die allerempfindlichsten auf dem ganzen Kriegsgebiete. Obwohl die Wien, am 21. Mai 1915. Westlicher Kriegsschauplatz. 31 Heftige Kämpfe auf der ganzen Linie. Wien, 22. Mai.( W. T. B.) Der Kriegsberichterstatter der Reichspost" meldet: Die Russen führen neue starte räfte aus den Sammelräumen von Bar ichau, Jwangorod und Lublin zum Gegenangriff bor. Diese Massen werden vornehmlich über Jwangorod vorgeschickt. Die verstärkten Heere der Verbündeten erwarten den Feind in guten Stellungen und halten sich volle Handlungsfreiheit offen. Die Operationen gewinnen an Größe und Lebhaftigkeit. Die Angriffstätigkeit des Feindes gegen die Stellungen in der Lysagora in Russisch- Polen einerseits und das Vortreiben unseres Angriffsteiles am mittleren San andererfeits kennzeichnen die Einleitungsphase der neuen Schlacht. Der österreichisch- ungarische Minister des Aeußern hat die Ehre gehabt, die Mitteilung betreffend die Aufhebung des Dreibundvertrages zu erhalten, welche der Herr italienische Botschafter ihm im Auftrag der königlich italienischen Regierung am 4. Mai gemacht hat. Mit peinlicher Ueberraschung hat die. und t. Negierung Stenninis von der Entschließung der italienischen Regierung crlangt, auf eine so unvermittelte Weise einem Vertrag ein Ende zu bereiten, der auf der Gemeinsamkeit unserer wichtigsten politischen Interessen fußend, unseren Staaten seit langen Jahren Sicherheit und Frieden verbürgt und Italien notorische Dienste geleistet hat. Dieses Erstaunen ist um so gerechtfertigter, als die von der föniglichen Regierung zur Begründung ihrer Entscheidung Der französische Tagesbericht. in erster Linie angeführten Tatsachen auf mehr als neun Monate zurückgehen und als die königliche Regierung seit diesem Zeitpunkt Paris, 21. Mai.( W. T. B.) Amtlicher Heeresbericht wiederholt ihren Wunsch fundgab, die Bande der Allianz zwischen von heute nachmittag: Nördlich von Ypern östlich unseren beiden Ländern aufrechtzuerhalten und noch zu berstärken, des serkanals unternahm der Feind bei Beginn der Nacht cinen Wunsch, der in Oesterreich- Ungarn immer eine günstige einen letzten Gegenangriff gegen unsere Schüßengräben. Es Völkerrechtswidriger Akt von Donkosaken. Aufnahme und herzlichen Widerhall gefunden hat. Die Gründe, welche die t. und f. Regierung awangen, an Serbien im Monat Juli gelang ihm, anfangs dort Fuß zu fassen, aber ein sofortiger Wien, 21. Mai.( W. T. B.) Aus dem Kriegspressequartier vergangenen Jahres ein Ultimatum zu richten, sind zu bekannt, Gegenangriff warf ihn wieder zurück. Wir gewannen Gelände wird gemeldet: In den letzten Kämpfen an der südöstlichen Front als daß es nötig wäre, sie hier zu wiederholen. Das Ziel, welches über unsere ursprünglichen Stellungen hinaus und machten haben die Russen einen Akt besonderer Grausamkeit berübt. In fich Oesterreich- Ungarn jeste und das einzig und allein darin be- 120 Gefangene. Weiter füdlich erzielten die englischen Truppen Szipeniz( Bukowina) haben die donischen Koſaken die jüdische Bes Serbiens zu schützen und die Fortsetzung einer Agitation zu ver- einige Fortschritte nördlich La Bassée. In Notre Dame hindern, die geradezu auf die Zerstückelung Oesterreich- Ungarns de Lorette auf der Front Souchez- Neuville ausging und zahlreiche Attentate und schließlich die Tragödie von Saiat- Vaast Artilleriekampf, welcher die ganze Nacht Gerajewo im Gefolge hatte, konnte die Interessen Italiens in feiner Weise berühren. Denn die. und 1. Regierung hat niemals vor- andauerte. Von der übrigen Front nichts zu melden. ausgesetzt und hält es für ausgeschlossen, daß die Interessen Italiens Abends wurde folgender Bericht ausgegeben: Die erirgendwie mit den verbrecherischen Umtrieben indentifiziert werden 1 bölkerung, die sie aus dem Bezirke eingefangen hatten, vor ihre eigene Front postiert und gegen unsere Stellungen getrieben. Aufruf sämtlicher Landsturmklassen in Ungarn. Englische Märchen. Budapest, 22. Mai.( W. T. B.) Das Amtsblatt verfönnten, welche gegen die Sicherheit und die Gebietsintegrität gänzenden Berichte unterstreichen die Bedeutung der von den Oesterreich- Ungarns gerichtet, von der Belgrader Regierung leider Deutschen während ihres Angriffes in der Nacht vom 20. auf der Jahresklassen 18 und 43-50. Bezüglich der Ausöffentlicht den Aufruf der Landsturmpflichtigen geduldet und ermutigt worden waren. Die italienische Regierung den 21. Mai nördlich von Ypern erlittenen Schlappe. Die musterung und Inanspruchnahme zur aftiven ivar übrigens davon in Kenntnis gefeßt und wußte, daß Oesterreich- Bahl der von uns gemachten Gefangenen erreicht 150. Wir Dienstleistung dieser Jahresklassen wird später Verfügung Ungarn in Serbien keine Eroberungsabsichten hatte. Es ist in Rom ausdrücklich erklärt worden, daß Oesterreich- Ungarn, wenn der erbeuteten mehrere Minenwerfer. Ueber 500 deutsche Leich- getroffen. Stricg lofalifiert bliebe, nicht Absicht hatte, die Gebietsintegrität oder name wurden auf dem Gelände gezählt. Da das Wetter die Souveränität Serbiens anzutasten. Als infolge des Eingreifens besser geworden ist, unternahmen unsere Truppen auf den Mußlands der rein lokale Streit, zwischen Oesterreich- Ungarn und Südhängen bei Notre Dame de Lorette einen Da unsere Feinde zu ihrem Schmerz erfahren müssen, wie Charakter annahm und sich Desterreich- Ungarn ben mehreren Groß- Angriff, der ein glänzendes Ergebnis zeitigte: wir bemächtigten start und wirkungsvoll die Zusammenarbeit der deutschen und öftermächten angegriffen sahen, erklärte die fönigliche Regierung die uns der La Blanche Voie genannten deutschen Verschanzungen; reichisch- ungarischen Streitkräfte sich erweist, suchen sie- allerdings Neutralität Jtaliens, ohne jedoch die geringste Anspielung hierauf diese sind an dem einzigen der fünf südlichen Vorberge des in recht plumper Weise- Weißtöne in die begeisterte Stimmung zu machen, daß diefer von Rußland hervorgerufene und von langer Lorettomassivs gelegen, den der Feind zum Teil noch hält. unserer siegreichen Heere zu tragen. Ganz Außergewöhnliches Sand vorbereitete Krieg geeignet sein könnte, dem Dreibundvertrag feinen. Gristenzgrund zu entziehen. Es genügt, an die Erklärungen, An dieser Stelle behinderten die Deutschen durch ihre Maschinen- leistet sich in dieser Beziehung der Petersburger Korrespondent der welche in jenem Zeitpunkt weiland Marchese di San Giuliano gewehre unsere Tätigkeit sowohl auf dem Plateau als westlich Serbien im Gegenfaße zu unseren Wünschen einen europäischen Unter dieser Spizmarke schreibt die Nordd. Allg. 31g.": Times", der seinen Lesern folgendes Märchen auftischt: " Laut Aussage gefangener deutscher Offiziere habe der Deutsche Donnerstag und wird am Freitag von der„ Daily Mail" sämtlicher vom Kriegsdienst befreiternussen Kaiſer bei einer Ansprache an der Dunajecfront in Gegenwart von fortgesetzt. Das Blatt wendet sich dagegen, daß sowie der Angehörigen des unausgebildeten Landsturmes zu *. und t. Offizieren geäußert, Deutschlands Verbündete hätten den Kitchener den Oberbefehl über die britische einer besonderen Striegssteuer, die 18 Jahre lang beErwartungen nicht entsprochen, die gesamte Last des Krieges ruhe Armee erhalten soll, und schreibt: Seine Leistungen zahlt werden, sich proportionell nach dem Einkommen richten auf der deutschen Armee, und und durchschnittlich 6 Promille des als Führer im Burenkriege waren nicht glänzend. Die Aeuße- tragen soll. Es erübrigt sich eigentlich, ein Wort über die augenfällige Un- rungen von Lord Roberts über seine Truppenführung wahrheit einer solchen Meldung zu verlieren." über die Ueberreste der t. und t. Truppen übernehmen." Der Seekrieg. Vom U- Bootskrieg. Einkommens beVerbotene Rigaer Zeitungen. Die Agence bulgare gegen griechische Verdächtigungen. bei Paardeberg sind befannt und werden von allen Soldaten geteilt. Die Erfahrung Lord Kitcheners läßt nicht Petersburg, 22. Mai.( W. T. B.)" Rjetsch" meldet: Der annehmen, daßerdie Fähigkeit besikt, einen Gouverneur von Riga verbot das Erscheinen der beiden größten europäischen Feldzug zu führen. Wir können deutschen Zeitungen, des„ Rigaer Tageblattes" und der„ Rigaer nur hoffen, daß der Nation das Unglück erspart bleiben möge, Rundschau". Als Grund des Verbotes wird die tendenziöse Richtung Notterdam, 22. Mai.( W. T. B.) Der„ Rotterdamsche daß er in die eigentliche Leitung des gigantischen Krieges ein- dieser Blätter angegeben. Courant" meldet aus London: Der Fischdampfer„ Cornelian" greifen dürfte. Wenn zu unserem Unglück Kitchener nach ist 60 Meilen von Wiek gesunken. Der Fischdampfer Frankreich gehen sollte, um den Feldzug zu leiten, würden Crimond" aus Aberdeen ist am 19. Mai 50 Meilen füdsüd- wir wohl eine fostspielige Lektion über den Unterschied eines west der Fairinsel durch ein Unterseeboot berjentt Strieges in Afrika und in Europa erhalten. Das Blatt worden. Die Bejagung ist gerettet. Sofia, 22. Mai.( W. T. B.) Meldung der Agence bu IDer schwedische wünscht zwar, daß Kitchener im Kriegsamt bleibe, gare. Aus Athen werden zwei neue beschimpfende Lügen gegen Dampfer Indianic", von New Yort nach Gothen- fährt aber fort: Die allgemeine Wehrpflicht muß Bulgarien verbreitet. Die eine verdient nicht einmal dementiert zu burg unterwegs, wurde nach Leith aufgebracht. bald kommen. Die Anzeige für die Werbung, die wir werden, daß an den Grenzen versammelte Banden bereit seien, in leider abgedruckt haben, und die die„ Daily Mail" und die Griechenland einzufallen. Die andere, daß die Türken ihre Aftion London, 22. Mai.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen„ Times" ablehnen werden, wieder aufzunehmen, beweist, bis an den Dardanellen verstärkt hätten, weil sie Munition und Artillerie Bureaus. Der Segeler Glenholm" von Liverpool ist zu size, wie die Türken, ruft nur Entrüstung hervor. gestern fünfzehn Meilen südwestlich Berchaven torpediert Männer von 40 Jahren sollten nicht verwendet werden, ehe gestern fünfzehn Meilen jüdwestlich Berchaven torpediert 3 welcher äußersten Not Kitchener getrieben worden ist: aus Bulgarien erhalten hätten, das die gleichen Struppgeschütze beworden. Die Besatzung ist gerettet. die Rekrutierungskraft des Landes erschöpft ist. " " 1 „ Ophelia" als Prise erklärt. trotz der Warnungen der Armee eine falsche Art von Geschossen geliefert habe. Der Armee fehlten notorisch Männer und Munition; die Folge sei gewesen, daß Tausende in ungleichem Stampfe geopfert worden seien. Die Lieferung von Munition und Kriegsvorräten müsse vom Kriegsamt abgetrennt werden. Die Times" wünscht, daß Lord Fisher im Amte London, 21. Mai. Reuter meldet: Das Prisengericht fällte heute bleibe, da das Abtreten beider Chefs der Admiralität den das Urteil über das deutsche Hospitalschiff„ Ophelia". Eindruck erweden würde, daß die allgemeine Grundlage der Der Gerichtshof erklärte das Schiff als Brife, da es weber britischen Marinepolitik in diesem Kriege fehlerhaft gewesen als Hoſpitalſiff gebaut noch für diesen 3wed sei. Sie wünscht ebenfalls, daß Kitchener das Kriegseingerichtet oder verwendet worden sei, sondern amt behalte, wiederholt aber ihre Kritik, daß Kitchener bielmehr militärischen Zweden gedient habe. Hierzu wird uns von zuständiger Stelle mitgeteilt:„ Ophelia" war am 17. Oftober nachmittags nach dem Eintreffen der Nachricht von dem Torvedpbootsgefecht an der holländischen Küste von Helgoland aus auf den Stampiplatz geschickt worden, um lle berlebende aufzunehmen. Das Lazarettschiff wurde dort von englischen Streitkräften angehalten und nach Yarmouth gebracht. Wie sich später herausstellte, war die Anmeldung der Ophelia" als Hilfslazarettidiff von der übermittelnden neutralen Macht nicht bei der englischen Regierung abgegeben. Die deutsche Regierung hat gegen die Festhaltung der„ Ophelia" Verwahrung eingelegt und die Freigabe verlangt. Die englische Regierung hat, anstatt es herauszugeben, das Schiff vor ein Prisengericht gebracht, von dem es jezt als Prise erklärt worden ist mit der Begründung, daß es militärischen Zwecken gedient habe.„ Ophelia" war als Lazarettschiff eingerichtet, es ist gang selbstverständlich, daß das Schiff niemals anders verwandt worden ist, als es die Haager Konvention für Lazarettschiffe vorsieht.( W. T. B.) " Kriegsbekanntmachungen. Die Reichsentschädigungskommission. massengüter sind von den deutschen Militärbehörden im weiten Die in den besetzten feindlichen Gebieten vorgefundenen Massengüter sind von den deutschen Militärbehörden im weiten des Besetzungsheeres zu decken, die Kriegsborräte zu ergänzen und Umfang mit Beschlag belegt worden, um daraus die Bedürfnisse dem heimischen Wirtschaftsleben die unbedingt notwendigen Roh= stoffe zur Verfügung zu stellen. Für die beschlagnahmten Waren, soweit sie nicht Eigentum eines der feindlichen Staaten waren oder aus anderen Gründen als Kriegsbeute anzusehen sind, muß eine angemessene Entschädigung gezahlt werden. Zur Feststellung der Entschädigung für derartige Beschlagnahmungen ist eine aus drei Juristen und zwei Kaufleuten bc= aus dem Kriegsamte würde das öffentliche Vertrauen er- der Beteiligten so rasch wie möglich die Eigentumsverhältnisse an Morning Post" schreibt: Die Entfernung Kitcheners stehende besondere Kommission unter dem Namen„ Reichsentschädigungskommission" eingesetzt worden, die unter Zuzichung schüttern. Die Armee und die Nation vertrauten Kitchener. beschlagnahmten Gütern prüfen und, soweit dieſe für die Heeres" Daily News" erinnert daran, daß Lord Northcliffe verwaltung angefordert worden sind, eine angemessene Ents Kitchener zum Kriegsminister gemacht habe, indem er ihn schädigung festſehen soll. Ansprüche sind zu richten an den Präfidenten der Stommission, Geheimen Justizrat Dr. Hickmann in durch seine Blätter als den geeignetsten Mann habe hinstellen Berlin W. 8, Mauerstraße 53. lassen, worauf die Regierung, nachgegeben habe. Es dürfe aber Lord Northcliffe nicht gestattet werden, aus journalistischer Sensationslust einen Kriegsminister durchzusetzen und aus demselben Grunde ihn wieder zu stürzen. Letzte Nachrichten. „ Daily Chronicle" bringt einen mißvergnügten Die Kriegsvorbereitung in Italien. Leitartikel über die Koalition und profeſtiert besonders gegen Lugano, 22. Mai.( T. U.) Nach einer römischen Meldung bes er in dieser Eigenschaft Vorzugszölle im Reiche einführen marine festgesetzt worden sei. Die betreffenden offiziellen Be die Idee, Chamberlain zum Kolonialsekretär zu machen, da hauptet die Idea Nazionale", daß der 24. Mai als erster würde. Dagegen müßten die Liberalen bedingungslos re- tanntmachungen des Kriegsministeriums feien bereits im Drud Mobil machungstag der italienischen Armee und Folgen deutscher Vergeltung? Primrose auf Anfrage, daß er durch die Vermittelung des London, 22. Mai.( T. U.) Im Unterhause erklärte Lord amerikanischen Botschafters die deutsche Regierung habe ersuchen laffen, die 39 englischen Offiziere, die sich in besonderer Gefangenschaft befinden, wieder zu den alten Gefangenenlagern zurückbringen zu lassen, da man in England die gefangenen Offiziere Die Westminster Gazette" schreibt: Wir können und Mannschaften der deutschen Unterseeboote ebenso gut behandelt es uns nicht leisten, die neue Regierung abzunuzen, wie wir habe. teilt mit: Der türkische Krieg. voltieren. fertiggestellt und könnten jeden Augenblick angeschlagen werden. Tatfache ist, daß die Mobilmachung des auf den italienischen Bahnen befindlichen rollenden Materials im vollen Gange ist. Der Paffagierdie Borgänger abgenutzt haben. Wenn trotz der jezigen Ver- verkehr ist auf ein Minimum beschränkt worden. Aus den veränderungen Eigenbrödler im Parlament und Kritifer in der schiedensten Städten der Lombardei laufen Meldungen über bePreffe fortfahren, einzelne Minister anzugreifen, Sensationen deutende Truppenkonzentrationen ein. In Turin wurden beDie Kämpfe an der Dardanellenfront. für die populäre Preſſe zu erjagen, und aus allen Gelegen- fonders zahlreiche Kavallerieregimenter beobachtet. Aus Bentiheiten, die sich hierzu bieten, Kapital zu schlagen, so gehen wir leichtert worden sei und die Paßvisitationen nicht mehr mit solcher miglia wird depeschiert, daß der Verkehr über die Grenze erKonstantinopel, 21. Mai.( W. T. B.) Das Hauptquartier einem Verhängnis entgegen. Wir können uns nicht in der Schärfe wie bisher stattfinden. Die Grenzposten an ber An der Dardanellen front setzte der Feind in der Nacht fra tie regieren lassen, die Spione hetzt, Ausländer verfolgt, italienischen Behörden ganz bedeutend verſtärkt worden, un bie Kriegszeit von einer Sorte von verrückter Demo- italienisch schweizerischen Grenze sind von den zum 20. Mai um Mitternacht einen Angriff gegen unseren rechten Flügel an, welcher jedoch vor unserem Gegenstoß scheiterte; ebenso schreit, daß Munition fehlt und sich dann gegen einen Minister massendefertationen nach der Schweiz zu verhindern. wurden Angriffe gegen unser Zentrum und unseren linken Flügel wendet, der Opfer fordert, damit die Produktion vermehrt Die schweizerischen Behörden haben Maßregeln zur Aufnahme verlustreich für den Feind zurüdgeschlagen, welcher bei seiner über- werde, und ihn beschuldigt, er beleidige die Arbeiter. Die Florens telegraphiert wird, daß dort Taufende aus Süditalien verweiterer aus Italien flüchtender. Deutscher getroffen, da aus stürzten Flucht 80 Tote in den Schügengräben zurückließ. Gestern Kritik soll bleiben, aber sie muß durch das Bewußtsein getriebene Deutsche und Desterreicher angekommen sind, die ihrer fand kein Gefecht auf diesem Abschnitt statt; nur einer unserer zügelt werden, daß es ebenso unheilvoll ist, die Regierung Weiterbeförderung nach der Schweiz harren. Flieger bewarf den Feind wirksam mit Bomben, deren eine auf herabzusehen wie, die Armee im Felde. einen großen Transportdampfer fiel. Gestern vormittag ber suchten die Alliierten bei Seddül Bahr unter dem Schutz ihrer Schiffsgeschüße einen überraschenden Angriff gegen unseren linten ( Siehe Artikel in der 1. Beilage.) Alle hier ankommenden Reisenden aus Italien, auch die Angehörigen neutraler Staaten, weisen in ihren Schilderungen der augenblicklichen Zustände auf den krassen Gegensaz hin, der sich Flügel, hatten aber keinen Erfolg und wurden durch unseren Gegen- Deutschland und das englische Kriegsziel. bemerkbar macht. Während die Zivilisten sich in einer buchstäblichen bezüglich der Stimmung der Zivilbevölkerung und der des Heeres angriff mit dem Bajonett vertrieben. Feindliche Schiffe nahe der Einfahrt in die Meerenge versuchten den vergeblichen feindlichen ihr Unwesen treiben, kann doch keine Rede davon sein, daß man besonders der Offiziere mehr als ruhig, beinahe gedrückt. WirkObgleich natürlich auch in England Eroberungs- Phantasten Begeisterungsraserei befinden, ist die Haltung der Soldaten und Angriff gegen unseren linken Flügel durch heftiges Feuer zu unter- bort allgemein eine„ Zerstückelung" Deutschlands wünsche. Das licher Enthusiasmus fehlt mit geringen Ausnahmen im Heere vollstüßen und vortragen zu helfen, aber unsere vorgeschobenen Batterien geht z. B. aus einer interessanten Diskussion hervor, über die der kommen. auf dem anatolischen Ufer beschossen die feindlichen Schiffe erfolg Reichsbote" berichtet: reich und trafen zwei von ihnen mehrere Male. Von den anderen Kriegsschauplägen ist nichts zu melden. " Im Anschluß an einen Vortrag von Harry Johnston in In Erwartung des Kriegszustandes mit Italien. London, der sagte, daß es zivar die Opfer nicht wert sei, den Köln, 22. Mai.( T. U.) Die Köln. Stg." meldet aus Ruffische Truppenlandung bei Eregli. Frieden in Berlin gu diktieren, daß aber Deutschland all seines Berlin: Bestimmte Anzeichen dafür, daß heute die Herstellung Einflusses außerhalb seiner Grenzen und Oesterreichs zu be- des Kriegszustandes gegenüber Oesterreich- Ungarn durch Petersburg, 22. Mai.( W. T. B.) Der Große General- rauben sei, also alle seine Solonien verlieren müßte, Staien erfolgen werde, liegen bis zum Augenblick nicht vor, stab gibt bekannt: bemerkt die Sun" vom 25. April, daß tein verantwort selbstverständlich aber auch keine Anzeichen für das Gegenteil. Nachdem die am 20. Mai am Schwarzen Meer von licher Minister Englands sich auf einen solchen Ein förmlicher Abbruch ist bisher in Wien nicht erfolgt. Was unferer Flotte gelandeten Truppen den Widerstand Gedanken einlassen könnte. Deutschland wird das Verhältnis zu Deutschland betrifft, so kann es zweifelhaft des Feindes gebrochen hatten, zerstörten sie die Rais immer eine Weltmacht sein, wie auch der Serieg für das erscheinen, ob die italienische Regierung in Berlin einen und Bahnhöfe in Eregli und Umgebung. Land ausgeht. Seine Kaufleute werden ebenso fühn und beweg- formellen Abbruch herbeiführen wird. Darüber, daß das Eregli liegt an der Küste Bithyniens, zirka 250 Stilo lich sein wie vorher, und seine Handelsflotte wird wieder auf jedem Gintreten in den Krieg gegen Desterreich- Ungarn auch den meter bom Bosporus entfernt. Meere fahren. Selbst wenn die Entente stark genug wäre, würde Kampf gegen Deutschland bedeuten würde, kann sich die fein verständiger und weitblidender Staatsmann in die völlige italienische Regierung nicht in Unklarheit befinden. Entfernung der deutschen Flagge aus China, Asien und Oceanien" Zur englischen Ministerkrise.iniligen fömmen. Ein geſchlagenes Deutſchland würde vielleicht aus strategischen Gründen manche von seinen Kolonien verlieren, London, 21. Mai.( W. T. B.) Der Parlamentsforrespondent aber es würde nie seiner Kolonien völlig beraubt werden." der Daily News" sagt: Der Versuch, die Nationalisten Die schweizerischen Fachleute über die kommenden friegerischen Operationen. Zürich, 22. Mai.( T. U.) Die Militärkritiker der Schweizer in das neue Ministerium aufzunehmen, ist endgültig Neue Kriegskredite in Frankreich. Presse beschäftigen sich in ausführlichen Artikeln mit den strategigescheitert, da die Partei an dem Grundsaße festhält, fein Portefeuille in einem britischen Kabinett anzunehmen. Zwischen aus Paris: Die Kammer bewilligte gestern debattelos die daß die italienische Armee im Falle einer Offensive gegen OesterLyon, 22. Mai.( W. T. B.) Der„ Republicain" meldet hen Folgen, die Italiens Eingreifen in den Weltkrieg nach sich ziehen werden. Fast einstimmig wird der Ansicht Ausdruck gegeben, den Liberalen und den Unionisten ist ein Arrange von der Regierung für das Rechnungsjahr 1914 geforderten reich einer schweren, wenn nicht unlöslichen Aufgabe von Anfang ment geschlossen worden, nach welchem die Portefeuilles Buschlagstrebite von 467 801 020 Frank für Kriegs- an gegenüber steht. Der militärische Mitarbeiter der Zürcher nach dem Stätteberhältnis der Parteien im zwede( davon 200 000 000 Frank für Artilleriematerial, ost" glaubt infolgedessen an die Wahrscheinlichkeit der Ent Unterhause verteilt werden sollen. Die Unionisten 252 987 000 Frank für Ausrüstung von Truppenlagern), sendung starker italienischer Truppenteile nach dem orientalischen find jetzt die stärkste Partei im Hause. Asquith wird noch mehr weiter 21 530 000 Frank für die Marine und 8 531 930 Frank Striegsschauplaze, zumal Italien offenbar als Preis für feine Schwierigkeiten haben, wenn der Plan ausgeführt wird, das für die militärische Besetzung Marokkos. Die Kammer nahm Mithilfe große Teile des türkischen Neiches von den Dreiverbandbinett zu verkleinern. Unter den Liberalen herrscht Unzufrieden- ferner die Vorlage betr. Einfuhr von 120 000 Tonnen Ge- mächten zugesichert worden seien. heit darüber, daß Churchill dem neuen Kabinette angehören soll, frierfleisch jährlich für fünf Jahre für die Beköstigung der da er an dem Unglüd der Partei schuld sei. Diese Stimmung Truppen an und endlich den Gesekantrag auf Eröffnung eines laffen gleichfalls erkennen, daß der Fachmann Mißerfolge einer ct Die Ausführungen des Mitarbeiters des Berner Bund" wurde Asquith mitgeteilt. Beide Parteien meinen, daß Kitchener Stredites von hundertfünfzig Millionen Frank, um der Re- waigen italienischen Offensive mit Bestimmtheit voraussicht. eine militärische Aufgabe erhalten soll. Seine Verwaltung des gierung den Ankauf des für die Versorgung der ZivilbevölkeKriegsamtes hat ernste Schwierigkeiten geschaffen. Haldane tritt zurück, Bonar Law erhält vermutlich das Kolonialamt. rung nötigen Getreides zu gestatten. Sogar das durchaus antideutsche Journal de Genève" steht auf einem ähnlichen Standpunkte. Das Blatt glaubt ebenfalls an die Entsendung italienischer Truppenteile sowie Flotteneinheiten nach dem türkischen Kriegsschauplaze und nimmt vor allem an, daß die französische Armee auf dem südlichen Teile der Westfront VerKriegssteuer in Rußland. London, 22. Mai.( W. T. B.) Die Northcliffepresse fährt mit ihren Angriffen auf Lord Kitchener fort. Der Petersburg, 21. Mai.( W. T. B.) Rietsch" meldet: Ein Angriff begann mit einem Artikel der„ Evening News" am Ufas des Zaren vom 2. Mai verfügt die Heranziehung stärkungen durch itauenische Truppen erhalten werde. " Verband der Freien Volksbühnen| Deutsches Theater] Sonntag, den 23. Mat, and Montag, den 24. Mai, Nachmittags 3 Uhr: Boltsbühne, Theater am Bülowplat: Glaube und Heimat. Abends 8 Uhr: Boltsbühne, Theater am Bülowplat: Röfices Geift. Boltsbühne, Theater am Bülowplat: Dienstag, Mittwoch, Donners tag, Sonnabend: Rösides Geist. Freitag: Glaube und Heimat. Deutsches Dpernhaus: Der Waffenschmied. URANIA Taubenstraße 48/49. Sonntag 4 Uhr( halbe Preise): Direktion: Max Reinhardt. 8 Uhr: Die Mitschuldigen. Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern. Montag: Die Mitschuldigen. Theater für Sonntag, den 23. Mai. Berliner Theater An den beiden Pfingstfeiertagen: 8 Uhr: Extrablätter! Das Jahrmarktsfest zu Plunders- Deutsches Künstler- Theater weilern. Dienstag 7%, Uhr: Faust. I. Teil. 8 Uhr: Datterich Metropol- Theater An beiden Feiertagen: 8 Uhr: Der Hochtourist Montis Operetten- Theater An beiden Feiertagen: Gastspiel Louis Treumann. An beiden Pfingst- Feiertagen Morg.8Uhr: Der Pfarrer V.Kirchfeld 8 Uhr: Hoheit tanzt Walzer 24, Uhr: Nachmittagsvorstellung ( kleine Preise): Die deutschen Deutsches Opernhaus, Charlottenb. Kleinstädter. 3 Uhr: Der Waffenschmied WINT BARTEN 8 Uhr: Die Königin von Saba Morg. 3Uhr: Der Waffenschmied Morg. 8Uhr: Der Zigeunerbaron Friedrich- Wilhelmstädt. Theater An beiden Feiertagen 8 Uhr: 0 diese Leutnants! 3 Uhr: Maria Stuart. Residenz- Theater An beiden Feiertagen: 8 Uhr: Das kommt davon Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Der blinde Passagier Morg. 8Uhr: Der lächelnde Knabe Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: Alt- Heidelberg Die Vogesen und ihre Kampfstätten. Rita Sacchetto Morgen Uhr: Minna v. Barnheim Morg. 8Uhr: Lumpacivagabundus 8 Uhr: Die Winterschlachten in Masuren. Montag 4 Uhr( halbe Preise): Auf dem polnisch. Kriegsschauplatz mit der Mackensen- Armee. Montag 8 Uhr: Flandern und der Krieg. Rose- Theater. 8% Uhr Wie deutsche Helden sterben 4 Uhr: Gartenvorstellung: Buschlies'l. Walhalla- Theater. 8. Die Jagd nach dem Glück 4 Uhr: Gartenvorstellung. 8 Uhr: Apollo- Sänger. Berliner Prater- Theater Kastanien- Allee 7-9. 1. und 2. Pfingst- Feiertag: Große Extra- Frühvorstellung. Theater und Spezialitäten. Anfang 6 Uhr. Eintritt 20 Pf. Verkäufe. Else Bötticher Rosa Felsegg Julius Spielmann sowie der abwechslungsreiche Mai- Spielplan. Reichshallen- Theater. 32 Gebr. 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Berlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl. Nr. 141. 32. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Urkunden des Grünbuches. Das Wolfffche Telegraphenbureau veröffentlicht heute folgenden ausführlichen Auszug aus dem Grünbuche: Ungarn umfaßt mit einem schweren Schaden für unsere Einrichtun-! gen. Baron Burian drückte sich weiterhin allgemein aus und erklärte sich gegen eine Präjudiz. Baron Burian erklärte am 9. Februar, noch nicht antworten zu können und hob hervor, daß die Besetzung des Dodekanes und Valonas es Italien zur Pflicht machten, sich vorher mit Oesterreich- Ungarn zu einigen. Diese Gegenvorschläge Oesterreich- Ungarns ergeben sich aus einem langen Promemoria, auf das Italien am 12. Februar antwortete, daß die Abtretung von Valona und des Dodekanes nicht den Gegenstand der gegenwärtigen Unterhandlung bilden sollte. Sonnino hob am Es Am 9. Dezember 1914 beauftragte der Minister des Auswärtigen, Sonnio, den italienischen Botschafter in Wien, Herzog von Avarna, dem Minister des Auswärtigen, Grafen Berchtold mitzuteilen, daß der Einmarsch Desterreich- Ungarns in Serbien eine Handlung darstelle, welche zwischen den beiden Regierungen geprüft werden müsse, mit Bezug 12. Februar hervor, daß dies entmutigend sei und besteht auf Artikel VII des Dreibundvertrages, welcher für die österreichisch- dringend darauf, daß Wien sich entscheide, indem er hervorhob, daß ungarische Regierung die Verpflichtung zu einem vorgängigen man nicht einmal dazu gekommen sei, eine Antwort selbst auf die Einvernehmen mit Italien und die Verpflichtung zu Kompensationen erste Frage zu erhalten, nämlich, ob Oesterreich- Ungarn bereit sei, selbst für eine nur zeitweilige Besetzung aufstelle. Die kaiser- auf der Grund einer Abtretung von Gebieten, die heute Oesterreichliche und königliche Regierung hätte uns daher Ungarn gehören, zu verhandeln. Unterdessen werden neue Fragen befragen und sich mit uns ins Einvernehmen sehen müssen, aufgeworfen, die nicht den Gegenstand der gegenwärtigen Unterbevor sie ihre Armee die serbische Grenze überschreiten ließ. Bei handlung bilden sollten, um die Dinge in die Länge zu ziehen. Man dieser Gelegenheit und um unsere Haltung besser verständlich zu bereitet neue militärische Expeditionen auf dem Balkan vor. machen, müssen wir die kaiserliche und königliche Regierung daran ist daher unmöglich, künftig irgendeine Illusion über den Ausgang erinnern, daß gerade auf diesen Artikel VII sich stüßend die der Unterhandlungen zu haben. Daher ist Italien, um seine kaiserliche und königliche Regierung uns während unseres Krieges eigene Würde zu wahren, verpflichtet, jeden Vorschlag oder mit der Türkei an verschiedenen militärischen Operationen ver- Initiative zu einer Unterhandlung zurückzuziehen, und auf den hindert hat, welche die Kriegsdauer sicherlich abgekürzt hätten. Bestimmungen des Artikels 7 zu bestehen, der alle militärischen Auch die Flottenoperationen an den Dardanellen haben formelle Aktionen als offen diesem Artikel zuwider erklärt, die OesterVorbehalte hervorgerufen. Italien hat ein Interesse ersten reich- Ungarn von heute ab auf dem Balkan gegen Ranges an der Serbien und Montenegro unternehmen würde oder gegen andere, ohne daß vorher ein Uebereinkommen, wie es in dem Artifel 7 vorgesehen sei, abgeschlossen worden wäre. Es ist nicht notwendig, hervorzuheben, daß, wenn Oesterreich- Ungarn durch eine Tatsache beweisen würde, daß es die Bestimmung des Artikels 7 nicht beachten wollte, dies zu schweren Folgen führen würde, für die Italien jetzt alle Verantwortung ablehnt. Aufrechterhaltung vollständiger Integrität und der politischen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit Serbiens. Baron Burian bestand wiederholt auf seiner Weigerung, den italienischen Gesichtspunkt gelten zu lassen, und am 22. Februar telegraphierte der Herzog von Abarna, sei unnüß, sich Illusionen zu machen. Sonnino faßte seine Gedanken am 4. März folgendermaßen zusammen: Die österreichisch- ungarische Regierung hat allerdings wiederholentlich erklärt, daß sie nicht die Absicht habe, zum Nachteil Serbiens Gebiete zu erwerben. Aber eine so formulierte Erklärung schafft keine dauernde Verpflichtung, und die allgemeinen Zusicherungen der österreichisch- ungarischen Regierung gelegentlich des Eintretens der Türkei in den Krieg lassen die Möglichkeit etwaiger politischer Alenderungen auf der Balkaninsel voraussehen. Andererseits war es schon der bloße Einmarsch in Serbien, selbst wenn er sich als nur zeitweilig herausstellen sollte, genügend das Gleichgewicht am Balkan ernstlich zu stören und uns ein Recht auf Kompensationen zu geben. Es muß auch hervorgehoben werden, daß der oben an= geführte Artikel VII Italien ein Recht auf Kompensationen auch für Vorteile nicht territorialen Charakters gewährt, welche Defterreich- Ungarn am Balkan erreichen sollte. Die italienische Regierung hält es für notwendig, ohne irgendeine Verzögerung zu einem Meinungsaustausch zu schreiten und auf Grund desselben zu einer konkreten Verhandlung mit Oesterreich- Ungarn über die berivickelte Lage, welche die vitalen wirtschaftlichen und politischen Interessen Italiens nahe berührt. Man bemerkt unzweifelhafte Unruhe im Parlament und in der öffentlichen Meinung Italiens, welche offensichtlich eine Neigung zu national- italienischen Anfprüchen zeigt. Die italienische Regierung ist verpflichtet, dem ernstlich Rechnung zu tragen. Das von mir auf dieser Basis gewünschte( invoqué) Uebereinkommen zwischen den beiden Regierungen würde das Ergebnis haben, für die Zukunft jede GeLegenheit für bedauerliche Zwischenfälle, Reibungen und Mißtrauen zu beseitigen, welche heute so bedauerlich häufig sind und im Gegenteil Beziehungen zu einer herzlichen und beharrlichen Freundschaft zwischen den beiden Ländern möglich und natürlich machen, wie sie dem gemeinsamen Wunsche entsprechen, und ohne welche jedes offizielle Abkommen notwendigerweise unvollkommen und unfruchtbar bleibt. Der Herzog von Avarna beilte am 12. Dezember mit, daß er die vorstehende Mitteilung ge= macht habe, und daß Graf Berchtold geantwortet habe, daß der Krieg gegen Serbien kein Angriffs, sondern ein Verteidigungskrieg sei, und daraus gefolgert habe, daß damit nicht der Fall gegeben sei, im Augenblick zu einem Meinungsaustausch mit Italien zu schreiten. In einer Depesche vom 14. Dezember teilte der Herzog von Avarna mit, daß es dem deutschen Botschafter in Wien auf Grund von Instruktionen des Staatssekretärs v. Jagow gelungen sei, den Grafen Berchtold zu überreden, zu einem Meinungsaustausche zu schreiten. Am 20. Dezember teilte Graf Berchtold dem Herzog von Avarna mit, daß er geneigt sei, über Kompensationen zu verhandeln. Sonntag, 23. Mai 1915. 3. Die Stadt Triest mit ihrem Gebiet, das im Norden Nabresina und im Süden Capo d'Istria Pirano einschließen würde, wird ein autonomer unabhängiger Staat. Oesterreich- Ungarn wird auf alle Souveränität verzichten. 4. Desterreich- Ungarn tritt an Italien die CurzolariInseln ab. 5. Jtalien wird sofort die vorerwähnten Gebiete besetzen. Triest und sein Gebiet werden unverzüglich von den Desterreichern geräumt. Souveränität 6. Oesterreich- Ungarn erkennt die bolle Italien über Valona an. 7. Desterreich- Ungarn gibt vollkommen seine Interessen an Albanien auf. 8. Oesterreich- Ungarn wird den aus militärischen oder politischen Gründen Verurteilten der abgetretenen Gebiete volle Anmestie gewähren. 9. Italien wird an Oesterrreich- Ungarn 200 Millionen Lire in Gold zahlen. 10. Italien bewahrt vollkommene Neutralität gegenüber Deutschland und Oesterreich- Ungarn während des ganzen gegen wärtigen Krieges. 11. Während des ganzen gegenwärtigen Krieges verzichtet Italien darauf, nachträglich sich auf Artikel 7 zu seinen Gunsten zu berufen, und verzichtet Oesterreich- Ungarn in gleicher Weise darauf hinsichtlich des Dodekanesos. Zwischen dem 2. April und dem 13. April wurden Gerüchte von einem österreichisch- russischen Sonderfrieden, um freie Hand gegen Italien zu haben, immer häufiger. Sonnino telegraphierte am 13. April dem Herzog von Avarna dringend um eine öfterreichische Antwort. Aus der Antwort des Barons Burian vom rungen annimmt, sondern nur neue Vorschläge wegen der Ab16. April ging hervor, daß er keine der italienischen Forde= tretung des Trentino macht. Sonnino telegraphierte am Desterreich geneigt wäre zu bewilligen, ihm nicht genügend er21. April dem Herzog von Avarna daß die Abtretungen, die schienen für ein Abkommen, wie es zwischen den beiden Staaten abgeschlossen werden müßte, um eine feste und normale Lage zu schaffen. Nur hinsichtlich des Trentino zeige sich DesterreichUngarn bereit, etwas über seine ersten Vorschläge hinaus zu be1. Reine militärische Aktion dürfe von Oester- willigen, aber selbst hier sehe man nicht eine Beseitigung der reich- Ungarn auf der Balkanhalbinsel begonnen wer- größten Unzuträglichkeiten der gegenwärtigen Lage vom sprachden, ohne ein vorheriges Abkommen betreffend Kompensationen. lichen, ethnologischen und militärischen Standpunkt aus. Was das 2. Jede Verletzung dieses Grundsayes würde als offene übrige anlange, so setzte Baron Burian vollkommenen Widerstand Vertragsverletzung angesehen werden, und Italien würde volle entgegen. Dagegen bestände ein unüberbrückbarer Gegensatz für Handlungsfreiheit wiedergewinnen. den Artikel 5 bezüglich des Datums der Ausführung eines etwaigen Uebereinkommens. 3. Kein Vorschlag und keine Diskussion betreffend Kompensation kann zu einem Uebereinkommen führen, wenn dadurch nicht die Abtretung von bereits in Oester= reich- Ungarns Besize befindlichen Gebieten vorgesehen wird. 4. Solange die Abmachung des Artikels 7 gilt, wollen wir eine Kompensation als Folge schon der Tatsache, daß Desterreich Ungarn eine militärische Aktion auf der Baltanhalbinsel begonnen hat, unabhängig davon, welche Ergebnisse diese Aktion haben könnte, und ohne daß es dadurch ausgeschlossen würde, daß man noch andere Kompensationen in konditioneller Form und entsprechend den Vorteilen, welche Desterreich- Ungarn zu erringen in er Lage sein würde, vereinbaren könnte. 5. Der figierte Teil der Kompensationen, welcher als Ausgleich für den Beginn der militärischen Aktion Desterreichs- Ungarns, unabhängig von deren Ergebnis, dient, wird nicht geheim gehalten werden dürfen, sondern in Wirksamkeit gesetzt werden müssen durch tatsächliche Uebergabe der abgetretenen Gebiete und ihre sofortige Besetzung durch Italien. 6. Reine Diskussion über eine Kompensation von unserer Seite für die Besetzung der zwölf Inseln und von Valona. Am 4. März telegraphiert Sonnino an den Herzog von Avarna, er möge den Baron Burian benachrichtigen, daß die Beschießung von Antivari in der vorhergegangenen Nacht im offenen Gegensatz zu der Mitteilung Italiens an Oesterreich Ungarn vom 22. Februar und zu der Erklärung des Barons Burian stehe. Der Herzog von Avarna telegraphierte am 25. April, daß Baron Burian in unnüßen Diskussionen fortfahre und sich nicht vom wahren Stande der Dinge Rechenschaft abzulegen scheine. Baron Burian gebe sich der Illusion hin, daß Italien sich schließlich mit dem Angebotenen im Trentino zufriedengeben werde. Baron Burian könne sich nicht von der Möglichkeit überzeugen, in der sich Italien befinden könne, im Falle, daß seine Forderungen nicht vollkommen angenommen würden, Desterreich- Ungarn und Deutschland den Krieg zu erklären. Daher erscheine ein Abkommen mit Oesterreich- Ungarn auf der Grundlage der italienischen Vorschläge unter den gegenwärtigen Umständen beinahe unmöglich. Das Grünbuch schließt mit dem Schriftstück vom 3. Mai. Ein Koalitionsministerium. Dem Kabinett Asquith brennt seit einiger Zeit der Boden unter den Füßen, und es kann keine Rede davon sein, daß es noch über das Maß von Vertrauen in der Bevölkerung verfügt, das für die Regierung in einem demokratisch geordneten Staatswesen unentbehrlich ist. Freilich ist auch in England zu Beginn des Krieges der Burgfrieden proklamiert worden, und die konservative Opposition wird nicht müde zu versichern, daß sie bereit sei, gemeinsam mit den Liberalen alles zu tun, was dem Besten des Landes und einer schnellen Am 9. März erklärt Baron Burian, daß die österreichisch- sie aber nicht gehindert, an den Maßnahmen des Ministeriums und siegreichen Durchführung des Krieges diene. Das hat ungarische Regierung einer Diskussion über die Frage der scharfe und rücksichtslose Kritik zu üben und auf diese Weise Fürst Bülow erklärte am 20. Dezember dem Minister Sonnino, italienischen Vorschlages zustimme. Sonnino stellt zur Bedingung, feine Stellung dem Lande gegenüber zu erschüttern. Kompensationen auf der vorerwähnten Grundlage des baz er nach Rom gekommen sei, um das gute Verhältnis und die daß, wenn ein Uebereinkommen beschlossen werde, es Beziehungen zwischen Italien und Deutschland zu verbessern; Vor allem wurde dem Kabinett immer wieder vorgeItalien habe durchaus recht mit seinem Wunsche, Kompensationen sofort ausgeführt werde, worfen, daß es nicht das zureichende Verständnis für den Ernst zu erörtern, welche bewilligt werden würden, sobald Desterreich- und daß die Dauer der Verhandlungen auf zwei der politischen und militärischen Situation besige und daß es Ungarn irgendwelche festumgrenzte Ergebnisse erzielt haben würde. Wochen beschränkt werde. feineswegs mit dem erforderlichen Nachdruck die für den Sonnino erwiderte, daß das Land für die Neutralität wäre, wenn er dem nicht zustimme, daß ein Uebereinkommen sofort in wiege das Volk durch günstig gefärbte Nachrichten von der Am 13. März erklärt Baron Burian ausführlich, daß friegerischen Erfolg notwendigen Vorkehrungen treffe. Es es die Befriedigung einiger seiner nationalen Aspirationen erhalten könnte. Fürst Bülow dankte Wirksamkeit geſetzt werde. Sonnino beharrt auf seiner Forderung: Front in Sicherheit und verhindere so die äußerste AnSonnino für seine Offenherzigkeit und erkannte die Not- bildet den Gegenstand zahlreicher Gespräche zwischen Sonnino spannung aller Kräfte. Es ist merkwürdig zu sehen, wie die und dieser Punkt der sofortigen Wirksamkeit eines Abkommens wendigkeit an, in diesem Sinne zu arbeiten. Am selben und dem Fürsten Bülow und Instruktionen an den Herzog von Torypresse die" Times" an der Spize: Tage erklärte Baron Macchio Sonnino, er reise anläßlich der bis in die legten Feiertage nach Wien. Er bemerkte, daß die österreichischen Tage hinein jede amtliche Siegesnachricht zu verkleinern Truppenbewegungen in Serbien nicht einer vorübergehenden Be- gegenüber Italien die Bürgschaft dafür übernehme, Glauben nicht aufkommen lassen, als ob die allgemeine Am 20. März erklärte Bülow, daß Deutschland sucht und jeden Mißerfolg stark unterstreicht. Sie will den segung gemäß Artikel VII entsprächen. Sonnino erwiderte, man habe schon einen Gouverneur in Belgrad ernannt. Wenn daß die Konvention, welche zwischen Stalien und Desterreich Situation zu schönen Hoffnungen berechtige, und sie malt man die Besetzung Serbiens mit dem vergleiche, was während Ungarn geschlossen werden solle, nach dem Friedensschluß loyal schwarz, um die verantwortliche Regierung möglichst in Mißkredit zu bringen. des Krieges mit der Türkei geschehen sei, als Desterreich sein Veto gegen die Beschießung Salonitis und der Dardanellen erhob, könne fein Zweifel herrschen über das Recht Italiens, die Anwendung des Artikels VII zu verlangen. bon Am 7. Januar benachrichtigte Sonnino den Herzog von Avarna davon, daß er Macchio die logischen und politischen Gründe für die Behandlung der Kompensationsfrage auseinandergesetzt habe. Während einer Besprechung mit Sonnino am 11. Januar erwähnte Macchio Albanien als einen Gegenstand Rompensationen. Sonnino antwortete, daß die Interessen Italiens in Albanien hauptsächlich negativ seien, nämlich, daß feine andere Macht es beseze. Italien hege nicht den Wunsch, wider Willen in die inneren balkanischen Angelegenheiten hineingezogen zu werden und sich unvermeidlich und dauernd im Gegenjaz mit Serbien und Bulgarien zu befinden. Gehen wir zu der Frage der Kompensationen hinsichtlich der durch das Gefühl des Boltes erstrebten Provinzen. Sonnino erklärte dem Fürsten Bülow am 14. Januar, daß man den Zustand einer dauernden Eintracht mit Oesterreich- Ungarn nur erreichen könnte, wenn die irre= dentistische Formel von Trentino und Triest volI= tommen ausgeschaltet würde. = Avarna. ausgeführt werde. eröffnung der Diskussion und der Verhandlungen nicht widerAm 22. März erklärte Sonnino, daß er sich der Wiedersebe, obgleich ohne eine Lösung der Frage der sofortigen Wirtsamkeit die Diskussion nur ins Blaue hineinginge. Opposition angehakt. Sie beschuldigt Herrn Asquith und Besonders an der Munitionslieferung hat die seine Kollegen, die rechtzeitige Organisation der GeschoßBaron Burian machte am 27. März folgende Vorschläge: herstellung verabsäumt zu haben. Sie flagt sie des Mangels 1. Italien verpflichtet sich, bis zum Kriegsschluß an Entgegenkommen gegenüber den Unternehmern und des eine wohlwollende Neutralität zu bewahren. Mangels an Energie gegenüber den Arbeitern an. Diese 2. Italien läßt Oesterreich- Ungarn während der ganzen Beschwerden sind insofern nicht ganz unberechtigt, als EngDauer des Krieges volle Handlungsfreiheit auf dem Baltan und entsagt jeder neuen Kompensationen für die land in der Tat für den Landkrieg nicht entsprechend vorterritorialen Vorteile und andere Vorteile, die eventuell aus bereitet war, und als es geraume Zeit bedurfte, bevor der Bedieser Handlungsfreiheit für Oesterreich- Ungarn entstehen. Dies trieb der Munitionslieferung einigermaßen nach Wunsch würde sich nicht auf Albanien beziehen und auf das italienisch- funktionierte. Aber wie wenig es doch auf der anderen Seite österreichische Abkommen betreffs Albanien. Die Abschlüsse der den Konservativen ausschließlich um die Sache zu tun war, Londoner Konferenz würden in Kraft bleiben. Baron Burian ging aus ihrer ablehnenden Haltung gegenüber den Trinkerklärte dem Herzog von Avarna, daß Oesterreich- Ungarn für gefeßen Lloyd Georges hervor: sie haben zwar nichts gegen seinen Teil bereit wäre, Südtirol mit Einschluß der Stadt Trient abzutreten. Die Abgrenzung würde die Einschränkung der Freiheit bei den Arbeitern einzuwenden, im einzelnen derart festgesetzt werden, daß den strategischen Er- nur darf sie nicht auf Kosten kapitalistischer Interessen erfordernissen Oesterreich- Ungarns Rechnung getragen würde, folgen. Von Lloyd Georges Bufett waren nach den Versowie den wirtschaftlichen Bedürfnissen der Bewohner. handlungen im Parlament nur ein paar fümmerliche Stiele Sonnino telegraphierte am übriggeblieben, und die Geschichte kam einer Niederlage der Regierung recht nahe. 31. März dem Herzog von Avarna, daß die vorerwähnten, nicht genau bestimmten und ungewissen Vorschläge durchaus un zureichend seien. Baron Burian sette am Fürst Bülow erklärte, daß Oesterreich Ungarn den Krieg der Abtretung von Triest vorzichen würde. Er glaube es erreichen zu können, daß das Trentino ab treten würde, aber nichts anderes. Sonnino erklärte am 2. April fest, daß die Territorien, die Oesterreich- Ungarn 25. Januar dem Fürsten Bülow, daß er vom Gange der Dinge ein bereit wäre zu den angegebenen Bedingungen abzutreten, die Bebißchen enttäuscht sei. Die halbamtliche Wiener Presse erkläre zirke von Trient, Rovereto, Riva und Tione umfassen würden jede Abtretung von Territorien als ausgeschlossen, und die öster-( mit Ausnahme von Madonna di Campiglio und Umgebung und reichisch- ungarischen Truppen konzentrierten sich an den Grenzen Borgo). Im Etschtal würde die Grenze bis Lawies gehen, das Rumäniens und Serbiens, was eine neue Gefahr für Italien dar- bei Italien bleiben würde. Auf Verlangen des Barons Burian stelle und eine lebhafte Bewegung zugunsten unserer Teilnahme am Striege hervorrufe. Sonnino erklärte, daß er sich dafür verwenden werde, die Wünsche und Hoffnungen zu mäßi= gen und Vertrauen auf die diplomatische Aktion zu empfehlen, aber unglücklicherweise bleiben wir trotz des guten Willens des! Fürsten Bülow und Deutschlands vollkommen von Oesterreich-| machte Sonnino am 6. April folgende Gegenvorschläge: 1. Oesterreich- Ungarn tritt an Italien das Trentino mit den Grenzen des Königreichs Italien im Jahre 1811 ab. 2. Grenzberichtigung zugunsten Italiens an dessen östlicher Grenze, Gradisca, Gorizia inbegriffen, wobei die Grenze am Meer zwischen Monfalcone und Triest bei Nabresina endigt. Noch gefährlicher waren die Angriffe, die gegen Herrn Winston Churchill gerichtet wurden. Die Leistungen der englischen Flotte haben einigermaßen enttäuscht und die schweren Verluste, die sie in den Dardanellen erlitten hat, werden von den Engländern nur sehr schwer verwunden. Der erste Lord der Admiralität wird für dieses Unglück verantwortlich gemacht, und zu allem Ueberfluß stellt sich nun auch noch heraus, daß der recht autokratische Herr seine Anordnungen getroffen hat, ohne sich im Einklang mit seinem fachmännisch geschulten Kollegen zu befinden. Der Admiral Fisher ist im Begriff, seinen Abschied zu nehmen, weil er sich nicht länger für die Verfügungen eines Mannes mitverant wortlich machen will, der in frankhaftem Ehrgeiz seine Laien meinung den hohen Offizieren der Marine aufoftroniert. Churchills Stellung ist unhaltbar geworden, und auch wenn die Lusitania affäre, die einen beispiellosen Leichtsinn der englischen Admiralität verriet, nicht hinzugefommen wäre, würde zum mindesten die Krise im Marineministerium unvermeidlich gewesen sein. " Gebiet einzugehen und seine Wünsche über das Kriegsziel| bereitet haben. So haben sie aus Rhodeften bier Kompagnien eurozum Ausdruck zu bringen. Dabei fehlte es nicht an Angriffen paischer Truppen mit der Bohn durch portugiesisches Gebiet nach auf die Regierung, das geht aus dem Bericht des Berliner Beira gebracht und in diesem ebenfalls portugiesischen Hafen am Tageblatts" hervor, in dem es heißt: 9. März mit der Marschrichtung Zanzibar eingeschifft. Die in Die Begrüßungsrede hielt der Borsigende des Wehrvereins dieses Jahres schildert die Ankunft und Verschiffung dieser Truppe Beira erscheinende englische Zeitung Beira- Post" vom 9. März v. Strang, der an die Adresse Italiens einige fräftige, von startem und erwähnt auch, wie sie von den Spitzen der portugiesischen BeBeifall begleitete Worte richtete. Der Appell an den Reichs= lanzler, der sich auf Zitate Friedrichs des Großen und Bis- hörden empfangen und begrüßt worden sind. Auch ein Beitrag mards stüßte, hätte unterbleiben können, da es heute noch nicht Zeit England"!" Aus Beira fommt auch die Nachricht, daß die Engzu dem Kapitel„ Achtung der Neutralität fleiner Staaten durch ist, von Eroberungen fremder Länder zu sprechen. länder seit Anfang März große Mengen Lebensmittel und Mus Der Ausfall auf Dernburg war ebenso unnötig, wie die Pe- nition nach dem südlichen Teil des Katanga- Bezirks und Rhodejien tition des Wehrvereins an den Reichskanzler. Nach dieser Einleitung, die den Burgfrieben etwas heftig verlegte, schaffen. Es verlaute, daß ein kombinierter Angriff englischnahm Justizrat Wagner das Wort. Er besprach die ungeheuren belgischer Streitkräfte über Abercorn und Deutsch- Ostafrifa gc. Lieferungen an Geschüßen, Waffen, Pferden und sonstigem Material, die die Nordamerikaner an unsere Gegner liefern." die Flaumacher zu viel Freiheit befäßen und die Befür Die Mitglieder des gleichen Wehrvereins flagen dabei, worter von Annerionen in ihrer Agitation zu sehr beschränkt Doch auch damit nicht genug: das Kabinett fonn auch nicht mehr auf die unbedingte Unterstützung von seiten der Arbeiterpartei rechnen. Zwar hat die Labour Party, die parlamentarische Vertretung der Arbeiterschaft, sich, was den Krieg als solchen angeht, unbedingt hinter die Regierung gestellt. Aber im Lande gärt es. Die Unabhängige Arbeiterpartei treibt Friedenspropaganda, und, wenn sie dabei auch die Mehrzahl der Arbeiter noch nicht auf ihrer Seite hat, so macht sich doch unter den Gewerkschaften eine wachsende Ver: daß stimmung benterfbar. Man ist verärgert darüber, daß Lloyd George die unzureichenden Leistungen der Munitionsfobrifen wären! mit der Trunfsucht der Arbeiter zu erklären versucht hat, man findet ganz allgemein, daß der Burgfriede" den Kapitalisten, aber nicht dem Proletariat zugute fommt, man ist erregt, weil die Arbeitslöhne sich feineswegs im richtigen Verhältnis zu den erhöhten Einfünften der sich vom Kriege mästenden Unternehmer halten. Mag immerhin an diesen Erscheinungen die Regierung nicht durchweg eine unmittelbare Schuld tragen, so jetzt man sie ihr doch auf Rechnung, und die Kritif der Arbeiter schwächt ihre schon ohnehin erschütterte Position noch weiter. Städtetag gegen Landwirtschaftsrat. Die bom Gegen die Reverspolitik der bayerischen Regierung. plant jei. Auch die wirtschaftlichen Verhältnisse in der Solonie müssen als durchaus zufriedenstellend bezeichnet werden. Das lassen aum welche gelegentlich auf muvegen hierher gelangt sind. Die EinPrivatmitteilungen aus Handels- und Pflanzerfreifen erkennen, und Ausfuhr ist zwar infolge der Blodade unterbunden, troßdem ist aber in allen Geschäften und auf fast allen Betrieben bis in die neueste Zeit ununterbrochen und mit befriedigendem Ergebnis weiter gearbeitet worden. Ginige Zugusartikel werden bei wei. terer langerer Dauer des Krieges in Ostafrifa allerdings zu fehlen beginnen, wirkliche Schmierigkeiten, namentlich hinsichtlich der Ernährung der europäischen Bevölkerung, find aber nicht zu besorgen. Dafür sind die natürlichen Hilfsquellen des Landes zu ergiebig. Togo. gemeine Lage Togos gegenüber derjenigen zurzeit der letzten amtNach privaten Nachrichten von Ende März b. 3. hat sich die alllichen Veröffentlichung nicht verändert. Der Handelsbetrieb der deutschen Firmen beschränkt sich in der Hauptsache immer noch auf den Ausverkauf der Warenbestände; nur ganz bestimmte Waren, mie Tabat und Streichhölzer, find auch den deutschen Firmen zur englischen Konsuls dahin versehen sind, daß sie nicht aus dem feind Einfuhr freigegeben, falls diese Waren mit der Bescheinigung eines lichen Auslande stammen. die nachfolgende Entschließung gefaßt worden: In der Sitzung des Vorstandes des Deutschen Städtetages ift Deutschen Landwirtschaftsrat borgeschlagene Neuorganisation der Brot- und Wehlbeschaffung für das beutsche Volt ist un annehmbar, weil sie das Schwergewicht aller Entscheidungen in die Getreide erzeugenden Kommunalverbände und in eine völlig unter landwirtschaftlicher Leitung stehende Sentral ausgleichsstelle" legt. Wenn dieser Zentralausgleichsstelle die Funktionen In dieser Lage blieb fein anderes Auskunftsmittel mehr der Reichsverteilungsstelle, besonders die Zumessung der Brotportion, übrig als die Griebung des liberalen& abinetts und sogar Funktionen des Bundesrats, nämlich die Festsetzung des Ausdurch ein Koalitionsfabinett. Herr Asquith hat mahlensverhältnisses beim Getreide, zugedacht werden, wenn weiter int Parlament die bevorstehenden Veränderungen im allge bie Ariegsgetreidegesellschaft beseitigt werden soll, so wird verkannt, meinen angedeutet, und private Nachrichten geben weiteren daß die Sicherstellung der notwendigsten Nahrungsmittel eine Aufschluß. Danach sollen eine Reihe der gegenwärtigen gemeinsame Angelegenheit des deutschen Volkes ist. Kabinettsmitglieder führenden Konservativen wie dem ehe- Die deutschen Städte, die in opferwilligster Weise bei der Gründung Teil Togos anlangt, so geht aus Brivatnachrichten hervor, daß in Was den zurzeit in französischen Bänden befindlichen maligen Premierminister Balfour, dem gegenwärtigen der Kriegsgetreidegesellschaft mitgewirkt haben, müssen die Aufrecht Nord- Togo, und zwar in gewiffen, mit mohammedanischen Leiter der Opposition Bonar Saw usw. und eventuell auch erhaltung des Grundgebankens verlangen, wonach Stonsumenten fich geweigert haben, die französische Herrschaft anzuerkennen: fie Elementen durchſeßten Teilen des Sokodebezirks, die Eingeborenen dem Fren Redmond und unserem zu Anfang des Krieges und Produzenten in gerechter und gleicher Weise bedacht seien nur den Deutschen untertan. Die Unzufriedenheit der Ein bereits in den Geheimen Rat berufenen Genossen Sender werden. Dazu ist erstens erforderlich, daß die Städte und die geborenen hat auch dazu geführt, daß sich die französische Verwal son Plak machen. Asquith wird die Leitung behalten, Sir Konsumenten bei der Organisation der städtischen Brot- tung veranlagt fab, für die Läden deutscher Firmen im AnechoEdward Grey wird Minister des Auswärtigen bleiben, mo- versorgung einen Waß und Nichtung gebenden Einfluß und Atatpamebezirk und wahrscheinlich auch im Sokodebezirk feit durch zum Ausdruck gebracht werden soll, daß der allgemeine behalten und nicht von den landwirtschaftlichen Interessenten Januar d. J. die Wiedereröffnung zuzulassen. Sturs der englischen Regierung besonders auf dem Gebiete der beiseite geschoben werden. Dazu ist zweitens erforderlich, daß die internationalen Politif feine Veränderungen erleidet. Konsumenten nicht durch Einführung des sogenannten LandliefeDeutsch- Südwestafrika. Ein Koalitionsministerium ist für England etwas ganz rungsprinzips( Lieferung des Getreides durch die produzierenden afrita stattgehabten friegerischen Ereignisse liegen noch feine amtleber die nach Abschluß der letzten Mitteilung in Südwest linerhörtes. Ein einziges Mal, seitdem die Parteiregierung Kommunalverbände selbst) von der Auswahl des Kaufgegenstandes lichen deutschen Meldungen vor. Nach den englischen Meldungen in Großbritannien Fuß gefaßt hat, haben sich die Vertreter ausgeschlossen und auf die Vermittlung der die Produzenten ver- sind die feindlichen Truppen bereits weit ins Innere des Schutzder beiden großen Parteien in ein Boot gesetzt, aber auch tretenden Verbände verwiesen werden. Nur wenn an diesen beiden gebietes vorgedrungen. Den ins Innere vorrüdenden Streitkräften damals es war in den fünfziger Jahren des vorigen Jahr Grundgebanten festgehalten wird, dürfen die Städte hoffen, in Fort- der jüdafrikanischen Union sind deutscherseits bisher nur schwächere hunderts entschloß man sich zu diesem Experiment nur, fegung der bisherigen erfolgreichen Arbeit auch während des nächsten Kräfte entgegengetreten. Mit den Hauptkräften der deutschen nachdem Konservative und Liberale aus den Wahlen gleich Erntejahres die Brotversorgung ihrer Einwohnerschaft ihrerseits Schutztruppe find fic, soweit bis jetzt bekannt, noch nicht in Be start hervorgegangen waren. Daß man ickt mit der ge durchführen zu können. rührung gekommen. Besonders erwähnenswert ist, daß auch für diesen Kriegsschauplas Nordamerika als Lieferant von Krieg heiligten Ueberlieferung bricht, daß man das System, nach material England hilfreiche Dienste geleistet hat. Der englische dem England regiert wird, verletzt, ist ein Beweis für den Dampfer Mauretania" tam nämlich vor furgent mit Geschußen, Ernst der Situation. Die Dinge haben eine Wen- Eine Konferenz des erweiterten Vorstandes und der Gau- u. a. auch schweren Kalibers, Gewehr- und Geschüßmunition sowic dung genommen, in der die liberale Partei, obwohl sie noch vorsteher des Süddeutschen Eisenbahnverbandes, Sig Nürnberg, nahm einigen Flugzeugen von Nem Vort in Kapstadt an. über die Mehrheit im Unterhause verfügt, die Verantwortung gegen die Haltung der bayerischen Regierung in der Frage des Nachrichten beim Auswärtigen Amt eingetroffen, die die Lage in Während des Drudes der Mitteilungen sind jedoch weitere nicht mehr allein tragen will; das ganze Volf, soweit es in Stoalitionsrechts Stellung. In einer zum Beschluß erhobenen Re- Südwestafrita in einem für Deutschland recht ungünstigen Lichte Parlament vertreten ist, soll die Last auf seine Schultern solution wird die Antwort des Ministerpräsidenten Graf Hertling erscheinen lassen. Danach gelang es Botha, nach der am 2. Mai nehmen. auf die Eingabe, die die Aufhebung des bekannten Reverses ver- erfolgten Bejeßung von Stjimbingwe, auch Staribib, Johann Rein parlamentarisch betrachtet, ist damit die Stellung langte, als in jeder Richtung unbefriedigend bezeichnet. Die Albrechtshöhe und Wilhelmstal zu erreichen, wobei den Unione der englischen Regierung zunächst ohne Zweifel sehr viel Aufrechterhaltung des Reverses ohne sachliche Gründe sei ein Be- truppen u. a. viel rollendes Eisenbahnmaterial in die Hände ge Eine weitere Nachricht lantet dahin, daß der störfer geworden. Sie hat bei der festen Organisation des weis dafür, daß politische Gründe für das Ministerium mit fallen fein soll. englischen Parteiwesens fürs erste feine Opposition mehr zu bestimmend seien. In der ernsten Zeit des Krieges hat sich nicht Gegner am 12. d. M. Windhut bejezt habe. Den englischen Mit fürchten, wenn die Vertreter aller Parteien am Ruder jißen. der Schatten eines bienstlichen Grundes für die Notwendigkeit entgegengesezt worden sein. Auch über diese Vorgänge liegen bis teilungen zufolge soll dieser Besetzung deutscherseits fein Widerstand Aber die große Frage ist die, ob die Einigkeit der verschiede der Ausschließung der Verbandsmitglieder von der Anstellung jest weder amtliche noch private deutsche Meldungen vor; nach Lage nen Bestandteile der Regierung untereinander und mit der ergeben. Das gesamte Personal, ob so oder so organisiert, erfülle der Verhältnisse sind solche in absehbarer Zeit auch nicht zu er Bevölkerung auf die Dauer und unter allen Umfeine Pflicht mit treuer Hingebung. Werde es troßdem verschieden warten. ständen aufrechterhalten werden kann. Man behandelt, so sei der Beweis erbracht, daß das Staatsministerium Besitzungen in der Südsee. vergesse nicht, daß die Konservativen bestimmte Programm- feine Inparteilichkeit walten lasse. Den Trost, der in der Antwort 1. Deutsch Neuguinea. A. Altes Schuhgebiet forderungen haben, die die Liberalen, ohne sich selbst auf des Grafen Hertling gegeben wurde, daß der Revers zurzeit nicht Wegen der geringen Besaßung dieses Gebietes( 50-60 zu den Wafzugeben, nicht akzeptieren können. In erster Linie steht hier angewendet werde, lehnt die Resolution ab, indem sie sagt, eine fen gerufene weiße Angehörige des Beurlaubtenstandes und etwa die Einführung der allgemeinen Dienst pflid) t. Ingerechtigkeit werde dadurch nicht zu einer gerechten Maßnahme, 240 größtenteils faum ausgebildete Polizeijungen) tam es hier nach Erst ganz vor furzem ist diese Frage in Oberhause wieder daß sie vorübergehend nicht gehandhabt werde. Die Resolution borheriger kräftiger Verteidigung zu Berhandlungen. Der Kapivon fonservativer Scite angeregt worden, und die dilatorische fordert schließlich bringend die Aufhebung des Reverses und Gleich. tulationsvertrag vom 17. September 1914 hat aber bei den austra Antwort des Lord Haldane, der darauf hinwies, daß man berechtigung des Verbandes bei allen Instanzen der Eisenbahn haben sie zunächst Anstand genommen, die wesentlichte Bedingung, lischen Behörden ganz fraglich wenig Freude verursacht. Jedenfalls borläufig noch genügend Refruten habe, wird die Gegner des verwaltung, entsprechend der gleichen Pflichterfüllung. nämlich die Gestattung freien Abzuges für die Beamten des Schut Söldnerheeres nicht von einer baldigen Erneuerung ihres gebietes, zur Ausführung zu bringen. Die Angelegenheit ist offen Borstoßes zuriidhalten. Sißen sie im Rabinett, jo fönnen Verbot der Verfütterung von grünem Getreide. har den britischen Zentralbehörden in London zur Entscheidung fie natürlich einen viel stärkeren Drud ausüben als zuvor. Der Reichstanzler hat eine sofort in Kraft tretende Bekannts unterbreitet worden. London hat indes, wie angenommen werden Was aber werden dann Herr Asquith und seine liberalen machung erlassen, wonach die Landeszentralbehörden oder die von muß, wohl verfügt, daß der Kapitulationsvertrag, einmal abges Freunde tun? Und wie wird sich vor allen Dingen die Masse ihnen bestimmten Behörden verbieten fönnen, daß grüner Roggen schloffen, gehalten werden müsse. Jedenfalls tamen die von dem ober grüner Weizen als Grünfutter ohne Genehmigung der aus stellvertretenden Gouverneur mit den australischen Militärbehörden der Bevölkerung verhalten? Hier liegt der Keim neuer ständigen Behörde abgemäht oder verfüttert wird. Die Landes- und in letter Instanz mit dem Kriegsminister in Melbourne ge innerer Kämpfe, in deren Verlauf möglicherweise eine neue zentralbehörden erlassen die Bestimmungen zur Ausführung dieser pflogenen Verhandlungen wegen Gestattung der Abreise für die Opposition entsteht, die einem der beiden Flügel des Kabinetts, Berordnung und bestimmen, wer als zuständige Behörde im Sinne vielleicht auch beiden, gefährlich werden kann. diefer Verordnung anzusehen ist. Zuwiderhandlungen gegen ein auf Grund von§ 1 erlassenes Verbot oder gegen die auf Grund von § 2 erlassenen Ausführungsbestimmungen werden mit Geldstrafe bis 34 1500 m. bestraft. Genoffe Niebuhr verhaftet. beamte der Redakteur der Elberfelder Freien Preffe", GeAm Sonnabendvormittag wurde durch zwei Kriminalnoise Otto Niebuhr, verhaftet. Die Verhaftung dürfte zurück zuführen sein auf die Herausgabe der Friedensnummer des Morgenrot", für die Genosse Niebuhr verantwortlich zeichnete. " Landtagserfahwahl. Nach bisher unbestätigten Nachrichten soll Senderson einem an ihn ergangenen Rufe Folge geleistet haben. Nach dem John Burns, der kein Sozialist mehr war, zu Anfang August das Kabinett verlassen hat, wird es sich der Sozial demokrat Henderson wohl doppelt überlegt haben, ob er in das Kabinett eintreten soll. Gewiß fann er sagen, daß es etwas anderes ist, aus einer Regierung auszuscheiden, die den Krieg erflärt, als um der Wahrung der Arbeiterinteressen in eine Regierung einzutreten, die im Kriege steht. Aber soweit es sich von hier aus beurteilen läßt, würden die englischen Arbeiter ihrer Zukunft auf jeden Fall besser dienen, wenn sie die Mitverantwortung an der weiteren Kriegführung nicht übernähmen. Selbstverständlich liegen die Dinge in England anders als etwa in Deutschland. In dem Kabinett eines Merseburg 3( Bitterfelb) wurden 297Stimmen abgegeben, die In der Erfahwahl zum preußischen Abgeordnetenhause im Kreise parlamentarisch regierten Staatswesens fann ein Sozialist alle auf den Namen des fonservativen Kandidaten, Regierungspräfiniemals die Rolle spielen, zu der er ſpielen, zu der er als Mitglied dent a. D. v. Werder auf Sagisdorf lauteten. v. Werder ist soeines über den Parteien stehenden Ministeriums in einem mit gewählt. bureaukratischen Staate verurteilt wäre. Jedoch solange die politische Organisation der Arbeiterschaft in England noch auf so schwachen Füßen steht wie heute, wird ihr Vertreter im Kabinett auch dort nur mehr oder weniger eine dekorative Figur sein, und er wird, was schlimmer ist, mit seinem Namen und mit seiner Person eine Politik zu decken haben, pon der man in dieser Zeit mehr als je voraussagen kann, daß sie sich mit den Anschauungen des Sozialismus und der Demofratie nur schwer wird vereinbaren lassen. Der Krieg in den deutschen Schuhgebieten. Von offiziöser Seite, wird eine vierte Mitteilung" über den weiteren Verlauf der Feindseligkeiten in den deutschen Schußgebieten beröffentlicht. Wir entnehmen diesem Aftenstüc folgende Stellen: I Beamten endlich in Fluß, und zwar mit dem Ergebnis, daß nicht nur die Abreise auf einer neutralen Linie gestattet, sondern auch noch jeder einzelne Beamte mit einem freien Geleitschein, der die Unterschrift des australischen Ministers für Auswärtige Angelegen. heiten frug, versehen worden ist. In Deutschland sind die Schuhgebietsbeamten, soweit zum Militärdienst geeignet, sofort bei ihren Truppenteilen oder als Kriegsfreiwillige eingetreten. Die Militärdienstuntauglichen haben im Reichs- Kolonialamt oder bei anderen Behörden eine interimistische Verwendung gefunden. scheinen, soweit die spärlich eingehenden Nachrichten einen Rüd schluß zulassen, ungestört ihren Gang zu gehen. B. Inselgebiet. Wie aus den übrigen Teilen der Südsee, so find auch aus dem Inselgebiet seit der leßten( britten) Mitteilung Nachrichten nur sehr spärlich eingegangen. Dies erklärt sich daraus, daß nahezu sämtliche deutsche Ansiedler von der Erlaubnis der Angehörigen der verschiedenen Missionen im Infelgebiet zurü Japaner, die befesten Gebietsteile zu verlassen, Gebrauch gemacht haben. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, sind nur die geblieben. Die furzen Mitteilungen, die sie hierher gelangen lajjen fonnten, zeigen aber, daß die Japaner den Miffionsgesellschaften bei der Ausübung ihrer Tätigkeit offenbar keine Hindernisse in den Weg legen. " 2. Samoa. Wie bereits in der letzten Mitteilung erwähnt wurde, haben die englischen Behörden jeden Post- und Telegraphenverkehr mit den feindlichen Ländern sowie auch mit der amerifonischen Samoainsel Jutuila und den Vereinigten Staaten von Amerika berboten. Es find infolgedessen auch in der Zwischenzeit irgendwelche direkte Nachrichten aus diesem Schußgebiet nicht mehr eingetroffen. Nur die Samoanische Zeitung", die jetzt unter dent Titel" The Samoa Times", zum Teil in einem Anhang aber noch in deutscher Sprache erscheint, ist siemlich regelmäßig hier ein gegangen. Aus dem Juhalt der Zeitungen ist zu entnehmen, das die Ausiedler wieder ruhig ihren Geschäften und ihren Arbeiten auf den Pflanzungen nachgehen, und daß irgendwelche ernsten Sto Nach den hier eingetroffenen amtlichen Nachrichten und nach rungen der öffentlichen Ruhe und Ordnung nicht vorgekommen find. den bis zum 11. März vorliegenden sonstigen Berichten über die Die Schiffe verkehren sowohl innerhalb der Samoagruppe felbst Die Kriegstätigkeit des Wehrvereins. Ereignisse in Deutsch- Ostafrifa kann die dortige Lage weiterhin wie auch mit Australien und Neuseeland wieder durchaus regelAm Donnerstag tagte im Plenarsaale des Abgeordneten- als durchaus günstig bezeichnet werden. Wiederum sind die eng- mäßig. Die Beschränkung, wonach der Handel mit der Außenwelt lischen Versuche, in Deutsch- Ostafrika einzudringen, gänglich ge nur über die benachbarten englischen Besitzungen und über houses eine Mitgliederversammlung des Deutschen Wehr scheitert. Nur die dem Festland vorgelagerte Injel Piafia geriet Australien stattfinden darf, ift offenbar aufrechterhalten worden. hereins, die zunächst als Stundgebung gegen die nordameri nad tapferem Widerstand der fleinen Bejagung in die Hände der im übrigen liegt für die Angehörigen der in Samoa meilenden fanischen Baffenlieferungen gedacht war. Der Wehrverein Feinde. Doch aus verschiedenen Maßnahmen der Englander geht Deutschen nach wie vor fein Anlaß vor, um deren Schicksal besorgt Ites es sich indeffen nicht nehmen, auch auf das rein politische hervor, daß diese erneute Angriffe auf Deutsch- Dftafrika bors gu fein Politische Uebersicht. Deutsch- Ostafrifa. Gewerkschaftliches. Die Zunahme von weiblichen Erwerbs= tätigen in der Industrie. Berlin und Umgegend. unberüdfähigt, bis ber Sentralberband ber Samblungsgehilfen eingriff. Dann meinte die Firma, daß sie mit ihren Ans Die Berliner Holzarbeiter nahmen in der Generalversammlung gestellten allein verhandeln könne und nicht des Eingreifens am Freitag den Geschäfts- und Kaffenbericht für das erste Duartal Inbeteiligter bedürfe. Nach langwierigen Verhandlungen, die Monate entgegen. Aus dem Bericht ergibt sich, daß, soweit die Kriegs- währten und unter fortdauerndem Drud durch den Zentralverband verhältnisse Raum für die gewerkschaftliche Tätigkeit lassen, überall ter Handlungsgehilfen, verstand sie sich endlich dazu, wieder das Ges bersucht worden ist, die Interessen der Stollegen wahrzunehmen und halt in früherer Höhe zu zahlen, doch wurde die Weihnachtsgratifi Differenzen zu ihren Gunsten zu erledigen. Unter schwierigen Ver- fation beschnitten. Tatsächlich ist also nach Kriegsausbruch die Trogdem konnte sie 172 geschäftliche und 680 Werkstattsizungen ab- worden, wozu noch die immer mehr gestiegene Zeuerung der Lebens hältnissen hatte die Werkstattkontrollkommission zu arbeiten. Lebenshaltung der kaufmännischen Auer- Angestellten verschlechtert halten, an denen mehr als 7000 Kollegen teilnahmen. Im Laufe mittel kommt. Das Verlangen der Angestellten um eine Teuerungsdes ersten Cuartals war der Verband an mehreren Tarifbewegungen zulage ist demnach in jeder Beziehung gerechtfertigt; fie forderten beteiligt. In den Wagenfabriken, wo der Tarif gekündigt war, zunächst für Unverheiratete 20 W., für Verheiratete 30 M. monatlich, fam es wegen des ablehnenden Verhaltens der Unternehmer nicht um eine Vereinbarung mit der Firma herbeizuführen. Es ist zuz zu Verhandlungen. Für die Flugzeugfabriken wurde eine Verein wünschen, daß die Auer- Gesellschaft nicht bei ihrem entschieden ab barung abgeschlossen, die nur für die Kriegszeit gelten soll. Man lehnenden Verhalten bleibt. Das„ Nein" der Firma wird die An hofft, daß diese Vereinbarung nach dem Kriege zu einem dauernden gestellten nicht beruhigen, zumal den letzteren befannt ist, daß Tarifverhältnis führen wird. Im Februar hat der Verband eine andere Firmen und Gemeinden den Zeitverhältnissen Rechnung geErhebung über den derzeitigen Grad der Beschäftigung veranstaltet. tragen haben. Dieselbe ergab, daß die Arbeitslosigkeit bedeutend zurüdgegangen iſt. Im Januar wurden noch 3366 Arbeitslose festgestellt. Die Zahl mäßigkeiten in der Lohnzahlung geben Veranlassung, in der am Achtung, Schuhmacher! Häufige Beschwerden über Unregel ist dann fortgejezt zurückgegangen. Gegenwärtig beläuft sie jid auf Mittwoch, den 26. Mai, abends 81% 11hr, stattfindenden Versamm etwas über 800. Das beweist aber nicht, daß sich die Konjunktur in der Holzindustrie im allgemeinen günstiger gestaltet hat. Durch die lung die nun fertiggestelten Lohntarife der Maßschuhmacher auszu zahlreichen, immer noch anhaltenden Einberufungen zum Heere vergeben. Die Ortsverwaltung. mindert sich natürlich auch die Zahl der Arbeitslosen, ohne daß die Der Berband der Gastwirtsgehilfen hat im ersten Quartal dieses Arbeitsgelegenheit zunimmt. Vor dem Kriege waren in 2248 Be- Jahres in Berlin eine verhältnismäßig große Zahl von Lohntrieben der Holzindustrie 30 900 Arbeiter beschäftigt. Gegenwärtig bewegungen mit Erfolg durchgeführt. Es handelte sich in der Hauptstehen in 1539 Betrieben 15 400 Arbeiter in Arbeit. Das ist nicht fache darum, die Löhne, welche Ende vorigen Jahres in vielen Be ganz die Hälfte der vor dem Kriege beschäftigt geweienen. Bu betrieben herabgefegt worden sind, wieder auf die frühere Höhe zu ders die Stellmacherei und die Korbmacherei, jegt viel mehr r- gefordert. In einigen Fällen, wo überhaupt kein Lohn gezahlt rüdsichtigen ist dabei, daß einzelne Branchen des Verbandes, befon- bringen. Teilweise wurden auch darüber hinaus Teuerungszulagen beiter beschäftigen als vor dem Kriege. Die Lage des eigentlichen wurde, ift Lohnzahlung verlangt worden. Solzgewerbes ist also, was den Beschäftigungsgrad anbetrifft, nach verfammlung der Berliner Zahlstelle am Donnerstag aus. wie vor recht ungünstig. Da die jüngeren Leute meistens dem Heere geführt wurde, waren noch in feinem Duartal die Löhn angehören, so finden jest auch ältere Arbeiter Beschäftigung, die sonst bewegungen so zahlreich, so ruhig und fo erfolgreich nur schwer ein Unterkommen finden konnten. Doch gibt es immerhin wie im ersten Quartal dieses Jahres. Am lebhaftesten noch eine Anzahl alter Arbeiter, die selbst bei der verhältnismäßig war die Bewegung der Caféangestellten. Sie hatten 2ohn günstigen Lage des Arbeitsmarktes feine Beschäftigung erhalten bewegungen in 24 Betrieben mit 353 Beteiligten, während die Restaurationsfellner in 23 Betrieben mit 136 Beteiligten Lohn Durch die fortwährenden Heereseinberufungen macht sich in einigen Industrien der Mangel an männlichen Arbeitsfräften immer fühlbarer, so daß selbst Unternehmerverbände dazu Stellung genommen haben. Besonders der Gesamtverband deutscher Metallindustrieller hat sich mit dieser Frage wiederholt und eingehend beschäftigt, denn in einem seiner Rundschreiben war unter anderem folgendes zu lesen: " Zunächst dürfte nochmals auf das weitere Herqnzichen von meiblichen Arbeitskräften, besonders für leichte Arbeiten, hinzumeisen fein; wir erfahren von verschiedensten Seiten, daß hier mit sehr gute Erfahrungen gemacht sind und daß Frauen schon nach furzer Zeit an Stanzen, Automaten und selbst Drchbänken Brauchbares geleistet haben." Leider fehlen völlig ausreichende statistische Unterlagen, aus denen die Mehrbeschäftigung von gewerblichen Arbeite rinnen einwandfrei feſtgeſtellt werden kann. Greift man zu den Mitteilungen der Kranfenfassen, so ist man nur über die 3u- und Abnahme der Versicherten während der Kriegszeit unterrichtet; ein Vergleich gegenüber den gleichen Monaten des Vorjahres läßt sich also nicht anstellen. Troßdem find auch diese Zahlen von Bedeutung, denn bis Ende Dezember 1914 mar in den berichtenden Stranfenfaffen gegenüber den Vermonaten bei den männlichen wie bei den weiblichen Mit gliedern stets eine Abnahme zu verzeichnen, während vom 1. Januar bis 1. Februar 1915 der Abnahme von 41 534 mannlichen Versicherten eine Zunahme von 21 693 weiblichen Versicherten gegenüberstand. Für die Zeit vom 1. März bis 1. April ist die Steigerung noch höher. In diesem Zeitraum verminderte sich die Zahl der männlichen Staffenmitglieder um 48 408, die der weiblichen dagegen erhöhte sich um 66 607. Wichtiger noch sind die Berichte der Unternehmer, doch Infolge der Verringerung der Zahl der Arbeitslosen baben sich bewegungen durchführten. Die 489 Beteiligten beider Kategorien auch diese geben, weil nicht gefeßlich durchgeführt, feine voll. die Stassenverhältnisse gegenüber dem 4. Quartal des Vorjahres erzielten Lohnerhöhungen, die insgesamt 4580 m. pro Monat aus ständigen Zahlen. Immerhin ist es möglich, geeignete Gegen wesentlich günstiger gestaltet. Im Verhältnis zur Mitgliederzahl ist machen. Das sind durchschnittlich rund 9,25 M. pro Kopf und Monat überstellungen zu machen. An diesen Feststellungen be- die Einnahme an Beiträgen gestiegen und die Ausgabe für Da die Vereinbarungen meistens auf ein Jahr abgefchloffen wurden, teiligten sich: Arbeitslosenunterstützung ist bedeutend zurückgegangen. Während so beziffert sich die Lohnerhöhung insgesamt auf 54 960 M. + Zunahme Abnahme im vierten Duartal 326 000 m. für Arbeitslosenunterstügung Die Mitgliederzahl belief sich vor dem Striege auf 5087. Bis von Beschäftigten ausgegeben wurden, crforderte dieser Unterstügungszweig zum Schluß des vorigen Jahres war sie auf 2751 und gegenüber dem Vorjahr im ersten Quartal nur 76 000 M. Die Zahl der neu- bis Ende März 1915 auf 2212 zurückgegangen. Im Laufe männl. aufgenommenen Mitglieder betrug im ersten Cuartal 882, des ersten Duarials wurden 451 Mitglieder zum Militär eingezogen. das find 147 mehr als im vierten Quartal auf Insgesamt stehen bis jetzt 2031 Mitglieder im Heere. Die Kaffen genommen wurden. Trozdem ist die Gesamtzahl der Mitgliederlage zeigt ein günstiges Bild. Die Abrechnung ergibt einen Bestand zum Teil infolge der Einberufungen zum Heere etwas zurüd- von 27 787 M. Für Unterstügungen wurden ausgegeben an Arbeits. gegangen. Sie betrug am Schlusse des Quartals etwas über lose 5278 M., an die Familien eingezogener Mitglieder 9917 M., in 16 000. Nach dem 1. April sind aber schon wieder rund 500 Neu- anderen Unterstügungszweigen 788 M. aufnahmen gemacht worden. Bis jetzt stehen mehr als 6000 Mitglieder der Zahlstelle Berlin im Felde. im Monat Juli August September " Berich tende mit Beschäftigten Firmen männl. männl. 92 595 84 948 weibl. 1914 214 202 772 18 760 + 177 277 197 608 22 395 76 876 386 230 420 27 399 Ditober 323 226 650 26 882 * November Dezember Januar 1915 414 245 825 30 371 * 368 243 663 31 574 84 377 309 221 515 28 807 81 195 Februar März 271 208 226 28 450 75 412 " 446 241 919 34 192 75 111 AP 91 354 meibl. - 661 2975 5284 4174 2581 132 +835 +1884 +2903 fönnen. Kriegsteuerung und A. E.- G.- Augestellte. Alles in allem ist die Erwartung berechtigt, daß der Verband, wie er die schwere Beit des Krieges bis jezt überstanden hat, auch Schon aus der geringen Zahl von Berichten ist zu entferner in der Lage sein wird, die Intereffen der Kollegen mit genehmen, wie vom Monat Januar an die Zahl der weiblichen wohnter Energie zu vertreten. Beschäftigten gegenüber den gleichen Monaten des Vorjahres gestiegen ist, wobei noch bemerft werden muß, daß die eigent liche Zunahme weit höher ist. So wurden zum Beispiel im Monat März 1915 von den berichtenden Unternehmern im Bergbau und Hüttenwesen, in der Metall-, Holz- und Spinnstoffindustrie sowie in der Nahrungs- und Genußmittelbranche 4762 Arbeiterinnen mehr beschäftigt, als im März 1914, wäh4762 Arbeiterinnen mehr beschäftigt, als im März 1914, während von den berichtenden Firmen in der Chemischen Inrend von den berichtenden Firmen in der Chemischen In duftric, im Bekleidungsgewerbe, in der Glas- und Porzellanindustrie, im Buchdruck und der Papierindustrie und in der Gruppe sonstige Gewerbe noch eine Abnahme von 1859 weiblichen Beschäftigten gemeldet war. Gegen das weitere Seranziehen von weiblichen Arbeitsfräften für die Industrie wäre an und für sich mohl nichts einzuwenden. Die bisherige Braris hat es aber gelehrt, daß den Arbeiterinnen bei der gleichen Arbeit ein erheblich niedrigerer Stüdpreis gezahlt wird als den Arbeitern. In folgedessen haben den größten Vorteil davon die Unternehmer, zumal jest bei der Herstellung und Anfertigung der gut bezahlten Kriegsaufträge, die den Brofit on sich schon steigern. Eine beffere Bezahlung der Arbeiterinnen ist daher dringend am Blaze. Zentralverband der Schuhmacher Deutschlands Zahlstelle Berlin. Bureau: Engelufer 14/15, part.- Telephon: Amt Morigplak Nr. 8430. Mittwoch, den 26. Mai. abends 8, Ubr, in Frik Wilkes Fests fälen, Sebaftianstr. 39: Branchenversammlung der Schoßschuhmacher. Tagesordnung: 1. Bortrag: Die Gewerkschaften während und nach dem Kriege. Referent: Sollege Peter a macher. 2. Diskussion. 3. Branchen angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, vollzählig zu erscheinen. Die neuen Lohntarife der Maßschuhmacher A In der Versammlung wurde betont, daß es dem Berband ges lungen sei, überall, wo die Kollegen auf dem Posten waren, bie Lohnherabsetzungen wieder rüdgängig zu machen und die Lage der Mitglieder zu verbessern. Das werde auch in Zukunft geschehen, wenn die Mitglieder für die Stärkung der Organisation forgen. Ausland. Von den englischen Maschinenbauerm. Eine start besuchte Versammlung von Ingenieuren, Tecnifern Zu den größten, zugleich aber lonservativsten Organisationen und Werkmeistern der Berliner A. E.- G.- Betriebe richtete nach mehr Englands gehört der Werband der Maschinenbauer. Seine Mitftündigen Beratungen an die Generaldirektion der A. G. die glieder haben in früheren Jahren durch besondere Bewegungen, foBitte, mit Rücksicht auf die anhaltende und erhebliche Preissteigerung gar burch Streils, die Organisierung nichtgelernter Arbeiter zu ber Striegsteuerungszulage von 25 Proz. des Gehalts zu gewähren. Be- der Richtgelernten für diese Leute bessere Zohn- und Arbeits. aller wichtigen Nahrungsmittel und Bedarfsartikel eine allgemeine hindern getrachtet. Sie fürchteten nämlich, daß die Organisation gründend wurde dem Ersuchen hinzugefügt, daß in den letzten Tagen bedingungen herbeiführen und dadurch die Unternehmer bewegen gelegentlich einer Verordnung über die Grenzen der Pfändbarkeit tönnte, sich den Forderungen der gelernten Arbeiter mehr wie bisher von Lohn und Gehalt auch der Deutsche Bundesrat die Kriegs- au widersetzen. Nach und nach ist allerdings der Geist dieser Orga teuerung ausdrücklich anerkannt hat und eine Reihe bedeutender nisation ein anderer geworden und vor zwei Jahren beschloß Industriefirmen bereits Teuerungszulagen gewähren. Gleichzeitig fie sogar, die halb und ungelernten Arbeiter aufzunehmen, wurde eine Kommission beauftragt, bei der Generaldirektion um stand der Mitglieder gegen die nichtgelernten Arbeiter heute noch ist, und zwar in eine besondere Klasse F. Wie ſtart aber der Wider mündliche Verhandlungen in dieser Frage nachzusuchen. geht daraus hervor, daß unter den Sektionen des Bezirks Cardiff immer noch der dort vor zwei Jahren gefaßte Beschluß aufrecht Die Deutsche Gasglühlicht- Aktiengesellschaft( Auer- Gesellschaft) erhalten wird, einfach keine Mitglieder zur Klasse F aufzunehmen. hat den Wünschen der kaufmännischen Angestellten um eine Teuerungs- Gin Arbeiter dieser Klasse, der nach Cardiff zugezogen war, versucht aulage, die im April geltend gemacht wurden, bisher nicht entsprochen. feit dieser Zeit vergeblich, dort seine Mitgliedschaft weiter aufrecht glänzende Profite gemacht hat. Bei Striegsausbruch hat fie etwa gewendet, ohne daß es diesen bisher gelungen wäre, irgend eine Dabei handelt es sich hier um eine Firma, die Jahr für Jahr zu erhalten. Er hat sich auch an die übrigen Verbandsinstanzen 200 Sandlungsgehilfen entlassen, im übrigen aber die Gehälter Sektion in Cardiff zu veranlassen, ihn zuzulaffen. Dieses Beispiel wefentlich herabgefegt, obwohl sie von den Angestellten volle Arbeits zeigt mehr wie manches andere, welcher fonservative Geift in zeit verlangte. Die Beschwerden der Angestellten blieben damals manchen großen Gewerkschaften Englands noch vorherrscht. Allgemeine Orts Krankenkasse für Berlin- Steglik. Bekanntmachung Die Bertreter der Arbeitgeber und Bersicherten im Ausschuß werden biermit zu der am 268/7 Montag, den 31. Mai 1915, abends 8 Uhr, int Wirtshaus Stegliser Hof, Berlinidestr. 15, hier, Zur Beachtung! werden in dieſer Bersammlung ausgegeben. stattfindenden 169/3 Die Ortsverwaltung. Am 3. Feiertag ist das Bureau geschloffen. Damen Reste Konfektion Tuche, schwarz u, farbig, Kostüm- Stoffe in Kammgarn, Eolienne, Cheviot usw. BucksKostüme, Paletots, Staubmäntel, Jacketts, Regenpaletots kins z. Herren- u. Knab.- Garde- und Pelerinen, Kostümröcke. robe, Seidenstoffe, Sammete, Maßanfertigung unter GaFutterstoffe all. Art, Besatzart.| rantie für guten Sitz. 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St.-A. f. 8.)( Nachdruck verboten) 109 235 52( 3000) 571 606 47( 500) 843( 500) 948 1014 287 462 89 90 654 704 19( 1000) 40 956( 1000) 2279 463 536 688 ( 1000) 854 88 3095 115( 500) 46 741 75 994 4224 322 425 98 615 877 941 5054 164 465 547 732 53 817 44 67 6087 104 248 330 441 594 654 736( 1000) 62 7061 158 234 337 412 61 65( 1000) 560 743 965 78 8282 89 383 787 96 964 9078 263 499 610 99 895 908 10001 89 702 62 79 875 927 11024 27 169( 500) 231 378 ( 500) 91 95 520 42 829 50 968 12016 216 323 69 464 710 52 80 950 96( 500) 13017( 500) 33 73 81 405 700 956 79 14097 182 245 30869 71( 500C) 955 15322 67 933 45 16009 63 119 69( 1000) 325 65 697 653 732 58 842 46 67 17054 159 212 754 975 18039 111 203 7 26( 500) 58 62( 500) 90 378 99 455 725 56 985( 500) 19036 292 414 57 69 86 728( 1000) 856 20094 423 691 895 981 21323 24 474 553 22256 312 68 82 442 671 662 724 945 23168 252 775 24000 226( 500) 350 403 59 92( 1000) 622 25025( 3000) 45 185 203 25 484 560 603 19 741( 1000) 851 68( 1000) 930( 500) 28029 105 697 758 ( 500) 855 83 97 27035 89 151 307 443( 500) 689 826 48 951 28086 257 377 429 631 766 90 29033 106 49( 500) 347 404 799 30035 82 96 530 59 69 636 911 31193 532 35 755 77 908 64 32571 603 724 951 38229 61 82 367 74 79 474 502 17 ( 1000) 619 761 866 34003 273 415 16 49 893 918 35189 288 664 990 38106 373 90 435 645 872 907 99 37070 117 76 ( 500) 261 86( 500) 330 79 618 46 750 824 56 79 928 38241 69 673 700 23 39 852 83 39162 73 259 71 313 32 38( 3000) 434 561 605 925 40122 500 39 55 63 659 728 943 41123 70( 600) 239 345 628( 1000) 636 734( 1000) 72 89 93 804 59 905 28( 1000) 31 46 42253 516 34 634 96 760 43017 73 137 214 333 56 662 827 76 44086 115 311 25( 3000) 546 52 739 853 940 83 45067 343 430 669( 500) 76 828 51 46005 267 426 85 643 707( 1000) 22 53( 500) 840 901 47096( 500) 200 13( 1000) 34 349 536 65 656 80( 3000) 825 979 48020 126 99 232 63 469 624 62 54 788 93 948 43043 205 71 678 661 711 70 911 50322 88 680 666 757( 1000) 969 51034( 3000) 39 78 245 545 690 834( 500) 52035( 500) 270 622 767 840 55 58 958 ( 500) 53021 415 577 611 83 742 91 954( 500) 54041 149 436 56 729 64 990 55107 74 239 325 472 530 618 734( 500) 41 88 95 807 56009 126( 5000) 337( 1000) 48 444 82 88 508 736 57207 456 58319 47 69( 3000) 666 72 820 33 991 69079 84 175 282 527 60296 364 433 650 783 868 955 61210 488 505 69 779 92 62260 356 503 6 615 31( 1000) 785( 500) 83066 430 40 43 649 720 60 879 925 82 64096 203( 500) 12 24 93 99 437 70 661 76 728 959 65378( 1000) 611 737( 500) 47 930 66132 216 569 662( 3000) 877 67218 68 415 96 594( 1000) 909 68425 67 547 85 603( 3000) 946 69007 121( 1000) 239 338 611 19 20 751 924( 5000) 70032 89 133 250 405( 3000) 29( 1000) 90 758 71221 346 ( 1000) 86 715 68 967 72184 265 380 467( 5000) 534 613 29 737 89( 1000) 897 904 12 69 73025( 500) 42 60 69( 500) 75 177( 3000) 389( 1000) 91 439( 1000) 94 97 582 671 84 777 899 74373 607( 500) 19 20 669 761 96 856 908 75130 290( 500) 655 617( 1000) 92 777 815 27 46 67( 1000) 75 92 946 68 85( 500) 76124 30 211 47 57 324 440 555 649 72 726 67 932 52( 3000) 60 86 77059 273 79( 3000) 532 47 78366 424 82 665 78 688 748 66 68( 500) 950 78068 168 307 428 44 603 19 754 829 978( 3000) 80026 175( 1000) 237 464 79 688 757 827 52( 1000) 912 41 ( 3000) 45 99 81333 615 764 816 940 91 82000 8 319 35 764 83117( 1000) 49 273 302 459 86 805( 3000) 14 90 84102 ( 3000) 257( 500) 58 98 324 82 492 620 829 51( 500) 907 85121 873 412 18 527 868 86210 314 524 61 686 736 79 810 24 83 ( 3000) 87041 42 117 286 88( 1000) 635 52 837 979 88069 ( 1000) 196 392 409 19 47 542 80 658 752 907 22 42 83 89059 ( 500) 185 94 253 55 383 415 543 57 610 715 53 54 886 93021 186 300 670 839 957 91069 78 211 63 513 55 731 93071 286( 500) 534 33 47 824 901 92374 805( 1000) 29 54 81 89 613( 1000) 43 714 80 833 79 958 94073 84 137( 3000) 229 329 78 401 45 553 822 941 58 95025 96 407 14 672 623 705 96137 62 444 601( 3000) 19 885 973 91 97044 50 92 134 279 605 719 56 99 919 34 98032( 500) 121 82( 1000) 331 405 19 83 532 726 838 63 85 919( 3000) 99164 84 248 327 478 725 64( 5000) 86 101069 180 224 311 459 577 715 919( 3000) 102166 216 311 691 97 714 944 69 103094 125 367( 500) 90 429 56 609 666 87 104163( 500) 77 252 345 674 99 105043 65 132 322 605 711 839 69 969 90 96 106008 140 210 364 495 600 876 107245( 500) 307 416 973 98 100033 60 173 77 442 914 17 65( 1000) 7442 914 A. Ringel, Schneidermeister, Chausseestr. 31 u. Invalidenstr. 113. 108095 358( 1000) 736 861( 10 000) 904 69( 3000) 109043 96 374 667 671 735 57 848( 500) 979 110001 104 247 73( 500) 83 329 66 400 88 507 868 979 111028 90 144 232 87( 500) 474 82 651 83 758 941 112135 56 265 622 73 661 738 82 810 927 78 113024( 1000) 195 349 725 114080 123 205 343 476 504 61 759 948 90 115121 340 410 43 556 833 924 116004 205 44 51 491 508 79 711 117035 132 61 97 236 321 78 452 516 82 696 118148 218 60 396 425 63 74 548 51 895 912 94 119460 648 90 700 978 120083 474 76 601 72 741 48 85 947 121004 133 34 245 66 95 322 47 638 608 38 722 93 934 122252( 5000) 337( 1000) 403( 500) 68 630 38 927 123514 608 25 790( 3000) 973 124109 226 322( 500) 628 67 882 86 910 125312 774( 500) 126037 84 235 379 89 664 98 127056( 1000) 175 269 320 402 568 805 96 978 128073 137( 1000) 52 228 40 743( 500) 973 128071 117 365 555( 500) 57 914( 3000) 50 130090 242 43( 1000) 491( 1000) 612 56 62 681 894 952 131161 276 484 552 7417( 500) 916 51( 500) 132173 203 44 308 661( 600) 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DEUTSCHES FABRIKAT 5. Prenhisch- Süddeutsche ( 231. Königl. Preuß.) Klaffenlotterie 5. Klaffe 13. Biehungstag 22. Mai 1915 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lofe gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 M. find in Slammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdruck verboten) 18 23 24 90 617 80 841 905 1163 476 538( 1000) 2053 107 30( 600) 219 31 32 318( 500) 34 90 450 691 883 964 3048 168 223 88 363 72 90 402 28 37 55 539 926 4102( 500) 39( 3000) 246 431( 500) 631 59( 1000) 639 91 728 62 844 89 5167 211 60 359 74 642 8017( 500) 61 151 92( 500) 294 380 436 72 614 7298 304 651 8109 20 273 315 501( 500) 600 738 893 9083 120 63 218 56 317 504 62 69 691 789 812 84 922 90 10051 331 444 592 699 711 839 90 11229 344 427( 1000) 510 985 12106 353 400( 500) 75 E69 767 866 67 903 85( 500) 13067 130 467 641 711 64 14040 127 228 31 63 74 397 427 756 90 992 15154 71( 1000) 305 27 499 577 640 83( 1000) 747( 3000) 992 18189 202 326 42 43 439 525 66 631 79 725 830 17034 44 215 68 92 332 63 480 677 791 18038 158 98 460 507 626 27 30 706 33 79( 500) 832 909 19002 279 358( 500) 555 61 92 669 717 868 20273 595 712 61 878 21181 432 519 64 628 786 92 922 22081 315 75 510 616 23040 144 222 90 491 601 94 715( 500) 90 828 92 24045 248 678 786 830 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80 907 200078 90 191 270 338 435 582 768 77 79( 3000) 201116 22 255 91 439 567 813 20 939 57 202096 121 95 348 68 506 858 203326 434 204168 224 349 73 84 501 677( 500) 205019 240 317( 500) 505( 1000) 29 40 778( 500) 939 206036 251 347 412 565 948 207333( 500) 514 602( 1000) 4 743 64 854 90 98 208094 131 69 690 723 857 209324 641 874 938 76( 500) 210071 79 223 454 656 69 715 866 83 211073 103 56 92 364 513 61 733 91 858 977 90 212049 107 96 3: 0 416 768 971 ( 500) 213616 74( 1000) 760 75 214115 233( 3000) 90 300 444 664 80 622 29 215087 540 973 216041 69 183 514 694 799 992 97 217144 233 365 431 681 842 982 218116 95 251 312 89 574 92( 15 000) 640 734 98 984 219057 119 224 470 505 693 834 220013 206 323 28 508 36 670( 3000) 90 727 33 818 67 221020( 500) 67 177 91 346( 500) 431 65 690( 1000) 630 728 92 841 42 50( 1000) 222096( 500) 148 206 28 60 302 424 69 98 612 814 75 223108 63( 1000) 80 261 391( 1000) 465 560 662( 3000) 733 845 224074 263 87 324 82( 500) 407 532 748 848 923 68 60 225209 462 561 806 56 92 226010 347 434 629 63 612( 1000) 722 936 227006( 1000) 35 511 631 733 892 997( 3000) 228112( 3000) 291 415 735 84 937 229029 89 ( 1000) 99 229 346( 1000) 634 890 927 230046 105 52 264 71 315 655 78 733 51 99 920 28 72 231007 241 76 97( 500) 686 773 232164 263 89 352 646 65 979 233071 147 61 87 257 362( 500) 656 68 72( 600) 806 904 ( 3000) 76 Berantwortlicher Redakteur: Alfrey Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co, Berlin SW Nr. 141. 32. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Literarische Rundschau. Franz von- Liszt, Ein mitteleuropäischer Staatenverband als nächstes Ziel der deutschen auswärtigen Bolitik. S. Hirzel, Leipzig 1914. 45 Seiten. denden Staatenbundes zu stören? Sonntag, 23. Mai 1915 essen gerichtet ist? Glaubt er nicht, daß England alle diplomatischen| Deutschland dreimal soviel Industrieprodukte, als es an das Möglichkeiten in Anwendung bringen wird, um die Zirkel des wer- Reich abgibt. Darum ist die sofortige Aufhebung des Boltsystems Oesterreichs nicht möglich. Desterreich muß auch ferner Ferner möchten wir Herrn von Liszt zu bedenken geben, daß es Teile seiner Industrie durch Zölle schützen. Philippovich will Eugen von Philippovich, Ein Wirtschafts- und Zollverband sich die meisten Staaten, wie Italien, Holland usw., sehr überlegen eine genaue Untersuchung anstellen, um die des Schußes bewürden, ob sie sich durch die Beteiligung an dem Unternehmen der dürfenden Industriezweige festzustellen. Für die Landwirtzwischen Deutschland und Defterreich- Ungarn. S. Hirzel, Gefahr einer triegerischen Verwidlung mit England aussehen schaft will er nur einen Außenzoll für das ver= Leipzig 1915. 59 Seiten. sollen. cinigte Wirtschaftsgebiet aufrecht erhalten, der jedoch Politisch ist also diese triegerische Tonart sehr unflug. Aber niedriger sein muß wie bisher. Die Landwirtschaft könne dahei Eduard Pályi, Deutschland und Ungarn. S. Hirzel, Leipzig auch die deutsche Volkswirtschaft wird nicht damit einverstanden nichts verlieren, denn sie ziehe Vorteile aus dem freieren Verfchr sein können, daß die auf Schaffung eines einheitlichen mittel- innerhalb des Wirtschaftsverbandes. Der Verfasser glaubt, daß europäischen Wirtschaftsgebietes gerichteten Bestrebungen der Welt eine Ginigung über einen einheitlichen Zolltarif nach außen von vornherein als eine von Deutschland geführte. Konspiration zwischen den vertragschließenden Staaten sehr leicht möglich sein gegen England präsentiert wird. wird. 1915. 70 Seiten. Die drei Schriften bürgerlicher Politiker, Nationalökonomen und Juristen aus Deutschland und Desterreich- Ungarn behandeln das Thema einer zentraleuropäischen Wirtschaftsvereinigung als Ergebnis des Krieges. Da diese Frage bei den Erörterungen über die Auslandspolitik der Sozialdemokratie, die nach dem Kriege nicht ausbleiben kann, eine Rolle spielen wird, iſt es nötig, die Schriften näher anzusehen. Sicher ist die Errichtung von Staatenbünden ein Ziel, das auch einer sozialdemokratischen Auslandspolitik erstrebenstrert erscheinen fann. Kautsky hat in seiner Broschüre Nationalstaat, imperialistischer Staat und Staatenbund" schon darauf bingewiesen. Ebenso sicher ist jedoch, daß wir auch an dieses politische Ziel mit anderen Voraussetzungen und anderen Forderungen berantreten müffen als die politischen Führer der Bourgeoisie. Das Beigen die vorliegenden Broschüren. Professor von Liszt legt dar, daß die Kulturgemeinschaft der Völker durch das völlige Fehlen organisatorischer Gliederung getennzeichnet war. Europas Völfergemeinde war ein loses Aggregat, das nun zum Organismus gestaltet werden muß.„ Das kann nur geschehen durch Bildung mehrerer Gruppen vpn Staaten, die unter einander durch die Gemeinsamkeit der Interessen fest zusammengeschlossen, miteinander in Beziehungen treten, soweit die Interessengemeinschaft über die einzelne Gruppe hinausreicht."( S. 17.) Der Wirtschaftsverband der Staaten Mitteleuropas, deffen Plan er eutrollt, müsse eine Art Schußkartell dieser Staaten gegenüber den Weltmächten England, Rußland und Amerika sein. Das Streben nach diesem Wirtschaftsverband soll für die ausmärtige Politik des Reiches richtunggebend sein. Der Weltkrieg bird eine Neugruppierung der Mächte einleiten, und in die Hand des Deutschen Reiches ist es gelegt, auf die Gestaltung der neuen Gemeinschaft der Staaten und der sie verbindenden Rechtsordnung bestimmenden Einfluß zu üben". Fester Kern und Kristallisationspunkt des Bundes müssen Deutschland und Desterreich- Ungarn sein. Mit diesem Kern sollen sich nach und nach die Niederlande, Standinavien und Dänemark, die Schweiz und Italien und endlich die Baltanstaaten einschließlich der Türkei zu einem großen Wirtschaftsbündnis vereinigen. Ueber die Einbeziehung der Türkei in den Staatenverband ließe sich manches sagen. Es lohnt jedoch im Augenblick nicht, da die Lösung dieser Frage von der Verfassung abbängen wird, in der die Türkei aus dem Kriege hervorgeht. Belgien übergeht Herr von Liszt mit der Lemerkung, daß sein Echidjal erst auf den Schlachtfeldern entschieden werden müsse. Er will die Frage der Zukunft Lelgiens nicht in die Erörterungen über sein Thema hineinziehen. Wir kennen ne Gründe wohl und wissen, daß Betrachtungen über das fünftige Geschid Belgiens zurzeit nicht beliebt find. Neben den oben genannten Staaten fieht der Verfasser in der Ferne schon Frankreich, Spanien und Portugal ihre Pläße auf den Bänken des mitteleuropäischen Staatenbundes einnehmen. J zu beachten sind Liszts Anschauungen über die Stellung des neuen Staatenbundes zu den Ententemächten. Hier bekommt das auf den ersten Blick jo friedlich aussehende Unternehmen eine friegerische Nuance. Frankreich sieht er sehr wohlwollend an, aber Rußland traut er nicht über den Weg. Es wird der Feind europäischer Friedenskultur bleiben, aber es wird so geschwächt fein, daß es für lange Zeit teine Gefahr bedeutet. Die durch Militärfonventionen verpflichteten vereinigten Staaten Mitteleuropas werden sich leicht gegen Rußland schüßen können. Aber England! Albion wird nach Liszt niemals von seinem Streben nach ausschließlicher Weltbeherrschung lassen. Es bleibt der Feind, und Schuß gegen England" muß die Parole des Staatenverbandes bon vornherein lauten. Auf dem europäischen Festlande dürfe für das britische Gibraltar fein Plaz mehr sein. Auf Seite 38 und 39 der Schrift spricht Liszt- mit Recht- von der Notwendigkeit, endlich einmal ein den Bedürfnissen des Handels und damit der gesamten Menschheit entsprechendes Seekriegsrecht zu schaffen". Aber dann sagt er weiter:„ Ein modernes Seekriegsrecht kann nur mit der Methode geschaffen werden, die die bewaffnete Neutralität von 1780 angewendet hat: es muß von den außerenglischen Staaten bereinbart und England, wenn nötig, mit Waffengewalt aufgezwungen verden". Liszt leistet der Idee eines europäischen Staatenverbandes mit der Aufrichtung dieses waffenklirrenden Programms einen sehr schlechten Dienst. Er wird wohl nicht glauben, daß der Staatenbund Mitteleuropas von heute auf morgen entstehen kann. Meint er aber, England würde dem allmählichen Reifen des Wertes abmartend zusehen, wenn das Ziel von vornherein gegen seine InterInvalidenheime? Wie sich mit Zahlen nachweisen läßt, ist die deutsche Volkswirtschaft an einem guten Verhältnis zu England in stärkstem Maße interessiert. Aber auch Englands Industrie und Handel müssen auf einen ungestörten Abjaß auf dem Kontinent und besonders in Deutschland bedacht sein. Aus diesem leßten Grunde wird England auch nie abgeneigt sein, in engere wirtschaftliche Beziehungen zu einem so gewaltigen Wiraaftsgebiete zu treten, wie es der von Liszt empfohlene Staatenbund sein würde. Warum sollte wohl der Bund der Staaten Mitteleuropas auch nicht in ein Vertragsverhältnis zu anderen Staatenbunden treten, wie es auch Kautsky empfiehlt? Gegenüber den Vereinigten Staaten von Amerika ist Liszt zu solchem Entgegenkommen durchaus bereit, und darum verstehen wir nicht, weshalb er mit England nur im Sinne der Idee vom„ Erbfeinde" sprechen will. Wir glauben, daß die Idee eines mitteleuropäischen Staatenbundes wirtschaftlich und politisch überhaupt nur auf der Grundlage eines flugen Ausgleichs zwischen England und Deutschland möglich ist. Auch wir sind uns darüber klar, daß es ohne schwerere Krisen für die Volkswirtschaft der betreffenden Staaten nicht möglich sein wird, die Zollgrenze plöglich ganz aufzuheben. Genaue Untersuchungen der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Ländern des Staatenverbandes werden jedoch ein System möglich raschen Abbaues der Zollmauern finden lassen, wenn man überall geneigt ist, das Einzelinteresse, vor allem das Profitinteresse bestimmter Produzentengruppen hinter das wirtschaftliche Jutereffe der Natio nen zurücktreten zu lassen. Die Vorausseßung hierfür dürfte jedoch eine tiefgreifende Veränderung der Machtverhältnisse in der inneren Politit sein und nicht nur in Deutschland. Aber auch die Abtragung der 30llschranken noch außen bis zur Einführung des Freihandels, den auch Kautsky fordert, muß von vornherein ins Auge gefaßt werden. Geschieht das nicht, dann haben wir neben dem Krieg mit den Ka nonen, den Herr von Liszt uns in Aussicht stellt, auch noch den Zollfrieg zu erwarten. Hinter den schönen Reden Liszts vom Kampfe gegen Englands Auch Pályi begnügt sich nicht mit den allgemeinen politischen uneingeschränktem Weltherrschaftsstreben, das längst aufgehört Betrachtungen, wie sie Liszt anstellt, sondern geht, dem Beispiele hat zu existieren, verbirgt sich nur der Wunsch nach souveräner Philippovichs folgend, näher auf die organisatorische und wirtBeherrschung des Weltmarktes durch den zentraleuropäischen schaftliche Seite der Materie ein. Er macht Vorschläge über die Wirtschaftsverband. Eine solche Politik trägt von vornherein Ginzelheiten der anzustrebenden Beziehungen und legt vor allem den Keim neuer Kriege und neuer Rüstungen und damit dar, was Ungarn von Deutschland und Oesterreich verlangt. Wir ungeheurer Steuerlasten in sich. gehen hier auf die wirtschaftlichen Einzelheiten der Darstellung Levor Liszt seinen Plan eines Wirtschaftsverbandes unter Pályis nicht ein, empfehlen sie jedoch dem Studium aller InterDeutschlands Führung entrollt, spricht er viel von der inner- effenten, da gerade sie die Schwierigkeit des ganzen Problems, aber politischen Reugestaltung des Reiches. Mit schönen auch Möglichkeiten seiner Lösung deutlich zeigen. Uebrigens ist die Worten feiert er die Einigkeit der Nation. Aus dem Chaos des ökonomische Seite des Projekts im„ Vorwärts" bereits von FachParteistreites sieht er ein großes Vertrauen des Volkes zur Re- kundiger Seite besprochen worden. gierung und der Regierung zum Bolk aufsteigen. Und wenn wir fragen, was Herrn von Liszt zu diesen Hoffnungen begeistert, so erhalten wir folgende Antwort: Bolen und Dänen, Elsässer und Lothringer haben in freudiger Begeisterung ihr Leben eingesetzt für das gemeinsame Vaterland. Juden und Christen haben nebeneinander ihr Blut auf den Schlachtfeldern vergossen. Der ostelbische Junter und der sozialdemokratische Fabrikarbeiter aus den Industriebezirken des Westens haben Schulter an Schulter gegen denselben. Feind gekämpft."( S. 10.) Alle Schichten des Volkes nehmen mit derselben, keine Opfer scheuenden Hingabe an dem Kriege teil: Ich kann mir nicht vorstellen, daß nach dem Friedensschluß die Teilnahme an der Führung der Staatsgeschäfte dieser oder jener Schicht des Volkes vorbehalten, allen anderen aber verschlossen bletben fonnte."( S. 13/14.) Es ist liberal, zu glauben, die Leistungen des Volkes in der Kriegszeit müßten eine freiheitliche Gestaltung der inneren Politik ohne Widerspruch zur Folge haben. Es ist nicht minder liberal, zu erklären, daß es verfrüht sei, die Wirkungen jener Leistungen auf die Neuorientierung der inneren Politik in bestimmte Formeln zu fassen". Wir gestatten uns nur, in aller Bescheidenheit daran zu erinnern, daß die Vertreter gewisser machtvoller politischer Richtungen längst die bestimmte Formel" für ihre Stellung zu den Hoffnungen des Herrn von Liszt gefunden und ausgesprochen haben. Und aus den Formeln" jener politischen Kreise ziehen wir den Schluß, daß die Frage der Gestaltung der inneren Politik im freiheitlichen Sinne nicht eine Frage von gegen seitigem Vertrauen, sondern des politischen Kampfes sein wird. Wir glauben annehmen zu dürfen, daß Liszt seine recht breiten Ausführungen über diesen vom Schatten des Burgfriedens beschützten Gegenstand macht, weil er das Gefühl hat, daß die führende Rolle in seinem Staatenbunde nur einem freiheitlich regierten Deutschland zu fallen kann. Darin hat er ganz und gar recht! Pályi meint, daß das Wirtschaftsbündnis auch für Deutschland nach dem Kriege eine höhere Bedeutung haben wird als zuvor. Er glaubt, daß das Reich durch den Krieg wichtige Absatzgebiete in westlicher Richtung verlieren wird und Ersaz dafür im Osten suchen muß. Oesterreich und vor allem Ungarn werden die wirtschaftliche Brücke für den deutschen Absatz nach dem Osten bilden. Er sieht ein, daß dazu eine andere Stellung der Donaumonarchien zu den Balkanstaaten Platz greifen muß. Von einer territorialen Expansion auf Kosten der Balkanstaaten spricht er nirgends, dagegen schreibt er: Jene Handelspolitik, derentwegen die Serben mit ihren Alagen gegen uns ganz Europa erfüllen, darf nicht die Politik der Zukunft sein." Wir glauben die Zukunft der deutschen Handelsverbindungen nach dent Wejten nicht so schwarz ansehen zu müffen, vorausgesett. daß der Frieden eine kluge Stellung Deutschlands zu England bringt. Ebenso wie diese Stellung zu England werden, das ist vollkommen wahr, veränderte Beziehungen Ungarns zu Serbien Vorausseßung für die gedeihliche Entwickelung des Staatenbundes Zentraleuropas sein. Pályi weist sodann auf einige Punkte hin, die uns zu den Betrachtungen über die Neuorientierung der inneren Politik zurückführen. So betont er mehrmals, daß alle Zollgrenzen, die noch bestehen bleiben, keinesfalls den preistreibenden Tendenzen der Kartelle der Rohstoffindustrien förderlich sein dürfen. Wir verstehen, daß er als Vertreter eines Wirtschaftsgebietes mit auf kommender Verarbeitungsindustrie diese Forderung stellen muß. wissen aber auch, daß ihre Durchführung in Deutschland auf den Widerstand starker Produzentengruppen mit weitreichendem politischen Einfluß stoßen wird. " Y Am Schlusse seiner Schrift berührt sodann der Verfasser die Frage, wie sich die deutsche Landwirtschaft zu der Errichtung Er nimmt an, daß sie eines Zollverbandes stellen wird. feinen Grund habe, sich gegen die Zollunion zu wenden. Damit verabschieden wir uns von Herrn von Liszt, um uns Optimistisch, meint er, der deutsche Landwirt fühle sich in Herrn Dr. Eugen von Philippovich zuzuwenden. Er ist erster Linie als Deutscher und erst in zweiter Linie als Professor der politischen Cekonomie in Wien und betrachtet das Agrarier". Set dem, wie ihm wolle, wir glauben, daß von Liszt aufgerollte Problem vom Standpunkt des Desterreichers. die Neuorientierung" in der inneren Politik in demo Er gibt zunächst eine knappe Darstellung der handels- und fratischem Sinne als Vorbedingung für eine gedeihliche Bezollpolitischen Entwickelung Deutschlands und Oesterreichs, in deren teiligung Deutschlands an dem mitteleuropäischen Stagtenbunde Berlauf sich mehrmals Ansäße zu einem engeren Zusammenschluß zu betrachten ist. Sie wird auch das Mittel sein, die Einzeigten, sowie eine Stizze der wirtschaftlichen Entwickelung Defter dämmung der preistreibenden Tendenzen der Kartelle zu erreichen. reichs und des Warenverkehrs zwischen Deutschland und Oesterreich. Ob wir bei einer darauf gerichteten Politik, die unbedingt Pflicht Die Bilanz des Handels Oesterreichs mit Deutschland ist der Sozialdemokratie sein wird, mit der tatkräftigen Unterſtüßung in den Produkten der Landwirtschaft aktiv, in den Erzeug- der liberalen Freunde des Herrn von Liszt rechnen dürfen? nissen der Industrie passiv. Desterreich- Ungarn empfängt von R. S. Während des Januar wurden denn auch in München von Pri-[ Leiter der zu machenden Einrichtungen. Uns hier im Amezifavaten Pläne gemacht, Invalidenheime zu gründen. Berechtigter- nischen Lazarett ist der Vorsitzende der Studentischen Arbeiterrorweise wurde von erfahrener Seite darauf hingewiesen, daß hier so- bildungskurse, Herr stud. phil. Friz Beck, zuerteilt worden, um fort eine Zentralisation nötig sei und daß am besten wohl unsere Leute zu unterrichten. Herr Beck hatte die große Güte, mir Die Verpflichtung, den Kämpfern, die auf den Schlachtfeldern der Staat die Sache in die Hand nähme, dem alle An- die, leitenden Grundgedanken beim Umlernen mitzuteilen: braußen an ihrem Körper Schaden genommen haben, hilfreich bei- gebote und Gaben zu diesem Zwecke zu übermachen wären. Am zustehen, tritt immer ernster an die Allgemeinheit heran. Die 9. Februar fand im Staatsministerium des Innern zu dem bcFrage der Versorgung der Kriegsbeschädigten ist so wichtig und hufe eine Sigung statt. 1. Erhalte alles in der alten Beschäftigung, was noch auf Grund der Verlegung erhalten werden kann. 2. Warne alle gegen die Schreiberbeschäftigung, die überfüllt sein wird. 3. Beachte, zu welcher Beschäftigung sich der Verwundeie eignet und zu welcher er Zuneigung hat, zugleich, aber auch, weiche Ausbildung er genossen. Ich kann nur sagen, daß soweit der Anfang dieser Bestrebungen einen großartigen Erfolg bei unseren Leuten zu verzeichnen hat. Stehendes Heer. 4,744 Offiziere 84 810 Mann 3.500 bielseitig, daß sie gar nicht aufmerksam genug studiert werden kann. Inzwischen ist man von anderer Seite schon tatkräftig borgeSo haben sich die gewerkschaftlichen Arbeiterorganisationen schon gangen und hat die zunächst vorliegenden Fragen zu lösen gesucht. feit geraumer Zeit sehr gründlich und in einer weit über allge- Wie in vielen Städten Deutschlands, bildete sich auch in München meine Sumanitätsbetrachtungen hinausgehenden Weise mit diesem eine Beratungsstelle für Invalide. Ein Bericht darüber findet sich Problem beschäftigt. Auch zahlreiche Mediziner haben viel Be- in den Münchener Neuesten Nachrichten" vom 4. Februar. Zuerst achtenswertes zu dem Thema Invalidenfürsorge geschrieben. Als meldeten sich erstaunlicherweise nur 24 Verwundete, um Rit zu einen solchen Beitrag von medizinischer Seite geben wir einen Ar- erhalten. Dies ist eine sehr fleine Zahl, wenn ich bedenke, daß ich tikel aus der neuesten Nummer der Münchener Wochenschrift unter 50 Verwundeten 4 Beinlose und 1 Armlosen habe und 5 mit Die Erfahrung die ich nun in Amerika mit Invalidenheimen „ März" wieder, in dem Dr. Franz A. R. Jung, Chefarzt des schweren Beinschädigungen. Mit frohem Herzen kann ich berichten, gemacht habe, bestimmen mich ganz entschieden, meine Meinung amerikanischen Roten Kreuz- Lazaretts in München über Inva- daß die Leute förmlich ihren ganzen Habitus änderten, als die gegen die Einführung dieser Anstalten zu äußern, wenigstens lidenheime folgendes schreibt: Idee einen Halt an ihnen gewann, daß sie selber ihre Zukunft in einem so großen Maßstabe, wie es dort geschah. Der Krieg schreitet weiter; im Verhältnis zu seiner Länge steht schaffen könnten und daß ihnen hier sachkundige, fachmännische Zunächst einige statistische Zahlen: der beränderte Charakter der Verwundungen und Krankheiten, für Hilfe angeboten wurde. Ein Beinleidender, der früher Gauer die wir jetzt in unserem Lazarett zu sorgen haben. Die Wunden, war, schreibt jetzt an der Schreibmaschine, die ein anderer Vec die nicht glatt geheilt sind, bedürfen langer Pflege ihrer Fisteln; wundeter zur Verfügung stellte. Der Holzknecht ohne Bein übt bier sind durch Verwachsungen und Zusammenziehungen Arme und seine harten Finger gleichfalls im Schreiben und auch an der Beine teilweise oder ganz in ihren Bewegungen gehemmt, dort sind Maschine. Der Einarmige lernt linkshändig schreiben. Arum bat die Nerven durchschossen gewesen und Lähmungen haben eingesetzt. Das ein anderer Armleidender erfahren, meldet er sich auch schon In einer zweiten Gruppe fehlen Finger oder Zehen; der Ober- oder zum Linkshänder- Kurs. Und wie sie hörten, daß man natürlich Interkiefer ist verlegt gewesen und verursacht eine Gesichtsentstel- auch mit der linken Hand an der Maschine arbeiten könne, w war Jung; ein Bein ist um 10 Zentimeter fürzer geworden und ist halb die Freude groß. Die Melancholie des 22jährigen Eintr.nigen befteif; ein Arm ist in rechtwinkliger Stellung figiert und wird nie gann zum erstenmal etwas zu weichen und die äußerst langiam wieder mobil. Dazu kommt die 3. Klaffe, die der allerschlimmsten; heilenden Wunden dieser Traurigen begannen schneller zu heilen. ein oder zwei Beine sind amputiert, ebenso Arme; Augen sind vers Als erster Satz ergab sich mir: die leitenden Aerz.e wiñen den Loren; Beine und Arme zugleich haben abgenommen werden müssen. Invaliden auseinanderseßen, daß es verfehlt ist und nicht der deutJe mehr somit die Folgen der Wunden in den Vordergrund fchen Manneswürde, der Selbftachtung entspricht, sich auf Renten treten, desto energischer drängte sich wohl allen die Frage auf: Was allein zu verlassen. foll daraus werden? Herr Professor Kiendl, Direktor der Gewerbeschule, ist hier der! Sofpital corps Eingeborene Schüßen auf den Philippinen Nationalgarbe: Milia 180 Offiziere 5 732 Mann 98 966 9.142 Offiziere 112 710 Mann .. 49 000 Personal der Marine 1861-65 führte Amerika den Bürgerkrieg; ein Ueberlebender heutzutage würde also zirka 70 Jahre alt sein. Man sollte annehmen, daß mur noch ein verschwindend fleiner Bruchteil der Kriegsteilnehmer am Leben sei. Statt dessen bezahlt die Regierung heute pro Anno 160 Millionen Dollar, also mehr als 640 Millionen Mark Jauf 10 Proz. erhöht. Die Gesellschaft verfügte nach dem Geschäfts- festgestellt, daß sie die 47jährige Ehefrau eines Kaufmanns aus Kiel Pensionen. Die Aufrechterhaltung der kleinen • amerikanischen Armee kostet. 422 Millionen Mark der Flotte der deutschen Flotte des deutschen Heeres 594 467 1008 " " Jezt nach 50 Jahren zahlt also Amerika an Pensionen mehr, als die Aufrechterhaltung seiner eigenen Flotte erfordert und viel mehr als uns unsere deutsche Flotte jährlich kostet. Dazu hat toch viel beigetragen, daß die Wahlstimmen der Invaliden durch für fie immer günstigere Geseze beeinflußt werden sollten. Das erst vor zwei Jahren eingeführte letzte Invalidengesetz bestimmte Dolltr a day( ein Dollar pro die) als Norm. Das würde be= deuten, daß zurzeit noch an 438 356 Leute täglich ein Dollar ausgezahlt wird. Ganz so viele sind es natürlich nicht, aber doch ist die Zahl noch erschrecklich hoch. Es stellte sich nämlich die bewiesene Tatsache heraus, daß viele alte Invaliden hochbejahrt wieder sich mit jüngeren Frauen verheirateten und ruhig im Invalidenhaus johnen blieben, während die Frau in der Stadt wohnte. Starb dann der alte Herr bald, so mußte nun der Staat der jungen Witwe für ihre lange Lebenszeit die Pension bezahlen. Ueber das ganze Land verteilt finden wir in Amerika mehrere Dußend soldiers- homes, Soldatenheime. In den den größeren Städten sind es enorme Prachtbauten, mit 10-20 Häusern, mit Kirche, Konzerthalle, Krankenhaus, fleinem Warenhaus usw. In Washington werden dort z. B. regelmäßig auch Militärkonzerte abgehalten. Ein prächtiger Park umgibt gewöhnlich die HäuserTomplege. In der Nähe von Los Angeles, Kalifornien, besuchte ich die Anstalt, die an einer ideal schönen Stelle gelegen ist. Das Alima ist das mildeste, was man sich denken kann, mit den geringgradigsten Temperaturschwankungen der Erde. Ich fand dort sogar ein großartiges Vogelhaus mit den schönsten Tigerfinken und buntfarbigen tropischen Vögeln. Wir Besucher waren einfach voller Bewunderung all der Pracht. Doch was war die Antwort, die tins die Invaliden gaben? Ja, das sähen sie nun alle Tage; es wäre immer dasselbe. Immer dasselbe schöne Wetter und die selben schönen Vögel." Den gleichen Eindruck machten die Invaliden fast aller Institute: mißvergnügt, unzufrieden, durchaus nicht mehr anerkennend, was der Staat für sie tat. Selbstmorde find gar nicht so selten; auch Trunksucht reißt leicht ein. Sie haben cben absolut teine Sorgen mehr; sie brauchen nicht zu arbeiten, wenn sie nicht wollen, sie haben im Laufe der Jahre auch den Sinn für Arbeit verloren und sind nur Nörgler geworden. Es ist eine große Seltenheit unter ihnen, einen freundlichen alten Mann zu finden oder einem Lächeln zu begegnen. Ganz abgesehen von den abnormen Kosten, die diese Invalidenheime verursachen, verfehlen sie ihren Zwed: glückliche Gefühle in der Seele des alten Kriegers zu schaffen. Nach meiner Erfahrung sollten die Heime nur aufnehmen: 1. Allerschwerste Krüppel, z. B. mit Verlust beider Augen und Arme; d. H. also Leute, denen es wirklich unmöglich ist, eine Beschäftigung zu finden und die keine Pflege für ihre Defizite haben. 2. Beitweise, für ein oder zwei Jahre, auch einfachere Krüppel, die im Heim das Umlernen betreiben sollen. Das Heim soll ihnen nur in ihrer momentanen größten Notlage die Basis für ihre spätere Gristenz schaffen. Sie betreten das Heim mit der Abmachung, daß es unter aller Umständen nur zeitweise ist. 3. In allen Kriegerheimen muß Gelegenheit zur Arbeit gegeben werden und der Ehrgeiz der Leute, sich wenigstens teilweise selbst zu unterhalten, muß durch alle möglichen geeigneten Mittel geweckt werden. Aus der Partei. bericht bei Ausbruch des Krieges über ziemlich bedeutende günstig ist, die nach einem Besuch in Bremen in ihre Heimat zurückkehren gekaufte Bestände, vor allem in Schmalz und Speck, die einen gegen wollte und kurz vor Rotenburg von einem Manne überfallen wordas Vorjahr verbesserten Nuzen ließen. Im Zeichen des Weltkrieges den sei. Der Mann sei durch die Aborttür in ihr Abteil gekommen, wutbe Die Rohmaterialbeschaffung von Monat zu Monat teurer. habe der Grau einen Revolver borgehalten henauf bent Siß gegedroht, zu erSoweit es die Verhältnisse gestatteten, hat sich die Gesellschaft nach worfen, kniete ihr auf die Brust und brachte ihr dann, anscheinend Erfüllung der Anforderungen der alten Stammkundschaft auch an mit einem scharfen Instrument, mehrfach Verlegungen im Gesicht öffentlichen Lieferungen indirekt und direkt beteiligt. Jm und am Kopf bei. Ueber die Person des Täters ist folgendes festNeuköllner Induſtriegebäude wird die Gesellschaft neue zweck- gestellt worden: Es handelt sich um den 21jährigen Bildhauer Walter Meyer aus Alt- Schwerin in Mecklenburg, der entsprechende Anlagen errichten. zurzeit in Bremen die Kunstgewerbeschule besucht. Er ist bereits Von der japanischen Textilindustrie. Japan, das infolge wegen Diebstahls mit 1½ Jahren Gefängnis vorbestraft. Am Mangels an Nachfrage in den ersten Kriegsmonaten einige seiner 17. d. M. hat er in Bremen eine Fahrkarte zweiter Klasse nach Fabriken schließen mußte, ist jetzt ausnehmend beschäftigt und be- Rotenburg in Hannover gelöst und war in das Abteil neben der absichtigt, eine große Anzahl neuer Fabriken zu eröffnen. Japan allein in ihrem Abteil sigenden Dame eingestiegen. In seinem hat sich als Ziel die Eroberung des China Marktes gesezt, der Abteil befanden sich noch drei Mitreisende. Kurz vor Rotenburg Englands besten Stunden darstellt. Diesem Ziel widmet es alle seine ging er durch den Abort in das Abteil der Dame und vollbrachte Kräfte und organisiert darum seine Webstoffindustrie so, daß sie mit hier die scheußliche Tat. Nachdem der Zug hier hielt, verließ er der englischen wetteifern kann. durch sein Abteil den Zug, ging durch die Bahnsteigsperre und lief dann im schnellsten Tempo aus der Bahnhofshalle über die Straße in den nahegelegenen Wald. Die sofort aufgenommene Verfolgung blieb der Dunkelheit wegen ohne Erfolg. Er hatte sich, wie er später bei seiner Vernehmung angab, während der Nacht unterm Güterschuppen aufgehalten, sich dann in einem Abort des Zuges Rotenburg- Bremervörde versteckt und war mit nach Bremervörde gefahren, wo er von Bahnbeamten des Zuges entdeckt und der Polizei übergeben wurde. Bei seiner Festnahme leugnete er zu= nächst alles, verwidelte sich jedoch derart in Widersprüche, daß er der Tat, nachdem ihn auch die hiesigen Bahnbeamten wiedererkannt hatten, überführt werden konnte. Das Befinden der Berlezten iſt zurzeit nicht lebensgefährlich, jedoch bedenklich. Soziales. Soziale Fürsorge für schwerhörige Arbeiter. Die in Nr. 140 unserer Zeitung enthaltene Anregung ausgiebigerer sozialer Fürsorge für schwerhörige Arbeiter hat die Allgemeine Ortskrankenkasse der Stadt Berlin zu nach stehender Darlegung veranlaßt: Ein Lothringer wegen Desertion zum Tode verurteilt. Der Artikel in der 3. Beilage Ihres gesch. Organs von gestern, Notwendigkeit sozialer Fürsorge für schwerhörige Arbeiter" gibt uns Veranlassung, Sie darauf aufmerksam zu machen, daß unsere Stasse bereits Ende Januar 1914 bei den für uns tätigen SpezialWie dem„ Berliner Tageblatt" aus Saarbrücken beärzten für Ohrenkrankheiten eine Umfrage veranstaltete, um zu richtet wird, hat das Oberkriegsgericht des 21. Armeekorps den in erfahren, ob und wieviel Krante unserer Kasse in Behandlung Sorbey, Kreis Meh, geborenen 23 Jahre alten Kaufmann Maria stehen, bei welchen ein Ablesekursus nötig wäre bzw. bei welchen Hippolyt Craimcourt wegen Deſertion ins feindliche Hes durch Absolvierung eines solchen Kursus die Arbeitsfähigkeit er zum Tode verurteilt. Der Verurteilte wurde 1912 zur Infanterie halten werden könnte. Wir haben auch zu erfahren gesucht, ob ausgehoben, entzog sich aber seiner Einstellung durch die Flucht nach ärztlicher Ansicht die Mitglieder sich leicht bereit finden würden, nach Frankreich. Beim Kriegsausbruch kehrte er nicht zurück, vieleinen Unterricht auf unsere Kosten zu nehmen. Die Umfrage ergab mehr, so gibt er au, sei er von dem Bürgermeister in Pont- àallerdings, daß eine solch geringe Bahl geeigneter Kranker vor- Mousson veranlaßt worden, in die französische Armee einzutreten, handen war, daß wir zunächst davon Abstand nehmen mußten, andernfalls würde er als deutscher Gefangener in das Innere von Abmachungen für solche Kurse zu treffen. Verschiedene Aerzte Marokko transportiert. Bei dem Gefecht von Les Esparges wurde hegten auch zweifel darüber, ob die in Betracht kommenden er verwundet und geriet in deutsche Gefangenschaft. Er behauptet, Kranken die nötige Ausdauer befizen, an solchen immerhin lang- er habe zu den deutschen Truppen übergehen wollen und jei von dauernden Kursen teilzunehmen. einer französischen Kugel getroffen worden. In einem deutschen Lazarett wurde er geheilt und verriet sich hier durch eine in französischer Sprache geschriebene Postkarte an seine noch in Deutschland lebenden Angehörigen. Das Kriegsgericht in Mez verurteilte ihn zunächst wegen Kriegsverrats zu zehn Jahren Zuchthaus. Gegen das Urteil legte aber der Gerichtsherr Berufung ein mit dem oben it ra fe erkannte. Das Gericht nahm an, bei gutem Willen wäre erwähnten Erfolg, daß das Oberkriegsgericht auf die Todeses dem Verurteilten möglich gewesen, nach der Mobilisierung des französischen Heeres noch nach Deutschland zu kommen, sich hier zu stellen und seine Entziehung von der Wehrpflicht wieder gut zu machen. Statt dessen sei er als Deserteur zu der feindlichen Armee übergetreten und habe Dienst gegen sein eigenes Vaterland genäher treten. Wir sind übrigens der Meinung, daß wir bereits jetzt solche Kurse einrichten bzw. die Mittel dafür aufwenden könnten, ohne daß es dazu irgend einer Gesezänderung bedürfte. Der Frage wegen der Hörapparate werden wir gleichfalls Es ist erfreulich, daß die Ausdehnung sozialer Fürsorge für schwerhörige Arbeiter in Berlin in die Wege geleitet werden soll. Hoffentlich bleibt der Erfolg nicht aus und bleibt die Fürsorge nicht auf Berlin beschränkt. Die Entlassung des Lehrlings wegen einstündiger Dienstversäumnis. Defter als früher beschäftigen jezt Lehrstreitigkeiten die Gerichte. Das Berliner Kaufmannsgericht hält aber dem Gesetz entsprechend an der Auffassung fest, daß nur ganz besonders gewichtige Gründe vorliegen müssen, wenn dem Lehrherrn das Recht der sofortigen Entlassung des Lehrlings zugestanden werden soll. nommen. Eisenbahnkatastrophe in England. Aus London wird vom gestrigen Tage gemeldet: Heute früh 6 Uhr stieß ein Sonderzug mit Soldaten acht Meilen von Carlisle entfernt mit einem Lokalzuge zusammen. Ungefähr fünfzig Personen, unter ihnen mehrere Soldaten, wurden getötet und 300 Personen verlegt. Beide Züge gerieten in Brand. Briefkasten der Redaktion. Eine Reichskonferenz der deutschen sozialdemokratischen Arbeiter partei in Desterreich, die an Stelle eines Parteitages in Wien am Ein vor der 1. Kammer zur Entscheidung gekommener Fall 15. und 16. d. M. abgehalten wurde und von 106 Delegierten der lag so, daß die Eltern des im dritten Jahre lernenden jungen Landesparteibertretungen, der Parteiredaktionen und Abgeordneten Mannes mit dem Lehrchef, dem Fabrikanten Bläsing, wegen Grbesucht war, faßte nach einem Referat Viktor Adlers und eingehenden höhung der Vergütung berhandelten, aber abschlägig beschieden Debatten eine Resolution, in der die schwere auswärtige wurden. Am nächsten Tage ging der Lehrling wegen einer FaDie juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Sof Krise Des Reiches als eine Folge der imperialistischen milienfeier eine Stunde früher fort, obgleich ihm die Erlaubnis rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend Ausdehnungs- und Rüstungspolitik erklärt wird. Die dazu versagt worden war. Die daraufhin erteilte sofortige Ent- bon 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brieftast en bestimmten Anfrage Notwehr gegen den Westeuropas Westeuropas Wirtschafts-, Rechts- und lassung stüßt der beklagte Chef auch noch auf das Verhalten der ist ein Buchstabe und eine 8abl als Mertzeichen betzufügen. Briefliche Kulturboden bedrohenden Barismus dränge für den Augen- Eltern, die nach seiner Ansicht die Rechte des Sohnes zu energisch antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen feine Abonnements quittung blick die politische Friedensarbeit zurüď. Ez wird als wahrnahmen. Das Kaufmannsgericht verurteilte den Beklagten beigefügt ist, werden nicht beantwortet. notwendig gefordert, nach Abschluß des Krieges und der Erringung zur Zahlung von 22 m. Restvergütung. Zur sofortigen Ent- Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. Für das des heißersehnten Friedens für ganz Europa, in Desterreich- Ungarn lassung habe kein ausreichender Grund vorgelegen. die innere Verfassungsarbeit im Sinne der Demokratie und der Auftreten seiner Eltern sei der Lehrling nicht verantwortlich, und nationalen Selbstregierung tatkräftig aufzunehmen zur Ueber die eine Stunde Versäumnis falle nicht so schwer ins Gewicht, windung des Chauvinismus, zur Verhütung der Wiederkehr friege- daß sie gleich die Entlassung begründe. rischer Gefährdung und zur Freimachung der Bahn für die soziale Gesezgebung und kulturelle Erneuerung. Die Resolution schließt: In anderen Beschlüssen wird bessere Versorgung der Kriegsopfer und Vorsorge für die Regelung der Volksernährung verlangt. Nochmals die Frankfurter Parteiversammlung. Unter Bezugnahme auf die in Nr. 137 des„ Vorwärts" veröffentlichte Richtigstellung des Genossen Kirchner" sendet uns der Verfasser des ersten Berichts über den Verlauf der Frankfurter Barteibersammlung noch eine Zuschrift, der wir folgendes entnehmen: Der geschlichtete Bruderzwist. Dem Vorsitzenden der 3. Kammer des Berliner Kauf" In dieser schicksalsschweren Entscheidungsstunde bekundet die Reichstonferenz im Sinne der Beschlüsse der deutsch- österreichischmannsgerichts, Magistratsrat Dr. Neumann, gelang es gestern ungarischen Sozialistenkonferenz vom 18. April dem entschiedenen mit vieler Mühe und mit Unterstübung der Beisiger, einen Friedenswirken des österreichischen Proletariats." schon lange währenden hartnädigen Bruderzwist zu schlichten. Beklagter war der in Berliner Bühnenkreisen bekannte Theaterunternehmer Wolf Mandl, gegen den sein Bruder Nathan Mandl eine Klage auf Zahlung von 1500 M. angestrengt hatte. Der Beklagte war im vorigen Jahre der Geldgeber des Theaters an der Weidendammer Brücke und stellte noch vor Kriegsausbruch seinen Bruder, der aus Brünn stellungslos nach Berlin kam, als Rassierer am Theater an. Der 1. August 1914 war für die beiden Brüder der Anfang einer bitteren Fehde. Die gegenseitigen Anflagen fanden in einem Berg von Schriftsäßen ihren Niederschlag, Welche Schlußfolgerungen aus dem Verlauf der drei Versamm- die eine Fülle schwerer ehrenrühriger Vorwürfe enthielten. lungen zu ziehen sind, ist Sache der Empfindung. Kein objektiv daß es in gegenwärtiger Zeit Brüder bei uns gibt, die sich wie Das Richterkollegium hielt mit seiner Empörung nicht zurück, Ilrteilender wird ernsthaft anzweifeln wollen, daß wenn in der Haase- erbitterte Feinde zueinander stellen. Der Beklagte erklärte hierzu, Bersammlung eine Resolution angenommen worden wäre, die ihr Einverständnis mit den Ausführungen Haafes zum Ausbrud gebracht daß er schon ein Vermögen dem Bruder geschenkt habe und auch hätte, eine erhebliche Mehrheit dafür gewesen wäre. Wenn Genosse schließlich noch etwas geben wolle, wenn dieser nur seine ge= Kirchner das Gegenteil behauptet, so ist das mindestens sehr geber Oeffentlichkeit nur seine Ehre wieder haben, denn der Kläger hässigen Anschuldigungen zurücknimmt. Gr, Beklagter, wolle vor wagt, um so mehr, da er persönlich dieser Versammlung gar nicht verbreite in allen Schauspielercafés die ungeheuerlichsten Dinge Bruder vielfach mit vielen tausend Wart ohne irgendwelchen über ihn. Die Verhandlung ergab denn, daß der Beklagte dem Gegenwert aus der Verlegenheit geholfen hat. Die Wechsel, die Wolf M. für den Bruder eingelöst hatte, legte ersterer im Original vor. beiwohnte. sein. Unzweifelhaft steht auch fest, daß ein sehr großer Teil der Frankfurter Parteimitglieder mit der Haltung der Fraktionsmehr heit nicht einverstanden ist. Um dieser starken Opposition feine Gelegenheit zum Ausdruck ihrer Meinung zu geben, dürfte die Ver trauensresolution für die Fraktionsmehrheit zurückgezogen worden Nach langen Bemühungen fam schließlich folgender Vergleich Es ist auch nicht richtig, daß sich die Frankfurter Genoffen zustande: Beklagter M. zahlt 500 M. zum völligen Ausgleich und nimmt die gegen den Kläger gerichteten Beschuldigungen zurück. wie Genosse Kirchner in feiner Berichtigung aus- Der Kläger hingegen nimmt alle Vorwürfe gegen den Beklagten führt mit der Haltung der Fraktion einverstanden erklärt haben. zurück und erkennt an, daß dieser stets wohltätig gegen ihn ge= Richtig ist, daß überhaupt erst die drei in Frage kommenden Versammlungen sich mit den Kriegskrediten und der Budget- handelt hat. Kläger verspricht auch, daß er nichts ungünstiges bewilligung beschäftigten und daß im Wahlkreis Frankfurt a. M. mehr über den Bruder verbreiten werde. schon früher der Fraktionsmehrheit für ihre Haltung kein Vertrauensvotum ausgestellt wurde. ( Wir glaubten, den Verfasser des Berichts auf die Richtigstellung des Genossen Kirchner noch einmal zu Worte kommen lassen zu sollen, möchten jedoch die Angelegenheit nunmehr als erledigt betrachten.) Aus Industrie und Handel. Aus aller Welt. Der Raubüberfall im Eisenbahnzuge. Ueber den Ueberfall auf eine Dame im Gilzuge BremenSamburg werden noch folgende Einzelheiten berichtet: Als am 17. Mai abends eine Dame auf dem Bahnhof Rotenburg in ein Abteil zweiter Klasse des Schnellzuges, der abends 8 Uhr aus Bremen abfährt und 9,40 in Samburg eintrifft, steigen wollte, lag Die Müller Speisefettfabrik A.-G. in Berlin steigerte in dem Abteil auf dem Fußboden blutüberströmt eine Frauens ihren Rohgewinn von 0,98 auf 1,07 Millionen Mark. Nach ver- person, die nur noch schwache Lebenszeichen von sich gab. Nachdem mehrten Abschreibungen verbleibt ein Reingewinn von 328 885 M. fie von einem herbeigerufenen Arzt einen Notverband erhalten ( gegen nur 195 400 M. im Vorjahre). Die Dividende wird von 7 hatte, wurde sie ins hiesige Krankenhaus gebracht. Hier wurde Kriegsgewinne. " Eilige Fragen trage man in der B. R. 1. und 2. Ja. 5. K. 3. Nur aus der Zivilliste als König von Preußen. Südende 5. Berlin NW., Wicleffstr. 42. A. 5. 1887. Nur in äußerst dringenden Fällen nehmen Frauenklinik( Artillerieſtraße) und Charité unentgeltlich auf. Sonst Bormeldung nach Borausbezahlung. H. 30. Für beide Fälle genügt:„ An den Herrn Polizeipräsidenten zu Berlin". Montagmittag. Ueberall warm und vorwiegend heiter, im Küstengebiete Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis größtenteils troden, im Süden strichweise Gewitter. ArbeiterRadfahrer- Bund ,, Solidarität“. Ortsverein Schmargendorf. Am 22. Mai verstarb unser Mitglied Julius Stein. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 25. Mai, nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des Schmargendorfer Ge meinde- Friedhofes aus statt. Um vollzählige Beteiligung bittet Der Vorstand. Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin. Bezirk Schmargendorf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied Julius Stein am 22. Mai verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstag, den 25. d. Mts., nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des Schmargendorfer Ges # meinde Friedhofes aus statt. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125( Oranienb. Tor), Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage), für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Sprechstund. 12%-2% u. 6-8 J. Baer Ecke Badstr.26 Prinz- Alles Herren- und KnabenModen, Berufskleidung. 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Sportliche Vorführungen, fonstige Schaustellungen, Vergünstigungen bei Einfäufen sollten einen breiten Menschenstrom aus Provinz und Reich nach Berlin ziehen. Man vermeinte damit dem Ausland den Beweis ungebrochener Lebensfraft zu geben. Als Bürger Groß- Berlins mußten wir Einspruch erheben gegen diesen Ansturm auf Ehre und Würde der Reichshauptstadt. Sollten wir den Eindruck sich verschärfen lassen, daß noch allzuviele die Bedeutung und den gewaltigen Ernst des Völkerringens nicht begreifen? Sollten wir erleben, daß zahllose Elemente hergelockt würden, die Berlins Ruf ichädigen, die unserer Jugend drohenden Versuchungen mehren? Um sittliche Gefahren handelt es sich. Das„ Programm der Straße" wird stets das der Schlemmerei und des Alkohols sein. Sollten Väter und Mütter, Gattinnen und Schwestern, denen Trauer oder Sorge das Herz erfüllt, fehen, wie Schau- und Vergnügungsluftige die Straßen durchziehen? Sollten unsere heldenmütigen Krieger vernehmen, daß man in der Heimat Zeit und Lust zu est en hat? Es gibt teinen Zweck, der solche Mittel beiligen fönnte. Die Festpläne sind aufgegeben. Kein ähnlicher Plan darf Boden gewinnen. An alle Organisationen der freien Liebestätigkeit ergeht deshalb die dringende Bitte: Sorgt, daß die große Zeit uns nicht flein finde.. Berschmäht bei Beschaffung der Geldmittel für eure Aufgaben alle Veranstaltungen, die der Veräußerlichung, der Eitelkeit, dem Ehrgeiz, der Oberflächlichteit, der Ver gnügungssucht dienen. Opferwille und Gebefreude haben sich in dieser ganzen schweren Zeit erhebend bewährt. Sie werden auch ferner nicht versagen, wo es sich um Beschaffung der Mittel für die Aufgaben der Barmherzigkeit handelt. Es bedarf nicht der fünstlichen, wahrem Wohltun wesensfremden Anregungsmittel zur Beflügelung der Hilfsbereitschaft. Sie wird sich umso reicher, umso hingebender offenbaren, jemehr die ganze Fürsorgetätigteit erfüllt und getragen ist von dem tiefen, frommen Ernst, den die gewaltige Beit erfordert. An die ganze Bevölkerung ergeht die Bitte: hört nicht auf zu geben, gebt um der Sache willen, ohne den Anreiz des Bergnügens oder äußerer Anerkennung. Beigt euch durchbrungen von dem Bewußtsein, daß keine Entbehrung heranreicht an die Opfer, die unsere Stämpfer zur Verteidigung unseres Baterlandes, unserer Ehre und unserer Zukunft bringen. Prof. Dr. H. Albrecht, Geschäftsführer d. Zentralstelle f. Boltswohlfahrt. Geh. Kommerzienrat Arnhold. Dr. Leo Arons. Professor Dr. Graf Bandissin. J. Becker, Bors. d. Kartells d. christl. Gewerkschaften f. Groß- Berlin. Eduard Bernstein, M. d. R. Bürgermeister Blankenstein, Schöneberg. Prof. Blümel, Bors.. d. St. Vincenz- Vereins von Berlin. Susanne Blumenthal- Plaut. Bürgermeister Buhrow, Steglit. Prof. Dr. Ludw. Darmstädter. Geh. Reg.- Rat Prof. Dr. Hans Delbrück. Birtl. Geb. Ober- Med.- Rat Prof. Dr. Dietrich, vortrag. Rat i. Minist. d. Innern. Stadtrat Doflein, Vors. d. Armendirektion Berlin. Oberhof prediger D. Drhander. Prof. Dr. P. Elzbacher, Rektor d. Handelshochschule. Dr. R. v. Erdberg, Bors. d. Dtsch. Käuferbundes. Stadtv. San.- Rat. Dr. Feilchenfeld, Bors. d. Stiftungs- Kommiss. d. Jüd. Gemeinde Berlin. Stadtschulrat Dr. L. H. Fischer. Senatspräsident Dr. Flügge. Geb. Med.- Rat Prof. Dr. E. Flügge. Geh. Reg. Rat Prof. Dr. Wilh. Förster. Prof. Dr. E. Francke, stellvertr. Bors. d. Gesellsch. f. soziale Reform, Herausgeber d. Sozialen Pragis". Stadtverordnetenvorsteher Dr. Otto Frenzel, Charlottenburg. 2. GerkenLeitgebel, Berl. 8entr.- Verb. 3. Bekämpfung d. Alkoholismus. Geh. Justizrat Prof. D. Dr. Otto von Gierke. Prof. J. Gonser. Geh. Studienrat Prof Dr. Gropp, Bors. d. Berl. Gymnasiallehrer- Gesellschaft. Heinrich Grünfeld, Vorf. d. Wohltätigkeitszentrale d. Berl. Kaufmannschaft. Ottilie von Hansemann. Wiril. Geh. Rat Prof. Dr. von Harnack. Gustav Hartmann, Vors. d. Zentralrats d. deutschen Gewerkvereine( HirschDunder). Generalleutnant 3. D. Graf von Haslingen. Geb. Reg.- Rat Prof. Dr. Herkner. Hedwig Heyl. Pfarrer Immanuel Heyn, M. d. R. Thekla von Jagow. Prof. Dr. J. Jastrow. Anna Jastrow, Bors. d. Kommunal. Frauenvereins Charlottenburg. Geh. Justizrat Prof D. Dr. Kahl. Prof. Artur Kampf, Direktor d. kgl. Hochschule f. d. bild. Künfte. Dr. Kaempf, Präsident d. Reichsiages ut. Präsident d. Aeltesten d. Kaufmannschaft v. Berlin. Wirkl. Geb. Ober- Regier.- Rat Dr. Dr. Kaufmann, Bräsident d. Reichsversicherungsamts. D. Keffler, Generalsuperint. d. Neumark u. Niederlaufis. Geh. Justizrat Prof. Dr. Th. Kipp, Rektor der Universität Berlin. Ministerialdirektor Prof. Dr. Kirchner, vortragender Rat im Ministerium des Innern. Senatspräsident Kisker, Schriftf. der„ Cecilienhilfe“. Elisabeth von Knebel Doeberit, Bors. d. Verbandes d. firchl.- foz. Frauengruppen. D. Koehler, Generalsuperint. d. Kurmart. Albert Kohn, Direktor d. Allgem. Drtskrankenkasse d. Stadt Berlin. Geh. Justizrat Dr. von Krause, 2. Vizepräsid. d. Hauses der Abgeordneten. Geh. Reg.- Rat Prof. Dr. H. Kretschmar, Direktor d. fgl. atadem. Hochschule f. Musit. D. Lahusen, Generaljuperint. v. Berlin. Lilli Lehmann. Dr. Albert Levy, Bors. d. Zentrale f. private Fürsorge. E. V. Josephine Levy- Nathenau, Bork. d. Berliner Frauenklubs von 1900 E. V. Prof. Dr. Hugo Liepmann, Direktor d. Städt. Irrenanstalt Herzberge. Dr. Lisco, Staatssekretär d. Re: chsjustizamts. Geh. Justizrat Prof. Dr. von Liszt, M. d. N. von Loebell, Staatsminister.. Konsistorialrat. D. Mahling, Prof. d. Theologie. Prof. Ludwig Manzel, Präsident d. tgl. Akademie d. Künste. Stadtverordn.- Vorsteher Dr. Graf von Matuschta, Schöneberg. Rabbiner Prof. Dr. S. Maybaum. Prof. Paul Meyerheim. Frau von Michael: Haniel. Stadtverord.- Borsteher Paul Michelet, Berlin. Staatsminister von Möller. Pastor Lic. Mumm, M. d. N. Stadtverordn. Dr. Paul Nathan. Wirfl. Geb. Rat D. Dr. Dr. ing. Naumann, Ministerialdirektor. Dr. Friedrich Naumann, M. d. R. Oberkonsistorialrat Dr. Nieders. Pfarrer. Nithack- Stahn. Prof. Ciegfried Ochs. Pastor W. Pfeiffer, Berufsvormund u. Vorstand d. Kinderrettungsvereins. Anna Reichenheim. Geb. Reg.- Nat Dr. Reide, Bürgermeister. Heinr. Rippler, Herausgeber d. Tägl. Rundschau. Luise Roloff, stello Borsitzende d. Bentrale f. private Fürsorge E. V. Stadtv. Rojenow, M. d. A. Pfarrer Dr. M. Nunze, M. 6. A. Dr. Alice Salomon, Borf. 6. Mädchen- u. Frauengruppen f. los iisarbeit. Stadtrat Safenbach. Prof. Friedr. Schaper. Pastor 2. Scheffen, Geschäftsf. dr Bential- Ausschusses für Innere Mission. Wirkt. Geheimer Rat Prof. Dr. von Schmoller. Geh. Ober- Reg. Rat Schneider, bortrag. Rat im Minist. d. Innern. Gräfin von Schwerin- Löwit, Bors. d. Ortsgruppe Berlin d. Deutsch- evangel. Frauenbundes. Geh. Reg.- Rat Prof. Dr. Sering. Lic. F. Siegmund Schulze, Leiter d. Sozialen Arbeitsgemeinschaft. Frau Dr. Georg von Siemens. Geh. Kommerz.- Rat Dr. jur. Eduard Simon. Helene Simon. Dr. James Simon. Otto Sommerstorff. Teresina Sommerstorff- Geßner. D. F. A. Spiecker, Direttor d. Siemens u. Halste A.-G., Präsident d. Bentr.- Ausschusses f. Innere Mission. Hermine Steinicke, Bors. d. Vereins Berl. Volksschullehrerinnen. Geh. Kommerzienrat Mar Steinthal. Senatspräsident D. Dr. Dr. von Strauß und Torney. Dr. Albert Südefum, M. d. N. J. Tews, Generalsekr. d. Gesellsch. f. Berbreitung v. Boltsbildung. Wirll. Geheimer Rat Dr. H. Thiel. Frau Staatsminister von Tirpit. le, Bräsident d. Justiz- Prüfungs- Kommission, M. d. H. Dr. Konrat Wehmann, Oberverwaltungsgerichtsrat. Birtl. Geheimer Rat Prof. Dr. U. von Wilamowik- Moellendorff. Geb. Reg.- Rat Witting, Vors. d. Vereins Rotes Kreuz b. Berlin". Wirfl. Geh. Ober- Reg.- Rat Dr. Wuermeling, Bors. d. Charitasverbandes Berlin und Vororte. Geh. Reg.- Rat Dr. Zacher, Direktor im Kaiserl. Statistischen Amt. Prof. D. Dr. Zimmer, Zehlendorf. Aeußerungen zu dieser Erklärung können an folgende Stellen gerichtet werden: Bureau f. Sozialpolitit, W 30, Mollendorfstr. 29/ 30.- Zentralftelle f. Bolts wohlfahrt, W 50, Augsburger Str. 61. Geschäftsstelle d. Mädchen- u. Frauen- Gruppen f. soziale Hilfsarbeit, W 30, Barbarossastr. 65. Bentrale f. private Fürsorge, W 35, Flottwellstr. 4. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern, zur Nachricht, bag der Kollege. August Plath Müllerstr. 90a. Bezirk 2 verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 25. Mat, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Philippus Apostel- Friedhofes aus auf dem städtischen Friedhof Müllers, Ede Seestraße, statt. Um rege Beteiligung ersucht 73/13 Die Ortsverwaltung. Männerchor Oberspree". Den Mitgliedern, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser Sangesbruder, der Unteroffizier Otto Scholz aus Niederschöneweide nach neunmonatiger Teilnahme am Weltfrieg verstorben ist. Wir werden ihm allezeit ein ehrendes Andenken bewahren! Als Opfer des Weltkrieges starb infolge schwerer Verwundung zu Mannheim unser lieber, guter Sohn, Bruder und Bräutigam, der Gefreite Willi Fröhlich, Ritter des Eisernen Kreuzes im blühenden Alter von 23 Jahren. Ruhe fanst in fremder Erde. Hermann Fröhlich nebst Familie. Frida Wellin als Braut. Berlin- Nawitsch. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am Donnerstag, 20. Mai, abends 7 Uhr, nach langem, schwerem Leiden unser lieber Bater, Großund Schwiegervater, der Former August Plath im Alter von 55 Jahren sanft entschlafen ist. Dies zeigen tiefbetrübt an Helene Plath Martha Meyer geb. Plath August Meyer Daniel Plath. 36A Die Beerdigung findet am Dienstag, 25. Mai, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des städtischen Friedhofes, Scestraße, aus statt. Sozialdemokratischer Wahlverein Kreis Niederbarnim. Bezirk Nieder- Schönhausen. Am 18. Mai starb in der Jrren anitalt zu Eberswalde unser Ge nosse, der Dreher Johann Brandt. Ehre seinem Andenken! 243/14 Die Bezirksleitung. Verband der Steinsetzer. Pilasterer u.Berufsg. Deutschlands Filiale Berlin. Am 13. Mai fiel unser treuer Kollege, der Steinfeger Richard Mauß 175/2 im 27. Lebensjahre.. Ehre seinem Andenken! Der Filialvorstand. Ein Opfer des Weltkrieges wurde am 25. März mein herzensguter, lieber Mann, meiner beiden Kinder treusorgender Bater, unser guter Sohn, Bruder, Schwieger john, Schwager, Neffe und Cousin, der Stereotypeur Emil Brietzke Inf. Regiment 174, 6. Komp., im blühenden Alter von 31 Jahren. Dies zeigt in tiefer Trauer an Frau Margarete Brietzke u. Rinder, Berlin N, Stolpische Str. 15. Franz Brietzke u. Frau, als Eltern. Martha Brietzke, als Schwester. Hermann Krämer und Frau, als Schwiegereltern. Otto Krämer, als Schwager, zurzeit im Felde. In der Blüte des Lebens, 2 In der Fülle der Kraft, Hat des Feindes Kugel Dich hinweg gerafft. 22A Männer- u. Frauenchor Neukölln. Am 2. Mai fiel auf dem Schlachtfelde unser lieber Sangesbruder Hans Ewler. Wir verlieren in ihm einen unserer besten Mitglieder. 58/20 Der Vorstand. Stumm schläft der Sänger! Nach langem, schwerem Leiden verstarb mein lieber Mann, unser guter Bater, Groß- und Schwiegervater, der Tischler Robert Schunke. Die trauernden Hinterbliebenen. Eberthstr. 19. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 26. Mai, nach mittags 42 Uhr, von der Halle des Zentral- Friedhofes in Frie 5A drichsfelde aus statt. Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands Zentralverband der Schuhmacher 53/6 Zahlstelle Groß- Berlin. Gefallen find folgende Mitglieder: Fritz Krüger, Bezirk Niederlehme. Karl Barsch, Bezirk Niederlehme. Fritz Baschin, Bezirk Niederlehme. Karl Sternkicker, Bezirt Tegel. Fritz Törber, Bezirk Schöneberg. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiter- Verband 64/4 Bezirk Groß- Berlin. Folgende Kollegen sind im Felde gefallen: Paul Bauer, Droschkenchauffeur. Willi Bahr, Backer. Willi Bünger, Geschäftsdiener. Arnold Dosch, Geschäftsdiener. Gustav Kühl, Industriearbeiter. Hermann Lukat, Judustriearbeiter. Karl Paula, Geschäftsdiener. Paul Pniok, Geschäftschauffeur. Albert Reiher, Geschäftsbiener. Ernst Vesper, Geschäftsdiener. Richard Weise, Bierfahrer. Ghre ihrem Andenken! Die Bezirksleitung. Am 9. Februar starb infolge Berwundung unser geliebter Sohn, Bruder, Neffe, Better und Enkel Hubert Erdmann Reserve- Inf.- Regiment Nr. 262 im 23. Lebensjahre. Nachruf. Die tiefgebeugten Eltern. 17455 Herta und Martha als Schwestern. Erich als Bruder, zurzeit im Felde. Allen Kollegen die traurige Nachricht, daß unser lieber Kollege Ludwig Maus am Sonnabend, den 15. Mai ver: storben ist. 5A . Ehre feinem Andenken! Die Branche der Eisenfonstruktions- Schloffer, Fahrstuhlmonteure und Helfer. Seinen am 26. März in der Schlacht erhaltenen Wunden erlag am Tage darauf anf dem Truppenverbandsplay, unser lieber Kollege Heinrich Torfstecher. Ein braves Herz hat aufgehört zu schlagen. Ehre seinem Andenken! Die Kollegen und Kolleginnen der Firma F. Schuchhardt, 8220 Rungestr. 9. Kollegen und Freunden zur Nachricht, daß furz vor seinem 41. Lebensjahr, infolge schwerer Bauchs, Brust und Armberwun dung im Feldlazarett meint innig geliebter Mann, der Landsturm1761b mann Wilhelm Kaeding beim Infanterie- Regiment Nr. 132 seinen Wunden erlegen ist. Dies zeigt in schmerzlicher Trauer an Frau Kaeding geb. Geiswinkler, nebst Kindern, Bruder, Schwager und Onkel. Fern von seinen Lieben als Opfer des Weltkrieges fiel bei einem Sturmangriff am Sonntag, 9. Mai, unser heißgeliebter, uns vergeßlicher Sohn und Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Bräutigam Fritz Rißmann im Ersatz- Reserve- Inf.- Neg. 206 im blühenden Alter von 23 Jahren. In tiefer Trauer Wilhelm Riẞmann und Frau als Eltern, Frida Faber als Braut. Wenn Liebe könnte Wunder tun Und Tränen Tote weden, Dann würde Dich, Du Guter, 352 Nicht fremde Erde decken. Am 11. Mai fiel durch Brustschuß mein innigftgeliebter Mann, feines Sohnes guter Vater, der Wehrmann 48A Georg Mentzel im blühenden Alter von 30 Jahren. In tiefstem Schmerz Frau Klara Mentzel und sein Sohn Alfred. Ruhe sanft, Du gutes Herz! Allen Verwandten und Befannten die traurige Nachricht, daß unser einziger Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Jäger Heinrich Pilaski Reserve Jäger- Bataillon Nr. 17, im Alter von 19 Jahren am 24. April beim Sturmangriff schwer verwundet und am 19. Mai im. Kriegslazarett verstorben ist. 1750b In tiefer Trauer Otto Pilaski und Frau. Familie Fahl. Berliner Ruderverein ,, Freiheit" Als Opfer des Weltkrieges fiel am 28. April unser lieber Sportsfollege, der Schriftseter Karl Kürwitz. Wir verlieren in ihm einen allzeit hilfsbereiten und treuen Freund, dessen Andenken mir dauernd in Ehren halten werden. 1753b Der Vorstand. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 28. April unser unver geßlich inniggeliebter Sohn und Bruder, der Musketier Paul Scheibe Infanterieregiment 158, im Alter von 21 Jahren. Die tiefbetrübten Eltern, Geschwister und Braut. Du santit dahin, wie die Rosen finfen, Wenn sie in voller Blüte stehn, Und heiße, bitt're Tränen fließen, Weil wir uns nicht mehr wiedersehn. Schlummere sanft, Du vielgeliebtes Herz, Du hast jest Frieden, wir den 17386 Schmetz. Deutschlands. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Otto Bars gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Montag, den 24. Mai( 2. Feiertag), nachmittags 2 Uhr, auf dem Elisabeth- Stirchhof, Prinzen- Allee, statt.. 169/4 Die Ortsverwaltung. V. Y. Dalles, Rixdorf 1907. Auf dem Felde der Ehre fiel am 2. Mai als zweiter unserer Musikfreunde Hans Ewler Musketier im 269. Res. Inf- Reg., 1. Komp. Durch seinen aufrichtigen Charafter war er uns immer ein lieber Freund, dessen Serlust mir schmerzlich bedauern. 718 Wir werden sein Andenken stets in bren halten. Der Vorstand. J. A.: Hans Volkmann. Am 20. Mai starb nach langem, schwerem Leiden mein unvergeß licher Mann und Vater, Bruder und Schwager, der Schuhmachermeister Otto Monek. In tiefitem Schmerz zeigen dies allen Verwandten, Freunden und Bekannten ant Ida Monek geb. Wrike, Oskar Monek als Sohn, zurzeit im Felbt. Die Beerdigung findet statt am 24. Mai nachmittags 3 Uhr auf dem Kirchhof der Sophien- Ges meinde, Freienwalder Straße.[ 692 Als Opfer des. Weltkrieges fiel am 1. Mai dureh Granatkopfe schuß mein innigst geliebter, herzensguter Mann, unser lieber Sohn, Bruder, Schwager, Neffe und Dnkel, der Landsturmmann Willi Weber Gefreiter im Ref.- Inf. Reg. 203, 1. Komp. im Alter von 40 Jahren. Dies zeigen tiefбbetrübt an Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lydia Weber geb. Peter als Gattin. Ludwig Weber nebst Frau als Eltern. Neukölln, Ziethenstr. 49. Wenn Liebe könnte Wunder tun Und Tränen Tote wecken, Dann würde Dich gewiß, mein Lieb, 719 Nicht fremde Erde decken. Am 5. Mai fiel unser lieber Kollege, der Seher Max Matthes Gefreiter d. St. im Ref.- Inf. Reg. Nr. 270. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. 1755b der Die Kollegen Deutschen Tageszeitung". Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metallarbeiter Karl Bethmann am 20. d. Mts. gestorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 24. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Fried hofes in Weißensee, Röldestraße, aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Den Kollegen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Selempner Robert Miltzow am 20. d. Mts. gestorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 25. d. Mts., nach mittags 3 Uhr, von der Leichen halle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 4 Rege Beteiligung wird erwartet. Den Kollegen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Former August Plath am 20. d. Mts. gestorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 25. d. Mts., nach mittags 4 Uhr, von der Leichen halle des Philippus Apostel- Kirchhofes, Müllerstraße, aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Ehre ihrem Andenken! 114/7 Die Ortsverwaltung. Dem Andenten unserer auf dem Kriegsschauplak 205/4 222/7 225/8 gefallenen Genoffen! Am 12. Mai starb infolge seiner Verwundung der Genoffe Franz Zoepernick Bezirk 102. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 2. Berl. Reichstagswahlkr. Am 20. April fiel der Dreher Paul Utecht Bezirk 442. Ferner fiel der Maurer Richard Marten Bezirk 438. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 5. Berl. Reichstagswahlkr. Am 9. Mai fiel der Schuhmacher Franz Blumowski Rykestr. 6, 3. Abt., Bez. 514. Am 18. November fiel der Steindruder Max Adrion Kopenhagener Str. 25, 7. A5t., Bez. 584. Am 20. März fiel der Dreher Karl Bartsch Ramlerstr. 35, 8. Abt., Bez. 591. Im Felde fiel der Former Alfred Barkholz Wiesenstr. 46, 17. Abt., Bez. 802. Am 25. März fiel durch Kopfschuß der Stereotypeur Emil Brietzke Stolpischestr. 15, 6. Abt., Bez. 562. Im Felde fiel der Gastwirt Robert Kläke Dstender Str. 5, 21. Abt., Bez. 765. Am 16. Mai fiel der Dreher Wilhelm Duwe Spanheimstr. 12, 8. Abt., Bez. 809. Am 3. Mai fiel der Gürtler Otto Damm Jülicher Str. 1, 8. Abt., Bez. 809. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstagswahlkr. Im Felde fiel der Zimmerer 250/16 237/6 Otto Goll Kaiser- Friedrich- Str. 26. Sozialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Am 24. April verstarb im Lazarett der Korbmacher Richard Bönisch Heidelberger Str. 35, Bez. 8. Am 9. Mai verstarb im Lazarett der Schuhmacher Emil Veit Donaustr. 39, Bez. 7. Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. Am 2. Mai fiel unser Genosse Paul Krausnick im Alter von 25 Jahren. 18/4 Im Vereinslazarett verstarb am 13. Mat unser Genosse, der Tischler Reinhold Löbel Sozialdemokr. Wahlverein Niederbarnim. Bez. Weissensee. Am 9. Mai fiel unser treues, braves Mitglied und Gemeindevertreter, der Zimmermann Reinhold Beuhtke im Alter von 43 Jahren. 194/17 Sozialdemokr. Wahlverein Zernsdorf. Bez. Kablow. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 22. Abt. Bez. 779. Am Donnerstag, den 20. Mai, verstarb unser Genosse, Schankwirt August Plath Müllerstr. 90a. Sozialdemokrat. Kreiswahlverein Niederbarnim. Bezirk Weißensee. Den Mitgliedern zur Nachricht, der daß unser Genoffe am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstag, den 25. Mai, nachmittags 4 Uhr, von der Leichen: halle des städtischen Friedhofes in der Müllerstraße, Ede Seestraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 225/7 Der Vorstand. Karl Bethmann 18/5 Stronprinzenstr. 12 plöblich an Herzschlag verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 24. Mai( 2. Feiertag), nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Gemeinde- Friedhofes, Röldestraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Bezirksleitung. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltung Nowawes- Potsdam. Dem Andenken unserer im Kriege gefallenen Kollegen: Friedrich Dames, Metallarbeiter Johann Gehrke, Nadler Willi Goetsch, Schloffer Richard Günther, Schloffer Otto Rarisch, Justrumentenschleifer Karl Schützdeller, former Ehre ihrem Andenken! Verband der Maler, Lackierer, Anstreicher Bureau: Melchiorstraße 28, part. usw. Fernsprecher Ami Mpl. Nr. 4787. Filiale Berlin. Arbeitsnachweis: Gormannstraße 13 Fernsprecher: Amt Norden 3791-97 136/6 Auf den Schlachtfeldern find folgende Kollegen gefallen: am 9. Mai der Maler Karl Kurek( Bezirk Charlottenburg) am 10. Mai ber Maler Karl Schnelle( Bezirk Südwest) am 29. März der Maler Adolf Glade( Bezirk Bankow). Fern von seinen Lieben, als Opfer des Weltkrieges, fiel bei einem Sturmangriff am 30. April unser unvergeßlicher, herzensguter Sohn und Bruder Willi Wittsack Füsilier im Res.- Inf.- Reg. 261 im blühenden Alter von 22 Jahren. Die tiefbetrübten Eltern Albert Wittsack und Frau, Geschwister n. Braut Hel. Krumme. Wir trauern, flagen. Ach, es ist bergebens. Nichts bringt Dich Guter, Braver mehr zurüd, Du warst die Hoffnung und die Freude unsres Lebens, Im weiten, fremden Land vollzog sich Dein Geschic. Dem ewig Gram, der diesen Krieg herausbeschworen, Der Dich nun trennt so früh von all den Deinen; Nur wer Dich kannte, weiß was wir verloren, Und weiß, warum wir weinenweinen. 17596 Am 2. Mai fiel fern von seinen Lieben als Dpfer des Weltkrieges bei einem Sturmangriff unser lieber, unvergeßlicher Sohn, einziger Bruder und Bräutigam Hans Ewler im Ref.- Inf. Reg. Nr. 269, im 22. Lebensjahre. 71A Die trauernden Hinterbliebenen. Peter Ewler und Frau. Martin Ewler als Bruder. Else Franke als Braut. Wenn Liebe tönnte under tun Und Tränen Tote meden, Dann würde Dich, Du guter Sohn, Nicht fremde Erde decken. Ihm die Rube Uns der Schmerz. Zentral- Kranken- u. Sterhekasse der deutschen Wagenbauer. Filiale 18. Jm Felde gefallen sind folgende Mitglieder: Franz Schlegel Tischler. Hermann Beyer Tischler. Max Bartelt Arbeiter. Ernst Demant Schlosser. Ehre ihrem Andenken! 257/7 Der Vorstand. Zentralverband der Glasarbeiter und-Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Am 21. Mai verstarb unser Kollege August Schmidt. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 24. Mai, nachmittags 2 Uhr, von der Zeichenhalle des Thomas Kirchhofes, Hermannstraße, aus statt. S Um rege Beteiligung ersucht 72/3 Die Ortsverwaltung. Verband d.Gemeinde- u. Staatsarh. Filiale Groß- Berlin. Den Mitgliedern geben wir hiermit Nachricht vom Tode des Kollegen Ernst Nauen von der Sektion Badeanstalten. Ehre seinem Andenken! Beerdigung am Dienstag, den 25. Mai, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des EmmausKirchhofes, Neukölln, Hermannstraße, aus. Um rege Beteiligung bei der Bestattung des Kollegen ersucht 34/5 Die Ortsverwaltung. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Verband der Gemeinde- u. Staatsarbeiter Filiale Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß folgende Kollegen auf dem Schlachtfelde gefallen find: 34/6 Franz Lappann, Städtische Gasanstalt, Tegel. Wilhelm Tietz, Röhrensystem. Willi Schneidewind, 29. Revier- Juspektion. Gustav Kramm, Gasaustalt, Danziger Straße. Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren. Die Ortsverwaltung. Zentralverband der Zimmerer Deutschlands Zahlstelle Berlin und Umgegend. Den Berufsgenossen zur Nachricht, daß folgende Mitglieder im Felde gefallen sind: Franz Pawelk, Bezirk 10. Franz Leistikow, Bezirt 25, Otto Doll, Bezirk 28. 254/4 Ehre ihrem Andenken! Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband Im Felde sind folgende Kollegen gefallen: Richard Bönisch, Sorbmacher, 29 Jahr alt. Hermann Malissa, Tischler, 43 Jahr alt. Otto Vägler, Tischler, 35 Jahre alt. 83/8 Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutsch.Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Es starben folgende Mitglieder im Felde: Hans Wagner, Schloffer geb. 25. 3. 1881 in Berlin. Max Schauerhammer, Metalldreh. geb. 14. 11. 1886 in Schleiz. Franz Rosseck, Dreher geb. 19. 12. 1891 in Berlin. Willi Hoborn, Dreher geb. 25. 3. 1892 in Niederschöneweide. Paul Oehlke, Metallarbeiter geb. 16. 8. 1890 in Berlin. Karl Kreher, Schloffer geb. 2. 1. 1886 in Buskau. Paul Rehr, Büchseumacher geb. 9. 9. 1883 in Berlin. Otto Oehmke, Maschinenbauer geb. 7. 6. 1894 in Lichtenberg. Adolf Rönnspieẞ, Rerumacher geb. 14. 2. 1891 in Halle. Wilh. Trampnau, Klempner geb. 31. 10. 1875 in Kummersdorf. Adolf Nüßler, Schloffer geb. 10. 6. 1886 in Verkehrt. Richard Terl, Dreher geb. 16. 2. 1886 in Halle. Kurt Hantke, Metallarbeiter geb. 24. 12. 1893 in Berlin. Paul von Barg, Metallarbeiter 115/6 geb. 25. 6. 1887 m Berlin. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Als Opfer des Weltkrieges starb am 6. Mai an seiner schweren Verwundung im Lazarett mein von Herzen inniggeliebter Mann, unser lieber guter Vater Otto Vägler. Dies zeigt im tiefsten Schmerz an Frau Elisabeth Vägler 69A und Kinder. Ruhe sanft, Du gutes Herz, Du hast den Frieden und wir den Schmerz. Fern von der Heimat und von seinen Lieben starb am 12. Mai den Heldentod fürs Baterland mein geliebter Mann, der fürs Bater sorgende seines Söhnchens, unser unvergeßlicher Sohn, der Gefreite der Reserve Richard Haese im blühenden Alter von 25 Jahren. Jm tiefsten Schmerze Frau Meta Haese geb. Ewert und Sohn, Familie Karl Haese, als Eltern, Buttmannstr. 18. In der Blüte der Jugend, In der Fülle der Kraft, Hat des Feindes Kugel Dich hingerafft. Nun bist du gefront Nach blutigem Streit, Mit der Krone des Lebens. In Ewigkeit. 692 Ihm der Friede, uns der Schmerz. Als Opfer des Weltkrieges starb infolge Kopfschusses am 26. April 1915 mein inniggeliebter, unver geßlicher Bräutigam und Bater meines Kindes, der Musketier Adolf Lauterbach 17495 Inf. Reg. Nr. 50. Dies zeigt tiefbetrübt an Elise Deetz nebit Töchterchen Gertrud. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachs richt, daß unser. Kollege, der Tischler Karl Hartwig ( Oppelner Str. 42) im Alter von 47 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Diens tag, den 25. Mai, nachmittags 22 Uhr, von der alle des Zentral- Friedhofes in Friedrichs. jelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 83/9 Die Ortsverwaltung. Gesangverein„ Freie Sänger" Zernsdorf. ( M. d. D. A.-S.-B.) Als Opfer des Weltkrieges fiel am 9. Mai unser treuer Sangesbruder, der Zimmermann Reinhold Beuhtke im Alter von 43 Jahren. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. 58/19 Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes und Baters sagen dem Verband der Kupferichmiede somie allen Freunden und Bekannten unieren innigsten Dant. 5901 Witwe M. Schöne nebst Söhnen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes und Vaters Karl Hopp sage ich hierdurch allen Beteiligten meinen aufrichtigsten Dank. Lichtenberg, Crossener Str. 17. 48A Jda Hopp. Danksagung. Für die so herzliche Teilnahme bei der Bestattung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, sprechen wir allen unseren innigsten Dant aus. Frau Agnes Krasuski und Kinder. Danksagung. 53A Für die herzliche Teilnahme bei meines dem Heimgange lieben Mannes sage allen Freunden und Bekannten meinen innigsten Dank. Helene Hennig geb. Beilde. Danksagung. 1747b Für die zahlreiche Teilnahme und für die Stranzspenden, besonders für die erhebenden Worte des Herrn Walded Manasse bei der Beerdigung meines Mannes, des Gewertschaftsbertreters Ludwig Maus 839 spreche hiermit meinen herzlichsten Dant aus. Wwe. Mathilde Maus, Brunnenstr. 3. Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 141. 32. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Verluſtlisten. Sonntag, 23. Mai 1915. Hilfsbereit nur um der Sache willen. genug. Dafür steht aber auch alles was grün ist, im schönsten allgemein auf das Doppelte der bisherigen Säße ein.-Gedeihen. Der Wiesenflor ist jetzt, vor der Grasernte, am Bom gleichen Termin ab werden für die oben genannten Bahnhöfe schönsten. Aber Bald ist ein Blumenstrauß zusammen. die Lagergelder bei Einlagerung in bedeckten Räumen von 10 auf sammle niemand Blumen, um sie nachher fortzuwerfen und 20 f. für 100 Kilogramm und angefangene 24 Stunden erhöht. Die Verlustliste Nr. 230 der preußischen Armee enthält anderen Wanderern einen traurigen Anblick zu verschaffen. Verluste folgender Truppen: Zu Pfingsten pflegt jedermann irgendeinen seiner Lieblings1., 2., 3., 4. und 5. Garde- Reg. zu Fuß; 1. und 2. Garde- Ref.- ausflüge zu machen. Wer Laubwald sehen und dabei seine Beine nicht Gegen die Veranstaltung von geräuschvollen Festen, die oft mehr Reg.; Garde- Gren.- Reg. Alexander, Franz und Elisabeth; Garde- gerade schonen will, dem sei folgender Ausflug empfohlen. der Befriedigung der Eitelkeit als der Hilfsbereitschaft dienen, wendet Füs.- Reg.; Garde- Schüßen- Bat.; Lehr- Inf.- Reg.; Gren.- bzw. Inf. Man fährt vom Stettiner Hauptbahnhof mit einem der sich erneut ein im Inseratenteil des heutigen„ Vorwärts" befindlicher bezi. Füs.- Reg. Nr. 1, 4, 5, 8, 9, 10, 11, 13, 15, 16, 17, 22, 23, 33, zwischen 8 und 9 Uhr vormittags( oder noch früher) Aufruf, der von der Zentrale für private Fürsorge veranlaßt und 39, 40, 43, 44, 45, 48, 49, 51, 56, 57, 59, 61, 63, 66, 67, 70, 72, 73, in der Richtung nach Eberswalde verkehrenden Personen- von vielen im öffentlichen Leben stehenden Persönlichkeiten u. a. 75, 76, 79, 80, 81, 83, 85, 86, 87, 89, 91, 93, 95, 96, 97, 98, 99, 111, 114, 118, 129, 132, 135, 137, 138, 141, 144, 146, 147, 149, 152, 159, züge( die auch 4. Klasse führen) nach Rüdniß, einem auch vom Minister des Innern unterzeichnet ist. 163, 164, 165, 166, 167, 169, 170, 171, 172, 173, 174; Ref.- Inf.- Reg. Haltepunkt hinter Bernau, der erst wenige Jahre im Die im Aufruf gemachten Darlegungen wiederholen, was auch Mr. 3, 6, 7, 8, 10, 12, 19, 29, 34, 36, 48, 49, 52, 60, 61, 64, 65, 66, Betriebe ist. Von hier durchs Dorf und dann( mit von uns oft gesagt wurde: Wer helfen will und kann, tue es um 69, 71, 72, 75, 80, 81, 82, 84, 86, 91, 98, 99, 110, 118, 130, 202, 204, Hilfe der Karte) in nördlicher Richtung auf Waldwegen der Sache willen, nicht aber aus egoistischen Gründen, aus Ver205, 209, 210, 211, 214, 216, 219, 221, 224, 228, 236, 239, 251, 252, zur Langerönner Mühle. Von hier durch Wald und Wiese gnügungssucht oder damit er überall gesehen wird. 254, 256; Ers.- Inf.- Reg. Gropp, v. Reinhard und Runge; Landw. zum Hellsee und an dessen schönen Ufern( bei der roten Brücke Inf.- Reg. Nr. 5, 10, 17, 18, 24, 26, 28, 32, 46, 51, 61, 66, 73, 76, ans andere Ufer!) am Wasser unter Laubbäumen entlang Nachwahl für die dritte Abteilung des 2. Kommunal77, 78, 81, 85, 116, 118; Landw.- Ers.- Inf.- Reg. Nr. 1 sowie Reg. Nr. 4 und 9 der Landw.- Div. v. Menges; Besatzungs- Reg. Nr. 1 nach Lanke. Von Lanke westlich weiter, am Obersee entlang Wahlbezirks. und 2 Posen der Besatzungs- Brig. Doussin, Nr. 7 Posen der Be- nach Uetzdorf und von hier am Südufer des Liepnitzsees fazungs- Brig. Hoffmann, Nr. 8 Posen der Besatzungs- Brig. Rüdi- weiter auf einem Wege, dessen Schönheiten zu loben längst ist die Nachwahl für den 2. Kommunal- Wahlbezirk auf Sonntag, den Nach der Bestätigung des Genossen Sassenbach zum Stadtrat ger; Ueberplanmäßiges Landw.- Inf.- Bat. Nr. 2 des 4. Armeekorps; überflüssig geworden ist. Am Westende des Sees ein Brig.- Ers.- Bat. 1. Nr. 5, Nr. 8, 23, 39; Landw.- Brig.- Ers.- Bat. vielbesuchtes Wirtshaus bei der Försterei, 30. Mai, angesetzt; die Wahlzeit ist zwischen 10 Uhr vormittags und wo man Nr. 26, 27, 29; Landst.- Inf.- Bat.: III Allenstein, Anklam, 1. Brom- sich ausruhen kann, wenn man das 6 Uhr abends. Wir ersuchen schon jetzt die für diese Wahl in Be nicht schon berg, II Güstrin, I Deutsch- Eylau, Deutsch- Arone, II Dortmund, vorher besorgt hat. Dann ist's nicht mehr weit nach tracht kommenden Genossen, sich für diesen Sonntag frei zu halten, Eisenach, Frankfurt a. M., I Frankfurt a. O., 1. Freiburg i. Baden, außerdem aber sich an der am nächsten Freitag stattfindenden FlugWandlik, von man die Rückfahrt antritt. Hier I Görlitz, I Justerburg, I Karlsruhe, Kattowitz, Landsberg a. W., sind die Züge allerdings spärlich. Wer das abendliche Ge- blattverbreitung rege zu beteiligen. Nähere Mitteilungen erfolgen Marienburg, I Rawitsch, Sangerhausen. 4. Trier; Landst.- Inf.Ers.- Bat. Nr. 10 des 4. Armeekorps und Nr. 1 des 18. Armeekorps; dränge vermeiden will, fährt früh nach Rüdnik und kehrt mit rechtzeitig. Jäger- Bat. Nr. 2, 5; Feld- Maschinengewehr- 3ug Nr. 64; Festungs- dem Nachmittagszuge( nicht erst in der achten Abendstunde) Maschinengewehr- Abt. Nr. 1 und 5. von Wandlig heim. Kürassiere Nr. 2, 6; Dragoner Nr. 1, 19; Husaren Nr. 4, 15; Ref.- Husaren Nr. 3, 7; Jäger zu Pferde Nr. 1; Landw.- Reg. der 1. Landw.- Div.; 3. Landw.- Eskadron des 20. Armeekorps. 1., 5. und 6. Garde- Feldart.- Reg.; Feldart.- Reg. Nr. 4, 5, 14, 15, 22, 24, 30, 33, 42, 55, 56, 66, 79, 80, 225, 233; Res.- Feldart.- Reg. Nr. 3, 5, 44, 51. 1. Garde- Fußart.- Reg.; Fußart.- Reg. Nr. 4, 6, 7, 9, 14; Res.Fußart.- Reg. Nr. 3, 4, 11, 14, 16; Landw.- Fußart.- Reg. Nr. 11; Fußart.- Bat. Nr. 38; Res. Fußart.- Bat. Nr. 27; LandsturmFußart.- Bat. des 14. Armeekorps; Mörser- Batterie Nr. 201 des 27. Reservekorps. Pionier- Reg. Nr. 18, 19, 24, 25, 29, 31; Pionier- Bat.: I. Nr. 1, I. Nr. 3, II. Nr. 4, II. Nr. 7, I. Nr. 16, I. Nr. 17, I. Nr. 26, II. Nr. 27; Pionier- Ers.- Bat. Nr. 1, 3, 17, 26; Ref.- Pionier- Komp. Nr. 44, 46, 87; 2. Landw.- Pion.- Komp. des 7. und 2. des 18. Armeeforps; Scheinwerferzug des 7. Armeekorps. Eisenbahn- Baukomp. Nr. 21; Eisenbahn- Betriebskomp. Nr. 24; Feldluftschiffertruppe; Feldfliegertruppe. Art.- Munitionsfolonne Nr. 5 des Garde- Res.- Korps. wo Pfingsten ist's. Denkt an die Lieben draußen, denkt aber auch an Euch und genießt, was die prangende Natur Euch bietet. Es soll und darf nicht ausgeschlagen werden! Gehupft wie gesprungen. Von einem bekannten Gelehrten" wird dem„ Berl. Tagebl." geschrieben:„ Die schönen Worte des Abgeordneten Schiffer, daß Hochmut und Kastengeist angesichts der so großartig sich offenbarenden Einmütigkeit des ganzen Volkes schwinden müßten, werden gewiß bei einer überwältigenden Mehrheit die freudige Zustimmung finden, die das„ Berl. Tageblatt" ihnen prophezeit. Es wäre sogar wünschenswert, wenn man jetzt schon anfangen wollte, sich in diesem Sinne zu betätigen. Ermäßigung der Standgelder. Die Handelskammer zu Berlin weist die beteiligten Verkehrskreise darauf hin, daß infolge der gebesserten Verkehrsverhältnisse im Berliner Bezirk die seit dem 15. April eingeführte allgemeine Standgelderhöhung vom 25. Mai ab wieder aufgehoben ist. Die Erhöhung der Standgelder für gedeckte Wagen mit Kartoffeln und Obst und für Rungenwagen mit Heu und Stroh bleibt jedoch in dem früheren Umfange bestehen, um zu verhindern, daß diese Wagen, für die ein großer Bedarf immer noch besteht, als Lager- und Verkaufsräume seitens der Parteien benuzt werden. Beim Spielen tödlich verunglückt. Ertrunken ist Freitagnachmittag der 6 Jahre alte Sohn Heinz des im Felde stehenden Malers Egermann aus der Warschauer Str. 21. Die Mutter des Knaben erkrankte kürzlich an Scharlach und Diphtheritis und mußte nach dem Krankenhaus am Urban gebracht werden, Wer aus dem demokratischeren Süddeutschland nach Berlin da sie sich zu Hause keine Pflegerin halten konnte. Hausgenossinnen, fommt, empfindet es als ein unerfreuliches Kennzeichen des Kasten- die sich ihrer beiden Kinder von 6 und 2 Jahren auch bisher schon geistes, daß am Eingang so vieler Treppenhäuser noch sich die Auf- angenommen hatten, behielten die Kleinen weiter bei sich. Mit ErSan.- Komp. Nr. 1 der 3. Garde- Inf.- Div., Nr. 1 des 14. und erinnere mich, daß schon vor vielen Jahren der alte Bebel jich enaben fort, um Krieg zu spielen. Hierbei stiegen die Knaben auch schrift befindet:„ Eingang nur für Herzschaften". Ich laubnis der Frau, bei der Heinz weilte, ging dieser mit gleichaltrigen Nr. 3 des 20. Armeekorps sowie Nr. 115 der 115. Inf.- Div. einmal im Reichstag mit bitteren Worten über solche Aufschriften Armierungs- Bataillone. geäußert hat. Es würde doch ganz dieselben Dienste tun, wenn über das Schutzgitter auf den Rasen der Uferböschung am Oberman, wie dies anderwärts der Fall ist, durch eine Aufschrift am baum. Der kleine Egermann lief, um sich der Gefangennahme zu Haupteingang darauf hinwiese, wo der Eingang für die entziehen, bis dicht an den Rand des Ufers, glitt dort aus und fiel Lieferanten sich befindet. Das wäre wenigstens ein kleiner ins Wasser. Statt um Hilfe zu rufen, ergriffen seine Spielfameraden Anfang der Rücksichtnahme auf die berechtigten Empfindungen der die Flucht und liefen davon. Die Pflegemutter des Kleinen erfuhr erst später, was ihm zugestoßen war. Sie benachrichtigte die In der Tat: ein sehr kleiner Anfang. Polizei, die später das Wasser absuchen ließ, die Leiche des Ertrunkenen aber bis jetzt noch nicht finden konnte. Die bayerische Verlustliste Nr. 184 bringt Verluste des 10. und 15. Inf.- Reg.; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 1, 2, 5, 7, 10, 11, 12. Der Schluß der sächsischen Verlustliste Nr. 149, deren Inhalt bereits gestern mitgeteilt wurde, wird veröffentlicht. Die württembergische Verlustliste Nr. 184 enthält Verluste des Res.- Inf.- Reg. Nr. 121; Füsilier- Reg. Nr. 122; Juf. Reg. Nr. 124; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 124; Inf. Reg. Nr. 125; Landw.Inf. Reg. Nr. 125; Jnf.- Reg. Nr. 127; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 246; Verzeichnis Nr. 1 der aus Frankreich zurückgekehrten AustauschVerwundeten. Die württembergische Verlustliste Nr. 185 enthält Berluste des Ulanen- Reg. Nr. 19 und der 2. Abt. des Res.- Feldart- Reg. Die Berluftliste Nr. 31 der Kaiserlichen Marine wird Nr. 29. veröffentlicht. Aus Groß- Berlin. Pfingsten. ärmeren Klassen." Die Brotkarte im Ausflugsverkehr. Tödlicher Unfall. Um den Ausflugsverfehr zu erleichtern, hat sich die GroßBerliner Mehlverteilungsstelle bereit erklärt, die in einigen Der Gemeindevertreter Stadelhoff aus Adlershof unternahm Ausflugsorten abgetrennten Brotkartenabschnitte zu berück- am Donnerstag per Nad einen Ausflug nach dem benachbarten sichtigen. Es sind dies folgende Orte: Köpenick, Schmöckwitz, Grünau. Als er unterwegs einem Wagen ausweichen wollte, wurde Grünau, Zeuthen, Königs- Wusterhausen, Stahnsdorf, Klein- dem Rade umgestoßen. Bewußtlos wurde er nach seiner Wohnung er von einem nachfolgenden Straßenbahnwagen angefahren und mit und die Drte Dranienburg, Heiligensee, Wandlig, Lanke, Am Freitag früh ist er an den Folgen dieses Unfalles gestorben. Glienicke, Eichwalde, Klein- Machnow, Grünau- Dahme- Forst übergeführt, wo die Aerzte eine schwere Gehirnerschütterung feststellten. Lehnik, Birkenwerder, Rüdersdorf," Woltersdorf, Friedrichshagen, Rahnsdorf, Werlsce mit Fangschleuse und Grünheide, Als Feldpostmarder wurde ein Aushelfer Walter N. aus der Erfner, Frohnau, Stolpe, Lübars- Waidmannslust, Kalfberge. Elbinger Straße festgenommen. Beobachtungen auf dem Amt in In diesen Orten also kann man auch auf die Groß- der Danziger Straße brachten ihn in Verdacht, und dieser bestätigte Berliner Brotfarten Brot erhalten. Wer aber in andere sich dann auch. Der Ungetreue machte Feldpostpakete und Bricke Bei seiner Festnahme durchOrte ausfliegt, versehe sich, wenn er unterwegs auf und beraubte sie ihres Inhalts. Brot verzehren will, hiermit zu Hause. suchte man seine Taschen und fand darin noch geöffnete Briefe und leere Umschläge, aus denen er Zigaretten und dergleichen heraus genommen hatte. Angesichts dieser Entdeckung legte der Ertappte ein Geständnis ab. Die staatliche Abnahmestelle für Liebesgaben. an. Kleine Nachrichten. An der Ecke der Rosen- und Kaiser- WilhelmDas Fest der Pfingstfreude ist da, aber die Pfingstfreude selbst ist mit Wehmut gemischt. Unser Blick fällt auf die unbesieglichen Pfingstzeichen, die sich in prangenden Baumfronen Am Anfang des Krieges schossen Sammelstellen für Liebesgaben Ein Einbrecher, der in der Mark sein Unwesen trieb, wird vont und farbigen Blüten wie alljährlich ans Licht gerungen haben, wie Pilze aus der Erde. Jede dieser Sammelstellen suchte zwar der Berliner Krimmalpolizei verfolgt. Bei einem Einbruch in das aber er fällt auch auf die Verwundeten, die mit ernſten nach besten Kräften die im Feld stehenden Truppen mit Liebes- Schloß Ihlow bei Schulzendorf( Oberbarnim) erbeutete er ein WertMienen Luft schöpfen, er fällt auf manches Trauergewand und gaben zu versorgen, indessen eine reguläre Verteilung dieser Gaben papier über 1000 M. und 500 alte Silbermünzen. Das Wertpapier auf manches vergrämte Gesicht. Die Physiologen kennen ein fehlte völlig. Kein Wunder, daß so mancherlei Klagen laut wurden. ist eine Reichsschazanleihe Nr. 603 039 mit Zinsschein, die Münzen Gesez, das sich auf die Abstumpfung der Schmerzempfindung Dort wurden unsere tapferen Feldgrauen mit Liebesgaben schier sind 2- Groschenstücke aus dem Jahre 1750-1754 mit der Aufschrift taum hier kam eine Bigarre Bald Fridericus Borussorum Rex. Auf die Ergreifung des Einbrechers gegen ständig wiederholte Reize bezicht. Das ist eine wohl überschüttet hier wurde tätige Erscheinung, denn sonst könnte selbst ein ganzes Volk nicht ichafft. Etaatliche Abnahmestellen, die in regelmäßiger, fortlaufen- Belohnung ausgesetzt worden. in dieses Durcheinander systematisch Ordnung und auf die Wiederbeschaffung der gestohlenen Wertsachen ist eine ge= die Furchtbarkeiten eines Krieges bald ein Jahr hindurch ertragen. der Folge unsere Front mit Liebesgaben versorgen sollten, ents Diese Abstumpfung ist nicht mit Gleichgiltigkeit zu verwechseln; standen und bewährten sich glänzend. In unermüdlicher Tätigkeit, Straße sprang ein Fräulein Ella Radautt von einem Straßenbahnes ist nur eine Milderung der geistigen Schmerzempfindung, die in ständiger Fühlung mit der Heeresverwaltung leisten heute die wagen der Linie 47 während der Fahrt ab. Die R. tam zu Fall Unvermeidliches leichter ertragen läßt. So bleibt die Wider- Organisationen, die immer und immer wieder von ihrem festen und erlitt einen Bruch des rechten Mittelfußknochens. Die Verstandskraft des Volkes ungebrochen, die uns weiter tragen soll Standort aus den Etappenbestand auffüllen, mustergültiges. Die unglückte erhielt auf der nächsten Unfallstation einen Notverband bis zum guten Ende. Von ungezählten Braven hat die Erde staatliche Abnahmestelle in Berlin befindet sich NW, Sarl str. 12. und fand dann im Krankenhause Friedrichshain Aufnahme. in Ost und West das Blut getrunken; aber für die Lebenden Der Riesenraum eines Ererzierschuppens wurde der Organisation Freitagnachmittag gegen 3 Uhr wollte an der Geke der Greifswalder hat sie unbeirrt ihren grünen Schmuck hervorgezaubert, die für ihre Zwede zur Verfügung gestellt. Leider hat in letzter Zeit und Rastenburger Straße ein Herr Beschke kurz vor einem heranAecker sprießen und die Maiglöckchen dusten im unschuldigen die Flut der Liebesgaben für die Truppen erheblich nachgelassen. nahenden Straßenbahnwagen das Gleis überschreiten. Er wurde Hoch, bis unter die Decke hinauf türmten sich zur Weihnachts- umgestoßen und trug mehrere Rippenbrüche sowie schwere innere Weiß. Als Kinder der Erde dürfen auch wir nicht ständig zeit Kisten und Säcke. Dieser Hochflut gegenüber, die damals kaum Verlegungen davon. In besinnungslosem Zustande wurde der Verden Blick nach rückwärts richten. Der Pflicht der Dankbarkeit zu bewältigen war, ist eine nicht eben liebsam zu vermerkende Ebbe unglückte nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. und des stillen Gedenkens für die Opfer gesellt sich die andere, eingetreten. Dabei spannte sich das Liebesgabennetz in der Zwischenden Blick nach vorwärts in die Zukunft zu richten. Darum geit noch weiter größer und größer wird leider durch die ErStraßensperrungen. Das königliche Polizeipräsidium teilt mit: auch in diesen Pfingsttagen hinaus ins Freie und der Mutter weiterung des Krieges das Feld, das zu versorgen ist. Die staat- Der westliche Fahrdamm der Putligstraße von der Birkenstraße bis Natur ins Antlig geschaut! liche Abgabestelle betont daher: Nur wenn jeder, nach seiner Straft, Quißowstraße wird wegen Pflasterungsarbeiten von 25. d. M. ab Von hohen Wipfeln lockt der Pfingstvogel. Der helle die kleinste Gabe ist willkommen, in fortlaufender" tätiger Hilfe bis auf weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Flötenruf weckt überall die Antwort seiner männlichen Ge- das uns mit denen dort draußen, die uns mit einem eisenstarrenden, unsere staatliche Sammelstelle unterstüßt, können wir das Band, nossen im Revier, so daß sie in kurzen Abständen aus allen undurchbrechbaren Wall umgeben, verbindet, verstärken und erhalten. Ecken des Waldes echoartig widerhallt. In abgezählten, tief- Die Quelle darf nicht versiegen! Erwünschte Gaben sind: Bigarren, stimmigen Lauten ruft der Kuckuck seinen Baß dazu. Diese viel Zigarren, Zigaretten, Tabat, Rauchutensilien, Bier, Rotwein, beiden Pfingstvögel verstehen es, sich in Szene zu setzen, Fleisch, Fisch- und Obst- Konserven, Seife. Lichte, elektrische Lampen denn sie lassen sich nicht oder sehr selten einmal sehen, kon- und Erfaßteile, Hemden, Hosenträger, Strümpfe, Hand- und Taschengertieren gewissermaßen mit berdecktem Drchester" und er- tücher, Nähzeug, Briefpapier, Messer, Schreibutensilien n. a. m. Nach regen dadurch die Neugier der Waldgänger, die sich nach allen Pfingsten geht ein großer Transport zu unseren siegreich vor Seiten den Hals verdrehen, um vielleicht doch einen der Stunde und schickt Liebesgaben an die Staatliche Abnahmestelle", Schafft ihnen eine frohe dringendeu Truppen nach Galizien ab. Sänger zu Gesicht zu bekommen. Berlin NW, Karlstr. 12. Erhöhung der bahnamtlichen Rollgebühren und Lagergelder. Arbeiter Bildungsschule. Heute finden keine VorVerständnis von Kunstwerken" wird am Sonntag, den 30. Mai, träge statt. Der lezte Vortrag des Zyklus„ Anleitung zum gehalten. Im Zoologischen Garten ist ein junger Hamadryas oder Mantelpavian geboren worden, der die ungewöhnlich lange Reihe von Zuchterfolgen und Familienbildern in dem vom Bublifum vielumlagerten alten Affenhause um ein besonders interessantes Glied vermehrt hat. das stattliche Familienhaupt Haniadryas in dem filbergrauen HaarDas Familienleben ist dort allerdings mehr orientalischer Art, denn mantel, der ihm den deutschen Namen gab, erfreut sich des Besizzes zweier Ehefrauen, von denen aber die kinderlose auch echt orientalisch bei ihm gar keine Rolle spielt. Sein ganzes Interesse fonzentriert sich auf die Mutter mit dem Kinde, wobei er eine geradezu rührende und zärtliche Besorgtheit für beide entfaltet. -Der Mai ist den Landwirten nicht feucht genug gewesen; er muß naß sein, wenn er ihnen Freude machen soll, und er wird das hoffentlich zum Segen der Getreide- und Kartoffelfelder noch nachholen. Wer in den Feiertagen daher etwa ein paar Tropfen abbekommen sollte( das Wetter- einer der Handelskammer zu Berlin zugegangenen Mitteilung der Jufolge der außergewöhnlichen Verkehrsverhältnisse tritt nach programm ist noch nicht festgelegt), der mache kein Eisenbahndirektion vom 25. d. M. ab im Bereich der Berliner Innen- Privatdozent Dr. Spethmann:„ Bosporus und Dardanellen" wird faures, sondern ein fröhlich Gesicht dazu! Trotz der ge- bahnhöfe( Anhalter, Potsdamer, Hamburg- Lehrter, Stettiner, am Mittwoch, den 26. Mai, abends 8 Uhr, im großen Hörsaale des ringen Regenfälle ist der Boden aber noch immer recht feucht Görlitzer, Ost- und Schlesischer Bahnhof) bei zwangsweiser Bu- Institutes wiederholt. Mit dem großen Fernrohr werden Mond und und die Gräben in den Wäldern noch naß und mückenreich führung der Stücgüter eine Erhöhung der Rollgebühren Saturn den Besuchern gezeigt. Treptow Sternwarte. Der Lichtbildervortrag von von Herrn Aus den Gemeinden. zuführen, foll ebentuell bas Kartoffelverkauf in Nowawes. Enteignungsverfahren gegen Straffammer brachte der Angeflagte wiederholt sein tiefes Bes Dent Eigentümer W. Schmidt eingeleitet werden. Mit dauern über jenen Borfall zum Ausdruck. Er habe an jenem Tage dem Bau der Leichenhalle soll in nächster Zeit begonnen werden. mit Bekannten einen Hindenburgsteg gefeiert und etwa fünf Liter Aus der Neuköllner Magistratsfizung. Die Gemeinde hat wiederum Kartoffeln angetauft und stellt diese Bier zu sich genommen. Seit dieser Zeit fomme nie wieder ein Der Beschluß der Schuldeputation, nach welchem die hiesige von Mittwoch bis Freitag mit 4,50 M. pro Zentner zum Verkauf. Tropfen Alkohol über seine Lippen, und er sei auch einem Tem Schulzahnklinik auch den Schulkindern der Gemeinde Briz unter Es wird nicht unter 1 Zentner und nicht über 3 Zentner abgegeben. verenzverein beigetreten. Da er schon einmal am Bahnhof 300 bestimmten Bedingungen zugänglich gemacht werden soll, wird vor- Der Verkauf findet in der Bergscheune an der Berliner Straße stat. logischer Garten zwei als Krankenschwestern verkleidete russische läufig bis zum 1. April 1916 genehmigt. Nachdem Kenntnis Als Ausweis gilt die Brotkarte. Spione habe festnehmen lassen, so sei er, da die beiden Herren von dem Beschluß der Hochbaudeputation über die Jnangriffnahme für einen Chinesen viel zu fleiner Statur gewesen seien, auf den des Baues der Sparkasse und das Ergebnis der Ausschreibung Gedanken gekommen, es handele sich um japanische Spione. Hiergegeben worden ist, beschließt der Magistrat nach eingehender Die Gemeinde hat jetzt noch weitere Abschlüsse auf Lieferung über sei er jo in Erregung geraten, daß er durch die hinzukommende Erörterung, der Ausführung zuzustimmen, doch soll die endgültige von Speisekartoffeln gemacht, die sie gleichfalls zum Selbstkostenpreise Alkoholwirkung überhaupt nicht mehr gewußt habe, was er tuc. Inangriffnahme der eigentlichen Bauarbeiten von der Zustimmung an die Einwohner in Mengen von 1-5 gentner abgeben wird. Auf Befragen des Verteidigers Rechtsanwalts Jaffa erklärten die der Stadtverordnetenversammlung abhängig gemacht werden. Im Bestellungen werden im Zimmer 6 des Rathauses in der Zeit von beiden vorzüglich deutsch sprechenden chinesischen Zeugen, daß der die Arbeiten indes nicht zu verzögern, sollen die Erdarbeiten sofort 10% bis 12 Uhr entgegengenommen. Angeklagte verschiedentlich Versuche gemacht habe, die Sache nachh bergeben werden. Dem Abschluß eines Vertrages mit der ZentralStaatsanwalt Dr. Eri erfolgter Entschuldigung beizulegen. kommission der Krankenkassen Berlins und der Vororte für die Benutzung vom Verband Märkischer Arbeitsnachweise in den von der Gemeinde selbst wenn diese irrtümlich für einde gehalten werden, mit Der öffentliche Arbeitsnachweis in Nowawes, der Ende 1913 betonte, daß an sich derartige Ausschreitungen gegen Ausländer, des Stadtbades stimmt der Magistrat zu. Der Magistrat erkennt Solches grundjäglich an, daß die von den städtischen Körperschaften be- straße 56 eingerichtet und im April d. J. nach dem Rathause ver- Straßenheldentum werde der Deutsche stets gern seinen einder unentgeltlich zur Verfügung gestellten Räumen des Hauses Linden- aller Schärfe des Gesezes geahndet merden müßten. ſchloſſene Teuerungszulage bei Erfüllung der aufgestellten Bedingung legt wurde, soll nach Mitteilung des Bürgermeisters in der letzten und solchen, die es werden wollen, überlassen; der Deutsche habe auch den hiesigen Lehrkräften zusteht. Es wurde mitgeteilt, daß die Schweineschlachtung im städtischen Krankenhause im Rechnungs- Gemeindevertretersizung nach Beendigung des Strieges in Gemeindejahre 1914 einen Ertrag von 10 941 m. gehabt hat. Der Magistrat regie übergehen. Dieser Plan wurde bereits im vorigen Jahre ins erklärt sich damit einverstanden, daß der Antrag über anderweite uge gefaßt, die durch den Krieg geänderten Verhältnisse ließen es Regelung der Arbeitslosenunterstügung zunächst in der Kommission jedoch ratsam erscheinen, die Verwirklichung desselben bis zu einem günstigeren Zeitpunft zu verschieben.- In den legten 14 Monaten zur Belämpfung der Arbeitslosigkeit vorberaten wird. hatte der Nachweis bei 2998 Stellengesuchen 1448 offene Stellen zu verzeichnen, von denen 1151 besetzt wurden. Schöffenwahl in Adlershof. An Stelle des ausgeschiedenen Schöffen Mendelssohn mußte am Donnerstag ein neuer Schöffe gewählt werden. Ueber die auffallende Verzögerung der Wahl- am 5. März wurde die Amtsnieberlegung bekanntgemacht und die möglichst baldige Ausschreibung der Schöffenwahl vom Landrat berfügt haben wir schon berichtet. * Gerichtszeitung. Die Vertreter der I. Abteilung schlugen den Ingenieur Warnide, die Hauswirtflage gegen einen Kriegsteilnehmer. Bertreter der II. Abteilung den Lehrer Proze und unsere Vertreter den Genossen Bed bor. Im ersten Wahlgange erhielten: Warnide straße 27/28 Wohnung und Laden inne hatte, flagte der Gegen ein Ehepaar S., das in Berlin im Hause Voigt. 5, Proze 4, Genoffe Bed 4 Stimmen. Das Los hatte zu entscheiden, Eigentümer Tauber, bertreten durch seinen Verwer in die Stichwahl gelangen follte; es entschied gegen uns, und malter Wegner, wegen Mieteschuld auf Zahlung und mußte Stichwahl zwischen den Herren Warnide und Proze erfolgen. In dieser wurde Proze mit 9 gegen 4 Stimmen, die Warnide erRäumung. hielt, als Schöffe gewählt. Die Bürgerlichen wollten eben nicht dem Beispiel Berlins und Schönebergs folgen und diesen Siz der Sozialdemokratie überlassen, sondern zogen es vor, eigene Kandidaten aufzustellen. die Pflicht, jich stets forreft zu benehmen und tue es auch. Mur mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte unbescholten und Familien pater sei, sowie aus einem gewissen patriotischen Empfinden heraus gehandelt habe, beantrage er feine Gefängnisstrafe, sondern nur eine Geldstrafe von 300 M. Rechtsanwalt Jaffa hat ebenfalls, den Angeflagten, der diese in der Alfoholſtimmung begangene Auss schreitung tief bedauere, nicht durch eine Gefängnisstrafe unglücklich zu machen. Das Gericht verurteilte den Angeflagten zu 300 m Geldstrafe. Der Angeklagte fann von Glück reden, daß die Rücksicht auf sein Bedauern über die durchaus verwerfliche Tat ihn bor schwerer Gefängnisstrafe bewahrt hat. Gegen die Kriegsgesetze. den friegsgeseßlichen Bestimmungen beschäftigt die Gerichte. Eine ganze Reihe von Vergehen gegen die zurzeit gelten. Aus den vor dem Reichsgericht am Freitag verhandelten Sachen seien folgende hervorgehoben: Wegen Entfernung des Breisverzeichnisses aus ihrem Fleischerladen sind die Eheleute Fleischermeister Koschmieder vom Landgericht Posen zu je 200 M. Geldstrafe verurteilt. Ihre Revision wurde vom Reichsgericht verworfen. Verbotswidriges Verfüttern von Brotgetreide hatte für den Kaufmann Hermann Schick 100 M. ihm durch das Landgericht Bromberg auferlegte Strafe zur Folge. Auch seine Revision wurde vom Reichsgericht verworfen. Wegen Ueberschreitung des für Petroleum vorgeschriebenen Der Ehemann, ein Schlächtergehilfe, schuldete Miete vom Göchstpreises war der Kaufmann Stanislaus Bogajski von der Straf August vorigen Jahres ab, wo er bei Ausbruch des Krieges die fammer beim Amtsgericht Schrimm am 23. Februar zu 50 M. 3ahlung einstellte, weil er ſeiner Einberufung zum Heere folgen Geldstrafe verurteilt. Der Landrat des Kreises Schrimm hatte, um mußte und nun selbstverständlich keinen Verdienst hatte. Die einer wucherischen Preissteigerung dieses Bedarfsartikels vorzuEhefrau betrieb einen kleinen Zigarrenhandel, aber auch diese beugen, unterm 14. Dezember 1914 den Höchstpreis für 1 Liter Aus der Gemeindevertretung von Adlershof. Erwerbsquelle verjagte jeßt, so daß die Frau nach einiger Zeit Petroleum auf 25 Pf. festgesezt. Der Angeklagte, der in Schrimm ein Die letzte Gemeindevertretersizung stimmte zunächst einer Er. das Geschäft schloß. Abgelehnt hatte der Eigentümer ihre schon Kolonialwarengeschäft betreibt, hatte traß dieser Bestimmung Petroweiterung des jetzt start überlasteten Kriegsausschusses unt drei bald nach Ausbruch des Krieges vorgetragene Bitte, sie zur Ver- leum für 40 Pf. das Liter verkauft. Das Petroleum, das der AnMitglieder zu. Gewählt wurde hierzu u. a. auch Genosse Krone- hütung einer größeren Schuldenlast aus dem Mietvertrag zu ent- geflagte verkaufte, war fein amerikanisches, das bisher im Kleinwald. Gleichzeitig beantragten unsere Genossen, daß von den lassen. Dem Eigentümer bot eine Klage zunächst feine Aussicht verfauf höchstens 18 Pf. gekostet hatte, sondern es war rumänisches, Mitgliedern des Kriegsausschusses nicht wie bisher 6, sondern nur auf Erfolg, weil dem im Felde stehenden Mieteschuldner das Gefeß welches der Angeklagte selbst im Einkauf mit 40 Pf. für das Liter 3 Gemeindevertreter sein müssen, die übrigen aber Bürgerdepu- vom 4. August 1914, das für solche Prozesse die Aussetzung an- bezahlt hatte und das er ohne Verdienst, nur aus Gefälligkeit, an tierte sein fönnen. Dieser Antrag wurde troß der Bedenten ordnet, den nötigen Schuh gewährt. Eine erwünschte handhabe seine Kunden abgab. Gleichwohl hat das Gericht objektiv cine einiger Herren angenommen. An Stelle des Genossen Klodt, dessen schien dem Wirt dann mit der Bundesratsverordnung vom lleberschreitung des festgesetzten Höchstpreises und ein Vergehen Einberufung nahe bevorsteht, wurde dann Genosse S. Schwarzlose 14. Januar 1915 gegeben zu sein, die den Schuß der Kriegsteil- gegen das Höchstpreisgesetz für vorliegend erachtet. Das Reichsin den Kriegsausschuß gewählt. Zur Erweiterung des Freibades nehmer insofern bedroht, als sie zur Abwendung einer den Kläger gericht erfannte auf Verwerfung der Revision. gab Schöffe Müller einen Bericht über die Verhandlungen mit schädigenden offenbaren Unbilligkeit" den Richter ermächtigt, dem Den Höchstpreis für Badwaren hatte der Krämer Anton Roszuk den in Frage kommenden Behörden, die als ergebnislos bezeichnet Kriegsteilnehmer einen Brozeßvertreter zu bestellen. überschritten. Der Höchstpreis für Brötchen im Gewicht pon werden müssen. Auch bei der Militärbehörde sei fein rechtes Inter- Im" Borwärts" wurde bereits mitgeteilt, daß der Ver- 85 Gramm war auf 5 Pf. festgesetzt. Angeklagter hatte Brötchen esse vorhanden gewesen. Die Gemeindevertretung beschloß daher, malter Wegner als Bevollmächtigter des Eigentümers im Gewicht von 165 Gramm für 10 Pf. verfauft. Die Straffammer die Erweiterung des Freibades bis zum nächsten Jahre zu vertagen. Tauber für eine Zahlungs- und Räumungsflage gegen das an- in Krotoschin verurteilte ihn zu 20 M. Geldstrafe. Das ReichsSodann beschäftigte sich die Sizung mit der Aufhebung der geblich zahlungsfähige Ehepaar S. beantragte, die Bundesratsver- gericht verwarf die Revision des Angeklagten. Regierungsbestimmung über den pflichtgemäßen Anfauf von Dauer- ordnung anzuwenden und dent im Felde stehenden Ehemann einen fleischwaren. Die Gemeinde hatte zu diesem Zaved einen Wechsel- Prozeßvertreter zu ernennen. Den Beweis, daß der Kriegsteilfrebit bon 200 000 M. aufgenommen, von dem aber nur 20 000 W. nehmer ein zahlungsfähiger, nur böswilliger Schuldner ſei; konnte für Ankauf von Wurst und Schinken verbraucht wurden. Trotz der Kläger nicht erbringen. Aber das Amtsgericht Berlin- Mitte gab Anregung unserer Genossen, noch für 10 000 M. Konserven zu dem Antrag statt und bestellte zum Prozeßvertreter des ver faufen, wurde beschlossen, von weiteren Anfäufen abzusehen. Bei flagten Kriegsteilnehmers dessen mitverklagte Ehefrau. Diese dieser Gelegenheit bemängelte Herr Ser use den Preis und die lehnte die Uebernahme der Vertretung ab und beantragte durch Güte der durch die Gemeinde angetauften Kartoffeln, die auf dem Beschwerde beim Landgericht Berlin I, den Amtsgerichtsbeschluß Markt billiger und besser zu haben seien. In seiner Heimat be- auf Bestellung eines Prozeßvertreters aufzuheben, weil zu einer zeichne man diese Sorte als Schweinefartoffel! Schöffe folchen in dem vorliegenden Fall die in der Bundesratsverordnung Müller erklärte, daß die Gemeinde feine Schuld treffe, da diese angegebenen Vorausseßungen fehlten. Das Landgericht wies die leider die ihr von der Zentralstelle überwiesenen Kartoffeln an- Beschwerde als unzulässig zurüd. nehmen müsse. In der darauffolgenden Debatte über den An- Beim Amtsgericht fand gestern neuer Termin statt. Die Eheschluß an die Brotfartengemeinschaft Groß- Berlins erklärte Schöffe frau blieb dabei, daß sie die Vertretung ihres Ehemannes nicht Müller, daß diese für den Ort feine Erleichterungen bringen übernehme. Des Klägers Anspruch auf Räumung war inzwischen da würde, da die Brotfarten Berlins wohl in den angeschlossenen Vor- durch erledigt worden, daß die Ehefrau zum April die Wohnung orten, nicht aber die der Vororte in Berlin gelten. Betont wurde nach Ablauf des Vertrages aufgegeben hatte. Den Zahlungsanspruch hierbei, daß viele Familien mit dem vorgeschriebenen Höchftver- hatte die Klage anfangs auf acht volle Monatsmieten zu je 50 M. Die Straffammer des Landgerichts Plauen i. V. verurteilte brauch nicht mehr auskommen, seitdem für Kinder unter 5 Jahren mit zusammen 400 M. bemessen. Nach dem aber in der Klage- am 1. Mai den Kaufmann Karl Kreis in Plauen wegen lleber nur halbe Karten ausgegeben werden. Die Gemeindevertretung beantwortung darauf hingewiesen worden war, daß die Stadt eine schreitung der Höchstpreise für Kartoffelflocken und Kartoffelstärkenahm dann Kenntnis, daß die Ortssakungen der hausgewerblichen Mietebeihilfe zahlte, ermäßigte lager unter Abzug dieser mehl zu 2000 M. Geldstrafe oder 100 Tagen Gefängnis und den Krankenversicherung und ebenso der Gemeindeetat genehmigt seien. Mietebeihilfe und seines Mietenachlasses die Forderung auf 277 M. Kaufmann Alfred Schnödel in Plauen wegen der gleichen GesezesDie Frage, ob die Familien der neu eingestellten Gemeinde- Um wegen des Zahlungsanspruches das Verfahren durchzuführen, verlegung zu 1500 m. Geldstrafe oder 75 Tagen Gefängnis. arbeiter im Falle der Einberufung ebenso wie die der alten unterstüßt wäre Bestellung eines neuen Vertreters des Ehemannes erforder= Der Bäckermeister 2. in Reichenbach i. B. wurde mit 200 m. werden sollen, wurde, nachdem unsere Genossen für unterschiebloje lich gemejen. Für den Kläger setzte der Verwalter die Behauptung Geldstrafe oder 20 Tagen Gefängnis bestraft, weil er vom 1. bis Behandlung eintraten, dahin erledigt, daß Gemeindearbeiter vier auf, daß Frau S. noch bares Geld haben müsse und zahlen könne. zum 20. Februar 10 Zentner Mehl zu viel berbaden und auch zu Monate bei der Gemeinde tätig sein müssen, ehe sie die Unter- Frau S. erwiderte, sie habe weiter nichts als für sich und ihr viel Mehl an seine Kunden verkauft hat. stüßung, die einschließlich der Kriegsunterstüßung 75 Proz. des Kind die Unterstützung von 36 Mf. pro Monat, im übrigen hafte Zwei Bädermeister in Schöned i. V. wurden zu 45 m, unb Lohnes beträgt und nur für Verheiratete gilt, erhalten. Geie überhaupt nicht für die Miete. Daß ihr im Felde stehender 10 M. Geldstrafe. verurteilt. Ersterer hatte zu viel Mehl vermeindevertreter Fabrifant 2ube beschwerte sich über nach seiner Mann von seiner Löhnung keine Miete zahlen könne, sei doch wohl fauft und einmal nachts gebaden, letterer hatte auch zu viel Ansicht ungerechte Festsetzung der Wietunterstützung durch den selbstverständlich. Der Richter entschied dann, daß der Amtsgerichts- Mehl verkauft. Kriegsausschuß. Ihm sei bekannt, daß bei geringen Ersparnissen beschluß auf Bestellung eines Prozeßvertreters für den Ehemann Die gleiche Geldstrafe von 10 Mt. traf den Materialwarendie Bedürftigkeit verneint wurde und man der Frau empfahl, sich aufgehoben und die Klage bis zur Beendigung des Krieges ausge- händler Pf. in Breitenfeld i. B., der anstatt 2½ 3entner 10 Zentner an den Arbeitgeber des Mannes zu wenden. Die Mitglieder des fest merde. Diese Entscheidung gilt auch für das Verfahren gegen verfauft hatte. Striegsausschusses wiesen die Angriffe des Herrn Luze scharf zurück, die Ehefrau. mobei Schöffe Müller betonte, daß er bei Ersparnissen von 2000 m. die Bedürftigkeit allerdings ablehne. Gemeindevertreterwahl in Rosenthal. -Sonntag, den 30. Mai, vormittags 11 Uhr, findet in der Turnhalle Schillerstraße für den Bezirk Rosenthal I eine Neuwahl für den Schlächtermeister Gahl statt. Der Kandidat der Sozialdemo fratie ist der Genosse Robert Hashed. Jeder Wähler übe fein Wahlrecht aus, damit unser Kandidat mit großer Stimmen zahl gewählt wird. Ferner findet für Rosenthal II und Ortsteil Norbend eine Neuwahl für den bisherigen Gemeindebertreter Gärtnereibefizer Bezel am Sonntag, den 6. Juni statt. Näheres wird noch bekannt gegeben. Damit ist abermals ein Versuch bereitelt, die Bundesratsverordnung vom 14. Januar 1915 gegen nicht zahlungsfähige Kriegsteilnehmer und deren Familien zur Anwendung zu bringen. Straßenheldentum. Völlig grundlose, das internationale Gastrecht schwer verlegende Angriffe auf Mitglieder der hiesigen chinesischen Gesandtschaft lagen einer Anflage zugrunde, die gestern die Straffaminer des Landgerichts III unter Vorsitz des Landgerichtsdirektor Pioletti beschäftigte. Wegen Beleidigung, Nötigung und Körperverlegung war der Architekter mann Röseler aus Wilmersdorf angeklagt. Auf Verwerfung der Revisionen erkannte das Reichsgericht ferner in mehreren Fällen, in denen auf einen Tag Gefängnis wegen verbotswidrigen Schnapsverkaufes erkannt war. Das für das Gebiet des 10. Armeeforps erlassene Verbot, Zigaretten an Bersonen unter 16 Jahren zu verkaufen, hatte ein Kaufmann in Weimar übertreten. Er wurde zu einem Tage Gefängnis verurteilt. Seine Revision verwarf das Reichsgericht. Aus der Rechtsprechung anderer Gerichte registrieren mir die nachstehenden Fälle: Parteiveranstaltungen. Friedenau. Mittwoch, den 26. Mai, pünktlich abends 8%, Uhr: Mitgliederversammlung im Staiser Wilhelm Garten", Rheinstr. 65, 1 Treppe. Vortrag des Genossen Sepp Derter über: Krieg und Christentum". Ryned. Frauen- Leseabende. Mittwoch, den 26. Mai, abends 8, Uhr: Brit Buckow. Bei Becker, Chauffeeftr. 97. Vortrag der Genossin Niederschönhausen Nordend. Bei Rettig, Blankenburger Str. 4. Bortrag des Stadtverordneten Genossen John. 00-00. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über Am Abend des 22. Februar d. J. hatte der Angeklagte in den Großhandel in den Sentral- Markthallen. Etatberatung und Kartoffelverkauf in Mahlsdorf. ( Ohne Verbindlichkeit.) seinem Bureau mit dem ihm befreundeten Glasermeister Müller Sonnabend, den 22. Mai 1915. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Dahjen In der legten Gemeindevertretersizung wurde Herr Demmer als mehrere Glas Bier getrunken und dann noch ein Lotal am Kaiser- fleisch Ia 96-112, bo. Ila 85-95, bo. Ila 70-84; Bullenfleisch Ia 98-105, Armenpfleger für den Nordbezirk gewählt. Die Jahresrechnung für play in Wilmersdorf aufgesucht. Als beide in etwas angeheiterter bo. Ia 85-90; Stübe, fett 83-98, bo. mager 70-82, do. dänische 1914/15 weist eine Ueberschreitung von 13 909,50 m. auf, die ge- Stimmung auf dem Heimwege die Kaiserallee entlang gingen, 85-95, Greffer 80-100, Fresser, dänische. 00-00: Bullen, dänische, nehmigt wird. Zum Anfauf von Dauerware foll eine Anleihe von tamen ihnen zwei Herren in Begleitung smeier junger Damen 85-90; Stalbfleisch, Doppellender 165–185; Wattälber a 130-115, 32 000 m. und eine andere Anleihe von 6500 M. für Pflaster- entgegen. Es waren dies der Dolmetscher der hiesigen chinesischen do. Ifa 120-130; Stälber ger. gen. 75-100, bo. ban. 80-100, do. holl. arbeiten aufgenommen werden. Den südlich von der Bausdorf Gesandtschaft Dr. Bhau Ling und der Gesandtschaftsattaché Chiang. do. Ila 100-109; Schafe 105-118. Hammelfleisch: Mastlämmer 120-130; Hammel Ia 110-119, Schweinefleisch: Schweine, jette straße wohnenden Eltern, die mehr wie ein Kind in die 3., 4. oder Raum war der Angeklagte der beiden Herren ansichtig geworden, 00-00, sonstige 110-155. dän. Sauen 00-00, dan. Schweine 120-128, 5. Klasse schicken, soll das Fahrgeld für die Schüler nach Beendigung als er auf sie losstürzte und sie mit den Worten:" Sind Sie do. schwedische 125-130. Gemüse, inländisches: Startoffeln, Daberiche des Krieges zurückerstattet werden. Sollte der Krieg bis zum Herbst Japaner oder Chinesen?" festhielt. Dr. Ling zog sofort seine 50 kg 0.00; weiße Staifertronen 0.00; Magnum bonum 0,00; Bolt nicht beendet sein, so soll diese Vergünstigung dann in Kraft Legitimation hervor. Ghe er aber dazu tam, fie dem Angeklagten, mann 0,00; Borree, Schod 0,80-1,50: Sellerie, Schod 5,00-12,00; Spinat treten. Der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1915/16 der offenbar vom Spionenfieber gepadt war, vorzuzeigen, rief 50 kg 5,00-8,00; Mobrrüben, 50 kg 7,00-9,00; Stohlrüben, Schod 0,00-0,00; wird nach kurzer Aussprache mit 7 gegen 6 Stimmen dieser schon, zu den beiden Begleiterinnen der Chinesen gewandt: Meerettich, Schod 6,00 14,00; Letersilienwurzel, Schodbund 4,00-6,00; angenommen. Die bleiben Swiebeln 50 kg 00,00-00,00; Radieschen, Schockbund 0,75-1,00; Waldmeister, Steuersäge unverhr.... weiber schämt Guch wohl nicht, mit solchen Wandel 0,40. Morcheln, 50 kg 0,00-0,00. Surfen, Gorgaster, 100 Std. ändert. Bei dieser Gelegenheit bemängelte Genosse Giese das Schweinevolt zusammenzufommen!" Nach ähnlichen Schimpfereien 00-00. Rhabarber, Hamburger, 100 Bund 1,50-3,00, do. 100 Stangen Berhalten des Gemeindevorstehers den Gemeindearbeitern gegenüber. wandte er sich an den Beugen Chiang und drohte diesem, er werde 6,00-11.00, do. hiesiger 100 Bund 1,00-2,00, do. Bierländer, 100 Bund Der Vorsteher habe sogar im Winter die Arbeitszeit auf 10 Stunden ihn, wenn er ihm nicht sofort seine Papiere zeigen würde, ver- 1,50-2,50. Spargel, Beeliger I ½ kg 0,40-0,45, do. Beeliger II 2 kg festhalten wollen und deshalb die Mittagspause auf eine Viertel- prügeln. Tatsächlich schlug er auf den Attaché ein, so daß dessen 0,20-0,25, do. Beeliger III/ kg 0,05-0,10, do. unsortiert, kg 0,20, stunde gekürzt. Ein derartiges Vorgehen könne nicht gebilligt werden. But zu Boden fiel. Als die beiden Chinesen den Angeklagten do. Martischer I ½ kg 0,30-0,40, bo. II, kg 0,15-0,25, do. IIT kg Spruten 50 kg 00-00. Salat, Schod 1,50-2,50. Rettiche, Einer Abänderung des Fluchtlinienplanes in der Köpenicker Straße durch einen Schußmann feststellen ließen, benahm sich R. diesem 0,05-0,10. anläßlich des Abbruches der Brennerei wird zugestimmt, ebenso der gegenüber sehr hochfahrend und erklärte dem Beamten, daß er fo- bayerische, 100 Stüd 10,00. Apfelfinen: ital, 50 kg 23-28, bo. 200 Std. Uebernahme eines Teiles der Pflasterkosten in der Burggrafenstraße eben mit seinem Hauptmann am Stammtisch gefeffen habe. 1211, Do. 300 Std. 13-16, Murcia 200 Std. 17,00-20,00, bo. 300 Sid. 18,00-20,00, Messina 160 Std. 11,00-14,00, do. 200 Std. 12,00-14,00, im Betrage von 2016,36 M. Dem Gemeindevorsteher wird Boll. Schließlich versuchte er auch noch bei dem Publikum Stimmung bo. 300 Std. 12,00-15.00. Mejjina. Blut 80 Std. 8,50-9,00, bo. 100 St. macht erteilt, gegen die Eigentümer an der Zeppelinstraße, Ede gegen den Beamten zu machen, indem er rief, es sei unerhört, 8,00-10,00, bo. 150 Std. 8,00-11,00. Spanische, 420 Std. 30,00-35,00, Sönower Straße, eine flage auf Erfüllung des Kaufvertrages cin- daß man sich wegen eines Chinesen sistieren lassen müsse. bo. 714 Std. 38,00-46,00, do. 1064 Std. 40,00-43,00, do. 420 id. zuleiten. Um eine Entwässerung in der Wagnerstraße durch- Die Folge dieser Szene war die jebige Anklage. Bor der large 40,00-45,00. Verantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Reukölln. Für den Inseratenteil berantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u.Berlag: Vorwärts Buchdruderei u Berlagsanstalt Baul Singer& Co. Berlin SW.