Nr. 143.- 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: " bonnements Breis pränumerande: Bierteljährl 3,30 Mt monatl. 1,10 wöchentlich 25 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Big. Boste Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Boit Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland. Italien, Quxemburg, Bortugal Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pfg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte ort 20 Big.( zulässig 2 fettgebrudte Borte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morizplak, Nr. 151 90-151 97. Mittwoch, den 26. Mai 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplat, Nr. 151 90-151 97. Die ersten Aktionen im italienischen Kriege. Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 25. Mai 1915.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. In Flandern seiten wir gestern unsere Angriffe in der Richtung Ypern fort, erstürmten die Vlaminghe- Ferme, das Schloß nördlich Wieltje, die Bellewaarde Ferme und näherten uns Hooge. Bei diesen Kämpfen fielen 150 Gefangene und 2 Maschinengewehre in unsere Hand. Südlich Armentières, zwischen Neuve- Chapelle und Givenchy und nördlich der Lorettohöhe wurden feindliche Teilangriffe blutig abgewiesen. Bei Neuville kamen in dem Graben bereitgestellte Sturmtruppen des Feindes durch unser Artilleriefeuer nicht zur Entwicklung. In Cambrai wurden durch den Bombenwurf eines französischen Fliegers beim Verlassen des Gottesdienstes 5 Franzosen getötet und 12 Franzosen schwer verletzt. Bei St. Quentin schossen wir ein feindliches Flugzeug herunter. Deftlicher Kriegsschauplay. An der Dubissa östlich Rossienie griffen unsere Truppen gegenüberstehende starke russische Kräfte an, schlugen fie und warfen sie unter empfindlichsten Verlusten über den Fluß 2240 Gefangene und fünf Maschinengewehre wurden erbeutet. Weiter südlich scheiterten mehrere teilweise sehr heftige russische Angriffe aus der Richtung Eiragola unter großen blutigen Opfern für den Gegner. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Armee des Generalobersten v. Mackensen hat gestern nördlich von Przemysl die Offensive erneut aufgenommen. Der Angriff führte wieder zu einem vollen Erfolge. Die stark befestigten Orte Dro hojow, Ostrow, Radymno, Wysocko, Wietlin, Mackowicko und die Höhen nordwestlich Bobrowka sowie östlich Cetula wurden stürmender Hand genommen. Bisher fielen 153 Offiziere und über 21000 Mann als Gefangene, 39 Geschüße, darunter neun schwere, und mindestens 40 Maschinengewehre den verbündeten Truppen in die Hände. Die Russen erlitten außergewöhnlich hohe Verluste. Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 25. Mai.( W. T. B.) Amtlich wird verlantbart 25. Mai, mittags: In Mittelgalizien greifen die verbündeten Armeen au der ganzen Front von Sieniawa bis zum oberen Dujestr Oberste Heeresleitung. Der italienische Krieg. Treffer. Linienschiffsleutnant Perfich und vier Mann tot, bier Mann schiver, mehrere leicht verwundet. Aber die Verluste des Feindes sind vielleicht zehn bis zwanziginal schwerer. DEUTSCHLAND Wien 10639 ÖSTERREICH! Budapest SCHWEIZ Jiral Mailand Venedig fola Bologna Ravenna Livorno Chiaravalla Ancona Sardinie SERBIEN Trient Udine Triest UNGARN Fiume Bosnien Novigrad oflorenz A Zara Monten Rom Chiel Cattaro Antivar Barletta Dulcigno Durazza Neapel Tarent Brind TYRRHENISCHES M. Walon 50 100 Zur österreichischen Flottenaktion gegen die italien.Ostküste Scharfschüße" kam vollkommen unversehrt davon, Torpedoboot 80 mit Lecktuch nach Pola. In Rimini wurden vont Panzerfreuzer St. Georg" Bahnhof und Brücke beschossen. In Senigallia wurden von S. M. S.„ Zrinyi" Eisenbahnbrücke, Wasserturm, Hafenanlage, Stationsgebäude und ein Zug demoliert. Letztere zwei und ein nahe gelegenes Gebäude verbrannten. In Ancona wurden vom Gros der Flotte alte Befestigungen, das Artillerie- und Kavallerielager, die Wersten, elektrische Zentrale, Bahnhof, Gasometer, Petroleumdepot, Semaphor und Radiostation beschossen und durch abirrende Geschosse und Brände ein ungeheurer Schaden angerichtet. " Zwei Dampfer im Hafen wurden versenkt und der auf der Werft neugebaute Dampfer, der schon für den Stapellauf fast klar war, demoliert. Widerstand wurde nur von einer leichten Batterie und einigen Maschinengewehren gegen zivei Zerstörer geleistet. In dem einzigen modernen Fort Alfredo Savio" stand zwar bei Beginn der Beschießung die Besazung an den Geschützen, aber zwei unserer im richtigen Augenblick erscheinende Flieger vertrieben sie mit Maschinengewehrfeuer so gründlich, daß sie nicht wieder zurückkehrten. Diese Flieger und ein dritter haben auch die Ballonhalle in Chiaravalle amt- landeinwärts und mehrere militärische Objekte mit 30 Bomben Flottenaktionen an der italienischen Nordostküste. Wien, 25. Mai.( W. T. B.) Der telegraphische " starke russische Kräfte an. Die Armee des Generalobersten Iiche Bericht über die Flottenaktion a m beworfen. v. Mackensen, in deren Verband das österreichisch- ungarische Morgen des 24. Mai laufenden Jahres hat folgenden Das Luftschiff Citta di Ferrara" warf mehrere Bomben sechste Korps kämpft, hat Radymno genommen und ist Wortlaut: erfolglos gegen S. M. S. Zrinyi", und versuchte, die aböstlich und südöstlich dieser Stadt gegen den Sau vor Heute vor Sonnenaufgang, also genau zwölf Stunden ziehende Flotte anzugreifen, suchte aber schleunigst das Weite, gedrungen. Der Feind, der durch zahlreiche Angriffe das ver- nach Kriegserklärung seitens Italiens, hat die t. u. t. Flotte als zwei Flieger herbeiflogen, die übrigens alle ihre Bomben lorene Terrain zurückzuerobern versuchte, wurde überall geworfen, gleichzeitig eine Reihe erfolgreicher Aktionen an der Ostküste schon verworfen hatten. verlor an 21 000( einundzwanzigtausend) Gefangene, 39 Geschütze Italiens von Venedig bis Barletta ausgeführt. Dasselbe oder ein anderes Luftschiff war schon eine halbe und über 40 Maschinengewehre. Die Armeen Puhallo und In Venedig hat ein Marineflieger vierzehn Bomben Stunde nach Mitternacht von der Flotte auf halbem Wege Boehmermolli, die südöstlich Przemysl vorstoßen, geworfen, im Arsenal einen Brand erzeugt, einen Zerstörer Pola- Ancona im Gegenkurse gesichtet worden und zweifellos haben unter erbitterten Kämpfen Raum gewonnen und stark beschädigt, Bahnhof, Delbehälter und Hangars am Lido auf dem Wege nach Pola. Als aber drei es begleitende Fahrden Gegner wider die Blonianiederung zurückgeworfen. Der beworfen. In den sehr engen Kanal von Porto Cor- zeuge vor dem Geschüßfeuer entflohen, kehrte das Luftschiff Angriff wird auf der ganzen Front fortgesetzt. sini war der Zerstörer Scharfschüße" eingedrungen, bis auch gleich um und verschwand gegen Nordwest, ohne, wie es er fich plöglich unmittelbar neben einem vollbesetzten scheint, die Flotte selbst gesehen zu haben. Die sonstige Lage auf dem nordöstlichen Kriegsschauplatz Schüßengraben sah. Von der völlig überraschten Besatzung Die Eisenbahnbrücke über den Potenza fluß wurde hat sich nicht geändert. wurde ein großer Teil niedergeschossen, worauf jedoch drei von S. M. S.„ Radetzky" beschossen und beschädigt. Im Südwesten sind an der Tiroler und ganz versteckte Strandbatterien ein heftiges Feuer aus zirka S. M. S. ,, Admiral Spaun" mit vier Zerstörern beschoß Kärntner Grenze da und dort kleinere feind- Zwölfzentimeter- Geschützen auf den vor der Kanalmündung die Eisenbahnbrücke über den Sinarcafluß, die Eisenbahnliche Abteilungen, hauptsächlich Alpini, über die liegenden Kreuzer Novara" und Torpedoboot 80 eröffneten. station, Lokomotiven, Pumpenhaus usw. Pumpenhaus usw. in Campo Grenze vorgegangen. Wo sie auf unsere Stellungen Lezteres erhielt einen Treffer in die Offiziersmesse, wobei ein Marino, demolierte den Semaphor von Tremiti und stießen und angeschossen wurden, kehrten sie um. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Hoefer, Feldmarschalleutnant. " Mann schwer verletzt und das Boot leck wurde. Novara" beschädigte den von Torre di Mileto. führte das Feuergefecht fort, um dem Zerstörer und dem S. M. S. Helgoland" mit drei Zerstörern beschoß Vieste Torpedoboot aus der mißlichen Lage herauszuhelfen, enfilierte und Manfredonia und stieß bei Barletta auf zwei den Schüzengraben, demolierte eine Kaserne, erhielt aber viele italienische Zerstörer, die es sofort unter Feuer 23 Die Beschießung Anconas. Turatis Rede. " nahm und verfolgte. Der eine entfam, der zweite, Zurbine", haltenen Erklärungen betreffend den festen Willen des schweizerischen wurde von unseren Zerstörern„ Csepel" und" Tatra" gegen Volkes und die Haltung seiner Regierung in bezug auf die NeuPelagosa abgedrängt und durch einen Granattreffer in eine tralität und der sich daraus ergebenden Pflichten eingeflößt haben. Nach der„ Berner Tagwacht" führte Genosse Turati in der Maschine und einen Kessel lahmgeschossen und blieb ge- Italien im Begriff ist, sich an den friegerischen Ereignissen zu Erklärung des Bundesrats: Im Augenblid, da Kriegsfißung des italienischen Parlaments aus: Italien im Begriff ist, sich an den kriegerischen Ereignissen zu Nachdem er auf die Bekehrung" der bürgerlichen Gegner des stoppt, brennend und sinkend liegen. Er ergab sich." Csepel", beteiligen, legt der Schweizerische Bundesrat Wert darauf, der Krieges hingewiesen hatte, die sich durch die künstlichen kriegs,, Zatra" und„ Lika" retteten 35 Mann der Besatzung, darunter Königlich Italienischen Regierung die formellen Ber- freundlichen Manifestationen haben einschüchtern lassen und ohne ben Kommandanten, Gesamtdetailoffizier und Maschinenvorsicherungen der absoluten Neutralität, die in der irgendeinen plausiblen Grund von Kriegsgegnern zu Kriegsschürern stand und nahmen sie gefangen. Das Rettungswert wurde Erklärung des Schweizerischen Bundesrats am geworden, betonte er, es sei notwendig zu beweisen, daß es hier von zwei von Nordost bis auf 9000 Meter herankommenden 5. August vergangenen Jahres und wiederholt in im Parlament Leute gibt ob es viele oder wenige sind ist NebenSchlachtschiffen Typ ,, Vittorio Emanuele" und einem Auxiliar- feiner Note vom 26. August desselben Jahres sache die ihre Ueberzeugung nicht verleugnen, die nicht davon freuzer gestört. niedergelegt waren, in aller Form zu bestätigen. laufen, die nicht lügen..." Es ist notwendig, führte Turati Im darauffolgenden Feuergefecht erhielt nur„ Csepel" Der Schweizerische Bundesrat ist fest entschlossen, in seinen Be- aus, daß auf Ihre Anträge, meine Herren, der Regierung Generals einen unbedeutenden Treffer, wobei ein Mann schwer, zwei ziehungen zu Italien alle seine Pflichten als Neutraler aufs loyalite vollmachten zu verleihen, jemand mit einem aufrichtigen und Mann leicht verwundet wurden. Das Feuer wurde von und peinlichste zu beobachten. Er wünscht bei dieser Gelegenheit, schlichten Nein! antwortet. dem Gefühl vollen Vertrauens Ausdruck zu geben, welches" Die prinzipiellen Gründe, aus denen die sozialistische Fraktion „ Helgoland" und den Zerstörern anscheinend mit gutem Er- ihm die in der Note vom 19. August vergangenen Jahres nieder- und die ganze Partei gegen den Krieg sind, sind zur Genüge befolg erwidert. Nächste Distanz 8000 Meter. gelegte Erklärung einflößt, wonach die Königlich Italienische Re- fannt. Die Partei würde aufhören, eine fozias Nach kurzer Zeit waren unsere Schiffe außer Schuß gierung entschlossen ist, für die Zukunft, wie sie es für die Beristische zu sein, sie würde ihren internationalen distanz. Außer den angegebenen hatte die f. u. t. Flotte gangenheit getan hat, die durch die Afte vom 20. November 1815 Grundharakter verleugnen, wenn sie nicht im feinerlei Verluste. festgelegten Grundsäge betreffend die Anerkennung der ewigen Neu- iärfsten Gegensag zum Kriege und zu den tralität der Schweiz und der Unverlegbarkeit ihres Territoriums zu Rüstungen stände." befolgen. Im übrigen hat der Bundesrat seine Gesandten beauf- Nachdem der Redner betonte, daß die Liebe fürs Vaterland in Basel, 25. Mai.( W. T. B.) Dem Giornale d'Italia" zufolge zieren, daß die schweizerische Neutralitätserklärung vom 5. August fratie stehe, und er die Zumutung zurückwies, die Sozialisten sollten tragt, den Regierungen, bei denen sie beglaubigt sind, zu notifi- feinem Gegensage zur friegsfeindlichen Stellung der Sozialdemohat die Beschießung Anconas nicht unbeträchtlichen 1914 bestätigt wird. - gleich den verschiedenen Friedensgesellschaften ihre Gefühle und Schaden angerichtet. Die Eisenbahnstation ist Die Kaiserlich Deutsche Regierung hat den Schweizerischen Meinungen unterdrücken, ging Turati auf die Beurteilung des teilweise zerstört. Beim Maschinendepot wurde ein Pfeiler Bundesrat gefragt, ob er geneigt wäre, die Vertretung der jezigen Falles ein und stellt fest, daß fein Land weniger Beraneingedrückt. Fünf Lokomotiven sind vernichtet. In deutschen Interessen in Italien während der Dauer laffung habe als Italien, sich in den Krieg einzumischen, daß kein der Stadt ist der Schaden noch beträchtlicher, da sie des soeben ausgebrochenen Strieges zu übernehmen. Der Schweizerische Land so viel von einer Einmischung in den Krieg zu befürchten hat, wurde ebenfalls getroffen. Der„ Corriere della Sera" anzunehmen und er hat in der Folge der Schweizerischen Gesandt- ökonomischen Gründen hätte Italien das größte Interesse daran, von mehreren Seiten beschoffen wurde. Ein fahrender 8ug Bundesrat hat beschlossen, diese freundschaftliche und ehrenvolle Mission so wenig von ihm auch im Falle des größten Erfolges zu erhoffen hebt in seinem Kommentar zur ersten Aktion in der Adria hervor, schaft in Rom die nötigen Instruktionen erteilt. Aus historischen, geographischen, demokratischen und daß die erste Aufgabe der italienischen Marine eine unvergleichlich schwierige sei, indem Italien an der Küste noch ungünstiger stehe als rischen Bundesrat gefragt, ob er geneigt wäre, die Vertretung einzugreifen. Mehr als irgendein anderes 2and hat es Italten Die Königlich Italienische Regierung hat den Schweize- als Friedensstifter zwischen den verschiedenen Nationen der italienischen Interessen in Deutschland nötig, feinen ökonomischen und politischen Einfluß aus der fultus Meldung des italienischen Hauptquartiers. während des ſoeben ausgebrochenen Krieges auf sich zu nehmen. rellen Entwicklung und der Bevölkerungszunahme innerhalb des Der Schweizerische Bundesrat hat diese freundschaftliche und ehren- Landes, durch die Entwicklung seiner Organisationen und seiner Rom, 25. Mai.( W. T. B.)( Meldung der Agenzia Stefani.) volle Mission angenommen und hat der schweizerischen Gesandtschaft inneren Disziplin zu erzielen, so daß jeder Strieg, der kein VerDas Kriegsbulletin des Hauptquartiers meldet über die in Berlin die gewünschten Instruktionen erteilt. teidigungskrieg im engsten Sinne des Wortes ist, von den Sozialisten Operationen am 24. Mai in Kärnten und Friaul: An der als ein Krieg gegen Italien aufgefaßt wird. Grenze von Kärnten eröffnete die österreichisch- ungarische Artillerie am 23. Mai um 7 Uhr abends das Feuer gegen unsere Stellungen, ohne Resultate zu erzielen. Am 24. Mai feuerte unsere Artillerie auf die Stellungen der feindlichen Artillerie. Längs der Grenze von Friaul rückten unsere Truppen überall im feindlichen Gebiet vor, wobei sie nur schwachem Widerstand begegneten. Wir besetzten Graporetto sowie die Höhen zwischen Judrio und dem Isonzo mit den Ortschaften Cormons, Versa, Cervignano und Terzo. Der Feind zog sich zurück, indem er die Brücken zerstörte und die Säufer niederan der Grenze. brannte. Unsere Torpedobootszerstörer eröffneten das Feuer gegen eine feindliche Abteilung in Portobuso und landeten Truppen, welche siebzig Desterreicher gefangen nahmen. Die Gefangenen wurden nach Venedig gebracht. Unsere Verluste sind ein Mann tot, einige wenige verwundet. Gezeichnet Cadorna. Bollati verläßt Berlin. 101 in 89 Italiens Ausrüstung. hat. Am Schlusse seiner Rede erklärte Turati, die sozialistische Partei würde mit aller Kraft dafür eintreten, daß wenigstens die mateLondon, 25. Mai.( T. U.) In einem Artikel des„ Manchester riellen Folgen des Krieges gelindert werden, daß die Herrschenden Guardian" ist zu lesen, daß das Feldgeschüß der Italiener sehr lassen die Lasten desselben nicht auf die enterbten Klassen abwälzen, gut ist. Es ist nach dieser Quelle eine französische Erfindung daß die Errungenschaften des Proletariats, seine Rechte nicht geund nach Aussagen von Fachmännern noch beffer, als das berühmte schmälert werden. 75 Millimetergeschütz des französischen Heeres. Das italienische Heer Vor allem aber werden die Sozialisten dafür Sorge tragen, ist jetzt. mit mindestens 100 Batterien von je 6 Stück solcher daß die Keime der proletarischen Internationalen deren Organis Geschüße ausgerüstet. Dafür hat Italien im Jahre 1910 40 Millionen fation noch zu schwach war, um dem Kriegsgewitter zu widerMark ausgegeben, schreibt Walton Newbold, Verfasser des„ The stehen. nicht zerstreut und vernichtet werden. Wir werden unser War Trust Exposed", in der„ Labour Leader". Die Geschütze sind möglichstes tun zum Wiederaufbau der Internatio größtenteils in der Fabrik von Vickers Terni in Spezia angefertigt. nalen. Und zwar, meine Herren," schloß Turati seine oft durch Die Fabriken von Vickers in Sheffield und Barrow werden die Mehrheitsparteien unterbrochene Rede,„ brauchen auch Sie gleichfalls viele geliefert haben. Für seine Flotte hat Italien diefen Wiederaufbau. Denn der Zusammenbruch und die Vernich Kanonen, Panzerplatten usw. zum großen Teil aus Elswid und tung der Internationalen bedeutet auch den Zusammenbruch und die Barrow erhalten, für die zuletzt erbauten Linienschiffe sind die Bernichtung der Kultur, der Zivilisation." misd Untergestelle von England geliefert worden. Haubigen und FestungsAmtlich. Berlin, 25. Mai.( W. Z. B.) Der italienische Bot- geschüße sind in einer englischen Fabrik in Bozzuoli angefertigt Die italienischen Arbeiter gegen den Krieg. schafter Bollati hat vom Auswärtigen Amte seine Päffe ver- worden, wo früher Beamte der Kriegs- und Marineverwaltung langt und erhalten. tätig waren. Wenn jemals eine Möglifcheit bestanden hätte, daß Italien gegen die Entente fämpfen tönnte sagt Newbold dann würde weber die französische noch die englische Regierung in dieser veranstaltete, wird der„ Berner Tagwacht aus Mailand geschrieben: Weise Italien bei seiner Bewaffnung geholfen haben. Der italienische Gesandte in München reist ab. München, 25. Mai.( W. T. B.) Der Korrespondenz Hoffmann wird vom Ministerium des Aeußern mitgeteilt: Der biefige italienische Gesandte della Loretta hat keine Beschlagnahme deutschen Eigentums befolgt, so daß sehr viele Protestversammlungen abgehalten worden heute nachmittag um 4 Uhr im Ministerium des Aeußern seine Bäsie erbeten. Den in Bayern zugelassenen italienischen Konsuln und Vizekonsuln ist das Erequatur entzogen worden. in Italien. Ueber die Demonstrationen, die das italienische Proletariat in den letzten Tagen vor der Kriegserklärung noch gegen den Krieg Obwohl das Versammlungsrecht in Jtalien bereits aufgehoben ist, haben die Organisationen die Aufforderung des erweiterten Parteivorstandes, am 19. Mai Protestversammlungen abzuhalten, find noch im legten Augenblice. Selbstverständlich verschweigt sic die bürgerliche Presse systematisch, auch der„ Avanti" bekommt nur Die von Havas und anderen Quellen verbreiteten Nach unvollständigen Bericht wegen der strengen Zensur, der Telephon und Abreise der Botschafter der Zentralmächte. richten über die bevorstehende oder schon erfolgte Beschlag- Telegraph bereits unterſtellt find. nahme deutscher Schiffe und sonstigen deutschen Eigentums in In verschiedenen größeren Industriestädtchen haben GeneralLugano, 25. Mai.( W. T. B.) Der Sonderzug des Fürsten Italien entbehren jeder Begründung; vielmehr erfahren wir streits stattgefunden. In Turin hat die Arbeit überall gericht, von Bülow ist heute vormittag um 9%, Uhr hier durchgefahren. von zuständiger Seite, daß die deutschen Schiffe entsprechend auch die Straßenbahnarbeiter haben sich dem Streit Ein zweiter Sonderzug mit den Botschaftern Desterreich Un- ben Bestimmungen der Haager Abkommen behandelt werden, gefchloffen. Die Polizei ist in die Arbeitskammer garns und der Türkei eine Stunde später. Der preußische und und daß deutsches Eigentum entsprechend dem Völkerrecht weder eingedrungen, hat Möbel, Bilder usw. zerschlagen, Gelder beder Bayerische Gesandte beim Vatikan, welche sich im Zuge des beschlagnahmt, noch sonst beeinträchtigt wird. Fürsten Bülow befanden, sind hier im Grand Hotel abgestiegen. Lugano, 25. Mai. von Rom ging um 91 ( W. T. B.) Die Abreise des Fürsten Bülow Uhr abends vom Hauptbahnhof ohne jeden Schwedische Blätter über Italiens Kriegserklärung. " ant alt schlagnahmt, alle Anwesenden, zwei Abgeordnete inbegriffen, ver haftet. In San Giovanni Valdarno, wo Eisen- und Stahlindustrie vorherrscht, hat ein großer Demonstrationsstreit statt gefunden. Die Arbeiter wanderten aus einer Fabrik in die andere, 1 sum ihre Kollegen zur Arbeitsniederlegung zu veranlassen, was ihnen Zwischenfall vor sich. Der Sonderzug bestand aus Salonwagen, mich auch gelang. In Piombino ist ebenfalls der Generalstreit auf den Speisewagen und Schlafwagen, sowie mehreren Wagen erster und zweiter Klasse. In demselben Zuge mit Fürst und Fürstin Bülow der dreiverbandsfreundliche Sozialdemokrat", ber- gefunden. In Prato- reich an Textilindustrie Stockholm, 25. Mai.( W. Z. B.) Sämtliche Blätter, sogar 29. Mai beschlossen worden, und große Versammlungen haben stattward beschlossen, fuhr auch der preußische Gesandte am Vatikan ab, urteilen die Treulosigkeit Italiens. Stockholm Dagblad" um 6 Uhr abends eine Versammlung abzuhalten. Da ein großes da die Geschäftsführung der deutschen Missionen beim Ba- schreibt: Italiens Eingreifen in den Krieg ist die Frucht aufgebot von Militär die Stadt fast in einen Belagerungszustand titan nach Zugano verlegt wird, während die Fiktion aufrecht einer faltblütigen, strupellosen Spekulation; feiner der ver- verfekte, telephonierte der Sefretär der Arbeitstammer an die Ver erhalten wird, als verblieben die Gesandtschaften selbst in Rom. antwortlichen Männer Italiens hatte den moralischen Mut, trauensleute in den Fabriken, die Versammlungen seien nicht mehr Deshalb reiste in einem zweiten Sonderzug, der dem bayerischen aufzutreten, um an die Bundespflicht und die abzuhalten. Trotz dieser Mahnung verließen die Arbeiter die Gesandten am Quirinal, von der Tann, zur Verfügung gestellt war, Treue für ein gegebenes Versprechen zu zu erinnern. Fabriken und hielten um halb sechs Uhr eine große Protestauch der bayerische Gesandte am Vatikan, Baron Ritter. Das Be Das ganze ist ein Versuch, Gewinne und Eroberungen bersammlung ab. In Santa Croca fand ebenfalls ein Generalstreit nehmen der italienischen Bevölkerung, sowohl bei und allein mit seinen Machtmitteln niemals erreichen würde. 10 000 Frauen und Männer teil. In Suzzara ergriffen die Frauen eine die Italien unter normalen Verhältnissen statt. In Rimini nahmen an der Demonstration nicht weniger als der Fahrt zum Bahnhof, wie bei Abfahrt des Zuges, war Daß die italienischen Staatsmänner dabei den Jahrzehnte alten Fahne und veranstalteten eine Demonstration. Lauter Protest, must ergültig. Reiner der mehr als 150 Deutschen, die mit den Bundesvertrag, aus welchem Italien nachweislich bedeutende Schluchzen und Drohungen der Proletarierinnen übertönten oft die beiden Zügen abreisten, wurden belästigt. Die Fahrt verlief ohne Vorteile gezogen hat, als einen wertlosen Fezen Papier be- Rebe der Arbeitersekretärin Goia. Vom Norden bis zum Süden, Zwischenfall. handeln, zeugt für die Abwesenheit moralischer und ethischer bon Legnano bis Aquila, von der Lombardei bis tief in die Gesichtspunkte. In allem, was man in den letzten Monaten an abruzzen, haben zahlreiche Versammlungen und Demonstrationen Umwertung von Werten erlebt hat, gibt es faum etwas, das stattgefunden. Die Regierung und die kriegschürenden Helden haben der Schweiz. an brutaler Rücksichtslosigkeit mit der auch in der letzten Stunde die Stimme des Volkes vernommen. italienischen Politik verglichen werden kann, deren Ergebnis diese Desto schlimmer für sie, wenn sie das Volk trogdem in den blutigen Beru, 25. Mai.( W. T. B.) Amtliche Mitteilung. Die Kriegserklärung ist. Punica fides hieß es früher, Abgrund des Krieges stoßen. Allseitige Betonung der Neutralität zu machen, Deutsche Reichsregierung und die. und. Dester Italica fides sollte man es nun nennen." Svenska Morgenreichisch Ungarische Regierung haben dem Bundesbladet" nennt Italiens Politik eine Camorra- Politit. Die Westlicher Kriegsschauplatz. " *** Der französische Tagesbericht. rat mitgeteilt, daß sie selbstverständlich die bei Kriegsausbruch ab- Weltgeschichte, sagt das Blatt, hat soviel schwarze Blätter, gegebenen Erklärungen einer strengen Beobachtung der aber Italien hat die im zwanzigsten Jahrhundert besonders schweizerischen Neutralität auch unter den durch die Be- zweifelhafte Ehre, ein neues schwarzes Blatt beschrieben zu teiligung Italiens am Kriege veränderten Verhältnissen aufrecht haben; ein Raubfrieg gegen seine Verbündeten, das wird. erhalten. wahrscheinlich das Urteil der ganzen neutralen und zivilisierten Paris, 25. Mai.( W. T. B.) Amtlicher KriegsZwischen der italienischen Regierung und dem Bundesrat hat Welt sein. Aehnlich ist die Sprache der übrigen Blätter, bericht von gestern nachmittag. An mehreren folgender Notenwechsel stattgefunden: unter denen Sozialdemokraten" darauf hinweist, daß der Stellen zwischen Steenstraete und pern unternahm Erklärung der Königlich Italienischen Regierung. Die eKrieg gegen den Willen des italienischen Volkes in Szene der Feind Angriffe, nachdem er zuvor erstickende Gase in gierung Seiner Majestät legt Wert darauf, dem Schweize- gesetzt worden sei. Nya Dagligt allehanda" erklärt: Ein Anwendung gebracht hatte. Diese Angriffe wurden zurückrischen Bundesrat die Erklärung betreffend die ewige Neuschlimmeres Sammelsurium hat man wohl nie in einem welt- geworfen. Im Gebiete nördlich Arras dauerten dic tralität der Schweiz und die Unverlegbarkeit historischen Dokument gesehen, als in der italienischen Kriegs- Kämpfe die ganze Nacht fort. Wir machten 120 Gefangene. schweizerischen Gebietes, die die Königliche Regierung erklärung; dieses Attenstück ist ein Schlag ins Gesicht, oder, Nördlich des Dorfes Neuville- Saint Va a st unternahm die Ehre hatte, ihm unter dem Datum des 19. August 1914 au um in italienischem Stile zu reden, der brutale Dolchstoß der Feind mehrere Gegenangriffe, welche durch unser Feuer überreichen, zu bestätigen. Die Regierung Seiner Majestät eines Straßenräubers von hinten.- Aftonbladet" bedes Königs von Italien ist fest entschloffen, in Hinsicht auf die wundert die Ruhe, mit welcher die Ariegserklärung Italiens angehalten wurden. Der Artilleriekampf dauert mit Heftigkeit Schweiz alle ihre Pflichten als Kriegführende auf das peinlichste in Deutschland aufgenommen worden ist. Der militärische fort. Neuere Nachrichten lassen die Ausdehnung der Schlappe und loyalfte zu beobachten. Sie wünscht bei dieser Gelegenheit, Mitarbeiter von„ Svenska Dagbladet" meint, daß das Ein- hervortreten, welche die Deutschen am Abend des 22. Mai dem Gefühl ihres Vertrauens Ausdruck zu geben, welches ihr die greifen Italiens taum eine größere Umwälzung zugunsten des und in der Nacht vom 22. zum 23. Mai in diesem Gebiete in der Note der Schweizerischen Regierung vom 26. August ent- Dreiverbandes hervorbringen wird. erlitten. Trotz der bedeutenden, in aller Eile herbeigeführten " Verstärkungen, trotz der Straft des zwei- oder dreimal er- lagerung. Dieſe ſcheint ja guten Fortgang zu nehmen, aber not. Für 20 Millionen Dollar rauchlofes Pulver neuerten Vorstoßes mißlangen dem Feinde alle Versuche. Er wendigerweise geht es langsam, und wir haben nicht viel Zeit zu verschwenden. Die„ Nachrichten aus Galizien sind erlitt beträchtliche Verluste. Auf der übrigen Front ist nichts entschieden nicht gut", und durch ihren Angriff hier machen die an die Alliferten. zu melden. Deutschen im voraus unseren Erfolg an den Dardanellen und New York( über Kopenhagen), 25. Mai.( T. U.) Einen riesigen Paris, 25. Mai.( W. T. B.) Amtlicher Striegsbericht von die militärischen Ergebnisse der Intervention Italiens tett. Auftrag für rauchloses Bulver hat die Heroules Powder Co. in Gehen die deutschen Erfolge über Rußland einen Wilmington( Delaware) von einer der kriegführenden Mächte der gestern abend. Zwischen Nieuport und pern Monat jo weiter, so können die Russen ihre Ver Alliierten erhalten. Aus zuverlässiger Quelle verlautet, daß seine lebhafter Artilleriekampf, welcher durch ein wirksames Feuer luste, bis die beste Zeit des Sommers borbei ist, Höhe 20 Millionen Dollar beträgt. Die beiden Fabriken, die von unserer schweren Artillerie gegen die Werften von nicht wieder gutmachen, selbst wenn die Einnahme der der Du Pont Company ins Leben gerufenen Gesellschaft, in WifDardanellen sie von aller Sorge um die Munition befreite. Das Raversyde( südwestlich Ostende) hervorgerufen würde den Deutschen Luft geben gegen Italien und den Westen, und mington und Dover( New Jersey) sind Tag und Nacht feit der wurde. Nördlich La Bassée zeitigten die Angriffe der bann kommen die Balkanstaaten nicht dazu. Die Deutschen spannen Ausführung der Lieferung beschäftigt. englischen Truppen neue Fortschritte. Nördlich Neu- alle Nerven an zu heftigen Schlägen gegen Rußland, bevor etwas ville und Saint Vaast versuchten die Deutschen mit Ernstes in den Dardanellen geschieht. Wir aber dürfen nicht mit Belagerungsoperationen Zeit verlieren, wo nur rasche und entscheidende sehr bedeutenden Kräften einen Angriff. Japans Kompromiß mit China. London, 25. Mai.( W. T. B.) Das Reutersche Bureau unter unser Artilleriefeuer genommen, und der Angriff wurde Erfolge den Ruffen Hilfe bringen und wir in Flandern jeden Mann meldet aus Tokio: Der Minister des Aeußern Baron Kato fofort zum Stehen gebracht. Ergänzende Berichte ergeben die Bedeutung unseres gestrigen Erfolges nordöstlich der Lorettotapelle. Wir vernichteten in erbittertem Bajonettkampf die Kräfte, welche uns gegenüberstanden und erbeuteten mehrere Maschinengewehre. Auf der übrigen Front nichts Neues. Frenchs Meldung. Kanone Der türkische Krieg. Die Kämpfe auf Gallipoli. Konstantinopel, 24. Mai.( W. T. B.) Das Hauptquartier meldet: In der Nacht vom 22. zum 23. mai versuchte der Feind, London, 25. Mai.( W. T. B.) Feldmarschall sich unserem linken Flügel zu nähern, wurde aber mit Verlusten für Unsere Artillerie brachte ihn zurüdgewiesen. French berichtet von gestern: erklärte im Parlament in Beantwortung von Interpellationen: Die Regierung hat ein Kompromiß mit China geschlossen, um den Krieg zu vermeiden. Die Rüdgabe Siautschous war beschlossen, che die Verhandlungen eröffnet wurden. Keine fremde Macht hatte eingegriffen. London, 25. Mai.( W. T. B.) Das Reutersche Bureau meldet aus Peking: Die Vereinigten Staaten haben, wie schon durch Blättermeldungen angedeutet wurde, heute drei deutsche Batterien zum Schweigen. Destlich Am 23. früh wurde ein feindlicher Kreuzer vor Kaba hier eine Note überreichen lassen, in der es heißt, Amerika pern entwickelten die Deutschen frühmorgens Infanterie- Tepe durch das Feuer unserer Artillerie schwer beschädigt tönne kein Abkommen zwischen China und angriffe unter dem Schute giftiger Gase, während ihre und außerdem von zwei Flugzeugbomben getroffen. Er Japan anerkennen, das die Vertragsrechte wurde von fünf Kriegsfahrzeugen weggeschleppt. der Vereinigten Staaten und ihrer Bürger Artillerie gleichzeitig mit Stickgasen gefüllte Geschosse abfeuerte. Gestern in Ari Burnu und Sedd ul Bahr teine in China und die politische und territoriale Unsere Truppen waren gezwungen, einige Laufgräben zu Sampfhandlung. Integrität Chinas oder die Politik der räumen. Der Feind drang an ein oder zwei Die feindlichen Verluste an Toten und Verwundeten während offenen Tür verlege. Eine gleichlautende Note wurde Stellen durch unsere Glieder. Der Kampf dauert der Schlacht von Sedd ul Bahr am 22. Mai belaufen sich Japan überreicht. noch an. Zwei Teile der ursprünglichen Linie wurden zu- auf mehr als 4000 Mann. rüderobert. Deutsches Flugzeug über Paris. Gestern beschossen die feindlichen Schiffe unsere Infanterie stellungen an beiden Seiten des Einganges zur Meerenge schwach und wirkungslos. Eine unserer Batterien zerstörte eine feindliche Batterie bei Sedd ul Bahr. Nichts Wichtiges auf den übrigen Kriegsschauplägen. Der chinesisch- japanische Vertrag unterzeichnet. Peking, 25. Mai.( W. T. B.) Meldung der Peters. burger Telegraphenagentur. Der chinesisch- japanische Vertrag Das englische Schlachtschiff„ Triumph" ist heute nachmittag um drei Uhr unterzeichnet worden. Das engliſch gesunken. Konstantinopel, 25. Mai.( W. T. B.) Das HauptKriegsbekanntmachungen. Paris, 24. Mai.( W. T. B.) Der Temps" berichtet, daß ein deutsches Flugzeug, welches vorgestern Paris überflog, acht Bomben warf. Fünf fielen in die Nähe des Eiffelturms, eine davon mitten in eine Scar spielender Kinder, glücklicherweise ohne zu plagen. Es wurde nur sehr wenig Schaden verursacht. Das Flugzeug überflog fodann Javel und warf noch drei Bomben, welche in der Rue Chasseloup Laubat niederfielen, ohne größeren Schaden anzurichten. Nach wenigen Minuten entfloh das Flugzeug, da sechs franzöfifche quartier teilt mit: Heute nachmittag ist das englische Schlachtschiff Verstärkte Beschränkungen für den Post, Telegraphen Flugzeuge zur Verfolgung aufgestiegen waren. Triumph" im Golf von Saros vor Ari Burnu tor= An der Dardanellenfront Das Flugzeug war so untenntlich gemacht, daß es einem frango- pediert worden und gesunken. fischen Voisinzweideder ähnlich sah und erst erkannt wurde, als die und auf den anderen Kriegsschauplätzen hat sich gestern nichts WesentBomben fielen. liches ereignet. " Triumph" stammte aus dem Jahre 1903, hatte 12 180 Tonnen Wasserverdrängung und 700 Mann Besatzung. Die englischen Verluste. London, 25. Mai.( W. T. B.) Die neueste Verlust liste gibt die Verluste an Offizieren auf 320, an Unteroffizieren und Mannschaften auf 3450 an, darunter fast 500 vom Linienschiff „ Goliath". gingen, leistete der Sache der Alliierten einen grausam schlechten Russisches Panzerschiff torpediert. Dienst. Daily Mail" berechnet in einem Leitartikel, in dem das Die J. L. P. gegen Hendersons Eintritt Blatt Lord Kitchener erneut angreift, daß die Engländer täglich zweihundert Mann an Toten und Verwundeten verlieren. Oestlicher Kriegsschauplah. in das Kabinett. und Fernsprechverkehr mit dem Auslande. Der Postverkehr zwischen Deutschland und Italien ist gänzlich eingestellt und findet auch auf dem Wege über andere Länder nicht mehr statt. Es werden daher feinerlei Bostsendungen nach Italien mehr angenommen, bereits vorliegende oder durch die Briefkasten zur Einlieferung gelangende Sendungen werden den Absendern zurückgegeben. Der private Telegraphen- und Fernsprechverkehr nach und von Italien ist ebenfalls eingestellt. Der Staatssekretär des Reichs- Bostants. Kractte. Konstantinopel, 25. Mai.( W. T. B.) Die Nachricht vom Verlust des Panzerschiffes der russischen London, 25. Mai.( W. T. B.) Der Kriegskorrespondent John Flotte im Schwarzen Meer, Panteleimon" war bis Buchanan meldet den„ Times" aus dem britischen Hauptfest nur aus ausländischen Telegrammen bekannt. Nun erst Der Briefverkehr mit Amerika. quartier: Der Feind befist eine erstaunlich mächtige wird hier amtlich mitgeteilt, daß diefes Panzerschiff zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von America Wegen völliger Unterbrechung des direkten Schiffsverkehrs Maschinerie, und wenn wir uns nicht eine Maschinerie von von einem türkischen Unterseeboot berjentt tommt für Briefe im Verfcht zwischen beiden Ländern bis auf gleicher Kraft verfchaffen können, wird er die überlegene Gefechte worden ist. Die Türkei hat das Vorhandensein dieses Unter- weiteres die ermäßigte Brieftare nicht mehr zur Anwendung, die Verkehr fraft unserer Soldaten zunichte machen. aus einer großen Zahl schwerer Geschütze und Maschinengewehre Tätigkeit bekannt war. Die Maschinerie besteht feebootes bisher verheimlicht, solange nicht ein Ergebnis seiner Sendungen sind vielmehr bis zur Wiederaufnahme des regelund einem anscheinend unbegrenzten Vorrat hocherplosiver Geschosse. mäßigen Dampferverkehrs allgemein den Portosäßen des Weltpoftvereins unterworfen. Wer das Märchen aufbrachte, daß den Deutschen die Geschosse ausAuskunftsstelle für Verwundete in der Provinz Posen. Wir werden gebeten, erneut darauf hinzuweisen, daß zur beschleunigten Vermittelung von Nachrichten über verwundete und franke Militärpersonen für die Provinz Posen im Königlichen Oberpräsidium in Posen eine Auskunftsstelle über Verwundete, die London, 25. Mai.( T. U.) Da es nun sicher ist, daß in Lazaretten der Provinz Posen liegen, besteht. Diese Einrichtung der Abgeordnete Henderson in die neue Regierung ein- foll es den Angehörigen unserer verwundeten und erkrankten tritt, so werden bei der Unabhängigen Arbeiter- Arieger ermöglichen, den Aufenthaltsort ihrer Lieben, von denen partei gegenwärtig Erwägungen darüber angestellt, ob sich sie wissen oder annehmen, daß sie verwundet oder erkrankt sind, Der russische Generalstabsbericht. nicht die Unabhängige Arbeiterpartei vollständig von zu ermitteln. Anfragen find zu richten an die Auskunftsstelle über der Arbeiterpartei scheiden soll. Der, Labour Verwundete in der Provinz Posen" in Bosen O 1, Taubenstraße 1. Petersburg, 25. Mai.( W. T. B.) Bericht des russischen Leader", das Blatt der Unabhängigen Arbeiterpartei ſagt, Städte- Ansichten und Ansichtskarten. Generalstabes. In der Gegend von Szawle halten unsere Truppen daß ein einziger Minister in einem liberal- fonservativen Berlin, 24. Mai.( W. T. B.) Auf dem Umtege über das die Linie der Flüsse Windeh und Dubissa in beträchtlicher Aus- Stabinett nicht genügen fönne, um den Kampf gegen die neutrale Ausland ist von feindlicher Seite wiederholt der Versudy dehnung besest. Am Unterlaufe der Dubissa wurde unsere Front Monopolisierung der Arbeits- und Nahrungsgemacht worden, Ansichten deutscher Städte, namentlich Süd- und Westdeutschlands, durch Buchhändler usw. aufzukaufen. hedeutend nach Westen vorgeschoben. In Galizien zwangen wir mittelausbeutung führen zu können. den Feind durch Gegenangriffe, nach und nach zur Defensive fast Die Unzufriedenheit in der Arbeiterpartei über die Teil- Gewünscht werden besonders solche Bilder( Ansichtskarten), die für an der ganzen Front überzugehen. Gine Ausnahme bilden ein- nahme an der Regierung ist in ständigem Wachsen begriffen. kennzeichnend sind, wie Kirchen, Burgen, Ruinen und andere in Stadt und Umgebung durch ihr besonders auffallendes Gepräge zelne Abschnitte bei Warcheil, Bodwolina, Gustowo, wo der Feind In einem zweiten Artikel gibt der„ Labour Leader" erneut die Augen fallende Bauwerke. Offenbar sind diese Bilder dazu 22. Mai erfolglos anzugreifen versuchte. Die Offen- feiner Mißstimmung hierüber Ausdruck, und im Hinweis bestimmt, feindlichen Fliegern die Orientierung five, mit der wir in der Nacht vom 22. Mai längs des Dnjeste darauf, daß die Partei hierdurch an eine Politik gebunden zu erleichtern. G3 muß daher dringend davor gewarnt werden, begonnen haben, entwidelte sich am nächsten Tage sehr sei, die den Krieg mit allen Mitteln fortsetzen wolle. Hier- diesem Ansuchen Folge zu geben. Auch wird es sich empfehlen, bei erfolgreich trok feindlicher Gegenangriffe. Nach einem Kampfe durch werde die Partei daran gehindert, eine der Versendung von Ansichtskarten nach dem Auslande entnahmen wir die Dörfer Alt- und Neu- Burosis, Tschernikoff, Lösung des Kriegsproblems anzustreben, sprechende Vorsicht zu beobachten. Dolobovo und einen Teil des Dorfes Ostrova, machten dort im gemäß der Grundsätze, die seit Jahren auf den KonLaufe des Tages mehr als 2200 Gefangene, worunter 40 Offiziere, greffen der Partei und der Arbeiterverbände aufgestellt und erbeuteten mehrere Dußend Maschinengewehre sowie reiches worden sind. Striegsmaterial. In der Gegend jenseits des Dnjestr herrscht Ruhe, mit Ausnahme des Abschnittes zwischen Tschetschva und Lomniha, mo der Feind in der Nacht vom 23. Mai einen vergeblichen Versuch machte, uns anzugreifen. am Bulgarische Neutralität. " Letzte Nachrichten. Aufgehobene sozialistische Konferenz. Abreise des italienischen Generalstabes. Chiaffo, 25. Mai.( T. U.) Am Sonnabend abend reiste der Italienische Deserteure. Budapest, 25. Mai.( T. U.) Das Organ der bulgarischen ReIn der Pfingstfihung der Geschäftsleitung der schweize gierung, Narodni Brava", betont, einer Meldung aus Sofia zu- rijden Sozialdemokratie wurde mitgeteilt, daß die folge, daß niemand von Bulgarien erivarten könne, daß es inter- für den 30. Mai einberufene Konferenz gegen den Eine englische Betrachtung über Galizien ein Recht. Im utro" betont Ministerpräsident Radoslawow, daß 2änder wegen ungenügender Beteiligung beniere. Hierzu haben weder die Entente noch die Bentralmächte Krieg der Sozialdemokraten der neutralen und die Dardanellen. Bulgarien keine Veranlassung habe, seine Politik nach jener Italiens nicht zustande gekommen ist. einzurichten, Bulgarien habe teine gemeinschaftlichen Interessen Manchester Guardian" vom 20. Mai spricht in einem unverändert sei, interessiere weit mehr das Verhältnis zwischen mit Italien. Die öffentliche Meinung Bulgariens, dessen Neutralität Leitartikel offen aus, daß die Lage der Russen zeige, wie„ töricht" Rußland und Serbien. Nach einer Mitteilung des Sofioter Mir" es set, anzunehmen, daß die deutschen Berichte notwendiger- hat, wie aus Bufarest gemeldet wird, die Entente Bulgarien neuer- Generalstab von Rom ab. Ministerpräsident Sonnino geleitete den weise ein Gewebe von Unwahrheit feien. Ihre Nachrichten dings Anträge für den Anschluß gemacht. Bulgarien erhielte danach, Generalstabschef zum Bahnhof. Beide umarmten und füßten sich von den strategischen Erfolgen über die Ruffen falls es sofort im Interesse der Entente in eine Aftion tritt, alle stürmisch unter dem Jubel des Publikums, das endlose Hochrufe sind immer wahr gewesen. So war es auch jest mit jenen Gebiete, welche es 1918 verloren habe, wofür England und ausbrachte. dem deutschen Durchbruch südlich Krakau der Fall. Das Ergebnis Rußland die Garantie übernahmen. war das von den Deutschen erhoffte, daß die Russen zur Aufgabe von Ungarn gezwungen werden, einige von ihren Kolonnen faum der Umzingelung entgingen und es jetzt jogar fraglich ist, ob fie am San stehen bleiben werden können. Die Deutschen behaupten, den Flußübergang nördlich des San erzwungen zu haben, Athen, 25. Mai.( T. U.) In gut unterrichteten Streifen wird und die Russen geben das zu. Wenn die Ruffen nur ein paar Tage betont, daß die griechische Regierung auch weiterhin in ihrer Politik trotz der sehr schweren Verluste auf dem Rückzug" standhalten, so der Neutralität verharren wird, in der Ueberzeugung, daß die Einfönnen sie genug Reserven heranbringen. Aber wir wollen uns mischung Italiens in den Krieg keine neue, für die Interessen feiner Täuschung darüber hingeben, was ein deutscher Uebergang Griechenlands schädliche Situation schaffen wird. Nur die Greig über den San bis zur Mündung in die Weichsel bedeuten würde. niffe am Balkan, die die Situation verändert erscheinen lassen, Die Ruffen würden dann dahin zurückgehen müssen, wo sie zu Be- könnten die bisherige Haltung der griechischen Regierung beeinginn des Krieges waren. Auch an den Dardanellen schreitet der Erfolg langsamer vor fluffen. Man rechnet hier mit der Fortjehung der Friedenspolitik und tommt teurer zu stehen, als wir erhofft hatten. Die Hoffnung Rumäniens infolge der letzten russischen Niederlage und hält aus auf den Landangriff hat ebenso getrogen wie die auf einen reinen verschiedenen politischen und finanziellen Gründen eine Aufgabe Angriff zur Sec. Die Operationen sind jetzt einfach eine Be- der Neutralität durch Bulgarien für unwahrscheinlich. ITTON Griechenlands Haltung. Genf, 25. Mai.( T. U.) Den Luganver Zeitungen zufolge, befanden sich am 22. Mai abends auf schweizerischem Bundesgebiet über 1500 geflüchtete italienische Heeresangehörige als Deserteure. Die Unruhen in Portugal. Paris, 25. Mai.( W. T. B.) Eine Meldung des New York Herald" aus Lissabon besagt: In Portugal haben die Unruhen von neuem begonnen. In den meisten Städten treiben bewaffnete Banden ihr Unwesen. Man fürchtet, daß am 7. Juni, dem ersten Wahltage, neue Unruhen ausbrechen werden. Der spanische Kreuzer" Espana" bleibt in Lissabon, bis die Lage wieder normal ist. In der Zeit vom 14. bis zum 16. Mai sind über 500 Personen getötet worden. B Codes- Anzeigen K> Dem Undenten unferer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Genoffen! Am 11. Mai ffel unser braver Genosse, der Gruppenführer ( Gruppe II) Bildhauer Georg Mentzel im Alter von 31 Jahren. 12/19 Sozialdemokrat. Kreis- Wahlverein Niederbarnim, Bez. Lichtenberg. Am 13. Mai starb infolge seiner Verwundung unser treues Mitglied, der Schloffer Hans Wagner im Alter von 34 Jahren. 194/18 Sozialdemokratischer Wahlverein Zeuthen- Miersdorf. Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. Am 24. Mai verstarb unser Barteigenosse, der Werkzeugmacher Emil Wolff Rehfestr. 4, 17. Bezirk. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 28. Mai, nachmittags 4 Uhr, auf dem Neutöllner Gemeindefriedhof, Mariendorfer Weg statt. Um rege Beteiligung ersucht 237/7 Der Vorstand. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Hausdiener Julius Wetzel von der Firma Schwarz u. Fröhlich am 21. d. Mts. im Alter von 58 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 64/5 Die Bezirksverwaltung. Ilgemein- Verfchiedenes Truftreia Cigarettenfabrik. MANOLI ZIGARETTEN * Deutschlands führende Marke BOSNIA CIGARETTEN Etwas ganz Besonderes Company Berlin N. 20 Pankstr. 65. Zentralverband der Zimmerer Deutschlands. am Zahlstelle Königs- Wusterhausen. Ms Opfer des Weltkrieges fiel 9. Mai unser treues und langjähriges Mitglied, der Zimmerer Reinhold Beuhtke im Alter von 43 Jahren. Ehre seinem Andenken! 254/5 Der Vorstand. Berlin- Lichterf elder Männerchor. M. d. D. A.-S.-B. DenSangesbrüdern die traurige Nachricht, daß unser langjähriges, treues Mitglied, der Sanges. bruder 59/1 Martin Strasas am 7. Mai im Etappenlazarett verstorben ist. Wir werden ihm allezeit ein ehrendes Andenken bewahren. Erscheint 2 mal wöchentlich. Thanomen MONA Die cu 33 neue LISA Qualitäts Cigarette Bäcker- u. Conditoreien Gust. Heintschel, Hlaveltergerstr. 26 Otto Hoff, Chorinerstr. 13. F. Kiesewetter, Schivelbeinerstr. 16. R. Klinke, Weißens., Lehderst.120. R. Kleiner, Schulstr. 102 Felix Kynast, Dänenstr. 5. Carl Lindenberg, Lychenerstr. 4. G. Meier, Grüner Weg 27. P. Müller, Willibald- Alexisstraße 43. G.Münch, Reinickendorf, Provinzstr.111. Gustav Nielson, Lindowerstr. 9 J.H.Popp, Amendestr.104, Reinlckend.- Ost. Fr. Pribyl, Osnabrückerstr. 26. Osw. Rauhut, Gürtelstr. 27 Gust. Rautenberg, Metzerstr. 11 Fritz Richter jr., Liebenwalderst.13 Paul Schmoll, Amsterdamerstr.9. Adolf Schulz, Florastr. 78 Pank. Filialen in allen Turban Stadtteilen. Fordert KADDA- Cigaretten H. Saunus, Allensteiner Str. 26. nur Kressin Raucht Herbstoli Cigaretten Alkoholfr. Getränke E. Weber, Provinzst.99, Reinicke nd.- 0 Karl Weinholz, Kamerunerstr. 57. Emil Werk, Samariterstr. 8. Otto Wolff, Treptow, Krüllst. 16 Fern von der Heimat und von seinen Lieben starb am 12. Mai den, Heldentod fürs Vaterland mein geliebter Mann, der fürforgende Bater seines Söhnchens, unser unvergeßlicher herzensguter Sohn, der Gefreite der Reserve Richard Haese im blühenden Alter von 25 Jahren. Jm tiefsten Schmerze Frau Meta Haese geb. Ewert und Sohn. Familie Karl Haese, als Eltern, Buttmannstr. 19. In der Blüte der Jugend, In der Fülle der Krait, Hat des Feindes Kugel Dich hingerafft. Nun bist du gefrönt Nach blutigem Streit, Mit der Krone des Lebens, In Ewigkeit. 69A Ihm der Friede, uns der Schmerz. Gesangvertin Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Baters, des Schlossers Emil Casprich fagen wir allen Verwandten, Freun den, Bekannten, insbesondere der Ortsverwaltung der Allgemeinen Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter, V. a. G. Hamburg, Filiale Berlin 7, dem Deutschen Metallarbeiterverband, den Beamten und Kollegen der A. E.-G. von Bf. I und Gf. 8, sowie den Kolleginnen aus hf. I und Af. 3 und aus Fa. Hildebrandt u. Sohn unseren innigsten Dank. 1769b Geschwister Casprich. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres sorgsamen Vaters, des Schleifers Karl Bethmann 89A sagen wir allen Freunden und Befannten, dem sozialdemokr. Wahlverein und seinen ehemaligen Arbeitsfollegen unseren besten Dank. Witwe Berta Bethmann und Kinder. Berlin Weißensee. Ziehung 8., 9., 18., 11., 12.' uni Yorwärts- Frohsim, Lichtenberg Geld Lotterie Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Sangesbruder, der Unteroffizier der Landwehr Gustav Mai am 1. Mai infolge Verwundung im Feldlazarett gestorben ist. Ehre seinem Andenken! 59/2 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin: Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Former Hermann Vehse am 22. d. Mts. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 26. d. Mts., nachmittags 32 Uhr, von der Leichenhalle des Mariendorfer Friedhofes aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. 114/8 Die Ortsverwaltung. zum Ausbau der Veste COBURG 360000 Lose, 17553 Geldgewinne Mk.: 360000 100000 50000 Hauptgewinne mark Nur Bar Geld. 10000 5000 Coburger Geld- Lose à 3 Mk. Porto und Liste extra 30 Pfg. FriedrichH. C. Kröger Berlin W. 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Dreiberbandes auf diesem wichtigen Gebiete zu finden, schon vor einiger Zeit ausführlich dargetan, so daß wir nicht vorgearbeitet hätte. So müssen wir fühlen jetzt nicht noch einmal darauf zurückkommen brauchen. Abg. FuhrSinnes damit rechnen, daß die scheinbaren Gegensätze zwischen mann hielt es für angezeigt, auch der Zabern Affäre zu geSerbien und Stalien und zwischen Serbien und Rußland bereits denken, und zwar mit folgenden Worten: sorgsamer Behandlung unterzogen wurden. Auch sollte uns die Wirkung des großen westgalizischen Erfolges der verbündeten Waffen auf Rumänien nicht sorglos stimmen, und wir sollten uns bewußi bleiben, von wie großer Bedeutung bei den gegenwärtigen Entwicklungen auf dem Balkan der endgültige Entschluß König Ferdinands von Bulgarien werden muß.. " Ich brauche nur das eine Wort„ Zabern" auszusprechen, um bei dem Wort nochmals dem damaligen Kriegsminister v. Falkenhayn Dank zu sagen, daß er den Mut hatte, in einem Parlament, das vor Aufregung die Selbst besinnung berlor, sich die Worte nicht nehmen zu lassen, die er treffend über den inneren Sinn des Falles Zabern damals fagte." Das Eingreifen Italiens neun Monate nach Beginn des großen europäischen Krieges lenft erklärlicherweise die allgemeine Aufmerksamkeit auf die Tätigkeit der Diplomatie, der bei den heutigen Zuständen die formelle Regelung der Beziehungen zwischen den Völkern zufällt. Man kann nicht Die Kraft der Zentralmächte ist groß, und die 2 a ft ist groß. fagen, daß in irgend einem Lande allgemeine Zufriedenheit die sie zu bewältigen haben. Es kommt darauf an, beide Aus naheliegenden Gründen versagen wir uns heute ein Einmit den Leistungen der zünftigen Diplomatic herrsche und der Gewichte auszubalancieren. Das ist die ge- gehen auf die Babern- Angelegenheit und ihre Behandlung im BarlaWunsch nach von der Sozialdemokratie seit jeher geforderten waltige Aufgabe, die allein staatsmännisch zu ment, insbesondere auch auf das Verhalten des damaligen KriegsAbschaffung der Geheimdiplomatic wird daher in breiten Lösen ist." ministers von Falkenhayn. Dagegen wollen wir nur daran erKreisen des Volkes reger. Herr v. Gerlach gibt dem EmpAuf einen ähnlichen mahnenden Ton sind Ausführungen erinnern, daß auch der engere Parteifreund Fuhrmanns, der finden breitester Schichten nur vollen Ausdruck, wenn er an- der ,, Deutschen Tageszeitung" mit der Ueberschrift Die Be- nationalliberale Abgeordnete van Caller im Reichstage knüpfend an die Lösung des Dreibundsvertrages in der„ Welt deutung des Augenblickes" abgestimmt. Es heißt dort u. a. Bu denen gehörte, die vor Aufregung die Selbstbesinnung veram Montag" schreibt: „ Wir gelangten zu dem Ergebnis, daß natürlich immer loren"; er richtete gegen den Reichskanzler und den Kriegsminister im Rahmen der militärischen Möglichkeit die Politik sehr energische Worte, die Herrn von Falkenhayn zu einer richtunggebend auch während des Krieges und teil besonderen, nicht gerade glüdlichen Entgegnung verweise für die Kriegführung selbst arbeiten müsse. anlaßten." Der gegenwärtige Augenblick dürfte gerade nach dieser Richtung sehr merkwürdig ausgelegt und die angekündigte„ NeuDa von den rechtsstehenden Parteien der ,, Burgfrieden" " Erst in dem Augenblick erfahren wir etwas von dem DreiBundsvertrage, wo er zerrissen wird! Volle 33 Jahre hat er unsere äußeren politischen Geschicke bestimmt. Während dieser ganzen Zeit kannten nur ganz, ganz wenig Eingeweihte jeinen Inhalt. Solange er wirkliches Leben war, durften die von ihm regierten Völker nur Vermutungen über ihn anstellen. Jetzt, wo er tot ist und damit nur noch historischen Wert befißt, gestattet man einen Einblick in das interessante Aftenstück. Die Geheimkunst der Diplomatic ist das übelste Ueberbleifel des verflossenen Absolutismus. Ein Ueberbleibsel, das sich mer! würdigerweise aus den Zeiten des Absolutismus her selbst in die demokratischsten Staatsgebilde hinübergerettet hat... Der heutige Zustand ist doch offensichtlich ein Unding; in der inneren Politik hat das Parlament über alles und jedes, über das Wichtigste und Unwichtigste, zu entscheiden. In der äußeren Politik bertraut man ihm nur Dinge an, die an der äußersten Peripherie der allgemeinen Interessen liegen, 3. B. die Einzelheiten der Kolonialabkommen mit fremden Mächten. Das Volt hat mitzureden, wenn über eine Körordnung für Ziegenböcke oder über die Erwerbung eines Sumpfgebietes am Rongo entschieden wird. hin von höchster Bedeutung sein." " " Die Presse wird jekt nur wenig über die Politit, die ihr orientierung" in der Richtung nachträglicher blinder Anam meisten im Interesse Deutschlands zu liegen scheint, sagen erkennung aller bisher von den linksstehenden Parteien bedürfen. Um so mehr ist es Pflicht der politischen kämpften politischen Maßnahmen gesucht wird, ist die ZurückFattoren, denen eine größere Bewegungsfreiheit zu weisung Fuhrmanns durch das freisinnige Blatt durchaus ansteht, mit aller Energie und gestützt auf die Stimmung gebracht. der breiten Massen das auszusprechen, was jetzt das Volt bewegt und was es von der verantwortlichen Regierung an politischer Tätigkeit erwartet. Tagung des Reichstages. Der Präsident des Reichstages hat auf die Tagesordnung der Plenarsizung am Freitag neben Rechnungsfachen auch die zweite und dritte Lesung des Gesezentwurfs über die Einschränkung der Verfügungen über Miet- und Pachtzinsforderungen sowie die BeDas Bolt ist ausgeschaltet, wenn auf Jahrzehnte ratung der zu den Militär- Invaliden und hinterein Vertrag zwei Reiche binden und damit vielleicht über Krieg bliebenengeseze gefaßten Beschlüsse der Budgetkommission und Frieden, über Gedeih und Verderb einer ganzen Nation ent- gestellt. Den Rest bilden Petitionen. Zur Verhandlung kommt scheiden soll. Das war so. Das darf nicht mehr so sein. Diese eine auch der Antrag, beurlaubten Kriegsteilnehmern freie Fahrt auf den Lehre wenigstens follten alle Wölfer aus diesem furchtbaren Eisenbahnen zu gewähren. Daran dürfte sich voraussichtlich eine Kriege entnehmen. Alle Völker; denn sie leiden ja alle fast furze Militärdebatte schließen. Man rechnet ferner damit, gleichmäßig darunter. Alle haben mit ihrem Blut die Fehler daß der Reichskanzler einige Ausführungen über rines falschen diplomatischen Systems der Vergangenheit zu be- Situation machen wird, wie sie sich durch das Eingreifen Italiens zahlen." gestaltet hat. Vor der Plenarsizung tagt der Seniorentonvent, der wahrscheinlich die Frage der weiteren Bertagung erörtern wird. Obgleich die rechtsstehende Presse die Tätigkeit der Diplomatic natürlich nicht von demokratischen Gesichtspunkten aus betrachtet, fühlt auch sie sich keineswegs zu uneingeschränkter Billigung der Leistungen jener Diplomatic verpflichtet. Sie fleidet nur ihre Stritit in sanftere Formen. Der„ Lokalanzeiger" schreibt z. B. unter dem Titel„ Die politische Entwicklung des Weltkrieges": Das würde bestätigen, was sehr viel Wahrscheinlichkeit hat, nämlich, daß Italien zum mindesten mit England einig war, als der europäische Weltbrand angefacht wurde. Dann hätte Italien die Tage bis gestern nur benugt, um Zeit zur Vollendung seiner Rüstungen zu gewinnen. Hierfür sprechen auch gewisse Wahr nehmungen während der Verhandlungen in Rom, Wien und Berlin. Somit war jede diplomatische Aktion von vornherein aussichtslos. Nur auf breitester staatsmännisch angelegter Basis tonnte Staliens Uebertritt zu unseren Feinden verhindert werden. Dies näher zu er örtern, ist heute nicht die Zeit.. Der Eintritt Italiens in den Krieg bringt aber auch die Gruppierung der Balfanländer in Fluß. Es ist nicht anzunehmen, daß die fleißige und erfolgreiche Diplomatic des Eine Aktion der Ostseeflotte. " Burgfriedliches. die Der nationalliberale Abgeordnete Fuhrmann hatte Mitte Mai einen jetzt gedruckten Vortrag gehalten, der durch folgende polemische Bemerkungen der Freisinnigen 3eitung" charakterisiert wird: " " Was Fuhrmann da über die internationale Politik sagt, wollen wir auf sich beruhen lassen, schon um nicht mit dem bekannten Verbot der Erörterung der Kriegsziele in Konflikt zu geraten. Aber protestieren müssen wir dagegen, wenn Abg. Fuhrmann unter geschickter Ausnutzung der Vieldeutigkeit des Wortes Agrarier" den nachstehenden Satz auszusprechen wagt: " Das Wort Brot toucherer" muß aus unserem fünftigen innerpolitischen Lerikon verschwinden, nachdem wir eingeſehen haben, daß diese so viel geschmähten Agrarier es gewesen find, die unser Volk vor Aushungerung und vor schimpflichem Frieden bewahrt haben." Was es mit den hier so hoch gepriesenen Verdiensten der Agrarier" auf sich hat, haben wir, ohne ernsthaften Widerspruch Haussuchung. In den Räumen des Solinger Parteiblattes und im Solinger Parteisekretariat wurde am vergangenen Sonnabend eine Hausfuchung abgehalten. Die Polizei suchte nach Exemplaren des Elberfelder Monatsblattes Morgen: ot", dessen verantwortlicher Redakteur, Genosse Niebuhr, bekanntlich verhaftet wurde. Die Haussuchungen in Solingen verliefen ergebnislos. Die Textilindustrie lehnt ab. Vor einiger Zeit hatte die Solinger Handelskammer, in deren Bezirk nur wenige Ausläufer der großen Elberfeld- Barmer Tertil= industrie sich befinden, den Textilindustriellen empfohlen, gelernte Textilarbeiter aus Lodz zu importieren. Die deutsche Zivilverwaltung ton Lodz hatte mittels Zirkular den russischen Arbeiterimport, speziell Berg- und Textilarbeiter, empfohlen. Die Barmer Handelskammer hat es aber abgelehnt, dem Wunsche der Zivilverwaltung von Lodz zu entsprechen. Sie begründet die Ablehnung damit, daß die Ausländer die Kenntnisse und Fähigkeiten, Die sie während einer mehrmonatigen Beschäftigung in der Elberfeld- Barmer Textilindustrie hinzulernen würden, nach dem Kriege wieder in ihrer heimatlichen Industrie verwenden. Ein längeres Verweilen sei unmöglich, da die aus dem Krieg heimfehrenden Arbeiter wieder in ihre alten Stellungen untergebracht werden sollen. kammerbezirt die Einführung polnischer Arbeiter nicht lohnt, dürfte Da sich für die wenigen Tertilbetriebe im Solinger Handelsdie polnische Invasion wohl als abgeschlagen angesehen werden Tönnen. Herr Peters als Moralprediger. Die Post" teilt mit: " Dr. Karl Peters, Reichsfommissar a. D., der sich augens blicklich in Berlin aufhält, hat an die Società geographica von Rom folgendes Schreiben gerichtet: folgendes Schreiben gerichtet: Bei der banditenartigen Haltung Italiens gegen feine Verbündeten von mehr als dreißig Jahren will ich nicht mehr Mitglied Ihrer Gesellschaft sein. Ich lege demnach die forrespondierende Mitgliedschaft derselben nieder." Milch dazu. Der zweite Offizier kommt herein, oben auf der kommt vom Lande die Nachricht, es sei an der Zeit, der Schiffs Kommandobrüde ist er halb steif geworden, taunt jibt er, ruft ihn artillerie das Wort zu geben. Nach wenigen Augenblicken werfen eine Meldung wieder hinaus. Zum Schlafen kommt man wenig; die Geschüße von verschiedenen Schiffen Granaten in die Bejeder Mann muß fast dauernd bereit sein. So geht es nun schon festigungen von Libau. Bei jeder Salve leuchtet es auf wie von 7. Mai 1915 An Bord des Pangerkreuzers.. seit vielen Monaten und daher Techzt man geradezu nach Greig- grellen Blizen und der Schiffskörper bebt von innerer Erregung. nissen. Dieselbe Stimmung fand ich später auf dem Panzer- Vor Beginn der Kanonade mußte jeder Mann auf dem Schiff Gestern abend um 11 Uhr kletterten wir auf das Torpedoboot treuzer. Das Torpedoboot brachte uns bis zum„ Sammel- Watte in die Ohren stecken, auch mit einer Schwimmweste sich hinauf. Unsere Wünsche hatten uns schon bei der Abfahrt platz der Ostseestreitkräfte. Dann stiegen wir Leute von der bewaffnen; für alle Fälle. Eine Viertelstunde lang dauerte das von Tilsit an Bord eines der Kriegsschiffe versezt, die an den Presse an Bord verschiedener Panzerschiffe. Herr von K. und ich betäubende Donnern und Krachen, das Aufbliken und Rütteln. bevorstehenden Kämpfen um das nordwestliche Küstengebiet Ruß- waren den Panzerfreuzer... zugeteilt, auf dessen Kommando- Ganz genau kann ich das Einschlagen der Geschosse beobachten; lands fich beteiligen sollten. Ob es zu einem Seegefecht in der brüde wir uns morgens gegen 4 Uhr vorstellen konnten. Es war hochauf spritzt jedesmal das aufgewühlte Erdreich und der Staub Ditsee kommen werde oder ob die Blaujacken darauf beschränkt schon ziemlich hell; vor und hinter uns bewegten sich noch mehrere zerstörten Mauerwerks. Nach einiger Zeit seßt eine zweite Bebleiben werden, die Operationen zu Lande durch Artilleriefeuer gepanzerte Torpedoboote, die Schuß- und Truzgarde der Kreuzer. schießung ein, dann wird es ganz still und ruhig; selbst die Natur von der Seefeite zu unterstüßen, das war noch völlig ungewiß. Die Das ganze Gebiet war von Minen verseucht, die mühevolle und ist fast schweigsam geworden. Beim Abendbrot in der Messe Entscheidung liegt bei den Russen. Wenn sie mit ihren maritimen gefährliche Arbeit der Minensucher hat bisher Unheil von unseren überrascht uns die Meldung: Dank dem erfolgreichen Eingreifen Streitkräften sich nicht französisch empfehlen, dann wird die Ostsee Schiffen abgewendet, viele Menschenleben und wertvolles Ma- der Marine ist das Südfort genommen! zum ersten Male der Schauplatz eines Kampfes. In Memel er- terial vor der Vernichtung bewahrt. Offiziere und Mannschaft Unsere Absicht, noch an diesem Tage an Land zu gehen, läßt fuhr ich schon, daß unsere Marine fast mit Ungeduld auf die Ge- fand ich in einer gewissen Spannung. Seit acht Monaten ist man sich nicht verwirklichen, Libau ist noch nicht von deutschen Truppen Legenheit zu einem Angriff wartete. Wenn die Russen nur nicht in ununterbrochener Bereitschaft. Oftmals schon hatte das Kom- besetzt. Die uns mit großer Liebenswürdigkeit gebotene Gastfreundausrüden!" So hörte man immer wieder. mando Klar zum Gefecht" erwartungsvolle Spannung hervorge- schaft macht das Bleiben leicht. Man spricht natürlich von des Einige Torpedoboste trafen wir noch an, mußten jedoch erst rufen, aber noch niemals hatte sich die Gelegenheit zum Eingreifen Marine und ihren Leistungen, bekundet aber auch ein lebhaftes abwarten, ob die entscheidenden Kommandostellen unsere Mitfahrt geboten. Die Artilleristen ulften schon über siegreiches Klar- Interesse für andere Fragen. Die Leistungen der Infanterie finden auf einem Kriegsschiff gestatten würden. Kurz vor 11 Uhr war machen". Nun liegt wieder eine Stimmung der Hochspannung hier aufrichtig anerkennende Bewunderung. Sicher mit vollem die Erlaubnis, daß wir an Bord gehen können, eingegangen. Aber über dem Schiff. Von Mund zu Mund geht die Kunde:" Es sind Recht. Es läßt sich froßdem nicht leugnen, daß die monatelange auf eigene Gefahr; wir müßten damit rechnen, daß Minen, gegne- russische Schiffe gesichtet worden!" Der Kapitän bezweifelt, daß ständige Bereitschaft zum Eingreifen, ohne entspannende Aktivität, xische Geschosse. Torpedos oder U- Boote uns unangenehm werden sich die Russen stellen würden. Er hatte recht. die Kräfte ebenfalls außerordentlich angreift, Nervosität oder fönnten. Die Aussicht konnte uns nicht abhalten. Auf dem Lande Die deutschen Streitkräfte formierten sich zu einer Linie; sie Apathie erzeugt. Ich spreche mit dem Kapitän über die von Engsind die Granaten nicht schmackhafter als auf der See. Nur der dampften an Liebau vorbei, ostwärts. Man bekommt jedoch keine ländern nach einer gerade eingegangenen Nachricht unter sich selbst Kriegsphotograph mußte gegen seinen Wunsch zurückbleiben. Ich Fühlung mit dem Gegner; nur ein kleiner Streuzer ist nahe genug geschlagenen Schlacht in der Nordsee. Er spöttelt nicht:„ Sich selbst meine nur, ich hätte schöne Aufnahmen machen können," so raiso- herangekommen, um angreifen zu können. Aber die weit über beschießen? Das ist leicht möglich, besonders bei Nebel und Dunkelnierte der Eifrige, für den kein Plaz war. legenen und schnellen russischen Streitkräfte ziehen sich eilig zurück. heit! Die Nerven find gespannt. Man bemerkt ein Schiff, ruft es Raum waren wir an Bord, dani glitt S... in die dunkle Die Verfolgung hatte keinen Zwed. Das Kommando crtönt:" Auf an; die Antwort ist unklar oder wird nicht genau verstanden. Was Nacht hinaus. Unter den Stößen der Maschine zitterte der schlanke der Stelle wenden!" Und wie am Schnürchen gezogen, vollzieht nun? Wer zuerst losschießt, ist in der Regel im Vorteil und da fällt Leib der Wasserjungfer. Auf ihrem Rücken schaufelte eine Anzahl die Kette der Panzerschiffe ihre Wendung, fährt zurück, bis auf die leicht ein Schuß. Ist der erst gefallen, dann gibt es keine Verzum Abschuß fertiger, wie Riesenzigarren aussehender Torpedos. Höhe von Libau. Die Anker rasseln herunter. Still liegen die ständigung, kein Aufhalten mehr. Man muß kaltes Blut bewahren. Mit mächtigen schwarzen Rauchwolken entwichen dem Schornstein Stahlmassen, fast unbeweglich; wütend ohumächtig flatschen die Und auch damit kann man wieder das Verkehrte tun. Da hat man zunächst noch Funkengarben, nachdem aber der Rauchverschlucker Wellen gegen die harten Körper. Nun heißt es abwarten, bis das vielleicht schon einen Schuß im Leib, ehe man sich vorsichtig vergeeingestellt worden war, schoß das Boot gleich einem Dieb auf ver- Kommando zum Eingreifen gegeben wird. Die Stadt soll nicht wiffert hat, ob der andere nicht vielleicht ein Freund ist. Und botenen Wegen fast geräuschlps und unsichtbar dahin. Sämtliche beschossen, nur die Forts bombardiert werden. Stunden vergehen. nun zeigt sich einer der soeben von dem Kapitän erwähnten tückischen Richter waren abgeblendet worden. Die hier auf einem verhältnis- Jeder wartet auf den Befehl zum Angriff. Das andauernde Be- Feinde Nebel! mäßig fleinen Raumt zusammengehäufte Summe von Vernichtungs- reitsein, seit Monaten, der Zwang, immer und immer wieder ab- Bei Einbruch der Dunkelheit hatten die Schiffe die Anker gemöglichkeit will tunlichst unbemerkt bleiben, weder gesehen noch ge- warten zu müssen, erzeugt eine Spannung, die nach Entladung lichtet und in langsamer Fahrt einen westlich gerichteten Kurs cinhört werden. Bald liegt die Nehrung hinter uns. Aber Dunkel- drängt. In solcher Stimmung, bei äußerer Ruhe, würde nach geschlagen. Man hofft, die russischen Schiffe zu veranlassen, wieder heit und Trennung vom Lande behen nicht die Verbindung mit meiner lleberzeugung die Mannschaft auf Kommando in das tollite herauszukommen, um sie dann vielleicht wieder angreifen zu ihm und den anderen, auf dem Rüden des Wassers herumtanzen Abenteuer hineinstürzen. Allerdings, eigentliche Ruhe gibt es können. Aufsteigender Nebel, der in dem immer noch nicht ganz den Kriegsgesellen auf. Durch Funtspruch halten sie die Verstän- nicht, andauernd kommen Befehle und Meldungen von Schiff zu von Minen gesäuberten Gebiet gefährlich werden konnte, ließ es gedigung untereinander aufrecht, empfangen vom Lande Meldungen, Schiff, lassen die Unterhaltung nicht abreißen; der Funken- raten erscheinen, die Anker auszuwerfen. Bei Tage fährt man hier Befehle und die neuesten Nachrichten. Ueber wichtige Ereignisse apparat, der Flaggentelegraph, die Lichtsignale bleiben fast un- beinahe so sicher wie auf der Landstraße, der Seemann hat seine auf den Kriegsschaupläken sind die Schiffsmannschaften schneller unterbrochen in Tätigkeit. Dann fliegen die Nachrichten, die zum Wegeschilder, die ihn vor Frrfahrten schüßen, aber nur der Kundige unterrichtet als die Leute in abgelegenen Feldlagern. Teil als Kommando weitergegeben werden, durch das ganze Schiff. weiß die Wegbezeichnungen richtig zu lesen, wenn er sie nur schen In einem Häuschen, eng wie ein Taubenschlag, zeigt uns der Offiziere und Mannschaften eilen geschäftig hin und her. Der fann. Unausgekleidet, angetan mit der Schwimmweste, legt sich Kapitän an Hand von Karten Kurs und Situationsplan. In die vielgestaltige Mechanismus eines solchen Schiffes nimmt unaus- ieder in seine koje oder in der Hängematte zur Ruhe nieder, wenn Karten sind lauter Ziffern eingetragen; sie geben die Tiefen an. gesezt die Aufmerksamkeit und Tätigkeit vieler Hände in An- nicht der Dienst ihn an seinen Posten fesselt. Auf der Karte hat der Schiffsführer ein Bild aller Erhöhungen spruch. Ein neuer Funkspruch wird angesagt. Ein russisches Schiff und Vertiefungen im Meeresboden. Wir besichtigen noch einige hat das deutsche Flaggenschiff angerufen:" Der Deutsche ist Wurst Dichter Nebel umhüllt noch das Schiff, als ich aufstehe. Später andere Einrichtungen. Stürmisch und kalt ist es draußen; mit mit Pfeffer!" ließen die Russen sagen. Niemand weiß, was die zerteilt der Schleier sich etwas, langsam treibt der Kreuzer wieder Behagen schlürfen wir später in der Messe ein uns freundlichst findische Bemerkung bedeuten soll. Bald darauf empfahlen sich zu seinent gestrigen Standort zurüd. In der Messe liegen die angebotenes Glas Tec. Die blecherne Schiffsfuh" lieferte sogar die Ruffen noch durch eine alberne Schimpferei. Wie zur Antwort neuesten Funksprüche: gegen Mitternacht ist Libau von den Deuts -" " den 8. Mai 1915. STn die Societ» Africana d'Jtalia von Neapel, der Dr. Kar Peters seit dem Jahre 1830 als Ehrenmitglied angehört, ging ein ähnliches Schreiben ab." Wer sich der Tätigkeit von Peters in unseren Kolonien erinnert, tvird so seine eigenen Gedanken über Herrn Peters' Auslassungen habe«. Gegen den Völkerhasz. Professor Dr. Ernst Tr o elt sch, früher in Heidelberg, jetzt ordentlicher Professor der Theologie in Berlin, veröffentlicht in der »sxra n lfurter Zeitung" einen längeren Artikel gegen den Völkerhatz, der vorteilhaft absticht gegen die maß- und sinnlose Hetze vieler Bierphilister ani Stammtisch. Besonders beachtenswert ist der Artikel aber auch um deswillen, weil Professor T r o e l t s ch der evangelischen Kirche den Vorwurf macht, nicht gegen den Völkerhasi entschieden Stellung genommen zu haben. Troeltsch schreibt: Der Haß mag Mut und Stoßkraft zunächst beleben, aber er ist auf die Dauer volitisch ein schlechter Berater. Er führt zu trüber und phantastischer Gefühlspolitik, die dann doch nicht ver- wirklicht werden kann und gefährliche Enttäuschungen zurückläßt... Bor allem ist der Haß in seiner Rückwirkung auf unser geistiges tteben moralisch gefährlich und bedenklich... Es bedarf in Wahr- heit keines Wortes darüber, daß nicht der blind aufgepeitschte Haß, sondern die klare Einsicht in die Gefahr und die unbedingie Not- wendigkeit des Sieges um unserer Existenz willen auf die Dauer die wirklich treibende Kraft ist und sein muß. Nicht den Haß gilt eS zu schüren, sondern die Einsicht in den ungeheuren Ernst der Stunde und die Größe unseres Schicksalsmomentes... Nachdem der Verfasser dargelegt hat, daß der Haupthaß der Deutschen sich gegen England richtet, sagt er: „Trotzdem ist g e r a d e h i e r der Haß ein schlechter Berater. Er hindert uns, diese Sachlage zu verstehen und die richtige Stellung, dazu einzunehmen, läßt den Gegner leicht unterschätzen und erschwert die doch ganz unentbehrliche Wiederberührung nach dem Kriege. Auch hier ist die Einsicht in die Gefahr, in ihre Dauer und Größe noch wichtiger und wirksamer als die zügellose Heftigkeit elementarer Entrüstung.... Aber das mag stehen wie eS wolle. Daran kann kein Zweifel sein: ob gegen England oder Frankreich oder Rußland, die er- regten Empfindungen mußten sich Luft machen und da kommt es auf starke Worte nicht an; aber jede planniäßige Erziehung zum Haß, jede grundsätzliche Ersetzung alter deutscher Humanität durch den einfachen nationalen Egoismus, jede dauernde Sammlung unseres Gefühlslebens auf den bloßen Gegensatz ist für uns selber schädlich.... Solche Mahnungen sind nun aber ziemlich wirkungslos, so- lange sie nur ganz ins allgemeine gehen und nur von einigen freien Stimmen ausgesprochen werden. Sollen sie etwas helfen, so müssen sie von den Institutionen verwirklicht werden, die die öffentliche Meinung und Stimmung, Ueberzeugung und Gesinnung machen oder beeinflussen. ES handelt sich hier um die Presse, um die Kirchen und um die staatliche Schule." Die Presse habe, so sagt Professor Troeltsch weiter, im all- gemeinen(Y) ihre Schuldigkeit getan, aber es sei auch hier nicht überflüssig, immer wieder zu betonen, daß wichtiger als die Ent- feffelung der Leidenschaft die politische Belehrung über die Gefahr und über die notwendigsten Lebensforderungen der Zu- kunft seien. Ueber die Aufgaben der Kirchen heißt es: Sie sdie Kirchen) sind unter uns die einzigen großen Ver- körperungen des internationalen, kosmopolitischen, humanitären Gedankens.„Die protestantischen Kirchen hätten freilich mehr tun können als sie getan haben. Ihre Häupter haben das Wort zu einer würdigen Erklärung gegenüber den englischen Zerstörungen der Missionen ergriffen, aber darin klang doch— mit Recht— mehr das Nationale als das Christliche. Sie hätten noch mehr aus ihrer eigentlichsten Aufgabe heraus eine öffentliche Stellung nehmen müssen." Nachdem der Verfasser sich noch gegen die Aufstachelung der Schüler zum Völkerhaß gewandt und den Gruß:„Gott st r a f e England" aufs schärfste verurteilt, schließt er seinen Artikel mit den Worten: „Noch ist es nicht zu spät. Je länger der Krieg dauert und je schwerer auch wir seine Lasten suhlen, um so mehr welkt die schen besetzt worden. Versperrte uns nicht der Nebel den Weg, wir könnten hinüber. Aber er weicht nicht. Bald lichtet sich der Dunst- kreis etwas, nach kurzer Zeit jedoch hat er uns wieder eingesponnen. Nicht einmal über die ganze Länge unseres Schiffes kann ich alle Gegenstände erkennen. Ich stehe auf dem Ächterdeck, sehe aber auf der Kommandobrücke nur schattenhafte Gestalten. Hin und wieder zieht, in schemenhaften Umrissen wahrzunehmen, ein Schiff vorbei. Wie weit es von uns entfernt ist, kann wohl nur der geübte See- mann abschätzen. Auch hat der Laie kein sicheres Urteil darüber, aus welcher Richtung die verschiedenen hörbaren Signale kommen. Nur nach den Lichtsignalen kann er sich über die Anwesenheit anderer Fahrzeuge unterrichten. Einig« Male tastet sich ein Torpedo- boot an unseren Kreuzer heran, er hat sein schwarzes Futter ver- zehrt und halt sich neues aus dem Bauch des Panzers.— So schleicht der Tag dahin. Aon der Schiffsmannschaft fordert er er- höhte Aufmerksamkeit. Dieses stete aus der Lauer Iiegeii. um Ge- fahren abzuwenden, macht den Dienst schwer und aufreibend. Da- für hat der Seesoldat dem Fekdsoldaten gegenüber den Vorteil einer regelmäßigen guten Verpflegung. Er kennt kein tagelanges Hungern, kein Sichbegnügen mit trockenem Brot- bei Gewalt- Märschen und andauernden Gefechten. Der Dienst der Seeleute unterscheidet sich jetzt kaum wesentlich von dem in Friedenszeiten. Tann iveiß man jedoch: wir üben nur Manöverieren oder Kämpfen gegen Naturgeivalten— nun»st alles eingestellt auf einen Kampf mit der gegnerischen Flotte.—„Die Russen werden sich nicht stellen," meint der Kapitän.„Sie fühlen sich nicht sicher auf dem Wasser. Nicht einmal unsere tapferen Minensucher haben sie be- lästigt."— Wenn ein Seegefecht zu erwarten gewesen wäre, hätten wir unseren Aufenthalt auf dem Kreuzer gern verlängert. So aber wollten wir gern den Sprung hinüber zum Lande machen. Bei dem Nebel konnte jedoch kein Boot und keine Pinasse hinausgeschickt werden. Gegen Abend verzog sich der Nebel, die User traten her- aus, Libau lag vor uns. Sogar die durch versenkte Dampfer gc- sperrte Hafeneinfahrt konnte ich deutlich erkenne,,. Aber schon bricht die Dämmerung herein und die Panzer erhalten Befehl, wieder einen anderen Ankerplatz aufzusuchen. Wohl oder übel müssen wir noch eine Nacht an Bord bleiben. Dafür genießen wir den prachtvollen Anblick eines Sonnenuntergangs auf See. Einmal liegt ein Wolkengebilde wie eine mächtig breite Freitreppe auf dem Wasser, man könnte glauben, es ließe sich da bequem hinauf- spazieren. Daun wieder scheint eine Winterlandschast vor uns zu liegeu. Ganz in der Ferne ein langsam verschivindeiideS Schiff, aus dessen Schornsteinen ein Rauchivölkchen aufsteigt. Das Ganze sieht aus wie ein abgeschnittener Weideiistamm mit einen, Busch neuer, langer Triebe. Daneben ein anderes Schiff, das man für ein altes, schiefes Bauernhaus halten kann.— Immer wechseln die Bilder. Allniählich verscklingt die Dunkelheit alles. Kein Nach- barschiff ist mehr zu sehen. Sämtliche Lichter sind abgeblendet; man hört fast nur noch die Schritte der Wachthabenden und zuweilen leise Kommandos von der Brücke her. Das Schiff hat niedrigen Änkcrgrund. Selbst für den Fall, daß es durch eine Kataitrophe zum Sinken gebracht würde, käme das Oberdeck nicht unter Wasser. Und wenn Schlimmeres passiert, nützt auch keine Schwimmweste. Wir können uns daher entkleidet zum Schlaf niederlegen. Vorher bä!t uns ein ideal veranlagter Oberleutnant iwch einen Vortrag über..Lebensreform".... Eine gründliche Reform könnten wir brauchen. Düwell, Kriegsberichterstatter. Kriegsphrase und um so klarer wird der tiefe Ernst unserer Lage. Wir dürfen hoffen, an unserer politischen Existenz keinen Schaden zu nehmen. Sorgen wir dafür, daß wir auch keinen Schaden nehmen an unserer Seele, sondern gerade sie zu einer besseren Zukunft erheben."_ „Anerkannte" Jugendorganisationen. In Baden werden junge Leute unter 20 und über 10 Jahre auf Arbciterwochen- und Arbeiterrückfahrkarten befördert, wenn sie sich zu den Heu- und Erntearbeilen zur Verfügung stellen. Der I u n g d e u t s ch l a n d b un d gibt die zur Fahrpreisermäßigung berechtigenden Ausweise aus, und die Eiscnbahnverwallung spricht auch in ihren, Erlaß nur von anerkannten Jugendpflegevereinen. Da es wegen der Gleichberechtigung der Arbeiterjugend- organisation seinerzeit im badischen Landtag zu hitzigen Debatten kam, ist es verwunderlich, daß man auch in der Zeit des Burgfriedens die Arbeiterjugendorganisationen nicht an- erkennen will. Die Jungfrau von Orleans in den Reichslanden. Bischof Bcnsler in Metz weist in einem Erlaß darauf hin, daß die öffentliche Verehrung der Jungfrau von Orleans unter den ob- waltenden Umständen in politischem Sinne gedeutet werden kann. Um das zu vermeiden, müssen die Bilder und Statuen der fran- zösischen Nationalheiligen ans Kirchen und VercinSlokalen entfernt werden. Die Getrcideversorgung in Frankreich. In den Departements sind durch die Präfeiten alle Matzregeln getroffen, um die Beschlagnahme des Getreides zu sichern. Die Besitzer von Getreide, Ackerbauer oder Händler, sind gehalten, ihre Vorräte dem Müller deS Bezirks zu verkaufen oder, wenn sie keinen Käufer finden, sie der Präfektur anzuzeigen. Ackerbauer und Händler werden benachrichtigt, daß ihre Vorräte bei Verweigerung freiwilligen Verlaufs durch die BerpflegungS-Kom- miffare auf Präfelturbefehl angefordert werden. Die Bauern, die gegenwärtig noch nicht die Drescharbeiten beendigt haben, laufen Gefahr, ihre Vorräte zu ungünstigen Bedingungen beschlagnahmt zu sehen. Die Durchführung der Matzregeln begann am 20. Mai. Von diesem Tage an wird ans Anordnung deS Präfekten der Verkaufs- preis für Mehl genau den ErstehungSkosten des Müllers und dem Preise deS AuSputzeö(Kleie usw.) entsprechen. Vom 24. Mai wird der in jeder Gemeinde durch Munizipalbeschluß festzusetzende Preis sich je nach den örtlichen Gewohnheiten entweder nach dem Preise des Mehls oder des Getreides richten. öer Partei. Ocsterreichische Sozialdemokraten beim Kriegsminister. Die Reichsratsabgeordneten Genoffen Seitz, Dr. Ellenbogen und Domes sprachen beim Kriegsminister Freiherrn v. Krobaiin vor, um ihm den Wunsch der Partei nach Einsetzung eines Kriegs- ausschusses zur Schlichtung von Differenzen in den Heereslieferungs- betrieben vorzutragen. Weiter wünschten sie baldige Regelung und Verbesserung der Witwen- und Watsenversorgung. Ter Minister sagte dies zu. Die Forderung nach neuer Musterung auch der ge- dienten 42— SOjährigen Landsturmpflichtigen und nach Zuerkennung der früher von ihnen bekleideten Chargen will der Kriegsminister wohlwollend prüfen._ Unsere Toten. In München starb nach einem plötzlich auf- tretenden Leiden im Krankenhaus Genosse Anton Raith. Mii ihm ist ein Mann dahingegangen, dessen aufklärende und organisierende Tätigkeit im gewerkschaftlichen wie im politischen Leben BahernS große Anerkennung gefunden hat. Im Holzaröeiterverband versah Raith bis zuletzt das Amt eines Gauvorstehers. Auf diesem Posten hat er mit großem Geschick die Interessen seiner Berufs- kollegen wahrgenommen. Daneben leistete Raith der Partei uncr- meßliche Dienste als Volksredner sowohl, wie auch als Kommunal- Vertreter im Münchener Rathaus. Bei Freund und Feind war er wegen seines großen Pflichteifers für die werktätigen Schichten ge- achtel. Die Einäscherung des Verstorbenen ist bereits am Dienstag, den 25. Mai, erfolgt._ Jugenöbewegung. Pfingsten der Thüringer Arbeiterjugend. Im Thüringer Wald und auf dem höchsten Punkt desselben kamen am ersten Pfingstfeiertag 400 Jugendliche aus den südthüringischen Städten zusammen, um die Schönheiten der Natur zu genießen. Auch trotz des Krieges hielt unsere Jugend ihre Zusammenkunft ab, wenn auch im verminderten Umfange. Oben auf dem„Thüringer Rigi" angekommen, entwickelte sich ein gesellig frohes Leben. Am Abend zog die muntere Schar nach Friedrichs- roda und verweilte sich da. Neben den Gothaern und Eisenackiern, Ruhlaern u. a. m. waren sogar aus Apolda und Weißenfels Ge- nossen und Genossinnen erschienen; obwohl ein Jugendtag wie sonst nicht arrangiert worden war, erhielt durch die starke Anteilnahme die Zusammenkunft doch de» Anstrich eines solchen und hocherfreut trennten sich die jungen Scharen wieder von einander. /Ins Industrie und Handel. Kriegsgewinne. Zu den Jndustrieunternehmungen, die durch den Krieg mittel- bar große Gewinne erzielen, gehören auch die großen Tabak- fabriken. So erhöht die Zigarettenfabrik Eon staut in A.-G.(Hannovor) ihre Dividende von 18 auf 25 Proz. Der Rein. gewinn stellt sich nach um 50 Proz. erhöhten Abschreibungen von 0,95 auf 1,86 Millionen Mark. Dem Geschäftsbericht entnehmen wir:„Die ersten 7 Monate des abgelaufenen Geschäftsjahres brachten unserem Werke eine regelmäßige Beschäftigung mit von Monat zu Monat anhaltender Unisatzsteigerung. In den ersten Kriegswochcn stockte jeder Verkehr, so daß wir unsere Fabrikate nicht zum Versand bringen konnten. Auch die Fabrikation kam ins Stocken. Nachdem der Eisenbahn- und Poswerkehr geregelt war, setzte das Geschäft wieder kräftig ein. Die Nachfrage nach unseren Fabrikaten steigerte sich derartig, daß bald sämtliche Lagyrbe stände ausverkauft waren, und wir Ueber- st u n d e n und Nachtschichten zu Hilfe nehmen mußten, um die vorliegenden Aufträge bewältigen zu können. Die Belieferung der im Felde stehenden Truppen mit Tabakfabrikaten wurde vom KriegSministerium einer Einkaufszentrale mit dein Sitze in Min- den i. W. übertragen. Es wurden uns seitens dieser Zentral« zahlreiche Aufträge überwiesen. Ter Absatz hat gegen das Borjahr eine Steigerung von zirka 37 Proz. erfahren. Unser Hauptaugenmerk richteten wir auf eine rechtzeitige Ergänzung unserer Rohtabakvorräte. Den größten Teil unserer Einkäufe haben wir in den ersten Kricgsmonaten vorgenommen. Zu dieser Zeit waren die Preise infolge des Geldbedarfs der Pflanzer noch sehr niedrig. Unsere großen hiesigen Vorräte an Rohtabaken haben uns davon befreit, größere Transporte von unseren in den Pro- duktionsländern befindlichen Speichern nach hier vorzunehmen, wir haben hierdurch außer dem Risiko auch die jetzigen hohen Schiffs- frachten und die Spesen der Äriegsversicherung gespart. Im Anfange des Geschäftsjahres mußten wir uns infolge der ständig steigernden Beschäftigung zu einer bedeutenden Erweiterung un- serer Fabrikationsräume entschließen. Victoria zu Berlin, Allgem. Versich.-Act.-Ges. Trotz derjünf Kriegsmonate war das finanzielle Ergebnis des Jahres 1914 ä u ß e r st g ü n st i g und die vorhandenen Ueberschüsse hätten� dieselben Dividendensätze wie bisher für Versicherte und Aktionäre gestattet. Weil sich aber die Dauer des Krieges und seine Wirlungen und Nachwirkungen auf die Geschäfts- und Vermögens- läge nicht übersehen lassen, beschloß der Aussichtsrat, der General- Versammlung� sehr reichliche Rücklagen für alle Versichernngs- zweige vorzuschlagen. Im besonderen soll außerdem neben einer Verstärkung der Wiederbelebuiigsreserven um 3ll3 Mill. M. eine allgemeine Kriegsschadenreserve von 7,07 Mill. M. gelegt werden. Neben diesen starken Zurückstellungen beträgt der ausgewiesene Ueberschuß 36 Mill. M.(im Vorjahre 37,83 Mill. M.) Diese Maß- nahmen haben eine vorübergehende Herabsetzung der Divi- d e n d e i, s ä tz e zur Folge. Für dieses Jahr sollen erhalten die mit Gewinnanieil Versicherten in der großen Todesfallversicherung 2Vz Proz. der Summe der für jede Versicherung seil ihrem Beginn bezahlten Jahresprämien, in der Unfallversicherung 32 Proz., in der Volksversicherung 20 Proz. und in der Erlebenssallversicherung 10 Proz. einer Jahresprämie. Die Aktionäre sollen für jede Aktie von 1000 M. 1 3 v M.(i. V. 170 M.) erhalten. Die für die Versicherten angesammelten Gewinnanieile betragen 199 Mill. M. Der gesamte Lebensversicherungsbestand beläuft sich auf 2427 Mill. Mark, die Einnahme in der Unfall- und Haftpflichtversicherung auf 16,2 Mill. M. Das Gesamlvermögen stieg um 76,9 Mill. M. arS eine Milliarde und 97 Mill. M. Die gesammte Prämien- uni Zinseneinnahme machte 209 Mill. M. aus. Russische ErnteauSfichte«. Im Gouvernement Wolhynien sind nach„Rußkoje Slowo" die Wintersaaten um 15 Proz. ihrer sonstigen Fläche zurückgegangen, die Sommersaaten in den Kreisen Wladimir-WolyrSk, Kowel, Kremeniec, Rowno und Dubno um 20— 25 000 Deßjalinen, in den übrigen Kreisen um 8— 10 Proz., die Hopfenfelder um 26 Proz. Die Feld- vestellung ist weniger sorgfällig; der Arbeitslohn ist um 35—40 Prozent gestiegen. Für die Herbstbestellung in Feodosia sind von den russischen Bauern 45 000 Deßjalinen weniger, bei den Privatbesitzern 13 285 Deßjatinen mehr zu verzeichnen, für die Sommerbestellung bei Bauern und Privatbesitzern 3290 Deßjatinen weniger.(Trägt die Verdrängung der deutschen Kolonisteil bereits ihre Früchte?) Des weiteren liegen folgende Nachrichten vor: Mariampol: Die Sommerbesiellung ist um 15 Proz. geringer.— MtzenSk, Gouvernement Drei: Die letzten Fröste lassen für das Aufgehen deS Weizens fürchten.— Scrdobsk, Gouvernement Saratow: Die Herbstsaaten sind durch die Januarregen teilweise verloren; an ihrer Stelle wird Hirse und Haser gesät. Wie Amerika vom Kriege profitiert. Seit einiger Zeit, sagt die„Neue Zürcher Zeitung", ist außer- ordentlich viel, darunter in der Regel nicht ohne Ueber- t r e i b u n g, von ungeheuren Waffen-, Munilions- und Geschütz- lieferungen der Vereinigten Staaten berichtet worden. Tat- sächlich nehmen diese unler den mancherlei Vorteilen, die der Krieg neben nicht geringen Schäden dem amerikanischen Wirtschaftsleben nach seiner nunmehr erfolgten Anpassung an den Kriegszustand gebracht hat, weitaus nicht die erste Stelle ein. Im großen und ganzen ist die Produktionsfähigkeit der amerikanischen Industrie in bezug auf Waffen, Geschütze, Munition in Friedenszeiten geringfügig und sie bleibt weit hinter der Erzeugung der europäischen Militärstaaten zurück. Infolge des Krieges sind aber neue Fabriken gebaut worden, und auch Erweiterungen bestehender haben stattgefunden. Trotzdem war. wenigstens bisher, was speziell an Waffen und Zerstörungs- Werkzeugen ausgeführt wurde, neben den enormen Gewinnen, die die amerikanische L a n d w i r t s ch af t aus dem Krieg zieht, nur von nebenfächlicher Bcdeuiung. Die Landwirte haben vielleicht noch nie so günstige Zeiten gehabt wie seit dem Krieg, der ihnen unablässig einen breiten Goldswom zuführt. Die durch den Krieg verursachte Zunahme der Ausfuhr, der aber andererseits auch sehr starke Ausfälle gegenüberstehen, läßt sich für die ersten acht Kriegsmonate auf etwa 300 Millionen Dollar veran- schlagen, wovon aber der größte Teil auf die Mehraussubr von Brot st offen entfällt. Auch von anderen Lebensmitteln wie Fleisch, Gemüse und Zucker, sind größere Mengen auSaesührt worden. Die Pferdeausfuhr ist ungemein gewachsen; die Ausfuhr von Sattler- waren, Hufeisen, Häuten und Leder, Stiefeln, Zink, Wolle, Baumwolle und Kaulschukwaren, Automobilen, Aeroplanen, chirurgischen Apparaten hat den Interessenten an diesen Artikeln viele Auftrage und Nutzen gebracht. Es gibt überhaupt kaum etwas, es seien denn LuxuSgegeustände, Damenkonfektion und dergleichen, was der Krieg, dieser überaus gefräßige Konsument, nicht in ge- waltigen Mengen gebrauchen würde. Und da die Energie und der Warenbedarf Europas heute zum größten Teil auf den Krieg gerichtet sind, so kann man in gewisser Hinsicht sozusagen fast die ganze amerikanische Warenausfuhr charakterisieren. Es wäre aber durchaus unrichtig, wenn man dabei unter dein Ein- druck dieses verallgemeinernden Ausdruckes nur oder auch nur vor- nehmlich an Pulver und Feuerwaffen denken oder vergessen würde. daß in dieser.Kriegsausfuhr" sehr viel enthalten ist, was auch in normalen Zeiten ausgeführt wird. Eine der wichtigsten wirtschaftlichen Wirkungen des Krieges ist sein tiefgehender Einfluß auf die Z u ck e r i n d u st r i e. Die Zucker- ausfuhr aus Deutschland und Oesterreich hat zum größten Teil auf- gehört und dadurch hat die Rohrzuckerkultur in aller Welt eine außerordentliche Förderung erfahren. Auch dem amerikanischen Rüben- zuckerban kommt diese Lage zustatten. Aehnlich wie mit Zucker ver- hält es sich mit Zink, wo der englische Markt ebenfalls einen großen Teil des sogenannten Weltmarktes bildet. Nach Ausbruch des Krieges kam die ZinkauSfuhr aus Belgien und Deutichland, von wo England etwa 70 Prozent seines Verbrauches von etwa 300 000 Tonnen bezog, in Forlfall, und nach Aufzehrung der eigenen Vorräte mußte die englische Industrie auf omerikanisches Zink zu- rückgreifen. Welchen Aufschwung die Papiere einiger Hauptkriegslieferanten genommen haben, zeigt folgende Zusammenstellung: Americ. Locomotive Pres.. Americ. Locomotive Com.. Bethlehem Steel Common. U. S. Rubber..... General Motor..... Utah Copper...... American Beet Sugar.. Studabaker Common... Hochkurs 1314 102'/-. WU 46»/, 63 99 Sg'/z 83V, 86'/« Tiefkurs 1914 75 19 46'/« 62 82 48'/, 38'/« 353/< Kurs gegen Ende April zirka 93 60 144'/, 69 zirka 150 71 50 Nachdem das Blatt diese Werke im einzelnen besprochen hat, schließt es mit folgenden Ausführungen: Abgesehen von den ja nur vorübergehenden Kriegslieferungen und dem ebenfalls nur zeit- weiligen Fortfall der europäischen Konkurrenz dürfte aber die omeri- kanische Industrie durch die Folgewirkungen des Krieges auch dauernde Vorteile haben, und zwar politischer und sozialer Natur. Gewerkschaftliches. Nach neun Kriegsmonaten. gliederzahlen und die Einnahmen gehen immer mehr zurück, während die Ausgaben, besonders für die Arbeitslosen, zum Teil noch sehr hohe sind. Momentan liegen die Ergebnisse folcher Erhebungen erst von einigen Organisationen vor. Sie erstrecken sich bis Ende April 1915, also auf neun Striegsmonate. Nach diesen Feststellungen wurden gezählt: Mitglieder zu Ende Eingezogene Krieger Juni 1914 April 1915 zu Ende April 1915 291 526 228594= 45,1 Proz. im beitslosigkeit feine statutarischen Unterstügungen notgedrungen fast glieder. Die neuen Leiter der übrigen 23 Kartelle vermochten, alle außer Kraft feßen und sie durch eine sogenannte„ Kriegsunter- wie sie meist entschuldigend mitteilten, eine genaue Uebersicht über stüßung" ersehen, die allen arbeitslosen Mitgliedern mit mindestens das Jahr 1914 nicht zu geben. Bis Ende 1914 waren 65 526 Mit52wöchiger Mitgliedschaftsdauer zugute kam. Die Invalidenunter- glieder aus den berichtenden 66 Kartellen zum Kriegsdienst einstügung jedoch blieb völlig aufrechterhalten. Berufen. Die bei Kriegsausbruch eingeführten wöchentlichen Erneuen Verhältniffent att- Die Gesamteinnahmen der Kartelle ohne die Einnahmen der hebungen über die Einwirkung der Krieger auf die Gewert- gepaßt hatten und wieder produzierten beim Kriegsausbruch Organisationen waren 298 589,18 2. Die Gesamtausgaben beGewerk- gepaßt schaften sind in der Mehrzahl der Organisationen weiter hatten manche ihre Betriebe fopflos geschloffen, ging die Arbeits- liefen sich auf 289 925,61 M. An Arbeitslosenunterstüßung wurgeführt worden. Es war dies auch dringend notwendig, denn losigkeit, wenn auch nur allmählich, zurück. Die statutarischen Unter- den von den Organisationen, welche den 66 Kartellen angehören durch die fortwährenden Einberufungen verändert sich der fügungen wurden vom 3. Oktober ab in beschränkter Weise wieder 2391 596,94 m. und für Unterstübung der Kriegerfamilien 840 259,31 Stand der Drganisation von Woche zu Woche. eingeführt, mit Ausnahme der Krantenunterstügung. Die Hinter- Mart ausgegeben. An Reiseunterstützung wurden 105 586,65 M. Die Mit- bliebenenunterstüßung kam wie bei den übrigen Mitgliedern auch den ausgezahlt. Insgesamt wurden in dem schweren Kriegsjahr, wo Angehörigen der im Striege Gefallenen zur Hälfte zugute, obgleich rund 66 000 Mitglieder, die zum Heeresdienst eingezogen wurden, dies im Statut nicht vorgesehen ist. Der höchste Stand der Arbeits- teine Beiträge zahlen konnten, für Unterstügungszwecke die große losigkeit wurde in der Woche vom 28. bis 29. August mit rund 12 000 Summe von 3337 443,90 m. verausgabt, ein Zeichen schöner arbeitslosen Mitgliedern erreicht. An Arbeitslosenstüßung wurden Solidarität und großer Kraft, welche die Gewerkschaften hier be253 943 M., an Kriegsunterstügung" 185 949 M., also zusammen wiesen haben. Bedauerlich ist nur, daß die fehlenden 23 Kartelle, für Arbeitslose 439 892 M. von der Hauptkasse verausgabt, gegen worunter sich einzelne Orte mit starker Mitgliedschaft befinden, über 167 685 M. im Jahre 1913. Als weitere Unterstützungssummen nicht berichten konnten; es würden sich die Summen für Unterfommen in Betracht: für Strante 68 704 M., für Invalide 970 M., stügungen bedeutend steigern. für Umzug 2904 M., für Hinterbliebene 4562; ferner wurden für Infolge des Krieges wurden auch die meisten GewerbeLohnbewegungen 80 529 M., für Gemaßregelte 7598 M. und für gerichtswahlen verschoben und haben nur fünf Kartelle darüber Unterstügung in besonderen Notfällen 988 m. verausgabt. Die ge- berichtet. In vier Orten wurde gewählt; in einem Fall die Wahl samten Ausgaben der Verbandskasse, unter Ausschluß der örtlichen durch Kompromiß erledigt. Streifs und Arbeitseinstellungen waren in den Kartellen Kassen, beliefen sich auf 837 470 W., während die Gesamteinnahmen Zu der Ende April 1915 ermittelten Mitgliederzahl ist der Hauptkasse nur 664 149 M. betrugen, so daß ein beträchtlicher 26 durchzukämpfen. Davon hatten für die Arbeiter zehn vollen, zu bemerken, daß sie in Wirklichkeit höher ist, da stets eine Teil der Ausgaben aus den Vermögensbeständen gedeckt werden fünf teilweisen Erfolg und vier wurden bei Ausbruch des Krieges abgebrochen. Vorherrschend beteiligt waren die Berufe der Bau-, größere Zahl Verwaltungsstellen nicht berichten. Es muß mußte.. Aussperrungen aber leider festgestellt werden, und das ist auch bereits schon 28 726, vovent 14 052 männliche und 14 674 weibliche Mitglieder fanden sechs statt. Hiervon wurden vier mit Erfolg abgewehrt; Die Mitgliederzahl des Verbandes betrug im Jahresdurchschnitt Glass, Stein, Textil- und Porzellanarbeiter. durch die Jahresabrechnungen der Verbände bestätigt worden, waren. Der Jahresdurchschnitt für 1913 belief sich auf 32 881 Wit bei zweien mußten sich die Arbeiter den Verschlechterungen fügen. daß sehr viele Gewerkschaftsmitglieder fahnenflüchtig geworden alieder. Neben den 3700 Mitgliedern, die im 3. und 4. Quartal zum Tarife wurden 98 abgeschlossen( gegen 624 im Vorjahr) und Berfind. Gewiß eine betrübende Erscheinung, noch zumal in einer Heeresdienst einberufen wurden, schieden in diesen beiden Quartalen besserungen in Lohn-, Arbeitsverhältnissen und Urlaub erreicht. Zeit, wo doch ein jeder ein ganzer Mann sein sollte. Unter 5180 Mitglieder aus dem Verbande aus, und zwar 1897 männliche und In 29 von den 66 Kartellen besteht eine BauarbeiterschutzBugrundelegung der männlichen Mitgliederzahl vom Juni 1914 3283 weibliche, so daß am Schluß des Jahres nur noch 10 816 männ- fommission und in acht Orten sind 23 Baukontrolleure aus dem Stand der Arbeitnehmer angestellt. stellt von den angeführten Gewerkschaften der Metallarbeiter- liche und 12 685 weibliche, zusammen 28 501 Mitglieder vorhanden Jn 18 Orten wurden in den verschiedensten Branchen durch Verband absolut und prozentual die meisten Strieger. Erst waren; wobei zu berücksichtigen ist, daß im Gegensatz zu normalen in weiterem Abstand folgen, wie die Tabelle zeigt, die anderen Metallarbeiter Verband Fabrifarbeiter 531 991 207 710 " Holzarbeiters " 192 465 133 024 96 435 93 267 86 569 71 883= 39,4 68 391= 37,0 26 266= 32,5 " " " " Textilarbeiter Verbände. Die Zahl der arbeitslosen Gewerkschaftsmitglieder ist erfreulicherweise weiter zurückgegangen. Sie verminderte sich in der Zeit von Ende August 1914 bis Ende April 1915 im: Metallarb.- Verb. von 73 895= 19,5 Proz. auf 4593= 1,6 Proz. Fabrikarb.- Berb. Holzarb.- Verb. Tertilarb.- Verb. " 27 768= 12,9 " " " 48 695= 38,4 " " 29 721== 28,6 " 1 " " 1321 1,1 5205= 5,6 4579= 5,5 " " " Rechtsauskunftsstellen bestehen in 34 Kartellen, darunter Beiten die weiblichen Mitglieder viel härter von der Arbeitslosigkeit die bestehenden Organisationen für die Mitglieder größere Vorbetroffen wurden, als die männlichen. In einer intereffanten Ueber- teile ohne Kämpfe erreicht. ficht über„ Tarifverträge und Tarifftatistik" wird im Jahresbericht 16 Arbeitersekretariate. u. a. der Anteil der verschiedenen Berufsgruppen an den Tarifs verträgen nachgewiesen und eine tabellarische Uebersicht über die tariflichen Löhne für Arbeiter und Arbeiterinnen nach den Altersstufen gegeben. In 51 Orten besteht eine christliche, in 21 eine HirschDundersche, in 17 eine gelbe Organisation. Bei den christlichen sind, soweit den Kartellvorsitzenden die Feststellung möglich war, Trotz der hohen Ausgaben und des verminderten Mitglieder- 13 214 Mitglieder angegeben. Bei den anderen Organisationen bestandes im Kriegsjahr 1914 schnitt der Verband finanziell nicht war eine verläßliche Angabe nicht möglich. Hoffentlich ist bis zum nächstjährigen Bericht der ungünstig ab, denn sein Vermögen betrug am Jahresschluß Krieg längst zu Ende, so daß unsere gewerkschaftlichen OrganiIn der Höhe der Arbeitslosenziffer schneiden die Verbände während 29 558 M. als Vortrag in den Staffen der Zahlstellen und mit den vom Feld zurückgekehrten Mitgliedern mit vereinter Straft 1 168 505 W., wovon 807 028 M. in der Haupttasse enthalten waren, fationen in den Kartellen sich neu gekräftigt haben, um gemeinsam der Metallarbeiter und Fabrikarbeiter am günstigsten ab. Gaue, 326 942 M. in den örtlichen Kassen und 4978 M. in der die hohen kulturellen Aufgaben der Gewerkschaften fördern zu diesen beiden Gewerkschaften war zu Ende April 1915 der Unfallunterstügungstasse für Funktionäre sich befanden. Von dem helfen zum Wohle der gesamten Arbeiterschaft. Stand der Arbeitslosigkeit etwa noch so hoch als zu Zeiten Bestand der Hauptkasse werden 882 020 m. als Reserven für die guten Geschäftsganges. Die organisierten Holzarbeiter und Invalidenunterstützung gerechnet. Im allgemeinen hat der Verband Tertilarbeiter haben dagegen immer noch mit Arbeitslosigkeit die schwere Prüfung, welche der Krieg ihm auferlegte, gut bestanden. zu kämpfen. Außer den gänzlich Verdienstlosen müssen noch P F Ausland. Wiedererwachen der französischen Gewerkschaftsbewegung. Behntausende in diesen beiden Industrien verkürzt arbeiten. Die bayerischen Gewerkschaftskartelle im Jahre 1914. Und durch die Anpassungsfähigkeit des deutschen Arbeiters ist In der Geschichte der Gewerkschaftsbewegung ist das Jahr 1914 Ständig mehren sich die Anzeichen dafür, daß die französischen die Zahl der Arbeitslosen noch bedeutend herabgedrückt worden. mit eisernem Stift eingetragen. Noch nie seit Bestehen der Gewert Gewerkschaften ihre alte Tätigkeit wieder aufnehmen. So hat in So waren z. B. allein von den beschäftigten organisierten schaften wurden an die Organisationen plöglich und unvermutet so den legten Tagen auch der Verband der Arbeiter in der Bekleidungs Holzarbeitern zu Ende April 18 900 gleich 22,2 Proz. in starte Anforderungen gestellt, wie bei Ausbruch des Krieges im industrie einen Aufruf erlassen, in dem es heißt, daß besonders anderen Berufen tätig. August des Jahres 1914. Jn den meisten Kartellen hatte man sich angesichts der kommenden Saison die Gewerkschaft notwendiger wie Die in den neun Kriegsmonaten für die Arbeitslosen und im ersten Halbjahr von der überall vorhanden gewefenen Arbeits- je ist. Immer mehr hat es sich gezeigt, wie richtig es war, als der Familien der ausmarschierten Mitglieder verausgabte Unter- losigkeit und deren Folgen etwas erholt, an dem inneren Ausbau Verband zu Beginn des Krieges die Kollegen aufforderte, unter stüßungssumme läßt sich erst nach Einsicht sämtlicher Quartals- der Organisationen wurde fleißig gearbeitet, Tarifverhandlungen allen Umständen wenigstens einen Stern der Gewerkschaft an jedem abrechnungen genau feststellen. Sie dürfte aber im Metall. zur Verbesserung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Mitglieder Orte zu erhalten, um die Berufsintereffen zu wahren und die Vorarbeiter Verband 6 200 000 m., im Fabritarbeiter Verband wurden eingeleitet usw., da kam wie ein Blig aus heiterm Himmel arbeit für all das zu beforgen, was nach dem Kriege notwendig die Kriegserklärung. sein wird. Nur eine gewisse Anzahl der früher angeschlossenen 1900 000 M., im Holzarbeiter- Verband 4 000 000 M. und im Aus den Reihen der Kartellfunktionäre, Vorsitzenden, Kassierer, Ortsgruppen sind noch in Verbindung mit dem Verbande, obwohl Textilarbeiter- Verband 950 000 M. noch überschreiten. Die Schriftführer, Referenten usw., wurden eine große Zahl zum die Beitragsleistung so leicht wie möglich gemacht worden Gewerkschaften sind somit eine wirksame Stüße ihrer Mit Heeresdienst einberufen, in manchen Startellen die gesamten Leiter ift. Der Gewerkschaftsbund hat sogar für die angeschlossenen glieder während der Striegszeit gewesen, woran sich manche der Gewerkschaften, so daß die Gristenz vieler Startelle in Frage Organisationen eine Striegsmarte herausgegeben, welche an die einGemeinde ein Beispiel nehmen kann. stand. Doch die in den Organisationen stedende Kraft erwies sich zelnen Gruppen zum Preise von 1 Fr. pro 100 Stück abgegeben start genug, dieje schwere Krisis zu überwinden. Rasch hatten sich die Gewerkschaften in die Verhältnisse eingelebt, neue Beiter traten an die Stelle der Einberufenen. Und wenn auch heute noch manches Kartell unter den neuen Verhältnissen zu leiden hat, Der Buchbinderverband im Jahre 1914. so zeigt sich doch, daß sämtliche Kartelle im Jahre 1914 in jeder In dem soeben herausgegebenen Jahresbericht des Buchbinder Hinsicht großes geleistet haben, und daß sich der Gedanke und die berbandes werden in dem einleitenden Kapitel die Einwirkungen des Kraft der Organisation trotz des schweren Schlages siegreich durch Krieges auf den Verband und die Maßnahmen des Verbands- zusehen vermocht hat. vorstandes in bezug auf die außergewöhnlichen Verhältnisse ge- In 66 von 89 befragten Kartellen waren 153 411( 1913 in schildert. Wie so manche andere Organisation mußte der Buch- 89 Startellen 232 442) Mitglieder in den freien Gewerkschaften orbinderverband in den ersten Kriegswochen infolge der riesigen Ar- ganisiert, davon 123 575 männliche und 29 836 weibliche MitDeutsches Theater Theater für Mittwoch, den 26. Mai. Deutsches Reich. Direktion: Max Reinhardt. 8 Uhr: Die Mitschuldigen.Berliner Theater Das Jahrmarktsfest zu 8 Uhr: Extrablätter! Plundersweilern. Donnerstag: Die Mitschuldigen. Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern. Kammerspiele 8 Uhr: Der Weibsteufel. Donnerstag: DerWeibsteufel Deutsches Künstler- Theater 8 Uhr: Datterich Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Tiefland Friedrich- Wilhelmstädt. Theater URANIA. O diese Leutnants! Taubenstraße 48/49. 4 Uhr( halbe Preise): Die Vogesen und ihre Kampfstätten. 8 Uhr: Kleines Theater 8 Uhr: Scherz, Satire, Ironie u. tiefere Bedeutung Komische Oper 8 Flandern und der Krieg. U. Der Opernball Palast Nur noch bis 31., täglich 8 Uhr: Georg, der fallende Mensch Henry Bender- Lotte und Käte Holz die ,, Teckellade" Erna Offeney " die Wunderzwerge usw. Rose- Theater. 8.Uhr Wie deutsche Helden sterben 4, Uhr: Gartenbühne: Buschlies'l. Walhalla- Theater. 8% U.: Die Jagd nach dem Glück. 4, Uhr: Gartenbühne: ApolloSänger. Voigt- Theater. Badstr 58. Täglich: Badstr. 58. Carmen. Großes Ausstattungsstück in 5 Bildern. Erstklassiges Varieté Staffeneröffnung 10 Uhr. Anj. 4 Uhr. Lessing- Theater 7%, U.: Peer Gynt Lustspielhaus 8/ Uhr Ein Prachtmädel Montis Operetten- Theater Residenz- Theater 8 Uhr: Das kommt dayon Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Der blinde Passagier Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: Nacht und Morgen Thalia- Theater 8Uhr: Alt- Berliner Pessen- Abend: Das erste Mittagessen. Hermann und Dorothea. Guten Morgen, Herr Fischer! Theater am Nollendorfpl. 8: Immer feste druff! Theater des Westens 8%, U.: Der brave Fridolin Theater in der Königgrätzer Straße 8 Uhr: Rausch Trianon- Theater 8% Uhr Wie man einen Mann gewinnt Gastspiel Louis Treumann. Volksbühne. Theater am Bülowplatz 8 Uhr: Hoheit tanzt Walzer 11 40 ER Rita Sacchetto Else Bötticher Rosa Felsegg Julius Spielmann sowie der abwechslungsreiche Mai- Spielplan. 8.Uhr Rösickes Geist Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Anf. 8 U. Zum Schluß: Im Schützengraben Militärisch. Zeit bild von Weysel. Militärpersonen u. deren Angehö rigen vollkommen freier Zutritt zu d. Stett. Sängern. Haben Sie Stoff? ich fertige davon Anzug od. Paletot nach Mass, schick. dauerh Zutaten von 25 Mark an. Moritz Laband, Neue Promenade 8, 11.( Stadib. Börs.) wird. Diese Marke soll den Monatsbeitrag für alle ins Heer eingetretenen und für die arbeitslosen Kollegen ersetzen, welche trotzdem volberechtigtes Mitglied der Gewerkschaft sein sollen. Die Marken sollen von den Ortsgruppen angekauft und den betreffenden Mitgliedern gratis verabfolgt werden. Auf Wunsch des genannten Verbandes sind Vertreter der Arbeiter auch zu Kriegslieferungskommissionen herangezogen worden und gelang es ihnen, in bezug auf die Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Branche eine Reihe von Zugeständnissen durchzusetzen. Der Aufruf schließt mit einem dringenden Appell an die Berufskollegen, die Organisations- und Aufklärungsarbeit, die unterbrochen war, erneut wieder aufzunehmen. 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St.-A. f. 8.)( Nachdruck verboten) 13( 500) 91 450 799 867 975( 3000) 1066 384 91 503 70 ( 500) 772 865 2054 124 27 63 372 453 755 56 896 950 65 3157 ( 1000) 248 53 393 412 60 66 526 90 670( 1000) 993 4006 131 208 305 48( 3000) 716( 500) 804 5236( 500) 338 39 401 14 18 ( 500) 25 621( 3000) 73 93 717 804 60.938 6306( 1000) 10 20 65 575( 1000) 670 92 751 69 842 916 21 7028 162 650( 500) 8057 380 402( 1000) 652 80 88( 1006) 619 715 66 945( 500) 9182 301 98 584 747 57 95 99 979 10257 65 396 454 68( 3000) 612 824 70 956 11131( 3000) 439 791 94 909 49 12055 292-303 81 415 69 566 980 13085 173 256 456 65 699 825 85 905 14269 336 472 623 679 736( 3000) 830( 1000) 35 15036 281 502 28( 1000) 731 65 814 16043 104 333( 1000) 408 592 765 930 17177 87 381 456( 500) 560 605 788 18006( 500) 84 201 480 578( 500) 612( 1000) 14 34 739( 1000) 66 901 97 19080 334 523 44 679 753 913 20014 439 651 58 707 86 812 930( 1000) 39 21015 69 128 303 430( 1000) 99 596 663 774 886 22056 83 429 643 777 822 906 30( 600) 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Preußisch- Suddeutsche ( 231. Königl. Preuß.) Kaffenlotterie 5. Klasse 14. 8iehungstag 25. Mai 1915 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 Mt. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 3.)( Nachdruck verboten) 200 458 75( 1000) 1177 214 21( 500) 94( 3000) 302 691 721 76 890 930 2042 237 87 380 439 621 793 885 937( 500) 3246 66 334 410 72 544 743 838 59 4153 286 96 632 77 617 26 720 ( 500) 5200 592 619 888 923 6105( 1000) 6 37 252 329 715( 500) 962 79 7088 280 684 760 87 8032 75 127 64 335 454 9111 76 79 321 488 547( 500) 75 10112 86 329 673 600( 1000) 97 780 820 916 11107( 600) 44 219 388( 500) 622 711 860 945 77 12065 162 208( 1000) 80 474 94 682 84 13083 110 44 303 510 38 826( 1000) 14026 69 430( 500) 65 825 62 921 15186 220 59 361 689 711 96( 500) 857 73( 600) 927 30 16071 89 170 214 34 80 373( 500) 400 61 71 814( 600) 907 36 17029( 500) 178 203 26 84,571 650 736 963 90 18222 54 368 86 660( 500) 998 19203 20 437 518 99 682 720 87 983 20149 570 799 910 40 21051 83 238 366 539( 500) 87 653 713( 500) 853 61 22150 210 32 399 624 45 938 88 23308 12 463 570 94 767 816 913 83 24006 223 37 78 329 435 42 69 90( 600) 561 701( 1000) 927 28 25144( 5000) 46 282 398 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903 68 195038 89 181 352 87 672 88 726 38( 500) 861 964 87 196280 83 359 595 197121 44 68 203 83( 1000) 351 63 95 509 14 750 72 89 951 72 198047 108 22 408 519 911 28 29 199223( 1000) 306( 500) 35 458 807 90( 1000) 200033 157 216 80 364( 1000) 795 07 737 827 71 93 201148 463 571 830 202107( 1000) 207 613 65 79 947 203047( 1000) 109( 600) 69 327 58 516 20 204044 54 261 385 439 676 700 808 915 205053 222 48 732 837 926 53 64 71 206125 74 252 471( 3000) 561 611 832 36 967 207014 17 179 301 530 46 62 603 749 963 208175 215 16 339 405 71 515 68 716 899 901 209282 332 408 47 505( 500) 22 30 813( 1000) 27 980 210004 225 596( 1000) 661 64 734 812 31 37 48 950 211129 212 346 70 455 541 44 48 623 824 212053 94 109 48 385 423 727 80 829 213105 48 309 46 607( 1000) 70 715 28( 1000) 50 214081 13L 50 70 247( 500) 686 827 908 94 215080 98( 500) 276 324 42 94 583 898 964 216116( 1000) 204 367 546 70 626 95 723 911 218222 217045 58 157 86 250 74 553 825 30 ( 500) 93 394( 500) 428 522( 500) 757 840 909 53 219074 196 253( 1000) 410 73( 500) 599 619 26 903 45 220113 293( 500) 96( 1000) 514 737 848 62 88 939 73 221058 124 85 682 222109 20 89 520( 3000) 613 849( 1000) 941 223118 65( 500) 372 483 578( 3000) 646 57 715 943 224006 181 427 650 718 19 805 99 225073 362 645 716 226041 280 362( 500) 463 505 8 28 53( 3000) 227239 43 337 456 69 578. 731 850( 3000) 929 228134 406( 3000) 12 74 ( 500) 587 749 806 56 229510 702 48 908 20 230243 666 646 868 231305 457 609 26 75 758 89( 3000) 967 90 232062 472( 500) 817 48 935 233156 57 69 96 254 369 428 614 822 63 77 948 95 Verkäufe. 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Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, Nr. 143. 32. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Verlustlisten. Stand des Arbeitsmarktes in Berlin. Mittwoch, 26. Mai 1915. für den nächsten Tag vorgebeugt werden, am Tage selbst jedoch ist Nach dem soeben erschienenen 36. Wochenbericht des der Andrang nicht mehr zu hemmen. Statistischen Amts der Stadt Berlin über den nahmen durch unverständiges Verhalten der Arbeiterinnen un Im Interesse glatter Abwvidelung sind jedoch auch viele MaßDie Verlustliste Nr. 231 der preußischen Armee enthält Beschäftigungsgrad nahm die Gesamtzahl der versicherungs- wirksam gemacht. Wir würden bedauern, wenn wir schließlich doch Verluste folgender Truppen: pflichtigen Mitglieder von 236 Krankenkassen Groß- Berlins in noch genötigt sein würden, die Arbeit in größeren Mengen BeStab der 9. Inf.- Div.; Arbeitskommando der 66. und Stab der der Woche vom 8. bis zum 15. Mai von 1147883 auf triebswerkstätten zu übertragen und die ungezählten Ansuchen Ein237. Inf.- Brig.; 1. Garde- Ref.- Inf.- Reg.; Garde- Gren.- Reg. Franz; 1 151982 d. i. um 4099 oder 0,36 Proz. zu und zwar zelner um Arbeit ablehnen müßten." Garde- Füf.- Reg.; Gren.- bezw. Inf.- bezw. Füs.- Regimenter Nr. 1, durchaus unter dem Einfluß des weiblichen Geschlechts, Die von uns gerügten Uebelstände werden in der Zuschrift 3, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 13, 19, 23, 28, 31, 33, 34, 36, 37, 38, 40, welches ein Mehr von 6136 oder 1,05 Proz. aufweist, während zugegeben. Wir möchten hoffen, daß sie beseitigt werden. In 41, 42, 48, 52, 53, 56, 57, 58, 60, 62, 64, 66, 67, 70, 71, 72, 76, 84, 85, 86, 93, 94, 95, 99, 110, 112, 114, 115, 116, 117, 128, 135, 138, die Zahl der männlichen Versicherungspflichtigen um 2037 vielen anderen Betrieben, die mit großer Arbeiterinnenzahl zu 14, 146, 147, 149, 150, 151, 152, 154, 155, 156, 160, 166, 167, 174, oder 0,36 Proz. abnahm. Aehnlich liegen die Verhältnisse rechnen haben, ist dies doch möglich. Die Hinweise auf ander175; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 6, 10, 13, 19, 21, 25, 29, 35, 39, 48, bei den 28 Allgemeinen Ortsfrankenkassen, die eine weitige Vergebung der Arbeit können an den tatsächlichen Verhält 52, 53, 59, 60, 61, 64, 67, 72, 74, 82, 87, 92, 98, 116, 130, 202, Steigerung um 3739 oder 0,52 Proz. erfahren nissen nichts ändern. Hoffen wir, daß es der Firma gelingt, Ab204, 205, 209, 214, 216, 227, 234, 236, 237, 249, 250, 251, 252, haben. Die Zunahme ist hier wesentlich auf die hilfe zu schaffen. 253, 254, 255, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266; Berliner Allgemeine Ortstrankenkasse zurückzuführen, Erjab- Inf.- Regimenter Nr. 28, Königsberg 2 und 3 und Runge; allein einen Gewinn um 2591 oder 0,64 Proz. aufweist. Im Berufe tödlich verunglückt. Ref.- Ersatz- Inf.- Reg. Nr. 2; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 4, 22, 25, 27, 31, 53, 55, 61, 75, 77, 87, 109, 118; Landw.- Ersatz- Inf.- Reg. Schwächer war dagegen die Entwicklung bei der GesamtEin recht folgenschwerer Unglücksfall hat sich fürzlich auf dem Nr. 4 der Landw.- Div. v. Menges; Besatzungs- Reg. Nr. 2 Posen heit der an der diesmaligen Berichterstattung beteiligten 205 Neubau des Oberlyzeums in Spandau ereignet. Dort war der der Besagungs- Brig. Doussin, Nr. 3 Posen der Besatzungs- Brig. gewerblich gegliederten Krankenkassen, die eine Zunahme um Dachdecer Martin Jagodzynski aus Berlin mit Arbeiten beschäftigt. Rüdiger, Nr. 4 Posen der Besagungs- Brig. v. Reißwiß; Brig.- Er- nur 381 oder 0,09 Proz. zeigten. Sm einzelnen aber tam es Er saß in der Höhe des vierten Stockwerks unter dem Dache auf Bataillone Nr. 11, 16, 25, 26, 35, 37, 42, 76, 79, 81; Landw.- Brig.- hier zu größeren Steigerungen: beim Verkehrsgewerbe um einem Ausleger, als ein Eimer mit Material heraufgezogen wurde. Erjazz- Bataillone Nr. 30 und 41; Landst.- Inf.- Bataillone: 280 oder 0,76 Proz., bei der chemischen Industrie um 278 Bei der Hantierung hierbei verlor er den Halt und stürzte in die 1: Ostrowo, 4. Trier; Landſt.- Inf.- Ersatz- Bat. Nr. 2; JägerBataillone Nr. 4, 6, 14; Reſ.- Jäger- Bat. Nr. 23; Reſ.- Radf.- Komp. Abtlg. Nr. 4; Festungs- Maschinengewehr- Abteilungen Nr. 1, Köln Nr. 8b, 11, Meb Nr. 14; Feld- Maschinengewehr- Bug Nr. 117. oder 1,67 Proz., beim Baugewerbe um 278 oder 2,20 Proz., während eine Abnahme u. a. bei der Papier- und Lederindustrie um 291 oder 2,32 Proz., beim Nahrungs- und Genußmittelgewerbe um 222 oder 1,09 Proz. eingetreten iſt. 1. Garde- lanen; Res.- Dragoner Nr. 5; Husaren Nr. 1, 17. Nach den dem Bericht gleichfalls zu entnehmenden An1. Garde- Feldart.- Reg.; Feldart.- Regimenter Nr. 3, 6, 8, 15, gaben der Freien Gewerkschaften sank die Zahl der bei 39 Ver23, 30, 31, 47, 69, 84, 221; Res.- Feldart.- Regimenter Nr. 36, 45; bänden gezählten Arbeitslosen von 3523 am 10. auf 3447 Feldart.- Ersatz- Reg. 3ossen. 2. Garde- Fußart.- Reg.; Fußart.- Regimenter Nr. 7, 10; Rej.- am 17. Mai d. i. um 76 oder 2,16 Proz. Im einzelnen Fußart.- Regimenter Nr. 6, 13; Res.- Fußart.- Bataillone Nr. 26, 35. ist bei den Hutmachern eine Zunahme der Arbeitslosen um Pionier- Regimenter Nr. 24, 25, 30; Pionier- Bataillone: 46 festzustellen und zwar wesentlich unter dem Einfluß des I. Nr. 2, I. Nr. 15, I. Nr. 16, I. Nr. 17; Res.- Pionier- Bataillone Ablaufs der Hauptzeit dieses Gewerbes, dagegen ist eine AbNr. 32, 39; Pionier- Ersatz- Bataillone Nr. 4, 11, 21; Ref.- Pionier- nahme zu verzeichnen u. a. bei den Metallarbeitern um 72, Komp. Nr. 51; 1. Landw.- Pionier- Komp. des 16. Armeekorps; bei den Holzarbeitern um 38, bei den Buchbindern um 31. Mittlere Minenwerfer- Abt. Nr. 149; Schwere Minenwerfer- Abt. Nr. 11. Der Schluß der bayerischen Verlustliste Nr. 184 bringt Verluste der Rej.- Inf.- Regimenter Nr. 15, 17, 21; Landw.- Inf.Regimenter Nr. 2, 4; Landst.- Inf.- Bat. Rosenheim; 3. ChevaulegersReg.; 1. und 9. Feldart.- Reg.; Res.- Feldart.- Regimenter Nr. 5, 8; 1. Ersatz- Feldart.- Abt.; 1., 2. und 3. Fußart.- Reg.; Res.- Fußart. Regimenter Nr. 2 und 3; Landw.- Fußart.- Bataillone Nr. 2 und 3; Pionier- Reg.; 1., 2. und 3. Pionier- Bat.; Pionier- Komp. Nr. 20; Divisions- Brücken- Train Nr. 6; Res.- Pionier- Bat. Nr. 2; Res.Pionier- Komp. Nr. 6; Res.- Fernspr.- Abt. 1; Pionier- Ersatz- Komp. Nr. 2; Armierungs- Bat. Nr. 1; Ref.- Munitionsfolonnen- Abt. Nr. 2; Armierungs- Bat. Nr. 1; Reſ.- Munitionsfolonnen- Abt. Nr. 5; Sanitäts- Komp. 1 des 3. Armeekorps. Tiefe, wo er unglücklicherweise auf einen Spaten mit aufgespaltenem Stiel fiel. Der Spatenstiel drang nun dem Herabſtürzenden vom rechten Schenkel an in den Leib und durchbohrte ihn. Mit dieser rechten Schenkel an in den Leib und durchbohrte ihn. Mit dieser Verlegung wurde der Beklagenswerte ins Krankenhaus gebracht, wo er inzwischen verstorben ist. Feiertags- Einbrecher. Für 6500 Mark Blusen, Spizen und Stickereien erbeuteten Einbrecher in der Nacht zum 1. Feiertag in den Näumen der Appenzeller Sandstiderei Unter den Linden 56. Der Laden hat an der Straße eine Glastür, die einfach verschlossen, aber nicht weiter gesichert wird, weil man bei dem nimmer rastenden Verkehr Unter den Linden einen Einbruch nicht befürchtete. Hierin sah man sich jetzt getäuscht. Die Einbrecher schlossen trop des Verkehrs ohne aufzufallen die Ladentür mit einem Nachschlüssel auf, suchten in den Schränken und Schublaben die besten Sachen aus und nahmen für 6500 Mart mit. Fernsprech- Doppelzug Nr. 115; Feldluftschiffertruppe. Neuer Fahrplan nach und in Ostpreußen. Ein neuer Durch eine Stellermauer brangen Einbrecher in das SchuhwarenTrain- Abt. Nr. 5; Fuhrpart- Kolonne Nr. 2 des 5. Armeekorps. Fahrplan wird am 1. Juni in der Provinz Ostpreußen, dem geschäft von Berkemeier in der Friedrichstraße 248 ein. Der GeSanitäts- Komp. Nr. 3 des 20. Armeekorps. Bezirk der Eisenbahndirektion Königsberg, eingeführt. Es schäftsteller, der unter dem Laden liegt, ist nur von diesem aus Armierungs- Bataillone. Berlin weiter ausgebaut. Der Tagesschnellzug von der so über die Kellertreppe durch die Falltür in den Laden. Sie ers werden dort vor allemt die Schnellzugsverbindungen mit durch eine Falltür zugänglich. Die Einbrecher stiegen nun vom Hof aus in den Nebenfeller ein, durchbrachen die Mauer und gelangten Friedrichstraße 9.26 vorm. nach Danzig wird auch nach beuteten außer Waren aller Art auch noch die Ladenkasse. Königsberg und Gumbinnen durchgeführt, Königsberg an 7.15 nachm., Insterburg an 8.54, Gumbinnen 9.25. Dagegen endigt der Schnellzug ab Berlin 3.05 nachm. vom 1. Juni an Straßenbahnunfälle. in Königsberg 12.21 nachts. Der Nachtschnellzug ab Friedrich- Am Dienstagmorgen gegen 8, Uhr fuhr an der Köpenider straße 11.15, in Königsberg 8.14, wird bis Gumbinnen durch- Brücke ein Geschäftswagen des Schlächtermeisters Rodenwolt, Weidengeführt, an 10.23 an Stelle des Zuges ab 11.23 nachm. Um weg, mit einem Straßenbahnwagen der Linie 83 zusammen. Der gekehrt gehen zwei Züge von Justerburg 7.34 vorm. und Anprall war so heftig, daß die auf dem Kutscherbock des Schlächter6.40 nachm., von Königsberg drei, 9.12 vorm., 2.37 und wagens sigende Frau Rodenwolt in großem Bogen herabstürzte. 8.18 nachm. Nach und von Insterburg wird ferner über Bei dem Fall erlitt die Frau so schwere Armberlegungen, daß sie nach Thorn ein zweites Zugpaar durchgeführt, ab Friedrichstraße der Unfallstation in der Admiralstraße gebracht werden mußte. Auch 9.42 vorm., an Insterburg 9.21, ab 7.11 vorm., an Friedrich- der Inhalt des Wagens, bestehend aus Kübeln mit Lebern, Därmen straße 7.27 nachm. Von Eydtkuhnen bis Wilkowischki werden und dergleichen, wurde auf den Straßenbahndamm geworfen. statt eines Zuges jetzt zwei Züge durchgeführt, von Eydtkuhnen Durch einen Straßenbahnunfall um das Leben gekommen ist der 1.08 und 5.31 vorm., Wilkowischki 4.10 früh und 3.09 nachm. 71 Jahre alte im Ruhestand lebende Schußmann Hermann Bäschle Auch die Strecke Wiemel- Bajohren erhält einen neuen Zug aus der Oppelner Str. 35. Der alte Herr wollte am Freitagim Anschluß an den Berliner Nachtschnellzug, ab Memel 12.38, nachmittag an der Ede der Greifswalder und Rastenburger Straße zurück von Bajohren 1.37 nachm. den Fahrdamm überschreiten und fah nicht, daß gerade ein Straßenzurück von Bajohren 1.37 nachm. bahnwagen herantam. Er wurde überfahren und erlitt schwere innere und äußere Verlegungen. Auf seinen Wunsch brachte man ihn vom Krankenhaus Friedrichshain, wo er die erste Hilfe erhielt, nach seiner Wohnung. Dort starb er schon am 1. Feiertag. Die Leiche wurde von der Revierpolizei beschlagnahmt. Aus Groß- Berlin. Weibliche Arbeitskraft. Die weibliche Kriegsarbeit nimmt unter dem Zwange des Wangels an männlichen Arbeitskräften immer größere Aus dehnung an. Bei der Straßenbahnschaffnerin, Fahrstuhl führerin, Fensterpuzerin, Fahrkartenlocherin, Müllabfuhrfrau ist es nicht geblieben. Die Industrie greift jezt auf zahlreichen anderen Arbeitsgebieten zur Frauenarbeit auch da, wo bisher grundsätzliche Bedenken gegen die Verwendung solcher Arbeitskräfte bestanden. Ein bekannter Berliner Pädagoge, der langjährige Direktor der städtischen Wahlfortbildungsschule für Mädchen, Start Hellermann, ist nach kurzem Krankenlager am Sonnabend verstorben. Aus der Rubrik des Kriegsschwindels. Brandunglück in der Linienstraße. Ein schiveres Brandunglück hat sich Montag mittag in der Ebenso start ist das Bedürfnis nach Arbeitskräften bei den Behörden. Zwar sind eine sehr große Zahl eingearbeiteter Beamten und Angestellten, um den behördlichen Betrieb aufEin Kriegsschwindler, der eine zeitlang Berlin unsicher machte, rechtzuerhalten, vom Kriegsdienst reklamiert worden, aber wurde in Plauen im Vogtlande festgenommen. Ein 23 Jahre alter von den Militärbehörden wird Wert darauf gelegt, daß der aus Kottbus gebürtiger Kurt Georg Nebazz, der sich Zahntechniker Linienſtr. 109 zugetragen. Dort wollte die Frau Anna Kapelle unvorVersuch gemacht wird, ob nicht wenigstens ein Teil der rekla nennt, hatte als Knabe einmal einen Unfall. Davon behielt er sichtigerweise aus einer gefüllten Spiritusflasche einen Spirituskocher mierten Felddienstpflichtigen vorübergehend durch weibliche zwei steife Finger an der rechten Hand. Außerdem steht ihm die auffüllen. Der Spiritus entzündete sich und brachte die Flasche zur Personen zu ersehen ist. Das liegt besonders nahe für den Bupille des linten Auges nach rechts. Diese körperlichen Fehler be- Explosion. Die Frau stand im Nu am ganzen Körper in Flammen Eisenbahndienst. Nach einem Erlaß des preußischen Eisen- nugte er jetzt zu ausgedehnten Kriegsschwindeleien. Mit dem Band und rief laut um Hilfe. Ein Herr Julius Gramm eilte mit anderen bahnministers dürfen weibliche Hilfskräfte überall da ein- des Eisernen Kreuzes geschmückt, sucht er wohlhabende Leute auf, Personen herbei, erlitt aber bei dem Bemühen, die Flammen zu er gestellt werden, wo es an männlichen Kräften, insbesondere stellte sich ihnen als Kriegsverstümmelter vor und klagte ihnen, daß stiden ſelbſt Brandverlegungen an den Händen. Die Feuerwehr auch an Kriegsinvaliden und Kriegsgefangenen fehlt, oder wo er von seiner Militärpension von 9,20 m. den Monat nicht leben brachte die Schwerverletzte, an deren Aufkommen die Aerzte zweifelten, die Freimachung vorhandener Arbeiter möglich ist, die sich könne. Er schilderte dabei ausführlich, wie er Schüsse in die rechte nach einem Krankenhause und verbanden auch den leichtverletzten zum Nachschub in andere, den Frauen nicht zugängliche Be- Hand und das linke Bein bekommen habe und im Bajonett- Herrn. Der entstandene Brand konnte bald gelöscht werden. Es schäftigungen eignen, zum Beispiel also zum Ersatz von Hand- kampf am linken Auge verlegt worden sei. Der„ tapfere Krieger" find nur Gardinen, Teppiche und Kleider verbrannt. arbeitern, für die fich Gelegenheit zur Verwendung als Wert- erregte überall Mitleid und erhielt reichliche Unterstützungen. Nebatz Helfer bietet. Frauen sollen grundsätzlich nur mit leichteren behauptet, daß er am 8: August v. J. beim 30. Pionierbataillon in Gesperrt. Die Neue Friedrichstraße wird von der Waisenbrüde Arbeiten beschäftigt werden, die sie ohne Gefährdung ihrer Koblenz als Kriegsfreiwilliget eingetreten und im Oktober als un- bis jenseits des Straßenzuges Stralauer Straße- Schicklerstraße Gesundheit verrichten können. Auch dürfe ihre Einstellung in tauglich entlassen worden sei. Seine Schwindeleien hat er nicht nur wegeit der Ausführung von Untergrundbahn- Bauarbeiten bis auf den Eisenbahndienst nicht zur Verdrängung von Invaliden in Berlin, sondern nach den bisherigen Ermittelungen auch in Bosen, weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. und alten Arbeitern führen, die nur noch für leichtere Arbeiten Frankfurt a. M., Stettin, Chemniß und Jena, wahrscheinlich aber tauglich find. Insbesondere sei sicherzustellen, daß ihre fura auch noch an vielen anderen Orten betrieben. Hin und wieder ist Namen aufgetreten. Arbeiterinnen- Abfertigung. Radrennen in Treptow. Hintertreffen. In einem Viererkampfe maßen sich Stabe, Techmer, Peter und Levanow. Das Rennen endete in allen drei Läufen mit einem überwältigenden Siege Stabes. Aus den Gemeinden. fristige Entlassung erfolgen kann, wenn sich die Möglichkeit er auch als Student der Rechte aufgetreten, mit der Stlage, daß ihm Jm Sportpark Treptow wurde am Dienstag, begünstigt vom nupbringender Beschäftigung von Kriegsinvaliden bietet. Für die Mittel zu den weiteren Studien ausgegangen seien. Nebat, herrlichsten Wetter, das erste Abendrennen der Saison ausgefahren. die Bemessung der Löhne sollen die Eisenbahndirektionen be- bessen Spuren die Kriminalpolizei jetzt weiter nachgeht, ist ein In einem Herausforderungsrennen über 10, 15 und 25 Kilometer stimmte Grenzen festsetzen; im allgemeinen werde über 34 des Lohnes der im gleichen Dienst tätigen Arbeiter nicht hinaus mittelgroßer, schlanker junger Mann, mit blondem Haar, fleinem maßen sich Gustav Jahnke, der Sieger des Goldenen Rades, und Artur Stellbrint. Die beiden lieferten in allen drei Läufen ein zugehen sein, auch müsse der Lohn den örtlichen Lebensverhält- Schnurrbart, breiter, zurücktretender Stirn, blaugrauen Augen und sehr flottes Rennen. Sieger blieb Stellbrint mit 8.41, 12.51 und nissen angepaßt werden. So sieht man außer in den Eisen- schadhaften Zähnen. Er ist wahrscheinlich überall unter verschiedenen 22.19 Minuten. Jahnte geriet mit 90, 220 und 580 Metern ins bahnwerkstätten Frauen auch schon beim Güterverladen, als Bahnsteigschaffnerinnen im Berliner Stadt- und Ringbahnverkehr sowie im Bahnhofs- Buch- und-Zeitungshandel. In der Justizverwaltung werden Tippdamen schon seit Zu den von uns veröffentlichten Klagen über außerordentlich mehreren Jahren verwendet. Der preußische Justizminister langes Warten von Heimarbeiterinnen auf die Abfertigung bei hat infolge des Krieges verfügt, daß die Frau, die ja im An- der Deutschen Planfabrik sendet uns die genannte Firma folgende waltsdienst längst heimisch ist, auch bei den Gerichtsschreibe- Buschrift: reien in verstärktem Umfange beschäftigt wird. Durch die ,, Es ist leider vorgekommen, daß Heimarbeiterinnen wegen zu gleiche Zwangslage ist die preußische Schulverwaltung zu dent großen Andranges auf Abfertigung längere Zeit warten mußten. Entschluß gekommen, weibliche Behrkräfte aushilfsweise an Dieser nicht vorauszuberechnende Andrang ist entstanden, weil wir höheren Schulen für Knaben zu beschäftigen. Die für die in wohlmeinender Absicht möglichst viele bedürftige Arbeitslose und Fähigkeit zum Lehren geprüften Kandidatinnen sollen sich Löhne den Arbeiterinnen ungeschmälert zukommen lassen wollten. Kriegerfrauen mit leichter lohnender Arbeit beschäftigen und die möglichst bald dem zuständigen Provinzialschulkollegium zur Der Betrieb würde wesentlich vereinfacht und verbilligt werden, Verfügung stellen, auch wenn sie Seminar und Probejahr wenn wir die Arbeit in größeren Posten an Betriebswerkstätten aufbürdet, es fehlen darin noch die Gehälter für die Erfazbeamten in noch nicht absolviert haben. Im Postschalterdienst sind Hilfs- und Zwischenmeister ausgeben würden. Auch von außerhalb, so aus beamtinnen besonders häufig in den Provinzen zu bemerken. Süddeutschland und Schlesien, haben sich Unternehmer gemeldet, Von weiblichen Briefträgern ist dagegen noch nichts bekannt die zu etwa 30 Proz. billigeren Löhnen die Arbeiten übernehmen geworden. Man sieht, der Krieg wirft alle Vorurteile um. Und der Ausschluß der Frauen aus den verschiedensten Beliner Wir haben alle derartigen Anerbieten im Interesse der Berschäftigungszweigen war ein Vorurteil. Es werden aber noch liner Arbeiterschaft abgelehnt und versucht, ohne Opfer und Zeit manche Vorurteile gegen die Frau fallen müffen, und man zu scheuen, möglichst vielen Bedürftigen zu helfen. Eine beffere Verteilung der Arbeiterinnen auf Tage und wird auch auf die Dauer der Frau nicht mehr die passive Rolle Stunden versuchen wir ständig herbeizuführen. Einer solchen stellen im öffentlichen Leben zuweisen können, wie das heute der Fall sich jedoch schwer zu überwindende Hindernisse entgegen; vor allen ist. Wenn die Frau überall mit tätig sein kann, muß sie auch Dingen ist sie aber rückwirkend unmöglich, d. h. an Tagen, wo der Einfluß auf ihre Geschicke haben. Andrang außerordentlich und unvorhergesehen groß ist, kann nur wollen. Neun Monate Kriegsfürsorge in Oberschöneweide. Um eine zusammenfassende llebersicht über die Tätigkeit der Gemeinde auf dem Gebiete der Kriegsfürsorge zu haben, war von unseren Vertretern der Wunsch ausgesprochen worden, der Gemeindezustellen. Wenn auch diese Aufstellung feinen abschließenden Uebervorstand möge eine solche Zusammenstellung allen Gemeindevertreterit blid gibt von den Lasten, die der Krieg den einzelnen Gemeinden der Gemeindeverwaltung sowie die enormen Steuerausfälle usw., so ist doch dieselbe dazu angetan, der gesamten Bevölkerung unserer 26 000 Seelen zählenden Gemeinde ein Bild der finanziellen Ansprüche zu geben, die bei noch längerer Dauer des Krieges erforder= lich werden. Bekannt ist, daß die Berechnung der einzelnen Familienunter ftüzungen nach einem von der Gemeindevertretung festgesetzten Existenzminimum vorgenommen wird. Dieses beträgt für eine Frau ohne Kinder 33 M., mit einem Kinde 46,50 M., mit zwei 57 M., mit drei 69 M., mit vier 79 M. und mit fünf Kindern 90 M. Die gesamten Einnahmen der Familien werden zusammen addiert und das sich event. ergebende Minus an obigen Sägen von der Ge weinbe als Existenz, uschuß zugezahlt. Dieses Existenzsoll wird un- bedingt gezahlt. Hinzu kommt ein Mietszuschutz in Höhe der halben Miete bis zu 20 M. Ist die halbe Miete durch das Gesamteinkommen der Familie vorhanden, so werden trotzdem noch SO Proz. Miels« Zuschuß aus Gemeindemilteln gewährt. Wenn mehr als die halbe Miete vorhanden ist, so wird der Zuschuß nur bis zur vollen Mietshöhe gegeben. 20 M. darf der gemeindliche Zuschuß aber nicht über- steigen. Auch diese Beiträge werden nach den Beschlüssen gezahlt, wofür� die �Zufriedenheit der weitaus meisten Hauswirte die beste Diese Vorerinnerung ist durchaus notwendig zur besseren Be- urteilung der Aufstellung. Es sind bis jetzt gezahlt worden: Familienunterstützung SS? 386,36 M., Zuschiisse zum Existenz- Minimum 28 533,76 M., an Arbeitslose 9607,10 M., Mietszuschüsse an Familien vonKriegSteilnehmern 70 638,71M.. an Arbeitslose 1413,80 Bt. — Für Dienste von Hebammen, Aerzten und an Apotheken 3 210, S7 M. Verschiedenes: a) Kosten der 300 000- M.-Anleihe 3 000 M., b) Speiiung durchziehender Truppen 400 M., c) Beihilfe für Ost« und Westpreußen sowie Elsaß- Lothringen 500 M., d) ostpreußische Flüchtlinge 747,13 M., e) Arbeitsnachweis(Ein- richtung, Formulare usw.) 1410,28 M., k) 2 Betten für den Niederb. Lazarettzug SOO M.. g) an den Nationalen Frauendienst 19 141 M. Insgesamt 736 223,71 M. An Rückzahlungen für verauslagte Familienunterstützungen sind bis jetzt eingegangen: Von der Kreiskommunalkasse SSI 000 M., an Beihilfe für die Speiseanstalten von derselben Kasse 2 077,99 M., als Staatsbeihilfe von der Königl. Kreiskasse 14 283 M., von der Brandenburgischen Landeshauptkasie als Zuschuß für Erwerbslose SS11,98 M., Verschiedenes 470,99 M., zusammen 273 343,96 M. Somit war bis jetzt notwendig ein Gemeindezuschuß von 163176,72 M. Diese Zusammenstellung umfaßt nur die Ausgaben und Einnahmen der KriegSunterstutzungen. Für die Eindeckimg mit Lebensrnitteln wurden bewilligt 372 000 M. Beschafft sind 200 Zentner magerer Speck zum Preise von 22 000 M„ 400 Zentner gesalzene Bäuche, Rückenspeck und Karbonadenspeck zum Preise von 24 000 M., 100 Zentner Schlack- und Salamiwurst zum Preise von 17063 M., 10>/z Zentner Schinken (100 Stück) zum Preise von 1940 M., 800 Zentner Margarine zum Preise von 23220 M., 200 Zentner Schmalz zum Preise von 60265 M., 100 Zentner Reis zum Preise von 7900 M., 102 Zentner weiße Bohnen zum Preise von 6222 M„ 20 Zentner Perlgraupen und 20 Zentner Grieß zum Preise von 3220 M,, Schweinefleisch-Büchsenkonserven für 100 000 M., 10 843 Zentner Kartoffeln zum Preise von 26 000 M, Insgesamt betragen die AusWendungen für Lebensmittelbeschaffungen bisher 322 193 M. Der Verkauf der Kartoffeln war ein ununterbrochener und kosteten 10 Pfd. 62 Pf. Für alle übrigen Waren hat am 21. Mai der Ver- kauf zu den von der KriegZkommission festgesetzten Preisen begonnen und findet in den durch Preistafeln kenntlich gemachten Geschäften statt. Neben den von der Gemeinde bezogenen Waren dürfen die Geschäftsleute keine gleichartigen Waren zum Verkauf bringen. Der Verkauf der Waren darf nur gegen Vorzeigung einer von der Ge- meinde allen Haushaltungen zugestellten Berechtigungskarte erfolgen. Die Preise für die Fleischkonserven sind folgende: die Empfund- dose Schweinefleisch in Brühe 1,35 M., Leberwurst 1,10 M., Rotwurst 1 M., Sülze 1,20 M.; für das Pfund gepökelten fetten und mageren Speck 1,42 M., Karbonadenspcck 1,22 M„ geräucherter fetter und magerer Speck 1,60 M. und für ger. Karbonadenspeck 1,70 M., Rohschmalz pro Pfund 1,32 M„ Bratenschmalz pro Pfund 1,45 M. Unter einem halben Pfunde wird sowohl Speck wie Schmolz nicht verkauft, der Preis des halben Pfundes wird nach Pfennigen be- rechnet und eventuell auf einen Pfennig nach oben ab- gerundet. Der Preis für Margarine beträgt bei„Spreegold" pro Pfund 92 Pf. und bei„Tropenkönig" pro Pfund 85 Pf. Die Ver- kaufspreise für Schlack- und Salamiwurst sowie Schinken werden später bekanntgegeben. ES ist nun Aufgabe der Hausfrauen, auf die Einhaltung der Preise zu achten. Vorenthaltung von Waren sowie Zuwiderhand- lungen gegen die festgesetzten Preise müssen sofort im Gemeinde- bureau gemeldet werden. Soziales. Krieg und Geschlechtskrankheiten. Prof. Dr. Blaschko sprach gestern(Berliner Zentralverband zur Bekämpfung des Alkccholismus) im Landeshause über„Krieg und Geschlechtskrankheiten. „Die Geschichte lehrt," so führte er aus,„daß mit allen Kriegen eine außerordentliche Zunahme der Prostitution und dadurch auch der venerischen Krankheiten eirtherzugehen pflegt, und diese Zu- nähme nicht nur die Truppen, sondern auch die kriegführenden Nationen selber betrifft. DaS Herausreißen von Millionen junger Männer aus ihrer gewohnten Lebensbahn verleitet viele, den Ver- lockungen nachzugeben. Steht auch unser Heer auf ganz anderem sittlichen Niveau wie z. B. das russische, dessen Offiziere im russisch-japanischen Kriege und zuverlässigen Nachrichten zufolge auch in diesem Krioge wieder ihre Kokotten mit ins Feld führten, so sind doch auch unsere Sol- daten den Gefahren des außereheliäjen Geschlechtsverkehrs in hohem Maße ausgesetzt. Und zwar nicht sowohl die Truppen, die an der Front und in den Schützengräben ihr Loben aufs Spiel setzen, als vielmehr die in den heimischen Garnisonen, in den Etappenorten und besonders die in den Großstädten des Okkupationsgebietes stationierten Hecresteile. Das ist um so bedauerlicher, als es sich gerade hier vielfach um verheiratete Landsturmmänner handelt. Mit Verboten und Strafen ist hier wenig auszurichten, wohl aber werden Warnunzen und Aufklärungen über die Gefahren der Geschlechtskrankheiten niancheS Unheil verhüten können. Schließung der Animierkneipen, Estaminets und Bordelle, Abkürzung der Polizeistunde und des Abendurlaubs, Schaffung von alkoholfreien Soldatcnhcimen, wie das jetzt in Belgien geschieht, Ucberwachung der Straßenprostitution, der Winkelhotels und Absteigequartiere müssen die Gelegenheiten zur Verführung«inidämmen, hygienische Maßnahmen die Infektionsgefahr verringern. Fremdländische Prostituierte sind abzuschieben oder während der Dauer des Krieges zu internieren, Erkrankte sind sorgfältig und lange zu behandeln. Von größter Bedeutung wird es sein, eine Verschleppung der Geschlechtskrankheiten in die Familien zu verhindern. Dazu genügt nicht, daß man die erkrankten Soldaten während des Krieges gründ- lich behandelt: bei dem schleichenden und chronischen Charakter der venerischen Krankheiten wird es nötig sein, die zur Entlassung und auf Urlaub kommenden Soldaten einer sorgfältigen körperlichen und Blutuntersuchung zu unterziehen und den während des Krieges an einer Geschlechtskrankheit behandelten Soldaten nach Beendigung des Feldzugcs die Fortführung der Behandlung auf jede Weise zu erleichtern." Bcrweigerung des Knegsscheins. Es vergeht fast keine Sitzung der fünften Kammer des Gewerbegerichts, wo nicht einige Klagen verhandelt werden, deren Ursache die Verweigerung des sogenannten Kriegs- scheins ist. Es handelt sich hier imnier nur um solche Fälle, wo der Kriegsschein selbst den betreffenden Arbeitern durch den Kriegsausschuß der Metallindustrie bereits zugesprochen und nur die Frage strittig ist, ob der Arbeiter Anspruch auf Schadenersatz für die Zeit hat, wo er, weil er den Kriegs- schein nicht hatte, keine Arbeit finden konnte. Wenn man die Einzelfälle vor Gericht kennen lernt, dann wird man sich Meist fragen, weshalb sich die Firma überhaupt erst auf Schadenersatz verklagen ließ, nachdem die Entscheidung des Kriegsausschusses schon gegen sie ausgefallen war. Diese Frage ist auch am Platze hinsichtlich einer Klage gegen die A.E.G., die gestern vor dem Gewerbegericht verhandelt wurde. Tic Kläger, zwei Schlosser, hatten in dem Betriebe der A.E.G. in der Brunnenstratze gearbeitet. Für die dort beschäftigten Schlosser war mit der Betriebsleitung eine Vereinbarung abge- schlössen worden, wonach die Akkordpreise so festgesetzt werden sollten, daß ein bestimmter Stundenlohn erreicht werden konnte. Einige der Schlosser waren der Meinung, daß ihnen gegenüber diese Vereinbarung nicht innegehalten worden sei und sie dadurch zu kurz kämen. Da eine Rücksprache des Arbeiterausschusses mit dem Betriebsleiter keinen Erfolg hatte, hielten die beteiligten Ar- beiter eine Betriebsversammlung ab, um zu dieser Angelegenheit Stellung zu nehmen. Die Versammlung sollte selbswerständlich nach Schluß der Arbeitszeit stattfinden. Die Arbeiter sind auch der Meinung, daß sie ihre Versammlung nach Feierabend abge- halten haben. Merkwürdigerweffe behauptet aber die Betriebs- leiwug— wenigstens bezüglich der beiden Kläger—, daß sie während der Arbeitszeit die Versammlung besucht haben. Aus diesem Grunde sind die Kläger, als sie beim Beginn der näcksten Schicht wieder zur Arbeit erschienen, entlassen worden. Der Ver- treter der Firma behauptet aber, die Kläger seien gar� nicht ent- lassen worden, sondern sie hätten, indem sie vor Schluß der Arbeitszeit den Betrieb verlassen hätten,— die Arbeit nieder- gelegt! Deshalb sei ihnen der Kriegsschein verweigert worden. Man sollte eS nicht für möglich halten, daß in einem wohl- geordneten Großbetriebe Meinungsverschiedenheiten darüber ent- stehen können, wann die Arbeitszeit beginnt und wann sie endet. Aber nach den Angaben, die in diesem Prozeh gemacht wurden. muß man zu der Ansicht kommen, daß hinsichtlich der Arbeitszeit in dem genannten Betriebe der A.E.G. die reinste Willkür herrscht. Die Kläger behaupten, ihre Arbeitszeit sei eine neunstündige. Sie hätten am fraglichen Tage um 6 Uhr morgens angefangen, also sei ihre Schicht um 3 Uhr nachmittags, als sie den Betrieb ver- ließen, um zur Versammlung zu gehen, beendet gewesen. Da- gesell rechnet die Firma damit, daß nach Beendigung der regel- mäßigen Arbeitszeit noch ein bis zwei Ueberstunden gemacht »erden sollen, so daß also nach Meinung der Firma das Verlassen des Betriebes zur regulären Feierabendstunde eine eigenmächtige Arbeitsniederlegung bedeuten würde. Diesem Einwand gegen- über beriefen sich die Kläger darauf, daß der Obmann des Arbeiter- «uSschusscs dem zuständigen Betriebsleiter vorher mitgeteilt hätte, um 3 Uhr werde die Versammlung abgehalten, so daß hinsichtlich etwaiger Ueberstunden die Kläger als entschuldigt gelten müßten. Wie der als Zeuge vernommene Meister behauptete, sollen die Kläger nicht nur etwaige Ueberstunden, sondern einen Teil der regulären Arbeitszeit versäumt haben, die nicht um 6, sondern um 7 Uhr morgens beginne und deshalb um 4 Uhr nachmittags ende. Die Kläger hätten also eine Stunde früher angefangen als re sollten, aber deshalb hätten sie nicht eine Stunde früher auf- hören dürfen. Wenn der Ausgang des Prozesses von der Klärung der Widersprüche über die Arbeitszeit abgehangen hätte, dann würde er wohl noch nicht beendet sein. Die Entscheidung brachte schließ- lich die Aussage eines Zeugen, der an der Verhandlung des KriegsausschusseS beteiligt war und hierüber bekundete, der Kriegsausschuß habe entschieden: Da sich die Kläger bei Beginn der nächsten Schicht wieder zur Arbeit angeboten haben, durfte ihnen der Kriegsschein nicht verweigert werden. Nach dieser Zeugenaussage erkannte der Vertreter der de- klagten Firma die Ansprüche der Kläger an und das Gericht ver- geteilte die Firma zur Zahlung der geforderten Summe von 74 M. für beide Klager. In einem anderen Falle war die Firma Schwartzkopsf von einem Schlosser auf Schadenersatz in Höche von 117 M. verklagt. Der Kläger ersuchte den Meister um Erhöhung des Akkordpreises für ein bestimmtes Arbeitsstück. Der Meister erklärte daraus: Wenn Sie bei dem Preise nicht zurechtkommen, dann sind Sie ein minderwertiger Arbeiter. Der Kläger erwiderte: Wenn Sie mich für einen nnnderwertigen Arbeiter halten, dann ist es wohl besser, ich höre auf. Der Meister erklärte sich damit einverstanden und versicherte dem Kläger auf dessen Ersuchen, er solle auch den Kriegsschein bekommen. Aber die Firma erteilte den Kriegsschein nicht. Ihr Vertreter erklärte vor dem Gewerbegericht, der Meister sei nicht berechtigt, den Kriegsschein zu versprechen und die Firma habe nicht gewollt, daß der Kläger aufhöre. Das Gericht verurteilte die beklagte Firma, dem Kläger, der mangels des Kriegsscheins 13 Tage arbeitslos war, die geforderten 117 M. zu zählen, weil der Kriegsschcin zu unrecht verweigert worden sei. Lohnsumme und Kindersterblichkeit. „Justice", das Organ der British Socialist Party", veröffenl- licht interessante Zahlen, die die Abhängigkeit der Kindersterblichkeit von der Lohnhöhe des Familienvaters illustrieren. Nach Beobachtungen in Johnstowne beträgt die Sterblichkeit der Kinder unier einem Jahr 180,7 von 1000. In Familie», in denen der Mann weniger als 521 Dollar im Jahr verdient, steigt die Kindersterblichkeit aus 255,7 vvn 1000. Bei einem Jahresverdienst von 1200 Dollar sinkt die Kindersterblichkeit auf 83,3 von 1000. Die Abhängigkeit der Kindersterblichkeit von der Lohnsumme kommt in der nachstehenden Tabelle noch krasser zum Ausdruck: Jahresverdienst Kindersterblichkeit (in Dollar)(von 1000) 521..... 255,7 625.... 157,6 625-899..... 122,1 900—1199..... 101,4 1200 und mehr..... 83.3 Aehnliche Beobachtungen wurden beispielsweise auch in Paris gemacht. Im 8. Bezirk, der von reichen Leuten bewohnt wird, sterben bei einer Einwohnerzahl von 98 000 im ersten Lebensjahre 33 Kinder: im 4. Bezirk jedoch, der von ärmeren Leuten bewohnt ist, steigt die Kindersterblichkeit auf das Fünsfache; im rein prolelarischen 20. Be- zirk sterben bei einer Bevölkerung von 169000 iin ersten Lebensjahre 244 Kinder, d. h. zehnmal mehr als im reichen 8. Bezirk. Als JaureS diese Zahlen im Jahre 1912 in der Kammer an- führte, rief er aus:„Der Tod besucht sowohl die Wiegen der Reichen wie die der Armen, aber auf ein Kind aus den Wiegen der Reichen entfallen zehn Kinder aus den Wiegen der Armen." Gegen die guten Sitten. Durchaus irrig ist die Ansicht, daß die Arbeitsordnung unter allen Umständen Geltung habe. Ihre Vorschriften unterliegen wie die jeden Vertrags der Nachprüfung des Ge- richts. Insbesondere ist ungültig, lvas nach der Arbeitsordnung im allgemeinen oder in Anwendung auf den Einzelfall gegen die guten Sitten verstößt. Diese von uns stets per- treten? Anschauung hat in den letzten Jahren mehr und mehr Eingang in die Rechtsprechung gefunden. Hierzu interessiert eine in den letzten Tagen voin Hamburger Gewerbegericht über den Verfall des Akkordüberschusses gefällte Entscheidung. Ein auf der Vulkanwerft beschäftigt getvesenep Schlosser er- hielt wegen mehrfachen Fehlens von der Arbeit seine Entlassung. Aach den Vorschriften der auf der Werft geltenden Arbeitsordnung sollte der Entlassene außerdem des ihm aus drei unvollendeten Akkorden zustehenden lleberschujscs von 82 M. verlustig gehen. Ter Söblosser hielt die in Betracht kommenden Bestimmungen der Ar- beitsordnung für gesetzlich unzulässig und klagte auf Auszahlung der 82 M. Das Gewerbegericht unter dem Vorsitz des Hilfsrichters Dr. Nord schloß sich der Auffassung des Klägers an und verurteilte die Werft unter Belastung mit den Kosten zur Auskehrung des.ge- forderten Betrages. Das Gericht habe keinen Zweifel, daß sich die Nichtzahlung des Akkordüberschusses als eine Strafe, ein Lohn- abzug darstelle. Eine solche Strafe in beliebiger Höhe widerspreche aber dem K 134 der Gewerbeordnung. Sie widerspreche ferner auch tu der unbeschränkten Höhe den guten Sitten? denn nach einer be- rechtigten Volksanschauung sei jeder Arbeiter seines Lohnes wert. Eine Strafvenvirkung von Ärbeitslohnteilen könne daher nur aus berechtigten Gründen und nur in einer Höhe, die im Verhältnis zu den Gründen stehe, als sittlich zulässig angesehen werden. Da der Arbeiter nach der Arbeitsordnung das Arbeitsverhältnis täglich lösen könne, sei diese Kündigung also nicht rechtswidrig und gebe der Werftleitung nicht die Befugnis zu einer Bestrafung des Ar- beiters. Wenn sich die beklagte Werft ganz allgemein auf die Gül- tigkeit ihrer Arbeitsordnung berufe, die bei freiwilligem Aus- scheiden oder bei berechtigter Entlassung eines Arbeiters den Akkordüberschuß als von ihm nicht erworben, nicht aber als Strafe ansehe, so müsse das Gericht der Beklagten hierin grundsätzlich unrecht geben, ebenso wie es das Landgericht und das Gewerbe- gericht in letzter Zeit in ständiger Praxis getan haben. /tos aller Welt. Bom Zuge überfahren. Aus Günzburg(bayerischer Reg.-Bez. Schwaben) wird gemeldet: Als Montagabend gegen 9 Uhr in einen zwischen Jeltingen und Burgau hallenden Militärzug von Landleuten Liebesgaben und Blumen geworfen wurden, fuhr der Personenzug Augsburg— Günz- bürg in die Menschenmenge hinein. Bier Personen wurden getötet, sieben schwer und mehrere andere leicht verletzt. Die Verunglückten stammen alle aus Schettach. Mordüberfall auf ein junges Paar. In der Nähe des Wirtshauses Lindenhof, einem Ausflugsort nah- Stettin, fand man auf einer Bank sitzend ein jugendliches Paar, das in seinem Blute schwamm. Die Verletzungen beider sind so. daß man auf einen Uebersall schließen muß. Das Mädchen, das tot war, wies am Hinterkopf schwere Wunden auf. die anscheinend von Knüppelschlägen herrühren: das Gehirn war bloßgelegt. Der junge Mann hatte ähnliche schwere Verletzungen und wurde, ohne die Besinnung erlangt zu haben, dem Krankenhause zugeführt. Die Ueberfallenen. wurden als der 21 jährige Fleischergeselle P o l a« k o w s k i und dessen Braut, das 27 jährige Dienstmädchen Ida Lehmann, festgestellt._ Seinen Sohn erstochen. Einer Meldung aus Main, zufolge erstach dort der Bierbrauer Andreas P r i tz e in einem Tobsuchtsanfall seinen zwölf- jährigen Sohn und verletzte einen Bureaudiener schwer. Die Opfer der Eifenbahnkatastrophe in England. Das„Allgeineen Handelsblad" meldet aus London: Die Zahl der bei dem Eisenbahnunglück in der Nähe von Carlisle Ver- unglückten Menschen wird amtlich mit 158 angegeben. Außerdem sind 200 verletzt worden. Am Montag wurden 100 Soldaten, die bei dem Zusammenstoß den Tod fanden, begraben. Arbeiter-Samaritcr-Bund. Kolonne Groß-Berlin. Fveitag, den 28. Mai, abends s'/z Ahr, Köpemcker Str. 62: Mikgliederoersamrnlung. Sitzungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Mariendorf. Donnerstag, den 27. Mai, nachmittags 2 Uhr, Rat- haussitzungssaal, Kaiserstraße. Dicke Sitzungen sind«sfentlich. Jever GemeindcangehSrige ist be- rcchtigt, ihnen alS Zuhörer beizuwohnen. Sriefkasten üer ExpeKition. Patienten in Beelitz, Buch und anderen.Heilstätten. Diejenigen unserer Abonnentc», die noch während des ganzen nächsten Monats in der Heilstätte bleiben, wollen ihrem bisherigen Spediteur wegen der Ueberweisung von Freiexemplaren sofort ihr« genau« Sldress« (Abteilung, Pavillon usw.) einsende», da bei verspäteter Bestellung die ersten Nummern des neuen Monats von der Post nicht geliefert werde». Alle Adressen müssen jeden Monat neu eingesandt werden. Eingegangene Druckschriften. Die Kriegsgesetze und Verordnungen über die Höchstpreise. Sicherstellnilg der Voltsernährung, der Rohstoffe, Metalle usw. Herausgegeben von v. Szczesny. 5,20 M., geb. 5,80 M. I. Heß. Stuttgart. Kriegsdienstleistung der Frauen. Von Helene Gramtsch. 60 Heller. H. Heller u. Cie, Wien 1. Welche Aufgaben erwachse« dem Kampf gegen die Geschlechts- kraiikhcttc» aus dem Kriege? Von Prosessor Dr. A. Blaschko. 1 M. A Barth, Leipzig. Der Stainer am Stain. Roman aus den Alpen von F. W. Schercr. (Kürschners Bücherschatz 1007.) 20 Pf. H, Hill, er, Berlin W. 9. Dstpographifche Jahrbücher. 38. Jahrgang. Hest 5. Erscheinen monatlich. Abonnement pro Jahr 7.20 M. Verlag. Leipzig, 15. Zeit- Echo. Sin Kriegstagebuch der Künstler 1915. Nr. 13 u. 14. Einzeihest 50 Ps. Graphit-Beelag, München. Der Neue Merkur. Monatsfchrist sür geistiges Leben. Aprilhest. Herausgeber: E. Frisch, 1,20 M. Jährl. 15 M. Ä. Müller. München. Rufilaud und wir. Bon G. H. Wieber. 36 S. brosch. 7o Pf. I. Ewich. Duisburg. Fachblntt für Holzarbeiter. 10. Jahrg. Hest 2. Herausgegeben vom Tcntichcn Holzarbeiterverband. Erscheint am 15. jedes Monat«. Viertelj. 1,20 M. Selbstverlag in Berlin, Am Köllnischeil Park 2. Illustrierte Geschichte des Weltkrieges 1SM/1S. Allgemeine Kricgszeitung. Hest 31 bis 35. Jede Woche ein Hest 25 Pf.„Union", Deutsche Veriagsgesellschast, Stuttgart. Amtlicher Marktbericht der städtischen Marktballen-Direltion über den Großhandel in den Zcniral-Marklhallcn.(Ohne Verbindlichkeit.) Dienstag, den 22. Mai 1915. Fleisch: Rindfleisch per 50 icg. Cchfeii. fleisch la 100—118, do. IIa 90—100, do. Dia 73— 90; Bullenfleisch la 100—110, do. IIa 87—99; Kühe, je» 83—98, do. mager 70—82, do. dänisch« 85— 95, Fresser 60— 100. Fresser, dänische. 00— 00; Bullen, dänische, 65— 90; Kalbfleisch, Doppellender 165— 185; Mastlälber la 130—145, do. IIa 120— 130; Kälber ger. gen. 72— 100, do. dän. 80— 100, do. Holl. 00— 00. Hammelfleisch: Mastlämmer 122—134: Hammel la 112—121, do. IIa 102—111; Schafe 105—118: do. Holl. 105— 110.«chwcmcslcisch: Schweine, scite 00—00, sonstige 110—125, dän. Sauen 00—00, dän. Schweine 120—128, dv. schwedische 125—130. Gemüse, inländisches: Kartoffeln, Tabersche oOsttfOOO; weiße Kaiserkronen 0.00; Muguum bonuiuO.OO; Wo!t< mann 0,00; Porree, Schock 0,80—1,50; Sellerie, echock 5,00— 12,00; Spinat 60 kg 5,00—8,00; Mohrrüben, 50 kg 7,00—9,00; Kohlrüben, Schuck 0,00-0,00; Meerettich, Schock 6,00—14,00; Petersilienwurzcl. Schockbund 4.00—6,00; Zwiebeln 50 leg 00,00—00,00; Radieschen. Schockbund 0,75—1,00; Waldmeister, Mandel 0,40. Morcheln, 50 kg 0,00— 0,00. Gurken. Gorgastcr, 100 Sick. 00—00. Rbabarber. Hamburger, 100 Bund 1,50—3.00, do. 100 Staugen 6,00—11,00, do. hiesiger 100 Bund 1,00—2,00, do. Vierländer, 100 Bund 1,50—2,50. Spargel. Beelitzer I'/2 kg 0,20—0,30, do. Beelitzer II>/, kg 0,10—0,20, do. Beelitzer III% kg 0,05-0,08, do. unsortiert>/, kg 0,20, do. Märkischer I'/, kg 0,20—0,28, do. II'/, kg 0,15, do. III'/. kg 0,03. Spruten 50 kg 00—00. Salat. Schock 1,50—3,00. Rettiche. baye ische. 100 Stück 10,00. Apselsinen: Murcia 200 Sick 17.00—20.00. do. 300 Stck. 18,00—20,00. Spanische, 420 Stck. 30,00—35.00. do. 714 Stck. 38,00-46,00, do. 1064 Stck. 40,00—43,00, do. 420 Stck. large 40,00 bis 45,00._ Wettcraussichten für da» mittlere Norddcutschland bis TonncrStagmittag. Warm und größtenteils beiter, nur im Küstengebiet vorübergehend stärkere Bewölkung: aber leine erheblichen Niederschläge.