Nr. 146.- 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: • Abonnements Breis pränumerande: Bierteljährl 3,30 m, monatl. 1,10 M wöchentlich 25 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Big. Sonntags nummer mit illuſtrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bia. Bost Abonnement: 1.10 Mart pro Monat Eingetragen in die Bost Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mart pro Monat. Postabonnements rehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Quxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. SW B . Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. geile oder deren Raum 60 Big.. sür politische und gewerkschaftliche Vereins imd Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedrudic Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedruckte Borte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pig., jedes meitere Bort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Numuner müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplas, Nr. 151 90-151 97. Sonnabend, den 29. Mai 1915. Expedition: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Nr. 151 90-151 97. Heftige Kämpfe am rechten San- Ufer. Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 28. Mai 1915.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Von dem im Brennpunkte des feindlichen Durchbruchsversuchs nordöstlich der Lorettohöhe stehenden Armeekorps sind seit 9. Mai 14 Offiziere, 1450 Franzosen gefangen genommen und 6 Maschinengewehre erbeutet. Südöstlich des Lorettohöherückens sekten gestern gegen abend die Franzosen zu erneuten Teilangriffen, die abgeschlagen wurden, an. Bei Ablain ist das Gefecht noch im Gange. Auch im Priesterwalde griff der Feind gestern 7 Uhr abends nach längerer Artillerievorbereitung an. Es kam zu erbitterten nächtlichen Kämpfen, die mit einer schweren Niederlage der Franzosen endeten. In den Vogesen gelang es dem Feinde, in einem kleinen Grabenstück südwestlich von Meheral sich festzusehen. Ein französischer Angriff am Reichsackerkopf nördlich von Mühlbach wurde leicht abgewiesen. Achtzehn französische Flieger griffen gestern die offene Stadt Ludwigshafen an. Durch Bombenabwurf wurden mehrere Zivilpersonen getötet und verlegt, Materialschaden aber nur in geringem Maße angerichtet. Das gepanzerte Führer- Flugzeug wurde östlich Neustadt a. d. H. zur Landung gezwungen; mit ihm fiel ein Major, der Kommandant des Flugzeuggeschwaders von Nancy, in unsere Hände. Unsere Flieger brachten im Luftkampf bei Epinal ein französisches Flugzeug zum Absturz und setzten die Kaserne in Geradmer in Brand. Oestlicher Kriegsschauplatz. An der Dubissa nahmen unsere Truppen erneut die Offensive auf. Ein zu beiden Seiten der Straße Rossienie- Eiragola geführter Angriff war von gutem Erfolge begleitet, er brachte uns 3120 russische Gefangene ein. Im übrigen wurden an verschiedenen Stellen russische Nachtangriffe abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Um den Vormarsch der verbündeten Truppen zum Stehen zu bringen, versuchte der Feind mit frischen Kräften, die er von anderen Kriegsschaupläzen herangeführt hatte, rechts des San an verschiedenen Stellen zum Angriff überzugehen. Die Versuche scheiterten. Nur in der Gegend von Sieniawa wurden schwächere Abteilungen auf das linke Sanufer zurückgedrückt, wobei etwa 6 Geschüte nicht rechtzeitig abgeschoben werden konnten. In der Gegend nordöstlich von Przemysl zu beiden Seiten der Wisznia find wir in gutem Fortschreiten geblieben. Zu der am 25. Mai veröffentlichten Beute find etwa 9000 Gefangene, 25 Geschüge und 20 Maschinengewehre hinzu gekommen. Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 28. Mai.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 28. Mai 1915, mittags. Nordöstlicher Kriegsschauplah. Oberste Heeresleitung. Englische Friedenswünsche. Wir finden in der Pariser„ Nasche Slowo", dem trefflichen Kampforgan unserer russischen Genossen, eine intereffante Zusammenstellung von Auszügen aus dem Londoner Economist", die die Stimmungen in den liberalen Kreisen Englands grell widerspiegeln. Aus allen Kriegsartikeln des führenden Finazzorgans Englands in den legten Monaten liest man eine unverkennbare Kriegsmüdigkeit und den Wunsch heraus, der Krieg mit allen feinen Schrecknissen möge ein schnelles Ende nehmen. Daneben trift immer deutlicher das Mißtrauen zu den Zeitern der äußeren Politik Englands und die Befürchtung zutage, der Krieg würde bestenfalls eine übermäßige Schwächung des Gegners herbeiführen, was das politische Gleichgewicht" Europas stören würde, und schlimmstenfalls eine Revolution heraufbeschwören, die unbekannt wann ausbrechen und unbekannt wie ausgehen würde." Der Umstand, meint ,, Nasche Slowo", daß ähnliche Stimmungen in den Spalten eines Organs, das große finanzielle Interessen vertritt, systematisch Ausdruck finden, weise darauf hin, daß die politischen und gesellschaftlichen Gruppen, die vor dem Kriege die Friedenspartei bildeten, auch jetzt keineswegs friegsbegeistert seien und zweifellos das Rückgrat der Opposition gegenüber den jezigen Herrschern Englands und den Grundsäßen ihrer äußeren Politik bilden. Der Economist" spricht die Befürchtung aus, daß eine starke Schwächung Deutschlands und Desterreich- Ungarns durch einen langwierigen Krieg oder durch territoriale Verlufte zu einer wesentlichen Verlegung des politischen. Gleich gewichts" Europas führen könne, von deren Verteidigung die englische Politik ausgehe.. Seinen eigenen Standpunkt formuliert der„ Economist" in einem Artikel„ Das Ende des Krieges" mit folgenden Worten:„ Unseres Erachtens ist bisher der Standpunkt nicht genügend berücksichtigt worden, wonach das wirfliche Interesse Großbritanniens, Belgiens und Frankreichs darin besteht, einen schleunigen, gesunden und dauernden Frieden zu erzielen. Die Bedin. gung eines solchen Friedens wäre die völlige Wiederherftellung Belgiens und Frankreichs, wie auch die Lösung der elsaß- Lothringischen Frage. Was die östliche Front betrifft, so muß dort ein Kompromiß zwischen dem Prinzip der Autonomie der Nationalitäten und dem Grundsaz gefunden werden, der nach Möglichkeit die Erhaltung der bestehenden Ordnung Europas fordert." Es ist klar, daß das Londoner Finanzorgan die WiederHerstellung des status quo ante den ungewissen Ereignissen vorzieht, die selbst im Falle eines Sieges der Tripelentente eintreten und die Stellung Englands erschüttern würden. Mit heftigen Worten wendet es sich gegen die noch vor furzem in der„ Times" und" Morning Post" proklamierte Politik, wonach England verpflichtet sei, stets mit bewaffEin englischer Hilfskreuzer in die Luft neter Hand einzugreifen, wenn seine Minister der Ansicht geflogen. London, 28. Mai.( W. T. B.) Das Reutersche Bureau meldet amtlich: Der Hilfskreuzer ,, Princes Irene" ist infolge eines unglücklichen Zufalls bei Sheerneß in die Luft geflogen. Nur ein Mann der Besatzung ist gerettet worden. " Notiz: Die Princeß Frene" war ein großer kanadischer Dampfer von 6000 Tonnen. 200 Personen mit„ Prinzeß Jrene" in die Luft geflogen. sind, daß das europäische Gleichgewicht bedroht ist. Eine solche Politik nennt der„ Economist" eine wahnsinnige, schädliche Fiktion, die eher geeignet ist, das Volk zu ruinieren, als die Macht Großbritanniens zu fördern." Vom Norden herangeführte russische Verstärkungen Noch schärfer geißelt der„ Economist" die Politik des versuchten gestern an mehreren Frontabschnitten östlich des Durchhaltens bis ans Ende". Natürlich sei es verlockend, San durch heftige Gegenangriffe das weitere Vordringen der für die volle Freiheit" aller Nationen zu kämpfen, aber der endlose gegenseitige Vernichtungskampf bis zum letzten verbündeten Truppen zum Stehen zu bringen. Die Angriffe Mann und dem letzten Schilling" sei nichts weiter als des Feindes, die auch nachts wiederholt wurden, scheiterten. politischer Somnabulis mus. Wenn die Menschen Die verbündeten Truppen konnten beiderseits der Wisznia nicht vor diesen wahnsinnigen Träumen zurückschreckten, neuerdings Raum gewinnen. Bei Sieniawa mußten würde Europa in die Zeiten der Barbarei zurückfallen, ohne schwächere eigene Abteilungen vor starken dak die Ideale der friedlichen fulturellen Entwickelung der russischen Kräften auf das westliche Sannfer London, 28. Mai.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Völfer je ihre Verwirklichung fänden. zurückgehen, wobei einzelne Geschüße auf dem östlichen Bureaus. Mit dem Hilfskreuzer Prinzeß Irene" Höchst bezeichnend ist die Stellung des Economist" Ufer zurückblieben. dürften zweihundert Personen umgekommen sein. gegenüber den durch den Krieg heraufbeschworenen wirt. Die Käm fe bei Drohobycz und Stryj dauern Außer der Besagung waren siebzig Arbeiter an Bord, um das schaftlichen und finanziellen Fragen. Er ironisiert über dieerfolgreich fort. Trotz zähesten Widerstandes wurden Schiff, das früher ein transatlantischer Dampfer der Canadian jenigen, die von gewaltigen Kontributionen träumen und nene russische Stellungen erobert. Bacific Co. war, zu kalfatern. Die Explosion creigncte sich um den Krieg bis ans Ende" wünschen. Die Kriegsausgaben 11 Uhr vormittags. Die Erschütterung war so heftig, daß ganz für die Dauer von zwei Monaten würden genügen, unt Am Pruth und in Russisch Polen keine besonderen Sheernes erbebte; sie war gewaltiger als bei der Explosion des einigermaßen die Verluste der Länder zu ersetzen, die am Ereignisse. Es herrscht im großen Ruhe. Bulwart". Eine riesige Rauch- und Flammensäule stieg auf, stärksten unter dem Kriege gelitten haben. Bei der weiteren Trümmer des Schiffes wurden in Maidstone, das fünfzehn Meilen Fortdauer des Krieges jedoch würde die Volkswirtschaft in Grund und Boden ruiniert werden. entfernt ist, gefunden. Südwestlicher Kriegsschauplak. In Tirol rückten italienische Abteilungen an mehreren Punkten über die Grenze. Sie bekamen es vorläufig nur mit einigen Gendarmen und Beobachtungspatrouillen zu tun. Die Beschießung unserer Grenzwerke aus schwerem Geschütz hat aufgehört. Auch in kärntnerischem und küstenländischem Grenzgebiete entwickelten sich bisher keine nennenswerten Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Hocker, Feldmarschalleutnant. Westlicher Kriegsschauplah. Absturz eines englischen Flugzeuges. Paris, 27. Mai.( W. T. B.) Der„ Temps" berichtet: In Hazebroud explodierte der Motor eines englischen Flugzeuges. Das Flugzeug fing Feuer und stürzte zu Boden. Die beiden englischen Flieger erlagen ihren Verlegungen. " Anläßlich eines Vortrags des Sekretärs der Liverpooler Fondsbörse E. Crammond in der Königlichen Englischen Gesellschaft, der wertvolles Material über die wirtschaftlichen Folgen des Krieges enthielt, schildert der Autor eines Artikels im„ Economist" das Bild der unerhörten wirtschaftlichen Katastrophe, die nach dem Kriege eintreten würde. Vielleicht" ruft er zum Schluß aus werden die Todesqualen der Verwundeten und die Leiden der vielen Millionen ins Elend Gestürzten einmal selbst die frieqführenden Nationen in dem gemeinsamen Streben vereinigen, ein neues Vustsm der Diplomatie und der staatlichen Ordnung ins lieben zu rufen!" Vorläufig jedoch— stellt der„Econmnist" fest— gehen die Wege der Volksmassen und ihrer Staatsmänner schroff auseinander: Ter„Staat" wendet sich gegen die„Einzel- Personen", oon denen er Millionen vernichtet oder ins Wirt- fchaftlichc Elend stürzt. Tas Londoner Finanzorgan, dem man wohl kaum absichtliche Schwarzmalerei nachsagen wird, verlangt, daß die Regierung auf der Grundlage des von ihm in allgemeinen jzügen gekennzeichneten Kompromisses mit den Zentral- mächten Frieden schließt. Sonst sieht es soziale Kom- p l i k a t i o n e n voraus, deren Folgen für die kapitalistische Welt gar nicht abzusehen seien. der französische Tagesbericht. Paris, 28. Mai. lW.?. B.) Der gestern nachmittag ausgegebene amtliche Bericht besagt: Tic belgischen Truppen haben gestern abend zwei deutsche Augriffe nördlich und südlich von D i x m u i d e n zurückgeworfen. Ter erste wurde durch einen Gegenangriff abge- iviesen, der zlveite durch das Feuer aufgehalten. In dem Abschnitte nördlich von A r r a s fanden heute nacht zwei Unternehmungen statt. Südwestlich von Souchez haben lvir uns eines feindlichen Schützengrabens und des Schlosses von Earleul bemächtigt, wobei wir einige Gefangene machten, darunter einen Ossizier. Ocstlich von Neuville- St. Vaast versuchten die Deutschen einen Angriff, der durch unsere Artillerie gebrochen wurde. An verschiedenen Stellen der Front, besonders bei Reims und in den Vogescn Artillerie- kämpfe. EineS unserer L u f t g c s ch w a d c r, das ans achtzehn Flugzeugen bestand, von denen jedes Geschosse im Gewichte von äE Kilo mitführte, beschoß am Vormittag in L u d w i g s h a f e n die Badische Anilin- und Sodafabrik, eine der bedeutendsten Iprengstoffabriken ganz Deutschlands. Die festgestellten Ergebnisse haben die Wirksamkeit der Beschießung dargetan. Mehrere Gebäude wurden getroffen, viele Brände verursacht. Die Flieger blieben nahezu sechs Stunden in der Luft und haben über-100 Kilometer zurückgelegt. Die Unternehmung gegen diese militärisch bedeutsame Anstalt ist als Erwiderung auf die Anschläge der deutschen Flugzeuge ans Paris ausgeführt worden. Paris, 28. Mai. lW. T. B.) Amtlicher Bericht von gestern abend. In Belgien längs deS Zserkanals haben Artilleriekämpfe eingesetzt. Im Abschnitt nördlich A r r a s war der Tag durch mehrere sehr heiße M ä m p f e gekennzeichnet, die uns neue Erfolge eingebracht haben. Im Gebiete von Ä u g r c s unternahm der Feind zwei Gegenangriffe; er wurde beide Male zurückgeworfen. Wir blieben Herreu der eroberten Stellungen. Die Verluste der Deutscheu waren, wie am vorangegangenen Tage, sehr groß. Weiter südlich haben die Truppen, die vorher Carench nud den größten Teil von A b l a i n erobert hatten, in einem energischen Angriff die vor dem Friedhofe des letzteren Dorfes gelegenen deutschen Schützengräben eingenommen. Unmittel- bar darauf haben wir uns des Friedhofes selber bemächtigt, wo der Feind sich stark verschanzt hatte. Wir rückten dann jenseits des Friedhofes vor und machten vierhundert G c f a u g c u c, darunter mehrere Offiziere. In: Gebiete von E c u r i e— R o c l i n c o nr t sehr lebhafter Artillerie- kämpf. Zwischen Arras und den Vogesen verlief der Tag ruhig. „Times" über üie Kriegslage. London, 28. Mai.(W. T. B) Tie„Times" schreibt: Die Bildung des neuen Ministeriums ist eine Bot- schaft an Deutschland, daß England beabsichtigt, seine Aufgabe mit der vollen Energie des einigen Volkes und unter geeinigten Führern weiter zu verfolgen. Die Lage ist reichlich ernst. Niemand erwartet, daß der Krieg vor Ablauf einer langen Zeit zu Ende fein wird. Der schöne Traum, den unser Volk den ganzen Winter hindurch geträumt hat, daß unsere Truppen im Frühling den Feind aus Frankreich und Flandern werfen würden, hat sich nicht erfüllt. Unsere französischen Freunde haben tapfer und hartnäckig den Erschöpfuiigskanipf fortgesetzt, aber es sind keine Anzeichen dafür vorhanden, daß die neue Entwickelung an der ganzen Westfront eine schnelle Veränderung herbeiführen wird, noch ist eine solche zu erwarten, ehe die richtige Zeit dafür herangekommen sein wird. Im Osten haben wir ein ähnliches Scheitern unserer Träume erlebt- Wir haben alle einen ge- waltigen russischen Einbruch in Ungarn erwartet, den Fall Krakaus und einen Einfall in Schlesien. Statt dessen sehen wir einen völligen Rückzug der Russen aus Galizien. Der Grund dafür ist überall die deutsche Ueberlegenheit an Munition. Die deutsche Hochseeflotte ist heute wesentlich stärker als bei Beginn des Krieges. An den Dardanellen klammern sich unsere tapferen Truppen an ein paar Buchten und die anliegenden Höhen, und obwohl sie vorwärtskommen, geschieht das nur Fuß für Fuß. Das Blatt schließt: Wenn die neue Regierung die Führung übernimmt, wird das Land folgen. Zum zweiten Male hat eine mächtige Regierung eine beispiellose Chance. Gestlicher Kriegsschauplatz. Mdöirng ües russischen Generalstabes. Petersburg, 28. Mai.(W. T. B.) Ter Generalstab des Generalissimus gibt bekannt: In der Gegend von S z a w l e kämpften wir am 23. Mai und am 26. Mai mit Erfolg. Unsere Truppen machten Fortschritte südwestlich der Linie Mura- wicwo— Szawle sowie am Unterlaufe der Tubifsa, indem sie den offensiv vorgehenden Feind östlich von Rossienie zurück- warfen. Wir machten einige bundert Gefangene, erbeuteten Automobile und andere Trophäen. Am Bobr bombardierte der Feind in der Nacht zum 26. Mai mit schwerer Artillerie die Gegend von O f s o w i e c und versuchte östlich von Jedwabno erfolglos die Offensive unter dem Schutz er- inckender Gate zu ergreu-m. An verschiedenen Abschnitten der Narewsront lebhaftes Geschütz- und Gewehrfcuer. Aus dem linken Ufer der Weichsel töteten russische Jäger an der B z u r a mit dem Bajonett sechzig Feinde in einem glücklichen Scharmützel mit deutschen Vorposten, die übrigen Feinde wurden gefangen genommen. In der Gegend von O p a t o w unternahm der Feind mit beträchtlichen Kräften vergebliche Angriffe. In Galizien griff der Feind am 23. Mai und in der Nacht zum 26. Mai mehrmals unsere gesamte Front zwischen der oberen Weichsel und dem linken Ufer des San an. Er wurde aber überall unter großen Verlusten für ihn zurück- geworfen. Der sehr hartnäckige Kamps auf beiden Ufern des San zwischen P r z e in y s l und dem Flüßchen Lnbaszewska sowie zwischen Przemysl und dem großen Dnjestrsilmps dauert mit großer Stärke fort. In der Gegend jenseits des D n f c st r begann der Feind am 23. Mai mit einer entschlossenen Offensive auf der ganzen Front vom großen DnjestrsumpfebisDolina. Im Laufe dieses Tages und des folgenden Tages errang der Feind, der ungeheure Verluste hatte, nirgends einen Erfolg. Feindliche Truppen, welche die Linie zwischen unseren Stützpunkten am Stryj ein- stießen, wurden von uns vernichtet. Während eines Gegen- angriffes machten wir viel Gefangene, deren Zahl genau angegeben werden wird. der italienisthe Krieg. Der italienische Heneralsiabsbericht. Rom, 28. Mai.(W. T. B.)(Meldung der Agenzia Stefani.) Großes Hauptquartier, 27. Mai, 10 Uhr abends. An der Grenze Tirols und des T rentin o dauert der 'Artilleriekamps zwischen unseren Befestigungen und den feind- liehen Befestigungen am Tonale auf dem Asiagoplateau fort. Wir dehnten die Besetzung des Gebietes jenseits der Grenze gegen Norden oberhalb der Mündung eines Baches in den I d r o s ee aus und ebenso die Besetzung der Bergzonc zwischen dem Jdrosec und dem Gardaiee. Tie Notabein von T e z z c im Suganatal und aus anderen besetzten Gebieten stellten sick) unseren Behörden vor und brachten ihre patriotischen ergebenen Gefühle namens der Bevölkerung zum Ausdruck. An der Carniagrenze machte unser Vorrücken Fortschritte. Wir machten Gefangene. An der Grenze von F r i a u l besetzten wir Grado, wo die Bevölkerung enthusiasmiert ist. Während der Nacht vom 26. zum 27. Mai unternahm eins unserer Wasierfliigzeuggefchwader einen Flug über feindliches Gebiet und warf Bomben auf die Linie T r i e st— N a b r e s i n a ab. Es richtete sichtlichen Schaden an und verursachte anscheinend eine Unterbrechung der Eisenbahn. Obwohl das Geschwader Gegenstand heftigen Artilleriefeucrs war, kehrte es wohl- behalten in unsere Linien zurück. Cadorna. Telegrammwechsel zwischen /teqmth und Salanöra. Rom, 28. Mai.(SB. T. SB.» Der englische Premierminister A s g u i t h brachte in einem Telegramm an den Minister- Präsidenten Salandra diesem die Freude der englischen Regierung und de-? englischen Volkes darüber zum Ausdruck, daß die feit langem zwischen England und Italien bestehende Freund- schall ein innigeres Verhältnis gezeitigt habe. Das italienische Volk sei stets für Freiheit und große. Menschheitsideale gewesen und nehme nun am Kampfe zu deren Sicherung vor weiterer Vernichtung teil. Die Tüchtigkeit des italienischen Heeres und der Flotte werde den Endsieg beschleunigen und sichern. Ministerpräsident Salandra iprach in seinem Antworitelcgramnr seinen Dank für die Anerkennung der hohen Ziele aus, um derein- willen Italien am europäischen Kriege teilnehme. Italien wiinsiba vor allem, daß für ein auf der Grundlage der Achtung der höchsten Nationalitätsgrundsätze neugeordneteZ Europa eins lange Periode der Freiheit und des Friedens erschlossen werden würde. Er hoffe. zu der raschesten Verwirklichung dieses Ideals beizutragen mit allen Kräften in inniger, dauernder Solidarität mit den Kräften des grotzen englischen Volkes, mit dein das italienische Volk durch eine lange, von keinem Widerstreit der Interessen gestörte lleberlieferung und wechselseilige Sympathie verbunden sei. Italienische Kriegsöekrete. Rom, 28. Mai.(23. T. B.) Tie Agenzia Stefani veröffentlicht eine Reihe von Dekreten. Erstens ein Dekret, das für gewisse Kategorien von Verbrechen Amnestie und Strafermäßigung gewährt: zweitens ein Dekret, welches fest- setzt, daß der Kriegszustand bei Verpflichtungen aller Art als eine höhere Gewalt zu betrachten ist, und daß im Gerichts- verfahren Konzessionen zu machen und Fristen zu stellen sind: drittens ein Dekret, durch das den anläßlich des Streiks im Juni bestraften Eisenbahnern die Strafe erlassen und verkürzt wird: viertens ein Dekret, das die Kommunal- und Provinzialgesetze verändert, damit der Laus der Verwaltnngs- geschäfte trotz der Einberufung der zahlreichen Beamten nicht gestört wird. Die Nilitärüiktatur gegen öie italienischen Sozialisien. Rom, 28. Mai.(W. T. B.) Der„Avant!" enthält einen von der Zensur vielfach unterbrochenen Bericht über zahlreiche Verhaftungen von Turincr Sozialisten und über die militärische Besetzung des Turiuer sozialistische,, ParteihauseS. Mehrere sozialistische Partcizeitungrn haben ihr Erscheinen eingestellt, weil sie ihre Ansichten nicht durch die Zensur entstellen lassen wollten. Das Hanptorgnn „Avant i" erscheint weiter, weil eS glaubt, durch Befürwortung sozialer Maßnahme» den Parteigenossen nützen zu können. Gegen üie prejsezensur. Rom, 28. Mai,(W. T. B.)„ T r i b u n a" tadelt die wirre und hysterische Ausübung der Presse- z e n s u r scharf. Der römische Presseverein beginnt mit gemeinsamen Protesten gegen die Zensur. weitere Ausschreitungen in Mailand. Lugano, 28. Mai. Gestern abend wurde folgende Bekanntmachung in Mai- land verbreitet: Kommando des Armeekorps Mailand. Bürger! Die politische Behörde hat gegenüber den schweren Ver- Wüstungen, die gestern und heute festgestellt wurden, der Militärbehörde bis auf weiteres den Schutz der öffentlichen Ordnung und die Leitung des Polizeidienstes anvertraut. Ich werde die schwierige Aufgabe mit den Mitteln, welche die Gesetze gestatten, mit u n e r b i t t l i ch e r F e st i g k e i t, die meine Pflicht mir auferlegt, durchführen. Gleichzeitig aber appelliere ich an die guten Bürger, damit sie mit übereinstimmender sriedcnZstisterischcr Tätigkeit den mir anvertrauten Auftrag erleichtern. Der Kommandierende Generalleutnant des Armeekorps: P. Spingard. Die Plünderung im Hotel„Metropol" und andere Ausschreitungen haben es also den politischen Be- Hörden ratsam erscheinen lassen, die Zlufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung den Militärbehörden zu übergeben. l.-V. Z.") Rom, 28. Mai.(W. T. B.) Außer den gemeldeten Aus- schreitungen und Verwüstungen des deutschen Besitzes in Mailand wurden gestern noch?l n s ch l ä g e gegen alle Bureaus, Kaufläden und Fabriken verübt, deren Namensschild vermeintlich einen deutschen Besitzer anzeigte. Alles Bewegliche wurde teils geraubt, teils auf die Straße geworfen und verbrannt. Nunmehr wird die Aufrechterhaltung der Ordnung in Mailand den Militärbehörden über- tragen. vom dunajec zum San. Von Hugo Schulz. II. Die Erstürmung der Höhe t 1 9. 21. März ISIS. Je näher wir an die elieiualigc russische Höhenitellung aus Höhe 419 heranrücken, desto zahlreicher werden die Spuren der furchtbaren artilleristischen Bearbeitung, die den Stürmen vom 2. und:5. Mai vorausgegangen war. Tie kleinen Scharrlöcher, die von den Volltreffern der Feldgeschütze herrühren, beachteten wir kaum, cs waren zu viele von den gewaltigen Erdtrichtern zu sehen, die die schweren und schwersten Granaten als kreisrunde Wunden- male in die braunschollige Humusschicht eingebohrt hatten, welche das steinerne Knochengerüst der Erde umkleidet. Da stehen an einer Stelle vier junge Ovstbäumchen und säumen ein tiefes und breites Granatenloch. Mitten zwischen sie ist das Ungetüm hinein- gefahren, aber nur einem einzigen von den vier Bäumchen hat es üblcs getan, indem cs ihm die Bluien absengte. Tie drei anderen aber blühen lustig weiter. Wir gehen weiter und nähern uns sanft ansteigend dem Plateau. Da erhebt sich plötzlich ein meterhoher Ring wall von Erdreich vor unseren Augen, der einen Krater von 20 Meter Durchmesser und ö Meter Tiefe einschließt. DaS Werk eines-12cr§. Ein kreisrunder See hat sich in diesem Krater gebildet, ein kleines Meerauge, auf dessen Oberfläche grüner Schlamm lagert. In der Nähe der russischen Hauptstellung-ruf dem Plateau der Höhe 419 hänfen sich diese riesigen Granartrichter und man gelangt schließlich in ein Gebiet, wo einer in den anderen greift. Tie meisten rühren uon llOer Mörsern her. TaS Erdreich unmittelbar vor und unmittelbar hinter der Grabenlinie dcö überaus festen, den Höhenvand entlang- streichenden Hauptbollwerkcs der Russen ist von den furchtbaren Granatlöchcm völlig zerwühlt, und mmr kann nach diesem An- blick ermessen, N'ic erschütternd die moralische Wirkung dieser Beschießung gewesen sein muß. Ob. aber auch die physische ihr gleichkam, scheint mir fraglich. Stur an einer einzigen Stelle fand ich den russischen Schützengraben verschüttet, sonst war er der ganzen Länge nach unversehrt. ES ist doch merkwürdig, wie selten die Geschosse der Artillerie wirtlich unmittelbar in die cinge- grabcucu Stellungen der Infanterie hineinschlagen. Allerdings sagt man, daß die moralische Wirkung der in der Nähe einschlagenden schweren Geschosse, wenn sie sich nur entsprechend ver- dichte, vollständig ausreiche, um eine Stellung unhaltbar zu machen. Dem Getöse, dem Luftdruck und den giftigen Stickgasen könne doch auf die Dauer niemand widerstehen: dem widerspricht aber in diescm Falle die Tatsache, daß die Russen gerade diese von schwer- steil Artillerie wirklich hinlänglich bearbeitete Stellung bis zum letzten Augenblick behaupten konnten und von unseren Tirolern mit dem Bajonett hinausgejagt werden mußten. Den Weg zum Sturmerfolge hat ihnen das schwere Geschütz allerdings wenigstens damit erleichtert, daß cS die Stacheldrcchthindernissc, die ich auf dcr Höhe in verworrenen Knäueln herumliegen sah, völlig ab- räumte, aber es blieb dennoch ein Dornenweg, aus dem nicht wenige Opfer fielen. Zeugnis davon gaben die großen Gräber, die wir tiefer unten am Waldesrande sahen und die noch umgeben waren von zerschossenen Monturstücken und Kochgeschirren, von durchlöcherten Feldpostkarten, von zerrissenen Tornistern. Im Gralchügel, dcr den Leichnam eines jungen Fähnrichs deckte, stak ein Säbel mit durchschossenem Griff. Leider batie dieses Geschoß. das die Waffe zerschmetterte, auch noch seinen Weg in den Leib des� unglücklichen Jünglings gefunden und ein blühendes Leben zerstört. Die Massengräber der gefallenen Russen sind freilich viel ausgedehnter und bergen weit mehr Leichen. Es sind so viele Russen auf dieser Höhe und ihrer Umgebung gefallen, daß man mit ibrcr Bestattung in einer Woch emcht fertig wurde, und daß, als wir hinkamen, noch viele unbegrabcn auf"dem Felde lagen. Die eigenen Verluste hätten aber doch noch geringer sein können, wenn die Wirkung der?lrtilleriebeschießung, die den Sturman- griffen über das steil geböschte deckungslose Gläcis der russischen Stellung vorausging, so vernichtend gewesen wäre, wie man nach dem Augenschein annehmen muhte. Man konnte nicht wissen, daß sich die Russen dieser Wirkung entzogen hatten, indem sie wäh- rend der Beschießung ihre Stellungen verließen und einige hundert Schritte zurückgingen, um' sofort nach dem Verstummen des Artilleriefeuers wieder vorzutreten und die Stellungen neuerdings zu besetzen. Die Folge davon war, daß am 2. Mai der Jnfanterieangriff zuiitz Stehen kam und erst nach neuerlicher, noch stärkerer Bc- schietzung am 3. Mai, die bis nachmittag währte, nur unter emp- findlichen Verlusten gelang. Es war das vierte Kaiserjägerregi- ment, das zu diesem Sturm eingesetzt wurde. In unwidersteh- lichem Anlauf rannte es die steil« Böschung hinan, während ein rasendes«Schnellfeuer ihm entgegenstrich. Die Tiroler mutzten. als sie endlich den Höhenrand erreicht hatten und vor den feind- lichen Deckungen standen, in die Scharten hineinschießen und dann noch in mörderischem Kampfe Mann gegen Mann ihre'Bajonette gebrauchen, um das russische Regiment— es war das 147.—, das die Stellung auch jetzt noch behaupten wollte, in die Flucht zu jagen. Indessen hatte das dritte Kaiserjägerregiment, da? über einen in fast gleicher Höhe laufenden breiten Kamm das Jägerhaus auf Höhe 492 angriff, verhältnismäßig leichtes Spiel und konnte nach errungenem Erfolg auch noch die von Höhe 419 zurückflutenden Russen in der Flanke fassen, um sie vollends zu vernichten. Man wird meines Erachtens aus dieser Erfahrung beim Kamps um die Höhe 419 die Lehre ziehen, daß die artillc- ristische Vorbereitung des Jnfantcrieangrisss durch zeitweilig ein- gelegte Feuerpausen den Gegner über den Augenblick des Sturm- beginns zu täuschen suchen muß. Geschieht dies, so wird eS dem Feinde doch aus die Tauer unmöglich sein, immer, wenn die Gra- naten zu heulen anheben, die Stellungen zu räumen, um sie sofort wieder zu besetzen, wenn das schwere Geschütz schweigt. Ein solches Borgehen, so meint man, würde dazu führen, gut artilleristisch vorbereiteten Angriffen aus cingegoabene Stellungen das siegreiche Gelingen ohne allzu schweres Blutvergießen zu sichern. Aufhebung der Disziplinarstrafen für 17000 Eisenbahner. Rom, 28. Mai.( W. T. B.) Eine Königliche Verfügung gewährt Straferlaß für alle mit zweieinhalb Jahr Gefängnis oder 3000 Lire Geldbuße bestraften Vergehen und hebt alle Dis. ziplinarstrafen für etwa 17000 Eisenbahnbeamte auf, welche aus Anlaß der Revolution im Juni vorigen Jahres Generalstreit gemacht haben. Die Aufhebung wird begründet mit dem Eifer und der Disziplin der Eisenbahnbediensteten bei der Mobilmachung und dient jedenfalls zur Begütigung der sozialistischen Partei. Streik der römischen Straßenbahner. [ fanal auszubehnen. Die Note fügt hinzu: Wenn daraus das Gefühl bleibe, daß seine Straft nicht nach bester Möglich Beeinträchtigungen zum Schaden neutraler Schiffe und Güter entfeit verwendet werde. Henderson bleibt der Parteivorjikende; stünden, so ist es flar, daß die Verantwortlichkeit dafür auf die fran- feine Funktionen werden vom Vizevorfizenden Hodge überzösische und englische Regierung fällt. Unrichtige englische Meldung. Rom, 28. Mai.( B.T.B.) Die städtischen Straßen- gefamt fünf Unterseeboote verloren. bahnbediensteten Roms sind wegen Lohnstreitigkeiten in den Aus stand getreten. Salandra tadelt dies in einem offenen Brief als ein Verhalten, dessen sich nur schlechte Bürger schuldig machen. Verstecktes Moratorium. " Der Seekrieg. Zur Torpedierung des amerikanischen Dampfers„ Nebraska". nommen. Der Papst für den Frieden. Wie verlautet, ist die Meldung aus englischer Duelle, wonach Rom, 28. Mai.( W. T. B.) Der Brief des Papstes an den ein englisches Torpedoboot am 22. Mai in das Marmarameer ein Kardinal Banutelli besagt dem„ Osservatore Rogedrungen und dort acht Schiffe versenkt haben soll, völlig un- mano" zufolge, daß der Papst, indem er sich an den Dekan zutreffend. Ebensowenig entspricht eine weitere Meldung, daß ein wende, zu jedem einzelnen Sardinal gesprochen zu haben englisches Unterseeboot Truppentransporte vernichtet habe, den Tatfachen. In Wirklichkeit sind bisher durch feindliche Angriffe nur wünsche. In seiner ersten Enzyklifa habe er, getrieben von dem zwei Wachtboote und ein leerer Dampfer versenkt worden; zwei Wunsche, in Europa das entehrende furchtbare Menschenweitere Dampfer, die leicht beschädigt wurden, liegen bereits im Dod. gemegel aufbören zu sehen, die Regierungen der Umgekehrt hat der Gegner bisher in den Dardanellen bereits ins Striegführenden ermahnt, baldigst den Bölkern die Segnungen des Friedens wiederzugeben. Seine Freundes- und Vaterstimme sei unerhört geblieben. Der Krieg dauere fort und zu 2ande wie zu Wasser scheue man nicht einmal vor Angriffswaffen zurüd, die den Gesezen der Menschheit und dem Völkerrecht widerstritten. Gleich als ob dies aber nicht genüge, habe sich der furchtbare Brand auch auf fein geliebtes talien ausgedehnt und lasse leider auch London, 27. Mai.( T. U.) Der„ Daily Telegraph für Italien Tränen und Berheerungen befürchten, die meldet aus Washington: Falls Deutschland durch die Torpe- jedem, auch einem glüdlichen Kriege eigen wären. Der Bapit erdierung der Nebraska" ein neues ernstliches Attentat auf wähnt darauf seine Bemühungen zugunsten der Kriegsgefangenen die Sicherheit der amerikanischen Schiffahrt verübte, und falls und teilt mit, daß den Feldkaplanen weitgehende Privilegien amerikanische Bürger an Bord des Schiffes waren, werden für das Messelesen und den Beistand Sterbender gewährt höchstwahrscheinlich, wenn nicht sicher, die diplomatischen Be- werden. Die Pribilegien fämen nicht nur den Feldkaplanen des ziehungen zwischen Amerika und Deutschland abgebrochen italienischen Heeres zu gute, sondern auch allen im italienischen werden, bevor noch die Antwort Deutschlands auf die Seere irgendwie befindlichen Priestern, die sich ihrer heiligen Lusitania"-Note eingetroffen ist. Die ,, Morning Post" Miffion würdig zeigen und aufs höchste bemüht sein mögen. Der türkische Tagesbericht. bringt eine Nachricht aus Washington, wonach der deutsche daß den Soldaten bei dem harten Kampfe feineswegs die StärKonstantinopel, 27. Mai.( W. T. B.) Das Hauptquartier teilt Botschafter Graf Bernstorff am Tage der Torpedierung fungen der Religion mangeln. Die Zeit, die wir durchmachen, sei mit: Heute morgen 6, 11hr wurde an der Dardanellen der Lusitania" bei dem amerikanischen Auswärtigen Amt schmerzlich, der Augenblid sei fürchterlich, aber die Herzen hoch! und front vor Sedd ül Bahr ein englisches Sch I a twegen eines Freigeleits für den deutschen Generalfonful in häufigeres und glühenderes Gebet zum Herrn der Völkerschiciale! schiff vom Typus des„ Majestic" durch einen New York, der nach Deutschland zu gehen wünschte, anfragte. Möge bald die Striegsplage aufhören und Friede und Ruhe Torpedo vernichtet, welcher mit vollem Erfolge von einem Die Anfrage wurde dem englischen Botschafter übermittelt, der wiederkehren!" Alle Söhne der katholischen Stirche mögen zusammen der verbündeten deutschen Flotte angehörigen Unter- fagte, Graf Bernstorff sei durch seine Anfrage nach einem mit dem Bapste drei Tage lang hintereinander oder getrennt streng fee boot lanziert worden war. Der Torpedo traf das Schiff am Freigeleit unbescheiden, da er zur selben Zeit durch Zeitungs- faften und damit volle Indulgenz, gültig auch für die Seelen des Hinterteil, so daß es sich auf die Seite legte, um alsbald zu finten. annoncen amerikanische Bürger vor den Gefahren einer Sec- egefeuers, erwerben. Der Papst schließt: Das Echo dieser unserer Bei Ari Burnu und Sedd il Bahr dauerte gestern schwaches reise warnte. Worte möge zu allen unseren, von fürchterlicher Kriegsplage geInfanterie- und Geschützfeuer von beiden Seiten an. An der Küste troffenen Söhnen gelangen und alle überzeugen von unserer TeilRom, 28. Mai.( W. T. B.) Der Tribuna" zufolge hat das Ministerum ein verstedtes zweimonatiges Moratorium eingeräumt, indem es den Aufschub aller Zahlungen solchen Unternehmern zugesteht, deren Attivum größer als ihr Passivum ist. Der türkische Krieg. " bei Saba Lepe wurden feindliche Schleppdampfer, welche vier Zum deutsch- amerikanischen Notenwechsel. nahme an ihren Mühen und Dualen. Denn es gibt keinen Schmerz, der nicht auf unser väterliches Gemüt zurückwirft. gepanzerte Schlepptähne schleppen wollten, durch uns an der An- London, 28. Mai.( W. T. B.) Die„ Times" melden, näherung verhindert; unsere Soldaten wateten ins Meer und die Washingtoner Regierung werde über die Angelegennahmen unter dem Feuer des Feindes 36 Wagen, die Ladung der heit der„ Lusitania" schwerlich gegen eine Die Haltung Rumäniens. erwähnten Schlepplähne, weg. Der feindliche Kreuzer, welcher nochmalige Verzögerung der deutschen Ant. Genf, 28. Mai.( 2. 11.) Das Gesprächsthema der franzöfifchen gestern einen vergeblichen Versuch einer Truppenlandung bei mort Einspruch erheben, da die Regierung sich von Brejse bildet jetzt durchweg die Haltung Rumäniens. Man sieht die Bodrum gemacht hatte, schoß heute 1600 Granaten in die Stadt, Bryans Abkühlungspolitik viel verspreche. Verhandlungen Rumäniens mit Bulgarien im Sinne einer Verwelche einige Häuser und Läden, eine Kirche und eine Moschee London, 28. Mai.( W. T. B.) Nach einer„ Time3".ständigung für abgeschlossen an, so daß Rumänien jetzt die Hände zerstörten. meldung aus Washington hat sich das dortige frei habe. Von den augenblicklich angeblich auch mit Rußland an In der Nacht zum 27. Mai überraschten unsere Patrouillen sechs Staatsdepartement inoffiziell dahin geäußert, gebanten Verhandlungen erhofft man eine Beeinflussung zugunsten Soldaten, die bei Feuer nahe bei Bodrum gelandet waren, nahmen daß bis zum Empfang der deutschen Anteiner serbisch rumänischen Verständigung. Allgemein wird bedauert, sie gefangen und erbeuteten ihre Fahne und sieben Gewehre. Heute wortnote über die Angelegenheit der Lufi- daß sich die Verbündeten nicht direkt oder indirekt an den rumänischhat der Kreuzer sich von Bodrum und Umgegend entfernt. tania" teine Note über die Nebraska" an italienischen Verhandlungen beteiligten, die zu einem nichtgewünschten Deutschland gerichtet wird. Resultat geführt hätten. Rumänien fönne indessen noch seine durch das Eingreifen Italiens jchivierig gewordene Lage durch einen Auf eine Mine gestoßen. schnellen Entschluß ändern und alle seine Wünsche verwirklichen. Stockholm, 28. Mai.( W. T. B.) Der dänische Dampfer Sache der Verbündeten sei es aber, Rumänien bestimmte ZuEly", mit Kohlen von Schottland nach Sundsvall bestimmt, ist sicherungen zu machen für ein eventuelles sofortiges Eingreifen, das bei Söderarm, nördlich von Stockholm, auf eine Mine gestoßen bom französischen Volk auch von dieser lateinischen Schwesternation und sofort gesunken; die Bejagung ist gerettet und in Norrtelje ge mit Bestimmtheit erwartet wird. landet. In der Nacht zum 24. Mai haben unsere fliegenden Abteilungen ein feindliches Lager bei korica überfallen und fünf Segelschiffe mit Lebensmitteln und Hammeln fortgenommen. Konstantinopel, 27. Mai.( W. T. B.) Eine Mitteilung aus Petersburg vom 7. Mai berichtete, daß die Russen östlich von Eregli Truppen ausgeschifft, den türkischen Widerstand gebrochen und Kai und Landungsbrücke zerstört hätten. Die Russen vergrößern, um im Auslande Eindruck zu machen, ihre lächerlichen Heldentaten. Tatiächlich handelt es sich um ein ruffisches Torpedoboot, welches einige Soldaten in dem Kleinen, von Eregli ziemlich weit entfernten Hafen zu landen versucht hat. Unsere wachiamen Bollwächter haben aber die Russen mühelos zurückgetrieben. Diese so pompos aufgemachte Aftion ist also nur ein fläglich gescheiterter Versuch gewesen. Zur Torpedierung der„ Majestic". London, 28. Mai.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Amtlich wird bestätigt, daß die Majestic" torpediert worden und gesunken ist. Fast die ganze Befagung soll gerettet sein. " Der Führer der dritten russischen Armee gegen die Türkei. " Baris, 28. Mai.( W. T. B.) Petit Barisien" meldet aus Sofia: Nachrichten aus Petersburg zufolge ist General Dimitriem, der bisherige Führer der dritten russischen Armee, zum Oberbefehlshaber des russischen Expeditionstorps ausersehen, dessen Entsendung nach der Türkei bevorsteht. Englische Stimmen über die DardanellenPämpfe. London, 28. Mai.( W. T. B.)„ Daily Mail" schreibt: Der„ Triumph" war, obwohl noch kein Dreadnought, doch ein erstklassiges Schiff. Seine Vernichtung bedeutet leider einen wirt. lichen Verlust. " 8124 ichen Bark. Explosion einer schwedischen Rücktritt des portugiesischen Präsidenten. Stavanger, 28. Mai.( W. Z. B.) Der holländische Fischdampfer Lissabon, 28. Mai.( W. T. B.) Meldung der Agence Havas. Tres Fratres" traf hier mit sieben Mann von der schwedi. Der Präsident der Republik, de Arriaga, hat jchen Bart Rosball" aus Oscarshamn ein. Die Barf dem Präsidenten des Kongresses offiziell mitgeteilt, daß er mar mit Pflanzen aus Oscarshamn nach Sunderland unterwegs. von seinem Amte zurücktrete. Der Kongreß wird am Sonn Vor Malmö hielt ein deutsches Unterfecboot die Bart an abend tagen und sich mit dem Rücktritt Arriagas beschäftigen und gab die Weiterfahrt nach Durchsicht der Bapiere frei. Am sowie die entsprechenden Maßnahmen treffen. Der Minister26. Mai, nachmittags 4 Uhr, erfolgte 56 Grad 35 Minuten nörd- präsident wird in der Kammer eine ministerielle Erklärung licher Breite, 2 Grad 30 Minuten östlicher Länge eine furchtbare verlesen und von dem Rücktritt Arriagas Mitteilung machen. Gyplosion. Das Deck wurde in die Luft gesprengt, Backbord starf beschädigt, zwei Mann getötet. Als das Schiff gegen 10 Uhr sant, traf ein holländischer Fischdampfer ein. Ein englischer Dampfer torpediert. London, 28. Mai.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der englische Dampfer Gadeby", von Oporto nach Cardiff unterwegs, wurde auf der Höhe der Scillyinseln von einem Unterseeboote in den Grund geschossen. Die Bejagung und vier Passagiere, die auf dem Schiffe waren, find gerettet. Bureaus. Dänischer Dampfer torpediert. " London, 28. Mai.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Der dänische Dampfer Betty" war mit Stoblen bon Blyth nach Kopenhagen unterwegs. warnung torpediert und begann sofort zu sinten.. Der Kapitän und Er wurde ohne vorherige die Besatzung von 21 Mann wurden durch den schwedischen Dampfer Waldemar" gerettet. Vergeltungspolitik. Genosse Bernstein hat fürzlich im Vorwärts" in Anknüpfung an die durch die Lusitaniaaffäre veranlaßten Ausschreitungen des Londoner Mobs über die Bedenklichkeit der Vergeltungspolitik gegenüber friedlichen Angehörigen einer fremden oder feindlichen Nation gesprochen. Fait zu gleicher Beit veröffentlichte der„ Daily Citizen" eine zuschrift von Charles Roden Burton, die vom englischen Standpunft aus ungefähr denselben Standpunkt vertrat. C. R. Burton, Mitglied des Parlaments, und übrigens einer der beiden Brüder, die zweifellos ans idealen Beweggründen seit Jahren für die Freiheit der Balkanvölfer einbrechen angefehen. Das bedeutet, daß man manchmal eine Entgetreten find, schreibt: Brovokation wird häufig als Entschuldigung für ein Vers schuldigung finden kann für Wiedervergeltung gegen eine Person, die uns beleidigt hat. Es bedeutet aber nicht, daß man, wenn eine Berson uns beleidigt hat, entschuldigt ist, wenn man Wiedervergeltung an einer anderen Person übt. Der Flottenkorrespondent der, Times" schreibt: Der neue Verlust eines Kriegsschiffes por den Dardanellen, des fünften seit Das neue englische Koalitionskabinett. Die große Mehrheit der Personen mit deutschem Namen, dem Beginn der Operationen, wird tief beklagt werden. Die Ueber die Zusammensetzung des neuen Kabinetts wird noch ge- deren Häuser geplündert worden sind, denen man die Stühle, die schlimmste Erscheinung bei diesem Unglück ist die Fest meldet: Tische, die Sofas, dic Gemälde, die Werkzeuge usw. gestohlen hat, stellung der Gegenwart von Untersee booten auf diesem Samuel ist zum General Postmeister, der Unionist Menschen, die viele Jahre hindurch friedfertig und fleißig unter und deren Eristens mit einem Schlage zerstört ivorden ist, sind Kriegsschauplaze. Diese Unfälle werden allen die schwierige und Smith zum Solicitor- General und Montagu zum Finanz- uns gelebt haben, ohne jemandem etwas zu leide zu tun. Ihre gefährliche Natur der Aufgabe zur See deuflich machen. fekretär ernannt worden. Also noch ein Unionist mehr im Freunde und Verwandten sind in der Hauptsache Engländer. BielLondon, 28. Mai.( B. T. B.) Das Reutersche Bureau meldet Kabinett. Wie jetzt amtlich bestätigt wird, ist Fisher aus der fach beherrschen sie selbst nicht einmal die deutsche Sprache. Welche aus Alexandria: Ein verwundeter französischer Offizier, der früher admiralität ausgeschieben. Nach einer Meldung des Probofationen haben sie begangen, die ein solches Verhalten gegen in den Schüßengräben in Frankreich gelegen hat, erzählt, er habe Reuterschen Bureaus wurde Sir Henry Jadion zum Ersten fie rechtfertigen könnten? Wie können wir ehrlich das Plündern nie ein solches heftiges Feuer erlebt als während und nach der Lan- Geelord ernannt Sir Artur Wilson bleibt als Berater der der Soldaten in gegenwärtigen Kriege veourteifen, wenn wir die dung der Truppen an den Dardanellen. Es war ein wahrer Admiralität zugeteilt. Blünderungen vor unseren eigenen Türen, wo sich Leben und GeRegen von Schrapnelle und Maschinengewehr- und Gewehrkugeln. erweisen wir den Taufenden von Menschen mit englischen Namen, schäft friedfertig abivideln, ruhig hingehen lassen? Welchen Dienst Die Gesamtziffern der Verluste sind noch nicht bekannt. Man nimmt Die zurzeit in Stonzentrationslagern oder sonstwie in Deutschland an, daß die Alliierten in den ersten drei Tagen 8000 bis 9000 Mann leben? verloren haben. Türkische Zirkularnote. Der zum Ersten Seelord der Admiralität ernannte Admiral Jadson war bisher Oberster Flottenkommandant im Mittelmeer. Um die technischen Fortschritte in der englischen Marine und befonders um die Einführung der drahtlosen Telegraphie werden dem Ersten Seelord große Verdienste zugeschrieben. Der 73 jährige Sir Artur Wilson, der selbst von 1909 bis 1912 Erster Seelord war und dann in den Ruhestand trat, bleibt, als Berater des bisherigen Marineministers, unter Balfour in der Stellung, die er unter Churchill gehabt hat. Hendersons Ministeramt. Das einzige, was uns einigermaßen Genugtuung gibt, ist das Gefühl des Abscheus, das bereits von vielen rechtlich denkenden Dieses Gefühl muß ausgesprochen werden, da Schweigen als Zu und besonnenen Menschen zum Ausdrud gebracht worden ist. Konstantinopel, 28. Mai.( W. T. B.) Die hohe Pforte hat den timmung aufgefaßt werden könnte, und es gibt eine wirklich prafbefreundeten und neutralen Staaten eine Birkularnote folgenden tische Form, in der es zum Ausdrud gelangen fann. Das Hilfs= Inhalts übermitteln laffen: Die Kaiserlich Ottomanische Regierung fieht sich in Erwägung dessen, daß die englische Regierung ihrer tomitee für in Not geratene Deutsche, Oester= gegenüber den neutralen Mächten durch die Bestimmungen der Konreicher und Ungarn hat schon eine große Anzahl von vention von 1888 übernommenen Verpflichtung, in den Gewässern Familien, von alten Leuten, Frauen und Kindern unterstüßt, die des Suezkanals fein Kriegsschiff zu halten, nicht Rechnung Amfterdam, 28. Mai.( Privattelegramm des plötzlich durch den Zusammenbruch ihres fleinen Geschäfts oder getragen und sogar den Kanal befestigt hat, und daß andererVorwärts".) Daily Citizen" bedauert, daß für durch den Verlust ihrer Arbeit ihren Lebensunterhalt verloren feits die franzöfifche Regierung zum Zwede einer feindlichen Henderson kein Arbeitsministerium geschaffen oder er wenigstens Fällen zu tun haben. Geldzuwendungen werden dankbar von ihm Handlung gegen das Ottomanische Kaiserreich Truppen in Aegypten haben. Das Komitee wird nun mit einer großen Masse von neuen Handlung gegen das Ottomanische Kaiserreich Truppen in Aegypten gelandet hat, durch diese Tatsachen vor die gebieterische Notwendig. dem Handelsamt oder der Lokalverwaltung zugewiesen wurde. entgegengenommen. feit gestellt, militärische Maßnahmen zur Verteidigung des Kaiser. Die Arbeiterschaft vertrete das Prinzip der Postenvergebung Die Aufforderung zur Hilfstätigkeit für die unschuldig lichen Gebietes, von dem Aegypten einen Teil ausmacht, zu er- gemäß erworbener Erfahrung. Henderson werde das Unter- zu Schaden gekommenen Deutschen ist eine Vergeltungsgreifen und die Feindseligkeiten auch auf den Suez- richtsamt gewiß geschickt und gewissenhaft verwalten, aber politik", die Anerkennung und Nachahmung verdient. " " " der Reichsbank wurden die gewährten Kredite zur Verhütung von Aus Industrie und Handel. Bangseinstellungen verlängert. Das Exportgeschäft im Kriege. Exporteurs und seines Kunden anzunehmen ist, daß bei beiden je eine Konkursquoie von 25 Proz. Herauskommt, so trägt weder das Die englische Regierung hat sich wegen der großen Bedeutung Schabamt, noch die Afzeptbank ein großes Obligo. des englischen Exportes zu einem Radifalmittel entschlossen, das Die feindlichen Länder machen große Anstrengungen, Deutschleicht als Schtväche ausgelegt werden kann, aber den Vorteil hat, land seinen Erport zu entreißen. Erfolg dürfte diesen Bemühungen Die Ausfuhr Deutschlands beträgt mehr als 10 Milliarden Mark, die Zahlungsfähigkeit des Exporteurs zu erhalten, ohne den Fiskus nicht besonders beschieden sein. Nur die Vereinigten Staaten werden geht zu drei Vierteln über die See und ist während des Krieges oder eine Kriegshilfsinstitution empfindlich zu belasten. Die Wechsel, den Play von Europa in Südamerika einnehmen. Aber sicherlich auf einen Bruchteil eingeschrumpft. In die verbündeten Staaten die die englischen Exporteure auf ihre Banken gezogen haben, behält werden fast alle Märkte infolge des Krieges an Konsumkraft nach wird Kriegsmaterial ausgeführt, aber der Normalexport ist fast ge- die Bank von England bis zu einem Jahr nach Friedensschluß. Auf einem momentanen großen Bedarfe verlieren. shunden. Veranlassung der englischen Banken und Handelskammern erhalten die Wie erklärlich, leiden darunter die Exportgeschäfte und die von Exporteure in Form von Sechsmonatswechseln Vorschüsse bis zur Deutsches Vermögen in England. Auf die Anfrage eines Abder Ausfuhr lebenden Städte. Der Exporteur pflegt in vier Wochen halben Höhe der Forderungen, die sie an das Ausland oder an die geordneten hat der Präsident des Handelsamtes mitgeteilt, daß das feinen Lieferanten zu bezahlen, erhält aber selbst sein Geld erst nach Kolonien haben. Die Wechsel werden zum günstigsten Marktsage in England befindliche Vermögen von Deutschen und Desterreichern Yangen Monaten und ist für die Zwischenzeit auf den Bankkredit an- diskontiert. Für die Provision von etwas mehr als einem Prozent sich auf etwa 97 Millionen Pfund Sterl. beläuft. Der amtlich gewiesen. Die in der Uebersee, besonders in Südamerika schon wird eine Verlustrücklage gebildet. Im übrigen werden die Verluste bestellte Verwalter verhandelt mit den britischen Gläubigern, um Herrschende, schwere Wirtschaftskrise hat den Geldrückfluß gehemmt; zu 75 Proz. vom britischen Schazamt und zu 25 Proz. von der ihre Ansprüche aus den in England befindlichen feindlichen Verder Krieg hat ihn völlig unterbunden. Durch das Entgegenkommen akzeptierenden Bank getragen. Da selbst bei Zahlungseinstellung des mögen zu decken. Monopol יוון Einkoch- Apparat „ Monopol mit Einsatz, Thermometer u. Bügel verzinkt 8.75 verzinnt 9.90 Jandorf's Einmachegläser Marke ,, Zukunft" mit Gummi und Bügel, für jeden Apparat passend 1/4 1/2 3/4 12 2 Liter 32, 38, 42, 45, 55, 65 PL A.Jandorf& C Spittelmarkt Belle- Alliancestr. Gr. Frankfurterstr. Brunnenstr. Kottbuser Damm Wilmersdorfer Str. 118-119 Lebensmittel Stück 25, 35 Pl. Verkauf nicht an Wiederverkäufer Nicht am Spittelmarkt Zusendung ausgeschlossen 10 Pf. Gurken Rhabarber 4 Bund Stachelbeeren( unrein) 25 Pfund Pf. Radieschen..... 4 Bund 10 Pl. Wurstwaren Schinkenspeck............. Pfund 1.95 Teewurst Pfund 1.95 ....... Pfund 1.90 Mettwurst nach Braunschweiger Art Pfund 1.85 Knoblauchwurst.......... Pfund Pfund 1.78 Landleberwurst nach Pommerscher 1.20 Art........ Pfund Rot- od. Zwiebelwurst... Pfand 95 Pf. Ilgemein- Verichiedenes Truftreie Cigarettenfabrik. MANOLI ZIGARETTEN Deutschlands führende Marke BOSNIA CIGARETTEN Etwas ganz Besonderes MAL- KAH Company Berlin N. 20 Pankstr. 65. nur Erscheint 2 mal wöchentlich. Frisches Fleisch Kalbsbrust Pudding- Pulver 3Pack 28 P Pf. Margarine......... 95 P Pf. Pfund Pf. Spargel Limburger Käse Fund 85 PL Kunsthonig 15,25 Pfund 90 Pf. Pfd. Pf. Kalbskamm....... Pfund 90 pf Kalbsrücken im Ganzen, Pfunds Kalbskeule im Ganzen.. Pfund 95 Pf. Kalbshaxe Schmorfleisch Gulasch Gehacktes Phanomen MONA Die acue 33 LISA QualitätsCigarette Bäcker- u. Conditoreien Gust. Heintschel, Havelbergerstr. 26 Otto Hoff, Chorinerstr. 13. F. Kiesewetter, Schivelbeinerstr. 16. R. Klinke, Weißens., Lehderst.120. R. Kleiner, Schulstr. 102 Felix Kynast, Dänenstr. 5. Carl Lindenberg, Lychenerstr. 4. G. Meier, Grüner Weg 27. P. Müller, Willibald- Alexisstraße 43. G.Münch, Reinickendorf, Provinzstr.111 Gustav Nielson, Lindowerstr. 9 J.H.Popp, Amendestr. 104, Reinickend.- Ost. Fr. Pribyl, Osnabrückerstr. 26. Osw. Rauhut, Gürtelstr. 27 Gust. Rautenberg, Metzerstr. 11 Frit Richter jr., Liebenwalderst.13 Paul Schmoll, Amsterdamerstr.9. Adolf Schulz, Florastr. 78 Pank. in allen Stadtteilen. Fordert KADDA- Cigaretten H. Saunus, Allensteiner Str. 26. Turban Filialen Kressin urban Raucht Herbstoli Cigaretten Alkoholfr. Getränke E. Weber, Provinzst.99, Reinicke nd.- 0 Karl Weinholz, Kamerunerstr.57. Emil Werk, Samariterstr. 8. 30, 40 PT. 95 pp. Pf. Salat 3pte 10Pt. Köpfe Pfund 75 pr mit Knochen ... Pfund Pfund Pfund 75P 95 Pl. Himbeeroder 85. Kirschsaft 85 Pf. Pf. 1/1 Flasche 1.10 Bezugsquellen- Verzeichnis. Bierbrauerei., Bierhdig. Brauerei Bötzow! * igarrenfabriken Pauerei Bötzow JUHL empfiehlt Qualitätsbiere ersten Ranges, W. Adelung& A. Hoffmann Akt.- Brauer.Potsdam. Eig.Niederl. Berlin SW, Tempelhofer Ufer. 15 Brandenburg a. H., Wilhelmsdorforst.110 Spez. Potsd. Stangenbier Berliner 250 GESCHÄFTE G. Kaphun Verkaufsstellen in allen Stadtteilen. J. Neumann 200 Niederlagen. Richter& Franke Bock- Brauerei Filialen in all. Stadtteilen empfiehlt anerkannt vorzügl.Biere ifen, Stahlwaren, Waffen, Werkzeuge Osw. Berliner Herm. Braun, Landsbg. Allee 149. Otto Belig Wrangelstr. 59. Grüner Weg 49 G. Brucklacher, straße43 Ur- Berliner, hell und dunkel Hempel, E., Müllerstr. 138 d. Luisenbrauerei Weißensee. Brauerei Königstadt feinste Qualitätsbiere. Otto Wolff, Treptow, Krüllst. 16 C. Habels Brauerei Zachau, Gr.- Lichterf., Chausseest.85 Paul Zastrow, Stromstr. 33. Beerdigungsanst., Sargmagz. Franz Abraham J. Liszczinski, Gerichtstr. 30. Hamb. Messina- u. Römertrank- Kell. C.25 Bartelstr. 8a, Fernsp. Kgst.13708 Beleuchtungsgegenstände Büttner, A., Danzigerstr. 96. Bade- Anitalten Arkona- Bad, Anklamer- Str. 34. Liefr. aller Bad Alt- Moabit 104 Krank.- Kass. Bad Gollnowstr.41, Liefer. Landsberger Str.107, sämtlich. Krankenk. Bad Börse, Dirksenstr. 50. Neuköln Central- Bad Anzengruberstr. 25. Diana- Bad Koppenstr. 93 sämtliche Bäder. National- Bad, Brunnenstr. 9. Lief all.Kassen Bad Ostend Boxhag.- Str. 17 Passage- Bad KottbuserDamm 79. Reform- Bad, Wiener Str. 65. Schiller- Bad, Müllerstr. 153a. Silesia Bad Schlesische Str. 31. Bäcker- u. Konditoreien Asmus, Wilh., Ueckermünderstr. 11. F. Breitkopf, Exerzierstr. 19 a. Waldemar Brose, Driesenerst. 3 Hermann Buß, Grünauerstr. 12. Fritz Eichler, Bastianstr. 18. Emanuel Flögel, Mirbachstr. 25. Br. Friedrich, Eisenbahnstr. 31. 0.Görg, Wiesenstr.31, br.u.grane Rbm. E. Großberndt, Wittstockerstr.7. A.Großkinsky, Boxhagenerst.27. Oskar Hanke's Brotbäckerei 75 Geschäfte in allen Stadtteilen Berlins sowie in Neukölln u. Treptow Gegründet 1892. H Petermeier, Strelitzerstr. 8. Butter, Eler, Kafe Concordia- Butter hand. des Ostens Bruno Freche 15 Detailgeschäfte hell Habelbräu- dunkel. Weissbier- Caramelbier Brauerei E. Willner Pankow. Löwen- Brauerei vorzügliche Faß- und Flaschen- Biere. Münchener Brauhaus Oranien A Elbertin, Ackerstr. 132. Carl Jung, Stromstr. 31. Otto Lehmann, Neuk., Friedelst.9. Rühlmann.P., Müllerst.40b, E.Seest leifch- u. Wurftwaren W. Beck Inh.: Herm. Gerbsch Charlottenburg, Berlinerst. 68-69 Fleisch- und Wurstwarenfabrik C.Billerbeck, Charlottb., Krumme St.19 Franz Borusiak, Lübeckerstr. 26 Fr.Brauer, Neukölln, Walterstr.55 Willy Dorfmann, Wienerstr. 62. Bruno Dörr, Manteuffelstr. 39 Dresdn. Fleisch- Centr.Dresdnerstr. 17. Gontardstr. 2 EinA. 15 Gebr. Gause. Berlin und Oranienburg Wilhelm Göbel 25 eigene Filialen. Geschäfte. August Holtz 15 DetailHubertus, Butterhdig. Straussberg Herm. Kunert, Culmstr. 29 Gebrüder Manns 48 eigene Detailgeschäfte DetailKosmalla, E., 4 Geschäfte Nordstern" Mercur Schröter, R. 43 Derkaufsstellen 43 Gebr. Siegert Wiener Str.65. Butter, Eier, Käse. Brauerei Plefferberg. Trinkt Wanninger Bier! Vereins- Brauerei Teutonia, NW 67. Spandauerberg- Brauerei Weissbier, C. Breithaupt, Palisadenstr.97 Tel-A.VII, 2634. Cacac, Schokolad., Confitur. SAROTTI Kakao und Schokolade preiswert beliebt in jedem Haushalt. Filial. in Berlin Seiffert, E., und Vororten Uhly& Wolfram Cyliax, G., Filialen i.all Stadtteilen. Otto Elgner gang vom Flur. Fengler, Cop., Flemmingstr.33 E. Fensch, Allensteiner Str. 12. Fleischerei, Frankfurter Allee 150 Willy Gericke, Petersburgerstr.31 R. Holzhütter, Putbusserstr. 46. Hubrich, Ramlerstr. 23. Wilh. Kurts, Wrangelstr. 83 H.Leibnit, Nklln., Schönstedtst.16 August Lincke, Alte Jacobstr. 26. Rostockerstraße 43. M.Grunwald, Kopenhagenerst. 68. Luebke, Joh. Fleisch.u Wurstfabr. Paul Matschke, Thaerstr. 17 G. A. Müller 1 Spezialität: Frankfurter Würstchen Essigfabriken Timner- Essig überall erhältlich! Fische, Conserven Otto Romahn, Räucherw., Gr.Frankf.St.133 P.Staehr, Fischhdig. Räucherwar. Weidenweg 19 Fil. Frankfurt. Allee151/ 52 Haus- u.Küchengeräte G. Geiger, Schleiferei, Müllerst. 7 Frz. Kamerowsky Reinickend.St.6. Herren- u. Knabengard. Bill. Bezugsqu. Badstr. 26, Ecke J.Baer Badstr. 26, Ecke Fabisch& Co. Prinzen- Allee. Rosenthalerstr. 3. Linienstr Leske& Slupecki, Sehonh- Allee 70 e Ute, Mützen, Pelzwar. Hüte, Kauft beim Hutmacher! Gebr. Beisse Müllerstraße 155. Schoerr, Herm., Wilmersd.- St. 46. Damm 18/19 Vester, E. KottbuserKaffee- Rösterei A. Zuntz sel. Wwe. Filialen und Niederlagen in allen Stadtteilen Nur reelle Qualitäten Anerkannt vorteilhafte Bezugsquelle Kaffee, Tee, Kakao und Schokolade etc. Hamburger Kaffee- Importgeschäft Emil Tengelmann Kaufhäuser Hochst. Str.1 Paul Falkenstein Rabattmark. Kohlen, Koks, Holz, Briketts H. Geike, Gnesenerstr.1. E. Elbingerst olonialwaren C.Böse.Provinzst.109, Reinickend.- Ost Fritz Hübner, Schliemannstr. 11. 0. Pötzsch, Schwedenstr. 18. Franz Richter, Malplaquetstr.25/ 26 Runge, Otto, Nklln, Hermannst.55. A.Silkinat, Milchhdig Reinicknd. St.108 Erich Thiel, Weißs., Langhansstr. 139. Kurz-, Weiß-.Wollw., Trikotag. Hermann Meyer, Schivelbeiner St. 21. Neu- Isenburg Frankfurt a. M Hoppe, E., Scharnweberstr. 52. A. Möbes Nchf. Mehandlungen Fleischwaren u. Wurstfabrik Berlin N 24 Oranienburgerst. 4 K. Nerger, Nklln., Friedelstr. 21 G. Peis, Andreasstr. 77b. MuskauerBethke, Georg, straße 44Neukölln, Elbestr. 33, Kaiser- Friedr. Str. 64, Weserstr. 189, Friedelstr. 23 Treptow, Grätz- Straße 64. im GustavPfennig, Golzkowskyst.12 Frese, Ernst 5 Geschäfte Jos. Ritzke, Stralauer Allee 31a H.Rose, Treskowst. 11, Markthallenhof. P. Schmatzhagen, Belforter Str. 11 Gaege, Otto Charlotten burg. Kolonnenstr. 4. Bandagen, Gummiwaren Otto Schreiber Hohenfried. bergerstr. 1. Ernst Hoffmann Broker. Cigarrenhandlungen Fanny Baumert, Lindowerst. 23 C. Kuhlemann, Turmstr. 47. 0. Kunze, Reinickendorfer St.14 Drogen und Farben W.Kleemann, Berg- Drogerie, Bergstr.37 H. Neusch, Breitest. 24, Spandau. R. Bauke, Stralauer Str. 56. J. Kabelich, Rosenthalerstr. 25. E. Kraus, Kommandantenstr. 55. A. E. Lange, Brunnenstr. 166 F. W. Sichter Ecke Cuvrystr. Wrangelstr. 75 Paul Spenn, Kopenhagenerstr.35 F. Pflugmacher, Colonnenstr. 48. B.Thurat, Reinickendorf, Scharnweberst.34 F. Wendt, Simon Dachstr. 37. Paul Zwarg, Landsberg.Allee 136. Obst, Gemüse 3 Pfund- Glas 1.35 Marmelademischt, Pl. 48 PL. Pfd. Räucherwaren Bückling........ Flundern Lachsheringe....... Salzheringe 3 Stück 20 Pt. Pfund 45 Pt. 2 Stück 25 P1. 3 Stück 25 Pt. Matjes- Heringe Stuck 12,15,20 Pf. Sardinen in Oel oder Tomaten.. Dose 48 Pf. Untenstehende Geschäfte empfehlen sich b. Einkäuf. Molkereien Wilhelm Freier, Bouchéstr. 80. H. Friedrici, Straßburgerstr. 43a F. Galle, Metzerstr. 38. Rud. Kiesel, Mirbachstr. 66. A. Siebert, Weißenburgerstr. 52. ,, Schweizerhof", Meierei und Milchkuranstalt. Emdener Str. 46.:: Tel. U 2595. Wodrich, Putbusserstr. 35. Mostrichfabrik Meierei C. Bolle A.-G. Alt Moabit Berlin N.W.21 98/103: Ältester und grösster Milchwirtschaftlicher = Grossbetrieb=== Uhren u. Goldwaren Lehmann, Alb., Frankf. Allee 40 Tamborini Mostrich überall eine, Liköre, Fruchtſäfte ähmafchinen Bellmann, E., Gollnowstr. 26 Waschmasch. Littauer Nähmasch., Spandau 5 Jahre Garantie, Teilzahlung Nähm.- Spz.- Gesch., Potsdamerstr.10. Singer Nähmaschinen Läden in allen Stadtteilen. Optiker. Mechaniker Groß, Paul, Warschauerstr. 66. Schubert, Carl, Nklln. Bergstr.14 Photogr. Apparate M. Albrecht ht SO. Kottbuserstr. 3. auch Gelegenheitskf. Photo- Jansen, Hauptstr. 23. Photograph. Ateliers R. Maerz, Badstrasse 65. Rud.Obigt, N.Reinickendorferst.2 Planos Kottbuserstr. 5 R.Vierling Kauf, Miete, Teilzahlg. Roßschlächtereien E. Weidlich, Steglitz, Lindenstr.41. Schreibwaren 0. Prochnow, Nklin Hermannstr. 69 Schuhw., Schuhmach. K. Lück, Charl., Tauroggenerstr. 49. Petersohn, Osk., Müllerstr. 155. Selfen SchneewittchenBleichseifenpulver E. Ballin& Co. Cognak- Brennere! Dampf- Likörfabrik Nur Qualitätsliköre. Hugo Beling 60 Filialen in allen Stadteilen. P. Kirchner& Co. Cognak-, Likörfabrik Kirchners Araber, Großd., Zur Sonne, P. Freudenberg. Frankfurter Otto Albert Schulz Alle 156 Groß- Destillation, Ausschank. Act.Herm. Meyer& Co, Ges. ca. 550Verkaufsstell. Gr:-Berl. UnderbergBoonekamp Anerkannt bester Bitterlikör Sprit- und Likörfabrik Ringfrei m.& W. Müller Buckowerstr. 7/8. Zahnatelier W.Best, Skalitzerstr.62 E. Wrangelstr. M.Dresler, Grätzstr.701, Treptow. Britz St.Sorówka, Bäckerei, Rudowerst.348 Fredersdorf Carl Tegel, Brot- u. Feinbäckerei Königs- Wusterhausen G.Hübscher, Uhren, Goldw., Bahnhfst.20 Mahlsdorf Frau A. Pagel, Kolonialwaren. Mariendorf Alleinfabrikt.:Grubits, Potsdam Kaufhaus Emil Bergmann Ferlicherungen ,, Deutschland" Berlin Arbeiterversicherung SchützenSterbekassenversicherg. straße 3 Wirtichaften, Etablillemts C.Kampfer, Bergst.187, Uhr., Gld w. L.Goete, Schulstr., Ecke Maxstr. A. Groll, Henningsdorferstr. 10 Schöneberg Hackepeter Hauptstr. 139. E. Tietz, Bäck., Gr.- Beerenst. 128. H.Wagner, Königst. 11, Fleisch.- Warstw Neukölln Krause, Kais. Friedr.St.79Schweinesch. Fr. Panneck, Bergst 135, Lederw. Nieder- Schönhausen 0.Stiem, Schlächter., Kais. Wilh.Str.74 Spandau Die erste selbstspiel. Doppelgeige Karl Heinrich, Bäck., Schäferstr. Patzenhofer J. Guggenberger. Rosentalerstr. 54. Riebeck- Ausschank Alexanderstr. 55- Tägl. Konzert O.Rohloff, Uferst.1, BrauereiKönigstadt Scheuerlein, Breitest.35, Flsch.-, Wrstw. Tempelhet J.Hohmann, Bäck., Friedr.- Wilh.- St.27. Weißensee P.Jürgen, Kolonw. Berl. Allee188. Thüßing's Drogerien Weißensee Original- Schultheiß- Ausschank Otto Obst, Fl.. Wurstw. Elsaßstr. 76. Alexanderpl., Rich. Schloßnies. Schultheiss- Ausschank Am Eingang Bahnhof Jannowitzbrücke, Wilhelmsruh Wendler& Ruthenberg, Kolonw.Hauptst.20 Zossen Warenhaus S. Cohen Möbelmagazine P.Bock, Klosterstr. 8/9, Spandau. Werder- Drogerie, Britz. Radowerst. 5a| M. Spranger, Reinickend. Str. 11. Frits Wolff, Naugarderstr. 45. J. Kempel, Stephanstr. 33. Verantw. Redatt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw. Th. Glyde, Berlin. Prudu. Verlaa: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Veilagen u. Unterhaltungsbl Hr. 146. 32.»Mg. t. Keilllgt des Lömsüs" Kerlim KlKblÄ. Zonmbr«d,2S Wailgls. Der Reichskanzler über Italiens Eingreifen. Reichstag. 11. Sitzung, Freitag, den 23. Mai 1913. nachmittags 3 Uhr. Saal und Tribünen sind überfüllt. Am BundeSratstisch: v. Bethmann Hollweg, v. Jagow, Delbrück, Tirpitz, Kractke, Lisco, Helfferich, Schorlemer, Loebell." Bor Eingang in die Tagesordnung nimmt das Wort Reichskanzler Dr. v. Bethmann Hollweg: Meine Herren� Als ich bor acht Tagen m Jbnen sprach, be- siand noch ein«Schimmer von Hosinimg. dah das Losschlagen Ilalicns verhütet werden könnte. Die Hosinimg bat getrogen. Das deutsche Empfinden sträubte sich, an vre Möglichkeit einer solchen Wendung zu glauben. Jetzt hat die italienische Regierung selbst ihren Treubruch mit blutigen Lettern unvergänglich in das Buch der Weltgeschichte eingeschrieben. �Bewegung und Sehr richtig.) Ich glaube, es war Machiavelli, der einmal gesagt hat, jeder Lp r i e g, der notwendig sei, sei auch gerecht. War von diesem nüchternen rcalpolitischen Standpunkt aus, der von allen znoralischen Reflepionen absieht, war auch nur so gesehen dieser Krieg notwendig? Ist er incht vielmehr geradezu sinnlos? jEr- neutes lebhaftes Sehr richtig!) Niemand bedroht Italien, weder 'Desterreich-Ungarn noch Deutschland. Ob die Tripleentenie es bei Lockungen hat bewenden lassen Also weshalb zu spät? Das Trentino, das am 4. Mai angeboten wurde, war kein anderes Land, als welches es im Februar gewesen wäre. (Heiterkeit.) Und im Mai waren dazu noch eine ganze Reihe Kon- Zessionen h i n z u g e k o in m e n, an die man ini Winter nicht einmal ge- dacht hat. Nun, zu spät war es, weil die römischen Staatsmänner sich nicht gescheut halten, lange vorher, während der Dreibund noch leibte und lebte— derselbe Dreibund, von dein der König und die Regierung in Rom auch nach dem Ausbruch des Weltkrieges ans- drücklich anerkannt hatten, daß er weiter bestehe(LebhasteS Hört! hört!)— weil Sonnino sich lange vorher mit der Tripelentente so tief eingelassen harte, daß er sich aus ihrem Arm nicht mehr los- winden konnte. Schon im D e z e m b e r w a r e u A n z e i ch c n für eine Schwenkung des römischen Kabinetts. Zwei Eisen ini Feuer zu haben, ist ja immer nützlich und Italien hatte uns auch früher schon seine Borliebe für Extratouren gezeigt.(Heilerkeit.) Aber hier war kein Tanzsaal, hier ivar die blutige Walstatt, auf der Oesterreich- Ungarn und Deutschland sür ihr Leben fechten.(Lebhafte Zustimmung. Dasselbe Spiel wie mit uns haben die römischen Staatsmänner auch mit dem eigenen Volke gespielt.(Sehr richtig l) Gewiß, das Land italienischer Zunge an der Nordgreiize war von jeher ein Traum und Wunsch innigen Begehrens von jedem Italiener. Aber doch ist dieser Krieg ein Kabincttskricg. Das italienische Volk in seiner großen Mehrheit wollte nichts vom Kriege wissen. Auch die Mehrheit dos Parlaments wollte nichts vom Kriege wissen. Noch im Mai haben die besten Kenner der italienischen Verhältnisse feststellen können, daß etlva vier Fünftel des Senats und zwei Dritiel der Kammer gegen den Krieg waren.(Hört, hört!) Und darunter die besten und ge» wichtigsten Staatsmänner der ganzen letzten italienischen Epoche. Aber die Vernunft kam nicht mehr zum Wort, es herrschte allein die Straße, und zwar unter der wohliv ollen den Duldung und Förderung der leitenden Männer des italieni- schen Kabinetts; sie war von dem Golde der Triple-Entente und unter der Führung gewissenloser Kriegshetzer in einen solchen Bluirausch versetzt worden, daß sie dem König die Revolution und allen Gemäßigten, die sich noch ein ruhiges Urteil bewahrt hatten, Ueberfall und Mord androhte, ebenso allen, die nicht init in die Kriegstrompete einstoßen wollten. Ueber das Maß der österreichischen Konzessionen wurde das italienische Volk geflissentlich im Dunkel gehalten. So kam es, daß nach dem Rücktritt des Kabinetts Salandra sich niemand mehr fand und niemand mehr den Mut hatte, ein neues Kabinett zu bilden, und daß in den ent- scheidenden Debatten über die Kriegsvollmachten kein Redner der konstitutionellen Parteien des Senats oder der Kammer den Wert der weitgehenden österreichischen Konzessionen an die nationalen Wünsche des italienischen � Volkes_ auch nur zu würdigen versucht hätte. In dem allgemeinc» Kriegstaumcl mußte die ehrliche Politik verstummen. Wenn einst, wie wir hoffen und wünschen, eine Ernüchterung bei dem italienischen Volke ein- getreten sein wird, dann werden ihm auch die Augen darüber auf- gehen, Ivie leichtfertig es in diesen Krieg hinein- gehetzt worden ist.(Lebhafte Zustimmung.) Und wir, weine Herren, haben alles getan, um die Abkehr Italiens vom Dreibünde zu verhüten. Uns fiel dabei die Undank- bare Rolle zu, dem treu verbündeten Oesterreich-Ungarn, mit dessen Armeen unsere Truppen tagtäglich Wunden, Tod und Sieg teilen, anzusinnen, die Vertragstreue des Dritten durch Abtretung alter und wichtiger Gebietsteile zu erkaufen. Daß Oesterreich-Ungarn schließlich bis an die äußerste Grenze des Möglichen gegangen ist, wissen Sic. F ü r st B ü l o w, der von neuem in den aktiven Dienst deS Reiches getreten tvar, hat die große Summe seines politischen Geschicks, seiner genauesten Kenntnis der italienischen Zustände, seine Persönlichkeit und seinen Namen in unermüdlicher Arbeit für eine Verständigung eingesetzt.(Beifall.) Wenn seine Arbeit vergeblich geblieben ist, das ganze Volk dankt sie ihin. (Lebhafter Beifall.) Meine Herren, wir werden auch diesen Sturm aushalten. (Stürmischer Beifall.) Bon Monat zu Monat sind wir mit unse- Dsz ösfePf�iäWn �ialienische GrenzgeEfet aus der Vogelschau; Zum Beginn der Kämpfe zwischen Oesterreich-Ungarn und Italien an der Tiroler Grenze und im Grenzgebiet des„Küsten- landes" wird der Korrespondenz„Heer und Politik" über die Ge- staltung des neuen Kriegsschauplatzes folgendes mitgeteilt: Der neue Kriegsschauplatz ist seiner ganzen natürlichen Ge- staltung nach für ein angreifendes italienisches Heer ein äußerst schwieriges Gelände. Noch sind die Aufmarschpläne des italienischen Heeres nicht bekannt: aber die Gestaltung des Grenzlandes zwischen Oesterreich und Italien ist derart, daß da» Gebiet infolge seines gebirgigen Charakters und der eigenartigen vorgeschobenen Lage von Südtirol den Italienern ungünstig ist. Vor allen Dingen macht das GcbirgSland sowohl ini Norden Italiens als im Osten bei einem etwaigen Vormarsch auf das Küstenland die Entfaltung großer und zahlenmäßig über- legner Streitkräfte unmöglich. Im Norden springt Tirol in einem tiefen Dreieck bis in die Mitte des Gardasees nach Italien hinein. Es ist darum für Italien schwierig, gegen ein hier stehendes Heer angriffsweise vorzugehen, da die Berge den geeinten Aufmarsch hindern, so daß eine kleine verteidigende Macht hier die günstigsten Aussichten hat. Von Bahnivegen kommen hauptsächlich die Schienenwege von Mailand und Modena über Mantua und Verona in Betracht, die nach Tirol hineinführen. Be- herrscht wird der Schienenweg über Verona von dem Flußgebiet der Etsch. Der Nordzipfel Italiens wird durch die Julischen Alpen von Oesterreich abgetrennt. Auch hier haben wir ähnliche Verhält- nisse wie an der Tiroler Grenze. Da» Bergland macht auch hier große Operationen nur schwer möglich. Vor allen Dingen aber ist in erster Linie die� Tatsache zu berücksichtigen, daß die E n t f a l- tung großer Streitkräfte einem entschlossenen und kräf- tigen Verteidiger gegenüber zu den Unmöglichkeiten gehören dürfte. Das sogenannte„Küstenland" ist ebenfalls zu einem Kriegsschauplatz nicht besonders geschaffen, da das Karsgebirgc mit seinen ungeheuer großen Einöden und zerklüfteten bergigen Lände- reien äußerst bedrohlich ist. Diesem Landstrich vorgelagert ist die italienische Provinz Venetien mit der starken Secfestung Venedig. Bedeutung haben hier die Täler des Tagliamento, Piave und Brenta, die wichtige Straßen bilden. Die Eisenbahnverbindungen sind hier nicht schlecht; zwei starke Stränge führen nach Villach und in das Küstenland. Beide gehen von Venedig aus. der eine Strang führt über lldinc nach Villach und der andere über Gra- diska nach Trieft. Die österreichischen und deutschen Truppen, die schon seit Monaten in den Karpathen mit der Art der GebirgS- kämpfe vertraut wurden und im Ertragen von Strapazen aller Art Gewaltiges zu leisten vermögen, find auch in dieser Beziehung den italienischen Truppen überlegen. Es kommen also auf diesem Kriegsschauplatz sehr viele Ilniständc innerer und äußerer Natur zusammen, um die Ucberlegcnheit, von der die Italiener träumen, und die bereits recht voreilig in ihrer Presse als unumstößliche Tai- fache ausgegeben wird, zum mindesten fraglich zu gestalten. Jeden- falls können wir der EntWickelung der Dinge auf diesem Kriegs- schauplatz mit großem Vertrauen entgegensehen, wenn auch da» italienische Heer nicht unterschätzt werden darf. Da das Küsten- laud an da» Adriatische Meer grenzt, so kommt auch die See hier als Kriegsschauplatz in Betracht. Dieser Kriegsschauplatz hat jedoch nur nachgeordnete Bedeutung, da die Hauptstärke der italieuischeu Wehrmacht in den Landtruppen liegt, und darum auch der Land, kricgsschauplgtz die größte Bedeutung haben muß. ren Verbündeten immer enger zusammengewachsen.(Stürmisches Bravo!) Von der Pilica bis zur Bukowina haben wir mit unseren östcrreichisch-ungarischen Kameraden monatelang gegen eine riesige Ucbermacht zähe ausgehalten, dann sind wir siegreich vorgestoßen und vormarschiert.(Lebhaftes Bravo!) An dem Geist der Treue und Freundschaft und Tapferkeit, von dem die Zentralmächte unerschütterlich beseelt sind, wird auch der neue Feind zuschanden werden.(Lebhaftes Bravo!) Die Tü r k e i feiert in diesem Kriege eine glänzende Wiedergeburt.(Bravo!) Das gesamte deutsche Volk verfolgt mit Begeisterung alle einzelnen Phasen des hart- näckigen und siegreichen Widerstandes, mit dem die uns treu ver- bündete türkische Armee und Flotte die Angriffe der Gegner mit wuchtigen Schlägen zu parieren weiß.(Lebhaftes Bravo!) Gegen die lebendige Mauer unserem Krieger im Westen sind die Gegner bisher vergeblich gestürmt. Mag auch an einzelnen Stellen der 5'>!ampf hin- und hergewogt haben, mag hier oder dort ein Schützen- graben oder ein Dorf verloren oder gewonnen worden sein, der große Durchbruch, den unsere Gegner seit 5 Monaten ankündigen, der ist ihnen nicht gelungen(Bravo!) und der soll ihnen auch nicht gelingen.(Erneuter lebh. Beifall.) Der wird an der todesmutigen Tapferkeit unserer Helden scheitern.(Bravo!) Meine Herren! Alle Machtmittel der Welt haben unsere Feinde bisher vergeblich gegen uns aufgeboten— eine ungeheure Koalition tapferer Soldaten— denn wer wollte die Feinde verachten, wie es unsere Gegner wohl gern tun? Der Plan, eine Nation von 70 Millionen mit Weibern und Kindern auszuhungern— Lug und Trug. In demselben Augenblick, wo der Mob der Straße in eng- lischen Städten um die Scheiterhaufen tanzte, aus denen er die Hab- seligkeiten wehrloser Deutscher verbrannte(Pfui-Rufe), wagt die englische Regierung ein Dokument mit angeblichen Zeugenaussagen zu veröffentlichen, die so ungeheuerlich sind, daß nur ein verrücktes Gehirn ihnen glauben kann.(Lebh. Zustimmung.) Aber während die englische Presse hier und da deutschen Nachrichten Raum gibt, während sie objektive Darstellungen der Kriegslage abdruckt, herrscht in Paris allein der Terror der Zensur. Keine Verlustlisten er- scheinen, kein deutscher, kein österreichisch-ungarischer Generalstabs- bcricht darf abgedruckt werden, die ausgetauschten schwerverwun- detcn Invaliden werden von ihren Angehörigen abgesperrt(Hört! hört!), eine wahre Angst vor der Wahrheit scheint die Regierung zu beherrschen.(Erneutes Hört! hört!) So kommt es, daß nach zuver- lässigen Beobachtungen in breitesten Volksschichten dort noch heute keine Kenntnis von den schweren Niederlagen der Russen auch nur im vorigen Fahre besteht, daß man weiter glaubt an die russische Dampfwalze, die auf Berlin losgeht, das in Hunger und Elend ver- kommt, und daß man vertraut auf die große Offensive im Westen, die schon seit Monaten nicht vom Fleck kommt. Die Regierungen der uns feindlichen Staaten glauben durch Volksbetrug und durch die Entfesselung eines blinden Hasses die Schuld an dem Verbrechen dieses Krieges verdecken, den Tag des Erwachens hinausschieben zu können. Wir werden uns— gestützt auf unser gutes Gewissen, auf die gerechte Sache und auf unser siegreiches Schwert— nicht um Haaresbreite von der Bahn ab- bringen lassen, die wir als richtig erkannt haben.(Lebhaftes Bravo!) Mitten in dieser Verwirrung der Geister und Gefühle geht das deutsche Volk ruhig und sicher seinen eigenen Weg. Nicht mit Haß führen wir diesen Krieg, aber mit Zorn, mit heiligem Zorn(Er- neuter lebhafter Beifall), und je größer die Gefahr ist, die wir von allen Seiten von Feinden umringt— zu bestehen haben, je mehr uns die Liebe zur Heimat tief an das Herz packt, je mehr wir sorgen müssen für Kinder und Enkel, um so mehr müssen wir ausharren, bis wir uns alle nur mögliche» realen Garantien und Sicherheiten dafür geschaffen und erkämpft haben, daß keiner unserer Feinde, nicht vereinzelt, nicht vereint, wieder einen Waffengang wagen wird.(Stürmischer, lang anhaltender Beifall.) Je wilder, meine Herren, uns der Sturm umtobt, um so fester müssen wir unser eigenes HauS bauen.(Bravo!) Meine Herren! Für die Gefühle, für diese Gesinnung heiliger Kraft, unerschrockenen Mutes und grenzenloser Opferwilligkeit, die das ganze Volk beseelt, für die treue Mitarbeit, die Sie. meine Herren, vom ersten Tage an schwer und fest dem Vaterlande leisten, übermittele ich im Auftrage Seiner Majestät Ihnen als den Vertretern des ganzen Volkes den heißen Dank des Kaisers. (Bravo!) In dem gegenseitigen Vertrauen darauf, daß wir alle eins sind, werden wir siegen, auch einer Welt von Feinden zum Trutz. (Stürmischer anhaltender Beifall und Händeklatschen im Hause und auf den Tribünen.) Zur Geschäftsordnung beantragt Abg. Graf Westarp(k.), daß sich das HauS nach dieser Rede bis morgen vertage. Gegen diesen Antrag erhebt sich kein Widerspruch, die Ver- tagung ist beschlossen. Der Präsident schlägt vor, die heutige Tagesordnung auch für morgen anzusetzen. Abg. Scheidemann(Soz.)(zur Geschäftsordnung): Ich habe heute bereits im Seniorenkonvent den Antrag gestellt, die Tages- ordnung umzustellen. Ich wiederhole jetzt diesen Antrag, und zwar dahin, daß der Bericht der Budgetkommission über Aenderung des Versicherungsgesetzcs über Angestellte, Ausstellung eines Kriegs- wirtschaftsplanes für das kommende Erntejahr und freie Eisen- bahnfahrt für Urlauber, vor die zweite und dritte Beratung des Gesetzentwurfs zur Einschränkung der Verfügungen über Miet- und Pachtzinsforderungen gestellt werde. Abg. Bassermann(natl.) widerspricht diesem Antrage. Ich bitte es bei der heutigen Tagesordnung auch für morgen zu belassen. Der wichtigste Gegenstand der heutigen Tagesordnung ist das Gesetz betr. die Miet. und Pachtzinsforderungen und wir sollten die morgige Sitzung in erster Reihe zur Erledigung dieses Gesetzes in zweiter und dritter Lesung benutzen. Irgend ein Grund für die Umstellung der Tagesordnung liegt nicht vor. Der Antrag Scheide mann wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt. Nächste Sitzung: Sonnabend, den 29. Mai, vormittags 10 Uhr.(Schutzgebietsrechnung 1912, Anleihedenkschrift für die Schutzgebiete 1913, MietSzinsgesctz, Berichte der Budgetkommission über die Militärversorgung, über Aenderung des Angestellten- Versicherungsgesetzes, Kriegswirtschaftsplan, freie Eisenbahnfahrt der Urlauber, Petitionsberichte.) Schluß: 4 Uhr.______ Soziales. Finden die Arbeitcrschutzvorschristcn auf den Umbau von Bahnhöfen Anwendung? Um diese Frage handelte es sieh bei der Entscheidung eines Konflikts, den die Eisenbahndirektion in Kattowitz zugunsten des Regierungsbaumeisters Ucko in Kandrzin erhoben hatte. Der RegierungSbaumcister hatte seinerzeit den Umbau des Bahnhofs in Kandrzin zu leiten. Dabei sollte er die Vorschriften des§ 137 Absatz 2 der Gewerbeordnung übertreten haben, die sich über die Dauer der Arbeitszeit von Arbeiterinnen, namentlich auch an den Sonnabenden, auslassen. Arbeiterinnen waren, entgegen diesen Vorschriften, länger beschäftigt worden. Ferner wurde ihm zum Vorwurf gemacht, Arbeiterinnen verbotswidrig„zur Fort- schaffung von Material bei Bauten" beschäftigt zu haben. Im letzteren Falle handelte es sich um das Entladen von Sand und Steinschlag aus Eisenbahnwagen. Das Material war für den Bau bestimmt. Die Strafkammer hatte gegen ihn die Eröffnung des Haupt- Verfahrens beschlossen. Die Königliche Eiscnbahndirektion erhob Konflikt und machte geltend, daß sich der Regicrungsbaumeister innerhalb seiner Amtspflichten gehalten habe. Auf den Umbau des Bahnhofs finde 8 6 der Gewerbeordnung Anwendung, welcher bestimme, daß auf den Gewerbebetrieb der Eisenbahnunternehmungen die Gewerbeordnung keine Anwendung finde. Der Erste Staatsanwalt sprach sich in einer gutachtlichen Aeußcruug dahin aus, daß§ 6 mit seiner Ausschlußbestim- mung nicht in Betracht kommen könne bei solchen Reparatur- bauten der Eisenbahnverwaltung, die nicht zur Aufrecht- erhaltung des Eisenbahnbetriebes dienen. Deswegen hätten hier die Arbeiterschutzbestimmungen der Gewerbeordnung be- achtet werden müssen. Ter Konflikt müßte darum als unbc- gründet angesehen werden. Tie Gutachten der ordentlichen Gerichte erachteten den Konflikt ebenfalls für unbegründet, indem sie meinten, es wäre hier ein so umfangreicher Umbau des Bahnhofs, daß er einem Neubau gleichkäme. Die Sache müßte deshalb so ange- sehen werden, als ob der Eisenbahnbetrieb auf diesem Bahnhof noch nicht eröffnet gewesen sei. DaS Oberverwaltungsgericht erklärte jedoch jetzt im Gegensatz zu diesem Gutachten den Konflikt der Eisenbahndirektion für be- gründet, so daß das Strafversahren gegen den Regierungsbaumeister endgültig einzustellen sei. Das Oberverwaltungsgericht ging davon aus, daß der Umbau des Bahnhofs unter den Z 6 der Gewerbeordnung falle, so daß die Arbeiterinnen-Schutzvorschristen der Gewerbe- ordnung, wie überhaupt die Vorschriften!>er Gewerbeordnung, keine Anwendung finden konnten. Die Entscheidung des Obervcrwaltungsgerichts zeigt von neuem, wie dringend eine ausdrückliche Unterstellung der Eisenbahnen unter die Schutzvorschriften der Gewerbeordnung ist, nachdem die Rechtsprechung seit zehn Jahren im Gegensatz zu früher den Schutz beseitigt hat. Ter Stempel der Staatsanwaltschaft. Wie durch ein bureautratisches Verfahren ein fleißiger und tüchtiger Mensch ganz schuldlos aus seiner Stellung gerissen werden kann, zeigte eine Verhandlung, die die 5. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts beschäftigte. Das Opfer des Bureaukratismus war der Expedient N., der bei der Beklagten, dem Berlag des amtlichen Organs des„Bundes der Landwirte", seft etwa Jahresfrist mit 70 M. Monatsgehalt ange- stellt war und seinen verantwortungsvollen Posten voll ausfüllte. Vor zirka drei Jahren, als N. noch bei einer anderen Firma in der Lehre war, hatte er sich eine kleine Jugendtorheit zuschulden kommen lassen, die ihm damals einen Verweis seitens des Jugend- gcrichts eintrug. Seit jener Zeit hatte sich der jetzt 19jährige junge Mann völlig einwandfrei geführt. Jetzt nach Jahren entdeckte ein Aktuar bei Durchsicht der Akten, daß dem N. ein siir das Gericht cntbebrliches Schriftstück ausgehändigt werden kann. Statt nun zur Regelung dieser Amtshandlung durch Einsichtnahme in die jüngste Ausgabe des Adreßbuches die private Adresse des da- maligen Angeklagten zu ermitteln, sandte der betreffende Gerichts- schreiber den Gcrichtsbrief an den Arbeitgeber und adressierte ihn „nach Schemas":„An den Handlungslehrling Friedrich N." Dieses außen den Stempel der Staatsanwaltsäsaft tragende amtliche Schreiben machte die Beklagte stutzig, und sie verlangte Aufschluß darüber, was die Staatsanwaltschaft mit dem Kläger zu korrespon- dieren habe. Der Vater des jungen Mannes weigerte sich jedoch, den verlangten Aufschluß zu geben; er schrieb den Chefs, sie könnten schon daran, daß der Brief ohne Zustellungsurkunde zuge- stellt wurde, sehen, daß es sich um eine harmlose Sache handelte. Dessenungeachtet sprach die Beklagte die sofortige Entlassung aus. Wie sie in der Verhandlung ausführte, könne man ihr nicht zu- muten, einen Angestellten zu beschäftigen, der„etwas mit dem Staatsanwalt zu tun habe". Wäre eine genügende Erklärung er- folg:, so hätte sie ohne weiteres die Entlassung zurückgenommen. Das Äaufmannsgericht gab bei seinen Bcrglcichsbemühungcn der Beklagten zu bedenken, daß bei einer Korrespondenz mit dem Staatsanwalt keineswegs immer ein schlechtes Licht auf den Adressaten fallen müsse; dieser könne ja der Strafantragsteller oder Zeuge in einer Strafsache sein. Andererseits hätte nach Ansicht des Vorsitzenden der Vater dem Chef ruhig sagen sollen, daß nur eine weit zurückliegende Jugendtorheit vorläge. Es kam schließlich eine Einigung in Höhe eines Monatsgehalts von 70 M. zustande.— Wie der Bater noch vortrug, kann sein Sohn, der noch auf seine Ein- berufung wartet, zurzeit nirgends feste Anstellung finden, so sehr er sich auch bemüht. Auf seine Beschwerde beim Justizministerium hat sich dieses wegen des bedauerlichen Versehens des Gcrichts- schreiberS entschuldigt. Der Verlag des amtlichen Organs des „Bundes der Landwirte" hat bislang eine Entschuldigung für seine Folgerungen aus einem Stempel der Staatsanwaltschaft nicht ge- funden._ Ter Bericht der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte über das Geschäftsjahr 1914 ist soeben erschienen. Im Jahre 1914 sind 228 628 Aufnahmekarten eingegangen, vom Beginn der Ver- sicherung bis Ende 1914 im ganzen 1 913 725 Stück. Die Zahl der Versicherten ist jedoch wesentlich kleiner, da für einen Teil der Ver- sicherten mehrere Aufnahmekarten ausgestellt worden sind, ein anderer Teil inzwischen bereits aus der Versicherung ausgeschieden ist. Trotzdem bleibt ein großes Heer der Versicherten. Betrug doch die Einnahme an Versicherungsbeiträgen im Jahre 1914 nicht weniger als 139,7 Millionen Mark. Wie groß die Lücke sein wird, die hier der Krieg reißt, läßt sich noch nicht übersehen. In der Beitragszahlung ist der Einfluß des Krieges erkenn- bar. Die niedrigste BeitragSzahl zeigt sich für Oktober, seitdem tritt wieder eine beträchtliche Steigerung ein. Von den Ausgaben kommen fast nur die für Heilverfahren in Betracht, da für Ruhegeld und Renten in der Regel die Wartezeit noch nicht zurückgelegt sein kann. Das Heilverfahren hat im Jahre 1914 infolge Ausbruch des Krieges ernste Störungen erlitten. Bei Beginn und in der ersten Zeit nach Ausbruch war die Durchfüh- rung des Heilverfahrens wegen der Verkehrsschwierigkeiten un- möglich. Ueberdies trat in den ersten Tagen eine förmliche Flucht aus den Heilstätten, Sanatorien und Bädern ein, zum Teil des- halb, weil viele Heilstätten und Sanatorien sich für Kriegszwecke zur Verfügung gestellt hatten oder wegen Aerztemangels den Be- trieb einstellen mußten. Hierzu kam, daß von dem männlichen Personal des Heilverfahrenbureaus 53 von insgefcnnt 60 Beamten und 7 von den 8 Aerzten eingezogen wurden. Trotzdem gelang es schon bald nach dem Ausbruch des Krieges, am 15. August 1914 die so wichtigen und häufig sehr dringlichen Lungenheilverfahren wieder aufzunehmen, weil Lungenheilstätten zur Heilung von Verwundeten gleich im Anfang abgelehnt worden sind und die zum Kriegsdienst einberufenen Heilstättenärzte zum Teil durch neue ersetzt werden konnten. Insgesamt sind im letzten Jahre 29 187 Anträge auf Heilver- fahren eingegangen. Völlig erledigt wurden 14 956 Anträge, und zwar: genehmigt 11921— 73,7 vom Hundert; abgelehnt 3435= 23,0 vom Hundert; zurückgezogen 425— 2,8 vom-Hundert, durch Tod der Antragsteller ausgeschieden 75:= 0,5 vom Hundert. Bedauerlich ist es, daß nicht angegeben worden ist, weshalb die 3435 Anträge abgelehnt werden mutzten. Erst wenn die Gründe bekannt sind, ist ein Urteil darüber möglich, ob die Anträge auch wirklich mit dem nötigen Verständnis für die Verhältnisse der Ver- sicherten geprüft werden. Bon den genehmigten Heilverfahren betrafen: Zahnheilver- fahren 2891 Fälle, andere Heilmittelgewährung 272 Fälle, andere Heilverfahren 7948 Fälle. Zahnheilverfahren sind auffallend häufig notwendig. Durchgeführt wurden: in Lungenheilstätten 3996 Fälle, in sonstigen Heilanstalten 3162 Fälle, in Bädern 1299 Fälle, durch Zuschüsse 499 Fälle. Zur Heilung Verwundeter stellte die Reichsverficherungsansialt sofort nach Kriegsausbruch dem Roten Kreuz die Heilanstalt Fürstcnberg mit 99 Betten zur Verfügung. An der Zeichnung der i Kriegsauleihe hat sich die Anstalt mit 49 Millionen Mark beteiligt. � Dem Kriegsausschuß für warme Unterkleidung überwies die An- stalt l1/! Millionen Mark. Ferner wurden gestiftet: 2 Lazarettzügc, 15 Krankenkraftwagen und 89 Anhängerwagen zur Fortschaffuiig der Verwundeten aus der Schlachtlinie in die Lazarette und 2 Feld- Wäschereien zu Lazarettzwecken. Endlich wurden 19 999 M. dem deutschen Verein für Sanitätshundc bewilligt. Der von ver- schiedenen Seiten angeregten Durchführung einer Stcllcnloscnfür- sorge aus den Mitteln der Angestelltenversicherung wurde niäit nähergetreten, da die matzgebenden Herren der Meinung sind, daß das Versicherungsgesetz hierfür keine Handhabe bietet. Dies ist, wie inzwischen nachgewiesen ist, eine irrtümliche Auffassung. Gerichtszeitung. Mißlungener Versuch, eine Kriegerfrau zu exmittieren. Am 25. April veröffentlichten wir das Urteil des Amts- gerichts Cöpenick, nach welchem ans die Klage des Hausbesitzers Köhler, Adlershof, gegen die Frau eines Kriegsteilnehmers auf Räumung sowie Zahlung des Miet- rückstandes nebst 4 Proz. Zinsen erkannt wurde. Das Urteil wurde für vorläufig vollstreckbar erklärt. Eingehend wiesen wir nach, daß es gesetzlich unzulässig ist, die Frau eines Kriegsteilnehmers zu exmittieren, auch wenn sie den Mietvertrag mit unterschrieben hat. Die Anrufung des Vollstreckungsgerichts hatErfolggehabt. Dieses fällte folgende Entscheidung: In Sachen des Eigentümers Köhler, Adlershof, wird auf An- trag der beklagten Ehefrau die Zwangsvollstreckung aus dem Urteile des Amtsgerichts Cöpenick vom 23. April 1915, soweit dieses die beklagte Ehefrau zur Räumung verurteilt hat, für unzulässig erklärt, da der im Felde befindliche Ehemann zur Räumung nicht verurteilt ist und die Eheftau deshalb ein Recht auf Verweilen in der Ehewohnung hat. Gegen den Ehemann ist kein Urteil ergangen. Es bedarf des- halb ihm gegenüber keiner Einstellung der Zwangsvollstreckung. Die Kosten fallen dem Gläubiger zur Last. Alkohol und Revolver. Eine nächtliche Revolvcrschießerei, die beinahe einem Menschen das Leben gekostet hätte, lag einer Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung und Vergehens gegen die Verordnung des Oberbefehlshabers über u n e r- laubtes Waffentragen zugrunde, welche gestern die 6. Strafkammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Land- gerichtsdircktors G o e b e l beschäftigte. Angeklagt war der Weichen st eller Eugen Elsner. Der Angeklagte hatte am Abend des 27. März d. I. mit seinem in der Pionierkaserne in der Küpenicker Straße beschästigten Schwager eine Bierreise unternommen, die in einem Lokal in der Nähe dieser Kaserne endigte. Als beide auf die Straße kamen, befanden sie sich in einer sehr fidelen Stimmung. Wie das Gericht als festgestellt ansah, sind beide dann mit unbekannten Leuten in Streit geraten, der in Tätlichkeiten ausartete. In diesem Augen- blick kam der Hausdiener Streese mit einem Arbeitskollegen vorbei. Wie S. behauptet, sei der Angeklagte plötzlich auf ihn losgegangen und habe ans einem Revolver mehrere Schüsse abgegeben. Streese ergriff die Flucht und der Angeklagte lief, immer weiter feuernd, hinter ihm her. Erst durch das tatkräftige Eingreifen eines Sol- daten, der ihm die Hand festhielt, wurde dem Treiben des gefäbr- lichen Revolverhelden Einhalt geboten. Der Angeklagte erhielt eine reichliche Tracht Prügel, nachdem sich herausgestellt hatte, daß Streese von einer Kugel mitten in die Brust getroffen worden war. Da die Kugel offenbar an einem Knochen abgeprallt war, war die Verletzung nicht lebensgefährlich. Der Staatsanwalt beantragte, da es sich um eine recht ge- fährliche Tat handele und gegen derartige Leute, die so schnell bereit mit dem Schießprügel sind, energisch vorgegangen werden müsse, eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten und 2 Wochen. Rechts- anwalt Landsberger bat um eine mildere Strafe, da es sich um eine offenbar in der Alkoholftimmung begangene Tat handele, die der Angeklagte, der sich 27 Jalire im Dienst befinde, tief bereue. Das Gericht erkannte wegen der Körperverletzung auf 199 M. Geldstrafe und wegen deS unerlaubten Waffentragens auf 1 Woche Gefängnis._ Ei» Heiratsschwindler. In eine höchst fatale Situation war eine Hochzeitsgesell- schaft durch die Tat eines gewerbsmäßigen Heiratsschwindlers geraten, gegen den gestern die 3. Strafkammer des Landgerichts II zu verhandeln hatte. Aus der Untersuchungshaft wurde der bereits vielfach vorbestrafte Hausdiener Oskar I e s k e vorgeführt, um sich wegen Betruges im strafschärfen- den Rückfalle zu verantworten.— Vor einiger Zeit machte das Dienstmädchen Jentsch in einem Lokal in Schöneberg die Bekanntschaft des jetzigen Angeklagten, der sich ihr als Angestellter der Firma Auer vorstellte und dann im Laufe der weiteren Unterhaltung durchblicken ließ, daß er Aussicht habe, demnächst„Teilhaber" der Firma zu werden. Bei einem erneuten Zusammentreffen erzählte der Schwindler dann, daß er sobald wie möglich heiraten wolle, er brauche keine reiche Frau, da er selbst Geld aenug verdiene, ihm sei ein fleißiges Mädchen, welches nicht so hohe Ansprüche mache. lieber. Seine Zukünftige müsse jedoch soviel Ersparnisse haben, daß wenigstens die Möbeleinrichtung davon gekaust werden könne. Das leichtgläubige Mädchen ging auch auf den Leim und verlobte sich, ohne sich näher über ihren Bräutigam zu erkundigen, mit dem Angeklagten, um ihm dann zum Ankauf der Möbel ihre Ersparnisse in Höhe von 1000 Mark zur Verfügung zu stellen. Das Aufgebot wurde bestellt, die Braut kaufte sich ihren Hochzeits- staat, Einladungen wurden verschickt, auch war in einem Lokal das Hochzeitsessen und ein größeres Quantum Bier bestellt worden. Am Morgen des Hochzeitstages, eine Stunde vor der standesamtlichen Trauung, erschien der Schwindler nochmals bei seinem„heißgeliebten Bräutchcn" und pumpte ihr den letzten T a l e r ab, um dann spurlos zu verschwinden. Die Braut und die Hochzeitsgescll- schaft wartete anfangs geduldig, dann erfolgten Tränen- ausbräche, man glaubte an irgendeinen Unglücksfall, man requirierte Autodroschken und suchte den Bräutigam, die Braut bekam Weinkrämpfe. Als schließlich die Zeit heran- genaht war, zu der das Hochzeitsmahl stattfinden sollte, zog die ganze Gesellschaft tiefbetrübt in das betreffende Lokal und trank hier, da das Essen zurückgenommen wurde, wenigstens das ganze Bier aus, so daß allmählich eine gewisse wehmütig- angeheiterte Stimmung in der Hochzeitsgesellschaft ohne Bräutigam Platz griff. Am nächsten Tage suchte die leichtgläilbige Jentsch die Kriminalpolizei auf, wo ihr in dem Verbrecheralbum das getreue Kontersei ihres verschwundenen Bräutigams lieblich entgegen blickte. Nach einigen Tagen saß der gefährliche Schwindler hinter Schloß und Riegel.— Das Gericht erkannte, da man es mit einem ganz gelverbsmäßigen Ver- brecher zu tun habe, auf 1Jahrund6MonateZ acht- haus. 150 Mark Geld st rase und Verlust der bürger- lichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren. Gewerkschaftliches. Keine Erhöhung der Teuerungszulagen im sächsischen Bergbau. Die sächsischen Bergarbeiter hatten, ebenso wie die Bergarbeiter des übrigen Deutschlands, an die Bergverwaltung die Forderung gerichtet, die bisher bewilligte tägliche Teuerungszulage von 20 Pf. für Unverheiratete und 30 Pf. für VerHeiratete auf das Doppelte zu erhöhen. In den letzten Tagen fanden darüber Verhandlungen zwischen den Bergverwaltungen und Arbeiterausschüssen statt, aber ohne Ergebnis, da die Verwaltungen erklärten, über die erwähnte Teuerungszulage nicht hinausgehen zu können. Mehr Erfolg hatte eine Eingabe der sächsischen Bergarbeiter an das Ministerium um Zubilligung eines größeren Brotquantums. Darauf ging am 13. Mai folgendes Autwort schreiben ein: " glieder, darunter 45 855 weibliche. 18 998 Mitglieder waren am| sozialdemokratische Voltsmasse. Was wir immer betont haben. Jahresschluß zum Heeresdienst eingezogen, gegenwärtig ist die Biffer Konnte die Sozialdemokratie den Strieg verhindern? Die Ursachen auf 26 300 angewachsen. des Krieges. Die diplomatische Schuldfrage. Die Größe der 2 771 494 m., im Gefahr. Die Stellungnahme der Sozialisten in den Weststaaten. Für Unterstützungen wurde aus- Die ruffische Tattik und Theorie. Nation und Internationale. M. Die Reineinnahme betrug im Jahre 1913 Jahre 1914= 2199 621 199 6 gegeben: Unterstügung: Kranken-. ArbeitslosenSterbe == 1914 1913 Reises. Streit Maßregelung 423 214 M. 310 845 17 545 54 626 920 928 292 512 M. 913 601 " " 9 19 708 " " 31 008 " " 126 205 " " Umzugs. 91 050 13 863 15 598 12 818 34 160 " " 10 812 " " 19 993 " P " 7422 " 101 619 10 881 " " NotRechtsschutzFamilienWeihnachts. P Verlustlisten. Die Verlustliste Nr. 234 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Generalfommando des 15. Armeekorps. 5. Garde- Reg. zu Fuß; 1. Garde- Res. und 2. Garde- ErsatzReg.; Garde- Gren.- Reg. Alerander; Garde- Füsilier- Reg.; GardeRej.- Schüßen- Bat.; Lehr- Inf.- Reg.; Grenadier-, bzw. Infanterie-, bzw. Füsilier- Regimenter Nr. 1, 6, 9, 10, 11, 12, 14, 17, 18, 19, geblieben, während die Ausgabe für Unterstützungen Die Einnahme ist gegen das Vorjahr um 571 873 M. zurüd- 20, 21, 22, 27, 28, 30, 31, 33, 34, 37, 39, 42, 44, 48, 53,54, 55, fegt man 57, 58, 59, 61, 62, 63, 67, 69, 72, 76, 77, 86, 89, 90, 91, 92, 94, den Posten für Streikunterstüßung ab, weil er sich mit dem Vorjahr 96, 97, 98, 99, 112, 113, 115, 116, 117, 131, 132, 142, 143, 144, Auf Ihre Eingabe vom 29. April wird Ihnen mitgeteilt, daß nicht vergleichen läßt- um 502 057 m. gestiegen ist. Dieses Er- 146, 147, 148, 150, 151, 152, 154, 156, 158, 160, 166, 173, 174, 175, das Ministerium des Innern eine Mehrzuteilung von Brot an gebnis war mit einiger Sicherheit vorauszusehen; es war die Ur- 176; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 5, 9, 15, 17, 19, 26, 27, 29, 30, die Bergarbeiter in reifliche Erwägung gezogen hat. Die be- fache, die den Verbandsvorstand zu seinem Vorgehen, die Unter- 32, 38, 48, 55, 61, 64, 66, 67, 68, 69, 71, 76, 77, 80, 82, 88, 90, 91, teiligten Kommunalverbände sind um deswillen in einer schwie- stügungen neu zu regeln, nötigte. Wichtigste Aufgabe für die Ver- 94, 110, 111, 118, 201, 203, 204, 205, 213, 223, 226, 235, 240, 249, rigen Lage, weil es sich um Gegenden mit überwiegender Ar- bandsleitung mußte es sein und muß es bleiben, die Organisation 252, 255, 256, 261, 263, 264, 266; Erjab- Inf.- Regimenter Nr. 29 beiterbevölkerung handelt, in denen eine Ersparnis an durch die gegenwärtige Krise sicher hindurchzusteuern, um sie der und v. Reinhard; Landwehr- Inf.- Regimenter Nr. 8, 10, 17, 22, Mehl, die einem Teile einem Teile der Bevölkerung wieder zugute Textilarbeiterschaft als Mittel zur Wahrnehmung ihrer Interessen 24, 26, 32, 47, 52, 60, 76, 77, 82, 87, 99; Landwehr- Ersatz- Inf.tommen könnte, schwer gemacht werden fann; es würde nach dem Kriege zu erhalten. Reg. Nr. 5 der Landwehr- Div. v. Menges; Besatzungs- Reg. Nr. 1, also jede Mehrzuteilung einen Fehlbetrag zur Folge haben 4 und 7 Posen der Besazungsbrig. Nr. 1 bztv. 4 bzw. 3; Feld- Bat. müssen, der für den ganzen Bezirk gefährlich werden könnte. Da auf der anderen Seite jedoch eine Unterstügung der Bergarbeiter Kriegszulagen im Dresdener Transportgewerbe. Reiser des Detachements Plantier; lleberplanmäßiges LandwehrInf.- Bat. Nr. 5 des 4. Armeekorps; Brig.- Grjaß- Bataillone Nr. als sehr erwünscht anerkannt wird, soll versucht werden, einen Die Verwaltungsstelle Dresden des Transportarbeiterverbandes 6, 11, 18, 20, 24, 26, 32, 39, 42, 58, 84; Landwehr- Brig.- ErsaßAusgleich durch Zuweisung von Mehl durch die Landesverteilungs- hat in den letzten Monaten wiederholt an die in Frage kommenden Bataillone Nr. 11, 38; Landsturm- Jnf.- Bataillone: 2. Aachen, stelle für diesen besonderen Zweck zu beschaffen. Die hierfür Unternehmerverbände oder auch an die Unternehmer einzeln Ein- I Beuthen, I Bitsch, 2. I Breslau, I Darmstadt, Düren, III Frankerforderlichen Feststellungen sind angeordnet worden." gaben um Gewährung von Teuerungszulagen gerichtet. Die ganze furt a. O., 1. Gotha, Jülich, Rattowik, IV Mez, Rastenburg, gewerbe wurden Striegszulagen von 2 M. wöchentlich, im Möbel- sturm- Inf.- Ersatz- Bat. IV Braunschweig; Jäger- Bataillone Nr. 2, aktion hatte ein erfreuliches Ergebnis. Im Fuhr- und Speditions- Samter, 4. Trier, III Wahn, Woldenberg und Nr. 52; Landtransportgewerbe von 10 Prog. für Afford und 5 Proz. für Lohn- 3, 6, 9, 10, 11, 14; Ref.- Jäger- Bataillone Nr. 1, 17, 21, 22; Maarbeiter, im Speichereigewerbe von 10 Broz, in den Kohlengroß schinengewehrabteilung Diedenhofen; Festungs- Maschinengewehrhandlungen um 4 Pf. für die Stunde, im Reinigungsgewerbe von Komp. Nr. 9; Feld- Maschinengewehr- Bug Nr. 35. 2 M. wöchentlich und in verschiedenen anderen Zweigen von 2 bis 5 M. wöchentlich gewährt. Auch im Handelsgewerbe, speziell in verschiedenen Warenhäusern, haben die Handelshilfsarbeiter Kriegszulagen von 1 bis 3 M. erhalten. Im ganzen sind rund 1800 Verbandsmitglieder in den Genuß von Teuerungszulagen gelangt. Die Bewilligung von Teuerungszulagen wäre im Hinblick auf die hiesigen Lebensmittelpreise dem ganzen deutschen Unternehmer tum recht dringend zu empfehlen. Es besteht demnach wenigstens die Aussicht, daß den Es besteht demnach wenigstens die Aussicht, daß den Bergarbeitern etwas mehr Brot zugeteilt werden kann. Das Mitnehmen von anderen Nahrungsmitteln in die Grube hat fich nicht bewährt, weil durch die Temperatur die Speisen schlecht wurden und für die Bergarbeiter die Gefahr bestand, nicht nur finanziell, sondern auch gesundheitlich geschädigt zu werden. Deutsches Reich. Der Textilarbeiterverband im Jahre 1914. Der Stampf um bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen mußte im Textilarbeiterverband, wie in fast allen Gewerkschaften, von Kriegsbeginn an zurückstehen. Burgfrieden wurde zur Lofung! Die Unternehmer in der Textilindustrie haben leider in vielen Fällen die Gelegenheit benugt, ihren Arbeitern Lohnreduktionen aufzuzwingen. Diese Fälle werden nicht vergessen. Ausland. Reg. der Gardes du Corps; Dragoner Nr. 2, 5, 15, 16, 21; Sufaren Nr. 1, 11, 12; Ulanen Nr. 2, 3, 15; Ref.- lllanen Nr. 5; Jäger zu Pferde Nr. 8, 10; Res.- Ersatz- Eskadron des 1. Armeeforps. 6. Garde- Feldart.- Reg.; Feldart.- Regimenter Nr. 8, 11, 14, 15, 22, 34, 39, 40, 43, 50, 75, 237; Ref.- Feldart.- Regimenter Nr. 7, 15. Fußart.- Regimenter Nr. 3, 5, 7, 10, 18; Res.- Fußart.- Regimenter Nr. 1, 8, 13; Fußart.- Bataillone Nr. 1, 21; Ref.- Fußart.Bat. Nr. 26; Landsturm- Fußart.- Bat. des 5. und solches des 15. Armeekorps; Habiben- Bat. Nr. 9. Einheitsbestrebungen der Schweizer Eisenbahner. 40 000 schweizerische Eisenbahner sind in zahlreichen Berufs. 36; Pinter- Bataillone: II. Nr. 3, I. Nr. 4, I. und II. Nr. 5, 1. Garde- Pionier- Bat.; Pionier- Regimenter Nr. 19, 25, 30, organisationen mit einer Anzahl ständiger Sekretäre und Redakteure II. Nr. 6, II. Nr. 8, I. Nr. 9, L. Nr. 11, II. Nr. 14, I. und II. Mit Ausbruch des Krieges wurde die Arbeitslosigkeit im Ge- sowie neun Fachzeitungen gewerkschaftlich organisiert. Der Verband Nr. 15, I. Nr. 16, I. Nr. 17, I. Nr. 21; Pionier- Ersatz- Bat. Nr. 21; werbe eine ganz ungebeure( Ende August 28,2 Proz.), so daß sich schweizerischer Eisenbahnangestellter bildet den weiten Rahmen für Bionier- Versuchs- Stomp.; Res.- Pionier- Komp. Nr. 45; 1. Landder Verbandsvorstand vor die Notwendigkeit gestellt fah, das Unter- alle Fachorganisationen, eine sehr lodere Bentralisation. Der Krieg wehr- Pionier- Komp. des 10. Armeekorps; Scheinwerferzug Nr. 53; stüßungswesen auf eine völlig neue Basis zu stellen. Stranken-, hat den Eisenbahnern so schwere Nachteile und eine so schlechte Be Mittere Minenwerfer- Abt. Nr. 115; Schwere Minenwerfer- Abt. Reises, Streit und Gemaßregeltenunterstützung wurden vorläufig handlung durch den Bundesrat und die Bundesbahnen gebracht, daß Nr. 38. aufgehoben, die Arbeitslosenunterstügung auf zwei Drittel und sie 17 bedeutende Beschwerdepunkte aufgestellt haben und sich mit später auf die Hälfte der statutarischen Säge beschränkt. Für die dem Gedanken der Schaffung eines starten Zentralverbandes mit Familien der zum Heeresdienst einberufenen Mitglieder wurde die einem einzigen Organ, das dann täglich erscheinen soll, beschäftigen. ersten zwei Monate eine befondere Unterstützung gezahlt, die aber Ende September in Wegfall fam, da mittlerweile das Unterstützungswesen in den Gemeinden mehr und mehr geregelt wurde. Bei Ausbruch des Krieges war der Verband in einen schweren Der Schweizerische Lebens- und Genußmittelarbeiterverband hat Kampf mit den organisierten Unternehmerrn der Niederlaufis ver- für seine Mitglieder in La Tour de Peilz bei Vevey mit der Tabakwidelt. Wegen geringfügiger Lohnforderungen einiger Walfer und Bigarrenfabrik von Rinsoz- Spörri einen Tarifvertrag abgeschlossen, waren dort zirka 30 000 Tertilarbeiter ausgesperrt. Von Verbands- nach dem die Arbeiterinnen minimale Stundenlöhne von 35 bis mitgliedern waren 15 319 beteiligt, darunter 9561 Arbeiterinnen. 40 Cts., die männlichen Arbeiter einen Affordlohn von 5,50 Fr. für Der Kampf wurde mitten in den Unterhandlungen infolge des 1000 Stück Zigaretten erhalten. Diese Lohnsäge sollen gegenwärtig Krieges von beiden Teilen resultatlos abgebrochen, die höchften in der Schweiz sein. Der Tarifvertrag anerkennt ferner den gewerkschaftlichen Arbeitsnachweis und den Gewerkschaftszwang für das gesamte Personal. An sonstigen Bewegungen waren bis zum Kriegsausbruch 117 erledigt, die sich auf 620 Betriebe mit 26 018 beteiligten Personen erstreckten. Mehr als die Hälfte der Beteiligten, nämlich 13 322, waren Arbeiterinnen. Erreicht wurde für 1368 Personen eine wöchentliche Arbeitszeitverkürzung von 2425 Stunden und für 7505 Berfonen eine wöchentliche Lohnerhöhung von 12 022 M. Tarif verträge wurden in acht Fällen für 1152 Personen abgeschlossen. In 35 Fällen waren 3359 Personen an sonstigen Verbesserungen beteiligt. Zu Beginn des Jahres zählte der Verband 138 079 Mitglieder, darunter 54 113 weibliche; am Schluffe des Jahres 101 904 MitDeutsches Theater Direktion: Max Reinhardt. 8 Uhr: Die Mitschuldigen. Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern. Sonntag: Die Mitschuldigen. Das URANIA Taubenstraße 48/49. 4 Uhr( halbe Preise): Jahrmarktsfest zu Plundersweilern. Der Kanal u. die Ostküste Englands. Kammerspiele 8 Uhr: 8 Uhr: Der Weibsteufel. Die Winterschlachten in Masuren Sonntag: Der Weibsteufel. Theater für Sonnabend, den 29. Mai, Berliner Theater 8 Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Theater 8 Uhr: Datterich Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Oberon Friedrich- Wilhelmstädt. Theater 8% U.: 0 diese Leutnants! Kleines Theater Scherz, Satire, Ironie 8 Uhr: u. tiefere Bedeutung Komische Oper 810 U.: Der Opernball Lessing- Theater 7% U.: Peer Gynt Lustspielhaus 8.Uhr Ein Prachtmädel Montis Operetten- Theater Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Nacht und Morgen Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: Lumpacivagabundus Thalia- Theater 8Uhr: Alt- Berliner Possen- Abend: Das erste Mittagessen. Hermann und Dorothea. Guten Morgen, Herr Fischer! Theater am Nollendorfpl. 8, U.: Immer feste druff! Sonnt. 3, U.: Der Graf v. Luxemburg Theater des Westens 8 Uhr: Der brave Fridolin Theater in der Königgrätzer Straße 8 Uhr: Die fünf Frankfurter Trianon- Theater Gastspiel Louis Treumann. 8 Uhr Wie man einen Mann gewinnt 8 Uhr: Hoheit tanzt Walzer Residenz- Theater Sonnt. 3, U.: Die Waise aus Lowood. Volksbühne. Theater am Bülowplatz 8 Uhr: Das kommt davon Uhr Rösickes Geist Rose- Theater. 8.Uhr Wie deutsche Helden sterben Gartenbühne: Buschlies'l. Walhalla- Theater. 8 Uhr: Die Jagd nach dem Glück. Gartenbühne: Apollo- Sänger. Voigt- Theater. Badstr. 58. Täglich: Badstr. 58. Carmen. Großes Ausstattungsstück in 5 Bildern. Erstklassiges Varieté Staffeneröffnung 10 Uhr. Anf. 4 Uhr. I Ein neuer Tabakarbeitertarif in der Schweiz. Aus der Partei. Die Sozialdemokratie im Weltkrieg" so betitelt sich ein neues soeben im Vorwärts- Verlag erschienenes Buch des Gen. Dr. Eduard David, M. d. R., Preis 2 M.( 192 Seiten.) graphen- Bat. Nr. 3; Feld- und Festungs- Luftschiffertruppe. Eisenbahn- Reg. Nr. 1; Armee- Telegraphen- Abt. Nr. 9; TeleGarde- Train- Ersatz- Abt.; Divisions- Brückentrain Nr. 1 des Gardekorps; Fuhrpark- Kolonne Nr. 9 des 6. Armeekorps und Nr. 111; Magazin- Fuhrpark- Kolonne Nr. 114; Landw.- BäckereiKolonne Nr. 2 des 4. Armeekorps. Munitionsfolonne Nr. 2 des 21. Armeekorps. Sanitäts- Komp. Nr. 111; Ref.- Sanitäts- Komp. Nr. 12 des und Landw.- Sanitäts- Komp. Nr. 26 des 15. Reservekorps; Kriegslazarett- Abt. Nr. 130 des 17. Armeekorps. Armierungs- Bataillone. Kriegsbekleidungsämter. 8. Die bayerische Verlustliste Nr. 185 bringt Verluste des Inf.- Leib- Reg.; 1., 4., 5., 7., 8., 9., 10., 11., 12., 13., 14., 15., 16., 18. und 20. Inf.- Reg.; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 4, 5, 6, 7. Der Schluß der fächsischen Berlustliste Nr. 151, deren Inhalt bereits gestern mitgeteilt wurde, wird veröffentlicht. Die württembergische Verlustliste Nr. 188 enthält Verlufte des Inf.- Reg. Nr. 120; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 120; Grenad. Reg. Nr. 123; Inf.- Reg. Nr. 126; Feldart.- Reg. Nr. 65; 2. FeldDer Inhalt des Buches gruppiert sich nach folgenden Kapiteln: Unsere Erklärungen im Reichstage und ihre Bekräftigung durch die pionier- Komp.; Sanitäts- Kraftwagen- Kolonne Nr. 4. Palast Theale Zes Nur noch bis 31., täglich& Uhr: Georg, der fallende Mensch Henry Bender- Lotte und Käte Holz Erna Offeney die ,, Teckellade" die Wunderzwerge usw. WINDER BARTEN 99 Venus im Grünen". Operette in 1 Akt. Musik von Oskar Straus. Mitwirkende: Else Berna. Lutti Werkmeister vom ThaliaTheater, Berlin. Karl Bachmann. Julius Spielmann. Ferner: Der abwechselungsreiche Mai- Spielplan mit Rita Sacchetto Else Bötticher und 10 hervorragenden Kunstkräften. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Im Schüßengraben. Zum Schluß: Militärisches Zeitbild von Mehsel. Anfang 8 Uhr. Etzel MANOLI Jeden Mittwoch 8 Fernspr. Reederei Kahnt& Hertzer stolt. 262. Bis auf weiteres Dampfer- Extrafahrten: I. Ab Waisenbrücke: :} Idyll) Jeden Sonntag 7%, Uhr: Teupitz Torows} bin u. zurüd 2 M. Jeben Sonntag Krampenburg hin u. 1 M., einf. 50 Bf. zurüc Jed. Montag, Donners- Krampen- Neue Mühle bf. 2 1hr 9 und 2 Uhr: tag und Freitag Jeden Dienstag burgund Mittwoch Krampenburg- Ziegenhals zurüd 59 Bf. Kind. 25 Pf. Ab Café Alsen( Schles. Brücke) Abfahrt je 1 Stunde später. II. b Reichstagsufer direkt am Bahnbof Friedrichstraße. Seden Sonntag Phöben über Werder zurüd 8 Uhr III. 26 Neukölln: or zurüd 1,50 m. Brücke ut. 2 1hr ab Kaiser- Friedrich Bride, Krampenburg Jed. Sonntag 8% 1.2%, ab 2ildenbruchbrücke nach Hin und zurück 1 M., einfach 50 f. Kinder 50 resp. 25 Pf. Die Rückfahrt der Sonntagstour endet abends im Café Alsen resp. Waisenbrücke. 5. Preußisch- Süddeutsche Wegen Todesfalls bleiben meine Geschäftsräume heute nachmittag geschlossen. METZNER Metzner 110323 42( 500) 89 471 547 63( 500) 646 68 90 751 934 83 111040( 500) 47 177 225 35 36( 3000) 545( 500) 636 99 783 805 ( 231. Königl. Preuß.) Klassenlotterie 12465 695 671 866 80 963( 600)$ 13273 87 395( 3000) 633 5. Klaffe 17. Biehungstag 28. Mai 1915 Vormittag Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 M. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdrud verboten) 552 608 38 848 55 1073 77 201 15 421 599 793 850 2039 95 196 623 64 73 863 924 3153 93 296 301 15 876( 1000) 908 72 4001 24 164 223 35( 1000) 340 73 429 668 704 5074 97 121 224 33 422 49 551 656 71 764 70 969 6089 121 46 48 206 335 45( 1000) 93 478 639 80 81( 3000) 796 851 82 7019( 1000) 36 81 136 268( 1000) 327 837 941 8016 91 219 76 365 444 ( 1000) 618 746 8230 36( 1000) 314 528 631 790( 3000) 983 10042 136 227 312( 1000) 522 50 608( 500) 13 908 63 70 11072 111 446 661( 1000) 742( 500) 12089( 3000) 110 50( 3000) 345 97( 500) 564 89 711( 1000) 27 13161 233 84 360 81 97 464. 78 618 62 86 87 14139 41 327 420 68( 500) 514 31 71 677 ( 3000) 984 15038( 500) 78 262( 500) 66( 500) 333 34( 1000) 64 638 614( 500) 23 725 931 16265 329 419 715 29 948 17104 ( 1000) 50 54 236 321 78 404 702 949 89 18276 431( 1000) 597 879 19272 316 66 79( 1000) 659 743 928 20146 421 22 619 703 21105 507 92 608 906 12 87 22158 218 22 340 642 74 88 620 703 984 23105 18 64 211 69 370 681 747 63 24037 125 87 94 458 649 742 879 903 25001 141 61 238 432 64 538 64 97 684 706 840 64 26160 76( 600) 77 124( 1000) 57 298 304( 500) 11 452 698 635( 15 000) 749 801 28 48 66 91 27087 113 531 64( 3000) 680 710 901 28036 48 232 300 558 96( 3000) 706 49 825 30 60 903 29039 65 84 103 210 511( 3000) 705( 3000) 890 94 852( 1000) 65 30208( 1000) 61 404 91 618 47 72 695 727 39 813 998 31162 229 455( 3000) 32014 18( 1000) 91( 1000) 283 413_668 892( 500) 33166 322 428 607 66 96 732 844 52 915 70 34051 162 94 347 485 780 35032 179 202 303 82 87 497 550 764 69 866 914 68 36280 345 47 51 456 943 37481 710 831 914( 3000) 38185 89 373 76 436 773 93 944 63 67 39009 424 81.538 889 40056 102 300 59 404 690 92 806 90 918 41013 60 61 159 205 71 303 80 642 64 623 719 801 40( 600) 41 997 42027 67 108 660.800( 1000) 43208 396 610 993 44039 153 90 449 75 601( 500) 19 866 45005 96 348 504 18 87( 3000) 755 880 46070( 3000) 723 831 32 35 959 47030 68 143 231 498 668 69 702 65( 1000) 48095 347 425 28 601 732 49187 247 345 467 612 815 50040 195 238 311 483 739 46 884 966 74 77 51123 275 334 402 53 550 97 648 734 63( 500) 812 52027 70 234( 3000) 334 95 99 53094 107 338 406 511 53 641 804 54062( 3000) 366 614 708 34 98 885 969 55006 264 88 334 476 90 98 500 37 ( 500) 89 686 707 857 83( 600) 985 56083( 500) 202( 10 000) 410 33( 500) 48 782 57057 140 98 254 314 413 58( 1000) 665 67 662( 3000) 73 762 58104( 500) 99( 1000) 738 830 96 943 59171 293 377 619 702 35 803 11 38 60347 82 490( 500) 610 640 78 711 847 61144 436 77 84 606( 500) 62 604 63 745( 1000) 839 929 73 62004 52.107 294 367 81 445 94 550 85 677 794 838 63001 61 163 422 79 522 40 627 80 82 726 42( 500) 836 77 64121 65 220 321 411 619 660 723 73 884 954 60 79 65130 98 276 536 38( 500) 996 66050 195 304 99 647 52 857 58 60 67000 99 126 425 617 68047 55 272 368( 500) 79 85 484 736 835 911( 1000) 90 69018( 1000) 286 89 351 70 483 514 65 738 60 992 70009 61 274 451( 500) 71 525 29 71054 64 109 14 319 513 34 69( 3000) 616 72083 87 426 90 597 888 948 73538 42 611 60( 500) 810 981 74073 160 274( 1000) 78 359 844 72 ( 500) 901 75104 79 233 53 68 389 90 91 404( 600) 72 814 954 78312 602 66 77209 343 407 35 83( 1000) 745 78052 129 39 615( 500) 647 67 952 79028 98 111 422 84 650 837 80020 208( 500) 356( 600) 60 460 98 777 96 988 81089 130( 500) 80 231 327 82 430( 1000) 46 557 92 735 934 82003 67 72( 1000) 244( 500) 46 344 639 708 53 951( 3000) 83102 213 66 65 320 450( 500) 56 67 677 657 724 29 68( 1000) 847 ( 3000) 84086 234 317( 500) 547 626( 500) 900 85097 238( 500) 390 405 65 611 21 47 790 86114 239( 1000) 92 436 575( 1000) 606 77 768 834 912 29 83 99 87008 49 66 259 65 83 562 74 604 700 24( 3000) 868 967 88508 734 884 89161 68 315 701 64 883 99 931 90088 123( 3000) 208 306( 1000) 92 439 81105 264 309 73 697 736 99 895 92049 154 292 351 77 760 99 804 93267 69 366 70 630 99 620 867 937 94193 234 330 692 798 914 95062, 71 342 645 675 791 839 42 98008 300 594 790 819 37 924 87241 434( 1000) 77 607 739 87 98( 3000) 852 98053 ( 500) 88 394 507 611( 500) 77 968 72 77 99063 128( 1000) 210 410 691 633 738( 1000) 67 975( 1000) 100548 101092( 1000) 171 425( 1000) 712 37( 500) 829 977 02035 738 907 103038 77( 500) 290 605 65 89( 1000) 738 08 67 104008 52 233 34( 1000) 346 63 621 93 789( 1000) 904 105055 139 46 63 274( 500) 344 689 612 860 106013 19( 3000) 43( 500) 200 301 98 452 671 87 720 80 107028 44 100 205 402 86 88( 3000) 649 643 88 707 970 108008 69 122 512( 500) 714 83 108000( 1000) 190 312 482 99 608 631 32 Verkäufe. 246/ 4* * 746 61 817 48( 500) 114100 221 33( 600) 38 301 43 87 505 694 721 95 905 12 19 60( 1000) 72 89 115290 380( 500) 421 64 617 30 687 729 916 94 116306 93 427 668 726 117053 106( 500) 87 231 363 416 56 72( 500) 83 653 87 869( 3000) 118410 35 861 98 119092 160 675 741 906 120149 233 407 604 29( 1000) 649 755 864 121118 288 364 409 692 768 82( 1000) 122031 168 495 667 87 123079 108 214 76 520 37 931 124446 76 503 62 641 754 808 48.945 125115 31 87 275 487 635 64 620 53 727 825 68 126009 87 407 127039 67 101 258 59( 500) 334( 500) 47( 500) 413 841 78 98( 500) 926 35 77( 500) 128016 43 67 268 401 28 35 597 679 87 758 852 931 129023 58 275( 1000) 91 338 534 818 949 130018 20 29 469 518 704 65 131072 117 73 279 325 460 746 132154 209 421 46 80 668 813( 500) 97 940 138234 88 545 836 134001 328 55 57 400( 500) 524 705 993 135105 214 97 314 70 425 61 737 95 849 1814 680( 600) 187099 137 215 99( 500) 303( 500) 458 514 138302 653( 500) 738 94 898 920 29 139102( 500) 20 282 362 71 446 507 35 68 680 140238 367 442 827 34 141379 492 671 972 142026 ( 3000) 249 97 379 812 44 143254 62 85 364 434 90 611( 1000) 681 961 144031 276 80 499 769 928 145020 98 210( 500) 80 341 459 606 758 90 892 922 146066 134 205 49 521 64 93 642 734( 500) 147049( 500) 137 357 460 69 71 87 602 7 63 91 736 ( 3000) 46( 1000) 148390 409( 3000) 590 821( 600) 149041 98 ( 500) 137 69 367 76 502 732 829 150058 168( 1000) 259 348 70 415 56 69 643 98( 1000) 712 46 151053 135 808 15 2172 79 280 566 80 632 46 721 153184 228( 500) 31( 500) 43 47 90 96 368 467 523( 1000) 99 646 806 66 960( 1000) 66( 3000) 154054 109 32 362 465 99 641( 1000) 74 742 874 927 89 155298 410 70 615 19 726 829 67 86 158005 109 12 313 19 29 620 815 922 86 157305 548 669 964 158094 156 212 27 62( 1000) 94 314 32 45 65 644 54 756( 3000) 93 96 863 159219 324 489 516 21 73 613 953 160016 253 81 407 18 50 617 750 859( 500) 73 75 959 88 ( 3000) 181069 100 48 343 62 571 669 783( 500) 846 89 162100 2 233 71 806 92( 3000) 163101 62 295 563 700 850( 5000) 906 164526 669 758 68 958 165019( 500) 240 571 755 808 901 166297 378 457( 500) 74 621 630 738 54 914 30( 500) 167026 585 605 10 18( 500) 44 81 708 11 883 904 97 168117 302 84 451 55 695 169187 350 634( 1000) 71 726 55 170002 49 63 74 130 382 438 47 798 906 171391 631 75 78 798 857 948 172159 310 92( 3000) 433 627 173055( 1000) 301 516 30 79 923 174070 145 336 734 831 46 909 38( 1000) 175148 269 80 370 694 874 905 176193 216 70 382 407 43 82 631( 500) 703 15 16 853 986 177121 69 94 226 62 93 400 61 702 64 65( 500) 800 920 98 178012 26 277 313 446 624 69 660 757 849 179078 133( 500) 49( 500) 289 427 601( 1000) 8 851.916 180324 84 894 181236( 1000) 308( 1000) 404 685 703 62 914 81 182032 249 425 576 84 750.84 183071 169 219 51 388 644 90( 500) 634 790 830( 500) 92 958 184012 222 442 61 939 86 185055 158 280 326 35 651 947 186000( 500) 254 349 ( 1000) 666 96 781( 1000) 823 31 187113 412( 1000) 604 614 939 56( 1000) 188132 278 310( 1000) 465 662 90 644 751 852 903 189150( 1000) 236( 1000) 66 74 506 666 749 71 76 853 54 84 900 53 86( 500) 190246 413 683 746( 500) 191064 225 342 70 429 500 46 921 56 192123 692 778 90 96 805 930 73 193066 130 255 700 815 35 194141 375 642 904 8( 500) 17 195041 326 ( 3000) 609 743 48 196185( 500) 314 409 23 55 92 605( 500) 778 941 52 197288 94 311 35 482 600 31 873 93 950 198116 423 62 70 678 759 199164 228 67 312 585 35 629 62 85 752 64 837 957 200092( 500) 148 318( 3000) 421 36 516 18( 3000) 601 ( 1000) 42 68 714 48( 3000) 869 201366 787 825 202024( 500) 92 194 214 326 500 65 974 203023 24( 3000), 308 23 43 564 810( 1000) 204339 42( 500) 435 61 639 679( 500) 711( 1000) 46 998 205142 61 238 89 324 429 74 548 617 33 703 206372 77 460 694 739 839 976 94 207020 106 230 365 681 866 75 208445 516 707( 500) 948 209109 393 660 761 91 210007 137 69 318 66 438 89 788 895 986 211191 320 498 586 90( 500) 604 765 845 80 212005 112 57 78 226 33 580 683 746 819 54 939 213076 331 425( 500) 73 94 595 650 909 214001 16 24 178 204 63( 500) 354 543 44 696 854 84 215127 31 315 67 406 23 652 55 746 86 847( 1000) 95 999 216113 61 235 65 379 680 747 77 217122( 500) 30 363 90 424 617 794 978 218361 459 586 625 800 49 219116 60 62 76 269 725 821 912 76 220071( 500) 193 393 95 852 952( 1000) 221073 241 484 653 648 763 960 222141 52 203 23 58 87( 5000) 888 902 9 223023 73 146 309( 1000) 905 88( 3000) 224025 200 405 548 73 90 713 814 931( 500) 65 225138 291 307 19 40 453 82 667 816 26 929 41 228077 128 211 69 540 60 607 855 909 227036( 1000) 163 210 76 537 73 76 92 704 32 816 45 959 228071 78( 500) 142 92 340 55 404 97 663 669 753( 600) 911 75 225097 194 304( 500) 533( 1000) 43 621 48 760( 600) 814 30 32 88 915 39 84 230078 184 374 83 489 699 874 960 231063 112 638 75 661 760 883 96 232112 496( 500) 562 80 670 799 802 932 37 233117 66 73 641( 1000) 98 669 96( 500) Taschenbuch für Gartenfreunde. Leihhaus Morikplak 58a! Ein Ratgeber für die Pflege und fachgemäße Bewirtschaftung des häuslichen Bier-, Gemüse- und Obstgartens von Mar Hesdörfer. Zweite vermehrte Auflage. Mit 137 Tertabbildungen. Preis 3,50 Mart. Erpedition Bor: wärts, Lindenstraße. Kinderwagen- Welthaus Hauptgeschäft: Andreas- Platz. Sonntag von 8-10 Uhr vorm. geöffnet. Wo? ist der schönste Ausflugsort? Immer noch Pichelswerder, an der neuen beim Alten Freund, Heerstraße Kopfläuse mit Brut vernichtet radikal Goldgeist. W. Z. 75 198. Farb- u. geruch los. Reinigt d. Kopfhaut v. Schuppen u. Schinnen, beförd. d. Haarwuchs, verhütet Krankheit d. Kopfhaut, Haarausfall u. Zuzug neuer Parasiten. Wichtig f. Schulkinder. Tausende v. Anerkennung. Echt nur in Kartons à 1.00 u. 0.50 M., niemals offen ausgewogen. In Apotheken u. Drogerien. Man weise Nachahmungen zurück, die z. Zwecke der Täuschung vielfach ähnlich klingende Namen tragen, und achte genau auf die Firma d. alleinig. Fabrik. Rademacher& Co., Siegburg, und d. Namen Goldgeist! 5. Preußisch- Süddeutsche ( 231. Königl. Break.) Klaffenlotterie 5. Klasse 17. Biehungstag 28. Mai 1915 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lofe gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 M. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdruck verboten) 83 156 279( 1000) 665 899 1129 320 437 620 30( 1000) 809 996 2134 59 236 804 917 27 3512 700 849 79 4137 251 ( 1000) 447 569 72 636 65 738 828( 1000) 924 80 5009 76 94 ( 500) 134 76 278 351 468 92 756 6088 177 649 7073 94 116 48 774 836 910 029 112 208 39 332 686 8009 104 375 87 683 10008 68 105 32 93 236 303 400 14 28( 1000) 84 92 603 18 714 11326 423 699( 1000) 875 975 12201 66 412 551 13042 118 278 82 310( 500) 64( 1000) 611 98 714 982 84 14044 188 99 661 882 15153 69 85 240 86 338 657( 1000) 950( 1000) 18066 140 44 232 69 476 631 889 987 17126 67( 500) 74 82 256( 1000) 63 70 304 93 96 442( 3000) 643.951( 1000) 18018 100 35( 500) 41 74 335 664 664( 500) 976( 3000) 19115 214 21 39 324 421 92 572 98 966 20064( 500) 75 246 446 584 607 95 21232 37 63 97 319 38 447 651 22016 85 94 223 831 62 79 917 52 23018 36 66 123 97 297 333 538 678 818( 500) 24 72 24042 219 654 668 ( 1000) 783 90( 500) 897 25017 32 163 355 433 62 623 838 908 61 26012 66 96 139 86 333 89( 600) 607 40 851 945 27147 219 97 362 71 417 69 541 705 806 71 72 974 28052 98 104 42 631 95 772( 1000) 809 917 29034 138 43 245 389 682 775 822 971 78( 3000) 62 897 908 752 76 mo 108082 201( 600) 333 64 71 96( 500) 550 627 45 110063 124 264 332 96 419( 600) 22 627 77 783( 3000) 976 111065 99 307 404 95 609 87 806 112217 84( 1000) 687 691 829( 500) 46 113161( 1000) 81 302 417( 500) 566 708 807 910 16 79( 1000) 114020( 500) 120 346 736 86 115099 128 311 42 468( 500) 776 886 116081 102( 3000) 27 398 68 83 551( 1000) 603 67 71 81 719 76 823 68 117004 188 289 349 418 35( 1000) 787( 500) 834 921 87 118087 171 279 357 799 808 975 119019 97 172 204 66 79 340 499 517 75 661( 500) 88 760 881 120334 605 11 716 47 76 94 917 121002 17( 500) 78 96( 500) 126( 500) 48 250 350( 1000) 536( 1000) 95 122177 329 716( 1000) 61 94 857 68 94 123191 311 617 95 99 755 872 909 43 124172( 500) 615 736 854( 1000) 126206 15 313 55( 3000) 512 48 826 126004 18 110 388 601 20( 500) 610 93 906 127022( 500) 317 425 70 95 651 703 24( 500) 848 128005 116( 1000) 62 264 97 311 585 629 37 834 37 61 915 129276 356 635 921( 500) 39 130065 205 380 422 720 70 886 987 131201( 3000) 65 ( 1000) 74 413 556 83( 1000) 656 885 93 182022 240 619 792 825 183016 137 252 87 313 56 67( 3000) 798 898 134031 65 121 64( 1000) 460 85 618 23 812 15 25 966 136304 601 8 17 136004 64 127 91 215 42 371 412( 600) 26 29 797 137216 441 93 534 830 990( 1000) 188271 667 867 139032 171( 500) 374 88 586( 1000) 671 96 854 992 140127 76 310 689 629 882 987 141133 72 216 39 306 486 515 17 67 78( 1000) 608 800 52, 970 142310 99 459 68 91 98 556 711 854 143056 335 36 611 31( 500) 729( 1000) 829 48 ( 3000) 944 144029 365 565 772 98 145078 164 287 316 76 498 563 662 70 77 872 146063 68( 500) 116 336 600 847 147116 38 381 643 796 991( 1000) 148369 404 896 943 88 149454 66 614 44 797 04 15( 2043( 1000) 141 61 352( 1000) 463 617 645 68 63 722 30148 296 304 38 462 81000 237 316 69 627( 3000) 58 78 716 995 32090 121 30 31 398 462 611( 600) 38. 33038 105 ( 1000) 285 649 961 34070 109 295 343 408 82 512 612 61 919 ( 1000) 60 35022 55 64 72 101 51 63( 1000) 217 336 426 515 660 783 909 61 36006 90 122 40 90 245 353 69 619( 500) 678 768 845 87004 21 234 409 538 703 87 814 29 54 70 913 38010 281 355 433 567 684 826 39211 20 62 761 804 32 40008 113 47 338 73 730 932 41094 101 214 337 64 643 681( 500) 844 88 42115 440 681 779 856 989 43008 128 295 475 596 634( 1000) 68 926 98 44199 247 301 55 440 51 59 851 74 939 68 45394 496 601 749 977 46052 188 651 845 902 48 47060 149 71 237 46( 1000) 51 63 419 96 708 984 48000 64 131 36 265 609 911 86 86 49268 416 18 610 16 690 771 79 750020 09( 500) 109 309 21 84 638( 1000) 630 813 99 994 51072 124 276 369 418 68 583 623 30 65 952 71 52348 649 702 41 808 950( 500) 53064 201 77 491 505( 500) 23 68 62 639 736 78 859 54082( 1000) 154 81 268 340 437 534 95 761 79 867 55050 84 166 207 363 543 780 878 56223 76 305 92 663 756 821 919 57031 158 81 284 302 56 403 40 602 7 29 867 901 68062 294 496( 500) 661 93( 1000) 745 843 918 68( 500) 59072 101 245 351 673 621 876 94 943 ( 500) 151010 81 158 63 259 306 656 76 957( 500) 152084 104 206 547 48( 1000) 690 703 830 61 998 153027 119 42-90 396 717 30 154025 114 455( 1000) 612 919 48 155208 82 337 74 442( 500) 528 631 880 910 156552 687 157029 64 182 246 441( 600) 686 722( 1000) 863 66 86 968 158287 423 524 76 611 24 30 87 746 90 977 15 9003 137 216 370 74 956 160166 99 356 96 714 181034 339( 500) 454 635( 1000) 48 612( 3000) 68 717 34 93 97 851 902 162013 56 168 260 427 624 28( 500) 680 95 717 84 858 163013 99 278 358 418 564 605 926 27( 500) 87 164066 67 293 370 71 615 619 48 97 840 165075 121 421 61 53 96 520 81 643 91 746 841 72 166035 103 764 932 167042 95 107 427 95 614 879 8186 93 866 925 40 169139 589 612 837( 500) 974 M170178( 500) 98 600 725 171144 96 204 441 610 21 700 826 172227 66 337 448 84( 1000) 591 634 782 805 929( 1000) 178174 252 478 620 614 771( 1000) 829 174121 306 54 515 619 24 958 175017 77 151 219 20( 500) 62 373( 500) 449 849 176011 244 303 824 918 177040 156 426( 500) 49 98 178029 81 371 74 634 50 179262( 1000) 444 603 668 90 726 840 954 180081 104( 1000) 46 321 615 781 866 85 181076( 500) 327 608 34 998 182030 335 40 54 433 520( 500) 788 95 983 183013 626( 1000) 859 94 953 184000 118 97 322 496 636 66 724 88.970 185033 117 43 296 400 43 524 45 49 677 709 34 832 186029 45 86 159 76 256 681 843 94 909 92 98 187322 490 840 41( 3000) 78 918 188069 113 80( 3000) 263 362 841 67 981 189122 266 302 89 469 613 44 751 823 190212 312 49 691( 500) 756 864( 500) 89 191018 27 269 424 26 584 902 5 62 192169 98 265( 500) 330 520 76 617 782 838 98( 1000) 993 193206 404 8 516 808 24 923 194012 114 31 469( 1000) 605 722 195092 265 668 775 81 824 36 45 56 980 196108 15 74 207 436 46 70( 500) 606 66 862 68 927 60011 41 73 155 301 66 648 665 97 956 61242 687 625 ( 1000) 804 92 62129 340 458( 1000) 541 63353 99 441 501 ( 1000) 24 614 62 702 34( 500) 937 59 64049( 500) 51 138( 500) 53 379 600 20 656 66 910 65128 67 59 64 247 584 614 728 ( 1000) 869 98 66263 426 590 888 923 67139 42( 500) 86 216 99 374 401 35 631 820 68303( 500) 432( 1000) 61 678 892 973 69175 79 220 25( 1000) 332 97 631 636 707 70180 210 47 62 318 19 565 89 997 71039 204 79 451 73( 3000) 197345 522 67 714 18 99 982( 1000) 198330 479 86 $ 642 941 72016 416 593 603 84 95 859 928 73000 61 74 126 693 618 712( 500) 75( 500) 869 994 199124 63 240 376 791 204( 3000) 33 373 412 509( 1000) 742 820 74451 633 687 782 845 965 99 997 75164( 500) 248 400( 1000) 79 596 687 761 933 76078 163 69 243 385 709 67 827 77102 13 21( 1000) 71 89 294 448 536( 500) 61 72 760 866 78191 400 96 653( 3000) 714( 3000) 71( 500) 842 914 91 79031 64( 500) 196 221 65 328 572 704 79 906 13 80032 78 290 407 32 882 990 81077 135 371 419 721 70 89 866 959 81 82079 216( 500) 68 388 476( 1000) 910 83120 ( 500) 36 57 61 72 76 77 224 58 59 354 407( 1000) 26 713 853 84010 137 204( 500) 15 82 337 434 637 674 85015 90( 500) 104 231 427 626 63 89 619 66 723 61 832 935 86052 92 155 58 429 634 89 991 87230 72 384 411( 500) 535 728 92 810 47 70 917 94 88065 135 39 214 476 851 89283 483( 500) 87 629 600 18 849( 600) 90011 16 64 149 482( 500) 643 76 738 55 94 838 81021 258 444( 500) 531 37 613 46 82 728 85 869 929 68 92031 259 82 440 88 684 605 874 934 36 93080 179( 500) 386 426 38 83 550 90 737 62 76 936( 500) 83 94200 46 394 666 764 95075( 500) 115 48 222 95 403 70 609 97 673 789 987( 500) 96002 45 62 255 424 967( 500) 74 97421( 500) 86 702 26 64( 500) 95( 1000) 848 927 90 98127 274 461 605 933 46 74 99250 311 65 458 501 10( 500) 609 68 745 804( 500) 41 100213 554 726 101073( 500) 97 100 226 47. 89 474 617 761 96 822 948 102535 37 619( 500) 70 93 904 32 42 103028 163 87 258 64 604 671( 1000) 844 96 953 66 104115 84 843 958 105054 283 618.32 793 105117 20 52 86 97 598 602 710 82 85 107119 220 49( 1000) 390 436 66( 500) 540 622 800 92 ( 600) 984 87 96( 500) 108051 110( 500) 48 302 750( 500) 57 Möbel. Kriegshalber bildschöne Wohnungseinrichtung, hochapparte Küche 228. Rosenthalerstraße 57, vorn III. ( Gewerblich.) Händler verbeten. = 2993* 200085 422( 1000) 45 559 613 763 867 94.931 43 201081 362 527 74 77 615( 1000) 23 36 58 777 862 202192 312 15 493 665 960 203028 135 68 330 414 856 67 204132( 1000) 78( 500) 985 205088 135( 1000) 235 546 73 624 704 42 843 206134 86 343 93 407 8( 500) 44 48 57 764 850 207029 94 214 27 332 671 755 838 983 208065 295 325 67 724 830 79 95 941 209381 455( 500) 679 703 14 942 210030 113 35 38 306 91 502 95 933 51 211163 90( 3000) 270 497 582( 500) 695 732 879 972 212007 106 97( 500) 202 446( 600) 650( 1000) 810 213150 63 210 661 742 69 91 956 214014 402 68 88 645 737 829 215124 203 478 530 616 20 80 87( 1000) 936 78 216162 216 448 629 764 865 991 217102 41 426 72 764 873 996 218045 363 634 70 79 705 820 83 85 931 77 219094 218( 1000) 55 487 220136 242( 1000) 366 527 815 95 983 221413 32 41 ( 500) 66 530 688 789 222105 51 58 244 67 419 27( 3000) 92 764 953 223025 100 234 40 57 319 64 404 49 500 63 620 87 739( 1000) 825 940 224047 118 250( 3000) 325 537 745 50 ( 500) 77 829 982 91 225201 25 80 310 429 633 891( 1000) 900( 500) 226022 25 153 287 90 597 637 74 824 89 933 227047 72 105 51 93 613 982 228004 141 258 337 421 ( 3000) 672 831( 3000) 939 229008 133 60 216( 1000) 81 336 42 453 518 86 604 704 55 870 86 948 230031 564( 1000) 729( 1000) 68( 1000) 845 80 82 950 231158 97 211 56 69( 500) 81 351 462 85 524 709 20 232221 64 493 638 44 61 697 720 72 82 85 233062 155 296 304 79 402 588 611 Fahrräder. Freilaufräder, guterhalten 35, 44/ 4* Streese, Andreasstraße 37. Fahrräder 20,00. Große Frant * furterstraße 38, zwei Treppen. 45/ 1* Kaufgesuche. Vermietungen. Zimmer. Borderzimmer, möbliert, sauber fofort billig Prinzenstr. 107 I. Möbliertes Zimmer, 15,00, ver mietet Kühn, Prinzenstr. 107 III. * Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Schmiede und Schlosser für Mili27/ 3* tärarbeiten stellt ein Ed. Puls, Kupfer! Messing! Aluminium! Berlin- Tempelhof. 428* Nidel! Zinn, Zint, Blei, Duedfilber, Korbmacher auf 98, M. 1,90 aus Stanniolpapier, Platinaabfälle, Zahn Rohr verlangt sicherbrüde 16. 27/ 6* Schloffer auf Gitter und Konstruktion sowie Baubeschlag verlangt Vogel, Schöneberg, Monumentenstraße 38. 17815* kaufen Sie spottbillig von Kavalieren wenig getragene fowie im Versaz gewesene Jadett-, Rodanzüge, Ulster, Paletots, Serie I: 10-18, Serie II: Teppiche mit einem Fehler, sehr 20-30 Mart, größtenteils auf Seide. billig. Gardinen, Portieren, Stepp Gelegenheitstäufe in neuer Maß deden, Tischdecken, Diwandecken, sehr garderobe, enorm billig. Riesenposten Möbel! Für Brautleute günstigste billig. Borwärtsleser 5 Prozent Kleider, Kostüme, Mäntel, auf Belegenheit, sich Möbel anzuschaffen. Monatsanzüge und SommerRabatt. Teppichhaus Brünn, Hackescher Martt 4( Bahnhof Börse). paletots von 5 Mart sowie Hosen von Seide, früher bis 150, jett 20-35 m. Mit fleiner Anzahlung schon Stube 1,50, Gehrodanzüge von 12,00, Extra- Angebot in Lombard gewesener und Küche. An jedem Stüd deutlicher Preis. Hebervorteilung ausgeschlossen. Bortieren, Eilt zum Wareneinkauf im Pfand- grads von 2,50, sowie für forpulente Teppiche, Gardinen, Zahngebisse! Bruchgold! SilberTeibhaus Hermannplaz 6. Groß- Figuren. Neue Garderobe zu staunend Betten, Wäsche, Uhren, Brillanten, Bei Krankheitsfällen, Arbeitslosigkeit fachen, Platinaabfälle, Quedfilber, Möbelgeschäft Stanniolpapier, Kupfer, Meffing, berlins allerbilligste Einkaufsquelle. billigen Preisen, aus Pfandleihen ver- Goldwaren enorm billig nur Morig. anerkannt Rücksicht. Metalle Spottbilliger Bettenverkauf, Wäsche- fallene Sachen kauft man am billigsten plag 58a I. 8K Goldſtaub, Bossenerstraße 38, Ede sämtliche höchftzahlend. verkauf, Gardinenverkauf, Teppich bei Naß, Muladstraße 14. Gneisenaustraße. 2901 Schmelze Christionat, Köpenicker * Borjährige Herrenanzüge aus ftraße 20 a( gegenüber Manteuffelverfauf, Uhrenverkauf, Goldsachen, Geld! Geld! sparen Sie, wenn feinsten Maßstoffen 14-38 Mart, Möbelkredit und gegen bar. Bes ftraße). Jalettanzüge, Sommerpaletots, Herrenhosen, Burschensachen, Damen- Sie im Leibhaus Rosenthaler Tor, Baletots 12-36, Beinkleider 4-10, queme An- und Abzahlung. Möbelgarderoben, Aussteuerwäsche, Damen- Linienstraße 203/4, Ede Rosenthaler Burschenanzüge, Paletota fehr billige Rechner, Brunnenstraße 7.- II. Gebetten, Bermietungsbett. Sedermanns ſtraße, kaufen. Im Verfaß geweſene Deutsche Sarderobenhaus, Geschäft Müllerstraße 174. Sonntag von Staufgelegenheit Hermannplay 6. Anzüge, Paletots, Ulster sowie neue Frankfurterstraße 116 I. Sonntags 8-10 geöffnet. 728* Kriegspreisen. Silberne Uhren 3.-, Maßgarderoben zu staunend billigen geöffnet. Möbel Gelegenheitskäufe aus goldene Damenuhren 8.-, Monatsgarderobe, wenig ge- Bersteigerungen, Schränke, Bertitos, Gold tragen, tauft man preiswert nur Ankleideschränke, Bettstellen, Wasch waren, Brillanten, Fahrräder. Auf Prinzenstraße 12. 45/2 toiletten, Schreibtische, Chaiselongues, Uhren dreijähriger Garantieschein. Eigene Werkstatt. Sonntag 8-10. Borjährige hochelegante Herren- Trumeaus, Büfette, Bücherschränte, Deutsche Teppiche, Uhren, Kronen usw. Enorm Monatsanzüge, Baletots, großes anzüge, Baletots 30-50. Lager spottbillig. Fürstenzelt, Rosen- Herrenmoden, Unter den Linden 15. große Auswahl fompletter Speise-, Monatsgarderobe, Herren- und Schlafzimmer, Salons, wenigthalerstraße 10. Monatsgarderobe von Herrschaften, Küchen billiger als überall. Hans getragene, neuaussehende JackettSavalieren, abonnierten Monatsgarderobe anzüge, Rodanzüge, Paletots, Hosen, Herren Lennert, größtes Möbelhaus für spottbillig, spottbillig. Friedländer, August- große Sommer moden, wenig getragen, erfitlasfige Gelegenheitskäufe, Lothringer Str. 55, Geldersparnis. 418* straße 64. 108* paletots, Maßverarbeitung, echten Stoffen, IV. Etage, Rosentaler Tor. Jackettanzüge, Gehrodteils von Hofschneidern auf Seide, anzüge für jede Figur, Hosen, Unterricht in der englischen In Freien Stunden. WochenWarnung! vor übereiltem MöbelTücht. Eisendreher sowie Maler JünglingsSommerpaletots, Cutaways, Kamm und Burschenanzüge, ſchrift für das arbeitende Bolt. Romane 8-10 Mart, nur Pfandleihe, Andreas Speziell für ſtarfe Herten. Unübertreff billiger faujt man reell gearbeitete geschrittene, einzeln oder im Sirtel, straße 81. garnhofen, Jadettanzüge, Rodanzüge, fauf! Nirgends besser, nirgends Sprache. Für Anfänger und Fort-( Anstreicher) sof. gesucht Brandenburgund Erzählungen. Abonnements, 44/16 straße 41, eine Treppe. englischer Unterricht wöchentlich 10 Pf., nehmen alle Auslich billiger Berkauf. Rosenberg, Möbel und Polsterwaren als im wird Sattler gesucht. gabestellen des Borwärts" entgegen Teppiche( Farbenjehler) enorm Blücherstraße 61 I. 42/6 Berliner Möbelhaus", nur Südosten, Auch werden lleberlegungen G. Swienty- Liebfnecht, de la Croix Nachf., Eylauer Str. 3. Brobehefte gratis. * billig. Gardinen, Steppdecken, Ges Stalizerstraße 25. Katalog V gefertigt. legenheitskauf. Mauerhoff, Gr. Frank- Monatsgarderoben- Haus vergratis! 14* Charlottenburg, Stuttgarterplag 9, Gartenhaus III. 448* furterstraße 9, parterre." Borwärts". fauft spottbillig erstklassige, wenig ge neue Jadettanzüge, 6* tragene, faft Möbel für jedermann. Kleiderlejer 6 Prozent. Gehrodanzüge, Smofinganzüge, schrank 30,-, Säulenvertito 40, Fradanzüge, Ulster, Baletots, Cu- Säulenbüfett 100,-, Anrichte 10, tawayanzüge, gestreifte Beinkleider, Schreibtische 35,- Sofa 10, Bauchanzüge, großes Lager. Hal- 3ylinderbureau 35,- Biele Ge pern, Rosenthalerstraße 4. Stein legenheitsfäufe. Möbelhaus Dsten, Patentanwalt Müller, GitschinerLadeneingang. Nur eine Treppe. Andreasstraße 30. 788 straße 16. Monatsanzüge, nur wenig getragen, Baletots, Ulster, Hosen, Gefellschaftsanzüge werden spottbillig bertauft. Die elegantesten Anzüge find lethweise billig zu haben. Altbekannte Firma. Mar Beiß, Große Frankfurterstraße 88. * 46* * Silberabfälle, gebisse. Goldsachen, Höchstpreise! Detallschmelze Cohn", Brunnenstraße 25 und Neukölln, Berlinerstraße 76. Fahrradankauf Streese, An- Maschinisten und Heizer, tüchtige, dreasstraße 37 I. sofort gesucht. Meldungen morgens 9 Uhr im Maschinenhaus. A. Jandorf u. Co., Belle- Alliance- Str. 1/2. Stockpolierer oder Poliererin lin und außer dem Hause auf Naturstöde verlangen Gebr. Goldmann, Spazierstodfabrik, Ritterstraße 71. 44/ 3* Fahrradankauf, Linienstraße 19. Fahrradankauf Weberstraße 42. Unterricht. Verschiedenes. anTüchtiger Schmelzer für Aluminium und Messing bei hohem Lohn und Akkord sofort verlangt. 45/3 Leihhaus Prinzenstraße 105 faufen Sie von Kavalieren wenig getragene Jadett, Rodanzüge, Paletots, größtenteils auf Seide gearbeitet. Gelegenheitstäufe in neuer Maggarderobe. Gold- und Silberwaren. Höchste Beleihung aller Wert sachen. Verantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Zh. Glode, Berlin, Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Borjährige elegante Herrenanzüge, Paletots und Ulster aus seinsten Maßftoffen 25-60 Mart, Hojen 6-18 M. Versandhaus Germania, Unter den 44/ 9* Linden. 21. 58 Julius Stern& Co. Schmelzwert, Brit, Chauffeeftr. 68-70. Br. 146. 32. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Militärfragen vor der Budgetkommission. Großbritannien und Irland zählen 45, die Dominions 20 Sonnabend, 29. Mai 1915. sein. Die schmähliche Behandlung der Indier in Südafrika und Zur Vertagung des Reichstages. Kanada hat im Vorjahre an den Ufern des Ganges einen Sturm der Empörung gewedt und die unendlichen Schwierigkeiten ge- tag: Nachdem die Verhandlungen des Plenums am Sonnabend Der Seniorenkonvent des Reichstages beschloß am Frei zeigt, die der Verschmelzung des in so viel Nationen, Religionen zu Ende gegangen sein werden, soll über die noch vorliegende und soziale Klassen zersplitterten Reiches zu einer wirklichen Ein- Tagesordnung Vertagung bis zum 10. August ein ( Amtlicher Bericht über die Sigung der Budgetkommission heit entgegenstehen. bom 28. Mai 1915.) Beim Beginn der Sitzung wurden zunächst Alle diese Erscheinungen bereiteten den englischen Imperia- treten. Der Präsident wird ermächtigt, eventuell ein noch einige Klagen über vorschriftswidrige Behandlung listen manche schlaflose Nacht. Aber noch mehr als der Buren- päteres Datum zum Wiederzusammentritt des Reichs. von Soldaten besonders während der Ausbildungszeit, und zwar frieg enthüllt der Weltkrieg die innere Geschlossenheit tages zu bestimmen. hauptsächlich seitens solcher Vorgesetzter, die dem inaktiven Dienst des Reiches. Das ist eine hochbedeutsame politische Tatsache. scheint es uns sehr fraglich, ob der Reichstag seinen umfangDurch die Vertagung der gestrigen Situng auf heute stande angehören, zur Sprache gebracht. Hierzu erklärte der Stellbertretende Kriegsminister, daß auch die Heeresverwaltung Millionen Einwohner. Das Verhältnis verschiebt sich in jedem reichen Beratungsstoff noch heute wird erledigen können. jede vorschriftswidrige Behandlung oder gar Mißhandlung aufs Jahre mehr zuungunsten des Mutterlandes, und in einigen Deschärfste berurteile. Habe die Heeresverwaltung schon zennien werden Australien, Südafrika oder Kanada, jedes für sich, War Italiens Eingreifen unabwendbar? im Frieden Mißstände dieser Art bekämpft und zwar mit so viele oder gar mehr Einwohner als das Mutterland haben, Das geringe Interesse der breiten Volksschichten für dic Erfolg so geschähe dies nachdrücklichst auch während der das schon heute nur die Hälfte der Einwohner der Vereinigten auswärtige Politit und die Ausschaltung jeder„ laienhaften" Kriegszeit. Erlaise des Kriegsministeriums machen es allen Staaten, seiner ersten Siedelungsfolonie, zählt. Das stolze Reich, Mitwirkung durch die Geheimdiplomatie hat" vielfach zu Dienststellen zur Pflicht, rücksichtslos gegen jede Art un- das sich zu Zeiten die Weltherrrschaft angemaßt hat, wird Teil dem ganz irrigen Urteil geführt, daß der jetzige große würdiger, vorschriftswidriger Behandlung einzuschreiten. Nur dienst- eines größeren Reiches mit gewaltigem Einfluß, indem aber das europäische Krieg schlechthin, unvermeidbar" gewesen freudige, willige Soldaten voll Ehrgefühl, die Achtung vor ihren Vereinigte Königreich" nur ein Teil ist, unterworfen den Ge- sei. Auch das Eingreifen Italiens wird so beurteilt, als ob Vorgesetzten haben, würden ihnen in Not und Tod folgen und es sehen des Ganzen, nicht dem Ganzen Gesetze gebend. Italien ein isolierter Staat sei und seine Entscheidungen von würde als ein Verbrechen gegen die Allgemeinheit und gegen das Vaterland zu bezeichnen sein, wenn etwa Borgesetzte in ihren Untergebenen durch schlechte Behandlung Unlust, Mißtrauen oder gar Erbitterung hervorriefen. Weitere Erörterungen bezogen sich auf das Verbot des Gebrauchs nichtdeutscher Sprachen im Heere, Beförderungsverhältnisse, Besoldungsfragen, insbesondere die Versorgung der Armierungssoldaten usw. " " Die Entwickelung des britischen Kolonialreiches zu einem ihm völlig allein abgehangen hätten. Angesichts dieser JrrBund gleichberechtigter Staaten schließt eine starte Friedens- tümer liegt eine gewisse Berechtigung in Bemerkungen, die garantie ein. Die Londoner Jingoes wären es wohl aufrichtig Graf Reventlow in der Deutschen Tageszeitung" über zufrieden, die unendlichen Kräfte des Reiches für ihre Sonder- die Dreibundspolitik Deutschlands macht. Er schreibt dort u. a.: ziede zu nutzen. Sie streben deshalb nach einer zentralisierenden Die Auffassung jedoch, als ob der Gang der Dinge( in Organisation, aber einer Organisation, die die Entscheidung über Italien) gewissermaßen eine eherne Schicksals die auswärtige Politik dauernd zum Privileg des Londoner Ausbestimmung gewesen sei, darf auch im gegenwärtigen Momente nicht unwidersprochen bleiben. Das Schicksal wärtigen Amts macht. Diese Politiker haben auch Anhänger in hat mit diesen Dingen wirklich weniger zu Der Frage der freien Urlaubsfahrt vom Felde den Dominions, aber Anhänger, auf die sie nicht stolz sein dürfen, tun als die menschlichen Faktoren der Geschicknach der Heimat ist die Heeresverwaltung nähergetreten. Das letzte die nicht mitraten wollen, um nicht mittaten zu müssen. So for= lichkeit, der Aufmerksamkeit und der Ents Wort in dieser Beziehung hat jedoch das Reichsschazzamt. Die mulierte Laurier nach dem Blaubuch über die Reichskonferenz schlossenheit. Es wäre eine zu billige, Diplomatie" gewesen, Frage, welche Gebührnisse beurlaubte Soldaten erhielten, be- 1911 seine Meinung:" Obgleich das Weltreich eine Familie von erst hinsichtlich Italiens alles gehen zu lassen, das Wachsen der antwortete der Stellvertretende Kriegsminister dahin, daß allgemein Nationen ist, so müsse doch die größere Last von den Schultern gegnerischen Einflüsse eben dort mit nachlässiger Handbewegung aus dem Felde Beurlaubte ihre volle Löhnung weiter beziehen, da- der Regierung des Vereinigten Königreichs getragen werden und gewähren zu lassen, und dann, als jene konsequente Arbeit begann, gegen Urlauber des Heimatheeres sie nicht erhalten. Aber auch es gehe zu weit, wenn man sage, daß unter allen Umständen die ihre Früchte zu tragen, zu fordern: dieser Bundesgenosse müsse sofort den Laufpaß erhalten, man solle ihm den Dreibundstubl solchen Persönlichkeiten des Heimatheeres, die infolge Krankheit oder Regierungen der überseeischen Dominions befragt werden müßvor die Tür seßen.... Wir können zum Schluß nur Verwundung Urlaub bekommen, würde die volle Löhnung zuten. Wenn eine Dominion darauf bestände, g um nicht mißverstanden zu werden der Ansicht Ausdruck geben, daß das fragt zu werden in Dingen, die auf einen Krieg negative Ergebnis der legten hervorragend geschickten Tätigkeit des Fürsten Bülow in Rom von der Zeitfrage untrenn bar sein dürfte. Soll ein Notverband erfolgreich angelegt werden, so steht die Zeitfrage an erster Stelle. Und hinsichtlich der Mittel darf man nicht wählerisch sein." Wir würden sicherlich nicht die Mittel gebilligt haben, erkannt. Bon besonderer Bedeutung waren die Erörterungen über unsere hinauslaufen könnten, so würde das die Notwirtschaftliche Lage. Auf die Frage eines Kommissions- wendigkeit in sich schließen, an dem Kriege teilmitgliedes, ob die Heeresverwaltung für den Fall einer langen Feld- unehmen. Er denke, im allgemeinen werde es besser sein, zugsdauer in der Bereitstellung von Rohstoffen, Textilien usw. ge- die Angelegenheit gänzlich dem Ermessen der heimischen Regierung nügend Vorsorge getroffen habe, gab der Stellvertretende Kriegs- zu überlassen." minister die bestimmte allgemein befriedigende Erklärung ab, daß Mit der Einladung an die Kolonien, sich an den Friedens- an die Graf Reventlow zur Vermeidung des Konflikts mit felbst ein neuer Winterfeldzug uns in jeder Beziehung gerüstet finden verhandlungen zu beteiligen, ist eine neue bessere Entwickelung Italien denkt; aber darin sind wir mit ihm einer Meinung, würde. Alle Rohstoffe seien in genügendem Maße vorhanden. Es eingeleitet, die sich die rechtlichen Formen noch schaffen muß. daß das Problem Italien" von der deutschen Diplomüsse als ausgeschlossen bezeichnet werden, daß infolge irgend eines Durch die Rücksicht auf die Dominions wird die matie frühere und andere Lösungen hätte finden müssen, Mangels die Schlagkraft unseres Heeres beeinträchtigt werden könne. Entschluß- und Handlungsfreiheit des eng- als sie in Wirklichkeit angestrebt worden sind. Es ist zwar lischen Kabinetts gemindert und ihm der Zwang auf- billig, die Schuld nur im Auslande zu suchen, aber erlegt, die Dinge aus dem Gesichtswinkel des größeren Britan- dieser Weg führt leider am wenigsten sicher zur Besserung und niens zu sehen und zu messen. Viele Bänder schlingen sich um Vermeidung neuer Irrtümer. die Dominions und das Mutterland. Die imperialistische JdeoLogie verherrlicht die Gemeinsamkeit der Abstammung, Sprache und Sitten. Die kapitalarmen Kolonien hören in Lombardstreet Die Ansprüche der Serben auf einen Zugang zum Meer die schier unerschöpfliche Goldquelle rauschen. Im Jahrzehnt sind während der Balkankriege fast von der gesamten deutschen 1903/12 belief sich die Kapitalsanlage nach den öffentlichen Emis- Presse alles andere als freundlich behandelt worden. Das fionen im Mutterland auf 8320, in den Kolonien auf 11 000 und Attentat in Serajewo hat dann weiter die Beurteilung im Ausland auf 14 460 Millionen Mark. In den Tochterstaaten Serbiens noch unfreundlicher werden lassen. Jetzt finden sich. ist also mehr Kapital investiert worden als im Mutterlande dessen großem wirtschaftlichen Schaden. zu plöglich in der, Vossischen Zeitung", die am eifrigsten die österreichische Politik vertrat, Auslassungen, die einen völligen Umschwung gegen die frühere Auffassung bedeuten. Die Vossische Zeitung" erinnert daran, daß der zweite Balkantrieg entstand, weil Bulgarien und Serbien wegen der mazedonischen Beute uneins wurden. Der britische Staatenbund. Im April hat der damalige Kolonialminister Harcourt im Unterhaus die im Waffenlärm verflungene. Mitteilung abgegeben, daß die sich selbst verwaltenden Kolonien, die Dominions, bei den Friedensverhandlungen um Rat gefragt würden. Am 20. Mai dankten der liberale Premier Asquith und der Führer der Konser vativen Bonar Law den Dominions und anderen Kolonien in der Londoner Guildhall feierlich für ihre Hilfe. Kanada, Australien, Neuseeland und Neufundland lassen ihre Soldaten und Kriegsfreiwilligen in der flandrischen Ebene und auf Gallipoli fämpfen, Indien hat 28 Kavallerie- und 124 Infanterie- Regimenter mit Artillerie ins Feld geschickt und die Südafrikanische Union die Eroberung Deutsch- Südwestafritas unter schwierigen Bedingungen unternommen. Die Hilfe, die Großbritannien in den Dominions und sogar in Indien gefunden hat, kontrastiert seltsam mit den überschwenglichen Hoffnungen auf einen Aufstand in Indien und Südwestafrika und auf eine gleichgültige Passivität Kanadas und Australiens- Hoffnungen, wie sie in den ersten Kriegswochen in Deutschland gehegt worden sind. Aber auch die skeptischen Kritiker dieser Illusionen sind durch die Größe der Opfer der Dominions und durch die Bereit milligkeit überrascht, mit der diese schwere Last von den britischen Tochterstaaten getragen wird. Das britische Reich hat sich in den Wettern und Stürmen des Weltkrieges als eine Einheit erwiesen, woran zu zweifeln bisher billig gestattet war. Die überwiegend von Weißen bewohnten, sich selbst verwaltenden Kolonien Kanada, Neufundland, Australien, Neuseeland und = Als Konsument. ist Großbritannien vielleicht noch bedeutender, denn als Geldgeber. Das wichtigste aber ist das gemein same Interesse an einer starten Wehrhaftigkeit des Mutterlandes zur See. Für ihre Aufrechterhaltung sterben die Kanadier an der ser und die Australier auf Gallipoli. Das gilt trotz der Versuche Kanadas und Australiens, sich eine eigene Flotte zu schaffen, denn die geringe Wirtschaftstraft der Kolonien wird durch große Rüstungslasten schwer gedrosselt, ohne daß die geringste Gewähr der Sicherheit bei einem auch im besten Fall notwendig bescheidenen militärischen Aufwand geboten werden könnte. Politische Uebersicht. Des Reichskanzlers Antwort an Italien. " Späte Erkenntnis. ,, Unbekümmert um den Inhalt des serbisch- bulgarischen Vertrages berief sich Serbien darauf, daß es Mazedonien nicht an Bulgarien herausgeben könne, weil es von Oesterreich genötigt worden war, die albanischen Land- und Küstenstriche, die es erobert hatte( ausgenommen die albanischen Gebiete im früheren türkischen Vilajet Kossowo) aus der Hand zu lassen. Im Angesicht des ersehnten Meeres hatten die Serben umfehren müssen. Serbische Truppen hatten monatelang in Durazzo und San Giovanni gelegen, und doch blieb die Adria ein unerfüllter Traum. Der Zugang zum Meer ist ein Lebensbedürfnis des serbischen Staates; um den Zugang zum Meer entfesselte Serbien die Stürme der bosnischen Annegionskrise das Verlangen nach einem„ Korridor" oder einer „ Luftröhre" oder einem Lungenflügel" zum Meer bestimmt die gesamte serbische Politit.“ " " Unter solchen Umständen ist Albanien ein Niemandsland und in natürlicher Folge davon ein Kompensationsland ge= worden. Vielleicht bietet der serbische Korridor zur Adria unter den heutigen Umständen einen Ausweg aus dem südslawischen Labyrinth. Vor den Augen der Serben erhebt sich plöglich die italienische Gefahr.... Der Reichskanzler hat die erste Gelegenheit, die sich ihm Was früher als unbegründete Großmachtswünsche verSüdafrika sind seit langem in ihrer Zoll- und inneren Bolitik ein- bot, benutzt, um sich im Reichstage über das Eingreifen urteilt wurde, erscheint jetzt der„ Voss. 3tg." als Lebensschließlich der Wehrpolitik selbständig. Nur die Leitung ihrer Be- Italiens in den Krieg zu äußern. In scharfen Worten sprach er es aus, wie sehr er den Bekanntlich hat der neue Gegner der Zentralmächte Italien bedürfnis Serbiens. ziehungen zum Ausland ruht in den Händen des englischen Staats- Treubruch der italienischen Machthaber verurteilt. Woher dieser auffällige Umschwung? jetretärs für auswärtige Angelegenheiten. Dieser Zwiespalt hat zu Zat ist jeder Eroberungstrieg, Treubruch der italienischen Machthaber verurteilt. In der das auf Wunsch Desterreichs selbständig gemachte Albanien ganz absonderlichen Konflikten geführt. So schloß 1910 das libe= wie er auch immer besetzt. Die Selbständigkeit" Albaniens hatte für Desterreich rale Ministerium Laurier in Kanada durch Vermittlung geführt wird, ein unverantwortliches Verbrechen an aber nur den Zweck, Italien von Albanien fernzuhalten. des britischen Botschafters in Washington, Brice, dem eigenen arbeitenden Volte wie an der Menschheit Daraus folgert nun die„ Voss. Ztg.": einen Gegenseitigkeitsvertrag mit den Vereinigten Staaten, der die überhaupt. Der Reichskanzler verwies darauf, daß es für Interessen des Mutterlandes in Kanada aufs schwerste traf und, Italien möglich gewesen wäre, noch im.legten. Augenblick zu mehr noch, sogar die Reichseinheit bedrohte. Bis dahin hatte das einer für seine wirtschaftliche Entwicklung sehr günstigen friedliberale, von den Farmern gestützte Kabinett Laurier dem Mutter- lichen Verständigung mit Desterreich und dem Deutschen lande Vorzugszölle eingeräumt, weil die Farmer den Hochschutz- Reich zu gelangen, und daß sich die Kriegshezer, der schändzoll wie die Landwirte in Deutschland vor 1875 bekämpften und lichsten Mittel bedient haben, um das italienische Volk in die durch die Vorzugszoll- Gesetzgebung zu durchbrechen versuchten. Als furchtbaren Gefahren des Krieges zu treiben. sich aber die Gelegenheit bot, mit den hochschutzzöllnerischen Ver- Auffallend war der schwache Beifall der bürgerlichen einigten Staaten einen Handelsvertrag abzuschließen, der auf frei- Parteien zu den Ausführungen, in denen der Reichskanzler händlerischer Grundlage ruhte und in dem die Union ihr hoch- dem Fürsten Bülow für seine Bemühungen in Italien dankte. protektionistisches Prinzip opferte, griff Laurier bedenkenlos zu. Um so begeisterter und lauter stimmten alle bürgerlichen Freier Verkehr wurde für Vieh, Getreide, Holz und einige wichtige Parteien dem Reichskanzler zu, als er erklärte, das Reich Industrieartikel ausbedungen. Dadurch wurde zwar die Vorzugszollgesetzgebung gegenüber dem Mutterland fast ganz entwertet und die Gefahr einer politischen Trennung heraufbeschworen, aber die Farmer hatten sich einen aufnahmefähigen Markt und den Bezug billiger Gebrauchsgegenstände gesichert. Der Gegenseitigkeitsvertrag fiel nur durch den Widerstand der protektionistischen Bewegung in Kanada, die bei den Wahlen siegte und Laurier stürzte. werde den Krieg fortsetzen, bis es reale Garantien" dafür haben werde, daß es nie und nimmermehr von einem Gegner angegriffen werden könne. Diese Redewendung, die der konservativer Blätter über die Striegsziele sehr nahe kommt, entfesselte den lebhaftesten Beifall gerade auf der rechten Seite des Hauses. Die Serben haben der Waffenehre vollauf Genüge getan. Die Zeiten sind vorbet, wo man verächtlich von ihnen sprach. Für ihre enormien kriegerischen Anstrengungen wäre das nordalbanische Kompensationsland mit seinen Adria- 3ugängen eine Entschädigung, die sich sehen lassen könnte. In seinem Manifest an seine Völker sagt Kaiser Franz Joseph, er habe sich zu großen und schmerzlichen Opfern an die Italiener" durch Hingabe österreichischen Reichsgebiets entschlossen gehabt. Ein viel fleineres und nicht einmal schmerzliches Opfer tväre die Auslieferung des albanischen Niemandslandes zur Befriedigung der Serben, ein Opfer, das nicht mehr unter dem Druck des mit Riesenschritten der endgültigen Niederlage entgegeneilenden Barenreiches gebracht wäre, und das den Serben, die auf Rußland nicht mehr zählen können, als Gnadengeschenk in den Schoß fiele." Nach der Rede des Reichskanzlers beantragte der Führer Auch andere Zeichen gegensätzlicher Bestrebungen wurden deut- der Konservativen, Graf v. West arp, Vertagung der Verlich. Australien opponierte lebhaft dem Bündnis des Mutter- handlungen auf Sonnabend. Dieser Antrag steht im Widerspruch Leider kommt die Erkenntnis über die zweckmäßigste landes mit Japan, von dem es sich militärisch bedroht fühlt und mit den Abmachungen, die zwischen allen Parteien unmittel- Baltanpolitik reichlich spät und es ist sehr fraglich, ob Serbien von dessen Auswanderung es seinen sozialen Lebensstandard ge- bar vor der Sigung des Reichstags zustande gekommen waren. Diesen Vorschlägen noch Beachtung schenken kann. Jede verfährdet glaubt. Australien und Kanada erweiterten nicht Denn im Seniorenkonvent, der eine halbe Stunde vor dem nünftige Politit sollte nicht erst unter dem Druck der voll. nur die militärische Dienstpflicht, sondern schufen sich auch eine Beginn der Plenarsizung zusammengetreten war, war feine 30genen Tatsachen, sondern in Voraussicht der zu eigene Flotte, die im engen Kontakt mit der britischen Rede von einer Vertagung; vielmehr sollte der Reichstag fo- erwartenden Tatsachen die notwendigen Entscheidungen treffen. Marine steht, über die sie sich aber Verfügungsrecht vorbehalten fort nach der Rede des Reichskanzlers in die Tagesordnung haben. Zu den schwersten Mighelligkeiten hat aber das Pro- eintreten. In dieser Verhandlung wäre auch Genosse Ebert Schuh dem Mieter! blem der Farbigen Anlaß gegeben. Die Domonions schlie- als unser Redner über die politischen Angelegenheiten zu Die Kommission zur Vorberatung des Gesetzentwurfs über Ben zur Hochhaltung des sozialen Lebensniveaus die Farbigen Worte gekommen. Die bürgerlichen Parteien aber nahmen Einschränkung des Verfügungsrechts des Eigentümers über Mietsaus, zu denen außer den Japanern und Chinesen auch die Indier den Antrag des Grafen v. Westarp an, und so kann Genosse und Pachtforderungen empfiehlt dem Reichstag die unveränderte gehören. Diese wollen sich den guten Arbeitsmartt nicht entgehen! Ebert erst Sonnabend oder gar erst Montag zum Worte Annahme der Vorlage. Der Entwurf foll bekanntlich dem Schuy laffen und pochen auf ihre Eigenschaft, britische Staatsbürger zu kommen. von Hypothekengläubigern gegen Schiebungen dienen. Er hat aber den Nachteil, daß er andere, nichtdingliche Gläubiger] find die Post und die Deutsche Tageszeitung fehr wenig zu- Melis ohne Sad einschließlich der Berbrauchssteuern bei Rieferung z. B. Handwerker, Kaufleute sowie Mieter schwer beeinfrieden und sie haben das in einer Weise zum Ausdruck gebracht, ab Magdeburg trächtigen fann. Insbesondere ist der Mieter der Gefahr einer die au Rüdsichtslosigkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Das hat im Juni. Doppelzahlung ausgesetzt, wenn eine Zwangsversteigerung bevorsteht. Dernburg veranlaßt, in der amerikanischen Preffe folgendes zu Die sozialdemokratischen Mitglieder der Kommission beantragten erflären: " " Zensurmaßnahmen gegen einen Verlag. im Juli • . • • B im Auguft 20,65 M. 20,65 21,45 " " deshalb, im Gesetz zur Abwendung dieses Nachteils zum Ausdruck Obwohl es der amerikanischen Bresse wohl bekannt ist, daß Um zu verhindern, daß unangemessene Zuschläge zu diesen zu bringen, daß die Mieter über die Folgen einer Zwangsver- die zitierten Blätter eine etwas extrem konservative Richtung mit Preisen genommen werden und daß der in reichlicher Menge vorwaltung und Zwangsversteigerung belehrt werden sollen. Dieser nur sehr geringem Gefolge vertreten, ist diese Tatsache doch dem handene Verbrauchszeder zurüdgehalten wird, ist die Zentral- EinAntrag wurde aber abgelehnt, weil die Mehrheit annahm, es amerikanischen Publikum im allgemeinen zu wenig bekannt. Wer faufs- Gesellschaft m. b. H. in Berlin ermächtigt worden, Verbrauchs würde auch ohne eine solche ausdrückliche Vorschrift durch admini- fich über die wahre öffentliche Meinung Deutschlands orientieren zuder in Verbrauchszuderfabriken im Handel zwangsweise aufstrative Maßnahmen eine Belehrung erfolgen. Da demnach eine will, ziehe daher Blätter zu Rate wie die Frankfurter Zeitung", die zulaufen; sie wird von dieser Befugnis nur, soweit es unbedingt Belehrung allseitig als notwendig zum Schuß des gutgläubigen Kölnische Zeitung", das Berliner Tageblatt", den, Lokal- Anzeiger" nötig ist, Gebrauch machen und dem Verbrauchszuderhandel grundMieters anerkannt ist, und es doch recht zweifelhaft ist, ob in der und die Bossische Zeitung"." fäglich freie Hand laffen. Um eine Uebersicht über die vorhandenen Tat der administrative Weg beschritten werden wird, hat die Die Post" verfieht Dernburgs Urteil über die konservative Mengen an Verbrauchszuder zu gewinnen, ist eine Anzeigepflicht für sozialdemokratische Fraktion ihren in der Kommission gestellten An- Bresse zwar mit ärgerlichen Bemerkungen, aber ohne bestreiten zu Berbrauche zuder eingeführt worden. trag für das Plenum wiederholt. fönnen, daß es zutrifft. Uebrigens hätte Dernburg bei seinem Hin- Der Bundesrat hat weiter eine Aenderung der Verordnung Der Gefegentwurf entbehrt ferner, wie bereits in der ersten weis auf die Blätter, die ein besseres Bild der öffentlichen Meinung über den Berkehr mit Futtermitteln vom 31. März 1915 Lesung im Plenum hervorgehoben wurde, eines Schußes, ins in Deutschland- so weit das unter dem Belagerungszustand mög- dahin beschlossen, daß die Frist, innerhalb welcher die Bezugsbesondere derjenigen Mieter, die als Kriegsteilnehmer lich ist geben können, in erster Reihe die Arbeiterpresse vereinigung die ihr zu überlassenden Futtermittel abzunehmen hat, einberufen find. Ilm der Möglichkeit entgegenzutreten, daß wegen nennen müssen. bom 1. Juni auf den 30. Juni dieses Jahres hinausgeschoben wird. des durch die wirtschaftliche Lage verursachten Rückstandes an Mieten In Berfolg dieser Bestimmung wird eine neue Anzeige derjenigen das Hausgerät und die Möbel dem Mittelstande und den Arbeitern Futtermittel nötig, die in der Zeit vom 1. Juni 1915 bis zum genommen werden, verlangten die sozialdemokratischen Mitglieder der Kurz nach der Verhaftung des Genossen Niebuhr erhielt 30. Juni 1915 voraussichtlich gelverbsmäßig werden hergestellt werden. Kommission, es solle die Unpfändbarkeit des Hausgeräts und der die Verlagsanstalt reie Preise", Moltenbuhr u. Co., Diese Anzeige hat bis zum 5. Juni 1915 zu erfolgen. Möbel im Betrage bis zu 2000 M. ausgesprochen werden. ein Schreiben des Stellvertretenden General- Ferner setzte der Bundesrat mit Geltung vom 1. Juni 1915 Als eine große linbilligkeit ist es weiter allgemein empfunden, daß fommandos des 7. Armeekorps zu Münster i. W., worin es ab neue östpreise für fchwefelsaures Ammonia! im Fall des Todes eines Kriegsteilnehmers die Familie heißt: Die Herausgabe, der Drud und die öffentliche Verbrei- feft, und zwar werden die Preise für die einzelnen Gattungen und an einen länger dauernden Wietsvertrag gebunden ist, wiewohl ihr tung der Flugschrift Morgenrot", die der Verlag als neueste Gebiete um je 3,50 M. gegen den bisherigen Stand erhöht. Die Eristenzmittel fehlen. Die Vorschrift des§ 569 des B. G. B., daß Nummer einer bei Beginn des Krieges eingegangenen Monatsim Falle des Todes des Mieters die Erben einen länger dauernden schrift ausgegeben, und zwar unter Umgehung des GenehmigungsVertrag zum Schluß des auf den Tod folgenden Vierteljahrs verfahrens, verstoße gröblich gegen die bestehenden Vorschriften, Penfionierte Offiziere als Bahnhofsvorsteher. fündigen fönnen, ist durch schriftliche Mietsverträge, insbesondere gegen die Verordnungen vom 24. November 1914 und gibt, deren Vorstände ehemalige attive Offiziere find, sollen je Wie es bei der Postverwaltung sogenannte Offizierspostamfes insbesondere in Großstädten, leider oft außer Kraft gefest. 26. April 1915. Der Inhalt des Flugblattes enthalte Ausführun- auch, nach einer Meldung der Frankfurter Beitung", bei de Es genügt diese Vorschrift auch bei leineren Wohnungen bis gen, die die öffentliche Sicherheit, Ruhe und Ordnung stören und preußisch- hessischen Staatsbahnen geeignete Bahnhöfe mit chemati 1000 M. Jahresmiete nicht. Hier ist erforderlich, daß eine monat geeignet sind, zu Verbrechen gegen die öffentliche Ordnung und gen Offizieren als Vorständen besetzt werden. In erster Linic liche Kündigungsfrist gegeben wird. Bon seiten der Sozialdemokratie zum Landesverrat zu verführen. Das Erscheinen weiterer fommen Stationen der Badeorte, Kuraufenthalte usw. in Betracht, wurde dies und gleichzeitig beantragt, das Recht der Kündigung Nummern des" Morgenrot" werde deshalb verboten. Ferner wurde die man invalide gewordenen Offizieren offen halten will. Nach für den Fall des Todes eines Kriegsteilnehmers zu zwingendem der Druderei Moltenbuhr u. Co. die Herstellung entsprechender Ausbildung in affen Zweigen des Betriebes wie der Recht zu machen, das durch Verträge nicht geändert werden irgendwelcher anderer Drudschriften und Druc- Güter-, Fahrkarten- und Gepädabfertigung werden dann die Offifann. Die Kommission lehnte aber beibe Anträge fachen als der Beitung Freie Presse" in Elberaiere je nach der Eignung zu Bahnhofsvorstehern größerer oder, ab, überwies indessen den Antrag, der sich auf das Kündigungsrecht felb berboten. Diese Maßregel sei notwendig, weil angesichts mittlerer Stationen ernannt werden. bezieht, dem Bundesrat mit dem Erfuchen, im Verordnungswege des ganzen bisherigen Verhaltens der Beteiligten anzunehmen In den Kreisen der Bahnbeamten wird man über diese Nachnach dieser Richtung hin vorzugehen. Der sozialdemokratischen sei, daß sie weiterhin versuchen würden, die Verbote des stellver- richt, deren Bestätigung erst abgewartet werden muß, nicht sonderFraktion founte natürlich diese Ablehnung eines Schutzes der Mieter tretenden Generalfommandos zu übertreten oder zu umgehen, was lich erbaut sein. und insbesondere der Kriegsteilnehmer nicht genügen. Sie hat auf andere Weise nicht verhindert werden könne. deshalb die in der Kommission gestellten Anträge für das Plenum wiederholt. # " Der Militarismus in Holland auf dem Vormarsch. Die Zuckerversorgung. Aus Amsterdam schreibt man uns: Die Rüstungstreibereien, Besteuerung der Kriegsgewinne. Berlin, 28. Mai.( W. Z. B.) Der Bundesrat hat in der über deren Fortschritte in der holländischen Bourgeoisie wir berichtet Die bremische Steuerbeputation hat einen Gefeßentwurf gestrigen Sigung für die Zeit nach dem 31. Mai 1915 weitere 15 haben, find nicht lange ohne die entschiedenste kapitalistische fertiggestellt, der eine Besteuerung der Kriegsgewinne vorsieht. Der Hundertteile des Stontingents der Rohauderfabriken zum steuer Ausdrudsform geblieben: Holland bekommt nämlich eine neue Entwurf will die Kriegsgewinne in dem am 1. April abgelaufenen pflichtigen Inlandsverbrauch freigegeben; die Verteilungs- nationale" Waffen- und Munitionsfabrik. Die Niederländische Geschäftsjahre 1914 erfassen durch einen Vergleich des Einkommens stelle für Sohzucker wird den Rohzucker nach Bedarf in drei uns Fabrik von Werkzeug und Eisenbahnmaterial vermehrt ihr Kapital in diesem mit dem Durchschnitt der Einkommen in den drei vor- gefähr gleichen Zeilen in den Monaten Juni, Juli und August auf für einige neue Aufgaben der Metallindustrie, hergehenden Jahren. Der Mehrertrag aus dem Jahre 1914 die Raffinerien verteilen. Der Preis für den unter diese infolge ihrer Lage innerhalb der Amsterdamer befestigten wird als Kriegsgewinn angesehen, soweit die Steuer- 15 Hundertteile fallenden Rohzuder ist für 50 Kilogramm von Stellung berufen ist. Das Allgemeine Handelsblad" löst pflichtigen nicht den Nachweis erbringen, daß die Steigerung ihrer 88 Broz. Ausbeute ohne Sad frei Magdeburg auf 11,25 M. fest das nicht allzu schwere Rätsel dieser Worte, indem es Einnahmen mit der Kriegskonjunktur nicht in Zusammenhang gelegt worden, während der Preis für den unter die ersten mitteilt, daß die Fabrit schon mit der Regierung bereinbart hat, daß stehen. Schon aus steuertechnischen Gründen wird die Sonder- 50 Hundertteile fallenden Rohzuder feine Aenderung erfährt, ohne ein Teil des jezigen Betriebs nach außerhalb übertragen und die abgabe nur erhoben von Steuerpflichtigen, deren gesamtes Gin Rüdficht darauf, ob er sich noch in den Fabriken oder schon in freigewordenen Werkstätten in Amsterdam für die Waffen- und kommen im Jahre 1914 die Summe von 12 000 W. übersteigt. Und anderen Häfen befindet. Munitionsfabrikation eingerichtet werden sollen. Hinzugefügt zwar wird die Steuer erhoben mit 10 Proz. des Kriegsgewinnes. Die hiernach für den menschlichen Konsum im Inland frei wird vielleicht zur Beruhigung der wegen der zunehmenden In der dem Entwurf beigegebenen Begründung wird nach dem gegebene Menge Buder ist größer als die größte Menge, die bisher militaristischen Agitation nervös werdenden Bürgerschaft- daß die Berl. Lokal- Anzeiger" ausgeführt, daß namentlich in einer Han- jemals in der Zeit vom 1. September eines Jahres bis Ende Sep- Produktion schon wegen der Unmöglichkeit, derzeit eine genügende delsstadt Bedenken gegen eine Sonderbesteuerung von Konjunktur- tember des nächsten Jahres, also in dreizehn Monaten verbraucht Anzahl erfahrener Arbeiter zu bekommen, auf bescheidener Stufengewinnen geltend gemacht werden könnten. Diese Bedenken seien worden ist; der Buder genügt mithin, um alle Bedürfnisse der leiter eingerichtet werden solle. aber nicht stichhaltig gegen eine Besteuerung der Ariegsgewinne, Buder berarbeitenden Industrien und der Haushaltungen zu be- Man sieht, die Mechanik der Rüstungspolitik ist schon in Gang da bei dem völlig unerwarteten Ausbruch des Krieges fein noch friedigen. Außerdem find noch einige Millionen Zentner Zuder gebracht. Erst sest man mit Aufregung der Bevölkerung und fo meitsichtiger Kaufmann bei seinen geschäftlichen Dispofitionen als Rüdhalt sichergestellt, falls der Verbrauch über Erwarten groß Pression auf die Regierung eine Heeresvermehrung durch, dann damit hätte rechnen fönnen. fein sollte. muß, schon damit das für die neuen Rüstungen bestimmte Geld Der Bundesrat hat ferner den Preis für Verbrauchs, im Land bleibe", die nationale Industrie" gekräftigt werden, die zuder für die Zeit bis Ende August 1915 neu festgesetzt. Der dann ihrerseits wieder durch den Einfluß, den sie auf die Presse Preis, zu dem die Verbrauchszuderfabriken den Verbrauchszuder bekommt, weitere Rüstungen ergivingen wird. So grbeiten Politit bertaufen dürfen, beträgt danach für 50 Kilogramm gemahlenen und Gewinninteresse einander in die Hände. Dernburg gegen die konservative Preffe. Der einstige Staatssekretär Dernburg entfaltet in Amerika eine recht umfassende rednerische Tätigkeit. Mit dem Inhalt dieser Reden A Bon der Oberbaumbrücke( Faldensteinstraße) Jeden Sonntag Dampfer- Extrafahrten mit Musik . .50 Bf.) Rinder " 8 und 2 Uhr nach Woltersdorfer Schleuse 8, 9, 12, 2 und 3 Uhr nach Neu- Heringsdorf. 30 25 u. 20 f. Ferner wochentäglich vom 3. Juni ab die billigen Sonderfahrten 9. 2 1hr nach Neu- Heringsdorf hin u. zurüd. 40, Rinder 20 Pf. 9 u. 2 Uhr nach Woltersdorfer Schleuse hin u. zur. 55, 25 Reederei Kieck, Faldenfteinstr. 48. Telephon Mpl. 8197. Sonntag 8-10 geöffnet. Spezialität: Weite Größen: Nur für sofort! Feine Koverkot- Mäntel statt 27.- für 12.Prima Koverkot- Mäntel auf Seide, bis 100 lang, 10mal abgesteppt, statt 60,- für 27.Imprägn. Staubmäntel, reizende Macharten u. Farben statt 65.-, 35.- nur 29.-, 15.Fesche Kostüme, auch für Backfischfiguren, in helleren u. dunkler.Farb., st. 52.- 1.25.Entzückende Waschkleider und-kostüme aus Battist, Kräuselstoff, Musseline, Galadine, Frotté usw., darunter Stücke bis 54.-, ohne Rücksicht 18.auf Preis Beste Gummimäntel aus Panama u. Gloria, in 2 Serien statt 65.-, 42.- nur 30.-, 17 Gediegene Seiden- MohairAlpakka- Mäntel statt 52.-, 30.- nur 22., 12.für Elegante Modelle in schwarz Moiree u. Eolienne, kurz u. lang, st.64.-, 33.- nur 30.-, 13% Fantasie- Frauenmäntel in Tuch, Seide usw. statt 96.-, 50.- nur 45.-, 25.Kostüme in Seide, Eolienne, Koverkot, Kammgarn, Taffet, Bengaline, ausschließlich aparte Modelle( kurze lose Figaroform) 50.statt 145.... Dur Wunderbare Röcke für Reise Lodenkostüme 25.-, u. Promenade, schwarz und farbig, statt 25.- für 12.Lodenmäntel 15.Lodenpelerinen 10.. Mit 70% Ersparnis Weiche Ulster statt 65.- für 20.-, Modellplüschmäntel statt 120.für 45.-, Sealplüschmäntel statt 160.- für 78.-, Pelzmäntel ( echte Felle), Persianer, Sealbisam, Kanin( statt 1200.-) 650.( statt 900.-) 425.,( statt 650.-) 290.-,( statt 375.-) 180.Trauermagazin. Auswahlsendungen sofort. Amt Zentrum 7890. I. Mohrenstr. 37a ( Kolonnaden) Westmann II. Gr. Frankfurter Straße 115 ( nahe Andreasstr.) Möbelfabrik ,, Berolina" Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Fröbeln Inftitut Berlin, Wilhelmstr. 10. Montag, den 14. Juni 1915, abends 5, Uhr, im Geschäftslotal: Hausnaltungsschule und Pensionat, General- Versammlung Tagesordnung: Bilanz. Der Borstand: H. Krebs, K. Kauert, Möbelfabrik Osten" 99 E. G. m. b. H. 103/7 Bilanz am 31. Dezember 1914. Aktiva. Staffenbestand Banktonto Debitorentonto. Barenkonto. • • • 2855,06 592,95 2835,55 9259,40 Maschinen und Werkzeuge 2200,00 Kreditoren Afzepte Anteile Darlehne. Getvinn Passiva. 17732,96 7025,45 Inh.: Heinrich Pollak vorm. Grauenhorst. Grösste Fachlehranstalt. Unterricht in Anstand, feinem Benehmen, Kochen, Schneidern u. allen häuslichen Arbeiten. Abtg. B. Ausbild. für den herrschaftlich. Dienst als Kinderfrl., Stütze ungfer. Hausmädchen. Prosp. gratis Versorgung der Kriegsteilnehmer Preis 30 Pfennig Buchhandlung Vorwärts. Berlin W. Todes- Anzeigen 626,34 Sozialdemokratischer Wahlverein 213,50 9796,50 71,17 17732,96 Ausgeschieden sind 2 Genoffen, eingetreten ist 1 Genosse. Die Zahl der Senossen beträgt mithin am Schluß des Geschäftsjahres 7. Die Haft fumme beträgt 210 m. Aug. Tatsch. Jul. Makowiecki. Für Feldsoldaten! Deutsch- Polnisch 15 Pfg. Deutsch- Französisch 15 Pfg. Buchhandlung Vorwärts.) Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125( Oranienb. Tor), für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage), Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Sprechstund. 12-2%, u. 6-8 Reuters Werte 3 Bände 4 Mack. Buchhandlung Vorwärts Charlottenburg. Hierdurch zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Restaurateur Karl Papenfuß Spandauer Berg 22 am 26. d. Mis. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonnabend, den 29. Mai, nach mittags 3 Uhr, von der Leichen halle des neuen Luisen- Kirchhofes aus statt. Rege Beteiligung erwartet 250/17 Der Vorftand. Arbeiter- Jugend Wilmersdorf". Infolge Herzschlags verschied am 24. Mai unfer lieber Kollege Walter Bollow im blühenden Alter von 16 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonnabend, den 29. Mai, nach mittags 4, Uhr, auf dem Bil mersdorfer Friedhof statt. Um rege Beteiligung bittet Die Arbeiter Jugend Wilmersdorf". Deutscher Transportarbeiter Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nach richt, daß unser Kollege, der Hausdiener Bernhard Wittig am 26. d. Mts. im Alter von 22 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonnabend, den 29. Mai, nach mittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Sebastian- Kirchhofes in Reinidendorf, Humboldtstraße, aus statt. 64/7 Die Bezirksverwaltung. Zentralverband der Lederarbeiter und-Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin I. Am 26. Mai starb nach längerem Strantenlager unser Kollege, der Weißgerber Anton Matuschek im 46. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonnabend, den 29. Mai, nach mittags 4 Uhr, von der Leichen. halle des Sebastian- Kirchhofes in Reinidendorf aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 133/6 Der Vorftand. Am 27. Mai, vormittags 8, Uhr, entschlief nach furzem, schwerem Leiden meine innigitgeliebte Frau, und treusorgende Mutter Martha Seelenbinder im Alter von 36 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an August Seelenbinder nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 30. Mai, nachmittags 3 Uhr, vom Gemeindefriedhof Rummelsburg," Lüdstraße, aus 48 statt. Deutscher Holzarheiterverband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nach richt, daß unser Kollege, ber Tischler 83/14 Karl Bilbert Proskauer Str. 26 im Alter von 40 Jahren ge storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonnabend, den 29. Mai, nach mittags 4 Uhr, pon der Halle des Bential- Friedhofes in Friedrichs. felde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter Bernhard Nominikatis am 26. Mai gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 31. Mai, nach mittags 4 Uhr, von der Zeichen halle des zweiten Schöneberger städtischen Friedhofes, Eythstraße, aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. 114/10 Die Ortsverwaltung. Deutscher Buchbinder- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Buchbinder Albert Paul plötzlich gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 30. Mai, nachmittags 3/4 Uhr, auf dem Friedhof in Tempelhof, Germanen straße, statt. Bahlreiche Beteiligung erwartet 23/5 Die Ortsverwaltung.