Nr. 150.- 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerande: Bierteljährl 3.30 M., monatl. 1,10 wöchentlich 25 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Big. Bost Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post Seitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mark pro Monat. Postabonnements rehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal Rumanien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 60 Pig.. für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pig. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedrucke Wort 20 Bfg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pig., jedes meitere Wort 5 Vig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 151 90-151 97. Mittwoch, den 2. Juni 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Nr. 151 90-151 97. Siegreicher Sturm auf Stryj und drei Nordforts von Przemysl. Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 1. Juni 1915.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nach ihrer Niederlage füdlich von Neuville am 30. Mai versuchten die Franzosen weiter nördlich gestern einen neuen Durchbruch. Ihr Angriff, der sich in einer Frontbreite von zweieinhalb Kilometer gegen unsere Stellungen zwischen Straße Son chez- Béthune und Carency Bach richtete, brach meist schon in unserem Feuer unter großen Verluften zusammen, nur westlich Souchez kam es zum Nahkampf, in dem wir Sieger blieben. Im Priesterwalde gelang es unseren Truppen, die vorgestern verlorenen Grabenstücke größtenteils zurückzuerobern. Der Feind hatte wieder sehr erhebliche Verluste. Auf den übrigen Frontabschnitten hatte unsere Artillerie einige erfreuliche Erfolge. Durch einen Volltreffer im französischen Lager südlich Mourmelon le Grand rissen sich 300 bis 400 Pferde los und stoben nach allen Seiten auseinander. Zahlreiche Fahrzeuge und Automobile eilten schleunigst davon. Nördlich St. Ménéhould und nordöstlich Verdun flogen feindliche Munitionslager in die Luft. Als Antwort auf die Bewerfung der offenen Stadt. Ludwigshafen belegten wir heute nacht die Werften und Docks von London ausgiebig mit Bomben. Feindliche Flieger bewarfen heute nacht Ostende, beschädigten einige Häuser, richteten aber sonst keinen Schaden an. Deftlicher Kriegsschauplatz. Bei Amboten 50 Kilometer östlich Libau schlug deutsche Kavallerie das russische 4. Dragonerregiment in die Flucht. In Gegend zawle waren feindliche Angriffe erfolglos. Die Maibente beträgt: Nördlich des Niemen: 24 700 Gefangene, 16 Geschüße, 47 Maschinengewehre; zwischen Njemen und Pilica: 6943 Gefangene, 11 Maschinengewehre, ein Flugzeug. Südöstlicher Kriegsschauplatz.all C Auf der Nordfront von Przemysl sind gestern die Forts 10a, 11a und 12( bei und westlich Dunkowiczki gelegen) mit 1400 Mann vom Rest der Besazung und einer Bestückung von zwei Panzer, 18 schweren und fünf leichten Geschüßen durch bayerische Truppen stürmender Hand genommen. Die Russen suchten das Verhängnis durch Massenangriffe gegen unsere Stellungen östlich Jaroslau abzuwenden. Alle Anstrengungen blieben erfolglos. Ungeheure Mengen Gefallener bedecken das Schlachtfeld vor unserer Front. Von der Armee des Generals von Linsingen haben die Eroberer des 3winin Gardetruppen, Ostpreußen und Pommern unter der Führung des bayerischen Generals Grafen Bothmer den stark befestigten Ort Stryj gestürmt und die russische Stellung bei und nordwestlich dieser Stadt durchbrochen. Bisher wurden 53 Offiziere, 9182 Mann gefangen, 8 Geschüge und 15 Maschinengewehre erbeutet. Der österreichische Generalstabsbericht. Oberste Heeresleitung. Italienischer Kriegsschauplak. Die Lebensmittelpreise . während des Krieges. Trotzdem die Vorräte an den wichtigsten Nahrungsmitteln für die Versorgung der Bevölkerung während des Krieges ausreichen dürften, haben die Lebensmittelpreise seit dem Kriegsausbruch eine außerordentliche Höhe erreicht, und es ist noch immer kein Ende dieser maßlosen Steigerung abzusehen. Schon während der letzten Tage vor dem Kriege setzte, die allgemeine Preistreiberei ein, die folgenden Monate hindurch hat sie sich in einer geraden Linie aufwärts bewegt, so daß viele Lebensmittel in der relativ furzen Zeit um 100 und mehr Prozent teurer geworden sind. Die Maßnahmen der Staatsregierung haben sich als völlig ungenügend erwiesen, sie sind weder umfassend noch durchgreifend genug. Abgesehen von dem mißlungenen Versuch, die, Brot und Getreidepreise niederzuhalten, hat der spekulierende Privathandel völlig freie Hand behalten; das notwendige Ergebnis daran sind die jetzt herrschenden, täglich steigenden Preise. Einige Angaben mögen das Emporschnellen der Kriegspreise beweisen. Nach den monatlichen statistischen Uebersichten entwickelte sich die Reichinderziffer, die den auf Grund der Ration eines deutschen Marinesoldaten berechneten Nahrungsmittelaufwand für eine vierköpfige Familie und für eine Woche anzeigt, folgendermaßen: Juli 1914 Auguſt September Oftober. November Dezember " " " " 25,12 M. 26,41+1,29 M. 26,14 0,27 27,00 0,95 0,77 " 28,74+0,88 29,65 19. " P 27.86 +991, 31,49+1,84 32,90+1,41 " Januar 1915 Februar März Mit Ausnahme des Monats September, der nach der ersten stürmischen Anspannung einen ganz geringen Preis rüdgang aufiveist, steigen die Ausgaben jeden Monat ganz erheblich. Vom Juli 1914 bis zum März 1915 hat eine viertöpfige Familie 8,05 M. oder rund 32 Proz. mehr für die allernotwendigsten Lebensmittel aufzubringen. Die Monate Januar, Februar, März zeigen aber eine außerordentlich sprunghafte Steigerung an, die zu dem Schluß führt, daß das Resultat für die folgenden Monate April und Mai noch wesentlich ungünstiger ausfallen dürfte. Indessen sind die. Preise in den verschiedenen Gebieten des Reiches sehr schwankend, Die höchsten Preise sind an der östlichen und westlichen Grenze, also in der nächsten Nähe der Kriegsschauplätze, zu verzeichnen, wohin die Zufuhr erschwert ist; auch das zeugt dafür, wie die jeweilige Notlage der Bebölferung rücksichtslos aus Gewinninteresse ausgenügt wird. Die folgende Uebersicht gibt Aufschluß, wie sich in GroßBerlin, im Herzen des Reiches die Preise für einige der wichtigsten Lebensmittel entwickelten; es betrug der Preis für Der Geschützkampf auf dem Plateau von Folgaria- la- 1 Kilogramm in Pfennig: Varone, die fleineren Gefechte an der kärntnerischen Greuze Wien, 1. Juni.( W. T. B.) Amtlich wird ver- und im Raume bei Karfreit dauern fort. lautbart: 1. Juni 1915, mittags: Russischer Kriegsschauplak. Die östlich des San vorgedrungenen verbündeten Truppen wurden heute nacht an der ganzen Front von starken russischen Kräften angegriffen. Besonders an der unteren Lubaczowka versuchten der Zahl nach überlegene feindliche Kräfte vorzustoßen. Alle Angriffe wurden unter den schwersten Verlusten des Feindes zurückgeschlagen, der an mehreren Stellen in Auflösung zurüdging. Auch am unteren San flußabwärts Sieniawa scheiterten russische Angriffe. An der Nordfront von Przemysl crstürmten unterdessen bayerische Truppen drei Werke des Gürtels, machten vierzehnhundert Mann zu Gefangenen, erbeuteten achtundzwanzig schwere Geschüße, darunter zwei Panzergeschütze. Südlich des Dinestr sind gestern die verbündeten Truppen der Armee Linsingen in Fortsetzung des Angriffes in die feindliche Verteidigungsstellung eingedrungen, haben die Russen geschlagen und Stryj erobert. Der Feind ist im Rüdzug gegen den Dujestr. Dreiund fünfzig Offiziere, über neuntausend Mann Gefangene, acht Geschüße, fünfzehn Maschinengewehre fielen in die Hände der Sieger. Am Pruth und in Polen ist die Situation unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Asta Orzechowce o 273 330 Wikowice Dunkowiczki 271 237 5. 335 Zurawica 34.5 Lewnia Ligawica 239 252 348 San hunkowce 281 276 Ostrow Balestraszyce San 201 San Wyszałych 228 Jaksmanice Luczyce 203 336 Przemysl Kruhel Sielec 207 239 413. Nehrybka Pikulice 313 +22 291 Grochowce 0 1 2 3 4 Km. Hermanowyce 276 342 Höhen in Metern. Plan von Przemysl. V.Sambor 270 Hurko Lemberg Siedliska Buchta 234 4504 ( 1914) ( 1915) Juli März April 147 Rindfleisch Schweinefleisch. 151 Schweinespec. 169 Schweineschmalz 153. Reis +50 ΕΠ Bohnen Erbsen. Linsen. Weizenmehl Roggenmehr. Brot Kartoffeln 50 170 229 294 290 110 197 264 310 309 126 50 60 120 153 42 54 30 48 28 47 13 14 330 Butter.... 200 Hier haben wir im Speziellen den sicheren Beweis für die enorme Preistreiberei. Die Berliner Preise stehen übrigens relativ höher als der durchschnittliche Reichspreis. Die Inder ziffer für eine vierköpfige Familie stand nämlich in Berlin int Juli 1914 auf 24,75 M., int März 1915 hatte sie sich bereits auf 33,66 M. erhöht; das bedeutet ein Plus von 8,91 M. gleich 37 Proz. Schwer ins Gewicht fallen die fabelhaften Fleischpreise, die im Mai noch ganz außerordentlich in die Höhe geschnellt sind; sie schließen die breiten Volksmassen fast ganz vom Fleischgenuß aus; ebenso steht's mit Sped, Schmalz und Butter. Unerschwinglich sind die Preise für Reis, Bohnen, Erbsen und Linsen. Kartoffeln und Brot, obwohl auch sie sich außergewöhnlich verteuert haben, bleiben die einzig faufbaren Nahrungsmittel für die breiten Massen. Die entscheidende Frage bleibt jedoch, ob die Löhne in derselben Proportion gestiegen sind wie die Preise; das muß bestimmt verneint werden. Wohl haben einige Zweige der Kriegsindustrie entsprechende Löhne zu verzeichnen, jedoch sind Ypern im Granatenhagel. bei dem Vormarsch im Suganatal etwa 8 Kilometer von Borga an und stüßt sich fest auf die Berghänge zu beiden das Ausnahmen, die wieder durch Lohnverminderung in anderen Branchen ausgeglichen werden. Die Millionen von Angestellten haben dagegen eher ein durchweg niedrigeres Lyon, 31. Mai.( W. T. B.) Novelliste meldet aus Arras: Jn Seiten des Tales. Der Berg Belvedere, welcher Fiera di Einkommen. Vor allem aber sind die Millionen Familien, vier Tagen sind auf pern zwanzigtausend Granaten ge- Primiero im Cismonetal beherrscht, ist in unseren Händen. deren Ernährer im Schüßengraben liegen, auf ganz be- fallen. Die Stadt bietet einen schauervollen Anblid. Jn An der kärntnerischen Grenze griffen am Sonntag deutend geringere Eristenzmittel als in friedlichen Zeiten der ganzen Stadt ist nicht ein einziges Haus unbeschädigt. Sein anderthalb österreichische Bataillone mit Maschinengemehren angewiesen. Diese haben die Folgen des Krieges Einwohner weilt mehr dort. Als letzter hat der Bürgermeister die unsere Alpenjäger in der Nähe des Passes von Croce Carnico infolge des Lebensmittelwuchers über das normale Stadt verlassen. Maß hinaus zu tragen. Man übersche weiter nicht, daß die Qualität der Waren durchweg geringer geworden Zeppline über der Umgebung Londons. in fünf heftigen Angriffen an. Unsere Truppen ergriffen ihrerseits bei strömendem Regen und dichtem Nebel die Offenfive und verjagten endgültig den Feind. Unsere Verluste sind ist, trok der gestiegenen Preise. Die Interessenten machen sich auch hier die zwingende Notlage der Konsumenten nugbar; Bureaus. Das Prejsebureau gibt bekannt: Ueber Ramsan Energie, Selbstverleugnung und heiterem Vertrauen, um London, 1. Juni.( W. T..B.) Meldung des Reuterschen das Hochwasser der Flüsse an. Unsere Trubven wetteifern leicht. An der Grenze von Friaul dauern der Regen und die Verkaufsbedingungen werden ihnen diktiert. So günstig wie in dieser Kriegszeit waren in der Tat die Gewinnchancen gate, Brentwood und einigen anderen Orten in un die Schwierigkeiten zu überwinden. gez. Cadorna. gewisser Kreise noch niemals. mittelbarer Nachbarschaft Londons wurden Nun wird von anderer Seite gesagt werden, die hohen deutsche Luftschiffe gesehen. Aktionen der italienischen Flotte. Es brachen biele Preise sind ein notwendiges Uebel des Krieges, denn darin Brände aus, doch läßt sich nicht mit Sicherheit feststellen, gipfelt die bekannte Theorie das Angebot ist gering, die ob die Brände mit dem Besuche der Luftschiffe in Zusammen Nachfrage dagegen groß, die Preissteigerung ist umabwendbar. hang stehen. Aber bestimmte Produzenten- und Händlergruppen haben sich die günstige Situation des geringen Angebots ausgiebig zunuze gemacht und die Preise durch planmäßiges Vorgehen mächtig in die Höhe getrieben. Das produzierende wie das handelnde Kapital ist entschlossen, den etwas geringeren Umjas durch hohe Preise mehr als auszugleichen. Das alles hätte fönnen gemildert oder vermieden werden, wenn die Staatsregierung von Anfang an tatkräftig eingegriffen, den Spekulanten und Bucherern das verderbliche Handwerk gelegt hätte, wie es die sozialdemokratische Partei in Verbindung mit den freien Gewerkschaften schon im August vorigen Jahres forderte. Hier aber geschah nicht genug. Darum bestand auch der sogenannte Striegssozialismus nur in der lebhaften Phantasie einiger Illusionäre. Die maßgebenden Streise werden sich aber unter dem Zwang der beängstigenden Preisgestaltung die folgenschwere Frage vorlegen müſſen: wohin soll das führen? Sollen die Lebensmittel weiterhin in demselben Tempo teurer werden, wie. in den vergangenen neun Monaten? Und das wird gewiß sein, wenn nicht energische Gegenmaßregeln getroffen werden. Die Regierung verfügt über die Macht; sie muß einschneidende Maßnahmen ergreifen, damit nicht hinter dem Interejje einer fleinen Minderheit das allgemeine Wohl des Boltes zurücksteht. Westlicher Kriegsschauplah. Der französische Tagesbericht. Paris, 1. Juni.( W. T. B.) Amtlicher Striegsbericht von gestern nachmittag. Es gab in der Nacht vom 30. zunt 31. nichts Neues, außer im Loretto gebiet das Mißlingen eines deutschen Angriffs, welchen wir leicht zurückwarjen. Die Zahl der gestern im Labyrinth, jüdöstlich Neuville- Saint Vaast gemachten Gefangenen beträgt 150, darunter 4 Offiziere. Rom, 1. Juni.( W. T. B.) Meldung der Agenzia Stefani. Der Admiralstab teilt mit: Sonntag abend überflog eines unserer Luftschiffe Pola. und ließ Bomben auf den Bahnhof, die Eisenbahnanlagen, das Naphthalager Amsterdam, 1. Juni.( W. T. B.) Das„ Handelsblad meldet und das Arsenal fallen, die sämtlich auf ihren Zielen platten. aus 2ondon: Da das Pressebureau die Beröffent. Im Arsenal brach ein großer Brand aus. Das Luftschiff lichung von Einzelheiten über den legten Zeppelin- wurde von Spezialartillerie heftig beschossen, aber nicht geangriff verboten hat, enthalten die Morgenblätter keine troffen und kehrte unversehrt heim. Am Morgen des schiffe in der Umgebung Londons. näheren Nachrichten über die Tätigkeit der deutschen Luft- 31. Mai beschoß ein geschütter italienischer Torpedobootszerstörer die Werften von Monfalcone und richtete schweren Schaden an, wie von den Kommandanten unserer Torpedobootszerstörer festgestellt werden konnte. Einige große, mit Mehl beladene Barfen wurden von demselben Geschwader bei seiner Rückkehr von dieser Operation überrascht und vernichtet. Weder unsere Zerstörer noch ihre Besatzungen haben irgendwelchen Schaden durch feindliches Feuer erlitten. Gez. Thaonde Revel. Oestlicher Kriegsschauplah. Kriegsbegeisterung in Tirol. Der russische Generalstabsbericht. Petersburg, 1. Juni.( W. T. B.) Der Generalstab In der Gegend von Sawle fahren die Deutschen fort, des Generalissimus gibt unter dem 31. Mai bekannt: unserer Offensive durch heftiges Feuer Widerstand entgegenzuseßen. Indessen verlaufen die Kämpfe weiterhin in dieser Innsbruck, daß in ganz Tirol und Vorarlberg die Wien, 1. Juni.( W. T. B.) Die Blätter melden aus Gegend stets zu unseren Gunsten. An der Front zwischen Ernennung des Generalobersten Erzherzogs Eugen zum Oberder Pilica und der oberen Weichiel nahmen wir vom fommandierenden der österreichisch- ungarischen Streitkräfte 12. bis 24. Mai 209 Offiziere und 8617 Soldaten gefangen. gegen Italien, sowie die Betrauung des früheren Innsbrucker In Galizien entwickeln sich die Kämpfe am San gleich Korpskommandanten mit dem Kommando in Tirol unge falls zu unseren Gunsten. Unsere Truppen gehen erfolgreich heure Begeisterung hervorgerufen habe. In Tirol und offensiv vor. Sie überschritten in der Nacht zum 30. Mai die Vorarlberg haben sich seit dem Pfingstjonntag über 12000 Lubaczowka und besetzten das Dorf Monasterzyda, indem fic Seriegsfreiwillige gemeldet, wovon etwa 1500 int dem Gegner schwere Verluste beibrachten. Die Offensive des Alter von 65 bis 70 Jahren stehen. Feindes, die von der Front Jaroslau- Radymno in östlicher Richtung vorging, ist durch unser Feuer angehalten worden. Ministerpräsident Stürgkh über die neue Russischer Vergeltungsakt. Kriegslage. über In der Gegend jenseits des Dnjestr sind am 29. Mai alle Angriffe des Feindes in der Front ZaderewaczBolechow- Jaworow unter großen Verlusten für den Feind Wien, 31. Mai.( W. T. B.) Heute vormittag erschienen beint abgewiesen hatten, ergriffen sie in der Nacht zum 30. Mai tagsabgeordneten Faidutti, Bugatto und Spadero, abgeschlagen worden. Nachdem unsere Truppen Angriffe Ministerpräsidenten Grafen Stürgth die Reichsrats- und Landentschlossen die Offensive, bei der sie großen Erfolg hatten. Die Organisierung der Flüchtlingsfürsorge für die Bevölke An dieser Front nahmen wir mehr als 7000 Mann gefangen rung der evaluierten Gebiete an der Grenze gegen Italien und erbeuteten 30 Maschinengewehre. Der Feind hat begon- Rücksprache zu pflegen. Bei dieser Gelegenheit erklärte Graf nen, einen ungeordneten Rückzug anzutreten. An den anderen Stürgth: Die Kaiser- und Reichstreue der Bevölkerung Abschnitten unserer Front hat sich im Laufe des 30. Mai unserer südlichen Grenzgebiete bedarf gewiß in der schweren nichts Wesentliches verändert. Heimsuchung, die sie betroffen, des Troftes und der Ermuti gung, sie hat vollen Anspruch auf Gewährung moralischen Paris, 1. Juni.( W. T. B.) Amtlicher Kriegsund materiellen Beistandes. Diese Bevölkerung mit ihrem oft er bericht von gestern abend. An der serfront probten patriotischen Sinn und dynastischen Empfinden hat es zweifelWien, 31. Mai.( W. T. B.) Aus dem Kriegspressequartier wird los schwer gedrückt, als in den dem Kriegsausbruch vorangegangenen Artillerietämpfe. Im Gebiet nördlich von Arras er gemeldet: Wegen angeblichen Verrats haben die Russen Verhandlungen die Frage der Verzichtleistung auf gewisse Grenzzielten wir neue Fortschritte. An der Straße Sou dhe z- fiebzig der ältesten Juden von Sadagora nach Rußland weg haben dieses Opfer als eines der allerschwersten empfunden, gebiete auftauchte. Alle verantwortlichen Faktoren der Monarchie Carency bemächtigten wir uns der Mühle von Malon und geschleppt. Veranlassung zu dieser Gewalttat bot die Auf das sie widerfirebenden Herzens doch mit ernster Fassung der deutschen Schüßengräben, welche sich von der Mühle bis findung eines Fernfprechapparates und das erfolg im äußersten Falle zu bringen bereit waren, um von dem Reiche, zur Zuckerfabrik von Souchez erstreckten. Wir machten etwa reiche Feuer unserer Artillerie. In Schipenia wurden wegen insbesondere von der Grenzbevölkerung, das Unglück und die Ver50 Gefangene. Im Gebiete des Labyrinthes warfen wir in Begünstigung Benachrichtigung unserer wüftung fernzuhalten, die ein neuer Krieg mit einem wohlgerüsteten der Nacht vom 30. zum 31. Mai einen deutschen Gegenangriff ruppen 132 Häuser niedergebrannt und der Drt furchtbar ge- Gegner im Gefolge haben mußte. Die Bevölkerung unserer Grenz gebiete hatte auch die Größe des schmerzlichen Opfers zu würdigen zurück und richteten sodann die eroberten Stellungen für uns verstanden, wie nicht minder die reinen Beweggründe, die diesen eint. Am 31. Mai unternahm der Feind keinen InfanterieGedanken eingegeben hatten. Heute gehört diese Phase der Verangriff; er beschoß lediglich unsere Front. Am Rande des gangenheit an. Sie ist erledigt und abgetan. Italien hat die hod) Priesterwaldes einfacher Artilleriekampf. Bei den herzig zum Frieden gebotene Hand zurückgestoßen; seine Staatslenter Kämpfen am 30. Mai erbeuteten wir zwei Maschinengewehre. haben in Mißachtung des ewigen Sittengesetzes, das die Beziehungen der einzelnen wie der Völker untereinander beherrschen soll, ihr Meldung der Agenzia Volt in den Krieg getrieben, den sie vor ihrem Gewissen nicht verBlutige Kämpfe an der Westfront. Stefani. Das Große Hauptquartier gibt amtlich antworten können. Unter Verlegung der flaren Vertragspflicht hat bekannt: An der Grenze von Tirol und des Trentino Italien, das dem Bündnis mit uns und mit dem Deutschen Reiche London, 1. Juni.( W. T. B.) Der Kriegstorrespondauert der Vormarsch unserer Truppen jenseits der Grenze drei Jahrzehnte der Blüte und des Machtzuwachfes verdankt, den dent der Morning Post" meldet aus Frankreich vom fort. Wir bejezten etwa 6 kilometer nördlich Alla, die Rove- Feinden seiner bisherigen Verbündeten sich zugefellt, um die 30. Mai. Es gelang den Franzosen froß gewaltiger Anstrengungen reto beherrschende wichtige Höhe Conizugna, auf welcher die tätig zu berauben. Damit ist eine völlig neue Lage Monarchie heimtüdisch zu überfallen und gewaltnicht, Steenstrate völlig in ihre Gewalt zu be Defterreicher vor einiger Zeit den Bau einer Festung be- geschaffen, und Italien selbst hat alle Anerbietungen zunichte Iommen. Um das gewonnene Gelände zu behaupten, müssen sie gonnen hatten. Auf den Plateaus dauert die starke Aktion gemacht, die für den Fall friedlicher Verständigung gedacht fürchterliche Gegenangriffe der Deutschen aushalten. unserer Artillerie fort. Die Intensität des Feuers des öfter- waren. Von diesem Zeitpunkt an bleibt der Monarchie nur Bei Maison du Collegue zwischen Steenstrate und Het Sas faßten reichischen Forts Belvedere nimmt ab. Unsere Infanterie mehr die Pflicht, die ganze raft aufzubieten, die Deutschen auf den Ruinen wieder festen Fuß. richtet sich stark auf dem Gelände ein. Unsere Front langte ihre territoriale Integrität und jeden Zoll " Von der Westfront. Eindrücke und Erlebnisse. Der grüne" Feind, plündert. und Der italienische Krieg. Der italienische Bericht. Rom, 1. Juni.( W. T. B.) Rückzug, und über den Köpfen hinweg geht es noch immer in kurzen Zwischenräumen peng- peng- piuh, piuh- siis.. Aber was hilfts? Gemacht muß die Arbeit werden. Und Krieg ist Krieg. wenn ihn sich mancher auch ganz anders vorgestellt hatte! „ Olympiade 1915" jene Preishungrigen, die sich immer wieder in die Reihe der Springfonkurrenten zu schmuggeln suchen, auch wenn sie längst das Seil abwarfen... Dann müssen alle ran: llebungen nach freier Wahl am Barren. Mancher will nicht recht; aber es hilft nichts, er muß. Da kommen dann freilich die merkwürdigsten Uebungen zustande; ein kleiner, runder dreiundvierziger" Wehrmann sorgt besonders Day Spaten, Beil und Hade zu den wichtigsten„ Waffen" des„ Also, Kinder, heute nachmittag Olympiade 1915. Inter- für die Erheiterung der Gemüter... Nun ein Staffettenlauf die modernen Soldaten gehören, das ist ja nun wohl schon bekannt nationale sportliche Wettkämpfe, von Deutschen ausgefochten auf Chauffee entlang, vont nächsten Dorf her: die drei Züge der Komgenug. Das sommerliche Grünen und Blühen hat ihm aber nun französischem Boden unter den Schuß der englischen pagnie wetteifernd mit ihren besten Läufern gegeneinander.- Und auch noch ein anderes Instrument in die Hand gedrückt, mit dem Schiffsgeschüße! Jedermann ist freundlichst eingeladen daran teil- während die Läufer sich dann verschnaufen, ein Tauziehen der zehn er, wenigstens vom Schüßengraben aus, den Krieg zu führen hat: zunehmen. Glänzende Preise warten der Sieger. Springer, Stärksten jeden Zuges gegeneinander. Das macht das größte Verdie Sichel. Saftig und kraftvoll schossen in Regen und Sonnenschein Läufer, Athleten, alles tann gebraucht werden." gnügen. Und den Höhepunkt erreicht es, als furz vor der Entdie Gräser empor, langstengelige gelbe Butterblumen und rot- Und es ist kein Spaß. Ein Duhend Feldgrauer ist draußen scheidung zwischen den zehn Kraftathleten, des zweiten und dritten leuchtender Flattermohn dazwischen, herrlich anzusehen in ihrer auf der Wiese bereits damit beschäftigt, die Vorbereitungen zu Zuges das Tau mitten durchreißt und die Zehn zur Rechten wie Fülle und Pracht. Aber je besser es um das An sehen wurde, desto treffen, mit Bindfaden und weißen Läppchen eine Rennbahn abzu- die Zehn zur Linken in glatter Reihe auf die respektiven Rüden schlechter um das Durch sehen. Und die Grabenposten und Feld- grenzen, Sprunggeräte aufzubauen, einen Barren zu errichten und purzeln läßt. Es ist eben ein echtes Kriegstau, ein Notstrid, weiß wachtposten, bis zur Schulterhöhe eingebuddelt in das deckende und Bodenhindernisse beiseite zu schaffen. Die„ in Bereitschaft liegende" Gott, aus welchem Schutthaufen ausgegraben und zu der Würde schüßende Erdreich, hatten bald nichts mehr vor Augen als ein Meer Kompagnie soll, drei Kilometer hinter der Front, zur Feier des des olympischen" Kräfteerprobens erhoben! Zum Schluß endlich von grünen Halmen mit bunten Blumentöpfen, hinter dem der schönen Maisonntages, ein Sportfejt veranstalten. Die Offiziere ein Wald-, Höhen- und Hindernisrennen unter obligatorischer TeilFeind machen konnte, was er wollte. Das ging natürlich nicht. Und haben in ihre Beutel gegriffen und jeder ein paar Mark zu Preisen nahme der ganzen Kompagnie; ein paar Kilometer Weg immer so zog eines schönen Tages eine Patrouille aus, um Sensen und gestiftet. Und die Zahl dieser Preise erfährt im lebten Augenblid bergauf, bergab, durch Dornengestrüpp, über Gräben und Mauern Sichein zu„ requirieren", und in der Nacht mußten vor jedem noch eine erfreuliche Vermehrung: Die Leutnants friegen Besuch hinweg, immer den weißen Läppchen nach, die die Bahn bezeichnen. Bostenstand ein paar Leute heraus, um, vorsichtig geduct, mit diesen von anderen Kompagnien; wohl oder übel müssen nun auch diese Nicht eben ein reines Vergnügen der Teilnehmer, und die Zahl Instrumenten Gräfer und Blumen um ihre wuchernde Schönheit Besucher etwas stiften. Und schließlich hat jeder Wettkampf feine derer, die nach einigen hundert Metern aufgeben", ist so erstaunzu bringen. Preise, von einer Mark aufwärts bis zum runden blanten Taler. lich groß, daß der Herr Feldwebel es sich nicht nehmen läßt, mit Beng- peng- piu- sss- ntachten die Geschosse der feindlichen Das wald- und höhenumfränzte Tal mit seiner blanken Wiese ihnen noch ein kleines„ Grirarennen" zu veranstalten. Schließlich Posten, die wohl das Klingen und Rascheln des unsichtbaren Stahls inmitten und der geraden, festen Chaussee querdurch eignet sich muß man ja doch auch merken, daß man„ bei die Preußen" ist. in den sinkenden Halmen hörten. Da hieß es denn gar: Sensen famos für die Spiele; und das Wetter könnte nicht besser sein... Aber das Schicksal will, daß man auch noch merkt, daß diese und Sicheln fort und mit den blanken Händen weiterrupfen! Und um drei Uhr beginnen die„ Kämpfe". Zunächst ein Hundertmeter- Olympiade im Striege stattfand. Als gerade die Preisverteilung" beschon rutscht in ausgeschwärmter Schüßenlinie, mit drei Schritt lauf. 3wanzig Teilnehmer haben sich gemeldet. Hemdärmlich, in gonnen, zischt es zum ersten Male über die Berge herüber 1111Abstand, hier eine Gruppe und dort eine Gruppe auf dem Bauche Strümpfen treten sie an. Vier Vorläufe, dann der Entscheidungs- ein Krachen erschüttert die Erde, hinten im Tale sinkt ein Ast vom vor und reißt mit gierigen Händen, bald rechts, bald links, bald lauf. Hei, wie die jungen, sehnigen Gestalten fliegen!! Und nicht blühenden Baume zur Erde, and surrend fällt der Zünder des Gegeradeaus, ein Büschel nach dem andern. Wie wenn ein Heu- weniger sind die uniformierten Zuschauer bei der Sache. Zurufe, schoffes dem Sieger des Hundertmeterlaufes dicht vor die Füße. schreckenschwarm im Junern des„ dunklen Erdteils sich irgendwo Winte, Lachen und Schreien, und kaum kann die Bahn für die Nach knapp einer Minute folgt der zweite Feuergruß. Wahrniedergelassen hätte und alles zerstörend, alles vernichtend vordringt. Läufer freigehalten werden. Folgen weitläufige Diskussionen über scheinlich hat der Feind die hastenden Gestalten beobachtet, die bei Sie ist nicht gerade angenehm, die Arbeit. Scharfe Gräser zer- den Weltrekord", und wie weit der endgültige" Sieger dahinter dem Wald- und Höhenlauf über die Hänge der Berge fletterten. reißen die Haut, und mancher ledt und scheuert seine Rechte, die- geblieben( wobei übrigens nicht verschwiegen werden darf, daß der Nun bombardiert er diese Hänge und das Tal zu ihren Füßen. weil er mit ihr mitten in eine Brennessel oder Distelstaude faßte. Sieger selbst die Meinung hat, den bestehenden Weltrekord noch Schuß folgt auf Schuß. Die Preisverteilung wird in abgekürztem Bei dem Geräusch des Rupfens ist kaum zu hören, ob nicht vielleicht gebrochen" zu haben). Inzwischen beginnt aber auch schon das Verfahren zu Ende geführt. Und schon währenddessen flüchten die eine feindliche Patrouille naht, und zu sehen gibt es im Dunkel Bettspringen hoch" und weit". Keine üblen Resultate! Dabei preislosen Zuschauer so schleunig wie möglich in ihre bombensicheren der Nacht erst recht nichts. Hinten sperrt das Drahtverhau schnellen Amusement genug über manchen Querschläger", oder auch über. Keller und Unterstände. " S. N.. breit angestammien Bodens an ihrer jüblichen Kreisen Bashingtons herricht überdies die Empfindung. Neue Streiks im englischen Kohlenbergbau. Grenze, die Felsmauern Tirols und Kärntens daß unsere Blodadepolitik nach dem Völkerrecht nicht ebenso wie das Küstengebiet, mit eiserner auf ganz frei von einigen derselben Bedenken ist, die London, 31. Mai.( W. T. B.) Daily Telegraph" zu verteidigen. Diese Pflicht werden alle Völker des Reichs in opfermutiger, hingebungsvoller Begeisterung erfüllen, unterſtügt gegen die deutsche Unterseebootpolitif geltend meldet: Neue ernste Schwierigkeiten drohen in den von der treuen Waffenbrüderschaft der verbündeten deutschen Heere. gemacht werden.- Aehnlich meldet„ Daily Telegraph" Kohlengruben von Süd staffordshire. Sie find Die Völker unseres Reiches, deren Kraft und Einigkeit sich in zehn aus New York: Der Vorschlag der deutschen Antwortnote an darauf zurückzuführen, daß gegen 3000 Bergleute, die fürzlich monatigem, unerhört gewaltigen und ruhmreichen Ringen zur Be- Amerika, eine Untersuchung der Tatsachen vorzunehmen, streiften, ein Prozeßverfahren wegen Arbeitsversäumnis eingeleitet wunderung der ganzen Welt bewährt hat, werden sich noch inniger ist genau dasselbe Verfahren, dessen Anwendung Bryan in allen wurde. Um gegen diesen Prozeß zu protestieren, traten wieder 400 zusammenschließen int dem Bewußtsein ihrer Mann in einen Streit ein. Der allgemeine Ausstand ist höchstwahr unbezwing- amerikanischen Schiedsverträgen dringend empfohlen hat. lichen Kraft und im Vertrauen auf den unausbleiblichen Sieg der New York, 1. Juni.( W. T. B.) Die New York Breß scheinlich, wenn der Prozeß nicht niedergeschlagen wird. Die guten gerechten Sache. Mit betwegten Worten dankte Landeshaupt- und andere amerikanische Zeitungen von Bedeutung bemerken zu Arbeitgeber erklären, daß die Gruben durch den Streik völlig mann Faidutti für die von der Regierung zugesicherte Unterſtügung der„ Lusitania"-Note des Präsidenten Wilson: Die Befolgung der in Rückstand tamen, so daß die Produktion um 40 Proz. sank. und Hilfeleistung und bat gleichzeitig den Ministerpräsidenten namens Note würde Deutschland des Hauptwertes seiner gegenwärtigen Die Lage erscheint sehr ernst, da die Bergleute neuerdings die der Erschienenen und der durch sie vertretenen Bevölkerung, den Ausdrud der unerschütterlichen patriotischen Gesinnung sowie der Flottenmacht berauben. Die deutsche Flotte ist eingeschlossen und Neigung zeigen, die Arbeit zu vernachlässigen und den treuesten Anhänglichkeit an die erhabene Person des Kaisers und an nublos. Die Angriffe mit Unterseebooten ist die einzige Form, mit Grubenbetrieb unter den geringsten Vorwänden zum StillDie Arbeitgeber haben beschlossen, die das Reich an die Stufen des Allerhöchsten Thrones gelangen zu der die deutsche Marine Erfolge erzielt hat. Der Anspruch Ame- stand zu bringen. laffen. Der Ministerpräsident erwiderte, es gewähre ihm hohe Ge- rifas, daß die Unterseeboote aufhören sollten, für die Art des Disziplin zu verschärfen. nugtuung, diefem Wunsche zu entsprechen. Dienstes gebraucht zu werden, den sie allein ausführen können, Wie ferner, Daily News" meldet, streiten 4000 Bergberaubt Deutschland, wenn es solche Bedingungen annehmen sollte, arbeiter der Erz- und Kohlengruben von der legten Spur von Macht und Ansehen auf See. Er bedeutet Monmouthshire. Die Lage ist auch dort sehr ernst. Der National- Zeitung" wird aus Zürich berichtet: Dem das Anfinnen an Deutschland, den Seekrieg überhaupt einzustellen. Stohle fann der Admiralität nicht geliefert werden. Tagesanz." zufolge wurden in. Rom und Florenz die Deshalb wird Deutschland niemals unseren Wünschen in der Nebenprodukte der Werke werden für die Herstellung von Führer der Sozialistenpartei wegen Hoch- Unterseebootfrage entgegenkommen noch würden wir in gleicher Munition gebraucht. Die Eisenwerke arbeiteten lediglich für berrats berhaftet. Lage einem solchen Ansinnen entsprechen. die britische, die französische und die belgische Regierung. Die Kohlengruben stehen still, da elektrische Kraft und Licht abgeschnitten sind, weil die Elektriker streifen. Der Streif entstand wegen der Ariegszulage. Die Arbeiter wollen die Arbeit nicht wieder aufnehmen, ehe alle Forderungen be willigt sind. Verhaftung von Sozialisten. Der türkische Krieg. Meldung des türkischen Hauptquartiers. Konstantinopel, 31. Mai.( W. T. B.). Bericht des Großen Hauptquartiers: bemerkt. Sonderfriedens- Gerüchte. Die Bossische Zeitung" entnimmt der Petersburger Rjeisch folgende Telegramme der diplomatischen Vertreter Italiens aus dem italienischen Grünbuch: Carlotti. Petersburg, 29. März. Bon zuverlässiger Seite wird mir mitAn der Dardanellenfront griff der Feind gestern tretenden Persönlichkeit Schritte unternommen sind zur Herbeigeteilt, daß von einer im Namen der österreichischen Regierung aufbei Ari Burnu unseren rechten Flügel an, wurde aber mit Verlusten, die auf 100 Tote geschätzt werden, zurückführung eines Sonderfriedens mit Rußland. Berlin, 2. April. Aus einer Reihe von Anzeichen, die noch von geschlagen. Andere Leichen von Feinden wurden in den Tälern autoritativer Seite besonders bestätigt werden, habe ich die Ansicht gewonnen, daß Deutschland nichts gegen die Einleitung von Der Feind wollte gestern abend einen Teil der von ihm Friedensverhandlungen mit Nußland einzuwenden hätte. vorgestern verlorenen Schüßengräben im Zentrum durch einen überraschenden Angriff wiedernehmen, wurde aber in Nisch, 10. April. Aus vertraulichen Mitteilungen geht die seine alten Stellungen zurückgedrängt. Er ließ vor den Möglichkeit des Abschlusses eines Sonderfriedens zwischen Desterreich Squitti. genannten Schüßengräben viele Tote, Waffen und Bomben und Rußland hervor. zurüd. Sofia, 18. April. Es gehen Gerüchte über die Möglichkeit des Abschlusses eines Sonderfriedens zwischen Desterreich und Rußland. Im Abschnitt von Seddül Bahr wurde Infanterie- In Wiener politischen Kreisen spricht man von einem Friedensschluß und Artilleriefeuer gewechselt. mit Rußland, um freie Hand gegen Italien zu bekommen. Bollati. Bollati. Auf den übrigen Fronten ereignete sich nichts Wichtigeres. Cucchi. Ueber die Dardanellen- Kämpfe. Berlin, 15. April. Die Gerüchte von einem Sonderfrieden zwischen Desterreich- Ungarn und Rußland erhalten sich und treten London, 1. Juni.( W. T. B.) Der militärische Mit- immer bestimmter auf. arbeiter der, Morning Post" sagt: Die Türken Das liberale russische Blatt behauptet dazu, daß vor einigen scheinen reichliche Vorräte an Munition und eine große Wochen auch in Petersburg tatsächlich die Möglichkeit eines Zahl von Maschinengewehren zu befizen. Die deutsche metho- Sonderfriedens mit Desterreich- Ungarn erörtert worden sei. dische Voraussicht machte die türkische Armee tüchtiger, als allgemein angenommen worden war. Die Fortschritte der Alliierten müssen notwendigerweise langsam sein, solange sie auf den Frontalangriff beschränkt sind. ( 008) 180 Der Seekrieg. Vom U- Bootskrieg. Amsterdam, 1. Juni.( 2. T. B.) Ein hiesiges Blait berichtet: Der Dampfer der White Star Line, Megantic", der am Sonnabend von Quebec nach Liverpool abfuhr, traf am Sonntag frith 60 Meilen von Queenstown ein beutſches unjerjee boot. Der Kapitän sandte sofort ein drahtloses Telegramm an die Admiralität und ließ das Schiff mit Bolldampf Zidzad fahren. Der Stommandant des Unterseebootes gab mehrmals den Befehl zum Halten, dem Dampfer gelang es aber infolge seiner größeren Geschwindigkeit zu entkommen. Amsterdam, 1. Juni.( W. T. B.) Wie aus einem Telegramm, das die Koninklyke Stoamboot Maatschappy" aus Ramsgate erhielt, hervorgeht, wurde der holländische Dampfer Trittoh" weder torpediert, nod) lief er auf eine Mine, e3 brach vielmehr im Maschinenraum Feuer aus, das auf das Achterschiff übergriff. befannt. * Zum Unfall des„ Maricopa". Ausbau des deutschen Postwesens in Belgien. Berlin, 1. Juni.( W. T. B.) Um den weiteren Ausbau des deutschen Post wesens in Belgien au fördern, find die deutschen Kreispostämter von der deutschen Post- und Telegraphenverwaltung in Brüssel ermächtigt worden, in geeigneten Fällen außer den früheren Perceptions auch die ehemaligen Sousperceptions und Depots- Relais wieder zu eröffneit. Die Berceptions gleichen den heimischen Poſtämtern, die Sousperceptions ähneln den heimischen Postagenturen, die Depots Relais fchließlich find Hilfs. ſtellen, die von Landbriefträgern verwaltet werden. Der Boſtanweisungsverkehr zwischen Belgien einerseits und Desterreich fowie den Niederlanden andererseits ist vom 20. Mai ab, zwischen Belgien und Ungarn vom 1. Juni ab und zwischen Belgien und Bosnien Herzegowina vom 10. Juni ab zugelassen worden. Der Kampf um die allgemeine Wehrpflicht in England. " " P Grey bedarf der Schonung. Bureaus. Amtlich wird bekannt gegeben, daß Grey auf London, 1. Juni.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen den Rat der Aerzte die Arbeit für turze 3eit auf. geben wird, um seinen Augen Ruhe zu gönnen. Inzwischen Politik übernehmen und Lord ansdowne ihm, wenn wird Lord Crewe die Angelegenheiten der Aeußeren nötig, beistehen. Französische Klagen von der Front. Die Humanité" hat eine neue Rubrik eingerichtet, in, der fartlaufend Beschwerden von Soldaten aus der Front und den Lazaretten veröffentlicht werden sollen. Natürlich hat die Benjur gegen diese Rubrik mobil gemacht. In ihrer Nummer vom 24. Mai schreibt die Humanité": Wenn sich Uebelstände ergeben, müssen sie abgestellt werden. Es genügt nicht, die Korrespondenz der Soldaten anzuhalten, selbst enn fie an einen Parlamentarier gerichtet ist. ( Im Original gesperrt.) Die Hauptbeschwerden richten sich gegen das lleberhandnehmen des geistlichen Einflusses und gegen die ungleiche Behandlung der Parteien. Die sozialistischen Zeitungen werden unterdrückt, die streng flerifalen profegiert, teilweise umsonst verteilt. Renaudel, der Chefredakteur der Humanité", wird in der Kammer die Regierung über diese Angelegenheit interpellieren. Letzte Nachrichten. Veriagung oder Schluß des Landtags? Berlin, 1. Juni.( W. T. B.) In der heutigen Abend. sigung des Seniorentonvents des Abgeordnetenhauses- teilte der Präsident mit, daß der Minister des Innern morgen nochmals die Frage der Bertagung oder der Schließung des Zangtages mit den Führern der Fraktionen besprechen und die Gründe darlegen wird, weshalb die Session des Landtages geschlossen werden soll. Spionageproze. Leipzig, 1. Juni.( W. T. B.) Vor dem zweiten Straffenat des Reichsgerichts fand heute vormittag der Spionageprozes gegen den 24% Jahre alten peruanischen Kaufmann Enrique Artikel über die Frage der allgemeinen Wehrpflicht Croisan, beide aus Hamburg, statt. Der wegen Spionage an London, 1. Juni.( W. T. B.) Verschiedene Blätter bringen ojas und den 43 Jahre alten englischen Boyerlehrer George Daily Mail" schreibt: Das Land ist für die Annahme der geklagte Groffan wurde wegen versuchten Verrats militärischer allgemeinen Wehrpflicht noch nicht reif. Nur wenige machen sich vier Monaten Untersuchungshaft und Zulässigkeit von PolizeiaufGeheimnisse zu dreijährigem Zuchthaus unter Anrechnung von flar, daß die breiten Schichten des Volkes diese Maßregel ficht verurteilt, der Angeklagte Rojas wegen Unterlassung einer Brest, 1. Juni.( W. T. B.) Meldung der Agence Havas. zweifellos fürchten und mißbilligen. Das Blatt Anzeige des beabsichtigten Verbrechens nach§ 9 des Spionage. Der Kapitän des portugiesischen Dampfers" Chine" hat erklärt, erhielt zahlreiche Briefe, die sich gegen die Wehrpflicht aus- gefeßes au sechs Monat Gefängnis unter Anrechnung von er sei auf der Fahrt nach Nieuport fünfundsechzig Meilen von sprechen, besonders viele aus Jrland.„ Daily Mail" sagt drei Monaten Untersuchungshaft. Der Angeklagte Crossan Quessant von einem deutschen Unterseeboot angehalten worden. Ein Offizier des Unterseebootes sei an Bord der" Chine" ge- optimistischen Kriegsberichte. weiter: Der schlimmste Feind der Wehrpflicht sind die hatte im Herbst 1914, also nach Ausbruch des Krieges ,. Der Verlust von von Hamburg aus eine Nachricht an das Kriegsami in London kommen, habe Lebensmittel und einige Waschinenteile beschlag-„ Triumph“ und„ Majestic" wurde in den amtlichen Berichten in gelangen lassen wollen, die sich auf einen etwaigen deutschen Annahmen lassen und fünf Minuten Zeit gegeben, um die Rettungs- wenigen Beilen abgetan, gute Nachrichten wurden ausführlich, intereffe der Landesverteidigung geheimzuhalten fei. Er forderte griff gegen England bezog, von welcher er glaubte, daß sie im toote auszusehen und an dem Dampfer eine Dynamitpatrone schlechte kurz behandelt. Das Ergebnis ist, daß die Deffentlichkeit deshalb den Mitangeklagten Rojas auf, diese Nachricht zu überbefestigt. Kapitän und Matrojen hatten die„ Chine" und zivei schlechte Nachrichten übersieht, da sie am nächsten Tage durch die bringen. Doch kam es nicht zur Ausführung, so daß nur verenglische Dampfer verjinken sehen; die Besazung des einen sei üblichen Berichte über den deutschen Rückzug in Rußland und das juchter Verrat vorlag. Der Angeklagte Rojas ist nicht überführt. in Brest gelandet worden; das Schicksal der anderen sei ihm un- englische Borrüden bei La Bassée usw. in Bergessenheit gebracht die Aufforderung des Angeklagten angenommen und dadurch bei werden. Die schwerwiegende Tatsache, daß deutsche Unterseeboote dem versuchten Verbrechen Beihilfe geleistet zu haben. Er hat die Dardanellen erreichen und dort in zwei Tagen zwei vorzügliche jedoch von dem Vorhaben des Croffan glaubhafte Kenntnis gehabt, Berlin, 1. Juni.( W. T. B.) Am 22. April d. J. wurde ge- teinen Eindruck. Die Gegner der allgemeinen Wehrpflicht sind dann ließ, hat er sich eines Bergehens gegen§ 9 schuldig gemacht. Striegsschiffe vernichten konnten, machte auf das Publikum daher noch möglich war. Dadurch, daß er eine rechtzeitige Anzeige unterzu einer Zeit, da die Verhütung des beabsichtigten Verbrechens meldet, daß der norwegische Dampfer Maricopa" in der Nordsee auf eine Mine gelaufen und erheblich beschädigt worden scheinbar berechtigt, zu sagen, daß alles gut geht und eine Not Bei der Strafzumeſſung wurde berücksichtigt, daß beide Angeklagte sei. Bald darauf brachten englische und norwegische Blätter die wendigkeit für eine so tiefgehende Maßregel vorliegt. Ausländer sind und ihr Vorhaben geplant war zu einer Zeit, da Nachricht, daß nach Aussage des Kapitäns die Beschädigung wahrEconomist" schreibt: Der preußische Militarismus soll um Deutschland bereits mit England im Kriege war. scheinlich nicht auf eine Mine, sondern auf einen Torpedotreffer jeden Preis vernichtet werden. Was wird aus diesem hohen morazurüdzuführen sei. Nunmehr wird sogar schon mit Bestimmtheit lischen Ziele, wenn wir das System selbst annehmen, behauptet, daß ein deutsches Unterseeboot die„ Maricopa" be- au dessen Zerstörung wir hunderttausende Menschen und Hunderte Basel, 1. Juni( 2. U.) Aus Chiasso berichtet der„ Basler schossen habe. von Millionen an Geld bereits geopfert haben? Die Stoalition Hüte Anzeiger": Die schon Anfang letter Woche verbreiteten Meldungen. sich, Zeitungsartikel für die öffentliche Meinung zu halten. Das über eine Militärmeuteret in Mailand werden jetzt bestätigt. Ais Parteiblatt der Nationalisten Freemans Journal" in Dublin am Pfingstmontag abend in Mailand stationierte und zum Teil. schreibt: Es kann in diesem Augenblick nichts Verhängnis- frisch eingetroffene Truppen aller Waffengattungen verladen werbolleres geben, als dies Geschrei nach der allgemeinen in die Wagen zu steigen und widersetzten sich den Befehlen der den sollten, weigerten sich die Leute eines Infanterie- Regiments Wehrpflicht. Es droht mit einem Schlage die Einheit des Volkes Offiziere unter den Rufen Nieder mit dem Krieg!" und und den Burgfrieden der Parteien zu vernichten. Die Wehrpflicht„ Es lebe dic Revolution!" Anwesende, anscheinend der tönnte nur nach einem bitteren Kampfe mit den unglüdlichsten Folgen Arbeiterklasse angehörende Zivilisten, stimmten mit in die Sern, 1. Juni.( T. U.). Die Abschluß Untersuchung über eingeführt werden. Rufe ein und es entspann sich schließlich eine blutige, die Lusitania"-Katastrophe bat, Schweizer Zeitungen zufolge, er- London, 1. Juni.( W. T. B.) Die, Times" schreiben: Die Schlägerei, da die Soldaten sich mit Gewalt der Vergeben, daß sich an Bord der Lusitania" drei Schweizer und ein in Blätter, welche die Wehrpflicht bekämpfen, find dieselben, labung widerfesten, indem sie Gebrauch von ihren Waffen machten. der Schweiz wohnender Schotte befanden. Einer der drei um die früher das Land über die deutsche Gefahr ist es zu verdanken, daß kein größeres Unheil entstand. HerbeiNur dem Umstand, daß sie nicht im Best scharfer Munition waren, gekommenen Schweizer war Koch auf der„ Lusitania" und die täuschten. Während eine Reihe von Zuſchriften an die„ Times" geeilten hohen Offizieren und Alpinis gelang es schließlich, das Cunard- Linie hat seine in Liverpool lebende Witwe mit ihren drei die Einführung der Wehrpflicht befürworten, schreibt Sir West Militär zu beruhigen. Dagegen dauerten die Demonstrationen. Kindern das Maximum der ntschädigung zugesprochen, die sie nach Ridgeway, er halte die Wehrpflicht für die Dauer des Krieges für der Menge gegen den Krieg fort und nahmen immer größeren dem Haftpflichtgesetz zahlen muß, und ihr eine jährliche Pension wünschenswert, fönne sich aber der Tatsache nicht verschließen, daß Umfang an. Sie dauerten die ganze Nacht über an und erneuerten bewilligt. die Einführung wahrscheinlich einen heftigen Streit verursachen und sich die folgenden Tage besonders in den Arbeitervierteln mit immer vielleicht die jetzt einige Nation spalten würde. größerer Erbitterung. Die Heze gegen die Deutschen und OefterZum deutsch- amerikanischen Notenwechsel. Der nonkonformistische Geistliche Dr. Clifford, ein im reicher begann auch jede Nacht, anscheinend, weil interessierte London, 1. Juni.( W. T. B.) Die Times" melden aus ganzen Lande bekannter Prediger, sagte am Sonntag in einer reise auf diese Weise die Aufmerksamkeit von den ihnen un 28ashington: Die deutsche Regierung hat Bryans Bredigt: Uniere schlimmsten Feinde sind nicht in Die schon gemeldete Absetzung verschiedener militärischer und angenehmen Demonstrationen gegen den Krieg ablenken wollten. Grundsaz in Anwendung gebracht, daß in auswärtigen Deutschland, sondern hier. Er warnte sodann vor zivilistischer Funktionäre in Mailand ist in erster Linie auf die Fragen alle Streitigkeiten durch Feststellung der Tatsachen von den Bestrebungen der Presse, England in einen Militär- den Ausschreitungen gegen Privatgeschäfte vorhergegangenen. Schiedsgerichten erledigt werden sollen. In gewissen staat zu verwandeln. Zwischenfälle zurückzuführen. Wie uns von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, ist festgestellt morden, daß der Dampfer Maricopa" keinesfalls von einem deutschen Unterseeboot angegriffen worden ist. " Drei Schweizer bei der„ Lusitania". Katastrophe umgekommen. # " Militärmenterei in Mailand. Deutsches Theater Kammerspiele Ab Freitag, den 4. Juvi: URANIA Taubenstraße 48/49. 4 Uhr( halbe Preise): Acht Aufführungen: Auf dem polnisch. Kriegsschauplatz ,, Der Weibsteufel". Lucie Höflich. Hartmann, Rex. mit der Mackensen- Armee. 8 Ubr: Flandern und der Krieg. Theater für Mittwoch, den 2. Juni. Berliner Theater 8 Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Theater 8 Uhr: Die Schöne vom Strand Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Martha Friedrich- Wilhelmstädt. Theater 8, U.: 0 diese Leutnants! Kleines Theater Scherz, Satire, Ironie 8 Uhr: u. tiefere Bedeutung Lustspielhaus SU. Ein Prachtmädel Montis Operetten- Theater 8 Uhr: Hoheit tanzt Walzer Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Faust I. Teil Schiller- Th. Charlottenbg. I 10 11 INTER BARTEN 6 Juni 1915. Guido Thielcher ,, Venus im Grünen". Operette in 1 Akt. v. Rud. Lothar. Musik von Oskar Straus. Mitwirkende: Else Berna. 8 Uhr: Nacht und Morgen Lutti Werkmeister vom ThaliaThalia- Theater SUhr: Alt- Berliner Possen- Abend: Das erste Mittagessen. Hermann und Dorothea. Guten Morgen, Herr Fischer! Theater am Nollendorfpl. 8%, U.: Immer feste druff! Theater des Westens 8 Uhr: Der brave Fridolin Theater in der Königgrätzer Straße 8 Uhr: Rausch Z.75.M. Trianon- Theater 8/ Uhr Wie man einen Mann gewinnt Volksbühne.Theater am Bülowplatz 8.Uhr Rösickes Geist Palast Reichshallen- Theater. Thealer Am7400 Tägl. 8 Uhr. Sonntags 3, u. 8 Uhr Größtes Varieté- Programm Robert Steidl Sämtl: Schlager neu für Berlin Adelmanns? Paini? u, die weiteren auserwählten Juni- Spezialitäten. KI. Preise. Angen. kühl. Aufenthalt Voigt- Theater. Badstr. 58. Täglich: Badstr. 58. Carmen. Großes Ausstattungsstüd in 5 Bildern. Theater, Berlin. Karl Bachmann. Julius Spielmann sowie der glänzende neue Spielplan. N Freitag, den KÖNIGLICHER HOLLÄNDISCHER LLOYD 5.S.GELRIA SS.TUSANTIA NACH SUD- AMERIKA Deutscher Arbeiter- Wanderbund „ Die Naturfreunde" ( Ortsgruppe Berlin). Nächste Abfahrten von Amsterdam nach Süd- Amerika ( La Coruna, Vigo, Lissabon, Pernambuco, Bahia, Rio de Janeiro, Santos, Montevideo u. Buenos Aires) Schnelldampfer: Tubantia, 9. Juni und weiter alle 14 Tage. Frachtdampfer- Expeditionen nach Bedarf. 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Das Abgeordnetenhaus, das am Dienstag wieder zusammengetreten ist, hat zu allgemeiner leberraschung von der umfangreichen Tagesordnung nur den ersten Punkt erledigt. Es handelt sich um den von allen Fraktionen eingebrachten Antrag, der die Regierung um Mitteilung in der verstärkten Budgetkommission ersucht, welche Maßregeln sie angesichts des Kriegszustandes getroffen hat und zu treffen gedenkt, 1. um die Ernährung des Heeres, der Flotte und des Volkes weiter sicherzustellen, insbesondere mit Rücksicht auf die neue Ernte, 2. in bezug auf die Verhältnisse der Industrie, des Handels, des Handwerks und des städtischen Grundbesizes, 3. in bezug auf die Fürsorge für die Familien der Kriegsteilnehmer, 4. in bezug auf den Wiederaufbau der Provinz Ostpreußen. Der Antrag wurde debattelos angenommen, in der verstärkten Budgetfommission, in der auch die Sozialdemokratie vertreten ist, wird die Regierung die gewünschte Auskunft erteilen. Alle übrigen Gegenstände wurden von der Tagesordnung ab. gesetzt. Die Ursache hierfür ist darin zu erblicken, daß die Regierung den Führern der einzelnen Fraktionen mitgeteilt hat, daß sie die Session nicht zu vertagen, sondern zu ichließen beabsichtigt. Im Seniorenkonvent, der vor der Sigung zusammentrat, war allgemein Stimmung dafür vor handen, daß der Landtag während des Kriegszustandes nicht geschlossen werden dürfe. Der Präsident wird dem Staatsministerium den Wunsch des Abgeordnetenhauses übermitteln. Bevor aber endgültig feststeht, was weiter geschieht, fühlen die Abgeordneten sich nicht verpflichtet, irgendwelche Gesezentwürfe in Beratung zu nehmen, denn es könnte sonst dahin kommen, daß ihre ganze Arbeit vergeblich ist. Die abgesezten Gegenstände, unter denen sich auch die Verordnung betreffend ein vereinfachtes Enteignungsverfahren zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit und zur Beschäftigung von Kriegsgefangenen befindet, wurden auf die Tagesordnung der Sizung vom Mittwoch gesetzt. Die genannte Verordnung bedarf nach der Verfassung der Zustim mung des Landtages; bevor diese erteilt ist, kann die Regierung die Session nicht schließen. " Mittwoch, 2. Juni 1915. ablehne. Im Dezember und im März haben die bürgerlichen anlagt die Deutsche Tageszeitung" zu folgender Parteien darauf eine gemeinsame Antwort abgegeben und na Kritik: mentlich in Dezember deutlich genug erkennen lassen, daß für diese Frage nicht die Grundsätze der Internationale, sondern nur das eigene deutsche Interesse maßgebend sein könne.( Als ob sich nach unserer Auffassung beides widerspräche! Anm. des „ Vorw.".) Nun hielten die Sozialdemokraten es für nüßlich, gerade im gegenwärtigen Augenblick die Erklärung abzugeben, daß nach ihrer Auffassung der Friede ohne Vergewaltigung eines anderen Voltes" geschlossen werden müsse, und daß sie sich„ mit Entschiedenheit gegen diejenigen Bestrebungen wendeten, die den Frieden abhängig machen wollen von allerlei Eroberun= gen". Das Haus stand weder in der Etatsberatung, noch gab sonst irgendein Gegenstand der Tagesordnung Anlaß, in dieser Weise grundsäglich Stellung zu nehmen; es wurde dazu in einer sonst durchaus nicht üblichen Weise die Besprechung einiger Petitionen benutzt, deren Bedeutung durch den Reichstag selbst durch lebergang zur Tagesordnung gefenngezeichnet wor den ist." Der Anlaß für Eberts. Rede wäre u. E. allein durch die höchst mißverständlichen Worte des Reichskanzlers über die notwendigen realen Garantien" für die Zukunft geboten gewesen. Im übrigen galt es, die wie Scheidemann sie nannte„ törichten Redereien" mancher Annexionspolitiker zurückzuweisen. Den rein formellen Einwand mangelnden Anlasses erhebt die Kreuzzeitung" auch gegen Eberts Ausführungen über die Notwendigkeit der Herstellung bürgerlicher Gleichberechtigung in Deutschland: „ Wenn ihr Verfasser meint, eine solche Maßnahme würde in den Schüzengräben großen Jubel auslösen und Mut und Kampffraft stärken, so dürfte er doch eigentlich nicht übersehen, daß sie nur bei einem Teil unserer Krieger freudige Empfindungen auslösen, einen anderen dagegen in schwere Sorgen versetzen und in ihm vielfach das bittere Gefühl erregen würde, zum Dank für seine Kämpfe und Leiden in grundlosester und nugerechtester Weise eine Verkürzung seiner politischen Rechte zu erfahren. Der Ver fasser der Zuschrift hätte auch nicht übersehen dürfen, daß eine solche Maßregel, die er ausdrücklich mit dem Eintritt Italiens(!) in den Krieg begründet, dem Auslande gegenüber eine höchst bedenkliche Wirkung haben müßte: denn das Ausland würde und müßte daraus natürlich die Folgerung ziehen, daß die Massen in Deutschland schwierig würden und die Regierung sich aus diesem Grunde zu einer Wahlrechtsänderung genötigt sehe, die sie sonst auf das strikteste ablehnte. Der Verfasser der Zuschrift hätte endlich aber auch nicht übersehen dürfen, daß sein Verlangen eine Herabwürdigung dieses Krieges, den unser Volk um sein Dasein und seine Zukunft und nicht um innerpolitische Veränderungen kämpft, und ebenso natürlich auch eine Herabwürdigung unserer tapferen Krieger bedeutet, denen er den Standpunkt ansinnt, nicht der Gedanke an das Vaterland allein, sondern eine Wahlrechtsänderung sei am geeignetsten, ihren Mut und Kampfkraft zu stärken." Die Deutsche Tageszeitung" sagt damit nicht weniger, als daß die llebertragung des Reichstagswahlrechts in Preußen die militärische Position Deutschlands schwächen würde. Dic Wahlrechtsreform würde nämlich nach Auffassung des konservativen Organs uns gegenüber dem Ausland schädigen, weil Jedesmal haben die Sozialdemokraten die Forderung nach „ Gleichberechtigung" erhoben. Sie haben deutlich genug er= kennen lassen, daß sie darunter auch die Einführung des es dort den Eindruck erwecken könnte, als habe die Reichstagswahlrechts, vielleicht noch mit Renderungen Regierung dem Wunsche breiter Volksschichten nachgegeben. radikaler Art, in Breußen verstehen. Man hat ihnen von Es gehört wirklich schon eine merkwürdige Auffassung dazu, fonservativer Seite bisher nicht geantwortet. Dieses Mal waren in dem bereitwilligen Eingehen der Regierung auf Volksdie sozialdemokratischen Aeußerungen zu dieser Frage schon wünsche eine Schwäche der Regierung zu sehen. äußerlich geradezu vom Zaune gebrochen. Denn auch sie ge- Das Ausland hat für cine derartige Kombination schahen gelegentlich der Besprechung zweier belangloser Be- wirklich kein Verständnis. Wer weiß, wie das Austitionen über die äußeren Kriegsziele. Deshalb hielt die kon land unsere preußischen Verfassungsverhältnisse beurteilt, jervative Fraktion es für ihre Pflicht, wenigstens einmal darauf fann von einer Landtagswahlreform gerade nur die Wirkung hinzuweisen, daß die ewige Wiederholung der for derung nach Gleichberechtigung auch deshalb schon überaus erwarten, daß das Schlagwort gegen den„ Kaiserismus" und schädlich wirken muß, weil sie dem böswilligen wie dem mit preußischen Absolutismus" wesentlich an Zugkraft verunseren Verhältnissen nicht bekannten Auslande Anlaß zu der lieren würde. falschen Annahme geben kann, als lebe bei uns das Wolf unter einem schweren Drude mangelnder Gleichberechtigung." Wenn die Deutsche Tageszeitung" weiter behauptet, ein Teil der Stämpfer draußen würde durch eine LandtagswahlDie Begründung für die Kritif Westarps zeigt, daß die reform von„ bitterem Gefühle" über die„ grundloseste und Konservativen auch materiell von der staatsbürgerlichen ungerechteste Verkürzung politischer Rechte" erfüllt werden, so mag das vielleicht für die von dem Geist der„ Deutschen Gleichberechtigung nichts wissen wollen. Die sozialdemokratische Fraktion des Abgeordnetenhauses beabsichtigt einen Antrag einzubringen, wonach die Regierung ersucht wird, noch in diesem Tagungs- Daß Genosse Ebert seine Rede gelegentlich der Be- Tageszeitung" völlig beherrschten hochkonservativen Streise abschnitt dem Landtage eine Vorlage betreffend te ber- sprechung zweier belangloser Petitionen halten mußte, ist zutreffen. Aber wie verschwindend klein sind diese Streise tragung des Reichstagswahlrechts auf übrigens direft auf den Grafen Westarp zurückzuführen. Es angesichts der großen Massen, die durch die Aufrechterhaltung Preußen zu unterbreiten. Die bürgerlichen Parteien war bekannt, daß Genosse Ebert im Anschluß an die Rede des jezigen Wahlrechts bitter gestimmt werden. Wir nehmer übrigens zur Ehre der kleinen Kreise derer, die jetzt Vordes Reichskanzlers sprechen sollte. Um das zu verhindern, sollen, da es der sozialdemokratischen Fraktion nicht möglich überraschte Graf Weſtarp den Reichstag mit dem Antrag auf rechte bejizen, an, daß sie angesichts der gleichen Opfer ist, bei ihrer geringen Mitgliederzahl die erforderlichen Unter- Vertagung. Weder dem Präsidenten noch den bürgerlichen wie sie ihnen das preußische Wahlrecht gibt, verzichten. Sie aller Bevölkerungsschichten auf eine derartige Sonderstellung, schriften aufzubringen, ersucht werden, den Antrag zu unter- Parteien war vorher etwas von dieser Absicht mitgeteilt worschreiben, damit seine Verhandlung ermöglicht werden kann. Den. Das Vorgehen des Grafen Westarp fand deshalb auch werden es vielleicht sogar als eine Herabwürdigung ihrer Person empfinden, daß ihnen das konservative Organ nicht nach Schluß der Sitzung allgemeine Verurteilung, diesen selbstverständlichen Verzicht auf unbegründete Vorrechte und ant anderen Tage mußte extra der Seniorenkonvent zu aufraut. ſammentrefen, unt die Situation wieder zu klären. Diese daran vermag man zu ermessen, wie der Vorwurf einzuTatsachen sind der Krenzzeitung" natürlich bekannt und schäßen ist, daß die Sozialdemokraten zwei belanglose Petitionen benüßt hätten, um eine politische Rede halten zu lassen. nahmen beschließen, um weiteren Ueberrimpelungsversuchen Tageblatt": Die sozialdemokratische Fraktion dürfte für fünftig Maßlichen Parteien für Zanderwerbungen eintreten, bemerkt das„ Berliner durch die Konservativen ein Ende zu machen. Es verdient aber immer wieder festgehalten zu werden, daß die Konservativen nichts davon wissen wollen, daß wenigstens nach dem Zur Erklärung dieses Beschlusses führt die Kreuz- Kriege die staatsbürgerliche Gleichberechtigung aller Deutschen zeitung" an: eintreten soll. Der Burgfriede" im Parlament. Der scharfe Angriff des Grafen West arv im Reichs. tage gegen die Sozialdemokratie ist auch von bürgerlicher Seite unangenehm empfunden worden. Gleichsam als wollte die konservative Partei diesen Eindrud verschärfen, teilt die nicht er als Person verantwortlich war, sondern daß die Rede reuzzeitung" jetzt mit, daß für die Rede Weſtarps auf Beschluß der konservativen Fraktion nach sorgfältiger Ueberlegung erfolgte. Um so schärfere Zurückweisung verdient natürlich die Rede. Die Wahlrechtsreform in Preußen schädigt Deutschlands militärische Position! Tas Kriegsziel. Zu der Bemerkung des Freiherrn v. Zedlig, daß alle bürger" Wir wissen nicht, ob Herr v. Jedlig wirklich berechtigt ist, fie fämtliche bürgerlichen Parteien", also auch für den Freiſim, beſtimmée Erklärungen abzugeben. Daß alle Parteien, auch die Sozialdemo fraten, als Ergebnis des Krieges, eine Sicherung des Friedens wünschen, ist selbstverständlich, und es kommt nur darauf an, was man unter„ Sicherung" versteht und ob die angeblichen„ Sicherheiten" nicht den Keim zu neuen Kriegen in sich bergen. Die " großen wirtschaftlichen Verbände", die allerdings sehr rührig sind, werden in einem Striege, den das ganze Volt führt, wohl nicht ausDie sozialdemokratische Partei hat bisher in jeder Sizungsperiode während des Krieges ausdrücklich erklärt, daß sic im Ginvernehmen mit den Grundsäßen der Internationale jede Eroberung, d. h. also jede Veränderung unserer Grenzen durch Erwerb feindlicher Ge- Die in unserem gestrigen Leitartikel wiedergegebene Zu biete gegen den Willen unserer Feinde grundsätzlich schrift eines Geistlichen an das„ Berliner Tageblatt" ver- schlaggebend sein können!" Vom nordöstlichen Kriegsschauplah. Im litauischen Staub. des feinen Sandes, man muß den Atem anhalten. Die nächste| dadurch über die wirkliche Absicht, nämlich in dem erwähnten Begbiegung bringt uns aus dem wirbelnden Staub hinaus, er Dreied nach Ostpreußen zu gelangen, täuschen, ihnen natürlich fegt nun wieder über die Felder. Aber nun müssen wir rechts auch Verluste beibringen und Stützpunkte nehmen. Nur das an einer Kolonne vorbeifahren, durch die lange, von ihr aufge- letztere wurde in gewissem Sinne erreicht, denn die Russen haben triebene Wolfe hindurch. Es hilft nichts, wir müssen wieder mehrere russische Ortschaften ordentlich zusammengeschossen, dabei Jurborg, den 26. Mai 1915. Staub schlucken. Doch auch der Schmerz geht vorüber." Wir haben auch viele Einwohner getötet und ihre wirtschaftlichen Werte verAls grimmige Kälte unsere Soldaten überfiel, sehnten sie sich die Kolonne überholt und schöpfen wieder frei Atem. Aber kaum nichtet. Die deutschen Truppen, die sich früh und schnell genug nach warmem Sonnenschein; als Regen sie peitschte, das Wasser beginnt die Wonne, da wälzt sich uns wieder ein Gewölf von zurückzogen, erlitten bei dem Bombardement fast gar keine die Schüßengräben füllte und die Straßen in langgestreckte Sümpfe Staub entgegen, das ein langsam fahrendes Auto uns beschert. Verluste. verwandelte, wünschten sie Trockenheit herbei. Nun haben die Und dann rasen wir wieder durch eine Staubwolfe, die wie an- Aus Kowno drangen starke russische Kräfte durch das großze, Truppen von beiden, von Hiße und Trockenheit, etwas reichlich geklebt ein dahintrabendes Trüppchen Kavalleristen begleitet. So der Festung vorgelagerte Waldgebiet und in starker Anlehnung an viel. Der Winter mit seinen Martern ist überwunden, Nässe quält geraten wir aus einer staubigen Ueberraschung in die andere. Den Njemen in der Richtung auf Szaki vor. Zurückgehende die müden Körper jetzt nicht mehr. Aber nun macht ein schred- Aber noch schlimmer sind die marschierenden Truppen daran. Sie schwache deutsche Kräfte wirften wie ein Köder, dem die Russen licher Staub den marschierenden Soldaten das Leben sauer. kommen aus dem von ihnen selbst aufgetriebenen Staub nicht bis nahe an die eigentliche Verteidigungslinie der Deutschen folgten. Heiß brennt die Sonne nieder auf die durstige, nach Regen heraus, und müssen auch die von Wagen und Reitern verur Von Kavallerie verschleiert, waren stärkere deutsche Kräfte südlich Techzende Erde. So trocken ist der Boden, daß unter dem Pfluge jachten Wolfen über sich herfallen lassen. Diese Staubplage er- von Pilwiski versammelt. Nach Aussage von gefangenen Russen des ackernden Bauern Staubwolfen aufwirbeln. Die meisten schwerte unseren Truppen die Kämpfe, die sie in den Tagen vor hatten ihre Patrouillen diese Kräfte nicht erkundet, sondern nur russischen Wege haben jetzt ein tiefes Pflaster von trockenem Pfingsten in einem Gebiet zwischen Kowno und der preußischen die Anwesenheit von Kavallerie gemeldet. Bis über Szafi hinaus Sand, der zuweilen mehr Belästigungen bringt, als selbst Schnee Grenze zu bestehen hatten. Das ganze Operationsgelände bildete ließ man die Russen ziemlich ungehindert vorwärts dringen, dann und Morast. Bei der leisesten Berührung steigen von dem oft ein Dreied, mit der genannten Festung als Stüße, der Eisenbahn- begann von Jurborg und von der deutschen Grenze her ein staubfeinen Sande Wolken auf wie Nebel aus nassen Wiesen. linie Wilna- Kowna- Eydtkuhnen als dem südlichen, dem Njemen, energischer Angriff. Schon stußten die Russen, dann bekamen sie Der Wind treibt die Staubnebel in langgezogenen Fahnen über als nördlichem Schenkel. Die deutsche Verteidigungslinie zog sich auch wohl schon durch einen guten Beobachtungsdienst Kenntnis von die Felder und eine solche Fahne jagt die andere. Von jedem von Jurborg nach Pilwiski. hinüber. Bis zu dieser Linie sollten dem gleichzeitigen Vorstoß der bei Pilwiski versammelten Kräfte. Wagen, von jedem Reiter, von jeder marschierenden Truppe löst die von Kowno aus vorstoßenden Russen herankommen, nicht um Sofort begann der Rückzug. Ihr unbestreitbar außerordentliches sich eine Staubfahne ab, die der voraneilenden nachzieht, wie eine fie dann nur aufzuhalten oder zurückzuschlagen, sondern um einen Geschick im Zurückgehen ließ den größten Teil der Flüchtenden Kompagnie von Soldaten der anderen auf dem Manövergelände. möglichst großen Teil der gegnerischen Kräfte aufzureiben oder die Wälder erreichen, eine unverhältnismäßig große Zahl von toten Hier bestimmt die Stärke und Richtung des Windes das Marsch- als Gefangene in die Hände zu bekommen. und verwundeten Russen blieb auf der Rückzugsstraße liegen, aber tempo. Solange der Wind die Flanke der vorwärts strebenden Schon aus politischen Gründen möchten die Russen gern nur 2200 Mann wurde gefangen genommen.... Von Szafi aus Truppen padt, und den aufgewirbelten Staub jeitlich davon treibt, wenigstens an einer Stelle die preußische Grenze noch einmal sahen wir in der Ferne in einer vom Norden nach Süden sich ihn wie Nebelwolken über die Felder rasen läßt, ist er den Sol- überschreiten. Gefänge ihnen das, so wäre damit für Deutschland hinziehenden Linie an mehreren Stellen Rauchwolfen aufsteigen, daten immerhin noch ein guter Freund. Aber er steigert ihre Be- militärisch nichts verloren, denn für die Kriegslage ist es an sich auch dringt schwacher verhallender Kanonendonner zu uns herüber. schwerden, wenn er sie von vorn oder hinten padt. Wenn die ziemlich gleichgültig, ob die beutsche Verteidigungslinie einige Ich denke, dort wird noch gefämpft! Andere sprechen denselben Truppe direkt in der Windrichtung marschiert, dann wälzen sich Kilometer diesseits oder jenseits ber Grenze liegt. Die russische Gedanken aus. Beim Stabe der Armeegruppe, zu der wir fahren, die unaufhörlich aufsteigenden Wolken und Fahnen den Mar- Heeresleitung hungert jedoch danach, durch einen kleinen Schritt fagt man uns jedoch:" Sie sahen nur die Rauchwolfen brennender schierenden entgegen oder stürzen hinter ihnen her, hüllen sie ein, über die Grenze im In- und Auslande den Anschein einer neuen Dörfer, die von den Russen niedergelegt werden, damit wir sie oft minutenlang, quälen Menschen und Tiere. Der Staub legt erfolgreichen russischen Offensive vorzutäuschen. Die Taktik der nicht als Stüßpunkte benutzen sollen." Ein höherer Stabsoffizier sich auf die Kleider, nistet in den Haaren, schminkt Gesicht, Hals Deutschen fam solchen Bestrebungen diesmal entgegen, ohne aller- äußert seine Ansicht über die Russen: Die Gefangenen machten und Hände feldgrau, lagert in den Ohrmuscheln, dringt beim dings das Ziel erreichen zu lassen. Vor den angreifenden Russen einen guten Eindruck sowohl förperlich als auch in der Ausrüstung. Atmen in Mund und Nase ein, belästigt die Schleimhäute, spinnt gingen die Deutschen auf einer begrenzten Front zurüd, soweit, Der Russe ist im allgemeinen ein guter Mensch und kein schlechter den ganzen Menschen ein, als wollte er ihn erstiden lassen. Wir daß die Angreifer von anderen deutschen Kräften in der Flanke Soldat, aber das Offiziertorps taugt nicht viel, am wenigsten die fahren in östlicher Richtung auf Szafi zu. Ich sehe die Staub- oder gar im Rücken gepackt werden konnten. Mit diesem Manöver Gesellschaft der Großfürſten. fahnen rechts von uns über die Felder, über die weite, im brachte man den Russen wieder eine schwere Schlappe bei. Daß Wir folgen der Einladung zu einer Tasse Kaffee. Dazu beFrühlingsgrün prangende Landschaft, über bäuerliche, mit blühen- gleichzeitig eines der Sammelbecken ihrer Kräfte erheblich geschwächt wirtet mich Exzellenz mit seinen Ansichten über Miliz, Freisinn den Bäumen umgürtete Anwesen, über Wiesen und Wälder jagen. wurde, ist wahrscheinlich auch kein gleichgültiger Umstand. Als und Sozialdemokratie. Dann zogen wir wieder los nach Jurborg, Bald kommt es anders. Der Wind treibt uns von der nächsten Vorspiel zu ihrem Vorstoß aus Kowno belegten die Russen Kalbarya, so schnell es die russischen Wege nur erlauben, und noch einmal Wegbiegung an, die von voraufziehenden Kolonnen aufgetriebenen Maryampol und einige andere Orte in gleicher Höhe mit einem schlucken wir Staub, viel Staub. Staubwolten entgegen. Schnell versehen sie uns mit einer Schicht Regen von Artilleriegeschossen. Bielleicht wollte man die Deutschen Düwell, Kriegsberichterstatter. Thersites. Die Kölnische Zeitung" schreibt: „ Der Abg. Liebknecht hat sich gemüßigt gesehen, die Einangit ex heitlichkeit der Reichstagsfißung wieder einmal durch Zwischen rufe zu stören, deren Sinn soweit abirrt von dem normalen deutschen Empfinden, daß sie wahrlich nur einem wirren und nicht mehr- normal funktionierenden Hirn entspringen können. Er sprach, wie schon einmal im preußischen Abgeordnetenhause, von Rapitalsinteressen", als der nationalliberale Redner andeutete, daß eine Aenderung der Grenzen nötig werden könnte.... Daß der Abg. Liebknecht dieses auf der flachen Hand liegende Ziel auch jetzt noch verkennt, ist um so verwunderlicher, als er als Landsturmmann in einem militärischen Verband beobachten konnte, wie vom letzten bis zum ersten dieser Wille wirksam ist. Wenn er jetzt unter dem Schutz der Immunität des Abgeordneten von kapitalistischen Tendenzen der deutschen Kriegführung spricht, fann man nur bedauern, daß ein Teil der Bevölkerung noch ein Mandat in die Hand eines Mannes legt, den man unmöglich mehr ernst nehmen kann. Man wäre fast versucht, diesem nationalen Thersites einen Achill zu gönnen." Es genügt, hizuzufügen, daß in der griechischen Sage Thersites von Achill beschimpft und geschlagen wurde. Ob sich das Kölnische nationalliberale Organ bereits selbst in der Achill- Rolle fühlt? Ein Sozialdemokrat Mitglied der Schuldeputation. Die Wahl des Genossen Reichstagsabgeordneten Dr. Duard in Frankfurt a. M. zum Mitglied der städtischen Schuldeputation ist von der Regierung in Wiesbaden bestätigt worden. In früheren Jahren wurde die Bestätigung zweimal versagt. Berichtigung. " In dem Bericht über die Reichstagsfizung vom Sonnabend, den 29. Mai, befindet sich in der ersten Zeile der Wiedergabe der Rede des Genossen Scheidemann ein durch einen Hörfehler des Stenographen entstandener Irrtum. Es muß nicht heißen: Ich war gestern der Meinung, daß nach der Rede des Reichskanzlers sich jedes Wort unsererseits erübrige", sondern Graf Westarp war der Meinung, daß nach der Rede des Reichskanzlers fich jedes Wort unfererseits erübrigt hätte". Ungerechtfertigte Forderung. Dieser Tage waren die amtlichen Handelsbertre. rangen Ostpreußens beisammen, um zu beraten, welche Forderungen im Interesse des Handels und des Gewerbes zu dem erwarteten Reichsgesetz über erlittene Kriegsschäden geltend zu machen sind. Die Herren waren sich darüber einig, daß der direkte Sachschaden, den die durch den Russeneinfall ge schädigten Gebiete erlitten hätten, zu ersetzen sei. Darüber hinaus wurden aber noch Forderungen aufgestellt, die selbst einem Teil der Vertreter des Handels zu weit gingen und die deshalb von ihm bekämpft wurden. So wünschten die Vertreter der Handelskammer zu Insterburg und des Vorsteheramts der Kaufmannschaft zu Tilsit, daß auch die unsichtbaren Kriegsschäden, deren genaue Ermittelung fast gar nicht möglich ist, in weitgehendstem Maße entschädigt werden müßten! Die Herren meinten, der Staat müßte die Entschädigungspflicht gegenüber allen denjenigen Personen übernehmen, deren Wohnfig in den vom Feind beseßten Gebieten Tag.. Die Vertreter des Vorsteheramts der Kaufmannschaft zu Königsberg und der Handelskammer zu Allenstein erwiderten den Tilsiter und Insterburger Herren, daß die Abschätzung der heimlichen Schäden zu schwierig und aus finanziellen Gründen kaum durchführbar sei. Auch sei es nicht Verlustlisten. Fiskaljahres 1914 bis zum 24. April 244 023 731 Dollar. In diesem Die 3olleinnahmen betrugen in den zehn Monaten des Fiskaljahr haben die Einfuhrzölle bis zum 26. April nur in den Inlandssteuern zu verzeichnen, welche im vorigen Jahre 171 098 738 Dollar abgeworfen. Gleichzeitig ist aber eine Zunahme 252 348 619 Dollar betrugen, in diesem hingegen 265 475 277 Dollar. Soziales. Verweigerung des Kriegsscheins. bon 148 000 000 Dollar. Heute beträgt dieser 23 000 000 Dollar. Die Mindereinnahme während der verflossenen zehn Monate des Fiskaljahres beträgt bis heute, soweit die gewöhnlichen EinDie Verlustliste Nr. 9 der Kaiserlichen Schuhtruppen nahmen und Ausgaben in Betracht kommen, 100 033 335 Dollar. wird veröffentlicht. Der Gesamtminderertrag, bei welchem auch die Ausgaben Die Verlustliste Nr. 237 der preußischen Armee enthält für den Panama Kanal in Betracht kommen, beläuft Verluste folgender Truppen: sich heute auf 123 163 791 Dollar. Jm vorigen Fiskaljahr be 3., 4. und 5. Garde- Reg. z. F.; 1. Garde- Res.- Reg.; Gren.- Re- liefen sich die Mindereinnahmen am entsprechenden Tage auf gimenter Alexander, Franz, Elisabeth, Augusta und Nr. 5; Garde- 31 202 185 Dollar und der Gesamtminderertrag auf 60 483 416 gimenter Nr. 2, 3, 4, 18( fiche Erf.- Juf.- Reg. v. Reinhard), 19( siehe Füs.- Reg.; Garde- Jäger- Bat.; Gren.- bziv. Inf.- bzw. Füs.- Re- Dollar. Bej.- Reg. Nr. 8 Posen der Bes.- Brig. Nr. 2), 22, 23, 26, 27( lettere trug er rund 117 000 000 Dollar; heute hat er, wie gesagt Der Minderertrag ist langsam im Steigen. Am 10. April bebeiden siehe 1. Refruten- Bat. des 4. Armeekorps), 33, 35, 38, 41, 123 000 000 Dollar überschritten. Dabei ist zu bemerken, daß der 42, 43, 49( fiche Ers.- Inf.- Reg. Runge), 51, 56, 57, 59, 63, 65, Hauptposten unter den außerordentlichen Ausgaben, nämlich die Aus66, 67, 69, 70, 72, 82( siehe Sanitäts- Komp. Nr. 2 des 7. Armee- gaben für den Panamakanal, fich gegen das Vorjahr in der gleichen forps), 83, 85, 87, 92, 93, 94, 97, 99, 111, 112, 113, 114, 115, zehnmonatigen Periode um fast sieben und eine halbe Million ver116, 117, 128, 129, 130, 131, 132, 135, 138, 142, 147, 148, 152 ringert hat. des 4. Armeekorps), 166, 170, 173; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 2, gesichts der Tatsache, daß seit dem Ausbruch des Krieges Extra( fiche Ers.- Inf. Reg. v. Reinhard), 161, 165( siehe 1. Rekruten- Bat. Es ist also um die Finanzlage schlimm bestellt. Und das an3, 11, 17, 19( siehe auch Bes.- Reg. Nr. 5 Posen der Bes.- Brig. steuern ausgeschrieben sind. v. Reißwik), 22, 23, 32, 40, 48, 61, 65, 67, 70, 76, 80, 81, 82, 83, 86, 87, 88, 92, 93, 201, 211, 212, 214, 219, 221, 226, 228, 231, 233, 235, 250, 251, 254, 258, 262, 263, 264, 265, 266, 267; menter Nr. 2, 4, 5, 13, 22, 25, 30, 48, 51, 55, 75, 76( siehe Landw. Ers.- Inf. Regimenter v. Reinhard und Runge; Landw. Inf.- RegiInf.- Reg. Mohs), 87( siehe Res.- Inf.- Reg. Nr. 17 und Landw.- Inf. Reg. Mohs), 99, 118, Mohs; Landw.- Erf.- Inf.- Reg. Nr. 1 sowie Nr. 8 der Landiv.- Div. v. Menges; Besatzungs- Regimenter Nr. 2 Posen der Bes.- Brig. Nr. 1, 5 Posen der Bes.- Brig. v. Reißwiß, 8 Posen der Bes.- Brig. Nr. 2; Feld- Bat. Schwarz des Detachement Plantier; I. und II. Westfälisches Landw.- Inf.- Bat. Breslau; Brig.- Erf.- Bataillone: 1. Nr. 5, Nr. 8, 13, 35, 39, 44, 49, 79, 86; Landw.- Brig.- Ers.- Bataillone Nr. 26( siehe Landw.- Ers.- Inf.Reg. Nr. 1), Nr. 42( siehe Landw.- Ers- Inf.- Reg. Nr. 8 der Landw. Div. v. Menges); Landst.- Inf.- Bataillone 3. Stoblenz( siehe Bes.- dem Gewerbegericht verhandelt. Eine Klage gegen die A. E. G. wurde gestern wieder vor Als Kläger traten zwei Reg. Nr. 8 Posen der Bes.- Brig. Nr. 2), I Deutsch- Eylau, Hohen- Mechaniker auf, die nach ihrem Austritt aus dem Betriebe der jalza( siehe Feld- Bat. Schwarz des Detachement Plantier), A. E. G. mehrere Tage feine Arbeit finden konnten, weil sie II Münster( fiche Bes.- Reg. Nr. 5 Posen der Bej.- Brig. v. Reiß- weder einen Kriegsschein, noch eine Abgangsbescheinigung im wit), III Rosen, I und II Tilfit; Landst.- Inf.- Ers. Bat. 4. Heidel- Sinne der Gewerbeordnung erhalten haben. berg; 1. Retr.- Bat. des 4. Armeekorps; Garnison- Komp. Diedenhofen; Jäger- Bataillone Nr. 2, 6, 14; Res. Jäger- Bataillone Nr. 15 75 auf 95 Pf. gefordert und dem Meister erklärt, sie würden nicht Die Kläger hatten eine Erhöhung ihres Stundenlohns von und 23; Festungs- Maschinengew.- Abt. Nr. 5( siehe Bes.- Reg. Nr. 8 weiter arbeiten, wenn sie den geforderten Lohn nicht bekämen. Posen der Bes.- Brig. Nr. 2) und Nr. 8; Feldmaschinengew.- Komp. Darauf erklärte der Meister, die geforderte Zulage könne er nicht der 29. Inf.- Div.( siehe Inf. Reg. Nr. 113); Festungs- Maschinen- bewilligen, die Kläger müßten sich an den Arbeiterausschuß wenden. gewehr- Trupp B( siehe Landw.- Inf.- Reg. Mohs). Wenn sie nicht weiterarbeiten wollten, seien sie entlassen. Darauf Nr. 1; Schwere Rej.- Reiter Nr. 2; Drag. Nr. 6; Husaren Nr. 9; Vertreter der Firma ein: Da die Kläger nicht auf Kriegsarbeit, Stab der 12. Stav.- Brig.; Garde- Kür.; 3. Garde- lanen; Kür. verließen die Kläger den Betrieb.- Auf die Klage wandte der Ulanen Nr. 7; Ers.- Reg. des 6. Armeekorps; 3. Landst.- Est. des fondern auf Schreibmaschinen beschäftigt waren, so habe die Firma 7. Armeekorps; Res.- Abt. Nr. 76. geglaubt, sie brauche in diesem Falle keinen Kriegsschein zu erteilen, weil die Kläger auch ohne Schein Arbeit finden würden. Aber selbst, wenn die Kläger zu denen gehören sollten, die unter den Kriegsschein fallen, so habe ihnen der Schein verweigert werden fönnen, weil sie nicht entlassen seien, sondern die Arbeit niederder Verband der Metallindustriellen, an den sich die Kläger wandten, gelegt hätten. Weiter wurde in der Verhandlung festgestellt, daß ihnen den Kriegsschein zugesprochen hat. Da in den Betrieben der A. E. G. auch Heeresarbeit angefertigt wird, werden Arbeiter, die von der A. G. G. fommen, auch wenn sie nicht auf Heeresarbeit beschäftigt waren, ohne Schein in feinem anderen für Heeresbedarf arbeitenden Betriebe eingestellt. Wie der Vertreter der A. E. G. angab, verfährt die Firma jezt nach diesem Grundsatz. beklagte Firma, die von den Klägern erhobene Forderung Das Gericht( Kammer 5) verurteilte nach langer Beratung die int einem Falle 32 M., im anderen Falle 29 M. zu zahlen. In der Begründung wurde gesagt, die Kläger seien entlassen worden. Sie hätten die Entlassung zwar herbeigeführt, aber die Entlassung sei durch die Firma erfolgt. Den Klägern habe also entweder der Kriegsschein oder eine Abgangsbescheinigung erteilt werden müssen, aus der hervorging, daß sie nicht auf Heeresarbeit beschäftigt... waren. Feldartillerie: 4. Garde- Reg.; Regimenter Nr. 11, 15, 22, 38, 40, 70, 221; Res.- Regimenter Nr. 25, 36, 45, 47, 49, 62. Fußartillerie: Reg. Nr. 7; Res.- Reg. Nr. 25. Pioniere: I. Garde- Bat.; Reg. Nr. 29; Bataillone: I. Nr. 1, III. Nr. 16, I. Nr. 26, II. Nr. 27, I. und III. Nr. 28; Komp. I. und II. Nr. 2, 11. Nr. 3, II. Nr. 4, I. Nr. 9, II. Nr. 14, I. und Nr. 241; Ref.- Komp. Nr. 47 und 84; Abt. Der 5. Kav.- Div.; Mittlere Minenwerfer- Abteilungen Nr. 125 und 166. Telegr.- Bat. Nr. 1; Etappen- Fernsprechdepot Nr. 9; FestungsSignaltrupp der Armee- Abt. Gaede; Feldfliegertruppe; Kraftfahrerdepot Düsseldorf; Immobiles Kraftwagendepot Nr. 3/4. Pion.- Belagerungstrain Nr. 10; Leichte Proviantkolonne Nr. 6 des Armeekorps); Fuhrparkfolonne Nr. 59 des 9. Armeekorps; des 21. Armeekorps; Schwere Proviantkolonne Nr. 5( ohne Angabe Festungs- Fuhrparkfolonne Nr. 7 Graudenz; leberplanmäßige Fuhrparkfolonne Nr. 3 der 35. Ref.- Div.; Korps- Schlächterei des 24. Rejerveforps; Zentral- Pferdedepot Nr. 4 Hannover; Etappen Pferdedepot der 8. Armee. Artillerie- Munitionsfolonne Nr. 2 des 2. Armeekorps. Sanitäts- Kompagnien Nr. 2 des Gardekorps, Nr. 1 der 3. Garde- Inf.- Div. der Garde- Erf.- Div., Nr. 2 des 7. und Nr. 1 des 16. Armeekorps; Festungslagarett Diedenhofen; Res.- Lazarett Charlottenburg. Armierungs- Bataillone; Armierungs- Schanz- Komp. Nr. 8. Bezirkskommando V Berlin. Kriegsbekleidungsamt des 1. Armeekorps. Bewachungskommandos von Gefangenenlagern. * * Wer ist der Unternehmer? Diese Frage spielte die Hauptrolle in einer Verhandlung, die sich gestern vor der Kammer 5 des Gewerbegerichts abspielte. Eine Firma Schneider, die sich mit der Fabrikation von Hufgerechtfertigt, hinsichtlich der indirekten Kriegsschäden einen Der Schluß der bayerischen Verlustliste Nr. 186 meldet eisen befaßt, schloß mit einem Schirrmeister einen Affordvertrag Unterschied zu machen zwischen denjenigen Gebieten, in denen der Verluste des 23. Inf. Reg.; 1. Maschinengew.- Abt.; Ref.- Inf.- Re- von dem er auch seine Hilfskräfte, die er selbst anzunehmen hatte, ab, wonach der Schirrmeister einen bestimmten Stückpreis bekam, Feind gewesen und in denen er nicht gewesen sei. Algemeine Maß- gimenter Nr. 20, 21, 23; 1. Landw.- Div.; Landw.- Inf.- Regimenter entlohnen mußte. Als einer der von dem Schirrmeister beschäftigten Maß- gimenter on dem er auch seine Hilfskräfte, die er selbst anzunehmen hatte, nahmen zur Hebung des Wirtschaftslebens in Ostpreußen seien der Nr. 1, 4, 6, 10; Landst.- Inf.- Bataillone Kaiserslautern, München II, Schmiede wegen einer Lohndifferenz gegen die Firma Schneider Erjazz für die indirekten Schäden. lage erhob, machte diese den Einwand, nicht sie, sondern der Schirr meister sei der Arbeitgeber des Klägers. Der Schirrmeister sagte dagegen als Zeuge, er könne sich nicht als den Arbeitgeber betrachten, er habe die Schmiede zwar eingestellt, aber nicht für sich. sondern für die Firma. Der Vertreter der Firma gab schließlich noch zu, daß die Bersicherungsbeiträge für die betreffenden Arbeiter och zu, daß die Versicherungsbeiträge für die betreffenden Arbeiter von der Firma gezahlt wurden. Anzeigepflicht für Zucker. Wafferburg; Landft. Hilfsdienst- Komp.( 8. Res.- Div.); 2. UlanenReg.; 5. Chevaulegers- Reg.; Kav.- Kraftwagenkolonne Nr. 2; 6. Feldart.- Reg.; Res.- Feldart.- Regimenter Nr. 1, 5, 8, 9; Ref. Fußart.- Reg. Nr. 3; Ref.- Fußart.- Bat. Nr. 6; 1., 2., 3. Pion.- Bat.; Rej. Pion.- Bataillone Nr. 2, 3, 4; Res.- Fernspr.- Abt. 1; Res. Durch Bundesratsbeschluß vom 27. Mai ist der Zentraleinkaufs- Div.- Brückentrain 1; Leichter Festungs- Scheinwerferzug Nr. 3 gesellschaft die Bestandsaufnahme von Verbrauchszuder mit dem( 1. Reserveforps); 2. Landw.- Pion. Komp. 3. Armeekorps; Militäreventuellen Recht der Enteignung übertragen worden. Anzeige- Eisenbahn- Direttion I; Armierungs- Bat. Nr. 1; I. Munitions. pflichtig ist, wer mit Beginn des 1. Juni Verbrauchsauder in Ge- Solonnen- Abt. 2. Armeekorps; Ref.- Munitionskolonnen- Abt. Nr. wahrjam hatte. Von der Anzeigepflicht sind Mengen befreit, die und Nr. 5. Die Verlustliste Nr. 32 der Kaiserlichen Marine wird insgesamt weniger als 50 Doppelzentner betragen. beröffentlicht. Die ungarische Opposition beim Kaiser. Wien, 1. Juni.( W. T. B.) Der Kaiser hat heute vormittag den Grafen Julius Andrassy, Führer der oppositionellen Verfassungspartei des ungarischen Abgeordnetenhauses, empfangen. Aus Industrie und Handel. 1 Die Ausgabe der Stüde der zweiten Kriegsanleihe beginnt anfangs Juni. Die Schlußlieferung wird nicht vor dem Spätherbst erfolgen können.( Näheres im Anzeigenteil.) Die Staatseinnahmen Rußlands im Kriege. Budapest, 1. Juni.( W. T. B.) Sämtliche Blätter ohne Unterschied der Parteistellung sprechen die Ansicht aus, daß Nach den Kassenberichten des Finanzministeriums sind vom die Audienz der oppositionellen Führer 1. Januar bis 1. Dezember 1914 an ordentlichen Einnahmen 2640 feineswegs die Bedeutung habe, als ob ein Roalitions Millionen Rubel, d. 1. 444,4 Millionen Rubel weniger als in i. kabinett, von dem gerüchtweise die Rede gewesen ist, dem- demselben Zeitabschnitt des Vorjahres, eingegangen. nächst gebildet werden solle. Graf Apponyi äußerte zu Nach Nowoje Bremja" vom 17. Mai brachten eine erhöhte Ein+11,5 Min. Stapitalien und Bantoperationen des Fistus. 9.Privateisenbahnen. +8,8 Reichs- Industrie- Steuer. einem Mitarbeiter des" Pesti Hirlap" über die Audienz fol- nahme: Tabak. gendes: Nachdem es unter den gegenwärtigen Umständen für die Opposition schwer möglich ist, im Parlament alle Bemerkungen, die wir zu machen wünschten, rückhaltlos zu äußern, so haben wir diesen Weg beschritten, um Seiner Majestät dem König unmittelbar unsere Anschauungen mit aller Offenheit vorzutragen. Budapest, 1. Juni.( W. T. B.) Das Amtsblatt beröffentlicht die Ernennung des Barons Erwin Roßner zum Minister am Königlichen Hoflager an Stelle des Ministerpräsidenten Grafen Tisza, der diesen Posten bisher interimistisch bekleidete. Zur Lage in Mexiko. Washington, 1. Juni.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. In einem Aufruf des Roten Kreuzes um Silfe für Meriko wird erklärt, die Republik sei von Hunger heimgesucht; die Bevölkerung der Stadt Meriko schwebe in Gefahr zu verhungern. In Acapulco sei ein Hungeraufstand ausgebrochen, und Weiber und Kinder im Gedränge bei Verteilung von Lebensmitteln totgetreten worden. Man glaubt, daß Wilson in Begriff stehe, an die merifanischen Parteiführer eine Note zu richten, die faktisch einem Ultimatum gleichfäme. Münze • " " + 8, " + 6, Hiernach kam das Gericht zu dem Urteil, daß der Schirrmeister nicht als selbständiger Unternehmer, sondern als KolonnenForderung des Klägers führer anzusehen sei. Die Firma Schneider habe deshalb die soweit sie das Gericht für begründet hielt zu erfüllen. Nach der Urteilsverkündung bemerkte der Vertreter der Firma mit ärgerlicher Miene:" Wozu schließt man denn Verträge, wenn man schließlich doch für alles haften soll?" Ein Irrtum im Lehrvertrage. In den von der Berliner Handwerkskammer herausgegebenen Lehrvertragsformularen finden sich zwei Paragraphen, deren einer vom Softgeld und der andere vom Wochenlohn des Lehrlings handelt. Je nachdem, ob man das, was der Lehrling vom Meister erhäit, als Rostgeld oder als Wochenlohn ansehen will, wird der eine oder der andere Baragraph mit den entsprechenden Ziffern ausgefüllt und der nicht ausgefüllte durchstrichen. In einem Falle, der die Kammer 5 des Gewerbegerichts beschäftigte, waren beide Paragraphen ausgefüllt. Nach dem Wortlaut dieses Ver-. trages hatte es also den Anschein, als ob der Lehrling wöchentlich 4 M. Kostgeld und 4 M. Lohn erhalten sollte. Tatsächlich hat er nur 4 M. wöchentlich bekommen, ja der Lehrmeister hat sogar für die Tage, wo der Lehrling wegen Auch Telegraphen und Streichhölzersteuer hatten ein Plus zu Serankheit fehlte, Abzüge gemacht. Das ging länger als ein verzeichnen. das Branntweinmonopol. Dagegen hatte ein Minus aufzuweisen: Staatseisenbahnen Budersteuer Forsten Bölle. Getränkesteuer 318,- Min. 78, 36, " " 34,5 " 9,5 " 8, " Jahr, ohne daß von dem Lehrling oder seinen Eltern Einwendungen erhoben wurden. Jeht, nachdem die Mutter in ungünstige wirtschaftliche Verhältnisse geraten ist, beantragt sie im Klagewege Nachzahlung von 4 M. wöchentlich und ferner Zahlung von Kostgeld und Lohn bis zum Ablauf des Vertrages. Die Klägerin gab an, sie sei bei Abschluß des Vertrages der Meinung gewesen, daß die doppelte Bezahlung gelten solle, denn sie habe damals gleich geltend gemacht, ebenjo ergab sich ein Minus bei verschiedenen Gefällen, Abgaben daß sie mit 4 und später 5 M. wöchentlich ihren Sohn nicht ervon Grund und Boden u. dergl. Dem stehen gegenüber: ordentliche Ausgaben nach dem Etat 2444 Mill. Rubel ( 37 Mill. Rubel weniger als im Jahre 1913), außerordentliche Ausgaben 220 ( 66,5 Mill. Rubel mehr als in den entsprechenden Monaten des Jahres 1913). Bur Finanzlage der Vereinigten Staaten. Die New Yorker Staatszeitung" vom 27. April schreibt: Su Beginn des Fistaljahres befand sich in der Bundestasse ein Bestand halten könne. Der Beklagte erklärte die Ausfüllung beider Paragraphen für ein Versehen, aus dem keine Verpflichtung hergeleitet werden könne. Zu dieser Auffassung kam auch das Gericht. Es wies die Klage ab mit der Begründung: Der Vertrag sei so gemeint, daß dem Lehrling nur einmal der Betrag von 4 bzw. 5 M. wöchentlich gezahlt werden solle. Dafür spreche auch der Umstand, daß die Klägerin gegen die Zahlung des einfachen Betrages bisher keine Ginwendung erhoben habe und erst jetzt, wo sie sich in einer Notlage befinde, die Mehrzahlung verlange. Der Abzug der verfäumten Arbeitstage sei allerdings bedenklich. Da sich aber die lage auf diesen Punkt nicht erstrede, könne das Gericht keine Entscheidung hierüber treffen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der Streit um die Militärschneiderlöhne. Ein alter Bekannter beschäftigte gestern wieder die Schlichtungskommission für Militärbekleidung. Es ist die Firma Joseph u. Co., deren Löhne in verschiedenen Fällen Anlaß zu Klagen vor der Schlichtungskommission gegeben haben. In allen diesen Fällen und auch jetzt wieder handelt es sich um Militärdrillichhofen, die zum Teil auf dem Umwege über die Firma Wertheim an Zwischenmeister und schließlich an Arbeiter und Arbeiterinnen gelangt sind, denen außergewöhnlich niedrige Löhne gezahlt wurden. Durch die früheren Stlagen hat der Schneiderverband schon mehr als 200 M. Nachzahlung an Arbeitslöhnen auf die an Joseph u. Co. vergebenen Hosen herausgeholt. Jezt klagte er aufs neue 3270 M. ein, während eine andere Klägerin von derselben Firma 206 M. zu wenig gezahlter Löhne fordert. Verlangt wird der vom Bekleidungsamt des Gardekorps festgesezte Arbeitslohn, der im vorliegenden Falle etwas über eine Mark pro Stück beträgt. Frau Joseph, welche die beklagte Firma vertrat, behauptete, die fraglichen Hosen habe sie für das Bekleidungsamt des dritten Armeekorps geliefert. Bei lebernahme des Auftrages sei ihr nicht die Verpflichtung auferlegt worden, ortsübliche Löhne zu zahlen. Man habe ihr auf dem Bekleidungsamt in Spandau gesagt, sie brauche nicht mehr wie 65 Pf. Arbeitslohn für die Hose zahlen, und sie habe sogar noch etwas mehr gezahlt. Deutsche Gewerkschaftler und feindliche Ausländer". 10. Gewerbeinspektion Berlin NO. Umfassend die Polizeirebiere: 18, 51, 58, 80, 81, 92, 98, 105, 106 und 113. Bureau: NO. 55, Hufelandstr. 11. Fernspr.: Amt gjt. 9446. Die in Deutschland lebenden Italiener haben vielfach gar nicht den Versuch gemacht, ihre Heimat zu erreichen. So sollen auch in 11. Gewerbeinspektion Charlottenburg. Ümfassend den Stadiden Militäreffektenbetrieben verschiedene hundert Sattler beschäftigt freis Charlottenburg. Bureau: Charlottenburg, Windscheidstr. 15. fein. Die deutschen Arbeiter sind den Ausländern nie entgegen Fernspr.: Amt Wilh. 3321. getreten, es sei denn, daß diese als Lohnbrüder und Streifbrecher 12. Gewerbeinspektion Neukölln. Umfassend den Stadtkreis nicht ist, hat auch der Kriegsausbruch an dem friedlichen Neukölln 9659. Wo das Neukölln. zu uns famen, was leider vielfach der Fall war. Bureau: Neukölln, Hermannstr. 74. Fernspr.: Amt und kollegialen Zusammenarbeiten zwischen Deutschen und 13. Gewerbeinspektion Schöneberg- Wilmersdorf. Umfassend Ausländern nichts geändert, und das Korrespondenzblatt" die Stadtkreise Berlin- Schöneberg und Berlin- Wilmersdorf. des Verbandes der Tapezierer und verwandter Berufsgenossen Bureau: Berlin- Wilmersdorf, Am Seepark 81. Fernspr.: Amt wendet sich an die organisierten Berufsangehörigen ausdrücklich mit Pfalzburg 6430. den folgenden Worten: iverden. „ Wir haben das Vertrauen zu unseren Kollegen, daß sie diesen Leuten nach wie vor anständig und kollegial gegenüber handeln Die Arbeiterschaft Italiens, soweit sie organisiert ist, fonnte gegen die Kriegsheger nicht aufkommen. So verachtens wert auch die Wut der Kriegsheher und ihre Ausschreitungen find, wir wollen uns trotzdem freihalten von niedriger Wiedervergeltung." Ausland. " 14. Gewerbeinspektion Lichtenberg. Umfassend den Stadtkreis Berlin- Lichtenberg und die Landgemeinde Berlin- Stralau. Bureau: Berlin- Lichtenberg, Müggelstr. 21a. Fernspr.: Amt Kgst. Eingegangene Druckschriften. Ritter, Tod und Teufel. Kriegsgedichte von R. Herzog. Gcb. 2 M. Duelle u. Meher, Leipzig. Herausgegeben von Ch. H. Huberich und A. A. Nicol- Speher. 165 Seiten. Deutsche Gesetzgebung für die okkupierten Gebiete Belgiens. Martinus Nijhoff, Haag. Der Heldenkampf unserer Kolonien. Nach den amtlichen MitPicardt, Berlin. teilungen des Reichstolonialamts. Heft 1 und 2. Je 60 Pf.- Boll 11. Bühne und Welt. Halbmonatsschrift für Theater, Literatur und Mufit. Maihest. Herausgeber: 23. Stiefer. 60 Pf. Verlag:„ Bühne und Belt", Hamburg 36. Die Tat. Sozial- religöse Monatsschrift für deutsche Kultur. Heft 3. Viertelj. 3 M.- E. Diederichs, Jena. Regen. Die belgische Arbeiterorganisation während des Krieges. Die belgische Arbeiterbewegung hat sich, so wird uns aus Amsterdam geschrieben, auch während der Okkupation in glänzender Weise aufrecht erhalten. In Gent hat in der Kriegszeit der große Konsumverein Vooruit" noch 1350 neue Mitglieder gewonnen; die Gewerkschaftsbewegung nahm um 700 Mitglieder zu, während der Bekanntlich besteht eine Verfügung des Kriegsministeriums, wo- tägliche Verkauf des Parteiblattes Booruit" sich von 9000 auf nach für Arbeiten auswärtiger Bekleidungsämter, die in Berlin an- nahezu 18 000 gesteigert hat. Die Genter genossenschaftgefertigt werden, die Löhne des Berliner Tarifs gezahlt Tagereisen weit durch das ganze Land bis Lüttich und Charleroi. Mitten liche Weberei verschickt ihre Produkte mittels Wagens vier werden müssen. Wer sich nur an den Buchstaben der Verfügung in der Striegszeit ist in Gent ein Großeinkaufsbureau für die hält, kann vielleicht auf den Gedanken kommen, sie sei auf den vor- flämischen Konfumbereine gegründet worden. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis liegenden Fall nicht anwendbar, denn die Verfügung spricht von Schneider- Ruinen der fast gänzlich zerstörten Stadt Dinant im Maastal hat beiter. Später im Westen zunehmende Bewölkung und stellenweise etwas Und zwischen den Donnerstagmittag. Etwas wärmer. Zunächst noch trocken und vielfach arbeiten, die das Bekleidungsamt vergibt, also Sachen, für welche das neuerdings der Konsumberein eine Verkaufsstelle wieder eröffnet. In Amt die zugeschnittenen Stoffe liefert. Die Firma Joseph hat aber Stoff Gent wurde der 1. Mai von der Arbeiterschaft mit einer scharfen und Zuschnitt selbst zu besorgen. Sie steht deshalb nicht im Arbeits-, sozialistischen Rede Anseeles und einem Konzert auf einem der sondern im Lieferungsverhältnis zum Bekleidungsamt des dritten städtischen Pläge gefeiert. Sämtliche öffentliche Schulen und Armeekorps. Dem Geist und dem Zweck der kriegsministeriellen gloden läuten wollen- das haben aber die deutschen militärischen städtische Bureaus waren geschlossen. Man hatte auch die StadtVerfügung entspricht es natürlich nicht, wenn bei Lieferungs- Behörden nicht gestattet. verträgen die ortsüblichen Arbeitslöhne nicht gezahlt werden brauchten. Daß diese den Arbeitern gesichert werden, das ist ja gerade die Absicht der Verfügung. In dieser Auffassung war die Schlichtungsfommission vollkommen einig. Auch der das Bekleidungsamt des Garde forps vertretende Major vertrat mit voller Bestimmtheit die Ansicht, daß im vorliegenden Falle die Löhne des Berliner Tarifs gezahlt werden müßten. Zu einer Entscheidung kam die Kommission noch nicht. Es soll erst Beweis darüber erhoben werden, welche Vereinbarung hinsichtlich der Arbeitslöhne zwischen der Firma Joseph u. Co. und dem Bekleidungsamt des dritten Armeekorps getroffen ist. Eine Anzahl anderer Fälle boten das sich stets wiederholende Bild: Arbeiter und Arbeiterinnen haben einen weit geringeren Lohn bekommen als der Tarif vorschreibt. Der Zwischenmeister beruft sich darauf, daß er selber nicht mehr bekommen habe als er den Arbeitern zahlen solle und man verweist ihn dann an feinen Auftraggeber, an dem er sich schadlos halten könne, aber den Arbeitern müsse der vorgeschriebene Lohn gezahlt werden. Bei der Verhandlung derartiger Fälle werden oft namhafte und leistungsfähige Firmen genannt, die immer noch nicht wissen oder nicht wissen wollen, daß von den Arbeitslöhnen, die das Bekleidungsamt zahlt, 75 Proz. dem Arbeiter zukommen, während 25 Broz. auf den Unternehmer und seine Zwischenmeister kommen. In der gestrigen Sitzung wurden von beklagten Zwischenmeistern die Firmen Bernivard Reineweber, Richter, Lucian genannt, die zu wenig gezahlt haben. Die betreffenden Zwischenmeister erklärten sich zur Nachzahlung an die Arbeiter bereit es handelt sich um Beträge von 250 M., 206 M., 56 M. usw. und werden, wie ihnen die Arbeitgeberbertreter rieten, die genannten Firmen zur Nachzahlung heranziehen, nötigenfalls durch eine Klage bei der SchlichtungsTommission. Uebrigens ist der Vorfigende des Arbeitgeberverbandes für die Herren- und Knabenkonfektion in allen Fällen, wo eins seiner Mitglieder verklagt wird, bemüht, den Beklagten zu einem für die Kläger annehmbaren Vergleich zu bewegen ehe es zur Berhandlung kommt. Meistens haben diese Bemühungen auch Erfolg. Aus der Gewerbeinspektion. Gemäß§ 120a und ff. der Gewerbeordnung sind die Gewerbeunternehmer verpflichtet, die Arbeitsräume, Betriebseinrichtungen, Maschinen und Gerätschaften so einzurichten und zu unterhalten, daß die Arbeiter gegen Gefahren für Leben und Gesundheit soweit geschützt sind, wie es die Natur des Betriebes gestattet. Insbesondere ist für genügendes Licht, ausreichenden Lufts Staubes, der dabei entwickelten Dünste und Gase sowie der dabei raum und Luftwechsel, Beseitigung des beim Betriebe entstehenden entstehenden Abfälle Sorge zu tragen. Ebenso sind diejenigen Vorrichtungen herzustellen, welche zum Schuße der Arbeiter gegen gefährliche Berührungen mit Maschinen oder Maschinenteilen oder gegen andere in der Natur der Betriebsstätte oder des Betriebes liegende Gefahren, namentlich auch gegen die Gefahren, welche aus Fabrikbränden erwachsen können, erfor eclich find. beiter sich umkleiden und nach der Arbeit sich reinigen, müssen ausIn Anlagen, deren Betrieb es mit sich bringt, daß die Arreichende, für die Geschlechter getrennte Ankleide- und Waschräume vorhanden sein. Die Bedürfnisanstalten müssen so eingerichtet sein, daß sie für die Zahl der Arbeiter ausreichen, daß den Anforderungen der Ges Sundheitspflege entsprochen wird und daß ihre Benukung ohne Verlegung der Sitte und Anstand erfolgen kann. führung der gesetzlichen Bestimmungen zu überwachen und namentDas Polizeipräsidium, welchem die Pflicht obliegt, die Durch neu zu errichtenden Anlagen berüdjichtigt werden, bringt deshalb lich dafür zu sorgen, daß die oben angeführten Forderungen in die bezüglichen Bestimmungen in Erinnerung. Da bauliche Aenderungen, wenn sie während des Betriebes vorgenommen werden müssen, in der Regel unliebsame Störungen und einen größeren Kostenaufwand verursachen, so liegt c3 im Interesse der Gewerbeunternehmer, den gesetzlichen Forderungen bei der Neueinrichtung ihrer Anlagen Rechnung zu tragen. Die staatlichen Gewerbeaufsichtsbeamten geben darüber bereitwillig eingehende Auskunft. Zu diesem Zwede sowie zur Auskunfterteilung über alle anderen, die Gewerbeaufsicht betreffenden Angelegenheiten sind die Gewerbeaufsichtsbeamten in den unten bezeichneten Dienstlokalen und zu den nachbenannten Zeiten zu sprechen: A. Für Arbeiter und Arbeitgeber: Dienstags und Freitags von 1 bis 2 Uhr mittags. Höhere Löhne für die Damenkonfektion! Die gegenwärtig herrschende Teuerung macht es zur gebieterischen Notwendigkeit, auch für die in der Berliner Damentonfettion beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen eine Erhöhung der Löhne herbeizuführen. Schon immer wurde mit Recht über die schlechten Löhne der Damenkonfettion Selage geführt. Bei Ausbruch des Krieges verschlechterten sich die Zustände auch in diesem Gewerbe B. Für Arbeiter allgemein: Donnerstags von 7 bis 8 Uhr noch mehr. Soweit inzwischen eine Veränderung der Löhne eins abends und am ersten Sonntag des Monats von 9 bis 10 Uhr vorgetreten ist, ist dies keine Besserung gegenüber den Zuständen vor mittags. dem Kriege. C. Für Arbeiterinnen halten außerdem bis auf weiteres die Demgegenüber ist aber eine Steigerung aller Lebensmittelpreise Geiperbeinspektionsassistentinnen: Fräulein Reichert in der Gezu verzeichnen, die es den Arbeitern und Arbeiterinnen in dieser Werbeinspektion C., Fräulein Koopmann in der GewerbeinspetBranche nicht ermöglicht, ihren Lebensunterhalt mit den gegenwärtig tion SD., Fräulein Conradt in der Gewerbeinspektion N., Fräulein bezahlten Löhnen zu bestreiten. So ist die Tatsache zu verzeichnen, Specht in der Gewerbeinspektion O., Fräulein Herrmann in der daß die Arbeiter und Arbeiterinnen in der Berliner Damentonfettion Gewerbeinspektion S., Fräulein Matthes in der Gewerbeinspetunter ganz besonders ungünstigen Verhältnissen leben. tion NO., Frau Klatt in der Gewerbeinspektion NW., Fräulein Es macht sich daher notwendig, Lohnerhöhungen in diesem Ge- Schaltau in der Gewerbeinspektion Berlin- Quisenstadt und Fräuwerbe zu fordern, die der gegenwärtigen Wirtschaftslage Rechnung lein Kummert in der Gewerbeinspektion Charlottenburg. tragen und der Arbeiterschaft einen Lebensunterhalt ermöglichen. Der Ortsverwaltung sind schon von den Arbeitern und Arbeilerinnen einer größeren Anzahl Betriebe Anträge zugegangen, die den Wunsch ausdrücken, eine angemessene Steigerung der Löhne herbeizuführen. Da diesen Anträgen entsprochen werden soll, so ersuchen wir die in der Damenkonfektion beschäftigten Heim- und Werkstattarbeiter und Arbeiterinnen, in allen Betrieben zu dieser Angelegen heit Stellung zu nehmen, damit durch ein einheitliches Vorgehen in allen Betrieben eine Besserung der Lohnverhältnisse in der Damenkonfektion erzielt werden kann. Die Ortsverwaltung. J. A.: Fr. Kunze. Deutsches Reich. Sprechstunden zu den unter B angegebenen Seiten. Außerdem sind zur Auskunfterteilung über alle die Gewerbeaufsicht betreffenden Angelegenheiten täglich von 1 bis 3 Uhr Gewerbeaufsichtsbeamte in den Diensträumen der Gewerbeinspektion anwesend. Die Bezirke der Gewerbeinspektionen im Landespolizeibezirk Berlin, umfassend die Stadtkreise Berlin, Charlottenburg, BerlinSchöneberg, Berlin- Wilmersdorf, Neukölln, Berlin- Lichtenberg und die Landgemeinde Perlin- Stralau sind wie folgt abgegrenzt: 1. Gewerbeinspektion Berlin G. Umfassend die Polizeireviere: 1, 2, 12-16, 19-21, 27, 38 und 40. Bureau: NO. 18, Elisabethstraße 50/51. Fernspr.: Amt Rigst. 9421. 2. Gewerbeinspektion Berlin D. Umfassend die Polizeireviere: 20-24, 44, 45, 52, 65, 66, 93-96, 102, 103, 108, 110, 111 und 116. Bureau: O. 34, Bromberger Str. 6. Fernspr.: Amt Sgst. 7220. reviere: 25, 43, 49, 53, 54, 70, 79, 86 und 87. Bureau: SO. 26, 3. Gewerbeinspektion Berlin SD. Umfassend die PolizeiMariannenplay 21. Fernspr.: Amt Mpl. 8093. Der Verband der deutschen Buchdrucker hatte nach einer Statistit vom 1. Mai 1915 bei Einrechnung der Heeresangehörigen, gegen die 70 452 Mitglieder am Schlusse des zweiten Quartals 1914, trotz der Striegszeit noch einen Mitgliedergewinn von über 500. Zum Heeresdienst waren am 1. Mai 31 030 organisierte Buchdruder oder 28, 30, 41, 42, 47, 48, 67, 72, 78 und 85. Bureau: S. 53, Gitschiner 4. Gewerbeinspektion Berlin S. Umfassend die Polizeireviere: 43,7 Broz. einberufen gegen 22 760 am 30. Januar 1915. Von den Straße 110. Fernspr.: Amt Dipl. 7588. 39 965 nicht im Kriegsdienst stehenden Buchdruckern waren 35 336 5. Gewerbeinspektion Berlin- Luisenstadt. Umfassend die voll beschäftigt, 652 waren arbeitslos, 729 bei verkürzter Arbeitszeit Polizeireviere: 26, 29 und 55. Bureau: SO. 16, Michaeltirchstr. 4. tätig und 805 frant. Von den zu anderen Berufen übergegangenen Fernspr.: Amt Mpl. 2561. Buchdruckern wurden am 1. Mai nur 2443 gezählt gegen 3725 6. Gewerbeinspektion Berlin SW. Umfassend die Polizeiam 30. Januar. Zweifellos sind auch von ihnen viele ein reviere: 3, 31-37, 39, 56, 63, 71, 73 und 77. Bureau: W. 57, gezogen, es ist aber ebenso sicher ein nicht unerheblicher Teil Bülowstr. 98. Fernspr.: Amt Lüzom 4087. berselben bei Besserung der Konjunktur zum Buchdrudgewerbe zurüdgefehrt. An Arbeitslosenunterstügung zahlte der Verband in den ersten neun Kriegsmonaten unter Hinzurechnung der Gauzuschüsse nicht weniger als 3 186 603 M. An die Familien der 15 716 verheirateten Striegsteilnehmer wurden durch die Gau- und Ortstassen in der felben Zeit 391 150 M. gezahlt. Die Ausgaben in allen Unter stigungszweigen betragen vom 3. August bis 1. Mai night weiger als 4 349 368 M. 7. Gewerbeinspektion Berlin B. Umfassend die Polizeireviere: 4, 64, 74-76, 83, 84, 100, 104 und 118. Bureau: NW. 21, Bundesratsufer 2. Fernspr.: Amt Mb. 3970. 8. Gewerbeinspektion Berlin NW. Umfassend die Polizeireviere: 5-8, 57, 58, 69, 82, 91, 101, 107, 112 und 117. Bureau: N. 4, Invalidenstr. 36/37. Fernspr.: Amt N. 3145. 9. Gewerbeinspektion Berlin N. Umfassend die Polizeireviere: 9-11, 17, 46, 50, 59-62, 88-90, 97, 99, 109, 114 und 115. Bureau: N. 20, Prinzenallee 88. Fernspr.: Amt Mb. 4037. Bekanntmachung. Die Ausgabe der Stücke der zweiten Striegsanleihe beginnt anjangs Juni, und zwar werden zunächst 10-15% der 5% Reichsanleihe und etwa 30% der Reichsschazanweisungen ausgegeben. Weitere Beträge werden in Zwischenräumen von je 4 bis 6 Wochen nach Maßgabe der eingehenden Lieferungen verteilt werden; die Schlußlieferung wird nicht vor dem Spätherbst erfolgen fönnen. Eine raschere Lieferung ist wegen der gewaltigen Masse des herzus stellenden und zu bearbeitenden Materials leider nicht möglich, und es ergeht daher an die Zeichner die dringende Bitte, sich bei Abforderung der ihnen zugeteilten Stücke vorerst auf das unbedingt erforderliche Maß zu beschränken. Berlin, Ende Mai 1915. Reichsbank Direktorium. = Habenstein. v. Grimm. Sonntag 8-10 geöffnet. Spezialität: Weite Größen. Drei Vergünstigungs- Tage Prachtv. Seidenjacken Lang.Seiden- Mohair- Modelle in Seidena. Eolienne, Moiree, Alpacca- Mäntel, Phantasie- Mänteln, kurz u. lang, schwarz, blau und m. Stickerei, hochstatt 60.-, 33.- für modefarb., st. 38.-, apart, statt 150, 3 Tage 28., 15.- 28. f. 3 T. 20.-, 12. f. 3 Tage nur 50.12. Koverkot- Mäntel, prachtvolle Stoffe bis 100 lang, statt 20.- für. Koverkot- Mantel auf Seide, Schneiderarbeit, 27. hochelegant, statt 62.- für. Echte Gummimäntel, Lange farb. Seiden- Kostüm- Modelle best. Gummierung, statt 74, 48. für 3 Tage 29.-, 17% Sportjacketts statt 20. für 8 Lodenmäntel statt 30.- für 15.Kostüme in Backfischform, blau, grau, schwarz, weiß, statt 58.- für 3 Tage 221/2 gloria- Mäntel, in Eolienne, Kammblau, mode, tob, garn, Seide usw., schwarz, hocheleg. auch für starke Fig. statt 69.- f. 3 T. 25.- statt 155.- f. 3 T. 55.Weiße Flauschjacken Seidenkleider( Mod.) statt 35.- für 15.für 45.Lodenpelerinen statt 18.- für 10.Feine Waschkostüme Lodenkostüme statt 48.- für 25.Modell Röcke, schwarz u. farbig, statt 28.- f. 3 Tage Nur noch kurze Zeit. Echte Pelzmäntel, kurz und 1g., Persianer, Sealbisam, Orenburger, beste Felle, gediegenste Kürschnerarbeit, vollste Garantie ( statt 1200) 650.-( st. 800) 850.( statt 450) 200.-( st. 350) 150.12.und-Kleider a. Grenad., Frotté, Voile, Mussel. usw. statt 56.- f. 3 T. 16.70 Proz. unter Preis! Echte Plüschmäntel, Modelle, statt 100.- für 45.Echte Sealplüschmäntel statt 160.- für 78.Feinste Herbst- u. Winter- Ulster, weich. Stoffe, best.Fabrikat statt 65. für 20.Trauermagazin. Auswahlsendungen sofort. Amt Zentrum 7890. I. Mohrenstr. 37a ( Kolonnaden) Westmann Todes- Anzeigen Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 8. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Nachruf. Am 26. Mai starb unser Mitglied, der Arbeiter Richard Behrends und wurde am Sonnabend, den 29. Mai, beerdigt. Ehre seinem Andenken! 222/9 Der Vorstand. Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands. Verwaltung Groß- Berlin. Am Sonnabend, den 29. Mai, verstarb unser Mitglied Minna König. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 2. Juni, nachmittags 5%, Uhr, von der Halle des Gemeinde- Friedhofes, OberSchöneweide, aus statt. 55/8 Die Ortsverwaltung. II. Gr. Frankfurter Straße 115 ( nahe Andreasstr.) Deutscher Metallarbeiter- Verhand Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Fräser August Klein am 29. Mai gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 2. Juni, nachmittags 21%, Uhr, von der Leichen halle des Neuköllner Gemeindefriedhojes, Mariendorfer Weg, aus statt. Ein Geistlicher geht nicht mit. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Nachruf. Den Kollegen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Bronzeur Franz Ballwitz am 19. Mai gestorben ist. Nachruf. Den Kollegen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Bobler Ernst Rösener am 24. Mai gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! 114/15 Die Ortsverwaltung. Turnverein„, Fichte“ Berlin. ( Mitglied des ArbeiterTurner- Bundes.) Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unsere liebe Turi schwester Irene Buggert 2. Frauenabteilung am 30. Mai im Virchow- Krantenhause verstorben ist. Ehre ihrem Andenken: Die Einäscherung findet heute nachmittags 5 1hr im Krematorium, Gerichtstraße 37/38, statt. 11m rege Beteiligung ersucht 185/7 Der Vorstand. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, day die Frau des Kollegen Hermann Lange, Anna Lange geb. Kraiczeck Görliger Str. 64, Bezirk 4 verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 3. Juni, nachmittags 3 1hr, von der Halle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 73/11 Die Ortsverwaltung. Verband der Sattler und Portefeuiller. Ortsverwaltung Berlin. Den Kollegen hiermit zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Bortefeuiller Paul Woite verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 2. d. M., itach miltags 2 11hr, von der Leichenhalle des Städtischen Friedhofes in Neukölln, Mariendorfer Weg, aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 157/12 Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. Am 30. Mai verstarb unser Parteigenosse August Klein Wanzlidstr. 4, 22. Bez. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Mittwoch, 2. Juni, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Nenköllner Gemeinde- Friedhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. 1nerwartet starb plößlich bei einem Urlaub aus dem Felde der Genosse Otto Kahle Hermannstr. 70, 17. Bez. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 2. Juni, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuköllner Gemeinde- Friedhof, Ma. riendorfer Weg, statt. Um rege Beteiligung ersucht 237/11 Der Vorstand. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Packer Franz Fischer von der Firma A. E.-G., Brummen straße, am 31. Mai im Alter von 45 Jahren verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 3. Juni, nachmittags 4 1hr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhojes in Wilhelmsruh aus statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Hochbahnarbeiter Martin Ostrowski am 31. Mai im Alter 65 Jahren verstorben ist. von am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 3. Juni, nach. mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Michaelis- Kirchhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 64/11 Die Bezirksverwaltung. 5. Preußisch- Süddeutsche Verein der Stereotypeure und Galvanoplastiker Berlins und Umgegend. Als weiteres Opfer des Weltfrieges erlag am 18. Mai im Lazarett feiner schweren Ver wundung unser lieber Kollege Willi Ludley. Ehre seinem Andenken! Ferner den Mitgliedern die Trauernachricht, daß imser Kollege Ferdinand Müller am Herzschlag verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des SimeonsLufas Friedhofes in Neukölln, Tempelhofer Weg, aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 282/1 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiterverhand. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nach richt, daß unsere Kollegin, die Kammarbeiterin 83/15 Anna Siebert Bettenkoferstraße 15 im Alter von 28 Jahren gcstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 3. Juni, nachm. 4 Uhr, bott der Halle des Zential- Friedhofes in Friedrichs. felde aus statt. Die Ortsverwaltung. Verband d.Gemeinde- u. Staatsarh. Filiale Groß- Berlin. Den Mitgliedern geben wir hiermit Nachricht vom Tode des Kollegen Julius Wendt pens. von der 4. Revierinspektion. Ehre seinem Andenken! Beerdigung heute Mittwoch, den 2. Juni, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Kirch hofes der Dankes: Gemeinde, Reinickendorf- West, aus. Um rege Beteiligung bei der Bestattung des Kollegen ersucht 34/7 Die Ortsverwaltung. 110015( 500) 106 46 70 75 339 431 535 98 939( 600) 65 111068 75 142 237 65 85 305 508 24 709 861( 3000) 943 112112 18 183 327 609 98 632( 1000) 67 780 913 113538 60( 600) 811 779 89 823( 1000) 901 91( 500) 116274 419 608 988 117251 323( 500) 70( 1000) 459 66 505 666 708 27( 1000) 813 984 118508 89( 600) 776 863 119022( 1000) 26( 1000) 173 268 427 34 612( 500) 775 894 ( 231. Königl. Preuß.) Klaffenlotterie 930 114327 402 41 508 21 607 713 84 927 115143 202 4 460 5. Alaffe 20. 8iehungstag 1. Juni 1915 Vormittag Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 M. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdruck verboten) 121 234 376 519 74 728 29( 1000) 78 852( 1000) 1080 167 91 295 323 512 65 771 992 2012 183 93 352 509 85 903 4 44 ( 1000) 3336 66 691 740 892 4000 34 65 69 114 35( 1000) 205 97 343 610 730 892 5011 190 246 479 659( 500) 66 802( 3000) 66 902 4 6200 35( 500) 348 437 941 50 95 7156 26] 358 62 442 54( 1000) 83 87( 500) 694 795 827 942 8196( 1000) 320 634 42 80( 500) 745 9001 125 421 618 696 817 927 37 10116( 1000) 81 245 68 386 678 984( 1000) 11034 35 105 ( 1000) 33( 500) 207 369 490 601 25 69 74 77 718 69 12046 425 30 81 638 786 13089 316 61 73 492( 1000) 791 833 14178 80 239 88 99 433 62( 3000) 890 914 71 73 15084 147 676 723 88 874 18105 85 257 79 322( 500) 81 467 606 17112( 500) 61 390 440 73 680 885 942 18324 580 92 857 928( 500) 19071 249 573 633 66 96( 1000) 759 67 816 933 89( 500) 20061 111 206 82 428 78 514 75 690 21003 471 75 662 ( 3000) 858 901 22726 903 20 68 23037 151( 500) 339( 1000) 436 42 82 656 632 39 85 817 37 965 24007 26 70 193 639 706 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Zweigverein Berlin. Bezirk Südost. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Maurer Wilhelm Nehls am 28. Mai verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 2. Juni, nachmittags 3%, Uhr, von der Halle des städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Ferner starb am 30. Mai vom Bezirk Norden II unser Mitglied, der Hilfsarbeiter Karl Berndt. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 3. d. Mts., nachmittags 4, 1hr, von der Halle des Zions- Kirchhofes in Nordend, aus statt. 140/16 Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Am 15. Mai iel auf dem Schlachtfelde unser einziger lieber Sohn und lieber Bräutigam Max David im 22. Lebensjahre. Franz David und Frau. Lisbeth Engelhardt als Braut. In der Blüte des Lebens, In der Fülle der Kraft, Hat des Feindes Kugel Dich hinweg gerafft. Schlummere sanft, Du vielgeliebtes Herz Du hast jest Frieden, wir den Schmerz. 1810b Fern von seinen Lieben fiel als Opfer des Weltkrieges bei cinem Sturmangriff am 10. Mai unser unvergeßlicher Sohn und Bruder Otto Trapp gen. Wist = Ersazreservist im Inf. Reg. 132, 11. Kompagnie im blühenden Alter von 23 Jahren. In tiefer Trauer:[ 18086 Wilhelm Wist, zurzeit im Felde, und Frau Berta Wist, als Eltern, Erna Wist, als Schwester. Lichtenberg, Heinrichstr. 1. Am 28. Mai starb imt Striegslazarett mein guter Sohn, Bruder und Bräutigam, der Wehrmann Otto Krause Aderstraße 113, im 30. Lebensjahre. 1811b Dies zeigen tiesbetrübt au Julie Krause als Mutter, Albert u. Paul als Brüder, Emmi Wenzki als Braut. Wir konnten Dich nicht sterben sehn Und nicht an Deinem Grabe stehn. Ruhe sanft in fremder Erde! Verband der Lithographen, Steindrucker u. verw. Berufe Berlin. Nachrufe. Unjeren Mitgliedern zur Kennt nis, daß folgende Kollegen auf dem Kriegsschauplas gefallen sind: Am 13. November 1914 der Steindruder Max Adrion. Am 22. Mai 1915 der Chemigraph Bruno Schulz. Am 12. Mai 1915 der Lithograph Richard Haese. Am 18. Mai 1915 der Kartograph Alfred Prochnow. Am 19. Mai 1915 der Kupferdrucker Willi Pötzsch. Ant 21. Mai 1915 der Steindruder Fritz Oestreich. Ferner verstarb am 29. Mai cr. der Positiv- Retoucheur Bruno Schlimbach im Lazarcit Salzwedel an den Folgen einer schweren Lungeneutzündung. Die Beerdigung findet morgen Donnerstag, den 3. Juni, nachmittags 5 Uhr, von der Zeichenhalle des Neuen Jakobi- Kirchhojes in Neukölln, Hermannstraße, aus statt. 108/5 Wir werden allen Stollegen ein dauerndes Andenken bewahren. Die Verwaltungen Berlin I, II, III, V. 5. Preußisch- Süddeutsche Bei den Kämpfen am 19. Mai fiel unser lieber Mitarbeiter, der Maschinenmeister Paul Diepold im jugendlichen Alter von 22 Jahren. Ein ehrendes Andenken wird ihm bewahren 18156 Das Personal der Buchdruckerei H. S. Hermann. Ruhe sanft in fremder Erde. Fern von ihren Lieben starben als Opfer des Weltkrieges unsere beiden lieben, hoffnungsvollen Söhne und Brüder 18095 Richard Wendt im 24. Lebensjahr am 16.Februar, Adolf Wendt im 23. Lebensjahr am 21. Mai 1915. In tiefstem Schmerz: Familie Hermann Wendt, Prenzlauer Allee 220. Verband der Kupferschmiede Deutschlands. Filiale Berlin. Auf dem Schlachtfelde fiel am 5. Mai unjer Mitglied, der Kollege Wilhelm Steffen geboren in Schivelbein. Seinen im August 1914 erlittenen Verlegungen erlag am 29. Mai unser Mitglied, der Kollege Franz Schöppe Torpedo: Oberheizer geb. am 6. August 1888 in Gelisen. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung des Kollegen Schöppe findet heute Mittwoch, den 2. Juni, nachm. 3 Uhr, von Wildan( Hoherlehme), Schwarkfopffitr. 111, aus statt. 98/3 Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Filialvorstand. Danksagung. Für die uns erwiesene Teilnahme und die Kranzspenden bei dem Hin scheiden meines lieben Gatten, unseres guten Vaters, des Tapezierers Paul Püchel sagen mir allen Beteiligten unseren herzlichsten Dank. A Die trauernden Hinterbliebenen. Wiv. Marie Püchel und Kinder. 110021 33( 1000) 228 78 538 611 723 47 883 955 111037 170 325 665 82 663 772 830 65( 1000) 984 112007 256 412 ( 231. Königl. Preuß.) Klaffenlotterie( 1000) 562( 1000) 676 770( 3000) 884( 500) 944 113106( 500) 5. Klasse 20. Ziehungstag 1. Juni 1915 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 M. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-. f. 8.)( Nachdruck verboten) 62 136 257( 500) 61( 10 000) 428 92 646 1017 24 160 264 373 75 448( 500) 651 904 33 2259 332 61 805( 500) 81 963 3028( 1000) 86 197 361 431 548 673 790 963 93 4180( 500) 220 400( 500) 17 649 741 816 18 81 937 5001( 3000) 78 326 70 435 87 678 91 620( 1000) 729( 1000) 42 91 881 932 61 97 6110 45 462 632 91 942 91 7005( 1000) 25 82 257 313 15( 500) 78 643 657 964 8428 87( 1000) 623 66( 1000) 91 646 757 823( 1000) 85 9017( 500) 315 536 620 710 964( 1000) 10057 154 84 211( 3000) 84 389( 1000) 469 532 42 804 19 22 26 46 925 69 11177 218 86 459 74 92 634 603 68 63( 500) 761 842 59 948 61 12008 141 268 89 328 94 485 540( 500) 637 842 971 13049 61 123 51 62 378 661 896 932 14030 230 ( 500) 517 816 46 15008 51( 500) 177 363( 500) 666( 1000) 706 849 16045 193( 1000) 875 615 70 17233 306 494 18170 435 96 696 19084 132 69 235 62 474 550 702 21 942 63 20048 300 11 20 91 558 64( 1000) 647 710 842 21057 222 40 69( 500) 85 601 619( 3000) 707 8 828 983 22128 303 434 842 23055 134 272 678 958 24025 183 229 319 411 675 764 812 991 25057( 1000) 79 91 120 299 328 437( 1000) 689 695 731 68 839( 1000) 949 26008 144 211 342 77( 1000) 692 605 769 27112 25 291 619 611( 500) 77 98( 500) 812 28010 71 127 213 53 83 343 470 604( 500) 656( 500) 816 97 29178 254 61 383 429 654( 30 000) 76 719 65 845 65 30074 244 54 401 13 18 524 601 57 779( 3000) 898 914 70 75( 1000) 97( 3000) 31291 374 422 99 658 92 32044 393 94 414 37 72 697 833 53 79 33121( 500) 210 488 654 991 34007 60 78 186 220 93 975 35412 39 820 63 36097 203 374 402 621( 3000) 78( 3000) 710 14 36 815 18 962 37060 93 124( 1000) 61 78 453 645 99 633 796 844 927 38269 370( 200000) 85 623( 500) 918 85 86 39040 113 60 86 224 372 408 616 887 934 40132 40 52 88 251 470( 500) 667 777 948 41125 467 582 42028 62 231 44 327 33( 500) 35 82 873 77 923 43094 215 26 40 397 421 511 676 701 806 36 910 64 99 44054 104 64 403 29 618 65 96 749 962 45001( 500) 412 537( 1000) 660 875 48119 91 259( 500) 94 335 47221( 3000) 401 13 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3000) 655 81( 3000) 747 926 73065 102 96 251( 1000) 86( 500) 415 51 96 621 28( 3000) 45 871 989 74177( 500) 376 672 818 52 922 75045 165 217 331 408 631 40 751 62 947 90 76092 431 579 628 88( 500) 89 987 77228( 1000) 309 486 645 611 63 76 974( 5000) 78150 390( 3000) 751 835 79210 33 75 315 19 35 85 455 510 60 95-712 890( 1000) 80133 248 81 306 645 49 819 92( 500) 81026 103 223 62 305 434 87 574 705 53 81 960 82034 70 78 130 555 99 722 869 974 83158 229 434 640 52 99( 500) 740 84475 618 643 85031 197 317 93 509 681 82 758 65 906( 500) 9 45 54 86048 80 138 64 79 270 355 785 87 812 93 87006( 1000) 135 249 313 613 97 937 88347 424 82( 1000) 610 17( 500) 878 89358 408 515 648 700 882 969 90069 100( 500) 388 748 947 91167 415( 1000) 505 67 621( 3000) 95 92026 176 367 414 67 505 692 872 93198 420 555 651 950 53 94437 54 635 39 889 940- 95026 29 42 131 80 97 238 72 302 454 504 96006 81 124 279 636 701 67 888 97003 163 87 98 335 492 613 17 26 45 76 77( 600) 703 ( 500) 63( 1000) 98060 66( 500) 71 93 438 68 502 4 44 783 904 99045 54 70 182 561 81 623 757 100076 136 51 91( 1000) 250 382 83( 500) 405 874 101014 52 419 43 69 572 649 999( 1000) 102425 59 93 656 716 818 74 103022 122 221 320 600 67 789 800 74 913 104141 300 14 17 695( 1000) 826 105061 143 62 800 16 22 983 106010 99 159 65 328( 1000) 84 689 742 107260 73 308 81 462 655 108112 64 206 328( 1000) 57 90 853 954 67 109404 77 576 729( 3000) 838 636 613 66 997 114119 53 235 310 14 61 524 50 626 730 49 67 851 115250 420 541 727 882 907 116073 107 58 263 83 337 467 700 21 801 117044 123 233 68 118002 239 80 512 62 630 97 119007 56 72 150 628 780 950 120188( 500) 259 335( 500) 676 744 91 939( 1000) 121073 ( 1000) 181 240 562( 3000) 860( 500) 122057 409 710 72 811 49 71( 1000) 974 123083 144 230 95( 5000) 486 697 823 93 124164 95 240 96 643 828 38 920 125129( 500) 396 450 629 711 126035 260 66 331 443 59 86 734 830 976 127120 330 41 61 463 65( 3000) 501 70 635 706 857 128007 41 149( 500) 280 419 65 516 610 724 888 976 129044 164 279 335 483 681 717 991 130134 331 728 874 902 131103( 500) 57 209 15 97 347 731 806 914 39 132000 13 95 232 376 437( 1000) 624( 1000) 42( 500) 54( 500) 896 952 84 89 133175( 500) 489 95 565 636 65 804 945 134238 511 14 726 31 135004 135 71 750 814 62 136041 100 58 281 83 311( 500) 592 730 137142 309 541( 1000) 77 93 613 20 833 970 138137 217 315 902 81 139207 59 97( 1000) 486 87( 500) 629 50 600 18 77 853 140025 279 467( 600) 682 788 141052 182 204 76 317 70 646 717 84 142126 95 250 395 455 809( 500) 926 34( 500) 143085 197 384 469 733( 500) 878 89 970 74 83 144149 263 376 423 662 67( 1000) 825 90 965 145293 360 762 813( 500) 927 28 146177 891( 10 000) 973 147032 92 249( 1000) 457( 1000) 97 763 148162 354 618 36 682 851 63 936 64 149059 70 114 64 66 89 349( 500) 61 450 573 80 939 69 150099 149( 1000) 642( 1000) 772 81 811 96 927 151004 268 481 92 647 697 863 915 152000 10 16 120( 500) 285 652 722 36 871 903 7 30 153010 200 8 30 525 653 91 758( 1000) 71 154166 493 647 941 49 155077 93 136 231 65 330 431 707 816 35( 500) 912 156059 120( 500) 231 99 301 25 38 437 656 ( 500) 82 746 954 98( 1000) 157287( 3000) 469( 1000) 75 631 64 158053 58 107 203 91( 500) 362 465 608 835 961 159127( 1000) 48 87 222 338 68 439( 1000) 611 73 160162( 3000) 330 33 66( 1000) 97 664 95 681 704 70 161329 684 676 879 162191 409( 1000) 546 615 20( 1000) 796 ( 1000) 163145 61 206 314 33 56 75 505( 500) 741 935( 5000) 164123 62 232 42( 500) 98 389 524 894 917 30 165012 231 417 649 863 98 981 166102 351 70 473( 500) 507 19 688 167119( 1000) 28 98 227 48 323 70 864 168267 457 717 86 832 169181 98 306 417 553 668 706 35 53 972 # 170003 222 37 397( 500) 601 3 701 58 78 171098 183 212 70( 1000) 692 952 172066 105 99 248 54( 500) 537( 3000) 844 173640 73 624 91 743( 500) 91 851 56 904 174034 127 839 88 902 72 175246 371( 1000) 75 434( 1000) 60 936 62 176028 36 159 313 21 738 44 859 177004( 500) 12 430 682 775( 3000) 921 178016 70 223 359 450 84( 500) 566 611 711 804 914 ( 1000) 36( 500) 179136 41 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Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, Nr. 150. 32. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 2. Juni 1915. Auffällige Lohnungleichheiten. Nachtarbeit und Brotkrankheit.ngezwungen ohne jeden lätigen Schulzwang fich fummeln allianceftr. 7, veröffentlichten wir( in Nr. 139) die Klage, daß Hun" Besonderen Anklang haben aber die Spiele auf den Außenspielpläßen gefunden, wo die Kinder frei und leber die Deutsche Planenfabrik" in Berlin, Bellederte von Heimarbeiterinnen, die sie mit Sadnäherei beschäftigt, bei der Ablieferung der genähten Säde und bei der Entgegennahme des erarbeiteten Lohnes und neuer Aufträge ungebührlich lange warten mußten. Hierzu sandte uns die Firma eine Zuschrift( abgedrudt in Nr. 143), in der sie u. a. sagte: konnten. In diesem Jahre sollte ein siebenter Spielplatz zu In den letzten Tagen hat der Brotfabrikanten- Verband an die den vorhandenen sechs Pläßen hinzukommen, der Plaz in der Tageszeitungen eine Zuschrift gerichtet, in welcher anscheinend Wuhlheide. Leider ist, wie wir erfahren, dieser Plaz, der gegen das Verbot der Nachtarbeit in den Bädereien schon im Vorjahre benutzt werden sollte, nicht fertig geworden. das der Bundesrat in seiner Verordnung vom 25. Januar 1915 er Es bleibt also bei den bisherigen 6 Außenspielplägen. Tassen hat, Stimmung gemacht werden soll. So wenigstens hat ein In diesem Jahre dürften diese Ferienspiele einen großen ,, Dieser nicht vorauszuberechnende Andrang ist entstanden, weil Teil der Presse diese Zuſchrift aufgefaßt. Der Nichtfachmann kann Andrang zu erwarten haben, gerade in Rücksicht auf die durch wir in wohlmeinender Absicht möglichst viele bedürftige Arbeitsauch jene Zuſchrift gar nicht anders auffassen, weil der Brot- den Krieg geschaffenen Verhältnisse. Es ist zu wünschen, daß lose und Kriegerfrauen mit leichter lohnender Arbeit beschäftigen fabrikanten- Verband in ihr eine bekannte Brotkrankheit, das so die gebotene Spielgelegenheit reichlich benutzt wird, und es ist und die Löhne den Arbeiterinnen ungeschmälert zukommen genannte Fadenziehen" des Brotes, als Gespenst an die zu hoffen, daß der Magistrat mit den Mitteln nicht kleinlich lassen wollten. Der Betrieb wrüde wesentlich vereinfacht und ver Wand gemalt hat, welche sich durch das Nachtarbeitsverbot ver- fnausern wird. Es gibt gar kein besser angelegtes Kapital, billigt werden, wenn wir die Arbeit in größeren Bosten an Betriebsschlimmere. als das, was für die Ferienspiele angelegt wird. Die Kinder, werkstätten und Zwischenmeister ausgeben würden. Auch von außerAuch der Unterzeichnete hat sich gegen gewisse Bestimmungen der deren Väter oder Mütter dem Erwerbe nachgehen müssen, halb, so aus Süddeutschland und Schlesien, haben sich Unternehmer Bundesratsverordnung gewendet, weil sie fachtechnisch unzweckmäßig sind dürfen sich nicht selber überlassen werden, sonst muß später viel gemeldet, die zu etwa 30 Proz. billigeren Löhnen die Arbeit überund sehr wohl geändert werden könnten, ohne daß an dem hohen Grund mehr Geld für die Fürsorgeerziehung ausgegeben werden. nehmen wollen. Wir haben aber derartige Anerbieten im Interesse gedanken der Bundesratsverordnung: Ersparnis der Getreide- Hier muß vorbeugend gewirkt werden. Und das kann durch der Berliner Arbeiterschaft abgelehnt und versucht, ohne Opfer und bestände, die wir für das wir für das kommende Erntejahr doppelt Schaffung von Spielgelegenheit geschehen. Zeit zu sparen, möglichst vielen Bedürftigen zu helfen." brauchen werden, gerüttelt wird, und ohne daß die speziell für den Bäckerberuf so dringend notwendige Beseitigung der verwerf lichen Nachtarbeit etwa wieder aufgehoben werden sollte. Die Hauptbedenken weiter Kreise der Arbeitgeber und Arbeitnehmer des Bäckerberufs gegen das Nachtarbeitverbot waren: Plöglichkeit der Verordnung und der damit verbundenen Opfer, Gefahr der Fruktifizierung der Verordnung für hohe Preise und Unsicherheit in der Kalkulation wegen des vorübergehenden Charakters der Verordnung. Die Un ſicherheit beſteht heute noch, die übrigen Bedenken sind überwunden oder es ist Gewöhnung eingetreten. Es gibt heute nur sehr verschwindende Teile des Bäckergewerbes, die eine Wiedereinführung der Nachtarbeit wünschen. Die erdrückende Mehrheit der Arbeitnehmer, Arbeitgeber und deren Familienmitglieder ist heilfroh, endlich die tausendfach verwünschte Nachtarbeit los zu sein. Das konsumierende Publikum hat keinerlei Schaden durch das Nachtarbeitsverbot, sondern wie sich leicht nach weisen lägt, außerordentlich großen Nugen in gesundheitlicher und ſanitärer Beziehung. Die Gewöhnung und Anpassung an die neue Brotversorgungsmethode ist viel leichter und Die Rektoren sollten heute schon darauf hingewiesen wer- Jetzt wird unter Hinweis Hinweis auf diese Erklärung uns den, daß mit der Ausgabe von Freifarten die zur aus Heimarbeiterkreisen erwidert, daß die freien Fahrt nach den Spielpläßen berechtigen möglichst fabrik" für die Näharbeit bei 100 Säden nur 7 Mark zahlt, weitherzig verfahren werden möchte, da viele Eltern nicht in während noch vor kurzem der Ausschuß für Konfektions- Notarbeit der Lage sind, ihren Kindern das Fahrgeld nach den Plätzen diefelbe Arbeitsleistung mit 15 Marf pro 100 Säde bezahlte. zu geben, zumal da, wo mehrere Kinder vorhanden sind. So Sonderbar mutet allerdings eine derartige Lohnungleichheit an sehr die städtischen Behörden durch die großen Kriegsausgaben gegenüber den Versicherungen der Deutschen Planenfabrik", deren zur Sparsamkeit genötigt sind, so würde das Sparen an dieser Wortlaut den Unternehmer fast als einen Wohltäter der Berliner Stelle eine sehr falsch angebrachte Sparsamkeit bedeuten und Heimarbeiterinnen erscheinen lassen konnte. Der Ausschuß für Konsich später bitter an den Kindern rächen. Weite Kreise er- feltions- Rotarbeit gibt leider jene Sadnäharbeit nicht mehr aus, fennen auch die Sorge für das heranwachsende Geschlecht als aber er würde, wenn sie bei ihm noch zu haben wäre, sie gewiß eine außerordentlich wichtige Aufgabe von Gemeinde und auch jetzt noch den Arbeiterinnen mit 15 M. pro 100 Stüd beStaat, für die gar nicht genug getan werden kann. zahlen. Nun wollen wir nicht verkennen, daß ein Unternehmen, das einen bestimmten Profit abwerfen soll, nicht immer ohne weiteres denselben Lohn wie der Ausschuß zahlen kann. Aber der Unterschied zwischen 15 M. und nur 7 M. für genau dieselbe Arbeitsleistung ist doch so groß, daß es auffallen muß und daß uns wie den Heimarbeiterinnen sich die Frage ausdrängt, woraus diese außerordentliche Lohnungleichheit wohl zu erklären sein mag. Wir dürfen wir als selbstverständlich annehmen, daß es an der Militärwollen darauf verzichten, hier Vermutungen zu äußern. Doch das verwaltung nicht liegt. Die Förderung der Ferienspiele kann viel Gutes stiften. Hoffen wir, daß die städtischen Behörden alles tun, um unseren Schulkindern während der Ferienzeit reichlich Erholungsgelegenheit zu schaffen. Die ,, Hauspflege" in der Kriegszeit. atter von statten gegangen, als vorausgesetzt wurde. Die Der Berliner Verein auspflege" will bedürftigen agarbeit hat sich bewährt. Das ist heute die all- Familien, in denen die Frau durch Krankheit oder Wochenbett gegemeine Auffassung. Das merken auch die Gegner des Nachtarbeits- hindert ist, das Hauswesen zu leiten, eine Fürsorge zuteil werden verbotes sehr gut. Aus Mangel an guten Gründen gegen die Tag- lassen. Um solche Familien vor dem Niedergang zu bewahren, ſtellt arbeit und angesichts der erdrückenden Zahl der Freunde derselben er ihnen gegen geringe Vergütung oder ganz ohne Entgelt seine Das Abgeordnetenhaus unter polizeilichem Schuß. haben sie lange geschwiegen. Sollte nun jetzt das fadenziehende Pflegerinnen, die ihnen die Wirtschaft besorgen und die Kinder gestern auch das Abgeordnetenhaus bei seinem Zusammentritt, unter Aehnlich wie der Reichstag an den letzten Sizungstagen stand Brot dazu benugt werden, unt dem Nachtarbeitsverbot„ ein beaufsichtigen. Bei Beginn des Krieges glaubte auch dieser Verein Bein zu stellen", so müßte dagegen auf das entschiedenste Protest sich auf besondere Ansprüche und vermehrte Hilfe rüsten zu müssen, polizeilichem Schutz. Vor dem Gebäude in der Prinz- Albrechtcingelegt werden. ober die Wirkung des Kriegsausbruchs war hier zunächst ganz Straße waren mehrere Schutzmannsposien aufgestellt und eine Das Fadenziehen des Brotes ist eine Erscheinung, die in anders und gerade entgegegesetzt. Der Tätigkeitsbericht über das fliegende Wache in dem Kunstgewerbemuseum untergebracht worden. jedem Jahre, also auch unter der Herrschaft der Nacht Jahr 1914, der jetzt vorliegt, sagt darüber:„ Die große Arbeits- Die Ursache dieser auffälligen Maßnahme ist uns unbekannt. Irgendarbeit, beklagt wurde. Die Krankheit tritt regelmäßig in losigkeit, welche damals einsekte, hielt die Männer noch mehr als welche Ansammlungen vor dem Gebäude waren nicht zu bemerken. der wärmeren Jahreszeit ein. Die Krankheitserreger sind Bakterien, im Vorjahr im Hause fest und machte daher unsere Arbeit vielfach Lebewesen, die sich im Mehl befinden. Sie werden deshalb da entbehrlich, wo sie sonst begehrt worden war." Es kam so weit, Sich des Raubmordes bezichtigt. nicht, wie der Brotfabrikantenverband anzunehmen scheint, durch die daß nun auch die Pflegerinnen des Vereins, die ja für ihre Pflege- Mit der Selbstbeschuldigung des Raubmordes hat sich gestern Behandlung des Brotes erzeugt, sondern sie sind vorhanden. tätigkeit von ihm bezahlt werden, zum Teil arbeits- und erwerbslos cin 19 Jahre alter Aderknecht Franz Borczyn der hiesigen Polizei Wohl aber können sie durch die Behandlung des Bcotes beseitigt wurden, so daß er einstweilen für sie selber durch Beschaffung gestellt. Der junge Mann erschien gestern nachmittag auf der Wache werden. Das lange Stehen des Sauers durch das Verbot der anderer Arbeit und durch Unterstützung mit Lebensmitteln jorgen des 38. Neviers in der Schützenstraße und erklärte, daß er sein GeBachtarbeit in zwölf Stunden hat auf die Strankheitserreger jener mußte. Doch die fortdauernden Einberufungen zum Heere und wissen entlasten und für ein schweres Verbrechen die verdiente Strafe Brotkrankheit gar keinen Einfluß. Gerade größere Säue die nebenhergehende Verminderung der Arbeitslosigkeit führten rung wird von Fachwissenschaftern( Dr. Neumann- Berlin, Dr. Kühl- dazu, daß allmählich wieder in mehr und immer mehr Familien, auf sich nehmen wolle. Wie er sagt, diente er im Juni 1918 bei einem Bauer in Groß- Rehne im Kreise Dst- Sternberg. Eines Kiel u. a.) zur Bekämpfung des Bazillus empfohlen. Deshalb ist bei den Frauen und Müttern, die nun wieder auf sich selber anauch der Vergleich des Sauerwerdens der Milch im Sommer völlig gewiesen waren, ein Verlangen nach den Pflegerinnen sich ein- Tages besuchte er dort mit einem anderen Knecht zusammen einen deplaciert, weil von obigen Fachleuten Milchsäure, sauerer Molten stellte. Die Kosten des Vereins erreichten diesmal eine ungewöhn- Tanzboden. Hier sahen beide, daß eine Magd aus dem Nachbarort und gesäuerte Magermilch als sicherstes Mittel gegen den Krankheits- liche Höhe, weil er in Familien mit Arbeitslosenunterstüßung ganz Saratoja, die mit Vornamen Martha hieß, deren Familiennamen sic erreger empfohlen wird. umsonst pflegte, von Familien mit Kriegsunterstüßung nur eine aber nicht kannten, Gold- und Silbermünzen in ihrem Geldtäschchen hatte. Das fadenziehende Brot ist, wie man sieht, eine sehr ungeeignete geringe Vergütung nahm und auch bei anderen Familien jetzt Diese Entdeckung reizte ihre Gier und sie beschlossen, der Magd die Waffe zur Bekämpfung des Nachtarbeitsverbots. Wenn man den weit weniger als sonst auf Zahlung eines Kostenbeitrags rechnen Barschaft zu rauben. Zu diesem Zwecke begleiteten sie sie nach Magen des Volkes rebellisch machen will, dann wäre es uns, den konnte. Für die kommende Zeit erwartet er eine weitere und Schluß des Tanzvergnügens auf ihrem Heimwege, der an einent Pfuhl vorbei nach einer Fähre führte. An dem Pfuhl angekommen, Gegnern der Nachtarbeit, sicher gestattet, gewisse efelerregende Dinge, bedeutende Steigerung der Ansprüche. Die Angaben, die der Tätigkeitsbericht für 1914 über umfaßte er die Ahnungslose, steckte ihr ein Taschentuch als Knebel die Leistungen des Vereins macht, enthalten manches Lehrreiche. in den Mund und bewirkte dadurch, daß sie die Besimmung verlor Gepflegt wurde im abgelaufenen Jahr in 5575 Familien. Das Jetzt nahmen beide ihr das Portemonnaie mit dem Jubalt, etwa 50 M., Für die Schädigung der Volksgesundheit durch die Nachtarbeit Berufe nach 1718mal ein Arbeiter, 2010mal ein Handwerker oder Busch und warfen sie selbst in den Pfuhl. Das Portemonnaie mit Familenoberhaupt war in 5040 Fällen ein Mann, und zwar dem weg, rissen ihr die Kleider vom Leibe, legten diese hinter einen sind die treffenden Urteile zahlreicher Volkswirtschafter und Gelehrter, Staufmann, 552mal ein Kutscher, Kellner oder Diener, 333mal ein 50 Pfennig steckten sie wieder in die Kleidertasche, um vorzua. der Professoren v. Wiese, Jastrow, France, Zimmermann, Beamter, 391mal Personen verschiedener Berufe. Abwesend war täuschen, daß das Mädchen beim Baden ertrunken sei. Tönnies, Oldenberg und vieler anderer maßgebend. Das Reichs- der Mann in 731 Fällen; der Bericht fügt hinzu:„ Krieg, Heim nächsten Tage tam Borczyn, wie er weiter erzählt, wieder an dem gesundheitsamt und andere Behörden haben nicht minder scharfe stätte, Strankenhaus, Gefängnis", gibt aber leider nicht die be- Pfuhl vorbei. Die Leiche war unterdessen wieder emporgekommen Urteile über die Nachtarbeit gefällt. sonderen Zahlen dieser Untergruppen an. In 571 Fällen war das und ein Arm ragte aus dem Wasser heraus. Dieses Bild wollte Trotzdem ist es wünschenswert, daß über die endgültige Familienoberhaupt eine Frau, nämlich 406mal eine Witwe, 57mal Borczyn die ganze Zeit über nicht verlassen. Ueberall, bei Tag und Regelung der dauernden Beseitigung der Nachtarbeit eine Cheverlassene, 19mal eine Geschiedene, 89mal eine Ledige. Nacht, stand es vor seinen Augen. Er verließ bald den Dienst und baldigst zwischen Regierung und Bäckerberuf eine Verständigung Von Kindern unter 14 Jahren waren vorhanden: feins in 715 den Ort, fand aber nirgends Ruhe. Von Gewissensbissen und Neue erfolgt. Die Organisation erstrebt ein bleibendes Verbot der Nachts Familien, eins in 1054, zwei in 1393, drei in 1042, vier in 683, getrieben, beschloß er endlich, zur Polizei zu gehen, weil er es nicht arbeit zwischen abends 10 und morgens 6 Uhr an, womit sich sehr fünf in 383, sechs in 162, mehr in 143. Das Wocheneinkommen mehr aushielt. namhafte Brotfabrikanten und zahlreiche Arbeitgeber völlig ein wurde angegeben auf: weniger als 10 M. bei 894 Familien, 11 Soweit die Erklärung Borczyns. Nachdem er sie abgegeben verstanden erklärt haben. Damit würde die Unsicherheit in Geschäft bis 15 M. bei 490, 16-20 M. bei 542, 21-25 M. bei 969, 26 bis hatte, versuchte er, sich auf der Revierwache mit einem Strid, und Arbeitsverhältnis aufhören, wie auch die Klagen verstummen 30 M. bei 1099, über 30 m. bei 879, unbestimmt bei 702. Hier den er sich aus einem Bindfaden zurechtgedreht hatte, zu müßten. Hat der Brotfabrikantenverband das erstrebt, dann würden sähe man gern noch eine besondere Gruppierung nach Wocheneinwir ihm dankbar sein, denn dann hätte er sein Teil mit dazu bei- kommen und Kinderzahl. Arbeitslos war der Mann in 492 Fällen, ersten Verhör wurde der junge Manu der Kriminalpolizei zugeführt. Seine Absicht wurde aber verhindert. Nach dem erhängen. getragen, daß baldigst im Interesse der Konsumenten und der die Frau verdiente in 640 Fällen, die Familie hatte abvermietet auch ihr gegenüber hielt er seine Behauptung aufrecht. Im EinzelArbeiter der unnötigen, unsanitären und menschenverwüstenden in 481 Fällen, laufende Armenunterstützung erhielten 303 ami gewahrsam zerriß er seine Kleidung und legte sich zusammengedrehte Nachtarbeit im Bäckerberufe für alle Zeiten ein Ende gemacht wäre. lien. Die Pflege wurde nötig wegen Wochenbett in 2774 Fällen, Stüde um den Hals, um sich damit zu erdrosseln. Aber auch dieser Karl Hezichold. Fehlgeburt in 375 Fällen, Krankheit in 2163 Fällen, Abwesenheit die von der Nachtarbeit meist untrennbar sind, aber vom schirmenden Dunkel der Nacht schamhaft verdeckt werden, weit wirksamer ins Feld zu führen. 11. Aus Groß- Berlin. Ferienspiele. Verhaftete Fuhrwerksdiebe. Am Als ein Kutscher, der Fleischwaren geladen hatte, in der Gollnowder Hausfrau in 240 Fällen, Verwitwung des Mannes in 23 Fällen. zweite Selbstmordversuch wurde von Beamten, die das Beginnen Die Pflegeleistungen stellten sich auf 32 601 ganze Tage, 5040 halbe des Gefangenen beobachteten, vereitelt. Borczyn tobte darauf so Tage, 459 Waschtage, 589 Nächte, 448% Monatspflegen. Kosten heftig, daß er noch gestern abend nach der Charité gebracht wurde. beitrag zahlten 2300 Familen, außerdem in 83 Fällen andere Hier liegt er einstweilen in der Abteilung für Krampfkrante. Seine Personen, in 810 Fällen Großbetriebe oder Behörden. Der Verein Angaben werden von der Kriminalpolizei sofort nachgeprüft. hatte im letzten Jahr 57 737 M. Ausgaben und nur 52 857- M. Einnahmen, so daß er zur Kostendeckung den aus dem Vorjahr Die Schulferien nahen wieder heran. Da war es früher übernommenen Kassenbestand schmälern mußte. vielfach üblich, daß zahlreiche Familien ihre Sachen packten Mitteln des Vaterländischen Frauenvereins zahlte er noch für die straße furze Zeit hielt, schwangen sich Diebe auf seinen wagen, und zur Erholung aufs Land, ins Gebirge oder an die See Vorernährung schwangerer Kriegerfrauen in 781 Fällen 16 814 M. jagten davon und waren bereits verschwunden, als er zurückkehrte. In der Mitgliederversammlung, die diesen Bericht entgegen- 3wei Stunden später bot der Händler Willi Jankowski aus der reisten. Trotzdem blieben immer noch reichlich Familien am nahm, sprach Fri. Selene Simon über:„ Kriegshinter- Weinmeiſterſtr. 5 das Gespann einem Schlächtermeister in der Orte, die sich den Lurus einer Ferienreise nicht leisten konnten. bliebenen fürsorge". Sie unterschied drei Arten von Hilfe: Weichselstraße zu Neukölln für 1000 M. zum Kauf an, obwohl es In diesem Jahre wird das anders sein. Die Zahl derjenigen, Geldfürsorge, Arbeitsfürsorge, Pflegschaft. Bei vielen Krieger- mehr als 3000 M. wert ist. Der Meister schöpfte Verdacht, ging die eine Ferienreise unternehmen können, wird sich stark ver- witwen werde die Geldfürsorge wegen Unzulänglichkeit der Renten nur zum Teil auf den Handel ein und verlangte von Jankowski, ringern. Tausende von Familienvätern stehen im Felde, der durch Arbeitsfürsorge ergänzt werden müssen, durch Rat bei Berufs- ter fich für den Eigentümer des Fuhrwerks ausgab, daß er erſt Familie fehlt der Verdiener. Die Kriegsunterstützung ist wahl und durch Vermittelung von Arbeit. Zu wünschen sei, daß und Jankowski festgenommen. Sein Spießgefelle, ein Schlächter Ausweispapiere hole. Unterdessen wurde der Diebstahl gemeldet feine solche, die eine Reise, und sei es nur zu Verwandten Witwen, deren Männer es als ihren Stolz angesehen hätten, die Friz Hein aus der Mulackstr. 10, hatte in einer Schankwirtschaft in auf dem Lande, ermöglicht. Die herrschende Teuerung nötigt rau dem Haus und der Familie zu erhalten, weiter dem Haus der Nähe des Schlächtermeisters gewartet. Als er von dort aus auch alle übrigen Familien zu äußerster Einschränkung. Da und ihren noch unerzogenen Kindern erhalten bleiben. Bei Wit beobachtete, was feinem Freunde geschah, ergriff er die Flucht müssen die Kinder, die dringend der Erholung bedürften, am wen, die in der Ehe für den Erwerb mitgearbeitet hatten, solle und entfam zunächst. In einem berüchtigten Quartier in der MuladOrte bleiben. Seit Jahren haben die städtischen Behörden für man darauf bedacht sein, sie baldigit einer ihr Renteneinkommen straße aber wurde auch er bald festgenommen. Die beiden haben die hierbleibenden Gemeindeschulkinder während der Ferien ergänzenden Erwerbstätigkeit zuzuführen. Die pflegerische Für eine große Menge Fuhrwerksdiebstähle auf dem Kerbholz. Spielgelegenheit geschaffen. Um die Kinder den Gefahren der forge werde, um die durch den Krieg geschlagenen Wunden zu Großstadt zu entziehen, sind eine Reihe Schulhöfe zu Be- heilen, nach seiner Beendigung noch auf Jahre hinaus ein tüchtiges wegungsspielen freigegeben. Stück Kriegsarbeit zu leisten haben. Neberfallen wurde Sonnabendabend der Rentenempfänger und frühere Bürstenmacher Rudolf Köster aus der Petristr. 26. Nachdem fagte zu dem anderen:" Mach schnell". Dieser antwortete:" Ich fann nicht". Jegt gelang es bem Ueberfallenen, seinen Mund frei zu bekommen und um Hilfe zu rufen. Die Eindringlinge ergriffen darauf die Flucht und entkamen leider. Die Gefahren der Straße. Mark ausgesetzt. der Mann fich in der zehnten Stunde zu Bett gelegt hatte, flopfte] man nicht daran, daß man einem abziehenden Dienstmädchen Jerben eingefeßt, während die Witwe Vanderbilts außer einer Summe es so start, daß er gleich aufstand, um nachzusehen, was es noch ihre" Brotkarte mitzugeben habe, sondern war der völlig irrigen von 8 Millionen Mart, die sie schon früher erhielt, jetzt noch mit gebe. Als er öffnete, drangen zwei Männer bei ihm ein und ver- Ansicht, daß auf das neu anziehende Mädchen die Brottarte sich weiteren vier Millionen Mark bedacht worden ist und daneben die langten fein Geld. Auf seine Erwiderung, daß er nichts babe, bog überträgt. Dr. S. war mit dieser Sache nicht befaßt und als ant lebenslängliche Nugnießung des Nachlaßvermögens befigt. Für ihm einer der Männer den Hals zurück, hielt ihm den Mund zu und 5. April aus dem Hause des Professors. Samter telephonisch die Brotfarte verlangt wurde, konnte er sich dazu nicht äußern und er- wohltätige Zwecke hat der Verstorbene die Summe von 20 Millionen fuchte, im Laufe des Tages noch einmal telephonisch anzufragen. Dies geschah aber nicht, und Dr. S. hielt die Sache um so mehr für erledigt, als ihm auf seine nunmehr bei der Polizei erfolgte Ist Kirchenschwänzen Majestätsbeleidigung? Anfrage von dem Wachtmeister die Auskunft gegeben war, daß er Mit dieser Frage hatte sich das 1. 1. Landwehrdivisionsgericht zur Mitgabe der Brotfarte wohl nicht verpflichtet wäre. Um so in Pilsen zu beschäftigen, vor dem einige tschechische Gemeindemehr erstaunt war er, als er auf eine von Professor Samter erEin tödlicher Straßenunfall hat sich am Montagmittag gegen stattete Strafanzeige eine Anflage wegen Uebertretung der Bundes vertreter der Majestätsbeleidigung angeklagt waren, weil sie einer 1 Uhr in der Adalbertstraße zugetragen. Vor dem Hause Nr. 26 ratsverordnung vom 25. Januar 1915 erhielt. In der Strafanzeige kirchlichen Kaiserfeier demonstrativ ferngeblieben seien. Der mita geriet die dreijährige Frida Wendt unter den vorderen Schutzrahmen war, wie jezt von Profeffor Samter anerkannt wird, unzutreffend angeklagte Gemeindevorsteher hat Selbstmord verübt. Das Urteil eines Straßenbahnwagens der Linie 10. Das verunglückte Kind behauptet worden, daß dem Mädchen die Herausgabe der Brot- lautete auf Freisprechung. wogegen der Militäranwalt mußte durch Anheben des Wagens mittels mitgeführter Winden farte verweigert worden und dem Mädchen sogar gesagt worden Nichtigtetsbeschwerde einlegte. befreit werden; es starb jedoch schon auf dem Transport nach dem sei: man brauche den noch nicht abgehobenen Teil der Karte, um Krankenhause an den erlittenen schweren inneren und äußeren Verbie auf eine öswilligteit fchließen lassen würde, beruhte aber, Darauf Mehl zum Kuchenbaden zu erhalten. Diese Behauptung, Der misgönnte ,, Rehbraten". legungen. Ein schwerer Straßenunfall ereignete sich Montagvormittag pie die Beweisaufnahme ergab, auf mißverständlicher Auffassung Die jetzigen hohen Fleischpreise hätten beinahe für einen dem in der Invalidenstraße. Dort wollte ein Herr Becker den Hinterperron der Angaben des Dienstmädchens. Der Amtsanwalt betonte Arbeiterstande angehörigen Einwohner in Steinpleis( Sachſeneines fahrenden Straßenbahnwagens der Linie 51 besteigen, fam zu selbst, daß von einer Böswilligkeit keine Rede sein könne, beantragte Weimar) unliebſame Folgen gezeitigt. Diefer hatte, um sich einmal Fall und geriet mit dem Oberkörper unter den seitlichen Schuß aber trotzdem 20 M. Geldstrafe, da zweifellos gegen die Bundes- einen ordentlichen billigen Braten zu verschaffen, einen Hund zum rahmen des Beiwagens. B. erlitt schwere Duetschungen des Rüdens ratsverordnung verstoßen worden sei. Das Schöffengericht kam Schlachten erstanden. Er ging nun hinaus in eine kleine Sandund wurde, nachdem er durch Anheben des Waggons in kürzester jedoch zur Freisprechung des Angeklagten aus folgender Grwägung: mulde, wo der Hund getötet, ausgeweidet und tunstgerecht aufBeit befreit worden war, nach dem Rudolf- Birchow- Krankenhause In der Verordnung stehe nichts barüber, daß die Brottarte dem abgespannt wurde. Doch neidische Augen bemerkten auch diesen gebracht. Zu einem Zusammenstoß zweier Straßenbahnwagen kam ziehenden Dienstboten mitzugeben sei. Stände es darin, dann Borgang und hatten nichts Eiligeres zu tun, als zur Ortspolizeigebracht. Zu einem Zusammenstoß zweier Straßenbahnwagen fam würde der Gerichtshof zu einer Verurteilung gekommen sein. behörde zu rennen und anzuzeigen, daß ein gewisser N. N. da es am Montagnachmittag gegen 3 1hr an der Ecke der Straße Alt- Diese Verpflichtung des Haushaltungsvorstandes ist nur aus dem draußen ein Reh ausschlachte. Solcher Frevel muß natürlich geMoabit und der Paulstraße. Dort fuhr ein Wagen der Linie 24 in die Sinn des Gesetzes zu folgern; zu ber hier fraglichen Zeit waren ahndet werden; man eilte sofort an Ort und Stelle, wo aber nichts falsche Weiche und stieß infolgedessen gegen den aus entgegengesetter die Ansichten über die Verpflichtung aber außerordentlich ausein mehr zu finden war. Nun begab man sich in die Wohnung und da Richtung kommenden Triebwagen 1226 der Linie 18, wobei mehrere andergehend, wie ja auch die Auskunft des Polizeiwachtmeisters der Mann nicht zu Hause war, wurde die Frau ins Verhör ge Fahrgäste leicht verlegt wurden. An der Ecke der Monumenten zeige, und erst später sei die authentische Interpretation ergangen, nommen, wo ihr Mann sei und ob er vielleicht etwas zu Hause abund Baußener Straße mußte Montag mittag der Führer eines wonach in der Tat die Brotfarte dem abziehenden Dienstboten gegeben habe. Daraufhin wurde dem Beamten ein Paket überStraßenbahnzuges der Linie V plötzlich scharf bremsen, weil ein auszuhändigen ist. Den Angeklagten treffe daher kein Verschulden. geben, das fofort geöffnet wurde, wobei sich herausstellte, daß es kein Reh, sondern ein Hund war. Mit der angeblichen Wildbieberei fremdes Fuhrwerk unmittelbar vor dem Zuge auf das Gleis gebogen war es also nichts. war. Infolge durch das scharfe Bremsen entstandenen Ruckes wurde der auf der Hinterplattform stehende Herr Unruh mit dem Kopf gegen die Zürkante geschleudert und trug eine leichte Gehirn erschütterung davon. www Gelandete Leichen. Parteiveranstaltungen. 8, hr, findet in ben Andreas Festfalen, Andreas str. 21. Bierter Wahlkreis( Jugendsektion). Heute Mittwoch, abend die Versammlung der jungen Mtiglieder des Wahlvereins im Alter von 18 bis 21 Jahren statt. Bortrag der Genoffin Käte Dunder über: Das jüngste Entwidlungsstadium des Kapitals. 2. Diskussion. der Jugendsettion. Vortrag des Genossen Rud. Sulz. Neukölln. Heute abend 8, Uhr bei Gütig, Erfstr. 8: Bersammlung " Jugendveranstaltungen. Drei Jahre Gefängnis für einen Feldposträuber. Der wohl vereinzelt dastehende Fall, daß ein zu drei Jahren Gefängnis verurteilter Angeklagter auf freiem Fuß belassen wird, frug sich gestern in einer Berhandlung zu, welche die 4. Straffammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Das Freibad Müggelsee" ist vom 6. Juni ab auch an den Landgerichtsdirektors Lieber beschäftigte. Wochentagen geöffnet. Wegen Unterschlagung im Amte war der Oberpostschaffner Karl Lemke angeklagt. Der Angeklagte, welcher seit 1897 im Postdienst steht, war zuletzt auf dem Hauptpostamt C2 beschäftigt. Da es Eine traurige Aufklärung fand das Verschwinden der seit dem besonders drängte, wurde er scharf beobachtet und eines Tages auffiel, daß er sich zu dem Sortierdienst der Feldpostsendungen 18. Mai vermißten Frau Schuhmacher Emilie Schendel geb. Haman auch dabei abgefaßt, wie er drei Feldpostpakete in seinen Taschen aus Potsdam, Hodizstraße 9 wohnhaft. Die 59j ährige, schwer verschwinden ließ. Eine Haussuchung in seiner Wohnung förderte nervenleidende Frau wurde am Sonntagvormittag an der Ueber- außerdem noch verschiedene andere Sachen, die aus Feldpostfahrtsstelle von Potsdam nach Nowawes als Leiche aus der Havel paketen stammten, zutage. Das Vorgehen des Angeklagten stellte ninger Str. 8: Vortrag des Herrn Dr. Zadek über:" Alkohol und TuberSchöneberg. Heute Mittwoch, abends 9 Uhr, bei Henkel, Meigelandet. Ungefähr um dieselbe Zeit wurde an der Freundschafts- fich deshalb als ein besonders schweres bar, weil er gerade zur Auf- tuloje“. insel in Potsdam eine etwa 75 Jahre alte Greisin, die mit dunkel- ficht und Kontrolle der jugendlichen Bostaushelfer bestellt worden grauem Jadett, graufariertem Rock und blauer Bluse bekleidet war, aus dem Wasser gezogen. Die Tote hat ein langes Gesicht, graue Haare und schlechte Zähne. Die Leiche wurde nach der Friedhofshalle gebracht, bort fand die Leichenschau und die photographische Aufnahme zu Rekognitionszwecken statt. Die Persönlichkeit der Toten ist unbekannt. Aus dem Luisenstädtischen Kanal gelandet wurde vor dem Grundstück Elisabethufer 4 die Leiche eines neugeborenen Knaben, die in ein Stüd Leinwand, braunes Backpapier und Beitungspapier eingewickelt war. Aus den Gemeinden. Die Einführung Molkenbuhrs als Stadtrat. In der am Montag abgehaltenen Sigung der Schöneberger In der am Montag abgehaltenen Sigung der Schöneberger Stadtverordneten wurde zunächst die Einführung des Genossen Moltenbuhr in sein neues Amt als unbefoldeter Stadtrat vollzogen. Bürgermeister Blankenstein begrüßte den neuen Kollegen mit herzlichen Worten unter Anerkennung seiner bisherigen Leistungen für das Allgemeinwohl. Der Stadtverordnetenvorsteher v. Matuschka bedauerte den Verlust eines so liebenswürdigen und fachkundigen Kollegen, dessen Mitarbeit ihm eine freudige Erinne rung bis an sein Lebensende sein werde. Das Wirken des neuen Stabirats werde für die Stadt reiche Früchte tragen.ars Wirkungsfreis erhielt Genosse Mollenbuhr das Dezernat für Als Regelung der Arbeiterfragen und die Straßenreinigung. Magistratsmitglied gehört er noch der Stadtschul- und Höheren Schuldeputation an. war. Staatsanwaltschaftsrat Muth beantragte eine Gefängnisstrafe von drei Jahren. Das Gericht erkannte diesem Antrage entsprechend. Wie der Vorsitzende in der Urteilsbegründung ausführte, sei der Angeklagte von der Postbehörde als unabkömmlich reklamiert wor den, da sie eben vertrauenswürdige ältere Beamte haben wollte. Der Angeklagte habe auch aus den Zeitungen ersehen, daß sich diese Feldposträubereien allmählich zu einem öffentlichen Standal ausgedehnt hatten, und daß es sogar soweit gekommen sei, daß Angestellte von Geschäften, die Feldpostpakete zu expedieren hatten, diese unterschlugen und die sonst stets zuverlässige Post sich fagen Lassen mußte, daß ihre Beamten die Schuldigen seien. Aus diesen Gründen sei auf eine eremplarische Strafe erkannt worden. Trotz der Höhe dieser Strafe habe das Gericht aber gegen den sonstigen Brauch den Angeklagten auf freiem Fuße belassen, da er augenblidlich gut bezahlte Striegsarbeit habe und seine zahlreiche Familie im Falle feiner Verhaftung der öffentlichen Armenpflege zur Last fallen würde. Liebesgabentabletten. Graf Wie angebracht die Warnung vor sogenannten Kaffeetabletten und ähnlichen Kriegsindustrieprodukten" war, zeigte eine Verhandlung, welche das Schöffengericht Berlin- Schöne berg beschäftigte. Angeklagt war der Kaufmann Beier wegen Nahrungsmittel. verfälschung. Der Angeklagte brachte zum Preise von 1,50 M. Feldpostpakete in den Handel, welche sieben verschiedene Gegen stände enthielten, so u. a. auch Staffeetabletten, Milchtabletten und Schon bei Ausbruch des Krieges war in der Stadtverordneten- Teewürfel Wie die chemische Untersuchung ergab, enthielten die versammlung der Wunsch geäußert worden, die Deputation für Staffee" tabletten nichts weiter als Bichorie und ähnliche Kaffee= Lebensmittelfragen möge vergrößert werden. Diesen Wunsch lehnte furrogate. Die Milchtabletten, die aus„ bester Kuhmilch" bestehen der Magistrat ab. Vom Stadtv. Starke( Lib.) wurde bebauert, sollten, bestanden aus getrockneter Magermilch, so daß die Soldaten daß der Magistrat diesen Wunsch abgelehnt habe. Obwohl überall im Felde statt des anregenden und nahrhaften Milchlaffees eine ein lebhaftes Interesse für diese Fragen vorhanden sei, arbeite die Kom- trübe Zichorienbrühe erhielten. Da der Angeklagte noch nicht vor mission im verborgenen. Auch an kaufmännischen Sträften fehle es dort, so bestraft ist, nahm das Gericht von der Verhängung einer Freiheitsdaß die ganze Kommissionstätigkeit geheimnisvoll und unflar erscheine. strafe Abstand und verurteilte ihn nur zu 100 M. Geldstrafe. Vom Bürgermeister Blankenstein wurde zugegeben, daß die Stommission viel im stillen wirke und auch der Magistrat sehr wenig erfahre. Das liege aber daran, daß die Gemeinden Groß- Berlins Jeberschreitung der Höchstpreise. Frauen- Leseabende. fannten Zotal. Vortrag der Genossin Demmning über: Strieg und BcNiederschöneweide. Heute Mittwoch, abend 8%, Uhr, in dem begleiterscheinungen". Sigungstage der Stadt und Gemeindevertretungen. Rosenthal. Donnerstag, den 3. Juni, abends 6 Uhr, im Sizung? saal des Verwaltungsgebäudes, Hauptstr. 94. Diefe Sizungen sind öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ift be. rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Sof rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend bon 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brieftaften bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Sahl als Mertzeichen beizufügen. Briefliche beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen leine Abonnements quitung Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. 11. 100. London mit Vororte, New York, Berlin mit Vororte, Paris, Tokio, Chikago usw. Berlin hat 4 Millionen Einwohner. Ulan 3. 1. Ja. 2. Wird nach Bedarf geregelt, Tragezeit nicht festgelegt. E.. 17. Uns unbekannt. enthalten. Wie weit sie der Wahrheit entsprechen, läßt sich zurzeit schwer S. M. 5. Vereinzelte Fälle sind darin fagen. G. p. 88. Am besten wenden Sie sich schriftlich mit einem Gesuch an die beir. Direktionen. Drückeberger s. S. 1. Ja. 2. Ja. F. 92. Der Annahmevertrag muß entweder vor einem Notar oder gerichtlich geschlossen werden. Die Eltern des Kindes müssen vor Gericht ihre Einwilligung der Annahme an Kindesstatt erklären. Der Annehmende muß das 50. Lebensjahr vollendet haben und mindestens 18 Jahre älter trag vom Justizminister Befreiung bewilligt werden. fein als das anzunehmende Stind. Von dieser Bestimmung kann auf An2. R. Verjährt in brei Jahren von dem Zeitpunkt an, in dem Sie von dem Eintrit des Erbfalls Kenntnis erlangt haben. sich an die Gewerkschaftskommission, Engelufer 15. 2. Der Wirt muß Ihnen den Verkauf der Sachen androhen und darf vor Ablauf eines Monats nach der Androhung die Sachen nicht veräußern. C. 103. Die Auskunft des Kaffenbeamten ist richtig. E. 100. . S. 4. 2. Benden Sie ww R. V. 37. P. D. 36. 5. B. 28. Sic Vor dem Reichsgericht standen auch am Montag eine Reihe in einer gemeinsamen Kommission die auf diesem Gebiete zu unter- von Fällen zur Berhandlung, in denen Landwirte und Kauf- 1. und 2. Ja. 3. Die Beschwerde muß innerhalb zwei Wochen von de nehmenden Schritte berate. Von den Guttemplern lag eine Petition Zustellung an dem Gericht eingereicht sein mit dem Hinweis darauf, dus vor, wonach ein völliges Brau- und Brennverbot für das Reich in leute zu Strafen verurteilt waren, weil sie die Höchstpreise ein vollstrecbarer Schuldtitel nicht vorliegt. K. M. 8. Wahrschein Erwägung zu ziehen sei. Die Versammlung lehnte die Befürwortung überschritten hatten. lich nicht. Hauptstraße 52. Begen Nervenkrankheit dienstuntauglich dieses Wunsches ab. Die Verkehrshäuschen auf dem Bayerischen Ein Gutsbefizer Matthias Murr ist vom Landgericht Strau. Sie werden sicher nicht mehr eingezogen werden. 23. 21. 71. 1. Ja Play harren immer noch ihrer Vollendung, da kein künstlerischer Ab- bing zu 300 M. Geldstrafe verurteilt. Er hatte 140 Bentner Gerite Schriftlich bei den Gericht, welches das Urteil gefällt bat ichluß gefunden werden konnte und die dafür bewilligten Mittel mit 1 M. pro Zentner über den Höchstpreis verkauft. M. B. 41. Wahrscheinlich friegsverwendungsfähig. Erkrankung der Speiseröhre; landsturmpflichtig. Der Kaufmann Georg Start ist vom Landgericht Ellwangen Serabsehung der Schschärfe; landsturmpflichtig. verbraucht sind. Der jezige Aufbau mußte wiederholt abgeändert werden, um das Ganze wirkungsvoll zu gestalten. Erst sollten die zu Geldstrafe verurteilt: er hatte zur Verschleierung der Ueber- föunen nochmals gemustert werden. 23. p. 88. 1. und 2. Ja. Dächer abgeschrägt, jest follen sie wieder flach gehalten werden und schreitung des Höchstpreises Fuhrlohn nach dem zum Verkaufsort 5. W. Die Versicherung hat allerdings bas Geld von Ihrem Mann an beiden Häuschen soll an den Seiten eine Steinpergola angebaut gehörigen Güterbahnhof mitberechnet. zu fordern; Sic fönnen nicht berklagt werden. Der Versicherungsvertrag werden. Die noch erforderlichen Mittel wurden bewilligt. fann aber nicht ohne weiteres gelöst werden; die Versicherung wird durch In geheimer Sigung wurde Kenntnis genommen, daß die lage die Beiträge nachfordern, die bis zum Ablauf des Bertrages zit Ridzahlung der Anleihe der Kur- und Neumärkischen Ritterschaftszahlen sind. Außerdem haftet die Versicherung, wenn Sie die Beiträge laffe von zwei auf einhalb Prozent ermäßigt worden sei. regelmäßig zahlen, nicht für den Schaden, der Ihnen jest entstehen fönnte. E. B. 3. Wahrscheinlich beabsichtigt der Wirt, die Miete nach zufordern; laden Sie ihn doch vor das Mietseinigungsamt. C. D. 26. Mangelhaftes Gebiß; dienstfähig. Asthmatische Beschwerden. Wegen Fettlebigkeit dienstuntauglich.- K. P. 100. Die Rente kann Ihnen entzogen werden. In der nächsten Stadtverordnetenversammlung soll die Wahl des Vorsteherstellvertreters und eines ersten Beisigers vorgenommen werden. Als Stellvertreter ist Wolf- 3itelmann( Lib. Vereinig.) und als Beisiger Genosse Rottländer vorgesehen. Gemeindewahlergebnis in Rosenthal- Nordend. Bei der am Sonntag stattgefundenen Gemeindewahl für den Wahlbezirk Rosenthal I wurde unser Genosse Robert Has dhe d gewählt. An jedem Donnerstag, von 8 Uhr früh ab, findet auf dem Grundstück des Genossen Wilbrodt, Rosenthal I, Walderfeestr. 5, ein Fischverkauf der Gemeindeverwaltung statt. Gerichtszeitung. Einbehaltung der Brotkarten. Dem Kaufmann Johann Meier waren vom Landgericht Straubing 1500 m. Geldstrafe zudiktiert. Er hatte vom Landwirt Schaffner dessen Gerste als Saatgerste aufgekauft, aber nicht als Saatgerste verwendet. Der Höchstpreis für Saatgerste betrug 18 M. pro Zentner, für andere Gerste 11,85 M. Vereinbart waren Der Landwirt Moriz Bender ist vom Landgericht Gießen zu 150 m. verurteilt. Er hatte 220 Pfund Kartoffeln 35 Pf. teurer pro Pfund als gestattet angeboten. 13 M. Das Reichsgericht verwarf sämtliche gegen die Verurteilungen eingelegten Revisionen. Revision Lehmann- Hohenberg. Das Reichsgericht verworf am Montag die Revision des Professors a. D. Lehmann- Hohenberg gegen das Urteil des Landgerichts Braunschweig vom 10. März. Lehmann war wegen Be: leidigung des Arztes Dr. med. Bösser zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Aus aller Welt. Glückliche Erben. Martha 83. Das kommt auf die Entscheidung des Militärarztes an. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über den Großhandel in den Zentral- Markthallen. Ohne Verbindlichkeit.) Dienstag, den 1. Juni 1915. Fleisch: Rindfleisch, per 50 kg, Chienfleisch Ia 100-118, bo. Ila 90-100, do. IIIa 75-90; Bullenfleisch Ia 100-110, bo. IIa 87-99; Stübe, jett 83-98, do. mager 70-82, do. dänische 88-95; Stalbfleisch, Doppellender 165-185; Mastfälber Is 128-1485-95, Freijer 80-100, Fresser, dänische, 00-00; Bullen, dänische, bo. IIa 118-128; Stalber ger. gen. 75-100, do. dän. 75-100, do. boll. 00-00. Hammelfleisch: Mastlämmer 125-130; gammel Ia 110-121. do, IIa 102-110; chaje 102-115; do. holl. 00-00. Schipeinejicisa. Schweinte, fette 138-166, fonstige 00-00, dän. Sauen 00-00, ban. Schweine 128-140, bo. fchwedische 135-145. do. Holländische 140--155. Gemüse, inländisches: Kartoffeln, Dabersche 50 kg 0,00; weiße Staiserkronen 0.00; Magnum bonum 0,00; 28oltmann 0,00; Borrce, Schod 0,80-1,50; Sellerie, Schod 5,00-14,00; Spinat 50 kg 8,00-15,00; Mobr rüben, 50 kg 7,00-10,00; Stohlrüben, Schod 0,00-0,00; Meerrettich, Schod 6,00-14,00; Petersilienwurzel, Schodbund 4,00-6,00 Swiebeln 50 kg 00,00-00,00; Radieschen, Schodbunb 0,75-1.20; Baldmeister, Rhabarber, Hamb., Eine Herrschaft hat kein Recht, eine Brotkarte zurückzubehalten. Tut sie es dennoch, so macht sie sich strafbar. Die Bei der„ Lusitania" Katastrophe ist bekanntlich auch der bekannte Mandel 0,40. Gurfen, Gorgaiter, 100 Std. 00-00. Nichtmitgabe der Brotkarte veranlaßte gestern vor dem Multimillionär Alfred Banderbilt ums Leben gekommen. 100 Bund 2,00-2,50, bo. 100 Stangen 0,00-0,00, do. hiesiger 100 Sund Schöffengericht Berlin- Mitte längere Erörterungen in einer wie die New Yorker„ Times" jest melden, hinterläßt der Verstorbene 1,00-1,50, do. Bierländer, 100 Bund 1,00-1,50. Tomaten, Borgafter, Strafsache, in der schon der zweite Verhandlungstermin ab- feinen Hinterbliebenen ein Vermögen von nicht weniger als 020-0,80, do. Beeliger III, kg 0,05-0,20, bo. unfortiert, kg 0,20-0,25, ½ kg 0,85. Spargel, Beeliger I ½ kg 0,35-0,45, do. Beeliger II, kg gehalten werden mußte. Bei dem Arzt Dr. Wilhelm Saalfeld diente ein Dienstmädchen Davon erhält sein fünfjähriger, do. Märkischer I ½ kg 0,30-0,40, do. II 2 kg 0,15-0,25, do. III, kg Ida Friebe, die am 1. April ihren Dienst wechselte und zu dem aus erster the stammender Sohn William 20 Millionen Mart; 0,05-0,12. Sprutent, 50 kg 00-00. Salat, Echod 0,75-2,00. Hettiche, baye Profeffor Dr. Samter in Lankwitz zog, in dessen Familie sie früher die beiden jüngeren Söhne, die der zweiten Ehe entstammen 200 Std. 17,00-20,00, bo. 300 Std. 18,00-20,00. Spanische, 420 Std. ische, 100 Stüd 10,00. Rohlrabi, Schod 1,50-2,50. Apfelfinen: Murcia schon einmal gedient hatte. Sie hatte beim Wegzug die Mitgabe und von denen der ältere erst drei Jahre alt und der jüngere 30,00-35,00, do. 714 Std. 38,00-46,00, Do. 1064 Std. 40,00-43,00, ihrer Brotfarte nicht verlangt. In der Familie des Dr. S. dachte gar erst im September vorigen Jahres geboren ist, sind zu Haupt- do. 420 Std. large 40,00-45,00. 120 Millionen Mart