Nr. 152.- 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Breis pränumerands: Bierteljahr 3,30 Mt., monatl. 1,10 RL, wöchentlich 25 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Big. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Big. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mart pro Monat. Bostabonnements rehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr Beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pfg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedruckte. Worte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenant zeigen das erste Wort 10 Pig., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buch staben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 151 90-151 97. Freitag, den 4. Juni 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplas, Nr. 151 90-151 97. Przemysl den Ruffen entriffen. Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 3. Juni 1915.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Um den von den Engländern besezten stark ausgebauten Ort Hooge etwa drei Kilometer östlich von Ypern entwickelte sich ein Kampf, der einen günstigen Verlauf für uns nimmt. Wir sahen uns gezwungen, den Turm der Martinskirche in Ypern, auf dem feindliche Artilleriebeobachtungsstellen erkannt waren, gestern zu beseitigen. In der Gegend nördlich von Arras war die Kampftätigkeit auf der Front Souchez- Neuville und südlich wieder sehr lebhaft. Die Franzosen sezten dort nachmittags und in der Nacht mehrfach zu größeren Angriffen an, die an einzelnen Stellen zu erbitterten Nahkämpfen führten. Ueberall erlitten die Franzosen die schwersten Verluste, ohne irgendwelche Vorteile zu erringen. Um den Besitz der Zuckerfabrik bei Souchez wird noch dauernd gekämpft. Das Feuer der französischen Artillerie auf die hinter unserer Stellung liegenden Ortschaften forderte unter den französischen Einwohnern gestern wieder zahlreiche Opfer, so z. B. in Angres, wo 5 Männer, 15 Frauen, 10 Kinder, und in Méricourt, wo zwei Frauen getötet oder verlegt wurden. Im Priesterwald sind die Kämpfe noch nicht abgeschlossen. In den Vogesen bewarfen unsere Flieger den Etappenort und Bahnknotenpunkt Remiremont und feindliche Truppenlager bei Hohneck mit Bomben. Kleinere örtliche Gefechte entstanden heute nacht in der Gegend des Fechttales bei Meheral. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Festung Przemysl ist heute früh, nachdem in den Nachtstunden die sich noch haltenden Werke der Nordfront gestürmt waren, von uns genommen. Die Beute ist noch nicht zu übersehen. Gegenangriffe der Russen gegen die Angriffskolonnen und unsere Stellungen östlich von Jaroslau scheiterten vollständig. Die Armee des Generals von Linsingen dringt in Richtung auf 3ydaczow nordöstlich von Stryj vor und kämpft um den Dnjestr Abschnitt westlich Mikolajow. Die Beute der Schlacht bei Stryj ist auf 60 Offiziere, 12 175 Mann Gefangene, 14 Geschüße, 35 Maschinengewehre gestiegen. Oberste Heeresleitung. Zwischenakte. Von Richard Gädke. Die Entwidelung der Kriegshandlung hat in der vergangenen Woche bis zum Ende des Mai auf keinem der vielen Kriegsschaupläße Fortschritte gemacht. Natürlich haben an den verschiedensten Stellen Kämpfe stattgefunden, an denen teilweise große. Truppenmassen beteiligt waren und die blutige Opfer forderten. Aber Ergebnisse, die die Lage entscheidend beeinflußt hätten, sind von feinem der Gegner erzielt worden. Die materielle und moralische Widerstandskraft der gewaltigen Volksheere unserer Tage macht geduldiges Ausharren mehr wie früher zu einer Notwendigkeit. Alle Kriege der letzten zwanzig Jahre haben lange gedauert und, den Burenkrieg ausgenommen, nicht zu einem völligen Niederzwingen des Gegners geführt. Und selbst in diesem hat weniger die Ungunst der militärischen Lage als die Sorge um die Zukunft der Rasse zur Aufgabe des Widerstandes bewogen. Die Beteiligung Italiens an dem Weltkriege eröffnet zweifelsohne schicksalschwere Aussichten; aber: bisher ist noch nichts geschehen, was irgendwelche Schlüsse in die Zukunft gestattete." Selbst die Frage, ob Italien den Krieg offensiv, oder defensiv beginnen will, ist zur Stunde noch nicht zu beantworten. Man sollte allerdings meinen, daß die einzige Großmacht, die den bedenfenfreien Mut gehabt hat, den Raub fremden, von fremder Rasse bewohnten Landes nicht etwa als Kriegsziel, sondern als leßten und einzigen Beweggrund zum Kriege offen einzugestehen, den Kampf nun auch mit dem Versuch beginnen müßte, das gewünschte Gebiet tatsächlich zu befezen. Aber die Schwierigkeiten eines Vordringens über die durch Natur und Kunst geschütte Greuze sind sehr groß; die bisherige Tätigkeit der italienischen Alpentruppen, die im günstigsten Fall einige Kilometer über die Grenze marschiert sind, bis ihnen die österreichischen Sperr=) befestigungen alt geboten, bedeutet mehr eine Verschleierung des eigenen Aufmarsches als schon den Beginn eines großzügigen Angriffes. Auf der anderen Seite ist ebenfalls nicht zu erkennen, ob unsere Bundesgenossen die Behauptung der bedrohten Grenzländer durch ein im wesentlichen verteidigungspeises Verhalten ihrer Truppen suchen werden, das gelegentliche Vorstöße gegen den anmarschierenden Gegner nicht ausschließt, oder ob sie die geographisch günstige Lage des weit nach Italien vorspringenden Südtirols zum Einbruch in die Lombardei ausnuten werden. Die Entscheidung hierüber wird schließlich von den gegenseitigen Kräfteverhältnissen abhängen, über die uns andern erst die Ereignisse selbst Aufklärung bringen werden. Vielleicht nicht ohne Absicht ist in den letzten Tagen der Dank veröffentlicht worden, den der österreichische Oberfeldherr, Erzherzog Friedrich, der 106. Landsturm- Infanterie- Truppen- Division für ihr tapferes Verhalten in den Maikämpfen von Galizien gezollt hat. Ich lege fein besonderes Gewicht auf die hohe Nummer; in jedem Fall aber liegt in dem Auftreten von Landsturmverbänden in der Feldschlacht der Beweis, daß die österreichisch- ungarische Heeresleitung, die den Krieg zunächst und monatelang mit den 49 Friedensdivisionen Der österreichische Generalstabsbericht. rung Przemysls wird in ganz Deutschland mit Jubel ihres Heeres führen mußte, inzwischen beträchtliche und fampfesbegrüßt. Der bewunderungswürdigen Tapferkeit der ver- tüchtige Neuformationen aufgestellt hat. Sie braucht also den Krieg Wien, 3. Juni.( W. T. B.) Amtlich wird verbündeten Truppen unter hervorragender Führung ist es ge- gegen Stalien nicht in der Rolle des zitternden Greises aufzulautbart: 3. Juni 1915: lungen, die Feste in raschen, wuchtigen Schlägen zu bezwingen. nehmen, der sich vor Räuberbanden ängstlich in sein festes Haus Als eine friegerische Ruhmestat ersten Ranges wird die Ein- verschließt. Dem Erzherzog Eugen sind weiterhin die Generale Deutsche Truppen erstürmten nachts die lesten nahme von Przemysls in der Geschichte fortleben. Hier haben Danfl und Rohr„ beigegeben" worden. Ersterer hat bisher die russischen Stellungen der Nordfront von in Wahrheit hohe Führergaben und Schneidigkeit der Truppen 1. Armee in Südpolen nicht ohne Erfolge und Anerkennung bePrzemysl und drangen heute um drei Uhr dreißig zusammengewirkt, um eine solche Leistung zu vollbringen. Die fehligt. Wir dürfen hiernach die Frage stellen, ob man das gegen Minuten vormittags von Norden her in die Stadt ein. Waffen waren es, die den Sieg erfochten, nicht der Hunger, Italien bestimmte Seer vielleicht in zwei Armeegruppen gliedern Von Westen und Süden ist unser zehntes Korps dem sie dem Feinde mit äußerster Singebung getrost katte. Fronten, die Tiroler und die färntnerischen scheiden, würden eine dem die brave österreichisch- ungarische Besatzung erlag, nach- wird. Die geographischen Verhältnisse, die das Kriegsgebiet in zwei eingedrungen. Seine ersten Abteilungen erreichten bald nach Damals wurde in den gegnerischen Ländern viel Lärm um solche Teilung nicht unwahrscheinlich erscheinen lassen. sechs Uhr vormittags den Hauptplatz der Stadt. Die Trag die„ Eroberung" der Festung gemacht. Sie wurde als Helden- Auf dem galizischen Kriegsschauplake wird gegenwärtig weite dieses Erfolges läßt sich noch nicht überblicken. tat ohne gleichen gefeiert. Das frei gewordene Belagerungs- die Entscheidungsschlacht gegen die weitaus stärkste der Der Augriff der verbündeten Truppen im Raume nörd heer sollte so wurde verkündet die Karpathenlinie durch- russischen Heeresgruppen geschlagen. Sie ist bisher noch nicht belich Stryj schreitet weiter erfolgreich fort. Bisheriges brechen und den russischen Heereshaufen den Weg nach Buda- endet. Man darf hierbei nicht vergessen, daß die siegreichen MaiErgebnis der Schlacht bei Stryj: 60 Offiziere, pest. Wien und Berlin frei machen. Und nun? Der größte schlachten bis Gorlice und Tarnow und die glänzende Verfolgung 12175 Mann gefangen, 14 Geschüße, 35 Maschinen- Teil jener russischen Truppen ist am Karpathenwall hin- bis zum San, trok ihrer großen Ereignisse immerhin nur zwei gewehre erbeutet. geopfert worden. Ungarn ist gänzlich, Galizien einzelne Armeen, aber nicht die Gesamtheit der in Galizien Italienischer Kriegsschauplah. in weiter Ausdehnung vom Feinde gesäubert fechtenden Streitermassen des Gegners betroffen haben. Dazu und schon befindet sich der Hauptstützpunkt der kommt, daß das große Reich immer und immer wieder neue Die Italiener setzen die erfolglose Beschießung unserer Russen in der Sand der Verbündeten. Aber Truppen und neue Erjaßmannschaften in den Schlund des Kampfes Befestigungen an mehreren Punkten der Tiroler und mals hat das einträchtige Zusammenwirken der deutschen mit werfen kann, fie mögen nun so untüchtig und so schlecht beKärntner Grenze fort. Wo feindliche Abteilungen ins den österreichischen und ungarischen Truppen eine ernste waffnet und selbst so unluſtig wie nur möglich sein. Es ist die Feuer kamen, flüchteten sie, so ein italienisches Infanterie- Probe glänzend bestanden und der Bundestreue der beiden Maie selbst, die in sich furchtbare Widerstandskräfte bietet, dem regiment auf dem Plateau von Folgaria, mehrere Kompagnien Kaisermächte ein neues herrliches Denkmal gesetzt. jedenfalls, der nicht in der gleichen skrupellosen Weise seine Verbei Misurina und die von einer Offizierspatrouille von uns in luste auszugleichen vermag. Uebrigens sind unter den neu cinGradisca überfallene Kavallerie und Bersaglieri- Abteilungen. treffenden russischen Verstärkungen zweifellos auch Kerntruppen, wie die festgestellten Nummern der Divisionen und noch mehr ihr beiden Seiten seit mehr als einer Woche erbittert gefochten, von München, 3. Juni.( W. T. B.) Nach einem Telegramm den einen, um den Sieg zu vollenden, von den andern, um dem des Generalobersten v. Mackensen an Seine Majestät den Vormarsch des Gegners ein Halt zu gebieten und von Galizien König von Bayern ist Przemysl unter hervorragender Be- zu retten, was noch zu retten ist. Den letzteren ist es immerhin teiligung bayerischer Truppen von den Verbündeten genommen gelungen, sich östlich des San und sogar noch südlich des worden. Dnjestr von neuem zu jeben, während ihr rechter Flügel um Russischer Kriegsschauplah. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Zur Wiedereroberung von Przemysl. Die Norddeutsche Allgemeine 3eitung" schreibt: Die frohe kunde von der Wiedererobe= = Hervorragende Beteiligung bayerischer Truppen bei der Erſtürmung Przemysls. fräftiger Angriffsgeiſt beweiſt. So wird denn jezt am San von Sieniawa in Angriff einen kleinen Erfolg buchen konnte; es die 3uderfabrik Souchez eingenommen hat, 8100 achtung aller von der deutschen Regierung gegenüber den andegelang ihm hier, die verbündeten Truppen über den Fluß zurückzu- Gefangene, darunter 61 Offiziere, machte und 2600 deutscheren Mächten eingegangenen Verpflichtungen sowie des Völkertreiben, vier Geschüße zu erobern. Der Besitz der Festung Leichname beerdigte. Diese Division verlor an Verlegten, rechts anwandten." Als Beweis der aufgestellten BePrzemysl gibt ihrer Mitte einen starken Rückhalt und bindet Toten und Vermißten 3200 Mann, von denen zwei Drittel hauptungen gibt Delcassé ein Dokument des General stärkere Kräfte der Verbündeten; ob die Russen versuchen werden, den Plak dauernd zu behaupten, wird, wie ich schon früher be- Leichtverletzte sind. bemerkte, von der Sicherstellung seiner Verpflegung abhängen. Der Fall der Festung aber wird durch die schweren Geschüße der Desterreicher und Deutschen erfolgen, sobald sie und ihr Schießbedarf in genügender Menge heran sein werden. Die Russen haben ein Pflästerchen für ihre Eigenliebe, oder besser, eine Beruhigungspille für ihr Volf und für ihre Verbündeten in dem Umstande gesucht, daß nur die massenhafte Verwendung eben jener schweren Geschütze die Widerstandsfraft ihres Fußvolkes so schnell gebrochen habe. Sie haben sogar ganz genau berechnet, daß wir gegen zwei russische Storps 1500 Geschütze in Tätigkeit gesetzt hätten was wahrscheinlich um das Dreifache aufgeschnitten ist daß wir 700 000 Geschosse verfeuert und für jeden feindlichen Schützen in der Front etwa 80 Zentner Eisen verwandt hätten. In der Champagne versuchten die Deutschen einen Nachtangriff bei Beau- Séjour, sie wurden sofort in ihre Schüßengräben zurückgeworfen. An den Rändern des Priesterwaldes wiesen wir zwei heftige feindliche Angriffe ab. " stabs der zweiten deutschen Armee, Note 32, datiert St. Quentin, 16. Oftober 1914, welches bei den Bionieren den Gebrauch brennender Flüssigkeit anordnet.„ Um die Sicherheit der Truppen nicht zu gefährden und sich gegen ähnliche Raffiniertheiten zu verteidigen", heißt es schließlich, greift die Regierung der Republik unter dem Zwange der militärischen Notwendigkeit zu den Mitteln, welche ihr angebracht erscheinen, um die deutschen Soldaten und Militärbehörden zu verhindern, ihre Verbrechen und Morde zu begehen." Gestlicher Kriegsschauplah. Die Times" über den Ernst der Lage. der Lage, London, 3. Juni.( W. T. B.)„ Times" melden aus New york:„ Evening Post" veröffentlicht an hervorragender Stelle die Eindrücke eines sehr bekannten Geschäftsmannes, der mehrere Wochen nahe der Kriegsfront weilte. Er sagt, Deutschland habe genug Lebensmittel, um den Krieg durchzuhalten. Die deutsche Armee wird auf 7 000 000 geschätzt, während 3 000 000 sich in AusAlle großen Feldherren seit Friedrich dem Großen und bildung befänden. Die Klaffe 1915 sei noch nicht aufgerufen. Stupfer ft ab gibt bekannt: Am 31. Mai wiesen wir mehrere feind vorhanden. Das gesamte Land sei landwirtschaftlich Napoleon haben gewußt, daß die Massenverwendung wirkungs- bestellt. Die Landwirte erhielten Arbeiter aus den Gefangenen voller Artillerie eines der wichtigsten Hilfsmittel zum Siege ist, lagern. Ueber England jagt der Geschäftsmann: Ich erhielt all ebenso wie die überraschende Heranführung überlegener Truppen- gemein den Eindruck, daß die Nation als ganze den massen gegen verhältnismäßig schwache Punkte der feindlichen Ernst der Lage nicht erkennt. Schlachtlinie. Daß in den ersten Maitagen der verbündeten Seeresführung beides und die stets schwierige Sicherstellung der erforderlichen Munition geglückt ist, darin besteht ihr Verdienst; der Vorwurf für die russische Heerführung aber darin, daß sie sich hat überraschen lassen. Gegen die modernen Kampfesformen, gegen Schüßengraben, Drahtverhau und Maschinengewehr ohne ausgiebige Vorbereitung durch schweres und schwerstes Geschüs anzurennen, das hieße unser tapferes Fußvolk ruchlos und zweck los morden. Daß aber in den Gewittersturm von Blei und Eisen, wenn alle Mächte der Hölle losgelassen scheinen, noch lange tein Allheilmittel des Sieges liegt, das haben die Franzosen zu ihrem Schmerze in dem gleichen Maienmonat des Jahres 1915 zwischen La Bassée und Arras erfahren müssen. beworfen hinauf eingesetzt, Die russische Generalstabsmeldung. Petersburg, 3. Juni.( W. T. B.) Der große Generalliche Angriffe mit Erfolg zurück und bemächtigten uns einer Schanze in der Gegend von Szawle, östlich des Dorfes Travliang. An der Front am linken Ufer des Narew bis zur Weichsel machte der Feind am 1. Juni mit wenig bedeutenden Kräften mehrere Angriffe, die wir mit Erfolg abwiesen. London, 3. Juni.( W. T. B.)„ Times" vom 1. d. Mis. In Galizien entivickelte sich vom 31. Mai an auf der schreiben in einem Leitartikel: Wir möchten vorschlagen, daß, wenn Front zwischen Weichsel und Przemysl nachder 2uftraid sich wiederholt, was sicher bald geschehen wird, die einander von neuem ein erbitterter Kampf. Unsere Truppen 3ahl der Todesfälle jo bald als möglich vererzielten ziemlich bedeutende Erfolge auf dem linken öffentlicht wird. Viele wilde Gerüchte liefen gestern fer im ganzen Lande um. Das Prahlen mit Londons Ruhe bei dem Dörfer des unteren San, indem sie sich mehrerer Angriff macht auf uns keinen großen Eindruck, denn die große Majse Bajonett erstürmt wurden. bemächtigten, von denen einige mit dem der Bevölkerung erfuhr erst durch die Morgenblätter von dem An- errangen wir Erfolge in der Gegend des Dorfes Kalerikuna, Auf dem rechten Sanufer griff. Auch der Spott, daß die Luftschiffe nur wenig Schaden an wo unsere Truppen bei der Wegnahme eines Stützpunktes richteten, macht keinen Eindruck auf uns, denn es ist klar, daß die südlich dieses Dorfes 22 Offiziere und 1300 Mann gefangen Besuche der deutschen Luftschiffe bisher wesentlich den Charakter von nahmen und acht Maschinengewehre erbeuteten. Przemysl Versuchen hatten. Der Deutsche ist ein sehr seriöser wurde von Geschüßen schweren Kalibers bombardiert, und der und beharrlicher Mensch. Es wäre für die Nation als Feind richtete seinen Hauptangriff gegen die Nordfront in der Gegend der Forts Nr. 10 und 11, welche die Desterreicher ganzes gut, wenn wir ihn ernst nähmen. vor der Uebergabe der Festung fast völlig zerstört hatten. General French und die Kanadier. Sie haben hier nach langen Vorbereitungen die vierfache Ueberlegenheit gegen unsere Verteidigungslinien herangeführt, wie sie selbst zugestehen; sie haben wohl nur wenig Als wir diese Angriffe zurückwiesen, gelang es dem Feinde, Feldgeschütze, dafür aber eine schwere Menge größter Geschütze bis zu 38,5 Zentimeter. New York( über Kopenhagen), 2. Juni.( T. U.) Einen Glück- sich mehrerer unserer Geschüße zu bemächtigen, die fast aus haben stundenlang und tagelang unsere Schüßengräben wunsch zu der Haltung der kanadischen Truppen auf dem flandrischen unmittelbarer Nähe bis zu den letzten Geschossen auf die und nahezu eingeebnet, die Drahtverhaue zer- Kriegsschauplatz hat General French, nach einer Meldung aus Toronto, feindlichen Kolonnen feuerten. Nach ergänzenden Nachnoch zweistört und was ist nun nach wochenlangen Kämpfen das Schluß an den Premierminister von Kanada, R. Bordon, gerichtet. Der richten machten wir beim Fort Nr. 7 ergebnis? Die Groberung von ein paar Dörfern, von einigen englische Oberstkommandierende drückt darin seine Anerkennung über hundert Gefangene und erbeuteten acht Maschinengewehre. Kilometern Schüßenlinie, die Zurücdrüdung unserer vordersten den Heldenmut der in den vordersten Reihen lämpfenden Kanadier Zwischen Przemysl, dem großen Narew und dem Dnjesir keine vorspringenden Verteidigungslinie um das Höchstmaß von 2,5 Kilo- aus, und hofft, daß ihr tapferes Verhalten zu einem glücklichen Veränderung. Zwischen Tysmanika und Stryf gelang metern! Im übrigen aber steht die deutsche Front zwischen Lille Ausgang des Krieges beitragen werde. Auf dem Schlachtfelde es dem Feinde, der dort eine bedeutende Menge schwere und Arras unerschütterlich da, während alle weiteren erbitterten und werde ein unlösbares Band zwischen dem Mutterlande und Kanada Artillerie zusammengezogen und Verstärkungen herangeführt mit starken Massen versuchten Stürme der Franzosen unter schweren geschmiedet. Premierminister Bordon erklärte in seiner Antwort, hatte, durch erbitterte von großen Sträften ausgeführte AnVerlusten gescheitert sind. Und doch waren sie am 9. Mai mit dem daß sich die Einheit und die Größe des britischen Weltreiches nie griffe im Laufe der Nacht und am Morgen des 1. Juni einige Erfolge zu erringen. Der Kampf wird fortbestimmten Auftrage in den Kampf gegangen, die Deutschen in deutlicher gezeigt habe, als in diesen Zeiten. gesetzt. Auf dem rechten Ufer der Bystriha bemächtigten jenem Raume vom französischen Boden zu vertreiben. Das Ros wir uns eines Teiles der feindlichen Stellung und machten der Schlachten muß doch wohl noch an anderen Dingen hängen als 150 Gefangene. an der materiellen Wirkung groben Geschüßes. Die überlegene Tüchtigkeit des deutschen Volkes ist es, die sich ebenso in dem blutigen Würfelspiel der Schlacht wie in dem fruchtbaren Wettbewerb schöpferischer Friedensarbeit zur siegreichen Geltung bringt. Das Ergebnis der zähen Kämpfe um Arras ist somit das gleiche wie es in der Champagne und zwischen Maas und Mosel war: die Striegslage im Westen ist völlig unverändert geblieben, die schweren und schwer erschlichen Opfer des französisch- englischen Heeres sind umsonst gebracht worden. Nicht einmal, daß diese Angriffe uns verhindert hätten, dorthin Verstärkungen zu senden, wo wir die Entscheidung durch den Angriff herbeiführen wollten! Eine gemeinsame Truppenbesichtigung von Joffre und French. Stockholm, 2. Juni.( T. U.) Eine gemeinſame Truppenschau haben die Generale Joffre und French, nach einer Meldung aus Havre, an der Front abgehalten. Sie besichtigten eine englische Division, die an den Kämpfen bei Festubert teilgenommen hatte. Bei der Verteilung von Auszeichnungen an Offiziere und Mann schaften äußerten sich beide lobend über die tapfere Haltung der Truppen und sprachen die Hoffnung aus, daß die Angehörigen der Division in ihrer Mehrzahl den Strieg siegreich überstehen mögen. Englands Verluste und Reserven. Die„ Times" melden aus Sidney, daß nach offizieller Mitteilung seit Kriegsbeginn 83 000 Australier für den aftiven Dienst ausgebildet worden seien. Londoner Nachrichten bestätigen das Gerücht von der baldigen Ernennung kitcheners zum Generalissimus in Flandern. Die Kämpfe bei Radymno. Berlin, 3. Juni.( W. T. B.) Aus dem Großen Haupts quartier erfahren wir über„ Die Kämpfe bei Radymno": 23. Mai abends in einem großen nach Osten gerichteten Bogeit Die Korps des Generalobersten Macenjen standen am beiderseits des San. Am rechten Flügel beobachteten bayerische Truppen die Nordwest front der Festung Przemysl. Im Anschlusse an die Bayern standen deutsche Truppen zusammen mit österreichisch- ungarischen südlich des San vor dem stark befestigten Brückenkopf von Radymno. Weiter nördlich schlossen andere In Polen westlich und östlich der Weichsel sowie in Litauen Die gesamten englischen Verluste im Mai betragen nach Truppen der Armee an. Der Brückenkopf von Radymno bestand in nördlich des Njemen sind keine wesentlichen Ereignisse zu verzeich einer Meldung aus dem Haag 3600 Offiziere und 26 306 einer dreifachen Linie von Feldbefestigungen, einmal aus einer mit nen; im letzten Gebiet hin- und herschwankende Kämpfe um den Be- Mann. Im März waren es 1081 Offiziere und 18 794 Mann; Draht wohlversehenen Hauptstellung, die sich auf den dem Dorfe sitz des Dubissa- Abschnittes. Immerhin haben sie anscheinend nicht im April 639 Offiziere und 19 169 Mann. Hierzu kommen Ostrow weitlich vorgelagerten Höhen hinzog und durch die Sanunbeträchtliche Kräfte des Gegners vom galizischen Schauplaze nach noch die Flottenverluste mit 234 Offizieren und 3260 Mann, ausgebauten Zwischenstellung, die mitten durch das langgestredie Niederung hindurch zu diesem Flusse führte, dann aus einer wohlNorden abgezogen. Dafür hat dieser die Truppen verbraucht, die so daß sich die gesamten englischen Verluste in den letzten drei Dorf Ostrow hindurchgelegt war, und endlich aus dem sogenannten um Odessa versammelt waren, angeblich mit der Absicht, eine Monaten auf 5354 Offiziere und 67 568 Mannschaften be- Brüdentopf von Zagrody, der zum Schuße der östlich Radymno über Landung an der thracischen Nordküste bei Midia zu versuchen. Ein laufen. den Fluß führenden Straßen- und Eisenbahnbrüden angelegt war. Versuch, der vielleicht nicht allzu ernst gemeint war, immerhin aber Nach einer Bekanntmachung des englischen Kriegs- Die Flieger hatten alle diese Stellungen photographiert, die Photoin unerwünschter Weise die Sorge der türkischen Heeres ministeriums beträgt die Zahl der dienstfähigen Leute zwischen grammeter die erhaltenen Aufnahmen ausgewertet und auf die Ieitung zwischen den Dardanellen und dem Bosporus teilte. 18 und 40 Jahren in Großbritannien 8053 709. Davon Karte übertragen. Es galt zunächst, die feindliche Hauptstellung Denn ein entscheidender Sieg ist auch auf der Halbinsel Gallipoli seien zwei Millionen mit Anfertigung von Munition be- turmreif zu machen. Hierzu begann die Artillerie am Nachmittag des 23. Mai ihr Feuer, das am Morgen des nächsten Tages fortgesett noch nicht erzielt. Die verbündeten Anglofranzosen haben zwar auch schäftigt. wurde. Von den Höhen bei Jaroslau aus sah man das im Nebel in der vergangenen Woche nicht die geringsten Fortschritte machen liegende Santal und daraus aufragend die Kuppeltürme von fönnen, ja an ihrem nördlichsten Landungpunkte, bei Ari Burnu, Radymno nebit den Ortschaften Ostrow, Wietlin, Wysoko usw. ist ihre Mitte noch näher an das Meer zurückgeworfen worden; Das Feuer der Artillerie war aufs äußerste gesteigert. Die schweren immerhin halten sie sich noch an dem feindlichen Gestade. Ob der Geschüße durchfurchten heulend die Luft, entfachten im Aufschlag Berlust von drei Panzerschiffen durch unsere deutschen Unterseeriesige Brände und hoben gewaltige Erdtrichter auf. Die russische boote ein Triumph unseres Schiffsbaues wie unserer SecArtillerie antwortete. Um 6 Uhr morgens erhoben sich die langen offiziere die Lage der Landungstruppen schließlich unhaltbar Infanterielinien aus ihren Sturmstellungen und schritten zunt machen wird, muß abgewartet werden. Man hat angenommen, daß Angriffe. Flieger meldeten, daß hinter den feindlichen Stellungen weibendes Vich und viele Bagagen zu beobachten seien. Der Feind die Italiener 150 000 Mann an die Dardanellen werfen würden; schien an einen ernsthaften Angriff nicht zu denken. Das Petroinzwischen aber hat Italien der Türkei noch gar nicht den Krieg erklärt und sieht den türkischen Gesandten noch immer innerhalb der Berlin, 3. Juni.( W. T. B.) Aus dem Großen Haupt- grader Bulletin hatte ja auch festgestellt, daß die Kämpfe in Galizien an Heftigkeit nachgelassen hätten und daß die Verbündeten Mauern Roms. Das ist freilich nur eine Unbequemlichkeit, aber quartier wird uns geschrieben: In einem interessanten 3u- fast allenthalben zur Defensive übergegangen seien. Um 6 Uhr für Salandra und Sonnino kein ernster Hinderungsgrund, falls sammenhange mit den kürzlich veröffentlichten erlogenen Behaup- 30 Minuten morgens war die feindliche Hauptstellung ihrer ganzen sie sich an dem Dardanellen- Abenteuer beteiligen wollten. Hindern tungen eines englischen Augenzeugen", wonach deutsche Ausdehnung nach in der Hand der deutschen Truppen. Erschüttert könnte aber die Erwägung, daß das Erscheinen der Italiener in der Artillerie auf eigene Infanterie geschossen habe, steht folgender Be- durch das schwere Artilleriefeuer hatte der Feind nur kurzen WiderNähe von Konstantinopel auf Griechen und Bulgaren mehr ab- fehl einer englischen Division, der unter den Pa= stand geleistet; er war im eiligen Rückzuge nach Osten. Aber schreckend als anfeuernd wirken möchte. pieren des Kommandeurs der 3. kanadischen In- gerade dorthin und nach Radymno hinein, von woher die feindlichen Auf allen anderen Kriegsschaupläßen, gegen Serbien, im Kaufanterie brigade, Oberst Turner, gefunden wurde: Verstärkungen zu erwarten waren, hatte inzwischen die Artillerie ihr Feuer verlegt. Gewaltige Rauchvolfen hüllten diese von der fajus, im unteren Mesopotamien ist der Krieg so ziemlich einge- ,, 4. Division. Es ist zur Kenntnis des Divisionskommandeurs Artillerie in Brand geschossenen Ortschaften cin. Die Russen kamen schlafen. Wir hören ab und zu von kleinen Grenzgefechten ohne gekommen, daß sich während der letzten Kämpfe einige Leute der auf diese Weise nicht dazu, sich in Ostrow zu sehen. Die Besazung beträchtliche Bedeutung. Division dem Feinde ergeben haben, und weiter, daß diese Hand- dieses Dorfes kapitulierte, Hunderte von Gewehren und große lung von Offizieren und Mannschaften anderer Einheiten bemerkt Mengen Munition zurücklassend. Auf der ganzen Linie war jest wurde, die in einigen Fällen nicht einschritten. Der Divisions- die deutsche Infanterie im Vorrücken auf Radymno und die südlich fommandeur befiehlt, die Aufmerksamkeit aller Offiziere und an diesen Orten anschließenden Dörfer Skoloszow und Zamojsce. Mannschaften auf diese Tatsache zu lenken und allen Graden ein- Mit jedem Schritt vorwärts mehrte sich die Zahl der Gefangenen. zuprägen, daß es ihre erste und dringendste Pflicht ist, jeden Mann zu erschießen, der sich zu ergeben versucht, wer es auch sei. Wenn die Abteilung groß genug ist, um Erfolg zu versprechen, muß sofort das Artilleriefeuer in die Gegend gelenkt werden. Taylor, Oberstleutnant, Adj., 4. Div." Das genügt für unbefangene Beurteiler. Nachtrag. Die soeben befannt gewordenen Siege östlich Jaroslau und bei Stryi, sowie die Erstürmung der Festung Przemysl auch diese ein Erfolg unserer schweren Artillerie und der überIegenen Kampfestüchtigkeit unserer Truppen scheinen nunmehr den Anfang einer großen Entscheidung in Galizien zu bedeuten. Die Nachrichten von dem Beginn einer Räumung Lembergs gewinnen dadurch an Wahrscheinlichkeit. Aus den Papieren eines englischen Obersten. = Eine Division meldete sehr bald dent Generalfommando, daß sie nicht genug Mannschaften habe, um die große Masse der Gefangenen ohne Beeinträchtigung der Gefechtshandlung abzutransportieren. Das Generalkommando stellte nunmehr die Kavallerie zu diesem Zwecke zur Verfügung. Bei Radymno war der Feind ins Gedränge geraten. Voreilig hatte er die hölzerne Straßenbrücke über den San abgebrannt. Mit dem Scherenfernrohr konnte man vom die lodernde Flamme und die Westlicher Kriegsschauplatz. Ein französischer Protest gegen angeblich aufgegossenes Naphtha dunkelgefärbten Rauchwolken beob Der französische Tagesbericht. völkerrechtswidrige deutsche Kriegsführung. Paris, 3. Juni. Amtlicher Bericht von gestern Wie dem Berliner Tageblatt" aus Genf telegraphiert abend: In Belgien eroberten englische Truppen im Bajonett- wird, hat der französische Minister des Aeußern im Auftrag angriff das Schloß Hooge bei Zonnebeke. Südöst- feiner Regierung eine Denkschrift an die fremden Staaten gelich Neuville- St. Vaast unternahmen die Deutschen Gegen richtet, in der gegen die Anwendung brennender angriffe im Labyrinth. Wir warfen sie zurück und erzielten Flüssigkeiten durch die Deutschen protestiert und die Anvendung gleicher Mittel durch französische Truppen an sodann neue Fortschritte, wobei wir Gefangene machten. gekündigt wird. Es heißt in der Denkschrift: Es ist interessaut, zu bemerken, daß zwischen dent 9. Mai„ Die französischen Militärbehörden stellten das verund dem 1. Juni die französische Division, die Carency, werfliche Verfahren fest, welches deutsche Truppen in den Ablain, St. Nazaire, die Mühle von Malon und Kämpfen mit den Armeen der französischen Regierung in Mißdurch achten. Auch sah man lange, oftwärts flüchtende Kolonnen, die in regellosen Haufen die Straße nach Dunkowice bedeckten. Da die in Radymno versammelt gewesenen russischen Rekruten nur kurzen Widerstand leisteten, so ging auch diese Ortschaft und die gesamte Artillerie verloren, die sich durch die Ortschaft zum San retten wollte. Erst im Prüdenkopf von Zagrody brachten die russischen Führer durch Einsatz frischer, schleunigst herangezogener Reserven den Angriff der Deutschen zum Stehen. An diesem Tage konnte eine Siegesbeute von 70 Offizieren, 9000 Gefangenen, 42 Maschinengeivehren, 52 Geschüßen, darunter 10 schweren, 14 Munitionswagen und zahlreichem anderen Striegsmaterial gemeldet werden. Aber auch auf dem Nordufer des San hatte sich eine große Schlacht entwickelt. Der Geekrieg. Die Antwort der amerikanischen Regierung. London, 3. Juni.( T. U.) Reuter meldet aus Washington: Der„ Nieuwe Rotterdamsche Courant" über Stunde und nach 30 Jahren der Freundschaft dies beweisen. türkische Verschanzungen erfolgreich beschossen und ihre Unterstände oder überfallen zu nennen. Unsere Aspirationen waren den Zentralzerstört. In der Gegend von Wan sezten wir unsere Verfolgung mächten längst bekannt und ebenso war bekannt, wie wir ihre der zurückgehenden Türken fort. In den anderen Abschnitten der Handlungsweise beurteilten. Diese Aspirationen und diese HandFront feine Veränderung. Tungsweise haben dem Bündnis den tieferen Grund genommen. Das von Sonnino verbreitete Grünbuch wird in dieser feierlichen Das Grünbuch zeigt, daß im Dezember und Mai lange mühNach der Konferenz, die Wilson mit dem Kabinett gehabt hat, Hollands Interessen. jelige Unterhandlungen stattfanden, die ergebnislos blieben. Es iſt wurde bekanntgegeben, daß mit der Fertigstellung einer zweiten Note an Deutschland bereits begonnen wurde. Die Note an Rotterdam, 2. Juni.( W. T. B.) In einem„ Was nicht ver- nicht wahr, wie man fälschlicherweise glauben machen will, daß das Merito sei bereits vollständig fertiggestellt und werde wahr schwiegen werden darf" überschriebenen Leitartikel wendet der im letzten November gebildete Ministerium die Richtlinien unserer scheinlich heute zur Publikation gelangen. Nach einer Meldung Nieuwe Rotterdamsche Courant" sich gegen die in internationalen Politik veränderte. Die italienische Regierung. der„ Times" werde in Washington das Resultat der Kon- Holland so häufige einseitige und abfällige Beurteilung des dent- deren Richtlinie immer unverändert blieb, urteilte streng. Von dem Augenblick an, wo sie Kenntnis von dem Angriff Oesterreichferenz zwischen Wilson und Bernstorff mit schen Volkes, vor allem gegen die" heiligen" Proteste gegen Ungarns auf Serbien hatte, sagte sie die Folgen des Angriffs vorgroßer Spannung erwartet. gemeldet: " Die Voss. 3tg." bemerkt dazu: " Kriegsgreuel und Mangel an Humanität, wie sie manche Blätter, " aus, welche die nicht vorauszusehen vermochten, welche jenen Schlag mit so großer Gewissenlosigkeit vorbedacht hatten. Als Beweis diene folgendes Telegramm di San Giulianos an den italicSalandra, Flotov und ich hatten eine lange Unterredung. Der Voss. 3tg." wird aus Amsterdam vom 3. Juni namentlich der Telegraaf", liebten. Das Blatt nennt diese Proteste geradezu verbrecherisch. Man müsse auch die guten Seiten des „ Telegraaf" meldet aus Washington: Nach zwet winne oder verliere, jedenfalls werde nachher die Gefahr einer nischen Botschafter in Wien, Herzog Avarna, vom 25. Juli 1914; deutschen Volkes anerkennen. Db Deutschland in diesem Kriege gestündiger Beratung zwischen Präsident Wilson und dem Kabinett, wurde bekanntgemacht, daß eine zweite Note friedlichen Durchdringung Hollands durch wirtschaftliche deutsche Salandra und ich machten Flotow besonders darauf aufmerksam, an Deutschland abgesandt werden soll. Man nimmt an, Einflüsse größer werden als bisher. Es wäre deshalb verkehrt, daß Oesterreich gemäß dem Sinne des Dreibundes nicht das Recht daß Wilson durch einmütige Auffassung der amerikanischen Presse, die Deutschen zu mißachten und sich dabei die Engländer zum die Deutschlands Antwort voller Ausflüchte findet, stark beeinflußt Vorbild zu nehmen. Man müsse vor allem die starken Eigenschaften habe, ohne vorherige Abmachung mit seinen Verbündeten einen ähnist. Man glaubt daher, daß die zweite amerikanische Note kurz der Deutschen sehen und daran denken, daß die Deutschen nach dem lichen Schritt zu unternehmen, wie es ihn in Belgrad unternommen und bündig ausfallen und die höfliche, aber bestimmte Anfrage Striege arbeiten werden. Für die Holländer besteht die Gefahr, nicht hatte. enthalten wird: ob Deutschlands legte Note den Sinn habe, daß mitzutönnen, wenn sie sich zu sehr abschlössen. Durch eine Vogel- Note angeschlagenen Ton und durch die Art der Forderungen, welche Tatsächlich beweist Oesterreich- Ungarn flar durch den in der es die Grundregeln des internationalen Rechtes au mißachten beabsichtige. Unter den Mitgliedern des Strauß- Politik sei noch kein Land glücklich geworden. Die deutsche Stabinetts herrscht die Meinung vor, daß Deutschland sich durch Gefahr liege nicht in den weniger guten Eigenschaften des deutschen übrigens gegen die panserbische Gefahr wenig wirksam, dagegen für sein Vorgehen über die Grenzen des internationalen Rechtes und Voltes, sondern in denjenigen, welche es zu seiner gewaltigen Straft- Serbien und indirekt für Rußland tief beleidigend waren, daß es der Menschlichkeit hinwegsegt, und daß die Vereinigten Staaten anspannung instandsetzten. Das Blatt schließt: Halten wir den Krieg provozieren wollte. Wir haben ferner dem Botschafter wahrscheinlich die diplomatischen Beziehungen zu gleichzeitig unser Pulver troden, um, wenn es von Flotow erklärt, daß Italien infolge der Handlungsiveise Deutschland abbrechen werden. sein muß, unfere nationalen Interessen mit Desterreich- Ungarns und angesichts des Defensivcharakters des Waffengewalt gegen jedermann zu verteidigen. Dreibundvertrages sich nicht verpflichtet fühle, Oesterreich- Ungarn ,, Eine amtliche Kundgebung über den Inhalt der amerikani- Dann besteht die meiste Aussicht, daß Holland nicht im Kriege unter zu Hilfe zu kommen, falls es sich infolge dieser Demarche mit Rußschen Note liegt zur Stunde noch nicht vor. In wesentlichen geht, sondern auch nachher mit Ehren genannt werden kann. Yand im Kriege befinden sollte. Der ganze europäische Krieg ist tatZügen lassen sich aber aus dem drahtlich übermittelten Bilde sächlich eine Folge der herausfordernden Handlung Oesterreich- Unbrei Punkte herausheben, die den Kern der am heutigen Tage Britische Finanzen und Italiens Beitritt garns. Die italienische Regierung warf am 27. und 28. Juli in festzustellenden Note bilden dürften. In erster Linie dürfte Berlin und Wien klar die Frage einer Abtretung der österreichischbemängelt werden, daß sich die deutsche Note, die ja nur als zur Entente. italienischen Provinzen auf. Wir erklärten damals, daß der DreiZwischennote gedacht war, über die Entschädigungs- Zu diesem Thema führt Morning Post" vom 28. Mai im bund unweigerlich gebrochen werde, falls wir nicht gerechte Komfrage ausgeschwiegen hat. Die Hauptfrage nach der Handelsteil aus: Während die Börsentreise, wie England, im pensationen erhielten. Munitionsladung der Lusitania", die den amerikanischen allgemeinen die größte Befriedigung über den italienischen Eintritt ( Anmerkung des W. T. B.: Eine derartige Erklärung ist Gesezen widerspricht, dürfte dahin beantwortet werden, in das Bündnis bekunden, ist es gut, daran zu denken, daß mit in Berlin weder am 27. noch am 28. Juli v. J. abgegeben worden. daß ein vergleichsweise kleineres Quantum von Munition jeder Vergrößerung des Kampfgebietes die Dahingegen hat der Kgl. italienische Botschafter Herr Bollati am auch nach amerikanischem Geseke zulässig ist. Es käme kapitalzerstörung schneller voranschreitet. Wahr 24. Juli den Standpunkt der italienischen Regierung dahin gekenn daher auf die Feststellung alt, innerhalb welcher ist es, daß eine Ausdehnung des Kriegsgebietes nicht notwendiger- zeichnet, daß Italien unter Wahrung seiner Interessen auf Grund Grenzen die Quantität der Munition auf der Lufitiania" weise eine Kriegsverlängerung bedeutet, sondern möglicherweise des Artikels VII des Dreibundvertrages eine möglichst wohlwollende nachweisbar wäre. In legter Linie aber dürfte sich die Note eine Abkürzung, so daß die gesamte Kapitalzerstörung fleiner sein und freundschaftliche Haltung für Oesterreich- Ungarn einnehmen darauf fonzentrieren, daß aus der deutschen Antwort nicht mag, als wenn das Gebiet in den ursprünglichen Grenzen ge- und ihnt teine Schwierigkeiten bereiten würde. Italien wolle in crsichtlich sei, in welcher Form man fünftig der Torpedierung blieben wäre. Für den Augenblick aber ist es notwendig, daran allen Balkanfragen eine mit seinen Verbündeten übereinstimmende von Passagierdampfern vermittels der U- Boote vorzubeugen zu erinnern, daß die finanzielle Verantwortlichkeit Englands in Politik machen. Auch müßte es über die Interpretation des Argedenke. Die amerikanische Regierung wird an der Auf- Verbindung mit dem Striege wahrscheinlich durch den Eintritt tifels VII Gewißheit erhalten. Ueber die Interpretation war in der fassung festhalten, daß diese Art von Kriegführung außerhalb Jtaliens größer geworden ist. Folge eine Einigung, und zwar im Sinne der italienischen Wünsche der Grenzen völkerrechtlicher Gepflogenheit stehe, und daher herbeigeführt worden.) die deutsche Regierung auffordern, Mittel und Wege anzuDie unparteiliche Geschichte wird jagen, daß Oesterreich- Ungarn, geben, wie sie sich fünftig in ihrem Seekrieg auf den Boden Bureaus. Amtlich wird berichtet, daß der Scha kanzler gegen Serbien feindlich gefinnt zu finden, im vergangenen Sommer Loudou, 3. Juni.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen ohne von Juni bis Oktober 1913 Jtalien seine aggressiven Absichten des Völkerrechts zu stellen gedenke. Es scheint nach allem, daß der Ton der Note ernster und nachdrücklicher sein wird mit dem Direktor der Bank von England und dem Finanz- in Uebereinstimmung mit Deutschland versuchte, uns durch Ueberals der der vorangegangenen. Doch wäre es verfrüht, schon sekretär des Schazamts in dieser Woche eine Unterredung raschung vor eine vollzogene Tatsache zu stellen. Das Verbrechen jest weitergehende Folgerungen in bezug auf den möglichen mit dem italienischen Finanzminister haben von Sarajewo wurde als Vorwand ausgenutzt. Nach der WeigeAbbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden wird, um die finanziellen Fragen, die sich aus rung Desterreich- Ungarns, die sehr weitgehenden Angebote Serbiens Ländern zu ziehen." Italiens Teilnahme am Striege ergeben haben, zu erörtern. anzunehmen, erklärte am 31. Juli Graf Berchtold dem Herzog von Der italienische Krieg. Die amtliche italienische Meldung. Die * fönnen. Wenn Avarna, daß die Mediation, falls sie erfolgen sollte, die bereits Verurteilung belgischer Frauen. begonnenen Feindseligkeiten gegen Serbien nicht unterbrechen sollte. Wenn die Mediation, woran England und Italien arbeiteten, Brüssel, 2. Juni. Die Frau des belgischen Justizministers Carton de Wiart ist vom Gouvernementsgericht sich fühlbar machen sollte, so war Graf Berchtold trotzdem jedenfalls Rom, 3. Juni.( W. T. B.) Meldung der Agenzia in Brüssel zu drei Monaten und vierzehn Tagen nicht gewillt, die in der österreichisch- ungarischen Noie angegebenen gung des Krieges natürlich verschärft werden Stefani. Das Hauptquartier meldet von 2. Juni: Gefängnis verurteilt worden wegen fortgesetter Briefbeförde- Bedingungen zu mildern. Diese Bedingungen hätten bei BeendiVon der Grenze von Tirol und des Trentino find rung unter Umgehung der deutschen Poſt und der deutschen Zensur, andererseits Serbien sich entschlossen hätte, die österreichischfeine einigermaßen bedeutenden dämpfe zu wegen Berbreitung verbotener Schriften und wegen. Unterschlagung ungarische Note vollständig anzunehmen, und sich bereit erklärt melden. Unsere. Truppen sind im Giudicariatal vorgerückt und Vernichtung eines Briefes an die deutsche Verwaltung, der ver- hätte, die Bedingungen, welche man ihm, auferlegte, zu erfüllen, und haben Storo besett, indem sie über Condino sehentlich in ihren Briefkasten geworfen worden war. Sie war in hätte, die Bedingungen, welche man ihm, auferlegte, zu erfüllen, vorstießen und ihre Vereinigung mit starken Alpini- vollem Umfange geständig. Sie ist zur Verbüßung ihrer Strafe der so hätte diese Desterreich- Ungarn nicht bewogen, die Feindseligkeiten einzustellen. Es ist nicht wahr, wie Graf Tisza behauptete, daß, abteilungen vollzogen, die aus den steilen Tälern des Caffaro Kommandantur in Berlin als Zivilgefangene zu- Desterreich- Ungarn sich verpflichtet hätte, keine territorialen Erund Canonica nach dem Chiese herabgestiegen waren. An geführt worden. werbungen auf Kosten Serbiens zu machen. Der österreichischder Kärntener Grenze störten wir am 31. Mai durch d'Arden wurde von hiesigen Gouvernementsgericht zu drei bak Desterreich- Ungarn in dieser Hinsicht keine verpflichtende Er16jährige Gräfin Helene de Jonghe wirksames Feuer aus großer Entfernung am Ende des Racco- d'Ardeh wurde vom hiesigen Gouvernementsgericht zu drei ungarische Botschafter Mereh erklärte am 30. Juli San Giuliano, wirksames Feuer aus großer Entfernung am Ende des Racco- Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie auf dem Boulevard klärungen abgeben könne, weil man nicht vorhersehen könne, ob es daß Desterreich- Ungarn in dieser Hinsicht keine verpflichtende Erlanatales einen Versuch des Feindes, jenseits der Grenze am einen deutschen Offizier in der gröbsten Weise nicht während des Krieges gegen seinen Willen genötigt wäre, Nordhange des Predil eine Brücke über den Sturzbach zu er- beleidigt hatte. richten. Die Artillerie des Feindes antwortete ergebnislos. wegen der gemeinen Ausdrücke, deren sie sich bediente, und die einen Die Gefängnisstrafe war gerechtfertigt ferbische Gebiete zu behalten. Erfundigungen jenseits des Endes des Dognatales wegen der gemeinen Ausdrücke, deren sie sich bediente, und die einen Graf Berchtold erklärte am 29. Juli dein Herzog von Avarna, auffallenden Mangel an Erziehung und Taft bekundeten. Die führten zur Erbeutung von feindlichen Material. Das Großmutter der Gräfin mußte, da sie sich an den tung Oesterreich- Ungarns im Falle eines Konfliktes mit Serbien er sei nicht gewillt, Verpflichtungen bezüglich der eventuellen Halschlechte Wetter dauerte den ganzen Tag an und verhinderte Beleidigungen beteiligt hatte, ebenfalls mit Ge- einzugehen. Wo ist denn ein Verrat oder ein ungerechter Uebergrößere Operationen. An der Grenze von Friaul auffängnis bestraft werden. dem linken Isonzoufer etwa zehn Kilometer nordwestlich des Hanges von Tol Minos ist Montenero fest in unserem Besiz. Am Nachmittage des 31. Mai versuchte der Feind durch heftige Gegenangriffe uns aus den besetzten Ortschaften zu vertreiben; er wurde aber überall zurückgeworfen. Neue Untersuchung der italienischen Militäruntauglichen. " Den belgischen Frauen werden diese Verurteilungen hoffentlich zur Warnung dienen. ( W. T. B.) Salandras Antwort. Nach der Agenzia Stefani fagte Ministerpräsident Salandra in seiner Rede auf dem Sapitol unter anderem: Ich kann die in den kaiserlich- königlichen oder erzherzoglichen ManiBern, 3. Juni.( W. T. B.) Laut einer Meldung des Bund festen niedergelegten Beleidigungen nicht ignorieren, da ich vom aus Lugano werden die italienischen Militär- Kapitol aus spreche und da ich in dieser feierlichen Stunde Volk und untauglichen sich demnächst einer neuen Untersuchung Regierung Italiens vertrete. Als einfacher Bürger habe ich das Gefühl, unterziehen müssen. Diese wird hauptsächlich von den sozia- biel ebler zu sein als das Oberhaupt des Hauses Habsburg- Lothringen, listischen Blättern verlangt, welche damit der großen Zahl und jene mittelmäßigen Staatsmänner, die in allzu fühnem Leichtsinn von 1ntauglichen unter der Aristokratie ein Ende und getäuscht in allen ihren Voraussetzungen im letzten Juli ganz machen wollen. Europa in Brand gesteckt haben und ihren eigenen Herd dazu. Da sie nun ihres neuen und riesigen Fehlers nicht bewußt werden, brauchen sie fall, wenn man nach neun Monaten vergeblicher Bemühungen, zu einer ehrbaren Verständigung zu gelangen, die in gerechtem Maße unsere Rechte und Interessen anerfennt, unsere Handlungsfreiheit begrenzen will? Die Wahrheit ist, daß Oesterreich- Ungarn und Deutschland es bis zu diesen lezten Tagen mit schwachen Intriganten, aber nicht mit einem Handelnden Italien, mit einem der Erpressung fähigen, aber zur Geltendmachung seines guten Rechtes durch die Waffen unfähigen Italien zu tun zu haben glaubte, mit einent Italien, das leicht lahm zu legen sei, indem man einige Millionen ausgebe und indem man sich durch nicht einzugestehende Treibereien zwischen das Land und feine Regierung stelle. Letzte Nachrichten. 92 Deutsch- norwegische Verhandlungen. Italienische Note an die Pforte. in den Parlamenten von Budapest und Berlin rohe Worte gegen Kristiania, 3. Juni.( W. T. B.) Das deutsche Aus. Genf, 3. Juni.( T. U.) Die Anzeichen einer italienischen Italien und seine Führer zu dem offenbaren Zweck, die Verzeihung wärtige Amt teilte der norwegischen GesandtAftion gegen die Türkei beginnen sich bemerkbar zu machen. Die ihrer Mitbürger zu erlangen, indem sie sie mit grausamen Visionen schaft in Berlin mit, daß die deutsche Regierung eine italienische Regierung hat durch den türkischen Botschafter in Rom, des Hasses und des Blutes erfüllen. Der deutsche Reichstanzler hat gefagt, er sei nicht von Amerika" vornehmen ließ. Nach dem bisherigen Ergeb eingehende Untersuchung aus Anlaß der Versenkung der Nabi Bey, eine Beschwerde an die Pforte gerichtet, in der sie über die Umtriebe türkischer Emissäre in Tripolis und der Cyrenaika Haß, sondern von Zorn erfüllt, wie man dies bei einem Zornaus- nis der Untersuchung kann in Anbetracht von Zeit und Ort Alage führt, und auf die fortdauernden Beziehungen zwischen bruch tut.( Heiterkeit.) ( Heiterkeit.) Selbst wenn ich wollte, fönnte ich ihre feine Rede davon sein, daß ein deutsches Unterseeboot den Enver Pascha und dem Großscheich der Senussis hinweist. Die Sprache nicht nachahmen, da wir ihnen um zwanzig Jahrhunderte Untergang des Dampfers verschuldet hat. Das deutsche AusPforte hat in ihrer Antwortnote lebhafte Verwahrung gegen den voraus sind.( Sehr gut!) Der Hauptgedanke der Staatsmänner wärtige Amt ersucht gleichzeitig zur weiteren Untersuchung Verdacht eines illoyalen Verhaltens erhoben und Beziehungen des der Zentralmächte ist enthalten in den Worten vom Verrat um die Ergebnisse der von der norwegischen Regierung eintürfischen Kriegsministers mit dem Haupt der Senussis entschieden Italiens" und seinem Ueberfall auf seine getreuen Verbündeten". geleiteten Untersuchung nebst Beweismaterial. in brede gestellt. In russischen diplomatischen Kreisen erblickt Man muß sich fragen, ob diejenigen, die mit viel weniger Geist, Kristiania, 3. Juni.( W. T. B.) Die deutsche Regierung man hierin den ersten Schritt eines Vorgehens der italienischen aber mit derselben moralischen Indifferenz die Tradition Friedrichs teilte der norwegischen Regierung mit, daß die Untersuchung Regierung gegen die Türkei. des Großen und Bismards fortseßen und erklären, daß Not tein bestätigt habe, daß der Dampfer Belridge" durch Gebot fenne ob jene, mit deren Willen ihr Land alle Er- einen unglücklichen Zufall von einem deutsch e it. rungenschaften der Zivilisation gegen das Völkerrecht mit Füßen Unterseeboot torpediert worden sei. Die kaiserliche getreten, verbrannt und in den Tiefen des Ozeans begraben hat, Regierung drückt ihr Bedauern aus, und erklärt sich zit das Recht haben, von einem Bündnis und von der Achtung vor vollem Schadenersaz bereit. Sie schlägt die Ernennung Verträgen zu sprechen. Aber dies wäre ein zu leichter Beweis norwegischer und deutscher Sachverständiger zur Feststellung und nur eine Vorfrage. Prüfen wir positiv und mit Ruhe, ob die der Ersatzansprüche vor. Die norwegische Regierung erklärte ehemaligen Verbündeten das Recht haben, sich von uns verraten ihr Einverständnis. Der türkische Krieg. Von der russischen Kaukasusarmee. Petersburg, 2. Juni.( W. T. B.) Der Stab der Kaukasusarmee teilt mit: In der Küstengegend hat unsere Artillerie A.WERTHEIM Leipziger Str. Königstr. Soweit Vorrat Konserven Norweg. Sprotten in Oel kleine Dose 18 Pt. in Oel oder Tomaten, Dose 28 40 Pf. Norweg. Fettheringe in Bouillon oder Oel.. Dose 55 Pf. Skipper- Heringe( auch warm zu genießen). Dose 32 Pf. Norweg. Fischklöße ( auf Wunsch Gebrauchs- 1 M. anweisung). 1/2 Dose 1 Dose Rosenthaler Str. G. M. B. H. Moritzplatz Frische Lebensmittel werden nicht zugesandt Wurstwaren Zervelat- u. Salamiwurst Pfund 2.35 Holsteiner Zervelat- u. Salamiwurst 2 M. Plockwurst...... Pfund 1.70 Bauernmettwurst Pfund 1.80 Rollschinken 6-8 Pfund, Pid. 2.40 Knochenschinken Pfd. 1.80 Schinken in Dosen, netto eingewog 1.90 Jagdwurst 55 Pf. Jagdwurst...... Pfund 1.60 55 Pf. Rindfleisch im eigenen Saft 1.20 Dose Frikandellen..... Dose 1.20 8-12 Pid Gewicht 8-12 Pfund, Pfd. Landleberwurst.. Pfund 1.30 Rotwurst.. Pfund 95 Pf. 1.30 Mockturtle- Rinderschwanz-, klar, Nieren- Räucherwaren suppe Dose 165 Pf. Dose 38 Pf. Rinderschwanzsuppe Dose 45 Pf. dick. Pfund Ochsenzungen in Dosen, 2.80 Gekocht. Schinken Dos 1.90 Pfund Dose 65 Pf. Leberwurst Dose etwa 2 Pfd. 55 Pf. Fleischpaste Rotwurst Dose etwa% Pid. 60 Pf. Mettwurst Dose etwa% Pfd. 80 Pf. Geflügel Junge Gänse Pfd. 1.35 u. 1.45 Junge Enten St. 4.40 bis 5.90 Junge Küken St. 1 M. bis 2.80 Suppenhühner St. 2.85 bis 4.40 Lebende Pflanzen Deutsches Theater Kammerspiele 814: ,, Der Weibsteufel". Lucie Höflich Josef Klein Fritz Richard Kieler Bücklinge 2 St.20, 3 St 25Pf. Ahlb. Flundern Pfd. 45 u. 60 Pf. Geräuch. Aale Pid. 1.40 u. 1.80 Butter und Käse Tisch- und Tafelbutter Pid. 1.68 1.72-Pid.- Pak. 84 86 Pf. Kunstspeisefett.. Pfund 1.05 Kunsthonig... Pfund 38 Pf. Pflaumenmus Pfund 38 48 Pf. Harzer Käse Kiste 100 Stück 3 M. Bierkäse Romatour. Fleisch unausgesch., im ganzen Pfund 1.20 Rinderfilet Pökelrinderzunge Roastbeef mit Knochen Rinderbrust u.-kamm Querrippe. . Freitag und Sonnabend HerrenBekleidung Jackett- Anzüge 22 M. 41M. moderne Muster Beinkleider 6.75M 9M gestreift.. M. Pfund 1.15 Lüster- Jacketts 6M. 7.25 Pfund 1.10 Pfund 95 Pf. Pfund 90 Pi. Reh, Hirsch u. Wildschwein zu billigen Tagespreisen. Fische Lebende Aale... Pfund 90 Pf. bis 1.70 Lebende Schleie. Frische große Makrelen Salzfischi Fisch Pid. 32, stück... Pfund in Sport- Artikel Tennis- Schläger 8м. 9.50 13.50 16.50 Tennis- Bälle... 1.10 1.25 1.60 Tennis- Netze... 9м. 15M. 24M. 33M. Ball- Netze rot und weiß.. 25 Pf. 30 PL Pressen Pfund 1.20 Racket- Taschen Fußbälle Rindleder Faustbälle Stück 40 Pf. 28, Mittelst. Pfund 35 Pf Pfund 55 Pf. Kopf- u.Schwanz( Kostproben von 11-1 und 5-7 Uhr) Getrockneter Klippfisch in ganzen Fischen Gemüse Kohlrabi.. Stachelbeeren. Rettiche.... Pfund 1.05 ... Stück 35 Pf. Salat • Bund 20 Pf. 2 Pfund 45 Pf. • 4 Bund 10 Pf. 4 Kopf 10 Pf. EdamerKäseptd. 1.10 Holländereid. 1.20 Frischer Spargel zu billigsten Preisen. Pelargonien Topf 35 und 42 Pf. Efeugeranien..... Topf 65 Pf. Rosentöpfe kräftige Pflanzen, URANIA Taubenstraße 48/49. Rose- Theater. Begonien starke Stauden, Stück 12 Pf. Fuchsien sehr knospig.. Topi 45 Pf. verschiedene Sorten, Stück 1.25 Walhalla- Theater. 8 Uhr Wie deutsche Helden sterben& Uhr Die Jagd nach dem Glück. Gartenbühne 28: D. Försterchrist'l. Gartenbühne: Apollo- Sänger. Flandern und der Krieg Deutscher Holzarbeiter- Verband Theater für Freitag, den 4. Juni. Berliner Theater 8 Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Theater Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: Wohltäter der Menschheit Z. 1.M.: Thalia- Theater 8 Uhr: Die Schöne vom Strand Uhr: Alt- Berliner Possen- Abend: Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Figaros Hochzeit. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater 8% U.: 0 diese Leutnants! Kleines Theater 8 Uhr: Liebelei Lustspielhaus 84, U. Ein Prachtmädel Montis Operetten- Theater 8 Uhr: Hoheit tanzt Walzer Schiller- Theater 0. 8 Das erste Mittagessen. Hermann und Dorothea. Verwaltung Berlin. Tel.- Amt Morigplak 10623, 3578. Bureau: Rungestraße 30 Heute Freitag, den 4. Juni, abends 82 Uhr: Sitzung der Ortsverwaltung. Guten Morgen, Herr Fischer! Montag, den 7. Juni, abends 8 1hr, Andreas: Theater am Nollendorfpl. 81% U.: Immer feste druff! Sonnt. 3, U.: Der Graf v. Luxemburg Theater des Westens 8 Uhr: Der brave Fridolin Theater in der Königgrätzer Straße 8 Uhi: Rausch Trianon- Theater 8¼Uhr Wie man einen Mann gewinnt Volksbühne.Theater am Bülowplatz Uhr: Krieg im Frieden. the Rösickes Geist 11 Palast INTAR Thealer Tägl. 8 Uhr. Sonntags 3, u. 8 Uhr Größtes Varieté- Programm Robert Steidl Sämtl. Schlager neu für Berlin Adelmanns? Paini? u. die weiteren auserwählten Juni- Spezialitäten. KI. Preise. Angen. kühl. Aufenthalt Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Im Schühengraben. Zum Schluß: Militärisches Zeitbild von Meysel. Anjang 8 Uhr. 6 Juni 1915. Festsäle, Andreasstr. 21: Branchen- Versammlung der Kistenmacher. 83/19 Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Verschiedenes. Versorgung der Kriegsteilnehmer Pris 30 Pfennig Buchhandlung Vorwärts, Berlin S.W. Sühneraugen fest eingemurzelte u. schmerzhafic, barte Haut entfernt unter Garantie absolut ficher Bühneraugentob ,, Bosco", Seit fast 25 Jahren bewährt! Dose 75 Pf. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Italienisch- rumänische Bestrebungen auf dem Balkan. Seit dem Eintritt Italiens in die Reihe der kriegführenFreitag, 4. Juni 1915. Optimismus hinsichtlich einer baldigen Intervention Rumäniens Das jetzige preußische Wahlrecht ist nach Fuhrnicht mit der Tendenz der rumänischen Politik, die der mann das Fundament unserer inneren Volkseinheit! WesBukarester Korrespondent der„ Kiewskaja Myst" mit folgenden halb da die Nationalliberalen, zu denen Fuhrmann zählt, sich Worten ten charakterisiert hat:" Rumänien wird im letzten überhaupt und ſei es auch nach dem Striege um eine Reform Augenblick auf der Seite eingreifen, zu deren Gunsten dieses Wahlrechts bemühen sollten, bleibt allerdings schleierhaft. Die konservative Presse druckt auch mit großem Bebestimmt und klar der kriegerische Erfolg entscheiden wird." hagen die Fuhrmannschen Ausführungen ab. Solange sich nicht die linksstehenden Parteien energisch für eine Wahlreform einsehen, glaubt die rechte Seite auch diesmal wieder trotz des Krieges gewonnenes Spiel zu haben. Politische Uebersicht. Vorfragen für Annexionen. den Staaten hat die Haltung der Balkanstaaten wieder ein brennendes Interesse gewonnen. Für den Dreiverband wäre namentlich der Anschluß Rumäniens von außerordentlichem Wert. Die Petersburger„ Retsch" gab dieser Tatsache einen prägnanten Ausdruck, indem sie dieser Tage schrieb, das Eingreifen Italiens in den Krieg habe nur dann eine starke Soziale Fürsorge durch teures Brot. strategische Bedeutung, wenn Rumänien mitmache. Die BeDer frühere Staatssekretär des Innern, Graf PosaDie Stadt Tilsit betreibt auf eine ganz seltsame Art mühungen der Diplomatie richten sich deshalb in erster Linie dowsky, der gestern seinen 70. Geburtstag feierte, verauf Bukarest, dessen Entscheidungen überall mit großer öffentlicht in der Nationalzeitung" einen Artikel über die Sozialpolitik; sie gehört zu den Gemeinden, die sich in der Spannung erwartet werden. Zeit nach dem Kriege. Er wirft dabei folgende Fragen auf: Brotversorgung selbst bewirtschaften, läßt das Getreide durch Von der Regelung der Kriegsentschädigung wird die fünftige ihre Kommissionäre einkaufen und gibt es an die Mühlen zum In gut unterrichteten Kreiſen der russischen Diplomatic Lebenshaltung weiter deutscher Wolfskreise und die weitere Bermahlen. Die Mühlen müssen an die Stadt eine Abgabe verhehlt man sich keineswegs, daß auf ein aktives Eingreifen Entwickelung unseres Wirtschaftslebens wesentlich abhängen; eine von 5 M. pro Doppelzentner entrichten, wodurch den BrotRumäniens kaum in der allernächsten Zeit zu rechnen sein unseren finanziellen Aufwand ausgleichende Kriegsentschädigung essern, auch den ärmsten, das Brot natürlich erheblich verwird. Entgegen den in der Presse verbreiteten Nachrichten kann uns allein vor künftigen Steuerlasten schützen, deren Höhe teuert wird. Die Abgabe ist deshalb so hoch bemessen, weil von einem Abkommen zwischen Italien und Rumänien wird für den einzelnen einen Rüdgang in seiner Lebenshaltung und für die Stadt starke Ueberschüsse erzielen will. Der Magistrat in Petersburger Blättern halboffiziös mitgeteilt, diese Meldung die Gesamtwirtschaft des Landes einen empfindlichen Rückschlag be- hofft, aus der Kommunalabgabe bis Mitte August einen lleberbestätige sich vorläufig nicht. Wenn indessen in den russischen deuten würde.... Die Forderung eines Landerwerbs endlich, zu schuß von 40-50 000 m. herauszuwirtschaften, welche Summe politischen Streisen dem Anschluß Rumäniens an den Drei- deren Erfüllung wir unsere Gegner zu zwingen vermöchten, muß im Winter zu Zwecken der Volfsernährung Verwendung finden verband mit einem gewissen Optimismus entgegensehen wird, für unser Verhältnis zu den bezwungenen Staaten selbstverständlich soll. Der Magistratsvertreter erklärte in der Stadtverordnetenso stützt sich diese Anschauung darauf, daß die Interessen und weitreichende und dauernde Folgen haben und hängt mithin jeder versammlung, in der unsere Genossen die Herabsetzung der Bestrebungen Italiens und Rumäniens auf dem Balkan mit Landerwerb mit der künftigen Orientierung unserer auswärtigen Mehlpreise forderten, der Magistrat halte es als fürsorglicher einander identisch seien. Politik aufs engste zusammen. Hausvater für wünschenswert, einen Betrag von 40-50 000 Dieser Anschauung fann eine gewisse Berechtigung nicht Aber auch für die innere Politik hat jeder Landerwerb Mark zur Verfügung zu haben, den er für die Volfsernährung abgesprochen werden. Wenn sich schon früher zwischen Bukarest größeren Umfangs dauernde finanzielle und politische Wirkungen; verwenden könnte. Zu einer Herabsetzung der Preise lasse er und Rom politische Fäden hinzogen,-die namentlich dem der Wiederaufbau der erworbenen, vom Ariege heimgesuchten sich nicht bewegen. Umstande, daß die Rumänen sich als die Träger der lateini- Landstrecken, die militärische Sicherung der neuen Grenzen, der Die Brotkonsumenten müssen also die Mittel aufbringen, schen Stultur" auf dem slawischen Balkan betrachten, ihren fünftige Eintritt bisher feindlicher Untertanen damit der Magistrat im Winter Sozialpolitik treiben fann. Ursprung verdankten so hat die Annäherung zwischen der in den deutschen Heeresverband und vor allem die Selbst in bürgerlichen Streifen fand die Methode des Magistrats italienischen und der rumänischen Politik in den letzten Jahren, staatsrechtliche Behandlung der neuen Gebiete sind schwierige und Widerspruch. und vor allem nach dem Ausbruch des Krieges an Umfang kostspielige Aufgaben bei der Angliederung neuer Randstrecken. und Stärke zugenommen. Mit der verstärkten Aktivität der Sollen die fremdsprachigen Bewohner der neuen Gebiete in absehitalienischen Politik auf dem Balkan richteten sich die Blicke barer Zeit voll berechtigte deutsche Staatsbürger mit aktivem Die Preistreibereien auf dem Breslauer Schlachthof und ihre der italienischen Imperialisten immer sehnsüchtiger nach und passivem Wahlrecht werden und somit auch berechtigt sein, einen scharfe Kennzeichnung durch den Obermeister der Breslauer Bukarest. Andererseits sahen sich die rumänischen Politiker Teil der deutschen Volksvertretung zu bilden? Hofft man diese Fleischerinnung beschäftigten am Dienstag das Breslauer Schöffennach dem zweiten Balkanfriege, wo ihr Vorgehen gegen die Neudeutschen nicht nur dem Deutschen Reiche anzugliedern, sondern gericht. Der Fleischerobermeister hatte sich einem ZeitungsberichtBulgaren ihre Stellung auf dem Balkan ziemlich erschwert sie auch allmählich in das deutsche Volfstum einzugliedern? Oder erstatter gegenüber dahin geäußert, daß die Viehhändler beim Aufhatte, veranlaßt, Anschluß an Rom zu suchen. Die gemein- glaubt man die völlige Entnationalisierung der fremden Landesteile trieb von Bich auf den Breslauer Markt wucherische Preise same aggressive Politik gegenüber den anderen Balkanstaaten im Interesse des Deutschtums und ihre Bevölkerung mit zuver verlangten, die häufig für die Stäufer unerschwinglich seien. Im förderte stark die Annäherung zwischen Italien und Rumänien. lässigen Altdeutschen durchführen zu können? Oder will man neu- Auftrage des Vereins zur Wahrung der Interessen des Viehhandels Als nach dem Ausbruch des Krieges die Hoffnungen auf erworbene Gebiete dauernd nur als eine Art Kronland behandeln für Schlesien und Posen hatten vier Viehhändler gegen den eine Dekomposition" Desterreich- Ungarns einsetzten, erfuhr ohne Gewährung vollen deutschen Staatsbürgerrechts, und glaubt Fleischer- Innungsobermeister deshalb Privatbeleidigungsflage erdiese Annäherung noch eine außerordentliche Verstärkung. man, einen solchen Zustand gegenüber dem Drang und Kampf einer hoben. Der Beklagte wies in der Verhandlung darauf hin, daß Während in Italien die irredentistische Bewegung einsetzte, feindlichen oder schwachherzigen öffentlichen Meinung auf unabseh- ein Händler bei neun Schweinen 800 M., ein anderer bei verknüpft mit den Bestrebungen, auch von der Östküste der bare Zeit aufrechterhalten zu können? Erwartet man endlich von einem einzigen Schwein 175 M., bei einem Bullen Adria Besitz zu ergreifen, begann in Rumänien eine vom Drei- solchen Erwerbungen eine innere Stärkung unseres Reichs- 300 m. verdient habe, so daß der Breslauer Magistrat sich in verband geförderte- intensive Propaganda zugunsten der„ Er- baues? Das sind ganz allgemeine Vorfragen, die ein jeder, welcher einer öffentlichen Erklärung als machtlos gegenüber diesen Preisfüllung des nationalen Ideals" Rumäniens: der Angliederung glaubt, seine Stimme nach der einen oder anderen Richtung erheben treibereien bezeichnet habe. Der Beklagte bot den Wahrheitsbeweis Siebenbürgens, des Banats( der an Serbien grenzenden Süd- zu müssen, vorher ernstlich und sachlich bis zur vollen eigenen Klar an. Der Gerichtshof erkannte nach kurzer Beratung auf Freiproving Ungarns) und der Bukowina an das rumänische Stamm- heit durchdenken sollte." sprechung, indem er von der Ansicht ausging, daß dem Angeland. Die Tatsache, daß die Ostküste der Adria nur zu einem kleinen Wer sagt denn dem Jubilar, daß auch nur solche Vor- flagten jede Absicht der Beleidigung ferngelegen habe, und daß Teil von Italienern, im übrigen aber von Südslawen bewohnt fragen über die Art der Angliederung von Gebieten irgend- ihm der Schuh des§ 193 des Strafgeschbuches zur Seite stehe. ist, war für die italienischen Imperialisten eben so wenig ein wie praktischen Wert hätten? Wichtiger ist die Vorfrage, ob Die Kosten des Verfahrens wurden den Bribattlägern auferlegt. Hindernis, wie für die großrumänischen Politiker die Tatsache, überhaupt eine Angliederung zweckmäßig sein würde. Schade, daß der Wahrheitsbeweis nicht zugelassen wurde, es wären daß außer den Rumänen in der Bukowina noch Ruthenen, in wahrscheinlich erbauliche Dinge über die durch die Kriegsnot beSiebenbürgen Deutsche und Ungarn, im Banat- Serben günstigte Auswucherung des Volkes ans Tageslicht gekommen. in großen Mengen leben. Die Proklamierung des„ nationalen Ideals" in Italien und Rumänien war nur zu einem Teil berechtigt. Wenn aber die italienischen und rumänischen Bestrebungen einen solchen limfang erreicht haben, so erklärt sich das daraus, daß Italien im Bunde mit Rumänien die Vorherrschaft im Südosten Europas an sich reißen will. Seitdem Italien festen Fuß in Albanien gefaßt hat, stehen ihm für die politische und wirtschaftliche Ausdehnung im wesentlichen Teile des Balfans viele Wege offen. Sein Anspruch auf die dalmatinische Küste eine Folge des in Italien proflantierten Zieles der Herstellung eines tischen Binnensees unter italienischer Herrschaft bietet für eine Ausdehnung nach dem Dsten hin eine starke Basis und Rückendeckung. Aber wie die Besitzergreifung Albaniens den Gegensatz zwischen Italien und Griechenland verschärft, bringt der Anspruch Italiens auf die an der Ostküste der Adria liegenden slawischen Gebiete die italienische Politik in eine feindliche Stellung zu Serbien, das die Herstellung eines großserbischen Reiches als das Ziel feiner Kämpfe betrachtet und zu dem auch in der Tat die sudslawischen Gebiete( Kroatien, Slavonien, Dalmatien, Bosnien und die Herzegowina) hingravitieren. Unter diesen Umständen ist es der italienischen Politif äußerst erwünscht, daß Rumänien mehr und mehr Anschluß an sie sucht. treten wird dieses Bestreben freilich nur von der Richtung der rumänischen Politik, die von der Schaffung eines GroßRumäniens, nach Besizergreifung der Bukowina, Siebenbürgens und des Banats träumt. Die Verwirklichung dieses Ziels würde Rumänien eine beherrschende Stellung auf dem östlichen Balkan verschaffen, seinen Gegensatz zu Bulgarien noch verschärfen und heftige Gegenströmungen in Serbien wachrufen, das auf das angrenzende Banat Ansprüche erhebt. Die gekennzeichnete Richtung der rumänischen Politik strebt also nach Rom hin nicht aus besonderer Vorliebe für Italien, sondern weil sie in einem Zusammengehen mit Italien die sicherste Bürgschaft für die Verwirklichung ihrer Ziele und die gemeinsame Beherrschung des Balkans sieht. Nebenbei mag vielleicht auch noch die Berechnung mitsprechen, daß Rumänien nur im Bunde mit Italien der Erpansion Rußlands nach dem Mittelmeer hin widerstehen könne. VerDas große Umlernen. Stimmen für eine Reform des Landtagswahlrechts veran Die in lezter Zeit wieder häufiger Taut werdenden lassen den nationalliberalen Abgeordneten Fuhrmann im " Tag" zu einer Polemik gegen die„ Umlerner": Fleischwucher. Gegen den Landwirtschaftsrat. Die dem Herrenhaus angehörenden Oberbürger meister haben folgende Interpellation eingebracht: „ Das Schlagwort vom notwendigen großen Welche Stellung nimmt die fönigliche Staatsregierung ein Umlernen fängt an, eine bedenkliche juggestive Kraft gegenüber den Anträgen des Deutschen Landwirtschaftsrats, zu entfalten.... Gerade darum muß es Aufgabe des ver- die dahin zielen, für das kommende Getreideerntejahr antwortungsvollen Politikers sein, in dieser gärenden Zeit sich ein wenig von der Stühle des Urteils - 1. im Interesse der verkaufenden Landwirtschaft die Neberschußzu bewahren, die für jede Arbeit am Staat zu allen Zeiten Kommunalverbände derart gegen den Käufer abzuschließen, daß notwendig bleiben wird. Es wird deshalb zur Pflicht, auf das dem Käufer der Zutritt zu den Ueberschußverbänden nicht mehr geGefahrvolle des Beginnens übereifriger Politiker hinzuweisen. stattet wird, vielmehr diese selbst nach ihrem Ermessen den Ueberschuß Ist es denn wahr, daß für uns alle in allem der Zwang für die Bedarfs- Kommunalverbände aussondern, zum Umlernen vorhanden ist? Ist der jezige Augenblick hierfür 2. an Stelle des die Interessen der Käufer vertretenden geeignet?... Innerpolitisch? Hier scheint uns Ueber- Drgans der Kriegs- Getreidegesellschaft eine durchaus unter einstimmung dahin möglich, daß die stärkste militärische Rüstung landwirtschaftlichem Einfluß stehende Zentralausgleichsstelle zu setzen, und die intensivste Förderung und Hinausrückung der Landwirtschaft aus dem Parteistreite unabweisbare Lehre des Krieges so daß die Ankäufe zwar im Namen und für Rechnung der Verseien.... Heute schon, wo eine Zeit größter Gefühlserschütte- braucher, insbesondere der Städte geschehen, tatsächlich aber ebenfalls rungen zu leicht die Klarheit des Urteils trübt, heute schon mit von landwirtschaftlicher Seite geleitet werden?" cinem fertigen Programm des Umlernens praktische Augenblickspolitik treiben wollen, wäre das Beginnen einer unheilvollen politischen Scharlatanerie oder Demagogie. Jugendwehrzwang. Man vergesse doch nicht, daß die großen parteipolitischen Der Landrat des Kreises Kyrik macht bekannt:„ Der Gegensäße auf Anschauungen vom Staate und auf allgemeinen Posthilfsbote Willi D. von hier weigerte sich beharrlich, an Grundsäzen beruhen, die in einzelnen geivig durch die Erfah- den Uebungen der hiesigen Jugendkompagnie Nr. 259 rungen einer starten Gegenwart sich abwandeln fönnen, die aber weiter teilzunehmen, trosdent er ermahnt ist, seiner Pflicht in ihren Grundzügen durch eine Menschheitsgeschichte von Jahr gegen das Vaterland nachzukommen. Ich bringe dieses von tausenden festgelegt sind. Es könnte sich für unser fünftiges mangelnder Baterlandsliebe zengende Verhalten des D. hierinnerpolitisches Leben zu einer ungeheueren Gefahr auswachsen, mit zur öffentlichen Kenntnis. wenn unter Ausnutzung noch so berechtigter Gefühlsmomente mit zur öffentlichen Kenntnis. D. ist aus der Jugendder Glaube im Volfe geweckt würde, als fönne der heutige fompagnie aus gestoßen worden. Gleichzeitig bringe ich Herrliche Geist der Einheit kommende poli- zur Kenntnis, daß die Jungmänner Schlosserlehrling Martin tische und wirtschaftliche Rämpfe entbehrlich St. und Schmied Paul A. aus Kyritz ihres schlechten Beoder gar unmöglich machen." nehmens wegen aus der hiesigen Jugendkompagnie Nr. 259 Herr Fuhrmann denkt jedenfalls nicht daran, umzu- ausgestoßen sind." lernen" und auch nur ein Tüpfelchen seiner früheren Grundsätze aufzugeben. Dagegen fordert er von den Oppositionsparteien das„ Umlernen": " Hat man denn gar nichts aus diesem Kriege gelernt? Sicht man denn noch immer nicht ein, daß die als verhängnisvolle Waffe gegen uns gebrauchte Phrase von deutscher Unfreiheit, von Junkerherrschaft und Militarismus dem feindlichen und neutralen Ausland von unsc= Das ist in großen Zügen die durch die italienisch- rumärer eigenen übertreibenden Kritik geliefert worden ist?"... nischen Bestrebungen geschaffene Interessengemeinschaft dieser Am gefährlichsten scheint dem Abgeordneten Fuhrmann beiden Staaten auf dem Balkan. Auf die Auffassung dieser die Forderung nach dem allgemeinen, geheimen, gleichen Gemeinschaft stützt sich auch der Optimismus der russischen, Wahlrecht in Preußen. Der nationalliberale Abgeenglischen und französischen Politiker hinsichtlich des not- ordnete scheut sich dabei nicht, auch seinen Parteifreunden wendigen Eingreifens Rumäniens in den Krieg. Dieser Schiffer und Böhme, die für eine Reform eintraten, Optimismus übersicht aber dreierlei Tatsachen: Erstens ist einen fräftigen Rüffel zu erteilen: hinsichtlich der Bukowina und des Banats zwischen Rumänien und Rußland noch feine Einigung erzielt. Zweitens steht der oben gekennzeichneten dreiverbandfreundlichen Richtung der rumänischen Politik abgesehen von der streng neutralen Richtung der rumänischen Sozialdemokratie eine andere gegenüber, die es vorzieht, auf friedlichem Wege Gebietserweiterungen von den Zentralmächten zu erhalten, und die die Wiederangliederung Bessarabiens als vornehmstes Ziel der rumänischen Politik betrachtet. Und drittens rechnet der Fürwahr, man sollte nicht glauben, daß es in dieser gefahr vollen Stunde, wo unser Volk um sein ganzes Dasein und um seine Zukunft fämpft, noch Männer bon so geringem Verantwortlichfeitsgefühl gibt, daß sie an dem Fundamente unserer inneren Volkseinheit rütteln, nur um sich bei der Demokratie in empfehlende Grinnerung zu bringen. Ein weiterer Zweck kann nicht in Frage kommen, denn jede praktische Folge ist für ihr Verlangen ausgeschlossen. Darüber haben sämtliche ausschlaggebenden Parteien jüngst im preußischen Abgeordnetenhause keinen Zweifel gelassen." Diese Bekanntmachung des Landrats ist in jeder Beziehung unzulässig. Wir halten eine entsprechende Belehrung des Landrats durch die Aufsichtsbehörde des Landrats und Die Zurücknahme der Bekanntmachung für dringend erforderlich. Man schreibt uns: " Thersites. Der Vorwärts" unterschätzt den Phantasieflug der„ Kölnischen Beitung" und das Ziel der Wünsche, die sie für den Genossen Liebnecht hegt. Wenn sie dem„ nationalen Thersites" einen Achill gönnt, so greift sie damit eine Form der griechischen Sage auf, nach der Thersides von Achill durch einen Faustschlag getötet wurde. Wir zweifeln nicht, daß der Befenner jenes dithyrambischen Wunsches, an den sich sonst nur mehr oder weniger anonyme Briefschreiber wagen, bereits die Feder spist, um dem ersehnten Achill ein würdiger Homer zu werden. Kriegsgewinnsteuer- Anträge. Dem preußischen Abgeordnetenhause sind mehrere Anträge auf Besteuerung der Kriegsgewinne zugegangen. Ein freikonser= bativer Antrag fordert die Regierung auf: noch in dieser Tagung einen Gesezentwurf vorzulegen, durch welchen Gewinne oder andere Einkommenerhöhungen, die sich aus der wirtschaft- I Japanische Rüstungen. Der Sozialdemokratische Verein für den 15. jäiset lichen Lage während der Kriegsdauer ergeben, zu einer erhöhten Das japanische Abgeordnetenhaus hat, wie„ Reuter" aus Tokio Reichstagswahlkreis hielt am legten Sonntag in Chemnitz Besteuerung auf der Grundlage des Preußischen Einkommen vom 1. Juni meldet, mit 232 gegen 131 Stimmen das Budget an Organisationen 1950 Genossen einberufen, wovon 104 als gefallen feine Generalversammlung ab. Bis 31. März 1915 waren von den steuergesetzes herangezogen werden, um auf diese Weise Mittel genommen, einschließlich der Bewilligung für zwei neue und 189 als verwundet gemeldet sind. Der Kreis verfügt über für Hinterbliebenen fürsorge und damit zusammenhängende Maß- Divisionen für Korea. nahmen zu gewinnen. Ein Zentrumsantrag ersucht die Regierung: 1. Ermittelungen anzustellen, ob im Handels- und Gewerbebetriebe 38 Ortsgruppen. Das allgemeine Parteileben, insbesondere die Versammlungstätigkeit, hatte nach Ausbruch des Krieges zunächst Gegen den spanischen Imperialismus. empfindlich unter dessen Einwirkungen zu leiden. Die Kreis Neben dem Weltkrieg gehen noch eine Reihe von leitung hatte empfohlen, die Mitgliederversammlungen regelmäßig (§ 9 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes) es vorgekommen ist, daß fleineren kriegerischen Abenteuern einher, die über die abzuhalten. Die Folge war auch, daß die im Berichtsjahr abaus Geschäftsunternehmen, welche in der Zeit nach dem 1. April Striegsvorgänge von Flandern und Galizien, von Westrußland gehaltenen 300 Mitgliederversammlungen faſt die gleiche Zahl wie 1914 begonnen, aber vor dem 1. April 1915 wieder aufgegeben und Nordfrankreich vollständig in Vergessenheit geraten sind. im Vorjahr( 304) war. Nur die öffentlichen Versammlungen blieben find, den Geschäftsinhabern bedeutende, an und für sich ein- So fämpft Spanien noch immer um den Besitz des ihm zu- infolge der gegebenen Verhältnisse um 500( 20 gegen 70 im Vorjahr) fommensteuerpflichtige Einnahmen für Lieferungen zu Kriegs- gewiesenen" Teiles in Maroffo, und wir würden uns dessen zurück. und sonstigen Militär- und Marinezwecken oder zu infolge des kaum bewußt sein, wenn uns nicht gelegentlich die Proteste 4663 männliche und 586 weibliche, gegen das Vorjahr 410 weniger, Die Zahl der Mitglieder im Kreise beträgt 5249, und zwar Krieges getroffenen wirtschaftlichen Zwecken zugeflossen sind. unserer spanischen Genossen an diesen Kolonialkrieg erinnerten. davon 401 männliche und 9 weibliche. Die Zahl der Abonnenten Eben erst wieder erhebt in dem zu Madrid erscheinenden ist von 8651 auf 8850 gestiegen, das sind 190 mehr als im VorSocialista" der Genosse J. A. Melia seine Stimme: jahre. 2. Falls dieses durch neue Ermittelungen festgestellt wird oder bereits anderweitig festgestellt ist, dem Landtage baldtunlichst einen Gesehentwurf vorzulegen, nach welchem obige Einnahmen aus Handel und Gewerbe(§ 9 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes), die nach der Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts nur deshalb nicht zur Einkommensteuer für das Steuerjahr 1915/16 haben herangezogen werden dürfen, weil die betreffenden Einnahmequellen nicht bereits am 1. April 1914 bestanden haben und am 1. April 1915 nicht mehr bestanden haben, als steuerpflichtige Einnahmen des Kalenderjahres 1914 bziv. des in Betracht kommenden Wirtschaftsjahres nachträglich zur Einkommensteuer für das Steuerjahr 1915/16 zu veranlagen sind. 3. Dem Landtage einen Gesezentwurf baldtunlichst vorzulegen, durch welchen angeordnet wird, daß vom Jahre 1916 ab in den Fällen, wo nach§ 9 Abs. 2, 3 und 4 des Einkommensteuergesetzes der mutmaßliche Jahresertrag des bevorstehenden Steuerjahres der Einkommensteuer unterliegt, statt dessen in der Regel der wirkliche Ertrag des lektverflossenen Kalender- bzw. Wirtschaftsjahres zur Einkommensteuer zu veranlagen ist, falls eine annähernd richtige Abschätzung des mutmaßlichen Ertrages des bevorstehenden Steuerjahres unmöglich ist, z. B. im Jahre 1916 wegen des etwa noch nicht beendeten Krieges. Der Antrag ist nur von einem Teil der Zentrumsfraktion unterschrieben. Außer dem Antragsteller v. Strombeck haben ihn aus der 103 Mitglieder zählenden Zentrumsfraktion 27 Abgeordnete unterzeichnet. Eine Reichs- Kriegsgewinnsteuer. Nach den„ Berliner Politischen Nachrichten" wird gegenwärtig ein Gesetzentwurf über Besteuerung der Kriegsgeschäftsgewinne von der Reichsfinanzverwaltung vorbereitet. Er nimmt in erster Linie die Heranziehung des Vermögenszuwachses im Anschluß an das Reichs- Besitzsteuergesetz in Aussicht. Eine auf dieser Grundlage aufgebaute Vorlage soll, so heißt es, dem Reichstage unmittelbar nach Friedensschluß zugehen und mit tunlichster Beschleunigung zur Beratung gestellt werden. die " „ Die Sozialisten wünschen gemeinsam mit dem größten Teil Die Jugendbewegung hält, trotzdem die Jugendausschüsse durch des spanischen Volkes die Beendigung dieses Krieges. Die den Einzug zum Heere dezimiert wurden, mit ihren Veranstaltungen marokkanische Tragödie wurde gegen den Wunsch der Nation und gleichen Schritt wie vordem. Ein genaues Bild über den Umfang den Interessen Spaniens zuwider vor sechs Jahren durch den Mi- der von den Körperschaften entfalteten Tätigkeit ist erst nach dem nister Maura eingeleitet, den man nicht vergessen wird. Während Kriege möglich. dieser sechs Jahre ist in der Zone des spanischen Einflusses faum Die Kassenergebnisse schließen in Einnahme und Ausgabe mit ein Einfluß gewonnen worden, und während man vor sechs Jahren 29 182,46 M. bei einem Sassenbestande von 15 401.90 m. ab; davon in dem Lande sehr wohl reisen konnte, ist das heute unmöglich. befinden sich 4462,06 M. in den Ortsgruppen, 10 939,84 M. in der Auch hat man in Marokko keine Arbeit für die Arbeitslosen ge- Kreiskasse. Die Verhältnisse der Kreisorganisation sind also als äußerst funden, die zusehen müssen, wie die Mauren dort zu Schundlöhnen günstige zu bezeichnen. Von Neuwahlen wurde Abstand genommen beschäftigt werden. Nur ein paar Ausbeuter machen Gewinne und die bisherigen Funktionäre wieder bestätigt. auf Kosten des ganzen Landes. Während dieser sechs Jahre. Dem Jahresbericht für 1914/15 des Sozialdemokra sind mehr als 800 Millionen Mark vergeudet worden, die besser tischen Vereins für den Wahlkreis Bielefeld= zur Kolonisation der Dedländer in Spanien verwendet worden Wiedenbrück entnehmen wir folgendes: Die Zahl der Mitwären. Nicht nur am 1. Mai, nein, das ganze Jahr hindurch sollten die Arbeiter gegen den Krieg in Marotto protestieren, und zwar mit mehr Energie als es bisher geschehen ist." des Krieges, der durch Europa tobt? Was sind die Opfer des marokkanischen Abenteuers gegen Aus der Partei. Victor Renard+ Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, daß der französische Genosse Victor Renard in einem kleinen Orte nahe bei Lille am 11. Oktober vorigen Jahres gestorben ist. Selbst die Leitung der französischen Partei und die der Gewerkschaftsorganisation haben von dem Tode ihres wackeren Mitkämpfers infolge des Krieges und der Beſegung Nordfrankreichs durch die deutschen Truppen nicht früher Stunde erhalten. glieder betrug am 1. April 1914 9485( 8087 männliche, 1398 weibliche), am 31. März 1915 8861( 7547 männliche, 1314 weibliche). 3434 Mitglieder sind zum Heere einberufen und 159 ge= fallen. Mit dem Barbestand von 6539,42 M. wurden vereinnahmt 26 938,77 M., ausgegeben wurden 24 880,72 M., so daß am 31. März ein Kassenbestand von 2058,05 m. verblieb. Das Bildungswesen wurde in den ersten 4 Monaten weiter eifrig gepflegt. Die Versammlungstätigkeit war eine sehr rege. Gemeindevertreter haben wir 53 in 17 Gemeinden, dazu famen während des Burgfriedens 2 Magistratsmitglieder( Bielefeld) und 2 Mitglieder der Schuldeputation( Bielefeld und Schildesche). An Mitglieder im Heere und an Lazarette gelangen täglich 910 Eremplare der„ Bolkswacht" zum Versand. Die Generalversammlung am Sonntag erklärte sich nach einem Vortrage des Genoffen Severing über„ Der Krieg und die deutsche Volkswirtschaft" mit der Haltung der Reichstagsfraktion und der Parteiinstanzen in der Frage der Bewilligung der Kriegskredite völlig einverstanden. Verlustlisten. Victor Renard, der einer Proletarierfamilie entstammte und schon mit elf Jahren in einer Weberei arbeiten mußte, war einer der tüchtigsten und konsequentesten Vertreter der Guesdistischen Richtung in der französischen Arbeiterbewegung. Im Jahre 1879 befand er sich unter den Mitgründern der sozialistischen Arbeiterpartei( Parti ouvriers socialistes) und er hat ihr wie Die Sonder Verlust liste des Deutschen Heeres Mittlerweile scheinen aber die Einzelstaaten diese Steuer späterhin der geeinigten sozialistischen Partei, in der er seinen( Unermittelte) Nr. 6 wird veröffentlicht. marristischen Grundsäzen treu blieb, als Führer des nordfranzöſiFerner werden Ermittelungen zu den Sonder- Verlustlisten bereits für sich einführen zu wollen. Bremen hat ein solches ichen Proletariats die wesentlichsten Dienste geleistet. Seine Haupt- Nr. 1 bis 5 mitgeteilt. Gesetz bereits vorgelegt, in Preußen liegen Anträge nach dieser tätigkeit aber lag auf gewerkschaftlichem Gebiete. Er organisierte Die Verlust liste Nr. 239 der preußischen Armee Richtung hin vor, und die anderen Einzelstaaten dürften folgen. die Textilarbeiter und hat sich als ihr Sekretär innerhalb enthält Verluste folgender Truppen: Die Schwierigkeiten, die daraus für das Reich entstehen, bringt der gewerkschaftlichen Konföderation zum Wortführer einer Taktik Generalkommando des 23. Res.- Korps; Stab der 2. Garde- Inf.eine vermutlich offiziös unterrichtete Korrespondenz zum Ausdruck, gemacht, die in Anlehnung an das deutsche Vorbild die ganz und und der 50. Res.- Inf.- Brigade; 1. und 5. Garde- Reg. z. F.; indem sie schreibt: halb anarchistischen Methoden der Syndikalisten ablehnte. Mit Nach- Gren.- Reg. Alexander; Garde- Schüßen- Bat.; Gren.- bzw. Inf." Ein Ausweg ließe sich allenfalls, um eine allgemeine und druck bekämpfte er die direkte Aktion und empfahl die Organisation bzw. Füsilier- Reg. Nr. 3, 5, 6, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 16, 18 gleichmäßige Regelung herbeizuführen, dadurch schaffen, daß das der sozialistischen nach deutschem Muster und ein möglichst enges Zusammengehen mit( siehe Ers.- Inf.- Reg. v. Reinhard), 19, 22, 24, 25, 28, 29, 33, 34. Partei. Auf dem Gewerkschaftskongreß zu ( siehe auch Generalfommando des 23. Res.- Korps), 36, 37, 40, 41, Reich die Steuer festsetzt und ihre Erträge den Bundesstaaten Amiens im Jahre 1906 brachte Renard mit den Textil- 42, 45( siehe auch Inf.- Erſ.- Radfahrer- Komp. der 1. Kav.- Div.), überweist. Eine solche Maßnahme ist in der Reichssteuergeseh- arbeitern des Norddepartements den Antrag ein, gelegentlich mit der 48, 50, 54, 55, 60, 61, 63, 65, 67, 70, 72, 73, 74, 75, 76, 78( siehe gebung zwar nicht ohne Vorgang, aber staatsrechtlich auch nicht sozialistischen Partei in Verbindung zu treten, und auf dem Partei- Landw.- Inf.- Reg. Nr. 77), 79, 80, 82, 86, 87, 94, 97, 99, 109, 111, ohne Bedenken. Man kann andererseits einwenden, daß die tongresse, der im selben Jahre zu Limoges stattfand, wandte er sich 116, 118, 131, 132, 135, 137, 138, 142, 143, 146, 147, 149, 152 ( siehe Ers- Inf. Reg. v. Reinhard), 156, 160, 161, 164, 169, 170, Steuerobjekte wesentlich aus Mitteln des Reichs erzielt worden wie auch Jules Guesde scharf gegen den anarchistischen Butſchismus 171, 174, 175; Res- Inf.- Reg. Nr. 3, 5, 7, 13, 19, 23, 24, 29, 30, Find und diesem deshalb schon mit Rücksicht auf die gesteigerten der Syndikalisten, der auch in der Partei seine Anhänger hatte. Anforderungen auch verbleiben müßten. Was die Besteuerung Gewerkschaften zu reformieren, nur einen sehr geringen Erfolg hatten, 202, 204, 209, 213, 215, 217, 220, 223, 225, 226, 227, 232, 233, 234, Man weiß, wie alle diese Versuche, die Taktik der französischen 32, 38, 40, 56, 57, 60, 71, 72, 73, 74, 80, 83, 87, 91, 111, 130, selbst anlangt, so muß sie einfach und ohne kompliziertes Ber- und auch die dreistündige Rede, die der schon Erkrankte 1912 auf Inf.- Reg. Nr. 7, 22, 46, 51, 53, 65, 74, 77, 81, 87, 109; Landw. 240, 251, 253, 256, 261, 268; Grs.- Inf.- Reg. v. Reinhardt; Landw.anlagungsverfahren gestaltet werden. Die sichere Erfassung des dem Gewerkschaftskongreß von Le Havre hielt, und die in der sogenannten„ Kriegsgewinnes" bietet erhebliche Schwierigkeiten, Forderung gipfelte, sich zuerst zu organisieren und dann einerseits Ers.- Inf.- Reg. Nr. 5 der Landw.- Div. v. Menges; Landft.- Inf.und Umgehungen durch hohe Abschreibungen und geschickte durch den Druck auf die Gesetzgebung, andererseits durch die korpo- Brigade Nr. 1 bzw. Nr. 4; Feld- Bat. Reiser des Detachements Reg. Nr. 115; Besatzungs- Reg. Nr. 1 und 5 Posen der BesatzungsAbbuchungen würden wahrscheinlich sein; es müßte schon ein um- rative Aktion der Masse gegen die Unternehmer Verbesserungen zu er- Blantier; Ueberplanmäßiges Landw.- Inf.- Bat. Nr. 3 des vierten fangreicher Apparat in Bewegung gesetzt werden, um allen Fragen langen, brachte wenig Wirkung hervor. Seine Resolution, die unter Armeekorps; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 15, 16, 33, 36, 41, 42, 49; Landſt.anderm die Sympathie für die sozialistische Partei betonte, die Inf.- Bat. I Diedenhofen, Goldap, Konik( XVII. 6), Mainz( siehe Selbstverständlich darf das Reich bei der Besteuerung der auf einem anderen Terrain die Verbeſſerung der ökonomischen Be- Landſt.- Inf- Reg. Nr. 115), Marienverder, I Rawitsch( siehe Bes.dingungen des Proletariats wie die vollständige Umgestaltung der Reg. Nr. 1 Posen der Bes.- Brig. Nr. 1), Stargard, III Tilsit, Kriegsgewinne nicht leer ausgehen, denn diese Gewinne stammen bestehenden ungerechten Gesellschaft anstrebe, fand nur die Unter- 3. Wahn( VIII. 35); Jäger- Bat. Nr. 1, 4, 5, 9; Res.- Jäger- Bat. zum weitaus größten Teil aus den Kassen des Reiches. Wenn stützung der Textilarbeiter. Nr. 1, 14, 17, 18, 19; Radf.Komp. Nr. 56 der 56. Inf.- Div.; aber die Einzelstaaten brauchbare Geseze schaffen, dann könnte Nun starb der rastlose Streiter für die Sache der französischen Inf.- Ers.- Radf.- Komp. der 1. Kav.- Div.; Feld- Maschinengewehrdas Reich vielleicht dadurch auf seine Rechnung kommen, daß auf die Arbeiter und den internationalen Gedanken gerade in den Tagen, Züge Nr. 34( fiche Res.- Jäger- Bat. Nr. 18), 91( siehe Res.- Jägereinzelstaatliche Steuer ein möglichst hoher Aufschlag zugunsten des als das Ringen um Lille am heftigsten tobte. Bat. Nr. 19), 93( siehe Füsilier- Reg. Nr. 80), 104( siehe Res.- JägerReiches gelegt wird. Ein großer Teil der Gewinne ist entstanden durch Ausnutzung der Notlage, in der sich das Reich befand, deshalb Bat. Nr. 19), 108( fiche Inf.- Reg. Nr. 132). Regiment der Gardes- du- Corps( siehe Garde- Gren.- Reg. ist es nicht mehr als recht und billig, daß ein erheblicher Teil davon Alerander); Kürassiere Nr. 3, 7, 8; Dragoner Nr. 12, 22; Res.Dragoner Nr. 3; Husaren Nr. 3, 5, 7, 8; Res.- Husaren Nr. 8; Ulanen Nr. 5; Jäger zu Pferde Nr. 1( siehe Kav.- Reg. v. Wedel); 1. Feld- Kav.- Reg. des 6. Armeekorps; Kav.- Reg. Frhr. v. Schlotheim und v. Wedel; 1. mobile Ers.- Eskadron des 5. Armeekorps( siehe Kav.- Reg. Frhr. v. Schlotheim); 2. und 3. Landw.- Eskadron des 7. Armeekorps. auf den Grund zu kommen." dem Reiche wieder zufließt. Das Stickstoffhandelsmonopol. find unzutreffend. Freigabe der Kautsky'schen Broschüre:„ Nationalstaat, imperia liſtiſcher Staat und Staatenbund". Bekanntlich wurde vor einigen Monaten vom Nürnberger Generalfommando ein Verbot der Weiterverbreitung der oben genannten Broschüre erlassen. Der Fränkischen Verlagsanstalt, in deren Verlage die Broschüre erschienen war, ist jetzt durch Schreiben des Stadtmagistrats mitgeteilt worden, daß dieses Verbot aufgehoben sei. Aus den Organisationen. Die, Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: In einer Korrespondenz wird darauf hingewiesen, daß das Ermächtigungsgesetz zur Einführung eines Stickstoffhandelsmonopols in Feldartillerie: 5. Garde- Reg.; Reg. Nr. 2, 3, 5, 7, 8, 10, 14, der Maitagung des Reichstags nicht verabschiedet worden sei. Es Der Wahlverein Leipzig- Stadt( 12. sächsischer Kreis) be- 21, 22, 23, 25, 44, 50, 53, 59, 61, 63, 80, 83; Ref.- Reg. Nr. 20, 47; wird dabei mitgeteilt, die Stickstoffkommission habe sich nach An- schäftigte sich in seiner am 1. Juni abgehaltenen Versammlung mit Bandw.- Abt. des 1. Armeekorps; 2. Landst.- Batterie des 2. Armeehörung von Sachverständigen auf unbestimmte Zeit vertagt, und der Haltung der Reichstagsfraktion zur Bewilligung der Kriegs- korps. kredite. Unter stürmischem Beifall der gutbesuchten Versammlung Fußartillerie: Reg. Nr. 1, 4, 6, 7, 13; Res.- Reg. Nr. 1, 8, 9, dieser Beschluß bedeute, daß die Vorlage als gescheitert anIn ein 17; Res.- Batterie Nr. 25. zusehen sei. Diese Mitteilung und die aus ihr gezogene Folgerung legte Genosse Haase die Gründe der Minorität dar. stündiger Rede trat ihm Genosse Pintau entgegen. Die AufPioniere: I. Garde- Bat.; Reg. Nr. 29, 30; Bat. I. Nr. 6, nahme des Haaseschen Schlußwortes bewies, daß die Versammlung, II. Nr. 11, I. Nr. 14, I. Nr. 15, II. Nr. 16, I. Nr. 17, II. Nr. 27; Die Kommission hat den Wunsch geäußert, die am 17. und abgesehen von einer geringen Minderheit mit seinen Ausführungen Res.- Bat. Nr. 32; Ers.- Bat. Nr. 5, 6; Komp. Nr. 99, 111; Res. 18. Mai von Sachverständigen im Reichstagsgebäude gehaltenen einverstanden war. Komp. Nr. 43, 46, 51; 2. Landw.- Komp. des 11. Armeekorps; 1. Vorträge nach Drucklegung eingehend prüfen zu können. Die Der 17. sächsische Wahlkreis hielt an Stelle der üblichen und 2. Landst.- Komp. des 7. Armeekorps; Mittlere MinenwerferNeichsleitung hat die Berechtigung dieses Wunsches bereitwilligst Jahresversammlung eine Ausschußsizung in Meerane ab, an der Abt. Nr. 109, 110, 111; Schwere Minenwerfer- Abt. Nr. 37, 41. Feldluftschiffer- und Feldfliegertruppe; Kavallerie- Kraftwagenanerkannt und sich mit der Vertagung der Kommission einverstanden Bertreter aller Ortsgruppen teilnahmen. Aus den Jahresbericht ist Kolonne Nr. 16. erklärt. Andererseits hat die Kommission entsprechend dem Wunsche zu entnehmen, daß die Kreisorganisation am Beginn des vorigen der Reichsleitung beschlossen, einige Tage vor dem Wiederbeginn der Geschäftsjahres 4149 Mitglieder, darunter 630 weibliche zählte. Am Plenarsizungen( 10. August) ihre Beratungen wieder aufzunehmen, Schlusse des Jahres 31. März 1915 waren noch 3828, davon um sich die Möglichkeit zu sichern, ihre Arbeiten bis zum Wieder- damals zum Heeresdienst einberufen. Im Kreise haben 178 Mit 576 weibliche Mitglieder vorhanden. 1123 Genossen waren schon glieder- und 24 öffentliche Versammlungen stattgefunden. Sozialistische Gemeindevertreter sind 115. zusammentritt des Reichstages zu Ende führen zu können. " " Beim Train- Abt. Nr. 16; Feld- Train- Eskadron des 7. Armeekorps; Divisions- Brüdentrain Nr. 1; Fuhrpark- Kolonne Nr. 2 des Divisions- Brückentrain Nr. 1; Fuhrpark- Kolonne Nr. 2 des Stappen- Fuhrpart- Kolonne Nr. 4 des 1. Armeekorps; Armierungs7 Armeekorps( siehe Feld- Train- Eskadron des 7. Armeekorps); Fuhrpark der Festung Posen. Infanterie- Munitions- Kolonne Nr. 1 der 1. Division und Nr. 2( ohne nähere Angabe); Feld- Artillerie- Munitions- Kolonne Nr. 4 und Artillerie- Munitions- Kolonne Nr. 9 des 2., sowie Munitions- Kolonnen- Abteilung Nr. 1 des 3. Armeekorps. Sanitäts- Komp. Nr. 1 des 7. und Nr. 3 des 15. Armeekorps; Res.- Sanitäts- Komp. Nr. 18 der 25. Ref.- Div.; Lazarettrupp des 4. Armeekorps. Fortifikation Mez- Ost. Armierungs- Bataillone. Bewachungskommando des Gefangenenlagers Kassel. * Fortbildungsschüler und Arbeiterjugendheim. Die Presse hat in allen Orten erfreulich zugenommen. BilDer Bayreuther Magistrat hatte seinerzeit den sämtlichen Fort- dungsbestrebungen und Jugendfürsorge wurden naturgemäß vom bildungsschülern den Besuch des Arbeiterjugend- Kriege ebenfalls stark beeinträchtigt. Aus dem Kassenbericht des heims und das Lesen der Arbeiterjugend verboten. Rassierers geht hervor, daß die Gesamteinnahme 12 535,94 m., die Wegen dieser Maßregel ist es zu heftigen Fehden mit der Ausgabe 4307,23 M. beträgt, so daß am Geschäftsjahresschluß ein Kassenbestand von 8228,71 m. vorhanden war. Partei gekommen und auch die höheren Instanzen, selbst Die Diskussion über den Geschäftsbericht war nur kurz. der Landtag, beschäftigte sich mit der Sache. Nun hat bei der Punkt Presse" besprach der Vorsitzende die geschäftlichen Ergebnisse Etatsberatung im Magistrat Oberbürgermeister Dr. v. Casselmann der Chemnizer Volksstimme". Ueber die Haltung der Zeitung auf eine sozialdemokratische Anfrage erklärt, daß keine Ver ist zu sagen, daß im Kreise selbst wenig Ausstellungen gemacht anlassung bestehe, unter den dermaligen Berhältnissen eine Aus- worden find. Im großen und ganzen erkennen die Genossen Der Schluß der sächsischen Verlustliste Nr. 153 wird nahmebestimmung bestehen zu lassen und daß das Verbot deshalb die Schwierigkeiten der Presse an und billigen die Haltung der veröffentlicht, deren Inhalt wir bereits gestern mitteilten. Zeitung. Auch über diesen Punkt erfolgte nur eine kurze Aussprache, Die württembergische Verlustliste Nr. 192 meldet Veraufgehoben sei. die sich lediglich um formale Dinge drehte. Ohne Widerspruch stellte lufte des Brigade- Ers.- Bat. Nr. 53; Res.- Inf.- Reg. Nr. 119; der Kreisvorsitzende fest, daß die Funktionäre der Partei mit ganz Inf.- Reg. Nr. 120; Inf.- und Res.- Inf.- Reg. Nr. 121; Inf.- Reg. wenigen Ausnahmen mit der Haltung der Zeitung einverstanden Nr. sind. Der Vertreter des Kreises im Reichstage, Genosse MoIfenBuhr, machte recht interessante Ausführungen über die gegenwärtige Situation und über die Tätigkeit des Parteivorstandes. Die bisherige Kreisleitung wurde einstimmig wiedergewählt. Rückkehr Dernburgs. Die Verbündeten gaben dem ehemaligen deutschen Staatssekretär Dernburg die Zusicherung freien Geleites zur Rückreise. Er wird diese am 12. Juni mit einem nordischen Dampfer antreten. 125, 126, 180. Ref.- Feldart.- Reg. Nr. 26; Feldart.- Reg. Nr. 116. 2. Res.- Pionier- Komp. Verluste durch Krankheiten; Berichtigungen früherer Berlustlisten. Gewerkschaftliches. Die gewerkschaftliche Internationale. Streit belgischer Bergleute. lokalen Tabafarbeitergetverkschaft Beinwil( Kanton Aargau), die in Kammer 2 des Gewerbegerichts auf Zahlung von 72 M. Affordlohn, einseitiger Weise in einem Mahnruf" an die Bundesversammlung der ihm verweigert worden war, weil die Arbeit angeblich fehlerhaft Stellung gegen das Tabakmonopol überhaupt nahm wie die gewesen sein soll. Der Kläger hatte zuerst ein Probestück angeFabrikanten und Händler. Durch diese Broschüre wurden die fertigt, womit der Werkmeister Neumann sehr zufrieden war. Interessen der Tabalarbeiter verlegt und die Konferenz fordert daher Dann hat er einen größeren Auftrag erhalten. Bei der AbfertiWir berichteten bereits darüber, daß das Bestreben, das die Gewerkschaft in Beinwil auf, sich dem Verbande der Lebens- und gung tadelte der Werkmeister die Arbeit und meinte, es müsse eine internationale Buchdrucker- Sekretariat aus Deutschland verlegt Genußmittelarbeiter anzuschließen. Aenderung vorgenommen werden. Der Kläger erklärte sich bereit, die Aenderung auszuführen, aber der Werkmeister wollte die zu sehen, von sieben angeschlossenen Verbänden mit 100 000 Aenderung durch eine Arbeiterin vornehmen lassen und dafür Mitgliedern gegen sechs Organisationen mit 25 000 Mit5 M. berechnen. Um Geld zu bekommen, war der Kläger bereit, gliedern abgelehnt worden ist. Auch der Versuch ist gemacht Die Belegschaften der Gruben Charbonnages des Francais, sich 5 M. abziehen zu lassen, obgleich er seine Arbeit für tadellos worden, das internationale Sekretariat der Buchbinder zu Fany Bon- Buveur, Charbonnages des Bonniers, Horlez und hielt. Aber er bekam überhaupt kein Geld und mußte sich deshalb verlegen. Und Genosse Leipart, der internationale Braconnier und auch die der Zechen in Jemeppe sur Meuse, Flé- an das Gewerbegericht wenden. Hier behauptete der GeschäftsSekretär der Holzarbeiter, ist im französischen Teil der maille- Grande und Seraing sind in den Streit getreten. Ihnen führer und Teilhaber der Firma Hermann Plum u. Co. G. m. b. H., „ Schweizerischen Holzarbeiter Zeitung" scharf angegriffen schlossen sich die der Zechen Batterie, Gérard- Close und Banneur die ganze Sache gehe die Firma nichts an, Werfmeister Neumann worden. Daß auch die Sigverlegung des internationalen benso die Arbeiter in den Hüttenbetrieben von Dugrée- Mari- habe die betreffenden Arbeiten als selbständiger Unternehmer auszuführen gehabt und müsse auch für den Lohn aufkommen. Der Gewerkschaftsbundes angestrebt wird, ist durch den Vorwärts" haye und Cockerill. Mehrfach ist es zu Radauszenen gekommen, an denen hauptsäch Geschäftsführer legte ein Schriftstück vor, worin der Werkmeister gleichfalls bekannt. lich die jugendlichen Arbeiter beteiligt waren. Neumann erklärt, er habe den Arbeitern die Löhne bezahlt, die Diese Bemühungen sind verständlich in unserer erregten Die Forderung ist allenthalben Erhöhung des Lohnes, billigere Firma sei den Arbeitern nichts schuldig. Zeit. Eine Diskussion über ihre Berechtigung zu beginnen, Lebensmittel. Wie dem„ Nieuwen Rotterdamschen Courant" gedürfte aber kaum der gegebene Augenblick sein. Wir fürchten, schrieben wird, sind die Arbeiter in großer Erregung über die daß feiner der Beteiligten zurzeit in der Lage wäre, die Menge feiner Backwaren und Leckereien, die in altgewohnter Menge Gründe seiner Gegner objektiv abzuwägen. Dagegen scheint gestellt sind. Sie fragen sich, wie das möglich ist, während sie nicht uns eine Bemerkung der„ Gewerkschaft", des Organs der Gewerkschaftskommission Desterreichs, beachtenswert. Dieses Blatt, das von Anton Hueber herausgegeben wird, schiebt alle Tagesstimmungen beiseite und sagt: " Die realen Bedürfnisse der Gewerkschaften gestatten tein Schweben in himmelblauen Fernen, sondern verlangen gebieterisch einen starten gewerkschaftlichen Rückhalt, der unseres Erachtens nur gegeben sein kann in einem Lande, welches selbst eine fraft= volle und autoritäre Gewerkschaftsbetvegung besigt. Die Geschichte so mancher internationalen Fachbereinigung, auch die so mancher großen Gewerkschaftsaktion ist das beste Zeugnis für diese Anschauung." In der Tat wird durch diese Ausführungen auf einen Umstand hingewiesen, den Freunde und Gegner einer Verlegung der gewerkschaftlichen Internationale nicht gut unbeachtet lassen können. Wir hoffen aber, daß alle diese Konflikte in der Internationale der Arbeiterschaft, die im Striege geboren sind, mit dem Kriege sterben werden. Berlin und Umgegend. Der Arbeitsmarkt von Groß- Berlin. Wie der Verband Märkischer Arbeitsnachweise berichtet, zeigte die Lage des Arbeitsmarktes für die Zeit vom 24. bis 29. Mai wenig bemerkenswerte Veränderung gegenüber den beiden Vorwochen. Die Zahl der vermittelten offenen Stellen bei den GroßBerliner Arbeitsnachweisen ergab für männliche Arbeiter einen leichten Rückgang in der Pfingstwoche und einen weiteren in der letztvergangenen Woche, während das Angebot von Arbeitskräften ziemlich fonstant blieb. Der ait. in den Schaufenstern der Feinbäckereien, Konditoreien usw. auseinmal genügend Brot haben. Das Komitee der sozialistischen und der unabhängigen Arbeiterverbände des Arrondissements Lüttich hat einen Aufruf an die arbeitende Klasse und die gesamte Bevölkerung erlassen, in dem es heißt: Dies Machwerk konnte das Gericht natürlich nicht davon überzeugen, daß der Werkmeister einer Fabrik selbständiger Unternehmer sei. Das Urteil erging dahin, daß die beklagte Firma die Auftraggeberin des Klägers war und deshalb die geforderten 72 M. an ihn zu zahlen hat. Unkenntnis über das neue Konkurrenzklauselgeset. Trotzdem das neue Wettbewerbsgesetz bald ein halbes Jahr in Wir alle bedauern tief die regellofen Arbeits- Kraft ist, zeigt sich in Arbeitgeberkreisen eine bemerkenswerte einstellungen und ersuchen die provinziellen, gemeindlichen Be- Unkenntnis über die wichtigsten Bestimmungen des Gesetzes. Nur hörden, Unternehmerverbände usw., die Ursachen zu prüfen und so erklärt es sich, daß jezt häufig Konventionalstrafen auf Grund mitzuwirken für Verbilligung der notwendigsten Lebensmittel als von Verträgen eingeflagt werden, die nach den neuen Gesetzes= Brot, Kartoffeln, Speck usw. bestimmungen jede Gesezeskraft verloren haben. Erst gestern Die Unternehmer haben bereits versprochen, für einen Brot- flagte wieder eine bekannte große Schuhfabrik vor der vierten zusatz von 300 Gramm zu sorgen und hoffen, daß ihnen das ge- Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts gegen ihren früheren lingt. Wir hoffen, daß sie auch bezüglich Lohn und Arbeitszeit Filialleiter auf Zahlung einer Konventionalstrafe von 3000 m. Der frühere Filialleiter hatte zwar zugestandenermaßen das vertraglich vereinbarte Wettbewerbsverbot überschritten, die Klägerische Fabrik hatte sich aber, wie das neue Gesetz vorschreibt, nicht verpflichtet, den Angeklagten nach seinem Austritt mit der Hälfte seines Gehalts für die Zeit der Geltung des Wettbewerbsverbots sicherzustellen. Damit war die Klage auf Zahlung der 3000 M. ohne weiteres hinfällig, und die Fabrik zog auch nach der Rechtsbelehrung der Kostenersparnis halber die Klage zurüd. etwas tun werden. Andererseits sind die Vertreter der Arbeiter mit den Behörden in Verbindung getreten wegen Feststellung eines allgemein gültigen Preises für das Mehl, das man hofft, beschaffen zu fönnen... Der Aufruf schließt mit einem Appell an den gesunden Verstand der Arbeiter und ihre Liebe zu ihrem Lande, um Ruhe zu bes wahren und zu bedenken, welches die Folgen von ferneren Unruhen sein könnten. Das Komitee beschwört alle Arbeiter wie Unternehmer und jeden einzelnen, das seine zu tun, um Differenzen und Unglück zu vermeiden. Aus Industrie und Handel. Der deutsche Handel in China. Petersburg, 2. Juni." Rjetsch" meldet aus Tokio: Die englische Arbeitsmarkt Regierung hat die japanische Regierung zu gemeinsamen Schritten für weibliches Personal zeigte hier in seinen Gesamtzahlen in aufgefordert, um den Handel Deutschlands und Desterreich- Ungarns der Pfingstwoche eine kleine Besserung, die aber in der letzten Woche aus China zu verdrängen. Gerüchtweise verlautet, daß die Verwieder etwas nachließ. Das Angebot weiblicher Arbeitskräfte ging dabei schon in der Vorwoche etwas zurück. Für die letzte Woche einigten Staaten von China gleiche Rechte wie Japan verlangen. kamen bei den Groß- Berliner Arbeitsnachweisen auf 100 offene Stellen für männliche Arbeiter 110,5 Stellengesuche, während die Zahl für weibliche nur 92,6 betrug. Die Lage des Arbeitsmarktes in den einzelnen Industriezweigen ergibt keine wesentliche Veränderung gegenüber den Vorwochen. Die Nachfrage nach guten Arbeitskräften kann dauernd nicht befriedigt werden, und bei den vermittelten Arbeitskräften findet ein häufiger Wechsel statt, da viele für die angenommene Arbeit oft ungeeignet sind. Der Arbeitsmarkt für ungelernte Arbeiter wird von außerhalb noch start beeinflußt. Zwar hat die Gestellung von Fortifikationsarbeitern. Auf die zweite Kriegsanleihe waren bis zum 31. Mai 7978 Min. Mark oder 87,6 Proz. der Gesamtzeichnung eingezahlt. Gegenüber dem 22. Mai ist das ein Zuwachs um 148 Millionen Mark. Trotzdem haben sich die mit Hilfe der Darlehnskassen geleisteten Beträge vermindert. Nach dem Stande vom 22. Mai hatten die Darlehnskassen für die Zwecke der zweiten Kriegsanleihe 536,2 Millionen Mark hergegeben, nach dem Stande vom 31. Mai waren sie zu dem gleichen Zwecke nur noch mit 502,1 Millionen Mark in Anspruch genommen. für den Osten ganz aufgehört, aber die Rheinländische Schwer- Die Goldförderung der Welt. Charles Lionel Phillips machte industrie führt durch ihre hohen Lohnsäge und Reisevergütungen in einer Jahresversammlung der Central Mining and Investment eine erhebliche Zahl ungelernter Arbeiter nach dem Westen. Auch Corporation, von welcher„ Morning Post" vom 18. Mai berichtet, die in der vergangenen Woche fanden aus Berlin größere Arbeiter- Mitteilung, daß die Jahresförderung in 1914 sich auf 92 Millionen Pfund Sterling beziffert. Hiervon wurden in Transvaal 35588000 Pfund Sterling gefördert. transporte statt. Für weibliches Personal hat sich die Lage in der Munitionsindustrie und in der Sattlerei gebessert. Der Mangel an tüchtigem Kontorpersonal konnte nicht befriedigt werden. Eine regere Nachfrage zeigte sich auch nach Speisenzuträgerinnen für Restaurationsund Kaffeebetrieb. Während die Nachfrage nach Hauspersonal bei der jetzt beginnenden Reisezeit sich verringerte, wurden Frauen und Mädchen für landwirtschaftliche Arbeit, besonders zum Sortieren her aus den Feldmieten ausgegrabenen großen Kartoffelbestände, lebhafter verlangt. Soziales. Entlassung nach Lohnherabsehung. Das Gewerbegericht mußte gestern wieder einer Firma flarmachen, daß ein aus Anlaß des Krieges vereinbarter Abzug zur stillschweigenden Voraussetzung die Beschäftigung für die Dauer des Kriegszustandes habe. Lohnabzug für Krankheitstage. Vor dem Kaufmannsgericht wurde dieser Tage ein Prozeß gegen die Sauerstoffwerke, G. m. b. H., Trebbiner Straße 9, entschieden, in dem die von der Firma mit ihren Angestellten abgeschlossenen Verträge eine Beleuchtung erhielten. Ein Handlungsgehilfe verlangte mit der Klage 107,50 M. Diesen Betrag hatte ihm die Beklagte für Krankheitstage abgezogen. Die beklagte Firma erachtete sich im Recht, denn§ 1 ihrer Anstellungsbedingungen lautete: " Die Bestimmungen des§ 63.G.B. und§ 616 B.G.B., welche beiden Teilen bekannt sind, werden ausdrücklich aufgehoben." Auf die Erwiderung des Klägers, solche Vereinbarung sei nichtig, er habe deren Tragweite nicht gekannt, entgegnete dic Firma, diesem Einwand stehe die Einrede der Arglist entgegen. Die Firma habe annehmen müssen, der Kläger kenne die angeführten Paragraphen. Sei das nicht der Fall, so könne sie den Vertrag aus $ 119 B.G.B. anfechten. Denn sie hätte sich dann beim Engagement über eine wesentliche Eigenschaft des Angestellten im Irrtum befunden. Ueberdies: jei die erwähnte Klausel hinfällig, so sei es auch nach§ 139 B.G.B.- der gange Vertrag!" Die Firma machte ferner noch geltend, der Kläger habe, als er einige Wochen nach Eintritt zwei Stunden fehlte, die Frage seines Vorgesezten, ob er eine Krankheit habe, die ein längeres Fehlen zur Folge haben könnte, verneint und erwidert, von einer vorübergehenden Magenindisposition abgesehen, sei er seines Wissens völlig gesund. Tatjächlich sei er aber damals schon wegen Nervenleidens in Behandlung gewesen. Auch hierin liege eine arglistige Täuschung, die zur Anfechtung des Vertrages berechtige. Das Kaufmannsgericht, Kammer 5, verurteilte die Firma dem Klageantrag entsprechend. In der Begründung wurde ausgeführt: Die Kammer stehe im Gegensaße zu anderen Gerichten auf den Standpunkt,§ 63 Abs. 1 H.G.. sei fein zwingendes Recht. Wenn aber eine Abweichung von dem Gesek rechtsverbindlich ausbedungen werden soll, so müsse dieser Willen in einer zweifelsfreien Weiss zum Ausdrud gelangen. Eine Fassung, die sich in der Bezugnahme auf Rechtsbestimmungen erschöpft und deshalb für den anderen Die Schlichtungskommission der Militärsattler. Teil an der genügenden Klarheit ermangelt, sei nicht genügend, vielVor kurzer Zeit wurde in einer Versammlung der Militärjattler Mitte August vorigen Jahres kündigte der Kaufmann Brandt, mehr rechtsunverbindlich. Darum sei aber keineswegs der ganze Vertrag hinfällig. Die Berufung auf§ 139 B.G.B. sei verfehlt. Klage darüber erhoben, daß alle Versuche des Verbandes, die Inhaber eines Handtücherverleihgeschäfts, seinen Fahrern an, er Schlichtungskommission zur Abhaltung einer Sizung und zur Er- müsse wegen des schlechten Geschäftsganges entweder einen von Die Firma hätte damit rechnen müssen, daß ein Gericht die Abledigung der zahlreichen Differenzfälle zu bewegen, ohne Erfolg ge- ihnen entlassen oder allen den Wochenlohn um 10 M. fürzen. weichung von§ 63 für unzulässig halte. Durch eine Reihe Vorblieben sind. Um die Schlichtungskommission endlich zur Tätigkeit Wenn sie gute Genossen seien, dann würden sie sich, um die Entschriften über die Pflichten des Gehilfen in Krankheitsfällen habe zu bewegen, wurde empfohlen, Affordpreisherabsetzungen, die mit lassung eines Kollegen zu verhüten, mit der Lohnherabsehung ein- sie ihre Interessen überdies reichlich gesichert. Der Vorwurf der Aenderung der Arbeitsmethode begründet werden, nicht an= verstanden erklären. Das taten die Fahrer dann auch. Als im Arglist treffe ebensowenig dem Kläger gegenüber zu, wie etwa zunehmen, auch Ueberstunden zu verweigern, um dadurch die Unter- April einer derselben entlassen wurde, beanspruchte er Nachzahlung einer Rechtsprechung gegenüber der Vorwurf berechtigt sei, jie nehmer zur Anrufung der Schlichtungskommission zu veranlassen. des abgezogenen Lohnes in Höhe von 250 M. Der Kläger führte handle gegen Treu und Glauben, wenn sie§ 63 für zwingendes Mit dieser Taktik hat sich inzwischen eine Vertrauensmänner- zur Begründung seines Anspruchs aus, er habe sich mit der Lohn- Recht hält. Eine mangelnde Qualifikation des Gehilfen lasse sich versammlung einverstanden erklärt. Wie am Mittwoch in der Ver- kürzung nur unter der Voraussetzung einverstanden erklärt, daß aus einem etwa vorliegenden Mangel an Information über die sammlung der Militärsattler berichtet wurde, hat die Ortsverwaltung er während des Krieges nicht entlassen werde. Seine Entlassung Vertragsbedingungen keineswegs folgern. Ebensowenig treffe zu, neuerdings noch andere Schritte getan, um die Schlichtungs- sei nur deshalb erfolgt, weil er, als sich das Geschäft längst wieder daß der Kläger arglistig getäuscht habe. Dafür, daß er bei Abschluß kommission in Wirksamkeit zu setzen. Die Ortsverwaltung hat gehoben hatte, den ihm tarifmäßig zustehenden Urlaub vom des Vertrages gewußt habe, er würde später an Nervenschwäche erbeim Verbandsvorstand den Antrag eingereicht, die Sagung der vorigen Sommer nachforderte. Der Beklagte behauptete dagegen, kranken, liege nicht der geringste Anhalt vor. Schlichtungskommission Die Entscheidungsgründe treffen, abgesehen von der Andahin Au ändern, daß die Klagen er habe den Fahrern nicht versprochen, während des Krieges keine gleich in erster Instanz beim Einigungsamt anhängig gemacht Entlassung vorzunehmen, sondern er habe bei dem Vorschlag der ficht,§ 63 enthalte fein zwingendes Recht, durchaus zu. Das werden. Dieser Antrag wird in der nächsten Sigung des Tarif Lohnherabsetzung sogar gesagt, wenn sich der Geschäftsgang noch Verlangen, daß die Firma in ihren Vertragsbedingungen fich ausschusses verhandelt werden. Ferner hat die Ortsverwaltung an die weiter verschlechtern sollte, müßte einer der Fahrer entlassen wer- da, wo sie vom Gesetz zuungunsten der Angestellten abweichen zuständige Militärbehörde geschrieben und dargelegt, daß die Untätigkeit den. Das sei eingetroffen, infolgedessen sei der Kläger entlassen will, vollkommen klar ausdrücken müsse, entspricht der schon der Schlichtungskommiffion ein tarifwidriger Zustand ist, durch den worden. die Arbeiter schwer geschädigt werden. Dies Schreiben ging am Zwei Stopferinnen bestätigten als Zeuginnen die Angabe des vom Obertribunal betätigten Auffassung( Bd. 17, S. 19). Gr25. Mai ab. Zwei Tage später hatte der Major vom Kriegs- Beklagten. Eine der Zeuginnen, ein 16jähriges Mädchen, fiel wähnen möchten wir noch, daß auch die Abdingung von der ausrüstungsbeschaffungsamt eine Unterredung mit dem Vorsitzenden dadurch auf, daß sie ihre Aussage wie am Schnürchen hersagte und Regel des§ 616 B.G.B. unzulässig ist, weil sie gegen die guten der Ortsverwaltung Genossen Schulze und dem Vorsitzenden der ungefragt den für den Beklagten wichtigsten Punkt hervorhob: Sitten und gegen§ 2 des Lohnbeschlagnahmegesezes verstößt. Schlichtungskommission Fabrikanten Backhaus. Darauf wurde" Herr Brandt hat nicht gesagt, daß er während des Krieges niedann am Mittwoch, den 2. Juni die erste Sigung der Schlichtungs- manden entlassen werde." Zwei Fahrer, die ebenfalls als fommission abgehalten, in der aber erst ein Teil der Zeugen vernommen wurden, wußten nichts davon, daß für den Fall Streitfälle erledigt werden konnte. Hier zeigte sich, daß den eines weiteren Geschäftsrückgangs eine Entlassung in Aussicht geArbeitern und Arbeiterinnen in vielen Fällen der tarifmäßige stellt worden sei. Sie betonten, wenn sie mit der Möglichkeit einer Lohn nicht gezahlt worden ist, so daß die betreffenden Fabrikanten Entlassung während des Krieges hätten rechnen müssen, dann würzu Nachzahlungen verurteilt wurden, die manchmal recht beträchtlich den sie nicht mit der Lohnherabjeßung einverstanden gewesen sein. waren. In einem Falle mußte der Unternehmer an eine Anzahl Ein fünfter Zeuge, der als Beauftragter des TransportarbeiterArbeiterinnen für die in drei Wochen gelieferten Arbeiten über verbandes mit dem Beklagten verhandelt hatte, bekundete, daß Herr 3000 M. zu wenig entrichteten Lohn nachzahlen. Man kann es also Brandt sich zu einer Erhöhung der herabgesetzten Löhne erst habe verstehen, daß solche Fabrikanten fein Interesse an einer Ein- bewegen lassen, nachdem andere Geschäfte derselben Branche die berufung der Schlichtungskommission haben. Aber nun ist die Löhne längst wieder erhöht hatten. Kommission endlich in Tätigkeit gesetzt und in einigen Tagen tritt sie wieder zusammen, um auch die übrigen Streitfälle zu erLedigen. Ausland. Die Kammer 7 des Gewerbegerichts verurteilte den Beklagten, dem Kläger die geforderten 250 M. zu zahlen, weil in diesem Falle durch stillschweigende Voraussetzung das Uebereinkommen getroffen war, daß der Kläger während des Krieges durchgehalten werden sollte, wenn das auch nicht ausdrücklich gesagt war. Ein Werkmeister als Arbeitgeber vorgeschoben. Eine zuungunsten der Arbeiter in einer Fabrik für Militärausrüstung versuchte Schiebung wurde gestern von dem Gewerbegericht verurteilt. Die schweizerischen Tabakarbeiter für das Tabakmonopol. Die im Schweizerischen Lebens- und Genußmittelarbeiterverband organisierten Tabafarbeiter haben auf einer in Bern abgehaltenen besonderen Konferenz beschlossen, ein nur fiskalisches Tabakmonopol abzulehnen, dagegen dem staatlichen Tabakmonopol zuzustimmen, wenn dessen Erträgnisse zu Versicherungszwecken verwendet werden. Mit aller Entschiedenheit wird die Einführung einer Tabakstener abgelehnt. Die Ein Sattler, der für die Firma Hermann Blum u. Co. MiKonferenz wandte sich auch entschieden gegen das Vorgehen der litärausrüstungsgegenstände angefertigt hatte, klagte bei der Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Sonnabendmittag. Im Westen etwas fühler und anfangs meist bcwölft, ohne erhebliche Niederschläge. Später wieder auftlarend. Im Osten zunächst sehr warm und vielfach heiter. Danach Gewitter Abkühlung. Todes- Anzeigen Fern von seinen Rieben starb als Opfer des Weltkrieges am 1. Juni im Feldlazarett unser lieber Sohn, der Möbelpolierer Richard Schulz im Alter von 27 Jahren. Dies zeigen tiesbetrübt an Familie Schulz Posener Straße 18. A Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis. Petersburger Viertel. Bezirk 348. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Gerber Wilhelm Kühne ( Thaerstr. 9) gestorben ist. ant Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 5. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Bentral- Friedhofes in Friedrichs: felde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 212/14 Der Vorstand. Deutscher Bauarbeiter- Verhand. Zweigverein Berlin. Bezirk N II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Puzzer Wilhelm Klingauf am 1. Juni gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Freitag, nachmittags 4 1hr, von der Halle des Gethsemane- Friedhoses in Nordend aus statt. Rege Beteiligung erwartet 140/18] Der Vorstand. Nach langem, schwerem Leiden verschied mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater, der Schlossermeister Albert Gericke im 64. Lebensjahre. Dies zeigt im Namen der trauernden Hinterbliebenen an Frau Anna Gericke geb. And r c c. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 5. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Zeichenhalle des dritten Pankower Friedhofes in Schönholz aus statt. GROSS- BERLIN Arbeiter- RadfahrerVerein Groß- Berlin. Am 2. Mai fiel als Opfer des Weltkrieges unser treuer Sport. genosse 11/10 Willi Kindler ( Abt. Weißensee). Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Der Vorstand. Fern von seinen Lieben fiel als Opfer des Weltkrieges, bei cinem Sturmangriff am 11. Mai, unser lieber unvergeßlicher Sohn und Bruder A Karl Trapp Ersatzreservist im Znj.- Regt. 132, 12. Kompagnie, im 27. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Familic Johann Trapp Stendaler Straße 23. In Friedrichsroda, wo er Erholung erhoffte, starb am 31. Mai infolge Herzschlags unser allverehrter Geschäftsführer Herr Franz Michalak im Alter von 55 Jahren. Allezeit war er uns ein geschärter und humaner Vorgesetter. Seine herzgewinnende Freundlichkeit und steter Gerechtigkeitssinn werden uns unvergeßlich bleiben und sichern ihm ein dauerndes, ehrendes Gedenken. Berlin, 3. Juni 1915. 18286 Das Gesamtpersonal der Buchdruckerei Hempel& Co. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 5. Juni 1915, nachmittags 5 Uhr, auf dem Dreifaltigkeits- Kirchhof zu Berlin, Bergmannstr. 39/41, statt. Am Dienstag, den 1. Juni, verstarb im Krankenhause Ami Friedrichshain unser Freund und Kollege 282/2 Richard Bretting im Alter von 16 Jahren. Wir werden ihm allezeit ein! ehrendes Andenken bewahren. Zu der am Sonnabend, den 5. Juni, nachmittags 41%, Uhr, auf dem Zentral- Friedhose in Fried: richsfelde stattfindenden Beerdi: gung ersuchen wir um zahlreiches Erscheinen Die Arbeiterjugend Berlin- Ost. Mittwoch bormittag 3,9 Uhr verschied nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenen Leiden mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, unser lieber Bruder und Schwager, der Tischler Richard Amft im Alter von 29 Jahren. Dies zeigt tiefbetrübt an Marie Amft als Gattin. Neukölln, Fontanesir. 24. A Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 5 Uhr, von der Halle des Jakobi- Kirchhofes, Neufölln, Hermannstraße, aus statt. neuen Verband der Tapezierer Filiale Berlin. WeltIm Alter von 24 Jahren fiel als weiteres Opfer des frieges unser Kollege Emil Kirsch. Ehre seinem Andenken! 178/5 Die Ortsverwaltung. 5. Preußisch- Süddeutsche ( 231. Königl. Preuß.) Klaffenlotterie 5. Klasse 22. Ziehungstag 3. Juni 1915 Vormittag Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I n. II. Nur die Gewinne über 240 m. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdruck verboten) 50 201 69( 1000) 349 61 416 633 833( 1000) 134( 500) 216 632 937( 500) 60 62 2138 364 495 639 983 3126 380 409 88 ( 500) 541( 500) 620( 3000) 819 83 930 42( 500) 76 4018( 500) 93 133 67 203 75 452 62 621( 500) 765( 3000) 5007( 500) 144 ( 500) 252 361 67 515 36 618 733 979 6023 233 440( 500) 571 99 707 10 816 71( 5000) 7360 92 422 758 98 8181 93 435 649 ( 3000) 653 97 895 965 74 9090 129 33 97 461 607 66 82 605 29 804 10025( 600) 86 139 66 397 416( 500) 25 39 74 713 11036 85 174 202 56 58 419 38 662 67 660 737 68 825 902 12117 71 225 329 62 96 863 984 13082 182 364( 1000) 657( 1000) 58 72 822 914 89 14013 46 184 241 434 642( 500) 15024 34 127 251( 500) 73 521 746 827 16348 94( 1000) 462 628 917 17041 113 92 348 688 93 717 907 18086 142( 500) 46 72( 1000) 97 209 50 493 515 606 65 70 931 75 19050 122( 1000) 28 47 258 78 313 65 789 929 20132 38 73 229 68 415 505 711 44 896 944 21032( 3000) 39 136 528 643 822( 1000) 22005 22 50 322 424 63 98( 500) 651 76 675 99 718 843 93 23115 253( 500) 396 620 60 80 760 89 24031 161 200 595 666 892 987 25104 334( 3000)€ 6 557 656 65 765 82 808 951 92 26106 203 388 418( 500) 77( 500) 631 716 27080 84 258 408( 500) 16 35 89( 1000) 660 756( 500) 813( 1000) 940 28156 61 215 81( 1000) 413 37( 1000) 62 606 12 48 726 972 29074( 1000 270 448 733 30013 64( 1000) 466 640 712 16( 600) 894( 3000) 948 94 31040 66( 1000) 194 244 97 486 631 603( 500) 714 89( 1000) 32279 310 26 45 69 71 95 427( 1000) 88 669( 500) 823 975 33031( 500) 99 144( 1000) 321 80 82 404( 300) 747 68 80( 1000) 842 34252 751 836 35099( 1000) 104 225 41( 500) 64 68 80 341 608( 3000) 724 955 36315 423 674 37064 219 622] 38348 499 719 848 39025 60( 1000) 88 115 25 223 728 900 7 43 40034 96 258 591 602 701 35 915 62 74 97 47011 80 205( 1000) 307 414 567 925 42035 329 71 89 562 664 822 43048 86 234 66 67 321( 500) 531 674 766 44122 30 87 315 444 97 648 742 45 93( 500) 843( 1000) 45193( 500) 693 895 48035 94 102 67 96 211 399 699 680( 500) 90 91 837 954 47247 75 434 40 64 630 796 807 48147 67 327 42 84 488 630 33 682 945( 3000) 49077( 500) 243 445 605 21 61 79 87 615 70( 500) 74 96 733 851 913 50065 90 137 83 505 67 654 51030 65 68 153 93 291 394 ( 1000) 502 716 855 76 52288 368 467 847 65 942 64 53015 88 235 353( 1000) 424 862 54077 136 238 81( 1000) 461 638 731 66 827 910 65135 672 627 31( 500) 68 56068 80 217 52 ( 500) 465 75( 1000) 783 85( 1000) 889 995 57171 270 80 306 43 79 631 97 58142 205 365 82 516 74 669( 500) 804 59021 ( 1000) 55 99 269 441 666 720 44 883 60085 125 208 316 443 60 891 917( 1000) 58 61283 409 93 545 669( 1000) 703 86 810 943 77( 1000) 62006 65 201 76 320 33 460 652 859 923750 63128 712 47 64099 144 92 526 67( 3000) 675 97 998 65048 91 116 245( 1000) 93 360 526 653 870 88 910 55( 1000) 66389 666( 1000) 747 80 848 79 943 67003 43 706 40 49 944 77 68011 137 252 335 46 467 69290 61 92 Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Arbeiter Hermann Fischer von der Firma Heinrich Wolfsohn, Gubener Str. 47, am 1. o. Mts. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 4. Juni, nachmittags 334 1hr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes, Müller-, Ede Seestraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 64/12 Die Bezirksverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Stranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Kermachers Otto Kahle sage ich hiermit allen Berwandten, Freunden und Bekannten, dem Chef, den Kollegen der Firma Hartmann, den Kameraden der 1. Kompagnie, Garnison Bataillon Kulm, sowie den Patienten des Reservelazarett Hafenheide und dem 17. Bezirk des Wahlvereins meinen innigsten Dank. Die tieftrauernde Witwe A 5. Preußisch- Süddeutsche ( 231. Königl. Preuß.) Klaffenlotterie 5. Klasse 22. Ziehungstag 3. Juni 1915 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 M. sind in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdruck verboten) 19 474 632 81 1179 468 526 689 839( 500) 2108 727 3133 71 258 686 867 4418( 500) 72 80 750( 500) 905 5652 ( 500) 6210 449 633 7321 628 8156 465( 1000) 9463( 500) 561 97 973 10111( 3000) 47 70 276( 500) 510 11003 212 93 414 583 717 59( 3000) 68 12232( 3000) 414 670 13311( 500) 14071 216 331 888 904 32( 500) 15278 590 869 16158 95( 500) 271( 500) 334 983 17090 264 690 18011 78 307 66 441 777 19307 668 898 985 20280 379 655 857 901 8( 3000) und die Prämie von 300 000 m. 21182 577 88 656 703( 1000) 38 805 934 65 22010 137 242( 1000) 302( 1000) 45 465 652 23147( 1000) 225 78 384 97 438 619 30 24322 499 25275 78 450 96 860 63 970 26110 206 75 427 656 27027( 500) 424( 3009) 641 993 28093 490 622 83 991 29124 730 831 601 30011 90 249 324 608 31079 83 470 545 82 652 32166 33088 672 94( 1000) 34517( 1000) 976( 500) 35516 78 86142 37144 281 648 28227( 3000) 337 698 977 39304 684 40024 436 636 72 811 44 901 41150 277 712 936 88 42005 410( 1000) 541 665 799 982 43145( 1000) 77 495 660( 500) 851 934 79 44248 80 438 557 87( 500) 836 988( 3000) 45017 29 285 367 623 701( 1000) 46375 562( 1000) 718 47199 281 446 ( 1000) 78 559 713 886 49380 484 923 50517( 10 000) 613( 3000) 829 51233 322 415 742 52025 126 230( 1000) 43 489 543 53( 1000) 896 53084 279 334 92 54264 385 426( 500) 949 55046( 500)-444 747 858( 1000) 56185 265 464 57275 680( 1000) 664 943 58336 618 766 92 94 801 59036 124 214 430 91 763 872 60262 348 55 598 909 G1000 100 633 706 68 896( 1000) 62015 42 51 152 240 754( 500) 971 63558 83 753 64023 ( 500) 355 92 867 65141 698 66449( 500) 87 600 87( 500) 716 880 921 68404 36 583 706 35 69192 373 440 626 67535 606 725 70283 673 779 893( 3000) 71332 417( 500) 992 72228 344 741 847 977 73706 52 872( 1000) 96 74295 363 780 75577 950 76114 403 77110 86 360 463 78041 154 336 61( 5000) 402 79129 232 43 536 698 80368 683 81090 203( 500) 43 393 625 890 952 82182 695 915 83115 756 84237 310 85125 261 636 798 851 87014( 500) 169 681 88400 503 860 989 89073 673 664 855 75 91111 377 81( 600) 429 66 92028( 1000) 348 93( 1000) 455( 1000) 503 608 766 966 93328 862 963 94155 211 79 524 825 95307 562 703 989 96080 131 32( 1000) 68( 500) 325 614 727 36 886 97042( 1000) 169 221 740 939 98378 99086 262 504 5 88 624 100131 888 101210 915( 1000) 102118 358( 3000) 618 728 885 999 103173 234 78( 1000) 355 428 517 898 104201 916 105522( 1000) 778 895 106271 314 68 77 406 607 655 747 919 107139 435 831( 1000) 48 108011 193 259 359( 500) 563 883( 500) 923( 1000) 109313 524 804 963 110307 501 664 111442 882( 3000) 112001 673 861 113059 486( 1000) 599 957 114141 232 668 745 897 954 115070 593 820 116168 442 516 17 670 731 117146 480( 500) 642 757 118009 484 675 119987 120645 95 772( 1000) 956 978 122143 492 893 997 123121( 1000) 262 71 463 695 705 121309 654 681( 600) 779 829 Dora Kahle. Arbeiter Gesundheits- Bibliothek lefern. Jedes Heft 20 Prg. 110115 35 604 621( 1000) 93 826 972 84 111071 135 633 903 112034 290( 1000) 301 19 416 862 97 967 85 113183 235 58 466 635 611 53 95 767 854 66 75 932 114062 273 308( 500) 84 456 77( 1000) 752 914( 1000) 115167 306( 500) 471( 3000) 504 754( 1000) 86 817 942 116045 167 320 666 924 117018 80 85 188 540 705 78 830 83 941 118041 230 309 66 119998 120073( 500) 141 51( 1000) 77 215 48 92 370 545 62( 1000) 730( 500) 121103( 1000) 560 671 744 90 951 122060 319 21 647 845 123085 283 415 84 509( 500) 632 89 731( 3000) 56 ( 3000) 929 95( 1000) 124219 364 697 765 890 125076 84 141 61( 500) 372 95( 500) 458 908( 3000) 126105 382( 1000) 452 645 64 902 127037 187 225 403 71 604 38 603 96 738 821 973 128012 140 204 309( 500) 418 709 45 128072 98 127 366 ( 1000) 504 22 628 77 713 850 80( 500) 130102 648 706 853 131021 148 221( 1000) 35 315 434 539 64 80 901 76 98 132080 84 97 111 26 402 508 36( 500) 741 801 9 977 133000 11 134 50 209 24 43 46 350 477 700 ( 3000) 48( 1000) 830 924 31 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137 260 410 78 83 583( 1000) 762 95 187128 308 13 681 898 188002 98 110 31( 3000) 279 188088 195 394 423 37( 500) 628 706 190505 191179 329 994 192061 125 47 281 521 857 911 54 193265 410 631 707 813 194337 708 918 195367 400 196212 782 96 197090( 1000) 552( 500) 923 95 198317 ( 500) 727 908( 3000) 199262 320 613 66 200132 35 610 739( 3000) 980 201005 147( 500) 53 290 371 679 822 202103 311 550 692 778 802 937 203472-675 ( 500) 952( 500) 204040 95 336 861 205356 587 899 902 ( 500) 22( 500) 208046 497 509 207010 206 65 625 805 208473 601 15 876 912 62 97 209020 153 210072 687 785 211047 116( 3000) 218 92 348 447 212010 88 907( 500) 213297( 500) 358( 1000) 765 214072( 3000 179 275 320 52( 500) 920 215653 216080 343 59 218204 66 219612 768( 500) 86 220016 56( 3000) 291 364 72 548( 500) 685( 1000) 221060 363 92 222463 581 97 823 28 980 224156 694 225173 382 542 793 815 44 945 47 226084 144 251 680 908 74 227318( 1000) 526 70 638( 1000) 51( 3000) 228171 205 86 578 945( 500) 88 228232 374 673 230014 25 233 309 431 231069 525 670 907 232494 508 717 30 994 233154 220 739 40 934 73 Zur Beachtung! Der Anspruch auf einen Gewinn der 5. Klasse der 5./231. Lotterie erlischt nach§ 14 des 2otterieplanes am 14. September 1915, wenn nicht das Gewinnlos bis dahin dem zuständigen Lotterie: Einnehmer zur Einlösung vorgelegt wird. Für als vermist an gezeigte Lose erlischt der Gewinnanspruch am 14. DItober 1915. Biehungstage der 6.( 232.) Klaffenlotterie Juli bis De zember 1915: 9. und 10. Juli, 1. Klasse 2. 13. " . . • " 14. August, 3. 10. " " 11. September, 4. 8. " 5. Teilzahlung bei günstigsten Bedingungen. Möbelhaus Gabbert, Ackerstraße 54. * 9. Oftober, Beginnt am 6. November. Vermietungen. Nur im Kriege diese Preise, nie Zehn Prozent Rabatt Vorwärts- wiederkehrend. 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Krankenhause am Friedrichshain zivecentsprechende Einrichtungen für Grob, aber praktisch. Vorsteher- Stellvertreter Gassel eröffnet die Sigung nach Gebärende zu treffen, die Schaffung weiterer Asyle jedoch im Auge Stadtverordnetenversammlung. und der Westen Berlins mit Gebäranstalten weit besser versorgt ist wollen, brauchen Sie gar nicht wiederzukommen. Arbeit ist genug 5 Uhr und veranlaßt zunächst die Einführung des neugewählten zu behalten. " Jm Treptower Plänterwald zieht sich zwischen der Treptower Vertreters des 4. Bezirkes II. Abteilung, Kaufmanns Heinrich Diese Vorschläge des Ausschusses sind in der Chaussee und den„ Eierhäusern" eine wunderhübsche Laubenkolonie Sorth, Lisowstr. 73, der darauf auf die Städteordnung veram jüngsten Mittwoch stattgehabten Deputations hin. Es ist eine langgestreďte Reihe von etwa anderthalb Duzend pflichtet wird. sigung vollinhaltlich und einstimmig gut- besseren Laubengärten, zu deren Anlage und Instandhaltung schon Ein Antrag sämtlicher Fraktionen geht dahin: geheißen und damit der Antrag unserer Genossen ein erheblicheres Kapital gehört. zum Beschluß erhoben worden. Hier hat sich nun einer der Gartenbesitzer an der Eingangstür zu seinem Pachtbesitz mit folgender Galligkeit verewigt: Die Versammlung beschließt, in die Prüfung der Frage einzutreten, ob und in welchen Punkten die bestehende Ge= schäftsordnung abzu ändern und zu ergänzen ist, und setzt zu diesem Zweck einen Ausschuß von 15 Mitgliedern ein. Nach kurzer Empfehlung durch die Dieser erfreuliche Erfolg der vom Vorwärts" gegebenen Anregung erfüllt mit Genugtuung. Es sei nur noch wiederholt darauf hingewiesen, daß schwangere Frauen sich rechtzeitig und nicht Stadtvv. Mommsen( Fr. Fr.), Kaempf( Linke) und Heierst im letzten Augenblick an das zuständige Bureau des Nationalen mann( Soz.) wird der Antrag einstimmig angenommen. Zum Abputz der an der verlängerten Charlotten straße gelegenen Giebelwand der Markthalle II und zur Herstellung eines neuen Einganges in dieser Wand sollen 9000 M. bewilligt und aus dem Erneueringsfonds der Markthallenverwaltung entnommen werden. Die Annahme der Vorlage erfolgt ohne Diskussion. Dem Ausschuß für llnbesoldete überwiesen wird die Vorbereitung der Wahl von 3 Bürgerdeputierten in den künftigen Aufsichtsrat der städtischen Elektrizitätswerke Berlin. Frauendienstes oder an die Proletarische Wöchnerinnen- Fürsorge Engelufer 21- wenden möchten, wo ihnen hilfsbereit Rat und Hilfe zuteil wird. Aus Groß- Berlin. ,, Weil ich mich erholen will, bitte ich dringend, mich von jeder Gastfreundschaft zu entbinden". Das ist deutlich. Wer da als guter Bekannter oder Verwandter hinfindet, verzichtet sicher darauf, sich auf fremde Kosten ebenfalls zu erholen. Ezt mehr Gemüſe! Diesen freundlichen Rat erteilt der Magistrat den Berliner Hausfrauen durch folgende Mahnung: müses Herabsetzung der Kartoffelpreise in Berlin. " In städtischen Kreisen, insbesondere in denen der MarkthallenDie Vermehrung der Zahl der in der Blindendeputation hat nun auch der Berliner Magistrat beschlossen. Die Kar- so der Gefahr des Verderbens ausgesetzt sind. Dieser Umstand gibt Eine Ermäßigung des Preises der städtischen Kartoffeln verwaltung, ist beobachtet worden, daß große Mengen frischen Gegegenwärtig namentlich Spinat Absatz nicht finden und sigenden Stadtverordneten von 4 auf 5, wie sie die Versammlung am 17. Dezember 1914 gewünscht hat, ist vom Magistrat abgelehnt toffeln sollen zum Preise von 50 Pfennig für besonderen Anlaß, darauf hinzuweisen, wie förderlich gerade worden, da er zwingende Gründe zur Vermehrung nicht als vor- 10 Pfund dem Publikum zugeführt werden. Eine Be- der Gemüsegenuß der Gesundheit ist. Es kann daher den liegend anerkennt und ohne solche der Verschiebung des Zahlenver- schränkung auf die Gewichtsmenge und den Kreis der Käufer Hausfrauen auch schon aus Ersparnisgründen nicht angelegentlich ist nicht mehr vorgesehen. Der Magistrat wird die Kartoffeln genug empfohlen werden, die etwas größere Mühe bei Zubereitung hältnisses in der Deputation nicht nähertreten will. Mehr Entbindungsanstalten in Berlin!. M Zusatzbrotkarten in Sicht. Geschäftsstatistik der Arbeitslosenfürsorge der Stadt Berlin für die Woche vom 17. bis 23. Mai 1915. Die Versammlung nimmt die bezügliche Mitteilung des Maan Kleinhändler, welche deren Vertrieb übernehmen wollen von Gemüse nicht zu schenen und statt der Fleischnahrung der Gegistrats zur Kenntnis; eine Debatte wird daran nicht geknüpft. und sich zur Einhaltung des festgesekten Verkaufspreises ver- müsenahrung einen größeren Umfang im Haushalt einzuräumen, beZur Beseitigung des Engpasses in der Hasen heide soll das Grundſtüd Hasenheide I/ Rottbuser Damm 43 frei- Pflichten, unter Gewährung eines entsprechenden Rubens sonders in der heutigen Zeit. Ebenso kann unseren Gastwirten nur händig, das vom Grundstüd Hasenheide 2/4, Eigentümer Niemey, direkt abgeben. Die näheren Bedingungen sind in dem städti- dringend nahegelegt werden, gleichfalls in erhöhtem Maße Gemüsebenötigte Straßenland im Enteignungsverfahren erworben werden." schen Bureau der Abteilung für Kartoffelversorgung, Stra- beigaben, wenn möglich überhaupt zu jeder Fleischspeise, die dann Auch diese Vorlage gelangt ohne Debatte zur Annahme. lauer Straße 3-6, zu erfahren. wohl sehr gut eine Verringerung erfahren könnte, einzuführen. Schluß der öffentlichen Sigung gegen 6 1hr. Dadurch wird gewiß sowohl der jezigen Zeit wie der Volksnahrung aufs beste Rechnung getragen." Dem Vernehmen nach beabsichtigt die Reichsverteilungsstelle Dieser Nat ist sicher gut gemeint, aber seiner Ausführung stellen aus den für das laufende Erntejahr verfügbar gebliebenen Wehl- sich manche Hindernisse entgegen. Frisches Gemüse fann nicht nur beständen gewisse Mengen den Gemeinden zu überweisen, damit mit Wasser gekocht werden. Das Fett ist aber sehr teuer, von Fleisch diese sie zu Zusaßbrotkarten für die schwerarbeitende Bevölkerung schon gar nicht zu reden. Dann aber hat das frische Gemüse, wie verwenden. Die Beratungen werden aller Voraussicht nach in den Kohlrabi 1. dgl., heute noch einen Preis, der für breite Kreise der Uns wird berichtet: Dank der Neuaufrollung dieser bedeutungs- nächsten Tagen abgeschlossen sein und dazu führen, daß die schon Bevölkerung noch unerschwinglich ist. vollen Frage durch den Vorwärts" im Anschluß an die den Lesern seit längerer Zeit auf demselben Gebiete bestehenden Großbekannten bedauerlichen Vorkommnisse war unsere alte Forderung Berliner Absichten verwirklicht und wahrscheinlich erweitert in den Vordergrund der Erörterungen gerückt worden:„ Einrich werden können. tung von Gebäranstalten in ausreichender Zahl, Die Groß- Berliner Brotfommission wird noch in der nächsten besonders in den dichtbevölkerten Arbeiter Woche zur endgültigen Entscheidung auf Grund des Beschlusses der vierteln, und das Recht der bequemen Inan- Reichsverteilungsstelle im Berliner Rathause zusammentreten. spruchnahme durch Minderbemittelte." Dem Mit der Vorbereitung dieser Entscheidung für Berlin und die entsprechend ward der Deputation für die städtischen Krankenanstalten Nachbororte ist bereits eine Unterkommission befaßt. und die öffentliche Gesundheitspflege der Antrag unserer Genossen Koblenzer und Dr. Weyl unterbreitet:„ Die Stadt wolle in tunlichster Beschleunigung Einrichtungen treffen, um den zahlreichen zur Zeit ihrer Ent- von der wir im letzten Montagsblatt kurz berichteten, sind am bindung entgegensehenden Frauen Gelegen 28. Mai, wie der amtliche Treptower Anzeiger" mitteilt, 74 männheit zu bieten, unter jachverständiger Pflege entliche und 33 weibliche Personen sistiert worden. Mit Ausnahme 2. Von der Stadt wurden an 897 Mitglieder von bunden zu werden." Der Antrag wurde zur Vorberatung von vier Personen, die ohne Wohnung waren, wurden jämtliche 15 Arbeifer- und Angestellten- Organisatio= einem Ausschuß überwiesen, dem Geheimrat Bumm, der Direktor Sistierte nach Prüfung ihrer Personalien wieder entlassen. Der nen, die selbst sabungsgemäß Unterstüßung gewähren, Zuder Königlichen Frauenklinik, eine ausführliche Denkschrift zur Aufwand stand also in feinem Verhältnis zu dem Erfolg. Es sind schläge im Gesamtbetrage von 3022,94 M. gezahlt. Hiervon Organisation der öffentlichen Geburtshilfe in Berlin" zur Verfügung 103 Erholungsuchende völlig unnötig sistiert worden. Dazu schreibt trafen auf die freien Gewerkschaften 824 Mitglieder mit stellte. Die Verhandlungen, an denen Geheimrat Bumm persönlich uns eine Treptower Einwohnerin: 2753,75 M.( und zwar Metallarbeiter 486,80 M., Holzarbeiter teilnahm, waren allseitig von einem hohen sozialen Verständnis ge650,75 M. usw.). tragen, dem Grundsatz entsprechend, daß Mutter und Kind einen hohen Nationalwert darstellen, der besonders jetzt geschützt und erhalten werden muß. Bei der Razzia im Treptower Park 1. Bei den 23 städtischen Geschäftsstellen sind 308 Gesuche eingegangen; es wurden abgelehnt 87; an die Landesversicherungsanstalt Berlin verwiesen 20, bewilligt 182. Ausgeschieden aus der Unterstützung( überwiegend wegen Wiedereintritts in Arbeit oder Erwerb) sind 218 Personen. 473 männliche und 4275 weibliche Personen bezogen Unterstigung im Gesamtbetrage von 19 681 M., davon je 4 M. 4059 Bersonen, je 5 M. 689 Personen. 3. Die Landesversicherungsanstalt BerIin hat von 31 320 bei ihr überhaupt bis zum 22. Mai 1915 eingegangenen, teils von den städtischen Unterstüßungskommissionen ihr überwiesenen, teils von den Organisierten ihr eingereichten Gesuchen 15 090 genehmigt. Gegenüber der Borwoche sind 6 Personen hinzugekommen. In der Berichtswoche sind 1461 M. an 231 Personen gezahlt worden. Neukölln erhält Garnison. Wir Treptower haben ums mit den zahlreichen Liebespärchen, die den Treptower Park mit Vorliebe aufsuchen und auch in ieder anderen öffentlichen Parkanlage zu finden sind, längst abgefunden. Eine Streife auf solche Pärchen erscheint uns schon des Die Forderung, die im Rathause bestehende Zentralmeldestelle halb nicht praktisch, weil ja bei dem Umfange des Parkgeländes und für den Nachweis freier Betten in den Krankenanstalten des angrenzenden Plänterwaldes doch immer nur sozusagen Stich Groß Berlins dahin zu erweitern, daß aus allen öffent- proben gemacht werden können. Die meisten Pärchen, die vielleicht lichen und den größeren privaten Entbindungsanstalten bei sehr nervösen und empfindlichen Naturen ergernis erregen, täglich zweimal die Rapporte über über die Zahl der Betten drücken sich schleunigst, während zahlreiche, ganz harmlose Personen einlaufen und auf Fernsprechanruf, Magistrat Berlin" den festgenommen werden. Letzteres fann also am hellen Tage und auch Frauen, Hebammen, Aerzten mitgeteilt werde, wo Betten frei sind- Treptower Frauen und Mädchen passieren, wenn wir nicht zufällig ist bereits durchgeführt. Der Transport gebärender den Wohnungsausweis bei uns führen. Nach Einbruch der Dunkelheit Frauen soll möglichst nur mit Krantenwagen ge- geht es ja auf den Bänken und in den Büschen nicht immer voll- Militärverwaltung vom Juli oder August d. J. ab die Ersatzschehen. Durch entsprechende Verträge mit dem Verbande für kommen einwandfrei zu, aber das geniert dann nicht, wenn es den Krankentransport ist dafür zu sorgen, daß dieser auf Anruf seine Blicken entzogen bleibt. Außerdem ändert eine gelegentliche Streife Krankenwagen jederzeit zur Verfügung stellt, und die Verrechnung an diesen allbekannten Zuständen so gut wie gar nichts. Wir können der Kosten, welche die Gemeinde oder die Krankenkasse zu zahlen uns auch wirklich nicht beklagen, daß man im Treptower Park am hat, erst nachträglich geschieht. Der Verband für erste Hilfe hält hellen Tage oder selbst abends belästigt wird. Was in dieser Benicht nur am Tage, sondern auch nachts stets Fuhrwert bereit oder ziehung vorkommt, sind Ausnahmen. Viel lieber würden wir es stellt es wenigstens auf Verlangen mit solcher Beschleunigung, daß es sehen, daß die Behörde einschreitet gegen das standalöse Radauetwa 5 Minuten nach Anruf abfährt. Der Verband fragt wohl, wer treiben der Treptower Realgymnasiasten in den Treptower Wohndie Kosten bezahlt, macht die Entsendung des Wagens jedoch nicht straßen, wogegen sich ohne Erfolg selbst schon das Treptower Amisvon einer befriedigenden Antwort abhängig, sondern regelt die Kosten blatt gewendet hat. frage erforderlichenfalls später. Sofort 500 Arbeiterinnen gesucht! Wie die„ Vossische Zeitung" mitzuteilen weiß, beabsichtigt die formation des Infanterie- Regiments Nr. 64- etwa 4000 Mann nach Neukölln in Garnison zu legen. Die Mannschaften werden wahrscheinlich im alten Rathause und in Gemeindeschulen untergebracht werden. Diese Garnison soll aber nur für die Dauer des Krieges bestehen bleiben. Schulfeiern finden heute auf Veranlassung des Oberkommandos aus Anlaß des Falles von Przemysl statt, nach denen die Kinder nach Hause entlassen werden. Der städtische Verkauf von Fleisch- und Fettwaren hat dadurch eine Erweiterung erfahren, daß der Berliner Magistrat von heute ab in den Verkaufsstellen der Markthallen ein Speisefett feilbieten läßt, das zu 90 Proz. aus Schmalz und zu 10 Proz. aus Pflanzenfett besteht. Der Verkaufspreis ist auf 1,50 M. pro Pfund festgesetzt. Die Abgabe findet Eine durchgreifende Abhilfe der vorhandenen Mißstände wird sich nur erzielen lassen, wenn überall in Groß- Berlin Frauen und Mädchen, die Arbeit haben wollten und sich auf gemeinsame Maßnahmen getroffen und bei der Versorgung eine Annonce der„ Morgenpost" meldeten, mußten eine recht bittere hilfesuchender Gebärender kommunale Grenzen Enttäuschung erleben. Am Dienstag, 1. Juni, las man in ausgeschaltet werden; Frauen in der Geburt, welche sich dem genannten Blatt:„ 500 Frauen und Mädchen außer dem Hause nur in Mengen von einem Pfund statt. an öffentliche Anstalten wenden, sollen als Notfälle angesehen für allerleichteste Militärarbeit, garantiert dauernde Beschäftigung, Ein neuer Wochenmarkt hat sich am Blücherplatz aufgetan. werden, in welchen die Frage der lebernahme der Kosten un lohnender Verdienst, sucht sofort Grünbaum, Pasteurstraße 47." Eine Zusammenkunft der aus Italien geflüchteten Deutschen beschadet der sofortigen Aufnahme erst nachträglich zu regeln ist. Es ist begreiflich, daß auf dieses verlockende Angebot findet am Montag, den 7. Juni, nachmittags 6 Uhr, im Die Verhandlungen mit den Nachbargemeinden wegen der zu viele Arbeiterinnen eingingen, um sich die in Aussicht gestellte Berliner Lehrervereinshaus( Saegers Festfäle) am Alerandertreffenden gemeinsamen Maßnahmen sind mit größter Beschleunigung Arbeit zu verschaffen. Wenn„ dauernde Beschäftigung“ und„ loh plak statt. Zuſchriften sind nur an die Geschäftsstelle des in die Wege zu leiten. nender Verdienst" sogar garantiert" wird, dann kann das heute Unzweifelhaft wird bei richtigem Funktionieren der genannten bei den hohen Lebensmittelpreisen nicht seine Wirkung auf Arbeite- Flüchtlingskomitees, Berlin C 2, Burgstr. 29, zu richten. Aus den Gemeinden. Gestellungspflicht des jungen Landsturms. Einrichtungen die Verteilung der hilfesuchenden Gebärenden auf rinnen verfehlen. In großer Zahl begaben sie sich am Dienstag die zur Verfügung stehenden Anstalten eine gleichmäßige und damit aus den verschiedensten Gegenden Berlins nach der Pasteurstraße die Wahrscheinlichkeit von Abweisungen eine geringere werden. Der und hofften mum, bei dem sofort 500 Frauen und Mädchen suchenden regelmäßige Transport im Krankenwagen wird verhindern, daß Ge- Herrn Grünbaum auch sofort Beschäftigung und Verdienst zu finden. bärende auf der Straße herumirren und nach Hilfe suchen müssen. Sie waren sehr unangenehm überrascht, als bei Herrn Grünbaum Wenn auch das Bedürfnis nach Platz durch eine zweckmäßige Ver- ihnen gesagt werden mußte, er habe heute für sie feine Im Kreise Teltow sowie in verschiedenen Vororten erteilung der Frauen auf die freien Betten in den vorhandenen An- Arbeit, sie sollten an einem anderen Tage wiederkommen. Bor geht jetzt an die Wehrpflichtigen, die in der Zeit vom 1. Jastalten vermindert wird, so bleibt doch für jene Bezirke dem Hause sammelten sich Frauen und Mädchen an, die alle dieselbe nuar 1896 bis 30. Mai 1898 geboren sind, die Aufforderung, von Berlin, die weitab von Gebäranstalten liegen, Enttäuschung gehabt hatten und nun erregt besprachen, was da zu tun sich zur Landsturmrolle zu melden. Wir ersuchen daher, die das Bedürfnis für Vermehrung von Entbindungs sei. Auch die Polizei soll davon in Kenntnis gesetzt worden sein, welche örtlichen öffentlichen Bekanntmachungen zu beachten. gelegenheiten bestehen, zumal die eigenartigen Ver- Erfahrungen die Arbeitsuchenden mit Herrn Grünbaums Annonce hältnisse bei der Geburt oft rasche Hilfe erfordern, und gemacht hatten, aber sie fonnte ihnen nicht helfen. Eine Arbeiterfahrungsgemäß nach Mitternacht in den Außenquartieren suchende, die am Dienstag bei Herrn Grünbaum die Auskunft das Herbeiholen der Krankenwagen sich schwieriger ge- erhielt, heute sei noch keine Arbeit da, am Freitag solle sie wiederDie Stadtverordnetenversammlung nahm in ihrer Sizung vom staltet. Man soll zur Dezentralisation der öffentlichen Geburtshilfe tommen, gestattete sich, zu fragen, ob, cr eine bestimmte Zusage Mittwoch zunächst Kenntnis von der Mitteilung des Magistrats, zur Errichtung etwa 4-6 fleiner Gebärasyle an Stelle neuer großer machen könne. Wie so manche andere Arbeitsuchende, war sie aus wonach einem Beschlusse der Unterstüßungskommissionen zufolge in Anstalten übergehen. Grundsätzlich erklärte sich der Ausschuß mit einem entfernten Stadtteil gekommen und hatte Fahrkosten gehabt, Zukunft ein Arbeitsverdienst unter 10 M. auf die Unterstügungen der Einrichtung einiger Gebärasyle, deren Bettenzahl 8-10 in der die sie nicht zum zweiten Male vergeblich drangeben wollte. Auf der Kriegerfamilien überhaupt nicht mehr, und wenn der Verdienst Aus der Charlottenburger Stadtverordnetens versammlung. mehr als 10 M. monatlich beträgt, nur noch der 10 M. über- 1 Krieges geschlossen, ist jetzt aber wieder voll in Betrieb gesetzt. I sich unverzüglich zu melden hätten. Der Befehl war auch an die steigende Betrag zur Hälfte angerechnet werden soll. Im übrigen Besondere Berücksichtigung finden die erholungsbedürftigen Kinder Klostertür angeheftet worden und war dem Kürassier und den soll es bezüglich der Unterstützungen bei der bisherigen Braris fein der Kriegsteilnehmer. Bewenden haben. Die Mitteilung betreffend Kriegsmaßnahmen, über die wir noch berichten, sowie die Mitteilung betreffend Bestimmungen über die Abgabe von Brot und Mehl wurden gleichfalls durch Kenntnisnahme für erledigt erklärt. Städtischer Schmalzverkauf. Nonnen bekannt. Gleichwohl kam der Kürassier dem Befehl nicht nach. Als die Nonnen nach Nesle gebracht wurden, legte der Kürajsier auf Betreiben einer Klosterfrau deren Ordenskleid an, während sie selbst in Berücke und gewöhnlicher Frauenkleidung als Aufwärterin Der Magistrat der Stadt Schöneberg macht bekannt, daß mitging. Die Nonne, die Mitwisserin war, beabsichtigte, den ungehors Mit den Verhältnissen des Deutschen Opernhauses hat sich eine vom Sonnabend, den 5. Juni, ab, solange Vorrat reicht, der Ver- samen Kürassier gegen den Kommandanturbefehl zu verheimlichen und gemeinsame Deputation von Mitgliedern des Magistrats und der Stadt- fauf von la Berliner Bratenschmalz in der Feurigstr. 4 vor der Gefangennahme zu bewahren. Auf Grund des verordnetenversammlung beschäftigt, die wirtschaftlichen Verhältnisse in der Zeit von 10-1 und 4-7 1hr stattfindet. Der Preis des Sachverhaltes hat das deutsche Feldgericht die beteiligten des Opernhauses sind eingehend geprüft worden, Magistrat, gemischte Schmalzes beträgt 1,30 pro Pfund. Unter 1 Pfd. und über 5 Pfd. se I oster frauen entsprechend dem Kriegsgesetz zu längeren Deputation und die bereits bestehende ständige Deputation sind ein- werden nicht abgegeben. Nur Schöneberger Einwohner können gegen Freiheitsstrafen berurteilt, wobei erschwerend ins mütig zu der lleberzeugung gekommen, daß die Verwaltung des Dpern- Ausweis Schmalz beziehen. hauses in der Kriegszeit sparsam und sachgemäß gewirtschaftet hat. Wenn auch für das laufende Geschäftsjahr eine Bachtzahlung nicht zu er warten ist, so ergibt doch ein Vergleich der Einnahmen und Ausz gaben während der Kriegszeit mit denen der gleichen Zeit des Vorjahres, daß dies lediglich eine Folge des Krieges ist. Es ist zu er warten, daß das Unternehmen in normalen Zeiten seine vertrag lichen Verpflichtungen gegen die Stadt erfüllen kann. Nach Ansicht des Magistrats liegt deshalb zurzeit kein Anlaß vor, die Gewährung eines Zuschusses der Stadt durch teilweisen Bachtuachlaß für die Zufunft überhaupt zu erörtern. Dieser Ansicht schloß sich auch die Stadtverordnetenversammlung an. erflärt. Verkehrskalamitäten in Spandau. Gewicht fiel, daß sie das ihnen seitens der deutschen Militärbehörde auf Grund ihres Standes entgegengebrachte besondere Vertrauen gröblich getäuscht und mit dem Ordenskleid Mißbrauch getrieben hatten." Wie die Köln. Volksztg." weiter erfahren haben will, hat der Kaiser auf Vorschlag der Militärbehörde den Berurteilten durch einen Gnadenakt die weitere Verbüßung der Strafe erlassen. Auf der Flucht erschossen. Durch die großen Masseneinstellungen von Arbeitern und Arbeiterinnen in den Spandauer Staatswerkstätten hat sich ein überaus starter Verkehr zwischen Berlin resp. den Vororten und Spandau entwickelt. Während es auch in den Hauptverkehrszeiten immerhin noch möglich ist, mit der Eisenbahn fortzukommen, so ist doch die Spandauer Straßenbahn nicht im entferntesten in der Lage, den Anbrang zu bewältigen. Die Wagen werden dermaßen gestürmt, daß Die Münchener Weißwürfte verboten! in der Regel die doppelt zulässige Zahl von Personen in den Wagen Der stellvertretende kommandierende General des 1. Bayerischen dichtgedrängt zusammenstehen. Ein andere Verkehrsschwierigkeit Armeekorps in München hat, um einen unnötigen Verbrauch von Entsprechend dem Bericht des Ausschusses beschloß die Ver- bildet noch die alte Charlottenbrüde, über die der ganze Verkehr Schweine- und Kalbfleisch hintanzuhalten, die Herstellung und den sammlung ferner, daß Hypothekeneinigungsamt sofort in Kraft nach dem Hauptbahnhof flutet. ,, Schweinswürsteln", Weiß-, Will ein Schleppdampfer diese Verkauf von sogenannten treten zu lassen mit der Maßgabe, daß die bisherigen Vorschriften Brücke passieren, so muß dieselbe hochgezogen werden. Zu beiden Blut- und anderen Würsten, die Kalbfleisch enthalten, verboten. über die Voraussetzungen für die Beisigerſchaft aufgehoben werden Seiten türmt sich dann eine große Wagenburg auf. Die Arbeiter, Gleichzeitig hat er den Wirten nahegelegt, den Mittags- und Abendund die Auswahl der Beisiger in das freie Ermessen des Magistrats die gerne ihren fahrplanmäßigen Zug erreichen wollen, verlassen tisch zu vereinfachen. Auswahlreiche Speisekarten seien jetzt nichts gestellt wird. Der weitere Beschluß des Ausschusses, wonach beim dann die Elektrische, flettern über die Brückenrampen, um nach dem weniger als zeitgemäß. Minister des Innern die Zwangsbefugnisse beantragt werden sollen, Bahnhof zu gelangen. Jetzt ist nun noch zu allem Unglück die„ Kreuzsakra, dös is iagt aba g'nua," werden die braven ist bereits überholt, da die Zwangsbefugnisse inzwischen von der Brücke reparaturbedürftig geworden. Die eine Seite des Fahr- Münchener nun wohl fluchen. Erst verteuert man ihnen den geRegierung erteilt worden sind. Es soll je nach dem Bedürfnis da- dammes mußte gesperrt werden, so daß sich der starke Wagenverkehr liebten Gerstensaft, und nun will man ihnen gar noch ihre Leibvon Anwendung gemacht werden. nur auf einer Seite der schmalen Brücke abwickeln kann. Die Re- speise verbieten. Die Wahlen der am 3. Mai gewählten Stadtverordneten Justiza paraturarbeiten werden aber nicht etwa nachts, sondern am Tage rat geyser( Lib.) und Statzenstein( Soz.) wurden für gültig ausgeführt, und zwar von einem Zimmermann und zwei Schlosserlehrlingen. Ferner bewilligte die Versammlung 5000 M. aus dem DisSchließlich kann man doch auch vom Spandauer Magistrat verpositionsfonds zu dem Zweck, bei Bedürftigkeit an die Hinterlangen, daß solche Verkehrstalamitäten so schnell wie möglich bebliebenen von städtischen, als Kriegsteilnehmer verstorbenen seitigt werden. Lehrpersonen für das Laufende Rechnungsjahr in ähnlicher Weise Unterstützungen zu gewähren, wie solche an die Hinterbliebenen anderer städtischen Bediensteten aus den бази borhandenen besonderen Stiftungen gewährt werden fönnen. Auch die Vorlage betreffend Hinterbliebenen versorgung der besoldeten Magistratsmitglieder fand die Zustimmung der Versammlung. Die Vorlage betreffend Ablauf der Wahlzeit Dem Harburger Volksblatt" entnehmen wir folgende Ueber das Erdbeben in Süddeutschland liegen weitere Nachdes. Stadtrats Boll wurde einem Ausschuß von 15 Mitgliedern Aburteilung vor Kriegsgerichten: richten nicht vor. Dagegen wird mitgeteilt, daß auch in Salzüberwiesen. Debattelos angenommen wurde endlich die Vor- Der Postordonnanz der früher in Heidmühle liegenden dritten burg( Desterreich) und Umgebung sowie in 8 ell am See, lage betreffend Eröffnung der Frauenschule in der früheren Kompagnie, 7. Seewehrabteilung, Obermatrose W., wurde der Tagenbach und Bad Ischl leichte Erdstöße verspürt wurden. Oppenheimschen Villa zum 1. Oktober 1915. Die Frauen- Alkoholgenuß zum Verderben. Vor einiger Zeit, als 2. sich bereits Auch an verschiedenen Punkten der Schweiz hat zur selben Zeit schule soll die wissenschaftliche Bildung in den Lyzeen im Westen vor dem Feinde befand, war der sonst sehr mäßig lebende ein Erdbeben stattgefunden, das aber keinerlei Schaden anrichtete. ergänzen und den jungen Mädchen diejenigen Kenntnisse vermitteln, die erforderlich sind, um sie einzuführen in den Pflichtenkreis des häuslichen wie des weiteren Gemeinschaftswesens, in die Elemente der Kindererziehung und Kinderpflege, in Hauswirtschaft, Gesund beitslehre und Wohlfahrtskunde. Allerdings kommt die Schule nur für die Töchter besitzender Kreise in Betracht, da das Mindestschulgeld 150 M. pro Jahr beträgt. Gerichtszeitung. Hart bestrafter Alkoholgenuß. Mensch durch die seltene Gelegenheit, geistige Getränke zu erhalten, verführt worden, bei einer Gelegenheit reichlich viel zu genießen. In dem angeheiterten Zustande machte er sich mehrere Vergehen gegen das Militärstrafgesetzbuch schuldig. Das Urteil lautete angesichts erschwerender Umstände auf Lebenslängliche Freiheitsstrafe, wurde dann jedoch auf 10 Jahre ermäßigt. Schadenspflicht des Bauherrn. Ein deutscher Kriegsgefangener namens Friedrich Wilhelm Karl Schmidt wurde, nach einer Londoner Meldung der Frankf. 3tg." bei einem Versuch, aus dem Gefangenenlager in Leigh zu flüchten, erschossen. Auch andere Gefangene hatten an diesem Fluchtversuch teilgenommen. Am Dienstag wurde Schmidt mit militärischen Ehren auf dem Friedhof in Leigh beigesetzt. Die Gefangenenkapelle spielte einen Trauermarsch und englische Soldaten feuerten eine Ehrenfalve über die Gruft. Sigungstage der Stadts und Gemeindevertretungen. Steglit. Freitagabend 6 Uhr. Diese Sitzungen sind öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist be rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Sot Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen leine Abonnements quittung Bezirksvorsteher wenden. 50. H. Sch. Das Gehalt 2. D. 51. Unsere Mahnung vor reichlichem Alkoholgenuß möchten wir aus diesem Anlaß wiederholen. Wir weisen darauf hin, Neuköllner Fürsorge für die Kriegsbeschädigten. daß auch die Kriegs- Sanitätsordnung auf demselben StandEntsprechend den von der Provinz Brandenburg aufgestellten punkt steht wie wir. Es heißt in Ziffer 416:„ Der Alkohol Leitsätzen für die Fürsorge der Kriegsbeschädigten unterbreitete fürz- wirkt zwar anfangs belebend, beim Genusse größerer Mengen rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend lich der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung eine Vorlage, aber bald erschlaffend. Die Erfahrung lehrt, daß enthaltsame von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkast en bestimmten Anfrage die nach einer kurzen Besprechung dem Sonderausschuß III der Soldaten den Kriegsstrapazen am besten wiederstehen. Auch ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Kriegsnotstandskommission zur endgültigen Erledigung überwiesen wurde. Der Ausschuß beschloß in dieser Angelegenheit folgendes: verführt Alkoholgenuß leicht zu Unmäßigkeiten und zur Locke- beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Der nach den Grundsägen der Provinzialverwaltung vorgesehene rung der Mannszucht. Alkoholische Getränke sind daher nur Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Kreisbeirat wird gebildet aus der Gewerbedeputation, welche mit größter Vorsicht zu gewähren und auf dem Marsche ganz Sprechstunde mit. durch drei der Stadtverordnetenversammlung als Mitglieder an zu vermeiden. Bei tälte Altohol zur Erwärmung zu ge- 7. R. 100. Wenden Sie sich an die Berliner Armendirektion mit der gehörende Aerzte verstärkt wird. Der Deputation wurde das Recht nießen ist gefährlich. Seine wärmende Wirkung ist trügerisch. Bitte, Ihnen aus vorhandenen Wohltätigkeitsfonds zu helfen.- A. B. 100 bezw. deren Organisationen und sonstige Sachverständige hinzus fortgesetzt die vollste Aufmerksamkeit zuzuwenden." eingeräumt, weitere Bertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer Dem Beschränken des Alkoholgenusses ist von allen Dienststellen und M. St. 100. Wenden Sie sich an den Verband der Schneider, Sebastianstraße 37. J. S. 61. 1. Dagegen gibt es kein Radikalmittel. 2. Ist sicher und wird natürlich zurüdgezahlt. 2. W. 100. Rein. zuziehen. Zur Durchführung der Beratung und Fürsorge in den A. K. 100. Wenn der Vater dazu in der Lage ist, tann er verpflichtet Einzelfällen wird eine Beratungs- und Fürsorgestelle eingerichtet. werden, für den Unterhalt der Tochter und deren Kind zu sorgen. Die Geschäfte der Fürsorgestelle sowie die bureaumäßige Bearbeitung A. N. 2000. Asthmatische Beschwerden geringeren Grades, landsturmder allgemeinen Angelegenheiten der Kriegsbeschädigtenfürsorge werden E. E. 4. Das Ein Badebesitzer in Sondelfingen ließ Ende Mai pflichtig. R. B. 100. Kriegsverwendungsfähig. vorläufig durch die Zentrale für freiwillige rieg 1913 in seinem Schwefelbad den zu der elektrischen Start- Beiseinigungsamt iſt dafür nicht aufständige unterleibsbrüche; bienſtwohlfahrtspflege wahrgenommen. liegt u. a. auch der Verkehr mit den Lazaretten, den Arbeitsnachweis- stromleitung gehörigen Elektromotor nebst Schalttafel nach fähig. Geringe Abweichung der Wirbelsäule; dienstfähig. stellen und der Provinzialverwaltung. Es wird beabsichtigt, die einem neu angebauten Sesselhaus verlegen. Der Gipser- 100. Lungenkrank; dienstuntauglich. A. R. 11. Benden Sie sich mit 3 Jahre. cinem Unterstüßungsantrag an die Steuerkasse. im Interesse der Fürsorge etwa erforderliche notwendige sozial- meister 2. hatte das Kesselhaus neu zu vergipsen. Am 4. Juni braucht nur bis zum Tage der Einberufung gezahlt werden. ärztliche Behandlung dem städtischen Krankenhaus oder anderen noch 1913 war 2. damit beschäftigt, ein Messingrohr der Stark- Sie müssen den restlichen Mietsbetrag zahlen. S. B. 28. Die Steuerzu bestimmenden Spezialanstalten zu übertragen. Der Plan, dem stromleitung zu vergipsen, wozu ihm der damals 18 Jahre pfändung wird von dieser Bestimmung nicht betroffen. M. K. 100. städtischen Arbeitsnachweise eine besondere Abteilung für Kriegs- alte Sohn des Besizers H. den Auftrag erteilt hatte. Bei der Sie können nicht ohne weiteres ziehen; Sie könnten nur auf beschädigte anzugliedern, ist fallengelassen worden. Die ArbeitsLösung des Vertrages flagen. D. 5. Diese Zeichen kennen Arbeit fam 2. mit der nicht abgestellten Startvermittelung der in Neukölln wohnhaften Kriegsbeschädigten soll in stromleitung in Berührung und erhielt einen so st arbeide Kommunen die städtische Unterstütung verweigern. wir nicht. B. 3. 518. Im Falle des Fortzuges werden H. Si. Ja. Gemeinschaft mit der für Groß- Berlin geplanten zentralen Verfen elektrischen Schlag, daß er alsbald starb. P. G. 88. Ja. R. A. 44. Die Kasse ist nur zu den ſtatutari mittelungsstelle geregelt werden. Für die erforderlichen Verwaltungsschen Zeistungen verpflichtet. A. B. 1. Die Unterstützung wird nach Seine Witwe erhält von der Württembergisch en bem Gesetz nur gewährt, wenn Bedürftigkeit vorliegt. Diese wird in dem Baugewerksberufsgenossenschaft eine Unfall- all verneint werden. A. B. 2. Das kommt auf die Entscheidung rente. Die Genossenschaft verlangt Eria z der von ihr auf des Militärarztes an. Hermann 30. 1. Sie sollen jährlich 11,25 M. zuwendenden Rentenbeträge von dem Badebesitzer H. und Kommunalsteuern zahlen. 2. Wann der Jahrgang gemustert wird, wissent seinem Sohn, weil diese durch ihr Verschulden den Tod können ein solches Gesuch an das Generalfommando richten. wir nicht. B. B. 100. 1. Nervenleidend; landsturmpflichtig. 2. Sie Vom Magistrat der Stadt Schöneberg erhalten wir die nach des 2. herbeigeführt haben sollen. Gleichzeitig klagt auch die Besuch hat nur irgendwelche Aussicht auf Erfolg, wenn Sie als Befolgende Mitteilung über die Wohnungsaufsicht. In Schöneberg wird die Wohnungs- und Schlafstellenaufsicht, Witwe 2. gegen die beiden H. auf Ersatz des ihr durch den gründung Ihre Krankheit angeben. wenn auch in vermindertem Umfange, während des Krieges aufrecht Tod ihres Mannes über die Unfallrente hinaus entstandenen zeit kann der Bater zur Alimentation nicht verpflichtet werden. erhalten, um nach Möglichkeit einer Verschlechterung des Wohnungs- Schadens. wesens vorzubeugen. Es finden insbesondere außerordentliche BeDas Landgericht Tübingen das und Oberlandesgericht Stutt fichtigungen auf Antrag statt. Die Schlafstellenaufsicht wird gemäß gart haben beide Beklagte zum Schadenersaz an die Witwe 2. den früheren Vereinbarungen mit dem königlichen Polizeipräsidium und an die Berufsgenossenschaft verurteilt. entsprechend den Vorschriften der Polizeiverordnung betreffend das Das Reichsgericht hat die hiergegen von den Beklagten einSchlafstellenwesen vom 19. April 1913 ausgeübt. Besondere Auf- gelegte Revision zurückgewiesen und damit das Urteil des Obermerksamkeit wird im Sinne der Militärmedizinalverwaltung den landesgerichts bestätigt. Zur Begründung bemerkte der höchste GeWohnverhältnissen der Familien tuberkulöser Krieger richtshof furz: Ohne Zweifel mußte die elektrische Starkstromgewidmet. Als fegensreich hat sich während des Krieges die Tätig anlage bei einer solchen Arbeit, wie sie von 2. zu verrichten war, keit des städtischen Wohnungsnachweises erwiesen, welcher der abgestellt werden. Die Verantwortung dafür trifft zunächst den Wohnungsinspektion angegliedert ist. Die Vermieter sind gemäß den beklagten Sohn H., der speziell den Auftrag zum Vergipfen an 2. Bestimmungen einer Polizeiverordnung berpflichtet, alle Klein- erteilt hatte und die Notwendigkeit der Abstellung erkennen mußte. wohnungen, welche aus nicht mehr als zwei Zimmern und Verantwortlich ist aber auch der Vater H., und zwar schon aus Stüche bestehen, beim Wohnungsnachweis anzumelden. Die Ver-§ 823 B..., weil er, der sich nicht völlig der Leitung der Umbaumittelung des Wohnungsnachweises ist seit Kriegsausbruch auch auf arbeiten entschlagen hatte, sich darum fümmern mußte, daß L. die größere Wohnungen, leere und möblierte Zimmer ausgedehnt Arbeit ohne Gefahr vornehmen konnte. Es kann deshalb dahinworden, ohne daß für diese Wohnungen ein Zwang zur Meldung gestellt bleiben, ob der beklagte Vater H. auch aus§ 832 B.G.B. für die Vermieter besteht. Die Vermittelung ist für Vermieter und wegen Verlegung seiner Aufsichtspflicht haften würde. Die BeMicter nach wie vor vollständig unentgeltlich. Nach dem Bericht klagten mußten dafür sorgen, daß alles in Ordnung war, damit 2. des Wohnungsnachweises macht sich ein Mangel an ein- und zwei- ungefährdet die ihm aufgetragene Arbeit erledigen konnte. Dafür, räumigen Wohnungen bemerkbar; hier übersteigt die Nachfrage das daß auch dem 2. selbst bei der Ausführung der Arbeit eine Fahr Angebot erheblich. lässigkeit zur Last fiele, ist fein Beweis erbracht.( Aftenzeichen: VI. 53/14. Urteil vom 31. Mai 1915.) foſten wurde ein Betrag von 10 000 M. bereit gestellt, der den Kriegsfrebiten entnommen werden soll. Kleinwohnungsmangel in Schöneberg. An dieser Notiz bermissen wir die Schlußbemerkung, ob denn der Magistrat beabsichtigt, diesem Wohnungsmangel abzuhelfen. Kinderfürsorge in Schöneberg. Aus aller Welt. -3. Das B. W. 20. Während der MilitärM. H. 31. Der übliche Saz ist in diesem Falle 20 M. und für jeden Besuch 1 M. Q. 37. 1. Ja. 2. Geschieht täglich. 3. Ja. 4. Stann wegent Fahnenflucht bestraft werden. 5. Kann nicht bestraft werden. 6. Nein. R. 18. Der Bersicherungsvertrag kann in diesem Falle gelöst werden; es bedarf dazu auch feiner Kündigung, wenn von Ihnen nicht bei der Unterschrift zur Vertragsverlängerung die Erhöhung der Prämie übersehen P. Sch. 6. 1. Wir werden versuchen, diefem Mißstand worden ist. Abhilfe zu verschaffen, 2. Lungenleiden; dienſtuntauglich. 3. Eine Waffengattung. 4. Ihre Anregung haben wir einem Reichstagsabgeordneten weiter gegeben. 2. 5. 100. 1. Geringe Formveränderung der Füße; dienstfähig. 2. Eine Einziehung fann noch erfolgen. 3. Dienstunfähig wegen Nervenfrankheit. 4. und 5. Vielleicht wenden Sie sich mit diesen Anfragen besser an den Verband der Handlungsgehilfen, Münzstraße 20. 5. R. 72. Unregelmäßige Form des fonst fräftig gebauten BruſtEine Reklamation erscheint wenig aussichtsvoll. forbes; dienſtfähig. G. 5. 1885. Es ist nicht ausgeschlossen, daß Sie nochmals gemustert werden. Wenn Sie eine persönliche Gestellungsorder erhalten, müssen Sie der Folge leisten. Giner Genehmigung des Reichstags bedarf es zu der Nachmusterung der schon Ausgemusterten nicht. Sie sind wegen allgemeiner Körperschwäche und Blutarmut für dienstunfähig erklärt. Die Kriegs unterſtügung muß der Frau nachgezahlt werden; sie müßte Beschwerde beim Streisausschuß bezw. Magistrat erheben. E. 3. 62. Natürlich ist die Kriegswitwenrente schon festgesezt. Die Frau muß unter Vorlegung der amtlichen Totenbescheinigung und ihrer Heiratsurkunde Antrag bei der E.. 44. Sie sind wegen Lungenleiden ud Polizeibehörde stellen. wegen Leiden der Harnorgane jür dienstunfähig befunden. Wahrscheinu werden Sie nicht mehr eingezogen. Auf Grund dieser Ausmusterung fönnten Sie doch die Stellung antreten. W. S. 64. Sie müssen dent Meister oder dessen Vertreter Mitteilung machen, daß der Lehrvertrag zur Auflösung kommt. Th. B. 20. Wegen Herzleiden dienstuntauglich E. S. 13. Sie brauchen sich nicht zur Stammrolle melden. R. 2. 52. Wesentliche Störungen des Kauens, durch Mangel oder Fehler der Sauwerkzeuge bedingt.*. y. Nein. B. P. 5. Die Unterstügung wird Ihnen verweigert weiden, da nach Die Kinderfürsorge der Stadt Schöneberg ist während des Der Soldat im Nonnengewand. Krieges nicht nur in vollem Umfange aufrechterhalten worden, sondern hat in Rücksicht auf die durch den Krieg hervorgetretenen In der„ Kölnischen Volkszeitung" lesen wir:" Im Dezember Ihren Angaben die nach dem Gesetz vorgeschriebene Bedürftigkeit nicht Bedürfnisse eine Erweiterung erfahren. Insbesondere wird vorigen Jahres wurde in Roye von deutschen Soldaten unter einer vorliegt. V. 2. 100. Die Beiträge zur Invalidenversicherung werden die Anzahl der Kinder, welchen ein Erholungsaufenthalt ge- Anzahl französischer Klosterfrauen, die sich von dort nach Nesle be- nicht zurückgezahlt; Sie erhalten aber für das Kind die Waisenrente. währt wird, erhöht werden. Die Unterbringung der Kinder geben wollten, ein Soldat des zweiten französischen Benden Sie sich mit den Quittungstarten Ihres Mannes an das VerF. M. 81. Die kommunale erfolgt nicht wie in Berlin durch einen Verein, sondern irassierregiments entdeckt, als Ordensfrau versicherungsamt Berlin, Klosterstraße 65/67. durch die Stadt selbst. Die Stadt Schöneberg besigt je zwei kleidet. Die vom deutschen Feldgericht in Nesle angestellte und die Mietsunterstügung fann in Wegfall kommen. 2. y. Neit. Staatliche Landferienkolonien für Knaben und Mädchen, in welchen Kinder von Untersuchung ergab: Der französische Kürassier war Ende August Unterstützung muß dagegen beim Umzug gezahlt werden. Alter Abonnent 22. Nein. Karl. Erfundigen Sie sich auf der 10 Jahren ab Aufnahme finden. Außerdem steht die Kinder- verwundet nach Kloster Roye gekommen. Nach der Be Steuerkasse, da die Mitteilung der Wirtin jedenfalls unrichtig ist. erholungsstätte in Eichkamp zur Verfügung, in welcher die Anzahl fetzung des Drtes durch die Deutschen erließ der Rom A. R. 100. Sie haben feinen Anspruch auf Unterſtügung. F. St. der stationär aufgenommenen Pfleglinge erheblich vermehrt ist. Das mandant einen Befehl, wonach alle männlichen Einwohner 1876. Ja. Thorn 16. Nachzahlung wird kaum erfolgen. Ob Sie Kindererholungsheim in Boldigum auf Föhr wurde bei Ausbruch des von Roye, insbesondere Angehörige feindlicher Truppenteile, Unterstützung erhalten werden, richtet sich nach Ihrem Einkommen.