Nr. 67. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertelabrlich 3,30 Mart, monatlic , 10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei n's Haus. Einzelne Numme: Big. Sonntags- Nummer mit Uuite. Sonntags: Beilage Neue Belt" 10 Big. Post- Abonnement: , 30 Mt.pro Quartal. Unter freuz sand: Deutschland u. Defterreich: Ingarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Einger. m der Boft Beitungs- Breisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 10 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Pfg Inierate für die nächste Mumme: müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition in an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Ferttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Elend in Bahlen. Mittwoch, den 21. März 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. die über die Arbeitslosigkeit im Laufe des zu unregelmäßig einige Stunden hindurch Beschäftigung) Jahres 1893 ermittelt sind. 170 Personen mit durchschnittlich 12,42 Wochen ArbeitsVon Die Ergebnisse der am 1. Februar von den Hamburger Von den 53756 waren 33549 mit zusammen lofigkeit. Von ihnen waren 124( Bahl der zn ernährenden Genossen veranstalteten statistischen Aufnahme über die 547 664 Wochen, also durchschnittlich 16,41 Familienangehörigen 508) verheirathet, 46 ledig( 3ahl der Arbeitslosigkeit in Hamburg, Ottensen und Altona sind jetzt Wochen lang arbeitslos. 1375 von ihnen waren von ihnen zu Ernährenden 39). Das Durchschnittsalter der als Beilage zu Nr. 61 des" Hamburger Echo" veröffentlicht. über 40 Wochen ohne Arbeit! Welch' Unsumme von Arbeitslosen betrug 34/3. Bei der enormen Schwierigkeit, die die Veranstaltung Rummer und Sorge, Hunger und Noth drücken diese Zahlen In Altona sind von 5348 Arbeitern Antworten eins einer derartigen Enquete für Private bietet und bei der aus! Als entgangenen Lohn, den diese 547 664 arbeitslosen gegangen. Die Antworten erstrecken sich auf( einschließlich Neuheit des Unternehmens würde ein Mißlingen desselben Wochen innerhalb eines Jahres ausdrücken, ergiebt sich der Familienangehörigen) rund 18 000 Personen, also auf etwa Niemanden in Verwunderung gesetzt haben. Testo freudiger unter Zugrundelegung eines Wochenlohnes von 18 M., dem ein Sechstel der Einwohnerschaft. Von diesen 5348 waren überrascht der Erfolg der Arbeit unserer Hamburger Ge- ortsüblichen Durchschnittslohn gewöhnlicher Tagearbeiter", 4952( mit 11 358 Familienangehörigen) ganz oder theilnoffen, zumal die troß vielen Eifers ungünstigen Erfahrungen 9 857 952 M.! Bei den Ermittelungen für Ottensen weise oder im Jahre 1893 mit insgesammt 28 012 Wochen der Oktober 1892 seitens des Gewerkschaftskartells versuchten und Altona ist z. B. durch Mitberücksichtigung( im Durchschnitt also mit 10,6 Wochen( arbeitslos. Enquete keine günstigen Erwartungen erhoffen ließen. Der des Alters der Arbeitslosen und der Betheiligung der den Arbeitslosen find 3444( Bahl der Familienangehörigen Erfolg der Arbeit war ein glänzendes Zeugniß für den un- Altersstufen an der Arbeitslosigkeit in dankenswerther 10 809) verheirathet, 1508 ledig( Bahl der von ihnen zu ermüdlichen Fleiß und die rastlose Hingabe unserer Ham- Weise eine größere Spezialisirung versucht. Aber gerade ernährenden Familienmitglieder 549). burger, vor allem aber für die prächtige Organisation der dieser Versuch scheint die Hauptursache für die auffallende Die Altersstufen reichen von 15 bis 88 Jahren; das politischen Partei in Hamburg. Die Ergebnisse der Enquete Erscheinung zu sein, daß in beiden Orten eine weit ge- Durchschnittsalter der Arbeitslosen ist 36 Jahre. Von den haben allerdings ein volles Gesammtbild von dem Um- ringere Zahl von Antworten im Verhältniß zur Einwohner Arbeitslosen waren am 11. Februar 2632( mit insgesammt fang der Arbeitslosigkeit nicht erzielt und naturgemäß nicht zahl der beiden Orte als in Hamburg selbst erzielt ist. 11 093 Wocheu, im Durchschnitt also mit 11 Wochen) erzielen können. Dieser Umstand bestätigt die alte Lehre für Privat- ganz arbeitslos. Von ihnen waren 1628 verheirathet, Bleibt demnach auch das gezeitigte Resultat noch weit enqueten: eine Privatenquete pflegt um so erfolgreicher zu 1004 lebig. Am 11. Februar waren theilweise arbeitslos hinter der Wirklichkeit zurück, so sind die Zahlen eine um sein, je weniger Fragen der Fragebogen enthält: je größer 1357( darunter 1079 Verheirathete) mit 11 702 Wochen so härtere Auflage für die bestehenden Verhältnisse. die Anzahl der Fragen, desto geringer die Betheiligung. insgesammt, mit 8,6 Wochen im Durchschnitt. Im Jahre Die Enquete sollte vornehmlich ermitteln: wer( und Die auf grund der eingegangenen Antworten aufgestellten 1893 waren 4407 Arbeiter 70 905 Wochen, im Durchseit wie lange) ist am 11. Februar 1894 ganz arbeitslos? Tabellen für Ottensen und Altona geben erfreulicherweise schnitt 16 Wochen hindurch arbeitslos. Von diesen waren Wer ist zu dieser Zeit theilweise arbeitslos? Wie viel Per- auch darüber Aufschluß, ob die Arbeitslosen verheirathet 3042 verheirathet, 1365 ledig. Die Zeit der Arbeitssonen( und wie lange?) waren im Jahre 1893 arbeitslos? oder ledig sind: Diese Angabe fehlt in der Hamburger losigkeit der Verheiratheten betrug 47 701( im Durchschnitt Die Enquete erstreckt sich auf die Stadt Hamburg nebst Busammenstellung. 15,6) Wochen, die der Ledigen 23 204( im Durchschnitt 17) Vororten, auf Bergedorf, Ottensen und Altona. Die Tabelle für Ottensen liefert folgendes Ergebniß: Wochen. Für Hamburg find von 53 756 Arbeitern statistische Von 1370 Arbeitern( mit rund 4000 Familienangehörigen) Eine Untersuchung der weiteren Ergebnisse der Enquete, Angaben gemacht, während die Zahl sämmtlicher Arbeiter sind Antworten eingelaufen. insbesondere bezüglich der einzelnen Gewerbe, würde an Hamburgs wohl 120 000 übersteigen mag. Das Ergebniß erstreckt sich also auf etwa ein Sechstel dieser Stelle zu weit führen. Die in politischer und geAlle Mittheilungen, welche außerdem von Kleingewerbe- der gesammten Einwohnerschaft. Von diesen 1370 sind nur werkschaftlicher Beziehung hochbedeutsamen Resultate der treibenden u. f. w. gemacht sind, sind aus dem Rahmen der 156 von jeder Arbeitslosigkeit verschont geblieben. Von Enquete würden noch werthvoller sein, wenn eine von der Betrachtung mit Recht ausgeschieden worden. den 1214 von der Arbeitslosigkeit( voller oder theilweiser) Stadt oder vom Staat über die Hamburger Arbeits- und Von den 53 756 Arbeitern, die die Fragebogen beant- Ergriffenen waren 765 verheirathet( Bahl der Familien- An- Erwerbsverhältnisse aufgenommene Statistik aus dem letzten wortet haben, waren 34 634 verheirathet und 19 122 ledig, gehörigen 3041), 449 ledig( Bahl der zu Ernährenden 164). Jahre vorläge. Wenn troß dieses Mangels es den Hamdie Anzahl der zu ernährenden Familienmitglieder beträgt Am 11. Februar 1893 waren 798 Personen mit 7806 burger Genossen gelungen ist, ein brauchbares, wenn138 851. Die Gesammtzahl der von der Wochen insgesammt( vom 11. Februar rückwärts gerechnet), gleich nicht vollkommenes, plastisches, naturwahres Bild Statistik berücksichtigten Personen be also im Durchschnitt mit 9,88 Wochen arbeitslos. 453 von von dem Umfang der Arbeitslosigkeit in und um Hamburg läuft sich also auf 192 607, d. i. fast ein ihnen waren verheirathet und hatten 1790 Familienmitglieder zu entwerfen, so beweist dies in erfreulicher Weise, daß Drittel der gesammten städtischen Bezu ernähren. 345 waren ledig und hatten 112 Familien- das Proletariat selbst auf diesem schwierigen Gebiet ge= völkerung. Von den 53 756 am 11. Februar be- mitglieder zu ernähren. Im Jahre 1893 waren 1046 Per- wissermaßen spielend die Hindernisse zn überwinden verfragten Arbeitern waren 18 981 Personen völlig fonen mit insgesammt 15 547 Wochen( im Durchschnitt also steht, die für den schwerfälligen, unluftigen, unwilligen und arbeitslos: sie waren insgesammt vom 11. Februar rück mit 14,86 Wochen) arbeitslos. unfähigen Bureaukratismus der Bourgeoisie unübersteigbare wärts gerechnet 191 013 Wochen arbeitslos.( 2167 zu sein scheinen. In grellem Kontrast zu der Langsamkeit, über 20 Wochen.) Ferner waren 13 934 Personen theil mit der Ergebnisse offizieller Statistik meilenweit den That weise arbeitslos: hierunter sind diejenigen begriffen, die sachen nachzuhinken pflegen, steht die schleunige, kaum einen hier und da in der Woche Beschäftigung gefunden hatten. Monat nach Aufnahme der Statistik erfolgte VeröffentNoch schwärzer ist das Bild, welches die Zahlen liefern, lichung ihrer Ergebnisse durch unsere Genossen. Feuilleton. Nachdruck verboten.] [ Alle Rechte vorbehalten Verhanen ist der Wald... = Von diesen Arbeitslosen waren 656 verheirathet, denen die Ernährungspflicht für 2649 Familienangehörige oblag, die Zahl der von den 390 Ledigen zu Ernährenden betrug 124. Endlich waren theilweise arbeitslos( hatten also ab und Zwetschkensträucher. Jm Grasgarten schob sich ein Maul- und hing schief nur noch an einer Angel, im Hofraum narfshügel an den andern. Wo sonst Violen geblüht, stand das Gras in Büscheln zusammen, wie auf einem Hau, Narzissen, blauer Rittersporn, Georginen und die weißen, das mit großen Schieferplatten belegte, im Viereck fich starkduftenden Rosen, wucherten jetzt grüne Moospolster, herumziehende Flöß war eingesunken, aus den Fugen, und am lückenreichen, verfallenen Baun hin hatte man eine sproßten weißlich grüne Halme, kein Hahn krähte, teine Regelbahn gelegt. Das Haus glich einem gänzlich herunter- Henne scharrte, es war erbärmlich. In der kahlen Stube gekommenen Bettler. Alles verschmugt, verliedert, verfallen. roch es wie in einem Keller, ein langer grün gestrichener Knapp unter dem Dache, dem die Holzrinnen fehlten, hatte man Tisch stand darin und einige plumpe Stühle. eine fleine, schmale, schwarze Tafel angenagelt- der eine Ich warf mich auf die Bank und wußte nicht, was ich Nagel war zu stark gewesen, so daß sich ein mißfarbener denken sollte. Befand ich mich wirklich im Vaterhause, oder Sprung durch das ganze Brett zog- und darauf war in war ich beim Schwamm- Toni zu Gaste, dem alten verweißen, ungefügen Buchstaben das Wort„ Bierschant" hin unglückten Holzhauer, der die Stimmen aller Thiere des gefragt. Welche Zornworte, triefend vor Entrüstung hatte Waldes so gut nachzuahmen verstand, von ihrem Leben der Vater hervorgewettert, wenn er erfahren, daß weiter und Treiben so schön zu erzählen wußte, daß man immer droben im Gebirge ein Heger oder Waldläufer das Bier- neugierig ängstlich erwartete, jetzt müsse hinter den zeichen herausgehängt hatte, um seine Einnahmen zu ver- großen Rachelofen ein Fuchs hervorkommen, jetzt ein Kuckuck beffern! Wie eine Schändung des ganzen Standes war oder alter Rabe zum offenen Fenster hereinflattern? ihm etwas Derartiges erschienen, und mit allen Mitteln hatte er es versucht, seine Anschauungen auch seinen Kindern ein zupflanzen. Und jetzt war das Vaterhaus selbst zur Der Förster, der mich seit meinem Eintritt neugierig von der Seite betrachtet, brach endlich das Schweigen. " Der Herr sind wohl recht müde?" Stizze von Nikolaus Krauß. Langsam ging's die Höhe hinauf, Schritt um Schritt. Wie vor zwanzig Jahren war das schmale Sträßchen, das man schon aus stundenweiter Entfernung gleich einer roth gelben Natter den Bergrücken hinaufkriechen sah, voll tiefer Löcher und übersäet mit großen harten Lehnischolen, jeden Augenblick zog der Kutscher das Leitseil, warf seinem müden Roßlein ein aufmunterndes Rosewort zu in seinem breiten tiefvokaligen Dialekt, daß es klang, als spräche eine Mutter mit ihrem Kinde. Endlich war die freie Höhe erreicht und vor ihm lag das Walddorf. Erstaunt und völlig überrascht rieb ich die Augen. Wo früher altersgeschwärzte windschiefe HolzhauerHütten in die Schatten mächtiger Bäume sich verkrochen, da Aber Mann! Sie sehen doch, daß ich gefahren bin. leuchteten jetzt die rothen Dächer, blizten die weißgestrichenen Kneipe geworden! Wände kleiner Ziegelhäuser, die unter den zitternden Strahlen Schon wollte ich mich wieder zum Wagen wenden, um müde?... Ich stamme aus diesem Hause. Vor zwanzig der Augustsonne sich ausnahmen, als hätte man sie soeben gänzlich ernüchtert davon zu jagen, holter- die- polter den Jahren habe ich hier gelebt. Und jetzt!..." aus eine Nürnberger Spielwaarenschachtel geholt. Aengstlich Berg hinab, da kam ein Mann grüßend zum Hause heraus, Da sind Sie wohl der Herr Sohn des alten X.?" Ich nickte. taftend ging mein Blick nach dem Walde, wo das Forst- mit einem gekrümmten Rücken wie ein Bedienter. In das haus liegen mußte. Nein, da schien sich nichts geändert zu verwitterte, von einem freundlichen Grinsen verzerrte Gesicht Und da wundern Sie sich über die Veränderung, haben. Wie hingelehnt an die schwarze Mauer des Hoch- hingen die Haare wie bei einem Bauer bis zu den Augen gelt? Ja, darüber kann ich Ihnen schon Auskunft waldes erhob sich noch wie sonst im Viereck das alte Ge- herab, der graue Spitbart wehte ihm schief vom Munde geben Aber wollen der Herr nicht etwas höfte, matt blinferten die von Regen und Sonne gebleichten gleich einer Baumflechte, der ehemalige Jägerrod war grau- trinken? Das Faß läuft zwar schon feit Holzdächer, und über das Haus hinweg streckte die uralte braun geworden, voll von Schmutzflecken, an der linken Sonntag, und erst morgen wird wieder frisch angesteckt, Giche ihre vom winterlichen Schneedruck verkrümmten Arme. Seite durchgewetzt und an den Aermeln ausgefranzt. ich hab' aber noch ein paar Flaschen gutes Bier im Mit einem Ruck stand der Wagen vor dem Forsthause, Bacirender Jäger!" war mein erster Gedanke, als ich den Keller.. Ich stimmte zu, und der eigenthümliche Mann, halb soldig webende Sonnenlicht hatten mich getäuscht; es war schon längst ausgestorben. " • ärgerlich sprang ich herab. Die verhüllende Ferne und das Mann erblickte. Aber nein, die Spezies war ja Tagelöhner, halb Jäger, ging nach dem Vorhause. Schnell illes, alles verändert. Die prächtigen Birn- und Apfel- der jetzige Förster" von Bertholdsgrün. Wie im schloß ich die Augen, um die alten, lieben Bilder der Jugendäume, die einzigen von edler Sorte in der ganzen Gegend, Traum folgte ich seiner Aufforderung und schritt zeit mir zurückzurufen. oaren verschwunden, längs der Straße verkümmerten einzelne hinter ihm her. Das Hofthor war zurückgeschlagen| ( Fortsetzung folgt.) Prozeß wegen Aufruhr und Landfriedensbruch zu Elbing. treten. Student! Der Vertrag ist mit dem heutigen Tage in Kraft ge- Jett kennst du den Standpunkt, den du einzunehmen haft und einnehmen mußt, und, wenn noch ein Funke von Kaltes Blut! Wir forderten gestern unsere Leser, Scham in dir lebt, dann schäme dich, deutscher Am Sonnabend wurde der Elbinger Prozeß, der sechs wie schon öfters früher, vor Ueberschäzung der Wirkung Sozialistische Einfickerung. Die Burschenschaftdas folgende Telegramm des Wolff'schen Bureaus: Breslau, 20. März. Die aus der schlesischen Provinz Hänschen Blum's gearbeiteten Artikel, der die Sozialpreffe weiter verbreitete Meldung, wonach auf der Friedens- demokratie aber, wie die Erfahrung lehrt, nicht vernichtet hütte etwa 1000 Arbeiter wieder angestellt worden seien, ist hatte. Wir würdigten ihn gleich nach seiner Veröffentvollständig unbegründet. Thatsächlich handelt es sich nur um lichung einer Abfertigung. Nun empfiehlt Dr. Natorp, der eine Wiederanlegung von 60 bis 70 Arbeitern. Marburger Professor der Philosophie, in den gleichen Blättern den Studenten das Lesen der sozialistischen Quellenschriften; er fährt dann folgendermaßen fort: volle Verhandlungstage gedauert hatte, vor dem dortigen Schivur des Handelsvertrages auf. Wie recht wir hatten, beret lichen Blätter" brachten unlängst einen nach den Werken gericht zu Ende geführt. Die exorbitanten Strafen, zu welchen die Angeklagten verurtheilt wurden, haben wir bereits gestern mitgetheilt. Der Anklage lag kurz folgender Thatbestand zu. grunde. Am 10. Juni fand in Elbing eine fonservative Wählerversammlung statt, zu der nur Eingeladene zugelassen wurden. Gegen 800 Personen, die nach Ansicht des Zeugen Polizeikommissar Riger Elbing der sozialdemokratischen Partei angehörten, haben keinen Einlaß finden können. Aus der Menge wurden drohende Rufe laut, wie: Er( Herr v. PuttkamerPlauth, der Kandidat der Konservativen) möge nur nach Pangrik Kolonie kommen, dann werde man es ihm schon geben und der gleichen mehr. Am nächsten Tage, Sonntag, den 11. Juni, fand dann eine Versammlung in der Kolonie statt, in welcher Herr von Buttkamer- Plauth sprach. Nach Schluß derselben ist es dann auf der Straße zu Schlägereien gekommen. Bei diesen Tumulten ist auch Herr v. Putttamer mißhandelt g worden. Nach der Aussage der zahlreich anwesenden Gendarmen ist mit Steinen geworfen worden. Borgeführt werden 6 Angetlagte, die feit Juni v. J. sich in Untersuchungshaft befinden, und 6 andere, die auf freiem Fuße belassen worden waren. hat dem Herrn v. Buttkamer seinen persönlichen Schuh angeboten, was dieser aber ablehnte. Koscielski- Admiralski läßt durch ein Korrespondenz bureau verbreiten, daß er nicht wegen tiefgehender Meinungsverschiedenheiten mit seinen polnischen Fraktionsgenossen fein Reichstags- Mandat niedergelegt habe, sondern daß Uebermüdung für ihn ausschlaggebend gewesen sei. Dafür, daß die Schlachtzizen- Politik das höfische Fahrwasser nicht verlassen werde, erwähnt Herr v. Koscielski als Beweis: Wie die Erklärungen des Fürsten Radziwill im Reichstage bei der dritten Lesung des Handelsvertrages und die Abstimmung der polnischen Fraktion beim Marineetat bewiesen, stand die Fraktion in ihrer Gesammtheit völlig auf dem Boden meiner Anschauungen. Und es wird das auch ich tann das versichern in Zukunft so sein. Meine Mandatsniederlegung berechtigt in dieser Beziehung zu keinen Hoffnungen, insofern die Fraktion die Tendenz, die ich innerhalb derselben stets zur Geltung zu bringen trachtete, auch weiterhin verfolgen wird." Ausgezeichnet! Das polnische Volt wird sich um so eher von der Führerschaft dieser Marine- Ulanen frei machen. " „ Es stehen sehr zahlreiche, geistig sehr hochstehende deutsche Männer heute vor der schweren Frage: ob es nicht, so wie die Sachen liegen, ihre Pflicht wäre, der Sozialdemofratie beizutreten. Man fragt sich: ist es wahr, daß an sich jeder, der als Mensch geboren, gleiches Recht auf volle Entfaltung seines Menschenthums hat? Ist es wahr, daß dies Jdeal an sich fein unmögliches, aber durch die Gewaltherrschaft des Rapitals unmöglich gemacht ist? Ist es wahr, daß es gegen diese feine wirksame Hilfe giebt, als die politische Organisation des arbeitenden Proletariats? Und wenn nun diese Organisation unter schweren Geburtswehen ins Dasein getreten ist, wenn sie als Spuren solcher Wehen noch diesen oder jenen Schaden an sich trägt darf das gerade für die, deren Beitritt etwa zur Hebung der Partei beitragen fönnte, ein Grund sein, sich ihr zu entziehen und durch ihre Fernhaltung wenigstens indirekt an ihrer Schwächung mitzuarbeiten?" Johann Werner, der Hauptangeklagte, giebt zu, Herrn v. Buttkamer geschlagen zu haben, als er nach der polizeilichen Auflösung der Versammlung auf die Straße getreten war. Dieser hat sich sofort revanchirt, indem er Werner einen Schlag mit dem Schirm versette. Die anwesenden Polizisten hieben hierauf in die Menge ein und dann begann eine allgemeine Wir stimmen zwar der letzten Bemerkung nicht bei, Schlägerei. Die Anklage wirft sämmtlichen Angeklagten vor, Sonntag, den 11. Juni 1893, zu Pangriz- kolonie bei denn es wäre sicherlich keine Schwächung der Partei, wenn die Studenten u. dgl. sich von uns fernhielten. Als Elbing Aufruhr und Landfriedensbruch begangen zu haben, und zwar als Rädelsführer. Werner bestreitet auch, den Agrarisches Werben. Die Kreuz- Zeitung" bläft charakteristische Erscheinung soll trotzdem das offene Wort Herrn v. Puttkamer vorfäßlich mißhandelt zu haben, behauptet finden. vielmehr, von diesem zuerst geschlagen worden zu sein. Die eine frisch- fromm- fröhliche Fanfare zum Angriff der konser des Marburger Professors auch im Vorwärts" seinen Platz meisten Angeklagten geben an, feiner Partei anzugehören, einer vativen Agrarier auf das Zentrum und die NationalDie franzöfifche Ministerkrisis ist schon wieder beibetennt sich zur fonservativen, ein anderer zur liberalen Partei. liberalen. Seitdem der Bismarck- Hahn anf dem konservativen Trotzdem ist durch die konservative Presse alles versucht worden, die Rompofthaufen kräht, ist auch den Agrariern der Kamm gelegt. Der charaktervolle Senat hat den Wünschen der Borkommnisse der sozialdemokratischen Partei an die Rockschöße wieder geschwollen. Der Gewährsmann in der Kreuz- Regierung betreffs Schaffung eines Kolonialministeriums zu hängen. Einige von den hundert Zeugen, die geladen find, Beitung" spricht die Hoffnung aus, daß die ländlichen mit 225 gegen 32 Stimmen entsprochen. befennen sich zur sozialdemokratischen Partei. Der als Sozial: Wähler, die annoch jenen Mittelparteien Gefolgschaft leisten, demokrat sehr bekannte Zeuge Herrmann hat ohne Erfolg verDer Jahrestag der Pariser Kommune ist in Frankreich sucht, Ruhe in der Versammlung zu schaffen. Die Aufregung allgemach in das konservative Leger übergehen werden. niemals feierlicher begangen worden und niemals glänzender allzu hohe Meinung hat der Mann nicht diesen Wählern, denn er drückt sich mit einem der Rindvieh- Rammer herab die rothe Fahne als ein Fetzen, jedes Lob der zucht entnommenen Bilde dahin aus:„ Wir glauben be- Kommune als eine Apologie von Verbrechern bezeichnet und der In seinem Plaidoyer führte der Staatsanwalt aus, daß stimmt, daß die ländlichen Anhänger des Nationalliberalismus Ruf: G3 lebe die Kommune!" vom Präsidenten der Rammer Aufruhr und Landfriedensbruch vorliege. Dazu gehöre nur, daß sich nicht lange mehr von Blättern wie der National- 8tg." als ein aufrührerischer geahndet wurde. Am glänzendsten ist die ein gemeinsames Wollen vorliege und das fei hier der Fall. den Ring durch die Nase legen lassen werden." Nun die Kommunefeier natürlich in Baris begangen worden, wo, wie Daß nur zwölf Angeklagte auf der Anklagebank fißen, sei zu be: Kreuzzeitungs- Agrarier müssen es ja wissen, wie man man uns von dort schreibt, sich kein einziges Arbeiterviertel bedauern, denn die Beweisaufnahme habe thatsächlich ergeben, daß Grundbesitzer zu behandeln hat. Uns fann's gleich sein, findet, das nicht die Erhebung vom 18. März 1871 theils am noch viel mehr dahin gehören. Die Hauptschuld hieran liege an Grundbesitzer zu behandeln hat. durch Bankette, Konferenzen, Bersammlungen 2c. gefeiert der Beugenbeeinflussung. Wenn es für die Strafbarkeit der ob sie sich von der Kreuz- Zeitung" oder der National Sonnabend, theils am Sonntag in der verschiedensten Art hätte und wobei nicht der Ruf: Es lebe die Kommune!" Handlung vollkommen gleichgiltig sei, zu welcher politischen zeitung" am Nasenringe führen lassen. Partei die Angeklagten gehören, so müsse doch festgestellt werden, Zur endlichen Einführung der Sonntagsruhe in einen größeren Widerball als je gefunden hätte. Ein nicht unbedeutendstes Verdienst um diese Feier jedem obgleich die meisten leugnen, irgend einer politischen Richtung anzugehören, daß der Angriff von der sozialdemokratischen Seite der Industrie. Die zur Berathung des Entwurfs von Verdienste seine Krone- hat sich der Minister des Innern, Herr ausgegangen sei. Die Verhandlungen haben dies bewiesen; nicht Ausnahmebestimmungen, betr. die Regelung der Sonntags- Raynal, erworben, der unter dem 16. März ein in allen Blättern umsonst sei Jochem hoch! gerufen worden. Wen die direkte ruhe in Rohzuckerfabriken, Zuckerraffinerien und Melaffe- veröffentlichtes Schreiben an den Polizeipräfekten richtete, in Schuld an den betrübenden Vorgängen vom 11. Juni treffe, Entzuckerungsanstalten, einberufene Versammlung von Inter- welchem er diesem anzeigte, daß die Regierung sich jeder ließe sich noch nicht feststellen. Die moralisch verantwortlich zu effenten trat, wie wir dem Reichs- Anzeiger" entnehmen, Manifestation zur Erinnerung an den 18. März entgegenseze Machenden feien jene Hegapostel, welche Haß gegen die Obrig- heute unter dem Vorsitz des Unter- Staatssekretärs im Reichs- und der Präfekt demgemäße Maßregeln zu treffen habe. Die feit genährt und ebenso den Angeklagten die Stüße der Religion geraubt." Sie sehen in den Beamten des Staates nur unnüze Koftgänger, wie aus dem Rufe: Schlagt die Gendarmen, die Hunde nieder, fie freffen unser Brot, zu ersehen set. Es giebt ja auch, wie ich zugeben will Sozialdemokraten, die in gutem Glauben an den Sieg ihrer Jdeen glauben und die Gewalt nicht wollen, aber sie find nicht im stande, die durch ihre Lehren aufgeregten Menschen in ihren Grenzen zu halten. Ein solcher gleicht dem Zauberer, der die Geifter rief und sie nicht bannen kann. amt des Innern, Dr. v. Rottenburg, im Reichstagsgebäude zusammen. An der Besprechung nahmen außer Vertretern des Reichsamts des Innern und des t. preußischen Handelsministeriums 7 Gewerbe- Aufsichtsbeamte, 14 Arbeitgeber und 21 Arbeitnehmer theil. Würde es sich um eine neue Säbelkoppel oder um neue Kanonen handeln, so wäre das Geld massenhaft vorhanden. " hätten gern ihre Revanche der Kommune gehabt, gerade so, wie panamistischen Blätter flatschten dem natürlich Beifall, denn sie Raynal seinen Tag". Die sozialistischen Abgeordneten beschlossen. hätten gern ihre Revanche der Kommune gehabt, gerade so, wie aber gleich nach Veröffentlichung des ministeriellen Schreibens, die Regierung diesbezüglich zu interpelliren, wodurch sich der Minister des Innern veranlaßt fand, die ganze Sache auf ein Mißverständniß zurückzuführen. So fam es denn, daß zum Zorne der Reaktion die Kommunefeier glänzender denn je begangen Holland. Die Neuwahlen sind auf den 10. April, öffnung der neuen Session erfolgt am 16. Mai. Ein Konflikt zwischen Crispi und der italienifchen Rammer steht bevor, da die Finanzforderungen des Ministeriums auf Widerstand in der Finanzkommission stoßen. Die Kulturaufgaben leiden nicht. Wie der Voss. Zeitung" aus Schlesien geschrieben wird, ist eine Abwurde. Zum Schluffe des Plaidoyers bittet der Staatsanwalt Preuß ordnung aus den schlesischen Weberbezirten die Geschworenen, Milde nicht walten zu lassen, sondern sie an der Eule und im Glazer Gebirge, die um den endlichen möchten dafür sorgen, daß das Gefühl der Ordnung und Sicher: Bau der" Nothstandsbahnen" bitten sollte, wohl die Stichwahlen auf den 24. April festgesetzt. Die Erheit in der Elbinger Gegend wiederkehre. Aus den Plaidoyers wollend empfangen, aber dahin beschieden, daß die Finanzder Bertheidiger sei nur hervorgehoben, daß diese fast sämmtlich I age des Staates den Bau der projektirten drei die Schuld der sozialdemokratischen Agitation zuzuschieben versuchten. Die wahren Urheber, das seien die sielbewußten Ge- Bahnen nicht gestattet. noffen" gewesen. Merkwürdiger Weise bekennt sich aber feiner der Angeklagten zur sozialdemokratischen Partei, selbst von den Bolizeiorganen mußte zugegeben werden, daß die als sielbewußte Die italienischen Blätter melden übereinstimmend, daß Genossen" bekannten Leute zur Ruhe und Ordnung gemahnt ,, Gleiches Recht" in Mecklenburg. Das medlen die Finanzkommission die Erhöhung der Kapitalrentenfteuer haben. Herrmann versuchte schon am Tage vorher in die nur für Eingeladene zugängliche tonservative Bersammlung zu ge- burgische Ministerium des Innern hat die auf dem frei auf 20 pet. abgelehnt und nur eine solche auf 14 pct. ge= Tangen, nicht, um Radau zu machen, sondern um zu diskutiren". sinnigen" Parteitage in Güstrow( Partei Bachnicke) jüngst nehmigt habe. Ferner habe die Kommission die Steuers Auch in der Versammlung in Bangriz- Kolonie mahnten gerade beschlossene Aenderung des Statuts und des Programms forderungen der Regierung im Ganzen um fünfzig sie zur Ruhe, indem sie riefen:„ Laßt ihn sprechen, dann sprechen des Landes- Wahlvereins in Gnaden genehmigt und zugleich Millionen gekürzt und für Heer und Marine wir." Und einen andern Standpunkt vermag ein überzeugter Sozial- auf Ansuchen den Verein von der Einreichung des Mit neunundzwanzig Millionen Ersparnisse demokrat schlechterdings auch gar nicht einzunehmen. Wenn gliederverzeichnisses bis auf weiteres unter der Bedingung verlangt. Der Finanzminister habe deshalb die Be nun die aufgeregte Menge, die in tieftraurigen Berhältnissen lebt, bispensirt, daß in jedem Jahr bis zum 15. Juli dem schlüsse der Kommission abgelehnt. zu Gewaltthätigkeiten greift, so ist das gewiß bedauerlich, aber Zu der großen Arbeiterdemonstration in London, man wird solche Atte wohl begreifen können, wenn man das Minifterium ein Verzeichniß der Vorstände des LandesGlend und die Gedrücktheit der Bevölkerung berücksichtigt und Wahlvereins wie der gebildeten Kreis- und Ortsvereine über deren vollständiges Gelingen wir auf Grund teleDem Bund der Landwirthe find be- graphischer Mittheilungen schon gestern berichtet hatten, fich vor Augen hält, daß die Landbevölkerung von den Guts- mitgetheilt wird. herren und deren Inspektoren und Verwaltern geflisfentlich in fanntlich jüngst ähnliche Vergünstigungen gewährt worden. schreibt unser Londoner Korrespondent am 18. März: politischer Unbildung erhalten wird. Diese Selbsthilfe erklärt Die Sozialdemokraten aber müssen sich mit der Rechtlosigsich einfach daraus, daß die Leute sich, wie ein Vertheidiger be- feit abfinden. merkte, nur um ihre Flasche, nicht aber um Politik kümmern." Nicht durch den Einfluß der Sozialdemokraten, wie selbst einige der Vertheidiger es hinstellen wollten, sondern im Gegentheil, weil dieser Einfluß noch nicht groß genug war, fonnte es zu solchen Ausschreitungen kommen. Politische Ueberlicht. " Ueber die akademische Freiheit wissen die„ Akademischen Blätter" zu berichten. Sie schreiben: Die Universitätsbehörde stellte an den Vorsitzenden des Vereins deutscher Studenten, stud. hist. Sarwey, das merkwürdige Anfinnen", über sein Verhalten in der Verfammlung einen schriftlichen Bericht einzureichen. In der Meinung, daß die Erfüllung dieser an sich vielleicht harmlosen Forderung leicht als Präzedenzfall für die Tendenz der Behörde, ihre väterliche Obhut über das ganze Privatleben der Studirenden auszudehnen, benutzt werden könnte, weigerte fich Herr Sarwey, den Bericht zu erstatten. Darauf wurde ihm vom Rektor und Richter ein Verweis ertheilt und er durch Androhung der Disziplinarstrafen gezwungen, den weiteren Widerstand aufzugeben." Berlin, den 20. März. Pindter'sche Federempfindungen". In seinem unübertrefflichen Karlchen- Mießnick- Stil berichtet der norddeutsche allgemeine Bindter, in der Presse hätten eine gange Reihe von Federn ihren Empfindungen darüber Luft Wie bekannt, hatte Herr Sarwen in der Studentengemacht", daß die Sozialdemokratie durch Nichtbewilligung versammlung, in welcher über Antisemitismus und Sozialisdes geplanten Kaiser Wilhelm- Denkmals ihre republikanische mus diskutirt wurde und in welcher er präsidirte, erGesinnung bestätigt habe. Pindter theilt natürlich diese klärt, daß es ihm nicht gelungen sei, den sozialFeberempfindung von ganzem Herzen- pardon! demokratischen Studenten von der akademischen Behörde von ganzer Pose" - wundert sich aber weiter nicht Redefreiheit zu erwirken. Die Versammlung hatte darauf darüber. Er hat das längst gewußt. Nun, alle Sozial- auch eine von Dr. Lux beantragte Resolution, in welcher demokraten haben das auch längst gewußt. Wir stimmen sogar Pindter's Wunsche zu, daß diese Erkenntniß der Redefreiheit für die Studirenden verlangt wurde, angenommen. So weit die deutschen" Studenten noch geeignet sind, Lehre gegnerische Federseelen den Anstoß zum engern Zusammen- anzunehmen," werden sie durch das beliebte Vorgehen gegen schluß aller anderen Parteien gegen uns wie in Sachsen Herrn Sarwey besser als es durch die sozialdemokratischen geben möge. Nichts tann uns lieber fein als die Bildung Redner geschehen konnte, belehrt sein, was es mit ihrer einer kompakten, reaktionären Masse. Pindter täuscht sich vielgerühmten akademischen Freiheit auf sich hat. Sie fehr, wenn er glaubt, wir hätten davor Angst. Im Gegen haben das Recht den Mund recht voll zu nehmen, patheil! um so eher werden den großen Massen des darbenden triotische" Hochs auszubringen, Bismarck und Ahlwardt zu Volkes die Augen aufgehen. feiern, auf die Sozialdemokraten zu schimpfen, zu saufen und randaliren und sich Schmisse auf die Fragen zu versetzen. Treibt sie aber die Ueberzeugung dazu, ihrem Denken selbstständigen Ausdruck zu geben, dann heißt es:„ Kusch, deutscher Student!" Du hast nur zu bellent, wo es gewünscht wird. Deutsch russischer Handelsvertrag. Die Aus wechselung der Ratifitationen zu dem Handels- und Schiff fahrts- Bertrage zwischen dem Reiche und Rußland hat heute früh nach 8 Uhr im Auswärtigen Amte stattgefunden. Heute Nachmittag findet im Hyde Park eine große Demonstration der Trade Unionisten gegen die Lords statt. Da das Wetter sich günstig anläßt, steht eine große Betheiligung zu erwarten. Aus allen Theilen des Vereinigten Königsreichs sind Delegirte anwesend, und von den 12 Platforms, die im Hyde Part errichtet sind, werden autorisirte Vers treter der Textilarbeiter von Lancashire und Yorkshire, der Eisenbahnarbeiter von Glasgow und Newcastle, der Stahlarbeiter Sheffield, der Bergarbeiter des Nordens, der Midlands und von Wales, der organisirten Seeleute, der Fischer und der Landarbeiter, der Dockarbeiter der großen Häfen Englands und der Gasarbeiter in den Städten ihre Proteste gegen die Vereitelung der Haftpflicht- Reform durch die Lords kundgeben. Mit bezug auf die bestellten Redner und die Leitung der Demonstration ist der Charakter derselben als eine Aeußerung des britischen Trade Unionismus in strengster Weise mit jener eigenthümlichen Auslegung des Begriffes des, wirklichen"( bona fide) Arbeiters und Trade- Unionisten, die nun einmal sich hier Geltung erobert hat gewahrt worden. Nicht so mit Bezug auf die zur Abstimmung kommende Resolution. Das aus Mitgliedern des parlamentarischen Gewerkschaftskomitees und des Londoner Trades Council zusammengesetzte" tombinirte Komitee", das die Veranstaltung des Meetings in die Hand genommen, wollte das felbe in jeder Hinsicht auf den Protest gegen diese spezielle Aktion der Lords beschränken. Indeß die Logik der Thatsachen ist stärker, als der Wille der Individuen, und es ist eingetreten, was ich vorausgesehen. Ob die Agitation gegen die Lords bloßes Scheinmanöver der Liberalen oder nicht, da die Frage einmal auf die Tagesordnung gekommen ist, und da die Lords der modernen Arbeiterbewegung direkt feindselig gegen überstehen, die zu gunsten derselben entworfenen Gefete nach Möglichkeit aufhalten oder verhindern, können die für ihre Klasseninteressen kämpfenden Arbeiter gar nicht umhin, die gesetzgeberische Position der Lords überhaupt in Angriff zu nehmen. Von Anfang an machte sich eine ziemlich starte Unterströmung in Tradeunionsfreifen gegen die Beschränkung auf den bloßen nachträglichen Protest gelten, und trotzdem selbst bernsene Vertreter des eng " fifchen Sozialismus in der meiner Ansicht nach falschen Be- Weiblein, mit der Wucht zorniger Begeisterung das Lieb als| Mart( ausschließlich der Steuer) oder von 913 M. auf 1 ha der fürchtung, die liberale Partei merde eventuell nur den Vor- Massengesang und weder der Beamte noch der Einberufer waren mit Tabak bebauten Fläche berechnet gegen 727 M. im Jahre 1891 theil von der Sache haben dieser Unterströmung entgegen- in der Lage, der Masse den Mund zuzubinden. Nun große und 801 M. im Durchschnitt der letzten 10 Jahre. Die Einfuhr traten, ist dieselbe doch schließlich siegreich geblieben. Aufregung auf polizeilicher Seite und der mehrfache Versuch, eine von Tabat und Tabatfabrikaten stellte im Erntejahr 1. Juli Die ausbeuterische Mutter Kirche". Der Rede zu reden, was aber unter den Beifalls"-Salven der Menge 1892/93 einen Werth von 73 Millionen Mart dar. Die TabakSoziald. Bund" hält in einem Aufrufe dem Erzbischof die Anwesenden, den demonstrativen Gesang einzustellen, da das 12,09 Millionen Mark und der Eingangszoll vom ausländischen einfach zur Unmöglichkeit wurde. Grillenberger ersuchte hierauf steuer hat einschließlich der Abgabe von Surrogaten 1892/93 von Canterbury, der das Haupt der englischen Staatskirche Fest fonft Gefahr laufe, als Versammlung erklärt und aufgelöst Tabat 44,57 Millionen Mark ergeben; abzüglich der Ausfuhrist, folgende Sünde vor: zu werden. Der Herr Offiziant wollte sich aber dabei nicht be- vergütungen stellt sich der Ertrag der Abgaben vom Tabak zu Wir finden, daß in dem Londoner Stadttheil von West- ruhigen, sondern nun durchaus die Frauen und Minderjährigen sammen auf 56,27 Millionen Mark oder 1,11 M. auf den Kopf minster Ihre Korporation zwei Drittheile ihr eigen nennt. aus dem Saal haben. Da es aber mittlerweile 3/412 Uhr ge- der Bevölkerung. Wenn die Hälfte davon durch einen Brand hinweggefegt worden und Polizeistunde- Verlängerung ohnehin nicht bewilligt würde, könnte dies dem Gesundheitszustande der Hauptstadt war, auch Niemand mehr das Bedürfniß zum Singen oder De nur zum Wohle gereichen! Ihr gebt Menschen Wohnungen, flamiren hatte, löfte sich schließlich, nachdem die Musik beruhigend 100 Ihr nicht Eure Pferde oder Hunde unter eingegriffen, die Aufregung in allgemeines Wohlgefallen auf und bringen würdet. Mehrere dieser Höhlen find von die Veranstaltung konnte zu einem friedlichen Ende geführt werden. Weibern der unglücklichen Klasse bewohnt. Prostitution wird dort an den Thüren bei hellem Tageslicht von Weibern angeboten, um sich den Miethzins zu erwerben, d. h. die Einkünfte der Kirche in Stand zu halten und sich ein Dach über dem Kopf zu retten! Die Vorderfenster sind Schmugnester. In einer Straße wurdet Ihr von der Behörde gezwungen, verfallene Häufer niederzureißen. Das riecht und schaut man freilich nicht von Eurer Gnaden Palaftfenstern aus. Tausende aber hungern in erzwungener Müßigkeit!" Was wird der englische Papst auf diese Anklage antworten können? Natürlich nichts! heißt es: Mart W Das verein erzielte pro 1898 einen Reingewinn von 1419 412 M., Rapitalistische Entbehrungslöhne. Der Schlesische Bankdie Dresdener Bank einen solchen von 4575 042 M., die Norddeutsche Lagerhaus- Aktiengesellschaft einen solchen von 82449 W., Die Berliner Lagerhof- Attiengesellschaft einen solchen von 317800 In zwei Beleidigungsfällen" hatte sich am 16. d. Mts. Mart.- Die Donnersmardhütte in Babrze zahlt 605 556 M. Genosse Lingweiler, Redakteur der Elberfelder Freien as 6 prozentige Dividende und 33 706 M. als Gewinnantheile Presse", zu verantworten. Der erste Fall betraf die Beleidigung Abschreibung von 177 800 m. und einer Rücklage von 22 143 M. aus. Die Gerresheimer Glashüttenwerte zahlen nach einer zweier Polizeibeamten a. D. Die" Freie Presse" vom 7. Nov. eine Dividende von 7 pet. vorigen Jahres enthielt eine Notiz, nach welcher einem Polizisten Die Sächsische Distont- Bant in nachgesagt war, daß ihm etwas Menschliches" paffirt fei, fodaß Dresden streicht einen Reingewinn von 171 965 Mark eine große Anzahl Kinder sein Geleit gebildet bätte. Namen ein. Hiervon werden großmüthig dem Beamten Unterwaren nicht genannt, trotzdem waren zwei Polizisten genöthigt, gehen mit 61/2 pet. Dividende nach Hause. ftügungsfonds 5000 überwiesen. Die Aktionäre Strafantrag zu stellen, und der Staatsanwalt fand es im öffent. Blechmalzwerk Schulz- Knandt schließt mit einem Gewinn von Die Bilanz des lichen Interesse für geboten, diefe Bagatelle vor die Straffammer 531 662,59 M. ab. Die Herren Aktionäre follen 7 pet. Dividende zu ziehen. Die beiden Polizisten waren mittlerweile außer Dienst erhalten. Die Aachener Diskonto Gesellschaft heimste einen Serbien steht wieder vor einer Ministerkrists. getreten. Do II, der eine, bestritt, betrunken gewesen zu sein, der Fromme Kosaden. In einem Tagesbefehl des andere, der durch Verjagen der Kinder zur Vergrößerung des Auflaufs Reingewinn von 636 180 M. ein. Als 61/ aprozentige Dividende tommen 487 500 M. zur Bertheilung. Großfürsten Wladimir, der die russischen Garden befehligt, beigetragen haben sollte, bestritt bies ebenfalls. Der Staats: tommen 487 500 M. zur Bertheilung. Die GummiwaarenGroßfürsten Wladimir, der die russischen Garden befehligt, anwalt beantragte drei Wochen Gefängniß; der Gerichtshof 94 071 M. Die Dividende ist auf 8 pt. feftgefeßt. beigetragen haben sollte, bestritt dies ebenfalls. Der Staats: Fabrik Voigl u. Winde erzielte einen Gewinnüberschuß von " Die Haupttriebfeder zu den hervorragendften Thaten war jedoch schloß sich den Ausführungen des Vertheidigers an und Breußische Leihhaus kann auch in diesem Jahre wieber 6 pt. erkannte auf Freisprechung. bei den russischen Truppen stets der Glaube und die Der zweite Fall betraf eine Kritik der Gefängniffe zu Siegbie Leipziger Kreditanstalt 8 pet, die Süddeutsche Boden- KreditDividende zahlen. Ihren nothleidenden Aktionären gedenken: Kriegsgeschichte bietet in ihren Annalen zahlreiche Beispiele burg. Es war in einem Artikel gerügt, daß die dortigen falten bant 7 pet., die Magdeburger Bergwerts- Attiengesellschaft 12 pt. des unermeßlichen Einflusses desselben auf den Soldaten. Asphaltböden die Gesundheit der Gefangenen ruiniren müßten die Bergwerts- Gesellschaft Ronsolidation 8 pet, die Dessauer In der That schöpft der Soldat aus dem orthodoxen um so mehr, als diefe nur ganz dünne Saffiansohlen trügen. Gasgesellschaft 10 pCt., die mechanische Baumwollspinnerei in Glauben alles das, was zu einem guten Krieger nöthig ist. Weiter war noch gesagt, daß man Pferde auf solchen Böden asgesellschaft 10 pCt., die mechanische Baumwollspinnerei in Die orthodore Kirche festigt im Innern eines jeden Soldaten durch Streu zu schüßen suche, während man das bei Gefangenen Göppingen 181/ s pot., die mechanische Baumwollspinnerei Raufbeuren 10 pCt., die Zwirnerei und Nähfaden- Fabrit grenzenlose Ergebenheit und Liebe für Thron und Baterland, nicht für nöthig zu halten scheine. Durch diesen Artikel follte Bamberg 14 pet., die Dittersdorfer Filz- und Krazentuchfabrik absoluten Gehorsam den Chefs gegenüber und Wohlanstand der Gefängnißdirektor beleidigt sein. Das Gericht versagte dem 8 pt., die Terrain- Gesellschaft Südende 11 pct., und die Leip und Ehrlichkeit. Sie lehrt auch den Tod nicht zu fürchten und Angeklagten den§ 193. Einen Arzt als Sachverständigen darüber pet., bie Terrain- Geſellſchaft Südende 11 pCt., und die Leipverspricht allen, die ihre Pflicht ehrlich erfüllt haben, Be zu vernehmen, ob die Gesundheit der Gefangenen in solchen siger Kammgarn- Spinnerei 8 pet. Dividende pro 1893 zu zahlen. lohnung im Himmel. Alles was die Kirche in der Person Räumen, die nur bis zu 8-12 Grad Celsius erwärmt seien, Erwähnt fei noch die Potsdamer Kreditbank, welche bei einem ihrer Diener lehrt, wird vom Soldaten solide und dauernd wurde abgelehnt und 2 in xweiler wegen seiner„ vielen Bor- erzielten Reingewinn von 59 730 M. eine Dividende in Höhe von angenommen, weil er es mit dem Herzen aufnimmt und strafen" zu sechs Wochen verdonnert. Reviston ist angemeldet. 7. pt. vertheilt. Der Aufsichtsrath der Zuckerfabrik Zduny, denicht mit der Vernunft und dem Gedäch tgierungsbezirk Pofen, bat, wie dem Ratiborer Anzeiger" be= niß." richtet wird, in seiner letzten Sigung beschlossen, den AktioDas glauben wir gern, daß da die Vernunft keine nären 22 pet. Dividende zu geben. Wegen Beleidigung des früheren Kaufmanns Rolle spielt. Und weiter verlangt der Großfürst direkt, Schröder, jetzigen Redakteurs eines antisemitischen Blattes, Die 48ständige Arbeitswoche in England. Der daß alle Offiziere unbedingt zusammen mit ihren Rotten, wurde Genosse Ilge, Redakteur des Hallenser Boltsblatt" 3ivil- Lord der Admiralität, Robertson, fündigte Eskadrons, Batterien und Kommandos fa sten sollen; es zu 5 M. Geldstrafe verurtheilt. im Unterhaus den Beschluß der Regierung an, die 48stündige sollen Listen derjenigen Stabs- und Oberoffiziere angefertigt Arbeitswoche in den Marinewerkstätten einzuführen. werden, welche nicht die Fasten beobachten, unter Angabe der Gründe des Nichterfüllens dieser Christenpflicht. Die Soldaten fasten natürlich immer. Aus dieser Proflamation fann man auch ersehen, daß Asien bereits in St. Petersburg anfängt. " Russische Kultur- ,, Leistungen. Um die Thaten preußischer Amtskulturträger richtig zu würdigen, thut man immer gut, fich das Treiben der russischen Tichinowniks anzuschauen: Willst Rotenhan und Leist verstehn, mußt in des Baren Lande gehn!" In der Nähe der russischen Stadt Perm, in Nisch ni Tagil waren Arbeiter unruhen" ausgebrochen. Es handelte sich um Lohnstreitig teiten in den Hüttenwerken des Ural. Die hohe Obrigkeit ließ nach einer der„ Boss. 3tg." gewordenen Mittheilung ungefähr die Hälfte der Bevölkerung mit Ruthen durchprügeln." Seit dem herrscht Ruhe: Knute, Ruthe, Nilpferdpeitschein der Instrumentation herrscht eine gewisse Abwechselung, aber der Text ist der nämliche. Bis jetzt sind indeß, das muß man gestehen, die russischen Knutokraten ihren preußischdeutschen Nachahmern noch immer in der Quantität ihrer Leistungen beträchtlich voraus. Parteinachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Soziale Ueberlicht. Frauenarbeit in England ist im Zunehmen begriffen. 1891 betrug die Zahl der berufsthätigen Frauen 8442 von je 10 000 gegen 8405 im Jahre 1881. Dagegen ist die Zahl der in An die Arbeiter Berlins. Arbeit stehenden Männer von 8324 auf 8314 pro 10 000 geParteigenossen! Wir sehen uns gezwungen, an Euch mit der sunken. Während 1881 von 10 000 Frauen über 65 Jahren deren Bitte beranzutreten, in diesem Sommer genau auf die Lokalliste 1828 beschäftigt waren, find es 1891 nur noch 1598; von Frauen von Grünau zu achten. Gegenwärtig stellt uns der Restau- im Alter von 45-65 Jahren nur noch 2497 gegen 2608 auf rateur ecker, Friedrichstr. 1, Ecke Wilhelmstraße, sein Lokal 10 000. Buwachs trat dagegen beim jüngeren Geschlecht ein. zu Bersammlungen zur Verfügung. Wir wären genöthigt, so Mädchen von 10-15 Jahren waren 1626 auf 10 000 beschäftigt wie die Verhältnisse liegen, mit dieser einen Ausnahme ganz gegen 1506 vor zehn Jahren. Mädchen und Frauen von 10 bis Grünau zu sperren. Um aber den Kampf erfolgreich zu führen, 25 Jahren 6336 gegen 6214. Beruflich beschäftigt find 6336 auf haben wir uns entschlossen, zunächst die Lokale der Restaurateure je 10 000 Frauen und Mädchen im Alter von 15-25 Jahren, Buchholz, Friedrichstr. 27, und Stein, Kurfürsten und im Alter von 25-45 Jahren 2960. Friedrichstraßen- Ecke zu sperren. Wir erwarten von den Berliner Genossen, daß sie uns in diesem Kampfe thatfräftig unterfügen. In nächster Zeit werden wir in einem Flugblatte die Gründe darlegen, weshalb wir gegen diese beiden Lokale zunächst vorgeben. Der Vorwärts" liegt aus bei eder, Friedrichstr. 1, in den hein, Friedrichstr. 3, und Ruttkowsky, Röpe-„ Leipziger Tageblatt"- muß wirklich bedenklich sein, nickerstr. 108. Die 2otalt ommission. J. A.: Wüstenhagen, Grünau, Friedrichstr. 7. Achtung, Kistenmacher! In der Riftenfabrik des Herrn Göhlsdorf, Friedrichsberg, Fahrstr. 19, haben die Arbeiter, mit Ausnahme des Kollegen Franz, wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Vor Zuzug wird gewarnt. Der Vertrauensmann. Zu einer imposanten Märzfeier gestaltete sich eine am An die Weber! Ein Flugblatt an alle für Berliner 18. März in die„ Kontordia" in Breslau einberufene Bolts- Firmen arbeitenden Hausweber ist in einer Auflage von versammlung, in welcher Genoffe Dr. Schoenlant, der Ab- 10 000 Exemplaren hergestellt worden und soll demnächst zur geordnete für Breslau West referirte. In zündender Rede be- Vertheilung gelangen. Wer sich mit der Vertheilung befaffen leuchtete Schoenlant die geschichtliche Entwicklung, die Deutsch- oder dieselbe vermitteln will, oder im Besitz von Adressen folcher land seit Beginn des Jahrhunderts durchlaufen. Folgende Re- Personen ist, welche eventuell die Verbreitung des Flugblattes solution fand nach feinem mit großem Beifall aufgenommenen zeichneten einzusenden. Namentlich gilt dies von den schlesischen übernehmen würden, wird gebeten, seine Adresse an den UnterVortrag einstimmige Annahme: Weberdistrikten Neurode- Langenbielau, Ratscher und Umgegend. Paul Wagner, Berlin O., Fruchtstr. 54. 11 Die sozialdemokratische Partei Breslaus begeht den 18. März als Gedenktag an die großen Männer, welche mit ihrem Blute der Freiheit eine Gaffe brachen. An den Gräbern der Märzgefallenen pflanzt das deutsche Proletariat das rothe Banner des Sozialismus auf, als Wahrzeichen des Rampfes um Freiheit und gleiches Recht für Alle. Unsere Parole lautet: Nieder mit der Reaktion, Hoch die revolutionäre Sozialdemokratie!" mit dem Polier in Lohndifferenzen gerathen. Zuzug ift unbedingt In Dortmund find die am Postbau beschäftigten Bildhauer fernzuhalten. Nähere Nachricht folgt. beten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Nachdruck geDer Streit in der Emaille- und Metallwaarenfabrik Eine Märzfeier mit Hinderniffen. Am Sonnabend den von Paul Wolf in Elsterberg hat seine Erledigung gefunden. 17. März hielten die Parteigen offen Nürnbergs eine Ge- Die gestellten Forderungen wurden bewilligt: zehnftündige Ardächtnißfeier ab zu Ehren der Märzgefallenen. Die Betheiligung beitszeit, Verbesserung von Maschinen, Anschaffung eines Schleif so heißt es in unserem Nürnberger Bruderorgan war eine fteines und ein Akkordzuschlag von 10 pet. Die Arbeit wurde so starte, wie wohl niemals zuvor. Ein Festvortrag des Genoffen am Mittwoch vor 8 Tagen wieder aufgenommen. Die Arbeiter Dertel, verschiedene von Herrn Ludwig Aub verfaßte und gehörten allesammt dem Verbande an und hielten auch unter sich von ihm felbft vorgetragene Gedichte, mehrere Gefangvereine gut zusammen. So konnte der Erfolg nicht ausbleiben. trugen das ihrige dazu bei, das Fest verschönern zu Der Streik der Angestellten der Dortmunder Straßenhelfen. Alles war, wie man das auf fozialdemokra bahn ist zu gunsten der Arbeiter entschieden. Diese haben die tischen Festen anders gar nicht gewöhnt, gut verlaufen und die Arbeit wieder aufgenommen, nachdem ihnen eine monatliche Anwesenden gaben sich dem ungestörten Genusse hin. Nur ein fleines Renkontre hatte sich zwischen dem dienstlich anwesenden Lohnerhöhung von 10 M. bewilligt worden war. Aehnlich wie bei den Frauen ist das Verhältniß bei den beschäftigten Männern. Von den 65 und mehr Jahre alten waren auf 10 000 beschäftigt 6477 gegen 7262. Die Zahl der Knaben von 10-15 Jahren stieg aber von 2290 auf 2602. Der Nothstand in Nordamerika so heißt es im da man dort bereits anfängt, in den Zuchthäusern für die Darbenden zu sammeln. Die Insassen des Zuchthauses von Maryland haben unter sich 500 Dollar zur Linderung der Noth aufgebracht; fie gaben von 25 Cents bis 5 Dollar die Person. Giner wollte 25 Dollar geben, doch war der Gefängnißverwalter dagegen, daß der Betreffende sich ein so großes Opfer auferlegte und nahm nur 5 Dollar von ihm. Gin anderes beredtes Beichen giebt die Thatsache, daß bei den New Yorker Sparbanken im legten Jahre 86 500 000 Dollar eingezahlt, dagegen 104 100 000 Dollar abgehoben wurden, daß also von den früher ersparten Geldern volle 17 600 000 Dollar dem herrschenden Nothstande zum Opfer gefallen find. Für Nordamerika gesteht also bas nationalliberale Leipziger Blatt den Nothstand zu, aber in Deutschland giebt es selbstverständlich so etwas nicht! hat folgende Resultate ergeben: Die Familien, in welchen eine Eine Statistik der Arbeitslosen im Staate New York oder mehrere Mitglieder arbeitslos find, belaufen sich auf 48 681 mit 206 704 Individuen. Von diesen Familiengliedern 14 688 Frauen) ohne Beschäftigung. Von den 48 681 Familien find unter gewöhnlichen Verhältniffen 78 028 verwendbar, gegen wärtig aber 67 280 oder 88 pet.( 52592 Männer und bedürftig. Von diesen 48 681 Familien bestanden 4186 nur aus waren jetzt 39 311 oder 80 pet. mit 167 037 Individuen hilfs= einer Person, die übrigen aus mehreren Personen. Wie groß die Zahl der Arbeiterfamilien ist, in denen kein Mitglied über Arbeitslosigkeit zu tlagen hat, ist nicht ermittelt, auch sind nur die ständigen Arbeiter in Betracht gezogen, nicht die Leute, welche hier und dort aushelfen. Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wet Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Lichterfelderstraße. Brief aus R. erhalten. Besten Gruß! F. S. O. Frau R. wohnt Friedrichshagen. Bureauangestellten. Ihr Eingesandt kann uur als Annonce aufgenommen werden. Orts Krankenkaffe. 1. Die Beamten können, wenn keine Kündigungsfrist vereinbart ist, mit Ablauf des Monats ohne vorberige Mittheilung entlassen werden. 2. Gar nicht. Nur an die Krankenkasse der Bureaubeamten haben sie Ansprüche auf Krankengeld. B. Gar nicht. 4. Ebenso. 6. 1894. Kommen Sie Abends um 8 Uhr. S. Breh, Kreuznach. Heinr. Boot, Laufergasse 15. Gotenburg. G. Faber, Tuchmacherstr. 88. Polizei Offizianten und dem Veranstalter des Festes, Genossen Eine Statistit über den Tabak im deutschen Zollgebiet, Grillenberger abgespielt. Ein Schneider hatte für seine welche das Vierteljahrshest der Statistik des Deutschen Reiches streifenden Kollegen eine Sammelliste fursiren lassen. Der veröffentlicht, ergiebt, daß in Deutschland, soweit sich vergleichen Beamte verbot dies und konsiszirte die Listen. Dagegen läßt( D. b. seit 1871), noch nie so wenig Tabak gebaut worden protestirte Grillenberger, dabei betonend, daß, wenn ist, als im Jahre 1892. Jm Ganzen waren in diesem Jahre der Beamte im Lokal amtliche Handlungen vornehmen nur 14 730 ha mit Tabak bepflanzt gegen 18 533 ha im wolle, er auch verpflichtet sei, sich ihm dem Arrangeur des Festes Jahre 1891 unb 19 280 ha im Durchschnitt der letzten B. O. A. 105. Sie können zum Gewerbegericht nicht ge= als in dienstlicher Eigenschaft anwesend, vorzustellen. Daß ge- 10 Jahre; namentlich ist der Anbau von Tabak zurück- wählt werden. Da gegen Sie eine Untersuchung wegen Wildschah denn nachträglich und damit war die Angelegenheit er gegangen in der Pfalz( 1891: 6086 ha, 1892: 4055 ha) und im bieberei im Gange war, so ist die Mittheilung richtig. Sie ledigt. Badischen Oberland( 1891: 4793 ha, 1892: 3856 ha). 213 tönnen nichts dagegen machen. Allem Anschein nach wollte der Beanite aber um jeden Grund für diesen Rückgang ist die geringe Ernte, der unsichere Preis Lorbeeren verdienen, und so nahm er Gelegenheit, die Abfah und der gedrückte Preis des Tabats in den lettvergangenen Marseillaise, als sie zu schon vorgerückter Stunde gesungen Jahren anzunehmen. Die Tabakernte des Jahres 1892 ist zum werden sollte, zu verbieten. Das Lied fei politischen Inhalts Theil gut, stellenweise sogar vorzüglich ausgefallen, wird jedoch und das Fest werde zu einer politischen Versammlung, die sofort meist nur als Mittelernte bezeichnet. Geerntet wurden im aufgelöst werden müsse, da Frauen und Kinder anwesend seien. ganzeit 30 350 t( zu 100 kg) trockene( dachreife) Blätter oder Grillenberger lehnte die polizeiliche Zumuthung ab, da 2,06 t auf 1 ha gegen 1,88 t im Jahre 1891 und 1,96 t im dieses Lied seit zwanzig Jahren bei allen möglichen Gelegenheiten Durchschnitt der legten 10 Jahre. Auch die Beschaffenheit des unbeanstandet gesungen würde. Da aber der Polizeibeamte 1892 geernteten Tabats hat meist befriedigt: der Absatz war Fr. Hafe. Sie können ein Schreiben der von Ihnen gedarauf bestand und außerdem erklärte, daß er den ausdrücklichen in der Hauptfache leicht und der erzielte Preis fast durchweg wünschten Art nicht an das Vormundschaftsgericht senden. DaAuftrag habe, dieses Lied nicht vortragen zu lassen, machte der beffer als der für die 1891er Ernte. Als mittlerer Preis für gegen fönnen Sie ein Schriftstück selbst schreiben und unterschreiben, Einberufer dem Gesangsdirigenten Mittheilung von dem polizei 100 kg trodene Tabakblätter ist für die Ernte des Jahres in welchem Sie angeben, wer nach Ihrem Tode Vormund Ihrer lichen Verlangen, worauf der Vortrag abgebrochen wurde. Der 1892 ein Betrag von 80,0 Mart( einschließlich der Steuer) Kinder sein soll. Besser ist es allerdings, wenn Sie die UnterErfolg diefer Gesellschaftsrettung" war so, wie dies derartigen ermittelt gegen 74,5 M. für die 91er Erute und 76,6 M. für schrift notariell beglaubigen laffen. Beide Personen sind gefleinlichen chifanösen Maßregeln gegenüber von jeher der Fall den Durchschnitt der letzten 10 Ernten. Im ganzen ist für die eignet. Jeder von ihnen muß zum Vormund bestellt werde. war: die ganze große Menschenmenge fang nun, Männlein und Tabakernte des Jahres 1892 ein Geldertrag von 13,4 Millionen Zuchthausstrafe. " C. 3., Bonn. Rongreß- Protokoll von Halle. 2. 101. Nach unserer Meinung nicht. Praktischen Erfolg dürfte eine Beschwerde nicht haben. Auch eine Eisenbahn- Tarifreform. Für uns nicht von erheblichem Interesse. Für den Inhalt der Inierate über aimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 21. März. Opernhaus. Die Medici. Schauspielhaus. Egmont. Deutsches Theater. Der Herr Senator. Berliner Theater. Das Käthchen von Heilbronn. Leffing- Theater. Madame SansGêne. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermaus. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Novität! Zum 16. Male: Novität! Ein gesunder Junge. Posse mit Gesang und Tanz in 3 Atten von Jean Kren. Musik von Julius Einödshofer. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. sche ratweil Bierhallen Kommandantenftr.77-79. Helt. u. größt. Etablissem. Berl. Gefidenz- Theater. Der Masktenbau. Täglich abwechselnd. Programm Nenes Theater. Jugend. Central Theater. Ein gesunder Junge. Viktoria Theater. Die Kinder des Rapitän Grant. Adolph Ernst- Theater. Charley's Die Bajazzi. bei freiem Entree der ersten Wiener Damenkapelle " Dittl und Auftreten von Zu kaufen gesucht: B. Becker: Die Reaktion in Deutschland gegen die Revolution von 1848. Offerten mit Preisangabe an die Erp. Jeder Sozialdemokrat, der ein wirkAchtung, V. Wahlkreis. Gr. Volksversammlung am Mittwoch, den 21. März cr., lich freies und selbständiges Denten im Lokale der Brauerei Bötzow am Prenzlauer Thor. will, lese Th. v. Wächter's Sonntagsblatt für freien Geistesaustausch. Der Herausgeber vertritt darin die Ziele der Sozialdemokratie und den Glauben an Gott; er läßt aber in Fragen der Weltanschauung auch jede Zages- Ordnung: 1. Bericht der Vertrauenspersonen. 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. 352/1 Es ist Pflicht der Parteigenossen, zahlreich in dieser Versammlung zu Die Vertrauenspersonen. erscheinen. Verein der Lithographen, Steindrucker andere Meinung frei zu Worte kommen, und Berufsgenossen Deutschlands. Filiale Berlin.) so daß durch den Widerstreit der Meinungen ein Geisteskampfplatz ge= schaffen wird, wie er sonst nirgends im vorhanden ist. Zu beziehen bei jeder Post, viertelfährlich nur 50 Pf. Beitungsliste für des Deutſche Reich 6228a, für Württemberg 278b).[ 2478b Bock- Brauerei Tempelhofer Berg:[ 2462b Alexanderplat- Curater. in pi Künstlern Spezialitäten 55. Bock- Saison. tantes Verhältniß. National Theater. Berlin wie's lebt und liebt, oder: Die Arbeitslofen von Berlin. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. American Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. 0 1. Ranges. Täglich Auftreten der Miss Webb, Taubenkönigin, mit ihren 24 dressirten Tauben. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. 3 Kegelbahnen. 6 Billards, pro Reichshallen- Theater.Spezialitäten Stunde 60 f. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellug. C. Koch, fr. Gambrinus. Säle für Versammlungen und Festlichkeiten find noch an verschiedenen Tagen zu haben. National- Theater. Kaufmann's Variété Große Frankfurterstraße 132, Sensationelle Novität! Berlin wie's lebt und liebt oder: Die Arbeitslosen. Volksstück mit Gesang in 5 Aften ( 7 Bildern) von Hugo Busse. Musik von Hugo Mayer- Ferron. Regie: Hugo Hummel. Kaffeneröffnung 62 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, Nachmittag 3 Uhr: Volks- Vorstellung. American- Theater. Dresdener- Straße 55. Jeden Abend 81/2 Uhr: Lumpensusanne ober: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Verbrecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen. Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müαwinkel des Sonnenaufgangs" Brunwald heit. Josephine Delclisseur. mit bewegter VergangenMartin Bendix. Täglich: Auftreten des besten Bauchredners d. Jektzeit H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" Don Martin Bendix, sowie Eugen Bocher, Sächsischer Original- Humorist, Alfred Bender. Wochentags: Kaffenöffnung 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Sonntags: Raffenöffnung 6 Uhr, Anfang 7 Uhr. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Borher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gefett von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Alcazar. Variété- u. SpezialitätenTheater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Kravatten- Schulze. Posse mit Gefang von Linderer. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 61/2 Uhr. Anfang: Entree: Wochentags 15 Pf. Sonntags 30 Pf. R. Winkler. Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten- Vorstellung und Konzert von nur Künstlern 1. Ranges. Auftreten der Ballet- Gesellschaft Columbia( 10 Damen), Balletmeisterin Rosa Fricka. Auftreten der Elite- ParterreAkrobaten u. Pantomimentruppe Hermandez. Ein Stündchen beim Doktor. Komische Pantomime. The Willon's, Doppel- Jongleure. Joië di Dios, Kostüm Soubrette. G. Cordes, Gesangs- Humorist. Anfang:{ Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. A. Zimmermann, Täglich, so lange der Borrath reicht, aber nur noch kurze Zeit: Großer Bodbier- Ausschank. PassageDonnerstag, den 22. März, Abends 8½ Uhr, Lokale des Herrn Philipp, Rosenthalerstraße Nr. 38: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Paul Jahn über: Die französische Arbeiter. bewegung. 2. Diskussion. 3. Wahl von zwei Beifizern zum Vorstand. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch bittet Die Verwaltung. Deutfch. Möbeltransport- Packer- Verband. Freitag, den 23. März, Abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Th. Bolt, Alte Jakobstraße 75: Große öffentliche Versammlung der im Möbeltransport besch. Arbeiter u. Berufsgenossen. Panopticum. 4. Verschiedenes. Die Tages- Ordnung: 1. Vortrag über:" Der Kampf ums Dasein". 2. Diskussion. 3. Wie stellen sich die Möbeltransportarbeiter zu dem Kongreß in Halle im Mai? Der Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Zu dieser Versammlung find sämmtliche Kollegen dringend eingeladen. Der Einberufer. Glocke 497/1 von Fr. v. Schiller. Rufit on Mombers Achtung! Maurer. Achtung! Dargestellt in 15 lebend. Bildern. Castan's Panoptikum. Neu! Eine Neu! Vision: Psammenit, Zentralverband deutscher Maurer. Filialen I und II. Am Charfreitag, Vormittags 10% Uhr: Mitglieder- Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Tages- Ordnung: Fortseßung der am 11. d. Mts. stattgefundenen Versammlung. Berichterstattung vom Verbandstag. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. jeden Mitgliedes ist es, zu erscheinen. der lebende Mumienkopf. 249/16 Nur noch wenige Tage. Achtung! Präuschers Museum anat. Pflicht eines Die örtlichen Verwaltungen. Ethische Gesellschaft. Ahtung! Sonntag, den 25. März( 1. Osterfeiertag), täglich von früh 9 bis 10 Abends für in den Gesammträumen der Berliner Ressource, Sommandantenstr. 57: erwachs. Herren. Dienstag u. Freitag Damentag. unwiderruflich: Schluß sonntag, den 1. April. Geb. Beamt., begeiſt. f. foz. dem. Id., ,, Sanssouci, bittet gleichgef. vermögende Berf. um Kottbuserstr. 4a. An allen 3 Oster- Feiertagen: e. fl. oz.- wissenschaftl. Bibliothek zw. gründl. Stud. Off. u. D. L. 40 an die Exp. d. 3tg. 2474b Großer geselliger Abend, bestehend in Konzert, Theater und Ball. Bur Aufführung gelangt das Schauspiel Die Ehre". Regie: Herr Karge. Festvortrag von Herrn Waldeck Manasse über: Freie Ostern". Beginn 5% Uhr. Billets à 30 Pfg. find in folgenden Lokalen zu haben: Donath, Stettinerir Maler! Ein kl. Poften tr. Farben Saarbrückerstraße 11; Reiche, Königsbergerstr. 7; Denner, ManteuffelSänger Anfang 7 Uhr. " ift billig abzugeben straße 19, und in allen mit Plakaten belegten Handlungen, Waldemarstr. 65a, Seifenladen, 68/16 Der vom Gesangverein Vorwärts II unter Mitwirkung der ,, Ethischen Gesellschaft" auf den 1. Feiertag angekündigte Gesellige Gekauft werden jede Anzahl Kanarien- ben d" beruht auf grober Täuschung der Genossen. Da der Gesangverein vögel, Tanzmäuse, Lachtauben, alle Vorwärts II trotz Aufforderung seine Plakate nicht abgeändert, empfehlen wir Arten neue und alte Bauer, Tauben dies den Genossen zur Beachtung. Entree 50 Pf.. Vögel, Mehlwürmer, Gichlagen. 150/11 Jeden Abend neues Programm Parodie- Theater. Oranienstr. 52, am Moritzplatz. Täglich: Große Theater- und Spezialitäten- Vorstellg. mit stets reichh. neuem Programm, darunter 6 neue Debüts. Anfang: Wochentags 7 Uhr. Sonntags 61/2 Uhr. Circus Renz, ( Karlstraße.) Mittwoch, den 21. März cr.: Abends 71/2 Uhr: Auf vielseitiges Verlangen Redtmann, Berlin, Madaistr. 2, am Schles. Bahnhof. 24706* Die Munk- Inftrumenten- Fabrik und Handlung Howe& Co., Andreasstraße 3, empfiehlt alle Blas-, Streich- u. SchlagInstrumente, deren Bestandtheile und Saiten, Fantasie- Artikel und KinderInstrumente. Reparaturen zu soliden Breifen bei guter Ausführung. 24736* flottgehende, frankheits24716 Der Vorstand. Im unterzeichneten Verlage ist soeben erschienen: Glaubt an nichts Uebernatürliches. Preis 30 Pf. Von Alfred Holdt. Preis 30 Pi. ( Verfasser des Kleinen Pfaffenspiegel.) Außer einem Vorwort und Einleitung zc. hat die Schrift folgenden Jubalt: Weshalb ist der kirchliche Glaube von jeher bezüglich des gesellschaftlichen Lebens unfittlich, böse und schädlich gewesen? Weshalb hat der firchliche Destillation, aber au vert. Bu er: Glaube von jeher dieselben schlimmen Wirkungen auch auf das felbftbetreffende fragen Oranienfir. 87. Achtung!!! Beffere Vereinszimmer m. Piano find an den Tagen Montag, Dienstag, Freitag u. Sonntag zu vergeben. Julius Bedarf, Groß- Destillation, N.O., Gr. Frankfurterstr. 73. Leben der einzelnen Menschen gehabt?- Weshalb wird der kirchliche Glaube zu allen Zeiten und unter allen Umständen immer nur unfittlich, böse und schädlich bleiben?- Weshalb ist nur allein die wahre, natürliche Sittlichkeit wahrhaft sittlich, gut und nüßlich? Es ist fittlich, gut und nothwendig, den firchlichen Glauben abzulegen sowie denselben durch die wahre Sittlichkeit zu ersetzen. Zu beziehen durch alle Partei- Buchhandlungen, Kolporteure, sowie auch direkt 24756 vom Berleger Th. Mayhofer Nachf., ,, Wilhelmshöhe", Woltersdorf. Ein Künstlerfest. Bahnstation Ertner, 15 Min. v. BahnNeue Einlagen. Ballet von 100 Damen. hof an der Chauffee n. Kalkb.- Rüdersdorf( nicht Schleuse), einziges Lofal für Arbeiter i. d. Umg. Saal und Vorwärts". 10 Minuten von der Dampferstation. Grosses Pracht- Feuerwerk. Außerdem das Feuerpferd Elimar, vorgeführt von Frl. Oceana Renz. Das Schulpferd Prinz, geritten von Herrn R. Renz. Jeu de la rose, geritten von Frau Renz- Stark und Miß Edith. Die ifarischen Spiele in der Luft, ausgeführt von der Familie Dainef. Die Handafrobaten Gebr. Detroit. Mr. Lavater Lee u. f. w. Carl Gillmann, be 58342* Basthofs. befizer. Vereinszimmer von 50 bis 80 Personen für Donnerstag und 2 Berlin N., Weinbergsweg 15b. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, 2. Ge Andreasstr. 23, S. pt., gegenüb. Andreaspl. Kinderwagen, cher gratis. Theilzahlung ge2. Gesch.: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain. Mustergrößtes Lager Berlins. tattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß .ch nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe E. Gieseler, Möbel- Fabrik, gegr. 1872, Seydelstraße 30. Seydelstraße 30. 57822* verkaufe, als die feit kurzer Zeit as klubs all vergeben Udalbertstraße 8 Meinen geehrten Kunden billiger Randene Retame- Konturen, it ent Donnerstag: Zum vorlegten Male: ,, Ein Künstlerfest". Freitag: Reine bei Sauermann. Borstellung. an Klubs zu vergeben Adalbertstraße 8 Fr. Renz, Direktor. Grünkramkeller, Rolle, Breat, 2408b Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstrasse 32, Pferdegeschirr ist wegen schwerer Krant empfehle meine hecheleganten Säle heit sofort für 600 M. zu verkaufen zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Lübbenerstr. 16. 2465b* Wwe E. Schmiedel. Möbel. Spiegel und Polster- Waaren. Ausstattungen in Mahagoni u. Nußbaum; Küchenmöbel empfiehlt; Preislisten auf Wunsch franco. Franz Tutzauer, köpnickerstr. 25. Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„Vorwärts" Bttliner Volksblatt. Ar. 67. Mittwoch, den 2 Marz 1894. 11. Iichrg. Lokales. Achtung, Parteigenosse»! Herr Großjahn, Inhaber von Knebel's Restaurant am Spandauerberg, hat vor wenigen Tagen die Erklärung abgegeben, daß er sein Lokal fernerhin nicht mehr zu Partei- und Gewerkschaftsversammlungen hergeben werde. Das Restaurant ist mithin von der Lokalliste zu streichen. Im Auftrage der Lokalkommission: H. Schwarz, Rosmenstr. 2, Charlottenburg. In den Kreisen der Elementarschnllehrer Berlins herrscht eine vollberechtigte tiefe Mißstimmung über den auch in der Sitzung vom letzten Freitag aufrechterhaltenen Beschluß des Magistrats, den Beschlüssen der Stadtverordneten-Versammlung nicht beizutreten, die eine Verbesserung der kümmerlichen Ge> hälter der Volksschullehrer enthielten. Das arbeitende Volk hat das erste Interesse daran, daß die Lehrer ihrer Kinder so gt stellt werden, daß sie ihres Amtes mit Lust und Liebe, mit Hingebung und Berufsfreudigkeit walten können: wie selten hat diese ein durch Nahrungssorgen verbitterter Mann! Unter den nothwendigen Folgen einer schlechten und kümmerlichen Besoldung des Volksschullehrers leidet das Kind des Proletariers und seine Ausbildung. Allerdings mag diese Folge manchem Besitzenden erwünscht sein— von diesem und allem von diesem Standpunkt aus ist es begreiflich, daß man die Hungerpeitsche über die Bildner der Jugend zu schwingen bemüht ist. Die jetzige Berliner Schulverwaltung hat wahrlich alle Veranlassung, den Lehrern schon deshalb dankbar zu fein, daß trotz der grenzenlosen Vernachlässigung, deren sich unser Schul- wescn im Vergleich zu anderen Großstädten erfreut, noch bei der übergroßen Anzahl unserer Lehrer jener selbstlose, ideale Sinn rege ist, der allein es erwöglicht, daß die Leistungen unserer Schulen noch das jetzige Niveau haben. Und wenn die Lehrer, die in ihren Gehaltsverhältnissen schlechter stehen als in einigen Vororten Berlins, z. B. Pankow, den bescheidenen Antrag stellen, sie nicht schlechter zu stellen als die Subalternbeamten des Magistrats, dann ruft Herr Stadtschulrath Bertram in öffenr- licher Sitzung aus:„Herrschaften, die solche Ansprüche stellen, sind nie zufrieden zu stellen." Glaubt er, mit solchen Redewendungen den Lehrerstand zu heben? Wenn nun derselbe Magistrat dem fast einstimmigen Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung auf Verbesserung der Lage der Volksschullehrer ein Nein ent- gegensetzt, derselbe Magistrat, der für Forckenbecken und Schloß- Verschönerungen eine so offene Hand hat, so nähert er sich durch solches Vorgehen immer mehr dem nothleidcnden Groß-Grund- besitzer, der Lehrer, Nachtwächter und Schweinehirt auf dieselbe Hungerstufe setzt. Mag auch dies Vorgehen des Magistrats wenigstens in weiteren Kreisen dahin auiklärend wirken, daß zwischen den Bestrebungen des eingefleischtesten JunkerthumS und denjenigen der Bourgeoisie kein allzu großer Unterschied herrscht. Die kann eS ja! Nämlich die Direktion der Großen Berliner Pferdeeisenbahn. In der letzten Generalversammlung der Gesellschaft wurde ihr durch Anfrage eines Aktionärs Ge- legenheit geboten. sich über ihre Stellung zu den verschiedenen Wünschen des Publikums zu äußern. Die Antwort war: Wagen- Heizung ist nicht. Das Publikum kann sich die Influenza holen, wenn es sich aus dem geheizten Wagen ins Freie begiebt. Ver- billigung der Fahrpreise gicbt es ebenfalls nicht; vor allem keine Zehnpfennig-Dectsitze. der ausgleichenden Gerechtigkeit wegen. In diesem scherzhaften Tone ging es weiter. Warum auch nicht. Das Publikum läßt sich's ja gefallen und die zwölf Prozent Dividende bleiben der Gesellschaft. Die Umgestaltung der Charit«« soll der„Köln. Ztg.« zu- folge in der Weise beabsichtigt sein, daß auf dem alten Charitee- Kirchhof eine neue große Klinik für innere Krankheiten errichtet und demnächst der Umbau der neuen Charitee in Angriff ge- nommen werden soll. Die Entwürfe für diese Neubauten sind soweit gediehen, daß die Einstellung der ersten Forderungen in den Staatshaushalt für 1SSS/9ö in Aussicht genommen wer- den darf. Dieser Art Beschwichtigungsnotizen werden die Berliner Arbeiterbevölkerung nicht abhalten, die Charitee weiter zu de- kämpfen. Aus der Umformung deS NachtwachterweseuS soll, wie eine Lokalkorrespondenz meldet, vorläufig noch nichts werden. Als Grund wird angegeben, daß zu wenig Schutzleute auf der Welt sind und daß es aus den Polizeirevieren an Räumlich- leiten fehlt. Wie vou AmtSwegen Arbeiter außer Brot gebracht werden. Der Amtsvorsteher von Friedenau, ein Herr Rönne- berg. hat an den Geschäftsführer des Speditionsgeschäfts von I. Schuhmacher das folgende, vom 10. März d. I. datirte Schreiben gesandt: Am 24. August v. I. ist Ihnen bereits im AmtZbureau zu Deutsch- Wilmersdorf aus Anlaß wiederholter Diebstähle die Verpflichtung auferlegt worden, in dem von Ihnen ge- leiteten Speditionsgeschäft unbedingt ehrliche Arbeiter zu be- schäftigen. Dessenungeachtet haben Sie gegenwärtig noch mehrere wegen Diebstahls und Kuppelei vorbestrafte Personen, insbesondere die Arbeiter Hermann R. und Heinrich D. aus Berlin, sowie den Arbeiter Siegfried H. aus Steglitz in Stellung. Im Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit wird Ihnen gemäß§ 132 des Gesetzes über die Allgemeine Landes- Verwaltung vom 30. Juli 1333 hiermit aufgegeben, die oben- genannten Personen sobald als möglich zu entlassen, und ferner- hin keine Personen in Beschäftigung zu nehmen, von denen Ihnen eine Bestrafung wegen Eigenthumsvergehen oder Kuppelei bekannt geworden ist, widrigenfalls gegen Sie für jeden einzelnen Fall der Zuwiderhandlung eine Geldstrafe von 30 M. bezw. 3 Tage Haft festgesetzt werden wird. Namen und Nationale der von Ihnen neu eingestellten Ar- beiter haben Sie innerhalb 43 Stunden nach ihrer Einstellung an mich schrifilich milzntheilen. widrigenfalls für zeden Fall der Zuwiderhandlung eine Geldstrafe von 10 M. bezw. zwei Tage Hast gegen Sie festgesetzt werden wird. Zu dieser amtlichen Strafandrohung sei bemerkt, daß emer der verfehmten Arbeiter, dessen Namen wir, um ihn nicht zu schadigen. auslassen, vor siebzehn Jahren wegen Kuppelei mit acht Tagen Gefängniß ven.rtheilt worden ist; ein anderer erhielt wegen desselben Vergehens drei Tage Gefängniß und der dritte hatte einmal zehn Tage wegen Körperverletzung abzubüßen. Dem Amtsvorsteher von Friedenau genügt ei» solcher geringer Fehl- tritt aber, um Arbeiter, die sich ehrlich ernähren wollen, außer Brot zu bringen. Eine herrliche Leistung zum Besten des sozialen Friedens! In Adlershof wurde am Montag unser Genosse Bokert mit 122 gegen 36 Stimmen zum Gemeindevertreter der dritten Abtheilung wiedergewählt. Alle Purzelbäume der Gegner waren vergebens. Zum 18. März sei noch als Kuriosum mitgetheilt, daß die Zensurbehörde, welche sich in Gestalt eines Polizeibeamten am Einaang zum Friedhof postirt hatte, der in königl. preußlschen Landen" znlässigeii Gedankenfreiheit wenigstens in einem stalle am Sonntag größeren Spielraum gewährt hat, als dies im vorigen Jahr geschehen. Die Hausdiener hatten sich diesmal ganz denselben Spruch als Widmung erkoren, der im vorigen Jahre der Scheere zum Opfer gefallen war— Aus Euren Ge- deinen ersteht der Rächer— und die Polizei war liberal genug, diesmal die Worte unbeanstandet zu lassen, die im vorigen Jahre für staatsgesährlich befunden worden waren. Es giebt also doch einen Fortschritt. Mehr oder weniger verschämte RäsonnementS finden sich in der Tagespresse über die bedeutende Verkehrsstockung, welche die Alarmirung der Berliner Garnison am Montag ver- ursacht hat. Die waschechten Patrioten und Ordnungsmänner, welche es wagen, das bürgerliche Interesse über das militärische zu stellen, scheinen immer noch nicht zu wissen, daß wer A sagt, auch B sagen muß. Wer das herrliche Kriegsheer erhalten und gar noch herrlicher gestaltet wissen will, muß auch die Verkehrs- stockungen, als eins der harmlosesten Uebel des Militarismus, ehrfurchtsvoll in den Kauf nehmen, wenn ihn anders nicht gleich die— Sozialdemokratie holen soll. Vor de« Revolverfeiglingen sind jetzt schon die Frauen nicht mehr sicher. Als die Gattin eines Redakteurs H. mit zwei Kindern am Sonntag Abend über die Prenzlauer Chaussee fuhr, feuerte, der„Volks- Zeitung« zu- folge, ein Mann einen Revolverschuß gegen das Fuhrwerk ab, ohne jedoch jemanden zu verletzen. Die Frau glaubt, einer Per- sonenverwechselung zum Opfer gefallen zu sein. Der Kirchhoff macht Schule. Blutvergiftung. Großes Aussehen verursacht in Berliner Aerztekreisen der am Sonntag erfolgte Tod des Zahnarztes Dr. Bernstein durch Blutvergiftung. Herr Dr. Bernstein hatte am Donnerstag einer Patientin einen Zahn gezogen, er gerieth bei der Operation mit dem Zeigefinger in den Mund der Dame, welche die Zähne krampfhaft aufeinanderbiß. Schon nach wenigen Stunden machten sich bei dem Zahnarzte die An- zeichen einer sehr schweren Blutvergiftung bemerkbar, die so rapide um sich griff, daß eine noch an demselben Tage vor- genommene Operation erfolglos blieb. Am Freitag traten Delirien ei» und trotz der Bemühungen zweier Aerzte verstarb Dr. Bern- stein am Sonntag Vormittag. Eine eigenartige und den gesetzlichen Sinn der Unter- nehmer trefflich illustrirende Nachricht kommt aus unserem Nach- barort Werder a. d. H. Es war dort bekannt geworden, daß der Revisor der Alters- und Jnvaliditäts- Versicherungsanstalt ein- getroffen sei und dies Gerücht hatte zur Folge, daß fast sämmt- liche Unternehmer des Orts und vor allem die Ziegeleibesitzer sich daraus besannen, daß die Versicherungskarten ihrer Arbeiter in Ordnung gebracht werden müßten. In einem Nu waren die Marken auf dem Postamt ausverkauft, so daß schleunigst aus telegraphischem Wege für Ersatz gesorgt werden mußte. Das rechtzeitige Bekanntwerden der Ankunft eines solchen Revisors ist für den Unternehmer ebenso schön und nützlich, als wenn er, was auch schon geschehen, vorher weiß, wann der Fabrikinspektor ihm die Ehre geben wird. Es geht doch nichts über ein bischen Gemüthlichkeit. Sistirt wurde am Sonntag Vormittag S Uhr der Kolporteur Rosenberg, weil er am Friedrichshain die„rothe Nummer« des „Teltower Volksblatt« verkauft hatte. Man fand bei ihm, als er auf der Wache untersucht wurde, einige Nummern des kon- siszirten„Süddeutschen Postillon" Nr. 6 und dies niag der Grund gewesen sein, weshalb man ihn nach dem Alexanderplatz transportirle und von dort aus eine Haussuchung in seiner Wohnung anordnete. Rosenberg wurde während der Haus- suchung m Haft behalten und erst entlassen, nachdem die Be- amten Abends um 3 Uhr mit einer sehr unschuldigen Ausbeute zurückgekommen waren. Die in der Wohnung konfiszirten Schriften— Manfred Wittich's Prolog und einige Bilder zu dem Gedicht die Verbannung— gab man Rosenberg bei der Entlassung zurück, während man das„Volksblatt« und den „Postillon« zu den Akten legte. Vor Huuger umgefallen ist am Montag Abend Unter den Linden am Eingang zur Passage eine arme Frau, die dort mit Zündhölzern handelte. Die in den Kreisen der Flaneurs seit klirzem betriebene Agitation gegen das„Unwesen« des sich an den Promenaden frech hervorragenden Elends, scheint also recht sichtbare Früchte zu tragen. Berlin hat einen neuen Polizei-Obersten in der Person des früheren Polizeihauptmanns Krause erhalten. Die Ernennung wurde am Montag Abend vom Kaiser vollzogen, und zwar weil dieser, wie eine Lokalkorrespondenz meldet, seine Freude daran hatte, daß die Polizei bei der Truppenalarmirung früher aus dem Tempelhofer Felde war, wie die Soldaten. Der neue Polizei-Oberst wird nicht verfehlen, die Berliner Schutzmannschaft noch berühmter zu machen, als dies heute schon der Fall— falls eine Steigerung in der Berühmtheit überhaupt noch mög- lich sein sollte. Eine rohe Mißhandlung ließ sich am Sonnabend ein in dem Hauße Waldemarstr. 2 wohnender Schneider zu Schulden kommen. DaS Dienstmädchen des Hauswirlhs war beaustragt, die Treppen zu scheuern und wies deshalb die dort spielenden Kinder des Schneiders fort. Bald erschien dieser und trat dem beim Scheuern beschäftigten Mädchen auf die Hände; als dieses darauf mit dem Scheuerlappen nach dem Schneider warf, entriß derselbe dem Mädchen den Schrubber und versetzte ihm mit dem- selben einen wuchtigen Schlag auf den Kopf. Die herbeieilenden Hausbewohner sorgten dafür, daß der Schwerverletzten die erste Hilfe auf der nächsten Sanitätswache am Görlitzer Bahnhofe zu Theil wurde. Ein gesährlicher Schlafbursche ist in der Person des „Arbeiters« Schwabeden am Sonntag festgenommen worden. Er hatte vor Kurzem in der Werststr. 4 eine Schlafstelle inne und war eines Tage? unter Mitnahme zweier Sparkassenbücher und baaren Geldes verschwunden. Auf die Bücher erhob er je 100 M., um sie dann von dem gleichfalls in der Werftstraße belegenen Postamt 52 aus an die Bestohlenen zurückzuschicken. Nun entzog sich Sch. seiner Ergreifung, indem er sich bei einer Frauens- person versteckt hielt. Einem Kriminalbeamten war aber ver- ralhen worden, daß der Gesuchte am Sonntag an der Sieges- fäule eine Zusammenkunft haben werde. Da aber Sch. mit einem geladenen Revolver ausgerüstet sein sollte, verständigte der Kriminalist einen uniformirten Beamten zwecks Mithilfe, schlich sich dann von rückwärts an den Fesizunehmenden heran und hielt ihm durch Uinfa> en die Arme fest, bis der Uniformirte hinzukam. Sch. wurde gefesselt abgeführt. Von dem Gelde wurde nichts mehr vorgefunden. Der Dieb beschuldigt jetzt die Frauensperson der Begünstigung bezw. Hehlerei und hat dadurch auch ihre Fest- nähme veranlaßt. Ein fünfzehnjähriges Mädchen, die am Kurfürstendamu, Nr 70 wohnhafte Klara M. suchte sich am Sonntag im elter- lichen Hause durch Phosphor zu vergiften. Motiv: Unerwiderte Liebe. In den Kanal sprang am Montag Abend gegen 10 Uhr die 17 jährige Verkäuferin Anna Ratzow, die Pappel-Allee 44 bei den Eltern wohnte. Sie gehörte einem Theaterverein an und fühlte sich derart zur„Kunst« hingezogen, daß ihr der Vater den Besuch des Vereins untersagte. Dies ging ihr so nahe, daß sie sich das Leben nehmen wollte. Sie wurde aber gerettet und nach einem Krankenhause gebracht. Ein Ehrenbegräbniß. Aufsehen erregte am Montag Nachmittag das Begräbniß eines in der Kottbuserstr. 6 ver- storbenen Zuhälters, der mit großem Pomp bestattet wurde. Der Verstorbene war ein Häuptling in der„Zunft« der ZuhäUer gewesen und hatte in derselben großes Ansehen genossen. Er war auch nur der„Beschützer" solcher Dirnen, die in nobler Toilette in feinen Balllokalen verkehrten und anständig„abladen" konnten. Der Todte ruhte in einem mit kostbaren Kränzen und Palmen- zweigen geschmückten Sarg, für den Ivo M. gezahlt worden. Dem Leichen wagen folgten 40 Droschken erster Klasse, in denen sich die „Damen" befanden. Eine große Anzahl von Genossen der sauberen Zunft begleitete zu Fuß den Zug. Sie alle trugen Leibröcke und Zylinder, und wer keinen Frack sein eigen nannte, hatte sich einen solchen gepumpt. Nach der Beerdigung begaben sich sämmtliche Theilnehmer nach der„Stampe« in Rixdorf, wo sie das„Fell" des Verstorbenen vertranken. Die Vertreter des geistigen LouiSthums haben alle Ursache, auf ihren verstorbenen Kollegen neidisch zu sein. Jh»en wird kein so pietätvolles Begräbniß zu theil. Weaen Veröffentlichung eineS GedichtS umter dem Titel:„Gummischlauch und Eisen« in der„Allgemeinen Fahr- Zeitung«,- Organ für die Gesammtinteressen des s/ahrwesens, welches sich mit den Vorgängen am Friedrichshain von, 13. Januar d. I. beschäftigt, hat der Redakteur dieses Blattes, Herr W Schütte, bereits gerichtliche Vernehmung gehabt. Der Polizeipräsident hat Strafantrag wegen Beleitrigung gestellt, und da voraussichtlich auch Anklage gegen das Blatt erhoben wird, so ersucht dasselbe alle diezenigen, welche aus eigener Wissenschaft über die obigen Vorgänge thatsächliches Material liefern können, sich unverzüglich bei der Redaktion desselben, Schützenstr. 53, zu melden. Einen qualvollen Tod hat der 49 Jahre alte Gelbgießer- meister Hermann Cigalski aus der Weberstraße gefunden. Als er dieser Tage in seiner Werkstatt mit einem Tiegel glühenden Metalls hantirte, stolperte er, und vie Masse ergoß sich über seinen Körper. In sehr bedenklichem Zustande wurde er nach dem Krankenhause am Friedrichshmn gebracht, wo er den Brand- ivunden erlegen ist. Polizeibericht. Am 18. d. M. erschoß sich ein Mann in seiner Wohnung in der Wilsnackerstraße.— In der Nacht zum 19. d. M. wurde ein Handwerker im Keller des Hauses Palli- sadenstraße 17 todt ausgefunden. Er ist anscheinend von der Treppe gestürzt.— Am 19. d. M. Nachmittags wurde an der Ecke der Admiral- und Britzerstraße ein Maurer durch einen Geschäftswagen überfahren und am Bein so schwer verletzt, daß er nach dem Krankenhause gebracht werden mußte.— Abends sprang ein Mädchen von der Mehlbrücke in den Spreekanal, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht.- Im Lause des Tages fanden fünf Brände statt._ Gevittrks-Äetkung. Gewerbegericht. Kammer VIII. Vorsitzender Assessor Für st. Sitzung vom 10. März. Der Photograph S. erhebt gegen den Photographen Schwarz Anspruch auf eine Lohnentschädigung, dieselbe folgendermaßen begründend. Er sei bei Schwarz erster Kopirer gewesen und habe auf grund eines beim Abgange aus dessen Geschäft er- haltenen Zeugnisses keine Stellung bekommen können und zwar deshalb, weil darinnen stand:„Beim Kopiren beschäftigt gewesen, Leistung und Betragen im allgemeinen befriedigend.« Im photographischen Beruf sei üblich, daß in den Zeugnissen den Kopirern ihre Beschäftigung als erster, zweiter u. s. f. Kopirer bescheinigt werde. Ehe er einen Kopirer einstelle, versichere sich jeder Prinzipal durch Einsichtnahme in die Zeugnisse des event. Aufzunehmenden davon, welcher Kategorie der Betreffende an- gehöre. Der unter Bezugnahme aus sein Zeugniß als erster Kopier engagirte Gehilfe erhalte ein höheres Gehalt wie der- jenige, welcher nur zweite Stellungen inne gehabt habe. Der Beklagte erklärt diesen Ausführungen gegenüber, er selbst sei sein erster Kopirer, dann komme sein Sohn und hinter dem- selben sei erst Kläger in Betracht gekommen. Uebrigens habe er den Kläger erst anlernen müssen, da das Kopiren in seinem Geschäft etwas ganz anderes sei wie bei den Portraitisten; er mache nur Aufnahmen von Maschinen, Landschaften u. dergl. Der Kläger wurde abgewiesen, wie in der Begründung ausgeführt wurde, wesentlich infolge des eingehenden Gutachtens eines der Arbeitgeber-Bcisitzer, eines Photographen. Das Gericht nahm an, daß dem Kläger durch die Fassung des Zeugnisses kein Schaden entstanden sein könne, insbesondere nicht deshalb, weil die Ver- hältniffe bei dem Beklagten ganz eigenarttge und nicht solche seien, wie in den gewöhnlichen photographischen Betrieben. Den In- habern derselben sei die Art der Produktion im Schwarzachen Atelier bekannt; sie würden getäuscht worden sein, wenn Kläger sich mit einem Zeugniß vorgestellt hätte, in dem Schwarz ihn seinen gewesenen ersten Kopirer nenne. Wenn der Kläger bei Schwarz das Gehalt eines ersten KopirerS erhielt, ist dieS nur ein Beweis dafür, daß hier die Produktion ganz andere Anforderungen an den Produzenten stellt, wie in anderen Betrieben. Das„gemopste« Neujahrsgeld. Gegen sden In- Haber eines Fensterputzinstituts, Sprung, klagt der Fensterputzer K. auf Zahlung von füns Mark. Er behauptet, ein Angestellter des Beklagten babe ihm bei der Lohnzahlung mit dessen Ein- willigung fünf Mark fortgenommen. Die Sache verhielt sich nach der Beweiserhebung so: Zu Neujahr gehen die Fensterputzer, wie viele andere„dienenden Geister« zu«ihren Kunden« gratuliren, um„eine Kleinigkeit' zu erobern. Der Kläger, augenscheinlich ein„gewiegter Junge«, war nun zu Neujahr ganz kurze Zeit für den Beklagten erst thätig, be» mühte sich aber deffen ungeachtet um„Gratulationsgelder« und zwar mit Erfolg. Er«schnappte« dieselben seinem schon viel länger wie er in den Diensten Sprung's stehenden Kollegen S. „vor der Nase weg«, was nebenbei bemerkt, ein«schöner Zug« sicherlich nicht war, mag man die Trinkgelder-Neujahrsreisen sonst beurlhecken wie man will. �Als S. seines Schadens inne wurde, brütete er fürchterliche Rache, wozu ihn noch besonders die Bemerkungen anderer Kollegen anstachelten, er solle doch . nicht so dämlich sein' und sich„sein Geld« wegnehmen lassen. Der Kläger batte vornehmlich seine Kunden heimgesucht. De» zweiten Sonnabend nach der Trinkgelderjagd„drängelte« sich S geheimnißvoll in die Nähe K.'s und harrte dort der Aus- zahlung des Lohnes. Als es soweit war und K. sich gerade sein Geld besah, stürzte der von diesem Hintergangene aus dem „Hinterhalt« hervor, griff zu und steckte im Vollgefühl seines Rechts dazu 5 M. in seine Tasche. Ein ehrlicher Mann gab er ,edoch dann einem ebenfalls durch den Kläger geschädigten alten Kollegen« zwei Mark ab. Der Gerichtshof wies den Klager„auf grund des erwiesenen Sachverhalts« ab. Es stehe >ach denselben fest, daß Beklagter den Lohn an den Kläger oirekt gezahlr habe, ohne sich um das Geld weiter zu kümmern. letzterer habe demnächst dasselbe angeguckt und gezählt, wobei .-r durch S. unterbrochen wurde, indem dieser sich eines Dieb- ,tahls schuldig machte. An ihn habe Kläger einen Anspruch, .licht an den Beklagten, dessen Verhalten bei der Lohnzahlung nicht so eingerichtet gewesen sei. daß die widerrechtliche Abgabe .ines Theiles vom Lohn des Klägers an S. daraus hergeleitet werden könnte. Kammer III. Vorsitzender: Assessor Cuno. Sitzung vom i2. März. In einein Prozeß mehrerer Maurer gegen den Bauunter- nehmer Stein handelte es sich darum, festzustellen, ob der Be- klagte oder der Scharwerker, genannt„Maurermeister" Gärtner der Arbeitgeber der Kläger war und ob dieselben nur für eine bestimmte Arbeit oder allgemein als Maurer angenommen waren. Die Kläger beanspruchten eine Lohnentschädigung wegen Ent« lassnng ohne vorherige Kündigung. Im Gegensatz zu den An- gaben der Kläger behauptet Gärtner, als Unternehmer Arbeiten(Gipswände) auf mehreren Bauten des Beklagte» fertig gestellt zu haben, welche ein anderer Maurer hatte„liegen lassen". Die Arbeit sei ihm, führt er aus, in Akkord übertragen worden; den Klägern habe er Lohn gegeben. An ihn hätten die Kläger deshalb keinen Anspruch mehr, weil die Arbeit für Stein zu Ende war und sie beim Engagement gewußt hätten, daß es sich nur um diese handelte. Im Jahre 18S6 habe er sich bei der Ban-Berufs- genosfenschaft als Maurermeister angemeldet, mann er zu- letzt seinen Beitrag entrichtet habe, wisse er nicht. Zeuge giebt zu, stets mitgearbeitet zu haben. Er habe in den letzten beiden Jahren— ausgenommen die wenigen Wochen, welche er mit den Klägern zusammen thätig war— innncr allein gearbeitet, gescharwerkert. Für Stein habe er (ohne Hilfe) schon mal Gipswände aufgestellt.— Er kälte des Sonnabends von Stein als Akkordvorschuß bezahlt erhalten, was den Arbeitern zu zahlen war; diesen habe er 55 Pfennig Lohn für die Stunde gegeben. Nach Fertigstellung des Akkords sollte die Endabrechnung stattfinden, der Ueberschuß wäre sein gewesen. Der Vorsitzende stellt rechnerisch fest, daß dieser Ueberschuß in der Be- zahlung der Mitarbeit Gärtners mit etwa 65 Pf. pro Stunde bestand.— Herr Stein wurde gemäß dem Klage- antrage verurtheilt. Aus der Begründung des Urtheils ist als wichtig hervorzuheben: „Die Gewerbeordnung behandelt in ihrein siebenten Titel das Rechtsverhältniß zwischen Arbeitern und Arbeitgebern. „Arbeitgeber" wird gebraucht im Sinne von„selbständiger Ge- werbetreibender" und„Gemerbeunternehmer". Deshalb srägt es sich im verhandelten Streitfall darum, ob Stein der eigentliche Gewerbeunternehmer war, oder„Meister" Gärtner, der als Maurer mitarbeitete. In betracht kommen für die Feststellung des im Sinne des Gesetzes verantwortlichen Arbeitgebers die ganzen Bedingungen, unter denen gearbeitet wurde. und die soziale Stellung der Be- treffenden. Aus der Beweiserhebung geht nun hervor, daß Gärtner als Maurer auf den fraglichen Bauten gestanden hat, der Arbeiten in AUord ausführte und der andere Maurer, weil es nöthig war— die Arbeit sollte fertig— zur Hilfe annahm. Er war somit nicht als Gewerbeunternehmer anzusehen, sondern sein Auftraggeber, der Bauunternehmer Stein. Auf Grund ver- schiedener während der Beweiserhebung zu Tage geförderter Einzelheiten(deren Wiedergabe hier entbehrlich ist) hielt der Gerichtshof ein Engagement der Kläger nur für bestimmte Arbeiten nicht für vorliegend. Kammer III. Vorsitzender: Assessor Cuno. Sitzung vom 13. März. Gelegentlich einer Klageverhandlung gegen den Malermeister Titius theilte dieser ganz naiv mit, daß er seine Gesellen ver- pflichte, die Krankenkassen-Beiträge„voll und ganz" selbst zu be- zahlen. Der Vorsitzende rügte das als ungesetzlich. Von einem Beisitzer auf den allzu niedrigen Akkordlohn hingewiesen, welchen er dem klagenden Tapezirer zahlte, meinte er(was aus dem Munde eines Arbeitgebers sozialpolitisch interessant ist), die Ar- beiter unterböten sich selbst. Kammer I. Vorsitzeuder: Assessor H e l l w i g. Sitzung vom 11. März. Die Modistin E. hatte am 2. Januar der Direktrice der irma Simon ein Probekleidchen vorgelegt, worauf ihr drei leidchen mitgegeben wurden, welche sie„mal machen" sollte. Nach zwei Tagen lieferte Fräulein E. Die Kleidchen gefielen, aber— der verlangte Preis nicht. Ihr wurde ohne eine witeree Nebenbemerkung bedeutet, für sie sei keine Arbeit mehr, sie möge sich am Montag Geld holen. Ohne etwas zu erwidern, ging sie fort und kam dann am Montag nach Geld. Auch diesmal ent- fernte sie sich ohne jedes Verlangen nach weiterer Beschäftaung. Beim Gewerbegericht, an das Fräulein E. sich wandte, klagte dieselbe auf eine Lohnentschädigung. Der Beklagte, Herr Simon, wünschte prinzipiell entschieden zn haben, ob Heimarbeiter und-Arbeiterinne», wovon er hunderte beschästiye, einen Kündigungsanspruch hätten. Das Gericht berücksichtigte diesen Wunsch nicht, weil es das Verhalten der Klägerin beim Weggange aus dem Geschäft des Beklagten nach Ablieferung der drei Kleidchen, sowie bei der Inempfangnahme des verdienten Geldes, für einen genügenden Grund zur Abweisung derselben hielt. Begründend führte der Vorsitzende aus: Angenommen habe das Gericht, daß allerdings nach Mitgabe der Kleidchen das Arbeitsverhältniß geschlossen ivar. Die Klägerin habe aber dadurch, daß sie stillschweigend, ohne den geringsten Versuch vom Beklagten bezw. seiner Vertreterin weitere Beschäftigung zu er- halten, fortging, ihr Einverständniß mit der Lösung des Arbeits- Verhältnisses ausgedrückt. Die Schneiderin Goldschmidt wurde zur Zahlung von 4 M. für zwei Arbeitstage verurtheilt, weil sie nach der eigenen Aus- fage der klagenden Schneiderin K. 12 M. Lohn für die Woche zuerkannt hatte. Die Beklagte wollte nur 2 M. bezahlen, da sie der Klägerin ihre am 2, Tage gefertigte Arbeit„nacharbeiten" mußte. Bei der Abmachung eines bestimmten Lohnes entbinde nicht von der Verpflichtung, denselben zu zahlen, eine schlechter als gewünscht gelieferte Arbeit. Kammer V. Vorsitzender: Assessor Herzfeld. Sitzung vom 15. März. Die Dreher V. und F. beanspruchen von der Firma Berg- mann u. Komp. je 29 Stunden bezahlt, die sie aussetzen mußten, weil die Dampfmaschine so lange einer Beschädigung wegen nicht benutzt werden konnte. Die Kläger stützen sich in der Be- gründung der Klage auf ein angebliches Versprechen eines der Fabriklctter, durch U eberstunden das Versäumte nachholen zu dürfen. Der betreffende Direktor behauptet, den Klägern nur die Aussicht auf Ueberstunde» eröffnet, nicht aber sich verpflichtet zu haben, solche macheu zu lassen. Er hält die Beklagte nicht für verpflichtet, den infolge der Beschädigung der Maschine gehabten Verdienstausfall den Klägern zu vergülen. Der Gerichtshof schloß sich letzterer Ausführung an und wies die Kläger ab. Eine Entschädigungsforderung, die aus der Einbehaltung von Führungsattesten(Zeugnissen) hergeleitet wird, sei keine Forderung, die aus dem Arbeitsverhältniß hervorgehe, und deshalb sei das Gewerbegericht zur Ent- scheidung darüber nicht kompetent, urtheilte das Gericht in einer Klage gegen die deutsche Gasgluhlicht-Gesell- schaft indem es den Kläger, einen Monteur, abwies. Diese Ent- scheidung widerspricht der bis jetzt in den einschlägigen Fällen von anderen Kammern des Gerichts geübten Praxis; handelte es sich um die Einbehaltung von Zeugnissen oder— was gleich- bedeutend ist— um die Nichtausstellung eines ordnungsgemäßen Arbeitsattestes und dadurch bewirkten Schädigung eines Arbeiters, so hat das Gericht bisher stets entschieden. Die Ansicht, das Arbeitsverhältniß babe mit den.Reugmssen nichts zu tbun, ist eine verkehrte. Schon die Thatsache, daß die Be- klagte die Zeugnisse in ihrem Gewahrsam hatte, konstatirt einen innigen Zusammenhang zwischen dem Arbeitsverhältniß und den ersteren. Auf grund der Zeugnisse hat der Betreffende erst seine Stellung bei D. G. G. G. erhalten. Ob er durch die fahrlässige Einbehaltung derselben geschädigt wurde, d. h. wegen Fehlens der Papiere kein Engagement erhielt, wo er es bei ihrem Vor- weisen erhalten hätte, ist natürlich eine Frage für sich, die zu entscheiden eben Aufgabe des zuständigen Gerichts wäre.— Es giebt Beruse, z. B. den der Haus- und Geschäftsdiener, deren Angehörige ohne Zeugnisse überhaupt kein Engagement finden, die sich nicht mal ohne Zeugnisse vorstellen dürfen, wollen sie nicht von vornherein gerichtet fein. Das Arbeitsnachweis- Bureau des hiesigen Verbandes der Packer, Haus- und Geschäftsdiener u. f. w. sendet keinen Arbeitslosen ohne Zeugnisse in die von ihm Kräfte verlangenden Geschäfle. Gegenüber solchen T hat fachen kann nur juristische Aus- leglmgskunst die Unzuständigkeit des Gewerbegerichts bezüglich der Entschädigungsforderungen, welche aus der Einbehaltung von Zeugnisse» resulliren, aus dem Wortlaut des Gesetzes über die Gewerbegerichte herausklügeln. Unzweifelhaft gehören derartige Entschädigungsansprüche zu denen„aus dem Arbeitsverhältniß." Uebrigens sagt§ 3 Nr. 1 des genannten Gesetzes: Die Gewerbe- gerichte sind zuständig für Streitigkeiten... über die Aushändi- gung oder den Inhalt des Arbeitsbuches oder Zeugnisses.— Mit:„Streitigkeiten über die Aushändigung des Zeugnisses" werden die Schöpfer des Gesetzes auch nicht blas die nackte Aushändigung gemeint, sondern auf etwaige Ansprüche, die damit im Zusammenhange stehen, bezug genommen haben. Kammer IV. Vorsitzender: Assessor Weltz. Sitzung vom 16. März. Der Bildhauer D. macht einen Schadenersatz- Anspruch von 73 M. gegen den Tischlermeister Sabltzki geltend. Er begründet ihn damit, daß ihn der Beklagte in drei Wochen lang„hingezogen" habe. indem ihn nur Kleinigkeiten habe arbeiten lassen. Aus einen Einwurf des Beklagten giebt Kläger der Meinung Ausdruck, ein Kündigungsausschluß sei nicht als verabredet an- zusehen, wenn ein Arbeiter entlassen, aber bereits nach IVe Stunden, ohne daß er die Arbeitsräume seines bisherigen Arbeitgebers verlassen habe, von diesem wieder engagirt werde. Vom ersten Engagement D.'s her lag der schriftliche Kündigungsausschluß dem Gericht vor. Kläger war nach seinen Angaben von Sabitzki beleidigt worden, was Veranlassung zu einer scharfen Auseinandersetzung und, in der weiteren Folge, zu seiner Ent- lassung gegeben hatte. Der Beklagte hatte dann die Beleidigung zurückgenommen und D. weiter beschäftigt. Das Gericht wies den Kläger ab. Gründe: Ter geringe Zeitraum zwischen der Entlassung und Weiterbeschästrgung involvire kein neues Arbeitsverhältniß, uinso weniger, als der Kläger während der Zeit im Arbeitsraum verblieben ist: Der Küudigungs- ausschluß von vorher bestand weiter. Der Kläger sei somit in der Lage gewesen,- jeder Zeit die Arbeit zu verlassen� wenn ihm sein Verbleiben in den Diensten des Beklagten nicht lohnend genug erschien. Da er es nicht that, müsse als festgestellt erachtet werden, daß er mit dem Arbeitsverhältniß. w i e e s w a r, sich zufrieden stellte. Kläger müsse den Schaden tragen, den er sich durch sein freiwilliges Verbleiben beim Be- klagte» selbst zugefügt habe. Landgericht«nd Getverbegericht. Die Landgerichte haben bekanntlich als zweite Instanz in Streitigkeiten zwischen Arbeit- aebern und ihren Arbeitern, sowie in solchen zwischen den Ar- beilern eines Unternehmers unter sich zu entscheiden, wenn das Objekt über 100 M. beträgt und die erhobenen Klage-Ansprüche ans dem Arbeitsverhältniß hervorgehen. Das hiesige Land- gericht I. hat, als Berufungskammer gegen ein Gewerbegerichts- Urtheil angerufen, eine Entscheidung gefällt, die für Bauarbeiter (Maurer, Putzer, Steinträger w.) von weittragender Bedeutung ist, hauptsächlich dann— wenn sich das Gewerbegericht Hinsort danach richtet. Die Maurermeister Klemke und Ulrich hatten mit dem Stein- träger Turack einen Vertrag geschlossen. wonach Turack das Hinausschaffen der Hintermauerungs- Steine und des Mörtels zu ihrem Neubau zu einem pro Tausend Steine festgesetzten, nach Stockwerkshöhe steigenden Preise übernahm. Die zn tragenden Steine sollten vom Polier angewiesen und des Sonnabends die bis Frertag getragenen verrechnet werden. Pro Tausend sollten 20 Pfennig bis nach Fertigstellung der Arbeit einbehalten werden. Turack war verpflichtet, den Anordnungen der Baumeister bezw. deren Vertreter unverzüglich Folge zu leisten, sowohl in betreff der Anzahl der anzustellenden Leute, als auch bezüglich ihrer Qualität. Weiter war T. durch den Vertrag vorgeschrieben, jeden„seiner" Leute sofort vom Bau zu entfernen, der sich un- gebührlich betragen würde. T. hatte beim Gewerbcgericht(Kammer III, Vorsitzender Assessor Cuno) Klage erhoben auf Zahlung des in der letzten Woche verdienten Lohnes und theilweise obsiegendes Nr- theil erstritten, indem das Gewerbegericht annahin. daß derselbe nicht als Unternehmer zu betrachten sei. dem ein zu fertigendes Werk gegen einen nach Umfang der Leistungen bemessenen Preis übertragen wird. Vielmehr enthalte, so wurde in dem Urtheil ausgeführt, der Vertrag nur die Fest- setzung des Akkordpreises für die von Turack namens der Bau- meister anzunehmenden Arbeitergruppe. Da T. mit seinen Leuten auf Theilung gearbeitet habe und nur Kolonnenführer—„erster" Steinlräger— gewesen sei, handele es sich hierum einen Arbeits- vertrag mit in Grnppenakkord arbeitenden Arbeitern, deren Vertreter Turack nur wäre. Das Gewerbegericht sei da- her zur Entscheidung zuständig. Das Landgericht, Z.-K. Vlll. hat nun diese Entscheidung eine der ersten prinzipiellen Entscheidungen der Kammer III des Gewerbegerichts, nach welcher viele andere sich richteten— ausgehoben, indem es ausführt: Nach dm Vertrag fei Kläger nicht Arbeiter der Beklagten im Sinne des VII. Titels der Gewerbe-Ordnung. Der Wortlaut des Vertrages mache den Kläger zum selbständigen„Unternehmer". welchem ein ganzes Werk in Pausch und Bogen angedungen worden ist. Hierbei werde darauf Werth gelegt, daß dem Klage- mit einigen Beschränkungen die freie Auswahl der Leute, durch welche er die unternommene Arbeit ausführen lassen wollte, über- lassen war, und letztere ausdrücklich als„Leute des Turack" be- zeichnet worden seien. Für Streitigkeiten selbständiger Unter- nehmer gegen einander sei das Gewerbegericht nicht zuständig. Dasselbe hätte daher in der Sache nicht erkennen dürfen. Nach dieser Auffassung des Landgerichts sollen also die Mit- glieder einer Steinträger-, Putzer u. s. w. Kolonne nur Anspruch an den„ersten Steinträger".„Kolonnenführer"-c., als ihren Arbeit- geber—„Unternehmer der Steintragarbeil. Putzarbeil" haben. Für die Klage des Kolonnenführers gegen den Unternehmer soll das Gewerbegericht nicht zuständig sein. Die landgerichtliche Entscheidung ist einer näheren �Be- trachtung werth, und zwar im Hinblick auf die Verhält- nisse, durch welche das aus Fachleuten zusammengesetzte Ge- werbegericht sich zu seiner bekannten Praxis, betreffs„Kolonnen- führer" gezwungen sah. Zunächst: Wie entsteht so eine Kolonne und wodurch zeichnet sie sich besonders aus? Ein beliebiger Bauunternehmer will, sagen wir: Pntzarbeiten vergeben; viellercht hat er einen oder gar mehrere Bauten zu beputzen. Durch be- sondere, das Baugewerbe auszeichnende Verhältnisse— deren Untersuchung hier überflüssig ist— hat er sich an das Kolonnen- system gewöhnt; er sieht sich nach jemandem um. der den Kolonnensührer machen könnte.(In den meisten Fällen haben die Bau-Unternehmer«inen solchen schon„an der Hand'.) Hat der Unternehmer den Mann, dem er vertraut, so wird ein Ver- trag geschlossen. Für so und soviel pro Quadrat- ruthe verpflichtet sich der Kolonnensührer— dessen„gute Freunde und Bekannte" mittlerweile verständigt sind, schon auf den„Abschluß" warten und, als Kolonne foriuirt, sozusagen zum„Losarbeilen" gerüstet sind— die gesammte P.in- arbeit auf dem Bau oder, je nachdem, einen bestimmten Theil derselben auszuführen. Es wird die Art und Höhe der„Kost- geld"- oder„Vorschuß'-Zahlungen ausgemacht(pro Mannt, abgemacht, ob Rüstung zu stellen ist, und wenn, wie dies besonders angerechnet wird. Eventuell wird auch ein bestimmter Termin festgesetzt, bis zu welchem die Arbeit fertig sein muß u. s. w. Unter günstigen Umständen stellt die Kolonne die Arbeit fertig und der Kolonnenführer erhält dann, nachdem„aufgemessen" ist, die Differenz zwischen den bezahlten Wochenvorschüssen und dem Gesammtpreise des Akkords als„Nachschuß" ausgezahlt. Nun ist, vorausgesetzt, daß der Akkord ein„guter" war, großer Festtag in der Kolonne: es wird„ge- theilt", nach Abzug etwaiger Auslagen des„Führers" geht der Ueberschuß in gleiche Theile je nach Zahl der Kolonnenmitglieder. So war es auch, trotz des dem Landgericht so wichtigen„Wort- lautes" des betreffenden Vertrages, in der Kolonne Turack in Wirklichkeit. Alle Vor- und Nachtheile der Arbeit hatte die Gesammtkolonne zu tragen. Im Kolonnensührer und den ein- zelnen Kolonnenmitgliedern stehen sich unzweifelhaft Arbeiter und Arbeiter, Kollege und Kollege gegenüber; alle stehen mit ersterem auf dem Duzfuße. Ein mit noch so viel juristischem Geschick herausgeklügelter„Wortlaut" eines Vertrages zwischen Bau-Unternehmer und Kolonnensührer ändert an diesem Ver- hältniß absolut nichts. Auf das Wesen einer Sache, Einrich- tung, von Beziehungen kommt es doch schließlich an und nicht auf den äußeren Anschein. Das oben wieder gegebene Urtheil des Gewerbegerichts in Sachen Turack nennt den Vertrag der Herren Klempke und Ulrich mit Turack einen„Arbeitsvertrag mit in Gruppenakkord arbeitenden Arbeitern; Turack ist danach ihr Vertreter. Das ist denn auch thatsächlich das Wesen, der innere Kern der Kolonnenarbeit, der auf Theilung des Ertrags beruhenden gemeinsamen Ausführung eines größeren Akkordes durch eine Anzahl von Arbeitern. Was es mit dem„W o r t l a u t" solcher Massenakkord- vertrüge auf sich hat, beweisen die massenhaften vor dem Ge- werbegericht zur Erledigung gelangten Klagen gegen Pfiffikusse in der„Kunst, ohne Geld zu bauen" und deren Hintermänner, die„Geldleute". Diese Kategorie von Menschen ist es, welche sich das Kolonnensystem in der Weise zu nutze zu machen sucht, daß sie in den Akkordverträgen den Kolonnenführern allerlei Ver- pflichtungen gegenüber den Arbeitern auferlegt, die sonst nur Gewerbe- treibende zu erfüllen habe». Die Regelung der Beiträge zur Krankenkasse, zur Jnvaliditäts-, zur Unfallversicherung u. f. w. Es sind das„S ch i e b u n g e n", die von einem richtig ur- tbeilenden Gericht auch als solche behandelt werden. Jene Herren suchen die Kolonnensührer gern zu Unternehmern zu st e m p e l n, um sich selbst den Rücken zu decken; ihnen gründ- lich das Handwerk gelegt zu haben, ist eines der Verdienste der UI. Kammer des Gewerbegerichts unter Assessor Cuno.— Siebt man ab von der inneren Haltlosigkeit des land- gerichtlichen Urtheils, so bleibt noch übrig,«inen Blick auf seine eventuellen Folgen zu werfen. Die fernere Älnwendung des Ur- theils und seine Uebernahme durch das Gewerbegericht würde ohne Zweifel allerlei Drückereien(abgeleitet von sich-drücken, außer Gefahr bringen) und„Schiebungen" Thür und Thor öffnen. Erstens wäre der wirkliche Unternehmer von jeder Verpflichtung den einzelnen Mit- gliedern der Kolonne gegenüber befreit; dieselben hätten sich stets an den(merschtendeels) Habenichts von Kolonnensührer zu halten. Dieser hat nichts(wenige Ausnahmen zugegeben), denn er lebt wie die andern von seinem Arbeitsverdienst. Seine neue Uuternchmerwürde scheint ihm selbst jedenfalls nach Lage seiner sozialen Stellung, seiner„Verhältnisse", eitel„Dunst" zu sein. Er ist Gewerbegehilfe, soll aber nicht die für solche ge- schassenen Institutionen(Gewerbegerichte) benutzen dürfen, um zu seinem Recht zu kommen.— Zweitens würden sehr viel Ar- beiter des Baugewerbes aus der Praxis des Gewerbegerichts hervor- gegangener Vortheile verlustig gehen, vor allem des für sie nicht hoch genug anzuschlagenden Vortheils, eventuell den„Geldmann" als„eigentlichen Älrbeitgeber" haftbar machen zu können. Jeder — durch den„Wortlaut" eines Vertrages— vorgeschobene Nichtshaber wird, so kann getrost behauptet werden, mir nichts dir nichts durch das Landaerichtsurtheil zum selb- ständigen Unternehmer. Der Schwindel und die Prellerei der Bauarbeiter wird sanklionirt, natürlich unabsichtlich, aber er>v i r d es. Doch das Gewerbegericht wird sich schwerlich— nachdem es, nach heißem Bemühen, durch den„Wortlaut" mancher Ar- beitsverträge hindurch der„Sache aus den Grund gegangen" ist— dem Landgericht l, Zivil- Kammer 8, anschließen. Dafür spricht der ins Auge fallende Umstand, daß nach Kenntniß- »ahme jenes Urtheils die Kammer III(Assessor Cuno) bereits wieder mehrere Prozesse, sowohl von im Interesse ihrer Mitarbeiter gegen ihre Auftraggeber klagenden Kolonnenführcrn, wie auch von Kolonnenmitgliedern, die direkt gegen den Bau- Unternehmer(nicht gegen ihren„Führer") klagten, verhandelt und zur Entscheidung gebracht hat. Daß es die höhere Weisheit des Landgerichts sich nicht zu eigen machte, ist entschieden richtig und geeignet, das Ansehen des„Laien gerichts" in der Stralauerstraße zu heben. Neber die Rechtsstellung der Hilfsarbeiter im Gemeinde- dienst hat das Reichsgericht in einer Klagesacht des Hilfsarbeiters H. gegen den Magistrat zu Elbing eine wichtige Entscheidung aesällt. Es hat in bezug auf die Bestimmung des Z 56 der Preußischen Städteordnung, wonach die Anstellung der Gemeinde- beamten auf Lebenszeit erfolgt, soweit es sich nicht um vorüber- gehende Dienstleistungen handelt, dahin entschieden,„daß die Anstellung eines Gemeindebeamten„auf Kündigung" hinsichtlich des Zusatzes aus Kündigung unwirksam, die Anstellung selbst aber rechtsgillig und auf Lebenszeit erfolgt zu erachten ist. Eine definitive Anstellung liegt dann vor, wenn in den die Anstellung betreffenden Verhandlungen nichts von einer vorläufigen kommissa- rischen Beschäftigung gesagt, eine probeweise Nebertragung nicht vorbehalten ist, ferner wenn der mit dem Willen des Angestellten übereinstimmende Wille der Kommune, denselben zunächst nur versuchsweise zu beschästigen, keinen entsprechenden Ausdruck ge- sunven hat.", Ein mysteriöses Mäntelchen suchte sich der Zigarren- arbeiter August D r u s ch e umzuhängen, der zur Zeil ii» Hain- bürg eine fünfjährige Freiheitsstrafe wegen Diebstahls verbüßt und gestern der zweiten Straskammer am Landgericht II. vor- geführt wurde, um sich wiederum wegen schweren Diebstahls zu verantworten. Im Sommer v. I. wurde in das Komtoir der Apotheke in Velten eingebrochen, die dem Herrn Ihrer gehört, dessen Gattin als Volksrednerin bekannt ist. Der Dieb, der mit den Verhätiuissen in der Apotheke genau bekannt sein inußte, hatte zufällig nur 75 M. erbeutet. Der Verdacht lenkte sich soiort aus Drusche, der zwar in Oranienburg wohnte, aber früher als tausdiencr in der Jhrer'schen Apotheke befchästigt gewesen war. erselbe war gleich nach der That verschwunden und wurde erst im Hamburger Zuchlhause wieder gefunden. Als Drusche die Anklagebank betreten halte, entspann sich zwischen ihm und dem Vorsitzenden folgender Dialog. Präs.:„Sie sind der Zigarrenarbeiler August Drusche?"— Angekl.:„Nein, das bin ich nicht! Jch heißeOtto Alexander Wladislaus v. Rönhardt und bin aus Rußland gebürtig!"— Präs.:„Was wollen Sie denn da aus der An- klagebank?" � Hier warf der als Zeuge geladene Veltener Gen- darm ein:„Soviel ich weiß, ist das Drusche! Entiveder legt er sich jetzt«inen falschen Namen bei, oder er hat dies früher mir gegenüber gethan. Jedenfalls ist er derselbe, den ich nach dem Diebstahl verhaftet habe!"— Auch die anwesende Ehefrau des Angeklagten erklärte. daß sie ihrenMann vor mehreren Jahren in Oranienburg unter dem Namen Drusche geheirathet und keine Ahnung davon habe, daß ihr Mann einen anderen Namen zu führen berechtigt fei d Arbeitergefangverein von Brig in Britz, Bürgerfir. 4 bei Dorn. thaler Klubhaus. 9 Uhr, Blumenftr. 46 bei Wend. 1 " Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Manteuffelſtr. 9.- Kraftturnverein Jugendfraft, jeden Mittwoch und Sonnabend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Zeughofftr. 8. Turnverein Gesund in ber Turnhalle, Freienwalder firaße 39. 3 Der Gendarm gab noch ferner an, daß Drusche gleich nach der I neunstündigen Arbeitszeit ist dabei kaum zu denken; gewöhnlich That verhaftet und nach dem ersten Verhör vor dem Amtsvor- betrage die tägliche Arbeitszeit 11 und 12 Stunden, doch viele Georginia, Admiralftr. 38 bet Schönherr. Ginig, Straußbergerstr. steher in das Amtsgefängniß eingesperrt worden sei. Dort sei Lohnzettel weisen selbst 90 Arbeitsstunden in einer Woche auf. Greinert.- Geeger'fcher Männerchor, Frantfurterftr. 18 bei Raprolatis., bei Birt. Vorwärts" 7 Rummelsburg. Göthe- und Kantstraße- Ecke be er in wenigen Minuten ausgebrochen, indem er mit einem Der Verdienst der Arbeiter variirt zwischen 10 bis 25 Pf., der-Dämmerlicht, Doppel- Quartett, Landsberger Allee 152 bei cause. Schemmelbein die Traillen vom Fenster losbrach und alsdann der Arbeiterinnen zwischen 10 bis 15 Pf. die Stunde. Aus den Müllerfir. 7 bet Reichert, GIüh Ii ch t"( gem. Chor), Berlebergerfir. 28, bei Felsenburg, Krautftr. 6 bei Rudolph. Gemischter Chor Wedding aus dem Fenster sprang. Die Flucht wurde sehr bald bemerkt, verlesenen Lohnzetteln ging hervor, daß auch nicht ein Sermerschmidt. Steinnelte, Neue Hochstr. 49 bei Altmann.- Maten= er wurde verfolgt und in seiner Wohnung gesucht, dort war er Arbeiter im Afford über 10 M. pro Woche verdient. gruß, Charlottenburg, Wallfir. 54 bet Reichelt. Melodia, Nixdorf, aber bereits vor Ankunft der Beamten eingetroffen, hatte sich noth- Redner zog Vergleiche zwischen dem fast mühelosen un- Bergstr. 133 bei Hoffmann. Appolonia, Rosenthalerftr. 11-12, Rosendürftig zur Reise gerüstet und war darauf verschwunden. Auf geheuren Einkommen der Direktoren, Ingenieure und weiteren männer- Chor Güb- Oft, Köpnickerstr. 191 bet Foge. Apollo, Beuthstr. 18-21 bet Schulze, Posthorn". Westend, Befragen erklärte der Angeklagte nun noch weiter, er sei bis vielen Beamten( auf 5 bis 6 Arbeiter tommt 1 Beamter) und Schöneberg, Kafer- Friedrichsstraße Nr. 6 bet Henkelmann. Feldblume 1887 in Rußland, dann zwei Jahre in Budapest gewesen, sei den Jammerlöhnen der Arbeiter. Die hygienischen Verhältnisse und Karlstraßen- Gde bei Silpert. Freundestreu( gem. Chor), LandsLübbenerfir. 30 bei Mener. Schneeglöd chen 1, Nirdorf, Hermann1889 nach Deutschland gekommen und in Leipzig zweimal unter laffen ebenfalls viel zu wünschen übrig. Die Ventilation ist bergerstr. 31 bet Seehausen. Allegro, Wrangelftr. 148 bei W. Schmidt. feinem richtigen Namen wegen Bettelns bestraft worden. Da er durchaus ungenügend, der feine Kohlenstaub und der penetrante Gefangverein Süd- Ost, Faltensteinstr. 7 bei Trittelwig. befürchten mußte, auch wegen Diebstahls angeklagt zu werden, Geruch der zur Herstellung der Kohlenstifte Verwendung finden- chriften find zu richten an B. Sentel, Bergmannstraße 14, of 2 Tr.) Sund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend.( 8uhabe er sich den Namen Drusche beigelegt, um seinen eigenen den Fette zieht selbst weit in die Umgegend der Fabrik, so daß Mittwoch: Pollac- klub 2uftige Brüder, Manteuffelstr. 46 bei Stewald. ehrlichen Namen unbefleckt zu erhalten. Unter diesem Namen die meisten Wohnungen der benachbarten Häuser in der Eng- Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. habe er auch geheirathet. Der Gerichtshof sah sich unter diefen lischenstraße leer stehen. Die Waschvorrichtung ist die denkbar auch flub Giferne feife. Triftstr. 1 bet Soffmann Humo= ristischer Rauchtlub, Görltzerstraße 42 bei Bicht. Geselliger Umständen gezwungen, die Sache zu vertagen, um die richtigen primitivste; jeder Arbeiter resp. Arbeiterin erhält nur eine Verein Brüderlichteit Georgenfirchfiraße 65 bet Müller. Musikverein Personalien des Angeklagten zu ermitteln. Lekterer wurde zu Schüssel warmes Wasser, das jedoch bei weitem nicht ausreicht, Bautenfch we ng el Annenstraße 16 bei Ehrenberg. Verein Rhetorit nächst wieder nach Hamburg zurücktransportirt. die zähe, fetthaltige Maffe vom Körper zu entfernen. Da sie sich Zebuserstraße Nr. 5 bei Nemis( alle vierzehn Tage). Naunynftr. 86 bet Bubeil Abends 8½ Uhr. Geselliger Verein Hoffnung Theaterverein vollständig entkleiden müssen, wird das Anstands und proletariat, Naunynftr. 83 bei Köhn. Bergnügungsverein Amor II, Der Umstand, daß die Monatskarten der Stadt- und Sittlichkeitsgefühl in gröblichster Weise verletzt; Abhilfe Prinzen- Allee 10 bei Bergemann. Touristenklub Freiheit und Wohl= Ringbahn nicht übertragbar find, scheint vielen Personen nicht tann Neuenburgerstr. 37 Rauchklub Rothe die Errichtung gesonderter nur gefonderter Bade- und Um- ergehen bei Regeberg. bekannt zu sein und theilweise wird der Ausdruck nicht über- Heideräume schaffen. Außer diesen wünschen die Arbeiter auch Buther- Berein Einigteit, Manteuffelftr. 9 bei Nowed, Abends 8½ Uhr, Fahne, Abends 9 Uhr, Oppelnerstr. 44, Restaurant Taubenbörse. Arbeiter tragbar" vom Publikum nicht recht verstanden. Dies hatte das das Anbringen von Schußvorrichtungen an den Maschinen, die uebungsstunde. Vergnügungsverein Sand in Sand 2, Gr. FrankfurterSchöffengericht auch zu Gunsten des Kaufmanns Thiem 3 an- fich auf dem Papier sehr gut ausnehmen, in Wirklichkeit aber ftraße 80-81 Restaurant Müller.- Schafstopfklub Spar- Agnes, Abends genommen, als derselbe sich wegen Betrugs zu verantworten gar nicht vorhanden sind. Wird der Fabrikinspektor signalisirt, Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gefangverein hatte. Gegen das freisprechende Erkenntniß hatte der Staats: so findet am Tage vorher ein großes Reinemachen" statt und Knospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- tanceftraße. anwalt Berufung eingelegt, worauf die Sache gestern vor der entsinnt man sich hierbei auch der thönernen Spucknäpfe, die Musikverein Vorwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Langestraße 108 neunten Straffammer des Landgerichts I verhandelt wurde. Im sonst, um nicht zerbrochen zu werden, auf den Kleiderspinden der Restaurant Kayfer, Staltzerftr. 22. bet Nebelin. Männer- Gefangverein Waldtapelle 2, Abends 9 Uhr, Mufit- Dilettantenverein P rectofa, Oftober v. J. wurde der Hausdiener Ehrenpfort auf der Stadt- Arbeiter ein beschauliches Dasein fristen müssen. Kommt der Abends 8-11 Uhr Uebungsstunde in Geisler's Restaurant, Fenn- und bahn mit einer Monatskarte angehalten, die den Namen des An- Fabrikinspektor, dann müssen die Arbeiter, an deren Maschinen Tegelerstraßen- Ecte. Männer- Gefangverein Apollo, Abends 9 Uhr, im geflagten als Inhaber trug. Der Lettere blieb im gestrigen die Schutzvorrichtungen fehlen, so lange in der Fabrit fpaziren" Restaurant Schulze, Beuthstr. 18-19. Termine dabei, daß er sich in einem Frrthum befunden habe. gehen, bis er wieder fort ist. Auf diese Weise findet er stets Er sei ein junger Anfänger. Im Oktober v. J. sei einer feiner alles in bester Ordnung". Alle diese schreienden Uebelſtände besten Kunden nach Moabit verzogen. Dadurch sei er genöthigt find bisher von den Arbeitern und Arbeiterinnen geduldig er gewesen, sich einen Hausdiener anzunehmen, der mehrmals täg tragen worden und wohl zumeist im Hinblick auf die ihnen lich die Stadtbahn zu benußen hatte. Er habe sich am ersten nach dreißigjähriger Thätigkeit winkende Pension. Der Oktober v. J. eine Monatsfarte gelöst, welche lediglich zum Ge- Redner übte hierauf eine treffliche Kritik an derartigen Wohlbrauch für den Hausdiener bestimmt gewesen und demselben auch fahrts- Einrichtungen" des Unternehmerthums, die wohl diesem fofort ausgehändigt worden sei. Alz er am Bahnschalter und allenfalls seinen Beamten, den Arbeitern aber niemals Boraufgefordert sei, den Namen des Inhabers auf der Karte theil brächten. Die Arbeiter feien zum größten Theil selbst schuld auszufüllen, habe er geglaubt, daß er als der Bezahler der an den Lohn- und Arbeitsverhältnissen und der Behandlung, die Karte seinen eigenen Namen schreiben müsse und erst später, ihnen zu theil werde, indem sie sich bisher um nichts fümmerten. nachdem ihm die Karte nach erfolgter Beschlagnahme wieder zu Redner ermahnte zum Schluß eindringlichst zum Anschluß an Gesicht gekommen sei, sei er auf den auf der Rückseite befind- die Organisation, noch sei es Zeit, gegen eine weitere Bülowstr. 45. Heimathlu ft, Sigung jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, lichen Vermerk Nicht übertragbar" aufmerksam gemacht worden. Verschlechterung der Verhältnisse Front zu machen, dies fönne bet 6. Sange, Stromstraße 28. Theater- Gesellschaft Klaus Beneditt, Er habe wohl gewußt, daß eine Monatskarte nur von einer und nur geschehen, wenn alle Arbeiter einer Fabrik Gefelliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant derselben Person benutzt werden dürfe, habe aber ange- den Profitgelüften des Unternehmers gegenüber eine geschlossene Sommer, Grünftraße 21. Kreuzfidel, bet Gumlich, Reichenbergernommen, daß es gleichgiltig sei, ob der Name des die Zah- Phalanx bilden.( Lebhaftes Bravo.) Nach einer Pause zur Auf- straße 149. Fidele Brüder, bei H. Mrose, Lachmannstr. 5. Touristenlung leitenden Chefs oder der feines Angestellten, der sie benuge, nahme von Mitgliedern in den Metallarbeiter- Verband nahm ftraße 86. verein Frei Weg, Abend 9 Uhr bei Sieblutad, Manteuffeldarauf stände. Dem Fiskus sei dadurch ja kein Schaden ent- Mäther nochmals das Wort, um aus ihm inzwischen übergebenen von 8-11 Uhr, bei R. Pommerente, Bahnstraße 23, am Bahnhof standen. Der Staatsanwalt wollte die von dem Angeklagten ge: Material zu konstatiren, daß die Abzüge in der Gießerei inner- Großgörfchenstraße. 8itherflub Alpenglöckchen Edelweiß. machten Ausführungen nicht gelten laffen, er beantragte gegen halb weniger Jahre sich bis über 50 pct. belaufen. Redner er- ebungsabend Gipsstr. 11 bei Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler Verein Wohlgemuth jeden Mittwoch 9% Uhr Sigung ihn eine Geldstrafe von zwanzig Mart. Der Gerichtshof schenkte sucht die Versammlung, ihm weiteres Material zu übergeben. mit Damen bet Weigmann, Andreasstr. 32. Vergnüngungsverein Han b dem Angeklagten dagegen Glauben und bestätigte das erste Er- Nach Neumann, der eingehend die Zwecke und Ziele der in Sand 2, Abends 9 ühr, im Restaurant Müller, Große Frankfurterfenntniß. ftraße 80-81. Gesellschaft Hero, Abends 9 Uhr, Sigung Brannenstr. 155 Organisation darlegte, sprach Bönecke, der von 1888 bis 1892 bet Heft. Geselliger Verein unter uns. Jeden Mittwoch Abend um Er bestätigte die 8% ühr bet G. Fischer, Beuffelstr. 66. Folgen der Schaffnerprozesse? Eisenbahnschaffnern bei obengenannter Firma in Arbeit stand. Bergnügungsverein Bustige gegenüber versuchte Bestechungen werden neuerdings furchtbar Ausführungen Mäther's im vollen Umfange und konstatirte, Seelen Sigung und Fidelitas jeden Mittwoch s uhr bei Heinrich, Blücherstraße 61. ftreng geahndet. Der Lacirer May Runge aus Echöneberg, der daß jugendliche Arbeiter oft 36 Stunden hinter einander arbeiten Rauchflub Roo ch Ioch, abends 9 Uhr, bet Kierstein, Admiralstr. 33. Niemann, als blinder Passagier" einen Zug der Hamburger Bahn be- müffen.( Pfuirufe.) Mangels eines Speisesaals müssen die sumoristischer Rauchttub, Abends 9 Uhr, bet A. Rauch flub Sanssouci, Boechstraße 51. stiegen und versucht hatte, den Schaffner Biesicke durch An- Arbeiter ihre Mittagsmahlzeit auf dem Hofe zwischen übelriechenden Görligerftraße 42. Rauchtlub Ohne 8wang, Abends 9 Uhr bei Späth, Weinstr. 28. bietung eines Geschenks zu veranlassen, ihn ohne Billet mitzu- Tonnen einnehmen, da ihnen der Aufenthalt am Kanal wegen ihres Rauchflub Grüne Quaste, Abends 9 Uhr, bei Schlüter, eine MartusRachfall, Rauchklub Vultan, Abends 9 Uhr bet nehmen, ist wegen Betruges und Bestechung zu se ch 3 Wochen allzufchmuhigen Aussehens von der Polizei untersagt wird.( Sehr fraße richtig.) Gehrke fand das Schweigen der anwesenden Meifter, Waldemarfir. 18. Rauchklub Goldene Quast e, Abends 9 Uhr, Gefängniß verurtheilt worden. bet Muß, Jostystraße 8. Rauchklub Schmotes Werte, Köpenicker, welche sich trotz wiederholter Aufforderung nicht zum Wort straße 121a bei Schöbel. meldeten, recht bezeichnend; damit bestätigten fie auch ihrerseits Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genoffen W. Salzwedel. Humoristische Pfeifen brüder= Rauch klub gewissermaßen die gerügten Mißstände.( Beifall.) Hansen Deutsche Eich e, Abends 9 Úhr bet John, Waldemarstr. 52. fiellte richtig, daß er in der letzten Versammlung nicht gefagt Rauchttub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Stalizerſtr. 41. Lustige Brüder Abends 8% Uhr Bücklerstr. 61 bei Faulhaber. habe bei Meister Matthes, sondern bei Obermeister Weise Rauch- Klub Ginfach, Abends 9 Uhr, Manteuffelfir Nr. 6 bei Bogt. ist es vorgekommen, daß Leute für die ganze Woche feinen altbeutfcher Rauch flub bei Gädecke, Münchebergerstr. 5. Rauchklub Pfennig Lohn erhalten haben( Pfuirufe). Granade, Abends 9 Uhr, Forsterstr. 40 bet Tuguntte. Hierauf gelangte Rothe Fahne, Mittwoch abends 9 Uhr, Oppelnerstr. 44, Restaurant zur folgende Resolution zur Annahme: Taubenbörse. Rauchklub Sumatra Süd- Ost, Sigung alle Mittwoch, Abends 8 Ubr bet Tilgner, Forsterftr. 22. Rauchtlub Die Dampfen= den Mittwochs, Abenbe s uhr, bet Jeratfch, gangeſtr. 24. Stattlub a reau- AB bei Lange, Friedrichsberg, Wartenbergstraße 67. Eine Bestie. Nahe an Mord streifte eine Handlung, welche den Arbeiter Karl Rahmlow aus Neu- Weißensee am Diens tag vor die erste Straffammer am Landgericht 11 führte. Der selbe war wegen fahrlässiger Tödtung feines sechs Monate alten Kindes angeklagt. Am 20. Dezember fam der Angeklagte im an getrunkenen Buftande heim, ging sofort an die Wiege feines Kindes, faßte daffelbe am Halfe, hob es hoch und warf es wie der auf das Bett. Alsdann legte er das Deckbett so über das Kind, daß der Kopf vollständig bedeckt war, deckte noch zwei Säcke darüber und drückte diese dreifache Decke noch mit der Fauft auf dem Kopfe des Kindes fest. Unter dieser Behandlung erlitt das Kind den Erstickungstod. Kreisphysikus Sanitätsrath Dr. Philipp, welcher später die Obduktion vorgenommen hat, äußerte sich gut achtlich dahin, daß das Kind lange mit dem Tode gekämpft haben müsse. Mit Rücksicht auf die große Rohheit, welche der Angeklagte feinem leiblichen Rinde gegenüber an den Tag gelegt habe, einer Rohheit, die eine harte Strafe verdient, erkannte der Gerichtshof auf zwei Jahre Gefängniß. Derlammlungen. aber " Die 2c. Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden. Sie erwartet, daß die Firma für bessere Ventilation der Werkstätten und genügende Wascheinrich tungen sorgt. Des weiteren erklärt fie die lange Arbeitszeit als schädlich für die Arbeiter und fordert deshalb die Beseitigung der Ueberstundenarbeit und Aufbefferung der erbärmlichen Löhne. Die Anwesenden verpflichten sich sämmtlich, dem Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Um gegend sich anzuschließen." B " brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% 1hr Abends Kraftturnverein Berolina, Abends 9 Uhr Uebungsstunde bet Faufimann, Reichenbergerſtraße 73a. Athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Brunnen= Die 8. Männer Abtheilung turnt jeden Mittwoch und Sonnabend Abend von ftraße 154, Lokal Konkordia. Berliner Turngenossenschaft: von 8%-10% Uhr in der Chorinerstr. 74. Turnverein" Fichte"( Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes). Die 1. Männer- Abtheilung furnt Mittwoch und Sonnabend von 8x- 10% Uhr Friebenfi, 37. Reed, Lothringerstraße 94. Theater- und Vergnügungs- Verein Humanitas Abends 9% Uhr bei Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringerstraße 101. Theater- und Leseklub Morgenroth, jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Diete, Lothringerstr. Nr. 67. Theaterverein erres jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Restaurant Lewinski, Abends 9 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerfir. 45. willkommen. 10. 1 Arbeiter 8itherklub Freiheitstlänge, AM Abends Rauchklub Rauchklub Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, Otto Babel, Frankfurter Allee 90.German American Club. 9 o'clock Restaurant Belvedere, An der Jannowitz- Brücke.- Ladies and Gentleman are invited. English Conversational Club Shakespeare. Meeting with Ladies every Wednesday at 9 o'clock at Neumann's Restaurant, Rosenthalerstr. 36. Guests are welcome. Sachs Restaurant, Hoher Steinweg 15. Guests are heartly Club Uncle Sam. 9 o'clock every Wednesday invited. Topic to night; Blessings of bachlour's life. Dermischtes. Genoffe Hoffmann Pankow ersucht uns um Aufnahme der folgenden Berichtigung: In der Nr. 64 vom 17. März des Vorwärts" befindet sich ein Bericht über eine Versammlung des 3. Berliner Wahlvereins, Für Schöneberg und Umgegend fand am 18. März eine nach welchem ein Herr Hoch behauptet haben soll, Hoffmanngutbesuchte Versammlung statt. Nach einem mit lebhaftem Pantow habe Broschüren in die Welt gesandt, die er aus dem Zeiger Volksboten" abgeschrieben habe, das könne Beifall aufgenommenen Vortrag der Frau Ihrer ging die „ Schwindel" bezeich Erdsturz. Aus Danzig wird gemeldet: Beim Abgraben Bersammlung zur Besprechung der Maifeier über und beschloß: man faft mit dem Ausdruck Die Behauptung des Herrn Hoch beruht auf Un- der Bastion Elisabeth wurden am Dienstag durch einen ErdAm 1. Mai Abends eine Versammlung abzuhalten. Die Mai- nen. fest- Beitung" soll bei einem Entree von 15 Pf. an die Besucher wahrheit. Die zwei Artikel, welche ich auf Veranlaffung von Gesturz sieben Arbeiter verschüttet; vier sind gerettet worden, gratis verabfolgt werden. Der Vorsitzende theilte dann mit, noffen, kurz vor Weihnachten im Separatdruck herausgab, sind einer ist todt, zwei sind schwer verlegt in das Lazareth geschafft auf die bevorstehenden Wahlen zum Gemeinderath bezug Leitartikel, welche zur Beit, als ich noch Redakteur des Zeiger worden. nehmend, daß am fommenden Donnerstag in der Brauerei eine Boltsb." war, in diesem erschienen und von einer Reihe Parteiblättern Die Folgen einer Ohrfeige. Ein in der Zeitschrift für Beide Artikel find meine Ohrenheilkunde mitgetheilter Fall beweist, wie gefährlich eine Versammlung stattfindet. Weiter richtete er an die Versammelten nachgedruckt wurden. die Ermahnung, am Montag, 2. Feiertag, Früh 7 Uhr sich zahl- eigene Arbeit. Ich selbst habe mich niemals als Dhrfeige unter Umständen werden kann. Es handelte fich um reich zur Flugblattvertheilung an den bekannten Stellen einzus Schriftsteller versucht. Ich überlaffe es daber jedem einen bisher völlig gefunden jungen Menschen, der einige Mal finden, sowie überhaupt kräftig dafür zu agitiren, daß am denkenden Genoffen, zu beurtheilen, auf welcher Seite der geohrfeigt worden war. Unmittelbar nach den Schlägen floß infolge Berreißung des Trommelfells etwas Blut aus dem linken 30. März die Genossen Tischler Köster und Buchdrucker Schwindel liegt. Schubert den Sieg davontragen. Ohr und der Erkrankte wurde von leichtem Schwindel befallen. Nach 36 Stunden bestand blutig eiteriger Ausfluß, schweres Schwindelgefühl, fleiner und rascher Puls. Die Temperatur fant von 36,9 allmälig auf 36 Grad herab. Der Tod trat nach Ablauf einer Woche ein. Die Sektion ergab neben Trommelfell zerreißung und Eiter in der entzündeten Trommelhöhle noch Blutüberfüllung und Bluterguß in die Hirnbaut und die Seitenventrikel des Gehirns, außerdem linksfeitige trockene Brustfellentzündung und Lungenhyperämie. Es wurde schon früher ein gleichartiger Fall beobachtet, in dem eine Ohrfeige nach 8 Tagen den Tod herbeigeführt hatte. Rigdorf. Die Versammlung, die am 18. März bier tagte, beschloß in betreff der Maifeier, daß alle Arbeiter, welche teine größere Maßregelung zu befürchten haben, am 1. Mai die Arbeit ruhen laffen. Die Feier soll in folgender Weise arrangirt werden: Früh 8 Uhr öffentliche Volksversammlung und im Anschluß hieran( bei günstiger Witterung) eine Partie nach einem benachbarten kleinen Orte, von wo der Rückweg rechtzeitig angetreten wird, damit auch jeder an der am Abend stattfindenden Partei- Demonstration theilnehmen kann. Schmargendorf. Am Abend des 18. März fand im Saale des Wirthshaus Schmargendorf" eine Volksversammlung statt. Genosse Timm Berlin referirte in dieser Versammlung über das Thema:" Der 18. März, ein Tag des Proletariats. Gine lebhafte Distuffion folgte dem Vortrage. In seinem Schlußwort ermahnte der Referent die Versammelten, treu zur Sozialdemofratie zu halten. Mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie schloß die Versammlung. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner mu Berlin. Mittwoch, den 21. März, Abends 8 Uhr, Berfammlung der Schleswig- Holsteiner im Kommandanten- Garten, Kommandantenstraße 10-11. Aufnahme neuer mit lieber saabe ber Billets zum 2. Stiftungsfeft an 11- Diterfeteras in abends 7% Uhr: Große Berfammlung für Männer und Frauen im Konzert baus Sanssouci, Rottbuferstr. 4a. Vortrag des Herrn Stume aus Samburg, über Bhotographie und Berbrechen, ilustrirt durch 40 Lichtbilder. Näheres in der Donnerstags- und Freitagsnummer. Freie Bereinigung der Bureauangestellten am Mittwoch, den 21. März, Abends 8 Uhr, Mitgliederversammlung im Restaurant zur neuen Post, Beuthfir. 21. Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% ubr: Nord. Schule, Müllerstr. 179 a: Unterricht in Gefchichte( mittt.). Oft Schule, Markusfir. 31: Unterricht in Logit. Güdoft- Schule, Reichenberger ftraße 183: Unterricht in Rechnen und Deutsch( oberes). Bei allen Unter richtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, im Laufe des Semesters, eintreten. Th. Boly' Festfälen, Alte Jatobftr. 75.- Freitag, den 28. März( Charfreitag), Stegle, Schwebterstraße 33. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bet Fris Saferland, Bellermannftr. 87.- Gleichheit, Abends 8% Uhr bei Stramm, Ritterstraße 123. Seine, Rirdorf Abends 8% Uhr, Prinz- Sandjeryfir. 60, parterre. Gesundbrunnen, Abends 8 Uhr, bei Dresden." Königliche Bildung. Der Erkönig Milan von Serbien muß tiefe literarische Kenntnisse besigen, wie aus einem Gespräch hervorgeht, über welches Emil Franzos berichtet. Als zufällig Grillparzer erwähnt wurde, meinte Milan: Grillparzer? hob' ich noch sein Haus in Dresden besucht." In Wien!" berichtigte Franzos höflich." Ober nain, weiß ich noch ganz genau, in Einigkeit, Abends 8% Uhr bei Zeige, Triftstraße 1. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen Das weitere Gespräch ergab, daß der König Grill= im Bereinstalender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. parzer mit Goethe und Dresden mit Weimar verwechselt hatte. Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch. UebungsIn Charlottenburg( Bismarckshöhe) fand am 19. März tunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. St edesfreiheit 1, Gränelszenen im russischen Gefängniffe. Dem, Standard" eine von etwa 600 Personen besuchte öffentliche Metallarbeiter- Andreasftr. 26, bet Wilte. Freya,( Gemischter Chor), Alte Schönhauser wird aus Petersburg berichtet, daß die Regierungskommission, -sil aritas, Sochstraße 32 a, bei welche über die skandalösen Szenen, die sich in den russischen Versammlung statt Auf der Tagesordnung standen: Die Lohn- ftraße 22-23, Bözom's Braueret. Wilte. Deutsche Eiche, Grüner Weg 29 bet Säger. Echo 1 Pantow, Gefängnissen auf Sachalin abgespielt haben sollen, Nachund Arbeitsverhältnisse bei der Firma Gebrüder Siemens Schulzeftr. 27. Lyra 1, Mariannen- Ufer 2 bei Wills. Hand und Cie und wie können dieselben gebessert werden?" Die in hand 1, Reichenbergerstraße bei Pägoldt. Schnee forschungen anstellte, jetzt ihren Bericht erstattet hat. Aus demglödchen 2, Potsdam, Brandenburger Kommunikation 10, Arbeiter und Arbeiterinnen genannter Firma waren speziell gebei felben ergiebt sich, daß den Gefängnißverwaltungen beispiellos Unverbroffen, Abends 8% Uhr, bei Sachs, Lindower dastehende Gräuel zur Last fallen. Die Gefangenen wurden Wie der Referent, Otto traße 26. laben und zahlreich erschienen. Rütli, Friedenau im Kurhaus.- Bor wärts 5, FriedrichsNäther, ausführte, spotten die Zustände in jener Fabrik jeder bagen, Rundtheil, bet Berche. 2orbeerkranz, Lichtenbergerstraße 21 erbarmungslos geprügelt, bis sie ohnmächtig zusammenbrachen, Rothe Nelte, Schöneberg, Golzftr. 48, bei Siegeler. Beschreibung; fast übertreffen sie noch die am 27. v. Mts. in bet Seife. einige wurden dann durch Degenstiche oder Revolverkugeln Kupferschmiede, Weinstr. 11 bei Feind. Deutscher Männer: einer Versammlung bei Martens in der Friedrichstraße ge- fang, Belforter fir. 15, bei Schneider. Freiheitstlänge, alte für ihr ganzes Leben verstümmelt, andere kurzer Hand fchilderten Mißstände im Berliner Werk.. Von den 250 Jatobfir. 68.- Unversagt 1 Manteuffelstraße bet Nowac. Borbeer niedergeschossen. Es sollen sogar Fälle von Ranibalismus Arbeitern und Arbeiterinnen wird der größte Theil mit trang 2, Oranienstraße 190 bei Katsch. Siebeslut in Fürstenwalde vorgekommen fein. Sträflinge werden von ihren halbverbei Taschenberg, Junterstraße 5. Sängerchor der maler, Raifer der Herstellung der zur elektrischen Beleuchtung nothwendigen Franz Grenadier Blas 7. Frethetts: Gruß, Schönhaufer auee 46, hungerten Genossen getödtet und aufgefressen. Im Jahre Franz- Grenadier Rohlenstifte beschäftigt. Die Akkordsätze sind ungewöhnlich bet Buffe. Soffn ung 3, Brandenburg a. S., Wilhelmsdorferstraße teft. 1892 famen auf Sachalin Tausende von Kriminalverbrechern niedere, wie Redner an der Hand ihm zur Verfügung gestellter Concordia. Moabit, Waldfir. 53 b. Bohr.- Steberluft, Stöpeniderftr. 100 um, fast alle wurden von gierigen Menschenfressern hinFreiheitstänge 1, Sebastianftr. 3 bet Wochenzettel bewies. Die Kernmacher verdienten beispielsweise bet Gründer( fr. Mundt). Mayer.- 2yra 3, Brig, Werderstraße 15. Freiheitstlänge 2, geschlachtet: zahlreiche Leichen gräßlich verstümmelt. Die Bein 10 Wochen nur 90 M. An ein Innehalten der regelmäßigen Eberswalderstraße 6.- Kaiser'scher Quartettverein, Strautstr. 6 bei Rudolf. hörden kümmerten sich nicht im geringsten um die Gefangenen; Glafer. M 16 Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Heinrich Braun( Carl Heymann's Verlag in Berlin, vierteljährlich 2,50 M.) Die soeben erschienene Nummer 25 hat unter anderem folgenden Inhalt: niemals betritt ein Arzt die Gefängnißräume, und die Sträflinge,| Schumannstraße. Sie können auf Rückzahlung dessen, was die nicht mehr arbeiten tönnen, weil sie erkrankt waren, wurden Sie gezahlt haben klagen. Wenden Sie sich deshalb an einen einfach dem Hungertode preisgegeben, und wenn sie nicht bald Rechtsanwalt. starben, wurden sie nach einiger Zeit durch Revolverschüsse ins Schilling, Blumenstraße. Es kommt auf die Bestimmungen Jenseits befördert. Wir müssen dem zitirten englischen Blatte Die Abänderungsvorschläge zu dem französischen Gefeße vom der betr. Kirchengemeinde an. Lassen Sie sich dieselben beim die volle Verantwortlichkeit für diese wahrhaft Entfehen er 2. November 1892 betr. die Frauen- und Kinderarbeit. Von Prof. Rüfter geben. regenden Schilderungen überlassen; nach allem, was bisher über Raoul Jay. Das österreichische Gesek über Abzahlungsgeschäfte. O. D. Die Berliner Miethskontrakte enthalten gewöhnlich ruffische Gräuel bekannt geworden, ist eher an die Richtigkeit, Entwurf einer Verordnung betr. die Pariser Arbeitsbörse. Zur die Bestimmung, daß der Miether für Beseitigung des Ungeziefers als an die Unrichtigkeit des Geschilderten zu glauben. Umsonst Steuerreform in Frankreich. Die ländliche Arbeiterfrage im selbst zu sorgen hat.- Enthält der Kontrakt diese Bestimmung wird die russische Regierungsform nicht als ein durch Meuchel- deutschen Landwirthschaftsrath. Deutscher Innungs- und Hand- nicht, so können Sie vom Wirth Beseitigung verlangen. Zurüc mord gemilderter Despotismus bezeichnet. werfertag. Die soziale Lage der Tabalarbeiter Deutschlands und treten können Sie vom Vertrage nur dann, wenn die Wanzen Schöne kräftige Figur bevorzugt! Wie schamlos die die Tabat- Fabrikatsteuer. Von Dr. H. Luy. Kontrollmarken in die Bewohnbarkeit der Wohnung sehr erheblich erschweren. E. B. 13. 1. Wir sind nicht im stande, die Statuten Prostitution durch die kapitalistische Presse unterstüßt wird, be- England. weist folgendes niedliche Inserat in einem sogenannten un- Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diez' sämmtlicher Orts- Krankenkassen zu kennen. Vielleicht erhalten parteiifchen" Organ für Jedermann, dem„ Hannoverschen An- Verlag) ist soeben das 24. Heft des 12. Jahrgangs er. Sie im Bureau der Gewerbedeputation des Magistrats Auszeiger", vom Mittwoch, den 14. März: schienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Fauftrecht. funft. 2. In fünf Jahren. 3. Jawohl, wenn die öffentliche Aufhebung des Identitäts- Nachweises. Von Dr. Rudolph Ordnung dadurch gestört wird. 4. Sie können den Meister auf Meyer. Briefe aus England.- Der Mannheimer Bank Herausgabe der vorhandenen und Erfah der fehlenden Sachen trach. Eine Betrachtung über Kredit- und Wechselwesen. verklagen. 5. Nehmen Sie das Attest mit. Von 2. Gottfried. Literarische Rundschau. Notizen: Kann Deutschland ohne Getreidezufuhr vom Auslande existiren? Armuth und Krankheit. Feuilleton: Der Tod im Walde. Von Nikolaus Krauß.( Fortsehung.) Gut fituirter Beamter sucht die Bekanntschaft eines jungen niedlichen Mädchens der arbeitenden Klasse behufs freundschaftlichen Verkehrs. Schöne fräftige Figur bevorzugt. Nicht anonyme Offerte u. 2. J. 167 bef. die Filial- Exp. E. Lange jun., Linden, Deifterstr. 6. Sehr zutreffend bemerkt hierzu unser hannoversches Parteiorgan Voltswille": Wahrlich, wir sind Feinde der Prügelstrafe, hätten aber trotzdem nichts dagegen einzuwenden, wenn dem„ gut fituirten Beamten" seine Gelüfte nach dem freundschaftlichen Verkehr mit einem schönen, fräftigen, jungen, niedlichen Mädchen aus der Arbetterklasse" durch eine gehörige Tracht Prügel ausgetrieben würden." " Und hinaus mit diesem unparteiischen" Helfershelfer" der Prostitution aus den Arbeiterfamilien! erodes und Miriamne. Tragödie in 5 Atten von F. Hebbel. Daniel Danieli. Schauspiel in 4 Atten v. Rich. Voß. Dukel Adolar. Schwank in 1 Akt von Ludw. Stark. Bampa oder: Die Marmorbrant. Oper in 3 Atten von Sämmtliche Werte im Verlag von Ph. Reclam jun., Herold. Leipzig. Die Apostel. Von Ernst Renan. Uebersetzt von D. Hack. Plutarchs ausgewählte moralische Abhandlungen. Ueber setzt von Dr. Otto Güthling. Gesammelte Auffäße über Schopenhauer. Von Hans Hering. Die Steingruberischen. Der Kooperator. Zwei Tiroler Bauerngeschichten von R. Heinr. Greinz. M. Scavola. Die Lebenden an die Todten. Ein Junifranz auf's Märzengrab. Preis 10 Pf. Berlin 1894. Verlag von Peter Maurer SO., Elisabeth- Ufer 55. Volkslexikon. Nachschlagebuch für sämmtliche Wissenszweige mit besonderer Berücksichtigung der Arbeiter- Gesetzgebung, von Em. Wurm, 2. Heft. Nürnberg. Verlag von Mörlein u. Co. Preis 20 Pf. Herausgegeben von Ed. Grisebach. C. Emmen Einblick in die Wissenschaft der Pharmazeuten gewährt folgende Notiz der Droguisten Zeitung": In Nr. 9 theilten wir ein Inserat eines Apothekers mit, der eine Wirthschafterin suchte, welche die leichte Rezeptur zuweilen besorgen fönnte. Einen interessanten Schluß darauf, wie in manchen Apotheken die Sicherheit des Publikums durch die„ Zuverlässigkeit des staatlich geprüften Personals" gewährleistet wird, gestattet auch nachstehende, uns freundlich eingesandte Postkarte, ein Herr Apotheker G. an einen Droguisten gerichtet hat: Erlaube mir anzufragen, ob Sie in Ihrem Geschäfte vielleicht Verwendung haben für einen jungen Mann. Derselbe war vier Jahre in hiesiger Apotheke als Hausbursche. Derselbe hat hier abgefasst und in der Receptur geholfen. Er fann vollständig receptiren, Pillen 2c. selbständig machen und den Handverkauf völlig besorgen. Derselbe möchte sich jetzt in einer Droguerie weiter ausbilden, wo er im Lager nnd im Laden Verwendung finden könnte." Wenn der Drougist, so meint hierzu " St. 3tg.", der doch schließlich von der Sache auch etwas wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wet Buchstaben oder eine Zahl) versteht, eine Düte Brustthee abgiebt, so ist das ein„ gemeingefährliches Treiben" und eine" Gefahr für das Publikum". Wenn aber in der Apotheke der Hausknecht Recepte macht und Pillen anfertigt, so ist das ganz in der Ordnung!" die Literarisches. Die Ferienkolonie". Richard Heise- Berlin. Humoristische Solofcene von Der Prosatert wird manchem, besonders den Berlinern, in deren drastischer, spizig- wißigen Manier er gehalten ist, Spaß machen. Dem Komponisten Heise möchten wir etwas Vorsicht empfehlen. Auch ihm ist passirt, was schon so vielen bürgerlichen Tingel- Zangel- Männern widerfahren: Die Melodie zu seinem Sang von der Ferienkolonie" wurde schon lange, lange vor ihm von allen Brettin" in Wien gesungen. Der Sah auf der legten Seite: Immerwährend erscheinen Neuheiten", ist ein Unsinn. " Für die drei Blättchen der Ferienkolonie" soll der fanges: Iuftige Arbeiter 50 Pfg. bezahlen; das ist nicht Kühnheit mehr K. von seiten des Verlegers, das ist der reine Unfug. Eingelaufene Druckschriften. Unter dieser Rubrik zeigen wir sämmtliche der Redaktion zugehende literarische Neuigkeiten an. Wir bitten unfere Leser die Nennung der Schriften nicht als Empfehlung der Redaktion, sondern lediglt als Empfangsbestätigung aufzufaffen. Blos über diejenigen Erscheinungen, welche im Intereffe unserer Leser oder aus politischen Gründen besprochen werden müffen, veröffentlichen wir, foweit dies der Raum unseres Blattes zuläßt, Krititen. Genügt iner Berlagsbuchhandlung die Anführung der überfandten Rezensionsexemplare in diefer Rubrik nicht, so bitten wir von der Zusendung der Neuerscheinungen des Verlages abfehen zu wollen. Schutz für Bauarbeiter. Polizeiverordnung für Berhütung von Unfällen bei baulichen Arbeiten für Frankfurt a. M. Mit Erläuterungen von Dr. May Quard. Frankfurt a. M. Verlag der„ Voltsstimme", Meier u. Ko. Preis 10 Pf. Berlin in Wort und Bild. Von Paul Lindenberg. Lieferung 1 und 2. Vollständig in 25 Lieferungen à 30 Bi. Mit 200 Jllustrationen. Berlin 1894. Ferd. Dümmler's Ver lags- Buchhandlung. Der Antisemitismus und die Juden im Lichte der modernen Wissenschaft. Von Prof. C. Lombroso( deutsch) von Dr. H. Kurella. Leipzig. Verlag G. H. Wigand. Briefkaffen des Redaktion. anzugebeu, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Cand, theol. R. Beruhigen Sie Ihr Gewissen. Wenn Sie in Ihrem Beruf nie in schlimmere moralische Gefahren kommen, als die, welche dadurch entstehen, daß Sie Ihre Stiefel selber flicken oder Ihre Bücher eigenhändig einbinden, so können Sie auf die himmlische Glückseligkeit sowohl als auch auf die irdische vollen Anspruch erheben. C. K., Junkerstraße. Wir können Ihnen leider nicht dienen, da wir grundsäglich keine Aerzte im Briefkasten empfehlen. A. Opf. Solche Versehen, die von der Redaktion noch mehr wie von Ihnen bedauert werden, kommen infolge der raschen Würden Sie die Herstellung der Zeitungen sehr leicht vor. Bossische", Volts", Kreuz-"," Freisinnige Zeitung", so genau wie unser Blatt lesen, so würden Ihnen derartige unglüdsfälle noch weit häufiger aufstoßen. Sch. Sie können eine Strafanzeige nur erstatten, wenn Sie beweisen können, daß die Abnahme des Daumen gegen alle Regeln ärztlicher Kunst erfolgte. O. P. Sie brauchen die Miethe an sich nicht zu bezahlen. Der Wirth kann sich jedoch an Ihre eigenen Sachen halten; Sie werden deshalb die Miethe bezahlen müssen, um die Sachen sich zu erhalten. (§ Eugen Bartsch, Luckenwalde. Sie sind dazu verpflichtet 2,§ 21 des Vereinsgeſehes. R. B., Teltowerstraße. Nein. E. T. 34. Kommen Sie in die Sprechstunde. Beisitzer zum Gewerbegericht. Sie sind so lange Mitglied, bis Sie Ihres Amtes enthoben werden. S. Ottmann, Fruchtstraße. Wenden Sie sich an den Vorstand der Alters- und Invaliditäts- Versicherungsanstalt in Berlin, Moltenmarkt 1. Es kann Ihrer Tochter nichts mehr abgezogen werden. L. Br., Straßburg. Wir kennen die Schrift nicht, hoffen aber bald einen geeigneten Kritiker für das Werk zu finden. Vorficht beim Ankaufe der Schriften dieses Verfassers ist jedenfalls am Plaze. Albert 100. Wir kennen das Lied nicht. Jedenfalls aber können die Verse nicht lauten: Die Erde braucht Regen, Die Sonne braucht Licht. Die Erde braucht zwar von Zeit zu Zeit Regen, die Sonne aber tein Licht, sintemalen sie die Quelle alles Lichts ift und es auf Erden wenigstens fein Licht giebt, das die Sonne nicht spendet. benso sinnlos wäre es zu sagen: Der Tag braucht Licht; denn das Licht ist es ja gerade, was den Tag macht ohne Licht kein Tag. Dagegen tönnte es ganz gut heißen:" Die Blume braucht Licht." R. J. S. 38. Der Betreffende ist versicherungspflichtig. Wenn Sie nachträglich Marken verwenden, so dürfen Sie R. S. 500. Wenn die Wohnung bereits bezogen ist, ändert dafür über die beiden letzten Lohnzahlungen hinaus von dem ein freiwilliger Verkauf des Hauses nichts an dem Miethsverhält- Arbeitnehmer keine Abzüge machen(§ 109 Abs. 3).- Die nachniß. Nur bei Zwangsversteigerung fann eine Ründigung erträgliche Verwendung kann mit Strafe belegt werden. folgen. K. B. in B. Durch§ 100e der Gewerbe- Ordnung ist bestimmt, daß eine Innung für ihren Bezirk durch die höhere Werwaltungsbehörde das Recht erlangen fann, Nichtmitgliedern das Salten von Lehrlingen zu verbieten. Db für Ihr Gewerbe eine Junung mit diesen Rechten besteht, müssen Sie bei der Gemeindebehörde des Ortes erfahren, in dem Sie Ihr Gewerbe betreiben. " H. Feuert. Wollen Sie fünftig Manuskripte an den Wahren Jakob", Stuttgart, Furthbachstr. 12, schicken. M. K. 14. und E. T. 34. Wollen Sie uns in unserer Sprechstunde besuchen. 2. Zimpel. Die Märzdemonstration der Wiener Parteigenossen fand am Sonntag, den 11. März, statt, daher war es möglich, daß wir in der Nummer vom 13. d. M. über dieselbe berichten konnten. N. B. 50. Die Kinder können, fich nur an diejenigen Sachen halten, welche dem Vater selbst, nicht der zweiten Frau gehören. Eine Verschreibung an die Tochter wäre ungiltig und strafbar. Aug., Paris. Mein. W. in K. Die vorige Auskunft war richtig. Aber Sie werden den Prozeß verlieren, weil Sie die Schuld nachträglich anerkannt haben. M. R. 14. Rommen Sie in die Sprechstunde. Albert Otte. 1. Nein. 2. Läßt sich ohne genaue Angaben nicht beurtheilen. 3. Sie können den Antrag auf Einleitung des Strafverfahrens noch stellen. 4. Besprechen Sie die Angelegenheit zunächst mit dem Vertrauensmann Ihres Bezirks. vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Zahnschmerz beseitigt, ſchmerz 137 13 anerkannt reelle und Künstl. Zähne, loses Bahnziehen. Theilzahlung. Goldstein, Drantenjtr. 123. und Polsterwaaren. Große Auswahl 57442* billigen Preisen Möbel, Spiegel in Nußbaum und Mahagoni, empfiehlt zu Franz Kernien, Tischlermeister, Seydelstr. 8. Boltz' Festsäle, S. Alte Jakobstrasse vormals Feuerstein 75, Säle zu Festlichkeiten und Versammlungen. Amt I, 1082. Sonnabend, den 31. d. M., stehen noch Säle zu Versammlungen u. s. w. z. Verfüg. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L* am hiesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr.2. Massenausverkauf Cohn'schen Hosenfabrik der Defindet sich vom 1. März ab nicht mehr Pallisadenstr. 7, nur 66. Resterhandlung. 66. Billig Reste zu Knaben- Anzügen von 1 M. Große Anzüge von 7 M. an bis zum feinsten Kammgarn, auch pass. zu Einsegnungs- Anzügen. Große Aus: wahl in Baletotstoffen, sowie zu Frühjahrs- und Sommermänteln, Jaquets, Plüsch, Atlas, Seide, Sammt u. Spizen. Auf Wunsch Alles zugeschnitten, auch angefertigt. Fertige Knaben Anzüge. 66. Karle, Waldemarstrasse 66. Sophastoff- Reite in Phantasie, Rips, Damast, Crêpe, Gobelin, Plüsch und Moquett, ferner: Ecppige, Sortieren, Gardinen, Jfedor. Wiederholen Sie Ihre Frage unter Angabe, wann und wieviel Sie Miethe zahlen, auf welche Zeit Sie gemiethet haben und wann Sie eingezogen find. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Wien, 20. März. Die heutige Verhandlung der streikenden Angestellten der Neuen Tramway- Gesellschaft mit der Direktion führte die Beendigung des Streits herbei. Die Direktion sagte thunlichste Berücksichtigung der Beschwerden und sowie nach Möglichkeit Wünsche der Bediensteten zu, die Wiedereinstellung der ausständig Gewesenen, insbesondere derjenigen, welche lange im Dienste der Gesellschaft gestanden haben und derjenigen, welche Familienväter sind. Rom, 20. März. Jm Reisschmuggelprozeß wurde heute das Urtheil gefällt. Zwei der Angeklagten sind freigesprochen, darunter Chauvet, Direktor des vier verurtheilt worden, " Popolo Romano" zu vier Jahren Gefängniß Ausschluß von öffentlichen Aemtern auf 4 Jahre und 5200 Frants Geldstrafe, sowie Gallina, ehemaliger General- Zollinspektor, zu zwei Jahren 8 Monaten Gefängniß, Ausschluß von öffentlichen Aemtern auf 3 Jahre und 4000 Franks Geldstrafe. ( Deveichen des Bureau Herold.) = Prag, 20. März. Die Angeklagten Kriz, Dolezal und Dragoun im Mrva Prozeß wurden zu je 10 Jahren schweren Kerkers verurtheilt.. Ezizec, Woitesch und die Frau Kriz find freigesprochen worden. 37 Kinderwagen- Bazar Frisch Kalbfleisch! Keule( obne Bein) billigste Einkaufs-Quelle des Süd- Ostens für Gold-, Silber-, Alfénidewaaren( Gig. Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, 37 Max Brinner, Jerusalemerstraße Nr. 42 I und Brunnenstraße 6, Hof part. Großartige Auswahl Kinderwagen, Puppenwagen, Kindersportwagen billigft. Theilzahlung gestattet. Aeltere Muster billig. Man sucht mit einem Arbeiter befannt zu werden, der die Einrichtung Admiral- Straße 37 ber Bügelmaschine für naht5-51, M., Vorderviertel( Bruſt u. Cotelettes) 31/ 2-4 M. 9 Pfd. netto inkl. Verpackg. frco. S. de Beer, Emden ( Ostfriesland). Gefl. Aufträge zu Ostern frühzeitig erbeten. 1000 Damen!!! 63/6 Regenmäntel, Frühjahrsfaquets, Capes u. Kinderanzüge à 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 m. u. f. w. Landsbergerstr. 48, 1. Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. eigene Fabrikation, 25 Zigarren Garantie rein amerikanische Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. lose Schweissblätter fennt od. Musikinstrumente. bie Bezugsquelle einer solchen nach nur AlleBlass, Streich- u.Schlag- weisen tann. Event. wird eine an 1 Mart. instrumente, Spieldosen, gemessene Belohnung garantirt. Offert. Zabate. 3. Drehen u. felbftspielend, unt. C. M. bef. d. Exp. d. 3tg.[ 2464b 5444L* Musik- Automaten fertigt Aug. Kessler, 51. Laufigerstr. 51. 2042b Kränze, Guirlanden und Blumen empfiehlt zu den billigsten Preisen Franz Jacobitz, Roppenstraße 46, an der Friedenstraße. Kein Laden. Sophastoff- Reste! zu Bezügen ausreichend, Teppiche von 4 Mk. an, Gardinen, Läuferstoffe, Tisch- u.Steppdecken etc. offer. viel billiger als im Laden u. sogen. Ausverkaufs- Geschäften G. Littmann's Spezialgeschäft Berlin NO., Landsbergerstr. 97, pt. Kein Ausverkauf. !! Roh- Tabak!! Gardinen- Reste Steppdecken, Läuferstoffe, Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, spottbillig i. Konkursmassen- Ausverk. gute Qualität, tadelloser Brand, in billigster Preislage, empfiehlt 5. Pallisadenftr. 5. J. Adler Söhne Anfallsachen, Spandauerstr. 30, 682 Klagen, Eingaben. gegenüber dem Rathhause. Butger, Stegligerst.65. Heinr. Franck, vorräthig. RohtabakHandlung, Brunnenstr. 185. Formen( Bockfoorn) wieder EE in der Fabrik Graner Weg 80, part. au 1-4 Fenstern passend, spottbilligst Eingang v. Flur. Jeder Käufer empf. Jubiläumsgeschent. Stempel Vereins- Abzeichen 2c, H. Guttmann, Brunnenstr. 9. Milchgeschäft, 4 Faß, Brot und Backwaare, bringt die Miethe, billig 24776 verkäuflich Mayftr. 14. Nußbaum u. Mahagonimöbel, gut erh., fehr bill., Dranienstr. 183 beim Vizewirth. 2476b Billige Wohnungen, Stube u. Rüche, Brunnenftr. 64 zu vermiethen.[ 23976 Wiesenstr. 21 find Wohnungen von 1 u. 2 Stuben und Küche sogleich zu vermiethen. Arbeitsmarkt. Ein tüchtiger Drechsler erhält dauernde Stellung in der Möbel. fabrit mit Dampfbetrieb von C. M. 56339 Staude, Britwalf. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. med inn Nr. 67. putin Mittwoch, den 21. März 1894. 9 9-1911 Erster Kongreß der Gastwirths- Derlammlungen. gehilfen Deutschlandsbeiterinnen, am 12. b. W. Die 1. Die Versammlung beschließt: Da die Einführung der Lohnarbeit nur von Vortheil ist, für die Zukunft diesen Punkt ftreng im Auge zu behalten und bei gelegener Zeit zur Durch führung zu bringen. 2. Den Vorstand zu beauftragen, in nächster Beit eine Agitationsschrift herauszugeben zu gunsten der Lohn arbeit, welche unter den Berliner Töpfern zu verbreiten ist. Ueber den Streit bei der Firma Titel schilderte Kollege Hoff mann die schon früher und noch zur Zeit bestehenden Uebelflände. Kollege Hagen, Komiteemitglied zur Vorbereitung der aifeier, theilte mit, daß das Komitee die Absicht habe, den tage, Nachmittags 5 Uhr, findet eine Versammlung mit Frauen 1. Mai in der bisherigen Weise zu feiern. Am 1. Osterfeier im Swinemünder Gesellschaftshause statt. 22UAH27 11. Jahrg. ver= Wenn auch in einzelnen Fällen wenig erreicht ist, so muß man von einer Stellungnahme der gesammten Kollegenschaft hierzu absehen. Die Kollegen der einzelnen Geschäfte haben vielmehr In einer Versammlung der Knopfarbeiter und Ar- den Druck auf den Unternehmer auszuüben und denselben Erfüllung der beiterinnen, die am 12. 5. M. tagte, hielt Genosse Jahn zur berechtigten Forderungen au nunmehr die Lifte ber Bu Punkt 2: Rommissionärunwesen und Vereinen beifällig aufgenommenen Vortrag über Zweck und Nußen anlaffen. Der Redner geht eins Stellenvermittelung referirt 3illmannder Gewerkschaftsbewegung." An der Diskussion betheiligten Firmen durch, die sich hinter allerlei Ausflüchten verstecken, theilHamburg und wird eine Resolution Ströblinger ange- fich mehrere Redner im Sinne des Referats. Hierauf gab der weise schroff abweisend verhalten und ermahnt die Kollegen drinnommen, in welcher die Reichsregierung aufgefordert ist, jede Delegirte der Gewerkschaftskommission einen ausführlichen Be- gend vor Antritt jeder Arbeit den Lohntarif des betreffenden Geschäfts im Bureau, Schüßenstraße 18/19, einzusehen, um den Stellenvermittelung gegen Entgelt zu untersagen, da die Arbeits- richt über die Thätigkeit der Kommission. Abzugsgelüften der Firmeninhaber gebührend entgegentreten zu Der Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und tönnen. Die Organisation darf auch schon deshalb nicht vernicht ausgenugt werden. Auch von ſtaatlicher und städtischer auf Solzplägen beschäftigten Arbeiter und nachlässigt werden, da fich ohne dieſelbe ein Borgehen in der Arbeitsvermittelung verspricht sich der Kongreß nichts, solange Arbeiterinnen Deutschlands( Filale Berlin II N.) Konfektionsbranche, das allseitig gewünscht wird, nicht ermög die private Vermittelung daneben bestehen bleibe. Schröder hielt am 13. März seine Mitgliederversammlung ab. Der erste lichen läßt.( Beifall.) In der Diskussion tritifiren Lorenz Berlin theilt mit, daß in Berlin außer den weniger bekannten Punkt der Tagesordnung mußte zurückgestellt werden, da der und Reising die Verhältnisse der Firma Bär Sohn. 43 männliche und 5 weibliche Kommissionäre vorhanden sind. Referent am Erscheinen verhindert war. Bei der hierauf veräterow führt aus, daß die Kollegen, welche sich von der Außerdem befassen sich 17 Gehilfenvereine mit Arbeitsnachweis. leſenen Abrechnung des Hauptvorstandes gab die Regelung der diesjährigen Bewegung nichts versprochen haben, doch wohl eines Einige Kommissionäre gehören mehreren der sechs Gastwirths- Diätenfrage Veranlassung zu einer längeren Debatte, die damit Besseren belehrt sein werden. Die Unternehmerschaft hat sich im Vereinen an, die in Berlin und Umgebung bestehen und be- endete, daß die Versammlung die Abrechnung verwarf. ganzen bedeutend willfähriger gezeigt als im Vorjahre, ein Zeichen sorgen für diese die Placirung. Aus den Situationsberichten nächste Versammlung findet am 17. April statt. Auf der Tages der wachsenden Macht der Organisation. Wenn auch einzelne der Delegirten aus den Provinzialstädten geht hervor, daß die ordnung steht die Vorstandswahl. dieser Herren, so Hermann Hoffmann Schützenstraße, fich noch Organisationen, die auf dem Boden der modernen ArbeiterDer Verein zur Regelung der gewerblichen bodbeinig zeigen, so dürfte auch hier der Zag kommen, wo dieser bewegung stehen, meist noch sehr jungen Datums sind und demzufolge noch wenig Mitglieder zählen. Anders in Berlin und Verhältnisse der Töpfer und Berufsgenossen Mann sich eines Besseren besinnt. Redner feuert die Kollegen Hamburg; in legterer Stadt zählt der Verein gegen 600, in tagte am 13. März. Zum 1. Punkt: Besprechung des Antrages an, sich nicht von den Frauen in der Organisation überflügeln Berlin über 1000 Mitglieder. bezüglich Einführung der Lohnarbeit hatte Kollege Thieme das zu lassen und die Bewegung materiell zu stärken.( Beifall.) Zur Organisationsfrage referirt Hoffmeyer- Referat übernommen. Nach lebhafter Debatte gelangten folgende Die Debatte schloß mit der Annahme folgender Resolution: Nachdem sich die maßgebenden Geschäfte Berlins nach Aufforderung Hamburg und tritt für Zentralisation ein, da die kleinen Anträge zur Annahme: Lokalvereine nichts leisten könnten. Korreferent 3eiste: der Agitationstommission gegenüber verpflichtet haben, den im Berlin spricht sich für Lokalorganisation aus mit Vertrauens Vorjahre aufgestellten Tarif aufrecht zu erhalten, ein weiterer männer- System. Es sei nothwendig, daß den Gastwirths. Theil neu bewilligte, außerdem die schwebenden Differenzen in gehilfen, die sonst sich nur wenig am politischen Leben betheiligen verschiedenen Geschäften auf gütlichem Wege gefchlichtet sind, befönnten, Gelegenheit erhalten, innerhalb ihrer Vereine sich nach schließt die Versammlung, in diesem Jahre von einem Streit jeder Richtung hin aufzuklären. Ueberdies beweise der Erlaß Abstand zu nehmen. Diejenigen Geschäfte, wo eine Regelung in des Regierungspräsidenten von Breslau, daß die Filialen der unserem Sinne nicht zu erzielen war, find solche, die hauptsäch Zentralvereine jeden Augenblick die Auflösung zu befürchten lich Konfektion führen, und sind dieselben bei der in Aussicht haben. Der Vertreter der Generalfommission E. Legien führt genommenen Konfektionsschneider- Bewegung in erster Linie zur aus, daß er zwar, enragirter Zentralist" sei, daß er aber rathe, Erfüllung unserer Forderungen zu zwingen, da felbige sowohl in die Lokalorganisation beizubehalten, da es den Kellnern noch zu turcenz ausüben. Vollständig ablehnend verhalten sich folgende der Maaß als auch in der Konfektionsbranche doppelte Ron sehr an Solidaritätsgefühl mangele. Nachdem noch Schröder und Geschäfte: H. Hoffmann, Schüßen- und FriedrichstraßenPötsch- Berlin und Fröhlich- Hamburg für Lokalorganisation Ecke, Weltmann, Wilhelmstraße, Prophet, Dön gesprochen, wurde eine von Pößsch gestellte Resolution angenommen, Die Genossenschafts Bäckerei für Berlin und Umgegend hoffsplay, Lindenbaum, Große Frankfurterstraße, Lehh= Sie sich für vorläufige Beibehaltung der Lokalvereine aus hielt behufs Neuwahl des Vorstandes und Aufsichtsrathes am mann, Kochstraße, Großmann, Rosenthalerstraße. Um ein prach. In der Resolution ist betont, daß es lediglich eine Frage 15. d. M. eine außerordentliche Generalversammlung ab. Der erfolgreiches Borgehen gegen diese genannten Firmen zu erzielen, hat der Taktik und niemals eine Prinzipienfrage sein tönne, welche Wahl ging ein Bericht des Aufsichtsrathes über dessen und über die Agitationskommission mit den Arbeitern dieser Firmen etne Organisations form angenommen werde. Ein Antrag des Vorstandes Thätigkeit voraus. Aus diesem Bericht ergab besondere Agitation einzuleiten. Alle anwesenden Kollegen und Fröhlich- Hamburg, in den Bundesstaaten, wo das sich ein erfreulicher Aufschwung des Absatzes, welcher dem Vor- Kolleginnen verpflichten sich, der Organisation, dem deutschen Vereinsgesetz es gestatte, Frauen in die Organisation mit aufzustande die Aufstellung geeigneter Maschinen nöthig erscheinen Schneider- und Schneiderinnen Verband beizutreten und neue nehmen, wurde angenommen. Desgleichen eine Resolution laffe. Es werde durch Anwendung derselben die größte Sauber- Mitglieder zu werben. Außerdem ist es Pflicht aller Kollegen, Legien's, in welcher ausgesprochen ist, daß der Kongreß sich feit des Produktes und eine erhebliche Entlastung der Bäckerei welche ihre Arbeitsstelle ändern, in dem Bureau Schüßenftr. 18/19 solidarisch fühle mit den zentralisirten Gewerkschaften, die in der Arbeiter herbeigeführt, auch feien Entlaffungen von Arbeitern Einsicht in die dort ausliegenden Tarife zu nehmen und auf oder Herabsetzung der Löhne vollkommen ausgeschloffen. Ferner Bahlung der bewilligten Löhne zu halten. Unter VerUeber die Prefie" referirt Pößsch- Berlin und wurde bekannt gegeben, daß in Kürze das Genossenschaftsbrot schiedenem" wurde die Rechtsprechung des Berliner Gewerbetheilt mit, daß ,, Der Gastwirthsgehilfe die Auflage von 2200 mit einer Schuhmarke versehen werden solle. Gewählt wurde gerichts von einigen Rednern beleuchtet; in nächster Zeit foll erreicht habe gegen 12-1500 im Jahre 1891. Die Schuldenlast durch Attlamation der bisherige Vorstand gegen 2 Stimmen dieser Punkt auf die Tagesordnung der öffentlichen Versammlung sei eine ziemlich hohe, da infolge der umfangreichen Agitation und an stelle dreier ausscheidender Aufsichtsrathsmitglieder gesetzt werden. im letzten Jahre viele tausende von Freieɣemplaren verfandt Bergolder Driebe, Kaufmann Michaelis und Bäcker Schappeit worden feien. Er tönne den anderen Städten den Vorwurf nicht einstimmig. Die Freie Vereinigung der Kaufleute hörte in ihrer ersparen, daß sie nicht genügend zur Erhaltung und Veram 19. b. M. stattgehabten Versammlung einen Vortrag des Der Verein der Zimmerer hielt am 18. b. M. feine regel- Genoffen Dr. Lur über das Thema: ein der Zimmerer hielt Von der bürgerlichen breitung des Fachblattes beitragen. 3illmann und Fröhlich= Hamburg sind für obligatorische Einführung des Fachorgans, mäßige Mitgliederversammlung ab, in der Genosse Jahn über Demokratie bis zum heutigen Freifinn 1848-1894". In fachDie Klassentämpfe des Proletariats" referirte. lichster und streng historischer Weise behandelte der Vortragende verlangen aber, daß es" Eigenthum der Kellnerschaft Deutsch das Thema: lands" werde. Ströhlinger und Schröder Berlin Vor Gintreten in die Tagesordnung ehrten die Anwesenden das die vorbenannte Entwidelung aus der bürgerlichen Demokratie sprechen sich entschieden hiergegen aus; der„ Gastwirthsgehilfe" Andenken der Märzgefallenen durch Erheben von den Plägen. zur heutigen freisinnnigen Partei, welche, ausgesprochen philosei Eigenthum des Vereins Berliner Gastwirthsgehilfen und Sodann schilderte der Vortragende in treffender Weise die Be- semitisch und Vertreterin des fleinen Kapitals, eine reaktionäre müsse dieser zum mindesten erst darum befragt werden. Schließ- deutung des 18. März. Von einer Diskussion wurde Abitand Partei sei, welche den Interessen des tlaffen bewußten aufstrebenlich wurde die Resolution Pösch angenommen, welche die genommen. Hierauf beschäftigte sich die Versammlung mit der den Proletariats feindlich gegenüberstehe. Zwischen zwei Feuer, Delegirten verpflichtet, für obligatorische Einführung des Fach- Stellung zur Maifeier. Nach einer längeren Diskussion einigte den Großkapitalismus und die Sozialdemokratie gebracht,-fei organs in den Organisationen zu wirken. Ferner wurde be- man sich dahin, den endgiltigen Beschluß einer öffentlichen Ver- ihr Untergang unausbleiblich. Redner machte den Handlungs schloffen, eine aus 5 Personen bestehende Breßkommission in sammlung zu überlassen. gehilfen klar, daß sie nichts weiter als Proletarier des Kopfes einer öffentlichen Berliner Versammlung zu wählen. Betreffs Den 18. März feierten die Sattler in würdiger Weise, feien, die nur von einer Verbrüderung mit dem Proletariate der Der Agitation ist Fröhlich Hamburg dafür, daß eine indem sie am Vorabend desselben eine öffentliche Bersammlung schwieligen Faust etwas zu erwarten und als Klassentämpfer ihre Agitationstommiffion für Deutschland gewählt werde, die abhielten, in welcher Genosse Näther über die Bedeutung des Interessen und Rechte zu verfechten und zu diesem Zwecke oie ganze Agitation einheitlich regele. Sitz derfelben soll Berlin 18. März sprach. An das mit Beifall aufgenommene Referat sich vor Allem zu organisiren hätten. Der Vortrag sein und soll diese auch gleichzeitig die Fachpresse mit beaufsich- fnüpfte sich eine kurze Diskussion. In einer Resolution erklärte fand bei allen Anwesenden, mit Ausnahme etlicher FreiDie Gegenansichten tigen. Redner verurtheilt auch die von der Berliner Organi- sich sodann die Versammlung mit dem Referenten einverstanden sinniger, die lebhafte Zustimmung. fation angewendete Kontrollmarke. Dem schließen fich und beschloß, am 18. März einen Kranz auf den Gräbern der wurden durch die Herren Hartmann und Seligmann Schröder und Polter Berlin an, aber, Freiheitsfämpfer von 1848 niederzulegen. Auch die Arbeiter vertreten. Ersterer brach für die freifinnige Volkspartei eine saß die besonderen Berliner Verhältnisse Anfangs der der Schäfte branche waren am Abend des 17. März zu- Lanze, während der letztere in den Hirsch- Dunder'schen GemertBewegung besondere Mittel bedurften. Von Berlin jammengekommen, um das Gedächtniß jener Freiheitskämpfer zu vereinen fein wirthschaftliches Jdeal erblickte. Diese Meinungswurde berichtet, daß hier innerhalb des letzten Jahres über feiern. Genosse Fritz Hansen referirte über den 18. März. äußerungen veranlaßten einen lebhaften Meinungsaustausch, dessen 700 M. für Agitation aufgebracht wurden, die meist für aus Darauf erörterte die Versammlung noch die Maifeier und nahm Quintessenz eine gegen wenige Stimmen angenommene Resolution värts Verwendung gefunden. In einer Resolution Ströhnach kurzer Diskussion eine Resolution an, in der sie sich auf bildete, in welcher sich die Versammlung mit den Darlegungen inger Berlin, welche auch Annahme fand, werden die den Boden des Kölner Parteitags- Beschlusses stellte und die des Referenten einverstanden erklärte und betonte, daß der heutige Angestellten im Gastwirthsgewerbe aufgefordert, sich in Gemein Kollegenschaft verpflichtete, für einen regen Besuch der öffent- Freifinn jeder Richtung selbst die schwächlichen Forderungen der chaft mit den flaffenbewußten Arbeitern an allen Wahlen, als lichen Versammlung aller in der Schuhindustrie beschäftigten bürgerlichen Demokratie von 1848 nicht mehr zu vertreten im Landtags-, Reichstags- und Kommunalwahlen zu betheiligen. Arbeiter und Arbeiterinnen am Vormittag des 1. Mai zustande, da er zur Interessenvertretung der Bourgeoisie herabZur Maiseier" nimmt der Kongreß folgende Resolution an: agitiren. Zur Theilnahme an den Vorbereitungen der Maifeier gefuntfen sei und die freiheitlichen Regungen im Bolt ebenso wie " In Erwägung, daß die Arbeiter des Gastwirthsgewerbes in wurden aus der Schäftebranche zwei Kollegen gewählt. alle anderen reaktionären Parteien bekämpfe. Ferner erklärte allererster Linie für eine Verkürzung der Arbeitszeit einzutreten die Versammlung, daß nur die Sozialdemokratie die Rechte des haben, mit der übrigen flassenbewußten Arbeiterschaft gemeinsam Die im Speditionsgewerbe beschäftigten Arbeiter und Voltes vertrete und daher auch die Handelsangestellten nur durch am 1. Mai für diese zu demonstriren ihnen aus naheliegenden Arbeiterinnen( Rollfutscher, Boden- und Speicherarbeiter u. f. m.) Anschluß an diese ihre Interessen fördern tönnen. D Umständen aber nicht möglich ist, beschließen die Delegirten, in hielten am 18. März eine öffentliche Versammlung ab. Genosse Der Kampf Friedrichshagen. Die am 17. März hier tagende öffentihren Orten für eine entsprechende Feier, gleichzeitig in allen Georg Wagner erwähnte in seinem Vortrage: Städten an einem bestimmten Tage der Maiwoche stattfinden zu ums Dasein" auch die elenden Lohn- und Arbeitsverhältnisse der liche Versammlung des hiesigen Allgemeinen Arbeiter. Lassen. Ueber den Tag entscheiden die Vertrauensleute." Angehörigen der genannten Branchen, die, schlecht entlohnt, vom Bildungsvereins wurde vom Vorsißenden Winistädt Ferner wurde noch folgende Resolution angenommen: frühen Morgen bis in die sinkende Nacht angestrengt thätig sein mit einer furzen Ansprache über die Bedeutung des 18. März " In Erwägung, daß die heutigen wirthschaftlichen Verhält müßten, wodurch es erklärlich erscheine, daß ein Theil derselben und des Sterbetages von Karl Mary eröffnet, worauf sich die niffe äußerst traurige sind, in fernerer Erwägung, daß jedem das infolge der 16-20stündigen Arbeitszeit total abgeftumpft sei. Anwesenden zu Ehren der Todten von den Plätzen erhoben. Recht aufsteht jean Brot zu suche me launch aber stabler sal bent, Recht zusteht, sein Brot zu suchen, wo er es findet, erklärt der Raßler gab bekannt, daß der Verein der Rollfutscher Hierauf referirte das Vereinsmitglied, Genosse Sonnenburg, des Verbandes der Kongreß, daß gegen die sogenannten Ueberläufer nicht vorzugehen sich zu gunsten Backer, Geschäfts- in einem zweistündigen Vortrage über Arnold v. d. Passer's ift, vielmehr zu versuchen ist, dieselben zur Organisation heran- diener u. 1. w. aufgelöst habe( Bravo!), und erläutert die Schrift: Mene Tetel! Gine Entdeckungsreise zuziehen, um zu vermeiden, daß sie als Lohnbrücker auftreten. Vortheile dieser Organisation. Matt, uthes, Müller, nach Europa." Der Referent verstand es, den Zuhörern ein Dahingegen protestirt der Kongreß energisch gegen die Einstellung und Bonsch äußern sich ebenfalls in der Diskussion. Eine flares Bild zu geben von dem Inhalt dieses Buches, und untervon Militärpersonen, staatlichen und kommunalen Beamten." Resolution, welche erklärt, daß, da eine Befferung der traurigen ließ auch nicht, seine vom Verfasser abweichenden Ansichten be= Auf Antrag Reil- Magdeburg wurde beschlossen, die Lage nur durch eine starke Organisation zu erzielen ist, sich die züglich einiger Punkte auszusprechen. Er knüpfte daran noch Verhandlungen des Kongresses in einer Broschüre zusammenzu Rolfutscher und verwandten Berufsgenossen dem Verband der einen allgemeinen historisch- politischen Ueberblick, besprach kurz die fassen. Mit der Ausführung wurde die Redaktion des Gastwirths Geschäftsdiener anzuschließen und für denselben zu agitiren haben, revolutionären Erhebungen von der großen französischen Regehilfen" beauftragt. Diese Broschüre soll als Agitationsschrift in wurde angenommen. Zum Delegirten für den am 18. bis volution an bis zur Kommune von 1871 und schloß mit dem GeMassen verbreitet werden. Ein von einer Kommission aus 14. Mai in Halle stattfindenden Kongreß wurde der Kollege danken: Der Sozialismus ift die größte Kulturströmung der gearbeiteter Fragebogen wurde für gut befunden und wurde die Wangenheim gewählt. Der letzte Punkt der Tagesordnung Menschheit, er ist nicht mehr zu vernichten und er wird auch Agitationstommiffion beauftragt, statistische Erhebungen über wurde wegen vorgerückter Beit abgesetzt. Die nächste Versamm- siegen." Anhaltender Beifall wurde dem Vortragenden für seine ganz Deutschland zu veranlassen. Die Einberufung des nächsten lung findet am 8. April statt, eine Reihe Kollegen ließen sich interessanten Ausführungen zu Theil: von einer Diskussion über den Vortrag wurde abgesehen. Nachdem eine Anzahl interner Kongresses soll der Agitationskommission überlassen bleiben mit fofort in den Verband eintragen. nube Vereinsangelegenheiten erledigt waren. entspann sich eine längere der Einschränkung jedoch, daß derselbe im Herbst 1895 stattzu Eine öffentliche gutbesuchte Schneider und Schneide: Debatte über das Ergebniß der Gemeindewahlen. Fast alle finden hat. Sollte die Agitationskommission einen früheren rinnen- Bersammlung tagte am 19. März in den Arminhallen. Redner stimmten barin überein, daß wir mit dem Resultat der Stongreß für nöthig halten, so hat sie die Vertrauensleute zu Kollege J. Zimm erstattete Bericht über den gegenwärtigen Wahl wohl zufrieden sein könnten, da sich die für unsere Rathe zu ziehen. Bugelassen sollen aber nur solche Delegirte Stand der Lohnbewegung. Die Firma S. Baum, Leipziger Kandidaten abgegebene Stimmenzahl in den letzten 2 Jahren werden, welche auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung itraße 104, so bemerkt der Biedner einleitend, ist auf grund feit der ersten Wahl verdoppelt habe, wenn es uns stehen und in öffentlichen Versammlungen gewählt sind. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Nach einer kurzen, schwungvollen falscher Information in den Verdacht gekommen, den Tarif nicht auch leider noch nicht gelungen ist, einen Sieg zu erringen. Ansprache des Kollegen Hoffmeyer- Hamburg schloß dieser einzuhalten; vorgenommene Recherchen haben ergeben, daß die genannte Firma ihren Verpflichtungen bezüglich des Tarifs jeder- Friedenau. Am Sonntag, den 18. März, tagte hier eine den Kongreß mit einem dreifachen Hoch auf die allgemeine seit nachgekommen ist. Die Situation liegt im Allgemeinen öffentliche Versammlung. Das Andenken der gefallenen März Arbeiterbewegung, in welches die Anwesenden begeistert ein günstig, da die besseren Geschäfte Berlins als geregelt gelten tämpfer ehrte die Versammlung vor Eintritt in die Tagesordnung stimmten. Stehend sangen die Delegirten hierauf den ersten Bers fönnen. Bei der Firma S. L. Lewy ist eine Ginigung erzielt, durch Erheben von den Plätzen. Sodann sprach Genosse Antrick Der Marseillaise. ebenso bei verschiedenen anderen, die sich bis vor kurzem den in einem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrage über Wait Forderungen der Arbeiter gegenüber ablehnend verhalten haben. I die Bedeutung der revolutionären Bewegung des Jahres 1848. betonen " CO Herrengarderobe- Ausverkauf. Wegen schleunigster Aufgabe verkaufe ich diese Artikel in eleganter Ausführung und nur guten Qualitäten zum Selbsttostenpreise. M. Schramm, Holzmarktstraße 38, Pare 5752L GESCHAFTSHAUS S.HEINE Die Firma besteht seit 1878. Gardinen Portièren und Tischdecken. Neue stilvolle Muster in grosser Auswahl zu aussergewöhnlich billigen Preisen. Teppiche in unübertroffener Auswahl, garantirt fehlerlose Waare, zu erstaunlich billigen Preisen. Gardinen- Reste für 1, 2 oder mehr Fenster pass., äusserst wohlfeil. Neuheiten 57791* in Steppdecken, Bettdecken, SchlafBERLIN N.CHAUSSEESTR. 14: Preisgekrönt. und Reisedecken. Grösster Umsatz. 66 17039 Die Fabrikate der türkischen Sulima" Tabak u. Cigaretten- Fabrik 99 welche in allen renommirten Bigarrenhandlungen fäuflich, empfiehlt dem hochgeehrten Publikum und den sich zum Quartalwechsel neu etablirenden Zigarrenhändlern die Generalvertretung 24696 Berlin W., Carl Bayer, Jägerstrasse No. 67. Fernsprecher Amt I 4863. Zur bevorstehenden Frühjahrs- Saison empfehle ich mein reich sortirtes Lager fertiger 58062 Herren- und Knaben- Garderoben in geschmackvoller Ausführung, sowie sämmtlicher Arbeiterfachen in bekannt vorzüglicher Güte und Paßform einer geneigten Beachtung. Alle Größen, Facons und Preislagen sind vorräthig. Ansicht gestattet. sind bereits am Lager Sämmtliche Neuheiten in Stoffell und wird die Anferti gung nach Maaß von einem durchaus tüchtigen und praktisch erfahrenen Zuschneider auf das peinlichste geleitet, so daß ich für tadellosen Sit jederzeit Garantie leiste. Nur der fteten Befolgung meines Prinzips streng reeller Bedienung habe ich meinen bisherigen Erfolg zu danken und werde ich für alle Zeit dasselbe beibehalten. Reelle Stoffe. Gute Arbeit. Solide Preise. Hochachtungsvoll Joseph Goldstein, Workstraße 51, Edhe Kahlerstraße, in der Nähe der Bülowstraße. Frischen Maitrank, sehr wohlschmeckend, à Flasche intl. 70 Pfg., 10 Flaschen inkl. Mt. 6,-. Mt. lints. Grösstes Billigste Lager. Preise. Beste Marken. Gesundheit garantirt. Roh- Tabak. Reelle Bedienung. Geöffnet den ganzen Tag. Um geehrten Besuch bittet W. Hermann Müller Neue Friedrichstr. 9. Kinderwagen und Reisekörbe, über 300 Stück, im Einzelnen zu verkaufen in der Korbwaar. Fabrik C. Jensch, Berlin N., Chausseestr. 98a, nahe der Invalidenstraße. Achtung! Bewohner des Ostens! Burüdgesezte( wenig fehlerhafte) Teppiche!! Portièren!! Gardinen!! Steppdecken!! erstaunlich billig in der Fabrik Don Johannisbeerwein, weiß und roth, à Flaſche 60 sfg., 10 Flaschen W. 5,50. R. Lewinberg, Kein Laden 678M Eugen Neumann& Co., 6a. Belle- Allianceplaz 6a. 81. Neue Friedrichstr. 81. 8. Dranienſtr. 8. Wichtig für jede Hausfrau! Müller's Kokosnuss- Butter garantirt reines Naturprodukt ist das beste und billigste Backfett. Tausende von Anerkennungsschreiben liegen vor. Preis per Pfund 70 Pfg., von 5 Pfund an 65 Pfg. Nach außerhalb Postsendungen von 4½ kg zu 6,30 M. franto unter Nachnahme, bezw. 6 M. gegen vorherige Einsendung des Betrages. Bestellungen Oster- Bäckerei erbitten mir für die Kochrezepte gratis! rechtzeitig. Mannheimer Kokosuußbutter- Fabrit P. Müller& Söhne Mannheim. Berlin W., Kronenstraße 56. Vor Nachahmungen wird gewarnt. Grosse Ersparniss im Haushalt! 57702* Pa Frankfurter Allee 120. Ganz besonders empfehle einen Posten Plüsch- Teppiche, Stück 7,50. Hochfein 57599 Kaiserauszug- Mehl 5 Pfd. 1 M. Allerbestes Weizenmehl 5 Pfd. 70 Pf. Zweite Sorte Weizenmehl 5 Pfd. 65 Pf. Sehr gut fochende Hülsenfrüchte, Buchhandlung des„ Borwärts" Berlin SW., Beuth Straße 2. = 3ur Verbreitung auf dem Lande während der Oster- Feiertage empfehlen wir den Genossen die zur Massenverbreitung bestimmten nenesten Agitationsschriften: Christenthum und Sklavenfrage. Aus den Reichstags- Reden der Abgeordneten intises Dr. Lieber, Paftor Schall und A. Bebel bei Berathung des Kolonialetats am 20. Februar 1894. Preis: Einzeln 5 Pfg. Bei Bezug von 100-500 Gr. 3 Pfg., bei Bezug von über 500 Ex. 2 Pfg. pro Exemplar. Porto zu Lasten der Besteller. Ihres Inhalts und billigen Preises wie des aktuellen Interesses wegen eignet sich diese Schrift ganz besonders zur Massenverbreitung, namentlich in katholischen und in jenen Gegenden, wo das protestantische Muckerthum dominirt. Gegen die salbungsvollen Deklamationen Lieber's und Schall's fonstatirt Bebel in seiner scharfen und schlagfertigen Weise den Widerspruch zwischen christlichen Redensarten und christlicher Praxis und weist an den geschichtlichen Vorkommnissen die Thatsache nach, daß die Vertreter des Christenthums allezeit und überall jede Form wirthschaftlicher Ausbeutung: Stlaverei- Leibeigenschaft-freie" Lohnknechtschaft im Interesse der jeweilen herrschenden Klassen zu vertheidigen verstanden haben trog der entgegenstehenden theoretischen Lehren des Christenthums. Wir empfehlen ferner zu diesem Zwecke die soeben in vierter Auflage erschienene Agitationsbroschüre: 448/1 egen den Militarismus und gegen die neuen Steuern. Zwei Reichstags- Reden von N. Bebel und W. Liebknecht 56 Seiten Großoktav mit Umschlag. Preis einzeln 10 Pfg., in Partien 6 Pfg. franko. Die nächsten Aufgaben, die nach Annahme des deutschrussischen Handelsvertrages im Reichstage zur Verhandlung tommen, sind die neuen Steuervorlagen. Obige Reden enthalten nun nicht blos die rückhaltlose Verurtheilung diefer Steuervorlagen, sondern zugleich auch die schärfste Kritik der gesammten Regierungs- Politit, die gegenüber den Anforderungen des Militarismus die hauptsächlichsten Kulturaufgaben vernachlässigt. Ihre Verbreitung ist daher gerade jest doppelt angebracht. Zahlreichen Aufträgen sieht entgegen Buchhandlung des ,, Borwärts" Berlin SW., Beuth- Straße 2. hochfeinen Tafelreis à Pf. 20 f. Künftl. Zähne 2 M. Schmerz. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Theilgebadenes Obst, türkisches Pflaumen mus à Pfd. 20 Pf., füß und wohlschmeckend, Vogelfutter, Taubenerbsen, empfiehlt die Mehlhandlung von H. Matthées, 70, Grüner Weg No. 70, nahe der Koppenstr. Hut- Engros- und Einzelverkauf Alvin Sussmann, Holzmarktstr. 38,.P part. 5751L Grösste Auswahl von immerwährend einlaufenden Neuheiten. Ausverkauf vorjähriger Formen in Steif und Weich, per Stück 2 Mark. Am ersten Feiertag bleibt mein Geschäft fest geschlossen. Kein Laden zahlung. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22, 8-7 Úhr. Central- Fleisch- und Wursthalle Kleine Frankfurterstr. II. Dem geehrten Publikum empfehle meine neu eröffnete Fleisch- und Wurfthalle. Detail- Verkauf zu Engros- Preisen. Bitte um gütigen Zuspruch, jede Hausfrau überzeuge sich und sie wird ihren Vortheil selbst einsehen. 68/14 Rindfleisch Schweinefleisdy Hammelfleisch Kalbfleisch von 45-60 Pf. 55-65 " 45-60 " " " 45-65" Diverse Wurstwaaren zu Engros- Preisen. Geschäftshäuser Baer Sohn 1. Geschäfts- Haus: 2. Geschäfts- Haus: 3. Geschäfts- Haus: 24a Chauffeestr. 24a. 11 Brüdenstr. 11. 16 Gr. Frankfurterstr. 16. Herren- und Knaben- Bekleidung. 5789L* Nur prima Qualität. A. Hergt. C. Hübner, Schuhmachermstr. Rosenthalerstr. 13, empfiehlt sein Lager als[ 5726L grösstes des Nordens zu billigsten Preisen. Roh- Tabak Detail- Verkauf Rud. Völcker& Sohn, Köpnickerstr. 45.[ 2165b Dann's SpezialBilligster Verkauf zu streng festen, in Zahlen gezeichneten Preisen. Trauer- Magazin Tadellose Maaß- Anfertigung unter Leitung eigener, erster Meister. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Neanderstraße 38 empfiehlt sämmtliche Artikel zur Trauer. Bitte genau auf Firma zu achten.