Ur. 165. nbonntmentS'ßedlngungen: Bboraittneiuä■ SretS vränumerand«: LieNel�Sdrl. 8�0 ZA. monatl 140 Ml, wöchenliich 28 Pfz. frei WS Hau«. Sinzewe Nummer ö Pfg. Sonntag»- numwer mi! Illustrierlei SonnlagS- Beilage.Die Neue Welt' 10 Pw. Post» Ndonnement! 140 Marl wo Monat. Einoeiragen in die Post> Zeitung»- VreiSliste. Unter Kreuzband für DeulsÄIand und Oesterreich. Ungar» 2.50 Marl, für da» übrige tluSland 4 Mark vro Monat. Postabonnement» nehmen an: Belgien. Dänemarl, Holland. Italien. Luxemburg. Portugal. Kumdmcu, Schweden und die Schwei» Ülchltnt llgllch. Verlinev DolKsblnlk. '62. Jahrgang- vle Tnfertions-GcbOljr tetrigt für die fechsgefvaltene Kolonel- »elle oder deren Raum 00 Pfg.. für polltische und gewertschaflliche Verein». und BerfammlungS-Anzeigen 80 Big. „Kleine Unrelgen", da» fsttgednicklc Wort 20 Pfg. lzuläffig llfetigebrucktc Worte), jede» weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlasstellenan. »eigen da» erste Wort 10 Pfg.. jede» weitere»ort 5 Pfg. Worte über 15 Bum ftaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bi» 5 v— � str die____________..... 5 Uhr nachmittag» in der Expedition abgegeben werden. Die Erpcdiiion ijt bi- 7 Uhr abend» geöffnet. Delegramm» Adresse: uSsÄilätmsIlrzl ssilli»-. Zcntralorgnn der roziatdemokratifcben partd Dcutfcblands. Neöaktton: EW. öS, Änüeastraße Z. Fernsprecher: Amt Moritzplast, Rr. 151 36—151 37. Donnerstag, den 17. Juni 1913. Expeüttio«: SA). 6$, Linöenstraße Z. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 151 33—151 37. Amtlich. Großes Hauptquartier, de« IG. Juni 1015.(W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Wieder einmal, veranlaßt durch die russischen Niederlagen, griffen Franzosen und Engländer gestern an vielen Stellen der Westfront mit starken Kräften an. Den Engländern gelang es bei Bpern, unsere Stellung nördlich des Teiches von Bellewaarde etwas zurückzudrückcn. Es wird dort noch gekämpft. Dagegen sind zwei Angriffe von vier englischen Divisionen zwischen der Straße Estaires— La Bassee und dem Kanal von La Bassee vollkommen zusammengebrochen; unsere tapferen West- fälischen Regimenter und dort eingetroffene Teile der Garde wiesen den Ansturm nach erbitterten Nahkämpfen restlos ab. Der Feind hatte schwere Verluste; er ließ mehrere Maschinengewehre und einen Mincnwerfer in unserer Hand. An die Stellungen der mit größter Zähigkeit sich behauptenden Badener bei der Lorettohöhc wagte sich der Feind nach seinen Niederlagen am IS. und 14. nicht wieder herau. Bei M o u l i n- s o u s« T o u v e n t ist der Kampf noch im Gange. Ein f e i n d- licher Durchbruchversuch in den Bogeseu zwischen den Bachtälern der Fecht und Lauch scheiterte; dort wird nur noch nordwestlich von Mctzeral und am Hilsensirft ge- kämpft; im übrigen sind die Augriffe schon jetzt abgeschlagen. Zucker. Oestlicher Kriegsschauplatz. Russische Angriffe gegen die deutschen Stellungen am Dawinaabschnitt folgung der verbündeten Armeen zum Stehen zu bringen. Am Abend waren sie überall aus ihren Stellungen bei Cieplice(nördlich von Sieniawa)— südwestlich Lubaszow— Zawadowkaabfchnitt(südwestlich Niemirow)— westlich Jaworow— westlich Sadowa— Wisznia nach hartem Kampf geworfen. Es wird verfolgt. Die Armee des Generaloberst v. Mackensen hat seit dem 12. Juni über 40000 Mann gefangen g e�n o mm e n und 00 Maschinengewehre erbeutet. Zwischen den Dnjestr-Sümpfen und Zurawno haben die Russen etwas Raum gewonnen; die Gcsamtlage ist dort unverändert. Oberste Heeresleitung. Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 16. Juni.(W. T. B.) Amtlich wird verlaut- barh 16. Juni 1915 mittags: Russischer Kriegsschauplatz. In G a l i z i e n konnten die Russen dem allgemeinen Angriff der verbündeten Armeen trotz zähester Gegenwehr nicht standhalten. Von unseren siegreichen Truppen hart verfolgt, weichen die Reste der geschlagenen russischen Korps über Cewkow, Lubaczow und Jaworow zurück. Südlich der Lemberger Straße hat die Armee Boehm-Ermolli heute nacht die r u s s i s ch c n S t e l- lungen auf der ganzen Front erstürmt und den Feind über Sadova— Wisznia und Rudki zurückgeworfen. Südlich des Dnjestr wird im Vorfelde der Brücken- köpfe gekämpft. Truppen der Armee Pflanzer haben gestern früh R i z n i o w genommen. Die bisherigen Schlachten und Gefechte des Monats Juni haben reiche Beute eingebracht. Vom 1. bis 15. dieses Monats ergibt sich als Gesamtsumme: Einhundert- undacht Offiziere, einhundertzweiund- zwanzigtausenddreihundertMaun gefangeu, dreiundfünfzig Geschütze, einhundertsiebeu- uudachtzig Maschiuengewehre uud achtund- fünfzig Munitiouswageu erbeutet. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Italiener versuchten neue vereinzelte Vorstöße, wurden aber allenthalben abgewiesen, so am Jsonzo bei Moufal- cone, Sagradc und Plava, an der Kärntner Grenze io der Gegend östlich des Plöckeu, im Tiroler Grenzgebiete bei Peutelstein. Der Stellvertreter des Chefs des Gcueralstabes: von Hoest». Feldmarschallcutuant. Ali, umts, Der Vormarsch� auf Lemberg. ig_ ii' Km. Deutschland sieht mit seinem Zuckerreichtum an, der Spitze aller Lander. In normalen Zeiten führen wir reichlich die Hälfte der gesamten Produktion ms Ausland. In diesem Jahre verhinderte der Krieg die Ausfuhr, die produzierten Zuckcrmengcn, etwa 55 Millionen Zentner, blieben im Jn- lande, während der deutsche Konsum nur rund 25 Millionen Zentner benötigt. In Anbetracht dieser großen Zuckervorrätc müßte man annehmen, daß die Preise sinken oder mindestens auf der alten Höhe stehen bleiben, um im Hinblick auf den bedeutenden Ueberschuß einen stärkeren Konsum zu ermög- lichen. Aber bekanntlich ist das Gegenteil eingetreten; der Zucker ist ungeachtet seines überreichen Vorhandenseins erheblich teurer geworden. , Zu diesem höchst unerfreulichen Resultat hat leider die Regierung durch ihre Preispolitik wesentlich beigetragen. Sie verfügte, daß von Januar bis Mai d. Js. die Großhandels- preise pro Monat und Zentner um je 15 Pf. steigen sollten; da im Januar der Zentner 19,50 M. kostete, mußte er im Mai auf 20,25 M. stehen. Dem Kleinhandel wurden keine Prcisgrenzen vorgeschrieben, sein steigender Gelvinnanteil ist selbstverständlich hinter dem des Großhandels nicht zurück- geblieben. Wer nun glaubte, im Mai würde die staatlich sanktionierte Preiserhöhung beendet sein, der täuschte sich. Die Regierung verordnete am 27. Mai, haß der Zuschlag bis August weitergeht und statt 15 Pf. obendrein 40 Pf. beträgt. Diese Maßnahme ist sachlich durch nichts gerechtfertigt. Aber sie ist auch methodisch so falsch, wie nur irgend denkbar. Für die Raffinerien und großen Händler ist das ganz naturgemäß ein Ansporn, ihre Bestände möglichst so lange zurückzubehalten, bis der vorläufig höchste Höchstpreis erreicht ist: bis August. Daher die gegenwärtig künstlich erzeugte Zuckcrknappheit, deren Wirkung im Kleinhandel steigende Preijp sind. So konnte kürzlich das„Berliner Tageblatt" bc- richten:„Eine Frankfurter Firma z. B. hat ein Rundschreiben versendet, in dem in großen Lettern auf bevorstehende Preis- steigerungen für Raffinade hingewiesen wird. Gleichzeitig werden noch 10 000 Zentner zu„niedrigen" Preisen angeboten, doch sollen nur telegraphische Antworten berücksichtigt werden. Wenn derartige Angebote von angesehenen Firmen gemacht werden, dann ist es allerdings leicht verständlich, daß der Kleinhandel und auch die weiterverarbeitende In- dustrie nervös lverden und im Glauben sind, eine Zuckernot müsse bevorstehen." In einer Zuschrift an dasselbe Blatt aus Magdeburger Agentenkreiscn heißt es sehr bezeichnend:„Die Gründe der Raffinadcnknapp- heit, die ja in Wirklichkeit gar nicht vorhanden ist, sind ein- fach darin zu suchen, daß alle Welt heute mit Weiß- zucker handelt. Nachdem man sich an Bohnen, Erbsen, Linsen, Reis und sonstigen Nahrungs- Mitteln genügend bc- reichert hat, wird jetzt der Zucker auf den Schild gehoben. Firmen, die sich nie mit Weißzucker befaßt haben, treten jetzt an die Raffinerien heran um Lieferung von Zucker. Abnehmer, die sonst daS ganze Jahr noch keine 2000 Zentner bezogen. beanspruchen jetzt das gleiche Quantum und mehr pro Monat. ES ist doch gar zu verlockend, wenn an dem Zucker für den die Raffinerien mit Höchstpreisen bedacht sind, sich einige Mark am Zentner mühelos ver- dienen lassen..." Die Zentral- Einkaufsgesell- schaft verfehle vollständig ihren Zweck, das einzige Mittel gegen die wilde Zuckerspckulation seien fest umgrenzte� Höchst- preise für den Handel. Beiläufig bemerkt hat die deutsche Zucker- industrie in dem ver- flossenen Jahre glänzend abgeschnitten. Die Zucker- sabnk Aörbisdorf A.-G. in KörbiSdorf bei Merseburg hat für das Jahr 1814/lö eine Bilanz zu verzeichnen, wie noch niemals seit Bestehen des Unternehmens; es kommt eine Dividende von 12 Proz.(i. iß. 4'/» Proz.!) zur Verteilung- Der Roh- gewinn beträgt 670 950 M.(305 607 i. iß.!). Abschreibungen wurden in Höhe von 30 658 M. gemacht, 50 567 M. dem Reservefonds und �5 000 M. deni Spczialrcservefonds über- ! viesen. Zu dem Abschluß teilt die Verwaltung mit.„daß das Be- i ichtsjahr in allen Betriebszweigen recht gute Erträgnisse gebracht habe. Die gesamte Produktion konnte zu verhältnismäßig Iiohen Preisen verwertet werden, die bekanntlich von der Re- gicrung festgelegt wurden. In der Fabrik verlief die Beax- beitung glatt. Die Ernte sowie die Ausbeute übertrafen die des Vorjahres. Da die Regierung zu Beginn des Krieges Verordnungen erlassen hatte, die ein spekulatives Sinken der Zuckerpreise verhinderten und die bestimmten Mengen Zucker mr Verbrauch und für Viehfütterung zu festen Preisen sicherten, konnte eine zufriedenstellende Verwertung des Zuckers erreicht iverden." Ein noch besseres Geschäft bucht die Zuckerfabrik Stutt- gart. Räch Abzug aller Unkosten und nach Vornahme bedeutender Abschreibungen bleibt ein Reingewinn von 709 459,27 Mark, hierzu kommt noch der Gcwinnvortrag des Vorjahres mit 447 695,78 M., so daß insgesamt 1 157 155,05 M. verfügbar sind. Allein der Gewinn des letzten Jahres gestattet eine Dividende von 20 Proz., außerdem werden 35 472 M. dem Rückschlagschatz zugewiesen und auch dem Aufsichtsrat fällt eine beträchtliche»summe zu. Solche Beispiele, die sich mühelos vermehren ließen, zeigen, daß die Zuckerindustrie und der Handel keineswegs protektionsbedürftig sind auf Kosten der Konsumenten. Jeden- 'allS sind die Preissteigerungen der Regierung und die Art oer Durchführung von Monat zu Monat absolut nicht ge- eignet, die Interessen des konsumierenden Volkes zu fördern. Westlicher Kriegsschauplatz. der französische Tagesbericht. Paris, 15. Juni.(W. T. B.) Amtlicher Nachmittag s b e r i ch t. Dem gestrigen Abendbericht ist nichts Wichtiges hinzuzufügen. Ein gegen die von uns am 14. Juni bei OucnncviereS eroberten Schützengräben gerichteter feindlicher Angriff wurde vollkommen zurückgeworfen. Ein iveittragendcs Geschütz der Deutschen feuerte zwei Granaten auf Compiegne ab, verletzte aber weder Menschen, noch richtete es Sachschaden an. Paris, 16. Juni.(W. T. iß.)' Der gestrige Abend- b c r i ch t lautet: In der vergangenen Nacht entwickelten sich örtliche Jnfantcriegefechte im Gebiet nördlich von Arras > Abschnitt Notrc Dame de Lorctto-Ncuville) und südlich von Arras(Touventfarm). Alle deutschen Gegenangriffe wurden ab- gewiesen. Wir behaupteten unsere Gewinne. Nördlich Ne u v i ll e vemächtigten wir uns einiger deutscher Horchposten. Der 15. Juni war in diesen beiden Gebieten nur durch Artillerie- kainpf gekennzeichnet. Unsere Batterien beschossen die deutschen Schützengräben heftig. Eine vom Feinde in der Nacht zum 15. Juni gegen die von uns eroberten Schützengräben in Qucnncvieres(östlich Tracy-le-Mont) gerichteter Angriff wurde von acht Bataillonen ausgeführt. Gefangene erLärten, daß die feindlichen Verluste beträchtlich sind. Als R e- pressalic für die Beschießung offener fran- zösi scher und englischer Städte durch die Deutschen wurde heute morgen der Befehl ge- geben, die Haupt st adt des Groß Herzogtums Baden zu bombardieren. Um 3 Uhr morgens ftvgen 23 Flugzeuge nach Karlsruhe ab. Obwohl sie durch Nord- ostwind behindert wurden, trafen sie zwischen 5 Uhr 50 Minuten und 6 Uhr 20 Minuten über der Stadt ein und belegten die ihnen angegebenen Zielpunkte, besonders das Schloß, die Äaffenfabrik und den Bahnhof mit 130 90- Millimeter- und 155- Millimeter-Geschossen. Eine große Zahl von Bränden brach aus, während unsere Flieger Karlsruhe überflogen. Eine starke Panik wurde am Bahnhof festgestellt, den die Züge eiligst in der Richtung gegen Osten verließen. Die Flugzeuge wurden heftig beschossen, besonders bei der Hin- fahrt in Zabern, Straßburg, Rastatt und Karlsruhe, bei der Rückfahrt in Blamont, Pfalzburg und Zabern. Alle kehrten heim, außer zweien. Deutsches Iernbombaröement von Compiegne. Compisgne, 16. Juni.(W. T. B.) Meldung der Agencs HavaS. Am Montagabend zwischen 5 und 7 Uhr vernahm man zwei furcht- bare Explosionen. Man glaubte zuerst, datz feindliche Flieger Bomben fallen ließen, erkannte aber dann, daß«S Geschosse von deutschen Batterien waren, die, vierundzwanzig Kilo- meter von Compiögne entfernt, abgefeuert waren. Die Geschosse sielen in einen Wald. Jedes von ihnen gerissene Loch mißt zehn Meter Tiefe. Der Materialschaden ist gering. Es wurde niemand getroffen. Deutsche Flieger über Lunöville. Paris, 15. Juni.(38. T. B.) Der„Tenips" meldet: Fünf deutsche Flugzeuge konnten trotz heftiger Be- schießung L u n s v i l l e überfliegen und 25 Bomben ab- werfen, die nur Sachschaden anrichteten. Getroffen wurde niemand. Die englische Mrmee noch nicht aktions- bereit. Paris, 16. Juni.(W. T. B.) Die Tatsache, daß die eng- Iis che Front in Frankreich nur etwa öv Kilometer lang ist, hatte in Frankreich eine gewisse Verstimmung auskommen lasten. Der„ T e m p s* läßt sich heute in einer Zuschrist aus London eine darauf bezügliche Frage so beantworten, daß die englische Front eigentlich nur«ine vorgeschobene Linie sei. Die großen in Frankreich befindlichen Truppenmassen dienten dazu, die Nachschubverhältnisse zu ordnen. Die englische Armee selbst sei nur in geringem Maße operationS- sähig, da die englische Artillerie nicht genügend Munition besitze, die Herstellung von Munition in England aber erst eingerichtet werden müsse, was einer jahrelangen Organi- sation bedürfe. Man solle deshalb keine Vorwürfe gegen England erheben, vielmehr bedenken, daß England bereits viel geleistet habe und daß der Augenblick kommen werde, wo die englische Armee in großem Maßstabe zum Angriffskrieg bereit sein werde. Die englischen Verluste. London, 16. Juni.(W. T. B.) Die neueste Verlust liste enthält die Namen von 122 Offizieren und 1869 Mann. Gestlicher Kriegsschauplatz. Der rujsijche Schlachtbericht. Petersburg, 16. Juni.(W. Z. B.) Der General st ab des Generalissimus meldet: In der Gegend von S z a w l c keine wesentliche Veränderung; die Kämpfe dauern dort fort. An der N a r e w- F r o n t machte der Feind in der S!acht zum 14. Juni einen erfolglosen Angriff in der Richtung Myschinetz und Wakh und unternahm auch im Laufe des Tages mehrere örtliche Angriffe in der Gegend nördlich von P r s a z n y s z, die wir aber mit Erfolg zurück- schlugen. Die Deutschen nahmen in G a I i z i e n. nachdem sie ihre Verluste ersetzt hatten und neue Kräfte herangeführt hatten, die zum erstenmal an unserer Front erschienen, die Offensive in der Gegend I a r o s l a u und auf dem rechten Ufer deS San wieder auf, unterstützt durch sehr starke Artillerie. Nach dreitägigem erbitterten Kämpfen über- ließen wir dem Feinde etwas Gelände auf dem rechten Ufer der Lubaszowka und der W i s z n i a. Am D n j e st r machten wir am 13. Juni erfolgreiche Gegenangriffe auf dem linken Ufer der Tymenitza und des Stryj. Wir machten dort 29 Offiziere und 1200 Mann zu Gefangenen und erbeuteten 7 Maschinengelvehrc. Am selben Tage griffen die Deutschen den Abschnitt f ü d- li ch des Brückenkopfes von I d a s ch e w an und eroberten die Ortschaft R o g u z n o. In den Morgenstunden des folgenden Tages machten>vir einen erfolgreichen Gegen- angriff, indem wir die Ortschaften Roguzno und Zuravkow wieder zurücknahmen und ein Geschütz mit Bespannung sowie mehrere Maschinengewehre erbeuteten. Dort hißten die Deutschen die weiße Fahne und eröffneten dann hinterhältig das Feuer, woraus wir sie nach einem ungestümen Angriff mit den: Bajonett niedermachten. Der Feind setzte seinen Angriff gegen den Brückenkopf bei Nyzniow fort, indem er dort große Kräfte niit zahlreicher Artillerie einsetzte. Wir machten dort am 13. Juni durch das Zurückwerfen feindlicher Angriffe mehr als 15 00 Gefangene. Zwischen dem D n j e st r, dem P r u t h und der Stadt Ezernowitz zogen lvir uns über die Reichsgrenze zurück. Russische Berichterstattung. Berlin, 16. Juni.(W. T. B.) AuS dem Großen Hauptquartier wird uns geschrieben: Nachdem die russischen amt- lichen Berichte vom IL. und 14. Juni sich über die Niederlagen aus der Front östlich Przemysl-Sieniawa ausgeschwiegen hat- tcn, überrascht die Veröffentlichung vom 1ö. Juni die Welt mit der unbestreitbaren Tatsache, daß sich am 12. und 13. Juni ein erbitterter Kampf zwischen S i e n i a w a und M o s c i s k a eut- wickelt habe, lieber den Ausgang wird hinweggebuscht: Der Be- richt gesteht nur zu, daß wir den Unterlauf der Lubaszowka zu übsrchreiten vermochten und den Russen den Ort Tchchla wegnahmen. Zur Ablenkung werden von den Russen kleine Ereig- nisse an anderen Stellen ausgebauscht, zu Siegen gestempelt und in den Vordergrund gerückt. Es ist allerdings nicht geschickt, wie im Bericht vom l3. Juni geschehen, das Scharmützel beim Romany- gehöft. an der Bahn von Mlawa, zum Opfer eines solchen Sieges zu wählen, wo unser Angriff untere schweren Verlusten zum Stehen gebracht sein soll. Tatsächlich hatten wir einen einzigen Leichtverwundeten. Die Eisenbahnen bei öen galizischen Operationen. Wie«, 16. Juni.(W. T. B.) Aus dem Kriegspresfe- ouavtier wird gemeldet: Arince-Oberkommandant Feldmarschall Erzherzog Friedrich hat daS nachstehende Bcschlsschreiben erlassen: Die rasche Vorrückung der Armee gegen die San-Dnjestr- Linie ist teilweise der schnellen Wiederherstellung und der so- fortigen BetriebSaustiahme aus den notdürftig eingerichteten Eisen- bahirlimen zu verdanken. Ich habe mit besonderer Genugtuung wahrgenommen, daß der Betrieb der von dem Gegner gründlich zerstörten Bahnen mit dem Vorrücken der Armee gleichen Schritt hielt, und daß in der kurzen Zeit von 2 4 Tagen 757 Kilo- m e t i r 25 a h n st r c rf c, darunter 227 Kilometer doppelgleisig, fahrbar gemacht und in Betrieb genommen wurden. Die außerordentlichen Verdienste der Eisenbahntruppe um die Herstellung von zerstörten Strecken habe ich bereits gewürdigt. Die sofortige Aufnahme des Betriebes ist dem mit besonderer Umsicht und Fachkenntnis getroffenen Borbereitungen und Anordnungen für die Bereitstellung und Heran- bringung von Eiscnbahnbediensteten, BergungSgütern und aller Be- triebsgegenstände zu verdanken sowie der werktätigen, kraftvollen Unterstützung aller beteiligten Organe und Abteilungen des Feld- und Reservetelegraphen, die sich um die rasche Herstellung der Fern- leitungen mit besonderem Eifer bemühten. Dos Eisenbahnmini- sterium, die Generalinspektion der österreichischen Eisenbahnen sowie die Mtlitäreisenbahn- und Telegraphenbehörden haben sich hierbei besondere Verdienste erworben und hierdurch die Vorrückung der Armee wesentlich gefördert. Ich spreche daher diesen Behörden vollste Anerkennung und Dank im Namen des allerhöchsten Dienstes aus. gez. Erzherzog Friedrich, Feldmarschall. Rußlanü erwartet eine stärkere französtsth-englische(Dffenstve. Petersburg, 15. Juni.(W. T. B.) Die ermunternden Worte, welche die französische Presse an Rußland richtet und das Anerkenntnis des„schrecklichen Ansturms", den die Russen seit Wochen aushalten müssen, veranlaßt M e n t- s ch i k o w, seinen französischen Kollegen klar zu machen, daß die von ihnen gezogene Parallele zwischen der Marne- sch lacht und der Schlacht am San„nicht ganz richtig" ist. Er erklärt, damals habe die französische Presse bezeugt, daß der russische Angriff aus Ostpreußen eine er- lösende Wirkung ausgeübt habe und daß gerade dieses Ma- növer der damals noch nicht vollständig konzentrierten russischen Kräfte ausreichend gewesen sei, den schweren A n- prall der deutschen Heeres massen auf Paris aufzuhalten. Unzweifelhaft sei ja dieser Anprall auch auf heroischen Widerstand der englisch-französischen Armee gestoßen, aber nur der russische Einfall in den Rücken Deutschlands habe die Deutschen gezwungen. den Angriff zum Stehen zu bringen und sich von der Ein- nahnie von Paris durch ein Manöver wie jenes, durch welches Antwerpen genommen wurde, loszusagen. Die ermunternde Stimme der Havas-Agentur hat—>vie Mcntschikow bitter bemerkt— die wichtige moralische Be deutung der Anerkennung der Tatsache,„daß d i e Hauptlast im gegenwärtigen Momente das heroische Rußland trägt". Diese Wahrheit sei u n st r e i t i g.— Sie sei längst offenkundig für die russische Allgemeinheit und die Russen könnten ihren Bundes- genossen nur dankbar sein für die völlige Gewissenhaftigkeit, mit der sie diese Tatsache anerkennen. der italienische Krieg. Dericht üer italienischen Heeresleitung. Rom, 16. Juni.(A. T. B.) Bericht der o b e r st e n Heeresleitung. An der Grenze gegen Tirol, das Trentino und dessen Bezirk E a d o r e schreiten wir allmählich zur Besetzung der beherrschenden Punkte. Abgesehen von Fernfeuer seiner Artillerie und zwei Angriffen gegen den (Äipfel von Ballone im oberen Piavetal am 13. Juni gab der Feind in diesem Abschnitte kein erwähnenswertes Zeichen seiner Tätigkeit. Intensiver und stärker waren die Versuche des Feindes, bei Carnia einzudringen und sich der von uns besetzten, für sehr stark gehaltenen Pässe zu be- mächtigen. Die Aktion war besonders intensiv gegen den Gipfel des M o n t A v o st a v i s und am K r e u z b e r g- I o ch. Hier machte der Feind am Vormittag des 14. Juni einen heftigen. durch intensives Ärtilleriefeuer vorbereiteten Angriff. Das Feuer begann in der Nacht und wurde bei Tagesgrauen heftiger; dennoch wurde der Feind zurückgeworfen und mit dem Bajonett verfolgt. Artilleriegescchtc auf größerer Entfernung fanden auch in der Gegend des Krn. gegen San Leone und K o z l i a k und längs des I f o n z o statt. Bei Podgora am Monte Fortino und am Kanal von Monfalcone ließen später aus- geführte Erkundungen genauer erkennen, wie bedeutend die Verteidigungsarbeiten des Feindes am Jfonzo sind. Seine Verschanzungen liegen in mehreren Reihen hintereinander und sind oft in Mauerwerk oder Beton ausgeführt, durch Panzerung verstärkt und ihre Verteidigung durch Schein- Werfer und Leuchtraketen unterstützt. Endlich versügt der Feind über ein ausgedehntes telephonisches, tele- graphisches und optisches Verbindungsnetz. Bei einigen unserer Verwundeten haben wir Beweise für die Verwendung von Erplostvgeschossen durch den Feind fest- gestellt. Auch die Prüfung an einigen Stellen gefundener Geschoßstücke bestätigte die Anlvendnng von durch inter- nationale Abkommen ausdrücklich verbotenen Kricgsmittclii durch den Feind. Starke Regengüsse sind gestern nieder- gegangen, haben die Lebensbedingungen in den Lagern ver ändert und einen empsindlichen Temperaturrückgang hervor. gerufen. Die Gesundheit der Truppen ist andauernd aup- gezeichnet, ihre Stimmung gut. Der türkische Krieg. Die Nelüung öes türkischen Hauptquartiers. Konstantinopel, 16. Juni.(W.T.B.) Das Haupt- quartier teilt mit; An der T a r d a n e l 1 c n f r o n t hei Art Burnu feuerte unsere Artillerie wirkungsvolle Scksiiiie ob. Es wurde beobachtet, daß der Feind infolge des von uns gegen eine seiner Artilleriestellungen eröffneten Feuers ziemlich schwere Verluste erlitt. Unsere Küstenbatterien bom- bordierten mit Eriolg die Transportschiffe des Feindes jolvie feine Lager und feinen Flugzeugjchuppen an der Küste von Sedd ul Bahr. Einer unserer Flieger bemerkte m der Kesalobucht aus Jmbros ein Panzerschiff, dessen Typ an den des Zlgamemnon erinnerte. Das Verdeck dieses Panzerschifiep lag fast unter der Meeresoberfläche und der hintere Schorn- stein und hintere Mast lagen vollständig unter Wasser. Aus den übrigen Kriegsschauplätzen hat sich nichts Wefeut- liches ereignet. Der Seekrieg. vom U-Dootskriege. Kristiania, 15. Juni.(53.?. B.) Norsk Telegrambyran melde!: Nach Mitteilungen, die aus KristianSsand hier eingetroffen sind, ist der schwedische Dampfer„Berdandi* aus HögonäS vier Ouartmeilen südöstlich von Oxö von einem deutschen Unter- seeboot, das von einem deutschen Hilfskreuzer begleitet war, angeschossen worden. Die Mannschasl wurde an Bord deS Hilfskreuzers genommen, worauf das Unteriec- boot verschwand. Der Hilfskreuzer feuerte darauf 29 bis 39 Schüsie gegen den„Verdandi" ab. Als der Zeuge, von dem die Mitteilung stammt, den Ort verließ, war Schornstein und Achterende unter Wasser. Nach einem anderen Bericht war kein Unterseeboot zur Stelle. Der Hilfskreuzer legte erst eine Mine an Bord, die explo- vierte und das Deck zertrümmerte. Darauf eröffnete der Kreuzer die Beschießung. Ob das Schiff gesunken ist, ist bisher unbekannt. Einige seiner Boote wurden von Makrelenfischern geborgen,. London, 16. Juni.(38. T- 23.) Nach einer Lloyds- meidung aus Stornoway ist der n o r>v e g i s ch e Dampfe r „Davanger"(„Stavanger" von Liverpool nach A r ch- a n g e l bestimmt, am 14. Juni bei den Hebriden ver- senkt worden. �um Untergang öes Unterfeeboots„V 14/ Die Besatzung des am 15. Juni in Scheveningen(Holland) eingetroffenen Logger«.Soll. 347" ist offenbar Zeuge deS Uuler- ganges von.1? 14" gewesen. Nach einer Rotterdamer Meldung er- zählten die Schiffer: .Am Sonnabend, den 5. Juni, stühmorgenS, beobachteten wir auf 57 Grad 16 Minuten nördlicher Breite, als wir gerade die Netze «ingeholt hatten, daß ein plötzlich auftauchendes deutsches O-Boot, von dem einen Moment das Periskop gesehen wurde, zwei Schüsse gegen einen englischen Fischdampfer abgab, der mit 7'/,-Zentimeter- und das Tauchboot der Bemannung wie gewöhnlich befehlen wären. Bevorstehender Bruch zwischen Bryan und Wilson? Kanonex bewaffnet und a. a. mit zwei englischen Mairoſen bemannt und ungerecht bezeichnet worden. Macdonald erklärte, war. Bernnlich hatte das Tauchboot infolge der schweren Be- er habe in dem Artikel die Politit, die zu dem Kriege führte, möllung nicht gesehen, daß noch vier andere in ähnlicher Weise fritisiert. Er beanspruche für sich das Recht zu dieser bewaffnete und bemannte englische Fischdampfer sich in der Veröffentlichung; es sei jedoch böswillige Verleumdung, daß London, 16. Juni.( W. 2. B.) Morning Poter Nähe befanden. Nachdem die Schüsse abgefeuert worden waren er oder befreundete Organisationen an jenen Zusendungen beteiligt fährt aus Washington: Biele glauben an einen balbigen wollte, ihr Schiff zu berlaffent, ließ der angehaltene Fischdampfer Walton( liberal) wollte zu der zweiten Sesung der offenen Brud zwischen Wilson und Bryan, auf einmal die Dampfpfeife ertönen, worauf fofort die vier anderen Finanzbill das Wort ergreifen, verpaßie aber den Augenblid Bryan werde verfuchen, feine Nennung für die Brä Dampfer herankamen und die fünf zufammen gegen das deutsche und der Sprecher beantragte die Abstimmung, fo baß sidentschaft auf Grund einer Plattform des Friedens U- Boot eine Salve abgaben. Das Borderschiff des Tauchbootes die Bill ohne Debatte angenommen wurde. Der Sprecher erlaubte Walton und der Verhinderung des Frauenstimmrechts wurde schwer beschädigt und erhob sich, während das Hinterschiff nicht, nachträglich das Wort zu ergreifen. Saztangler Mckenna 3u jichern. Da die Konvention, die Wilson nominterte, ſich des Tauchbootes unter Wasser blieb. Das Boot konnte demzufolge sprach statt der erwarteten langen Rede nur wenige Worte. Dahin ausgesprochen hat, daß ein Präsident nur eine Amtsnicht mehr untertauchen. Jetzt wurde es von einem der Fisch Er erklärte, die Finanzbill treffe Vorsorge nur für ein Viertel- periode hindurch amtieren solle, so will Bryan den Standdampfer gerammt. Nachdem es untergegangen war, erschien es nach jahr, es werbe bald eine neue Debatte über die bereit zu stellenben punkt bertreten, daß Wilson moralisch verhindert sei, zum Furzer Zeit noch für einen Moment an der Oberfläche, was die Mittel notwendig sein; dann würde ein vollständiger Ueberblid zweiten Male zu kandidieren. 44 Mann zählende Besatzung bentuzte, um mit Schwimm- über die Staatsausgaben und Einnahmen des Finanzjahres gegeben gürteln über Bord springen. Das Tauchboot fant, und die Finanzpolitif ausführlich erörtert werden. Collins Die Verhandlung gegen Dewet. Die Bemannung der Fischdampfer rettete die umherschwimmenden( liberal) fragte, wann die Regierung die vom Echazkanzler an U- Bootsleute und brachte sie dann nach Peter Head. Außer dem gefündigte revidierte Finanzbill einbringen werde. Viele Bloemfontein, 16. Juni.( W. Z. B.) Meldung des Logger Sch. 347" war auch der holländische Logger Sch. 394" glaubten angesichts des künstlichen Zustandes der Prosperität, Reuterschen Bureaus. Das Prozeßverfahren gegen General Zeuge des Kampfes. Beide Schiffe liefen jeden Augenblick Gefahr, die durch Staatsausgaben und Regierungskontrakte entstanden Dewet ist heute fortgefekt worden. Aus dem nunmehr be von den über die Fahrzeuge hinpfeifenden Geschossen getroffen zu fei, daß die Prosperität sofort der Besteuerung unterworfen werden endeten Verhöre der Belastungszeugen ging herbor, welcher werden, blieben aber zum Glüd unbeschädigt. Bevor die bewaffneten müsse. Der Redner fragte, ob der Schazkanzler mit der allgemeinen Schaden durch Dewets Anhänger an Regierungseigentum an englischen Fischdampfer abfuhren, kamen zwei englische Marine Finanzlage völlig aufrieden sei. Mc Kenna erwiderte: Es ist flat, gerichtet worden ist. Oberst Fowl erklärte, daß die Anmatroien des englischen Schiffes mit geladenen Revolvern an Bord daß die unter der vorliegenden Bill aufgebrachten Einnahmen nicht zahl der aufständischen Freistaats- Buren des Sch. 847", um die Schiffspapiere einzusehen. Nachdem diese ausreichen, um die Ausgaben zu deden, und daß andere Mittel mehr als 7000 betragen hat. Bei Beginn des Aufgeprüft worden waren, fonnten die holländischen Logger ihre Reise außergewöhnlicher Art ergriffen werden müssen. Wir übernehmen ruhrs habe Oberst Maris 890 Mann gehabt und 4 Kanonen fortiegen. zweifellos finanzielle Berantwortlichfeiten, bie fowie 600 000 Gewehrpatronen mitgenommen. Verschiedene nahezu über unsere Kräfte gehen. Aufgebrachter schwedischer Dampfer. Göteborg, 16. Juni.( W. T.B.) Der schwedische Dampfer Thorsten, der in regelmäßiger Fahrt zwischen Göteborg und England verkehrt, wurde heute früh bei Binga von den Deutschen aufgebracht. Der Dampfer hatte Stüdgut und sechs Passagiere an Bord. Ein deutscher Silfsfreuzer führte den Dampfer in südlicher Richtung, wahrscheinlich nach Swinemünde. Die Sicherung der Volksernährung in Oesterreich. Ein Streit in Loyalitätserklärung der irischen Nationalisten. Xusingods Letzte Nachrichten. Zum Mädchenmord in Berlin. Entlastungszeugen blieben bei der Erklärung, daß nach Auffassung der Buren der Aufstand lediglich ein Protest gegen den Feldzug gegen Dentsch- SüdwestNeue Lohnbewegungen in England. afrita war. Ein Zeuge fagte aus, Dewet habe erklärt, die Waffen seien nötig, um diesen Protest wirksam zu machen. London, 16. Juni.( W. T. B.) Die Erledigung der Der Burenführer General empf, der ebenfalls als BeRegierungsaufträge wird durch einen Streit in der Loren laftungszeuge auftrat, sagte aus, daß die Versammfabrik in Girdlewood verzögert. Fünfzig Arbeiter legten Iungen auf Lightenburg Sopjes nur als Protest ohne Kündigung die Arbeit nieder, weil sie nicht die dem Ge- gegen den Feldzug gedacht waren. Von der Errichtung wertschaftstarif entsprechenden Löhne erhielten. Die Lage in einer Republit jei teine Rede gewesen. Nichts sei geden Kohlengruben von Dudley ist akut geworden, fagt worden, was als Drohung gegen die Flagge der Union da die Maschinisten eine Kriegszulage von 15, Proz. betrachtet werden könnte, und feine Verschwörung zu einem fordern, während die Grubenbesizer nur 10 Proz. be- Ariege gegen den König sei angezettelt worden. General willigen wollen. Falls ihre Forderung bis zum Donnerstag Beyers habe er zulegt am 1. November gesehen. Vor nicht bewilligt ist, wollen die Maschiniſten tündigen. Der dieser Zeit sei unter den Bürgern kaum die Rede von einemt Ausstand würde 12000 Bergleute arbeitslos machen und Aufstand gegen die Regierung gewesen. Die Mehrzahl der Die österreichische Sozialdemokratie bemüht sich mit aller einen völligen Stillstand im Bezirk bewirken. Die Gruben Anhänger des Obersten Maritz seien unerfahrene junge Leute Kraft, in der Lebensmittelversorgung, wenigstens für das kom- würden Gefahr laufen, zu erfaufen. In einer Kohlen gewesen. mende Jahr bessere Zustände herbeizuführen, nachdem die Regelung grube in Cumberland findigten 1000 Bergleute, weil im ersten Kriegsjahr sehr viel zu wünschen übrig gelassen hat. Die Grubenbesiger die Kohlenpreise für Arbeiter erhöhten auf Da man es in Oesterreich nicht für notwendig gehalten hat, das folange, als Striegszulage bezahlt wird. Barlament zu den schwerwiegenden Entscheidungen über die Striegsfragen heranzuziehen, haben die Zentralstellen der Arbeiter einer Stohlengrube in Südwales wegen Beschäftigung nicht bewegung der Regierung eine Denkschrift eingereicht und fürzlich organisierter Arbeiter bewirkte, daß 5000 Bergleute in den mit dem Ministerpräsidenten über diese Denkschrift fonferiert. Die Ausstand traten. Abgg. Seiß, Domes und Dr. Renner, sowie die Genoffinnen Popp, Hölzer und Freundlich wurde vom Ministerpräsidenten Grafen Zur Aufflärung des Mädchenmordes hat die Kriminalpolizei Stürgth am legten Sonnabend zu einer Besprechung über die auch gestern nachmittag und gestern abend wieder eine ganze n Lebensmittelversorgung empfangen. Die Abgeordneten erklärten dem zahl von Mitteilungen aus dem Bublifum eingehend nachgeprüft. Ministerpräsidenten, daß fie mangels eines Parlamenis und alt gefichts der großen Zensurschwierigkeiten gezivungen seien, die London, 16. Juni.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen aber auch bis jetzt hat noch keine Angabe dieser Art einen Anhalt Regierung in dieser Form mit den Forderungen der Arbeiterschaft, Bureaus. Im Laufe der gestrigen Unterhausdebatte über den zur Ermittelung des Verbrechers geliefert. Dagegen ist jetzt eine Mitschülerin der Ermordeten gefunden, die sie den halben Weg die fich mit den Forderungen der Gesamtbevölkerung decken, ver- Ergänzungsetat erklärte Dillon namens der irischen von der Schule nach Hause begleitet hat, den Weg, den sie stets trout zu machen. Sie begründeten dann die Denkschrift, die der Nationalisten, daß, so sehr sie auch den Verlust der zu gehen pflegte, durch den Tunnel am Görlizer Bahnhof and, Kriegsgetreide- Verkehrsgesellschaft Getreidshandelsmonopol früheren Regierung bebauerten, ihre Stritif an Maßregeln der dann die Wrangelstraße entlang, Zwischen Eppelner und Raldenübertragt und sämtliche Handelsmühlen unter Aufficht der Kriegs. neuen Regierung von dem Wunsche getragen sein werde, steinstraße trenute sich die Muschulerin von Eife Len um 34 Whi getreide- Verkehrsanstalt oder der Behörden stellt. Es soll rechtzeitig den Krieg zu einem fiegreichen Ende zu auf beat halben Wege. Die Kriminalpoliget it nun eifrig bemüht. cin Bersorgungsplan aufgestellt und die Preise sollen nach dem bringen. Später erklärte Premierminister Asquith, feitzustellen, ob das Kind auch die zweite Hälfte des Weges in der Ernteperiode 1913/14 erzielten Breije bemessen werden. daß der Angriff auf die Darbanellen bon nach bem elterlichen Sause noch fortgefest, und ab jemand Vor allem fei auch die Einfuhr ungarischer Brotfrucht in jenem höchster Wichtigteit fei und bald zu einem fte Dort προ gefehen hat, allein oder mit einent Berhältnis sicherzustellen, das dem fünfjährigen Durchschnitt der erfolgreichen Abschluß werde geführt werden. Danne zusammen. Bunt Mädchenmord wird weiter mitgeteilt, daß bisher eingeführten Mengen entspricht. Dann dankte er dem Hause dafür, daß es auch der neuen jezt ein junges Mädchen der Kriminalpolizei eine wichtige MitDie Genoffinnen gaben dem Ministerpräsidenten ein Bild der Regierung seine Sympathie und Unterstügung zuteil werden teilung gemacht hat. Dieses Mädchen wurde am Sonnabend, also proletarischen Haushaltungen, die gegenwärtig beinahe ganz auf lasse. Der Etat wurde einstimmig angenommen. dem Tage des Verschwindens der Else Ley abends auf dem Surrogate angewiesen seien. Sie wiesen ferner auf die verderbMichaelfirchplatz von einem anderen Mädchen, das etwa 15 Jahre lichen Wirkungen der Milchknappheit und der ungenügenden Zuder. alt sein mag, angesprochen. Diese erzählte ihm, es fomme von zufuhr für die Ernährung der Kinder hin. Die Zudernot werde Neukölln, wo es Arbeit gesucht habe, und sei von zwei jungen un jo ärger empfunden, als bekannt sei, daß Zudermengen im Mailand, 16. Juni.( W. Z. B.) Nach einer Blätter- Burschen belästigt worden. Als sie sich das verbeten habe, hätten lleberfiuß im Lande lagern und nur zum Zwede der Preistreiberei meldung aus Rom haben die zwischen Italien und dem die Burschen auch von ihr abgelassen. Sie habe dann aber gezurüdgehalten würdon. Dreiberbande bestehenden Abmachungen sehen, daß sich die Burschen gleich darauf mit einem fleinen SchulDer Ministerpräsident machte der Deputation Mitteilungen folgende Grundlagen: Ein förmliches Abkommen be- mädchen zu schaffen machten. Das Mädchen, das der anderen über die geplanten Maßregeln und Verfügungen hinsichtlich der züglich der Adria, das besonders die Frage eines ser bi- diefes erzählte, und das angab, daß es in der Bernauer Straße neuen Ernte. Die Aufbringung und Verteilung der Ernte werde ichen Hafens an der Adria einschließt. und die wohne, wird ersucht, sich unverzüglich bei der Kriminalpolizei im durch die Kriegsgetreide- Berkehrsanstalt erfolgen, deren Rechte und gegenseitige Verpflichtung, nachträglich je nach dem Gang der Zimmer 103 des Polizeipräsidiums zu melden, um über dieje Hilfsmittel eine breitere Ausgestaltung erfahren sollen. In bezug Ereignisse vor dem Zusammentreten des Friedenstongresses Borgänge und namentlich über das Aussehen der beiden Burschen auf die Regelung der ungarischen Ginfuhr erklärte der Minister ausführlichere Abkommen besonders hinsichtlich der Orientfrage näheres mitzuteilen. Es ist ein Mädchen, wie schon gesagt, von präsident, daß die Verhandlungen auf dem besten Wege zu einem zu schließen. etiva 15 Jahren, etwa 1,50 Meter groß mit blauen Augen. gedeihlichen Ergebnis feien. Auch mit der Militärverwaltung wür trug eine weiße Bluse und schwarze Schnürschuhe. den die beiden Regierungen Vereinbarungen treffen, durch welche gegenseitige Störungen in der Getreideversorgung verhindert und Requifitionen auf ein Mindestmaß eingeschränkt würden. Auf die Beschwerde der Frauen wegen der Milch- und Fleischversorgung Athen, 15. Mai, 1 Uhr 30 Min. nachmittags.( W. T. B.) verwies der Ministerpräsident auf die bisher getroffenen Maß- Meldung der Agence d'Athènes. In sechzehn Provinzen Die Opfer des Fliegerangriffs auf Karlsruhe. nahmen, die allerdings größtenteils zum Wirkungsfreise der lokalen wurden die venizelistischen Standidaten mit StimmeneinhelligKarlsruhe, 16. Juni.( T. 11.) Die Zahl der Opfer bei dem Behörden gehören. feit gewählt. In sechs Provinzen erhielten sie die Mehrheit. Fliegerangriff auf Sarlsruhe beträgt bis jest 25 Getötete, In drei Provinzen fiegten die Gegner des früheren Minister beabsichtigt, fämtliche Opfer auf einem von der Stadt zur Ver 15 fchwer und 20 leicht erlegte. Die Stadtverwaltung Kriegsfragen im englischen Unterhaus. rungspartei eine große Mehrheit. Bon 816 Deputierten lassen. Die Beisekung soll als städtische Angelegenheit behandelt präsidenten Venizelos. In Mazedonien erlangte die Regie fügung gestellten besonderen Plak auf dem Friedhof beijeben zu London, 16. Juni, Unterhaus. Der Unionist Niels find 193 Venizelisten und 100 Anhänger der werden. fragte den Staatsiekretär des Innern, ob seine Aufmerksamkeit auf Regierung. Die übrigen Gewählten sind Rhallisten und die Anzahl und den Charakter der Schadenfeuer gelenkt worden Theokisten sowie Unabhängige. Die oben angeführten fei, die feit Beginn des Krieges in England ausgebrochen feien, be- Biffern werden wahrscheinlich durch die noch nicht endgültig sonders auf solche, durch die Fabriten und industrielle festgestellten Wahlergebnisse in Mazedonien eine Abänderung Werte zerstört worden feien. Sir John Simon erwiderte, erfahren. die Polizei untersuche jeden Fall, in dem ein Grumb zum Verdacht Italienisch- serbisches Abkommen. Der Wahlerfolg der Venizelisten. Es Das Verlangen nach amflichen Verlustlisten in Frankreich. Paris, 16. Juni.( W. Z. B.)„ Temps" meldet: Die Liga der Menschenrechte lenkte die Aufmerksamkeit der französischen Regierung auf die Notwendigkeit, amtlich die Zahl der Verluste( Tote und Gefangene) bekanntzugeben. Die phantastischsten, ungeheuerlichsten Zahlen jeien im Umlauf. Durch Bekanntgabe der genauen Zahl würde die Oeffentlichkeit beruhigt. Die Liga erklärt, das Bolt habe seit Striegsausbruch heroischen Gleichmut bewiesen, es sei fähig und berechtigt, die Wahrheit zu wissen. Beruhigung in den Bereinigten Staaten. Deutschborliege. Die Anzahl der Schadenfeuer ſeit Kriegsbeginn Athen. 16. Juni.( W. T. B.)( Meldung der Agence d'Athènes.) fei nicht ungewöhnlich groß. 2ough( liberal) warf Die endgültigen Ergebnisse der Stimmenzählung sind noch nicht ganz die Frage der Zunahme der inderster bliteit in England festgestellt. Die liberale Partei behauptet, eine Mehrheit von über auf. Der Präsident des Local Governement Board Long erwiderte, 180 Liberalen unter insgesamt 816 Abgeordneten erreicht zu haben. er werde gern ein Schußgefeß einbringen, und hoffe, daß es die Andererseits versichert die Regierung, daß sie 154 Anhänger bei den Zustimmung aller Parteien finden werde.- Batfon( liberal) Wahlen durchgebracht habe. Die genauen Ziffern werden kaum vor fragte, ob nicht die weit verbreitete Eruntiucht unter den morgen bekannt sein. Die ehemaligen Minister des Kabinetts VeniMüttern schuld an der großen Kindersterblichkeit fei. Belos sind wiedergewählt, mit Ausnahme des Finanzministers. Der 2ong erwiderte, die Regierung habe der Frage ihre Aufmerfiamteit jezige Finanzminister ist gleichfalls durchgefallen. zugewendet und tue ihr Bestes, um die allgemeine Lage zu verDork, 16. Juni.( T. U.) Die beffern. Auf eine Anfrage, ob die Beträge der Rhodeslands auf die Busitania"-Note wird in amerikanischen poStipendien für deutsche Studenten in Orford durch ein litischen und Finanzkreisen mit großer Ruhe erwartet. Die sofort einzubringendes Gesetz für die Dauer des Krieges Washington, 16. Juni.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen zubersichtliche Stimmung auf eine gütliche Regelung der Ander Universität zu überweisen seien, erflärte Premierminister Asquith, Bureaus. In der Rede, die Präsident Wilson bei der Feier des gelegenheit ist im Wachsen, während die anfangs herrschende daß er sich hierüber mit den intereffierten Parteien in Verbindung Flaggentages hielt, führte er aus, daß die Amerikaner die Flagge Nervosität völlig geschwunden ist. Die Kommentare der maßgesetzt habe. Salter( Unionist) fragte, ob dem Unterstaatssetretär nicht nur an diesem einen Tage außen auf den Kleidern, sondern gebenden deutschen Preise zur Note des Präsidenten Wilson des Krieges belannt wäre, daß Eremplare eines Artikels von allezeit im Herzen tragen sollten. Anspielungen auf die Haltung berstärken den günstigen Eindrud und haben die allgemeine Namiay Macdonald, die im Labour Leader" veröffentlicht der Bereinigten Staaten gegenüber Europa wurden nicht gemacht. Ueberzeugung hervorgerufen, daß Deutschland tatsächlich den worden seien, den Eltern Gefallener systematisch zugefchidt worden Lebhafter Beifall ward Wilson aber auteil, als er von der Vaterlands- ernsten Willen zeigt, die beiderseitigen Beziehungen nicht zu seien. In diesem Artikel sei der Krieg als nicht notwendig liebe des Volkes der Vereinigten Staaten sprach. verschärfen. Eine Rede Wilsons. The mob ut Verlustlisten. Belbart Meat, ber 85. Ref. Divifion), 83, 233, 237 und Regiment beigefat it, werden nicht beantwortet. 10000 33. Die Verlust liste Nr. 250 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Pioniere: I. Garde- Bataillon; Regimenter Nr. 19, 23, 25; werfer- Abteilung Nr. 48. Bataillon I. Nr. 21; Ersatz- Bataillone Nr. 10, 21. Schwere MinenFeldluftschiffertruppe. Eilige Fragen frage man in der Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die 35. Reserve- Division; Reserve- Regimenter Nr. 1, 5, 10, 50. Sprechstunde vor. 10, 11, 20, 26. Fußartillerie: 2. Garde- Regiment; Regimenter Nr. 5, 6, 7, Eprechstunde mit. A. V. 2. Der Mann muß für Ihren und der Kinder Unteralt forgen. Sie müssen durch Antrag beim Amtsgericht erwirken, daß er zus Alimentation verpflichtet wird.-F. W. 19. Sie werden jedenfalls noch einmal nachgemustert werden. Seinerzeit sind Sie wegen Herzkrankheit für dienstuntauglich erachtet worden. R. F. 111. Herzfrank, dienstuntauglich. Die Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen, daß Sie bei einer 23. E. 219. 1. Gewöhnlich ist im Vertrag die Kündigung pes eins späteren Nachmusterung noch zum Militärdienst einberufen werden. geschriebenen Brief vorgesehen. Der Wirt könnte, wenn Sie die Kündigung durch einfachen Brief ihm zustellen, diese nicht erhalten. Es ist alio i jedem Falle zu empfehlen, durch eingeschriebenen Brief zu fündigen. 2. Die freie Bahnfahrt ist durch Verordnung noch nicht gewährt. 3. Für das Kind müßte Unterstübung gezahlt werden; Antrag ist bei der Steuerkasse zu stellen. Train: Garde- Train- Abteilung. Magazin- Fuhrparkkolonne Nr. 9 der 9. Armee. Etappen- Bädereitolonne Nr. 125 des 23. Referveforps. Feldschlächtereiabteilung des 8. Armeekorps. Pferde depot des Korps P. Pferde- Sammelstelle Lissa i. P. Infanterie- Munitionsfolonne Nr. 4 des 15. Armeekorps. zwehren. Freiwillige Krankenpflege. Sanitäts- Formationen: Lazarett des Gefangenenlagers NiederArmierungs- Bataillon Nr. 53. Bezirkskommando Mezz. Proviantamt Graudens. Etappeninspektionen der 3. und 4. Armee. Infanterie usw.: Garde: 2., 4. und 5. Garde- Regiment 3. F.; Garde Füsilier- Regiment; Grenadier- Regimenter Augusta und Rr. 5; Garde- Reserve Jäger- und Garde- Schüßen- Bataillon. chrInfanterie- Regiment. Grenadier bzw. Infanterie bzw. Füsilier Regimenter Nr. 3, 5, 6, 10( f. Garde- Fusilier- Regt.), 13, 14, 16, 17, 21, 22, 23, 26, 28, 29, 31, 32, 33, 34, 37, 42, 43, 44, 49, 51, 57, 60, 64, 65, 66, 67, 69, 70, 74, 75, 76, 77, 79, 81, 85, 86, 88, 89, 91, 97, 98, 109 bis einschl. 114, 116, 128, 131, 135, 136, 137, 138, 140, 141, 142, 147, 149, 150, 151, 152, 154, 155, 156, 157, 161, 164, 165, 166( f. Inf:-Regt. Nr. 97), 168, 170 bis einschl. 176. ReserveFrisa 00. Wir würden Ihnen empfehlen, in der Gemeinde wohnen Infanterie- Regimenter Nr. 2, 3( s. Res.- Inf.- Regt. Nr. 5), 5, 8, zu bleiben, da Ihnen bei Verlassen des Ortes die kommunale Unterstügung 9, 13, 15, 19, 20, 21, 24, 28 bis einschl. 32, 34 bis einschl. 38, 48, nicht gezahlt werden könnte. Anspruch auf die staatliche Unterstügung haben 53, 56, 57, 61, 64, 65, 66, 67, 72, 76, 77, 80, 81, 82, 88, 91, 98, Sie allerdings auch dort. Geben Sie Ihre Hausreinigungsselle auf und 109, 110, 201, 203, 205, 207, 209, 220, 222, 231, 238, 250, 252, nehmen eine andere Wohnung, so wird Ihnen die Gemeinde Mictunterstützung gewähren. K.. 38. Eine höhere Unterstützung wird 255, 256, 258, 259, 267, 270. Ersatz- Infanterie- Regimenter Nr. 28, Die bayerische Verlustliste Nr. 191 meldet Verluste des für das Kind kaum zu erwirken sein. Sie fönnten sich der noch mit einem 29 und v. Reinhard. Landwehr- Infanterie- Regimenter Nr. 4, 7, Generalfommandos des 3. Armeeforps; 8., 10. und 11. Infanterie besonderen Antrag an die Steuerkasse wenden. 5. B. 36. Gegen die 9, 10( s. Landw.- Grs.- Inf.- Regt. Nr. 9), 13, 15, 18, 23, 24, 34, 36, Regiments; Reserve- Infanterie- Regimenter Nr. 3, 11, 17, 18, 19, zu hohe Veranlagung zur Steuer müßten Sie fristgerecht Religmation ein37, 39, 40, 47, 52( f. Bej.- Regt. Nr. 7 Bofen der Bes.- Brigade Nr. 3), 20; 5. Reserve- Division; Landwehr- Infanterie- Regiments Nr. 2; Grabowice 17. Tegen. M. K. 100. Eine weitere Beschwerde wird zwedlos sein. 66, 75, 80, 81, 109, 116. Landwehr- Ersatz- Infanterie- Regimenter Brigade- Ersatz- Bataillone Nr. 11, 12; Landsturm- Infanterie wegen Zungenleidens nur zurückgestellt sind. Die Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen, da Sie Nr. 1, 2, 4, 7, 9. Besaßungs- Regimenter Nr. 4 und 7 Posen der Bataillone Augsburg III, Weilheim; 4. Kavallerie- Brigade; A. 2. 90. Nein. Besatzung- Brigade Nr. 4 bzw. Nr. 3. 2. W. 44. Herzkrank, dienstuntauglich. Eine nochmalige Musterung Brigade- Ersatz- Bataillone 1. Schweres Reiter- Regiment München; 1. Ulanen- Regiment; wird faum erfolgen. 2. A. 36. Nr. 33, 40, 56( 1. Grs.- Inf.- Regt. Nr. 28), 58( s. Ers.- Inf.- Regt. Reserve- Kavallerie- Regiment Nr. 5. W. A. 36. Geringer Herzfehler, dienstfähig. S. 19. Landsturm ohne Waffe, garnisondienstfähig. 70. O. S. Dar Nr. 29), 80, 84( s. Grs- Inf.- Regt. Nr. 29). Landwehr- Brigade- Der Schluß der sächsischen Verlustliste Nr. 158, deren In- lauf des Vertrages die Wohnung räumen. Birt fann fündigen. Sie müssen die Kündigung annehmen und nach Ab Erfaz- Bataillone Nr. 14( f. Landw.- Erf.- Inf.- Regt. Nr. 2), Nr. 29 halt gestern mitgeteilt wurde, wird veröffentlicht. Auch kann der Wirt die rüdund 30( s. Landw.- Ers.- Inf.- Regt. Nr. 4, Nr. 33( s. Landw.- Ers. Inf.- Regt. Nr. 1). Landsturm- Infanterie- Bataillone: I Bitsch, lufte des Reserve- Infanterie- Regiments Nr. 247. Die württembergische Verlustliste Nr. 201 bringt Ver- ländige Miete nachverlangen. Zum Mietsnachlaß kann der Wirt leider nicht gezwungen werden. K. L. Lichtenberg 8. Nur die Kriegerfrauen I Diedenhofen, Donaueschingen( XIV. 9.), Truppen- llebungspla haben Anspruch darauf. Lichtenberg zablt in diesem Falle sicher die kom munale Unterfügung. Gruppe, Jülich, Samter, 4. Trier( beide s. Bes.- Regt. Nr. 4 Posen dienstunfähig. Fr. R. 2123. Lungenleiden und Blutarmut, A. 470. Richten Sie eine Anfrage an das General der Bes.- Brig. Nr. 4). Garnison- Bataillon Marienburg. Jägerkommando des Armeekorps, bei dem Ihr Mann gedient hat. A. K. 38. Bataillone Nr. 1, 3, 11, 14; Reserve- Jäger- Bataillone Nr. 7, 15, 22. Festungs- Maschinengewehr- Abteilung Nr. 9( s. Ers.- Inf.- Regt. Nr. 65, 116. Asthmatische Beschwerden, landſtumpflichtig.. 63. 1. Ihre Frau muß Ihnen Vollmacht erteilen, dann können Sie sie an Gerichtsstelle mit v. Reinhard). vertreten. 2. Dann müßte Ihre Frau an Gerichtsstelle erscheinen und Abweisung der Klage gegen Sie beantragen, da Sie zum Militär ein gezogen seien. 3. So weit der Lohn 36,50 M. wöchentlich übersteigt. 4. Wann die Räumung zu erfolgen hat, spricht das Gericht im Urteil aus. W. K. 73. Strafe fann darauf nicht erfolgen. Eine absolute Verpflichtung für Sie zur Meldung besteht nicht. Das wird schon van der Firma besorgt. H. M. 64. Die Striegsfreiwilligen haben den gleichen Anspruch auf Unterſtüßung. F. V. 100. Es ist nicht ausgeschlossen, daß Sie noch eingezogen werden. W. K. Tegel. Die Farderung des Arztes ist noch nicht verjährt. Einigen Sie sich mit ihm auf Ratenzahlung. Kavallerie: 2. und 3. Garde- Ulanen; Schwere Reserve- Reiter Nr. 2; Reserve- Husaren Nr. 7; Ulanen Nr. 7( f. Stomb. SavallericRegt. v. Wedel); Kombin. Regiment v. Wedel; Landsturm- Eskadron Rybnik( s. Komb. Landst.- Est. der Landw.- Division v. Menges); Komb. Landsturm- Eskadron der Landwehr- Division v. Menges. Feldartillerie: 2., 4. und 6. Garde- Regiment; 3. Garde- Reserves Regiment; Regimenter Nr. 3, 8, 10, 14, 17, 20, 27, 31, 35( 1. Feld art.- Regt. der 35. Res.- Division), 42, 46, 51, 55, 63, 73, 81( f. Die württembergische Verlustliste Nr. 202 enthält Verlufte der Infanterie- Regimenter Nr. 121, 127; Reserve- InfanterieRegiments Nr. 247; Feld- Artillerie- Regiments Nr. 13; ReserveFeld- Artillerie- Regiments Feldartillerie- Regimenter Nr. 54; Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Rindenstr. 3, IV. Sot rechts, parterre. am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Ugr, am Sonnabend von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brieftast en bestimmten Anfrage ift ein Buchstabe und eine Bahl als Mertzeichen betzufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen- feine Abonnementsquittung Allgemeine en Orts- Krankenkasse Hühneraugen Honig selbst bereiten Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 5. Berl. Reichstagswahlkreis. Abt. 1a, Bez. 419. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse Hermann Holletz plöglich verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, den 17. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichen: balle des Gemeindefriedhofes in Plößensee aus statt. 222/10 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Sozialdemokrat. Kreiswahlverein Niederbarnim. Bezirk Weißensee. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Genossin, die Bibliothefarin, Frau Ida Wartenberg Bezirk I, Gruppe II, verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 17. Juni, nach, miltags 4 Uhr, von der neuen Halle des Israelitischen Friedhofs, Lothringenstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Bezirksleitung. 18/8 Verband der Lithographen, Steindrucker u. verwandten Berufe ( Deutscher Senefelder- Bund). Lichtdrucker. Den Mitgliedern hierdurch zur Senntnis, daß unser Sollege, der Lichtdruckretoucheur Willi Bremer am 15. Juni an Lungenleiden verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute nachmittag 3 1hr von der Leichenhalle des Zentralfriedhofs in Friedrichsfelde aus statt. Rege Beteiligung erwartet 108/8 Die Verwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. Am 13. Juni berstarb unser Parteigenoffe Paul Schwarz Hermannstr. 27. 24. Bezirf. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, den 17. Juni, nachmittags 4%, Uhr, auf dem Luisenstädtischen Kirchhof, Bergmannstraße, statt. 237/17 Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß am 13. Juni unser lieber Vater, der Mecha nifer 18935 Paul Schwarz im 63. Lebensjahre gestorben ist. Im Namen aller Hinterbliebenen Hedwig Klein geb. Schwarz. Die Beerdigung findet heute, den 17. Juni, nachmittags 4, Uhr, auf dem Luisen- Kirchhof, Bergmannstraße, statt. Am 15. Juni verstarb nach furzem Strantenlager im Militär: lazarett Rottbus an einer Blind: darmbereiterung, im jugendlichen Alter von 22 Jahren, unser lieber Mitarbeiter Helmut Schoenlank Musketier im 52. InfanterieRegiment. Sieben Jahre hat der Ver: storbene mit uns zusammengearbeitet. Wir haben ihn seines Eifers und Fleißes wegen schäßen gelernt und werden ihm, dessen ganzes Sinnen und Trachten in der Hingabe an die Partei aufging, ein treues Andenken bewahren. Geschäftsleitung und Kontorpersonal der Vorwärts- Druckerei. Ein weiteres schweres Opfer bat der Weltkrieg von uns gefordert. Am 15. Juni starb im Militärfrankenhause zu Rottbus unser lieber Jugendgenosse und stets unermüdlicher Mitarbeiter Helmut Schoenlank. Sein Opfermut und feine Ueberzeugungstreue fichern ihm dauernde Erinnerung in unseren Reihen. 282/11 Arbeiter- Jugend Neuköllns. Am Sonntag, den 13. Juni, verschied plößlich und unerwartet infolge Herzschlag unser Kollege Fritz Heilmann Zahlstelle 12. Ehre seinem Andenken! Die Angestellten AllgemeinenOrtskrankenkasse der Stadt Berlin. der Die Beerdigung findet heute Donnerstag, den 17. Juni, nach mittags 2 Uhr, auf dem Bentral- Friedhofe in Friedrichsfelde statt. Verband der Tapezierer Filiale Berlin. 268/4 Auf dem Schlachtfeld fiel am 30. Mai unser Mitglied Paul Schröder. Ehre seinem Andenken! 178/6 Die Ortsverwaltung. Arbeiter Spandau. Am Donnerstag, den 24. Juni 1915, abends 8, Uhr, findet im Hotel zum Stern", Potsdamer Straße 35, eine statt. außerordentliche Ausschuß- Sitzung Tagesordnung: fest eingewurzelte u. schmerzhafic, Larte Saut entfernt unter Garantie absolut ficher Bühneraugentod Bosco", eit faft 25 Jahren bewährt! Dofe 75 f. Mo nicht erhältlich nichts anderes neh men, fofort bestellen cegen W. 1.- frt. Otto Kelehel, Berlin 43, Gifenbahnft.4 Sohlleder, Schäfte, Leisten, Rühl, Schöneberg, Bahnstraße 43. 1. Besprechung über den gebrudt Verkäufe. vorliegenden Geschäftsbericht. 2. Er. gänzungswahl der am 6. Juli 1914 nach§ 84 Abs. 2 der Sagungen gewählten Ausschußvertreter. 3. Kleine Anfragen. NB. Anfragen, die eine Einsicht nahme in die Bücher bezw. Atten er forderlich machen, find dem Vorstande mindestens drei Tage vor der Ausschußfizung schriftlich einzureichen. Die Ausschußvertreter erhalten noch eine besondere Einladung. 268/15 Der Vorstand. 0. Weber, Borsigender. Allgemeine Kranken- u. Sterbefann man auf folgende einfache Weise: Zwei Pfund Zucker, ein viertel Liter Wasser und ein Päckchen Salus- Honig- Aroma für 10 Pfennig löse man über Feuer auf, lasse die Lösung einmal turz aufkochen und erfalten. Dieser Zuderhonig ist leicht verdaulich und schmedt ebenso gut wie Bienenhonig. Nach wissenschaftlicher Untersuchung haben 2 Pfund Zucker den gleichen Nährwert wie 1 Pjund Butter, Schmalz oder ähnliche Fette. Der felbstbereitete Zuderhonig stellt sich auf etwa 25 Pfennig das Pfund. Salus Honig- Aroma ist in allen Drogen- und Nahrungsmittel- Geschäften erhält. lich. Gegen Einsendung von 1 Mart sendet die Coriolan- Gesellschaft m. b. H., Berlin- Schmargendorf 12, zehn Pädchen portofrei. Umbauplüschiofas 50,-, 65,-. Chaiselongues 20,-, 24,-. Englische Bettstellen 35,-. Tapezierer Walter. Stargarderstraße 18. 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Möbelfabrik Berolina eingetragene Genossenschaft mit be schränkter Haftpflicht. Bilanz für das Geschäftsjahr 1914. Attiva. Kaffenbestand Waren- Konto Majchinen- Konto. Werkzeug- Konto Inventar- Konto. Debitoren- Konto. Konto Dubio Stautions- Konto Banten- Konto. 48,30 23 527, 2130, " 2 380, 300, Gewinn- u. Berluft- Konto Passiva. Kreditoren- Konto Interims Konto Darlehn- Konto Anteil- Konto Atzepten- Konto 24 282,65 10, billig. Markt 4( Bahnhof Börje). Prozent 246/ 4* Hermannplatz 6. Pfandleih haus". Extrabilliger Bettenverfauj, Wäscheverlauf, Gardinenverkauf, Teppich verlauf, Uhrenverkauf, Goldfachen. Epott billige Jakettangüge, Gebrodanzüge, Herrenhosen. Leihhaus Morisplas 58a! faufen Sie spottbillig von Stavalieren 78* Kupfer! Meising! Aluminium! Nidel! Zinn, Zint, Blei, Duecksilber, Stanniolpapier, Platinaabjälle, Zahn2901 gebifje. Goldsachen, Silberabfälle, Höchstpreise! Wietallschmelze Cohn", Moebel- Boebel, Moritplatz 58. einrichtungen. Billigste Preise! 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Kutscher, älteren, stellt ein Sarton fabrit, Jüdentraße 53. 211/19 Tüchtige Schlosser auf Militär lieferungen werden sofort eingestellt. Ed. Puls, Berlin- Tempelhof. Schirrmeister oder Schmiede gefelle und Hufeisenschmied verlangt Stettinerstraße 52. Bum möglichst sofortigen Eintritt wird eine tüchtige Straft als Lagerhalter für einen Fabrikkonsum Grok Berlins gesucht. Bewerber, möglichst militärirei, mit Angabe bisheriger Tätigkeit und Gehaltsansprüche unter H. 3 an Haupterped. des Borwärts". Lasten- Fahrstuhlführer verlangt Lüzomstraße 2. 51/2 Näherinnen auf Russenfittel und Schürzen. Jentzsch, Stopernifusstr. 15. Verantw. Redakt.: Alfred Wielepp. Neukölln. Inferatenteil verantw. Zh. Glode, Berlin. Stud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlm SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsbl. Nr. 165. 32. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 17. Juni 1915 mal recht hätte, dürfte er als Politiker, der mit anders- und Abmachungen übergangen worden. Der Krieg zerstört den gearteten Strömungen und Auffassungen des Auslandes zu Gewinn vieler Generationen Friedens.... Der Brotpreis ist rechnen hat, doch nicht ohne weiteres seine Ansicht als die ums Doppelte, Dreifache, Vierfache gestiegen, für die Armen ist einzig diskutable und maßgebende betrachten. Bei Ver- Kohle an manchen Stellen bis zu 30 Mt. die Tonne erhöht. Der „ Deutsche Propaganda für Waffenlieferungen an Deutsch- handlungen zwischen zwei Mächten, die verschiedene Gewinn einer Gardiffe- Mühlenfirma ſteigt im Striegsjahr von " lands Feinde." " Standpunkte bertreten, fann es eine Verständigung 89 000 auf 340 000 Pfund Sterling; Ausrüstungen, Verschiffungen, eben nur auf einer mittleren Linie geben. Leder, Stiefel, Khaki, Wirkereien haben alle riesigen Verdienst geVerschließt man sich dieser Einsicht, so verzichtet währt, während das Land unter fürchterlichem Druck steht. Vom Herr Ernst Reventlow von der Deutschen teit, so steuert man sehenden Auges man einfach von vornherein auf jede Verständigungsmöglich- Standal der Hüttenverträge muß noch besonders gesprochen werTageszeitung" befindet sich in einem Zustand hoch- blind sein- auf den Konflikt los. Daß das aber klug geman müßte denn den. So blüht der Weizen des Profitjägers im Krieg. Was haben die Arbeiter, speziell die Gewerk gradiger Aufregung. Diese Aufregung hat ihren guten Grund. handelt wäre und im deutschen Interesse läge, wird nur je- fchaften, zu tun, wenn der Frieden kommt? Preise Denn während Reventlow mit anderen Gleichgesinnten, die 3. B. in der„ Voss. 3tg." ihre Meinung äußern, mit mehr mand behaupten können, in dessen Kopf sich die Welt anders werden hochgehalten werden, Lebenshaltung niedrig, die Löhne werden sinken müssen, die Flut der ungelernten, schlecht bezahlten Leidenschaft als politischer Slugheit den verhängnisvollen ſpiegelt, als in normalen Menschenköpfen. Standpunkt vertritt, daß Deutschland Amerika gegenüber un die Dinge zu sehen, in maßgebenden Kreisen kaum geteilt feit die Fabriken und Werkstätten überfluteten, werden noch da Reventlow scheint auch selbst zu befürchten, daß seine Art, Arbeiter, die infolge einer durch den Krieg bedingten Notwendigverrück bar auf seinem Standpunkt verharren und es einfach wird. Bersucht er doch eine direkte Pression auszuüben, indem sein, die Heere werden vom Schlachtfeld in die Fabriken zurüdauf den äußersten Konflikt ankommen lassen müsse, scheint sich in politisch einſichtigeren, ihrer Berantwortlichkeit bewußten er schreibt: kehren und es wird massenweis Entlassungen geben. llebervorteilt Kreisen die Auffassung Bahn zu brechen, daß man gerade „ Nach den Ausführungen des„ Berliner Lokal- Anzeigers" in jeder Weise wird der Lohnarbeiter unablässig zu kämpfen haben, bom nationalen Standpunkte aus mit dieser Politik des wird vielfach, und zwar nicht nur in Deutschland, um den verlorenen Boden zurückzugewinnen. Biegens oder Brechens Deutschland den ärgsten Bärendienſt erweisen würde. Denn so ruhig und versöhnlich im Tone auch die amerikanische Note gehalten ist, so unzweideutig ist sie doch in der Sache gehalten. Wer troßdem an dem Ernst der Vorftellungen der amerikanischen Regierung noch Zweifel hegen " 1. Komitees für industrielle Restauration. Die Arbeiter müssen verlangen, daß für jedes Gewerbe eine geglaubt werden: die Auffassung der deutschen Regierung Jeden Tag muß er sich für diesen Kampf vorbereiten, denn im hierzu habe sich nunmehr geändert. Eine halbamtliche Augenblick, wo der Krieg draußen endet, beginnt der induErklärung hierzu wäre nicht nur wünschens- strielle Krieg. Wie hat er sich vorzubereiten? wert, sondern nötig, denn die Stunde ist nach Er muß das Parlament hinter sich haben. Nicht einmal jest vielen Seiten hineine fritische erster Ordnung." ist das Parlament, wie seine Untätigkeit in Sachen der Lebenskönnte, dem sollten wenigstens durch Bryans Erklärungen über einen Gewaltstreich. Sie will, daß die Regierung sich auf ihr Ein Arbeitgeberparlament bittet die Arbeiter, Opfer zu bringen, Die Deutsche Tageszeituifg" versucht hier mittelpreise gezeigt hat, darauf aus, die Lohnarbeit zu schüßen. den Charakter dieser Note die Augen geöffnet worden sein. Stommando hin sofort festlegt. Voreilig und besinnungslos feft- nur von einem Arbeiterparlament tann man erwarten, daß es Auch ist die wahre Stimmung der Mehrheit des amerikanischen Volkes nachgerade auch in Deutschland bekannt legt auf eine Formel, die gerade erst gründlich und sorglich über- diese Opfer vergelten wird, wenn der Friede kommt. genug geworden. Wer sich trotzdem auf den Standpunkt legt werden muß. Reventlow sinnt der Regierung eine absoluter Unnachgiebigkeit stellt und der deutschen Regierung politische Tattlosigkeit und Unbesonnenheit an, die um so zumutet, sich jede Verſtändigung von vornherein abzuschneiden, ungeheuerlicher ist, da die Regierung doch gerade erst mit mindestens zur Hälfte an Vertretern der Arbeiterschaft bestehende der muß einfach mit Eventualitäten rechnen, die alles andere den soeben aus Amerika eintreffenden Gewährsmännern den soeben aus Amerika eintreffenden Gewährsmännern als eine Verbesserung der Situation Deutschlands sein würden. ernstlich ste Rüdsprache zu nehmen gewillt Kommissionen für industrielle Restauration gebildet werden, die die Arbeitsbedingungen und Arbeitsführung in den Fabriken wieder Reventlow ist nichtsdestoweniger von der Richtigkeit und verpflichtet ist! Aber man fennt ja diese Methoden der skrupellosesten auf den Stand vor dem Krieg zurüdführen. Vertretungsweis abseiner Taktik überzeugt. Mag er es, mag er seine Ansicht Beeinflussungsversuche zur Genüge. Am 10. Juni bereits gegebene Arbeit ist wieder aufzunehmen, aufgehobene Statuten find berstieg fich die„ Tägliche Rundschau" zu dem Appell: wieder einzuführen, Kriegsprämien sollten dem Lohn zuerteilt werden im Hinblick auf die hohen Lebensmittelpreise, die verlorene „ Das deutsche Volt aber richtet die Mahnung an seine Regierung: Bleibe fest. An seinen Kaiser: Landgraf Schulzeit den( wie z. B. in der Landwirtschaft) angestellten Kindern werde hart! So ist der Menschlichkeit am besten gedient. ersetzt werden. So fönnen es unsere Feldgrauen verlangen." publizistisch mit allemt Nachdruck vertreten. Mag er auch die Auffassung derer bekämpfen, die seinen Standpunkt für unflug und verhängnisvoll halten. Aber wenn er seine Polemik dadurch würzen zu können glaubt, daß er gegen seine Gegner die Verdächtigungen schleudert, so verrät er damit nur die Schwäche seiner Position, die er durch sachliche Argumente offenbar nicht hinlänglich begründen zu können fühlt. Oder ist es nicht schon eine Verdächtigung unqualifiDas ist die typische Art der Stimmungsmache, die so verheerend und verhängnisvoll werden kann! Natürlich gibt es nicht einen Menschen in Alle Entscheidungen des Lohnamtes sollten zwecks Lohnerhöhung revidiert werden, so daß die unorganisierten Arbeiterinnen durch die Erhöhung der Lebensmittelpreise nicht tiefer sinken. Hohe Strafen sollten gefeßlich festgesetzt werden für alle Anzeiger" und den Vorwärts" gerichteten Artikel den Titer Deutschland, der nichts sehnlicher wünschte, als daß tomitees noch fortfahren, in ihren Betrieben die Kriegslage aus gibt:" Deutsche Propaganda für Waffenliefe- Amerika auch die völkerrechtlich zulässigen Munitionslieferungen rung an Deutschlands Feinde"? Wenn er den an England, Frankreich, Rußland und vermutlich jetzt auch zunüßen. rung an Deutschlands Feinde"? Wenn er den Stalien inhibierte. Aber unsere Wünsche beeinflussen nun Saz niederzuschreiben wagt:" Zwei weitverbreitete deutsche einmal nicht die Haltung Ameritas, das sich von seinen 2. Berstaatlichung und Gewerkschaftskontrolle. Blätter verteidigen begeistert den Standpunkt der Die Organisation der Industrie auf nationaler Basis, die merikanischen Regierung, weil sie den Munitionstransport bermeintlichen Interessen leiten läßt. Das dem deutschen während des Krieges cine Notwendigkeit war, muß im Frieden nicht verbietet," furz wenn er es von Anfang bis zu Ende Volfe zu sagen und ihm auseinanderzusehen, weitergeführt werden. Die Leitung der Eisenbahnen durch eine so darstellt, als hätten Lokal- Anzeiger" und" Vorwärts" Meinung sich dabei stützt, ist Pflicht der ehrlichen und auch im Frieden versagt aber die herrschenden Klassen hatten so darstellt, als hätten„ Lokal- Anzeiger" und" Vorwärts" auf welche Auffassungen die amerikanische öffentliche Reihe unabhängiger Gesellschaften hat im Krieg versagt. Sie hat gegen Deutschland und für Amerika oder gar für Eng wahrhaft nationalen deutschen Presse. Denn eine fein Interesse daran, das zuzugeben. Es muß icht gesagt werden. I and Stellung genommen. Eine solch illoyale Verdrehung Täuschung des deutschen Voltes darüber könnte sich durch Als den Fabriken die Herstellung von Bomben und anderer Muni der Tatsachen verstößt gegen alle Gebote des publizistischen ihre Folgen gar bitter rächen! Anstandes. tion aufgegeben wurde, mußte man die Arbeiterschaft über die Nicht um uns zu verteidigen, auch nicht um Herrn Anzeiger" über Englands Aushungerungskrieg geschrieben hat. Der Mangel an demselben Vertrauen ist Anlaß von viel Verdruß Auf dem gleichen Gebiete liegt das, was der„ Lokal- Herstellung beraten, um das Vertrauen der Arbeiter zu gewinnen. Reventlow eines Besseren zu belehren denn ein Mißver- Auch hier ist es patriotische Pflicht, dem Volte zu sagen, wie und Unzufriedenheit in Friedenszeiten. Die Gewerkschaften sollten ſtändnis war von vornherein ausgeschlossen, sondern um die Dinge militärisch und völkerrechtlich wirklich liegen, da es danach trachten, daß ihre Kontrolle der Munitionsproduktion weiter. fieren, sei furz wiederholt, was E. Z. im„ Lofal- Anzeiger" doch zur Beurteilung der Situation wissen muß, wie man geführt wird in der friedlichen Produktion. Die Geschäftsleitungen ausgeführt und der Vorwärts" allen verständigen Elementen Deutschlands Verteidigungskraft wird dadurch in feiner Weise und Kollettivgewinn sollte im industriellen Leben zur Regel werden außerhalb Deutschlands über diese Verhältnisse urteilt. follten gezwungen werden, die Arbeitervertretungen anzuerkennen Deutschlands zur dringendsten Beherzigung empfohlen hat. Der Krieg hat uns keine Erfahrung gebracht, E. Z. ironisierte die Entrüstungspolitik, die so üppig in geschwächt; im Gegenteil. Erst wenn man alle Widerstände der deutschen Presse wucherte und das Urteilsvermögen weiter richtig erkannt und einzuschäßen gelernt hat, vermag die wir nicht schon im Frieden gehabt hätten. Das Schichten leider bereits derartig getrübt hat, daß sie gar Widerstände zu treffen. Mit bloßer Entrüstung ist das einzusehen, was die Sozialisten seit Jahren sagen. Der Kampf die richtigen Maßnahmen zur Bekämpfung dieser cinzige, was geschehen ist, ist, daß der Krieg jedermann zwang, nicht mehr fähig sind, die öffentliche Meinung und die politische Auffassung des Auslands, gar nichts ausgerichtet. Nur wenn Tatkraft und gegen Arbeitslosigkeit, niedere 2öhne, Ueberstunden, Ausnüßung, selbst der Neutralen, ruhig und objektiv zu beurteilen. nüchterner Wirklichkeitssinn sich zuſammenfinden, ist die Ge- machen das Leben des Arbeiters aus. Und doch liegt es im eigensten Interesse Deutsch- währ dauernden und wirksamen Erfolges gegeben. das Treiben der Reventlow- Leute noch einmal zu charakteri Iands und eines seine Vorteile flug und be. sonnen wahrnehmenden politischen Verhaltens, nicht alles durch die Brille blinder Selbstgerechtigkeit zu sehen, sondern die Dinge zu nehmen, wie sie nun einmal sind. man Ein Aufruf der J. L. P. In dem vorliegenden Falle des deutsch- amerikanischen den auch als Flugblatt gedrudten Aufruf: Konfliktes speziell kann es gar nichts Irreführenderes geben, als einfach zu übersehen, daß Amerika die Torpedierung von Passagierschiffen böllig anders beurteilt, als Graf Reventlow und seine Gesinnungsgenossen. Auch wenn Reventlom mit seiner Ansicht tausend Der Labour Reader", Manchester, vom 27. Mai bringt Vom nordöstlichen Kriegsschauplah. Zwischen Szawle und Kowno. Der Krieg und die soziale Lage. Das Programm der Independent Labour Party. Während der Krieg dauert, sind soziale Programme umgeworfen, Fabrikverträge zu Fezzen Papiers, Gewerkschaftsverträge Er ist immer im Krieg. Um ein Dach über seinem Kopf, genügend Vorräte im Spind zu haben, braucht er dieselbe Organisation der Industric, der Produktion, des Transports, der Märkte, die der Staat zu seinem Schuß brauchte, als der europäische Krieg ausbrach. Dies ist die größte aller industriellen Lehren des Krieges. 3. Die Kriegszusammenbrüche. Wenn der Friede kommt, müssen wir uns mit den menschlichen Zusammenbrüchen durch den Krieg beschäftigen. Wenn auch die Pensionen erhöht worden sind, sind sie noch keineswegs genügend. Der Staat hat den Gatten genommen, er muß nun der Schüher der Witwen und Waisen sein und das nicht in schäbiger Weise. Auch mit den Invaliden müssen wir uns beschäftigen. Der Infanteristen unablässig vorwärts gegangen wären, troßdem in länger bei schlechter Verpflegung in der vorderen Kampffront lag, ihre Reihen vernichtendes Feuer hineinprasselte. Daß der russische fann wohl tüchtig hungrig sein, auch wenn er vorher ordentlich erSoldat im allgemeinen wohl tapfer ist, bestätigen mir auch deutsche nährt worden ist. Das haben alle Menschen gemein. Die AnOffiziere; aber mit diesem Vorgehen habe es doch eine eigene Be- nahme, daß der russische Soldat sozusagen halb verhungert ins wandtnis. Es sei zweifelsfrei nachgewiesen, daß die jetzt ins Feld Ostfront, den 11. Juni 1915 kommenden, nur mangelhaft ausgebildeten Soldaten von den hinter Immer wieder forschen die Russen nach einer verwundbaren der Front liegenden Offizieren ins Feuer getrieben, nicht etwa hinStelle in der deutschen Position, durch die sie nach Ostpreußen vor- eingeführt würden. Diese durch zahlreiche Beobachtungen und Ausstoßen könnten. Glückt es ihnen, irgendeinen vorher von ihnen ge- sagen von Gefangenen erhärtete Tatsache finde ihre weitere Beräumten Ort wieder zu besetzen, dann bringen sie ungeheure ftätigung in der verhältnismäßig geringen Zahl gefangener oder Opfer, um den Platz zu behaupten, oder von da aus weiter vorzu- verwundet und tot aufgefundener russischer Offiziere. So befänden gehen, in der Hoffnung, eine gute Durchbruchstelle gefunden sich unter den 5000 Gefangenen, die in den letzten drei Tagen allein zu haben. So seht sich der Kampf an der Front zwischen Szawla in dem Szawler Frontabschnitt gemacht wurden, nur vier Offiziere; und Kowno aus einer Kette von Gefechten zusammen, die seit ein toter Russenoffizier gehöre schon zu den Seltenheiten. Wohl einigen Wochen fast tagtäglich stattfinden und außerordentlich viel befänden sich unter den aus Kowno herangebrachten Truppen einige Opfer kosten. Ein Gesamtbild dieser Kämpfe würde als ein Scharfschüßen, aber im allgemeinen verfüge der Gegner hier nur blutiges Ringen von gewaltigem, erschütterndem Umfang erscheinen. noch über Soldaten, die eine Ausbildung von wenigen Tagen bis zu Gestern war ich auf dem Kampffeld von Szawle an einer Stelle, wo einigen Wochen erhalten hätten. Mit solchem Material sei selbst am Tage vorher ein Zusammenstoß stattgefunden hatte. Obwohl bei bedeutender numerischer Uebermacht ein irgendwie ente man mit allen verfügbaren Kräften Gräber aufwarf, um die Toten scheidender Erfolg gegen die gut disziplinierten, im Feuer erzu bestatten, Tagen noch viele umher. Und wieviele Erschossene probten, taktisch geschulten, an selbständiges überlegtes Handeln gemögen noch in den Wäldern und Gebüschen versteckt liegen! In wohnten deutschen Truppen nicht möglich. Die übergroße Zahl der ein Weidengebüsch schau ich hinein. Da liegen noch Tote. Etwas in der letzten Zeit gefangengenommenen Russen sei zum ersten Male weiter vorn liegt ein fast ausgetrockneter kleiner Wasserlauf, dessen im Feuer gewesen. Von irgendwelcher Erfahrung könne bei solchen wunderbar verstecktes Bett den Russen als Schüßengraben gedient Leuten doch keine Rede sein. .hatte, von ihnen aber doch geräumt werden mußte. Die meisten Lange Züge von Gefangenen tamen an mir vorbei; ich bevon denen, die ihn besezt hatten, waren anscheinend entkommen. merkte kaum eine abstrapazierte Gestalt unter ihnen. Die verUngefähr 20 Gewehre lagen im Graben, aber nur zwei tote schiedensten Thpen marschieren dahin; hoch aufgeschossene Leute, Russen. Abends stehe ich vor dem Quartier des Stabes der kurze gedrungene Gestalten, auch kleine schmächtige, trotzdem aber Division. Ein Feldgendarm reitet heran und meldet einem sehnige Körper, ganz junge Gesichter und bartumrahmte, deren Offizier: Heute nachmittag an dem Wege nach X. auf einer 3üge die leßte Grenze des Landwehralters verraten. Aber obwohl Strede von 3 Kilometern 74 Russen beerdigt." Das etwas aus manchem Auge Trauer und Wehmut, Sehnsucht nach der zerklüftete, von der Dubisa durchschnittene, mit Hügelketten durch Heimat, nach Weib und Kind deutlich spricht und viele der Gesezte, sehr waldreiche Gebiet wird zu einem großen Friedhof. fangenen sich zunächst danach erkundigen, ob sie wohl ihre Lieben Allem Anschein nach tut es den Russen noch nicht leid, aus ihrem wiedersehen werden rüftig und gesund schauen sie durchweg aus. großen Menschenreservoir immer noch mehr Blut nublos über die Die Gefangenen bekunden alle einen gesegneten Appetit, aber es Felder zu vergießen. Von Soldaten hörte ich auch, daß russische sind keine halbverhungerten unter ihnen. Wer zwei Tage oder noch Feld geschickt würde, ist durchaus irrig. Soweit die Verbindungen es erlauben, sorgt die russische Heeresleitung zweifellos für ausreichende Ernährung. Rein körperlich betrachtet ist der russische Soldat jedenfalls ebenso leistungsfähig wie der deutsche; was ihm als Krieger dem deutschen gegenüber abgeht, ist die militärische Erziehung, teilweise die technische Ausrüstung, die Führung und vielleicht auch ein nicht genügend starker Drang, sich friegerisch auszuzeidhmen. Das liegt in seiner Psyche begründet. Ter russische Soldat ist nicht soldatisch chrsüchtig; man fann seine Begierden weden, ihn religiös fanatisieren, aber feiner ganzen Natur nach ist er im allgemeinen passib veranlagt. Von manchem höheren deutschen Offizier hörte ich das Urteil: Der Russe ist eigentlich ein gutmütiger Mensch, schlecht macht ihn nur die falsche, auf Unterdrückung und Irreleitung eingestellte Erziehung. Das Volt ist gut, es müßte nur eine andere Regierung und Führung haben... Gestern fragte ich eine Frau Hatten die Deutschen und Juden auch hier viel unter russischen Ausschreitungen zu leiden?" Wo wird das nicht sein?", antwortet die Frau und erzählt weiter:" Der arme Stuffe ist aber doch nicht bös; er ist nur dumun und aufgehetzt. Wenn Russen hier durchzogen, fragten sie: Ist das hier Deutschland? So weit noch von der Grenze, hier, wo alles Rußland tennzeichnet, glauben biele Russen in Deutschland zu sein. So dumm sind sie. In einer Beziehung scheint man in Rußland nun sparsam geworden zu sein. Artilleristisches Material soll nicht mehr geopfert werden. Aber diese Sparsamkeit bedeutet eine gesteigerte Verschwendung von Menschen. Die russische Artillerie liegt meistens so weit hinter der Front, daß sie beim Zurückgehen fast immer in Sicherheit gebracht werden kann. So ist es unvermeidlich, daß die Offensive der russischen Infanterie ungeheure Opfer an Menschen kostet dafür, rettet man Kanonen. Die russische Heeresleitung hat alle Ursache, diese Art„ Erfolge" im Volte nicht bekannt werden zu laffen. Düwell, Kriegsberichterstatter. " " invalide Pensionär bqrf vom Rapitalismus nicht mehrmals Engländer von politischem Rang durch ihn Die Budgetkommission des Abgeordnetenhauses dazu ausgenügt werden, um normal bezahlte Ar( ben neutralen Staatsmann) versucht hätten, mit einfluß hat am Mittwoch ihre Beratungen beendigt. Die Debatte drehte beiter zu erfeßen, und so deren allgemeine Lebenshaltung reichen Streisen in Deutschland Fühlung zu nehmen, um über sich noch um die Lage des städtischen Haus- und Grundbefizes, um herabzudrücken. Wenn man es dem Kapitalismus gestattet, wird Friedensmöglichkeiten zu diskutieren. Auch in dem Bericht die Frage der Kriegsfürsorge und um Ostpreußen. Durch Beschlüsse er aus den Zusammenbrüchen des Krieges eine Gelegenheit machen, der„ National- Zeitung" war ausdrücklich gesagt, daß die An- ersucht die Kommission die Regierung, dahin zu wirken, um den Arbeitsmarkt mit billiger pensionierter Arbeiterschaft zu füllen. Der invalide Soldat muß in einer Weise versorgt werden, daß die regulären Bereiche der Industrie für ihn nicht in Betracht tommen. 4. Wer bezahlt die Rechnungen? regungen von englischer Seite( durch englische Mittelspersonen) ausgingen. Wenn das„ Tageblatt" weiter verfucht, das Ganze als private Friedensmacherei" darzustellen, so übersieht es weiter die Mitteilung der National- Zeitung", daß die Vorschläge an die deutsche Regierung weitergegeben wurden, daß die Regierung es aber abgelehnt hat, sich weiter mit der Angelegenheit zu befassen". Die Rechnungen werden ungeheuere sein. Krieg ist ein teueres Geschäft. Wer muß bezahlen? Die Münze muß verschieden sein. Die Arbeiterschaft hat in Krankheit, vorzeitigem Zusammenbruch durch die körperlichen Anstrengungen des Krieges zu bezahlen durch hohe Preise, niedere Löhne und unregelmäßige Arbeit. Das wird fich für eine lange Zeit nach dem Kriege auf Millionen von Pfund Die Freizügigkeit für Dienstboten und ländliche Arbeiter belaufen. Andere haben es mit ihrem Leben zu bezahlen und ihre Witwen mit Tränen und Armut, andere mit Wunden und Schmerzen und Berkrüppelung der Gliedmaßen. Keine Pension kann ihnen das jemals vergüten. in Ostpreußen aufgehoben. Der stellvertretende fommandierende General des I. Armeekorps und der Gouverneur von Königsberg haben folgende Verordnung erlassen: Andere müssen in der Form von Steuern bezahlen. Sin Parlament, das seine Pflicht kennt, wird keinen Farthing mehr Im Anschluß an das Gesez vom 24. April 1854 betr. zur Besteuerung der Löhne hinzulegen. Der Krieg wird das Land Verlegung der Dienstpflichten des Gesindes und der ländärmer berlassen als wie er es angetroffen hat, aber der Reiche lichen Arbeiter wird im Interesse der öffentlichen Sicherheit wird noch reich sein und die nicht erworbenen Vermögen immer für den Korpsbezirk des I. Armeekorps, dem Befehlsbereich noch groß. Das ökonomische Aussaugungswerk- Großgrund des Gouvernementsbezirks Königsberg und der Festung besik, Monopole usw. wird es immer noch geben. Hier sollte Pillau folgendes verordnet: die Etraft euer erhoben werden. Die tiefen Täler sollten 1. daß die auf Grund der Bekanntmachung des Bundesrats vom 17. Dezember 1914 erlassenen Bestimmungen, wonach die Erstattungsfähigkeit der den Gemeinden für die Kriegswohlfahrtspflege entstandenen Kosten in der Regel auf ein Drittel beschränkt ist, mit Rücksicht auf die immer dringlicher hervortretende Notwendigkeit, Mietsunterstügungen in erhöhterem Maße als bisher zu gewähren, in Fortfall kommen, und daß die Vorschriften für die Verwendung der vom preußischen Staat zur Verfügung gestellten Mittel entsprechend geändert werden; 2. daß die nach der Bekanntmachung über die Bewilligung von Zahlungsfristen bei Hypothek- und Grundschulden vom 22. Dezember 1914 zulässige Bewilligung einer Zahlungsfrist bis auf ein Jahr erstreckt werden kann, wenn die Lage des Beflagten es rechtfertigt und dem Kläger fein unverhältnismäßiger Nachteil erwächst; 3. daß noch während des Krieges Maßnahmen getroffen werden zur Erleichterung des städtischen Realkredites auf der Grundlage öffentlich- rechtlicher Kreditanstalten dergestalt, daß die Kreditanstalten alsbald nach Beendigung des Krieges ihre Tätigkeit beginnen fönnen; 4. daß die Gemeinden veranlagt werden, die Gewährung von Mietbeihilfen aus Anlaß des Krieges nicht a IIgemein abhängig zu machen von der Forderung, daß der Vermieter auf einen Teil seiner Mietforderung Verzicht leiftet; 5. daß nachdem es durch den Schluß des Landtages nicht möglich gewesen ist, das Wohnungsgefeß zustande zu bringen, alsbald ein neuer Entwurf vorgelegt wird, durch den insbesondere der Bau bon Kleinwohnungen zur Verhütung sozialer Notstände und zur Hebung des Baugewerbes gefördert wird. Ländliche Dienstboten und Arbeiter beiderlei erhöht werden durch Abtragung der höchsten Bergesgipfel- Gipfel Geschlechts dürfen während der Dauer des Kriegszustandes so hoch, daß ste die Sonne vom Tal abhalten. Die Staatspolitik den Ortsbezirk, in dem sich ihre Arbeitsstelle befindet, unter muß die fein, sich der Kontrolle über die großen Aufgabe ihres Dienstes nur mit Erlaubnis des zu nicht erworbenen Vermögen und der Industrien ständigen Amtsvorstehers berlassen, es sei und Monopole, die sie hervorbringen, au bemächtigen und denn, daß ihr bisheriger Dienstherr ihnen einen EntlassungsWeiter wurde eine Resolution angenommen, in der die Reauf die Reichen eine abgewogene Bürde abladen, die den nationalen schein erteilt hat oder daß sie eine gerichtliche Entscheidung gierung ersucht wird, der Not von Gasthausbesitzern und Berpflichtungen entspricht. erwirkt haben, wonach sie beretchigt sind, den Dienst zu ver- Wohnungsvermietern in solchen Seebadeorten, in denen mit Rüdlaffen. Sei dürfen ohne diese Erlaubnis oder ohne Vorlegung ficht auf den Krieg ein Badebetrieb nicht möglich ist, durch Gedes Entlassungsscheines oder der vorerwähnten gerichtlichen währung von staatlichen Beihilfen zu steuern. Hierzu ist zu beEntscheidung feinen neuen Dienst annehmen. merken, daß sich diese Resolution, wie ausdrücklich erklärt wurde, nicht auf Helgoland bezieht. Die Arbeiterschaft darf sich darüber nicht täuschen lassen. Schon sehen wir, daß die industriellen Interessen, die den enormen Fonds für die Tarifreformpropaganda begründet gefunden haben, sich anschicken, den Krieg auszubeuten. Schutzoll gegen unsere Feinde wird als patriotisch gerühmt. Aber der Arbeiter muß sich vor Augen halten, daß diese patriotische Tarifreform dieselbe Tarifreform ist, welche Gewinne der Kapitalien und Profite ver mehrt, Truste fördert, die Gewerkschaften schwächt und den Militarismus stärkt. Nahrungs- und Lebensmittel des Volkes zu besteuern, ist nicht die Art, den Krieg zu bezahlen. Heute ist es so wahr wie je por dem Krieg, die Tarifreform ist im Bund mit den Monopolisten und Profitjägern, Sozialismus ist im Bund mit der Arbeiterschaft. Auf lange Zeit hinaus wird das Einkommen der arbeitenden Klassen einem niedrigen Standard der Lebensführungen ent sprechen. Das warnt uns nicht nur, diesen Standard durch Steuern noch weiter herunterbrüden zu lassen, sondern er awingt uns auch, noch größere staatliche Aufwendungen für soziale 3wede zu fordern. 5. Das Wert des Staates. Als der Krieg ausbrach, waren wir auf dem Punkt, größere Staatsausgaben zu erreichen für Verbesserungen auf dem Gebiet der Gesundheit; Wohnungs- und Erziehungsfragen und einer all. gemeinen Uebung menschlicher Ansprüche. Soll das alles beiseitegesezt werden wegen der Ausgabe für den Krieg und der dauernden hohen Kosten, die er nach sich ziehen wird? Gewiß nicht! Es wird nach dem Krieg mehr Armut unter den Arbeitern geben als vorher herrschte, der Rüdgang unjerer Bevölkerung wird größer sein, deshalb, um nicht zur Degeneration unseres Voltes beizutragen, muß der Staat mehr denn je dafür tun, seine Lebensbedingungen zu verbessern. Unsere Kinder werden uns mit Bitterkeit fluchen, wenn das der eine sichere Erfolg des Krieges ist, sie zu erniedrigen und ihren Eristenzkampf noch härter und grausamer zu machen. vorangehen. 6. Der alte, alte Kampf um Freiheit. Ländliche Dienstboten und Arbeiter beiderlei Geschlechts dürfen während der Dauer des Kriegszustandes ohne Vorlegung eines Entlassungsscheines ihres bisherigen Dienstherrn oder ohne Vorlegung einer gerichtlichen Entscheidung, durch die das bisherige Dienstverhältnis für beendigt erklärt ist, nicht in Dienst genommen werden. Zuwiderhandlungen sind gemäß§ 9b Gesetz vom 4. Juni 1851 über den Belagerungszustand mit Gefängnis bis zu einem Jahr strafbar, sofern die bestehenden Geseze nicht eine höhere Strafe bestimmen. Der stellvertretende kommandierende General gez. Graf zu Eulenburg, Gen. d. Kav. Der Gouverneur J. V. gez. Brodric, Generalleutnant." Ein ähnlicher Erlaß wurde por Monaten bereits für Bayern erlassen. Er wurde von verschiedenen Seiten kriti fiert, was die Heeresverwaltung nicht abgehalten hat, auch für Ostpreußen eine solche Verordnung zu erlassen. Kein Rücktritt v. Hertlings. Nach einem Berliner Blatt hatten wir die Nachricht gebracht, daß Ministerpräsident Graf Hertling wegen einer Krankheit dem nächst zurücktreten werde. Diese Nachricht ist, wie der„ Correspon denz Hoffmann" amtlich mitgeteilt wird, vollständig aus der Luft gegriffen. Graf Hertling erfreue sich zurzeit des besten Wohlbefindens. 7841 Kleinwohnungsnot und Terrainspekulation. Die Terraininteressenten, die bekanntlich im Schutzverband für deutschen Grundbesig" organisiert sind, haben an das preußische Abgeordnetenhaus und an das Herrenhaus eine Eingabe gerichtet, in der auf die drohende Kleinwohnungsnot nach dem Kriege und auf die Abwendung dieser Gefahr durch gesetzliche Maßnahmen hingewiesen wird. Die Terrainspekulation ist also um den Kleinwohnungsbau nach dem Kriege besorgt.(?) Prüfen wir die Eingabe näher! Die fachlichen Ausführungen des Schußverbandes über die kommende Kleinwohnungsnot sind durchaus zutreffend und in Nr. 160 des Daran ist nichts ausVorwärts" bereits berührt worden. zusetzen. erkennen; hier muß die soziale Maske fallen, die sich die Terraininteressenten seit einigen Tagen erst zugelegt haben. " Die Schließung des Landtags wird ihnen einen schönen Plan vernichten. Die Terminspekulation, die von einer planmäßigen sozialen Gesezgebung nach dem Kriege eine wesentliche Verschiebung ihrer Bilanz zit befürchten hatte, wollte in aller Eile noch vor dem Friedens" Die Zusammensetzung des Herrenhauses. Nach dem soeben erschienenen neuen Mitgliederverzeichnis Wir müssen mehr für Mutterschuh ausgeben, mehr für zählt das preußische Herrenhaus zurzeit die königlichen schluß den preußischen Wohnungsgesehentwurf, dieses Gesek Säuglingspflege, mehr für Wohnungspflege, mehr für Prinzen ungerechnet 401 ftimmberechtigte Mitglieder. Von der fleinen Mittel", Gesek werden lassen. Diese Eile war geöffentliche Gesundheitspflege. Wir müssen als diesen sind 117 erblich berechtigt, 284 sind berechtigt auf boten, weil das Gesetz in der Kommission des AbgeordnetenNation die Kosten der fürchterlichen Arbeitslosigkeit, die bald nach Lebenszeit. Unter den erblich Berechtigten finden wir neben hauses eine Fassung erhalten hatte, die ganz auf die Interessen dem Frieden eintreten wird, aufwenden. Und das tann nur dem Haupt des Hauses Hohenzollern, 22 Häupter der vor- der Terrainspekulation und den Massenmietskasernenstil zugeschehen durch das Recht auf Arbeitsvorschläge der J. 2. P. mals reichsständischen Häuser, 51 Fürsten, Grafen und Mit geschnitten war. Daß es den Städten auf Grund des bestehenKriegsausgaben dürfen nicht den Ausgaben für soziale Reformen glieder der Herrenkurie des vereinigten Landtages, und 43, den Rechts gestattet ist, man die Erschließung der denen die erbliche Berechtigung vom König besonders ber liehen ist. Die Berechtigung auf Lebenszeit haben die der Straßen, trotz der bereits bestehenden öffentlichen rechtVorschriften noch zeitigen Inhaber der vier großen Landesämter in Preußen lichen Bedingungen privatrechtliche Wenn dieses Programm die Intereffen der Arbeiterschaft dieses( Bezeichnung für die Hof- und Erbämter); ferner die 100 aus zu stellen, die weit über die Forderungen des öffentlichen Landes vertritt, so muß darum gekämpft werden. Die Verbände besonderem königlichen Vertrauen Ernannten und 180 auf Rechtes hinausgehen( wie es in der Schutzverbandseingabe müssen sich fest zusammenschließen. Sie müssen sich in den Fabri- Grund von Präsentation Berechtigter. Von lekteren stammen heißt), das war ein Dorn im Auge des Terraingewerbes, fen organisieren, sie müssen sich im Staat verdichten. Industrie nur 10 von den Landesuniversitäten und 51 von den Städten, den auszuziehen die Kommission des Abgeordnetenhauses sich und Politik müssen Hand in Hand vorgehen, den Arbeitern vor alle übrigen von Verbänden des Adels und des befestigten bereitgefunden batte. Diese Operation ging besonders desallem die Verdienste, die sie vor dem Krieg hatten, wieder zu Grundbefizes und von ähnlichen Verbänden. 47 Stimmen halb glücklich vonstatten, weil man, und mit Recht, Fälle an verschaffen und von diesen Gewinnen weiter zu schreiten zu ruhen zurzeit; drei stimmberechtigte Mitglieder sind noch nicht führen konnte, in denen die Städte, allen voran Charlottengrößeren Errungenschaften. eingetreten. Im ganzen können also augenblicklich 351 Mitglieder des Herrenhauses von ihrem Stimmrecht Gebrauch burg, Wilmersdorf und Schöneberg, den§ 12 des Fluchtliniengesezes dazu mißbraucht hatten, die Aufschließung neuen machen. Baulandes nur für den Fall gu gestatten, daß das Terraingewerbe größere Wohnungen herstellte. Dieses Städte wird man nur aufs schärfste Vorgehen der Städte mißbilligen können. Man befindet sich aber in cinem Irrtum, wenn man annimmt, daß das Terraingewerbe durch einen Mißbrauch des öffentlichen Rechtes daran verhindert war, Eleinere Wohnungen zu erstellen. Ihm war der Zwang als solcher lästig, der der extensiven Spekulation einen Riegel vorschob; mit dem Bau von fleinen, gesunden und preiswerten bislang Wohnungen hat das Terraingewerbe ,, keinen Blumentopf" fönnen. Blumentopf" gewinnen Sollten die gefeßgebenden Körperschaften der Eingabe nachgeben, dann werden sie die Verantwortung für die entfesselte Tretet der J. L. P. bei und bereitet Euch aum Kampfe vor! Politische Uebersicht. Englische Friedensangebote? Während die übrige Presse zu den Mitteilungen der National- Zeitung" über englische Friedensangebote völlig schweigt, sucht das„ Berliner Tageblatt" die politische Be deutung der den Mitteilungen zugrunde liegenden Tatsachen abzuschwächen. Es schreibt: Höchstpreise für Petroleum. Wie der Neue Politische Tagesdienst" von unterrichteter Seite erfährt, ist die Festlegung von Höchstpreisen für Petroleum in Ausficht genommen. Strengste Einhaltung der Bundesratsverordnungen. Die Deutsche Barlaments- Korrespondenz" berichtet: " Die friegswirtschaftlichen Bundesratsverordnungen erfüllen ihren Zweck, die Ernährung des Volkes sicher zu stellen, im weitesten Umfange, find aber auch zur weiteren Durchführung der Aufgabe nach allen Erfahrungen unentbehrlich und erfordern nach wie vor die genauefte Beachtung feitens der beteiligten Streife. Die Polizeibehörden find angewiesen, fortgefeßt eine forgfältige leberwachung in „ In Wahrheit ist weiter gar nichts geschehen, als daß ein bei der Befolgung aller Vorschriften anzuwenden und Verstöße un Spekulation nach dem Kriege zu tragen haben. nachfichtlich zur Anzeige zu bringen." fannter deutscher Gelehrter und eine andere, zu den aristokratischen Die forgfältige leberwachung" der Bundesratsvorschriften Nicht die Erschließung neuen Baugeländes mit MietstafernenKreisen gehörende Persönlichkeit vor längerer Zeit in einem neu sollte in schärfster Weise bei den Produzenten und Großhändlern Bodenwerten brauchen wir nach dem Kriege, sondern eine tralen Lande, wo sie an einem nicht gerade sehr notwendigen, beginnen. Siedlungsgesetzgebung und Maßnahmen, die aber auch nicht gerade sehr schädlichen Kongreß teilgenommen die billigste kleinwohnung mit Hausgärten und Spielbatten, von einer neutralen Seite gefragt wurden, wie man in plägen im tleineren und mittleren Miets.. Berlin über eine Vermittlung unter gewissen Bedingungen denken würde. Die Herren haben geantwortet, daß sie keine Die Handelskammer des Bergischen Landes in Lennep, in deren haus ermöglichen. Auf derartige Maßnahmen, von Antwort geben und nur die Mitteilung nach Berlin gelangen Bezirk vor dem Kriege ein lebbafter Export in Erzeugnissen der denen die Beschaffung der Mittel für den Bau fleiner Wohlaffen könnten, und sie haben diese Mission auf dem Umwege über Kleineisenindustrie stattfand, befürwortet einen staatlichen Ausgleich nungen die bedeutsamste ist, wird die Staatsregierung allereinen älteren Diplomaten, welcher der Angelegenheit mit dem von Schulden und Forderungen mit dem feindlichen Ausland. Mit dings hinzuarbeiten haben. Folgt sie hierbei dem Schutznötigen Sleptízismus gegenüberstand, ausgeführt." dem Vorbehalt einer noch eingehenderen Behandlung dieser wichtigen verband, dann hat sie sich zu den Mitteln für den Bau der In dieser Darstellung des„ Tageblatt" fehlt die angelegenheit beſchloß die Kammer, bei den Beratungen des Handels. Kleinen Wohnungen auch noch die Staufgelder für die erhöhten fehlt die tages, des Bundes der Industriellen und des Handelsvertragsvereins Terrainpreise zu beschaffen. wichtige Mitteilung der beiden genannten Herren, daß der für die Herbeischaffung eines solchen staatlichen Ausgleichs zu höhere Beamte des neutralen Staates ihnen erklärt habe, daß stimmen. Forderungsausgleich. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Ter Tariflohn muh bezahlt werde«! In dem Gas» und Wasserleitungsgcschäfl von F.W. Schmidt wurde ein Arbeiter eingestellt, der noch nicht im Nohrlegergewerbe tätig war. Nach kurzer Zeit wurde das Arbeitsverhältnis wieder gelöst. Der Arbeiter, der SS Pf. Stundenlohn verlangte, aber nur 4V Pf. bekam, klagte wegen der Differenz beim Gewerbegericht. Er begründete seine Forderung damit, daß öS Pf. gegenwärtig der übliche Lohn für Robrlegerhelser sei. Dagegen sagte der Beklagte, der Kläger sei nicht Helfer, denn er hätte erst angelernt werden müssen, um als Heiser gelten zu können. Er sei als ge- wöhnlichcr Arbeiter beschäftigt worden und habe keinen Anspruch auf den Helferlohn.— Demgegenüber behauptete der Kläger, er habe alle Arbeilen eines Helfers verrichtet.— Das Gericht entschied dahin: Die im Rohrlegertarif festgelegten Arbeitsbedingungen gellen als ortsüblich. Der Tarif unterscheidet nur zwischen Rohrlegern und Helfern, eine dritte Arbeilerkategorie ist im Tarif nicht benannt. Der Kläger hat deshalb den im Tarif festgesetzten Mindestlohn für Helfer, 88 Pf. pro Stunde, zu beanspruchen. Die Differenz von 4,83 M. hat der Beklagte zu zahlen. Die Metallarbeiter der Militärcffekrcnbranche hatten sich am Dienstag versammelt, um ihre Lage zu besprechen. Allgemein wurde betont, daß die gegenwärtig üblichen Stundenlöhne von SS bis 75 Pf. unter den jetzigen Teuerungsverhältnissen unzureichend sind. Es wird als unbedingt notwendig angesehen, von den Unter- nehmern angemessene Teuerungszulagen zu fordern. Da die Be- schästigung der Branche zurzeit ungewöhnlich günstig ist, und die Unternehmer glänzende Geschäfte machen, so werden sie keine Gründe gegen eine den Teuerunqsverhältnissen entsprechende Lohnzulage geltend machen können. Die Angelegenheit soll zunächst in den einzelnen Betrieben besprochen und nach dem Ausgang der Be- sprechungen das weitere veranlaßt werden. Tie Berliner Zigarettenfabrikanten gegen Teuerungs- s zulagen. Infolge der ungeheuren Preissteigerungen aller Lebensmittel und sonstiger Bedarfsartikel beschlossen die in den hiesigen Zigaretten- fabriken beichäfligien Arbeiterinnen und Arbeiter an die Fabrikanten mit einer Lohn- oder Teuerungszulage heranzutreten. Der neuge- gründete Verband der Zigaretten- und Zigarettenhülsenfabrikanten von Groß-Berlin lehnte aber eine Teuerungszulage rundweg ab. Begründet wird die Ablehnung unter anderen init folgenden Worten:„Wir haben festgestellt, daß für die Arbeiter unserer Betriebe bei Lohnbemessung bereits die durch den Krieg ge- schaffenen Verhältnisse in weitem Umfange Berücksichtigung gefunden haben." Demgegenüber sei festgestellt, daß in hiesigen Betrieben noch Stundenlöhne von 17 bis 18 Pf. existieren, die arich schon vor dem Kriege bezahlt worden sind. Nur in ganz wenigen Betrieben haben allgemeine Lohnaufbesserungen stattgefunden, so daß von einer Berücksichtigung der durch den Krieg entstandenen Teuerung nicht geredel werden kann. Ja einer gutbesuchten Versammlung für die Zigarettenbranche wurde über den ablehnenden Bescheid verhandelt. Es wurde eine Protestresolution angenommen, in der die Verbandsleitung des Deutschen Tabakarbeiter-Verbandes ersucht wurde, nochmals mit dem Arbeitgeberverband in Unterhandlungen zu treten, um den berech- tigten Wünschen der Arbeiter Geltung zu verschaffen. Ein parteirat über Sie Lanösturnworlage. Aus Amsterdam schreibt man uns: Die Einbringung der Landsturmvorlage durch die Regierung hat den Vorstand der Ar- beiterpartei veranlaßt, für den 20. Juni eine Versammlung des Parteirates einzuberufen. Diese Einrichtung tritt hiermit zum ersten Male in Wirksamkeit. Der Partei rat besteht aus den Mit- gliedern der Parteileitung, den Parteisekretären, der gesamten Fraktion (nach dem Parteistatut sind in der Regel zwei Fraktionsdelegierte, in wichtigen Fällen die ganze Fraktion heranzuziehen), zwei Redakteuren des„Volk", je einem Vertreter sämtlicher Bezirks» und städtischen Föderationen, den angestellten Parteipropagandisten und zwei Ver- treterinnen des Verbandes der Frauenpropagandaklubs. Nach Zahl der Teilnehmer und Bedeutung wird der Parteirat einen außerordentlichen Parteitag sehr ähnlich sein und sich von einem solchen hauptsächlich wohl durch die geheime VerHand- I u n g unterscheiden, die voraussichtlich beschlossen werden wird. Die Diskussion über die Haltung der Arbeiterpartei zur Militärfrage hat von neuem mit Heftigkeit eingesetzt, und die Situation ist in der Tat nicht mehr die gleiche wie auf dem Parteitag in Arnheim. Denn wenn es sich damals um die Zustimmung der Fraktion zu den Mobilisationskrediten handelte, deren Zweck der Schutz der Neutralität Hollands war. ist unverkennbar, daß hinter der neuen Vorlage auch Tendenzen wirksam sind, die Holland zu einer akliven Machrpolitik für die, wie gesagt wird, gefährdeten nationalen Lebensinteressen treiben wollen— nach manchen Aeußerungen von Leuten mit Namen und Einfluß sogar vermittelst präventiven Eingreifens. Auch hat eine neue M a r i n e v o r I a g e. die den Schutz der Kolonien durch kleine Kreuzer und Tauchboote zum Gegenstand hat, die Arbeiterpartei vor die Frage gestellt, ob sie unier den Schutz der nationalen Unabhängigkeit auch den des Kolonialreiches mit einbegreifen will— eine Frage, die allerdings noch in Arnheim von Genosfen T r o e l st r a verneint wurde. Was die Stellung zur Landsturmvorlage erschwert, ist der Um- stand, daß die Einberufung und Ausbildung der früher zurück- gestellten jungen Leute die Ablösung der Mannschaften der älteren Jahrgänge ermöglichen würde, die jetzt schon seit zehn Monaten unter den Waffen stehen. Demgegenüber steht die Besorgnis, daß die Vorlage der Ansatz zu einem Militarismus im großen Sril sein könnte und sobald erst einmal die gedrillten Mannschaften da wären, die Errichtung starker Kaders, die Anschaffung einer starken Artillerie, die Gründung großer Munitions- und Waffen- fabriken folgen würde. Unier diesen Umständen ist in der Arbeiterpartei eine starke Be- wegung im Gang, die eine energische Bekämpfung der Vorlage fordert— nicht nur im Parlament, sondern durch eine allgemeine Aktion im Land, die vermutlich auch in kleinbürgerlichen Schichten Zustimmung fände. Es ist bemerkenswert, daß z. B. das katholische Organ„Centrum" die Vorlage ablehnt. Dagegen werden wohl in der Arbeiterpartei selbst Rücksichten auf die internationale Lage gegen eine Agitation, die nicht nur den schon lange brüchig gewordenen„Burgfrieden", sondern auch die bisher noch durchgeführte. Dämpfung" der Parteikämpfe ausheben würde, geltend gemacht werden. Demgegenüber fordern die radikal-marxisttschen Gelassen, die im„Weckblad" des„Voll" zu Worte kommen, die Aufrüttelung der Arbeiterklasse zu einem Widerstand gegen die Vorlage, nicht nur für die utilitarischen Zwecke der Neutralität und des Friedens, sondern auch im Namen der Prinzipien des internationalen Sozialismus. Die Beratungen am 20. werden so voraussichtlich sehr bewegt werden. Mus öer Partei. Die Parteieinhcit in der Schweiz. Nun hat sich auch der sozialdemokratische Parteitag des Kan- tons Bern für die Herbeiführung der Partcieinheit ausgesprochen. Er erklärte sich für eine Fusion, wonach die kleinen Ortsvereine in den größeren Vereinen aufgehen sollten. Wo Grütlisektionen die stärkeren Organisationen sind, werden sie also eine neue Er- starkung durch die Aufnahine anderer Organisationen erfahren. Ob dadurch im Gesamtverein der Grütlianer eine größere Nei- gung für seine Auflösung entsteht, muß abgewartet werden. Der Parteitag hat dann ferner die Forderung ausgestellt, daß die Grütlisektionen ebenso wie andere Parteiorganisationen un- mittelbare Sektionen der Partei sein, also ihr nicht mehr durch den Schweizerischen Grütliverein angehören sollen. Und endlich wird die freie Wahl der 11 Mitglieder der Geschäftsleitung der Partei durch den Parteitag gefordert, während heute nach dem geltenden Parteistatut das Zentralkomitee des Schweizerischen Grütlivereins aus seiner Mitte S Mitglieder und die Partei 6 Mitglieder in die Geschäftsleitung wählt. Diese Neuerungen würden einen großen Fortschritt für die Partei und eine Förderung der Parteieinheit bedeuten, den Fort- bestand des Schweizerischen Grütlivereins aber unarigetastet lassen. Trotzdem dieser Parteitagsbeschlutz mil III gegen IS Stimmen gefaßt wurde und viele Grütlianerdclegierte dafür und auch für Auflösung des Grütlivereins stimmten, ist der„Grütlianer" nicht damit einverstanden. Eine Geschichte der Kieler Sozialdemokratie. Der Vorstand der Kieler Parteiorganisation will zu dem 25jährigen Bestehen der politischen Organisation im Dezember eine Geschichte der Kieler Sozialdemokratie herausgeben. Aus diesem Anlaß ersucht er alle Parteigenossen, die noch im Besitz von Material aus der> Zeit vor und während des Sozialistengesetzes sind oder aus persönlicher Erinnerung etwas mitteilen können, Material oder Er» innerungen dem Genossen W. Brecour, Redakteur der„Schleswig- Holsteinischen Volkszeitung" einzusenden. Mus Inöustrie unö Handel. Kricgsgcwinne. Daß der Krieg nicht iminer das Geschäft verdirbt, ersieht man recht deutlich au den überaus glänzenden Abschlüssen der Petroleum- Unternehmungen. Bereits in der Generalversammlung der Deutschen Bank am 22. April wurde u. a. festgestellt:„Die der Deutschen Bank nahestehenden Pelroleumunternehmungen befinden sich in einer sehr befriedigenden Verfassung. Die außergewöhnlichen Verhältnisse haben ihnen außergewöhnliche Gewinne zugeführt. In bezug auf ein Petroleummonopol sind seit dem Scheitern des ersten Projektes keinerlei neue Verhandlungen geführt worden." Die Erklärung der Deutschen Bank trifft in der Tat in vollem Umfange zu: Die Ge- Winne sind außergewöhnlich. Aus dem vor kurzem erschienenen IS. Jahresbericht der Deut- schen Erdöl-Aktiengesellschaft geht hervor, daß sie S S41 982, IS M. Reingewinn erzielt hat. Die Verwaltung schlägt vor, diese Summe folgendermaßen zu verwenden: Für Sonder- abschreibungen auf ihre Beleiligung an der Deutschen Mineralöl- Jndustrie-A.-G. 1 602 ISS, 18 M., für Rückstellung auf Kaltbeteili« gungen 7S0 000 M.. für 12 Proz. Dividende auf das Aktien» kapital von 30 750 000 M. 3 690 000 M., für satzungsmätzige Tantiemen 184 S00 M.(1), so daß auf neue Rech- nung 31S 315,98 M. vorzutragen sind. Auffallend an diesem Abschluß ist vor allem das Bemühen, den Riesengewinn geschickt zu verteilen, ohne den Weg der übermäßig hoben Dividende gehen zu müffen; wäre der gesamte Gewinn derart ausgeschüttet worden, dann wären reichlich 21 Proz. erforderlich gewesen. Zu den hohen Abschreibungen ist zu bemerken, daß dieser Fonds schon 7 492 000 M. beträgt, außerdem besteht eine Sonderrücklage von 1 231 360 M. und ein Selbstversicherungsfond mit 1 281 360 M. Die Verwaltung sagt obendrein zu dem günstigen Resultat, daß die„erhöhten Preise erst dem laufenden Geschäftsjahre zum Vorteil gereichen"! Danach wird also der Profit in diesem Jahre noch weit höher sein! Der Krieg hat den deutschen Oel- und Petroleumproduzenten die denkbar beste Lage geschaffen. In erster Reihe ist die große amerikanische Konkurrenz, die gefürchtete Standart Oil Company mit einem Schlage lahmgelegt. Die anderen ausländischen Lieferungen sind nur minimal. Folglich verfügen die deutschen Unternehmungen seit Ausbruch des Krieges über den inneren Markt monopolartig. Deshalb sind auch die Abschlüsse anderer Unternehmungen die allergünstigsten. So hat die P e t r o l e u m- R a f f i n e r i e vorm. Aug. K o r f f in Bremen für das Jahr 1914 einen Betriebsgewinn von 646 877 M.(im Borjahr 437863 M.) zu verzeichnen. Nach sehr reichlichen Abschreibungen werden wieder 22 Proz. Dividende verteilt. Die Verwaltung der Oel werke Stern, Sonneborn A.-G. in Hamburg schlägt für das verflossene Geschäftsjahr 17 Proz.(im Vorjahr 15 Proz.) Dividende vor. Die Deutsche Schachrbau-Aktien-Gesellschaft in Nordhausen teilt mit, daß sie in diesem Jahre nur 20 bis 25 Proz. Dividende wird verteilen können gegen 40 Proz. im Vorjahre. „Dauernder Schaden wird mit dem Kriege für die Gesellschaft nicht verbunden sein," da alle vor dem Kriege gegebenen Aufträge fest gesichert sind. Die Aktien-Gesellschaft C. H. Knorr in Heilbronn, eine in der Nahrungsmittelindustrie führende Firma, zahlt im Jahre des Weltkrieges 1914/15 15 Proz. Dividende(im Vorjahre 12 Proz.). Zugleich kann die Gesellschaft, deren Grundkapital 5 Millionen Mark beträgt, den Gewinnvortrag auS dem Vorjahre in Höhe von 868 514 Mark auf 1 500 000 M. erhöhen. Der Suezkanal im Kriegsjahr. Wie die Suezkanal-Gesellschaft in ihrem Jahresbericht mitteilt, war der Rückgang der Einnahmen infolge des Krieges geringer altz befürchtet wurde. Zwar fiel der Handelsverkehr durch den Kanal in der Zeil vom 1. August bis 31. Dezember 1914 um rund 40 Proz., doch wurde der Ausfall an Einnahmen auS diesem Verkehr durcb die militärische Schiffahrt zum Teil ausgeglichen. Die Gesellschaft erlitt in den ersten süns Kriegsmonaten einen Ausfall von 6 500 000 Fr., der sich nach Abrechnung für die ersten sieben Monate aus 4 500 000 Fr. ermäßigte. Seit Beginn des Jahres 1915 ist der Aussall gegen den gleichen Zeilraum des Vorjahres gleich 35 Proz. netto. Es wird für 1914 eine Dividende von 120 Fr. (i. B. 165) vorgeschlagen, und 18 Mill. Fr. werden dem Reserve- fonds überwieien. Eine weitere Ermäßigung der Dividende im nächsten Geschäftsjahre sei bis jetzt nicht zu befürchten. In 1914 verringerte sich der gesamte Schisssdurchgangum 624389 Tonnen: er fiel für Handelsschiffe um 3 Mill. Tonnen, während der Kriegs- und Transporlschiffsvertehr um 2 250 000 Tonnen stieg. Die Abnahme im Handelsschiffsverkehr wurde hauptsächlich� durch den Ausfall von 1 460 000 Tonnen österreichischer und deutscher Sebiffe verursacht. Der Personenverkehr, einschließlich des militäri- ichen, erreichte eine Höchstziffer von 391 772 Personen und war häufig lebhafter als je vorher: au manchen Tagen betrug die Zahl der durchfahrenden Schiffe da- Doppelte des täglichen Durch- jchnitts. Weitere Fortschritte der Bagdadbch«. Konstantinopel, 16. Juni.(W. T. B.) Heule wurde der schwierige. rund fünf Kilometer lange Tunnel bei Bagtsche im Zuge der Bagdadbahn durchgeschlagen. Dieser Tunnel durchbricht die Haupt- kette de- AmanuSgebirgeS und verbindet somit die Bahnstrecke der kilikischen Ebene mit Aleppo im nördlichen Syrien. In dem Tunnel, dem längsten der langen Bagdadbahn, ist seil vier Jahren gearbeitet worden. Soziaies. Die neuen Vorschriften über die Lohnpfändung. Durch Bundesratsverordnung vom l7. Mai ist die durch� das Lvhnbeschlagnahmegesetz geschützte Lohnsumme von 1500 M. auf 2000 M. im Jahr erhöht worden. Die Verordnung ist gleich in Kraft getreten und sie wirkt zurück auf die schon vorher getroffenen Beschlagnahmen und anderen Verfügungen über Gehalt und Ar- beitslohn sowie ähnlichen Bezügen. Das Lohnbeschlagnahmegesctz ist für alle Personen mit wenig Einkommen, die auf den Arbeits- oder Dienstlohn angewiesen sind, sehr wichtig; trotzdem ist das Ge- setz im Volk nur wenig bekannt. Es hängt dies mit der Rechts- Unkenntnis breiter Volksschichten zusammen. Dagegen muh man sich billig wundern, wenn man beobachtet, daß das Lohnbeschlag- nahmegesetz sogar an den Gcwerbegerichtcn wenig erwähnt wird. Das Gesetz ist nun aber durch die wenn auch nur für die Dauer des Krieges erfolgte Aenderung wieder ins Gespräch gc- kommen, die Zeitungen geben, manchmal ausdrücklich dazu von den Lesern veranlaßt, Erläuterungen. Da ist es am Platze, auf die Bestimmungen selbst im einzelnen kurz einzugehen. Das Lohnbeschlagnahmegesetz ist im Jahre 1869 geschaffen worden. Es ist im Laufe der Jahre mehrfach abgeändert worden, doch hatte die sehr wesentliche Begrenzung der pfandfreien Lohn- summe auf 1500 M. alle die Jahre der Verminderung der Kauf- kraft des Geldes nicht Rechnung getragen. Die Löhne sind gestiegen, soweit sie in Geld ausgedrückt werden, aber die Verteuerung der Lebenshaltung hat bewirkt, daß die 1500 M.-Grenze lange nicht mehr die Bedeutung für die Arbeiter und die Angestellten hatte, als es vor 40 Jahren der Fall war. Nun ist die Grenze wenigstens vorläufig mit Rücksicht auf die besondere Kriegsteuerung auf 2000 M. hinausgerückt worden. Doch ist eine durchgreifende Nende- rung des Gesetzes durchaus geboten, die neben der Höhe der Pfand- freien Summe auch berücksichtigen müßte, daß ein Familienvater mit großer Kopfzahl unbedingt mehr zum Leben gebraucht als ein lediger Mann, wenn der nur für sich sorgt. Auch mutz verhindert werden, daß harte BestimmunAen den„geringen Leuten" die Lust zum Vorwärtsstreben v�trewen. Es ist schlimm, wenn sich An- schauungen festsetze� wie die: Was sollen wir uns Sachen an- schaffen, wenn ffe doch gepfändet werden! Von Gläubigern wird auch wohl behauptet, daß Arbeiter absichtlich mit ihrem Lohn unter der geschützten Grenze blieben, weil sie totsicher damit rechnen, daß ihnen der übersteigende Betrag doch gepfändet werden würde. Wenn dies einreißen sollte, dann wäre damit den Gläubigern selbst am allerwenigsten gedient, wenn natürlich auch verlangt werden muß, daß jedermann seine Schulden nach Möglichkeit bezahlt. Armen Leuten fehlt leider diese Möglichkeit nur zu oft, weil hier die Er- Haltung und Wiederherstellung der Arbeitskraft, die vor allem not- wendig ist, fast die ganzen Einnahmen verschlingt. Nach dem Lohnbeschlagnahmegesetz kann der Arbeitslohn im allgemeinen zum Zwecke der Sicherstellung oder der Befriedigung eines Gläubigers erst dann mit Beschlag belegt werden, nachdem die Leistung der Arbeiten oder Dienste erfolgt und nachdem der Tag, an dem die Vergütung gesetzlich, Vertrags- oder gewohnheitsmäßig zu entrichten war, abgelaufen ist, ohne daß sie der Arbeiter eingc- fordert hat. Der Arbeiter läuft also Gefahr, wenn er den fälligen Lohn nicht noch am gleichen Tage abhebt, daß er am nächsten nicht mehr geschützt ist. Dies ist besonders aus dem Grunde zu be- achten, weil manche Arbeiter vor der Beschlagnahme nichts von der Tatsache erfahren. Ist der Lohn aber am Fälligkeitstage zwar nicht gezahlt, aber doch angefordert worden, dann ist er geschützt. Die grundlegenden Bestimmungen des Lohnbefchlagnahme- gesetzes können nicht mit rechtlicher Wirkung durch Vertrag aus- geschlossen oder beschränkt werden. Soweit nach diesen Bestim- mungen die Beschlagnahme unzulässig ist, ist auch jede Verfügung durch Zession, Anweisung. Verpfändung oder durch ein anderes Rechtsgeschäft ohne rechtliche Wirkung. Wenn also, Ivas bei Ar- beiten auf fremden Bauten öfter vorkommt, der Beauftragte des Unternehmers mit dem Arbeiter einig wird, einen Teil de« Lohnes an die Kostfrau zu zahlen, so ist diese Abrede beim geschützten Lohn nichtig, wenn sie vor der Fälligkeit des Lohnes getroffen wird. Daran wird auch nichts durch die Tatsache geändert, daß da unter Um- ständen ein Lohnbetrag zweimal gezahlt werden muß. Nichtig sind auch im Umfange der geschützten Lohnsumme Be- stimmungen in Arbeitsordnungen, Tarifverträgen, Hausordnungen und so weiter, daß verwirkte Strafen vom Lohn abgezogen werden sollen. Wohl heißt es in der Gewerbeordnung, daß die Arbeits- ordnung der Fabriken alle verabredeten Straffälle enthalten muß. Nichtig sind auch die Bestimmungen insoweit, als darauf verzichtet wird, daß Lohn gezahlt werden muß, wenn ein Arbeiter oder An- gestellter durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit an der Dienstleistung verhindert ist(8 616 B.G.B.). Doch darf eine ver- abredete Vertragsbruchstrafe auch vom geschützten Lohn abgehalten werden. Das Lohnbeschlagnahmegesetz findet weiter keine Anwen- dung auf die Beitreibung der direkten persönlichen Staatssteuern und Kommunalabgaben, soweit diese nicht seit länger als drei Monaten fällig geworden sind; auf die Beitreibung der den Verwandten, dem Ehegatten und dem früheren Ehegatten für die Zeit nach Erhebung der Klage und für das diesem Zeitpunkt voraus- gehende letzte Vierteljahr kraft Gesetzes zu entrichtenden Unter- Haltsbeiträge. Geschützt ist der Lohn, wie schon erwähnt wurde, jetzt nach dem Inkrafttreten der neuen Bundesratsverordnung bis zu 2000 M. im Jahr. Viele Arbeiter, die im Januar oder zu be- stimmten anderen Zeiten des Jahrs über dem Durchschnitt ver- dienen, sind dadurch benachteiligt, daß in der Spruchübung der Ge- richte die geschützte Jahressumme in Monats- oder Wochenbeträge umgerechnet werden. Im Wortlaut des Gesetzes findet diese Uebung keinen Anhalt. Bei den Steuern halten sich die Behörden oft nicht an die gezogenen Grenzen; der Unternehmer ist da nach den Entscheidungen der Gerichte an die Beschlagnahmeverfügungen gebunden, der betreffende Arbeiter mutz sich beschwerdeführend an die Gemeindeverwaltung wenden. Bei der Zahlung von Alimente für uneheliche Kinder findet das Lohnbeschlagnahmegesetz nur so- weit Anwendung, als der Schuldner zur Bestreitung seines not- dürftigen Unterhalts und zur Erfüllung seiner sonstigen Unter- haltungspflichtcn des Lohnes bedarf. Tie Grenze wird da oft sehr knapp gesetzt, so daß mit den gelassenen Lohnbeträgen kaum aus- zukommen ist. Nach§ 115 der Gewerbeordnung dürfen die Unternehmer den Arbeitern keine Waren kreditieren. Doch ist es gestattet, Lebens- mittel für den Betrag der Anschafftingskosten, Wohnung und Land- Nutzung gegen die ortsüblichen Miet- und Lichtsätze, Feuerung, Be- Teuchtung, regelmäßige Beföstigung, Arznei und ärztliche Hilfe somie Werkzeuge und Stoffe zu den ihnen übertragenen Arbeiten für den Betrag der durchschnittlichen Selbstkosten unter Anrechnung bei der Rohnzahlung zu verabfolgen. Zu einem höheren Preise ist die Verabfolgung von Werkzeugen und Stoffen für Akkordarbeiten zulässig, wenn er den ortsüblichen nicht übersteigt und im voraus vereinbart ist. Im übrigen ist der Lohn in Reichswährung zu berechnen und bar auszuzahlen. Aus aller Welt. Luftmorde an Kindern. Das 14jährige Dienstmädchen Schm. aus Löbejün bei Halle Herzberge und der Direttor Dr. Selle von der Anstalt in Neuhatte sich wegen Brandstiftung zu verantworten. Das Mädchen hat ruppin. Außerdem sind die gutachtlichen Aeußerungen der Schreibauf einer dreistufigen Schule nur ein Jahr die erste Klasse besucht fachverständigen Dr. med. Georg Meyer und Rechnungsrat und leidet an Rückgratverkrümmung. Bon seinem achten Jahre an Drogolin erforderlich. Die Anklage vertritt Staatsanwaltswurde es, da seine Eltern verstarben, bei seiner Tante erzogen. Ostern assessor Dr. Fuhrmann Die Verhandlung wird drei Sigungsdieses Jahres verließ es die Schule und wurde in Löbejün auf einem tage in Anspruch nehmen. Wir werden das Urteil mitteilen. Bauerngut als Dienstmädchen untergebracht. Hier wurde es vom ersten Tage an vom Heimweh gepadt. Das Kind gab an, von der Dienstherrschaft sehr gut behandelt worden zu sein. Trotzdem Nach§ 850 der Zivilprozeßordnung sind der Pfändung außer scheint es immer nach einer Ursache gesucht zu haben, die sie wieder dem Arbeitslohn unter anderem nicht unterworfen: die Hebungen nach Hause bringen würde. Es kam dann auf den Gedanken, die aus Kranken-, Hilfs- oder Sterbekassen, der Sold und die Invaliden- Scheune anzuſteden. Am siebenten Tage nach dem Diensteintritt pension der Unteroffiziere und der gewöhnlichen Soldaten. Die schritt das Mädchen zur Ausführung des Planes. Es warf vorher, Pensionen invalider Arbeiter, der Witwen und Waisen, das Dienst- damit das Vieh, wie sie sagt, etwas zu fressen hatte, Futter heraus dem Vogtländischen Anzeiger" zufolge, am Mittwochmorgen die und steckte dann die Scheune an. Nach dieser Tat lief das Mädchen seit Sonntag vermißte zehnjährige Hildegard Goller aus einkommen der Offiziere, Beamten, Geistlichen und deren Pen- fofort zur Bäuerin und meldete den Brand. Alle Be- Plauen ermordet aufgefunden. Es liegt zweifellos ein fionen find nur mit dem 2000 M. im Jahre übersteigenden Betrag mühungen, den Brand zu erstiden, waren erfolglos. Die Flammen Lustmord vor. Von dem Täter fehlt noch jede Spur. und auch da nur zu einem Drittel des Mehrbetrages pfändbar. äscherten die Scheune und einen Stall ein. Die herbeilende FeuerDie nach§ 843 des Bürgerlichen Gefehbuches wegen einer wehr verhütete größeres Unbeil und löschte den Brand. Während Einem ähnlichen Verbrechen ist man in der Nähe von Verlegung des Körpers oder der Gesundheit zu entrichtende Geld- der Löscharbeit hatte das Mädchen seine wenigen Habseligkeiten ge- Hardenburg in der Pfalz auf die Spur gekommen. Holz rente ist nur so weit der Pfändung unterworfen, als die Summe packt und war zu ihrer im gleichen Städtchen wohnenden Tante ge- suchende Knaben fanden an dem Abhange eines Berges einen 2000 M. im Jahre übersteigt. eilt. Der Verdacht lenkte sich auf das Kind, weil man sich erinnerte, zugebundenen Sad. Als man ihn öffnete, entdeďte man daß bei einem im Keime erstickten Brande, der einige Tage vorher darin das achtjährige Mädchen Katharina Schwalb ausgebrochen war, das Kind gesagt hatte:„ Wenn das ein großes in schrecklichem Zustande. An dem Kinde, das schwere Verlegungen Feuer geworden wäre, hätte ich mich davon gemacht." Wer hat den Lohn zu zahlen? In dem bei Plauen i. Vogtl. befindlichen Reißiger Walde wurde, Während der Verhandlung macht das Kind einen schüchternen, zeigte, war ein Sittlichkeitsverbrechen verübt worden. verweinten Eindrud. Es betont immer wieder, daß es brennendes Der Täter, der bisher noch nicht ermittelt ist, hatte das Mädchen Heimweh zu dieser Tat veranlagt habe." Ich habe nicht geglaubt, lebend in einen Sack gesteckt und den steilen Abhang hinabgeworfcn. daß das Feuer so schlimm wird; ich wollte nur wieder fort nach Das Kind schwebt in ernster Lebensgefahr. Hause." Ein alter Bekannter. Der Kaufmann Heinrich Armonier, der den Gerichten schon Große Feuersbrunst am Bosporus. Wie aus Konstantinopel gemeldet wird, brach in Hassana Bojtani, einem Türkenwiertel Beras, ein Großfeuer aus, das sich, bestehenden Straßen rasch ausdehnte. In wenigen Stunden waren vom Wind begünstigt, in den meist aus kleineren Holzbauten mehrere Straßenzüge in ein Flammenmeer verwandelt, und gegen Abend waren dort nur noch Brandruinen zu bemerken. Erst nachts konnte man Herr der Flammen werden. men wurden, darunter etiva sechs größere Steinhäuser und ein Man glaubt, daß etwa 500 Säuser ein Raub der Flame Lagerhaus. Fischvergiftungen in einem Seminar. Jm erzbischöflichen Gnadenseminar zu Konstanz find fänttGefährliches Kinderspiel. Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose. Berlin, den 16. Juni 1915.( Drig.- Bericht des„ Vorwärts".) Unter dem Vorsiz des bayerischen Gesandten Grafen Lerchenfeld fand heute im Reichstagsgebäude die Generalversammlung des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose statt. Die Mitglieder hatten sich sehr zahlreich, auch aus dem Reiche, einDer als Sachverständiger geladene Prof. Dr. Sch. ist der Angefunden. Graf Lerchenfeld teilte mit, daß die Tätigkeit des ficht, daß unbedingt eine Bertagung eintreten müsse, da wahrscheinZentralfomitees infolge des Krieges fast uneingeschränkt fortgesezt lich dem Kinde der Schutz des§ 51 zustehe. Es handle sich hier um wurde. Eine große Zahl Heilstätten und Walderholungsstätten sei einen Fall, mit dem die einschlägige Wissenschaft sich noch nicht beaugenblidlich von lungentranten Soldaten in Anspruch genommen. schäftigt habe. Das Zwangsgefühl, fort und wieder nach Hause zu Generalsekretär Oberstabsarzt Dr. Helm berichtete alsdann: tommen, habe seiner Ansicht nach wahrscheinlich das Kind beherrscht, Am 1. Januar 1915 zählte das Zentralfomite 1466 Mitglieder. fo daß es in diesem Falle für seine Tat nicht verantwortlich gemacht 21 Mitglieder seien im Berichtsjahr ausgeschieden, 59 neu bei werden könne. Er müsse auf alle Fälle erst eine genauere, längere getreten. Die Zahl der Heilstätten für Erwachsene betrage 161 mit 3eit umfassende Untersuchung des Kindes vornehmen. 16 087 Betten, so daß bei einer durchschnittlich dreimonatigen Kur- Daraufhin vertagte das Gericht die Angelegenheit auf undauer 64 332 Strante jährlich aufgenommen werden können. Es bestimmte Zeit. feien ferner 161 Kinderheilstätten, 139 Walderholungsstätten und 15 Baldschulen zu verzeichnen. Zurzeit bestehen fünf ländliche Kolonien für Erwachsene und Kinder, 37 Genesungsheime, 77 Beobachtungsstationen, 14 Durchgangsstationen, 314 Zuberkulose- Strantenhäuser und Zuberkulose- Abteilungen in allgemeinen Krankenhäusern, unendlich viel Mühe und Arbeit gemacht hat, beſchäftigt ſeit Diens liche 86 3öglinge an isovergiftung erfranft Zwei Juvalidenheimen und Pflegeftätten. Ferner gebe es 1145 Auskunfts- tag wieder einmal das Schwurgericht des Landgerichts der Knaben sind gestorben. Bei den übrigen besteht die Hoffnung, und Fürsorgestellen. Die Mitgliederbeiträge und Schenkungen be- Berlin III, welches unter Vorfiz des Landgerichtsdirektors Wandjura fic wieder herzustellen. trugen im berfloffenen Geschäftsjahr 33 350 M., der Reichszuschuß eine neue Tagung begann. Armonier hat schon auf den ver110 000 m., der Ueberschuß der Lotterie 125 000 M. Die Gesamt- schiedensten Gebieten verbrecherischer Tätigkeit die öffentliche Aufeinnahmen betrugen 556 479 m. 45 Pf., die Gesamtausgaben merksamkeit auf sich gezogen und die Staatsanwaltschaften in Be In Memel hatten sich vor einigen Tagen zwei Knaben und 249 285. 60 Bf. Ueber den Stand der Tuberkulose für 1914 wegung gesezt. Allgemein bekannt dürfte noch die Kühnheit sein, fönne aus Anlaß des Krieges nichts mitgeteilt werden. 1915 habe mit welcher er, als er im Strafgefängnis Plößensee saß, es ver- ein Mädchen im Alter von drei bis sechs Jahren das eigenartige standen hat, durch Fälschung amtlicher Papiere seine Entlassung aus Vergnügen gemacht, in den engen Gefäßtasten cines die Tuberkulose einen sehr wesentlichen Rüdgang erfahren. Hierauf wurde dem Vorstande Entlastung erteilt und alsdann dem Gefängnis zu erwirken. Er hat sich dann eine ganze Montagewagens der elektrischen Straßenbahn Zeitlang der Freiheit erfreuen können und hielt sich in Birkenau frieden. Dabei war die Klappe heruntergefallen und der die Generalversammlung geschlossen. werder vor den Nachforschungen der Kriminalpolizei verborgen. Verschlußriegel hatte sich vorgelegt, so daß die Kinder eingesperrt Schließlich ereilte ihn aber doch sein Schicksal. Seine Frau hatte waren. Ihr Klopfen wurde in der menschenleeren Gegend nicht eines Tages einen gerichtlichen Termin in Charlottenburg wahrzu gehört. Erst am anderen Tage hörte es eine bei der Bahn beDiese Streitfrage spielte wieder eine Rolle in einer vor dem nehmen. Zivei Kriminalbeamte, die sich dort eingefunden hatten, schäftigte Arbeiterin und öffnete nun den Kasten. Sie fand das Gewerbegericht verhandelten Alage gegen die Baufirma Boswau folgten ihr unauffällig nach Birkenwerder. Und als sie in Birken Mädchen noch lebend vor, während die beiden Knaben crstidt 1. Anayer. Die Firma hatte mit dem Kolonnenführer Kuhlmeyerber anfamen, fonnten sie A. festnehmen, der dort auf die Ankunft waren. einen Affordvertrag abgeschlossen. Die zur Ausführung der Ar- seiner Ehefrau auf dem Bahnhofe wartete. Die Fälschungen öffentlicher Urkunden, die ihm jezt zur Last gelegt werden, fallen in den beiten erforderlichen Maurer stellte Kuhlmeh zum Teil selber ein, Monat August 1913, also in die Zeit, wo er sich zumeist zum Teil wurden sie ihm von der Firma zugeschickt. Von dieser in Birkenwerder bei Oranienburg verborgen hielt. Ihm wird zur erhielt Kuhlmey wöchentlich den Lohn für die von seiner Kolonne Laft gelegt, daß er, um sich Geld zur Flucht ins Ausland zu vergeleistete Arbeit. An die Maurer seiner Kolonne zahlte Kuhlmen schaffen, mehrere öffentliche Urkunden gefälscht habe, und zwar: den ihren Leistungen entsprechenden Rohn. Ein Maurer Richter, einen Vergleich des föniglichen Kammergerichts in Sachen Armonier der in der Kuhlmeyschen Kolonne beschäftigt war und von diesem gegen Quandt, nebst polizeilicher Abmeldebescheinigung, ferner den letzten Wochenlohn nicht erhalten, verklagte die Firma Bosman einen Bergleich des Landgerichts III in einer anderen Zivilflage, eine Freigabeerklärung des Kassenkurators des Amtsgerichts 11. Knauer auf Zahlung des Lohnes. Er berief sich darauf, daß er Berlin- Mitte und einen Vergleich des Amtsgerichts Berlin- Mitte. nicht den Kolonnenführer Kuhlmey, sondern die Firma Boswau Diese gefälschten Urkunden foll er bei der königlichen it. Stnauer als seinen Arbeitgeber ansehe und von dieser den Lohn Ministerial- Militär- und Baukommission eingereicht haben, in zu verlangen habe. Die Firma lehnte jede Verpflichtung dem der Erwartung, sich auf diese Weise die in Frage stehenden nicht Kläger gegenüber ab und verwies ihn an Kuhlmeh, der von ihr unwesentlichen Geldbeträge verschaffen und dann den heimatlichen den Lohn für die fragliche Zeit tatsächlich erhalten hat. Das gab Staub von den Füßen schütteln zu fönnen. Seine Hoffnung ist aber auch Kuhlmeh als Zeuge zu. Er sagte aber, die Firma schulde getäuscht worden, denn die Ministerial- Militär- und Baufommission ihm. noch 150 M., davon solle fie den Kläger bezahlen. Er( Kuhl- hat rechtzeitig die Fälschungen erkannt und die verlangten Summen meh) fönne nicht zahlen, denn er habe kein Geld bei sich und zu nicht ausgezahlt. Die gefälschten Stempel auf den gefälschten Schriftstüden find nach echten Stempeln auf einer HektoEingegangene Druckschriften. Hause habe er auch nichts. graphenplatte abgezogen, die falschen Namen hat nach der Der Luftkrieg 1914/15. sich auf ein Gutachten der Dargestellt von einem Flugtechniker. Behauptung der Anklage, die Schreibsachverständigen bezieht. A. selbst gefchrieben. Der An- 2,50 W. Seb.& Selle u neder, gebi Der leste Mann. Künstlerische Darstellung der Seeschlacht bei den geklagte war in der Boruntersuchung zunächst geständig, hat sich Falklands- Inseln. Bild 58: 76 Zentimeter 4 M.. Zehrfeld, Leipzig. dann aber plöglich aufs Zeugnen gelegt und als ehemaliger Rechts- Totentanz 1914/15. Aus dem Skizzenbuch eines Feldarztes. Bon fonfulent gibt er mun den Geschworenen manche harte Nuß zu Dr. H. Hahn. 1 M.& A. Barth, Leipzig. Inaden und unterbreitet dem Gericht immer aufs neue Beweis- Uebersichtskarte vom Italienisch- Desterreichischen Kriegsschau anträge, die den Gerichtshof zu zahlreichen Beschlußfassungen plak. Format 41: 53 Zentimeter, in vierfarbigem Lithographiedrud. 30 Pf. nötigen. Der Angeklagte hat schon bei verschiedenen gerichtlichen Aufgezogen auf Leinwand in Taschenformat. Terminen Lärmszenen aufgeführt, bei denen man zweifelhaft sein fonnte, ob sie auf Geisteskrankheit oder auf Simulation zurück zuführen seien. Auch in dieser Straffache stand schon ein mal im vorigen Jahre ein Termin an, in welchem sich Fachblatt für Solzarbeiter. Juni- Heft. Herausgegeben von der Angeklagte so betrug, daß er nicht verhandlungsfähig Deutschen Holzarbeiter- Berband. Erscheint am 15. jeden Monats. Viertelj. erschien und auf Antrag seines Verteidigers, Rechts 1,20 M. Selbstverlag des Berbandes Berlin SO 16. Litauische Hoffnungen. Poesie und Profa. Bon A. Baulukat. 1 M. anwalt Jiaac, zur Beobachtung seines Geisteszustandes auf Baya- Verlag, Halle a. S. 6 Wochen nach Herzberge übergeführt wurde. Nunmehr wirken nicht Sophonisbe. Tragödie von E. Geibel.( Universal- Bibl. 5767). 20 Pf. weniger als 4 psychiatrische Sachverständige in diesem Strafph. Reclam, Leipzig. verfahren mit: die Geh. Medizinalräte Dr. Leppmann und Die Aktion. Bochenschrift für Politit, Literatur, Runft Heraus Dr. Hoffmann, Geh. Sanitätsrat Dr. Otto von der Anstalt gegeben von Franz Pfemfert. Jahrgang 1912. Nummer 43. Preis 20 Pf. Das Gericht( Kammer 3) wies die lage ab mit der Be gründung, die Firma Boswau u. Knauer jei zwar die Arbeitgeberin des Klägers gewesen. Dieser habe aber gewußt, daß er seinen Lohn von dem Kolonnenführer zu bekommen hatte, der als Vertreter seiner Kolonne den Lohn von der Firma erhalten hatte. Der Kläger war nach der Verkündung des Urteils sehr verstimmt. Das ist begreiflich, denn von dem Kolonnenführer, der nichts hat, wird er schwerlich etwas bekommen. Gerichtszeitung. Aus Heimweh zur Brandstifterin geworden. Ein eigenartiger Borfall, der einen tiefen Einblick in das Seelenleben eines in der Entwickelung begriffenen Kindes gewährte, beschäftigte die hallische Jugendstrafkammer. URANIA Taubenstraße 48/49. 8 Uhr: Theater für Donnerstag, den 17. Juni. Deutsches Künstler- Theater Schiller- Theater 0. 8/ Uhr Die Schöne vom Strand 8 Uhr: DesMeeres u. d.Liebe Wellen An den Grenzen von Deutsches Opernhaus, Charlottenb. Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: Tiefland a) 8 Südtirol und Italien. 8 Uhr: Tiefland( Gastsp. Eva Palast Zoo Thealer Tägl. 8 Uhr. Sonntags 3, u. 8 Uhr R. Steidl Adelmanns Neu! Neu! Die berühmte Weltmeisterin ,, Charlotte" in ihren neuest. Produktionen auf künstlichem Eis. ? Paini? Asra u. das weit. sensat. Juni- Progr. KI. Preise. Angen. kühl. Aufenthalt Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Anf. 8 U. Zum 135. Male: Im Schützengraben Militärisch. Zeits bild von Mensel. Militärpersonen u. deren Angehörigen vollkommen freier Zutritt zu b.Stett. Sängern. ( Gastsp. Eva) 8 Uhr: Der lächelnde Knabe Friedrich- Wilhelmstädt. Theater Thalia- Theater 8%, U.: Eine unmögliche Frau, 8 Uhr: Heines ,, Junge Leiden" 8. Kleines Theater 8U.: Scherz, Satire, Ironie u. tiefere Bedeutung Lessing- Theater 8% U.: Seine einzige Frau Lustspielhaus 8. U. Herrschaftl. Diener gesucht Hirsch, Hühneraugenoperateur: Königl. Sächs. Hofschauspieler Hans Fischer als Gast. Theater am Nollendorfpl. 8% U.: Immer feste druff! Trianon- Theater Uhr Die Heiratsschule Montis Operetten- Theater Volksbühne.Theater am Bülowplatz 8 Uhr: Hoheit tanzt Walzer 8.Uhr Die Lokalbahn. Hierauf: Rose- Theater. 8 Uhr Unsere Prachtmädels. Gartenbühne: Die Försterchristl. Walhalla- Theater. 8 Uhr: Eine Meile in der Minute. Gartenbühne: Apollo- Sänger. Die Medaille Voigt- Theater. Badstr. 58. Täglich: Badstr. 58. Eine Nacht in Berlin Bollsstüd mit Gesang in 3 Aufzügen. Erstklassiges Varieté Kaffeneröffnung 10 Uhr. Anf. 4 Uhr. 11 Der Postverkehr der Kriegsgefangenen. Der Postverkehr der Kriegsgefangenen zeigt nach einer Havas Meldung, die der Matin" vom 12. Juni mitteilt, im Mai folgende Bahlen. Befördert wurden durch die Bundespost: Briefe und Karten Kleine Pakete. Pakete( Durchgangsverkehr des Postamts Genf). Batete( insgesamt September 1914 bis Mai 1915). Postanweisungen, Zahl. Wert für Kriegsgefangene in Deutschland ( französische) 2.084 175 215 530 Frankreich ( deutsche) 2944 775 55 255 976 649 77 083 2 625 179 565 097 . 152 772 1743 555 24 917 415 441 75 Pf. H. Umbreit u. Co., Stuttgart. Wachtfeuer. Künstlerblätter zum Krieg 1914/15. Nr. 36. Herausgegeben vom Wirtschaftl. Verband bildender Künstler. 20 Pf. Zirkel Berlag, Berlin W 66. WINDSPORTEN Gewerkschaftshaus 1 6 Im herrlichen Naturgarten( der Oase des Oftens): ( Treffpunkt unter dem Götterbaum!) und Guido Thielscher auf den Terrassen:„ Die lustigen Referloher", Seibel, der Helden. Täglich: Konzert große Juni- Programm. Venus im Grünen". Operette in 1 Akt. v. Rud. Lothar. Musik von Oskar Straus. Mitwirkende: Lotte Werkmeister Else Berna Thalia- Theater, Berlin Karl Bachmann Julius Spielmann sowie der vom Publikum und Presse glänzend beurteilte Juni- Spielplan. Spezialarzt f. Haut, Harn, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beintrante jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. fonz. Laborat. j Blut Dr. Homeyer untersuchung, Fäden i. Harn usw. Friedrichstr. 81, Banoptikum Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. gegenüber Honorar mäßig, auch Zeilzahl. Separates Damenzimmer. Spargelfuppe tenor gen.„ Der fleine Caruso". Sonntag, den 20. Juni 1915: Kraftbrühe m. Einlage Lachs m. Butter Fisch m. Mayonnaise 0.15 M.| Gänsebraten. 0.70 9. 0.15 0.40 " " 0.40 " Hamburger Kalbsfeule Geipidtes Rinderfilet Hammelteule . 0.60 0.70 • . 0.70 0.10 WOO " 0.20 Kalbsstud m. Blumenkohl. 0.50 Kompott oder Salat. Straßburger Gier. .0.50 Speise oder Käse. Sonnabend- und Sonntagabend: ein einmaliges Sonderangebot Kälberu. Schweine vom Roft Zum Ausschant: a Portion 80 Pf. extra stark eingebrant, vollsaftig Schultheiß- Versand, and hervorragend im Geschmack, leicht über den Gaumen gehend und mit jedem süddeutschen Bier gleichwertig. Großes Glas 20 Pf. Freitag, den 18. Juni 1915, zwischen 2 und 6 Uhr: Sehr billiger Schweine, bedeutend billiger, Schweinerücken und Schinken, ohne Knochen, Ochsenfleisch Rückenfett u. Liesen, Hammelteule u. Rücken, a Pfund 1.50 M. Bauernschinken a Pfund Alter Speck und Schinkenspeck 1.60-1.80 2. 1 Schnellverkauf. Blockwurst und( a Pfund harte Salami 1.50 M. Kalbskeule und Rücken a Bid. 1.40 M Rohe Gänsekleine a Stud 1.20 Große Partie Markknochen a Pfd. 0.15, Rongreßwurst und Landleberwurft a Pfd. 1.40 Breslauer u. Dampfwurst a Pf. 1.20 Verantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co, Berlin SW " Nr. 165. 32. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Versuchte Exmission gegen Kriegerfrauen. " Donnerstag. 17. Juni 1915. Die schwelgende Kriegerfrau. einem Leser u. a. noch folgendes geschrieben: Zu diesem von uns fürzlich behandelten Thema wird uns von nehmer der Anspruch auf Duldung der Räumung im Klagewege schulen als höchst grenze wünschen möchten, aber die Schulnicht durchgesetzt werden konnte, beantragten die Prozeßbevoll verwaltung denkt darüber anders. Der Magistrat hebt hervor, daß mächtigten des Hausbesizers, Rechtsanwälte Dr. Lippelt und in den letzten Jahren auch für die„ benachbarten" Mädchenschulen Dr. Ellger in Berlin- Pankow, für den im Felde stehenden Ehemann die Besetzung heruntergegangen ist und daß im Winter 1914/15 in einen Prozeßbevollmächtigten zu bestellen. Sie machten geltend, den Mädchenschulen Nr. 122, Nr. 191, Nr. 76, Nr. 170, Nr. 255 daß dem Hauswirt wegen der nicht geräumten Wohnung ein zusammen etwa 670 Pläge innerhalb der normalen BelegungsEine Kriegerfrau zu ermittieren, ist gesetzlich unzulässig, Schaden entſtände und weiter, daß der Hauswirt den Hypotheken- giffer unbesetzt blieben. Wie start diese fünf Schulen auch so noch gläubigern gegenüber seine Verpflichtungen nicht erfüllen könne. besezt waren, ist nicht angegeben; unseres Wissens hatten auch wenn die Frau den Mietsvertrag mit unterschrieben hat, Das Amtsgericht Berlin- Weißensee beschloß dem Antrage gemäß, sie im letzten Winter 624, 659, 615, 678, 760, zuſammen denn die Frau wohnt nicht nur auf Grund des von ihr unter die Ehefrau des Kriegsteilnehmers als Prozeßbevollmächtigten zu 3336 Kinder, pro Schule durchschnittlich 667 Kinder. Weil für die schriebenen Vertrages in der Ehewohnung, sondern zugleich bestellen. Das Gericht tam zu der Auffassung, daß der Kläger Stadtgegend ein weiterer Rückgang der Kinderzahl erwartet wird, ist auf Grund ihres Rechts und ihrer Pflicht als Ehefrau, die glaubhaft gemacht habe, daß er durch den Mietsausfall derartig in für die 54. Schule die Auflösung beschloffene Sache. Schon bei Ervom Mann gemietete Wohnung innezu haben. Nachdem Schwierigkeiten mit der Zahlung der Hypothekenzinsen geraten ist, öffnung dieses Sommerhalbjahres machte man damit den Anfang, diese, von uns wiederholt dargelegte Ansicht auch von den daß bei weiterem Ausbleiben seinem Grundstück Zwangsversteige- indem man mehrere Klassen einzog, so daß die Schule jezt nur höheren Gerichten ausgesprochen ist, hat bekanntlich der Justiz- rung droht. Es wäre offenbar unbillig, wenn der Antragsteller noch 9 Selaffen mit 307 Kindern hat. Die Kinder der aufgelöften minister die Gerichtsvollzieher am 26. September angewiesen, allein die Laſten des Krieges tragen sollte.„ Um dieses zu ver- Klassen wurden in den Nachbarschulen untergebracht, ohne daß da hüten, war seinem Antrag, einen Prozeßbevollmächtigten für den durchsagt der Magistrat eine Ueberfüllung der in Anspruch feine Kriegerfrau zu ermittieren, falls nicht das Voll- im Felde stehenden Mieter zu bestellen, um gegen ihn die Räu- genommenen Klassen entstanden wäre und Schwierigkeiten hinsicht streckungsgericht dies aus besonderen Gründen anordnet. mungsflage zu erwirten, stattzugeben." lich der Schulwege sich ergeben hätten." Die übrigen Klassen sollen Gegen die Anordnung des Bollstreckungsgerichts ist Be- Dagegen wurde Beschwerde erhoben mit der Begründung, daß zum Herbst teils gleichfalls aufgelöst, teils ganz an Nachbarschulen schwerde zulässig. In allen uns bekannt gewordenen Fällen die Bundesratsverordnung über die Bestellung von Prozeßbevoll- abgegeben werden, so daß die 54. Schule mit 1. Oktober d. J. haben auf Beschwerde gegen die Zulassung der Ermission das mächtigten hier nicht in Anwendung kommen könnte, da die Be- eingehen wird. Bandgericht und das Kammergericht die Unzu- flagten nicht böswillige Schuldner sind und überhaupt eine offenlässigkeit der Ermission zugunsten der Krieger- bare Unbilligkeit nicht vorliegt. Bemerkt sei hierbei, daß die Kriegerfamilie anerkannt, so daß trotz des Ermissionsurteils die Bei ihrer Kriegsunterstützung von monatlich 24 M. war sie zu frau nach besten Kräften an den Hauswirt Zahlungen geleistet hat. Familie in der Wohnung verbleiben kann. größeren Mietszahlungen natürlich nicht imstande, zumal seit SepDiese der Kriegerfamilie günstige und im Allgemeininter- tember ihre Großmutter, ihre Mutter und eine Schwester als oft- Früher war es der Champagner trinkende und Auto fahrende esse nötige Rechtslage wird durch die von uns wiederholt be- preußische Flüchtlinge bei ihr wohnten, für deren Lebensunterhalt Maurergeselle, der manche brave Seele nicht schlafen ließ. heute ist sprochene Bundesratsverordnung vom 14. Januar 1915 ge- sie noch mit forgen mußte, da die Mutter bei der 84jährigen Groß- es die in den Cafés bei Suchen und Schlagsahne ihre Kriegsunter fährdet. Nach dieser Verordnung ist nämlich die Bestellung mutter, die der ständigen Pflege und Wartung bedarf, bleiben stüßung berprassende Kriegerfrau, die vielen die mehr oder weniger eines Prozeßvertreters für den abwesenden Kriegsteilnehmer mußte. Die Schwester der Striegerfrau ist ein erst 5 Jahre altes verdiente Nachtrube raubt, wie der„ Vorwärts" dies unlängst Kind. Nebenbei bemerkt, wohnen die Beklagten im Hause des in einem Ausnahmefall leider zulässig. Der Ausnahmefall liegt slägers fünf Jahre und haben stets pünktlich ihre Miete gezahlt. festnagelte. So sicher es nun sein wird, daß Maurergesellen getrunken haben, sogar ohne daran gefreilich nur vor, wenn er zur Verhütung offenbarer Un- Die Beschwerde gegen den Beschluß des Gerichts auf Bestellung der schon Champagner getrunken haben, billigkeiten erforderlich ist". Die Verordnung darf nach ihrem Ehefrau als Prozeßbevollmächtigte ist abgelehnt, weil sie nach dem storben zu sein, so sicher wird es so sicher wird es auch heute KriegerWortlaut und ihrer am 25. März von uns wörtlich wieder- oben Dargelegten unzulässig ist. frauen geben, die bei Kuchen und Schlagsahne noch nicht Und wohl ihnen, die es noch dazu haben. gegebenen Begründung nur dann zur Anwendung kommen, Demnächst findet Termin statt. In diesem hat das Ge- der Schlag rührte. wenn es sich um grundlose Verweigerung der Zahlung richt nach dem Gesetz die Bestellung aufzuheben und das Ver- Kuchen und Schlagsahne braucht ja nicht immer in den Cafés gerade von unbestrittenen Forderungen gegen in günstigen fahren als unzulässig einzustellen. Denn es kann keine Rede von solchen Leuten verzehrt zu werden, die bei der Frage: Woher wirtschaftlichen Verhältnissen befindliche Kriegs- davon sein, daß die Löhnung eines Kriegsteilnehmers ihn der Fahrt, wes Nam' und Art" in eine gewisse Verlegenheit geraten teilnehmer handelt, und ferner sollen bei der Prüfung der wirtschaftlich stark macht oder daß der Staat seine würden. Ebensowenig wie der Champagner es als eine Beleidigung Frage, ob eine offenbare Unbilligkeit vorliegt, die Inter- Familie ermittieren läßt. Es wird also dem Unrecht unter empfindet, wenn ihn der Maurer trinkt. Was soll aber mit solchen, essen der Kriegsteilnehmer im Vordergrund allen Umständen in höherer Instanz abgeholfen werden. Aber die Kriegerfrauen beleidigenden Schwägereien eigentlich gejagt stehen. Würde die Verordnung so, wie sie gemeint ist, an- der Fall zeigt, wie dringend notwendig die Befolgung des werden. Doch offenbar, daß es ihnen zu gut geht und die Untergewendet, so würde gegen sie wenig einzuwenden sein. Im oben gegebenen Rates für Kriegerfrauen ist, damit Hilfe stügungen herabgesetzt werden müssen, statt erhöht zu werden, was großen und ganzen wird sie auch so angewendet und die An- gegen ein gefeßlich unzulässiges Verfahren ohne besondere bei den maßlos gestiegenen Lebensmittelpreisen eigentlich notträge auf Bestellung eines Vertreters für den Kriegsteil Schwierigkeiten und schnell erfolgt. wendig wäre, wenigstens bei solchen Frauen, die wegen mangelnder nehmer werden zurückgewiesen. Wir haben mehrere solcher Gesundheit durch Arbeitsverdienst ihre Berhältnisse nicht aufzubessern Fälle mitgeteilt. Das Drängen von Hausbesitzern auf Bevermögen. stellung eines Vertreters droht aber die Praxis ungünstig zu beeinflussen. Diese Gefahr ist um so größer, als das Reichsgericht( 13. Zivilsenat) am 29. April angenommen hat, gegen die Bestellung gibt es feine Beschwerde, weil die Bundesratsverordnung eine solche nicht erwähnt. Das Berufungsgericht kann eine unzulässige Bestellung erst aufheben, wenn ein Urteil ergangen und gegen dies Berufung eingelegt ist. Die Berufung wird außerordentlich erschwert, wenn die Ehefrau anerkennt. Wir warnen deshalb dringend verklagte Kriegerfrauen, sich zu einem Anerkenntnis bewegen zu lassen. Sie mögen, mag der Richter ctwa noch so sehr ihnen zureden, dem Richter lediglich erklären: Ich beantrage Abweisung oder Aussehung der Sache bis nach beendigtem Kriegszustande. Ich wohne auf Grund meines Rechts und meiner Pflicht als Ehefrau in der Wohnung, und gegen meinen Mann ist das Verfahren unzulässig. Veranlassung zu dieser Mahnung gibt uns folgender Fall, den leider die Frau erst längst nach der Verurteilung uns vorgetragen hat: Aus Groß- Berlin. Der Briefträger. Wer die Bestätigung hierfür haben will, braucht nur an den Zahltagen sich auf die Rathäuser zu begeben und Zuhörer der Gespräche dieser Frauen zu sein. Man kann auch erfahren, daß solche Frauen sich jetzt mühsam durchschlagen, die in normalen Zeiten infolge der guten Einkommensverhältnisse ihrer Männer nicht arbeiten Mein Briefträger war ein„ netter Kerl". Schon Jahre brauchten. Ist es da nicht gerade eine Gefühlsroheit, es so hindurch in seinem Bestellbezirk tätig, hatten ihn alle gern. hinzustellen, als ob der Krieg die Frauen, die ihr Liebstes Er tannte jede einzelne Familie und erwies überall fleine hingeben mußten, nur ant Kuchen und Schlagsahne Gefälligkeiten, ohne deshalb gegen seine Dienstpflichten zu denken läßt, oder die sich vor Uebermut nicht fassent handeln. Fast auf die Minute pünktlich war er. Er kannte fönnen, weil ih re Einkommen durch den Krieg so glänzend wurden, natürlich auch die hunderterlei Eigenheiten seiner Kunden, die insbesondere dann, wenn sie mit vielen Kindern gefegnet" find? an beinahe hundert verschiedenen Haustreppen wohnten, und wie armselig muß es da früher in den Arbeiterfamilien ausgesehen fügte sich in jeden einigermaßen berechtigten Wunsch. So haben, als der Mann noch als Verdiener tätig war. Zu bewundern geartet sind sehr viele unserer Groß- Berliner Postboten in ist nur, daß Kriegerfrauen solche Zeitungen, die nicht nur nichts über Amt und Würden, in langjähriger fester Stellung. Eine ibre Nöte bringen, sondern noch sie beleidigende Schwätzereien aufstille Freundschaft hat sich zwischen ihnen und ihrem Publifum nehmen, lesen und gar bezahlen. Und statt den Vorwärts" zu herausgebildet, und auf die jüngeren Kräfte färbt dieses lesen, unterstützen sie noch gerade solche Blätter. hübsche Verhältnis vielfach bald ab. Da fam. der Krieg. Auch mein Briefträger, sicher wie Jold", wurde zum Kriegsdienst eingezogen, schnell folgten Die Sommerferien für Groß- Berlin. Der Hauswirt Paul Zeese in Reinickendorf, Residenzstraße 100, flagte gegen den Maschinenbauer Herrn Möhl, zurzeit im Felde, Zur Beseitigung anscheinend bestehender Zweifel gibt das und gegen die Ehefrau auf rückständige Miete und Räumung. Die seine Friedensersagmänner. Unser ganzes Postamt war im Frau soll monatlich 27 M. Miete zahlen, 13,50 M. erhält sie städti- Beſtellpersonal verwaist mit Ausnahme des Geldbriefträgers. fönigliche Provinzial- Schulkollegium befannt, daß eine VerEs legung der für Groß- Berlin festgesetzten Sommerferien( 2. Juli schen Zuschuß. Der Wirt läßt von der Miete nichts nach. Die Frau Neue Männer kamen, durchweg ungeübte Leute. erhält für sich und ihr Kind monatlich 36 M. Kriegsunterstützung. ficht so einfach aus, das Briefabtragen, aber auch das bis 10. August d. J.) nicht in Aussicht genommen ist. Der Ehemann ist seit dem 20. August 1914 eingezogen und war Treppensteigen mit der schweren Brieftasche will gelernt sein. vorher seit dem 17. Mai 1914 arbeitslos. Die Frau hat nach bestem Mindestens die halbe Zeit mehr brauchten sie, um in den In der gestrigen Sitzung der Kunstdeputation unter VorKönnen monatlich 5 M., 8 M., je nachdem gezahlt. Der Wirt ersten Wochen sich einigermaßen einzuarbeiten. Und als sie not- siz des Bürgermeisters Dr. Reide wurden wiederum 25 000 M. quittierte für die Abzahlungen die einzelnen rückständigen Monate dürftig eingearbeitet waren, da wurden sie ebenfalls zum Heere als Kriegsbeihilfe zur Unterſtüßung von Künstlern durch den für voll und reichte dann Klage ein auf Zahlung des Restes von Es wurden ferner wic 67,50 M. und Räumung. Am 1. April hat die Frau noch 8 M. ge- beordert oder gingen von selbst wieder ab, weil sie den Dienst Ankauf von Kunstwerken bewilligt. Oder fie fanden bei geringerer bisher für die Große Berliner Kunstausstellung 12000 m. zahlt, so daß noch ein Rest von 59,50 m. verbleibt. Der Hauswirt nicht aushalten fonnten. Kürzlich war bei uns zu ehrenden Ankäufen und Ehrenpreisen zur Verfügung gebeantragte gleichzeitig, für den im Felde Stehenden einen Prozeß- Arbeitszeit lohnendere Beschäftigung. bevollmächtigten zu bestellen. Das Amtsgericht Berlin- Wedding be- Bestell- Jubiläum". Wir hatten genau gezählt. Nun kam seit dem stellt. Dabei wurde angenommen, daß die jüngst bekanntschloß am 3. April, daß für den im Felde Stehenden die Ehefrau als Tage der Kriegserklärung der fünfundzwanzigste Briefträger gewordenen Unstimmigkeiten zwischen der Leitung der AusProzeßbevollmächtigte bestimmt wird. Es erfolgte daraufhin kosten- in unser Haus. Was sonst einer machte, das hatten in stellung und den Vertretern der Presse mittlerweile eine bepflichtige Verurteilung der Ehefrau. Später kamen Zustellungen weniger als Jahresfrist 25 verschiedene Aushilfsboten besorgen friedigende Lösung gefunden haben. " über Rechtsanwaltskosten in Höhe von 25,05 M. und außerdem Ge- eniger sollen. Der Jubilar ist zufällig der jüngste von allen, ein richtskosten. Der Hauswirt hat nun angedroht, pfänden zu lassen ,, Ueberflüssige" Gemeindeschulen. 4 Die Staatliche Abnahmestelle II freiwilliger Gaben, Karlstr. 12, und verlangt Räumung. Der Rechtsanwalt Dr. Scherbius drohte Knirps, der mir unter dem Arm durchläuft, höchstens sechzehn der Frau an, sie, wenn sie Privatvermögen hätte, zum Offen- Jahre alt. Für seine sechzehn Jahre sind ja die dreieinhalb bittet dringend um Uebersendung von Badmaterial, Hauptbarungseid zu treiben. Privatvermögen hat die Frau nicht. Mark ein Vermögen, für den Verheirateten, den die Poſt- sächlich Kisten und Säden, die zum Versand von Liebesgaben Selbstverständlich war das Verfahren unzulässig, denn verwaltung mit Vorliebe nimmt, reicht es nicht. Aber der sehr benötigt werden. Auch Kartons verschiedener Größen, auf einen Mann, der nur die Löhnung bezieht, trifft die letzte vor Striegsende ist unser Poftjüngling sicher nicht. Bindfaden usw. werden gern angenommen. Bundesratsverordnung nie zu. Der Eigentümer hat nicht glaubhaft gemacht( und kann das auch nicht), daß der Mann Gemeinsam in den Tod gegangen. böswillig nicht zahlt. Das Gegenteil ergibt sich schon In Berlin hat die Schulverwaltung der Stadt schon seit einer In der Nähe des Rehgartens bei der Kochhanneiche in Treptow daraus, daß die Frau Kriegsunterstützung bezieht. Selbst Reihe von Jahren es für notwendig gehalten, Gemeinde- find am gestrigen Mittwoch vormittag gegen 10 Uhr die Leichen wenn die Frau reich wäre, was sie leider nicht ist, durfte fchulen aufzulösen, wenn sie sich nicht mehr in der üblichen eines Berliner Ehepaares aus der Spree gelandet worden. Mehrere dem Mann, der nur seine Löhnung hat, ein Vertreter nicht beweise füllen ließen. Während in den Außenvierteln des Nordens in der Nähe der Fundstelle am Ufer sigende verwundete Soldaten stellt werden. Das Urteil scheint rechtskräftig zu sein. Troß- und des Ostens nach Maßgabe des Bebauungsfortschrittes und des bemerkten zwei mit einem Strid aneinander gebundene Leichen, die dem ist eine Ermission unzulässig, dem Manne bleibt nun nur aus ihm sich für diese Stadtteile ergebenden Bevölkerungszuwachies von der Strömung des Flusses an das linte Spreeufer getrieben die Schererei, einen Anwalt zu bevollmächtigen, um das Urteil immer noch neue Schulen eröffnet werden mußten, faben wir wurden. Die Soldaten zogen die Leichen an das Land und bes aufheben zu lassen, das in einem Verfahren ergangen ist, in in anderen Stadtteilen, die seit langem voll bebaut waren, nachrichtigten die Treptower Polizei, welche forort Ermittelungen hier auftretenden allmählichen Rückganges der anstellte. Aus einer Invalidenfarte, die in den Taschen des Mannes dem er nicht gefeßmäßig vertreten war. Es scheint sogar ihm infolge des nicht einmal die Klage zugestellt zu sein. Hätte die Frau ge- Bevölkerungszahl eine Schule nach der anderen überflüssig gefunden wurde, ergab sich, daß es sich um einen am Elisabethufer werden und verschwinden. Sogar in Arbeitervierteln sind in Berlin wohnenden, etwa 55jährigen Kaufmann und dessen gleichhandelt, wie wir geraten haben, so wäre längst ein etwa ver- ichon Gemeindeschulen aufgelöst worden, weil die Bevölkerungszahl altrige Gattin handelte. Das Ehepaar. das durch den Krieg in urteilendes Erkenntnis und ihre rechtswidrige Bestellung zum fich verringert hatte und die Kinderichar so weit zufammengeschmolzen schwierige finanzielle Verhältnisse geraten war, verschwand vor Vertreter aufgehoben. war daß auch hier in den früher voll und übervoll besetzt gewefenen einigen Tagen und teilte seinen Verwandten in einem Briefe mit, Die Fälle, in denen entgegen dem Gesetz Vertreter für Klassen die Reihen sich zu lichten begannen. Darüber, ob eine daß es aus dem Leben scheiden wolle. Kriegsteilnehmer bestellt werden, häufen sich infolge des An- Gemeindefchule eingehen soll, hat nicht die Stadtverordnetendrängens einiger Hausbesizer. Nachstehend folgender noch versammlung mal eine als entscheiden; wenn wieder zu Schiffer- Brotkarten. auflösungsreif schwebende Fall: gilt, teilt der Magistrat das den Die Versorgung der Binnenschiffer mit Mehl und Brot innerDer Töpfermeister Eugen Rother in Pankow, Grunomstraße 3, verordneten nur zur Kenntnisnahme mit. Die nächste, die heranjoa, ist eine Schule flagt egegen den zurzeit im Felde stehenden Bäcker Artur Brehm fommen im Südosten Berlins, halb des preußischen Staatsgebietes ist von den zuständigen Ministern und seine Ehefrau in Weißensee, Lehderstraße 70, auf rückständige die 54. Mädchen Gemeindeschule, die sich auf dem mit Wirkung vom 18. Juni ab neu geregelt worden. Eine BekanntMietszahlung und Räumung. Von dem Amtsgericht Berlin- Weißen- Grundstück Schlesische Str. 4 befindet. Schon vor mehreren machung des Berliner Polizeipräsidenten darüber ist im Verkehrsfee wurde am 27. März gegen ihn und die mitverklagte Ehefrau ein Jahren wurde in dieſem äußersten Teil von Berlin- Südost die da- bureau der Handelskammer zu Berlin, Universitätsstr. 3b, geöffnet Anerkenntnis- Teilurteil gefällt, wonach fie verpflichtet waren, 238 mals 85. Knaben- Gemeindeschule, die ihr Heim auf dem anstoßenden von 9 bis 4 Uhr, einzusehen. Mart rückständige Miete zu zahlen. Unterm 15. April wurde dann Grundstück Wrangelstr. 85 hatte, wegen Minderung der Schülerzahl von 9 bis 4 Uhr, einzusehen. durch Versäumnisurteil die Räumung ausgesprochen. Die beklagte aufgelöst. In der Schule für Mädchen hat die Schülerinnenzahl in Wenn der Wirt keine Miete kriegt... Ehefrau war zu dem Termin nicht erschienen, weil nach ihrer Mit- den letzten fünf Jahren sich von 614 bis auf 512 im Winterhalbjahr teilung im ersten Termin gesagt worden war, über das Stattfinden 1914/15 verringert, und auch diese Besetzungsziffer soll, wie der Bon Mietezahlungsstreitigkeiten zwischen dem Verwalter L des zweiten Termins würde sie noch eine Zustellung erhalten. Tat- Magistrat in seiner Vorlage mitteilt, nur noch künstlich dadurch ers Hauses Stubbenkammerstraße 12 und der Frau eines seit Strieg sächlich ist diese Zustellung nicht erfolgt, weshalb gegen das Ver- reicht worden sein, daß man Kinder hier unterbrachte, die nach ihrer ausbruch im Felde stehenden Mieters erzählten wir in Nr. 151. säumnisurteil Einspruch erhoben wurde. Die Frau weigerte sich, die Wohnung eigentlich zu anderen Schulen gehörten. Rund 500 Kinder Wir berichteten, durch Vermittelung des Mieteinigungsamtes habe Wohnung zu räumen, und da gegen den Ehemann als Kriegsteil- 1- das wäre eine Besetzungsziffer, die wir eigentlich allen Gemeinde- die Kriegerfrau bei der Frau des Verwalters einiges Entgegen Stadt fommen erlangt, hinterher aber habe die gegebene Zusage bei bent[ Bedi furz vor einem berannahenden Straßenbahnwagen der Linie 10 Verwalter selber feinen Beifall gefunden. Ein Besuch des Ver- die Sienen betrat. Er wurde umgestoßen und erlitt einen Bruch walters in der Wohnung der Mieterin babe, als sie auf seine des rechten Oberschenkels. K, wurde nach dem Krankenhauſe in Bedingungen für die Abzahlung von Wieteschulden der früheren weißenfee gebracht. Monate nicht einging, mit einem erregten Auftritt geendet. Von Am Landsberger Plazz wollte Frau Schulze lurz vor einem Zu dem Totschlag in der Invalidenstraße wird mitgeteilt, daß die Erschlagene jegt bekannt ist. Der Erkennungsdienst der Kriminalpolizei stellte sie mit Hilfe von Fingerabdrücken, die mit den vorhandenen Karten verglichen wurden, fest als eine 26 Jahre alte, aus unterweißbach gebürtige Arbeiterin" Selene Unbehauen, die unter der Aufsicht der Sittenpolizei stand und in der lezten Zeit reine Wohnung mehr hatte. Aus den Gemeinden. Stadtbad Neukölln. Parteiveranstaltungen. Stadtverordneten- Ersagwahl in Schöneberg. Die Erfazwahl im 5. Bezirk findet heute Donnerstag von demſelben Abend an ſei dann in dieser Wohnung, die wegen ihrer Triebwagen der Linie 10 das Gleis überschreiten, geriet dabei gegen mittags 12 Uhr bis abends 7 Uhr im Restaurant Quast, MartinWasser für die Küche gang ipärlich gefloffen und den Waggon, der nicht mehr rechtzeitig zum Stehen gebracht Luther- Str. 45, statt. Kandidat ist Genosse Dr. Chajes. Die für das Klosett völlig ausgeblieben. Hierzu er- werden konnte, und wurde umgestoßen. Sie erlitt bei dem Sturz Genossen werden ersucht, pünktlich zur Wahl zu geben, um nicht ihr Das Resultat wird bei Winde, Mühlenhalten wir jetzt eine schriftliche Gegenäußerung, die von dem Ver auf das Straßenpflaster eine schwere Gehirnerschütterung, die Wahlrecht einzubüßen. walter herrühren soll, aber nur mit diesem Titel und nicht auch ihre Aufnahme in das Krankenhaus am Friedrichshain notwendig straße 8, bekanntgegeben. mit seinem Namen unterzeichnet ist. Der Verfasser der Erwiderung machte. glaubt wohl, durch die darin enthaltenen herabseßenden Bemer Der Segen der Fangvorrichtung zeigte sich wieder bei einem ungen über die Mieterin feine eigene Sache verbessern zu können. Unfall, der sich nachmittags in Schöneberg zugetragen hat. An der Das Stadtbad ist jetzt an die Zentralfommission der KrankenRon dem, was wir über ihn gejagt haben, bestreitet er nicht viel. Ede der Haupt- und Albertstraße lief der jährige Franz Barz faffen Berlins und der Vororte angeschlossen und verabfolgt daher Nicht schon von jenem Abend, sondern erst vont folgenden Mittag ob sei das Wasser so spärlich gelaufen, und zwar wegen einer beim Spielen furz vor einen in der Richtung nach Berlin den Krankenkassenmitgliedern Bäder aller Art zu den von der ..leinen Störung bei der Leitung". Warum die„ kleine Stö fahrenden Straßenbahnzug der Linie 74 auf das Gleis, wurde um- Zentralfommission festgesetzten Bedingungen und Preisen. Das rung von den Mittagsstunden des Sonntags bis gestoßen und geriet unter die Vorderplattform. Der Knabe wurde Stadtbad ist den Mitgliedern der Krankenkassen während der ganzen Betriebszeit, auch Sonntags, geöffnet mit der Ausnahme, daß die zu den Mittagsstunden des Mittwochs dauerte, von der an dem Triebwagen angebrachten Schutzvorrichtung auf- medizinischen Bäder Dienstags und Donnerstags nur bis um darüber äußert der Verwalter sich nicht. Er schweigt auch zu gefangen und kam so mit leichten Hautabschürfungen am Arm 1 11hr mittags für fie geöffnet sind. Für erwerbsunfähige unserer Angabe, daß bis Mittwoch mehrere Male die Polizei um davon. Kaffenmitglieder ist die Annahmezeit für Bäder auf die Zeit b's Hilfe gebeten und zuletzt die Angelegenheit noch vor dem Mietnachmittags 5 Uhr beschränkt. Wer nach dieser Zeit zur Badeanstalt einigungsamt zur Sprache gebracht wurde, che das Wasser wieder fommt, muß zurüdgewiesen werden. in früherer Stärke lief. Schuldig bleibt er uns ebenso die Antwort auf unsere Mitteilung, daß seine Frau in dem Termin des Mieteinigungsamtes dem Borjizenden zu der Beschwerde über den Wasserleitungsstreit offen sagte:„ Wenn der Wirt feine Miete friegt, dann brauchen die Leute auch fein Wasser. War's nicht beffer gewesen, der Verwalter hätte jich die ganze Erwiderng gespart und überhaupt geschwiegen? Er hält es für nötig, jezt auch noch den Hauseigentümer hineinzuziehen. An den Grenzen von Süd- Tirol und Italien" lautet der neue In der Frage einer Abzahlung der Mieteschulden sei die Frau Vortrag, der am Dienstagabend zum erstenmal im wissenschaft. des Berwalters nicht, wie wir sagten, entgegenkommend gewesen, lichen Theater der Urania vor zahlreichem Publikum gesondern sie habe sich erst mit dem Wirt in Verbindung gesezt. Von halten wurde. Das neueste Kriegsgebiet ist eine Welt verzauberter ihm schreibt dann der Verwalter: Und dieser verlangte, daß, wenn Seen und Gletscher, ein Land, in dem der Herzschlag des Fremden nicht auf die alte Schuld abgezahlt wird, so soll sie sofort ziehen." berkehrs pocht. Und der Verfasser des Bortrages, Herr Direktor Möge der Hauswirt wegen dieser Behauptung sich nicht mit uns, Franz Goerfe, macht uns, unterstützt durch eigene von Herrn Maler sondern mit seinem Verwalter auseinanderseßen. Daß in dem. Stranz fünstlerisch ausgestattete Aufnahmen mit den Kampfschließlichen Abkommen vor dem Mieteinigungsamt doch noch der gebieten des österreichisch- italienischen Krieges an der Grenze SüdMieterin von der Verwaltersfrau günstigere Abzahlungsbedingungen Tirols, von dem eisumpangerten Ortler und dem Gardasee bis zur Wunderwelt der Dolomiten bekannt. bewilligt wurden, hoben wir schon in unserer ersten Notiz hervor. Bermutlich handelte da die Verwaltersfrau im Auftrage des Haus- Wunderbare, was die Natur hervorgebracht, ruft immer neues Entzüden wach und es drängt sich unwillkürlich die Frage auf: Soll dieses überwältigend schöne Stüd Erde gleichfalls widerhallen von dem Donner der Geschüße? Der Bortragende Herr Arno B. Olden zeigte an historischen Reminisgenzen, daß diefes prächtige Gebiet fchon wiederholt der Schauplaz friegerischer Auseinanderiezungen gewesen ist. Er gab einen Rüdblid auf die Schlachtfelder im Gebiet des Gardasees, die Schlachtfelder von Custozza, Solferino und San Martino. Inwieweit dieser Krieg die friedlichen Dörfer und Städte inmitten der Paläste der Natur verheeren wird, bleibt abzuwarten. Daß aber die Kriegsfurie überhaupt jenes Land der Naturwunder durchstreift, läßt den sinnenden Menschen erschaudern. Das Publikum spendete den Darlegungen lebhaften Beifall. mirtes. Die Bluttat im Juwelenladen Singen im Wald verboten! Al δας schien zunächst von zwei Einbrechern, von denen der eine Schmiere gestanden hatte, verübt worden zu sein. Man nahm an, daß der Spießgefelle des verhafteten Artistenmay" mit einer Kraftdroschte entflohen sei. Der ergriffene Verbrecher will von dem Namen seines Helfershelfers nichts wissen. Im Laufe des Verhörs sagte er dann, er selbst habe die Rolle des Schmierenstehers übernommen gehabt. Der Entkommene sei in der Nacht in der Passage der Friedrichstraße mit der Frage an ihn herangetreten, ob er Geld verdienen wolle. Auf seine Bejahung habe er erklärt, er brauche weiter nichts zu tun, als auf dem Hofe aufzupassen. Nach diesem Plane habe auch der ent wichene Stomplize den Einbruch ausgeführt. Er selbst, der verhaftete Müller, sei nur durch Zufall in den Besiz des Revolvers gekommen. Der Komplize habe ihn weggeworfen, er habe ihn aufgehoben und auf der Flucht sich selbst durch einen Schuß verlegt. Müller beschrieb nun den Spießgefellen so genau, daß die Kriminalpolizei den Mann noch in der bergangenen Nacht festnehmen konnte. Er war aber imstande, sofort fein Alibi einwandfrei nachzuweisen. Bei der Gegen überstellung mit Müller mußte dieser dann auch zugeben, daß er sich geirrt habe. Der Entlommene sei ein anderer Mann, den er ebenso oberflächlich kenne, und den er nun auch wieder beschrieb. Wahrschen vorüberfahren. Laß dich aber nicht etwa gelüften, im Ueberscheinlich aber hat Müller den großen Unbekannten erfunden, um die Hauptschuld auf ihn laden zu können. Das Infanterie- Seiten gewehr, ein belgisches, mit dem er den einen und erstach, hatte er fürzlich in einem Trödelladen gekauft. Außer dieser Waffe und einem Rebolber, nahm er auch noch einen Hammer und eine Schnur mit Breßkommission. Wegen Einberufung des Vorsigenden der Preßkommission Gustav Häusser zum Heeresdienst ersuchen wir, bis auf weiteres alle für die Preßtommission des„ Vormärts" beſtimmte Sendungen an Adam Bittorf, N, Fehrbelliner Str. 25, gelangen zu lassen. Borsigwalde. Freitag, den 18. Juni, 7, 1hr, findet in Borsigwalde von Heider Flugblattverbreitung statt. Wittenau. Sonnabend, den 19. Juni, 7% Uhr, findet von den bcfannten Stellen Flugblattverbreitung statt. Herzfelde. Sonntag, den 20. Juni, findet eine Flugblattverbreitung statt, an der sich alle Genossen beteiligen mögen. An die weiblichen Funktionäre. Heute, Donnerstag, den 17. Suni, abends 7, Uhr, findet in der Ar beiterbildungsschule, Lindenstr. 3, ber zweite Bortrag des Genossen Adolf Ritter für die weiblichen Funktionäre statt. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag. den 21. Juni, Besichtigung des Rummelsburger Waisenhauses. Treffpunkt nachmittags pünktlich 3 Uhr, am Restaurant Bellevue zu Rummelsburg. Jugendveranstaltungen. Tegel- Borfigwalde. Die biefige Arbeiterjugend veranstaltet gemeins sam mit der von Bernau eine Sonnenwendseter am Bogensee. Abfahrt ter Teilnehmer vom Bahnhof Tegel Sonnabend 7.37 nach Bernau. Lieder bücher, Mandolinen und Decken sind mitzubringen. Geschäftliche Mitteilungen. In den Warenhäusern von A. Wertheim findet gegenwärtig Saisonausverkauf statt. In fast allen Abteilungen sind viele Artifel int Preise bedeutend herabgesetzt. Die Firma Be it mann, Mohrenstraße 37a und Große Frankfurter Straße 115, fündigt Inventurausverkauf an. Eingegangene Druckschriften. Im Pländerwald zieht sich vom Treptower Kaiserbad über die Gierhäuser bis nach der Grenze von Baumschulenweg eine präch tige lange Wafferpromenade hin. Sie wird von Erholungsuchenden bevorzugt, die zahlreichen Ruhebänke sind an schönen Tagen stets dicht besetzt. Man hat hier einen vorzüglichen, abwechselungs. reichen Blick auf die Oberspree, sieht Hunderte von Ruderbooten, Dukende von Vergnügungsdampfern mit fröhlich singenden Menschwang deiner Naturfreude mit jubelnder Geste den grünen Wald Flugschriften des Bundes„ Neues Vaterland". R. 1. Was anzuschwärmen. Was auf dem Wasser erlaubt ist, das wird dir will der Bund„ Neues Baterland 34 Nr. 2. 23 as täte Bismard? Von K. D. Zepper- Rasti. Nr. 4. Treibende Kräfte. Bon K. Eisner. auf der Wald und Wafferpromenade streng verboten. Mehrere Mealpolitik gegen Gefühlspolitik. Nr. 3. Rennsport und Engländerei. Bent Nr. 5. Die beutschen Profefforen und der Weltkrieg. uniformierte Aufpasser halten Wacht mit gefpisten Ohren und Nr. 6. England und der Krieg. Bon 2. Brentano. drohen jedem, der sich erbreistet, hier das schönste Frühlingslied. Schüding Einzelnummer 10 Bf. Meuce Vaterland", Berlin W. 50. zum Himmel steigen zu lassen, eine Strafe von drei Märkern Internationale Rundichau. 1. Jabrg. 1. Heft. Monatsschrift. Der Mädchenmord nötigenfalls die 3wangspromenade sur Treptower Bolizeimache Biertelj. 2,50 M. Art. Inftit. Drell Füßli, Zürich. Berkmeister Seit Wochen zerbrechen sich die Spaziergänger den Kopf, und Privatangestellte im Wirtschaftsleben hat bisher keine weitere Slärung gebracht. Leider haben sich die an. beiden jungen Ruberer, die am Sonntag den Ranzen der Ermordeten wer da eigentlich durch ein harmloses Liedchen gestört wird. Sind während des Krieges. 30 Pf. Wertmeister, Buchhandlung, Düsseldorf. Aus Ostpreußens Not. Elf Zeichnungen von B. Bielefeldt. in der Spree fanden und dem Bootsverleiher übergaben, bei der es die Fabriken und Lauben am jenseitigen Ufer oder gar, wie der Herausgegeben von Dürerbund. In Mappe 5 M. G. D. W. Callwey, Kriminalpolizei noch nicht gemeldet. Die chemische Untersuchung amtliche Treptower Anzeiger" ironisch fragt, die am Ufer an- München. des Mageninhalts des ermordeten Mädchens hat gezeigt, daß das geschwemmten Hundeleichen? Wir wollen es den Fragenden ver- Unsere Offiziere. Episoden aus den Kämpfen der österreich- ungarischen Kind höchstens eine Stunde vor dem Tode noch Brot, wahrscheinlich raten: Nur Sankt Bureaukratismus ist wieder einmal verärgert. Armee im Weltfriege 1914/15. 4,50., geb. 5,50 M. Manzsche Verlags. ein Butterbrot mit Schinten, gegessen hat. Wahrscheinlich hat der Verbrecher es auf dem Heimwege von der Schule unter dem Vor- Denn nicht einmal ein Lazarett liegt hier. Vielleicht besinnt sich buchhandlung, Wien 1. wande, daß es für ihn etwas beiorgen solle, an sich gelockt und der alte Griesgram und denkt an das schöne Wort: Wo man singt, verleitet, ihm in seine Wohnung zu folgen. Dort wird er es zunächst da laß dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder! durch Verabreichung eines Schinkenbrotes hingehalten und zutraulicher gemacht haben. Unter den Leuten, die sich mit Meldungen dieser Der Verein für Kindervollstüchen E. V. gegr. 1893 verteilte im und jener Art bei der Kriminalpolizei eingefunden haben, ist bisher Monat Juni in feinen 50 Kinderpoltstüchen 370 265 Portionen niemand, der über den Aufenthalt des Kindes nach Schulschluß, alio Mittagessen. In den 17 Bürger- und Mittelstandsküchen gelangten feit 81 Uhr nachmittags am Sonnabend voriger Woche, Auskunft in der gleichen Zeit 302 760 Mittags- und Abendportionen zur geben fönnte. Die Gegend der Schule in der Forster Straße und Ausgabe. des Heimweges nach der Stralauer Allee ist allerdings auch so be lebt, namentlich von Stindern, daß ein einzelnes Kind nicht gleich beachtet wird. Ilm aber die Erinnerung aufzufrischen und zu beleben und so vielleicht doch noch einen Anhalt zu gewinnen, hat die Kriminalpolizei jezt zu ihrer Bekanntmachung auch das Bild des er mordeten Mädchens auf dem Säulenanschlag veröffentlicht. Das Ergebnis der Reichswollwoche. Rach Schäßungen wird in zuständigen Streisen angenommen, daß das Ergebnis der Reichswollwoche, auf eine furze Formel gebracht, sich wie folgt darstellt: Der Neue Merkur. Monatsschrift für geistiges Leben. Herausgeber:. Frisch. Maiheft. Einzelb. 1,50 M. G. Müller, München. Bismarcs auswärtige Politik seit 1871 und der Beltkrieg. Bon Prof. A. Meister. 50 Pf. Borgmeyer u. Co., Münster i.. Die Aktion. Wochenschrift für Politif, Literatur, Kunst, 5. Jabrg. Nr. 24/25. Gerausgeber: F. Psemfert. 50 Pf. Selbstverlag, BerlinWilmersdorf. Berichte und Briefe der Führer und Teilnehmer. Aus den italienischen Unabhängigkeitskriegen 1848-1866. B. Friedensburg. 1. Teil: Die Feldzüge von 1848 und 1849. 1. Herausgegeben von 2. Teil: Die Feldzüge von 1859 und 1866. 1,20 M. R. Boigt Der Kriegsausschuß für Wolfsernährung" veranstaltet mit länder, Leipzig. Die Deutsche Volkswirtschaft im Kriege. Rede von E. J. Fuchs. Unterstützung des Lettevereins in dessen Hause, Bittoria- Luije 2 M.& G. B. Mohr. Tübingen. Blas 6, Montag, den 21. Juni, Donnerstag, den 24. Juni und Von England festgehalten. Bon Prof. A. Pend. 1,20 M. J. EngelSonnabend, den 26. Juni einen Vorführungskurs für möglichst horns Nachf., Stuttgart. fleischlose Gerichte. Außerdem wird Freitag, den 25. d. M. im Aus Natur und Geisteswelt. 5. Luft. Wasser, Licht und Letteverein ein Vorführungsabend stattfinden für Aufbewahrung und Wärme. Bon R. Blochmann. 31. Menich nud Erde. Von 147. Geschichte der Vereinigten Staaten von Konservierung von Obst. Frauen, die an diesen Vorführungen teil. Stirchhoff. 160. Die Urtiere. Bon R. Goldschmidt. 420. Das Muskelund Gesäßzsystem. Bon K. v. Bardeleben. 421. Die Eingeweide. Von demselben. 426. Die Beziehungen der Tiere und Pflanzen zueinander. 1. Teil. 427. 2. Zeil. Von K. Kraepelin. Einzelnummer i M., geb. 1,25 m. B. 6. Teubner, Leipzig. Das Wirtschaftsleben der westrussischen Grensländer. Bon 3. Neumann- Frohnau. 16 S. Panther- Verlag, Leipzig. nehmen wollen, werden gebeten, sich bei dem„ Kriegsausfchug für Amerika." Bou E. Daenell. 419. Das Skelett. Bon R. v. Bardeleben. Boltsernährung"( Geschäftsstelle Sanitätsrat Dr. Albert Moll, Kurfürstendamm 45) zu melden. Kleine Nachrichten. Gestern nachmittag zwischen 5 und 5 hr 1. Rund 1 Million Deden wurde den Truppen zugeführt. 2. Sunderttausende von Westen, Jaden und Hosen gingen den wurden an der Enge zwischen Tegelort und Tegel zwei männliche Soldaten im Felde zu. Leichen im Alter von 15 und 25 Jahren gelandet, deren Berfonalien 3. Der aus der Anfertigung der Deden, Westen, Jaden und noch nicht festgestellt werden konnten. In der Pante ertrunken ist ein Hofen übriggebliebene Rest von nicht verwendbaren Stüden, Ab. 11 Jahre alter Knabe Heinrich Schröder aus der Bohenstraße 30. fällen und Sumpen wurde für mehrere Millionen Mark an die Der Knabe fiel am Sonntag von einem Baugrundstück in der MüllerKunstwolfabriken verkauft. Der erzielte Grlös ist wiederum den straße ins Wasser und kam nicht wieder zum Vorschein. Gestern Truppen in Form von Liebesgaben oder Wollsachen zugute ge- wurde seine Leiche von einem Baggermeister aus dem Stichkanal des Spandauer Schiffahristanals gelandet. Iommen. Ein zweiter schwerer Straßenunfall trug sich zur selben Zeit dem Hause Invalidenstr. 187 zu. Dort verließ Frau Alwine Mil- Weber einen Triebwagen der Linie Q während der Fahrt. Sie fam dabei zu Fall und wurde in besinnungslosem Zustande nach dem Rudolf- Virchow- Krankenhause geschafft, wo eine schwere Gehirn erschütterung der Verunglückten festgestellt wurde. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über den Großhandel in den Zentral- Martiballen.( Dbne Berbindlichkeit.) Mittwoch, den 16. Juni 1915. Fleisch: Rindfleisch, per 50 kg, Ochien fleisch la 105-120, bo. IIa 92-105, bo. IIIa 85-92; Bullenfleisch la 100-112, bo. IIa 89-100; Stübe, jett 85-100, do. mager 78-85, do. dänische 85-95, Freffer 80-100, Freffer, dänische, 00-00; Bullen, dänische, 86-93; Kalbfleis, Doppellender 160-180; Majtfälber la 124-138, do. Ila 113-124; Stalber ger. gen. 73-95,' do. dan. 76-128, be. holl. Hammelfleisch: Mastlämmer 125-130; gammel la 115-124, Schweinefleisch, Schafe 102-118; Schweine, do. Ila 105-114; Gemüse, 4. Durch die Reichswollwoche ist mittelbar und unmittelbar Ein tödlicher Straßenbahnunfall ereignete sich am gestrigen MittTausenden von Heimarbeiterinnen und vielen Tausenden bon Arbeitern in Kunstwolfabrilen auf Monate hinaus lohnender Ber- wochnachmittag gegen 5 Uhr vor dem Hauic Rennbahnstr. 5 in Weißensee. Dort war der Straßenbahnschaffner Starginsti mit dem 00-00 dienst geschaffen worden. 5. Die gut erhaltenen Sachen( Männer, Frauen- und Kinder- Rangieren zweier Straßenbahnwagen beschäftigt. St. trat dabei fette 00-00, fonitige 135-155. dän. Sauen 00-00, bán. Schweine Kleider) wurden in vielen Tausenden von Etüden an die ostpreußische zwischen einen Trieb- und einen Anhängerwagen und wurde zwischen 115-120, dv. schwedische 115–120. do. holländische 00-00. die beiden Wagen gebrückt. Er erlitt dabei so schwere innere Ber- inländisches: Startoffeln, Daberiche 50 kg 0,00; weige Staiſertronen 0.00; und elja- lothringische Bevölkerung abgegeben. Ein bedeutender Rest, der sich schäßungsweise mindestens auf mehr als 100 000 Anlegungen, daß er nach dem Krankenhauſe Weißensee gebracht Magnum bonum 0,00; Boltmann 0,00; Borree, Schod 0,70-1,00; Spinat 50 kg 10,00-20,00; Mohr züge dieser Art beläuft, ist zurückgelegt worden, um den aus Anlaß wurde, wo er kurz darauf verschied. Die Schuldfrage ist noch nicht Sellerie, Sod 3,00-6,00; rüben, 50 kg 0,00-0,00; Meerrettich, Schod 4,00-10,00; BeterfilienRadieschen, Schodbund 1,00-1,50; des Strieges invalid gewordenen Soldaten oder nach Schluß des geklärt. wurzel, Schodbund 4.00-6,00; Strieges ben heimlehrenden Kriegern übergeben zu werden. Surfen, Gorgafter, 100 Std. 0,00. Rhabarber, Hamburger, 100 Bund 3,00 Das Ergebnis der Reichswollwoche darf somit auf viele bis 3,50, do. hiesiger 100 Bunb 1,50-3,00. Tomaten, Gorgafter," k 0,80. Zwiebeln Schod 1-1,75. Spargel, Beeliger I kg 0,25 lionen geschätzt werden. bis 0,38, do. Beelizer II 1 kg 0,10-0,20, do. Beelizer III / kg 0,05-0,10, do. unsortiert ½ kg 0,15-0,22, do. Märkischer I ½ kg 0,20-0,23, do. II 2 kg 0,10-0,15, do. III, kg 0,03-0,08. Salat, Schod 0,80-1,50. Rettiche, bayerische, 100 Stüd 8.00-12.00. Koblrabi, Schod 1,50-1,75. Schoten, hiesige,, kg 0,18-0,23. Mobr rüben, Schodbund 5-5,50. Db ft und Südfrüchte: Seirschen, hiesige, Mepfel, Amerikaner, Stifte 25-30. Stachelbeeren. ½ kg 0,25-0,35. bis 0,35, do. Beeliger 0,30-0,85. Erdnüsse 50 kg 0,00. Datteln, 50 kg 0,00. umreife, 50 kg 20-22. Erdbeeren ½ kg 0,25-0,55, do. Bühler ½ kg 0,20 do. 100 Kartons 0,00. Johannisbrot 50 kg 0,00. Manna 50 kg 0,00. Zitronen: Meffina 300 Stüd 16-25, do. 360 Stüd 22-26, bo. 150 Stüd Apfelfinen: 12-14, bo. 50 kg 12-15, bo. 160-200 Stifte 18-19. Murcia 200 Stüd 10,00-24,00, bo. 300 Stüd 12,00-14,00, panische, 420 Stüd 15,00-18,00, bo. 714 Stüd 24,00-27,00. do. 1064 St. 30,00, do. 420 Stud large 25,00-30,00. Unfälle im Straßenbahnverkehr. Am Dienstagabend gegen 17 Uhr wollte in der Chausseestraße an der Ede der Tiedstraße eine Frau Günther unmittelbar vor Zeugen gesucht. Personen, welche am Sonntag, den 13. Juni, einem in der Richtung nach Tegel fahrenden Straßenbahnwagen der abends gesehen haben, wie an der Müllerstraße, Ede Seestraße, ein Linie 25 das Gleis überschreiten. Obwohl der Führer nach Kräften Radfahrer vor einem Automobil umfiel und dadurch überfahren bremste, vermochte er auf so turze Entfernung seinen Wagen nicht wurde, werden gebeten, sich bei Gustav Ulrich, Bornemannstr. 11, mehr rechtzeitig zum Stehen zu bringen, Frau G. wurde umgestoßen zu melden. und trug einen Schädelbruch davon. Die Verunglüdte fand in der löniglichen Klinik Aufnahme. Ein ähnlicher Unfall ereignete sich etwa eine Stunde später in Beißensee, wo vor dem Hause Langhansstraße 2 ein Herr Kohlem Wetterausfichten für das mittlere Norddeutschland bis Freitagmittag. Ueberall ein wenig wärmer, im Süden größtenteils beiter, im Norden vielfach bewölkt und an den meisten Orten des östlichen Rüftengebietes etwas Regen.