Nr. 169. 5 Pfennig Abonnements- Bedingungen: • Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl 3,30 M monatl. 1,10 MI, wöchentlich 25 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Big Bost Albonnement: 1,10 Marf pro Monat Eingetragen in die Post- ZeitungsBreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2.50 Mari, für das übrige Ausland 4 Mark pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Blumänien, Schweden und die Schweiz icheint täglich. Montagsausgabe Vorwärts 5 Pfennig 32. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Stolonel. geile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versamminungs- Anzeigen 30 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Bort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes writere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 10 Big.. jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition is bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutfchlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 151 90-151 97. Montag, den 21. Juni 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 151 90-151 97. Die Ruffen aus der Grodeter Stellung geworfen. Meldung des großen Hauptquartiers. Gegner heute nacht auch aus der Anschlußſtellung Unter dem Drucke dieser Niederlage ist der Die amerikanischen Sozialisten Amtlich. Großes Hauptquartier, den zwischen Grodek und den Dnjeftr- Sümpfen ge20. Juni 1915.( W. T. B.) wichen, hart gedrängt von den österreichischungarischen Truppen. gegen die Kriegshetzer. Aus New York wird uns geschrieben: Zwischen den Dnjestr- Sümpfen und der Stryjmündung hat der Feind das südliche Ufer Es hat sich jedoch in New York ein sozialistisches Komitee gedes Dnjestr geräumt. Oberste Heeresleitung. Westlicher Kriegsschauplatz. Die Sozialisten Amerikas haben bis jetzt noch keine große Aftion gegen die amerikanischen Kriegsheber unternommen. Nördlich des Kanals von La Basse e und auf der Front nördlich Arras wiesen wir bildet, das den Zwed verfolgt, eine große Volksdemonstration gegen den Krieg zu veranstalten. Der Ernst der Lage hat mehrere feindliche Teilangriffe blutig ab. In der auch das sozialistische Tageblatt New Yorks The Call" verChampagne wurde eine französische Abteianlaßt, seine bisher sehr unklare Haltung aufzugeben. In lung, die bei Perthes nach einer Minensprengung Der österreichische Generalstabsbericht. einen Leitartikel, in dem es seine Haltung zur Kriegsfrage präzisiert, schreibt es: Mit äußerster Kraft- wir wünschten, angriff, zusammengeschossen. Unternehmungen Wien, 20. Juni.( W. T. B.) Amtlich wird ver- die Straft wäre millionenmal größer wird der„ Call" die der Franzosen gegen unsere Vorposten am Tautbart: 20. Juni 1915. Anstrengungen der organisierten Arbeiterschaft und des Parron- Wald führten zu örtlichen KämpRussischer Kriegsschauplatz. Sozialismus, den Frieden zu erhalten, unterstützen. Ob es fen, bei denen wir die Oberhand behielten. In Die Fortsetzung der kraftvollen Offensive der verbün- gelingt oder nicht, die Stimme dieses Blattes wird bis zum den Vogesen wird Münster von den Franzo- deten Armeen führte gestern in der Schlacht bei Magie- lezten Augenblick gegen den Krieg erhoben werden. Und row Grodek zu einem neuerlichen vollen Siege über die sollte es zum schlimmsten kommen, so wird sich selbst dann sen heftig beschossen. Erneute feindliche Angriffe feindlichen Armeen. Nach Forcierung des San und nach der unsere Stellung nicht im geringsten verändern. Soweit es in im Fecht- Tale und südlich waren erfolglos. Wiedereroberung von Przemysl erzwang der Erfolg der ver- unserer Macht steht, es zu bestimmen, wird sich der ameriAus einem feindlichen Fliegergeschwader, das, bündeten Truppen in der Durchbruchsschlacht zwischen kanische Sozialismus nicht dem Verdacht aussehen, der auf Lubaczowka und dem oberen Dujestr am 15. Juni den wei- den Sozialismus einiger europäischen Länder ruht. Was ohne militärischen Schaden anzurichten, Bomben teren Rückzug des mittlerweile durch Heranführung zahl- wir tun können, wird geschehen, und selbst wenn es fehlauf Jseghem in Flandern warf, wurde ein Flug- reicher Verstärkungen wieder schlagkräftig gewordenen schlägt, haben wir unser Aeußerstes getan. Der Krieg mag zeug herausgeschossen, mehrere andere zu schleu- Feindes. Er wich damals unter schweren Verlusten in öst- kommen, aber der„ Call" wird eine sozialistische Zeitung licher und nordöstlicher Richtung zurück. In den folgenden bleiben, bis zum letzten Atemzug tren zum Sozialismus niger Umkehr gezwungen. Ein weiteres feind- Tagen brachte die russische oberste Heeresleitung zur Deckung stehen. Die Zeit ist kurz, der kritische Augenblick ist fast da. liches Flugzeug wurde in der Champagne über der galizischen Landeshauptstadt nochmals die Reite der ge- Und was auch von der organisierten Arbeiterschaft unter Bouziers heruntergeholt. schlagenen Armeen zusammen, um in der durch das Terrain nommen werden mag, um den Frieden zu erhalten, wird stets starken und gut vorbereiteten Wereszyca Stellung und ständig von dieser Zeitung unterstützt und gestärkt werunser Vordringen endlich zum Stehen zu bringen. Nach den." Die Erklärung fommt etwas reichlich spät, und es ist heftigem Kampfe hat der Ansturm der heldenmütigen ver- schade, daß erst das entschiedene Auftreten der New Yorker Russische Angriffe gegen unsere Linien in bündeten Truppen auch diesmal wieder die ganze russische Volkszeitung", die die Haltung des„ Call" in der KriegsGegend S 3 a wle und Augusto w wurden ab- Front zum Wanken gebracht. Schon in den Nachmittags- frage zuvor als„ moralischen Bankerott" bezeichnet hatte, den stunden war die feindliche Stellung im Angriffsraum der Anstoß dazu geben mußte. geschlagen. Eigene Vorstöße kleinerer Abtei- Armee des Generalobersten v. Maden sen um Magisrow Wie vor einigen Wochen so ist es auch jest wieder der lungen führten zur Wegnahme der feindlichen durchbrochen. Der Feind begann gegen Rawa- Ruska und Gewerkschaftsverband New Yorks und Umgegend, Vorstellungen bei Budt Przysieki und erbittert Widerstand leistete. Nachts erstürmten Teile der kräftigsten Stellung nimmt. In ihrer letzten Sigung hat die Zolfiew zurückzugehen, während er an der Wereszyca noch der gegen die Kriegsheze am energischsten und tat3 alesie( öfflich der Straße Przasnysz- Armee Böhm- Ermolli die feindlichen Stellungen Central Federated Union of Greater New York folgenden Myszyniec). beiderseits der Lemberger Straße. Gleichzeitig drangen die Aufruf verfaßt, der allen Gewerkschaften in den Vereinigten übrigen Korps dieser Armee überall in die feindliche Haupt- Staaten zugestellt worden ist: stellung ein. Seit 3 Uhr vormittags sind die Russen auf der ,, Die Geldleute Amerifas, angeführt von den gewissenganzen Schlachtfront im Rückzuge, sowohl in der Richtung losen Räubern der Wall Street, den Spekulanten, Spielern auf Lemberg als nördlich und südlich davon. Die verbün- und Abenteurern, schmieden Ränke, intrigieren und machen deten Armeen verfolgen. Destlicher Kriegsschauplatz. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Südlich der Pili za nahmen Truppen des Generalobersten v. Woyrsch in den letzten Tagen mehrere feindliche Vorstellungen. Neuerdings fielen Tausende von Gefangenen und zahlreiches Kriegsmaterial in die Hände der Sieger. Die Armeen des Generalobersten von Am oberen Dniestr beginnt der Feind seine Mackensen haben die Grodek- Stellung Stellungen zu räumen. An der Front der Armee Pflanzer griff er an genommen. Zu Beginn des gestrigen Tages mehreren Stellen erneut an, wurde jedoch unter sehr beschriften deutsche Truppen und das Korps des deutenden Verlusten zurückgeschlagen. Feldmarschalleutnants v. Arz zum Angriff auf Italienischer Kriegsschauplatz. die stark verschanzten feindlichen Linien; nach ariffe bei Plava, Ronchi und Monfalcone trat auch Nach leichter Abweisung schwächerer italienischer Anhartnäckigem Kampfe waren am Nachmittag gestern an der Isonzo front wieder Ruhe ein. Hier und fast durchweg die in mehreren Reihen hinterein- an der Kärntner Grenze schießt die feindliche Artillerie ohne ander liegenden feindlichen Gräben auf der 35 Wirkung gegen unsere Befestigungen. Bei den von mindestens einer Brigade geführten, beKilometer langen Front nördlich Janow bis kanntlich überall abgeschlagenen Angriffen auf unsere StelHuta- Obedynska( südwestlich Rawa- Ruska) lungen östlich des Fassa Tales hatte der Feind erhebgestürmt: am Abend war der Feind bis hinterliche Verluste. Vor einem Stützpunkt allein wurden 175 italienische Leichen gezählt. die große Straße Zolkiew( nördlich LembergRawa- Ruska geworfen. Die russische Generalstabsmeldung. Petersburg, 20. Juni.( W. T. B.) Bericht des Generalstabs des Generalissimus. In der Gegend von Szawie keine Veränderung. Westlich des Njemen wurden deutsche Angriffe in der Richtung auf Su walki und Kalwaria, die am 17. und 18. Juni mit geringen Streitfräften unternommen wurden, zurückgewiesen. In der Gegend der Raw kamündung wurde der Feind, der am Abend des 17. Juni zum Angriff überging, nach Mitternacht überall zurückgeschlagen. # Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Hoefer, Feldmarschalleutnant. schrecklichen Aderlaß hineinzuziehen. alle Anstrengungen, um die Vereinigten Staaten in diesen Die Central Federated Union of Greater New York and Vicinity appelliert, sich dieser Lage vollkommen bewußt, an die Mitglieder der Gewerkschaften, damit sie sich zusammen. schließen und unter allen und jeglichen Umständen an der Verhinderung derartiger Pläne zusammenarbeiten. Wir erkennen die unbestreitbare Tatsache, daß wir Arbeiter den Kampf auskämpfen, unsere Familien und Heime in die man sich gestürzt, bezahlen müssen. opfern und, wenn alles vorbei ist, die gewaltigen Schulden, Diejenigen, die am meisten nach dem Kriege schreien, bleiben zu Hause. Laßt euch nicht von einer Presse leiten, die zu allen Zeiten euren Interessen feindlich und bereit ist, die Sache der Arbeitgeber zu vertreten, so oft ein Streif oder eine Aussperrung stattfindet, so sehr ihr auch im Rechte sein möget. Die wirtschaftliche Lage unseres Landes ist allen klar, die zu sehen und zu verstehen wünschen. Eine Million oder mehr sind ohne Arbeit oder arbeiten beschränkte Zeit. Ist es notwendig, noch mehr Elend zu schaffen, indem man unser Land in einen Krieg stürzt, wertvolle Menschenunsere Kavallerie am 15. Juni einen Angriff zu Pferde mit leben opfert, die Schuldenlast gewaltig vermehrt und dazu außerordentlicher Kühnheit gegen deutsche Infanterie unter- von uns erwartet, daß wir sowohl kämpfen wie zahlen? nahm. Der Verlauf dieses Angriffs rief in den deutschen Es ist die Aufgabe der Arbeiterschaft und der ArbeiterReihen Panik hervor, die ihre Offensive zum Stehen brachte. schaft allein, ein Halt zu gebieten. Unsere Organisationen Auf der Front Kamennyi- Grodet- Komarno ver- fönnen dem Kriege den Krieg erklären. suchten vorgeschobene Teile des Feindes am 17. Juni sich einen Weg quer durch die Grodeker Seen zu bahnen, wurden aber zurückgeschlagen. Artilleriekampf und Gewehrfeuer dauern an. Stromabwärts von Nivniow bei den Dörfern Gorygliady und Dolina warf der Feind beträchtliche Streitkräfte über den Dniestr, dennoch wurden alle seine Versuche, aus den tiefen Windungen des Dnjestr vorzustoßen, bei den Dörfern Koropiec und Snowidow erfolgreich abgewiesen. In Galizien fanden auf der Front des Tanew Vorpostengefechte statt. In der Richtung auf Ra wa Ruska entwickelten sich in der Nacht zum 18. Juni Kämpfe in der Gegend von Nowiny und Ulico. Aus Einzelheiten des Kampfes in der Gegend von Zubaczow ergibt sich, daß Onuth- Bojan vor. Zwischen Pruth und Dniestr finden hartnäckige Kämpfe statt. Am 17. Juni rückten unsere Truppen auf der Front Wollt ihr mit uns in diesem Feldzuge zusammenarbeiten und für den Frieden eintreten? Beruft Massenversammlungen ein, um gegen den Krieg zu protestieren. Lehrt das Volk in eurer Gemeinde, daß der Krieg die Hölle bringt und nicht geduldet werden darf. Die Streitkräfte der organisierten Arbeiterschaft unseres Landes können mit veremter Kraft jeden Versuch der Verschwörer vereiteln und zurückschlagen, uns in den Kampf zu verwickeln... Ein Krieg wird eure Arbeit zur Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse zunichte machen, eure Organisation zerstören. Wit Das bis jekt geschaffene großartige Werk, zwei Millionen Jerftreden, nahmen wir mehrere Schüßengräben ein und Söhen des linken jonzoufers, die Plawa Lohnarbeiter in einem Verbande zu organisieren, der machten dreihundert Gefangene, darunter zehn Offiziere. beherrschen, abspielten. Das Dorf liegt im Grunde des bald die dritte Million erreicht haben wird, wird zertrümmert Wir halten die Hänge der Höhe 119, wo unsere Truppen sich Passes, das von steilen, bewaldeten Hängen umjäumt ist, werden, und die Opfer und die Tatkraft von Jahren werden trog mehrerer feindlicher Gegenangriffe jenseits der lezten zwischen denen der Fluß sehr schnell und tief läuft. Es gab vernichtet und vergeudet sein. Es würde uns freuen, wenn deutschen Schützengräben behaupteten, indem sie sich an das dort eine Brücke, die vom Feinde zerstört wurde. ihr sogleich handeltet, morgen mag es zu spät sein. Eine gleich- Gelände anklammerten. Südlich dieser Hänge wurde unsere großen Bemühungen und mit großer Kühnheit wurden zeitiger Protest gegen den Krieg von allen Teilen des Landes Front vorgetragen. Nordöstlich des Labyrinthes entriß uns nachts Laufstege eingerichtet. Unsere Truppen begannen wird den dauernden Frieden und die Unzerstörbarkeit der ein Gegenangriff von äußerster Heftigkeit vergangene Nacht am 16. Juni bei Tagesanbruch den Angriff. Dieser wurde Streitkräfte der organisierten Arbeiterschaft sichern." wieder einen Teil des großen Verbindungsgrabens, dessen den ganzen Tag über fortgesetzt, und zwar infolge des wir uns bemächtigt hatten. Wir eroberten ihn während des Widerstandes des Feindes und der großen, durch unzählige Tages zurück und wiesen dort feindliche Angriffsversuche ab. künstliche Hindernisse erhöhten Schwierigkeiten des GeBryan vor den amerikanischen Arbeitern im ganzen Abschnitt war der Artilleriekampf ununterbrochen ländes und infolge feindlicher Schanzarbeiten, die durch von Eisenbarren verstärkte Drahthindernisse geschikt waren, für den Frieden. London, 20. Juni.( W. T. B.) Morning Post" meldet aus Washington vom 18. Juni: Bryan wird morgen vor einer großen Versammlung in New York sprechen, wo Vertreter der gesamten organisierten Arbeiter schaft Ameritas, die drei Millionen Arbeiter umfaßt, und Delegierte ebenso vieler Farmer anivesend sein werden. Bryan wird die Pflicht der Vereinigten Staaten betonen, den Strieg führenden ihre Vermittelung anzubieten, und den Plan eines Kongresses der neutralen Nationen darlegen, um den Krieg zu beenden. Oestlicher Kriegsschauplah. Russische Darstellung der Kämpfe bei Lubaczow. Petersburg, 20. Juni.( W. T. B.)( Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Die Krisis des Kampfes bei 21baczow erreichte ihren Höhepunkt, als es den Deutschen gelang, unsere Front im Westen der Stadt Lubaczow einzudrücken und sie einen schnellen Vormarsch nach Norden gegen das Dorf Futory begannen. Die Kräfte unserer Infanterie, die vier Tage lang im heftigsten Kampfe gestanden hatte, waren erschöpft. In diesem Augenblick führte General Volodschenko, der die Infanterie mit Stavallerie unterstüßte, die Husarenregimenter Tschernigow, das elfte Stofatenregiment und das Donsche Dragonerregiment Kinburn ins Gefecht gegen die Deutschen. Die Deutschen wurden auf der ganzen Angriffsfront von einer Banik ergriffen und wandten sich zur Flucht. Ein deutsches Infanterieregiment wurde mit Lanze und Säbel beinahe vernichtet. Unsere Verfolgung setzte sich bis zum Dorfe Oleszice fort, wo deutsche Reserven zur Defensive übergingen und eine neue Front einnahmen. Unsere Kavallerie eroberte fünf Maschinengewehre. Durch diesen Angriff, der uns nur 200 Tote und Verwundete kostete, erreichten wir, daß der Feind, der durch unseren Vorstoß erschüttert war, seine Erfolge nicht ausnuten konnte und den Tag über seinen Angriff nicht wieder aufnahm. Westlicher Kriegsschauplah. Der französische Tagesbericht. Paris, 20. Jumi.( W. T. B.) Gestern nachmittag wurde amtlich mitgeteilt: Dem gestrigen Abendbericht ist nichts hinzuzufügen. Paris, den 20. Juni.( W. T. B.) Amtlicher Be richt von Sonnabend abend. Im Abschnitt nörd. lich von Arras sezten wir unsere Aktion fort. Wir ernteten an mehreren Stellen die Früchte der glücklichen Kämpfe der letzten Tage. Nach sehr lebhaftem Kampf wurde der Bubalgrund, der vom Feinde seit dem 9. März hartnädig verteidigt wurde, von allen Seiten eingeschlossen und erstürmt. Wir erbeuteten dort Maschinengewehre, aber wenige Gefangene; nur etwa zehn blieben in unseren Händen. Der Widerstand der Deutschen war erbittert. Auf den Sängen, die sich östlich der 2orettohöhe gegen Souchez Vom nordöstlichen Kriegsschauplatz. Lager im Walde. Staubwile, Mitte Juni 1915. heftig. An den Rändern des Priesterwaldes versuchte der nur langsam. Es trat zahlreiche großkalibrige Artillerie in Feind anzugreifen, fonnte aber nicht vorstoßen. In Aktion, sogar 305- Millimeter- Geschüße, die, an beherrschenden Ember ménil nahm ein deutsches Bataillon vergangene Orten versteckt, schwierig zu bekämpfen war. Durch das Nacht zwei unserer kleinen Posten ein. Wir machten sofort Feuer unserer Batterien gestübt, gelang es jedoch unseren Gegenangriffe, und, obwohl wir an Bahl schwächer waren, Truppen, durch wiederholte Stürme mit blanker Waffe bis bejezten wir die Gesamtheit unserer Stellungen wieder und zum Rande der ersten feindlichen Stellungen vorzustoßen. In schlugen die Angreifer in die Flucht. Laufe der Nacht versuchte der Feind mehrmals, uns das eroberte Gelände mit Schwung wieder zu entreißen, wurde aber immer zurückgeworfen. Am 17. Juni verfolgten die Unserigen ihre Erfolge, indem sie sich der noch in Feindeshänden verbliebenen Höhen bemächtigten. Dieser fonzentrierte darauf heftiges Artillerie- und Maschinengewehrfeuer auf uns und warf sodann entschlossen neue, frische Truppen zum Gegenangriff vor. Er wurde dezimiert und endgültig mit dem Bajonett zurückgeworfen. Wir machten 150 Gefangene, darunter vier Offiziere, und eroberten zahlreiche Gewehre, Munition und Maschinengewehre. Unsere Verluste sind ernst, aber die Resultate bedeutend. Die Isonzolinie wurde im Sturme überschritten. Die durch die Natur beherrschenden feindlichen Stellungen, die noch durch Kunstbauten sehr stark gemacht worden waren, wurden eine nach der anderen erstürmt. Die erbitterten Gegenangriffe des starken, friegsgeübten Feindes wurden ständig zurückgeworfen. Auf den Höhen von Plawa gab unsere durch Artilleriefeuer bestens unterstützte Infanterie schöne Beweise ihres Mutes. Im Elsaß dauerte unser Vormarsch auf beiden Fechtufern trotz didem Nebel und wolfenbruchartigem Regen an. Wir halten auf dem rechten Westufer der Fecht die Massive des Brauntopfes und Höhe 830 im Leichwalde, ferner die Dörfer Steinabruck und Altenhof. Gleichzeitig nahmen wir zwischen den beiden Verzweigungen der Fecht die Lichtung des Anlaßwasens ein. Auf dem rechten Ostufer der Fecht eroberten wir die Hilsenfirst- Höhe, welche den Vorkamm des Kleinen Gebweiler Belchens( Kahler Wasen) bildet. Wir rückten auf den Osthängen in der Richtung auf Landersbach vor. Wir beschossen den Bahnhof Münster und sprengten die dort befindlichen Munitionslager. Am Ende des Tages schlossen unsere Truppen Meteral vollkommen ein, das die Deutschen einäscherten, bevor sie es räumten. Der Bericht des Marschall French. London, 20. Juni.( T. U.) Feldmarschall French meldet: Nördlich Hooge besetzten wir 250 yards feindlicher Schützengräben. In der abgelaufenen Woche machten wir 215 Gefangene und erbeuteten drei Maschinengewehre sowie einen Gaszylinder. Nördlich Armentieres sprengten wir mehrere Minen, wodurch ein Teil der feindlichen Schüßengräben zerstört wurde. Unsere Flieger bombardierten mit Erfolg die Elektrizitätswerke von La Bassée. Die englische Verlustliste. gez. Cadorna. Der Bericht des italienischen Admiralstabes. Rom, 20. Juni.( W. T. B.) Bericht des Admiralstabschefs. Am 17. und 18. Juni früh hat der Feind neue Operationen gegen unsere Riste unternommen, ohne jedoch irgendein Ergebnis zu erzielen. Am 17. Juni nachmittags erschien ein österreich- ungarisches Geschwader Der Feind erzielte keinen anderen Erfolg, als die Beschädigung London, 20. Juni.( W. T. B.) Die neueste Verlust I iste an der Mündung des Tagliamenta und wurde enthält die Namen von 81 Offizieren und 2576 Mann. Leichenverbrennung auf dem Schlachtfelde. Lyon, 20. Juni.( W. T. B.)„ Républicain" berichtet aus Pari 3: Die Kammer hat am Freitag einen Gefeßentwurf angenommen, wonach alle auf den Schlachtfeldern gefundenen und nicht identifizierten toten Soldaten verbrannt werden sollen. Die Leichname der identifizierten Soldaten der französischen und alliier ten Armeen sollen nach den bestehenden Regeln bestattet werden. Die Erhumierung eines Bestatteten ist während der Dauer des Strieges nicht gestattet. Der italienische Krieg. Bericht der italienischen Heeresleitung. von dem Geschwader unserer Torpedobootszerstörer zunt Gegenstand mehrerer aufeinanderfolgender Angriffe gemacht. des Leuchtturms. Unsere Torpedobootszerstörer wurden zwar auch von Wasserflugzeugen angegriffen, fehrten jedoch unversehrt zurück. Am 18. morgens feuerten fleine öfterTorpedoboote einige reichisch ungarische Schüsse gegen Monopoli ab und versuchten, das Naphtalager in Brand zu stecken, was ihnen jedoch nicht gelang. Bei diesen Operationen des Feindes erlitt weder unser Landheer noch die Marine oder die Zivilbevölkerung Verluste. Der Eleine italienische Handelsdampfer Maria Grazia" wurde von einem österreichisch- ungarischen Torpedo. bootszerstörer im Adriatischen Meere angehalten und ver bei Silvi gelandet. fenft, die Besatzung wurde wohlbehalten an unserer Küste Der türkische Krieg. Rom, 20. Juni.( W. T. B.) Bericht der obersten Heeresleitung vom 19. Juni. Artilleriekämpfe und Zusammenstöße zwischen kleinen Abteilungen fanden auf mehreren Stellen der Front statt. In Kärnten erfolgte ein Die Meldung des türkischen Hauptquartiers. neuer Angriff des Feindes gegen den Freikofel und ein EinAlle wurden zurückfallversuch am Ende des Ognatales. geworfen. Man besitzt jetzt genaue Nachrichten über die Kämpfe, die sich zwei Tage und eine Nacht um die Eroberung der Konstantinopel, 20. Juni.( W. T. B.) Das Hauptquartier meldet: An der kaukasischen Front wiesen unsere Truppen Angriffe, die der Feind als Rückzugsdeckung eingeleitet hatte, durch Gegenangriffe ab. Wir Zeltbauten und Lager ohne Bedachung. Nur wenige Soldaten| mußten unsere Nachbarn von der anderen Seite des Weges zu haten sich bereits zur Ruhe hingestreckt, einige lustwandelten, oder einem Appell antreten: es gab einige Instruktionen, dann fonnten nahmen ein Bad in dem Bach, der sich durch das vorgelagerte die Leute wieder abtreten und die Zeit nach Gutdünken totschlagen. Wiesengelände schlängelte, andere lagen plaudernd in kleinen Gine große Anzahl von ihnen begab sich ins Freibad auf einer Gruppen zusammen oder ergößten sich beim Kartenspiel. An angrenzenden Wiese, durch die ein kleines Flüßchen sich hinmehreren Stellen drangen aus dem Walde Harmonikatöne und die schlängelte. Hier konnte man ungeniert Licht-, Luft-, Sonnen- und Einige Soldaten nahmen die unterMelodien von Soldatenliedern zu uns herüber. Ein alter Land- Wasserbäder genießen. wehrmann bastelte an seinem Wagen herum, ein ganz junger Jn brochene Beschäftigung des Frühstückens wieder auf, andere fanterist versucht noch im Dämmerlicht einen Brief zu schreiben, framten in ihren Tornistern herum, einige schielgten in der er sitt auf dem Boden, eine Seifte dient als Schreibtisch. Zwei Lektüre der letzten Zeitungen aus dem vorigen Monat, manche bärtige Männer betrachten sinnend eine Gräberreihe und stoßen schrieben Grüße an ihre Angehörigen, die man zu schnellerer BeAus dem Waldgebiet südöstlich von Szawle steigen langsamt aus ihren kurzen Pfeifen träftige Tabakwolken in die Luft, Ihre förderung als sie der normale Feldpostiveg versprach, vertrauensmächtige Rauchivolfen empor, dicht und schiver. Wie eine ge besondere Aufmerksamkeit nehmen zivei augenscheinlich mit großer boll einem unserer Wagenführer übergab. Auf dem Stamm einer waltige Decke liegen sie auf dem dunkeln Nadelbett. Wie man uns Liebe geschmückte Gräber in Anspruch. Zwei Russen liegen hier gefällten Birke ſizen zwei Soldaten, emsig die Rinde abschälend. erklärt, haben die Russen den Waldbrand angelegt, um ein Durch begraben. Der eine Hügel ist sauber und glatt abgestrichen mit Sie schneiden daraus rechteckige Blätter in der Größe von ungefähr stoßen der deutschen Truppen zu verhindern, aber der Erfolg lohnte weißem Sand, von dem sich ein aus schwarzen Steinchen ge- 10 au 15 Zentimetern, dann verdünnen sie die Blätter durch Abnicht die Mühe. Obwohl das Feuer an verschiedenen Stellen formtes russisches Kreuz scharf abhebt; auf dem Holzkreuz hängt schälen so lange, bis sie geschmeidig und fügsam genug erscheinen. gierige Flammen emporzüngeln ließ, errichtete es doch nicht eine eine russische Soldatenmüße, auf dem Querholz steht ein schreiend Ich frage nach dem Zived der Arbeit. Wir machen Feldpostdie Operationen der Deutschen erheblich hindernde Brandmauer. buntes Heiligenbild. Das zweite Grab ist rundum durch in den farten!" lautet die Antwort. Einer der Fleißigen hat bereits ein Die saftsatten Niefern setzten den Angriffen der aus dem trockenen Boden gesteckte Fichtenzapfen abgegrenzt, neben dem sauber ge- ganzes Päckchen davon in seinem Notizbuch liegen. Schon hoie Laub und Gras heraufleckenden Flammen zu starken Widerstand glätteten Holzkreuz steht ein aus vergoldetem Metall gepreßtes ich mein Messer heraus, um mir ebenfalls einige der originellen entgegen. Nur verdorrtes Unterholz und abgestorbene Bäume und auf eine Holztafel aufgezogenes Heiligenbild. Die Mitte des Postkarten anzufertigen, da ruft mich der Beginn einer heftigen gaben dem Feuer Nahrung. Destlich Staudwile schlugen aus Hügels schmückt noch ein aus Fichtenzäpfchen gebildetes Kreuz. Die Kanonade aus der in unserer Nähe aufgestellten Batterie schwerer einem größeren Bestand von halbvertrockneten Bäumen mächtige mit Bleistift auf die Holzkreuze getrigelten russischen Buchstaben Geschüße zu unserem Standort zurück. Hier hörte ich allerdings. daß der vorbereitete Sturm auf S.. noch nicht beginne, er heute Flammen durch die Rauchwolken hinaus. In der Nähe dieses kann niemand entziffern. Waldteiles trafen wir den Kommandeur der... in Begleitung Hauptmann V. kommt mit der Nachricht zurück, daß wir auf überhaupt wohl kaum zu erwarten sei. Bei der Rückfahrt zum Pressequartier bekam ich noch ein Bild cines Offiziers, der aus seinen praktischen Kenntnissen als Forst- das Waldnachtlager verzichten müssen, wir sollen alarmbereit bleiben und unser Nachtquartier im Walde an der Straße nach von den Schwierigkeiten, die um fünfzig bis hundert Stilometer mann Ratschläge zur Eingrenzung des Waldbrandes gab. Nichts ist so schlimm, daß es nicht auch seine guten Seiten Szawle aufschlagen. Zurüd geht's über einen furchtbar staubigen vor unsere Eisenbahnlinien hinausgeschobene Front mit all ihrem E& hätte. So auch in diesem Falle. Die Holzhütten in dieser Gegend Waldsandweg. Nach einer Viertelstunde ist der uns angewiesene Bedarf zu versorgen. Jeder Schuß aus einem der schweren Gereizen nicht als Quartiere. Besonders jetzt im Sommer nicht. Blatz erreicht. Am Waldrand auf der anderen Seite des Weges schüße erfordert unter Umständen einige Pferdearbeitstage. Der Wald bietet ein viel befferes Nachtlager. Nur die Mücken hat ein soeben angekommener Nachschub von Infanterie Quartier foll aber nicht nur Munition herangeschafft werden, den größten machen sich unangenehm bemerkbar. Gegen diese Plage versprach bezogen. Es sind mehrere Kompagnien, viele von der Mann- Teil der Lebensmittel für die Truppen, sowie das Futter für die der das Gehölz durchziehende Rauch guten Schuß. Also hinein in schaft, die in drei Tagen über hundert Kilometer zurücklegte, Pferde müssen die Gespanne ebenfalls zur Front bringen. Auf vielleicht schon morgen. Die Gespanne entfällt die Hauptarbeitsleistung trotz der Heranden Wald. Da, auf einmal geht ein Gefnatter los, gerade so, als tommen zum ersten Mal ins Feuer hätte ein Regiment Infanterie ein wütendes, unregelmäßiges Gegen 10 Uhr verlöschen überall die Lagerfeuer; die Soldaten ziehung einer großen Zahl von Lazautomobilen. Für den BerFeuer eröffnet. Aber kein Russe war in der Nähe. Es hatte bloß hüllen sich in ihre Decken, der Tornister dient als Kopfpolster. Noch wundetentransport werden die Pferdegespanne ebenfalls stark in das Feuer im Walde zurückgelassene Patronen zur Entzündung eine halbe Stunde lang hört man im Vorbeiwandern an einigen Anspruch genommen. Kein Wunder daher, daß die Wege von der gebracht. Ungefähr eine halbe Stunde lang dauert die Knallerei, Stellen noch flüsternde Unterhaltung, dann wird es ganz still. deutschen Grenze bis zu den verschiedenen Punkten der Front dann wird es still und ruhig. Wir suchen ein geeignetes Bläßchen, Stumm schreiten die Wachtposten auf und ab. Nun suchen auch von Kolonnen nicht leer werden. Oft bilden die hintereinander machen das Nachtlager zurecht. Aber bald läßt uns Kanonen- wir das Lager auf; einige legen sich im Walde nieder, andere herziehenden Wagen mehrere Kilometer lange Stetten. Und diese donner wieder aufspringen. Hauptmann V. zeigt in die Höhe, machen es jich nach Möglichkeit im Wagen bequem. Aber an Riesenschlangen winden sich hin und her, zur Front und wieder ein Stück organiganz hoch oben sehen wir die bekannten charakteristischen Schlaf war faum zu denken; auch an das Quartier im Freien muß zurück, immerzu, Tag und Nacht, bei jeder Witterung. Auch hier Schrapnellwölfchen ein, zwei, drei, immer noch mehr tauchen man sich erst gewöhnen. Obwohl uns die Hiße am Tage fast un- wird daheim wenig beachtet und gewürdigt auf, und die Kanonen donnern weiter. Nun bemerken wir auch erträglich dünkte, abends gegen 11 Uhr wurde es merklich fühl, sierter Arbeit geleistet, die von größter Bedeutung für die Entdas Schußziel ein Flieger ist's. Zwar erreichen ihn die Ge- wer nicht mit einer Dede ausgerüstet war, fror sehr. Morgens scheidungen auf den Kampffeldern ist. Würde der Train mit all schosse nicht, aber er hält es doch für geraten, sich schleunigst zu um halb drei Uhr schlief im Waldpressequartier nur noch ein ver- seinem Drum und Dran versagen, so könnte die tüchtigste Inentfernen. Bereits ist er unseren Augen entschivunden, hoch droben bündeter Ausländer; ein ganz fleißiger Tabakvernichter suchte fanterie, die allerbeste Artillerie weng leisten, sie wäre dem stehen noch immer die ganz langsam zerfließenden Schrapnell- schon nach seiner Zigarrentiste, andere machten im Dauerlauf die einde gegenüber wehr- und machtlos. Ueberhaupt kann aus dem wölfchen. Unser Führer begibt sich zum Stabsquartier, um Er- etwas steif gewordenen Glieder wieder geschmeidig Plötzlich rief bielgestaltigen Kriegsorganismus fein Teilchen herausgenommen, fundigungen einzuholen. Wir andern benutzen die Zeit, um das jemand: Man fann schon photographieren! Um fünf Uhr stand feines außer Betrieb gesetzt werden, ohne die ganze Maschineric Baldlagerleben etwas anzuschauen. Hier und da brennen noch vor unseren Wagen auf einem richtigen Tisch dampfender Tee empfindlich zu stören. Ein Teil ist immer nur wertvoll und unfleine Feuerchen, an welchen die Soldaten noch etwas Abendbrot und Kaffee. Nach dem Frühstück, das sich ziemlich lange hinzog, entbehrlich, wenn alle anderen Teile ihm dienstbar sind. An jedem zubereiten. Am Waldessaum grasen die Pferde, in das Gehölz hinein wurde Kriegsrat gehalten und beschlossen, vorläufig abzuwarten, Erfolge hat jeder Mitwirkende im Gesamtrahmen seinen Anteil. Düwell, Kriegsberichterstatter. geschoben sieht man allerlei Nachtlager; improvisierte Holzhüttchen, Nachrichten aus dem Stabsquartier einzuholen. Um sieben Uhr machten Gefangene und erbeuteten drei Maschinengewehre. In Gegend Olty machten unsere Truppen froß erbitterten Wider standes des Feindes Fortschritte. Bei diesen Gefechten verlor der Feind 200 Tote, darunter einige Offiziere, und ließ Gefangene, eine Menge Gewehre, Zelte und Ausrüstungsgegenstände in unseren Händen. An den Dardanellen nahm unsere Artillerie am 17. Juni bei Ariburnu die feindlichen Funken- und heliostati schen Anlagen unter Feuer. Der größte Teil der dort arbeitenden feindlichen Soldaten wurde getötet. Ein feindliches Torpedoboot wurde durch ein Artilleriegeschoß schwer beschädigt. Am 18. Juni beschoß unsere Artillerie erfolgreich den linken Flügel des Feindes und verursachte ihm große Verluste, Um sich gegen das wirksame Feuer unserer Küstenbatterien zu schüßen, hatte der Feind seine Stellung gewechselt, aber auch die neuen Stellungen wurden von denselben Batterien beschossen. Die feindliche Artillerie, die das Feuer auf unsere Infanterie eröffnet hatte, wurde zum Schweigen gebracht. An den übrigen Fronten ist die Lage unverändert. Der Seekrieg. Vom U- Bootskriege. London, 19. Juni.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Dampfer Dulcie"( 2000 Tonnen) ift an der Küste von Suffolk ohne Warnung von einem deutschen Unterseeboot torpediert worden. Ein Mann ist tot, die übrigen Leute werden. " 11. George. vorlage gestimmt und sie hätten fyftematisch schon monatelang 1 Attentat auf die Rechte des finnischen Wolfes Bot. vor dem Kriege die chauvinistischen Instinfte der Arbeiter bereitet. Die chauvinistische Gehässigkeit wird zur Aufreizung massen gegen Frankreich, Rußland, England und Serbien gegen die russischen Bürger deutscher Abstammung benut. wachgerufen, so ist das Machtverk des Umlernens genügend Unter dem Vorwand der Wahrung von Militärgeheimnissen find alle Blätter ukrainischer und deutscher Sprache und die charakterisiert. Uns mit dem Ehrenmann in eine Diskussion einzulassen, ganze Arbeiterpresse vollständig unterdrückt." Die Erflähaben wir um so weniger Veranlassung, als das Organ der fran- rung schließt mit dem Wunsche der sozialdemokratischen zösischen Sozialisten, die„ Humanité" bereits in mehreren Ar- Partei, sofort an der baldigsten Beendigung tikeln die Verteidigung der deutschen Sozialdemokratie gegen des Krieges mitzupirfen und auf den Fricdie Laskineschen Anrempelungen durchgeführt hat. Sie stellt densschluß hinzuarbeiten. sowohl die Behauptung richtig, daß wir für die Heeresvorlage von 1918 geftimnut hätten, wie sie mit Nachdruck die Ver- Die englischen Bergarbeiter gegen Lloyd dächtigungen zurückweist, als hätten wir die deutschen Arbeiter gegen das Ausland verhetzt. Die Sumanité" zitiert Vorwärts", amtliche Ereine Reihe von Artikeln des Manchester, 20. Juni.(.. B.) Der Londoner Korre tlärungen der Partei usw. und fährt dann fort: spondent des Manchester Guardian" schreibt: Bei " So hat am Vorabend des Serieges die Sozialdemokratie, der ant 17. d. M. abgehaltenen Sonferenz von Berweit entfernt davon, chauvinistische Leidenschaften wachzurufen, alles getan, was sie konnte, um die öffentliche Meinung übertretern der Gewerfichaften mit dem Minister für Kriegsmunition Lloyd George fehlten Vertreter die wahren Verantwortlichkeiten des Konflifts aufzuffären. Die Wahrheit ist, daß sie bis zum letzten Moment für den der Bergarbeiter. Ihre Abwesenheit war nicht zufällig Frieden gekämpft hat.... Entweder hat Herr Laskine diese und nicht ohne Bedeutung. Sie ist um so bedauerlicher, als Terte gekannt und ihnen nicht Rechnung getragen, sondern sie die Konferenz das Prinzip des obligatorischen Schiedsgerichts systematisch verheimlicht, und wie soll man dann sein Vorgehen annahm, das die Organisation der Bergarbeiter scharf becharakterisieren? Oder Herr Lastine wußte nichts von diesen Dingen, warum aber hat er es dann unternommen, die Geschichte fämpft. Die Bergarbeiter fallen zwar an sich nicht unter die Kategorie der Munitionsarbeiter, aber Stohle ist mittelbar und von Ereignissen zu schreiben, die ihm unbekannt waren?" Dem brauchen wir von deutscher Seite nichts hinzu- unmittelbar mit die wichtigste Kriegsmunition, und es ist unvermeidlich, daß Lloyd George einige Kohlengruben als unter zufügen. Staatskontrolle stehend in Anspruch nimmt. Es scheint beabsichtigt zu sein, das obligatorische Schiedsgericht auf alle Indie Frage ist, ob es zweckmäßig ist und nicht die Arbeiterklasse aufreizen, und mehr Schaden anstiften wird als es wert ist. igen Zuto konnten gerettet w. Der Dampfer„ Milifa" Jules Guèsde über das Ende des Krieges. buſtrien auszubehnen; Dies wäre burchaus gerechtfertigt, aber London, 20. Juni.( W. T. B.) aus Leith ist torpediert worden. Ein englischer Rechtfertigungsversuch. London, 20. Juni.( W. T. B.) Die Admiralität teilt mit, daß das deutsche Unterseeboot, dessen Versentung am 25. März mitgeteilt wurde, von einem britischen Kriegsschiffe versenft worden ist. ( Es handelt sich hier um U 29( Sapitänleutnant Beddigen), der nach den bisherigen Meldungen von einem englischen Tankdampfer, der die schwedische Flagge führte, gerammt wurde.) Nach einer Mitteilung des Lokal- Anzeigers" wird aus 2e Havre gemeldet: Zur Versenkung des norwegischen Dampfers Shnen versichern: spätestens in drei Monaten muß ji „ Granit". Jules Guèsde, der Minister ohne Portefeuille, begab sich am vergangenen Sonntag nach dem halb verwüsteten Städtchen Béthune, wo sich zurzeit viele Hunderter Dünkirchener und Utrechter aufhalten. Gleich seinem Amtsfollegen Jules Malvy, dem Innenminister, mußte Guesde die Frage: Wann ist der Strieg zu Ende?" beantworten. Malvy zog sich vor einigen Wochen aus der Klemme, indem er versicherte, daß man an einen Groberungstrieg nicht im entfernteſten dächte. Guesde, der als Minister ohne Portefeuille freier sprechen darf, erklärte rundweg:„ Sowohl ich als auch meine Freunde Malvy, Sembat, Thomas erivägen die Möglichkeit eines baldigen ehrenvollen Frie densschlusses, der uns alle Bürgschaffen gegen neue Angriffe bietet, der ganzen Welt die Sicherheit verschafft, daß es nicht mehr einem solchen Kampf wie dem jebigen kommen wird. Ich darf das Schicksal Europas entschieden haben, spätestens Ende September werden wir flar sehen. Der Geschützdampf wird Berlin, 20. Juni.( W. T. B.) Gegenüber Nachrichten zu Boden sinken vor der gebieterischen Forderung: Friede!" der nordischen Presse, die die Versenkung des nor we- In den nordfranzösischen Zeitungen aller Nuancen fand diese jchen Dampfers Granit" einem deutschen Unter- Mitteilung des Sozialisten Guèsde eine freudige Aufnahme. Télégramme du Pas de Calais"," Havre Eclair"," Populaire de Nantes" ſeeboot zuſchrieben und auch in anderer Hinsicht unzutreffend geben ihrer Genugtuung darüber Ausdrud, bak Frankreich die waren, wird von zuständiger Seite folgendes festgestellt: Der Leiden und Entbehrungen eines zweiten Winterfeldzuges Dampfer„ Granit" wurde auf der Reise von Gotenburg nach nicht mehr werde ertragen müssen. England von einem deutschen Hilfskreuzer angehalten und durchsucht. Da die Ladung aus Grubenhölzern, also absoluter Konterbande, bestand, so waren Schiff und Ladung verfallen, und da die Einbringung der Prise in einen deutschen Hafen ohne Gefährdung des Hilfskreuzers nicht möglich war, wurde das Schiff in Uebereinstimmung mit dem gültigen Völkerrecht versenkt. Zur„ Lufitania"-Affäre! London, 20. Juni.( W. T. B.) Die Schlußfißung der amtlichen Untersuchung über den Untergang der Lufitania" wurde unter Ausschluß der Deffentlichkeit gehalten. Im Unterhause fragte nach einer Londoner Meldung der Frankfurter Zeitung" Sir Ginnel den Präsidenten des Board of Trade, ob es möglich sei, den Ort festzustellen, an dem die„ Lufitania" gesunken sei. Es solle dann unparteiisch durch Taucher eines nicht finanziell an dem Schiffe beteiligten neutralen Landes festgestellt werden, ob das Schiff bewaffnet gewesen sei und ob es Munition an Bord gehabt habe. Runchinon erwiderte, daß es zweifelsohne interessant sei, wenn diese Untersuchung vorgenommen würde, die Schwierigkeiten liegen aber darin, daß das Schiff in zu tiefe See gesunken sei, und daß an jener Stelle feindliche Unterseeboote die Untersuchung stören würden. London, 20. Juni.( T. U.) In der vorgestrigen Sitzung des Seegerichtes über den Verlust der„ Lusitania“ wurde der Vorsitzende der Gunardlinie als Zeuge vernommen. Durch das Verhör sollte festgestellt werden, ob die Torpedierung hätte verhindert werden fönnen, wenn die Lusitania" mit Volldampf, statt mit gemäßigter Geschwindigkeit, wie aus Ersparnisgründen von der Gesellschaft befohlen worden war, gefahren wäre. Der Zeuge erklärte, daß seiner Meinung nach die Geschwindigkeit keinen Einfluß gehabt haben würde. Auch mehrere Kapitäne tamen bei dieser Frage zu demiſelben Ergebnis und erklärten einstimmig, daß das beste Mittel, sich den Angriffen der Unterseeboote zu entziehen, darin bestehe, in Zidzadlinie zu fahren. London, 20. Juni.( W. T. B.) Das„ Reutersche Bureau" meldet aus New York: Gegen den Deutschen Stahl, auf dessen eidliche Aussage, er habe Kanonen an Bord der„ Lusiatania" gesehen, die deutsche Botschaft Vorstellungen bei Wilson erhob, ist das auptverfahren wegen Meineids beschlossen worden. Laskine und die Humanité. Englische Krupplieferanten verurteilt. London, 20. Juni.( T. 11.) Die Eisenhändler Hetherington und Wilson in Edinbourgh, die nach Ausbruch des Krieges von Rotterdam aus Eisenerz an die Firma Krupp abliefern ließen, wurden zu je sechs Monaten Gefängnis und 2000 Pfund Sterling Geldstrafe verurteilt. Die griechischen Wahlen. Nunmehr steht fest, daß die Partei Veniselos 186 von 316 Mandaten gewonnen hat. Veniselos verlangt die sofortige Einberufung der Kammer und den Rücktritt des Kabinetts Gumaris. Veniselos wird bald die Leitung seiner Partei übernehmen und später das Ministerium bilden. Seine Absichten über die Stellungnahme Griechenlands zum Krieg sind unbekannt. Es wird aber angenommen, daß er eine vorsichtigere Haltung einnehmen wird. Eine Athener Meldung des Secolo" zufolge gab Ministerpräsident Gunaris zu, daß die Venizelos- Partei bei den Wahlen den Sieg davongetragen habe. Gunaris fügte hinzu, sobald der Zustand des Königs das Abhalten einer Stonferenz ermögliche, werde er die Konsequenzen aus dem Wahlergebnis ziehen, was hoffentlich noch vor Veröffentlichung der Stammer der Fall fein werde. Gegen das" Räntfejpiel" der sozialistischen Minister erhebt sich die Seppreffe in ungestümen Beleidigungen und Drohungen. Ent fernung dieser Verräter verlangen einige angesehene flerifal- natio erbe Sociale" teilt Derbe mit, daß sich it regter get in Ein neutrales Urteil über die deutschen nalistische Zeitungen, wie„ Libre Barole" und" Gazette de France". " Guerre Servé in Zeit sehr nervöser Ton in die Felopottbriefe eingeschlichen und französischen Kriegsgefangenenlager. hat. Die Soldaten tritifieren ihre Vorgesetzten und sprechen von schiveren Verlusten. Bern, 20. Juni.( W. T. B.) Der Bund" veröffentlicht einiges aus den Berichten des Nationalrates Eugster und des Die Drückebergerfrage in der französischen Oberstleutnants Me ar bal über ihre Besuche in den GefangeKammer. Baris, 20. Juni.( W. T. B.) Die Kammerfisung am Donnerstag, in der der Gefepesantrag Dalbics erörtert wurde, verlief sehr bewegt. nenlagern in Frankreich und Deutschland. Ueber die deutschen Lager heißt es: Wir erkennen voll und ganz dic borzüglichen Einrichtungen, die bis ins Sleinste ausgedachte Or ganisation und die ausgezeichnete Verwaltung der Lager an. Schade, daß die Ernährung nicht auf der gleichen Höhe steht. Der Der Sozialist Raffin- Dugens griff die Regierung allgemeine Eindruck ist: Die deutschen Behörden bemühen sich allen heftig an und warf dem Kabinett vor, es habe sich auf eine durch Ernstes, in materieller und moralischer Hinsicht die Lage der Geaus unparlamentarische Weise gebildet und den Parlamentarismus unterdrückt. Wenn man, so rief Raffin aus, mit Dekreten re- fangenen stets zu verbessern und sind geleitet von gutem Wiffen, giert und das Parlament diskreditieren läßt, so bereitet man die die durch die Gebote der Menschlichkeit diftierten Pflichten gewiffenWege zur Diktatur vor. Unter lebhaften Protestrufen des Zen- haft zu erfüllen. Von den französischen Lagern heißt cs trums und der Rechten forderte Präsident Deschanel Raffin unter anderem: Die Unterkunftsräume lassen mancherorts für auf, sich unsachlicher Angriffe zu enthalten. Raffin verlas Offiziere und Soldaten zu wünschen übrig, weil es meist ältere sodann Briefe und Beschlüsse von Arbeitervereinen, aus Bauten sind, die hygienisch ziemlich primitiv sind, weil sie nur denen hervorging, daß bei der Verteilung der Mannschaften für notdürftig ihrem Zweck dienstbar gemacht sind. Ueberhaupt scheinen die Landesverteidigung in den arbeitenden Betrieben starke verschiedene wichtige Fragen der Hygiene, wie Bäder, Douchen, Günstlingswirtschaft bestehe. Eine große Zahl der front- Catrinen, Trinkwasser, hier nicht so vortrefflich ihre Lösung gedienstfähigen Mannschaften habe sich dank ihrer Beziehungen vom Zatrinen, Trinkwasser, hier nicht so vortrefflich ihre Lösung ge= Frontdienst gedrückt. Raffin griff einzelne Abgeordnete der Rech- funden zu haben, wie in Deutschland. Die Nahrung dürfte qualiten an. Er wurde vom Präsidenten wiederholt zur Ordnung ge- tativ besser sein, namentlich für die Gefangenen, welche Arbeitsdienst leisten, also genügend ernährt werden müssen. Mehr gerufen. tan verden könnte auch in der Frage der Kantinen. Die Offiziere werden nach unserer Beobachtung strenger behandelt als die Mannfchaften. Darauf ergriff der Vorsitzende des Heeresausschusses, General Pédoya, das Wort. Er erklärte, der Strieg werde lang, sehr lang sein. Die Annahme des Gesezesantvages jei eine Notwendigkeit. Dieser decke sich mit dem Volksempfinden, das der Drückebergerei und Günstlingswirtschaft müde sei. Béboya verlas gleichfalls Buſchriften, darunter den Brief eines Deutsch- österreichischer Wirtschaftsverband. Offiziers von der Front, in dem Einspruch gegen die Drückebergerci Am Sonnabend hielt in Berlin der Mitteleuropäische erhoben wird. Pédoya wollte Angaben über die geheimen Verhandlungen des Heeresausschusses über den Gesezesantvag machen. Wirtschaftsverein seine diesjährige Generalversammlung Sin großer Teil des Hauses, das den Ausführungen Bedoyas un- ab, die in der Hauptsache der Frage der wirtschaftspolitischen Anruhig und mit zahlreichen Unterbrechungen zuhörte, brach in die näherung zwischen Deutschland und Oesterreich- Ungarn gewidmet Die großen industriellen und landwirtschaftlichen Verbände Die Unruhe erreichte den Höhepunkt. Rufe Demission" aus. waren fast alle vertreten, ebenso viele Handelskammern. Pédoya konnte seine Rede nicht beenden. Folgende Resolution wurde angenommen: Der Berichterstatter zum Gesetzesantrage, der Abgeordnete Baté, bemühte sich, den Entrüstungssturm zu beschwichtigen. Angesichts der unruhigen Haltung des Hauses bat Baté, die Fortfegung der Debatte auf den nächsten Donnerstag zu verlegen, damit der Heeresausschuß Zeit habe, sich mit dem Kriegsminister über eventuelle Aenderungen im Gefeßesantrage und die endgültige Fassung des Antrages verständigen zu können. Er hoffe, dann den Tert zu bringen, der allen Genugtuung geben und die heilige Einigkeit nicht stören werde. Gemäß dem Antrage Paté wird die Debatte am DonnersWie anderswo gibt es auch in Frankreich Leute, die im Kriege unigelernt haben. Bu ihnen gehört nicht zuletzt ein Herr Laskine. Ehedem Sozialist und eifriger und unerbittlicher Anhänger und Verkünder der Lehren von Karl Mary, ist tag fortgesetzt werden. er neuerdings zu der Ueberzeugung gelangt, daß der Sowar. " Die Versammlung spricht als ihre lleberzeugung aus, daß der auf den Schlachtfeldern von den verbündeten Truppen Deutschlands und Desterreich- Ungarns brüderlich geführte Kampf wie auf anderen Gebieten staatlicher Betätigung auch auf dem wirtschaftspolitischen eine möglichste Annäherung der verbündeten Monarchien zum Ergebnis haben muß. Der Mitteleuropäische Wirtschaftsverein in Deutschland hält es dadurch für geboten, die Schaffung eines weiten einheitlichen Wirtschaftsgebietes. zu betreiben, sei es mit gemeinsamer Zollgrenze und einer den Bedürfnissen beider Volkswirtschaften angepaßten Zwischenzollinie, deren Abbau erst in der Frist einiger Jahrzehnte zu erfolgen hätte, oder durch gegenseitige zollpolitische Vorzugsbehandlung, vor allem auch in Gestalt der auf späteren Ausbau dieser Freiliste. Der Mitteleuropäische Wirtschaftsverein in Deutschland wird darüber mit jenen in Oesterreich und Ungarn als Vertretern der österreichischen und ungarischen Volkswirtschaft in Verbindung treten." zialismus auf falscher Fährte sei, daß der Internationalis. Eine Kundgebung der russischen Sozial- Bermehrung der sollfret eingeführten Waren mit dem Ausblick mus mit aller Macht befämpft werden müsse und vor allem, daß die deutsche Sozialdemokratie von jeher Verrat geübt und dem Chauvinismus Helfershelferdienste geleistet habe. demokratie. Letzte Nachrichten. Die russische sozialdemokratische Partei Da sich in Frankreich fein Parteiorgan fand, das hat, nach einer Mitteilung der„ Pol. Rundsch.", auf Antrag des den neuen Ideen des befehrten Herrn Laskine seine Spalten Duputierten Tscheidse eine Erklärung beschlossen, in der öffnete, wandte er sich kurzentschlossen an den Matin". es inter anderem heißt:„ Es wird in Rußland das Recht Er flopfte selbstverständlich nicht vergebens an, denn bürger- der Nationalitäten auf freie Entwickelung, Befreiung liche Organe wissen immer den Wert eines Sozialisten zu und Vereinigung Polens und Freiheit der Südslawen proZu den Kämpfen in Kamerun. schätzen, der die Grundsäße seiner Partei preisgegeben hat flamiert, zugleich aber werden die uralte Politik der UnterParis, 20. Juni.( W. T. B.)( Meldung der Agence Savas.) und gegen die vordent von ihm selbst vertretenc Politik drückung der Völker und die Entfachung der nationalistischen Sturm läuft. Laskine konnte in dem Boulevardblatt eine Leidenschaften und Vorurteile in noch nie dagewesenem Maße Der Kolonialminister wurde vom Gouverneur von Französischganze Serie von Artikeln gegen die deutsche Sozialdemokratie gehandhabt. Die Lösung des nationalen Problems in Gali- Aequatorial- Afrika telegraphisch benachrichtigt, daß infolge einer veröffentlichen, die von Entstellungen und Rügen wimmelten. 3 i en geschieht durch die üblichen Machinationen der gewalt- Reihe sehr beftiger Kämpfe, welche am 24. Mai begonnen wurden, nach zweiundsiebzigstündigen Tag und Nachtkämpfen am 29., 30. Sie sind unter der Ueberschrift„ Die Sozialisten des Kaisers; samen Russifizierung der Bevölkerung, religiöse Verfolgun- und 31. Mai die stolonie von Shanga den Feind in Monjo zur das Ende einer Lüge" jezt auch in Broschürenform erschienen, gen und Bernichtung der Freiheiten, die man bisher in Gali- Stapitulation(?) zwang. Der Widerstand des Feindes war hartDie Kolonne nahm mehrere(?) Guropäer gefangen, und wenn wir nur hervorheben, daß Laskine behauptet, die zien unbehindert genießen konnte. Gleichzeitig mit der Ver- nädig. deutschen Sozialdemokraten hätten 1913 für die Heeres- kündung der künftigen Autonomie Polens wird ein neues darunter einen Offizier und zahlreiche(?) Schüßen, Aus Groß- Berlin. Auf Urlaub. ant und drei Jahren Ehrverlust, Schlosser August aron zu zweil der erste Kriegsmonat. Immerhin betrug die niedrigste Besucherzahl am Jahren Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust, Tapezierer 2. Auguft- noch 105, während der Durchschnitt in den fünf KriegsMichael Barell zu ein Jahr sechs Monaten Gefängnis, monaten August bis Dezember eine tägliche Besucherzahl von 210 zwei Wochen Haft und drei Jahren Ehrverlust, die Arbeiterin ergibt. Während des Winters wurden an den Sonntagnachmittagen Elise Schulz zu ein Jahr sechs Monaten Gefängnis, wieder Märchenvorlesungen für Kinder veranstaltet, die sich eines zahlreichen Besuches erfreuten. Das Erscheinen eines größeren Wohl hundertmal am Tage hat er mir's erzählt, der Else Döring zu neun Monaten und Elisabeth Dom- Nachtrags zum Katalog, mit dessen Druck im Auguſt begonnen fleine Knirps. Vater stand in Belgien seit langen Monaten. browski zu acht Monaten Gefängnis. Der Angeklagte wurde, hat sich durch die Einberufung des Segerpersonals wieder Damals, als er fort mußte, ging Bubi mit bis an die nächste Tapezierer May Borchert wurde freigesprochen. Die um und wieder bis jezt verzögert; er wird aber jetzt zur Ausgabe Straßenbahnhaltestelle. Seine kleinen Finger frampften sich 9 Uhr morgens begonnene Sihung dauerte mit Unterbrechung durch kommen. fest in die breite Manneshand, tapfer griffen die kleinen eine Mittags- und eine kurze andere Pause bis nachts Die finanzielle Lage der Lefehalle ist trotz eines Vermächtnisses Beinchen aus und die klugen, hellen Kinderaugen suchten bald 12% 11 hr. den Blick des Vaters, bald den Blick des Vorübergehenden. Was diese Stunde bedeutete für Bubis Schicksal, konnte das Bestanderhebung unversponnener Schafwolle. Kleine Kinderherz wohl nicht erfassen. Aber daß etwas UnDas Oberkommando in den Marken erläßt unter dem gewöhnliches vor sich ging, das fühlte auch der kleine Knirps 20. Juni eine Bekanntmachung betreffend Bestanderhebung mit seinen acht Jahren. Hierauf deutete ihn schon das unversponnener Schafwolle. Die Verfügung tritt am völlig veränderte Wesen der Mutter in in der vorher 30. Juni 1915 in Kraft und betrifft ungewaschene Wolle eingehenden Zeit. Zudem war so viel vom Krieg gesprochen worden, ein Lehrer nach Rammzug, Kämmlinge und Wollabgänge. Die Meldung hat auch in der Schule schließlich Rückenwäschen, gewaschene und karbonisierte Wolle, em andern nahm Abschied von seinen Schülern, und die bis spätestens zum 10. eines jeden Monats zu erfolgen. Für Stinder selbst erzählten von ihren Vätern und Brüdern, die die Meldepflicht ist der am Monatslekten 12 Uhr nachts be. gleichfalls hinausgezogen waren. Und dann kam der Tag, stehende tatsächliche Zustand maßgebend. wo Bubis Vater fortmußte. Ganz frühmorgens. Die Eltern stehende tatsächliche Zustand maßgebend. hatten ganz leise gerüstet, aber der Kleine hatte längst nicht mehr schlafen können, und endlich war er aus seinem Bettchen gesprungen und hatte sich seinem Vater weinend an den Hals gehängt. So waren sie bald hernach die Straße entlang gegangen und hatten die Elektrische erwartet. Hier nahm er Abschied vom Vater. Die Monate vergingen. Unregelmäßig trafen die Briefe zu Hause ein. Aber der Vater lebte und war gesund. Der Frühling kam und mit ihm die Nachricht, daß Vater auf Urlaub fäme. Schon vor Schulbeginn kam Bubi zu mir herübergerannt, glutrot im Gesicht vor Freude und Aufregung. Vater kommt auf Urlaub!" Immer wieder jubelte es der kleine Mund hinaus, sie war rührend, diese Freude des Kindes. Eines Vormittags ging Mutter mit Bubi zum Anhalter Bahnhof. Dort warteten sie auf dem Bahnsteig bis der Zug kam. Die Mutter mußte den Jungen frampshaft festhalten, als ihr der Vater aus dem einlaufenden Zuge herausminkte. Und dann kam der Moment, wo Bubi wieder den Vater umfassen konnte in überglücklicher Freude. Kaum daß die Mutter ihren Mann begrüßen konnte. Bubi hatte ganz Besitz von ihm genommen. Doch die frohen Lage verrannen, jest winft abermals die Stunde der Trennung. Wieder wird der Kleine seinen Vater begleiten mit dem innigen Wunsch, ihn froh und gesund wiederzusehen. Die Kriegsschwindler vor den Geschworenen. Der vor dem Schwurgericht des Landgerichts I seit dem 14. Juni verhandelte Prozeß gegen die zehn KriegsschwindIer, die in der Rolle ostpreußischer Flüchtlinge unter Fälschung öffentlicher Urkunden die Eisenbahnbehörde und die Wohltätigkeitsinstitute getäuscht haben, ist nach fünftägiger Verhandlung in der ersten Morgenstunde des gestrigen Sonntags zu Ende gegangen. Die Geschworenen hatten eine schwere Aufgabe zu bewältigen, denn es wurden ihnen 135 Haupt- und einige Nebenfragen zur Beantwortung vorgelegt. Schon die Verlesung dieser Schuldfragen nahm über eine Stunde Zeit in Anspruch. Die Beratung der Geschworenen dauerte 4½ Stunden, nach dem Wahrspruch hatten jich sämtliche Angeklagte, bis auf einen, im Sinne der Anklage schuldig gemacht. Unter Zubilligung mildernder Umstände wurden verurteilt: Arbeiter Walter Bartelt zu 3 Jahren Das Opfer des Mädchenmörders, die kleine Else Leh aus der Stralauer Allee, wurde gestern nachmittag um 5 Uhr unter großer Beteiligung auf dem katholischen Friedhof an der Hermannstraße zu Neukölln zur letzten Ruhe beſtattet. Die 7. Klasse der Gemeindeschule in der Forster Straße, die die Ermordete besuchte, und die Gesangsklasse erschienen vollzählig. Auch die anderen Klassen sowie das Lehrerkollegium waren zahlreich vertreten. Zu dem Morde selbst wird mitgeteilt, daß es bisher nicht gelungen ist, einen Anhalt zur Entdeckung des Täters zu finden. von 6500 Mark, dessen Zinsen ihr vom laufenden Jahr zufließen, durch die wirtschaftlichen Folgen des Weltkrieges ungünstig beeinflußt.„ Wenn aber," so bemerkt der Bericht, unsere Arbeit im Kampf gegen Niedriges und Rohes das wirken für Vertiefung des Fühlens und des Denkens nicht brachliegen, sondern vorwärtskommen soll, bedürfen wir mehr denn je der Hilfe und der tatkräftigen Freundschaft aller derer, die mit uns der Meinung sind, daß gerade in dieser Zeit ein gutes Buch Erholung, werden in der Lesehalle oder durch den Schatzmeister Paul Jaffé, Kräftigung und Tröftung bringen kann, daß auch unsere Losung nur heißen darf:„ Durchhalten." Beiträge zur Förderung der Lesehalle Charlottenburg, Suarezftr. 64, gern entgegengenommen. Radrennen im Treptower Park. Im Sportpark Treptow stan den sich am Sonntag im Großen Preis von Berlin, einem Dauerrennen über 100 Kilometer in drei Läufen, Arthur Stellbrinck, Fritz Bauer, Piet Dicentmann und Albert Schipke gegenüber. Stellbrind, der alte Matador der Bahn fand in Bauer, der erst zum dritten Male hinter großen Motoren sich versuchte, einen durchaus ebenbürtigen Gegner. Jm 20 und 30 Kilometerlauf blieb Stellbrinck erster, während er im dritten Lauf über 50 Kilometer von Bauer in einem scharfen Rennen geschlagen wurde. Dickentmann, der zeitweise vorzüglich fuhr, belegte den dritten Platz. Nach der Wertung hatte Stellbrind 21, Bauer 17, Didentmann 14 und In einem Dreikampf trafen sich Arend, Schipke 8 Punkte. Peter und Teschmer. Erster blieb im ersten und letzten Laufe des Rennens Arend, während er im zweiten Laufe den zweiten Plazz belegen konnte. Zweiter Peter, dritter Teschmer.- Ein Berfolgungsrennen über 10 Kilometer wurde von Bawke und Lewanow bestritten. Ersterem gelang es, während der Strecke 120 Meter aufzuholen. Eine bemerkenswerte Angabe haben neuerdings wieder zwei junge Mädchen gemacht. Diese gingen am Sonnabend vor 8 Tagen, an jenem Tage, an dem Else Leh um 3½ Uhr die Schule in der Forster Straße verließ, von der Stralauer Allee her um 9% Uhr abends über die Oberbaumbrücke. Sie benußten den östlichen Fußgängerweg unter der Hochbahn. Ungefähr in der Mitte der Brücke fahen die Mädchen einen Mann am Geländer stehen. Als sie ungefähr ihm gegenüber waren, hörten sie ein klatschendes Geräusch, Im Schiller- Theater O.( Wallnertheater) findet am Montag, als wenn ein größerer Gegenstand ins Wasser geworfen wurde. Einige Pfeiler weiter traten beide Mädchen an das Geländer und den 21. Juni, die letzte Vorstellung des Nestroyschen Schwankes sahen, daß das Wasser noch aufgeregt war, wie nach dem Hinein- Lumpacivagabundus" in dieser Spielzeit statt. Dienstag, den fallen eines größeren Gegenstandes. Weil es schon dunkelte, können 22. Juni, geht„ Der Raub der Sabinerinnen" in Szene. die Mädchen den Mann nicht näher beschreiben. Sie glauben, daß er einen grauen Jafettanzug und einen dunklen Hut getragen habe. Eine Bedeutung maßen sie dem Vorfall erst bei, als sie jetzt von dem Auffinden der ermordeten Else Leh in dem in der Spree treibenden Karton lasen. Der Mann ging, nachdem sie das Geräusch gehört hatten, schnellen Schrittes nach der Stralauer Allee zu weg. Sie selbst gingen nach dem Blick ins Wasser nach der anderen Richtung weiter. Ein Straßenunfall ereignete sich am gestrigen Sonntagnachmittag gegen 5 Uhr in der Scharrenstraße zu Charlottenburg. Dort fuhr ein Motorwagen der Linie W in der Richtung nach Lichterfelde in die falsche Weiche und stieß dabei gegen den aus entgegengesetter Richtung kommenden Straßenbahnzug derselben Linie. Dabei erlitten drei Passagiere Hautabschürfungen im Gesicht durch umherfliegende Glassplitter. Alle drei konnten jedoch ihren Weg fortſetzen. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Dienstagmittag: Jm Binnenlande vorwiegend heiter und trocken, in den Tagesstunden überall mäßig warm; im Küstengebiete vorübergehende Zunahme der Bewölkung, aber keine erheblichen Niederschläge. Aus aller Welt. Das Bombenattentat in Sofia vor Gericht. Der Prozeß gegen die Urheber des Bombenattentats im städtischen Kasino in Sofia, bei dem seinerzeit während eines Mastenballes die Tochter des Kriegsministers Fitschew von Bulgarien, der Sohn des Generalstabschefs Bojajedjew, ſowie zwei andere Feſtteilnehmer getötet und 12 Personen verwundet wurden, wird ant 24. Juni vor dem Kriegsgericht in Sofia beginnen. Angeklagt sind insgesamt 7 Personen, denen außerdem noch andere schwere Verbrechen zur Last gelegt werden. Die Verhandlungen sollen in voller Oeffentlichkeit geführt werden. Die öffentliche Leschalle der Deutschen Gesellschaft für ethische Kultur, Rungestr. 25, deren 20. Jahresbericht uns vorliegt, ist im und hat Jahre 1914 von 81 312 Perionen besucht worden 42 445 Bücher verliehen. Der alles beherrschende Geist der Zeit Ein weiblicher russischer Soldat in deutscher Kriegsgefangenschaft. machte sich stark in der Lejehalle geltend: An Ort und Stelle wurden fast ausschließlich Tageszeitungen und Zeitschriften Von den über 40 000 Gefangenen der Armee des nis und 5 Jahren Chreerlust, Dechaniter Dag inte und aktuelle Broschüren gelesen und bei den nach Hauſe verliehenen von Madenien entfallen, wie die Deiche e Generaliter, 34 Büchern spielten geschichtliche Werke, Denkwürdigkeiten, Kriegs- etwa 13 000 nebst Geschüßen usw. auf das Korps François. Unter vier Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust, Kellner geschichte und Kriegsromane eine große Rolle. Die Lesehalle suchte diesen Gefangenen befindet sich die Tochter eines russischen Friz Schliephate zu 4% Jahren Gefängnis und 5 Jahren ihre Aufgabe darin, solche Wünsche, nach Möglichkeit, auf die besten Obersten, die in Einjährigen Uniform den Krieg Ehrverlust, Kellner Ernst Bosser zu drei Jahren Gefängnis Bücher dieser Art zu lenken. Den stärksten Rückgang der Benugung zeigt mitmachte. Mehrere tüchtige = Dreher werden bei hohem Verdienst sofort eingestellt. Geübte Bohrer Zentralverband der Zimmerer Deutschlands auf hauswirtschaftliche Maschinen für Orenstein& Koppel- Artur Koppel bauernde gute Beschäftigung gesucht. Dienstag, den 22. Juni 1915, abends 8, Uhr, im Aktiengesellschaft Lokomotivenfabrik, Nowawes. Fritz Puppel, Grägstr. 59. Zahlstelle Berlin und Umgegend. Gewerkschaftshaus, Engelnfer 15, Saal 1: Allgemeine Touristenverein ,, Die Naturfreunde" titglieder- Versammlung. TOURISTE DIE NATUR VEREIN FATURFREUND * A Angeschlossen der Zentralkommission für Sport und Körperpflege. Ortsgruppe Berlin Jeden vierten Mittwoch im Monat Ortsgruppensitzung i. Vereinslokal Berliner Klubhaus, SO. Ohmstraße 2( Köpenicker Straße). In der Nacht vom Sonnabend, den 26. zum 27. Juni: Sonnwendfeier am Pätzer= Hintersee bei Groß= Besten. Musik, Volkstänze, Abbrennen eines Holzstoßes usw. Programm 10 Pf. 1/17 Fahrgelegenheiten: 3.15 und 7.15 nach Gr.- Besten( Fernzug). 6.40, 7.40 und 8.40 Vorortzug nach Königswusterhausen. IF Führer zu jedem Zuge in Gr.- Besten am Bahnhof. M MANOLI Die führende Zigarette Zagesordnung: Die Kriegsfürsorge." Referent: Stadtverordneter Gen. Adolf Ritter. Guten Besuch erwartet 254/7 Spezialarzt Dr. med. Karl Reinhardt. Prinzenstr. 64 Der Vorstand. f. Geschlechtskrankheiten. Harnleiden, Schwäche, Ehrlich- Hata- Kuren, Blutund Harn- Untersuchungen. Institute: zwischen Dresdener und Annenstraße. Sprechst. 5-7, Sonntags 10-11. d. Lützowstr., Sprechst. 211-2 Potsdamer Str. 117. 8-10 U. abds, Sonnt. 11-1. 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Witwe Abert, Hagelberger Str. 52. Horsch, Engelufer 15. Die Beauftragten. eierei C.BolleA.G. Berlin NW. 21, Alt- Moabit 98-103 Fernruf: Moabit Eigenes Laboratorium für Milchuntersuchung Der Ruf und die Größe der Firma mit ihren zahllosen Angestellten bürgen für unverfälschte Reinheit aller Produkte 7912, 7913, 7914 Aeltester u. größter milchwirtschaftl. Großbetrieb 2500 Angestellte. 290 Verkaufswagen Fruchtsäfte und Marmeladen Kennst Du das Land, wo dicke Eichen stehn? Hast Du den kleinen Spreewald schon gesehn? Der schönste Ausflugsort im Reiche it Manns Waldschloß in Schöneiche. Berantwortlicher Redakteur: Ernst Däumig, Steglik. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Gloce, Berlin. Drud u. Verlag: NorwärtsBuchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.