Nr. 70. Erscheint täglich außer Montags. Prets pranumerando: Biertei: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Big. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Bfg. Boft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft Beitungs- Breislife Mar 1894 unter Nr. 6918. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions Gebfbr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Bereins: und Bersammlungs Anzeigen 20 fg. Inferate für die nächte Mummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition if an Wochen: tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und gefttagen bis Uhr Vormittags geöffnet. fernsprecher: Amt I, 1508. Belegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin: Berliner Volksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Sonntag, den 25. März 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. zu empfinden verstand, steht heute anders zu diesen Dingen sich Herr Milde, den die Nothstands Rebekunft eines wie früher. Ernsthaft einzugreifen war es freilich niemals Herrn von Bötticher freilich in den Schatten fett, es darf Wir ersuchen alle unsere Freunde und Genossen, nach gesonnen. Heutzutage aber bricht der Kapitalistengeist nicht verkannt werden, daß die Weberbevölkerung eine solche Kräften für die Erweiterung unseres Abonnentenkreises rascher durch den Humanitätsfirniß. Erst vor etlichen ist, die von dem Webstuhl zum Straßenbau, also von der zum 1. April thätig zu sein. Es ist das eine Bartei Monaten hat der schlesische Provinziallandtag ein Lumpen- leichteren zur schwereren Arbeit nicht leicht hinübergeführt pflicht. Die Hauptfiärte einer Partei liegt in ihrer Presse geld von einigen tausend Mark, die zur Unterstüßung werden kann. Aber das Bild, das der Referent über die je mehr Leser ein Blatt hat, desto größere Macht hat schlesischer Hausweber gefordert worden waren, furzerhand schlesischen Verhältnisse aufgerollt, steht nicht vereinzelt in es, und wer dem Partei- Organ neue Leser zuführt, stärkt abgelehnt. Kein Geld für Kulturzwecke, kein Geld für unserem Lande da. Es giebt andere Gegenden, die ebenso schwer gedrückt find, Landestheile, die in derselben Lage fonach die Partei. In der einundfünfzigsten Sigung der preußischen wie Schlesien sich befinden, und die Kredite, die wir Mit dem 1. April eröffnen wir ein neues Abonnement Nationalversammlung vom 5. September 1848 wurde über begehren müffen, werden nicht spezielle Kredite für das auf den eine Petition verhandelt, die die Ueberweisung einer so- Eulengebirge, sondern für die Noth im ganzen Lande, wo Almosen! Vorwärts" Berliner Volksblatt fortigen wirksamen Staatsunterſtüßung an bie nothleiben wir sie finden, feien. mit der illustrirten Sonntags- Beilage Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Poftanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 Mark für die Monate April, Mai, Juni entgegen.( Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919.) In unserer heutigen Nummer beginnen wir die Veröffent lichung des russischen Romans Vera Vorontzoff, der die Entwickelung des Nihilismus seit Abschaffung der Leibeigenschaft in spannendster Weise schildert. Die Verfasserin ift die vor Kurzem verstorbene berühmte Professorin der Mathematit Sonja Kovalevsky, deren Bedeutung im Vorwärts" schon gewürdigt wurde. Die Redaktion und Expedition des den Weber des Eulengebirges verlangte. Die Petitionsfommission hatte beantragt, das Gesuch der Regierung zur schleunigen Berücksichtigung zu empfehlen. Der Abgeordnete Behoff stellt fest, daß ein Spuler oder Spinner wöchentlich nur 2 bis 5 Gilbergroschen verdient und ein Weber es nicht weiter als bis auf 14 bis 15 Silberfinden, daß die Bevölkerung dem Hungertode entgegen gehe. groschen wöchentlich bringt. Man werde es daher erklärlich Er fordert Auswanderung auf Staatskosten, Eisenbahnbau und Absendung von Aerzten. Er schließt a. a. D. G. 1053: Meine Herren! Ich ersuche Sie also, nicht länger au zögern, sondern dem Ministerium zu den angegebenen Zweden einen Kredit vielleicht von 1 Million zu bewilligen, ( Unruhe.) Isner, führte nach dem amtlichen stenogr. Bericht Der Berichterstatter der Kommission, der Abgeordnete ( Bb. II, G. 1051) u. A. Folgendes aus: Die Noth, die im Eulengebirge, d. h. in den Kreisen Reichenbach, Schweidnitz und Waldenburg herrscht, übersteigt alle Begriffe. Es ist nicht blos Arbeitslosigkeit, über die sich die Weber und Spinner und überhaupt die ganze Bevölkerung des Eulengebirges zu beklagen hat, es ist die neben der Arbeitslosigfeit immer mehr um sich greifende Pest. Der Typhus, der fo lange Zeit in Oberschlesien geherrscht hat und jetzt faum Nun, dies ist nicht zu viel zur Abhilfe der Noth." unterdrückt ist, macht sich unter der arbeitslosen Bevölkerung Der oftpreußische Abgeordnete Wenger spricht gegen des Eulengebirges heimisch. Es ist eine Bevölkerung von den Antrag, weil man sonst der Provinz Ostpreußen, wo 10-20 000 Menschen, die so zu sagen in den letzten die Noth gleichfalls groß sei, wehe thue. Er erzählt aus Zügen liegt. Allerdings kann man, erklärt Elsner, seiner Heimath, diesem Dorado der Krautjunker: Jch gegen den Inhalt der Petition vorbringen, die National bin im vorigen Winter in ein Haus gekommen, da lagen versammlung sei eigentlich nicht dazu da, um Almosen zu drei Krante neben vier Todten, die nicht beerdigt werden bewilligen; aber in diesem Augenblicke wenden wir uns fonnten, weil sich niemand ihrer annehmen wollte. nicht blos an Ihre Einsicht, sondern an Ihr Herz, und Sie Es sind auf einem Wagen sechs Leichen nackt, mit werden wohl hier das Herz sprechen lassen. G3 handle fich Stroh bedeckt, nach dem Kirchhofe gefahren und in auch nicht blos um eine Unterstützung als Almosen. In eine Grube geworfen worden.... Die Ruhr hat dort den Kreisen Reichenbach, Waldenburg und Schweidnih sind im vergangenen Winter doppelt so viel Kranke hin eine Menge von Arbeiten in Aussicht, die, so- gerafft, als die Cholera zu der Zeit, wo sie am firgften „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. bald nun der Staat mit einigen Mitteln zu Hilfe wüthete... Wir haben keine Fabriken, keinen Handel, Das alte Lied. tommt, ausgeführt werden können. Es giebt in jenen denn die Grenze nach Rußland ist hermetish ver Kreisen eine Menge reicher und begüterter Fabrikanten, schlossen.... Man hat ferner gesagt, in Schlesien und diese werden, sobald sich der Staat dazu versteht, lohne man die Arbeit sehr gering. Allein bei uns ist gar Wie der Boffischen 3tg." aus Schlesien geschrieben eine Summe zum Betriebe dieser Arbeit zu bewilligen, fein Lohn, weil wir zu manchen Zeiten gar keine Arbeit wird, ist eine Abordnung aus den schlesischen Weber ebenfalls mit großen Beiträgen zu Hilfe kommen, haben, und wenn es in solchen Zeiten mitunter vorgekommen bezirken an der Gule und im Glazer Gebirge, vorher aber wahrscheinlich nicht." Herr Elsner verwies auf ist, daß die Arbeitsuchenden Arbeit bekamen, so waren sie die um den endlichen Bau der" Nothstandsbahnen" den Bau einer Chauffee und einer kurzen Eisenbahnlinie, so verhungert, daß ihnen die Art, mit der sie ihr Brot verbitten sollte, wohlwollend empfangen, aber dahin bedienen wollten, aus der Hand fiel. Sie fonnten nicht fchieden, daß die Finanzlage des Staates den Bau der die in Angriff genommen werden könnten. projektirten drei Bahnen nicht gestattet. Würde es sich Der Staatsminister Milde führte aus: es ist gegründet, arbeiten, sondern mußten erft mehrere Tage genährt um eine neue Säbelfoppel oder um neue Kanonen daß die Noth im Eulengebirge sehr groß ist, es ist wahr, daß werden, damit sie Kräfte betamen... Bis Königsberg handeln, so wäre das Geld massenhaft vorhanden. die Industrie jener Gegenden tief darniederliegt, es ist haben sich die Auswanderer hingebettelt, fie mußten ,, Vorwärts" vom 21. März 1894. ferner leider nur zu wahr, daß wenig Aussicht vorhanden, sich auch auf das Auswanderungsschiff betteln, um in Ein altes Lieb, das Lied vom schlesischen Weberelend. dieser Industrie zu helfen, obgleich seit Jahren Vereine Amerita ein besseres Brot zu finden, als sie in Ostpreußen Seit Jahrzehnten quadsalbern die Kurpfuscher der sowohl wie die Regierung die verschiedensten Be- finden konnten." Bourgeoisie an dem Uebel, das sich aus der Natur unserer mühungen" angestellt haben, Radikalmittel zur Hebung Der aus der 48 er Bewegung wohlbekannte schlesische Wirthschaftsweise erklärt, angeblich umher. Aber das der Industrie aufzufinden. Man habe so viel Straßen- Abgeordnete Graf Reichenbach sprach sich für die Petition Bürgerthum selbst, das früher sentimental zu klagen und bauten wie möglich vorgenommen. Aber, so äußert aus, sie sei indeß ein Palliativ, das das Uebel nicht an und ihre großen, dunkelblauen, von schwarzen Wimpern be- die Zeitungen haben viel von Ihnen erzählt, und ich schatteten Augen. Trotz der außerordentlichen Einfachheit weiß, daß Sie mehr studirt haben und mehr Kenntnisse be ihrer Kleidung war es unmöglich, sie für etwas anderes als fizen als die meisten Frauen. Deswegen habe ich [ Alle Rechte vorbehalten eine Barischnja"( ein Edelfräulein) zu halten. Sie aufgesucht, um Sie um Rath zu fragen; " Ich bin Vera Vorongoff", sagte sie. Vielleicht haben führen Sie mich auf den rechten Weg, zeigen Sie Sie meinen Namen schon gehört?" mir eine Arbeit, der ich mich mit Leib und Seele widmen kann." Feuilleton. Nachdruck verboten.] Vera Voronhoff. Roman von Sonja Kovalevsty,) Profeffor der Mathematik an der Universität zu Stockholm. ( Autorisirte Uebersehung von Mathilde Mann.) I. Sie trug " Er war mir an und für sich nicht unbekannt, und als ich hörte, wer sie sei, wunderte ich mich auch nicht mehr Dies war ja eine ziemlich originelle Art und Weise, über ihr Aussehen, denn die Familie Vorongoff ist in Rußland berühmt wegen ihrer ungewöhnlichen Schönheit. eine Bekanntschaft einzuleiten, und diese Worte würden mir in dem Munde einer Andern höchst eigenthümlich, gleichsam auf Effett berechnet, vorgekommen sein. Das junge Mädchen aber hatte sie so einfach ausgesprochen, ihre flangvolle Altstimme batte einen so tiefen, rührenden Tonfall, und der Meine und Vera's Eltern waren in früheren Zeiten gute Freunde gewesen, dann aber hatte das Leben sie geIch machte ihre Bekanntschaft im Jahre 1876. Ich war soeben in Petersburg angelangt, nachdem ich trennt, sie waren jeder nach einem andern Theil von Ruß meine Studien an einer deutschen Universität beendet hatte. land gezogen und hatten sich aus den Augen verloren. Ich Blick ihrer blauen Augen war so ernsthaft und dabei so Eines schönen Tages saß ich an meinen Schreibtisch, entfinne mich aber noch sehr wohl, daß ich als Kind meinen flar, baß ich nicht einmal daran dachte, mich über das als es flopite, und wenige Augenblicke später trat eine habe reden hören. Vera selber war ungefähr gleichaltrig es vollkommen natürlich, daß sie mir dies Alles fagte. al3 es flopite, und wenige Augenblicke später trat eine Bater mit Entzücken von der schönen Frau Vorongoff" Sonderbare ihrer Handlungsweise zu wundern,- ich fand lange, schlanke, weibliche Gestalt bei mir ein. was sollte einen sehr einfachen Mantel, ihr Kopf war in ein großes, mit mir, und wir hatten als kleine Mädchen mit einander Indessen fühlte ich mich ziemlich verlegen, schwarzes, wollenes Tuch gehüllt, wie es die Frauen der gespielt, seither hatte ich aber nichts wieder von ihr gehört. ich ihr nur antworten? Es ist gerade feine leichte AufDessen ungeachtet versicherte ich sie, daß es mich freue, gabe, einem Menschen zu rathen, den man erst seit zwei niederen Klassen in Rußland im Winter zu tragen pflegen, daß ich im ersten Augenblick nicht mehr sie zu sehen, und fragte nach ihren Wünschen, denn in Minuten kennt, und um dessen Lebensaufgabe es fich davon erblickte als die fleine, von der Kälte leicht geröthete ihrer ganzen Art und Weise lag ein gewisses Etwas, das handelt. Um ein wenig Zeit zu gewinnen, bat ich fie, Platz Nasenspize. Als sie aber das Tuch ablegte, bemerkte ich mir deutlich fagte, fie sei nicht gekommen, um einen gewöhn zu nehmen und schellte dem Mädchen, das ich beauftragte, nicht ohne ein gewisses Staunen, daß sie ganz jung und lichen Besuch abzustatten und nur eine alte Bekanntschaft Thee zu bringen; denn es ist eine bekannte Sache in Rußland, daß man, um vertraulich plaudern zu können, einen ungewöhnlich schön war. Die schlanke Gestalt, der matt- zu erneuern. weiße Teint, durch eine wärmere Färbung der Wangen ge: Mutter ist in ein Klofter gegangen. Infolge deffen stehe vor sich haben muß. Mein Vater ist gestorben," erwiderte sie, und meine kochenden Samovar und ein Paar Gläser duftenden Thees hoben, das vollendete Oval des Gesichts, Was mir gleich zu Anfang unserer Bekanntschaft aufrief unwillkürlich den Gedanken an das Idealbild eines ich ganz allein da; ich bin im Besitz eines kleinen VerKünstlers wach. Was mir aber am meisten auffiel, waren mögens, das für meinen Unterhalt genügt. Jetzt habe ich fiel, war Vera's vollständige Gleichgiltigkeit in bezug auf ihre aristokratisch feinen Hände mit den schmalen Nägeln nur einen Wunsch, nur ein Streben, mein Leben alle äußeren Dinge. Sie glich diesen Geistersehern, deren einem großen, segensreichen Wert zu widmen. Zu dem Augen derartig von Gefichtern geblendet sind, die nur sie *) Die begabte Berfasserin starb 1891. Vera Voronkoff ist wecke bin ich nach Petersburg gekommen, aber ich habe sehen können, daß fie die Fähigkeit verlieren, das zu genach ihrem Tode herausgegeben. hier gar keine Bekannte. Sie kenne ich dem Namen nach wahren, was um sie her geschieht und vor sich geht. Alles an ihr CO der Wurzel anareift'. EL sei eine Thatsache, daß dies Handspinnerei sterben muß, weil sie mit der Maschinen- spinnerei nicht konkurriren kann. Die Landwirthschaft könne diese Handspinner aufnehmen, wenn die Robot» dienste, die �rohndieuste aufgehoben würden. Jetzt müßten die Landarbeiter, um ihre Steuern und Abgaben aufzu- bringen, wenn sie fast zum Tode erschöpft am Abend auL der Feldarbeit heimkehrten, die Nacht hindurch noch spinnen, um zu den Abgaben das baare Geld zu verdienen, das der Robotlohn nicht gewähre. Der berühmte Botaniker Rees von Esenbeck, der damals in der Nationalversammlung saß, der Begründer der ersten sozialdemokratischen Arbeitervereinigung Breslau'?, sagte: „Meine Herren! Ich will nicht Millionen fordern. Ich fordere von der Behörde nur augenblickliche Hilfe gegen den Hungertyphus, der im Eulengebirge wütbet. Aus den besten Quellen weist ich. daß diese Krankheit dort schon eine große Menge Menschen weggerafft, und daß sie noch fortfährt, zu w.üthen. Es schien, als wenn die Behörden noch«in alteL Mißfallen gegen die Weber im Herzen trügen, die vor einiger Zeit(1844) gewalithätia aufgetreten waren, um sich gegen die, von denen sie glaubten, daß sie sie unterA.r»ckten, zu schützen... Es ist schon von einer anderen Seite erwähnt worden, und ich erlaube mir anch noch hinzu- zufügen, daß auch in Preußen die Roth groß ist. Es wird auch noch an anderen Orten die Roth groß sein. Das zeigt uns aber, daß ein faiiler Fleck in unserem ganzen Leben liegt. Das sollte gar nicht vorkommen können, daß bei unS Menschen vor Hunger sterben und nackt und bloß, ohne beerdigt zu werden, in Haufen liegen, sondern wir sollten unsere Aufmerksmmkeit von den blos politischen Wirren wegwenden aus uns ßelbst. Tie allgemeine Aufmerksamkeit muß sich auf alle Bedürfnisse des menschlichen Lebens richten, und wenn wir da die Roth gehoben haben, müssen wir weiter gehen, so daß dann Wohlfahrt und Zufriedenheit an die Elelle treten.... Die Humanität ist die erste Aufgabe, die Wohlfahrt der Ein- wohner gebt aus ihr hervor." Natürlich verhaute der Ruf dieses sozialpolitischen Predigers in der Wüste, der Milde- Bötticher von 1848 trat als Sozialistentödter aus und behauptete:„Niemand würde glücklicher sein als ich, wenn er das Arkanum(Ge- Heimwittel) zu finden vermöchte, die Roth von der Menschheit zu verbannen, die seit Jahrtausen- den sie heimsucht. Ich weiß nicht, daß'' einer Art und Weise die Roth in der Form, Einzelnen drückt, je eine andere gewesen wäre, heute täglich sehen." Man hört das alte Lied! Ein An trag, die Zustände in Schlesien und Ostpreußen, wo der ? Hungertyphus und der Hunger wüthete,„rasch zu unter- uchen und danach Maßregeln zu treffen" wird zurück- gezogen, der Antrag der Petitionskommission mit uberwiegender Mehrheit angenommen. Auch heute ist die Roth der Hausiveber unsäglich, das Elend wächst von Tag zu Tage. Findet aber heuße eine NothstandSdebatte im Reichstage statt, enthüllt ein Arbeitervertreter das schlesische Weber- elend, dann verläßt in hellen Haufen die bürgerlich« Mehr- heit ostentativ das Haus. Wir schreiten vorwärts.... in wie als irgend sie de» wir sie Volikifche AeberlMit. Berlin, den 22. Diärz. Ostern ist da das Fest der A u f e r st e h u n g. In allen Zeitungen der herrschenden Klaffen allüberall in der sogenannten christlichen Welt wird heute in salbungsvollen Leitartikeln die„Auferstehung", die„Neugeburt" der Natur und der Menschheit gefeiert. Die Auserstehung der Natur vollzieht sich jetzt vor unseren Augen, und zwar in wunderbarer Schöne. Und wir wünschen, daß all unsere Leserurnen und Leser im stand« sein mögen, sich des Herr- lichen Schauspiels zu erfreuen! Auch die Auferstehung der Menschheit vollzieht sich, allein die, welche heute und morgen anläßlich des Oster- festes m Worten so begeistert für die Auferstehung thun, find in Wirklichkeit die grimmigsten Feinde der Auferstehung des in Nacht und Sklaverei versunkenen Menschengeschlechts. Tie Auferstehung der Menschheit muß die T h a t der Menschheit /ein; und dem arbeitenden Volk, das der Geist des Sozialismus erfüllt, ist die Sendung geworden, die darniederliegende Menschheit aufzurichten und sie dem Licht, der Freiheit, und dem Glück zuzuführen. Möge das arbeitende Volk in diesen wenigen Stunden der Osterruhe sich kräftigen für das große Wer! der Befreiung, und sich stählen in dem Entschluß, Alles daran zu setzen, daß die A u f e r st e h u n g der Menschheit bald Wahrheit werde! Ich fragte sie. ob sie lange in Petersburg gewesen und ob sie sich in dem Hotel, in dem sie eingekehrt sei, wohl- fühle; aber sie antwortete zerstreut, fast widerwillig aus diese alltäglichen Fragen. Es war klar, daß die kleinen Unannehmlichkeiten und Widerwärtigkeiten des Lebens nicht das geringste Interesse in ihren Augen hatten. Obwohl sie zum ersten Plal in Petersburg war, setzte sie nichts dort in Erstaunen, interesstrte sie nichts, mit Ausnahme des Einen, das sie zu suchen gekommen war, ein Ziel, eine Lebensaufgabe. Ich fühlte mich eigenthümlich zu diesem jungen Mädchen hingezogen, die so ganz anders war wie alle, die ich bisher gekannt hatte. Auch bemühte ich mich sehr, ihr Vertrauen zu gewinnen und in ihre geheimsten Gedanken einzudringen. Ich sagte ihr, daß es mir unmöglich sei, ihr zu irgend etwas zu rathen, so lange ich sie nich: näher kenne, und bat sie, mich deswegen so oft zu besuchen, wie sie könne und mir so viel wie möglich über sich und ihr bisheriges Leben zu erzählen. Vera ihrerseits hatte keinen größeren Wunsch, alS mich einen Einblick in ihr Inneres thun zu lassen. Sie beantwortete meine Fragen mit großer Aufrichtigkeit und erzeigte mir willig all' das Vertraue», das ich begehrte. So währte es denn nur wenige Wochen, bis ich die Ueber- zeugung gewonnen, daß ich so klar in Vcra's Seele lesen konnte, wie es überhaupt einer Frau möglich ist, in daS Herz einer andern zu blicken. n. Die gräflich Vorontzoff'sche Familie ist«in vornehmes Adelsgeschlecht, wenngleich sie sich nicht rühmen kann, von besonders altem Ursprung zu sein. Ihr offizieller Stamm- banm reicht freilich bis zu Rnnk hinauf, die Echtheit dieses Dokuments wird aber stark angezweifelt. Durchaus zuverlässig dagegen ist es, daß ein gewisser Svaschka DaS Gerücht von einer Begegnung zwischen dem deutschen Kaiser und dem russischen Zaren wird von der internationalen Kannegießerschaft eifrigst kolportirt. Natü* lich hilft auch„Tante Voß" bei der Klatscharbeit tüchtig mit. und hat durch einen gedankenleserischen Korrespondenten in London sogar erfahren, eS handle sich um die Errichtung von„Schranken gegen Eingriffe des Sozialismus und der Anarchie". Die Gelehrten der„Vossischen" scheinen ver« grssen zu haben, daß sie nur den alten Kohl der„Heiligen Allianz" auswärmen. Und wissen sie denn nicht, daß die„Heilige Allianz" seiner Zeit elend inS Wasser gefallen ist, obgleich für derlei reaktionäre Mucken und Muckereien die Zeit noch tausendmal günstiger oder weniger ungünstig war, als heutzutage, wo„Vaterchem ein Gefangner m seinem eigenen Lande ist, und wo er, niilsammt seinem verkrachten Regierungssystem einem klag lichen Ende entgegengeht, wenn er von dem bischen„Sozia UsmuS" nicht noch rechtzeitig ein bischen lernt.— Tie verzweifelte Lage des Kapitalismus kommt zum Ausdruck in dem geradezu sinnlosen Jubel unserer Bourgeois über den Abschluß des russischen Handels- Vertrags.„Eine neue Aera hat begonnen für die deutsche Industrie, und die deutschen Arbeiter!"— das ist eine stereotype Phrase in allen Bourgeoiszeitnngen, und es ist noch eine der wenigst üverschwänglichen. Daß der Handelsvertrag unserer Industrie Vortheile bringt, wird von unS nicht geleugnet werden; aber die gesunde Vernunft sollte doch jedem sagen, daß daS kulturell so wenig ent- wickelte Rußland nicht im stände ist, viel Waaren zu verbrauchen, und daß unser Absatz nach Rußland günstigstens Falls nur einen kleinen Bruchtheil der Waaren- menge umfassen kann, die unsere Industrie ervortiren müßte, um einen„flotten Geschäftsgang" zu haben. Es ist m Jndu oder t mathematischer Gewißheit vorauszuseben, daß unsere tricllen das doppelte und dreifache dessen produziren ür den Export produziren, was sie— natürlich gegen Zahlung— an den Mann bringen können. Und die un- vermeidliche Folge ist ein gewaltiger Rückschlag und Kladderadatsch. Welch' tolle Sprünge die Phantasie und— der Geschäftsschwindel in dieser Beziehung verüben, wird durch das Wolff'sche Telegramm bewiesen, welches vor drei oder vier Tagen meldete, eine Fabrik in Schlesien hätte auf die Nachricht von der Annahme des russischen Handelsvertrags tausend Arbeiter frisch eingestellt. In Wirklichkeit waren es, wie wir schon gemeldet haben, blos 60 bis 70. DaS ist eine charakte- rislische Anekdote. Und in den Ziffern 60 und 1000 wird sich annähernd daS Verhältniß von Wirklichkeit und frommen Wünschen, von Wahrheit und von Dichtung dar- stellen. Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, daß in national- liberalen Blättern uns vorgeworfen wird, wir hätten im „Vorwärts" vor der Abslininmng über den deutsch- russischen Handelsvertrag die Wohllhaten desselben in den glänzendsten Farben gemalt und nach der Abstimmung die Wirkungen für ganz geringfügig erklärt. Das ist natürlich unverschämt gelogen. Der „Vorwärts" hat niemals an den russischen Handelsvertrag ausschweifende Hoffnungen geknüpft, sondern im Gegentheil alle Zeit vor übertriebenen Hoffnungen gewarnt. Der einzige Unterschied der zwei einzigen Leitartikel, in welchen wir den Handelsvertrag besprachen, ist, daß in dem einen der Pessimismus etwas gedämpfter ist, als in dem anderen. Wir haben eben keine polizeilich approbirte Normalspeise und keinen Nürnberger Trichter für unsere Leser, die wir ebenso wenig für denkunfähig halten, wie uns selbst für unfehlbar.— Eine Bankerottcrklärung gegenüber der Sozial- demokratie nennt die ultramoniane„Köln. Volks-Ztg." die Erklärung der nicht sozialistischen Abgeordneten der sächsischen Kammer; wenn das Blatt am Ende seiner Aus- führungen meint, daß die Zentrumspartei zu einem„derartigen unnatürlichen Bündnisse" nie zu haben wäre, so beweist es blos, daß es an Gedächtnißschwäche leidet, sieh nicht an die zahlreichen Wahlkompromiffe der Zentrums- Partei mit anderen Parteien gegen die Sozialdemokratie erinnert.— Die arme« Kapitalisten werden in dem Organe der rücksichtslosesten Schlotbarone, der„Rheinisch-Westfälischen Zeitung", bedauert. Das Blatt schreibt: .... daß„die gesammten modernen Gesetze auf die Bevor- zugung der Arbeitnehme» gegenüber dem Arbeitgeber, dem Besitzende», hinauslaufen, so daß dieser in einer geradezu unerträglichen Weise benachtheiligt Vorontzoff als gemeiner Soldat während eines der Feld- züge der Kaiserin Katharina II. diente, daß er ein schöner Bursche war, fast sieben Fuß lang, und sich um die Gunst seiner Herrscherin so verdient zu machen wußte, daß er für treue Dienste zum Korporal befördert wurde und außerdem als Belohnung ein Gut niit fünfhundert leib- eigenen Seelen, sowie tausend Rubel kontant erhielt,— Seelen waren zu jenen Zeiten eine billigere Waare als Geld. Ans dieser Zeit datirt daS Ausblühen der Vorontzoff- schen Familie. Ter Grafenlitel wurde ihnen von Alexander 1. verliehen, an dessen Hof die schöne Gräfin Vorontzoff eine Zeit lang eine sehr hervorragende Rolle spielte. Im üvriaen hat die Familienchronik des Hauses Vorontzoff während des letzten Jahrhunderls nicht ausschließlich Fortschritte zu ver« zeichnen, es sollte im Gegentheil die Unbeständigkeit des Glückes erfahren. Alle, die den Namen Vorontzoff trugen, zeichneten sich durch ihre Heftigkeit und ihre zügellose Begier aus, und diese Eigenschaften haben sie mehr als einmal an den Rand des Verderbens gebracht. Manch' prächtiger Besitz, manch' einträglicher Distrikt ist von ihnen während dieses Zeit- raunis verspielt, oder für Pferde und schöne Frauenzimmer verschleudert worden. In dem Geschick der Familie Vorontzoff trat dann eine zeitweilige Fiusterniß ein, aber die gnädige Vorsehung fügte es so, daß dies Dunkel bald durch die Sonne der kaiserlichen Gunst gelichtet wurde. Irgend ein Mitglied der Familie wußte sich stets zur rechten Zeit im Dienste des Zaren und des Vaterlandes auszuzeichnen, und neue, prächtige Güter traten an die Stelle der verlorenen, so daß im Großen und Ganzen daS Geschlecht fortfuhr, an Reichthum und Ansehen zuzunehmen. Wenn nun aber auch die Güter in dieser Familie bald durchgebracht und bald wieder erworben wurden, so gab es doch ein theureS Erbe, das unverändert wird. Der Besitzende trägt alle StaatSlaften. Er sorgt für Kirchen, Schulen und alle Bedürfnisse der Gemeinde. Er trägt die Kosten bei Krankheit, Unfall u. f. w. seiner Arbeitnehmer, so daß dieser thatsächlich, er sei Arbeiter oder Dienstbole, sicher weiß, daß er in jeder Lebenslage von irgend einer Stell, auS versorgt und unterhalten wird. Der Dienstbote, welchem sein ganzer Lebensunterhalt, vielfach auch Kleidung, vom Arbeitgeber geliefert wird, kann jährlich von seinem Lohn sparen. Wieviel Herrschasten können von ihrem Einkommen zurücklegen? Man sollte nun voraussetzen, daß bei solcher Belastung der Besitzenden ihre Rechte dementsprechend bemessen seien. Das Gegenlheil ist der Fall. Bei Vernachlässigung oder Konlraktbruch des Arbeiters, Dienstboten u. s. w. stehen dem Arbeitgeber wohl stilisirte, juristisch erdachte Paragraphen zur Verfügung, welche aber in der Praxis nahezu werthlos sind. Andererseils ist die taftpflicht des Besitzenden gegenüber dem Arbeiter oder ienstboten, welcher durch Nachläsiigkeit sich vergangen hat, so weitgehend, daß der Erstere sich fast stets im N a ch t h e i l befindet. Das sind Ersahrungen, welche jeder im Leben schon gemacht hat. In den letzten 3vJahren i st die Gesetzgebung lediglich auf die Bevorzugung der Arbeiter und die B e n a ch t h e i l i g u n g der Arbeitgeber und Besitzenden bedacht ge- wesen. Für die Folgezeit muß hierin Wandel geschafft werden, wenn wir nicht dem besitz- losen und rechtlosen Zukunjtsstaat in die Arme treiben wollen. Der einfache, rechtliche, friedliebende Staatsbürger, welcher dem Kaiser giebt, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist, findet heutzutage weder für seinen Besitz, noch für Ehre und Leben den Schutz, welchen der christliche Staat ihm schiildet. Es ist wnhrlich an der Zeit, daß hierin Wandel geschafft und einer Gesetzgebung Einhalt aethan wird, welche vorzugsweise auf die Gewinnung der Massen gerichtet ist. Dieser Weg führt doch nickt zum Tanke und zur Zufriedenheit derselben, wohl aber immer mehr in das Fahrwasser der Sozialdemokratie mit ihr Nachfrucht, der Anarchie. Unsere Leser werden eS uns mit Recht verübeln, daß wir den ebenso schönen wie aufreizenden Artikel des Kapitalistenblattes x»r excellence nicht im vollen Wort- lante veröffentlichen. Leider zwingt uns der Raum des „Vorwärts", es an dieser Blüthenlese genug sein zu lassen. Das Kartellorgan scheint ganz daS Sozialistengesetz, die zahlreichen Verurlheilungen unserer Genossen, die Einengung unserer politischen Rechte, das indirekte Steuersystem und die Schutzzollpolitik, den beschämenden Stand unserer Arbeiterschutz.Gesctzgebung und Arbeiterstatistik und vieles andere ebenso zu vergessen, wie die Züchtung von Millionären durch Bismarck. Seine Vergeßlichkeit geht sogar so weit, daß er die Be- deutung der stärksten Partei Deutschlands, der sozialdemo- kratischen, nicht in Rechnung zieht. Das ist um so charakte- ristischer, da die Existenz dieser Partei für Freund und Feind die Gewähr bietet, daß die geringen Vortheile, welche die Arbeiterklasse errungen hat, ihr nicht mehr entrissen werden können.— Zur Frage der Gefängnistarbeit. Die Minister des Innern und für Handel beabsichtigen, wie die„Schlesische Zeitung" berichtet, feststellen zu lassen, ob und in welchem Maße die Beschäftigung von Gefangenen die freie Arbeit beeinflußt. Die Regierungspräsidenten sind daher ersucht worden, die Gcwerbe-Aussichlsbeamten ihrer Bezirke anzuweisen, dieser Frage dauernd ihre Auf- merksanikeit zuzuwenden und insbesondere etwaige Klagen freier Arbeiter über Beeinträchtigungen durch den Welt- bewerb der Gefangenenarbeit auf ihre Berechtigung ein» gehend zu untersuchen, gleichviel ob es sich dabei um Außenarbeit der Gefangenen qder um ihre Beschäftigung in den Anstalten handelt. Die Gewerbe-Aufsichlsbeamten haben zu diesem Zwecke auch die Arbeitseinrichtungen der Strafanstalten sowre die von den Unternehmern verwendeten Maschinen zu besichtigen und über ihre Beobachtungen Be- richt zu erstatten.— Der FriedrichSrnher Hofganger erfreut sich wieder ziemlichen Wohlseins, wie aus der Thatsache erhellt, daß seine Schimpfkraft wieder auf der alten Höhe sich befindet. Der Nachfolger ist ein unqualifizirbarer Tropf, der daS Deutsche Reich dep Russen und Sozialdemokraten über- liefert. DaS Pech deS alten Polterers ist blos, daß er gar kein Gedächlniß hat. Sonst würde er nicht vergessen haben, 1. daß er es war, der einst„russischer als russisch' das famose„Wettkriechen' mitmachte, und 2. daß er es ist, unter dem die Sozialdemokraten zur stärksten Partei in Deutschland geworden sind. Er mag sich übrigens trösten. Käme er wieder, so wären wir Sozialdemokraten die einzige Partei in Deutschland, die das nicht als ein Unglück an- sehen würde.— von Generation auf Generation überging,— hauptsächlich von Muller auf Tochter,— dies war eine außerordentliche Familienschönheit. Alle, die zum Geschlecht der Vorontzoff gebören, sind schön. Man soll unter ihnen auch nicht ein häßliches Gesicht antreffen,— geschweige den» Mißgeburten oder Krüppel. Als empfänden sie einen natürlichen Zug zum Schönen, als hätten sie instiuktmäßig eine Ahnung von der Darwinschen Theorie gehabt, so hatten alle Grafen Vorontzoff schöne Frauen gewählt, hatten sich alle ihre Töchter mit schönen Männern vermählt. Ter Familientypus ist so bestinimt ausgeprägt und so bekannt in der russischen Aristokratie, daß, wenn man von jemand hört,„er oder sie sieht ganz aus wie ein oder eine Vorontzoff", und nicht sofort ein bestimmtes Bild vor der Phantasie aufsteigt,— eine große, stattlich« Erscheinung, ein ovales Gesicht mit mattweißem Teint und«iiier leichten, durchsichligen Rölhe aus den Wangen, eine niedrige, breite Stirn mit einem feinen, bläulichen Adernetz an den Schläfen, kohlschwarzes Haar und dunkelblaue Augen mit schivarzen Wimpern,— dies ungefähr dasselbe bedeutet, als daß man der Aristo- kratie nicht angehört und nicht Bescheid weiß mit dem, was die„oberen Zehlitauseud" in Rußland bedeuten. Tiefer Sorontsoff'sche Typus ist so stark und lebens- kräftig, daß er in den guten alten Zeiten der Leibeigen- schaft sogar oft auf die Banern und Dorfbewohner der gräflichen Güter überging. Merkwürdiaeriveise brauchte der gnädige Herr selber oder die jungen Herren sich nur eine Zeil lang daheim auf ihren Schlössern aufzuhalten, so kam kurz darauf in dieser oder jener Bauernstube,— und stets in solchen, wo die Frauen schön und jung waren,— ein. Kind zur Welt, das ganz aussah, wie ein echter kleiner Sorontsoff und dieselben feinen, edlen Züge hatte wie die Kinder oben auf dem Schlosse. (Fortsetzung folgt.) Boztale Lebersicht. Achtung! Schneider! Duell und Boltsbewußtsein. Aus Medlenburg bem Tobe Rossuth's in tiefer Traner war, bietet heute ben wird der Berliner Abendpost" geschrieben: Bei einem im Eindruck einer Stadt im Belagerungszustand. Die nächsten Gehölz bei Kleinen( Mecklenburg) stattgefundenen Duell Tage werden jedenfalls noch große Demonstrationen, viels zwischen einem Arzt aus Schönberg und einem Gutsbesiger leicht auch der Regierung sehr unangenehme Ueberraschungen Da die Differenzen mit der Firma Landgraf bier, Stern aus der Gegend von Wismar, wobei der erstere durch einen bringen. straße 2, durch Anerfennung des Tarifs seitens derselben behoben Schuß ins Knie für Wochen hinaus seinen Berufspflichten. entzogen wird, ereignete sich folgender Zwischenfall: Als rische Bundesrath hat sich bereit erklärt, das Bundesgericht Ein internationales Schiedsgericht. Der schweize, find, so wird die Warnung vor Buzug hiermit zurückgenommen. Halle a. S., im März 1894. mehrere in der Nähe thätige Arbeiter, ohne anfangs Die Agitation3 Kommission. zu wissen, um was es sich handelte, die Schüffe fallen hörten und Frankreich angebotene Schiedsrichteramt über die von erft vor ganz furzer Zeit fich organisirt hatten, ist von raschem zu ermächtigen, das ihm von den Regierungen von Chile Die Lohnbewegung der Büricher Brauergehilfen, die dies die Leute derart, daß sie, wie die" G- 3." berichtet, Chile in der Bank von England deponirten, vom Verkaufe und ganz bedeutendem Erfolge begleitet gewefen. Die Errungens gegen den Gegner desselben und die Setundanten von Guano herrührenden Gelder unter gewissen Bedingungen schaften find: Der Zehnstundentag, 60 Centime minimaler handgreiflich vorgehen wollten, und es denselben anzunehmen, und benachrichtigte hiervon die Regierungen Stundenlohn, 25-50 pot. Lohnzuschlag bei Ueberzeit, Nacht und Sonntagsarbeit, Wahrung des Koalitionsrechts, Einsehung nur mit Mühe gelang, sich ben Fäusten der von Frankreich, Chile, Großbritannien und Peru. eines Schiedsgerichts und Erfeßung des Du!" als Anredes Arbeiter zu entziehen." Die russische Regierung macht alle Anstrengungen, form durch Sie".- Aufgabe der jungen Organisation wird So wenig wir für die Lynchjustiz sind, so charakteristisch um der orthodoxen Kirche die Alleinherrschaft zu es sein, über das Errungene zu machen, damit es auch erhalten ist doch der Vorgang für die Beurtheilung des barbarischen sichern, demnächst will sie die Auflösung der Kirchenbrüder- bleibt. Duellunwesens durch die von Staudesvorurtheilen nicht an- schaften und der religiösen Vereine der Ratholiten im getränkelten Volksmassen. Weichselgouvernement( Kongreß- Polen) verfügen. " Deutsche Kultur! Dar es Salaam. Der In Tiflis( Russisch- Rautafien) ist das Seminar wegen taiserliche Gouverneur, Freiherr von Scheele, ist von fortdauernder Unruhen unter den Böglingen bis zum dem Un'affa zu Lande direkt noch Kilwa zurückgekehrt, nächsten Jahre geschlossen worden. 90 Schüler wurden nachdem er unterwegs die Mafitis gründlich relegirt; 70 anderen wurde gestattet, in andere Seminare gezüchtigt batte." So lautet die neueste Sieges einzutreten. Ueber die Art und Ursachen der Unruhen ver botschaft aus Afrika. Gründlich gezüchtigt das heißt, lautet bis jetzt nichts. einige Dörfer verbrannt und vernichtet, einige Duzeud Menschen( Frauen und Kinder nicht zu vergessen) todtgeschossen oder verbrannt, und einige Tausend Rinder ges raubt! Und da gab es chauvinistische Bengel, die sich neulich entrüsteten, als wir schrieben: Diese deutsche Kultur sollte in der Person ihrer Vertreter über Baum ſtämme gelegt und so lange mit Nilpferdpeitschen bearbeitet werden, bis- sie nicht mehr schaden tann." Der boykottende Bund der Landwirthe weist die ihm vom Reichsboten" wegen des Bontotts der Leipziger Beitung" zu theil gewordene Abfanzelung zurück, indem er dem„ Reichsboten" vorhält, daß er ja auch die Juden blätter" bontottire. Die Herren bestätigen blos, was wir stets behaupteten, daß der Boykott tein spezifisch sozialdemokratisches Kampfmittel fei. Tiefer hängen. Das bekannte, nicht blos viel horchende sondern auch viel schreibende Langohr hat folgendes Wasch. zettelchen für die nationalliberale Preffe verfertigt: Parteinachrichten. Aufrührerische Rufe. Genoffe aug in Mühl baufen ist am 22. März wegen aufrührerischer Rufe zu einer Gefängnißftrafe von 14 Tagen und 10 M. Geldstrafe ev. weiterer 4 Zage Gefängniß verurtheilt worden. Da wir so schreibt man uns ron dort nach den hier zu Recht bestehenden Gefeßen eine Kritik diefes Urtheils nicht veröffentlichen dürfen, so sei Jonen mit Folgendem gedient: Literarisches. Boltslexikon. Nachschlagebuch für fämmtliche Wissenszweige mit besonderer Berüdsichti. gung der Arbeiter Gesetzgebung Gesunds beitspflege, Handelswissenschaften Sos aialpolitit. Nebft Generalregifter. Unter Mitwirfung von Fachschriftstellern, bere ausgegeben von Emanuel Wurm. Auch in Arbeiterfreifen ist das Bedürfniß nach Nachschlage werken und nach Art der Konversationslerifa vorhanden. Leider entspricht aber feines der vorhandenen Werke den Bedürfnissen der Arbeiterklasse. Sie sind vor allem viel zu theuer und auss nabmslos von einem unferer Partei feindlichem Standpunkte aus verfaßt, sie zu empfehlen ist deshalb unmöglich. Erst unlängst wies bies Genoffe Blos in einem trefflichen Artikel über das berühmte" Meyer'sche Konversationsleriton schlagend wach. Defto erfreulicher ist es, daß wir jetzt ein Werk unser eigen nennen tönnen, das vom Standpunkte unferer Partei verfaßt wird, zu billigem Preise erhältlich sein wird und alles für die Arbeiter 1. Haup hatte eine Bersammlung in der Dreifönigshalle" Wissenswerthe enthalten soll. Die bisher erschienenen zwei Hefte als Boifigender mit einem Soch auf die internationale revodes von Genoffen Wurm herausgegebenen Boltslegons laffen lutionär" glaubte der Staatsanwalt einen aufrührerische:: Huf" liches und Werthvolles geboten werden wird. Wir werden, wenn das lutionäre Sozialdemokratic gefchloffen. In dem revo boffen, daß mit dem neuen Unternehmen den Arbeitern etwas Nüz finden zu follen. Unternehmen weiter fortgeschritten sein wird, auf daselbe kritisch eingeben. Werden auch, wie dies bei einem solchen. Werke nicht anders sein tann, alle Artikel nicht von gleichen Werthe sein, fo ift das vorliegende Werl doch den Arbeitern, die sich ein Nachschlagewerk anschaffen wollen, warm zu empfehsen. Eingelaufene Druckschriften. Unter biefer Rubrik zeigen wir fämmifiche der Reballon zugebenbe Wir bitten unsere Leser die Nennung ber 2. Als wir des Kuriosums wegen die Anflagefchrift abdruckten, erho bder Staatsanwalt gegen uns Anflage auf Grund Des Art. 10 des Gesetzes vom 27. Juli 1849 in Verbindung mit Art. 8 des Geieges vom 18. Juli 1828(!). 8. In der Verhandlung, welche höchftens 10 Minuten dauerte, bemertte Haug, es sei traurig genug, daß die altfranzösische Besege noch in Kraft feien." Darauf sagte der Vorsitzende unsere Abgeordneten sollen sorgen, daß diese Gefeße in Wegfall tomment." Tie Einwände des Genossen Haug über den Sinn des revolutionär" im Sinn der Partei wurden nicht berüdsichtigt. Es ist eine Ironie auf die Legende von den wiedergewonnenen Brüdern", daß wir hier im Reichsland unter Gesezen fiehen, welche theilweise noch auf die Beit vor 1789 zurücgehen. Maifeier. Die Dortmunder Parteigenoffen haben beschlossen, am 1. Mai Morgens eine größere Bersammlung und des Abends mehrere fleinere Versammlungen abzuhalten. In Pöpelwit bei Breslau nahmen an der diesjährigen Erfahwahl für die Gemeindevertretung zum ersten Male die Sozialdemokraten Theil. Zwar erlag ihr Kandidat, erhielt aber doch 46 Stimmen, während sein Gegner 64 erhielt. literarische Neuigkeiten an Echriften nicht als Empfehlung der Rebattion, onbern lebiglich als Empfangsbestätigung aufzufaffen. Blos über diejenigen Erscheinungen, welche im Intereffe unferer Sefer oder aus politifchen Gründen besprochen werden müffen, veröffentlichen wir, foweit dies der Raum unferes Blattes zuläßt, Kritiken. Genügt einer Berlags Rubrif nicht, fo bitten wir von der Zusendung der Neuerscheinungen des Berbuchhandlung die Anführung der überfandten Rezensionsereinplare in diefer lages abfeben zu wollen. Die Religion des Geiftes. Don Dr. Eug. Heinr. Schmitt. Todtentanz. Vision eines Lebenden von Arnold v. d. Paffer. Heft 1/2. Leipzig. Verlag Alfred Janssen. Heft 60 Pf. Leipzig. Verlag: Bacmeister. Preis 50 Pf. Der Moloch des Militarismus. Ein Mahnwort an alle Welt von Erasmus Redivivus. Zürich. Verlag: J. Schabelis. Journalistentoos. Aus den Erinnerungen eines Redakteurs. Preis 1 M. Bon Karl Alexander Freimuth. Zürich 1894. Berlagsmagazin ( J. Schabelig). Engen Heinrich Schmitt. An die Sozialdemokraten. Neue Nevue. Wiener Literatur- Zeitung. Herausgeber: Heinr. Leipzig, Alfred Janssen. Preis 10 Pf. Often, Dr. Edm. Wengraf. Administration Wien I. Wallner Die Reform der Ehe. Von Th. Bortmann, Zürich. Berlag straße 9. Deutschland: Leipzig, Ed. Rummer. Knechtschaft und Freiheit. Bon Daw. Röhler, Dresden. Ber J. Schabelib. 1 M. lag von R. Schnabel. J. Schabelig. 60 Pig. Die Unthaten der Anarchisten, von denen fast alle sivili firten Staaten der Welt in den letzten Jahren heimgesucht wurden, haben anscheinend in den verschiedenen Lagern der internationalen Umsturzparteien vielfach Verwirrung und Rathlosigkeit hervorgerufen, welche durch die hochtrabenden Redensarten, mit denen die Hespresse aller Orten nur so um fich wirst, nicht verdeckt, sondern erst recht ins Licht gestellt wird. Tas legte Joeal aller Anfeinder der bestehenden sitt lichen Weltordnung, das Weltchaos, fann erst dann wirklich werden, wenn das letzte Fünfchen gefunden Menschenverstandes bei dem großen Haufen durch den Heyphrasenschw all der Sozialrevolutionäre hinweggefchwemmt sein wird, oder die jeßigen Machtfaftoren freiwillig abgedanft haben werden. Von freiwilliger Abdantung von Staat und Gesellschaft kann nún aber durchaus teine Rede sein, und in den Massen steckt, einst weilen wenigstens, auch noch zu viel gesunder Menschenverstand, als daß sie jeden Blödsinn, der in Presse und Volksverfammlung, ja selbst im Parlament, von den führenden Genossen perzapft wird, unbesehen hinnehmen sollten. Bablreiche Ar Aus New York schreibt man uns: Da ich geraume Zeit beiter, die im sozialdemokratischen Heerbann nur so mitlaufen", nichts mehr über den Stand der biesigen sozialistischen Arbeiter find stuzig geworden, und wenn sie sich einstweilen partei( resp. der beiden Fraktionen derselben) berichtet habe, fo auch nicht offen gegen den Terrorismus und das Partei dürfte es für die Leser von Intereffe sein, darüber informirt zu fpigelmesen aufzulehnen wagen, so treten doch Anzeichen werden. Bur Beit, als die Trennung stattfand, enthielt das eines beginnenden passiven widerstandes auf, die des Werzeichniß annähernd 70 Eeltionen an etwa ebenso vielen Interesses nicht ermangeln. Die frühere Begeisterung für Orten; darunter befanden sich nur einige englisch- amerikanische. Die gerechte Sache der völterbefreienden Sozialdemokratie" Inzwischen bat die Bewegung an räumlicher Ausdehnung beist zwar noch nicht im Schwinden, aber seit deutend zugenommen, was sich indeffen fast nur auf diejenige dem das Sprengbanditenthum den Revolutionären in Fraftion bezieht, welche ihren Sit erst in Brooklyn hatte, feit Noch mehr Nünstlerelend? Von Rarl Binnen, Bürich. Berlag Schlafrock und Pantoffeln die Führung im Kampfe gegen das ihrer legten Konvention( resp. ber nachdem stattgehabten UrBeftebende streitig macht und die altersschwach geabstimmung über deren Beschlüsse) in New Yort hat. Dieselbe wordenen Parteipfründner böhnisch an das ist genau in der Hälfte der Staaten( 24) verbreitet und besteht Damals erinnert, wo sie noch nicht in der Wolle faßen, außerdem eine Geftion in Montreal; Canada; fie zählt im sondern es den ärgften Anarchisten von heute in Brandreden Cangen an 117 Orten 115 deutsche, 16 engl. amerif., 12 jüdische, und Berlästerungen der herrschenden Klasse gleicht haten, regt 5 polnische, 4 dänische( davon allein 3 in Chicago), brei fich in den Genossen ein starkes Mißtrauen gegen die schmed. norwegische, 2 vlämische, 1 flovenische und 1 ungarische alten Führer. So fommt es, daß den Führern Eettionen. Die Stadt New- Yort hat nur eine Sektion, der Sozialdemokratie ein Anarchist weit ver- welche aber in 29 Branches eingetheilt ist, nämlich 25 Deutsche haßter ist, als der ärgfte Bourgeois: ber( darunter 8 Gefangvereine), 1 engl.-am., 1 jüdische, 1 polnische Anarchismus ist eben der schlimmste Feind des und 1 ungarische. Sozialismus. An Zahl der Mitglieder hat bagegen bie Fraktion bei Bravo! In seiner ohnmächtigen Wuth hat das writem nicht in hat das writem nicht in derselben Weife zugenommen, und ibr Reptil Verzeihung, das Langohr einmal die Wahrheit Breßorgan, der Borwärts"( früber Eogialift") ift gefagt. Nachdem es in Tugenden von früheren Wasch nicht viel über feine frühere Abonnentenzahl hinaus getteln fich abgequält hatte, zu beweisen, daß Sozialismus getommmen erfordert noch ftets Buschüsse aus und Anarchismus eins feien, sagt er jegt, was wir schon der Parteifaffe. Daffelbe ift bei dem englischen Organ The hundert Mal gesagt haben: Der Anarchismus ist der People der Fall, das aber die Partei unter allen Umfiänden schlimmste Feind des Sozialismus." Das Reptil oder Langohr plaudert damit zugleich auch ein Geschäfts- Sig in Cincinnati batte, der aber nach ihrer legten Ronvention Was die andere Frattion betrifft, welche erft ibren geheimniß aus. nach Baltimore verlegt wurde wo auch das seitdem vom Genossen Fritsche redigirte Partei. Organ Boltsanmalt" erscheint so hat diefelbe an ca. 30 Orten ebenso viele, meistens deutsche Sektionen, und zwar, mit Ausnahme von Cincinnati, an Orten, wo auch die andere Graftion Sektionen hat. In Cincinnati hat lettere teine folche. Die Vereinigung der beiden Fraftionen, welche feinerzeit so gut wie abgefchloffen war, ist be fonders durch das Verhalten Frizsche's zu Waffer geworden und find gegenwärtig feine Aussichten zur Wiederaufnahme der Ver handlungen. Uebrigens ist dieser schlimmste Feind uns keineswegs gefährlich nicht gefährlicher als unser vielhorchendes und vielschreibendes Laugohr. In Oesterreich und in Schweden treten die Vertreter der sozialdemokratischen Partei morgen zu bedeutungs. vollen Kongressen zusammen. Beide Bruderparteien wollen über die Agitation für das allgemeine Wahl recht beschließen, beide wollen erwägen, ob der General ftreit als politisches Rampfmittel zur Erringung des allge meinen Wahlrechtes anzuwenden ist. erhalten will. und " " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Wir zweifeln nicht, daß die Beschlüsse der Rongreffe wenigen Tagen der bisherige Redakteur des Eächfifchen Volks Eine dreizehnmonatliche Strafe bat vor von Wien und Gothenburg den Bruderparteien von blattes" rognig in 3 wida u angetreten. Hoffen wir, daß Nugen sein und ihnen zur Ehre gereichen werden. ihm die lange Gefängnißhaft teinen Schaden an seiner Gesundheit Wir senden ihnen die herzlichsten und brüderlichsten aufügen möge. Glückwünsche und sind im Geifte mit ihnen vereint. Hoch-Einer Beleidigung des Reichstage- Abgeordneten die österreichische! Hoch die schwedische! Hoch die inter- für den 6. fchleswig- Holsteinischen Reichstags- Wahlkreis, Graf nationale Sozialdemokratie. v. Moltke, soll sich der Vertrauensmann der sozialdemo fratischen Partei in Ottensen, J. Heine, schuldig gemacht Der todte Koffuth, oder richtiger gefagt die Ermedung haben. Die Laft und eventuellen Kosten des Prozesses sind dem der revolutionären Tradition in Ungarn wird der ungarischen Grafen durch den Staatsanwalt abgenommen worden; da nach Regierung sehr unbequem, Der Bevölkerung genügen nicht Ansicht desselben öffentliches Interesse" vorliegt, so hat dieser die Ehrenbezeugungen, welche die Regierung und die liberale die Auflage erhoben. Bartei dem Berstorbenen widmen wollen, man entrüstet sich sich am 20. b. m. der Rebatteur der Schleswig- Holft. Bolts: Preßprozeß. Wegen Beleidigung der Geistlichkeit hatte barüber, daß die mit Staatsgeldern subventionirten sogezeitung", Genoffe Klüß, zu verantworten. Der Staatsanwalt nannten föniglichen Theater die Vorstellungen nicht unter beantragte 50 m. Geldstrafe event. 10 Tage Haft. Der Verbrochen haben, daß die öffentlichen Gebäude nicht schwarze theidiger Graf Reventlow führte in längerer, febr treffender Flaggen hiffen. Die Studenten erzwangen die Unterbrechung Diebe aus, daß feineswegs eine Beleidigung vorliege und beander Theatervorstellungen und das Heraushängen von Trauer tragt die fostenlose Freisprechung. Der Gerichtshof schloß fich fahnen. Das rücksichtslose Einschreiten der Polizei und das dem Antrage des Vertheidigers an. Die Koiten der Vertheidis große militärische Aufgebot reizten die Boltsmassen. Bahl sung auf die Staatstaffe zu übernehmen, lehnte jedoch der Gereiche Verwundungen und Verhaftungen baben stattgefunden, richtshof ab. die Hauptstraßenzüge find theils von Militär abgesperrt, theils mit Bolizei überfät. Budapest, das am Tage nach Bon der ,, Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Ar beiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Diet' Berlag) ist uns foeben die Nr. 6 des 4. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Betretener Juhalt dieser Nummer heben wir hervor: Duart wird breit, nicht start." Lohn- und Arbeitsverhältnisse Mannheimer Fabritarbeiterinnen. I. Arbeiterinnen in der deutschen Großindustrie.- Feuilleton: Der neue Hofstall. Kein Märchen. Nach dem Schwedischen. Im Krieg.( Gedicht.) Von Maria Konopnicta.- Arbeiterinnen- Bewegung. Kleine Nachrichten. Der Die Die Gleid, heit" erfcheint alle 14 Tage einmal. Preis ber Nummer 10 Pf., durch die Poft bezogen( eingetragen in der Reichspost- Beilungslifte für 1894 unter Str. 2660) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Bi; unter Kreuzband 85 Bj. Inferatenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. im Berlage von J. 6. W. Dies in Stutttgart et fcheinende, reie Sänger", welcher bis ber nur in Bartitur Ausgabe erschienen, ist jetzt auch in Partitur und Stimmen Ausgabe vorhanden und zwar von Nr. 61 an. Der Preis ist dabei so billig gestellt, daß taum eine Bertheuerung eingetreten ist. Die Partitur foftet 80 Pf., die Stimmen fomplet 40 Pf. oder per Stimme 10 Bf. Jacob Audorf. Mufit von Moris Friedrich. Die Liebe. Das Heft Nr. 64 enthält: Frei wollen wir sein Gedicht von Gedicht von Jacon Audori. Musik von Moriz Friedrich. Jacob Audorf. Musit von Moris Friedrich. Bierlied. Munt von H. Buhr. Las Heft 65 enthält: Die Frösch und die unten. ( Seiteres Trullied.) Musik von Heinrich Riva. Herz blümelein. Gedicht von Jacob Audorf. Mufit von Heinrich Riva. Viönli.( Schweizer Mundart.) Gedicht von Jacob Audorf. Mufit von Heinrich Riva. " Die Verlagsbud handlung ist gerne bereit, den Herren Diris genten auf Verlangen eine Partitur zur Ansicht bezw. zur Prüfung zu übersenden. Von der Nenen Beit"( Stuttgart, 3.$.. Dieg' Verlag) ist soeben das 25. Heft des 12. Jahrgangs er. schienen. Aus dem Jubalt heben wir hervor: Mancherlei Drähte. Bäuerliche Produktiv Genossenschaften I. Die Diamantenindustrie in Amsterdam. Von H. Polat. Lewis H. Morgan. Literarische Rundschau. Notizen: Was eine Parlamentswahl in England fostet. Armuth und Krankheit, Feuilleton: Der Tod im Walde. Bon Nikolaus Krauß.( Schluß.) M Depeschen. ( Wolff's Telegraphen Burean.) Best, 24. März. Die Straßen find militärisch befeht; bisher ist jedoch noch keinerlei Zwischenfall vorgekommen. Das Playfommando hat, da die Soldaten angeblich aus Fenstern mit Steinen geworfen worden sind, an die Ober Stadthauptmannschaft eine Buschrift gerichtet, in welcher dieselbe für den Wiederholungsfall um Einschreiten ersucht wird. Der Ober- Stadthauptmann machte die Bevölkerung mittels Verordnung auf die schweren Folgen derartiger Berkommnisse aufmerksam. S Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 25. März. Freie Volksbühne. Lessing= Theater. IV. Abtheilung. Beginn: Nachmittags 22 Uhr: Sodoms Ende. Opernhaus. Die Medici. Montag: Falstaff. Dienstag: Der Freischütz. Schauspielhaus. Faust. Montag: Ein Sommernachtstraum. Dienstag: Michel Perrin. Deutsches Theater. Der Riegniter Bote. Montag: Der Herr Senator. Berliner Theater. Narcis. Montag: Hamlet. Dienstag: Graf Waldemar. Leffing- Theater. Niobe. Der Eisenfreffer. Montag: Madame Sans- Gêne. Friedrich- Wilhelmstädt. Cheater. Der Vize- Admiral. Montag: Dieselbe Vorstellung. Rehdenz- Theater. Der Mastenball. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Sündige Liebe. Hierauf: Eine Befehrung. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Der Bettelstudent. Montag: Die schöne Helena. Dienstag: Der Bogelhändler. Central Theater. Ein gesunder Junge Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. B Melusine. Die schöne Montage Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Montag: Tiefelbe Vorstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplat- Theater. Berlin mie's lebt und liebt. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. National- heater. Heinrich Heine. Hierauf: Das Damenbad. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Lumpen- Susanne, aber: Die Obdachlosen von Berlin. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Sonntag, den 25. u. Montag, den 26.: Gastspiel des Herrn Carl Pander. Heinrich Heine. Luftspiel in 3 Aufzügen von Me13. Regie: Mar Sam ft. Hierauf: Das Damenbad. Schwank in 3 Aften von Frth Schäfer. Regie: Fris Schäfer. Raffeneröffnung 2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Volks- Vorstellung. Rabbi David, der Knabenräuber ober: Der Christ und der Jude. Schauspiel in 5 Aufzügen von Bernhard Neustadt. Regie: Mar Samft. Dienstag, 27. März: Abend- Borstellung. Gastspiel des Hrn. Carl Pander. Heinrich Heine. Sierauf: Das Damenbad. Nachmittag: Rabbi David, d. Knabenräuber Mittwoch: Gaftspiel des Hrn. Carl Pander. Heinrich Heine. Hierauf: Das Damenbad. Parodie- Theater. Oranienstr. 52, am Moritzplatz. Zäglich: r, Große Theater- und Spezialitäten- Vorstellg. mit stets reichh. neuem Programm, darunter 6 neue Debüts. Wochentags 712 Uhr. Anfang: Sonntags 6/2 Uhr. Concordia- Festsäle C. Saeger, 64. Andreasftraße 64. 1. Osterfeiertag, Vorm. 12 Uhr: Grosse Matinée der Berl. Buchdrucker. 2. Feiertag: Grosses Arnold- Concert mit nach Ball folgendem Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. 3. Feiertag: renommirter Gr. Concert Gefangvereine Dir.: H. Kurz. Nachdem: Grosser Ball Avis! Donnerstag, den 29. März: Elite- Soirée der Norddeutsch. Sänger. 73/14 C. Saeger. Alcazar. Variété- u. SpezialitätenTheater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) 1., 2. u. 3. Feiertag: Gr. Extra Vorstellung. Bummel- Frike. Große Posse mit Gefang von H. Wilkau. Anfang 7 Uhr. Entree 30 Pf. Mittwoch, den 28. März: Abschieds- Benefiz für Geschwister Gottlieb. R. Winkler. PassagePanopticum. Nur noch wenige Tage. Präuscher's Anat. Museum Glocke täglich von früh 9 bis 10 Abend3 für Die von Fr. v. Schiller. Mufit von Romberg. Dargestellt in 15 lebend. Bildern. Central- Theater. Alte Jafobftraße 30. Am 1., 2. und 3. Feiertage: Wintergarten. Spezialitäten- Vo Ein gesunder Junge. ftellung. Reichshallen Theater.SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Borstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Parodie Theater. SpezialitätenBorstellug American- Theater. Dresdener- Straße 55. An allen 3 Feiertagen: Lumpensusanne oder: Posse mit Gefang und Tanz in 3 Atten von Jean Kren. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang der Vorstellung 7/8 Uhr. Zäglich: Ein gesunder Junge. ratweil'sche Bierhallen G Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Verbrecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen. Die Gräfin", der ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Kommandantenstr.77-79. Welt. u. größt. Etablissem. Berl. Neues Programm. Heute: Matinée von 121/2 Uhr ab österreichischen Damenkapelle " Dittl Die Bombe, Aftervermietherin im Müll- in kleinrussischen Nationalkostumen winkel bes Sonnenaufgangs" und Auftreten von Josephine Delclisseur. Künstlern. Spezialitäten Brunwald- mit bewegter Vergangen heit. Martin Bendix. Täglich Auftreten des 1. Ranges. Anfang 5 Uhr Pf. Refervirter Play 50 erwachs. Herren. Dienstag u. Freitag Damentag. Arbeiter- Bildungsschule. Heinrich! 25716 Dein Schwager. Todes- Anzeige. Genossen, welche gewillt find, am Ein dreimaliges Hochzu Deinem Wiegen 27. März( 3. Feiertag), Mittags 1 Uhr, fefte, daß die ganze Chorinerstraße die Sonder- Vorstellung in der Urania wackelt. „ Das Wunderland der neuen Welt" zu besuchen, können noch einige Billets Allen Freunden und Befannten, ingå 50 Pf. erhalten bei Opin, Lynar- besondere den Kollegen der Firma straße 2, Osburg, Rottbuser Damm 10, Julius Pintsch, die traurige Nachricht ,. Schliebs, Trestowstr. 38, sowie in den daß unser lieber Sohn und Bruder, Bigarren Handlungen von Schulz, der Schlosser Albert Müller, am Udmiralstr. 40a und Gumpel, Barnim: 22. März, Abends 114 Uhr, im straße 42. 22. Lebensjahre nach langen Leiden verstorben ist. Orts- Kranken- Kasse des Töpfer- Gewerbes zu Berlin. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am 2. Diterfeiertag, Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Parochial- Kirchhofs, Box2575b hagenerstraße, aus statt. Bekanntmachung. Kranken- und Sterbekasse der Berliner Hausdiener. ( E. H. 61.) Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß das Mitglied Karl Herzog, Da die Vertretung der Ortskrantentaffe für das Töpfer- Gewerbe zu Berlin der in dem Erlasse vom 15. Dez. 1893 -D. P. 14 850 getroffenen An ordnung keine Folge gegeben hat, ändere ich hiermit gemäß§ 48a des Krankenversicherungs- Gesetzes die§§ 28 in Stellung bei Gebr. Ganse, vers und 29 des vorstehenden Statuts von storben ist. Amtswegen mit rechtsverbindlicher Wirkung vom 2. April d. J. dahin ab, daß diefelben lauten: § 28. Die Beiträge für die männ. lichen Mitglieder der 1. Klaffe betragen 40 Pf. wöchentlich, diejenigen für die 2605b Die Beerdigung findet am Montag, den 26. d. M., Nachmittags 5 Uhr von der Leichenhalle des Thomaskirchhofes, Rigdorf, Hermannstraße, aus statt. Der Vorstand. 2. Klaffe 36 Pf, wöchentlich und die Zentral- Kranken- u. Sterbekaffe der Tischler u. s. w. jenigen für die 3. Klasse 18 Pf. wöchentlich. Die Beiträge für die weiblichen Mit glieder über 16 Jahre betragen 20 Bf. wöchentlich und für die weiblichen Mitglieder unter 16 Jahren 13 Bf. wöchentlich. § 29. Die Beiträge werden für je vier Wochen für sämmtliche Mitglieder 327/9 im Voraus erhoben. Potsdam, den 5. März 1894. Der Ober- Präsident. Staatsminister Achenbach. Wir bringen obige Bekanntmachung den Mitgliedern mit dem Bemerken zur Kenntniß, daß die Statutenänderungen am 2. April d. J. in Kraft treten. der Der Vorstand Gewerbes zu Berlin. Dertliche Verwaltung Berlin H. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Tischler Otto Lange, am 24. d. Mts. im Alter von 39 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 27. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, vom Krankenhaus am Urban nach dem Emmauskirchhofe statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 306/19 Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Freunden und Bekannten zur NachOrts- Krankenkaffe des Töpfer- richt, daß am Donnerstag, den 22. b. utarbe, 1. Borfißender. Spandau, Gr. Wall in der Havel. Rud. Balke, Schriftführer. Madaistr. 9. des Zur pünktlichen Lieferung Vorwärts", Sozialdemokrat", Schluß sonntag, den 1. April. fowie sämmtl. Arbeiterliteratur empf Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. An allen 3 Feiertagen: Grosse Extra- Gala- Borstellung und Konzert von nur Künstlern 1. Ranges. Auftreten der Ballet- Gesellschaft Columbia( 10 Damen), Balletmeisterin Rosa Fricka. Auftreten der Elite ParterreAkrobaten u. Pantomimentruppe Hermandez. Ein Stündchen beim Doktor. Romische Pantomime. The Willon's, Doppel- Jongleure. Jois di Dios, Rostüm Soubrette. G. Cordes, Gesangs- Humorist. Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. A. Zimmermann. Anfang:{ Circus Renz, ( Karlstraße.) An den beiden Osterfeiertagen: Je 2 große Vorstellungen. 10 Sabren frei): Divertiffement mit Nachmittags 4 Uhr( 1 Kind unter tomisch- mimischer Handlung Auf Helgoland. beften Bauchredners d. Jektzeit Entree 30 B Bertan P. Ausgeführt vom gefammten Berfonal. H. Blank. Ferner u. a.: Direktor Hippe" Don Martin Bendix, sowie Eugen Bocher, Sächsischer Original- Humorist, Alfred Bender. 3. Feiertag: Entree 20 Pf. Refervirter Play 30 Pf. Auftret. sämmtl. Klowns in ihren besten Nummern. Freiheits- u. Schulpferde. Abends 71/2 Uhr: 3. Regelbahnen. Stunde 60 Pf. 6 Billards, pro C. Koch, fr. Gambrinus. Auf auf zur fröhlichen Jagd! Säle für Versammlungen und Festlichkeiten Raffenöffnung 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. find noch an verschiedenen Tagen Mittwoch: Diefelbe Borstellung. Adolph Ernst- Theater. An allen 3 Feiertagen: Charley's Tante. zu haben. Neue Welt sich den Genossen W. Gakmann, Grünthalerstraße 67. Hierdurch nehme ich die am 10. Febr in Schweißberger's Reft. gegen Gen Germand gemachten Verdächtigungen zurüd. P. Krüger. 2625b ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. An allen 3 Oster- Feiertagen: Mts., unsere liebe Tochter Frida im 5. Jahre an der brand. Diphteritis plöglich verstorben ist. Die trauernden Hinterbliebenen August Infinger und Familie, Krautsstraße 36. Tischler- Verein. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied Wilhelm Pyrags, Rheinsbergerstr. 40, am 21. Marz vers storben ist. Die Beerdigung findet am 25. März, Nachm. 3 Uhr, vom Trauer833/15 hause aus statt. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine innigft 2585b Stettiner geliebte Frau Sänger Anfang 7 Uhr. Entree 50 Bf. Jeden Abend völlig neues u. Großes unf Programm. ' Bock- Brauerei' Tempelhofer Berg:[ 2583b 55. Bock- Saison. An beiden Ofterfeiertagen: Gr. Militär- Triple- Konzert Der Garten ist eröffnet. Castan's Panoptikum. Neu! Barforce- u. Rastadenritt. Ballet von Im 9. Kreise der Hölle: 100 Damen. Meute von 40 Hunden. Anna Voigt geb. Liebs am 21. b. M. nach schwerem Beiden entschlafen ist. Die Beerdigung findet heute, Sonn tag, Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes statt. Der trauernde Gatte Richard Voigt. Allen Kollegen zur Nachricht, daß unser Rollege Otto Lange am 24. d. M., Morgens 1 Uhr, ver. storben ist. Die Beerdigung findet am 27. März, Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Kranten hauses am Urban nach dem EmmausKirchhof statt. 2622b Die Kollegen der Bechstein'schen Hof- Pianoforte- Fabrik. Danksagung. Für die herzliche Theilnahme bei der Beerdigung meines Mannes und Vaters fage allen Freunden, Bekannten und den lieben Kollegen, insbesondere dem Herrn Wegner meinen herzlichsten Dank. 2621b Wittwe Teichert nebst Kindern. Danksagung. Außerdem: Der oſtpreußische Hengit Der Rutsch a. d. Rafirmesser. Theilnahme und die zahlreichen Kranz Blondel und Monstre- Tableau von 60 Pferden, vorgeführt vom Direktor Fr. Renz. Auftreten der Schulreiterinnen Achtung! Für die vielen Beweise herzlicher spencen bei der Beerdigung meines mir unvergeßlichen Mannes Wilhelm Salzmann, insbesondere den Arbeitern Frau Renz- Stark u. Srl. Oceana Renz Ed. Wiersing Restauranter Emanuel Meyer'schen Fabrit, fage Die Handakrobaten Gebr. Detroit. Die Hasenhaide. Am Sonntagilarischen Spiele in der Luft, ausgeführt Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Finsterbusch- Concert, Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Poffe mit Gefang in 1 Att von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Rosenthaler Klubhaus, 11/12 Rosenthalerstrasse 11/12. 2 Säle( Bühne) bis 500 Personen fassend, zu Vereins- Versammlungen und Fests lichkeiten. Amt III 2666. [ 2602b] Spezialitäten, Theater.■ Am 2. und 3. Osterfeiertag: Concert. Gr. Ball. Bodbier, Kaffeeküche.( 683 Nen! Riesen- Fahnenſaal. Bohemia! Internationaler von der Familie Dainef u. f. w. Dienstag: Auf auf zur fröhlichen Jagd! Fr. Renz, Direktor. W. Noack's Concert- u. Gesellschafts- Säle, Brunnenstraße Nr. 16. Am 2. u. 3. Osterfeiertag: Garten u. Ball- Salon. Rnefebeds ftraße 77. Rigdorf Sermann. ftraße 87. Spezialitäten- Vorstellung. ich meinen tiefgefühlten Dant.[ 2581b Die trauernde Wittwe Minna Salzmann und Tochter. Jeden Sonntag: Gr. Familien Ball. Jn bekannten vorzüglichen Exemplaren foeben eingetroffen: Thüring. EdelFür Vereine, Fußpartien, Festlich- finten, à Std. 1,50 M., mit blauem feiten u. Leichenzüge stehen meine Lo- Schnabel 2 M., schlagend 3 Mt. Ver ftets geöffnet. 2 verdeckte Kegelbahnen. talitäten zur Verfügung. Kaffeeküche fend unter Nachnahme unter Garantie Nußbaum- u. mah. Möbel, gut erh., umftanbsh. bill. Oranienstr. 183. Bizem. Möbelfuhrwert f. Berlin u. außerh. 1. Ofterfeiertag, in Nagel's Festfälen, Grosser Ball bill. 3. haben Hackbarth, Pallisadenstr.72. 2522b Schwedterstr. 23: Der Goldteufel. Anfang der Vorstellung 61/2 Uhr. Nach der Vorstefng: Tanz. Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt W. Brüning. 2603b Anfang 5 Uhr. Guterhaltene Möbel verkauft, Weberftraße 38, recht. Aufg. II, Its., bis 3 Uhr. in Berlin. 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In diesen Zahlen prägt sich schneidend und schreiend der Geist und die Vernunft aus. die heute Italien regiert. Das ist der Geist des timmelslichls der bürgerlichen Welt, von dessen Besitzer der ichter sagt: lEr nennt's Vernunft, und braucht'S allein, Nur thierischer als jedes Thier zu sein!" Thierisch nach Art eines blödsinnig Gewordenen, dai ist in der That die allein richtige Bezeichnung für die bei uns herrschen- den Zustände. Ter.Vorwärts' hat bereits die Nachricht gebracht, wie Erispi im Parlament zu Rom unter wülhenden Geberden und mit Faustschlagen aus den Regierungstisch— das ist seine liebst-, alterprobte Gest-— ein gefälschtes Aktenstück verlaS, ein Manifest, an dessen Entstehung sich-jn lächerlicher Roman knüpft, und auf grund dieses anarchistischen Manifestes— Crispi wunte schon damals, daß es von einem Polizeikanz''ten gefälscht war, gab ihm die Kammer ihr Vertrauensvotum mit 343 Stimmen Mehrheit und gab ihm die Vollmacht, den Abgeordneten Te Felice militärgerichtlich zu ver- folgen, das heißt zu verurtheilen. Welch' eine Kammer ist dies? Au, dem internal, onalen Kongreß stritten sich die verschiedenen Länder darum, wer die verkommenste Bourgeoisie besitze. Damals wurde Italien ausgelassen. Italien ganz vergesse»; Italien hat nun mit seiner Bourgeoisie vor aller Welt den Preis errungen. Prampolini schloß in diesen Tagen seine Rede zur Begründung des Antrages, das Ministerium in Anklagezusland zu versetzen, mit den Worten:„Ter bürgerlichen Klasse rufe ich zu: Ihr arbeitet für uns mit beschleunigter Wucht an Eurem eigenen Untergang. Dieser Euer Sturz, dieser Untergang der bürgerlichen Klasse wird der Erlösungstag des Proletariats fein! Es lebe der Sozialisinus!" Ter Redner wurde hieraus vom Präsidenten Biancheri zur Ordnung gerufen mit der Be- gründnng: Herr Pranipolini hat von bürgerlichen Klassen, von einander feindlich gegenüberstehenden Klassen Italiens gesprochen. Ich rufe ihn zur Ordnung, in Italien giebl es keine Klassen! (Stürmischer Beifall der Kammer.) Hier sehen wir ganz die Auffassung Crispi's bestätigt, daß für Italien eine soziale Frage gar nicht besteht. Als nachhaltiges Stärkungsmittel für die Re- gierung müssen die Bomben der Anarchisten dienen. Die letzte vor dem Parlamentsgcbäude geplatzte Bombe war ein Haupttriumph fil'r Crispi, oder sollen wir nicht lieber sagen ein Triumph Crispi's? Denn um 4>/s Uhr Nach- mittags wurde auf plötzlichen Wunsch Crispi's, der sich für nicht ganz wohl(„inäisposto") erklärte, die Kammer- sitzung vertagt und eineinhalbe Stunde später, pnnkl 6 Uhr, flog vor dem Kammergebäude die Bombe in die Luft, vor demselben Gebäude, das an allen Stellen mit ganzen Bataillonen von Carabinieri und Polizeibeamten mit und ohne Uniform bewacht war. Noch heute hat man vom Urheber der Bombe keine Spur entdeckt, alle deshalb gefangenen Anarchisten mußten wieder eut- lassen werden. Man muß nicht denken, daß diese traurigen Tage der Echandwirthschaft Crispi's in Italien dem Sozia- lismus Abbruch thun. Im Gegentheil; sie wirken wie ein befruchtender Regen, ein Regen, der in die Tiefe dringt und auch das härteste Erdreich auslockert. Noch nie zu keiner Zeit vorher ist das Wachsthum, die Ausbreitung des So- zialismus bei uns so sichtbar gewesen und geworden, wie in dieser Zeit. In der Stadt Jmula wurde die ganze Kommune- Vertretung als ausgesprochene Sozialisten wieder gewählt, an ihre Spitze der sozialistische Bürgermeister Andrea Costa. Die Entstehung neuer sozialistischer Wochenblätter nimmt einen un- erwarteten Aufschwung trotz aller Konfiskationswuth, die in ihren Begründungen de» stupidesten Maßnahmen der Zensur- behörden Oesterreichs nichts nachgi-bt. Ich werde Ihnen nächstens eine Liste der gegenwärtig erscheinenden sozialisti- scheu Presse Italiens senden. Die Sammlungen für die Opfer Crispi's in Sizilien und in Massa-Carrara nehmen überall ihren torlgang, meist mit bei, Zentesimi der Arbeiter. Die Lotta di lasse in Mailand verzeichnete bisher 3480 Franks. Aber leider sind alle diese Beiträge völlig unzureichend, die Fülle des unmittelbaren Elendes zu mildern, welches die Kriegsgerichte— Crispl's Gottesfriede— allein über Sizilien gebracht haben. Man denke, daß Hunderte, ja Tausende von Familien durch die Ein- kerkerungen ihrer Ernährer beraubt sind. Bon diesen nehmen die Organisatoren und Führer der Fasci naturgemäß die all- Semeine Aniheilnahme in Anspruch. Garibaldi Bosco atte als Sekretär einer Volksbank ein kleines Amt inne, durch dessen Verlust seine Familie zugleich ihren Unterhalt verloren hat. Freunde und Bekannte müssen diese unterstützen, während Bosco selbst der Qual der täglichen Untersuchungsverhöre mit den a b s u r d e st e n Beschuldigungen — h la. Crispi: Verschwörung mit dem Auslände, mit Frank- reich, ja mit Rußland zur Losreibung der Insel Sizilien von Italien— unterworfen ist. Nicola Barbalo. Präsident deS Fascio von Corleone, ein ausgezeichneter junger Arzt, lebte nur von seiner Praxis, die er den Armen unentgeltlich widmete. Seine Familie befindet sich in ähnlicher Lage wie diejeinge Bosco's. Banz ebenso auch die des gefangenen Peirina, Präsidenten des Fascio von Messina. Der Advokat Montalto, Präsident des Fascio von Trapani ist unveiheirarhet, aber er unter- hielt eine alle Mutter und zwei jüngere Schwestern.— Turali in Mailand erhielt kürzlich Briefe aus Calania und Palermo, welche den Jammer und den Ruin, den der Belagerungszunand gerade über die besten und edelsten Menschen in Sizilien herauf- beschworen hat, mit dürsteren Farben schildern. In den Briefen wird dringend um vermehrten Eiser für die Sammlungen zur Unterstützung gebeten Aber auch hier wird hervorgehoben, wie alle diese Verfolgunaen nur tieser die Seelen entflammen sür die Sache der Unterdrückten, sür die zukünftige Neu- Organisation und Wiederherstellung der Fasci sür das Wachslhum des Sozialismus. Dieser, der bisher mehr an der Oberfläche ins Weite sich ausbreitete, geht nun in die Tiefe und schlägt dort Wurzeln. Deutschland hat das ja in ähnlicher Lage an sich selbst erfahren. tn ihrer blinden Angst vor dem sichtbaren Wachslhum des ozialismus in Italien sind die Behörden nun schon aus den Sozialistentödter Eugen Richter gekommen. In der Romagna hat der Generaloberst der Carabinieri und Gendarmen Eugen Richter's Zukunflsstaal(in italienischer Uebersetzung mit der Spar-Agnes und der berühmten Anny) in Massen bestellt und mit Rundschreiben an die Kommandos von Soresina und Ferrara gesandt unter dringender Empfehlung zur Vertheilung und Lektüre im Kampf gegen Anarchisten und Sozialisten, was diesen Herren ja als ein und dasselbe gilt.— In Malland hat vor- gestern zum ersten Male eine große bedeutsame Versamm- lung nur von Arbeiterinnen stallgefunden. Es waren d,e Haus- «nd Fabrikschneiderinnen über 300 an Zahl im Saale des llrteit-rkonsulats vereinigt. Di- Besucher des internal, onalen Kongresses von Zürich werden sich erinnern, daß vom Verein der Schneiderinnen in Mailand eine Vertreterin anwesend war. Zum ersten Mal aber war hier auch die Hausindustrie, die bei dem bekannten Tvilettenlaxus der besitzenden Klassen in Mailand besonders wichtig ist, zahlreich vertreten. Nach zündenden Reden wurde eine feste Organisation mit bestimmter Verpflichtung zu monatlichem Beitrag und mit Einschreibung der Mlt- glieder beschlossen. Auch Dr. Anna Kulischos hielt eine begeisternde Ansprache und wies daraufhin, daß diese Vereinigung von Arbeiterinnen der Fabrik- und Hausindustrie das erste selbständige Eintreten der Frau in den Klassenkampf auf dem Festlande Italiens bedeute, während auf Sizilien wie bekannt der Sozialismus unter den Frauen und Mädchen schon seit An- beginn der Bewegung feine eifrigsten Anhänger zählt. Zum Schluß eine kleine Notiz zur Vervollständigung der mitgetheilten Bnnkskandale unserer herrschenden Diktatoren, Zäsaren, Säkular- männer und Frauen. Nachträglich hat sich bei der Untersuchung der Akten der Banca Nationale noch ein kleiner Posten gesunden; er lautet: Am 9. Mai 1889 dem Herrn Gouverneur an den Abgeordneten L e m m i für Madame Lina Erispi in baar: 20 000 Franks. Sie sehen, mein heutiger Artikel beginnt mit einer Zahl und schließt mit einer Zahl. Mögen die Leser des„Vorwärts" diese beiden Zahlen am Anfang und Ende dieses Berichts in ihrer Bedeutung recht genau betrachten. Sie zeigen den harmonische» Kreislaus der Herrschaft der Bourgeoisie. Uolralest Der Charfreitag wurde von einem großen Theil deS Ber- liner Proletariats durch-ine Wallfahrt nach i..m deutschen Golgatha, den Gräbern der Märzgefallenen, würdig begangen. Es entfaltete sich namentlich in den Nachmittagsstunden ern ähn- liches Schauspiel, wie am vorigen Sonntag; Arbeiter und Arbeiterinnen hatten sich in langer Reihe formirt und warteten— oft stundenlang— bis sie in dem sich ständig erneuernden Zuge zu den Gräbern vorgerückt waren. Das Aussehen des Friedhofs hatte sich feit Sonntag kaum verändert, von den zahlreichen Schleifen und Kränzen mochten nur wenige fehlen. Ausgefallen ist, daß die Schleije eines Kranzes, von der am 13. d. Mts. ein Theil abgeschnitten war. durch Wiederzusammenstecken mit Steck- nadeln wieder hergestellt war. Die Schleife trug gestern die Worte:„Den Tobten zur Ehr', den Lebenden zur Lehr', den Tyrannen zum Trotz." DaS Treiben auf dem Spandauer Bock hat sich am diesjährigen Charfreitag verhältnißmäßig ruhig gestaltet. Einige dreißig Gendarmen, die aus der ganzen Umgegend requirirl waren, und eine etwa ausbrechende antisemitische Revolution im Keime zu ersticken, hatten wenig Gelegenheit, ihre Talente der Oeffentlichkeit preiszugeben. Gleich Null waren die Vorbereitungen, welche die Direktion der Stadt- und Ringbahn für den gestrigen Charfreitag getroffen hatte. Die Behörde scheint in ihrem Kalender„Regen und Sturm" verzeichnet gehabt zu haben und so kam es, daß die Beförderung des nach vielen Zehntausenden zählenden Feier- tagspublikums, welches den herrlichen Frühlingstag im Freien verleben wollte, einem„großen Viebtransport" glich. Von 2 Uhr Mittags an waren die Stadtbahnzüge, namentlich nach Westend und Grunewald mit 20—25 Personen im Koupee besetzt!! Extrazüge waren, so weit wir wissen, nur nach Westend eingelegt worden, und auch diese, dem gewaltigen Ver- kehr gegenüber, nur in ungenügender Weise! Wäre das Publikum nicht vernünftig gewesen, so wäre es gestern Nachmittag auf den Stationen der Stadtbahn zu häßlichen Szenen gekommen. Ob sich die Bahnverwaltung veranlaßt sieht, wenigstens während der Ostertage Remedur zu schaffen? Mit ihrem ent- schuldbaren Bestreben, dem Publikum am heiligsten Tage der Christenheit den Hang zum Vergnügen zu verleiden und es in- direkt zu zwingen, in dumpsen Kirchen Buße zu thun, hat die Direktion im ungläubigen Berlin anscheinend doch nur geringen Erfolg gehabt. Ter Staat der'Sozialreform, der seine höchste Aufgabe darin erkennt, seine milde Hand schützend über die Enterbten aus- zubreitcn und den Klassenhaß durch versöhnende Maßnahmen zu beseitigen, erscheint gegenwärtig wieder einmal in respektabler Glorie, wenn man die Soldaten auf der Straße beobachtet, die tagsüber geschäftig eines Amtes walten, das zu dem rauhen Waffenhandwerk in einem wohlthnenden Gegensatz steht. Nicht nur, daß unsere Brüder von der Garde zum heutigen Osterfest unverdrossen mit Briefen und Postpacketen die Treppen auf und nieder tanzen; auch die noch schwerere Arbeit des Möbeltransports wird von ihnen zum herannahenden Umzugs- lermine mit einem Eifer verrichtet, der den müssigen Zuschauer baß imponiren muß. Die Thätigkeit unserer Brüder im Waffenrock wird auf so einen müßigen Zuschauer um so weniger seine Wirkung verfehlen. wenn dieser Familienvater und, was ja auch nicht so selten, seit mehreren Monaten arbeitslos ist. Aber was thut's? Mit Freuden wird der Arbeitslose sich den kargen Verdienst ent- gehen lassen, den er vielleicht gehabt hätte, wenn die Soldaten nicht zu proletarischen Hautirungen verwendet werden dürften, mit Freuden wird er sammt Familie auch in den Ostertagen weiter hungern, da er jetzt, nach den vielbewnnderten Worten, die kürzlich im Reicbstag aus dem hohen Munde des Kriegs- Ministers mit militärischem Nachdruck hervorquollen, doch mit unverkennbarer Ehrfurcht inne geworden ist, daß Alles, was der Soldat außerdienstlich thul, ihn auch militärisch weiter bildet und somit dem geeinten Deutschen Reich zu Segen dient. Was opfert man nickt für's Vaterland, namentlich wenn es gleichzeitig das Land der Sozialresorm ist? Bom Nothstand«nd von christlicher„Wohlthätigkeit". Di- Bourgeoisie will bekanntlich von dem Vorhandensein einer Arbeitslosigkeit in größerem Umfange und von einem(ich daraus ergebenden Noihstaude unter der Arbeiterbevölkerung nichts wissen B-rtreler staatlicker und städtischer Behörden, bürgerlich gesinnte Abgeordnete in den Parlamenten und in den Gemeindevertretungen, die gesammle bürgerliche Presse und wer sonst noch die örderung der Interessen der besitzenden Klassen für seine ufgabe hält, haben, so oft die Sozialdemokratie den Umfang der Arbeitslosigkeit und des Nothstandes nackzuweisen ver- suchte und Forderungen zu Gunsten der Arbeiterklasse daran knüpfte, frischweg das Gegentheil behauptet. Es ist natürlich nicht erlaubt, zu bezweifeln, daß sie das Gegentheil geglaubt haben. Aber zuweilen wird einem doch die Unterdrückung eines solchen Zweifels recht schwer gemacht. Bon Behörden, von Leitern„wohlthäliger" und„gemeinnütziger" Unternehmungen. von den Vorständen zahlreicher Vereine mit ähnlichen Zielen, erfahren wir so ziemlich jedes Jahr, wenn es gilt, eine Ver- Minderung der Einnahmen und eine Vermehrung der Ausgaben zu begründen, daß das Darniederliegen von Gewerbe und In- dustrie immer noch nicht nachgelassen hat. daß die Arbeitslosig- keit weiter zugenommen hat. und daß Roth und Elend weiter gestiegen sind. Ein neues und auch in mancher anderen Beziehung inter- essantes Beispiel hierfür liefert der neueste Jahresbericht über die beiden, in der Oranienstraße und in der Auguststraße belegene „Herbergen zur Heimath" des„Evangelischen Verein sür kirchliche Zwecke in Berlin." Da erfahren wir, daß der Be such der Herbergen, besonders derjenigen in der Oranienstraße im Jahre 1393 weiter abgenommen hat, und daß dieser Rückgang unter anderem durch„die allgemeine Arbeitslosigkeit" zu erklären sei. In diesen Herbergen giebt es nämlich im allgemeinen nichts umsonst. Das billigste Bett ist nicht unter 2S Pf. zu haben, und wer die nicht zahlen kann, der muß sich eben sein Nachtquartier anderswo suchen. Selbstverständlich müssen auchSpeisen und Getränke bezahlt werden, falls nicht ein befreundeter„frommer" Verein oder sonst ein privater„Wohlthäter" den armen Wanderern eine unentgeltliche Abendsuppe stiftet oder der„Evangelische Verein" selber den Sonntagspredigten, um für deren Besuch Interesse zu erwecken, eine Gratismahlzeit hinzufügt. Ein vollständig un- bemittelter Handwerksbursche kann sich ein Logis in diesen Her- bergen nicht leisten. Der Besuch muß also desto geringer werden, je größer die Arbeitslosigkeit wird, wie aus demselben Grunde der Besuch der eine unentgeltliche Aufnahme und regelmäßig unentgeltliches Abendbrot und Frühstück gewährenden Asyle wachsen muß. Der Bericht sagt hierzu:„So lange die Geschäfts» zciten im öffentlichen Verkehrsleben noch günstige waren und die kapitalkräftigen Volkskreise für die Hebung des Wohles der Ar» heiter und Handwerker wenig oder gar nichts übrig hatten. standen die christlichen Arbeiter mit ihren Volkswohlfahrts- Bestrebungen allein da und hatten alle Hände voll zu thun, um die Menge der wandernden Gäste leiblich zu versorgen. In jenen Zeiten stand es gut um die geschäftliche Seite der christ- lichen Herbergen Berlins." Und weiter unten:„Die guten Jahre, das Wort im geschäftlichen Sinn» verstanden, sind für unsere Herbergen vorüber. Die auf rein humani- tären Grundlagen sich erbauenden und mit dem Nachdruck des leistungsfähigen Großkapitals arbeitenden Volkswohlfahrts- Bestrebungen l.aben den Berliner christlichen Herbergen zur Heimath in bezug auf die äußere Seile ihrer Missions- aufgäbe eine vielfach erfolgreiche Konkurrenz gemacht." Der Bericht fügt zwar hinzu, man wolle darüber keineswegs ein Klagelied anstimmen, daß der„bis dahin lediglich von christlichen Kreiken und im christlichen Sinne bearbeitete Gedanke der Volks- wohlfahrtS- Bestrebungen" mehr und mehr auch in anderen� Kreyen verarbellel werde; man freue sich vielmehr darüber, da auf diese Weise die eigentliche Aufgabe der christlichen Theologen wieder mehr zu ihrem Rechte kommen könne, nämlich die Missions- thätigkeit, die sich in kleinerem Kreise viel erfolgreicher gestalte. Aber trotzdem scheinen uns Mißstimmung und Wehmuth aus diesen Zeilen zu sprechen. Daß es dem„Evangelischen Verein" bei seinem Herbergsunternehmen nicht gerade auss Verdienen ankommt, wollen wir ihm glauben.(Der Gewinn, welcher aus dem wandernden Handwerksgesellen und Arbeitern gezogen wird, und sür die Zwecke des Vereins verwandt wird, scheint übrigens keineswegs gering zu sein; doch läßt sich seine Höhe aus den sehr summarisch gehaltenen Kassenbericht nicht genau ersehen.) Uber wir glauben dem Verein nicht recht, daß er die Cchaaren, welche nicht einmal mehr so viel übrig behalten haben, um in seinen Herbergen logiren und etwas verzehren zu können, wirk- lich so gleichmüthig nach den Asylen und Wärmehallen ziehen steht. Aus dem ganzen Bericht, der immer wieder auf die„Konkurrenz" dieser Unternehmungen zurückkommt und hervorhebt, daß sie„unseren Herbergen nicht in die Quere kommt", spricht trotz aller gegenthelliaen Verstche» rungen ein schlecht verhehlter Aerger gerade darüber, daß der Agitationskreis des Verein? sich immer mehr verringerst. Woher denn sonst die geradezu unangenehm geschästsmäßrg klingende Versicherung:„Wenn die Arbeitslosen in den Wärme- hallen zu Tausenden umsonst gespeist werden, so wollen wir unseren Gästen zeigen, was ein christliches Hau? an leiblicher und geistiger Nahrung zu bieten vermag. Wenn die Volkskaffee- und Epeischäuser dem Arbeiter für wenige Pfennige eine gute Kost darbieten, so wollen wir uns durch diese Konkurrenz zu größter Tüchtigkeit auf dem Gebiete der äußeren Verpflegung anspornen lassen. Und es soll uns eine Lust sein, unseren Gästen den Aufenthalt in unseren Räumen so angenehm als möglich zu machen." Hieß es nicht oben, daß der Verein sich über die Verringerung des Besuches„freu e", daß man jetzt erst Zeit für die„eigentliche Missions-Aufgabe' übrig behalten werde? Und nun mit einem Male der Hinweis auf den„angenehmen Aufenthalt", auf die„leibliche Nahrung" und auf die „äußere Verpflegung", bei der man sich„zu größter Tüchtigkeil anspornen lassen" will? Es ist zwar nicht wahr, daß man in oen Asylen, Wärmehallen und Volkskaffee» und Speisehä>.sern so herrlich und in Freuden lebt, wie es der Bericht schildert. Aber wir hoffen, daß sie noch weiter die Aermsten und Elendesten aus den christlichen Herbergen zur Heimath herausholen werden, wo sie für ihr Geld nicht besser ver- pflegt werden als dort und obenein, wenn sie widerstandslos sind, von dem Hausgeistlichen mit dem Wort GotteS, wenn sie widerspenstig sind, von dem Hausknecht mit dem Gummischlauch bearbeitet werden. Die„Wohlthätigkeits"- Bestrebungen de? Muckcrlhums wollen uns unter allen derartigen Bestrebungen am wenigsten gefallen. Sie sind frei von Eitelkeit, wie es scheint. »nd auch frei von Eigennutz, wie man sagt. Sieht man jedoch genauer zu, so ist die„selbstlos sich hingebende christliche Nächsten- liebe" dieser Kreise auch nichts anderes, als nur eine der zahl- reichen Formen, in die sich der Eigennutz kleidet. Der Eigen- nutz richtet sich nicht immer blos aus Schätze, die„die Motten und der Rost fressen", und nach denen„die Dieb» graben und stehlen". Mehr Militär! Mehr Polizei! Laut braust der Ruf wie Donnerhall nach dem„letzten Beweismittel" der herrschenden und besitzenden Klassen! Und dieser Ruf findet bei den zuständigm Machtfakloren ein nur zu williges und geneigtes Ohr und man ist eifrrg bemüht, den Schreiern den Mund zu stopfen, diese Un- zufriedenen zu befriedigen. Der Vermehrung deS Heeres durch den Reichstag folgt nunmehr«ine Vermehrung der Polizei aller Orten. Berlin ist nach dieser Richtung hin mit gutem Beispiel vorangegangen und auch die Gemeindevertretung von Schöneberg hat sich endlich entschlossen, den sehnsücktigen Wünschen der Millionenbauern Rechnung zu tragen und eine „Besserung des Polizeiwesens" herbeizuführen. So ist in der letzten Gemeinderalhssitzung die Anstellung mehrerer neuer Amts- diener— mit einem Anfangsgehalt von 1500 M.— sowie eines Polizei-Jnspektors mit einem Gehalt von 2400 M. und zirka 400 M. Wohnungsgeldzuschuß beschlossen worden. Außerdem sollen in verschiedenen Orlstheilen Schöneberg's Polizeiwachen er- richtet werden, die telegraphische Verbindung mit dem Amtsbause erhalten und aus welchen bei Tage und bei Nacht Polizeibeamte stationirt werden sollen. Diese „Verbesserungen des Polizeiwcsens" sollen schon in allernächster Zeit zur Durchführung gelangen. Die Millionenbauern können sich also mit Befriedigung im Vollbewußtsein einer vermehrten Sicherheit wiegen. Die Sicherheilszustände in Schöneberg mußten allerdings zuweilen in einem etwas bedenklichen Lichte erscheinen. Denn wer sich der seiner Zeit Aussehen erregenden Heldenthaten eines Schöneberger Gendarmen gegenüber einem Berliner Droschkenkutscher erinnert oder wer sich das Aussehen Schöne- bergs im vorigen Jahre gelegentlich der„von Amts wegen" ver- borenen Arbeitslosen- und Gewerkschaftsversammlungen vergegen- wältigt, den, mußte wohl auch der Wunsch nach einer„Besserung Dies der wesentliche Inhalt des amtlichen Schriftstückes, das interessant nach jeder Richtung ist. The wir auf die Stellung der Oberpoftdirektion selber eingehen, ein paar Worte über den Kläger Gr. Dieser gute Mann hat unzweifelhaft" bie be treffen de Anlage durch einen Beamten nur deshalb ausführen laffen, weil derselbe billiger arbeitet, als irgend ein Mechaniker. Durch seine nachträgliche Denunziation ist der ehrenwerthe Herr nach unserer Auffassung in eine etwas schiefe Lage gekommen. Entweder hatte er vordem begründete Vermuthung, daß gestohlenes Material verwendet wurde dann war er verpflichtet, fofort Anzeige zu erstatten, oder er hat nachträglich aus Rache den Angeber gespielt, dann fann oder muß wegen wiffent lich falscher Anschuldigung Anklage gegen ihn erhoben werden. Doch das nur nebenbei. Bor allem it richtig: Das nackte Eingeständniß von dem geringen, beffer gefagt, zu geringem Gehalt, was doch den Beamten überhaupt nur veranlassen konnte, nach Beendigung feines schweren Dienstes mittels folcher Arbeiten fein targliches Gehalt zu ergänzen." Der Erlaß er fennt an, daß wirthschaftliche Verluste" den Beamten in eine bedrängte Lage bringen würden. Nein! Das sogenannte Gehalt schützt den Mann, der uns, wie wir hier bemerken wollen, durch aus fern sieht, nicht vor der Noth, er ist gezwungen bei einem Einkommen von 2,50 bis 3,00 M. pro Tag sich Neben erwerb zu verschaffen und bei seiner Beamtenqualifitation als Konkurrent auf dem Arbeitsmarkt aufzutreten. Der Genannte gehört, wie wir schon vorhin bemerkten, der Klaffe der Posthilfs. beamten an und hat eine mehrjährige Dienstzeit hinter sich. Rann die Ober- Postdirektion sich ernstlich einbilden, daß man hier in der Großstadt mit 2,50 M. pro Tag auskommen fann und sollte der stellvertretende Herr Ober- Poftdirektor Schulze bei alledem der Meinung sein, daß sein Verbot die Ursachen dieses Postelends aus der Welt schafft? Aus dem Fenster ihres Wohnhauses, Juliusstraße 10, in Rigdorf, stürzte sich am Donnerstag Nachmittag die Schwefter des Bau- Unternehmers Hirschfeld. Die Unglückliche, welche den Selbstmord in einem Anfall von Geistesstörung begangen haben soll, starb an den schweren innerlichen Berlegungen, die sie er litten, bereits nach einer Stunde. un Wir Angefl.: Damal for Das durfte nicht kommen. Bösartig bin id nich, aber des Polizeiwefens" in Schöneberg auffteigen. Db biefem Wunschef verkehr für die Tour von Röpenid nach Schmödwik und zurüd aber die jetzt von der Gemeindevertretung beschlossene Befferung von 2 auf 5 Dampfer erhöht werden, sobaß täglich ein stündlicher id bin mit Spreewasser jetooft, un daher mag et woll tommen, entspricht, das ist eine Frage, die wir nicht so ohne weiteres be Verkehr zwischen Köpenick- Grünau- Carolinenhof- Schmöckwis det idk jerne mal fo'n fleenen harmlosen Feet mache, wat natiers jahen möchten. und zurück stattfindet. lich von so'ne Leite, die nich in die Welt passen, bisweilen al3 Postalisches. Ein grelles Schlaglicht auf die Gehalts- Ein Prairienbrand entwickelte sich am Charfreitag Nach' ne Beleidigung anjefeben wird." So äußerte fich der 40 jährige Eisendreher B als er beim Eintritt in die Verhandlung verhältnisse derjenigen Beamtenkategorien, die im Sinne staats- mittag unter den Augen der nach Tausenden zählenden Besucher fekretärlicher Auffaffung noch nicht zu den schlecht bezahlten ge- der Spandauer Bergbrauerei. Um 3 Uhr fuhr auf den Geleifen von dem Vorsitzenden des Echöffengerichts gefragt wurde, ob er hören, wirft folgender Fall, der durch ein Birkular der Ober- Der Lehrter Bahn ein Gisenbabnzug durch das Wiesengelände denn nicht bald vernünftig werden wolle Wors.: Das sind aber feine harmlosen Späße und denn postdirektion Berlin( gez. Schulze) den hiesigen Beamten zur unterhalb des Spandauer Berges, das sonst um diese Jahreszeit suchen Sie sich gefälligst andere Leute aus als Schußleute, die Warnung mitgetheilt wird. Ein Posthilfsbeamter ist von einem noch unter Wasser zu stehen pflegt. Kaum war der Zug vorüber, Sie zum Biele Ihrer sogenannten Wize machen! Herrn Gr. auf Zahlung einer Summe von 250 m. verklagt, fo stiegen dicht am Bahndamme Rauchwolken auf, und zwar müssen doch etwas näher auf Ihre Vorftrafen eingehen. welche diefer als Anzahlung für eine komplizirte Haus- Tele- gleichzeitig von drei verschiedenen, weit von einander liegenden Einmal 100 Mark wegen Mishandlung und Sachbeschädigraphenanlage geleistet hatte, angeblich, weil die Leitung nicht Stellen. Augenscheinlich hatten Funken aus der Maschine das Einmal 100 Mart wegen Mishandlung und Sachbeschädifunktionirt; außerdem verlangt der Kläger von dem Post- Hilfs: dürre Gras entzündet. Mit gieriger Gefräßigkeit, angejacht von gung. Warum handelte es sich damals? beamten als Schadenersatz für beschädigte Thürfüllungen zc. einem heftigen, durch das Thal in der Längsrichtung streifenden mals hatte ich den Handelsmann S. een bisten zu derbe zur Rede 400 M. Gine Denunziation des Gr. bei der vorgefeßten Behörde, minde, breiteten sich die Flammen mehr und mehr aus. Der festellt, weil er jesagt hatte, meine Frau drüge Mannshemden. wonach das Material zu der Anlage den Beständen der Reichs aufsteigende beißende Qualm erfüllte den ganzen Garten der Ick bitte Ihnen, Herr Jerichtshof, wenn det wahr jewesen wäre, Telegraphenverwaltung entnommen sei, hat, wiej in dem Erlaß Bergbrauerei und selbst den Garten des jenseits der Straße woher wollte er det wissen? Det war doch eene ziemlich unAngel: Als wir uns über die Anbeschädigung? ausdrücklich bestätigt wird, sich als grundlose Behauptung erliegenden Bodes. Nahezu eine Stunde währte das immerhin erhörte Beleidigung. Borf.: Und wie war es mit der Sacher jerabe von eene Leiche wiesen, aber, so heißt es dann wörtlich weiter: Der Betreffende schöne Schauspiel, Kopf an Kopf stand die Menschenmenge an ( Beamte) mußte gewärtig fein durch die Herstellung der den Aussichtspunkten, den wogenden Flammen, die oft einen jelegenheit unterhielten, fam batte eenen Cylinder uf, un der is dabei einiger Anlage bei Gr. wirthschaftliche Berluste zu erleiden, welche Meter hoch schlugen, zuschauend. Den zahlreich anwesenden maßen aus die Fassung gekommen. Bors.: Ich verstehe. ihn bei seinem geringen Einkommen unzweifel- Gendarmen gelang es unter Mithilfe des Publikums endlich, die maßen aus die Fassung gekommen. Nun folgt aber wieder eine Bestrafung wegen Mißhandlung. haft in eine sehr bedrängte Lage bringen würden." Flammen mit Baumäften auszuschlagen. Immerhin sind mehrere Diesmal eine Woche Gerängniß. Angefl.: Herr Jerichtshof, Die Ober- Poftdirektion verbietet beshalb allen ihr unter- Morgen Wiese abgebrannt. det war ja derselbe Mann, mein innister Busenfeind. Lassen ftellten Beamten kategorisch die Bornahme derartiger Arbeiten Sie sich blos erzählen, wie det jefommen is. Also er hatte mir außerhalb des Dienstes. damals ooch mejen den Hut in die Jüdenstraße vertlagt un richtig, id mußte for die olle Angströhre noch neun Mark be zahlen. Ich saß jerade bei't Abendbrot un präple an so'n Stück von en verstorbenet Schwein, als der Jerichtsvollzieher kommt un mir die Zuschickung bringt, det ick neun Mart un die Kosten Rigdorf hat Berlin überflügelt. Traurige Zustände bezablen foll. Natierlich machte det uf mir teenen anjenehmen Ginbruck, der Appetit war weg. Ten andern Morjen, det war een Vors.: Aber da herrschen in der Hafenhaide von der Jahnstraße bis zur Rix Sonndag, ziehe ich mir an un hin bei ihm. dorfer Grenze. Die alten Rinnſteine, der Schrecken für Fuhr war doch nur Ihre Absicht, von Neuem Standal anzufangen. werke und Fußgänger, werden dort mit einer wahrhaft väter Angefl.: Nee, id wollte seinen Hut haben. Wenn ich ihm lichen Fürsorge erhalten. Bei starten Regengüffen bilden fie eenen neien bezahlen sollte, denn kam mir der alte zu. zunächst Bäche, die später aus den Ufern treten und sich in Seen Vorf.: Was wollten Sie denn mit dem alten Hut? verwandeln. Die Straße ist dann nicht zu überschreiten für ge- Anget!.: Herr Jerichtshof, da wollte ick det Erkenntniß von wöhnliche Fußgänger und an stelle von Fährleuten bieten sich mejen die hundert Mark dranstecken, denn wollte ich ihn uf'n zum Theil wenig anheimelnde Gestalten als Träger an, um eller stellen, eene froße Käseglock drieberstilpen un denn bei gegen ein Bakschisch namentlich das schwache Geschlecht von einem mir uf'n Sophadisch stellen, det meine Kinder dadran een nu Jd bin Geftade zum anderen zu befördern. Auf solche Gruppen blicken warnendes Exempel nehmen sollten. Nur weiter, wir mit Stolz die palastartigen Gebäude der Rixdorfer Seite, die fone fomische Nippsachen. Bors.: an die Kanalisation angeschlossen sind. Die Stadt Berlin hat sehen schon, weß Geistes Kind Sie find. Anget L.: Also id sich zu einer Kanalisation jener Gegend noch nicht emporschwingen hin bei ihm un da er sich wieder nich mäsijen fonnte, mußte ic tönnen und auch in diesem Jahre sieht diese Frage wieder nur wieder recht deitlich wer'n. Bon seine Sachen habe ich ihm aber voraussichtlich der Lösung entgegen. Der Magistrat ift denn nischt entzwei jemacht, ich wollte mir hüten. Vors.: Nun auch gleich so vorsichtig gewesen, ausdrücklich hervorzuheben, daß fommt eine Bestrafung wegen Beamtenbeleidigung zu 30 M.aus der unterbliebenen Kanalisation keinerlei Ansprüche herzu- Angefl.: Det stimmt. Damals hatte mir een Schußmann leiten find. Außer den vorbezeichneten Uebelſtänden entstehen rinjelegt, aber ich bin jalsch verurtheilt worden. Ich hatte zu ihm daraus für die anliegenden Grundbesitzer die Nachtheile, daß das jefagt, er wäre mehr wie een Ochse. Un det soll eene Beleidijung Polizeipräsidium keine Bau- Erlaubnißscheine ertheilt, weil der find? Is er det denn nich? Ich bilde mir ooch in, mehr als Straßenzug noch nicht fanalisirt ist, also der Polizeiverordnung een Ochse zu find. Ja, wenn ich noch jesagt bätte, er wäre weniger. vom 12. September 1879 nicht entspricht. Vors.: So, nun wissen wir genug, nun wollen wir Nicht entlassen. In dem von uns am Freitag veröffent- mal die heutige Angelegenheit erörtern. Wie tamen Sie dazu, lichten Mittheilungen über die bei der Firma Siemens u. Halste die beiden Beamten, wie man zu sagen pflegt, anzuulten? vorgekommenen Maßregelungen ist insoweit ein Irrthum ent- Ang et L.: Wenn die Studenten mal sowat machen, oh! denn halten, als der Arbeiter, der in der Protestversammlung über die freut sich allens und denn sagen sie, det det een ausjezeichneter Im Parodie- Theater find zwar die Zeiten vorbei, wo ein Mängel der Klofeteinrichtungen sprach, nicht entlassen worden ist. Wiz find dhäte, aber wenn unfereener wat dhut, als wären die übermüthiges Völkchen fich über die jeweiligen neuesten Im übrigen giebt die betreffende Notiz natürlich ein durchaus Beamten ooch blos Menschen, da wird det immer als een Vers Leistungen auf bem Gebiete des Naturalismus Luftig zutreffendes Bild von den Zuständen, die gegenwärtig bei der brechen anjesehen. Ich bin nun mal so humoristisch anjelegt, mein Vater war ebenso. Vors.: Nun lassen Sie alle Be machte, aber wenn auch die Bühne dieses Hauses vorderhand berühmten Musterfirma herrschen. trachtungen und erzählen Sie furz. Angefl: Mein Freund, ihren eigentlichen Beruf verfehlt hat, so hat doch die neue Proletarierloos. In Nr. 61 brachten wir mit dieser der Töpper M., un ick, wir hadden uns an jenem NachDirektion, die mittlerweile hier eingezogen ist, mit Umficht dafür Ueberschrift eine Mittheilung, wonach ein Polizeibeamter ein mittag zufällig jetroffen un zu Ehren dieses freudigen Ergesorgt, daß der Heiterfeit auch fortan der gebührende Plaz zehnjähriges Mädchen, das im Südöſten der Stadt auf den Höfen cigniffes etnije Seidel jefchmettert. Als wir nach Hause erhalten werde. Ein recht zahlreiches Ensemble von Tänzerinnen, fang, angehalten und der Behörde Mittheilung von den elenden fingen, mußten wir iebern Morig- Play.- Borf.: Sie waren Koupletfängern und Sängerinnen und sonstigen Spezialitäten" Berhältnissen ihrer Familie gemacht hat. Das Mädchen hat wohl angetrunken? Angefl: Es war ein recht vergnügtes fucht die Freunde derartiger Künfte nach Kräften zu amüsiren damals angegeben, ihre Mutter sei eine Wittwe Meyer und Beisammensein, wie die vornehmen Herren sagen, wenn sie sich und da zu alledem allabendlich noch ein Einafter heitern Inhalts wohne Oppelnerstr. 19. Wie uns die Armendirektion mittheilt, von ihre Diener in den Wagen helfen laffen müssen, id tann aufgeführt wird, so fehlt es dem dankbaren Publikum des be: hat eine Wittwe dieses Namens auf die sofort von der Armen blos sagen, det wir so'n jan, fleenen Spitz hatten. An'n Morizkannten Saales in der Oranienstraße auch in gegenwärtiger Beit verwaltung eingeleiteten Recherchen nicht ermittelt werden Plak flanden zwee Schugleite, een janz bider un een dünner. nicht an vielseitiger und intereffanter Unterhaltung. Baß mal Obacht, sage ick zu meinen Freund, id will mal eenen Moralisches. Das Café Schiller ist nach einer burch bie Eine crhebliche Verkehrsstörung wurde am Abend des vermosten Wiz machen. Un ic jehe denn ran Zeitungen gehenden Notiz fortan die ganze Nacht hindurch Charfreitag zwischen 8 und 9 Uhr am Badeschen Markte dadurch Schutzmann un mache een Jesicht, so ehrbar als' ne Topper geöffnet. Der Birth verspricht, in seinen Zofalitäten auf gute herbeigeführt, daß mitten auf den Geleisen der Pferdebahn das schürze, un frage ihn in eenen recht höflichen Zon: Sagen Sie Gesellschaft zu halten und vor allem darauf zu achten, daß dies Nad eines Post- Packetwagens brach. Es dauerte unendliche Beit, mal, Herr Wachtmeeſter, fönnen Sie mir nich sagen, wo det neueste Nacht- Café nicht von Damen zweifelhaften Kalibers zum ehe ein anderer Wagen herbeigeschafft und die Packete umgeladen fatholische Prediger- Wittwenhaus is? Det fatholische Prediger Angelplatz gewählt werde. Der Wirth des Café Schiller tann Wittwenbaus meent er un besinnt sich eene lange Zeit un fagt dies um so gewissenhafter versprechen, als er als gleichzeitiger Befizer des berühmten Café National vollauf im stande ist, die Polizeibericht Am 22. d. Mts. wurde an der Görliger- ulegt„ Nee, det wüßte er nich, da müßte ich schon det Adreßhalbe Welt von der ganzen zu unterscheiden. straße die bereits starkverweste Leiche einer Frau aus dem Land- buch zu Hilfe nehmen. Oder", meente er, vielleicht weeß hier mein Kollege det un weist uff ihn. Dieser fieft mir nu mit wehrfanal gezogen. Gegen Mittag sprang in der Nähe der een jrimmiget Jefichte an un fagt:" Ja, ich fann et Jonen fagen, Ein Generalkrach. Eine nette Ofterbefcheerung ist den Artillerie- Kaserne am Kupfergraben ein Mädchen in die Spree, bet is in deffelbigte Haus, wo sich die Musikschule für TaubMitgliedern der Genossenschaftsbant der Berliner Süd- West- wurde aber alsbald herausgezogen. Abends wurde an der flumme befindet. Sie sind mein Mann", sage ick, det haben Bürgerschaft am Belle- Allianceplay 17 zu theil geworden. Am Ecfe der Schönhauser Allee und Stargarderstraße ein Rutscher Sie jut gemacht, hier ist meine Hand." Er dreht sich aber um grünen Donnerstag erhielten sie ein vertrauliches Schreiben, das als Leiche vorgefunden. Nach ärztlichem Gutachten scheint er un fagt, id follte machen det ich weg fäme, fie wären im zu einer Besprechung nach dem Klubhause in der Krausenstr. 10 durch Ueberfahren getödtet worden zu sein. Eine Frau Dienst und bätten feene Zeit und Lust, unsere Kalauer einlud. Der Syndifus der Genossenschaft theilte zur allseitigen brachte sich in ihrer Wohnung, in der Möckernstraße, einen anzuhören. Ich sage denn nu: Ja, ja, wir jehen schon, aber Neberraschung mit, daß die Bank um etwa 400 000 m. geschädigt Schnitt am Handgelenk bei und verlegte sich so schwer, daß det muß ich Ihnen noch sagen, det Ihr dicker Kollege da worden sei. Durch Börsenspiele, die auf das Konto eines Ver- fie nach dem Krankenhause gebracht werden mußte. Am mindestens seine vier Zentner schwer is. Als er mir nu jo an wandten des einen Direktors und eines Mitgliedes des Aufsichts- 23. b. M. Nachmittags wurde im Luifenstädtischen Kanal gegen- fieht, da sage ic. Ja, denn zwee Zentner is er alleene schwer raths gesetzt werden müssen, ist der Verlust entstanden. Die über dem Hause Elisabeth- Uier 44, die Leiche eines neugeborenen von Begriffen. Borf.: Ist denn das nicht beleidigend? Fehlsumme ist theils durch Hergabe von Baarmitteln entstanden, Kindes angeschwemmt. Vor dem Hause Große Frankfurtertheils liegt sie in nothleidenden Papieren( unbenugten Wechselu), fraße 28 wurde Abends ein etwa 50 Jahre alter Mann durch Warum belästigten Sie denn die Beamten mit solchen schlechten Scherzen Angell: Nu ja doch, aber is denn det so wat theils auch in Schuldverbindlichkeiten größeren hiesigen Banten eine Droschte überfahren und innerlich anscheinend so schwer Schlimmet? Det fonnte doch eenfach mit' n Mantel des gegenüber. Durch diesen Krach sind sowohl Kaufleute, als auch verlegt, daß seine Ueberführung in das Krankenhaus am Friedrichs Schleiers zujedeckt wer'n, aber da muß ich mit zur Wache un fleine Handwerker, Hausdiener und Dienstmädchen um ihre Spar hain erforderlich wurde. Auf dem Belleallianceplatz fiel ein frieje eene Anklage? Det durfte nich tommen. Vors.: Wir einlagen gekommen. Die Berlufte der drei legteren Klaffen um- Mann beim Abspringen von dem Vorderraum eines in der Fahrt werden mal den Schuhmann hören. Aus der Aussage des faffen die immerhin beträchtliche Summe von etwa 60 000 m. befindlichen Pferdebahnwagens zur Erde, wurde überfahren und Noch an demselben Abend wurden die Direktoren ihres Amtes am Bein erheblich verlegt. In der Nacht zum 24 d. Mts. Zeugen geht hervor, daß der Angeklagte ihn in der hartnäckigsten Weise belästigt hat. entfezt. Der sich auf nur rund 1700 M. belaufende Rassenben and wurde ein Mann vor dem Hause Potsdamerstraße 24 mit beDas Urtheil lautete auf 5 Tage Gefängniß. D web! meint tonnte noch sichergestellt werden. Angesichts der Noth haben sich deutenden, anscheinend von einem Falle herrührenden Verlegungen Herr B. beim Verlassen des Saales, so jerade vor Ostern? Det größere Banken als Gläubigerinnen der Genossenschaft bereit im Gesicht aufgefunden und nach der Charitee gebracht. Am durfte nich kommen. erklärt, ihre Forderungen auf 40 pet. zu ermäßigen. Die Ge- 23. und 24. b. tts. fanden sieven kleine Brände statt. nossenschaftsbant hatte beschränkte Haftpflicht. tönnen. werden konnten. Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. an den dicken Wegen Blutschande wurde der Bauarbeiter Leopold Quade aus Friedrichsberg am Sonnabend von der ersten Strastammer am Landgericht II zu zwei Jahren Zucht. baus verurtheilt. Der Angeklagte war geftändig, mit seiner jezt 15jährigen leiblichen Tochter schon im 11. Jahre schwere Gittlich feite verbrechen begangen zu baben. Die Tochter hatte dies schließlich Nachbaren erzählt und dadurch war das fortgesette Berbrechen zu amtlicher Kenntniß gekommen. Gründer der Bant, so wird weiter gefchrieben, war der bis: herige Direktor R., der die Mitglieder durch Ausgabe von AnAntheilscheinen über je 500 M. anwarb. Nun war vor einigen Jahren ein gewiffer Miguel Wolff- wie es heißt aus Frankreich nach Berlin übergefiedelt. Dieser führte dem Direktor Vereinbarungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, gegenüber den Nachweis über einen Bermögensbefis in Höhe die Kündigungsfrist betreffend, müsse für beice Theile gleiche von 200 000 m. und erhielt daraufhin einen Kredit bis zu Bedingungen enthalten, sonst stud fie nach§ 122 der Gewerbe300 000 M. Wolff ist seit Anfang dieses Jahres verschwunden, Ordnung nichtig, d. h. es gilt die gefeßliche Kündigungsfrist von Der frühere verantwortliche Redakteur des„ Sozialift", die Wechsel sind nicht eingelöst, die Bank verliert also die lettere 14 Tagen für Gehilfen und Gesellen und von 6 Wochen für Schlosser Söder, batte sich am Donnerstag megen Bergehens Summe. Der Gesammtverlust soll übrigens mehr als 500 000. Werkmeiner. Darüber hat das Gewerbegericht schon verschiedentgegen den Aufreizungsparagraphen vor der neunten Straffammer betragen. Die Genossenschaftebant als solche wird zu bestehen lich Unternehmer durch Verurtheilung zu Entschädigungen bebes Landgerichts I. zu verantworten. Die Verhandlung fand aufhören; dagegen wird eine neue Bank in das Leben gerufen lehren müssen. Auch dem wegen seines großen Betriebes be unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt und endete werden, die die Verpflichtungen den alten durch gute Geschäftsfannten Fuhrherrn Beit ging dies am 22. März fo. Zwei mit der Berurtheilung des Angeklagten zu der horrenden Strafe führung zu lösen bestrebt sein soll. Droschfentutscher, vertreten durch Herrn Schütte, fordern 21 bez. von neun Monaten 14 Tagen Gefängniß. Der Ver Die Spree: Havel Dampfschifffahrts Gesellschaft 28 Mart Lohnentschädigung, fich auf den genannten Para- urtheilte wurde sofort in Haft genommen. Gewerbe Ordnung ftüßend. Sie hatten Stern" hat nunmehr die Erlaubniß von den zuständigen Bes graphen der hörden erhalten, einen direkten Zugang von der Jannowigbrücke mit dem Beklagten einen Bertrag geschloffen, ber be nach dem rechten Spree- Ufer anzulegen, fodaß für die Folge von fagte, Veit jei jeden Tag berechtigt, das Vertragsden Passagieren das Restaurant Belvedere nicht mehr betreten verhältniß ohne Kündigung zu lösen." Sei der Kutscher gewillt, werden braucht. Mit dem Bau der Verbindungstreppe wird so letzteres zu thun, müsse er es einen Tag vorher fagen". Hierin Die Korbmacher hielten am 18 März eine Verfammlung gleich nach Ditern begonnen werden, derselbe dürfte innerhalb sah das Gericht eine Ungleichheit der Kündigungsbedingungen ab, in der Genosse Hoffmann über den zweiten Theil feines und verurtheilte den Beklagten. Deffen Einwende, die Kläger Vortrages Die zehn Gebote und die besigende Klasse" referirte. 3 Wochen beendet sein. Die neue Direktion schreibt uns, daß sie es sich angelegen bätten nicht in einem Arbeits-, sondern Pachtverhältnisse zu ihm Sodann nahm die Versammlung eine Resolution an, in der sie sein lassen werde, den berechtigten Wünschen des Publikums in geftanden und feien selbständige Unternehmer, begegnete das ihr Einverständniß mit den Ausführungen des Abgeordneten jeder Weise zu genügen. An Renntagen auf der neuen Renn- Gerecht mit dem Hinweis auf eine frühere prinzipielle Ent- Bebel gelegentlich der Debatte über das Kaiser Wilhelm- Dentmal bahn in Carlhorst wird ein aftündiger Dampferdienst von icheidung, nach welcher die vertragsmäßige Abgabe einer be ausspricht. Berlin Station Jannowigbrüde nach Zab- stimmten Summe vom Tagesverdienst der Droichtent utscher bert's Waldschlößchen eingerichtet. Ebenso werden( etwa 6 bis 7 M.) nicht als Pacht, sondern als Unternehmerwährend der Landschaftlichen Ausstellung in Treptow die gewinn und demgemäß der Kutscher als Gewerbegehilfe zu beDampfer viertelstündlich laufen. Ferner wird der Dampfer- trachten ist. Derlammlungen. Der Frauen und Mädchen- Bildungsverein( Filiale Moabit) tagte am 19. März. Nach einer intereffanten Borlesung erledigte die Versammlung die Vorstandswahl. Es wurden ges wählt: Frau Endtke, Borthende; Frau Wacker, Schriftführerin;) Die Freie Vereinigung der Zeitungs- Spediteure und Verkäufer hielt am 19. März in den Arminhallen ihre Monats. versammlung ab, in der Kassirer Schönstein die Abrechnung vom Stiftungsfest verlas, wonach ein Tefizit von 42 M. zu verzeichnen ist. Nach Erledigung innerer Vereinsangelegenheiten wurde sodann gegen 4 Stimmen beschlossen, den Boykott über„ Das Kleine Journal" aufzuheben. Da dasselbe vom 1. April ab täglich nur einmal erscheint und die Verhandlungen mit dem Verlag desselben zu einem einigermaßen günstigen Resultat für die Spediteure ausgefallen find. tag, den 26. März, Nachmittags 4 Uhr, in Banff's Feftfalen, Röpnicer Ronfektions- Schneider und Schneiderinnen. Große öffentliche Berfammlung am Dienstag, den 27. März( 8. Dierfeiertag), Bormittags to% Uhr, Brauerei Pfefferberg, Schönbaufer allee. Tagesordnung: Die Bage in der Kollege Wiesemann. Herren- Konfektionsbranche und wie schädigen uns die Handelsgeschäfte. Ref.: verein cho 2 Vergnügungsklub Berolina". Sonntag, den 17. März. Nachmittagstraße 191 bet Boge.- Borwärts a, Friebrichsfelde, Bibelmftraße 10 Frau Roß, Kassirerin. Dem Verein find als Erlös einer Samm- 5-8 Uhr, in den Barlaments Ballen, Sandsberger ftr. 88, of rechts, 1 Er.: bei Momber.- Gefangverein Rotbe elfe 2, bet Rabe, Stuppiner unb Stzung mit Damen. Zanz und Vorträge. Schönbolzerfraßen- Ecfe. Gefangverein Eintracht, Nieder- Schönw etbe, lung in Martinicenfelde 22 M. überwiesen. Bergnügungs- Verein Heitere Gesellschaft". Sonntag( 1. Fetertag), Restaurant Strettler, Grünauerftr. Mohr'sches Doppelquartett. Neue tommen. Eintritt fret. Abends 6 Uhr, bet Ballacz, Raupachfit. 6: Gesellschaftsstunde. Gäste will: Rönigftr. 78 bei Babn. Gefangverein Frobfinn in Stralau, Gräflich Reischach'sche Braueret. Gangergruß, Friedrichshagen, Blant's Bergnügungsversin Normannia 2( früher Euftige Jugend". Mon: Restaurant. Epheu, Gerichtsstr. 10 bet Gebrandt. Gesangs 9 Uhr Abends Uebungsstunde bei Reimann, Alte Schöns hauferftr. 42. ftraße 62: Sigung Nach der Sigung Fidelitas. Gefangverein Gerechtigteit Beften, Bülowftr. 59 b. Werner. Gefang: u. Theaterverein cacte( gem. Chor), Seugbofftr 8 bet Behlendorf. Arbeiter Gefangverein Freiheit a, blershof, Oppenfte. Ecke, Grünauer Chauffee, bet Baulig., Fretes gied 1, Friedrichsberg, Friedrich- Karlstr. 11 bet betnede. Baht auf Weißenburgerstr. 24, Ede Tresdowerftr. bei Michael. Blumenlef e, Sebaittanstr. 3, bet Meter. 8, Bernau, im Schüßenhaus. Senefelber, Sandse Arbeiter Bildungsschule. Sonntag Bormittag 9-11 abr nord. Freibett sule, Müllerstr. 179a: Unterricht in Deutsch( oberes); Ondule, bergerftr. 81 bet Seehaufen, chos, Behlendorf, Karlstraße bet Maifusftraße 31: Unterricht in Buchführung. Für alle dret Schulen Regler. Männergesangveretn 8 a cy' auf, Bantow, Wodanfftr. 116 bei Hermann Sonntag. Männergesangverein Unterricht in: Nationalötonomte Neue Grünfir. 10, 1 Zr., von 9-11 Uhr Gichen trans, Prenzlau, im Ratfergarten. Männergesangverein Rottbuser Hars Webbinger armonie, monie, Börbftraße 8 bet Albert Möwes. Müllerftr 7. Männerchor Nord Oft, Landsberger Allee bet Ferd. Krause. Harmonie Rigdorf, Bergftr. 130 bei Bartha( Deutsches Wirthshaus). Heimatbtlänge, Röpentd, Mofenstraße bei Zroppenz.Almenrausch, Gräfeftraße 84 bet Blog. Gängerfret bett Arton, Wittenberge, Thurmftr. 28, 8entrals Naunynftr. 86 bi Bubett. 2tebesfretbett a, Strausberg, Wilhelmstraße, Weber's Kaffees Bu= Froh hoffnung( B. W.) Kulmftr. 88 bel Raumann. Gbelweiß 1, tm Refau tunt 1, Steglig, Abornftr. im Gambr nus. @leichheit, Bothringerstraße 81 bet rant Kafch, Orantenftr. 190. Männer- Gesangverein ilmersdorfer Stebertafet Hagemann. Gesangverein Con Wilmersdorf, Berlinerir. 40, Möller's Garten. cordia, Oranienfir. 109. = Bormittags. " bet Etebmann. balle. haus. Der Verein der Bureauangestellten und verw. Be rufsgenossen wählte in der am 20. d. Mts. stattgehabten im Baufe des Gemefters, eintreten. Bei allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, Mitgliederversammlung eine dreigliedrige Kommiffion, die in GeMontag, Abends 8-10% Uhr: Nord- Schule, mille rftraße 170a: meinschaft mit den Vertrauensleuten des 6. Wahlkreises in Unter- nterricht in Gefeßestunde. Südoft- Schule, Reichenberg erftraße 188: handlung treten foll, um festzustellen, welche von beiden Or: Deutsch. Oft: Schule, Martusfir. 31, Unterricht in Gefeßest unde Sozialdemokratische gefe- und Diekntirklube. Mar Kapfer, ganisationen der Bureauangeñiellten nach den Prinzipien der jeden Sonntag Vormittags 10% Ubr im Reftaur. Schömann, Geimfr. 16. Sozialdemokratie handelt. In die Kommission wurden gewählt teimer, jeden Montag, Abends Uhr, bet Rudolph Bahr, Gerichtstr. 10. die Kollegen Walther, Menz, Runtel. Arbriter Sängerbund Serline und Umgegend. Sonntag. Alle Menberungen im Bereinskalender find zu richten an Fr. Kortum, Manteuffel: fraße 49, born II. Aufnahme neuer MitDie Stuckateure beschäftigten sich in ihrer Versammlung alieber. Abenteuer: Uebungshunde. Dirigenten chor", Stadtbahnstation zur Börse, Restaurant am 20. März mit der Stellungnahme zur Maifeier. Kollege Bertules. Frohlinn 1, Rummelsburg, Berlinerftr. 82 bei Frtefecte, Kleinert plädirt für Arbeitsruhe, soweit diese ohne Maß- achm 1-8 Uhr.- Mentag. Norddeutide Schleife, Melchiorstr. 15. regelung der betreffenden Kollegen durchgeführt werden kann. Annenftr. 16 bet Gbrer berg. Liebertafel der Maler u. verw. Berufsgenoffen, Zonblüthe, Görliger fir. 50 bet Giemert Dem tritt der Kollege Krebs entgegen und empfiehlt ftritte Blütbe, Ballifadenftr. 9 bet Siege. Gängerbain, ReichenArbeitsruhe. Die Versammlung nimmt hierauf folgende Re- bergerftraße 16 bei Hoffmann. Siebesfreibeti II, Strausberg, im Restaurant Rüger. Wyrtbenblätter, Belforterftr. 15, bei Schneider. solution an: Die Versammlung beschließt, den 1. Mai durch Gefangverein Sieberzweig, Waidmannslust Berlinerftr. bet Serbe. Sur 8 Arbeitsruhe zu feiern und am Vormittag eine Versammlung mit Fichte" Gefangverein Berliner Bildhauer, Ornament, Wrangelftr. 141 bet Frisch Frauen einzuberufen. Die Beisiger zum Gewerbegericht Hölzel Echmidt. Frisch auf in Echönwalde i. d. Marf bei Schutz. Metallarbeiter Often" und Kleinert geben sodann einen Bericht über die Bergur reibeit, Simeonftr. 23 bei lid. teber'fher Männerchor, Elisabeth handlungen bei diesem Gericht. Als besonders erwähnenswerth ftraße 14 bei 9. Birthe. Mohr'sches Doppel Quartett, Büschingwurde dabei bekannt gegeben, daß, sollte durch den Aufbau der ftraße 7 bei Jafob. Glodenrein( gem. Chor) Raftanien- Allee 95/96, Bruderbera, Krautftr. 6, bet Budolf. Rosalia, Lebuse str. 5, bei Rüstung der Arbeiter am Weiterarbeiten gehindert sein, er eine. Nemis.- Hoffnung 2, Wilmersdorf, Brandenburgischenrake bet Gräs. Restaurant Bum Thüringer, Bringen- Allee 10. entsprechende Lobnentschädigung zu beanspruchen hat. Jedoch Sund der gefelligen Arbeitervereine Berline und Imgegend darf er die Arbeitsstätte nicht verlassen, da sonst das Arbeits-( uue Buſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu verhältniß als gelöjt betrachtet wird. richten an P. Bentel, Bergmannftr. Nr. 14, Hof 2 Treppen.) Sonntag: Theaterverein balta bei Schröder, in Stralau, Nachmittags 3-4 Uhr. Bergnügungsflub Often bd, Krautftr. 6 bet Rudolf von 6-6 Uhr. Die Straßenhändler hatten am 20. März Rachmittags bei Seefeldt eine Versammlung einberufen. Nach der Statuten verlesung erfolgte die Ausgabe der Mitgliedskarten. Bevor man zur Wahl eines definitiven Vornandes fchritt, wurde eine dreigliederige Revisionskommission gewählt, die sogleich in Thätigfeit trat. Der nach vorgenommener Revision von der Kommission gegebene Kassenbericht ergab eine Einnahme von 26,30 M., eine Ausgabe von 14,85 M. Somit einen Bestand von 11,45 W., zu welchem 1 M. freiwilliger Beitrag hinzukommt. Die Wahl des Borstandes auf 1/2 Jahr ergab: Mitschte, erster Borsigender, Natje, dessen Stellvertreter. Beisigerin: Frau Goschinsta. Schriftführer: Guttmann, dessen Stellvertreter: Söder. Erster Kassirer: 2utter, zweiter Kassirer: Preuß. Sodann wurde befannt gegeben, daß die nächste Mitgliederversammlung am Freitag, den 6. April, Abends 8 Uhr, bei Sauermann, Adalbertstr. 8, stattfindet. " Schöneberg. Für die Gemeindewähler Schönebergs fand am 22. März eine große Bolfsversammlung in der Echloßbrauerci statt. Weshalb schließen die bürgerlichen Parteien Kompromiffe" war das Thema, das Dr. Lug zu seinem Vortrage benute Der Referent beantwortetete diese Frage dabin: Alle gegnerischen Parteien bilden der sozialdemokratischen Partei gegenüber eine einzige reaktionäre Maffe, deshalb sind sie mehr oder weniger gezwungen, Rompromisse zu schließen. Beweis dafür seien die vielen bekannten Wablmanöver und die Ab Koppenfir. 29 bei Keller. Be felliger Berein der Fellenbauer, Gartenftr. 16, bei Meißner, jeben Sonn tag v. d. 1. b. Mis. Bergnügungsverein Belgoland 2 Bangefir. 9 bei Bergnügungsverein Seerofe, fyczewsky, alle 14 Tage, 46 Uhr Nachm. Bergnügungsverein Glüchern s, Grünerweg 25 in Hahn's Bierhaus. in den Germania- Feftfälen, Chauffeeftr. 103, 6-6 Uhr Nachm.- Montag: Pfeifentlub Felfenfe ft bet Schubordt, Königsbergerstr. 24. Gumo Theaterverein riftifcher Verein Bipifar bei fröfche, Fichteftraße 29. Nora, Märkischer Hof, Admiralftr. 18c, Abends 9 Uhr. Bergnügungs: verein elfenfeft", Rigdorf, Hermannstraße 167 bet Fülleborn, 8% Uhr. Kartentlub uftige Brüder", Krautit r. 48 bei Ratite, Abends 8 Uhr. Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. Sonntag. Theater: und Theaterverein Concordia Beugbofftraße 8 bet Roch. Bergnügungsverein Barletin, heute Nachmittag 5 Uhr Beughofftr 8. Theaterverein Othello jeden Sonntag 4 Uhr bei Foge, Röpeniderstr. 191. Nachher: Bidelitas. Bergnügungsverein Germania, alle Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennftr. 5 bei Krüger. 14 Tage Berfammlung Linien fraße 150. Bergnügungsverein Deutsche Einigkeit, Nachm. 4-6 Uhr, tanta, Nadm 5-6 Ubr, bei Zempel, angeftt. 66. Nachher: Fidelitas. Blumenstraße 20 bet Beinide. Nachber: Fidelitas. Bergnügungsverein Bergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends Uhr bet teller. beater Berein& ufige Geelen, Sonntag Uhr bei Stehmann Melchiorftr. 15. Bergnügungsverein 2uftig, Sonntag, Staltzerfir. 64( B. Bente), 6% Uhr: Etsung, Tang, gidelitas. mittag 6 Uhr im Restaurant Echrödter, Urbanftr. 87. Bergnügungsverein GemüthItchfeit, Sigung jeben Sonntag Nach Theaterverein Concordia", Gigung Sonntag, Nachmittag 6 Ubr, bel trebs, Chmgaffe 2. Nach der Sigung Fidelitas. Oranienfir. 131. Won 4 Uhr an. Tambours und Vergnügungsverein Gut seil, alle 14 Tage bet Senffert, Bergnügungsverein or d", Sigung Gonntag Abend 6 Uhr. Gefang- Gurn- und gesellige Vereine. Hiontag. Gefelliger Berein 8wiebelfifche, Rigborf, Abends 9 Uhr in Barta's Lotal, Berliner: fraße 120. Bergnügungsverein Freundestreue, jeben Montag bet möring, atminalfir. 18c.- Gefelliger Klub Namenlos, jeben Wontag im Gemischter Chor Restaurant zum But unftsstaat, Raftanien- Allee 36. larbeit", Uebungsstunde bet Deftreich, Tempelhofer Ufer 16, 9-11 Übr Bergnügungsverein Auf belgoland Gigung jeden Montag übt bei Linte, Bergftr. 54, Fidelitas. bis 11 Uhr bei 3. Richter, Bülowstr. 65 am Dennewig- Blaß. Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. Dienstag. Gefangverein Gefangoeretn natreon, abends-11 Uhr, bet Reßner, Annenitraße 16.Mufttveretn Rott bufer harmonte, Boedbftr. 8 bei Albert Möwes. Norb 8-11 Ubr, Wrtegenerfir. 6, bet Sendte. Gesangverein Alpens glüben 2 bet Nowad, Manteuffelftr. 9. Arbeiter Bitherflub Freiheitstlänge. Jeden Dienstag bends von Turnverein Gefundbrunnen. Die 1. Männer- Abtbeilung turnt von 8-10 Uhr in der Zurnballe des Seffing- Gymniastums, Bantitraße 9-10.Berliner turngen offenfchaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeben Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenftr. 68 a.- Turnverein Fichte. Jeden Dienstag und Freitag, Abends 8-10 Uhr, Staltzer ftr. 66-50. Turnverein Norden, jeben Dienstag Abends von 8 bis 10 Uhr tn ber Turnballe, Prinzen- Allee 8. Nach dem Turnen geselliges Betsammensein im Tbeater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Zägers, Gartenftr. 18-14. Privat Theater- Gefellschaft Berliner Humor, Abends Ubr, Röpnickers Straße 168 bei Buchs. Privattheaterverein Crescendo. Abends, bet Bicolan, Elifabethkirchstr. 14.- Theaterverein Bultania, Abends% Uhr, bei Schütte, Alte Schönhauserftr. 23-24, Sigung mit anschließendem Tanz. Theaterverein Freundestrets, Staung Abends 9 Uhr, Restaurant ftazorte, Solmsfr. 1. Theaterverein Morgenroth zu Friedrichsberg tagt mit Damen, Abds. 9 Uhr im Bereinslotal bet Gbriften, Friedrich Rarlitr. 26. Fidele Better, Sigung bei Beffeler, Wein- und Gollnowftraßen- Ede. Bergnügungsverein Amtcttia, 8% ubr, bei Schonnagel, Bacnimstr. 47. Bergnügungsverein Nordracht, Abends 9 Uhr, tm Lotale bet Hermers Schmidt Perlebergerftraße 28. Geselliger Berein Brüderschaft, Abends Uhr, tm Restaurant Dittmann, Berlebergerstr. 9. Bergnügungss verein Sturn alta, Abend Uhr, Andreasitr. 3, Sizung. Bergnügungs Uhr Sigung mit Damen bei Seifert, verein Fidelio, Abends 9 Oranien fraße 21. Geselliger Berein Mehr Sicht, Abends 9 Uhr, Große Frankfurterftr. 183 bet Golds. Touristenflub Wanderlust Abends 9 Uhr, Franfedinir. und Schönhauser- Allee- de. Geselliger Beretn Vers Regina Gigung mit Damen Orantenstr. 153 bei Schönwalder. gnügungsverein una. Sigung bei haberecht, Große Frantfurterstraße 30, Fidelitas. Männerchor Waldesrausch en im Westaurant oben sollern", Sendelitraße. Be gnügungsverein Berolina Abends» Uhr im Restaurant Prog, Annenstr 9. Reichenbergerstraße 24, bei Schröder. Orientalischer Rauchflub Spar- und Kreditverein, abends Ubr, Rauchflub Dämmermolte Böckbstr. 1.- Rauchflub Bruderbund. Abends Uhr, bet Stabernact Püdlerft 49.- Rauchflub Beitgein, bends 9 Uhr bet Raspar, Neftauran, zum Beigeift, Bernauerfir. 72. Rauchflub Unversagt bet G. Ruppin Rauchflub Bortorico, Abends 9 Uhr, bet Blumenftraße 49. Kohn, Wrangelstraße Nr. 136. Rauchilub Gemüthlich fett 3, Rauchklub Blaue Luft, Abends 9 Uhr bei Achfel, topeniderstraße 161. Abends 9 Uhr bet Bredlow, Bülowftr. 65. Rauchtlub Abguß, 8 Uhr, bei Schulze, Weberstr. 10. Rauchklub Grüne Duane, Abends 9 Uhr Münchebergeritr. 29, Reftauration Schmett Rauchflub Eldo. Rauch rado Abends 8 Uhr bet Gayer, Ballisadennraße Nr. 66-67. flub Tabats blüthe, Gigung, Abends 9 Uhr, Blumenftr. 19. Rauchs tlub Columbus, Abends 8% Uhr, bei. Utte, Oppelnerftr. 33. Rauchflub ut geftnnte Freunde, Georgenfirchstr. 65 bei Müller. Rauchttub Sumatra, Abends 8% Uhr, bei Krause, Bitfchinerstr. 98. Stattlub Gintracht Abends Uhr bei Grande, Laufigerstr. 60. Stattlub Rother Junge, Sigung alle Dienstage nach dem 16. und Spielabend alle Dienstage von 9-11 Uhr im Resiauraut Boeckhitr. 7, bet Stattlub Schnitt, Abends 8% Uhr, bei Trittelwig, Herrn Heirath. altenfteinftr. 7. Büglerverein Norden. Jeden Dienstag, Abends 9 Ubr, Siguna, Kaftanien Allee 40, im Reftaurant. Kartentlub Luftige Brüder, bei Restaurateur E. Rattte, Krauturaße 48. Regelflub Soli mustel Abends 8 Uhr, im Restaurant Hahn, Blattborstr. 18. Bergnügungsverein Ginigtett 1890 Jeben Montag Sigung bei Roa, talberiftr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Zanz Bergnügungsverein Gulalta" bet Herrn Reggentin, Barnim fr. 4-6, Gigung 6 übr Bfropfenterein Webbing, Abends 8 Uhr, bet Wolf, Gerichtsstr. 44. Brival- Theater- Gefellschaft offnung, Sigung b Sauermann, Adalbertfraße 8. feifentlub Felfenfeft, abends 9 Uhr, Königsbergerftr. 20 bet Echabrodt Bauchflub etse wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 1s bet Laon, 28. März. In der vergangenen Nacht verbrannten Genoch.- Rauchflub& ivira, Abenbé Uhr bei schmann, bends uhr, bei einer Feuersbrunst in einem Mädchenpensionat zu Rouen sechs fitaße 27. Rauchttub Beronita", Sigung Montag Etaligerfir. 65, bei Krause. Personen. Serrath. Vermischkes: stimmungen über verschiedene Anträge im Reid stage. Die immer fchärfer hervortretenden Interessengegenfäße zwischen Befizenden und Befihlosen beweisen dagegen dem Arbeiter, daß er bei jeder Gelegenheit nur seinem Klaffengenossen seine Etimme zu geben habe, um der Arbeiterfache zum Siege zu verhelfen. Hierauf nahmen die Kandidaten, Genossen Buchdrucker Schubert und Tischler Köster das Wort, um unter Beifall der Versammelten ihren Standpunkt zu dem fommunalen Pro gramm der Sozialdemokratie zu präzisiren, hauptsächlich be züglich des Unterrichts-, Armen-, Polizei, Kranten und Finanzwesens. Da troß Auffort erung sich Gegner nicht zum Wort meldeten, sprachen die Genossen Kleinschmidt und Kohlmann ihre Meinung im Sinne des Referats aus. Inzwischen war Dr. Spiegel( freifinnige Boltspartei) erschienen. Er protestirte dagegen, ebenfalls zu dem reaktionären Mischmasch Stattlub rand", Abends 9 Uhr bei R. Subrich, Lübbenerftr. 22. Konstantinopel, 28. März. Die Maschine und der Tender gerechnet zu werden, erklärt sich in seinen Ausführungen in den Stattlub Roth- Junge". Cigung alle Dienstage nach dent 15. und Spiel meisten Bunften mit uns einverstanden, meint in betreff Ber- bend alle Dienfiage von bis 11 Uhr im Restaurant Böchstr. 7 bet Heren des gestern Abend von hier abgegangenen Orient- Expreßzuges entgleisten zwischen Tirnowa- Semenli und Hastoei infolge eines abreichung des Frühstücks an Schultinder müsse Privatwohlthätig- Frete Bereinigung ber aufleute. Jeden Montag gemüth. Erdrutsches. 3wvei Gepäckwagen wurden beschädigt, der Zug feit so lange eingreifen, bis entschieden sei, ob solches auf die liches Betfammenfein im Restaurant Bur neuen Post", Beuthstr. 21. Dauer auf Gemeindes oder Staatskosten zu geschehen Arbeiter- Sildungsschule. Dienfiag Abend von 8%-10% Uhr. Norführer und ein Heizer wurden leicht verlegt. Die Reisenden Echule, Mülleistaße 179a: Unterricht in: Raufm. Rechnen, Rorrespondenz. septen die Fahrt mittelft Umsteigens fort. Das schadhafte Ge habe. Redner schreibt der Sozialdemokratie die Schuld zu, daß On- Schule, Diartusfiraße 81: Untertid in: Deutsch( unt.). Südon- leise wird binnen 2 Tagen wieder befahrbar sein. im Bürgerthum die Reaktion in gegenwärtigem Maße um sich Schule, Reichenbergerftraße 133. Unterricht in: Mathematit. gegriffen und warnt vor dem großen Kladderadatsch. Dr. Lux, Röster und Hackelbusch bewiesen dem Vorredner an den ver schiedensten Beispielen das durcha feindliche Ver halten auch der freifinnigen Volkspartei gegenüber unferer Partei bei allen sich bieten Gelegenheiten. Nach der ausgedehnten Debatte nahm man eine Resolution dahingehend an, in der sich die Anwesenden mit den Ausführungen der Referenten und der beiden Kandidaten einverstanden erklären und sich verpflichten, am Tage der Wahl nur für die Kandidaten der Arbeiterpartei zu stimmen. Zum Schluß wurde bekannt gegeben, daß Freitag früh 7 Uhr eine FlugblattVertheilung stattfindet. Zur Ausgabe gelangen diefelben bei: Piezer, Nollendorfstr. 18; Klaufe, Goltstraße 48; Pommerente, Bahnstraße 23; und Hoffmann, Eedanjiraße 10. Am Donnerstag, den 29. d. Mis., findet nochmals eine öffentliche Wahlversammlung statt, zu welcher die Gegentandidaten sämmt. lich eingeladen werden. Freireligiöse Gemeinde, Rofenthaletstr. 38. Sonntag, den 25. März, Bormittags 10% Uhr, Festvortrag. Montag, den 26. Wtära cr.: Berr Waldeck Manaffe. ftvo trag: Fete Ostern". Vergnügungsverein selle- Alliance". Sonntag, den 28. März cr., Abends 6 Uhr, im Deutschen of", Ludauerftr. 16( Gartenfaal): Zans, humo.inische Gesangsvorträge, fidelitas. im Laufe des Semesters, eintreten. Bei allen Unterrichtsfachern tönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, Briefhaffen der Redaktion. Sund der gelelligen Arbeitervereine Berline und mgegend. Alle Buschhiften, den Bund betreffend, finb au richten an Bentel, Bergmannstraße 14, 6of 2 r. Bienkas. Mufitverein offnung. bet ßler, Gtfenbahnfnaße 6. Geselliger Wufitdilettanten: Berein Münfermann, bei Aille, Bochftr. 320 Uebungsfiunde und Aufnahme Wir bitten bet feder Anfrage eine Chiffre( 8wet Buchstaben oder eine Bahn) neuer Witglieder. Theaterverein Freundschaft, abends 9 Uhr beim Anbaltimer, 2empelhofer Ufer. Theater Gesellschaft 2iberte, Rottbuser Sonm 103 bei Water. 2 beaterverein Frete kunft, Blumenftraße Nr. 46 bei ent, 8 Lbr. Eduger Deretn reilugel, Staligeritr. 84 bet Hente Gefangverein Alpenrose Abends 9 Uhr bet Lichenticher, Schönlein. fraße 25. Rauchtlub Gut gefinnte Freunde, Abends 9 Ubr, bet Müller, Georgentirchstr. 66.- Mufitverein Diaris, Mariannenjir. 82 bet Dobernein. bei Birt. arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umg. Alle Menderungen im Bereins: taleuder find zu richten an Friedr. Kortum, Dianteuffelfir. 49, p. 2 r. Dienstag. Olympia, Abds. 9 Uhr, Uebungsfiunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Adalbertstr. 8 bet Sauermann. Schildhorn, Ufedomftr. 33 bet Wielte. Alpenglode, Grüner Weg 29, bet Saeger. Ihn'scher 6umor, Straußbergeritr. Unversagt 3, loasit, Waldfir 8 bei Sai.te.. Waldtapelle, Reichenbergerfir. 19 bei Moscher. Arbeiter Wiaibund, Nonawes, Malinaße bei Gärtner. Sänger te tte, Koittujei Tamm 74 bet A Hilfe. Kreuzberg, Lichterfelberftr. 7/8, -Alte Linde, Mariannenftr. 48 bei Gütler. Borwärts 4, Biatbenow, Restaurant Bur Gibolung bei W. Frtefecte. 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März( 1. Ofterfeiertag), in den Gesammträumen der Berliner Ressource, Stommandantenstr. 57: kollegen ersuchen wir nochmals, die noch in ihren Händen Schlafftelle Elifabeth- Ufer 43a b. tel. befindlichen Sammellisten für die Brandenburger streifenden Möblirte Schlafftelle Adalbertstr. 3, 2580b p. Großer geselliger Abend, Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen um- 2 21. 1 beftehend in Konzert, Theater und Ball. Zur Aufführung gelangt das Schauspiel,.Die Ehre". Regie: Herr Rarge. Festvortrag von Herrn Waldeck Manasse über:" Freie Ostern". Beginn 5%, Uhr. Billets à 30 Pfg. find in folgenden Lokalen zu haben: Denner, Manteuffelstraße 19; Spindler, Forster- und Reichenbergerstraßen- Ecke; Schöning, Stallschreiberstr. 29; Schulz, Admiralstr. 40a; Stabernad, Mühlenftr. 49a; Reiche, Rönigsbergerstraße 7; Trill, 3ionskirchplatz 5; Butlis, Prenzlauerstr. 18; Grobler, Franfeciftr. 12; Donath, Saar brückerstraße 11; und Hoppe, Alexandrinenftr. 72, Hof 2 Tr. Montag, den 26. März( 2. Ofterfeiertag), Abends 62 Uhr, in ,, Gratweil's Bierhallen", Sommandantenstr. 77-79: Versammlung. Tagesordnung: Bortrag des Genoffen A. Hoffmann- Pankow über:„ Der Rampf um'3 Dasein". Nachdem: Gemüthliches Beisammensein. EF Gäfte( Damen und Herren) sehr willkommen. 150/11 E Mittwoch, den 4. April, Abends 8 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20: General- Versammlung. Der Vorstand. Agtung! Schuhmacher. Atung! Dienstag, 27. März( 3. Feiertag), Vormittags 10 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Große öffentliche Versammlung aller in der Schuh- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen als Filz, Schaft, Zwicker- u. Schoß- Arbeiter. Tages- Ordnung: 451/11 1. Vortrag des Dr. Herzfeld: Die Bedeutung der Gewerbegerichte für die Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Wie feiern wir den 1. Mai? 4. Ver= schiedenes. Da die Versammlung eine gemeinschaftliche ist, ist es Pflicht eines jeden Kollegen aller Branchen zu erscheinen. Die Vertrauensleute. Willner. Büttner. Klein au. Fleischer. Achtung! Metallarbeiter. Dienstag, 27. März, Vorm. 10 Uhr( 3. Osterfeiertag), in den Arminhallen: Grosse öffentliche Versammlung. Es ist jedes Rollegen Pflicht, in dieser Bersammlung zu erscheinen. Auf der Tagesordnung steht unter Anderem: Der Streit der Former in Reula. Referent Genosse Alwin Körsten 2c. 233/20 Die Former werden speziell zu dieser Versammlung eingeladen. Der Einberufer. Spree- HavelDampfschiffahrts- Gesellschaft ,, Stern" empfiehlt ihre fomfortabel ausgestatteten Salon- Dampfer jeder Größe bis zu 400 Personen fassend, nach sämmtlichen Plägen der Oberspree, Unterspree und Havel. Wir sind in der Lage, den verehrlichen Vereinen und Gesellschaften bedeutend billigere Bedingungen für die kommende Saison zu stellen. Comtoir Berlin, BrückenStrasse 13, I. Potsdam, Langebrücke ( Wachtgebäude). Fernsprecher: Amt VII, Nr. 1025. Fernsprecher: Nr. 124. Jm Adreßbuch u. Telephonbuch unter: Spree- Havel- Dampfschifffahrts- Gesellschaft ,, Stern", Die Direction. 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Der letzte Parteitag zu Pfingsten 1892 hat zum ersten Male der österreichischen Sozialdemokratie eine feste Organisation gegeben, und die wichtigste Arbeit, welche die Vertrauensmänner der Partei zu leisten hatten, war, diese ins Werk zu sehen. Das System der Vertrauensmänner zur Vertretung der lokalen Gruppen hatte sich bereits eingelebt, und unmittelbar nach dem Parteitag schritten die meisten Provinzen daran, in Landeskonferenzen die Einheitlichkeit und Verbindung herzustellen. Das von unserer Organisation aufgestellte Prinzip, die vollständigste Deffentlichkeit zu wahren, die bestehenden Geseze, so rückständig und engherzig sie sein mögen, niemals ohne Noth zu verlegen, bewährte sich vollständig. Jede Handhabe ist vermieden, die Organisation entweder mit dem Geheimbundsparagraphen des Strafgesezes oder mit dem Vereinsgesetz in Konflikt zu bringen. Sonntag, den 25. März 1894. 11. Jahrg. Theil an verantwortungsvollen Stellen Schulter an Schulter mit| reichischen die Art ihrer Organisation bestimmt sie sich selbst. 3. Die uns. Der Rest, welcher sich als Fraktion der Unabhängigen" ordentlichen gesammtösterreichischen Parteitage werden von der czechound theoretischen Anarchisten" und dergleichen aufspielt, vermag slavischen Partei regelmäßig beschickt. Diese Säße, Einheitlichkeit trotz der Unterstützung der bürgerlichen Presse auf teinem Punkte des Programms, Bereinbarung der Taktik und Autonomie der unsere Arbeit zu hindern, geschweige positive agitatorische oder Organisation, verbürgen ebenso die solidarische Verknüpfung und organisatorische Erfolge zu erzielen. Einiger als je steht das einheitliche Attionsfähigkeit der gesammten österreichischen Sotla sjenbewußte Proletariat Desterreichs da. zialdemokratie, als sie für die besonderen Bedürfnisse der DrDie Aufgabe, welche die Parteivertretung auf dem Gebiete ganisation den nöthigen Spielraum gewähren. In der That der Agitation zu erfüllen hatte, war aber durchaus nicht eine gestalten sich auch die praktischen Beziehungen zwischen der blos anregende, vermittelnde und ordnende, sondern sie machte czechischen und unserer Organisation immer enger, je mehr Kraft sich thätiges Eingreifen zur selbstverständlichen Pflicht, wenn auch und Selbständigkeit die czechische Organisation gewinnt. Wie im großen und ganzen durch die Bezirks- und Landesorgani an den österreichischen Arbeitern deutscher und polnischer Zunge fationen der umfangreichste Theil besorgt wurde. In den letzten die Lockrufe der nationalen, sich noch so demokratisch und zwölf Monaten allein wurden von der Parteivertretung 184 Ber- fozialreformerisch geberdenden radikalen Bourgeoisparteien ohne fammlungen befchickt. Daß bei weitem nicht allen mit Recht ge- jeden Erfolg abprallen, ebenso hat sich die Prinzipientüchtigkeit stelten Anforderungen genügt werden konnte, ist bedauerlich, aber und Klarheit der czechischen Genossen in sehr schwieriger Beit begreiflich bei dem Umstande, daß sämmtliche Mitglieder der bewährt. Parteivertretung einen Privatberuf oder ein ihre Kräfte mehr als voll in Anspruch nehmendes Amt in der Partei haben. Wenn auch auf Seite der Mitglieder der Parteivertretung die größte Bereitwilligkeit selbstverständlich vorhanden ist, so ist ihre Kraft durch eine freilich weniger auffallende, aber umso nothwendigere Arbeit so sehr in Anspruch genommen, daß sie mit dem besten Willen nicht allen an sie gestellten Wünschen gerecht werden können. Die Soziale Ueberlicht: Den Parteigenossen des 5. Wahlkreises geben wir hier mit bekannt, daß am Donnerstag, den 29. März, Abends 6 Úhr, ein Flugblatt verbreitet wird. Wir machen es jedem Partei genossen zur Pflicht, sich recht rege an der Verbreitung zu be theiligen. Die Ausgabestellen sind: Krüger, Hirtenstr. 10. Achilles, Greifswalderstr. 210. Weber, Landsbergerstr. 41. Wittschow, Kleine Hamburgerstr. 28. Der Vorstand. Achtung! Der 3. ordentliche Kreis- Turntag findet Sonntag, den 15. April, Vorm. 10 Uhr, im oberen Saale des Rosenthaler Klubhauses( Inhaber Brüning, Rosenthalerstr. 11/12, statt. 2. Berichte. 3. Etwaige Anträge zum Statut. Tagesordnung: 1. Bestätigung der neuangemeldeten Vereine. 4. Errichtung einer Unfalltasse. 5. Neuwahl des Vorstandes und der Kontrolleure. 6. Das bevorstehende Kreis- Turnfest zu Luckenwalde. 7. Allgemeines. Es war von den Genossen in allen Provinzen ein großes Maß von Arbeit aufzuwenden, um zunächst für die bis da hin ziemlich ungeregelte Agitation eine feste Eintheilung zu treffen, die Organisationsbezirke zu schaffen und hiermit erst Ein wichtiger Charakterzug der österreichischen Arbeilereine Uebersicht über das, was bereits geleistet und was noch bewegung, der sich in den letzten zwei Jahren immer mehr auszu thun ist, zu ermöglichen. Die Aufgabe der Partei bildete, ist die Organisation der weiblichen Arbeiter. vertretung auf diesem Gebiete war, den Genossen überall Wir dürfen mit Stolz sagen, daß sich vielleicht in gar mit Rath zur Seite zu stehen, auf möglichste Gleichmäßigkeit und feinem anderen Lande die Heranziehung und Einreihung Einhelligkeit hinzuwirken und nicht zuletzt, jedem Versuche der der Proletarierinnen mit gleich großem Erfolge und Behörden, an irgend einem einzelnen Punkt durch sinnwidrige ohne die dabei sonst vorkommenden Störungen und UnAuslegung oder Anwendung des Gesetzes die Fortbildung der zufömmlichkeiten vollzog. In allen Orten, 100 es überOrganisation zu stören, mit der Energie der ganzen Partei und haupt eine sozialdemokratische Bewegung giebt, hat sich auch 1. Kreis.( Provinz Brandenburg und Berlin.) insbesondere mit der Waffe der Preffe entgegenzutreten. Sie bereits ein fester Kern für die Frauenorganisation gebildet, der hatte auf diesem Gebiete die Funktion eines Instituts für politische überall ohne separatistische Gelüste durchaus in Reib und Glied Rechtshilfe. Die einheitliche Organisation der Sozialdemokratie der allgemeinen Organisation steht. Ihr entsprang eine Anzahl hatte in dieser Beziehung die Aufgabe, eine einheitlichere Hand- von agitatorischen Kräften, welche die volle Anerkennung nicht habung des Gesetzes von Seiten der Behörden zu erzielen. nur von Seite der Parteigenossen verdienen, sondern welchen auch Daß auf diesem Gebiete noch viel zu leisten ist, ergiebt die Behörden durch wiederholte und schwere Verfolgungen ihre sich bei der Eigenthümlichkeit der österreichischen Verhältnisse von Anerkennung aussprachen. selbst. Es sind einzelne Kronländer, in welchen der Organisation Mit wenig Worten sei hier des erfreulichen Aufschwunges noch heute der hartnäckigste Widerstand entgegengesetzt wird und der gewerkschaftlichen Bewegung gedacht. Ich ersuche hiermit alle Brudervereine unseres Kreifes, sowie wo dieselbe noch heute Stück für Stück erkämpft werden muß. Streitfrage zwischen gewerkschaftlicher und politischer Bewegung, auch diejenigen Turnvereine, welche gewillt sind, unserem Bunde Wir neunen gewisse Bezirke von Böhmen, Steiermark und vor welche in anderen Ländern die Diskussion in der Arbeiterschaft beizutreten, den Kreis- Turntag recht zahlreich zu beschicken. Auf allem Galizien. Wir können sagen, daß Bezirkshauptmannschaft vielfach beschäftigt, existirt in Desterreich nicht. Sozia je 50 Mitglieder ist ein Delegirter zu entfenden. um Bezirkshauptmannschaft erst mit der Thatsache vertraut ge- demokratische und gewerkschaftliche Bewegung sind nur zwei Anträge sind an Unterzeichneten einzusenden. Etwaige macht werden mußte, daß die von uns gewählte Organisation Seiten einer und derselben Sache. Es giebt keine gewerkschaftlich Mit freiem Turnergruß! von Seite des Gesetzes unangreifbar ist, und mit der Noth- organisirte Gruppe von Arbeitern, die, mit voller Einhaltung der Paul Müller, Kreisvertreter, Brandenburg a. H., wendigkeit, so bitter sie für jene Faktoren sein möge, die Orga- von dem rückständigen Vereinsgesetz für nichtpolitische Vereine Bahnhofstr. 4. nisation der Sozialdemokratie gewähren zu lassen. gezogenen Grenzen, nicht von sozialdemokratischem Geiste beseelt N. B. Die Erfolge, welche auf dem Gebiete der Agitation zu wäre. Alle arbeiterfreundlichen Blätter der Provinz Es giebt feinen Sozialdemokraten, der nicht wünschen Brandenburg nebst Berlin werden um Abdruck obiger Zeilen verzeichnen sind, zeigten sofort, daß unsere Organisation eine würde und nicht alle Kraft daran wenden würde, die ge- gebeten. brauchbare sei. Nicht nur war durch die Herstellung eines Netzes werkschaftliche Organisation zu fördern. Der zu Weihvon Agitationsbezirken eine weit größere Uebersichtlichkeit und nachten in Wien stattgehabte erste österreichische Gewerk- An die Vorsitzenden der örtlichen Gewerkschaftskartelle Vollständigkeit erzielt, die Kräfte konnten durch Uebernahme um- schafts- Kongreß, welcher die Grundlinien zu einer umfassenden grenzter Aufgaben auch derart vertheilt werden, daß die Zersplitte- Reich organisation der Gewerkschaften zog, hat gerade diefes In den letzten Tagen sind die Flugblätter für die Arbeiter rung weit mehr vermieden wurde als bisher. Die Wirkung war erstens Verhältniß ins schärfste Licht gestellt. Wir sahen auf dem ge- der Nahrungsmittel- Industrie zur Versendung gekommen und die Einbeziehung von breiten Schichten der industriellen Arbeiter werkschaftlichen Kongreß nur Parteigenossen, und wir werden auf dort, wo keine Adressen von Vertrauensleuten der Arbeiter der schaft in Gebieten, in denen die Sozialdemokratie bisher kaum dem Parteitage die tüchtigsten Vertreter der Gewerkschaften Nahrungsmittel- Industrie vorhanden sind, an die Vertrauensleute getannt war. Sie zeigte sich aber auch zweitens in dem Ein- finden. Was die gewerkschaftliche Bewegung in Desterreich vor anderer Gewerkschaften gefandt worden. An diese richten wir bringen unserer Partei in die Landbevölkerung. Mit welcher allem braucht, ist Bewegungsfreiheit, deren Vorbedingung nun die dringende Bitte, daß sie sich die Verbreitung der Blätter Wucht und mit welchem Erfolg unsere Genossen arbeiteten, da politisches Recht ist. Das politische Recht ist nur durchzusehen angelegen sein lassen möchten. Auch bei den in wenigen Wochen für ist der beste Maßstab die Furcht unserer Gegner, welche sich, durch eine kräftige Organisation der Arbeiterschaft. stattfindenden Versammlungen der Arbeiter der Nahrungsmittelabgesehen von den Erscheinungen im Parlament und in der Besonders erfreulich ist die Einwirkung der czechischen Industrie werden die Vertrauensleute in den einzelnen Orten die Taftit der bürgerlichen Parteien, auch höchst drastisch in einzelnen Sozialdemokratie und deren immer nähere und festere Ginberufungsarbeiten übernehmen müssen, und hoffen wir auch lokalen Symptomen zeigten. Es ist höchst bezeichnend, daß es in Verbindung mit unserer Partei. Der Parteitag, welchen die hier, daß die betreffenden Genossen sich der Sache mit dem Ernst allerlegter Beit selbst in dem sich von der Sozialdemokratie am czechischen Genossen zu Weihnachten in Budweis abhielten, Erfolg der Agitation herbeizuführen. und der Wärme widmen, welche nothwendig sind, um einen wenigsten bedroht wähnenden Lande Tirol für nothwendig gezeug te von einer mächtigen und stetig wachsenden Organisation, Erfolg der Agitation herbeizuführen. halten wurde, in eigenen Hirtenbriefen eine Abwehrorganisation deren Grundlage im Wesentlichen die gleiche ist wie die unserige. Die Generalfommission. gegen unsere Partei zu empfehlen. Die Folge wird zeigen, daß Es wurde auf diesem Parteitage auch das Verhältniß zur ge- Werthe Genossen! Die feit beinahe fünf Jahren bes Hirtenbriefe die Entwickelung unserer Partei zu hemmen ebenso sammtösterreichischen Sozialdemokratie, welches trotz aller engen stehende Organisation der Zeitungsspediteure und ohnmächtig sind wie Verfolgungen. Beziehungen ein unflares geblieben war, definitiv und in Verkäufer hat sich bisher redliche Mühe gegeben, das wünschenswerthester Weise festgestellt. Die czecho- slavische Partei Solidaritätsgefühl unter unseren Berufskollegen zu wecken und hat zur Grundlage das uns gemeinsame Hainfelder Programm, ist dabei bestrebt gewesen, nicht nur die schlechte Lage der und es wurden folgende drei in dieser Beziehung wichte Punkte Beitungsverbeiter vor immer weiteren Niedergange zu be= beschlossen: wahren, sondern hat auch entschieden Front gemacht gegen die 1. Das Parteiprogramm kann nur von der gesammtöster- schmutzigen Auswüchse und die Korruption, welche leider reichischen Partei abgeändert werden. 2. Die Taktik vereinbart unserem Berufe vielfach anhaften. Heuchelei und Rückgrat die czecho- slavische sozialdemokratische Partei mit der gesammtöster- losigkeit um kleiner Vortheile willen haben wir stets mit Ber An dieser Stelle sei erwähnt, daß die Mißhelligkeiten, mit welchen sich der letzte Parteitag zu befaffen hatte, definitiv befeitigt sind. Die Personen, welche damals in erster Reihe ein trauriges Intereffe in Anspruch nahmen, sind spurlos verschwunden. Die tüchtigsten Elemente von Denjenigen, welche damals versprachen, in Reih' und Glied mit der Masse der Genossen zu treten, haben redlich Wort gehalten und kämpfen heute zum Sonntagsplauderet. und Vertrauensleute. an einanderschließen, durch die Alleen des Thiergartens fahrten und verzückt zu thun. Zumal die preußisch- deutsche fahren? Hat er nicht gerungen und heiß spekulirt genug Bourgeoisie leistet an Gefühlsheuchelei ein Erfleckliches. Heller Sonnenschein, würzige Frühjahrsluft, feiertägliche in Kampfe gegen die geschäftliche Konkurrenz und soll nun Wann hatte sie sich jemals um den verträumten, in LorbeerOsterstimmung! Nun ist es Zeit, daß die alte rührsame seine Familie nicht erquickt im goldenen Glanz sich baden? haine gebetteten Flecken Abbazia an der tiefblauen Adria Melodie von Freuden und Frieden auf Erden wieder an- Sie hat's nicht nöthig, diese Familie, aus dem Dunst der gekümmert? Jezt hat das deutsche Kaiserpaar dort an der gestimmt werde und sämmtliche Orgeldreher, die in den engen Straßen in's Freie zu flüchten, wie jene Tausende österreichischen Riviera Aufenthalt genommen und die Beitungen der Bourgeoisie in Poesie machen müssen, sind von fußwandernden Bilgern, die in armseliger Gier auch Kaiserin hat, wie der offiziöse Telegraph in einer der köstrüftig an der Arbeit. Nichts vielleicht ist widerwärtiger, einmal nach frischer Luft lechzen und überfroh sind, wenn lichsten Redeblüthen fundthat, sich höchst anerkennend über als diese hohle von der Konvention kommandirte Zeitungs- sie durch die Staubwolken im Thiergarten hindurch nach die dortige Gegend ausgesprochen. Was braucht es dichterei. Welcher schwärmerische Jubel! Die Welt ist den Höhen des Grunewalds streben. Ihr ist die An- da mehr für den höfisch- servilen Sinn unserer liebvon allen Winternöthen erlöst. Ueberall ringsum lachender dacht fremd, die den Müh und Arbeitbeladenen er werthen Bourgeoisie, um förmliche Wallfahrten nach den blauer Himmel. Alles schwimmt in Behagen und Versöhn- greifen kann, wenn er wenn er auf flüchtige Minuten ein Rüstenstrichen um Fiume zu veranstalten. Die alten Berglichkeit; und:„ liebt euch untereinander", ist das erlösende mal, der täglichen Qualen ledig, fich in frischer nester alle sind überfüllt. Eine Schaar von Korrespondenten Wort, das an allen hohen Fest- und Feiertagen von Lippe Natur ergehen darf. Sie will lediglich offenbaren, welcher hat sich um Abbazia seßhaft gemacht, um die gut bürgerzu Lippe fliegt. Zwar wird der hochpolitische Friedens- Prunkentfaltung fie fähig sei. Sie will ihren Nachbarn lichen deutschen Blätter mit Stilübungen von widerlichstem und Osternfänger über manchen bösen Punkt die Stirn fund und zu wissen thun, daß sie nicht zögere, dem Młode- Byzantinismus zu überschwemmen. Als gäbe es in der würdevoll in Falten legen und auf die bösen Gespenster gebot zu gehorchen und daß sie die neuen schärpenbesäten weiten Welt nichts Wichtigeres, nichts Wissenswertheres, hindeuten, die im düstern Hintergrund des öffentlichen Frühlingskostüme und die schleifengezierten Hütchen mit als Abbazia. Eine Kleinlichkeitskrämerei ist eingerissen, die Lebens lauern: Auf die wahnwitzige Meute der Anarchisten, Chic und Austand zu tragen verstehe. ihres Gleichen sucht. auf die modische Verleumdungssucht, auf die Furie des Was sollte sie auch in der dürftigen Umgebung Berlins Aus dieser niedrig- kleinlichen Welt, deren hier nur Neids, die gegen die ehrfam Besitzenden losgelassen ist, auf zu suchen haben, die der tausendköpfige Pöbel und das beiläufig gedacht werden sollte, weil auch sie auf ein den immer wachen nichtswürdigen Chauvinismus, dessen Pöbelgeschrei" an Sonntagen erfüllt? Giebt es nicht charakteristisches Zeitsymptom hindeutet, führte die Nachricht sich natürlich nur unsere unverbesserlichen Nachbarn üppige, lichtumsloffene, segenbeladene Landschaften genug, vom Tode des Freiheitshelden Ludwig Kossuth in dieser schuldig machen. Aber am Ende werden diese die dem gewöhnlichen Sterblichen unerreichbar sind und in Woche in eine stolzere, größere Welt. Die politische Beschwarzen Schatten vorüberhuschen. Nur den Muth nicht denen man sicher sein darf, hübsch bei Seinesgleichen ver- deutung Kossuth's ist in diesem Blatte an leitender Stelle finken lassen! Wozu hätten wir's denn so herrlich weit weilen zu können. Das Machwort der Mode, nicht bereits gewürdigt worden. Was er menschlich gefehlt haben gebracht? Die Klänge der Osterglocken verkünden Freude, das innig- menschliche Bedürfniß, sich Feiertags mag, liegt nun hinter ihm. Mag in der starren Prosa des Segen und Wohlfahrt. Heil dem neu- wiedergeborenen, in schönheiten der Natur zu berauschen, hat auch hier eigenwilligen Alten, der die Augen schloß, ohne sein Vaterallen Kämpfen siegreich bestehenden, männlich kräftigen freilich für diese Gesellschaft am meisten zu sagen. land wieder gesehen zu haben, mag in dem rednerischen Bürgerthum! Die eine Landschaft hebt es, die andere bringt es in Pathos, mit dem er in den letzten Lebensjahren noch sich all Also rauscht es durch die Blätter; und wenn der brave Vergessenheit. Selbst die gewaltige, unveränderliche, ewig an sein Volk zu wenden pflegte, ein wenig von der Eitelkeit Bürger sein weißes Osterbrötchen in den Morgenkaffee ge- gleiche Naturpoesie können diese Menschen nur nach ihrem der Propheten und Seher zum Ausdruck gekommen sein, taucht und wenn er dazu die stolze Heilsverkündung seines inhaltarmen, lächerlich hochmüthigen Begriffen vom Dasein eine Feuerseele ist dennoch mit ihm zur Ruhe gekommen. Leibjournals gründlich aufgenommen hat, dann wird er faffen. Längst ist ihnen der innere Zusammenhang zwischen Man hat ihn den letzten großen Romantiker in der Politik weich und zerdrückt wohl eine Thräne und dünkt sich hoch- der Osterfeier und der Auferstehung der neuquellenden genannt und dies Kompliment hatte mitunter einen leise erhaben ein guter Mann. irdischen Kräfte verloren gegangen. Aber es ist ,, chic", spöttischen Beitlang. Der letzte Romantiker! Was will das Wer darf es seinem Weib und seinen Töchtern ver- feierlich zu thun beim Geläute der Ofterglocken gegen unsere moderne" Realpolitik" besagen, deren Blüthe denken, wenn sie in bunten Frühjahrsgewändern, schmuck- und sie thun feierlich. An hoher Stelle" mag darin besteht, kein ideales Ziel sich zu setzen, von Fall zu belad en ins Freie drängen? Wenn sie in dichtem irgend wer kommandiren: Hier, dieser Fleck Erde Fall zu wirthschaften und die Schachermoral zum ethischer Korso unter den Linden sich zeigen oder in Droschten ist schönheitgeweiht und flugs wird es chic", in Pro- Grundprinzip in der Politik zu erheben? Für Ludwig und Equipagen, die sich zu endloser Wagenreihe zessionen nach dem schönheitgeweihten Flecken Erde zu wall- Kossuth war die Politik kein Handelsgeschäft. Er war dei achtung behandelt und daher sind wir auch vielen Anfeindungen| Vorjahr werden die Aktionäre 15 pCt. Dividende erhalten, was weil ich heißes Wasser brauchte, um das neugeborene Kind zu von Seiten nichtorganisirter Kollegen ausgesetzt. Unsere ganze angesichts der hohen Lebensmittelpreise und der drohenden Gefahr baden. " Kraft war im Kampfe um jene Grundsätze und Abweisung einer Champagnersteuer uns immer noch recht wenig erscheint. Kein Stückchen Holz oder Kohle war vorhanden und mußte gegnerischer Angriffe in Anspruch genommen, so daß vieles Hoffentlich haben die Arbeiter ein Einsehen und erarbeiten im ich selbst das nöthige Geld, um felbes anzuschaffen, hergeben. bleiben mußte, was schon hätte geschehen müssen. Aber um kommenden Jahr noch einige Prozent Dividende mehr. Besser Die Nahrung dieser armen franken Wöchnerin besteht aus immer mehr erreichen zu können, ist es nöthig, daß jeder einzelne find schon die Aktionäre der Arenbergischen Aktien dem Wasser von einem Pferdefleischhauer, worin selber Würste Spediteur und Verkäufer sich unserer Organisation anschließt gesellschaft für Bergbau und Hüttenbetrieb siedet, und das die Familie gratis erhält, weiter aus dem von und ihm dies von seinen Auftraggebern zur Pflicht gemacht zur Essen daran. Diese erhalten als Gewinn des Jahres 1893 mitleidigen Nachbarn gespendeten alten Brote. Der Mann liegt werde. Nach dieser Richtung erbitten wir uns besonders die pro Aftie 450 Mart, was einer Verzinsung des Kapitals von infolge Lungenleidens darnieder. Unterstüßung aller Leser. Unsere Mitgliederliste geben wir den nicht weniger als 30 pCt. bedeutet. Freilich haben diese Aermſten Während ihrer ganzen 20 jährigen Praxis als Geburtshelferin werthen Genossen im Inferatentheile des Vorwärts" bekannt. gegen die Vorjahre einen Verlust von 10 beziehentlich 50 pct. ist der Geburtshelferin ein Fall von solcher grenzenlosen Armuth Freie Vereinigung der Berliner Zeitungs- zu beklagen. Wir machen uns gefaßt, demnächst von einer Kol- noch nicht vorgekommen. spediteure und Verkäufer. lette für hungernde Aktionäre zu hören. Eine Gesellschaftsordnung, die derartige Armuth züchtet, ist J. A.: W. Schäfer, Vorsitzender. leber herrliche Zustände werden spätere Geschichtsschreiber, werth, daß sie zu Grunde geht, aber so schnell als möglich. An die organisirte Arbeiterschaft Berlins und Umgegend. wenn sie über die Gegenwart berichten, der erstaunten Nachwelt Das Gesuch der Arbeiterschaft Schleswigs an den dortigen Parteigenoffen! Wohl in keiner Branche ist die Ausbeutung zu erzählen haben. In dem Dorfe Buckow bei Groß: Magistrat, die Errichtung eines Gewerbegerichts vorzunehmen, der Arbeitslosigkeit durch die Stellenwucherer eine so große, wie Wu dick e lebt seit einigen Jahren der Korbmacher S. mit ist von diesem abschlägig beschieden worden. Es liege dazu im Gastwirthsgewerbe. Dadurch, daß nur ein Drittel dieser Ar- feiner Familie ohne eine Wohnung zu haben. Er wurde als feine Veranlassung vor, da sich herausgestellt habe, daß seit dem beiter sich in Stellung befinden und zwei Drittel der gastwirthschlechter Miethezahler" nirgends mehr aufgenommen. Seit 1. April 1891 bis zum 1. Januar 1894 nur sieben Fälle von schaftlichen Arbeiter die große Reserve Armee bilden, ist es dieser Zeit wohnt S. mit Familie unter freiem Himmel. Gewerbestreitigkeiten vor dem Amtsgericht zu verhandeln gewesen möglich, daß Bermittelungsgebühren für feste Stellen 10, 20 M Nachts nehmen ihn ab und zu mitleidige Leute auf, doch seien und daß von 28 Fällen, die dem Magiftrat zur Ent und mehr, für Aushilfssarbeiten pro Tag 50 Pf. gefordert werden. tochen und arbeiten mußte er auf der Straße. Im Herbst wurde scheidung vorlagen, 26 zu Gunsten der Arbeiter entschieden Auch die Arbeitsnachweise der Arbeitgebervereine halten sich für ihm das Svrihenhaus zur Wohnung angewiesen; da dies jedoch worden seien.- uns erscheint gerade der Umstand, daß in verpflichtet, große Ueberschüsse aus dem Arbeitsnachweis heraus- in feiner Weise zur Wohnung hergerichtet war, so muß die einer so großen Anzahl von Fällen die Arbeiter im Recht sich zuschlagen. Die Kosten haben natürlich die Arbeitslosen, die Familie, wenn sie Bedürfnisse hat, die daneben befindliche alte befanden, als ein Beweis für die Nothwendigkeit eines GeArbeitsuchenden zu tragen. Kirchhofsmauer übersteigen. Der Platz dahinter soll sich in einem werbegerichts. Ein Hauptgrund für den Unternehmer, den Arbeitsnachweis unbeschreiblichen Zustande befinden. Die Angelegenheit ist nun der organisirten Gastwirthsgehilfen zu meiden, ist natürlich der, der fönigl. Regierung in Magdeburg unterbreitet worden, welche daß diese einen Lohntaris ausstellen, der, wenn auch noch so durch eine Verfügung der Sache ein Ende machen soll. Was mäßig( Aushilfearbeiten an Wochentagen 2 M., Sonntags 3 M.), mag nun wohl die königl. Regierung verfügen? Wird sie den doch dem Unternehmer ein Dorn im Auge ist. Armen eine Wohnung anweisen? Wir wollen zunächst darüber Parteigenossen! Den Arbeitern im Gastwirthsgewerbe, welche weiter feine Betrachtungen anstellen, wollen nur feststellen, daß durch eine 17, 18 und 19stündige Arbeitszeit ausgebeutet werden, es am Ende des 19. Jahrhunderts, wo überall herrliche Paläste und auf den Trinkgeldbettel angewiesen sind, ist es vorläufig emporragen, welche zum großen Theil leer stehen, Leute gab, die noch nicht möglich, den Unternehmern die Spitze zu bieten. Durch wie die Nomaden unter freiem Himmel einige Jahre" Das große Heer der Arbeitslosen und den Indifferentismus der gelebt haben. unorganisirten Kollegen ist den Unternehmern die schrankenlose Ausbeutung möglich. Parteigenossen! Shr könnt die junge, aber zielbewußte Bewegung der Gastwirthsgehilfen dadurch unterstützen, daß folgende, in einer Volksversammlung und in der Gewerkschaftskommission gefaßte Resolution zur Durchführung gelangt. Resolution1. Eine elektrische Ausstellung wird mit dem im Juni dieses Jahres in Leipzig stattfindenden Verbandstage der deutschen Die Ausstellung soll einen Elektrotechniker verbunden werden. bedeutenden Umfang annehmen. ihren Besitzern einbringen, wurde fürzlich in bezug auf das Welch ungeheure Summen die großen Aktienunternehmen Louvre- Magazin gehört jetzt einer Aftien- Gesellschaft, bestehend Louvre Magazin in Paris gerichtlich festgestellt. Das aus 440 Aftien, deren jede in den letzten Jahren eine Dividende von durchschnittlich 22 000 Fr. erhalten hat. Also ein vertheilter Reingewinn von 9 680 000 Fr. per Jahr! Von den Aktien 1722 Stüd; ebenso viel der Kommandant Hériot, welcher bekannt besitzt der jetzt als großer Kunftmäcen bekannte Herr Chauchard lich infolge einer großes Aussehen erregenden Standalgeschichte ent mündigt wurde. Die übrigen 95 Attien vertheilen sich an 17 Be fiber. Nachdem Herr Hériot von den Gerichten wieder seine Dis positionsfähigkeit erlangt hat, sieht er sich durch gewisse inzwischen vorgenommene Handlungen der Geschäftsführung in seinen Rechten Das Elend der fächsischen Weberbevölkerung wird jetzt der Bankier Emil Pereire, Besitzer einer einzigen Aktie, ist. Das getränkt und flagt gegen den Aufsichtsrath, dessen Vorsitzender von einer Seite bestätigt, gegen die der Vorwurf der Hetzerei ge- von einem Herrn Faret mit bescheidenen Mitteln begründete GeIn Erwägung, daß diese Arbeitsnachweise von den Arbeit- wiß nicht erhoben werden wird. Es iſt Herr Professor schäft stellt heute ein Kapital von 100 Millionen zu 10 pt. des gebern dazu benutzt werden, um die Arbeiter im Gastwirths 2. Brentano, der sich in Schmoller's" Jahrbuch für Gefeß- Ertrages fapitalisirt dar. Kommandant Hériot, welcher seinen gewerbe genau so auszubeuten, wie die Kommissionäre und gebung", 2. Heft 1893, über die Ausnügung der Kinderarbeit in 1877 verstorbenen Bruder beerbte, und Chauchard erhalten jeder Stellenwucherer; der sächsischen Hausindustrie folgendermaßen ausläßt: " In Sachsen fand ich Kinder, Frauen und alte Männer, die in auf seinen Antheil jährlich eine Dividende von 3 900 000 Frants. ihrer Wohnung spulten; die letzteren für einen Pfennig die theil mehr. Chauchard ist freiwillig in den Ruhestand getreten An der Leitung des Geschäfts aber haben sie beide keinen AnStunde! Ich sah schulpflichtige Kinder aus der Schüle kommen, und Hériot ist während seiner Entmündigung durch Statutenum sofort die Haspel zu drehen, bis sie wieder zur Schule eilen Morgen bis tief in die Nacht spulten, um dafür eine Mart die einige Wenige zu theilen haben. Hier bei dem Aftienunternehmen mußten. Ich fand alte Frauen und Männer, die vom frühen änderungen daraus verdrängt worden. Also nahezu eine Million Reingewinn, in den sich nur Woche zu erhalten; eine weitere Mart erhielten sie aus der einige Wenige zu theilen haben. Hier bei dem Aftienunternehmen Armentasie als Zuschuß." Den Existenzkampf dieser unglücklichen fundiger zu Tage, als bei privatfapitalistischen Betrieben. tritt die ausbeuterische Tendenz des Kapitals noch viel offenArbeiter zu beobachten, ist geradezu erschütternd. Bei letzteren macht man iminer noch geltend, daß die große Schaffenstraft und Intelligenz" des Leiters und Be sigers den Betrieb so rentabel" mache, daß„ Umsicht und die Geschäftsfenntnisse" des Unternehmers das Geschäft zur Blüthe bringe u. s. w. Hier in dem Falle kann man auch diese Einwendungen kaum machen, denn die von den kouponschneidenden Aktionären angestellten Direktoren, Aufseher u. f. w. sind eben weiter nichts, als bessere Arbeiter, die im Auftrage ihrer Ge bieter die andern kommandiren und antreiben. Die Besitzer, die Geldvorstrecker brauchen keine Ahnung zu haben vom Geschäftsbetrieb, fie brauchen sich nur der Mühe zu unterziehen, von Zeit zu Zeit ihren Feuerfesten zu öffnen. Laufende ihrer Arbeiter 3 Beit ihren Feuerfesten zu öffnen. Taufende ihrer Arbeiter aber, die alle die schönen Dinge anfertigen, die in den Magazinen zum Verkaufe ausliegen, sie nagen am Hungertuche, so vorlangt es der Gott Moloch. zu fönnen, in weiterer Erwägung, daß wir auf dem Standpunkt stehen, daß der Arbeitsnachweis in den Händen der Arbeit nehmer liegen muß, um dadurch die Lohnverhältnisse selbst regeln ihren Gewerkschaften dahin zu wirken, daß bei Abmachungen befchließen die Delegirten der Gewertschafts Kommission, in von Festlichkeiten, Versammlungen zc. den Wirthen zur Pflicht gemacht wird, die nöthigen Hilfskräfte von dem unentgeltlichen Arbeitsnachweis des auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden Bereins Berliner Gastwirthsgehifen" AnnenStraße 16( Fernsprecher Amt IV 1116) zu entnehmen. Genoffen! Diese Refolution verlangt von Euch feine finanziellen Opfer, sondern ein solidarisches Handeln, dann wird hoffentlich auch die Zeit nicht mehr fern sein, wo die Kellner ein starfes Glied in der modernen Arbeiterbewegung bilden. Die Agitations Rommission der Gastwirths gehilfen Berlins. = Gewerbegerichte sollen demnächst auch in Dänemark ins Leben gerufen werden. Der Ausschuß des dänischen Folke thing bat nach Prüfung der Frage empfohlen, besondere Nichterstühle für die Entscheidung von Streitigkeiten zwischen Arbeitern und Arbeitgebern zu errichten. be= Die Abgabe staatlichen Grundbesitzes an Unbemittelte Die Abgabe staatlichen Grundbesitzes an Unbemittelte wird seitens der schwedischen Regierung geplant. Sie fordert Die streifenden Seidenbandweber, mit den Hilfearbeitern den Reichstag auf 20 000 kronen zur Ausarbeitung der Pläne in New York ca. 8000, fiehen noch fest und hoffen zuversicht für die Abgrenzung und Kultur der Staatsgüter und Forsten zu lich auf den Sieg. Bei den schweren und wiederholten Lobn- willigen. Von einer Kultivirung der Moorgebiete auf Kosten reduktionen, denen sie seit der Spezialkrise in diesem Industrie- des Staates soll vorläufig Abstand genommen werden. Die abzweige unterworfen wurden, ist die gestellte Forderung( 25 pet. gesteckten Parzellen sollen dann gegen eine geringe Summe auf Lohnerhöhung) eine so bescheidene, daß sie sich mit deren Durch Abschlagzahlung abgegeben werden. setzung lediglich die Existenzmöglichkeit sichern. Arbeiter und Parteigenossen! Sämmtliche Arbeiter der Firma R. Haas, Straßburg, haben die Arbeit niedergelegt, weil sie bei den bestehenden Lohnverhältnissen nicht mehr existiren tonnten. Die Ausständigen wenden sich an ihre Klassengenossen und Kollegen in der Zuversicht, daß sie von ihnen im wirthschaftlichen Kampf moralische und materielle Unterstützung zu er warten haben. Streit im Staatsbetrieb. In der Staats- Zabat fabrit zu Mans in Frankreich ist ein allgemeiner Ausstand ausgebrochen. 400 Vahnarbeiter der Larissabahn in Griechenland haben die Arbeit niedergelegt, weil die verlangte Lohnerhöhung haben die Arbeit niedergelegt, weil die verlangte Lohnerhöhung ihnen nicht gewährt wurde. Günstiger Geschäftsgang wird aus der Mechanischen weberei in Bielefeld berichtet. Anstatt 13 wie im Wieder Einer. Der Redakteur und Juhaber des konfer vativ- antisemitischen Siegener Tageblatts" ist durchgebrannt und zwar mit Hinterlassung von 20 000 M. Schulden. Die Gehilfen haben seit fünf Wochen keinen Lohn erhalten. " Versammlungen. An= „ Der Werth der internationalen Arbeiter VerDein Bericht des Bundeskomitees des schweize einigungen" lautete das Thema, welches die Arbeiter und vom 1. März 1892 bis 31. Dezember 1893 erstreckt, entnehmen Industrie sich zur Tagesordnung gestellt hatten zu der am er- rischen Gewerkschaftsbundes, der sich auf die Zeit Arbeiterinnen in der Gold und Silberwaaren= wir folgendes: In der Berichte periode sind vorgekommen 19. März tagenden Versammlung. Das Referat hierzu war dem 34 Lohnkonflikte. Daran find die Schneider in 6 Fällen be- Reichstags- Abgeordneten Rob. Schmidt übertragen. Nach theiligt, die Uhrmacher in 4, die Holzarbeiter in 5 u. f. w. einer längeren Darlegung über den Werth internationaler KonZwei Fälle betrafen die Arbeiter der Waffenfabrik in Bern gresse bemerkt Redner betreffs der Abhaltung eines interund einen die der Neuhausener Waffenfabrit. Die große nationalen Kongresses der Gold- und Silberwaaren- Industrie Mehrzahl der Fälle fonnte gütlich beigelegt werden, so daß es müsse er abrathen, einen solchen Kongreß einzuberufen, schon nur in wenigen Fällen zu einem Streit fam. Ein im Sommer wegen des Kostenpunktes. Zur Verständigung über die An1892 von den Zimmerleuten in Biel plöglich proklamirter gelegenheiten, welche die Arbeiter gleicher Branchen gemeinsam Streit führte zu dem Beschlusse, künftig keine Streits mehr interessiren, seien die internationalen Sekretariate geschaffen; wo zu unterstigen, die ohne definitive Zustimmung des Bundes- diese nicht bestehen, ließe sich dies durch eine schriftliche Verfomitecs eingeleitet werden. Die Ausgaben für Streits beständigung herbeiführen. Faber befürwortet das Abtrugen in der Berichtsperiode 14 460,55 Frants, für Maß halten des internationalen Kongresses mit der Begründung, tühle Rechner nicht, der den Einsatz genau abwog gegen regelungen 1086 Frants.- Die Zahl der Mitglieder beträgt baß ein solcher Kongreß für die Agitation von nicht zu unterden möglichen Gewinn. Der Revolutionär Kossuth ging 9495 in 260 Eeftionen. Die Arbeiterst im me" hatte ichäßender Bedeutung ist. Es gilt dabei eine Verständigung von einer großen Idee aus. Sie stand in seiner Seele fest, Ende Dezember 4248 Abonnenten und ergab 1893 einen Ueber herbeizuführen über Reiseunterstügung, Hilfe bei Streifs u. 1. w. fie war ihm ein Lebensziel, ehe er an sein Lebenswerk ging. schuß von 319,23 Franks; 45 000 Exemplare der Arbeiterſtimme" Dabei würde für die besser gestellten Arbeiter( Juweliere) die Vereinigung einen neuen Anreiz bieten, wenn ihnen auch im Er empfand, daß seinem Jdeal eine ganze Volksgemein wurden im vergangenen Jahre zur Agitation abgegeben. schaft, sein magyarischer Stamm in warmer Sehn Die Hananer vereinigten freien Hilfskaffen Auslande eine Unterstützung in Aussicht stände. Die Untersucht entgegensehe; und das lieh seinem Wirken verlangen von den Besitzern hiesiger Apotheken 20 pCt. Rabatt tüßung soll ja nicht Hauptzweck sein, aber leider liegen die Verhältnisse so, daß die Kollegen heute immer fragen: Was bietet Schwung, Leidenschaft und hinreißend enthusiasmirende für krante Kaffenmitglieder sowie deren Angehörige. uns die Organisation? Zum Schluß beruft sich Redner auf die Kraft. Mag die Leidenschaftlichkeit dieses Romantikers" Ein Historikertag wird in den Tagen vom 28.- 31. März Beschlüsse des Züricher Kongresses, der die Abhaltung intermitunter irregegangen sein, sie war eine nothwendige, Eine zahlreiche Betheiligung nationaler Gewerkschaftskongresse empfiehlt. In der weite en durchaus reale Voraussetzung, um die Magyaren zu dem in Leipzig abgehalten werden. Debatte bekundeten mehrere Redner ihr Einverständniß mit dem Referenten, Referenten, während heißen Sturm zu entfeffeln, der im Jahre 1848 losbrach. steht in Aussicht. die übrigen den Der deutsche Holzarbeiter- Verband hat soeben den Beschauungen Faber's beipflichteten. Eine Eine Resolution, die Das hätte selbst ein scharfsinniger Healpolitiker nach ge für die Abhaltung des Kongresses wisser modischer Anschauung nicht vermocht. Solcher Real- richt über das dritte Quartal 1893, das erste seines Bestehen, ich ausfprach, politiker kann mitunter sich der Begeisterungsfähigkeit, der veröffentlicht. Demselben entnehmen wir, daß die Einnahme bei wird von der Versammlung abgelehnt. Schließlich fanden noch den Bablitellen 38 904,23. betrug, bei der Hauptkasse einige wichtige gewerkschaftliche Angelegenheiten ihre Erledigung heißen Sehnsucht eines Volkes mit Geschick zu großem Er- 83 363,97 M., zufammen also 72 268,20 M. Ausgabe bei den Vorkommnisse der Train'schen Wertstelle wurden besprochen folg bedienen; für die Dauer aber wird ihm das Volk, Bahlstellen 22 563,74 m., bei der Hauptkasse 23 179,25 M., zu- und vor Leweck, einem jüngst zum Unternehmer avanzirten wenn es erkannt hat, daß den Realpolitiker feine herzliche fammen 45 742,99 M. Gesammtbestand also 26 525,21 M. Für Kollegen, der die Lohudrückerei mit besonderem Geschick betreibt, Theilnahme mit ihm verbündet, die Heerfolge versagen. Reise- Unterstützung wurden ausgegeben 9262,81 M. oder 24,5 pet. wurden die Kollegen gewarnt, und zum Schluß die Behandlung, Dann wird dem flügsten Rechner, dem waghalsigsten der Beiträge, für Agitation 8354,55 M., für die Holzarbeiter die zwei Lehrlingen bei Herrn Heiter zu theil geworden, scharf Die Mitgliederzahl des Tischler- getadelt. Draufgänger nichts mehr" gelingen. Nur Wärme belebt Beitur: g" 11 888,95. und erhält und macht fruchtbar. Daher der frucht- verbandes betrug am Schluffe des zweiten Quartals 19 400, diejenige der Drechsler 1957, der Bürsten- und Pinselmacher 938, bringende Einfluß des„ Romantikers" Kossuth, der, soweit der Stellmacher 450, zusammen also 22 745, während für obige ein einzelner Mann es vermag, den Enthusiasmus seiner Abrechnung 24 075 Mitglieder in Betracht kommen, mithin ein Volsgenossen warm und wach erhielt, selbst in den Zuwachs von 1830 Mitglieder stattfand. Der deutsche Tischlerdie nach den Lenz- verband ist mit 28 208,10 M. Baarvermögen übergetreten. Tagen härtester Bedrängniß, stürmen von 1848 tobten. " In Erwägung, daß aus dem angeführten Material feine Das hätte brutale, falte Die Agitationstommission hat für Ostermontag, den Realpolitik nie vermocht. Denn sie hat für die feinen 26. März, eine Konferenz der Holzarbeiter Württembergs nach bewußten oder böswilligen Verstöße gegen die Geschäftsordnung Stimmungen in der Bollsseele, für ihr ideales Sehnen, Stuttgart einberufen, wozu sie nicht nur Mitglieder der des Arbeitsnachweises von seiten des Vermittlers Henke vorliegen, das große Ereignisse vorbereiten hilft, keine richtige Bahlstellen, sondern auch Kollegen aus Orten, wo eine Organi: sondern nur einige Fehler, welche derselbe auch zugiebt; in Empfindung übrig. Sie spottet dessen leicht, was nicht fation noch nicht besteht, einladet. Die Berathungen drehen sich fernerer Erwägung, daß von seiten der Kollegen gleichfalls in erster Linie um den Stand der Organisation und um die Fehler gemacht find, spricht die Versammlung ihr augenblicklich von Nutzen ist. Aber die Kulturmenschheit, Frage, wie am besten für den Verband zu agitiren sei. Bedauern über die Vorkommnisse aus und empfiehlt, die fortzuschreiten entschlossen ist, kann der weitausschauendem Arbeitsvermittler Heute aufzugeben, soviel wie möglich jeden Fehler zu vermeinden." den Ideale nicht entrathen. Wer über sie spottet oder kein Des weiteren wurde ein Antrag des Vorstandes, dieinnerliches Verhältniß zu ihnen findet, wer sie verachtet, jenigen Kollegen, welche sich bereit erklären, die Adressen weil sie nicht alsbald zur Erfüllung reifen, der bleibt am Am Donnerstag Abend wurde ich zu der in Ottakring, von Außerhalb zu besehen, das Reisegeld vorzuschießen, an Ende dennoch der Besiegte. Von dem Angedenken des Lerchenfelderstr. 73, Thür 24, wohnhaften Handlungskommis genommen. Der Ueberschuß des Weihnachts. Vergnügens wurde Todten, wie Kossuth's, geht noch Wärme aus, von dem An- gattin Theodora Schott gerufen und fand in einer kleinen Küche zur Hälfte dem Vertrauensmann, der Reſt dem Unterstützung3gedenken eines Lebenden, den Wärme nicht mit den neben dem Herde auf dem bloßen Fußboden, als Unterlage und fonds überwiefen. Die Dampferpartie nach Schmöckwiz findet Empfindungen seiner Wiitmenschen verbunden hätte, von Decke einige zerriffene Tücher, die vor Sunger ganz ermattete am 22. Juli statt. Ferner ist am ersten Osterfeiertag Abends dem Angedenken eines Egoisten ginge nur kahler Frost aus. Wöchnerin vor, vier Kinder im Alter bis zu acht Jahren faßen eine Versammlung mit Damen und am dritten Feiertag VorAlpha, auf dem kalten Herde und mußten ihr armseliges Lager verlassen, mittags eine öffentliche Versammlung einberufen. Wie das Volk zur Welt kommt. Die Geburtshelferin Frau Louise Müller in Ottakring berichtet über folgendes berzbrechendes Erlebnis: Der Verband der Möbelpolirer hielt am 19. d. M. eine Versammlung ab, in der die Angelegenheit mit dem Arbeitsnachweis zur Erledigung stand. Nach einer ausführlichen Darlegung des Sachverhalts von seiten der Kollegen Kurth und Reuter nahm die Versammlung folgende Resolution an: Charlottenburg. Meine Wohnung befindet sich von jetzt ab Wilmersdorferstr. 152a. Frau Bremer, Hebeamme. 26 Kinderwagen, größte Auswahl, auch Theilzahlung. Gneisenaustr. 115, Ecke Bellealliancestrasse Jede Nähmaschine reparire unbed. gut und billig. Ersatztheile berechne z. Selbstkostenpreise. Schiffchen 70 Pf., Singerspulen 5 Pf., www. W.- Spulen 20 Pf. 2c. Parteigenossen Empfehle mich den Herren Kauf- mache besond. aufmerksam. 55/ 13* leuten und Gewerbetreibenden zur Re- W. 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An den Umzugstagen, d. i. am 30. und 31. März cr., bleiben die Bureaus zur pünktlichen Lieferung aller Zeitungen, Zeitschriften und Journale, sowie aller humoristischen und sonstigen Schriften aufklärenden Inhalts in deshalb für das Publikum geschlossen. Heften wie broschirt, auch gebunden, wie überhaupt der gesammten Arbeiterliteratur. Jeder der hier Verzeichneten nimmt hierauf Bestellungen entgegen. Berlin, den 14. März 1894. Rummelsburg. der Berliner Zeitungs- Spediteure und-Verkäufer Gewerbegericht zu Berlin. gez. von Schulz. Ad. Graffert, Türrschmidstr. 2a. Friedrichsberg. Steinmetzstraße 40, Anton Kopp, Friedrich- Karlſtr. 4. Ede Groß- örichenstraße. 25236 Nur Hüte mit Kontrollmarken. Grosse Auswahl in Schirmen. W. Wolff. Jeste Preise. 5714L* Reisner's weltbekanntes Garderobenhaus Friedrichstr. 244 6 Häuser vom Belle- Allianceplak. 15000 Pafetots von 6-25 M. 12000 engl. Anzüge 8-28. 210-33 14000 Rammg. 10-33 8000 Hosen Westen 3-12. 9000 Ginscg. 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Den geehrten Lesern theilen wir außerdem noch besonders mit, daß die Einrichtung getroffen worden ist, daß diejenigen Leser, welche schon zur Kundschaft der hier Verzeichneten gehören und nach einem entfernteren Stadttheil oder den nächsten Vororten verzichen, auch dahin ohne Unterbrechung ihre bisher bezogene Zeitung 2c. pünktlich weiter geliefert erhalten fönnen, doch wolle man schon vorher dem bisherigen Spediteur die neue Adresse sowie den Tag des Umzuges genau bezeichnen. Da unsere Verbindungen über ganz Berlin und darüber hinaus reichen, auch die Vermittelungen Gravirung von Inschriften etc von einer Zentralstelle aus bewirkt werden können, so ist jedes unserer Mitglieder in der Lage und auch verpflichtet, die diesbezüglichen Wünsche der verziehenden Leser zu berücksichtigen! S. Neumann's Bentral- Bazar. 1. Geschäft: Andreasstr. 62. 2. 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Wie ein Redner mit- tlärten, daß die Schleifer organisirt wären in dem Verband über Die Freie Vereinigung der Graveure und Eiseleure theilte, beträgt bei der Speditionsfirma Knauer der Stundenlohn Deutschland, daß aber die Möglichkeit nicht ausgeschlossen sei, in tagte am 19. März. Das Referat hatte Genosse Tür über nur 18 Pfg. Dadurch würden die Arbeiter genannter Firma den Verein einzutreten, wenn sie die Meinungen der nichtnommen, der in einem beifällig aufgenommenen Vortrage über direkt zum Trinkgeldbettel" gezwungen. In der Beschäftigung anwesenden Kollegen gehört hätten. Das 4. Stiftungsfest findet das Thema:„ Die Herrschaft der besitzenden Klasse" sprach. von Soldaten leiste besonders die Firma Dietrich Vorzügliches. am 23. Juni bei Noak, Brunnenstr. 16 statt. Unter Vereinsangelegenheiten wurde dem Vorstandsbeschluß zu wendet sie mit Vorliebe Gefangene aus dem städtischen Arbeitshaus Monatsversammlung ab, in der Herr Dr. Weyl in einem beiz Der Firma Schur sind auch diese noch zu theuer, deshalb verDer Verband der Vergolder hielt am 19. März seine gestimmt, der besagt, Bücher aus der Bibliothek tönnen nur an in Rummelsburg.( Sehr richtig! beim Umzug der Sparkasse 2c.) Vereinsabenden entliehen werden und wird bei nicht rechtzeitiger Bortier Raßler empfahl die Entfendung einer Beschwerde- fällig aufgenommenen Vortrag über" Die Schädlichkeit des Zurücklieferung 25 Bf., bei längerer Zurückbehaltung 50 Pfschrift an die Behörden, die ein Verbot der Beschäftigung von denaturirten Spiritus im Vergoldergewerbe" sprach. Redner Strafe erhoben. Ferner sind weitere 50 M. an die Unter- schrift ſtützungskasse von Uhrbach zurückbezahlt worden. Am 2. Oster- Soldaten, Gefangenen 2c. fordern soll. Wenn es auch faum bezeichnete die Krankheiten, von welchen die mit diesem Spiritus feiertag findet im Luisenstädtischen Konzerthaus das Stiftungsfest nügen werde, so öffne doch eine Antwort, wie sie der Verband Arbeitenden betroffen werden. Eine vorläufige Befferung würde feiertag findet im Luisenstädtischen Konzerthaus das Stiftungsfest der Haus- und Geschäftsdiener vom Kommando der Feuerwehr die Fabrikanten gesetzlich dazu verpflichtet werden. nur durch eine gute Ventilation zu erreichen sein und müßten feinerzeit erhalten habe, auch dem Blödesten die Augen und Die Steinfeger und Berufsgenossen hielten am 22. d. M. wirte somit agitatorisch.( Beifall.) Der Referent nahm noch Feier des 1. Mai wurde nach längerer Debatte folgende eine öffentliche Versammlung mit Frauen ab. Dieselbe beschäf- Gelegenheit, auf die Verwendung von Soldaten bei Jagden, zur Resolution angenommen, welche eine Ergänzung zu ber der öffentlichen Versammlung angenommenen tigte sich zunächst mit der Stellungnahme zum 1. Mai. Jm An- Ernte- Arbeit und selbst als Streitbrecher hinzuweisen. Natürlich Die Versammlung empfiehlt empfiehlt allen, denen es möglich schluß an ein Referat des Fräulein Wabnitz beschloß die meldeten sich die Soldaten, wie im Reichstage versichert wurde, ist, die Feier des 1. Mai durch Arbeitsruhe zu be Versammlung: Angesichts des unter den Steinsetzern und Be- bei derartigen Gelegenheiten stets freiwillig". Redner forderte rufsgenossen noch graffirenden Indifferentismus, welcher es als als zweckmäßigstes Mittel zur Abstellung der llebelſtände zunächst gehen, und die durch Beschluß der letzten öffentlichen Versamm Lung von der Agitationskommission Vormittags einberufene Verwahrscheinlich erscheinen lasse, daß an der allgemeinen Maifeier zum Anschluß an die gewerkschaftliche wie politische Organisation sammlung zahlreich zu besuchen. Diejenigen Kollegen aber, denen sich nur sehr Wenige betheiligen würden, soll am Abend des auf.( Beifall.) Eine Resolution, in der sich die Versammelten sammlung zahlreich zu besuchen. Diejenigen Kollegen aber, denen 1. Mai eine besondere Gewerkschaftsfeier veranstaltet werden. mit den Ausführungen des Referenten und der Redner einver: es nicht möglich ist, die Feier durch Arbeitsruhe zu begehen, sind Durch diesen Beschluß wird, wie ausdrücklich betont wurde, standen erklärten und sich zum Anschluß an den Verband der verpflichtet, die in ihren Wahlkreisen Abends stattfindenden Ver= kein Gegensatz zur Partei geschaffen, vielmehr soll dadurch Möbeltransport- Arbeiter verpflichteten, gelangte zur einstimmigen sammlungen zu besuchen." Sodann wurden die Kollegen aufdas Parteiinteresse gefördert werden, indem immer mehr Annahme. Indifferente herangezogen und der Partei zugeführt werden sollen. Hierauf legte Portier Raßler den Zweck des während der theilnehmen, sollen bei den in Arbeit stehenden Kollegen wieder, im Handelsgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter flar. Die VerZum Besten der Arbeitslosen, die an der Versammlung Pfingsttage in Halle a. G. stattfindenden ersten Kongresses aller wie im vorigen Jahre, Listensammlungen veranstaltet werden. ſammlung erklärte sich für Entsendung eines Delegirten und Hierauf erstattete der Delegirte zur Gewerkschaftskommission Be- wählte hierzu Bachmann. Die Untosten sollen durch Listenricht, welchem der Bericht der Lohntommission folgte, den der sammlung aufgebracht werden und die Listen hierzu durch eine Reinickendorf. Am Sonntag, den 18. März, hielt der Ar Kollege Knoll gab. Derselbe bekundete, daß die im vorigen Kommission, bestehend aus Burschiz, Pannite und beiter- Bildungsverein für Reinickendorf und Umgegend seine Jahre aufgenommnene Bewegung zur Durchführung des neun- Drexel, zur Ausgabe gelangen. regelmäßige monatliche Versammlung ab. Genosse Knauf stündigen Arbeitstages, wie zu erwarten stand, nicht den positiven Erfolg gehabt habe. Dennoch habe die Bewegung bewirkt, daß hilfen des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Proletariat". Der Vortrag wurde von der gut besuchten Ber Die Branchenversammlung der Rohrleger und Ge- referirte über:" Den 18. März und seine Bedeutung für das die von der Innung geplante Lohnregulirung nach Leistung Arbeiter Berlins und Umgegend" fand am Sonntag, den 18. d. m sammlung mit großem Beifall aufgenommen. An der Diskussion und Vereinbarung" ebenfalls nicht verwirklicht worden fet, Sinne des Referenten. daß vielmehr die Lohnsäge pro 1894 nach dem bisherigen Vormittags, in Bolt' Festsälen statt. Genosse Norden würdigte betheiligten sich mehrere Genossen im Sinne des Referenten. Tarife bezahlt werden. Mit diesem Erfolge, sowie mit dem in einer kurzen Ansprache die Bedeutung des 18. März und weiteren, daß der bisherige Obermeister durch die Lohn hielt darauf einen allseitig mit Beifall aufgenommenen Vortrag bewegung von der Bildfläche verschwunden sei, könne man Vom Vertrauensmann der Branche, Kollegen Ficius, wurde be über Kunst und Sozialismus". Eine Diskussion fand nicht statt. wohl zufrieden sein. Die Botschaft, daß die Innungsmeister tannt gemacht, daß von ihm Listen zur Unterstützung eines feit Das Erdenwallen des Seniors der Bergfexe. Eine gewillt seien, tarifmäßig zu bezahlen, begegnete starkem Zweifel. Nach längerer Debatte stimmte die Versammlung fast einstimmig Jahren franken Kollegen verausgabt seien. Es wurde um recht f. 3. in der Presse vielgenannte Persönlichkeit, so wird der folgender von der Lohnkommission beantragten Resolution zu: rege Betheiligung an dieser Listensammlung gebeten. Kollege Boff. 3tg." geschrieben, der Schornsteinfeger Abrazky, der Die Versammlung sämmtlicher im Steinseßgewerbe beschäf: Hante rügte das Fernbleiben der Werkstatt- Vertrauensleute von am 19. März 1848 die sächsische Glbfeftung Königstein ere tigten Arbeiter Berlins und Umgegend betrachtet das Weiter den Vertrauensmänner- Konferenzen. Ferner wurde darauf aufstieg, ist dieser Tage von der hiesigen Polizei als Landmerksam gemacht, daß die Branchenversammlung der Rohrleger streicher verhaftet worden. Die tollkühne That Abrazky's bestehen des bisherigen Lohntariss als einen Erfolg der diesjährigen Lohnbewegung und erklärt sich angesichts der augenblicklich und Helfer jeden Sonntag nach dem 15. im Monat, die nächste erregte damais um so größeres Aufsehen, als der Königstein bisher für nicht erklimmbar gegolten hatte. Abrazky, der in herrschenden äußerst mißlichen Arbeitsverhältnisse mit diesem mithin am 22. April bei Bolt stattfindet. waren sich auch einig, gefordert, nach Beendigung des Streits der Burger Kollegen wieder fleißig auf die von der Agitationskommission ausgegebenen zuführen, wurde eine Kommission von 3 Mitgliedern gewählt und zwar Höpfner, Stahmann und Kaßube; letterer zu gleicher Liſten zu zeichnen. Um die Reorganisation der Bibliothek herbeiund zwar Höpfner, Stahmann und Kaßube; lezterer zu gleicher Beit als stellvertretender Bibliothekar. " Vermischtes. Erfolge zufrieden und damit die diesjährige Lohnbewegung für Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hörte einer Felsspalte mit dem Rücken und den Knien wie der beendet. Infolge deffen beschließt die Versammlung des weiteren in seiner Mitgliederversammlung am 19. März einen inter- Eſſenkehrer im Schlot sich in die Höhe geschoben, und nach 1½½ stündigem Klettern oben an der Festungsmauer erstens: von der Forderung der neunstündigen Arbeitszeit für effanten Vortrag des Herrn Dr. Förster über das Thema: angelangt war, hatte gehofft, für ſein Tapferkeitstückchen dieses Jahr Abstand zu nehmen, da die Durchführung derselben Moral und Religion". An der Diskussion über den Vortrag wegen des erbärmlichen und direkt arbeiterfeindlichen Verhaltens betheiligten sich die Kollegen Stamm, Vogt, Blossis und Spandau, eine gute Belohnung zu erhalten. Seine Hoffnung erfüllte sich der dem hiesigen Gewerkverein angehörigen Steinsetzer auf sowie der Referent. Alsdann wurde über einen Antrag des Vor: indessen nicht: er wurde vielmehr als ein preußischer Spion an= doppelte Schwierigkeiten stoßen würde; zweitens macht es die ftandes verhandelt, der besagt, daß der seiner Zeit in der Pietsch- gesehen und erhielt 12 Tage Arrest. Später ist Abrazky vielfach mit den Strafbehörden ist Konflikt gerathen, und während sein Versammlung jedem im Steinfeggewerbe beschäftigten Arbeiter mann'schen Harmonitafabrik beschäftigte Kollege Erdmann als ge: Name den Schülern in der Schule bei der Heimathskunde, den zur Pflicht, nach dem 1. April nur bei solchen Unternehmern zu maßregelt zu betrachten ist, und ihm demzufolge eine Unterstügung Name den Schülern in der Schule bei der Heimathskunde, den arbeiten, welche den bisherigen Lohntarif im vollen Umfange gewährt wird. Erdmann schildert nochmals die Verhältnisse in Fremden bei der Besteigung des Königsteins mit einer gewissen bezahlen. Drittens: Um auch etwaige widerspenstige Unter dieser Fabrik. Mit der Verlegung der Fabrik nach Bernau sind die Bewunderung genannt wird, zieht er selbst, ein gebrechlicher, alter nehmer hierzu zu zwingen, verpflichten sich die Anwesenden, nach Löhne der Arbeiter um 25 pet. gekürzt. Bei einem Durchschnitts- Mann, als Landstreicher umher. Kräften dafür zu agitiren, daß der von der organisirten Arbeiter lohn von 10-15 M. wäre es nicht möglich, einen solchen Abzug schaft errichtete Arbeitsnachweis soviel wie möglich benutzt wird, zu ertragen. Die Arbeiter einer Branche, 12 an der sodaß die Unternehmer gezwungen sind, die Arbeitskräfte von Bahl, bei dieser Lohnkürzung Briefkaffen der Redaktion. demselben zu beziehen. Außerdem erklärt die Versammlung: nicht weiter zu arbeiten. Jedoch hatten vier Kollegen ihr Wort Wir bitten bei jeder Aufrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Bahl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. sollten sich wider Erwarten Unternehmer finden, welche wie in gebrochen und ist diesen nachträglich der Abzug auf 15 pet. er2. 101. Wenn Störung der öffentlichen Ordnung zu bes den Vorjahren unter Ausnutzung der Konjunktur von dem feft- mäßigt worden. Der Inspektor dieser Fabrik hatte den Arbeitern gefeßten Lohntarif abgehen, so betrachtet auch die Arbeiterschaft entgegengehalten, daß sich dieselben doch noch besser stünden als fürchten war, würde eine Beschwerde erfolglos fein. A. J. 300. Wir sind leider nicht in der Lage, dienen zu diesen Unternehmern gegenüber sich an nichts gebunden und be- die Harmonika- Arbeiter im fächsischen Voigtlande. Nachdem noch hält sich das Recht vor, diesen Unternehmern gegenüber die mehrere Kollegen für und gegen diesen Antrag gesprochen, wurde können, bei uns herrscht chronischer Dalles. R. P. 100. Es kommt auf das Statut der Kasse an. Konjunktur ebenfalls nach Kräften auszunußen und gelegentlich derselbe gegen vier Stimmen angenommen. Die Höhe der Unterihre Gegenforderungen mit allen Mitteln zum Durchbruch zu stützung soll in der nächsten Versammlung festgesetzt werden. Nach§ 26 a des Gesetzes vom 10. April 1892 find derartige bringen. Schließlich, indem es nur allein auf die energische Riediger theilte mit, daß am 3. Osterfeiertage eine öffentliche ſtatutarische Bestimmungen zulässig. F. R. 19. Uns find die Bestimmungen des Hamburger Thätigkeit der im Verband organisirten Arbeiterschaft des Versammlung der Musikinstrumenten- Arbeiter Alte Jakobstr. 75 Steinfeggewerbes zurückzuführen ist, daß überhaupt die bisherigen stattfindet mit der Tagesordnung: Die Feier des 1. Mai." Rechts hierüber nicht bekannt. Wenden Sie sich an die dortige Zeitung. Löhne erhalten geblieben sind, erklären die anwesenden Männer, Nachdem der Vorsitzende noch bekannt gegeben, daß die nächste O. W., Wrangelste. In fünf Jahren. soweit dies noch nicht der Fall ist, sich unbedingt der gewerk- Vereinsversammlung am 9. April stattfindet und am 3. Osterschaftlichen Organisation anschließen zu wollen." Bom Ver- feiertag Abends ein Familienvergnügen für die Mitglieder bei trauensmann Lade war ferner der Antrag auf Einführung von Deigmüller arrangirt ist, wurde die Bersammlung geschlossen. Quittungskarten zum Generalfonds gestellt worden. Auch dieser Antrag wurde nach einer längeren Debatte mit Stimmenmehrheit angenommen. " Eine öffentliche Versammlung der Firmen schilderbranche tagte am 18. März. Nachdem die Verfammlung zu Ehren der Märzgefallenen sich von den Plätzen Die Möbeltransport- Arbeiter hielten am 23. März eine erhoben hatten, referirte Genosse Rohrlack über das Thema:„ Das gutbesuchte Versammlung ab. An den mit lebhaftem Beifall ent- Werkzeug als Kulturträger." Der Vortrag wurde sehr beifällig gegengenommenen Vortrag des Genossen Georg Wagner aufgenommen. Betreffs der Feier des 1. Mai trat die VerDer über:" Der Kampf ums Dasein", knüpfte sich eine längere Dis- fammlung dem Beschluß der Gewerkschaftskommission bei. fussion, in der die Mißstände in dem Berufe besprochen wurden. jährliche Betrag von 20 m. als Beisteuer zum Gewerbebureau Hand in Hand mit dem Herabdrücken der Löhne geht eine fast wurde bewilligt. Unter Verschiedenem wurden die anwesenden sich ins Unmögliche steigernde Forderung nach Mehrleistung und Glasbuchstabenschleifer aufgefordert, sich zu erklären, ob sie dem Feiertägliches Stimmungsbild eines Tabakarbeiters. " er A. D. Wenn Ihr Schlafbursche soviel verdient hat, daß davon Logis und Essen bezahlen konnte, so haften die Eltern nicht, anderenfalls wohl. in welchem Fach Sie gearbeitet haben. J. R. Wiederholen Sie die Frage unter Angabe, wo und Stez. Sie dürfen nicht verkaufen. Julins 10. Die Klage war richtig im Namen des Kindes angestellt. Gehalt oder Lohn fann nicht gepfändet werden, wohl aber verdienter Lohn oder Gehalt. H. R., Hochmeisterstr. 1. Nein. 2. Ja. Schöneberg. Die Arbeiten scheinen zum Gewerbebetrieb geschehen zu sein, dann ist die Forderung noch nicht verjährt. Fragen Sie einen Rechtsanwalt. Haynau noch weiter herabzudrücken. Nein, reißen. Die Herren haben mit edler Uneigennüßigkeit sich dieser Löhne. Aufgabe unterzogen. An der Spitze dieser Kämpfer marichiren der Arbeiter in Haynau verdient noch ein schweres die Brüder Friß und Alexander Leopold, welche voll edlen Geld, denn die statistischen Tabellen in der oben erEifers erfüllt sind, dafür zu sorgen, daß die Tabatarbeiter wähnten Denkschrift weisen einen Verdienst der Zigarrenarbeiter Osterfest! Du Fest der Auferstehung! Fest des erwachenden, sich ihrer Aufgabe bewußt werden. von 10-11 m., der Wickelmacher von 6 M. und der Zurichter alles neuverjüngenden Lebens! Alles erscheint neugeboren und Sehen wir ab von der Thätigkeit einiger anderer Fabrikanten, von 4 M. auf. In der Fabrik bei dem Vorgänger erhielten die verklärt vom Morgenroth des beginnenden lichten Frühlings. von der Verlegung der Ponath'schen Fabrit nach Herzberg an Burichter 4,50 M. Hier ist doch der Beweis gegeben, daß diese Feiertagsruhe herrscht überall; die hohe Politit ruht aus auf Harz, um für die Berliner Raucher, durch die niedrigen Herz- Löhne so toloffale find, daß es für die Arbeiter verderblich ihren Lorbeeren; der russische Handelsvertrag ist in Kraft ge- berger Löhne, billigere Zigarren herzustellen, sehen wir ab von wirken kann, wenn hier nicht Ginhalt geschieht; darum den Lohn treten; die Steuervorlagen der Regierung schlummern im Schooße der versuchten und auch theilweise geglückten Vohnreduktion der reduzirt und den Mädchen nur 3,50 M. gegeben, damit sie nicht der Reichstagskommission, wohin dieselben nach tagelangen Firma Ziefing u. Krause. Auch hier war wohl ein edler Zweck putsüchtig und verschwenderisch werden; den Affordlohn, der stürmischen Debatten im Reichstage verwiesen wurden; hier bestimmend: die Frauen und Mädchen nicht zn üppig, die bisher bestand, heruntergesetzt und somit auch dafür gesorgt, daß harren diefelben ebenfalls auf ihren Ostermorgen. Wird der Männer nicht zu anmaßend werden zu lassen; darum sollte der auch die Zigarrenmacher und Wickelmacher nüchterne und solide selbe auch für sie anbrechen? Oder werden sie flang- und sang- Lohn für 100 Wickel von 27/2 auf 25 Pf.. der Lohn für Menschen werden. Böswillige Menschen können hier die hochedle los begraben? Die Tabatarbeiter müssen wohl das letztere an- 100 Bigarren von 55 auf 50 Pf. herabgesetzt werden. Wie ge- Gesinnung nur verkennen und in diesen Maßnahmen gewöhn nehmen, denn auch sie sind eingeschlummert und träumen von dem sagt, theilweise ist es geglückt und der Frieden wieder hergestellt; liche Lohndrückerei sehen. Wie ich aus der letzten Nummer des ungeschmälerten Genusse ihrer, in der Denkschrift der Kongreß- der Schlaf kann von neuem beginnen. Von anderem Schlage sind Vorwärts" ersehe, haben die Berliner Tabakarbeiter eine tommission so oft wiederkehrend erwähnten selbstgezogenen, oder die Brüder Leopold. Diese sehen ein, daß die Tabatarbeiter nicht mehr öffentliche Versammlung bei Böhow zum dritten Feiertag eins von ihrem hohen Verdienst getauften Kartoffeln, nebst den schlafen dürfen, und verkündete schon im Monat Februar Herr berufen, um diesem Brüderpaar Gelegenheit zu geben, vor den Arbeitern, vor obligaten, ebenfalls öfter erwähnten Zuthaten. In ihrem Traume Fritz Leopold seinen Leuten, daß von Sonnabend der nächsten Berliner der öffentlichen Meinung und feben sie ihre Zukunft im rosigen Schimmer und selbst dieser Woche ab, auf jedes 1000 Bigarren eine Mart weniger Arbeits vor ihren zahlreichen Zigarren- und Tabakkunden ihr edles Schein fällt auf die unheilschwangere Gewitterwolfe, welche ihre lohn gezahlt würde. Darob großes Entsetzen! Durch Vermitte- Thun zu rechtfertigen. Ich bin überzeugt, daß ihnen dieses in Zukunft bedroht. Sie glauben in ihrem Schlafe die Gefahr lung der Kommission wurde ein einigermaßen günstiger Vergleich jeder Weise gelingen wird; daß es ihnen ein Leichtes sein wird, vorüber und träumen von der Ablehnung der Steuervorlage, geschlossen; auf beiden Seiten wohl der Noth gehorchend, nicht jene Meinung zu Boden zu drücken, die da behauptet: Bei von der Grablegung des Regierungsprojektes, der Tabat- Fabritat dem eigenen Triebe; denn Anfang März erklärte Herr Leopold Einführung der Zabat Fabrikatsteuer würde den fteuer. Sie glauben nicht an eine Auferstehung des Projektes feinen Arbeitern allen rund und nett: Sie sind hiermit sämmt- Bigarrenfabrifanten eine Prämie für Lohnbrückerei gezahlt, indem in anderer Form oder anderer Gestalt; sie glauben die Gefahr lich entlassen". Sein edelmüthiges Herz hat es gewiß nicht zu für jede Mark gedrückten Lohnes noch von Seiten der Regierung beseitigt und schlafen und träumen. Einige wenige geben sich geben wollen, die Löhne der Arbeiter zu drücken, lieber entließ 331/3 Pf. dem Lohndrücker zugezahlt würden; die beiden Fabri herzliche Mühe, fie aus diesem lethargischen Schlafe aufzuwecken, er sie, um nun, um aus der Fabrit seines Bruders sich welche fanten Leopold hätten die Einführung gar nicht erst aber vergebens. Will denn niemand helfen, diese Halbtodten auszusuchen, der zu gleicher Zeit seine Fabrik in Berlin schloß, abwarten können, sondern schon vorher mit dem Lohndrücken aufzurütteln, fie diesem Todtenschlafe zu entreißen? Gemach! um seine Fabrikation nach Haynau zu verlegen; jedenfalls doch begonnen. Schon find Helfer erstanden, wenn auch von ganz unerwarteter nur in der edlen Absicht, die Arbeiter in Haynau auch aus Eeite! Es find Bigarrenfabrikanten, welche diese dankbare Auf- ihrem Schlafe aufzurütteln und nicht etwa, wie böse gabe übernommen, die Tabatarbeiter ihrem Winterschlafe zu ent- Bungen behaupten wollen, die sowieso schon so niedrige " Böse Menschen sind das, die so was sagen. Omega. Telephon Amt 1. 7468. Kalläne& Meiling, Berlin SW., Beuthstr. 9. W. Französischestr. 55. W. Potsdamerstr. 51. SW. Blücherstr. 69. 0. Blumenstr. 70. NO. Neue Königstr. 42. N. Lothringerstr. 29. N. Invalidenstr. 189. NW. Wilsnackerstr. 4.5 Postsendung prompt. Kunst- Färberei u. chem. Waschanstalt. Herrengarderoben- Reinigung und Reparatur. Specialität: Gardinen- Wäscherei. 70/4 Abholung und Rücksendung kostenfrei. 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März 1894( 1. Oster- Feiertag), Abends 7 Uhr, in Stein's Festfäle, Rosenthalerft. 38: Vereins- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein mit Zanz. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 451/10 Tabak- Arbeiter und Arbeiterinnen. Dienstag, den 27. März( 3. Feiertag), Vormittags 10 Uhr, bei Böhow, Vor dem Prenzlauer Thor: Große öffentliche Filiale Berlin E. Montag, den 26. März 1894, ( 2. Osterfeiertag), Bormittags 10 Uhr, bei Schröder, Weddingpark, Müllerstraße Nr. 178: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Nochmalige Berichterstattung über die Generalversammlung. 2. Diskussion. 3. Wahl eines zweiten Schriftführers. 4. Verschiedenes. 2540b Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Montag, den 26. März( 2. Osterfeiertag): Große Matinee in Kliem's Volksgarten, Hasenhaide Nr. 14-15, und Lehmann's Festfälen, Kreuzbergstr. 48. Entree 20 Pf. Eröffnung 11 Uhr Vormittags. Billets sind bei den Genossen Dochom, Mariendorferstraße 7, und Mewes, Steinmeßstraße 22, in den Zahlstellen und an der Kasse genannter Lokale zu haben. Zahlreiche Betheiligung erwartet 373/11 Der Vorstand. Versammlung. Bekanntmachung. Achtung! Bürgersäle, Dresdenerför. 96. Achtung! Tages- Ordnung: 1. Die Lohnkürzungen der Berliner Zigarren- Fabrikanten und der AusDie ordentliche schluß der Labakarbeiter, in Baynau von der Fabrit 3. Seppo General General- Versammlung in Berlin. 2. Die plötzliche Entlassung sämmtlicher Arbeiter der Fabrik von Friz Leopold in Berlin. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. Die Herren Frit Leopold und F. Leopold( Inhaber Alex. Leopold find zu dieser Versammlung eingeladen. Die Kommission der Labakarbeiter Berlins. Musikinstrumenten- Arbeiter. der Orts- Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker findet am Keine Täuschung! Keine Tänschung! Sonntag, den 25. März 1894: Grosser geselliger Abend veranstaltet vom Gesangverein Vorwärts 11"( Mitglied d. Arbeiter- Sängerb.) und einigen Mitgliedern der Ethischen Gesellschaft, bestehend in Konzert, Theater und Ball. Zur Aufführung gelangt: Trauerspiel Schuldig, in 3 Aften von Heinrich Voss, ausgeführt von Mitgliedern der ,, Ethischen Gesellschaft". Anfang des Konzerts 52 Uhr, der Vorstellung 61/2 Uhr. Billets a 25 Pf. sind zu haben bei Lenz, Alte Jakobstr. 69; Saass, Am Dienstag, den 27. März( dritter Feiertag), morgens 9½ Uhr, Mittwoch, den 4. April 1894, Markgrafenstr. 102: Radatz, Glſaſſerſtr. 11; Hoffmann, Saarbrückerſtr. 18. bei Bolk, Alte Jakobstraße Nr. 75: Große öffentliche Versammlung. tuffion. 3. Verschiedenes. Tagesordnung: 474/17 1. Die Bedeutung des 1. Mai. Referent Genosse Mattutat. 2. DisDie Kollegen werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung Abends 8, Uhr, im Louisenstädt. Concerthaus, Alte Jakobstrasse 37, statt. Tagesordnung: Die vom Vorstand der Ethischen Gesellschaft im Vorwärts" erlassenen Annoncen sprechen für sich selbst. Die alten Mitglieder der Ethischen Gesells ethischen Gesellschaft. schaft gehen lieber zum Gesangverein Vorwärts, als zu der sogenannten 1. Abnahme des Rechnungs- Ab. Gesangverein Bieber'scher Männerchor schlusses für das Jahr 1893. 2. Er gänzungswahlen von 3 Vorstandsmit gliedern der Rassenmitglieder und eventuelle Wahl eines Vorstandsmitgliedes feitens der Arbeitgeber. 3. Be schlußfassung über die definitive AnRaffenboten, sowie über die Kaution eines älteren Boten. 4. Verschiedenes. 500/2 Der Vorstand. aller in der Kürschnerbrauche und verw. Betrieben tellung eines Bureaubeamten und eines beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Sonntag, d. 25. März( 1. Osterfeiertag), Nachm. 4 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 1. Bortrag des Kollegen Kobis Hamburg über:" Die Lage der im Rürschnergewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen und welche Organisation ist die beste für dieselben?" 2. Diskussion. 196/15 3. Wie stellen wir uns zum internationalen Kürschnerkongreß in Brüssel? 4. Stellungnahme zur Maifeier. 5. Verschiedenes. NB. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen und jeder Kollegin, zu erscheinen. Der Einberufer. Achtung! NB. Sollte die Tagesordnung nicht erledigt werden, so werden die Versammlungen am Mittwoch, den 11. April 1894, Abbs. 8½ Uhr, in demselben Lokale fortgesetzt. ( Mitgl. d. A.-S.-B.) Sonntag, den 25. März( 1. Oster- Feiertag) im Rosenthaler Clubhaus, Rosenthaler- Strasse 11-12: Gr. Bofal- u. Juftrumentalfonzert. 2504b Alles Nähere die Programme. Anfang des Konzerts Abends 6 Uhr. Freunde und Bekannte sind ganz ergebenst eingeladen. Grünau. Achtung! Das Komitee. Grünau. Sonntag, d. 25. März( 1. Osterfeiertag), Nachm. 3½ Uhr, im Saale des Herrn Hecker, Friedrichstr. 1: Große öffentliche Verſammlung Gr. Volksversammlung. Herren- KonfektionsAchtung! Schneider u. Schneiderinnen am Dienstag, den 27. März,( 3. Oster: feiertag), Vormittags 10/2 Uhr, Brauerei Pfefferberg, Schönhauser Allee Seffentliche Versammlung der Maurer Köpenicks und Umgegend 1. Die Tage in der Herren- Konam Sonntag, den 1. April, Nadhur. 2 Uhr, im Saale des Herrn Klein. Tages Ordnung: fektionsbranche und wie schädigen uns die Handelsgeschäfte? Ref.: Kollege Wiesemann. 2. Diskussion. 3. Wah! 2586b 1. Besprechung der jehigen Lage der Maurer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. eines Vertrauensmannes. 445/ 12*] Der Einberufer. Achtung! Möbelpolirer. Agteng! Am 1. Osterfeiertag, Abends 6 Uhr, im ,, Louisenstädtischen Klubhaus", Annenstraße Nr. 16: Versammlung der Möbelpolirer mit Damen. Tages Ordnung: Fortsetzung des Vortrages des Genossen Hoffmann- Bantow über: Die zehn Gebote und die besigende Klasse". Nach her: Gemüthliches Beisammensein. 449/11 Dienstag, den 27. März( 3. Osterfeiertag), Vorm. 10 Uhr, im selben Lokale: Oeffentl. Versammlung aller Möbelpolirer. Tages Ordnung: Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer: Muschek. Bekanntmachung. Die Diensträume der Invaliditäts- und Alters- Versicherungsanstalt Berlin werden am Dienstag, den 27. d. Mts., von Moltenmarkt 1 nach dem Berwaltungsgebäude Klosterstraße 41 verlegt. In dem bezeichneten Verwaltungsgebäude befinden sich ferner das Schiedsgericht 1. Bericht des Bertrauensmannes von der Berliner Gewerkschafts- für die Invaliditäts- und Kommiffion. 2. Diskussion. 3. Wie feiern wir den 1. Mai? Refer.: Kollege Altersversicherung, Franke. 4. Diskussion. 5. Gewerkschaftliches.- Um rege Agitation und Betheiligung für die Versammlungen ersucht J. A.: Rob. Weber. sowie die Magistrats- Abtheilung Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Often Berlins. für Invaliditäts- und AltersMontag, den 26. März( 2. Osterfeiertag), Abends 62 Uhr, im Lokale ,, Bum Freischüh", Fruchtstraße Nr. 36a( oberer Saal): Große öffentliche Bersammlung für Männer u. Frauen. Zages Ordnung: = 1. Vortrag des Genossen Dr. Völkel über: Unsere Ostern". 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Entree 10 Pfg. Der Einberufer. Achtung! Versicherungssachen. Berlin, den 20. März 1894. Invaliditäts- und Altersverfiche rungs- Anstalt Berlin. Der Vorft an d. 58602 Dr. Freund. Dr. Sträter. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Robert Schmidt über: Brünau's zur Lokalfrage? 4. Verschiedenes. Unsere politische Lage". 2. Diskussion. 3. Wie stellen sich die Arbeiter Bur Deckung der Untoften findet eine Tellersammlung statt. Der Einberufer. 479/20 Treptow, Restaur.„ Zum Karpfenteich“ Eröffnung des Gartens. Kegelbahnen. Vorzügliches Weiß- und Bairisch Bier. Kaffeeküche. = Parkschlösschen. 101102. Schönhauser Allee 101102, neben dem Jägerhaus. Restaurant mit grossem Garten, Saal u. Kegelbahnen. Volksbeluftigungen aller Art. Kaffeeküche von 1 Uhr ab geöffnet, NB. Bühne, sowie Garten stelle ich den verehrl. Vereinen zur gefl. freien Benutzung.[ 58472] Hochachtungsvoll Ad. Rosenlöcher. Ausspannung f. 50 Pferde. 6 Kegelbahnen. Grosse Spezialitäten- Vorstellung. In beiden Sälen Tanz. Gruß aus Adlershof! Kinder, nun kommt wieder zu Eurem lieben Vater, dem Kleinen, dicken Wöllstein. Urgemüthlich Muß es wieder werden, wie früher, Man muß, will man recht leben, Bei Vatern von seiner Sorte oft eine heben. Jacko, der friedliche Affe, ist auch wieder da. Danziger Volksgarten, Schaukel. Buden aller Art. Eselreiten. Caroussel. Danzigerstr. 50/51. Haltestelle der Pferdebahn Moltenmarkt- Weißensee. Eröffnung des Gartens. 3 neue Kegelbahnen. Weiss- und Bairisch Bier. Gute Speisen. Kaffeeküche. Agtang! Lapezirer. Agtung! Zu Sommerfesten veranstaltet [ 58499* 2c. empfehle meinen großen Saal nebst Garten, 5000 Personen fassend. Kümpel, Treptow, Röpnick. Landstraße. 2611b Montag, den 26after beiertag), Boltz' Festsäle, S. Alte Jakobstrasse 75, Fachvereind. Tapezirer säle zu Festlichkeiten und Versammlungen. Achtung! Montag, den 26. März( 2. Oster- Feiertag): Grosse Matinée im ,, Böhmischen Branhause", Landsberger Allee No. 11-13, arrangirt v.d. Genossen des 4.Berliner Reichstags- Wahlkreises unter gütiger Mitwirkung des Arbeiter- Zithervereins ,, Einigkeit", des Ihn'schen Gesangvereins, der Genossen Massini und T. Teichmann, sowie des Komikers Hrn. P. Spund. Kaffen- Eröffnung 10% Uhr. Billets à 25 Pf. find in den mit Plakaten belegten Handlungen, sowie bei den Vertrauenspersonen zu haben. Billets an der Kaffe 30 Pf. Anfang präzise 12 Uhr. eine Herrenpartie nach Britz. Treffpunkt 1/29 Uhr im Rollkrug Nixdorf, Hermannplay. Abmarsch präz. 9 Uhr. Mitglieder und Freunde werden hierzu freundlichst eingeladen. Die nächste Versammlung des Fachvereins findet Dienstag, den 10. April, bei Bos. Atte Jakobstr. 75, statt. 312/14 Der Vorstand. Soeben erschien und ist vom Unterzeichneten zu beziehen 25476 Nr. 2 der Sturmglocken, Organ für sozialdemokratische Arbeiterund Volts- Bildungsvereine. Inhalt: Ostergedanken. Zeichen der Amt I, 1082. Sonnabend, den 31. d. M., stehen noch Säle zu Versammlungen u. s. w. z. Verjüg. Kur- Bade- Anstalt und Massage von H. Mania, Brunnenstr. 16. Dampf- und Heißluft- Kastenbäder, Wannen- und medizinische Bäder. Fuß-, Arm- und einzelne Glieder- Bäder ohne den ganzen Körper zu strapaziren. Lieferant und Masseur sämmtlicher 54488* Orts- Krankenkassen und freien Hilfskaffen. Dienstag und Freitag von 1 hr ab nur für Damen. Die Filiale nur für Massage ist Thurmstraße 46, 4 bis 51/2 Uhr. Mi Spiegel und Polster- Waaren. Ausstattungen in Mahagoni u. 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