Ur. 203.-32. Jahrg. Bbonncments-Bcdlngungen: HBonncmentä• Beet« Sräimmerank«! Viert eljährl. 330 Mk. monatL 140 SKL, »vöchentltch 25 Bf8- frei WS HmiS. Einzelne Nummer 5 Bsg> EonmagS- numnier mit illustrierler EonntagS- Beilage»Die Neue Well' 10 B?>u Pest- Abonnement: 140 Mark Ute Monat. Eingetragen in die Pest» ZeitungS- Vreisliste. Unter Kreuzband sttr Deutschland und Oesterreich> Ungarn 2.50 Marl.!ür da- übrige Ausland « Mark vre Monat. Bostabonnement» nehmen an: Belgien, Dänemark. Holland. Italien, Luxemburg. Portugal. Siutnänten, Schweden und die Schweiz. kklchellil täglich. Vevlinev Volksblatt. ( 5 Pfennig) Die Tnfcrfiens- Geböhr bekägt für die sechsgestialtene Kolonel. zeile oder deren Raum m Pfg., für politische und gewerlschastliche Verein«, und VersammIungS-Alizeigen 30 Pfg. ,, Kleine Mnirigcn", daS fellaedruckte Wort 20 Pfg. fzulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenan. zeigen das erste Wort 10 Pfg, jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über löBuch, stoben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer wüsten bis a Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adreffe: „SHizltiemdHral Berlin". N0 Zentralorgan der rozlaldemokrattfcben Partei Deutfchlands. Neüaktion: SW. 6$, Linüenftraße 3. Fernsprecher; Amt Moripplak, Nr. läl SV— 131 S7. Sonnabend, den 34. Jnli 19I.S. Expedition: SW. öS, Linüenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplast, Nr. 131 stv— 131 S7. flieiinuiii Des(Stögen SnWWtlieis. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 23. Juli 1915.(W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nächtliche Handgranatcnangriffe des Feindes nörd- Itch und nordwestlich von S o u ch c z wurden abgewiesen. In der Champagne unternahmen wir in der Gegend Perthes umfangreiche Sprengungen und besetzten die Trichtcrränder. Im Priesterwalde mißlang nachts ein französischer Borstoß. In den B o g e s e n dauerte« die Kämpfe fort. Ein feindlicher Angriff gegen die Linie Lingekopf-Barrcn- köpf lnördlich von Münster) wurde nach heftigem Nah. kämpf vor und in den Stellungen der Bapern und mecklenburgischer Jäger zurückgeschlagen; 2 Offiziere, 64 Alpenjäger wurden dabei gefangen genommen. Auch am Rcichsackerkopf griffen die Franzosen erfolglos an. Bei M e tz c r a l warfen wir sie aus einer vorgeschobenen Stellung, die wir, um Verluste zu vermeiden, planmäßig wieder räumten. In Erwiderung der mehrfachen Beschießung von Thiaucourt und anderer Ortschaften zwischen Maas und Mosel nahm unsere Artillerie gestern P o n t- ä- M o u s s n n unter Feuer. Unsere Flieger griffen das Bahndrcieck von St. Hilairc in der Champagne an und zwangen feindliche Flieger zum Rückzüge. Auch auf die Kasernen von G6rardmer wurden Bomben abgeworfen. Bei einem Luftkampf über Couflaus wurde ein feindliches Kampf» flugzeug vernichtet. Ocstlicher Zkriegsschauplatz. In Kurland folgen wir den nach Osten weichen- den Russen unter fortgesetzten Kämpfen, bei denen gestern 6556 Gefangene gemacht und drei Geschütze, viele Munitionswagcn und Feldküchen erbeutet wurden. Gegen den N a r e w und die Brückenkopfstcllung von Warschau schoben sich unsere Armeen näher heran. Bor Rozau wurden das Dorf M i l u n y und das Werk S z Y g i mit dem Bajonett gestürmt, in letztcrem 296 Gc- fangene gemacht. Nächtliche Ausfälle aus Nowo-Georgiewsk mißlangen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Das Weftufer der Weichsel von Janowiec (westlich von Kazimicrz) bis Granica ist vom Feinde ge- säubert. Im Waldgelände südöstlich von Koziniec wird noch mit russischen Nachhuten gekämpft. Zwischen Weichsel und Bug gelang es den verbündeten Truppen, den zähen Widerstand des Gegners an verschiedenen Stellen zu brechen und ihn dort zum Rückzüge zu zwingen. Die blutigen Verluste der Russen sind außergewöhnlich groß. Ober st e Heeresleitung. Lingekopf und Barrenkopf liegen drei bis vier Kilometer nördlich Münster, Granica Ist Kilometer südlich Jwangorod. * ♦ Set SslmellMe SemnlslilMtW. Wien, 23. Juli.(W. T. B.) Amtlich wird verloutbart: 23. Juli 191S: Russischer Kriegsschauplatz. Die Kämpfe in Südpolcn, in Wolhvnicn und am obere» Bug nehmen ihren Fortgang. Gegen die B u g st r e ck e Kamionka— Strumilowa— Krnstvnopol— Solal, an deren Ost- ufer wir uns einige brückenkopfartigc Stellungen eingerichtet hoben, fetzte der Feind sehr starke Kräfte an.(?r arbeitete sich an einzelnen Punkten bis auf dreihundert Schritte bis an unsere Schützengräben heran, anderen Orts kam es bis zum Handgemenge. Uebcroll wurden die Russen unter grosien Bcr- lüften zurückgeworfen. Südöstlich Sokal nahm bei einem kühnen Flankcnstoß das Feldjägcr-Bataillon Kopal Nr. Ist drei rassische Offiziere und drcihundcrtzwrinndoierzig Mann ge- fangen. Nordwestlich Grubieszow gewannen deutsche Kräfte bedeutend Raum. Zwischen der Btzstryea und der Weichsel warfen die Truppe» des Erzherzogs Josef Ferdi- nand den Feind auf Bclztzce und über Wronow zurück. West- lich der Weichsel von der P i l i c a m ü n d u n g aufwärts sind die Verbündeten bis an den Strom und an den Gürtel von Jwangorod herangerückt. Bei Koziniec kämpfen unsere Truppen noch mit feindlichen Nachhuten. An den anderen Teilen der Front ist die Lage im allgemeinen unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. Tie Schlacht im Goerzischen ist noch immer nicht abgeschlossen. Gegen den Gocrzer Brückenkopf unterhielten die Italiener gestern ein mäßiges Artillrriefeuer. Im Borfelde von Podgora liegen Hundertc von Feindeslcichen. Unsere Truppen haben die ursprünglichen Stellungen des Brücken- kopfcS ausnahmslos im Besitz. Bei der Abwehr der zahlreichen feindlichen Stürme zeichnete sich die dalmatinische Landwehr neuerdings besonders aus. Am Rande des Plateaus von Doberdo wird weiter gekämpft. Gegen den Abschnitt Pcteano— Sdraussino setzten die Italiener in der verflossenen Nacht drei Angriffe an, dir abgewiesen wurden. Ebenso mißlang ein Brr- such des Gegners, sich zwischen Sdraussina und Polazzo näher an unsere Gräben heranzuarbeiten. Auch neuerliche Vor- stößc des Feindes bei Salz, Vermcgliano und gegen den Monte Cosich waren gleich allen früheren vergeblich. Am Mittelisonz» fanden nur Gcschützkämpfe statt. Im K r n- Gebiete wiesen unsere Truppen gestern, dann nachtS und heute früh Angriffe ab. Im Kaerntncr und Tiroler Grenzgebiete hat sich nichts Wesentliches ereignet. Ein Nachtangriff der Italiener auf den Monte Piano schei- tcrte. Das Artillcriefcucr hält an mehreren Stellen an. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Hoefer, Fcldmarschallcutnant. Der rutsche Generalstabsbericht. Petersburg, 22. Juli.(W. T. B.) Mitteilung deS Großen General st abes. In der Gegend von S z a w l e feindliche Truppenanhäufungen auf den Straßen westlich der Chaussee Mitau— Szawle. In der Gegend jenseits des Njemen erbitterte Kämpfe am Flusse Jessia, süd- westlich von Kowno, am 21. Juli. An der Narewfront, in der Nähe des Brückenkopfes von Rozany, erbitterte Kämpfe. Bei den Dörfern Mrotschka und Kawka säbelten die Kosaken bei einem schneidigen Gegenangriff eine deutsche Kompagnie nieder. Auf dem linken Weichselufer haben unsere Truppen die Front Blonie— Nadarzyn und die vorgeschobenen Stellungen von Jwangorod inne. Der Kampf zwischen Weichsel und Bug nahm am 21. Juli neuerdings den Charakter großer Erbitterung an; der Feind versammelt seine Hauptkräfte in den Richtungen auf Balgitze, Trawniki, Wojstawitzi und Grubeschow; manche Dörfer und Höhen wechseln oftmals den Besitzer. Am Bug erbitterte Kämpfe von Krylow bis Dobrotwor; auf einer breiten Front fluß- aufwärts von Sokal säuberten wir das rechte Bugufer vom Feinde und machten in dem Dorfe Poturzice ungefähr 1500 Gefangene. Ernährungsftagen. Als die Verordnung des Bundesrats über die Ausrecht- crbaltung der bisherigen Organisation in bezug auf die Brot- Versorgung auch im beginnenden Erntejahre veröffentlicht wurde, wiesen wir darauf hin, daß es damit allein nicht ge- tan sein kann, sondern daß auch in bezug aus andere Lebens- mittel staatliche Eingriffe unbedingt notwendig sind. Dieser Auffassung gibt auch ein sebr beachtenswertes Buch Ausdruck, das soeben von Dr. R. K u c z y n s k i, Direktor des Statisti- schen Amtes der Stadt Schöneberg, und Prof. Dr. N. Z u n tz. Direktor des Ticrpbysiolagischen Instituts der K. Landwirtsch. Hochschule Berlin, veröffentlicht wird*). Tie beiden Verfasser üben scharfe Kritik an der Bcband- lung der Lebensmittelfrage im ersten Kricgsjahre. Da man aus den begangenen Fehlern lernen soll, wird darauf noch zurückzukommen sein. Hier wollen wir nur hervorheben, daß die beiden Verfasser, ebenso wie wir wiederholt ausgeführt haben, den Hauptfehler darin sehen, daß der Verfüttcrung enormer Mengen Getreide nicht rechtzeitig vorgebeugt worden ist. Weil man ein halbes Jahr lang Roggen verfütterte, mußten, als schließlich die Gefahr offenkundig wurde, die Brotrationen allzu knapp bemessen werden. Auch die von Grund aus verfehlte Kartoffelfrage findet eine eingehende Beleuchtnng. Tie Verfasser kommen zu folgendem Urteil in bezug aus die Resultate der wirtschaftlichen Maßnahmen: Im ganzen herrschte seit dem Februar oder März ein Zq- stand, der zwar für Hunderttausende übercrnährter Menschen eine heilsame Einschränkung, aber für einen großen Teil der Bevölkerung eine unbehagliche und die Arbeitsfähigkeit beein- trächtigende Lebenshaltung und für einige Millionen eine merk- liche Unterernährung bedeutete. Besteht ein solchem Zustand nur einige Monate, so kann er die Volkstraft nicht nachteilig beeinflussen. Auf die Dauer aber bildet er eine große Gefahr. Uns will scheinen, daß das noch reichlich optimistisch aus- gedrückt ist. Es dürften nicht nur„einige Millionen", son- dcrn fast die gesamte städtische Arbeiterbcvölkerung(mit Ausnahme der sehr dünnen Schicht jener Arbeiter, die ihr Ein- kommen während des Krieges erheblich steigern konnte) den absolut notwendigen Nahrungsbcdarf nicht zu decken imstande gewesen sein. Eine ganze Reihe ernsthafter Forscher ist der Ansicht, daß die Volksmassen Teutschlands auch in Friedens- zeiten an Unterernährung leiden; die Lage hat sich jetzt sehr verschlimmert und die Unterernährung der Frauen und Kinder wird leider sehr fatale Folgen für die heranwachsende und kommende Generation haben. Dem entgegen zu wirken müssen alle Mittel angewendet werden. In dieser Richtung machen nun die beiden Ver- fasser eine Reihe von Vorschlägen, die größte Beachtung ver- dienen. Bemerken wollen wir dabei, daß diese Vorschläge sich im großen und ganzen mit dem Programm decken, das unsere Partei gleich bei Kriegsbeginn aufgestellt hat. Was zunächst die B r o t v c r s o r g u n g anbetrifft, so dürfte stimmen, daß selbst in dem Falle, wenn die diessäbrige Ernte unter dem Durchschnitt bleiben sollte, das einheimische Getreide ausreicht, um reichlichere Brotrationen zu gewähren, als sie jetzt bestehen. Aber freilich nur dann, wenn jede Ver- fütterung von Brotgetreide absolut ausgeschlossen bleibt. -- Selbstverständlich darf aber __ auch der Preis für dieses Brot nicht unerschwinglich hoch sein, Es liegt nicht der mindeste Grund vor, die Getreidepreisc, wie sie am 28. Oktober vorigen Jahres festgesetzt wurden(ohne die durchaus unmotivierten Zuschläge wohlverstanden) zu erhöhen. Bei diesen Getreide- preisen aber muß es möglich sein, die Mehl- und Brotpreise niedriger anzusetzen als bisher. Unsere Verfasser meinen aller- dings, wenn die Ernteerträge niedriger aussallen sollten als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre, also niedriger als 17 Doppelzentner Roggen und 20 Doppelzentner Weizen pro Hektar, wäre eine Erhöhung der Höchstpreise ins Auge zu fassen. Indessen sind die Höchst- preise mit 220 M. für die ßie Festung Jw an gar od* *) Verlag von Viciveg u. Sohn in Braunsckweig. 86 Seiten. P.eiö To Pf. ( T. U.) Der Times" wird aus Tonne Roggen in Berlin bereits so hoch über dem Durch- Lager von Chalons zu bewerfen; sie wurden heftig beschoffen, Amerikas Antwort an Oesterreich- Ungarn. schnitt, daß sie ganz sicher die Produktionskosten decken und und ihre Brandgranaten verursachten keinen Schaden. Zwischen den Produzenten einen normalen Gewinn lassen, auch wenn Maas und Mosel, im nördlichen Woevre und im Priester- London, 23. Juli.( T. U.) die Heftarerträge unter dem Durchschnitt bleiben. Mehr zu wald heftiges Feuer mit großkalibrigen Granaten. In Washington gemeldet, daß Präsident Wilson und Minister gewähren liegt sicher kein Grund vor. Die Brotfrage ist also zu lösen. Die Schwierigkeit be- abteilung östlich von Pioncourt an der Seille zurück. In Verlegung der Neutralität zuschulden kommen lasse durch die Lothringen warfen wir eine starke deutsche Aufklärungs- Lansing die Antwortnote auf die österreichische Note, in der Desterreich die Behauptung aufstellt, daß Amerika sich eine ginnt, wo es sich um die weiteren Lebensmittel handelt. den Vogesen besetzten wir auf den Höhen nördlich von Munitionslieferungen an die Verbündeten beraten haben. Worauf es ankommt, ist die Sicherstellung der übrigen pflanz- Münster, welche im Osten das nördliche Fechttal beherrschen, Diese Behauptung Desterreichs wird dadurch widerlegt wer lichen Nahrungsmittel für den Bedarf der Menschen, die richtige Verwendung der übrigbleibenden für die Viehfütte- nach erbittertem Kampfe den Lingegrat und faßten in den den, daß in der amerikanischen Antwort erklärt wird, daß rung und schließlich die richtige Bewirtschaftung der Vieh- Steinbrüchen von Schrahmanet und im Barrenkopfwald Fuß. Amerika bereit ist, jedes Land mit Munition zu versehen und bestände. Daß die Erhaltung des Viehes Schwierigkeiten dafür, daß der militärische Zustand es mit sich bringt, daß führenden Staaten erreichen, Amerika nicht verantwortlich gemachen wird, ist keine Frage. Vorräte an ausländischen Scharfe Kontrolle der Militärpflichtigen. Munitionslieferungen aus Amerika nur einige der krieg0. Paris, 23. Juli.( W. T. B.) Der„ Temps" berichtet, daß die macht werden kann. Weiter wird bemerkt werden, daß die scharfen Maßregeln zur Feststellung der dienstfähigen Mannschaften, Annahme des Standpunktes von Wien eine Verlegung der die sich bisher dadurch ihrer Dienstpflicht entziehen konnten, daß sie Neutralität sein würde. sich nicht in die Stammlisten eintragen ließen, ein ausgezeichnetes Ergebnis hatten. Alle Männer, die ihrem Alter nach militärpflichtig sein können, werden noch auf der Straße angehalten und zur Vorlegung ihrer Papiere genötigt. In der Jahresklasse 1916 wurden im Militärgouvernement Paris allein über tausend nicht eingetragene Männer festgestellt. Die Gesamtzahl der nicht eingetragenen Mannschaften aller Jahresklassen wird für Paris auf über 10000 Mann geschätzt. Futterstoffen, die zu Beginn des Krieges noch vorhanden waren, sind aufgebraucht, die Zufuhr muß gering bleiben, wozu noch kommt, daß die Ernte an Futterstoffen jedenfalls unter dem Durchschnitt bleiben dürfte, soweit Heu, Klee, Hafer und Gerste in Frage kommen. Auch der Notbehelf, der darin bestand, daß man in großen Mengen Zucker verfütterte, wird im kommenden Erntejahre nicht im gleichen Maße anwendbar sein, da der Anbau von Zuckerrüben erheblich zurückgegangen ist. Es wird daher eine weitere Reduktion der Viehbestände nicht zu umgehen sein. Die Verfasser meinen, daß dadurch eine Einschränkung des Fleischkonsums eintreten wird, halten aber den Uebergang zu mehr vegetarischer Lebensweise" nicht für besonders bedenklich, wenn eben Pflanzennahrung in genügenden Mengen vorhanden ist und Milch. Das südafrikanische Hilfskorps. In der Tat wird man sich gezwungenermaßen damit abfinden müssen. Um so mehr ist aber notwendig, auf die Ausnüßung Prätoria, 23. Juli.( W. T. B.) Amtlich wird mitgeteilt, daß aller Futterquellen bedacht zu sein: Waldweide der Schweine, der Hauptteil des südafrikanischen überfeeisen Verwendung von Laub, Ausnüßung der Abfälle. Auch auf Expeditionstorps in Infanteriebrigaden organisiert werden das Verfahren wird hingewiesen, aus Zucker, Nährsalzen soll. Diesen werden fleinere Hilfseinheiten beigefügt werden, die und Ammoniak eiweißhaltige Futterstoffe herzustellen. Jeden- vermutlich Maschinisten, Radfahrer, Signalleute und Ambulanzen falls aber stehen die Dinge so, daß vor allem die pflanzlichen einschließen werden. Bei der Anwerbung werden die Teilnehmer Nahrungsmittel für Menschen sichergestellt sein müssen und des Feldzuges in Deutsch- Südwestafrika und andere gediente oder dann erst zu beurteilen ist, wieviel Tiere durchgehalten irgendwie ausgebildete Leute bevorzugt werden. werden können. Da ist denn von entscheidender Wichtigkeit die Kartoffelfrage. Unter allen Umständen werden nach Deckung des Bedarfs der Menschen erhebliche Mengen Kartoffeln als Viehmould si Der italienische Krieg. futter zur Verfügung stehen. Es wird also der Vorschlag Die staatsgefährliche" Die staatsgefährliche" Agitation gegen die Teuerung. Konferenz der Neutralen. Im Anschluß an den Internationalen Haager Friedensfongreß"( vom 28. April bis 5. Mai 1915) wurde beschlossen, daß eine„ Konferenz der Neutralen" zur Vorbereitung von Friedensbermittelungen ins Werk gesetzt werden Um die Stimmung für eine solche Konferenz sowohl in den kriegführenden als neutralen Ländern zu ergründen, haben vom Mai bis jeßt Frauen- Deputationen mit den verschiedenen Regierungen Fühlung genommen. Frau Schwimmer- Budapest und Frau Ramondt- Haag, die sich zurzeit auf der Rückreise in Berlin befinden, haben mitgeteilt, daß sie den entschiedenen Eindruck haben, daß die Idee einer permanenten Neutralen Konferenz zur Beschleunigung des Friedensschlusses bei allen Regierungen Sympathie erregt hat. Die Damen haben vor einigen Tagen eine Zusammenkunft in Holland gehabt, wo auf Grund von ausführ lichen Referaten der aus den verschiedenen Bändern zurückgekehrten Delegierten beschlossen wurde, die Aktion mit vollster Energie fortzusetzen. defiili Englische Friedensfreunde. Man In London fand vor kurzem eine Konferenz bon Vertretern aller englischen Friedensgesellschaften statt, um über ein gemeinsames Programm zur Herstellung eines dauernden Friedens zu beraten. einigte sich darauf, mit geringen Abänderungen die Leitsäge anzunehmen, die vor wenigen Monaten von einer internationalen Konferenz im Haag aufgestellt worden sind. Sie die Elemente, die gegen den Krieg waren oder gar mit den Bentral- umfassen im wesentlichen den Verzicht auf Annerionen, das mächten, also mit Italiens Verbündeten, sympathisierten, als staats- Selbstbestimmungsrecht der Nationalitäten, offene Tür und gefährlich betrachteten. Hier folgt der Text des Befehls und Handelsfreiheit in den Kolonien und Protektoraten, Zwangsdessen dienstlicher Angaben: schiedsgericht, Rüstungseinschränkung, Kontrolle der ausKarabinieri Legion, Verona, Kompagnie Schio. Protokoll wärtigen Politik durch die Parlamente. Man benummer 195§ 87 III. Abteilung. Gegenstand: Agitation wegen Arbeitslosigkeit und Teuerung. leber- chäftigte sich auch mit der Frage, wie insbesondere der gegenwärtige Strieg zu beenden sei. Die Versammlung Behuss Verfügung entsprechender Maßnahmen wird folgender Befehl sie beschloß doch, die folgenden Gesichtspunkte zur allgemeinen wachung der Agitatoren. Saio, am 27. März 1915. fam darüber nicht zu einem vollständigen Einverständnis, aber Karabinieri und Sicherheitsbehörden zur Feststellung der Hauptdes Legionskommandos übermittelt: Die Nachforschungen der Erwägung zu stellen: urheber der jüngst in einer Provinz des Legationsbereiches borgefallenen Demonstrationen gegen Arbeitslosigkeit und Teuerung ergaben, daß die Hauptagitation von einigen aus Deutschland und Desterreich- Ungarn zurückgekehrten Emigranten ausgegangen ist. Dieſe, die viele Jahre dortselbst gelebt haben, sind offen gegen den Strieg und bezeugen ihre Sympathien für die genannten Kaiserreiche. Es wird dies also dem Kommando zur Kenntnis gebracht, um eine entsprechende Ueberwachung und die sonst nötigen Maßnahmen einzuleiten. Der Leutnant. Interimstommandant der Kompagnie. gemacht, sobald die Ernte zu übersehen ist, Höchstpreise anzuseßen, die unabänderlich sein müssen; dann sind von den Gemeinden Lieferungsverträge abzuschließen, damit der Bedarf der Städte annähernd 1 Pfund pro Kopf und Tag- sicherWien, 23. Juli.( W. T. B.) Aus dem Kriegspresse gestellt wird; der Ueberschuß dient als Viehfutter, und zwar quartier wird gemeldet: Der unten wiedergegebene Befehl, der muß, um Verluste durch Verderben möglichst zu vermeiden, im Monat März ausgegeben wurde, iſt ein neuer Beweis davon, das Trocknen der Kartoffeln gründlicher als bisher betrieben daß die italienischen Behörden schon im März des laufenden Jahres werden. Indessen glauben wir, daß das nicht genügen wird. Die Landwirte werden naturgemäß die Kartoffeln als Hauptfutterstoff behandeln und deshalb wird es ohne einen gewissen Swang in bezug auf die Lieferung an die Gemeinden kaum abgehen. Sicher bestehen hier Schwierigkeiten: die Beschlagnahme ist nicht so leicht durchzuführen, ein Verbot der Verfütterung fann es nicht geben, da eben ein Teil der Ernte berfüttert werden soll. Aber diese Schwierigkeiten dürfen nicht davon abhalten, die Frage zu regeln. Die Futterknappheit zwingt zu einer Reduktion der Viehbestände. Da muß denn erstens darauf Bedacht genommen werden, daß das Acervich und die Milchfühe erhalten werden, ferner darauf, daß die Schlachtungen systematisch erfolgen und dann dürfen nicht die Fleischpreise in der bisherigen Weise in die Höhe getrieben werden. Unsere Verfasser treten denn auch energisch für die Festsetzung von Höchstpreisen für Schweine ein, von Preisen, die mit jenen der Futterpreise in Einklang gebracht werden müssen. Auch hier scheint uns indessen mit der Preisregulierung durchaus die Aufgabe nicht erschöpft. Es kommt nämlich in Betracht, daß Viehhaltung und Produktion von Futterstoffen nicht im Einklang sind: Viehhalter find die Kleinbauern, dagegen haben die Großgrundbesizer Ueberschuß an Futterstoffen; es fann also dahin kommen, daß die Großgrundbefizer ihren Bestand an Vieh durchhalten, indem sie alles, was sie an Futterstoffen ernten, verfüttern, weil sie sich sagen, daß die Viehpreise eben dauernd, auch nach dem Kriege, sehr hoch sein werden; dann find aber die Bauern, die keine Futterstoffe werden faufen fönnen, geliefert. Auch hier muß also nach einem Auswege gesucht werden. Unleserliche Unterschrift. Der türkische Krieg. Die türkische Hauptquartiersmeldung. 1. Kein Bolt soll sich so ungerecht behandelt fühlen, daß es von einer Mitarbeit bei dem Aufbau eines dauernden Friedens zurückschreckt, und daß es sich veranlaßt sieht, sich für einen neuen Strieg vorzubereiten. 2. In den Friedensverträgen soll feine Verfassungsveränderung in irgend einem Staate ausgemacht werden. 3. Bei der Festsetzung der Grenzen sollen in der Hauptsache die Wünsche der in Frage kommenden Bevölkerung berücksichtigt werden. 4. Das Recht, Privateigentum, abgesehen von Konterbande, in Kriegszeiten zur See zu beschlagnahmen, wird abgeschafft. 5. Kriegsentschädigungen, die etwa auferlegt werden, dienen nur dem Zweck, die Bevölkerung verwüsteter Gebiete schadlos zu halten. 6. Die friegführenden Staaten sollen die Erledigung möglichst vieler Fragen einer Konferenz überlassen, die aus Kriegführenden und Neutralen zusammengesezt ist. Man braucht die Beschlüsse dieser Versammlung, an der Konstantinopel, 23. Juli.( W. T. B.) Das Haupt von bekannteren Engländern u. a. C. Roden Burton, G. Lowes quartier teilt mit: Am 20. Juli abends versuchte der Dickinson, A. Ponsonby, Dr. Alfred Salter und C. Trevelyan Feind einen durch Bombenwürfe vorbereiteten Bajonettangriff teilnahmen, nicht zu überschüßen, aber sie lassen doch ergegen unseren linken Flügel; seine Reihen wurden aber fennen, daß weite Kreise in England auch außerhalb der Jedenfalls zeigt, wir wiederholen, auch die Untersuchung durch unser Feuer gelichtet und kehrten in ihre Stellungen Arbeiterbewegung für einen baldigen und bervon Kuczynski und Zunk, daß mit der Regelung der Brot- zurück. Bis zum Morgen erneuerte er seinen Versuch nünftigen Frieden tätig sind. versorgung erst ein Teil der Aufgaben in bezug auf die dreimal; wir warfen ihn aber immer wieder zurück und Dasselbe geht aus einer Mitteilung des Labour Leader" Bolfsernährung gelöst wird, und daß andere an sich trieben ihn mit schweren Verlusten bis in seine Stellungen. hervor, wonach in allernächster Zeit von feiten englischer schwierigere Probleme vorhanden sind, Probleme, die gelöst Bei Sedd ul Bahr beschoß der Feind am 20. Juli Friedensfreunde eine Kundgebung erfolgen soll, die als eine werden müssen, wenn nicht das Volkswohl großen Schaden nachmittags unseren linken Flügel zwei Stunden lang Art von Echo auf den Aufruf des Parteinehmen soll. vergeblich. In der Nacht zum 21. wiederholte er die Bevorstandes der deutschen Sozialdemokratie gedacht ist. schießung, indem er unseren rechten Flügel mit Leucht- Diese Kundgebung trägt feinen parteipolitischen Charakter. fugeln und Scheinwerfern beleuchtete, ohne Wirkung; Außerdem aber wird der Nationalrat der Unabwir hielten es für überflüssig zu antworten. In derselben hängigen Arbeiterpartei, der Ende dieses Monats Nacht verursachten unsere Batterien bei Rum Kaleh durch zusammentritt, aller Wahrscheinlichkeit nach einen Beschluß Feuerüberfall auf das feindliche Lager bei Sedd ul Bahr eine fassen, der sich in derselben Richtung bewegt. große Explosion und einen zwei Stunden dauernden Brand Westlicher Kriegsschauplah. in dem feindlichen Munitionsmagazin. Am 21. Juli beschossen Eine englische Gewerkschaft für den Frieden. wir das Lager und die Artillerie- Stellungen bei Mortoltman wirksam, der Feind erwiderte wirkungslos. Der französische Tagesbericht. Paris, 23. Juli.( W. T. B.) Amtlicher Bericht von London, 23. Juli.( W. T. B.) Die Amalgamated Donnerstagnachmittag: Die Nacht war auf der An der Front im Irat versuchte der Feind, um seine 2aburers Union hat für den Gewerkschaftskongres, der am ganzen Front verhältnismäßig ruhig. Nur in Artois, in den Niederlage zu verschleiern, Demonstrationen durch abgezweigte 6. September in Bristol zusammentritt, eine Resoluton beArgonnen und zwischen Maas und Mosel( Les Eparges, Wald Truppen, welche wir mühelos abwehren. An den übrigen antragt, in der es für dringend wünschenswert erklärt wird, daß die Feindseligkeiten im Einklange mit der nationalen Freiheit von Apremont) einige Artilleriekämpfe. In der Nacht vom 20. Fronten nichts Bemerkenswertes. zum 21. und am 21. Juli wurden auf der Höhe des Kleinen Konstantinopel, 23. Juli.( W. T. B.) Bericht des und Ehre eingestellt werden und der Parlaments ausschuß Hauptquartiers auf der Dardanellenfront am des Gewerkschaftstongresses aufgefordert wird, FriedensReichsadertopfes westlich von Münster sehr heftige 22. Juli. Bei Ari Burnu auf beiden Seiten Minenkrieg zur bedingungen, die für die englische Arbeiterklaſſe günstig sind, Kämpfe geliefert. Einem Angriffe unsererseits folgten neun Berstörung der Gräben. Unsere Artillerie des rechten Flügels zu formulieren und zu befürworten und die Regierung deutsche Gegenangriffe. Trotz der Erbitterung unserer Gegner rief durch indirektes Feuer in der feindlichen Stellung dringend aufzufordern, bestimmt und unzweideutig zu erklären, wofür hielten die beiden Jägerbataillone, die wir angesetzt hatten, eine Feuersbrunst hervor, die längere Zeit an England kämpft. die Bemühungen des Feindes in Schranken, indem sie dauerte. Bei Sedd ul Bahr schwaches Infanteriegefecht mit den Deutschen schwere Verluste beibrachten. Wir nahmen zeitweilig aussehendem Artilleriefeuer. In der Nacht vom Kriegsfragen im Unterhause. einen Schüßengraben ein und behaupteten ihn auf etwa 22. zum 28. Juli zwangen unsere anatolischen Batterien 150 Meter Front. Wir behaupteten unsere früheren Stel- feindliche Torpedoboote zur Flucht, die sich den Gewässern Yungen. Nördlich von Münster richteten sich unsere von Kerevisdere näherten und versuchten, unseren linfen Auf den anderen Fronten nichts von Truppen in den Stellungen ein, die sie am Lingegrat erobert Flügel zu beschießen. hatten. Wir machten im Laufe dieser Kämpfe 700 Gefangene. Bedeutung. Unsere Flugzeuge warfen acht 90 mm- und vier 120 mmBomben auf den Bahnhof von Autry nordwestlich von Binarville. An der Dardallenfront herrscht seit unseren Erfolgen bont 12. und 13. Juli Ruhe. Der Seekrieg. " Albatros" interniert. " London, 23. Juli.( W. T. B.) Unterhaus. Lord Robert Cecil fagte auf eine Anfrage über die Bewaffnung der Handels. schiffe, daß die amerikanische Regierung gewisse Regeln aufgestellt habe, die es für Verteidigungszwede bewaffneten Handelsschiffen erlauben, amerikanische Häfen anzulaufen. In jedem Falle sei eine unabhängige amtliche Untersuchung erforderlich. Der Nachweis müsse geliefert werden, daß die Bewaffnung nur zu de fensiven und nicht zu offensiven Sweden gebraucht werde. Unterstaatssekretär Tennant sagte auf eine Anfrage, der Kriegssekretär werde erwägen, ob es vorteilhaft für die Armee sei, dem Rest des ursprünglichen Expeditionsforps zwei oder drei Monate Ruhe zu gönnen angesichts der Sahl neuer Truppen, die an die Front zu gehen wünſchten. Higham( liberal) fragte den Munitionsminister, wer dafür verantwortlich sei, daß gewisse britische Zünder 32 Unzen Bronze ent mit hielten gegen 4% Unzen in den französischen Zündern, sodaß die Deutschen von jedem britischen Geschoß zwei Pfund Paris, 23. Juli.( W. T. B.) Gestern abend wurde Berlin, 23. Juli.( W. T. B.) Nach einer Meldung aus amtlich bekannt gegeben: Aus Artois ist außer einigen Wisby ist S. M. S. Albatros" abgebracht worden und Artilleriekämpfen nichts zu melden, eine Vorstadt von Arras wird vorläufig nach Faroesund überführt. wurde beschossen. In der Champagne versuchten feind-( Albatros" lief bei Gotland nach einem Gefecht liche Flieger die Dörfer und Verproviantierungsbahnhöfe beim russischen Panzerkreuzern auf.) Bronze gewinnen und daraus acht eigene Zünder herstellen lönnlen. Tennant bat Higham, die Frage zurückzuziehen� da die Antwort im öffentlichen Interesse nicht erfolgen könne. Higham wollte eine neue Frage stellen, aber der Sprecher gestattete es nicht. B h I e s(Liberal) fragte, ob Asquith genauer die wesentlichen Ziele bezeichnen wolle, für die England Krieg führe, in der Hoffnung, daß eine Intervention friedlicher Einflüsse die Er- reichung dieier Ziele durch andere Mittel herbeiführen möchte, als durch die Fortsetzung des Krieges. Asqnith erwiderte auf Bples Frage, er habe die Ziele, so deutlich er es vermochte, in seinen Rede» bei Kriegsbeginn und namentlich in der Euildhallrede am ä. November irngegeben. Snowden fragte, ob nicht in Deutschland unter den iJozialdcmokraten eine starke, wachsende Friedensbewegung bestände und ob Asqnith sein Augennierk darauf richten und jede Bewegung im Interesse der Beendigung des Krieges benutzen wolle. A s q u i t h erwiderte, er habe seiner bisherigen Erklärung nichts hinzuzufügen. Hogge fragte, weshalb die halbwöchentlichen Berichte Frenchs aus- blieben und ob ihr regelmäßiges Erscheinen erneuert werden würde. Tennant sagte, French sende Berichte über alle wichtigen Ereignisse. Ztvischcnruf: Wie war es mit dem Hügel 60? Hogge fragte so- dann, ob Asquith dem Hause nicht versprochen habe, daß French gweimal wöchentlich berichten würde, und weshalb dies nicht ge- jchehe. Asquith erwiderte, French sende Berichte, wenn er es fiir geeignet halte. Wenn er nicht zweimal wöchentlich berichte, so habe nichts stattgefunden, was einen Bericht erheische. Ginnell tNationalist) beantragte eine Debatte über die Berbannung dreier Personen aus Irland wegen ihrer politischen Ueberzeugung�. ohne daß Anklage erhöben würde. Der Sprecher� erklärte die Debatte aus Gründen der Geschäftsordnung für unmöglich. In der Debatte über den Kolonialetat behauptete Steelmaitland, daß die Unruhen auf Ceylon infolge deutscher Machenschaften entstanden seien. Makham sagte in der Debatte, dos Oberhaus behandle heute die Frage der der- heirateten Männer in der Armee, die im Unterhause zu beant- Worten, die Minister sich geweigert hätten, weil die Beantwortung nicht im öffentlichen Interesse läge. Das heiße das Unterhaus mir der Verachtung behandeln, mit der es seit der Bildung des Koalitionsministeriums stets behandelt würde. Ebenso wollte der Minister jetzt die Frage über die Zünder nicht beantworten. Die Tatsachen über die Zünder seien in Deutschland und in England jedermann bekannt. Der Stellvertreter des Sprechers erlaubte die Erörterung. Markham fragte, ob die in England hergestellten Zünder dieselben seien, die Krupp herstelle. Unlerstaatssekretär Tennant erwiderte. Kitchener erachte die Beantwortung militärischer Fragen für unzulässig, man müsse sich seiner militärischen Autorität fügen. Zoll- unü Steuerpläne. London, 23. Juli.(W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Asquith erklärte einer Abordnung von Citqleutcn, daß größere Sparsamkeit notwendig sei. Er plane seit langem, auch die niedrigeren Einkommenklassen zu be st euer». Die Regierung werde unter den jetzigen ungewöhnlichen Umständen bald die Einführung von Einfuhrzöllen erwägen müssen. Die englischen Kriegskosten. London, 22. Juli.(W. T. B.) Oberhaus. Lord Devonport erbat eine Statistik über die Zahl der Verheirateten in der Armee und bemängelte die Verschwendung, die in den Unterhalts- kosten der Soldatenfrauen liege. Er sagte: Bis zum Jahresende werden die täglichen Kriegskosten eher vier als drei Millionen Pfund Sterling betragen. England gibt drei Pfund Sterling für das aus, wofür Deutschland mit einem auskommt. Kann England sich das leisten? In Deutschland gibt es keine Ver- schwendung. Lord Newton gab die ungefähre Ziffer der Verheirateten in der Armee auf 843 000 an; die U n t e r h a l t s k o st e n für die Familien der Soldaten seit Beginn der Mobilisierung gab er auf 25 Millionen Pfund Sterling an. Das Munitionsgesetz. London, 23. Juli.(W. T. B.) Der parlamentarische Mitarbeiter der„Daily News" teilt mit, daß auf Grund eines Abkommens das MunitionSgesetz für Südwales nicht in Kraft tritt. Das Munitionsgericht ist zwar errichtet worden, aber es wird nicht tätig sein, wenn das Abkommen ein- gehalten wird. Minister Henderson begründete dies damit, daß die Kündigungen der Bergleute ergangen seien, ehe das Munitionsgesetz im Parlamente eingebracht und angenommen worden war. London, 23. Juli.(W. T. B.) Das c r st c M u n i t i o n s- gericht hat in Barrow getagt. 28 Arbeiter wurden vorgeladen, weil sie zwei Tage gestreikt hatten. Da sie auf Zureden des Abgeordneten Hodge die Arbeit wieder auf- nahmen, zogen die Arbeitgeber den Antrag auf Strafver- solgung zurück. Die öaumwollfrage. London, 23. Juli.(W. T. SS.) Die„Times" meldet aus Washington: Die Entscheidung des englischen Handelsamtes in der Baumwollfrage hat hier eine offenbar amtlich inspierierte un- günstige Aufnahme gefunden. Wenn diese Entscheidung bedeutet, daß die vor das Prisengericht gebrachten Baumwoll-Ladungen konfisziert werden sollen, wird Washington diese Politik sicher bekämpfen. Was üie Liberalen von üer Duma erwarten. Petersburg, 23. Juli.(W. T. B.) Der Kadettenführer M a k l o k o w befürwortet in einem Artikel des„Rjetsch", in der Duma alle politischen Fragen beiseite zu lassen und alle Kräfte für die Mobili- sierung von Munitionsher st ellung zusammenzuhalten. „Rjetsch" bemerkt dazu, man könne nur mobilisieren, wo die Grund- lagen dafür vorhanden seien. Man müsse lieber von einer Or- ganisierung der Kräfte sprechen, dafür sei das politische Verhalten des Ministeriums von größter Bedeutung.— Die„ N o w o j e W r e m j a" kommt hinsichtlich der Duma zu derselben Ansicht und erklärt, diese müsse scharf die Verschleppungen der SSehörden kontrollieren. Die Hauptsache bleibe immer die Herstellung von Maschinengewehren. Gewissen Mutlosen, die da meinen, daß es zu spät für die Organisation der Munitionsherstellung sei, ruft Menschikow zu, daß es niemals zu spät sei. Die Be- deutung der Duma liege auch darin, daß in der gemeinsamen Ge- fahr instinktiv alle sich gegenseitig stützen sollten. Man müsse hoffen, daß die Duma sich nicht in mutlosen Reden ergehen werde.— In einem zweiten Artikel im„Rjetsch" schlägt der Nationalökonom Tugan Barranowski vor. zur Aufklärung des Volkes, um den Krieg populär zu machen, in sämtlichen Kreisen aller Gouvernements die intelligentesten Bauern und die übrige Intelligenz zu K r e i s a u s s ch ü s s e n zu organisieren, ihnen die Sachlage über den Krieg, die Fragen der Munition und der Lebensmittel zu erklären und ihnen die Organisierung des Kampfes gegen Teuerung zu überlassen. Gegen Sie Zensur. Die„Rhein.-Westf. Ztg." meldet: Russische Dumaabgeordnete aller Parteien sammeln zurzeit Material gegen die russische Zensur. Dieses Material, das besonders alle die- jenigen Fälle umfassen soll, in denen sich die Zensur infolge ihrer kleinlichen, willkürlichen und kurzsichtigen Handhabung als direkt oder indirekt vaterlandsfeindlich erwiesen hat, wird dem neuernannten Minister des Innern Scherbatow unterbreitet werden. Es soll der Nachweis geführt werden, daß die derzeitigen Zensoren Ruß- lands ihren Aufgaben nicht gewachsen sind, und daß die augenblick- liche Stimmung im Lande dringend eine andere, weitsichtiger ge- handhabte Zensur verlange. Der Schleier, der über der- schiedene Vorgänge im Innern deS Reiches durch die Zensur gebreitet werde, muß zerrissen werden, sonst könnten die Folgen dieser Bertuschungspraxis möglicherweise unabsehbar sein. Tie Regierung soll sich nicht in einen Wust von Versprechungen, Phrasen über die innere Lage und der- gleichen hüllen, sondern der breiten Oeffentlichkeit völlige Klarheit über die Zustände in Rußland verschaffen, dann werden weiteste Kreise des russischen Volles zum Wohle des Reiches freudig und gerne mitarbeiten. Das Volk weiß sehr wohl, daß dieser Krieg Rußland ungeheure Opfer an Gut und Blut ko sie, durch die Verheimlichungstaktik der russischen Zensur werde aber die große Oeffentlichkeit zur Zurückhaltung und zum Mißtrauen gegen die amtliche Berichterstattung und gegen die Berichterstattung der russischen Presse gezwungen. Der Minister deS Innern gab den Dumaabgeordneten zu ver- stehen, daß er ihren Wünschen„nach Möglichkeit" entgegen- kommen wolle. Inöustrielle Organisation in Frankreich. Paris, 23. Juli.(W. T. B.) Meldung der Agence Havas. Auf Ansuchen Millerands hat die K a m m e r gestern die Debatte über den Gesetzentwurf betreffend die Berechtigung des Kriegsministeriums, Marineministeriums und Kolonialministeriums zur selbständigen Vornahme allgemeiner Requisitionen verschoben und einen Gesetz- entwurf über die Anmeldungspflicht für Metall- drehbänke, hydraulische Pressen und Dampfhämmer in Fabriken, Werkstätten usw. angenommen. Uuterstaatssekretär Thomas erklärte auf verschiedene Anfragen, daß die durch die Anzeigepflicht ermöglichte Zählung eine bessere Ausnützung aller Betriebe gestatten werde; die Jndustrieabteilung des Kriegsministeriums erhalte bereits jetzt täglich 000 bis 700 Anfragen von Industriellen und jede An- frage mache eine Untersuchung nötig. Der Vorteil des Gesetz- entwurfs liege in der besseren Organisation zwischen Industriellen, Produzenten und Abnehmern, in diesem Falle dem Staate, ohne Inanspruchnahme von Zwischenagenten. Die spanischen Sozialisten und öer Krieg. Der spanische Genosse Juan Cerazön veröffentlicht in der „Nasche Slowo", dem russischen sozialdemokratischen Tageblatt in Paris, einen Bericht über die Strömungen in der spanischen Partei, der einige sehr bemerkenswerte Angaben enthält. Danach hat zwar das Zentralorgan der Partei„El S o c i a l i st a" nach Ausbruch des Krieges eine entschieden kriegsfeindliche Stellung eingenommen. Aber unter dem Einfluß der„Humanite", des einzigen aus- ländischen Parteiblattes, das nach Kriegsausbruch in Madrid ge- lesen wurde, änderten die offiziellen Führer der Partei und das Zentralorgan ihre Haltung. Ter Chefredakteur des Zentralorgans, Genosse Marians Garcia C o r t e s verließ seinen Posten, und das Blatt ließ sich seitdem mehr und mehr von dem Standpunkt der strikten Neutralität abdrängen. Zu gleicher Zeit machte auch der alte, anerkannte Führer der spanischen Partei, Genosse Pablo I g l e s i a s, von seinen frankreichfreundlichen und interventionisti- schen Neigungen kein Hehl.„Würde Spanieu"— so erklärte er im Parlament—„sich in besseren wirtschaftlichen Verhältnissen befinden, so würde ich seine Einmischung in den Krieg an der Seite der Alliierten empfehlen." Gegen diese den Grundsätzen und Aufgaben des Sozialismus widersprechende Haltung regte sich sofort eine starke Opposition in der Partei. Zwei Parteiblättcr:„La I u st i c i a Social" in Reus und„A d e l a n t e" in Valladolid protestierten gegen die Aeußerungen von Jglesias. Das erste Blatt veröffentlichte eine Artikelserie über die sozialistische Neutralität, die das heftigste Mißfallen der Anhänger von Jglesias, zugleich aber die enthusiastische Zustimmung aller Kriegsgegner auslöste.„L a Juventud Socialist a", die zahlreiche und energische Jugend- organisation in Madrid, sprach dem Blatte seine Zustimmung aus, und eine beträchtliche Zahl von Ortsorganisätionen und Partei- funktionären stellte sich auf seine Seite. Das Parteiblatt in Valladolid„Adelante"(Vorwärts) hat seit Beginn des Krieges eine ähnliche Haltung angenommen. Ein großer Teil der sozialistischen Jugend und der organisierten Frauen steht auf der Seite der interventionsfeindlichen Minorität. Die So- zialisten und die organisierten Bergarbeiter in Rio-Tinto(über 10 000 Personen) sprachen sich in demselben Sinne aus. Der Na- tionalkongreß der Bergarbeiter in Madrid hat sich gleichfalls diesen Standpunkt zu eigen gemacht. Während der Parteivorstand und das von ihm beeinflußte Zentralorgan mehr und mehr an Anhang verlieren, gewinnt die Minorität mit ihrem Hauptorgan„La Justicia Social" fortgesetzt an Einfluß im ganzen Lande. Der gesunde Sinn und der richtige Klasseninstinkt der Massen kommen mehr und mehr zur Geltung und tragen in die durch den KriegStaumel verwirrte Politik der offiziellen Führer die nötigen Korrekturen hinein. Verlängerung üer Dienstpflicht in Norwegen. Kristiania, 22. Juli. Das Storthing hat den Bor- schlag der Militärkommission, das wehrpflichtige Alter auf das 2 0. Lebensjahr herabzusetzen und gleich- zeitig d i e D i e n st p f l i ch t in der Landwehr von 8 auf 12 Jahre zu verlängern, gegen die Stimmen der Sozial- demokraten a n g e n o m m en. Militaristischer Karneval. Aus Amsterdam schreibt man uns: Die etwas scheckige Gesellschaft, die mit Jahrmarkts- reklanie jetzt in Holland Stimmung für militärische Groß- tuerei machen will, hat den Amsterdamern ein Sommer- Vergnügen verschafft, das für den verlaufenen Karneval dieses Jahres reichlichen Ersatz bot und gar nicht in die traurige Zeit paßte. Man muß zugeben, daß die vom Propaganda- komitce für Volkswehrbarkeit am 19. d. inL Konzertgebäudc einberufene Versammlung schon in ihrer Aufmachung eine Herausforderung aller lllkbrüdcr war, an denen es im alten Kermeß-Land nie gefehlt hat. Auf das Podiuni hatte man Landsturmmänner in Uniform gesetzt, die mit Musik und Fahne angerückt gekommen waren. Und an dieses Hcilsarmce-artige Getue schien die Opposition, die zumeist aus Lärmmachcrn und hysterischen Weiblein der anarchistischen Zirkel bestand, seltsam angepaßt. Was eine Großstadt an Radaufreunden birgt, schien hier mobilisiert, und vor diesem Parterre sollten verschiedene Anhänger der Volks- bewaffnnng sprechen, die sich in ihren Motiven und Zielen ebenso unterschieden wie in ihrem persönlichen Wert. Neben pompösen Eisenfressern in und ohne Uniform ivaren theorie- graue Professoren und der in seinen ethisch- sozialistisch- anarchistischen Meinungen reichlich konfuse Dichter F r e d e r i k van E e d e n aufs Programm gesetzt. Das Programm konnte infolge der Zuhörerschaft, die erst die Dis- kussion erzivang und sie dann nicht ruhig anhören wollte, nicht zur Ausführung kommen und die Sache verlief, wie solche„freie" Diskussionsversammlungen in der Regel verlaufen— als wüster Spektakel, mit pathetischen Warnungen und Drohungen, mit Gelächter, Gesang und Hinausschmeißerei. Zum Schluß gab es noch eine Extrakomödie. Der ver- sammelte Landsturm marschierte unter Trommelwirbel und Hörncrgetute ab, begleitet von etlichen Hundert, den Zug ein- säumenden AntiMilitaristen, die die„Internationale" sangen. So ging es bis zum Leidschen Plein, wo das versammelte Publikum der Kaffeehäuser mit großem Hallo diese tragi- komische Neuausgabe der Rembrandtschen Nachtwache besah und die Polizei für ein stimmungsvolles Finale sorgte, indem sie einen besonders lungenkräftigen Gegner der Landesverteidigung zwischen fürchterlich gezogenen Säbeln abführte. Das ernste Nachwort, das die Posse immerhin verdient, ivurde am folgenden Tag von„ H e t Volk" gesprochen, das erklärte: Mit Rumor kann man die Propagandisten für die allgemeine Uebungspflicht nicht bekämpfen. Auch mit bloßen antimilitaristischen Argumenten wird man ihrer nicht Herr. Wer die Wirklichkeit sieht, wird, wenn man ihm die Wahl zwischen Wehrlosigkeit und allgemeiner Uebungspflicht läßt, in dieser Zeit dieser letzten seine Stimme geben. Stark steht man allein, wenn man auf das Streben der Herrn selbst eingeht. Bei der Wehrbarkeits- agitation gedeiht am besten die Hetze gegen Deutsch- l a n d. Diese ist es, die die ganze Bewegung beherrschen würde, wenn sie zu einer Macht im Lande würde. Sie würde eine Gefahr für die Neutralitätspolitik der Negierung werden. Einzig indem man das Volk mit dieser Wahrheit durchdringt, macht man es stark gegen das Treiben von Militaristen und Illusionisten, die zu einem großen Teil selbst nicht wissen, welch gefährliches Spiel sie spielen. Die Streikbewegung in Amerika. London, 23. Juli.(W. T. B.) Die„Times" melden aus Washington: Der Streik in den Remington- Werken ist mißlungen. Wenn es aber der Federation of Labour nicht gelingt, die fremden Agitatoren auszuschließen, so werden Wiederholungen stattfinden. Beamte des internationalen Maschinistcnvereins erklären, daß die Zeit ge- kommen sei, den Achtstundenta g�fiir die Maschinisten in Amerika zu verlangen; ein kleiner Streik der Hafen- arbeitcr in New Jork hat begonnen; in Cleveland versuchen fremde Agenten, die Maschinisten in den Munitions- werken zum Ausstand zu veranlassen. London, 23. Juli.(W. T. B.) Das Rcutersche Bureau meldet aus New Jork: Der Streik in den Werken der Standard Oil Company in Bayonne dauert fort. Zwei Streikende wurden getötet, sechs ernstlich verwundet. Reuter behauptet, daß unter den tödlich Verletzten ein Oester- reicher sei, der die Kämpfenden angeführt habe. An ver- schicdcncn Orten wurden Brände gelegt. Kriegsbekanntmachungen. Kriegsausfchus; der deutschen Baumwollindustrie. Berlin, Freitag 23. Juli.(W. T. B.) Ter kürzlich auf Ver- anlassung des K. preuß. Kricgsministeriums, Kriegsrohstoffabtei- lung, gebildete Kriegsausschuß der Deutschen Baum- w o l l- I n d u str i e hat satzungsgemäß die Heeresverwaltung durch Vorschläge über die Verteilung der Aufträge auf die einzelnen Unternehmungen zu unterstützen und stellt zu diesem Zwecke ein Verzeichnis der hierfür in Betracht kommenden Betriebe auf. Diese werden darauf aufmerksam gemacht, daß nunmehr ihre Anmeldung zu diesem Verzeichnis erfolgen kann. Es geschieht diese Anmeldung mittels Vor- drucken, welche von den beteiligten Betrieben durch Postkarten(nicht Brief) beim Kriegsausschutz der Deutschen Baumwoll-Jndustrie, Berlin W. 8, zu erholen sind. Die Postkarte soll keinen anderen Inhalt aufweisen, als die Bemerkung„Betrifft Anmeldung zum Verzeichnis der Betriebe des Baumwollgewerbes" und die Firma (Stcnrpelabdruck) und Unterschrift sowie die genaue Ortsbezeichnung. Für die Anmeldung kommen nur solche industrielle Be- triebe(S e l b st h e r st ei l e r) in Betracht, denen die Aus- führung und Lieferung von baumwollenen Web- und Wirk»(auch Strick-) Waren übertragen werden kann, also Webereien, Wirke- reien, Stickereien. Für die Lieferung fertiger Wäsche und fertiger Kleidungs- und Ausrüstungsgegenstände hat dagegen der Kriegs- ausschuß der Deutschen Baumwollindustrie nicht tätig zu werdem Ein« Ausnahme hiervon bilden jedoch wiederum fertige Unter- zeuge, soweit solche im Wrik- und Strickverfahren von den Unter- nehmungen des Wirkerei- und«trickercigeworbes hergestellt werden. Diese können sich daher zum Verzeichnis der Betriebe des Baum- wollgewerbes anmelden. Letzte Nachrichten. Der italieniische Seekrieg. Rom, 23. Juli.(W.T.B.) Der StabderMarine teilt mit: In der Nacht zum 22. Juli warf einer unserer Lenk- ballons Bomben auf Polaj(San Pclagio) sowie auf die Eisenbahnlinie von Nabresina. Alle Bomben explodierten mit ausgezeichneten Ergebnissen. Ein Luftstreifzug derselben Art wurde in der letzten Nacht von uns über die Eisenbahn- linie von Nabresina, auf welche wir große Mengen von Explo- sivgeschossen warfen, wiederholt. Jedesmal kehrten die Lenk- ballons unversehrt zurück, obgleich sie Gegenstand eines hef- tigen feindlichen Artillerie- und Jnfanteriefeuers waren. Heute morgen bei Tagesanbruch hat der Femd ein Er- knndungsschiff und einige Torpedojäger ausgeschickt, um Or- tona, einige Teile der Eisenbahnlinie sowie die Trcmitiinseln zu beschießen. Nur bei Ortona ist der Tod eines Greises und eines vierzehnjährigen Kindes zu beklagen. Der Material- schaden ist wenig bedeutend. Gekaperte griechische Schiffe. Rom, 23. Juli.(W. T. B.) Wie„Mcssagero" aus Malta meldet, hat ein französischer Kreuzer an der syrischen Küste die griechischen Dampfer„Indiana",„Penelope" und„Konstanftno" gekapert, die mißbräuchlich unter amerikanischer Flagge fuhren.. Diese Konterbande führenden Schiffe wurden als gute Prise er- klärt. Ein weiterer Dampfer unter holländischer Flagge ist im unteren Jonischen Meer und ein anderer unter schlvedischer Flagge bei Malta gekapert worden. Pier andere griechische Schiffe„Sida", „Atronipos",„Adriatiko" und„Jsmin" jind nach beendigter Unter- suchung der Ladung sofort wieder freigegeben worden. Himbeersaft. Margarine Flasche Pfund 1.25 1.15 Limburger Käse 85 .Pfund Neue Kartoffeln 5 Pfund Kirschen süss 25 Pfund Kirschen ohne Stiel Pfund Pf. sauer 23 Ff. Pf. A.Jandorf& C 60PL Spittelmarkt Belle- Alliancestr. Gr. Frankfurterstr. Brunnenstr. Kottbuser Damm Wilmersdorferstr. 118 119 Billige Lebensmittel Verkauf nicht an Wiederverkäufer Johannisbeeren Landleberwurst. Pfund 28 PL Pf. Blaubeeren Pfund 30 P Pf. Kochbirnen 20 PÅ. Pfund Cervelatwurst. Nicht am Spittelmarkt Wurstwaren .Pfund Wirsingkohl 13, 18 PL Kohlrabi Kopf Mandel Zusendung ausgeschlossen Pfund 1.95 Pfund 2,10 Pfund 2.10 Bund Rot- oder Zwiebelwurst.... Pfund 1.00 Knoblauchwurst À nach Pommerscher Art 30 Mettwurst nach Braunschweiger Art Pfund 2.45 Schinkenspeck FRISCHES FLEISCH Schmorfleisch mit Knochen Pfund 1.10 Roastbeef mit Knochen........ Plund 1.00 Querrippe......... Pfund 95 Pf. Rinderbrust Theater für Sonnabend, den 24. Juli. Deutsches Künstler- Theater. Lustspielhaus. 8. Die Schöne vom Strand. 8. Herrschaftl. Diener gesucht Pfund Pfund Pfund 1.05 Kalbsbrust...- Kamm 1.00 Kalbsrücken- Keule im Ganzen Gulasch... Gehacktes Pfd. 90 Pl. 1.00 Ohrenu.Schnauzen epäke gepökelt 65 Pf. 65 Pfund 20 PL Pf. Mohrrüben 5 Pf. Grüne Bohnen Pfund 25 Pf. Grüne Gurken Stück 9,12,15 PL Pf. Arbeiterbaugenossenschaft„ Paradies“ Verband der Brauerei- und Mühlenarbeiter zu Berlin. E. G. m. b. H. Deutsches Opernhaus Charlottbg. Schiller- Th. Charlottenbg. Geschäftsstelle Bohnsdorf bei Grünau i. d. M. Bureauzeit täglich außer Donnerstag von 9-11 Uhr vorm., Donnerstag von 5-8 Uhr nachm. Montagnachmittag von 5-8 Uhr Berlin, Reichenberger Str. 16 bei Manzey. 8 Uhr: Der Bettelstudent. 8 Uhr: Alt- Heidelberg. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 8% U.: Kyritz- Pyritz. Sonnt. 32 Uhr: Maria Stuart. Kleines Theater. 84, U. Ein kostbares Leben. Lessing- Theater. 8. Seine einzige Frau. URANIA Taubenstraße 48/49. 8 Uhr: Prof. Schwahn. Der Isonzo und Oesterreichs Adriaküste. 11 MORTEN Guido Thielscher 99 Venus im Grüner". Operette in 1 Akt. v. Rud. Lothar. Musik von Oskar Straus. Mitwirkende: Else Berna Lotte Werkme/ ster Thalia- Theater ,, Berlin Karl Bachmann Julius Spielmann sowie der glänzende Juli- Spielplan. Voigt- Theater. Badstr. 58. Täglich: Badstr. 58. Berlin wie's wint n. ladyt." Boltsstück mit Gesang in 3 Aufzügen. Erstklassiges Varieté Staffeneröffnung 10/ Uhr. Anf. 4 Uhr. DA Theater am Nollendorfpl. 8%, U.: Immer feste druff! Dienstag, den 27. Juli 1915, abends 8 Uhr im Gewerkschaftshaus, Thalia- Theater. 8 Uhr: Eine verflixte Annonce. Trianon- Theater. Engelujer 15: 13. ordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht: Borlegung der Bilanz nebst Gewinn- und Verlust8. Uhr: Hannemanns Nachfolger. reg. 104/6 und verwandter Berufsgenossen. Zahlstelle Berlin. Geschäftsstelle: C 54, Mulackstr. 10 1. Fernspr. Amt Norden 4518. Die Geschäftsstelle ist geöffnet an Wochentagen von 9-1 und von 6½, bis 8 Uhr. Sonnabend nachmittags geschlossen. Morgen Sonntag, den 25. Juli, nachmittags 2 Uhr: General- Versammlung im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, großer Saal. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kaffenbericht vom 2. Quartal 1915. 2. Verbandsangelegenheiten. Da in dieser Versammlung sehr wichtige Verbandsangelegen 2. Bericht der Revisoren und Genehmigung der Bilanz sowie Beschlußheiten behandelt werden, ist das Erscheinen aller Mitglieder not Sonnt. 3%, U.: Die Waise aus Lowood. faffung über die Verteilung des Gewinnes oder Verlustes. 3. Bericht von der gerichtlichen Revision. Täglich 8 Uhr. Palast Thealer Das lenkbare Luftschiff im Zuschauerraum und die weiteren Juli- Schlager. Rose- Theater. Sonnt. 3, u. 8 Uhr. 8 Uhr: Die Fliegerbraut. Gartenbühne: Lieb Vaterland Walhalla- Theater. 8 Uhr: Von Stufe zu Stufe. Gartenbühne: Vorstell., Apollosänger. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Anf. 8 U. Zum 172. Male: Im Schützengraben Militärisch. Zeitbild von Mensel. Militärpersonen u. deren Angehörigen vollkommen freier Zutritt zu b.Stett. Sängern. Von der Oberbaumbrückesteinstr.49 Jeden Sonntag: Dampfer- Extrafahrten mit Musik! 8%, und 2 Uhr nach Woltersdorfer Schleuse 50 Pf.) Rinder 21 8 9, 12, 2 u. 3 Uhr nach Neu- Heringsdorf 30 25. 20 Bf. Wochentags die billigen Ferienfahrten mit Musik 9 u. 2 Uhr nach Woltersdorfer Schleuse hin u. zur. 55, Stind. 25 Pf. 9 und 2 Uhr nach Neu- Heringsdorf hin u. zurück 40, " 20 Pj. " 25 Pf. 3 Uhr jed. Mittwoch u. Freitag nach Neue Mühle 55, Außerdem: morgen Sonntag, den 25., Dienstag, d. 27. u. Freitag, den 30. Juli, durch die Haveljeen mit Rundfahrt am Freibad Wann-. see über Pfaueninsel nach Potsdam u. Nedlitz, Rest. Römerschanze Mittwoch, den 28. Juli, nach Potsdam u. Ferch am Schwielowsee. Donnerstag, d. 29. Juli, nach Potsdam- Glienicer Brüde u. Werder. Ubf. Berlin, Reichstagsufer a. d. Marschallbrücke, b. Reichstagsgeb.: 9 Uhr, ab Charlottenburg- Tegeler Weg, nahe Bahnh. Jungfernheide: 9 Uhr. Fahrpr. hin u. zur. i. d. Woche: 1 M.; Sonntg.: 1,30 M., Kind. 50 u. 75$ ẞf. Reederei Kieck, Falckeufteinstr. 48, Teleph. Mpl. 8197. 00000000 4. Neuwahlen: a) des Borstandes, b) Ersakwahlen zum Aufsichtsrat. 5. Anträge des Vorstandes: a) Beschlußfassung betr. Aufhebung der Extrabeiträge vom 1. April 1916 ab; b) Beschlußfassung betr. Berzinsung der Sparkasseneinlagen auf 4 Proz. vom 1. April 1916 ab; c) Beschlußfassung über die Höchstgrenze der aufzunehmenden Gesamtanleihen. 6. Antrag des Gen. Glazer betr. Mietsregelung. 7. Verschiedenes. wendig. 42/ 18* Die Ortsverwaltung. Allgemeine Familien- Sterbekasse zu Berlin. Sonntag, den 1. August 1915, vorm. 91, Uhr, im Lokale Genossen! Es ist notwendig, daß die nicht im Felde Stehenden alle des Herrn M. Weyle, Gerichtstr.12/ 13( Eingang z. Saal vom Hausflur): Nur Mitglieder haben Zutritt. erscheinen. Dhne Mitgliedsbuch kein Einlaẞ. G. Dorner. Der Vorstand. P. Schiffke. F. Hoppe. KREDIT FEDER Hauptgeschäft Norden: Brunnenstrasse 1 Zweiggeschäft Osten: Frankfurter Allee 350 Zweiggeschäft Süden: Kottbuser Damm 103 Zweiggeschäft Westen: Charlottenburg Scharrenstrasse 5, Ecke Wilmersdorfer Str. offeriert nach wie vor auch währ. des Krieges zu wirklich billigen Preisen unt, günstigst. Zahlungsbedingungen MÖBEL in einfacher u. eleganter Ausführung und macht Interessenten ganz besonders darauf anfmerksam, dass die z. Zt. gebotene Auswahl und die Reichhaltigkeit der Läger genau die gleiche grosse wie zuvor ist. 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Zu wählen sind: Erst er Vorsitzender( Ergänzungswahl), stellvertretender Borsigender, erster Schriftführer, Rendant, ein Beisiger, drei Revisoren. 6. Verschiedenes. Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung des Duittungsbuches gestattet; auch ist die Anwesenheit der Frauen erwünscht. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 283/ 14* J. A.: Otto Rosengarten, stellvertr. Vorsitzender, N. 65, Genter Str. 37. Täglich Reederei Kahnt& Hertzer 62. Fernspr. Königst. Bis auf weiteres Dampfer- Extrafahrten: I. Ab Waisenbrücke: 9 und 1 ( aub. Sonnab.) 2 Uhr) Krampenburg binu) Sonnig. 1 M., einf. 50 Pf. zurüd) Werktg.om.59ẞf., nm.50 Bẞf Jeden Sonntag 7%, Uhr: Teupitz dylbin u. zurüd 2 M ( m. Idyll) Jed. Montag, Donners- Krampen- Neue Mühle) b. 12 hr Jeden Mittwoch 8 tag und Freitag burghin u. zurüd 59 Bf. Jeben Dienstag Krampenburg- Ziegenhals timb. 25 Bf. und 50 Neu! Seden Dienstag und Stienitzsee über Wolters: 1 hin u. bort. Schleuse) zurüld 1, M. Donnerstag 81/2 Uhr 25 Café Alsen( Schles. Brüde) Abfahrt je 1 Stunde später. II. Ab Reichstagsufer direkt am Bahnhof Friedrichstraße. Beben Sonntag, 8% Werder. Phöben bin u. Sonntags 1,50 Mont. u.Dienst. Uhr Werktags: Werder 1,00, Phöben 1,25. Ab Charlottenburg Schloßbrüde 9 Uhr. zurüd Neu! Beben Mittwoch Lehnitzsee bin und zurüd 1,25 m. 82 Uhr vorm. III. 25 Neukölln: u. 2 Uhr ab Kaiser- Friedrich u. 2 Uhr nach Jed. Sonntag 8,111, ab 23ilbenbruchbrüde nas Krampenburg Hin und zurüd 1 W., einfach 50 Bf. Kinder 50 resp. 25 Pf. Die Rückf. dies. Tour endet abd. i. Café Alsen resp. Waisenbr. Abfahrt 9 Uhr Jeden Montag Woltersd. Schleuse| Kaiser- Friedrich- Br., u. Donnerstag Jeden Dienstag Krampen Neue Mühle und Freitag burgJeden Mittwoch Krampen Ziegenhals burgAbfahrt 9 Uhr Wildenbruch- Brücke, hin u. zurüd 59 Pf. ind Kinder 25 Pf. Ab Café Alsen( Schles. Brücke) Abfahrt je 12 Stunde später. Achtung! Ab Berlin- Reichstagsufer durch den am 5. August nach Werbellinsee. Ja. Hohenzollernkanal 29. Juli u.12. Aug. bis Schleuje Niederfinow. Nur Hinfahrt 3,10 M. Abfahrt 7 Uhr. Wir bitten Fahrscheine möglichst vorher im Kontor, Stralauer Brüde 4, zu entnehmen, da zu jeder Fahrt nur eine bestimmte Anzahl zur Ausgabe kommt. Verantwortlicher Redekteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Zh. Glode, Berlin, Drudu. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt BaulSinger& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl Mr. 202. 32. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 24. Juli 1915. Die neuen Höchstpreise. für die Verteilung der inländischen Futtermittel zu sorgen. fanische Waren mit dem Erlös ihrer amerikanischen Effekten beIhr steht ein Beirat zur Seite, dessen verschiedene vier Ab- zahlen würden. Ferner war man der Ansicht, daß die Aufnahme teilungen zuständig sind für Hafer, Gerste, Kraftfuttermittel gewaltiger Kriegsanleihen ein Zurückströmen europäischer KapiBerlin, 23. Juli.( W. T. B.) Der Bundesrat hat in seiner und zuderhaltige Futtermittel. Seine Zustimmung ist zu tals aus Amerika zur Folge haben würde. Es ist aber anders geSigung vom 23. Juli 1915 die Höchstpreise für Brotbestimmten grundsäglichen Entscheidungen notwendig. tommen als man dachte. Obwohl der Verkauf amerikanischer getreide, Gerste und Hafer für das kommende Wirtschafts- Die neue Reichsstelle hat die Verwaltungsangelegen- Effekten in New York bei dem niedrigen Wechselfurs des europäi jahr festgesezt. Wenn auch die erhöhten Produktionskosten und die heiten nach Maßgabe der verschiedenen Verord- schen Geldes für europäische Kapitalisten sehr vorteilhaft war. vermehrten Schwierigkeiten des landwirtschaftlichen Betriebes in nungen über den Verkehr mit den oben genannten blieben die gewaltigen Verkäufe aus. Es zeigte sich eben, das diesem Jahre und besonders auch das voraussichtlich geringere Futtermitteln vom 28. Juni d. J. sowie die statistischen Fest die Anweisungen auf Mehrwert in einem sich im Frieden befindErnteergebnis eine Erhöhung der Preise wohl gerechtfertigt hätten, stellungen zu bearbeiten. Sie entscheidet auch über alle An- lichen Lande um vieles sicherer find, als die Wertpapiere der so hat der Bundesrat doch mit Rücksicht auf die möglichst wohlfeile träge und Eingaben, die sich auf die Durchführung der ge Länder, die unter der Unsicherheit des Krieges leiden und in denen Ernährung der deutschen Bevölkerung an den bestehenden nannten Verordnungen beziehen. Neben der Reichsfutter mit der Sicherheit der hohen Steuern zu rechnen ist. Breifen für Brotgetreide festgehalten und nur die mittelstelle bleiben die vorhandenen Landesfuttermittelstellen Zahl der gegenwärtigen 32 Höchstpreisbezirke auf vier größere bestehen, und es fönnen auch neue derartige Stellen in zu Breisgebiete verringert unter gleichzeitiger Einschränkung der funft errichtet werden. Breisspannung. Danach bleibt der Grundpreis für den Bezirk Berlin wie bisher auf 220 Mark für die Tonne Roggen. Bom 1. Januar 1916 ab treten wie bisher Zuschläge von 1,50 Mark halbmonatlich hinzu. Der Preis für Weizen ist, wie in diesem Jahre, auf 40 Mark über den Roggenpreis festgesezt. Für Hafer und Gerste sind, um wenigstens eine Annäherung an die stark gestiegenen Preise für die übrigen Futtermittel zu erreichen, Ein: heitspreise für das ganze Reich auf 300 Mart festgesetzt worden. Dabei ist Gerste für gerfteverarbeitende Betriebe und ebenso alles Saatgetreide, wie in diesem Jahre, an die Höchstpreise nicht gebunden. Das Kapital und der Friede. New York, 1. Juli 1915.( Gig. Ber.) Der Bürger Kapital weiß die Segnungen des Friedens zu schäßen. Ihn kann nichts aus Amerika locken. Es ist eine alte Pragis, die er hier verfolgt. Schon vor mehr als hundert Jahren. pflegten reiche Europäer in unruhigen Zeiten ihr Kapital nach den Bereinigten Staaten zu schaffen. Die Tochter des Finanzmannes Neder Mme. de Staël soll die erste gewesen sein, die zur Zeit Napoleons ein großes Vermögen in amerikanischen Werten anlegte. Ein Brief Bernard Shaws. " Staaten, die sich in Amerika aufhielten, zu Tausenden nach dem Als der Krieg ausbrach, eilten die Bürger europäischer Heimatlande, um es gegen den Feind zu verteidigen. Weitere Tausende konnten nicht abfahren, da der Feind den Weg versperrte. Nur ein Bürger blieb ängstlich in den Vereinigten Staaten; das New York, 1. Juli 1915.( Gig. Ber.) war der Bürger Kapital, der, obwohl ihm die Heimat den aus Wie schon gemeldet, wurde der irische Sozialist Sheehy Stef= Strafbestimmungen gegen Wucher. reichendsten Schutz im Auslande verleiht, sich nicht bemüßigt fühlte, fington Anfang Juni wegen seiner Reden gegen die Rekrutierung Berlin, 28. Ju.( W. T. B.) Der Bundesrat hat heimzukehren; sondern den Frieden in der einzigen neutralen und die allgemeine Wehrpflicht zu sechs Monaten Zwangsarbeit in seiner heutigen Sigung den Erlaß einer Verordnung be- Großmacht über alles liebte. Auch heute noch zeigt das in den verurteilt. Am fiebenten Tage seiner Haft mußte er jedoch aus schlossen, welche sich gegen übertriebene Preis. Vereinigten Staaten angelegte europäische Kapital nicht die ge- dem Gefängnis entlassen werden. Er erzwang sich seine Entsteigerungen bei dem Handel mit Gegenständen des täg. ringste Miene, nach Hause zurückzukehren, obwohl diese Rückkehr laffung durch den Hungerstreif. Er wurde auf Grund des aus der lichen Bedarfs, insbesondere Nahrungs- und Genußmitteln für sein Vaterland gerade heute von größter Bedeutung wäre. Suffragettenzeit befannten„ Kaz- und Mausgesetzes" auf freien aller Art, rohen Naturerzeugnissen, Heiz- und Leuchtstoffen ist selbst schwer, den Bürger Kapital zu bewegen, in der Fremde Fuß gesetzt, kann nach demselben Gefeße aber wieder zu jeder Zeit richtet. In der Verordnung ist einmal die Möglichkeit der Bürgschaft für das Vaterland zu stehen. Ein Beispiel: Frankreich verhaftet werden. Bernard Shaw, der sich für den Fall interEnteignung vorgesehen, für die Fälle, wo jemand der hat in den Vereinigten Staaten viel Kriegsmaterial zu zahlen, effierte, hat der Frau Steffington, der Führerin der irischen artige Gegenstände zurückhält. Sodann ist in ihr eine das es burch die Ausfuhr von Waren nicht begleichen kann und Frauenbewegung, folgenden Brief geschrieben: Strafvorschrift enthalten gegen diejenigen Erzeuger durch die Ausfuhr von Gold und Effekten nicht begleichen will. und Händler, welche für obengenannte Gegenstände sowie für beabsichtigt daher, in New York einen größeren Kredit aufzu folche des Kriegsbedarfs Preise fordern, die einen über ten, die sich in den Händen französischer Kapitalisten befinden, in übernehmen, der dadurch gedeckt werden soll, daß amerikanische Effetmäßigen, durch die gesamten Verhältnisse, insbesondere die Amerika deponiert werden. Es soll hiesigen Meldungen zufolge Martilage nicht gerechtfertigten Gewinn enthalten. Auch aber äußerst schwierig sein, in Frankreich die nötige Menge Wert wird meiter bestraft, wer Vorräte solcher Art in gewinnsüch- papiere zu diesem Zwede aufzutreiben, obwohl sich eine gewaltige tiger Absicht zurüdhält, vernichtet oder andere unlautere Summe amerikanischer Wertpapiere in Händen französischer Machenschaften vornimmt.- Mit dem Erlaß dieser VerordKapitalisten befindet. nung wird den vielfachen Wünschen aus allen Kreisen der Bevölkerung Rechnung getragen, welche durchgreifende Maßnahmen gegen die gewinnsüchtigen Preistreibereien, insbe. sondere auf dem Lebensmittelmarkte zum Gegenstand hatten. Die Verordnung ist deshalb vom sozialen Standpunkt besonders zu begrüßen. Werte Frau Sheehy Steffington! Ich habe mich natürlich für den Fall Ihres Gemahla interbesteht, mit der Lord Northcliffe sich nicht nur bemühte, die freieinen Brief von dem effiert und sorgfältig nicht nur die Zeitungsberichte über die bor den Magistraten geführten Verhandlungen gelesen, sondern aud die Abschrift der Rede, die Sie mir geschickt haben. Ich habe auch Kenntnis genommen von den Hinweisen, die im Parlament und anderswo in England gemacht worden sind in bezug auf den Wichtigkeit, namentlich für die, die mit Amerika noch in direktem fington seitens der Regierung und der vollständigen Straffreiheit Das Thema ist für die Völker Europas von nicht geringer Gegensah, der zwischen der Behandlung des Herrn Sheehy Stef= Sandelsverkehr stehen. Denn das in der Union angelegte europäische Kapital, das jetzt die Finanzkraft des Heimatlandes stärken willige Anwerbung zu hintertreiben, indem er sich weigerte, die tönnte, beträgt Milliarden. Jahrzehntelang haben amerikanische Aufrufe des Kriegsministeriums in feine Blätter aufzunehmen, Gründer Aktien der amerikanischen Eisenbahnen in Europa und ſondern tatsächlich und zwar mit demselben 3wed, nämlich die namentlich in England abgestoßen, nachdem sie den Gründer- Einführung der allgemeinen Wehrpflicht gewinn in die Tasche geſtedt. Die amerikanische Regierung be- ischof von Pretoria veröffentlichte, der nicht allein im englischen, günftigte diese Manipulation, indem sie zum Beispiel feinerlei ſondern auch im deutschen Publikum den Eindruck hervorrief, daß bgaben von den ins Ausland fließenden Dividenden erhob. In das britische Heer in Flandern infolge der Ermüdung und der Bondon wurde mit diesen amerikanischen Effetten so umfangreich Ueberzahl der Feinde diesem unterlegen sei und ihm bald zum gehandelt, daß die Londoner Effektenbörse lange Zeit für die Kurse Opfer fallen müffe, wenn man nicht sofort zur allgemeinen Wehtder New Yorker maßgebend war. lleber die Gesamtsumme dieser Pflicht greife. Effetten hat man bisher allerdings übertriebene Vorstellungen Nun, es ist far, daß Lord Northcliffe, menn Herr Sheehn gehabt. Es hieß allgemein, daß Amerikas Kapitalschuld dem Aus- Steffington für seine Rede am Beresford Place, die nicht tausend lande gegenüber zwischen 5 und 6 Milliarden Dollar betrüge. Reute erreicht hätte, falls feine gerichtliche Verfolgung stattgefunden Diese von dem englischen Finanzmann Sir George Baish bor hätte, sechs Monate verdient, etwa sechzig Jahre verdienen muß. etlichen Jahren erratene 3iffer hat sich aber als gewaltig über. Ich fann ihn nur unter den Umständen dazu beglückwünschen, Herr Boree vor kurzem eine genauere Aufstellung der Kapitalſchuld trieben herausgestellt. Im Auftrage der Bundesreservebant hat daß er sich noch auf freiem Fuße befindet. der Vereinigten Staaten borgenommen. Es ist jedoch nichts zu machen. Das Reichsverteidigungsgese Das Komitee, dem er schafft alle Freiheit in Großbritannien und Jrland ab, außer der, vorstand, berechnete den ausländischen( fast durchweg europäischen) die die Behörden uns zu belaffen belieben. Selbst wenn die durch Besitz von amerikanischen Eisenbahneffekten( Obligationen, Aftien das Gesek erteilten Machtbefugnisse nicht hinreichten, könnte die und Noten) zu 2 576 401 324 Dollar. Dazu kämen möglicherweise Regierung ohne die geringste Gefahr willkürlich handeln, da es noch 150 Millionen Dollar, die sich auf Rechnung ausländischer außer der Revolution für derartige Willfür feine Abhilfe gibt. Runden in den Händen New Yorker Matler befinden. Andere als Sie werden sich vielleicht erinnern, daß das Gesez, ehe es Eisenbahneffekten, die sich im Besite von Ausländern befinden, be- verändert wurde, der Regierung nicht die Macht gab, deutsche Summe, so daß die Kapitalschuld des Landes etwa 3½ Milliarden änderte das Gesetz nachher. Wenn sie daher aus irgendeinem trügen wahrscheinlich weniger als ein Viertel der obengenannten Spione zu töten. Nichtsdestoweniger erschoß sie einen und ver= beträgt. Immerhin ein nettes Sümmchen. Die neue, zuverlässi- Grunde beschließen sollte, Ihren Gatten an den Galgen zu bringere 3iffer ist für die Lösung der viel biskutierten Frage wichtig, gen, würde Ihnen feine praktische Remedur zu Gebote stehen. ob die Vereinigten Staaten in absehbarer Zeit aus einem Proteste sind ganz nublos. Die Opposition im Unterhause will nicht opponieren. Die Presse will die öffentlichen Freiheiten nicht Zu Anfang des Krieges befürchteten die Amerikaner, daß die verteidigen. Soweit seine Zivilisten in Betracht kommen, ist EngReichs Futtermittelstelle. in Suropa untergebrachten Effekten in Massen nach Amerita land von Deutschland gründlich eingeschüchtert worden; Berlin, 23. Juli.( W. T. B.) Der Bundesrat hat in aurüdströmen würden. Da die Union das einzige großtapita. Strafen von sechs Monaten 8wangsarbeit werden hier für die feiner heutigen Sigung die Errichtung einer Reichs- listische Land war, das sich nicht am Kriege beteiligte und große Be- geringfügigsten Versehen und die unschuldigsten Unterlassungen bei Futtermittel stelle beschlossen, deren Aufgabe es ist, stellungen ausführen fonnte, glaubte man, daß die Europäer ameri- der Befolgung der Registrierverordnungen ausgeteilt. Aus der kurzen Anfündigung über die neuen Höchstpreise läßt sich noch nicht ersehen, ob nicht doch eine Preis. erhöhung des Brotes für weite Bevölkerungsfreise eintreten erhöhung des Brotes für weite Bevölkerungsfreise eintreten wird. Für Berlin bleibt wohl der Grundpreis für Roggen und Weizen bestehen. Aber die Zusammenlegung der bis herigen 32 Höchstpreisbezirke zu nur 4 wird wahrscheinlich eine Erhöhung des Grundpreises für mehrere andere dieser früheren fleineren Bezirke zur Folge haben. Sehr bedauerlich ist auch die Erhöhung der Preise für Safer und Gerste. Das wird notwendig eine weitere Berteue rung der Vieh- und Fleischpreise nach sich ziehen. Leider hat sich der Bundesrat trok aller Mahnungen, die selbst von einzelnen Bundesstaaten erhoben worden sind, noch immer nicht dazu entschließen können, Höchstpreise für Vieh und Fleisch einzuführen. Mit der Verordnung über die Bekämpfung des Buchers wird man wohl einverstanden sein fönnen. Ob sie so gefaßt ist, daß sie sich wirksam erweisen fann und ob sie von den untergeordneten Stellen auch mit Entschlossenheit durchgeführt werden wird, kann erst die Zukunft lehren. Eine ausführlichere Würdigung der neuen Verordnungen behalten wir uns für morgen vor, sobald der Wortlaut vorliegen mird, Vom nordöstlichen Kriegsschauplah. Der Vorstoß nach Kurland. 1. Einige Episoden. Schuldnerland ein Gläubigerland werden können. Und nicht nur den Vater, sondern auch den Sohn in Uniform in eine| geknöpft hatte, die Hand auf die Schulter und zeigt ihm einen Scheune eingesperrt und wollen es sich im Gutshaus bequem andern Gefangenen, der ebenfalls seiner Maschinengewehrabteilung machen, da reiten deutsche Kavalleristen heran. Die Russen springen angehörte. Er hatte sich aus dem Staube gemacht, als man den auf die Pferde und jagen in wilder Flucht davon. So ist der Ür Husaren bemerkte. Nun war er ebenfalls trotzdem in Gefangenlauber mit dem Georgskreuz auf der Brust in Ge- schaft geraten. fangenschaft geraten. Seine militärische Laufbahn, meint er be= trübt, sei nun zu Ende. Das befümmert ihn mehr, als die allgemeine Drangsal der Deutsch- Russen in Kurland. Trotz deut scher Abstammung ist seine Soffnung Rußland, mo man als Herr und unverdächtiger Russenfreund das freieste Leben führen fann! % 10 Uhr fommt die Nachricht: D... ist genommen!" Die Savalleristen, die seit fast 36 Stunden nicht aus dem Sattel gefommen waren, hatten es eiliger gehabt, als es ihr Auftrag gebot. 10 Uhr sollten sie das Dorf besetzt haben. Von Süden her, oftmals in Wolfen verschwindend, so hoch, daß man fein Geräusch der arbeitenden Maschine hört, fommt ein Flieger, jedenfalls ein Russe, er verschwindet schnell in nordlicher Richtung. Hinter der enta, 16. Juli 1915. Das Gut, auf dem wir in der Nacht zum 15. in Quartier famen, gehörte einem Kurländer deutscher Abkunft. Seine Söhne bienen als Offiziere im russischen Heer; trotzdem ist der Vater ver- In dem Bauernhaus auf der anderen Seite der Straße steht haftet worden. Die Verhaftung der Deutschen scheint oben an der Dachlufe ein Beobachtungsposten. Plötzlich ruft er ganz methodisch zu erfolgen... Ich size an der Straße, uns zu: Gin Husar tommt, ein Maschinengewehr Die russische Artillerie hat das Feuer eingestellt; Ordonnanzen die über 2em fern auf die Hauptchaussee nach Mitau führt. hinter sich herziehend, angeritten!" Nicht lange melden, daß sich der Gegner zurückziehe. Kurz nach Mittag sind. Einige Kilometer vor uns in östlicher Richtung wird noch gekämpft. dauert es, eine Staubwolfe wirbelt in einiger Entfernung auf. fie bereits über Groß- Blieden hinaus. In zwei Tagen Die russische Artillerie macht noch einige Anstrengungen, um den Bald taucht daraus der Reitersmann hervor; nach einigen Minuten, ist die deutsche Front um über 30 kilometer öst Vormarsch der Deutschen zu hemmen. Aber schon hat die deutsche, da sieht man deutlich, daß er ein Maschinengewehr nachschleift. lich vorgeschoben worden. Man drückt sich noch weiter vor einem Walde aufgefahrene Artillerie den Auftrag, nicht in den Einige Kameraden laufen ihm entgegen, bestürmen ihn mit Fragen. vor, bedrängt die Flüchtenden, die nach Tuftum zu entkommen Stampf einzugreifen, sondern sich bereit zu halten, um weiter öst- Er erzählt und lacht dabei. Vor dem Bauernhaus, in dem der wollen. Sie lassen eine Batterie im Sumpf steden; eine andere lich auf der Hauptstraße vorzustoßen. Die See- Engen sind schneller, Stab des Armeekommandeurs für Stunden sein Quartier aufge- versucht, die schwachen ihr auf den Fersen sizenden deutschen Kräfte als man dachte, genommen worden. Nur bei Alt- Auz behaupten schlagen hat, hält der Husar. Erzellenz von Sch. aufzuhalten, aber nicht lange dauert es, da sind drei Geschütze in sie ihre dort bezogenen festen Stellungen. Hier, im Besiz der Eisendeutscher Hand, darunter ein deutsches, das die Russen bei Szawle bahn nach Mitau, verteidigen sie einen wichtigen Stühpunkt. erobert hatten. Mit den Geschüßen bringen die Kavalleristen einen Werden wir sie fassen? Das Gelände, Wälder und Sümpfe, bieten Haufen Gefangener. Sie erzählen, daß mehrere ihrer Offiziere enorme Schwierigkeiten für die Verfolgung, und in der Kunst des und die Hungerabwehrkanonen schon am Morgen nach Tuffum ab= Entschlüpfens sind die Russen zweifellos Meister. gezogen seien. M der mit feinen Generalstabsoffizieren fast die ganze Nacht hindurch gearbeitet hat, aber immer auf den Beinen ist, kommt heraus. Den Sandstreich des Husaren hatte man aus der Artilleriestellung beobachtet und bereits telephonisch gemeldet. Nun berichtet der Husar selbst: Er war in das bis kurz vorher von den Russen Auf der Straße kommen gefangene Kavalleristen anmarschiert. verteidigte Dorf hineingetrabt, sobald das Feuer schwieg. Er steht, Unter ihnen befindet sich ein Einjähriger. Er ist ohne Waffen. wie drei Russen, ein Maschinengewehr hinter sich herziehend, davonNiedergeschlagenheit über sein Mißgeschick spricht aus seinen Ge- rennen. Sein Ruf: Stoi, stoi!" wird nicht beachtet. Der Hujar fichtszügen. Nicht im Schlachtengetümmel, sondern als Urlauber ist gibt zwei Schüsse ab; fie tosten zwei Russen das Leben; der dritte er in Gefangenschaft geraten. Seine Beförderung zum Offizier wirft sich zu Boden. Ihn liefert der Husar bei dem nächsten Posten stand dicht bevor, sobald er aus einem kurzen Urlaub in seine ab, das Maschinengewehr bringt er mit zum Stabsquartier. Als Heimat an die Front zurückgekehrt wäre. Sein Vater besitzt hier nach einer halben Stunde eine Anzahl Gefangner ankommt, lacht in der Gegend ein großes Gut. Dort hielt er sich auf. Gestern er einer unter ihnen hell auf; er erkennt den Husaren wieder, der schienen ganz unvermutet einige Dragoner seines Regiments mit ihm das Maschinengewehr abgenommen hat, und weiter lachend dem Auftrag, den Vater zu verhaften. Gin Geschid, bas so viele erzählt er den Vorgang auch noch einmal. Ganz vertraulich legt er Deutsche in Kurland betroffen hat. Die Dragoner haben gerade dem Husaren, dem Erzellenz v. Sch.... das Eiserne Kreuz einUnter den erbeuteten Gepäď wagen befindet sich der eines russischen Majors. Zu seiner Ausrüstung gehörten auch Damentoilettengegen stände. Der ebenfalls gefangene WagenTenfer verrät, daß die zugehörige Dame den Major begleitet habe in Uniform. Sie hatten sich beide früh genug zurückgezogen. Der russische rechte Flügel ist eingedrückt. Eine Brigade Dragoner, die südlich abschwenfte, stößt in einem die versprengten Russen umschließenden Kreis stürmisch vor; sie will durchbrechen. Deutsche Kräfte werden herumgeworfen, um unsere Zinie zu stärken. G3 steht bös um die Russen! Duwell, Ariegsberichterstatter. Unter diesen Umständen, glaube ich, hat �hr Gatte einen sehr schweren Fehler begangen, als er seinen Kopf in des Löwen Rachen steckte. Man kann mit einer tprannischen Regierung um- gehen, aber nicht mit einer vom Schrecken erfaßten Regierung und einem eingeschüchterten Volke. Was mich persönlich anlangt, so würde ich die Sache durch meine Dn�wischeutunft nur noch schlimmer machen, selbst wenn jck> ein wirksames Mittel zum Eingreifen an der Hand hätte. Wie es sich nun einmal trifft, habe ich vor den Deutschen keine Angst und habe sehr wenig Geduld mit Engländern, die vor ihnen Angst haben. Wenn sie bei dem jetzigen Kräfteverhältnis nicht gewinnen können, ohne Herrn SHeeHy Skeffington ins Gefängnis zu wer- fen, weil er das britische Heer um etwa ein halbes Dutzend Mann verringert hat, dann verdienen sie, geschlagen zu tverden. Unglücklicherweise versetzt dieses mein Vertrauen die britischen Alarmschläger in eine Ekstase von Furcht. Sie nennen mich ge- wöhnlich einen Deutschenfreund; und wenn sie wüßten, daß ich mit ihrem Gatten sympathisierte, würden sie erklären, daß England nur gerettet werden könne, wenn man ihn lebenslänglich ein- sperrte. Ich kann gegen die Dummheit ankämpfen, aber niemand kann gegen die Feigheit ankämpfen." Es ist fraglich, ob man dem Genossen Skeffington nur wegen seiner öffentlichen Reden gegen die Anwerbung und die allgemeine Wehrpflicht den Prozeß gemacht hat. Skeffington hat nämlich seit dem Anfang des Krieges regelmäßig öffentliche Reden gegen die Rekrutierung gehalten, ohne daß man es ihm verübelt hätte. Daß er letzthin besonders gegen die angedrohte Einführung der allge- meinen Wehrpflicht gesprochen hat, wird ihm kaum als Verbrechen angekreidet werden können. Denn noch ist diese nicht Gesetz. Viel- leicht hat er durch seine Korrespondenzen an den New Dorker „Call", in denen er mit der militärischen Willkürherrschaft in Irland scharf ins Gericht ging, die Aufmerksamkeit der Regierung auf sich gezogen. Es ist zum mindesten bemerkenswert, daß zu derselben .rfeit, da dem irischen Korrespondenten des„Call" der Prozeß ge- macht wird, in England eine Hetze gegen den englischen Korrespon- deuten des Blattes der New Aorker Sozialisten inszeniert wird. Tiefer Korrespondent ist der in der Internationale bekannte Genosse Walton Newbold, der das Studium der Rüstungsindustrie zu seiner Spezialität gemacht hat. Namentlich daß er die Amerikaner auf- gefordert hat, die Waffenausfuhr einzustellen, und daß er darauf bingcwiescn hat, daß die Geschosse, mit denen englische Zivilisten, Soldaten und Matrosen getötet worden sind, in Fabriken hergc- stellt wurden, an denen sehr angesehene Leute in England inter- cssiert sind, hat man ihm krumm genommen. Bemerkenswert ist dabei noch, daß in der Hetze gegen Newbold auch die Leute vom ..Clarion" und Fräulein Pankhurst im Blatte der militanten Suffragetten teilnehmen. In ihrem Blatte,„The Suffragette", zeterte Fräulein Christabcl Pankhurst am 18. Juni:„Dieser New- bold und seine Genossen sind Verräter." Man könnte ihr, die sich aus den Reihen der Sozialisten zu einer sehr lukrativen Stellung in einer schwer reichen Bewegung emporgeschwungen hat, in den Worten Chambcrlains erwidern, daß sie ein guter Beurteiler von Verrätern sei. politische Ueberflcht. Tie bevorstehende Tagung des Reichstags. Der Reichstag ist bekanntlich bis zum 10. August vertagt. Au diesem Tage wird aber, nach einer Berliner Meldung der „Äöluischcu Zeitung", noch nicht das Plenum, sondern vorerst die B u d g e t k o m m i s s i o n zusammentreten. Die Meldung besagt dann Iveiter: „Für die Budgetkommission wird wiederum die Beratung der wirtschaftlichen Maßnahmen, die seit den letzten Tagungen des Reichstages getroffen oder in Aussicht genommen sind, den Gegenstand der Beratungen bilden. Unerledigt in der Kommission steckt die Borlage wegen des Stickstoffmonopols. Ob angesichts der großen Schwierigkeiten der Materie eine Erledigung in diesem Sommer möglich ist, er- scheint zum mindesten zweifelhaft, namentlich auch mit Rück- sicht aus das gewaltige Rtaterial, das mittlerweile aus den .streifen der beteiligten Industrien vorgelegt worden ist. Die Kriegskreditvorlage wird zweifellos eine glatte Erledigung stnden. Die Besteuerung der Kriegsgewinne befindet sich in den Vorbereitungsstadien und wird erst in der Herbsttagung des Reichstags eingebracht werden. Beim Auseinandergehen des Reichstags hat sich die Kommission über die Reform des Reichsvereinsgesetzes konstituiert und den Abgeordneten Junck zum Vorsitzenden gewählt. Die Kommission wird sich zunächst schlüssig zu machen haben, in welcher Weise sie an den Bc- ratungsstoff herantritt; auch hier ist angesichts der großen Schivierigkeit der gesetzgeberischen Reuordnung und der großen Zahl der Abänderungsauträge, die zu beraten sind, mit einer Erledigung in diesem Sommer nicht zu rechnen. Die Tagung des Reichstags wird hiernach eine kurze sein." Regierung»verde hart! Tie„Kölnische Volkszeitung" sRr. 501), das führende Zentrumsblatt, erläßt folgende Warnung an die Regierung: Eine Erhöhung der Höchstpreise für Getreide sollte unter allen Umständen vermieden werden. Offiziöse Stellen haben denn auch in diesen Tagen beschwichtigend erklärt, daß e§ bei den bis- herigen Höchstpreisen sein Bewenden haben werde. Neuer- dings sind aber anscheinend wieder Kräfte am Werke, welche die Regierung in ihrer Absicht, die Höchstpreise nicht zu erhöhen, wankend machen möchten. Im Interesse des ganzen Volkes muß erwartet werden, daß unsere verantwortlichen Regierungsstellen derartigen Strömungen Wider- stand entgegensetzen. Es würde u. a. verhängnisvolle Folgen haben, wenn man jetzt auch noch dazu übergehen wollte, das tägliche Brot zu verteuern. Ohne zwingenden Grund darf das unter keinen Umständen geschehen. Daß die Stimmung in christlichen Arbeiterkreisen stark gereizt ist. kam auch»vieder in einer Vollversammlung des Kölner Konsumentcuausschusses zum Ausdruck, wo die Vertreter der Arbeiter aller Richtungen schivere Besorgnisse äußerten. Die christliche Arbeiterpresse gibt dieser Stimmung auch unverhohlen Ausdruck. Wer verteuert die Lebensmittel? Die landwirtschaftliche Presse wehrt sich mit Händen und Füßen gegen die Behauptung, daß den Landwirten die Schuld an der herrschenden gewaltigen Teuerung beizumessen sei. Wenn maus so liest, mächt- leidlich scheinen, wenn nur andererseits nicht Tatsachen vorhanden wären, aus denen sich die Berechtigung der erhobenen Borwürfe er- gibt. Man denke nur an das Verhalten vieler Landwirte in der Kartoffelversorgung und an den famosen Schweinehandel der Landwirtschaftskammer in Hannover. Die Preistreiberei für Milch fällt in das gleiche Kapitel. Die„Deutsche Tageszeitung" bringt nun zur Abwehr einen Artikel des Geheimrats Semmler-Breslau, der mit seiner Beweis- fähruug offene Türen einrennt, denn eS ist noch von keiner Seite bestritten worden, daß die Preise für Dünge- und Futtermiitet in die Höhe gegangen sind. Diese Preissteigerung steht aber in gar keinem Verhältnis zu der Steigerung, die die Preise für landwirt- schaftliche Erzeugnisse erfahren haben. Daß es der Landwirtschaft nicht schlecht geht, das ergibt sich auch aus den Rechnungsabschlüssen landwirtschaftlicher Spar- und Darlehensvereine. Geheimrat Temmler schiebt demgegenüber die ganze Schuld auf den Handel, indem er schreibt: „Die Landwirtschaft will keine höheren Preise haben, als sie durch die Kosten und durch einen mäßigen Verdienst bedingt werden. Sie kann nicht billiger liefern als zu Preisen, wie sie die Aufrechterhaltung der Wirtschaftskraft erfordert; das ist der Grundsatz, der gerecht ist und gegen den niemand verstoßen darf. Es ist dann Sacke der Verbraucher, die ihnen von der Land- Wirtschaft zur Verfügung gestellten Nahrungsmittel sinn- und fach- gemäß zu behandeln und zu verwalten; Sache der Verbraucher ist es, scharf aufzupassen, daß die Nahrungsmittel, sobald sie den Hof des Landwirts verlassen haben, nicht unnütz verteuert werden; Auge und Ohr muß der Verbraucher offen hallen, wenn er nicht die Er- fahrung machen will, daß die Verteuerung der Lebensmittel erst ein- tritt, nachdem der Landivirt sie eingeliefert hat. Ganz ungeheuer sind im letzten Kriegsjahr die Aufschläge gewesen, die die Ver- braucher dem Zwischenhandel bei niaiickeu Artikeln haben bezahlen müssen. Der Landwirt hat durchaus kein Interesse daran, daß der Zwischenhandel ausgeschaltet wird, aber er hat ein großes Interesse daran, daß die Höhe der Lebensmittelpreise nicht ihm selber in die Schuhe geschoben wird. Zunächst möge man unter allen Umständen dahin wirken, daß Höchstpreise für Mehl fest- gesetzt werden. Die Getreidepreise müssen nach meiner lieber- zeugung unbedingt dem letzten Jahr gegenüber erhöht werden, aber diese Erhöhung spielt keine Rolle für den Brotpreis. Die Verbraucher werden billigeres Brot haben, wenn nur die un- nötigen Verdienste im Mehlhandel beschnitten werden." Kein Mensch hat bestritten— die Interessenten natürlich aus- genommen—, daß Spekulation und Handel auch ihr redlich Teil zur Verteuerung mit beigetragen haben. Deshalb muß immer wieder verlangt werden, daß die Beschlagnahme der Lebensmittel beim Produzenten erfolgen muß unter gleichzeitiger Festsetzung von Höchstpreisen für den Handel. Auf keinen Fall aber ist eine Erhöhung der Getreidepreise gerechtfertigt. Die Landwirtschaftskammer für die Provinz West- f a l e n gibt z. B. die Versicherung ab: „Die Landwirtschaft wird wie bisher, so auch in Zukunft vor keinem Opfer zurückschrecken, wo es sich um das Wohl des Vater« laudes handelt, und ist nach wie vor bereit, durch ihre Standes- Vertretungen auch in einem Ausgleiche der Sonderinteressen der einzelnen Bevölkerungsklassen mitzuwirken, so weit dies ohne Ge- fährdung ihres Bestandes möglich ist." Gleichzeitig aber droht dieselbe Landwirtschaftskammer: „Vor einer Fortsetzung von Höchstpreisen für Vieh und tierische Erzeugnisse muß dringend gewarnt werden, da eine solche Maßnahme zu einer die Volkseruährung bedrohenden Einschränkung der Viehhaltung führt und daher eine ernste Gefahr für die Sicherung einer nach- haltigen Versorgung der Bevölkerung mit diesen Erzeugnissen in sich schließt." Wenn Worte noch einen Sinn haben sollten, dann können diese Sätze nur bedeuten, daß mit einer Einschränkung der Viehhaltung gedroht wird, falls das Reich Höchstpreise festsetzen sollte. Wo da die stets betonte Opferwilligkeit liegen soll, ist wirklich unerfindlich. Katholische Caritas. In Köln wurde im Beisein des Kardinal-Erz- bischofs von Hartmann ein katholischer Caritasver- band für die Stadt Köln gegründet. Diese Gelegenheit wurde zu Ansprachen benutzt, in denen sich scharfe Gegensätze zwischen der jetzt im Vordergrunde stehenden interkonfessio- nellen Wohlfahrtspflege(Nationaler Frauendienst, Rotes Kreuz usw.) und den katholischen Organisationen auftaten. Auch von der kommenden staatlichen Fürsorge für die Kriegsverletzten scheint die katholische Kirche eine Einschränkung ihrer Ansprüche zu fürchten. Sprach sich doch Ge- neralsekretär Dr. Löhr laut dem„Kölner Lokal-Anzeiger" (Nr. 108) wie folgt aus: Der Zusammenschluß geschieht aber auch aus Gründen all- gemeiner Art: muß die katholische Caritas doch, bei den Monopolbestrebungen der großen Städte auf dem Gebiete der Wohlfahrtspflege, als selbständige Organisation in die Erscheinung treten, um so mehr, als neben der rein mate- riellen Wohlfahrtspflege geistige, sittliche und reli- g iö s e Gesichtspunkte in Betracht zu ziehen sind. Dann aber drängt die katholische Caritas zum Zusammenschluß gegenüber' den antikonfessionellen und inter- konfessionellen Bestrebungen auf diesem Ge- biete, von denen namentlich die letzteren, durch die große vaterländische Begeisterung hervorgerufen, vielen Anklang gefunden haben. Es handelt sich hier um Vereinigungen, die entweder das freie Feld der kirchlichen Liebestätigkeü, insbesondere auch auf religiös-sittlichem Gebiete, nicht in die Caritas ausnehmen wollen, es teilweise sogar direkt davon ausschalten. Wir werden bereit- willigst und freudig mitarbeiten, wenn man aus der anderen Seite lediglich davon ausgeht, durch ein Kartell der angeschlossenen Vereine ein engeres prakrisches Zusammenarbeiten zu ermöglichen, können aber nicht anerkennen, daß die konfessio- n eile Liebestätigkeit zurDienstmagd der amtlichen Fürsorge werden soll. Dies um so weniger, als man bereits dazu übergeht, die Gegnerschaft gegen die kirch- liche Armenpflege deutlich zutage treten zu lasten oder aber die Wohlfahrtspflege auf neue sittliche Grundlagen zu stellen. Auch der Erzbischof wandte sich scharf gegen„unchristliche Bestrebungen". Er»vies darauf hin. daß das Ziel der Caritas „nicht bloß auf der materiellen Unterstützung beruht, sondern im Jenseits zu suchen ist", und fuhr fort: Hat doch die christliche Caritas die Aufgabe, mit diesem ihrem Geiste alle öffentlichen Verhällnisse zu durch- dringen; darin besteht die Caritas, die bisher die katholische Kirche stets geübt hat. Diese Tätigkeit der katholischen Caritas ist um so notwendiger, je mehr man von allen Seiten bestrebt ist, die christliche Caritas auszuschließen, um an ihre Stelle die kalte Gerechtigkeit und Humanität zu setzen. Mit Absicht muß diesen unchristlichen Be- strebungen die christliche Barmherzigkeit ent- gegengesetzt werden. Hier tun sich alte Gegensätze auf, die nicht nur das Ver- hältnis der katholischen Kirche zu interkonfessionellen Be- strebungen, sondern auch das Verhältnis der Kirche zum Staat betreffen. In das gleiche Gebiet gehört folgende„Anregung" des Erzbischöflichen Generalvikariats zu Köln an die Geistlichkeit: „Sowohl bei Ausbruch des gegenwärtigen Krieges, wie auch später wurden nicht wenige Ehen von Kriegsteilnehmern nur bürgerlich eingegangen. In vielen Fällen wird es durch a n> gemessene Einwirkung(!) auf die Angehörigen möglich sein, nachträglich, z. B. bei Verwundung oder Ä e- urlaubung, die kirchliche Trauung solcher Paare herbeizuführen. Um über die bürgerlichen Eheschließungen von Militärpersonen sich genaue Kenntnis zu verschaffen, wollen unsere Pfarrgeistlichen in den Städten und anderen größeren Orten von Zeit zu Zeit Einsicht von den standeSamt- lichen Eheregistern nehmen und die in Frage kommenden Zivilehepaare sich notieren." Ter Tod eines alten Demokraten wird aus Köln gemeldet. Dort ist Justizrat Julius Maaßen im Alter von 83 Jahren gestorben. Ohne erklärter Parteianhänger zu sein, stand er der Sozialdemokratie doch in vielen Frage nahe und machte daraus keinen Hehl. Die Freie Jugendbewegung hat er gerade in den Tagen ihrer größten Bedrängnis finanziell unterstützt. Der mehr als Achtzigjährige war regelmäßig in den Vortrags- abenden des Arbeilerbildungsausschusses zu finden. In früheren Jahrzehnten hat er sich gemeinsam mit dem damaligen sozialdemo- lratischen Reichstagsabgeordneten Georg«Lchuhmacher und Ritting- Hausen auch im öffentlichen Leben Kölns betätigt. Neuer Kultusminister in Baden. Die amtliche„Karlsruher Zeitung" veröffentlicht die Ernennung des Ministerialdirektors im Ministerium des großherzoglichen Hauses der Justiz und des Auswärtigen Staatsrat Dr. Hübsch zum Minister des Kultus und Unterrichts. Unruhen in Portugal. Paris, 22. Juli.(W. T. B.)„Petit Parisien" meldet aus O p o r t o: In Lamego ist eine Versammlung von Bauern und anderen Landwirtschafttreibenden abgehalten worden, um die Haltung zu erörtern, die angesichts des in Aussicht ge- nommenen Handelsvertrages mit England eingenommen werden soll, da sie durch diesen Handelsvertrag eine Schädigung der Aus- fuhr von Bodenprodnkten des Duerogebietes befürchten. Während der Versammlung kam es zu erregten Auftritten, wobei Revolver- s ch ü s s e auf die Truppen abgegeben wurden, die zur Aufrecht- erhaltung der Ordnung aufgeboten worden waren. DieTruppen erwiderten die Schüsse und zerstreuten die Manifestanten. AuS Vizen trafen Verstärkungen ein. Die Kundgebungen nahmen erst ein Ende, als der Ausschuß, der von den Bewohnern des Duero- gebietes zur Wahrung ihrer Interessen nach Lissabon entsandt worden war, telegraphierte, daß die Forderungen als berechtigt an- erkannt worden seien und beim Abschluß des Handelsvertrages in Erwägung gezogen werden sollen. der Partei. Vandervelde. Man darf dem Genossen Vandervelde angesichts des Schicksals seines Landes mancherlei zugute halten und braucht nicht jedes von ihm gesprochene Wort auf die Goldivage zu legen. Man wird mit ihm auch weiter über seine Ansichten von den Möglichkeiten der Beendigung des Krieges in Ruhe und Sachlichkeit diskutieren können, aber wir haben auch die Pflicht, ihn an die Grenzen zu erinnern, die er als Sozialist selbst in den außergewöhnlichen Per- Hältnissen, in denen er sich befindet, nicht überschreiten darf. Der Versuch, den Vorsitzenden des Internationalen Sozialistischen Bu- reaus menschlich zu begreifen, wurde auf eine sehr harte Probe gestellt, als er vor etwas über einer Woche in St. Denis eine Rede hielt, in der er dem russischen Reiche eine Völker- befreiende Mission zusprach, und wenn wir jetzt aus einer Anzeige in der„Justice" ersehen, daß er zusammen mit Hyndman und anderen am 21. Juni bei einer Demonstrationsversammlung geredet hat, die das„Sozialistische Nationale Verteidigungskomitee" in London veranstaltete, so will uns die Unterstützung dieser merk- würdig zusammengewürfelten Gesellschaft, die den Kampf gegen die Unabhängige Arbeiterpartei zu einer ihrer Hauptaufgaben ge- macht hat, höchst bedenklich erscheinen. Vandervelde würde in seinem eigenen Interesse und in dem des internationalen Sozialismus überhaupt gut daran tun, etwas weniger häufig die Rednertribüne zu besteigen, wo sein Tempera- ment ihn zu Wendungen hinreißt, die der nüchterne Verstand nicht unterschreiben kann. Noch wichtiger wäre es, wenn er den belgischen Staatsminister mehr hinter dem Soziatistcn zurücktreten ließe. In diesem Falle würde er auch in der Lage sein, günstiger auf die französischen Genossen zu wirken, die offenbar sehr stark unter seinem Einfluß stehen._ Für Parteispaltung und andere schöne Dinge. Wir lesen in der„Leipziger Volkszeitung": Ueber eine Versammlung des dortigen S o z i a l d e m o- krati scheu Vereins zu Hameln berichtet der„Hannoversche Volkswille", daß nach einer glänzenden Rechffertigung der Fraktionsmehrheit durch den Reichstagsabgeordneten G. A. Fischer ein- stimmig eine Resolution in: Sinne des Referenten an- genommen wurde. Ihr Inhalt ist so, daß sich der wörtliche Abdruck hier rechtfertigt. Sie lautet nämlich: Die Versammlung des Sozialdemokratischen Wahlvereins erklärt sich mit der Stellungnahme unseres Reichstagsabgeord- neten und damit der Mehrheit der Reichstagsfraktion zur Be- willigung der Kriegskredite durchaus in allen Teilen ein- verstanden. Die Versammlung verurteilt das disziplinlose Ver- halten einer verschwindenden Minderheit der Reichstagsfraktion und der Parteimitglieder und erklärt, daß diese Genossen, ohne Ansehen der Perion, sich außerhalb der Partei stellen. Die Versammlung hegt den dringenden Wunsch, daß ein Friede nur geschlossen werden möge auf einer Grundlage, die den gebrachten Opfern an Gut und Blut Genüge leistet und die Gewähr bietet, daß in absehbarer Zeit ein solches Völkermorden nicht mehr stattfinden kann. Aus den Organisationen. Eine Konferenz der Parteifunktionäre des zweiten b r a u n s ch w e i g: s ch e n W a h l k r c i s e s. die sich u. a. auch mit den Vorkommnissen in der Partei beschäftigte, nahm folgende Resolution einstimmig an: „Die am 18. Juli 1315 in Wolfenbüttel tagende Konferenz der Parteifunktionäre des zweiten braunschweigischen Wahlkreises billigt vollständig die Erklärung der Genossen Bernstein, Haase und Kautsky in dem„Gebot der Stunde". Die Anwesenden erheben entschieden Einspruch gegen die Hetze, wie sie aus Anlaß dieser Erklärung gegen den Genossen Haase inszeniert worden ist, zu dem alleinigen Zweck, den Genoffen Haase aus dem Vorstand der Partei und der Reichstagsfraktion zu entfernen. Die Anwesenden danken dem Genossen Haase für sein euer- gisches Eintreten für.... und erwarten, daß derselbe auch ferner- hin ebenso mutig für die Interessen der Arbeiter gegen..... eintreten wird und sich durch keinerlei Machinationen aus seinen Aemtern drängen lassen wird. Des weiteren protestieren die Vorstände energisch gegen den vom Parteiausschuß unternommenen Versuch, die freie Meinung«- äußerung der Parteigenossen zu unterbinden. Sic betrachten es als das gute Recht eines jeden Parteigenossen, seine Meinung in Wort und Schrift frei zu äußern und auch selbst dann, wenn diese Meinung noch so sehr von der Parieimchrheit abweichen sollte. Die Anwesenden erwarten ferner von der Reichstagsfraktion, daß diese die Regierung mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln zwingt, der wucherischen Ausbeutung des deutschen Volkes durch gewtssenlöje Spekulanten Einhalt zu gebieten." Das amerikanische Seemannsgesetz und internationale Verwicklungen. New York, 14. Juni 1915.( Eig. Ber.) Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Stagnation auf dem Berliner Arbeitsmarkt. Die Gesamtzahl der versicherungspflichtigen Mitglieder von 238 Krankenkassen Groß- Berlins sant wie wir dem neuesten vom Statistischen Amt der Stadt Berlin und dem Ver= band Märkischer Arbeitsnachweise herausgegebenen in der Woche vom 3. bis zum 10. Juli Wochenbericht entnehmen Kriegslieferungen von Tabaffabrikaten mehrfach aus rein formellen Gründen ihr angebotene, den Anforderungen genügende Leistungen von Mannschaftszigarren zurückgewiesen hat, so daß ein Zweifel in der Behauptung, es beständen Schwierigkeiten in der ge= nügenden Anfertigung von Mannschaftszigarren, wohl berechtigt ist. Dabei gründet sich die Beschränkung der Freizügigkeit der Tabatarbeiter auf diese Behauptung. Sollte etwa die Form der Organisation der Deutschen Zentrale für Kriegslieferungen von Tabakfabrikaten den an sie gestellten Ansprüchen nicht genügen können, so empfehlen die unterzeichneten Vorstände mit Rücksicht auf den ausgesprochenen Zweck dieser Organisation und im Interesse der ganzen Tabakindustrie eine Ausgestaltung. Bremen, Düsseldorf, Heidelberg, den 15. Juli 1915. Der Vorstand des Deutschen Tabalarbeiterverbandes: St. Deichmann. Der Vorstand des Zentralverbandes christlicher Tabalarbeiter Deutschlands: Gerh. Cammann. Der Vorstand des Gewerkvereins der deutschen Zigarren- und Tabatarbeiter( H.-D.): Aug. Hoff. " Teuerung und Bergarbeiter. Unter der Ueberschrift:„ Kohlen, Munition, Geld und Soldaten" veröffentlicht die Zentrumspresse des Ruhrgebiets eine Betrachtung über die Wirkung des Bergarbeiterstreiks in Wales auf die Kriegführung der Gegner Deutschlands. Unter anderem wird dort gesagt: Es ist nur natürlich, wenn die Arbeiter in dieser Zeit der allgemeinen und drückenden Teuerung eine gehörige Lohnerhöhung verlangen. Man hätte ihnen rechtzeitig so viel bewilligen sollen, als zur Erhaltung des Friedens und der Arbeitslust notwendig war. Das hätte freilich Geld gefostet, aber angesichts der Wichtigfeit der Kohlen hätte die Staatskasse schließlich für die Mehrkosten einspringen müssen. Davor scheute man freilich wegen der GeldInappheit zurück." In den Stürmen unserer Zeit hat das Proletariat einem Ereignis zu wenig Achtung geschenkt, das man als eins der wichtigsten in der Arbeitergeschgebung bezeichnen kann. Es ist dies die von 1117 311 auf 1 115 738, d. i. um 1573 oder 0,14 Proz. Die Annahme in dem legten Kongreß der Vereinigten Staaten des nur geringfügige Veränderung ist das Ergebnis eines Rückganges um 2988 oder 0,55 Proz. bei den Männern und einer Zunahme Seemannsgesetzes, das nicht nur die wirtschaftliche und gesetzliche Stellung des amerikanischen Seemanns bedeutend verbessert, son- um 1415 oder 0,24 Proz. bei den Frauen. Während sich bei den dern auch die Interessen der Seeleute anderer Nationen aufs 28 Allgemeinen Ortskrankenkassen insbesondere ein Weniger von engste, und zwar vorteilhaft, berührt. Unter den Bestimmungen 0,30 Proz. ergibt, ist eine Zunahme, und zwar um 0,17 Proz. bei des Gesetzes sind diejenigen hervorzuheben, die die Seeleute aller den 207 gewerblich gegliederten Krankenkassen zu verzeichnen. Jm Nationen vor der Verhaftung wegen Desertion in amerikanischen einzelnen zu erwähnen ist die 1204 oder 0,60 Proz. betragende Häfen schützen; nach denen sie die Hälfte ihres Lohnes zu jeder Zunahme in der Metall- und Maschinenindustrie, sowie das Mehr Zeit verlangen können; die die Sicherheit der Mannschaften und von 216 oder 0,59 Proz. beim Verkehr, während sich eine Abnahme Passagiere dadurch zu erhöhen suchen, daß sie für alle Schiffe einen zeigt bei der Industrie der Holz- und Schnitzstoffe um 362 oder gewissen Prozentsatz sectüchtiger Matrosen vorschreiben; die ver- 2,39 Proz., sowie im Baugewerbe um 303 oder 2,39 Proz. Im langen, daß ein gewisser Prozentsaz der Mannschaft die Sprache übrigen handelte es sich nur um geringfügige Veränderungen. der Offiziere versteht. Nachdem sich die amerikanischen Seeleute Die Zahl der bei 39 Verbänden der Freien Gewerkschaften zwanzig Jahre bemüht hatten, ein ähnliches Gesetz zustande zu ermittelten Arbeitslosen weist für die Woche vom 5. bis zum bringen, kam ihnen schließlich der Untergang der" Titanic" zu 12. Juli die Zunahme von 3371 auf 3561, d. i. um 190 oder Hilfe. Die Aufregung und Besorgnis, die damals das reisende 5,64 Proz. auf. Nach den vorliegenden Berichten der Arbeitsnachweise fiel in Publikum ergriff, ermöglichten es, ein Gesetz durchzudrücken, das zwar nicht an die Forderungen der amerikanischen Seeleute heran- der letzten Woche die Zahl der männlichen Stellensuchenden von reicht, das aber dennoch viel gutes bringt und vor allen Dingen 4337 auf 3968, die der weiblichen von 3480 auf 3374. Aber auch den seefahrenden Arbeiter vom mittelalterlichen Hörigkeitsver- die Zahl der offenen Stellen nahm ab, und zwar von 4968 auf hältnis befreit. Biele der Beſtimmungen werden natürlich auch 4132 bei den Männern, von 2682 auf 2559 bei den Frauen. In den auf ausländischen Schiffen von und nach Amerika reisenden der Metallindustrie wurde in einigen größeren Betrieben mit der Jedoch trifft die so Seeleuten zugute kommen, und da es hauptsächlich ausländische Einstellung von Kriegsgefangenen fortgefahren. In gewissen treffend gekennzeichnete Lage keineswegs bloß für die englische Gesellschaften sind, die den Seeverkehr der Union vermitteln, so Industriezweigen war eine vermehrte Einstellung von weiblichen Bergarbeiterschaft, sondern wohl im selben Maße auch für die wird man es leicht erklärlich finden, daß es gerade die auslän- Arbeitskräften dadurch erschwert, daß diese den Anforderungen an deutsche Bergarbeiterschaft zu, da nach einer Statistik dischen Schiffahrtsgesellschaften waren, die sich bei der Beratung förperliche Leistungsfähigkeit nicht entsprachen. Für weibliche des Reichs- Anzeiger" die Preise von 15 der des Gesetzes in Washington durch Vermittelung der diplomatischen kaufmännische Angestellte blieb die Nachfrage nach Verkaufspersonal wichtigsten Lebensmittel im Kleinhandel um Vertreter ihrer Länder der Annahme des Gesetzes am heftigsten und Expedientinnen nur gering und war nur für jüngere und 89,5 Proz. gegenüber dem Mai des Vorjahres widersetzten. Wird ihnen durch das Gesez doch eine Mehrausgabe mittlere Bureaukräfte etwas reger. Für häusliches Dienstpersonal gestiegen find. Wir dürfen wohl erwarten, daß nunmehr die Zentrumspresse mit derfelben Schärfe für eine Lohnerhöhung für ihre Angestellten und eine bessere Behandlung derselben auf ist das Angebot jüngerer Mädchen in der letzten Zeit wieder ge- der deutschen Bergarbeiter eintritt, welche natürlich so oftrohiert und müssen sie doch mit der Aussicht rechnen, daß sich stiegen, die Nachfrage ist aber wegen der Einschränkungen in den bemessen sein muß, daß die Verteuerung der Lebensmittel aufdie Bestimmungen des amerikanischen Gesezes naturgemäß auch Haushaltungen gering. Bei den berichtenden Groß- Berliner Ar- gewogen wird. in anderen Ländern durchsetzen. Die ausländischen Gesellschaften beitsnachweisen wurden insgesamt in der männlichen Abteilung wissen sehr genau, daß in dieser Sache die amerikanischen Seeleute 3518( gegen 3801 in der Vorwoche) und in der weiblichen Abdie Vorkämpfer ihrer Berufskollegen in anderen Ländern sind. teilung 2220( 2184) Vermittelungen erzielt. Deutsches Reich. a tönnen nur konstatieren, daß wir in diesem Falle ganz einer Meinung mit der Zentrumspresse sind. " Ausland. Der Streik der spanischen Seeleute. Der„ Temps" meldet aus Madrid: Der allgemeine Ausstand der Offiziere und Matrosen der Handelsmarine ist amtlich bekanntgegeben worden. In Barcelona und Bilbao ist die Lage besonders eruſt. Aus Industrie und Handel. Liquidation einer Bank. Die Annahme des Gesetzes hat den Widerstand der ausländischen Gesellschaften nicht gebrochen. Eie hoffen noch immer, mit Hilfe der großkapitalistischen Presse Amerikas und der Regierungen ihrer Länder das Gesetz zum Scheitern zu bringen. Einige Kriegszeit nicht wenig Opfer zu bringen. Die Mitgliederzahl der Der Gemeindearbeiterverband hat ebenfalls in der langen Klauseln des Seemannsgesezes verstoßen nämlich gegen internatio- Organisation betrug am Schlusse des ersten Quartals 1915 in nale Vertragsbestimmungen. Das Repräsentantenhaus beschloß 219 Filialen 31 941, dagegen im vorhergehenden noch 34 800, somit zuerst, das Seemannsgeseh über die Bestimmungen der internatio- beträgt die Abnahme in dem Zeitraum von drei Monaten 2859 Mitnalen Verträge hinweg in Kraft treten zu lassen, aber schließlich glieder. Nach den neuesten Feststellungen des Hauptvorstandes vom wurde auf Anraten des Senats die Bestimmung aufgenommen, 20. Juli sind bis jetzt 32 Verbandsangestellte zum Heere eingezogen, Wolffs Bureau meldet: Von der Mittelrheinischen Bank wird daß die in Betracht kommenden Verträge regelrecht zu kündigen davon 9 aus dem Hauptbureau; einigen anderen steht dies noch der Abschluß für das Geschäftsjahr 1914 veröffentlicht. Er zeigt sind. Das ist nun geschehen, und die Verträge laufen in einem bevor. Die Kassenverhältnisse sind trotz großer Unterſtüßungsleistungen in runden Ziffern folgendes Resultat: Jahre ab, wenn nicht inzwischen Vereinbarungen getroffen werden. überaus günstige geblieben, was hoffentlich während des Krieges Gewinn auf Wechselkonto 220 000 M., Zinsenkonto 1 079 000 Der Kernpunkt der internationalen Seite des Seemannsgesetzes auch weiter der Fall bleibt, damit dann um so erfolgreicher die Mart, Provisionskonto 688 000 m., aus sonstigen Einnahmen 6000 Sache der in den Gemeindebetrieben beschäftigten Proletarier beliegt in dem Umstande, daß das Gesetz die verschiedensten intertrieben werden kann. nationalen Verträge, die Handelsverträge, Freundschaftsverträge arbeiterverband im ersten Duartal dieſes Jahres auf Koſten der An Unterſtügungen find, vom Gemeinde Steuern 169 000 Mt. Berluff auf& ffetten- und fortialtonto 612 000 M., Abschreibungen auf Mobilienkonto und Schiffahrtsverträge verletzt, die nach dem diplomatischen Haupttasse insgesamt 76 844,45 M. ausgezahlt worden, darunter 4000 M., auf Pfandgebäudekonto 50 000 W., auf sonstige Immo Brauch alle von neuem geschlossen werden müßten, wenn es den allein 71 942,45 M. Familienunterstützung. bilien 200 000 M., auf Außenstände 9 750 000 M. anderen Staaten einfiele, sich auf die Hinterbeine zu stellen und die teilweise Abänderung der Verträge abzuschlagen, um etwa auf Mark. Dem gegenüber M., Nach Verrechnung des Spezialreservefonds in Höhe von Aufhebung der Freizügigkeit für die Tabakarbeiter. 200 000 m. verbleibt unter Berücksichtigung des Vortrages aus diese Weise Konzessionen gegen Zugeständnisse zu ergattern. Da- Infolge der Heereslieferung und der Liebesgabensendungen ist 1913 von 72 000 M. ein Verlust von 8 956 000 M., welchem der bei tauchen nun eine ganze Menge Fragen auf. Wie, wenn zum der Geschäftsgang in der Tabakindustrie zurzeit recht gut. Es hat ordentliche Reservefonds in Höhe von 2972.000 m. gegenübersteht. Beispiel Japan versuchen sollte, gegen die Aenderung seines Han- fich eine Zentrale für Kriegslieferungen von Tabakfabrikaten geDas in diesen Ziffern zum Ausdruck gelangte ungünstige Erdesvertrages mit den Vereinigten Staaten Zugeständnisse in der bildet, die den Verkauf an die Heeresleitung zu festgesetzten Preisen gebnis hat seinen Grund darin, daß die der Bank als Unterlage Einwanderungsfrage zu erhalten? Gegen die Annahme des Ge- bermittelt. Es ist erklärlich, daß die Fabrikanten, zumal auch viele für die gewährten Kredite dienenden Grundstücks- und sonstigen setzes haben schon fünf Staaten scharfe Proteste eingereicht. G3 Tabatarbeiter zum Heeresdienst eingezogen worden sind, versuchen, Sicherheiten durch die schwierigen Verhältnisse auf sind dies Desterreich- Ungarn, Großbritannien, Italien, die Nieder- ihre Betriebe möglichst mit Arbeitskräften zu besetzen, zum Teil noch dem Grundstücksmarkte und die Einwirkungen der Kriegslande und Spanien. Kommt es innerhalb eines Jahres zu keiner zu vergrößern. Die Zentrale für Striegslieferungen von Tabat lage start entwertet worden sind. Die nachteiligen Folgen hiervon fabrikaten hat ihren Mitgliedern, und das find fast alle werden sich in absehbarer Frist nicht beseitigen lassen. Es ist daher Einigung zwischen der Union und den protestierenden Staaten, größeren und mittleren Betriebe, verboten, einander Arbeiter weg- mit langdauernder Festlegung der Mittel der Bank zu rechnen, die so treten die Bestimmungen des Seemannsgesetzes denno chin Kraft zunehmen", da sonst„ mit allen Mitteln" vorgegangen werde. In ihr die Festlegung ihres laufenden Geschäfts sehr erschweren würde. und es muß irgendein vorübergehendes Abkommen getroffen wer- der Praxis hebt dieses Vorgehen die gewerbliche Freizügigkeit der Hierzu kommt, daß eine weitere Ginengung dieses laufenden Geden, wie es zum Beispiel zurzeit zwischen Rußland und den Ver- Tabatarbeiter auf. Die Tabatarbeiter mit ihren niedrigen Löhnen schäfts dadurch zu erwarten ist, daß die Bank infolge der Vereinigten Staaten besteht, die sich wegen der schoflen Behandung, sind damit den Unternehmern auf Gnade und Ungnade ausgeliefert, einigung der Rheinischen Bank mit dem A. Schaaffhausenschen Bankdie Rußland den in seinem Innern weilenden jüdischen Bürgern was angesichts der Teuerung erst recht ungünstig auf die Lebenslage verein A.-G. in Duisburg dort nunmehr einer besonders fühlbaren der Union zuteil werden läßt, weigern, mit dem Zarenreich einen der Tabatarbeiter wirken muß. Zur Wahrung der Rechte der Tabat- Konkurrenz gegenübersteht. Unter diesen Umständen ist der AufHandelsvertrag abzuschließen. arbeiter haben deshalb die drei Organisationen der Tabatarbeiter fichtsrat zu der Entschließung gelangt, der Generalversammlung folgende Erklärung beschlossen: die Liquidation vorzuschlagen. Dieselbe wird dadurch erleichtert werden, daß der A. Schaaffhausensche Bankverein A.-G. und die Direktion der Diskonto- Gesellschaft ihre bereits bestehenden bzw. neu zu eröffnenden Niederlassungen in Duisburg, Koblenz und Mez zur Verfügung stellen werden. Beide Institute haben sich auch bereit erklärt, die Mittelrheinische Bank zwecks nötiger Durchführung der Liquidation zur Seite zu stehen. Insbesondere werden die laufenden Geschäfte, die einer Abwickelung in der LiDie drei Organisationen der deutschen Tabatarbeiter sind quidation nicht bedürfen, von ihnen übernommen werden. jederzeit bereit, zu ihrem Teile mitzuwirken, daß die für Heer Da mit einer länger dauernden Liquidation zu rechnen ist, hat und Marine durch Vermittlung der Deutschen Zentrale für Kriegs- sich der A. Schaaffhaufensche Bankverein A.-G. bereit lieferungen von Tabatfabrikaten angeforderten Warenmengen aus- erklärt, nach beschlossener Liquidation den Aktionären für ihre reichend und rechtzeitig geliefert werden können. Die drei Aktien 65 Proz., sofort in bar zahlbar, zu bieten. Dieser Kurs entOrganisationen werden jede Möglichkeit, unsere Industrie auch spricht ungefähr dem aus der Bilanz ersichtlichen Wert der Aktien in jetziger schwerer Zeit leistungsfähig zu erhalten, zu fördern von 70 Proz. unter Berücksichtigung der sofort erfolgenden Barsuchen unter der Voraussetzung, daß alles unterlassen wird, zahlung. Ein entsprechendes Angebot an die Aktionäre wird noch was eine Verschlechterung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse be- bekanntgegeben werden. deutet. Die Mittelrheinische Bank geht also in ben Aber wozu all diese Scherereien? Das, Seemannsgesetz gibt den Reedern keiner Nation auch nicht denen der Vereinigten Staaten Vorzugsrechte. Die Konkurrenzfähigkeit wird dadurch nicht berührt. Das Gesetz verlangt von den Arbeitgebern lediglich, daß sie ihre Arbeiter ebenso behandeln wie auf dem Lande Industriearbeiter behandelt werden, und daß sie im Interesse der Sicherheit des reisenden Publikums und der Mannschaft gewisse Vorsichtsmaßregeln treffen, genügend Rettungsboote führen, eine genügende Anzahl erfahrener Matrosen anstellen, und daß sie, anstatt billige Arbeitskräfte aus Afrika und Asien anzuwerben, die, der Sprache der Nation des Schiffes unkundig, die Kommandomorte nicht verstehen können und bei einem Unfall nur Konfusion anrichten, Leute anstellen, die, der Sprache mächtig sind. Dieser letzte Punkt wird von den Wortführern der Kapitalisten oft hingestellt, als ob er nur ein Vorwand der Arbeiter sei, um sich der ausländischen Konkurrenz zu entledigen. Aber Seeleute wie Bergarbeiter wissen, wie gefährich es ist, neben jemand zu arbeiten, mit dem man sich nicht verständigen kann. Der Widerstand der verschiedenen Staaten geht lediglich von den Reedern aus, und es wäre zu wünschen, daß sich die organisierte Arbeiterschaft der protestierenden Staaten ihrerseits ans Werk macht, um bei ihrer Regierung den Einfluß der Reeder zu bekämpfen. Sie würde da= durch eine wirklich internationale Arbeit verrichten, das heißt ein Werk, das nicht allein den amerikanischen Matrosen, sondern den Seefahrern aller Länder zugute kommt. Das Seemannsgeseh ist noch nicht an allen Klippen vorbei. Außer den Protesten der angeführten Staaten haben wir die Propaganda der kapitalistischen Presse Amerikas, die mit Hinweisen auf die angeblichen Gefahren, die die eingeleiteten diplomatischen Verhandungen bringen können, verlangt, das Gesetz wieder rückgängig zu machen. Dies ist in ganz klarer Weise ein Fall, in dem die organisierten Arbeiter der verschiedenen Länder energisch darauf bestehen sollten, daß in den angebahnten diplomatischen Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten nicht die Geldintereffen einiger Reeder, sondern die Lebensinteressen des seefahrenden Proletariats den Ausschlag geben müssen. Erflärung. Die unterzeichneten Vorstände der drei Organisationen der deutschen Tabatarbeiter haben auf die Bekanntmachung, wie sie die Deutsche Zentrale für Striegelieferungen von Tabakfabrikanten in Nr. 75 der„ Süddeutschen Tabakzeitung“ vom 24. Juni 1915 veröffentlicht hat, folgendes zu erklären: Die oben bezeichnete Bekanntmachung der Deutschen Zentrale cha affhausenschen Bankverein auf und damit in für Kriegslieferungen von Tabakfabrikaten verlangt von ihren den Konzern der Diskonto- Gesellschaft, die sich den Mitgliedern, daß sie sich gegenseitig Arbeiter mittelbar oder un- Bankverein seit Frühjahr 1914 angegliedert hat. Das Aktienkapital mittelbar nicht wegnehmen", andernfalls mit allen Mitteln" borgegangen werden soll. In dieser Maßnahme der Deutschen der 1873 gegründeten Mittelrheinischen Bant beträgt 20 Millionen Zentrale für Kriegslieferungen von Tabakfabrikaten sehen die Mark. unterzeichneten Vorstände eine starke Verletzung der Interessen Die Verschuldung der Vereinigten Staaten an England. Nach der deutschen Tabatarbeiter. Die Maßnahme ist geeignet, in der Braris, wie auch durch Beispiele bewiesen werden kann, den einer vor dem Kriege gemachten, im„ Economist" vom 17. Juli Tabatarbeitern die freie Wahl des Betriebes, also eines gesetz- mitgeteilten Schäßung betrug die Verschuldung der Vereinigten lichen und sittlichen Rechtes, unmöglich zu machen. Die gewerb- Staaten( alle Anlagen Fremder bei ihnen) 5 Milliarden Dollar, liche Freizügigkeit ist aber als Mittel, die Lebenslage des wovon 4 auf englische Kapitalisten fielen. Die Zinsen davon beeinzelnen Tabatarbeiters zu halten und zu verbessern, un- trugen 4 Milliarde Dollar. Wenn man das annimmt und die entbehrlich; vor allem unentbehrlich in der Zeit gesteigerter Ankäufe Englands in Amerika seit Kriegsbeginn auf 100 Millionen Not. Auch erblicken die unterzeichneten Vorstände in der Maß- Pfund( ½ Milliarde Dollar) schätzt, so würde das jährliche Einkommen Englands aus Amerika um ein Achtel( 6 Millionen Pfund nahme eine persönliche Verlegung jedes Tabafarbeiters und jeder Tabakarbeiterin, da die Arbeiterschaft heute es als selbstverständ- jährlich) vermindert sein. Auf jeden Fall zeigen diese Schäßunlich betrachtet, in solchen wichtigen, sie besonders berührenden gen, wie gewaltig die Finanzkraft Englands ist. Fragen mitsprechen zu können. Indem die vorstehend gekennzeichnete Maßnahme der Deutschen Zentrale für Kriegslieferungen von Tabatfabrikaten Unruhe und Unwillen in der deutschen Tabafarbeiterschaft hervorgerufen hat, und keineswegs mit dem wirtschaftlichen Burgfrieden, den die Tabatarbeiterschaft zu verlegen bisher nicht willens war, zu vereinen ist, sehen sich die unterzeichneten Vorstände genötigt, den schärfsten Protest gegen diese Maßnahme zu erheben und die Zurücknahme zu fordern. Die unterzeichneten Vorstände glauben um so eher protestieren zu müssen, als ihnen bekannt ist, daß die Deutsche Zentrale für ** Briefkasten der Expedition. Patienten in Beelik, Buch und anderen Heilstätten. 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Um die Schwierigkeiten zu beseitigen, die bei Gewährung von MietWohlgemerkt: die Familie wollte das Kind nicht etwa auf Gemeinde- beihilfen an solche Kriegerfrauen entstanden sind, die während des kosten, sondern wie schon gefagt aus eigenen Mitteln be- Krieges von den Vororten nach Berlin oder umgekehrt verzogen erdigen. Den Gedanken, wirklich selber den Totengräber zu spielen, sind, haben die Gemeindebehörden beschlossen, vom 1. Mai 1915 ab lehnte die Pflegemutter entrüstet ab. Möglich ist, daß zwischen den von den Vororten nach Berlin verzogenen Familien die gleichen Die Konsum- Genossenschaft Berlin und Umgegend hat ihr und der Frau des Gemeindevorstehers( der übrigens auch bei Mietbeihilfen zu gewähren, wie denjenigen, die in Berlin wohnen gemit dem 30. Juni d. J. ihr 16. Geschäftsjahr abgeschlossen wiederholtem Beſuch am folgenden Tage nicht persönlich angetroffen blieben sind. Voraussetzung hierfür ist, daß in den betreffenden Vororten wurde) ein Mißverständnis obwaltete. Die und gibt soeben einen kurzen Auszug bekannt. Der eigentPflegemutter die von Berlin dorthin verzogenen den dort wohnhaften Kriegerfamilien in liche Geschäftsbericht liegt noch nicht vor, da die notwendigen meinte aber, die erhaltene Auskunft dahin auffassen zu sollen, daß bezug auf die Mietbeihilfe gleichgestellt werden. Arbeiten noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Für ihr ohne Zustimmung des Gemeindevorstehers kein Grab für das frage in den Groß- Berliner Gemeinden haben diesem Verfahren zuEine ganze Woche hindurch ließ sie gestimmt: die Magistrate zu Köpenick, B.- Lichtenberg, B.- Schöneheute wollen wir nur erwähnen, daß der Jahresumsatz der Kind gemacht werden könne. Die Gemeindevorstände zu B.- Britz, Genossenschaft 17 820 934,11. beträgt. Das ist gegenüber den Sarg mit der kleinen Leiche bei sich stehen dann wurde berg und B.- Wilmersdorf. dem Vorjahr eine Steigerung um 464 683,61 M. Diese Mehr- die weitere Aufbahrung wegen der bei der Hize rasch fortschreitenden B.- Friedenau, B.- Friedrichsfelde, B.- Heinersdorf, Kaulsdorf bei einnahme ist, wie die Genossenschaft in ihrem vorläufigen Be- Bertefung unmöglich. Zuletzt entschloß sich die Pflegemutter, die Berlin, B.- Lichterfelde, B.- Niederschönesveide, B.- Niederschönhausen, richt mitteilt, nicht auf einen größeren Verbrauch von Waren Leiche auf ihrem eigenen Grundstück der Erde zu übergeben. In Mahlsdorf bei Berlin, B.- Pankow, B.- Reinickendorf, B.- Stegliz, zurückzuführen, sondern auf die zum Teil recht erheblichen zwischen hatte sie auch schon eine Eingabe an den Regierungs- B.- Tempelhof, B.- Treptow. Preissteigerungen für Lebensmittel. Aber es ist immerhin er präsidenten in Potsdam gemacht, in der sie um Abholung der Leiche Die Unterstügungskommissionen können daher den aus den vorfreulich, daß die Konsum- Genossenschaft in Anbetracht der bat. Nach Verlauf einer weiteren Woche erschienen dann bei ihr der genannten Gemeinden hierher verzogenen Kriegerfamilien die MietStriegsverhältnisse noch einen derartigen Umsatz erzielt hat. in Senzig zuständige Gendarm und ein Polizeiwachtmeister aus beihilfen nach den geltenden Grundsätzen vom 1. Mai d. J. ab Bei Kriegsausbruch haben jedenfalls nur wenige ein derartiges Königs- Wusterhausen, um die ordnungsgemäße Bestattung des gewähren. Ergebnis erhofft, die meisten Mitglieder befürchteten, daß der nach dem Friedhof bringen, wo sie- am 15. Tage nach Eintritt vom 25. Januar. Kindes zu veranlassen. Sie ließen die Leiche wieder ausgraben und Bezüglich der Zeit vor dem 1. Mai bleibt es bei der Verfügung Umsatz bedeutend zurückgehen würde. Von vielen Kriegerfrauen ist diese Verfügung schon längst mit Auch die Mitgliederzahl ist gestiegen. Sie beträgt rund des Todes- von neuem der Erde übergeben wurde. Hoffentlich 94 000 gegen 86 000 am Schlusse der vorigen Geschäftsjahres. hat die Aufsichtsbehörde ihre Meinung über dieses Vorkommnis den Sehnsucht erwartet worden. Bei den Groß- Berliner Verhältnissen ergibt sich, daß manche Kriegerfrau ein paar Häuser weiterzog, ohne Neuaufnahmen wurden 16 929 vollzogen, durch Ausschluß, schuldigen Personen recht deutlich gesagt. Kündigungen usw. schieden 3000 aus. Diese Steigerung der zu wissen, daß sie ihre Gemeinde verließ. Manche Kriegerfrau Mitgliederzahl ist um so höher zu bewerten, als ja infolge fonnte in der Gemeinde, die Lieferungsverband ist, teine passende des Krieges die Reihen der Funktionäre in der ArbeiterWohnung finden oder sie mußte einer übernommenen Arbeit wegen Von einem traurigen Geschick ist die in der Bleibtreustr. 4 in oder aus einem anderen Grunde in eine andere Gemeinde ziehen. bewegung ziemlich gelichtet wurden und auch die Konsum- Charlottenburg wohnende Familie Warwinski betroffen worden. In allen diesen Fällen verlor sie ihre Mietunterstützung und mußte Genossenschaft ist von dieser Erscheinung nicht verschont ge- Nachdem erst vor kurzem der Mann im Felde gefallen ist, sind in von der Kriegsunterstützung, die schon in billigeren Zeiten zum Leben Von den Produktivbetrieben hat die Bäckerei gegenüber die beiden jüngsten Kinder ums Leben gekommen. Ueber das ent- neue Magistratsverfügung ein Ende gemacht, wenigstens für die Von den Produktivbetrieben hat die Bäckerei gegenüber der letzten Nacht bei einem in der Wohnung ausgebrochenen Brande kaum ausreichte, auch noch ihre Miete zahlen. Diesem Zustand ist durch die vem Vorjahr einen bedeutenden Mehrumsak zu verzeichnen. Es wurden für 4507 000 M. Brot und Backware umgesetzt. feßliche Brandunglück erfahren wir folgende Einzelheiten: Im obengenannten Gemeinden. Für die Frauen, die z. B. aus den Es wurden für 4 507 000 M. Brot und Backware umgesetzt. Die Steigerung beträgt gegenüber dem Vorjahr 1 600 000 M. vierten Stockwerk des rechten Seitenflügels des Hauses Bleibtreu Gemeinden Charlottenburg, Neukölln, Bohnsdorf, Friedrichshagen, und würde zweifellos noch höher sein, wenn nicht infolge der Straße 4 wohnte der 37 jährige Uhrmacher Warwinski mit seiner Gr. Lichterfelde, Mariendorf, Dranienburg, Schönow, Weißensee, einem achtjährigen Knaben, einem Frau und drei Kindern, Bundesratsverordnung der Brotkonsum allgemein eingeschränkt zweijährigen Mädchen und einem erst einige Monate alten Rinde. in der Verfügung nicht genannten Orten in den Kreisen Teltow und Zeuthen, Teltow, Hohenschönhausen, Oberschöneweide und anderen worden wäre. Ein Rückgang dagegen ist in der Abteilung Stuchenbäckerei zu verzeichnen, während die Konditorei wiederum berufen worden; vor kurzem erhielt seine Ehefrau die Nachricht, daß Magistratsverfügung vom 6. Juli 1915 nicht. Dies ist besonders M. war schon in den ersten Kriegsmonaten zu den Fahnen ein- Niederbarnim nach Berlin gezogen sind oder noch ziehen, gilt die eine Zunahme des Umsatzes aufweist. Wird die Abteilung Konditorei und Kuchenbäckerei mit einander verglichen, so ist drei Kinder Arbeit in einer Fabrik anzunehmen, um so den Lebens- zu bedauern, da zwischen diesen Gemeinden die Bewohner häufig er gefallen sei. Frau Warwinski sah sich gezwungen, trotz ihrer bei Charlottenburg, Neukölln, Tegel, Weißensee und Gr.- Lichterfelde nur eine Steigerung von 7000 M. vorhanden. Hoffentlich treten auch diese Gemeinden dem AbDie Konsum- Genossenschaft bemerkt in ihrem Bericht, daß unterhalt für ihre Familie bestreiten zu können. Ihre Beschäftigung wechseln. hielt sie öfter auch bis in die Nacht hinein der Wohnung fern, in tommen bei. der Verbrauch an Kuchenwaren zweifellos zurückgegangen ist, hielt sie öfter auch bis in die Nacht hinein der Wohnung fern, in der sie ihre drei Kinder allein zurüdlassen mußte. So war es auch denn die geringe Umsatzsteigerung ist auf die Erhöhung der der sie ihre drei Kinder allein zurüdlassen mußte. So war es auch am Donnerstag der Fall. Gegen 1/412 Uhr nachts wurde die CharPreise, die infolge Verteuerung des Rohmaterials notwendig lottenburger Feuerwehr nach dem Hause Bleibtreustr. 4 gerufen, wo wurden, zurückzuführen. Auch in der Selterfabrikation und Kaffeerösterei ist ein nach den Angaben der Hausbewohner in der Warwinslischen Wohnung Hamburg ist für den Austrag des Großen Preises der TotalisatorRückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Es ist das Feuer ausgebrochen war. Als nach wenigen Minuten die Wehr eintraf, betrieb genehmigt worden und nunmehr hat das Landwirtschaftsganz erklärlich, denn Tausende von Mitgliedern der Konsum war die Wohnung schon fast ausgebrannt. Die Feuerwehrleute ministerium auch die Genehmigung für den Totalisator in HoppeGenossenschaft liegen heute draußen im Felde, und wenn gingen vor allem zunächst daran, die Kinder zu retten. Sie fanden garten erteilt und zwar für die 11 Nenntage, die in Hoppegarten im auch die Mitgliederzahl zugenommen hat, so sind doch viele die beiden jüngsten aber nur noch tot in ihren Betten vor: sie August abgehalten werden sollen. Es habe sich gezeigt, daß die Mitglieder nicht so konsumfähig, wie das in normalen waren bereits fast völlig verkohlt. Der ältere Knabe hatte sich in Kriegsrennen ohne Wettmöglichkeit nur einen kleinen Kreis von ZuZeiten der Fall ist, und daraus erklärt sich dann der Sicherheit bringen können. Der Stubenbrand, der die Einrichtung schauern zu fesseln vermögen. Die Ueberschüsse aus dem vorläufig Rüdgang in den einzelnen Zweigen. Im allgemeinen fast vollständig vernichtet hatte, konnte bald gelöscht werden. Die für die elf vorgeschlagenen Tage genehmigten Totalisator sollen nach Rückgang in den einzelnen Zweigen. Im allgemeinen Ursache des verhängnisvollen Feuers ist offenbar auf das unvor Abzug der Renpreise und der laufenden Ausgaben Wohltätigkeitsmöchten auch wir sagen, darf die Konsum Genossen- unvor- Abzug schaft mit dem Ergebnis ihres 16. Geschäftsjahres durchaus fichtige Hantieren des ältesten Knaben mit der Lampe zurückzuführen. zweden überwiesen werden. Der Achtjährige hatte die Lampe angezündet, um nach den Gezufrieden sein, und es ist nicht daran zu zweifeln, daß sich schwistern, die erwacht waren, zu sehen, und hat dabei wohl in der den Toto und ohne die mit ihm verbundene Wettseuche gar nicht Nun haben alle die ihr Ziel erreicht, die sich Pferderennen ohne das endgültige Ergebnis dem vorläufigen anschließen und zur vollen Zufriedenheit der Mitglieder ausfallen wird. Die Ver- Schlaftrunkenheit die Lampe umgestoßen, die dann explodiert ist. waltung der Konsum- Genossenschaft hofft, auch die fernere Zeit gut zu überstehen, wozu allerdings gehört, daß alle Mitglieder ihr die Treue bewahren und weitere Bevölkerungsfreise der Genossenschaft ihre Mitgliedschaft zuwenden. 48 Meldepflicht der Ausländer. = Der Totalisator wird wieder eröffnet. Der Totalisator wird wieder zu seinem Rechte lommen. In vorstellen können. Ein Kinderspielplatz gestiftet. Der Regierungsbauführer Edwin Peter hat durch leziwillige Verfügung der Stadtgemeinde Berlin den Betrag von 36 500 M. zu gewendet, der bestimmungsgemäß zur Anlage eines Kinderspielplates in einem Arbeiterviertel und für Wanderungen unbemittelter Kinder" Verwendung finden soll. Zu dem Raubmord in Schmachtenhagen. Zu dem Raubmord an der Büdnerfrau Witt, der am 5. d. M. auf der Landstraße zwischen Dranienburg und Schmachtenhagen in der Nähe der Försterei Friedenthal verübt wurde, wird mitgeteilt, daß bisher zehn Personen unter dem Verdacht der Täterschaft festgenommen wurden. Die meisten konnten ihr Alibi sofort nach- Der Magistrat hat in seiner gestrigen Sigung diese Zuwendung weisen und wurden gleich wieder auf freien Fuß geſetzt. Die mit Dank gegen den Stifter angenommen. auberen wurden in Haft behalten und nach dem Amtsgericht in Oranienburg gebracht, weil sie sich von dem Verdacht nicht haben reinigen können oder auch wegen anderer Straftaten zu verantBerlin, 23. Juli.( W. T. B.) Der Oberbefehlsweisen haber in den Marken erläßt folgende Bekanntmachung: Im Anschluß an meine Bekanntmachung vom 17. Mai d. J. 3.-Nr. 28 564- betreffend die Melde. pflicht der Ausländer in Berlin und der Provinz Brandenburg, bestimme ich hiermit: 1. Die Vorschriften der Bekanntmachung werden in vollem Umfange auch auf die Angehörigen der österreichisch- ungarischen Monarchie und der Türkei ausgedehnt mit der Maß gabe, daß deren polizeiliche Anmeldung spätestens bis zum 7. August 1915 vorzunehmen ist. 2. In der Bekanntmachung treten an die Stelle der Worte §§ 4 und 9 des Gesetzes über den Belagerungszustand" die Worte§ 4 des Gesetzes über den Belagerungszustand". worten haben. Der Hauptausschuß für Kriegerheimstätten, Berlin NW. 23, Lessingstr. 11, schreibt uns: In Ihrer Notiz„ Kriegsfürsorge- Vereine" weisen Sie u. a. mit Recht auf die Gefahr hin, die in einer Zersplitterung liegt, und fordern alle, die bereit sind, durch Geld Wohlfahrtseinrichtungen zu unterſtügen, zu besonders sorgfältiger Prüfung auf". Der Mörder ist zweifellos der Mann, den die Tochter des Hegemeisters von der Försterei Friedenthal eine Viertelstunde vor der Tat gesehen hat. Das Mädchen wäre ohne Zweifel selbst ein Opfer des leberfalles geworden, wenn es nicht sehr scharf an dem Wege- ausschuß für Kriegerheimstätten. Das ist ein Irrtum. Dieser HauptUnter den Wohlfahrtseinrichtungen nennen Sie auch den Hauptlagerer vorbeigeradelt wäre. Dieser fam, mit einer Art bewaffnet, ausschuß hat mit Wohlfahrtseinrichtungen nichts zu tun. Er erstrebt plötzlich aus der Heide auf die Chaussee gesprungen, er hatte also nach seinen Sagungen:„ ein Reichsgesetz, durch das den heimauf der Lauer gelegen. Schon etwa eine halbe Stunde vorher kehrenden Kriegern die Möglichkeit geboten wird, mit öffentlicher hatte ihn ein Forstlehrling gesehen. Dieser glaubte jedoch, daß Hilfe im Reich oder seinen Kolonien eine Wohnheimstätte und, unter der Mann mit einer Arbeit beauftragt sei, zumal da er eine Art besonderen Voraussetzungen, auch eine Wirtschaftsheimstätte zu er trug, und fümmerte sich deshalb nicht um ihn. Die Nach- werben." forschungen nach der geraubten Uhr haben immer noch zu keinem daß Der Hauptausschuß legt Wert darauf, nicht mit WohlfahrtsFlaschen und Scherben nicht auf die Straße werfen. Mitglieder des Hauptausschusses fönnen nur Organisationen Amtlich wird mitgeteilt: Berlin, 23. Juli. Die bedauer- Ergebnis geführt. Unterdessen haben sie aber feſtgeſtellt, da nisationen gegründet, heute beträgt die Zahl der ihm angeſchloſſenen werden. Am 20. März wurde dieser Hauptausschuß von 28 Orgaliche Unfitte, Flaschen und Scherben auf das Straßenpflaster die kleine goldene Uhr nicht schwarze Zeiger hat, wie man erst Organisationen aller Art bereits 1087, und diese Bahl steigt täglich. zu werfen und hierdurch besonders die Reifen der Fahrräder glaubte, sondern gelbe. Nach Aufklärung dieses Irrtums wird jetzt und Kraftwagen zu gefährden, ist leider auch in der Umgebung erneut eifrig nach der Uhr gesucht. Der Verbleib des geraubten einrichtungen" irgendwelcher Art verquickt zu werden. Seine Drudvon Berlin immer noch zu beobachten. De die meisten jetzt Behumarkscheins ist auch noch nicht aufgeklärt. Es hat sich noch nie- sachen stehen jedermann kostenfrei zur Verfügung. noch verkehrenden Kraftwagen im Heeresinteresse tätig sind, mand gemeldet, dem am 5. Juli oder später ein Zehnmarkschein werden ernste vaterländische Interessen durch die Beschädigung unter verdächtigen Umständen zum Wechseln angeboten worden wäre. Kurse für Obst- und Gemüseverwertung in den städtischen der Reifen gefährdet. Es ist daher Pflicht des Publikums, Alle Mitteilungen, die zur Aufklärung des Kapitalverbrechens dienen mit Nachdruck dafür einzutreten, daß die Straßen von Flaschen und Scherben frei bleiben. tönnen, nimmt die Staatsanwaltschaft III unter B. 9. J. 582. 15 können, nimmt die Staatsanwaltschaft III unter B. 9. J. 582. 15 entgegen. Von der Belohnung von 1000 m. hat noch nichts ausgezahlt werden können. Bom Spiel in den Tod. Schulküchen. Aus dem Rathause wird geschrieben: Da in diesem Jahre den in den bevorstehenden Wochen reichlicher auf den Markt geworfenen Mengen von Obst und Gemüse für die gesamte Volksernährung eine hervorragende Bedeutung zukommt, ist es notwendig, dafür Sorge zu tragen, Der städtische Schweinefleischverkauf. Der städtische Schweinefleischverkauf findet, wie schon mitgeteilt, von nächster Woche ab täglich statt. Die neuen Berechtigungskarten Ein tödlicher Automobilunfall hat sich in Weißensee ereignet. daß die über den Augenblicksbedarf hinausgehenden Vorräte werden von heute ab auf Verlangen in den städtischen Brot- In der Lehderstraße tummelten sich mehrere Knaben, unter ihnen für die späteren Monate verwertbar gemacht verden, um dann tommiffionen abgegeben; sie lauten auf 12 Pfund pro Kopf und der elfjährige Kurt Melcher, der mit einem Reifen spielte, als von der Bevölkerung wertvolle Nahrung und Ersatz für Fette Woche und haben Gültigkeit bis zum 15. August d. J. Berlin her ein Militärautomobil herannahte. Der Führer des Kraft- bieten zu können. Der Berliner Jugendbundausschuß( VorVon der nächsten Woche ab wird auch in den städtischen Markt- wagens, ein Unteroffizier, gab schon von weitem fortgesetzt Hupen- sitzender Stadtschulrat Dr. Fischer) hat es unternommen, mit hallen in den Verkaufsstellen für Schinken und Fettwaren Gefrier- fignale, um die Kinder zu warnen. Während die übrigen Knaben Unterstützung der Stadt Berlin, des Königlichen Oberpräsidiums schweinefleisch abgegeben. Die Verkaufsstellen sind durch rote plakate auf den Bürgersteig traten, lief Melcher furz vor dem Auto noch- und des Unterrichtsministeriums die Erkenntnis dieser Notmals auf den Fahrdammt, um seinen Trudelreifen zu holen. wendigkeit in die weitesten Volkskreise zu tragen und Dabei geriet der Knabe dicht an den Kraftwagen. Um wird Gelegenheit bieten, den Frauen und Mädchen Eine Beerdigung mit Hindernissen. ein Unglück zu verhüten, riß der Lenker das Steuer mit unserer Stadt in praktischen Stursen die Konservierung von Eine sonderbare Beerdigungsgeschichte hat sich in Senzig ab- aller Straft nach links herum. Der Schüler war aber durch den Obst und Gemüsen zu erlernen. Für die Mitglieder der an gespielt. In einer Familie starb ein neun Monate altes Kind, das erlittenen Schred so verwirrt worden, daß er ebenfalls nach links die Gemeindeschulen angeschlossenen Jugendvereinigungen und ihr von der Mutter in Pflege gegeben war. Da die Pflegemutter in auswich. Als nun der Unteroffizier den Wagen wieder nach rechts deren weibliche Angehörige werden in den 33 städtischen der letzten Zeit schon kein Pflegegeld mehr erhalten hatte, so wollte hinüberreißen wollte, wurde Melcher von dem Kotflügel des linken Schulfüchen kostenlose Ausbildungskurse in Obst- und Gesie auch die Beerdigung auf eigene Kosten ausrichten. Als sie bei der Vorderrades erfaßt und umgerissen. Bei dem Sturz auf das müseverwertung für die Abendstunden eingerichtet. Bereits Frau des Totengräberstellvertreters die Gruft zu bestellen wünschte, Straßenpflaster erlitt der Knabe eine flaffende Kopfwunde und einen haben 45 Vereinigungen 964 junge Mädchen als TeilnehmeJe 15-20 junge Mädchen über wurde sie zunächst an den Gemeindevorsteher Massante ver- Schädelbruch. Der Verunglückte wurde nach dem Auguste- Viktoria- rinnen angemeldet. fenntlich gemacht. wiesen, ohne den nichts zu machen sei. Auch beim Gemeinde- Strantenhaus gebracht, wo er bald nach seiner Aufnahme starb. 17 Jahre bilden einen Kursus. In der ersten Woche wird das Konservieren ohne Suder( System Jasmund, Der Verkehr geht durch Unterbaum, Charité- und Schumannstraße. I sondern aus edler Menschlichkeit, die mur Menschen, aber feine Sterilisieren in Flaschen) gezeigt, in der zweiten das Die Südseite der Karlstraße, von der Albrecht bis zur Friedrich- Rationalitäten fennt. Und darum hört man auch äußerst selten Einkochen von Marmeladen, in der dritten das Einlegen straße, wird wegen Vorarbeiten zum Bau der Untergrundbahn vom Hockrufe auf Deutschland oder Frankreich, während umgekehrt allerin Essig und Zucker, und die vierte Woche bringt das Dörren 24. d. Mts. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. dings die Deutschen wie die Franzosen in den Verwundetenzügen von Gemüsen, das Herstellen von Salzkonserven, das Trocknen Kleine Nachrichten. Für 8000 M. Schmuckfedern erbeuteten aus überquellender Freude über die wohltuenden und erhebenden warmfühlenoen Liebesbeweise des Schweizerboltes nicht müde werden von Pilzen usw. Die Anweisungen werden zum größten Teil Einbrecher in der Nacht zu gestern in der Kurfürstenstraße 100 in mit begeisterten Hochrufen auf die Schweiz, die sich ihnen zugleich von städtischen Haushaltungslehrerinnen erteilt. Obst, Zucker, dem Geschäft von Anna Grüß, die dort einen Laden mit zwei als das Land mit friedlicher Kultur darbietet. Ueberfahren und schwer verlegt wurde Flaschen, Einmachetöpfe und andere Materialien liefert die Schaufenstern betreibt. Das erhebende große menschliche Mitgefühl des Schweizerboltes, Schuhmacherfrau Minna Siepfe aus Engrosabteilung der Firma Hermann Zieg. Die Kurse be- gestern vormittag die Schuhmacherfrau das sonst nicht von einem Uebermaß von Sentimentalität angetränkelt der Invalidenstraße 146. Sie geriet in der Karlstraße ginnen am 23. Auguft. Ihnen geht ein Informationstursus in der Nähe der Schumannstraße unter einen Straßenbahn- ist, mit den durchfahrenden Opfern des Krieges, findet zum Teil für die Leiterinnen am 10., 11. und 12. August im Lettehause wagen und mußte mit start blutenden Verlegungen am Kopfe und ſeine Begründung auch in der vielfachen direkten oder indirekten voraus. Nähere Auskünfte erhalten alle interessierten Streise anderen Körperstellen nach der Charité gebracht werden. Leder- Mitleidenschaft, in die weite Kreise der Bevölkerung der Schweiz im Bureau des Berliner Jugendausschusses, Berlin C 19, biebe ſuchten die Dampfschneidemühle von Theele in Birkenwerder durch den Krieg gezogen wurden. Es ist gar nicht stark übertrieben, wenn man sagt, daß in vielen Häusern, namentlich in den Niederwallstr. 6/7, Geschäftsführer Rektor Bidermann, Fern- heim. Sie stahlen von der Hauptantriebswelle den Treibriemen, Städten und Industriegegenden, es Familien gibt, die einen unsprecher Zentrum 11834. Sprechstunde täglich 12-1, Mon- der 4000 M. wert ist.- Durch einen Sprung aus dem Fenster hat mittelbaren Angehörigen, Vater oder Sohn. Bruder oder Neffen, tag, Mittwoch, Freitag 5-7. sich gestern der 55 Jahre alte Tischler Ludwig 2. aus der Erkstraße Schwiegersohn oder Bräutigam einer Tochter, nähere oder fernere in Neukölln das Leben genommen. In einem Anfall von nervöser Verwandte im Serieg haben und zwar in allen Lagern. Standen pflasterten Hof hinab Ueberreizung sprang er aus dem zweiten Stock auf den ge- doch zum Beispiel im Bahnhof Winterthur daselbst wohnhafte Eltern und berletzte sich ant Kopfe so schwer, daß er im Krankenhause Budow gleich nach der plötzlich vor ihrem Sohn im Verwundetenzuge, der ein Auge verlor Aufnahme starb. und am Kopfe verwundet wurde, und nun aus Frankreich nach Ein mutmaßlicher Kindesmord beschäftigte wieder die Kriminalpolizei. An der Lügowbrücke wurde aus dem Deutschland zurückkehrte. Er ist in der Schweiz geboren und auj Landwehrkanal die Leiche eines neugeborenen Knaben gelandet. Sie gewachsen und war bis zum Kriegsausbruch als kaufmännischer Anwar ganz nadt. Bei der Arbeit vom Tode überrascht wurde der gestellter in Paris in Stellung. 50 Jahre alte Monteur Ernst Schlonsti aus der Swinemünder Straße 11, der in einer Bigarettenfabrik in der Rosenthalerstraße be schäftigt war. Hier wurde er von einem Blutsturz befallen und starb auf der Stelle. Urania. Der Jfonzo und Desterreichs Adria füste betitelt sich ein neuer Vortrag, der am Donnerstag abend im wissenschaftlichen Theater in der Taubenstraße zum ersten Male gehalten wurde. Der Vortragende führt seine Zuhörer nach den Grenzdistrikten zwischen Desterreich und Italien, um welche jetzt hartnädige Rämpfe stattfinden. Die Reise geht nach dem Honzotal bei Tolmein; nach Santa Lucia, Canale und Plawa. Wir sehen in gut gelungenen Bildern das deutsche Görz, um das der Kampf wogte, beſchauen Triest mit seinen bemerkenswerten Baulichkeiten, besuchen die geschichtlich bedeutsamen Stellen und Orte wie das reizende Schloß Miramar, Aquilega, die einstige römische Weltstadt, die Lagunen bon Grodo, Pirano, die Bekannte Station Rovigno und endlich den Kriegshafen Bola. Der giveite Teil des Vortrages zeigt uns die Besonderheiten der österreichischen Adriafüste. Im Fluge machen wir uns mit Die Schweiz und die Verwundetenzüge. Dalmatien und vor allem mit den Dalmatinern bekannt, um längere Zeit in Nagusa, der Perle Dalmatiens, Halt zu machen. Zum Das Wolfsche Telegraphen- Bureau hat bereits Aeußerungen Schluß gehen wir noch einen Schritt weiter in das vielumstrittene deutscher Soldaten in Konstanz, wohin sie mit den Verwundeten Albanien, nach Turazzo und Valona, um dann in die Wirklichkeit zügen aus Frankreich gekommen waren, über ihre wohltuend freundzurüdzukehren. Die neue Reise ist sehr abwechslungsreich und trogliche Aufnahme in der Schweiz in der Presse verbreitet, zu denen zurüdzukehren. Die neue Reise ist sehr abwechslungsreich und iros hier ergänzend noch einiges bemerkt sein mag. Die Verwundeten des Krieges vollkommen gefahrlos in der Urania. züge, fchweizerische Eisenbahn- Sanitätszüge mit schweizerischem Aus aller Welt. Die so in Mitleidenschaft gezogenen Familien leiden auch wirt. verstümmelten, ihre Kriegerwitwen und Waisen aller Nationalitäten fchaftliche Not, wie die Schweiz auch ihre zurückkehrenden Kriegsberstümmelten, ihre Kriegerwitwen und-Waisen aller Nationalitäten heute schon hat. Die menschlich erhebende, liebevolle Aufnahme von Verwundeten bei ihrer Meise durch die Schweiz bleibt ihnen auch bei jedem weiteren Austausch zwischen Deutschland und Frankreich gesichert. Die Unterschlagungsaffäre Desclaug. Der Nouvelliste" meldet aus Paris: Der ehemalige Heereszahlmeister Desclaug, der wegen großer Unterschlagungen verhaftet und später auf seinen Geisteszustand untersucht worden war, ist nicht geistes gestört befunden worden. Er wurde infolge dessen aus der Heilanstalt in das Gefängnis zurüdgebracht, wird demnächst degradiert und zur Berbüßung seiner Strafe in eine Provinzftrafanstalt gebracht werden. Bon der Tätigkeit der Feuerwehr. In der letzten Nacht wurde Sanitätspersonal unter der Oberleitung des schweizerischen Zwei Millionen Frank unterschlagen hat der Hauptkassierer des der 28. Automobilzug der Berliner Feuerwehr nach der Brüsseler Roten Kreuzes, gehen jeweilen am Abend mit französischen Schweizerischen Bankvereins in Basel. Er ist verhaftet worden. Straße 38 gerufen, wo ein Kind, das von der Mutte unbeaufsichtigt Schwerverwundeten und unverwundetem französischem Sanitäts- Die unterschlagene Summe hat er anscheinend zur Dedung von in der verschlossenen Wohnung zurüdgelassen worden war, aus dem perfonal, δαξ in deutsche Gefangenschaft geraten war, Differenzen, die ihm aus Privatspekulationen entstanden sind, verFenster zu stürzen drohte. Die Mannschaften bolten über eine Sted bon Konstanz und andererseits zu Mittag bon Lyon wendet. leiter das Kind vom Fensterbrett herab und übergaben es Nachbarn. ab, so daß fie fich auf Schweizerboden treuzen. Bis weit Mord aus Eifersucht. In Frankfurt a. M. erstach der Immobilien brannten Prinzenstr. 47 und Stralauer Straße 52. In in die Nacht hinein und schon in den frühen Morgenstunden 35jährige schwachsinnige Gärtner Mar Gaß die 35 jährige Ehefrau der Rostoder Straße 1 hatte sich eine weibliche Person mit Gas stehen an der Eisenbahnlinie entlang ungezählte Taufende von Wilhelmine Keller. Das Motiv der Tat ist Eifersucht. vergiftet. Menschen, Frauen und Männer aller Voltsschichten, um, soweit es möglich ist, zahlreiche Liebesgaben aller Art, namentlich auch viele Ein gefährlicher Kinderfreund wurde in Moabit unschädlich ge- Blumensträuße, Alpenrosen und Gartenrosen usw., den Verwundeten macht. Der Arbeiter May Grünbaum aus der Beuffelstraße in den Wagen zu spenden und ihnen damit eine wohltuende reine benutzte die Gelegenheit, daß seine Frau längere Zeit in einem Es werden mit den Blumen zum Teil die Betriebe beschäftigt war, während er selbst zu Hause blieb, zu einem Freude zu bereiten. schändlichen Treiben. Er Lodte fleine Mädchen aus dem Hause und Wagen geschmückt, das Innere wie die Fenster, so daß man blumenvon der Straße an sich und veranlaßte sie durch Versprechungen, zu möchte, während es leider die Dauerzüge verkrüppelter unglüdlicher bekränzte eftzüge fröhlicher und glüdlicher Menschen vermuten I und IV. Abth.: Montag, den 26. Juli, abends 8, Uhr, Köpenider ihm in die Wohnung zu kommen. Dort verging er sich dann an ihnen. Die Kinder sprachen unter sich von den Vorkommnissen und Menschen find. Lebhaftes Grüßen und Tücherschwenken offenbaren Straße 62. Bortrag des Bundesvorsitzenden Dr. Stein. eine unmittelbare menschliche Gemeinschaft, die etwas Großes Mitgliederversammlung im selben Lokal, Freitag, den so erfuhren dann auch ihre Eltern davon. Diese zeigten den Unhold bedeutet und auf den ernsten Beohachter einen tiefen, ergreifenden 30. Juli, abends 9 Uhr. Tagesordnung: Streisübung am 15. Auguſt uſw. jetzt an und er wurde daraufhin festgenommen und nach dem Unter- Eindrud macht. Man sieht viele txänenerfüllte Augen, namentlich fuchungsgefängnis gebracht. bei Frauen, deren ganzes Herz in dem bollen Mitgefühl Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Straßensperrung. Die Karlstraße, wird unter der Eifen- mit den Opfern des Krieges aufgeht. Dabei wird selbstverständlich Sonnabendmittag. Warm und ziemlich schwül. Beitweise heiter, aber bahnüberführung wegen Bauarbeiten an der Eisenbahnbrüde vom fein Unterschied zwischen den Deutschen und Franzen gemacht, aber noch überwiegend bewölft. Bunächst im Dsten, später auch im Besten weita 24. b. Mis. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. uicht etwa nur der nüchternen Neutraltät der Schweiz wegen, verbreitete, im allgemeinen geringe Gewitter. EEEEE 9999 99999999999999 Krankenunterstützungsund Begräbnisverein der Bauund gewerblichen Arbeiter Berlins und Umgegend. Unserem langjährigen Revisor Ernst Flöter nebst Frau zu ihrer heutigen Silberhochzeit die herzlichsten Glückwünsche. Im Namen der Mitglieder und des Vorstandes Gadegast, Borsitzender, 3714 Soldiner Str. 75 pt. Todes- Anzeigen Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis. Görlitzer Viertel. Bezirk 207 1. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genoffe, der Tischler Karl Schindler gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 24. Juli, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Stirchhofes der Emmausgemeinde in Briz aus statt. 213/11 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 2. Abt. Bez. 505. Am Donnerstag, den 22. Juli, beritarb unser Genoffe, der Mechaniker Ernst Schlonski ( Swinemünder Str. 11). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 26. Juli, nachmittags 3 Uhr, von der Zeichen. halle des Bions Stirchhofes in Niederschönhausen Nordend aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 226/15 Der Vorstand. Am 20. Juli starb an der im Felde erlittenen schweren Stopfverwundung unser lieber Turngenoffe Wilhelm Bode. Der Verein wird sein Andenken stets in Ehren halten. 185/16 Turnverein„ Oberspree", Oberschöneweide. Sozialdemokratischer Wahlverein Bohnsdorf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Mittwoch, den 21. Juli, unsere Genoffin Frau Marie Franz im Alter von 44 Jahren verstorben ist. Die Einäscherung findet am Sonntag, den 25. Juli, vormittags 11 Uhr, im Krematorium Treptow- Baumschulenweg statt. Um rege Beteiligung ersucht 195/12 Der Vorstand. Verein der Freidenker für Feuerbestattung zu Berlin. Am 21. Juli verschied unser Mitglied, Frau Marie Franz geb. Meier zu Bohnsdorf. Ehre ihrem Andenken! Die Einäscherung findet am Sonntag, den 25. Juli, vormittags 11 Uhr, im Strematorium zu Treptow- Baumschulenweg statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet 283/13 Der Vorstand. Verband d. Gemeinde- u.Staatsarb Filiale Groß- Berlin. Den Mitgliedern geben wir hiermit Nachricht vom Tode des Kollegen Valentin Srodka vom Gaswert Danziger Straße. Die Ueberführung der Leiche findet am Sonnabend, den 24. Jult, nachmittags 14 Uhr, bom obiter Stranfenhause nach dem Friedhof der Sebastian Ge meinde in Reinidendorf statt. Ehre seinem Andenken! Um rege Beteiligung bei der Bestattung des Kollegen ersucht 35/1 Die Ortsverwaltung. Hiermit die traurige Nachricht, daß unser lieber Bater, Großvater, Schwiegervater, Bruder und Dntel, der Silberarbeiter Hermann Friedrich Schulstr. 44, plöglich verstorben ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Beerdigung Sonnabend, nach. mittags 5 Uhr, von der Leichenballe des städtischen Friedhofs, Seestraße, Ede Müllerstraße. Als Opfer des Weltfrieges fiel auf dem Schlachtfelde am 9. Juli unfer braver Kollege und Mitarbeiter, der Maschinenmeister Fritz Zimmer Grenadier im Ref.- Erf.- Ngt. Nr. 1 im 28. Lebensjahre. 20505 Ein ehrendes Andenken wird ihm stets bewahren Das Gesamtpersonal der Buchdruckerei Liebheit& Thiesen. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine herzensgute Frau, unsere für uns fich stets aufopfernde liebevolle Mutter, gute Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Marie Franz geb. Meler im Alter von 44 Jahren nach schweren Leiden am 20. Juli ver fchieden ist. 20495 Die Einäscherung findet am Sonntag, den 25. Juli, vormittags 11 Uhr, im Krematorium, Ereptom Baumschulenweg, statt. Dies zeigen fiefbetrübt an Wilhelm Franz und Minder nebst allen Angehörigen. Bohnsdorf bei Grünau. Nach 26jähriger glüdlicher Che wurde mir meine treue Lebens: fameradin Frau Anna Gründelgeb. Mahlitz nach kurzem 2eiden durch den unerbittlichen Tod entriffen. Wer sie tannte, weiß, wie schwer der Verlust mich trifft. Der trauernde Gatte Wilhelm Gründel, Neu- Bogelsdorf bei Fredersdorf ( Ostbahn), den 21. Juli 1915. Die Beisegung findet von der Halle des Bentral Friedhofes in Friedrichsfelde aus am Montag, Ben 26. Juli, nachmittags 4, Uhr, statt. 770 Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125( Oranienb. Tor), für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage), Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung.all Sprechstunden: 11-2 und 5-8 ( Neufoün 1) Sonntag, den 25. 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Das Kaufmannsgericht erachtete alle diese Verrichtungen nicht wohne auf Grund des Rechts und der Pflicht als Ehefrau des für ausreichend, um den Kläger als taufmännischen Angestellten Stricgsteilnehmers: das Gesetz kann nicht zu ungunsten der Die Berluftliste Nr. 282 den preußischen Armee enthält anzufchen und verwies deshalb den Rechtsstreit an das Gewerbe- Familie des Kriegsteilnehmers gemacht sein, jedes Anerkenntnis gericht. Berlufte folgender Eruppen: = Reitendes Feldjägerforps( f. Nef.- Jäger- Bat. Nr. 21). Jufanterie ufm.: Garde: 1. und 3. Garde- Reg. z. F.; Gren. Regimenter Alexander, Franz und Elisabeth; Garde- Schüßen- Bat. Gren.-, beam. Inf.-, beam. Füf.- Regimenter Nr. 4, 8, 11, 12, 14, 16, 17, 22, 23, 24, 25, 27( 1. Inf.theg. Nr. 14), 28, 30, 37, 38, 39, 40, 41, 43, 46, 48, 49, 52( f. quch Inf. Reg. Nr. 14), 53, 54, 57, 64, 66, 70, 73, 75, 76, 77, 78, 80, 81, 82, 84, 85, 86, 97, 111, 115, 118, 143, 147, 148, 149, 150, 151( f. Inf.- Reg. Nr. 147), 154, 155, 158, 160, 163, 167, 168, 169, 171, 172, 174, 176, 185, 189, 330, 331. Ref.- Inf- Regimenter Nr. 7, 27, 35, 37, 39, 48, 49, 59, 61, 64, 68, 78, 77, 79, 80, 81, 82, 84, 92, 93, 94, 110, 111, 118, 201, 202, 203 ( f. auch Inf. Reg. Nr. 14), 205, 208, 210, 212, 215, 216, 221 bis einschl. 228, 233, 235, 236, 237, 239, 249, 252, 253, 254, 255, 258 bis einschl. 262, 264, 266. Ers- Inf. Reg. Runge. Landm.- Inf. Regimenter Nr. 2, 5, 15, 24, 37, 48, 52, 55, 61, 75, 76, 80. 2andm.Erf. Inf. Reg. Nr. 4. Landst. Inf. Reg. Nr. 9. Brig.- Ers. Bataillone Nr. 15, 36, 40( f. Fu- Reg. Nr. 40), 41( f. Ref.- FestungsMaschinengewehr- Abt. Nr. 4 Me). Landm.- Brig.- Ers.- Bat. Nr. 41 ( s. Landm.- Ers.- Jnf.- Reg. Nr. 4). Landst.- Inf.- Bataillone: 1. Bonn, I Sauban, Rastenburg. Zusammengesettes Landst.- Inf.- Bat. Aonigsberg. 2., 5. und 9. Langst. Inf.- Ers. Bat. des 4. sowie 4. des 15. Armeeforps. Garnison- Bat. Rr. 1 Breslau. Jäger- Bat. Nr. 14; Res.- Bataillone Nr. 1, 8, 11, 17, 19, 21, 22. Feld- Maschinengemehr Bug Nr. 26( s. Res.- In- Reg. Nr. 118); Res.- FestungsMaschinengemehr- Abt. Nr. 4( Mek). Kavallerie: Kurassiere Nr. 4; Dragoner Nr. 2, 19; Ref.- Dragoner Nr. 8; Husaren Nr. 10, 16; nen Nr. 3, 5, 16; Ref.- lllanen Nr. 1; Jäger zu Pferde Nr. 1 und 8. Feldartillerie: 2. Garde- Reg.; Regimenter Nr. 10, 23, 26, 27, 42, 59, 69, 84. Fußartillerie: 2. Garde- Reg. 1. und 2. Garde- Ref.- Reg.; Regimenter Nr. 2, 7, 10, 20; Ref.- Regimenter Nr. 8, 11, 18; Land mehr- Bat. Nr. 9; Batterie Nr. 236; 2. 9-3entimeter- Batterie der 12. Randm.- Div. Das widerrufene Schuldbekenntnis. lehne ich ab. Falsche Banknoten. Die Gültigkeit des Widerrufs eines Schuldbekenntnisses hatte die 4. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts gefälscherbande leuchtete eine Verhandlung hinein, welche geſtern Jn das Treiben einer deutsch- amerikanischen Banknotenlegentlich eines dort verhandelten Prozesses zu prüfen. bei der Beklagten, der Bigarrenfirma Richter u. Franke, dadurch Landgerichtsdirektors Vanjuna beschäftigte. Kläger war der Filialleiter H., der seine langjährige Stellung die Ferienftraffammer des Landgerichts III unter Vorsiz des berlor, daß die Firma bei der letzten Inventur grobe Unregelmäßigfeiten entdeckte. So hatte S., wie er zugeben mußte, unberech tigterweise Geld aus der Kasse genommen. Wie der Inspektor bei der Inventur feststellte, standen in den Regalen für die vollen Kisten vielfach leere und halbvolle Kisten. Diese Kisten waren aber durch Ausstopfen mit Papier künstlich vollgemacht. Da die Kisten bei der Lageraufnahme nicht geöffnet, sondern nur abgeklopft werden, so wären sie durch das Ausstopfen mit Papier als volle Kisten bei der Klopfprobe mit durchgegangen, wenn es nicht durch Der Kläger gab denn eine Stichprobe herausgekommen wäre. auch nach Entdeckung der Unregelmäßigkeiten der Firma ein schrift liches Schuldanerkenntnis, mit welchem er bekannte, der Beklagten 1299 M. zu schulden und die Summe in Raten zu tilgen. In zwei weiteren Briefen, die er im Verlaufe der nächsten zwei Wochen an die Geschäftsleitung richtete, suchte er seine Verfehlungen unter Anführung der verschiedensten Gründe zu entschuldigen. In dem vom Kläger angestrengten Prozeß widerruft er nunmehr sein damaliges Schuldbekenntnis und verlangt sein Gehalt bis zum Ablauf der Kündigungsfrist, da seine Entlassung zu Unrecht erfolgt sei. Das Anerkenntnis habe er damals in der Not ausgestellt, um vor der Firma Ruhe zu haben. Das Kaufmannsgericht erkannte aber das Vorliegen einer solchen Notlage nicht an und wies die Klage bezüglich des Restgehaltes ab. Das vom Kläger abgegebene Schuldanerfenntnis jei zweifellos rechtsgültig, da durchaus nicht ersichtlich ist, in welcher Weise auf ihn bei Abgabe der Willenserklärung ein unzulässiger Drud ausgeübt worden sei. Zum Ueberfluß habe H. sein Anerkenntnis nicht etwa gleich hinterher widerrufen, sondern im Gegenteil in zwei weiteren Briefen bestätigt und nur sein Verhalten zu entschuldigen versucht. Daß aber eine Firma beim Vorliegen derartig erheblicher Verfehlungen aur sofortigen Entlassung berechtigt sei, sei fraglos. Es handelte sich um ein sogenanntes objektives Verfahren, welches die von der Staatsanwaltschaft beantragte Einziehung des Nachlasses des in der Untersuchungshaft durch Selbstmord aus dem Leben geschiedenen Invaliden Richard Ganzer, eines der bcfanntesten und gefährlichsten internationalen Banknotenfälscher, zum Gegenstand hatte. Ganzer, der gelernter Lithograph ist, hatte ein sehr bewegtes Leben hinter sich. Er war in aller Herren Bänder. Er hatte sich, insbesondere in Amerika, durch Fälschung englischer Banknoten und amerikanischer Dollarbills in furzer Zeit ein großes Vermögen erworben. Mit den auf diese Weise erlangten Kapitalien tauchte er dann von Zeit zu Zeit in Deutschland auf, wo er in der Rolle des millionenschweren Deutsch- Amerikaners das Geld mit vollen Händen ausstreute. In New Jersey, wo die erste Frau des G. wohnte, hatte er in Gemeinschaft mit zwei Engländern in einem Keller eine Falschmünzerei betrieben, in der hauptsächlich Ein- und Zwei- Dollarnoten hergestellt wurden. Um die Noten auf ihre Aehnlichkeit zu prüfen, wandten die Fälscher ein recht originelles Mittel an. Sie gingen vor einem amerikanischen Konstabler die Straße entlang und ließen dann eine gefälschte Zwei- Dollarnote fallen, so daß der Polizist dies sehen mußte. Sie beobachteten sodann, ob der Polizist den Fund an sich nahm und traten, nachdem er die Note gewechselt hatte, mit dem höflichen Ersuchen an ihn heran, ihnen den verlorenen Geldschein zurückzugeben. In den meisten Fällen rückte der verblüffte Konstabler auch das eingewechselte Geld heraus. Schließlich wurden die Fälscher verhaftet. Ganzer wurde zu 4½ Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in der berüchtigten Sing- Sing- Anstalt verbüßte. Nach Verbüzung dieser Strafe fam G. mit einem Vermögen von zirka 30 000 M. nach Deutschland. Dort ging er mit einer gewissen Elsa Mundt eine zweite Che ein. Die Ehe wurde bald gelöst. Dann war G. plötz lich verschwunden. Im Herbst 1913 lief bei der Berliner Kriminalpolizei ein anonymes Schreiben ein, in welchem mitgeteilt wurde, bas Ganzer in dem Hause Friedrich- Karl- Straße 7 in Reinidendorf mit seiner Schwägerin Anna Mundt zusammenlebe und eine mit allen technischen und chemischen Hilfsmitteln ausgerüstete Banknotenfälscherwerfstatt betreibe. Die Haussuchung hatte ein überraschendes Ergebnis. Neben einer Steindrucpresse Cefadron des 7. Armeekorps. Ref.- Div.- Brüdentrain Nr. 17. Vor dem Amtsgericht Berlin- Mitte( 37. Abteilung) flagte murden photographische Apparate nebst Chemikalien, ein großer Proviantfolonne Nr. 4 des 1., Nr. 6 bes 7. Armeekorps( legtere f. als Eigentümer des Hauses Danziger Str. 42 der Maurer- Bosten Banknotenpapier und gefälschte englische 5- Pfundnoten in Feld- Train- Eskadron des 7. Armeekorps). Leichte Fuhrparkkolonne meister Schweride gegen einen Arbeiter Knz und dessen Ehe- Höhe von zirka 43 000 Mark vorgefunden. Ganzer wurde verhaftet, Nr. 1 des 5. und Ueberplanmäßige Fuhrparkfolonne Nr. 4 des frau auf Zahlung rückständiger Miete und auf Näumung der beging aber in derselben Nacht Selbstmord durch Erhängen. Da 4. Armeekorps; Festungs- Fuhrparkfolonne Nr. 9 Mezz. Fleisch- Wohnung. Der Mieter hatte seit seinem Einzug in dieses sich eine Mitbeteiligung der Anna Mundt nicht feſtſtellen ließ, Kraftmagentolonne des 3. Armeekorps. nur noch das nach dem Gesez erforderliche sogenannte objektive des Haus vom Oktober 1913 ab regelmäßig seine Miete bezahlt, wurde das gegen sie eingeleitete Verfahren wieder eingestellt, so daß 21. Armeetorps; Res.- Inf.- Munitionsfolonne Nr. 49; Artillerie- als er aber im März 1915 zum Heere einberufen Verfahren übrig blieb. Staatsanwaltsassessor van Hout beantragte Munitionsfolonne Nr. 2 des 1. und Nr. 2 des 16. Armeekorps; wurde, stellte die Freu vom April ab die Zahlungen ein. Die Einziehung und Vernichtung der falschen englischen Banknoten Festungs- Fußart. Munitionsfolonne der Div. Bredom; Festungs- Vier Monate hindurch erhielt der Wirt teine Miete, doch in sowie des übrigen Materials. Das Gericht entsprach diesem AnMunitionsfolonne Nr. 8. einen angemessenen Mietenach I a ß, der die Vorausseßung trage. Sanitäts- Formationen: Sanitäts- Romp. Nr. 2 des 7. und einer der Frau zu gewährenden Mietebeihilfe gewesen wäre, Nr. 1 des 16. Armeekorps. Feldlazarett Nr. 7 des 7. und Kriegs- willigte er nicht ein. Nur 2,50 M. pro Monat wollte Iazarett Nr 3 des 14. Armceforps; Referbelazarett Angerburg. er von der 27 M. betragenden Miete ablaffen, die geforderte Freiwillige Krantenpflege. Fortifitationen und Armierungs- Formationen: Fortifitation Ermäßigung um 5 M. war ihm zu viel, und so erhielt die Breslau. Armierungs- Bataillone. Frau teine Mietebeihilfe von der Stadt. Pioniere: Regimenter Nr. 18, 19, 24, 35; Bataillone: I. Nr. 4, I. Nr. 7, II. Nr. 8. I. r. 10, I. r. 14, III. Nr.16, II. Nr. 26, II Nr. 27, III. Nr. 28; Res. Bat. Nr. 39; Gri.- Bat. Nr. 5; Kompagnien Nr. 100 und 237; 1. Landm.- Ramp. des 1. Armeeforps. Mittlere Minenwerfer- Abt. Nr. 104; Schmere Minenwerfer- AbteiJungen Nr. 8, 23, 36, 48, 52. Berfehrstruppen: Militär- Eisenbahnbirektion Nr. 1. bahn Betriebsfompagnie Nr. 19. Fernspr.- Abt. des 4. und des 9. Armeekorps fomie der Division Bredom. Feldfliegertruppe. Train: Train- Abt. Nr. 7; Train- Erf.- Abt. Nr. 5; Feld- TrainMunitionsfolonnen: Inf.- Munitionsfolonne Nr. 1 Bachtkommando der Kommandantur Spandau. Ariegsbekleidungsamt des 8. Armeekorps. Die Bortfehung der banerischen Verlustliste Str. 204 melbet Berluste des Brigade- Ers. Bat. Nr. 6; Landft- Inf.- Bataillone Dillingen, Kaiserslautern, Sempten, Bassau I. 2. Manen- Reg.; 5. Chenaulegers- Reg. 4., 5., 11., 21. Felbart.- Reg.; Ref.- Feldart- Reg. Rr. 6; 4. Gri.Felbart.- Abt. 1. Fußart.- Reg.; Reichte Munitionstolonne I; Res-- Fußart. Reg. Nr. 1, 3; Randm.- Fußart.- Batl. Nr. 2. Pionier- Reg.; 1. Bionier- Bat.; Bionier- Komp. Nr. 19; FliegerAbt. 1; Ref. Pionier- Komp. Nr. 16; Mineur- Abt. Nr. 1( Erf.- Div.); 1. Landw. Bionier- Komp., 3. Armeeforps. Armierungs- Bat Nr. 1. Ref.- Inf.- Munitionsfolonne 6( Staffel 17). Ref. Sanitätstomp. 6. Ref.- Felblazarett Nr. 7. Berichtigungen früherer Verlustlisten Die mürttembergischen Verlustlisten Fr. 225, 226, 227 beröffentlichen Verluste des Inf. Reg. Nr. 121; Gren.- Reg. Nr. 123; Inf.Reg. Nr. 127; Res.- Inf.- Reg. Nr. 246. Feldart- Reg. Nr. 29. Art.- Munitionstolonne Nr. 3. Berichtigungen früherer Verlustlisten. Ref.- Inf.- Reg. Nr. 121. Brig. Erf.- Bataillone Nr. 51, 52; Inf.- und Bandw.- Inf.- Reg. Nr. 120; üf- und Landw.- Inf. Reg. Nr. 122; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 123; Inf. und Landw. Inf. Reg. Nr. 126; Landst. Inf.- Bat. Biberach. Dragoner- Reg. Nr. 26; Ulanen- Reg. Nr. 19. Felbart. Reg. Nr. 13; 1. Gri.- Abt. Feldart- Reg. Nr. 29; Feldartillerie- Reg. Nr. 49; 1. Ers.- Abt. Feldart.- Reg. Nr. 65; Felbart.Reg. Nr. 116. 3. Feld- Pionier- Komp.; 5. Feld- Pionier- Komp.; 3. Landw. Pionier- Komp. Mobile Etappen- Rommandantur Nr. 3. Feldbäderei- Kolonne Nr. 1. Verluste durch Krankheiten. Berichtigungen früherer Verlustliften. Soziales. Gerichtszeitung. Na, Sie find es doch schuldig?! Briefkasten der Redaktion. Briefliche Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3. IV. Sof rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend Die Einberufung des Mannes war für den Hauswirt bon 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brieftast en bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine 8ahl als Mertzeichen beizufügen. fein Hindernis, schließlich den Mann samt der Frau auf Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen leine Abonnements quittung Zahlung und auch auf Räumung zu verklagen. beigefügt ist, werben nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. menden. Beffer. Solches Institut ist von der Zentralfommission Vor Gericht wurde ihm freilich klar, daß er mit so weit gehenden Ansprüchen nicht durchkommen würde. Das Verfahren gegen den im Felde stehenden Mann mußte erfahren Sie dieselbe im Berliner Arbeiterfekretariat, Engelufer 15. 2. S. 100. Solche Adresse ist uns leider nicht bekannt. Vielleicht selbstverständlich ausgefekt werden, wenn R. K. 1. Diese Strankheiten können die verschiedensten Ursachen haben. Ehefrau die es beantragt hatte. Auch gegen die Es ist deshalb notwendig, daß Sie sich vorher über Ihre Absicht mit einem Einen bestimmten Arzt fönnen wir jedoch grundsäglich Frau den Anspruch auf Räumung fallen Arzte besprechen. P. B. 13. Benden Sie sich an den Borstand des 3 u Iassen, hatte Der flagende Wirt zunächst nicht empfehlen. M. B. 26. Bon einer der Wahlvereins, dessen Mitglied Sie sind. feine Luft. Auf die Bemerkung des Richters, ein Räumungs- artigen Stiftung ist uns nichts bekannt. R. G. 12. Die Angelegenheit urteil gegen die Frau würde ja doch nicht vollstreckt werden, ist dem Striegsministerium unterbreitet. Landsturmmann III. 5. Das wandte der Kläger ein, dann fönne er wenigstens die Sachen läßt sich im Brieffaften nicht erörtern. Sie müssen sich aut alfomiffion ber pfänden lassen. Auch das geht nicht an, erwiderte der Richter, Stranfenfassen eingerichtet, Alexanderftr. 39/ 40.- Nr. 217. Wir können und nun erst beschränkte der Kläger sich auf den Zahlungs- teine Heilmittel empfehlen. Sie müssen sich an den Arzt wenden. anspruch. Erkannte die Frau diesen Anspruch an? Als der 5. 34. 1. In dieser Sache müssen Sie sich mit der dortigen Drtsbehörde Richter die Zögernde fragte:„ Na, Sie sind es doch schuldig?!" in Verbindung setzen. Allgemeine Bestimmungen gibt es darüber nicht. 2. Darüber fann Ihnen Ihre Mutter bei der dortigen Postbehörde Aus. wehrte sie nicht ab:" Ich schulde nichts, nur mein Mann ist funft verschaffen. 3. Beim Gärteer dürften Sie in diesem Falle Belehrung die Miete schuldig, wenn auch ich den Vertrag mit unters erhalten. D. N. 42. An die Auskunftsstelle des Kriegsministeriums, 2. R. 29. Nach der neuesten Bekanntmachung ers schrieben habe", sondern sie antwortete:" Ja, aber ich Dorotheenstr. 48. fann jetzt nicht zahlen."" Also, Sie erkennen an", schloß der halten die Urlauber freie Fabrt. Schen Sie, bitte, die heutige Numiner Richter, Sie wollen aber Zahlungsfrist?" und die Frau machte teine Einwendungen mehr. Danach wurde sie zur Zahlung verurteilt und die für vier Monate rückständige Miete wurde auf eine Zahlungsfrist von drei Monaten, in drei Raten zahlbar, verteilt. Die Frau fragte, wovon sie zahlen solle, da sie für sich und ihre beiden Kinder nur 43 M. Familienunterstützung beziehe und jetzt kein Einkommen aus Arbeit habe. Die Antwort blieb man ihr schuldig. des„ Borwärts" nach. M. M. 101. Dresdener Straße. Nein. A. H. 60. Ihre Schwiegertochter hat Ihnen oder Ihrem verstorbenen Mann gegenüber feinerlei Erbrecht. 3hr Sohn hat ein Erbrecht sowohl in den Nachlaß seines verstorbenen Baters wie in Ihren Nachlaß. Ein Grund au einer Enterbung liegt nicht vor. Wohl können Sie aber in dem Testa ment ihn auf das Pflichtteil setzen. F. 2. 23. Ursprünglich waren Sic wegen Stropfbeschwerden für unbrauchbar erklärt, nunmehr aber für fähig 3. 3. 14. Sit fein Testament vorhanden und als Landsturm erachtet. sind keine ehelichen Kinder vorhanden, so erbt die Chefrau die eine Hälfte 2. B. 7. Einen Anspruch auf des Nachlasses, die Eltern oder die Großeltern und die Geschwister die andere Hälfte des Nachlasses. Es erhält aber die Ehefrau überdies als Gar zu teuer ist in diesem Fall der Frau das Anerkenntnis poraus alle Gegenstände, die zum ehelichen Haushalt gehört haben, sowie die Hochzeitsgeschente. M. B. 96. Nach der herrschenden Rechtsprechung allerdings nicht geworden. Denn schließlich ist doch vor allem mürbenie,( as Sie nicht zahlen, zur Zahlung, verurteilt werden. dem Gesetz entsprechend die Räumung und bie klage gegen $. 2. 10. Shre Frau würde 24 M. monatlich Kriegsunterstützung er den Mann abgelehnt. Aber hätte die Frau nicht anerkannt, halten. Ist ein Kind vorhanden, so werden außerdem 12 M. monatlich so hätte sie nicht verurteilt werden können. Offensichtlich hat gezahlt. Wietsunterstützung fann gezahlt werden; ein Recht darauf besteht aber nicht. 2. 51. Eine solche Operation gilt nicht für irgendwie gedie Frau nicht anerkennen und nur besagen wollen: sie fährlich; man muß fich daher nach der herrschenden Rechtsprechung ihr würde zahlen, wenn sie fönnte. Schlimmer ist es anderen unterzieben. R. 2. 44. Die Alimente müssen Sie zahlen. Schwere Proviant- kolonne Rr. 3; Fuhrpart Kolonne Nr. 6; Frauen ergangen, die entgegen unseren häufigen Hinweisen 23. t. 19. Die Steuerveranlagung besteht zu Recht. Unterstützung So trug uns heute eine M. W. Der Schwiegermutter steht ein Recht auf Unterstützung nicht zu. Anerkenntnisse abgegeben haben. G. 23. 110. Sie können warten, bis Sie etwas zugestellt erhalten, Frau folgendes vor: sie und ihr Mann sind vermögenlos, der tönnen aber auch direkt an die Polizei fich wenden. F. G. N. S. 99. Da wurde sie Dann steht im Felde. entgegen dem Ba. 2. S. 106. a. Wenden Sie sich an die Steuerfasse.. 23. 17. Geſetz zum Vertreter ihres Mannes in einer Räumungs. Die Klage hat keine Aussicht auf Erfolg. Mietsunterstützung hat die Tochter nicht. F. Sch. 50. Ja, wenn das und Mietszinstlage bestellt. Auf Zureden anerkannte Vormundschaftsgericht nichts dagegen hat. J. W. 1. Der Vater ist sie im Termin und darauf wurde der im Felde stehende zur Zahlung der Schulden der Söhne nicht verpflichtet. 2. B. 19. M. F. B. Wegen KurzMann Es ist ein, aber Sie würden für die Miete haften. zur Räumung und Zahlung verurteilt. 6. R. 6787. Wegen Fehler am ja möglich, daß es trotz des Anerkenntnisses gelingt, in der Gaumen und dergleichen nicht dienstfähig; wir sehen voraus, daß E. und fichtigkeit nur landsturmfähig. Vor der 4. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts Berufungsinstanz das Urteil als ein gesezwidriges aufzuheben, nicht G. dort steht. Das Zeichen G. gibt es für die Musterung nicht. flagte ein Raffeehausangestellter, bei dem sich die Parteien zumal die Klage dem Ehemann nicht zugestellt war. Aber.. 107. Strengen Sie eine Klage auf Aufhebung des Lehrvertrages tros seines schönen Berufstitels Placeur" nicht darüber einig der Ausgang ist ein sehr zweifelhafter. Der Fall zeigt von wegen Mißhandlung des Zehrherrn baldmöglichst an. Genoffe. Beğen werden konnten, ob es sich um einen kaufmännischen oder ge- neuem, wie recht wir hatten, als wir betonten, die Bundes- 2. 100. Wir können in diesen Fällen nur immer wieder raten, sich merblichen Angestellten handelt. ratsverordnung bom Januar 1915 würde an den Arzt zu wenden. 4. 1. 33,5 Stilometer. 2. 13 Stilometer an Ueber die Bezeichnung Placeur maren sich merkwürdigerweise Wir der schmalsten Stelle. 3. Hafen von Bordeaug, so wie auch gesagt wird: A. P. 11. Hamburger Hafen. Die Berliner Spartaffe gibt 3,5 Proz. jomohl der Kläger S. wie die Beflagte, das Kaffee„ Vaterland von Hausbesitzern mißbraucht werden. einig, obgleich es doch, wie der Borjizende zutreffend bemerkte, in möchten von Vermietern verklagten Ehefrauen von neuem Zinsen, das würde aufs Jahr bei 900 M. Ginlage 31,50 9. ausmachen. Bon der Seelower Spartasse ist uns der Binsfuß nicht bekannt, tönnen unserer Muttersprache die gute Ueberjeßung Plazanweiser" gibt. aufs dringendste raten, Dieses gute deutsche Wort ist jedenfalls mehr zu empfehlen, als die nichts anzuerkennen, daher auch den Jahresbetrag nicht mitteilen. Gebührenabzüge finden nicht statt. Ilse Noack 100. Dr. Guttmann, fgl. Universitätsklinik Quisensogenannte Verdeutschung Blazöhr", welchen Ausdruck der eine sondern die Einstellung des Verfahrens für die Dauer des traße 13, von 12-3 Uhr. H. N. 13. Benden Sie sich an die Geschäftsführer des Kaffees in der Verhandlung gebrauchte. Stiftungsdeputation, Boftstr. 16 I, unter Darlegung des Sachverhalts mit Ueber die Beschäftigungsart des Klägers führte dieser noch aus, Strieges eventuell die Alageabweisung zu verlangen und daß er außer dem Anweisen der Plaze die Beaufsichtigung im mag der Anwalt des Klägers oder irgend jemand sonst zu dem Ersuchen, Ihnen aus verfügbaren Wohlfahrtsmitteln Unterſtüßung G. P. 100. Ja, ist in unserem Blatt mitgeteilt. dabei zu bleiben: ich verlauge die Ein- 32 Bf., bei Hauslieferung 34 Pf. gewähren zu wollen G. N. unser Frig. 1. und 2. Ja, 2otal habe, gegebenenfalls auch Streitigkeiten unter den Kellnern reden wie er will schlichte und Bier im Keller abgenommen habe. stellung des Verfahrens oder die Abweisung der Klage, ich in allen Bundesstaaten. Der Placeur" vor dem Kaufmannsgericht. 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