Nr. 86. Erscheint. täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats Itch 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste. für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Buchthausarbeit und freie" Arbeit. Dienstag, den 14. April 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. könne seinen Bedarf an Schuhmacherarbeiten selber Schneiderarbeit zu Hause machen und zwar zu den niedrigdecken. Das wird wohl durch die sogenannten sten Preisen, vielleicht um sich Ballkleider anschaffen zu Dekonomie Handwerker in den Kasernen be- können, die Papa nicht bezahlen will, während diese Konsorgt und es wäre interessant zu erfahren, ob denn kurrenz arme Näherinnen dem tiefsten Elend überDie offizielle Statistik der preußischen Strafdiese ebenso niedrige Löhne erhalten als die Gefangenen. antworten hilft. Mit der Anfertigung künstlicher und Gefangenen anstalten für 1889/90 wird von Doch das ist nicht die Hauptsache. Blumen scheint es ähnlich zu sein; die Strafanstalten den Blättern als sehr interessant" bezeichnet. Das ist Für Schneider Arbeiten, besagt der haben keine Kontrakte mehr dafür abgeschlossen, denn auch fie in der That, wenn auch für uns in einem etwas offizielle Bericht, sind so niedrige Preise ge- in diesem Gewerbe ist die Zuchthausarbeit von der„ freien" anderen Sinne als für die Presse der herrschenden Klassen. boten worden, daß bei ihrer Annahme Arbeit besiegt worden. Diese amtliche Denkschrift wirft auf das Verhältniß ein bedeutender Ausfall im Arbeits- Wir brauchen es kaum auszumalen, welches Elend zwischen„ freier" Arbeit und Gefängnißarbeit ein Schlaglicht, ertrage der Strafanstalten entstehen hinter dieser Erscheinung steckt und was diese Herabwie es schärfer nicht gedacht werden kann. würde. Es hat deshalb auf fernere Lieferung derartiger drückung des Preises der Arbeitskraft bedeutet. Sie ist Der tägliche Durchschnittsbestand an Gefangenen in Arbeiten verzichtet werden müssen. kurz gesagt die völlige Verarmung und die den 51 preußischen Strafanstalten betrug etwa 26 500 Soweit hat es also der kapitalistische Betrieb schon dauernde Noth unseres Volkes, denn wo die Köpfe, wovon etwa 18 000 auf die Buchthäuser kamen. gebracht, daß er die Konkurrenz der Gefängnißarbeit be- Löhne so sinken, da muß auch der Verbrauch entsprechend Die Kosten der Verpflegung beliefen sich pro Tag auf fiegt hat. Wir treten nunmehr in das umgekehrte Ver- abnehmen und Alle inüssen darunter leiden. zirka 31 Pfennig pro Kopf; die Krankenkost belief sich hältniß ein. Die Gefängnißarbeit ist schon zu theuer ge- Ob wohl die Verdrängung der Zuchthausarbeit durch auf etwa 45 Pfennig. Am höchsten waren die Verpflegungs- worden und wird von der siegreichen Kon- die Konkurrenz der freien" Arbeit den Höhepunkt der kosten in Diez mit 42 Pfennig, am niedrigsten in Inster- kurrenz der freien" Arbeit aus dem kapitalistischen Herrlichkeit bildet? Oder ob das freie burg mit 26 Pfennig pro Kopf. Felde geschlagen. So ist die Frage von der Ge- Spiel der Kräfte" noch Großartigeres leisten wird! Man kann aus diesen Verpflegungskosten ersehen, was fangenenarbeit auf die einfachste Weise von der Welt Viel kann nun nicht mehr nachkommen. die Konkurrenz der Gefängnißarbeit mit der freien" Arbeit gelöst. so " Berlin, 13. April. bedeutet. Der Staat trägt die Kosten des Unterhalts der Vielleicht dient dies zu einer gewissen Beruhigung. Gefängnißarbeiter und diese Kosten sind noch nicht einmal Wenn einmal die Chinesen ins Land konimen- und halb ſo hoch, als was ein Chineſe oder ein mit den ge- die Herren Wörmann und Genoſſen geben sich ja alle Politische Ueberlicht. ringsten Bedürfnissen versehener Italiener zu seinem Unter- Mühe, sie in Masse zu uns zu verpflanzen so werden halt braucht. Die Gefängnißarbeiter können also von dem sie im Schneidergewerbe keinen festen Fuß mehr fassen Um den säumigen Abgeordneten Zeit zu geben und die Unternehmer, der sie als Kuli's dingt, mit einem Ar- können. Eine Konkurrenz, die gegenüber der Zuchthaus Beschlußfähigkeit für die namentliche Abstimmung über beitslohn abgefunden werden, der außerhalb der Gefängniß- arbeit siegreich geblieben ist, kann auch ein Chinese nicht§ 125 möglichst zu sichern, wurde in der heutigen Sizung mauern nicht mehr als ein Lohn, sondern nur als ein aushalten. Denn ein Chinese verlangt immer noch so des Reichstags die Hülst- Ha de' sche Interpellation Almosen betrachtet werden muß. viel Lohn, als nach der gewöhnlichen Abschätzung der Ge- verhandelt. Eine wunderliche Interpellation das! Während Die Gefängnißarbeit ist deshalb auch in voller Blüthe richte zum täglichen Unterhalt eines Pferdes oder einer der letzten Budgetdebatten hatte der Kriegsminister bei gewesen und die Fülle von parlamentarischen Anträgen, Kuh erforderlich ist, was sich bis zu einer Mark pro Tag irgend einer Gelegenheit die Bemerkung eines Hauptmanns Petitionen, Resolutionen 2c., hat daran wenig zu ändern beläuft. Der menschliche Arbeitslohn ist dagegen weit( gegenüber einigen Schullehrern, die als Einjährig- Freiwillige dienten) zitivt, des Inhalts, daß die friesischen vermocht. Es gefiel den Kapitalisten eben gar zu gut, tiefer gesunken. " das Volk tüchtig in Gottesfurcht, Königstreue und ihre Waaren zu so billigen Preisen herstellen lassen und Wenn nur, wie in England, bei uns auch einmal Schullehrer ihre Pflicht nicht thäten, und es versäumten, dann im Verhältniß mit um so mehr Gewinn verkaufen eine Kommission eingesetzt werden würde, um die Zustände vaterländischer Geschichte zu erziehen. Durch diesen Vorwurf zu können. Die Konkurrenz war namentlich gegenüber in gewissen Betriebszweigen zu untersuchen. Man würde fühlte sich das patriotische friesische Herz des fortschrittlichen dem Kleinbetriebe eine geradezu mörderische. In der letzten dann finden, daß bei uns Zustände vorherrschen, die viel- Rechtsanwalts Hacke, sowie eines anderen Landsmannes, Zeit scheinen die Staatsbehörden, namentlich die Militär- leicht noch schlimmer sind, als das berüchtigte Schwi 3- ülst, schwer gekränkt, und die Interpellation wurde geverwaltung, ihren Bedarf in hohem Grade durch die Arbeiten sy stem" in England. Die schreckliche und unaufhörliche stellt. Der fortschrittliche Hacke hielt eine Rede, in der er in den Strafanstalten gedeckt zu haben. Herabdrückung des Preises der Arbeitskraft im Schneider- fast unter Thränen betheuerte, daß die Friesen von Und da kam denn das schier Unglaubliche, was sich gewerbe kommt von der Hausarbeit her, die sich Gottesfurcht, Königstreue und vaterländischer Geschichte gewiß so mancher nicht hätte träumen lassen, wenn es jeder Kontrolle entzieht, wo die Ausbeutung in jeder trieften, dies auch zu allen Zeiten bewiesen hätten, und es wieder zu beweisen bereit seien. Daß die Friesen unwissend die offizielle Statistik nicht verrathen hätte. War es Form stattfinden kann und wo die Fabrikgesetzung sein sollten, bekümmert das fortschrittliche Gemüth weniger, Absicht oder ist dem offiziellen Statistiker in einem un- völlig unwirksam bleibt. Sehr viel trägt auch dazu bei, als daß ihnen Mangel an Unterthanentugenden vorbewachten Moment die Feder ausgeglitten? daß viele Leute in mittleren Verhältnissen, die nicht von geworfen war. Die Bestellungen in den Strafanstalten nahmen nämlich plötzlich ab. Bunächst erklärte die Militärverwaltung, das Militär Feuilleton. Nachbruc verboten.] [ 85 der Noth gedrängt sind, zu Hause Schneiderarbeiten Die Interpellation wurde von Herrn von Caprivi machen, um sich nebenbei" etwas zu verdienen. Es sehr höflich beantwortet er stellte den Unterthanenkommt vor, daß Töchter von wohlfituirten Beamten tugenden der Friesen ein glänzendes Zeugniß aus und wird? Ja, da kennen Sie ihn schlecht. Und darum, find?" fragte Ambros endlich ungeduldig. Und Sie sind lieber Herr Hannes," schloß er tief aufathmend, indem er doch unsere letzte Hoffnung. Mein Bruder hilft uns gewiß, Staft's Hand ergriff, darum sind wir zu Ihnen gekommen, hab' ich der Stafi gesagt. Und Sie haben ja auch ihrer seligen Mutter versprochen, daß Sie ihr ein Beistand sein daß Sie uns den kirchlichen Segen geben." wollen." Ach, ach!" seufzte David in seiner Ecke und schüttelte seinen dicken Kopf. Hannes aber schnellte von seinem Stuhle auf und starrte bald Ambros, bald die in Purpur erglühte Stasi an. Aber ich kann Euch nicht helfen," rief Hannes nun. „ Es ist ganz unmöglich. Du vergißt, Ambros, daß Du nicht mündig bist. Ohne die Zustimmung des Vaters darf nicht einmal das Aufgebot, geschweige die Trauung erfolgen. Das ist gesetzliche Vorschrift." Stafi löste bestürzt ihre Hand aus der des jungen Burschen und jetzt ergriff auch David zum ersten Male das Wort. " Ja, ich weiß nicht, das hab' ich auch gemeint," sagte er, aber der Ambros hat sich nicht wollen bedeuten Lassen." Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol " Jetzt, was kann denn anders geschehen, als daß Sie von Robert Sd, weichel. uns vor dem Altar zusammengeben?" verfolgte sich Ambros In Hannes dagegen riefen Stasi's Worte einen Ge- zuversichtlich. Hier, der David Fenchler, was der danken wach, der sein bleiches Gesicht röthete. Es war Vormund von der Stafi ist, ist damit einverstanden. Und Gottes Wille, der Ambros und Stafi zusammengeführt hatte; Sie müssen doch einsehen, daß ich mit dem, was ich in ihrem Herzensbunde war der Fluch gefühnt, den er selbst vorhin aufgestellt habe, Recht hab'!" nur eben wieder so herb empfunden hatte. In diesem Ge- Hannes hatte sich wieder hingesetzt und rieb sich die danken, den er jedoch nicht aussprach, ging auch die Stirn. Die Gründe des Bruders konnte er nicht widerlegen. Erinnerung an die Einwendungen, die er früher selbst gegen Auch in seinen Vorstellungen war der Klosterhof untrennbar Ambros ließ sich dadurch jedoch micht abschrecken. die Verbindung gemacht hatte, unter. Er legte einen Moment von dem Namen Falkner. Mochte der Vater noch so hart- Schon recht," rief er, aber ich hab' halt gemeint, daß die Hand über die Augen; dann sagte er:„ Ich werde herzig sein, sein Bauernstolz konnte es sicher nie dulden, daß der Herr Hannes mein Bruder ist und ein Uebriges thin sein Grundbesitz nach seinem Tode in fremde Hände über wird. Wer wird denn in diesen unruhigen Zeiten groß Euretwegen mit dem Vater reden." Diese Worte verbreiteten jedoch nur über Stafi's lieb- ging und sein Name in dem Vigilthale erlosch. Gewiß, er nachfragen, ob ich schon heute großzjährig bin oder nicht? liches Gesicht einen Schimmer der Freude. Ambros sagte gab klein bei, sobald Ambros erst verheirathet war. Allein Db Sie uns mit oder ohne Einwilligung des Vaters gedagegen:" Nein, Herr Hannes, damit erreichen Sie von das war es nicht, was jetzt in der Brust des Kuraten traut haben?" Er, er sollte über Staft's Ehe den Segen dem Vater nichts, das ist vergebens. Alles was Sie ihm wühlte. Es geht nicht, wenn ich auch wollte," ächzte der Kurat vorstellen könnten, hab' ich ihm schon selbst gesagt. Schauen sprechen? Sollte er auch noch das Schwerste tragen, ihm und streckte abwehrend beide Handflächen gegen die BrautSie, Herr Bruder, der Bater glaubt immer noch, daß ich auch nicht der letzte bitterfte Tropfen aus dem bittern leute aus.„ Das Gesetz und meine Amtspflicht verbieten zu Kreuz friechen werd'; wann ihm aber da ein Riegel vor- Kelche, den ihm die Liebe reichte, erspart bleiben? Ach, es mir." geschoben wird und er sieht, daß er dagegen nichts machen Gott, habe Erbarmen mit mir," betete er bei sich und schloß kann, nachher wird er sich schon geben. Was kann er denn die Augen, um das vor ihm stehende Brautpaar nicht zu auch anders thun, wenn die Stafi erst wirklich meine Frau sehen, nicht Staft, die mit ängstlicher Spanning seiner Antist? Ich bin ja doch sein Erbe. Oder meinen Sie, daß wort harrte. er dem Wolf Lechner, dem Bayer, den Klosterhof verschreiben| Sollen wir denn wieder fortgehen, wie wir gekommen Stafi warf sich an die Brust des Ohms, und begann zu weinen. Hannes nahm eine starke Prise. " Es geht nicht", murmelte er wieder. " Es geht alles, wenn man einen Willen dazu hat," rief Ambros mit finstern Branen dagegen. wären die Herren Interpellanten nicht allzuweit von ihm entfernt gewesen, sie wären ihm gerührt um den Hals gefallen. Und so endete die Komödie der Jnterpellation mit einer Rührszene. in Klammern befindlichen zwei Worte: als Schadensersatz"| Unternehmern thun können, ist eine Beschneidung ihrer gestrichen wurden. Profite. Die Unternehmer hingegen kämpfen nur um eine Morgen Fortsetzung der heutigen Tagesordnung, und Steigerung ihrer Profite, was sie den Arbeitern Tag aus Beginn der Sizung Vormittags 11 Uhr. Die Gesetz- Tag ein nehmen und immer mehr nehmen wollen, das ist gebungs- Maschine soll rascher arbeiten. Ob sie dazu im all' das, was ihre Existenz menschenwürdig macht. Das Haus war aber inzwischen beschlußfähig geworden. Stande ist? Der Klassenkampf, den wir aufgedeckt haben, schließt Die namentliche Abstimmung konnte vor sich gehen, und das der Reichsbote", muß zur Katastrophe führen, wenn, man Ende war, daß der Präsident mit strahlendem Gesicht die Die von uns gestern abgedruckte Broschüre beeinhöre und staune, man nicht gefeßlich organisirten Arbeitergroße Mär der Beschlußfähigkeit verkünden konnte: trächtigte heute im Reichstage die Aufmerksamkeit der ausschüssen zustimmt. 211 Mitglieder waren anwesend, von denen 153 für, 58 Reichstags- und Bundesraths- Mitglieder sehr. Eifrigst las Die Vossische Zeitung" konstatirt, daß eine gegen den Kontrakt bruch- Strafparagraphen stimmten. man die Sammlung von Aftenstücken auf den Bänken aller bisher nicht bekannte enge Verbindung der Staatsbehörden Morgen wollen wir die Aeußerungen der Provinzpresse Von einem genauen Renner des deutschen Gewerberechts gehen uns aus Anlaß der in unserer legten Nummer publizitten Aftenstücke folgende werthvolle Ausführungen zu: Das Resultat konnte Niemanden überraschen. Der Parteien und am Bundesrathstische. Nicht nur die im und der Privatvereinigungen der Arbeitgeber in der Rapitalistenring ist fest geschmiedet, und die Kartellmehrheit stenographischen Berichte des Reichstags verzeichneten Reden Verfolgung und Ausschließung sozialdemokratischer Agitatoren ist ein stärkerer Thurm" als das Zentrum, das seinem der Abgeordneten Frohme und Stadthagen beschäftigten sich durchaus klar gelegt wurde. Sie druckt, nachdem sie die wackeligen„ Thurm" nicht mehr traut, und in diesem mit der Broschüre, auch zahlreiche Privatgespräche, so merkwürdige Schenkung von 3000 M. erwähnt hat, die lehrmächtigen Thurm des Kapitalismus jetzt Rettung und zwischen Moltke und dem Staatsanwalt Hartmann, wurden reichen Erlasse des Kriegs- und Eisenbahnministeriums ab. Schutz sucht. über dieselbe geführt. Im übrigen ist das Blatt zurückhaltend und leisetreterisch. Die folgenden Paragraphen handeln vom Lehr Während die am Sonntag Abend und heute Morgen Den Boykott der Wirthe durch Sozialdemokraten mit der lingswesen.§ 126 lautet in der Kommissions- erscheinenden Blätter, der„ Börsen- Courier", die" Post", vom Kriegsministerium geplanten Boykottirung sämmtlicher fassung: " Das Kleine Journal" und das" Berliner Tageblatt", das sozialdemokratischer Arbeiter zu vergleichen, ist naiv. Tante Der Lehrherr ist verpflichtet, den Lehrling in den bei von uns publizirte, niederschmetternde Material noch todt- Boß sollte doch wissen, daß die meisten der von uns geboyseinem Betriebe vorkommenden Arbeiten des Gewerbes in der zuschweigen versuchten, wird diese Vogelstraußpolitit heute fotteten Wirthe nur deshalb ihre Lokale uns verweigerten, durch den Zweck der Ausbildung gebotenen Reihenfolge und Abend nur von einem Theile der Zeitungen befolgt, und weil die Polizei mit Maßregelungen, die Militärbehörden Ausdehnung zu unterweisen. Er muß entweder selbst oder zwar vom Reichs- Anzeiger", der doch sonst seine Rubrik sie mit Boykott bedroht hatten. durch einen geeigneten, ausdrücklich dazu bestimmten Vertreter Arbeiterbewegung" nach unserem Blatte zu bearbeiten die Ausbildung des Lehrlings leiten. Er darf dem Lehrling die zu seiner Ausbildung und zum Besuche des Gottesdienstes pflegt, der von" Norddeutschen Allgemeinen Beitung", der registriren. an Sonn- und Festtagen erforderliche Zeit und Gelegenheit Kreuz- Zeitung"," der, Germania"," Post"," Berliner Börsendurch Verwendung zu anderen Dienstleistungen nicht entziehen. Beitung", vom Börsen- Courier"," Berliner Tageblatt" und Er hat den Lehrling zur Arbeitsamkeit und zu guten Sitten der Berliner Abendpost"; in dieser würdigen Gesellschaft anzuhalten und vor Ausschweifungen zu bewahren. befindet sich auch die einmal demokratisch wesene und früher einmal sozialpolitisch linksstehende Volts- Zeitung". Unter den uns zur Stunde vorliegenden Blättern behandeln die Sammlung von Schriftstücken der Reichsbote", die National- Zeitung" und die Vossische Beitung". Reines der drei Blätter hat genug Anstand, das Verfahren der Metallunternehmer entschieden zu verdammen, alle stehen so fest auf dem Klassenstandpunkte des Unternehmerthums, daß sie trotz der Verschiedenheit ihres Die tägliche Arbeitszeit der Lehrlinge darf zehn Stunden, politischen Standpunktes den Spieß gegen uns umzudrehen ausschließlich der Pausen, nicht überschreiten. Während der Zeit von Abends 8 Uhr bis Morgens 5 Uhr dürfen Lehrlinge suchen, freilich vergebens! Am schnellsten wird die unter 17 Jahren nicht beschäftigt werden." National 8eitung" mit dem unbequemen Material Der Antrag wird von Bebel und Bod begründet fertig, sie ist vor allem so vorsichtig zu verschweigen, daß und von dem Fortschrittler Eberty unterstützt. Die der Vorwärts"„ Das Komplott gegen die deutsche ArbeiterKommissionsfassung findet nur in dem Zünftler Metzner macht hat und giebt keines der Aftenstücke wieder. Den klasse" durch vollkommenen Abdruck allgemein zugänglich geund dem Regierungskommissar König Bertheidiger. Dieses Zusammengehen der Regierung mit dem ultrareaktionären einzigen Satz, den es abdruckt: Bünftlerthum ist allerdings bezeichnend. Zu diesem Paragraphen haben die Sozialdemokraten folgenden Antrag gestellt: au fügen: § 126. Dem Paragraphen folgende Absätze 2 und 8 hinzu Lehrlinge dürfen während der Zeit, daß im Betrieb regelmäßige Beschäftigung vorhanden ist, weder zu häuslichen DienstLeistungen noch zu Arbeiten herangezogen werden, die mit dem Beruf nicht in direkter Beziehung stehen. Es begann nun die Debatte über die Verhältnisse der Fabritarbeiter." Der erste der einschlägigen Para graphen( 134) lautet: " würdige " ge Wir sehen die höchsten Behörden des Staates in trauter Eintracht zusammenwirken mit den Leitern von Vereinen der Der Antrag der Sozialdemokraten wurde mit allen Stimmen, Großindustriellen, um Arbeiter mit der Hungerpeitsche zu gegen die der Sozialdemokraten, Fortschrittler und Volkspartei, strafen, blos weil sie sich des Verbrechens schuldig gemacht abgelehnt. Die übrigen, die Lehrlingsverhältnisse betreffenden haben, für eine durchgreifende Arbeiterschutz- Gesetzgebung einParagraphen( 126 bis 133 e) murden ohne erwähnenswerthe zutreten oder von der gesetzlich gewährleisteten Koalitionsfreiheit Debatte in der Fassung der Kommission, mit einer kleinen Gebrauch zu machen. unwesentlichen Verbesserung" in" Gestalt eines Kartell- nennt das Blatt: Leere Redens Antrages von dem inzwischen längst wieder beschluß- arten." Nun, wer die Broschüre gelesen hat, weiß, daß unfähig gewordenen Hause angenommen. hierfür aktenmäßige Beweise vorliegen und, wie wir verrathen wollen, auch gewichtige Beugenaus sa gen. Mißbräuche der Unternehmerorganisation liegen nach dem Blatte nicht vor! Die National- Zeitung" be Auf Fabrikarbeiter finden die Bestimmungen der SS 121 merft ferner, daß sie nicht weiß, warum es unerlaubt sein bis 125 oder, wenn die Fabritarbeiter als Behrlinge anzusehen sollte, 3000 Mart zur Vertheilung an die Schuhmannschaft sind, die Bestimmungen der SS 126 bis 133 Anwendung. zu senden! Vielleicht erkundigt sich die Redaktion des Den Unternehmern von Fabriken, in denen regelmäßig Blattes bei Herrn von Richthofen oder noch besser bei Herrn mindestens zwanzig Arbeiter beschäftigt werden, ist untersagt, für den Fall der rechtswidrigen Auflösung des Arbeitsverhält Herrfurth, ob ihnen die Publikation gerade dieses Aftenniffes durch den Arbeiter( als Schadensersatz) die Verwirkungstückes sehr erwünscht war. Selbst der„ Reichsbote" des rückständigen Lohnes über den Betrag des durchschnittlichen ist loyaler als die National- Zeitung". Er druckt wenigstens Wochenlohnes hinaus auszubedingen. Auf die Arbeitgeber und das Statut des Verbandes Berliner Metallindustrieller ab Arbeiter in solchen Fabriken finden die Bestimmungen des und giebt zum Theil das Schreiben des preußischen Kriegs§ 125 Absatz 1 keine Anwendung. ministers wieder. Der Reichsbote" hat aber nichts dagegen einzuwenden, daß Herr von Verdy und Herr von Maybach mit Kühnemann und Konsorten Arm in Arm gegen Dieser Antrag wurde von den Abgeordneten Fr oh me die organisirte und um eine bessere Lebensstellung kämpfende und Stadthagen begründet, welche auch die gestern vom Arbeiterschaft operirt. Die Arbeiter, behauptet Stöcker's Blatt, " Vorwärts" veröffentlichten Dokumente und Thatsachen(„ ein hätten angefangen, die Unternehmer ahmen ihnen einfach nach. Komplott gegen die deutsche Arbeiterklasse") unter kräftigen Wer die Arbeiterbewegung kennt, weiß, daß dies so wahr Seitenhieben namentlich auf das Berliner Polizeipräsidium ist, wie Stöcker's naiver Meineid", wie Ehren- Buttkamer zur Sprache brachten und auch den neuesten Welfenfonds- ihn nennen würde. Uebrigens ist, wenn auch zwei das Standal streiften. Gleich zu thun scheinen, es nicht ebenso zu beurtheilen. Die Der Antrag der Sozialdemokraten wurde, wie üblich, Arbeiter kämpfen um ein besseres Loos der stärksten Klasse von der Kartellmehrheit verworfen, und die Kommissions- unserer Bevölkerung, um eine bessere Zukunft ihrer Familie fassung mit der einzigen Aenderung angenommen, daß die und eine menschenwürdige Lebenshaltung; was sie heute den Die Sozialdemokraten haben einen Antrag auf Streichung des 2. Absatzes gestellt. Hannes zog sein blau getüpfeltes Taschentuch aus der hinteren Rocktasche und trocknete sich die Stirn. Stafi's Thränen schnitten ihm in die Seele. Aus Ihrer hochinteressanten Publikation von Attenstücken in der Sonntags- Nummer Ihres geschätzten Blattes ersehe ich unter Anderem, daß die Herren Arbeitgeber in den Arbeitszeugnissen eine bequeme Handhabe zur Erreichung ihrer edlen Zwecke, insbesondere zur Kennzeichnung und Brotlosmachung der nicht willfährigen Arbeiter zu haben glauben. Es wird dort auch auf eine gerichtliche Entscheidung hingewiesen, wonach das Verbot, die Arbeiter kennzeichnende Merkmale und Zusäße zu machen, sich nur auf die Arbeitsbücher jugendlicher Arbeiter, nicht auch auf sonstige Arbeitszeugnisse beziehen soll. Demgegenüber dürfte es für Ihre Leser von Interesse sein zu erfahren, daß die 14. Ziviltammer des hiesigen Landgerichts I, die oberste Instanz für alle Berliner Gewerbestreitfachen, entgegengesetter Ansicht ist, wie sich aus folgendem, vor diesem Gerichtshofe vor Kurzem verhandelten Fall ergiebt. Die Schwarzkopff'sche Fabrik hatte zwei von ihr abgegangenen Arbeitern ein Entlassungszeugniß ertheilt, mit dem Vermerk, dieselben hätten die Arbeit streifend verlassen." Beide flagten auf Grund der Behauptung, sie hätten infolge dieses Zeugnisses längere Zeit hindurch keine andere Arbeit erhalten können, auf je 111 M. Schadenersatz und erhielten diesen Betrag auch durch die Gewerbedeputation zugesprochen. Das Amtsgericht, bei welchem Schwarzkopff gegen diese Ents scheidung Berufung einlegte, erhob zunächst Beweis darüber, ob die Arbeit thatsächlich infolge eines Streites niedergelegt sei, und wies, da diese Beweisaufnahme zu Ungunsten der Ar beiter ausfiel, deren Anspruch zurück, verurtheilte dieselben auch zur Rückzahlung der inzwischen beigetriebenen 111 M. In den Gründen des Urtheils wurde ausgeführt, der§ 113 der Gewerbe- Ordnung verbiete den Arbeitgebern feineswegs, die Arbeiterzeugnisse mit Busäßen und Bemerkungen zu versehen, welche sich auf die Leistungen oder die Führung der Arbeiter oder auf ihr Verhalten beziehe, sofern diese Busäße nur wahrheitsgemäß feien. Denn, während in§ 111 der Gewerbe- Ord nung alle solche Zusätze und Kennzeichnungen ausdrücklich verboten und sogar unter Strafe gestellt seien( nämlich bei den Arbeitsbüchern jugendlicher Arbeiter-), sei ein solches Berbot im§ 113 bezüglich der Arbeiterzeugnisse nicht ausgesprochen. Diese Ansicht ist nun aber auf die Seitens der Arbeiter eingelegte Berufung vom Landgericht verworfen worden. Dasselbe hat nämlich beschlossen, die von den Arbeitern benannten Zeugen darüber zu vernehmen, ob infolge des den Zeugnissen beigefügten Vermerks, die Arbeiter hätten die Arbeit streikend niedergelegt, dieselben thatsächlich keine andere Arbeit gefunden haben. Es ist selbstverständlich, daß ein Gericht darüber, ob ein Schaden entstanden ist, nur dann einen Beweis beschließen wird, wenn es entschlossen ist, eventuell einen Schadensersatzanspruch zuzuerkennen. Im vorliegenden Falle bedeutet also der Beweisbeschluß eine Anerkennung des Prinzips, daß das das einem Arbeiter zu ertheilende Zeugniß sich über nichts anderes, als über Dauer und Art der Beschäftigung und, nur auf Verlangen des Arbeiters, auch über seine Führung aussprechen darf, und daß sich zu Stasi. Ihr und David wollte er als Freund und Hannes den Segen sprechen sollte! Die kleine Frau war Geistlicher in das Gewissen reden. Es gab in den tyroler eine etwas enthusiastische Natur, und sie hätte es ihm Bergen nur zu viel Ehen, die des kirchlichen Segens ent- eher als ein Unrecht angerechnet, wenn er sich geweigert Ich kann es ja nimmer verantworten," seufzte er. riehen, entweder weil die Lente zu arm waren, um die hätte, die Liebenden so ohne alle Formalitäten zusammen" Aber das kann der hochwürdige Herr Bruder verant- Trauungskosten zu bezahlen, oder weil von der Gemeinde zugeben. worten," wandte Ambros ihm vorwurfsvoll ein, daß ich mit oder Geistlichkeit der Verbindung Hindernisse in den Weg Die kleine Kirche war leer und es herrschte darin eine der Stafi nicht zusammenkommen kann, bloß weil unser gelegt wurden. Hannes führte indessen seinen Vorsatz nicht eisige Luft. Doch diese war nicht die Ursache, weshalb Stafi Vater einen Haß auf den ihrigen hat?"" aus; denn Stafi schaute ihn aus ihren sanften, braunen sich zitternd so eng als möglich an Ambros anschmiegte. Hannes protestirte entschieden dagegen. Zuviel des Un- Augen so trübselig und bittend zugleich an, indem sie die Von der Mittagsseite fielen einige bleiche Sonnenstrahlen in heils wäre aus dieser Feindschaft bereits entstanden. gefalteten Hände erhob, daß er den schon geöffneten Mund die Kirche; aber sie trafen nicht den Hauptaltar, neben dem " Was kann es Dir verschlagen," fuhr er fort, wenn wieder schloß. Wie war sie so lieblich! Er fuhr sich mit allerlei Weihgeschenke einfachster Art an den Wänden hingen, Du noch die wenigen Monate wartest, bis Du großjährig der Hand über sein kurzes, gelbliches Haar, Stirn und und auf der anderen Seite rüttelte der Nordwind ungeſtüm bist. Auch mußt Du Dir doch erst eine Stellung suchen, Augen. Es lag in seiner Macht, Stasi glücklich zu machen an den Fenstern. Dann und wann knarrte die Kirchenbevor Du heiratheft. Du hast ja gegenwärtig nichts, wohin und ihre Ehre zu wahren. Und war es nicht Gottes thür. Denn man hatte aus den nächsten Häusern den KuDu Dein Haupt legen fannst." Fügung, die zur Sühne alten Unrechts Ambros und Stafi raten mit seinen Gästen nach der Kirche gehen, den Küfter " Ein " Je nun, so schlimm ist das halt nicht," versetzte zusammengeführt hatte? Wo war denn nun der größere Opfer- und Frau Tyfona ihm folgen sehen, und die NeuAmbros mit einem Seitenblick auf Stasi, die sich wieder zu muth, dessen er sich einst in seinem Innern gegen den Bruder gierde lockte die Leute aus den warmen Stuben. dem Ohm gesett hatte und eine von seinen großen, harten gerühmt hatte? Schon bei ihrem ersten Anruf seiner Häuflein Frauen und ein paar alte Männer fanden sich nach Händen zwischen den ihrigen hielt. Die Stasi Larseit dort Freundschaft wich er zurück! Er fehrte sich zu seinem und nach als Buschauer ein, während Hannes in der Safristei hat mich als Großknecht gedungen, weil ihr Ohm mit der Schreibtische, unter dessen Papieren er den Schlüssel zur mit Hilfe des Kirchendieners fich ankleidete. Hannnes erschien in seinem weißen Meßgewande noch Wirthschaft nicht recht zu Stand kommt, seitdem seine Sakristei zu suchen begann, Endlich fand er ihn. So Schwester todt ist." tommt denn in Gottes Namen!" seufzte er. blässer als gewöhnlich. Eine Rede hielt er dem Brautpaare " Das geht nicht, das darf nicht sein. So lange Ihr Die Freude, welche bei diesen Worten in den nicht, sondern beschränkte sich auf die vorgeschriebenen Fornicht verheirathet seid, dürft Ihr nicht Hansgenossen sein," Gefichtern der Liebesleute aufleuchtete, sah er nicht, aber meln, Fragen und Gebete. Seine etwas hohle Stimme rief der Kurat mit großer Lebhaftigkeit und wurde ebenso er vernahm sie in dem kleinen Aufschrei Stafi's, und ein flang mit einem dumpfen Murmeln durch den öden, falten Raum, und als er die Hände der Liebenden mit der roth wie Stasi. schmerzliches Lächeln zuckte um seine blutarmen Lippen. " Ja, was ist da zu thun?" fragte Ambros gedehnt. Er ftülpte seinen Hut auf und sprach draußen mit Stola bedeckte, erstarben seine Worte in dem draußen Soll ich mir die gute Stelle verschlagen, blos weil Frau Carlotta, während Ambros Stafi in den Mantel hüllte heulenden Sturm. Auch Hannes fühlte die Kälte nicht, Der Herr Hannes eben ein so hartes Herz hat und dabei fest in seine Arme drückte. Frau Carlotta sollte und dennoch bebten seine Hände, als er fie dem Bruder wie unser Bater? Auf den Klosterhof zurück geh' ich neben David als Trauzeugin dienen und bald nach den und Stasi, die vor ihm fuieten, segnend auf die Köpfe nicht." Andern erschien auch sie in der Kirche, erhitzt von der legte. Nur sie und die beiden Zeugen, die hinter ihnen Hannes seufzte. Jeder Ausgang war ihm verstellt und Eile, mit der sie sich ein wenig sauber gemacht hatte, und standen, vernahmen sein Amen. David wiederholte es laut. er war rathlos. der Aufregung über das bevorstehende Ereigniß. Neugierig Der Kirchenboden unter seinen Füßen übte auf seinen Geist Ambros schielte aus den Augenwinkeln nach ihm, in war sie wohl auch, weshalb der Sohn des reichen Kloster- etwas von der Wirkung aus, wie die Berührung der Erde dem er die rechte Hand in das Ellenbogengelent des andern bauers hier so plöglich und in der Stille getraut wurde; auf Antãos. Er war weniger zerfahren als sonst, und wähArmes gelegt, mit den Fingern der Linken seinen Schnurr- aber sie that teine Frage danach. Sie würde es ja ge- rend die kleine Frau Carlotta in Rührung und Thränen bart strich. legentlich erfahren und nach ihrer Ueberzeugung hätte ein bei der Zeremonie zerfloß, bildete sich in ihm die Vorstellung, " Du darfst das nicht thun, hörst Du?" sagte Hannes Heiliger eher ein Unrecht begehen können, als ihr daß seine Schwester mum auch zufrieden sein würde, da es Du?" nach einer Weile mit eindringlichem Ernste, und als der geistlicher Herr. Der war wie das Lamm Gottes. Und Hannes war, auf den sie immer so große Stücke gehalten, ( Fortsetzung folgt.) Bruder darauf die Schultern in die Höhe zog, wandte er was für ein schönes Paar war es, über das ihr Herr der die Ehe einsegnete. ein Arbeitgeber durch jede weitere Sinau- 1ganz zu vergessen, daß es im Leben eines Apothekergehilfen sehr fügung von Bemertungen sich schadens- häßliche Einrichtungen giebt, die Nachtdienst und Sonntagsarbeit heißen, und daß die wenigen Stunden Ausgehezeit von diesen erfaspflichtig macht.nur als ein sehr geringes und mangelhaftes Aequivalent Was die Apotheker,, Wider die Gesetze und die guten Sitten". In dafür angesehen werden können. Breiteren über Ratingen( Hessen) wurde ein Arbeiter, der eine Ver- zeitung" sonst noch des Längeren und Das find nur Ansichten sammlung einberufen hatte, von seinem Arbeitgeber" Knall unsere Tarangaben artifelt, leidende und Fall entlassen. Er wandte sich an den Bürgermeister und Erpetforationen eines Eigennutes, der die als zuständige Behörde behufs Erlangung seines 14 tägigen Menschheit als melkende Kuh für Doktor und Apotheker beLohnes, worauf er vorigen Donnerstag folgendes klassische Schriftstück erhielt: Entscheidung. Auf die Klage des Schloffergesellen Heinrich Schwanit von hier gegen die Firma Nöckel und Wellenstein wegen Entlaffung aus der Arbeit ohne vorherige Kündigung, wird folgende Entscheidung getroffen: trachtet. Zum Schluß wollen wir noch kurz eines Artikels Erwähnung thun, der aus der Feder eines süddeutschen Apothekers gefloffen ist und den die Frankfurter Zeitung" an leitender Stelle veröffentlicht. Dieser unterzieht sich der Mühe, den sozialdemokra tischen Antrag auf Verstaatlichung der Apotheken durch objektive Darstellung der Thatsachen, wie er sagt, der praktischen Ausführung näher zu bringen. Er berechnet den heutigen Marktwerth In Erwägung, daß der p. Schwanih in einem rechtlichen der Apotheken Deutschlands mit so und so viel Hundert Milliouen Dienstverhältniß der genannten Firma gegenüber gestanden und Mark und zerbricht fich den Kopf darüber, in welcher Weise die somit die Vorschriften der Gewerbe- Ordnung in Anwendung zu Ablösung auf Grund dieser Werthe erfolgen würde. Eine sehr bringen sind; daß bei der Beurtheilung der Streitfrage vergebliche Mühe. nur der§ 123 ad. 7 des gedachten Gefezes Play greifen kann: Die heutige Preislage der Apotheken befindet sich keineswegs daß Kläger bei Eintritt in die Firma die dort bestehende wegs auf einer gesunden Grundlage. Der Apothekerstand hat Fabrikordnung als rechtsverbindlich anerkannt hat; daß Kläger Hazard gespielt mit den Apothekenwerthen. Die Apotheken wuraber dem allgemeinen Metallarbeiterverein als Mitglied an den zu hohen Preisen gekauft, dann steckte man alljährlich so und gehört, welcher Verein u. A. sich den Zweck gestellt hat, die so viel hinein, um sie nach einigen Jahren, manchmal auch noch Beseitigung der Fabrit- und Werkstattordnungen herbeizuführen Das ist die Negel, und nicht die Ausnahme. Und nun soll und Kläger in dieser Richtung, wie konstatirt worden ist, be- schneller, wieder zu einem höheren Preise zu verkaufen. fonders agitatorisch vorgeht; daß demgemäß die sofortige Ent- der Staat tommen und mit dem Gelde der Steuerzahler diese laffung gemäß des oben angegebenen Paragraphen, welcher vor- Spielfoſten begleichen. Wirklich naiv. Sollte etwa die Regierung schreibt, daß ohne Kündigung entlassen werden kann, wenn der und die bürgerlichen Parteien eine Verstaatlichung auf dieser Arbeiter seine Mitarbeiter zu Handlungen verleitet, welche Basis beabsichtigen, dann werden die Sozialdemokraten die ersten wider die Gesetze und die guten Sitten verstoßen, gerechtfertigt sein, die ihre Theilnahme zu diesem oder ähnlichen Schritten erscheint; daß aber nach Lage der Sache die anerkannte verweigern. Fabrifordnung unzweifelhaft die Stelle des Gesetzes vertritt. Aus diesen Gründen wird die Klage des p. Schwaniz als nicht begründet abgewiesen. Gegen die Entscheidung, welche für vollstreckbar erklärt wird, steht binnen zehn Tagen nach der Behändigung die Klage bei dem ordentlichen Gerichte offen. Ratingen, den 9. April 1891. Die Gemeindebehörde. Der Bürgermeister: Esser. Der Hilfs- Polizeidiener: Jansen. Bugestellt am 9. April 1891. So geschrieben nicht in Rußland, nicht in Kamerun, nicht im Botokudenland, sondern im Deutschen Reiche, das „ an der Spitze der Zivilisation marschirt!" Daß ein Arbeiter von seinem staatsbürgerlichen Rechte Gebrauch macht, verstößt wider die Gesetze und die guten Sitten und eine Fabrit- Ordnung, d. h. die Privat Anordnung eines Fabrifanten ist Gesetz! Kann die Diktatur der Bourgeoisie schärfer und schreiender zum Ausdruck gelangen? Die Gründung eines schleswig- Holsteinischen Provinzialvereins aller bürgerlichen Parteien gegen die sozialdemo tratischen Bestrebungen und zur Hebung des Arbeiter standes wird, nach dem„ Berliner Tageblatt", beabsichtigt. Sämmtliche Kreise sollen Zweigvereine bilden. Wir sind begierig, ob die Polizei gegen diese Verbindung politischer Vereine vorgehen wird. Von dem Verfasser unseres Artikels über die Verstaatlichung der Apotheken geht uns auf die gestern schon kurz gekennzeichneten Angriffe folgende Erwiderung zu: Die Pharmaz. Zeitung" hält es für angezeigt, in ihrer letzten Nummer mit einer sehr lahmen Erwiderung auf unseren Artikel üder Verstaatlichung der Apotheken zurückzukommen. Mit einigen philosophischen Phrasen, die, wie es den Anschein hat, der Bildung ihrer Leser schmeicheln sollen, sucht sie zu beweisen, daß die soziale Gesetzgebung des Deutschen Reiches feineswegs in irgend einem logischen Zusammenhange mit der Verstaatlichung der Apotheken stehe. Sie zieht zu diesem Zwecke die Knappschaftstassen heran und führt aus, daß, obgleich diese Kassen schon lange Jahre hindurch bestanden haben, es doch Niemandem eingefallen fei, aus dem Borhandensein dieser Kassen die Nothwendigkeit einer Verstaatlichung der Apotheken zu folgern. Ja, Bauer, das aber ist Die Knappschaftstassen sind althergebrachte Inftitutionen Erst durch die mit mehr oder minder privater Basis. foziale Gesetzgebung hat der Staat zum ersten Mal fich das Recht erwirkt, alle Arbeiter zu zwingen, den Krankenfaffen beizutreten. Und wenn er nun dieses Recht hat, den färglichen Lohn der Arbeiter durch den Kassenbeitrag zu schmälern, so hat er auch die Pflicht, wenn anders ein recht häßlicher Vorivurf nicht auf ihm lasten soll, die Kosten und Ausgaben dieser Rassen und damit die Beiträge zu denselben auf das denkbar geringste Maß zu reduziren. Das kann aber nur mit Erfolg geschehen durch die endgiltige Verstaatlichung der Apotheken. ganz etwas Anderes! In derselben Nummer der Pharm. Zeitung" haben wir ein höchst lehrreiches Beispiel. Da verwahren sich nämlich die Breslauer Apotheker gegen die Vorwürfe, die das Publikum und die Presse erhoben haben, als es der Profitwuth dieſer Herren gelungen war, den an die Krankentassen Breslaus gewährten Rabatt von 25 pt. auf 10 pet. herabzudrücken. Sie fügen hinzu den hohen Wir unsererseits Rabatt von 25 pCt. Wer lacht da? glauben nach unseren damaligen Ausführungen der Mühe überhoben zu sein, hierauf näher einzugehen. " Serbien verlaffen zu wollen. Die radikalen Abgeordneten Vica und Radovanovic sprachen sich für eine gleichzeitige Lösung der Frage des Aufenthaltes der Königin Natalie in Serbien aus und beauftragten, daß von dem Präsidium der Stupschtina eine hierauf bezügliche Resolution eingebracht werde. Die liberale Opposition( Garaschanin) und die radikalen Dissidenten beantragten, den Brief des Königs Milan zur Kenntniß zu nehmen und erklärten, den Antrag Vica- Radovanovic ablehnen zu müssen, weil derselbe der Geschäftsordnung widerspreche. Der Antrag gelangte jedoch mit geringer Stimmenmehrheit zur Annahme. Das Präsidium unterbreitete der Stupschtina hierauf eine im Sinne dieses Antrages gefaßte Resolution, welche eine noch leb haftere Debatte hervorrief. An derselben betheiligten sich gegen 40 Redner, darunter Garaschanin, Leschjanin und viele Mitglieder der Opposition und Dissidenten. Die oppositionellen Redner bezeichneten die Resolution als verfassungs- und gesetzwidrig und als einen Gewaltatt, die Fassung der Resolution würde das Ansehen Serbiens schädigen. Die Opposition verlangte namentliche Abstimmung über die Resolution, der Präsident verweigerte dieselbe, was eine tumultuarische Szene hervorrief, die fast eine halbe Stunde dauerte, und an der sich Ebenso auch die Zuhörer auf der Gallerie betheiligten. stürmisch gestaltete sich die Debatte über die von der Regierung eingebrachte Vorlage, nach welcher dem Könige Milan à Konto der Zivilliste eine Million Franks auf drei Jahre im Voraus bewilligt werden soll. Noch vor der Abstimmung über die Vorlage, welche mit geringer Majorität genehmigt wurde, entfernte sich ein großer Theil der Abgeordneten. Nachdem die Stupschtina die Resolution, wonach das Rabinet aufgefordert wird, ungesäumt bei der Königin Schritte zu thun, um dieselbe zum Verlassen des Landes im Interesse des Friedens zu bewegen, mit großer Majorität angenommen hatte, wurde dieselbe durch Utas der Regentschaft bis zum Herbste vertagt. Der deutsch- österreichische Handelsvertrag soll Ende Die russische Regierung läßt fortwährend sensationelle dieser Woche unterzeichnet werden. Der deutsche Getreidezoll Schauerberichte über das angebliche Attentat verbreiten, ist mit 3/2 M., der österr.- ung. Roheisenzoll mit 65 Kreuzer dessen Opfer der 3 ar nicht geworden ist. Dagegen sind festgestellt. Die Vertragsdauer beträgt 12 Jahre. Den Bar- ihre Organe mäuschenstill über das wirkliche Attentat, lamenten wird der Vertrag erst nach Beginn des nächsten dessen Opfer vor wenigen Tagen ein bulgarischer Jahres vorgelegt werden. Minister geworden ist, und dessen Urheber ohne allen Mit allen Mitteln will die österreichische Re- und jeglichen Zweifel von der russischen Regierung bezahlt gierung die Maifeier der Arbeiter verhindern. Die sind, und von der russischen Regierung jetzt auf russischem Bourgeoisblätter berichteten unlängst, daß es gelegentlich Boden geduldet und beschützt werden. Statt die mindestens zu neun Zehnteln erlogenen einer in Prag untersagten Versammlung zu Unruhen ge Schauerberichte über das höchst problematische Attentat auf tommen sei. Die Berichte waren nach jeder Richtung unrichtig, weshalb wir von ihnen keine Notiz genommen haben. ben Baren geslissentlich zu verbreiten, thäte die europäische Presse besser, dahin zu wirken, daß die öffentliche" Meinung Nun schreibt man uns hierüber aus Prag: Mittwoch früh wurde eine Boltsversammlung auf der und die" sittliche Entrüstung" der zivilisirten Welt" sich Schüßeninsel angemeldet. Die Versammlung sollte Sonntag, gegen die russische Regierung wendet, die durch bezahlte den 5. April, stattfinden. Das Verbot wurde dem Ginberufer, Mordbanden den Frieden Europas stört und das Geschäft Gen. Racovsky, seitens der Behörde erst Sonnabend Abends so der politischen Attentate im Großen betreibt, also spät eingehändigt, daß es unmöglich war, die Genossen zu ver- durchaus kein Recht hat, sich darüber zu beschweren, wenn ständigen von dem Verbote. Es ist aber eine infame Lüge, ihr einmal mit gleicher Münze heimgezahlt wird. wenn behauptet wird, daß Sonnabend Abends von den Arbeitern Die einfache Zusammenstellung des angeblichen, nicht Flugblätter verbreitet wurden mit der Aufforderung, auf der Schüßeninsel zahlreich zu erscheinen; dies ist nur eine Erfindung ausgeführten Attentats von Petersburg mit dem wirklich. ausgeführten, wenn auch nicht vollständig gelungenen der Polizistenpresse. Sonntag früh hatten nun die Polizeimänner unter Füh- Attentat von Sofia beweist aber, wie Recht unsere Abgerung des Rommiffars Draschnar die Schüzeninsel offupirt und ordneten im Reichstag hatten, als sie bei irgend einer bis 9 Uhr gingen wohl auch ungefähr 3000 Arbeiter aus den Sozialistengesetz- Debatte erklärten, die russischen Nihilisten Vororten, als sie von dem Verbote erfuhren, ruhig nach Hause. befolgten nur die Taktik der russischen Zaren und thäten Um 10 Uhr famen in großen Gruppen die Arbeiter aus Prag nur im Kleinen, was diese seit Jahrhunderten im Großen ( 4000 an der Zahl) und begaben sich auf die Kettenbrücke, welche gethan. auf die Schüßeninsel führt. Als sie von dem Verbote erfuhren, Und diesen Augenblick, bei welchem das Zarenwurde das Signal gegeben, einen Spaziergang über den Graben thum seine Kulturfeindlichkeit und seine und die Ferdinandsstraße zu unternehmen. Der Spaziergang seine vor keinem wurde denn auch in der größten Ruhe vorgenommen, bis an einer Verbrechen zurückschreckende Barbarei wieder einmal frech Straßenkreuzung die sich bis dahin ruhig verhaltende Wache zur Schau stellt und handgreiflich offenbart, benutzt derVerstärkung erhielt und nun" Muth" bekam. Die Wachleute, jenige deutsche" Mann, von dem ein russischer Minister etwa 50 an der Bahl, begannen die tausendköpfige Menge zu einst gesagt, er sei russischer als ein russischer Minister beschimpfen, suchten die Arbeiter in die Seitengassen zu drängen um bedingungslose Unterwerfung unter den Willen Rußund arretirten ohne sichtbaren Grund einen Arbeiter. Dieser lands zu predigen. blicke wurde ein zweiter Arbeiter von einem Wachmanne, ber Io3. wurde von seinen Genossen befreit, doch in demselben Augen- In einem Leitartikel seines Hamburger Moniteurs führt den Säbel gezogen hatte, im Gesichte verwundet und auch Fürst Bismarck aus, das einzige Mittel um Rußland zur arretirt. Bugleich schlugen vier andere Wachmänner auf ihn Ruhe zu bringen, sei, ihm seine Hausthüre am Als die Menge Blut sah, räſonnirte fie natürlich Schwarzen Meer" zu überliefern habe es diese, über die„ Strammheit" der Wachleute, ohne sich jedoch sonst mit sammt dem Schlüssel", so sei sein Ehrgeiz in Europa beaus ihrer Ruhe bringen zu lassen. friedigt, und statt in Europa eine ständige Friedensgefahr Unterdessen war der vordere Theil des Zuges bis zur Obst zu bilden, werde es sich dann mit aller Macht auf die Ergasse gelangt; da tam ihm wieder eine Schaar von Wachoberung Asiens verlegen. Der Säkularmensch" übersieht leuten entgegen, welche ihn zurücktreiben wollten, während die in seinem Juchtenfanatismus, daß der Versuch Rußlands, Wachleute von hinten die Menge nach vorwärts trieben. So entstand ein unbeschreiblicher Wirrwarr. Nun zogen die Poli- seine Hausthüre", das heißt Konstantinopel, in Bezisten vom Leder und hieben nicht etwa mit flacher Klinge! fiß zu nehmen, mit mathematischer Gewißheit sofort den -in die Leute, so daß das Blut hoch aufspritzte. Es war europäischen Krieg, welchen er durch seinen gräßlich anzuschauen, wie die Wachmänner handelten. In ihrem genialen" Rathschlag verhindern will, entzünden, und den blinden Eifer hätten sie beinahe einen Kommissär angefallen. Dreibund in die Luft sprengen würde. Denn Desterreich -Die Feder sträubt sich, alles niederzuschreiben. In der und Italien würden zu ihrer Selbsterhaltung ge Boltsmenge waren Weiber und Kinder, ein herzzerreißendes nöthigt sein, sich mit England gegen Rußland zu Wehgeschrei brang von allen Seiten empor. Die Wachleute, verbünden. Und da in diesem Fall Frankreich sich welche alle Besinnung verloren hatten, schonten Niemanden.. aller menschlichen Berechnung nach auf Seiten Englands zu Unter den im österreichischen Abgeordnetenhause eingeschlagen gezwungen wäre, so käme das Deutsche Reich in laufenen Petitionen befindet sich eine solche der Industriellen die angenehme Lage, Hand in Hand mit dem Knutenstaat und Gewerbetreibenden Nordböhmens über die Regelung in hoffnungslosem Kampf gegen das zivilisirte Europa zu Der Arbeitsverhältnisse, in welcher die strenge Handhabung fämpfen was eine seltsame Illustration der Bismarc'schen Und nun noch etwas zur Erheiterung unserer Leser. Nachdem des Preß- und Vereinsgesetzes gegenüber den anarchistischen Phrase vom„ An der Spize der Zivilisation marschiren" die Pharm. 3tg." vorsichtiger Weise die durch amtliche Zahlen Bestrebungen und Maßregeln gegen die Terrorisirung der wäre. und" Thatsachen belegten Beweise der Ausbeutung der pharma Arbeiter verlangt werden. Die Unternehmer sind überall Zum Glück ist keine Aussicht, daß diese reaktionären zeutischen Arbeitsleistung durch das Kapital ihren Lesern ver- die Gleichen. Das an das russische gemahnende österreichische Utopien des Er- Reichskanzlers sich verwirklichen werden schwiegen hat, schließt sie den Artikel wie folgt: " Die Sozialdemokraten suchen bekanntlich systematisch Preß- und Vereinsgesetz genügt den österreichischen Kühne gut ist es jedenfalls, daß derselbe mit solcher Unverfrorenheit feine kulturfeindlichen Ideale und die letzten Biele seiner so einen Stand nach dem anderen in ihre Kreise hinein manns nicht mehr. viel gerühmten auswärtigen Politik zu enthüllen die Stirne zuziehen. Vor Kurzem waren die Droschkentutscher und Nach Mailand wurde für legten Sonntag ein hat. Man sieht jetzt, wessen wir uns zu gewärtigen gehabt dann die Berliner Musiker an der Reihe. Der obige Satz iſt ein auf die Apotheker- Gehilfen ausgeworfenes Net, internationales Meeting für die Rechte der Arbeit" hätten, wenn dem Bismarc'schen Hausmeierthum nicht ein Schon wegen des bald stattfindenden inter- Ende gemacht worden wäre. denen die richtige Einsicht ihrer Lage" und das Klassen- einberufen. bewußtsein als Arbeiter" beigebracht werden soll." nationalen Rongresses in Brüssel mußte die deutsche Partei Hu! die Gänsehaut, die allen braven Apothekern beim Lefen eine Beschickung des Meetings ablehnen und sich auf eine dieser Zeilen über den Rücken laufen wird. Wir freuen uns briefliche Begrüßung beschränken. Auch Genosse Liebknecht, von Herzen über diese kindliche Auffassung, und ebenso aufrichtig beneiden wir die„ Pharm. Beitung" um die Harmlosigkeit und der eine spezielle Einladung erhalten hatte, entschuldigte sich Naivetät ihrer Leser, denen sie erzählen kann, daß dieses Alles durch besonderes Schreiben, welches von dem in Mailand nur unternommen ist, um die numerisch stärkste politische Partei wohnenden Genossen 2. Jakoby verlesen wurde. Auf dem Wald b. Solingen, 13. April. Auf telegraphischen Antrag Deutschlands um vielleicht 2-3 Tausend Stimmen, so hoch mag Meeting waren die Sozialdemokraten anscheinend schwächer versich vielleicht die Zahl aller wahlberechtigten Pharmazeuten betreten als andere Richtungen, denn außer zahlreichen Radikalen der Staatsanwaltschaft in Elberfeld fand gestern bei den Genoffen laufen, zu vermehren. Die sozialdemokratische Partei und Bresse waren auch Anarchisten auf dem Meeting anwesend. Mit Fromm und Leven polizeiliche Durchsuchung statt. wird aber nach wie vor ihre Pflicht thun, d. h. jede Ausbeutung fnapper Majorität wurde gegen die Stimmen der Sozial- wurde:" Die Religion des Kapitals" von P. Lafargue. Wie ber Arbeit durch das Kapital an den Pranger der Deffentlichkeit demokraten folgende Resolution angenommen:" Das Meeting so oft, war auch hier der Liebe Mühe umsonst; gefunden wurde stellen. Und das mit doppeltem Vergnügen, wenn es ihr mög lich ist, wie im vorliegenden Falle, dieses auf Grund amtlicher spricht die Erwartung aus, daß die Arbeiter burch ihr Selbstbewußtsein der kapitalistischen Ausbeutung ein Ziel Wiesbaden, 12. April. Sogar die Ausübung der Werke Zaren zu thun. Uno bas tönnen wir thun, trotzdem die„ Apotheker- Zeitung", setzen und den Reichthum auf internationaler Grundlage der christlichen Barmherzigkeit wird unter Strafe gestellt, wenn das Objekt derselben ein Sozialdemokrat ist. Der hiesige Wirth das Organ des deutschen Apothekervereins, das nicht wahr haben will. sozialisiven werden." Eller wurde dieser Tage aus dem Militärverein ausgeschlossen, Sie sagt, es sei unwahr, daß ein Gehilfe in Berlin durchschnittlich Das serbische Volk scheint jetzt endlich seinen Milan weil er sich am Begräbniß eines Parteigenossen betheiligt 70-100 Rezepte anfertige. Das haben wir auch nicht gesagt, sondern nur ausbrüdlich der Gehilfen Grwähnung gethan, denen die An- und seine Natalie los zu werden. Folgende Depeschen hat; außerdem soll die gleiche Strafe alle Whitgliedegt Kranten- Unterstützungsbundes der Schneider treffen, weil der Vorfertigung der Rezepte obliegt, der sogenannten zweiten Rezep- liegen hierüber vor: Die vorgestrige Abendsitzung der Stupschtina nahm einen sehr sitzende dieses Bundes horrible dictu einen Kranz mit tare. Und daß es zweifellos wahr ist, daß diese Herren dieses erregten Verlauf und dauerte bis gegen Mitternacht. Den rother Schleife an dem Grabe jenes Verstorbenen niedergelegt Arbeitspensum bewältigen, würde die„ Apothekerzeitung" erfahren, ersten Gegenstand der Debatte bildete das zur Verlesung ge- hatte. Der sozialdemokratischen Partei kann es nur erwünscht wenn sie sich einmal gelegentlich an dieselben direkt um Ausbrachte Schreiben des Königs Milan an die Regentschaft, in fein, wenn ihren Anhängern in dieser Weise begreiflich gemacht tunft wenden würde. Ferner sagt sie, die Ausgehezeit bekämen welchem derselbe erklärt, im Interesse der Ruhe und Ordnung wird, daß sie in Militär-, Krieger und ähnliche Vereine nicht die Herren ja auch bezahlt, ohne daß sie während dieser Beit des Landes bis zur Großjährigkeit des Königs Alexander gehören. etwas leifteten. Sehr richtig, aber die Apothekerzeitung" scheint nichts. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Gesucht Theater. Dienstag, den 12. April. Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. Schauspielhaus. Das Käthchen von Heilbronn. Leffing- Theater. Ultimo. Berliner Theater. Schuldig. Deutsches Theater. Das alte Lied. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Wallner- Theater. Des Teufels Weib. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Vorher: Ohne Liebe. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Gavaut, Minard u. Ko. Borher: Die Odaliske. Ostend Theater. Die Ahnfrau. Thomas- Theater. Der Millionen. bauer. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Todes- Anzeige. Hiermit die traurige Nachricht, daß am 12. d. M. mein lieber Mann, unser guter Vater Friedrich Grönert, sanft entschlafen ist. Achtung! Lederarbeiter. Infolge einmüthigen VorAchtung! Achtung! gehens der Kollegen der Arbeiter- Bildungsschule Firma Landes& Co., ist der 212b Die Beerdigung findet am Mittwoch, 15. April, Nachm. 51/2 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Jakobi- Kirchhofs aus statt. Der Vorstand Der Lehrplan der Schule hat aus zwingenden Streik als beendet zu be Gründen eine Aenderung insofern erfahren, als der trachten. 201/10 Unterricht für die Naturwissenschaft in der Süd- und des Fachvereins d. Lederarbeiter. Nordschule nicht Dienstags, sondern Donnerstags, der Unterricht für die Nationalökonomie in der Süd- und Nordschule nicht Donnerstags, sondern Dienstags stattdes Fachvereins sämmtlicher findet. Ebenso wird die Roller'sche Stenographie nicht Für die herzliche Theilnahme bei der in der Firmenschilderbranche in der Südschule, sondern in der Ostschule, und umgeUm stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Beerdigung meines lieben Mannes, des Gürtlers Joseph Hoffmann, sage ich allen Freunden und Kollegen der Firma Rosenbach meinen innigsten Dant. Berlin, den 12. April 1881. 209b Die trauernde Wittwe Martha Hoffmann geb. Donath. Blumen und Kränzen. Empfehle mein Geschäft in friscдen 533 L Kaufmann's Variété. Große Spe Robert Meyer, zialitäten- Vorstellung. Concordia. Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Borstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Große Spezialitäten Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Frrthum zu vers und Genossen, daß ich mit J. Meyer, meiden, erkläre ich meinen Freunden verwandtschaftlichen Beziehung stehe. Wienerstr. 1, in feiner geschäftlichen oder Den besten bayrischen Etablissement Buggenhagen Schmalzler am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücs- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Patzenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. aus ächtem Brasiltabak, sowie ihre rühmlichst bekannten Versammlung beschäftigten Arbeiter am Dienstag, den 14. April, bei Scheffer, Inselstraße 10. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Hildebrand. 2. Diskussion.. 3. Verschiedenes. Mitglieder, welche noch im Rück ftande mit den Beiträgen sind, werden 214/ b fehrt die Neu- Stolze'sche Stenographie nicht in der Ostschule, sondern in der Südschule gelehrt. Der Dienstag- Unterricht für die Nationalökonomie beginnt für die Südschule erst über 8 Tage. Außerdem hat der Massenandrang in allen Schulen die Nothwendigkeit ergeben, mehr und größere Schulräume einzurichten. Wir werden hier so schnell wie möglich Abhilfe schaffen und bitten die Genossen bis dahin um Nachsicht. eten, dieſelben bald zu entrichten. Der Vorstand. Verband deutsch. Mechaniker Mittwoch, den 15. April, Ab. 8 Uhr 103/13 u. verw. Berufsgen. Bahlstelle Berlin. im Luisenstädtischen Klubhaus, Annenstraße 16: Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kaffen des bericht für das 2. Quartal cr. 3. Bericht der Kommissionen. 4. Die Aufs lösung der Zahlstelle Berlin. 5. Verschiedenes. 236/7 Die Mitglieder werden ersucht, ihre am rückständigen Beiträge bis zum 1. April zu begleichen, da dieselben nur dann als Vollberechtigte in die neue DrganiRauch, Kau- u. Schnupf- fation der Metallarbeiter aufgenommen Tabakjorten empfehlen 194L Schwarz& Co. Bratweil'sche Bierhallen Tabak- Fabrik, Nürnberg. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben Nen unter Mitwirkung des Opernfängers u. Ronzertmalers Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücksund reichhaltigen Mittagstisch, sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Verfammlungen. 703 F. Sodtke. PassageStempel! Marienvorstadt, 4. Gleisbühlstrasse 4. Versandt von Schmalzler von 7 Pfd. an franko. * H.GUTTMANN Stempel-, ( Schablonen-, SchilderFabrik Berlin N., Brunnenstr.9. * Stempel! Den Parteigenossen Berlins u. Umgegend empfiehlt sich zur Aus: Panopticum.ng fämmtlicher Arten von SteinUnter d. Linden 22/23. Knabe sek- Arbeiten etc. Carl Arlt, 1009b mit 2 Köpfen. Straße 7b Nr. 12, v. 1. April d. J. 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Die Zahlstellen des Vereins, wo jeden Sonntag von 10-12 Uhr Beiträge entgegen genommen werden( auch werden da Mitglieder aufgenommen), befinden sich in folgenden Lokalen: Franz Gleinert, Müllerstraße 174; Ostar leinau, Gartenstraße 171; Louis Wief, Birkenstraße 24; Aler Lünite, Beuffelder Schmiede Berlins Emit Schmidt, Treschow- und Diedenhofenerstraßen- Ecke; Steinbach, Antonstraße 57; Julius Otto, Pantstraße 31; Johann Gnadt, Brunnenstraße 38; straße 1, Bigarrengeschäft. am Dienstag, 14. April, Ab. 81/2 Uhr, 341/12 in Joel's Saal, Andreasstr. 21. Tagesordnung: 1. Der Achtstundentag. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Unser Ausflug am 3. Mai. 4. Verschiedenes. 279/6 Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. 279/6] Der Einberufer Sophabezüge! Refte in Rips, Damast, Granit, Plüsch u. bunt. Stoff. spottbillig. Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Proben franko! Bitte lesen Sie! Jedem, der billig und gut faufen will, empfehle mein sehr reichhaltiges Lager von circa 1000 Sommer- Paletots, 2000 Anzüge, sowie einzelne Röcke, Jaquetts, Hosen, Westen etc. Ferner Uhren, Ketten, Betten, Der Vorstand. Fachverein d. Tischler( Diten). Dienstag, den 14. April, Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Haase( Königsbank), Gr. Frankfurterstr. 117: Große Versammlung. Zages Ordnung: I 1. Kontraktbruch und das Koalitionsrecht der Arbeiter. Referent Th. Glocke. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Der Bevollmächtigte. 38b Gauverein Berliner Bildhauer. Ordentliche Generalversammlung am Dienstag, den 14. April, Abds. 1/29 Uhr, Prinzenstr. 87. Zages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Rechenschaftsbericht. 3. Wahl der Delegirten zur Generalversammlung des Unterstützungs- Vereins. 3. Fortfehung der Statutenberathung. 5. Verschiedenes. Der großen Tagesordnung wegen werden die Mitglieder gebeten, recht pünktlich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. 116/14 Der Vorstand. Grosse Versammlung Wäsche, Stiefeln, Hüte, Reiſe- und des Allgemeinen Arbeiterinnen- Vereins sämmtl. Berufszweige Holzkoffer, Waschkessel etc., sowie Damen- Mäntel und-Kleider. Prof. Dr. R. Koch Für Schuhmacher!! Sämmtliche Sachen in alt und neu, im Lokale des Herrn Schröder, Müllerstr. 178( Wedding). im Laboratorium. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Seit Anfang April befindet sich die auch werden verfallene Pfänder verkauft. Entree 50 Pf. Rinder 25 pr. Anker- Schuhleiften- Fabrik ACTIEN- BRAUERE FRIEDRICHSHAIN Aktien- Brauerei Friedrichshain Königsthor. Brennwerkzeuge und Bedarfsartikel 5602 C. Japsen& Co., Zimmerstrasse 39 Instrumental- swischen Jeruſalemer u. Markgrafenſtr. Konzert Arnold. Anfang 42 Uhr, Eintritt 30 Pf. Programm unentgeltlich. Welt- Restaurant. 97. Dresdenerstraße 97. Tägliches Auftreten der Norddeutschen Sänger, Geschw. Waldmann. ( 7 Personen), sowie der Duettisten Ernst Gründer's Festsäle ( vorm. Schnegelsberg) Hafenhaide 21 und Jahnstraße 8. Jeden Sonntag, Montag und Mittwoch: Ball in drei Sälen. Säle bis zu 3000 Personen zu Festlichkeiten, Vereine und Versammlungen zu koulanten Bedingungen. Köpenick 136b Friedrichshagen Scharnweberstr. 22. Müggelheimerstr. 4. Allen Freunden und Genossen empfehle meine Cigarren, Tabake und Galanteriewaaren einer gütigen Beachtung. Carl Maiwald. Rohtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plate bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Face'schen Martt.[ 746 Die billigste Bezugsquelle für Gardinen, Teppiche, Betten, Federn, Kleiderstoffe, Leinen- u. BaumwollenWaaren, Wäsche, Damenconfection ift bei J. Gabbe& Comp., Fehrbellinerstr. 77.[ 236 Rosenthalerstr. 69/70. Rohtabak 114b empfiehlt Rud. Seiffert, Reichenbergerstr. 171. Im Tuchgeschäft Oranien- Str.126. I. 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Billets sind bei den Vereinsmitgliedern, sowie bei Stramm, RitterGroßdestillation u. Weingroßhandlung. straße 123, zu haben. Für diejenigen Vereinsmitglieder, welche nach Ausweis Andreasstr. 63 und Grenadierstr. 49. des Arbeitsvermittlers arbeitslos find, gelangen Freitag, den 17. April, Abends von 8-9 Uhr, Eintrittskarten zum Stiftungsfest unentgeltlich zur Ausgabe. Anfang 9 Uhr. Um zahlreichen Besuch bittet Das Vergnügungs- Komitee. J. A.: P. Förster. Betten F. R. Retzlaff, Bettfedern Spezial- Geschäft Brückenstr. 5 ( Jannowitz- Brücke) Theilzahl. gestattet. Möbel- und Polsterwaaren empfiehlt zu billigen Preisen bei guter reeller Arbeit Tapezier, 304L Rob.Fischer, manteuffelstr. 85,1. Kein Laden. Genofsinnen die billigsten und besten Rohrfiguren à Stück 1 Mart, bei 216b Fischer, Weißenburgerstr. 19, Hof 1 Tr. Künstliche Zähne in größter Vollkommenheit, unter GaEisen- und Stahlwaaren. 161/6 Werkzeuge für Schlosser, Töpfer u. Holzarbeiter. Haus- u. Küchen- Geräthe. 380 L E. 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Wer es noch nicht vergessen hat, wie von„ höchster Stelle" fich vergegenwärtigt, mit welchem Sohn vielfach die Aeußerungen der Stadtvertretung aus der Nothstand geleugnet wurde, wer unserer Bertreter im rothen Hause aufgenommen werden, ber helfe dazu beitragen, daß am 14. April unser Kandidat mit überwältigender Majorität aus der Wahlurne hervorgeht. Das Wahlfomitee. Vorlage überdies eine Reihe Verbesserungsmaßregeln In dem Schuhmachergewerbe, dem ich angehöre, wird die vor, wie in§ 120 bezüglich der Fortbildungsschulen, ferner be- Lehrlingszüchterei und Ausnutzung besonders stark getrieben. züglich der Dauer der Arbeitszeit, die Befugniß des Bundesraths, In großen Landstrichen Schlesiens, Thüringens, Sachsens noch vorhanden, dagegen halten Arbeiter, Parteigenoffen! Heute findet in unserem Be- Einschränkungen anzuordnen. Der Antrag Auer ist enger als find Gesellen taum zirke die Wahl eines Stadtverordneten statt. Die Gegner sind das was der§ 126 ſchon ſelbſt bietet; benn letzterer befagt die Arbeitgeber dort 5 bis 8 bis 10 Lehrlinge. Haben einige rührig auf dem Plage; es ist daher Pflicht eines jeden ziel bildung und zum Besuche des Gottesdienstes erforderliche Zeit fümmern sich die Meister nicht. Diese Lehrlinge müssen in einer wörtlich:" Der Arbeitgeber hat dem Lehrlinge die zu seiner Aus- ausgelernt, so werden sie ersetzt; was aus ihnen wird, darum bewußten Sozialdemokraten, energisch für die Wahl unseres Kan- und Gelegenheit durch Verwendung zu anderen Dienstleistungen Art arbeiten, die jeder Beschreibung spottet; sie werden viel Kan- bildung didaten einzutreten. Die reaktionäre Majorität im rothen Hause nicht zu entziehen." Was die Dauer der Arbeitszeit betrifft, so stärker herangezogen als die Gefellen; selbst am Sonntag find hat in den Verhandlungen des letzten Winters mehrfach bewiesen, find für die Fabriklehrlinge gefehliche Bestimmungen dieser Art sie nicht frei, sondern müssen austragen, was im Laufe der Woche daß ihr jedes Verständniß für die Lage des Arbeiters abgeht und daß ihr der Wille fehlt, dem nothleidenden Proletariat selbst im schon vorhanden; für die Handwerkslehrlinge ist das Er fertig geworden. Gegen solche nichtswürdige Ausbeutung sollte forderliche ebenfalls schon vorgesehen. Die Folge des der Reichstag schützend eingreifen. Wenn der Abg. Mehner meint, Rahmen der heutigen Gesellschaftsordnung zu helfen. Antrages würde sein, daß er Anwendung finden würde daß die Lehrlinge bei den Innungsmeistern besser geschützt sind, so auf Lehrlinge von einem Alter von 18, 19, 20 Jahren, erweise ich ihn darauf, daß die Regierung, die es gewiß nur ungern auf die Lehrlinge in den Brauereien, den Glashütten, gethan hat, in den verschiedensten Fällen die Privilegien des§ 100 e den Porzellanmalereien. Dadurch würde das Lehrlingswesen der Gewerbe Ordnung den Innungen wieder hat entziehen selbst in der allerempfindlichsten Weise geschädigt. Ich bitte des- müssen, weil sich die Innungen eben als unfähig erwiesen haben. Die Innungsmeister sind nicht Förderer der gewerblichen Ausbildung trag Auer und Genossen; der Antrag gehe zu weit, sofern er ihnen als sozialistisch angehaucht bezeichnet. Daß für das SchuhAbg. Mehner( Neustadt, Zentr.) bekämpft ebenfalls den An- der Arbeiter; wer in dieser Richtung thätig ist, wird vielmehr von halb den Antrag abzulehnen. dem Lehrling selbst verbiete, sein Zimmer oder den Raum, der machergewerbe und andere die Lehrzeit zu hoch bemessen ist, geht schon dem ihm angewiesen ist, zu reinigen. Wie soll man den Lehrling zur daraus hervor, daß sie für Lehrlinge mit einem gewissen Lehrgeld Afturatesse anhalten, wenn untersagt wird, ihm diese Arbeit zu schon nach drei und theilweise nach zwei Jahren beendet ist. übertragen? In einzelnen Betrieben sei ja ein größerer Schutz Aus der längeren Zeit will nur der Unternehmer den Gewinn gewiß am Platz, aber von der großen Menge der Betriebe gelte ziehen. In den ersten Jahren ist die Ausbeutung nicht so groß, das nicht mehr. Im Handwerk komme es oft vor, daß einige erst wenn der Lehrling anfängt, sich günstig verwerthen zu lassen, Tage oder doch einige Stunden hintereinander nichts zu thun ist. beginnt bei dem Arbeitgeber die Begier, ihn auszubeuten. Früher Die schlechten Zustände im Bäckereigewerbe haben Herrn Bebel hieß es immer, man müßte nicht sowohl die älteren Arbeiter, offenbar zu seinem Antrage mit veranlaßt; aber die von ihm die sich selbst helfen könnten, als die jüngeren schützen. Nun, aufgenommene Statistit hat gar keine Beweiskraft, da sie noch hier ist dazu die Gelegenheit. Ich bitte Sie, für unseren Antrag nicht 1 v. H. aller Betriebe umfaßt. Die bessere Ausbildung der zu stimmen. Regierungsrath Wilhelmi: Den Beweis dafür, daß ich von Lehrlinge, ein wirklicher Schutz derfelben wird erst durch die Zwangsinnung herbeigeführt werden.( Abg. Bebel: Da würden den hier fraglichen gewerblichen Verhältnissen nichts verstände, hat der Vorredner nicht angetreten. Die Berichte der FabrikNach Erledigung der Interpellation Hacke- Hülst, die wir in wir den Bock zum Gärtner setzen!) Abg. Eberty( dfr.): Ich widerstehe der Versuchung, inspektoren scheinen doch von den Herren nicht mit genügender der Politischen Uebersicht" behandelt haben, wird die zweite Berathung der Gewerbe- Ordnungs- Novelle( Ar- auf das letzt erwähnte Thema einzugehen. Im Allgemeinen Aufmerksamkeit gelesen und gewürdigt zu werden. Uebrigens beiterschutz- Gesetz) fortgesetzt und zwar mit der Wiederholung der können sich doch die Innungen bei Denen, welche sie unausgesetzt bietet§ 154 Abs. 4 mit seiner Befugniß des Bundesraths die für namentlichen Abstimmung über§ 125 Abs. 1( Entschädigung für daran mahnen, ihre Schuldigkeit zu thun, bedanken, daß jetzt Fabrikarbeiter geltenden Bestimmungen wegen der Arbeitszeit Kontraktbruch), bei welcher am Sonnabend die Beschlußunfähigkeit etwas mehr für die Lehrlinge dort geschieht. Ohne diese Mahner auch auf andere Gewerbe auszudehnen, thatsächlich viel mehr würde dieser Fortschritt nicht eingetreten sein. Der Antrag Bebel als der Antrag Bebel, für den es auch hinsichtlich der Durchdes Hauses sich ergeben hatte. Der Kommissionsbeschluß wird mit 153 gegen 58 Stimmen erscheint mir in seinem zweiten Theile betr. die Arbeitszeit und führung an jeder Kontrolle fehlt. Durch das geschilderte Verangenommen; für denselben stimmen die Parteien der Rech- das Verbot der Nachtarbeit durchaus annehmbar. Ein junger halten würde der Lehrherr der von dem Abg. Eberty er= ten, das Zentrum, die Polen, die Nationalliberalen, sowie von Mensch bis zu 20 Jahren gehört z. B. Nachts nicht in die Back wähnten Musikerlehrlinge sich ohne Weiteres strafbar gemacht den Freifinnigen Bamberger, Goldschmidt, Gutfleisch, Horwiß, stube, sondern in's Bett, damit müssen sich die Herren Bäcker haben. Lorenzen, Manger, Meyer( Berlin), Panse, Raeithel, Schröder, eben abfinden. Ein ganz besonderer Mißbrauch wird hier in Uhlendorff und von der Volkspartei der Abg. Hähnle. Gegen Berlin mit den Musikerlehrlingen getrieben, welche trotz ihres die Fassung stimmen die Sozialdemokraten, die Freisinnigen und ingendlichen Alters von 14, 15 Jahren Nachts zur Tanzmusit in die Volkspartei mit den erwähnten Ausnahmen und von den vielen unserer Vorstadtlokale aufspielen müssen. Das ist eine Quelle fittlicher Verwahrlosung, die sich später in der traurigsten Fraktionslosen der Abg. Röfice. Weise in ihren Wirkungen bemerkbar machen kann. Ich trete also der Tendenz des Antrages Auer in seinem zweiten Punkte durchweg bei. Für den ersten Absatz, der nicht konkret genug fagt, was er will, vermag ich aber nicht mich zu erwärmen. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 97. Sigung vom 13. April. 1 Uhr. Am Tische des Bundesrathes: Reichskanzler v. Ea privi, v. Bötticher, v. Kaltenborn. Der Rest des§ 125 wird nach der Kommissionsfassung mit der redaktionellen Aenderung angenommen, außerdem gelangt der Antrag Hartmann und Genossen, betr. die Ausdehnung der Entfchädigungspflicht auf Arbeitgeber, welche mala fide einen tontraftbrüchigen Arbeiter in Arbeit behalten, zur Annahme. Abschnitt III§§ 126 bis 133 betrifft die Lehrlingsverhältnisse. Nach§ 126( unverändert wie in der geltenden Gewerbe- Ordnung) ist der Lehrherr verpflichtet, den Lehrling in den betreffenden Arbeiten des Gewerbes zu unterweisen, und zwar entweder selbst oder durch einen geeigneten Vertreter; er darf dem Lehrling die Zeit zum Besuch des Gottesdienstes nicht entziehen, hat ihn zur Arbeitsamkeit und zu guten Sitten anzuhalten und vor Ausschweifungen zu bewahren. Abg. Eberth: Daß der§ 154 eine größere Garantie bietet, als der Antrag Bebel, der noch durch eine Strafbestimmung zu ergänzen ist, kann ich nicht zugeben und finde darin auch, daß der Kommissar die faktischen gewerblichen Verhältnisse nicht vollständig würdigt. Ich bleibe dabei, daß das Verbot der längeren Beschäftigung unter Strafandrohung der bloßen Befugniß des Bundesraths vorzuziehen ist, dasselbe gilt von der Nachtarbeit. Den Arbeiterschuß muß man bei der Jugend und bei den Frauen anfangen. Hic Rhodus, hic salta! stehen. Abg. Bebel bleibt bei seinen vorher gemachten Ausführungen Damit schließt die Diskussion. Die Abgg. Auer und Genossen wollen den zweiten Absatz Abg. Frohme( Soz.) tritt für diesen Antrag ein. Die Abg. Bebel: Ich gebe dem Regierungsfommissar zu, daß in den Staats- und vielen Privatbetrieben die Lehrlingsverhältnisse gegen früher fich gebessert haben, aber viele Verbesserungen müssen § 126 wird unverändert angenommen. Für den noch eingeführt werden. Eine Enquete stellte das Verhältniß der Gewerbegehilfen den Fabrikarbeitern gegenüber. Bei den Lehr- zweiten Theil des Antrages Auer stimmen außer den An§§ 127-133 lingen ist das Verhältniß noch ungünstiger als es sich dort ergab. tragstellern auch die meisten Freisinnigen. Da sind nur 1/6 aller vorhandenen Lehrlinge im Großbetriebe gelangen ohne wesentliche Debatte zur Annahme; desgl. beschäftigt. Nun sind ja im§ 154 gewiffe Schuhmaßregeln der die§§ 133 a- 133e, welche als Abschnitt III a neu in die GewerbeEinführung durch die Einzelregierungen anbeimgegeben; das ist Ordnung eingefügt werden und die Verhältnisse der BetriebsDie sozialdemokratischen Abgeordneten Auer und Genossen ein Lückenbüßer, nachdem man sich auf weitere Konzessionen nicht beamten, Werkmeister und Techniker regeln sollen. Abschnitt IV,§§ 134-139 a, betrifft die Verhältnisse beantragen, hinzu zu fügen, das Verbot der Beschäftigung der hat einlassen wollen, und selbstverständlich werden wir, so sehr Lehrlinge mit häuslichen oder mit den zum Betriebe nicht in wir bedauern, daß nicht mehr geschieht, doch für diese Bestim der Fabrikarbeiter. Nach§ 134, Abs. 1, finden auf Fabrikarbeiter die Bestimdirekter Beziehung stehenden Arbeiten, wenn im Betriebe regel mungen nothwendig stimmen, aber der Schutz der jugendlichen mäßige Beschäftigung vorhanden ist; die tägliche Arbeitszeit soll Arbeiter muß allgemein gefeßlich bestimmt werden, und es darf mungen über die Verhältnisse der Gesellen bezw. Lehrlinge AnUhr Abends und nicht, wenn die jetzt bestehende Arbeitszeit von 18 Stunden auf wendung. 10 Stunden nicht überschreiten und zwischen Nach Abs. 2( von der Kommission hinzugefügt) soll den 5 Uhr Morgens soll eine Beschäftigung überhaupt nicht statt 12 Stunden herabgesetzt wird, dies als ein großer Triumph be. trachtet werden; sie dürfen höchstens 10 Stunden arbeiten. Unternehmern von Fabriken, in denen regelmäßig mindestens finden. Abg. Bebel( Soz.): Es ist bekannt, welcher Mißbrauch Gerade der Abg. Metzner muß wissen, wie in seiner Hei- 20 Arbeiter beschäftigt werden, untersagt sein, für den Fall des die Lehrlinge ausgebeutet werden. Daß Kontraktbruchs durch den Arbeiter als Schadensersatz die Verdamit getrieben wird, daß die Lehrlinge zu allen möglichen Be- mathsproving schäftigungen außerhalb ihres Berufs herangezogen werden. Man meine Enquete über das Bäckergewerbe einen beschränkten wirkung des rückständigen Lohnes über den Betrag des durchhat darauf hingewiesen, daß die Meister auf dem Lande oft nicht Umfang hat, habe ich selbst zugegeben, aber daß die dort be- schnittlichen Wochenlohnes hinaus auszudehnen. Auf Arbeiter die nöthige Arbeit haben, um die Lehrlinge zu beschäftigen, und haupteten Thatsachen richtig sind, bestätigte auch der Ober- Bürger- und Arbeitgeber dieser Fabriken findet die Bestimmung wegen Dann gab es auch der Minister der Entschädigung(§ 125, Absatz 1, jetzt§ 124b) teine Andaß es dann unrecht wäre, dem Meister zu verbieten, dem Lehr- meister von Dortmund. ling, der sonst dem Müßiggang verfiele, Gelegenheit zu anderer v. Berlepsch zu. Häufig kommt es vor, daß gar kein Gehilfe im wendung. Beschäftigung zu geben. Einen solchen Einwand erkennen wir Betriebe beschäftigt ist, sondern nur 6-7 Lehrlinge, namentlich für gewisse Verhältnisse auf dem Lande und in kleineren Städten in der Schuhmacherei und bei der Schneiderei, ebenso in der streichen. an und haben deshalb die Worte wenn im Betriebe regelmäßige Hausindustrie. Dieser Ausbeutung der Lehrlinge muß man abBeschäftigung vorhanden ist" in" unseren Antrag aufgenommen. helfen. In der Gisenindustrie in dem Bergischen Landestheil Art und Weise, wie die Arbeiter jetzt durch die ArbeitgeberDaß Lehrlinge mit besonderer Vorliebe zu häuslichen Dienst- müssen die Lehrlinge von 4½ Uhr früh bis 8 und 9 Uhr Abends Koalitionen im Bunde mit den Polizei Behörden behandelt leistungen aller Art herangezogen werden, ist bekannt. Die arbeiten. Das muß man als unmenschlich bezeichnen. Die Rück werden, laffe die Forderung der Beseitigung dieser Zwange Anekdote, nach welcher sich einmal ein Meister zwei Lehrlinge ſicht auf die Unternehmer veranlaßt eben die Regierungen, von bestimmung nur natürlich erscheinen. Die Unternehmer- Bernahm, weil seine Frau Zwillinge bekommen hatte, gilt auch heute den ihnen zustehenden Vollmachten nur einen eingeschränkten Ge- einigungen gehen schon jetzt soweit a. 28. dem Polizeipräsidium Daß unser erster Antrag eine Ver- zu Berlin große Summen zu überweisen für diejenigen Beamten, noch. Wo Dienstboten nicht gehalten werden können, ist brauch zu machen. der Mißbrauch der Lehrlinge außerordentlich im Schwange. schlechterung bedeutet, bestreite ich entschieben; als ich in der welche zur Unterdrückung von Streits beigetragen, d. h. im Dienſte Wir hoffen für unseren Antrag auf die Unterſtüßung Der Kommission einen ähnlichen Antrag einbrachte, wandte man ein, des Unternehmerthums Spitzeldienste geleistet haben. Man kann jenigen, welche hier immer als Vertreter des Kleinen Handwerks er gehe nicht weit genug, jetzt änderte ich ihn, um diesem Einwand geradezu von Verschwörungen des Unternehmerthums mit der da sagte man, er gehe zu weit; recht können Polizei zur Bernichtung der Arbeiter- Koalitionen sprechen; demfür eine tüchtige Ausbildung der Lehrlinge eintreten. Daß bei zu entgehen es fehlt Ihnen der gegenüber sind Ihre Versicherungen, das Recht der Betzteren nicht folchen Mißbräuchen eine tüchtige Ausbildung der Lehrlinge nicht wir es Ihnen eben nie machen, Botengänge, die zum Handwerksbetrieb ge- antasten zu wollen, nichts als Hohn! Von einem Mißbrauch durch Maximal- Arbeitszeit von 10 Stunden besonders für die jungen, hören, Abtragen der Waare u. dergl, sollen durch meinen die Unternehmer ist nie die Rede, obwohl der Mißbrauch bei den möglich ist, liegt auf der Hand. Ferner ist die Bestimmung einer gute Wille. im Entwickelungsalter stehenden Leute nothwendig. Was für die Antrag nicht berührt werden, aber Kinderwarten, Stubenreinigen Arbeitern die Ausnahme, bei den Arbeitgebern die Regel bildet. jungen Leute von 14-16 Jahren in den Fabrifen bereits als u. f. w. gehören nicht zur Lehrlingsausbildung, und wenn der Die Arbeiter sind zu Hunderten in den letzten Monaten wegen nothwenig anerkannt und durchgeführt wird, ist mindestens ebenso Mann später diese Arbeiten machen muß, so lehrt es ihn der geringfügiger Verstöße gegen den§ 152 verurtheilt worden, nothwendig für die jungen Leute im Handwerk. In den Augenblick. Dienstmädchenarbeit braucht ein Lehrling nicht zu in Hamburg hat man Dußende von Arbeitern aus diesem Fabriken ist für die Gesundheit dieser Leute meistens weit beffer machen. Wenn der Abg. Mehner auf die Innungen returrirt, so Grunde aufgegriffen, zwangsweise verhört, wie Verbrecher begesorgt, als im Handwerk. Allerdings können die Meister in bemerke ich, ich habe unter der Herrschaft der Innungen gelernt handelt. Wenn man einmal einen Unternehmer wegen ähnlicher thren Werkstätten nicht immer den Anforderungen entsprechen, und gearbeitet, damals waren die Verhältnisse schlimmer, als sie Berstöße bestrafen muß, wie es vor 11/2 Jahren in Berlin dem welche vom gesundheitlichen Standpunkte erhoben werden müſſen, jetzt sind; nicht die Innungsmeister aber haben die Verhältnisse Obermeister einer Innung geschehen ist, so wird auf eine niedrige um so weniger aber dürfen die jungen Leute in solchen Be- verbessert, sondern der Kulturfortschritt und die Agitation der Geldstrafe erkannt und das Vorhandensein eines Dolus überhaupt trieben, deren Räumlichkeiten oft allen gesundheitlichen Anforde Arbeiterführer. Wenn wir nur durch Ausbeutung von Lehrlingen geleugnet. Wird nun hier gefeßlich die Einbehaltung eines rungen Hohn sprechen, über eine bestimmte Zeit hinaus beschäftigt frische Semmeln bekommen können, dann verzichten wir auf diesen Wochenlohns als Schadenersatz vorgeschrieben, so öffnen Sie der werden. Die Lehrlinge werden häufig bis zu 14 Stunden Genuß. Aber das ist gar nicht nöthig. Die Gesellen und der Willtür der Unternehmer gegen die Fabritarbeiter Thür und täglich beschäftigt, und zwar gerade für die schwersten und Meifter genügen, um die Waaren über Nacht zu backen, und die Thor. Die Fabritarbeiter- Bevölkerung ist noch weniger in der unangenehmsten Arbeiten. Sie würden ein großes Stück des sehrlinge brauchen erst um 5 Uhr aufgeweckt zu werden, um die Lage als die Handwerksgesellen, Front zu machen gegen die Arbeiterschutzes ausführen, wenn Sie sich dieser jungen Leute an- Waaren auszutragen. Uebrigens, viele der Herren, die hier Oppo- großen Organisationen der Arbeitgeber. Abg. Stadthagen( Soz.): Durch diesen Paragraphen werden nehmen. Ich habe in meiner Lehrzeit sehr oft nach 12-14ftün- fition machen gegen meinen Antrag, würden das Frühstück noch früh diger Tagesarbeit noch Nachts Arbeiten verrichten müssen. In genug bekommen, wenn man erſt früh um 5 Uhr zu backen an die Fabritarbeiter zu Staatsbürgern zweiter Klasse gemacht, indem einer großen Reihe von Gewerben wird eine Lehrlingszüchtung fängt.( Heiterkeit.) Ich habe mir lange überlegt, ob ich man sie unter ein besonderes ziviles, darum aber um so gein hohem Maße betrieben. Und gerade die unfoliden Elemente, nicht die Zeit der Lehrlingsausbildung überhaupt gefeßlich auf hässigeres Ausnahmegesetz stellt. Die Vertragstreue, das sittliche Die Schmukkonkurrenten, beschäftigen die billigen Lehrlinge in 3 Jahre zu beschränken beantragen sollte. Eine längere Lehrlings- Moment ist also bei den Arbeitgebern nicht vorhanden, aber vom großer Bahl, um die Preise drücken zu können, und beuten die zeit z. B. von 5 Jahren in der Glashütten- Industrie ist entschieden Arbeiter wird es verlangt, er wird unter Ausnahmebestimmungen Abend, auch Sonn- in tage, aus und züchten so eine Menschenklasse, die in ihrer ganzen beschränkt ist, so werden bei der durchschnittlich höheren Intelligenz rechtswidrigem" Kontraktbruch verstanden werden soll. Im GeEntwickelung auf das Gemeinwesen später schäblich wirken muß. des deutschen Volkes bei uns wohl drei Jahre genügen; ich ver- fetze steht nicht, was Herr v. Puttkamer hier eingeführt hat, bai Gerade für die, welche nach ihrem Lebensalter, ſich nicht gegen die zichtete darauf, dergleichen zu beantragen, aber wer der Ansicht das naive Unrecht nicht unter diese Ausnahmebeſtimmungen fallen Unternehmer auflehnen können, ist ein Schutzgesetz nothwendig, ist, daß der Staat der Ausbeutung der Lehrlinge entgegentreten soll; im Gefeß ist ausdrücklich von der rechtswidrigen Auflösung des Kontraktes die Rede. Hofprediger werden außer Ver weil man und ich bitte Sie daher, unsere Vorschläge dem§ 126 hinzuzu- muß, der wird unseren Vorschlägen beitreten müſſen. Abg. Bock Magdeburg( Soz.): Der Herr Regierungs- folgung gesetzt, annimmt, sie haben naiv gehandelt, wenn tommiffar hat bei seinen Ausführungen wenig Kenntniß des ge- unrecht fie einen fügen, weil er erst dann den Werth hat, den er für diese Arbeiter falschen Eid be= Der einfache Fabrikarbeiter soll den Schutz des Regierungsrath Wilhelmi: Daß gewisse Mißstände auf dem werblichen Lebens verrathen, und ich werde in dem Folgenden gingen; Gebiete des Lehrlingswesens bestehen, kann zugegeben werden, ben Nachweis dafür erbringen. Nach meiner Kenntniß der Ber- naiven Unrechts aber nicht genießen. Spigel und Bolizei- Präfte steigendem Maße haben sich die Verhältnisse in den letzten Jahren zehnstündige Arbeitszeit der Lehrlinge einrichten. Gegenwärtig naiv unrecht, während der Arbeiter stets bewußt rechtswidrig aber es gilt das doch nicht von der Allgemeinheit. en bänilige Arbeit der ganze Gewerbestand sehr leicht auf die denten handeln nach der Auffassung des Herrn von Buttbäst haben muß. Der Antrag des Abg. v. Meyer- Arnswalde wird nur von den Abgg. v. Below- Saleste und Gerlich unterstützt. § 53 gelangt unverändert zur Annahme. Im§ 55 wird entsprechend der früher bezüglich der Listenaufstellung vorgenommenen Aenderung auch die Zeit der Auslegung der Wahllisten in die Zeit vom 15. bis 30. Januar ( statt Juli) verlegt. handelt! In einem Schreiben von Tischlern an einen Arbeit-[ weil sonst alle sechs Jahre eine ganz neue Gemeindevertretung geber, worin die Lohnerhöhung unter Androhung der Sperre ge- gewählt werden müßte. fordert wurde, ist die Anstrebung eines rechtswidrigen Ver- Minister Herrfurth schließt sich diesen Ausführungen an, mögensvortheils gerichtlich gefunden worden; das Reichsgericht weil durch die allmälige Erneuerung der Vertreter sich die Konhat fogar jede Forderung höheren Lohnes durch die Arbeiter für tinuität in der Vertretung erhält. rechtswidrig erklärt. Was soll nun werden, wenn ein Arbeiter einem Fachverein angehört und infolge eines Beschlusses dieses Vereins eine Lohnerhöhung fordert? Durch konkludente Handlungen würde der Arbeiter dann eine Erpressung begehen. So weit sind wir in der Rechtsprechung unter der Aera Bismarck- Puttfamer gekommen! Wird§ 134 Gesetz, so wird der Werth des Koalitionsrechts illusorisch. Von Tag zu Tag schärfer gehen die Unternehmer vor; dennoch bleiben sie von der Polizei und Staatsanwalt ungeschoren. Der Arbeiter aber Imuß verurtheilt werden, gleich viel ob er die Tragweite seiner Handlungen übersicht oder nicht, ob er naiv oder böswillig Unrecht begeht. Die neueste Enthüllung, die in London gedruckte Broschüre„ Ein Komplott gegen die Arbeiter klasse", zeigt uns bezüglich der Metallindustrie recht deutlich, daß die einzelnen Vereine der Unternehmer auf diesem Gebiete völlig gesetzwidrig handeln, sich als politische Vereine geriren, mit einander in Verbindung treten, ohne daß ihnen von den Behörden das Geringste in den Weg gelegt wird. Kein Staatsanwalt findet sich, der dagegen einschreitet, wohl aber tanzen der Berliner Polizeipräsident, der preußische Kriegsminister, die fämmtlichen Eisenbahndirektionen nach der Pfeife dieser Unternehmer verbände und erfüllen gehorfainst alle ihre Wünsche. Jeder weiß, daß wir keinen Fonds haben zur Bezahlung der Schulden der Schwiegerväter von Ministern, und doch wissen wir, daß solche Fonds existiren; bei 350 000 art soll die Rechtswidrigkeit ausgeschlossen werden, bei den kleinen Lohnsummen aber sollen die Arbeiter wissen, was recht ist, sonst müssen sie bestraft werden. Abg. Gutfleisch: Der Antrag der Kommission sollte auch verhindern, daß die Ausbedingung von Konventionalstrafen über den Betrag eines Wochenlohns hinaus erfolgt, er ist also gerade im Interesse der Arbeiter gestellt. Da aber die Fassung als Schadensersat" diese Lücke nicht vollständig ausfüllt, so beantrage ich, diese Worte zu fireichen. Abgeordnetenhaus. Bum§ 56a schlägt Abg. v. Strombeck vor, die Wahl der Gemeindeverordneten im Februar statt im November vornehmen zu lassen. Dann verstreiche allerdings eine ziemlich lange Frist bis zur Einführung der Neugewählten, aber das sei immer noch vorzuziehen dem Zustande, daß zwischen der Aufstellung der Listen im Januar und der Wahl im November ein so langer Zeitraum verfließe. Reflamationen gegen die Wählerlisten noch nicht entschieden sein; Minister Herrfurth: Im Februar können vielleicht die es empfehle sich vielleicht, die Wahl auf den März zu verschieben und die Neugewählten nicht mit dem Kalenderjahr, sondern mit dem Etatsjahr zum 1. April einzuführen. Abg. v. Strombeck nimmt diese Anregung auf. lassen. Das Haus beschließt, die Wahlen im März stattfinden zu vertagt. Um 3/2 Uhr wird die weitere Berathung bis Dienstag 11 Uhr Korrespondenzen und Parteinachrichten. § 134 wird mit diesem Antrage angenommen. Darmstadt. Der Wahlverein Darmstadt II nahm in seiner letzten Versammlung folgende Resolution an: Der ArbeiterUm 514 Uhr wird die Fortsetzung der Berathung auf Diens- Wahlverein Darmstadt II beschließt, gemäß der auf dem intertag 11 Uhr vertagt. nationalen Arbeiterfongreß zu Paris am 20. Juli 1889 ange: nommenen Resolution, am 1. Mai d. I. für Einführung des achtstündigen Arbeitstages zu manifeftiren. Da eine allgemeine Arbeitsruhe nicht zu empfehlen ist, soll diese Kundgebung durch eine am Abend des 1. Mai abzuhaltende Versammlung zum Ausdruck gebracht werden. Der Verein erklärt sich im Prinzip gegen eine Feier am 1. Sonntag im Mai, schließt sich aber in diesem Jahr der Majorität an; jedoch legt der Berein ganz energisch Protest ein gegen den Plan, die Maifeier fünftig stets am ersten Sonntag des Monats abzuhalten. 67. Sigung vom 13. April, 11 Uhr. Am Ministertische: Herrfurth und Kommissarien. Die zweite Berathung der 2 and gemeinde- Ordnung wird fortgesetzt, und zwar beim Abschnitt IV, Gemeindevertretung (§§ 49-65). §49 bestimmt; In denjenigen Landgemeinden, in welchen die Zahl der Stimmberechtigten mehr als 40( in der Vorlage Den 1. Mai d. J. betreffend, verpflichtet sich jedes Mitglied stand 30) beträgt, tritt mit dem Zeitpunkte, wo die Liste der Stimmberechtigten diese Zahl nachweist, an die Stelle der Gemeindeversammlung eine Gemeindevertretung. Die Landgemeinden sind berechtigt und, falls der Kreisausschuß auf Antrag Betheiligter oder im öffentlichen Interesse dies beschließt, verpflichtet, auch bei einer geringeren Anzahl von Stimmberechtigten eine Gemeindevertretung im Wege ortsstatutarischer Anordnung einzuführen. Die Gemeindevertretung besteht aus den gewählten Gemeindeverordneten, deren Zahl mindestens das Dreifache der Zuerst genannten betragen muß. Diese Zahl fann durch Ortsstatut auf 12, 15, 18 oder höchstens 24 erhöht werden. Abg. v. Huene beantragt, an die Stelle der beiden ersten Absätze zu setzen:" Die Landgemeinden sind berechtigt, an Stelle der Gemeindeversammlung eine gewählte Gemeindevertretung im Wege ortsstatutarischer Anordnung einzuführen." Eventuell soll an die Stelle der Zahl 40 die Zahl 80 gefeßt und die Worte„ und, was der Kreisausschuß.... verpflichtet" gestrichen werden. des Vereins, ein Viertel seines Verdienstes von diesem Tage an die Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands abzuführen. Die Feier am Sonntag, den 3. Mai, wird mit dem Wahlverein Darmstadt I zusammen abgehalten werden. * * * # Krause so ist der Name des Mannes rief seine Getreuen zu einer Versammlung zusammen, in welcher der Artikel vorgelesen und den Veteranen plausibel gemacht wurde, daß in demselben eine Beleidigung der deutschen Fahnen enthalten sei. Genannter Verein protestirte dann gegen diese Zeitungsnotiz, und darauf stützte sich die Anklage. Der Vertheidiger geißelte mit scharfen Worten die Vorgeschichte dieses Prozesses und be merkte besonders, daß es ein Redakteur, allerdings eines unparteiischen" Blattes ist, welcher der Polizei Dienste leistete. Bei den Schöffen machte die vortreffliche Rede keinen Eindruck und war das Urtheil eigentlich vorauszusehen. Lokales. Parteigenoffen des 6. Berliner Wahlkreises! In einer öffentlichen Volksversammlung, welche zum Zweck der Stellungder Majorität beschlossen:„ Jeder Parteigenosse, dem es irgend nahme zur 1. Maifeier einberufen war, wurde mit überwältigenmöglich ist, verpflichtet sich, den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu feiern." Zur Arrangirung der Feier wurde ein Komitee von fünf Personen gewählt. Wir erwarten nun von den Genossen, welche nicht allzu schweren materiellen Schaden dadurch erleiden, daß sie diesen Beschluß hochhalten und sich recht zahlreich an der Feier betheiligen, damit dieselbe möglichst imposant wird. Wir werden am Vormittag eine Versammlung mit einem der Bedeutung des Tages angemessenen Vortrag einberufen, und, wie im vorigen Jahr, von Mittag im Moabiter Schüßenhaus das Fest abhalten. Parteigenossen anderer Wahlkreise, welche sich mit dem Beschluß einverstanden erklären, laden wir ebenfalls hierzu freundlichst ein. Das Komitee: W. Becker. E. Ernst. H. Raschte J. Rechner. F. Schwabe. ( Wir veröffentlichen den vorstehenden Aufruf auf wiederholten ausdrücklichen Wunsch des Komitee's. Daß wir mit dem Inhalte desselben nicht einverstanden sind, brauchen wir wohl nicht besonders zu betonen. Der Vorwärts" steht auf dem Boden, welchen die Fraktion zur Frage der Arbeitsruhe am 1. Mai einnimmt, und wir können bei der Gelegenheit nur fonstatiren, daß mit ganz verschwindenden Ausnahmen dieser Standpunkt von der Gesammtpartei getheilt wird. Red. des Vorwärts".) Das Wahlbureau für den 17. Kommunal Wahlbezirk befindet sich bei 2uhm, Brandenburgstr. 11. Um 8½/ 2 Uhr früh mögen sich die Genossen einfinden. findet die Freisinnigen uneins. Die bevorstehende Wahl im 17. Kommunal- Wahlbezirk Kandidat gilt als ein so unselbständiger Jasager und Nickemann, Die aufgestellte, freisinnige" daß sogar die" freisinnige"" Berliner Zeitung", was im Ganzen nicht viel sagen will, ihm den Sozialdemokraten( Herrn Börner) fast vorzieht. Die Freis. 3tg." tadelt diese Haltung des ihr be Solingen, 11. April. Am 2. September v. J. hing ein am besten, was demokratisch ist. Erst bei der letzten Kommunalfreundeten Blattes als undemokratisch. Die Freis. 3tg." weiß ja Biegeleiarbeiter zu Ringelshäuschen eine rothe Bettdecke zum wahl( im 31. Bezirk) hatten die freisinnigen Macher eine VerFenster seiner Schlafstelle hinaus, um sie zu lüften. Diese wurde fammlung insgeheim einberufen, in welcher se ch 3 Wähler der von Gendarmen wahrgenommen, welche dieselbe für eine rothe wählenden dritten Abtheilung, sonst aber nur wähler zweiter Fahne hielten und darin eine sozialdemokratische Demonstration Abtheilung und außerhalb des Wahlbezirks wohnende Personen blickten. Die Gendarmen veranlaßten den Mann zum Einziehen anwesend waren. Die Sechs wurden natürlich überſtimmt und der Flagge" und erstatteten Anzeige gegen ihn wegen Verübung nun nannte die Freis. 3tg." es demokratisch", daß dieselben groben Unfugs. Das hiesige Schöffengericht sprach den Ange- sich fügten, was" die sechs demokratischen" Freisinnigen auch flagten frei. thaten. Der kommunale Berliner" Freisinn" demokratisch! Wer lacht da? Kaiserslautern, 9. April. Am 27. Oktober und im Nopember v. J. fanden hier zwei sozialdemokratische Parteiver- Einer der größten Sozialistenfresser ist der Deutsche sammlungen statt, zu welchen, um die Stärke am Plaze und die Krieger- Bund". Die lezte Nummer feines Organs, die" Parole", Gesinnungstüchtigkeit der Genossen zu prüfen der Eintritt nur veröffentlicht einen Kriegsartikel gegen die Sozialdemokratie, der gegen Karten zu 10 und 15 Pfennige gestattet war. Die hiesige mit den Worten schließt:„ Der rothe innere Feind, die SozialPolizeibehörde ging nun von der Ansicht aus, daß es sich um demokratie, greift uns an! Auf zur Vertheidigung unserer eine verbotene Sammlung handle und nahm die in öffentlichen höchsten Güter!" Die Kriegskameraden sind mobil gemacht, sie Inseraten benannten und mit dem Verkaufe der Karten be- befinden sich auf dem Kriegspfade, um den bösen Feind zu suchen, nannten Genossen I. I. Thedy, Wilh. Müller, J. Weidinger, um die höchsten Güter zu vertheidigen. Indessen die braven Gg. Bayerle und F. Morib, sowie des letzteren Ehefrau, welche Krieger gegen Windmühlen kämpfen, sizt der böse Feind gemüthin Abwesenheit des Mannes Karten verkaufte, wegen Ueber- lich in ihrem eigenen warmen Neste und raubt die höchsten tretung des§ 52 des P. St.-G.-B. in eine Geldstrafe von 3. M. Güter" Unschuld, Ehre, Moral und Sitte nach Herzensund verlangte Zurückgabe resp. Beschlagnahme der eingenommenen lust! Im unmittelbaren Anschluß an den vorerwähnten KriegsGelder. artikel bringt die Parole" nämlich eine Betrachtung über das Hiergegen hatten fämmtliche Angeklagten Einspruch erhoben Waisenhaus des Deutschen Krieger- Bundes" Rómhild, in dem und zwar, wie sie bei heutiger Verhandlung vor dem Schöffen- die Knaben und Mädchen in militärisch- frommer Sitte zu Patrioten gericht betonten, weil sie sich feiner strafbaren Handlung bewußt und Tugendhelden erzogen werden. Wie sich nun herausgestellt, hat und fernerhin ja auch andere Parteien in ähnlicher Weise vor man hier den Bock zum Gärtner gemacht, indem der Hausvater, gingen. ein verheiratheter Mann, sich an den ihm anvertrauten Der Gendarm Bauer, welcher die letzte Versammlung über- Mädchen vergangen hat. Als er sich entdeckt sah, machte er Auf eine Bemerkung des Abg. Strombeck erklärt der wachte und der, wie heute noch so mancher andere Polizeibeamter feinem Leben durch Selbstmord ein Ende! Der gute KriegerMinister Herrfurth, daß innerhalb der drei Klassen unter dem Einflusse des entschlafenen Ausnahmegesetzes zu leiden bund sollte die„ Kameraden" wahrlich lieber an die Gewehre" das Wahlrecht der einzelnen Wähler ein gleiches sei; eine schien, führte als Zeuge an, die Versammlungen könnten nur rufen zur Vertheidigung der höchsten Güter nicht gegen den Abstufung nach der Steuer, wie für die Gemeindeversammlung zu dem 3wede veranstaltet worden sein, um eine rothen", sondern gegen den eigenen schleichenden inneren Feind, nach§ 48 vorgesehen war, findet nicht mehr statt. Stärkung der Parteikasse herbeizuführen, eine Ansicht, gegen die Unmoralität und Sittenverderbniß, die auch unter der 50 wird mit dem Antrage von Heydebrand angenommen. welcher sich auch der Staatsanwalt anschloß und Abweisung der Tünche des Patriotismus und der Frömmelei ihr lichtscheues § 50a wird mit dem Antrage von Rauchhaupt angenommen Berufung verlangte. Die Vertheidigung machte dagegen geltend, Wesen treiben. Anstatt der Sozialdemokratie mit Sabul und und bestimmt nunmehr, daß die Wahl im Wahlbezirke stattfinden daß, nachdem das Ausnahmegesetz gefallen und wieder nach dem Schießprügel den Garaus machen zu wollen, sollte der deutsche kann, wenn zu einer Klaffe mehr als 500 Wähler gehören; gemeinen Rechte geurtheilt werden müsse, eine Verurtheilung Kriegerbund derselben lieber bereitwilligst Thür und Thor öffnen, außerdem kann, wenn eine Gemeinde aus mehreren Ortschaften kaum stattfinden dürfe, umsoweniger, als sowohl hier, wie in denn dadurch nur könnte der große Läuterungsprozeß, dessen die besteht, der Kreisausschuß bestimmen, wie viel Mitglieder der München und vielen anderen Orten ähnliche Bersammlungen heutige Gesellschaft", von der ein kleiner Theil ja auch der Gemeindevertretung in jeder Ortschaft gewählt werden müssen. stattgehabt hätten und noch heut stattfänden, ohne daß man in Deutsche Kriegerbund ist, so dringend bedarf, in die Wege geleitet Nach§ 51 der Kommissionsbeschlüsse sollen zwei Drittel der dem Verkaufe von Karten oder Erhebung von Eintrittsgeld eine werden. von jeder Klasse" gewählten( nach der Vorlage zwei Drittel der strafbare Handlung gefunden hätte und beantragt Freisprechung. Gemeindeverordneten) Angesessene sein. Abg. v. Sch als ch a beantragt für den Fall der Ablehnung der Anträge des Abg. v. Huene in Absatz 2 statt auf Antrag Betheiligter" zu sagen:„ auf Antrag von einem Dritttheil der Stimmberechtigten". Der Antrag v. Huene wird gegen die Stimmen des Zentrums, der Polen und der Abgg. v. Meyer- Arnswalde, v. Below- Saleske und Gerlich abgelehnt; ebenso der Antrag v. Schalscha,§ 49 wird unverändert angenommen. Nach§ 50 sollen die Stimmberechtigten für die Wahlen der Gemeindevertretung in drei Klassen nach der Steuer getheilt werden; jede Klasse soll 1/3 der Gemeindeverordneten aus der Zahl der Gemeindeglieder wählen. Abg. v. Heydebrand will die Gemeindeverordneten nur aus der Zahl der Stimmberechtigten wählen lassen. Mit diesem Antrage erklärt sich Minister Herrfurth einver standen. " " " " Das Gericht schloß sich dann schließlich nach halbstündiger Ein Stück Unvernunft beliebte Herr Theodor Müller, der Abg. Krause beantragt nur die Hälfte der von jeder Klasse Berathung der Vertheidigung an und erkannte dahin, daß in dem Vorsitzende der Ortskrankenkasse für das Gastwirthsgewerbe, in gewählten aus Angesessenen bestehen zu lassen. Verkaufe der Karten zur Deckung der Kosten eine strafbare Hand- der letthin stattgehabten Versammlung dieser Kasse es zu nennen, Abg. v. Rauchhaupt beantragt, die Worte von jeder lung nicht zu erkennen sei und spricht die Angeklagten von Strafe daß eine Kellnerin, welche längere Zeit in einem hiesigen KrankenKlaffe" zu streichen. und Kosten, welch' Lettere der Staatstaffe zur Last fallen, frei.hause auf Kosten der Kaffe wegen Magentatarrhs in ärztlicher § 51 wird angenommen mit der Aenderung, daß die An- Ein Leichen begängniß, an dem sich die hiesigen Behandlung stand, zwei Tage, nachdem sie aus dem Krankenhause gefeffenen zwei Drittel der Mitglieder der Gemeindevertretung sozialdemokratischen Vereine: der Arbeiter- Wahlverein und der als geheilt entlassen worden war, bereits wieder 27 Glas Bockstellen. fozialdemokratische Arbeiter Bildungsverein mit ihrer Mitglied- bier und 12 Rognats getrunken habe, so daß sie genöthigt war, Nach§ 52 sollen als Gemeindeverordnete nicht wählbar sein: fchaft betheiligten, fand gestern als Begräbnißfeierlichkeit des sich am dritten Tage wiederum frank zu melden- an Magen1. die Beamten, welche die Aufsicht über die Gemeinde ausüben; verstorbenen Zimmermanns Adam Hüttenberger statt. Hinter tatarrh! Diese Mittheilung wurde von den Herren Gastwirthen 2. die besoldeten Gemeindebeamten; 3. die richterlichen Beamten; dem Zeichenwagen wurde ein großer Kranz mit rother Schleife natürlich mit größter Entrüstung aufgenommen! Wenn Herr 4. die Beamten der Staatsanwaltschaft und die Polizei- Exekutiv getragen und der letztgenannte Verein führte eine rothe, schwarz- Müller diese Leistung der Bierhebe ein Stück Unvernunft" nennt, beamten( in der Vorlage ftand: Polizeibeamten); 5. die Geist- umflorte Fahne mit im Zug, deren Entfaltung indessen seitens so hat er unbedingt Recht, nur muß man die Unvernunft anderswo lichen, Kirchendiener und Volksschullehrer; 6. Frauen. Bater des hiesigen Bezirks- Amtes, unter Androhung der Wegnahme, fuchen, als wie Herr Müller und feine Kollegen! Es ist wohl und Sohn, sowie Brüder dürfen nicht zugleich Gemeindeverord- sowie das Tragen der breiten rothen Schärpen dem Fahnen- anzunehmen, daß Herr Theodor Müller und seine Kollegen in nete sein. träger, wie auch den beiden Fahnenjunkern, eine Stunde vor die Geheimnisse vieler Lofale mit weiblicher Bedienung" einBeginn der Leichenfeier untersagt war.( Beschwerde hiergegen geweiht und mit den dortigen Gepflogenheiten vertraut sind; daß Gesetzesparagraphen wohl nicht in der Lage war und das find, die Gäste zum Trinken zu animiren, um dem Wirthe mögBezirksamt selbst anzuführen ebenfalls nicht in der Lage sein lichst große Einnahmen zu verschaffen, und daß die Kellnerinnen zu dürfte.) Es war dies hier der erste derartige Aft seit Aufhebung diesem Zwecke wacker mitzechen müssen, selbst auf Kosten ihrer Gedes Sozialistengesetzes. sundheit! Hier, Herr Theodor Müller, ist in erster Reihe die Unvernunft zu suchen, in der Gewinnsucht der Gastwirthe, die München, 13. April. Bei den gestrigen Wahlen zum Gesich selten dazu verstehen, ihre Kellnerinnen dementsprechend zu werbegericht fiegten die sozialistischen Arbeiterkandidaten gegen beköstigen, obgleich die Beköstigung die einzige Vergütigung ist, diejenigen der katholischen Gesellenvereine. welche eine Kellnerin für ihre aufreibende Thätigkeit vom Gastwirth erhält. Schlecht essen und viel trinken, da muß der Mensch frank werden! Dann giebt es ja auch Leute genug, die Geld dazu haben und sich einen Wib daraus machen, solche armen Geschöpfe durch Verabfolgung von überreichen Quantitäten von Bier und Schnaps betrunken zu machen und ist dies ebenso unvernünftig, wie das Anfinnen, welches die Gastwirthe an sie stellen. Je mehr eine Kellnerin trintt, desto angenehmer ist dies stets dem Gastwirthe und oft auch den Gästen; und da die Kellnerin von Bezirksamtmann Trümmer veranlaßte die Staatsanwalt- beiden abhängig ist, so fügt sie sich eben den unvernünftigen fchaft, zu eruiren, ob sich über die Bezeichnung der deutschen Wünschen Beider und wird ein Opfer der Unvernunft dieser, Abg. v. Huene( 3.): Nachdem die Konservativen einmal Flaggen Niemand ärgere und diese wandte sich an den Redakteur nicht der eigenen, da die eigene Vernunft ja nicht zur Geltung für die Einführung einer Gemeindevertretung sich ausgesprochen des Fürther Sentral- Anzeigers", welcher zugleich kommen darf! Wird dann eine Kellnerin frant infolge der Unverhaben, muß auch die Drittel- Erneuerung angenommen werden, Worstand eines Veteranenvereins ist. nunft geldgieriger Gastwirthe und muß sie dann auf Kosten der Abg. Czwalina( dfr.) beantragt, bezüglich der Polizei- Exekutivbeamten die Vorlage wieder herzustellen. Abg. v. Jagow beantragt, Brüder zugleich als Gemeindevertreter zuzulassen. Minister Herrfurth erklärt sich damit einverstanden, aber nicht mit dem Antrage wegen der Polizeibeamten; die Regierung wollte die Amtsvorsteher, um welche es sich in erster Linie handelt, durchaus nicht ausschließen. Abg. Zelle( dfr.): Es wird hier das bestehende Recht, welches alle Polizeibeamten ausnimmt, durchbrochen; der Amtsvorsteher, der eigentlich über dem Gemeindevorsteher steht, soll unter denselben gestellt werden. Nachdem noch Abg. v. Suene sich gegen den freisinnigen Antrag erklärt, wird§ 52 mit dem Antrage von Jagow angenommen. Nach§ 53 sollen die Gemeindeverordneten auf sechs Jahre gewählt und alle zwei Jahre soll ein Drittel erneuert werden. Abg. v. Meyer Arnswalde will die Erneuerung eines Drittels von zwei zu zwei Jahren streichen, weil die Bauern das viele Wählen nicht leiden können. . * Fürth( Bayern). Wegen groben Unfugs wurde der verantwortliche Redakteur der„ Bürgerzeitung" von dem Schöffengericht zu 30 M. Geldstrafe event. 6 Tagen Haft verurtheilt. Das Bergehen wurde in dem Ausdruckt" bunte Sappen" befunden, womit gelegentlich einer patriotischen Feier die Reichsflaggen bezeichnet wurden. Gastwirthe ärztlich behandelt werden, dann schreit man über die] Unvernunft der Kellnerin, die doch nur ein Opfer der Unvernunft dritter Personen ist! Gerichts- Beitung. Die angezogene Arbeiterbewegung. und gefeht hatte. Der Angeklagte habe sie gefragt, warum fie das Bier nicht ausgetrunken habe und als sie nicht gleich Genoffe Janiszewski wurde im Herbst 1880 auf Grund geantwortet, habe er ihr das Glas gegen den Kopf ge= Sie habe flüchten wollen, der Angeklagte habe fie aber festDer Polizeipräsident macht in Berfolg einer schon be- des§ 2N 2 des preußischen Gesetzes vom 21. 12. 1842 aus worfen, wodurch eine blutende unde entstand. fannten Bestimmung nunmehr bekannt, daß vom 20. d. M. die Berlin und Charlottenburg ausgewiesen. Büffe versetzt. Als sie um Hilfe schrie, habe er den ScheuerKlappen der Gertraudten- und Potsdamer Brücke zum Durch Gesetzesbestimmung räumt nämlich der Landes- Polizeibehörde das gehalten, sie in eine Ecke gedrückt und ihre viele Faustschläge und Lassen von Fahrzeugen nur in der Zeit von ein bis sechs Uhr Recht ein, einen Inländer aus einem Ort auszuweisen, wenn lappen genommen, den fie eben gebraucht hatte und habe er ihr Damit haben zwei bedeutende der Thäter wegen solcher Verbrechen verurtheilt ist, welche ihn denselben so fest in den Mund gestopft, daß sie genöthigt gewesen Morgens aufgezogen werden. Berkehrshindernisse theilweise Beseitigung gefunden. Eine voll- als einen für die öffentliche Sicherheit oder Moralität gefähr sei, von der schmutzigen Flüssigkeit, die aus dem Lappen quoll, etwas herunter zu schlucken. Der Angeklagte behauptete einfach, daß tommene Abhilfe wird erst durch den geplanten Neubau der lichen Menschen" ertennen lassen. Sowie der Polizeipräsident sei, von der schmutzigen Flüssigkeit, die aus dem Lappen quoll, Brücken bewirkt werden können, weil nicht die Brückensperre allein, des Janiszewski neuen Aufenthalt in Rixdorf erfuhr, wies das Mädchen lüge, er habe dasselbe nicht angerührt und es müſſe sondern vornehmlich auch die unzureichende Breite der Brücken er ihn auch aus Rigdorf und einigen anderen die von einem Arzte attestirten Verlegungen cuf andere Weise Ortschaften aus. Da die Verbrechen des Janiszewski darin erhalten haben. Der Gerichtshof schenkte aber der Zeugin Glauben, den Wagenverkehr hemmt. bestehen, daß er wegen sozialistischer Geheimbündelei, Verstoß gegen nahm bei der an den Tag gelegten Rohheit von einer Geldstrafe Der ,, Durchbruch Zimmerstraße" bietet immer neuen das Vereinsgesetz und das Sozialistengeſetz und wegen Ma Abstand und erkannte nach dem Antrage des Staatsanwalts auf Stoff zu Betrachtungen. Augenblicklich bewundert man die Fülle jeftätsbeleidigung mit einigen Jahren Gefängniß verurtheilt eine Gefängnißstrafe von vier Wochen. der Buden, welche linksseitig des Durchbruches aufgeschlagen sind. ist, so hatte er bekanntlich gegen seine erste Ausweisung beim Wir zählen acht dieser bretternen Bauwerke, so schreibt die Oberverwaltungsgericht Klage erhoben, war aber abgewiesen, das Oberverivaltungsgericht annahm, es habe nur selbst bei dem Durchbruch von Korinthos' weil „ Voss. 8tg.", Landesenge, oder bei der großen Ausbuddelei des tief verfuntenen nachzuprüfen, ob die Polizeibehörde nicht durch objektive polizeiliche Ilion dürften nicht mehr errichtet worden sein. Etliche dieser Erwägungen, sondern durch Willkür und Pflichtwidrigkeit geBretterpaläste sind mit vielfarbigen Röcken und Hüten behängt, leitet sei, und ferner Willtür und Pflichtwidrigkeit für vorliegend Gelsenkirchen, 12. April. In der heute abgehaltenen, so daß die Erinnerung an den feligen Mühlendamm lebendig nicht erachtete. Janiszewsti erhob nun auch gegen die neueste wird. Etliche dieser Bretterpaläfte bergen Aexte, Hämmer, Rammen Ausweisung Klage. Er wies nach, daß er nicht im Geringsten zahlreich besuchten Bergarbeiter- Versammlung referirte der Dele und sonstiges Werkzeug, so da zum großen Werk Verwendung ge- der Sicherheit oder Moralität Gefährliches" unternommen und girte Brodam über den Pariser Kongreß. Brodam erklärte, falls funden hat. Etliche andere dieser Bretterpaläfte dienen als te wies darauf hin, daß seine Bestrafungen ja meist nur auf Grund die deutschen Unternehmer bei einem Ausstande in Belgien dortfidenzen der verschiedenen Poliere, des gebietenden Aufsehers des Sozialistengesetes möglich waren und daß hin deutsche Rohlen lieferten, so wären sie für die Folgen ver und des federgewandten Schreibers, so da alles wichtige, was seine sogenannten Strafthaten heute wiederholt- auch die als antwortlich. Die Versammlung protestirte gegen die Bestrafung bishero und hinfüro paffiret, fein fäuberlich zu Papier bringen Beleidigung des Großvaters des jetzigen Monarchen erachteten bes Röntraktbruchs und beschloß, die Aufhebung der Kündigungsmuß. Etliche andere Bretter- Paläfte bleiben aber in ihrer Be Worte- straflos feien. Ueberdics habe der in dem Majestäts- frist in ihre Forderungen aufzunehmen. Bochum, 12. April. As Berichterstatter über den Verlauf stimmung schleierhaft, und man kann von ihnen nur sagen, daß beleidigungs- Prozeß als Beuge aufgetretene Denunziant ihn fie eben da find. Genug, sehr furzweilig ist der Anblick diefer unter Thränen um Berzeihung wegen des von des Parijer Rongresses sprachen hier Verbandskassirer Meyer Schröder. Dieselben und andere Redner erklärten Budenstadt. Aus der Fülle dieser Bauwerke, wie auch des ihm, dem Denunzianten, gelisteten Meineides und übrigen Apparates ergiebt sich jedenfalls zur Genüge, daß hier gebeten, da der Beichtvater im vor Einholung sich gegen einen augenblicklichen Ausstand, weil die Ge die verweiger e. schäftslage, Stimmung unter den Bürgern, etwas Bedeutendes durchgebrochen, oder sagen wir lieber ver- Der Verzeihung Absolution brochen" worden ist. Der malerische Anblick dieses Städte Auch diese Klage wurde ohne Bekanntmachung von Gründen das Vorhandensein großer Kohlenvorräthe nicht günstig bildes wird noch gesteigert durch die rege Thätigkeit der abgewiesen. Janiszewski ist gewärtig, aus jedem anderen Ort, für einen Streit seien. Meyer feierte die Pariser Kommunisten, Arbeiter. Hier werden vier oder sechs Laternen für Gas mit den er sich zum dauernden Aufenthalt wählt, ausgewiesen zu die für das Proletariat eingetreten seien. Weber erblickt in einer löblicher Kraftentfaltung errichtet, dort zwei Hundert Pflaster werden. Und da bestreiten noch Leute, daß der Polizei selbst das internationalen Vereinigung das Morgenroth für die Arbeiter steine sortirt, hier wieder einige Hundert Meter Röhren verlegt, ungeheuerliche Recht zusteht, einem Preußen vaterlandslos zu und verliest zum Schlusse folgende Resolution: Die heute im Schützenhof tagende Versammlung von 3000 Bergleuten erklärt dort der Boden gelockert, hier Klamotten geschüttet, dort ge machen. sich mit den Ausführungen der Delegirten für den Pariser Konschaufelt und geebnet. Berichterstatter der verschiedenen residenz Moderne Brotvertheuerung. Unter der Anklage des greß einverstanden und gelobt, treu zu ihren Führern zu stehen. lichen Tagesblätter kommen und gehen, um das Werk zu mustern Köln, 13. April. Wie die Köln. Volksztg." mittheilt, und zu bewundern. Einer dieser Herren soll sogar den Plan ge- einfachen Bankerotts stand der Getreidehändler Louis Neidholdt faßt haben, für die dort beschäftigten Arbeitskräfte schleunigst eine aus Bossen vor der 2. Strafkammer des Landgerichts II. NeidBeitung mit halbjährigem Abonnement zu gründen, eingedent, holdt besitzt in Bossen einen Komplex von Grundstücken mit zwei sprachen alle gestrigen, zahlreich besuchten Bergarbeiter- Verdaß es beim Suez- und Panamakanal ebenso war. Es soll diese Häusern und einigen Morgen Acker und Wiesen. Trotzdem er sammlungen des Ruhrkohlengebiets einmüthig ihr Einverständniß Bimmerstraßen- Zeitung" auch das städtische Interesse gegenüber von dem Ertrag seiner Aecker nur ein unbedeutendes Quantum mit den Pariser Beschlüssen aus. Stuttgart, 9. April. Die Verschmelzung der hiesigen sieben bem fistalischen wahren. Von der Königgrätzerstraße bis zur Getreide zum Verkauf geben kann, hat er doch an mehrere Ber Durchbruchsstelle ist nämlich die Zimmerstraße fistalisch, und liner Getreide- Kommissionäre bedeutende Posten verkauft. Wie Organisationen der Metallarbeiter zu einer lokalen Zentralisation Fistus macht feine Anstalten, diese Wegestrecke von ihren vier das möglich ist, wird durch die Beweisaufnahme Klargestellt. ist nunmehr beschlossen und gesichert. Am 4. April fand zur Pflastersorten, als da sind Chaussirung, Macadam, Pflaster und An der Produktenbörse herrscht die" Ufance", Getreide mit Berathung dieser Frage eine Versammlung statt, in welcher Müll, zu erlösen und zu einer einzigen harmonisch zu verschmelzen. der Maßgabe zu kaufen, daß dasselbe zu einem bestimmten Mechaniter Kirsten referirte. Derselbe betonte, daß auch den Fistus sagt eben: ich fann warten. Die Stadt sagt selbstver- Beitraum, etwa innerhalb zwei Monaten, zu liefern ist. Unionen durchgebildete Fachorganisationen zu Grunde liegen ständlich: ich fann noch länger warten nicht einen einzigen Der Abschluß jener Geschäfte erfolgt aber unter Umständen schon müßten. Die gegenwärtige Form der Fachorganisationen sei das Stein pflastere ich dort. Der biedere Bürger aber sagt: leider 6 Monate oder noch länger vorher. Hat nun der zur Lieferung Produkt des zwölfjährigen Ausnahmegesezes. Verpflichtete am bestimmten Termin das Getreide nicht, so Der Betrag müsse so gering sein, daß keiner sagen könne: ich muß ich trotz allen Steuergepäcks am längsten warten. fauft er es zurück. Ist der Preis inzwischen gestiegen, so hat fann ihn nicht bezahlen; Referent empfahl Quittungsmarken zu Vermist wird seit Sonnabend, den 11. d. M., die geistes- er beim Rückfauf einen mitunter ganz beträchtlichen Schaden. 5, 10 und 20 Pf. Man solle den Kastengeist und den Düntel schwache 9 Jahre alte Elifabeth G. Dieselbe hatte um 11 Uhr Im anderen Falle aber Nußen. Hieraus ist ersichtlich, wie die fallen lassen und sich heute die Hand reichen.( Lebhafter Beifall.) die Gemeindeschule, Stalizerstr. 55/56, verlaffen, und ist zuletzt Preise des Getreides, also auch des Brotes beeinflußt werden, Nachdem in der Debatte alle Redner zugestimmt hatten, gelangte die er gar einstimmig folgende folgende Resolution zur Annahme: gegen 1 Uhr Nachmittags vom Rektor genannter Schule im und wie Jemand Sachen verkaufen kann, die wird. Durch Schlesischen Busch bemerkt worden. Dieselbe ist bekleidet mit nicht hat und auch nie bekommen per: heute 2c. Versammlung beschließt: Erstens, in Erkenntniß, daß schwarz- und blaufarrirtem Kleid, blau- und weißkarrirter Schürze, fehlte Spekulationen dieser Art war Neidhold in Konkurs die gegenwärtige Form und Gestaltung der Fachorganisation nur schwarzen Strümpfen, halben Lederschuhen mit Gummizug und gerathen. Er hat an verschiedenen Verkäufen" Summen die Wirkung des zwölfjährigen Ausnahmezustandes ist, eines Zuhatte eine graue Schultasche mit Tafel und Brotbüchse bei sich. von 3-8000 m. verloren und wird ihm zur Last gelegt, daß er standes, welcher eine fräftige Entfaltung der ArbeiterorganiFriedrichshagen. Da nun bald die Ausflüge beginnen, derartige Geschäfte, die leider, wie der Herr Vorsitzende bemerkt, fationen nicht gestattete und solche wo möglich im Keim erstickte; giebt die Lokalkommission den Genossen wiederum einen Ueber- fast mit allen Sachen getrieben werden, in einer Weise be- zweitens in Erkenntniß, daß nach Aufhören dieses Zustandes die blick über die hiesigen Lokalverhältnisse. Es stehen uns am Orte trieben habe, die er bei der geringen Größe seiner Aecker und Fachorganisationen in der jetzigen Gestalt und Form die Interfeines Vermögens überhaupt nicht verantworten könne. effen der gesammten Arbeiterschaft gegenüber der vereinigten fast sämmtliche größeren und kleineren Lokale zur Verfügung und Gläubiger sind mit 333 pt. abgefunden worden und haben im Kapitalistentlasse nicht wahren können, da sie nur eine Minder= liegen ebenfalls daselbst Arbeiterblätter aus. Unsere Forderungen Ganzen 20 000 m. Ein Zeuge erklärt recht heit der Arbeiter als ihre Mitglieder verzeichnen, während die noch nicht bewiligt haben die Saalbesitzer Franz Lerche charakteristisch, daß ein solcher Verlust nicht gerade etwas Außer übergroße Mehrheit am Kampfe unbetheiligt ist und sich im entund W. Lerche, beide in der Friedrichstraße, sowie die Restau- gewöhnliches sei! Der Staatsanwalt beantragt 1 Woche Gescheidenden Moment des Kampfes den Unternehmern zur Verrateure E. Karius, Frize und Hohmann. Da nun Friedrichsfügung stellt und so den organisirten Arbeitern die Niederlage hagen voraussichtlich dieses Jahr, durch die ungünstigen Grünauer fängniß, und wird auch demgemäß entschieden. Lofalverhältnisse besonders start besucht werden dürfte, so er- Der gewaltige Speicherbrand, welcher am 31. Oktober bereitet, beschließt die Versammlung: Um den Ruin der gegenGründung einer Organisation vorzunehmen, in welche fuchen wir Vereine 2c., sich rechtzeitig mit uus in Verbindung zu v. J. auf dem Grundstücke der Allgemeinen deutschen Handels- wärtigen Arbeiterorganisationen zu verhindern, ist die sofortige jeder in der Metallindustrie beschäftigte fetzen. Auskunft ertheilt jeder Zeit bereitwilligft Karl Maiwald, gesellschaft, Neue Friedrichstraße 47, wüthete, hat eine Anklage Arbeiter aufwegen fahrlässiger Brandstiftung veranlaßt, auf eines Scharnweberstr. 22. unter Bugrundelegung Zur Durchführung Stoff auf dem Holzplaze Mühlenstr. 53/54 ein etwa vier Meter fammer des Landgerichts Berlin I. zu verantworten hatte. In dieses Beschlusses ist eine Kommission zu ernennen, welche binnen Polizeibericht. Als am 11. d. M. Morgens der Arbeiter welche sich gestern Abolf Zacharias Heinrich vor der I. Straf: Beitrags, welchen jeder leisten kann. dasselbe zurück und traf ihn am Bein, so daß er einen Bruch des tausend Zentner Wolle, Filzdecken, Honig und andere Pro vorzulegen hat. Nach Annahme desselben durch die öffentliche Unterschenkels erlitt und nach dem Krankenhause Bethanien ge-/ dufte lagerten, tam am 31. Oktober Abends kurz vor 6 Uhr Versammlung haben sich die bestehenden Branchenvereine in die der Kronprinzen- Brücke in die Spree, wurde jedoch noch lebend nahm, die Straßen im Zentrum und im Norden fast tagesbell 3 Mitglieder für die Kommission. mußte. aus dem Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht. Theater. Leffingtheater. Ultimo, Luftspiel in fünf Atten von G. von Moser. verloren. Die genommen werden fann, Soziale Uebersicht. Die In Berlin( Vergolder), Oppach i. S.( Steinmetzen), Mainz erscheint ein Sieg der Arbeiter sehr wahrscheinlich. Außerdem hat die Generalfommission jedoch noch die Gemaßregelten in Hamburg( Tabatarbeiter), Erfurt( Schuhmacher), Bühl i. E. Textilarbeiter), Thalheim i. Erzag.( Wirfer) zu unterstützen, so daß noch eine ständige Ausgabe gemacht werden muß. In erleuchtete und einen enormen Schaden anrichtete. Das Feuer einem Hotel garni brachte sich Nachmittags ein Kaufmann von verbreitete sich mit rapider Gewalt über die beiden obersten außerhalb einen Schuß in den Mund bei und wurde schwer- Stockwerke des Speichergebäudes, brachte mehrere Personen in verlegt nach dem Krankenhause am Urban gebracht. Vor dem die ernſtefte Lebensgefahr und fügte einem Feuerwehrmanne ziemlich Hause Rheinsbergerstr. 17 wurde am 12. d. M. Vormittags ein schwere Brandwunden zu. Erst nach vielstündiger ernſteſter Arbeit Altenburg. Die Differenzen in der Nähmaschinen- Fabrit dreijähriges Mädchen von einem Milchwagen überfahren und im war es der Feuerwehr gelungen, des entfesselten Elements Herr In der Nacht zu werden, nachdem dasselbe den Dachstuhl und die beiden obersten Gesicht und an der Hand bedeutend verletzt. zum 12. b. M. stürzte sich ein Maurergeselle aus dem Fenster Stockwerke des Gebäudes vollständig vernichtet hatte. Der ver- von 5. D. Diedrich find zu Gunsten der Arbeiter beseitigt, doch feiner im ersten Stock des Hauses Hollmannstr. 23 belegenen urfachte Schaden berechnet sich auf mehrere hunderttausend Mart. find Maßregelungen nicht ausgeschlossen. Folgenden Situationsbericht erstattet bie GeneralWohnung auf den Hof hinab, nachdem er vorher versucht hatte, Es ist festgestellt worden, daß das verheerende Schadenfeuer durch sich den Hals zu durchschneiden. Er erlitt außer bedeutenden das Herabfallen einer brennenden Petroleumlampe verursacht tommission: Ueber neue Ausstände, welche durch das UnterBerlegungen am Kopf anscheinend schwere innere Verletzungen worden ist und die Fahrlässigkeit des Angeklagten soll das nehmerthum hervorgerufen worden wären, tönnen wir heute Derselbe hatte an jenem glücklicherweise nicht berichten. und mußte nach dem Krankenhause am Urban gebracht werden. ganze Unheil verschuldet haben. 12. b. M. Morgens die Leiche eines unbekannten, etwa 30 Jahre seinem Gange von dem Arbeiter Wenzel begleitet und nahm zu( Tischler) währt der Kampf in unveränderter Weise fort und Im Landwehrkanal, nahe der Bellealliancebrücke, wurde am Abend in einem Stockwerk des Speichers zu thun, er wurde auf feiner Arbeit eine für diese Zwecke besonders konstruirte Petroleumlampe mit. Er stellte die letztere auf den Boden, da die Bealten Mannes angeschwemmt. leuchtung aber eine zu dürftige war, so schlug Wenzel einen fleinen Nagel in einen Pfeiler und daran hing er etwa in Mannshöhe die Lampe auf. Plöglich wurde es in dem Raume, in welchem die beiden Arbeiter beschäftigt waren, finster: Es scheint jedoch, als ließe mit der Beendigung des Tabakdie Zampe war aus nicht aufgeklärter Ursache von dem Pfeiler burch arbeiter- Ausstandes die Opferwilligkeit der deutschen Genossen den Luftschacht, welcher zur darunter liegenden Etage führt, hindurch nach. Dies ist, abgesehen von den ständigen Anforderungen, welche Moser's Schwant ober, wie er es selbst wohlwollender auf einen Ballen mit erg gefallen, war explodirt und hatte im Neu an die Kommission gestellt werden, um so bedauerlicher, als für Weise nennt, Lustspiel- Ultimo" gehört zu den Stücken, die den leicht entzündlichen Stoff in Brand gefeßt. Mit rafender jeden Klarblickenden Genossen erkenntlich sein muß, daß die Leben haben unb boch nicht sterben können. Es ist be Geschwindigkeit hatte sich alsdann das Feuer über den ganzen bisherigen Leistungen nur dadurch möglich waren, daß die Dauerlich, daß unsere Bühnenleiter durch den Mangel oder die Raum verbreitet. Die Schuld des Angeklagten soll nun darin Kommission weitgehende Verpflichtungen eingegangen ist. Unverwendbarkeit moderner dramatischer Produktion immer bestanden haben, daß er in fahrlässiger Weise bei der Arbeit mit wäre daher unwiderrufliche Pflicht eines jeden Arbeiters, seinen wieder gezwungen werden, auf Stücke zurückzukommen, in denen feinen Händen gegen die Lampe gekommen sei und, nach der Be- Theil dazu beizutragen, daß diese Verpflichtungen in Kürze erfüllt bie unwahrscheinlichsten Berwickelungen in der unwahrscheinlichsten hauptung des Arbeiters Wenzel, dieselbe dadurch zu Falle ge- werden können, um bei neuen Kämpfen wieder die bisherige Meife gelöst werden, in denen die Menschen sprechen, wie es im bracht haben. Der Angeklagte bestritt diese Thatsache ganz ent- Leistungsfähigkeit zeigen zu können. Zeben niemals geschieht, und in denen vor allen Dingen die schieden und sprach die Bermuthung aus, daß die wirkliche Fahr- Wir können nur bemerken, daß es im Interesse einer jeden Menschen anders denken, als dies halbwegs normale Menschen lässigkeit vielleicht auf Seiten des Wenzel zu finden sei, der den Kategorie von Arbeitern liegt, wenn sie dafür sorgen, daß eine au thun pflegen. Es ist bedauerlicher befolg, und der Erfolg Bfeilet immer größere Zentraliſation ber verfügbaren Mittel erfolgt, Schließlich entscheidet ja hauptsächlich der Erfolg, tener. The feiler geschlagen haben dürfte, so daß infolge der Erschütterung und daß diese Zentralstelle dann auch so ausgestattet sein muß, des„ ultimo" am letzten Sonnabend war ein unbestrittener. Man die Lampe hinabgefallen sein mag. Der Gerichtshof hielt mit daß sie bei eintretenden Ausständen von vornherein für genügende des„ Ultimo", amal nicht umbin, über Starrikaturen zu lachen, dem Staatsanwalt diese Erklärung nicht für unwahrscheinlich, Unterstützung garantiren kann. Ist diese Sicherheit gegeben, so amal wenn sie in launigfter Weise von einer den Dingen av nahm von einer Vereidigung des Zengen Abstand und erkannte würde mancher Ausstand vermieden werden, weil die Arbeitgeber wie der Moser's hingeworfen werden. Vor allen aber auf Freisprechung des Angeklagten. in den meisten Fällen nur vorgehen, wenn sie glauben, daß wir war es die vorzügliche Darstellung, die oft ungestüme Heiterfeit Durch rohe Behandlung eines Dienstboten hat sich der nicht genügend zur Abwehr gerüstet sind. Wir können es daher jedem Genossen nur immer wieder als Georg Richter ließen das Publikum aus dem Lachen nicht in der Mauerstraße wohnhafte Schankwirth Robert Kramer eine auf's Neue empfehlen, dafür in seinen Kreisen zu wirken, daß hervorrief. Söder als Rommerzienrath Schlegel und Blende Beschäftigung wurden Anklage fie aufs Trefflichste unterstützt durch die übrigen Mitwirkenden, vor der 89. Abtheilung des Schöffengerichts gegen ihn verhandelt wir endlich mit dem System der Unsicherheit in unserem Vors unter denen wir ohne deshalb die Leistungen der Anderen wurde. Als Belastungszeugin trat fein früheres 16 jähriges gehen brechen. Quittung über eingegangene Gelder bei der Generalfom noch die Herren Molenar und Dienstmädchen auf, welches eine haarsträubende Schilderung von gering anschlagen zu wollen wischer hervorheben möchten, von denen der eine einen jungen bem Borfalle gab, welcher der Anklage zu Grunde lag. In der mission der Gewerkschaften Deutschlands in der Zeit vom linkischen, zerstreuten Arzt, der andere einen alten jähzornigen Nacht zum 23. November v. J. habe sie das Schantzimmer 26. März bis 8. April. Drechsler Stettins 17,65, Drechsler Rixdorfs 10,-. KontrollUnter den Damen hatte nur scheuern müssen. Als sie hiermit beschäftigt war, sei ihr DienstProfessor darzustellen hatte. Frl. Betri eine bankbare Holle, der sie in frischer, anmuthiger herr aus dem Nebenzimmer gekommen, in der Hand ein halb- tommiffion, Bremen 150, gefülltes Weißbier- Glas, welches man ihr zum Abendbrot vor- 350,- Neuer Wahlverein, Beise gerecht zu werden wußte. ES Expedition des" Borwärts" Berlin Bieber- Offenbach 15, Fachverein 9,50. " " bei Mieke, Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. " - Moabiter ber Metallarbeiter, Frankenthal 26,50. Goldschläger Dresdens| Dienstag, den 14. April, Abends% 9 Uhr, im Restaurant Gaillard, Brinsen-| Albrecht Dürer's Manier geschaffene Handzeichnung, den Bigarrenarbeiter, Gmünd- Würzburg 10,- Vom aufge- ftraße 87, of part. Mitgliedsbuch legitimirt.( Näheres ftebe Inferat.) Lese- und Diskutieklubs. Dienstag. Herwegh", Abends 84 Uhr, tm Triumph der Arbeit" darstellend, entworfen. Die Herausgabe lösten Fachverein der Fruchtpacker, Hamburg 23,10. Sozial Botale von Otto Linte, Forsterstr 45. Gäste wiltommen. Proletarier", dieses Bildes besorgt der volksthümliche Kunstverlag von demokratische Arbeiterschaft, Leipzig Stadt und Land 200,-. Die( Pantom), bei Borchardt, Schulzenstraße 28. safenelever", Abends Henry Scheu, 263, Strand, W. C. London. Für DeutschGäste willkommen. vereinigten Sänger in Nienstedten im Schneegestöber 11, 8% Uhr, im Restaurant Scholz, Kastanien Allee 35. land hat die Verlagshandlung von J. H. W. Diez in Stuttgart Fester Wille", bei Schulz, Gartenstraße 70. Agitationsverein Verein zur Vertretung gewerbl. Interessen der Frauen und Bassalle", bet Drügemüller, Wienerstr. 31. Spinoza", Abends die Vertretung übernommen. Die englischen Herausgeber haben Mädchen, Hamburg 25,-. Tanzklub„ Eintracht", Zürich 16,8% Uhr, bet Brandstahl, Oppelnerfstr. 29. Gäste haben Zutritt.- Spinoza", die Absicht, dem obigen, wahrhaft künstlerisch ausgeführten GeVon den Weißgerbern Durlachs 15,25." Von de lustigen Klempner Abends 8 Uhr, bet Brandstahl, Oppelnerstraße 29. Riels, as se to Innungsversammlung weeren 5,-. Gesammelt uhr, uebungsstunde, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends denkblatt für die Arbeiterbewegung noch weitere folgen zu lassen. Gefangverein Und zwar sollen neben den Bildnissen unserer Vorkämpfer und auf einem Ausflug, Uelzen 3,50. Lohnkommission der Bronze- Steine ich e"( Böttcher), Lichtenbergerstraße 31 bet Heise. Ge Märtyrer, geschichtliche Ereignisse der Bewegung sowohl als Arbeiter, Dresden u. Umg. 25,-. Verein Arbeiterschuh", Hanau Grenadierplay 7. fangverein, Norddeutsche Schleife", Restaurant Kaiser Franz Gefangverein Ilegro", Gtaligerstraße 142 bet poetische Sinnbilder in vollendeter Darstellung und damit 100,- Fachv. der Metallarb.( Stiftungsfest), Aschersleben 10,- Greiser. Arbeiter- Gefangverein Olympia", bei Schneider, Adalbertstr. 8. Erzeugnisse volksthümlicher Kunst im besten Sinne des Wortes Unterstützungsverein der Kupferschmiede Filiale Bremerhaven 10,-. Gesangverein Kreuzberg", Lichterfelderstraße Nr. 7-8 bet Winter. Wir wünschen dem Unternehmen um so mehr geboten werden. Humoristischer Abend des Fachvereins der Drechsler Leipzigs 14,68. Befangverein" fidelitas", Ackerstraße 13 bei Kummer. gutes Gedeihen, als leider sehr viele schlechte Bilder, die alles Liedertafel", Wilhelmshavnerftr. 23 bet Brosch. Von den Maurern Elmshorns 100,-. St. Pauli- Liederkranz glöckchen", Hochstr. 32a bet Wilte. Gesangverein ,, Mat= Männergesangverein armonia", andere nur nicht das Kunstverständniß der Masse erwecken und von 1883 34,-. V. Rosenberg's Buchdruckerei, Hamburg 12, Abends o Uhr Flottwellstr. 5 bet Bartels. Gesangverein, Bruder hera" bei fördern helfen, auf den Markt geworfen werden. Der Preis der Von den Weißgerbern Oranienburgs 20,-. Gesammelt am Bier- Birto, Straußbergerstr. 3.- Männergesangverein„ Schild horn", Usedomtr. 33, einzelnen Bilder wird eine Mark nicht übersteigen. Die AnGefangverein Waldtapelle" in Friedrichstisch des Maurer- Sängerchors, Flensburg 5,-. Kommission der hagen, Restaurant Blant, Friedrichstraße, abends 9 Uhr.- Gefangverein schaffung eines volksthümlichen Kunstwertes also auch dem ArTabatarbeiter, Berlin 275,-. Gesammelt am Biertisch bei Wwe." Unversagt", Röpnickerstr. 127 a bei Rüfter. Jhn'scher Gefangverein beiter möglich sein. Jost, Flensburg 5,-. Organisirte Scheerenschleifer Solingens 4,70. urbanftr. 188, Ece Blücherstraße bet Bollandt. Humor", bet Birt, Straußbergerstraße 3. Gesangverein, yboly" Gesangverein Freund= Durch R. Spalte, Berlin 10,-. Unterstützungsverein der Buch- fchaft" bei Dswald Berliner, Brunnenstr. 114. Die Berliner Volts Tribüne" erscheint jeden Sonnbinder, Altenburg 16,80. Verloosung eines Kanarienvogels im Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Arbeiter- Gefangverein„ Bor- abend früh. Abonnementspreis für Berlin monatlich 50 Pf. Restaurant Zubeil, Berlin 12,50. Ueberschuß d. öffentl. Versamml." Anacreon", Abends von 9-11 Uhr, bet Keßner, Annenftr. 16.wärts" in Friedrichsfelde 8-10 Uhr Uebungsstunde Gefangverein pränumerando( frei ins Haus). Einzelne Nummer 15 f. für Männer und Frauen durch Ringe, Berlin 36, Männer Durch jede Post- Anstalt Deutschlands zu beziehen. Preis viertelVon W. Gesangverein unverzagt",( Moabit), Abends 8% Uhr, bet Hermerschmidt, jährlich 1 M. 50 Pf. Redaktion und Erpedition: SO,( 26), Schmüdt durch F. Theiß, Hamburg 20,-. Von Kalt, Elberfeld Perlebergerstr. 28.- Gesangverein Ludwig'scher Männerchor, Abends 9 Uhr, Aus durch F. Theiß, Hamburg 3,50. Gesammelt beim Jubiläum durch tagt Neue Hochstraße 49, bet Gundlach. Nr. 15. An die Tapezirer Berlins. im Restaurant Poppe, Lindenstraße 106. Quartett- Verein, Wedding" Elisabethufer 55. Der Theater- und Vergnügungsverein der Woche. Der internationale Bergarbeiter- Rongreß. Wandsbeck 4,-.. Zinke, Schmuper runder Tisch durch Bulcania", in Meißner's Restaurant, Gartenstr. 162. Gäste, Damen Bürgerliche G. R., Bonentarif. Zur Entwickelung der Produktion. Offenbach 14,- Weißgerber Magdeburgs 12,80. und Herren, willkommen. Theaterklub Helmerbing", Abends 9 Uhr, Schlauheit. Beim Frühschoppen Jahresbudget eines Arbeiters der sächsischen in Kühn's Kaffee, in Hanf's Restaurant, Tempelhofer Ufer 13, Ecke der Großbeerenstraße. Weimar 2,50. Privat- Theaterverein Georgina", Abends 9 Uhr, bei Meißner, Garten Staatseisenbahnen. Achtstundentag, aber nicht in Deutschland. Gesammelt beim Einstand des Zimmerges. A. Glasgow in ftraße 162. Gäste willkommen. Bergnügungs- und Theaterverein ,, Romeo", Ein Sozialdemokrat. Sie kennen sich, oder die Macht der Schöneberg 11,25. Mai- Kommiffion 1890( Panzner, Meyer, Abends 9 Uhr, bet Säger, Grüner Weg 29. Gäste willkommen.- BergnügungsGedicht. Novelle. Der australische DockarbeiterSchwarz) 255,42. Ges. von einigen Arbeitern, Freden 5,50, Berein Nordlicht", Abends 8-11 Uhr, bei H. Sperling, Görlitzerfir. 37. Religion. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Bergnügungs- Verein Fidele Streit. Expedition des Vorwärts", Berlin 350,-. Quartett Barmbeck", Brüder", Abends 9 1hr bei Berndt, Perlebergerstr. 17. Gäfte willkommen. Die Bauern- Emanzipation des Baren Alexander II. Sybel's Begründung des Deutschen Reiches. II. leber Uebersch. v. Regeln 4. Von Radaubrüdern 2 M., Erlös von Geselliger Verein Brüderschaft", Abends 9% Uhr, Wilsnackerstr. 63. zwei amerit. Auktionen d. Peemöller, Bockenheim 13,50. Die Verein ehmaliger 37er, Abends 9 Uhr, im Königstadt- Kasino, Holzmarkt die durchschnittliche Arbeitszeit in englischen Gewerken.- Armuth Rauchklub Rosenblätter", Abends 8½ Uhr, bei Leo- und Prostitution. Ueberarbeit und Unfälle. lustigen Klempner Riels 2,30. Uebersch. vom Kränzchen d. Holz- poldt, York- und Mannsteinstraßen- Ece. Gäfte willkommen. Rauchklub arb., Bernburg 2,05. Ges. beim Kränzchen der Bäcker- Innung, humoristische Pfeifenbrüder", Abends 8 Uhr, bet Suber, KlofterBerlin 4,45. Quartett Barmbect", Uebersch. v. Regeln 8,-. Von traße 63. Gäſte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. den Zimmerern an Schmidt's Bau, Röhrendamm 6,65. " A. Dammann, Kassirer, Hamburg, Fürstenplatz 2, 1. Etg. In der Cuittung vom 5. bis 18. März muß es heißen: Arbeiterschutz- Verein, Großauchhein 15 M. Nachzutragen sind: Deffentl. Versammlung des Leseklubs„ Heine", Berlin 10 M. Versammlungen. Achtung, Stockarbeiter. Mittwoch, den 15. April, Abends 8 Uhr, Mitglteber- Bersammlung bei Gründel, Dresdenerstr. 116. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag. Ref.: Herr Mattutat. 3. Diskussion. 4. Raffenbericht vom 1. Quartal 1891. 5. Bericht des Vorstandes. 6. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitglieder ist dringend nothwendig, da die Lage sehr ernst tft. Sozialdemokratischer Wahlverein für den Berliner ReichstagsWahlkreis. Große Bersammlung am Dienstag, den 14. April, Abends 8 1hr, im Saale der Brauerei Bögow, Prenzlauer Thor. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Förster. Discussion. Verschiedenes und Frage Aufruf. Alle ehemaligen Schüler der 105. Gemeindeschule werden ersucht, faften. bebufs Gründung eines Vereins am Donnerstag, den 16. April, Abends 9 Uhr, im Restaurant der Neuen Schönhauserstr. 12 pünktlich zu erscheinen. Lese- und Diskutirklub doh. Wedde" für Männer und Frauen. Sigung Abends 9 Uhr, im Lotale von E. Lange, Manteuffelstr. 60. Männer Gauverein Berliner Bildhauer. Ordentliche Generalversammlung am und Frauen als Gäfte willkommen. Versammlung straße 72. " -OWO Rauchklub Geselliger Verein„ Glim bim", ,, Borsig", Borsigstr. 27 bei Jentsch. Abends 9 Uhr bei George, Großgörschenstraße 16. Herren als Gäste willkommen. Bergnügungsverein Reichstro ne" Abends 9 Uhr, im Bittoria- Ballsalon, Perlebergerstraße 13. Vergnügungsverein Glüc tommen. auf" Abends 8% Uhr im Restaurant Blank, Schönleinstraße 1. Gäfte will Bergnügungsverein Schönhauser Linde" Abends 8% Uhr, Schönhauser Allee 46. Gäste willkommen. Literarisches. Briefkaffen der Redaktion. H. W. Eine ausgeklagte Forderung verjährt in dreißig Jahren. Nr. 65 Cöpenick. Ein Dispositionsurlauber braucht für die Zeit seiner Beurlaubung keine Steuern zu zahlen. H. 2., Kautstraße. Ihre Anfrage ist etwas unklar, zu mündlicher Auskunft sind wir bereit. N. W., 51. Darüber giebt es keine bestimmten Vorschriften. Der Vormund kann nur, wenn er sich einer für das Kind offenbar vortheilhaften Adoption widersetzt, vom VormundschaftsGerichte zum Abschluß des Adoptionsvertrages angehalten werden. Briefkaffen der Expedition. Eine Festgabe zum 1. Mai liegt vor uns. Raketen und Leuchtkugeln", geschleudert in der Nacht des Sozialistengesetzes von S. Kokosky, betitelt sich dieselbe, ein Bändchen von 48 Seiten, Beit- und Streitgedichte und einige Stizzen in Prosa aus jener schweren Zeit enthaltend. Der Verfasser hat damit die einzelnen Ruthen, mit denen er in einer Reihe von Jahren den herrschenden Klassen Hiebe versetzt hat, nochmals in ein Bündel zusammenFür die ausgesperrten Arbeiter gingen ferner ein: gebunden, um sie am Festtage der Arbeit aufs Neue auf die Gewalthaber von heute niedersausen zu lassen. Das Büchlein 2. 2. 3,-. Bund der ges. Arbeitervereine Berlins und Umgegend 4,55. Entfern. Gypsfigur durch Quarder 1,-. Beim ist durch unseren Verlag zum Preise von 20 Pfennig zu beziehen. Strabbelstat Pallisadenstr. 1,85. Männerchor„ Süd- Dit" 9,67. Ein Gedenkblatt zur internationalen Maifeier erscheint Seher v. Ashelm, Nene Grünstr. 32 6,-. Gesammelt auf der unter dem Titel„ Der Triumph der Arbeit" in deutscher, fran- Hochzeit eines Proletariers, Schönleinstr. 3,35. Franz, am Vierzösischer und englischer Sprache. Der englische Genosse Walter fisch bei Thierbach 3,10. Eine verauftionirte Tischler- Zeitung Grane, einer der ersten Künstler der Gegenwart, hat die nach durch Bose 1,50. des Militär- u. Lieferungsschneider- Vereins am Mittwochy, den 15. April, Abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandanten Strasse No. 20. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zu den Geschäften Senka und Schulze. 2. Dis Tussion. 3. Abrechnung vom 1. Quartal 1891, vom Stiftungsfest und von der Fachschule. 4. Verschiedenes und Fragekasten. 223/9 Achtung! Der Vorstand. Achtung! Fachv. d. Steindruder u. Lithographen Berlins. Donnerstag, den 16. April, Abends präz. 81/2 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße Nr. 75: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Antrag des Vorstandes über Nichter hebung des Beitrages für Monat April. 8. Ist es nothwendig, laut Beschluß der letzten außerordentlichen Generalversammlung den Fachverein noch drei Monate bestehen zu lassen? 4. Verschiedenes und Fragetasten. NB.: Sämmtliche Kollegen, welche noch mit den verschiedenien Kommiffionen Billets zc. abzurechnen haben, werden gebeten, cs in dieser Verfammlung zu thun. Quittungsbuch legitimirt. Um recht zahlreches Erscheinen bittet Der Vorstand. Telephon Amt III 8521. 180 L Ach! wie brillante Farbel Und in so kurzer Zeit getrocknet? DISED Ja das ist Suter'sche FussbodenGlasur- Lack- Farbe und kostet nur 80 Pf.das Pfund mit Pat- Blechkanne. Pussboden- Glasur- Lack- Farbe ( goldbraun) trocknet in 4-5 Stunden hart und glänzend, macht das Ueberlackiren überflüssig. Das unangenehme Kleben ist vollständig ausgeschlossen. 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Jm Druck befindet sich und erscheint demnächst in unserem Verlage: Gesetz, betreffend die Gewerbe- Gerichte. Mit Erläuterungen, gemeinverständlicher Darlegung des Inhalts des Gesetzes und ausführlichem Sachregister. Cartonuirt mit Leinwandrüchen Preis 50 Pfennig. ( In Parthien billiger.) Mit der Veranstaltung dieser Ausgabe des die Arbeiterwelt in ganz besonderem Maße intereffirenden Gesetzes, das am 1. April d. J. in Kraft getreten ist, hoffen wir derselben einen Dienst zu erweisen. Bei der Wichtigkeit, die die Gewerbegerichte bei Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber besitzen, glauben wir die Anschaffung des Buches jedem Parteigenoffen empfehlen zu müssen. Format, Druck und sonstige Ausstattung laffen nichts zu wünschen übrig, sie sind dem praktischen Gebrauch angepaßt. In Vorbereitung befindet sich für unseren Verlag und erscheint demnächst: Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich. 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Ferner gelangte eine Frage zur Verlesung: Allen Genossen sei die Bestillation von Busch Schönhauserthor und Lothringerstraßen d bestens empfohlen. Dafelbst liegen acht Zeitungen aus, jedoch teine Arbeitsblätter. Nach Erledigung noch einiger Fragen, schloß der Vorsitzende die Versammlung mit der Mahnung, recht zahlreich auf die Arbeiterzeitungen zu abonniren und mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie. Der sozialdemokratische Wahlverein für den zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis Reichling. Der Redner zeigte in dem etwa einstündigen Vortrag, wie die heutige bürgerliche Gesellschaft infolge des außerordentlich schroffen Gegensatzes zwischen Besitzenden und Besitzder Gesellschaft herbeiführen müssen und werden. Er erntete lofen an sozialen Uebelständen krankt, die unbedingt den Sturz Beifall. In der Diskussion sprachen die Genossen Reherau, Klein, Hoffmann und Lange. Unter" Verschiedenem" theilte der BorD steuer, die aus dem Grunde so ungerecht ist, weil sie als Kopfsteuer wirkt. Es ist der reine Hohn, wenn man zu einer Um die Zulässigkeit einer baulichen Anlage, wie sie in Beit, wo soziale Reformen als nothwendig erachtet werden, an einer Steuer festhält, die ganz gleichmäßig genommen wird, un Berlin noch in hunderten von Fällen bestehen soll, handelte es bekümmert darum, ob die Miethe dem Besiylosen einen größeren sich in einer Anklage wegen fahrlässiger Körperverlegung, die Theil von dem Verdienst wegnimmt, als dem Bestzenden. Mögen gestern vor der 89. Abtheilung des Schöffengerichts gegen den die Liberalen auch sagen, daß sie auf diesem Gebiete neuerdings Hauseigenthümer Hin verhandelt wurde. Der Beschuldigte ist Besitzer eines Hauses in der Teltowerstraße mit dahinter liegen- Erleichterungen geschaffen hätten, jeder Arbeiter weiß, daß alles dem Quergebäude. Das Lettere ift derart eingerichtet, daß rechts das noch lange nicht ausreicht. Eine zweite höchst ungerechte Steuer ist die Gassteuer, welche und links von der das Haus theilenden Durchfahrt die Eingänge die Verwaltung von den städtischen Gasanstalten erhebt. Wird sich befinden, von diesen Eingängen und nur von demselben durch irgend ein Antrag eingebracht, sämmtliche Gaswerke durch die ein etwa drei Fuß breites Stück der Mauer entfernt, befinden Stadt verwalten zu lassen, erhebt die freisinnige Majorität den sich ganz gleiche Eingänge, von denen aber die Treppen nach Einwand, die Stadt fönne die Betriebe nicht so gut verwalten unten in die Kellerwohnungen führen. Als eines Abends ein wie die Privatunternehmungen. Und doch giebt es ja eine ganze Hausbewohner seine im vierten Stock des Quergebäudes be= Tegenen Räume aufsuchen wollte, irrte er sich auf dem dunklen Anzahl von Betrieben, welche bereits unter städtischer Ver- bielt am Donnerstag, den 9. April, unter dem Vorsitz des Stadtwaltung stehen, und die aus diesem Grunde noch zu verordneten Genoffen Klein eine ziemlich gut besuchte VersammFlur in den Eingängen, er ging zu weit, gerieth auf die Kellertreppe, feiner Klage Anlaß gegeben haben: die Klagen, welche in solchen lung ab. Zum ersten Punkt der Tagesordnung: Ist die moderne fürzte hinter und zog sich nicht unerhebliche Verletzungen zu. Hierfür Fällen erhoben sind, gründen sich nicht darauf, daß die Betriebe bürgerliche Gesellschaft noch existenzberechtigt? referirte Genoffe wurde der Hausbesizer verantwortlich gemacht. Die Anklagehörde meint, daß der zweite Eingang von vorne herein mit einer in städtischer Verwaltung sind, sondern darauf, daß sie troß dieser Thatsache nach dem heutigen System zur Ausbeutung des Volkes Schuhvorrichtung hätte versehen werden müssen, wodurch ein Hinabstürzen vermieden würde und diese Ansicht vertrat im benutzt werden. Und daß das letztere der Fall ist, erhellt klar Termine auch der als Sachverständiger vernommene Baurath und deutlich daraus, daß sich die Herstellungskosten des Gases Badslubner. Der zweite gerichtliche Sachverständige, Professor um 40-50 pet. billiger stellen, als der Verkauf desselben. Von dem Vorhandensein einer dritten, höchst verwerflichen Dietrich, stand dagegen auf dem Boden des Angeklagten. Der Steuer haben die wenigsten Bürger eine Ahnung, von der Wasserartige bauliche Einrichtungen beständen in Berlin sehr viel und steuer. Der Hauseigenthümer hat ein Wassergeld zu bezahlen, sigende mit, daß am 3. Mai in der Bockbrauerei auf dem niemals sei es der Behörde eingefallen, daran Anstoß zu nehmen. welches er indirekt von den Miethern wieder verlangt, indem er Tempelhofer Berg ein großes Arbeiter- Maifest stattfinde; das Treppen, die zu Wohnungen hinabführen, werden niemals mit die Miethe erhöht. Außerdem läßt sich die Stadt dafür, daß ihr Fest wird aus Konzert und Aufführung lebender Bilder bestehen, einem Quergeländer versehen und diese Eingänge seien doch nicht die Bürger gegen Bezahlung Wasser abnehmen, auch noch die und 8 Gesangvereine mit einer Gesammt Mitgliederzahl von den in der Bau- Polizeiordnung aufgeführten Deffnungen, wie zweifelsohne einen großartigen, glänzenden Verlauf nehmen werde, Sentgruben, Rellerlöcher 2c. gleichzuachten, welche verdeckt gehalten Wassermesser, die zur Kontrolle des verkauften Wassers dienen, etwa 200 Personen hätten zu dem geplanten Feste, welches von den Käufern bezahlen. werden müssen. Wer in einem solchen Hause wohne, müsse sich Redner betonte dann ferner, daß von den heute herrschenden ihr Mitwirken zugesagt. Ein Genosse fritisirte ferner die Ausdrucksweise, deren sich auch mit der Gelegenheit bekannt machen und bei einiger Auf Klaffen keine Aenderung der Verhältnisse zu erwarten sei. Wohlmerksamkeit laffe sich ein Irrthum zwischen den beiden Eingängen auch leicht vermeiden. Der Gerichtshof war ebenfalls nicht der thaten wollen fie erweisen, aber keine berechtigten Forderungen der Reichstags- Abgeordnete Megner( Bentrum) in der Sizung Ansicht, daß der Angeklagte fahrlässig gehandelt habe, zumal der erfüllen. Der Arbeiter habe aber nicht Wohlthaten, sondern Gleich vom 8. April den Sozialdemokraten gegenüber bediente. Die Verunglückte schon über vier Jahre in dem betreffenden Haufe berechtigung zu verlangen, und keine andere Partei als die sozial- Arbeiter, welche sich der sozialdemokratischen Partei angeschlossen Verunglückte schon über vier Jahre in dem betreffenden Hause demokratische wolle diese Gleichberechtigung erkämpfen. Deshalb hätten, feien gerade die aufgeklärtesten und keine wilde zügellofe wohnte. Das Urtheil lautete auf Freisprechung. Der Staats- möge Jeder, schloß der Redner, der bessere Zustände schaffen Masse; es sei geradezu unerhört, daß sich ein Reichstags- Abgeanwalt hatte eine Geldstrafe von 50 M. beantragt. helfen will, am nächsten Dienstag freudig an die Wahlurne heran- ordneter in seiner ohnmächtigen Wuth gegen die Sozialdemo Der Verlust eines Auges. Trotz der vielfachen Nekurs freten und seine Stimme für den sozialdemokratischen Ranbibaten fratie zu derartigen, gelinde gesagt, ungehörigen Ausdrücken hinNachdem im weiteren Verlauf der Versammlung noch verentscheidungen des Reichs- Versicherungsamts, nach Börner abgeben. Und sollte es am Dienstag uns nicht beschieden reißen lasse. denen bei Verlust eines Auges eine Verminderung der Erwerbs sein, den Sieg zu erringen, nun, dann kämpfen wir getrost und breifachen kräftigen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie fähigkeit des Betroffenen um 30-40 pGt. angenommen wird, unentmuthigt weiter. Ginmal werden wir sicherlich unser Biel schiedene Angelegenheiten erörtert waren, wurde dieselbe mit einem bewilligen viele Berufsgenossenschaften den Verletzten nur eine doch erreichen!( Stürmischer Beifall.) Nachdem sich der Beifallssturm der Versammlung gelegt gefchloffen. Eine öffentliche Volksversammlung Rente von nur 15-20 pGt., und die Schiedsgerichte schließen fich merkwürdigerweise der von den Genossenschaftsvorständen hatte, ergriff der sozialdemokratische Wahltandidat, Genosse geltend gemachten Auffassung an. Gestern hatte nun die Rekurs- Wilhelm Börner, das Wort und führte aus, daß uns die Frei- für Johannisthal, Niederschönweide und UmZum ersten Punkt der Abtheilung des Reichs- Versicherungsamts zum zweiten Male Ge- sinnigen stets den Vorwurf machten, wir trügen den Arbeitern gend fand am Donnerstag Abend unter Leitung des Genoffen leg enheit, die betreffende Frage auch von der entgegengesetzten bei der Entwickelung unserer reformatorischen Ideen Irrlehren Masse in der Borussia- Brauerei statt. Beleuchtung aus zu prüfen; das Resultat dieser Prüfung war vor. Unsere Stadtverordneten hätten aber durch ihre Anträge Tagesordnung referirte Genosse Glocke über die Ziele der Soaber ein Beharren bei der bisherigen Judikatur. Der Dreher bewiesen, daß sie nicht irrige, sondern wahre und gute Lehren zialdemokratie. Redner schildert eingehend die Nothlage der BeKarl Corcilius zu Uslar i. S. hat im August 1889 im Alter verbreiten. Den Besitzenden brauche nicht geholfen zu werden, völkerungsklassen, stellt die Bestrebungen der bürgerlichen Parvon 45 Jahren einen Unfall erlitten, welcher den Verlust des wohl aber den Besitlosen, und da diesen keiner helfen wolle, so teien, sowie die Richter'schen Frrlehren" in das rechte Licht, errechten Auges zur Folge hatte. Nach seiner Entlassung aus der müssen sie sich selber helfen. Bei der augenblicklichen Kommunal- lärte hierauf das Programm der Sozialdemokratie und fordert Augentlinit zu Göttingen bewilligte ihm die Nordwestl. Gisen- und wahl werde den Besitlosen nun wieder einmal Gelegenheit ge- fchließlich auf, ungeachtet aller Maßregelungen die Fahne der Stahl- Berufsgenossenschaft vom 8. Jan. 1890 ab eine Rente von boten, sich selber zu helfen. Und deshalb muß am nächsten Sozialdemokratie hoch zu halten und durch energisches Gintreten wirkenden Ideen derselben einzutreten.( Lebhafter Beifall.) 15 pt. der Vollrente im Jahresbetrage von 78,60 M. Auf die von dem Dienstage Jeder, der bessere Verhältnisse schaffen will, für die und Agitiren für die Ausbreitung der wahrhaft befreiend Im Laufe der hierauf folgenden Diskussion, an welcher sich Verlegten eingelegte Berujung erhöhte das Schiedsgericht die Rente Sozialdemokratie wählen. auf 20 pCt., wobei er sich auf ein vom Stadtphyfikus S ch maltrag gestellt, den legten Punkt der Tagesordnung, das Verhalten fuß zu Hamburg eingezogenes allgemeines Gutachten bezog. die Genossen Lasse, Elfe und Andere betheiligen, wird der AnIm Wesentlichen wird in demselben der bisherigen Annahme Die Kommunalwähler- Versammlung erklärt sich mit den des Teltower Kreisblattes", mit in die Diskussion zu ziehen. entgegengetreten und ausgeführt, daß die hervorgehobenen NachEs wird unter Anderem theile der Ginäugigkeit allmälig ausgeglichen oder aufgehoben Ausführungen der Referenten völlig einverstanden und verpflichtet Der Antrag wird angenommen und verliest Genosse Masse einen werden, daß die Schätzung einer Verminderung der Arbeitsfähig sich, am Tage der Wahl für den sozialdemokratischen Kandidaten Artikel des Teltower Kreisblattes". keit durch den Verlust eines Auges auf 30 bis 40 pct. Wilhelm Börner ihre Stimmen abzugeben. Wo das nicht möglich da von der Verführung" der Massen, von den„ Nehen in die die auf Willkür beruhe, und daß die Hauptbenachtheiligung ist, da soll in jeder Werkstatt sowie überhaupt an jedem Orte Sozialdemokratie die Arbeiter ziehe, von dem„ Umsturz" der der Besitzenden" für die Arbeiter, von der zum Reichthum darin liege, daß der Einäugige durch den Verlust des für die Verbreitung der sozialdemokratischen Ideen agitirt werden, göttlichen" und" menschlichen" Ordnung, von der Aufopferung Don der fegensreichen Altersvernoch Das Schiedsgericht bis sich der Sieg endlich auf unsere Seite neigt." habenden Auges blind Nachdem der Vorsitzende mitgetheilt hatte, daß am Tage der führenden Sparfamteit" Gleichheit im Zukunftsglaubte, dieses lettere Argument dadurch beseitigen zu fönnen, die staat Durch Nichtbesitz" von den„ Unterschieden daß es dem Verletzten ausdrücklich vorhielt, daß im Falle des Wahl die Wählerliste in dem Lokal Brandenburgstraße 11 ſicherung"( Lachen) ber Schöpfer gesetzt hat" von„ fähigen und unfähigen Verlustes des zweiten Auges ohne Betriebsunfall dies als eine ausliege, wurde nach einem kernigen Schlußworte des Genossen Veränderung der Verhältnisse im Sinne des§ 65 des Unfall- Singer die imposante Versammlung mit einem breimaligen, Arbeitern" und anderem, gefaselt, schließlich aber gesagt, es dürfe versicherungs- Gesetzes angesehen und somit eine Erhöhung der brausenden Hoch auf die gerechte Sache der Sozialdemokratie ge- fein Arbeiter fragen, wo die Arbeitergroschen bleiben; ber Satz: „ die faulenzenden Agitatoren, welche sich ein Rente bis zu 100 pet. begründen soll. Gegen die schiedsgericht- schlossen. liche Entscheidung legte der Verlegte durch seinen Vertreter, Der sozialdemokratische Wahlverein des 5. Wahlkreises möglichst bequemes Leben verschaffen wollen" Rechtsanwalt Dr. Flatau Returs ein. Derselbe stützte sich Gutachten des Bezirks Physitus hielt am Donnerstag, den 7. April, eine Generalversammlung ab, ruft die allgemeine Entrüftung hervor, welche jedoch ihren Höhe vornehmlich auf das Dr. Becker in Berlin, welcher die Nachtheile des Schens welche nur von Mitgliedern besucht war. Auf der Tagesordnung punkt erreicht, als die gegen den Genoffen Bebel erhobenen BeIn seinem Schlußwort widerlegt Genosse Glocke auf das mit einem Auge darin findet: 1. daß Fehler des einen Auges stand: 1. Berichterstattung des Vorstandes. 2. Bericht des Kassirers. fchuldigungen und Verleumdungen zur Verlesung kommen. durch das andere nicht mehr forrigirt werden könnten. 2. Daß 3. Wahl des gesammten Vorstandes. 4. Verschiedenes und Frageman mit einem Auge nur flächenhaft, nicht mehr stereoskopisch tasten. Vor Eintritt in die Tagesordnung machte der Borjihende Treffendste dieses Gewäsch und fordert die Anwesenden auf, bas fehe. 3. Daß man mit einem Auge ein wesentlich fleineres bekannt, daß unser treuer, langjähriger Genosse Reinhold Jakobice für zu sorgen, daß das" Teltower Kreisblatt" von Arbeitern nicht Es gehen hierauf folgende zwei Resolutionen ein, welche eins Gesichtsfeld habe. 4. Daß dem Einäugigen wegen feiner verstorben und am 1. Feiertag beerdigt worden ist. Ferner ge- mehr gelesen werde. Arbeit erschwert sei, dachte der Vorsitzende des Genossen Nürnberg, sowie noch einiger Entstellung das Auffinden neuer 1. Die Volksversammlung für Männer und Frauen erklärt und 5. daß der Einäugige sich mancher lohnenden Arbeit, bei Genossen, welche an den Osterfeiertagen verstorben sind, und er- stimmige Annahme finden: fernhalten müsse. Er beantragte Verurtheilung der Beklagten fich von den Plätzen zu erheben, was auch geschah. Hierauf er sich mit dem Referenten einverstanden und beschließt, mit allen welcher er Gefahr laufe, auch das verbliebene Auge zu verlieren, fuchte die Versammlung zu Ehren der dahingeschiedenen Genossen Im stattete der Vorsitzende Friz Berndt einen ausführlichen Bericht. Mitteln für die Verwirklichung des sozialdemokratischen Prozur Gewährung einer Rente heutigen Termine wurde noch von dem Herrn Referenten Darnach haben im vergangenen Jahre 21 Versammlungen statt- gramms einzutreten, damit die sozialdemokratische Bartei als konstatirt, daß Dr. in politischen Stampfe hervor einer Untersuchung des Iinten Auges Geschwulst und lebhafte fich die Mitgliederzahl vermehrt habe, doch eine regere Betheili- gehe, da die Bersammlung nur hierin eine Verbesserung der Sierauf erstattete der Kassirer, Genosse Fritsche, einen aus- 2. Die heute in der Borussia- Brauerei tagende BoltsRöthung, sowie die Absonderung einer weißlichen trüben Flüssig gung sämmtlicher Wähler des 5. Wahlkreises an dem Wahlverein. Lebenslage der ganzen Bevölkerung erblickt. teit wahrgenommen habe. Im Termin führte Redakteur J. Frändef als Gubſtitut des flägerischen Anwalts aus, daß der führlichen Bericht über die Stassenverhältnisse im verflossenen versammlung protestirt ganz entschieben gegen im schiedsgerichtlichen Urtheil geltend gemachte Standpunkt un- Vierteljahr. Derselbe wurde von den Revisoren für richtig be- führungen des Teltower Kreisblattes", hält solchen Unsinn, Beim 8. Punit, Borstandswahl, wurden folgende Genossen haltbar sei. Der Verletzte habe ein Recht darauf, fein erhaltenes funden und dem Kassirer Decharge ertheilt. Auge besonders zu schonen, und er brauche sich nicht damit vertrösten zu lassen, daß ihm im Falle des Verlustes desselben die Fritz Berndt, 1. Vorsitzender, wiedergewählt. Krawczak, Unter Verschiedenem wird die bevorstehende Maifeier bevolle Rente gewährt werden solle.- Das Reichsversicherungsamt theilte diese Auffassung und sprach dem Kläger 40 pt. 2. Borsitzender. Emil Fritzsche, 1. Raffirer. Granzow, 2. Kassirer. Hermann Lesser, 1. Schriftführer. Theodor Wilde, 2. Schrift sprochen. Es wird von mehreren Rednern hervorgehoben, daß führer. Als Revisoren wurden gewählt die Genossen Wendt, die Arbeiter von Johannisthal und Umgegend am 3. Mai teine Schmidt und Möller. Zu Punkt„ Verschiedenes" stellte Genosse genügende Lokalitäten zur Verfügung stehen würden, da in der Niederauer den Antrag, der Vorstand des Wahlvereins möge doch Borussia- Brauerei öffentlicher Tanz stattfinde. Es wird endlich auch öfters Versammlungen, verbunden mit nachträglichem, ge- beschlossen, eine Kommission von fünf Genoffen zu wählen, welche selligen Beisammensein mit Tans, abhalten, um auch den Frauen diese Angelegenheit zu regeln hat, mit der Beschränkung, Gelegenheit zu geben, sich zu betheiligen. Der Antrag fand leb- wenn die Feier der Lokale wegen am 2. Mai stattfinden muß Gine außerordentlich start besuchte Kommunal- Wählerhafte zustimmung und wurde auch angenommen. Ferner wünscht von einer Versammlung am 1. Mai abzustehen. Ist es jedoch 12. April tatt. Bereits lange vor Beginn der Versammler Vierteljahre ein Flugblatt panel ist der Anficht, daß alle auch zum 1. Mai eine Versammlung einzuberufen. Gewählt versammlung des 17. Berliner Kommunal- Wahlbezirks fand am breite werden solne im 5. Wahlkreis wiederum Flugblätter ver- möglich für den 3. Mai ein passendes Lokal zu bekommen, so ist Genoffe werden die Genossen Laffe, Mücke, Rosenberg, Else und Rofig. war das Lokal überfüllt, und keiner erhielt mehr Zutritt. verbreitet werden soll. Auf Antrag wird noch eine Kommission zur Revision der Beiheit die Pflicht Reichtags- Abgeordnete Genoffe Singer jührte zunächst aus, daß Niederauer bemerkte, daß jedesmal nach der Verbreitung des der Wahlagitation zu betheiligen. Bezüglich des Schulwesens Dienstag eine Versammlung abzuhalten wäre; dieses würde von nossen Mücke, Fechtner und Backe, gewählt und die Versamm bemerkte der Redner, daß dort noch vieles im Argen liege und großem Erfolg sein. Genosse Berndt bemerkte hierzu, daß dieses lung mit einem dreifachen Hoch auf die völkerbefreiende Sozialeiner gründlichen Umgestaltung bedürfe. Besonders das sei zu Mal die Verbreitung in größerem Maßstabe stattfinden werde, demokratie geschlossen. er streben, daß die Lehrmittel unentgeltlich geliefert würden, und da 30 000 Flugblätter gedruckt würden, und stellte hierauf + Rente zu. werde. B 40 Prozent. von Versammlungen. Kommunal Wählerversammlung. Da sich trotz wiederholter Aufforderung kein Gegner zum Wort meldete, sah man von einer Diskussion ab und nahm einstimmig folgende Resolution an: gewählt: Vorstand foll " " von Der " " die Auswie ihn das genannte Blatt schreibt, nur für geeignet, die die Massen in der Verdummung zu erhalten. Sie erkennt das Programm der Sozialdemokratie an, als das Einzige, welches die Aufklärung zu fördern geeignet ist. Der Verein Berliner Droschkenkutscher dürftigkeit zu binden sei. Wenn sich die Majorität der Stadt- es überlassen bleiben, ein Flugblatt zu verbreiten, wenn es die hielt seine vierteljährliche Mitglieder- Versammlung am 10. b. M. sie alles auf dem Gebiete des Schulwesens geschaffen sei, so wüßte man doch, daß sie das nur in ihrem eigenen Interesse gethan habe. Gerade ryje bazu hätten sich die ſozialdemokratischen Stadtverordneten bei der Frage der öffentlichen Anlagen und Betriebe zu verhalten. Raſſenverhältniffe Vorsitzende, Herr Schütte, eröffnete die Verhandlungen mit Annahme, im Sommer Ausflüge mit Familien zu machen. Hierauf schritt man zum Fragelaften. Hier gelangte folgende der Bekanntgabe der Namen der im verflossenen Vierteljahre Frage zur Berlesung: Ist es unser Mitglied Tamm, welches von verstorbenen Mitglieder, zu deren ehrenden Andenken e Der het tommiffion bekannt gemacht wurde? Bei dieser Ge- Versammelten von ihren Plätzen erhoben, und erstattete ſodanın legenheit beschwerte sich unser Genosse 3immermann Tamm, Bericht über das abgelaufene Vierteljahr. Nach demselben war Eine der verwerflichsten Einnahmequellen ist die Mieths- I daß er deshalb schon mehrfach gefragt worden sei, er habe nach I die Thätigkeit im Vereinsbureau, Schüßenftraße 58, wieder eine Betreffs der Miethssteuer führte der Referent aus: " fehr umfangreiche. So wurden 118 Protokolle aufgenommen in[ berichte müßten fortfallen, eventuell sehr verkürzt werden. Der tismus der Kollegen trägt leider die Schuld an dem anhaltenden Fahrgelder- Angelegenheiten zwischen Fahrgästen und Mitgliedern Redakteur, Rollege Back, bedauert, daß die Kollegen so wenig schwachen Besuch unserer Versammlungen, nicht weniger auch der des Vereins, deren Forderungen durch Vermittelung des Vor- Mitarbeiter an der Zeitung sind und betont, daß neuere Gedanken Beitaufwand, um von einem Stadttheil in den anderen zu gestandes in 49 Fällen durch Zahlung in Güte erledigt wurden, nur dann Platz greifen werden, wenn erstere sich veranlaßt langen. Im verflossenen Vierteljahr ist ein Annonziren oder Einladen während in 5 Fällen das gerichtliche Verfahren eingeleitet wer- fühlen werden, auch an dem Werke zu arbeiten. Betreffs der zur Versammlung aus Sparsamfeitsrücksichten unterblieben, jedoch den mußte. Die diesbezüglichen Termine nahm der Vorsitzende Berichte kann nicht so scharf vorgegangen werden, da sich haben wir gesehen, daß dies für eine Stadt wie Berlin sehr für die Mitglieder wahr. Ferner erledigte das Vereinsbureau die fleineren Vereine außerhalb zurückgefeht fühlen wür unangebracht ist. Demgemäß wurde nun beschlossen, nach jeder Gesuche verschiedener Art, so um Ertheilung der Konzession, den. Die kunstgewerblichen Artikel sind schwer zu bekommen, Werkstatt Karten zu schreiben, sowie im Vorwärts" zu anonziren. Wiederertheilung des Fahrscheines, Beugenladungen, Berufungen, da dieselben zu theuer sind. Unsere Zeitung kann mit anderen Hoffentlich gelingt es dadurch, die Kollegen zum Anschluß an Steuerreklamationen 2c. In Straffachen der Mitglieder wurden nicht verglichen werden, da dieselben gewöhnlich finanziell besser den Verband zu bewegen, damit ihnen begreiflich gemacht wird, 33 Widersprüche auf polizeiliche Strafverfügungen bezw. Ein- stehen. Folgende Resolution wird gegen 2 Stimmen angenommen: daß sie ein Recht haben, als Mensch zu leben. Zur Erweiterung sprüche gegen gerichtliche Strafbefehle im Vereinsbureau an- Die heutige Versammlung der Fr. Vereinigung 2c. erklärt sich im der verhandenen Bibliothek werden 10 M. aus der Vergnügungsgefertigt. Die Rechtsanwälte des Vereins, Dr. Friedmann Allgemeinen mit der Haltung des Fachgenossen" einverstanden fasse bewilligt. Arbeitsnachweis bei Jungnikel, Wienerstr. 11, und Dr. Wolff, wurden in 11 Fällen von Vereins- und erhofft eine Abhilfe einzelner Fehler nur von einer bedeutend Herberge bei Stramm, Ritterstr. 123. Nächste Versammlung am mitgliedern in Konferenzen in Anspruch genommen und ver- größeren Verbreitung deffelben, sowie namentlich von einer Mit- 20. April bei Roll, Adalbertstr. 21. theidigten sechs Mitglieder in Straffachen. Der Vorstand erledigte arbeit aller Kollegen durch Einsendung der wichtigsten Vorfälle ferner in seinen Sizungen Beschwerdefachen von Mitgliedern in unserem gewerkschaftlichen Leben, deren prinzipielle Beleuchtung Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher Lackirer gegen einander, auch wurden Beschwerdesachen von Fahrgästen dem Redakteur obliegt. Nachdem noch auf die am 1. Mai, Abends Berlins und Umgegend tagte unter Vorsitz des Kollegen gegen Rutscher erledigt. In dem vom Vereine unterhaltenen 71/2 Uhr, stattfindende Versammlung mit Frauen( nachdem ge- Rautenhaus am Montag, den 6. April. Stadtverordneter Klein polizeilich tonzeffionirten Fundbureau( Schützenstraße 58) wurden müthliches Beisammensein) bei Schmiedel, Alte Jakobstr. 32, auf sollte über den Kampf mit geistigen Waffen" sprechen, da jedoch im verfloffenen Vierteljahre 340 Fungegenstände eingeliefert. merksam gemacht, wird die Versammlung geschlossen. Seitens der Verlierer wurden 156 Fundgegenstände reklamirt und die Versammlung zu schwach besucht war, wurde von dem Vorfür dieselben 430 M. 85 Pf. Finderlohn gezahlt, welches den trag Abstand genommen. Kollege Rautenhaus führte betreffs des Eine öffentliche Versammlung für Frauen und Männer 1. Mai an: Da die Verhältnisse in den Lackirereien recht traurige Findern ausgehändigt wurde. Der Dienstnachweis für Vereins- fand am Montag Abend bei Hofmann statt. Genosse A. Körsten sind, und wir sozusagen nur Saisonarbeiter sind, so sollten die Mitglieder, welcher im Vereinsbureau unterhalten wird, wies im referirte zum ersten Punkt der Tagesordnung über das Thema: jenigen Kollegen, die den 1. Mai arbeiten, ihrer Pflicht dadurch verfloffenen Vierteljahre 69 gemeldete Vakanzen auf, von denen Sind die Frauen gleichberechtigt? Redner stellt die Leistungen, genügen, daß sie einen Theil ihres Arbeitsverdienstes( 1 M.) an 45 durch Vereinskollegen besetzt wurden. Außerdem wird auch die von den Frauen für die Gesellschaft verlangt werden, neben den Vertrauensmann, Kollegen Rautenhaus, Fürstenstr. 6, 4 Tr., in den acht Zahlstellen des Vereins ein Diensinachweis unter die von den Männern verlangten Leistungen, und schließt daraus, abliefern. Dieser Beschluß wurde einstimmig angenommen. halten. 49 Mitglieder traten dem Verein neu bei, derselbe zählt daß, da diejenigen der Frauen in keinem Falle geringerer Natur Ein Theil von dieser Einnahme soll laut Versammlungszur Zeit 1331 attive Mitglieder. Das Vereinsvermögen betrug sind, man den Frauen auch dieselben Rechte zuerkennen müsse. beschluß zur Agitation an den Vertrauensmann und ein ultimo März 5880 n. 32 Pf. gleich 796 m. 10 Pf. mehr. Im Diese Thatsachen illustrirt Referent durch viele Beispiele und Theil an die Generalkommission gehen. Des Weiteren kam Anschluß hieran hatte die Versammlung über den Antrag spricht die Hoffnung aus, daß die Versammlungen, in denen, der Vorsitzende auf die Arbeitsniederlegung der sechs Lackirer bei Rulnig: Gewährung unentgeltlichen Rechtsschutzes für die Mit gleich der heutigen, Aufklärung verbreitet wird, auch ihre agi- Retschlag zu sprechen. Vier von diesen Kollegen wurden wegen glieder" zu berathen. Der Antragsteller motivirte seinen Antrag in ein- fatorische Wirkung nicht verfehlen werden, damit die Idee der Aufreizung zur Arbeitsniederlegung unter Anklage gestellt, diegehender Weise und legte gleichzeitig ein ausgearbeitetes Rechtsschutz- vollen und wahren Frauen Emanzipation, wie sie nur von der felben Kollegen standen mit Ausnahme eines Mannes der LackirerReglement vor. Die Versammlung erklärte sich im Prinzip mit dem Sozialdemokratie gepflegt werde, immer weitere Kreise ergreife Vereinigung fern, jetzt haben sie aber eingesehen, wie gut es iſt, gestellten Antrage einverstanden, wählte jedoch zur Berathung des und endlich zum Siege gelange.( Lebhafter Beifall.) Rechtsschutz- Steglements eine Kommission. Eine ebenso lange und lebin solchen Fällen einer Organisation anzugehören. Diesen Fall Von einer Diskussion wird Abstand genommen und beim mögen die indifferenten Kollegen beherzigen. hafte Debatte wie vorher zeitigte der nächstfolgende Antrag, betreffend dritten Punkte nach furzer Debatte, an der sich Frau Metzel, die obligatorische Einführung des Fachorgans für die Mitglieder, Frau Wußmann, Fräulein Bade und Herr Sündermann be- Posamentenbranche. In der am Dienstag, den 7. April, welchen ebenfalls Herr Ku Inig gestellt hatte unter gleichzeitiger theiligten, beschlossen, die Agitationskommission aufzulösen. stattgehabten Versammlung der Freien Vereinigung der Arbeiter Erhöhung der monatlichen Vereinsbeiträge von 50 auf 60 f. Beim vierten Punkt wird auf Antrag beschlossen, von der und Arbeiterinnen gen. Branche erstattete zunächst Kollege Hoffmann Die Versammlung beschloß demgemäß. Der nächste Punkt der Wahl der Revisoren Abstand zu nehmen, und die allgemeine Bericht vom Textilarbeiterkongreß, über welchen im„ Vorwärts" Tagesordnung betraf die Errichtung einer Sterbekasse für die Frauen Agitationskommission mit der Prüfung der Kaffen- bereits berichtet wurde. Aus der hierauf vorgenommenen ErsatzMitglieder und deren Frauen. Dieser Antrag wurde fast debatte- bestände sowie mit der Fortsetzung der Agitation zu beauf- wahl eines zweiten Schriftführer's ging Kollege Mahlke als gelos abgelehnt. Hieran schloß sich eine Besprechung über die Ab- tragen. wählt hervor, während zu Revisoren Fräulein Donath, Nolting haltung des Stiftungsfestes in diesem Jahre. Es wurde beMit einem dreifachen Hoch auf die internationale völfer- und G. Berger und zum Expedienten der Fachzeitung Kollege schlossen, dasselbe am 13. Juni in der Neuen Welt"( Hafen- befreiende Sozialdemokratie wird die Versammlung geschlossen. Kleeft gewählt wurden. Die seitens des Kassirers Schein vorhaide) stattfinden zu lassen. Der Vorstand wurde fernerhin eingelegte Abrechnung vom letzten Quartal ergab eine Ausgabe von stimmig ermächtigt, im Falle eines Ausstandes der Dresdener Generalversammlung ab. Die Abrechnung vom ersten Quartal ein Kassenbestand von 1,92 m. verbleibt. Der Verein der Kistenmacher hielt am 6. April eine 104,44 M. und eine Einnahme von 106,36 M., so daß Droschtenkutscher am 1. Mai oder später dieselben thnnlichst zu ergab an Einnahme 65,60 M., an Ausgabe 34,65 M. Der Vereinigung Das von der unterstützen. Am Freitag, den 17. 5. M. findet im Feenpalaste Generalbestand beträgt 113,87 m. Kollege Schulz leistete noch einen Ueberschuß von 45,60 m. ab und wurde bezüglich dessen im Februar veranstaltete Vergnügen warf eine große öffentliche Versammlung sämmtlicher Berliner Droschken: Abrechnung der Sammellisten für die beiden Kollegen Heyne und beschlossen, die noch bestehenden Verpflichtungen an den Vortutscher statt, zu deren zahlreichem Besuche dringend aufgefordert Torfftecher. Die Einnahme betrug 77,30 M. Davon erhielt nach wärts" in Höhe von ca. 32 M. vorläufig aus diesem Fonds zu wurde. Zum Schlusse wurden verschiedene fachgewerbliche An- Abzug der Unkosten Kollege Heyne 42,81 m. und Torfstecher decken, damit eventuell baldigst der Anschluß an den Verband gelegenheiten erledigt und interne Vereinsangelegenheiten ver- 32,56 M. Bum zweiten Punkt der Tagesordnung, Vorstands- der Posamentiere berbeigeführt werden kann. handelt. Erst um 22 Uhr Nachts konnte der Vereinsvorsitzende wahl, wurden gewählt folgende Kollegen: Als erster Vorsitzender war ferner der Beschluß, daß in Zukunft durch den seitens der bie Versammlung schließen mit einem dreifachen Hoch auf den Tschernig, als zweiter Buhlmann; als erster Schriftführer Beyer, Vereinigung unterhaltenen Arbeitsnachweis nur solche Kollegen Verein Berliner Droschtenkutscher. als zweiter Rosenfeldt; als erster Kassirer Merten, als zweiter Berücksichtigung finden, die sich als Mitglieder derselben legitimiren August Friese; als Revisoren Ladeburg, Tendler und Groffe. fönnen, ausgenommen hiervon sind ausgelernte und zureisende Bum Verschiedenen theilte Kollege Friese mit, daß am Sonntag, Kollegen. Des Ferneren erklärte sich die Mehrheit der Versammmit Frauen bei Joel, Andreasstr. 21, stattfindet; das Thema der ist, einen Theil des am 1. Mai erzielten Verdienstes für die den 12. April, Nachmittag 6 Uhr, eine öffentliche Versammlung lung mit einem Antrag einverstanden, wonach ein Jeder gehalten Versammlung wird im Vorwärts" bekannt gemacht. Nachdem Gewerkschaftsbewegung zu opfern und endlich wurde beschlossen, noch einige Buntte erledigt, schloß die Versammlung. die Lokale des Gesundbrunnens, außer Knebels Salon, so lange " Von Bedeutung Briefkaffen der Redaktion. Ihr W. 2. E. F., Thaerstr. Jede Zwangsvollstreckung gegen einen Seifenfieder. Die am Sonntag, den 5. April, tagende Ber- beim aktiven Heer befindlichen erfolgt durch Vermittelung der sammlung der freien Vereinigung der Seifensieder und Berufs- Militärbehörde. Die sonst geltenden Beschränkungen der Pfändung genoffen Berlins und Umgegend ehrte, bevor in die Tages- des Arbeitslohnes, der Soldatenlöhnung zc. fallen fort, wenn es ordnung eingetreten wurde, die verstorbenen Genossen Jacobick, sich um die Einziehung von direkten Staats- oder KommunalBiesenthal und Nürnberg durch Erheben von den Sigen. steuern handelt. Der Unterstützungsbund der Hausdiener Berlins hielt am 7. d. M. seine stark besuchte dritte ordentliche Generalver: sammlung ab. Bunächst theilte Kollege Keßler mit, daß der Kollege Horn gestorben und sein Andenken wurde durch Erheben von den Plähen geehrt. Ferner wurde mitgetheilt, daß noch 4 Rollegen frank sind. Am 15. April findet eine WanderverSammlung bei Saeger, Grüner Weg 29, und am 19. April ein Eine schwach besuchte Versammlung des Vereins der zu meiden, als dieselben nicht auf der Lokalliste verzeichnet sind. Familienfest im Feen- Palast, Burgstraße, statt. Billets Klempner Berlins und Umgegend tagte am Donnerstag, den zum Feft à 50 Pfg. inklusive Tanz sind in den mit 26. März. Auf der Tagesordnung stand: 1. Fortsetzung der Plakaten belegten Handlungen, sowie bei sämmtlichen Vorstands Vorlesung über Moses oder Darwin." 2. Verschiedenes. Der mitgliedern und im Bureau, Neue Grünstr. 10, 1 Tr., zu haben. Vorsigende sprach sein Bedauern darüber aus, daß die Kollegen, ( Telephon Amt I 810.) Am Bußtag wird eine Herrenpartie nach die den Beschluß gefaßt haben, daß die Vorlesung fortgesett Johannisthal unternommen. Sammelpunkt Schlesisches Thor um werden sollte, nicht anwesend waren. Als Kollege Selchow nach legen." Wozu? Die Patrone, welche das Zeug verbreiten, wissen, Be. Sie wünschen, ich solle diese albernen Zügen ,, wider22 Uhr. Hierauf theilte Kollege Uthes mit, daß der Rechtsschutz zweistündiger Vorlesung zum Schluß fam, sprach der Vorsitzende daß es gelogen ist, und kein vernünfeiger Mensch glaubt den in einem Falle wegen gänzlicher Aussichtslosigkeit habe abgelehnt im Namen der Versammlung demselben feinen Dank aus. Beim Unsinn. Nach Paris hat eine3 dieser Reptilien sogar telegraphirt, werden müssen, dagegen in 2 Fällen sei derfelbe gewährt worden. zweiten Punkt der Tagesordnung machte Roll. Schmidt die Ver- ich hätte nicht bloß die Redaktion des Vorwärts" sondern auch Kollege Schumann forderte sangeslustige Kollegen auf, sich dem sammlung auf den Aufruf der Vertrauensmänner aufmerksam mein Reichstags- Mandat niedergelegt, sei aus der Fraktion aus Sängerchor anzuschließen, welcher jeden Freitag bei Stockfisch, und forderte die Kollegen auf, darnach zu handeln. Nachdem die getreten u. s. w. Wünschen Sie noch, daß ich widerlege"? Fischerstr. 41, tagt. Kollege Grauer gab Bericht vom Weihnachts- Kollegen aufgefordert waren, ihren Verpflichtungen nachzukommen, fest, wonach eine Ausgabe von 822,05 M., eine Einnahme von wurde die Versammlung geschlossen. 750,70 m., mithin eine Defizit von 71,35 m. ersichtlich war. Beim Maskenball bei Kroll ergab sich eine Einnahme von 640,90 m., eine Ausgabe von 562,60 m., mithin ein Ueberschuß von 78,30 M. Dem Stellennachweis wurden 147 Stellen gemeldet, Davon besett 117 Stellen. Davon arbeiten Sonntags 47. Die Arbeitszeit beträgt 9-14 Stunden, durchschnittlich 12/2, Sonntags 2-8 Stunden, durchschnittlich 4. Der Lohn beträgt 16-21 M., Der Referent J. Türk hielt einen vortrefflichen Vortrag über Zwei Wettende, S. V. Wenn Jemand die Annahne im Durchschnitt 17,95 m. Hierauf wurde dem Kollegen Osw. Herenprozesse", welcher mit vielem Beifall aufgenommen wurde. eines Briefes verweigert, so fann darunter der Absender natürGrauer Decharge ertheilt. Hierauf ließen sich 51 Kollegen in den Der Vierteljahres- Bericht wurde vom Kassirer verlesen, und da lich nicht leiden. Es wird vielmehr, wenn z. B. der Brief eine Bund aufnehmen. Der Kassirer gab den Vierteljahresbericht, er von den Revisoren beglaubigt ward, für angenommen erklärt. Kündigung enthält, so angesehen, als habe der die Annahme verder eine Einnahme von 2599,40 M., eine Ausgabe von 2790,43. Vier Kollegen ließen sich in den Verein aufnehmen. Die weigernde Adressat im Augenblick der Annahmeverweigerung von und einen Gesammtbestand der Kasse in Höhe von 1250,92 m. Versammlung nahm eine Resolution an, daß alle am 1. Mai dem Inhalte des Briefes Kenntniß erhalten. ergab. Hauptausgaben in diesem Vierteljahr waren an Unter- arbeitenden Kollegen je 50 Pf. in die Gewertsschaftstasse bei- A. S. 69. Wenn der Vater des Lehrlings sich einmal verstüßungen 550 M., Gerichts- und Rechtsanwaltsuntosten 180 m. steuern. Hierauf schloß der Vorsitzende die Versammlung mit pflichtet hat, dem Lehrherrn, welcher den Sohn wegen UnredlichAn die Preßkommission für gelieferte Beitung Einig- einem Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung. feit entlassen, eine bestimmte Entschädigung zu zahlen, so fann feit" 149,90 m. Beiträge wurden im Monat März er auf Zahlung verklagt werden, gleichviel ob er hierzu schon 436,50 m. bezahlt. Der Kassirer Rollege G. Wiemer Der Verein der Sattler und Fachgenossen hielt am durch den Lehrvertrag verbunden war oder nicht. Entscheidend forderte gleichzeitig zur regeren Bezahlung der Beiträge und der 4. April seine gefchloffene Mitgliederversammlung ab. Nach ist, daß er nachträglich diese Verpflichtung übernommen hat. Billets auf. Die Revisoren bestätigten den Bericht und dem Rechnunglegung des Kassirers, Kollegen Sachs, ergab sich ein 2. in M. 100. Vertrauen um Vertrauen! Nennen Sie Kassirer wurde Decharge ertheilt. Hierauf gelangte der Vor- Kassenbestand von 44 M., im Unterstützungsfonds waren 87 M. uns doch umgehend Ihren Namen und Ihren Wohnort. standsbeschluß zur Verhandlung, wonach die Krankenunterstützung vorhanden, worauf dem Kassirer einstimmig Decharge ertheilt Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein. Das Ankleben und von 13 auf 6 Wochen reduzirt werden soll. Aus der sich an wurde. Bei der Vorstandswahl wurden die Kollegen Aßmann, Anheften von Plakaten an öffentlichen Orten ist nach dem insoweit denselben anschließenden lebhaften Besprechung ging hervor, daß I. Vorsitzender; Weiß, II. Borsigender; Sachs, I. Kassirer; Kuhn, noch giltigen preußischen Preßgesetze strafbar, wenn man nicht es nicht Absicht sei, die Dauer der Krantenunterstügung zu II. Kassirer; Hänschen, I. Beisitzer, wiedergewählt. Für den behördliche Erlaubniß hat. türzen, sondern dem Vorstand soll die Möglichkeit gegeben wer- Poften eines Schriftführers fiel die Wahl auf Kollege Wolf, Genoffe D., Rigdorf. Wenn Jemand eine vom Kreisden, die Unterstützungskasse vor unberechtigter Inanspruchnahme II. Beisitzer wurde Kollege Marske; Revisoren Mur, Januschet, physikus als gesundheitsgefährlich bezeichnete Wohnung räumen zu schützen. Der Antrag wurde mit allen gegen 6 Stimmen an- Müller. Betreffs der Lokaljrage wurde beschlossen, im Dresdener muß, so muß er zwar die Miethe für die Zeit zahlen, in der er genommen. Es wurden nun 2 Beschwerden wegen Borenthaltung Garten, Dresdenerstr. 45, zu tagen, wo bereits die nächste Ver- die Wohnung thatsächlich inne hatte, andererseits muß ihm aber Der Krankenunterstützung verhandelt, die eine Beschwerde als sammlung Sonnabend, den 25. April, stattfindet. Betreffs der der Wirth den durch die Untauglichkeit der Wohnung erlittenen berechtigt anerkannt und dem Kollegen die wöchentliche Unter- Bibliothek wurde mitgetheilt, daß dieselbe nach dem neuen Vereins- Schaden ersetzen. stügung à 5 M. zugesprochen, die zweite als nicht berechtigt ver- lofal übergeführt wird und jedem organisirten Kollegen zur freien Moabit J. N. Sie müssen Ihren Schuldner beim Amtsworfen und das Verhalten des Vorstandes gegen 3 Stimmen ge= Benutzung steht. Das X. Stiftungsfest des Vereins findet gericht oder, wenn es sich um mehr als 300 m. handelt, mit billigt. Nachdem noch einmal auf die Herrenpartie am Bußtage Sonnabend, den 2. Mai, in Schmiedel's Festsälen( früher Silfe eines Rechtsanwalts beim Landgericht hierselbst verklagen. aufmerksam gemacht und zur regen Agitation für den Stellen- Orpheum), Alte Jakobstr. 32, statt. Zur 1. Mai- Feier findet beim ersteren Falle können Sie die Klage auf der Anmeldestube nachweis aufgefordert, wurde zur Wahl des zweiten Schriftführers Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a, eine öffentliche Sattlerversammlung Neue Friedrichstraße 13) zu Protokoll geben. geschritten, die, nachdem der überwacheude Beamte seinen erst mit Frauen statt. Was den Ausflug am 3. Mai anbelangt, so H. W., Wienerstr. Kann nur nach Angabe der näheren gemachten Widerspruch zurückgenommen, per Atflamation vor ist es den Kollegen selbst anheimgestellt, nach eigenem Ermessen Umstände beantwortet werden. Zu mündlicher Auskunft sind wir genommen wurde. Kollege Rex wurde einstimmig gewählt. Die einen Ausflug zu arrangiren. Ferner wurde auf die Kranken- bereit. Angelegenheit Faltenthal wurde nach lebhafter Debatte dadurch kassen- Versammlung der freien Hilfskaffe der Sattler hingewiesen, C. H., Nauen. 1. Sie haben durch Einreichung eines erledigt, daß der Kollege Faltenthal seine Ausführungen zurück- welche am 18. April bei Reyer stattfindet, und die Mitglieder Statuteneremplars an die Polizeibehörde Ihrer Pflicht genügt nahm. Nachdem noch von Seiten eines Kollegen eine mehr als ersucht, zahlreich zu erscheinen. und brauchen weitere Exemplare nicht einzureichen. 2. Der alte drastische Fabrikordnung, die von dem Inhaber eines hiesigen Der Verein zur Wahrung der Interessen der Schuh. Vorstand bleibt, bis ein neuer gewählt ist. Exportgeschäfts aufgestellt ist, den Mitgliedern zur Kenntniß ge= Straßenabonnent S. Eine Verlobung, deren Rückgängigmacher und verwandten Berufsgenossen hielt am 6. b. M. eine bracht, wurde der Fragekasten geleert und die Bersammlung mit Mitgliederversammlung ab, in welcher der Kollege Menzel einen machung den Zurücktretenden zum Schadensersatz verpflichtet, einem Hoch auf das weitere Gedeihen des Bundes geschlossen. Vortrag über die modernen Bagabonden hielt. Die Diskussion müßte durch notariellen oder gerichtlichen Vertrag abgeschlossen Graveure, Ziseleure. Am 6. d. M. hielt die Freie Ver- gestaltete sich zu einer recht interessanten. Sämmtliche Redner sein. Ist dies nicht der Fall, so kann die Braut nur im Falle einigung eine gut besuchte Versammlung ab. Der zweite Kassirer, prachen im Sinne des Vortrages. Unter Verschiedenem machte der Schwängerung Schadensersatz, sonst aber nur Rückgabe Rollege Uhrbach, giebt zuerst Bericht über den Stand der Unter der Vorsitzende auf die am 1. Mai Oranienstr. 180 stattfindende etwaiger Geschenke fordern. A. M. 100. uns ist eine solche Zeitung nicht zu Gesicht stüßungstaffe vom letzten Vierteljahr. Einnahme 204,88 m., öffentliche Versammlung aufmerksam. gekommen. Senden Sie uns doch ein Exemplar. Ausgabe 137 M., bleibt Bestand 67,88 m. In der Diskussion In der vom Verband deutscher Korbmacher( F. B.) J. H. Preek. Der Betreffende muß nachweisen, daß und über die Fachpresse treten die verschiedensten Meinungen zu Tage; am 16. März abgehaltenen Mitgliederversammlung wurde die bei wem er während der Jahre 1888-1890 gearbeitet hat und einige Redner find der Ansicht, daß möglichst politische Fragen Neuwahl unseres Ortsvorstandes vorgenommen. Aus derselben sich zu dem Zwecke Bescheinigungen der verschiedenen Arbeitgeber außer Acht gelassen und mehr funstgewerbliche Artikel zu bringen gingen hervor die Kollegen: Vogt, 1. Vorsitzender; Hausschild, geben und polizeilich beglaubigen lassen. sind; andere sind dafür, mehr auf Vorgänge auf wirthschaftlichem 2. Vorsitzender; Jungnitel, Kassirer; Brückner, Schriftführer; West- E. 2. Ein Dienstmädchen kann zu Beiträgen für den GeGebiete Bezug zu nehmen. Jedoch sei die politische Tendenz auf phahl, Beisitzer; Bartel, Fechner, Bunzel als Revisoren; Eggers, finde- Belohnungs- und Unterstützungs- Fonds nicht gezwungen, feinen Fall zu verwerfen, da diese die Kollegen über ihre Lage Bibliothekar; Hannig, Zeitungsverbreiter. Eine längere Debatte geschweige denn wegen Nichtzahlung von Beiträgen bestraft erst vollkommen aufklärt. Die nichtssagenden Versammlungs- entspann sich betreffs der Agitation in Berlin. Der Indifferen- werden. Berantwortlicher Steur: Curt Beads in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW.. Beuthitraße 2.