Nr. 238. Abonnements- Bedingungen: abonnements Preis prānumerands: Bierteljährl. 3,30 ML monatl. 1,10 M wöchentlich 26 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 g. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost Zeitungs Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal Humänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 32. Jahrgang. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Bort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morisplat, Nr. 151 90-151 97. Sonntag, den 29. August 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 151 90-151 97. Die ruffische Front in Oftgalizien durchbrochen. Meldung des Großen Hauptquartiers. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 28. August 1915.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplah. Ein französischer Handgranatenangriff auf Lingekopf( nördlich von Münster) wurde abgewiesen. Auf einem großen Teile der Front war die Tätigkeit der Artillerien und der Flieger sehr rege. Feindliche Flieger bewarfen ohne Erfolg Ostende, Middelkerke und Brügge; in Müllheim ( Baden) wurden drei Zivilpersonen durch Fliegerbomben getötet. 61100 ans ni Deftlicher Kriegsschauplah. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. In den Gefechten nordöstlich von Bausk und Schönjerg ist der Gegner geworfen. Ueber 2000 Russen wurden gefangen genommen, 2 Geschüße und 9 Maschinengewehre erbeutet. Feindliche Vorstöße gegen Teile unserer Front zwischen Radfiwilischki und Swjadosze wurden abgeschlagen. Südöstlich von Kowno schreiten die Truppen des Generalobersten v. Eichhorn siegreich weiter vor. Zwischen dem Bobr und dem Bialowieska- Forst wird verfolgt, die Stadt Narew ist besetzt. Heeresgruppe des Generalfeldmarichalls Prinz Leopold von Bayern. Die Heeresgruppe ist im Vordringen in den Bialowieska- Forst und über die Lesna- Prawa, deren östliches Ufer am Unterlauf bereits gewonnen ist. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackenfen. In der Verfolgung ist die Straße KamieniecLitowsk Myszczyce überschritten. Zwischen dem Muchawiec- und dem Pripjet- Fluß treiben unsere Truppen den geschlagenen Feind vor sich her. Deutsche Reiterei warf gestern bei Samary( an der Straße Kowel- Kobryn) eine feindliche Kavalleriedivision. Südöstlicher Kriegsschauplah. Unter Führung des Generals Grafen Bothmer haben deutsche und österreichisch- ungarische Truppen gestern an der Zlota- Lipa nördlich und füdlich von Brzezany die russischen Stellungen durchbrochen. Nächtliche feindliche Gegenangriffe wurden blutig abgewiesen. Heute früh gab der Gegner nach weiteren Mißerfolgen den Wider. Ein deutsch- österreichischstand auf. Es wird verfolgt. Oberste Heeresleitung. Radsiwilischki liegt 10 Kilometer östlich Schönberg, Swjadosze liegt 60 Kilometer östlich Poniewiez. bart: * Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 28. August.( W. T. B.) Amtlich wird verlautRussischer Kriegsschauplak. Unfere in Oft galizien stehenden Armeen haben gestern die seit Wochen ausgebaute russische Front an der 31ota- Lipa an mehreren Stellen durchbrochen. Sie kämpfen hierbei auf dem Ehrenfelde der ersten großen Schlachten, die zu Beginn des Krieges östlich und südöstlich Lemberg ausgekämpft wurden und sich in diesen Tagen zum ersten Male jähren. Sowohl östlich von Przemyslany als auch westlich von Podhajce und von Monasterzyska drangen wir in die feindlichen Linien ein. Zwischen Gologory und Brzezany wurden die russischen Stellungen in einer Ausdehnung von 30 Kilometern genommen, wobei zwischen Gologory und Dunajow österreichisch- ungarische Regimenter und nächst Brzezany unfere und deutsche Truppen stürmten. Der geschlagene Feind, der 20 Offiziere und 6000 Mann als Gefangene zurückließ, versuchte vergebens, die verlorenen Positionen durch Gegenangriff wieder zu ge= winnen. Er mußte das Schlachtfeld räumen und trat heute früh an der ganzen Front den Rückzug an. Auch öftlich von Wladimir Wolynskij kam es zu kämpfen größeren Umfangs. Die Armee des Feldzeugmeisters v. Puhallo warf den Feind in der Richtung gegen Lud zurüd und hat die Ver= folgung übernommen. Nördlich der Pripiati Sümpfe nähern sich unsere Verbündeten der Stadt Ko brin von Süden und Westen. Die bei Kamieniec Litow 8t kämpfenden österreichisch- ungarischen Streitkräfte schlugen den Feind aus seinen Stellungen nördlich und öftlich dieser Stadt zurück. Italienischer Kriegsschauplay. An der Küstenländischen Front versuchte der Feind heute nacht und bei Morgengrauen an mehreren Stellen anzugreifen, wurde aber überall abgewiesen; so östlich Polazzo und San Martino auf der Hochfläche von Doberdo, dann an unseren Höhenstellungen nördlich des Tolmeiner Brückenkopfes. Im Raume von Flitsch dauert das Gefecht fort. In Tirol gehen die Italiener nördlich des Gugana- Tales näher an unsere Stellungen heran. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Höfer, Feldmarschalleutnant. ungarischer Zollverband. Der rührige Propagandist eines engeren handelspolitischen Verhältnisses der verbündeten Mittelmächte, Dr. Julius Wolf, hat soeben seine Rede veröffentlicht, die auf der am 19. Juni 1915 abgehaltenen Hauptversammlung des Mitteleuropäischen Wirtschaftsvereins in Deutschland gehalten worden ist. Der kurz sfizzierte Gedankengang ist: Die Notwendigfeit einer noch engeren politischen Verbindung der Mittelmächte und der Schaffung eines größeren Marktes zwingen die verbündeten Reiche, auch eine handelspolitische Einheit zu werden. In derselben Richtung wirken, sagt Wolf, die amerikanische Gefahr, der drohende handelspolitische Zusammenschluß der jeßigen Feinde Deutschlands und die Bildung eines wirtschaftlich nach außen abgeschlossenen größeren Britanniens. Der Mitteleuropäische Wirtschaftsverein hat ursprünglich gegenseitige Vorzugszollbehandlung durch Bindung der gegenwärtig im Verkehr zwischen Deutschland und DesterreichUngarn geltenden Zölle nach oben, durch Erweiterung der Liste der zollfreien Waren und durch möglichst unbeschränkte Zulassung des gegenseitigen Veredelungsverkehrs empfohlen. Diese Vorschläge haben bei den Desterreichern keine Gegenliebe gefunden. Unsere Bundesgenossen fühlen sich, wie es scheint, auch durch die gegenwärtigen Zölle nicht voll befriedigt und würden auch im Falle des Eingehens auf die Vorzugsbehandlung es für richtig halten, gewisse Zölle gegen uns zu erhöhen und nur eben gleichzeitig die Zölle für das weitere Ausland noch stärker hinaufzusetzen". Daher sei eine Zollunion mit gemeinsamer Bollgrenze und eine Zwischenzollinie wünschenswert, deren Abbau in einigen Jahrzehnten zu erfolgen hätte. Aber auch dieses Projekt war aktuell, hat aber heute nur eine Art historisches Interesse. Die am 23. und 24. Juli in Berlin abgehaltene vertrauliche Besprechung der Mitteleuropäischen Wirtschaftsvereine erwähnt es in ihrer Entschließung nicht mehr. An seine Stelle tritt das Verlangen alleinbestimmend, durch Abänderung der Meistbegünstigungsklausel eine alte Forderung der ungarischen Agrarier! dritte Staaten von den Vorteilen auszuschließen, die sich die beiden Mittelmächte im gegenseitigen Verkehr gewähren. Daher durften auch die ungarischen Delegierten jedem, der hören wollte, erzählen, daß sie die Deutschen zu ihrem Evangelium der eingeschränkten Meistbegünstigung bekehrt hätten und eine Zollunion nicht zu fürchten sei. Herr Wolf, der deutsche Professor, gefällt sich aber in den Märchenschlössern der Phantasie, verlangt ein 3 o IIparlament und eine ge. meinsame Administrativbehörde und ahnt nicht, Sturme deutscher und österreichisch- ungarischer Truppen gefallen fei. garischen Unabhängigkeitsfanatiker vor den Kopf schlägt. Petersburg, 28. August.( W. T. B.) Bericht des Ge- Diese Mitteilung ist unzutreffend und tendenziös. Tatsächlich war Die Wahrheit ist die, daß heute eine Einschränkung der neralstabes vom 27. August. In der Gegend von Riga bereits seit einiger Zeit entschieden, daß die Einschließung einer Meistbegünstigungsklausel nicht die Wirtschaftsgemeinschaft feine Veränderung. In der Gegend von Baust und Garnison von hunderttausend Mann in diesem festen Blaze nicht anbahnen, sondern offene oder latente 30II friege und Birshi nach Friedrichstadt hin führte der Feind im Laufe zweckentsprechend wäre; infolge dessen wurde das wertvollste Material eine fabelhafte Mehr belastung der arbeitenden des 25. und 26. August seinen starken Angriff gegen unsere zu rechter Zeit von dort zurückgezogen, und die Werke auf dem Klassen zur Folge haben würde. linken Bugufer leisteten nur Widerstand, um der in jener Gegend Der größere mitteleuropäische Markt wird nicht zustande Truppen fort, die diese Gegend verteidigen. Hartnädige operierenden Armee die Möglichkeit eines Rückzuges nach Osten zu kommen, weil die Oesterreicher, nach dem eigenen Zeugnis Kämpfe, die sich im Laufe der letzten Tage entspannen, wur- geben. Als diese Bewegung ausgeführt war, wurden Befestigungen Wolfs, die 3ölle erhöhen, nicht erniedrigen wollen. den auf den Straßen in der Richtung südlich von der Eisen- und Brücken zerstört und die Besazung dieser Werte schloß sich der bahn Tauerkal- Mengut geliefert. In der Gegend Feldarmee wieder an, wie dies in der amtlichen Mitteilung aus von Dünaburg und nördlich von der Eisenbahn Düna- dem Stabe des Großfürsten- Oberbefehlshabers bekanntgegeben burg- Ponie wiez bedrängten unsere Truppen am worden ist. 26. Auguſt die deutschen auf der Front PonedeliSkopischki. Aus der Gegend von Wilna wird vom Die Meldung des russischen Generalstabes. Telegramme melden, daß die Festung Brest Litowsk nach einem wie sehr er damit die österreichischen und noch mehr die unRussischer Flieger über Lemberg. Die Verwaltung Polens. Die Massen werden belastet, weil jede Einschränkung der Meistbegünstigungsklausel alten Stiles die Wirksamkeit des autonomen 3olltarifes erweitert. Die Staaten pflegen nach eigenem Ermessen einen selbständigen autonomen Bolltarif aufzustellen, von dem einzelne Positionen durch Verträge herabgesetzt werden. Durch die Meistbegünstigungsklausel werden die Herabsetzungen verallgemeinert. Gewährt Deutschland Desterreich- Ungarn einen gegenüber dem autonomen Tarif niedrigeren Zoll auf Getreide und Vieh, so nehmen ohne weiteres an diesen Vorteilen auch Rußland, Rumänien usw. teil. Das soll aufhören! 25. August keine besondere Veränderung gemeldet. Am Lemberg, 27. Auguft.( W. T. B.) Meldung des Wiener I. 1. mittleren Njemen und auf der Front zwischen den Quellen telegr. Korresp.- Bureau. Vorgestern abend erschien über der Stadt des Bobr und des Pripet dauert der Rückzug unserer ein russischer Flieger, der mehrere Bomben abwarf, wodurch vier des Bobr und des Pripet dauert der Rückzug unserer Eisenbahnbeamte getötet wurden. Der Flieger wurde Truppen unter dem Schuhe von Nachhutgefechten an. Sehr scharf beschoffen, und ergriff schließlich vor einen aufsteigenden heftige Versuche der Deutschen, in der Nacht zum 26. August österreichischen Flieger die Flucht. Da aber Deutschland gegenüber keinem Lande so viele und am folgenden Tage die Offensive in der Gegend von Zollsäte ermäßigt hat als gegenüber der Donaumonarchie, so Bialystok und nördlich von dieser Stadt aufzunehmen, finden sich die anderen Staaten in einer handelspolitisch viel wurden mit Erfolg aufgehalten und kosteten dem Feinde große Posen, 28. August.( W. T. B.) Das„ Posener Tageblatt" ver- schlechteren Lage, wenn von der Meistbegünstigung die VorVerluste. Bei Brest- Litowsk sprengten wir die Befesti- öffentlicht folgende Meldung: Für das ganze unter deutscher Ver- teile ausgenommen sind, die sich Deutschland und Desterreichgungen und Brücken gemäß dem erhaltenen Befehle in die waltung besetzte Gebiet im Osten wird ein Generalgouverneur be- Ungarn im gegenseitigen Verkehr gewähren. Sie werden Luft, und unsere Besatzungstruppen vereinigten sich mit der stellt. Als solcher ist der General v. Beseler bereits ernannt. Zum mit Kampfmaßnahmen antworten, die Deutschland um so Feldarmee. In Galizien feine bedeutenden Verände- Chef seines Stabes ist Generalmajor von der Eich ernannt, der bis- schwerer treffen werden, als 20 Proz. seiner Ausfuhr in das her als militärischer Beauftragter des Oberbefehlshabers Ost der britische Weltreich gehen, nach Desterreich- Ungarn aber nur Zivilverwaltung in Bolen angehörte. Die bisherige Zivilverwaltung 11 Proz., da Oesterreich- Ungarn seine Zölle außerdem noch Durch ein wirtschaftliches Angriffsfür Polen links der Weichsel in Kalisch wird nach Warschau ver- erhöhen will. rungen. Die russische Darstellung über Brest- Litowsk. fet, es wird ihr ganz Russisch- Bolen unterstellt. Ihr bündnis der Mittelmächte kann Wahrheit werden, was Petersburg, 28. August.( W. Z. B.) Die Zentralbirektion bisheriger Präsident Dr. v. Kries ist zum Verwaltungschef beim heute Hirngespinst ist: die Vereinigung Englands, Frankdes Generalstabes hat gestern bekanntgegeben: Berliner Generalgouverneur mit dem Titel Exzellenz ernannt worden. reichs, Italiens und Rußlands zu einem Abwehrbunde. Professor Julius Wolf aber ist flink mit einem ermunternden Front verlief die Nacht ohne Zwischenfall. Unsere Flugzeuge Der Vormarsch wurde aufgehalten, und die Fort Trostspruch zur Hand: die anderen Mächte müßten doch ein- bombardierten während der Nacht den Bahnhof von Chatel schritte gegen die Höhen von Anaforta unterblieben. sehen, daß sich Deutschland und Oesterreich- Ungarn den Rütli- en Argonne. schwur geleistet hätten, in Krieg und Frieden zusammenzustchen! Der Herr Professor wird eine Enttäuschung erleben: die anderen Mächte werden sich, wirtschaftlich angegriffen, auf feine sentimentalen Spekulationen einlassen und sich ihrer Haut nach Kräften wehren. Die Last der zollpolitischen Aufrüstung und Kriegführung haben aber die Arbeiter zu tragen, deren Lebenshaltung schon start durch eine allgemeine auch in den ersten Friedensjahren sicher fortdauernde Teuerung gedrückt wird! Der italienische Krieg. der feindlichen deutscher Aufklärungstruppen zurückgewiesen. Aus den Ar= ganator geschütze ausweichend, unversehrt Blockade der kleinasiatischen Küste. Diese waren inzwischen von den Türken besetzt worden. Ein erneuter Angriff der Auftralier fam trotz der Verstärkungen nicht vorwärts. Das Ergebnis ist, daß seit Ende April die Stellung oberhalb Kaba Tepe bis jenseits der Sublabai ausgedehnt worden ist, während die Türken noch immer die beherrschenden höhen Meldung der italienischen Heeresleitung. behaupten. Der Mitarbeiter schließt mit den Worten: Die Rom, 27. August.( W. T. B.) Amtlicher Heeres- Türfen haben mit Hilfe der deutschen Organisatoren eine größere bericht. Neue kühne Operationen entwickelten sich am Kraft entwidelt als erwartet wurde. 25. Auguft auf dem unwegsamen Gipfel des Adamellomassivs. Während unsere Truppen auf der Hochfläche von Tonale und deren Nückseite eine Umgehung und einen Paris, 28. August.( W. T. B.) Der Oberbefehlshaber Angriff ausführten, griffen die Gebirgsabteilungen nach der französischen Flotte hat am 22. Auguft die Blodade Der französische Tagesbericht. Ueberschreiten des weiten, offenen Geländes von Pisgana über die Küsten Klein- Asiens und Syriens von der Insel Samos die Stellungen auf dem Baß von Lago Scuro( 2968 Mieter) bis zur ägyptischen Grenze zwischen 37 Grad 38 Minuten nördlicher Paris, 27. August.( W. T. B.) Amtlicher Nach und auf dem Bedolagipfel( 3009 meter) an, die vom Feinde Breite und 27 Grad 2 Minuten östlicher Länge bis 31 Grad mittagsbericht. Im nördlichen Abschnitt unserer Front stark bejekt waren. Der Feind leistete erbitterten Wider- 20 Minuten nördlicher Breite und 34 Grad 13 Minuten östlicher war das Geschützfeuer im Laufe der Nacht weniger heftig, stand, wurde jedoch schließlich vertrieben und verfolgt. Unsere Länge verhängt. Die Blockade ist am 25. Auguſt in Kraft getreten. dagegen im Gebiet von Roye und auf den Hochflächen Truppen besetzten die Höhe. Am Abend desselben Tages Sie wurde den Ortsbehörden in der blodierten Zone sofort bekannt zwischen Dise und Aisne sehr lebhaft. In der warfen unsere Flieger, begünstigt vom Vollmond, Bomben gegeben. Champagne, vor Auterive- sur- Suippe wurde ein Vorfish auf die Befestigungsgruppe von Riva. Sie fehrten, dem Englischer Kreuzer bei Smyrna gescheitert. Konstantinopel, 28. August.( W. T. B.) Aus Smyrna gonnen werden nur Minenkampf und fleinere Zusammen- zurüd. m Sugan atal beschoß die feindliche Artillerie stöße, bei denen wir die Oberhand behtelten, gemeldet. In Borga, obwohl unsere kürzlich siegreich vorgedrungenen wird gemeldet, daß von zwei Kreuzern, die am 25. August den Vogesen, südlich von Sondernach, verbessern wir Truppen die volfreiche Ortschaft nicht besetzt, sondern sich mit Geufabatli an der Südspike des Golfes von Kos südlich unsere Frontlinie und richteten uns auf dem Kamme oberen Cordevoletal verschärfte sich das Artillerieduell. andere Kreuzer versuchte ihn flott zu machen, wurde aber und richteten uns auf dem Stamme der Besetzung der umliegenden Höhen begnügt hatten. Im von Smyrna bombardierten, einer gescheitert ist, der zwischen Sondernach und Landersbach, wo wir uns Die feindliche Artillerie beschoß neuerdings heftig das Bürger- durch die türkische Artillerie daran gehindert. Der gescheiterte mehrerer deutschen Schüßengräben bemächtigten, beschleunigt spital von Pieve di Livinallongo und verursachte wieder Kreuzer ließ eine bemannte Schaluppe nieder, von der vier ein; ein feindlicher Gegenangriff wurde vollständig ab ernsten Schaden. Unsere Batterien beschossen darauf Araba Mann getötet wurden. Die übrigen sprangen ins Meer, um gewiesen. Am 26. August bewarfen unsere Flugzeuge im und den Chers, wo lebhafte Truppenbewegungen, Ansamm zu dem Kreuzer zurückzukehren. Die Schaluppe wurde soBoevre Saint Baussant und Essay mit Bomben, in den Ar- lungen von Automobilen und feindliche Batterien festgestellt dann von den Türken samt den Waffen erbeutet. Acht Mann gonnen wurden die Bahnhöfe von Jvoiry(? Sivry sur Meuse?) worden waren. Araba ging bald in Flammen auf. Auf dem der Besatzung des Kreuzers, die sich auf dem Verdeck befanden, und Cierges(? Forges?) beworfen zur Erwiderung auf einen Karst richtete der Feind gestern heftiges Feuer auf ein Gehölz wurden getötet, ebenso vier Mann des anderen Kreuzers. wo Angriff deutscher Flugzeuge auf Clermont- en- Argonne, two an der Straße Sdraussina- San Martino, als er bemerkte, Von den türkischen Soldaten geworfene Bomben trafen den Aviatifflugzeuge Bomben geworfen, aber weder Verluste noch daß unsere Truppen es besetzt hatten, und ging im Sturm gescheiterten Streuzer, doch war es unmöglich, die Wirkung dagegen vor. Es kam zum Handgemenge. Der Feind festzustellen. Auf der Seite der Türken wurde ein Mann Schaden angerichtet hatten. In der Nacht zum 27. Auguſt flüchtete und unsere Truppen verschanzten sich stark in der getötet und einer verwundet. warf eines unserer Flugzeuge ettva zehn Granaten auf eine eroberten Stellung. Fabrik erstickender Gase in Dornach. Am 27. August vormittags bewarf ein Fluggeschwader den Bahnhof und die Um zu der Kriegserklärung an die Türkei. formerstation in Mülheim, im Großherzogtum Baden. Ancona, 28. August.( W. T. B.) Der Drdine" erklärt im Alle Flugzeuge kehrten wohlbehalten heim. booshaLeitartitel: Um den deutschen Siegen in Rußland ein Gegengewicht zu geben, hat Italien aus Solidarität Paris, 28. August.( W. T. B.) Amtlicher Kriegs- mit der Entente der Türkei den Krieg erklärt. Es liegt bericht von gestern abend. An vielen Stellen richtete im Juteresse Italiens, mit allen Mitteln am Triumphe der gemeinunsere Artillerie besonders wirksames Feuer gegen die feind- samen Sache mitzuarbeiten, deshalb sei auch jedwede andere lichen Stellungen. Nördlich von Arras wurden Stücke ipätere Intervention Italiens zugunsten der deutscher Schütengräben und ein Munitionslager, zwischen Entente volltommen berechtigt. Somme und Dise ein feindliches Lager zerstört. Der Feind schoß aus weiter Entfernung sieben Granaten in die Stadt Compiègne, welche einigen Sachschaden anrichteten, eine Cadorna. Der türkische Krieg. Englische Verluste bei Bender Buschir. Konstantinopel, 28. Auguft.( W. T. B.) Die Agence Milli erfährt aus Bagdad, daß die Engländer in dem Kampf bei Bender Die Erregung der Bushir über 2000 Mann verloren hätten. Eingeborenen dauere an. Ein großer Teil der Eingeborenen wandere aus der Gegend von Bender Buschir aus. Der Seekrieg. Ein englischer Truppentransportdampfer versenkt? Strankenpflegerin töteten und eine andere schwer verletzten.„ Morning Post" über die Schwierigkeiten Dampfschiffs„ Ryndam", das dieser Tage aus New York zurückam, der Dardanellenkämpfe. Die Dörfer Blenod- les- Pont- a- Mousson, Thann und Altthann wurden von den Deutschen heftig beschossen. Im Gebiete London, 28. August.( W. T. B.) Der militärische Mitarbeiter der von Ammertzweiler verursachte unser Feuer mehrere Brände.„ Morning Post" schreibt über die Unternehmungen an den DarBaris, 28. Auguft.( W. T. B.) Amtlicher Bericht danellen: Die neue Landung ist ein Beispiel dafür, wie die bestvon heute nachmittag: Im Laufe der Nacht fanden ausgearbeiteten Pläne berfagen lönnen. Alles ging programmFrankfurt a. M., 28. August.( W. T. B.) Die Frankf. 8tg." meldet aus Amsterdam: Het Vaterland" berichtet: Reisende des teilen mit, daß am 15. auf der Höhe der Scillyinseln ein eng lisches Transportschiff mit tanadischen Truppen torpediert worden ist. Von den zweitausend Mann an Bord sollen ungefährtausend gerettet worden sein. einige Artillerieaftionen um Souches, Neuville jowie im Gemäßig vor sich; aber als die Auftralier nach heftigen Kampen bie Der Krieg und die Kolonien. Kämpfe in Deutsch- Ostafrika. Das polnische Lublin. Von Hugo Schulz- Wien. biete von Roye statt. Auf dem Plateau von Quennevieres beherrschenden Hügel von Sart Bair und Chunut Bair genommen und in Nouvron Bombenkämpfe. In den Argonnen hielt hatten und nur mehr das Vorrüden von der Suvlabai her nötig war, unsere Artillerie verschiedene Male Versuche des Feindes, un- um die Höhen von Anaforta an nehmen, trat aus bisher uner- London, 28, August.( W. T. B.) Das Neutersche Bureau fere Schüßengräben zu bombardieren, an. Auf der übrigen flärten Gründen eine Stockung in dem ganzen Unternehmen ein. meldet amtlich aus Nairobi vom 20. Juli über das Gefecht bei tums durchaus anders als in den großen Polenstädten westlich| dienten, um die Lubliner Gegend zu entnationalisieren, desto der Weichsel. Westlich der Weichsel ließen die russischen Bedrüder härter der Druck und desto schärfer die Absperrungsmaßregeln polnisches Wesen und polnische Sprache gelten, dieses räumlich gegen Einflüsse von außen. Gegen die galizischen Polen wurde eingeengte Vorwerk des großen russischen Reiches mochte bis zu ein förmlicher Kordon gezogen. Keine Straße und keine Bahn einem gewiffen Grade polnisch bleiben, als eine Art Schuppark durfte aur österreichischen Grenze führen; man fuhr von Lublin der polnischen Nationalität. Für den äußeren Westen verringerte nach Lemberg fast ebenso lange wie nach Petersburg. Die Wir18. August 1915. sich der Druck und es wurden dort sogar Hoffnungen genährt, die fung von alledem aber war, daß die Lubliner die auf völlige Seien Sie willkommen in unserer echt polnischen Stadt!" viele veranlaßten, aus dem Schoße der zarischen Gewaltherrschaft Vernichtung des Polentums abzielenden Absagte der Vertreter der Bürgerschaft von Lublin, als er den habs- das zukünftige Hell und die Einheit der polnischen Nation ent- sich ten der garischen Regierung am schärfsten erkannten und burgischen Pringen Josef Ferdinand begrüßte. Kein Wort fügte springen zu sehen, als töftliche Gnadengabe des altslawischen daher von allen Polen die unversöhnlichsten Feinde des Russener hinzu, das irgend einen Zusammenhang feiner Gemeinde mit Gosudars. Dafür arbeitete der Ruffifizierungsapparat in den tums find. In Lublin schlossen sich während der Revolution nicht dem russischen Reich andeutete, und feine Gebärde verriet ein Städten östlich der Weichsel unter Volldampf, und besonders auf nur bloß die Arbeiter der ziemlich industriellen Stadt, in der es Bedauern über das Mißgeschid des Staates, dem Lublin bis zur Lublin hatte es die garische Regierung abgesehen. Dieser alte 3uder-, 3ement- und Maschinenfabriken, Brauereien und Spiritusder fozialistisch revolutionären Stunde angehört hatte und mit dem es ja troß aller Sonder- historische Borort des Polentums, wo im Jahre 1569 jener Kon- brennereien gibt, neigung noch immer berfittet sein konnte durch das Blut seiner greg tagte, der die Vereinigung Bolens mit Litauen vollzog, sollte Partei der P. P. S. an, sondern auch die Intellektuellen und Söhne, die noch in russischen Regimentern dienen. Es scheint aber, unter allen Umständen in eine russische Stadt verwandelt werden, ein Teil des Bürgertums. Sogar ein Teil des Adels lieh moralische daß selbst dieser Ritt feine Klebtraft bewährte, denn Lublin hatte, und auf Lublin lastete daher ein furchtbarer Druck, den erst die Unterstüßung, wenn er auch den sozialen Zielen der P. P. S. als die Bataillone des Baren aus dem Gesichtskreis schwanden, Revolution im Jahre 1906 ein wenig zu verringern vermochte. fremd und feindlich gegenüberstand. Seit dem Jahre 1906 gab es mit einem Rud feinen russischen Staatsfirnis abgestreift und offen Bis dahin gab es in Lublin keine polnische Mittelschule und auch in Lublin eine geheime Jungschüßenbewegung, die rege Befundgetan, daß es dem gegenwärtigen Zustand Dauer wünsche. in den Normalschulen war der Unterricht in den meisten Lehr- ziehungen zu den Krakauer Jungschüßen Pilsudskis unterhielt, und man aus der Anschluß an die polnische Legion war längst vorViel deutlicher noch als die Stadthäupter, diese Patrizier von gegenständen russisch. Als Lehrpersonal verwendete Gnaden des russischen Gouverneurs, deren Gefühlsstrom sich doch Desterreich ausgewanderte Ruthenen der ruffophilen Richtung, bereitet. Die Agitation der P. P. S. hatte in der Umgegend von noch nicht hemmungslos ergießen darf, hat die Bevölkerung aus- 3öglinge der Lehranstalten in Tholm, welche Stadt bis in die letzte gesprochen, daß der Sieg der verbündeten Waffen ihr die Er Zeit das Ausstrahlungszentrum der antiösterreichischen Agitation Lublin auch die Bauern ergriffen und sie mit Haß gegen die füllung geheimster Träume bedeutet, und sie hat es nicht bloß des Grafen Bobrinski blieb und deren Verlust die Russen daher Unterdrüder erfüllt. Dieser äußerte sich auch jezt in dem heftigen ausgesprochen, sondern hat auch mit mutigem Entschluß dem Be- besonders schmerzlich empfinden. Die Revolution sette mittels Widerstand der Landbevölkerung gegen den Befehl, das Land zu freierheer ihr Bestes angeboten ihr Blut. Ich selbst habe es eines Schülerstreits durch, daß nun wenigstens Privatmittelschulen verlassen und sich der zurückgehenden russischen Armee angugesehen, wie die Lubliner Jünglinge der polnischen Legion au- mit polnischer Unterrichtssprache geduldet wurden. Zwei Jahre schließen. Von diesem Befehl waren übrigens die Städte ausgeströmten und schon längst verborgen gehaltene Mannlichergewehre nach der Revolution verstärkte sich der Druck wieder und Lublin nommen, wie sich denn die Ruffen überhaupt in der letzten Zeit bemitbrachten. Es waren zumeist stämmige Proletarierjungen, war nach wie vor der Beamtenwillfür russischer Tschinownits mühten, sich den Lublinern als Kulturmenschen und Freiheitsaber auch Studenten in eleganten Sportanzigen, und die polnische preisgegeben, die ein start polenfeindlicher Gouverneur wie eine bringer darzustellen. In Lublin ist nichts zerstört als das Postgebäude und der Bahnhof, dieser allerdings recht gründlich. Nur Legion erhielt durch fie einen namhaften Zuwachs. Ich habe auch Meute auf alles Polnische lostiek. Der Liebe Mühe war umsonst, denn die wirtschaftliche Kraft das flache Land sollte von der stythisch- sarmatischen Rückzugsdas Leichenbegängnis des Legionsrittmeisters Jan WoiskiewiczWijoti gesehen, das in seinem ganzen Verlauf ein symbolischer und die Bodenständigkeit Polentums erwehrten sich der ruffi- methode ergriffen werden, aber die Bauern wußten sich der WohlAft der Erhebung Lublins gegen den Boren gewesen ist. Jan schen Unterdrücker, und das russische Wesen, das nur durch eine tat, in das Innere Rußlands verschleppt zu werden, doch zu entWoidkiewicz war ein Lubliner, der in seiner Vaterstadt Gaus und fluktuierende Beamtenschaft repräsentiert wurde, die nicht einmal ziehen. Sie flüchteten zum Teil nach Lublin und hielten sich dort Grund besaß. Er verließ seine Frau und warf seinen Besitz hin, Grundbesib erwarb, konnte nirgends Wurzel fassen. Es blieb eine versteckt. Die meisten aber flohen in die Wälder. Im engen um in der Polenlegion gegen den Grbfeind das Schwert zu ziehen. oberflächliche Tünche. Alle Versuche, russisches Wesen tiefer eine Raume von Piasti sollen einige Tage lang 200 000 Menschen im Freien gelagert haben. NoDie Ruffen fonfiszierten ihm seine Güter und seine Gattin mußte zupflanzen, scheiterten kläglich, und zwar nicht allein am Wider- Männer, Weiber und Kinder darben. Mit dem Befreier zog Woidkiewicz als einer der ersten stand der Polen, sondern auch an der Unfähigkeit und der Kor- saken, die einschreiten wollten, wurden bestochen und ließen ab. in seine Waterstadt ein, voll inneren Jubels. Zivei Tage später ruption der Beamten. Eine Zeilang arbeitete man mit Ansiedlungs- Es wäre auch eine schwere Mühsal für die Armen gewesen, auf wurde er im Kampfe, der sich nördlich von Lublin entspann, ted- fommissionen. Sie ließen sich wohl nicht ohne dabei zu ver- diese widerspenstigen Menschen acht zu haben und sie vor sich her lich verwundet. Man brachte ihn auf einem Leiterwagen zurück dienen" das ertragärmste Land aufschwaken, bei den Ueber- zu treiben, während der Feind im Rücken nachdrängte. Am Rande und es war ihm vergönnt, in der Heimat zu sterben. Ganz tragungen gab es obendrein hohe Provisionen, und schließlich der Wälder stellten die Bauern Vorposten auf, die das Nahen der Lublin folgte dem Trauerzug, der sich unter den Klängen des ergab die Bewirtschaftung dieser Güter durch russische Verwalter österreichischen Truppen zu melden hatten. Sowie unsere Truppen Chopinschen Trauermarsches durch die Krakauer Straße bewegte. ein jährliches Defizit von 5 bis 6 Prozent. Noch weniger Ruffi in Sicht tamen, septen sich die Maffen in Bewegung und zogen An der Spitze des Leichenzuges und hinter dem Sarge ritten die fizierungsarbeit als die Ansiedlungskommissionen vermochte der ihnen entgegen, um unter ihrem Schuhe wieder auf die heimische Kameraden des Gefallenen, die Belina- Ulanen, mit der historischen russische Großgrundbesitz zu leisten. Schon nach der Revolution Scholle zu gelangen. In Lublin hatte die russische Polizei nur die wehrhaften Czapta auf dem Haupte und mit den feldgrauen Uniformen, die von 1831 hatte die Regierung die tonfiszierten Polengüter und in ihrem Schnitt den Stil der Kleidung alter polnischer In- die zarischen Strongüter an verdiente Generale verliehen, die Männer wegschleppen wollen und daher angeordnet, daß sich alle furrettionsheere festhalten. Zur Seite aber bildete sich ein Spalter übrigens zumeist deutscher oder livländischer Abstammung waren. Landsturmpflichtigen nach Bruzano zu begeben haben. Es blieb von österreichisch ungarischen Soldaten und Offizieren, die falu- Es sollte auf diese Weise auf polnischem Boden eine feudale beim Befehl, denn die Zahl derer, die ihm gehorchten, war ganz tierend dem gefallenen Kämpfer die letzte Ehre erwiesen und dann ruffische Gesellschaft entstehen und ihre Anziehungskraft auf die gering. Ganz Lublin wußte sich dieser Rekrutierung zu entziehen, auch den lebendigen polnischen Kameraden von der Legion Grüße Oberschicht des polnischen Bürgertums üben. So befißt in unmittel- obwohl verkündet worden war, daß diefe Aushebung nur im Insumintten, jenen politischen Freiheitstämpfern, von denen, wie barer Nähe von Zublin die Familie Rüdiger ausgedehnte Güter tereffe der Bevölkerung erfolge, weil sonst alle waffenfähigen mir Feldmarschalleutnant Roth jaate, jeder einzelne ein Held ist. die Nachkommenschaft jenes Generals Rüdiger, der im Jahre Männer in die österreichische Armee eingereiht werden würden. Was ist die Ursache dieses offenkundigen Bekenntniffes der 1849 ein russisches Heer gegen die ungarische Infurrektion führte. Die Lubliner wußten, daß dies eine alberne Lüge sei, überdies aber Lubliner Bevölkerung, das von der Zurückhaltung, die andere Diese Güter werden aber ebenso wie andere, die auf ähnliche scheint ihnen der Gedanke, mit den Desterreichern gegen Rußland russisch- polnische Städte übten und die ich in Lodz ebenso wie Weise in russischen Befits gelangten, von polnischen Verwaltern fämpfen zu können, gar nicht unsympathisch gewesen zu sein, denn in Betritau wahrnahm, so grell absticht? Nicht vergebens bemühte bewirtschaftet und die Herrschaft" verbringt ihre Tage in Peters- als die Oesterreicher famen, standen schon viele Jünglinge bereit, um sich selbst und freiwillig durch Beitritt zur polnischen Legion ich mich, sie zu erforschen, ich fand allenthalben offene Aufschlüsse burg, ohne jemals polnischen Boden zu betreten. In Lublin war unter der Ruffenherrschaft die Lage des Peleneinzureihen in die Armee der Befreier vom zarischen Joch. " Je untauglicher die Mittel waren, deren sich die Ruffen be Mbuhuni am 14. Juli: Aufklärungstruppen von Maltau warfen der englische Bergarbeiter- Streik. den Feind, der zweitausend Mann start war unter schweren Verluften zurijd. Die Tätigkeit seiner Vorposten macht sich an der Ugandabahn und im Bezirk am Tjavo wieder bemerkbar. Eine neue Unternehmung gegen die Bahn ist möglich. Eine feindliche Patrouille wurde am 18. Juli bei Mzima zerstreut. Stürmische Debatten in der Duma. Teuerung in Dänemark. Erledigung der Streitfrage gelten müfic.- Die eine ausführliche Interpellation über die Feuerungsfrage. Er Wie start auch die neutralen Länder unter der Werteuerung der Lebensmittel durch den Strieg leiden, beweist eine Berechnung der dänischen Statistischen Nachrichten". Danach ist Brot in der Beit von Juli 1914 bis Juli 1915 um 38 bis 50 Proz. teuerer geworden, Mehl, Grüße, Erbsen und Linsen um 75 Proz., Fleisch, Fett und Speck um 38 bis 50 Broz, Butter und Margarine um 20 bis 30 Prog. Das ist eine Preissteigerung, die von der Bevölkerung bereits empfindlich ge splirt wird, wenn sie auch bei weitem nicht an die Verteuerung der Lebenshaltung in Deutschland heranreicht. Vier Kilogramm Roggen brot kosten in Kopenhagen jetzt 88 bis 104 Pf. Wir müssen für das gleiche Quantum in Berlin 1,60 M. bezahlen. Erbfen foften in Kopenhagen pro Kilo 90,72 Pf., in Deutschland 121,8 Bf., Buder in Kopenhagen 45,9 Pf., in Berlin 60 Pf. Butter ist in Stopenhagen teurer, aber es ist auch eine ganz besonders gute Qualität, die bedeutend ausgiebiger ist. Dänische Butter wird in Friebenszeiten in Deutschland unter die billige russische Butter gemischt, um dieser ein beſſeres Aroma zu geben. Ungemiſcht wird däniſche Butter nur ſehr wenig verkauft. " Social Demokraten" berechnet nun die Wirkung der allgemeinen Teuerung auf das Budget einer Familie, die vor dem Kriege jähr lich insgesamt 2000 Kronen-bas find in beutſchem Geld 2240 D. verbrauchte, und er stellt fest, daß für die Lebensmittel statt 950 Kronen jetzt 1219 Stronen ausgegeben werden müssen. Die Kosten find also um etwa 80 Proz. gestiegen. Die Gesamt ausgaben, in denen auch die Summen für Miete, Beleuchtung, Feuerung, Belleidung usw. enthalten sind, stellten sich im Juli 1915 auf 2326 Kronen oder 2605,12 M., find also um 16 Proz. höher als im Juli 1914. London, 28. August.( W. T. B.) Die Blätter melden, Petersburg, 28. Auguft.( W. T. B.) Ueber Kopenhagendaß die Minister Runciman, Lloyd George und Henderson Rjetsch" berichtet ausführlich über die Dumasihung vom einen Brief an den Ausschuß der Bergleute in Süd. 21. August: Die Duma nahm den Antrag der Dktobristen tales gesandt haben, in dem sie es ablehnen, eine Ab- auf Beschränkung der Feiertage durch die Synode ordnung zu empfangen. Der Brief betont, daß der Schieds- an, deren im Jahre etwa sechzig mehr sind als in Deutschspruch Runcimans bei allen Parteien als endgültige land. Der Stadettenführer Matlatow begründete Times" meldet aus Cardiff, daß der Ausschuß der Berg- erklärte, in den Kohlenlieferungen sei der bekannte Ausfall Teute zu einer Sizung einberufen worden ist, um das von 80 Millionen Bud eingetreten. Für Beschaffung von Schreiben der Minister zu erörtern; die Zukunft sei ent- Torf sei in der heißen Jahreszeit nichts vorgesehen und schieden ernst. Das schwierigste sei, einen neuen Ge- ebenso wenig die Verfeuerung von Holz vorbereitet worden. neralstreik zu verhindern, was großen Taft erfordern werde. Er wies hierbei auf den Gegensatz zu Deutschland hin. London, 27. Auguft.( W. T. B.) Morningpost" Weaklakow erhob dann Vorwürfe gegen die riegsInd meldet: In Monmouthshire streifen 3000 bis 4000 zenjur führte aus: Wir durchleben die Bergleute, um dadurch gegen die Verzögerung des fürchterlichsten Augenblide der Geschichte Schiedsspruches zu protestieren. Weitere 7000 haben Rußlands, und die Ereignisse an der Front bedrücken gestern beschlossen, wegen des Schiedsspruches, den Runciman unsere Gemüter. Ungeachtet dessen wird die Politik der gefällt hat, zu streifen. Nach dem Bericht der Regierungs- Verheimlichung, der Lüge und des Betruges inspektion über die Bergwerke verloren diese im Jahre 1914 auch jetzt noch fortgeführt.( Der Redner wurde über 152 000 Arbeiter durch die Rekrutierung. Die Pro- hier vom Vorsitzenden unterbrochen.) Die Wahrheit ist notduktion sank gegen 1913 um 21 766 000 Tonnen. Seit Jahres- wendig, weil das Voll sonst immer weiter dunkele Gerüchte ende sind wieder viele Bergleute in die Armee eingetreten, nährt und einer Panikstimmung verfällt. Wir müssen offen so daß die Produktion des Jahres 1915 weiter bekennen, daß die katastrophe, die jest herein. sinken dürfte. bricht, nur dadurch ausgeglichen werden kann, daß die sinken dürfte. " Rotterdam, 28. August.( W. T. B.) Der„ Nieuwe Rotter- jezige Regierung abdankt. Maklakow verlangte die Siche damsche Courant" meldet aus London: Die Bergarbeiter von rung der bürgerlichen Freiheit. Eine Anfrage hierüber wurde Abertillery, welche die Mehrheit der 10 000 Mann aus- nicht zugelassen, da die Verhandlungen der Kommission über machen, die gestern in den Ausstand getreten sind, haben eine Ver- diesen Gegenstand noch in der Schwebe waren. Der Arsammlung abgehalten und darin beschlossen, tros des Rates bes beiterführer Cha u sto w begründete eine Interpellation Chaustow Ausführenden Ausschusses auch heute nicht einzufahren. Die Ver. über die Ereignisse in Stofiroma, wo die russische Polizei am treter des Ausführenden Ausschusses hatten auch heute eine Unter- 18. Juli ohne irgend welche Veranlassung auf streitende rebung mit dem Präsidenten des Handelsamtes Runciman. Arbeiter geschossen, 12 Mann getötet und 45 berwundet habe. Ausstände seien überall mit elementarer Wucht ausgebrochen, da die ökonomische Lage Weizenpreise und U- Bootkrieg. Die London, 28. August.( W. T. B.) Meldung des Reuter. der Arbeiterschaft infolge der Teuerung unhaltbar geNun ist es klar, daß in Arbeiterhaushaltungen der weitaus fchen Bureaus. Die von der Regierung eingefeßte Stom- worden sei. Die Ausstände würden durch polizeiliche Maßgrößte Teil des Einkommens für Lebensmittel ausgegeben werben mission, welche sich mit der Ausdehnung des Ader- nahmen unterdrückt. Dazu käme noch, daß der Marinemuß und ein verhältnismäßig geringerer Betrag für Wohnung, Be- baues in England zu befaffen hatte, hatte der Regierung minister wahrheitswidrig in der Duma erklärt leuchtung und Feuerung, die entweder gar nicht oder nur mäßig im empfohlen, den Anbau des Weizens dadurch zu fördern, daß habe, daß die Ausstände mit deutschem Gelde organisiert Breise gestiegen find. Je niedriger der Verbienst ist, um so härter feitens der Regierung für die nächsten vier Jahre ein worden seien; zu gleicher Zeit bezeichne der Aufruf des Gelaftet also die Teuerung. Was schabet es, wenn die wohlhabenden Minimalpreis von 45 Schilling pro Quarter Weizen nerals Rußti jeden Ausstand als Vaterlandsverrat. Schichten ihren Speisezettel etwas einfacher gestalten müssen; sie garantiert wird. Der Präsident des Ackerbauamtes, Lord Anfrage wurde von der Duma einstimmig zuSchichten ihren Speisezettel etwas einfacher gestalten müffen; fic elborne, empfing eine Abordnung der Farmer, der er den gelassen Sogar Dobrinski, der Redner der brauchen deshalb noch nicht Not zu leiden. Die Ernährung der Arbeiterschaft war aber auch in Dänemark schon vor dem Kriege ablehnenden Beschluß der Regierung mitteilte und Nationalisten, schloß sich der Interpellation an und verungenügend. Eine weitere Einschränkung ist für sie gleichbedeutend diefen folgendermaßen begründete, wobei auch die Admiralität langte eine sofortige Antwort der Regierung und eventuelle mit Unterernährung und Sinken der Leistungsfähigkeit. zu Rate gezogen worden sei: Die Marine sei icht der Unter- Bestrafung der Schuldigen. Zum Schluß ermahnte er unter Auf jeden Fall wird deutlich gezeigt, daß auf dem Gebiet der feebootsgefahr wohl gewachsen, man brauche nicht zu fürchten, großem Beifall die Regierung, sich endlich einmal aufzuraffen. Lebensmittelteuerung der Krieg den unteren Boltsschichten schwerere daß die Deutschen die britischen Ueberseeverbindungen unterFreizügigkeit der Juden in Rußland. Lasten auferlegt als den begüterten Klassen, und es ist deshalb nur brechen werden, obwohl gelegentlich Störungen vorkommen natürlich, daß bei ihnen die Friedenssehnsucht am größten ist. fönnen. Die Ernten in Kanada und Australien seien über- Nach einem Petersburger Telegramm beschloß nunmehr reichlich ausgefallen und außerdem seien seit der Einsetzung der Ministerrat, den Juden in Rußland Freizügigkeit zu geder Kommission statistische Aufstellungen eingelaufen, nach währen, so daß es ihnen freisteht, sich an einem beliebigen denen für 1915 eine Vermehrung der Anbaufläche un fast Ort niederzulassen und Grundeigentum zu erwerben. Be30 Proz. und des Rindviehbestandes um 384 000 Stüd sowie deutend abgeschwächt wird jedoch die Bedeutung des Bedes Bestandes an Schafen um 450 000 Stiid nachgewiesen sei. schlusses dadurch, daß Petersburg, Moskau und zahlreiche Die Blätter äußern sich über diesen Stand der Dinge be- andere Orte, die dem Hofministerium unterstehen, sowie Von allen Gütern, die mit dem Lebensnerb der englischen friedigt und glauben, daß der geringe Erfolg der deutschen Turkestan und der Donsche Kosakenbezirk von dem NiederVolkswirtschaft in Berührung stehen, ist sicherlich nach dem Brot- Unterseebootblockade in Deutschland große Riedergeschlagen- laffungsbezirk ausgeschlossen werden. Der Beschluß des getreide die Kohle von größter Bedeutung. Der englische Kohlen-, bergbau stand im Jahre 1912 an zweiter Stelle aller fohlenfördern- heit verursachen wird, da dies ja die einzig wirksame Waffe Ministerrats sei nicht als Entgegenkommen der Regierung gegenüber den Juden aufzufassen, sondern lediglich unter den Länder, nur von den Vereinigten Staaten von Amerika über- fei, die Deutschland gegen England besize. dem Drucke der Notwendigkeit zustande gekommen. troffen. Die englische Kohlenausfuhr erreichte in dem letzten HalbDie Kohlenteuerung in England. Uns wird geschrieben: jahr vor Kriegsbeginn( 1. Januar bis 1. Juli 1914) den außer Manchester, 28. Auguft.( W. T. B.) In dem Verfahren| Freisprechung des„ Labour Leader". Dez ordentlichen Wert von rund einer halben Milliarde Mark. Auf billiger Kohle hat Großbritannien geradefo wie auf billigen Gegegen den„ Labour Leader" entschied der Polizeirichter, daß Kriegsbekanntmachungen. * 58 Heute ist das Kohlenproblem in Großbritannien nach dem Ge- die zur Anklage stehenden Artikel des Labour Leader" bom Geldsendungen an Kriegsgefangene in England. treideproblem das wichtigste der englischen Kriegswirtschaft. Den 5. und 12. d. M. nicht die Wirkung haben würden, Postanweisungen an Kriegsgefangene in England und seinen BeAusgangspunkt aller Kohlendebatten in England bildet die a user- bie Rekrutierung zu hindern. Ueber den zweiten fisungen werben jetzt im Haag nach dem Sage 1 fb. Sterling ordentliche Preissteigerung, die die Kohle seit dem Beginn des Krieges durchgemacht hat. Nach dem Economiſt" vom Anklagepunkt, daß der Artikel Ueber den legten Tag des 12,12 Gulden umgeschrieben. Es müssen also, wenn man 1 Pfund 25. Juli 1914 koſtete beste Kohle in Newcastle 15 Schilling 6 Bence Jahres" die Beziehungen zu Frankreich zu schädigen geeignet Sterling überweisen will, in Deutschland nach dem gegenwärtigen surfe 24 m. 24 Bf. eingezahlt werden. die Tonne, die heute mit 22 Schilling bezahlt wird, während andere sei, sagte der Richter, der Fall erledige sich dadurch, daß billigere Kohlenforten, die zu Ende Juli 1914 mit ca. 10 Schilling ber Artikel in Frankreich die französische Zensur bezahlt wurden, heute 20-23 Schilling bringen. Die Ursachen dieser Teuerung find verschiedener Art: die Grhöhung der Produt- passiert habe. Die befchlagnahmten Erem- in tionskosten, die wiederum mit den höheren Löhnen, der Werteuerung blare des Labour Leader" seien somit dem der Hilfswerkzeuge beim Kohlenbergbau, dem immer mehr fühlbar Verlage wieder zurückzugeben. Der Richter bewerdenden Mangel an Grubenhölzern, der Entziehung von Arbeitsfräften durch Rekrutierung usw. zusammenhängt. Vor allem aber ftimmte sodann die Vernichtung folgender beschlagnahmter ist zu betonen, daß die Steigerung der Preise als das natürliche Broschüren:„ Der britische Militarismus“,„ An die Frauen Ergebnis großer Nachfrage bei fintendem Angebot erscheint. Stellte der Welt“,„ Nationalität und Batriotismus“,„ Die Ursachen doch, wie der„ Economist" vom 24. Juli berichtet, der englische M. Bon jest an fönnen an Kriegs- und Zivilgefangene Serbien auch Postpatete versandt werden. Letzte Nachrichten. Bekanntmachungen des Oberkommandos. Berlin, 28. August.( W. T. B.) Das Oberkommando Minister Runciman im englischen Parlament bei Besprechung des des Krieges"," Ein dankbares Land"," Sofortiger Friede". inden Markenerläßt folgende Bekanntmachung: Kohlen- Höchstpreisgesetzes fest, daß in dem ersten Halbjahr 1914 Nur eine dieser Broschüren war im Verlage des„ Labour Auf Grund der 88 4 und 9 des Gesezes über den Bedie englische Kohlenförderung 142 Millionen Tonnen, in dem ent- Leader" erschienen. Die angeklagte Zeitung wurde nicht zu lagerungszustand vom 4. Juni 1851( Preußische Gesezzsammsprechenden Halbjahr des Jahres 1915 dagegen nur 127,5 Millionen Tonnen betragen habe, so daß, selbst wenn man die Ausfuhrverden Kosten verurteilt. lung S. 451 ff.) bestimme ich: Aus dem Bezirk des 3. Armeeminderung mit 13 Millionen Tonnen in Anrechnung bringt, immer korps darf vom 6. September 1915 bis auf weiteres Stroh Die politische Situation in Frankreich. noch ein Defigit von ungefähr 1½ Millionen verbleibe. Diesen weder mit der Bahn noch mit der Achse oder auf dem WasserSchäßungen ist nun gegenüber zu halten, daß infolge des Krieges Paris, 28, August.( W. T. B.) Die Presse gibt ihrer wege von Privatpersonen ausgeführt werden. Die Ausfuhr der Bedarf an Kohle in England außerordentlich gestiegen ist, was lebhaften Befriedigung über den Verlauf der letzten Kammer- ist nur zufäffig auf Grund einer Bescheinigung der stellverfich ziffernmäßig natürlich auch nicht annähernd feststellen läßt. sigungen Ausdruck. Sie sei ein Sieg Vivianis und ein Sieg tretenden Intendantur des 3. Armeekorps oder der ihr unterJedenfalls konnte eine viel geringere Menge Kohle als in Friedens der heiligen Einigkeit gewefen. Die drückende Last des Un- geordneten Proviantämter sowie auf Grund von Frachtzeiten dem Bedarf der Industrie und der Haushaltungen zur Ver behagens, welche feit Tagen auf Frankreich ruhte, sei ge- briefen, die von einer dieser Dienststellen abgestempelt find. zur Berber gegen fügung gestellt werden. Welche Bedeutung diese Kohlenknappheit und Kohlenteuerung schwunden. Die Sizung sei eine schwere Enttäuschung für Der Bezirk des 3. Armeekorps im Sinne dieser Anordnung für den Bivilbedarf hat, geht aus der Tatsache hervor, das Deutschland und Desterreich- Ungarn, welche mit inneren umfaßt die ganze Provinz Brandenburg mit Ausnahme 1. der die Belastung des Konsumenten auf Grund der höheren Preise für Bwistigkeiten Frankreichs rechneten. Die Einigkeit in Frank Stadtkreise Berlin, Charlottenburg, Neukölln, Berlin- Schönedas abgelaufene Kriegsjahr auf nicht weniger als 20 millionen reich sei unerschüttert und fest, wie am ersten Tage. Einem berg, Berlin- Wilmersdorf, Berlin- Lichtenberg und Potsdam; Pfund Sterling, d. h. 400 Millionen Mark von Mr. Run- großen Biele gegenüber, nämlich der Befreiung Frankreichs 2. der Landkreise Teltow, Niederbarnim, Oberbarnim und ciman veranschlagt wurde." Die Soften der Aushebung von vom Feinde, verschwinde jeder Parteihader und jede politische Züllichau- Schwiebus. Grubenarbeitern find für die Nation und die Regierung enorm Meinungsverschiedenheit. Dies bewiesen zu haben, sei der Zuwiderhandlungen werden, soweit die Geseke nicht Die Teuerung der englischen Stohle hat aber auch der Re- größte Erfolg der legten Sizung. höhere Strafen vorsehen, mit Gefängnis bis zu einem Jahr gierung fd were politische Sorgen gebracht, die zunächst Nur Humanité" macht Einschränkungen, indem sie bestraft. Der Oberbefehlshaber in den Marken. das jetzige öchstpreisgefeb zur Folge hatten. Soweit es erklärt, die bestehende Einigkeit könne nicht durch rhetorische von Kessel, Generaloberst. fich aber jetzt übersehen läht, haben die englischen Konsumenten in Floskeln aus der Welt geschafft und nicht einmal verborgen dieser Frage weit weniger erreicht" als die Arbeiter, benen gegen werden. Die zu lösende Frage bleibe offen. Deshalb hätten Das Oberkommando in den Marken erläßt über die Regierung sich anscheinend zu bedeutend größerer Dilfs die sich getäuscht, welche glaubten, alle Schwierigkeiten durch folgende Bekanntmachung: In Ergänzung meiner Bekanntbereitschaft genötigt fah. Denn das Höchstpreisgeſetz für das Taschenspielerkunststück einer fernliegenden Kammer- machung vom 14. Mai 1915- O. Nr. 27 867 Stohle bezieht sich auf den Preis der Kohle - über läßt begun, welches Grube und last sowohl den zwischenhandel wie die bereits be- tagung lösen zu können. Hoffentlich werde es kein Ereignis das Berbot der Ausfuhr von Heu aus dem ſtehenden Kontrakte, die sich auf ca. 80 Prozent der jest verfüg- geben, welches bis dahin das Unbehagen, welches nicht zer- Bezirk des 3. Armeekorps bestimme ich hiermit: Der baren Stohle exſtreden, unberührt. Es hat deshalb im Barlament streut sei, unlösbar und größer mache. Bezirk des 3. Armeeforps im Sinne jener Anordnung auch nicht an Anfragen an die Regierung gefehlt, die eine Fest umfaßt die febung von Höchstpreisen für den Detailhandel forderten, Anfragen, ganze Provinz Brandenburg mit Ausnahme 1. der Stadtkreise Berlin, Charlottenburg, Neukölln, die der Minister Runciman damit zu beschwichtigen suchte, daß große Londoner Firmen eine Vereinbarung mit der Regierung Berlin- Schöneberg, Berlin- Wilmersdorf, Berlin- Lichtenberg getroffen hätten, in fommender Zeit die Kohlenpreise der Groß- Lyon, 28. Auguft.( W. T. B.) Wie„ Progrès" aus und Potsdam, 2. der Landkreise Teltow, Niederbarnim, Oberstadt nicht ungebührlich zu steigern. Diese Versicherung des Mini Baris meldet, fters war freilich keineswegs geeignet, diejenigen Mitglieder des eeres ausschuß der Kammer den sozialistischen Antrag hat der Budgetausschus und der barnim und Züllichau- Schwiebus. Hauses, die die Interessen der Konsumenten in Schutz nehmen zu auf Ab halung einer geheimen Sigung ab. müffen glaubten, zu beruhigen. gelehnt. gemefen", so schreibt der„ Economist". Ablehnung der geheimen französischen Kammerfihung. Frieden um jeden Preis." Die hohen englischen Kohlenpreise haben aber nicht nur den inländischen Konsumenten mit schwerer Sorge erfüllt, sie werden vor allem auch von denjenigen Ländern, die auf die eng lische Kohlenausfuhr angewiefen sind, mit immer Aus Zürich wird gebrahtet: Auf Befehl des Pariser Bolizei mehr wachsenden Befürchtungen empfunden. Die Verteuerung der präsidenten begab sich ein Kommiffar in die Redaktion des„ Courier englischen Kohle im Ausland ist um so größer, als zu den schon du Soldat", wo eine strenge Haussuchung vorgenommen wurde. hochgetriebenen inländischen Preisen noch die außerordentlich ver. Mehrere Broschüren mit der Tendenz eines Friedens um jeben teuerte Fracht hinzukommt. Preis" wurden beschlagnahint. Gusda Der Oberbefehlshaber in den Marken. von Kessel, Generaloberst. Abgestürzte französische Flieger. Baris, 28. Auguft.( W. T. B.) Nach dem„ Temps" ist der Militärflieger Derom me bei einem Versuchsfluge mit einem neuen Zweibeder in der Nähe von Bierzon abgestürzt. Betit Journal", meldet den Absturz der Militärflieger Gros und Cazaniat bei Meaug aus 600 Meter Höhe. Die Abgestürzten wurden schwer verletzt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Berliner Buchbinder im zweiten Quartal. Nach dem Gefchäftsbericht, welcher der Generalversammlung am Freitag vorlag, ist auch im zweiten Quartal wieder ein erheblicher Mitgliederverlust zu verzeichnen. Er ist, soweit die männlichen Mitglieder in Frage kommen, hauptsächlich auf Einberufungen zum Heeresdienst zurückzuführen. Aber auch die Zahl der weiblichen Mitglieder hat sich vermindert. Ein Ausgleich der Verluste durch Neuaufnahmen konnte nicht herbeigeführt werden. Die Zahl der Neuaufnahmen beträgt 318, der Mitgliederrückgang seit dem Schluß des ersten Quartals beläuft sich auf 632 einschließlich 369 zum Militär eingezogener Mit glieder. Am Schluß des zweiten Quartals hatte die Zahlstelle 1859 männliche und 3054 weibliche, zusammen 4913 Mitglieder. Jm Heere stehen insgesamt 1211 Mitglieder. Auf Beschluß der Verbandsleitung sind seit dem 5. Juli die Umzugs- und Hinterbliebenenunterstützung in vollem, die Arbeitslosen- und Krankenunterstügung fast in vollem statutenmäßigen Umfang wieder eingeführt worden. Im zweiten Quartal wurden für Arbeitslosenunterstügung 4255 M., für Kriegsunterstügung 2885 M., für sonstige Unterſtügungen 240 M. ausgegeben. Mit Rücksicht auf den verhältnismäßig günstigen Stand der Lokaltasse stimmte die Versammlung einem Antrage zu, der den ausgesteuerten arbeitslosen Mitgliedern vom 1. Oftober an aus Totalen Mitteln folgende Unterstützungen zusichert: Klasse II und III bei 52 Wochenbeiträgen 75 Pf. pro Tag für 14 Tage, bei 260 Wochenbeiträgen 75 Pf. pro Tag für 24 Tage. Klasse IV und V bei 52 Wochenbeiträgen 75 Pf. pro Tag für 28 Tage, bei 260 Wochenbeiträgen 1 M. pro Tag für 36 Tage. Arbeitslose Mitglieder, die nach dem 1. Juli ausgesteuert sind und mindestens 52 bezt. 260 Wochenbeiträge in Berlin geleistet haben, ferner vom 1. Oktober bei 26 geleisteten Verbandsbeiträgen mindestens 13 Extra beiträge zu 50 Pf. bezi. 1 M. gezahlt haben, sind berechtigt, diese Unterstützung zu beziehen. Den Frauen der Kriegsteilnehmer soll wieder eine einmalige Unterstützung gezahlt werden, die je nach der Dauer der Mitgliedschaft 2 bis 10 m. beträgt. Deutsches Reich. Krieg und Gewerkschaftspresse. fchaftlichen haben zweifellos auch die wissenschaftliche und die technische| Die dem Sekretariat angeschlossenen Verbände haber 1914 Fachpresse stark zu leiden. Selbst die Auflagehöhe der Tages- insgesamt 42,0 Proz. ihrer Mitglieder eingebüßt, darunter die zeitungen hat ja bedenklich einen Rüdgang erfahren; bei dem Schweiz 66,6, Desterreich 56,3, Deutschland 49,5 und Ungarn starten Interesse an den öffentlichen Dingen aber bei weitem nicht in 29,3 Proz. Die Mitgliederzahl aller Verbände betrug am Schlusse dem Umfange, wie dies anscheinend in der Fachpresse der Fall ist. des Jahres 1912: 71 343, Ende 1913: 66 614 und Ende 1914: 38 612. Der Verlust ist den massenhaften Einberufungen zum Teuerungszulagen in der Textilindustrie. Militär und dem plöglichen Stillstand der propagandistischen Tätig Die für die Lausitz in Betracht kommenden Organisationen der feit geschuldet. Das Jahr 1914 war von vornherein für das Malergewerbe Textilarbeiter hatten sich an die Unternehmer gewandt mit dem Ansuchen, eine 20prozentige Kriegszulage zu gewähren. Dem gemein- aller Länder kein Jahr größerer Lohnkämpfe. Daher hat der famen Drängen hat der Arbeitgeberverband der Lausitzer Textil- Kriegsausbruch auf diesen Zweig der Organisationstätigkeit nur Gegenüber 374 örtlichen Lohnkämpfen im industrie nachgegeben, zwar nicht in dem gewünschten Umfange, wenig Einfluß ausübt. immerhin hat er beschlossen, daß angesichts der zu erwartenden Jahre 1913, die 2 449 923 M. fosteten, wurden 1914 nur 60 Begrößeren Arbeitsunterbrechungen vom Montag, den 16. August, fol- wegungen mit einem Aufwand von 77 925 M. durchgeführt. Eine furz nach Kriegsausbruch veranstaltete Umfrage hat er gende Kriegszulagen in Kraft treten: Für Forst, Kottbus, Luckenwalde Spremberg, Finsterwalde, Guben, sechs geben, daß alle Berufsangehörigen, auch die in den neutralen tägiger Arbeitszeit 5 Prozent, fünftägiger 10, viertägiger 15, Ländern, unter großer Arbeitslosigkeit start zu leiden hatten, wozu Dieſe ſich eine empfindliche Verteuerung der Lebensmittel gefellte. Der dreitägiger 20, zweitägiger Arbeitszeit 30 Prozent. Bulage wird aber nur insoweit gewährt, als der verdiente Netto- Krieg zwang die meisten Organisationen, bestimmte Unterstügungslohn gewisse Höchstsäße nicht überschreitet. Diese betragen für die zweige vorübergehend einzustellen, teils um sich nicht durch eine Orte Guben, Spremberg, Sommerfeld, Finsterwalde, Luckenwalde finanzielle Ueberlastung lahm zu legen, teils um Mittel frei zu für verheiratete oder verheiratet geweiene männliche Arbeiter machen zur Linderung der Not der unmittelbar bedrängten Verbands21 M., unverheiratete männliche Arbeiter 15, verheiratete oder ver- mitglieder und deren Familien. Wenige Tage vor Kriegsanfang heiratet gewesene weibliche Arbeiter gleichfalls 15, für unverheiratete beschloß der österreichische und fast gleichzeitig auch der schweizerische weibliche Arbeiter 11 M., für die Orte Kottbus und Forst je 1 M. Verband die Einführung der Arbeitslosenunterstützung. Wahrscheinlich mehr. Als Arbeitszeit gilt die Arbeitszeit der Abteilung des Be- wird die Durchführung dieser Beschlüsse nun weit hinausgeschoben. Der triebes, in welcher der betreffende Arbeiter jeweils tätig ist. Striegs- deutsche Verband hat indessen am 1. April d. J. die 1913 in Aussicht unterstügungen durch Staat und Gemeinde bleiben bei den Kriegs- genommene Arbeitlosenunterstützung in Kraft gesetzt. zulagen außer Betracht. Jugendliche Arbeiter unter 16 Jahren erhalten keine Kriegszulagen. Ausland. bei Die Internationale im Malergewerbe. Das Internationale Sekretariat für das Malergewerbe, has von dem Vorsitzenden des deutschen Verbandes. Genossen Streine Hamburg, geleitet wird, gibt soeben seinen Bericht für 1914 heraus. Briefkasten der Redaktion. Ihm gehören die Gewerkschaften der Maler in Dänemark, Deutsch. Ja. 2. Die Höchststrafe beträgt 1 Jahr Gefängnis. M. 2. 4. 1. Ja. 2. An F. B. 5. Einen weiteren Schadenersaz könnten Sie doch nur gerichts lich geltend machen. Dazu können wir nicht raten, da der Ausgang der Klage zweifelhaft für Sie wäre und sich das bei dieser Bagatelle wohl auch nicht lobut. – K. M. 32. Nachmusterung und Einziehung kann vor der Beit erfolgen. 5. O. 52. Das ist nicht ausgeschlossen. 2. V. 111. R. S. 15. Nein Jand, Finnland, Holland, Kroatien, Norwegen, Desterreich, Ungarn, O. 112. Einziehung tann noch erfolgen. Schweden und der Schweiz an. Der Bericht läßt erkennen, daß der das zuständige Amtsgericht. 3. Das erfahren Sie auf dem Amtsgericht. 2. K. 1000. Weltkrieg keinen Mißton in die Internationale des Malergetverbes. S. 17. Die Kaution muß gezahlt werden. 1. Krankheiten, Verlegungen und deren Folgezustände an den oberen gebracht hat, ja, es fonnten sogar über sie hinaus die Beziehungen Gliedmaßen. Sie sind für nur garnisondienstverwendungsfähig erachtet. enger geknüpft werden. Vor allem mit der Organisation der Maler 2. Ja. 3. Der Wirt hat das Vorpfandrecht. 4. Der Hund ist vom LierDie große Zahl der Einziehungen zum Heere hat naturgemäß in Amerifa hat sich ein lebhafterer Verkehr entwickelt als bisher, und arzt doch sicher als frant befunden worden, deshalb ist die Tötung erfolgt. 2. 92, Schlechtes Gebiß, landsturmpflichtig. 2. 7. 1. und 2. Ja. auch auf die Auflagehöhe, Erscheinungsweise und Umfang der Ges von New York sind dem Sekretariat sogar materielle Beweise der 5. 100. Sie haben Anspruch auf Löhnung. Der Antrag muß beim werkschaftspreſſe ihren Einfluß ausgeübt. Wie groß dieser Einfluß Sympathie zur Unterstützung bedürftiger Kriegerfamilien des Feſt Fragbataillon des Regiments, bei dem Ihr Mann gestanden hat, eingereicht ist, läßt sich meist nur bermuten, wenn man die Zahl der Ein- landes zugegangen. Der froatische Malerverband ist von der K. N. 26. werden. C. 109. Herzfehler, zur Ersay- Reserve überwiesen. gezogenen in den einzelnen Organisationen neben die Gesamtziffer Behörde geschlossen worden und der schweizerische leidet so sehr, daß Nachmusterung kann noch erfolgen. M. W. 4. Eine bestimmte Zeit des derer stellt, welche in dem betreffenden Beruf vor Kriegsausbruch genaue Ziffern über seinen Stand nicht zu erhalten gewesen sind. Urlaubs ist bei Gewährung der Freifahrt nicht festgesetzt. 25. H. R. organisiert waren. Der„ Korrespondent" der Buchdrucker macht nun Der Bericht stellt durch eingehende Untersuchungen fest, daß dem Ihr Mann ist völlig ausgemustert wegen Herzleidens. Die andere Bezeich F. W. 29. Nach musterung in seiner letzten Nummer genaue Angaben über seine Auflageziffer Jahre 1914 von allen Organisationen des Malergewerbes mit Zus nung bedeutet: lungenleidend, ausgemustert. bei Striegsbeginn und jetzt. Sie betrug damals 51 600 und ist jetzt auf versicht entgegengesehen wurde. Man erwartete eine Belebung der kann noch erfolgen. P. R. 9. Sie müssen sich an den Armenvorsteher 28200 gesunken, war aber schon niedriger. Die Verringerung der Auflage Konjunktur, die in den Jahren vorher fast allgemein daniederlag. um Ausstellung eines Armenattestes wenden und dann beim Landgericht höhe beträgt 45,4 Proz. Der Buchdrucker- Verband ist eine der fest In Deutschland, Holland und Desterreich waren 1913 große Kämpfe unter Einreichung dieses Attestes die Beiordnung eines Rechtsanwaltes beantragen. F. S. 21. Sie müssen schon mit Ihren Fragen zu uns in gefügtesten Organisationen in der deutschen Gewerkschaftsbewegung. durchgefochten worden, von deren Folgen sich die Organisationen zu die Sprechstunde kommen. A. 3. 25. Nachmusterung fann noch ers Der Rückgang der Auflageziffer dürfte deshalb im allgemeinen in erholen hofften. Es zeigte sich auch tatsächlich, daß sich die ge- folgen. O. D. 77. Dienstuntauglich, herzleidend. Sie werden jedender Gewerkschaftspresse wenig von dem für den Korrespondent" fest- hegten Erwartungen zum größten Teile erfüllen würden. Da zer- falls nicht mehr eingezogen. 2. 3. 101. Sie haben feinen Anspruch gestellten Verhältnis abweichen, wenn natürlich auch in den direkten störte der Weltkrieg die überall mit großem Eifer betriebene auf Sterbegeld, wenn die Mitgliedschaft bei der Krankenkasse nach Eintritt Kriegsindustrien andere Verhältnisse herrschen. Neben der wirt| Drganisationsarbeit. Ihres Mannes zum Heeresdienst nicht fortgesetzt wurde. Deutscher Holzarbeiter- Verband Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltung Berlin. Tel.- Amt Moritplak 10623, 3578. Bureau: Rungestraße 30. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Mitglieder- Versammlungen Bezirk Neukölln. Bau- und Möbeltischler. Dienstag, den 30. August, abends 8 Uhr, im Jdeal- Kasino, Weichselstraße 8. Bodenleger. Mittwoch, den 1. September, abends 8½ Uhr, im Vereinshause, Holzmarktstraße 21. Jalousiearbeiter. Mittwoch, den 1. September, abends 9 Uhr, bei Greive, Rungestraße 30. Tagesordnung: 1. Bericht von der Generalversammlung. 2. Bericht der Obmänner. finienftr. 83-85. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet von 9 bis 1 Uhr und von 4 bis 7 Uhr. Montag, den 30. August 1915: Bezirks- Versammlungen für die gesamte Verwaltungsstelle Berlin 812 Uhr. in folgenden Lokalen: Norden: Pharussäle, Müllerstr. 142, abends 8½ Uhr. Norden: Butters Festsäle, Schwedter Straße 23, abends Norden: Frankes Festsäle, Badftr. 19, abends 8%, Uhr. Moabit: Sands Festsäle, Beuffelstr. 9, abends 8, Uhr. Charlottenburg: Volkshaus, Rosinenstr. 3, abends 8%, Uhr. Reinickendorf- West: Gichbornftr. 60, abends 6%, Uhr. Bericht vom Verbandstag. Vereinshaus, Schöneberg, Vertrauensmänner Versammlungen westen und Schöneberg: Verbed, be Stellmacher. 5, abends 8%, Uhr. Osten: Comeniussäle, Memeler Str. 67, abends 8, Uhr. Restaurant Kurkowski, Pfarrstraße 74, Mittwoch, den 1. September, abends 8 Uhr, bei Hummel, Lichtenberg: Best Sophienstraße 5. Korbmacher. Mittwoch, den 1. September, abends 8½ Uhr, bei Krause, Mariannenplatz 8. Modelltischler, Fabriktischler und Modelldrechsler. Mittwoch, den 1. September, abends 8 Uhr, bei Waldt, Pflugstraße 5. Bodenleger. Mittwoch, den 1. September, abends 72 Uhr, im Vereinshause Holzmarktstraße 21. Jalousiearbeiter. Mittwoch, den 1. September, abends 8 Uhr, bei Greive, Rungestraße 30. Die Ortsverwaltung. 87/ 9* Verband der Sattler u. Portefeuiller Ortsverwaltung Berlin. Achtung! Militärbranche! abends 8 Uhr. abends 8, Uhr. 82 Uhr. Stralau- Rummelsburg: Blume, Alt- Boghagen 56, abends Weißensee: Restaurant Peukert, Berliner Allee 251, Südenbezirke: Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 1, Erfahwahlen für die Bezirksleitungen. Neukölln: Passage- Festsäle, Bergstraße 151/152, abends Steglitz: Schellhases Festsäle, Ahornftr. 15a, abbs. 8, uhr. Köpenick und Friedrichshagen: Lindengarten, Friedrichshagen, Friedrichstr. 74, abends 8 Uhr. Oberschöneweide, Niederschöneweide, Johannisthal u. Umg.: ilhelminenhofstr. 44 a, abends 8, Uhr. Spandau: Restaurant Dertz, Spandau, Kurstr. 21, abends r. Restaurant 82 Restaurant George, Oberschöneweide, Tagesordnung in allen Versammlungen: W. 9. Nein Weddigen- Stiftung U- Boot- Helden! für unsere Sendet unfern Feldgrauenu Blauen Weddigen- Zigarettena.Rauchtabat. 10% des gesamten Fabrifumsatzes dieser anerkannt vorzüglichen Marken: Medbigen Reichsflagge, 2Pfa 5% Weddigen- Rauchtabaf 25Pfg.d.Pafet zu Gunsten der Unterstützung an Hinterbliebene Heinrich& Hugo Winderop Saaber der Cardinal- Cigaretten Fabrir, Frans Foveonx, Con& M R AMAR Sterbekaffe ehem. Pflugfdjer Arbeiter( Hekelsche Kaffe). Sonntag, den 12. September, vormittags 9% Uhr pünktlich: Außerordentliche Generalversammlung R J. Baer Ecke Badstr.26 Prinz- Allee Herren- und KnabenModen, Berufskleidung. Elegante Paletots, Eleg. Einzegnungs- Anzüge in jed. Preislag. im Vereinshaus BerlinerMusker Gr. Stofflager z. eleg. Maßanfertigung.. Billigste, feste Preise. S ( unterer Saal), Kaiser WilhelmStraße 31( 18m). Tagesordnung: = 71/5 Eleg. Pelzwaren Antrag des Vorstandes auf Aus- in erstklass. Berarbtg. zu sportbillig. zahlung der sabungsgemäßen Unter- Breisen. Modernisierung, Reparaturen Mozstr. 69, hochptr. eingezogene und berstorbene sowie bermißte Mitglieder, wenn deren unterbliebene Beitragsleistung(§ 6) nachbezahlt wird( nur1. Bericht von der Generalversammlung, an alle zum Militär- oder billigt. Deutsches Peiz- Mode- Haus, lung. 2. Stellungnahme zur außerordentlichen Generalversammlung. = Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird erwartet. Mittwoch, den 1. September, abends 7, Uhr, in der„ Alhambra", 118/ 12* Wallner- Theater- Straße 15: Branchen- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Genossen Adolf Ritter über:„ Die Fürsorge für Kriegsteilnehmer und deren Hinterbliebenen". 2. Diskussion. 3. Erledigung verschiedener Branchenangelegenheiten. Die Kollegen werden ersucht, besonders darauf zu achten, daß die Versammlung bereits um 72 Uhr beginnt, und bitten wir, recht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. 159/6 Die Branchenleitung. Die Ortsverwaltung. Tornister- Bibliothek. 12 Bändchen guter ErBillige Bücher für unsere Krieger. zählungen mit buntem Umschlag für 1 M. gegen vorherige Einsendung franko. Karl Voegels Verlag, Berlin O., Blumenstraße 75. Wo? ist der schönste Ausflugsort? Immer noch Pichelswerder, an der neuen beim Alten Freund. Heerstraße Nachtrag zur Kaffenfatung). 284/17 Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. In Freien Stunden Die Wochenschrift für Arbeiterfamilien J. A.: G. Wegner, Borfizender. Wöchentlich 1 Heft für 10 Pf. Ischias, Rheuma, Gicht sind die Folge von Anhäufung von Harnsäure. Diese wird durch den Gebrauch von Toga I ausgeschieden und selbst Togal: die heftigsten Schmerzen lassen sofort nach. vollkommen harmlos und ärztlich Tabletten sind In allen glänzend begutachtet. Es gibt nichts besseres! Apotheken erhältlich. Verantw. Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsbl. Nr. 238. 32. Iahryang. Keilm Ks.AmSrls" KMmMsdU Sonntag. 29. August 1913. Mbeitszwang fürkriegerftauen. Die den Familien der Kriegsteilnehmer ans Grund des Reichs- gesetzes zu gewährend«: Unterstützungen sind auch unter Hinzu- rechnung der kommunalen Zuschläge so gering, daß die Krieger- stauen, wenn ihnen sonst von keiner Seite Hilfe zuteil wird, genötigt sind, sich nach Arbeit umzusehen, aus deren Erträgnissen sie sich und ihre Kinder über Wasser halten können. An sich ist gegen die Frauenarbeit natürlich nichts einzuwenden, vorausgesetzt, daß es sich nicht um eine gesundheitsschädliche Beschäftigung handelt und daß die Entlohnung nach gewerkschaftlichen oder sonst in den be- treffenden Berufszweigen üblichen Grundsätzen erfolgt._ Wogegen wir aber auf das schärfste Einspruch erheben müßten, ist einmal, daß man Frauen ohne Rücksicht auf ihren körperlichen Zustand oder auf die Zahl ihrer Kinder unter Drohung mit der Entziehung der Kriegsunterstützung zur Arbeit zwingt, und zweitens, daß man ihnen den Verdienst ganz oder teilweise auf die Unterstützung an- rechnet. Die zuletzt erwähnte und leider nur allzu weit verbreitete Methode hat zur Folge, daß den Frauen die Lust zur Arbeit ver- leidet wird. Dennn, wenn sie sich ohne zu arbeiten annähernd so gut stehen, werden sie aus leicht ersichtlichen Gründen kein be- sonderes Verlangen nach Arbeit haben, up: so weniger, wenn sie sich bewußt sind, wie sehr darunter ihr Haushalt und vor allem die Erziehung ihrer Kinder leidet. Gerade die so notwendige Erziehung der Kinder ist es, der viele Gemeinden in dem Streben an Ausgaben für Kriegsunter- stützung zu sparen, nicht die genügende Aufmerksamkeit widmen. Wie sehr die Berufstätigkeit der Mutter auf das heranwachsende Geschlecht einwirkt, ist bekannt; aufs neue wird es bewiesen durch eine recht zeitgemäße Untersuchung, deren Ergebnisse Dr. Käthe Gäbel in der.Zeitschrift für das Armenwesen" veröffentlicht. Man wird der Verfasserin beipflichten, wenn sie behauptet, daß' nie das Problem der Jugendfürsorge dringlicher war als jetzt, da nach den gewaltigen Menschenverlusten der Wert des einzelnen Kindes steigt und wir mehr denn je empfinden, daß die Zukunft unserer natio- nalen Gemeinschaft auf dem Vorhandensein einer möglichst großen Zahl gesunder, tüchtiger, arbeitsfreudiger Menschen beruht. Die Aussichtslosigkeit der Kinder ist eine der Hauptursachen der Verwahr- losung. Darüber auch nur noch ein Wort zu verlieren ist über. flüssig. Unumwunden wird in dem Jahresbericht des Berliner Hauptvereins„Kinderhort" gesagt, daß die Not, die auch die Mutter zwingt, das Haus zum Zwecke des Geldverdienens zu verlassen, unsere Fürsorgezöglinge macht. Noch drastischer hat Frl. Dr. Duensing auf W elften Jugendfürsorgekonferenz auf die Folgen der außerhäuslichen mütterlichen Erwerbstätigkeit hingewiesen: ..Aussichtslosigkeit von Kindern bedeutet, wie das die praktischen Fälle dieses Mißstandes immer wieder erweisen, Mangel an Pflege und Ernährung und Keime zu Siechtum und Schwäche; geistige Ver- nachlässigung und Verkümmerung, die Anbahnung späteren Stumpf- sinnes und innerliche Roheit; sittlichen Verfall und die kindliche Dirne, den jugendlichen Dieb." Auch die seit Kriegsbeginn zu- nehmende Kriminalität der Jugendlichen führt Frl. Dr. Gäbel nicht mit Unrecht auf die Vermehrung der mütterlichen Erwerbs- arbeit in Verbindung mit dem Fehlen der väterlichen Gewalt zu- rück. Durchaus zutreffend bemerkt sie, daß, wenn die Mutter außer dem Hause tätig ist, die Kinder, sofern nicht besondere Einrichtungen für sie geschaffen werden, aufsichtslos oder der oft recht fraglichen Fürsorge älterer Geschwister, Großmütter oder Nachbarn anver- traut werden. Diese Aussichtslosigkeit sei die notwendige Folge jeder außerhäuslichen, nicht selten aber auch der im Heim betrie- benen Erwerbstätigkeit der Mutter.„Die Ersatzeinrichtungen, wie Krippe, Kinderhort und Kindergarten erreichen erfahrungsgemäß nicht alle Kinder; besonders die größeren Knaben und Mädchen über 12 Jahre werden in verhältnismäßig geringem Umfange in die Horte geschickt, weil ihre Mütter eine besondere Beaufsichtigung nicht für nötig halten oder sie auch bereits zum Verdienen im Haus- halt anstellen. Somit sind durch die Erwerbstätigkeit der Mutter zahlreiche Kinder gerade in dem gefährlichste» Alter ohne jede Er- ziehung und Aufficht." Geradezu erschreckend aber ist das Ergebnis einer von Frl, Dr. Gäbel veranstalteten Enquete. Um über die allgemein gefaßten Urteile hinaus zu einem bestimmten Zahlenmaterial zu gelangen, hat sie 749 Akten der deutschen Zentrale für Jugendfürsorge dar auf untersucht, inwieweit der mütterliche Einfluß durch Tod, Krank heit, Beruf oder andere Umstände ausgeschaltet oder abgeschwächt war. Dabei ergab sich nach Ausschaltung von 2S9 Akten ohne Angaben, daß 89 Proz. aller kriminellen Jugendlichen aus Familien stammten, in denen die Mutter vollständig fehlte oder aus einem der genannten Gründe mehr oder weniger bei der Erziehung der Kinder ausgeschaltet war. Allerdings sind diese Zahlen insofern mit einer gewissen Borsicht aufzunehmen, als hierbei noch sehr stark andere Umstände mitsprechen, und als Erwerbsarbeit der Mutter und Verwahrlosung der Jugend ein und derselben Quelle, der un- günstigen Gesamtlage der Familie entspringen. Neben der Armut kommen hauptsächlich die ungünstigen WohnungSverhältnisse in Betracht, aus denen sich Schädigungen nicht nur sittlicher Natur er- geben, sondern auch Herabsetzung der Freude am Heim und der vollen, körperlichen Leistungsfähigkeit, beides wichtige Momente für die EntWickelung des Kindes. Das Ergebnis ihrer Untersuchungen führt Frl. Dr. Gäbel dazu, die Frage aufzuwerfen, ob eS nicht billiger und dem Volksganzen zu- träglicher ist, wenn man das Unheil verhütet, anstatt es erst in die Erscheinung treten zu lassen, mit anderen Worten, wenn man wenigstens den Müttern mehrerer Kinder die Möglichkeit gibt, sich ihren Mutterpflichten zu widmen, ohne durch den Zwang zum Ver- dienen davon abgehalten zu werden. Mit diesen Worten dürfte Frl. Gäbel den Nagel auf den Kopf getroffen haben. Ist ihre Arbeit auch nicht der Absicht entsprungen, den Widersinn zu schildern, der darin liegt, daß man die Krieger- frauen zur Arbeit zwingt, anstatt ihnen die Möglichkeit zu geben, sich der Erziehung und Pflege ihrer Kinder und der Erhaltung ihrer Wirtschaft zu widmen, so trifft doch die Schlußfolgerung in vollem Umfange auf die Kricgcrfrauen zu. Die Gemeinden, die es als ihre Pflicht erkannt haben, vor allem für eine Gesundung und Kräftigung des Nachwuchses zu sorgen, sollten endlich von ihrer unsozialen Methode abgehen und unbekümmert darum, ob ihnen daraus einige tausend Mark mehr Kosten erwachsen, Frauen mit Kindern in den Stand setzen, ihre erste Pflicht, die Erziehung ihrer Kinder, zu erfüllen. Hegen Sie Wohnungsnot. Uns wird geschrieben: Der Groß-Berliner Verein für Kleinwohnungswesen hat durch seinen Vorstand, Staatssekretär a. D. Wirkl. Geh. Rat Dr. D e r n- bürg, eine von ihm und dem Geschäftsführer, Dipl.-Jng. E. L e y s e r, ausgearbeitete Eingabe an den Reichstag gerichtet, in der auf die dringende Gefahr einer bevorstehenden Klein- Wohnungsnot hingewiesen und im Interesse der Erhaltung unserer Wehrkraft sofortige Abhilfe gefordert wird. Die Ursachij» der Kleinwohnungsnot sind in dem Abzug der Familien, deren Ernährer im Felde gefallen oder die durch den Krieg wirtschaftlich geschädigt sind, aus größere in kleinere Wohnungen, ferner in dem Rückgang der Bautätigkeit vor dem Kriege und einem schon im April 1914 stark fühlbaren Wohnungsmangel, sowie rn dem völligen Ruhen der Bautätigkeit während des Krieges zu suchen, weiterhin in dem Zuzug von Ausländsdeutschen und Flüchtlingen, vornehmlich aus dein Osten, der sich in erster Linie nach den Großstädten richtet. Ein« weitere Verschärfung der Lage ist sicher nach dem Kriege zu erwarten, wenn die Familien, die zurzeit zusammen wohnen, ihren Haushalt wieder einrichten, die KqiegSgetrauten sich ein eigenes Heim schaffen; erfahrungsgemäß steigt auch die Zahl der Eheschließungen nach jedem Kriege. Ein Hindernis für die Erstellung der erforderlichen neuen Kleinwohnungen bildet— abgesehen von der Teuerung der Bau- Materialien und Löhne— die Beschaffung der erforderlichen Mittel. Der Zinsfuß für erste Hypotheken steigt infolge der Reichsanleihen auf 5 bis 6% Proz., d i e Mieten werden um 20 bis 2S Proz. erhöht werden, die Hypothekenbanken können Pfandbriefe nur zu einem höheren Zinsfuß als früher ausgeben und entwerten dadurch ihre alten; das Privatkapital, auf das man bei zweiten Hypotheken angewiesen ist, hat sich von diesem Markt aus bekannten Gründen fast völlig zurückgezogen. Eine Wohnungsnot bewirkt einen größeren Geburtenrück- gang, da«s für minderbemittelte kinderreiche Familien— wie schon die Zeit vor dem Kriege bewies— fast unmöglich ist, eine nur einigermaßen gesunde Behausung zu finden. Die Wehrkraft vermindert sich durch die Konzentration in den Großstädten immer mehr. Die Tauglichkeitsziffern, die im Bereich.des 1. Armeekorps (Ostpreußen) noch 74,8 Proz. betragen, sind im Bereich des 3. Armeekorps(Groß-Berlin) auf weniger als die Hälfte gesunken. Die Säuglingssterblichkeit in Mietkasernen, be- sonders in den Seitenflügeln ohne Querlüftung, ist ganz er- schreckend hoch, da die Jwnentemperatur der Proletarierwohnung in der heißesten Zeit um 8i4 Grad höher ist als die Temperatur im Freien und dieses Tempsraturmaximum erst abends um 9 Uhr erreicht wird. Das große Ziel mutz daher ein« Dezentralisation sein. Als dringend notwendige Maßnahmen zur Abhilfe schlägt der Groß-Berliner Verein zunächst vor: 1. die Einberufung der vom Reichskanzler eingesetzten Real- kreditkommission zur Steuerung der in bedrohliche Nähe ge rückten Notstände; 2. die Erhöhung deS bestehenden WohnungSfür» sorgefonds des Reiches und Einbeziehung auch der Inda- liden in den Kreis der Berechtigten; 3. vor allem aber eine öffentliche Unterstützung aller, auch privatkapitalistischer Unterneh- mungen, welche die Erstellung von solchen Wohnungen für Minderbemittelte bezwecken, die den berechtigten sozialen und hygienischen Anforderungen genügen und auch in ihren Mied preisen den Einkommensverhältnissen der Mieter entsprechen. 4. Um den Kapitalmangel zu beheben, wird ferner vor geschlagen, durch Ergänzung der gesetzlichen Bestimmungen die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte und die Landesver- sicherungsanstalten im Interesse des Versicherungszieles und der Hebung der Wehrkraft zu ermächtigen, allgemein Garantien für zweite Hypotheken auf Kleinwohnungsbauten zu übernehmen, vorausgesetzt, daß diese einwandfrei taxiert und auf die oben angegebenen Bedingungen hin begutachtet werden. Daß die Lösung der Wohnungsfrage zur Hebung der Volks- gesunbheit und Erhöhung der Wehrkraft als eine der wichtigsten sozialen Aufgaben betrachtet werden muß, hat im Reichstag von jeher bei allen Parteien von der äußersten Rechten bis zur äußef- sten Linken warmes Verständnis gesunden, ohne daß aber bisher etwas Durchgreifendes erreicht worden ist. Hoffen wir, daß die Arbeiten jetzt schnell genug aufgenommen werden können, denn erhebliche Gefahr liegt im Verzuge. politische Ueberflcht. Zur Reform des Reichsvereinsgesetzes. Neben den Konservativen, der Reichspartei und den Nationalliberalen haben nach Pressemitteilungen auch einige F o rt s ch ri t t I e r in der Endabstimmung gegen die ganze Novelle gestimmt. Ueber die Bedeutung der Ab stimmung schreibt die„Kreuz-Zcitung": -Der Reichstag hat sich bis zum 39. November vertagt, nach- dem er in seiner letzten Sitzung noch die Novelle zum Vereins- gesetz angenommen und dann über die Pressezensur verhandelt hat. Anfangs bestand nicht die Absicht, die Abänderungen zum Vereinsgesetz schon im jetzigen Tagungsabschnitt vor das Plenum zu bringen. Wir wissen nicht, durch welche Einflüsse das dennoch geschehen ist, müssen nun aber erst recht aufrechterhalten, was wir schon aus Anlaß der Ausschußverhandlungen über den Bruch des Burgfriedens durch Erledigung dieser Frage geschrieben haben. Das Vorgehen der Reichstagsmehrheit müßte zu weiter« tragenden Folgen führen, wenn ihren Beschlüssen nicht infolge der Haltung der Regierung die politische Bedeutung ab- ginge." Die.Berliner Neue st en Nachrichten" wenden sich noch weit schärfer gegen die Reichstagsbeschlüsse: .Ist es darum durchaus verkehrt, jetzt einzelnes vorauSzu- nehmen und festzulegen, bevor man weiß, ob überhaupt und wie es sich in den künstigen Gesamtrahmen schicken wird, so muß eS erst recht und grundsätzlich verworfen werden, die innerpolitische.Neuorientierung" ohne oder gegey die Konservativen, die Reichspartei und die Natronalliberalen in die Wege zu leiten. Die aus Zentrum, Polen und Sozial- demokralie bestehende Mehrheit, hat gestern den ersten Schritt in dieser Richtung unternommen, obwohl ihr vom Staatssekretär Delbrück mit Rechh entgegengehalten wurde, daß diese Ver- haydlungen nicht den geringsten praktischen Wert hätten. Indessen kann den Mehrheitsparteien die tatsächliche Bedeutungs- oder Aussichtslosigkeit ihrer Veschlüsie zum Reichs- Vereinsgesetz auch nicht nicht verborgen gewesen sein. Dann aber war ihre Absicht rein demonstrativer Natur. Sie haben Wert darauf gelegt, schon heute zu bekunden, daß sie eine Neuorientierung ausschließlich in ihrem Sinne fordern. Dagegen kann nicht kräftig und laut genug Einspruch erhoben werden.... Und vor allem: muß nicht z u e r st die Sozialdemokrane selbst ein offenes Wort darüber sprechen, wie sie sich die künftige Gestaltung der Dinge denkt, wie sie eS mit dem Klassenkampf, der Monarchie, dem Um stoß unserer Wirtschaftsordnung fortan hallen will...." Derartige Zumutungen auch nur zu beantworten, würde der Ehre einer selbständigen Partei widersprechen. Wichtig ist aber die besonders unterstrichene Behauptung der rechts- stehenden Presse, Mehrheitsbeschlüsse des Reichstages hätten „nicht den geringsten praktischen Wert". Wenn die Regierung ihre Bedenken gegen die Novelle, die den ersten kleinen Ver- such zu einem Schritt nach vorwärts bedeutet, wirklich auf- recht erhalten wollte, so würde das allerdings ein sehr bezeichnendes Licht auf den Wert ihrer Versprechen zur„Neu- Orientierung" der inneren Politik werfen. zwar denkt man im neutralen Auslände bei dem dort vorherrschenden Wirklichkeitsfinn nicht an papierene Vertragsformeln. Man schätzt solche dort mit Recht als im Ernstfalle völlig wertlos ein und ver- steht daher die bezüglichen Sätze der Rede deS Reichskanzlers im Sinne realer Mehrung unserer militärischen. wirtschaftlichen und politischen Macht. Auch bei uns gehört der Gedanke, die internationalen Beziehungen durcb Festlegung auf bestimmte Formeln regeln zu wollen, ja ganz der Vergangenheit an. Die harte, aber nach d:eser Richtung sehr wert- volle Schule des Weltkrieges hat auch uns zu Bismarckischem Wirk- lichkeftssinn erzogen."_ Aus belgischen Archiven. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die von uns veröffentlichten Mitteilungen aus den belgischen Archiven sind nunmehr in Broschürenform im Verlage von Siegfried Mittler u. Sohn erschienen. Der Titel lautet:„Belgische Aktenstücke 1995— 1914, Berichte der belgischen Vertreter in Berlin, London und Paris a» den Minister des Aeußern in Brüssel. Heraus- gegeben vom Auswärtigen Amt." Die Broschüre ist in allen Buch- Handlungen zum Preise von S9 Pf. zu kaufen. Das Kriegsziel des Kanzlers. Im.Tag" schreibt Freiherr v. Zedlitz unter der lleberschrift »Vom Wort zur Tat": „Aber auch nach einer anderen Richtung sind die Aeußernngen der neutralen Presse bedeutsam. Sie erblickt ebenso, wie bei uns alle, welche nicht durch flaumacherische Brillen sehen, in der Rede des Reichskanzlers das bündige Bekenntnis der Reichsregierung zu einer solchen Erweiterung der Macht des Reiches, daß in Zukunft eine Einkreisungspolitik gänzlich ausgeschlossen ist. Und Monopol für Hülsenfrüchte. Der Bundesrat hat am 28. August beschlossen, daß Erbsen. Bohnen und Linsen nur durch die Zentral-Einkaufs- g e s e l l s ch a ft m. b. H. in Berlin abgesetzt werden dürfen. Von dieser Vorschrift sind ausgenommen: Ackerbohnen, Sojabohnen. Erbsenschalen und-Kleie; Lieferungen an Altenteiler und natural- berechtigte Arbeiter; Saatgut; frisches Gemüse und Konserven: Hülsenfrüchte im Gemenge mit anderer Frucht; im Eigentums der Heeres- oder Marineverwallung sowie von der Zentral-Einkaufs- gesellichaft zur Abgabe an Verbraucher weitergegebene Ware. Anfang Oktober erfolgt eine Bestandsaufnahme. Die Besitzer der dem Gesetz unterliegenden Ware haben für deren Auf- bewahrung und pflegliche Behandlung zu sorgen. Sie dürfen ihre Vorräte nur mit Zustimmung der Zentral-Einkaufsgesellschaft ver- arbeiten und haben dieser auf Erfordern Auskunft zu geben, Proben einzusenden und die Besichtigung der Frucht zu gestatten. Die zu« ständige Behörde kann anordnen, daß die Frucht von dem � Besitzer binnen einer bestimmten Frist mit den Mitteln seines landwirtschaft- lichen Betriebes ausgedroschen wird. Anderenfalls kann sie es aus Kosten des Besitzer« durch einen Dritten vornehmen lassen. Die Besitzer von Hülsenfrüchten haben die dem Gesetz unter- liegenden Vorräte der Zentral-Einkaufsgesellschaft auf Verlangen käuflich zu überlassen und auf Abruf zu verladen. Sie können ihrerseits verlangen, daß die Zenh:al-Einkaufsgesellschafi diese Vorräte käuflich übernimmt und eine Frist zur Abnahme setzen. die mindestens vier Wochen betragen muß. Saatgut und zur Er- nährung der Wirtschaftsangehörigen erforderliche«orräte sowie der Bedarf für Altenteiler und naturalberechtigte Arbeiter sind aus- genommen. Die Zentral-MnkaufSgesellschaft hat dem Verkäufer für die ab- genommenen Mengen einen angemessenen UebernahmepreiS zu zahlen. Dieser darf nicht übersteigen: bei Erbsen 89 M. für den Doppelzentn», » Bohnen 70,,., » Linsen 75.... Für die kauf- und leihweise Berechnung der Säcke sind besondere Bestimmungen vorgesehen. Die Kosten der Beförderung bis zur Verladestelle des Bersendungsortes sowie des Einladens find im UebernahmepreiS enthalten. Ist der Verkäufer mit dem von der Zenlral-Einkaufsgesellschast gebotenen Preise nicht einverstanden, so setzt die zuständige höhere Verwaltungsbehörde den Preis end- gültig fest. Erfolgt die Ueberlassung nicht freiwillig, so kann daS Eigentum durch Anordnung der zuständigen Behörde auf die Zentral-Einkaufs- gesellschaft oder die von ihr bezeichnete Person übertragen werden. Die Zentral-EinkaufSgesellschaft darf die übernommenen Hülsen- flüchte nur an die Heeres- und Marineverwaltung, an Kommunal- verbände oder an die vom Reichskanzler bestimmten Stellen ab- geben. Der Reichskanzler kann die Bedingungen und Preise be- stimmen, zu denen die Zentral-Einkaufsgesellschaft die von ihr übernommenen Mengen zu verteilen oder abzugeben hat. Mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 15 999 M. werden dieUebertretungen der neuen Verord- nung, die bereits mit dem Tage der Verkündung in Kraft getreten ist, bestraft. Ausnahmen von den neuen Vorschriften kann der Reichskanzler gestatten._ Kein Brotgetreide zur Verfütterung. Nach der Bundesratsverordnung über den Verkehr mit Brotgetreide setzt die Reichsgetreidestelle für jeden Kommunal- verband dte von ihm abzuliefernde Brotgetreidemenge und bei selbst- wirtschaftenden Kommunalverbänden außerdem noch den Bedarfs- anteil fest. Außerhalb dieser beiden für bestimmte Zwecke festgelegten Mengen kann es kein Brotgetreide in einem Kommunalverband geben. Denn sobald in seinem Bezirke, z. B. durch Mehr- erdrusch, von der Ernteschätzung nicht erfaßte Brotgetreidemengen vorhanden sind, müssen sie der Reichsgetreide stelle zur Verfügung gestellt werden. Danach hat der Kommunalverband überhaupt keine Möglichkeit, Brotgetreide, zur Ver- f ü t t e r u n g oder zur Verschrotung für Viehfutter freizugeben. Er würde sonst entweder seinen Bedarfsanteil zuungunsten seiner Be- völkerung beeinträchtigen oder seiner Lieferungspflicht an die Reichs- getreidestelle nicht genügen können. Die einzige Ausnahme ergibt sich für Hinterkorn, worüber die Reichsgetreidestelle besondere Borschriften erläßt. Anträge einzelner Besitzer an die Kommunal- verbände, ihnen nicht mahlfähigeS Brotgetreide zur Verfütterung freizugeben, sind also zwecklos, da der Kommunalverband ihnen nicht entsprechen darf.(W. T. B.) Die offiziöse Erwiderung. Die.Norddeutsche Allgemeine Zeitung" stellt in ihrem von uns in der Sonnabendausgabe abgedruckten Artikel betreffend die D a r I e g u n g e n des Staatssekretärs Sir Edward r e y zwei Druckfehler richtig. In dem zweiten Absatz von oben lauten die beiden letzten Zeilen richtig.eine Zusammenstellung von genauen Daten über dieses Hilfskorps, die nur aus pem englischen Kriegsministerium oder Generalstab stammen können«. Am Schluß des Artikels Zeile 6 und 7 von unten ist richtig.seiner übermächtigen Flotte"(statt übermütigen Flotte") zu lesen. Mus öer Partei. Ein neues Parteiblatt in Serbien. Kurz nach dem Eingehen ihres Tageblattes„Rqpnitschke Nowme" fanden unsere serbischen Parteigenossen die Möglichkeit, em neues Parteiblatt rns Leben zu rufen. Diese? erscheint nun- mehr sert erner Woche unter dem Namen„Buduschtnost"(„Die Zukunft";. Als Redakteur zeichnet der Genosse Du;chan Popowitsch. Wünschen wrr dem neuen Streiter der tapferen serbischen Bruder- Partei die besten Erfolge. �lls Groß-öerlin. Zwischen Sommer unö tzerbft. Zun: zweiten Male während dieses Krieges geht ein Sonimer mählich zu Rüste. Immer niedrigerzieht die Sonne ihre Kreise über dem Horizonte, und immer tiefer senkt sich, was fruchtbcladen ist, dem Erdboden zu. Aber das Heran- nahen der kälteren Jahreszeit ist nicht durchweg von" einer Abnahme des Pflanzenwuchses begleitet. Wie ein Gradmesser des nahenden Herbstes sind die Sonnenblumen währenddem immer höher geschossen, haben sie ihre massigen Stengel und Blätter gestreckt und entfaltet. Immer breiter wurden ihre leuchtenden Sonnengesichter, die sich, dem sinkenden Tagesgestirn zugewandt. tiefer und tiefer neigen und nun wie gebeugt sind unter der Last tausend- fältiger Fruchtfülle. Es gibt kein anderes Gewächs bei uns, das aus kleinem Samenkorn im Laufe eines einzigen Sommers eine derartige Massigkeit von Stamm, Blatt, Blüte und Frucht entwickelt, um dann mit den ersten Frösten ab- zusterbcn sallenfalls der Mais liestc sich vergleichen), und ob- wohl die Sonnenblume aus Peru stammt, ist sie uns doch als ein Symbol der Fruchtbarkeit unserer Gärten und als eine Zierde des scheidenden Sommers lieb geworden. Es liegt etwas Wehmütiges in diesen gesenkten, schiveren Blumen- Häuptern, das besonders an trüben Tagen der Hcrbststimmung entgegenkommt. Dieser Herbst aber ist noch sehr jung, erst im Werden, und niemand vermag zu sagen, ob er programmätzig ver- laufen oder ob er einen zweiten Sommer bringen wird. Durch die langen, heißen Frühsommerwochen, die den Pflanzen- wuchs vorzeitig erschöpft haben, so daß besonders in den Siraßen der Stadt die braunen Blätter herabrieseln, darf man sich nicht täuschen lassen. Die grüne Welt hat das Spiel noch nicht verloren gegeben und unter der Wirkung der späteren reichlichen Niederschläge den Kampf ums Leben von neuem aufgenommen. Zwar, was einmal verwelkt war, wird nicht wieder grün, dafür aber entsteht eine neue Vegetation. Aus den von Sonncnglut braun versengten Wiesen- und Grasflächen haben sich neue Legionen grüner Halme in dichtem Schluß gereckt und diesen kräftigen Nachschub kann man überall draußen beobachten. Er beschränkt sich nicht auf bloßen Kraut- und Blattansatz, sondern es kommt vielfach auch zur zweiten Blüte. So findet man bisweilen Ebereschen im Schmuck ihrer roten Beerendolden, die dazwischen neue Blüten hervorgebracht haben. Fuhr man in der heißen Zeit wiederholt nach dem Grunewald, so konnte man sehen, wie an den Hängen bei Eichkamp der Pflanzenwuchs nach und nach förmlich verbrannte. Die Wedel der Farrnkräutcr rollten sich zu toten braunen Massen zusammen. Aber in den letzten Wochen sind neben diesen Pflanzcnleichen frischgrüne, neue Wedel emporgeschossen. So darf man wohl hoffen, daß diese Wiederbelebung auch der Gemüseerzeugung in hohem Grade zugute kommen wird. Im Walde ist es still geworden. Den Vogelsang werden die eintönigen, aber doch ergreifenden ewigen Melodien des Herbstwindcs in den hohen Wipfeln ablösen. Aber an Leben hat der Wald trotz allem nicht viel eingebüßt. Die Schützen fehlen, und es wimmelt von Wild, das sich dem aufmcrk- samen Wanderer überall bemerkbar macht und entschieden an Schcuheit verloren hat. DaS Tier hat Frieden, weil der Mensch den Menschen bekriegt. Aber auch dieser zwefie Herbst einer furchtbaren Tragödie wird vorübergehen. Möge schon die Wintersonne den letzten Akt bcscheinen! Kultur des Eisenbahndammes. Beim Ringbahnhof Landsberger Allee stehen auf der nördlichen Böschung zahlreiche Birnbäume, die in diesem Jahre vorzügliche Früchte tragen. Der gute Erfolg hat dazu geführt, daß jetzt hier noch mehrere Dutzend Obstbäume angepflanzt worden sind. Aus den Böschungen könnte bei entsprechender Organisation ein erheb- licher Teil von Ernteerträgnisjen herausgelvirtschaftet werden. Man sieht allenfalls bei Bahnwärterbnden und Blockstationen kleine Gurken- und Kürbisbeete, ab und zu auch ein paar Stauden Mais oder Sonnenblumen. Für Kartoffeln und Kohl ist der Boden der Böschungen Wohl überall geeignet. Die schräge Fläche hindert den Anbau nicht, ebenso wird der Bahnbetrieb in keiner Weise gestört. Lange Strecken, die in ihrer Gesamtheit mächtige Felder ergeben, liegen jetzt fast völlig brach. Das verdorrende GraS wird nicht selten zur Brandursache durch Funken aus Loko- motiven. Die nicht gerade günstig gestellten unteren Bahnbeamten würden gewiß gern die Gelegenheit zum Anbau benutzen, wenn eS ihnen gestattet wird. Diebstähle wären nicht mehr zu befürchten als auf den angrenzenden Aeckern. Am besten eignen sich die Böschungen zu land- und obstwirtschaftlichen Kulturen da, wo die Bahn durch Geländeeinschnitte führt. Im Frühjahr waren die unteren Bahnbcamten mit Erfolg angeregt worden, alle irgendwie verfügbaren Landstreifen, die dem BahnfiSkuS gehören, mit Kartoffeln und Gemüse zu bepflanzen. Der gedeihliche Anfang ist also ge- macht._ Warnung vor Choleragefahr l Wegew Choleraerkrankungen auf der Oder und der Spree warnt der Polizeipräsident die Bevölkerung, das Wasser der hiesigen Wasserläufe zu häuslichen oder wirtschaftlichen Zwecken anders als in gekochtem Zustande zu benutzen. Für die Zubereitung von Obstkuchen. Die zur Mehlverteilungsstelle Groß-Berlin gehörigen Gemeinden haben eine Bekanntmachung erlassen, nach der auf Grund des§ S der Verordnung über die Einschränkung der Kuchenbereitung vom 23. März ISIS in Abweichung von der Bestimmung des§ 1 dieser Verordnung und in Verlängerung der bereits bis zum 1. Scp- tcmber ISIS geltenden Erlaubnis, zugelassen wird, daß von der Verlündung dieser Bekanntmachung an bis einstweilen zum 1. Ro- vember ISIS Obstkuchen an Roggen- und Weizenmehl bis zu 20 Proz. des Kuchengewichts enthält und mit Hefe. Backpulver und ähnlich wirkenden Mitteln hergestellt wird. Festsetzung des Haferpreises für Berlin. Der Magistrat Berlin teilt mit. daß der Hafergrundpreis für die Periode vom 1. bis IS. September auf 340 M. für die Tonne festgesetzt ist. Hierzu treten die Aufschläge, die der Händler, wie bisher, zu nehmen berechtigt ist, das find 9 M. für die Tonne, wenn der Hafer vom Lager des Händlers abgenommen wird und weitere 7 M. bei freier Lieferung ins Haus des Kunden. Für Sackleihe kann wiederum 1 M. für die Tonne berechnet werden. Die erheb- liche Erhöhung des Haferpreises ist darauf zurückzuführen, daß der Haferhöchstpreis durch die neue Verordnung des Bundesrats um etwa 40 M. höher festgesetzt worden ist. Anonyme Beschwerde». Die Ortsverwaltung des Schneiderverbandes schreibt uns: .Fast täglich gehen bei uns anonyme Beschwerden ein, in welchen Klage geführt wird, daß die vorgeschriebenen Löhne nicht gezahlt werden. Diese Beschwerden haben keinen Zweck, da wir auf anonyme Mitteilungen in keinem Falle etwas unternehmen. Wer uns seinen Namen nicht angeben will, mag auch die Zusendung der Beschwerde unterlassen, da so eine Nachprüfung der Beschwerde nicht möglich ist.' Aus Eifersucht. In Friedenau hat die Ehefrau des Buchhalters Baus, Offen- bacher Straße 27 wohnhaft, aus Eifersucht ihren Mann mit einem Holzhammer verletzt. Der Uebersallene drängte die Frau in die Küche, schloß sie dort ein und ging zum Arzt, um sich verbinden zu lassen. Bevor er zurückkehrte, sprengte Frau Baus die Tür, eilte nach dem Schlafzimmer, zog ihr zweijähriges Söhnchen aus dem Bett, warf es aus dem Fenster auf den Hof hinab und sprang ihm gleich mit einem lauten Aufschrei nach. Die Hausgenossen brachten den Schwerverletzten die erste Hilfe und sorgten für ihre Ueber- führung nach dem Reservelazarett in der neuen Gemeindeschule. Der kleine Knabe gab nur noch schwache Lebenszeichen von sich und starb nach kurzer Zeit. Frau Baus erlitt Brüche beider Beine, der Wirbelsäule und eines Armes. Sie wurde als Polizeigefangene nach dem Kreiskrankenhause in Lichterfelde gebracht. Vier jugendliche Robinsons als Laubeneinbrecher verhaftet. In Schöneberg, Wilmersdorf und anderen westlichen Vororten hatten in der letzten Zeit die nächtlichen Einbrüche in den ver- fchiedencn Laubenkolonien dieser Vororte einen großen Umfang an- genommen. Es verging keine Nacht, in der nicht eine Anzahl Lauben, Hühnerställe und Taubenschläge erbrochen und ihres Inhalts beraubt wurden. Freitag gelang es Beamten der Schöneberger Kriminal- Polizei, vier jugendliche Missetäter im Alter von 12 bis 19 Jahren zu verhaften, die bereits überführt werden konnten, daß sie in fünf- zehn Lauben in letzter Zeit Einbrüche verübt hatten. Es find dies sämtlich Söhne achtbarer Eltern, deren Väter zurzeit im Felde stehen. Einenr Hang zur Ungebundenheit und zum romantischen Leben folgend, führten sie die schon erwähnten Einbrüche in den Lauben- kolonien geineinsam aus. Sie wollten— ihr Vorbild war Robinson Crusoe— eine Hütte, und zwar nahe dem Laubenterrain.Zur blanken Hölle' bauen. Zu diesem Zweck hatten sie sich ein Gelände von zwanzig Ruten bereits gepachtet und bar bezahlt, auch hatten sie alle zum Bau des Häuschens nötigen Materialien, sowie sämtliche Gerätschaften und Wirtschaftsgcgenstände für den Innenausbau aus den von ihnen erbrochenen Lauben zusammengestohlen. Außerdem führten sie Ladendiebstähle aus, wobei ihnen beträchtliche Beute in die Hände fiel. Die beiden jüngsten Einbrecher sind bereits der Fürsorgeanstalt überwiesen worden, während die beiden älteren sich in Untersuchungshaft befinden. Fertigfadrikate ans Rrinnickel, die in Geschäften zum Verkauf stehen, werden durch die Ablieferung an die von den Kommunal- verbänden eingerichteten Sammelstellen von der Beschlagnahme auf Grund der Verfügung M. 1/3. IS K. R. A., betr. Bestandsmeldung und Beschlagnahme von Metallen, ftei. Die Ablieferer haben Anspruch aus Ausstellung einer Quittung über die abgelieferten Gegenstände, die al§ Beleg für den Abgang dient. Für Kindergärtnerinnen. In der Fröbelschen Kindergärtnerinnen-Bildungsanstalt der Hamburger Vorstadt zu Berlin, welche bereits 48 Jahre besteht, be- ginnt Anfang Oktober wiederum ein neuer Kursus für Kinder- gärtnerinnen. Zu Kindergärtnerinnen werden solche jungen Mädchen ausgebildet, welche eine mittlere oder höhere Schulbildung haben, die von geringerer Bildung können Fröbelsche Kinderpflegerinnen werden. Den abgehenden Schülerinnen werden kostenfrei Stellungen vermittelt. Auswärtige Schülerinnen erhalten preiswerte Pensionen. Die Satzungen versendet kostenlos, jede nähere Auskunft erteilt gern und weist den Familien ohne Gebühren Kindergärtnerinnen nach die Vorsteherin Anna Boitze, Berlin kl. Elsaffer Str. 19 II, die täglich von 4— ö Uhr, außer Mittwoch und Sonnabend, zu sprechen ist. Das Berliner Posscnthcatcr(früher Folie? Caprice) hat am Freitag seine neue Spielzeit vor gut besetztem Hause mit den Ko- mödien.Onkel Benjamin' und.Citrons geben sich die Ehre' eröffnet. Der Verfasser. Herr Leonhard H a s k e l, ist den Erwartungen des Publikums vollauf gerecht geworden. Wenn an seine dichterischen Erzeugnisse auch kein hoher literarischer Maß- stab anzulegen ist, so hat er es doch verstanden, die harmlosen Szenen aus dem jüdischen Familienleben mit einer solchen Fülle mehr oder minder guter Witze zu würzen, daß die Zuhörer aus dem Lachen gar nicht herauskamen. Den besten Vertreter seiner Haupt- rollen fand Herr Haskel in sich selbst. Was er als Onkel Benjamin und als Agent Moritz Erdkugel an Situationskomik bot, war einfach zum Schreien. In Siegsried B e r i s ch fand er einen ebenbürtigen Partner. Durch diese beiden urkomischen Typen des Judentums wurden die übrigen Darsteller etwas in den Schatten gestellt. Immerhin bemühten sie sich nach besten Kräften um den Erfolg de§ Abends. Die nächsten Volkskonzertr des Philharmonischen Orchesters m am Mittwoch, den 1. September 1915 im Stadt-Theater in Moabit, Alt-Moabit 47/48, und am Sonnabend, den 4. September, in den Konkordia-Festsälen, Andreasstr. 64, statt. Beginn der Konzerte 8 Uhr. Das Programm des Konzerts am 1. September lautet: Ouvertüre zu.Donna Diana' von E. N. V. Reznicek/Elegio und Musette von J.Sibelius, Pester Karneval von F.Liszt, Ouvertüre zu „Egmont' von L. v. Beethoven. Konzertino für Klarinette von C. M. v. Weber(vorgetragen von H. Schräder), Fantasie aus.Aida' von G. Verdi, Ouvertüre zu„Rienzi" von R. Wagner, Sarabande von I. S. Bach, Mazurka von Zarzicky, die beiden letzteren für Violine(vorgetragen vom Konzertmeister I. Thornberg), Schatz- Walzer von I. Strauß. Das Programm am 4. September lautet:„Im Herbst', Konzert- ouvcrture von E. Grieg, Abendlied von R. Schumann,.Die Ar- lesierin', Suite Nr. 1 von G. Bizet, Vorspiel zu.Lohengrin' von R. Wagner, Rokokovariationcn für Violoncello von R. Tschaikowsky (vorgetragen von M. Orobio de Castro), Slawische Rhapsodie G-rnoll Nr. 2 von A. Dvorak, Ouvertüre„Zar und Zimmermann' von A. Lortzing, ITantasis appassionato für Violine von H. VieuxtempS (vorgetragen vom Konzertmeister Louis Persingcr),.Bei uns zu Haus' von I. Strauß. Der Vorverkauf zu den Bolkskonzerten findet statt in der Zentralstelle für Volkswohlfahrt, Augsburger Str. 61, in der Bcr- liner Gewerkschastskommission, Engelufer 15, Zimmer 13, außer Sonnabends nachmittags, und in den betreffenden Konzertsälen. Die im Vorverkauf nicht untergebrachten Karten werden abends an der Kasie verkauft. Der Eintrittspreis beträgt 30 Pf. Kasseneröffnung 7 Uhr. Verlorene Handtasche. Das Polizeipräsidium teilt mit: Am 21. d. Mls. gegen Iflz Uhr nachmittags ist eine schwarzseidene Hand- tasche mit äußerst wertvollem Inhalt entweder in einem Automobil, welches vom Kursürstendamm, in der Nähe der Meincckestraße, nach der Stülerstraße 10 benutzt wurde, liegen geblieben oder bei Be- endigung der Fahrt verloren gegangen. Besonders wertvoll ist ein goldener Damenring, der in der Mitte mit einer erbsengroßen Perle und zu beiden Seiten der Perle mit je 4 kleinen Brillanten besetzt ist. Wert des Ringes zirka 3000 M. Die Handtasche enthielt außer- dem Legittmationspapiere, Toilettengegenstände und ein Portemonnaie mit Silbergeld. Für Ernnttelung der Tasche mit Inhalt wird von dem Eigentümer eine hohe Belohnung zugesichert. Nachricht nimmt jedes Polizeirevier, sowie der V. Kriminalbezirk Berlin, Zimmer 405, zu 1388 IV 19. IS entgegen. Die Firma Martin Philipscn, Beuthstr. 18, legt Wert darauf, festzustellen, daß der bei dem Fahrstuhlunglück ums Leben gekommene Hausdiener nicht bei ihr beschäftigt war, sondern in der Buchbinderei Eggert. Wir möchten bemerken, daß es völlig belanglos ist, wo der Verunglückte beschäftigt war, da ein Verschulden des Arbeitgebers in keiner Weise in Frage komm:. Kleine Nachrichten. Auf dem Heimwege vom Tode überrascht wurde gestern nachmittag der 54 Jahre alte Oberbriefträger Paul Mandt aus der Greifswalder Str. 223. Bei der Rückkehr aus dem Dienst brach er in der Nähe seines Wohnhauses, vor dem Grund- stück Greifswalder Str. 230, plötzlich besinnungslos zusammen und starb schon auf dem Wege nach dem Krankenhause am Friedrichs- Hain.— Unvorsichtiges Umgeben mit einer Schußwaffe ha: einem jungen Mädchen das Leben gekostet. Ein junger Mann Otto P. aus der Reichenberger Straße, der ins Feld einberufen wurde, besuchte vor einigen Tagen mit seiner Braut, einer 20 Jahre alten Charlotte Arnens aus der Ucckermünder Str. 2, zum Abschied seine Tante in Neukölln. Abends brachte er seine Braut nach der Wohnung ihrer Eltern zurück. Mit ihrem Bruder aus dem Hausflur stehend, zeigte er ihr die Einrichtung seiner kleinkalibrigen Browningpistole, nachdem er den Patronenrahmen herausgenommen hatte. Nach Einsetzen des Rahmens ging plötzlich ein Schuß los und die Kugel drang dem Mädchen vom Kinn aus in den Kopf ein. Die Schwerverletzte wurde nach dem Krankenhause gebracht und ist dort jetzt gestorben.— Zu einem Zusammenstoß eines Lastwagens mit einem Sriaßcnbahn- wagen ist es Freitagabend in Lichtenberg gekommen. Von dem Grundstück Möllendorffstraße 73 wurde ein beladener unbespannter Kohlenwagen rückwärts auf die Straße geschoben. Dabei geriet der Lastwagen auf das Gleis, auf dem ein Schlepperzug der Straßen- bahn herannahte. Obwohl der Führer des letzteren bremste, war der Zusammenstoß nicht mehr zu verhindern. Bei dem Anprall erlitten der Führer des Straßenbahnwagens und der Mitfahrer leichtere Verletzungen.— In der Berliner Straße in Tempelhof wurde das Dienstmädchen Hedwig Neeve beim Ueberschreiten des Fahrdammes von einem in der Richtung nach Lichterfelde ver- kehrenden Straßenbahnwagen erfaßt und umgestoßen. Die N., die eine leichte Gehirnerschütterung davongetragen hatte, wurde nach dem Britzer Krciskrankenbause gebracht.— Eine fast halbstündige Störung im Straßenbahnbetrieb trat am Freitagnachmittag am Bayerischen Platz ein. Dort war von einem Triebwagen der Linie 31 die Lustpumpe heruntergefallen, so daß der Wagen betriebs- unfähig wurde. Infolgedessen sperrte er das Gleis in der Richtung nach Berlin. Durch den Rettungswagen der Straßenbahn wurde die Störung behoben._ Ms Sen Gemeinden. Arbeitsvermittelung für Kriegsbeschädigte. Der städtische Arbeitsnachweis Charlottenburg hat im Anschluß an die allgemeine Fürsorge eine besondere Abteilung für die Unterbringung der Kriegsbeschädigten in Arbeitsstellen, die für sie geeignet sind, eingerichtet. Es ist eine besondere Sprechzeil, und zwar werktäglich von 12 bis 2 Uhr, eingerichtet. Die Geschäfts- stelle befindet sich Berliner Straße 81, Eingang Wilmersdorfer Straße. Die Neuköllner Sparkasse im ersten Kriegsjahre. Während de? ersten Kriegsjahres wurden 17 842 329 M. ein- gezahlt und 16 283 768 M. abgehoben. Der Zuwachs an Spar- einlagen bettägt hiernach also 1 558 591 M. Wird dem Umstände Rechnung getragen, daß in den Rückzahlungen 5 747 315 M. ent- halten find, die infolge der Zeichnung aus die Kriegsanleihe ab- gehoben wurden, so würde sich der Zuwachs an Spareinlagen auf rund 7 300 000 M. belaufen-, d. i. eine Summe, die seit dem Be- stehen der Sparkasse zum ersten Male erreicht worden wäre. An dem Zeichnungsgeschäft auf die Kriegsanleihe hat die städtische Sparkasse im Vergleich zu ihrem Einlagebestande von rund 32 000 000 M. mit einem'verhältnismäßig hohen Prozentsatz teilgenommen. Bei der ersten Kriegsanleihe wurden von 1613 Personen 1870 900 M., bei der zweiten Kriegsanleihe von 4391 Personen 4 004 500 M. gezeichnet. Außerdem hat die städtische Sparkasse selbst für ihren eigenen Tresor auf die erste Kriegsanleihe die Summe von 629 100 M. und auf die zweite Kriegsanleihe die Summe von 1 000 000 M. gezeichnet.__ Fleischverkauf der Gemeinde Nowawes. Im Verfolg ihrer Bestrebungen, weiteren Preissteigerungen auf dem örtlichen Lebensmittelmarkt entgegenzuwirken, und um besonders der minderbemittelten Bevölkerung den Bezug der notwendigsten Nahrungsmittel zu erträglichen Preisen zu ermöglichen, hat die Ge- meinde außer dem Kartoffel-, Schmalz- und Speckverkauf jetzt auch einen eigenen Fleischverkauf eingerichtet, mit dem am Montag, den 30. d. M., im Laden Blücherstraße 2 begonnen iverden soll. Zur Abgabe gelangt zunächst Rindfleisch in bester Qualität. Die Preise sür die einzelnen Fleischsorten werden durch Aushang im Verkaufslokal bekanntgegeben. Die Verkaufstage sind wie folgt fest- gesetzt: Montag, Mittwoch und Sonnabend: Verkauf von Fleisch; Dienstag, Donnerstag und Freitag: Verkauf von Schmalz und Speck._ Kinderspiele in Mariendorf. Mittwoch, den 1. September, findet ein Spaziergang nach dem Schweizerhaus(Marienfelde) statt. Da- selbst Kaffeekochen. Mundvorrat ist mitzubringen. Treffpunkt 2 Uhr nachmittags am Rathaus(Kaiserstraße). Soziales. Bis wann find die Krankcnkaficnbciträgc vom Arbeitgeber zu zahlen? Zwischen den beteiligten Arbeitgebern oder deren Beauftragten und den sür deren Betrieb zuständigen Krankenkassen kommt es recht häufig zu Streitigkeiten, bis wann die Kassenbeiträge für die aus der Beschäftigung ausgetretenen Versicherten zu zahlen sind. Die größte Mehrzabl der Arbeitgeber glauben die Beiträge nur bis zum Tage des Austritts aus der Beschäftigung zahlen zu müssen. Diese Ansicht ist irrig. Nach 8 397 der Reichsversicherungsordnung sind die Beiträge bis zur vorschriftsmäßigen Abmeldung fortzu- zahlen. Trotz dieses klaren Wortlauts, der leider recht selten in den Kreisen der Arbeitgeber oder deren Beauftragten bekannt ist, entsteht nun recht oft Streit, wenn die beteiligte Krankenkasse bis zum Tage des Eingangs der Abmeldung bei der Krankenkasse Bei- träge fordert. Der Forderung wird meistens entgegengehalten, die Abmeldung sei rechtzeitig der Post zur Beförderung an die Kasse übergeben, oder da» Kopierbuch wefic aus, daß die Meldung recht- zeitig erstattet sei. Auch andere Gründe werden genannt. In einer grundsätzlichen Entscheidung hat der Beschlußausschuß des Reichsversicherungsamts festgelegt, daß die Beiträge zur Kran- kenversicherung selbst bei rechtzeitiger Abmeldung(§ 317 der Reichsversicherungsordnung) bis zum Tage der erfolgte» Abmeldung und nicht etwa nur bis zum Ende des Beschästigungsverhältnisses fort- zuzahlen sind. In dem zur Entscheidung stehenden Falle hatte der Arbeitgeber beim Versicherungsamt eine Entscheidung dahin be- anttagt, daß er nicht verpflichtet sei, über die tatsächliche Be- schäftigungszeit der von ihm beschäftigten Arbeiter hinaus Bei- träge zu zahlen, falls ihre Abmeldung nach§ 317 der Reichsver- sicherungsordnung rechtzeitrg erfolgt sei. Die beteiligte Kasse ver- langte auch Beiträge für die Zeit, die zwischen dem Ende der Be- schäftigung und der Abmeldung liegt. Das Versicherungsamt hat den Arbeitgeber verurteilt, das angerufene Oberversicherungsamt, das in seiner Rechtsauffassung sich dem Versicherungsamt angc- schlössen hat, hat die Sache nach§ 1799 und 1693 der Reichsver- sicherungsordnung an das Reichsoersicherungsamt abgegeben. Dies ist ebenfalls der Auffassung der Vorinstanzen beigetreten. In der sicherungsamts beigetreten. und mußte außer Begründung heißt es, daß schon unter der Herrschaft des alten| Vorjahres zeigt sich eine Vermehrung der billigeren Arbeitskräfte, 1,60 m. und für ein Ei 10 Bf. festgesetzt. Darob ergrimmten die Krankenversicherungsgeseßes Zweifel entstanden waren, bis zu das Merkmal jeder sinkenden Konjunktur des Wirtschaftslebens. Händlerinnen, deren eine in höchster Wut ihren mit Hühnerwelchem Zeitpunkt die Beiträge zu zahlen sind. Ueberwiegend ist die Von den der Aufsicht unterstellten Betrieben wurden 214 451 eiern gefüllten Korb in die Höhe hob und aufs Pflaster Streitfrage dahin entschieden worden, daß nach der zwingenden einer Revision unterzogen, darunter 31 799 wiederholt. Die Ge- laufen ließ, wobei sie schrie:„ Eh' ich für 10 Pf. Vorschrift des Gesezes bis zum Tage der Abmeldung, d. h. bis samtzahl der Revisionen belief sich auf 313 244. 4007 Revisionen zum Eingang der Abmeldung bei der Kasse zu zahlen ist. Die wurden in der Nacht und 7095 an Sonntagen ausgeführt. Neben bertaufe, lieber gar nicht!" Die liebe Frau wurde entsprechende Vorschrift in der Reichsversicherungsordnung weicht den Betriebsrevisionen fanden 37 694 Unfalluntersuchungen statt. fofort aur Bestrafung aufgeschrieben gegenüber dem bisherigen Recht der Krankenversicherung lediglich Bei den Revisionen sind in 21 159 Fällen, die sich auf 15 842 dem für Säuberung des mit Nührei bedeckten Straßenpflasters, soin der Wortfassung, nicht aber dem Sinne nach ab. Denn§ 397 Betriebe erstreckten, Verstöße gegen die Jugendschutzbestimmungen fort die von der Polizei bestimmte Gebühr erlegen. Eine andere Abs. 1 Reichsversicherungsordnung schreibt vor, daß die Beiträge festgestellt worden. Seit dem Jahre 1910 ist die Zahl der Verstöße Händlerin glaubte ihrem Aerger dadurch am besten Luft machen zu bis zur vorschriftsmäßigen Abmeldung fortzuzahlen sind. Maß- nach den ermittelten Betrieben relativ, und zwar von 11,6 Proz. können, daß sie angesichts der Marktbesucher ihre schön geformten gebend ist hiernach allein der Tag der Abmeldung und nicht etwa auf 8,7 Proz. zurückgegangen. Immerhin zeigen jedoch diese Butterſtüde in ihre nicht gerade peinlich sauberen Hände nahm das Ende der Beschäftigung. Der Wortlaut läßt auch nicht die Ziffern, wie rücksichtslos die Unternehmer sich über die Beſtim- und zu einer formlosen Masse zerquetschte. Auslegung zu, daß bei rechtzeitiger Abmeldung die Beiträge nur mungen des Jugendschutes hinwegseßen und wie notwendig eine Es ist natürlich ausgeschlossen, daß die Höchstpreise so niedrig bis zur Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses zu zahlen seien. scharfe Kontrolle derjenigen Betriebe ist, in denen Jugendliche be- festgesetzt waren, daß die Händlerinnen ohne Gewinn verkaufen Es fehlt an einer Vorschrift, die eine verschiedene Behandlung recht- schäftigt werden. zeitiger und verspäteter Abmeldung in dieser Hinsicht rechtfertigen Das Jahr 1910 brachte für die Arbeiterinnen den Zehnstunden- mußten. Um so bezeichnender ist ihr wuterfülltes Gebaren. würde. Für alle Beteiligten ist es erwünscht, daß die Beitragsein- tag und das Nachtarbeitsverbot, und da in dem gleichen Jahre der ziehung sich möglichst einfach und übersichtlich gestaltet. Der Kreis der der Aufsicht unterstellten Betriebe erheblich erweitert Sturmflut in Galveston. Die Stadt Galveston in Teras Arbeitgeber hat es in der Hand, durch alsbaldige Abmeldung das wurde( Betriebe mit mindestens 10 Arbeitern), so ist es erklärlich, ist von einer furchtbaren Katastrophe heimgesucht worden. In Die höchste Spruchstelle ist demnach der Entscheidung des Ver- wenn dieses Jahr den Höhepunkt der ermittelten Verstöße gegen der Nacht zum Dienstag ergoß sich eine mächtige Sturmdie Arbeiterinnenschutzbestimmungen aufweist. Von 1910 ab ist Schon früher hat das Reichsversicherungsamt entschieden, daß ein ständiger Rüdgang zu beobachten. Ein Zeichen, daß sich die fut über die Insel, auf der Galveston liegt. Ein großer bei Anmeldungen und Abmeldungen es nicht genügt, die Meldungen Betriebsleiter allmählich an die weitergehenden gesetzlichen Be- Teil der Stadt wurde zerstört, gegen 600 Menschen zur Post zu geben. Die Sendung durch die Post geschieht auf Ge- stimmungen gewöhnt haben. Immerhin wurden in 8620 Fällen find umgekommen. Sehr beträchtlich ist der angerichtete fahr des Einsenders. Er hat auch die Folgen zu tragen, wenn die Verstöße gegen die Arbeiterinnenschutzbestimmungen ermittelt. Auch Sachschaden. Die große Eisenbahnbrücke, welche die VerMeldung auf diesem Wege nicht rechtzeitig in den Besitz der Kasse die Bewilligung von Ueberarbeit für Arbeiterinnen ist seit 1910 bindung mit dem Festlande bildet, ist vollständig zerstört, so gelangt. Hervorgehoben sei, daß der Versicherte für sich keinen Vor- ständig im Rückgang begriffen. Die Bewilligung von Sonntags- daß die bedeutende Ausfuhr von Kohlen und Baumteil aus der verspäteten Abmeldung ziehen kann. arbeit erscheint in den Berichten der Aufsichtsbeamten nur so weit, wolle, die über Galveston geleitet wurde, bis auf weiteres Denn für sein Versicherungsverhältnis ist nur der Eintritt in als diese Bewilligungen erfolgen auf Grund des§ 105f der Ge- vollständig eingestellt werden muß. Die Sturmflut war von und der Austritt aus der Beschäftigung maßgebend. werbeordnung, die Zulassung zur Verhütung eines unverhältnis einem Drtan begleitet, der unermeßlichen Schaden mäßigen Schadens. Es wurde 1913 3252 Betrieben für 153 813 Arbeiter zusammen 1761 240 Stunden Sonntagsarbeit bewilligt. an der Baumwollernte in Teras angerichtet hat. Das ergibt im Durchschnitt für jeden Betrieb 541,6 Stunden und Gehaltskürzung während des Krieges. Das Berliner Kaufmannsgericht bestätigte in einer Ent- für jeden davon betroffenen Arbeiter 11,5 Stunden. Bei der BeDas Berliner Kaufmannsgericht bestätigte in einer Ent- wertung dieser Zahlen darf jedoch nicht übersehen werden, daß daswertung scheidung die jest fast durchgehend bestätigte Ansicht: ist das außerdem der Bundesrat und Reichskanzler den höheren und Gehalt aus Anlaß des Kriegsausbruchs gekürzt, so muß der unteren Verwaltungsbehörden noch zahlreiche Ausnahmen von der Die vorstehenden Zahlen er- Die Tätigkeit der italienischen Bulkane. Wie„ New York Herald" Chef, der während des Krieges entläßt, das Gehalt nachzahlen. Sonntagsruhe gewähren können. Eine Verkäuferin hatte gegen das Kinderkonfektionsgeschäft schöpfen deshalb bei weitem noch nicht das volle Maß der bewilligten meldet, ist vom Observatorium des Vesuv die Nachricht eingetroffen, Emma Bette, Bud und Lachmann Klage erhoben. Die Klägerin Sonntagsarbeit. daß der Vesuv, der Aetna und der Stromboli in voller war als Verkäuferin 7½ Jahr bei der beklagten Firma in Stellung Die Entwidelung der Gewerbeaufsichtsstatistik ergibt eine Tätigkeit stehen. Jm Vesuv observatorium seien alle In durch Erderschütterungen zerstört gewesen. Sie verstand sich auf Ersuchen der Firma bei Ausbruch ständige Zunahme der von den Arbeiterschutzvorschriften erfaßten strumente des Krieges zu einem Gehaltsnachlaß, der im ganzen 180 M. aus- Betriebe und Arbeiter. Die Zunahme resultiert nicht lediglich aus worden. Am Aetna hätten sich zwei neue Krater gebildet, und der machte. Erst vom 1. Januar d. J. an zahlte die Beklagte wieder dem allgemeinen Wachstum der deutschen Industrie, da durch Stromboli speie Asche und Flammengarben aus. Der Lavastrom das volle Gehalt. Im Juli d. J. wurde der Klägerin die Stellung Aenderung der Arbeiterschutzvorschriften weitere Gewerbezweige ergieße sich ins Meer. In Süditalien habe die Erde bis Tarent gekündigt. Sie verlangte nun Nachzahlung der gekürzten Beträge. und Betriebsgrößen der Getverbeaufsicht unterstellt worden sind, und Brindisi gezittert. Sie beruft sich darauf, daß die damalige Vereinbarung dahin namentlich kleinere Betriebe. Auch der Einfluß der Gewerbe lautete, daß während des Krieges das Gehalt um soundsoviel ge- inspektion hat sich gehoben, doch ist sie noch weit davon entfernt, fürzt würde." Damit habe sie sich für die ganze Kriegszeit in die Stellung einzunehmen, die ihr gebührt. ihrer Stellung gesichert geglaubt. Die Beklagte hingegen wendet ein, sie habe damit, daß sie die Gehaltsminderung während des Krieges vereinbart habe, noch nicht die Anstellung während des Arieges" zugesagt. Die Kündigung der Klägerin sei erfolgt, weil ihre Verkaufstätigkeit zu wünschen übrig ließ. Das Kaufmannsgericht verurteilte antragsgemäß zur Zahlung der geforderten 180 M. Klägerin mußte nach der Form der Abrede annehmen, daß sie für das Entgegenkommen des Gehaltsnachlasses die Sicherheit eintausche, während des Krieges auch behalten zu werden. Die von der Beklagten gebrachten Erklärungen für den Kündigungsgrund seien viel zu allgemein gehalten. Hausbesitzer und Kriegerfrau. G Gerichtszeitung. Habt auf Kinder acht! Ein für Frauen lehrreicher Fall der fahrlässigen Körperverlegung beschäftigte gestern die Ferienstrafkammer des Landgerichts III. Die Angeklagte, eine Frau Winnide hatte es aus Gutmütigkeit übernommen, das 1½jährige Kind ihrer Schwägerin für die Zeit von einem Sonnabend bis zum nächsten Montag zu betreuen. Als die Schwägerin das Kind zur festgesetzten Stunde nicht abholte, kam die Angeklagte in Verlegenheit, denn sie hatte einen nötigen Gang zu machen. Sie half sich in der Weise, daß sie das Kind auf ihr Bett legte und für die furze Zeit ihrer Abwesenheit sich selbst überließ. Da fie die Lebhaftigkeit des Kindes kannte, kehrte sie sehr bald wie aber zurück und mußte nun sehen, daß ihre unterwegs ihr gekommenen Bedenken durch die Wirklichkeit schon überholt waren. Das Kind lag wimmernd am Fußboden; es war aus dem Bett gefallen und hatte sich einen Arm und ein Bein gebrochen. Das Vormundschaftsamt der Stadt Berlin stellte einen Strafantrag, doch sprach das Schöffengericht die Angeklagte seinerzeit frei. Gestern verurteilte jedoch die Berufungskammer sie zu 20 M. Geldstrafe. Das Gericht erblickte die Fahrlässigkeit schon darin, daß die Angeklagte nicht wenigstens einen Stuhl vor das Bett zum Schuße des Kindes, Rohheit. Berheerender Sturm in Italien. Nach Schweizer Blättern er fährt der„ Secolo", daß am Mittwoch ein Drtan in sechs großen Gemeinden Italiens starken Schaden angerichtet hat. Mehrere Personen sind umgekommen. Der vermutliche Stettiner Frauenmörder verhaftet. Am Freitag vormittag wurde von der Stettiner Kriminalpolizei der Dekonomiehandwerker und Schuhmacher von der 1. Kompagnie des Korpsbekleidungsamtes Stettin, Klopp, verhaftet unter dem dringenden Verdacht, das 23 Jahre alte Dienstmädchen Emma Ehlert aus Ueckermünde, das am Donnerstag am Wege nach Nemit tot aufgefunden worden war, ermordet zu haben. Der Verhaftete hat zugegeben, daß er zu der Ermordeten in Beziehungen gestanden hat, leugnet aber die Tat. Wahnsinnstat eines Greises. In dem Dorfe Hattenhof bei Fulda tötete in einem Anfall von geistiger Umnachtung der 70jährige frühere Landwirt Goldbach seine 30 Jahre alte Schwiegertochter, zündete darauf die Scheune an und erhängte sich dann in seinem Zimmer. Parteiveranstaltungen. Schöneberg. Die Mitgliederversammlung des Sozialdemokratischen Wahlvereins findet am Dienstag, den 31. d. ts., abends 8 Uhr, mit sehr wichtiger Tagesordnung in den Neuen Rathausfälen, Martin- LutherStraße, statt. 19119 Wilmersdorf. Die für Montag, den 30. Auguft, vorgesehene MitFriedrichshagen. Die Frauen der Kriegsteilnehmer, die Mitglieder gliederversammlung fällt umständehalber aus. des Wahlvereins mit ihren Familien und die Jugendlichen beteiligen fich heute Sonntag, ben 29. August, an dem Ausflug des Gefang vereins Friedrichshagener Männerchor" nach Rahnsdorf- Mühle( früher Muhms Waldschänke). Abmarsch pünktlich 2 Uhr mittags vom Steinplay. Der Vorstand. Jugendveranstaltungen. Die Kriegszeit trifft niemand schwerer als die Arbeiter und im besonderen die Familien der Kriegsteilnehmer aus dem Arbeiterstande. Das hat auch die Kriegerfrau Rosalie Gomoll in Prinzenthal bei Bromberg, Schleustraße 20, erfahren müssen. Sie taufte für ihr lehtes Geld Obst und Kartoffeln, um diese Waren auf dem Wochenmarkt gegen geringen Verdienst zu verkaufen; sie wollte für ihre Kinder Brot schaffen, hatte dabei aber nicht mit der Nücksichtslosigkeit ihres Hauswirtes gerechnet. Dieser, ein Rentier und früherer Ziegeleibesizer Johann Freund, hatte die Frau auf Zahlung der rückständigen Miete verklagt und den Prozeß gewonnen, denn die Frau hatte den Mietkontrakt mit unterzeichnet. Trotzdem Gomoll im Felde steht und für die Sicherheit wesentlich der Besitzenden kämpft, kam der Wirt mit dem Gerichtsvollzieher das übrigens wieder ganz gesund geworden ist, gesetzt hat. und nahm der Frau Gomoll, Mutter von drei unmündigen Kindern, die Ware weg und ließ diese Ware, die einen Einkaufswert von Wilmersdorf. Die Arbeiterjugend beteiligt sich beule an dem über 40 M. hatte, für 11,50 m. versteigern. Neben dieser Ware Der Schriftseter Richard Block wurde gestern von der Sommerfest der Arbeiterjugend der westlichen Bororte. Treffpunkt früh tourde noch das Fahrrad des Mannes, ein Handwagen und eine Ferienstrafkammer des Landgerichts III zu einer empfindlichen 6 Uhr im Jugendheim, Mannheimer Str. 51. Wage gepfändet. Lettere Sachen hat der Hauswirt in seinen Besit Strafe verurteilt. Reinickendorf- Oft. Die hiesige Arbeiterjugend wird heute abend Der Angeklagte machte sich am 22. August 1914 ein Vergnügen 6 Uhr das einjährige Bestehen ihres Jugendheims durch eine Kleine Feier Das Verfahren ist nach unserem Dafürhalten unzweifel- daraus, in der Schönhauser Allee eine dort auf einem Geschäfts- begehen. Gesangliche und musikalische Darbietungen sowie den Vortrag haft gesetzwidrig, da die Sachen des Mannes ohne ein gegen ihn gange befindliche Frau in roher Weise zu belästigen. Zwei darüber zweckentsprechender Gedichte wird ausschließlich die Jugend bestreiten. Alle Hoppestr. 32, statt. erlassenes Urteil nicht fortgenommen werden dürfen, und auch die empörte Passanten, ein Kutscher und ein Töpfer traten für die Freunde der Jugend sind herzlich willkommen. Die Feier findet im Heim, Frau ein und untersagten dem Angeklagten sein freches Benehmen. Tempelhof Mariendorf. Die Jugendlichen beteiligen sich heute der Frau fortgenommenen Waren als unentbehrliche Nahrungs- Als Antwort zog Block sein Taschenmesser und brachte dem einen mittel hätten gelassen werden müssen. Die Justizbehörden schreiten seiner Gegner einen Stich in die Schulter, dem andern einen Stich Hoffentlich gegen den Hausbesitzer wegen unbefugter Fortnahme in den Rüden bei. Der letztere hat sehr schlimme Folgen für den fremden Eigentums ein und treten dem Kriegsteilnehmer und Verletzten gehabt. Nach dem Gutachten des Medizinalrats Dr. seiner Frau von Amts wegen zur Seite, um das geschehene Un- Störmer ist zwar nicht dauerndes Siechtum festzustellen, doch ist der recht auf zivil- und strafrechtlichem Wege soweit als möglich zu Grad der Erwerbsunfähigkeit des Verletzten auf 80 Prozent zu sühnen und ähnlichen Vorkommnissen vorzubeugen. schätzen; er kann seinem Gewerbe nicht mehr nachgehen und muß sich jetzt seinen Lebensunterhalt als Straßenhändler erwerben. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis. genommen. Unterschlagungen von Postsendungen. nachmittag 3 1hr an dem Sommerfest der Arbeiterjugend der westlichen Bororte Groß- Berlins bei Strikke in Mariendorf, Großbeerenstraße. Instrumente find mitzubringen. Frauen- Leseabende. Schöneberg. Montag, den 30. August, abends 84, Uhr, gemeinschaftlicher Reseabend in den Neuen Rathaus- Sälen, Meininger Str. 8. Vortrag. Köpenid. Dienstag, den 31. August, abends 8 Uhr, bei Riet Grünauer, Ede Schönerlinder Straße. Geschäftliche Mitteilungen. Einen großen Berkauf von Wäsche aller Art veranstaltet die Firma In geschmadvoller Deforation sind die Waren in den Erdgeschossen der bier Häuser ausgelegt, so daß jedermann Gelegenheit geboten ist, unter günstigen Bedingungen seinen Wäschevorrat zu ergänzen. Der deutsche Arbeiterschutz im Jahre 1913. Der Gewerbeaufsicht waren 1913 insgesamt 321 401 Betriebe, in denen rund 6½ Millionen Personen beschäftigt waren, unterstellt. Die Zahl der in der Gewerbeinspektion tätigen Beamten ist Wegen Unterschlagung im Amte war der Briefträger Wilhelm im Berichtsjahr von 555 auf 564 gestiegen. Unter diesen Beamten Schulz angeklagt. Erst vor kurzer Zeit hatte sich vor der Strafbefinden sich auch 48 weibliche Assistentinnen und 18 Gehilfen aus tammer ein seit 27 Jahren im Postdienst befindlicher Beamter, dem Arbeiterstande. Die Zahl der letzteren vermehrte sich um 11. der in ca. 1000 Fällen Postsendungen entwendet hatte, zu verant Im Durchschnitt entfielen auf jeden Beamten der Gewerbeinspek- worten und wurde zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. A. Wertheim in dieser Woche in ihren vier Berliner Geschäftshäusern. tion 569,5 Betriebe und 11 540,8 Arbeiter. Diese Zahlen beweisen, Auch in dem vorliegenden Falle handelte es sich um einen seit wie stark die Beamten belastet sind und wie weit die Gewerbeauf- 15 Jahren im Amt befindlichen Beamten. Die Anklage nimmt an, ficht noch davon entfernt ist, auf dem Gebiete des Arbeiterschutzes daß S. in 300 Fällen Postsendungen, darunter auch viele Feldpostdurchgreifend wirken zu können. Dieses Moment drückt sich denn pakete, unterschlagen hat. Der Angeklagte, der früher ca 200 Fälle auch deutlich in den Verhältniszahlen der revidierten Betriebe aus. zugegeben hatte, bestritt vor der Ferienstraftammer des LandVon je 100 der Aufsicht unterstellten Betrieben wurden im Jahre gerichts II plötzlich, sich überhaupt strafbar gemacht zu haben. Das 1913 nur 55,6 einer Revision unterzogen, in denen 83,7 der ge- Urteil der Strafkammer lautete auf 2 Jahre und 6 Monate Gefängnis. samten Aufsicht unterstellten Arbeiterzahl beschäftigt war. Das Revisionsverhältnis gestaltet sich allerdings gegen das Vorjahr etwas günstiger, doch kann nur dann der Zustand als ein idealer angesehen werden, wenn ein jeder von den der Aufsicht unterstellten Betrieben mindestens einmal im Jahre revidiert wird, und bei Betrieben, die für Leben und Gesundheit der Arbeiter besonders gefahrbringend sind, die Revisionen sich des öfteren wiederholen. Aus aller Welt. Mogelnde Bauern. Die Firma Gustav Lustig, Brinzenstr. 46/47, empfiehlt in dem morgen erscheinenden Inserat ihr umfangreiches Speziallager in Bettstellen und Kinderwagen. febern, fertigen Betten, Bettwäsche, Metallbett. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Donnerstag, den 2. September, Besichtigung des Fürsorge- Erziehungsheims zu Kleinbeeren. Näheres in der Dienstagnummer. Eingegangene Druckschriften. Um ein genaues Ergebnis der Getreideernte festzustellen und Der Bergbau- Aufsicht waren 3123 Betriebe mit 877170 be- um die Verfütterung von Getreide möglichst zu verhindern, hat Philosophie des Krieges in Umrissen. Von H. Gomperz. 2,50 M. F. A. Perthes, Gotha. schäftigten Arbeitern unterstellt. Die Aufsicht wurde von 121 Be- der selbstwirtschaftende Bezirk der Lippischen WirtschaftsgemeinZehn Jahre Ententepolitik. Zur Vorgeschichte des Krieges. Rede amten ausgeübt, so daß auf jeden Beamten 25,8 der zu beaufsichtigenden Betriebe mit 7249,3 Arbeitern kamen. Von je 100 Be- fchaft angeordnet, daß jeder Dreschmaschinenbefizer verpflichtet des deutschen Reichstanzlers vom 19. August 1915. 10 Pf. G. Stilte, trieben wurden 95,0 revidiert und von den Revisionen ziffernmäßig ist, jeden einzelnen Erdrusch mit Namen des Besizers und der Berlin NW. Sozialdemokratie und Kriegskredite. Von F. Stampfer. 10 Pf. fast alle Arbeiter erfaßt. Die größeren Gefahren des Bergwerf Menge in ein Buch einzutragen. Nachträglich hat sich nun heraus- Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW 68, Lindenir. 3. betriebes erfordern natürlich eine höhere Revisionstätigkeit; hier gestellt, daß viele Landwirte diese Bestimmung dadurch um= Soldaten Merkurs. Werden- Bestehen Vergehen einer Firma. muß die Forderung lauten: daß alle Betriebe im Laufe des Jahres gingen, daß sie ihr Getreide über die Grenze ins Ein Roman von P. Steller. 5 M. W. Heims, Leipzig. wiederholt und eingehend zu revidieren sind. Die Behandlung der Lungentuberkulose im Hochgebirge. Von Preußische beförderten und dreschen ließen, wo Dr. D. Amrein. 60 Bf., geb. 80 Pf.- Eigener Herd ist Goldes wert. Gegenüber dem Vorjahre ist eine Vermehrung der Betriebe es eine solche Kontrollbestimmung nicht gibt. Es ist amtlich mit- Brattische Familienhäuser mit Hausgarten. 108 G. 2 M., geb. 3 M. um 4,1 Proz. eingetreten. Die Gesamtarbeiterzahl bezifferte sich geteilt worden, daß es sich um„ zahlreiche" Grundbesizer handelt, G. Abigt, Wiesbaden. auf 7 386 173. Sie hat sich seit 1912 um 1,5 Proz. vermehrt. Die die sich so vergangen haben. Die Sozialdemokratie am Scheidewege. Von E. Rother. 20 Pf. Gesamtarbeiterschaft setzt sich zusammen aus 5 409 546 erwachsenen S. Heimann u. Sohn, Berlin NO 43. Männern, 1 405 621 erwachsenen Frauen, 556 840 jugendlichen Personen von 14-16 Jahren und 14 166 Sindern unter 14 Jahren. Unter dieser Ueberschrift schildert die„ Deutsche Tageszeitung" Montagmittag. In den Tagesstunden sehr warm; zunächst vorwiegend Bon je 100 Arbeitern waren 73,24 erwachsene Männer, 19,03 erwachsene Frauen, 7,54 Jugendliche und 0,19 Kinder. Bei einem einen Vorgang, der sich in Pleß( Oberschlesien) abgespielt hat. heiter und troden, später im Besten langsame Zunahme der Bewölkung Vergleich der Verhältniszahlen des Berichtsjahres mit denen des Dort hatte die Behörde als Höchstpreise für ein Pfund Butter und strichweise Gewitter. Rabiate Händlerinnen. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis In dieser Woche: A- WERTHEIM M. g. SonderPreise H. GROSSER WÄSCHE- VERKAUF 2.15 2.15 G 匠 2.40 VersandAbteilung Berlin W 66 2.50 3.90 Jacquard- Tischtuch Gerstenkorn- HandGrösse 130-160 cm.... 2.70 tücher.... Dutzend 7.60 Tischzeuge Handtücher Damen- Wäsche Tischzeuge Taghemden mit Stickerel. mit Stickerel...... 1.95 handstickerel ähnlich. 1.70 1.85 1.90 2.15 mit Stickerel 2.25 3.50 m. handgeslidki. 2.30 2.50 Ansatz.. mit Madeirapasse. Taghemden Sticker.- 3.75 m Stickerelen, 3.70 Myrthen- Muster Ansatz... 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Residenz- Theater Trianon- Theater. 3 8 Uhr. Der Sonnenvogel. 8 Uhr: Die Waise aus Lowood. Deutsches Theater. Direktion: Max Reinhardt Mittw. 1.Sept: Eröff.- Vorst.: Faust!. Donnerstag: Das Wintermärchen. Kammerspiele. Mittw. 1. Sept.: Eröffn.- Vorst.: Der Weibsteufel. Donnerst.: Weibsteufel. Volksbühne. Theater a. Bülowpl. Direktion Max Reinhardt. Mittw. 1. Sept.: Eröffn.- Vorst.: Die Räuber. Donnerstag: Die Räuber. 8 Uhr: Hannemanns Nachfolger. URANIA Taubenstr. 48/49. Sonntag 4 Uhr( halbe Preise): Flandern und der Krieg. 8 Uhr: An den Grenzen von Südtirol und Italien. Montag 8 Uhr: Zur Einnerung an die Schlacht bei Tannenberg. Auf den Schlachtfeldern in Ostpreußen. Voigt- Theater. Casino- Theater Badstr. 58. Täglich: Badstr. 58. Arbeit schändet nicht. Boltsstud mit Gesang in 3 Aufzügen. Erstklassiges Varieté Staffeneröffnung 10 Uhr..Anf. 4 Ubr. Rose- Theater. 8. Die Tochter des Gefangenen. Gartenbühne: Mamas Liebling. Walhalla- Theater. Die Maschinenbauer 8 Uhr: von Berlin. Gartenbühne: Vorstell., Apollosänger. Lothringer Str. 37. Lägl. 8 Uhr: Die neue Berliner Ballspoffe Familie Schnase. Urberlin. Handlung. Urberlin. Figuren. orber der erstkl. Spezialitäten- Teil. Borbert. f. d. ganze Woche v. 11-2 Uhr. Sonnt. 4 Uhr: Die gute Mama. Theater Folies Caprice Passen- Theater 8% Onkel Mendelsohn Citrons geben sich die Ehre mit Leonhard Haskel und Siegfried Berisch. Reichshallen- Theater. Palast Stettiner Sänger. 8um 208. Male: Theater Am Zoo Heute Vorstellungen jeder Im Schüßen- 3 Uhr Nach 1 Kind frei. Uhr graben. Anfang Sonnt. 7, Uhr. Letzter Sonntag! ? Paini? a. das ges. Aug.- Progr. Voranzeige! Mittw., 1.Sept.: Beginn der Winter- Spielzeit. Ein Rekord- Progr. Alles neu! Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Denkt an uns sendet Salem- Aleikum Salem Gold oder Zigaretten Willkommenste Liebesgabe Preis: No 3 4 5 6 8 10 3245 6 8 10 Pfg.d. Stck. 20 Stek feldpostmässig verpackt portofrei! 50 Stck feldpostmässig verpackt 10Pf. Porto! 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Das Gas brennt jedoch in den bekannten, heute wohl fast ausschließlich benutten Basglühlichtbrennern genau so gut wie borher. Da noch in einer Reihe bon Hinterhäusern usw. Schnitt brenner im Betriebe find, werden die Hausbefizer dringend darauf auf merjam gemacht, zur rechten Seit für den nötigen Ersatz zu sorgen, d. h. Gasglühlichtbrenner an Stelle der Schnittbrenner einbauen zu lassen, 8. B. sogenannte Liliputbrenner und ähnliche, die neben einer befferen Lichtwirkung noch den Vorteil bieten, daß sie im Vergleich zu den Schnitt * brennern weniger als die Hälite Gas verbrauchen. 70/ 20* Städtische Gaswerke Berlin. Gasgesellschaft( Imperial Continental Gas- Assoziation). Städtische Gaswerke Charlottenburg. Reinhold Mobrad, Schriftführer. Städtische Gaswerke Neukölln. Emil Lefevre Berlin S, Oranienstr. 158 Wunderbare Neuheiten, Gardinen, Stores, Vitrages, Tullbettdecken etc. in allen Stilarten. Abgepaßte Dekorationen mit Querbehang. Letzte Neuhetten. 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Munitionskolonnen: Feldartillerie- Munitionskolonnen Nr. 1 hält Verluste folgender Truppen: Diedenhofen; Feld- Maschinengew.- Züge Nr. 108( f. Inf.- Reg. und 4 des 1. und Nr. 9 des 20. Armeekorps; Res.- Art.- MunitionsNr. 132), 266( f. Landst.- Inf.- Reg. Nr. 20); Gebirgs- Maschinengew.- folonne Nr. 59; Etappen- Munitionskolonne Nr. 4 des 17. ArmeeAbt. Nr. 8. korps und Nr. 54. Etappen- Kommandantur Uhnow. Kavallerie: Reg. der Garde du Corps; 2. Garde- Drag.( siehe 2. Garde- Reg. 3. F.); 3. Garde- Ulanen; Kürassiere Nr. 2, 6, 7; Schwere Res.- Reiter Nr. 1; Dragoner Nr. 8, 12, 15, 17, 18, 21; Res.- Drag. Nr. 8; Husaren Nr. 16; Res.- Husaren Nr. 9; Reſ.Ulanen Nr. 3; Jäger zu Pferde Nr. 5; 2. Landw.- Est. des 17. Armeekorps. Infanterie usw.: Garde: 1., 2., 3., 4. und 5. Garde- Regiment 3. F.; 7. Garde- Inf.- Reg.; Gren.- Regimenter Alexander, Franz, Augusta und Nr. 5( s. Res.- Inf.- Reg. Nr. 1); Garde- Füf.- Reg. Lehr- Inf.- Reg. Gren.- bzw. Inf.- bzw. Füs.- Regimenter Nr. 1 ( s. Res.- Inf.- Reg. Nr. 1), 9, 10, 11, 13( s. Res.- Inf.- Reg. Nr. 1), 15, 16( 1. Feldart.- Reg. Nr. 43), 17, 25, 28, 31, 32( 1. auch GardeFüs.- Reg.), 35, 40, 41( s. Res.- Inf.- Reg. Nr. 1), 43, 44, 50, 51, 53, 54, 56, 57, 59, 61, 62, 64, 67, 69, 70, 74, 76( f. auch Res.- Inf.- Feldartillerie: 2., 4. und 7. Garde- Reg.; Regimenter Nr. 1, Reg. Nr. 76), 78, 80, 84( j. auch Feldfliegertruppe), 85, 87, 89, 2, 5, 9, 19, 20, 27, 37, 43, 62, 69, 99; Res.- Regimenter Nr. 6, 12, 91, 92( 1. auch Res.- Inf.- Reg. Nr. 1), 93, 95( s. auch Feldflieger- 43, 48, 52, 57, 61. truppe), 98( 5. Res.- Inf.- Reg. Nr. 1), 99, 111, 112, 116, 132, Fußartillerie: Regimenter Nr. 11 und 20; Ref.- Reg. Nr. 14; 135, 146, 148, 149, 150, 152( f. Inf.- Reg. Nr. 341), 153( 5. auch Ers.- Bataillone Nr. 22 und 27. Res- Inf.- Reg. Nr. 66 und Feldfliegertruppe), 155, 156, 160, 161, Pioniere: Regimenter Nr. 20, 23, 24, 25, 29, 36; Bataillone: 162( 1. auch Inf.- Reg. Nr. 146), 163, 166, 167, 168, 171, 173, 174, I. Nr. 1, II. Nr. 5, II. Nr. 7, I. Nr. 8, I. Nr. 15, I. Nr. 17, 175, 329, 332, 341, 360, 361, 364, 369, 371. Ref.- Inf.- Regimenter I. Nr. 28; Kompagnien Nr. 201 und 305; Res.- Kompagnien Nr. 81 Nr. 1, 5, 7, 8, 11, 13, 19, 35, 39, 48, 56, 66, 69, 70, 74, 76, 80 ( 1. Lehr- Inf.- Reg.), 91, 92, 94, 111, 204, 206, 212, 213, 215, 216, 219, 223, 226, 228, 237, 250, 258, 259, 268. Ers.- Juf.- Regimenter Königsberg Nr. 1( s. Erſ.- Inf.- Reg. von Nussbaum) und v. Nussbaum. Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 9, 12, 18( s. Landst.- Inf. Reg. Nr. 7), 24, 27, 34, 48, 82, 99, 110. Landst.- Inf.- Regimenter Nr. 7, 17, 20. Mobiles Inf.- Bat. Marienburg. Brigade- Erf.- kommandantur Breslau. Armee- Telegr.- Abteilungen Nr. 7 und 11. Bataillone Nr. 11, 14( beide s. Inf.- Reg. Nr. 360), 26( f. Inf.- Reg. Feldluftschiffer- und Feldfliegertruppe. Nr. 369), 36( f. Inf.- Reg. Nr. 361), 76( f. Inf.- Reg. Nr. 371), 80, Train: Train- Abteilungen Nr. 3 und 4; Train- Eri.- Abt 86( beide J. Inf. Reg. 364). Landw.- Brig.- Ers.- Bat. Nr. 38. Land- Nr. 18. Res.- Div.- Brückentrain Nr. 48. Fuhrparffolonne Nr. 2 sturm- Inf.- Bataillone: I Küstrin, III Flensburg, II Heidelberg, des Garde- Referveforps und der 35. Res.- Div.; Res.- FuhrpartHildesheim, II Königsberg, Marienburg, Rastenburg, II Schrimm, kolonnen Nr. 60, 74, 108; Etappen- Fuhrparkkolonne Nr. 3 des Gegründet 1876 Versand nach allen Plätzen Deutschlands. und 85; 1. Landw.- Komp. des 1., 1. des 6. und 1. des 14. Armeeforps. Scheinwerferzug Nr. 187; Res.- Scheinwerferzug Nr. 41; Leichter Festungs- Scheinwerferzug Nr. 18. Mittlere MinenwerferAbteilungen Nr. 106, 154, 156, 195; Schivere Minenwerfer- Abteilungen Nr. 7 und 73. Verkehrstruppen: Militär- Eisenbahndirektion Nr. 2. BahnhofsMöbelfabrik Rob. Seelisch BERLIN O 2, Rigaer Straße 71-73a empfiehlt gute preiswerte Möbel Wohnzimmer 203.50 255,75 293 363 446 534 Schlafzimmer 242, 322, 360, 429, 495, 853 Speisezimmer 323, 447, 715, 748, 935, 1395 Herrenzimmer 205, 337, 473, 503, 576, 823 Küchen.... 60, 79, 94, 105, 121, 138, 193 Einrichtungen bis 10 000 M. Garderobe für Herren, Damen, Kinder kauft man preiswert und gut bei Kredit- Feder ZENTRALE Norden: Brunnenst.1 Eing. Weinbergsweg28 Filiale Frankfurt. Allee 350 Saden: Rottbuser Damm 103 Osten: Filiale Filiale Westen: Charlitbg. Täglich Eingang von Herbst- Neuheiten! In enormer Auswahl unter günstigen Zahlungsbedingungen: Deutscher Transportarbeiter- Verband. Herren- Anzüge, Paletots, Ulster, Joppen, Kleider. Damen- Ulster, Tuch- u. Astrachanmäntel, Pelz- Kolliers, Muffen, Pelzmäntel, Damenhüte, Reiher, Federn, Schuhwaren, Wäsche. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Kutscher Willi Frömel von der Firma Barth, Falfstr. 18, am 26. d. M. im Alter von 24 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 29. August, nach mittags 2 Uhr, von der Leichenballe des Neuköllner GemeindeFriedhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. 68/14 Die Bezrksverwaltung. Allzu früh und fern von seinen Lieben starb am 11. August nach einem Jahre harter Stämpfe und schweren Ringens mein lieber Mann und treusorgender Vater seiner einzigen Tochter, der Ge freite der Landwehr Hugo Schwarz im eben vollendeten 40. Lebensjahre. In tiefstem Schmerz Frau Sophie Schwarz geb. Hase 93A nebst Tochter und Angehörigen. Stolz war Dein jugendlicher Sinn, Freundschaft licbend immerhin. Es mar Dein ganzes Bemühen, Dir Dein einziges Kind hoch zu erziehen. Aber es war Dir nicht vergönnt, Beil Gott der Vater anders denkt, Und Dir die ewige Ruhe Im Feindeslande schenkt. Ruhe sanft in Frieden! Günstigste ZahlungsBedingungen. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Klempner August Stegen Wilmersdorf, Holsteinische Str. 3, am 26. August gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 29. August, nachmittags 12, Uhr, von der Leichen halle des Wilmersdorfer Friedhofs, Berliner Straße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 118/15 Die Ortsverwaltung. Als Opfer des furchtbaren Weltfrieges fiel bei einem Sturmangriff am 18. Juli der Werkstattschreiber Ernst Kams. Ein ehrendes Andenken bewahren ihm stets 93A Die Kollegen der A.E.G. Bahnfabrik- Abteilung Mstr. Seefeld. Fern von der Heimat fiel am 10. August, als Opfer des Weltfrieges, infolge eines Rippenschusses, unser lieber Sohn und guter Bruder, Neffe und Entel Max Steidel 45. Res.- Inf. Regt. im blühenden Alter von 28 Jahren. Die tiefbetrübten Eltern und Geschwister und Frau Korkow. Ruhe sanft in fremder Erde! Scharrenstrasse 5 Am 6. August fiel unser ältester Sohn, mein lieber Mann, guter Bater seiner beiden Söhne, der Landsturmmann Walter Menzel im 29. Lebensjahre. Ihm folgte am 12. August unser Schwiegersohn und Schwa mein lieber Mann und ger, guter Vater seiner beiden Töchterchen, der Landsturmmann Gustav Elsholz im eben vollendeten 29. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Familie August Menzel Wanda Menzel nebst Söhnen Margarete Elsholz nebst Töchtern. Ihr sankt dahin, wie Rosen finfen, Wenn sie in boller Blüte steh'n; Und heiße Tränen fließen, Daß Ihr beide mußtet von uns 55A geh'n. Als Opfer des Weltkrieges fiel am 21. Juni bei einem Sturmangriff unser lieber Bruder, Schwager und Onkel, der Gre nadier Emil Rißmann im blühenden Alter von 23 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an Familie Otto Rißmann, Familie Adolf Rißmann, Oberschöneweide, Richard Rißmann, zurzeit Fürstenwalde. Du mußtest uns so früh verlassen Und aus unserer Mitte gehn, Bir lönnen es immer noch nicht faffen, Daß wir uns nicht sollen 862 wiedersehn. Auch wir haben den Verlust zweier Kollegen auf dem Schlachtfelde zu beklagen: Otto Habicht ( gefallen am 19. Juli) im 34. Lebensjahre, und Fritz Busse ( gefallen am 20. August) im 40. Lebensjahre. Wir beklagen das tragische Geschid dieser beiden lieben Kollegen und werden deren Andenken stets in Ehren halten. 27A Die Kollegen der Allgemeinen Ortskrankenkaffe für den Stadtkreis Charlottenburg. Fern von den Seinen starb als Opfer des Weltkrieges im Lazarett unjer guter, hoffnungsvoller Sohn, Bruder und Bräutigam, der Galvanoplastiker Karl Baatz im blühenden Alter von 22 Jahren. Bon feindlicher Kugel ber= ichont, raffte ihn die tüdische Krankheit hinweg. Dies zeigen tiefbetrübt an Neukölln, Jdeal- Passage 16. Karl Baat und Frau. Paul Baak als Bruder. Erna Baak als Schwefter. Hannchen Riebel als Braut. Du warst im Leben gut und schön. Wir durften Dich nicht wiederschn. Am 20. Juli 1915 starb als Opfer des Weltkrieges mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Schwager und Dntel 55A Willi Gehricke im 33. Lebensjahre.. Er hoffte stets auf ein Biedersehn, Doch dieses kann nun nicht mehr geschehn. Er war so jung und starb so früh, Wer ihn gekannt, vergißt ihn nie. Ihm der Friede, uns der Schmerz. Die trauernden Hinterbliebenen. Als Opfer des Weltbrandes fiel auf dem Schlachtfelde unser Stollege 14A Adolf Haase. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. Die Kollegen der Firma Danneberg& Quandt. Als Opfer des Weltkrieges fiel am 15. August d. J. bei einem Gefecht mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Schwager und Onkel, der Tischler 23A Hermann Brandt im 25. Lebensjahre. In tiefstem Schmerz die trauernden Hinterbliebenen Ww. Gustave Brandt, a. Mutter Martha Otte, geb. Brandt Reinhard Brandt, z. 3. im Felde Willi Brandt, Anna Brandt, geb. Reinke Alfred Otte geb. Re Alfred u. Erna Brandt) a. Nichte Alfred und Fritz Otteju.Reffen Berlin N., Uedermünder Str. 1. Sanitäts- Formationen: Sanitäts- Komp. Nr. 3 des 6. und Nr. 1 des 8. Armeekorps. Res.- Lazarette Nr. 2 Bonn und Elberfeld; Festungslazarett Breslau. Freiwillige Krankenpflege. Fortifikationen, Armierungs-, Arbeiter- und Straßenbau- Formationen: Fortifikation Königsberg. Armierungs- Bataillone. Arbeiter- Bataillon Nr. 1. Straßenbau- Kompagnien. Bewachungskommando des Gefangenenlagers Langensalza. Feldpost: Feldposterpedition der 84. Jnf.- und der 79. Res.Div.; Feldpoststation Nr. 153. * Der Schluß der sächsischen Verlustliste Nr. 186, deren Inhalt gestern mitgeteilt wurde, wird veröffentlicht. Die württembergische Verlustliste Nr. 250 enthält Verlufte des Ers- Inf- Reg. Nr. 51; Gren.- Reg. Nr. 119; Reſ.- Inf.Reg. Nr. 119; Inf.- Reg. Nr. 121; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 121; Inf. Reg. Nr. 127; Landw.- Feldart.- Reg. Nr 1; 3. Feld- Pionier- Komp.; Art.- Munitionsfolonne Nr. 2; Sanitäts- Kraftwagen- Kolonne Nr. 4; Verluste durch Krankheiten; Berichtigungen früherer Verlustlisten. Die württembergische Verlustliste Nr. 251 bringt Ver= lufte des Inf.- Reg. Nr. 120; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 120, 121; Gren.- Reg. Nr. 123; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 124; Inf.- Regimenter Nr. 126, 127, 180; lanen- Reg. Nr. 19; Feldart.- Reg. Nr. 13, 49, 116; Berichtigungen früherer Berluſtliſten. Den Tod erlitt am 6. Auguſt unser lieber Freund und Jugendgenosse Karl Baatz. Bis zu seiner vor zwei Jahren erfolgten Einziehung zum Militär war der Verstorbene ein eifriger und treuer Mitarbeiter in unserer Bewegung. 73A Er bleibt in unserer Erinnerung. Arbeiterjugend Neuköllns. Am Mittwoch starb nach langer Strankheit mein lieber Mann und guter Bater, der Arbeiter Karl Claus Lübbener Str. 27. Witwe Claus nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Montag, den 30. August, nachmittags 42 Uhr, auf dem Emmaus Kirchhof in Neukölln statt. 54A = Den Heldentod fand am 14. August 1915 mein lieber Brüder, 87A Schwager und Onkel Wilhelm Kunschke 1. Garderegiment zu Fuß. In tiefem Schmerz gewidmet von Ernst Kunschke als Bruder, zurzeit im Felde. Wanda Kunschke als Schwägerin nebst allen Angehörigen. D du Natur, die du stärker bist als Menschen, Lap' Blumen blühen auf ein Grab, Das niemand pflegen kann. Ruhe sanft in fremder Erde. Allen Freunden und Be fannten die traurige Mitteilung daß unser lieber Bater, Schwiegers bater, Bruder, Schwager und Dntel Albert Voigt im 66. Lebensjahre nach schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Dies zeigen tiefbetrübt an Gustav Schulz und Frau Emma geb. Voigt. Bankow, Floraſtr. 31. Die Beerdigung findet Montag, den 30. August, nachmittags 3 Uhr, vom Pankower Friedhof, Schönholzer Heide, aus statt. am Am 25. August starb an einer tüdischen Krankheit in einem Lazarett unser Kollege Oskar Schwebe. Die Kollegen der Firma F. P. Krüger, Neukölln. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. 29A Deutscher Arbeiter- Wanderbund „ Die Naturfreunde". Abteilung Baumschulenweg. Als Opfer des Weltkrieges ist am 18. Juli unser Freund und Wandergenoffe im Fritz Röstel jugendlichen Alter bon 20 Jahren seinen Wunden erlegen. Treu hielt er zu unserer Sache. Wir werden seiner stets in Freundschaft gedenten. 2/4 Fern von der Heimat fiel am 1. Auguft bei einem Sturmangriff unser unvergeßlicher Sohn und 55A Bruder, der Musketier Artur Schoppenhauer im 29. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Eltern und Geschwister. Ruhe sanft in Feindesland. Am 2. August fiel mein lieber unvergeßlicher, Mann, unser lieber Sohn, Bruder, Schwager, Onkel, 2286b der Reservist Wilhelm Gehring im 32. Lebensjahr. In tiefem Schmerz Frau Helene Gehring, Lichtenberg, Weichselstr. 19. Du hast geglaubt, gehofft an eine Wiederkehr, Doch nun Dein Plaz in unserm Heim bleibt leer; Nichts bringt Dich Braven, Guten mehr zurüd, Zerrissen ist jetzt unser ganzes Blüd. Nun, lieber Mann und Bater, ruh' in Frieden, Ewig beweint von Deinen Lieben. Als Opfer des Weltkrieges fiel infolge eines Kopfschuffes am 18. August unser inniggeliebter Sohn, unser guter Bruder, Schwager und Dnfel 8421 Kurt Hager im blühenden Alter von 21Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an Eltern und Geschwister. Ruhe sanft in fremder Erde! Am 4. Auguſt fiel bei einem Sturmangriff mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Schwager und Bräutigam, der Gefreite d. 2. Otto Volmerg Ref. Inf. Regt. 93, 8. Stomp. im 29. Lebensjahre. Dies zeigen an in tiefstem Schmerze 2285b Witwe Volmerg und Kinder. Anna Wuttig als Braut. Ruhe sanft in fremder Erde. Am 26. Auguft starb im Kriegslazarett der Landsturminfanterist Karl Sahm an den Folgen seiner schweren 2288b Verwundung. Wir betrauern in ihm einen lieben Kollegen und Mitarbeiter. Das Personal der Firma Döring& Huning, Buchdruckerei. Männer- Gesangverein Lorbeerkranz 79. Als Opfer des Weltkrieges sfarb den Heldentod infolge ciner schweren Verwundung am 18. August 1915, unser lieber, treuer Sangesbruder, der Landsturmmann Max Kukawka im Inf. Reg. Nr. 45. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Stumm schläft der Sänger. 59/20 214/8 .01 and Dem Andenken unferer auf dem Kriegsschauplatz gefallenen Genossen! Am 7. August fiel auf dem Schlachtfelde der Genosse, Schriftseker Robert Springsguth Bezirksführer des 100. Bezirks. Ferner fiel am 11. August der Genosse, Schriftseter Max Sarnow Bezirk 131. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 2. Berl. Reichstagswahlkr. Im Lazarett starb der Schlosser Franz Groth Dolziger Str. 6, Bezirk 365 I. Im Felde fiel der Arbeiter Rudolf Grünwald Mirbachstr. 49, Bezirk 369 II. Im Juni fel der Metallarbeiter Bruno Stiller Mustauer Str. 54, Bezirk 178. Am 18. Auguſt fiel der Maler Erich Zimmerlich Ebelingstr. 14, Bezirk 409 I. Am 21. Mai fiel der Hausdiener Richard Knechtel Thaerstr. 4, Bezirk 351. Am 8. Auguft starb im Lazarett der Kutscher Gustav Gürschner Elisabethstr. 12 a, Bezirk 374. Am 3. Mai starb im Lazarett der Bäckermeister lay do s Новод efter 176 Georg Krause Görlizer Str. 55, Bezirk 194. Am 10. Auguft fiel der Bergolder Max Steidel Langenbedstr. 3, Bezirk 386. Am 19. August fiel der Klempner Emil Plautz Landsberger Allee 145, Bezirk 386. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 4. Berliner Reichstagswahlkr. Am 8. August verstarb im Feldlazarett an seinen im Felde erhaltenen Wunden der Tischler Edmund Lammert Prinzen- Allee 12. 18. Abt., Bez. 820. Am 12. Auguft fiel der Bäcker Georg Knorr Reinidendorfer Str. 43. 20. Abt., Bez. 792. Bm 6. August fiel der Ladierer Fritz Günther Raumerstr. 29. 4. Abt., Bez. 544. In den Kämpfen fiel am 8. August der Dreher Walther Meyer Grünthaler Str. 12. 8. Abt., Bez. 811. 66 Turnverein„ Fichte Berlin Sta Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes. Im Kampfe fürs Vaterland schieden folgende Turngenossen aus unseren Reihen: Georg Held, 2. Männer- Abteilung Alfred Engelmann, 3. Männer- Abteilung Ernst Härtel, 4. Männer- Abteilung Ernst Jarosch, 4. Männer- Abteilung Erich Volkmann, 5. Männer- Abteilung Hans Jordan, 5. Männer- Abteilung Max Guéridon, 6. Männer- Abteilung Hans Lenz, 12. Männer- Abteilung Paul März, 12. Männer- Abteilung Emil Schallinatus, 15. Männer- Abteilung Artur Schoppenhauer, 15. männer0. Mayor, 15. Männer- Abteilung Georg Balzer, 16. Männer- Abteilung Walter Papendorf, 17. Männer- Abteilung Richard Jerisch, 18. Männer- Abteilung starb am 7. Auguft im Feldlazarett. Ehre ihrem Andenken! Abteilung Zentral- Verband der Steinarbeiter. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Kollegen Max Lange of slin Wilh. Radensleben Otto Hempel als Opfer des Weltkrieges gefallen sind. 171/8 Ehre ihrem Andenken! Am 13. Juli verstarb in russischer Gefangenschaft in Nikolstuffuristi( Sibirien) der Genoffe 227/9 239/1 251/9 Paul Wünsch Kolberger Str. 26. 17. Abt., Bez. 800. Am 16. August verstarb im Feldlazarett der Dreher Karl Sauermann Sparrstr. 18. 16. Abt., Bez. 753. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstagswahlkr. Im Felde gestorben der Stereotypeur Karl Baatz Ideal- Passage 16, 5. Bezirk. Am 1. Auguft gefallen der Möbelpolierer Rudolf Heinrich Brusendorfer Str. 1/2, 11. Bezirk. Am 24. Juli gefallen der Handlungsgehilfe Paul Jachtner Isarstr. 9, 7. Bezirk. Am 25. Juli gefallen der Steinmet Max Lange Siegfriedftr. 8/9, 15. Bezirk. Im Felde gefallen der Graveur Rudolf Mauseholz Mareschstr. 14, 11. Bezirk. Am 14. Auguft gefallen der Arbeiter Max Schwarz Jdside Biffmannstr. 10, 24. Bezirk. Am 24. Juli gefallen der Lichtdruder Wilhelm Kielblock Berliner Str. 60, 7. Bezirk. Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. Als Dpfer des Weltkrieges fiel unser Genoffe, der Schriftfeter Gustav Kranewitz Charlottenburg, Berliner Str. 155. Sozialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Bei den Kämpfen fiel unser braves Mitglied, der Unteroffizier Paul Eckert 196/13 Berlin- Lichterfelde, Moltkestraße. Sozialdemokratischer Wahlverein Berlin- Lichterfelde. Durch Stopfschuß fielen am 17. Juli Genosse Harl Hampe Gruppe 18, und am 15. August Genosse *** Friedrich Heinrich Gruppe 13. Sozialdemokr. Wahlverein Niederbarnim. Bez. Pankow. Deutscher Holzarbeiter- Verband Zahlstelle Berlin. Im Felde gefallen sind folgende Mitglieder: Karl Brock, Klavierarbeiter, 27 Jahre alt. Max Brunnert, Sammarbeiter, 28 Jahre alt. Joseph Cholewa, Klavierarbeiter, 87 Jahre alt. Robert Faist, Drechsler, 81 Jahre alt. Rudolf Heinrich, Bolierer, 84 Jahre alt. Walter Menzel, labierarbeiter, 29 Jahre alt. Otto Reimers, Tischler, 34 Jahre alt. Edmund Lammert, Tischler, 29 Jahre alt. Karl Scheffler, Tischler, 38 Jahre alt. Georg Scholz, Tischler, 21 Jahre alt. Julius Villain, Tischler, 29 Jahre alt. Ferdinand Zernikow, Tischler, 26 Jahre alt. 87/88288 1100A Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiterverband. Zahlstelle Steglitz. Dem Andenken unserer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Kollegen: Paul Wüstenhagen, fler. ab Franz Dobrik, Bobenleger. Fritz Limberg, Tischler. Otto Boas, Tischler. Franz Sauer, Ginfeter. Die Ortsverwaltung. 87/7 Hermann Wenzel, ifler. Verband der Maler, Lackierer etc. Filiale Berlin. Dem Andenken unserer auf dem Schlachtfelde gefallenen Kollegen: Günther, Fritz, Lackierer. Wotzke, Adolf, Bezirk Adlershof. Zimmerlich, Erich, Bezirk Osten. 136/17 Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Verband der Lithographen, Steindrucker und verwandten Berufe Unseren Mitgliedern hierdurch die traurige Mitteilung, daß nachstehende vier Kollegen als Opfer des Weltkrieges zu verzeichnen find: Erich Kanzow Steindruder, verstorben am 4. August 1915 an den Folgen einer schweren Schulter- und Oberschenkelverlegung in einem Feldlazarett Willi Weigert Steindruder, verstorben am 6. August 1915 an den Folgen von fünf schweren Verlegungen Georg Filko Lithograph, gefallen am 29. Juli 1915 durch Kopfschuß Richard Buschbeck Achtdruder, verstorben am 25. August 1915 an den Folgen einer schweren Lungenentzündung. Ein ehrendes Andenken werden wir den so jah dahingeschiedenen vier Sollegen stets bewahren. 108/15 Die Verwaltungen Berlin I, III, IV. So plößlich aus dem Leben und unserem schönsten Glück geriffen wurde in Erfüllung seiner Pflicht durch Brustschuß am 12. August mein heißgeliebter, guter, unber geßlicher Mann, der herzensgute, treusorgende Bater unserer Kinder, der Landsturmmann Georg Knorr 37A des 2. Garde- Reserve- Inf.- Regt. 7. Komp. im blühenden Alter von noch nicht vollendetem 40. Lebensjahre. ant Dies zeigen in tiefstem Schmerze Frau Lina Knorr u. Kinder Grete, Gertrud, Georg und Arno, Berlin, Nazarethkirchstr. 49. Im Feindesland Dein treues Auge brach, Dein golden Herz tat seinen letten Schlag. 8um fernen Grab schweift tränenschwer der Blid In weher Klage um verlornes Glüd. Wer Dich getannt, so brab, so treu, so schlicht, Im Leben, im Beruf, vergißt Dich nicht. Als höchfte Pflicht stand Dir voran im Leben, Für unser Glück nur Tag und Nacht zu streben Und unsre Zukunft fester noch zu gründen, Standit Du vorm Ziel, da mußt den Tod Du finden. Wie schwer war Dir das Scheiden Von uns, geliebtes Herz, Weißt nicht, was wir jetzt leiden, In diesem großen Schmerz. Wir baten alle Tage, ach lehre bald zurüd, Doch jezt nur eine Stlage, vorbei mein einzig Glüd. Drum schlummre sanft, Du treugeliebtes Herz. Lieber Bater, rus' in Frieden. Unire Liebe deckt Dich zu! Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß meine herzensgute Frau 78A Pauline Gerull geb. Horn plöblich am 25. August, nachm. 312 Uhr, verstorben ist. Der trauernde Gatte August Gerull, Strautftr. 51. Die Beerdigung findet am Montag, den 30. August, nach mittags 3, Uhr, von der Zeichenhalle des städtischen Zentral- Friedhofs in Friedrichsfelde aus statt. Als Opfer des Weltkrieges fiel am 2. August von vier im Felde stehenden Söhnen mein lieber Sohn, unser lieber Bruder und Schwager Ernst Krug 3. Garde- Regt. zu Fuß, 1. Komp. Dle trauernden Hinterbliebenen Witwe Krug als Mutter Gebrüder Krug und Schwägerinnen Emil Krug, zurzeit in russischer Gefangenschaft. Du hast geglaubt, gehofft auf eine Wiederkehr, Doch nun Dein Platz in unserm Heim bleibt leer, Nichts bringt Dich Braven, Guten mehr zurüd, Berrissen ist jekt unser ganzes Glüď. Nun lieber Sohn und Bruder rub' in Frieden, [ 60A Ewig beweint von Deinen Zieben. Dem ewig gram, der diesen Krieg heraufbeschworen. Verband der Sattler und Portefeuiller. Ortsverwaltung Berlin. Als Opfer des Weltkrieges fiel unser Mitglied Otto Elsholz 34 Jahre alt. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. 158/5 Freie TurnerFriedrichsfelde. schaft Mitgl. d. A.-T.-B. Unseren Mitgliedern' owie allen Freunden unseres Vereins die tieftraurige Nachricht, daß unser lieber Turngenosse Willi Jacob im blühenden Alter von 21 Jahren als erstes Opfer in diesem un glüdlichen Striege bei einem Sturmangriff am 4. August gefallen ist. Wir betrauern ihn als einen unserer Eifrigsten und Besten. Er wird uns unvergeßlich bleiben. 186/7 Der Vorstand. Verband der Gemeinde- u. Staatsarbeiter Filiale Groß- Berlin. .0.1.Ab Kollegen Den Mitgliedern zur Nachricht, daß folgende Kollegen auf dem Schlachtfelde gefallen sind: Gustav Matzke, Gasanstalt Gitschiner Str. Hermann Noack, Gasauftalt Danziger Straße. Max Steidel, Deffentl. Beleuchtung. Robert Christoph, Röhrensystem. Hermann Börner, 3entralmagazin. Willi Rosemann, 15. Revier- Inspektion. Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren. Die Ortsverwaltung. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. 35/8 Deutsch. Metallarbeiter- Verband Deutfder Transportarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Es starben folgende Mitglieder im Felde: Julius Bäsel, Metallarbeiter, geg. 3. Februar 1882 in Zigaham. Walter Bock, Schlosser, geb. 14. November 1893 in Berlin. Oswald Bräun Wickler, od geb. 20. September 1886 in Schöneich. Kurt Broske, Mechaniker, geb. 15. März 1894 in Berlin. Georg Brügge, Schloffer, geb. 4. März 1890 in Clebom. Paul Dietrich, Mechaniter, geb. 24. Mai 1892 in Stalfberge. Alwin Ender, Schloffer, geb. 11. Mai 1884 in Friedrichroda. Fritz Ey, Schloffer, geb. 16. August 1884 in Wien. Richard Fischer, Schloffer, geb. 9. März 1892 in Billendorf. Oskar Friedrich, Rohrleger, geb. 6. Auguft 1880 in Sorau. Johannes Gehrke, Dreher, geb. 20. November 1884 in 2übars. Willi Gehrke, Gürtler, geb. 12. Mai 1882 in Berlin. Erich Haar, Schloffer, geb. 21. November 1891 in Wolgast Paul Heine, Metallarbeiter, geb. 6. April 1884 in Trebbin. Paul Hensel, Metallarbeiter, geb. 22. Januar 1885 in Berlin. Richard Hering, Dreher, geb. 26. November 1887 in Thümsdorf. Paul Hoffmann, Rohrleger, geb. 20. April 1884 in Königsberg. Karl Jung, Klempner, geb. 30. Dezember 1881 in Berlin. Konrad Koch, Klempner, geb. 1. November 1886 in Wittenberg. Friedr. Mieland, Metallarbeiter, pgeb. in Funkenhagen. Bruno Mühlbach, Metallarbeiter, geb. 11. Dezember 1887 in Dippoldiswalde. Willi Naumann, Metalldrücker, geb. 6. Juli 1892 in Leipzig. Emil Plautz, Klempner, geb. 18. Oftober 1883 in Derphagen. Paul Rach, 3ifeleur, geb. 15. Februar 1886 in Berlin. Fritz Röthke, Schloffer, geb. 19. Juni 1893 in Hohenfinow. Fritz Ruschin, Alempner, -lidomo geb. 24. Mai 1888 in Neustadt. Karl Sattelberg, Graveur, geb. 22. Dfteber 1894 in Berlin. Oskar Schröter, Schloffer, geb. 5. August 1880 in Metve. Willi Schubert, Klempner, geb. 28. April 1879 in Erfurt. Artur Schulz, Schloffer, geb. 26. September 1895 in Berlin. Hugo Schwarz, Sadierer, geb. 8. Juli 1875 in Mehliad Willi Sellin, Metallarbeiter, geb. 20. Dezember 1886 in Berlin. Alex Strietzel, Gürtler, 1961 geb. 7. Mai 1889 in Nigdorf. Otto Vollmerg, Guittarbeiter, geb. 4. November 18: 6 in Berlin. Willi Wurbs, Mechanifer, geb. 4. Ditober 1892 in Gleiwig. 9X19W Ehre ihrem Andenken! 118/14 Die Ortsverwaltung. 106 Verband der Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbeiter Deutschlands. Filiale Berlin. Dem Andenken unserer auf dem Kriegsschauplan gefallenen Kollegen! Am 22. Juni fiel der Herrenmaßschneider Franz Zank, geb. 1. 11. 96 Am 23. Juli fiel der Herrenmaßschneider 379 HOM Paul Schlaufuß, geb. 28. 5. 75 Ferner fiel am 11. August der Herrenmaßschneider Hermann Lüder, geb. 22. 11. 74 162/17 a Die Ortsverwaltung. Bezirk Groß- Berlin. Droschken Fern, von der Heimat und seinen Sieber fiel am 24. Juni unser lieber, unvergeßlicher, hoffnungsvoller ältester Sohn und Bruder, de Grenadier 22926 im 21. Lebensjahre. Sm tiefen Schmerz die trauernden Hinterbliebenen Hermann Baensch und Frau als Eltern. Erich, zurzeit im Felde, Otto und Willi als Brüder. fehrt nie mehr zurück. Vernichtet hat's ein Augenblid. Du starbst so früh im fremden Sand, Als Opfer für Dein Heimatland. Geliebter Sohn und Bruder, ruhe in Frieden! Gin treues gets as Folgende Kollegen sind im Felde gefallen: Ons Friedrich Baensch Rudolf Buchholz, Geschäftsdiener. Max Czyborr, Geschäftsbiener. fotre Hermann Funke, Jndustriearbeiter. Franz Gartenschläger, auffeur. Paul Gretenkord, Autowäscher. Richard Hielscher, 3ndustriearbeiter. Julius Kaßner, Geschäftsdiener. Leo Klink, Geschäftsdiener. Willi Krell, Geschäftsdiener. Ernst Lück, Bierfahrer. ielauad Wladislaus Malengowski, Geschäftsdiener. Johann Nowack, Bretterträger. Franz Sattelberg, Straßenbahner. Heinrich Sattelberg, Geschäftsdiener. Hermann Senf, Arbeitsfutscher. Willi Schmidt, Geschäftsdiener. Artur Schonert, Geschäftsdiener. Karl Sternbeck, Sohlenarbeiter. Paul Thiel, Industricarbeiter. Theodor Werner, Geschäftsbiener. Paul Wieland, Geschäftsdiener. au ་ 66/15 oblo Ehre ihrem Andenken! 119 Die Bezirksleitung. Verband der Brauerei- und Mühlenarbeiter und verwandter Berufsgenossen. Zahlstelle Berlin. Als Opfer des Weltkrieges starben folgende Kollegen: Erich Schulz, Faßbiermitfahrer, Brauerei Gabriel u. Richter. Georg Maetschke, Braucr, Brauerei Bözom. Richard Schubert, Flaschenfellerarbeiter, Brauerei Bazenhofer, Abt. Spandau. Fritz Mix, Brauer, Brauerei Habel. Gustav Baudisch, Flaschenbierfahrer, Löwenbrauerei. Franz Schneider, Brauer, Brauerei Riebed. Karl Melzer, Flaschenkellerarbeiter, Brauerei Happoldt. rauerei a Konrad Sans, Sofarbeiter, Spandauer Berg- Brauerei. Rudolf Schipke, Flaschenkellerarbeiter, Schultheiz- Brauerei, Abt. II. Emil Baumgarten, Reservefahrer, Brauerei Dswald Berliner. Julius Paschke, Betriebsarbeiter, Brauerei J. C. A. Nichter. Gustav Lehmann, Mitfahrer, Brauerei Pazenhofer, Ndlg. Lichtenrade. Hermann Tittelfitz, Flaschenkellerarbeiter, 43/4 Brauerei Pazenhofer, Abt. I. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Nachruf. Am 17. August entschlief im Lazarett infolge seiner Verwundung im Alter von 30 Jahren unser lieber Kollege 22838b Hermann Messerschmidt. Er war einer aus unseren Reihen, mit Herz und Blut seinen Mitmenschen dienend, und es war ihm vergönnt, mit dem stolzen Bewußtsein zu sterben, daß er mit seinem jungen warmen Blute nicht nur die Liebe zum Vaterlande, sondern auch die Liebe zu uns, seinen kämpfenden Kollegen, besiegelt hat; er starb wie ein Soldat und zugleich wie ein Vorbild des Arbeiters. Die Kollegen der Daimler- Motoren- Gesellschaft. Abteilung Motorenbau. Nachruf. Als Opfer des Weltkrieges fiel am 9. August unser lieber Kollege, der Gefreite 284/18 Als Opfer des Weltbrandes fiel am 31. Juli mein in.iggeliebter Mann, Bater seines einzigen Töchterchens, unser lieber, einzig er Sohn, Bruder und Schwager, der Jäger Gustav Tabbert im blühenden Alter von 31 Jahren. Dies zeigen schmerzerfüllt an Else Tabbert als Frau. Milchen, sein Töchterchen. Hermann Tabbert als Vater. BaulKleinschmidt alsSchwager. Martha Kleinschmidt als Schwester. Du liebes, treues Herz, ruhe sanft in fremder Erde! Verband der Tapezierer Filiale Berlin. Auf den Schlachtfeldern sind folgende Mitglieder gefallen: Erich Kubsch Max Thrum 6. 1. 15 Wilhelm Dorn Alfred Helbing 11. 5. 15 im blühenden Alter von 21 Jahren. Wir bellagen in dem Dabin. geschiedenen einen unvergeßlichen Freund und Kollegen, dessen Ver luft uns um so schmerzlicher be: rührt, als er lange Beit in aufopfernder rühriger Weise erfolg= reich in der freien Jugendbewegung tätig war. Sein offener Charakter, sein stets heiteres und gefälliges Wesen sichern ihm für alle Zukunft ein ehrendes Andenken! Die Arbeiterjugend Berlin- Süd. An seinem 41. Geburtstage den Heldentod fürs Vaterland starb am 11. August 1915 durch eine tüdische Strantheit mein lieber, unvergeßlicher Mann und treujorgender Vater, mein lieber Sohn, Bruder und Schwager, Gefreiter der Krfatkolonne Karl Sauermann. Dies zeigen tiefbetrübt an Helene Sauermann und Sohn nebst Verwandten Berlin, Spaarstraße 18. Borbei ist unser sehnend Hoffen, Zerrissen unser troutes Heim; Nun fann es nimmermehr geschein, wie Du mir schriebst: Auf baldiges, frohes Wiedersehn! Du gutes Herz, ruh' still in Frieden, Ewig beweint von Deinen Lieben. Ruhe sanft in Feindesland! 37 Allzu früh und fern von seinen Lieben fiel am 7. Auguſt in. einem Gefecht unser inniggeliebter Sohn und guter Bruder, Schwager, Neffe und Dnkel, der Grenadier Paul Gretenkord Garde- Reserve- Inf.- Regt. Nr. 64, 1. Komp., im Alter von 22 Jahren. In tiefem Schmerz Ferdinand Gretenford Franziska Gretenford geb. Fröhlich als Eltern. Franz Gretenford als Bruder, z. 3. Res.- Lazarett. Martha Gretenford geb. Quint als Schwägerin. Gustav Behling als Schwager. Frida Behling geb. Gretenford als Schwester. Georg Behling als Neffe Marie Scholz 93 nebst Söhnchen Willi Wenn Liebe könnte under tun, Und Tränen Tote weden, So würde Dich, geliebter Sohn, Nicht fremde Erde decken. Du santst dahin toie Rosen sinken, Wenn sie in voller Blüte stehn. Und heiße, bittre Tränen fließen, Beil wir uns nicht mehr wiedersehn. Das Weltenschicksal wont' es so, Du darfst nicht heim, daß wir uns wiederseh'n. Als Opfer des Weltkrieges fiel nach zwölf Monaten am 16. Auguft mein inniggeliebter Mann, unser Schwager, Dukel, Neffe und Schwiegersohn, der Landsturm mann Wilhelm Busse im 41. Lebensjahre. ant Dies zeigt in tiefstem Schmerz Emma Busse geb. Buchmann, Bellermannstraße 8-10. Du bist so schwer geschieden, Du treugeliebtes Herz. Du hast nun Deinen Frieden Und wir den bittren Schmerz. Magst Dut in fremder Erde Bur tub gebettet sein, Du wirst in unsrem Herzen Doch nie vergessen sein. Es tann nicht mehr gescheh'n, Wie Du oft schriebst: Auf baldiges, gesundes Wiederseh'n! 932 Ehre ihrem Andenken! 178/13 Die Ortsverwaltung. Als Opfer des Weltkrieges fiel am 14. Auguft durch Brustschuß unser inniggeliebter, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Bräutigam, Neffe und Freund, der Landsturmmann Erich Zimmerlich im 24. Lebensjahre. Dies zeigen on in tiefstem Schmerz Gustav Zimmerlich nebst Frau als Eltern Hans u. Willi als Brüder Gertrud Knop als Braut Cinebst Eltern. Mit den Angehörigen trauert um einen lieben Freund Familie Holler. Als Du einst von uns Abschied nahmit, Mit schwerem Herzen mußtest von uns gehn, Da gab den Wunsch Dir jeder zum Geleite: Auf baldig frohes Wiedersehn!" Und vor dem Scheiden von der Garnison Sind Deine Licben noch zu Dir gekommen, Den legten Gruß, ihr lettes Rebewohl Hast Du dann mit hinausgenommen. Nun ruhst Du aus, erlöst von allen Leiden, Hast Deinen Frieden, Deine Ruh', Bereint mit einem Deiner Stameraden Dedte man Dich mit fremder Erde zu. Und können Deine ferne Ruhstatt wir nicht schmilden, Dir teine Blum' und Kränze weih'n, So wirst Du dennoch ewig bei uns Wie wir auch werden bei Dir fein. Im Kampfe fürs Baterland wurde durch Kopfschuß mein inniggeliebter Mann, unser guter Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Dnfel, der Grenadier Georg Krause Ersatz- Regiment Stonigsberg I, im Alter von 31 Jahren so jäh dahingerafft. 22776 Dies zeigt an in tiefstem Schmerz Frau Marie Krause geb. Biene nebst allen Anverwandten. Stopenid, den 26. August 1915. Unvergeßlich bleibst Du den Deinen! Als Opfer dieses unglückseligen Weltkrieges starb am 14. august 1915 im Striegslazarett, fern von seinen Lieben, infolge eines Bruſt und Schulterschusses unser lieber Sohn, Bruder, mein inniggeliebter Bräutigam, unser lieber Schwiegerjohn, Schwager und Onlel, der Füfilier Georg Brügge i. Kaiser- Franz- Garde- GrenadierRegiment Nr. 2, 12. Stomp. im blühenden Alter von 25 Jahren. Dies zeigen schmerzerfüllt an Die trauernden Eltern nebst Verwandten und Braut Frida Rumpel. Es ist ein schmerzlich bitt'res Leiden, Auf nimmer, nimmer Wiederseh'n; Ach, unter allen Erdenleiden Stann tiefer leins zu Herzen geh'n. ' Wir wollten beide glüdlich werden, Doch grausam griff das Schifal ein, Nahm mir mein Liebstes hier auf Erden, Und läßt mich nun im Schmerz allein. Stein Fleh'n und Weinen gibt mir ihn zurüd. Berloren ist das Beste, was ich hab besessen. Borbei ist Liebe, Hoffnung, Glück. Doch will ich nicht weinen, will nicht flagen, Bill mein Geschick mit Geduld tragen. Bergeffen werden wir Dich nie. Schlaf wohl, Du liebes, gutes Herz, Du hast den Frieden, wir den Schmerz Ruhe sanft in fremder Erde! Möbel- Engros Lager direkt an Private als Spezialitat: Bürgerliche Wohnungs- Einrichtungen in jeder Holz- und Stilart, nur erstklassiger Ausführung zu konkurrenzlos billigen Preisen. 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