Ur. 243.-32. Jahrg. RbonneRientS'ßedlngun�en: Rbonncmcnt-J•-Etctä ptänunicranS»: Viertcliäbrl. 3.30 MI, monatl. 1,10 MI, wöchomlich 25 Pjg. ttei in? Hau?. einzelne Nummer S Pig. Sonntag?. nummer inil illustrier: er Sonntag?. Beilage.Die Neue Well' 10 Psg. Post» Nboiuiement: I.lO Marl vro Monat. Eingetragen in die Polt. Zeitung?» Trcisliile. Unter Kreuzband für Tcutickland und Oesterreich» Ungarn L.oO Mar!. sür da? übrige Ausland i Marl»co Monat. Poslabonnement? nehmen an: Belgien. Dänsmarl, Holland. Italien. Luxemburg. Portugal. Biumaiicti, Schweden und die Schweis «IdKinl täglich, Berliner Volksblnlk. ( 5 Pfennig) Die InfcrflonS'Gebüljr betrügt für die sechsgespaltcne Kolonel. »eile oder deren Raum 00 Psg.. für polllischc und gewerllchaflliche Berein?. und Versanimlungs.Anzcigen 30 Pfg. „Uleinc Anzeigen", da? sctigedrurltc Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fctlgedruilic Worto), jede? weitere Wort 10 Pfg. Etellengefuche und Schlafslellcnam zeigen da? erste Wort 10 P,g., jedes weitere Wort 5 Psg. Worte über 16 Buch. staben zählen sür zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis k» Uhr nachmlliags in der Exhedilion abgegeben werden. Die örbedilion ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm» Adresse: „Sdbislllcmolilsi Rcrlin". Zentralorgan der fodaldernokrati fchen Partei Deutfchlands. RcdüEtion: S!v. 6$,£inOcRflro§e 3. Fernsprecher: Ami 2)!oritzplatz. Nr. 151»0—151 37. Freitag, den 3. September 1�1». «Expedition: SW. PS, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt MoriNPlati, Nr. 151 33—151 37. IM Des Stoßen hWMlim. Amtlich. Grostes Hauptquartier, den 2. Tev- tcmbcr 1915.(W. T. B.) Westlicher Kricgsschauplast. In den Bogcscn nördlich von Münster führte am 31. August unser Angriff zur Wicdcrcrobcrung der in den Kämpfen vom 18. bis 23. August an die Franzosen verlorenen Grabenstücke. Tie K a m m l i n i c L i n g c- top f— B arrcnkopfist damit wieder in unserem B e s i b. Gegenangriffe wurden abgewiesen. 72 Alpen- jägcr sind gefangen genommen, 3 Maschinengewehre erbeutet. lieber Avocourt(nordwestlich von Berdun) wurde ein französisches Flugzeug von einem unserer Kampfflieger hcruntergeschosien; es stürzte brennend ab. Ocstlicher Kriegsschauplatz. heeeesgeuppe äez Geneezllelllmsi'lchz»! v. Hindcnburg. An der Bahn W i l n a— G r o d n o wurde der Ort b'zarnokowale gestürmt. Bei Merecz macht unser Angriff Fortschritte. Auf der Westfront von G r o d n o ist die äusierc Fortlinic gefallen: norddeutsche Landwehr stürmte gestern das nördlich der Straße Tombrowo— Grodno gelegene Fort 4— die Besatzung— 500 Mann — wurde gefangen genommen; am späten Abend folgte die Eroberung des weiter nordwestlich gelegenen Forto 4a mit 150 Mann Besatzung durch badischc Truppen. Tie ü b r i g e n W c r k c der vor- geschobenen Westfront wurden darauf von den Russen geräumt. Oestlich dcS Forstes von B i a l P st o k sind die Ilebcrgänge über den Swislocz von Makarvwce(süd- östlich von Odelsk) ab aufwärts nach Kampf von uns besetzt. Tie gestrige Gcsamtbcutc der Heeresgruppe beträgt 3 0 70 Gefangene, 1 schweres Geschütz, 3 Maschinengewehre. Bei O s o w i e c wurden ausierdem drei vom Feinde in den Sumpf versenkte schwere Geschütze ausgegraben. heeresgeuppe de; Geneezlfeldmzrlchs»! Prinz Leopold von Bayern. Ter Austritt aus dem Nordostrande des Bialowieska-ForsteS ist gestern erkämpft. Turch lieber- fall bemächtigten wir uns nachts der Jasiolda-Ucber- gängc im Sumpfgebiet nördlich von Pruzana; 10 00 Gefangene wurden eingebracht. Heeresgruppe des Generalkeldmarlchalls v Mackensen. Ter Muchawicc-Abschnitt wurde auf der ganzen Front in der Verfolgung überschritten. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Auf der Verfolgung fielen gestern über 10 0 0 G e- f a n g e n e und 1 Maschinengewehr in die Hände der deutschen Truppen. Ober st c Heeresleitung. Zer WmMWe GeiierslWslinlW. Wien, 2. September.vo angeblich eine starke Verteidigungsstellung angelegt»vird. Ob der Großfürst Nikolaus in seinem Innern noch hofft, dort seine Massen zum Stehen zu bringen, stark genug zu sein, um erneut um den Sieg zu ringen? Ist Dünaburg gefallen, dann ist seine rechte Flanke auch hinter der Beresina nicht niehr sicher. 100 Kilometer dahinter liegt der stärkere Abschnitt des Dnjepr mit Smolensk. Dort hätte nach der Meinung vieler Napoleon im Jahre 1812 Halt machen sollen, um erst einmal sein Heer»vieder zu ergänzen und auszuruhen, die Mannes- zucht herzustellen und die Verpflegung zi» ordnen. Weite Räume feindlichen Landes hätte dort auch unser Heer hinter sich, eines fruchtbaren Landes, das trotz heißer Bemühungen der Russen doch nur unmittelbar neben den Marschstraßen gründlich verwüstet ist und ziveifellos noch reiche Hilfsniittel birgt. Das Forttreiben der Bevölkerung, die man wie Herden. Viehes mit sich schleppt, schadet den Russen mehr als uns. Endgültige Entschlüsse»vird unsere Heeresleitung»vohl erst fassen,»venu sie besser übersehen kann, in welcher Stärke und in»velchcr Verfassung das feindliche Heer sich der Ver folgung unserer Truppen entlvunden haben»vird. Noch ist es nicht soivcit! der französische Tagesbericht. Paris, 1. September.(W. T. B.) Amtlicher Bericht vom M i t t>v o ch nachmittag. Im Laufe der Nacht einige Artillerieaktioncn um Nenville-St. Baast und im Ge- biete von Rohe und Aubcrive-sur-Suippc. In den A r g o n n e n herrschte während des gestrigen Tages lebhafte Kanonade nördlich von Foirtaine-Houyette und in Haute- chevanchee. Die Nacht»var ruhig. In den V o g e s e n warf der Feind gestern abend nach einer heftigen Be- schießung»nit Granaten mit erstickenden Gasen einen heftigen Angriff gegen unsere Schützengräben am Lingekopf und am Schratzmännle vor. Wir behaupteten unsere Stellungen. In der Mitte der Nacht wurde ein neuer deutscher Angriff zurück- gelvorsen. Paris, 2. September.(W. T. B.) A m t l i ch c r B c r i ch t voi» Mittivoch abend. Artillericuntcrnehmungen im Abschnitt nördlich A r r a s, in den Gebieten von Rohe und O u e n n e- vieres. Ter Feind warf einige Granaten auf S o i s s o n s uird Reim s. Unsere Artillerie richtete ein sehr»virksames Feuer gegen die feindlichen Schützengräben an der A i s n e und in der C h a iu p a g n c. In den A r g o n n e n belvarfen die Deutschen tagsüber unsere Front mchrinals mit Minen- Werfern und niit Artillerie verschiedener Kaliber, besonders zlvischen der Schlucht von Houhettc und von Fontaine-aux- Eharmes. Unsere Batterien und in den Schützengräben bc- findlichcn Kampftvcrkzeuge crlvidcrten und brachten den Feind zum Schlveigen. In den V o g c s c n ziemlich heftiges Artillerie- stuer am Ban-de-SaPt und am Combelkopf. Unsere Flugzeuge boinbardierten in der Nacht vom 28. zum 29. August die deutschen Anlagen in Ostende, das Lager in Middelkerke und den Bahnhof Thouront. Feindliche Flugzeuge belegten Lunöville mit Bomben. Es werden Opfer in der Zivilbevölkening gemeldet. Meldung der italienischen Heeresleitung. Rom, 2. September.(W. T. B.) Amtlicher Be- richt von gestern abend: Im Nochnoce eröffnete unsere Artillerie das Feuer gegen die feindlichen Ver- schanzungen, die gegenüber den von uns kürzlich eroberten Stellungen am Eingange des Strignotales er- richtet»vorden sind. Ihr»virksames Feuer beschädigte diese Verschanzungen und zwang die Verteidiger, einen Teil der Werke aufzugeben. Die feindliche Artillerie von Monte Panarotta und im Suganatal erneuerte die Beschießung gegen das seither geräumte B o r g o und eröffnete aus der Umgebung von Scherz im Eordevoletal das Feuer auf Caprile, wo ein Krankenhaus beschädigt»vurde. Im Becken von Flitsch warf der Gegner zahlreiche Brandgranaten auf die bewohnten Orte und rief dort»viederum Brände hervor. In der Nacht vom 30. zum 31. erfolgte noch ein Angriff gegen unsere Stellungen auf den Abhängen von Rombon, der sich jedoch auf ein lebhaftes Artillerie- und Jnfantcriefeuer gegen unsere Stellungen beschränkte. Auf dem K a r st unternahin der Gegner am späten Abend des 30. August, während ein heftiges Geivitter»vütete, zivei Angriffe unter gleichzeitiger reichlicher Verwendung von Leuchtraketen, aber unsere Truppen verinochten diese beiden Angriffe durch ihr»vohl- gezieltes Feuer znrückzuiveisen. Kühne Aufklärungen, die von uns gegen die Linien des Feindes vorgeschoben»vurden, stellten fest, daß dieser die die Schützengräben besetzenden Truppen durch frische, in den allerletzten Tagen an unserer Front eingetroffene Truppen ersetzt hatte. Eine ungetvöhnliche Tätigkeit des Gegners, die sich durch das Feuer seiner Artillerie und Infanterie sowie durch sein Bombenwerfen kundgibt, scheint offensichtlich dazu bestiinnit zu sein, die Bewegungen seiner Truppen zu verschleiern. Italienischer Gffiziemsatz. Bern, 2. September.(SS. T. B.)„C o r r i e r e d e l l a Sera" erfährt aus Turin, daß aus der dortigen Kriegsschule zwölf- hundert n e u a u s g e b i l d e t e O f f i z i e r e an die Front abgingen.?ln ihrer Stelle.»Verden IlXK) Poststechniler und Studenten zu Offizieren ausgebildet.„Stampa" erfährt aus An- cona: Generalmajor Cartella, der am 20. Äugust durch Granat- splitter mehrfach verletzt wurde, ist im Hospital in Pesaro gestorben. Zu öen Darüanellenka'mpfen. Konstantinopel, 1. September.(SS. T. 83.) Das Hauptquartier teilt mit: Ander D a r d a n e l l e n s r o n t hat sich nichts Wichiiges ereignet. Bei Sedd ul Bahr hat der linke Flügel und die Artillerie des Feindes unter Vergeudung einer ungeheuren Menge von Munition sich vergebens bemüht, unsere Schützengräben zu zerstören. Von vier Bomben, welche mit Minenwerfern ge- schleudert»vorden waren, fielen zivei auf die eigenen Schützengräben des Feindes, worauf dieser das Bombenwcrfen einstellte. Am 30. August zivangen unsere Meerengen-Battericn feindliche Minen- sucher, welche sich dem Dardanclleneingang näherten, zum Rückzüge. Dieselben BaUerien zerstreuten noch andere Minensucher,»velche in der Gegend der Spitze von Sedd ul Bahr erschienen»varen, und beschossen»virksam die Stellung der feindlichen Futztruppen von Sedd ul Bahr.— Sonst ist nichts von Bedeutung vorgefallen. Vom V-Sootkrieg. London, 2. September. iW. T. 83.)„Lloyds" meldet: Der Dampfer„Sabona" mit 1180 Tonnen ist versenkt»vorden. 17 Mann der Besatzung wurden gerettet. Drei Mann werden ver- mißt._ der Krieg und die Kolonien. Zur Lage in Kamerun. London, 2. September.(W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Staatssekretär der Kolonien empfing ein Telegramm von dem Gouverneur Nigeriens mit der Mitteilung, daß der Ort G a s ch a k a in Kamerun am 16. August ohne Widerstand besetzt wurde. Am 21. August»vurde die feindliche Stellung bei Gaschaka unerwartet angegriffen. Der Feind zog sich zurück. Paris, 2. September.(W. T. B.) Eine Mitteilung des Kolonial- Ministers besagt, daß die im Osten und Südosten von Kamerun tätigen französischen Abteilungen in Fortsetzung ihrer Angriffs- bctvegung in Richtung auf I a u n d e, die gegcnivärtige Hauptstadt der Kolonie, nach Kämpfen am 23. und 24. Slugust die Station D u m e besetzten. Die Deutschen gaben ihre Stellungen von Niassi und den Posten zwischen M o n b i a u m e und Mallaboidume auf. Bevor der Feind abzog, äscherte er die Station Dume ein und ließ starke Nachhuten auf dem die Stadt beherrschenden Hügel zurück, dessen wir uns nach erbittertem Kampfe bemächtigten. Nach Ein- nähme der Station Dume wandte sich eine französische leichte Ab- leilung mit einer Kanone und einem Maschinengelvehr gegen Abo ng-M bang,»velchcs sie am 29. Zlugust einnahm. Der Feind scheint sich nach Norden zu wenden, um neuen Widerstand bei I o l o vorzubereiten._ Aburteilung üer Aufruhrer auf lteplon. London, 1. September.(W. T. B.)„M o r n i n g Po st" meldet aus Kalkutta: Hier sind die Urteile dreier Kriegs- g e r i ch t e gegen Teilnehmer an den kürzlichen Unruhen auf Cet)l'on veröffentlicht worden. Verurteilungen er- folgten»vegcn V e r s ch»v ö r u n g und Hochverrats. Sechs Angeklagte»vurden zum Tode verurteilt, c l f zu lebenslänglichem Zuchthaus, vierzehn zu 14— 20 Jahren Zuchthaus und 30 z u G e- fängnisstrafen von einem Jahre bis zu zehn Jahren. Das Kriegsgericht zu Kandy verurteilte neun Angeklagte zum Tode.(Als Ursachen der Unruhen waren bisher religiöse Streitigkeiten zwischen Mo- h a m m e d a n e r n und Buddhisten angegeben»vorden.) Die üeutsch-amerikanischen verhanülungen. London, 1. September.(W. T. B.) Das Rcuterschc Bureau meldet aus New Jork, daß Graf Bernstoff nach Washington abgereist sei. Man glaube, daß er neue Depeschen von Berlin mit sich führe. * Berlin, 2. September.(88. T. B.) Wie wir erfahren, hat der deutsche Botschafter in Washington, Gras Bernstor ff, der Regierung der Bereinigten Staaten wcisungsgcmäst mitgeteilt, daß nach den bestehenden Instruktionen Passagierdampfer nicht ohne vorherige Warnung und ohne daß das Leben der Nichtkombattanten in Sicherheit ge- bracht sei, versenkt werden sollen. Hierbei werde natürlich vorausgcscbt, daß die betreffenden Schiffe nicht zu fliehen versuchen und keinen Widerstand leisten, widrigenfalls sie sich ohne weiteres der Zerstörung aussetzen. Es ist anzunehmen, daß die ZwischcnfällemitAmerikahierdurchihreErledi- gung finden. Vorwürfe gegen öas englische Ministerium. London, 2. September.(W. T. 83.)„Times" beschäftigt sich in einem Leitartikel mit der Geschäftsführung des englischen Ministerrates, der jetzt zweimal in der Woche je zwei Stunden lang tage und von Einzelfragen so stark in An- spruch genommen»verde, daß jede ernste Erörterung großer Äcnde- rungen der Politik, die der Krieg erheische, ausgeschlossen erscheine. ES werde sogar Verwirrung, Zaudern und Mangel an Zusammen- hang in der Kriegsllhrung verursacht. Als Beispiel führr die „Times" den Aufschub der Entscheidung in der Baumlvollfrage, der Erledigung des Berichts der Kommission für Erzeugung von Lebens-- Mitteln, der Wehrpflicht und der Kohlenfrage an. Es sei zweifel- Haft, ob das Ministerium jemals zwei Stunden der Balkan- Politik geividmet habe. Zahllose Unterausschüsse des Ministe- riums arbeiteten sämtlich in Abteilungen von ziemlicher Ab- geschlossenheit. Das Ministerium sei für die Kriegführung zu groß und tage zu selten. Lebensmittelfragen in Englanü. London, 2. September.v i s ch e n Bergarbeitern und Grubenbesitzern ans der Grundlage erfolgt, daß der Schiedsspruch des Handelsministers Runciman sofort uu- verändert angenommen, aber durch ein besonderes Abkominen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern ergänzt werden soll, wonach die Maschinisten, Heizer usw., die in dem Schieds- spruch von der Kriegszulage ausgeschlossen waren, diese jetzt erhalten sollen. Als Datum für den Beginn der Zahlung wurde der 21. August vereinbart. Die heutige Konferenz der Delegierten der Bergarbeiter in Cardiff lehnte es trotz dringender Aufforderungen aus London ab, ihre Beschlüsse bis morgen aufzuschieben. Der Antraz auf sosortigen Streik wurde nur mit 1244 gegen 1128 Stimmen abgelehnt. Inzwischen beschlossen lokale Versammlungen der Bergleute, dem früheren Beschluß geniäß sofort iu den Ausstand zu treten. Die Anzahl der Ausständigen beträgt 23000. „ M o r n i n g P o st" bezeichnet den Ausgleich als einen Triuinph der extremen Führer derBergleute. Diese betrachteten sich als allmächtig und die Regierung als zu hilflos, um Widerstand zu leisten oder dem Gesetze Ge- horsam zu verschaffen. Die Sehanölung deutscher§rauen in England. London, 2. September.(W. T. B.) Das Prcsscbureau erklärt, daß der Artikel der„New Dorker Staatszeitung", in dem gesagt wird, daß deutsche Frauen und Kinder in London schlechter Lc- Handlung und Verfolgung ausgesetzt seien, eine falsche Vorstellung von dem Stande der Dinge gebe. Nach der Versenkung der „Lusitania" sei es allerdings zu Ausschreitungen gekommen. Im übrigen bestehe keine Neigung, an deutschen Frauen und Kindern persönlich Rache zu nehmen. Jeder deutschen Frau, die mit oder ohne Kinder in die Heimat zurückzukehren wünsche, werde Gelegen- heit dazu gegeben. Scharfe sozialdemokratische Kritik in üer Duma. Petersburg, 1. September.v fort, es gärt eine heilige Wut. Nur voi» unten herauf kann das Volk aus der Sackgasse befreit»verden, in die die Regierung es gebracht hat, die solche phänomenalen Desorganisatoren, Diebe von Staatsgeldern lind Verräter herangezüchtet hat.(Rufe von der rechten Seite: Hinaus mit Dir! Eni- zieht ihm das Wort!) Der Redner erhielt schließlich einen dritten Ordnungsruf. Tie Ei»kommen st cucrvorlage wurde dann angenommen. Petersburg, 1. September fS. T. 53.) lieber Kopenhagen.„Rjetsch" meldet: 3 2 Mitglieder der N a t i o n a l i st e n p a r t e i der Duma sind unter Führung des Grafen B o b r i n s k i aus der Fraktion ausge- treten und haben eine liberale Gruppe ge- bildet, mn mit der Opposition zusammen zum Wohle des Vaterlandes zu arbeiten und gegen den ueugegründeten Schwarzen Block Front zu machen. Im Jnterpellationsausschust hielt der Judenführer Fried- mann über die I u d e n f r a g e eine große Rede, deren Abdruck von der Zensur verboten worden ist. R?.',Psche Finanzoperationen. Petersburg, 1. September. sW. T. B.) Die Duma erörterte den.G e s e tz e n t>v u r f, durch den das der Staatsbank zu- stehende Recht zur Ausgabe von Papiergeld er- w e i t e r t werden soll. Der Berichterstatter Schingareff isladettenparteij legte dar, daß nach den amtlichen Angaben im Jahre Illlä die Äriegsausgaben sich auf 7242 Millionen Rubel belaufen, was zusammen mit 2847 Millionen Rubel an ordentlichen und außer- vrdcinlichen Ausgaben insgesamt zehn Milliarden ausmacht. Schin- garest führte weiter aus: Die Kreditoperationen ergaben seit dem 44. Januar ISIS 4181 Millionen Rubel. Das erwartete Ergebnis der ordentlichen Einnahmen wird auf 2796 Millionen Rubel geschätzt. Es bleiben noch Kreditoperationen auszuführen, die sich auf 3299 Millionen Rubel belausen. Die ordentlichen Einnahmen lassen nach den Schätzungen des Ministers ein Defizit von ungefähr 336 Mil- lionen Rubel erwarten. Der schwere Krieg legte dem russischen Staate eine große Menge von Verpflichtungen auf. Der Staat hat schon mehr als 6 Milliarden Rubel durch Anleihen aufgenommen und wird in der nächsten Kriegsperiode eine vielleicht noch höhere Summe aufnehmen, aber er wird den Krieg bis zum siegreichen Ende fort- führen, ohne sich vor der ungeheuren Größe der Ausgaben zu fürchten. sEinstimmiger Beifall und allseitige Zustimmung.) Wir sind stolz darauf, laut aussprechen zu können, daß die russische Finanzgeschichte niemals einen Augenblick gekannt hat, wo der russische Staat mit der Bezahlung seiner Schulden im Rückstand geblieben wäre. Da jetzt die Steuern nicht die genügenden Mittel liefern, ist es notwendig, sich an den öffentlichen Kredit zu wenden. Schingareff pflichtet der Regierung darin bei, daß sie den Boden vorbereiien müsse für den Abschluß bedeutender Anleihen auf dem ausländischen Markte und erklärte weiter: Wir haben im Auslande eine ziemlich große Summe bekommen, als wir uns an den öffent- licheu Kredit wandten; indessen ist die Summe, die wir auf dem inneren Markte erzielt haben, dreimal so groß. Außer den langfristigen Kreditoperationen ist es möglich, von der weiteren Ausdehnung des Iiotenemissionsrechtes Gebrauch zn machen, das als Reserve bleibt. Der zur Erörterung stehende Ge- setzentwurf schafft für Rußland im Vergleich zu Frankreich und Deutschland keine Ausnahmestellung, da Rußland in diesem Augen- blick die größte Goldeck ung für sein Papiergeld besitzt, abgesehen vielleicht von England, wo der freie Verkehr niemals ausgehört hat. Indem Schingareff behauptete, daß Ruß- lands Goldvorrat größer als sonst in der Welt sei. fand er, daß dieser Barvorrat an Gold nichtsdestoweniger auch in der Zukunft auf der gleichen Höhe gehalten werden müsse. Auch müsse man eine große Menge Gold, das unnötigerweise im Umlauf sei, aus dem Verkehr ziehen. Der Finanz- minister schloß sich der Ansicht der Finanzkommission an über die Notwendigkeit, einen Finanzplan auszuarbeiten und erklärte, daß trotz der Heranziehung des inneren Geldmarktes in einer bisher unerhörten Ausdehnung, die sich auf drei Milliarden Rubel belaufe, die Nation noch gewaltige Ersparnisse besitze, die der Minister demnächst nutzbar zu machen gedenke. Was den äußeren Geldmarkt angehe, so zweifelte der Minister nicht, daß im Hinblick auf die nahe bevorstehende Vereinbarung der Regierungen der Alliierten es gelingen wird, alle seine zukünftigen ausländischen Zahlungen sicher zu stellen. Im Hinblick auf die Verwendung des überschüssigen Papiergeldes, das für den Umlauf im Lande über- flüssig sei, hat der Minister das Netz der Sparkassen erweitert und ihre Operationen erleichtert. Englisches Urteil über üie Salkanlage. Manchester, 2. September.(W. T. B.)„M a n ch e st e r Guardian" schreibt in einem Leitartikel über die Balkan- frage: Eine baldige Entscheidung am Balkan ist k a u m wahrscheinlich. Die Balkanstaaten sind klein und arm und würden zum Eingreifen doppelle Bürg- s ch a f t dafür verlangen, daß sie auf der siegreichen Seite stehen und daß der Krieg kurz ist. Tie russischen Nieder- lagen sprechen für einen Aufschub. Die wiederholten Erkla- tui, gen der Verbündeten, daß der Krieg lauge dauern werde, sind keine Verlockung zu frühzeitigem Eingreifen. Der Schluß liegt nahe, daß die Balkanstaaten unwiderrufliche Schritte möglichst lange aufschieben werden. >sie werdeii� schließlich eingreifen, aber der Zeitpunkt ist noch nicht in Sicht, wenn nicht eine schnelle Entscheidung an den Dardanellen oder ein angriffsweises Vor- gehen Teutschlands ihn beschleunigt. Das Htihlen um üie Halkanmachte. Genf, 2. September.(W. T. 59.)„Journal de G s n e v e" läßt sich aus Paris berichten, es sei unbedingt notwendig, daß Serbien dem Rate des Vierver- b a n d e s v o l l st ä n d i g nachkomme. Ein Eingreifen Bulgariens scheine zur Einnahme Konstantinopels unbedingt notwendig. Tie Regierungen des Vierverbandes seien bereit, bei Griechenland und Serbien energische Schritte zu unter- nehmen, um sich der Mitwirkung der bulgarischen Regierung zu versichern. In Paris sei die Rede davon, die Armee, und zwar vielleicht diejenige, mit deren Oberbefehl General Sarrail betraut worden ist, Serbien zur Hilfe zu schicken und zu diesem Zwecke die Strecke von Saloniki nach Nisch zu besetzen und es an Bulgarien auszuliefern, falls dieses seine Mitwirkung gegen Konstantinopel zugestehen würde. Dies würde auch ein Eingreifen Rumäniens zur Folge haben. Durch ein solches Vorgehen würde die ganze Balkanfrage ge- löst werden, da auch Griechenland gezwungen wäre, Partei zu ergreifen. Bisher habe man in Paris von solchem Vor- gehen nur Tlbstand genommen, weil man Griechenland keine Gewalt antun wollte. Da aber Griechenland der Bundes- genösse Serbiens sei, sei das mindeste, was man von ihm erwarten könne, daß es sich der Landung in Saloniki nicht widersetze. Zu üem gescheiterten üeutsch-englischen verftänüigungsversuch. London, 2. September.(W. T. B.) In der Mitteilung des Auswärtigen Amts über die englisch-deutschen Verhandlungen wird als Abschluß noch angeführt, daß die beiden vom Grafen Metternich vorgeschlagenen Ergänzungen zu der von Grey im März 1914 angebotenen Formel folgenden Wortlaut hatten: Entweder 1. England wird daher mindestens wohlwollende Neutralität bewahren, wenn Teutschland ein Krieg aufgezwungen wird, oder 2. Eng- land wird daher selbstverständlich neutral bleiben, wenn Deutschland ein Krieg aufgezwungen wird. London, 2. September.v e i Wochen Festungshaft. Ausbeutung von Krankenpflegerinnen. Zu einer Krankcnpflegerin-Prüfung im Gcrichtssaale kam es gestern in einer Verhandlung der Ferienstrafkammer des Landgerichts HI unter Vorsitz des Geh. Justizrais W a r n a t s ch. Wegen Betruges war die angebliche Krankenpflegerin Frida N e tz band angeklagt. Die Angeklagte erlietz in einer Zeitung ein Inserat, in welchem sie sich zur Ausbildung von Krankenschwestern innerhalb �von vier Woche« anbot nnd siai glcichzeuig verpflichtete, den Betreffenden eine Stellung zu verschaffen. Es meldeten sich auf dieses Inserat hin mehrere junge Mädchen, darunter Ar- Heilerinnen, Plätterinnen u. a. Wie die Verhandlung ergab, bestand die ganze„Ausbildung" der Mädchen darin, datz sie sich täglich au-s einem medizinischen Buch ein Kapitel über Körperbau vorlesen mutzten, autzerdem wickelte ihnen die Angeklagte eine alte Mullbinde um Arm, Beine oder Kopf und erklärte, datz dies ein Verband sei. Für diese merk- würdige Ausbildung mutzten die jungen Mädchen 40 M. zahlen. Die geschädigten Mädchen erstatteten Anzeige wegen Betruges und das Schöffengericht verurteilte die ichon vorbestrafte An- geklagte, da es sich um ein recht gemeingefährliches Vorgeben handele, zu f ü n f Monaten Gefängnis. Gegen dieses Ur- teil legte die Angeklagte Berufung ein. Sie behauptete vor der Strafkammer, datz sie sehr ivohl befähigt sei, Kranken- Pflegerinnen auszubilden. Sie sei kurze Zeit in zwei Irren- anstattcn als Pflegerin tätig gewesen. Das Gericht kam zu dem Besäilutz, fich mit eigenen Augen von den Kenntnissen der Angeklagten zu überzeugen. Es wurde der G e- fängnisarzt Dr. Juda telephonisch herbeigerufen, ein Ge- richtsdiencr holte aus der Unfallstation im Gerichlsgebäude einen Verbandskasten herbei, die Rolle des„Verwundeten" spielte ein Referendar, der sich auf einem Stuhl vor dem Richtertisch nieder- Uetz. Die Versuche erwiesen die völlige Unsäbigkeit der Angeklagten. Das ärztliche Guiachten ging dabin, datz die Angeklagte selbst nicht fähig sei. den Posten einer Krankenpflegerin auszufüllen, geschweige denn Krankenpflegerinnen auszubilden. Die Berufung wurde unter Bestätigung des ersten Urteils kostenpflichtig verworfen. 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Pfund 230 Salamiwurst......... Pfund 230 Teewurst........... Pfund 240 Kneblauchwurst...... Pfund l95 Mettwurst". Braunschw.Art Pfund 200 Brüh-Mettwurst...... Pfund l40 Jagdwurst........... Pfund l83 Landleberwurst...... Pfund l50 Zwiebelwurst........ Pfund l10 RotwurstPfund l20, Sülze Pfund l00 Schinkenstücke...... Pfund 250 Rouladcnwurst....... Pfund l70 Butter und Käse Mslkerei-Butter... 4.00 Edamer Käse—.—?lun» 4 OO Limbvrger Käse....... pw SO Pf. Faust- und Spihkäse...«t«- 40 w. Kochkäse............. Pf»"" SO Pf. Weißer Käse.......... eta- 23 pi. Rhein-Weine preise n. S-sch« 1912er Oberbaardter... r\. 73 pf.. f* 700 1910"N9rdheinier 900 1910"Bockenh Riesling i'',. I25 1908" Kreuznach. RiSS" fi. I90 10 ' Fl. 10 1200 Fl. 10 Fl. 10|g50 E Not- und)1913c;�onfagnosa3Pf.J?2.00 i I Bordeaux-Weine j'IQi.VJ Moulin si. S>5 pi," 9.00 191-1 rr Gutanna.. . �1.15, A? 11.00 1909" Saint Estephe �1.40," 13.50 1 Kolonialwaren Konserven Itusteedose. I>.d zur«»ficht geSff»rt. Maisgries.......... Pfund 45 Pf. MaismeM.......... Pfund 45 Pf- Tapiokamehl....... Pfund 42 Pf- Kartoffelmehl...... Pfund 32 Pf- Gerstenflocken..... Pfund 43 Pf- Faden-Nudeln..... Pfund 60 Pf- Backpflaumen...... Pfand 58 Pf- Gebrannter Kaffee JS�scVe'veruh� Pid. l8« Pfd. pe p{d|68 pfd. l«o Kaffee Spezial- Mischung aus Bohnen- Kaffee und Surrogaten... Pfund 90 Pf- Kuchenmehl ohne Brotmarke, backfertig, mit Milch, 1- Pfund-Paket 78 Pf I-FM.- Dose. Stangenspargel£*£ Stangenspargel 50-60 Stangenspargel dünn. Dese 2-PlJ.- Brechspargel mitfei: Brechspargel dünn. Brechspargel ohoe Kopte 2-Pfd.- Dore. i)Prd*" 1M |30 |20 125 po 90 Pf Junge Erbsen fein, 1-Pfd-Dose 50 Pf- Junge Erbsen �''l-Pfd.-Dose 40 Pf- Jge. hu". Karotten 3- Pfd.-Dose 75 Pf. Spinat......... 2-Pfd.-Dose 46 Pf Jge. Wachsbreckbehn. 50 Pf Rote Rüben... io-Pfund-Dose l30 jaw... t-y-.-• jCcranftb. Rebätt.: SflfWb Wiefc?y. Neukölln. tstifcrütenteU ., Berlin SW, Hierzu 1 Beilage u. UntcrhaltungS«. Ar. 243. 32. ZahrMg. Kkillilik des Jiraärtf jiftiintr DMsdW. Freitag, 3 Zeptember wlZ. Die rechtliche Stellung öer Kranken- kaffenbeamten unö-/lngeftellten. Dies Thema wurde am Mittwoch in einer star! besuchten Ver- sammlung von Ärankenkassenangestellten behandelt. Der Referent Ä r ü g e r ging davon aus, daß die Reichsversicherungsordnung zwischen Krankeniassenbeamten und Krankenkasjenangestelllen unter- scheidet. Weiter führte der Redner aus: Zu welcher der beiden Kategorien jemand gerechnet wird, ist nicht in der R.-V.-O. bestimmt, sondern ist im wesentlichen Sache der Auslegung. Die zur Beamten- saregorie Gehörenden haben die Rechte und Pflichten ver Staats- und Gemeindebeamten. Die zuständigen Be- Hörden sind nun bestrebt, den Kreis der Beamten möglichst weit zu ziehen. Auch im übrigen steht die Auslegung der Bestimmungen der R-V.-O., welche sich mir den Kassenangestellien befassen, in vielen Punkten im Widerspruch mit den Versprechungen, welche die Re- gierungsvertreter bei der Beratung der R.-B.-O. im Reichstage gaben. Da die Angestellten auf die Auslegung und Anwendung der betreffenden Bestimmungen keinen Einfluß haben, so bleibt ihnen nichts übrig, als sich damit abzufinden und aus die geltende Praxis einzurichten. Außer denen, die als Staats- oder Gemeindebeamte ein Amt in der Krankenkasse haben und denen, die auf Grund ihrer Tätigkeit in der Kasse ohne weiteres als Beamte gellen, werden auch diejenigen den Beamten zugezählt, die entweder auf Lebenszeit angestellt sind, oder ohne lebenslänglich angestellt zu sein Anspruch auf Ruhegehalt haben. Die dienstlichen Pflichten der Beamten werden durch ein von der Aufsichtsbehörde erlassenes Regulativ geregelt, während für die Verbältnisse der An- gestellten eine vom Kassenvorstand aufzustellende und von der Auf- sichtsbchörde zu genehmigende Dienstordnung geregelt werden. Die Allgemeine Ortskrankenkasse des Kreises Niederbarnim ist eine der ersten Kassen, welche eine Dienstordnung bekommen haben. Dieselbe setzt recht niedrige Gehälter fest. Die Allgemeine Ortskrankenkasse der Stadl Charlotten- bürg hat ein Regulativ, welches eine Reihe ungünstiger Be- stimmungen enthält. So wird nichts darüber bestimmt, daß die seil vielen Jahren bei der Kasse Angestellten in Be- amteustellen übergehen können, ohne die für Anfänger vor- geschriebenen Prüfungen durchzumachen. Der Kassenvorstand ist weder im Prüfungsausschuß vertreten, noch hat er bei Ausstellung der Prüfungsordnung mitzureden.— In der Allgemeinen Ortskranken- lasse der Stadt Halle sind für die Beamten Verhältnisse ent- standen, wie sie selbst die ärgsten Pessimisten nicht erwarten konnten. Dort steht die Dienstaussichr dem Oberbürgermeister und daneben dem Kassenvorstand zu. Im Regulativ wird bestimmt, daß ein Beamter, wenn er sich verheiratet, dies der Aufsichlsstelle mitzuteilen hat unter Angabe der Personalien der Frau sowie des Wohnortes und Berufs ihrer Eltern. Der Geschäftsführer der Allgemeinen Ortskrankenkaffe der Stadt Halle war Mitglied eines genostenichaft- lichen Revisionsverbandes und einer Genossenschaftsbank. Der Ober- bürgermeister verlangte, daß der Geschäftsführer diese Neben- beschästigung aufgebe. Eine Beschwerde beim Minister hatte den Erfolg, daß der Minister entschied, das Verbot der Ncbenschäftigung sei unzulässig. Es würde nur dann begründet sein, wenn durch die Ausübung einer Nebenbeschäftigung die Interessen der Krankenkasse geschädigt werden. Hierauf verfügte der Oberbürgermeister: Da der Geschäftsführer seine ganze Kraft in de» Dienst der Krankenkasse zu stellen hat, so werden die Interessen der Krankenkasse durch die Nebenbeschäftigung geschädigt, deshalb wird dem Geschäftsführer die Ausübung der Nebenbeschäftigung untersagt. Kurz nach dem Erlaß dieser Verfügung reiste der Ge- schäftsfübrer für einige Stunden nach Berlin, wozu ihm der Vor- sitzende der Krankenkasse Urlaub erteilt hatte. Tie unmittelbare Folge davon war ein umfangreicher Schriftwechsel zwischen dem Oberbürgermeister und dem Geschäftsführer. Kategorisch und in herrischem Tone verlangte der Oberbürgermeister sofortige Auskunft über Tag, Zeit und Zweck der Reise und schloß mit der Frage: „Wer hat Ihnen Urlaub erteilt?"— Die erhaltene Auskunft ge- nügte dem Oberbürgermeister nicht. Aufs neue und in immer schärfer werdendem Tone verlangte er weitere Auskunft, und da die- selbe zwar erteilt, aber nicht sofort eingegangen war. wiederholte er sein Verlangen mehrmals an ein und demselben Tage. Schließlich bekam der Oberbürgermeister über den Zweck der Reise die Aus- kunft. daß der Geschästssührer wegen des zweiten Verbots der Nebenbeschäftigung eine Audienz beim Minister nachgesucht hatte. Zuletzt erhielt der Geschäftsführer über die Form seiner Antwort an den Oberbürgermeister von diesem einen Verweis. Auch über diese Angelegenheit hat der Geschäftsführer dem Minister eine Beschwerde eingereicht. Unter Hinweis auf diesen Vorgang führte der Referent aus, daß die Angestellten der Krankenkassen gar leine Veranlassung haben danach zu st reben, daß sie in die Kategorie der Beamten eingereiht werden, denn ihre per- sönliche Freiheit wird dadurch stark eingeschränkt. Sie haben die Pflichten der Staats- und Gcmeindebeamten zu er- füllen, was sich auch auf ihr außerdienstliches Verhalten erstreckt und unter den heutigen Verhältnissen bedeutet, daß eine bestimmte politische Meinung oder wenigstens die Nichtbetätigung in einer miß- liebigen politischen Richtung von ihnen erwartet wird. Wenn auch die Beamten pensionSbercchligt sind, so werden doch ihre Gehälter, die sie früher mir den Kassenvorständen vereinbart haben, in vielen Fällen herabgesetzt werden, da sie in dieser Hinsicht mit bestimmten Kategorien der Gemeindebeamten gleichzustellen sind und bei den Behörden das Bestreben obwaltet, die Tätigkeit der Kasscnbeamten möglichst niedrig einzuschätzen und demnächst die Gehälter festzusetzen, Eine Erhöhung der einmal festgesetzten Gehälter können die Beamten nicht erreichen, während die Angestellten die Möglichkeit haben, durch Vereinbarung mit dem Vorstände ihre Gehälter aufzubessern.— Die Vorgänge in Halle mögen vereinzelt sein. Aber sie haben sich abgespielt in der Zeit des Burgsriedens. Daran kann man ermessen, was später hier oder dort dielleicht noch eintreten wird. Die Kassenangestellten als Gesamtheit haben guten Grund, sich davor zu hüten, daß ihnen die Beamteneigenschaft beigelegt wird. Sie müssen also darauf halten, daß sie vom Vor- stand nicht auf Lebenszeit und auch nicht mit Pensionsberechtigung angestellt werden. Auch alle Einrichtungen, welche als Ersatz des Ruhegehalts betrachtet werden könnten, sind zu vermeiden, denn die Regierung wird versuchen, auch solche Ersatzeinrichtungen als Vor- aussetzung der Beamleneigenschast hinzustellen. Aus den angeführten Gründen empfiehlt eS sich also für die Angestellten nicht, nach Er- langung der Beamteneigenschaft zu streben. Der Vortrag fand die Zustimmung der Versammlung. Ein Kläffer. Genosse Hugo Poetzsch erblickt in dieser weltgeschichtlichen Zeit seinen idealen Lebenszweck und seine vaterländische Pflicht � darin, den„Vorwärts" bei jeder möglichen und unmöglichen Ge- � lcgenheit anzubelfern und anzugeifern. Wir haben ihn bisher in seinem löblichen Tun ruhig gewähren lassen und dabei gedacht wie Goldschmtdts Junge. Wir halten eS aber doch für angebracht, das neueste Produkt der galligen Muse eines Hugo Poetzsch unseren Lesern zur Kenntnis zu bringen. Bis zum Platzen von edler Ent- nistung erfüllt, gießt er die Schale seines echt sozialistischen Zornes über„Unser Zentralorgan" aus, indem er sch— reibt: „Das„Hamburger Echo" hat dieser Tage an einem Beispiel gezeigt, welcher„Kniffe" sich der„Vorwärts" bedient, um die Ocffentlichkeit zu täuschet� Die Berliner Parteiöffentlichkeit frei- lich nur— aber das ist gerade genügend. Der Zweck, in Groß- Berlin die Opposition gegen die Parteimehrheit zu stärken, wird damit erreicht. Hier ein weiteres Beispiel: David hatte im Reichstag unter großem Beifall der Mehrheit der Fraktion den Standpunkt eben dieser Mehrheit vertreten. Schon die Tatsache allein, daß gerade David zum Redner bestimmt war, genügte, den Zorn des„Vor- wärtS" hervorzurufen. Was tun, um dem Mißliebigen eins aus- zuwischen? Nichts einfacher als das. Tragen wir die Stimmen der bürgerlichen Presse zusammen, die alle in anerkennendem Sinne gehalten sind. Recht geschickt frisiert, die geeigneten Stellen nett herausgestrichen und so dem Leser serviert. Man denke: Da sagt zum Beispiel die„Voss. Ztg.". in Davids Rede habe auch„nicht der Ausdruck deS Stolzes und der Bewunderung für die Taten unserer Heere" gefehlt. Das ist in höchstem Grade kompromittier- lich! Wie kann man die Taten unserer Volksgenossen im Felde bewundern. Wenngleich unter den Tapseren sich Hunderttausende von Sozialdemokraten befinden? Da ist Kowno gefallen, Warschau genommen, Nowo-Georgicwsi erobert, der„Vorwärts" hat dar- über kein Wort zu sagen. Die Leser dürfen dem„Zentralorgan" dankbar sein, daß es ihnen die Berichte aus dem Hauptquartier zur Kenntnis bringt. Darüber hinaus keine Zeile der Anerkennung des Heldenmutes unserer Truppen, die auch mit zum Schutze der „Vorwärts"-Leute ausgezogen sind. Schwieriger ist es schon, die Eroberung großer Festungen in strategischer und politischer Hinsicht zu würdigen. Das tun die „Leipziger Volkszcitung", die„Bremer Bürgerzeitung" und andere Parteiblätter trotz ihrer oppositionellen Haltung stets. Im„Zentral- organ" wird man vergebens danach suchen. Das hieße ja nach den wirren und verwirrenden Anschauungen, die in der Redaktion des „Vorwärts" herrschen, den„Krieg verherrlichen". Schweigen wir also das größte Ereignis, das furchtbarste Geschehen, das jemals über die Menschheit gekommen, einfach tot. Dann existiert es nicht. Witzbegierige Leute mögen andere Zeitungen darüber nachlesen. Was in so zahlreichen Fällen geschieht, daß der„Vorwärts" ständig an Lesern abnimmt, während die bürgerlichen Konkurrenzblätter sich recht gut dabei stehen, schmunzeln die ehemaligen„Vorwärts"- leser in ihren Abonnentenstand aufnehmen. Ten Berliner Partei genossen liegt es ja dann ob, aufs neue Abonnenten für den „Vorwärts" zu werben. Zudem: Durch nichts läßt sich die man- gelnde Befähigung, neue Probleme zu werten, alte, liebgewordene Schlagworre abzustoßen, besser verhüllen, als durch starre Negation. das Festhalten an den„altbewährten Prinzipien". Dabei braucht man sich nicht in die geistigen Unkosten des„Umlernens" zu stürzen.— Der Genosse David hat also von der bürgerlichen Presse nur Lob erfahren. Selbst Freiherr v. Zedlitz hat in der„Post" an- erkennende Worte für den sozialdemokratischen Redner. Und alle begrüßen die Tatsache, daß der sozialdemokratische Blocks vom 4. August festgeblieben ist. Alle die kompromittierlichen Stellen (vom Standpunkt des„Vorwärts" ausi sind in fetten Lettern den Lesern vor Augen geführt. An den Schandpfahl mit ihm, der solchermaßen von der bürgerlichen Presse belobigt wird. Er ist in höchstem Grade verdächtig. Dabei vergißt der„Vorwärts", wie oft er selbst schon von den reaktionärsten und Regierungsorganen auch des feindlichen Auslandes belobt wurde, wie oft seine Artikel als Kronzeugen gegen Deutschland von den Telegraphenbureaus der feindlichen Regierungen über die Welt verbreitet wurden. Nun hat sich aber auch die Parteipresse mit Davids Rede befaßt, die übergroße Mebrzahl der Blätter in zustimmendem Sinne. Davon weiß der„Vorwärts" nichts zu erzählen, wie er so viele Tinge in der Partei nicht sieht und nicht hört. Damit hätte er den Berliner Lesern vor Augen geführt, daß die Partei in ihrer großen Mehrheit nach wie vor auf dem Boden des 4. August steht. Das muß möglichst vcrfcbwiegen werden. Und darum heiß: man dieses Blatt„Zentralorgan der sozial- demokratischen Partei Deutschlands". Wir halten es für unter unserer Würde, auf ein solches Ge- keife zu antworten. Feststellen wollen wir nur, daß Genosse Hugo Poetzsch zu den Leuten gehört, die nicht genug über die Partei- zersplitternde Tätigkeit der anderen schmähen können. Sie natürlich sind unschuldsvoll und engclrein, und ihre Unschuld hält ihrer Fähigkeit des schnellen Umlernens die Wage. Wie eifrig sie aber bemüht sind, die Geistesfunken ihrer neu-sozialistischen Erkenntnis zu verbreiten und wie sehr sie sich die Erhaltung der Parteigeschlossenheit angelegen sein lassen, geht aus der Tatsache hervor, daß die Baumeistcrsche Korrespondenz I. K. für eine recht weite Verbreitung der Schimpfepiftel eines Hugo Poetzsch sorgt. Wir hoffen, daß wir mit der Unterstützung, die wir heute ihrem edlen Beginnen zuteil werden lassen, endlich einmal die bisher von uns so schmerzlich vermißte Anerkennung des Genossen Hugo Poetzsch gefunden hüben. fim öer Partei. Genosse Keimling verstorben. Eine schmerzliche Mitteilung müssen wir machen: im Lazarett von Ostrolenka ist Genosse Mfted Keimling, der bald nach Ausbruch des Krieges seine Tätigkeit dem Roten Kreuz widmete, in Verfolg seiner Samaritertätigkeit verstorben. Bei der Behandlung Ver- wundeter und Erlrantter hatte er sich selbst einen tödlichen Krank- heitskeim zugezogen. Der Verschiedene war am 10. Februar 1878 in Dresden-Löbtau geboren. Von Beruf war er Schlosser und war auf gewerkschasllichein und politischem Gebiet, insbesondere auf dem Gebiet der Jugendpflege, außerordentlich rege. Unter anderem verfaßte er die Broschüre„Jugendpflege in Sachsen". An dem ersten Kursus der Parteischule nahm er als Schüler teil und war nach dem einstimmigen Urteil seiner Lehrer und Mitschüler der Begabteste des Kursus. In emsigem Fleiß arbeitete er an seiner Weiterbildung. Als Redakteur war er vom Jahre 1907 bis 1914 in der„Leipziger Polkszcitung" tätig. Seine besondere Kenntnis der sächsischen Verhältnisse und seine rührige Tätigkeit veranlaßten die Genossen, ihn zum Kandidaten für den sächsischen Landtag aufzu- stellen. In diesen wurde er bei der letzten Landtagswahl als Ab- geordneter gewählt. Im Jahre 1914 legte er das Mandat nieder, um den Posten als Sekretär der sozialdemokratischen Reichstags- fraklion zu übernehmen. Seine hervorragenden Kenntnisse, sein unermüdlicher Fleiß und seine peinliche Gewissenhaftigkeit bei Aus- Übung der ihm übertragenen Parteifunktionen sicherten ihm reichliche Anerkennung, seine freundliche, bescheidene Art warb ihm viele Freunde. Seine Fähigkeiten ließen hoffen, daß er in noch er- heblicherer Weise wie zuvor der Arbeiterklasse Dienste erweisen würde. Es hat nicht sollen sein: im Dienst für anders ereilte ihn der Tod. Sein Andenken wird als das eines lieben, unerschrockenen, bescheidenen und rastlosen Kämpfers von den Arbeitern in Ehren gehalten werden. Morgan und Bandervelde. Der italienische Genosse Morgari hat bekanntlich vor einiger Zeit eine Reise durch die Schweiz, durch Frankreich und England gemacht, um sich darüber zu vergewissern, ob und unter welchen Be- dingungen eine Wiederherstellung der Internationale möglich sei. Auf dem Wege eines Interviews für den„Avanti" gab Morgari dann einige seiner Reiseeindrücke zum besten und erzählte unter anderem von einem Gespräch mit Vandervelde, der sich gegenüber einer Anregung zur Zusammenberufung des Internationalen Sozialisti- schen Bureaus sehr ablehnend verhalten habe. Vandervelde hätte sich folgendermaßen geäußert: Wir werden eine internationale Konserenz verhindern. Wir haben die Maschine der Internationale in unserer Hand, und wir wollen nicht, daß sie benutzt wird, um den Kamps für Freiheit und Gerechligkeit zu verhindern, der für den Triumph des Sozia- liSmus unvermeidlich ist. Der Kampf für Freiheit und Gercchtig- kcit aber ist aufs engste verlnüpft mit dem Kampfe gegen den deutschen Militarismus. In einem Brief an den„Labour Leader" bestreitet nun Vander- beide die Richtigkeit der Wiedergabe seiner Worte in dem Interview. Ich habe niemals zu Morgari gesagt, daß wir eine inter- nationale Konferenz verhindern wollten,„da wir die Maschinerie der Internationale in unserer Hand hätten". Als Mitglieder des Exekutivkomitees des Bureaus war es unsere Pflicht, das Bureau zusammenzuberufen, wenn es verlangt wurde, und natürlich haben weder meine Kollegen noch ich selbst daran gedacht, uns dieser Verpflichtung zu entziehen. Ich sagte daher zu dem Genossen Morgari, daß nach meiner Meinung ein Zusammentreten des Bureaus in der gegenwärtigen Zeil von keinerlei praktischem Nutzen sein könne. Talsächlich erklärt die französische Sektion der Internationale, daß sie sich nicht vertreten lassen würde, da ein Meinungsaustausch mit den Delegierten der deutschen Sektion, die sich in der Mehrheit befinden, kein günstiges Ergebnis haben könne. Aber ich wiederhole, das ist eine persönliche Meinung, es ist nicht meine Sache, sondern die des Exekutivkomitees, dem unsere holländischen Genossen bei Beginn des Krieges beigetreten sind, eventuell das Internationale Sozialistische Bureau zusammen- zuberusen. Morgari erklärt darauf im„Avanti", daß er sich auf dem in dem Interview angegebenen Wortlaut der Ausführungen Bander- Veldes nicht versteifen wolle. Tatjächlieh— und das stellt ja auch Vandervelde selbst nicht in Abrede— erachtet der Vorsitzende des Internationalen Sozialistischen Bureaus es nicht für zweckmäßig. eine Sitzung des Bureaus anzuberaumen. /tas Znöustne unö Handel. Der Stcrliugkurs., Der„Economist" vom 2l. August führt aus: Seit der Erklärung der Unterseeboot-Blockade am 18. Februar durch Deutschland und seit der englischen Kabinetlsorder vom 16. März, die jegliche Einfuhr nach Deutschland verhindern sollte, bis zum 19. August ist der Sterlingkurs von 4,81 auf 4,68 gefallen, während sich die Mark auf ziemlich derselben Höhe hielt. Das lag daran, daß Deutschland imstande war, die überhaupt erlangbare Einfuhr mit weniger hoch im Preise stehender Ausfuhr zu bezahlen. Außerdem daran, daß die vom deutschen Volk freiwillig übernommene Ein- schränkung und Sparsamkeit ihre Wirkung tat. „Economist" führt dann aus, wie England eine dreifache Rolle spiele, eine zur See mit der Flotte, eine zu Lande mit dem Heer und eine dritte finanzielle. Eine weitere Vermehrung des Heeres würde ernste finanzielle Schädigungen im Gefolge haben. England müsse für die Ausfubr produzieren und brauche dafür seine Industriearbeiter dringend. Eine Einziehung dieser zum Heeresdienst würde die Aus- fuhr verringern, d. h. das Land ärmer machen; denn England würde mehr ausgeben als produzieren! Es wäre denkbar, daß Amerika das gegen Munition von ihm zu fordernde Geld stunden würde in Gestalt eines monatlichen Leihbctrages von 29, 30 oder 49 Millionen Pfnnd. Wenn das nicht geschieht, bleiben die beiden Möglichkeiten: der Vermehrung derAusfuhr und neuer direkter und indirekter Steuern. Abgesehen davon wünscht„Economist". drittens„einen freien Goldmarkt".(Es sei schwer. wöchentlich mehr als für eine Million Pfund Gold auszuführen, aber mit so viel solle man es wöchentlich zur Beruhigung der Börsen ruhig tun.) und viertens Aufhebung der Börsenverkehrs- beschränkungen in London. Dann würden mehr Leute ihre amerikanischen Wertpapiere ver- kaufen und die erlösten Beträge in englischer Kriegsanleihe oder in kommunalen Wertpapieren zu ihren wahren Marktpreisen anlegen. Aufschwung bei der Großen Berliner Straßeubah«. Die Große Berliner Straßenbahn forderte jüngst von den Be- Hörden die Zustimmung zu einer Erhöhung ihrer Tarife und stellte ihre Verhältnisse znr Begründung dieses Verlangens als derartig aussichtslos dar, als wenn der Bankrotl unseres größten Berliner Verkehrsinstituis nur eine Frage der Zeit sei. Jetzt stellt sich heraus, daß trotz der Fortdauer des Krieges sich bei der Gesellschaft eine Besserung in den Einnahmen bemerkbar macht, die von Monat zu Monat sich steigerte und im August sogar dahin führte, daß die Ein- nahmen mit 36493S4 M. die des August 1914 mit nur 3261254 M. übertrafen. Die Verwaltung bemerkt dazu: „Die Mehreinnahme erklärt sick, aus der zum Vergleich stehenden geringen Einnahme im August vorigen Jahres und aus den er- höhten Betriebsleistungen." Das ist nicht richtig. Auch im August 1913, ein Jahr vor Beginn des Weltkrieges, waren die Betriebseinnahmen mit 3 647 969 M. um 1385 M. geringer als in diesem August nach ein- jähriger Kriegsdauer. Man muß bis auf den August 1912 zurück- greifen, um höhere Einnahmen feststellen zu können. Und was die „erhöhten Betriebsleistungen" angeht, so trifft dies vielleicht für das vorige Jahr zu, nicht aber für die Zeit vor dem Kriege. Jeder Berliner weiß, daß in Wirklichkeit die Betriebsleistungen zurück- gegangen, daß viele Linien eingestellt und auf anderen die Verkehrs- zeiten verringert sind. Die höhere Einnahme ist vielmehr auf größere Ausnutzung des Materials durch Ueberfüllung der Wagen zurückzuführen. Also verringerte Leiswngen und erhöhte Einnahmen. Bei der Großen Berliner ist das Geschäftsprinzip: Lerne klagen, ohne zu leiden! Gescheiterte Milliardenanleihe. Die„Neue Zürcher Zeitung" erfährt aus A m st e r d a m: Alle Nachrichten aus New Jork und London bestätigen, daß die große englische Milliardenanleihe in Amerika auf„unbestimmte Zeit" verschoben, in Wirklichkeit gescheitert ist. Die Morgangruppc sei mit europäischen Schau- wechseln geradezu übersättigt. Ausfuhrbewilligung für Rinder. Das Landwirtschaftsministerium der Niederlande hat unterm 23. August 1915 bestimmt, daß vom 13. September 1915 ab von Woche zu Woche Ausfuhrbewilligungen für lebende Rinder unter ge- wissen Bedingungen erteilt werden können. Staütverorönetenversammlung. 19. Sitzung vom Donnerstag, den S. September 1912, nachmittags 2 Uhr. Die. Versammlung nimmt heute ihre seit dem 12. Juli durch eine tatsächliche Ferienpause unterbrochen gewesenen ordentlichen Arbeiten Mieder ans. Ter Vorsteher M i ch c l c t eröffnet die Sitzung um IZg Uhr und gedenkt sodann des am 6. August verstorbenen Kollegen Tolksdorf lSoz.). Es erfolgt darauf die Einführung und Verpflichtung des für den vcrilorocnen �etadtv. Hufs neugewählten Stadt- verordneten Kaufmann Karl Braun sLinkcf. Als Ersatz für Tolksdorf werden gewählt: in die Grundstück- cigentumsdeputation Bart hel mann, im den Rechizungsausschuß � ta h l, in das Kuratorium der W. Fickert-Stistung Nr. 2 Pfannkuch(Sog.). Gegen die Richtigkeit der Gcmeindewählerliste sind während der AuSlcgungSfrist vom 12. bis 39. Juli fünf Einwendungen erhoben worden. Die Liste wurde von 283 Personen eingesehen: die fünf Reklamanten fehlen, weil nach dem Material des WablbureauS drei in Berlin nicht gemeldet, zwei mit den Steuern im Rückstände waren. ES bat sich aber ergeben, dag die Ausschließung von der Liste zu Unrecht erfolgt ist. Die Versammlung beschließt deshalb die nachträgliche Ausnahme der Reklanianten. Zur Kenntnisnahme liegt vor die Uebersicht über den Geschäftsbetrieb der städtischen Sparkasse für das erst« Kalenderauartal 1912. Stadtv. Bissing(Fr. Fr.) bemängelt, daß die Sparkasse setzt ganz wie die nur auf Erwerb gerichteten privaten Hypothekenbanken und unter Berufung auf die fünfprozentige Reichskriegsanleihe Hypotheken nur zu 4% und 4% Proz. prolongiere. Die Sparkasse solle doch ein gemeinnütziges Institut sein. Die Erhöhung des Zinsfußes drücke nicht nur die Hypothekenschuldner, solcher» müsse auch die Wohnungs- und Mietsverhältnisse verschlechtern. Stadtrat Benzky: Mir ist bloß ein Fall der Verlängerung mit 1�1 Proz. bekannt, sonst ist der Satz 4%) Proz. Die Hypothekenbanken prolongieren doch auch im Gegensatz zur Sparkasse nur vorübergehend. Manch« würden gern 2 Proz. geben, wenn sie nur Hypotheken bekommen würden. Stadtv. Mommsez»(Fr. Fr.) ist ganz der Ansicht des Ma- giltratSvertreterS. Auch die Sparkasse müsse die Marktlage be- rücksichtigen. Stadtv. Manasse(Soz.): Auch aus meiner Kenntnis muß ich bestätigen, daß mit außerordentlicher Kulanz verfahren wird. Die Hypothekenbanken nehmen doch ziemlich hohe Provisionen; das fällt bei uns ganz fort. Ter Zinsfuß für die Spargelder ist doch auch von 3 auf 311 Proz. erhöht worden; dieses halb« Prozent mutz auch bei detz Hypotheken zum Ausdruck kommen. Ebenso kommen die geringen Vcrtvaltungsspesen immerhin mit% Proz. in Betracht. Stadtv. Bissing bleibt dabei, daß die Sparkasse nicht kulant genug verfährt. Eine ganz« Reihe von Hypothekenbanken mache es billiger und erhebe auch keine Abschlußprovisionen. Die Vorlage wird zur Kenntnis genommen. Auf Grund der Vorschläge, die die 1999 gebildete gemischte Deputation zur Beratung über Aenderungen des bisherigen Vcr- sahrens bei An- und Verkäufen und bei Vermietungen, von Grund st ücken gemacht hat, beabsichtigt der Magistrat, da? Verfahren für Verkäufe dergestalt zu vereinfachen, daß bestimmte Grundstücke zum Verkauf gestellt und dafür immer auf drei Jähre von den Gemeindebehörden MindestverkaufSpreise fest- gesetzt werden. Die betr. Verwaltungsdeputation darf ohne weiteres die Grundstücke über oder zu diesem Nettopreise dcrkausen; in ge- eigneten Fällen darf sie auch Makler zuziehen und Provisionen vcr- einbaren. Das bestehende Verfahren hat sich als viel zu langwierig und auch sonst als unzweckmäßig erwiesen.— Weiter sollen die Deputationen bevollmächtigt werden, auch alle Vermietungen— nicht nur die Verpachtungen— aus 6 Jahre statt 3 zu bewirken. Stadtv. Hintze(Soz.) stimmt der Vorlage zu, wünscht aber, daß die Festsetzung der Mindestpreise in der Versammlung in geheimer Sitzung erfolge, und. daß über die Verkäufe an die Versammlung regelmäßig, ettva alle halbe Jahre, Bericht erstattet werde. Nachdem Stadtrat Wagner die Berücksubtigung beider Wünsche in Aussicht gestellt hat, gelangt die Vorlage zur An- nähme. Auf den städtischen Grundstücken Tieckstr. 18/19 soll ein ein- heitliches Feuerwachgcbäude errichtet werden. Ter Kosten- Überschlag erreicht 243 999 M.; die Wache soll Automobilbetrieb erhalten. Die Versammlung genehmigt die Vorlage obne Debatte. Tie auf dem Wasserwerk Müggelsee zu Versuchs- zwecken angelegte TeichversickerungSanlage soll zum Zwecke der künstlichen Erzeugung von Grundwasser erweitert werden. Die Kosten dürften 69 999 M. betragen und sollen aus Anleihemitteln bestritten werden. Städtb. Dr. Zadel(Soz.) befürlvortct Ausschußbepatung. Die seitens der Verwaltung von der Anlage erhoffte Wirkung sei nur sehr teilweise eingetreten. Das entsprechende Wejck in Frankfurt a. Main habe vorzügliche Resultate geliefert, dort sei das künstlich erzeugte Grundwasser vom natürlichen nicht mehr zu unterscheiden; beim Müggelseeioerk sei das Resultat aber jammervoll, und er ver- stehe nicht, wie man den Mut haben könne, die Versammlung zu einer Ausgabe zu veranlassen, die auf dem gleichen unzulänglichen Wege das dreifache Wasserquantum liesern solle. In der Vorlage von 1913 seien drei Wege zur künstlichen Wassergewinnung vorgeschlagen gewesen; davon habe man nur einen betreten und mit einem so mangelhaften Resultat, und doch wolle man nun auf diesem einen fortschreiten. Befriedigend sei das Ergebnis nur quantitativ, nicht aber in physikalischer und bakteriologischer Hin- ficht. Man verderbe das gute Grundwasser durch die Mischung mit dem minderwertigen Oberflächenwasser, schneide sich also in das eigene Fleisch. Ja, man siebe nach den neuesten Nachrichten über die Beschaffenheit der Flußläufe, nachdem ein Eholerafall vor- gekommen sei, vor der Gefahr der Verseuchung des Grundwassers. Stadtrat Benzky bittet, die Vorlage ohne Ausschußberatung zu verabschieden. Er bestreitet entschieden die Stichhaltigkeit der Argumente des Vorredners. Das Frankfurter Werk werde zu Unrecht zum Vergleich herangezogen; hier seien die verschiedenen Bodenverhältnisse ausschlaggebend. Das Berliner Leitungswasser sei durchaus einwandfrei. Stadtv. Woldcrsky(Soz.): Ich Habs in der Deputation für die Borlage gestimmt; auch ist meine Fraktion für die Annahme ohne Ausschußberatung, da ibr die Begründung durchaus genügt. Der Kollege Dr. Zadek hat seine Ausführungen auf seine eigene Verantwortung gemacht.(Heiterkeit bei der Mehrheit.) Stadtv. Dr. Zadek kann einer Maßnahme, die auf Kosten der Qualität getroffen werden soll, seine Zustimmung nicht geben. Er fragt, ob denn das städtische Gesundheitsamt und der Stadt- medizinalrat mit der Angelegenheit besaßt worden seien. Stadtrat Benzky bejaht beide Fragen und betont nochmals: Das Wasser ist vorzüglich, eZ gibt nirgends besseres Wasser als in Berlin. Stadtmetäzinalrat Dr. Weber: Tie Umwandlung des ver- sickerten Wassers in Grundwasser vollzieht sich nicht so rasch, wie wir wünschen, aber die Zeit unserer Beobachtung ist auch noch viel zu gering. Allmählich ist noch unseren Untersuchungen eine Besse- rung auch in balleriologischcr Beziehung eingetreten, wenn auch der Kcimgehalt noch verhältnismäßig hoch ist. lHört! hört!) Ich über- nehme aber jede Bürgschaft, daß keine Gefahr, namentlich keine Choleragefahr besteht. In keinem Falle hat sich in dem Mischwasser ein höhere Baltericnzahl konstatieren lassen., Der Antrag Zadel auf Einsetzung eines Ausschusses wird unter Heiterkeit gegen die Stimme des Antragstellers abgelehnt, die Vor- läge angenommen. Tie Kriegszulage von monatlich 19 M. soll nachträglich ab 1. Juli er. auch den städtischen Schwe st er n schule- rinnen gewährt werden. Stadtv. Dr. Wcyl(Soz.) begrüßt die einer Anregung seiner Freunde enlstammende Vorlage, ersucht aber um Auskunil, ob die in zwei städtischen Krankenhäusern fungierenden Viktoria-Schwestern- schiUerimien auch unter die Vorlage fallen, da diese nur von „städtischen" Schwesternschülerinnen rede. Stadtrat Sclbcrg nimmt das als selbstverständlich an. Der Magistratsvorschlag wird genehmigt. DaS Grundstück G n e i i e n a u st r a tz e 112, Ecke Bellealliance- straße, muß durch die Nordsiidbahn unterfahren werden. Die Ankauisverhandlungen sind an den zu hohen Forderungen der Eigentümer gescheitert; der Magistrat will nunmehr das Recht zur Unterfahrung im Wege der Enteignung erwerben. Die Versammlung stimmt zu. Um den andauernden Klagen der Anwohner der P u t l i tz- straße über die durch die Brückenrampenanlage entstandenen Vcrkehrsschwierigkeiten entgegen zu kommen, hat sich der Magistrat jetzt entschlossen, vor den Grundstücken Nr. 2 und 16 einen Rampenübergang durch Treppen an lagen herstellen zu lassen. Die Versammlung tritt dem Vorschlage ohne Debatte bei. Dem Schulverband Buch will der Magistrat zur teil- Weisen Tilgung der Rest'chuld, die von den Kosten des Schul- erweitcrungsbaues verblieben ist, ein Darlehen von 6999 M. gewähren; die Bedingungen für Verzinsung und Tilgung sollen erst nach Beendigung des Kriegszustandes festgesetzt werden. Die Zustimmung der Versammlung wird ohne Diskussion erteilt. Schluß der öffentlichen Sitzung gegen 7 Uhr. Ms Grost-öerlin. Die Mutter ist auf Arbeit. Im Schiffahrtskanal bei Plötzensee fiel am Mittwoch gegen 6 Uhr abends der 7 Fahre alte Sohn der Eheleute Teske, Liebenwalder Str. 39, beim Spielen ins Wasser. Paffanten zogen den Knaben auS dem Kanal. Da aber ärztliche Hilfe nicht zu erlangen war, starb der Knabe, der bei der Rettung noch Lebenszeichen von sich gab. Der Bater des Knaben steht im Felde, die Mutter war auf Arbeit. Solche Nachrichten mehren sich in letzter Zeit. Da wird ge- meldet, daß ein Kind überfahren wurde oder auS dem Fenster stürzte, während die Mutter auf Arbeit war und der Vater im Felde steht. Außerordentlich aber häufen sich die Fälle, in denen Kinder wegen voraussichtlicher Verwahrlosung in Fürsorgeerziehung genommen werden, Grund: Der Vater steht im Felde, die Mutter muß arbeiten und die Kinder sind sich selbst überlasten. Schon in Friedenszeiten waren vielfach beide Eltern genötigt, dem Erwerbe nachzugehen, und fie konnten sich um die Kinder nicht so kümmern, wie das notwendig war. Der Krieg hat diesen Zu- stand nicht gebeffert. Wohl werden die Familien unserer Kriegs- teilnehmer unterstützt, allein die Teuerung nötigt viele Mütter, noch Arbeit anzunehmen, um die Familie durchzubringen. Viele Krieger- frauen werden direkt darauf hingewiesen, in Arbeit zu treten. Solange Arbeit im Hause verrichtet werden kann, mag daS angehen, obwohl auch in diesem Falle die Kinder in Gefahr kommen, wenn die Mutter wegen Lieferung der Arbeit stundenlang vom Hause abwesend sein muß. Muß sie aber außerhalb des Hauses arbeiten, so sind die Kinder sich sehr oft selber überlassen, im günstigsten Falle der Obhut einer älteren Schwester oder eines Bruders anvertraut. Einrichtungen zur Be- aufsichtigung der sich selber überlassenen Kinder sind zwar in Berlin in Gestalt von Kinderhorten vorhanden, aber eimnal reichen diese Horte auch nicht annähernd hin, um das Bedürfnis zu decken, dann aber sind sie vollkommen unzulänglich, weil nur in bestimmten Tagesstunden die Kinder Aussicht und Unterkommen finden können. Hier muß vor allen Tingen mehr für die aufsichtslosen Kinder getan werden. Es mutz unter allen Umständen vermieden werden, die Kinder den Gefahren der Straße, der Verwahrlosung auszusetzen und dann die Kinder in Fürsorgeerziehung zu stecken. Die vielen Millionen, die für Fürsorgeerziehung ausgegeben werden, sollten lieber für v o r- beugende Maßnahmen verwendet werden, also dafür, daß die Kinder gar nicht erst der Verwahrlosung anheimfallen. Dann aber sollten die Untersiützungskommissionen bei der Be- willigung der Unterstützungen weitherziger sein, als das heute der Fall ist. ES gibt Unterstützungskommissionen, und dazu gehört auch heute noch die Kommission Va, die in zahlreichen Fällen Kriegcrfrauen überhaupt jede Unterstützung verweigern, wenn sie eine sreiwillige Zuwendung des Arbeitgebers des ein- gezogenen Mannes erhalten. In letzterer Kommission wird Frauen, die beispielsweise von der Englischen Gasanstalt wöchentliche IlnterstützuBgen bekonimen, rundweg jede Unterstützung, sowohl Kriegs- wie Mietsunterftützung, verweigert. In kaum einer anderen Kommission wie in dieser vom Stadtrat Venzky präsidierten wird so eng- herzig gehandelt. Wer das Unglück bat, im Bezirk dieser Kommission zu wohnen, wird von vornherein schlcchler behandelt als die Frauen in anderen Kommissionen der Stadt Berlin. Das ist ein un- haltbarer Zustand und darf unter keinen Umständen fort- bestehen. Gerade Kommissionen, wie die hier bczeich- nete, laden durch ihre Engherzigkeit eine schwere Ver- antwortung auf sich. Ter Minister des Innern hat in seinen Anweisungen eine recht weitherzige Ausl/gung der UnterstützungS- Pflicht empfohlen, auch die Gemeindebehörden wünschen das. Hat doch schon früher selber unsere Armenverwaltung den Grundsatz aufgestellt, daß hilfsbedürftige kinderreiche Familien reichlich zu unterstützen sind, weil die Mutter sich der Pflege der Kinder widmen soll; der Schaden sei viel größer, wenn die Mutter von Hause ab- wesend sei und die Kinder sich selber überlassen sind. Wieviel mehr sollte dieser Grundsatz den Frauen bei der Krieger gelten. Der Ernährer steht im Felde und gibt sein Alles für die Daheimgebliebenen. Sorge man durch reichliche Unterstützung dafür, daß die Familie nicht Schaden leidet und daß der heim- kehrende Vaterlandsverteidigcr seine Frau und seine Kinder wohl und munter wiederfindet und nicht etwa die Kinder auf dem Fried- Hofe oder in der Fürsorgeerziehung besuchen muß. Zum Raubmord in Wcitzensee. Der Raubmörder des Fräulein Klauß läuft noch frei umher. Es sind zahlreiche Verdachtsmeldungen eingegangen, die geprüft werden. Ein Mann wurde als verdächtig verhaftet, aber bald wieder fteigelassen._ Eisenbahnverkehr Berlin— Warschau. Zwischen Berlin— Warschau ist am 1. September eine Verbindung über Thorn— Alexandrowo— Skjernewize geschaffen mit Auicnthalt auf den Bahnhöfen Alcxan- drowo, Kutnv, Lowitsch Nord, Skjernewize. Berlin ab 11.31 nachm., Alexandrowo ab 7.19 vorm., Warschau an 11.42 vorm. Warschau ab 2.26 vorm., Alexandrowo ab 19.22 nachm., Berlin an 6.96 vorm. Die Züge laufen zwischen Berlin und Warschau durch.— Außerdem verkehren zwei Schnellzüge zwischen Warschau und Kattowitz: ab Warschau 7.12 vormittags und 11.99 nachmittags, ab Kattowitz nach Warschau 19 42 vormittags und 19.42 nachmittags. Die Züge sind freigegeben für Militärpersonen und reichsdeutsche iowie österreichisch- ungarische Zivilpersonen. In der Richtung nach Deutschland ist ein Entlausungsschein erforderlich, über dessen Beschaffung die Bahnhoit- kommandanturen Auskunft erteilen. Auf dem Friedhof vom Tode ereilt. Auf dem Georgenkirchhof in der Landsberger Allee sollte Mitt- woch nachmittag der Oberbriefträger Maudt zu Grabe gerragen werden. Lange Jahre war er im Kabinetlspostamt tärig gewesen und die Beamten dieses Amtes, ihr Vorsteher Herr v. Brausche an der Spitze, standen an der Bahre versammelt, dem lieben Kameraden das letzte Geleit zu geben. Die Trauerfeier in der Kapells war beendet und der Sarg zur Gruft getragen und herabgesenkt worden. Der Geistliche hatte den Segen gesprochen. Jetzt tritt auch Herr v. Brausche heran. Er will dem treuen Kameraden ein letztes Lebe- wohl senden und Erde auf seinen Sarg werfen, da sinkt er dem Nächststehenden in die Arme. Man glaubt zunächst an eine Ohn- macht und trägt den Leblosen in das Haus des Kirchhofsinspektoiö. Aber er erwacht nicht wieder, und der herbeigerufene Arzt kann nur den Tod feststellen. Ein Herzschlag halte seinem Dasein ein Ente gemacht. Im Berliner Aquarium ist ein riesiger Wels eingetroffen. Er stammt aus einem See bei Orteisburg und ist nicht weniger als 169 Zentimeter lang und 62 Pfund schwer. Das mächtige Tier bewohnt im Verein mit verschiedenen Karpfen, von denen der größw jetzt im Alter von 12 Jahren einen viertel Zentner wiegt, das Doppelbeckcn Nr. 9 auf der Süßwasserseite. Bekanntlich ist der Wels der größte deutsche Süßwasserfisch. Seine winzigen Augen und die langen zu Tastorganen auSgebilderen Bartfäden stempeln ihn zum schlammbewohnenden Nachltier, das seine vorwiegend aus Fischen bestehende Beute fast nur mit Hilft des Geruchs und Gefühls wahrnimmt. Kleine Nachrichten. Erhängt hat sich der Eisenbahnarbeiter Arno Neitsch aus der Steinmetzstr. 49, der im Begriffe stand, sich zu verheiraten. In einem hinterlaffenen Briefe teilte er mit, daß er wegen unheilbarer Nervenkrankheii in den Tod gegangen sei, um seine Braut nichr unglücklich zu machen. Dieser vermachte er seine drei Sparkassenbücher, die zusammen über 7999 M. lauten,— Der Jutendanturiekretär Schenk aus Oberschöneweide, der seit einiger Zeit vermißt wurde, wurde gestern aus der Dahme, in der Nähe von Grünau, als Leiche gelandet. Sch. scheint in einem Anfalle nervöser Ueberreiztheit in den Tod gegangen zu sein.— In der Flensburger Straße in Sieglitz wollte gestern ein Herr Mielke kurz vor einem in der Richtung nach Berlin verkehrenden Straßenbahn- wagen der Linie L das Gleis überschreiten, wurde jedoch vom Bahn- wagen ersaßt und umgestoßen. Er erlitt Rippenquelschungen und mußte nach dem Lichterfeldcr Kreiskrankenhause gebracht werden.— Wegen Doppelehe verhaftet wurde gestern ein Arbeiter Pannwitz aus der Schönhauser Allee. P., der in der Provinz verheiratet war, lernte hier ein Mädchen kennen, das er auf den Ramcn seines Bruders heiratete. Jetzt bei der Anmeldung zur Stammrolle kam die Sache heraus. Mus öen Gemeinöen. Kriegsfiirforge im Kreise Teltow. Der Teltower Kreistag beschloß in seiner letzten Sitzung aus den Ueberschüssen der Kreissparkasie 223 969,19 M. für gemeinnützige Zwecke zu verwenden. 134 999 M. sollen für den Ankauf eines Grundstücks, 29 999 M. für den Bau einer Verwundeten- barocke und 69 999 M. für ein Schwestern-Altersheim verwendet werden.— Die vom Kreise bewilligten 8 Millionen Mark für Unterstützung der Angehörigen der Kriegsteilnehmer sind verbrauch:. Abzüglich der zurückerstatteten Beträge sind bisher 19 898 999 M. an Kriegsunterslützungen ausgezahlt worden. Allein im Juli wurden 76 636 Personen unterstützt. ES wurde daher die Auf- nähme einer neuen Anleihe in Höhe von 19 Millionen Mar! be- schlössen. Charlottenburger Kommission gegen den Lebensmittel- Wucher. Wie bereits mehrfach erwähnt, sind auf Grund der Bundesrats- bekanntmachung gegen übermäßige Preissteigerung vom 23, Juli 1912 von den Groß- Berliner Gemeinden Einrichtungen getroffen, um wucherische Preisbildungen zu erkennen und ihnen zu begegnen. Zur Prüfung der Lebensmittel im Kleinhandel ist für Charlotten- bürg eine Kommission geschaffen worden, die sich aus acht sachverständigen Vertretern der verschiedenen Lebensmittelzweige unler dem Vorsitz deS Stadtverordneten Herrn Klick zusammensetzt. Soziales. Ueberspannung der Pflichte« von Kaffenmitglieder». Der Neigung, die Rechte eines Kassenmitgliedes durch antisoziale Forderungen zu beeinträchtigen, tritt ein Erkenntnis des Oberversicherungsamtes Frankfurt a. O. ent- gegen. Diese Entscheidung ist insbesondere für Bauarbeiter wichtig. Der Maurer E. auS Berlin arbeitete im Jahre 1914 bei einer Baufirma in Essen. Ostern fuhr derselbe nach Berlin und erkrankte hier. Er erhob bei der zuständigen Bauinnungskrankenkasse zu Essen den Anspruch auf Gewährung der statutarischen Leistungen (Arzt, Arzenci und Unterstützung.) Um sich vor Nachteile zu sichern, meldere sich E. bei der hiesigen Allgemeinen Ortskrankenkasie, die aber die Unterstützung ablehnte, da kein Ueberweisuogsscheiu vorlag. E. sollte nun einem Krankenhause überwiesen werden. Die Aerzte bescheinigten jedoch, daß die Krankheit des E. Krankenhaus- behandlung nicht notwendig mache. Nunmehr forderte die Krankenkasse die Rückkehr des E. nach Essen, um sich dort von einem Kassenarzt behandeln zu lassen. Dieser Aufforderung kam E. nicht nach, da er hier in Berlin seinen Wohnsitz und seine Familie zu wohnen hatte. Die Krankenkasse zahlte nur das einfache Krankengeld, lehnte aber die Kosten für Arzt und Arznei ab, da er nicht einen Kassenarzt in An- spruch genommen habe. E. war nach seiner Genesung nach Althütie(Kreis ArnSwaldc) übergesiedelt, erhob nunmehr bei dem dortigen Versicherung S- a m r Beschwerde. Dieses lehnte fein Verlangen, die Krankenkasse zur Zahlung der Arzt- und Arzneikosten zu verurteilen, ab. Auf eingelegte Berufung wurde die Krankenkasse mit Recht, dem Gesetz entsprechend, zur Zahlung vom Oberver- sicherungsam t Frankfurt a. O. verurteilt. In den Entscheidung�gründen heißt eS: „Nach den von der Rechtsprechung im allgemeinen fest- gebaltenen Grundsätzen ist der Erfüllungsort des Anipruches auf Krankenhilfe der Kassenbezirk; ein Ort außerhalb des letzteren aber nur dann, wenn er der Beschäftigungsort oder der Wohnort des Mitgliedes ist. Als Wohnort gilt im oll- gemeinen der Ort, wo der Versicherte tatsächlich wohnt. Aus- nahmsweise ist als Wohnort des außerhalb Beschäftigten auch der Wohnort seiner Familie angesehen worden, der ein besonders geeigneter Pflegeort sei und deshalb als Erfüllungsort zu gellen habe. Diesen von höchsten Gerichtshöfen(vergl. Enrsch. d. Bayer. Verw. G. G- vom 2. März 1896 und des Sachs. O. V. G. vom 28. Januar 1911) entwickelten sozialen Gedanken macht sich das Oberversicherungsamt zu eigen. In den er- wähnten Entscheidungen handelt es sich allerdings um Versicherte, die wöchentlich nach Abschluß der Arbeits- Woche zu ihrer Familie zurückkehren. DvS trifft zwar auf den vorliegenden Fall nicht zu, demnach- erscheint die Anwendung des obigen Grundsatzes geboten. Der Kläger arbeitete in Essen. Mit Osterurlaub seiner Arbeitgederin, der Firma MoldrmgZ u. Fischer, verlieh er Essen in gesundem, arbeitsfähigem Zustande. Das Arbeitsverhältnis lief weiter. In Berlin bei ieiner Familie erkrankle er und ließ sich von dem Dr. S. daselbst untersuchen und behandeln. Der Arzt stellte Arbsiisunfähigkeit infolge von Blutarmut und Nervenschwäche fest. In einen, so gelagerten Falle das Verlangen zu stellen, daß der Kläger seine Familie verlasse und sich auf eine lange Reise nach Essen- Ruhr zur ärztlichen Behandlung zu begeben, hält das Oberver- sicheningSam, nicht dem Gedanken der Krankenfürsorge entsprechend. Will die Kasse in einem solchen Falle nicht von den Bestimmungen der§§ 319—222 Reichsversichernngsordnung Gebrauch machen, wird sie verpflichtet zu erachten sein, die Kosten für die von dem Versicherten sich selbst beschaffte ärztliche Behandlung und für die nötige Arznei, soweit sie angemessen sind, zv tragen. Gegpn den Satz von 20 M. für ärztliche Behandlung während der Zeit von April bis Juni 1914 ist nichts einzuwenden, ebenso wenig gegen den gleichen Betrag für Bäder und Medikamente, der auch von dem behandelten Arzte als angemessen bezeichnet ist." Wohnungsnot. Eine vom Statistischen Amt der Stadt Köln veröffentlichte Zu. sammenstellung über die Bautätigkeit in Deutschland während des ersten Vierteljahres 1915 zeigt deutlich. wie gering zurzeit die Bautätigkeit ist. In der Gesamtheit der deutschen Städte, von denen nur einige von der Statistik nicht er. faßt stich, entstanden nämlich nur 1319 neue Wohngebäude gegen 1637 im gleichen Viertel des Vorjahres. Der Zugang an Wohnungen betrug 7432 gegen 9393 im Vergleichsvierteljahr. Die Abnahme der Bautätigkeit trat besonders hervor in Dresden, .Hannover, Lübeck, Berlin-Wilmersdorf, Barmen, Braunschweig, Bremen, Chemnitz, Duisburg, Nürnberg usw. Eine schwache Zu- nähme war zu beobachten in Elberfeld, Essen, Kassel, Tanzig, Straßburg und Düsseldorf. An W o h n g e b ä u d e n stellte sich der absolute Zugang am größten mit 261 in Köln. Tann folgen in großem Abstände Frankfurt«. M. mit 119 und Düsseldorf mit 115. In allen übrigen«tädten blieb der Zugang unter 199. Zwischen 59 und 199 bewerte er sich in Bremen mit 89, Essen mit 77, Leip- zig mit 69 und Hamburg mit 64 neuen Wohngebäuden. Weniger als zehn neue Wohngebäude wurden fertiggestellt in Altona, Bochum, Kiel, Tanzig. Stettin, Berlin-Wilmersdors 13) und Berkin- >e:chönebcrg 11). In Mainz wurde im Berschtsabschnitt überhaupt Zein Wohnhaus fertiggestellet. Ter reine Zugang an Woh- r. ungeir war aber der absoluten Zahl nach mit 999 wiedermn in Köln weitaus am größten. Es schließen sich nach der Höhe des Zugangs an Düsseldorf mit 817, Hamburg 643. Frankfurt a. M. mit 693, Leipzig mit 554, Cbarlottenburg mit 318 und Essen mit 399. Alle übrigen Städte blieben unter 399. Ter Prozent- satz der leerstehenden Wohnungen stellte sich am höchsten in Altona mit 6,16. Ein reichliches Wohnungsangebot wurde außerdem ermittelt in Wiesbaden mit 5,87 Proz., Hamburg mit 5,57 Proz. und Düsseldorf mit 5.19 Proz. Zwischen 3 bis 5 Proz. belief sich der Vorrat in Berlin-Schöueberg l4,39j, Char- lottenburg(4.94), Köln und Barmen. Zwischen 2, 5 bis 3 Proz. in Berlin-Wilmersdorf 12,96», Krefeld, Breslau und Mainz. Noch nicht 1 Proz. leerstehende Wohnungen gab es in Braunschweig, Lübeck, Elberfeld und Stettin. Von Behörden, gemeinnützigen Ver- einen und Baugenossenschaften wurden die meisten Arbeiter- Wohnungen>147 in 41 Häusern) in Essen hergestellt. Dann folgen Leipzig mit 199 in 14 Häusern, Köln mit 196 in 62 Häusern, Elberfeld mit 54 in 35 Häusern, Düsseldorf mit 48 in 4 Häusern. Dagegen kamen Wohnungen in B ea m t e n w o h n h ä u s e r n in Zugang 46 in Köln, 25 in Hannover, 15 in Stuttgart, 13 in DuiS- bürg und 2 in Erfurt.____ Mus aller Welt. Verurteilte Nahrungsmittelfälscher. Die Milchpantschercien haben seit langer Zeit in Erfurt einen derartigen Umfang angenommen, daß sich vor einiger Zeit einmal der Bürgermeister veranlaßt sab, in öffentlicher Stadtver- ordnetenversammlung zu erklären, eS sei in Erfurt deshalb kein Vorwärtskommen in der Bekämpfung der Milchpantscherei, weil die Gerichte leine Freiheitsstrafen gegen die Milchversälscher aus- sprächen t mit den obendrein oft sehr geringen Geldstrafen sei der Sache nicht gedient. Auch der Jahresbericht des städtischen Nahrungsmitteluntersuchungsamtes sprach sich dahin aus, daß die auffällige Zunahme der Wässerungen ihren Grund in der milden Behandlung der Straftat und in den viel zu niedrig bemessenen gerichtlichen Geldstrafen haben. Besonder? ins Gewicht gefallen sei dabei, daß nicht in einem Falle auf eine FreiheitsstMfe erkannt worden sei. Dieser HinSweis scheint seine Wirkung nicht verfehlt zu haben. Nachdem die Erfurter Strafkammer schon kürzlich eine Milchhändlerin wegen Wässerung zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt hatte, stand crnr Dienstag wieder ein schon elf mal vorbestrafter Milch p a n t s ch e r, der Milchhändler Hermann Hildebrandt aus Gispersleben bei Ersurt vor der Strafkamnrer, dessen Milch bei der Untersuchung aus 43 Teilen Milch und 57 Teilen Wasser bestand. Die Strafkammer erkannte auf drei Mo- nate Gefängnis und Veröffentlichung des Urteils in der Erfurter.Tribüne" und in dem bürgerlichen Blatte.— In einem anderen Falle wurde eine Milchhändlerin, deren Milch 15 Teile Wasserzusatz enthielt, zu 199 M. Geldstrafe verurteilt. Ai ffehencrregendc Bcrhaftung in Köln. Der im Kölner Lorort Bayenthal wohnende Ingenieur und Architekt Franz Wohn, der ihm zur Ausgabe anvertrauter Kriegsgutscheine teilweise in eigenem Interesse verwandte, wurde verhastet. Diese Festnahme erregt großes Aussehen in der Stadt, da Wohn als Armenbezirksvorsteher und Inhaber hoher kirchlicher Ehrenämter hohes Ansehen genoß. Die städtische Armenvorwaltung baue ihn bereits vor einiger Zeit aus seinen Ae intern emfernt und«trasanlrag gegen ihn gestellt. UeberS Ziel geschossen. In der„Kreuz-Zeitung" lesen wir nach stehende Notiz:„Der Magistrat der Sladr P oll» o w in Pommern geht in einer besonders nachdrücklichen Art und Weise gegen die jenigen Bewohner der Häuser in den Hauptverkehrsstraßen der Stadt vor, die sich bei großen Siegesnachrichlen nicht die Mühe machen, ihre Häufer zu flaggen. Dieter Mangel vaterländischer Gqinnung wird durch öffentliche Brandmarkung bestraft, wie nach stehende Bekanntmachung des Bürgermeisters in der Presse erkennen läßt:„Geflaggt waren nicht in den Hauptstraßen anläßlich der Eroberung von Brest-LitowSk die Häuser Markt 4 und Schloß- straße 7. Pollnow. 27. August 1915. Der Bürgermeister. Wendland." — Derartig gewaltsam patriotische Begeisterung hervorzurufen halten wir nicht für zulässig. Die Cholera ans einem internierten deutsche» Dampfer? Reuters Bureau meldet aus New Dork: Von Bord des in Hobokeu internierten.. Dampfers der Hamburg— Amerika-Linie„President Lincoln" werden dreißigKrankheitsfälle gemeldet. Die Behörden vermuten, daß es sich uni Cholera handelt. Die Mehr- zahl der Kranken kam aus Kiautschou. Psgoud im Luftkanpf gefallen, lieber Psgouds Ende werden aus französischer Duelle folgende Einzelheiten gemeldet: Pegoud fand im Verlause eines Kampfes, der Dienstag vormittag über Petit-Croix geliefert wurde, den Tod. Pegond, der allein an Bord seines Flugzeuges war. hatte ein deutsches Flugzeug angegriffen und mehrere Patronenstreifen seines Maschinengewehres darauf abgeschossen. als er von einer deutschen Kugel getroffen und auf der Stelle getöter wurde. Das Flugzeug stürzte ab und fiel innerhalb der französischen Linien nieder. Parteiveranstaltungen. Wahlkreis Niederbarnim. Die am kommenden Sonn- abend fällige Kreiskonferenz fällt aus. Der Kreisvorstand. Bernau. Sonnabend, den 4. September, abends 8'/, Uhr; Mitgliederversammlung des Wahlvercins bei Franz Salzmann.' Bericht von der KreiSkonserenz. Verschiedenes. Iugenöveranstaltungen. Köpenick. Sonntag, den 5. September: Wanderung durch die„Mär- kilche Schweiz"(Buckow). Abmarsch �Sonnabend, d c n 4. S e v t b r., abends Pünktlich gss, Uhr vom Schlossplatz. Die Rückfahrt erfolgt am Sonntagnachmittag 6 Uhr. Fahrgeld 3,»kl M. Sriefkaften öer ReSaktion. Tie luriftische Sprechstunde sindet für AbonneiUen Lindenstr. 3, IV. Ho» rechts, parlerre. am Moniag bis Freitag von i bis 7 Ui»r, am Sonnabend von b bis 6 Uhr stall. Jeder»ür den B r i e s l a st e n bestimmten Agsrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mcrtzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen teine Aöonnementsauitrung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriststiiike und dergleichen bringe man in die Sprechsiunde mit. F. 11. Die Kündigung konnte erfolgen. Die Frau nmtz zum 1. Oktober die Wohnung räumen.— H. P. 4. Weit wichtiger ist, daß die Frau de- Verstorbenen die Kriegsrentc bekommt. Sic hätte einen solchen Antrag beim Polizeirevier oder beim Bezirkskommando löiigss einreichen'ollen. I — B L. 31. iic lind zurückgestellt wegen bösartiger Geschwülste oder Auswüchse.— Zt. M. 10. n. J. Ja. 2. Wenn eic Jnoatldemente beziehen, sind Sic nicht verfichenrngspslichiig, Sic branchen desbatd die KaUr nicht. 3. Sic brziehett Jiwakdemcutc. wenn Sie nur noch zu einem Drittel erwerbsfähig erachtet flverdr» 4. Diese Frage erledigt sich nach der vorhcrgcbendr n Antwort. 5. Halbinvatidc und Gnnzmvvlide gib! es nicht. Die Berechnung der Rente töi.ncn wir»in nach Sinnchi in Ihre Ouittungstarteii ooiiiebme» 6. Sie brvnchen ieldiwerständlich deskaiv nicht aus der Gewcrtichaft auszutreten.— W. F. 53, Nachmusterung tu, in erfolgen. Ob Sic»ür diciistiähig erachtet werden. löiratn wir uichr w>»fen, das ciitichcidct der Miiiläravzt. Die Zeichen bedeuten: Herzleiden» und Uiiregclmäßigkeilc» m der Form des Brustkorbes.-(Kruft 30. Wir wissen nicht mehr, wie Jbrc erste Anfrage lautete. Sie werden schon zu uns in die Sprechstunde kommen müssen.— BS. P. 815. Die Mutier bat Anspruch aus Kllezselterugeld. Sic soll einen dal, iiigehenden Antrag bei der Polizeibehörde �ihres Wohnortes cmreiche«. Eventuell könnte sie auch für den jüngsten Svbil Äriegtnnterstntzung bekommen. Wir würden empfehlen, den Umzug der Mutter noch nicht z» dewerl- stelligen, ehe nicht die UntersüitzungS- und Rentcusache erledigt ist. Tie Rente wird ihr dann auch hier ausgezahlt.— R. B. 88. Nachmusterung und Einziehung zum Heeresdienst kann noch erfolgen. — BS. P. 100. Richten Sic den Antrag an das Bezirkskommando. 2. Ja, wcim der Antrag beim Bezirkskommando abgeiehnt werden tollte. 3. Der ersterr Weg ist Erfolg versprechender.— A. S. 22. Das könnte dadurch bewirkt werden, daß der Betreffende durch die Polizeibehörde aus die Trinkcrkistc gesetzt wird und den Gastwirten es dann verboten ist. au ihn Atkobol auszuschäiikeii.— R. Z. 100. Die Zeiche« bezieh e» sich nur aus die Lorstellungsliste. Nachmusterung kanu erfolgen.—' Ctto 40. Herzfehler, dicniüähiz.— K. 30. 1. Kirchensteuer ist noch für das Fahr 1915 zu zableu. 3. An das Bezirkskommando.— F. B. 18K0. Sic sind wegen Lungenleiden für uniaugüch erklärt.—<9.<9. 27. Rein. W. T. IS. 1. Beide Personen können dafür nicht bastbar gemacht werden. 2. Nein.— W. 1888. Sic können natürlich das Geld zurück- fordern; event. müßten Sie Klage erheben.— W. it. 5)8. Nein. — W. Schv. 14. Ja.— Hedwig W. 25. 4. An das Eriatzbltzaillon des Regiments, bei dem Ihr Mann gestanden hat. 3. Ja. 3. Rem.— T. M. 25. 1. I«. 2. Das enllchcidct der Militärarzt.— W. G. 4700. Ja.— H. B.. Jüngste.£8. 1. Die Zinsen können nur für vier Jahre gefordert werden. 2. Ja.— R. M. Sie haben nur das Lerivallungs- recht an dem Vermögen Jbrcr Ehefrau. Der Antrag ans Gütertrennung ist notariell oder gerichtlich zu beglaubigen und dem Amtsgericht deS Bezirks. in dem Sie wohnen, einzureichen.— 200. Die Wehrpflicht erlischt mit depi 45. Lebensjahre.'— L. F. 1. 1. Die Witwe erhält 460 M. und das Ktzrd 168 M. jährlich. 2. Nein. 3. Die Höhe der Löhnung des Gefallenen.— A. H., Borkum. 1. Das steht im Belieben des Kommandeurs. 2. Urlauber erhalten keine Verpflegung. 3. Nein. — J. 70. 1. Ja. 2. Nein. 3. Die Klage kann amh ohne Rechtsanwalt durchgeführt werden.— Urlaub. Der Antrag ist an das Ersahbatailloir zu richte».— H. B. 50. Wegen schlechter Zähne dienstuntauglich.— A. 11. Kranldciten bzw. Fehler der BewegungSorganc(Knochen Muskeln usw.), zurückgestellt.— BS. P. 42. Ja.— B. K. 48. 1. Nein. 3. Asthmati'chc Beschwerdeu geringeren Grades, landsturmpslichtig.— — R. L. 5. Herzkrank; dienstuntauglich.— 500 Höller. Einziehung kann noch erfolgen.— G. 10. t. Die Eltern können Antrag auf Kriegs- clterngeld stellen. 2. Aus dem Polizeirevier. 3. Die Eitern haben keinen Anspruch auf Rückzablung der Beiträge. 4. Nein. 5. Ja.— F. G. 80. Kommen Sie zu uns üi die Sprechstunde.— O. D. 0. 1. Nein. 2. Ja. Die Sparkasse ist verpflichtet, an Behörden NuSkmfft zu gebe». — 31. B 90. Die Altersgrenze für den Landsturm ist nicht über 45 Jahre heraufgesetzt.— O. S. 17. Die Unterstützung kanu sür die drei Monate abgehobcn'loerdcn.— E. B. 88. 1. Ja. 2. Dir Aietsunterstützun g wird wegen dieses geringen Betrages nicht verweigert werden.— 0.38. Kirchensteuer ist noch sür das Jahr 1S15 zu zahle«.— Gilt 18. Der Wirt lanu ErfüllnnZ des Vertrages verlangen. Wenn Sie nicht zuziehen, hat er trotzdem Anspruch aus die Miete.— B. 70. 1. Darüber können wir keine AuSlunst geben. 2. Wann Sic einbrriijcn werden, wissen wir nicht.— — Est H. 1118. 1. War nur projektiert, aber wieder aufgegeben. An dieser Stelle scheint das möglich zu sei». 2. Möglich vielleicht, aber sinnlos. 3. 300 M., von Namen unbekannt.— H. H. 100 und K. R. Rummels- bürg und E. K. 5)3 und F. St. IVO. Wenden Sie sich an den Meta'D arbeit crverbayd, Linienftr. 83—85.— 31. Z. 40. Zu erfahren beim Bei band der Gemeinde- und Siaatsarbciler, Eugclufcr 14.45. Privaiinftitule können wir nicht empfehlen.— I. 3l. 85. Perband der Schneider und Schneiderinnen, Sebastranftr. 37—3k.— F. K. 1800. Sehe» Sie nach im Adreßbuch 2. Land, Teil 2, Seite 285.— 31. I. 90. Ja. — Frankfurter. Ihren Brie! haben wir erhalten. Berö'icntlichcn dürfen wir Ihre Beschwerde nicht: wir wollen aber sehen, ob wir au! andere Weile sür Abhiisc sorgen können.— L R. 81.») Im Tnrch'chnili 15 Jahre, b) ca. 10 Jahre.— A. Z. III. In diesen Staate» ist es mit der Statistik nicht vom besten bestellt. Die Qucllwerle vermerken des- balb bei dielen Angaben.schätzungsweise-. Das Unzuverlässige werden Sic auch aus den Zahlenangaben selbst merleu. 1. 1910; 250 000 Ein» wohucr. Wehrpflichtsge kjedcr waffenfähige Montenegriner) 36 720. 2. 1914:'445 099 Einwohner. Wehrpflichtige t dipseibe� Zlnzahl. H. B. 80. 1. Soll schon vorgekommen fein. 2. Ersabrer? Sic am besten im niederländischen Schisfahrlsburcau Unter den Linden. 3. Zu beziehen durch unsere Buchhandlung, Lindensir. 8. 4. Nein.— fl. 85. Beim Metallarbeiterverband, Linienftr. 83—85, dürsten Sie die gewünschte Aus- knifft erhalten._ WettcrauSsichtc» für das mittlere?torddeuti«t,la»b vis Tonnabendmlttag. Ein wenig wärmer, zeitweise aufklarend, jedoch über- wiegend bewölkt. Im Osten meist geringe, im Besten stärkere Rezeiffälle. strichweise Gewitter. SozialdemokratisolieFWalilverelD k, d. i ßeri, Reichstagswalilkreis. Stralauer Viertel. Bezirk 322.] Den Mtgliedern zur Nach- richt, daß unser Genosse, der Tapezierer tiermLnn Bemer Warschauer Sir. 65 gestorben ist. Ehre feinem Andenken k Die Beerdigung findet am Freitag, den 3. September, nach- mittags 3'/, Uhr, von der Halle des Zentral-FriedhofcS in Friedrichs- selde aus statt. Um rege Beteiligung wird ersucht. G«rlitzer Viertel. Bezirk 208 II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Buchdrucker Bruno 8ckmiät Liegnitzer Str. 16 gestorben ist. Ehre seinem Zludenten l Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 4. September, nachm. 4'/, Uhr, von der Halle des Zentral-Friedhoscs in Friedrichs- jeldc aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 214/16 ller Vorutand. Denlschef Baoarlieiter-VerliaDd. Zweigverein Berlin. Am 29. August starb unser Mitglied, der Putzer Brost Seifert. Die Beerdigung findet beute Freilag, nachmittags 4'/, Uhr, von der Halle des DankcS-Kirch- Hofes in Reinstkendors- West, Blanlestraße, aus statt. Ferner starb am 81. August unser Mtglied, der Maurer Brost DoHwit?. (Bezirk N 1) Die Beerdigung findet heute Freitag, nachmittags 5fl, Uhr, von der Halle des Segens- Kirchhofes In Wcißensec aus statt. Ehre Ihrem Andenken! Um rege Beteiligung ersucht 141/20 Her Torstand. WIM der Tapezierer Filiale Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, dag unser Mitglied Merrrmnn Berner am 31. August nach langem Leiden im 59. LcbenSiabre verstorben ist. Ehre seinem Zlndrnkcn: Die Beerdigung findet heute nachmittag 4 Uhr, von der Leichen. balle des ZenIral-FriedhofS in Friedrichsfelde aus fiait. Um rege Beteiligung ersucht 473/14 Ter Vorstand. Neulülln- ßritz. Mitgl. d. A..T..B. fMusikkorPs.) Schon wieder bat der unselige Weltkrieg von uns ein Opser ge- fordert. Lim 13. August fiel bei einem Sturmangriff uns er langjähriger Turngenosse und Mitbegründer unseres Musikkorps, der Unter- ossizier Wolter DntscBke Ritter des Eisernen Kreuzes. Wir verlieren in ihm ein treues, eifriges Mitglied: er war einer unserer Besten. Sein Andenken wird uns unvergeßlich sein. 186.9 Ter Vorstand. Am 15. August fiel in dem großen Völkerriugen durch Herz- Ichuß mein lieber, herzensguter Mann, der lreuiorgcnde Bater seines Kindes, mein lieber Sohn, Schwiegeriohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Kalvanoplastikcr UmllWckMMf Jäger im 3. Rcs.-Jägcr-Batl. im 29. Lebensjahre. In tiefem Schmerz Marl« Ikoppelliamnier geb. Wittig llelmnt Itoppelhammer und sämtliche Anverwandten. Berlin-Britz, Friedrichsbrunner Str. 1, Ausg. 2. Du hast geglaubt, gehofft auf eine Wiederkehr, Doch im» Dein Platz in unserm Heim bleibt leer, Nichts bringt Dich Braven, Guten mehr zurück, Zerrissen ist jetzt unser ganzes Glück. Nun lieber Mann und Vater ruh' in Frieden. Ewig beweint von Deinen Lieben. Dem ewig gram, der diesen Krieg herausbeschworen. Am Mltwoch, den l. Septpmber, verschied nach kurzer Krankheit unsere liebe Mutter, Schwieger-, Groß- und Urgroßmutter verwitwete Kriedemann geborene Fibiger im 80. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Wie irmaiüi Kriedemann, Stargarder Straße 74. Beerdigung: Sonnabend, den 4. September, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Geth- semanc-Kirchhoscs, Nieder jwön- Hausen-Nordend, aus. 33A Am 24. Juli er. starb bei einem Sturmangriff den Heldentod fikr? Vaterland unier lieber Kollege, der Korrettor WiHielm Rielblock geb. 30. 10. 81 in Rügcnwaldc. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. 2327b Am 31. August er. starb nach langem Leiden unser lieberKollcgc, der Setzer Msimes Brandt geb. 3. 11. 62 in Tiegcnhof. Auch ihm werden ein treues Gedenken bewahren Die Kollegen der Nordd. Buchdr., Berlin. Sie Einäscherung findet statt am Montag, den 6. d. M., nach- mittags 5 Uhr, im Krematorium 65enchtstr«ße37/3£�������� ReukersWerke - 3 Bände 4 Hlnrt—— Buchhandlung vorwarks Verein der Zlereotzpeiire und G8l?anop!asliker Berlins n. Umg. Als weiteres Opser deS Welt- lrisges fiel am 15. August 1915 durch Herzschuß unser braves Mitglied Hans Doppelhammer. Ehre seinem Andenken! 284/19 Ter Vorstand. Fern von seinen Lieben fiel I als Opser des Weltkrieges am 21. August durch Kopsschuß mein I lieber Mann, uiisev trcusorgcnder Vater 49A Willi Pape Landsturmmann, Jns.-Reg. 43. Dies zeigen tlcsbetrübt an Anna Pape geb. pirke, Willi und Frida als Kinder. Ruhe sanft in Feindesland! Am 25. Rnguil starb als Opicr des Weltkrieges im Lazarett in Rußland mein lieber Sohn, der Schristgicßer psoil Grosse im Alter von 32 Jahren. Dies zeigen tt'esbetrübt an Berlin, den 3. September Franz Groetsc als Vater. Fiijreii, Rudolf und Emil als Brüder, die letzteren beiden zur Zeit i«i Felde. Verwaltnnx Berlin. Tel-Amt Moritzplatz 10623, 3578. Bureau: Rungestraße 30. Heute Freitag, deu 3. September, abends 8'/z Uhr, Rungestr. 30: Lrheung der Ortsverwaltung. Adling! Einsetzer! Die Bezirkssiüungen im September fallen aus. Kezirk Süden. Die Zahlstelle 7 ist von Ritt c rstr. 123 nach der Reichenberger Straffe 18S bei Sllesky, Ecke Elisabethufer, verlegt. 87/11 vi« Ortsvorwaltirnzk. Dentscher Iransportapbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groll-Berlin Den Mtgliedern zur Na-K richt. daß unser Kollege, der Droschken- sührer Hermann Thieuvibel am 31. August im'Alter von 67 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenke«! Die Beerdigung findet am Sonnlags den 5. September, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- Halle des neuen Jakobi-Kirw- böses. Hcrmannsiraße, an» statt. 66/18~ Die Bezirksverwaltung. Nachruf. Am Sonntag, den 29.?lllgusl verschied iiffoigc Schlaganfalls unser langjähriger Lagerhalter Lodert Hotterba im Aller von 53 Jahren. 164/14 In dem Verstorbenen verlieren wir ciiicii langjährigen treuen Mitarbeiter, der stets sein Bestes sür die GcnosftnschastSbewcgung eingesetzt hat. Sein Andenken werden wir stets in Ehren hallen. Konsum- Genossenschaft Berlin und Umstegcnd, e. G. m. b. H. Berlin- Lichtenberg. Verlustlisten. Verlustliste Nr. 317 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Infanterie usw.: Garde: 2. Garde-Reserve-Regiment; 3. und S. Garde-Regiment z. F.; 7. Garde-Jnfanterie-Regiment; Grcna- dier-Regimenter Alexander, Elisabeth, Augusta und Nr. 5; Garde- Fiifilier-Regimcnt; Garde-Reserve-Jägcr-Bataillon. Lchr-Jnfan- tcrie-Reginient. Grenadier- bzw. Infanterie- bW. Füsilier-Regi- menter Nr. 2, 5, 6, 8, 9, 11(st Res.-Inf.-Reg. Nr. 83], 16, 17, 21, 23, 26, 27, 30, 31, 34, 37. 38, 40, 42, 43, 44(st Jnf.-Reg. Nr. 372), 45, 46, 47, 52, 54, 55, 59 bis einschl. 63, 65, 66, 67. 69, 70, 72, 76, 82, 83(lesttere beiden s. auch Res.-Jnf.-Reg. Nr. 83>, 84, 86, 87 ls. Jnf.-Reg. Nr. 146), 89, 90, 91. 92, 95(s. Nes.-Inf.-Reg. Nr. 83), 99(st auch Res.-Inf.-Reg. Nr. 83). III, 113, 114, 115(lchtere beiden st Res.- Jnf.-Reg. Nr. 83), 116(st auch Res.-Jnf.-Reg. Nr. 88), IIS(st Jnf.-Reg. Nr. 99), 141. 143/145, 146, 147, 148, 150, 151, 152, 154, 156, 158, 162, 165, 166, 167(st Res.-Jnf.-Reg. Nr. 83), 173, 175, 176, 188, 190, 362, 368, 370, 372 und v. Kurnatowski. Reserve-Jnfantcrie-Regimenter Nr. 5, 19, 22, 23, 26, 28, 29, 35, 87, 46, 57. 59, 61, 71, 72, 74. 76, 83, 87, 88. 90, 91, 92. 93, 201, 202, 203, 204, 209, 213, 214, 217, 219, 221, 222, 223, 225. 227, 231. 233. 237, 251 bis einschl. 259, 261, 264, 265, 266, 268. Ersatz- Jnfantcric-Regimcnr Nr. 9. Refcvve-Ersatz-Jnfanterie-Regimcnt Nr. 4. Landwehr-Jnfantcrie-Regi(nenter Nr. 2, 3, 8, 9, 15, 16, 21, 34, 46(st Jnf.-Reg. Nr. 146), 53, 66, 72, 84, 93, 109. 110 und v. Gundlach(st Landw.-Jnf.-Rcg. Nr. 93). Landwehr-Ersatz-Ju- fanteric-Rcgimcnt Nr. 3. Landsturm-Jnfanteric-Regimenter Nr. 20 u.nd 115. Brigade-Ersatz-Bataillone Nr. 28(st Jnf.-Reg. Nr. 370), 34(s. Jnf.-Reg. Nr. 362), 37, 38. 39, 40(alle vier s. Jnf.-Reg. Nr. 368), 43, 79(beide f. Jnf.-Reg. Nr. 370), 81(st Jnf.-Reg. Nr. 362). Lgndwehr-Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 43(st Landw.- Ers.-Jnf.-Reg. Nr. 3). Landfturm-Jnfanterie-Bataillone: II Beuthen, II Tt.-Eylau, I Kosten, l Saarlouis, Zusammen- gesetztes Lyndsturm-Jnfantcrie-Bataillon Marienwerder-Rastenburg (letztere beiden s. Jnf.-Reg. v. Kurnatowski). Landsturm-Jnfan- terie-Ersatz-Bataillon: Friedberg, 3. Heidelberg, 1. Worms, 10. des 4. sowie Nr. 8 und 20 des 7. Armeekorps. Garnison-Kompagnie I Nr. 5 Antwerpen. Etappen-Sammel-Kompagnie Nr. 13. Jäger- Regiment Nr. 3; Bataillons Nr. 3, 4; Reservc-Bataillone Nr. 1, 4, 16, 18, 20, 24. Radfahrer-Kompagnie Müller des Gouvernements Libau. Feld-Maschinengeivehr-Züge Nr. 6 der Maschinengewebr- Formatien Halbig, Nr. 34(s. Res.-Jäger-Bat. Nr. 18) und Nr. 57. Kavallerie: Regiment der Gardes du Corps; Garde-Husaren; Kürassiere Nr. 3, 6, 7; Schwere Reserve-Reiter Nr. 3; Dragoner Nr. 1, 4. 7, 15(s. Res.-Kav.-Abt. Nr. 75), 16, 20, 24(st Res.-Jnst- Reg. Nr. 83); Husaren Nr. 1, 9(s. auch Res.-Kav.-Abt. Nr. 75) und 14; Ulanen Nr. 1, 3, 5, 16(s. Jäger-Reg. zu Pferde Nr. 13); Jäger zu Pferde Nr. 4 und 13; Feldkavallerie-Regiment Nr. 1 des 6. Ar- meekorps; mobile Erfatz-Eskadron des 1. Armeekorps; 1. Land- sturm-Eskadron(Deutz) Kürassier-Regiments Nr. 8; Reserve- Abteilung Nr. 75. Feldartillerie: 1. Garde-Regiment; Regimenter Nr. 8, 10 (st Res.-Feldart.-Ren. Nr. 62), 11, 17, 18, 20(letztere beiden f. Res.- Jnf.-Reg. Nr. 83). 27. 31. 37, 38, 41. 44, 45, 47, 50, 54. 55. 56(st auch Feldart.-Reg. Nr 17), 59. 66, 67, 73, 74, 81, 86, 103; Reserve-Regimenter Nr. 17, 22, 62, 68, 69. Kanonen-Abteilung Frantz(s Feld- art.-Reg.?2r. 17). Fußartillerie: 1. Gards- und 1. Garde-Reserve-Regiment; 2. Garde-Landwehr-Bataillon; Regimenter Nr. 1, 3, 4, 5, 7, 10, 11, 14, 15; Reservc-Regimenter Nr. 2, 8, 13, 15, 17; Reserve-Bataillon Nr. 40; Batterien Nr. 101 und 236. Pioniere: Reserve-Kompagnien Nr. 77 und 221; 1. Landwehr- Kompagnie des 17. Armeekorps. Verkehrstruppen: Militär-Eisenbahndixektion Nr. 1. Eisen- bahn-Betriebskompagnie Nr. 17(st Militär-Eisenbahndirektion Nr. 1). Kavallerie-Kraftwagenkolonne Nr. 12. Etappen-Kraft- wagenpark der Armce-Abteilung Falkcnhausen. Train: Train-Abteilungen Nr. 2(st Res.-Jnf.-Reg. Nr. 83) und 6; Pionier-Belagcrungstrain Nr. 12. Fuhrparkkolonne Nr. 3 der 103. Jnfanterie-Division; Festungs-Fuhrparkkolonne Nr. 2 Metz. Etappen-Hilfsbäckereikolonne Nr. 1 des 18. Armeekorps. Munitionskolonnen: Schwere Artillerie-MunitionSkolpnne Nr. 28 der 3. Garde-Jnfonterie-Tivision; Artillerie-Munitions- kolonne Nr. 84; Etappen-Munitionskolonnc Nr. 52 der 9. Armee, Nr. 4 des 17. Armeekorps und Nr. 23. Ganitäts-Formationen: Reserve-Sanitäts-Kompagnien Nr. 55 und 59; Etappen-Sanitäts-Kraftwagen-Abteilung der 11. Armee. Festungs-Lazarett Metz; Reserve-Lazarett Quedlinburg. Kriegsschule Kastel(s. Rest-Jiif.-Reg. Nr. 83). Bezirkskommando Bonn. «# Tie bayerische Verlustliste Nr. 217 meldet Verluste des 1., 2., 4., 5., 8., 11., 16., 17., 20., 23., 25. Infanterie-Regiment; 1. Jäger-Bataillon, Freising; Reservc-Jnfanterie-Regimenler Nr. 1, 4, 5, 6, 7, 8, 17, 20, 21; Landweür-Jnfanterie-Regimenter Nr. 2, 3, 4, 6, 7, 12; Brigade-Ersatz-Bataillone Nr. 1, 2. 12; Landsturm-Jn- fanterie-Bat»illone Kempten und Weilheim; 4.. 5., 20., 21. Feld- artillerie-Rcgiment; Reserve-Feldart.-Reg. Nr. 8; 3. Fußart.-Reg., Ingolstadt; Res.-Futzart.-Reg. Nr. 1; Res.-Fußart.-Bat. Nr. 6; 1. Landsturm-Fußart.-Bat. 1. Armeekorps; Pionier-Regiment; Fcrnsprech-Abtcilung 3; Mineurabteilung Nr. 1(Eri'.-Div.); Armce-Flugpark„v. Strantz"; Reserve-Pionier-Bataillonc Nr. 2, 4; 1. Landwehr-Pionicr-Komp., 3. Armeekorps; Armierungs-Bal. Nr. 1; Feldbäckerei-Kolonne 2, 3. Armeekorps. Berichtigungen früberer Verlustlisten. Die sächsische Verlustliste Nr. 189 veröffentlicht Verluste der Jnfanterie-Regimentcr Nr. 107, 108; Reserve-Jnfanterie-Regi, menter Nr. 100, 106, 107; Landwehr-Jnfanierie-Regimentec Nr. 101, 107; Ersatz-Jnf.-Reg. Nr, 24; Ersatz-Bat., Jnf.-Reg. Nr. 329; Landwehr-Reg. Nr. 100; Pioniere: Bataillone: I. Nr. 12, 22; II. Nr. 12, 22; Kompagnie Nr. 115; Reserve-Kompagnien Nr. 53, 54; Landwehr-Komp. 19. Armeekorps; Mittlere Minen- werfer-Abteilung Nr. 104. Eingegangene Oruckschristen. Heft 23 der„Neuen Zeit� vom 3, September tglö bat folgenden Jnbalt: Friedrich Adler: Am Scheidewege zwischen Kolb und Bebel.— Otto Jenhen: Die Blinden und der Kriegs— Fr. Mehring: Kriegs- geschichtliche Probleme(Fortsetzung.)— I. S.: Zwei französische 51liegz- bücher.— Literarische Rundschau: Professor Dr. M. Silbergleit: Die Aus- bungerungsgcfabr?— Professor Dr. Gustav Roloff: Deutschland und Rußland im Widerstreit seit 200 Jahren.— Adolf Heilborn: Allgemeine Dölherkunde.— Ernst Viktor Zenker, Soziale Moral in China und Japan. — Anze ge. Vom„Wahren Jacob" ist soeben die 18, Nummer des 32. Jahrganges erschienen. liiiiiiiiiiitliUlUBmiWiMiiiiliiinuiiiiiuiiBiiiiiuiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiniiiiiinnnniiiiiiiiiiiiiiiiiiiinniiniiniiirainiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiniiiiiiiiiiiiiuin'iiiiiiiiiiiniinuiiiiiiiiiilr.iiiiiiniiiiiiiniiiniiiitnBniiiiiiniiiniiiinsiimiiiiiiniiiiinluiliniiiiiiiiiiiiiiiii Freitag und Sonnabend: Kolonialwaren Kaiser-Auszug Ersatz-Mehl zur Bereitung von Kuchen.... Pfund 60Pf. Tapioka-Mehl zur Bereitung von Saufen, Speisen, Kuchen................ Pfund 38 Pf. Kartoffelmehl......«.... Pfund 30Pf. Maisgrieß............ Pfund 42 Pf. Weizengrieß.......... Pfund 68 Pf. Perl-Sago.....?.>... Pfund 58 Pf Lersteufiookeu......... Pfund 62 Pf. Suppea nach böhmischer Art besonders für Lazarelfc, Pensionen geeignet Ochsen-Nieren, Rindfleisch, Spargel,.. Leber, Hühner, Schinken, Schoten"1•Iii mit Kalbfleisch, Jäger.... Plund Speisenf abrikaie gefärbt: Stj er na- Pudding m versch. Geschm., 2 Pak. 5$ Pf. Eiei'-Puddiilg mit versch. Geschmack. 2 Pak. 55 Pf. Exquisite-Pudding.... 2 Pakete 55 Pi Cumberland-Pudding.. 2 Pakete 65 Pf. Mandel-Rosiaen-Pudding 2 Pakete 65 Pf. Krachpandei-Padding.. 2 Pakete 55 Pf. Sa\ifcii Vozrei Geflügel Gänse fV......... Pfund 1.25 u 1.40 Enten......;..... Pfund 1.90 Suppenhuhner... Pfund 1.40 u. 1.60 Brathühner....... Pfund ILO u. 1.80 Tsuhen.......... Stück 68 u. 98 Pf. Alte Rebhühner........ Stück 1.35 Räucherwaren Bücklinge............ Stück 10 Pf. Sprottbficklinge....... Pfund 85 Pf. Moselwein Oliei moseler........ 67 Wormeidinger....... 77 1911 Wintringer...... 85 1911 Eangsurer...... 1.05 1911 Senheimer...... 1.25 einschl. F. asche Flasche bei 10F1. 65 pi. 75 pi 83 pi Im. 1.20 Rheinwein einschl. Flasche aamvmm i........... �■——uat— FlaSCilC bei 10F1. 1912 Edenkobener..... 67 65 Pf. 1912 Dürkheimer..... 72 70 Pf 1912 Maikammerer.... 85 82 Pf. 1910 EStviller........ 1.35 1.30 1911 Alsheim. Goldberg.. 1.45 1.40 Ro iXjU e in dnschl Flasche Flasche beitOFl. 1910 St. Barbera...... 87 85«. 1907 Dernauer(Ahr)... 1.35 1.30 1911 Ober Ingelheim er(Rh.) 1.70 1.65 Soweit Vorrat: Südwein einschl. Flasche __ Flasche bei 10 Fl. Fein. alt. Tarragona... 1.15 1.10 Sherry I........... 1.50 1.45 Alter Malaga........ 1.70 1.65 Alter Douro-Portwein.. 1.90 1.85 Versand von Wein und Kolonialwaren Versand- Ableiluny t Berlin W66 Salzfische Wurstwaren Zervelat- u. Salamiwurst.. Pfund 2.50 Teewurst............. Pfund 2.50 Bauernmettwurst....... Pfund 2.30 Berliner Mettwurst...... Pfund 2 M. Rollschinken ca. 6—8 Pfund. Plund 2.80 Mausschinken ca, 2—3 Pfund, Pfund 2.60 Schinkenspeck m stücken v. ih,-« Pia.. Pia. 2.60 Kotelettstuck geräuchert, zum Kochen und roh zu essen.................... Piund 2 M Preßkopf in Stücken von ca. 1 Pfd., Pfd. 1.40 Jagdwurst............ Pfund 1.90 Landleberwnrst......... Pfund 1,50 Rotwurst......... Pfund 1.60 1.30 Für Feldpostbriefe: Landleberwurst......... Dose 1.90 Würstchen mit Sauerkohl.. Dose 1.25 Halberstädter Würstchen.. Dose 1,50 Bratwurst............ Dose 1.60 Ochsenmaulsalat, Fleischsalat, Jägersalat, Delikateßsüize Dose 85 Pf Feldpostbriefe mit Wnrstwaren in verschiedenen Preislagen. Butter und Käse Tisch- u. Tafelbutter Pfund 1.95 u. 1.98 ■tz-Pfund-Pakete 98 u. 99 Pf. Landbntter........... Pfund 1.78 Romatour*............ Pfund 1,10 Stangenkäse......... Pfund 95 Pf. ♦ Nur Leipziger Straße Fleisch Verkaufsstelle der Zentral-Einkaufs-Gesellschaft Kopf- oder In ganzen SdiwanzsHick fischen Mittels tück etwa 23% Ehveißgehalt Pfund 35.. 40 p,. 45 Pf. Kostproben 11 bis 1 und 5 bis 7 Uhr Hammelkeule im ganzen. Pfund 1.25 Hammelrucken im ganzen, Pfund 1.25 Hammel dicke Rippe.. Pfund 1.20 Hammel-Dünnung.... Pfund 1.15 Pökelrinderzungen.... Piund 1.20 Ochsenschwanz...... Pfund 85 Pf. Fische Kabeljau in ganzen Fischen. Pfund 48 Pf. Schellfisch...... Piund 25 n 50 Pf. Merlan Pfd. 28 Pf. Makrelen Stck. 15 Pf. �Tafellachs in ganz Fischen, Pfund 65 Pf. Klippfisch in ganz. Fischen, Pfund 48 Pf. Lebende Krebse Mandel 1.20 bis 4 m Lebeade Karpfen Pfund 95 Pf. n. 1.10 Lebende Aale extra stark. Pfund 1.45 • Sur Leipziger Straße Obst und Gemüse Kochbirnen.......... 3 Pfund 25 Pf. Kaiserkronen........ 2 Pfund 45 Pf- Malvesirbirnen..... �7�.. Pfund 13 Pf. Butterbirnen... 77-c.-st).-. Pfund 11 Pf. Pflaumen...... �. Pfund 13 Pf. Brüsseler Trauben...... Pfund 78 Pf. Zitronen........ Dtz. 55, 65, 75 Pf. Mohrrüben.......... 2 Pfund 25 Pf- Salat........ 3 Kopf 10 Pf- Kohlrabi... Pfund 5 Pf- Weißkohl......... �. Pfund 5 Pf- Rot- und Wirsingkohl.... Pfund 8 Pf. Herren-Bek Hefren-Gummi-Mäntel____ 26» 33 m Regenhaut- Mantel V]™ postbrief zu versenden).................... A#•»> v/ "13,50 postbrief Militär- Unterzieh- Westen aus wasserdichtem Stoff, mit Aermeln, Fäncyfutter (als Feldpostbrief zu versenden) Herren- Jackett- Anzüge QA AfJ dunkelgemnsferter Cheviot............ tmd tCLt M. Ssklsider.dr. 6.75 8.50 12.50 Anzüge für Jung- Mann- �-j � Schäften(Ständiger Verkauf)..... ünd M Lebende Pflanzen Phouixpalmeu.- Kentien......... Latauien(Fächerpalme) Araukarien...... Kokospalmen. .. 2.75 bis 7.25 .. 2.10 bis 6�5 3.95 4.50 6.50 . 8S Pf. bis 2J3& - 55 Pf. bis 2.25 Kokospalmen•. oa disz.ä» Aspidistra---- 7*1.50 1,90 2.25 Pteris(Farren)........ Topf 60 u. 75 Pf- Spargelkraut verschieden. Arten, Topf 65 Pf. Moostopfe 25 u. 30 Pf Tradescantien.....,..... Topf 28 Pf. Astern verschiedene Farben... Topf 35 Pst Priemeltopfe........... Topf 35- Pf. §mer Msck-Üerkuf K�rantwortlicher Redakteur:«ftetz Äiekevp, Neukölln. Für den Inserat enteil verantw.: Th.�stvdc. Berlin. Druck u.Verlag.- Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer de Co., Berlin SW.