Nr. 75. Erschein täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Seitungs- Preislifie für 1894 unter Nr. 6919 Vorwärts 11. Jahrg. Insertions: Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Aurt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der 1 April ist nicht blos ber Tag d Aprilsnarren und des Bismarck rummelser ist auch er alter Merkstein zwischen Winter und Frühling. Um 1. April wir seit Jahrtausenden der Grundstein gelegt zu Unternehmungen und Bauwerken, welche Stürmen und Un wetter trotzen und fünftigen Geschlechtern noch Nutzen und Obdach gewähren sollen. Es war sonach kein schlechter Jahrestag, den wir uns er wählt hatten, als wir vor 10 Jahren den Grundstein des „ Borwärts" legten, der freilich in der Taufe sozial demokratische Taufe feinen jetzigen Hauptnamen nicht erhielt. -WA Es war ein Wagniß, aber es mußte sein.. Am 1. April 1884- inmitten der Aera des Sosialisten gesetzes erschien die erste Nummer des Berlier Bolt 3 blattes." Die Hoffnung, daß die Zeitung gleich bei Beginn eine genügende Anzahl von Abonnenten erlangen werde, erfüllte sich nicht. Nach mehrmonatlichem Bestehen erschien das Blatt in einer Auflage von nur 2400 Exemplaren. Erst die Reichtags wahl im Herbst 1884 und die an sie sich fnüpfende Agitation brachten in bezug auf den Abonnentenstand eine zunehmende und anhaltende Besserung, so, daß das Berliner Boltsblatt" Anfangs 1890 in einer Auflage von 10 000 erschien. Als im Jahre 1890 das Sozialistengefeß in die Grube sant, hatte das Berliner Boltsblatt" bereits eine Auflage von einigen zwanzigtausend.. und heute hat es, zum Vorwärts" erweitert hat, einen Abonnentenstand von 43 000. Ein stetiges Wachsen wie das Wachsen der Partei. Leicht war das Werk nicht. Die Opfer, die das Organ der Berliner Sozialdemo fratie in den ersten Jahren seines Bestehens erheischte, waren sehr beträchtlich, und mit den vorhandenen Mitteln mußte aufs haushälterischfte vorgegangen werden, sollte das Blatt nicht aus petuniären Gründen untergehen. Die Inserate gingen uns sehr spärlich zu, da ein großer Theil des inferirenden Publikums aus Angst vor dem Sozialistengesetz fich nicht getraute, dem„ Boltsblatt" Anzeigen aufzugeben. " Sonntag, den 1. April 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. -W Es war eine harte Zeit und eine gute Schule. Eine Zeit- er, der französische Chauvinist er, der französische Chauvinist einen wahren Hymnus fortwährenden Kriegs. Und wenn die Kriegsjahre, wie das auf die deutsche Militärvorlage, die er als ein unübersonst der Fall ist, für uns doppelt zählten, dann hätte unser treffliches Meisterstück in ihrer Art hinstellt um für eine neue Blatt schon längst sein zehnjähriges Jubiläum feiern können. französische Militärvorlage Stimmung zu machen. Freilich mit dem Fall des Sozialistengesetzes haben die und die deutschen Chauvinisten- Organe- 3. B. aud) Kriegsjahre für uns nicht aufgehört. Und dem„ Vorwärts" ist französischen Reklame- Artikel nach, um Stimmung für eine der halbamtliche Hamburger Korrespondent"-drucken den ebensowenig Ruhe gegönnt, wie dem Volksblatt". Nicht daß neue deutsche Militärvorlage zu machen, da die vor wir dies beklagten. Schlimm wäre es für uns und für die jährige„ neue" natürlich längst veraltet ist. Partei, könnten wir auf einem Lotterbett uns ausstrecken, und Dies zur Kennzeichnung des Spiels und der„ Mache". würden wir aufhören zu kämpfen. Wir Sozialdemokraten find eine Rampfpartei, und der Vorwärts" ist, wie schon sein Name besagt, ein Kampforgan. " Wir würden eine Pflicht der Dankbarkeit verabsäumen, wollten wir am heutigen Tag unerwähnt laffen, daß unser braver Freund Wilhelm Hasenclever vom Tage der Gründung des Voltsblatts" an bis zu dem Tag, da die furcht bare Krankheit ihn fällte, in hervorragender Weise für unser Blatt thätig war. Der Militarismus ist international, ebenso wie der Kapitalismus und die Polizei, und für alle drei hat das Volk die Kosten zu zahlen. Die Vertreter dieser Dreieinigkeit sind in allen Ländern unter sich einig; um sich ölker gegen einander verheten, über einander täuschen. aber in der Herrschaft behaupten zu können, müssen sie die Mit peinlichster Sorgfalt verhüllen die französischen Chauvinisten ihren Landsleuten, daß am 15. Juni vorigen Jahres eine Majorität von mehr als einer Million deutscher Wähler gegen den MilitarisUnd eine weitere Pflicht der Dankbarkeit haben wir gegen mus und die Militärvorlage gestimmt hat. Und mit derdie Berliner Arbeiter zu erfüllen. Ohne sie hätte das Berliner selben peinlichen Sorgfalt verbergen unsere Chauvinisten Volkblatt" nicht bestehen, und der Vorwärts" nicht werden dem deutschen Volke die Thatsache, daß in Frankreich der Chauvinismus mehr und mehr an Boden verliert, und daß tönnen, was er ist. Dank den Berliner Arbeitern! Mögen fie fortfahren, für durchaus nicht auf die international- sozialistischen Arbeiter in den breitesten Volksschichten wir beschränken uns hier unser, für ihr Blatt thätig zu sein. die selbstmörderische Thorheit des Deutschenhasses und der Politit des bewaffneten Friedens empfunden wird. Sehr interessant ist, was in einem deutschen Wochenblatt, den Grenzboten", ein französischer Gelehrter Th. Ruyssen gegen den Vorwurf sagt, die Franzosen seien ungerecht gegen die Deutschen, wüßten aus nationalem Vorurtheil unsere wissenschaftliche und künstlerische Thätigfeit nicht zu schäßen. Der Franzose dreht den Spieß um, giebt zahlreiche Beispiele deutsch chauvinistischer Ungerechtigkeit gegenüber den Franzosen und fährt dann fort: " Der Vorwärts" wird seinem Namen nie Schande machen. Jmmer vorwärts! heißt die Parole. " Und beim Vorwärtsgehen der Vorwärts" allezeit voran! Gegen Krieg und Militarismus. Der Sieg, welchen der kapitalistisch- junkerliche Chauvinismus und Militarismus vorigen Sommer durch Annahme der neuen" Militärvorlage im deutschen Reichstage davon trugen, war natürlich Waffer auf die Mühle der fran= zösischen Chauvinisten und Militaristen, welche die Erfolge ihrer deutschen Kollegen und Geschäftskompagnons vorUnd wie stand es mit unseren Mitarbeitern?- Raum hatten trefflich für sich zu verwerthen wußten. Denn ein Ge dieselben festen Fuß gefaßt, so mußten fie Berlin verlassen; der schäft ist es, und zwar ein Geschäft auf Gegen ,, fleine Belagerungszustand" gab die Möglichkeit, jeden Miß- seitigkeit. Hüben und drüben arbeitet man sich eifrigst liebigen auszuweisen", und wer mit dem Voltsblatt" und wirkjamst in die Hände. Und nachdem die franzö zu thun hatte, sei es in der Redaktion, sei es in der Verwaltung fischen Erbfeinde" den famosen Vorsprung", den die der Zeitung, war mißliebig". Wir könnten ein dides Buch schreiben, wollten wir all die Verfolgungen und Maßregelungen schildern, welche die Vernichtung unseres Blattes zum Zwed hatten. Das Fallbeil hing an einem Zwirnsfaden über unferem Haupt. Einmal schien die Katastrophe gekommen- es fiel aber blos eine einzelne Nummer dem Sozialistengesetz zum Opfer. Feuilleton. Der Jude. Deutsches Sittengemälde " aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. weites Kapitel. Ein schlicht Gewand Deckt in der Welt Gar oft den Mann, Der in der Hand Den Zepter hält Wie's ihm gefällt: Wer sieht's ihm an? Ballade. 4 neue" Militärvorlage uns verschaffen sollte, im Handumdrehen eingeholt halen, wird jezt von unseren deutschen Chauvinisten ein dieser Tage erschienener Reklameartikel eines französischen Kollegen für die deutsche Militärvorlage aufs fräftigfte ausgenutzt. Ein Herr Malo, französischer Generalstabs- Offizier und militärischer Berichterstatter des Journal des Debats"- ein fonderbarer Titel!-- fingt sellschaft eines alten Schrankenraufers zu reiten, der Wappen und Freiheit an Eure Stadt verkaufen mußte um schnöden Sold." 11 " Frei herausgefagt, wenn Frankreich an den ruhmvollen Arbeiten von Mommsen und Helmholtz nicht vorübergehen fann, hat es in der heutigen deutschen Literatur viel zu nehmen, was es nicht schon zu Hause findet? Sie lesen Zola und Bourget, Sie spenden im Theater Dumas und Pailleron Ihren Beifall; was geben Sie uns dafür unter den Werken der Zeitgenossen in Tausch? Aber selbst in diesem Punkt siad die Vorwürfe, die man uns macht, übertrieben. Lesen Sie die Programme unserer Lyceen. Es fehlt dort nicht ein einziges Ihrer Klassischen Hauptwerke. Sie finden dort selbst den " Lichtenstein" von Hauff und„ Soll und Haben" von Freytag. Wenn ich dagegen einen Blick in das Sommerprogramm des töniglichen Gymnasiums in Leipzig werfe, so finde ich von unseren Klassikern nur eine Tragödie von Racine, ein Lusts spiel von Molière und Auszüge aus St. Simon. Das ist wenig. Nicht nur unsere Schüler lesen Ihre Klassiker, sondern auch unsere Literaten fahren fort, sie zu studiren. Die Abhandlungen Don Bonnet Maury über Bürger, Chuquet über über Kleist, von Lichtenberger über bie Iyrischen Werke Goethe's um nur die allerneuesten Beispiele zu wählen gelten selbst in Deutschland für M " Noth kennt kein Gebot," meinte Gerhard. Hättet Ihr gesehen, wie mich der Wirth beschimpfte, hättet Ihr gesehen, wie meine lieben Freunde mich sigen ließen, hättet Ihr empfunden, wie talt dieser Ofen und wie leer mein Magen war; Ihr würdet glimpflicher mit mir verfahren." Der Ei warum denn, posfirlicher Mensch?" fragte der Jüngling, Wer mir auf der Lebensbahn aufstößt, luftig, wohlgemuth wie ich, ist vor allen mein lieber Gesellschafter, er schaue nun unter einer Grafentrone, einer Fechterhaube, Einem Juden?" fuhr der junge Mann fort: oder einem Gugelhute hervor. Alter Degenknopf; ich arme Junge! Ich war dabei, als Du ihn gefunden. habe von Deinem gebrannten Herzeleid gehört, und bin ge- Noch sehe ich sein holdes Antlig; ich empfahl ihn Dir doch tommen, Dich zu befreien aus den Schlingen der Edomiter, auf das Beste, da ich den trunkenen Mann an der Hausdie gar zu gern einhergefahren wären auf Deinem Turnier- thüre Deinem Knechte überließ; aber was hilft das alles! gaule!" Hier klimperte er dem Gerhard gar anmuthig mit Verschachert wie Joseph an die Kinder Jsmaels! Nun, einem gefüllten Beutel vor den Dhren.-Ich komme mart! wart; alter Lurbruder! Der heilige Martin wird jedoch zu spät, wie ich zu meiner Freude sehe. Wie ist es Dir's gedenken, wenn die Seele eines Christen durch Dich Dir möglich geworden, Du durchlöchertes Sieb, dem Handel zum Teufel fährt." so schnell ein Ende zu machen?" " Mein Pferd steht vor meiner Herberge," antwortete noch etwas finster der junge Mann; laßt uns dort den Balettrunk halten, denn von Deinem mit Christenblut bes zahlten Sekt nehme ich keinen Tropfen an." Ei nun," erwiderte Gerhard: so überlaßt es auch Gerhard erzählte lustig, locker und frech in der Freude dem heil. Martin und brummt nicht mit mir. Was soll Schon gefattelt und aufgezäumt?" fragte ein junger feines Herzens die Art, wie er zu dem Gelde gekommen. Das Hadern? Laßt uns den Span in Minne beilegen, lebhafter Mann von ausnehmend schöner Gestalt und vor- Des Jünglings Gesicht verfinsterte sich jedoch gewaltig, und und zu Gaule steigen. Geld klingt in der Tasche und nehmen Wesen den Knecht des Junkers von Hülshofen, ungeduldig stampfte er mit dem Fuße, da Hülshofen ge- überall stehen die Fässer uns offen. Seid Ihr schon reises der den erlöften Gaul mit der Reisedecke schmückte. endet." Bfui! pfui! und abermals pfui!" rief er:" Ber- fertig?" " Tachte nicht, daß es schon so weit sein würde, nach dem, brich Dein Wappen und Dein Schwert, Du geldsüchtiger alter Mensch! Bist Du nicht schlechter als der Jude, der was ich gehört!" Eprach's, und stand mit wenig Sprüngen in der Maien doch nur eine Christenseele kaufte, die Du verschleudert haft? stube vor dem Edelfnecht. Dieser saß bei einem Baßglase Gerhard! ist das eines Edelmannes würdig? Wärst Du bei Malvafier, und tanzelte den demüthigen Wirth zum Rebstock Deinem Steigbügel zu Gaste gegangen, wie die lodern Geauf gut deutsch ab, wegen seines unziemlichen Benehmens sellen, die gestern im Rosengarten mit Dir zechten, hättest gegen fremde ehrsame Edelleute. Da er jedoch des Besuchs Du die Marktschiffe geschunden, wie der grausame Hans anfichtig wurde, schickte er kurz abbrechend den Kneipen- von Rudenkheim, dessen Rückinger Schloß mein Vater vor den Weg. Der lange Vollbrecht, ohnehin zum Fußmarsch meister zum Teufel und wendete sich in der fröhlichsten zehn Jahren niederbrennen half, hättest Du mit ScharLaune zu dem Jüngling. lach gehandelt auf offener Landstraße, ich würde um alles Sieh ba!" sprach er:„ Edles Herrlein, seid will dies Dich weniger gescholten haben, als um eines Menschenkommen. Habt doch Wort gehalten, ob schon Jhr's im verkaufs willen; denn der ist von allen unritterlichen Streichen Martinsjubel gehabt. Ihr verschmäht es nicht, in der Ge- der unritterlichste." Der Vorschlag wurde von dem trintlustigen Gerhard recht ausführbar befunden, und die Beiden begaben sich auf verdammt, machte sich eilends zum Thore hinaus, während die Herren noch luftig im Rosengarten sich zutranken. Die rothwangige Tochter des Hauses kredenzte den feurigen Wein und entzückte durch ihre Liebenswürdigkeit den jungen Mann dergestalt, daß er den Arm um ihren schlanken Leib legte, die besten Arbeiten, die es über diese Stoffe giebt. Gine] andere, fehr hervorragende Arbeit machte uns unlängst mit der Aesthetik Schiller's bekannt. Und selbst über Ihre Literatur der jüngsten Zeit haben wir einigermaßen flare Vorstellungen: Ich verweise Sie auf den Artikel' Allemagne" in Der Grande Encyclopédie" und einige Artikel desselben Werkes, die sich auf Ihre Zeitgenossen beziehen. Die„ Revue des Revues" hat ferner in der richtigen Vorausseßung, daß nur ein Deutscher mit voller Sachkenntniß über die Literatur feines Boltes und seiner Zeit schreiben tönne, Herrn M. G. Conrad zu einem Auffah aufgefordert, der Frankreich über Ihre Realisten und Dekadenten unterrichtet. Die Revue Indépendante" hat ausgezeichnete Uebersetzungen moderner Dichter gebracht, unter anderen von Lenau und Hamerling, deren Werke völlig überseht und zum Theil auch schon veröffentlicht sind. Ich verweise Sie zudem auf die ,, Revue de l'enseignement des langues vivantes" die fortfährt, das Lehrerpersonal in der literarischen und pädagogischen Bewegung unserer Zeit auf dem Laufenden zu halten. Und ich will nicht vergessen, an den höchst ehrenvollen Erfolg der Weber" von Hauptmann zu erinnern, einen Erfolg vor einem Elitepublikum, dem anerkennende Besprechungen in der Presse folgten." 21 Die Büricher Poft", die jüngst in einem längeren Artikel: Deutschland in Frankreich" den Brief des Herrn Ruyffen besprach, schrieb dazu: " Zu dieser lettern Notiz können wir nun hinzufügen, daß das" Theatre libre" in Paris neulich auch Gerhard Hauptmanns Hannele" zur Aufführung gebracht hat, und wenn über dieses Stück das Urtheil der Pariser Blätter sehr verschieden lautet, so ist das für unsere politisch- literarische Stizze gleich gültig; wir haben nur zu konstatiren, daß das französische Theater die deutschen dramatischen Erzeugnisse berücksichtigt. Henri Fouquier, der Kritiker des" Figaro", meint sogar, man pflege jezt in Paris allzusehr, was von den Bühnen Deutsch lands und des Nordens herfomme; aber er schreibt im gleichen Buge, es sei gut, wenn das französische Publikum Alles kennen lerne, was in Deutschland Aufsehen gemacht habe. Damit darf man zufrieden sein, und diese Bemerkung Fouquier's scheint uns die erfreulichen Aufschlüsse, welche Ruyffen gegeben, nur zu bestätigen." Auch wir können sie bestätigen. Was insbesondere die günstige Aufnahme von Hauptmann's Hannele betrifft, so steht es fest, daß fast in allen Rezensionen betont wurde, die Anerkennung und Sympathie gelte weniger der Dichtung selbst die an sich nur in einem sehr kleinen Kreise Bewunderer fand, als dem Umstand, daß eine Richtung des deutschen Geistes zum Ausdruck brächte. Und wohlgemerkt, hier handelt es sich um Kundgebungen der bürgerlichen Bevölkerungsschichten, in denen der Chauvinismus festigen müßte, wenn er überhaupt in den Massen vorhanden wäre. Als charakteristisches Zeichen der Zeit sei noch anges führt, daß die von uns einer Erwähnung gar nicht gewürdigte Ente, der König von Dänemark wolle mit einem A brüstungsantrag vor die europäischen Regierungen treten, in vielen französischen Zeitungen den lebhaftesten Anklang gefunden hat. Von den sozialistischen Arbeitern Frankreichs brauchen wir nicht zu sprechen. Sie sind ebenso international wie die deutschen. Und im Bunde mit den veutschen Arbeitern werden sie auch dem Chauvinismus und Militarismus, deren Hauptstüßen in Deutschland und Frankreich sind, das Genick brechen- hoffentlich ehe es Sem edlen Bruderpaar gelungen, den gigantischen Massen mord in Szene zu setzen, den es seit 20 Jahren vorbereitet. Schon jetzt aber können wir von Frankreich sagen, daß das Volk in seiner ungeheuren Majorität, gleich dem deutschen Volke, den Militarismus verabscheut, und sich von der Seuche des Chauvinismus befreit hat. Politische teberlicht. will die Erziehung aller Jndividuen, die möglichste(!) Aus-| Theilnehmerinnen des Rongresses erhalten wir von einer bildung aller Individuen. Bei planmäßiger Erziehung aller Genoffin folgende Zuschrift: Gesellschaftsglieder muß das allgemeine Kulturniveau und das Selbst wenn die bürgerlichen Frauen, die sich hier Niveau der geistigen wie törperlichen Fähigkeiten der einzelnen als" Delegirte zu einem Kongreß zusammenfanden, besteigen. Und allmälig wird zwischen der Bildung der verschlossen hätten, die sozialdemokratischen Frauenvereine zur schiedenen Individuen eine gewiffe Gleichmäßigkeit der Bildung gehört." entstehen, während heute der Abstand infolge der gesellschaft Theilnahme an den Verhandlungen aufzufordern, so wäre lichen Gegenfäße ein enormer ist. Freilich zur Gleichheit aller uns doch damit herzlich wenig gedient. Die in der bürgerMenschen in bezug auf Anlagen und Fähigkeiten werden wir lichen Frauenbewegung stehenden Frauen haben mehr als nicht gelangen, eine solche Gleichheit wäre auch der Tod des einmal betont, daß sie gesonnen sind, innnerhalb der Fortschritts die Verschiedenheit der Individuen ist ein noth- heutigen Gesellschaftsordnung für ihr Recht zu fämpfen, vendiger Kulturbebel. Und so treten wir im Sozialismus für baß sie also gegen das Weiterbestehen eines Systems, das Recht des Individuums ein, das heute nur dann aur welches der Frau alle Menschenwürde nahm und sie zum Geltung fommen kann, wenn es der herrschenden Klasse an: Eigenthum des Mannes stempelte, nichts einzuwenden Der Evang. Kirchl. Anzeiger" bemerkt hierzu: oder eventuelle Einwände sehr in der Stille Sonst hieß das Echlagwort der Genossen": Gleichheit für haben alle und aller, bie ein Menschenantlig tragen! Und jeder, der machen. Was sollen wir nun auf einem solchen Kongreß? Bei nicht an die Möglichkeit der Gleichmacherei glaubte, wurde als rückständig verschricen. Jezt wird die Verschiedenheit als ein uns giebt es teine besondere Frauenbewegung, bei uns nothwendiger Kulturhebel bezeichnet. Das ist eine recht gründ- nehmen die Gewerkschaften die Frauen in ihre Organis liche Mauserung. sationen auf, fie werden als gleichberechtigte Mitglieder Das ist wirklich spaßhaft. Seit dreißig Jahren wie die männlichen behandelt und die Partei als solche protestiren wir Gozialdemokraten gegen die blödsinnige fämpft für die politische Gleichberechtigung der Frau. Unterstellung, wir wollten alles mechanisch gleichmachen, die Würden aber die bürgerlichen Frauen ihre Interessen Individualitäten vernichten. Und kommt so ein geistiger recht verstehen, so würden sie sich derjenigen Partei anKämpfer" einmal dahinter, daß die Sozialdemokratie anders schließen, die einzig und allein für sie kämpft, während ihre denkt, dann hat nicht er sich geirrt, sondern wir haben eigenen Gatten, Väter, Söhne, Brüder ihnen ihre Rechte uus gemaufert". vorenthalten. Würde die bürgerliche Frau andererseits Wie unser Aufruf an die Arbeiterschaft Berlins unsere Zeit verstehen, so sähe sie ein, daß nur die zur auf das Hirn des bekannten horchenden Langohrs gewirkt Warktwaare gewordene Frauenarbeit die Arbeit der Inhat, ersehen wir aus folgendem Waschzettel, der die von dustries Arbeiterin die Befreiung der Frau vollzieht, ihm bediente oder berieselte Presse durchläuft und den wir daß diese Befreiung also von unten auf wächst und uns nicht von oben herunter als Segen und freiwilliges Geschent zu zur Erheiterung unserer Leser nachstehend folgen lassen: Mit dem Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei fällt. Nur auf die Einsicht hin, daß ethische FordeDeutschlands" muß es noch schlimmer bestellt sein, als der be- rungen berechtigt find, wurden diese Forderungen meines ständige Rückgang in den Ueberschüssen dieses Blattes nach Wissens noch nie bewilligt. Und wie der Kapitalist nur den allmonatlich veröffentlichten Abrechnungen des Partei durch die Verhältnisse gezwungen dem Arbeiter Konzessionen vorstandes ohnehin erkennen ließ. Denn der Verlag und die macht, so wird auch der Mann seine Vorrechte nicht freiRedaktion des Vorwärts" sehen sich veranlaßt, ganz Berlin willig opfern, sondern nur die wirthschaftliche Unabhängigim buchstäblichen Sinne mit ihren in faft flehendem Tone ab- keit gefaßten Abonnements Einladungen zu überschütten. Selbst feit der Frau wird ihn dazu drängen. Wenn Sie das begriffen haben, meine Damen Berlin W., ja selbst das Potsdamer Geheimrathsviertel und hatte schon die kapitalfräftige Thiergartenstraße sind von diesem ge- und wenigstens Louise Otto Peters druckten Segen nicht verschont geblieben. An alle wenden 1869 Aehnliches begriffen dann kommen Sie zu uns! fie fich nicht nur an die Genossen und Genoffinnen, auch Ihr Wissen und Ihre Bildung können wir gebrauchen. an die, welche es noch nicht find. Am 15. Juni v. J. Sie dagegen können von der Arbeiterin Energie und Zielhabe Berlin über 150 000 Stimmen für die sozial bewußtsein lernen, die Frische des unmittelbar aus der Lebensdemokratischen Kandidaten abgegeben. Entspricht die Auflage des Vorwärts diefer Machtentfaltung der Partei?" fragen Re- erfahrung geschöpften Urtheils und die hieraus entspringende Kampfesfreudigteit. daktion und Verlag naiv, um mit fomischem Pathos zu antworten: Nein, noch lange nicht! So darf es nicht bleiben. Regt Euch! Erhebt Euch auf die Höhe Eurer Mission!" Weiter werden die Berliner darüber belehrt, daß sie in der Hauptstadt des sozialdemokratischen Deutschlands wohnen und daß diese Thatsache Pflichten auferlege. Der Vorwärts" sei das Banner der Partei und Ihr Berliner feid die Bannerträger der deutschen Sozialdemokratie". Wer es als Berliner nach dieser anpreisenden Darstellung noch nicht als seine ver- Ueber ,, bas römische Heer im Dienste der Kultur" fluchte Pflicht und Schuldigkeit erkennt, den beigegebenen Schein leitartikelt die Kreuz Beitung" seit einigen Tagen unter ausgefüllt an die Expedition des Vorwärts" zu senden und dem Strich, Db dem Herrn von und ßu Hammerstein die vom nächsten Quartal ab auf das der Obhut der Berliner an- Finger nicht gebrannt haben, als er das Manuskript dieser vertraute" Blatt zu abonniren, der wird wohl niemals mehr Artikelreihe in die Druckerei gab? Gewiß, das römische aus dem Schlamm des Egoismus und feigen Knechtseligkeit" " So und dann sind unsere Interessen solidarisch: eine Gesellschaftsordnung, die wir nicht mitschufen und für deren Gräuel wir deshalb nicht verantwortlich, aber noch weniger sie zu stüßen berufen sind, wird um so schneller sinken. Die Frau hat keine Veranlassung für ein System einzutreten, dem sie ihre Erniedrigung verdankt." zu erretten sein. Wir aber möchten aus dieser gar beweglichen Geer hat Großes geleistet im Dienste der Kultur- es hat Einladung zum Abonnement den tröstlichen Schluß ziehen, daß Straßen gebaut, Wasserleitungen angelegt, Ländereien urbar viele, viele Tausende von den Berliner Wählern, die am gemacht, Städte gegründet, und die Sitten zivilisirter 15. Juni v. J. sozialdemokratischen Kandidaten ihre Stimmen Menschen zu den Barbaren getragen. Und unser Heer? gegeben haben, alles Andere cher, als wirkliche, echte Sozial- Was hat es für die Kultur jemals gethan? Wo ist auch demokraten gewesen sind. Gut gebrüllt, Langohr! nur ein zollbreit Laudes, den es der Kultur erschlossen? Und trägt es nicht durch seine Böglinge in den afritaZentrumsschmerzen. Die Germania" wird in argen nischen Kolonieen die Sitten von Barbaren zu den Kummer versetzt durch die Hick- Hackereien zwischen den Wilden des dunklen Erdtheils? Hat die„ Kreuz- Zeitung" Führern ihrer Partei. Der Loë zupft den Lieber am Bart denn gar nicht an den Kontrast gedacht? Und- endlich und der Lieber erklärt, der Schorlemer sei doch noch ein weiß der Herr Kreuzzeitungs- Redakteur nicht, daß das ganz anderer Kerl als der Loe, der Echorlemer verstehe römische Heer, das im Dienst der Kultur" arbeitete, eino Schrecken aller Schrecken! doch noch etwas von landwirthschaftlichen Dingen, der Los Miliz heer war! Ja Berlin, den 31. März. aber nicht; und dabei ist Herr v. Los Borstand des ein Milizheer. Zur Nachahmung empfohlen. Man schreibt uns Zum Kampf mit geistigen Waffen. Wenn unsere großen rheinischen Bauernbundes! In Bayern rumort es auch Gegner uns geistig überwinden wollen, so malen sie sich bedenklich. Um dem Sigl die Stange zu halten in der Boltsgunst, aus Mainz, 30. März: Unser von allen Parteien eineinen Sozialdemokraten nach ihrem Geschmack an die meutern auch die dortigen Zentrumspatrioten gegen die ftimmig neugewählte Bürgermeister Herr Dr. jur. Gaßner Wand und schießen dann mit einer Windbüchse darauf los. Preußenleitung der Partei. Wie war es doch so schön ließ sich heute sämmtliche Schutzleute, Wachtmeister und Polizeistöhnt darob die Germania" als tommissare vorstellen und sprach zu ihnen folgende beherzensUnd wenn wir Sozialdemokraten dann sagen: ja, das ist und bequem ja gar nicht unser Bild, es ist Euer Phantasieprodukt Windthorst, dieses durchtriebene diplomatische Heinzel- werthe Worte:" Bergeffen Sie nie, daß nicht das Publikum und meist Ronterfei, so hilft das nichts. Ein ergögliches männchen, noch den Zentrumsleuten, den Klerikalen wie für Sie, sondern Sie für das Publikum da sind. Mit Beispiel finden wir in der Kreuz- Zeitung" von gestern den Laien, die Sorge für die Partei abnahm! Da hätte allzu schneidigem Auftreten erreicht man felten etwas gutes. nun ein Direktorium die Windthorst'sche Arbeit übernehmen Wollen Sie unterlassen, das Publikum in UebertretungsAbend. Da heißt es: " " In der Arbeiter Bildungsschule zu Berlin, einem der sollen, dachte sich das leitende Parteiblatt; statt dessen raufen fällen sofort zur Anzeige zu bringen, sondern lassen Sie Schmerzenskinder der sozialdemokratischen Parteileitung, ent- sich die Partei- Diadochen, daß die Haare fliegen. O jerum, zuvor Verwarnung eintreten; damit wird mehr erreicht. Vor allem aber befleißigen Sie sich eines anständigen wickelte kürzlich Liebknecht folgendes: Der Sozialismus ist jerum, jerum! die auf alle Gebiete menschlicher Thätigkeit angewandte WissenZum Frauenkongref. Ju bezug auf die gestern Tones gegen das Publikum, denn wie es in den Wald schaft. Er will die Gleichberechtigung aller Menschen, den gleichen Antheil aller an den Kultur- Errungenschaften. Er von uns veröffentlichte Erklärung der vier dissentirenden schallt, so schallt es heraus." Das ist ein Standpunkt, den man nur billigen kann. Die Leiche Koffuth's ist am Freitag Nachmittag in und sich theuer vermaß, er wolle ihrer selbst im Getümmel Dorothra staunte. Auf welche?" fragte der junge Budapest eingetroffen und unter gewaltigem Bulauf nach Mann, und gab dem vorlauten Fechtbruder einen derben dem Nationalmuseum gebracht worden, wo sie bis zum der Feste zu Costnih eingedent sein. Gi, seht doch!" schäferte die erfahrene Dirne: Der Rippenstoß, als dieser von dem gefundenen und verkauften Sonntag aufgebahrt bleiben soll. Ein Telegramm berichtet: Junker will wohl gar noch leugnen, daß er in Frankfurt Knaben anheben wollte. Gerhard schwieg bestürzt und folgte Ruheſtörungen sind bis jetzt nicht vorgekommen. Abordeine schöne Ameie zurückgelassen, daß vielleicht in Costuit ohne Widerrede dem Junkherr, der, nachdem er in Kürze nungen der Studenten sorgen für die Aufrechterhaltung der von Dorothea erfragt, daß die trauernde Fremde in der Ordnung. Polizei ist fast gar nicht zu bemerken." Aus eine zweite seiner harrt." Der Junker fuhr sich unmuthig über die Stirne. Was That den Weg gen Costuiß genommen, und vermuthlich eine der Fernhaltung der Polizei erklärt es sich ja zur Genüge, schwaßest Du da für Beug, tolles Mädel!" rief er: Man jener fahrenden Frauen sei, die des Gewinns halber die daß Ruhestörungen nicht vorgekommen sind. muß Deine Schönheit schäben, wie ich, um Dir Deine Un Kirchenversammlung mitzufeiern gedachten, rasch zu verschämtheit so hingehen zu lassen!" Gaule stieg, und nebst seinem Begleiter Worms bald im ,, Nur nicht böse, lieber Herr!" bat Dorothea. Es ziemt Rücken hatte. mir freilich nicht, also mit ritterlichen Leuten zu scherzen, Sage mir aber ums Himmels willen," begann der Jüngallein dem willkommenen Mund verzeiht man öfters eine ling nach einer Weile unmuthig, sage mir, ob Du rein des unwillkommene Rede." Sie bot dem Jüngling die frischen Satans bift, Du fupfriges Gefäß? Erst verhandelst Du eine Lippen zum Kuffe, der auch nicht verweigert wurde.unmündige Seele au den Moloch, und hinterher willst Du Ihr dürft Euch übrigens," fuhr sie fort, im Ernste dar- durch Dein abgeschmacktes Gerede uns in den Mund der auf gefaßt machen, Euer Herz in Costniß zu verlieren, plauberhaften Dirne, vielleicht auf den Scheiterhaufen wäre es auch ganz allein an die schöne Fremde, die gestern bringen?" einen Augenblick hier still hielt auf ihrer Reise nach Costnih, und trotz der stark einbrechenden Nacht alsobald weiter fuhr. Sie darf Euch dort begegnen, und ihr seid unwiderbringlich verloren." „ Eine schöne Fremde?" fragte der Jüngling begierig, " Jungfrau oder. Ein Fräulein ist sie wohl nicht, denke ich," er widerte das schlau lächelnde Mädchen, aber eine Wittib ganz gewiß, eine junge schöne Wittib, der das schwarze Trauergewand unvergleichlich zu den dunklen Augen steht." Eine Frau in Trauer?" fragte Gehard begierig: die nur einen Augenblick halten ließ?" " " Ja, fie ließ sich nur einen Trunk Weins belieben, und fuhr schnell von dannen. Ein Fuhrknecht und eine junge Gürtelmagd waren ihre ganze Begleitung." Eine Koszinski- Feier hat gegenwärtig in Krakau statt. Es sind jetzt 100 Jahre her, daß der edle Freiheitsheld an die Spize der polnischen Revolutionsarmee trat, welche das schmachvolle Attentat der dritten Theilung Bolens rächen und den geplanten Völkermord verhindern wollte. Der Kampf, heroisch wie er geführt wurde, war leider erfolglos. Und auch spätere Aufstandsversuche führten nicht zum Ziel. Das Wort, welches Roszinsti am 10. Oktober Nun, nun," fiel Gerhard begütigend ein: Nur nicht 1794 auf dem Schlachtfeld von Maciejowice gesprochen böse; meine Offenherzigkeit ist allzu groß, und wenn die haben soll: Finis Poloniae. Das Ende Po= lens! ist nicht gesprochen worden. Und die Zukunft Frau wirklich die Frau wäre wird es auch zu Schanden machen. Schweig!" brummte der junge Mann: Du wärst noch im stande, der Nächstbesten auf den Kopf zuzusagen, daß sie ihr Kind ausgefeßt; bloß weil sie ein schwarzes Kleid trägt. Ich sollte mich billig auf's neue gegen Dich erzürnen, Du Seelenverkäufer." Baßt's sein," meinte Gerhard. Es tömmt bei dem Bante nichts heraus, als viel Geschwät, viel Galle, und am Ende Blut, wenn die Galle überläuft. Der heilige Martin wird die Sünde von mir nehmen, und damit genug. Laßt uns lieber von Eurem Herzlieb reden, das Ihr in Frankfurt zurückgelaffen; denn ohne Grund wurdet Ihr nicht roth, da das Kellerdirnel Euch auf das Kapitel „ Sie ist's ohne Zweifel!" schrie Gerhard. Der Zufall brachte." hilft uns auf die Sprünge!" ( Fortseßung folgt.) Zum Achtstundentag. Aus England wird bürgerlichen Blättern mitgetheilt: London, 29. März. Der Eisenindustrielle Mather, einer jener englischen Fabritherren, welche den Achtstundentag verfuchsweise in ihren Etablissements( Mather and Platt) eingeführt haben, hat foeben das Resultat dieses Experiments veröffentlicht. Dasselbe erstreckte sich auf zwölf Monate und betraf rund 1200 Arbeiter. Die Arbeitszeit wurde von 53 auf 48 Stunden per Woche verringert, ohne Reduzirung der Löhne. Die Vermehrung der Arbeitskräfte war eine fo geringe, daß die Lohnausgaben um nur 0,4 pet. stiegen. Aber diese zunahme wurde genau wieder ausgeglichen durch eine 0,4prozentige Berringerung, die sich in dem Beleuchtungs-, Feuerungs-, Ma. schinen- Abnuhungskonto u. f. w. ergab. Ist der Eigenthümer somit " 4 " vefuniar schadlos geblieben, fo bat er einen direkten Vortheil, so abenteuerlich waren, wie der Herzka'sche. Und trotzdem nung zu gefährden. Der Saal, in dem die Konferenz abgehalten dadurch erlangt, daß tros des Fortfalls von 5 Arbeitsstunden sind sie jämmerlich gescheitert. Das Wunderbare ift.blos, werden sollte, war polizeilich versiegelt. Beschwerde ist selbstwöchentlich die Produktion gegen bie früheren daß außerhalb der Frrenhäuser Menschen gefunden wurden, verständlich eingereicht. Jahre gestiegen war. Herr Mather hat darum gewiß nicht Unrecht, den Verfuch als einen für die Arbeiter wie bie die sich zu dem tollen Unternehmen hergaben, das als Der Barmer Bierboykott fcheint ein Stück Riefenprozeß Eigenthümer gleich glücklichen Erfolg zu bezeichnen und andere Utopie" zu bezeichnen nur eine journalistische Höflich hervorrufen zu sollen. Die Staatsanwaltschaft hat für gut beFabrikanten zur Nachahmung aufzufordern. Wurde doch keit ist. funden, nicht nur die Boykottkommission und den Redakteur der auch die Regierung durch die ihr von Mather privatim zu- Während die Freiland- Utopisten mit Wind- und Hoff Freien Presse", sondern auch noch den Vorstand des sozialdemo gestellten Statistiken in ihrem Entschluß bekräftigt, den Acht- nung geschwellten Segeln der Stätte ihres gutvorbereiteten fratischen Vereins und die Vertrauensleute in den Anklagezustand stundentag in den Arniee- und Marinewerkstätten einzu- Butunfts- Kraches entgegenschwimmen, ist die Nachricht des zu verfeßen. Die Antiage umfaßt bis jetzt 14 Personen, und führen. Bergangenheits- Rrachs eines ganz ähnlichen Experiments noch ist ein Ende nicht abzusehen. Warum so fragt die Die Großindustrie- das haben wir schon oft betont nach Europa gekommen: wir meinen den Krach der„ tom-" Freie Preffe" mit Recht ist denn nicht gleich die ganze Boltshat von dem Achtſtundentag überhaupt eher Vortheil munistischen" Kolonie„ Neu- Australien" in Paraversammlung angeklagt? als Nachtheil. Deshalb ist der Widerstand der Groß- guay. Es ist das eine der 5 oder 6 kommunistischen industriellen auch lange nicht so hartnäckig, wie der der Kolonien", die von Phantasten aller Arten und Nationen der Rebafteur ber Thüringer Tribüne" Genoffe Güldenberg Wegen zweier Presbeleidigungen hatte sich wiederum Kleinen", die sich nur durch schrankenlose Ausnutzung der seit einem Jahrzehnt in jenem Land gegründet worden sind. vor der Erfurter Straffammer zu verantworten. Im ersten Arbeitskraft im Konkurrenzkampf behaupten können. Mit Ausnahme einer einzigen Rolonie", die noch nicht Beit Falle follte der Ober- Postdirektor Rigler beleidigt fein, der Christlich- soziales Fiasko in Belgien. Den alten genug hatte, zu verfrachen, sind diese Kolonien" jetzt fämmt bei Gelegenheit der Landtagswahl den Poftbeamten befohlen Kniff, der sozialistischen Bewegung durch sogenannte chriftlich- lich den Weg alles Fleisches gegangen. Und über die Theil- babe, sich an der Wahl zu betheiligen. Anknüpfend hieran war soziale Bereinigungen das Wasser abzugraben, hat man nehmer, so weit sie das Leben erhalten haben, Bard unsäg- die Frage aufgeworfen, wieviel Postproletarier" wohl damit einverstanden sein würden. Die Beweisaufnahme ergab, daß -auch in Belgien versucht, aber kläglich sind die klerikalen liches Glend verhängt. zwar kein direkter Befehl ertheilt worden, sondern daß nur Unternehmer dabei im Sumpf stecken geblieben. Um die Der Kolonialkrach in Madagaskar. Mit einem durch vorübergehenden Schalterschluß den Beamten die nöthige Sozialdemokratie zu bekämpfen und die Arbeitermassen zur wahren Heißhunger, der kaum von dem unserer eigenen Beit zur Betheiligung an der Wahl gegeben worden. Der Ankatholischen Kirche hinüber zu ziehen, haben einflußreiche Kolonialfere erreicht wird, raffen sich die Franzosen überall geklagte führte u. a. an, daß der Herr Ober- Boftdirektor, der sich Klerikale im Einverständniß mit der hohen Geistlichkeit eine in der Welt Tropenfolonien zusammen. Etwas Nügliches burch die Bezeichnung" Postproletarier" beleidigt fühlte, damit demokratische Liga mit start sozialistischem Programme in wissen sie zwar damit nicht anzufangen, Millionen Geldes, Unterbeamten. Güldenberg wurde schließlich zu 14 Tagen allerdings nicht gemeint sei, wohl aber die schlecht bezahlten das Leben gerufen. In den prahlerischen Reden ihres Tausende von Menschenleben gehen darauf, aber es flingt Gefängniß verurtheilt.Führers, des Loewener Universitätsprofessors Helleputte doch sehr schön, wenn Frankreich sein Gebiet abermals ver Im zweiten Falle fühlte fich der Stadtrath Kortüm wurde versichert, daß die Liga großen Antlang größert hat. Aus den Kolonialtriegen tommt es denn auch beleidigt, dem in einer Notis vorgeworfen worden, daß durch unter den Arbeitern gewonnen habe. Nun ist es gar nicht mehr heraus. Jezt drohen ihm zu allem, was feine Berichterstattung bei Bergebung städtischer Arbeiten auszur Kraftprobe gekommen. In der Universität Löwen es sonst noch an der Hand hat, auch Kämpfe in Madagaskar. wärtige Firmen unberechtigter Weise bevorzugt worden feien. mußte der staatliche Industrie und Arbeitsrath Die große afrikanische Insel steht seit einigen Jahren unter Verschiedene Zeugen, die der Angeklagte zu ſeiner Entlastung gewählt werden. Die Sozialistenpartei und die klerikale franzöfifcher Schuhherrschaft, der die dort ansässigen Engeffen wurde ihm nicht zugebilligt und wurde er zu 10 Zagen vorschlug, wurden abgelehnt. Die Wahrung berechtigter Interdemokratische Liga" stellten Kandidaten auf; Helleputte länder ständig Schwierigkeiten zu bereiten suchen. Die leitete selbst den erbitterten Wahlkampf, und reiche Geld- neuesten in Marseille mit dem Postdampfer eingetroffenen Gefängniß verurtheilt. Revision ist eingelegt. mittel flossen, und der Erfolg? Nicht ein einziger Kan- madagassischen Zeitungen entwerfen von den Zuständen auf didat der bemokratischen Liga" wurde gewählt; alle der Insel folgendes büftere Bild: Sozialisten drangen mit 1561 gegen 843 Stimmen durch - also ein vollständiges Fiasko der Liga. Wenn das in dem vordem als Hochburg des Ultramontanismus verschrieenen Löwen geschehen kann, so ist damit der Beweis geliefert, daß der christliche Sozialismus in Belgien, mag er sich auch noch so demokratisch geberden, völlig ohumächtig ist gegen die Sozialdemokratie. Dänemark. Der Verfassungskonflikt", welcher seit 1885 zwischen der dänischen Regierung und Boltsvertretung besteht, ist jetzt durch einen Kompromiß beendigt und zum ersten Mal seit 9 Jahren ist das Budget rechtsgiltig zwischen Regierung und Reichstag vereinbart worden. Auch diesen Konflikt hat, gleich dem weiland preußischen, der liebe Militarismus auf dem Gewissen. Bei den letzten Gemeindewahlen sind in Kopenhagen die Sozialdemokraten einer Koalition der Regierungspartei und bes liberalen Bürgerthums erlegen. Also auch in Dänemark halten die anderen Parteien es für nöthig, fich gegen die Sozialdemokraten zu verbünden, weil feine allein mit ihnen fertig werden fann. Wir gratuliren den dänischen Genossen zu diesem Erfolg. Der dritte schwedische spzialdemokratische Parteitongreß, der legten Freitag in Goteborg zusammentrat, hat unter anderem folgende Beschlüsse gefaßt: Die Parteigenoffen des Herzogthums Braunschweig werden in furzem eine rege Agitation zur Erkämpfung des allgemeinen Wahlrechts zum braunschweigischen Landtage be= ginnen. # Die Hovas( der herrschende Stamm) find in voller Gährung, soweit sie in den Städten leben, während die Bewohner des flachen Landes alle Vorbereitungen getroffen haben, um beim Ausbruch der Feindseligkeiten in die Berge zu flüchten. Der Buchthausstrafe für Beleidigung! Unser schwergeprüfter Einfluß der Franzosen ist völlig brachgelegt und nur noch Genosse Matthies aus Elbingerode, der jetzt seine ihm wegen nominell. Nicht einmal die Zölle tönnen regelrecht in den Meineid zudiktirten zwei Jahre Zuchthaus auf der Lichtenburg Hafen erhoben werden. Andererseits greift das Banditen und bei Prettin a. E. verbüßt, ftand am 27. März wieder vor dem Piratenwesen immer mehr um sich. Die Tahavalo Stämme Magdeburger Schöffengericht, um sich wegen angeblicher Be des Innern find, vom Hunger getrieben, wieder auf dem leidigung der Staßfurter Behörde und des Aktuar Borchert in Kriegspfade und plündern und sengen bis unter die Mauern Magdeburg zu verantworten. Die Beleidigung soll der der Städte. Die Hovas wollen angeblich die Tahavalos zurück Angeklagte in einem an seinen Vertheidiger Stadthagen treiben und erhielten zu diesem Zwecke" durch den englischen gerichteten Briefe begangen haben, in dem es heißt: Vizekonsul Knott in Mahunga 3000 3000 Snidergewehre" Ich bin der Meinung, daß dem Gerichte erdichtete und 300 000 Patronen, aber Niemand glaubt hier daran, und entitete Thatsachen mitgetheilt worden sind, um daß die Hovas die Niederwerfung der Tahavalos gerade einen Steuerzahler ins Verderben zu stürzen. Es ist dies wieder jezt versuchen werden, und die allgemeine Anficht geht dahin, ein Att der Bosheit u. s. w.- Matthias führte zu seiner daß man sich auf einen Schlag vorbereitet, der mit einem Bertheidigung an, daß er den Namen eines Beugen auf einen Male dem franzöfifchen Protektorate ein Ende machen werde. Bettel geschrieben, den er dann dem Attuar Borchert überThatsächlich befindet sich die andere Seite der Insel schon in geben habe, mit der Bitte, ihn dem Untersuchungsrichter einhellem Aufruhr; am 8. Januar griffen die Eingeborenen sogar zuhändigen. Dieser habe es aber rundweg abgelehnt. Später das Truppenlager Sainte- Marie an und brannten die Wohn- habe er ein Gesuch um Haftentlassung gemacht, da seine Frau häuser dreier französischer Händler nieder. Die Franzosen hochschwanger und seine Familie in Noth gerathen war. Dies mußten sich an Bord der Goelette Esperance" flüchten. wurde abschlägig beschieden, da- wie es im Entscheid hieß Ebenso unsicher ist die Umgegend der Hauptstadt selbst. Um er sich umhertreibe und er sich von seinen Angehörigen freimache das Maß voll zu machen, nimmt die die ganze Insel heim-( M. war auf einer Agitationstour gewesen. D. R.). Wlatthies suchende Hungersnoth immer furchtbarere Formen an, und da fährt dann weiter fort: Mein Bertheidiger Stadthagen machte bei der allgemeinen Schußlosigkeit an eine regelrechte Bestellung auch ein Gesuch. Dieser erhielt dann ein Schreiben des hiesigen der Felder nicht zu denten ist, so ist ein Ende des allgemeinen Landgerichts, in dem es auch heißt, ich habe einen Rasfiber( ein Elends nicht abzusehen. in Geheimschrift gehaltenes Schreiben) geschrieben. Stadthagen fuhr mich dieserhalb scharf an und ich anwortete ihm brieflich, In diesem Brief follen sich nun die angeblichen Beleidigungen befinden. Sie' haben den Brief gehört; wo ist da Wien, 30. März 1894. als es sein soll, dann ist dies nicht auf die Goldwaage zu legen, Jm ganzen Lande werden weibliche Fachvereine ge Sechster Verhandlungstag. denn ich habe meine berechtigten Interessen wahrgenommen. bildet. Bei den Reichstagswahlen stellt die Partei eigene vollzogenen Wahl der Parteivertretung erstattet Bericht. Die Kommission für Feststellung des Resultates der gestern Wie kommt das Landgericht dazu, an Stadthagen zu schreiben, ich habe einen Rasfiber" geschrieben? Wie fommt man ferner Kandidaten auf, wo Aussicht auf Erfolg vorhanden ist. E3 find gewählt a) in den engeren Au 3: bazu, zu sagen, ich habe mein Gesuch um Haftentlassung deshalb Wo Aussicht auf Zusammenarbeit mit anderen freisinnigen schuß: Adler, Gllenbogen, Popp, Reumann, geschrieben, um andere Personen außerhalb des Gefängnisses zu meinen Pelikan, Tomschit, Gunsten zum Meineide zu verleiten? Parteien vorhanden ist, darf dieses nur geschehen, Schramm el, Vertreter der Staatsanwaltschaft führte aus, daß die wenn die Sozialdemokraten als eme politische Partei aner b) in die Kontrolle Zeller, Waniek, Rieger, Schulb des Angeklagten des Angeklagten erwiesen sei, und beantragte kannt werden und die wichtigsten gegenwärtigen Forde. Das consti, Sasta, Ghrlich, Silberberg und 3 Monat und 1 Woche Gefängniß, die er dann in 3 Monat rungen der Partei in eruſter Weise aufgenommen werden." Es folgt die Abstimmung über die zu Punkt 4 der Tages Buchthaus umwandelte. Rechtsanwalt Werner als VertheiFerner sprach sich der Kongreß gegen das Pensions- ordnung, der Acht stundentag und die Maifeier, ge- Diger bekämpfte die Umwandlung der 3 Monat 1 Woche Ge gesetz des Arbeiterversicherungs- Komitee's aus. stellten Resolutionen. Angenommen wird die vom Referenten fängniß in 8 Monat Zuchthaus und rechnete etwas anders als Im Falle die Bemühungen des Reichstages von 1896 gestellte und bereits gestern mitgetheilte, sowie die folgende zog sich zurück und erschien nach längerer Berathung wieder. ber Bertreter der Staatsanwaltschaft. Der Gerichtshof fich auch als fruchtlos erweisen sollten, wird die Partei die Resolution. erneute Ablehnung des Antrages betreffend das allgemeine" In Erwägung, daß die Erlangung des achtstündigen Das Urtheil lautete auf 4 Wochen Zuchthaus. Stimmrecht mit einer Arbeitseinstellung in all' den Arbeitsarbeitstages für die gesammte Arbeiterschaft mit großen lich ist sofort Berufung eingelegt. zweigen beantworten, in denen ein allgemeiner Streit Schwierigkeiten verbunden ist, beschließt der Parteitag, es fou ein Fach nach dem anderen in den Kampf für die wirksam durchgeführt werden kann. Dagegen spricht sich Berkürzung der Arbeitszeit eintreten. der Kongreß gegen einen Streit der ländlichen Arbeiter aus? Ueberhaupt sollen Streits bis auf Weiteres vermieden werden, da sie nur eine Zersplitterung der Kräfte bedeuten. " Der erste Mai wird als gemeinsamer Demonstrationstag bestimmt, ohne Rücksicht darauf, ob er auf einen Feiertag fällt oder nicht. Für die Agitation auf dem Lande wird ein WochenVierter Parteitag der mich um die Sache ihm klar vorſtellen zu können. blatt Foltsblabete begrünbet, bessen Redaktion Herr österreichischen Sozialdemokratie. A. Rylander in Die erträumte heilige Allianz gegen die Umstürzler hat hoffentlich zur großen Freude aller Kannegießer einen Bundesgenossen erhalten in dem Sultan. Ein Londoner Telegramm meldet: Kleedorf. Smetena; stehende Fach durch alle übrigen Fächer und Organisationen, Zur Sicherurg eines guten Erfolges ist das im Kampfe fräftig zu unterstüßen. Reihenfolge in welcher die Fachorganisationen nacheinander in den Kampf eintreten sollen, sowie auch günstige Zeit dazu, bestimmt die Gewerkschaftskommission, gemeinschaftlich mit der politischen Organisation und der Parteileitung. ine Beleidigung? Und wenn wirklich ein Wort anders ift, Der Selbstverständ Polizeiliches, Gerichtliches 20. Aufgehobene Beschlagnahme. Das Heft 6 bes beschlagnahmt worden war, ist durch Beschluß des Amtsgerichts Freien Sänger",( Leder für vierstimmigen Männerchor) welches auf Antrag der Staatsanwaltschaft von Magdeburg albe wieder aufgehoben. Die Beschlagnahme geschah bekanntlich wegen des er wegh' schen Liedes: Bet' und arbeit." Sostale Leberlicht. Ju Erwägung, daß die herrschenden Kreise in der Frage der Wie die Daily News" aus Konstantinopel hört, hat der Verkürzung der Arbeitszeit sich auf den Weltmarkt berufen und An die Genoffinnen! An Euch wenden wir uns mit der Sultan zwei Vertrauensmänner nach Egypten gefandt zwecke die Einführung des achtstündigen Arbeitstages als eine Aufforderung, mitzuhelfen und theil zu nehmen an unseren Be Unterfuchung gegen eine geheime Gesellschaft, welche gegen Unmöglichkeit bezeichnen, in weiterer Erwägung, daß strebungen, an unserem Kampfe. Für uns hat die heutige Geselldie englische Regierung und die Souveränität des Sultans diefelben Kreise respektive die Regierungen internationale fchaft nur Pflichten, die Rechte werden uns hartnäckig verweigert. agitirt. Handels und Kriegsverträge unter einander beschließen, Beigen mir, daß auch bei uns die Erkenntniß für die hohen erEin paar türkische Demagogenriecher zwischen den ja sogar Vorkehrungen im Sinne der Reaktion und zur Unter- habenen Biele der Arbeiterbewegung Eingang gefunden haben und Pyramiden nach Geheimbündelei umherschnüffelnd das drückung neuer Ideen, womit die arbeitende Klasse am meisten daß wir gewillt sind, ein Joch jahrtausendlanger Knechtschaft muß den deutschen Reichsreptilen wie den Nilkrokodilen getroffen werden soll, international verabreden, sei die öster von uns zu schütteln. Der Sozialismus wird uns dazu die Bahn reichische Regierung in demonstrativen Versammlungen und weisen, stellen wir uns im Dienste für seine gewaltigen Aufgaben, Thränen der Freude erpressen. Meetings energisch aufgefordert, die Initiative zu unter dann werden wir zur wahrem Freiheit gelangen! Vor der Herzka'schen Kolonial Utopie warnt der handlungen mit anderen Industriestaaten, beAm Mittwoch, den 4. April haben wir bei Joël, Andreasenglische Afrikareisende Dr. Gregory, einer der wenigen, die huss einer internationalen, gefeßlichen Feitsezung des 8 stündigen straße 21, eine Versammlung einberufen, in ber Stadtverordneter Friß zubeil über das Thema: Welches Interesse Im Falle die Regierung dieser Forderung nicht nachkommt, werden haben die Frauen an der städtischen Verwal 2.Ohne Zweifel giebt es in der Gegend des Kenia- Berges noch viel fri chtbares Land. Sobald sich aber die Weißen dort die österreichischen Delegirten aufgefordert dahin zu wirken, daß tung?" referiren wird. Dann wird Fräulein Ida Alt= niederlassen sollten, werden die Eingeborenen sofort auf sie eine energische Aktion in allen Ländern und Staaten eingeleitet mann über die Lehrerinnen- und Lehrer- Gehaltsfrage sprechen. herſtürzen. Tie Masai würden vom Westen kommen, die Auch für uns hat die petuniäre. Stellung der Lehrer Auf Antrag der czechischen Genoffen gelangt noch ein Antrag und Lehrerinnen ein großes Interesse, es sind die Erzieher unferer Rifooyoo vom Norden und die Wakamba vom Süden. Der Boden ist an vielen Stellen sehr reich. aber der Regen ist sehr des Inhaltes zur Annahme, daß der Parteitag gegen den über Kinder, und für diese müssen wir unser Interesse an den Tag ungewiß. Vom November 1891 bis zum August 1892 Brag und Umgebung verhängten Ausnahmezustand pro- legen. regnete es in Masailand gar nicht. Landwirthschaftliche teftirt und erklärt, daß falls derfelbe nicht bis zum 1. Mai aufDeshalb erscheint alle am Mittwoch und legt Protest ein Erzeugniffe tönnen feine zur Zeit Transportkosten gehoben wird, in allen an diesem Tage abzuhaltenden Versamm gegen die Nichtbeachtung unserer Wünsche. tragen. Auch die Viehzucht hat ihre Gefahren. Manchmal lungen gegen diese Maßregel zu protestiren ist. Den übrigen Die Frauen Agitationstommission. berrschen im ganzen Lande Biehkrankheiten. Wollen bie Theil des Tages füllen Debatten über Parteipresse" und über Mitglieder des Buges ihren Bestimmungsort erreichen, so" Bruderladen" aus. Briefkafen der Redaktion. müssen sie durch eine höchst ungesunde Gegend, durch dichten Wir bitten jeder Chiffre oder Schluchten. Für 30 Mann wür Wald, burch Buſchwert und erbauter genge när den 300 Träger erforderlich sein. Ackerbau- Werkzeuge würden natürlich noch mehr Träger brauchen. Wahrscheinlich wird schon der Marsch selbst von den Mitgliedern des Zuges die Mehrzahl hinraffen". Auch angenommen, Herr Gregory sei in seinem Urtheil etwas befangen, so ist doch gewiß, daß weder die Owen: schen noch die Cabet'schen Kolonialpläne auch nur annähernd werde." Parteinachrichten. angeben, unter der ble Knitwort ertheilt werden foll. eine Sapl An den Parteigenossen Theodor v. Wächter ist aus Die Parteikonferenz des zweiten Weimarischen Wahl Köln eine an die Adreffe des Vorwärts" gerichtete Einladung freifes, welche während der Osterjeiertage in Eisenach statt zu einem Referat ergangen. Absender des Briefes ist W. Eckhardt, finden sollte, ist in legter Stunde, als bereits viele Delegirte an- Anferitr. 25, Köln a. Rh. Da uns der jeßige Aufenthalt unseres wesend waren, von der Bezirksdirektion verboten worden. Als Genossen v. Wächter zur Zeit nicht bekannt ist, so denten wir, Grind wird angegeben, die anberaumten Versammlungen feien daß die Veröffentlichung im Briefkasten ihn veranlassen wird, nach eingezogenen Erfundigungen" geeignet, die öffentliche Ord. sich mit der Kölner Adresse in Verbindung zu sehen. # P Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber feinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 1. April. Freie Volksbühne. LessingTheater. V. Abtheilung. Beginn: Nachm. 21/2 Uhr: Sodoms Ende. Opernhaus. Falstaff. Montag: Der Ring des Nibelungen. Vorabend: Das Rheingold. Schauspielhaus. Der Spieler. Montag: Vafantasena. American- Theater. Dresdener- Straße 55. Heute: Lumpensusanne oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch realistisches Traumbile aus dem Müllwinkel( frei nach dem Verbrecher Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen.„ Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen " Franziska Häser.. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwinkel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. mit bewegter VergangenMartin Bendix. Auftreten des Brunwald heit. Neu! • Neu! Deutsches Theater. Der Herr Senator. Instrumental- komikers Montag: Der Misanthrop. Berliner Theater. Othello. Montag: Die Waise von Lowood. Leshng- Theater. Ein Millionär a. D. Niobe. Montag: Madame Sans- Gêne. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vize- Admiral. Montag: Dieselbe Vorstellung. Rehdenz- Theater. Der Maskenball. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neurs Theater. Ein Boltsfeind. Montag: Sündige Liebe. Central Theater. 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Berliner Reichstags: Wahlkreis zur Nachricht, 490/7 daß das Mitglied Johann Meyer, Böttcher, welcher in seinem Berufe verunNach glückt iſt, heute, Sonntag, Nady: mittag 4 Uhr, vom Leichenschauhause, Hannoverschestraße, aus beerdigt wird. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher 1000 Personen faffend, mit elektr. Be- Theilnahme bei der Beerdigung meines leuchtung und Theater- Borstellung für Vereine zu Sommerfestlichkeiten zu den guten Mannes, Vater toulantesten Bedingungen. 2792b Märkischer Hof, Admiral- Strasse Nr. 18 c. Jeden Sonntag: Großer Fest- Ball. Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. Die beiden Spiegel- Säle find noch Otto Lange, 2758b fagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere dem Bersonal der Firma G. Bechstein, ZentralOrtstranten affe und dem Männer Gesangverein Edelweiß" unseren tiefs 2758b gefühlten Dant. Minua Lange geb. Montag. Sonnabends und Sonntags an Vereine Allg. 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I wird in Werder über den Stand der Rosen, die theilweise direk Das würde zwar eine noch weitere Erhöhung der Gemeinde- verfault find infolge der großen Feuchtigkeit, die um so verderbDie Gemeinde Einkommensteuer tommt also mit dem die Reicheren träfe, so würden die freisinnigen" Herren Einkommensteuer zur Folge haben, aber da diese dann ja nur licher wirkte, weil der nöthige Frost ausblieb. heutigen Tage, dem 1. April, für das Steuerjahr 1894/95 auch Boltsfreunde" doch wohl nichts dagegen haben? Die jetzt Der Sommer Fahrplan der Stadt- und Ringbahn tritt für die nach einem Jahreseinkommen von 660-900 M. Gin- erfolgte Erhöhung auf 105 pCt. hat übrigens mit dem gleich mit dem 1. Mai in Kraft, doch sind wesentliche Aenderungen in geschäßten in Fortfall. Die Berathung, welche diesem Beschluß zeitigen Erlaß der Steuern auch für die 2. Stufe nichts zu thun. dem Verkehr nicht zu verzeichnen. Auf der Strecke Charlottender Stadtverordneten- Versammlung in der Sigung vom letzten auch ohne diesen Erlaß wäre die Erhöhung erfolgt. Die durch burg- Johannisthal wird der Halbstunden- Verkehr eingeführt und Donnerstag voranging, war in mancher Beziehung interessant. den Erlaß bewirkte Verminderung der thatsächlichen Einnahmen dadurch eine Verstärkung der Stadtbahnzüge hervorgerufen. Zum Die bürgerlich gesinnten Vertreter der Gemeinde hatten hier ein- wird auf 281 000 M. angegeben, eine Summe, die nur einen ersten Male seit Bestehen der Stadtbahn wird hier diesen Sommer mal eine verhältnißmäßig billige Gelegenheit, sich als Ar verschwindenden Bruchtheil des Fehlbetrages an Einnahmen die Neuerung getroffen, daß auch in der Woche, je nach Bebeiterfreunde" zu geben. Selbſt Herr Meyer I, der sonst bildet, welcher durch die Erhöhung aufgebracht werden darf, Extrazüge auf der Stadtbahnstrecke kursiren werden. Die am ungenirtesten den Standpunkt vertritt, daß die warum die Ein- Durchführung des geplanten Viertelstundenverkehrs auf der RingStadt für die Arbeiterbevölkerung ja nicht zu viel dürfe, thun nahmen mit den Ausgaben nicht Schritt halten fonnten, bahn findet sich auf dem diesmaligen Sommer- Fahrplan noch selbst dieser Herr Meyer leiftete fich den Say, daß der Vorschlag des Magistrats, auch den in die Finanzkunft unserer liberalen" der möge am Schloßplate anfragen. Die vielgerühmte nicht vor, dagegen werden zu den Hauptverkehrszeiten die Züge Stadtverwaltung scheint in Swischenzeiten von je einer Viertelstunde abgelaffen werden. zweite Steuerstufe Eingeschäßten die Gemeinde Einkommensteuer jegt in ein neues Stadium treten zu sollen. Sie hat von jeher mit dem schon des Defteren angekündigten Dreiminüten- Verkehr zu erlassen, im Interesse der nothleidenden Arbeiter" angenommen werden müsse. Wir sind überzeugt, daß bei nächster nur darin bestanden, daß die Steuerschraube immer fester an- auf der Stadtbahn ist es wieder nichts! Gelegenheit auf diesen Beschluß der bürgerlich gesinnten Mehr Erfolge" der liberalen" Stadtverwaltung gegenüber der gezogen wurde. Faft ausschließlich darauf beruhen auch die heit der Stadtverordneten- Versammlung verwiesen werden wird, früheren konservativen. Die Gemeinde- Einkommensteuer wurde enn es gilt, andere und werthvollere Forderungen der Arbeiter zuerst 1869 eingeführt und wurde damals mit 1/6 der Staats klasse wieder einmal zu verweigern. Bürgerliche Blätter Einkommensteuer bezw. der oberen Stufen der Klassensteuer eryeben in ihren Betrachtungen über den neuen Steuererlaß jetzt schon hoben. Sie ist aber dann sehr bald gestiegen. 1871 belief fie hervor, daß die städtischen Lasten dadurch noch mehr von den Unbe sich schon auf beinahe 3/6, 1872 auf 4/6 und von 1878 an auf 6/6, mittelten ab- und den Bemittelten zugewälzt würden. Dabei b. h. auf den vollen Betrag der Staatssteuer, also auf 100 pet. wiffen sie jedoch sehr wohl, daß es dem Magiftrat mit feinem Ueber 100 pct. ist sie, nachdem sie in den beiden letzten Jahren Wieviel Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt Vorschlage und der Stadtverordneten- Versammlung mit ihrem auf 70 und 85 pCt. ermäßigt worden war, jezt zum ersten die Berliner Mäntelkonfektion? Beschluß keineswegs um eine Entlastung der Unbemittelten zu Male hinausgegangen. Jene 100 pCt., die länger als ein Jahr- Damen- und Kindermäntel: Konfektion beschäftigt nach den thun war, so sehr auch bei der Berathung davon geredet wurde, zehnt erhoben wurden, sind vorwiegend dazu verwandt worden, Krankenkassen- Aufstellungen 18 000 unverheirathete Arbeiterinnen. habe". Nicht aus Wohlwollen für die Arbeiterklasse, sondern freilich für die Arbeiterbevölkerung recht wenig abgefallen ist. zwei Drittel dieser aufs elendefte entlohnten Arbeiterinnen aus aus rein praktischen Gesichtspunkten hat man sich zu dieser Maß- Die Erhöhung auf mehr als 100 pet. ist erfolgt, weil die Stadt- verheiratheten Frauen bestehen, so daß also die Gesammtzahr regel entschlossen. Die Einziehung der Steuern verursacht verwaltung jetzt bei der Gestaltung der Stadt und ihrer Ein- der von der Mäntelkonfektion beschäftigten Arbeiterinnen auf nämlich bei den beiden untersten Stufen, der ersten rinnen ein Bügler und ein Zuschneider resp. ein Meister geund auch der zweiten, soviel Arbeit und Geldausgaben, richtungen auch dynastische und firchliche Intereffen berüdsichtigen 48 000 berechnet werden kann. Da ferner auf je zehn Arbeite zu müssen glaubt. Sie wird auch diese neue Aufgabe mit daß sie sich gar nicht lohnt. Wo nichts ist, hat eben auch großartigem Erfolg" zu lösen wissen. Das Geld dazu wird ihre rechnet werden muß, so treten hierzu noch ungefähr 9600 männ der Magistrat sein Recht verloren. Die paar Groschen, bewährte Finanztunft, genau wie früher, dadurch zu beschaffen liche Personen. Die Berliner welche die Steuererheber selbst nach Anwendung aller Zwangsmaßregeln, der Mahnung, Abpfändung und des Ver- wissen, daß sie den Steuersah weiter erhöht, ohne noch weitere demnach also zirka 60 000 Arbeiterinnen und Arbeiter beStufen von der Steuer zu befreien. schäftigen, wobei die Hilfs Industrien vollständig außer faufes der letzten Habe, aus den Steuerzahlern der untersten Anfaz bleiben. Der„ Konfektionär", dem diese Ziffern von an Stufen heraus bringen, scheinen unserem in manchen Dingen be- Mit dem herrlichsten Frühlingswetter nimmt der März geblich unterrichteter Seite mitgetheilt werden, hält dieselben fanntlich sehr genau rechnenden Magistrat und der Stadtver in diesem Jahre von uns Abschied. Die letzten beiden Tage jedoch für zu hoch. Die Berliner Mäntelkonfektion beschäftigt ordneten Bersammlung denn doch eine zu geringe Summe, als brachten eine Wärme, wie sie wohl für diese Jahreszeit als nach seiner Berechnung ca. 18 bis 20 000 Arbeiterinnen und daß sie nicht gänzlich darauf verzichten sollten, wenn sie durch Seltenheit bezeichnet werden darf. Das Thermometer stieg in Arbeiter, mas allerdings eine bedeutende Differenz zwischen beiden diesen Verzicht in den Ruf der Arbeiterfreundlichkeit" kommen den Mittagsstunden bis auf 170 R. im Schatten dabei Vogel- Schägungen ergeben würde. Berlin besitzt jetzt 164 Engrostönnen. So läßt auch ein Hausbefizer einen Miether, aus dem fang und Blätterrauschen der ganze lang. Winter mit seinen Damen- und Kindermäntel Geschäfte und 280 Detailgeschäfte, er nichts mehr herarsichinden kann, mit der reftirenden Miethe Kümmernissen ist vergessen. Die öffentlichen Anlagen durch welche Mäntel führen. Der Jahresumsatz läßt sich schwer be ziehen. Er ist schließlich froh, daß er ihn los wird; auch das fluthet eine bunte Menschenmenge, gleich in dem Bestreben frische rechnen. Eine ungefähre Schäßung beziffert den Umsatz der Mobiliar behält er nicht ein, weil der Verkauf des bischen Gerümpels Luft zu schöpfen, und doch wie verschieden.... Durch die wohl hiesigen Damen- und Kindermäntel- Engrosgeschäfte in mittleren die Kosten nicht einbringen würde,- und die übrigen Haus gepflegten Anlagen des Thiergartens wandelt lachend und fon- Geschäftsjahren auf 80-90 Millionen Mart, in guten Geschäftsbewohner bewundern das warme Herz" dieses wahrhaft verfirend die Elite Berlins, so weit fie es nicht vorgezogen, die jahren auf 100-110 Millionen Mark. humanen" Hauswirthes. Wenn Magiftrat und Stadtverordneten Echönheiten der Natur hoch zu Roß oder per Wagen in AugenDas Juftitut der grünen Wagen" blickt jetzt auf ein Versammlung ihr Wohlwollen" und ihr warmes Herz" für die schein zu nehmen, dazwischen die Amme mit den hochwohl dreißigjähriges Beftehen zurück. Bis zum Jahre 1864 nämlich arbeitende Bevölkerung wahrhaft bethätigen wollen, dann mögen geborenen Baby's; Beamte, Militärs vervollständigen das Bild. wurden die Gefangenen in Begleitung von Sicherheitsorganen fie die Löhne für die städtischen Arbeiter erhöhen. Aber in -Anders im Thiergarten des Oftens, im Friedrichs- au Fuß transportirt, von dieser Zeit an bediente man sich der dieser Frage laffen sie sich eben auch nur wieder von pratti hain. Wie frante Küfen drängen die Proletarierkinder Transportwagen, die aber damals auch von gelber Farbe fchen" Erwägungen leiten. Niedrige Steuerbeträge erheben, nach dem Sonnenlicht, behütet Don den bringt nichts ein, aber niedrige Löhne zahlen, das läßt sich Geschwistern oder von der blaffen Mutter, die, weil waren. Die grünen Wagen stellte der Fuhrherr Deininger, die eher hören. Die städtische Berwaltung schenkt den vielleicht selber trant, sich diese furze Erholung gönnen muß. hat sich in den 30 Jahren wenig geändert, so daß das ominöse gelben der Fuhrherr Schulz. Die innere Einrichtung der Wagen Arbeitern herzlich wenig; desto mehr nimmt fie Ein großer Theil der Besucher find Arbeitslose, gezwungen Transportmittel, durch das ja oft auch Unschuldige nach dem von ihnen, indem fie fie schlecht bezahlt. Sie unter- feiernd, nicht wie jene dort im Westen freiwillig, mit scheidet sich in diesem Puntte nicht von den privaten leeren Taschen und Magen. Und alle diese Armen gehorchen heutigen Verkehrsverhältnissen feineswegs entspricht. Die Wagen untersuchungsgefängniß und der Charitee befördert werden, den Arbeitgebern, die nur durch schlechte Bezahlung ihrer Arbeiter einem Impulje: Keiner verläßt den Park, ohne seine Schritte find für 12, höchstens 15 Personen eingerichtet, doch werden reich werden. Aus diesem lekteren Grunde sind auch die Arnach dem Friedhof unserer Todten zu lenken Doch da steht häufig 20 und mehr in einem Wagen placirt. Daher fommt es, beiter, troß aller Steuererlasse und anderer Wohlthaten", eine Tafel mit dem ominösen Worte„ Gesperrt". Seit Mittwoch daß häufig einzelne Insassen stehen, während die übrigen auf mit denen die städtische Verwaltung und die ihr freundlich ge- darf wegen angeblich dringender Verbesserung des Weges die schmalen Holzbänken sitzen müssen. Zuweilen kommt es auch vor, finnte bürgerliche Presse so gerne paradirt, die eigentlichen Ruhestätte der Märzgefallenen nicht betreten werden. Immer daß dieser oder jener auf dem Schooße eines Leidensgefährten Steuerzahler. Sie schaffen ja die Reichthümer, von denen Stadt neue Schaaren kamen und kehrten, nachdem sie topfschüttelnd die plaz nehmen muß. Im Hintertheil des Wagens befinden sich und Staat ihren Antheil in Form von Steuern erheben. Tafel betrachtet hatten, wieder um, sich mit dem Bewußtsein außerdem noch zwei Berschläge, welche mit schweren Bei der Gemeinde Einkommensteuer tritt mit dem 1. April tröstend, daß die Ordnung" doch wirklich eine sehr schöne Sache eisernen Riegeln verschlossen und in denen nur Schwere 1894 noch eine weitere Neuerung in Kraft. Sie wird von diesem ist. Wie wir nachträglich erfahren, soll die" Sperre" Jungens" verschickt werden. Ist nun schon die Luft in Zeitpunkt ab nicht mit 85 oder 70 pCt., wie in den beiden letzten zum Sonntag wieder aufgehoben werden, doch ist es mit der dem eigentlichen Innern des Wagens eine geradezu entsetzJahren, auch nicht mit 100 pCt., wie in den Vorjahren, sondern mit Freude an dem Schmuck des 18. März vorbei, da am Sonn- liche, so erscheinen die Extra- Verschläge, in dener sich der 105 pet. der Normal- Steuersäge erhoben. Die meisten bürger- abend Morgen die gesammten Ehrengaben des Berliner Prole: Gefangene faum rühren kann, als geradezu gesundheitsgefährlich lichen Blätter erheben darüber ein großes Geschrei und stellen tariats unter polizeilicher Assistenz auf einem Wagen fortgeschafft und nicht menschenwürdig. Solche Art Verbrecher könnten doch fich so, als bedauerten sie nur die stärkere Belastung des Mittel- worden sind. So wird Pietät geübt! am besten nöthigenfalls gefesselt per Droschke transportirt standes". Diesen Einwurf konnte man auch in der Stadtverord- In Werder blühen bereits die Aprikosen. Auch sonst haben werden. Ferner ist es im Winter in dem Wagen grimmig falt neten Sigung vom letzten Donnerstag hören. Wenn es jedoch sich die Blüthen der Obstbäume in Werder in den letzten schönen und im Sommer entsteht durch die offenen Ventilationsgitter ein den Herren so sehr um den Mittelstand" zu thun ist, so mögen Tagen prächtig entwickelt. An den Kirschbäumen sieht man schon unerträglicher Zug. Auch das Trittbrett des grünen Wagens fie im nächsten Jahre dafür wirken, daß noch einige weitere dice Blüthentnospen, auch die Birnen sind weit vorgeschritten, ist so hoch, daß das Ein- und Aussteigen namentlich für Steuerstufen ausfallen. Der Unterstützung der sozialdemokra- am weitesten zurück sind naturgemäß die Aepfel. Lebhaft geklagt Damen" sehr unbequem ist bezw. sehr erschwert wird. Die " Sonntagsplauderet. " mit feierlicher Patronatsmiene int den Bolts unter den Frauenrechtlern auf dem Kongreß vor jeder füchen das färgliche Brot zutheilen? Und Ueberstürzung vor dem Hineintreiben ins sozialdemokratische In weißer, tostbarer Spizenmantille, das Kleid mit selbst um diese Damen ist ein arges Wehklagen Fahrwasser flehentlich warnen. Die Frau in voller, freier Berlen übersät, so waltet die allerchriftlichste Herrscherin, ausgebrochen. Auch sie drängen sich nicht mehr so eifrig Gemeinschaft neben dem Manne, das sei gegen die WeltSpaniens Königin Christine, am Gründonnerstag in der zum Wohlthätigkeitsgefühl wie vordem, und Frau Lina ordnung. Aber sie brauche doch nicht so völlig als Charwoche nach uraltem Brauch eines Amtes, das sie Demuth Morgenstern, die herzensgute, die Volksbeglückerin, jammert Hausthier unterzugehen. Ein wenig mehr Erwerbs. und Mitleiden mit den Aermsten der Armen lehren soll. in beweglichen Tönen und fleht: Laßt unser großes Wert freiheit sei ihr gegönnt und gewisse Berufe, es An vierundzwanzig greifen Bettelleuten, zwölf Männern nicht im Stiche, ihr Damen aus der guten Gesellschaft. brauchen ja nicht allzu viele zu werden, seien ihr freiund zwölf Frauen, übt sie die Zeremonie der Fußwaschung". Da gefällt mir in ihrer ungeheuchelten, offenen Hoffahrt gegeben. Sorgfam wurden zwar die armen Alten Wochen vorher die Gräfin Jhenpliz besser. Zu dem Frauenkongreß, der Wenn das große Ziel" dann erreicht werden sollte schon ausgewählt und peinlich sauber wurden ihre mageren zur Beit hier tagt, waren auch die„ Vaterländischen Frauen- und den tapferen Vorkämpferinnen ein paar Bettelbrocken Füße gewaschen, ehe die stolze Königin selber an ihr sym- vereine" geladen und die Gräfin Jhenpliz, als Ver- zufallen, dann jubeln sie hell auf; und es dämmert in ihnen bolisches Geschäft geht, das ausdrücken soll: Sehet, ich bin treterin dieser patriotischen und hyperlonalen Weib- kaum die Erkenntniß auf, daß die soziale Befreiung nicht die Herrlichste, und ich neige mich in selbstgewählter lichkeit, schrieb im strammen, militärischen Kommando- zu trennen ist von der sozialen Erlösung des proletarischen Niedrigkeit vor den Niedrigsten dieser Erde. In ihre weiße, stil turz und schneidig: Wir danken! Die schroffe Mannes, daß jedes Stück Brot, das die Frau von der heute toftbare Spizenmantille gehüllt, greift dann Spaniens Ablehnung muß so mancher Theilnehmerin an dem Frauen- herrschenden Gewalt ergattert, nichts ist, als der kläglichste Königin nach einem silbernen Rännchen und beneßt mit kongreß arg ins Fleisch geschnitten haben, und, servil nach Nothbehelf; daß es lächerlich ist, auszupofaunen: Kampf wenigen Tropfen wohlparfümirten Waffers die Füße der oben, wurden sie betäubt und beklommen. gegen den Mann, daß es vielmehr heißen müsse: Kampf alten Bettler und Bettlerinnen. So hat sie in Demuth Vielleicht wollte gerade der Theil der Besucherinnen zugleich mit dem Mann. gehandelt und dennoch wurden ihre allerhöchsten Em- des Frauentongresses, der so gekränkt wurde, für die Aber Geistern, die an die Knechtschaft gewöhnt sind, ist pfindungsnerven vom Geruch der Armuth nicht im ge- Bukunft vorbauen, und er gedachte darum, es sei am besten, es eigenthümlich, daß sie der ersten besten gnädigen Erleichte ringsten belästigt. Kein Schmugtropfen fällt auf ihr Ge- so barsch wie möglich gegen die fozialdemokratischen Frauen- rung gleich Jubelhymnen fingen. Wenn zum Beispiel unser wand, das in Diamantenpracht erglänzt und ihr königliches vereine vorzugehen. Seltsame Weiblein! Mit hißigen starrer Militarismus sich Forderungen anbequemt, die in Auge wird nur auf wenige Sekunden durch den Anblick Worten möchten sie in der Frauenfrage einen Schritt nach anderen Ländern schon lange als nothwendig angesehen wurden, nackter Bettlerfüße beleidigt; denn kaum sind diese Füße von vorwärts thun, und zugleich ereifern sie sich und möchten da braust ein Hurrah durch die militärischen Blätter, als wenigen Tropfen wohlparfümirten Waffers benegt worden, jene Anschauung ausschließen, die zur Erweckung der wäre ein erlösendes Heldenstück gethan. In welchen Tonso stürzt ein Kardinal hinterdrein und wirft feines, Frauenfrage im umfassendsten Stil in der weiten Deffent- arten wird jetzt das Glück gepriesen, das unseren Fußblendendweißes Linnen über die Bettlerblöße. lichkeit das Meifte gethan hat. Während die sozialdemos soldaten einige Erleichterungen gewährt! Das Feldgepäc Die Heuchelei, die im Königspalast mit derartigen fratischen Frauenvereine es längst begreifen gelernt foll geringer an Gewicht werden. Es sollen dem InMitleiden getrieben wird, findet allerorten reiche Nach haben, wie der Kampf um die soziale Befreiung zu fanteristen auf dem Feldmarsch nicht mehr so fürchterlich ahmung. b man ein firchliches Gebot scheinbar erfüllt gleich der Kampf um die Gleichstellung von Mann brückende Lasten aufgebürdet werden. In allen Nachbarund sich innerlich darüber doch hinwegsegt, ob man soziale und Weib sei, stehen die gutbürgerlichen Kämpferinnen um staaten hat man die Nothwendigkeit hiervon bereits einWohlfahrt zu pflegen vorgiebt und den Erbarmungs- die Frauenrechte so ungefähr auf den Standpunkt der pol- gesehen, wohl nicht aus humanitären Gründen, sondern in würdigen dieser Welt einen Bettel vorwirft, froh, sein Ge- nischen Taglöhnerin, die sich vor Gericht gegen ihren Herrn Rücksicht auf die leichtere Beweglichkeit der Fußtruppe. wissen beruhigt zu haben, es bleibt dasselbe. Im Kleinen und Gatten, der sie grausam zu mißhandeln liebte, mit Endlich läßt sich die deutsche Heeresleitung zu Aehnwie im Großen. Modurch unterscheidet sich im Wesen die folgender Begründung vertröstete: Daß der Mann sein lichem bewegen, nicht ohne vorher noch schwerKomödie, die Königin Christine aufführt, von den Komödien Weib schlägt, das ist gerecht und in der Ordnung. Wenn fällige Prüfungen in Aussicht zu stellen; und die der vielen wohlthätigen Frauen in der Bürgerwelt? er ihr aber die Knochen im Leib entzweischlägt, das ist zu militärisch dressirten Seelen find treuzvergnügt. Sie wissen Was thun jene wohlfituirten" Damen anderes, die viel und das ist gemein! So werden die Vorsichtigen" sich vor Luft nicht zu fassen und rufen ein über's andere Letzteren fitzen übrigens im Junern von den Männern getrennt| Beide Fahrzeuge stießen aufeinander, das kleinere unterlag dem und gewöhnlich dem Wagenfübrer vis- à- vis. Alles in allem liegt es sehr nahe, die Tortur der Reise in dem grünen Wagen, die so mancher Unschuldige mitmachen muß, etwas weniger ekelhaft und qualvoll zu gestalten. Anprall und tenterte. Alle vier Ruderer fielen in das Wasser. einer verlor aber die Geines gegenwart, jeder versuchte sich an dem Boote festzuklammern, und auch der Kapitän hatte die gefährliche Sachlage sofort überschaut. Er wari den Verunglückten Taue und Stangen zu und ermöglichte mit Hilfe feiner Mann schaft, daß alle vier gerettet wurden. Die Sache ist polizeilich anhängig gemacht worden. V Verschwunden ist seit einigen Zagen der Raffensekretär von der Hauptverwaltung der Staatsschulden hierselbst. Man vermuthet, daß dieser Beamte in einem Anfall von Geistesstörung Selbstmord begangen hat. Ein Schlafstellen- Schwindler, der in Berlin monatelang genossen bestohlen hat, wurde dieser Tage in Hamburg, wohin er das Feld seiner Thätigkeit verlegt hatte, abgefaßt. Es ist dies ein gewisser Mühlhausen, der vom 46. Regiment desertirt war und nunmehr an die Militärbehörde ausgeliefert worden ist. zahlreiche arme Bermietherinnen geprellt und viele Zimmerzahlreiche arme Vermietherinnen geprellt und viele ZimmerB Eine verhältnismäßig theure Ueberraschung ist jetzt den Bewohnern der kleineren Orte in Berlins Umgebung durch das monatliche Abholen der Steuern bereitet worden. Wo früher nur alle Vierteljahr die Abgabe von 10 Pf. für das Einziehen Ein großes Schadenfeuer, wobei auch zwei Mitglieder der Steuern zu entrichten war, da ist jetzt dieser Betrag zwölf unserer Feuerwehr, der Ober- Feuerwehrmann Rosenow und der Mal im Jahr zu zahlen und er lastet selbstverständlich auf dem Feuerwehrmann Liebetanz von der Reibelstraßen- Wache in Aus Einen feltsamen Gast beherbergt zur Zeit das AmtsSteuerzahler um so empfindlicher, je ärmer dieser ist. Wie eine übung ihres Berufes leider schwer zu Schaden gekommen sind, gerichts- Gefängniß in Storton( Provinz Brandenburg), nämlich Steuerquittung, die uns aus Hohen- Schönhausen vorliegt, zeigt, wüthete am Sonnabend in den ersten Nachmittagsstunden auf einen Zanzbären. Am 28. März wurde in der Nähe von steht der Botenlohn meistens zu der Höhe der zu zahlenden dem stark bevölkerten Grundstück Eberswalderstr. 5, dem Unter Storfow der 14 jährige Sohn des Schneidermeisters Löbe aus Steuersumme in einem geradezu ungeheuerlichen Verhältniß. Aufnehmer Bertholz gehörig. Um 2 Uhr 13 Minuten. er Storfow von einem Bärenführer, einem Türken Namens Stephan der Quittung stehen verzeichnet an Kreissteuer 8 Pf. und an stattete der 10jährige Sohn des in demselben Hause wohnenden Lufisch, überfallen und beraubt. Der Gendarmerie gelang es Schulgeld 17 Pf., im ganzen also 25 Bi; der Botenlohn, der als Sprigenmannes Haase auf der Feuerwehr in der Oderberger- jedoch, den Räuber einzuholen und festzunehmen, worauf er Draufgeld zu zahlen ist, macht also nicht weniger als 40 pet. der Straße die Feuermeldung, und die turz darauf eintretenden Löschfammt seinem Bären in das genannte Gefängniß eingeliefert eingeforderten Steuersummen aus. Allerdings kann der Steuer- mannschaften fanden bei ihrer Ankunft auf der Brandstätte die wurde. zahler den Botenlohn sparen, wenn er die Steuern felber auf's Dachstühle des vierstöckigen Vorderhauses, Seitenflügels und Amtsbureau trägt, aber welcher Arbeiter hat die Zeit, den zu- Quergebäudes und nach kurzer Zeit die beiden oberen Etagen Infolge des Bruches eines Gasrohres um das Leben weilen dreiviertel Stunden weiten Weg dahin zu machen? In bereits in hellen Flammen. Kurz darauf traf auch der erste gekommen ist am Sonnabend Morgen der nahezu 16 Jahre alte Hohen- Schönhausen empfindet die Arbeiterschaft die Abgabe des Bug aus dem Depot in der Keibelstraße ein und Sohn Rudolf des Luruspapier Fabrikanten Henning in der Botenlohns doppelt unangenehm, weil dort der mit der Steuer der Ober Feuerwehrmann Rosenow mit dem Sprizen Ritterstr. 111. Der Knabe hielt sich während der Ferien zu einziehung beauftragte Mann außer anderem noch das Amt eines mann Liebetanz wurden nach der Brandstelle im Seiten- Hause auf und wurde am Sonnabend Morgen um 72 Uhr toot Polizisten bekleidet und, da er obendrein zwei Säufer fein eigen flügel dirigirt; die Wermsten sind durch Stichflammen sehr schwer in seinem Bette aufgefunden. Soweit sich bei der allgemeinen nennt, sehr wahrscheinlich in weit erträglicheren Verhältnissen im Gesicht und an den Armen verlegt worden und mußten auf Berwirrung, die im Hause berrscht, feststellen ließ, ist der Tod lebt, als die vielen Arbeiter, von denen er allmonatlich ver- Anordnung des Brandinspektors Barth nach der Klinik über- durch ausfirömendes Gas herbeigeführt worden. hältnismäßig ganz exorbitante Beträge als„ Botenlohn" einzieht. führt werden. Bet Abfaffung dieses Berichts ist der bedeutende Proletarierloos. Wegen Stellungslosigkeit hat sich am Postmarken werden bei Gerichtskostenzahlungen nicht Brand, durch den ca. 30 Familien, deren Mobilien un Freitag Nachmittag um 4 Uhr der Pförtner Johann Strasbas mehr angenommen. Nach einem Abkommen mit der Post- versichert sind, noch nicht gelöscht und der Jammer der in seiner Wohnung Prinzenstr. 18 das Leben genommen. Die verwaltung werden Sendungen preußischer Staatsbehörden vom Aermsten, die vor der Brandstätte jest obdachlos liegen, spottet Ehefrau fand ihn am Fensterkreuz der Küche hängend todt auf. 1. April ab nicht mehr durch Freimarken frankirt, und es findet jeder Beschreibung. Der Vorstand des zuständigen 61. PolizeiDie Rigdorfer Gemeindevertretung beschäftigte sich in eine Verwendung solcher Marken im Bereiche der Justiz reviers ist sofort mit dem Revier- Kriminalschußmann auf der verwaltung nur noch feitens der Gerichtsvollzieher in Partei- Brand- und Unfallsstätte erschienen und haben thätlich ein- ihrer am Freitag Abend abgehaltenen Sigung zunächst mit der Auftragssachen statt. Die Gerichtstassen, welche schon früher gegriffen. Vor ca. 10 Tagen hat in demselben Hause ein Frage, ob das Rieselgut Waßmannsdorf verpachtet oder weiterhin nicht verpflichtet waren, Postfreimarken an Zahlungsstatt anju- Rellerbrand stattgefunden, über dessen Entstehungsursache noch von der Gemeinde in Regie verwaltet werden solle. Einige spekulative Kapitalisten haben der Gemeinde Pachtofferten genehmen, solche aber gleichwohl nicht zurückwiesen, weil sich ihnen feinerlei polizeiliche Recherchen im Gange find. macht, die von verschiedenen Seiten als recht annehmbar bezeichnet zu deren Verwerthung für den Dienstgebrauch des Gerichts GeDer Unglücksfall in der Bockbrauerei. Vor einigen wurden. So bietet der Sohn des bekannten Großgrundbefibers legenheit bot, haben fünftig dafür keine Verwendung mehr. Des halb werden seitens der hiesigen Gerichtskaffe I fünftig Post: eben eines 15 Zentner schweren Faffes ausgerutscht sei und allerdings fordert, daß ihm das 425 Hettare große Gut auf agen berichteten wir, daß der Böttcher Johann Meier beim Wrede in Briz eine jährliche Bacht von 26 000 m., wobei er freimarken nicht mehr in Zahlung angenommen und brieflich bei baburch seinen Tod herbeigeführt habe. Wie uns von dem achtzehn Jahre verpachtet werde. Von allen bürgerlichen Verihr eingehende Marken portopflichtig zurückgesandt werden. Vorsitzenden der hiesigen Filiale des Zentralvereins der tretern wurden diese Bedingungen als glänzende bezeichnet, da Arbeiter Bildungsschule. Mit dem 2. April öffnet die Böttcher mitgetheilt wird, war Meier keineswegs so un- nach den bisherigen Erfahrungen der jährliche Durchschnittsertrag Arbeiter- Bildungsschule aufs neue ihre Pforten. Laut General vernünftig, sein Leben durch eine„ Herkulesarbeit" muth- des genannten Gutes sich nur auf 11 472 M. beläuft. Die versammlungsbeschluß kommen im neuen Geschäftsjahre die willig aufs Spiel zu sehen; vielmehr waren bei dem Heben sämmtlichen Vertreter der Arbeiterpartei waren dagegen ganz Eleinentarfächer in Fortfall. des Faffes im ganzen vier Böttcher beschäftigt. Bemerkt sei anderer Meinung. Zunächst betonte Genosse Schenk, daß die Die mißlichen petuniären Verhältnisse, wie auch der noch, daß Meier ein braves Mitglied feiner Gewerkschaft, sowie Vertreter nur auf sechs Jahre gewählt seien, mithin nicht Vergeringe Zuspruch der Berliner Arbeiterschaft, machten des Wahlvereins im sechsten Berliner Wahlkreis war. Der Beträge auf achtzehn Jahre abschließen könnten, die später von eine weitere Reduzirung der Schullokal nothwendig. Wohl erdigungstag des in seinem Beruf zu Tode gekommenen Ge- ihren Nachfolgern vielleicht verwünscht würden. Gr fei entmag dieser Schritt für das Erste entmuthigend wirken, noffen hat noch nicht bestimmt werden können, da die Staats- fchieden dagegen, daß man die Ausbeutung des Gutes, das durch aber der rüstige, nie erschlaffende Geist, der richtige anwaltschaft die Leiche noch nicht freigegeben hat. die demnächst eintretende Berieselung erst den rechten Werth Muth, der die Mitglieder der Arbeiter= Bildungsschule erhalte, einem Kapitalisten überlasse; vortheilhafter sei die Be wie die Lehrerschaft befeelt, laffen wohl die Hoffnung aufDie Herrlichkeit des Militärstaats wurde einigen Bewirthschaftung durch die Gemeinde. Genossen effe und kommen, daß die Echule immer mehr und mehr Genoffen heran- wohnern von Briz dieser Tage recht eindringlich zu Gemüthe Schröder wiesen darauf hin, daß die bisherigen Wirthschaftsziehen und sie für den geistigen Kampf in immer größerem geführt. Wie erinnerlich, wurde vor kurzem in dem Gelände Ergebnisse auf Mißwirthschaft des jezigen Gutsverwalters Maße wappnen wird. Sache unserer Genossen ist es nun, das zwischen Rigdorf, Briz, Rudorf und Tempelhof von der Garde zurückzuführen feien, der die Nächte über Bergnügungen jenige, was ihnen die bürgerliche Echule nicht zu bieten vermag, Artillerie ein scharfes Schießen veranstaltet, wobei eine Anzahl nachgehe und dann natürlich am Tage nicht so thätig anzueignen, indem sie sich der Arbeiter- Bildungsschule als Schüler Geschosse blind gingen". Am Donnerstag Nachmittag waren sein fönne, wie seine Stellung es erfordere. Der freifinnige anschließen, eingebent des Wahrspruchs: Bildung macht frei und Leute des Ritterguts befizers Wrede in Britz auf dem Felde mit Vertreter Mier suchte den Vorwurf durch einen Seitenhieb auf Wissen ist Macht! Eggen beschäftigt, wobei elf Bjerde verwandt wurden. Blöglich unfere Partei zu entfräften, machte jedoch nur einen fläglichen Entsprechend der Bekanntmachung des Vorstandes wird erfolgte unter einer der Eggen eine starke Explosion. Dadurch Eindruck. Genosse Müller führte mit Recht an, daß ein auch der Unterricht in der Finanzwissenschaft erst am wurde die Egge empor- und auf das Pferd gefchleudert, das Pächter doch verdienen wolle, mithin auch die Gemeinde selbst 8. April fortgefekt werden. tödtliche Verlegungen davontrug. Die sämmtlichen übrigen mindestens 26 000 M. Reinertrag erzielen werde, was ja auch Pferde gingen durch. Menschen wurden zum Glück nicht verlegt. Der Sachverständige, Vertreter Niemey, zugegeben habe. Bum Der glückliche Adolf Eruft. Ein Jubiläum eigener Infolge der Berührung mit der Egge war eine der brei Gra- mindesten beantrage er, die Beschlußfaffung heute noch zu verArt steht dem Adolf Grust Theater bevor: Charley's naten zur Explosion gebracht worden, welche, wie das Artillerie- tagen, da inzwischen weiteres Material herbeigeschafft werden Zante", die demnächst das Jubiläum der zweihundertsen Kommando bekannt gemacht hatte, auf diesem Felde blind ge- tönne, welches llarlege, daß eine Verpachtung des Gutes nicht Borstellung feiert, ist die fünfundzwanzigste der Poffen, gangen waren. Die Sprengstücke wurden nach der Dorfschmiede am Blaße sei. Der Antrag wurde abgelehnt und daraufhin mit welche unter der Direktion Ernst hundert Aufführungen er- in Britz gebracht. 16 Stimmen die Verpachtung des Riefelgutes beschlossen. In lebten. Zur feftlichen Begehung dieses in der Theatergeschichte einzig dastehenden Ereignisses werden schon jetzt umfassende VorEin schlimmer Hehler und Verführer ist der Produkten auch Genosse Müller gewählt. Für weitere Kanalisations die mit Abfassung des Vertrages beauftragte Kommission wurde bereitungen getroffen. händler G. Ein Lehrling hat seinem Meister Ofenthüren im anlagen, die sich als nothwendig erweisen, wurden 80 000 m. Werthe von 70 M. gestohlen, dte G. für 5 M. angekauft hat. bewilligt, ebenso wurden die vorgeschlagenen Dispositionen be Ueber den Zusammenstoß zwischen einem Schlepp. Dann gab er dem Lehrling noch 3 M. mit der Aufforderung, treffs Neupflasterung der Ortsstraßen genehmigt. Ein Antrag dampfer und einem Ruderboot werden nachträglich die folgen ihm noch mehr folche Thüren zu bringen. Bei einer Wohnungs- der Gemeinde Brig, betreffend die Regulirung der Vorfluthver den Einzelheiten bekannt: Der Dampfer Friedrich Wilhelm", der von dem Kapitän Wilhelm Suth aus Brandenburg a. H. durchsuchung wurden Seide und Garn gefunden, die nach hältnisse wurde einer Kommiffion übertragen, welcher die Gegeführt wurde, war am Dienstag Nachmittag um 6 Uhr auf weislich aus der Heiligegeiststraße gestohlen sind, 50 M. Wertg noffen effe und Fride angehören. 1 6,50 M. an G. abgelaffen worden find. G. ist verhaftet. einer Fahrt in der Spree begriffen. Zu derselben Zeit waren der Friseur August Jasmarkowitz aus der Perlebergerstr. 27, der Kaufmann Hermann Zeidler aus der Wilsnackerstr. 27, mit zwei Im Schlafe erstickt hat die Pförtnerfrau Büttner, am Soldaten des vierten Garde- Regiments zu Fuß mit einem der Halle'schen Ufer 23, in der Nacht zum Freitag ihr am 3. Januar Firma A. Brüning gehörenden Boote zu einer Bergnügungsfahrt d. J. geborenes Töchterchen Anna. Ungeachtet der Warnungen unterwegs und begegneten vor dem Grundstück Alt- Moabit 84/86 hatte die Mutter das kleine noch nicht widerstandsfähige Kind dem Dampfschiffe. Der Kapitän hat nun, da er wahrscheinlich in das eigene Bett genommen. Im Schlafe muß sie nun das freie Fahrt vermuthete, die vorgeschriebene Wafferstraße nicht Bett über die Kleine gezogen und dadurch den Erstickungstod rechtsfeitig innegehalten, und die Infaffen des Bootes haben den herbeigeführt haben. Als sie um 5% Uhr früh erwachte, hatte Dampfer so spät bemerkt, daß sie nicht mehr ausweichen konnten. fie die Leiche des Kindes neben sich. Mal: Gepriesen sei die Weisheit, die es angeordnet hat, daß der preußische Infanterist im Feld jetzt nicht mehr schwerer zu schleppen hat, als sein Genoffe in Frankreich, Desterreich oder Italien! Dem abgestürzten Luftschiffer und Gymnastiker Merkel aus Leipzig, der am zweiten Osterfeiertage in Velten mit seinem Luftballon abgestürzt ist, sind im hiesigen Paul Gerhardtstift beide Beine amputirt worden. Der Zustand des 18jährigen jungen Mannes läßt das Schlimmste befürchten. Eine„ Waldfeuerwehr" wird in diesem Sommer in den Forsten der östlichen Vororte Berlins gebildet werden. Infolge der zahlreichen Waldbrände in den vergangenen Sommern wer den an Sonn- und Festtagen an verschiedenen Punkten des Waldes Feuerwachen aufgestellt werden, die von den freiwilligen Feuerwehren des Niederbarnimer Kreises gestellt werden. Gegen den Geist, den der moderne Militarismus Polizeibericht. Am 30. d. Mis. Mittags fiel ein Rutscher zeitigt, hat die öfterreichische Sozialdemokratie faft ebenso Flensburgerstr. 10 beim Besteigen seines in der Fahrt befindstart anzufämpfen, wie die deutsche. Die österreichische Sozial- lichen Arbeitswagens zur Erde, gerieth unter die Räder und demokratie hat an geistiger Bedeutsamkeit in erfreulich stem erlitt einen Bruch des Oberschenkels. Nachmittags wurde ein Warum so verwundert über ,, gleichartige Konzessionen", Maße gewonnen. Das lehrte ihr Parteitag. Ich weiß Portier in feiner Wohnung, in der Prinzenstraße, erhängt vordie der Militarismus doch nicht aus zart empfindender nicht, ob der Abgeordnete Bernerstorfer in Wien Recht hat gefunden. An der Ecke der Kürassier- und Alten Jakobstraße Menschlichkeit, sondern im eigensten Jutereffe thut? Feine mit seinem Ausruf: die österreichische Bourgeoisie ist die wurde ein Arbeiter durch eine Droschte überfahren und innerlich Im Laufe des Tages fanden fünf Humanität und Militarismus, die decken sich nie und niedrigste in der Welt. Ich weiß nur, daß die Bresse der anscheinend schwer verletzt. nirgends. Das mußte kürzlich ein deutscher Schriftsteller österreichischen Bourgeoisie bei aller unreifen Erkenntniß Brände statt. an feinem eigenen Leibe im gemüthlichen Desterreich er- vom Wesen des Sozialismus die infamste Haltung diesem Kleine Theater- und Kunstchronik. fahren. Auch dort hat sich der schneidige Lieutenantstypus Sozialismus gegenüber eingenommen hat. Sie hat todtDas Schauspielhaus hat Ifflands alten Schmöker„ Der ganz prächtig und üppig entwickelt; und ein Karl Heigel geschwiegen und damit zu tödten gewähnt, was doch war es, der ihn von seiner borstigen Seite kennen lernen lebendig war. Sie hat gewißelt und gespöttelt, als es Spieler" wieder ausgegraben und neu einstudiren lassen." Das Opernhaus bringt im Laufe diefer Woche Wagner's Ring des mußte. Ob an der trüben Spree, ob am sonnendurch mit dem Todtschweigen nicht mehr ging. Sie hat Nibelungen" zur Aufführung. Im National- Theater wird leuchteten Geftade des grünen Gardasees, dem zitronen- nationales Pathos geheuchelt und war doch im Innersten Herr Karl Pander aus Hamburg als Hirsch in„ Heinrich Heine" beladenen, es ist dasselbe. Saß da Herr Heigel, der ideallos. Nur um von den Aufgaben, die der Sozialismus noch bis Dienstag gastiren. Im Central- Theater" wird im Münchener Poet, in friedlicher Ruhe in einem Wirthshaus stellt, abzulenten. Sie hat den jämmerlichsten Bettel, Laufe diefer Woche eine neue Posse„ Der Neue Kurs" aufgeführt garten zu Riva, dem Juwel am Gardasee. Neben ihm saß der von der gegenwärtigen Mischmasch- Regierung als werden. Im Passage Panoptikum bleibt Die Glocke" noch einen ein alter Mann, der ein bischen eingenickt war. Eine Wahlreform den Arbeitern, die nach Selbständigkeit hungern, Gesellschaft von österreichischen Lieutenants war sehr guter vorgeworfen wurde, als staatsmännische Weisheit des Herrn Monat auf dem Spielplan. 0 " --Jbsen's Dinge und fing an, den alten Herrn und Nachbar Heigel's v. Plener, des Realpolitikers, überschwenglich gepriesen. Dieses Jahres sein fünfzigjähriges Künstlerjubiläum. Der Operettenkomponist Johann Strauß feiert im Herbst zu hänseln und unfein zu bespötteln. Der nun wurde Heute kann sie nicht mehr ihr altes Blindekuhspiel aufführen Wildente ist in Petersburg fürzlich in deutscher Sprache aufempört über die Behandlung, die ihm widerfuhr, und rief und sagen: Leutchen, wo ist die österreichische Sozialdemo- gejührt und ausgezicht worden. Kein Wunder in Petersburg. aus: Leute, die sich so benehmen, sind nicht gebildet, auch fratie? Habt ihr eine österreichische Sozialdemokratie ge- Gerhart Hauptmann weilt bekanntlich zur Zeit in Nordwenn fie in Uniform stecken." Heigel nickte diesem Wort sehen? Und so versucht sie es heute nach berühmten amerita. Kürzlich sind seine Weber" in Chikago aufgeführt stumm bejahend zu. Das genügte den Herren Offizieren Wustern mit einem und anderen Kunstmittel. Weil heiß- und von der gesammten kapitalistischen Presse als sozialistisch zur heldenmüthigen Attacke. Sie fuhren über die beiden blütigere Temperamente nicht immer gutheißen mögen, was beruntergeriffen worden. Daß aber auch die Chikagoer Arbeiterwehrlosen Gäste her und richteten Herrn Heigel mit fritischer abwägende Geister als taktisch richtig empfehlen, Beitung" die Hilfe der Polizei gegen die Tendenz des Werkes ihren Säbelhieben jämmerlich zu. Und das mußte gerade so thut fie, als dürfte sie über den unheilvollen Bruch aufgerufen habe, ist wohl nur ein schlechter Scherz, ben die„ Voss. Herrn Heigel paffiren. Ihm, der zwar niemals groß in innerhalb der österreichischen Sozialdemokratie frohlocken. 8tg." sich leisten läßt. der Dichtkunst, aber im Byzantinismus stets einer der ersten Alte Kuiffe! Sie trösten taum mehr den Bürgersmann, war. Ihm, der den Wahn des unglücklichen Königs Ludwig der seine Beitung liest, und in die Reihen der sozialistischen von Bayern mit fröhnen half, zu einer Zeit, als dieser Stämpfer tragen fie feine Verwirrung. Die haben ihr Fürst schon in geistiger Verblendung dem Sonnenkönig" Machtbewußtsein erkannt und sie werden es nüßen. Gie Ludwig XIV. nachzueifern strebte. Damals war Herr haben es zu Wege gebracht, daß die Idee der sozialen Heigel König Ludwig's Hofpoet, und jedem Wink des Berbrüderung im sprachenzertlüfteten Desterreich weite Monarchen, der sich absolut geberdete, gehorchte er. Das Waffen ergreifen konnte, sie werden auch ihre gegenwärtigen mals schrieb Heigel feine Dramen für die Separat- Vor- politischen Forderungen erstreiten und ihre gewichtigste stellungen" des Königs Ludwig; und diesem Hofpoeten zumal: das gleiche, allgemeine Wahlrecht. mußte es widerfahren, daß er von österreichischen Offizieren faft zu Schanden gehauen worden wäre! Alpha. Besuchszeit Altes und Neues Museum am Lustgarten. Besuchszeit täglich, mit verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-3 Uhr, in den Sommermonaten von 9-3 Uhr; Sonntags im Ap. il- September 12 bis Dezember und Januar 13-3 Uhr( unentgeltlich). Die National: gallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-3 Uhr ( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis 6uhr, im Diarz und Ottober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis März br, Sanuar und Dezember 12-3 Uhr( unentgeltlich).- un ft gewerbe6 Uhr, Oftober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Museum, Prinz Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 uhr, Sonntags, April- September von 12-6 Uhr, Oktober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-3 Uhr( Unentgeltlich). Museum für Bölterkunde, Königgrägerstr. 120. Besuchs zeit wie im Kunstgewerbe- Museum( Unentgeltlich).- Sygiene mufeum, Klosterfir. 35. Befuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außer dem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( Unentgeltlich). Museum für Naturkunde, Invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstcewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. Museum für deutsche Boltstrachten und Erzeugnisse des Hausgewerbes, klosterftr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs von 11-2 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: Giwachsene 50 f., Kinder 25 Pf., Bereine Gonntags 10 Pf. Reichs post- Mufeum, Leipziger str. 15. Ge öffnet Conntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von 11-2 Uhr( unentgeltlich). Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich a Ber Donnerstag und Freitag von 11-3 Uhr( unentgeltlich). Aussichtsthurm 50 Pf. Kunft aussie IIung des Vereins Berliner Künstler, Wilhelmstr. 92. Sonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10-4 Uhr. 50 Pf. Entree. Sternwarte, Endeplag sa. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis 11 Uhr Vormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. Snvalidenfir. 57-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends. Entree 50 Pf. Zuschlag für Theater von 50 Pf. bis 2 M.- Aquarium, Schadowstr. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Bf., en jedem legten Sonntag im Monat 25 f. Caftan's Panoptitum, Friedrichstraße, Geöffnet 10-10 Uhr. Gintrittspreis 50 Pf. Paffage= Panoptikum 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50#f. 5. Marine Panorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree 50 Pf. Das Neapel: Panorama am Bahnhof Thiergarten hat heute aum ersten Male feit feiner Wiedereröffnung bea. Der Neueröffnung feiner beiden neuen Dioramen: Katakomben des Kapuzinertfosters zu Balermo und Besuvensbruch, 25 Pf. Eintrittspreis. Das Panorama ist mit der Stadtbahn und Charlottenburger Pferdebahn leicht zu erreichen und bis 17 Uhr abends zu besichtigen. 3oologischer Garten, Lügomufer. Sonntags 50 Pf.- Borfig's Garten mit Palmenhaus, Alt- Moabit 85-86. Eintrittspreis 50 Pf. Witterungsübersicht vom 31. März. Stationen. Barometerstand in mm, d. Meeressp. & reduzirt aui Windrichtung Swinemünde. 765 DED Windſtärke 5424224( Stala 1-12). Wetter wolkenlos wolfenlos wolfenlos heiter wolfenlos woltenlos Samburg 760 Berlin 763 Wiesbaden. 758 NO München 759 Wien 768 Haparanda 763 SW 4. heiter Petersburg 771 28 3 wolfenlos Cook. 754 GD 1 heiter 756 UND 1 heiter 757 N 1 bedeckt . 9 Temperatur 122634100( nach Celfius 5º C.= 4° R.) treibe. Gerichts- Beitung. Der Redakteur Dr. Bachler von der StaatsbürgerBeitung stand gestern wegen Nichtaufnahme einer Berichtigung vor der 140. Abtheilung des Schöffengerichts. Am 9. November vorigen Jahres erschien in der genannten Zeitung eine Lokalnotiz, worin vor der Majors- Wittwe Frau v. Quikow gewarnt wurde, weil fie gewerbsmäßig Bettelei be: Wie der Vorstand der Berliner Stadtmission er fahren habe, Taffe sich Frau v. Quizon von wirklich Nothleidenden Stickereien anfertigen, die sie als ihre eigene Arbeit und bei reichen ausgebe Adeligen gegen hohen Preis abzusehen verstehe. Frau von Quizow fandte der Redaktion der Staatsbürger Zeitung" eine Berichtigung ein, worin fie alle über fie aufgestellten Behauptungen als unwahr erklärte. In einem Begleitschreiben hatte sie erklärt, daß nicht fie, sondern ihre Tochter fich durch Anfertigung von Stickereien ernähre, die sie bei Adeligen verkaufe. Die Berichtigung fand feine Aufnahme. Dr. Bachler gab an, er habe sich aus mehreren Gründen hierzu nicht verpflichtet gehalten; eines theils beschränke die Berichtigung sich nicht auf Thatsachen und anderntheils wollte er für Frau v. Quizom nicht Reflame machen. Er überreichte ferner dem Gerichtshofe eine Nummer der Freis. 3tg." aus jüngster Zeit, worin diefelbe Warnung vor der Frau v. Quißom enthalten war. " Der Gerichtshof war der Ansicht, daß die Aufnahme der Berichtigung dennoch hätte erfolgen müssen, ordnete dieselbe für die nächste Nummer der Staatsbürger- Zeitung" an und belegte den Angefchuldigten mit einer Mart Geldstrafe. Der Schuhmacher Ludwig Eulit theilt uns zu der Gerichtsverhandlung, über die wir in Nr. 73 referirten, berich tigend mit, daß die Bilder von Lassalle und Bebel nicht in 8 feinem Laden, sondern in seiner Wohnstube gehangen haben. Ferner sei es ihm gar nicht eingefallen, in seiner Angelegenheit 9 an seinen Hauswirth einen Brief au schreiben, also fönne von einem Drohbrief feine Rede sein. Die Verurtheilung erfolgte vielmehr, 7 weil er dem Verwalter des Hauses mitgetheilt haben sollte, daß das Verhalten des Hauswirths im Vorwärts" bekannt gegeben werde. Auch habe das Plakat nicht den albernen Inhalt gehabt, wie er in dem Gerichtsbericht veröffentlicht worden sei, fondern es habe wesentliche Ergänzungen getragen, welche dar legten, warum er gezivungen fei, für sich und seine hungernden Kinder das Mitgefühl der Parteigenossen in Anspruch zu nehmen. Es sei eben sein Bestreben gewesen, dem Hauswirth die schuldige Miethe zu zahlen. Aberdeen Paris Witterung in Deutschland am 31. März, 8 1hr Morgens. Auch heute herrscht, während das Barometer langsam fällt, in ganz Deutschland noch trockenes, heiteres Wetter; nur im Winde haben sich in Mitteldeutschland erheblich verstärkt. Die Erwärmung hat weiter zugenommen; in Berlin erhob sich das Thermometer gestern Nachmittag über 20 Grad Celsius( gleich 16 Grad Réaumur), eine für die Jahreszeit ungewöhnliche Höhe. Auch heute Morgen steht es hier wie an vielen anderen Orten schon auf 9 Grad Celsius. Berliner Wetterbureau. Weſten zeigen fich am Himmel die erſten Wolfen. Die füdöstlichen S1Derlammlungen. Wetter- Prognose für Sonntag, den 1. April 1894 auf grund lokaler Beobachtungen und des meteorologischen Depeschenmaterials der deutschen Seewarte privatlich aufgestellt. Gtwas tühleres, zeitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter mit frischen östlichen Winden, feine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wtterbureau. Literarisches. Bei allen Parteifesten, bei den von Vereinen und Gewerkschaften veranstalteten Vergnügungen, Stiftungsfesten u. dergl. hat sich fiets ein Mangel an furzen, leicht darstellbaren Theaterstücken fühlbar gemacht. Entweder stellen diese Stücke zu große Ansprüche an die technische Ausstattung oder sie er fordern zu viele geübte Darsteller, nicht selten auch steht die Tenbenz mit dem Geifte in Widerspruch, der an unseren Festen herrschen soll. Bei einem anderen Theile der 3. 3. vorhandenen Stücke ist die sozialdemokratische Tendenz so plump und geschmackIos übertrieben aufgetragen, daß sie ihren Zweck: propagandistisch für unsere Ideen zu wirken, das Interesse für unsere Sache bei Laien und Gleichgiltigen zu wecken, die Frauenwelt für uns zu gewinnen, vollständig verfehlen. Um nun diesem Bedürfniß entgegenzukommen und die kleine Zahl der heute vorhandenen guten Theaterstücke für Arbeiterfeste zu vermehren, beabsichtigt die Buch band: Iung des Vorwärts" eine Sammlung sozialistischer Theaterstücke herauszugeben. Die Sammlung wird eröffnet durch den von Genosse May Kegel vollständig umgearbeiteten Schwant:" Die Tochter des Staatsanwalts", und gleichzeitig erscheint ein neuer Zweiafter: Wieder ein Rämpfer", Charakterbild aus dem Arbeiterleben. Für die bevorstehende Maifeier 1894 dürfte das Erscheinen dieser Eammlung in weitesten Parteitreisen willkommen geheißen werden. " Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Die Verlag) ist soeben das 26. Heft des 12. Jahrgangs er. schienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Der gerettete Miquel.- Gin neuer Reformer des Rechts der Geschlechter". Von Ed. Bernstein. Unterm heiligen Napos leon. Bäuerliche Produktiv- Genossenschaften.( Schluß.) Literarische Rundschau. Notizen: Englands landwirth schaftliche Statiftit. Feuilleton: Ein benkwürdiger Tag. Von Renato Fucini. Autorisirte Uebersetzung von J. Häny. Betrefakt, Humoristisch- satyrische Dichtung 80, 12 Seiten, illuftr.. geheftet, Preis 5 Pf., Berlag des„ Süddeutschen Postillon" München. Zur pünktlichen Besorgung des " Borwärts" empfiehlt sich [ 2758 H. Goldmann, Zeitungsspediteur, Gräfeftr. 7. und Oranienstraße 140. " Serkules. Frohfinn 1, Rummelsburg, Berlinerftr. 82 bei Friesecke, Nachm. 1-3 Uhr.- Montag. Norbbeutfche Schleife, Melchiorftr. 15. bei Ctehmann. Siebertafel der Maler u. verm. Berufsgenossen, Annenfir. 16 bei Gbrenberg. Tonblüthe, Görligerstr. 50 bei Stewert Blüt he, Pallisadenftr. 9 bei Liege. Sängerhain, Reichenbergerfiraße ie bei Hoffmann. Liebesfreiheit II, Strausberg, im Rehaurant füger.- prthenblätter, Belforterftr. 15, bei Schneider. Gefangverein 2 te derameig, Waldmannsluft Berlinerstr. bei Berbe." Bur Fichte" Gefangverein Berliner Bildhauer, Ornament, Wrangelftr. 141 bei chmidt. Frisch auf in Echönwalde i. b. Mart bet Schulz. Frisch ur Fret bett, Simeonftr. 23 bei Flick. Metallarbeiter„ ften" straße 14 bei R. Sirthe. Roppenstr. 29 bet Keller.-Bieber'fcher Männerchor, Elisabeth KirchMohr'sches Doppel Quartett, Büschingtraße 7 bet Jakob. Glodenrein( gem. Chor) Rafianien- Allee 95/96. ruderherz, Krautr. 6, bet Rudolf. Rofalia, Lebuferstr. 5, bei Nemiz. Soffnung 2, Wilmersdorf, Brandenburgischestraße bet Gräs. Bund der geselligen Arbeiterverrine Serline und Umgegend ( alle zuschriften, ben Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu richten an B. Gent, Adalbertfir. 95. Sonntag: Theaterverein Thalia Theatergesellschaft bei Schröder, in Stralau, Nachmittags 3-4 Uhr. Romelta" alle 14 Tage, Adalbertstraße 8 bet Sauermann. Bergnügungsflub Ofiend, Krautftr. 6 bei Rudolf von 5-6 Uhr. Ge= felliger Berein der Feilenbauer, Gartenftr. 16, bei Meißner, jeden Sonntag v. b. 1. d. Mts. Bergnügungsverein Helgoland 2, Langeftr. 9 bei Kyczewsky, alle 14 Tage, 4-6 Uhr Nachm. Vergndigungsverein Seerofe, Grüner weg 25 in Hahn's Bierhaus. Vergnügungsverein Glück stern 1, in den Germania- Festfälen, Chauffeefir. 103, 5-6 Uhr Nachm. Montag: Pfeifententi pett, önigsbergerftr. 24. Sumoriftischer ipifar bei trösche, Fichteftraße 29. Theaterverein stora, Märkischer Hof, Admiralfir. 18c, Abends 9 Uhr. Bergnügungsverein Felsenfeft", Rirdorf, Hermannstraße 167 bei Fülleborn, 8% Uhr. Kartenflub ustige Brüder", Krautftr. 48 bei Rattte, Abends 8 Uhr. Gesang-, Turn- und gesellige Perrine. Sonntag. Theater- und Bergnügungsverein arletin, heute Nachmittag 5 Uhr Beughofftr 8. Theaterverein Concordia Beugbofftraße 8 bei och. Theaterverein betlo jeben Sonntag 4 Uhr bet Foge, Röpenickerstr. 191. Nachher: Fidelitas. Theaterverein Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag 6 Ubr, bet Strebe, Obmgaffe 2. Nach der Sigung Fidelitas. Tambour- und Vergnügungsverein Gut Set!, alle 14 Zage bet Seyffert, Oranienftr. 121. Bon& Uhr an. Bergnügungsverein Nord", Sigung Sonntag Abend 5% Uhr. Dermisdikes. " Antisemitisches Pech. Der bisherige Vorsitzende der antifemitischen Partei in Hamburg hat sich als dunkler" Ehrenmann entpuppt, mit dem nicht viel Staat zu machen ist. Der Ehrenrath der genannten Partei hatte nämlich Veranlassung, fich mit dem genannten Herrn, einem Verlagsbuchhändler E. A. Hübner, au beschäftigen, und sieht sich infolge der stattgehabten Untersuchungen zu folgenden Erklärungen genöthigt:" Die Prüfung der gegen Herrn Hübner erhobenen Beschuldigung bezüglich Ver wendung der zufolge öffentlichen Aufrufes bei ihm für die im Jahre 1892 durch die Cholera in Nothfiand gerathenen Barteigenoffen eingegangenen Gelder hat ergeben: daß die Art und Weise, in welcher Herr Hübner mit den betreffenden Geldern verfahren ist, eine derartige war, daß er in Zufunft für solche und ähn liche Bertrauenspoften nicht mehr als geeignet zu betrachten ist. Die Prüfung der sonstigen gegen Herrn Hübner erhobenen Be An die Gewerkschaften, Arbeitsnachweise, Arbeiter- schuldigungen hat ergeben: daß die Leichtfertigkeit desselben Vereine, freien Hilfskaffen u. f. w. Berlins u. Umgegend! bezüglich Dispofitionen in Geldangelegenheiten das Maß der Die Vorstände derselben werden hierdurch nochmals endgiltig Entschuldbarkeit überschritten hat, das man Jedem, der mit aufgefordert, zum Zweck der Herstellung eines gedruckten Ver- petuniären Schwierigkeiten kämpft, zuzubilligen bereit ist. Dieser zeichnisses, die Adressen der Vereine, Arbeitsnachweise 2c. sowie Vorwurf trifft Herrn Hübner um so schwerer, als ihn im die der Vorsitzenden bis spätestens zum 10. April d. J. an die Jahre 1893 die Gelegenheit geboten war, durch Verkauf des Redaktion des Vorwärts" einzusenden, andernfalls fönnten die von ihm herausgegebenen Blattes Abwehr" an den antisemitischen Wahlverein von 1890 seine höchst unerquicklichen Verfehlenden nicht in das Berzeichniß aufgenommen werden. hältnisse auf eine ehrenvolle Weise zu regeln. Alles in Allem Im Lehrkurfus der Berliner Arbeiter und ist der Ehrenrath zu der Ueberzeugung gekommen, daß Herr Arbeiterinnen zur ersten Silfe bei unglüdsübner zufolge seiner Handlungsweise im Allgemeinen, sowie fällen fand am 29. März bei Bols, Alte Jakobstr. 75, durch namentlich durch den Umstand, daß er die antisemitische Sache den dirigirenden Arzt, Herrn Dr. Christeller, die Prüfung der rückhaltlos zur Verfolgung selbstsüchtiger Zwecke benutzt, sich Echüler statt. Es waren recht erfreuliche Reſultate zu ver- als nicht würdig erwiesen hat, der antisemitischen Partei anzus zeichnen und beweist dies, daß die Lücke, welche die Boltsschule" gehören." gerade in betreff der Körperpflege, Gesundheitslehre und der Santander, 31. März. Durch die letzten Sprengungen ersten Hilfe bei Unglücksfällen, geloffen hat und leider noch mittels Torpedos wurde das Wrack des„ Cabo Machichaco" vollimmer läßt, der Proletarier auszufüűen bemüht ift. An die ständig zerstört; eine Explosion mittels" Nitroglycerin hat nicht Prüfung schloß sich der Jahresbericht des Kassirers, nach welchem stattgefunden. Die Bevölkerung, welche sich auf die umliegenden ein Kassenbestand von 58,79 M. vorhanden ist. Die General: Böhen zurückgezogen hatte, beginnt zurückzukehren. Bei brei General- tattgefunden. versammlung ertheilte dem Kassirer Decharge und erfolgte nun weiteren Sprengungen an dem Brack des Cabo Machichaco" die Vorstandswahl. Beschlossen wurde ferner ein gemeinschaft wurden durch die Erschütterung die Telephondrähte in verlicher Ausflug am Himmelfahrtstage nach Schildhorn, Pichels- schiedenen Bezirken der Stadt zerriffen. werder und Spandau. Treffpunkt 1/2 Uhr Bahnhof Grunewald. Allgemeine Kranken- und Schaffe der Metallar beiter, Filiale Berlin 3. Die Wohnung des Bevollmächtigten F. Rennecke befindet sich jetzt rangethraße 91, erften Seitenflügei parterre. Bentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler. f. w. ( E.$. nr. 3) Hamburg. Die Sigung der Verwaltungen Berlins und Umgegend findet wegen vorläufigen Abschluß mit der Aerztekommiffion heute nicht statt, Vergnügungsverein Stalia, Elfafferfir. 26, 12r. b. Roland, uhr, Gigung, Fidelitas. Entree frei. und ist bis auf weiteres vertagt. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe 71) Bureau: O., Holzman fiftr. 67. Montag, den 2. April, 8 Uhr, im Restaurant P. Bodenburg, Komma bantenstr. 10-11. Borftandssigung Verein der Maschiniften und Beiger Berlins. Sonntag, den 1. April, amittags 5 Uhr, Aiminhallen, Kommandantenstr. 20, Berfammlung Sumoristischer Verein Waldroranschen. Gesellschafts- Abend ver bunben mit humoristischen Borfägen in Kurth's fleinem gefijaale, Safenhatte 52. Gäfte freundlich willkommen. Anfang 5% Uhr. Vergnügungsverein selle- Alliance". Sonntag, den 1. April, Abends Uhr, im Deutschen Hof, Lucauerfir. 15. Gesellschaftsabend. Achtung, Schlächter! Seute, Conntag, den 1. April, Nachmittags s uhr, Bersammlung des Berets zur Wahrung der Intereffen der Schlächter gefellen und Momfels Berlins und Umgegend in Cohn's Fensälen, BeuthVergnügungsverein Alpenglihen. Gonntag, den 1. April in 8öl's ei falen, Röpenickerstr. 62, Nachmittags 5% Uhr, Sigung nebft Fidelitas. Arbeiter- Bildungschule. Montag Abends 8-10% Uhr: Nord: Schule, Müllerftr. 179a und Südoft- Schule, Waldemarir. 14: National otonomie. Bet allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Serren, jeder Zeit aufgenommen ftraße 22. Vortrag. Depelchen. ( Wolff's Telegravhen- Bureau.) Petersburg, 81. März. Das österreichisch- russische Handelsprovisorium tritt Montag Vormittag 8 Uhr in Kraft. Das Provisorium dauert bis zum 1. Juli alten Styls, um in dieser Beit den Handelsvertrag endgiltig zu formuliren. Wien, 31. März. Der sozialdemokratische Parteitag stellte in seiner heutigen Sigung Bestimmungen über die Organisation der sozialistischen Bresse fest und beschloß die Betheiligung der Sozialdemokraten an allen politischen und kommunalen Wahlen, sowie die thunliche Organisation des ländlichen Proletariats. Die Be schickung des für den August geplanten Arbeiterschutz- Kongresses in Zürich wurde abgelehnt, weil auch die bürgerlichen Parteien auf demselben vertreten sind. Darauf wurde der Parteitag ge= schlossen. ( Deveichen des Bureau Herold.) Prag, 31. März. Wie hierher gelangte Privatmeldungen befagen, sollen die Anarchisten( 3) die Stadt Schlan an allen vier Eden angezündet haben. Das Feuer soll noch fort wüthen. Budapest, 81. März. Die Halle des Nationalmuseums, in Bei allen unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch fegt welcher die Leiche Kossuth's aufgebahrt ist, wird fortgesetzt von im Laufe des Sumeftes, eintreten. Montag, Abends 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: ungeheuren Menschenmassen besucht. Die Polizei versuchte Unterricht in Gesegestunde. Südost- Schule, Reichenbergerstraße 138: vergeblich, die wiederholt gestörte Ordnung wieder her Deutsch. Oft- Schule, Martusftr. 31, Unterricht in Gefegestunde. zustellen. Das eiserne Gitterthor des Museums wurde einSozialdemokratische Lese- und Diskutirhlube. Mar apfer gedrückt, wobei viele schwere Verwundungen vorkamen. In jeden Sonntag Vormittags 10 Uhr im Restaur. Echomann, getmir. 16.Reimer, jeben Montag, Abends& Uhr, bei Rudolph Bahr. Gerichtsfir. 19. der Theresienstädter Kirche fand heute Vormittag gegen 10 Uhr Arbeiter Sänger bund Serlins und Umgegend. Sonntag. Alle das Leichenbegängniß der Frau und der Tochter Kossuths statt, been stoler Debungshunde. aufnahme meet wit: welchem die Familie Ruffuths, viele Mitglieder der Unabhängigglieder. Dirigentendor", Stadtbahnftatton zur Börse, Restaurant feitspartei und zahlreiche Vertreter der Stadt beiwohnten. firaße 49, vorn II, abends 9 Uhr: ! Tabak! à 1,75. Möbel, neuer MitRoh- Tabak!! Ein altes gangbares Mehl- u. Vor fost- Geschäft, verbunden mit Militär Empfehle mein reichsortirtes Lager u. Buzartifel, ist Familienverhältnisse offerire: Summatra à 1,25 M., 1,40 m., wegen fof. zu vert. 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April, beim Schriftführer Otto Rafdje, Mariannenstraße 17, einzusenden, spätere Einsendungen werden nicht berücksichtigt. 107/6 Der Vorstand. Achtung! Versammlung Achtung! des Das ( prechend eingerichtete, seit ber Neuzeit ents 16 Jahren bestehende, große Uhrenund Goldwaaren. Lager von schmerzlos eingeseht, festfißend. Repara turen fofort. Weniger Künstl. Zähne Bemittelte Grmäßigung. Kreslawski, Spittelmarft 18. Emil Tiersch, Uhrmacher, Brunnenstr. 18, Greifenhagen) ( neben 5450L* Grosses Lager aller Arten Uhren, Goldwaaren und Ketten au soliden Preisen. Reparaturen unter Garantie! Max Busse 24 274559 Schleuniger Ausverkauf 27455 Kinder, Der Restbestände aus der J. Adler Söhne' schen Konkursmasse, als Teppiche, Portieren, Gardinen, Stepp- und Tischdecken, Läuferstoffe, Brunnenstr. 175 neben der Invalidenstraße Pferdebahn- Haltestelle empfiehlt: wie soll das noch enden?!" Humorist. Soloszene mit Kouplet er: scheint in 8 Tagen.( Preis 50 Pfg.) Rich. 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Die Besizer der ersten Rammer find zu dieser Bersammlung eingeladen. Die Ortsverwaltung. MS Achtung! Textil- Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 2. April 1894, Abends 8 Uhr, Gr. öffentl. Derlammlung in Nieft's Salon, Weberstr. 17. Ohrringe, Armbänder, Halstetten, Medaillons, Herze, Zages Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Beschlußfassung über weitere Schritte. 3. Verschiedenes. 329/18 Die Kommission. Versammlung Chlipsnadeln, Stulpenfnopie n. s. w. in massiv Gold, des Vereins der Plätterianen u. verw. Berufsgen. Berlins am Dienstag, den 3. April, Abends 8 Uhr, in Birk's Salon, Straussbergerstr. 3. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl von drei Revisoren. 4. Vierteljahresbericht. 5. Unser Stiftungsfest. 6. Verschiedenes. Die Urania- Borstellung am 1. April 1894 findet um 1 Uhr statt. Die Kaffrerin Frau Schuls wohnt vom 1. April ab SaarbrückerStraße 30, linker Seitenflügel 4 Tr. Der Vorstand. 496/2 Ethische Gesellschaft. Roh- Tabak A. 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Die grauenhaften Zustände in Sizilien lassen sich nicht vertufchen, troh Crispi's und anderer Ordnungsstifter Gethue und Gerede. Sogar grundfäßliche Gegner der sozialistischen Bewegung und Freunde des italienischen Bismarck", denen sich die Gelegenheit geboten hat, mit eigenen Augen zu schauen, wie es auf der schönsten Insel Europas hergeht, müssen Zeugniß ablegen für die Unhaltbarkeit der dortigen Zustände. So schreibt ein Herr Karl Böttcher, der auf einer Mittelmeerreise begriffen ist, der National- Zeitung" aus Messina vom 16. März: Sonntag, den 1. April 1894. 11. Jahrg. I zwischen Grundbesitzern und Arbeitern gegenüber neutral bleiben."| andere werden folgen. Diejenigen Geschäfte, die durchaus nich Und der italienische Staat weiß nicht, wie er mit der Insel bewilligen wollen, werden jetzt mit besonderem Druck bearbeitet zurechtkommen soll. werden, da nun nicht mehr ganz ein Viertel der früher Streifenden zu unterstützen sein werden. Sizilien hat Hunger! Soziale Ueberlicht. Der Streik der Hänfer in Straßburg ist beendet und zwar zu gunsten der Streifenden. Wien. Achtung, Tischler! Nachdem eine Lohnbewegung in Wien bevorstehend, ersuchen wir die Fachkollegen, Zuzug nach Wien strenge fernzuhalten. Alle Bruderorgane werden um Abdruck ersucht. Die Organisation der Tischler Wien 3. Die Streifenden An die Maler, Lackirer und Anstreicher in Berlin und Umgegend! Kollegen! Im Jahre 1889 hatten wir einen mehrere Wochen andauernden Lohnkampf gegen den Kapitalismus, gegen die Unterdrückung seitens des Unternehmerthums geführt. Trotzdem Sizilien, der wundersame Gottesgarten, mit Trauben und mit äußerster Erbitterung auf unserer Seite gekämpft wurde, war es Die streikenden Wiener Gasarbeiter hielten am Freitag Lorbeer auf duftigen Höhen, mit Granaten und goldglühen uns doch nicht möglich, Sieg auf der ganzen Linie zu verzeichnen. Nachmittag mehrere Versammlungen ab. Alle Redner empfahlen den Orangen, bietet seinen Kindern fein Brot, Sizilien hat Wie steht es nun aber mit den Errungenschaften von 1889? beim Streit zu beharren, gleichzeitig mahnten sie, die Ruhe unHunger. Mit Ausnahme von einigen kleineren Werkstätten, wo die Forde- bedingt aufrecht zu erhalten. Delegirte der Arbeiter sämmtlicher Seit acht Tagen ziehe ich auf der Insel herum, in fleinen, rungen bis heute hochgehalten sind, ist durch die Gleichgiltigkeit Gaswerte begaben sich zu dem Gewerbe- Inspektor und erboten vom Sonnenbrand gerösteten Dörfern, in schmutzigen, an hohen und den Indifferentismus der Kollegen alles wieder verloren ge- sich zu Unterhandlungen mit der Direktion. Berglehnen hängenden Städtchen, in todestraurigen, von Schwefel- gangen und nicht nur dieses, noch viel erbärmlicher find die Zustände verlangen nur die Wiederaufnahme des entlassenen Arbeiters minen verpesteten Gegenden. Was von sozialem Leben an mir wie vor 1889. Kollegen! Wollt Ihr noch länger in dieser Gleich- Mebel. Mehrere von den Gaswerken angestellte Hilfsarbeiter ervorbeidefilirt, ist Jammer und Elend. giltigkeit verharren? Wollt Ihr noch länger stumpf und träge litten infolge Unkenntniß des Betriebes erhebliche Brandwunden. In den Köpfen sputt noch der faum niedergeworfene Volts in Eurer elenden Lage dahinfiechen, bis Ihr ganz erdrückt seid? Die Ruhe ist nicht gestört worden. aufruhr, welcher das Land mit über sechzigtausend Soldaten Nein und abermals nein! Das dürft Ihr nicht, könnt Ihr nicht Der Schneiderstreik in Zürich wird voraussichtlich ein füllte und es noch heute im kleinen Belagerungszustand erhält. wollen, schon um Eurer Kinder, Eurer Familie halber nicht. sehr langwieriger und heftiger werden. Die Gehilfen der drei Nicht etwa ein Aufruhr gegen die Regierung, sondern zunächst Gerade aus dem Verhalten des Unternehmerthums ergiebt sich größten Geschäfte in 3 ürich und die der dortigen Filiale der gegen die Masse der wuchernden Großgrundbefizer, welche die für uns die Lehre, daß wir Arbeiter uns als eine Klaffe zu beschweiz. Uniformfabrik legten die Arbeit deshalb nieder, weil sie Insel aussaugen. trachten haben. Organisiren wir uns in den einzelnen Wert- Arbeit für Berner Geschäfte anfertigen sollten. Die SchneiderAlle diese armen Leute, voll von den frischen Erinnerungen stätten, d. h. bestimmen wir einen Kollegen als Werkstatt Dele- meister vertheidigen aber eben so hartnäckig ihren Standpunkt; an die Ereignisse der letzten Monate, sind mittheilsam. Reden girten. Derselbe tritt mit dem Vertrauensmann in Berbindung, in einer Versammlung haben sie beschlossen: 1. Die Arbeiter werden gehalten, vernünftige Vorschläge erwogen, Beifalls stürme um Sammelmarken à 10 Pfg. in Empfang zu nehmen und alle haben die Arbeiten bedingungslos wieder aufzunehmen. entfesselt. Auch Maulhelden fehlen nicht; gutmüthige Philister Woche umzusehen und über eventuelle Maßnahmen der Be- 2. Streifende Arbeiter werden nicht mehr eingestellt; packt Begeisterung; die Herzen erhitzen sich an hochtrabenden wegung zu berathen u. f. w. Wir wenden uns daher jetzt nach- wird ihnen eine Frist eingeräumt Drei Tagen Phrasen. Bald darauf erschallt in den Dörfern und Städten drücklichst an die Kollegen der großen Werkstätten, wie Boden zur Wiederaufnahme der Arbeit. 3. Ein Meister, der einen Trommelwirbel. Der Befehl des Präfetten wird verkündigt: stein, Richter, Sabotta, Lange( Elsasserstraße), Sonnenburg u. streitenden Arbeiter einstellt, verfällt in jedem einzelnen Falle Alle Versammlungen sind verboten, der Belagerungszustand ist Vorsheim, Vorras u. Kowalsti 2c. Gerade diese Kollegen haben in eine Konventionalstrafe von 100 Franks. Die Solidarität proklamirt. Nun lodert das Feuer des Aufruhrs auf. Militär das Solidaritätsgefühl im Lohnkampfe vollständig mißachtet. unter den Meistern wird durch Unterschrift neu bestätigt und rüdt an. G3 fommt zu Gefechten. Sie leisteten dem Unternehmerthum bewußt oder unbewußt vor- auch gegenüber den Berner Meistern aufrecht erhalten. Die Soli treffliche Dienste gegen ihre eigenen sich im Kampfe befindenden darität der Meister wird diejenige der Arbeiter stärken. Arbeitsbrüder. " bruck. Die Lohntommission der Schreider. Wir bitten die Arbeiterblätter, auch des Auslandes, um AbArbeiter, Genossen! es Der Formerstreik in Keula. Wie uns von der Expedition der Bolts- Zeitung" mitgetheilt wird, enthält das Inferat ge= nannter Zeitung, nach welchem Former nach Keula gegen ReiseEntschädigung I. Klasse verlangt werden, einen Druckfehler. Im Manuskript der betreffenden Annonce war deutlich W. Rlaffe angegeben. Streits find die schwarzen Listen. Auch der Vorstand der Die beliebtesten Kampfesmittel der Unternehmer bei Bremer Tischlerinnung hat solche an seine Mitglieder versandt. Aufgeführt sind in diesen alle diejenigen Gefellen, welche am Streit der Möbelfabrik von H. Schulze betheiligt sind; elf von ihnen werden als Rädelsführer bezeichnet. Die Mitglieder Ausständischen in Arbeit zu nehmen. Die Bergleute und die Kohlen- Bergiverksbesitzer von Northumberland beriethen am letzten Sonnabend über die Einsetzung eines gemeinsamen Ausschusses. Dieser soll alle drei Monate die Löhne bestimmen; außerdem soll er auch vollglaubt damit in Zukunft viele Ausstände verhindern zu können. berechtigt sein, entstandene Streitigkeiten zu schlichten. Man Das Triester Lagerhaus Unternehmen wird ab D ellhausen in Hannover hatten vier Arbeiter die Arbeiterfolidarität. In der Zapezirerwerkstatt von Arbeit niedergelegt, weil, wie sie behaupteten, einzelne Lohnfäße um etwa 20 pCt. herabgesetzt worden waren. Einige Tage darauf füllten Andere die Plätze aus. Als sie aber erfuhren, weswegen ihre Kollegen die Arbeit eingestellt hatten, forderten fie die Vorlegung des neuen Tarifs und da der Lohn von 9-10 M. pro Woche ihnen zu niedrig schien, legten auch sie die Arbeit wieder nieder. wird uns aus Mühlheim a. b. Ruhr geschrieben: leber Scheinauswanderungen deutscher Rheinschiffer Immer wieder begegne ich auf meinen Kreuz- und Querzügen großen Gefangenentransporten. Die Hände an den GeTenten mit Eisenklammern an einander geschraubt, unter den Wir ersuchen nun die Kollegen, speziell in den obengenannten Ellbogen lange, die ganze Schaar zusammenhaltende Ketten, Werkstätten, sich zu organisiren, einen Werkstatts- Delegirten zu ringsum Karabinieri mit queraufgesetzten Dreimastern und auf- ernennen, der mit Unterzeichnetem in Verbindung tritt, den gepflanzten Bajonetten so geht es schwihend und schnaufend Bertrieb der 10 Pf.- Marken für den Unterstützungsfonds zum dahin im Sonnenbrand der staubigen Landstraße. Alle Ge- Lohntampfe übernimmt. Das Geld für die umgesetzten Marken fängnisse sind nach dem Aufruhr von Männern, Frauen und ist alle Woche abzuliefern, worüber die Delegirten Quittungen Kindern überfüllt. In kleinen Nestern sah ich keinen Markt, erhalten. auf dem nicht ein Schwarm von Gerichtsvollziehern Zwangs Zur Rücksprache über eventuell zu ergreifende Maßregeln auktionen veranstaltete: Auktionen von altem Gerümpel und und Entnahme von Marken für den Unterstützungsfonds bin ich theuren Reliquien des Haushalts, von den Eltern ererbten oder jeden Freitag Abend von 8 Uhr ab und Sonntag Vormittags mühselig zusammengesparten. Massen von herumhockenden arvon 11-12 Uhr im Restaurant A. Spaar, Staligerstraße 123; beitslosen Menschen bilden mit leeren Taschen und hungrigem jeden anderen Wochentag Abends in meiner Wohnung. Magen das Publikum. Ueberall überfallen mich Hausen von Gleichzeitig werden die Kollegen dringend ersucht, den 3uder Innung werden in dem Schreiben aufgefordert, keinen der Bettlern, jeder ein Pack Lumpen, aus dem ein hohlwangiges, aug nach Frankfurt a. M., Greiz, Nordhausen, Bremerhafen, erdfahles Gesicht mit großen, glanzlosen Augen und irgend Fürstenwalde, Bern und Zürich fernzuhalten, da die Kollegen sich ein verstümmelter Körpertheil herausstarrt. Schmerzerpreßte im Lohntampfe befinden. Seufzer wimmern mir in die Ohren, überbrüllt von dem mit G. 2int, Vertrauensmann, Rottbuser- Damm 34. einer bedeutungsvollen Handbewegung nach dem verzerrten Schneiderstreik in Stuttgart. Mund herausgestoßenen Schauerwort:" Hunger!" Und wenn ich, scheinbar gleichgiltig, weitergehe, weil ein einzelnes Schneidermeister ist es in Deutschland nicht gelungen, ArbeitsDen eifrigsten Anstrengungen der Agenten der hiesigen Portemonnaie folche Noth nicht lindern kann, gloßen mir Gesichter mit dem Ausdruck der Verzweiflung nach. Dabei be- fräfte zu erlangen, die Kollegen in Karlsruhe, Berlin, Müncheu obachte ich, wie der beständige Anblick so vielen Elends die theil- zichtet, den Stuttgarter Meistern als Streitbrecher zu dienen. 1. April 1894 in den Staatsbetrieb übergehen. find den Lockungen nicht gefolgt und haben auf die Ehre vernehmende Empfindung mehr und mehr abstumpft und das Herz Sie haben daher ihre Thätigkeit ins Ausland verlegt und leider verhärtet. Das Baseler Baudepartement und 6-7 Maurer. Herrliche Neder, welche unter der schönen sizilianischen ist es ihnen in Böhmen gelungen, Arbeitskräfte zu finden. Von Sonne fünfzig und sechzigfältig tragen könnten, liegen verödet. Prag find einige Gehilfen bereit gewesen, ihre und ihrer Mit- meister haben eingewilligt, ihre Arbeiter an den Tagen vor Mächtige, die Berglehnen hinaufsteigende Weinberge mit ihren arbeiter Interessen dadurch zu schädigen, daß sie fich hierher Sonn- und Feiertagen eine Stunde früher Feierabend machen zu stellenweise eingestürzten Mauern sind sich selbst überlassen. Park- transportiren ließen, um die Pläge der Streifenden einzunehmen. laffen. Bark- Wir möchten alle Kollegen und Genossen ersuchen, für Fernanlagen mit pappelhohen, dunkelnden Cypressen verkümmern haltung des Zuzugs zu sorgen, davon hängt unser Sieg ab. hinter ihren Gittern. Große ertragsfähige Landstrecken bleiben unbeflanzt. Wozu arbeiten? denken die meisten dieser Leute, Wenn die Lohn- und Arbeitsverhältnisse hier gut wären, wären wenn die Arbeit nicht einmal den Hunger stillt! Die Groß- wir nicht in den Streit eingetreten. grundbefizer haben entdeckt, daß mit Lohnzahlungen an Arbeiter die schönsten Summen vertrödelt werden. Wenn die Arbeiter für ihr Tagewerk in Naturalien entschädigt würden, wäre es viel praktischer. Darum bekommt der Tagelöhner nie Geld in die Hände. b in Nach Beendigung seiner Der Streit der Gießer, Schmiede und deren Hilfsarbeiter wochenlangen Arbeit wird ihm sein Lohn in einem Quantum der Maschinenfabrik Otto Müller in Harzdorf währt nun schon zumeist minderwerthigen Getreides entrichtet. Benöthigt aber die fünfte Woche, ohne daß sich der Unternehmer zu einer Unterder Arme einmal aufs dringlichste des baaren Geldes, vielleicht handlung herbeigelassen hätte. in Form eines Vorschusses, so erhält er eben wieder einen Sein Hoffen durch Einstellung anderer Kräfte ist ihm bisher Theil der Rheinschiffer, welche in hiesiger Gegend besonders Seit etwa zwei Jahrzehnten macht sich unter dem besitzenden Getreidevorschuß. Reichlich mit Getreide ausgestattet, zieht er fläglich mißlungen, was auch noch weiter der Fall sein dürfte, start vertreten sind, mehr und mehr das Bestreben geltend, unter nach Beendigung feiner Arbeitszeit nach Hause. Kaum betritt wenn die Genossen allerorts jeden Zuzug strenge fern halten. Aufgabe ihrer Nationalität das holländische Bürgerrecht zu ere er mit diesem Naturallohn den heimathlichen Boden, so fommen Aber auch Geldunterstützung ist dringend nothwendig, da wir werben. Zweck dieser Scheinauswanderung ist einerseits, den die Mauthsoldaten und verlangen, daß er diese Einfuhr von mehrere Familienväter zu unterstützen und wir bis jetzt noch schweren deutschen Abgaben aus dem Wege zu gehen und dann Lebensmitteln versteuern soll. Woher jetzt Geld nehmen? In feine Streitbrecher aus unserer Mitte zu verzeichnen haben. ihre Söhne oom deutschen Militärdienst zu befreien. Nun ärgster Zwangslage muß er einen Theil seines Lohnes ver= Also Arbeiter allerorts! Unser Sieg ist auch Guer Sieg, beabsichtigen aber die deutschgebliebenen Schiffer, ein sogenanntes fa, leut cru, um den übrigen nach Hause transportiren zu können. Darum helft in jeder Beziehung, daß wir in diesem Kampfe Bittgesuch an den Reichskanzler von Caprivi zu richten, Wovon diese Armen leben? Sie gehen ins Grüne, in die Sieger bleiben. Denn was Ihr uns thut, das thut Ihr Euch welcher Wandel in dieser bösen Angelegenheit schaffen soll, Orangenhaine und Zitronengärten und nehmen, was sich findet. selbst. fintemalen dieser Unterstützungen nehmen entgegen die Redaktionen Frei- Land" einen bedenklichen Höhepunkt erreicht hat. In dem Eine solche Existenz bezeichnet der Sizilianer als Lebensweise Unfug" niemals ausgesungenen ohne Ealz. Wo sie schlafen? Unter freiem Himmel auf Stroh geist", Ladegaffe Nr. 23, und„ Textilarbeiter", Färbergaffe Nr. 17 Schriftstück, welches in allen Schifferwirthschaften zur Einsicht Wenn es regnet, haben sie den Wind zum Trocknen. Auch für in Reichenberg. ,, beffer fituirte Leute" deckt sich der Tisch täglich nur einmal, und Unterschrift aufliegt, heißt es unter anderm: Abends gegen sechs Uhr. Was da ausmarschirt, ist nichts als eine Kräuter- oder Brotsuppe, der einige Orangen nach fugeln. Au die Arbeiter Berlins und Umgegend! Die freie Ich mag hinblicken wohin ich will, überall und überall Vereinigung der Händler und Händlerinnen wendet sich an Euch trübe soziale Bilder und Alles drunter und drüber. Der kleine mit der Bitte, uns in unseren Bestrebungen zu unterstützen, da Bauer verdient im Jahr durchschnittlich sechshundert Lire, muß durch, daß Ihr bei denjenigen Händlern Euren Bedarf deckt, aber davon gegen vierhundert Lire Steuern zahlen. Er hält welche unserer Organisation angehören; dieselben haben im fich einige Eselfie müssen versteuert werden; er schafft sich Quartal April bis Juli rothe Mitgliedstarten. Aufnahme von einen neuen Aderpflug an muß versteuert werden; sogar Mitgliedern findet flatt bei dem Kassirer der Vereinigung May für Brot muß er Verbrauchssteuern entrichten. In der Rechts- Luther, Wollinerstr. 69. pflege hat sich das Heer der Prozesse derart vergrößert, daß die Rixdorf, Prinz Handjernstr. 42. Anfragen sind zu richten an den Vorsitzenden R. Nitschke, Gerichte auf Jahre hinaus beschäftigt wären, wenn nid, t die bis jetzt vorliegenden Fälle summarisch beDer Vorstand. handeln. In Calascibetta höre ich auf dem kleinen Markt drei Das Vereinsbureau und der Stelleunachweis der abgehärmte, zerlumpte Frauen wimmern. Ihre Männer igen Freien Vereinigung der Bureau- Angestellten feit sechs Monaten im Gefängnisse, ohne daß man weiß, warum. Berlins und Umgegend befindet sich vom 1. April cr. in solchen holländischen Gemeinden anmelden, in welchen Flotte Bankrotte sind an der Tagesordnung. In Vallelunga, ab Alte Schönhauserstraße 42, Hof part. rechts. Dafelbst wird einem Flecken von etwa viertausend Einwohnern, gab es im den Arbeitern, insbesondere in Rechtsstreitigkeiten, die sich fie Monat Dezember einhundertdreiundneunzig Fallissements. auf ein früheres oder zeitiges Arbeitsverhältniß beziehen, unent Sizilien, dies blendende Zauberland, scheint mir ein Eldorado geltlich Rath ertheilt, sowie die bezüglichen schriftlichen Arbeiten für Rechtsanwälte und Gerichtsvollzieher zu sein. In den lediglich gegen Erstattung der Porti- Auslagen gefertigt. Schauergegenden der Schwefelminen müssen die Arbeiter sogar für die Betriebstoften des Bergwerks aufkommen. Die Beträge für Reparaturen der Maschinen werden ihnen vom Lohn abgezogen. Lands das Fachblatt„ Der Bureau- Angestellte". Wir bitten Am 1. April erscheint für die Bureau- Angestellten Deutsch Es ist unmöglich, von der fürchterlichen sizilianischen Mißwirthschaft auch nur in flüchtigen Umrissen ein Bild zu entwerfen. Die unsere Berufskollegen, uns in dem Kampfe um unsere Rechte Großgrundbesizer haben von den Monaten des Aufruhrs nichts thatkräftig zu unterstüßen. gelernt. Eie dämmern weiter in ihrer unersättlichen Geldgier. Für die Agitationskommission der Berliner Bureau- Angestellten: Alle Vermittelungsversuche, die Lage des armen, am Bettelstab wandenden Boltes zu verbessern, prallen an der Habsucht dieser B. Astor, Berlin, Tresckowstraße 16. Herren ab. Wohl aber haben sie neuerdings wiederholt Ber Die Lohnbewegung der Nürnberger Schneider dürfte fammlungen abgehalten und ihre Weisheit in dem Antrag zu in wenigen Tagen zu gunsten der Arbeiter beendigt sein. Im fammengefaßt: Der Staat möge dem bisherigen Verhältnisse Laufe der letzten Tage haben die größten Geschäfte bewilligt, fie Eventuelle Anfragen find zu richten an Karl Bresina, Harzdorf Nr. 85 bei Reichenberg, Böhment. J. A.: A. Hopp, Granseerstr. 5. Die Redaktion. im " In Wirklichkeit wird diese Entlassung aus dem Reichsverband nur deshalb nachgesucht, um sich und die Familie den Pflichten gegen das Reich, den betreffenden Einzelstaat und die betreffende Gemeinde zu entziehen, namentlich aber um die Söhne Nachdem diese der deutschen Militärpflicht zu entziehen...." große Sünde in drei Klassen eingetheilt und die näheren UmStände ihres Holländerthums auseinandergesetzt werden, fährt das Bittgefuch fort: roch nur Während die Söhne der letzteren der deutschen Militärpflicht genügen und während der Dienstzeit von ihren Eltern unterstützt werden müssen, können die ausgewanderten Schifferföhne bei ihren Eltern ruhig auf den Schiffen bleiben und statt deffen, daß sie ihren Eltern Auslagen verursachen, denselben indem sie die Matrosen ersehen. nügen, Ferner ent die richten ausgewanderten oder Schiffer feine nur ganz da geringe Steuern, sie sich immer doch ganz geringe Steuern, gewöhnlich 2 Fl. holl. Währ. teine, gar so zum Beispiel in Dortrecht, oder auch nicht einmal diese, da man nach der Anmeldung in zahlen. Ein erheblicher Bruchtheil derfelben zahlt aber Holland diesem Lande für immer den Rücken wendet und nur auf der deutschen Stromstrecke und den Nebenflüssen sein den Klaffe aus; er reicht nur so weit, als der Geldſack außer Gewerbe treibt." So sieht also der Patriotismus der herrschenFrage kommt; wird dieser berührt, so geht das bischen Patriotismus nach Holland oder zum Teufel. Kein Wunder, daß diese Stützen des Vaterlands" von ,, wieder eroberten Brüdern" verlangen, daß sie ihre vaterländischen Gefühle wechseln fo oft als jene ihr Hemd. Größtes Manufaktur- und Modewaaren- Haus des Ostens M. Löwinsohn, Inhaber: L. N. Jacob. 57651 Grüner Weg 32( Ecke Andreasplatz). 181 Grüner Weg 32( Ecke Andreasplatz). Verkauf nur gegen Baar zu streng festen Fabrikpreisen. 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April, Abends 8 Uhr, bei Roll, Adalbertstr. 21. Freie Volksbühne. Heute Sonntag Nachmittag 22 Uhr findet eine Vorstellung für die Sodoms Ende. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht. V. Abtheilung statt. Zur Aufführung gelangt: 2. Bericht der Prüfungskommission. 3. Betreffs der Zahlstellen, 4. Stellung zur Zentralisation. Quittungsbuch legitimirt. 2736b Der Vorstand. Freie Vereinigung der u. 85/1 Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk. SW., Solmsstr. 24.ole? Graveure 11. Biſeteure. Arbeiter- Bildungs- Schule. Versammlung am Montag, Abends 81/2 Uhr, Dresdenerstr. 45. 1894. Lehrplan für das Sommerhalbjahr lo by Nord- Schule. Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Kunstgewerblicher Vortrag, Disfuffion. 3. Vierteljahresbericht der Montag für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. unterfügungstaffe. 4. Berschiedenes. Dienstag Dienstag, den 3. April, Abends 8/2 Uhr, im Feldschlösschen, Müllerstr. 142: 15W Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Genossen Pfannkudy. Diskussion. Bereinsangelegenheiten. Verschiedenes. Fragekasten. 490/8 Der Vorstand, Arbeiter- Bildungsschule Sonntag, den 1. April, Abends 6½ Uhr, in Schmiedel's Festsälen, Alte Jakobstraße Nr. 32: Versammlung. Zagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen G. Wagner über: Voltsbildung und Klaffen bewußtsein". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 27126 Gäste, Damen und Herren, haben Zutritt. Tellersammlung findet statt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein und Tanz unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Gleichheit" ( Mitgl. d. A.-S.-B.) Der Einberufer. J. A.: P. Schliebs. Pünktliches Erscheinen nothwendig. Mittwoch Der Vorstand. 84/2 Bekanntmachung. Orts- Krankenkasse der Kürschner und verw. Gewerbe zu Berlin. Donnerstag Freitag. • Müllerstr. 179a. Nationalökonomie. Volksthümliche Medizin. Gefeßeskunde( spez. Arbeiterrecht). Geschichte( neuere). Deutsch( Logit u.Rethorit) Sonn- 12. u. 4. im Monat) Naturerkenntniß. abend 1. u. 3. im Monat) Diskutir- Uebungen. Südost- Schule. Waldemarstr. 14. Nationalöfonomie. Volksthümliche Medizin. Gesetzeskunde( spez. Arbeiterrecht). Geschichte( ältere). Deutsch( Logiku.Rethorit). Naturertenntniß. Diskutir- Uebungen. Der Unterricht wird des Abends von 81/2 bis 10/2 Uhr ertheilt. In größeren Lokalitäten werden in bestimmten Zwischenräumen große Versammlungen abgehalten, in welchen willenschaftliche Chemata's in volksverständlicher Weise behandelt werden. Die Theilnahme an dem Unterricht steht Jedem, auch Nichtmitgliedern, an einem Abend im Semester unentgeltlich frei. Laut Verfügung des Oberpräsidiums Für sämmtliche Lehrfächer werden zu jeder Zeit neue Theilnehmer der Provinz Brandenburg vom 17. März( Damen und Herren) aufgenommen. 1894 machen wir den Mitgliedern be. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 25 Pf. monatlich. Das Unterrichtsgeld tannt, daß des ungünstigen Jahresbeträgt monatlich für jedes Unterrichtsfach 25 Pf.; für den Sonnabendsabschlusses wegen mit dem 2. April 1894 Unterricht wird fein Entgeld erhoben. Die Zahlung der Beiträge und Auf die Wiedereinführung der Karenztage nahme neuer Mitglieder erfolgt an endstehenden Zahlstellen, deren je für die Orts- Krankenkasse der Kürschner eine auch in jeder Schule errichtet ist. beschlossen worden ist. Der Vorstand. 196/18 C. Dobronz, Vorsitzender. Versammlung Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Often Berlins. d. Verbandes deutscher Sonntag, den 1. April, Abends 6½ Uhr, im Lokale, um Freischüt", Fruchtstraße Nr. 36a( obrrer Saal): Große öffentliche Versammlung für Männer u. Frauen. Zages Ordnung: = Kürschner Filiale Berlin. Montag, den 2. April, Abends 82 Uhr Die Zahlftellen sind folgende: S. Schöning, Stallschreiberstr. 29. d Schulz, Admiralſtr. 40 a. So. Südostschule, Waldemarstr. 14. SW. Grube, Mariendorferstr. 10. Windhorst, Junkerstr. 1. 0. Tempel, Langeftr. 65. bei Seehausen, Landsbergerfir. 31. 455/4 Tagesordnung: 1. Bericht der Deles C. Drescher, Linienstr. 50, Wernau, Rosenstr. 30. N. Nordschule, Müllerstr. 179a. Gnadt, Swinemünderstr. 120, Gleinert, Müllerstr. 174. NO. Gumpel, Barnimftr. 42. NW. Vogtherr, Stephanstr. 27a. Der Vorstand. Die Bibliothek ist allabendlich geöffnet und steht jedem Mitgliede girten. 2. Wahl des Hauptvorstandes. zur unentgeltlichen Benutzung zur Verfügung. 1. Bortrag der Genoffin Frau Alma Palm über:" Der soziale Beruf 3. Gewerkschaftliches. der Frau, antisemitisch und sozialdemokratisch beleuchtet. 2. Diskussion. 27216 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. La Entree 10. Pig. Der Einberufer. 196/7 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Ortskrankenkasse der 4 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Schneider Buchhandlung des„ Dorwärts" Zahlstelle Berlin. Moabit: 439/1 zu Berlin. Die Vertreter der Drtskrankenkasse Am Sonntag, den 1. April, Vormittags 10 Uhr, in Ahrens' der Schneider werden zu der am Branerei, Thurmstraße Nr. 26: Vertrauensmänner- Versammlung. Tages Drdnung: 9. April er., Abends 8 1hr in Bol' Restaurant, Alte Jakobsir. 75, stattfindenden 2734b 1. Bericht über die Werkstatt von E. Gring. 2. Andere Werkstatt ordentl. Generalversammlung Angelegenheiten. WF Die Bablstelle Drensestraße 8 befindet sich vom 1. April ab Lübeckerstraße 22 bei Bugge. Norden: Am Montag, den 2. April, Abends 82 Uhr, in Kolberger Salon, Kolbergerstraße Nr. 23: Bezirks- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Werkstatt- und Verbandsangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Verband deutsch. Zimmerleute ( Lokalverband Berlin). hierdurch eingeladen. Tagesordnung: In getrennter Wahlversammlung, Neuwahl zweier Vorstandsmitglieder und deren Stellvertreter aus den Reihen der Arbeitgeber. Um 8½ 1hr in getrennter Wahlversammlung, Neuwahl eines Vorstandsmitgliedes aus den Reihen der Kassenmitglieder. Um 9 1hr Gemeinschaftliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung pro 1893 u. Ertheilung der Decharge. 2. Beschlußfaffung über den Erlaß des Herm Oberpräsidenten Mittwody, den 4. April, Abends 81/2 Uhr, bei Boltz, Alte Jakobstr. 75: der Provinz Brandenburg. 3. Abstempe pol Versammlung. Tagesordnung: lung der Quittungsbücher. 4. Nachträg liche Genehmigung der 10jährigen Ron trafte für die Herren Aerzte. 5. Er1. Bortrag des Genossen R. Schmidt über: Die erzieherische gebnis der Klage gegen Herrn Adler. Wirkung der Gewerkschaftsbewegung". 2. Verschiedenes. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken 6. Berschiedenes. Der Vorstand J. A.: J. Mathies, Borsigender, An der Jerufalemer Kirche 3. und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter und Berliner Arbeiterverterverein. Arbeiterinnen Deutschlands.******* Ortsverwaltung Berlin l. Mitglieder Versammlung Montag, den 2. April, Abends 8½ Uhr, Grüner Weg 29 bei Saeger. Tagesordnung: 1. Raffenbericht vom 1. Quartal. 2. Abrechnung von der Urania, vom Sylvester und vom Maskenball. 3. Bericht des Vorstandes, der Arbeitsnachweis und Rechtsschutz- Kommission, und Bericht des Bibliothekars. 4. Neuwahl des Vorstandes, der Arbeitsnachweis- und Rechtsschutz- Kommission und des Bibliothekars. 5. Gewerkschaftliches und Fragekasten. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Stuckateure! 438/12 Montag, den 2. April, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a: Versammlung am Mittwoch, den 4. April 1894, Abends 8 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 1. Wahl von drei Kommissionen. 2. Anträge des Berufsgenossen- Verbandstages zur Novelle des UnfallVersicherungs- Gesetzes. Referent Herr Dähne. 3. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Er scheinen ersucht Der Vorstand. Gäste haben Zutritt. Berlin SW., Beuth- Straße 2. Für die Maifeier. Am Mittwoch, den 4. April, gelangen die ersten zwei Hefte einer von uns herausgegebenen Sammlung sozialistischer Theaterstücke zur Ausgabe. I. Heft. Die Tochter des Staatsanwalts. Schwank in einem Akt von Mag Kegel. Preis: eingela 30 Pfg.; Porto 3 Pfg.; als Rollen nöthige 10 Eremplare Mk. 2,50, Porto 10 Pfg. 300 190 II. Heft. Wieder ein Kämpfer! Charakterbild aus dem Arbeiterleben von W. Kranke. Preis: einzeln 30 Pfg.; Porto 3 Pfg.; als Rollen nöthige 7 Eremplare Mk. 1,80, Porto 10 Pfg. Wir glauben mit dieser Sammlung sozialistischer Theaterstücke ein Unternehmen zu beginnen, das einem in weiten Parteifreifen vorhandenen Bedürfniß nach wirklich guten und furzen Tendenzstücken entspricht. Obige amet Stücke dürften gerade jetzt für die bevorstehende Maifeier willkommen fein. Kegel hat seinen Schwant vollständig nen bearbeitet. Während er darin die plumpe Verfolgungssucht und den täppischen Zenfureifer der österreichischen Polizei und Staatsanwaltschaft in fröhlichster Laune geißelt, hat Krauße ein Charakterbild gezeichnet, das die Unverschämtheit jenes Unternehmerthums brandmartt, das nicht zufrieden, die Arbeitskraft der Lohnsflaven bis auf's Aeußerste auszubeuten, auch noch die politische Gesinnung und das Familienleben„ feiner Untergebenen" zu fnechten sich anmaßt. Zahlreichen Bestellungen sieht entgegen: hab? Buchhandlung des Vorwärts: 99 4 497/10 Allgem. Verein der Töpfer und Berufsgenossen 27246 Journale! Alle Zeitschriften besorgt frei Haus. Schulbücher, Schreibheſte u. f. w. billig Fachvereins- Versammlung. Benge's Buchhandlung, fem Spittelmarkt 1. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Gewerkschaftliches; Verschiedenes. Es wird gebeten, zahlreich zu erscheinen. 436/13 Der Vorstand. Crav.- Nadeln für Wiedervert. Muster g. Eins. von 20 Pig. Lassalle- H. Guttmann, Berlin N., Brunnenstraße 9, 59252 Erklärung. Ich erkläre hiermit, daß fich meine Aeußerung nur auf Herrn Otto Schröder bezogen hat. Chr. Schröder, Stralau. Deutschlands Filiale Berlin). pinch Dienstag, den 3. April, Abends 6 Uhr, in Bühlich's Saal, Rofenthalerstr. 38: Ausserordentliche Mitgliederversammlung. Zages Ordnung: 1 1. Vortrag des Kollegen Jacoben über: Die Bestrebungen der Unternehmer im Töpfergewerbe. 2. Vereinsangelegenheit und Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ersuchen wir die Kollegen, alle zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pößsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2, Der Vorstand.