Nr.27S. BbonnementS'Bedlnsnnseo: miannctnentä• Steil ptcnamcranb«i BietteljöStL 830 MI, monatl. U.0 SRI. wochenllick 25 SfS- trei in! Html. einzelne Nummer s Bfg. Sonntag»- «ummer mu illuslrierier Sonnt agl- BeUage.Die Neue Well' 10 P'a. Post» ZlLonnement: 1.10 Marl pro Monat. Eingerragen in die Post- Zeitung»- Prcilliske. Unter tireujband ittr Deutsrbland und Leslerreich. Ungarn 230 Mar!, für dal übrige Auliand » Marl pro Monat. Postadonnement» nehmen an: Belgien, Dänemarl, Holland. Italien, Luxemburg. Portugal, Bummiieg, Schweden und die Schweis olchelnt«gN«. 9% j 1> im i iii iir VIe TnferflonS'GebüIir feteägt fflt die sechlgeftxillene Kolonel- zelle oder deren Raum 00 Pfg, für politische und gewerkschaftliche Berein-. und Berscunnilungl-Anzeigen 80 P'g. �Nleine Anreigen", dal fettgedruckte «ort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenan- zeigen das erste Wort 10 Pfg, jedes wettere Wort 8 Pfg. Worte über 18 Buch. stoben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nuumier müssen bis D Uhr nachmittags in der Expedition ebgegeben werden. Die Expedition ist bil 7 Uhr abends geöffnet, Vevlinev VollrsblÄkt. telegramm- ildress« jSgjialdimglirät RtrDa*« Zentralorgan der rozialdcmokratifchcn Partei Dcutfcblanda. Reüaktiou: EW. SS, Llaöeaftraße 3. Frrnsprecher: Slmt Morttzplah, Sdr. 1SI SO— 1.11 97. Sonntag, de« B* Oktober 1915« Expeültiou: SW. HS, Lindenstraße Z. »»«msprecher:«int Moritzplatz, Nr. 1S1 Sv— III S7. Sas große Mgen im Westen M noch an. Mw des StoSen SWWlkiers. Amtlich. Großes Hauptquartier, de« 2. Oktober 191S. ,W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Eugläuder suchte« heute uacht daS ihue« iu deu Kämpfe» der letzte« Tage wiederabgeuommeue Geläude uördlich vou L o o S im Gegeuaugriff zurückzuerober«. Der Versuch scheiterte«uter schwere» blutige» Verlusteu für de« Feind. Französische Augriffe südwestlich AugreS, östlich Souchcz sowie uördlich Neuville, wurden ob- geschlagen. Tie Anzahl der Gefangeueu, die unsere Truppen iu diesem englisch-französischen Augrisssabschuitt bisher machte», ist auf 106 Offiziere, 3642 Manu gestiegen, die Beute an Maschiueugewehreu beträgt 26. 'Iu der Champagne griffen die Frauzoseu mittags östlich Auberive in breiter Front an. Der Angriff mißglückte. Nur au eiuer Stelle drang der Feiud iu unsere Stellung ein; badische Leibgreuadiere gingen zum Gegeu- angriff vor und nähme» einen Offizier, 76 Mau» ge- sauge»; der Rest des eiugedrungeue» Feindes fiel. Französische Augriffe uördlich L e M e s u i l nud uord- westlich Lille sur Toürbe wurden abgewiesen. Bei der Abwehr der Angriffe während der letzte» Tage- zeichnete sich nordöstlich von Le Mesuil besonders däS'Reserveregimeut 29 aus. Die Gesamtzahl der Gefaugeueu und die Beute aus deu Kämpfe» nördlich vou ArraS und iu der Champagne erreichte gester» die Höhe vou 241 Offiziere, 19 721 Mau», 35 Maschiueugewehre. Der Bombeuabwurf eines vou Paris zum Augriff auf L a o» aufgestiegenen Fluggeschwaders hatte deu Tod einer Frau und eines Kindes und die schwere Verletzung eines Bürgers der Stadt als Erfolg. Unsere Abwehrkauouen schössen ein Flugzeug südlich Laon ab, desseu Insassen ge- saugen genommen wurden, ein anderes feindliches Flug- zeug stürzte brennend über Soiffous ab. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des LeneraltelckmarlchZlIs v. HImlenburg. Nördlich vou P o st a v y sind Kavalleriegefechte im Gange. Südlich des Narocz-Sees, bei Spiagla und östlich vou W i s ch u e w wurden russische Vorstöße abgewiesen. Bon stärkeren Angriffe» nahm der Feiud nach deu verlustreiche» Fehlschlägen des 39. September Ab- stand. Unsere Truppen haben gestern bei Smorgon 3 Offi- ziere, 1199 Manu zu Gefaugeueu gemacht und 3 Ma- schineugewchre erbeutet. ffeeresgruppe lies Gcneralfeldmarfchalls Prinz Leopold von Bayern. Bor der Front der Heeresgruppe herrschte im all- gemeinen Ruhe. Auch hier verzichtete der Gegner auf die Fortführung seiner Angriffe. Bor unseren Liuieu liege» viele Gefallene des Feindes. Heeresgruppe des Seneralleldmarlchall! v. Mchenleu. Nichts Neues. Heeresgruppe des Generals*. Llnllngen. Die feindliche» Stelluuge» bei Czeruysz(um Korminj wurde« vou«usereu Truppe» erstürmt. Der Feind wurde nach Norden geworfen, er ließ 1399 Ge- faugeue in unseren Hände». Au andere« Stelleu der Frout wurde» weitere 1199 Gefangene gemacht. Bei der Armee deS Generals Grafen Bothmer hatte» die Russen iu der Nacht vom 29. zum 39. Sep- tember einen Durchbruchsversuch westlich Taruopol unter- uommeu. Der Versuch scheiterte völlig unter sehr erheb- licheu Verlusteu für deu Gegner. Von nur eiuer unserer Divifioue» sind bisher 1168 Russe» bestattet. 499 bis 599 liege«»och vor der Frout. Zahlreiche Gewehre wurde» erbeutet. Oberste Heeresleitung. »« w lMildle GenmlWsderW. Wie», 2. Ottober.(833. T. B.) Amtlich wird ver» lautiart: Wien, 2. Oktober 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Kämpfe am Korminbach»ahme» ihre» Fortgang. Deutsche und Isterreich-uugarische Truppe» warf,» den Feind au» de« iu de» letzten Tage» heißumstrittene» Dorfe Czeruysz. Die Zahl der gesteru mitgeteilte» Gefangeneu erhöhte sich auf 5499. Unsere Reiterei hatte, in gewohnter Weise zu Fuß fechtend, an de» hier errungene» Erfolg«» ruhmreichen Auteil. Sonst verlies der gestrige Tag im Nordosten ohne besondere Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. An der Tiroler Frout fanden gestern im allgemeine» nur Geschützkämpfe statt. In der Gegend östlich von S» p r» Cornella(nördlich Roncegn») war in der Nacht auf de» 1. Oktober lebhaftes Gewehrfeuer hörbar; von unserer Seite nahmen keine Truppe» an diese« Gefechte teil. I« Chriftallogcbiete wurde abends ein Angriff einer Alpini- abteilung auf dem Sattel zwischen Rauchkofel uud Schönleiten- wand kurz abgewiesen. Ein gleiche! Schicksal fanden a» der Kärntner Frout wiederholte Angriffe gegen unsere Stellungen auf dem Malurch uud westlich des BombaschgrabenS(nördlich Pontafel). Im K ü st e n l a u d hat die Kampftätigkeit im Räume uörd- lich Tolmeiu nachgelassen. Ein gestern abend angesetzter Augriff der Italiener gegen den Tolmeiner Brückenkopf brach in unsere« Feuer zusammen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der Savefront nächst der Kolubaramündung be« schössen unsere Batterie», feindliches Artilleriefeuer erwidernd, mit Erfolg die serbischen Uferstellunge». Bei G o r a z d a jagten wir eine etwa 399 Mann starke montenegrinische Ab- tcilung in dir Flucht. Oestlich von Trebinje unternahmen unsere Truppe«, vom Feuer der Grenzsperren unterstützt, eine Streifung auf montene- grinisches Gebiet. Sie überfielen die feindlichen Borposteu und vernichteten einige Magazine. Der Stellvertreter deS Chefs des GeneralstabrS: von Hoefer» Feldmarfchalleutnant. I Oer französische Tagesbericht. Paris, 2. Oktober.(W. T. B.) A m t li ch e r Kriegsbericht von Freitagnachmittag. Im Artois rückten wir mit Handgranaten in den Schützengräben und Verbindungsgräben östlich und südöstlich Neuville' vor. Zwei deutsche Gegenangriffe, von denen der eine gegen ein gestern von uns im Walde von Givenchy erobertes kleines Fort, der andere gegen die Schützengräben südlich der Höbe 119, wo wir uns eingerichtet hatten, gerichtet war, wurden vollständig zurückgeworfen. Nördlich der Aisne in der Nähe von S o u p i r unternahm der Feind eine heftige Demonstration gegen unsere Schützengräben. Seiner Kanonade und seinem Gewehrfcuer folgte keine Jnfanterieaklion. In der Chamvagne brachten wir durch unser Feuer einen Gegenangriff im Gebiete der Maison de Champagne glatt von statten. Die Zahl der Gefangenen, welche wir gestern abend im Laufe unserer Fortschritte nördlich von Massiges machten, beträgt 289, darunter 6 Offiziere. Paris, 2. Oktober.an, wie gesagt, auf Preise von liauis 20 M. pro Zentner noch in den nächsten Wochen rechnet. Die Landwirte haben erkannt, daß es in ihrem Interesse liegt nicht zu verkaufen und haben sich stillschweigend dem Ring angeschlossen, so z. B. hat ein Rittergut bei Kalbe zirka 100 Morgen angebaut, davon schon 20 Morgen verkauft, der Rest soll nicht unter 15 bis 20 M. verkauft werden. Dabei beträgt die Ernte über� 90 Zentner pro Morgen. Was der Herr Rittergutsbesitzer dabei allein an seinem Zwieliclanbau verdient, kann sich jeder selbst berechnen. Das Pfund Zwiebeln ivird im Herbst meistens Vom 20. Juni und 1. September freie Eisenbahnfahrt bei Bc- urlaubungen zusteht, und die in der Zeit von, 1. bis 20. Juli diese Fahrten selber bezahlt haben, sind die Fahrkosten in Höhe des Militärtarifs— einschließlich etwaigen Schnellzugszuschlags— von ihren Truppenteilen zu ersetzen. Konsumenten erst durch drei oder vier verschiedene größere oder kleinere Händler geht, die alle daran verdienen wollen." Zu Tränen kann das Volk in diesem Jahre ja auch ohne Zwiebeln kommen, aber da diese Frucht außerdem noch als Nah- rungs- und GeWürzmittel dient, ist es eine Schande, sie künstlich zu verteuern, und man kann angesichts dieser und anderer Tatsachen nur schwer die nötige Andacht für die Erntefestpredigt des Herrn Ocrtcl aufbringen, in der es heißt: „Die bösen Vorwürfe, die der eine Stand gegen den anderen zu erheben pflegt, sollen� endlich verstummen. Jeder Stand bat sein Recht, jeder seine Pflicht. Der eine soll nicht alle Rechte für sich beanspruchen und alle Pflichten dem anderen aufhalsen. Das ganze Volk ist aufeinander angewiesen. Ter Landwirt macht keinen Anspruch auf besonderen Dank; aber er empfindet es bis- iveile» recht bitter, wenn schwere Vorwürfe auf ihn gehäuft wer- den, die er nicht verdient hat. Sein Werk ist immer schtocr. Es tvar im vergangenen Jahre doppelt schwer. Er hat seine Pflicht getyn,.ruhig und ohne Anerkennung zu heischen. Er trägt aber schwer an der Verkcnnung, die ihm oft zuteil wird. Wenn doch alle Glieder unseres Volkes am Erntefest das Gelöbnis ablegen und immer halten wollten, sich gegenseitig zu verstehen, mitein- ander zu arbeiten, der eine für den anderen, und alles zu unter- lassen, was des Volkes einmütige Geschlossenheit gefährden und bedrohen könnte!" Wie das Beispiel der Zwiebeln zeigt, scheint das von Ocrtcl geforderte gegenseitige Verständnis, soweit Landlvirtschaft und Großhandel in Frage kommen, sehr leicht durchführbar zu sein. Aber leider trägt diese„einmütige Geschlosienheit" dazu bei, die Möglichkeit einer ausreichenden Ernährung immer mehr einzu- schränken. Verdorbene Lebensmittel. Die„Sächsische Landwirtschaftliche Zeitschrift", das Organ de? Landeskulturrats, brachte kürzlich die Mitteilung, daß in diesem Jahre ein großer Teil des auf den Markt gebrachten Salats trotz sehr billiger Preise 75 aus guter, gestreifter Seide, mit 1 Q er» Bindekrawatte.. I �. O a. Crfipe de chine mit Säumchen und 1 Q 7 c Hohlsaum garniert I<6-•' O aus guter Pailelle- seide, eleg., hoch- 1 n c geschlossene Form aus schottischem Stoff mit Seiden- A r\n schleife....... aus Woll-Popeline. in verschiedenen an Farben.......«+.»0 aus gutem ge-_ streiften Flanell, f 75 Sporlform..... aus Woll-Popeline, hochgeschlossene 7 7 1 Form........ I � aus Velvel, halsfreie Form, ver- Q 9c schiedene Farben aus gutem Wollkrepp, venchiedene Q qr» elegante Fassons. yJ-VV 24,50 Bluse ES 14.75 Bluse SS 6.90 I6.25 1 ÄSne�n!l0.25 Bluse S&S 2.95 Bluse SIS 7.90 OcntHches Theater. Direktion: Maz Reinhardt. 71/, Uhr; Kollege Crampton. nachm. �'/«ü.fKl. Preise): namlet. Montag; Jadith. Kamm erspiele. 8 Uhr: Der Welbsteufel. nachm. 21/, Uhr(Kl. Preise): Die deutsehen Kleinstädter. Montag! Der Welbstenfel. Volksbühne. Theater a. BDIowpl. 8 Uhr: Oer Kaufmann von Venedig. Montag S'f.Uhr! Der Keulmann von Venedig, IfeM öer Freien Kolksbinen Sonntag, den 3. Ottober, nachmittag» 3 Uhr: Volksbübne, Theater am Bülowplatz: Die Mitschuldigen.— Die Ge» fchwister. Schillertheater Charl.: Da» Glück im Winkel. DeuttcheS Künstler-Theater: Datterich. Lefsing-Theater: Baumeister Solnetz. Abends 8'/« Uhr: Volksbühne, Tbeater am Bülowplatz: Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag: Der Kaufmann von Venedig. Theater für Sonntag, den 3. Oktober. Hontls Operetten-Theater Berliner Tbeater 3 Uhr; Wie einst Im Hnl. 8 uhr: Extrablätter. Oeotscbee Künstler-Theater. 3 Uhr nachm.• Datterich. 8 Uhr: Zwischenspiel. Leasing-Theater. 3 Uhr nachm.; Baumelater SelneB. 8 Uhr: Don Jaan. üenteche» Opernbaas Cbarlottbg. 3 Uhr: Heffmanne Erzählungen. 8 Uhr: Der Wildschütz. Friedrich-Wllhelmstidt. Theater, 3 Uhr: Oer Troubadour. 6'lt Uhr: Der Vogelhttndler. Oebr, HCrmfClCl, Theater s uhr: Benjamin macht alles. Kleines Theater. 4 Uhr: Llebestranb. 81/« Uhr: Ein kostbares Leben. Komisehe Oper. 3v.u.: Gold p leb für Eisen. 8 Uhr: Jung moU man sein. KomOdlenhans 8 uhr: Die Frau tob 10 Jahren Lnstsplelbana. 3'/, Uhr: Die Ehre. 8'/tühr: Herrecheftl. Diener geaueht Gastspiel Louis Treumann. 8 Uhr: Hoheit tanzt Walaer Residenz-Theater 3'l, Uhr; Die Schäne vom Strand. 8 Uhr: Die Prinzessin vom Nil. Schiller-Theater O. 3 Uhr; Die Hermannschlsoht s uhr: Heimat. S c hlller-Tta.Charlo ttenbg. 3 Uhr: Das Glück im Winkel. s uhr Alt-Heidelberg. Thalia-Theater. 3 Uhr: Kam'rad Kttnne. 8 Uhr: Drei Paar Schuhe. Theator am Nollendorf pl. S'/i Uhr: Dar Graf von Luxemburg. S1/« Uhr: Immer feste drnff! Theater des Westens 8'/. Uhr: Der brave Fridolin. s uhr; Der kOnstliche Mensch, Theater In der KönlggritzerStraBe 3 Uhr: Kabnle und Liebe. 8 uhr: Raaseb. Trtanon-Theater. 31/, Uhr: Minna von Bamholm. S'f. Uhr: Lehmanns Kinder. Qewerksehaftshaiis Sonntag, den 3. Oktober 1915: Im groBen Saal: Opern-Abend. Erüffnnng 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. Eintritt gegen Entnahme eines Programms von 30 Pf. Einmaliges Gastspiel folgender Künstler: Frau Profeeoor Wallis, Allee Stettens Jotfec, der Heldentenor. Laurl, der Ivrische Tenor. Siegmann(Stuttgart), Bassist Stewenson, Bariton. Josepba Halten. Leoni Graz. Arien und Duette aus den Opern FreleohUU— Lehengrin— Carmen — Die lustigen Weiber von Wlnetor— Die Hugenetten— sowie Lieder. V Clrcue Usch Sonntag, 3. Okt., 8 Uhr: Michel fvubel in 3 Akt. von Paula Bufch. Org.-Pantomime d. CircuS Busch. Einst, v. Ballettmsir. R. Riegel. Musik v. Kapellmstr. A. Taubert-, Dekorationen v. Georg tzandrich. Dresden-, Kostüme von Leopold Ferch, taiserl. tömgl. und Grotz- herzogL tzosl. 1. Akt: MichelS Hans u. Hof, Michel im Kreis« seiner Kinder.— Der falsche Freund und sein Ver- rat.— Der Uebersall durch die Gaullertruppe und ihre Echand- tat.— Germania erscheint, schlägt Michel zum Ritler und drückt ihm daS Racheschwert in die Hand. S. Akt: Erntedankfest. DeS deutschen Volke» Ackerbau in Kriegszeilen.— Sine Gauller- Vorstellung der VierverbandS- akrobaten.— Das Hunger- gefpenst.— Der Gaukler Flucht vor Michels Riesenfaust und— utz.— Germania besiegt daS �unaergefpenst und segnet die deutschen Fluren.— DaS große Erntedankfest mit Gesang und deutschen Volkstänzen. Z. Akt: Michel d.deutsch. Riese _ und feine Neider. MT Das grosse Bulldoggen-, Bären, u. Hahnenballett-Ms Vorher da» grotze glänzende Programm. «»1/ Nachmittags» Ol/ *9/2 Borktelluna«» /! Borstellung Jeder Erwachsene 1 Kind frei, jede» weitere Kind aus allen Sitz- Plötzen halbe Preise. In beide« Borstellnnge«: Unthan. iLUm'A' Sidl, de» Kaisers stärkster Kanonier. Die gr. Chinesentruppe Unn| Cboy Llng Ueo 11611! in ihren unerreichten, Anstehen erregenden Leistungen l sowie b. übrig, anerk. Darbietungen. Heute ZTorstellungen A 3'/» und 8 Uhr." Nachm fad. Erwachs, t Kind frei. Das unübertrefll. Oktober- Programm. In beiden Vorstellungen: Rob. Steldl Otto Rentter in ihren neuesten Vorträgen. URANIA TaÄ.tP- Sonntag und Montag 4 Uhr (Halbe Preise): An den Grenzen von Südtirol und Italien. 8 Uhr: Von den Karpathen bis Brest>Litowsk. Montag 8 Uhr: Prolessor Dr. E. Deokert; DasWeltreieh der Briten. Goido Tbielseher: „Wie repariere ich mein Auto". „Venus im Grünen" Operette von Oskar St raus. Mitwirkende: Else Berne— Ida Russka Gustav Matzner-Julius Spielmtnn. Käte Erböiz-Nelson Am Klavier: Rudolph Nelson sowie das große Er8f f nungs- Programm. Rose-Theater. s uhr- Die Rriegsbraat. 3 Uhr: Muttersegen. Walhalla-Theater. mr: Aus der Jugendzeit. 3 Uhr: Die Räuber. Badstr. SS. Badotr. 58. Sonntag, de« 3. Oktober: Nachmittags �Qra{ ESSeX." Abends 8 Uhr: Das Milchmädchen von Schöneberg. Theedor F«Ucs Caprice Fosxn- TheaScr 8% Täglich präzise 8 Uhr abends; .Benjamin macht alles'. Casino- Theater Lolhrwger Str. 37. Tägl. 8 Uhr: Untergrundbahnh.'Schönhauser Tor. Die neue Berliner Volksposse Familie Schnase. Urberlin. Handlung. Urberlin. Figuren. Vorher der orstici. Spezialifäten-Teil. Sonnt 4 Uhr: Der liebe Fridolin. Relelttballen-Ilieater. Stettiner Sänger. Zum 443. Maie: Im Schützen graben. Ansang Sonnt.?>/, Uhr. Zu Zreie» Skirniieii - Die- Wochenschrift für Arbeiterfamilien wöchentlich 1 Heft für 10 Pf. Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90/91. Berliner Konzertbaus. Heute Sonntag: Großes Konzert. Berliner Konzerthaus-Orchester �anz�So� Anfang 4 Uhr. Anfang 4 Uhr. Große Berliner Kunstausstellung 1915 Pariser Platz 4 Täglich gefillnet von 9—6 Uhr. Eintrittspreis 50 PI. Montags 1,— Mark. Katalog fof. franfo M MTgr.-A.: Gardinenhaus Spezialsirma: a»r«IIa«üh»UH S«rnhsea Zehwortz Berlin L. Wallstr. IS(Spindlershof). Die vorjähr. Gardinen u. verwandten Artikel, als: Teppiche, Decken, Kissen etc. weit unter den(ohnehw Sutz. niedrig.) Lriginalpreiicu e luengen weiosr von nineeoe— oie nugerieneii— sowie L-ieaer. I—— Beremtwortlicher Redakteur: Alfred Scholz, Neukölln. Für den Inseratenteil Verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärt» Buchdruckeret u. Verlagsanstalt Paul Singer Si Co, Berlin SW. Nr. 273. 32. Iahrgaug. 2. MW drs Jotmärtf Serlim gefeHitt Aovvtag, 3 Aktober 1915. Zu den Staötverorönetenwahlen für öerlin. In?erlin wird die für die Gememdewähler der dritten Klasfe bor vier Jahren geschaffene neue Wahlbezirkseinteilung bei den diesjährigen Stadtverordnetenwahlen auch für das letzte Drittel ihrer Wahlbezirke zur Geltung kommen. Das eine Drittel der neuen Wahlbezirke der dritten Klaffe hatte sogleich in 1911 zu wählen, das zweite Driltel folgte in 1913, und nun wird in 19 16 das dritte Drittel sich anschließen. Bei dieser auf die Zeitabschnitte verteilten Durchführung her neuen Ordnung mußte die von den Berliner Gemeindewählern der dritten Klaffe schon oft als Uebelstand empfundene und leider erhalten gebliebene Besonderheit ihrer Wahl- bezirkseinteilung sich noch in eigner Weise fühlbar machen. Für die Wählerschaft der dritten Klaffe ist das ganze Stadt- gebiet zerlegt nicht in 16 Stadtbezirke mit je drei Stadtverordneten, wie für die erste und auch sür die zweite Klaffe, sondern in 48 Wahl- bezirke mit je einem Stadtverordneten. Da alle zwei Jahre jede Klaffe je ein Drittel ihrer Mandate neu vergeben soll, so hat in der ersten und in der zweiten Klaffe alle zwei Jahre jeder ihrer 16 Bezirke über je eines seiner drei Mandate durch Wahl zu entscheiden. In der dritten Klaffe aber kann dann alle zwei Jahre immer nur für ein Drittel ihrer 48 Bezirke eine Wahl statifinden, so daß hier in jedem Bezirk nur alle sechs Jahre einmal gewählt werden darf. Die neue Wahlbezirkseinteilung der drillen Klaffe hat nun dazu geführt, daß Teile mancher Wahlbezirke in der Uebergangszeit n o ch lä n g er a ls s e ch s Jahre warten mutzten, ehe sie wieder mitwählen durften. Die meisten der neuen Wahlbezirke wurden zusammengesetzt aus Teilen von mehreren der alten Bezirke und zwar nicht immer von solchen alten Bezirken, die bezüglich ihres Wahljahres zu einander paßten. Beispielsweise entstand der neue Wahlbezirk 6 aus Teilen der alten Wahlbezirke 7, 9, 8, die bei Fortdauer der alten Ein- teilung nach einander in den Jahren 1911, 1913, 1916 zu wählen gehabt hätten. Ebenso trafen in den neuen Wahlbezirken 19, 16, 22, 34, 37, 43 Teile von alten Wahlbezirken der drei Wahljahre 1911, 1913, 1916 zusammen. Neue Wahlbezirke, die aus Teilen alter Wahlbezirke mit zwei verschiedenen Wahljahren gebildet wurden, finden sich im ganzen P. darunter 4 neue Bezirke aus Teilen mit 1911 und 1913, 9 aus Teilen mit 1911 und 1916, 8 a»S Teilen mit 1913 und 1916. Bei der Festsetzung der Wahljahre für alle diese so verschieden- artig zusammengesetzten neuen Bezirke ließ cS sich nicht vermeiden, daß manche Teile begünstigt und manche benachteiligt wurden. Nach der neuen Ordnung fand die nächste Wahl für manche Bezirksteile um zwei oder vier Jahre früher, für andere um zwei oder vier Jahre später statt, als sie in den alten Wahlbezirken stattgefunden hätte. Bon den auS Teilen mit den Wahljahren 1911, 1913. 1916 zusammengesetzten neuen Bezirken erhielt— um nur drei Proben zu nennen— z. B. Bezirk 1V das Wahljahr 1911, Bezirk 16 das Wahljahr 1913, Bezirk 6 das Wahljahr 1916, so daß zu wählen hatten im Bezirk 10 ein Teil um zwei Jahre zu früh, ein anderer um vier Jahre zu früh, im Bezirk 16 ein Teil um zwei Jahre zu früh, ein anderer um zwei Jahre zu spät, im Bezirk 6 ein Teil um zwei Jahre zu spät, ein anderer unk' vier Jahre zu spät. Bei den diesjährigen«tadtveropdnetenwahlen sehen wir unter den diesmal beteiligten 16 Wahlbezirken der dritten Klasse— es sind die Bezirke 4. 6. 11. 12. 17. 18. 19. 20. 34. 36. 39. 40. 43. 46, 47, 48, ungerechnet den wegen einer Ersatzwahl noch hinzu- kommenden Bezirt 10— zehn Wahlbezirke, in denen Teile mit Verzögerungen der Wahl enthalten sind. Wir finden Verzögerungen um zwei Jahre in Teilen der Bezirke 4, 12, 39, 40, um vier Jahre in Teilen der Bezirke 11. 20, 36, um zwei und vier Jahre in Teilen der Bezirke 6, 34, 43. Der neue Wahlbezirk 34, der erst jetzt an den ErgnnzungS wählen teilnimmt, hatte inzwischen schon zweimal eine Ersatzwahl; für ihn ist mithin die Verzögerung be- deutungSlos geworden. In einzelnen der genannten Wahl- bezirke sind die Teile mit Verzögerungen besonders groß: so in dem Wahlbezirk 6, wo von seinen acht Stadtbezirken fünf mit Verspätung wählen, und in dem Wahlbezirk 43, von dessen sechs Stadtbezirken gleichfalls fiinf verspätet zur Wahl schreiten. Eine Hinausschiebung der Beteiligung an der Wahl um zwei oder gar vier Jahre bedeutet, daß in solchen Bezirksteilen, da ja in den Wahlbezirken der dritten Klasse ohnedies nur alle sechs Jahre einmal gewählt wird, acht Jahre oder gar zehn Jahre hindurch keine Wahl stattfinden konnte. �Wähler, die in solchen Bezirksteilen wohnten und in ihnen Wohnung behielten, sind acht oder zehn Jahre hin- durch von der Wahl ferngehalten worden. Erst jetzt bei den Wahlen von 1916 inachen diese Uebelstände sich in vollem Umfang fühlbar. Sie wären vermieden worden, wenn man für die Wähler- schaft der dritten Klasse das ganze Stadtgebiet in 16 Wahlbezirke mir je drei Stadtverordneten zerlegt hätte. Es hätte dann die gesamte Wählerschaft der dritten Klosse sogleich in 1911 zur Wah schreiten und fortan alle zwei Jahre � für jeden der 16 Bezirke je einen Sradivcrordneten wählen dürfen. So hätte kein Wähler dieser Klasse in der Ausübung seines Wahlrechts eine Benachteiligung erlitten. Hus Groß-öerlin. Die Staöt Serlin und öie Lebensmittelversorgung. In Friedenszeiten ist von der Gemeinde auf dem Gebiete der Lebensmittelversorgung außerordentlich gesündigt lvorden; die Gemeinde hat diese Aufgabe stetig dem privaten Handel zu- gelviesen und ruhig zugesehen, ivie die Dinge laufen. An- gebot und Nachfrage sollten regulierend wirken! man meinte, da könne die Gcnieinde nicht eingreifen. Nur in Zeiten bc- sondcrer Teuerung wich die Gemeinde von ihrem Prinzip ab; indem sie Seefische und russisches Fleisch beschaffte. Daß bis zu einem gewissen Grade diese Maßnahmen prcisdrückend wirkten, war unverkennbar. Nur blieb es bei halben Ncr- suchen, ehe man genügend Erfahrungen gesammelt hatte. So kam es, daß der Krieg die. Gemeinden plötzlich vor schivere Aufgaben stellte, soweit der Lebcnsmittclmarkt in Frage kam. Jetzt, wo das Angebot begrenzt tvar, mußten die Gemeinden eingreifen, wie das eigentlich schon seit Jahren ein ministerieller Erlaß vorgeschlagen hatte. Aber selbst die jetzige beschränkte Sclbstbcschaffung von Lebensmitteln durch die Gc- mcinde begegnet in Handels- und Hausbesitzcrkrcisen lebhaften Widerspruch. Diese Kreise fühlen sich geschädigt und haben deshalb an den Berliner Oberbürgermeister eine Eingabe gerichtet, in der sie ihren Schmerzen Ausdruck verleihen. Ter Oberbürgermeister hat eine längere Antwort gesendet, die_in ihrer Gesamtheit auch für lvcitere Kreise Interesse besitzt. Sie lautet: „Die uns unter dem 16. September d. J; überreichte Eingabe geht in wesernliche» Punkten von unzutreffenden Voraussetzungen aus. Insbesondere können wir nicht anerkennen, daß die Einkäufe, die die Stadt Berlin zum Zwecke des Weiterverkaufs von Lebens- Mitteln gelätigr hat, zur Steigerung der Warenpreise beigetragen haben. Wir laffen in der Hauptsache in unseren Verkaufsstellen Fettwaren, Gefrierfleisch. Eier und Heringe feilbieten. Die Fettwaren stammen aus Schlachtungen, die vorn� August bis Oktober.1914, also zu einer Zeit erfolgt find, in der Schweine weit über Bedarf auf dem Markte waren und die Preise einen verhältnismäßig niedrigen Stand erreicht hatten. Zum größten Teil sind die Fettwaren aber überhaupt nicht dem inländischen Markte entnommen, sondern im Ausland aufgekauft. Unsere Verkaufspreise liefern auch den Beweis, daß es uns gelungen ist. Ein- kaussmöglichkeiten zu benutzen, deren sich der Privatoyndlcr cnt- weder nicht bedient hat, oder auch nicht bedienen' könnte. Angc- sichts der überaus hohen Preise, die Fettwaren erreicht haben, glauben wir ein öffentliches Jntereffe zu erfüllen, wenn, wir die so aufgestapelten Waren zu einem verhältnismäßig billigen, Mise- ren Gestehungskosten cnffprechenden Preise dem.Publikum zu- führen. Das Gefrierfleisch, das wir auf den Markt.bringen, ist cbensalls nicht dem freien Verkehr entnommen, sondern aus den Bestanden der unter Äontrollc des Reiches arbeitenden Zentralein- kanfsgesellschaft bezogen. Tic in den unter unserer Kontrolle stehenden Bertaufsstellcn feilgebotenen Heringe entstammen' dem Auslange: Die Eier, die wir zeitweilig auf den Markt bringen, werden im Wege des Aus- taufchcs von der ungarischen Regierung an das. Deutsche Reicks nicht aber au den privaten Handel. ahgegeiben. Wir beziehen dfe Eier vom Reich durch Permittelung, der Zentraleinkanisgesellschaft untcr der ausdrücklichen Bedingung, daß ivir sie. direkt dem Kon- ium zuführen. Außerdem haben- wir im Laufe des verflossenen Jahres noch i» erheblichem Umfang Kartoffeln feilgeboten; hauptsächlich kamen wir damit auf' deu Markt in der Kältepcriodc von Januar bis Mitte März, als der private Handel Berlins voll- ständig von Kartoffeln entblößt war. Tic Tatfache, daß'das Publikum meilenweit aus der Umgegend nach Berlin strömte, um in den Berliner städtischen Verkaufsstellen Kartoffeln clnzukaufcn, liefert den Beweis, daß zu jener Zeit der private Handel voll- ständig versagte. Es soll nicht verkannt werden, daß. dem privaten Handel durch die aus militärischen Gründen erfolgte wochenlange Sperre der Eisenbahnen die Möglichkeit, den Markt zu versorgen, besonders beschwert war. lim so weniger aber vermögen wir anzuerkennen, daß unsere Vorsickusmaßregeln dem öffentlichen Jntereffe widersprochen haben. Im übrigen sind wir bei- der Abgab? der von uns aufgekauften Waren an das Publikum bemüht gewesen, den pri- Baten Handel heranzuziehen uird ihm dabei.Verdienftmäglichkeiten zu gewähren. Unsere Bemühungen sind aber an dem Verha.l.- tcn der Händler gescheite r.t. So waren sowohl mit dem Kartoffelgroß- wie kleinhandel durch Permittelnng des Vereins der Kartoffelgroßbändler und des Bundes der Handel- und. Gc- tverbctreibcnden für die zweite Kartoffelvcrkaufsperiode Abmachun- gen getroffen, nach denen jene Händlertreife die Waren dem Aon- sum zuführen sollten. Schon innerhalb der ersten acht Tage wurden wir aber von den Händlern vollständig verlassen. Auch das vom Reich bezogene Gefrierfleisch beabsichtigten wir, durch, die Laden- schlächter auf den Markt zu bringen. Wir glaubten, daß dem Schlächtergewerbc um so mehr an dem Verkauf diejss Fleisches gelegen sei. als' in der Fkeischerpresse wieperböst betont ist, daß. der Fleischer bei de» beutigen.hohen Schlveineprsife« an dem Verkaüf von Schweinefleisch keinen Verdilufft. erzielen könnel- Wir boten den Berliner Fleischern unser Gefrierfleisch zum Vertriebe unter Bedingungen an, welche mit dem Jnnüngsvorstände vereinbart waren und den Fleischern einen Verdienst von 10 Pf. pro Pfund gewährten. Es Meldeten sich auch etwa 160 Fleischer bei uns an; bei der Abnähme stellten sich aber nur 40— 60 ein, von denen die Mehrzahl auch noch in den nächsten Tagen von dem Vertriebe des Fleisches zurücktrat. Es blieb uns unter biesen Ilmständen nichts ndrig, als nach anderen Wegen zu suchen, um das für die Er- nährung der Bevölkerung bringend nötige Fleisch auf den Markt zu bringen. Wir bitten, aus Börstebendein entnehmen zu wollen, daß wir durchaus bemüht gewesen find, die Interessen der Händler. und Fleischer, damit auch den Hausbesitzern, deren schwierige Lage von uns durchaus anerkannt wird, zu wahren, daß uns aber das Ver- halten der beteiligten Kreise selbst genötigt bat, denjenigen Weg des Vertriebes zu wählen, den wir nunmehr beschritten baben. Von jeder Betätigung auf dem Lebensmittel- markt abzusehen, ist uns uilinöglich, wenn wir uns nicht eine Vernachlässigung der Interessen der minder- bemittelten Bevölkerung zuschulden kommen lassen wollen. Wir würden damit der großen vaterländischen Notwendig- kcit, unsere Bevölkerung das Durchhalten zu ermöglichen, zuwider- handeln, andererseits' aber auch unter Umständen genötigt sein, in noch viel höherem Maße, als es bisher der Fall ist. Unter- stützungen an die ärmere Bevölkerung auszuzalsten und damit wieder die Steuerlast zu erhöhen, über deren Schwere uns nicht zum wenigsten auch aus Grundbesitzerkreisen in reichem Maße Klagen zugeben." Uns geht die von der Stadt geübte Lebensmittelversor- gung nicht weit genug. Die nötigen vom Reiche den Gemein- den zu gewährenden Mächtmittel vorausgesetzt, sollte über- stäupt eine großzügige Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln zit mäßigen eriM'iuglichen.Weisen, eine Hauptaufgabe der Gemeiitden sein und zwar auch nach dem Kriege...___. Ich tue Ichritte, die Ihnen schwer. schaden. Vor mir sitzt eine noch sebr. junge, aber auch sehr leidend aus- sehende Frau. Ihr Mann ist seit Beginn des FcldzugcS' beim Militär. Sie bezieht monatlich im ganzen an Uiitecstiitzüng 3g M. und sie Halste der Miete. Sie erzählt mir:„Was soll ich machen? Heute hat mir mein Hauswirt diesen Brief geschickt: Frau W..... hier. Fordere Sie hiermit auf, Ihre rückständige Miete binnen 24 Stunden zu zahlen, widrigenfalls ich' Schritte tun werde, die Ihnen zum großen Schaden find, denn wir lassen uns nicht von Ihnen um die Nase rum führen. Nicht eine Stunde Ivarten wir noch. Ernst W........ u. Frau. Kann mich der Hauswirt nun rausfchmeißcn und meine Sachen pfänden? Ich liabc bis zum Juti immer alles bezahlt. Aber ich kann nicht mehr. Es wird alles so teuer, und es langt nicht einmal mehr zum Leven." Ich frage, was sie für eine Wohnung habe? Sic erzählt weiter:„Ach, nüc ein Zimmer und eine Küche. Aber in dem Zimmer haben wir ein Sofa. Kann er mir das nehmen? Ich wollte ihm ja heute den Gutschein vom Amte für drei Monate geben. Aber er wollt« mir nicht guittieren über die Hälfte der Miete. Erst soll, ich alles zahlen,, dann quittiert er. Und ich kann wirklich jetzt nicht alles auf einmal zählen." Ich klärte nun die Frau über die- Rechtslage auf. Aber ich konnte ein bitteres Gefühl'nichff unterdrücken. Ein Mann Hilsts beim Militär da? Saus des Hausbesitzers schützen. Gewiß, eä mögen auch die Hausbesitzer jetzt nicht auf Rosen gebettet sein. Aber noch viel weniger sind das die Kcicgcrfrauen. Und es ist doch, kaum glaublick,, unter der Androhung. Schritte zu tun. die großbir Schaden bringen, die Frau zu Unmöglichem zwingen zu wollen. Noch dazu, wenn, wie im vorliegenden Fälle, d>e betreffende Knegerfrau durch ein ganzes Jahr hindurch den guten Willen ge> zeigt hat, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Der Mann dcv Frau ist Schriftsetzer. Er verdiente 32 M. in der Woche. Seit über einem Jahr muß er auf seinen Lohn verzichten und das Vaterland verteidigen. Der Herr Hauswirt sitzt hier in Oberschöneweide, sein Haus ist geschützt. Seinen Mietern hat er nicht einen Pfennig Miete nachgelassen. Ein Jahr lang hat er regelmäßig seine Miete erhalten. Jetzt hapert es ein wenig, nicht au§ einem Verschulden des Mieters heraus. Die ganze Summe, die auf die Frau trifft, beträgt etwa 30 M. Und schon fliegt ihr ein Brief in die Wohnung. dcc unter Schadcnandrohung die rückständige Miete zu erhaschen sucht. Das ist keine Art, Kricgerfrauen so zu behandeln. S>ct Mann der Frau stellt über ein Jahr sein Leben in dem Dienst des Vaterlandes, er opfert seinen Wochenlohn. Seine Frau muß sich mit ganzen 39 M. im Monat durchzuschlagen versuchen und opfert ihrem Aussehen nach dabei ihre Gesundheit. Da bleibt die Kriegerfrau einen kleinen Rest Miete schuldig. Da fängt auch der Häuswirt an zu kämpfen—'nicht fürs Vaterland, nein, gegen die Kriegerstau um feinen Mietzins. Solchen Leuten �müßte. einmal gehörig von. den zuständigen Stellen unter die Nase gerieben werden:„Nicht mir bei den Arbeitern und Mietern� ist jetzt die Zeit'.der Opfer— mich bei Leuten, die armen Kriegerstauen noch großen Schaden zufügen wollen." Tödlicher Unfall. Ein tödlicher Straßenunfoll hat sich gestern vormittag gegen Vzlü Uhr in Tempelhof ereignet. Am Ringbahnhof geriet ein sechs- jähriger Knabe beim Spielen vor einen herannahenden Straßen« bahnwagen der Linie 70. Der Fahrer vermochte trotz größter Be- mühungen seinen Wagen auf so kurze Entfernung nicht mehr zum Stehen zu bringen und der Knabe wurde umgestoßen. Er erlitt bei dem Sturz schwere innere Verletzungen und verstarb auf dem Transport nach dem Krankenhause. Gemeinsam in den Tod gegangen ist der 30 Jahre alte Schlaffer Richard Ehrenfeld aus Neukölln, Fuldastraße 33, mit seiner Ehefrau. Die Eheleute vergifteten sich mit GaS. Das Paar lebte in guten Verhältnissen. Von der Znnft der Bauernfänger. Eine Bande von Bauernfängern treibt immer noch ihr Unwesen. Es find drei Mann, ein Schlepper, der die Opfer aussucht, heranholt und nach einer Kneipe bringt, der„zufällige Gast", der dort sitzt und zu einem Spielchen anregt, und der„Warner", der unterdessen auf der Straße aufpaßt, dann„zufällig" mit dem Gerupften ins Gespräch kommt und ihn von einer Anzeige abzuhalten weiß. Gesten: siel der Bande wieder ein Bauer in die Hände, der auf dem Markt ein. Fohlen hatte kaufen wollen. Der Schlepper sprach ihn an, erzählte ihm. daß er eine gute Einkaufs- qesegenheü kenne, und führte ihn zunächst in eine Kneipe, um sich für däS.'.Geschäft zu stärken.' Dort saß schon der.zufällige Gast". Dcni�Fobienkäufer ließ der Schlepper eine Tasse Kaffee geben, in die er heinilich irgend etwas binein getan zu haben scheint. Denn als der Mann sie getrunken hatte, war ihm, wie er be- hauplet, der Kopf nicht mehr klar. Bei dem Spiel, das bald, in Gang kam. verlor der Bauer 1000 M. 20 M. gab ihm der Schlepper großmütig zurück. Außerdem gab er ihm jetzt„die Adresse seines Bruders in Mecklenburg", bei. dem er Fohlen und andere Pferde kaufen könne, so viel er haben ivollte. Kaum hatte sich der Gerupfte auf dem.Weg nach, dein Stettiner Bahnhof gemacht, da sprach ihn der Warner a», der sehr geschickt das Gespräch auf die schlimmen Erfahrungen brachte, die Fremde in Berlin machen köniiten. Als ihm nun der Bauer offenherzig sein Leid klagte, empfahl ihm der gute Mann, ja nicht weiter darüber zu sprechen und vor allen Dingen nicht zur Polizei zu gehen. Denn das Spielen sei während der KriegSzeit verboten und werde schwer bestraft. Weil er nun ja mitgespielt habe, so würde ihm die Anzeige zu dem Verlust auch noch eine harte Strafe bringen. Auf dem Bahnhof aber konnte der Gerupfte sich doch nicht enthalten, wenigsten« einem Schutzmann sein Mißgeschick mitzuteilen. So erhielt auch die Kriminal- Polizei Kenntnis davon._ Urbcr das Autounglück in der Bcrgmannstraßc, über da? wir dieser Tage benchieteN, teilt uns der in Frage kommende Chauffeur mit, daß sein Wagen defekt und eben von der Bahn zur Reparatur abgeholt worden war. UiiterwegS sei schon an dem Wagen, der erst von einem anderen geschleppt werden mußte, gearbeitet worden. Dann lies er allein, und im Begriff, denselben der auf der Straße befindlichen Kinder wegen henlmzureißen, habe das Auto sich wie ein Kreisel um die eigene Achse gedreht und die Kinder mit den Hinterräderir getroffen. Er habe die Kinder selber nach dem Urban- krankenhaiise. gebracht und habe gehört, daß ein Kind bereits cnt« lassen, das andere sich wohlauf Jbefinde. Ein großer Brand kam am Sonnabcnbcibend in der Lübhener Straße 9, am Görlitzer Bahnhof, zum Ausbruch. Als die Gefahr bemerkt wurde, schlugen die Flamme» schon hell aus dem Dache des Vorderhauses heraus. Die 2.' Kompagnie war schnell zur Stelle und griff kräftig mit mehreren Schlauchleitungen über die Treppen und über eine mechanische Leiter an. Es gelang, die angrenzenden Gebäude zu schützen. Den Dachstuhl mit vielem alten Hausrat der Mieter und Brennmaterial der Bewohner wurde zum größten Teil ein Raub der Flamme». Wie diese entstanden sind, konnte noch nicht ennittelt werden. /ws öen Gemeinöen.; Kosten der Kriegsfürsorge in Lichtenberg. Mark; Mietbeibilien sür Kricgerfrauen 431 977,66 M.; Unterstützung an Arbeitslose: a i Naturalien 190 388,25 M-; b) Bargeld 144 333,46 ÜJ.; c) Mietbcibilsen 66 370,60 M.; cl) Spcisemarken 1008,16 M...; e) Verschiedenes 573,11 M.; Beihilfen an die Frauen der eingezogenen städtischen Arbeiter sowie Pcrtretimgskosteiv sür die Brotkarten sowie Aniäus von Mehl 2 005 762,96 M.; Hafer 128 233,96 M.; sonstige Futtermittel 112950,02 M.; Kartoffeln 74 290,15 M.; Dauerfleischwaren 118 996,16 M.; Verschiedene» 122 229,13 Mk., zusammen 7 391 535,01 M. Die E i n n a b in c n betrügen: Verkauf von Meli l 1 926 853M Hark; Hafer 127 005,33 M...! sonstige Futtermittel 38 045,78, M.; Kartoffeln 25 277 M.; Tauerfleischwaren 65 073,69' M. Verschiede». denes 220 M.; Erstattungen: a) vom Staat 608 711 M.; d) von der Provinz 119 223,77 M.; Sonstiges 1143,75 M., zusammen 2 811553,70 M. Rechnet man noch hinzu, daß nach Beendigung des Krieges die verauslagte Reichsunterstühung der SWSt wieder erstattet wird, so ergibt sich eine Nettoausgabe von 2 787 734,11 M. Die Beihilfen der Provinz werden seit Januar dieses Jahres nicht mehr gewährt, dafür zahlt jedoch der Staat von diesem Zeit- Punkt ab zwei Drittel der Summe zurück, die für die gesamte Kriegswohlfahrtspflege verausgabt wird. Von den Aufwendungen an die Familien der zum Heer einberufenen städtischen Angestellten und Arbeiter wird vom Staat nichts erstattet. Die Einwohnerzahl betrug am 1. Oktober 1915 154 135. Unter- stützungsan träge waren bis zu diesem Termin 18 200 eingelaufen. 16,6 Millionen Mark kriegSausgabcn hat die Stadt C h a r- lottenburg bis zum 1. Oktober d. I. zu verzeichnen. Davon entfallen 10,7 Millionen auf Kriegsunterstützungen an Familien von Kriegsteilnehmern und Kriegsbedürftigen. Die Zahl der kriegsunterstützten Familien war am 1. September 1915 auf 30 242 gestiegen. Die bisher gezahlten Mietbeihilfen sind auf über 2 Millionen angewachsen, Erwerbslosenunterstützungen sind rund 400 000 M. ausgezahlt worden. Für Ankauf von Lebensmitteln sind fast 5% Millionen Mark verausgabt worden. Gerichtszeitung. Raubmordversuch. Ein Raubmordversuch, der dem Ucbcrfallcncn beinahe das Leben gekostet hätte, beschäftigte gestern das Schwurgericht des Landgerichts HI unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Wex. Aus der Untersuchungsbast wurde der schon erheblich vor- bestrafte Dionysius Wisniewski vorgeführt, um sich wegen versuchten Mordes und versuchten Raubes vor den Geschworenen zu verantworten. Der Angeklagte war vom Land- gericht Danzig wegen Hehlerei zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Nach seiner Enlassung aus der Strafanstalt kam er nach Stettin, wo er die Rolle des o st p r e u ß i s ch e n F l ü ch t l i n gs spielte. Unter dem Namen Paul Krause wurde er von der dortigen Fürsorgestelle aufgenommen und nach Berlin an die Zentralstelle gewiesen. Hier fand er Aufnahme in dem Flüchtlingsasyl in der Fröbelstraße. Er erhielt dann eine Fahrkarte nach Duisburg, wo er längere Zeit arbeitete. Als er dann nach Berlin zurückkam, wurde er auf dem Schlesischen Bahnhof von dem Händler Wilhelm R u t h n i ck angesprochen, der einen Kutscher brauchte. Ruthnick be- treibt einen Obst» und Gemüsegroßhandel in der Weise, daß er in der Markthalle einkauft und dann die Waren an die Gemüsegeschäfte abfährt. Da der Angeklagte kein Unterkommen hatte, bot ihm R. in seiner aus Stube und Küche bestehenden Wohnung ein Obdach an. Am vierten Tage nach Antritt seiner Stellung bemerkte der Angeklagte des Abends, wie Ruthnick sein Geld, etwa 600 M., nachzählte. Der Anblick des Geldes ließ in W. einen scheußlichen Plan reifen. Als Ruthnick gerade ein- geschlafen war, fiel der Angeklagte, mit einem langen Dolchmesser bewaffnet, über ihn her und stach nun toll auf ihn ein. Ruthnick erhielt neun Dolch st iche in Kopf, Brust und Arme, hatte aber noch soviel Geistesgegenwart und Kraft, um laut um Hilfe zu rufen, so daß der Mordgeselle von ihm abließ und schleunigst die Flucht ergriff. Er wurde dann einige Tage später verhaftet. Die G e- schworenen bejahten die Schuldfragen nach versuchtem Mord und versuchtem schweren Raub. Der Angeklagte wurde zu zwölf Jahren Zuchthaus, zehn Jahren Ehrverl u st und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt. Spielerei mit Schußwaffen. Das unvorsichtige Umgehen nnt einer Schußwaffe, welches schon so viel Unheil angerichtet hat, bildete wieder einmal den Gegenstand einer Verhandlung, welche die 1. Straf- kammer des Landgerichts II beschäftigte. Wegen fahr- lässiger Tötung war der 16jährige Gymnasiast Bodo Rauscher angeklagt. Der in Zehlendorf wohnhafte Angeklagte hatte sich einer dortigen Jugendvereinigung angeschlossen und wurde auch mit wich» tigeren Aufgaben, die im Jntereffe der Landesverteidigung not- wendig sind, betraut. Er wurde u. a. mit der Bewachung von Eisenbahnbrücken bettaut und hatte deshalb von der zuständigen Behörde die Erlaubnis erhalten, einen Revolver tragen zu dürfen. Entgegen dem ausdrücklichen Verbot trug er die Waffe auch außerhalb seines freiwilligen Dienstes mit sich herum und dieses völlig unnütze Herumschleppen einer gefährlichen Schußwaffe sollte die Ursache eines überaus tragischen Borfalles werden. Als R. am 18. August in dem Stadtwäldchen den ihm bekannten Kaufniann Steinhardt traf, holte er im Laufe des Gesprächs die Saffe hervor. Plötzlich entlud sich ein Schuß und Steinhardt fank, mn der Kugel über der Nasenwurzel in die Stirne getroffen, tot nieder. Vor Gericht erklärte der Angeklagt«, daß es ihm unverständlich sei, wie sich die Waffe entladen habe, da er den Abzugshahn gar nicht berührt habe. Das Gericht erblickte allein schon in dem völlig unnützen Hervorholen der Schußwaffe eine grobe Fahrlässig- keit. Dem Antrage des Staatsanwalts gemäß lautete das Urteil auf drei Wochen Gefängnis. Das Gericht beschloß aber, den Angeklagten der bedingten Begnadigung zu empfehlen, so daß er bei längerer tadelssteier Führung die Strafe nicht zu verbüßen braucht. Ein Waggon He« für 2 Mark. Wie man durch Versehen zu billiger Ware kommen kann, zeigt ein in letzter Instanz am Freitag vom Reichsgericht ent- schiedener Rechtsstreit. Ein Mühlenbesitzer in Westpreußen verkaufte an einen Herrn in Coswig einen Waggon Heu für 400 M. gegen Nachnahme. Der Adreffat lehnte die Annahme ab, weil das Heu Packbeu und zu Futtermitteln unverwendbar fei, erbot sich aber, für 200 M den Waggon abzunehmen. Der Verkäufer telegraphierte, er ermäßige den Preis auf 200 M. Das bei der GülcrabfertigungSstelle ein- gelaufene Telegramm sagte aber statt.200" M. ,2" M. Der Adressat holte schleunigst für 2 M. das Heu ab und lehnte die Zahlung von 198 M. ab. Er wurde zwar zur Zahlung verurteilt, die Zwangsvollstreckung fiel aber fruchtlos aus. Nun verklagte der Mühlenbesitzer einen Obertelegraphensekretär, weil er an der Ver- stümmelung des Telegramms schuld sei. Dieser Beamte hatte nämlich daS unter 200 stehende Kontrollzeichen als ein nach 2 stehendes Komma aufgefaßt. DaS Landgericht Danzig wies die Klage ab. weil kein Verschulden des Beamten vorliege, jedenfalls aber des Klägers Verschulden größer sei. der statt der Zahlen Buch- ftaben hätte gebrauchen sollen. DaS OberlandeSgericht in Marienwerder hob dies Urteil auf und verurteilte den Beamten. Anderer Ansicht war das Reichsgericht. ES wies aus den vom Landgericht angeführten zutreffenden Gründen den Mühlenbesitzer ab. Der Waggon Heu kostet nun infolge der Gerichts- und Anwaltskosten weit mehr als 400 M., aber nicht dem Ab- nehmer, der mit dem König von Kappadozien fröhlich aus- ruft: Ich Hab' meine Sache auf nichts gestellt—„mir kann keiner!*_ Mus aller Welt. Die Gartenstadt Hellerau unter gerichtlicher GeschSsts- aufsicht. Hellerau ist unter gerichtliche GeschäftSaufficht gestellt worden. Die Gartenstadt wurde seinerzeit mit einem Stammkapital von nur 300 000 M. gegründet. Sie umfaßt ein Gebiet von 140 Hektar. Die Dividende ist auf 4 Proz. beschränkt worden; der darüber hin- ausgehende Reingewinn muß zum Besten der Gesamtheit ver- wendet werden. Die Bebauung von Hellerau darf nur in Formen geschehen, die eine Wohnungsspekulation ausschließen. Ob die Kolonie mit Hilfe der Geschäfrsaufsicht imstande sein wird, der schwierigen Lage Herr zu werden, kann vorderhand noch nicht be- urteilt werden._ Die Mutter getötet. Aus Call in der Eifel wird berichtet: Zwei junge Leute ge- rieten mit dem Sohn einer Witwe aus Scheven fEall) in Streit, wie es heißt au« Eifersucht wegen eines Mädchen». Beim Räch- Hausegehen wandten die beiden ihre Schritte dem Dorfe des Gegners zu, und dort kam es infolge Wortwechsels zu einer Schlägerei. Der Angegriffene gebrauchte zu seiner Gegenwehr da» Meffer. Seine von der Schlägerei in Kenntnis gesetzte Mutter sprang zwischen die jungen Leute und erhielt in dem Handgemenge unglückerweise durch ihren eigenen Sohn einen Stich in den Unterleib. Die Ver- wundung war so schwer, daß eS nicht gelang, die Verunglückte am Leben zu erhalten. Die Frau ist Mutter mehrerer Kinder. Der Sohn wurde in daS Gefängnis nach Aachen abgeführt. Raubmord in Nürnberg. Der 46jährijje ledige Privatier Jobann Eckstein wurde Freitag- nachmittag in seiner Wohnung blutüberströmt tot am Fußboden liegend aufgefunden. Die Schubladen und Behältnisse der Wohnung waren durchwühlt. Die Ermordung Ecksteins dürfte bereit« vor mehreren Tagen erfolgt sein. Eckstein galt als ein sehr reicher Mann. Er lebt« mit seinem jetzt im Felde befindlichen Bruder zusammen. Die behördliche Untersuchung ist im Gange. Heschästliche Mitteilungen. Die Firma W e st m a n n bringt ihre KonfektionSgefchSste in Berlin W., Mohrenstr. 37a(Kolonnaden), II. Geschäft: Berlin NO., Große Frankfurter Straße IIS(nahe Andreasstraße), In empfehlende Erinnerung. rSetteranSfichten für da« mittlere Norddeutschland dt« Montagmittag. Zeitweise heiter, aber noch überwiegend bewölkt und etwas nebelig. In den Mittagsstunden ziemlich mild. Keine oder nur geringe Niederschläge. Parteiveranstaltungen. Zweiter Kreis. Den Genossinnen deS zweiten KrefieS(S ü d) zur Nachricht, daß die Besichtigung der Anstalt Kleinbeeren nicht heute, sondern Sonntag, den 10. Oktober, stattfindet. Näheres in der Freitagnummer des „Vorwärts". Reinilkendorf-Oft. Sonnabend, den g. Oktober, abends 8Y. Uhr, im „Kafianienwäldchen" bei Ramlow: Lichtbildervortrag über die Befreiungskriege 1813I1S. Einlaßkarten zu 10 Ps. bei den Bezirks- fübrern, in der„BorwärlS"-Spedition sowie in den Verkaufsstellen der Konsumgenossenschaft erhältlich. Lichterfclde. Dienstag, den 5. Oktober, 8st, Uhr, bei Richter, Hmden- burgdamm 104: Außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: Neuwahlen zum Vorstände.— Ohne Mitgliedsbuch kein Zuttttt. Jugenöveranftaltungen. Arbeiterjugend Schönhauser und Prenzlauer Vorstadt. Heute Sonntag im Restaurant„Hubertus" bei Köpenick: GeiclligeS Zusammenfein mit den Eltern. Darbietungen: Mandotinenkonzett, Rezitation, Lieder zur Laute, Reigentänze u. a. m. Trcffvunkt 8 Uhr, sür Nachzügler 12 Uhr mittags, Bahnhof Prenzlauer Allee. ZuttitlSkarle ein- schließlich Garderobegeld 20 Ps. Schöncberg. Heute Sonntag, nachmittags 6 Uhr, findet eine Schul- entlaffungSseier in der Schloßbrauerei, Hauptstt. 122, statt. Mitwirkende: Schönebcrger Frauenchor, Schriftsteller E. Eichhorn(Ansprache) und Jugendliche(Mustl, Gedichte und Volkstänze). Wilmersdorf. Sonntag, den 3. Oktober: Besuch des Botanischen GattenS. Treffpunkt. 1 Uhr mittags, Jugendheim. Untosten entstehen nicht. Gäste willkommen.— Mittwoch, den 6. Oktober,'/z9 Uhr: Abonnenten- befprechung im Jugendheim. Reinickendorf- Ost. Sonntag, den 3. Oktober: Monatsbcsprechung der„Arbeiter-Jugend-- Abonnenten.— Dienstag, den 5. Oktober: Freie Betätigung.— Mittwoch, den S. Oktober: MSdchcnabend.— Donnerstag, den 7. Oktober: Gesangsabend. Steglitz> Friedenau. Sonntag, den 3. Ottober, nachmittags 6 Uhr, im„Jugendheim-, Kniephosstr. SS: SchulentlasfungSseitr. bestehend aus Gesang, Rezitationen. Ansprache und Lieder zur Laute. Jugendliche und deren Angehörige sind herzlich willkommen. Briefkasten öer Redaktion. Di« lurtstts«« Sprechstund, findet für Abonnenten Ltndenstr. 3, IV. Hof recht», parterre, am Montag bi» Freitag von» bis 7 Nor, am Eonnabend von d dt» 6 U«» statt. Jeder für den B r i« f i a st e n bestimmten Antrag« ist ein Buchstabe und eine Zahl als M-rtzeichcn beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen leine LbonnementSguitmng beigefügt ist, werden nicht deantwortct. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Beitrüge, Schriftstücke»nd dergleichen dringe man in die Sprechstunde mit. H. W. B. 96. Wann dieser Jahrgang gemustert wird, wiflen wir nicht.— W. 21. Sie könnten nur durch Klage Schadenersad verlangen. Eine solche Klage fchrinl un« aber aussichtslos und ist bei der Geringsügig. keit der Sache nicht zu empfehlen.— M. M. 24. Sie haben keine wei- teren Ansprüche.— O. P. 100. Ob Ihre Reklamation Erfolg hat. tonnen wir unmöglich wissen. Sie müsien zunächst den Entscheid abwarten. —(f. Z. 100. Die Buchstaben find wahrscheinlich nicht richtig wieder» gegeben: Sie werden als nicht verwendungSfähig ausgemustert sein. — B. Eh.. 650. Sie müssen selbstverständlich Steuern zahlen. — W. R 26. 1. Die Einziehung der von Ihnen bczeich- neten Jahrgänge erfolgt auch hier in Berlin. 2. Darüber wiflen wir nicht? Genaues. daS entscheidet die Militärbehörde — W. 19. Ihre Tochter ist trotzdem versicherungspflichtig. — A. G. 999. Ihre Fragen find bereits in der Nummer 262 vom 22. September beantworte.—(f. K. 100. Mit Erteilung von HeimatS- Urlaub ist nach den Beschlüssen deS Reichstags ohne weiteres die Freifahrt verbunden. Von einer bestimmten Dauer des Urlaubs hängt die Freifahrt nicht ab.— Planufer. Ob die Mannfchasten des von Jbncn angegebenen Jahrganges zum Felddienft verwendet werden, liegt allein in der Ent- Icheidung der Militärbehörden.— Hulda 10. 1. Sie können den Kessel bis zum tS. d. MtS. freiwillig abliefern, nachdem müssen Sie ihn bis spätestens zum 15. November anmelden und kann er dann enteignet werden. 2. Die Bestätigung von der Militärbehörde wird der Unternehmer haben. Sie können wohl damit rechnen, daß Sie nicht eingezogen werde». — L. S. 60. Die neueste uns bekannte ReichSgcrichtScniichcidimg, die auf Ihren Fall Anwendung finden könnte, ist unterm 4. März 1913 vom III. Senat unterm Aktenzeichen III. 485/12 gesällt worden. 2. Die Prozeß- kosten sind unmöglich genau anzugeben: Prozeß- und Anwaltsgebüdrcn werden aber sicher nicht unter 300 M. betragen.— M. V. 77. Das kommt auf den Geschmack an. 1. An Ihre Majestät. 2. Ergebenst.— .>. Etappen-Sammel-Konip. Nr. 9. Jäger-Bat. Nr. 9; Res.-Bataillonc Nr. 3, 16, 21. Feld-Maschiueng«v.-Züge Nr. 35, 140(s. Res.-Jnf.- Reg. Nr. 229), 261(f. Landst.-Jnf.-Reg. Nr. 10), 286 ff. Landw.- Jnf.-Reg. Nr. 56); FestungS-Maschinengew.-Abt. Nr. 2 Lötzen; Festungs-Maschinengew.-Formation Libau. Kavallerie: 2. Garde-UIanen; Garde-Res.-Ulanen; Garde- Reg. v. Massow; Kürassiere Nr. 6; Dragoper Nr. 6; Dragoner Nr. 20; Res.-Dragoner Nr. 3; Ulanen Nr. 1 und 10; Jäger zu Pferde Nr. 2 und 5; Kombinierte Landsst-Eskadron der 88. Ins.- Div.;-Res.-Kav.-Abt. Nr. 48. Feldartillerie: 5. und 6. Garde-Reg.; Regimenter Nr. 1, 8, 16, 17, 19, 50, 55, 69, 73, 75, 81, 103, 209; Res.-Reg. Nr. 11, 51, 52, 58, 61; Landw.-Reg. Nr. 15. Fußartillerie: Reg. Nr. 2 und 14; Res.-Reg. Nr. 9; Bat. Nr. 36; Batterien Nr. 253, 304 und 341. Pioniere(f. auch Train): 1. Garde-Bat.; Regimenter Nr. 18, 19, 20, 23, 25, 29; Bataillone: I. Nr. 1, I. Nr. 4, I. Nr. 6, I. Nr. 7. II. Nr. 8, II. Nr. 9, II. Nr. 10, II. Nr. 14, I. und II. Nr. 16, J. Nr. 17, 1. Nr. 21, II. Nr. 27, I. und III. Nr. 28; Kompagnien Nr. 100, 104, 205, 221; 2. Landw.-Komp. des 18. Armeekorps. Schssnwerferzug Nr. 107; Nes.-Scheinwerferzug Nr. 23. Mittlere MineikNierser-Abt. Nr. 108; Schwere Minenwerfcr-Abt. Nr. 4. Verkeyistruppeti: Eisenbahn-Betriebskomp. Nr. 33. Etappen- TelegrapheniEektion Woyrsch. Feldluftschiffer- und Feldflieger- truppe. Train: Pionier-Belagerungs-Train Nr. 11. Landw.-Div.- Brückentrain Nr. 1. Leichte Prooiantkolonne Nr. 5 des 3. Armee- korps. Fuhrparkkolonne Nr. 5 des 11. Armeekorps; Etappen-Fuhr- parkkolonne Nr. 6 der 2. 2lrmec. Etappen-Hilfsbäckereikolonne Nr. 128. Sanitäts-Formationen: Sanitäts-Komp. Nr. 1 des 7. Armee- korps; Res.-Sanitäts-Komp. Nr. 8 des 8. NeservekorpS. Feldlaza- rett Nr. 11 des 8. Armeekorps. Armierungs-Bataillone. Feld-Poskstation Nr. 2(Roefelare i. Belg.). »« * Die Verlustliste Nr. 51 der Kaiserlichen Marine wird veröffentlicht. Die sächsischen Verlustlisten Nr. 201 und 202 melden Verluste der Jnf.-Regimenter Nr. 100. 101. 102, 105, 108, 346, 351; Res.-Jnf.-Reg. Nr. 107; Erf.-Reg. Nr. 23; Ers.-Bat., Res.-Jnf.- Reg. Nr. 100; Pioniere: Bataillone I. Nr. 12, II. Nr. 12; Kom- pagnien Nr. 183, 245, 254; 1. Ers.-Komp., 1. Bat. Nr. 12; Ref.- Kompagnien Nr. 53, 54t Landw.-Kompagnien 12., 19. Armeekorps; Res.-Scheinwerferzug Nr. �7; Leichte Minenwerfer-Abt. Nr. 231; Mittlere Minenwerfcr-Abteft�ngen Nr. 104, 149, 167, 182, 192; Schwere Minenwerfer-Abteilung.en Nr. 12, 22, 42z Div.-Brücken- Train Nr. 23. Jnf.-Regimenter Nr. 103, 105, 133, 134; Res.-Jnf.-Regimenter Nr. 103, 104, 244; Ers.-Neg. Nr. 24; Erf.-Bat., Landw.-Reg. Nr. 101; Res.-Jäger-Bataillone Ar. 13, 25, 26; Feldgrtillerie: Ers.» Abt., Reg. Nr. 32; Res.-Feldart.-Regfnienter Nr. 63, 54. Turnverein„Fichte', Berlin. 4. Dchulcrtnnen-«nd S. Schüler- abteilung. Sonntag, den 3. Oktober: Schauturnen in der Turnhalle Koppenstr. 7S. Ansang 3'/. Uhr, Einlaß 3>ft Uhr. Der Arbeiter- Turnverein Schöneberg veranstaltet heute nach» mittag 3 Uhr sein Abturnen aus dem Spielplatz, Rubensstraße. Abends: Gemütliches Beisammensein in den Neuen Rathaussälen. Die Turnstunden des Vereins finden jetzt jeden Montag und Donners- tag, Turnhalle Berchtesgadener Straße statt. Lefeabend für Blinde. Jeden Dienstag von 5—8 Uhr bei Heintze, Berlin, Annenftr. 1. Schicksalsgenofjen und Genossinnen sind willlommeu. AuStunst erteilt A. Mendt, Berlin Wiesenstr. 36. Arbetter-Samariterbund. Kckhonne Groft-Berlin. Lehrftunde haben nächste Woche, abends 8'/, Uhr: Montag, den 4. Oktober: 1. und 4. Abteilung, Lichtenberg, Scharnweberslr. 00, Restaurant. Donnerstag, den 7. Oktober: 3. und 4. Abteilung, Charlottenburg, Wall-, Ecke Spreestraße, Prenzlaus Bierhallen. Freitag den 8. Oktober, 3. und 6. Abteilung, Schöne- berg, Borvergstr. 11, Restaurant Haendel. Eingegangene Druckschristen« AuS Natur und GelfteSwelt. Bd. 130: Allgemeine Biologie. Bon H. Miehe.— Bd. 2S1: Tie Geschlechtskrankheiten. Von Schum- burg.— Bd. 491: Naturvhilosophie. Von I. M. Versehen.— Einzel- band 1 M., geb. 1,25 M. B. G. Teubncr, Leipzig. �35� Wir liefern direkt an Private«1s Spezialität: ��-i�rBQrSerIlcl)e(i)olinunss-EinrIcIttUR$efl In Jeder Holz- nnd Stilen, nur erstklassiger Ausfflhrang zu konkurrenzlos billigen Preisen. imd<7än£�l£rermeL*JeTk 10 Jahn Carantu. Schlafzimmer; M. 1 83, 21 9, 270, 326, 428, 532 bis 3500. Beste tWfceitong. SB 00 t A Jfmjy Speisezimmer: ll.298,333, 426, 605bli 4000 j Wohnzimmer: M. 242, 389, 429, 543 bis 2500 fffl»___ i&gKr%.ax~ j-a-rntJ.' M«-_____ f_____ P—■/_„ Herrenzimmer M, 209, 328, 487, 550 bie 3000 I Nauzeltl. KOchen: M. 51, 58, 75, 93 bis 450 ft Jt viärJln TJ/9S mVa. Stindigee Leger von ct. 500 Einrichtungen. 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Tegel: Lehnhardt, Berliner str. 81. Obcrschöneweidc: Barnekc, Withelminenhosktr. 18. AdlcrShos: Bosewitz. Bismarckstr.. 29. Weitzensee: Peukert, Berliner Allee 251. Ztiederschönhauscn: Greth, Bismarck- straße 37, Reinickcndors: Lüning, Scharnweber- straße 37. Charlottenburg: Hartfiel, Kirchstr. 19. Schöncbcrg: Wandle, Bahnstr. 25. Steglitz: Meyer, Forstslr. 11. Lankwitz: Heitzmann. Marienstr. 7. Tcmvelhos: Müller. Ringbahnslr.11/12. Neukölln: Föhst, Steininetzstr. 98. Geschäftsstelle: F. Dietrich, Slcuköll», Kaiser-Frie drich-Str. 197. leukelie 11. Ineiit- Teppiche große Qelegenheitsposten unter Preis! Haarbrüssel- Teppiche 200X300 cm 36,75, 250X350 cm 54,50, 300X400 cm 87,50. Speise» zimmersTeppich„Alaska"(beste Perser Kopie) mit Franzen, 200 X 300 cm 63,50, 250X350 cm 94,50, 300X400 cm 128,50, 300X 500 cm 167,50. Palast=Teppich„Konak" (smyrnaartig) mit Seidenglanz 200X300 cm 38,75, 250X350 cm 58,50, 300X400 cm 82,50, 350X450 cm 1 12,50. 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Die Chemie der wichtigen Säuren und ihrer Salze.(Mit Demonstx.) 3. Verbrechen und Verbrecher. 4. Richard Wagner.(Mit Vorträgen am Klavier.) 5. Gartenbau in und um Berlin.(Mit Demonstrationen.) 6. Luftschiffahrt(Mit Lichtbildern.) Führungen durch die Nikolaikirche, das Verkehr»- rad Baumuseum, das Aquarium und das Museum für Meereskunde. Drei wissenschaftliche Abende. Programme und H6rerkarten: in den Kaufhäusern von TIelz. in vielen Verkaufsstellen der Konsumgenossenschaft, in der Lesehalle der Deutschen Gesellschaft für ethische Kultur, Kungestr. 27, in den Lehrstätten vor der ersten Vorlesung und im Hauptbureau, W 57, Kurfiirstenstr. 166 I, 10— 12, 1— o. Lützow 8<94. Wer die teuren Zitronen nicht mehr bezahlen kann, verwende bei Suppen, Salaten, Limonaden, Backwerk* Citronin! 1 Päckchen für nur 5 Pf. kommt dem Allste einer frischen Zitrone gleich. Citronin ist in 1000 Haushaltungen erprobt. Fordert Citronin in allen LcbenSmitlclgeschäst-n und Drogerien! 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Als Opfer des Weltkrieges fiel am 11. September 1915 infolge Bauchschusses mein innigstgeliebter Mann, Vater seines Töchterchens und guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Unteroffizier Max Petersdorff Bes.-Inf.-Rog. No. 8 im blühenden Alter von 27 Jahren. Dies zeigen in tiefem Schmerz im Namen aller Angehörigen an Fraii Frieda Petendorft geb. Kerkow. Itwe Emma Petersdorff als Mutter. Todesanzeige! Der fürchterliche Krieg hat wieder einen unserer Mitarbeiter als Opfer gefordert. Am 11. September fiel im jugendlichen Alter von 27 Jahren Max Petersdorff Alaschinenmeister. Ein halbes Jahrzehnt hat er unserem Betriebe treu gedient und sich allgemeine Achtung und Zuneigung erworben. Wir werden ihm treues Erinnern bewahren. Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co. Utr Bezirk Groft-Berlin. Folgende Kollegen find im Felde gefalle«: Dskar Bandke, Gefchöftsdiever. Richard Berlin, Geschäftsdiener. Willi Dietrich, Geschäftsdiener. Georg Fahrenholz, Straßenbahner. Georg Hoffmann, Bierfahrer. Wilhelm Hoffmann, Geschäftsdicner. Emil Jahnke, Geschäftsdicner. Willi Koch, Geschästskntscher. August Kompalka, Lagerarbeiter. Gustav Kratz, Gcschästsdiener. Otto Lachmann, Straßenbahner. Friedrich Lemke, Straßenbahner. August Lindenthal, Straßenbahner. Georg Meier, Drofchkcnführer. Richard Müller, Speicherarbeiter. Georg Nickel, Gcfchäftsdiener. Paul Spengel, Gerüstbauer. Otto Schmidt, Droschkenchanffenr. Otto Stahn, Fensterputzer. Fritz Stankowski, Industriearbeiter. Hans Tiburtius, Geschäftsdiener. Max Ulke, Gcfchäftsdiener. Willi Vofrei, Geschäftsdiener. Ehre ihrem Andenke«: IMe BeElrksleltang. 67/12 Mitglied des MM Arbeiter-Tumerbundes. Als Opfer des Weltkrieges habt« wir wiederum folgende Turngenosien zu beklagen: Html Ast, 1. Mäunerabteilnug Georg Grell, 1. Mannerabteilnug Bruno Wundtke, 2. Mannerabteilung Paul Jewarnowsky, 2. Männerabteil. Andreas Uhl, 4. Mannerabteilnug Robert Scholz, 6. Männerabteilung Richard Schleifer, 7. Msnncrabteilung Paul Krohn, 10. Mäunerabteilnug Richard Kockoth, 10. Männerabteilung Ernst Pirr, 11. Mannerabteilnug Willi Woywood, 12. Mannerabteilung Ernst Müns, 16. MSnnerabteilnng Kurt Hager, 16. MSnnerabteilnng Bruno Döring, 16. MSnnerabteilnng Hermann Brandt, 17. Männerabteilung Karl Mikronauschke, 17. Mönnerabt. Ehre ihrem Andenken! iss/ig Zeniralvertisnil der Steinartieiter Deutsehlands. Zahlstelle Berlin. Den Miigliedcrn zur Nachricht, dag die Kollegen Hobes! Obst am U. Sept., Hermann Lorenz am 23. S-pt. gestorben sind, und der Kollege Hans LOOke am 23. August gesallcn ist. Ehre ihrem Andenken! 171/10 Uie Ortsverwaltung. AIS Opfer des Well- kriegcs fiel am 12. Sep- tember unser vielgeliebter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel heinncb Götz (Landw.-Jns.-Regiment Nr. 2) im blühenden Mer von 26 Jahren. Im tiefsten Schmerz Die trauernde« Eltern 24A«ud Geschwister Am lt. September 1915 fiel durch Bauchschuß mein innigst- geliebter Mann, unser guter Papa im 35. Lebensjahre, der Grenadier Bmil Paetzel. Im tiefsten Schmerz Frau Emma Paetzel». Kinder. Mirbachftr. 35. Wenn jeder so gewesen wär wie Du, So gab es weder Krieg noch Not! Ruhe sanfi in fremder' Erde. Unsere Liebe deckt Dich zu. 14A Am 18. September starb im Lazarett mein guter Sohn, Brn- der, Schwager und Onkel, der Armierungssoldat Max Thomas im 32. Lebensjahre. S6A Witwe Joha««a Thomas. Wie gern bäit' ich Dich gepflegt im Deinem Schmerz, Nun ruhe sanft Du gutes Herz. Sozialdemokratischer Watilserein liir Berlin-Sehöneberg. Bezirk E. Den Mitgliedern zur- Nachricht, dafi unser Genosse, der Zimmerer krnst Liebenau im Alter von 49 Jahren plötzlich verstorben ist. Ehre seiUem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Montag, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des II. ftädttschcn Hricd- hoses, Eythstrage(Blanle Hölle), aus statt. 15/16 Ber Vorstand. SchönebergerMännerclior. Allen Mitgliedern zur Kenntnis, datz unser Sangcsbrudcr 60/10 Lrnst Liebenau im Alter von 49 Jahren plötzlich verschieden ist. Wir werden ihm ein dauerndes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet am Montag, den 4, Ottobcr, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des II. städ- tischen Friedhofes,' Eylhstratze (Blanke Hölle), aus statt. Treffpunkt für. Sänger, um '/,4 Uhr beim Gastwirt Fintel. Der Borstand. Verband der sapezierer Filiale Berlin. Aus den Schlachtfeldern sind solgendc Mitglieder gesallcn Ilm 13. September 1915 Hermsim Bielke Am 28. August 1915. Paul Kowalewski. Ehre ihrem Andcukc»! 178/19 Tic OrtSverwaltung. Gesangverein-'• „Gesundhrnnner Harmonie". Am 17. September fiel bei einem Sturmangriff unser lieber Sangesbruder Hermann Neuenüoi'k. Möge ihm die Erde leicht(cinl 60/11 Der Borstand. Zentralverhand der Zimmerer Beutsehlands. Zahlstelle Berlin und Umgegend, Bezirk 26. Den BcrufSgeuossen zur Nach- richt, datz unser Mitglied Lrnst Liebenau am 28. September plötzlich ver- starben ist. 251/18 Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet am Montag, den 4. Oktober, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- halle dcS 2. Städtischen FriedhojS (Ehthftratzc) aus staitz Um rege Beteiligung ersucht Bor Vorstand. Den Heldentod fürs Vaterland starb insolge � eines-Kypjschusscs am 19. August d. I. mein lieber Mann, unser guter � Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Ontel, der Schnstsetzcr' Wilhelm 8cbaöe Ereiiadier-Negimcnt Nr. 3 im 31. Lebensjahre. 30A Dies zeigt im iicssten Schmerze an im Namen der Hinlerbiiebencn Fran üllso tziokado geb. Lungershaus.en. Olm 28. Seplcinber veiffchicd vlötzlid) mein lieber Mann, unser guter Vater, Grotzvatcr und Schwiegervater, der Zimmerer Ernst Liebenau im Alter von 49 Jähren. 1631 Um stilles Beileid bitten. Tic Hintrrblicbencn. Die Beerdigung findet, am Montag, den 4. Oktober, nach- mittags 4 Uhr, von der Halle des II. städtischen Friedhofes, Etzth- strotze(Blanle Hölle),'aus statt. Nackruk. Zlus dem Schlachtseldc siel am 11. September infolge eines Kops- schusscs unser lieber Kollege Paul Oüorig. Wir werden ihm stets ein ehrendes Zlildciiten bewahre». Die Kollegen der Firma 60A Schütte& Deichen. Ein Opfer deS WcltlriegcS ist unser lieber Freund und Ec- sinnungSgcnosse A Emil Röwo im blühendsten Alter von 27 Jahren am 12. September 1915 infolge Herzlchusses geworden. Wir verlieren in ihm einen teuren Freund mit ehrlichem, auf- richtigem Charakter, sein Zlndeulen werden wir stets in Ehre» halten. 1 Freie Vereinigung der Innren- Segler, Griinan. (E. V.) Als Opser des Weltkrieges fiel am 5. September unser Mitglied Erich Behrend im Alter von 23 Jahren. Ein hoffnungsvolles,.sport- begeistertes Mitglied haben wir in ihm verloren, dessen Andenken bei uns ein unvergängliches sein wird. 2534b Der Borstand Ein Opfer des Weltkrieges wurde am 29. August mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Sohn. Schwiegersohn, Bruder uild Schwager, der Wehnnann. Max Tadewald Ritter des Eisernen Kreuzes, Landw.-Jns.-Rcgt. Nr. 8, 1. Komp. Im tiessten Schmerz Berta Tadcwald und Kinder Willi und Knrt. Dort ruhst Du ohne Totenschrcin In blutgetränktem Bettet Es schmückt kein Kreuz, kein Leichenstcin Die unbekannte Stätte. So schläfst Du jetzt' den letzten Schlaf. Wir denken Dein mit Schmerzen. DaS Biei, das Dich zu Tode traf, Jerrcitzt daheim die Herzen. Ruhe saust in Feindesland. Räch kurzem, schwerem Leiden k verstarb am t. Oktober, mein[ lieber Mann, der Restaurateur Mixust Hoffmann. In tiefstem Schmerz zeigt! dies an 2b66b i Helene Hoffmann gäb. Pollak.| Waldemarstratze 4. Der Tag der Beerdigung wird[ noch betannt gegeben. Als Opser des surchibaren Well- kricgeS fiel, fern von der Heimat am 6. September 1915, nachdem er 13 Monate im Felde gestanden, durch Kopfschutz mein lieber, guter, unvergeßlicher Mann, der treusorgeude Vater seiner sechs Kinder, mein lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel, der Wehrmann. Adolf Blirnk Ins.-Regt. 151, 11. Komp. im Zllier von 40 Jahren. DlcS zeigen im tiefsten Schmerze an 7Ä Fr«.. Karoline Blnnk geb. Cronenberg''i und Kinder, Liebigstr. 19. Familie OttO, Krautstr. 7. Die Gräber, die nicht Kranz noch Denkmal tragen, Die einsam und verlassen liegen ganz allein, Die schlietzen oft mit allen ihren Klagen Das beste Herz, den größten Dulder ein. Sein einz'ger» Wunsch war nur ein Wicderjehn. Ihm der Friede, uns der Schmerz. Unfern Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser guter, braver Sohn und Bruder, der Jäger Willi Schulze Res.-Jäg.-Batl. 3, 4. Komp. am 19. September, drei Tage vor seinem 22. Geburtstage, imKriegs- lazarett verstorben ist. 2563b In tiefem Schmerz Berntzard Schulze»nd Fran, Paula Schulze als Schwester, Otto Schulze als Bruder. Am 30. September, nachmittags I 5 Uhr, verschied mein lieber Mann,! unser guter Vater, Sohn, Bruder, I Schwiegersohn und Schwager, der! Dreher 2567b| Karl Heimbach nach kurzem, schwerem Kranken- lager....... Dies zeigt im tiefsten Schmerz an Meta Heimbach geb. Ticzkus. Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 3. Oktober, nach- mittags'/jS Uhr, aus dem Ge- nicindesriedhos in der Rummels- burgcr Straße statt._ Den Heldentod fürs! Vaterland starb am I 19. Ztugnst 1915 infolge I Kopsschusses mein lieber! Sohn, unser lieber Bruder und| Schwager, der Musketier >Va!ter Menzel Jns.-Reg. Nr. 96, 3. Bat., 12. Stomp. im 23. Lebensjahre. 2352b j In tiefem Schmerz Luzia» hieneel, Paul Menzel ul Frau geb. Protzen| Oskar Menzel und Frau geb. Sonntag. Dem Auge fern, doch ewig uah i den Herzen Deiner Lieben. Ruhe saust in fremder Erde! Dein MM««nietet onf Den ktIe«««M Miene« öcnoffe«! Bnf drm Tchlachtfelde fiel unser Genosse, der Dreher Vita Baiser im 30. Lebensjahr. COtylO Serlaltfemokr. Wahlrereln f. d. 2, Berl. Relchstagswahlkr. Bezirk 39. Im März fiel der Echriftfetzer Fritz Ehrenberg Mauer Str. 7, Bezirl 328. Am 3. September fiel der Maschinenarbeiter Ztaeit Blunk Liebigstr. 19, Bezirk 349 II. H» Ä. September fiel der Zimmerer Ernst Karin Falckensteinstr. 27, Bezirk 194. A» 9. September fiel der Arbeiter tabann Bitsch Petersburger Strahe 74, Bezirk 3b2. Am W. August fiel der Buchdrucker Georg Grell Friedenstr. 41, Bezirk 276. Am tB. September starb im Lazarett der Tischler Blast Thomas Manteufielstr. 45, Bezirk 157. Im September fiel der Schlofier Richard Bohl Taborstr. 18, Bezirk 190. 115HI Seztaldemokr. Wahlverein f. d. 4. Berliner Relohstagewahlkr. Am 27. August fiel tu den Kämpsen der vrbetter Friedrich Raujokat Sparrftr. 18, 16. Abt., Bez. 753 Im August fiel der Putzer Alhert Möller «reisenhagener Str. 14, 7. Abt.. Bez. 588». 228/1 Sozlaldemckr. Wahlverein I. d. 6. Berliner Relchstagswahlkr. Am 28. August verstarb an sewen Verwundungen der Slektrvmontenr Richard Barthel Reuterstr. 4, 23. Bezirk. Am& August verstarb an seinen Verwundungen der«iergokder Fritz Döhring Heidelberger Straße 80, 8. Bezirk. Am 8. September verstarb an seineu Verwundungen der Maler Willi Pawlaczyk W-isestr. 24, 21. Bezirk. Am 19. August fiel durch Kopischuß der Schriftsetzer Wilhelm Schade Harzer Straße 1, 4. Bezirk. A« 11. September fiel bei einem Sturmangriff der Expedient Max Ulke Lllerstr. 88, 21. Bezirk. 239/19 Sozialdemokratischer Wahlverein ReakBlln. AIS Opfer d«S ZSeltkriegeS sielen die Senoffeu 251/15 Ernst Köhl »afferin.Augusta.Allee 50. am 10. 11. 1914, Paul Diering Helmholtzstr. 21, am 11. 9. 1914, durch Kopfschuß, Gustav Bärisch am 25. 8. 1915, Roderich Raettig am 10. 8. 1915. Sezlaldemokratiseher Wahtvereln Charlottenburg. Ott Opfer de» Weltkrieges wurde unser Senoffe, der Straßen- 1 b ahner Otto Möller. 197/1» Sozialdemokrat Wahlverein KSpenlok. AIS Opfer de' Weltkrieges fiel der Genofle Franz Renke Rarkgrasendamm 12. 245/4 Sozlaldemckr. Krelswahlver. Niederbarnim, Bez. Stralau. Am 12. September fiel durch Herzschuß unser Genosse, der Buch- ! drucker 246/5 Emil Röwe. Soziald. W ahlverein Kreis Niederbarnim(Bez. Pankow, Broppe 8). liHlirEBiili-iUirliAr Filiale eroß Berlin. Den Mtgliedern zur Nachricht, daß solgende Kolleg« auf dem Schlachtseide gefallen find: Emil Patsch, Straßeubahu. Robert Förster, 32. Rcvier.Jnspektion. Paul Knopp, 5. Revier-Juspettio». Fritz Krause, Ltraßearewigmtg. Wir werden ihn« ein ehrendes Andenken bewahren. 35/15 Ble OrtBverwaltnng. Deutsch. Metallarbeiter-Verband Verwaltungsstelle Berlin. Es starben folgende Mitglieder i« Felde: Richard Barthel, Elektromo-te«, geb. 21. 10. 84 in Görlitz. Joseph Bornemann, Schloffer, geb. 31. 5. 86 in WenHoldHausen. Richard Oannigkeit, Metallarbeiter, geb. 8. 1. 88 in Berlin. Paul Oierig, Metallarbeiter, geb. 1. 1. 84 in Oberlangenbielau. Rermann Dörfer, Former, geb. 27. 1. 83 in Kotzenau. Paul Recht, Metallarbeiter, geb. 9. 2. 90 in Berlin. Erich Renoch, Klempner, geb. 4. 7. 93 in Berlin. Paul Hippner, Schl-sser, geb. 27. 2. 36 in Berggießhübel. Artur Hoffmann, Metallarbeiter, geb. 11. 5. 95 in Neukölln. Gustav Hoffmann, Helfer, geb. 4. 11. 91 in Berlin. Paul Hoffmann, Drehe-, geb. 18. 9. 88 in Berlin. Friedrich Karoos, Bronze-,, geb. 13. 1. 78 in Berlin. Alfred Klaje, Former, geb. 6. 8. 94 in Berlin. Fritz Kloß, Schlosser, geb. 7. 3. 93 in Berlin. Paul Kränzke, Metallarbeiter, geb. 7. 4. 90 w Berlin. Hermann Kuhall, Metallarbeiter, geb. 20. 10. 80 in Gr.-Schwirsen. Edmund Kwintkiewicz, Galvaniseur, geb. 21. 10. 79 in Gostyn. Willi Lencke, Kernmacher, geb. 17. 11. 80 in Berlin. Erich Linke, Metallarbeiter, geb. 29. 3. 89 in Berlin. Emil Mahler, Rohrleger, geb. 1. 2. 85 in Biesenthal. Herrn. Messerschmidt, Schloffer. geb. 8. 3. 86 in Berlin. Gustav Mezfer, Schlosser, geb. 6. 10. 91 in Stammen. Paul Rätzig, Drücker, geb. 26. 11. 82 in Berlin. Hermann Röhrmund, Dreher, geb. 18. 12. 89 in Seegefeld. Georg Schadow, Former, geb. 12. 11. 87 in Charlottenburg. Robert Schieweck, Metallarbeiter, geb. 23. 12. 72 in Planken. Emil SchilSkowsky, Gürtler, gib. 11. 5. 82 in Danzig. Paul Schlenker, Bohrer, geb. 18. 2. 85 in Deuben. Erich Senst, Dreher, geb. 12. 8. 94 in Berlin. Hermann Wanner, Schleifer, geb. 19. 8. 91 in Berlin. Ehre ihrem Andenke«! Die Ortsverwaltang. 120/8 Verhsnil der Gastwirtsgehlllen. BerwaltungSflelle Groh-Berlin. Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß am 30. September unser lieber, braver Kollege frielfried Stephan nach längerem Krankenlager im 43. Lebensjahre verstorben ist. Der Verstorbene war seit Jahren Mitglied der Hauptverwaltung. Expedient unserer Fachzeitung und stets bereit, für die Organi- satton sein Bestes zu geben. Manch unschätzbaren Dienst hat er uns geleistet. In Ehre« werden wir seiner stets gedenken! Die Einäscherung findet am Montagnachmittag 4 Uhr im städtischen Krematorium in der Gerichtstraße statt. 30/4 Um rege Beteiligung ersucht Tie Lrtsverwaltnng. Fern von seinen Lieben fiel am 7. September durch Kopfschuß unser lieber Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Bräuttgam, der Füsilier tteinl-icd Lckuster im 26. Lebensjahr«. 2546b In tiefstem Schmerz Heinrich Schlüter Wilhclmlne Sehnwtcr Eltern. Era» Itrnffowskt als Braut. Du zogst hinaus zum Kampfe Und kehrst nicht mehr zurück, Du wärest kaum am Ziele, Da trai Dich das Geschick. Wir können'» noch nicht soffen, Daß Du hinweggerafft In Deine» Leben« Blüte, In Deiner besten Kraft. Du mußtest unS verlaffen, Aus unfrer Ritt« zehn: Umsonst war unser Hoffen Aus ein DIedersehu. Deotseber Hetallarbeiter-yerbam] Verwaltungsstelle Berlin, Den.Kollegen zur Nachricht, daß unser Mtglied, der Schlosser Iftclisrd Krause Graunstr. 3, am 29. September gestorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 4. Oktober, nach- mittags 3 Uhr. von der Leichen- balle de» FriedenS-Kirchhoses in Nordend aus statt. Den Kollegen serner zur Nach. rlcht, daß unser Mitglied, der Kernmacher Albert Lunow Beusselstraße 67, am 30. September gestorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 4 Oktober, nach- mittag» 3 Uhr, von der Leichen- Halle de» Südweft-KirchhoseS in Stahnsdorf aus statt. Ehre ihrem Andenke»! Rege Beteiligung erwartet 120/7 Die Ortsverwaltung. Ms Opfer des Weltkrieges starb fern von seinen Lieben am 10. August im Feldlazarett an Hals-, Brust« und Bauchschuß mein lieber, unvergeßlicher Mann, unser herzensguter, treusorgender Bater seiner fünf Kinder, der Landsturmmann 56A Albert Kleblmaim Jns.-Regiment Nr. 45, 12. Komp im blühenden ManneSalter von fünsunddreißig Jahren. Im Namen aller Bekannten und Verwandten zeigen dieS ttes- betrübt an Frau Marie Kiehlmaun geb. Gebhardt und Kinder, Berlin SO, MuSkauer Straße 39. Ach, es ist gar nicht zu lassen, Daß Du nie mehr kehrst zurück, So jung mußt Du Dein Leben lassen. Zerstört ist unser ganze» Glück. Du gutes Herz, schlas still in Frieden, Ewig beweint von Deinen Lieben. Brav, treu, bescheiden war Dein Herz, Wer ihn gekannt, suhlt unsern Schmerz. Nun schlasw Ruh, Geliebter Mann und guter Vater, Uns're Liebe deckt Dich zu! Ruhe sonst in Feindesland! Mzufrüh und sern von der Heimat und von seinen Lieben, siel als Opser des surchtbaren Weltkrieges, infolge eines Kops. schusses, am 14. August 1915 mein mniggeliebter, unvergeßlicher Mann und tteusorgcnder Vater seines einzigen Töchlerchens, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Landsturmmann tlermann Eichbaum Jns.-Rcg. Nr. 46, im blühenden Alter von 29 Jahren. Im ttessten Schmerz 112A Frau Hulda Eichbaum geb. Schütze nebst Töchterchen Irma und allen Angehörtgen. Lichtenberg, Psarrstr. 31. Im Feindesland Dein treues Auge brach, Dew goldenes Herz tat seinen letzten schlag. Zum fernen Grab schweift tränen- schwer der Blick In weher Klage um verlorstie» Wer Dich gekannt, so brav, so treu, so Ichlicht. Im Leben, im Berus, vergißt Dich nicht. AIS höchste Pflicht stand Dir voran im Leben, Für unser Glück nur Tag und Nacht zu streben Und unsre Zukunft fester noch zu gründen, Standst Du vorm Ziel, da mußt den Tod Du finden. Wie schwer war Dir das Scheiden Von uns, geliebtes Herz, Weißt nicht, was wir jetzt leiden, In diesem großen Schmerz. Wir baten alle Tage, Ach kehre bald zurück, Doch jetzt nur eine Klage, Vorbei mein einzig Glück. Drum schlumm're sonst, Du treu- geliebtes Herz. Lieber Papa, ruh' in Frieden, Uns're Liehe deckt Dich zu t Am 25. Juli fiel durch Kops. schuß mein innigstgcliebter Mann, einziger Sohn und Bater setner beiden lieben Jungen«, der Musketter Willi Kortmaun Jnsanterie.Regiment Nr. 49, 9. Kompagnie, Im Namen aller Hinterbliebene» Witwe Gertrud Kortmann geb. Lennecke, Berlin, Dresdener Str. 1. Aus fremder Erde schwer Sank hin Dew Haupt zur ewigen Ruh'. Fürs Vaterland gabst Du Dein Leben, Schlaf wohl, Du wackerer Streiter Du. 25086 f.(l.l.ßeFllnerP.EieIistagswablkr. Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser Genosse, der Gasttvirtsgehilse Friedrieli Stephan nach längerem Krankenlager im 43. Lebensjahre verstorben ist. Ehre feinem Andenken k Die Einäscherung findet am Montag nachmittags 4 Uhr im städtischen Krematorium in der Gerichtstraße statt. Um rege Betelligung ersucht 204/9 nee Vorstand. Als Opser des Weltkrieges starb am 16. September im Feldlazarett mein geliebter, herzensguter Mann Vritz Krause m blühenden Alter von 26 Jahren. Dies zeigt tiefbetrübt an im Namen aller Hinterbliebenen ITraa stlarie Kranae 112A gab. Holtz. ES standen einst zwei junge Menschenkinder So innig Hand in Hand; Er mußte mich verlassen und kämpfen für da» Vaterland, Doch an derTür, da blieb er stch'n: „Mein Lieb, ich hoffe aus ein Wiederseb'n!" Doch dieses Hoffen ist ja nun ver- geben-, Mir blieb von meinem LebenSglück nur die Erinnerung. ES ist ein schmerzlich bittrcS Leiden. Aul nimmer, nimmer Wiederseh'n, Sich unter allen Erdenleidcn Kann tiefer leinS zu Herzen geb'n. Nicht einmal in die Augen blicken, Die mich jo lieb stets angeschaut. Der Liebste, dem ich seft vertraut. Wir wollten beide glücklich werden, Doch grausam griff das Schicksal ein, Nahm mir mew Liebstes aus der Erden Und läßt mich hier im Schmerz allein. Kein Flehen und kein Deinen gibt Dich mir zurück, Verloren ist das Beste, waS ich batte, Vorbei ist Liebe, Hoffnung, Glück. Sein Wunsch war nur ein Wicdersehn I Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau sage hiermit allen Be« teiligten herzlichen Dank. 24A Olle Scholl,'tZT' Danksagung. Für die zahlreichen Beweise innigster Tellnahme bei der Beerdigung meines teueren Gatten und unsere» lieben Vaters sagen wir allen Verwandten und Bekannten unseren tiesgesühltcn Dank. blA Frau Witwe Daase nebst Kindern. Danksagung. Für die un§ so herzlich erwiesene Teilnahme bei dem Begräbnis unseres lieben Sohnes und Bruders (justav Segeletz sagen wir Herrn Waldeck Manasse, den Kollegen der B. E. W., den einzelnen Vereinen, sowie allen Freunden und Bekannten unseren besten Dank. Jsamtlie Segelet». Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes und treusorgendcn VarerS sage ich allen Bekannten, insbesondere denjenigen Familien, die mir so viel mir Rat und Tat ge- Holsen haben, meinen herzlichsten Dank. Hecl>vig Bartelt 24A und Kinder. UettRionn's Größte Auswahl. Billigste Preise. L MotiranstrsOe 37a (Kolonnaden) IL Or. Frankfurter Str.>13 (nahe Andreasstr.) Autwahlsendungen sofort. Amt Zentrum 7890. Sonntag 12—2 Uhr peSNneL Der heutigen Ausgabe unseres VlatteS liegen folgende Pro- spekte bei: Fiir die Gesamtauflage: »Moden-Zeitung fürs Deutsche Haus", Verlag Ifraau O. Schroeder, Berliner Buch- und Zeitschriftenhandlung. Berlin SW. 48 Wilhelmftr. 38. Einem Teil des Bezirks Osten: Lichtspielhaus Schwarzer Adler, Lichtenberg, frankfurter Allee Nr. DU, Ecke Gürtelstraffe. Verantwortlicher Redakteur:»lfred Scholz. Neukölln, Für den önftratenteil verantw.i Th. Glocke, Berlin. Druck».Verlag: vorwärts Vuchdruckerei u. LerlagSanstalt Paul Singer Le Co, Berlw SW.