s 5 Pfennig)( 5 Pfennig) Ur. a?4. BbonncmentS'Bcdlngnngen: Abonnements• Preis pränumerando» kierteljährl. 8�0 Mt» monatl. 1.10 Mi, wöchentlich 25 Pfg. frei inS Hau». Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntag»- »nimmer mit illustrierter Sonntag»- Seilage.Die Neue Welt' lll Pfg. Post- Abonnement: 1.10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Post» ZeimngZ- Preisliste. Unter Kreuzband fllr Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2.50 Marl, sllr da» übrige Ausland 4 Mark pro Monat. Postabonnemsntt nehmen an: Belgien, Dänemarl, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schwei» «IdltlBt»glich. 3S. Jahrg. Die Inlertlons-Gebüftr beträgt für die sechSgespallene Kolonel. zeile oder deren Raum K> Pfg,, für politische und gewcrlschaftliche BereinZ- und VersammlnungS'Anzeigcn 80 Pfg, „Ulelne Zn-etgen", das fettgedruckt- Wort 20 Pfg.(zulässig 2 sciigedruckte Worte), jedes wlitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafslellcnan- zeigen daS erste Wort 10 Pfg.. jedcS weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buch- staben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen biS 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abendS geöffnet. Telegramm- Adresse: „Sozialdemsliriit Bersi«", Zentralorgan der rozialdemohrat» feben Partei Deutfchlands. Reüaktlon: SW. HS, Linüenstraße Z. Kernsprecher: Amt MoriNplatz. Nr. 1615)0— IM 97. Montag, den 4 Oktober 19 k 3. Expedition: SW. öS, Linöenstraße S. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 161 SO— 161 97. Ioffres Armeebefehl zur Offensive. MelöllW des Mn SWlWiliers. Amtlich. GrotzesHauptquartikr, 3. Oktober 1915. W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Feindliche Monitore richteten nachmittags ein wirkungsloses Feuer aus die Gegend von Wcstcndc Bad. Abermalige Versuche der Engländer, während der Nacht nördlich von L o o s verlorenes Gelände wiedcrzu- gewinnen, mißglückten vollständig. Mit schweren Ver- lustcn nach stellenweise erbitterten Nahkämpfen gab der Feind hier seine Angriffe auf. Oestlich von S o u ch c z mißlang ein französischer Vorstoß trotz Einsatzes einer erheblichen Menge von Gas- granaten. Ein feindlicher Angriffsversuch aus Neu- v i l l e heraus gegen die Höhenstellungcn östlich wurde mit starken Verlusten für den Feind abgeschlagen. Im nächtlichen dem Angriff folgenden Haudgranatenkampf ging uns ein 49 Meter langes Grabenstück verloren. Die Franzosen haben gestern die Jnfantcricangriffe in der Champagne nicht wiederholt, das feindliche Artilleriefeuer hielt in wechselnder Stärke an. Nördlich von L e M c s n i l wurde der Feind aus einem gegen unsere Stellungen vorspringenden Graben hinausgc- warfen, wobei er erhebliche Einbuße, auch an Gefangenen, hatte. Im Haudgranatenkampf um die Stellung nord- westlich von Villc sur Tonrbe behielten wir die Oberhand. Der Feind wiederholte seine Fliegerangriffe auf L a o n und Vouziers; an beiden Orlen fielen wieder mehrere Zivilpersonen den Bombenwürfe» zum Opfer. In Gegend von R r t h e l wurde das französische Luftschiff„Alsacc" zur Landung gezwungen, die Besatzung ist gefangen genommen. Heute 8 Uhr 39 Minuten vormittag wurden auf die neutrale Stadt Luxemburg von französischen Fliegern Bomben geworfen. Es sind zwei luxemburgische Soldaten, ein Arbeiter und ein Ladenmädchen verletzt. Oestlicher Kriegsschauplatz. tzeeresgruppe des Gcneralfcldmarlchalls v. Hindenburg. In den Kavalleriekämpfen südlich von K o S j a n y wurde der Gegner über die Mjadsjolka zurückgeworfen. Im übrigen nichts von Bedeutung. Bei den Heeresgruppen der GeneralteldmarlcHälle Prinz Leopold von Bayern und v. ülacfienfen. ist die Lage unverändert. Heeresgruppe des Generals v. Clnfingen. Nach der Niederlage bei Czcrnycz und dem Scheitern aller russischen Angriffe gegen die Front nördlich dieses Ortes haben die Russen das westliche Korminufer bis auf kleine Postierungen an einzelnen Uebergängea preis- gegeben. Tie Zahl der von den deutschen Truppen gemachten Gefangenen hat sich auf 8499 erhöht. Seit einiger Zeit ist der Obersten Heeresleitung folgender Befehldes französischen Generals Joffre be- kannt: .Große? Hauptquartier der Westarmee. Generalstab 3. Bureau. Nr. S. SSS. 14. IX. ISIS. Geheim. An die Kommandierenden Generale. Der Geist der Truppen und ihr Opfermut bilden die wichtigste Bedingung des Angriffs. Der französische Soldat schlägt sich um so tapferer, je besser er die Wichtigkeit der Angriffshandlungen be- greift, woran er beteiligt ist. und je mehr er Vertrauen hat zu den von den Führern getroffenen Maßnahmen. Es ist deshalb not- wendig, daß die Offiziere aller Grade von heute an ihre Unter- gebenen über die günstigen Bedingungen aufklären, unter denen der nächste Angriff der ftanzösischen Streitkräfte vor sich gehen wird. Folgende Punkte müssen allen bekannt sein. 1. Auf dem französischen Kriegsschauplatz zum Angriff zu schreiten, ist für uns eine Notwendigkeit, um die Deutschen aus Frankreich zu verjagen. Wir werden sowohl unsere seit zwölf Mo- naten unterjochten Volksgenossen befreien als auch dem Feinde den wertvollen Besitz unserer besetzten Gebiete entreißen. Außerdem wird ein glänzender Sieg über die Deutschen die neutralen Völker bestimmen, sich zu unseren Gunsten zu entscheiden, und den Feind zwingen, sein Vorgehen gegen die russisch« Armee zu verlangsamen, um unseren Angriffen entgegenzutreten. 2. Alles ist geschehen, daß dieser Angriff mit erheblichen Kräften und gewaltigen materiellen Mitteln unternommen werden kann. Der ohne Unterbrechung gesteigerte Wert der Verteidigungs- einrichtungen in erster Linie, die immer größere Verwendung von Territorialtruppen an der Front, die Vermehrung der in Frank- reicht gelandeten englischen Streitkräfte haben dem Oberbefehls- haber erlaubt, eine große Zahl von Divisionen aus der Front herauszuziehen und für den Angriff bereitzuhalten, deren Stärke der mehrerer Armeen gleichkommt. Diese Streitkräfte, ebenso wie die in der Front gehaltenen, verfügen über neue und vollständige Kriegsmittel. Die Zahl der Maschinengewehre ist mehr als ver- doppelt. Die Feldkanonen, die nach Maßgabe ihrer Abnutzung durch neue Kanonen ersetzt worden sind, verfügen über einen be- deutenden Munitionsvorrat. Die Kraftwagenkolonnen sind ver- mehrt worden, sowohl zur Verpflegung als zur Truppenverschiebung. Die schwere Artillerie, das wichtigste Angriffsmittel, war der Gegen- stand erheblicher Anstrengung. Eine beträchtliche Menge von Batterien schweren Kalibers ist mit Rücksicht auf die nächsten An- griffshandlungen vereinigt und vorbereitet worden. Der für jedes Geschütz vorgesehene tägliche Munitionssatz übertrifft den bisher jemals festgestellten größten Verbrauch. 3. Der gegenwärtige Zeitpunft ist für einen allgemeinen An- griff besonders günstig. Einerseits haben die Kitchener Armeen ihre Landung in Frankreich beendet, und andererseits haben die Deutschen noch im letzten Monat von unserer Front Kräfte weg- gezogen, um sie an der russischen Front zu verwenden. Die Deut- schen haben nur sehr dürftige Reserven hinter der dünnen Linie ihrer Grabenstellung. 4. Der Angriff soll ein allgemeiner sein. Er wird aus mehreren großen und gleichzeitigen Angriffen bestehen, die auf sehr großen Fronten vor sich gehen sollen. Die englischen Truppen werden mit bedeutenden Kräften daran teilnehmen. Auch die belgischen Trup- Pen werden sich an den Angriffshandlungen beteiligen. Sobald der Feind erschüttert sein wird, werden die Truppen an den bis dahin untätig gehaltenen Teilen der Front ihrerseits angreifen, um die Unordnung zu vervollständigen und ihn zur Auflösung zu bringen. Es wird sich für alle Truppen, die angreifen, nicht nur darum handeln, die ersten feindlichen Gräben wegzunehmen, sondern ohne Ruhe Tag und Nacht durchzustoßen über die zweite und dritte Linie bis in das freie Gelände. Die ganze Kavallerie wird an diesen Angriffen teilnehmen, um den Erfolg mit weitem Abstand vor der Infanterie auszunutzen. Die Gleichzeitigkeit der An- griffe, ihre Wucht und Ausdehnung werden den Feind hindern, seine Infanterie- und Artillerie-Reserven auf einem Punkte zu versammeln, wie er es im Norden von Arras tun konnte. Diese Umstände sichern den Erfolg. Die Bekanntgabe dieser Mitteilungen an die Truppen wird nicht verfehlen, den Geist der Truppe zu der Höhe der Opfer zu erheben, die von ihr gefordert werden. Es ist daher unbedingt nötig, daß die Mitteilung mit Klugheit und Ueberzeugung geschieht. (Gez.) I. Joffre." Hierzu gab ein französischer Regiments- kommanbeur folgenden Zusatz: „Diesen Befehl bringt der Oberst zur Kenntnis der Herren Bataillonskommandeure und Kompagnieführer, und bittet sie, wäh- rend des Dienstes in den Gräben und im Lager jede Gelegenheit zu benutzen, um den Leuten begreiflich zu machen, daß die von ihnen geforderte Anstrengung derartige Folgen haben kann, daß der Krieg binnen kurzem mit einem Schlage zu Ende ist. Alle müssen bei dem beabsichtigten Angriff diejenige Kraft, Energie und Tapferkeit einsetzen, die nötig sind, um ein so großes Ergebnis zu erreichen. Wir müssen die deutschen Linien durchbrechen und dazu vor- wärts gehen, trotz allem..." Der Befehl des Generals Joffre wird in interessanter Weise durch nachstehende Aeußerung des Kommandeurs der englischen Gardedivision ergänzt, die am 28. September in deutsche Hände gefallen ist: „Divisionsbefehl der Gardedivision. Am Vorabend der größten Schlacht aller Zeiten wünscht der Kommandeur der Gardedivision seinen Truppen viel Glück. Er hat den anfeuernden Worten des Kommandierenden General? von heute morgen nichts hinzuzufügen. Möchte sich aber jedermann zwei Dinge vor Augen halten: 1. daß von dem Ausgang dieser Schlacht da? Schicksal kom- mender englischer Generationen abhängt, 2. daß von der Gardedivision Großes erwartet wird. Als ein Gardist von über 30 Dienstjahren weiß er, daß er nichts mehr Hinzuzufügen braucht,(gez.) Lord Ca van," Aus diesen beiden Dokumenten geht zunächst hervor, wie schmählich man die Oeffentlichkeit täuscht, wenn ihr nach dem Fehlschlagen des am 25. September unternommenen Angriffs in seinen eigentlichen Bestrebungen immer wieder versichert wird, der in der Vorbewegung eingetretene Stillstand habe von vornherein in der Absicht der verbündeten englischen und französischen Heeresleitungen gelegen. Aber die Befehle gestatten auch noch andere Feststellungen. Der Zweck des Angriffs war, die Deutschen aus Frankreich zu vertreiben, das Ergebnis dagegen, daß die deutschen Truppen auf der etwa 840 Kilometer langen Front an einer Stelle in 23 Kilometer, an einer anderen, und an dieser nicht durch die soldatischen Leistungen des englischen Angreifers, sondern durch gelungene Ueberraschung mit einem Gasangriff, in 12 Kilometer Breite aus der vordersten Linie ihres Ver- teidigungssystems in die zweite, die nicht die letzte ist, ge- drückt wurden. Nach vorsichtiger Berechnung betragen die französischen Verluste an Toten, Verwundeten und Gesänge- neu mindestens 130 000, die englischen 60 000, die deutschen noch nicht ein Fünftel dieser Zahl. Ob die Gegner hiernach noch Aussicht haben, ihr Endziel zu erreichen, mag dahinge- stellt bleiben. Jedenfalls können solche örtlichen Erfolge, erkämpft durch den Einsatz sechs- bis siebenfacher zahlenmäßiger Ueberlegcn- heit und vorbereitet durch vielmonatige Arbeit der Kriegs- Materialfabriken der halben Welt einschließlich Amerikas, nicht ein„glänzender Sieg" genannt werden. Noch weniger ist davon zu reden, daß der Angriff uns. gezwungen hätte, irgendetwas zu tun, was nicht in unserem Plan lag, im besonderen unser Vorgehen gegen die russische Armee nach ihm zu richten. Abgesehen davon, daß eine zum Abtransport bestimmte Division beim Einsetzen der Offensive auf dem Westkriegsschauplatz angehalten und dafür eine im Antransport hierher befindliche andere Division nach dem Bestimniungsort der ersten gelenkt wurde, hat der Angriff die Oberste Heeresleitung nicht veranlaßt, auch nur einen einzigen Mann anders zu vertvenden, wie es seit langer Zeit bestimmt war. Andererseits ist der Angriff weder ohne Ruhe Tag und Nacht fortgeführt worden, noch ist er bisher an irgendeiner Stelle über unsere zweite Linie hinaus gelangt, noch hat er uns verhindert, unsere Reserven genau so sicher und wirksam zu verschieben, wie wir es bei der Mai-Offensive nördlich Arras tun konnten. Oberste Heeresleitung. M MMW GMlllWMIW. W i e n, 3. Oktoder 1915. st e r Gazette" sagt in einem Leitartikel über Arbeiterschast und Rekrutierung: Wir sind nahezu am Ende der Ergebnisse, die durch einen Aufruf an die Massen erreicht werden können. Das üunkle Lonüon. London, 2. Oktober.(W. T. B.) Gestern abend find neue Bestimmungen über die Beleuchtung von London in Kraft getreten. Die Straßen waren belebt wie gewöhnlich, aber die Blätter betonen, daß den Fußgängern ernste Gefahr von Kraft- wagen und Omnibussen drohte.„Daily R e w s" schreiben, die Londoner müssen sich jetzt mehr auf ihr Gehör als aus ihr Gesicht verlassen, um die Entfernung herankommender Wagen abzuschätzen. London biete ein ganz neues Bild voll geisterhafter Nachtbilder f Dunkelheit brüte auf allen Straßen, Plätzen und Gaffen. Die Kraftomnibusse müßten auf bestimmten Strecken alle Lichter löschen, in den Eisenbahnwagen müßten die Vorhänge herabgelassen werden.„Daily Mail" meint, daß man seinen Weg durch die Straßen ebenso schwer finde wie in einer Nebclnacht im Dezember; man erkenne die Gebäude nicht mehr und könne sich in den gewohn- testen Straßen nicht zurechtfinden. Die„Times" meinen, die Zeppeline würden jetzt keine dunkeln Stellen mehr sehen, nach denen sie sich richten könnten. Der„Temps" kritisiert üie französischen Sozialisien. Aus A m st e r d a m wird uns geschrieben: Die französische Regierung hat zwei Vertretern der krieg-- fteundlichen Richtung in der englischen Arbeiterbewegung, dem Parlamentsmitglied John H o d g e, Vorsitzendem der Arbeiterpartei, und dem Mitglied des„sozialistischen Nationalverteidigungs- ausschusses" Adolphe Smith— Smith ist nach jahrzehntelanger Berufstätigkeit als Uebersetzer auf Arbeiterkongressen Sozialist ge- worden— die Erlaubnis gegeben, die französische Arbeiterschast in einer Vortragsreise über die„Leistungen der britischen Nation im gegen- wältigen Krieg" zu unterrichten. Diese Propaganda, die offenbar den Hauptzweck hat, Friedensneigungen im französischen Proletariat ent- gegenzuwirken, hat am 19. 9. in einer Versammlung der Seine-Föde- raison begonnen. Der Deputierte C a ch i n, der die englischen Redner vorstellte, stellte hierbei die seltsame Behauptung auf, daß das„nationale Verteidigungskomitee" die Führer aller sozialisti» schen Fraktionen vereinige. Die englischen Sozialisten hätten in diesen grausamen Tagen glücklicherweise ihre Einigung vollzogen. Genoffe Cachin ist vor kurzem von einer Reise nach England zurück- gekehrt. Aber es bedürfte nicht einmal einer solchen Reise; das Ver- folgen der Berichte in der bürgerlichen Presse wie in der sozialisti- schen würde genügen, um die Irrigkeit dieser Erklärung zu zeigen. Ueber die Reden Hodges und Smilhs haben die Depeschen- bureaus berichtet. Auffallend war, nach der jüngsten Drohung des Nie wird bei der Postausgabe sein Name gerufen. Gedenkt nie- mand seiner in der Heimat? Wem mag denn wohl sein Grübeln gelten? Oder lauscht er den gedämpft geführten Gesprächen einer anderen Gruppe in feiner Nähe, die, in Dämmerlicht gehüllt, von der Menschheit Kulturgütern reden. Dem Theater und der bilden- den Kunst haben sie heute den Stoff für ihre Plaudereien entnmn- men. Mitten im kriegerischen Leben wollen sie nicht vergessen, was sie im Frieden gepflegt haben und wieder pflegen werden. Wird die Zeit noch fern sein? An den Wänden hängen Stiefel, Wäsche- und Monturftücke umher. Die Schatten der Menschen, die sich im Räume bewegen, gleiten darüber. 58ald verlöscht eine Kerze nach der anderen und die Männer suchen, ihre müden Glieder zu betten, denn mit Sonnen- aufgang beginnt der Dienst. Karg ist die Zeit der Erholung.„Mir fehlt ja nur eine Kleinigkeit, nur Zeit, nur Zeit!" 2>as Gebieterische der Forderung Dehmels wird im Armierungssoldaten zum Bewußtsein gebracht. Der Krieg aber ist unerbittlich, er gibt keine „Stunde zur Freude ftei!" I!. 8. Max halbe unü seine„Ingenü*. Max Halbe, der am 4. Oktober sein fünfzigstes Lebensjahr zurückgelegt hat, erwachte, wie Byron, eines Morgens und fand sich berühmt. Das war der Tag nach der Erstaufführung seines Liebes- dramas„Jugend". Vor vielen Jahren hat einmal Halbe selbst im Psychologische:� Verein zu München in einem Vortrage über das„dramatische Schaffen" die Genesis dieses Stückes erzählt. Be- kanntlich ist Halbe wie Sudermann ein Sohn Ostpreußens. In Göttland, einem Dorfe bei Danzig, ist er als Sohn eines Guts- besitzers geboren. Nach Absolvierung seiner Studien widmete er sich in Berlin ausschließlich der Dichtkunst und Schriftstellerei. So waren in rascher Folge die Dramen„Ein Emporkömmling". „Freie Liebe" und„Eisgang" erschienen, von denen endlich das letztgenannte, wenn auch ohne Erfolg, zur Aufführung gelangte. Wenige Tage nach der ersten Auffübrung des„Eisgangs"— es war im Februar faß Halbe in seinem damals noch recht hoch- gelegenen Arbeitszimmer in Berlin und sah aus dem Fenster über die Dächer der Nebenhäuser in das milde Sonnenglänzen eines Vorfrühlingstages. In ihm lebte der leidenschaftliche Wunsch, dem aufgeführten Drama sofort ein anderes folgen zu lassen; der ganze Ehrgeiz des Dramatikers war mit aller Heftigkeit über ihn gekommen. Während er sinnend dastand, kam der Klang eines Leierkastens aus einem der Nachbarhöfe. Durch diese Töne wurden Erinnerungen in ihm geweckt, Erinnerungen an die Kindheit, an den Vorfrühling, an seine Marienburger Gymnafiastenzeit. Dort in dem kleinen Städtchen waren die Leierkastenmänner als erste Boten des Frühlings alljährlich erschienen. Dabei erwuchs dem Dichter das Bild von dem Pfarrherrn und zwei verliebten Menschenkindern in der polnischen Landschaft, ein Erlebnis, das neun Jahre hinter ihm lag. Nun sah er plötzlich den Stoff zu feinem neuen Drama vor sich, und wie von selbst traten die beiden Gestalten, die mit seinem Erlebnis eigentlich nichts zu tun hatten, aber zur Konsrastierung notwendig waren, die des Kaplans und des Amandus, in das Bild. Die Klänge des Leierkastens allein hatten die Anregung gebracht. Am 23. April 1893 wurde das Stück im Berliner Residenztheater zum ersten Male gegeben. Es war der stärkste Erfolg seines reichen Schaffens. Arbeiterparteilers Thomas mit der„industriellen Revolution', die Erklärung Hodges, daß das englische Volk, wenn sich die Dienst- Pflicht wirklich als notwendig erweise, sie annehmen werde, denn „alles sei erlaubt, um Deutschland zu besiegen". Es ist jedenfalls gut. solche Aeutzerungen im Auge zu behalten, die die Wirkung der nationalen Bewegung auf die hergebrachten politischen Vorstellungen der englischen Arbeiterschaft zeigen. Trug die Versammlung einen ausgeprägt sozialpatriotischen Charakter, so befriedigt sie gleichwohl den„Temps" nicht. Wohl wurde eine Resolution angenommen, die die Fortsetzung des Kriegs fordert, bis„der germanische Militarismus und Imperialismus zur Ohnmacht verurteilt und die Bedingungen eines gerechten und dauernden Friedens ohne Annexionen und Er- oberungen gegeben seien, der die Unabhängigkeit aller Nationen und die Errichtung der Vereinigten Staaten von Europa in der Demokratie und Brüderlichkeit sichere. Der„Temps" findet aber, es sei genug, in nationaler Soli- darität Deutschland zu besiegen und überflüssig, von„fernen Idealen" wie den Vereinigten Staaten von Europa zu sprechen, die zur Größe der jetzigen Aktion nichts hinzutäten. Und er fügt hinzu:„Und wieder einmal muß man erstaunen, daß Franzosen— seien sie selbst Syndikalisten— bei ihrem Eintreten für einen„gerechten und dauernden Frieden" es nicht für nötig gehalten haben, von der Rückkehr Elsaß-Lothringens zum Vaterlande zu sprechen, ferner davon, daß die„Wiederherstellung des Rechts" die Erneuerung der territorialen Einheit Frankreichs fördere und endlich, daß sie als„gerecht und dauernd" einen Frieden bezeichnen, der mit Verzicht auf Annexionen und Eroberungen die Unabhängigkeit aller Nationen fordert. Soll der Frieden zu einer Befestigung Deutschlands führen? Man fühlt das Aergerliche einer solchen Aeußerung nach all den grausamen Opfern der Verbündeten und insbesondere Frankreichs." Bekanntlich hat die Leitung der französischen Sozialistischen Partei seinerzeit auch in der elsässischen Frage einen ungefähr mit dem des„Temps" übereinstimmenden Standpunkt eingenommen. Man wird wohl nicht fehlgehen, darin, daß der„Temps" diese Frage von neuem ausspielt, ein Zeichen davon zu sehen, daß sich die Mei« nungen der französischen Arbeiterschaft über den Frieden allmählich schärfer von denen der bürgerlichen Parteien und der Pariser Politiker scheiden. NlazeÜonier für üas bulgarische tzoer. Sofia, 3. Oktober.(Telegramm des Privatkorrespondenten von Wolffs Telegraphischem Bureau.) 5000 Mazedonier, welche zum Eintritt in das serbische Heer gepreßt worden waren, überschritten in den letzten Tagen an verschiedenen Stellen die Grenze, um in die bulgarische Armee einzutreten. Auch aus dem griechischen Heer ist eine Anzahl von Mazedoniern nach Bulgarien entwichen. Etwa 100 serbische Soldaten mit zwei Offizieren sind nach Bul- garien geflüchtet, wo sie entwaffnet worden sind. Nach ihren Schilderungen herrscht im serbischen Heer große Entmutigung. Eine deutsche Note in der„�rabk�ßrage. New Jork, 3. Oktober.(Meldung des Reuterschen Bureaus.) Der deutsche Botschafter Gras Bernstorff über- unttelte Staatssekretär Lansing eine Note der Deutschen Regierung, die, wie erklärt wird, eine geeignete Grundlage zur Regelung der„Arabic"-Frage bildet. De Vets Hungerstreik. Man schreibt uns aus A m st e r 0 a m: Das neue Tageblatt der südafrikanischen Nationalisten(d. h. der Unabhängigkeitspartei der Buren)„De Burger" berichtet über die üble Behandlung, die General De Wet und die anderen Kom- Mandanten des Aufstands im Gefängnis erleiden. Am 2. Juli wurde De Wet mit fünf anderen Offizieren aus dem Gefängnis von Bloemfontein nack, dem Fort Johannesburg transportiert. Tort wurde ihnen die für gemeine Verbrecher bestimmte Kost vor- gesetzt, die Gefangenen weigerten sich aber, sie zu essen. Am Königl. Schauspielhaus:„stnttmio und kleopatra". Die Aufführung des selten gespielten Dramas Shakespeares be- stätigte nur die Ansicht, daß es auf der modernen Bühne niemals heimisch werden könne. Das Gemälde der schwülen Liebesleiden- schaft,' in welcher Marc Anton mit seinen stolzen Imperatoren- träumen zugrunde geht, ist von soviel rein chronikhaftem Detail durchzogen und gekreuzt, daß keine volle Wirkung von ihm aus- strahlt Unaufhörlich in verwirrendem Durcheinander wandelt sich der Schauplatz; in der Menge der Nebenpersonen, die sich um das Liebespaar gruppieren, zeigt keine eine ausgeprägte Physio- gnomie, die die Teilnahme auf sich zöge. Der Dichter rechnet offen- bar mit einem stofflich-historifchen Interesse an dem nach Cäsars Tod um dessen Erbe sich erhebenden blutigen Streit, das uns heute so fern liegt wie das Interesse am Stofflichen seiner englischen Königsdramen; er scheint sich verpflichtet zu fühlen, den Kreuz- und Querzügen, von welchen die Ueberlieferung erzählt, im ein- zelnen zu folgen. Bezeichnend für die lockere Fügung des Ganzen war es, daß, als sich endlich gegen elf Uhr abends Antonius in sein Schwert gestürzt, ein großer Teil des Publikums im Glauben, nun sei's zu Ende, aufstand, während der Vorhang erst eine gute halbe Stunde später zum letztenmal siel. So lange brauchte es. bis Kleopatra, in eine Totengruft geflüchtet, dem Beispiel des geliebten Freundes folgt und sich— zu stolz, um im Triumphzug des Siegers Oktavian einherzufchrciten— die giftige Natter an den Busen fetzt. Die Szenen dieses Schlusses dehnen sich zu völlig un- motivierter Breite. Nachdem die Königin ihren Willen, zu sterben, bekundet, den Dolch auf sich gezückt hat, weiß jedermann den Aus- gang, sind alle Möglichkeiten weiterer Spannung ausgeschöpft. Aber— das Messer wird ihr entrissen. Erst muß Oktavian selbst kommen, bis sich nach vielen langen Reden das Angekündigte voll- zieht. Aehnlich sorglos, und unbekümmert nm dramatische Gesetze, verfährt der Dichter in der Zeichnung des Antonius. Er, der kein anderes Glück als das in Kleopatras Sklavenketten kennt, willigt dann plötzlich, den Bund mit Oktavian zu festigen, ein, dessen Schwester zu freien, wo er doch wissen muß, daß er, unfähig, Kleo- patra zu entsagen, durch einen Treubruch dieser Ehe der Feindschaft Oktavians nur neue' Nahrung zuführt. Und ähnlich sprunghaft klimmt sich sein Verhalten im Kriege aus, der zwischen beiden Nebenbuhlern entbrennt. Ein hoffnungsloser Weichling, gibt er, als das Schiff, auf welches die Geliebte ihn begleiiet, aus der See- schlacht heimwärts steuert, das Signal zu allgemeiner Flucht, um später wiederum als todesmutiger Feldherr aufzutreten und, ge- fallen, mit Lobpreisungen seiner Hcldengröße überhäuft�zu werden. Die Pietät der Regie, das Werk mit möglichst wenig Streichungen zu spielen, gereichte demselben nicht zum Vorteil. Die Ermüdung steigerte sich dadurch, besonders in den letzten Akten. Sogar T i l l a D u r i e u x' farbig virtuose Darstellung der schlangenhaft ge- schmeidigen, heißblütigen königlichen Bühlerin— in der Szene vor Antonius'Leichnam gipfelnd hatte der ungekürzten Länge dieser Totenklags gegenüber einen schweren Stand. Herr Sommer- storff gab den Antonius in einer noch immer jugendlich sym- pathischen Erscheinung. Ein gutes und wohlüberlegtes Spiel, das aber das schwankend Widerspruchsvolle der Gestalt nicht auszu- gleichen vermochte. Die Nebenrollen blieben in neutralem Dunkel. folgenden Tage richteten sie einen Beschwerdebrief an den Di- rektor des Gefängniswesens und nahmen das Recht auf Selbstbe- köstigung in Anspruch. Der Superintendent des Forts ließ sie in Einzelhaft fetzen, in der Hoffnung, sie auf diese Art leichter zum Genießen der Gefängniskost zu bringen. Die Gefangenen blieben aber fest. Am 5. Juli kam endlich ein Telegramm des Direktors, daß politische Gefangene künftig das Recht auf Selbstbeköstigung haben. Der Hungerstreik hat beinahe 4 Tage gedauert. Wie brutal die Botha und Smuts an ihren besiegten Gegnern Rache nehmen, geht u. a. auch daraus hervor, daß die Gefängnis- behörden von Bloemfontein von De Wet und seinen Genossen Fingerabdrücke nehmen wollten. De Wet widersetzte sich jedoch energisch und schließlich scheute man davor zurück, dem greisen Volkshelden Gewalt anzutun.— Andere Teilnehmer des Aufstands stellen in den südafrikanischen Blättern gegenüber den offiziellen Ablengnungen öffentlich fest, daß man sie im Gefängnis kahlgeschoren hat. Unter diesen Umständen ist es begreiflich, wenn der jetzige Wahlkampf in Südafrika mit äußerster Erbitterung ausgefochten wird. Die(englischen) Unionisten und die bothaistische„südaffi- kanisch: Partei" leisten einander Unterstützung gegen die Ratio- nalisten. Diese genießen die Hilfe der kriegsfeindlichen Gruppe der Arbeiterpartei. Australische Arbeiter gegen öen dienstzwang. London, 3. Oktober.(W. T. B.) Das Reuterfche Bureau meldet aus Sydney: Eine Arbeiterorganisation, die KXXXMZ Gewerkschaftler vertritt, hat beschlossen, jede Form der Dienstpflicht zu bekämpfen, die nicht zuerst vuf das Kapi- tat Anwendung findet. Nobilisierung üer japanischen?nAustrie. Ein guter Kenner der ostastatischen Verhältnisse veröffentlicht in der Petersburger„Ketsch" sehr beachtenswerte Angaben über die Verhandlungen der Ententemächte mit Japan und die Maßnahmen, die in Japan getroffen werden, um die Verbündeten in Europa zu unterstützen. Danach habe der Besuch der Gesandten der Entente- mächte vom 18. August beim japanischen Premierminister Graf Okuma eine große politische Bedeutung gehabt. Die japanische Presse habe sich zwar noch nicht deutlich geäußert, es weist aber alles darauf hin, daß der Schwerpunkt der Verhandlungen mit der japanischen Regierung in der Heranziehung der japanischen Industrie zu Nüstungszwecken liege. Sehr symptomatisch sei das kurz nach dem erwähnten Besuch der Gesandten beim Grafen Okuma erfolgte Auf- treten des Finanzgelehrten Baron Megara, der im Blatte„Iiis jits" darauf hinwies, daß man die japanische Industrie zur Auf- süllung der Kriegsmaterialien der Verbündeten schleunigst heran- ziehen müsse. Das Auftreten Baron Megaras wurde von der ge" samten japanischen Presse freudig unterstützt und die japanische Regierung faßte den formellen Beschluß,„alle der Regierung und Privatunternehmen zugänglichen Mittel auszunutzen, um die Ver- bündeten mit Kriegsmaterial zu verstärken". Damit wurde die Mobilisierung der staatlichen und privaten Industrie in Japan offiziell angekündigt. Die Leitung dieser Mobilisierung der japanischen Industrie liegt in den Händen einer besonderen Kommission, die unter dem Vorsitz des Gehilfen des Kriegsministers General Ossima beim Kriegs- Ministerium in Tokio gebildet worden ist. Die Grundlage für die eingesetzte fieberhafte Tätigkeit der japanischen Industrie bildet der Aufschwung, den das Land auf industriellem Gebiete in den letzten Jahrzehnten genommen hat. Aus einem Agrarland hat es sich teil- weise in ein Industrieland verwandelt, das auf einigen Gebieten Industriestaaten, wie England und den Vereinigten Staaten, erfolg- reich Konkurrenz macht. Im Jahre 1911 waren in Japan 14 222 Fabriken und Werke oifiziell registriert, deren Motore eine Stärke von 900 000 Pferdekräften aufwiesen. Besonders gut sind die staat- lichen Werke eingerichtet, die den größten Teil der Kriegsmaterialien, die Heer und Marine brauchen, selber anzufertigen vermögen. Jetzt haben die staatlichen Werke die Zahl der Arbeiter verdoppelt, und die Arbeit wird auf ihnen ununterbrochen in Tag- und Nacht- schichten ausgeführt. Auch zahlreiche private Fabriken und Werk- stätten sind jetzt für die Herstellung von Kriegsmaterialien ein- gerichtet worden. Die neuen Uniformen für öas öeutfche Heer. Der Krieg hatte vor allem in der Uniformierung des Heeres einen völligen Umsturz herbeigeführt. Unser leider viel zu früh verstorbener Genosse Bebel war es vornehmlich, der bereits vor Jahrzehnten darauf hingewiesen hat, daß es im Kriege für das Heer nichts Gefährlicheres geben könne als die bisherigen bunten Uniformen. Jetzt hat die Notwendigkeit, die der Eigenart des modernen Krieges entspricht, dazu geführt, daß in der Uni- formierung des Heeres eine Vereinfachung der Uniformen Platz greift. Die Frage der Friedens-Uniformierung mußte schon jetzt, wäh- rend des Krieges, einer Lösung entgegengebracht werden, da die Truppenkammern der Krieg völlig geleert hatte; selbst die Parade- garnituren waren in Gebrauch genommen worden. Auch für die Industrie mußte eine Entscheidung vorgenommen werden, damit sie möglichst bald erfuhr, worauf sie sich einzurichten hat und nicht erst Tuche und Ausrüstungsstücke fertigt, die später nicht mehr vor- wendet werden können. Selbstverständlich mußten der Lösung der vorliegenden Frage die Erfahrungen zugrunde gelegt werden, die im gegenwärtigen Kriege gesammelt worden sind, und dabei kam man naturgemäß zu Fricdcnsuniformen, die von den bisherigen stark abweichen. Leider hat man dabei aber doch nicht vermeiden können, den Freunden der bunten Uniformierung gewisse Kon- zessionen zu machen. Den Berliner Pressevertretern war am Sonnabend von der Militärverwaltung die Möglichkeit geboten worden, Einblick zu nehmen in den Plan der künstigen Gestaltung der neuen Friedens- Uniformen. Diese sollen sich stark an die heutigen Kriegsuniformen anlehnen. Mancherlei Vereinfachungen sind vorgenommen worden. Die Grundfarbe der Bekleidung ist feldgrau. Der Friedensrock, in dem der Soldat auf der Straße und im Verkehr sich zeigt, soll tadellos sitzen und schmuck sein, der Feldrock dagegen bequem und weit, damit dieser das Unterziehen wollener Unterkleidung gestattet. Der zukünftige Ausgehrock des Soldaten ist daher der bisherige ! Waffenrock mit den bekannten farbigen Besätzen, aber von feld- grauem Grundtuch. Die Jäger haben statt des dunkelgrünen Grundtuches graugrünes erhalten und statt der roten Besätze hell- grüne. Der weiße Koller der Kürassiere und der bunte Attila der Husaren sind fortgefallen und durch einen feldgrauen Waffenrock bzw. durch einen feldgrauen Attila ersetzt. Der Jäger zu Pferde behält einen graugrünen Waffenrock. Die � Maschinengewehrabteilungen und die Stabsordonnanzen tragen fortan die Uniform des Truppenteils, dem sie angegliedert bzw. entnommen sind. Für einzelne besonderen Gelegenheiten sollen einige Gala- und Parade- stücke noch aufgetragen werden. Der Arbeits- und Feldrock ist die Bluse, einheitlich für die ganze Armee; für Jäger und Jäger zu Pferde graugrün, sonst feldgrau. In Schnitt und Ausstattung der Bluse sind alle im ijelds gemachten Erfahrungen verwendet worden. Von nun an bedarf es zur. Ausstattung von Mannschaften verschiedener Waffen- und Truppengattungen im Frieden sowohl wie im Kriege nicht mebr ebenso vieler Röcke verschiedener Machart und Ausstattung, sonoern es genügt ein Vorrat an Blusen und Abzeichen. Ohne Abzeichen geht es natürlich auch bei der neuen Uniform nicht. Zur Unterscheidung dienen Schulterklappen in Waffen- und(bei der Kavallerie) Truppengattungsfarben. Grundsatz hierbei ist Ein- fachheit und Klarheit. Fortan gibt es für die ganze Armee auch nur graue Hofe n. Da sie sowohl zu Feldgrau wie graugrün passen müssen, mußte ein völlig neutrales Grau gewählt werden.— Der neue Mantel ist ebenfalls für die ganze Armee einheitlich gestaltet. Da er während eines erheblichen Teils des Jahres infolge des Stellungskampfes zum Gefechtskleid geworden ist, mutzte er entsprechend verbessert und ihm auch die feldgraue Farbe gegeben werden. Mantel und Bluse haben einen vom Grund- tuch in Farbe abweichenden Kragen erhalten, � was ebenso kleidsam wie praktisch ist. Die Feldmütze ist die gleiche wie bisher, also feldgrau; die Schirmmütze ist auch feldgrau im Grundtuch, doch snii> den Kürassieren, Husaren und Dragonern ihre bisherigen bunten Mützen gelassen. Auch die Mannschaften der berittenen Waffen tragen fortan an den eigenen Mützen einen Schirm. Das Schuhzeug der berittenen Waffen ist verein- facht durch Einführung eines Einheits-Kavalleriestiefels. Das ge- säurte Schuhzeug ist fortan schwarz, ebenso das Lederzeng, das bisher schwarz, weiß oder braun war. Für die gesamte Armee ist aucy ein einheitlicher Leibriemen mit dem bisherigen Koppel- schloß der Fußtruppen eingeführt, statt der Leibriemen-Ueber- schnallkoppel und Säbelkoppel mit zwei verschiedenen Arten von Schlössern.— Sämtliche Helme haben eine abnehmbare Spitze. der Tschapka einen abnehmbaren Deckel erhalten, um auch an den Kopfbedeckungen des Feldanzuges alles Auffällige zu vermeide«. Auch der Tornister soll feldgrau werden. Bezüglich der O ff i z i e r s au s sta t t u n g hat der Zdrieg ergeben, daß sie sich möglichst eng der der Mannschaften anzupassen hat, damit der Offizier nicht weithin als Führer erkannt und ab- geschossen wird; dann aber auch, weil er hinsichtlich der Ergänzung seiner Ausstattung im Felde oft auf Mannschaftsstücke angewiesen ist. Waffenrock(Ulanka), Bluse, Mantel und Hosen der Offiziere lehnen sich daher ganz eng an die der Mannschaften an. Für die Friedensröcke ist ein feineres Tuch gestattet, für die Bluse und den Mantel dagegen ausdrücklich vorgeschrieben, daß ihr Tuch im Aus- sehen völlig dem der Mannschaften gleichen muß. Die Bluse ist ebenso wie bei den Mannschaften für alle Waffen- und Truppengattungen das gleiche Stück. Zusammengefaßt ergibt sich folgende Grundlage der neuen Uniformierung: Feldgrau als Grundfarbe in Krieg und Frieden, eine Mantelart, eine Art Bluse als Kriegs- bekleidung für alle Waffen, Unterscheidung dieser vonein- ander durch Waffen- und Truppengattungsfarben, Fortfall der besonderen Uniformen der Maschinen- gewehrabteilungen und Stabsordonnanzen, eine Halsbinde(grau), eine Art Kavallericjtiefel, eine Art Koppel und Koppelschloß, eine Farbe(schwarz) für alles Leder- und Schuhzeug, Ab- schaffung Von Bande lier und Kartusche für Unter- offiziere und Mannschaften sowie der Leibbinde, der Ulanen.— Ferner für den Offizier: Abschaffung des Ueberrocks und Juterimsattilas, Abschaffung der Epauletten, Einführung von Feldachselftücken, Ersatz der silbernen Feldbinde durch ein Lederkoppel, Gleichberechtigung von Schnürschuhen und Gamaschen mit hohen Stiefeln. Nach den Ausfuhrungsbestimmungen des Kriegsministeriums werden alle Bestände unverändert ausgetragen; auch können gewisse alte und neue Stücke zusammen getragen werden. Offiziere dürfen Mäntel, Blusen, Reit- und Stiefelhosen sowie Brotbeutel, Feldflaschen und Trinkbecher gegen Erstattung der jährlich vom Armeeverwaltungsdepartement festzusetzenden Selbstkosten ans Truppsnbeständen entnehmen. Auch dürfen sie Tuch zu oben- genannten Bekleidungsstücken durch ihren Truppenteil usw. von den Beklcidungsämtern beziehen. Diese werden neben dem Mann- schaftstuch leichteres Tuch für Offiziere führen. Hierdurch soll die vorschriftsmäßige Ausstattung der Offiziere besonders für den Kriegsfall erleichtert und gefördert werden. Ohne Zweifel hat diese neue Friedensuniformierung des deut- scheu Heeres eine höhe praktische und wirtschaftliche Bedeutung. politische Ueberftcht. Enteignungspreise für Kartoffeln. Wie die„B. Z. am Mittag" zu melden weiß, haben die Per- Handlungen zwischen dem Reichsamt des Inner» und dem Vorstand des Deutschen Städtetages über die Lebens- mittelbeschaffung, soweit sie die Kartoffel Versorgung der Gemeinden in diesem Erntejahr betreffen, zu einem Abschluß ge- führt. Es soll mit Beteiligung der Regierung und der Städte eine Kartoffel-Einkaufsgesellschaft begründet werden, die das Recht der Enteignung und der Festsetzung von Eni- eignungspreisen erhält. Damit erübrigt sich die an sich schwierige Festsetzung von Produzenten- und Großhändler-Höchst- preisen. Ein Programm der„Wirtschaftsfriedlichen". Die Vertreter der unter Mithilfe des Reichsverbandes gegen die Sozialdenwkratie ins Leben gerufenen„wirtschaftsfriedlichen" Arbeiterbewegung waren am Freitag in Berlin versammelt, um gemeinsam mit Vertretern der Industrie und der Landwirtschaft Beratung zu pflegen. Aus dem Beschluß, der gefaßt wurde, heben wir folgenden Absatz hervor: „Hebung des Arbeiterstandes bei voller Erhaltung seiner Unabhängigkeit nach allen Seiten sowie Pflege eines Vertrauens- vollen Zusammenwirkens von Unternehmer und Arbeiter aus innerer Ueberzengung und damit dauernde Sicherung eines gesunden deutschen Wirtschaftslebens. Gerade der jetzige Krieg hat die Richtigkeit dieser Grundgedanken erwiesen. Denn für- wahr, der Krieg hat in blutigen Zügen dem deutschen Volke die Tatsache vor Augen geführt, daß nicht im Kampf vermeint- licher Gegensätze, sondern in friedlicher Zusammenarbeit die Kraft und das Heil unseres Vaterlandes liegt. Nach dem Krieg wird ein vertrauensvolles Zusammenwirken von Arbeiter und Unternehmer infolge der schwierigen Lage der deutschen Volks- Wirtschaft, insbesondere im internationalen Wettbewerb, in er- höhtem Maße eine nationale Lebensfrage sein." Wie man sich in Unternebmerkreisen das vertrauensvolle Zu- sammenwirken vorstellt, das hat Geheimrat Kirdorf jüngst in einer Rede recht deutlich zum Ausdruck gebracht. Nach dem Kriege werden ganz selbstverständlich Lohnkämpse nicht ausbleiben und es über- rascht eigentlich gar nicht, daß dann die„Wirtschaftsfriedlichen" wieder auf feiten der Unternehmer stehen werden. Deshalb auch das Bestreben der Unternehmer, diese durch den Krieg in den Hinter- grund gedrängte Bewegung schon jetzt wieder in Fluß zu bringen. Ein Sozialdemokrat Vizepräsident des holländischen Parlaments. Amsterdam, 27. September�(Eig. Ber.) In der holländischen Zweiten Kammer ist Genosse S ch a p e r zum Vizepräsidenten ge- wählt worden. Schapcr gehört dem rechten Flügel der Arbeiter- Partei an. In der letzten Zeit ist er infolge seiner Wirksamkeit im„?lnti-Kriegsrat" viel genannt worden. Einige reaktionäre Blätter maulen über seine Wahl mit dem Hinweis auf das kräftige Temperament, das Schaper so manchmal mit dem Borsitzenden der Kammer rn Konflikt gebracht hat. Mus Groß- öerlin. ?mmer höher hinauf. Die Milchpreise nehmen stetig eine steigende Tendenz an. Auf Grund neuer Verpachtungen ist in Berlin der Milchpreis vom 1. Oktober ab auf 30 Pf. pro Liter hinaufgeschraubt worden. Man wollte eigentlich noch weitergehen, aber der „Verein Märkischer Milchproduzenten" glaubte sich noch als Wohltäter der Menschheit hinzustellen, wenn er die Preise so stellte, daß der Liter Milch im Verkaufspreise„nur 39 Pf." kostete. In einer Versammlung des Vereins Märkischer Milchproduzenten wurde kürzlich ausgeführt und der Presse mitgeteilt: „Wiewohl die Milchpächter selbst ihre Gebote wesentlich er- höhten, nur um Milch zu bekommen, wurde jedoch der Vorschlag mehrerer Herren angenommen, der dahin ging, den Verpachtungs- preis zunächst nicht über 22 Pf. frei Bahnhof Berlin gerechnet zu erhöhen, um dem Handel die Möglichkeit zu geben, die Milch für 30 Pf. den Konsumenten zugänglich zu machen. Falls aber der herrschende Mangel an Kraftfutter weiter anhält„und der Handel infolge der Milchknappheit mehr wie 30 Pf. zu nehmen sich ge- zwungen steht", sollen auch dementsprechend die Verpachtungspreise erhöht werden, um die Herstellung größerer Milchmengen, soweit es irgend geht, zu ermöglichen." Wir müssen also noch recht dankbar sein dafür, daß die Milch„nur" 39 Pf. kostet. Die Milchhändler wehren sich gegen den Vorwurf, preissteigernd gewirkt zu haben, da man ihnen die Pistole auf die Brust gesetzt habe. Tatsächlich soll- ten die Händler unter allen Umständen 24 Pf. pro Liter zahlen, so daß die Milch 32 Pf. im Verkauf gekostet hätte, und nur der Umstand, daß dieser Preis von Gerichten als Wucherei bezeichnet und eine Gutsbesitzersfrau bereits wegen einer Auf- forderung, den Milchpreis unter keinen Umständen unter 39 Pf. zu halten, bestraft worden ist, ist anscheinend die Veranlassung gewesen, sich mit 22 Pf. ab Stall zu begnügen. Eine Reihe Gemeinden haben sich geholfen, indem sie selber Milch beziehen und in eigenen Verkaufsstellen abgeben. Der Verein der Charlottenburger Molkerei- besitzer hat den Milchpreis vom 1. Oktober ab auf 3 2 P f. p r o Liter festgesetzt. Er begründet diese Preisfestsetzung mit der„außerordentlichen Teuerung der Futtermittel". Wäre es vielmehr nicht richtiger, auf dem Gebiete der Lieferung der Futtermittel Reformen herbeizuführen als ausschließlich nur an eine fortgesetzte Hinaufschraubung der Milchpreise zu denken? So wie jetzt kann und darf die Preisschraube nicht angezogen werden. Hohe Milchpreise bedeuten einen schweren, nie mehr gutzumachenden Schaden vor allem der heran- wachsenden Generation. Durch hohe Milchpreise wird die Kindersterblichkeit rapid wachsen und alle Bestrebungen auf dem Gebiete der Säuglingsfürsorge werden zunichte gemacht. Das wissen alle, die auf diesem Gebiete-sich betätigen. Die Sahnenverbote und ähnliche Maßnahmen zur Schonung der Milchvorräte sind ein Schlag ins Wasser ge- Wesen. Die hohen Butterpreise und die Preise für Käse reizen dazu, die Milch zur Butter- und Käsebereitung zu der- wenden. Hier muß der Hebel zuerst angesetzt und es müssen Höchstpreise für Butter und Käse festgesetzt werden. Diese Maßnahmen drängen, soll der Schaden an der Volksgesundheit nicht noch vergrößert werden. Die Rücksicht auf das Allgemeinintercsse muß allen anderen Interessen vorangehen! $ Unserem Genossen und Be- % zirkssiibrer $ Wilhelm Unfug I jv pje herzlichste Gratulation zur � ch � Silberhochzeit Vp Die Genossen li. 699 d Bezirks. �SSSSSSSSSSSSSSSZS' w w «p v)e vi/ «v 1 «SSSSSSSI, <» vi/ vi/ vi/ Unserem Genossen Paul Dobrohlaw nebst Gemahlin die herzlichsten Glückwünsche zur Silierhochzeit. 2S37b Die Bczirksführer der S. Abteilung S. Kreis. �SSSSSSSSSSSSSK� �'15% ÜlcutocA/ 150�, — J. Stoffe für Maß-Aöziige, Paletots, ütster Meter 6, 8. 10, 13 M. ten-Kostiiin- M Dlster-StoHe „Neuhelten" Meter 3, 5, 7 M. SeMliselie, Persianer imit. Astrachan Meter 10, 15, 30 M. Koch& Seeland, Tach-uger Gertraudtenstrahe 30—31.• Preisgekrönte Arbeitermöbel salideEln-u Zwelzlmmerwohnungs- Einrichtungen. Einzelmöbel. Karl Thomas, Tischlermeister. Gr. Frankfurter Str. SS schrägüber Andreasstratze. Früher Bernauer Straße 79. ILieserant d. Konsumgenosienschast., Hohe Eierpreise. Die Preise für die Eier haben gleichfalls eine schwindelnde Höhe erreicht. Je nach der Größe muß pro Stück 16 bis 21 Pf bezahlt werden; nur städtische Eier werden mit 14 Pf. verkauft, aber das zur Verfügung stehende Quantum ist minimal. Dabei läuft man noch Gefahr, daß schlechte Eier heute weniger bereitwillig zurückgenommen werden als früher, obwohl man für sein Geld brauchbare Ware verlangen kann. Hohe Lebensmittelpreise werden heute vielfach mit den hohen Gestehungskosten begründet. Wie steht es denn nun mit den hohen Gestehungskosten für Eier. Körnerfrucht sollte an Hühner nicht verfüttert werden und in Rücksicht auf die hohen zu erzielenden Preise ist das wohl auch wenig geschehen. Es mußte also zu anderen Futtermitteln für Hühner gegriffen werden. Das sind aber in der Hauptsache solche, die erhebliche Kosten, insbesondere Mehrkosten gegen früher, nicht machen. Wo sind also die höheren Gestehungskosten für Eier, zumal eventuell vorhandene auch in dem gestiegenen Preis für geschlachtete Hühner und anderes Geflügel stark zum Ausdruck kommen. Mit den höheren Gestehungskosten kann der hohe Eierpreis ernstlich kaum begründet werden. Bleibt nur die allgemein be- kannte Tatsache übrig, daß infolge der fehlenden Zufuhr die Markt- läge ausgenutzt wird, um höhere Preise zu erzielen. Auch hier ist nicht abzusehen, welche Preise die Eier noch erreichen werden. Da werden die einzurichtenden Preisprüfungsstellen wohl Arbeit vorfinden, wir fürchten nur, daß diese mühevolle Arbeit lediglich statistischen Wert, nicht aber praktische Wirkung auf die Preise haben dürfte. Gegen Ausbeutung der grauen. Gewissenlose Elemente haben sich die jetzige Situation zunutze gemacht. Wie sie auf dem Plane waren, als die große Arbeits- losigkeit anhub und die Notlage weiter Kreise durch die Vorspiege- lung,„lohnende Arbeit" zu verschaffen, natürlich gegen die ent- sprechenden Gebühren, ausbeuteten, so sind auch jetzt diese Raub- ritter an der Arbeit, erwerbsuchende Frauen zu schädigen. Auf diese Burschen weist eine Bekanntmachung des Oberkomman- dos in den Marken hin, die zur Vorsicht mahnt. Die Mit- teilung lautet: „Die jetzige Zeit zwingt viele Frauen, insbesondere Krieger- Witwen, zu einem Erwerbe zu greifen. Diese Notlage wird von gewissenlosen Elementen in der Weis« ausgenutzt, daß in den Tages- und Fachzeitungen diesen Frauen teils„Schnellkurse", teils„gut lohnende Heimarbeit", namentlich in der Krawatten- industrie, Konfektion und Schneiderei sowie in den kaufmännischen Berufen empfohlen werden. Die Ermittelungen haben ergeben, daß die Preise dieser Kurse bisweilen ganz unverhälwismäßig hoch und die angeblich garantierten Erwerbsmöglichkeiten so gut wie nicht vorhanden sind. Es handelt dann sich also lediglich um eine Ausbeutung der Unerfahrenheit der Frauen; diese verlieren ihr Geld und ihre Zeit, ohne zu dem gewünschten Erwerb zu gelangen. Im Interesse dieser Frauen weist das Oberkommando darauf hin, daß alle Frauen, die auf Grund solcher Anpreisungen einen Beruf wählen oder Heimarbeit übernehmen wollen, mit größter Vorsicht zu Werke zu gehen haben. Es wird ihnen drin- gend angeraten, sich vorher sachverständigen Rat einzuholen. Uneigennützige Beratung in allen diesen Fragen erteilt die Groß- Berliner Auskunftsstelle für Frauenberufe, Berlin W., Genthincr Straße 19(Sprechstunden: Montag, Donnerstag, Sonnabend 4— 7 Uhr, DienStog, Mittwoch, Freitag 19— 1 Uhr), und die Aus- kunftsstelle für Heimarbeitsreform, Berlin W., Nollendorf- straße 29/30(Sprechstunde täglich von 10— 1 und 4— 7 Uhr)." Sterbehasse ehem. ftlag'seher Arbeiter (Hetzelsche Kasse) Der neue Nachtrag betreffs Kassenunterstützung für gefallene Kassenangehörige ist genehmigt. D e r V o r s t a n d. 1. A.: G. Wegner, Vors. .Berlin S40. 16, engcl-Ufcr 5. Tabak-CrroQhandlnng und T'abaktabrik. SV Rauch-, Kau-, Schnupftabake, Zigarren, Zigaretten."MI Vorteilialteste Bezugsquelle für Wiederverkäufer.* Größte Auswahl gelagerter Zigarren in allen Preislagen. Sämtliche be- 2 i M Q t* O 4 f O M zu Originalproisen. kannten Marken Äl||