Mr. Ä97.-3Ä. Jahrg. JJbcnnemcntS'Bcälngungeii; BBonnement»• Brei; Sr&nutneranh»« Bieacljä&d. 330 Ml. mor.ciL 1,10 SKI, wöchcmlich 2ö Mg, frei ins Hau!. einzeln« Nummer ö Big. Sonnrag»- Nummer mir illuftriener Sonntag»« Beilage.Die Neue Seit'>0 Mg Poft» AbonnemeM! 1.10 SKart vro Monat, Eingelrageo in die Pon. Zeitung»- Preisliste Unter Kreuzband für Deuiilbland und Oeilerreich» Ungar» L30 Marl, für das übrige Ausland » Mari vro Monat, Poflabonnement» nekmcn an: Leigien, Dänemarl, Holland, Italien, Luxemburg. Borrugab Bucmaitii, Schweden und die Schwei» Vlchetiii llgNch. Vevlinev VolkcsblÄkk. Zentratorgan der roztaldcmokratifcben Partei Deutfchlanda. ( 5 Pfennig) Blc Tnfertions-Gebflljr ietrigt für die sechsgespaltenc Kownel- »eile oder deren Raum 00 Pfg„ für politische und gewerfschäftliche Vereins» Und Verslunmlungs-Auzeigen 30 Psg, „KUine Mnztigen". das fettgedruckte Wort 20 Pfg,(zulässig 2 fettgedruckte Worte), iedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche mid Schlafsfellencht- »eigen das erste Wort 10 Pfg.,. jedes wertere«ort ö Pfg. Worte über 15 Buch» fiaben zählen für zwei Worte. Anferole für die nächste Nmnmer müssen bis k Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedstioti ijt bis 7 Uhr abends geöffnet. itelegramm» Adreff« .SsÄHliemelllüi Biroa", Reöattion: EW. öS, Linüenstraße 3. fferwiprecher: Amt Morivpla«, Nr. ISI Sv— 131«7. Mittwoch, dett A7. Oktober 191S. Expedition: EW. HS, Linöenstraße 3. Kernsprecher: Amt Moritfpla«, Nr. 131 90—131 97. auf Venedig. Miing des Größe» AUMlieis. Amtlich. Großes Hauptquartier, den L6. Oktober 1913. fW. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nordöstlich von S o u ch e z wurde» seiudliche Hand» qrauatenaugriffe abgewiesen. In deu Äämpfeu vom 24. lv. find au der vorspriugeudcu Ecke nördlich von L e M e s u i l iu der Champagne etwa 250 Meter unserer Stellung vor- übergehend in Femdeshaud gekommen. Gestern wurden die Franzosen wieder daraus vertrieben. 5 Offiziere nud über 159 Manu blieben gefangen in unserer Hand. Nord- östlich von Le Mesuil hält der Feind noch einen kleinen deutschen Graben besetzt. Auf der Couibres-.Höhe hatten unsere' Sprengungen guten Erfolg, französische Sprengungen im Priesterwalde blieben ergebnislos. Ocstlicher Kriegsschauplatz. heeiekgriippe des Gcneralfcldmarlcfjalls v. fjindenburg. Der Jlluxtabschnitt nördlich von I l l u x t ist wieder überschritten, das bereits vorgestern vorübergehend ge» uommene Gehöft Äasimirschki ist fest in unserer Hand. heerezgruppe d« Gencralfddmarfcballs Prinz Leopold von Bavern. Russische Angriffe östlich Baranowitschi nud gegen unsere Aaualftelluug südlich desZStzganowskoje-Eees sind'abgeschlagen.''•'.<. Heeresgruppe des Generals v. Clnllngen. Oestlich von Kllkli«westlich von Czartorysk) wurden iu der Nacht zum 25. 19. die feindlichen Stellungen ge- stürmt; eiu allgemeiner russischer Gegenangriff blieb er- folglos. Gestern wurden weitere Fortschritte gemacht. Der Feind ließ 4 Offiziere, 1459 Mann und 19 Maschinen- gewehrt iu unserer Hand. Balkaukriegsschauplatz. Oestlich von Äisegrad ist die Höhenlinie Suha Gora— Pauos erreicht. Der Augriff der Armeen der Generale von Koeveß und von Gallwitz schreitet gut fort. Südlich von Palanka sind die Nordhänge des Raca-Tales in unserem Besitz, weiter östlich sind Markovac, Vk. Laole, Kncevo ge- oommcu. In deu letzten drei Tagen sind 969 Serben ge- fangen genommen. Von der Armee des Generals Bojadjicff liegen keine neuen Meldungen vor. Oberste Heeresleitung. ** w MMW ÄMiMMderW. Wien, 26. Oktober.(W.T.B.) Amtlich wird ver- lautdart: Wien, 26. Oktober 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Die südwestlich von Czartorysk kämpfenden k. und k. Truppen wehrten mehrere Angriffe russischer Schützendivisionen ab, wobei sie zwei Offiziere und fünfhundert Mann gefangen nahmen und ein Maschinengewehr erbeuteten. Deutsche Regimenter warfen den Feind beiderseits der von Nordwest nach Czartorysk führenden Straße. Insgesamt ließen die Ruffcn iu diesem Räume gestern vier Offiziere, eintausend- vierhundertnndfünzig Mann und zehn Maschinengewehre in der Hand der Verbündeten. Sonst blieb im Nordosten die Lage unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. Der gestrige Schlachttag verlief im Bcrhällnis zu den vor- angegangenen an der Front der Hochfläche von Do- berdo ruhiger; dagegen wurde um unsere Brückenkopf- stellungcn von Görz und T o l m c i n sowie im Ab- schnitte nördlich Tolmciu bis zum Kr» wieder äußerst heftig gerungen. Alle diese Kämpfe rudigten mit dem vollen erfolge des angreifenden Feindes. Am Kru brachen drei Borstöße der Italiener iu unserem Feuer zusammen. Bor dem M r z l i L r h scheiterte eiu feind- licher Nachtangriff. Gegen den Tolmeiner Brückenkopf bereitete nachmittags ein besonders lebhaftes Artilleriefeuer neue Angriffe starker Kräfte vor. Spät abends schlugen unsere Truppen einen solchen Angriff auf die Höhe westlich von Sankt Lucia, heute zeitlich früh eine» zweiten gegen die Stellung nörd- lich von K o c a r S c a, der bis zum Handgemenge führte, unter schwersten Verlusten für den Feind zurück. Ter Raum von Tcsola stand zeitweise unter Trommelfeuer. Ein schwächlicher italienischer Angriff gegen Zagora wurde leicht abgewiesen. Ter S a b o t i» o, vor dem der Gegner in den letzten Tagen mindestens zweitausendfünfhundert Mann verlor, wurde gestern nicht mehr angegriffen, wohl aber von der italienischen Artillerie heftig beschoffen. Zahlreiche Granaten fielen auch iu den Süd- teil von Görz. Abends griffe» sehr starke feindliche Truppen die Podgvrahöhc an. ES half ihnen nichts, daß sie Bomben mit giftigen Gasen verwendete», sie wurden blutig zurückgeschlagen. Gestern ließen sich die Verluste der Italiener bei ihren An- griffen gegen die Hochftäche von Dobcrdo stellenweise übersehen. So liegen vor der Front cincS unserer Jnsantcrirrcgimetcr drei- tausend Feinde sleichcu. An der Tiroler Front wiesen die Verteidiger der Lafraunstellung einen Angriff des italienischen 116. Infanterie- regiments ab. Südöstlicher Kriegsschauplatz., r Die östlich von B i s e g r a d vorgehenden österreichisch-mtga- rische» Streitkräfte warfen den Feind an die Grenze zurück. Unter de» Gegnern befanden sich neben serbischen Bataillonen auch montenegrinische. Tie im Nordwestwinkel Serbiens operierenden k.u. k. Truppe» der Armee des Generals von Kocvcß nähern sich der v b e r e n Koludara und der von den Serben vor unserer Reiterei ge- räumten Stadt Baljevo. Tic von Lbrenovac südwärts ent- sandten östcrrcichisch-ungarischcn Divisionen entrissen dem Gegner nach erbitterten Kämpfen die starken Höhenstellungcn südlich und südöstlich von Lazarevac. Tie deutschen Truppen trieben den Feind über Aranjelovac zurück. In Topola und auf den Höhen östlich davon stehen östcrreichisch-ungarische Kräfte im Gefecht. Die beiderseits der M o r a v a vordringende deutsche Armee be- müchtigtc sich der Höhen nördlich von Raca, des Ortes Markovac und weiterer serbischer Stellungen südöstlich von Petrovac. Das Gebirgslaud in der Donanschleife östlich der klissuracnge ist zum größten Teil vom Feinde gesäubert. Es wurden hier drei von den Serben verlassene Geschütze eingebracht, darunter ei» schweres. Ter Stellvertreter des Chefs des GcneralstabeS: gez.: v. Hocfcr, Fcldmarschallcutnant. Ereignisse zur See. Am 24. Oktober nachmittags suchte ein italienischer Flieger die Stadt Trieft mit Bomben heim, wobei er, ohne einen Materialschaden anzurichten, drei Einwohner tötete und mehrere verwundete. Der Besuch wurde wenige Stunden später durch unsere Marineflieger in Venedig erwidert, wo sie um halb elf Uhr nachts bis 1 Uhr früh in rascher Folge Arsenal, elektrische Zentrale, den Bahnhof, einige Festungswerke und andere mili- tärischc Baulichkeiten ausgiebig und erfolgreich mit Bomben mitt- leren und schwersten Kalibers belegten und zahlreiche Brände verursachten. Am nächsten Morgen um 8 Uhr griff ein Seessugzeug-Gcschwader neuerdings Venedig an, wo noch ein vom nächtlichen Bombardement herrührender Brand emporloderte. Außer bei» früher ausgezählten Gebäuden wurden diesmal auch Flugzeughalle und Kricgsfahrzcugc erfolgreich bom- dardicrt. Schwächliche Versuche zweier feindlicher Flieger, unsere Aktion zu stören, waren durch unser Gcwrhrfcncr in kürzester Zeit vereitelt. Bei beiden Unternehmungen wurden unsere Flieger von starker Artillerie heftig, aber ganz erfolglos beschossen. Alle kehrten unversehrt zurück. Flottenkommando. Der bulgarische Kriegsbericht. Sofia, 25. Oktober.(W. T- B.) Ter amtliche Bericht über die Operationen am 24. Oktober besagt: Unsere Truppen nahinen N e g o t i n und den Donauhafen Prahovo. Die bis jetzt bekannte Beute ist: Ein Bcrpflegungsmagazin. 29 Waggons mit Kriegsmaterial, gefangen genommen ein Offizier. 279 Mann. Auf dem Schlachtfeld wurden 899 ser- bische Leichen aufgelesen. Prinz Kyrill und der Armee- kommandant wurden in Uesküb sehr feierlich empfangen. Die Stadt war mit unseren Flaggen und Teppichen geschmückt. Die gesamte Bevölkerung beteiligte sich am Empfang und weinte vor freudiger Rührung. Die Begeisterung war unbeschreiblich. Eine bulgarische Verwahrung. Sofia, 26. Oktober.en Front keine bedeutende Aktion. Paris, 26. Okiober.(W. T. B.) Amtlicher Bericht von Montagabend. Der Feind unlernahm heute sehr heftige Gegenangriffs auf der ganzen Front der Scbanzwerke von La Courline. Wir blieben im Besitz der im Osten und Westen eroberten Stellungen. Es gelang den Deutschen nur im Zentrum einige Schiitzengrabenstücke wieder zu besetzen, wo der Kampf erbittert mit Handgranaten fortgesetzt wird. Von der übrigen Front ist nichts Wichtiges zu melden. Belgischer Bericht: Ruhe auf der ganzen Front. Der Irrtum eines öeutfchen ßliegers. Berlin, 26. Oktuber.(W. T. B.) Am 17. d. M. hat ein deutscher Doppeldecker über s ck, w e i z e r i s ch e m G e b i et bei dem Orte La Chaux de Fonos einige Bemben«sge- Mörsen. Der Führer des Flugzeuges war durch Welken und Dunst in seiner Orientierung vallständig behiu- d e r t und befand sich im b e st e n Glauben, über f r a n z ö s i- s ch e m Gebiet zu sein. Durch den Bombenwurf fft materieller Schaden angerichtet worden, auch sind vier Persancn, glücklicher- weise nur leicht, verletzt worden. Auf den P r e t e st der s ch w e i- zerischen Regierung hin ist von feiten der zustanoigen deutschen Behörden eine Untersuchung eingeleitet worden, die die Richtigkeit des oben geschilderten Tatbeffandes ergeben hat. Selbstverständlich hoben die deutschen Milit«»tebä�>en die für den Unfall Verantwortlichen, bie oamit gegen wiederhslte Befehle verstoßen haben, zur entsprechenden Verant- Wartung gezogen. Gleichzeitig sind alle Fliegeraatailungen erneut vor dem U eberfliegen neutralen Gc- bietcS nachdrücklich gewarnt worden. Der sckrnmze- rischen Regierung hat die kaiserliche Regierung unverzüglich ihr leb hafte st es Bedauern über den Vorfall ausgesprochen, sie von den getroffenen Maßnahmen in Kenntnis geseht und die Leistung von"Schadenersatz sowie die Gewährung von Schmorzcns- gcldcrn zugesagt. Die schweizerische Regierung ist bei der Rege- lung dieses Zwischenfalles der kaiserlichen Regierung in jeder Be- ziehung entgegengekommen, so daß er nunmehr als V o l l st ä n d ig erledigt betrachtet werden kann. Der rusilsche Generalsiabsbericht. Petersburg, 26. Oktober.(23. T. B) Amtlicher r u f s i« scher Bericht vom 25. Oktober: Vor Riga dauern die Kämpfe an. Südlich deS BabitsceS ergriffen die Deutschan ohne Erfolg die Offensive. Bei Olai Artilleriekampf. Auf dem linken DiKiaiffrr mackten die Deutschen erneut heftige Angriffe, südlich d»r Eiiettbahn bei Jlluxt. ES wurde erbittert gekämpft. Fünf heftige deutsche Au- griffe wurden abgewiesen; während deS sechsten Angriffs drangen deutsche Teile in unsere Befestigungen ein. Unsere Truppe« kämpften mutig und kailblütig. sie machten einen großen Ter! der Deutschen nieder und nahmen den Rest gefangen. Der sechste deutsche Llngriff wurde ebenfalls durch starken gleichzeitigen Ei»satz von Artillerie und Infanterie abgewiesen. In der Gegend von Friedrich- stadt finden kleinere Gefechte an der Düna statt. Auf dem linken Dünaufer nordwestlich und westlich Jakobstadt und in der Wald- gegend westlich Lilvenhof gleichfalls nur Zusammenstöße kleinerer Abteilungen. Bei Dwinsk, in der Gegend von Jlluxt, erbitterte Kämpfe mit den Deutschen, welche unaufhörlich vorrücklen. Nach der Besetzung von Jlluxt versuchten die Deutschen ihre Offensive fortzusetzen, wurden aber an dem Westrande östlich Jlluxt aufgehalten. Die Versuche deS Feindes, östlich des DorseS Paichilina in der Gegend südlich Jlluxt vorzu- stoßen, wurden durch unser Feuer zurückgewiesen. An der Straße Nowo—Alexandrowsk— Dwinsk Ariilleriekampf südlich des Meddum-Sees. Heftige Artilleriekämpfe finden gleichfalls auf der Front Demmen-See— Dryswjaty-See statt. Auf der Front der Seen Dryswjaty— Boginskoje Miadziol— Naroez und Wiszniew an vielen Orten Zusammenstöße ohne besonderes Ergebnis auf beiden Seiten. Besonders hervorzuheben ist nur die Einnahme der Dörfer Shdegile westlich des Boginikoje-SeeS(10 Kilometer vom Snd- zipfel) und Potuschki westlich Kosjany durch unsere Truppen. Bei dem Dorfe Smorgon wurde eine feindliche schwache Abteilung leicht zerstreut. In dem Waldgelände südlich Krewo und auf der Front in der Gegend von Ljubtscha, am oberen Riemen, bis Kraschir nordöstlich Baranowitschi(18 Kilometer) herrscht Ruhe. Unsere Artillerie beschoß mit Erfolg eine feindliche Kolonne, welche durch das Dorf Russiny(3 Kilometer südöstlich Baranowitschi) vorging. Der Kampf am OginSki-Kanal in der Nähe von Wulka. südlich des WygonowSkoje-SeeS dauert an. Der Feind machte mehrere erfolg- lose Gegenangriffe, um die verloren gegangenen Stellungen wieder- zunehmen. Auf dem linken Styr-Ufcr, südlich des Nobe-SeeS, mehrere kleine Gefechte. In dem Kampf bei dem Sumpfe Bagno Koza in der Nähe des Biale—65—, drängte der Feind unsere Ab- teilungen etwas zurück. Nördlich Nafalowka versuchte der Feind auf dem linken Styr-Ufer vorzugchen, wurde aber zurückgeworfen. Der Feind machte mehrere heftige Angriffe bei den Dörfern Kulte und Konmrow, westlich Czartorysk(16 und 10 Kilometer). An einer Stelle gelang es dem Feinde, uns zurückzudrängen, aber durch die iofort vor- geholten Reserven wurde die Lage wieder hergestellt. Beim Gegen- angriff machten wir viele Gefangene, die bis jetzt auf tausend Mann gezählt sind. Weiter südlich an der Jkwa und bei Nowo-Aleksinicc kein Kampf. Nach sicheren Anzeichen hatte der Feind bei Nowo- Aleksinicc große Verluste. Auf dem linken Mcr deS Dnjester beim Zusammenfluß mit der Strypa Artilleriekampf. Oestlich von Czcrnowitz herrscht Ruhe._ Melöung der italienischen Heeresleitung. Rom, 26. Oktober.(W. T. B.) Amtlicher Heeresbericht vom 25. Oktober. Im Räume zwischen dem Gardasee und der Etsch bemächligten sich unsere Truppen, die unter dem Kreuzfeuer der feiudlicheu Artillerie von Biaena und der Werke von Riva vom Monte Altissimo di Nago abwärts stiegen, am 24. Oktober der Stellungen am Dosso Casina und am Dosso Rcmit und vcrvoll- vollständigten dadurch die beherrschende Stellung über der Straße von Riva über Nago nach Mon. In den feindlichen Gräben fanden wir Waffen, Munition, Handbomben, Feldküchen, Panzer- 'childe, Scheinwclfer und anderes Kriegsmaterial. Während der Nacht vom 23. zum 24. Okiober unternahm der Feind gegen unsere neuen Stellungen im Hochtale des Ricnz drei Angriffe, die alle zurückgeschlagen wurden. Unsere Truppen folgten den fliehenden feindlichen Truppen auf dem Fuße und erreichten sie schließlich dicht vor ihren eigenen Schützengräben, wo sie breite Breschen in ihre Unterstände legten. Man meldet neue glückliche Streifzüge unserer Kolonnen in daS Fellatal. Die Ortschaft Lusnitz steht noch in Flammen. Im Abschnitte deS Kr» griff der Feind gestern zweimal unsere Stellungen auf dem Mrzli an. Er wurde zurückgeschlagen und ließ unS 21 Gefangene. Heftiger war der Angriff, der vom Gipfel des Vodil aus gegen unsere Linien unternommen wurde, die sich unter« halb dieses Punktes vom Zatolmin zum Mrzli erstrecken. Der Feind ver- mochte sie einzudrücken und einen Teil zu besetzen. Später eroberten jedoch unsere tapferen Alpenjäger mit unwiderstehlichem Schwung die verlorenen Gräben zurück und brachten 70 Gefangene, darunter zwei Offiziere ein. Wir beerdigten 303 feindliche Leichen auf dem Kampfplatz. Auf dem Hügel Santa Lucia dehnten wir unsere Be- setzung bis zu dem kleinen Kamme zwischen Punkt KOS und der kleinen Spitze unmiltelbar südlich aus. Im Räume von Plava be- mächtigtcn wir uns gestern der starken Verschanzung, die Casa Di- ruta genannt wird. Der Gegner machte einen Gegenangriff, um sie wieder zu erobern, wurde jedoch mit schweren Verlusten zurück- geschlagen und lieg 1t Gefangene zurück. Auf dem Karst während des ganzen Tages anhaltende Tätigkeit der feindlichen Artillerie- Unsere Batterien am unteren Jsonzo bewirkten einen grojzen Brand in der Umgebung von Duino. C a d o r n a. Für Erschießung üer Engländerin Eavel! in Hrüjsel. Brüssel, 23. Oktober.(W. T. B.) Ter amerikanische Bot- schafrer in Lond»n hat der englischen Regierung Aktenstücke über den Fall Cavell in Brüssel zur Verfügung gestellt. Diese Akten- stücke enthalten Angaben über den Schriftwechsel, der zwischen der amerikanischen Gesandtschaft in Brüssel und den dortigen deutschen Behörden über diesen Prozeß geführt worden war.— Die englische Regierung hat diese Aktenstücke ohne iveitereS der Presse übergeben und sie durch Reuter verbreiten lassen. In diesen Akten- stücken sind die wichtigsten Vorgänge unzutreffend wiedergegeben. Insbesondere wird der Anschein erweckt, als ob die deutschen Be- Hörden den amerikanischen Gesandten durch leere Versprechungen hingehalten hätten, um ihm daS ergangene Todesurteil zu vcrheim- lichen und durch rasche Vollstreckung die Möglichkeit eines Ein- tretens für die Verurteilte zu nehmen. In einer ebenfalls der» öffentlichtsn Erläuterung stellt Sir Edward G r e Y es als die schlimmste Tat der deutschen Behörocn hm, das dem amerikanischen Gesandten gegebene Versprechen, ihn über den Verlauf deS Prozesses ständig zu unterrichten, nicht gehalten zu haben.— Ein der- artiges Versprechen ist aber von den deutschen Behörden nie ge- geben worden, konnte also auch nicht gebrochen werden. Dies hat der amerikanische Gesandte in Brüssel bei einer Aussprache mit den deutschen Behörocn selbst zugegeben. Die falsche Information des amerikanischen Botschafters in London erklärt sich daraus, dag ein belgischer Llovokat, der als Justitiar der amerikanischen Gc- sandtschast in Brüssel in der Angelegenheit eine Rolle spielte, durch seine Berichte irreführende Auffassungen verursacht hat. Jedenfalls hat der amerikanische Gesandte erklärt, er sei von oer Vcröffent- lichiing peinlich berührt worden und er würde seinen Londoner Kollegen und seine Regierung sofort über die zwischen dem schrift- lichen Bericht de§ belgischen Justitiars der Gesandtschaft und den Tatsachen bestehenden Verschiedenheiten aufklären. Amnestie in Ungarn» Budapest, 22. Oktober.(W. T. V.) Der König hat eine ?l in n e st i e wegen aller vor dein Kriegsausbruch aus p o- Ii tischen Gründen verübten Strafbandlungen und die Aufhebung des Verfahrens angeordnet. Die Amnestie bezieht sich insbesondere auf Ausreizungen, welche der sozial- demokratischen Partei angehörende Per- fönen in der Presse oder i n V o l k s v e r s a m m- l u n g e n verübten sowie auf zahlreiche andere Kategorien politischer Vergehen und Ucbertretungen. Der„Eclair* beschlagnahmt. Genf, 25. Oktober.(T. 11.) Ter„Eclair", der wegen eines scharfen Artikels gegen die Regierung ans zwei Tage verboten worden war und gestern trotzdem erschien, ist beschlagnahmt worden. Deshalb berief Senator Dupuy, der Präsident des Pariser Presse- Syndikats, eine Versammlung deS PressekomiteeS zur Beratung von Maßnahmen zusammen, die im Anschluß au den jüngsten Pro- test gegen die Zensur ergriffen werden sollen. von üer englischen Zensur. London, 26. Oktober.(W. T. B.) Die Londoner Polizei befahl innerhalb von sieben Tagen die Vernichtung von elf Veröffentlichungen der Arbeiter- presse. Die amerikanische Note an England. London, 26. Oktober. sW. T. V,) Exchange Telegraph Co. meldet aus Washington vonr 2-1.; Die amerikanische Note an England über die Blockade der deutschen Häfen und die Beschlagnahme amerikanischer Ladungen erklärt die englischen königlichen Verordnungen als völkerrechtlich unzu- lässig und nichtig. Sie behandelten außerdem die Länder vcr- schieden, insofern, als Skandinavien nach Teutschland auS- führen lönne, die Vereinigten Staaten nicht. Die Note be- tont, daß eine Blockade Neutrale nicht bindet, wenn sie nicht tatsächlich durchgeführt wird. Tie Note bestreitet, daß ver- mehrte amerikanische Ausfuhr beweise, daß Ladungen nach Teutschland gehen, ferner, daß die Beweislast den Exporteuren �ufalle.� Die Note besteht endlich darauf, daß Neutrale in jedem Falle das Recht haben, Güter, die keine Konterbande sind, nach Deutschland auszuführen, und fordert nachdrücklich Freiheit der Meere. Versthiebung üer Einberufung üer Duma. Moskau, 22. Oktober. sW. T. B.)„R u ß k o j c S l o w o" meldet: W o l h» u i c n und Minsk werden imnicr mehr geräumt.— In RegierungSkrcisen verlautet, daß die Duma nicht früher als a m 6. T e z e m b c r einberufen wird, da sie jetzt gar nichts zu tun hätte und sich nur mit Interpellationen und unnützer Kritik beschäftigen und dadurch dem Lande schaden würde.— Alle Kriegsun tauglichen sollen noch einmal ärztlich untersucht werden.— In der LandcSvcrtcidigungSkoinmtsston wurde die Frage der mili- tärischen Organisierung aller Fabriken erörtert. Ein Beschluß ist vorläufig nicht gefaßt worden. Petersburg, 22. Oktober.„ N o>v o j e W r c m j a" meldet: Tic Verbände der Rechten veröffentlichen in der russischen Presse eine Entschließung, in der ge- fordert wird: Die Unterlassung aller Reformen bis zum Ende dcsKriegeS, da sämtliche Kräfte für die Kriegsführung erforderlich seien; Vertagung der I u d c n f r a g c, da ihre Behandlung die Volksmassen in Erregung bringen könnte: Verweigerung der A ni- n e st i e, insbesondere mit Rücksicht ans die Streikbewegung in den Munitionsfabriken; Ablehnung der Minister- Verantwortlichkeit, die nur Verwirrung hervor- bringen könnte; Ausstattung der Regierung mit besonderen weitestgehenden Voll in achten, um mit eiserner Festigkeit alles zur Vor- berci�tung deS Sieges durchzuführen; Kampf gegen Teuerung und Deutschtum; militärische Orga- n i s a t i o Ii aller Fabriken. Tic ganze liberale Presse ist cnipört über die offen zutage tretende Reaktion und spricht dieser Entschließung jede Bedeutung ab, da die Massen keineL- wcgs hinter ihr ständen. Die russische Zinanzlage. Kopeilhagc», 23. Oktober. sW. T. B.).BerlingSke Tidende" meldet aus Petersburg: Finanzmimster Bark hat die Vertreter der Presse Petersburgs und Moskaus empfangen und ihnen eine Ueber- ficht über die finanzielle Lage gegeben. Er erklärte, daß ein aus- gearbeiteter vorläufiger Steuerüberschlag einer großen Kommission zur Beratung überwiesen worden sei, die auS Mitgliedern der Duma und des Reichsrates sowie auS Vertretern der leitenden Finanz- institutc zusammengesetzt sei. Der Kern der geplanten großen Finanzreform sei die Einführung der Einkommensteuer, die die Duma bereits grundsätzlich genehmigt habe. Diese Steuer werde bedeutende Beträge einbringen. Allein die Einnahme aus der Textilindustrie werde auf 153 Millionen Rubel jährlich beranschlagt. In Verbindung mit der Einkommen- steuer werde die Einführung von StaalSmonopolen vorgeschlagen, die bereits so günstige Ergebnisse erzielt haben. Bisher sei die Ein- stlhrung des Tee-, Streichholz- und Zuckermonopols geplant, oberes bestehe die Absicht, auf diesem Wege noch weiter zu gehen. Bezüg- lich der inneren Anleihe äußerte sich der Minister dahin, er sei überzeugt, daß sie eine günstige Aufnahme im Publikum finden werde. Der russische Geldmarkt verfüge über ge- wältige flüssige Mittel. Die Einlagen der Banken und Spar- kassen überschritten vier Milliarden Rubel, das letzte Jahr habe allein eine Vermehrung um 733 Millonen gebracht. Unter diesen Umständen sei man berechtigt, mit einem unbedingten Erfolge zu rechnen, der eS möglich machen werde, große Mengen von um« laufenden Rcichsbanknote» einzuziehen und einen Teil der äußeren Anleihe von fünf Milliarden zu amortisieren, so« wie neue sechSprozentige Schatzanweisungen auszustellen. Der Minister machte darauf aufmerksam, es sei sür die russischen Kapilalisten vorteilhaft. Geld in den»euauSgestellten fünf« prozenligen SlaalSobligationen anzulegen, die von der Staatskasse garantiert und mit Coupons für dreimal 12 Monate verschen seien, so daß die Inhaber sie mit einem Berdienste von einem Prozent rcaNsteren könnten. Schließlich erklärte der Minister, cS habe sich als unpraktisch erwiesen. Freimarken anstatt Scheidemünzen zu verwenden. Er plane setzt die Ausstellung von kleinen Noten, wie die italienischen Lire-Notcn. Die Kommission für Flüchtlinge unter der Leitung Cbwostowö habe dem Statthalter im Kaukasus eine halbe Million Rubel angewiesen und eine Million zur Bor- beuguna gegen Epidemien überwiesen, serner 26 Millionen Rubel zur Deckung der Ausgaben der ScmstwoS. Letztere hätten bereits einen Beirag von über drei Millionen Rubel zur Deckung von StaatSauSgaben verauslagt. Dotha behält üas alte Kabinett. Praetoria, 26. Oktober.(W. T. B.) Meldung des Reuter- scheu Bureaus. Botha beschloß, mit dem gegenwärtigen Kabinett die Regierung weiterzuführen. politische Uebersicht. Sozialdemokratie und Kolonialpolitik. In den„Sozialistischen Monatsheften" veröffentlicht Ludwig O u e s i e I einen Artikel über„Deutschlands Kolonialarbeit", in dem es heißt: „... Nur ein völlig niedergerungenes Deutschland würde sich mit den britischen Anncklierungsplänen unserer Kolonien abfinden- Für Deulschland, das sick, der Uebermacht seiner Feinde zu wehren vermag, ist die Zuriickgewinnung seines Kolonialreiches, wenn auch i» anderer(und wie wir hoffen: besserer) Gestalt eine conditio sino qua non. Deutschland kann als Großmacht ohne ein eigenes Kolonialreich, das sich selbst verteidigen kann und im Kampfe sich zu bchauplen vermag, ebensowenig auskommen wie England- Das ist die Lehre, die uns dieser Krieg mit feurigem Eisen ins Vewußlsein gebrannt bat, und die auch dem schlichtesten Mann unseres Volke? in hundert FriedcnSjahren nicht mehr ver» lorcn gehen kann"... Nachocm dann die bisherigen Leistungen in unseren Kolonien lobend hervorgehoben sind, schließt der Artikel: .Deutschland ist nicht nur auf Grund seiner großen kulturellen Leistungen in seinen Kolonien im Interesse deS menschlichen Fort- schritleS berechtigt, nach einem ausreichenden Kolonialbesitz zu streben, sondern auch im proletarischen Interesse geradezu hierzu genöligt. Die deutsche Bourgeoisie kann sich schließlich mit einem koloniallosen Zustande abfinden, daß deutsche Prole« tariat aber, daß in seiner Existenz von der tropischen Land- Wirtschaft und der kolonialen Rohstofferzengung abhängig ge« worden ist, muß in de», Maße, wie die fremden Kolonien sich uns verichiießen, die Grundlage seiner Existenz in eigenen Kolonien suchen." Genosse Oueffel muß unS schon die Feststellung gestatten, daß weile Partcikrcise über daS, waS„Im prolclarischcn Interesse" liegt, etwas anderer Meinung sind._ Zusammentritt des Reichstages. Der bis zum 36. November vertagte Reichstag wird seine Arbeiten voraussichtlich erst am O. Dezember wieder ans- nehmen. Es steht aber zu erwarten, daß die Kommission für den Reichshaushalt schon vorher mit ihren Beratungen be- ginnen wird. Die Regierung wird wieder eine Denkschrift über die von ihr getroffenen'wirtschaftlichen Maßnahmen vor- legen. Auch sonst wird es der Haushaltskommission an Material mr die Vorarbeiten nicht fehlen. Tcldrück oder Schorlemer? Die„Deutsche Tageszeitung" druckt Plötzlich einen schon vor einigen Tagen in der„Kölnischen Volks zcitung" erschienenen Artikel ab, in dem auS- einandcrgcsetzt wird, daß der Reichskanzler für daS Versage» der LebcnSmittelpolitik nicht verantwortlich gemacht werden könne, sondern daß die Schuld beim Reich Samt deS Innern liege: „Man scheint ini ReichSamt deS Innern allmählich vor lauter Bäumen den Aald nicht mehr zu scden. Frisches Blut täte gut. Im Volke draußen aber darf man nicht den Glauben an den guten Willen der Regierung, das Vertraue» zu der Regierung und vor allem zum Reichskanzler erschllNern lassen, indeni man über die ivirllich Schnldigc» schweigt. Höchste Zeit ist es, dah eine starke Hand all die von den verschiedensten Seilen zusammen« getragenen Schivieriakcitcn beiseite schiebt, daß ei» Diktator auf wirtschaftlichem Gebiete endlich Wandel schafft." Da sich nicht annehmen läßt, daß die„Deutsche Tages- zeitung" mit diesen Ausführungen einverstanden ist, weil' die starke Hand doch unter Umständen eine den Freunden des Blattes unsympathische Wirksamkeit entfalten könnte, ist es nicht recht klar, was sie mit der Wiedergabc dieser Angriffe bezweckt. Oder sollte sie vielleicht auf diese Weise den Vorstoß der„Franks. Ztg." parieren wollen, die leise und vorsichtig den preußischen LandwirtsschaftSministcr Varon v. Schor- lemcr-Lteser als den Vater aller Hindernisse hingestellt hat? Jedenfalls scheint es, als ob es allerlei Meinungsverschiedenheiten an den Stellen gebe, von denen das Volk mit wachsender Ungeduld entscheidende Handlungen erwartet. Ein„Rcichsrat" als Ergänzung des Reichstages. Die„Krcuzzeitung" kommt noch einmal auf den Vor- s..,lag deö Abg. v. Brockbausen zurück, die Beratung der Fricdenözicle einem„Rcichsrat" zu übertragen. Das Blatt bestreitet, daß auf diese Weise der Reichstag ausgeschaltet werden solle und fährt dann fort: „Viel richtiger würde man sagen können, daß der Reichsrat den Reichstag ergänzen solle. Dem Ver- fasser aber ist es vor allem darauf angekommen, daß das Friedenswerk überhaupt rechtzeitig vorberaten werde. Erver- langt bekanntlich die sofortige Schaffung des Reichsrates. Der Reichstag aber tritt doch etwa erst in 5 bis 6 Wochen zusammen. Außerdem käme, so lange die Erörterung der Friedcnsziele nicht freigegeben ist, dort nur die Beratung in dem Haushaltsansschuß in Frage." Es steht nichts im Wege, den Reichstag sofort einzu- berufen. Die Argumente, die die konservative Presse für die Schaffung eines„Reichsrates" angeführt hat. haben sich bisher als sehr wenig stichhaltig erwiesen. Die beste Lösung der ganzen Frage, wie die Regierung sich über die KriegSziel- wünsche des Volkes unterrichtet, wäre die Befragung des Reichstages und die Freigabe der Erörterungen über die Friedensbedingungen._ Ei» bayerischer Presseiag. Am Sonnabend tagte in München der Landesverband der bahe« tischen Presse. Die Versammlung beschäftigte sich mit den Fragen der Zensur und der Prcßattackiös bei den Botschailcrn und Gesandten. Sowohl in den einzelnen Referaten Ivie in der Diskussion wurde über die Art der Zensur l e b h a f t K l a g e geführt. Die Forde- rung von Preßattachös bei den Botichaslern und Gesandten lvurde mit Rücksicht auf die Unabhängigkeit der Presse von allen Rednern auf das enlschiedenste verworfen. das tägliche örot. Höchstpreise für Gemüse. Wolfis Telegraphen-Bureau meldet: Der außerordentlichen, durch die Verhältnisse nicht be- gründeten Steigerung der Preise sür D a u c r g e in ü s e und Zwiebeln wird voraussichtlich in allernächster Zeit durch eine Festsetzung von Höchstpreisen begegnet werden, nachdem auch der zuständige Ausschuß deS Beirats der Reichs- prüfungsstelle für Lebensmittel eine solche Maßnahme alS un- erläßlich und dringend befürwortet hat. Eine ähnliche Regelung schwebt wegen deS Buchweizens._ Reichszuschust zum Einkauf von Futtermitteln. Die durch die Serben bisher gesperrt gewesene Donau ist nun- mehr für den Verkehr wieder frei und damit ist die Möglichkeit ge- geben, anS den Donaustaalen Getreide und Futtermittel in größeren Mengen einzuführen. Frhr. v. Zedlitz macht nun in der„Post" den Vorschlag, eine Million Tonnen ausländisches Kraftfutter zu kaufen und pro Tonne einen Zuschuß von 133 M. aus der Reichskasse zu leisten. Er meint ganz richtig, daß die erforderliche Summe von 100 Millionen Mark keine Rolle spielen könne im Vergleich zu den Kriegskosten des Reiches.— Der Vorschlag verdient Beachtung, nur müßte man den Landwirten, die solche» Kraftfutter überwiesen er« halten, bestimmte Verpflichtungen auferlegen, besonders nach der Richtung hin, daß sie Fleisch, Milch und Butter in entsprechenden Mengen zu genau festgesetzten Preisen vielleicht direkt an die Kom- munalverbände zu liefern haben. Geschieht dicö nicht, dann be- trachten die Landwirte den ReichSzuschuß einfach alS Liebesgabe, die sie zu gar nichts verpflichtet. Vorsicht ist hier dringend nölig, damit nicht schließlich die Steuerzahler geschädigt werden. Milchversorgung in Cassel. Im Hinblick auf die Schwierig» leiten der Milchversorgung hat die Stadt Cassel zunächst die Milch- Versorgung der Kinder bis zu zwei Jahren sichergestellt. Es sind vierzehn Milchabgabestellen eingerichtet, in denen pasteurisierte, tief- gekühlte Milch zum Preise von LS Pf. für das Liter abgegebey wird. Zur Muchabnahme berechtigt sind sämtliche Mütter, ohne Unterschied der wirtsachftlichen Lage. ES werden je nach dem Alier der Kinder H,% und 1 Liter abgogeben, und zwar gegen Borlage einer amtlichen Milchkarte._ Kriegsbekanntmachungen. Einstellung des PakctverkehrS mit Amerika. Die Annahme von Postpaketen nach den Vereinigten Staaten von Amerika muß bis auf weiteres eingestellt werden. Die in der letzten Zeit dahin abgesandten, während der Beförderung angehaltenen Pakete werden den Absendern wieder zugestellt werden. Aufhebung einer Postsperre. Amtlich. Berlin, 25. Oktober. Aufhebung b e r P o st- perre für die im französischen Operations- gebiet untergebrachren deutschen KriegSgefan- g e n c n. Die französische Regierung hat durch den Präsidenten des Internationalen Komitees des Noten Kreuzes in Genf an das preußische Kriegsminiftcrium die tclegraphische Mitteilung gc- langen lassen, daß das seit Ende Juli d. I. bestehende Verbot des PostverkehrS zwischen Deutschland und den im französischen Opera- tionSgebict befindlichen deurschen Kriegsgefangenen aufgehoben sei. Letzte Nackrichten. Das Angebot CypernS. London, 26. Oktober. iW. T. B.) Unterhaus. Auf eine Frage über das englische Angebot CypernS an Griechenland ant- wartete Sir Edward Grey: Wir fühlten uns verpflichtet in der sehr k r i t i s ch e n L a g e, in der sich die serbischen Ver- bündeten befanden, alles zu versuchen, um ihnen die einzige Hilfe, die sofort zur Verfügung stand, zu sichern. Die britische Regierung ließ deshalb wissen, daß, wenn Griechenland Serbien feine volle sofortige Unterstützung gegen Bulgarien gewähren würde, Großbritannien bereit wäre, den Griechen Cypern zu geben. Da Griechenland sich nicht in der Lage sah, Serbien zu unterstützen, wurde die Bedingung, unter der das Angebot ge- macht wurde, nicht erfüllt. Das Angebot ist deshalb hin- fällig._ Ter Fliegerangriff auf Venedig. Rom, 26. Oktober.(Amtliche Meldung vom LS. Oktober.) (T. U.) Heute abend kurz nach 13 Uhr griffen feindliche Flug- zeuge zweimal kurz hintereinander Venedig an. Sie warfen auf die Stadt mehrere Bomben, darunter auch Brandbomben. Eine Bombe traf das Dach der Barfüßlcrkirchc u»o verursachte den Ein- stürz einer mit koslbaren Gemälden geschmückten Decke. Eine andere Brandbombe fiel auf den St. Markusplatz, ohne Schaden anzurichten. Fünf andere Bomben fielen teils ins Wasser, teils auf einen Punkt der Stadt, wo sie nur sehr leichten Schaden anrich- tcten. Im Lcruse eines dritten Angriffs, der eine Stunde später erfolgte, wurden drei Bomben geworfen, von denen zivei keinen Schaden anrichteten. Die dritte fiel in den Hof eines Armenhauses und steckte einige Holzhaufen in Brand. Personen kamen nicht zu Schaden. Rom, 26. Oktober.(Amtliche Meldung.)(T. U-) Heute morgen war Venedig das Ziel cincs neuen Angriffs. Um 8.-13 Uhr kamen drei österreichisckie Flugzeuge und warfen mehrere Bomben ab, die drei Personen leicht verletzten und nur geringen Materialschaven anrichteten. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Metalldreher nahmen am Montag den Beridjt über die Lage der Branche entgegen. Der Obmann Wie-Z darauf hin. daß. als im April die Metalldreher zum letzten Male in einer Branchen-- Versammlung zusammenkamen, die Konjunktur eine gute war, so daß alle Angehörigen der Branche Arbeit hatten. Der Massen- verbrauch von Munition brachte reichlich Arbeit auf Granatzünder. In einzelnen Betrieben werden auch Guß- und Handgranaten angefertigt. Auch die Armaturenindustrie hatte Beschäftigung für Maschinen und Apparate für Kriegszwecke erhallen. Ein Mangel an gelernten Metalldrehern machte sich bemerkbar, sodaß für die Zünderfabrikation in der Hauptsache a n gelernte Dreher und Frauen ein- gestellt wurden. Es wurde auf Kriegsarbeit mehr verdcent, als in � Friedenszeiten, wenngleich die besonders hohen Verdienste, die hier und da zu verzeichnen waren, nur durch unerhörte Ausnutzung der Arbeitskraft erzielt werden konnten. Beschlüsse, die regelnd eingreifen und einem solchen Würgen entgegenwirken sollten, wurden nicht immer eingehalten. Teilweise ließen sich Berufskollegen erst zu Beschlüssen bewegen, nachdem schon Abzüge vorgenommen worden ivaren. Die Verdienste, die auf Kriegsarbeit erzielt wurden, wirkten auch zum Teil auf die Friedensarbeit. Immerhin gab es noch längere Zeit Arbeiter, die Gas« und Wasserarmaturen zu den alten Lohn- und Akkordsätzen anfertigten. Die Arbeitszeit war in fast allen Betrieben, die Kriegs- arbeit herstellten, verlängert. Zum größten Teil wurde auch' in Wechselschichl gearbeitet. Die Frauenarbeit nahm in der Branche einen großen Umfang an. Hier werden in den meisten Fällen nur ganz geringe Löhne gezahlt. Die Akkordpreise werden auf die Hälfte und bis zu einem Drittel der den männlichen Arbeitskräften gezahlten herabgesetzt. Der Umstand, daß die Arbeitszeit für Frauen und Männer dre gleiche war, veranlaßte die Ortsverwaltung, sich beschwerdeführend an das Kriegsministerium zu wenden, damit die Platzbestimmungen für Frauen und männliche Jugendliche wieder eingesührt werden sollten. Auch an den hygienischen und sanitären Verhältnissen in ein- zelnen Betrieben ist jetzt noch manches auszusetzen. So müssen sich in manchen Betrieben die Frauen in denselben Räumen, in denen gearbeitet wird, aus- und anziehen. Kleine Betriebe, die in normalen Zeiten 20—30 Personen be schäfligt baben, beschäftigen jetzt 70—80 Frauen und Männer. Es ergeben sich dadurch mancherlei Unzuträgllchkeiten. Die Hochkonjunktur hat. soweit Zünder in Betracht kommen, ganz erheblich nachgelassen. An den in den Betrieben der Branche gebräuchlichen Drehbänken kann von ungeübten Kräften keine genaue Arbeit verlangt werden. Das beweist auch, daß Betriebe, die sich mit neuen Maschinen versehen haben, jetzr noch voll beschäftigt sind. Ein Teil der Betriebe hat die Frauen und auch Männer schon wieder entlassen, anders haben die normale Arbeitszeit wieder em- geführt. Es sind aber auch noch einige Betriebe vorhanden, wo noch Ueberstunden geleistet werden. Bei Krüger< Köpenick) und P i n l s ch wird noch in Tag- und Nachtschicht 10>/z Stunden gearbeitet. Bei Krüger(Muskauer Straße) wird täglich 12 Stunden, in einigen Abteilungen von P i n r s ch 11 Stunden gearbeitet. Ein berechtigter Grund dafür, daß Ueberstunden gemacht werden, liegt nicht vor. Die Zahl der arbeitslosen Dreher betrug in der letzten Woche 70. An weiblichen Arbeitskräften ist über- baupt seit Kriegsbeginn noch kein Mangel. Während bei den Männern durch die Einberufung zum Heer die Zahl der Arbeitslosen wie auch der Beschäftigten ständig gefallen ist. rst bei den Weiblichen die Zahl der Beschäftigten bis zur letzten Augustwoche ständig ge- stiegen. Die Zahl der arbeitslosen Frauen ist aber deshalb nicht gefallen, sondern ebenfalls gestiegen. Ein Zeichen, daß immer mehr Frauen sich nach Arbeit umsehen. Durch die Beschlagnahme der Kupfer- und Metallbestände ist die Anfertigung von Gas- und Wasserarmaturen fast gänzlich aufgehoben. In einigen Be- trieben wird in letzter Zeil Eisen und Zink verarbeitet Ob in Zukunft diese Hähne in größerer Zahl verbraucht werden. hängt davon ab, ob sie sich im Gebrauch bewähren werden. Ein Mangel an Gasarmaluren ist ja vorhanden, da durch das Fehlen von Petroleum mehr Leute sich der Gasbeleuchtung zu- wenden. Zink wird jetzt auch in Gasmessern verarbeitet. Bei den Zinkarmaturen hat die Branchenkommission sofort dahingewirkl, daß die Verdienste den Verhältnissen angepaßt sind, weil damit zu rechnen ist, daß diese Arbeit noch längere Zeit gemacht wird. Die Löhne, welche früher in der Branche üblich waren, dürfen nach dem Kriege nicht wieder eingeführt werden. Damit dieser Wunsch aber auch zur Geltung komme, ist es, wie der Obmann am Schlüsse seiner Ausführungen ausdrücklich Hervorbob, dringend notwendig, daß jeder Berufskollege seine Pflicht erfüllt und dauernd mit der Branchenleitung in Fühlung bleibt. Profit auf Kosten der Llrbeiter. DaS ist im geschäftlichen Leben der Brauch: Wenn der Unter- nehmcr den ihm angemessenen Profil nicht anders erzielen kann, dann drückt er den Arbeitslohn. Nach dieser Methode handelte auch die Firma Pion, die bei der Schlichlungs- konimiision für Militärbekleidung auf Nachzahlung von 320 Mark zu wenig gezahlten Arbeitslohns verklagt war. Die Firma hat für Drillichhoscn. für die ein Tariflohn von 1,l7M. vorgeschrieben ist, nur 60 Pf. bezahlt. Der Vertreter der Firma behauptete, er habe nicht nötig, für diese Arbeit den Tariflohn zu zahlen und könne ihn auch nicht zahlen, denn er habe die betreffenden Arbeiten vom Bekleidungsamt zu einem Preise übernommen, der leinen höheren Arbeitslohn als 60 Pf. ermögliche. Das solle ihm erst einmal vorgerechnet werden, wie er einen reinleinenen Anzug für 10 M. liefern iolle. wenn er dafür 1,17 M. Arbeitslohn zahlen müsse.— Darauf erwiderte ein das BekleidungSami der« tretender Hauptmann:„Wer zwingt Sie denn, den Anzug für 10 M. zu liefern? Sie haben sich doch zur Lieferung für diesen Preis erboten!"— Auf diese treffende Bemerkung wußte der Vertreter der Firma keine Antwort, aber er blieb dabei, der Lohn von 60 Pf. sei dem Preise, den er erhielt, angemessen.— Was die Firma Pion nachzuzahlen hat, wird im nächsten Termin festgestellt werden. Auch die Firma Sachs u. Copcr�berief sich darauf, daß sie für Sachen, die sie einschließlich des Stoffes dem Bekleidungsamt geliefert hatte, nicht den Tariflohn zahlen könne. Dem Vertreter der Firma wurde vorgehalten, daß Arbeiterinnen bei Anfertigung der betreffenden Sachen Wochenlöhne von 10 bis 18 M. verdient haben, was doch keine ortsüblichen Löhne sind, die für Militär- arbeiten bezahlt werden müssen.— In diesem Falle wurde die Eni- scheidung ebenfalls vertagt. Mit unerhörter Dreistigkeit trat ein Zwischenmeister Heß vor die Schlichtungskommission. Er hat es verstanden, sich seinen Anteil am Verdienst zu sichern und läßt den Arbeiterinnen, die gegen ihn klagen, das Nacksehen. Hetz war durch den Schneider. verband im Namen mehrerer Arbeiterinnen auf Nachzahlung von 163 M. verklagt Im vorigen Termin hat er diese Forderung an- erkannt, sich aber vorbehalten, zlvei Firmen, für welche er die Ar- beiten lieferte, regreßpflichtig zu machen. Diese Firmen wiesen nun im gestrigen Termin nach, daß Hetz sie wegen der hier in Frage kommenden Arbeiten schon beim Ge Werbegericht aus Nachzahlung verklagt und einen Vergleich mit ihnen geschlossen hatte, wonach er von beiden Firmen zusammen 750 M. bekommen hat. Anstatt nun aus dieser Summe die Forderung der klagenden Arbeiterinnen zu begleichen, hat Hetz im vorigen Termin nicht nur kein Wort von dem Ber gleich erwähnt, sondern auch noch die unerhörte Dreistigkeit gehabt, die beiden Firmen nochmals vor der Schlichtungskommission zu verklagen. Als dem Zwischenmeisier Hetz wegen dieses Verhaltens Vorhaltungen gemacht wurven, sagte er grinsend:„Wenn ich der- klagt werde, können ja die Firmen auch herkommen..." Der Vorsitzende bezeichnete das Auftreten des Herrn Hetz als unerhört Schließlich wurde Hetz zur Zahlung von 163 M. verurteilt Ob die Klägerinnen etwas bekommen werden, darf nach der Kennzeich- nung, die sich Hetz durch sein Verhalten selbst gegeben hat, zweifek- hast sein._ Die Sargtischler besprachen in ihrer Branchenversammlung am Montag die gegenwärtigen Arbeitsverhältnisse. Allgemein wurde über die Löhne geklagt, die oft nickt dem Tarif entsprechen. Be- sonders trifft das zu für die„Imitierten". Das sind Holziärge. die in Form und Farbe den Meialliärgen nachgeahmt werden. Es bandelt sich hier um einen verhältnismäßig neuen Artikel, der im Tarif noch nicht vorgesehen ist und in den verschiedenen Werkstätten sehrverschiedenbezabltwird. Die Lohnschwankungen werden noch dadurch vergrößert, daß bei den„Imitierten" die Muster oft wechseln, was die Herausbildung einheitlicher Akkordlöhne erschwert Abgesehen hiervon, wird der Verdienst im allgemeinen als zu niedrig angesehen mit Rücksicht auf die herrschende Lebensmittelieuerung. Die Versammlung be- schloß, daß in allen Betrieben, wo die Löhne nickt auskömmlich sind, die Wünsche der Arbeiter formuliert und die Unternehmer um eine den Teuerungsverhäilnissen entsprechende Zulage ersuch: werden. Wo auf diese Wesse nichts erreicht wird, soll der Verbandsleitung Mit- teilung gemacht werden, damit von ihrer Seite eine Verständigung mit dem Unternehmer vermcht wird.— Da die Konjunktur in der Sargbranche gut ist und von einer Arbeitslosigkeit kaum die Rede sein kann, erwartet man. daß jede berechtigte Forderung ohne Schwierigkeit erfüllt werden kann. Eine Hilfsaktion zwecks Verabfolgung einer einmaligen Unterstützung bat der Vorstand des Lederarbeiter-Verbandes im Einvernehmen mit dem Verbandsausschuß anläßlich der kommenden Weihnachtszett be- schloffen. Veranlaßt wurde er dazu durch die allgemeine Notlage, in welcher sich die Familien der zum Heere e i n g e- zöge wen Mitglieder sowie die Arbeitslosen befinden. deren Zahl glücklicherweise nicht sehr erheblich ist. Obwohl das erste Kriegsjahr der Kaste des Lederarbeiter-Verbandes die für diese Or- gamsalion ungeheuere Summe von 211 149 M. an Unterstützung?- ausgaben kostete, wovon 167 7S4 M. auf die Arbeitslosenunterstützung entfielen, und obwohl noch nicht abzusehen ist. in welch hohem Maße dieselbe noch während der Kriegsdauer und ins- besondere nach Kriegsbeendigung für diese Unterstützungszwecke noch schwere Opfer zu bringen bat, haben die Verbandsinstanzen dennoch die Bereitstellung einer größeren Summe für die Weihnachtsunter- stützung als unumgänglich notwendig erachtet. Bei der Voraussicht- tick ungewöhnlich hohen Zahl der Unten'tützungsbedürfligen war die Summe von 30 000 M. das Mindeste, in Anbetracht der sonstigen Aniprüche, die an den Verband gestellt werden, aber auch das äußerste, wozu die Verbandskasse herangezogen werden konnte. Dieie Summe ist jedoch nur unler dieser Voraussetzung bewilligt, daß die in Arbeit siebenden Mitglieder ebenfalls ihre Opferwilligkeit be- künden»nd örtlicherweise, sei eS durck sofort einzuteilende Samm- lungen, Erhebung von freiwilligen Extrabeilrägen zu den Lokal- lassen oder Bewilligungen aus bereits vorhandenen Fonds der Lokal- kaffen nach Kräften beisteuern, damit eine entsprechende örtliche Zu- schuß-Unterstützung zu dem genannten Zweck geleistet werden kann. /ins der Partei. Die Gegenwirkung. Uns wird geschrieben: Unser Mannheimer Partei- b l a t t, die„ B o l k s st i m m e hatte in einer Polemik gegen das sozialdemokratische Züricher. B olksrecht" geschrieben: »Wir pfeifen auf eine„Fniernationckle", die es bei dem einen für selbstverständlich, ja für bochverdienstlich hält, wenn er durch direkte Teilnahme an der Regierung die ganze Veranl-- Wartung für die Verbrechen der derzeitigen Machlhaber— die Hineinziehung immer größerer Gebiete der Welt in das Völker- morden und die wirtschaftliche Ausplünderung der unteren Volks- schichten durch die Lebensmittelwuckerer— übernimmt, während sie bei dem anderen auch das leiseste und unverbindlichste Zu- sammenarbeiten mit den staatlichen Behörden als einen Verrat an der eigenen Klasse stigmatisiert Und wir würden auch für die Zukunft die Zugehörigkeit zu einer solchen.Internationale'' ab- lehnen, wenn sie es fernerhin gestatten sollte, daß angeblich freie und sortgeichritleue Völker sich auf Gedeih und Verderben eng mit kuliurell und politisch rückständigen Henkerstaalen verbünden, lediglich zu dem Zwecke, einen unbequemen wirischafilichen und kommerziellen Koiikurrenten, dem man auf dem Wege des iried» licken Wellbewerbs nicht beikommen konnte, mit Gewalt nigder« zuwerfen. Und wenn gar die Methode, wilde.- farbige Völker- ickafien aus den dunkelsten Erdteilen bewaffnet gegen difffe Kulturnation loszulassen, von dieser„Jntenranonale" hinterher: gebilligt werden sollte, so dürfte eür aus seine nationale Ehre- haltender deuischer Sozialist vollends nie in ihr zu finden iein. Das„Volksrecht" wunderl sich, daß der deutsche Proletarier den Begriff dieier„nationalen E h r e" erst jetzt„erfunden" habe. In der Tat: wir gestehen offen, daß die deutsche Sozial- demokralie in dem beißen Bemühen, bei sich zu Hause die Dinget. raich vorwärts zu bringen, früher manchmal gegen diese Ehre in« sofern verstoßen haben mag, als sie das Fremde gar otl für bester und das Eigene für schlechier hielt, als sie es tatsächlich ver- diente». Der Weltkrieg mit seiner schonungslosen Aufdeckung aller Vorzüge und Fehler der einzelnen Nationen hat uns gezeigt, daß wir da in vielen Dingen im Irrtum waren. Und das Ausland, das sich an jene Einseitigkeil unserer Kritik zu seinen Gunsten ge- wohnt hatte und dadurch von uns stark verwöhnt worden war- es gerät nun in Entrüstung über uns, da wir zur Selbstbesinnung kommen und den Fehler ablegen, den es in seine Kriegsrecknung als einen Faktor eingestellt halte, aus den es selbst die Hoffnung auf die innere Revolution in Deutschland aufbauen zu können glaubte." Hierzu bemerkt ein Zentrumsblatt, das Mannheimer„Volks- blart": „Nicht zuletzt war es die Z e n t r u m s p r e s s e, die vor dem Ktiege immer wieder aus diese, wie sich gerade während deS Krieges gezeigt hat, dem Deutschtum äußerst schädliche Haltung. der deutschen Sozialdemokratie rücksichtsloses Herunterreißen fast aller sozialer und sonstiger Einrichtungen in unserem Vaterlande auf der einen Seite und auf der Gegenseite in den Himmel beben der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Frankreich und England, mit ehrlichem Bedauern— leider erfolglos— hinwies. Der Krieg mußte kommen, um auch unsere Sozialdemokraten er« kennen zu lassen, um wie viel besser es doch in vem„reaklionär" regierten Deutschland im Gegensatz zu dem ach so„freiheitlrchen" Frankreich aussieht. Wir hätten den einen Wunsch, daß diese Er- tenmnis sich auch auf andere Gebiete ausdehnen möge. Ein solcher Kriegsgewinn könnte unserem ganzen Volke nur zum Guten gereichen." Wir befürchten, daß wir die Ausführungen der„Volks- t i m m e" nach dem Kriege noch oft werden serviert bekommen. Etwas mehr Zurückhaltung auch der eigenen Partei gegenüber ist doch jetzt sehr angebracht.__ Ms Industrie und Handel. Wollpreise. Die in§ 7 der Bekanntmachung über Beschlagnahme der deutschen Schafschur vorgesehene Sachverständigeukommiision, der die endgültige Entscheidung über den von ber Kriegswollbedarf-Akliengeiellichaft zu zahlenden UebernahmepreiS für deutsche Wollen und das Woll« gefalle in den deutschen Gerbereien zufällt hat für die Abschätzung der Wollen dem Höchstpreisgesetz entsprechend folgende Grundsätze festgelegt: Der UebernahmepreiS der reingewaschenen Wolle beträgt für: volljährige Wollen in AAA bis A/AA Feinheit 9,30 M. „» A, B. 8.70. »». C»"'»'O» ,. v, 6,80„ ». E. 6,20„ Kürzere Wollen der eutiprechenden Feinheitsklassen werden mit einem entsprechenden Abschlag auf obige Preise, Gerberwollen, sowie Locken, futtrige, melierte und braune Wollen ungefähr S Proz. niedriger als dre den vorstehenden Feinheitsgraden entsprechenden Preise be« wertet._ Buchdruckereien im Kriege. Die Genossenschaftsbuchdruckerei Solingen, in deren Verlag die.Bergische Arbeiterstimme" erscheint und die auch die„Remscheidter Arbeiierzeilung" druckt, hat seit Jahren Gewinne erzielt; im Kriegsjahr aber blieb der Umsatz um rund 100000 M. zurück und die Gewinn- und Verlustrechnung weist trotz geringerer Abschreibungen einen Verlust von 35 672 M. nach. Das Unternehmen ist indes in der Lage, den Verlust aus s einer Rück« läge decken zu können.__ Ausnütmng der Erdgasquellcn von SicicnbSrge». Die Deutsche Bank erwarb eine Option zur Ausnutzung der Erdgasquellen Sieben- bürgenS und entsandte bereits Sachverständige an Ort und Stelle. Wenn die Forschungen erfolgreich verlaufen, wird das deutsche In- stilut mit der Pester ungarischen Kommerzialbank gemeinsam größere Unternehmungcn gründen._ 4ftli6ew.Verschiedenesp Kressin 4 Alkoholfr. Getränae p Franz Abraham Hamb. Mess5na-u.Roniertraiik-Kell. C.25 Barlelall. 8a, Fernsp. Kgst. 13708 Erscheint 2 mal wöchentlich. 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Inseratenteil verantw. Dd. Glucke. Berlin. Druck u. V-rlaa: Vorwärts Bücher, u. Verlaasamtalt Paul Singer& Eo� Berlin SW. Hierzu C. Bolle A.-G. Beriinn.io?Äb� Ältester und grösstor Milch wirtschaftlicher — Grassbetrieb=: 4 Sohralbwaren P O. Prochnow�lln fierpaBBitr. 61 w OCUUU----------_ irtichanen. EtaDliliemts Schöneberg Haugtstr. 139. fiije PatxenhoSer j. Cuggenberger. P.osentilenir. 54 tohloB�ITrrnTlram WiMMW-SüüM Alexunderpl., Rieh. SdiloBnlea. 4 Uhren u. Golgwaren ► Lehmann, Alb., Frankf, Allee!» 4 Tahnateller b WBest, 6lL»lltter>tt.63 8. ff raifeltlt. 4 hlahlscörf b Frau A. Pagcl. Kolonialwaren. 4 Warienrtorf b H.W«gner,k>iilail.l 1 Fl-iick-WoOT 4 Spandau h SchenerlelB.Bnii«d.3Vl'l<«'i.-Vr'|w. 4 Straan« 0 � Cewerkschaf Uh. W.3Ugo u«opL«. V«» 1 Beilagr u. ttntrrhaltuogSbt Jr. 297. 82. Mrgaiij. Uiw-ch. 27. W-dtt 1915. /ius Groß-öer!in. Tas Bier wird noch teurer. Ter Verein der Brsucreicn Berlins und der Umgegend gibt Wer die angekündigte Bierpreiserhöhung noch folgendes bekannt: Die deutsche Brauindustrie ist durch Verordnung des Bundes- rats in ihrer Erzeugung bekanntlich aus 60 Proz. herabgesetzt worden, um erhebliche Mengen des für die Bicrbereitung benötig- ten hauptsächlichsten Rohswsfes, der Gerste, für Ernährung»- und Futterzwecke freizustellen. Durch die Heeresverwaltung ist von dieser beschränkten Bicrcrzeugung ferner ein Quantum von 1ö bis Lg Proz. für Lieferungen an die Truppen in Anspruch genommen. Tie Brauindustrie wird durch diese Beschränkung in ihrer Be- triebsmöglichkeit auf das empfindlichste beeinflußt. Inzwischen ist hierzu aber noch eine enorme Verteuerung aller für die Brau- indüstrie benötigten Rohmaterialien und Betriebsstoffe eingetreten; insbesondere hat die Gerste, wie durch die Presse hinreichend be- kanntgeworden ist, eine ganz außergewöhnliche Preissteigerung er- fahren. Um diese Belastungen wenigstens annähernd auszugleichen, tritt jetzt eine weitere Preiserhöhung um b Pf. für das Liter Faßbier und 6 Pf. für das Liter Flaschenbier ein. Sie stellt das Mindestmaß dessen dar, was benötigt ist, um die Rentabilität und Aufrechterhaltung der Betriebe sicherzustellen. Die hierdurch be- dingte Erhöhung der Verkaufs- und Ausschankpreise ist im Ein- vernehmen mit den Vertretern des Gastwirtsgcwerbcs und des sonstigen Zwischenhandels festgesetzt. Da die Neufestsetzung der Preise ausdrücklich als K r i e g s m a ß n a h m e vereinbart ist, darf angenommen werden, daß sie auch in der Qcffentlichkeit als berechtigt anerkannt werden wird. Das Gastwirtsgewerbe kommt durch diese erneute Preissteige- rung in noch größere Bedrängnis als bisher. Eine Versammlung des Verbandes der Gast- und Sckmnkwirte für Berlin und die Pro- vinz Brandenburg erklärt, daß sie sich zu ihrem Bedauern von der Notwendigkeit einer erneuten Bicrpreiserhöhung durch die Braue- reien bätte überzeugen müssen. Es sei unmöglich, die durch die neue Preiserhöhung geschaffenen Mehrkosten selbst zu tragen, daß vielmehr eine entsprechende Erhöhung der Ausschanipreise unbc- dingt erforderlich ist, und daß die Gastwirte durch die Not gc- zwungen seien, diesen Weg, wenn auch nur widerwillig, zu be- schreiten. Auch der Verband der freien Gast- und Schankwirte hat sich in äbnlicher Weite geäußert. Tie Konsumenten werden bei diesen Preiserhöhungen gar nicht gefragt, ihnen bleibt in letzter Linie nur übrig zu zahlen oder auf den Biergenuß teilweise oder ganz zu verzichten. J» V-r keine der der Mordsache Lest teilt daS Polizeipräsidium mit, daß ihm zur Ausklärung de brechens noch immer Anzeigen zugehen, die jedoch meistens Unterschrist tragen. Tie Kriminalpolizei bittet un» deshalb, in Presse darauf hinzuweisen, daß es doch selbstverständlich ist, daß die Namen von anzeigenden Personen, die nur aus einem bestimmten Grunde vermuten, daß der von ihnen Bezeichnete die Tat ausgesühxt bat, dem Verdächtigten.gegenüber stets geheim gehalten werden. Ebenso ist in dem Publikum noch vielfach die irrige Ansicht' ver- treten, daß Personen, die vielleicht wissen, wer der Mörder ist, ihn aber chisher nicht. angegeben haben, weit sie vielleicht seine' Rache fürchten, deshalb bestraft werden, wenn sie noch jetzt sich melden und der Kriminalpolizei ihre Wahrnehmungen kundtun. Es ist selbstverständlich, daß diese Personen straflos ausgeben. In Am betracht der Schwere des Verbrechens aber ist es dringend erforder lich, daß alle Pertonen, die etwas von dem Morde wissen, ihre Be� knndungen der Kriminalpolizei gegenüber machen, damit der Täler seine wohlverdiente Strafe bekommt. Flammentod eines KiudeS. Ein bedauerliches schweres Brandunglück hat sich in Dahlem er- eignet. Die achtjährige Tochter des in der Friedbergstr. LS/27 wohnenden Porliers M. wollte Sonntag im Ofen der Zentralheizung einen Hausen Papier verbrennen. Dabei kam das Mädchen der Feuerung zu nahe, so daß die Flammen ihre Kleider ergriffen. Einer lebenden Feuersäule gleichend lief daS Kind unter gellenden Hilfe- rufen in die elterliche Wohnung, wo es dem Vater bald gelang durch Ucbcrwcrfen von Berten die Flammen zu ersticken. Lerder halle das Mädchen bereits ani ganzen Körper schwere Brandwunden erlitten, so daß die Verunglückte nach dem Slubcnrauch-Krankenhause geschafft werden mußte. Dort ist das bedauernswerte Mädchen Montag an den Folgen der erlittenen Brandwunden gestorben. Ter Vorsteher der Berliner Stadtverordnetenversammlung, Herr Micheler, ist gestern 30 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlaß sind ihm zahlreiche Glückwünsche und Ehrungen durch die einzelnen Fraktionen und dem Magistrat zuteil geworden. Herr Mickielet ver- sieht trotz seines Alters sein Vorsteheramt in rüstigster Weise. Adreßbuch für Berlin und seine Vororte. Die Frist für Vor- bestellungcn des Jahrganges 1816 des Berliner Adreßbuwes läust mit dem 31.. d. M. ab; voin l. November tritt der um 2M. erhöhte Ladenpreis in Kraft. Alle Abnehmer, die ihre Bestellungen nicht schon auf den EintragungSkarlen oder Hauslisten aufgegeben haben, werden daher nochmals an die rechtzeitige Bestellung erinnert. Neben der zweibändigen Ausgabe des Adreßbuches zum Preise von 1s M. ersweint auch eine Ausgabe in drei Bänden zum Preise von 15 M.. die den Vorzug größerer Handlichkeil bietet. In dem Kiiidcrhaus Blumcnstr. S? findet wieder unentgeltlicher Unterricht in Säuglingspflege üalt, mit praktiscbcn Ucbungen. wöchent- lich einmal. Mclduiigcn scvrlfllick, oder mündlich von 2—6 Uhr im Bureau des Kinderhauses, Blumenslr. V7. Die Leiche auf dem Balkon. Als Montagvormittag daS Dienst- mädchen einer Familie in der Kleiststraße beim Reinigen der Zimmer die Balkonlllr in der drillen Etage offnere, fand cS auf dem Balkon die Leiche eines alten Herrn liegen. Die Kriminalpolizei ermiltelte, daß es sich um die Leickie eines 73 Jahre alten pensionierten Offiziers T. handelte, der in einem Pensionat in der vierten Etage gewohnt hat. Es wird angenommen, daß den alten Herrn während der Nacht ein Unwohlsein befallen hat, daß er an das geöffnete Fenster getreten ist, einen Schlagansall erlitten hat und abgestürzt ist. Wer ist der Tote? Am 17. d. Mls. wurde in der Waldstraße ein anscheinend den Arbeiierständen angehörigcr Mann, welcher er- krankr war. aufgefunden. Auf den, Wege nach dem Krankeuhause verstarb er. ohne seinen Namen genannt zu haben. Derselbe war 40— 50 Jahre alt. 1,58 groß, schlank, Halle rötlich graumeliertes Haar und Schnurrbart, iundcS Gesicht, blaue Augen und lücken- hafte ZSbne. Bekleidet war er mit schwarzem, steifem Hut, dunkel- karierlem Jackcll, blauer Weste, schwarz und grau gestreiften Hosen. grauem Wollhemd, grauen wollenen Strümpfen und schwarzen Zug- stiefeln. Mitteilungen über die Periönlidbkeil des Verstorbenen nimmt jedes Polizeirevier und der VI. Kr. Bezirk zu 2560 IY 55.15 entgegen. Empsindlich bcstohlen wurde die Handelsfrau Hiller aus der Reichenberger«ttaße. Frau Hiller. deren Mann im Felde steht.. besucht mit Wollwaren die Wochenmärkte. Mit einem Fuhrmann hat sie vereinbart, daß er jedesmal beim Schluß eines Marktes ihre Kiste mit den nicht verkauften Waren abholt. Bei dem letzten Wockenmarkt in der Triflstraße aber vergaß der Mann die Kiste und mußte erst vom Markt in Moabit aus daran erinnert werden. Jetzt aber fand man die Kiste auf dem eingezäunten Platz in der Triff- straße leer vor, Diebe halten sie vollständig ausgeräumt und sür 800 M. Wollwaren erbeutet. Die Händlerin, die nicht versichert war, verlor so ihre ganze Habe. Kleine Nachrichten. Vom Schlage gerührt wurde Montag abend der 63 Jahre alle Schlosser Paul Henoch aus der Provinzstr. 53 zu Reinickendorf. Er brach in dem Hause Münzstr. 25 auf der Treppe plötzlich zusammen und starb aus der Stelle. Ein Arzt der nächsten Reilungswache konnte nicht mehr helfen.— Auf der Straße vom Tode ereilt wurde gestern vormittag um 11 Uhr ein Schaffner Schulz, der einen Wemwagen begleilete. Er fiel an der Ecke der Wilhelm- und Dorotheenflraße plötzlich um und starb schon auf dem Wege nach der Chariw.— Lederdiebe suchten in der Nacht zu Dienstag die Handlung von Schräder in der Skalitzer Straße heim. Der Geichäffsmann hatte für 1800 M. Leder zugesandt bekommen und noch nicht ausgepackt. Gestern morgen war die ganze Sendung, Boxkalf- und Chrvmgcgerbles Sohlleder und fertige Oberteile für Scbuhe, sogenannte Gamaschen, verschwunden. Einbrecher hallen aus der Tür des Kellerladens ein Slück herausgeschnitten, durch das Loch die eiserne Schutzstange im Innern ausgestemmt und dann die Tür mit einem Nachschlüssel oder Dietrich geöffnet. Die Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend hielt dieser Tage ihre Generalversammlung ab. An den Geschäftsbericht und den Bericht des Auffichtsrats knüpfte sich eine Diskussion, an der sich ver- schiedene Mitglieder beteiligten. Diese Diskussion soll in einer späteren Versammlung ihre Fortsetzung finden. Der vorgeschlagene VerleilungSplan fand die Genehmigung der Versammlung. Die Dividende beträgt auch in diesem Jahre 4 Proz. Die Wahl der turnusmäßig ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrats erfolgte ohne Widerspruch. Im Walhalla-Theatcr gelangt Mittwochnachmittag das Märchen „Rotkäppchen" zur Aufführung. Abends 8 Uhr gastiert die Deutsche Volksoper. Gegeben wird„Martha". DonneiSlag wird„Die Kriegs- braut", Freitag„Der Hüttenbesitzer" gegeben. Im Posscnthcatcr gab es am Freitag abend wieder mal ein paar Novitäten, zurechtgemacht nach der dort altbcliebton Schablone, dafür aber auch zugkräftig und erfolgreich. Leon- bard Haskels zwciaktigc Komödie ,,F rennt) Löwe" näbert sich in Aufbau und Ausführung dem Volksftück, in welchem daS Gute zum Ziel gelangt und die Liebe siegt. H a l t o n s Einakter „Seine Tante" war burlesker gestimmt und mehr für den Varieteton gearbeitet; cinc derbe Verwechselungskomödie sorgt hier für Lachen und Beifall. Tie Aufführung lieh es auch diesmal au nicht» fehlen. Sprudelnd und fortreißend waren vor allem Siegfried B a r i s ch und Leonhard H a» k e l. Für das prächtige Gelingen der beiden Erstaufführungen sorgten aber auch die anderen schauspielerischen Kräfte des Posfentheaters, von denen wir die Leistungen der Herren Fuchs und C v ß m a n u sowie der Damen Struwe, Lindenau und Römer noch besonder» hervorheben wollen._ Ms den Gemeinden. Kein Burgfrieden bei den Tftandauer . Stadtvcrordnctcuwahleu. Bei den bevorstehenden Sladlverordnetenwahlen ist der Burg- frieden nur zwischen den bürgerliche» Parteien nach langwierigen Verbandlungen zustande gekommen. Die Sozialdemokratie hat von den sechs zur Wahl stehenden Kandidaten der dritten Abteilung, von denen fünf Hausbesitzer sein müssen, zwei HauSbesitzermandaie zu verteidigen. Da die Sozialdemokratie nun über Hausbesitzer« kandidaten nicht verfügt, die„Kommunale Vereinigung" ihr das aussichtsreiche einzige Nichlhausbesitzeimaudat im 7. Bezirk aber verweigert, so lehnte der Wablverein ein Wahlabkommen mit den bürgerlichen Parteien ab. Hieran konnte auch die Erklärung des liberalen Stadtverordneten Weber, daß die bürgerlichen Parteien in diesem Fall gemeinsam gegen die Sozialdemokratie vorgehen würden, nichts ändern. Die Wabl sür die Wahlbezirke l, 5, 6, 7 und 8 der 3. Abteilung findet am Montag, den 8. November, statt. Als Kandidat für alle Bezirke ist der Genosse Roberl P i c f e r auf- gestellt worden._ Erhöhung der kommunalen Kricgsunterstützung in Schöncbcrg. Aus der Sitzung der Stadtverordnelen am Montag ist noch nachzutragen, daß in dem gegen die Slraßenbahngesellschaften an- gestrengten Prozeß auf Ausstellung von Freikarlen und Karten zu ermäßigten Preisen, das Landgerichl als erste Instanz zugunsten der �tadt entschieden und da» Urteil für vorläufig vollstreckbar erklärt hat. Durch Velhandlungen mit der Gesellschaft ist darauf schließlich erreicht worden. Karlen zu erteilen, wenn von einem Schadenersatz für die zurückliegende Zeit Abstand genommen wird. Tie Versamm- lung stimmte dem zu Ferner wurde beschlossen, die an die Kriegerffauen zu zahlende konimunale Familienunlerstühung sür die Monate Nobember bis einschl. April auf 15 M. für die Ehefrau und ans 7,50 M. für die sonstigen unierstützungsberechtigteii Personen zu erhöhen, iodaß ins- gesanit die Ehefrau 30 M. und jeder übrige Angehörige 15 M. erhält. Für Errichtung einer Volksküche auf der Insel und einer MittelstandSküche werden eine Million Mark bewilligt. LcbenSmittelverkauf in Nowawes. Die Gemeinde hat fünf Verkaufsstelleu eingerichtet, und zwar Blücherstr. 2, Priesterslr. 27, Wilhclmstr. 35, Goethestr. 41 und Groß- beerenstr. 53, in denen an die Einwohner ohne besondere Ausweis« Sozialdemokratische TeuerungSanträgc in Weiftenfee. Die sozialdemokratische Fraktion hatte an den Gemeindcvorstand und Gemeindevertretung den Antrag gestellt, mehr wie bisher zur Linderung der bestehenden Teuerung der Lebensmittel beizutragen. Sie verlangt den Ankauf von Hülsenfrüchten, Eiern, Speck. Schmalz, Heringen, Kartoffeln. Holz, Koks und Kohlen und sollen diese Gegen- stände zum Selbsikoslenprerie au die Bevölkerung abgegeben werden. Eben'o die Erzeugnisse der Milchkuranstalt und des Rleselgutes Birkholz soweit Milch, Käse und Bulter in Frage kommen. Weiter ist beantragt den Kriegerfrauen eine einmalige Unterstützung von 10 M. und für jedes Kuid 3 M. zu gewähren, damit diese sür den Winter Vorsorge treffen können. Ferner ist noch bcanlragt, daß die Gemeindevertretung einen Beschluß herbeiführt, daß der Lieserungs- verband Niederbarnim überall da, wo die staatliche Kriegsunter« lützung gewährt wird, ohne Nachuntersuchung eiiieil Ausschlag von 100 Proz. zu zahlen hat._ Aus der Neuköllner Schuldeputation. Der Vorsitzende gibt Keniituis von den bisherigen Aufwendungen an Kosten sür Verireiungen von einberufene» Lehrkräften und von dem Schreiben des Kreisarztes über das außerordeniliche Ansteigen der Diphthcriecrkraniungen in der hiesigen Stadtgemeinde im Monat «eptember. In einer gemeinsamen Konferenz der Schul- und Armenärzte soll festgelegt werden, welche weiteren Maßnahmen zur Bekämpfung der Diphiherieepidemie zu treffen sind.— Von der Verlegung des Schulanfangs im Winter von 3 auf S1� Uhr in den Gemeindeschulen wird aus schultechnischen Gründen Abstand ge« nommen.— Zur Gewährung freien Eislaufs an bedürftige Schul- linder im laufenden Winterhalbjahr sollen Mittel zur Verfügung gc- stellt werde«. Eier werden unter 2 Slück, die 35 Pf. kosten, nicht abgegeben. Der Rindfleischverkauf findet ohne besonderen Ausweis an sämtliche Einwohner am Dieuslag. Donnerstag und Sonnabend jeder Woche in den Verkaufsstellen Blücherstr. 2 und Priestersir. 27 statt; die Preise sind durch Aushang bekannt gemacht. Schmalz und Speck werden nur gegen Bezugskarten verloufl am Montag, Mittwoch und Freilag jeder Woche in den Verkaufsstellen Blücherstr. 2, Priester- straße 27. Wilhelmstr. 35 und Großbeerenstr. 63. Schmalz und Speck kosten je pro Pfund 2 M. Kricgsfürsorge in Schönow. Die letzte Gemeindevertretersitzung beschäftigte sich zunächst mit dem vom Genossen D u ck w i tz gestellten Antrag aus Bewilligung einer Weihnachtsgabe an die Kriegsteilnehmer und deren Ange- hörigen. Nach kurzer Debatte wurde einstimmig beschlossen, jedem Kriegsteilnehmer 5 M., der Ehefrau 3 M. und sür jedes Kind 2 M. zu bewilligen. Nachdem Herr Sellin, der Obmann der Lebensmittel- kominission, Bericht über die Waren und Preise der Reichs-Einkauss- gesell'chast erstaltet und auf die Notwendigkeit des Einkaufs hinge- wiesen hatte, wurde auf Antrag des Genossen Wagner die Kom- Mission beauftragt, Speck und sonstige Fleischwaren für die Gemeinde einzukaufen. Ferner sollen noch 500 Zentner gute Speisekartoffeln beschafft werden. Der Verkauf von Heringen wird noch im amtlichen Aushänge- kästen bekannt gegeben werden. Kinderveranstaltungcn in Stegli» und Friedenau. Die Ver- anstaltungen für die Kinder der Parteigenossen in Steglitz und Friedenau finden jetzt wieder regelmäßig jeden Mittwoch nachmittag von 3—6 Uhr im Jugendheim statt. Soziales. Feldheer im Sinne des HintcrbliebeneugesetzeS. Ein neues Armee-Verordnungsblatt emhält u. a. folgende Be- stiminungeir: Unter den durch den jetzigen Krieg geschaffenen Verhältniffen sind als zum Feldheer im Sinne des§ 19 des Militärhinter« bliebenengesetzes vom 17. Mai 1907 gehörig anzusehen: 1. sämtliche inobilen Formationen ohne Rücksicht auf ihren Aufenthaltsort, einschließlich der Bcsatzungstruppen und Militär« behörden in Belgien, Luxemburg und Posen, 2. die Beiatzung armierter Festungen solange als diese für bedroht erklärt sind; 3. Angehörige immobiler Formationen a> für die Dauer ihres Aufenthalls im Kriegsgebiel und auf dem Hin- und Rückwege; b> während ihres Aufenthalts außerhalb des KriegSgebiets insoweit, als sie durch bestimmte kriegerische Ereignisse oder Zustände zur Ab- wehr feindlicher Unternehmungeu in Anspruch genommen werden oder ihren Wirkungen ausgesetzt sind. Ter mit gewerblichen Arbeite« beschäftigte Handlungsgehilfe. Bei den jetzt an der Tagesordnung stehenden Personal- Verschiebungen kommt es naturgemäß auch vor, daß ein kaufmännischer Angestellter für längere oder kürzere Zeit mit Arbeiten beschäftigt wird, die mehr gewerblichen Eharakter tragen. Cb ein solcher Angestellter durch einen derartigen Arbeitswechsel seinen Charakter als Handlungsgehilfe verliert, unterlag der Beurteilung der 2. Kammer des Berliner Kauf- mannsgerichts. Veranlassung dazu bot die Klage eines Gehilfen R. gegen das Äonfektions-Großgeschäft von Zanz und Meyer. Der Anspruch des Klägers konnte nur in Frage kommen, wenn dieser als Handlungsgehilfe anzusehen war. Die Eigenschaft stritt ihm die bellagte Firma ab. R. war nämlich unbesiriltenermaßen zu- letzl„Einrichier" gewesen. Als solcher halte er, wie Bellagte ausführt, die ihm angegebenen Stoffe abzuschneiden, Knöpfe abzu- zählen und ähnliche rem mechanische Arbeiten zu verrichten. Irgend- welche Bucheintragungen habe R. nicht zu machen gehabt, er sei somir als gewerblicher Angestellter anzusehen. Andererseiis mußte aber die Beklagte zugeben, daß der Kläger bei ihr die volle kauf- inünniiche Lehrzeit absolviert und auch späterhin in der kauf- männischen Abteilung gearbeitet hatte. Erst die durch den Krieg bedingten Pcrsvnalvcrschiebungen ließen es der Firma ratsam erscheinen, den Gehilsen mit dem freigewordenen Einrichterposten zu betrauen. Da» KaufmannSgericht entschied, daß der Kläger Hand« lungsgehilfe sei und kam demgemäß zur Verurteilung der Firma. In der Begründung beißt es u. a.: R. sei gelernter Kauf- mann und habe auch in der Folgezeit bei der Beklagten kauf- niännisch gearbeitet. Damit aber, daß er auch mal vorübergehend in einer gewerblichen Abieiluug tätig sei, verliere er noch nicht die Oualistkalion als Handlungsgehilfe. R. hätte ja. wie Beklagte zu- gibt, jeden Tag wieder in einer kaufmännischen Abteilung beschäftigt werden können. Es würde ein Unding sein, wollte man seine Ge- hilseneigenschaft deshalb ständig zwischen dem Kaufmännischen und Gewerblichen hin- und hcrpcndcln lassen. Gerichtszettnng. Der verschmähte Bräutigam. Aus Acrger darüber, daß ihm seine Braut kurz vor der Hochzeit den Laufpaß gegeben, hat sich der Bäckergeselle Josef L e i b u s ch zu einer„Tat" aufgeschwungen, die ihm eine An- klage wegen versuchter Nötigung zugezogen hat. Der Augeklagte war mit einem Mädchen verlobt und stand vier Tage vor der Hochzeit, als ihm seine Braut mitteilte, daß sie davon ab- sehe, mir ihm gemeinschaftlich die Pilgerfahrt durchs Leben auzu- irrten. Sie haue nämlich erfahren, daß ihr Bräutigam schon mehr- fach, darunter auch mit Zuchthaus, vorbestraft ist, und hatte keine Lust, ihre Zukunft mit der des Angeklagten zu verquicken. Dieser aber vertrat den Standpunkt, daß. wenn eine einmal A gesagt babe. sie auch B sagen müsse, und dachte nicht daran, sich in dieser Weise abspeisen zu lassen. Er begab sich deshalb am 21. Juni vor die Wohnung seiner Braut und erklärte der ihm öffnenden Ver- Mieterin, daß er da» Mädchen unbedingt sprechen müsse. Als die Bitte um eine Unierredung auf Wunsch des Mädchens von der Wirtin abgelehnr_ wurde, zog der Angeklagte einen Kinderrevolver, der einer Browningpistole täuschend ähnlich sah, hervor und sagte in lautem, drohendem Tone, so daß eS die hinter der Frau stehende Braut hören mußte:„Wenn sie mich nicht heiratet, so laste ich sie von der Bildfläche verschwinden!" DaS Mädchen ist durch diese Drohung in große Aufregung geraten und hat dauernd Furcht gehabt, daß es sie erschießen würde.— DaS S ch o ffengericht hat dc» Angeklagten mit Rücksicht auf seine Borstrafen zu 6 Monaten Gefängnis vcrurleilt. In der gestrigen Verhandlung in der Berufungsinstanz inachle R�-ST ©r. ÄIee stir den Angeklagten geltend, daß jemand, der in dieser Weise vier Tage vor der Hochzeit um seine ganzen Hoffnungen ge- bracht werde, in einer sehr begreiflichen Aufregung sich befinden müsse. In dieser habe der Angeklagle den kindischen Streich verübt. der � gewiß nicht eine so harte Strafe verdiene. Die Strafkammer ermäßigte die Strafe auf 2 Monate Gefängnis. Mus alier Welt. Milde Bestrafung eines PreistreibcrS. Bor dem Landgericht in Dresden hatte sich am Sonnabend der Fleischermeistcr Julius£tto Böhme wegen Preistreiberei zu ver- antworten. Böhme hat Rindernierentalg für 1.80 M. das Pfund verkauft, obwohl der normale Preis 1.20 M. bis 1,40 M. war. ferner veränderte er eigenmächtig das behördlich abgestempelte Preisverzeichnis seiner Waren, indem er bei Rindcrnierentalg dem angegebenen Preis von 1,20 M. den Zusah hinzufügte:.bis 1,80 M." Der Staatsanwalt führte aus, ein Mann, der 200 000 Mark Vermögen besitze, müsse sich schämen, solche Preise zu fordern, und sich auf Kosten anderer zu bereichern. Rur seine bisherige Unbeicholtenheit rettete den Angeklagten vor dem GesängniS; er kam mit boO Mark Geldstrafe davon. Das Urteil wird in den Dresdener Tageszeitungen von Gerichts wegen veröffentlicht werden. Diese milde Strafe wird den schwerreichen Mann wenig schmerzen. Wieviel Ueberschuß mag er trotz der Strafe noch durch seine Machenschaften erzielt haben? In der Münchcncr Fälschcrangclcnheit ist eine weitere Verhaftung erfolgt. Sie betraf den Mechaniker Ruissing, der im Verdacht steht, mit den bereits verhafteten Gebrüdern Winkler falsche Zwei mark st ücke hergestellt zu haben. Ueberschwcmmungcn in Algier. Verheerende Ueberschweminungen werden aus Algier gemeldet. Zahlreiche in S ü d o r a n, im Gebiet von Aiin-Sefra an Flüssen gelegene Dörfer wurden fortgeschwemmt. Beträchtlich ist der Schaden an den Saoura- ufern. Die Telegraphcnlinien zwischen Beni-Abcö und Bolom-Bechar sind zerstört. Verlustlisten. Die Verlustliste Nr. 308 der p r e u tz i s ch e n Armee enthält Verluste folgender Truppen: Infanterie usw.: Gren.-, bezw. Inf.-, bezw. Füs.-Regimenter Nr. 1. 10, 13. 14. 18, 17. 18. 22. 23. 27 ss. Jnf.-Reg. Nr. 58i, 80. 31. 32. 33(s. Res.-Fnf.-Rca. Nr. 1), 34. 30 ss. Inf.-Refl. Nr. 153), 37, 40, 41, 42(f. auch Jnf.-Neg. Nr. 49), 40, 49. öl. 52 ({. Nes.-Jnf.-Reg. Nr. 52), 58, Ol, 02, 03, 60, 07, 70. 81, 84, 86 ls. auch Rcs..Jnf..Ncg. Nr. 238'. 87, 92 bis einschl. 96, 99. III, 113, 114 ss. Nes.-Jnf.-Reg. Nr. 65», 129, 139. 143. 145, 149, 150. 153 ss. auch Inf.-Reg. Nr. 58), 163. 352, 358, 359, 360, 361, 363, 372. Ncs.-Jnf.-Regiinenter Nr. 1, II, 12, 22, 24, 27, 28, 29, 34, 89. 40. 46, 49, 52. 57. 61, 64. 65, 86, 87. 88. 90, 91. 93, 99. 109, 110, III 203, 204, 207, 208. 231, 238, 239, 251. Landw.-Jnf. Regimenter Nr. 11, 12. 22. 24. 27, 51(f. Iitf.-Dieg. Nr. 352), öS, 61, 68, 87, 93, 849. Brig.-Ers.-Bat. Nr. 50 ss. Jnf.-Reg. Nr. 358). MuSketen-Bat. Nr. 1. Landst.-Jnf.-Bataillone: II Allenstei». Alt» dämm. Anklam, II Bonn, I Braunsberg, II Braunschweig. Cosel, II und V Tarmstadt, Dessau, I Tt.-Eylau, I Tiedenhofen, Donau eschiitgen, Erbach, II Essen, Friedberg, Gelsenkirchen. 1. und 2. Görlitz, Hagen, l Hagenau und Nr. 15 des 1. Armeekorps. Landst. Jnf.-Ers.-Bataillone: 4. Tiedenhofen, 3. des 7. Armeekorps sElberfeld), 2. Freiburg, 3. Hamburg, 2. Hameln, 4. Hannover, 3. und 4. Heidelberg und 12. des 7. Armeekorps. 2. Laiidst.-Jnf.- Ausbildungs-Bat. Diedenhofen. Etappen-Sammel-Komp. Nr. 1 der Bugarmee und Nr. 11. Jäger-Bat. Nr. 5; Res.-Bat. Nr. 8. Feld> Maschinengew.-Zug Nr. 144 ls- Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 27). Kavallerie: Garde-Kürassierei 3. Garde-lllanen! Kürassiere Nr. 3, 7, 8 ss. Hufaren-Aieg. Nr. 13); Dragoner Nr. 7, 9, 10, 13, 19; Husaren Nr. 1, 7 ss. Husaren-Neg. Nr. 13), 8, 11, 13: Ulanen Nr. 3, 5, 12, 13, 14, 16; Jäger zu Pferde Nr. 4 ss. Jnf.-Reg. Nr. 61), 5 ss. Jäger-Reg. zu Pferde Nr. 8), 7 ss. Husaren-Reg. Nr. 13). 8. 12; Kav.-Reg. Nr. 84. Feldartillerie: Regimenter Nr. 18, 34, 85, 37, 44, 52, 55; Ncs.-Reglmenter Nr. 17, 20, 47, 50, 55, 58: Landw.-Reg. Nr. 3. Pioniere: Regimenter Nr. 18, 19, 29; Bataillone: II. Nr. 1, II. Nr. 4, l. Nr. 5, I. Nr. 6, I. Nr. 27; Komp. Nr. 397; Res.-Kom- pagnien Nr. 78, 83; 2. Landw.-Komp. des 7. und 1. des 9. Armee- korps. Sturm-Abt. Schwerer Festungs-Scheinwerfer-Zug Nr. 5. Leichte Minenwerfer-Abteilunge» Nr. 201, 273 und 275; Mittlere Minenwerfer-Abteilungen Nr. 104 ss. Minenwerfer-Komp. Nr. 224) und 114; Schwere Minenwerfer-Abt. Nr. 75; Minenwerfer-Komp. Nr. 224. Verkehrstruppen: Linien- Kommandantur Lüttich. Res- Eisenbahnbau-Komp. Nr. 25. Fernspr.-Abt. des 15. ArnreekorpS Brückentrain Nr. 7 des 24. und Nr. 18 dcS 41. ReservekorpS; Re- servckorpS-Brückcntraius Nr. 38 und 39. Leichte Proviantkolouue Nr. 1 der 107. Jnf.-Div. Fuhrparkkolonnen Nr. 5 desl., Nr. 3 und 6 des 2., Nr. 3 des 4., Nr. 15 des 14. Armeekorps, Nr. 5 der 22. Jnf.-Div., Nr. 55 und 59 der 25. Nes.-Div., Nr. 7 der Landw.- Div. v. MengeS sjetzt 88. Jnf.-Div.); Res.-Fuhrparkkolonne Nr. 60. Magazin-Fuhrparkkolonne Nr. 10 des 16. Armeekorps und Nr. 102. Etappen-Fuhrparkkolonne Nr. 3 des 17. Arineekorps. Feldbäckerei- kolonne Nr. 1 des 1. Armeekorps; Res.-Bäckereikolonne Nr. 41 deö 41. ReservekorpS; Etappen-Bäckercikolonne Nr. 1 der Bugarmee; Etappen-Hilfsbäckereikolonne Nr. 54 und Nr. 58 des 21. Armeekorps. Pferdedepot Nr. 107 deS 22. Reservekorps. Muuitionskolonnen: Inf.- Munitionskolonne Nr. 2 deS 40. ReservekorpS und solche der 107. Jnf.-Div.; Ref.-Jnf.» Munitionskolonne Nr. 46 deS 23, Reservekorps. Art.-Munitions- kolonne Nr. 2 des 1., Nr. 6 des 2. Armeekorps. Nr. 86 der 83. und Nr. 108 der 4. Jnf.-Div.; Leichte Munitionskolonn« der 2. Kav.» Tip. sf. Feldart.-Reg. Nr. 35). Res.-Art.-sU)Munitionskoloilne Nr. 60 der 47. Res.-Div.; Fußart.-MunitionSkolonne Nr. 36 der 119. Jnf.-Div.: Munitionskolonne Nr. 9 der Landw.-Div. von MengeS ijetzt 88. Jnf.-Div.); Etappen-MunitionSkolonne Nr. 317 der 11. Armee. SanitätS-Formationen: SanilätS-Kompagnien Nr. 2 und 3 des Gardekorps, Nr. 3 dc§ 6. Armeekorps, Nr. 54 der 54. und Nr. 84 der 84. Jnf.-Div.; Res.-SanitätS-Komp. Nr. 44 der 44. und Nr. 61 der 81. Res.-Div.; Landw.-SanitätS-Komp. Nr. 32. Feld- lazarett Nr. 11 des Gardekorps. Nr. 8 und 12 des 2., Nr. 7 und 19 des 17.. Nr. 11 des 20. Armeekorps und Nr. 4 der 56. Jnf.-Div.; Res.-Feldlazarelte Nr. 67 der 25. Res.-Div. und Nr. 120 des 41. ReservekorpS; KriegSlazarett Nr. 57 der Bugarmee; Ref.- Lazarette Nr. 4 Dt.-Eylau und Lippspringe. Freiwillige Kranken- Pflege. ArmierungS- und Straßenbau-Formationen: Armierungs- Bataillone. Strahenbau-Kompagnien. Etappen-Kommandantur Nr. 3 der 1. Armee. Artilleriedepot Wesel. Kriegsbekleidungsämter. Feldpost: Feldpost-Station Nr. 46. Post-Pferde- und Wagendepot der Armee-Abt. Woyrsch. »» Die b a y e r i s cd e Verlustliste Nr. 229 bringt Verluste des 1.. 2., 3., 4.. 6., 6., 7., 8.. 9.. 19., 11., 12.. 13.. 14., 15.. 17., 18.. 21.,- 23. Jnf.-Reg.; 1. Jäger-Bat. Freising; Feld-Maschinengew.- Zug Nr. 2; Res.-Jnf.-Regimenter Nr. 1, 4, 5, 7, 19, 11, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 21, 23; Res.-Jäger-Bat. Nr. 1; Landlv.-Jnf.-Rcgimenter Nr. 1. 2, 3, 4. 5. sSchluß folgt.) Der Schluß der sächsischen Verlustliste Nr. 212, deren Inhalt gestern mitgeteilt wurde, wird veröffentlicht. parteiveranftaltungen. Neukölln. Die Jugendiektion beteiligt sich an der beute abend 8>/, Uhr staltsindenden Bcrsammlung im Karlsgarlcn. Mitgliedsbuch leglttmim._ Der Ncrci« Wanderfreuude, Neuköllu.»eran'ialtct Sonntag, den 14. November, abends 6 Uhr. In den Passage-Festsälen, Bergstraße, einen Lichlbildervorttag von Genossen Krämer über:»Die vier Jahres- zeilen im norddeulschcn Flachland». Billett« a 20 Ps. sind bei allen Führern und im Vereinswlal, sowie im Holländischen Ease, Berliner Straße 14. zu haben._ öriefkaften der Redaktion. M. 2. 5. 1. u. 2. Solche Institute gibt es. befinden sich aber in private» Händen und lönnen wir daher aus Empsehlung eines bestimmten Institutes uns nicht einlassen. Adresse» finden Sie im II. Band de» Ber- lincr Adreßbuches, IV. Teil, Seite LöS. 3.-5. Darllder läßt sich allgemein genaueres nicht sagen, ist vtelmebr abhängig vom Talent und Jntellclt und von den sonsligen Verhältnissen des Betrefienden.— M. 13. Wenden Sie sich an eine der Firmen, welche Sic im Adreßbuch, II. Band, Teil IV. Zeile 216, unter Kinemathoarapben, oder Seite 117 unter Film» verzeichnet finden.— M. S. 60. Diente als Einjähriger bei den Pionieren. Be- findet sich im Osten. Die näheren Einzelheiten sind im« nicht bekannt.— CT. X. 32. Für die Versorgung einzelner Personen findet in diesem Falle keine Abgabe statt. Wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen an den Ratio- nalcn Frauendienst Ihres Bezirks.— I. 2. 1. 1. Sind im Gefieder lebbastcr gezeichnet und besser im Gesang. L. Wenden Sie sich a» unsere Buchhandlung. Lindenstraß« 3.— A. R. Sie müssen sich init Ihrer Frage an einen Kürschner oder auch au den Drogisten wenden. — 46. A. 2. Wenn die altive Dienstzeit der Söhne zusammengerechnet 6 Jahre ausmacht, baben Sie Anspruch auf Auswandsentschädtgung. Der Antrag ist bei der Gemetudeverwallung einzureichen.— L. 2. 146. Sie haben Anspruch aus Unteistützung und im Falle des TodeS auch aus Rente. SVcttcrauSiichten für da« mittlere Norddeutschland bis Tannerstagmittag. Zeitweise beiler, aber kühl und sehr veränderlich mit ösler wiederholten, meist geringen, im östlichen Küstengebiete ctwaS stärkeren Regcnsällcn. Todes-Anzeigen Sozialdemokratischer Wahlverein I. d. 4. Herl. Relehstapswahlkrels. Petersburger Viertel. Boz. 364. Den Mitglieder» zur Nachricht, daß unser Genosse, der Tischler LmöZ Roelhig Schretnerslr. 8, gestorben ist. Ehre seinem Audcnken Z Die Beerdigung findet am DoniielStag, den 28. Oktober, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle de» städtischen Fried- hoss in grtedrichsselde aus stall. Um rege Beteiligung ersucht 21S/l3 Ter Vorstand. sss Deotseherlietallarbelter-lferbaiid Verwaltungsstelle Berlin. zur Nachricht, daß der Gürtler Den Kollegen unser Mitglied, OsWä Fickweiler Marlauneiistr. 41, am 24. Oktober gestorben ist. Ehre seinem Andeukeu! Die Beerdigung findet am DonnerStaa. den 28. Oktober, nachm. 4 Uhr, von der Leichen- balle de« Tbomas-Kirchhose» in Neukölln, Hennannstraße, au» statt. Rege Beteiligung erwartet 121/7 Die OrtSverwoltung. Deutscher Transportarheller- Verband. Bezirksverweltung Qroß-Borlin Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unier Kollege, der Industrie- arbeiter Karl Wilhelm am 24. Oktober im Aller von Cl Iahren verstorben ist. (?hre seinem Slndenkenk Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 27. Oktober, nach- miltags 3 Uhr, von der Leichen- Halle des GemclndesriedhoseS in vaumichulcnweg, Kicshotzstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 68/4 Oie Bezirksverweltung Allgemeine Ortskrankenkasse der Stadt Berlin-Schtinetierg. Aus dem Schlachtscide sand den Heldentod uns-r lieber Milarbeilcr, der Bureaubcamte Herr Mtax Schmidt Wir werden das Andenken dieses Tapseren in Ehren hallen. Berlin- Schöneberg, 271/13 den 22. Lklobcr 1215. Der Vorstand und die Beamten der Allgemein. Ortötrankenkassc der Stadt Bcrlm-Schöncbcrg. Allen Freunden und Bclannten die traurige Nachricht, daß William W. Kochanski am 22. August 1915 nach langem schwerem Lelden sansl entschlasen ist. 2714b Im Namen der Hinterdliedenen Geschwister Kochanski. Philadelphia(Pa.) Nord-Amerika.__ AUi itesser Pickel, auch die hartnäckig- dsten, feitglänzende, groß- porige Haut und ionstiäe Hautun- rcinigkeiten werden am sichersten durch ineine seit säst 25 Jahren bewährte» Speztalmlttel beseitigt. Garantiert wtrliam u. unschädlich. 2,50 1». Oito Rcichrl. Berlin 43, Eleenbahnetr. 4.* Allen Freunden und Bclannten die iraurige Nachricht, daß mein lieber, guter Mann und Bruder Oswglc! Fidoveiler am 24. Oktober pon seinen schweren Leiden erlöst wurde. Dies zeigen an in ttessler Be- lrübnis die wauernde Gattin und Schwester A ,4 n»a Fickweiler, Emmy Fickweiler. Tie Beerdinliiig findet Donnerstag, den 28. Oktober, nachmittag« 4 Ubr, von der Halle de» Thomas- Kirch hoscs in der Hei mannstraße aus statt. I>aiilcs»xuiix. Für die vielen Beweise berzltcher MMWMM' MM der Einäscherung Sohnes, unseres meines lieben Bruders Ei«n Marx sagen wir allen Verwandten, Freun- den und Bekannten, der lölltglichen Lazaretttiispektton Buch, allen Käme- raden deS Lazaretts, desgleichen dem Verband der Schneider und Schnei- derinnen lFiliale Berlin) und sür die trostreichen Wort« des Herrn Waidcck Manasse unser» herzlichsten Dank. Witwe Johanna Marx geb. Meyer, Werststraße 8 III. A Heines Werke . z Bände« Matt- Buchhandlung Vorwärt» Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere innigslgeliebte. unvergeßliche Gattin und Mutter, Frau Helene Hegewald geb. 7! ecke im Mcr von 33 Jahren plötzlich und unerwartet nach sewslägigem Krankenlager verstorben ist. Dies zeigt tiesbctrilbt an E m II Hegewald nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Frellag, den 22. Oktober, nach« mittags 4 Uhr. aus dem Zentral- griedhos in Stahnsdorf statt. Abfahrt: Ab Bahnhof Char- tottenburg 3 Uhr 7 Minuten. Kragen. Fuchssorm. echt Natur, breit, jetzt 50.—, Skunksmuffen, Skunks- Ktctderbesatz, Skmiks-Eape» mit Her- nielin. Steinmarder- Garnituren, Alaska-Fuchskragen jetzt Ib.—.Alaska- suchsmusteii, Scalbisammünlel feinster AuSjührung, Pelzmäntel 150. Felle aller Art. Alles Gelegenhcitskäuse. Ucberzeugen Sic sich selbst:* Blauer Bazar, Kaiser-Wilhelm-Straße 16, gleich beim Alexanderplatz. Gelegenheitskauf 1 fl A Für nur 20 Mark X VT portofrei gegen Nachnahme. 2eife»haus erz aus, L en «deck, ea. 210 mm lang ca. 15. dick Broetestraste 82.' kndnttmerkeo cker konsumgenossenscdslt Berlin and Umgegend. kurze Frist Die xwlngt tu sohnollom Einkaut I PIUsclx. Echt« SeelplOschmknlsl, prachtvoll# Torrn#» nd Qualitttan,(latt und mit PdsbaitUen noch(ftr 150.», 105—, 80.—, OS.—, in Kftrzo!«>.-. 160 135.-, 100.-. StldenplUschmen!#!, fcurs o. lang. IBr 33, in KBruBO. 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Saal 4, Engelufer 15. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht vom 3. Quartal. 2. Unsere Maftnabmen zur Linderung der Teuerung. 3. Die Vorkommnisse im Gaswerk Schmargendorf. 4. Berschiedene». 26/2 Zutritt haben nur Mitglieder gegen Borseigung de« Mitgltedsbuche«. »le OrtMverwaUuns:. Urrmltungsstelle Serlin N 54, finirnllr. 83 Telephon- Amt Norden 135. 1232. 1287, 2714. Bureau geöffnet von 2—1 und von 4—7 Uhr. Achtung! Achtung! Donnerstag, den SS. Oktober ISIS, abendS 8 Uhr: Deutscher Bauarbeiter- Verband, Zweigverein Berlin. (Bezirt X IL) Am 24. Oktober starb unser Mitglied, der Hilssatbcitcr VVNtielm fr-an?. Ehre seinem Andenken I Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 27. Oktober, nach. mittags 3 Uhr, von der Halle de» Zions-Kirchhoses in Nordend aus statt. 142/11 Um rege Beteiligung ersucht Die örtl. Verwaltung. Eincaine kurze Fein- und Pianehjaokeo noch U. 50.—(in KUrie bis 125.—), Kostüme In Samt, braun, srün. lila, t.-p., m.ecbteq Peljboaätzen noah M. 75—(in Kürze bi» 150.— t in Kammiam, roinwolL Stoffe. Tuch, entzück, ffcarbaifcal noch M. 35.-, Modelle SS—(In Kürz« bU 140.—) Vinter. mollig« Stoff«, ratzend» formen(kurz Sport) noch Ar II1», 22.—, 86.— in Karze 18,—, 85—, 80.— fSiznrtniulrrzMrideL best# Oummleruzf. b#ll# QunliUUn 39.— SB.-20.""( So'-) Auswahlen steh zuberhalb gegen klein# hsantatr g*OSn#t, Burk# Figuren flndea Pasf#nd#z Anzahlung, Umtanzcb gestattet. U— 14 tz allen AbUlluogen. L W Hohranktr. S7a 11 6 Sitrnue"?' (holonaadeu) ▼ ▼■ B A B � U■ meht Sadruzstr.. liOdcnniBntel noch 15.— Lodanpelerlnen noch 10.— l�dcnkoetame noch 27.— VodellrOeko noch 16.— Oarnlert# Seidenkleider noch 25.— Kranchen Uersammlung der Elektromonteure und Helfer Grotz-Berlins 1 den Mufiker-Feftsälen, Kaiser-Wilhclm-Str. 31, Hochzeitssaal. Tagesordnung: 1. Die Einführung der gsrauenardet» in«nserem veruf durch die«. E. G. Abteilung Z.— 2. Die LebrltnqSfrage. sonstige BranchenangelegenbeUen.— 4. Verbandsangelegenhciten. 5. Verschiedenes VW- In Anbetracht der äußerst wichtigen Tagesordnung ist da« St-- scheinen aller Kollegen dringend notwendig."M» XL. An die im Felde stehenden organisierten Kollegen soll ein Feldpostbrief gerichtet werden. Wir bitten, zur Versamm- long die Feldadrefsen mitzubringen. Donnerstag, den»8. Oktober t»1S, abends 8'/, Uhr: Klempner-Versammlung in Heinrich« Festsälen, Gr. Frankfurter Str. 80. Tagesordnung: 1 Vortrag.— 2. Bericht der Branchenkommisfion.— 3. Tis- kussion.— 4. Neuwahl der Branchentommisfio». ,, Mitgliedsbuch legitimiert.- Zahlreiches und PünltticheS Erscheinen wird erwartet. 121/8 Di© OrtSTcrwaltonc.