Mr. 299.-32. Jahrg. RbonnementS'Bedlngnngeo: Hlonnreienlä• Stet# rrtdmuctetanb«! kietteijäbtl. 330 Ml. monatL 1.10 Ml, wöchentlich 25 Psg. frei m# Haus. Einzelne Numutet 5 Big. Sonntag». nummet mu illuklriettet Sottntcjs» Betlage.Die Neue Well* 10 Pig. Post- Hbonnement: 1,10 Kart 6to Kanal. Eingeltagen In die Vosl. Zetuntg». Lreislilte. Unter Kreuzband für Deutlchland und Oelierretch- Ungarn 2,50 Marl für das übrige Ausland t Marl pro Monat. Coftabotmements nehmen an; Belgien. Dänemarl, Holland, Italien. Luxemburg. Bortugal, Rumäiuen. Schweden und die Schweis VMicJal täglich. Verlinev Volksblclkt. ( 5 Pfennig) Die TnfertlonS'Gebaijr Beftägt für die sechsgespaltene Kolonel» »eile oder deren Raum W Pfg,. für holitische und gewertschastliche Bereins- und Bersammlungs-Anzeigen 30 Pfg. „Alelne Anretgen", baä fettgedruckte Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenan- zeigen das erste Wort 10 Pfg.. jedes wettere Wort ö Pfg. Worte über ISBuw- staben zählen für zwei Worte. Inserrre für die nächste Nummer müssen als 5 Uhr nachmittags in der Erpedstion abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: „Sszlaldemolirat Berlin". Zcntratorgan der IbzialdemokratifcfKn Parte? Dcutfchlands. Neöaktion: SW. 68, Linöenstraße 3. Fernsprecher: Ami Morippla«. Nr. l3l 90— IZl S7. Freitag, den 29. Oktober 1913. Expedition: EW. 68, Linöenstraße 3. Fernsprecher: Am: Moritzpla«, Nr. 99— 131 97. Ml. ZMill m Wn« Hon De» Mm etilen leilang Oes©tosen Ooßsiauotfiets. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 28. Oktober 1915.v e n h o f, flußaufwärts I a c o b st a d t. bis in die Gegend von Jlluxt Artillerie- und Gewehrfeuer. Westlich Dünaburg setzten die Deutschen ihre Angriffe an mehreren Orlen fort; ihre An- strengungen hatten nirgends Erfolg. Die Kämpfe dauern an. Zeit- weise erreich!« das Artilleriefeuer die größte Heftigkeit. Südlich Dünaburg bis zuin Prypet keine Kämpfe. Südlich des Dorfes Miedwiezc(10 Kilometer nordwestlich CzartorYSk) griff der Feind an. er stieß auf einen Gegenangriff, eS kon, zum Bajonettkampf. Bei dem Dorfe Kamiciucha sll Kilometer westlich CzartorhSk) warfen unsere Truppen die Deutschen, welche in östlicher Richtung vorgingen zurück und machten Gefangene. Südwestlich deS'ktfleckeus Olyka(halbwegs Luck— Rowno ö Kilometer südlich der Chaussee). gingen unsere Truppen vor. besetzten das Dorf Konstantinowka und die Verschanzungen des Gegner«. Der feindliche Angriff in der Gegend des Dorfes Drohiczowka(3 Kilometer östlich Zusammenfluß Sirypa— Tnjestr) wurde durch einen Flanlenstoß von uns aufge. halten; der Gegner wurde auf Sjutromince(2 Kilometer südöstlich Drohiczowka) zurückgeworfen. Auf der KaukasuSfront keine Veränderungen. In der Ostsee versenkten englische O-Boote vier deutsche Dampfer. Der Fortgang öes Krieges. Von Richard Gädke. Berlin, 27. Oktober. Nach einer Pause von drei Monaten haben die Italiener ihre Angriffe giyzen die österreichische Südwestfront im großen Stile erneuert. Vielleicht nicht ganz freiwillig, sondern unter dem Drucke, den die Vorstellungen der Verbündeten auf ihre Heersleitung ausgeübt haben. Offenbar will diese sich an dem Balkanabenteuer ebensowenig beteiligen, wie an dem aussichtslosen Angriffe auf die Tardanellen. Es mag dahingestellt bleiben, ob hierfür nur mili- tärische und nicht auch politische Gründe mitwirken. Jedenfalls schein! der Verlauf aller drei Jsoiizoschlachten zu beweisen, daß schon die militärischen Gründe ausschlaggebend sein könnten, denn er stellt sich als ein großer fortgesetzter Mißerfolg dar. Im Lager der Oesterreicher siehr man diesen verzweifellen Stürmen mit einer Art geringschätzigen Mitleids zu und hält sie sür einen furchtbaren Massenmord. Man mag darin wohl recht haben, wenn man den großen Unterschied in der kriegerischen Tüchtigkeit zwischen An- greiser und Verteidiger berücksichligt. Daneben aber kommt in Be- tracht, daß der erste Angriff der Italiener, der am 29. Juni begann und am 5. Juli endete, mit nur vier Armeekorps, das heißt mit offenbar zu schwachen Kräften geführt wurde. So wurde der Ver- teidiger auf alle schwachen Punkte seiner Front aufmerksam und gewann Gelegenheit wie Zeit, seine Verteidigungsanlagen mehr und mehr auszubauen. Der zweite große Angriff setzte dann 13 Tage später mit erheb- lichen Verstärkungen, im ganzen mit 17 Divisionen, ein, und wurde an Ort und Stelle nach schwerer Feuervorbereitung mit großer Er- bitterung neun Tage lang fortgesetzt. Er brach überall zusammen; zu einem gleichzeitigen Ansturm auch gegen die Tiroler- und Kärntner Front hatte der italienische Führer nicht den Entschluß gefunden oder nicht die zahlenmäßige Kraft zusammengebracht. Seine Verluste in diesem schweren Ringen wurden aus 100n, dem Staate vermöge der Beamtendisziplin und in leinen privairechl- liwen Beziehungen vermöge des Verlragsrechts unbenommen. jugendliche Personen, Beamte und verlragsniätzig angenommene Pei'onen von der Teilnahme an bestimmten Vereinen und Ver- sammlungen fernzuhalten." Datz die Schulbebörden von diesem Rechte gegenüber den poli- tischen Vereinen Gebrauch machte», ist nichts Neues. Aber hier bandelt es sich um eine reine Lohnbewegung, die jedes politischen Charalters entbehrt und auf die die obigen Ausführungen des Staats- sckreiärs nicht bezogen werden können, wenn man sich der damals wiederholt gegebenen Versicherung erinnert, datz das Gesetz Nicht schikanös angewendet werden solle. Gerade die ungelernten jiigend- lichen Arbeiter, die oft in schrankenloser Weise ausgenutzt iverdcn, bedürfen eines besonderen Schlitzes und die Schulbekörde lönnte ihr Wohlwollen für die Zöglinge nicht besser beweisen, als datz sie den Jugendlichen die Möglichkeit offen lietz, ihre Arbeltsverhältnisse zu verbessern. Die Verbandsleitung hat sich, um die jungen Leute nicht zu ge- fährden, dem Verbote gefügt. Sie wird natürlich lrogdcm mit allen Mitteln versuchen, die beschlossenen Forderungen auch für die Jugendlichen durchzusetzen. Aber die Art und Weise, wie in diesem Falle den Bestrebungen der Arbeiter entgegengetreten wird, lätzt vermuten, was die Gewerkschaften nach dem Kriege zu erwarten haben, wenn der Burgfriede erst wieder aufgehoben ist. Unterstützung der Textilarbeiter. Die durch die Beschlagnahme der Baumwolle hervorgerufene Schlietzung oder erhebliche Einschränkung der meisten Textilbetriebe hat zu massenhasten Arbeiterentlassungen geführt. Ueber die Frage der Unterstützungspflicht ist es nun zu gewissen Differenzen ge- kommen. In Sachsen ist die Baumwollindustrie besonders stark vertreten, weshalb Sachsen mit vollem Recht vom Reichsichatzamt erbebliche Summen zur Untersiützling der arbeitslosen Textilarbeiter fordert. Die Not in den betreffenden sächsischen Gemeinden ist grotz. Die Gemeinden haben die erforderlichen Mittel nicht und die sächsische Regierung gewährt keine Vorschüsse. Sie scheint sich wieder darauf zu stützen, datz das Reichsschatzamt nicht genügende Mittel zur Verfügung stellt. Hier tut schleunige Abhilfe dringend not. Tie Unterstützung der arbeitslosen Textilarbeiter müßte eigenrlich Sache des Reiches sein, denn durch eine im Interesse des Reiches getroffene Matznabme sind sie brotlos geworden. Man darf den meist armen Gemeinden, die durch den Krieg schon ohnedies stark in Milleidcnschast gezogen sind, nicht auch noch diese Last zum Teil mit aufbürden wollen._■ Bus Industrie und Handel. Äricgsgcwinne. Die Hannoversche Bauniiooll-Spinnerei und Weberei A.-G. zu Linden vor Hannover will nach reichlichen Abschreibungen 10 Proz. Dividende zahlen; im Vorjahre gingen die Aktionäre leer aus._ Keine weitere Steigerung der Stahlproduktion. In der Haupt» Versammlung des Stahlwerisoerbandes wurde über die Geschäftslage folgendes berichtet: Halbzeug. In der Geschäftslage von Halbzeug sind seit dem letzten Berichte weder im Jnlande noch im neutralen Aus- lande wesentliche Aenderungen euigetrelen; auch für die nächsten Monate ist mit den bisherigen durchschnittlichen Versandziffern zu rechnen. F o r in e i s e n. Die allgemeine Lage des Inlandsmarktes hat sich ieit dem letzten Bericht kaum verändert; das Geschäft war in- folge der geringen Bautätigkeit nach wie vor ruhig.— Nach dem neutralen Auslande bewegte sich das Geschäft in dem bisherigen Nahmen: der Bauniarkl lag weiter still, während Schiffswersien und Konsirnklionswerkställen im Auslände ebenfalls gut be- schäfligt sind. fbillioe. JCebemmtttel FrcUag and Sonnabend Konserven i/j. Dose V? Dose Rlesen-Slangensparsel 2 m. 1.03 Stangenspargel�l.TS 93 pk Stangenspargel siark 1.65 88 pk. Slangenspargelstangl-SD 70pf. Bruchspargel twk 1.50 SOpj Bruchspargel mm-i.>/,.i)->5- 1.35 Bruchspargel-""".M. 85 Pf Spargelköpfe grßn 1.15 MocturtlesuDpe... 45 k. Rhdersctiwanz- Suppe.. v1-DoSe45pi. Nierensuppe..... 45«. Bratwurst........>> o°5- 1.50 Fleischpaste.. 1.20 Sprotten in Oel od Tomaten, Dose 52 Pf. Heringe In Bouillon..... Dose 55pf. Makrelen w Tomaten,,. Dose 85 Pf. Oelsardinen........ Dose 95 Pf. GemifchieMarmelade leicht gelärbt I-Pfd.- 7/1 Dt O AC 12 Pfd.- ß i, Dose'"Pf- Eimer Eimer O M. Aepfel mltHimbeer-Marmelade l-Pfund-Dose 7 0 Pf. 5-Pfund- Eimer 3.25 i Soweit Vorrai* Tee m IV Souchong-Mischung." � � � � � � Pfund 2.80 3.40 3.80 4.20 Ceylon-Mischung................... Pfund 4.20 Wurstwaren Butter u. Käfe Tisch- und Tafelbutter piund 2.64 2.72 Vi-Pfund-Pakete 1.32 1.36 Edamer Käse____ Pfund 1.25 Zervelatwurst...... Piund 2.70 Plockwurst.......... Piund 2.50 Teewurst............ Pfund 2.80 Mettwurst 2.70 Banernmettwurst... piund 2.50 Berliner Mettwurst.. Pfund 2 m. Feine Leberwurst... Piund 2.30 Landleberwurst..... Piund 1.75 Jagdwurst.......... Pfund 2.10 Rotwurst•...... Pfund 1.30 l.SO Jeden Frriiagt Frische Blut- u. Semmel- Landleberwurst.... Piund 1.40 Marmelade Pfund.. 55 u. 65 Pf. £ rlfches Fleisch Schmorfleisch* mit Knochen....... Piund X M. Rinderkamm �95?� Roastbeef mit Knochen....... Pfund X M. Rinder-Filet unausgeschält...... Pfund Pökelkamm pm 1.50 Pökelrinderzungen...Pfund 1.15 KaßlerRippespeer Pfund 1.45 1 1.30 Kische Soweii Vorrai Obst Eckslück, 2—3 Pfund..... Im Ganzen*1 rr Mittelstück i££ Pfund X.DD Pfund X.OD Gehacktes Fleisch...Phmdl.lO Ochsenschwanz 80pf Kabeljau in ganzen Fischen..... Piund 30 u. 55 Pf. Seelachs ohne Kopf, in ganzen Fischen.. Pfund 45 Pf. Schellfische. Pfund 38u.60pf. Schollen....... Pfund 45 Pf. Frische Plötzen. piund 40pf. Frische Zander(Brat) Pfd 65 Pf. Tafellachs in ganzen Fischen......... Pfund 1,70 Klippfische in ganzen Fischen......... Pfund 58pf. Lebende Lausitzer Karpfen Piund 1.10 u- 1.20 Lebende Hechte Pfund 1.25 Lebende Bleie.. Pfund 70pf. Mir Leipziger Sir.x Lebende Forellen. Pfund 2.10 Geflügel Suppenhühner...Pfund 1.75 Brathühner..... Pfund 2.10 Krammetsvögel.. stock 45 Pt H f!*■■ Kopf- od. Sdiwanzstilck In ganzen r Ischen mitelstack Salzfische„..35*. 4®. 45 Pfund 4dP«#Pf. Kostproben 11— 1 und 3—7 Ubr. Verkaufsslelle der Zentral-Einkaufs-Oes Brüsseler Weintrauben Pfund 65 u. 85 Pf. Goldparmänen.. Pfund 20 Pf. Borsdorfer Aepfel aptd 35 Pf, Kochäpfel...... Pfund 15 pf. Gemüse Rosenkohl..... Pfund 25 Pf, Kohlrüben..... Pfund 7 Pf, Radieschen... 6 Bund 10 Pk. Sellerie große Knolle 20 u 25 Pf. Weißkohl...... Pfund 7 Pf. Mohrrüben... 4 Pfund 35 Pf. Blumenkohl Kopf 25 u 28 Pf. Schwarzwurzeln Pfund 18 Pf. Bayrische Rettiche stück 5 Pf. Räucherwaren Kieler Bücklinge 3 stock 25 Pf. Lachs-Bücklinge a stock 35 Pf. Sprottbücklinge. Pfund 85 Pf. Kieler Sprotten.. Pfund 1.20 Starke Aale____ Pmnd 2.40 Freiiag und Sonnabend Lebende pflanzen Phönixpalmen..... stock 2.75bis9 m. Kentien....... i.. stock 2.90bitl0.so Araukarien....... stock 80pf.bis3.75 Kokospalmen stock 65pf bis2.75 Moostöpfe...... stock 25pf.bis30pf, Farn- und Spargelkraut... Topf 65 Pf. Primeln blühend.......... Topf 25 Pf, Erika reich blühend... Topf 65Pf.u 90 Pf. Tannen U:®25u.30pf. ÄSOu.SSpf. Hyacinthenzwiebeln stück 16pf.,Dtz 1.80 zum Auspflanzen.... Stück 6 Pf., Olz 70 Pf. Tulpenzwiebeln lostck 16puoostck.l.50 Crocus..... 10 stck. ISpt. ioo stck 1.70 Kakteen reiche Auswahl, Topf 12 20 30 45 Pf. Ständiger Verkauf Feldpost-Artikel Landleberwurst, Fleischwurst Dose 2.40 Kraftfleisch............ Dose 1.60 Würstchen mit Sauerkraut Dose 1.35 Fleischsalat, Sülze...... Dose 85 Pf. Feldpostbriefe m.Wurstwaren Teetabletten leichtlöslich. Büchse sost.öOpf. Madertorte in Feldpackung...... 1.50 Kakao mit Milch und Zucker st. 10pf. Kaffee- und Teebeutel... stock 10pf. Kaffee uil Milch ünd Zucker IeIcht'äSOpl Pudding ,a,Ä60pf. Muffen �tÄ'OSpf. Lunsenschfllzer, Leibbinde uTull«!lfliier�>„75pf. Hand- und Fußwärmer....... 65 Pf, Cetania). Redakl.: Alfred Wielevv. Neukölln. Jnferatenteil veranuo. Tb. Glocke. Berlin. Druck u-Verlaa: Vorwärts Luchdr.u.Verlagsanitatt Paul Singer Lc Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Untcrhaltungsbl. Nr. 299. 32. Jahrgang. Wagt des JmSils" Krlincr Uolliolilull. fttlH 29. Oktober 1915. Mehrung öes Nachwuchses. Die Zentralstelle für VolkSwohlfahrt l?ielt vom 26. bis 28. Oktober eine Konferenz über Erhaltung und Vermehrung der deutschen Bolkskraft ab. Mehr als ein Dutzend längere Referate wurden ge- halten, denen sich eine ausgedehnte Besprechung anschlojz. Allgemein wurde anerkannt, daß wir lange zu kämpfen haben werden, bis die Bevölkerungslücken, welche der Krieg gerissen, aus- gefüllt sein können. Sieht man von einigen Rednern ab, so waren olle darin einer Ansicht: die Gesetzgebung muß hier eingreisen, soziale Maßnahmen im weitesten Sinne sind dringend erforderlich. lim einem Geburtenrückgang in etwas entgegenzutreten. Nach der Richtung wurden eine Reibe außerordentlich zutreffender Bemerkungen gemacht; aber abgesehen von dem Plane, in dem Professor Mayet sehr energi'ch für eine Ausdehnung und Erweiterung der Mutlerschaftsversicherung eintrat, wurden Wege, die den� guten Willen zur Tat führen könnten, nicht gezeigt. Mit Recht führte der erste Referent, Professor Dr. Abel, aus, die wich- tigste Maßnahme während der Kriegszcit ist die Fürsorge für aus- kömmliche Ernährung. Hat die Gesetzgebung diese Erkenntnis in die Tat umgesetzt? Ernährungs- und Wohnungsfllrsorge sollten in den Mittelpunkt gesetzgeberischen Eingriffs gestellt werden, um für Mutter und Kind, und zwar für die Kinder bis mindestens zum 18. Lebensjahre zu sorgen. Eine stärkere Wohnungsfüriorge, ineinlen viele der Redner, für die Unbemittelten als vor dem Kriege sei drin- Bend erforderlich. Daneben kamen freilicki auch die bekannten utopi- fchen Vorschläge nach Siedelungsgesellschaften zu tage. Ein Vor- tragender meinte da, man solle Kolonialland zur Ansässigmachung jenieis der jetzigen Grenzen durch Auskaufung der nichtdeutfchen Bevölkerung in den künftig deutschen Gebieten auf Kosten der Gegner schaffen I Die Ausdehnung des industriellen A r b e i t e r- s ch u tz e s auf junge Leute von 16—18 Jahren, ebenso wie ein- schneidende Schutzmaßnahmen zugunsten der Arbeiterinnen wurden verlangt. Kinderreichen Familien solle wirtschaftliche Hilfe gegeben Iverden, besonders intensiv solle man sich endlich mivder©äug» lingssürsorge beschäftigen, eine Mutter schaftsversiche- rung in großem Stil einrichten, die Säuglingssterblichkeit durch Ausbau der Wochenhilfe und Schwangerschaftsunter- st ü tz u n g und Ausdehnung des S t i l l g e l d e s von 12 Wochen auf S Monate, durch Krankengeld und durch Erziehungsbei- Hilfe bekämpfen. Das un e h e li ch e Kind müsse besser gestellt werden. Ein wirklich modernes Haltekindergesetz und Für- sorge für das Kleinkindesalter von 1—6 Jahren sei einzuführen. Die Schulgesundheitspflege müsse ausgebant, die Zahl der Schulärzte vermehrt, Schulschwestern eingeführt und für Behandlung erkrankter �Kinder Sorge gelragen werden. Schulkindergärten für Schulfchwächlinge seien einzurichten. Weitere Erholungsstätten und Waldschulen seien zu begünstigen. Die Gesundheitsüberwachung müsse auch in den Fortbildungsschulen stattfinden. Eine ärztliche Beratung bei der Berufswahl sei erforderlich. Urlaub für Wanderungen und ein freier Wochennachmittag sollte jedem gewährt werden. Freilich wurde auch einer weiteren Fortbildung des Webrturnens das Wort geredet. An Stelle der Schlaf- st e l l e n sollten Ledigenheime und Lehrlingsheime treten. Professor Mayet hält den Ersatz einer Mutterschaftsversichernng durch eine Reichswochenbilfe für alle Frauen und Mädchen zwischen 16 und 45 Jahren gegen einen Wochenbeitrag von 36 Pf. für durchführbar. Daneben solle die Krankenkasse Wochenhilfe weiter gewähren. Von verschiedenen Seiten wurde hervorgehoben, eine wirtschaftliche Fürsorge für Frau und Kind ist drin- gend erforderlich; einzuführen ist ein�Erwerrerung des Pertonenkreises der zu Versichernden, eine Erhöhung der Beihilfe, eine Ausdehnung der Wochenhilfe durch Zwangsversickerung und Fürsorge für Uneheliche. Neben allen diesen Mitteln spielte auch die Frage einer V e r- b ü t u n g insbesondere von Geschlechtskrankheiten, die Frage der Bekämpfung des Ein« und Zweiklndertysiems eine nicht unerhebliche Rolle>n der Diskussion und in den Vorträgen; wesentlich Neues wurde nach dieser Richtung aber nicht vorgebracht. Alles in allem genommen darf man, wenn man von einzelnen Rednern absieht, behaupten: die Konferenz wurde von der lieber- zeugung getragen, soziale Hygiene auf allen Gebieten, insbesondere auf dem der Wohnungsfüriorge. der Mutlerschasisversicherung, der Säuglings- und Kinderfürsorge und des Schutzes der Arbeiter bis zum 18. Jahre und der Arbeilerinnen ohne Rücksicht auf ihr Alter in dem Beruf ist notwendig im Interesse des Staates selbst. Der einzelne hat ein Recht auf Gesundheit, der Staat ist ver- pflichtet, dies Recht zu verwirklichen. Möge dem guten Willen die viel notwendigere Tat folgen. Es gibt keine Forderung sozialer Natur, die auf dem Kongreß erhoben wurde, die nicht schon Jahre, ja Jahrzehnte vor dem von der Sozialdemokratie leider vergeblich verlangt wurde. Der Straßenbahnverkehr hatte nur wenig unter dem Schnee- fall zu leiden, da Vorkehrungen zur Fceihaltung der Schienen getroffen worden waren. Bauarbeiterkolonnen und Salzstreuwagen beseitigten überall die Schneeverwehungen. Hier und da ein- tretende kleinere Störungen waren durchweg durch das Stürzen von Pferden und das Steckenbleiben von Fuhrwerken verursacht worden. Erhöhte Preise in den Bahnhofswirtschaften. Die Berliner Bahnhofswirte hatten kürzlich die Eisenbahn- direktion Berlin gebeten, die Preise für die Speisen und Ge- tränke zu erhöhen, da es ihnen bei den gestiegenen Einkaufs- preisen nicht möglich sei, die Reisenden zu den alten Preisen zufriedenzustellen. Die Eiscnbahndirektion hat jetzt diese Bitte erfüllt und für alle Bahnhofsivirte ihres Bezirkes für die Kriegsdauer eine Preiserhöhung für Speisen und Getränke genehmigt. Tie Preise für warmes Essen wurden um 20 bis 40 Pf., schwankend zwischen 1,40 und 1,60 M. für das ganze Gericht, die Preise für belegte Butterbrote um 10—25 Pf., schwankend zwischen 35 und 60 Pf., erhöht. Warme Würstchen kosten jetzt das Paar 40 Pf., 1!i Liter-Glas Milch 15 Pf., eine Tasse Fleischbrühe 30 Pf., eine Tasse Kaffee 25 und 30 Pf., Vz Liter-Glas Warmbier 30 und 35 Pf. Auch die Eiscnbahnbcdiensteten müssen sich für beim Bezüge von Essen und Trinken einen Zuschlag gefallen lassen. Die Eisenbahn- direktion spricht die Hoffnung aus, daß sie nach Heruntergehen der Einkaufspreise Vorschläge auf Ermäßigung der jetzt ge- nehmigten erhöhten Preise erwartet. Nus Groß-Serlin. (dktoberschnee. Das war eine Ueberraschung für die Berliner, als sie gestern morgen den Schlaf aus den Augen rieben und Straßen, Dächer, Balkons und Bäume in ein blendendweißes Gewand eingehüllt sahen. Wohl hatte schon die Kälte der letzten Tage auf das Erscheinen des Winters vorbereitet und diejenigen, die noch— oder schon im Besitze warmer Winter- hüllen sind, veranlaßt, die sommerliche Kleidung abzulegen; aber so rasch auf Schnee hatten doch die wenigsten gerechnet. Aber der Winter wartet nicht, er nimmt keine Rücksicht auf diejenigen, die noch nicht daran denken konnten, sich und ihre Lieben mit warmen Kleidungsstücken zu versehen, sondern sich vorläufig noch sorgen müssen, zunächst den allernotwendigsten Lebensunterhalt herbeizuschaffen. Auch äußerlich hat nun der nicht nur von den Daheimgebliebenen, sondern auch von den im Feld Stehenden mit Wehmut begrüßte Gast sein Erscheinen durch den starken Schneefall der vorletzten Nacht angekündigt. Bereits gegen 4 Uhr morgens hatte bei einer Kälte von einem Grad das Schneetreiben eingesetzt,»m bald unsere heimatlichen Stätten mit einem dichten, weißen Mantel zu bekleiden. Jedoch lange konnte sich der nächtlich eingebrochene Gast noch nicht halten und beim Vordringen des Tages und Erscheinen der Sonne mußte der freche Eindringling in einem nicht wiederzuerkennenden Gewände das Weite suchen. Aber oft wird er sich das wohl nicht mehr gefallen lassen. Die städtische Straßenreiuigung hatte schon in den frühen Morgenstunden umfassende Maßnahmen zur Beseitigung des Schnees getroffen. Die sonst für den Monat Oktober geltende Arbeitseinteilung für das Personal der Stratzenreinignng war auf- gehoben und die sogenannte Schneeschicht vorgesehen worden, die bedeutende Anforderungen an die Angestellren stellt. Außerdem hatte sich die Straßenreinigungsdeputation sofort mit den Besitzern von schweren Fuhrwerken, die für die Schneeabfuhr in Betracht kommen, in Verbindung gesetzt, und alle Wagen und Pferde ge- mietet, die aufzutreiben waren. Dennoch machte sich der Mangel an Pferden recht bemerkbar. Für die Schneepflüge der städtischen Straßenreinigung, die schon um 6 Uhr morgens bereitstanden, mußten vielfach die Pferde der Müll- und Kehrichtabfuhrwagen ver- wendet werden. So gelang es denn, ie Hauptverkehrsstraßen schon in den Morgenstunden leidlich frei zu halten, obwohl es auch an Hilfskräften sehr gebrach. i Eine Verteuerung der Preise der Bahnhofsdroschken steht bevor. In der ordentlichen Veriammlung der Personen-Lohufuhrwerks- Innung, die am Mittwochabend stallfand, wurde ein Schreiben der Verkehrsabtcilung des Polizeipräsidiums zur Kenntnis der Mit- glieder gebracht, worin mitgeteilt wurde, daß in letzter Zeit von dem reisenden Publikum lebdafie Beschwerde darüber geführt worden iei, daß aus den Bahnhöseu der Ankunft der Züge vielrach keine Droschken seien, und ob es sich nickt empfehle, für die Bahnhofs marke einen erböhren Zuschlag einzuführen. Die Innung möge sich hierzu äußern. In der Aussprache wurde von sämtlichen Rednern auf die hohen Futterpreise hingewiesen, so daß unter den gegen- wänigen Verhältnissen die Prerde nichts leisten könnten. Da die Droschkenbesitzer kaum auf idre Unkosten kämen, würden aus diesem Grunde schon viele Droschken dem Verkehr entzogen. Nur wenn sämtliche Droschken während der Kricgszeil auf Taxe 3 fahren könnten, würden die Unkosten einigermaßen gedeckt werden können. Von den im März dieies Jahres zugelaiienen Droschken seien bereits ein Drittel wegen Mangels an Betriebsmaterial usw. aus dem Verkehr zurückgezogen. Die Innung ivar schließlich der Ansicht, daß man dem Vorschlag des Polizeipräsidiums näher treten müsse und spricht die Bilte aus, den Zuschlag für die Babnhofsmarken von 25 Pf. mindestens auf 56 Pf. zu erhöben, ferner die Behörde zu ersuchen, daß dieselbe die Droschkenbesitzer zur Beschaffung von Futtermiiteln für die Pferde der Droschken und die Betriebs- mittel sür die Automobile bei den in Frage kommenden Instanzen unterstützt._ Ei« neugeborenes Kind umgebracht. Als die Frau des Verwalters des Hauses Grunewaldsir. 82 zu Schöneberg am Mirlwochnachmitlag gegen lli2 Uhr auf den Boden gehen wollte, fand sie eine in eine Weiße Barchendwindel und dann in einen dunkelblauen Frauenrock gebüllie Leiche eines neugeborenen Knaben auf der Bodentreppe liegend vor. Der Körper der kleinen Leiche war völlig blutleer, auch fanden sich keine Blutipuren aus der Treppe. Die Leiche muß in der Zeit von lv Uhr vormittags bis Vg2 Ubr nachmittags dort niedergelegt worden sein. Der Tod ist durch Verblutung erfolgt. Die Leiche weist einen großen Halsschnitt an der linken Seile auf. der die Schlagader bloßgelegt hat. Die Recherchen nach der Mutter sind im Gange. Sturz eines Kindes aus dem vierten Stock. Ein Opfer des Schneefalls ist gestern der 3 Jahre alte Sohn deS Schlächters Reckceh aus der Donausrraße 119 zu Neukölln ge- worden. Der Knabe trat auf den Balkon der im vierten Stock ge- legenen elterlichen Wohnung hinaus, um das Schneetreiben besser beobachten zu können und formte dabei auch Schneebälle, die er biiiabwerfen wollte. Hierbei lehnte er sich zu weit über die Brüstung, verlor das Gleichgewicht und fiel kopfüber auf den Bürger- steig. Der Verunglückie wurde nach dem städlischen Krankenhaus in Buckow gebrachl, wo er an einem Schädelbruch fast hoffnungslos daniederliegt._ Ein Fahrraddieb wurde gestern von der hiesigen Kriminalpolizei festgenommen. Es ist ein gewisser Robert Gütl, der früher feine Diebereien und Betrügereien in Försterunisorm zu betreiben pflegte. Gült schwang sich gestern auf ein Zweirad, das er vor einer Kaffee- wirtschafl in der Oranienftraße stehen iah und jagte davon. Er wurde aber versolgr und nach einer längeren Jagd auch eingeholt und festgenommen. Gült gehört zu den Leuten, die sich zu der Zeit, als am 5. Juli d. I. die Büdnerfrau Witt aus Schmachtenhagen auf der Landstraße nach Oranienburg in der Höhe der Försterei Frieden- thal ermordet und beraubt wurde, in jener Gegend herumgetrieben haben. Er wurde deshalb auch schon lange gesucht. Jetzt wird er dem zuständigen Amtsgericht in Oranienburg zugeführt werden. Ob er für den Raubmord in Betracht kommt, steht dahin. Er selbst bestreitet es._ Ein Kind verbrüht. Die in der Finowstr. 28 in Neukölln wohnende Ehefrau Kirsch hatte seit einiger Zeit ein zwei Jahre altes Mädchen Dora Twardy in Pflege genommen. Als die Kleine sich DienSlag beschmutzt halte. steckte Frau K. sie in einen mit heißem Wasser geiüllten Eimer, ohne sich vorder über die Temperatur vergeioissert zu haben. Die Kleine schrie sofort furchtbar auf, worauf die Pflegemuiter sie aus dem Eimer herausnahm. Dem Mädchen schwollen alsbald die Beine stark an und am nächsten Tage verschlimmerte sich das Befinden der Be- dau-rnsweiteu io, daß Frau K. sich veranlaßt sah. einen Arzt zu holen. Als dieser erschien, war das Kind bereiis tot; es war den infolge Verbrühung erliilenen schivercn Verletzungen erlegen. Der Arzt erstattete Anzeige bei der Polizei, der gegenüber Frau Kirsch zunächst angab, daß das Kind in ihrer Abwesenheit einen Topf init lochender Milch herunlergerissen und sich dabei verbrüht hatte. Erst auf dringende Vorhaltungen räumte Frau K. den oben ge« schilderten Sachverhalt ein. Ein Ueberfall auf einen Hausbesitzer wurde in der Nacht zum Mittwoch verübt. Der Hausbesitzer Anton U. aus der Warichauer Straße wurde, als er sich am Dienstagabend gegen 12 Uhr nachts auf dem Heimivcge be'and, in der Reinicken- dorfer Straße in der Nähe des Nettelbeck-PlatzeS plötzlich hinterrücks durch einen wuchtigen Stoß zu Boden gesireckr, so daß er mit dem Gesicht heftig aufschlug und sür kurze Zeit die Besinnung verlor. In diesem Zustand wurde er von einem Herrn ausgesunden, der ihn nach seiner Wohnung bringen ließ. Der Ueberfallene, der starke Hautabschürfungen an der linken Seite des Gesichts davontrug, war so mitgenommen, daß er erst im Laufe des Mittwochs feststellen konnte, daß er auch beraubt worden war. Erbeutet hat der Räuber eine goldene Remontoiruhr, eine massiv goldene Panzerkette mit einem länglichen viereckigen Medaillon, einen vergoldeten Zigarren- abschneider mit goldener Kette und eine lederne Lrieflasche. Von einem überraschten Hansdieb überfallen wurde gestern nachmittag eine Frau Ueberschacr in der Frankfurter Allee Nr. 296. Bei ihr wohnte seit dem 23. d. M. ein junger Kann, der sich als ein im Jahre 1896 zu Stolp geborener Tiichl-er R o b er t Schwichtenberg anmelden ließ, in Schlafstelle. Gestern nach- mittag hatte die Frau Besorgungen zu �machen. Als sie zurückkehrte, überraschte sie ihren Schlafburschen dabei, wie er ihre Be- hältmsse zum Teil mit den Schlüsseln öffnete, zum Teil mit Ge- wall erbrach, und alles herausholte und zusammenpackte. Sobald Schwichtenberg seino Wirtin erblickte, fiel er über sie her. würgte sie und versetzte ihr wuchtige Fausisckläge aus den Kopf und ins Gesicht. Zum Glück konnte die Ueberfallene, die der Bursche viel- leicht umbringen wollte, damit sie ihn nicht verrate, noch um Hilfe rufen. Hausgenossen eilten auf ihr Geschrei herbei, nahmen den Uebeltätcr fest und brachten ihn nach der Revierwache, wo er einst» weilen die Nacht über in Gewahrsam blieb, um heule der Krimi- nalpolizei zugeführt zu werden. Kleine Nachrichten. Vor dem Hause Kreuzbergstraße 7 lief Mittwochnachnuttag kurz nach 6 Uhr ein etwa sechsjähriges Mädchen kurz vor einem in der Richtung nach dem Kreuzberg fahrenden Straßenbahnwagen der Linie 37 auf das Gleis und wurde umge- stoßen. Die Kleine geriet unter den Schutzrahmen und erlitt einen Bruch des linken Oberschenkels. Die Verunglückte wurde nach einem Krankenhause geschafft.— Von einem bedauerlichen Unfall wurde am Mittwoch in Neukölln ein Taubstummer betroffen. Der 46jährige taubstumme Karl Wilhelm wollte gegen 1�8 Uhr abends in der Zietenstraßc kurz vor einem von Treptow kommenden Wagen der Linie 16 das Gleis überschreiten. Der Taubstumme wurde dabei von dem Wagen erfaßt, umgestoßen und geriet unter den Schutz- rahmen. Er erlitt schwere Verletzungen an den Armen und Beinen und mußte nach dem Krankenhause in Buckow gebracht werden.— Ein Zusammenstoß zweier �-traßenbahnzüge ereignete sich am gestrigen Donnerstagvormittag gegen 11 Uhr im Osten. Vor dem Hause Landsberger Straße 73 fuhr ein Zug der Linie 81(Richtung Zentralviehhof) in die falsche Weiche und stieß infolgedessen gegen die Vorderplattforin eines nach Siemensstadt verkehrenden ZugeS der Linie 161. Bei dem Zusammenstoß wurden die Vordcrplait- formen der beiden Triebwagen eingedrückt und mehrere Scheiben zertrümmert. Vier Fahrgäste erlitten durch umherfliegende Glas- splitter leichte Schnittwunden. Die Verunglückten erhielten auf der nächsten Unfallstation ärztliche Hilfe und konnten sich nach ihren Wohnungen begeben. Straßensperrung. Das Polizeipräsidium teilt mit: Die süd- liche Dammhälne der Zimmersiraße zwischen Charlolien- und Mark- grafenstraße wird wegen Äaualiialiousarbeilen vom 28. d. M. ab bis auf weiteres für duichgehcndes Fuhrwerk geiperrt. Berichtigung. In unserer gestrigen Noliz muß es heißen, daß am letzten Somnag in den Milasälen(Lichtbildervortrag der Arbeilerjugench ein Armband verloren(nicht gefunden) worden ist. Abzugeben bei Kurt Schöllfelder, N, Kopenhagener Str. 42. Kus öen«Sememöen. Abermalige Erhöhung der Ffamilienuliterstützung in Charlottcnburg. Die Familienuntersiiitzungen in Charloltenburg. die am 1. Okiober erhöht worden sind, eriahrcn vom I. November ab eine weitere Er» höhung. Unter Aufbebung des letzten Gemeindebeschlusies soll in Zukunft die Normalunterslützung sür eine alleinstehende Ehefrau 36 M., für eine Frau mit einem Kinde 41 M., für eine Frau mit 2 Kindern 52 M. betragen. Für jedes weitere Kind werden weitere 9 M. gewährt. Hinsichtltch der Mietsbeibilfen bleibt der letzte Ge- meindebeschluß aufrechierbalieii. Die Sätze beziehen sich auf solche Frauen, die keine Unterstützung vom Arbeitgeber erhalten. Zahlt der Arbeitgeber den Frauen eine Zuwendung, so erhallen sie in der Regel 166 Prozent zu den neuen ReichSmindestsätzen, aber keine Miclsbeihilie. Der Arbeitsverdienst, der bisher bis zu 26 M. frei war und über 26 M. hinaus bis zur Hälfte angerechnet wurde, soll in Zukunft, wenn er 46 M. moncillich oder weniger beträgt. nicht angerechnet werden: beträgt der Verdienst mehr als 46 M., so wird nur der 46 M. übersteigende Betrag mit der Hälfte auge- rechnet. Hiernach würde atio eine alleinstehende Frau, die keine Zu« Wendung vom Arberlgeber erhält, abgesehen von der Mielsbeihitie, bei einem Arbeitsverdienst von 66 M. monatlich eine Kürzung des Rormalsatzes um 16 M. erfahren, d. h. ihr Einkommen würde 66 plus 26— 86 M. belragen. Unierstützungsberechiigle Personen ge- mäß§ 2b und c des Gesetzes vom 28. Februar 1888, d. h. Kinder über 15 Jahre, Verwandle in auisteigender Linie und Geschwister, die von dem Einberufenen unierhallen wurden, uneheliche Kinder und so Weiler können in Zukunft zu dem Reichs satz von 7,56 M. einen Zuschlag von 166 Proz. erhallen. Krieger familien, die nach auswärts verzogen sind oder sich dort vorübergehend aufhalten und keine Mictsbeihitfe beziehen, kann zu den erhöhten Reichsjätzcn ein städtischer Zuschlag von 166 Proz. gewährt werden. Städtischer Eierverkauf in Charkottenburg. Um den Einwohnern Charlottenburgs über die durch die hoben Eierpreise und die Knappheit der Vorräte dieses wichtigen Nahrungs- mittels hervorgerufenen Schwierigkeiten nach Möglichkeit hinwegzu- helfen, hat die Siadlgemeiude Eharlottenburg beschlossen, von der Zentral-Einkaufsgeiellichaft Eier anzukaufen und an Händler mit offenen Ladengeschäften, in erster Linie Eierhändler, abzugeben. Dieie Geschäfte dürfe» die Eier zu den von der Stadt vorge- schriebenen Preisen, die auf den im Laden oder im Schaufenster an- zubringenden Plakaten kenntlich zu machen sind, nur an solche Per- sonen weiter verkaufen, die sich durch die von der zuständigen Brot- kommission ausgestellten Berechtigungskarten zum Bezug von Lebens- Mitteln als in Charloltenburg wohnhaft ausweisen. Es dürfen immer nur 16 Eier auf einmal abgegeben werden. Sitzungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Eichwnldc. Freitag, den 28. d. M.. abends G'i, Uhr, im Ziathause. Ticsc Siyuiigc» sind»sfcnlllch. Jever Gcmcliivcaiigehörigc ist be» lcchligt, ihncu als Zuhörer beizuwohiicii. Gerichts?eitung. Ein tenreS Inserat. Vom Landgericht Stade ist am 26. Juni der Hofbesitzer Georg W i b e r g wegen Vergehens' gegen die Bnndesraisverordiiung vorn 31. März über den Verkehr mit Futtermitteln zu 56 Mark G e l d st r a f e verurteilt worden. Am 36. Avril veröffeullichle er in der„Deutschen Tageszeitung" eine Anzeige, wonach er 66 Ztr. Pferdebohnen(Ackerbohnen), den Zentner zu 46 M. abzu- geben habe. Diesen Vorrat halte er der Bezugsvereinigung der deulschen Landwirte nicht angezeigt. Eni Verkauf der Bohnen ist nicht zustande gekommen. Der Angeklagte behauptet, er habe die Bohnen ursprünglich zu Saatzwecken verwenden wollen und sie deS« halb nicht anzumelden brauchen. Da er sie aber in der Zeilungsauzeige angeboten bat, fo nahm das Gericht an, daß er sie zum Verkauf bestinimt hatte. Die Revision des Angeklagten, der versicherte, er habe geglaubt, die Bohnen freihändig verkaufen zu können, wurde am Mittwoch vom Reichsgericht ver« Wolfen. Unlautere Zigaretten. In dein Prozej; des Zigarettciischutzverbandes gegen die»�irma Chatfon, über denen mündliche Verhandlung lvir am 17. d. M. be unter den mit ihm festgestellten Preisen verkaufen. Im übrigen ist die einstweilige Verfügung davon abhängig gemacht, daß der Schutzverband 30 000 fOt. al-Z Sicherheit hinterlegt. Aus Anlaß des Berichts über die Verhandlung hat da-Z Engan „Vereinigte Tabak-Zeitungen" gegen uns den Vorwurf der Leicht- fertigkeit erhoben, iveil entgegen der von uns wiedergegcbcnen Be- hauplung der Beklagten durchaus nicht WO Pro.;, an Zigaretten verdient würden. Der Vorwurf der Leichtfertigkeit fällt auf das angeführte Organ zurück. In unserem Bericht sind die Ausführungen der Parteien wahrheitsgemäß wiedergegeben. Die Behauptung ins- besondere, der Beklagte solle gezwungen werden, statt SO Proz. 200 Proz. zu verdienen, ist von dem Vertreter der Klä- gerin nicht bestritten worden. Ob in der Tat bei einzelnen Zigaretten Gewinne bis zu 200 Proz. durch die vom Schutzverband festgesetzten Preise erzielt werden, entzieht sich selbstverständlich unserer Kenntnis: wir haben darüber ein Urteil nicht abgegeben. Unzweifelhaft zielt aber die Klage des Schutzverbandcs darauf ab, daß die Firma zu höheren Preisen als jetzt bestimmte Fabrikate verkaufe. Was würden die„Vereinigten Tabakzeitungen" sagen. wenn ein Schutzvcrband von Butterhändlcr» ein Verbot bei Gericht zu erwirken � suchte, Butler teurer zu verkaufen und die Nicht- befolgung dieses Verbotes als Schleudcrkonlurrcnz und unlauteren Wettbewerb bezeichnete?_ Mus aller Welt. Eine Taifun-Katastrophe. Wie ein Telegramm aus Manila meldet, hat ein Taifun im südlichen Luzon große Verheerungen angerichtet. Zweihundert Personen wurden getötet, achthundert verwundet. Tic Haus- und Ncissaakn wurden stark beschädigt. Von mexikanischen Räubern entführt. In einem Telegramm aus El Paso in Texas wtrd gemeldet, daß E r n e st F a y t o n, ein reicher englischer Bergbaubesitzcr. und ein ungenannter P r i e st e r bei Guanacevi in Ehihuahua von einem bewaffneten Trupp weggeschleppt worden sind. Ter englische Botschafter in Washington erhob Vorstellungen beim Staatsdepartement und bei General Caranza. Verlustlisten. Tie Verlustliste Nr. 363 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Infanterie usw.: Garde: 1. und 2. Garde-Regiment z. F.; Garde-Schützen-Bataillon. Grenadier- bzw. Infanterie- bzw. Füsi- lier-Regimenter Nr. 13, 16. 13, 11, 5!, 53, 30, 41, 49, SS, 53, 55, 57 bis einschl. 61, 63, 65, 66, 69, 70, 71(f. Inf.-Rcgt. Nr. 83>. 76 bis einschl. 81, 83, 83, 91, 93>s. auch Jnf.-Regt. Nr. 83>, 96, 98 q. Jnf.- Rcgt. Nr. 13), 117, 118, 128. 131, 132, 137, 138, 140, 141, 142, 146, 148, 149, 156, 164 tletztcrc beiden s. Res.-Jnf.-Regt. Nr. 77), 184, 187, 352, 333, 354, 357 bis einschl. 362, 364, 363, 368, 369, 370, 371, 373, 374, 376. Rescrvc-�ttfanterie-Rcgimentcr Nr. 12, 18, 19, 20, 21, 23, 28, 32, 35, 40, 62, 53, 57, 59, 60, 61, 73 bis einschl. 77, 79. 80, 82, 83, 86, 87. 90, 91. 94. 118, 430, 235, 287, 239, 249, 250, 231. Landwehr-Jnfanterie-Regimentcr Nr. 9, 10, 18, 19, 21, 46, 47, 51, 53, 60, 72, 74, 75, 77, 78, 82, 83. 84, 379. Brigade-Ersatz-Bataillone Nr. 6, 8(beide s. Jnf.-Regt. Nr. 357«, 12(f. Znf.-Ncgt. Nr. 359>. Landwehr-Brigade-Emtz-Bataillon Nr. 55. Landsturm-Infanterie- Bataillone: 1. Leutljeit i. Obcrschlesien, 1. Bochum, Erbach 3. Frankfurt a.£., Glatz, 1. und 2. Gleiwitz, I. Lätzen, Striegau, Torgau. Landsturm-Jnfanterie-Ersatz-Bataillone: 7. des 6.. Armeekorps iBcuthcn i. Oberschlesien), 14. des 7. Armeekorps(Münster), Nauen. LairdsturM'-Inf.-AuZbildung.?-Bataillon Kattowitz. Jäger-Bataillonc Nr. 1, 4, 5, 11, 14; Reserve-Bataillone Nr. 3 und 24. Reserve-Rad- fabrer-Kompagnie Nr. 81. Schneeschuh-Bataillon Nr. 2. 2. Ersatz- Maschinengewehr-Kompagnie des 20. Armeekorps; Feld-Maschincn- gewchr-Züge Nr. 74 is. Jnf.-Regt. Nr. 13), 249 ss. Landw.-Jnf.- Regt. Nr. 73); Festungs-Maschincngewehr-Abteilung Nr. 1 Posen; Reserve-FestungS-Maschinengewehr-Abteilung Nr. 8 Metz; Ersatz- Festungs-Maschinengewchr-Abteilung Nr. 2 Graudenz(f. Landw.- Jnf.-Regt. Nr. 21), Kavallerie: Kürassiere Nr. 1; Tragoner Nr. 6, 13, 15, 17, 20, 21; Reserve-Dragoner Nr. 5; Husaren Nr. 3 und 8; Ulanen Nr. 9, 11, 13, 16; Reserve-UIanen Nr. 2; Jäger zu Pferde Nr. 3 und 9; Kavallerie-Regiment Nr. 88; Landwehr-Kavallerie-Negimcnt Nr. 2. 1. mobile Ersatz-ESkadron des 17., 1. Landwehr-Eskadron des 14. und 4. Landst.-Eskadron des 17. Armeekorps; Rescrve-Kavallerie- Abteilung Nr. 76. Feldartillerie: 1., 2., 3. und 6. Garde-Regiment; Regimenter Nr. 2, 5, 7, 8, 10, 14, 15, 16, 18, 27(f. Feldart.-Regt. Nr. 63), 39 ls. 2. Garde-Fußart.-Rcgt.), 41, 57(f. Landwehr-Feldart.-Abt. der 4. Landw.-Tivision), 63, 66, 74, 75, 76; Reserve-Regimenter Nr. 5, 7, 21; Landwehr-Abteilung der 4. Landwehr-Division. Gcbirgs- kanonen-Batterie Nr. 1. Fußartilleric: 2. Garde-Regiment; 1. Garde-Landwehr-Ba- taillon; Regimenter Nr. 2, 3, 16, 18; Rescrve-Regimenter Nr. 16, 17, 20; Fußartillerie-Bataillon Nr. 38; Batterien Nr. 223 und 255. Schwere 15-cm-Kanonen-Batterie Nr. 4. Revolver-Kanonen-Ab- teilung(f. Jnf.-Regt. Nr. 371). Pioniere: Gardc-Kompagnie Nr. 801; 2. Landwehr-Pionier- Kompagnie des Gardekorps. Regimenter Nr. 18, 20, 24, 25, 36; Bataillone: I. Nr. 1, I. Nr. 2. I. Nr. 3. I. Nr. 5, I. Nr. 6. I. Nr. 7, l. und II. Nr. 10. II. Nr. 11. I. Nr. 17. II. Nr. 21, l. Nr. 27; Ersatz- Bataillone Nr. 7, 21 ss. Pionier-Komp. Nr. 241 und Feld-Schein- werferzug Nr. 268), Kompagnien Nr. 225, 241, 243, 247, 250, 268; Reservc-Kompagnie Nr. 82; 1. Landwehr-Kompagnie des 14. Armee- korps. Feld-Scheinwcrferzug Nr. 268. Leichte Minenwcrfer-Abtei- langen Nr. 225 und 281; Mittlere Minenwerfer-Abteilungen Nr. 114, 13S. 142, 153; Schwere MinenSerfer-Abteilung Nr. 18; Minsnwerfer-Kompagnie Nr. 15. Feldsliegcrtruppc. Train-Ersatz-Abteilung Nr. 9. Ersatz-MnnitionSkolonne Nr. 1 des Landweh rkorp?. SanitätS-Formationen: SanitätS-Kompagnw Nr: 1� des 1. Armeekorps; Reservc-TanitätS-Kompagnien Nr. 8 und 15 und Nr. 17 der 21. Reserve-Division. ArmierungS-Bataillone Nr, 60, 90 und 120. Etappcn-Kommandontur Nr. 3 der 11. Armee. »« » Tic sächsische Verlustliste Nr. S14 bringt Verluste der Ins,- Regimenter Nr. 103, 104, 108; Res.-Jnf.-Ncgiment Nr. 100; Land- wehr-Jnf,-Regt. Nr. 104; Jnf.-MunitionSkolonne Nr. 1, 12. Armeekorps; Art.-Munitionskolonne Nr. 7, 12. Armeekorps; Res.-Muni- tionS-Kolonnen-Abt. Nr. 23, 12. Reserve-Armeekorps; Res.-Ins.- Munitionskolonne Nr. 4. 12. Reserve-?lrmeekorpsi Ref.-Art.-Muni- tionskolonne Nr. 6, 12. Reservc-Armcekorps; Artillerie-Munitions- Kolonne Nr. 2, 19. Armeekorps; Res.-Jnf.-MunitionSkolonne Nr. 55; Reserve-Art.-MunitionSkolonne Nr. 71, Nr.>?) 73; Art.-Munitions- kolonncn Nr. 1 und 3, 58. Jnf.-Tivision; ArmierungS-Bataillone: 1. Nr. 21; 3. Nr. 23; 5. Nr. 25. 7. Nr. 106. Tie w ü r t t e m b e r g i s ch e Verlustliste Nr. 290 enthält Per- luste des Ersatz-Jnf.-Regl. Nr. 31; Landwehr-Jnf.-Regt. Nr. 11k«; Jnf.-Regimenter Nr. 120, 121; Landwehr-Jnf.-Regimenter Nr. 122, 123, 124; Jnf.-Regt. Nr. 124, 127; Landsturm-Jnf.-Bat. Calw; Fcldmaschinen-Gewehr-Zug Nr. 139; Dragoner-Regt. Nr. 26; 1. Lairdslurm-ESkadron; Landw.-Fcldart.-Regt. Nr. 1; Feldart.- Regt. Nr. 29; 1. Ersatz-Abt. Feldart.-Regt. Nr. 29; Res.-Feldart.- Regt. Nr. 54; 1. Ersatz-Abt. Feldart.-Regt. Nr. 65; 1. Res.-Pionier- Komp.; 4. Feld-Pionier-Komp.; Verluste durch Krankheiten; Be- richrigungen früherer Verlustlisten. Jugenöveranftaltungen. Steglitz und Friedenau. Sonntag, den 31. Oktober, Herbst- !v n n b e i u n g nach den Glaucr Bergen. Treffpunkt 7 Uhr im Jugend- heim. Fahrgeld 1 M._____ AUaemeinc Kranken- und Stcrbekaise der Metallarbeiter n. G.) Hamburg. Filiale Baumschulen weg. Sonnabend, den 30. Oktober, abends S'/j Uhr, Mit gliederv crsammlung bei Boche, Baunischulenstr.. 67. Zcntral-Krankc». und Tterbekafle der Deutschen Wagenbauer. lNe uköltu l.) Sonnwg, den 3!. Oktober, vormittags 9'/, Uhr: Mit- glicdcrvcrsammlung bei Gricger. Lcssingstr. 9. Arbeitcr-giadfahrer-Bund„Solidarität". Mitgliedschaft Berlin und Umgegend. Sonntag, den 31. Oktober, fahren samt- liche Abteilungen Berlins und Umgegend nach Heidetrug(Kiekcmalbet Köpenick). Start 1 Uhr. Bei schlechicm Welter per Babn. Ausluntl über Touren erteilt Otto Hankcl, Zentralsahrwart, Neukölln, Lichtenrades Str. 31. WetterauSüchten für das mittlere Norddcutichlan» dtS Sonnabend mittag. Zunächst überall kalt und vielfach heiter, nur zeit- weise nebelig; später im Westen beginnende Trübung, Erwärmung und neue Niederschläge. SozialdeinokratisetierWalifyerein .d.l.ßerlliißrRelcIislaiSwalilkr. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Genossin Helene Hegewald plötzlich verstorben ist. Ehre ihrem Andenken l Die Beerdigung findet heute Freitag, den 29. Oktober, nach- mittags 4 Ubr, au) dem Zentral- Friedhof iu Stahnsdorf statt, Abfahrt: Ab Bahnhof Char- lottenburg 3 Uhr 7 Minuten. Um rege Beteiligung erfuchl 201/10 I»«-r Yortitand. SozialderaokratiscliepWalilveFeln i.d.6.ßerl. Reietistagswahlkreis. Abt. 16, Bez. 757. Am Mittwoch, den 27. Oktober, verswrb unser Genosse, der Rabitz. ipanner Paul Tscliipcke Triststr. 64. Ehre seinem Andenken 1 Dle Beerdigung findet am Sonnabend, den 30. Oltober, nach- mittags 3st< Ubr, von der Leichen- Halle des städtischen FricdhoseS iu der Müller-, Ecke Sccslraße, aus statt. 228/8 Um rege Beteiligung ersucht vei- Vorntand. Deutscher Transportarbeiter-Verhand. Bezirksverwaltung BroB-Berlin. Den Mitgliedern zur Nackiricht, daß unser Kollege, der Droschken- sührer VVilkelm Strauß am 26. Oktober im Alter von 70 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenke«! Die Beerdigung findet morgen Sonnabend, den 30, Oktober, nachmittags 4 Uhr, von der Leichen- Halle des neuen Pauls-Kirchhoses in Plötzensce auS statt. 68/6 die Bezirksverwaltung TTPOGR&PHIA. Den werten Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser treues Mitglied, Kollege August Förster im 67. Lebensjahre verstorben ist. Ehre seinem Andrukeu! Die Beerdigung findet statt heute Freitag, den 29. Oktober, vor- mittags 10'/. Uhr auf dem Fried- hole der Seiiig-Krc'iz-Gemcinde, Mariendorj, itiienachcr Straße. Recht zahlreiche Beteiligung, besonders der Sänger, erwartet »vi- V«riita.od. Am 23. Oktober 1915 fiel als Opfer dicics furchtbaren Krieges unser inniggelicbter einziger Sohn, Bruder und Schwager, der Buch- druckmaichincnmeister Lmi! lolkmitt Landsturmmann im Feld-Jns.- Reg. 60. Die trauernden Hinlerbliebencn. Adolf Tolkmitt und Frau Elise geb. Pritzkow. Margarete llndenblattgb. Tolkmitt, Ella Tolkmitt als Schwestern, Karl Lindenblatt als Schwager. Uns wurde ein braver Mcnich aenommcn. 2724b Am 23 Mai starb als Opt'er des Weltkrieges mein mnig- geliebter Mann und guter Vater, unier lieber Bruder, Schwager und Onlel, der Wehrmann Hudott Beerbaum Inhaber des Eisernen Kreuzes, im Alier von 31 Jabrcn, an der am 9. Mai criittenen Ver- wundung. DicS zeigt tiesbelrübt an Frau Ida Beerbaum geb. Schmücking nebst Döchtcrcye» Ida. Neukölln, den 29. Oktober 1915. Mögest Du in fremder Erde Zur ewigen Ruh' gebettet sein, Du wirst in nnscrii Herzen SIcis unvergessen sein. Ruhe sonst in frlinder Erde. DeuisciierMarheiter-Verhaol! Verwaltungsstelle Berlin. Ten Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Rcvolvcrdrchcr Georg Rlostermeier Spanheimstr. 13 am 27. Oktober gestorben ist. Ehre seinem Andenken k Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 30. Oltober. nach- mittags 3>/z Uhr, von der Leichen» Halle des Neuen St. Paul-Kirch- hoies in der Scestraße aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Ten Kollegen ferner zur Nach- richt, daß unser Mitglied, der Klempner (justav Kohl am 17. Oltober gestorben ist. Ehre seinem Andenken! 121/9 Die Ortsverwoltung. Zentral-Rraiikeii- u, Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. (». a.(9.) Ortsverwaltung NoukSlln I. Am 26. Oktober starb unser altes Mitglied Wilhelm„Jockel. Die Beerdigung findet morgen Sonnabend, den 30. Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Leichen- balle des Neuköllner Gemeinde- Friedhofes. Gottlieb- Dunkel- Straße, ans statt. 258/6 Tic LrtSvcrwaltung. Deutscher Bauarbeiter-Verband. Zweigverein Berlin. Bezirk Wedding. Am 26. Okiober starb unser Mitglied, der Spanner Paul Ischipcke. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonn- abend, nachmittags 3'l, Uhr, von der Halle des städlilchen Fried- böses in der Müllerstraße, Ecke Scestraße, aus statt, Um rege Beteiligung ersucht Die örtl. Beriualtung. Danksagung. Für die Beweise herzlicher T:il- nähme bei der Einäscherung meines lieben Mannes, Baters, Schwicgcr- und Großvaters 94A Gustav Jähner sagen wir allen Verwandten und Bekannten, dem Holzarbeitevvcrband und dem 6. Wahlkreis unfern herz- lichsten Dank. Witwe Agnes Jäbner. Als Opser des Weltkriegs fiel am 9. Okiober 1915 unser lieber Sohn und Bruder, der Unter- ossizier 24A Friednch Euchner Rei.-Jns.-Rcg. Nr. 59, 8. Komp., Nillcr des Eisernen Kreuzes und des anhaltischcn Friedrich-Ordens, im Alter von 23 Jahren. In tiefer Trauer »ermann Euestner und Familie. Du bist so schwer geschieden, Du trcugeliebtcs Herz, Du hast nun Deinen Frieden Und wir den bitt'rcn Schmerz. Magst Du in fremder Erde Zur Ruh' gebettet sein, Du wirst in«nircn Herzen Doch nie vergessen sein. Nun ist's vorbei, es kann nicht mehr geschehen, Wie Du uns schriebst:„Aus bat- diges Wiedersehen!" Oieiicbt, beweint und unvergessen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme bei der Beerdigung unseres lieben Vaters Heinrich Neuhauß sagen wir allen Verwandten und Be- kannten, der Firma Felix Lande, seinen lieben Kollegen und Kollc- ginnen, der Finna Konrad Petich und deren Personal, sowie dem vierten Berliner RcichsiagSwahlkreis und sür die trostreichen Woite deS Herrn Wolbeck Manasse unseren herzlichsten Taut. Willi Nenhouff, zurzeit im Felde. Elisabeth Ncuchanff. Heiglte Slcuhanft. Fri« Neubauff. 78A Danksagung. ?Illen Freunden, Verwandten und Bekannten sür die nnS erwiesene Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres guten Vaters Wilhelm Pohl den Berliner Asbcstwcrkcn, dm Meistern, Arbeiterinnen und Ar- beitern, dem Moabiter Männerchor, den Funktionären der 14. Abt.. dem Bezirk 697, dem Verein sür Frauen und Mädchen, dem Fraucn-Lcsc- abend sowie allen Gcno>sinncn und Gmolscn aus diesem Wege unseren innigsten Dank. 61 A Ottilie Pohl nebst Kindern. 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