Nr. 78. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 fg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919 Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochen= tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2.|| Don Polenz. Adel verpflichtet." Wer zweifelt daran, der die Geschichte des Junkerthums kennt? Ist es nicht ein glänzendes Zeugniß nobelster Gesinnung, wenn ein Abgeordneter, dessen Mandat von der Wahlprüfungs- Kommission für ungiltig erklärt worden ist, sich trotzdem nicht scheut, noch ferner dieses Mandat, das thatsächlich kassirt ist, noch ferner aus zuüben? = Donnerstag, den 5. April 1894. mann von Polenz durch amtliche Maßregeln die Wähler zu gunsten des Kandidaten von Polenz beeinflußt? Be hörde und Kandidat find hier wirklich Ein Herz und Eine Seele. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. = überhaupt nicht anzusehen sind. Träfen also auch alle Voraussetzungen der Polenzischen Verbote zu, was nicht der Fall ist, da sie durchaus ungesetzlich sind, so müßte das Verbot der öffentlichen und nicht- öffentlichen Bertheilung von Daß die Sächser sich vor allen anderen Bundesstaatlern Stimmzetteln allein schon genügen, um die Wahl zu kassiren. durch ihre sinnige Auslegung und Ausnügung der Gesetze Die Kommission wie das Plenum des Reichstags haben und durch ihre Findigkeit in der liebevollen Behandlung von jeher daran festgehalten, daß die Verbreitung von der Sozialdemokraten auszeichnen, ist männiglich bekannt. Stimmzetteln in voller Freiheit vor sich gehen müsse. Jede So kann es auch nicht Wunder nehmen, daß der Amts- erwiesene Beschränkung in dieser Hinsicht wurde bisher stets Ein„ Edelster und Bester", der so handelt, weiß genau, hauptmann v. Polenz um reichsgesetzliche Vorschriften nicht als erheblich behandelt und es wurden in dem Sinne gewas sich geziemt. Zwar ist seine Wahl null und nichtig, sorgt, wenn der Reichstagskandidat v. Polenz auf dem gebenen Falles Schlüsse gezogen. In diesem Geiste wurde zwar ist er wider Fug und Recht im Parlament. Thut Kriegspfade ist. Er verbietet im Amtsblatt für auch das Gesetz vom 12. März 1884 beschlossen. Wenn desnichts, er kämpft weiter für Gott, Brotvertheuerung die Amtshauptmannschaft Plauen die Verbreitung halb durch die Verbote bis zur Bekanntgabe des Stichwahlund Volksauspowerung. von Flugschriften und Stimmzetteln während der tages die Vertheilung von Stimmzetteln überhaupt und von da Der Amtshauptmann von Polenz in Plauen, der Beit des Hauptwahltages, des 15. Juni's, bis zur Ver- ab bis zum Stichwahltag die öffentliche Vertheilung von Stimmden XXIII. Wahlkreis des Königreichs Sachsen vertritt", fündung des Stichwahltages, des 19. Juni's. Jede zetteln verboten wurde und die sozialdemokratischen Agitahat, nachdem die Kommission seine Wahl für ungiltig er Verbreitung von Flugblättern und Stimmzettelu wird toren, wie der Protest unter Beweis stellt und sich aus den flärt hat, troh alledem den nicht beneidenswerthen Muth ganz allgemein verboten. Ein zweites Verbot vom 19. Juni beigefügten Strafbefehlen ergiebt, an der Verbreitung von gehabt, sich als Parlamentsmitglied zu geriren. Er hat wendet sich gegen die nicht gewerbsmäßige, öffentliche Ver- Stimmzetteln durch die Gemeinde Organe behindert, mit für die Marineforderungen der Regierung und gegen den theilung von Stimmzetteln und Druckschriften zu Wahl- Verhaftung bedroht und in Geldstrafen genommen wurden, deutsch russischen Handelsvertrag munter in den nament zwecken. Was scheert der§ 43 der Gewerbe- Ordnung einen so liegt hier, sagt der Kommissionsbericht, ein Verstoß lichen Abstimmungen mitvotirt. Soeben ist nun der von sächsischen Amtshauptmann, der in seinem Bezirke für den gegen klare gesetzliche Bestimmungen und eine grobe Beunserem Genossen, dem Abgeordneten Auer erstattete Bericht Reichstag kandidirt? Zwar ist's ein schwerer Eingriff in einträchtigung der gesetzlich gewährleisteten Agitationsder Wahlprüfungs- Kommission über die Wahl des von die gesetzlich gewährleistete Agitationsfreiheit, wie der Bericht freiheit vor. Bolenz erschienen. Es verlohnt sich, auf diesen Bericht erstatter nachweist, doch das thut nichts. Die Zahl der Der in der Kommission erhobene Einwand, das Vernäher einzugehen, da er urkundlich zeigt, wie's gemacht Wähler, die von der Wahlurne am Stichwahltage fern- bot gelte ja für alle Parteien, ist rein akademisch. Denn blieben, ist doppelt so groß, als die auf Polenz gefallene wäre das wirklich der Fall, um so schlimmer. Aber die Die am 15. Juni 1893 stattgehabte Wahl ergab kein Mehrheit; denn es sind 1415 Wähler am Stichwahltage Rechtsverlegung traf in Wirklichkeit das war ihre Abendgiltiges Resultat. Es wurden von 30 754 Wahlberech- daheimgeblieben. Man vergesse nicht, daß es der Amts- sicht und ihre Wirkung nur die verhaßten Sozialtigten 23 868 Stimmen abgegeben, von denen auf von Bolenz bezirk des von Polenz ist, für den die zwei Ufase erlassen demokraten, die in dem ganzen Wahlkreis keine einzige 10 567, auf unseren Genossen Albin Gerisch 9277, auf den worden sind, die dem Gesetze ins Gesicht schlagen, daß hier Zeitung besaßen und nur auf Flugschriften angewiesen Deutschfreisinnigen Kirbach 3961 Stimmen fielen. Die gerade die unteren Behörden, Polizisten, Gendarmen, waren, während die um Polenz die ganze übrigen waren zersplittert oder ungiltig. In der am Schulzen u. s. w. den allergrößten Eifer entfaltet haben, dortige Presse und vor allem die Amtsblätter 24. Juni anberaumten Stichwahl erhielten von Polenz um dem Verbote Geltung zu verschaffen. Der zur freien Verfügung hatten. Ein Beispiel! In 12 766 und Gerisch 12 052 Stimmen; von Polenz wurde§ 43 der Reichs Gewerbe Ordnung besagt( in dem Amtsblatt, das die Polenz- Ukafe veröffentlicht hat, im demnach mit einer Mehrheit von 714 Stimmen als gewählt den Abfägen 3, 4, 5, 6):" Zur Vertheilung von Stimm Voigtländischen Anzeiger", befindet sich im amtlichen Theil verkündet. zetteln und Druckschriften zu Wahlzwecken bei der Wahl unmittelbar nach der Bekanntmachung des Stichwahltages die Ein von dem sozialdemokratischen Zentral- Wahlkomitee zu gefeßgebenden Körperschaften ist eine polizeiliche Erlaub Wiederholung des Verbotes der öffentlichen Verbreitung im 23. sächsischen Wahlkreise rechtzeitig eingelegter Wahl niß in der Zeit von der amtlichen Bekanntmachung des von Stimmzetteln und Flugblättern, während im nichteinspruch richtete sich ausschließlich gegen Vorgänge Wahltages bis zur Beendigung des Wahlaktes nicht eramtlichen Theile derselben Nummer neben einem Leitartikel bei der Stichwahl. Danach handelte es sich um forderlich. Daffelbe gilt auch bezüglich der nicht gewerbs- gegen unsere Partei und für die Wahl des v. Bolenz ein ungefeßliche Beschränkung oder Verhinderung der Agitation mäßigen Vertheilung von Stimmzetteln und Druckschriften eine ganze Blattseite einnehmender Wahlaufruf zu gunsten durch Verbot der Verbreitung von Flugblättern und Stimm zu Wahlzwecken. In geschlossenen Räumen ist zur nicht der Wahl des Amtshauptmanns steht. zetteln; um Verbote von Wählerversammlungen; um Inregelmäßigkeiten beim Wahlgeschäft und unzulässige Wahlbeeinflussungen. wird. = gewerbsmäßigen Vertheilung von Druckschriften oder anderen Schriften oder Bildwerken eine Erlaubniß nicht erforderlich." Amtsgericht und Landgericht haben übrigens mehrere Genossen, die trotz des Verbots verbreitet und Strafbefehle erhalten hatten, freigesprochen. Wie wichtig es für unsere Partei war, Flugblätter ausgiebig zu verbreiten, geht daraus hervor, daß die Leitung der freisinnigen Volkspartei in Plauen, die im ersten WahlEs sei zum besseren Verständniß der Sachlage hier gange 3961 Stimmen auf ihren Kandidaten vereinigt hatte, gleich hervorgehoben, daß der Edle von Polenz, der Kaneine Erklärung gegen die Wahl des von Polenz veröffentdidat des sächsischen Ordnungsbreis, in dem Wahlkreis kan- Es kommt ferner in Betracht, daß nach dem Gesetz licht hatte. Es war natürlich von höchstem Interesse für didirte, wo er Amtshauptmann war, also einen sehr großen vom 12. März 1884 Stimmzettel, die im Wege der die sozialdemokratische Partei, daß diese Erklärung als amtlichen Einfluß besaß. Die Feinheit seiner Kampfes- Vervielfältigung hergestellt sind und nichts weiter Flugblatt verbreitet wurde angesichts der großen Zahl weise tritt dadurch in um so hellere Beleuchtung. Dder ist enthalten, als die Bezeichnung der zu wählen- deutschfreisinniger Wähler, bei denen die Entscheidung lag. es nicht ein Schauspiel für Götter, wenn der Amtshaupt- den Person, als Druckschriften im Sinne des Gesetzes So ist in Plauen gewirthschaftet worden. Feuilleton. Der Jude. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. " 7 ob dieser Fall ein böses Dmen gewesen oder nicht. Doch zu lernen, junger Mann, freut mich ganz absonderlich. Se. Heiligkeit ist furchtsamer gewesen, und es dürfte leicht Auf ftillehrbare Leute kann man sich verlassen, denke ich. geschehen, daß sie recht hatte, als sie auf dem Arlberg aus- Wollt Ihr mein Freund werden, so sagt mir Euren rief: Was hat es zu bedeuten, daß uns der Unfall wider fuhr? Gott lente es zum Guten!" ,, Und lehre Dich schweigen, aberwißiges Schneppermaul!" plagte der Fremde los, der, als die Rede wieder vom Papste anhob, die Stirne gehässig gerunzelt hatte:" Verspotte nicht das Haupt der Christenheit, oder...!" Namen. Dagobert wollte soeben, sich verwundernd, dieselbe Frage an den Fremden richten, da kam unweit des Stadtthores ein Knecht daher in weiß und rothem Rock, entblößte, da er des Unbekannten ansichtig wurde, das Haupt, und blieb am Rande des Weges stehen. Nimm dieses Pferd," sprach ,, Wack're Freunde und treue Thiere halten sichern Schritt Er schwan g den Handschuh der linken Faust drohend der Reiter zu ihm, und bring' es in den Stall. In Zubis ans Ende!" erwiderte der Fremde, die Sache ernster gegen den bestürzten Gerhard, schien aber weniger Lust zukunft reite ich den Schimmel nur." nehmend: Sie sollen sein ein treuer Stecken und Stab, haben, ihm denselben vor die Füße zu werfen, als ums Der Knecht empfing, still sich neigend, das Thier, und der nimmer bricht, als im legten Stündlein. Wort und Gesicht zu schlagen. Hülshofen griff nach dem Schwert- einen Schritt vom Thor entfernt, fragte der Herr den Gehorsam sollen ewig sein. Der Freund, in dessen Schooß tnauf; Dagobert jedoch, der schnell auf seine Seite gesprungen jungen Frankfurter lächelnd:" Werde ich noch nicht erfahren, ich nicht sicher ruhen kann der Gaul, der durch Träg war, flüsterte ihm zu: Gieb Ruhe, Raufbold! willst wer mir aus der Noth half?" heit oder Scheu mein Leben in Gefahr bringt sie gelten Du Dich ins Verderben bringen? Wir sind innerhalb dem mir nichts mehr. Darum fresse dieser abgedankte Träger Weichbilde der Stadt. Du bist dem Blutbaun verfallen, das Gnadenbrot, so lange er will. Er verkümmere aber so Du ziehst." unter dem Troß." Dem schlagfertigen Gerhard fiel das strenge Ronziliums" Ihr seid ein seltsamer Mensch!" lachte Gerhard: Um gesetz ein, und murrend ließ er die Klinge ruhen, einigen des bißchens Abwerfens willen! Du lieber Himmel! Mein Schimpfworten Luft machend und den Fremden mit drohenRoland ist mir um das Reich nicht feil, aber abgesetzt hat den Blicken messend. Dagobert drängte sich zwischen Beide. er mich dennoch oft, nur nie, wo's Ernst galt. Kugelt Ihr mögt sein, wer Ihr wollt," begann er zu dem Frem man auch ein wenig in den Staub, was thut's, so lange den, so bitte ich Euch, Friede zu halten. Ein Schwank soll die Rippen halten? Ist Euch doch nichts mehr nichts nicht mit Blut gesühnt werden, und wenn drei unbedeuweniger begegnet, als dem heiligen Vater erst vor kurzem, tende Menschen wie wir zum Schwert greifen, einen tollen da er über den Arlberg gen Costniß zog, und sein Fuhr- Handel auszufechten, wird es dem heiligen Vater von werk umschlug." wenig Nuzen sein. Ueberdies sind wir Fremde, daß Ihr Der Fremde brummte ein etwas unwilliges Hm!" er es seid, verbürgt mir Euere Mundart. Warum wollen wir griff den Zügel seines Rappen und zog ihn, langsam vor den Hals dem Gesetze dahingeben, während wir vielleicht schreitend, nach sich. Dagobert hatte die beiden andern zu einem rühmlicheren Streite aufbewahrt sind?" Pferde herbeigebracht, und alle drei gingen, der Fremde in Ihr sprecht wie ein Buch versezte der Fremde der Mitte, auf die Stadt los, die Thiere führend. Gerhard, lächelnd; Ihr irrt jedoch, wenn Ihr glaubt, daß ich dem der ungern seinem Wiz Fesseln anlegte, war er einmal im Menschen dort zu Leibe wollte. Beim heiligen Georg! Zuge, schwatte weiter im Texte: Wie Ihr so straff und das tam mir nicht zu Sinne. Mir stünde es wenig an, qufrecht daher schreitet, lieber Herr! Euch kümmert's nicht, mich mit ihm gemein zu machen. " Dagobert nannte bescheiden seinen Namen und machte auch Gerhards Stand und Geschlecht kund. Mit dem Edelknecht habe ich nichts zu schaffen," versetzte der Fremde barsch: Er hat den Dienst, den er mir leistete, zu Nichte gemacht durch seinen ungebetenen Vorwizz in einem Ding, ob dem ich keinen Scherz verstehe. Ihr aber, biederer Altbürger, Ihr seid mir lieb und werth. Ohne Zweifel werdet Ihr im Engel Eure Wohnung nehmen, da die Schöffen, Eurer Stadt Abgesandte, daselbst die Einkehr nahmen? Recht lieb wird mir's sein, von Euch zu hören." Nach einem flüchtigen Kopfnicken verließ der Mann, ohne weiter das Geringste hinzuzufügen, die Ankömmlinge, und ging in die Stadt. Die Letteren sahen wohl, daß die Solds wächter ehrerbietig Platz machten, die Bürger demüthig Hüte und Müßen rückten, und sothane Ehrfurcht auf sie beide sogar überging, da sie mit dem geehrten Manne herangekommen waren. Stolz trabten sie und staunend darch das Thor. ch fürchte, ich habe einen thörichten Streich gemacht," flüsterte Gerhard dem Begleiter zu:" Der Mann ist wohl mehr, als wir Beide." Euch hingegen tennen" Möglich," versetzte Dagobert lächelnd und verwies den werden. Nolens Polenz! Bur Lage in England. Das Gezeter der Konservativen und Nationalliberalen, vergleichen. Aber ein Boulanger in Zivil, ohne Helmbusch Die Aufgaben des Reichstages und des Landund deren Herz für die schofelste Wahlbeeinflussung schlägt, und sonstigen Firlefanz, dafür in allen Künsten tages. Was den noch rückständigen Arbeitsstoff der beiden " Ich weiß," sagte er in troh ihrer schönen Reichstagsreden für die Wahlfreiheit, der Politik bewandert. fagte er in der jetzt wieder in Berlin zusammentretenden Parlamente bes wird umsonst verhallen, der v. Polenz muß auf grund der erwähnten Rede, daß es in diesem Lande eine Partei trifft, so liegen dem Reichstag hauptsächlich noch ob: die giebt, bie feine Ver kompromittitlichen Thatsachen aus dem Parlament gewiesen bindung mit einer der bestehenden politischen Organisationen Steuer- und Finanzreform- Vorlagen, die Gesezentwürfe über bat, eine Partei, geneigt zu sagen: Die Pest über Eure beiden Abzahlungsgeschäfte, über die Bekämpfung gemeingefährlicher Die Nachwahl wird zeigen, daß die Sozialdemokratie Häuser, die Pest über all' Eure Parteien, über alle Gure Politit, Krankheiten, über Abwehr und Unterdrückung von Biehden Kreis holen kann, wenn eben nicht wieder ge- Gure endlosen, so wenig Frucht bringenden Debatten. Laßt dieses seuchen, über Schutz der Waarenbezeichnungen, über polenzt wird. unaufhörliche Schwagen, fommt zur Sache und thut etwas für Abänderung der Konkursordnung, der Bericht über die Dann muß es gehen. das Volt." Dies ist der Geift, glaube ich, der die große Maffe Börsen- Untersuchungskommission, dazu zahlreiche Anträge der Industrie- Arbeiter, die große Maffe des niederen Klerus, die aus dem Hause. Im Abgeordnetenhause besteht der noch große Masse derer beseelt, die mit den Armen und für die Armen rückständige Arbeitsstoff hauptsächlich in Folgendem: dem schaffen, und die ich, mangels eines besseren Wortes, gezwungen Gesehentwurf über die Landwirthschaftskammern, dem Abbin, insgesammt mit dem Bastardausdruck Philantropen zu bezeichnen. Aber ob dieser Geist unter uns weilt oder nicht, und schluß der Etatsberathung, wobei namentlich die EisenbahnLondon, 29. März 1894. ich habe mich aus Unterhaltungen mit vielen Leuten überzeugt, verwaltung noch in zweiter Lesung zu erledigen ist, den Verschiedene Personalveränderungen im Minifterium, Todes- daß dem in steigendem Maße so ist, so werden Sie ihn sich aus Gesetzentwürfen über Stadterweiterungen, Ralisalze, Abfälle und freiwilliger und unfreiwilliger Uebertritt von Abgeord- breiten fehen, wenn das Parlament sich unfähig erweist, Durch- änderung der evangelischen Kirchengemeinde- und Synodalneten ins Haus der Lords haben eine Anzahl von Nachwahlen greifendes zu stande zu bringen. Sie werden ihn weiter und tiefer um ordnung, den Kanalvorlagen, ferner zahlreichen Annöthig gemacht, auf die sich Mangels sonstiger Sensationen das sich greifen sehen, und ich wenigstens verzweifle nicht, einen Minister, trägen aus dem Hause, unter welchen der Antrag Eckels, Interesse der Politiker richtet. Man hat schon das Wort„ All- sei er Premier oder nicht, zu sehen, der sich nicht scheut, von Zeit zu betreffend Aufhebung der Staffeltarife und die Interpellation gemeine Neuwahl im Kleinen" gebraucht, indeß ist der Ausdruck Beit von der Tribüne der Partei herabsteigen und direkt zum Arendt über die Neuprägung von Reichssilbermünzen beinsofern nicht ganz zutreffend, als es sich mit einer Ausnahme Herzen seiner Landsleute sprechen zu sehen sprechen wie lediglich um zuletzt von Liberalen vertretene Wahlkreise handelt, Robert Peel zu ihnen sprach, obwohl er aus der Macht ver- sonderes Interesse erregen. bezw. handelte, die Chancen also ungleich vertheilt sind. trieben war, weil er dem Volt das Brot verbilligt. Wer immer Zwei dieser Nachwahlen haben am Montag stattgefunden und dieser Minister ist, er wird, meine ich, Euch nicht auffordern, die Vertretung der betreffenden Kreise unverändert gelassen. fein Kabinet oder ihn zu retten, sondern einen großen Bersuch Die Arbeiterpartei ist bei diesen beiden Wahlen nicht in zu machen, Euch selbst zu retten durch eine hochherzige, un Attion getreten, dagegen hat sie in einem dritten schottischen mittelbare und wirksame Maßregel Euch selbst zu retten von den Wahlkreise, Midlanart, wo eine Nachwahl nothwendig geworden, Gefahren, die eine große Bevölkerung umgeben, den Gefahren in der Person des Sozialisten Smallie einen eigenen Kandidaten der Gewalt, den Gefahren des Verbrechens, und den größten aufgestellt. 1888 erzielte Keir Hardie, ebenfalls bei einer Nach- aller Gefahren, den Gefahren der Unwissenheit." wahl, dort 617 gegen 3847 liberale und 2909 konservative Es geht, wie gesagt, ein zäfaristischer Zug durch diese Rede, Stimmen. Bei dem Ausschwung der sozialistischen Pro- und die sind sicher nicht im Unrecht, die da meinen, daß der paganda im Norden würde man auf einen ansehnlichen Mann, der so spricht, nicht nur Sammetpfötchen hat, sondern Stimmenzuwachs mit Sicherheit rechnen tönnen, wenn nicht die auch noch etwas hinter dem Sammet. Aber ein gewöhnlicher Eigenthümlichkeiten des hiesigen Wahlsystems und der Umstand, Süßholzredner würde das festgefahrene Schiff der Liberalen daß die Liberalen eine Reihe den Arbeitern am Herzen liegender nicht in's flotte Waffer bringen. G3 wird schon so schwer Reformen auf ihr Programm genommen, vielen Arbeitern die genug halten, wenn's überhaupt geht. Und wenn der Uebertragung ihrer Stimmen auf den Sozialisten als eine plato- Bäfarismus Rosebery's für den Moment die liberale Partei noch nische Demonstration erscheinen ließe, deren praktisches Resultat zusammen und den Vormarsch der sozialistischen Partei als nur die Wahl des Tories sein würde. Der Wahlkreis ist vor folcher etwas aufhält, der Sozialismus, die Sozialdemokratie als wiegend von Bergarbeitern bevölkert, und da die Regierung sich Massenbewegung wird durch ihn nicht aufgehalten werden. Im verpflichtet hat, dem Achtstundengefeß für Bergarbeiter ihre Gegentheil. Im England des endenden 19. Jahrhunderts ist es Unterstügung zu leiben, dürften manche der letzteren davor zurück- nicht möglich, die Maffen mit Scheinreformen zu födern. Und schrecken, auch nur indirekt dem Tory zum Sieg zu verhelfen. schon mehren sich die Zeichen, daß die wirkliche, die große allAn einen Sieg des Sozialisten ist unter den gegebenen Berhält gemeine Wahl, die nicht mehr lange ausstehen kann, mindestens niffen noch nicht zu rechnen, aber jede für ihn abgegebene Stimme soviel entschiedene Sozialdemokraten ins Parlament bringen wird doppelten Werth haben. wird, daß man auch dort nicht mehr von einer„ namenlosen Bewegung" wird reden dürfen, was man heute, dank der Spaltung, leider noch kann. Die einzige Wahl, wo die Liberalen nicht in der Defensive sein werden, ist im Wahlkreise Romford( Essex), östlich von London. Ihr Kandidat hat sich als Aldermann von West Ham einen so guten Ruf erworben, daß nicht nur die Gewerkschaftsvertreter des Distrikts, sondern auch bekannte Sozialisten, Mitglieder der Sozialdemokratischen Föderation 2c. für seine -A Wahl eintreten. So wenig das der in Deutschland obwaltenden Politische Mebersicht. Tattit entspricht, so verständlich erscheint es dem Kenner der hiesigen Verhältnisse. Wie ich schon wiederholt ausgeführt, bei einer Wahl, wo sie nicht in der Lage sind, und Berlin, den 4. April.. Das Abgeordnetenhaus dürfte seinen Arbeitsstoff in furzer Zeit bewältigt haben, dagegen wäre das Ende der Reichstagssession ohne Bertagung nicht möglich, wenn die Reichsregierung auf der paragraphenweifen Berathung der Steuervorlagen bestehen wollte. Da aber die Tabak- und Weinsteuervorlage wegen ihrer vollständigen Aussichtslosigkeit, Gesetz zu werden, von der Reichsregierung aller Voraussicht nach doch noch zurückgezogen werden dürfte, so ist vielleicht noch vor Pfingsten der Schluß der Reichstagssession zu ermöglichen.( Siehe auch die vorstehende Notiz.) Nachwahl zum Reichstage. Nach dem amtlichen Wahlresultat der am 31. v. M. im 3. Wahlkreise des Regierungsbezirks Posen( Bomst- Meserit) stattgehabten Reichstags- Ersagwahl wurden insgesammt 17 903 Stimmen ab gegeben; davon erhielten Landrath a. D. v. Dziembowski ( deutsche Reichspartei) 9200 und Probst Szymanski( Bole) 8703 Stimmen. Ersterer ist mithin gewählt. Demnach haben die Gegner des russischen Handelsa vertrages in diesem an Rußland grenzenden Wahlkreise eine wenn auch kleine Einbuße von 50 Stimmen oder etwas über einen halben Prozent erlitten, während die polnischen Anhänger des Handelsvertrages den ansehnlichen Stimmenzuwachs von 1056 Stimmen oder fast 14 pCt. zu verzeichnen haben. Der Bundesrath nimmt morgen seine regelmäßigen Sigungen wieder auf. Auf der Tagesordnung stehen u. A. die Vorlage, betr. die Ausprägung von Reichs- Gold- und Silbermünzen, ein Antrag Preußens, betr. die Abänderung der GewerbeDem zweiten Theil der Reichstags- Seffion, welcher Ordnung und die Beschlußfassung über die vom einen eigenen Kandidaten vorzuschicken, find die Arbeiter morgen beginnt, liegt, wenn man die lange Lifte aller noch Reichstag zum Etat gefaßten Refolutionen( über die Ausdie unerledigten Gesetzentwürfe, Anträge u. s. w. betrachtet, ein stattung der Dienstgebäude, über die Veröffentlichung einer Sozialisten hier in ähnlicher Lage, wie Wenn man Statistik über die von Militärgerichten abgeurtheilten Wähler in Deutschland bei einer Stichwahl, und die Bezeichnung außerordentlich reiches Arbeitspensum vor. liberal" hat hier eine so dehnbare Bedeutung erlangt, daß jedoch näher zusteht, so ist das meiste sehr leichte Waare- Straffachen, über den Erlaß eines Reichsgesetzes über die mancher sich noch liberal nenut, der in Deutschland ein gutes wenigstens sehr leicht in der Wagschale des praktischen Reisekosten und Tagegelder der Reichsbeamten, über die Stück links von der Volkspartei Plaz nehmen würde. Und da Parlamentarismus und von ernsthafter praktischer Be- Fürsorge für Hinterbliebene der infolge der bei den Friedensdas Parlament hier etwas zu sagen hat, ist es begreiflich, daß deutung sind eigentlich nur die zu dem sogenannten übungen erlittenen Beschädigung verstorbenen Militärviele Arbeiter es nicht für angebracht halten, durch Fernbleiben Steuer bouquet gehörigen Gesetzes- Entwürfe. Nun personen, über die Gehaltsverhältnisse der Reichsbeamten vom Kampf der Partei, die ihnen den Handschuh hingeworfen, einen Sieg über einen Mann zu verschaffen, der in allen zunächst haben aber diese Entwürfe, mit alleiniger Ausnahme solcher Beamtentlassen, für welche im Etat 1894/95 bie zur Entscheidung kommenden Fragen auf ihrer Seite steht. Das der Börsensteuer, keine Aussicht, jetzt angenommen zu Einführung des Systems der Dienstaltersstufen vorgesehen ist, über die Entschädigung der Invaliden aus dem Kriege wenigstens wird von Herrn Bethell behauptet, ob es wahr ist, werden. von 1870/71 in Fällen der Nichtanrechnung eines zweiten entzieht sich meinem Urtheil. Dienstalterszulagen für die mittleren und unteren Beamten der Postverwaltung, über die Verbesserung der Stellung der Bostassistenten, über die Beförderung von Postpacketen an Sonn- und Feiertagen). Schließlich stehen noch die Anträge der Ausschüsse über Abänderungen des amtlichen Waarenverzeichnisses und Petitionen auf der Tagesordnung. Unter solchen Umständen befindet sich die Reichsregierung Die Opposition der Radikalen à la Labouchere gegen Rose in einer eigenthümlichen Lage. Zwingt sie den Reichstag, Kriegsjahres, über die Durchführung des Systems der bern ist vorderhand eingeschlafen. Rosebery's Rebe in über das Steuerbouquet abzustimmen, so bekommt sie einen St. James' Hall als Antwort auf die Gratulationsadresse des Korb, und es wird ihr schwer werden, mit ihren Plänen Londoner Grafschaftsraths hat die letzten Unzufriedenen be- ein zweites Mal vor den Reichstag zu kommen. Zieht sie fänftigt. Sie sehen alle ein, daß unter den gegebenen Verhältnissen dagegen was sie zu wünschen scheint die VerhandRosebery, der es so vortrefflich versteht, bis selbst ins Lager der Sozialisten hinein Rosen auszustreuen, der befte der Führer luugen in die Länge, dann ist es unmöglich, die Session ift, welche der liberalen Partei u Gebote stehen. Wer, außer vor Pfingsten zu beendigen. den Eingeschworenen der Part A, kann sich für Sir William Und länger als Pfingsten läßt der Reichstag sich nicht Harcourt begeistern? Aber der zäfaristische Zug in Rosebery, zusammenhalten. der die Doktrinäre abstößt, verschafft den letteren ein gewisses Um aus diesem Dilemma zu kommen, geht man mit Ansehen selbst da, wo der Einfluß der Parteimaschine sonst versagt. dem Plan einer Reichstags vertagung bis zum Und es liegt nun einmal im Wesen des englischen Parteilebens, Herbst um. daß die Parteien von ihren Führern Inspiration verlangen. So Herbst um. Hoffentlich wird dieser Plan vereitelt. Ist der Reichsdemokratisch sonst die Sitten und sie sind viel demokratischer als man in Deutschland meint darin sind sie durchaus tag entschlossen, das Steuerbouquet zu verwerfen, so aristokratisch, d. h. soweit die alten Parteien in Betracht kommen. thue er es gleich. Je eher je besser. Alles zaudern ist In gewissem Sinne fönnte man Rosebery mit Boulanger vom Uebel. Neugierigen an den Knecht, der mit dem gestürzten Gutfreund hinterbrein tam. Wie nennt sich Dein Herr, guter Gesell?" fragte auch Gerhard den Knecht und verstummte kleinlaut, als dieser erwiderte: Seine fürstliche Gnaden ist's, der gnädigste Herzog Friedrich von Desterreich- Tyrol." Drittes Kapitel. Die Währungsfrage dürfte den Reichstag morgen während der ganzen Sigung beschäftigen. Vor der Börsensteuer steht nämlich die Interpellation Mirbach- Kardorff betreffend die Neuprägung von 22 Millionen Reichs- Silbermünzen zur Verhandlung. Die ähnlich lautende Interpellation Arendt im Abgeordnetenhause soll nach neueren Intentionen erst dann im Abgeordnetenhause zur Sprache tommen, wenn diese Interpellation vorangegangen sein wird. der Lichter Schein, durch die letzteren der Geruch der Fest- Händen und ließ fie gedankenlos auf und niedergleiten, ein erlaubtes Spielwerk. Aber aufmerksam lieh sie ihr speisen dringen und einen Schimmer von Wohlhabenheit verrathen möge, der ihnen hätte gefährlich werden können. Ohr dem Großvater, der zu ihren Füßen saß, in eine schön So waren auch heute ihre Fenster und Pforten verriegelt, gefütterte Pelzschaube gehüllt, das silberweiße Haar mit und der Feierabend eingekerkert zwischen vier Mauern. Das einem Sammettäpplein bedeckt. Wer ihn betrachtet hätte Haus des Aeltesten unter ihnen, des in der ganzen Um- den alten Mann, wie er so da saß, gebückt von den Jahren, gegend wegen seines Alters, seiner Leiden und Erfahrungen die Ellenbogen auf die Knie gestützt, und die Hände lebhochgeachteten David Ben Jochai, machte keine Ausnahme. haft bewegend wie die redende Lippe, und den schneeigen, Ein dreitausendjähriges Gesetz! Eeine Wurzel Schwarz und düster sah es gleich den übrigen in die Straße, bis über den Gürtel fallenden Bart, hätte ihn für die Zeit in den Pyramiden, feine Wipfel allenthalben aber, hatte man den endlosen finstern Hausgang durch selbst halten sollen, die der Frau Venus Märlein erzählt Echatten werfend: ein vom Blitz gespaltener Stamm, messen, die dunkle Wendelstiege überschritten, und sich durch von vergangenen Tagen. Und in der That war es auch grünend dennoch durch die Thränenströme aus die Nacht nach dem Hintergebäude fortgegriffen, so trat die Zeit, die auf den Lippen des Alten saß, und die Ver= gestoßener Stlaven!... man plöglich in einen heiter geschmückten Ort, wo der gangenheit gab er wieder in eifrigen Worten. Das GeDie zwischen dem Mainstrom und der Domkirche ge- Sabbath walten durfte in prächtiger Heimlichkeit. Eine im schick hatte ihn bereits durch einen Kreis von hundert Legene Judengaffe zu Frankfurt war mit ihren alterthümlichen länglichen Viereck gebaute Stube, getäfelt an den Wänden, Lebensjahren geführt und hundert bittere Jahre waren es, Häusern in das Dunkel eines späten Freitag- Abends ver- und geschmückt mit Vorhängen und buntem Schuißwerk, von denen er Kunde geben konnte. Nun ist die Zeit des funten. Still und einsam war die enge und krumme war der Haustempel. Ein großblumiger Teppich bedeckte Leidens die unerschöpflichste; denn während ein frohes Jahr Straße und es wimmelte nicht mehr das geschwägige Bolt den größten Theil des Fußbodens. Von der Decke schwebte vorüberschäumt wie der brausende Geist feurigen Weins, darin umher, das wohl zu den Zeiten Ludwigs des Bayern der siebenarmige Leuchter, unter welchem der runde Tisch schleichen die trüben Tage gleich Jahrhunderten dahin, sich darin bewegte. Das Geschick dieses Volkes hatte sich stand, überhangen mit einer rothwollenen Decke, über die schaukelnd auf langsamer fauler Woge, und lassen dem Mitseit dem Tode jenes Fürsten nach und nach gewaltig um- erst wieder eine andere kleinere gebreitet war, von weißem schwimmer Muße genug, in die Tiefen zu schauen in die gestaltet, und infolge des harten Druckes, der sogar dann feinem Linnenzeuge. Um den Tisch, den drei silberne Klüfte, die sich aufreißen während seiner Bahn, damit er und wann in offene Schlachten ausbrach, war der israeli- und reich gearbeitete Becher schmückten, auf einer silbernen sich alle ihre Schrecknisse einpräge im sicheren Gedächtniß. tische Stamm zu Frankfurt ausgegangen bis auf wenige Kredenzplatte aufgestellt, standen drei Stühle mit hohen Diese ernsten Anschauungen mitzutheilen, ist ein Bedürfniß Geschlechter. Diese hausten nun abgezogen von der übrigen goldverzierten Lehnen und Polstern von geschornem Sam- des Alters, das ohnehin nur allzu oft den kecken Gang bürgerlichen Welt in ihren halbverfallenen Gebäuden, deren met. Unfern von der Tafel glänzte aus einer Nische der traftbewußter Jugend in den prüfenden Schritt der alterna Nachbarhäuser in Ermangelung der ehemaligen jüdischen Mauer das filberne Waschbecken, in welches, sobald man den Bedächtigkeit verkehren möchte. Der greife Jochai öffnete Besizer die blutärmsten Einwohner der Reichsstadt inne den oben angebrachten vergoldeten Hahn umbrehte, das also auch, sobald der Ruheabend eingebrochen, den Schatz hatten. Diese Letzteren, dem bitteren Mangel unterthan, flare Waffer sprudelte. Feine Linnentücher lagen zum Ab- seiner Rede und Erfahrung, und unterhielt den Sohn und belauerten mit eifersüchtigen Blicken das Thun und Treiben trocknen bereit. In der Ecke war der Tisch zu schauen, der die Enkelin von den Schicksalen und Begebenheiten ihres der Juden, die Bedürfniß und Gewinnsucht auf den die Festspeisen trug und den blinkenden Weinkrug. Den Volfes. Heute hörte ihm jedoch nur die reizende Esther zu, Handel anwies, und die alle List anzuwenden hatten, ihren Hintergrund der Stube nahm aber ein auf morgenländische da ihr Vater unbegreiflicherweise von seiner Handels. wachsenden Wohlstand vor den neidischen Augen ihrer Nach- Weise geordnetes Lager von bequemen Seidenpolstern ein, wanderung noch nicht zurückgekommen war. Es schien überbarn zu verbergen. Darum ließen sie ihre Wohnungen überlegt mit einem föstlichen gewirkten Stück. Auf diesem haupt an diesem Abend ein besonderer Unstern die Ordnung von außen verfallen, darum schlichen sie umher in der zer- Lager ruhte nun die Enkelin des Hausherrn,[ Esther, die des Hauses zu verrücken, denn auch der Diener und Mits lumpten Tracht mit Zwerchsack und Wanderstab, darum an Schönheit ihres Gleichen nicht hatte am ganzen Rhein- genosse desselben war ausgeblieben, und sein Plaz hinter ließen sie den seltenen Gästen, die sich in ihre Häuser und Mainstrom; angethan mit prächtigen Gewändern, nach dem Ofen von der Sabbathmagd, der stummen Grete, eins wagten, nur die in Elend und Schmutz versunkene Unterstube der Sitte des Vaterlandes geschnitten, glänzende Gehänge genommen, die darin gähnend mit dem Schlafe kämpfte, sehen; darum schloffen sie sorgfältig am Sabbath ihre in den Ohren, und viele kostbare Ringe an den Fingern. und nur dann und wann aus dem Winkel hervorschlich, ( Forts. folgt.) Fensterladen und Hausthüren, daß nicht durch die ersteren Sie hielt eine Schnur von farbigen Glaskugeln in den um die verdüsterten Lampen zu pugen. Wir geben fel, wenn wir annehmen, daß bei diesen Debatten a leeres Stroh gedroschen werden wird. " = zulegen. Das ist nur vom journalistischen Standpunkt auseine wirklich unverantwortliche Leichtfertigkeit. Andererseits glauben wir aber auch, daß sowohl der Kladderadatsch, wie das Auswärtige Amt moralisch genöthigt find, offen auszusprechen, was den beiden Diplomaten vorzuwerfen ist und wer die anzettelnde hochstehende Persönlichkeit" ift.Das neue ferbische Ministerium soll den Rampf gegen die radikale Partei mit aller Energie aufnehmen. Es könnte leicht sein, daß das Ministerium und die Dynastie in diesem Kampfe unterliegen. Parteinachrichten. Zu den geplanten eichs- Apothekengesetze schreiben die offiziösen Berlin Politischen Nachrichten" etwas dunkel: Es handelt sich um einen vom Kultusministerium aufgestellten, von ben preußischen Staatsministerium in den leitenden Grundsätze, Syftem der Personaltonzession Der Kaiser von Oesterreich ist ungeheuer entrüftet Der Genoffe Gustav Ladewig, 2. Vorfizender des Wahlmit 25jähriger Uebergangszeit, gebilligten Entwurf eines über die allgemeine Trauer des ungarischen Volkes um vereins des 3. Berliner Reichstagswahlkreises, ersucht uns mitReichs Apothelengeeges, der dem Reichskanzler vorgelegt Kossuth. Das glauben wir, muß er doch einsehen, daß diese zutheilen, daß er mit dem Ladewig, vor dem in unserer ist. Alsdann foller Gefeßentwurf zunächst den Landes Kundgebungen ebenso echt sind, als die Loyalitäts- Kund- Nr. 77, vom 4. April gewarnt wurde, nicht identisch sei. Von regierungen zu Brüfung und Aeußerung zugehen. gebungen für die Person des Monarchen oft blos fünftlich ihm( sustav Ladewig) ist festgestellt, daß er seit Jahren Man darf annomen, daß die Landesregierungen erzeugt sind. Berlin nicht mehr verlassen. zur Prüfung de Vorlage Sachverständige aus Eine Koszinsko- Feier wurde auch von den Sozial- Nach Verbüßung einer viermonatlichen Gefängnißstrafe ben Interessententeifen hören werden, so daß auch demokraten Krafau's geplant. Die Polizei hat sie aber fehrte am 2. April der Genoffe Gewehr Elberfeld in die die betheiligten kreise in der Lage sein werden, verboten, mit dem Bemerken, Kosziusto müsse gegen den Freiheit zurück. Die Ursachen feiner Strafen waren natürlichihre Auffassung mi ben ihr beiwohnenden sachlichen GeDer eble Beleidigungen, die er durch die Preffe begangen haben soll. wichte zur Geltung zu bringen. Sollte diese Annahme nicht Kosziusko, der ein wirklicher Freiheitsheld war, würde sich Mißbrauch seines Namens geschützt werden. zutreffen, so liegt der bisherigen Gepflogenheit bei der im Grabe herumdrehen, wenn er wüßte, daß ihn die faffung. Wie diese Gleichheit vor dem Gesetz" beschaffen ist, Vor dem Gesetz find alle gleich- so steht in der Bers Vorbereitung von ief in das Erwerbsleben eingreifenden österreichische Polizei unter ihren Schutz genommen hat. Gefeßvorlagen diefer et die Gewähr dafür, daß in einem mögen folgende zwei Gerichtsentscheidungen beweisen: späteren Stabium ter Borbereitung und jedenfalls, bevor Der Föderalismus rührt sich wieder in der Schweiz. in Brohn( einem Kirchdorfe bei Stralsund) eine öffent Jm vorigen Sommer kurz vor der Reichstags- Wahl sollte Die gesetzgebenden alteren im Reich mit der Sache befaßt Soeben wurden auf ein Initiativbegehren 70 000 Unterliche Versammlung stattfinden, in welcher der antisemitische werden, den Interesanten Gelegenheit gegeben werden wird, schriften gesammelt, welche ein Gesez fordern, wonach ein Reichstags- Kandidat Frhr. v. Langen sprechen sollte. Die Ver Stellung zu bem Gitiouse zu nehmen und ihre Auffassungen Theil der Zolleinnahmen des mit einem Defizit kämpfenden sammlung war jedoch nicht richtig angemeldet und konnte infolge und Wünsche auszuprechen." Bundes auf die Kantone vertheilt werden soll. Die deffen nicht stattfinden. Jetzt lud Herr v. Schavenbach die AnIndustrielle Sonntagsruhe. Am 20. d. M. werden Schweizerische Sozialdemokratie hat diese Bewegung nicht wesenden ein, zu ihm nach Sommerfeld zu kommen. Ein hier, der Nordo, Alg. Btg." zufolge, Besprechungen zwischen unterſtügt. großer Theil der Anwesenden leistete diesem Rufe Folge und diese wurden im Park zu Sommerfeld mit Bier u. f. w. trattirt. Regierungsvertreter und Vertretern der Gruppe VIII. der Das Zündhölzchen Monopol ist vom schweizerhr. v. Langen sprach über die bevorstehende Reichstags= Berufsstatist Fortwirthschaftliche Nebenprodukte) statt- rischen Nationalrathe mit einer Stimme Majorität ab- Wahl und die Sozialdemokratie. Kommerzienrath Becker aus finden. Es follen sie sie diese Gruppe in Aussicht ge- gelehnt worden. nommenen Ausnahmebestimmungen, betr. die Sonntagsruhe, berathen werden. Recht auf Arbeit. Der Antrag des schweizerischen Bundesrathes lautet: Der Bundesrath wird eingeladen, Die Standesherren und das Privat Bergregal zu untersuchen und darüber Bericht zu erstatten, ob und in Preußen fo beitelt sich ein sehr lehrreicher Auffah eventuell in welcher Weise eine Mitwirkung des Bundes des Genoffen Schoenten in der letzten Nummer des ,, Sozial- bei Institutionen für öffentlichen Arbeitsnachweis und für politischen Zentralblettes". Raummangel hindert uns leider, Schuß gegen die Folgen der Arbeitslosigkeit möglich und den Artikel wiederzugeben, wir müssen uns damit begnügen, gerechtfertigt sei." auf das in demselber enthaltene Material zur Beurtheilung der großen ökonomischen Borrechte, die den Standesherren in Preußen noch geb jeben sind, zu verweisen. hat. Nachspiel za hannoverschen Spielerprozeß. Die Urtheile gegen die bei dem Spielerprozeß in Hannover betheiligten Offiziere find nunmehr erfolgt. Wie die Kreuz Zeitung" hört, fnb 15 Offiziere infolge dessen verabschiedet worden. er * Die Preßburger Parteigenoffen haben den Beschluß gefaßt, die Arbeitgeber aufzufordern, am 1. Mai nicht arbeiten zu laffen, im anderen Falle wollen alle Arbeiter an diesem Tage ftreifen. * Stralsund ermahnte die Anwesenden, feft zu Kaiser und Reich zu stehen und bei der Wahl ihre Stimme Herrn v. Langen zu geben. Sämmtliche Besucher dieser Versammlung wurden nun wegen Uebertretung des Vereinsgefeßes unter Antlage ges stellt. In der Gerichtsverhandlung wurde bewiesen, daß die vorbenannten Herren politische Gegenstände erörtert hatten, trotzdem wurden sämmtliche Angeklagten freigesprochen. Und nun ein anderes Bild: Am 10. Dezember v. J. war Genoffe Genzen mit noch 2 anderen Genossen aus Stralsund in Coßnevih a. R. Derfelbe hatte von mehreren Aus Baris wird uns unterm 3. April geschrieben: Daß der Gründung eines Arbeitervereins zu veranlassen. Der Arbeiter Der Sozialismus gefährlicher als der Anarchismus. Coßneviger Arbeitern die Aufforderung erhalten, daselbst die Bourgeoisie der Sozialismus ungleich gefährlicher dünkt, als der Rienom lud noch mehrere Arbeiter aus Goßnevis zu diesem Der fächsische General Staatsanwalt Held hat Anarchismus mit all seinen Bomben, das ist für uns fein Ge- 3wecke ein, nach der Wohnung des Schuhmachers Koopmann zu ganz recht, wenn er bei Einführung des nach Dresden be- heimniß, denn das haben wir oft genug erklärt, so sehr sie dies fommen. Letterer hatte Rienom die Stube eingeräumt. Hier rufenen Ober Staatsanwaltes Weicher sagte, daß man die auch zu leugnen fuchte. Nun hat dies aber einer ihrer ge- einigte man sich dahin, um nicht mit dem Vereinsgesetz in Konwichtigen Vertreter, Combes, Vizepräsident des Genats, flift zu tommen, am Sonntag, den 17. Dezember, eine öffentliche sächsische Staatsanwaltschaft mit Unrecht bezichtige, daß sie offen eingestanden. Auf einem in Pons( Charente- inférieure) Boltsversammlung einzuberufen und dort die Gründung vorzuden revolutionären Bestrebungen unthätig gegenüberstehe". ihm zu Ehren veranstalteten Bankett fagte näm nehmen; die Anwesenden erklärten sich indeffen schon jetzt bereit, Die übereifrige Staatsanwaltschaft Sachsens hat diese Ehren- lich, nachdem er von den Anarchisten gesprochen hatte: dem fpäter zu gründenden Vereine beizutreten. Anfangs rettung wohl veroient Das Herr Held nach einem Sozialisten- Der Sozialist ist ungleich gefährlicher. Er zeigt sich in Januar d. Js. erhielt Koopmann ein Strafmandat in Höhe von gefeße verlangt, bas liegt in der Natur der Staatsanwälte. allen Gestalten. Er weiß einer unerfahrenen Rammer( armes 50 M. Hiergegen legte er Berufung ein. Am Mittwoch, den Waisentind!) Gefühle unbegrenzter Freiheit, jener Freiheit der 28. März, war Termin. Ein Theil der damals Anwesenden, Unsere Rolonialnaren tommen nicht zur Vernunft. Bresse einzuflößen, die wir 1881 votirten, wo wir weber den sowie der Gendarm von Putbus, der Amtsvorsteher von Angesichts des jüngen Stubbelmuddels auf den Samoa Anarchismus noch den Sozialismus voraussahen." Gr tröstete Goßnevik und Genoffe Genzen aus Stralsund waren als Zeugen Inseln tiden fejezt mit dem Vorschlage heraus, das sich und die Mitbankettisten übrigens damit, daß es gelingen geladen. Die Anklage behauptete, R. habe seine Stube zu einer Deutsche Reich mit die Oberherrschaft jener Inseln über- werde, dem Sozialismus den Weg zu versperren. Wie das anzu- Versammlung bergegeben, die nicht polizeilich angemeldet sei. nehmen vorher dort nicht ruhig. Die Leutchen stellen fei, darüber hat er uns allerdings im Dunkel gelassen; Bei der Beugenvernehmung konnten der Amtsvorsteher und ber vorher dort nicht ruhig. Die Leutchen benn davon, daß er die kapitalistische Wirthschaft zurückgedrängt Gendarm nichts aussagen, weil sie nichts wußten, und was fie haben vergessen, laß Fürst Bismarck ſeinen Kolonial wiffen will die einzige Möglichkeit auch den Sozialismus am wußten, hatten sie nur vom Hörensagen. K. wurde als die Seele schwindel mit dem Protektorat über die Samoa Inseln Vorwärtsschreiten zu hindern- davon hat er kein Wort ver- des ganzen Unternehmens angesehen und zu 30 M. Geldstrafe anfing, und daß diefe geniale Idee uns eine blutige lauten lassen. Und Herr Combes denkt so wenig daran, dem verurtheilt. Niederlage und eine noch blutigere Blamage eingetragen Kapitalismus irgend welche Hemmschuhe anzulegen, daß er Die Samoa- Inseln- das wußte seinerzeit der sich sogar gegen jedwede Rentensteuer aussprach. Die Die Genoffen von Elberfeld- Barmen befchloffen, am Herkules des Jahrhunderts" nicht- liegen im Macht- Rente, fagte er, zahlt schon dadurch, daß fie progressiv 1. Mai Nachmittags einen Ausflug zu unternehmen und Abends abnimmt, eine hohe Steuer; bereich der Bereinigten Staaten, die bekanntlich nicht mit durch die Konversion eine neue Reduktion auferlegt worden." 1. Mai des Abends drei Versammlungen in den verschiedenen so ist thr erft jüngst eine Boltsversammlung abzuhalten. Zwei weitere Anträge, am sich spaßen lassen. Wenn nun Herr Bombes nicht bald das Mittel ausfindig macht, Stadttheilen abzuhalten und am Sonntage vor dem 1. Mai ein dem Sozialismus den Garaus zu machen, dann kann es ihm, Flugblatt bezüglich der Maifeier zu verbreiten, fanden ebenfalls der 1881, b. i. ein Jahrzehnt nach der Kommune, nachdem die Annahme. Zu den Versammlungen soll ein Entree von 10 Pf. fozialistische Partei sich bereits längst auf dem Marseiller Kon- erhoben werden, wofür dann jeder Versammlungsbesucher die eß wieder konstituirt und ihr kollektivistisches Programm ver- illuftrirte Maifest- Beitung gratis erhält. öffentlicht hatte, den Sozialismus nicht voraussehen" konnte, leicht paffiren, daß er, ebenso unvorhergesehen, eine RentenUm Refenkranz und Güldenstern! Um das Treiben tonversion erlebt, die selbst jedes Kouponabschneiden überflüffig zweier Diplomaten, so unbedeutend wie weiland Rosen- macht. Also rasch nachgedacht, Herr Combes! franz und Güldenstern, erhebt seit mehreren Wochen der Italien. Die Auflösung der Rammern ist Kladderadatsch mit fürchterlichem Ernst, der ihm herzlich mit Sicherheit zu erwarten. An die Annahme des Sein Erscheinen eingestellt hat das in Saarbrüden schlecht zu Gesichte steht ein unablässiges Gezeter. Was ist Crispi'schen Programms durch die gegenwärtige Kammer erscheinende Parteiblatt: Der Bote an der Saar". Die lette uns Rosenkranz, was Güldenstern? noch weniger als ist nicht zu denken. Während der Ferien haben die Wähler Nummer erschien am 31. März. In dieser nahmen Redaktion Setuba! Wir hatten der Sache überhaupt nicht erwähnt, wenn auf ihre Abgeordneten einen so fräftigen Druck ausgeübt, und legen die Gründe dar, welche sie im Ginverständniß mit dem und Verlag in einem an die Lefer gerichteten Artikel Abschied nicht augenscheinlich vom Medaktionsbureau des Kladderadatsch daß viele Schwankende jetzt gegen das Regierungsprogramm Barteivorstand zu diesem Schritte führten. Drastisch wird da nach Friedrichs rub ein verbindender Draht ginge, den die gewonnen find. Inzwischen hat Herr Crispi vorsichtiger geschildert, wie alles sich vereinigte, um dem Boten" die AbonFamilie Bismerd zur Ausübung ihrer Privatrache benutzt. Weise den Prozeß gegen die Römische Bank", nenten abspenstig zu machen, das Blatt vollständig zu unterWas eigentlich Rosenkranz und Güldenstern ausgefressen der jetzt hätte beginnen sollen, bis zum Herbst" ver- drücken. Mit solchen Mitteln glaubten die Gegner auch die haben sollen, darüber hat man bis heute noch nichts er tagen laffen. Die Verhandlungen dieses Prozesses, in den Sozialdemokratie ausgerottet zu haben, darin täuschen sie sich fahren. Der Kladderabatsch- Redakteur Polstorff thut sich der italienische Bismarck arg verwickelt ist, wären ihm jezt aber. Die treu gebliebenen Abonnenten werden das Wochenaußerordentlich viel darauf zu gute, von einem hoch doppelt fatal gewesen. Indeß aus der Welt schaffen blatt Der Sozialdemokrat" abonniren und nach Kräften betitelten Herrn zum Herausholen der Kastanien aus dem läßt sich die Sache doch nicht, und Herr Crispi hat gute des letzten„ Boten", für deffen Verbreitung Sorge tragen. Cin Artikel Feuer bewegt zu werden. Er hat aber durch seine jüngsten Feinde genug, die dafür sorgen werden, daß die moralische ereignisse im Saarrevier seit Grscheinen des Boten"( 27. Dezbr. in dem die wichtigsten ParteiRundgebungen gezeigt, daß er den Preßfeldzug mit einer Hinrichtung vollstreckt wird. 1891) aufgezählt sind, worunter auch eine lange Reihe von Leichtfertigkeit führt, die man dem jüngsten journalistischen Geld und Freiheitsstrafen gegen die Redakteure und Genossen, Springinsfeld nicht verzeihen würde. Im Briefkasten seines Wahlgesetz Entwurf, der in der nächsten Zeit wiederholt zur Saarrepier. Das Eingehen des„ Boten von der Saar" wird ihr Zur holländischen Wahlreform. Von dem Tak'schen schließt mit den Worten:„ Die Reaktion triumphirt vorläufig im Blattes erließ er eine hochtrabende Erklärung, daß er seitens des Auswärtigen Amtes angegangen sei, zu schweigen: Da an der allgemein gehaltenen Bestimmung der Verfassung, daß nicht aller Tage Abend. Auch im Saarrevier wird die russische Sprache tommen wird, mögen hier die beiden Hauptartikel folgen. ein neues Triumphgeschrei entlocken. Glücklicherweise ist noch " man denke" das sollte Besorgnisse beschwichtigen, die wir zur Ausübung des Wahlrechts gewisse Kennzeichen eines gefell: nicht aller Tage Abend. Auch im Saarrevier wird die russische nie gehegt haben nicht an eine Auflage, man habe ja nie fchaftlichen Wohlstandes vorhanden sein müssen, nicht gerüttelt Temperatur nach neuen Märzstürmen von der Freiheitssonne bedaran denken können; es feien leider ganz unges hörige Dinge geschehen, aber das habe sich nicht fonderen werden konnte, so mußte diese Bedingung in einem be- fiegt werden, neues Knospen und Grünen wird an Stelle der Gesetze näher umschrieben werden, und bisherigen Arbeiterbewegung treten und so werden nach hartem verhüten lassen." maßen: Art. 3. Das Gefet betrachtet als Beichen von ge lauten die beiden maßgebenden Artikel desselben folgender Kampfe auch hier Früchte gedeihen, die zum Wohle der ge= sammten Menschheit beizutragen bestimmt sind." fellschaftlichem Wohlstand die Fähigkeit, für seinen und seiner Familie Unterhalt zu forgen." Art. 4. Der gesellschaftliche genoffe, Leonhard Weberndörfer in Nürnberg, Wohlstand ist vorhanden bei demjenigen, der während der zuletzt fürzte am legten Sonntag, vom Herzschlag getroffen, todt von erfloffenen drei Monate eine und dieselbe Wohnung innegehabt oder während des legten bürgerlichen Jahres feine feinem Velosiped. Der Wahlverein verliert in ihm ein eifriges, letzten Jahren weder selbst, noch seine Frau oder unWohnung höchstens einmal gewechselt hat; wer in den dreithätiges Mitglied. mündigen Kinder wegen Bettelus oder Landstreichens ver urtheilt oder während diefer Beit nicht zum Aufenthalt in einer Briefkaffen der Redaktion. öffentlichen Arbeitsanstalt unwiderruflich verurtheilt worden ist; Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wet Buchstaben oder eine Zahl) Im weiteren Laufe des Gesprächs kam die Rede auf eine mer im letzten Jahre weder für sich, noch für seine Frau oder anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. amtlich hoch sieben be Berisulichkeit, die men höheren unmündigen Kinder von einer Wohlthätigkeitsanstalt oder von während der Kündigungszeit zu reduziren. P. W., Bonn. Der Meister war nicht befugt, den lohn Drts als Intriganten su fennen glaube, gegen bie aber der Gemeindebehörde unterstützt worden ist; wer nicht wegen hatte unseres Erachtens keine Berechtigung, eine Antwort, wie Der Vorsitzende schwer einzuschreiten fel. Meine Auffaffung nach und wie Verbrechens zu Freiheitsstrafe von vier und noch mehr Jahren die von Ihnen angeführte:" In der Verhandlung ist es mir mir nachträglich von dem Serin Inspekteur versichert wurde verurtheilt worden ist; wer nicht durch richterlichen Spruch aus nicht erlaubt, aber privatim können Sie mich darüber sprechen und war damit der veutlicheng ettler der gegen die dem Militärdienst mit der Unfähigkeitserklärung, im Heere zu ich werde Sie dann aufklären", auszusprechen. Diese Antwort konnte Herren v. H. und v. 20. gerichteten„ Kladderadat chngriffe dienen, entlassen worden ist; wer sich nicht absichtlich dem Kriegs- nur zu irrthümlichen Auffassungen führen. Der Vorsitzende hätte gemeint." dienst oder einer anderen gesetzlichen Berpflichtung hinsichtlich der Dinge vorgefallen, tatsächlich in jenem Gesprächschlag in der direkten Staatssteuer bezahlt hat; wer den legteren Falle wäre dies für die Parteien eine Richtschnur zum " Daß eine Aeuerung, 53 feien ungeborige gandesvertheidigung entzogen hat; wer im letzten Jahre seinen entweder jede Aeußerung, auch eine private ablehnen oder die von ihm gewonnene Rechtsanficht aussprechen sollen. gefallen sein soll, muß ich nach bestem Wissen verneinen Beweis geliefert hat, daß er Lesen und Schreiben kann. Die Briefkasten Notis in Nr. 13 des Kladd." tam mir, leiber, Bergleich gewesen. erst nach erfolgtem Drud vor Augen. Homerule für Schottland ist nun auch näher geDaraus geht hervor, daß der Polstorf in einer Sache, ridt. Das englische Parlament erklärte sich einverstanden, die er für ungeheuer mistig batter fommt sich vor ie daß alle Echottland betreffenden Angelegenheiten von einem Herkules, der den Augia sstall reinigt eine ihm mündlich besonderen aus allen schottischen und 15 englischen Ab gewordene Mittheilung veröffentlicht, ohne sie feinem im geordneten zusammengesezten Ausschusse vorberathen werden Nebenzimmer sitzenden Gewährsmann zur Verifizirag vor sollen. N A Im Reichs erschien darauf eine außer amtliche Erklägas iese Behauptung von Anfang bis zu Ende auf Grandung beruht". Nunmehr kommt der Berleger des ebbe rabatsch", Hofmann, mit der Er klärung herau, die Polstorff'sche Mittheilung beruhe auf einer Unterredung des Generalmajors Spitz mit ihm. Die Hofmann'sche Taistellung giebt der Sache aber ein ganz anderes Gesicht. Geralmejor Spit erklärt ihm gegen über die Herren Rosenfranz und Güldenstern für finden rein. Dann sagt Sofimam: 1 " es A Todtenliste der Partei. Ein braver Partei. Im Prozeßgebühr 40 M., Verhandlungsgebühr 40 M. Wenn Beweis Eugen 76. 1. und 2. Wenn fein Beweis erhoben ist, beschlossen ist, Beweis und weitere Verhandlungsgebühr 40 M. 8. Ja. 4. Vier Jahre vom Ende des Jahres, in dem der Prozeß entschieden war. 5. Uns nicht bekannt. R. D. Wenden Sie sich an den betreffenden Vertrauensmann. Uns ist das Ortsstatut nicht bekannt. Für den Inhalt der Inierate über nimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 5. April. Opernhaus. Der Ring des Nibe lungen. 2. Abend: Siegfried. Schauspielhaus. Der Königslieutenant. Deutsches Theater. Der Riegniger Bote. Berliner Theater. Aus eignem Recht. Leshug- Theater. Gêne. Madame SansFriedrich- Wilhelmkädt. Theater. Der luftige Krieg. Rehdenz- Theater. Der Maskenball. Nenes Theater. Ein Volksfeind. Central Theater. Ein gesunder Junge. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die schöne Melusine. Alexanderplatz- Theater. Berlin wie's lebt und liebt. National- Theater. Das Damenbad. Hierauf: Heinrich Heine. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. American Theater. Lumpen Su = sanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Letzte Woche. 3um 31. Male: Ein gesunder Junge. Posse mit Gesang und Tanz in 3 Atten von Jean Kren. Morgen: Ein gesunder Junge. In Vorbereitung: Novität! Der neue Kurs. Novität! Poffe mit Gesang und Tanz in 8 Aften von Leopold Ely. Musik von Julius Einödshofer. Concordia- Festsäle C. Saeger, 64. Andreastraße 64. Hente, Don nerstag, den 5. April: Gr. Elite- Soirée der Norddeutschen Sänger Auserwähltes Programm. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Passe- partouts, Familien- u. Freibillets haben Giltigkeit. C. Saeger. 73/16 Castan's Panoptikum. Wintergarten. Spezialitäten Vor- Im 9. Kreise der Hölle: stellung. Reichshallen Theater. Spezialitäten Vorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Parodie Theater. Vorstellug. SpezialitätenNational- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Gastspiel des Herrn Carl Pander, Heinrich Heine. Luftspiel in, 3 Atten von Mels. Regie: May Samst. Vorher: Das Damenbad. Schwank in 3 Aufzügen von Fr. Schäfer Regie: Fri Schäfer. Kaffeneröffnung 6/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Der Rutsch a. d. Rafirmesser. Elite- Damenkapelle Austria. Bock- Brauerei Tempelhofer Berg. 55. Bock- Saison. Nur noch kurze Zeit. Täglich: Gr. Militär- Konzert. sche ratweil Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Täglich bei freiem Entree American- Theater. abwechseludes Programm Die Beerdigung des fädtischen Heizers| Bund der geselligen Arbeitervereine Berlis und Umgegend. Karl Bolduan Des Stiftungsfeftes wegen ist die Versammlung Sonntag, den findet am Donnerstag, den 5. April, 8. April, Vormittags 10 Uhr, Annenßraße 16. Nachm. 31/2 Uhr, vom Zeichenschauhaufe, Hannoversche Straße, aus statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 2809b Heizer Marg. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen A. Hoffmann- Bankow. 2. Aufnahme neuer Vereine. 3. Bundesangelegenheita und Fragefaften. 495/3 Der Vorstand. Am 2. April, Vorm, 10% Ubr, farb Lithographen, Steindrucker u. Berufsgen. nach schwerer Krankheit unser Rendant V. Jankowski ( Delegirte der Ortskasse. Da wir in unserer legten Delegirten- Versammling nicht alles so bea im Alter von 35 Jahren. Wir versprechen konnten, wie wir wollten, so laden Euch die Interzeichneten zu einer lieren an ihm einen pflichttreuen Be Versammlung am Montag, den 9. April, Abends 81/2 Uhr, bei Philipp, amten, dessen Andenken wir stets in Rosenthalerstraße 38, ein. Ehren halten werden. Die Beerdigung findet am Freitag, den 6. April, Nachmittags 4 Uhr, von 208/11 Mit solidarischem Gruß: Friedewab und Genossen. Tagesordnung in der Annonce am Sonnag. der Zeichenhalle des katholischen Kirch Freie Vereinig. der Lokal- u. Straßenhänder u. Händlerinnen hofes in Weißensee aus statt. Der Vorstand Berlins und Umgegend. der Sterbefaffe der Maschinenbau- Freitag, den 6. April, Abends 8 Uhr, bei Sauerminn, Adalbertstraße 8: Arbeiter u. verw. Berufsgenoffen zu Berlin. 2807b Ich nehme die der Frau Heise zugefügte Beleidigung zurück und erkläre dieselbe für eine anständige Frau. Martin Baumgarten, 2804b Tresdowstr. 41. Damenkleider fertigt M. Weik, akadem. Schneiderin, Lausigerstr. 40 111. Orts- Krankenkasse der Nadler und Siebmacher zu Berlin. Sonnabend, den 14. April 1894, Abends 81/2 Uhr, in Wollschläger's Restaurant, Blumenstraße 78: Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Verlesung der Protokolle. 2. Kassenbericht des Rechnungsausschusses. 3. Antrag des Vorstandes auf Abänderung des§ 13 ad. 3. 4. Stellungnahme zur Zentralisation der Orts- Krankenkassen Berlins. 5. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. gez. W. Kusche. 2806b Kranken- u. Begräbnißkasse der Buchbinder u. verwandten Berufsgenossen zu Berlin. ( E. H. Br. 24.) Sonnabend, den 14. April 1894, Abends 81/2 Uhr, Generalversammlung im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht pro I. Quartal 1894. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Vortrag des Herrn Dr. Bernstein über Jnfluenza. 4. Verschiedenes. Alle Mitglieder werden ersucht, in Dresdener- Straße 55. der österreichischen Damenkapelle der Versammlung zu erscheinen. Heute: Lumpensusanne oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Ber: brecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lampensusanne, gen. Die Gräsin", ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwintel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. mit bewegter VergangenBrunwald heit. Neu! " ,, Dittl" in kleinrussischen Nationalkostümen. Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges, Friedrich Freudenreich, Vorsitzender, Berlin S., Wißmannstraße 18. Bruno Gröblehner, Raffirer, Wasserthorstr. 14. NB. Zahlung erfolgt bei Gröblehner, sowie Auftreten der nordamerikanisch. Wasserthorstr. 14, Negergesellschaft Mr. Brown. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. 3 Kegelbahnen. 6 Billards, pro Stunde 60 Pf. C. Koch, fr. Gambrinus. Säle für Versammlungen und Festlichkeiten Martin Bendix. find noch an verschiedenen Tagen . Auftreten des Mr. Barna. Neu! Instrumental- komikers Ferner u. a.: zu haben. Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Direktor Hippe Donnerstag, den 5. April 1894: Don Martin Bendix, sowie Engen 3ocher, Sächsischer Original- Humorist. Anfang: Wochentags 71/2 Uhr. • Sonntags 62 Uhr. Adolph Ernst- Theater. Heute: Charley's Tante. Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Poffe mit Gefang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesezt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alcazar. Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Im Vorverkauf 40 Pf. ( siehe Blafate). Zum Schluß: Neu! Die Zigeunerkapelle Benzin Gullasch. Parodistisches Ensemble von Mensel. Freitag: Viktoria- Brauerei. Circus Renz, ( Karlstraße.) Donnerstag, den 5. April, Abends 71/2 Uhr: Variété- u. Spezialitäten- Auf auf zur fröhlichen Jagd! Theater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Vornehmster Familien- Aufenthalt. Täglich: Gr. Theater- Vorstellung. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Entree: ochentags 20 Pf. Sonntags 30 Pf. R. Winkler. Parforce- u. Kaskadenritt. Ballet von PassagePanopticum. Die Glocke von Fr. v. Schiller. Versammlung. Zagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neue Mitglieder. 4. Verschiedenes.- Gäste willkommen. 2795b Der Vorstand. Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW., Beuth- Straße 2. Soeben erschienen: Des Seemanns Leben und Leiden. Zur Warnung für Die aus dem Binnenland, zur Mahnung für Die von der„ Waterkant" nach aktenmäßigen Belegen getreu der Wahrhet geschildert. 80 64 Seiten mit Umschlag. Preis 40 Pfg., Porto 5 Pfs. In feinem tapitalistischem Betriebe ist die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft so raffintrt schamlos und grausam, wie in Schifffahrtsgewerbe, nirgends wird mit Leben, Ehre und Gesundheit der Arbeitskräfte so gewiffenlos umgegangen wie hier, nirgends ist der Arbeiter so wehrlcs den Mißhandlungen brutaler Borgefeßter ausgefeßt, als auf unferen" Schiffen. In zwölf Kapiteln verbreitet die Schrift an Hand von attenmäßig feststelenden Vorkommniffen flares Licht über diese leider zu wenig gefannten Thatsachen und zeigt zugleich den Weg, den die ausgebeuteten Seeleute beschreiten müssen, wenn fte eine Besserung ihrer Lage herbeiführen wollen. Die Kapitel lauten: Was wollen wir? Der Seemannsberuf und Das Kapital. Behandlung der Seeleute an Bors. Die Seemannsordnung ist kein genügender Schuh der Seeleute.- Die Disciplinargewalt des Rapiläns und der Schiffsoffiziere.- Rechtspred mng des Seemannsamtes. Ausbeutung der Seeleute. Seelenverkäeret. Tuxns und Elend au Bord.- Ruf, Seelenke vereinigt euch. Die Zukunft der Sozialdemokratie. Von 3. Dietgen. Mener Abdruck mit einem Vorwort und Nachtrag. 69 16 Seiten mit Umschlag. Preis 10 Pig., Porto 3 Pfs. Die Schrift ift eine alte Antwort auf die alte Frage: Wie wird es im Zukunftsstaate aussehen? Sum ersten Mal erschten die Broschüre in der Attentats. pertode 1878. Der Verfasser wurde verhaftet und am Vorabend vor Pfingsten mit einem Bagabunden zusammengefesselt ins Kölner Arresthaus transportirt, nach zwei Monaten endlich prozessirt, freigesprochen, wiederum gefesselt und verhaftet, abermals freigesprochen, abermals verhaftet, bis endlich der Kaffationshof in Berlin dieser Jllustrirung des deutschen Rechtsstaates ein Ende machte und Schrift und Verfaffer frei gab. Wenige Tage später wurde die Zukunft der Sozialdemokratie" foztaliftengefeßlich verboten. Die Schrift ist heute doppelt lesenswerth; ste zeigt und sagt, daß und wie die Sozialdemokratte thre Sukunft schafft. Zahlreichen Bestellungen sieht entgegen Buchhandlung des Vorwärts وو Maifeier! Zur Aufführung an diesem Tage geeignet: Muſit von Romberg. Ravachol oder Mailchrecken! 15 lebend. Bildern. Gastwirth Brodmann. Zeitbild mit Gesang in 1 Att. Preis 40 Pi. Komplet 8 Bücher mit Noten( Oftav) portofrei 3 M. 35 Pfg. Gruß an den ersten Mai! Ich mache hiermit bekannt, daß ich gied für Männerchor. Partitur 1 M., à Stimme 15 Pf., Porto 5 Pfennig. mein Lokal von der Berlinerstraße 38 nach der Bergstraße 11 in Nixdorf verlegt habe. Hochachtungsvoll Joseph Brodmann. Weissensee. Alte Partei- Kueipe verkaufe sofort wegen Todesfall und Alter des Inhabers für den Preis von 4000 M. bei 1500 M. Miethe. Zum Pfeifen- Müller, Königs- Chauffee 38. Leo Saxe, Uhrmacher, Gr. Frankfurterstraße 15, part. Reparaturen zu soliden Preisen. Dasselbe für eine Singßtimme mit Klavierbegleitung portofrei 78 Pf. Neuheiten in Kouplets und Duetten. Neuheiten in Kouplets und Duetten. ,, Die Drückeberger" ic. Betrag fann in Briefmarken( aller Länder) der Bestellung beigefügt werden. A. Hoffmann's Verlag, Pankow Berlin. Vertr. Wien: 1. Wiener Volksbuchh. Kommissionär Leipzig: F. E. Fischer. Vertr. Zürich: Grütlivereins- Buchhandlung. An allen 3 Drten vollständiges Lager meiner fämantlichen Verlagsartikel. Bezugsquelle sämmtlicher Bühnenliteratur. Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend. 28156 ( Eingetr. Genossenschaft mit beschrnkter Haftpflicht.) Beabsichtigte und unbeabsichtigte Täuschung seitens der Ronkurrenz den werthen Genossen und Genossinnen bekannt geben und zu beachten bitten. Homöopath. Seil- Inftitut n. d. Lehre veranlaßt uns, unser Fabrikat durch eine Marke zu schüßen, die wir hiermit Dr. Hahnemann's, Grüner Weg 41, I. B Sprechft.: 10-11 u. 2-5, Sonnt. 8-10 Arzt Dr. Hösch, Liniens Homöopath. traße 149, 8-10, 5 bis 100 Damen. Meute von 40 Hunden. 7, Sonntags 8-10 Uhr. Außerdem: Der ostpreußische Hengst Blondel und Monstre- Tableau von 60 Swinemünder Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegrend SCHUTZMARKE ( Eingetrag. Genossenschaft m. b.H.) Pierden, vorgeführt von Don Gesellschaftshaus, orterung von Genossenschafts- Brot darauf zu achten, daß das verabreichte Renz. Beautiful und der Steiger Solon, geritten von Fr. Renz- Stark. Die Luftgymnastiker Gebr. Wortley. Die musita lischen Klowns Alfons u. Estio. Mr. Lavater Lee u. s. w. Freitag: Auf auf zur fröhlichen Jagd. Fr. Renz, Direktor. Swinemünderftr. 35, empfiehlt seinen großen sowie kleine Säle zu Versammlungen, Hochzeiten und an Vereine. Jeden Sonntag öffentlicher Zanz. 59012 Mit dieser Marke ist jedes unserer Brote belegt, und bitten wir bei Brot dieje Marke trägt. 97/19 Tokayer Der Vorstand. 679M med. füßer Ungarivein, Literflasche 2,10 M., 5 Flaschen 1,85 M. Eugen Neumann& Co., 6a Belle- Allianceplat 6a. 81. Neue Friedrichstr. 81. 8. Oranienſtr. 8. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pönfch in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Queitsch. Hierzu eine Beilage. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 78. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 40. Sigung vom 4. April. 11 Uhr. Am Ministertische: Thielen, Miquel Donnerstag, den 5. April 1894. 11. Jahrg. Ein sonderbarer Beschluß des Vorstandes der Rixdorfer| geistig und körperlich gut entwickelt und trug ein blaues Rattune Drts Krankenkasse erregt allgemein bedenkliches Kopfschütteln. feidchen mit weißer Schürze. Das Kaffenlokal ist nämlich am 1. April aus der Hauptverkehrs. straße, wo es von allen Seiten leicht und bequem zu erreichen Amtsgerichts war vor einiger Zeit von seiten mehrerer hiesiger Gepfändete Bierfässer. Bei dem Präsidenten des hiesigen war, nach einer engen Seitengaffe, der Rosenstraße, verlegt Brauereibesitzer der Antrag gestellt worden, es möchten die worden. Der Generalversammlung soll diese Angelegenheit gar Gerichtsvollzieher dienstlich angewiesen werden, in allen denrathung die Gesezentwürfe betreffend die Aufhebung der im nicht vorgelegt worden sein, sodaß die Sache jedenfalls noch viel jenigen Fällen, wo sie Bierfässer im Wege der gerichtlichen Staub aufwirbeln wird. Ohne Debatte genehmigt das Haus zunächst in dritter BeGeltungsbereiche des rheinischen Rechts bestehenden Vorschriften über die in die Geburtsregister einzutragenden Vornamen und betreffend die Gleichstellung der Notare mit anderen Beamten bezüglich der Strafen bei Nichtverwendung der tarifmäßigen Stempel. Es folgt die zweite Berathung des Vertrages zwischen Preußen und Lübeck betreffend den Elb- Trave- Kanal und des Gesetzentwurfs betreffend die Gewährung eines Beitrages Preußens ( von 71/2 Millionen Mark) zu den Kosten der Herstellung dieses Ranals. Die Vorlage wird nach sehr eingehender Debatte gegen die Stimmen der Konservativen( mit Ausnahme der Abgeordneten Bartels und Bülow- Eckernförde) und des ZentrumsAbgeordneten Hauptmann angenommen. Darauf folgen Wahlprüfungen. Die Wahl des Abg. Jorns wird für giltig erklärt. Zur Wahl der Abgg. vom Rath und Oswalt( Frankfurt- Main), welche von der Kommission ebenfalls für giltig erklärt worden sind, liegt ein Antrag der Abgg. v. d. Acht und Genossen vor, die Wahl zu beanstanden und Beweiserhebungen über verschiedene Punkte zu veranstalten, Der Taumel, in dem die heutige Weltordnung zu Grunde geht, wird recht drastisch veranschaulicht durch eine der vielen harmlosen Mittheilungen aus der Gesellschaft", mit der Berliner Reporter fich in Provinzialblättern wichtig machen. Der Schles. 3tg." schreibt ein solcher Kammerlatai der oberen Zehntausend aus der Reichshauptstadt: " In dem Luxus mit Blumen als Tafeldekorationen wird jetzt allgemein den Orchideen der Vorzug gegeben, für die enorme Preise gezahlt werden. Kürzlich gab ein schlesischer Grundeigner, der in Berlin ein sehr großes Haus macht, ein Diner, zu welchem die ersten Treibhäuser Belgiens in Anspruch genommen wurden, die eine Kollektion der seltensten und ausgesuchtesten Exemplare lieferten, für die ein Betrag von mehreren Tausend Mart aufgewendet worden ist. " Das ist die Gesellschaft"! Ihre Existenz wird bedingt dadurch, daß auf der Nachtseite des Lebens Millionen und Aber: millionen in einem Zustand dahinfiechen, der ihrem Dasein nicht den geringsten Werth verleihen würde, wenn diesen Millionen nicht das Pflichtgefühl innewohnte, daß sie die göttliche" Weltordnung von heute durch eine menschliche Ordnung der Dinge Nach sehr lebhafter Debatte wird der Antrag der Rom- zu ersehen haben. mission unter Ablehnung der Gegenanträge gegen die Stimmen des Zentrums und der Freisinnigen angenommen. Schluß 44 Uhr. Nächste Sizung Donnerstag 11 Uhr. ( Wahlprüfungen, Nachtragsetat betr. die Neuorganisation der Eisenbahnverwaltung, Eisenbahnetat.) Tokales. Die Adressen der Vertrauenspersonen bringen wir, da der Umzugstermin einige Veränderungen herbeigeführt hat, nach stehend zur Kenntniß der Parteigenoffen. Vertrauensleute der sozialdemokratischen Partei sind: Für den 1. Wahlkreis: Täterow, Zimmerstr. 95/96, 2. Hof 2 Tr.; Felgentreff. Moritstr. 50, part. Für den 2. Wahlkreis: Werner, Bülowstr. 59, part.; Wörner, Dieffenbachstraße. Für den 3. Wahlkreis: St. Fris, Fürstenstr. 11, v. 4 Tr.; Wilhelm Börner, Ritterstr. 15, part. Für den 4. Wahlfreis: Schulze, SO., Oppelnerftr. 3; S. Mattutat, SO., Wrangelstr. 124; R. W engels, O., Fruchtstr. 30, 2 Tr.; H. Bolze, O., Weidenweg 27/28. Für den 5. Wahlkreis: Leo Patunter bei Wattke, Greifswalderstr. 9; Klemens Mayer, Sophienstr. 27/28. Für den 6. Wahlkreis: I. Pfarr, Wilsnackerstr. 49, Hof 2 Tr.; F. Waschowski, Reinickendorferstr. 55, v. 1' Tr.; E. Helbig, Rügenerstr. 23, part.; R. Augustin, Rastanien: Allee 11, part. Die Rigdorfer Parteigeuoffen hatten vor längerer Zeit bei der zuständigen Behörde um Errichtung eines Gewerbegerichts petitionirt, doch blieb die hierfür eingesetzte Kommission ohne jede Antwort und die ganze Angelegenheit schien eingeschlafen, zu sein. Dies gab der Kommission Veranlassung, beim Landrathsamt des Teltow'schen Kreises Anfrage zu halten, wie weit die Sache gebiehen sei, worauf jetzt die Antwort eingegangen ist, daß die Aften sich bei der Regierung in Potsdam befinden. Hoffentlich wird durch die Anregung der Kommission erzielt, daß die Angelegenheit endlich einmal zur Entscheidung gebracht wird, da die Errichtung eines Gewerbegerichts für Rigdorf und Brig ein unabweisbares Bedürfniß ist. Die Bekämpfung der Sozialdemokratie ist bereits auf dem Todtenader angelangt. Nichts kennzeichnet wohl mehr den Haß und die Furcht, welche die Hüter der Ordnung gegen die Sozialdemokratie erfüllt, als der Umstand, daß man sich schon durch Paragraphen gegen sozialistische Beerdigungen zu schützen sucht. In der Kirchhofsordnung für den Begräbniß platz der evangelischen St. Johannisgemeinde zu Luckenwalde hegt der§ 9 die folgende unbezahlbare Bestimmung: ,, Leibtragenden oder Personen aus dem Leichengefolge, welche Kränze mit rothen Schleifen hinter dem Sarge her- und auf den Kirchhof hinauftragen, hat der Zobtengräber den Eintritt zu verwehren bezw. fie unverzüglich vom Gottesacker zu verweisen." Rann sich die fittliche Kraft und die Furchtloßig feit der Kirche vor dem Bösen" herrlicher offenbaren, als in dieser Verpönung der rothen Farbe, der Farbe, welche die einzige Partei, die erhobenen Hauptes von Menschenliebe reden fann, fich zum Symbol erwählt hat? Für unsere Parteigenossen wird das Zeugniß, welches eine christliche Gemeinde fich hier gegeben hat, ein sehr brauchbarer Agitationsstoff sein. " Zwangsvollstreckung zu pfänden haben, welche den Stempel einer hiesigen Brauerei tragen und danach als deren Eigenthum fenntlich sind, der betreffenden Brauerei von der erfolgten Pfändung Mittheilung zu machen. Dies Gesuch wurde abschläglich be schieden, weil die verlangte Anordnung gegen das Gesetz verstoße. Nunmehr wollen die Brauereibefizer in dieser Angelegenheit einen neuen Antrag dahin stellen, daß die Gerichtsvollzieher angewiesen werden, im Falle der Pfändung von Bierfässern an eine bestimmte Adresse Mittheilung zu machen, sobald die öffentliche Versteigerung dieser Pfandstücke stattfindet. Zur Begründung dieses Gefuches wird mitgetheilt, daß in Berlin seit Jahren eine umfangreiche Entwendung von Bierfässern stattfindet und der Verdacht bestehe, daß einzelne Personen, welche gelegentlich einmal einige Gebinde auf einer gerichtlichen Auktion erstehen, zahlreich anderweit Fäffer ankaufen, die hiesigen Brauereien entwendet sind. Das Manko einer mittelgroßen Brauerei an Bierfässern wird in einem Jahre auf einen Werth von 10-12 000 m. geschäßt, so daß, da die Klagen bei allen Brauereien die gleichen sind, ein jährlicher Gesammtverlust bei den 40 Berliner Brauereien von rund 400 000 m. an Fastagen angenommen wird. Um den Verbleib dieser Gefäße genauer auf die Spur zu kommen, soll eine befannte Abzugsquelle, die der gerichtlichen Pfändung und Versteigerung, fünftig etwas strenger unter Kontrolle genommen werden, als dies bisher möglich war. Ein reizendes Verhältniß besteht zwischen den Behörden Wenn mancher Berliner Vororte und den Bauunternehmern. man auch dort ebenso gut baupolizeiliche Bestimmungen hat, wie Es geschehen Zeichen und Wunder. Selbst der un in der Reichshauptstadt, so ist doch die Handhabung zwischen schuldigste Bürgerverein wird rabiat, giebt der Wahrheit die dort und hier grundverschieden. Wer vor den Thoren Berlins Ehre und geht los wie eine alte Karthaune, wenn es gilt, die einen Bauerlaubnißschein nachsucht, fängt mit der Arbeit gleich nach allen Richtungen der Windrose davongelaufenen Mitglieder an und hat oft das Gebäude schon bis zum Nußen fertiggestellt, wieder um das mattglimmende Vereins- Funzelchen zu versammeln. wenn die Bauerlaubniß eintrifft. In gleicher Weise entgegen In der Beitrittsaufforderung des deutschen Bürgervereins Nordtommend verhalten sich die Behörden in bezug auf die Geft, die in den letzten Tagen jedem Adreßbuch- Bürtigen ins brauchsabnahme der Häuser. Sehr häufig werden die eben erst Haus getragen wurde, findet sich folgende Stelle: Vor allem vollendeten Gebäude bezogen, ohne daß daraus den Eigenthümern aber gilt es, den Schwachen und Armen kräftigen Schuß zu ge besondere Schwierigkeiten erwachsen. Die Behörde nimmt zwar den Wirth schließlich in eine Geldstrafe, hat ihn aber dafür die Miethen ruhig einheimfen lassen. Was die Gesundheitspolizei zu solcher Liberalität sagt, hat bisher noch nicht in Erfahrung gebracht werden können. währen gegen die sterkeren Konkurrenten und die arbeits scheuen Kapitalisten." Der Verein will das erreichen, indem er vierteljährig von jedem Mitglied einen Beitrag von wenigstens 50 Reichspfennigen einhebt und monatlich eine Ver sammlung abhält. Um das tapfere Bürgerthum von seiner uns erbittlichen Kampfeslust vollends zu überzeugen, hat der Verein Im Betriebe der Stadtbahn wurde am Dienstag Abend ein Weiteres gethan und zwei Kriminal- Schuhleute auf einmal dadurch eine größere Störung hervorgerufen, daß die Lokomotive in seinen Vorstand genommen. Na,' 3 fann weiter losgehen! eines von Westend nach dem Schlesischen Bahnhof fahrenden Ein Unglücksfall ereignete sich am Dienstag Abend bei der Stadtbahnzuges schadhaft geworden war. Glücklicherweise entstand der Defekt in dem Augenblick, als der Zug gegen 3/47 Uhr Theatervorstellung im Passage Panoptikum. Die Luftvoltigeure Abend den Bahnhof Bellevue verlassen sollte, wodurch einer Ent- les deux G'Orges arbeiteten hoch oben unter dem Plafond am gleisung auf offener Strecke vorgebeugt wurde. Der Train mußte fliegenden Trapez. Zum Schuße des Publikums war quer durch so lange liegen bleiben, bis eine Reservemaschine vom Lehrter den Saal ein großes Netz gespannt. Die Vorstellung war Bahnhof eingetroffen war; der Verkehr nach dem Schlesischen glücklich verlaufen bis zum Schlußtric, der darin bestand, Bahnhof war dadurch auf eine halbe Stunde gänzlich unter: daß der ältere der Artisten den Todtensprung" von der Decke aus in das Netz zur Ausführung brachte. Im selben brochen. Augenblick, als G'Orges herabstürzte, erhob sich ein Herr im Zuschauerraum und versuchte, unter dem Netze hinwegzugehen, Gaft auffiel, daß der Fremde sofort betäubt zu Boden stürzte. wobei der in das Netz stürzende Künstler so unglücklich auf den Der Verunglückte. der ein Versicherungsagent Neumann von außerhalb sein soll, mußte in das in demselben Hause belegene Paffage- Hotel gebracht und in ärztliche Behandlung gegeben werden. Der Zustand des N., der durch den Anprall eine Gehirnerschütterung und eine Beschädigung der Wirbelsäule davongetragen hat, ist sehr besorgnißerregend. Der Artist ist bei dem Zusammenstoß nur unbedeutend beschädigt worden. Ein sonderbares Fahrkarten- Kuriofum im Bereich der hof Friedrichstraße zu melden. Fordert man auf der ersteren Stadtbahn ist von der Strecke Stralau- Rummelsburg nach BahnStation eine Fahrkarte für 10 Bf., so erhält man ein Billet, welches bis Bahnhof Börse giltig ist; fordert man jedoch eine Fahrkarte nach Bahnhof Friedrichstraße, so erhält man eine Vorortsfahrkarte für 10 Bf., welche auch für die Stadtbahn zu benüßen ist. Daffelbe Verhältniß ergiebt sich bei Fahrten von Bahnhof Friedrichstraße nach Stralau- Hummelsburg. Die Vororts farten sind am Stadtbahnschalter zu lösen. " Zur Verhaftung des Stadtkaffen Rendanten Berge Verhaftet sind die Inhaber eines Agenturgeschäfts für maun in Alt- Landsberg erfahren wir noch. Die am Montag Feuer- und Lebensversicherung aus der Frankfurterstraße, Namens Vormittag durch Herrn Kreissekretär Kähne hierselbst vor. und B. Sie nahmen junge Leute als Rechercheure und genommene Revision der Bücher des Defraudanten hat ergeben, Acquifiteure an, ließen sich Kautionen von 300 bis 500 m. geben baß die Defekte rund 7000 M. betragen. Von dieser Summe und verbrauchten diese für sich. Die Zahl der Geschädigten entfallen auf die Stadt Alt- Landsberg, wie auch bereits gemeldet, beträgt etwa 20. 5000 M., auf den Niederbarnimer Kreis 2000 M. Als Deckung sind jedoch für die erstgeschädigte Gläubigerin 4000, für den Schon wieder ist ein Selbstmord eines Kindes zu vers Kreis 1700 m. vorhanden. Bergemann verwaltete auch für zeichnen. In der Leiche des am Sonnabend im Louisenstädtischen den Niederbarnimer Kreis neben einer Chauffee- Spezialkaffe eine Kanal aufgefundenen Knaben ist der 14jährige Schüler Albert Unter- Rezeptur der Kreis- Sparkasse, doch sind die Bücher der Mackuth festgestellt worden, der bei seinem Stiefvater, dem Färber legteren in vollster Ordnung, so daß keine Sparer- Verluste daraus Peckepez in der Schliemannstr. 18 wohnte. Der Knabe war seit erwachsen. Außer dem Manto von 7000 M. aus öffentlichen dem 29. Januar d. J. verschwunden. Die Angehörigen nehmen Geldern haben Freunde und Bekannte des B. den Verlust von an, daß er freiwillig den Tod gesucht habe, nachdem er auf ein etwa 8000 m. zu beklagen, welche Summe der Stadtkaffen ihm gehörendes Sparkassenbuch Geld erhoben und vernascht hatte, M. Rendant in letzter Zeit aufgeborgt hat. Wo diefe 15 000 m. daraus aber eine Strafe fürchtete. Die Staatsanwaltschaft ift geblieben sind, darüber verweigert B., der ein Jahresgehalt von dagegen zu einem Flaren Urtheil noch nicht gelangt und hat 2400 m. bezog, jegliche Auskunft. daher die gerichtsärztliche Leichenöffnung angeordnet. Ein neues Ahlwardtblatt. In einer am Dienstag Abend Zu dem Ehedrama in der Mehnerstraße, über welches abgehaltenen Versammlung fündigte Ahlwardt höchsteigenhändig wir ausführlich berichteten, erfahren wir noch weiter, daß der das Erscheinen eines neuen Antisemitenblattes Der Bundschuh" Maler Franz Dietrich, welcher den geschilderten Mordversuch auf an, das er felber redigiren werde. Seinen Befähigungsnachweis feine Frau verübte und sich dann selbst den Hals durchschnitt, als Redakteur legte ber berühmte Mann dadurch ab, daß er noch immer in Lebensgefahr schwebt und nicht sprechen kann, da Wie lange noch oil der Ausnahmezustand im Kreise feinem Bublifum erklärte, der Name„ Bundschuh" stamme aus ihm die Aerzte im Krankenhause Friedrichshain eine Cannule in den Hals einsehen mußten. Es fonnte daher auch noch nicht Niederbarninu dauern? Daselbst werden mit fast unheimlicher der Zeit der französischen Revolution her. Reaganiaßigkeit fort und for Versammlungen aufgelöst. Freilich holl nicht behauptet verden, daß diese Maßregel auch bei Ver- 8. d. Mts., eröffnet. Die Verleihung der Bücher ist unentgelt- Beil erhaltenen Schläge noch krant darniederliegt, will allernachtung handelte. Seine Frau, welche infolge der mit dem Die Rigdorfer Volksbibliothek wird am Sonntag, den festgestellt werden, ob er bei der That im Zustande geistiger Umsammlungen vor Ronservativen oder sonstigen Gegnern der lich, doch haben die Entnehmer irgend eine Legitimation vor dings Spuren geistiger Berrüttung früher an ihm nicht bemerkt Arbeitertlaff geübt wird. Aufgelöst werden aber in Pankow zuzeigen. Auf die Arbeiter- Literatur foll, entgegen der Berliner haben. felbst Neeinsversammlungen, an denen nur Mitglieder und von Boltsbibliotheken, ein besonderes Augenmert gerichtet werden. lejen eingeführten Gäste theilnehmen. Sobald die Polizei- Wir werden später noch einmal auf diese Volksbibliothek zurück- und Belzwaarenbranche der vor einigen Tagen erfolgte SuGroßes Aufsehen verursacht in den Kreisen der Rauchstunde für das betreffende Lokal, wo die Versammlung fommen. stattfindet, herangekommen ist, geschieht die Auflösung auf sammenbruch der ältesten und sehr angesehenen Firma Kay, grund einer Verfügung"! Bum! Auch die Versammlung des Verkaufsstellen für australisches Fleisch sollen demnächst Alexanderstraße. Der Niedergang ist allem Anschein nach da genannten Vereins, welche am 19. März in Pankow abgehalten in Berlin errichtet werden, nachdem man damit in Hamburg durch hervorgerufen, daß eine Verwandte des Firmen- Inhabers wurde, verfiel diesem Schicksal. Daß auch untere Erfolg erzielt hat. Der Preis des frischen Fleisches, welches in bedeutende Kapitalien aus dem Geschäft herauszog und dadurch Polizeiorgane hier manchmal schneidiger" vorgehen, Gispackung und luftdicht verschlossenen Behältern herüber kommt, pefuniäre Schwierigkeiten in dem großen Betriebe hervorgerufen als es hinterher von hen ab gutgeheißen werden kann, zeigte ftellt sich 20-25 pet. billiger, als die heimische Waare. wurden. Die Passiven betragen 108 000 M.; ein Lagerbestand eine Mittheilung welche e offe A. Hoffmann fürzlich machte. Für die Dampfstraßenbahn war der letzte Sonntag ein it so gut wie gar nicht vorhanden; die außenstehenden BuchDerselbe theile mit, soaß der Bescheid auf die von ihm rechter Unglückstag. Am Sonntag Abend fuhr der Bremser forderungen betragen 81 000 M. In der gestern abgehaltenen eingereichte eich werde gegen die Auflösung einer am Behrendt aus Schöneberg mit einem Straßenbahnzuge von jedoch von den Gläubigern, welche zumeist Berliner Firmen sind, Gläubigerversammlung bot der Crida 50 pet., eine Offerte, die 14. Januar ved dem Berein der Frauen und Mädchen( Fil. Nord) in Schmargendorf nach Wilmersdorf. In der Nähe des Schmargen abgelehnt wurde. In jedem Falle soll ein gerichtlicher Konkurs Bantor abgehaltenen öffentlichen Bersammlung bei ihm eingegangen dorfer Bahnhofes fiel er aus unbekannten Gründen von der vermieden werden, da die Firma zu liquidiren gedenkt. war. Diese Versammlung in welcher er den Vorsiz führte, wurde von Maschine auf das Nebengeleise und wurde von einem entgegen dem Gendarm Poffelt aufgelöst, weil der Einberufer nicht an- fommenden Tramway überfahren, wobei dem Unglücklichen das Unter dem Namen ,, der Mönch" war ein Lumpensammler wefend war und somit die Versammlung nicht persönlich eröffnen linke Bein volständig zermalmt wurde. Außerdem wurden fünf unter den Mitgliedern seiner Zunft bekannt, der gestern Morgen fonnte. Die Anmeldebescheinigung war jedoch zur Stelle. Der Maschinen infolge von Entgleisungen erheblich beschädigt. um 8 Uhr durch einen Arbeitsburschen in dem Keller des Hauses betr. Bescheid lautet: Endlich brach an einem Personenwagen während der Fahrt eine Fischerstr. 2 unter Zumpen als Leiche aufgefunden wurde. WahrAuf die Beschwerde vom 22. Januar d. J. gereicht Aye, so daß der Wagen ausgesetzt werden mußte. Passagiere scheinlich hatte er sich dort eingeschlichen, um zu nächtigen und Ihnen hiermit zum Bescheide, daß die polizeiliche Auflösung find dabei glücklicherweise nicht verletzt worden. der am 14. d. Mts. im Krüger'schen Lokale daselbst stattgehabten öffentlichen Versammlung gesetzlich nicht be gründet war und der überwachende Beamte mit entsprechender Weisung versehen worden ist. Der Landrath. " ( Name unleserlich.) Zur Besprechung der Frage des 1. Mai beschloß der Ar. beiterverein für Pantow und Umgegend noch eine öffentliche Bersammlung in nächster Zeit einzuberufen. ist plöglich vom Tode ereilt worden. Die Schuld eines Dritten scheint ausgeschlossen zu sein. Die Feststellung der Persönlichkeit Auf unerklärliche Weise verschwunden ist aus Klein- Schöne wird voraussichtlich mit großen Schwierigkeiten verbunden sein, beck das vierjährige Töchterchen des Tagelöhners Göz, der auf dem wie es fast immer in bezug auf jene Unglücklichen der Fall ist, benachbarten Rittergut Schöneiche in Arbeit steht. Das Kind war die namenlos und obdachlos in der Großstadt umherirren. Wir Sonntag Nachmittag mit drei älteren Geschwistern nach dem erinnern hier an den noch nicht aufgeklärten Fall Retzlaff, wo Karouffel gegangen und ist dort am hellen Tage verschwunden. die Ermordete sogar als die Lumpensusanne beerdigt wurde. Die Nachforschungen find bisher erfolglos geblieben. Ein Unfall, etwa durch Ertrinfen, ist ausgeschloffen, da tein tieferes Gewäffer Sittlichkeitsverbrechen. In der Knesebecstraße zu Nixdorf in der Nähe sich befindet. Die fleine Martha Göz ist hellblond, wurde am Sonntag Abend ein 16jähriges Mädchen von mehreren jungen Burschen vergewaltigt. Ein der That dringend verdächtiger junger Mensch wurde vorgestern gefänglich eingezogen, die übrigen Bclheiligten sind noch nicht ermittelt. Polizcibericht. Am S. d. M. Vormittags wurde vor dem Hause Linienstr. 3 ein Knabe durch einen Möbelwagen über- fahren und an beiden Beinen bedeutend verletzt.— Mittags drang ein Handwerker iu die in der Mehnerstraße belegene Woh- nnng seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau und brachte ihr mittels eines Küchenbeils drei Schläge ans den Hinterkopf bei, anscheinend ohne sie gefährlich zu verletzen. Er selbst verletzte sich darauf durch einen Misserschnitt am Halse so schwer, daß er nach dem Krankenhause gebracht werden mußte.— Vor dem Hause Frankfurter Allee IL8 gerieth ein Mädchen unter die Räder eines Schlächterwagens und erlitt schwere Verletzungen am Kopfe und am Arme.— In der Straße Hinter dem Gießhause wurde eine Frau durch eine Droschke überfahren und am Kopfe und an der Schulter erheblich verletzt.— Im Stichkanal, bei der Sellerbrutfe, wurde Nachmittags die Leiche eines neugeborenen Kindes angeschwemmt.— In der Verlängerten Artilleriestraße gerieth ein Knabe unter die Räder einer Kutsche und erlitt be> deutende Verletzungen an der Hand und am Knie.— Ein Ar- beiter fiel vor dem Hause Königgrätzerstr. 139 infolge von Krämpfen nieder und verletzte sich schwer an der Stirn.— Gegen Abend fiel ein Maurer auf dem Neubau Stephanstr. 27 beim Abreißen einer Stangenrüstung etwa 2 Meter tief hinab und er- litt einen Knöchelbruch.— Abends erschoß sich ein Gymnasiast in der Wohnung seiner Großmutter, in der Köpnickerstraße.— Im Lause des Tages fanden 9 Brände statt. Kleine Theater» und Literatur-Chronik. Adolf Sonnenthal beabsichtigt im Neuen Theater noch in M. Klapp's Lustspiel«Rosenkranz und Güldenstern" aufzutrete». — Oskar Blumenthal hat während des Gastspiels, das er mit einem Theil des Personals vom Lessing-Theater dieser Tage in Moskau gab, mit Leo Tolstoi konferirt und gefunden, daß der be- rühmte Russe sich mit der gegenwärtigen LiteraturDeutschlands über- raschcnd vertraut zeigte.— Zola contra Nordau. Ein Reporter hat Emile Zola aufgesucht, um von ihm zu erfahren, was er zu der Behauptung Max Nordau's sage, der gemäß der Verfasser der Rougon Macquart den Einfall, einen Stammbaum dieser Familie zu entwerfen, einem Roman des Dr. Paul Aubry«1,3. contagion du Meurtre" entlehnt hätte.—„Max Nordau," rief Zola, als er das Anliegen des Besuchers hörte,„wissen Sie denn, was dieser Max Nordau ist?— Vielleicht ein ausgezeichneter Ge» lehrter(!), der aber mit nur äußerst geringem Beweismaterial ausgestattet ist. Er verrichtet sein Werk des Herunterreißeni aufs Gerathewohl, nimmt seine Dokumente wie" er sie findet, oder sogar, wie man sie ihm bringt, ohne sie zu sichten oder zu prüfen. Ueberdies wirft er niit der größten Geistesruhe die ernst- Hastesten und gewiegtesten Schriftsteller mit den Literaten oder Dichtern des„Chatnoir" durcheinander." Nach dieser Einleitung, die an das Sprichwort„auf einen groben�Klotz gehört ein grober Keil" erinnert, versichert Zola, er hätte von der Familie Kerengal und deren Stamw.haum, den Paul Aubry entworfen hat, niemals etwas gehört, und derjenige der Rougon Macquart wäre sein rechtmäßiges geistiges Eigenthum. WitternngSübersicht vom 4. April. Witterung in Deutschland am 4. April, 8 tthr Morgens. Bei langsam steigendem Baretneter und schwachen, in Nord- deutschland nordöstlichen, in Süddeutschland südwestlichen Winden herrscht heute wieder allgemein trockenes und im Binnenlande meistens heiteres, in manchen Gegenden nur etwas nebeliges Wetter. An der Küste hingegen, namentlich an der Ostseeküste, ist der Himmel noch großentheils bewölkt. Die Temperatur, welche gestern Nachmittag viel weniger hoch als in den voran- gegangenen Tagen stieg, liegt heilte Morgen zu Chemnitz und Münster nur 2 Grad über dem Gefrierpunkte; an verschiedenen Orten fanden Nachtfröste statt. Berliner Wetterbureau. Wetter-Prognose fiir Donnerstag, den 5. April 1894 auf grund lokaler Beobachtungen und des meteorologischen Depeschenmaterials der deutschen Seewarte privatlich aufgestellt. Trockenes und vielfach heiteres, zeitweise wolkiges Wetter mit schwachen nordöstlichen Winden und �ziemlich hoher Tages- temperatur. Berliner Wetterbureau. G»vi iftf 5-Beif uns; Wegen eines gegen die Pferdebahn-Gesellschaft ver- übten angeblichen Betruges standen gestern zwei junge ktaufleute vor der 5. Strafkammer hiesigen Landgerichts I. Beide An- geklagte bestiegen am 28. Oktober an der Ecke der Schönhauser- und Münzstraße einen Pferdebahnwagen der Strecke Demminer- straße-Kreuzberg, um nach dem Moritzplatz zu fahren. Da beide Herren noch vor der Haltestelle an der Rochstraße aufgestiegen waren, so durchlochte der Schaffner, der um zwei Fahrscheine ä 10 Pf. ersucht worden war, die Strecke Schönhauscr-Köpenicker- straße. Die beiden Fahrgäste fuhren aber über diese Strecke hinaus und der Schaffner wurde aus sie dadurch aufmerksam, daß der eine von ihnen sagte:„Ach, ich fahre weiter!" Der Schaffner war nun zunächst der Ansicht, daß er sich vielleicht in der Dnrchlochung des Fahrscheins geirrt habe; er überzeugte sich aber, daß dies nicht der Fall war, die Fahrgäste vielmehr widerrechtlich über die Zehnpfennigstrecke hinausfuhren. Daraufhin erfolgte die Anklage wegen Betruges. Die Angeklagten wurden vom Schöffengericht freigesprochen, da' das Gericht die Merkmale des Betruges nicht für vorliegend er- achtete. Der Staatsanwalt legte Berusung ein, da nach seiner Meinung mindestens versuchter Betrug vorliege. Gegen diese Ansicht machte Rechtsanwalt Dr. Coßmann geltend, daß man den Angeklagten auch einen versuchten Betrug nicht nach- weisen könne, da dieselben versicherten, nicht gewußt zu haben, daß das Aufspringen auf den Wagen so wenige Schritte von der Haltestelle Rochstraße den Fahrpreis verändern würde. Der Gerichtshof glaubte dieser Versicherung, verwarf die Berufung der Staatsanwalts und erkannte auf Freisprechung. Kurpfuschereien der schlimmsten Art bildeten die Unter- läge einer umfangreichen Verhandlung, welche gestern vor der vierten Strafkammer des Landgerichts I stattfand. Aus der An- llagebank erschien die separirte Pauline Krüger, eine Frau, die sich„Magnetopathin" und„Elektro-Homöopathin" nennt, die von der leidenden Menschheit vielfach in Anspruch genommen wird und die es verstanden hat, sich mit einem Nimbus zu um- geben, von dem sich selbst hochstehende Personen gefangen nehmen lassen. Die Anklagebehörde behauptet nun, daß alle angeblichen Heilerfolge der Frau Krüger auf eitel Lug und Trug zurückzuführen sind, es ist nach dieser Richtung hin eine Menge Material zusammengetragen und zu Anklagen kon- struirt worden, welche auf wiederholten Betrug, fahr- lässige Körperverletzung in 2 Fällen, auf E r- Pressung und wissentlich falsche Anschuldigung lauten. Zunächst gelangte folgender Fall zur Erörterung: Die Ehefrau des an der Nationalgallerie angestellten Pförtners Rasch litt seit Jahren an einem Krebsschaden. Als das Rückenmark von der Krankheit ergriffen wurde, erklärten die Aerzte, daß an eine Genesung nicht zu denken sei. Der Ruf der in der Königsbergerstraße wohnenden Frau Krüger drang auch zu den Ohren des Ehemannes Rasch, welcher beschloß, ihre Hilfe in Anspruch zu nehmen. Frau Krüger kam, sah und erklärte mit überlegenem Lächeln,„daß sie die Kranke auf grund der ihr innewohnenden magnetischen Kräfte innerhalb vier Wochen gesund machen wolle". Es wurde ver- abredet, daß die Kranke zweimal wöchentlich magnetisirt werden sollte. Für jeden magnetischen Akt sollte die Angeklagte 5 M. bekommen. Später wurde ein monatlicher Preis von 30 M. vereinbart. Die Kur dauerte Monate hindurch, ohne daß von einem Erfolg die Rede sein konnte. Die An- geklagte stellte auf Wunsch des Rasch ihre Besuche ein. Nach längerer Zeit sandte die Angeklagte dem Rasch eine Rech- nung über 224 M. Als Rasch die Zahlung verweigerte, schrieb ihm die Angeklagte, daß sie ihn bei der Staatsanwaltschaft an- zeigen werde, wenn er sie nicht zufrieden stelle. Sie habe das Geld schwer verdient, denn durch ihre magnetischen Akte habe sie den Krankheitsstoff aus dem Körper der Patientin in sich auf- gesogen und darunter schwer leiden müssen. In diesem Ver- halten der Angeklagten erblickte die Staatsanwaltschaft eine ver- suchte Erpressung. Nicht minder trübe Erfahrungen hat die Ehefrau des Steneraufsehers Kühn mit der Angeklagten gemacht. Sie litt an chronischer Gelenkentzündung. Die Angeklagte brachte an vielen Körpertheilen der Kranken gleichzeitig spanische Fliegen an, erzeugte dadurch eiternde Geschwüre und steigerte die ohnehin heftigen Schmerzen der Kranken bis zur Unerträg- lichkeit. Einer anderen Patientin der Angeklagten hat ein Fuß abgenommen werden müssen, was ebenfalls einer verkehrten Behandlung zugeschrieben wird. Die so schwer Beschuldigte beantwortete auch im Termine alle Vorhaltungen und Fragen des Präsidenten mit einem überlegenen Lächeln. Ihr wohne, so behauptete sie, eine besondere magnetische Kraft inne und ihre Heilerfolge grenzte» an das Wunder- bare. Sie habe doch eine Menge Atteste von hochstehenden Personen, Gräfinnen, Baronessen u. f. w. eingereicht, werde be- sonders von der Geistlichkeit in Anspruch genommen und heiße selbst in ärztlichen Kreisen„die T o d t e n w e ck e r i n". Wie könne sie da wohl eine Schwindlerin sein? 239 Personen, welche blind und von den Aerzten sür unheilbar erklärt waren, habe sie sehend gemacht, alle würden für sie eintreten. Als in diesem Augenblicke eine weibliche Person aus dem Flur des Gerichts- gebäudes in Schreikrämpfe verfiel, fodaß die Verhandlung da» durch gestört wurde, erbot sich die Angeklagte, hinaus- zugehen, um die Schreiende durch einmaliges magnetisches Bestreichen auf der Stelle zur Ruhe zu bringen. Der Gerichtshof nahm das Anerbieten nicht an, sondern beschloß, zunächst den als Sachverständigen anwesenden Medizinalrath Dr. Long darüber zu hören, ob die Angeklagte nicht etwa geistesgestört sei. Dr. Long erklärte, er sei überzeugt, daß die Angeklagte ihre magnetische Kraft dazu benutzt habe, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Sie sei entweder«ine Betrügerin von großer Gemeingefährlichkeit oder geisteskrank. Er beantrage, sie auf sechs Wochen in der Charitee unterzubringen, damit ihr Geisteszustand untersucht werden könne. Der Gerichtshof be- schloß trotz des energischen Einspruchs der Angeklagten nach diesem Antrage. Um verdorbenes Schmalz handelte es sich in einer An- klage wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittel-Gesetz, die gestern vor der ersten Strafkammer des Landgerichts I gegen den Schlächtermeister F e l tz zur Verhandlung gelangte. Am 15. No- vember v. I. kaufte eine arme Frau in dem Laden des Ange- klagten für 10 Pf. Wurstschmalz. Sie erhielt eine so große Menge, daß sie sich zu Hause eine Scheibe Brot ausnahmsweise dick damit bestrich. Nachdem sie gegessen hatte, wurde sie von heftigem Nnwohlsein befallen. Nachbarn prüften das Schmalz mit Nase und Zunge. Sie erkannten, daß es verdorben war und veranlaßten die Frau, das Schmalz dem Verkäufer wieder hinzutragen. Feltz war über die Behauptung, daß er schlechte Waare verkaust haben sollte, empört, er jagte die Frau hinaus, die das Schmalz nun zur Polizei trug. Die Sachverständigen erklärten die Waare sür ver- dorben, Dr. Long bezeichnete sie als gesundheitsgefährlich. Der Angeklagte führte zu seiner Entschuldigung an, daß Wurstschmalz das billigste Schmalz sei, welche? überhaupt vexkauft werde. Es koste nur 40 Pfennige das Pfund und bestehe aus Fett, welches bei der Wnrstkocherei übrig bleibe. Es sei dem Verderben leicht unterworfen und die in Rede stehende Waare müsse erst in der Zeit verdorben sein, die zwischen dem Verkaufe und der Untersuchung gelegen habe. Der Staatsanwalt hielt nur eine Fahrlässigkeit sür vorliegend, beantragte aber mit Rücksicht darauf, daß es sich um ein Nahrungsmittel für den armen Mann handele, eine Gesängnißstraf« von 14 Tagen. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dorm, erreichte, daß der Gerichtshof das Strafmaß auf eine Geldstrafe von 50 M. ermäßigte. Wegen Vergehens gegen das Nahrnngömittel-Gesetz hatten sich in der letzten Sitzung des Rixdorfer Schöffengerichts wiederum mehrere Personen zu verantworten. Der Händler Emil Arthur Lange wurde wegen fahrlässigen Verkaufs ver- fälschter Butter zu 5 M. Geldbuße, evenl. 1 Tag Hast, die Gast- wirth Otto'schen Eheleute wegen Feilhaltens bezw. Verkaufs verfälschten Rums zu je 10 M. event. 2 Tagen Gefängniß und die Haudelssrau Marie Emilie Lorenz aus Brusendorf wegen Verkaufs einer bereits in Fäulniß übergegangenen, anscheinend krepirten Gans zu 15 M. Geldstrafe event. 5 Tagen Gefängniß verurtheilt. Gin wenig glückliches Gheleben wurde in einer Ver- Handlung vor Augen geführt, die gestern vor der ersten Strafkammer des Landgerichts I stattfand. Der Maurer Gelfert trat als Belastungszeuge gegen seine Ehefrau auf, die er wegen Urkundenfälschung bestraft wissen wollte. Der Zeuge erklärte, daß seine Ehefrau eine sehr schlechte Wirthschafterin sei. Sie habe regelmäßig 15 Mark wöchentlich zur Bestreitung des Haushaltes erhalten, aber Schulden über Schulveu gemacht. Als er schließlich genöthigt gewesen sei, seine Sparkassenbücher an- zugreifen, habe es sich herausgestellt, daß die Eintragungen gefälscht seien. Wenn er seiner Frau die ersparten Beträge ein- gehändigt hatte mit der Weisung, dieselben zur Sparkasse zu tragen, hatte sie das Geld für sich behalten und die Ein- tragungen selbst gemacht. Die Angeklagte gab die Strafthat zu, entschuldigte sich aber damit, daß ihr Ehemann in seinem häus- lichen Leben zu große Ansprüche gemacht habe. Der Staats- anwalt beantragte nur eine Gefängnißstrase von drei Tagen, der Gerichtshof erkannte aber auf«ine Woche Gefängniß. Ein Nachspiel zur letzte» ReichStagswahl ging am Donnerstag vor der Strafkammer des Landgerichts zu D u i s- bürg in Szene. Dasselbe hat um so mehr Interesse, als es eine amtliche Wahlbeeinflussung betrifft und auch die Wahl- prüfungs-Kommission des Reichstages noch beschästigen wird, da gegen die Wahl des den Kreis vertretenden Abg. Hammacher (natl.) nicht nur von feiten der Sozialdemokraten, sondern auch von feiten der ultramontanen Partei Protest eingelegt ist. In Holten am Rhein sollte am Sonntag vor der Wahl eine öffent- liche Wählerversammlung, von sozialdemokratischer Seite ein- berufen, stattfinden. Die Polizeibehörde vereitelte dieses Bor» haben, indem sie dem Wirth für die Zeit, in der die Bersamm- lung tagen sollte, die S ch a n k s p e r r e aufhalste. Am Vor- mittag desselben Tages hatte aber eine antisemitische Versammlung ruhig tagen dürfen. Die Nachmittagsversnmm- lung war durch diese Maßregel unmöglich gemacht. Tie Genosseil machten nun von ihrem Recht Gebrauch, und vertheilten vor dem verschlossenen Versammlungslokal Stimmzettel und Flug- blätter. Aber auch das erregte das Mißfallen der Vertreter der Obrigkeit. Es wurde zu verhindern gesucht, und diese Verhinde- rung gelang auch, wenigstens zum Theil. Da durch solches Vor- gehen der Polizeibeamten die Agitation in dem Ort behindert wurde, verfaßten einige Interessenten noch am selben Tage ein Flugblatt, welches den Einwohnern von Holten die Vorkommnisse klar legte und als Protest gegen die Polizeimaßnahmen zur Wahl des sozialdemokratischen Kandidaten aufforderte. Dieses Flug- blatt war der Gegenstand der gestrigen Landgerichts-Verhandlung. Der Drucker und Verleger, F. Strunk, sowie der Besteller, Genosse Scharnweber in Duisburg waren wegen Beamten- Beleidigung angeklagt. In dem Flugblatt wurde behauptet, daß die Schanksperre. sowie der Zwischenfall. die Stimmzettel- Vertheilung betreffend, amtliche Wahlbeeinflussung sei. Einige Zeugen behaupten, daß die Polizeibeamten den Stimmzettel-Vertheilern die Zettel fori- gerissen und vernichtet haben, während andere Zeugen(Polizei- beamte) behaupten, die Zettel seien den Vertheilern entfallen und die Beamten hätten dieselben a n s i ch g e n o m m e n. So- viel ist t h a t s ä ch l i ch festgestellt, daß die Beamten selbst auf das Verlangen der Zettelvertheiler, die Zettel wieder frerzu- geben dies nicht gethan haben. Nun bezieht sich aber der Satz im Flugblatt, welcher von amtlicher Wahlbeeiuflussung spricht, n i ch t a l l e i n auf die Stimmzettel-Angelegenheit, sondern auch auf die Schanksperre. Merkwürdiger Weise hat die Anklageschrist den Vorwurf, daß der Landrath des Kreises der Sohn des Abgeordneten Ham- macher sei. und als solcher die amtliche Wahlbeeinflussung zu gunsten seines Vaters durch Aushebung der Schanksperre hätte vermeiden können, vollständig unberücksichtigt ge- lassen. Es hieß auch in der Urtheilsverkündung, daß wohl einige Beamte sich haben Fehler zu Schulden kommen lassen, die Strafantragsteller. Polizeibeamte aus Slerkerade aber berechtigt waren, Antrag zu stellen, auch thatsächlich beleidigt worden seien, weil es im Flugblatt heißt:„Dieselben Polizeibeamten" hätten die Stimmzettel zerrissen, welche zur Holtener Obrigkeit gehören, die die Schanksperre veranlaßte. Es waren aber nicht Beamte aus Holten, sondern aus Sterkerade, mithin sind die Sterkerader Beamten beleidigt.(!!) Freilich haben die Verfasser und Drucker des Flugblatts nicht erst jeden Beamten gefragt, welches sein Revier sei. Aber die Katz, die Katz ist gerettet; obwohl der wesentliche, die amtliche Wahl- beeinflussuna feststellende Theil des Flugblattes nunmehr gerichtlich erwiesen. respektive nicht bestritten ist, muß Genosse Scharnweber 25 M. und die Kosten bezahlen. Die Duisburger Blätter können den Spießbürgern wieder von der Verurtheilung eines Hetzers berichten. Der Ver- leger und Drucker wurde freigesprochen. Zur Naturgeschichte der deutschen Staatsanwälte dürfte die Mittheilung noch einen interessanten Beleg bilden, daß gegen Scharnweber drei Mo- nate Gefängniß, gegen den Drucker 25 Mark Geldstrafe beantragt waren!_ Sojtsle Zbkelrcvlrrhk. Achtung k Buchdrucker, Hilfsarbeiter und HilfS- arbeiterinnen! Vom S. bis 20. April finden die bereits an- gekündigten neun Versammlungen sür Buchdrucker, Hilfsarbeiter und Hilfsarbeiterinnen statt zum Zwecke der Agitation, Be� sprechung der gewerkschaftlichen Verhältnisse und deren Besserung. Arbeiter und Arbeiterinnen! Bedarf es noch irgend eines Hinweises, daß Ihr erscheinen müßt, wenn es sich darum handelt, Eure soziale Lage zu besprechen? Bedarf es noch eines Hin- weises, wenn es gilt, die Verhältnisse an das Tageslicht zu ziehen, unter denen Ihr tagtäglich zu leiden, mit denen Ihr fortwährend zu kämpfen habt? Es ist Niemand unter Euch, an welchem die Niederschläge der gewerblichen Anarchie ohne Spuren vorübergehen. Di« Lage im Buchdruckgewerbe ist eine bedanernswerthe. Die Einigkeit unter der Arbeiterschaft wird durch einige Piraten, die im Solde der Prinzipalität stehen, zu stören gesucht. Diese gehen aus den Gimpelsang aus. um unter der Flagge eines Antiverbandes sich der noch nicht zur Erkenntniß gekommenen Gehilsen unter falschen Vorspiegelungen zu bemächtigen. Bedarf es daher irgend noch eines Hinweises, um in den Versammlungen zu erscheinen? Oder wäre es etwa die Furcht, welche Euch abhielte Eure Lage zu schildern, jene Elemente an den Pranger zu stellen, welchen Ihr Eure ganze erbärmliche Lage zu danke,> habt? Ihr, Ihr werdet Euch davor nicht fürchten!— Oder sollte es wirklich der Fall sein?— Solltet Ihr Euch durch die Martern der sozialen Verhältnisse, oder von zenen Gesellen, welche die wirthschaftliche Nothlage be- nutzen. Euch Fesseln anzulegen und sich Vortheile zu verschaffen, in Schach halten lassen? Das glauben wir nicht! Noch ist in Euch zu viel Sinn für Solidarität und Pflichtgefühl!— Er- scheint in den Versammlungen und beweist dadurch, daß Euch Euer und der Gesammtheit Wohl am Herzen liegt! Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Gewerkschafts-Kommisfion. Achtuug, Töpfer! Die Differenzen der Töpfer mit der irma I. G. Schmidt-Geestemünd« sind noch nicht erledigt. Der uzug ist bis auf weiteres fernzuhalten. Die Kommission. Tie Maler rc. von Bremerha'�u und.'lmgegeud sind am Montag, den 2. April, in einen Sreil elngetrele�. m. langen eine neunstündige Arbeitszeit T.s einem MlNimallc�k,» von 45 Pf. pro Stunde. Die Forderung ist gerecht und billig. Wir fordern nun alle Maler sowie Genossen ü,.�Arbeiter auf, die Streikenden in ihrem Kampf zu unterstützen, indem", e suchen, den Zuzug nach Bremerhaven fernzuhalten. Die Lage ist'uüs- gezeichnet und in wenig Tagen, wenn alle den Streikenden die moralische Unterstützung angedeihen lassen, wird der Sieg zu gunsten der Maler und zum Wohle der gesummten Arbeiter- schast ausgefalle» sein. Die Gewerkschafts-Kommisfion von Bremerhaven und Umgegend. Alle Anfragen:c. sind zu Achten an Herm. Rüstau, Lehe, Buchtstr. 13.'' Um Abdruck in alle» Arbeiterblätter,.. wird"fst�m Achtung, Kupferschmiede! Am Sonna.�nst. gz. Z,f-xz, beschloß die Filiale Hamburg, daß der Zuzug nach Hamburg wegen Differenzen bezüglich des Meisterarbeitsnachweisrs fernzuhalten ist. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Der Streit in der Schnlze'schen Möbelfabrik in Bremen dauert fort! Da von den Agenten des p. p. Schulze Arbeiter anzuwerben gesucht werden, ersuchen wir die Kollegen Obiges zu beachten und den Zuzug fernzuhalten. Der Vor st and der Zahlstelle Bremen. I. A.: O t t o K a h l. Die Steinsetzer in Stettin haben die Arbeit bis aus drei Mann niedergelegt, weil sich dieselben der von den Jnnungs- meistern geplanten. 20 pCt. und mehr betragenden Lohnherab- setzung nicht fügen wollen. Als Vorwand dient den Jnnungs- brüdern eine vom Magistrat verfügte Herabsetzung der Preise für Reparaturarbeiten, welche jene aber in jeder Beziehung selbst Den Buchbindern der Münchener Firina Obpa'cher stellte Streit der Arbeiter unterbleibt. Weberausstand. Der in der Fabrik der Firma Wilhelm Peters u. Ko. in Eupen am 23. v. M. ausgebrochene Weberausstand wurde durch Vermittelung der Gewerbe- Inspektion zu Aachen gütlich beigelegt.. Zimmerer haben über den Platz des Zimmermeisters Koch, Wandsbeck, die Sperre verhängt und bitten um Fernhaltung des Zuzugs. genommen. Die Ziegelbrenner in Hoboken, Rungst, Niel und Hemirem( Belgien) haben die Arbeit niedergelegt. Der Mittelpunkt der Bewegung ist Hemixem, dessen Bürgermeister Truppen von der Regierung erbat. " 17 wurde D über ihm als schützender Engel. verschuldet haben und der Magistrat infolge dessen verfügen Inannten Vorsitzenden und aus acht von demselben zugezogenen I hinaus, die Bildung einer neuen Allianz, eine sogenannten muite. Der Geist der Ausständigen ist ein vorzüglicher; aller- Beisitzern besteht. Die acht Beisiger und ihre vier Stellvertreter heiligen, gegen den Umfturz zu befürmorten. Das spricht deutlich dings wird der Kampf jedenfalls auch ein sehr hartnäckiger wer- sollen zur Hälfte aus Arbeitgeber- und zur Hälfte aus Arbeiter genug, zu welchem Grade der Berfahrenheit und sinnlosen Angst den. Dabei muß bemerkt werden, daß die Unternehmer im Stein- treifen genommen werden; die ersteren werden durch Wahl seitens vor dem kommenden Schreckgespenst des Sozialismus die maßseggewerbe durch auswärtige Konkurrenz garnicht oder fast gar der Arbeitgeber des Gewerbegerichts, die letzteren seitens der gebenden Kreise bereits angelangt sind. Wenn sich diese Wünsche, nicht bedroht find; die Submissionen find sogar meistens inner- Arbeitnehmer des Gewerbegerichts bestimmt." Im Gegensaß welche gewissermaßen in der Luft liegen, auch noch nicht zu behalb eines Stadtreviers noch beschränkt, so daß man es geradezu zu dem Projekt des Herrn Dr. Freund Berlin, der stimmten Vorschlägen verdichtet haben, so sei es doch zweckmäßig als Frivolität bezeichnen muß, wie troßdem diese Unternehmer den städtischen Arbeitsnachweis Arbeitsnachweis vollkommen unparteiisch" unsere Stellung diesen Eventualitäten gegenüber zu erörtern. Die fort und fort auf die Löhne der Arbeiter drücken. Es wird geführt wissen wollte, so daß bet Streits berselbe ruhig Organisationen muß unsere Genoffen derart schuilen, daß, falls dringend um Fernhaltung des Zuzuges ge- weiter zu funktioniren gehabt hätte, hat im Frankfurter ein neues, verschärftes Sozialistengeset fommt, wir allen Stürmen beten! Etwaige Unterstützungen find zu senden an E. Drt Programm folgende Bestimmung Platz gefunden: Bei Arbeits. Trotz bieten tönnen. Mag die Angst und die Berfahrenheit innermann, Stettin, Deutschestr. 36, Seitenfl. rechts 1 Tr., oder an einstellungen und Aussperrungen stellt die städtische Arbeits- halb der bürgerlichen Gesellschaft auch zu brutal.en Maßregeln A. Knoll, Berlin, Emdenerstr. 42. vermittlungsstelle ihre Thätigkeit für das betheiligte Geschäft gegen die Sozialdemokratie Veranlassung geben, nvag der Stier Der Streik der Schuhmacher in der Schuhfabrik von werden:„ Die Kommission trifft die Entscheidung darüber, ob ein Träger der rothen Fahne werden schon mit ihm fertig werden. Der Streit der Schuhmacher in der Schuhfabrik von oder den betheiligten Arbeitszweig ein." Hier soll zugefügt sich in seiner blinden Wuth auf das rothe Tuch stürzen: die Riccius in Peit dauert fort. Viele der Streifenden befinden sich in sehr schlechter Lage. Den Kampf gegen die Aus- solcher Fall vorliegt." Gegenüber den Angriffen bemerkt der( Beifall.) ständigen macht man zu einer Hatz gegen die Sozialdemokraten Bericht, die Erfahrung werde zeigen, daß die Arbeitsvermittlungs- Die Diskussion war unerheblich.- Genosse Stabernad im allgemeinen. Es ist dringend nöthig, die Streifenden durch stelle nur dadurch unparteiisch, ja lebensfähig bleiben tönne, rügte es, daß ein Mitglied des Wahlvereins auf grund feines Geldmittel zu unterstützen und vor allem den Zuzug fernzuhalten, wenn sie bei Streits und Sperrungen ihre Thätigkeit für die Mitgliedsbuches die Genoffen um Unterstüßung angehe. Die Sendungen sind zu richten an Paul Behold, Brauerstr. 33/34, Betheiligten einstellt. Die ganze Sache sei nur lebensfähig, wenn Untersuchung dieser Angelegenheit wurde nach kurzer Debatte Peiz. sie vom Vertrauen aller Theile getragen werde. dem Vorstand übertragen. Mit warmen Worten trat der Der englische Achtstundentag und die französische ideelle und materielle Unterstüßung sich die Parteigenossen Genosse Heymann für die Arbeiter- Bildungsschule ein, deren ( lithographische Kunstanstalt) wurde im letzten Moment der von Bourgeoispreffe. Man schreibt uns aus Paris unterm 2. April: angelegen sein laffen sollten. Ein Antrag, von seiten des ihnen aufgestellte Lohntarif bewilligt, so daß der in Aussicht ge- Firma Mather und Platt mit dem in ihren Etablissements ein- Wahlvereins der Arbeiter- Bildungsschule einen bestimmten Bes das die geführten Achtstundentag machte, hat in der französischen Bourgois trag zu überweisen, aus Zweckmäßigkeitsgründen presse nicht geringen Staub aufgewirbelt. Das Joural des zurückgezogen. Erheiternd wirkte es auf die Versammlung ein, Débats" hat einen ausführlichen Auszug aus den diesbezüglichen Antwort auf das Vorwärts Flugblatt anzusehen ist, verlesen als unter Verschiedenem" ein antisemitisches Flugblatt, was als von den Times" veröffentlichten Mather'schen Bericht gebracht, wurde. Die„ deutschen Männer und Frauen" werden darin fast der Matin" Sozialisten und Defonomisten interviewen lassen, um deren Meinung über das geglückte Experiment zu hören, und niefällig gebeten, doch blos endlich einzusehen, daß in allen nun treten alle Blätter, die mit dem Achtstundentag erzielten günstigen Infiitutionen, von den Ministerien an bis zur Redaktion des Resultate hervorhebend, für den freien Bertrag" ein.„ Vorwärts", die Juden die Herrschaft besitzen und daß die Eine Lohnbewegung der Maler ist in Frankfurt a. M. führung gegen die Fabrikgefeßgebung. Daß EngFür sie ist das ganze Experiment eine nicht anzufechtende Beweis zweifelhaften Fortschritte der Kultur furchtbar ernft" genommen werden müssen und deshalb ungefäumt jeder- 25 Pf. pro im Gange. In einer am lezten Freitag stattgehabten Versammland bereits seit Beginn unseres zur Neige gehenden Jahr: Monat in die Kaffe der ergebenft unterzeichneten Partei" zu lung wurde beschlossen, daß in allen Werkstätten zuvor mit den hunderts eine Fabrifgesetzgebung fennt, daß es bereits 1847, b. i. zahlen hat, dann ist er fofort gerettet, dann wacht der Ahlwardt Jahrzahlen Meistern Rücksprache genommen werden solle. Die nächste Ver- vor nahezu einem halben Jahrhundert ein Zehnstundengesetz sammlung, in der Listen aufgelegt werden sollen zur Einzeichnung erließ und seit dieser Zeit die Arbeitsgefeßgebung immer mehr Der fozialdemokratische Wahlverein für den 6. Berderjenigen, die sich am Streit eventuell betheiligen, wird end- ausbaute, ohne sich darum vom Weltmarkte verdrängt zu sehen, liner Reichstags- Wahlkreis tagte am 3. d. Mts. im Feldgiltig über.den Ausstand zu entscheiden haben. das alles ficht sie nicht an, eine gefeßliche Einmischung in den schlößchen"( Müllerstraße). Nachdem die gut besuchte VersammDie Lohnbewegung der Nürnberger Schneider ist freien Vertrag" als eine Gefahr für die Nationalinduſtrie und lung in üblicher Weise das Andenken an das verstorbene beendet. In allen Geschäften, in welchen Arbeiter im Ausstand jede gefeßliche Berkürzung der Arbeitszeit als eine der Vereinsmitglied Beyer geehrt hatte, hörte dieselbe einen Vortrag waren, ist der vorgelegte Tarif bewilligt und unterschrieben; die Faulheit gegebene Prämie" zu bezeichnen, wie dies beispiels des Genoffen Pfannkuch über„ Die Formen der Ausbeutung". Gehilfen haben infolge dessen die Arbeit bereits wieder aufweise Herr Magnard in der heutigen Nummer feines Figaro" In vorzüglicher Weise, wiederholt von lebhaftester Zustimmung gelegentlich der Besprechung des Mather'schen Experiments unterbrochen, veranschaulichte der Redner die privattapitalistische gethan. Und wenn alle diese Blätter wenigstens für eine freie Ausbeutung der Arbeitskraft, welche bereits einen Zustand Gewerkschaftsbewegung einträten. Aber nein; wie gegen die herbeigeführt hat, daß derselbe selbst liberalen Nationalökonomen Tyrannei der Fabrikgeseze" lehnen sie sich auch gegen die schwere Bedenten für die Zukunft habe aufsteigen lassen. Dem " Tyrannei der Gewerkschaften" auf, ohne aber darum gegen Arbeiterelend stellte er die Extravaganzen der besigenden Klassen gefeßliche Maßnahmen zu sein. Nur wollen fie fie, im Gegen- gegenüber, die heutigen widerfinnigen Zustände dadurch noch faße zu England, einzig und allein gegen die Arbeiter- offenkundiger vor Augen führend. Redner kam zu dem Schluffe, organisationen gerichtet wissen. Insofern die volle Freiheit der daß eine höhere vollkommenere Rechtsordnung Plaß greifen müsse Ausbeutung gesichert ist, haben diese edlen Seelen dann auch und daß dieser Rechtszustand der sozialistische sein werde. Der nichts gegen den Achtstundentag einzuwenden. Unter solchen Vortrag wurde mit lebhafteftem Beifalle entgegengenommen. Im Umständen, d. h. wenn man der Ausbeutungswuth der Unter- Anschlusse hieran theilte der Vorsitzende mit, daß der Vorstand nehmer, die sich gegenwärtig dagegen auflebnen, daß sie leider in die Nothwendigkeit versetzt war, drei Mitglieder aus dem Kinder nicht länger als zehn Stunden täglich ausbeuten Wahlvereine auszuschließen und zwar den Töpfer Billing, ferner dürfen und es auch durchfeßen werden, sie elf Stunden aus den Barbier Fischer, Reinickendorferstr. 18b, welcher Privatbeuten zu können, gar feine Grenze stellen würde, würden diese detektiv sei, und einen Herrn Kaiser, welcher sich verschiedene Menschenfreunde sogar ein noch viel weicheres Herz als die Vergehen gegen Vereinsinteressen habe zu Schulden tommen Herren Mather und Platt zeigen. Die Ueberbürdung," sagt der laffen. Unter Verschiedenem" kritisirte Guttmann ein Lehrgute Molinari- Direktor des Journal des Economistes", in buch der kaufmännischen Fortbildungsschule in der Friedrich feinem Interview mit dem" Matin"," die Ueberbürdung ist straße, in welchem die Sozialdemokratie in albernster Weise herimmer unheilvoll. Wir, deren Arbeit eine ganz geistige ist, wir untergewürdigt und zum brutalen Kampfe gegen diefelbe ers tönnen uns von dieser Wahrheit vollkommen Rechenschaft geben. muntert wird. Klage wurde ferner darüber geführt, daß der Zu unserem Bericht über die GeneralversammWenn wir zu viel erzeugen wollen, thun wir nie etwas Gutes. Vorwärts" ein Inserat von dem Lokale Artushof in der Perle lung des deutschen Textilarbeiter Verbandes Ich glaube denn auch, daß in der Fabrikindustrie, wo die so ver bergerstraße aufgenommen habe, obgleich dasselbe auf sei noch folgendes nachgetragen: Beschlossen wurde, in allen vollkommneten Maschinen weniger eine physische Anstrengung, als der Lokalliste als ift. gesperrt verzeichnet Degen Provinzen Agitationskomitees zu wählen und diesen von den eine fortwährende Aufmerksamkeit erfordern, die Arbeiter mehr als( Kontrolleur der Arbeiter- Sanitätskommission) machte verschiebene Lokaleinnahmen 5 pet. zu überweisen. Die Generalversammlung sonstwo nöthig haben, ihre Kräfte zu sparen. Nehmen wir beispiels Mittheilungen aus seiner Praxis und richtete an alle Genossen einigte sich dahin, den internationalen Kongreß der Textilarbeiter weise eine Baumwollspinnerei. Der Arbeiter hat nur den Gang die Mahnung, die Arbeiter- Sanitätskommiffion kräftigst zu unterzu Manchester, sowie den Kongreß der Bekleidungsindustrie nicht seiner Maschine zu überwachen. Aber wenn er, ermüdet von stüßen und derfelben von allen fanitären Mißständen Mitzu beschicken. dieser fortlaufenden Kontrolle die Aufmerksamkeit verliert, reißen theilungen zu machen. Den Genoffen wurde noch ans Herz gedie Fäden, er hat sie wieder zu knüpfen und verliert so un- legt, die Arbeiter- Bildungsschule und den Verein der Straßennöthige Beit. Es ist daher natürlich, daß die Fabrikanten, in- und Lokalhändler zu unterstützen und für die Verbreitung des dem sie ihren Arbeitern eine größere Ruhezeit geben, von ihnen Vorwärts" Sorge zu tragen. In derselben hieß es u. a., deine Frau ruhig und ohne eine schnellere und vollkommenere Arbeit erhalten." Dies hindert Begehr nach himmlisch erträumter Seligkeit" verschieden sei, aber Herrn Molinari nicht damit zu schließen, daß die VerDie Kellner und Küche hatten am 3. April eine öffents ferner der sich selbst tröstende Gatte". Hierin erblickte die fürzung der Arbeitszeit das Resultat eines gemeinsamen Ueber- liche Versammlung, in welcher die Genossen Plößsch und Beyer Staatsanwaltschaft groben Unfug und vom Schöffengericht wurde einkommens zwischen Unternehmern und Arbeitern" sein müsse. über die Berhandlungen des Rongreffes der Gastwirthsgehilfen Gneupel zu 10 M., der mitangeklagte Buchdruckereibesizer Ober- Nun glücklicherweise fragen die Arbeiter nicht danach, wie sich referirten. An der Diskussion betheiligten sich 6 Redner, zum reuter zu 20 M. Geldstrafe verurtheilt. Der Amtsanwalt hatte Bourgeoisblätter und Bourgeois ökonomisten zur Frage der gesetz- Theil im zustimmenden Sinne zu den gefaßten Beschlüssen. Nur gegen G. 14 Tage Gefängniß beantragt..-Nur gut, daß der lichen Arbeitszeitverkürzung stellen, wie ihnen das Jules Guesde gegen Beseitigung der Kündigungsfrist sprachen fich 2 Kollegen, famose Unfugsparagraph existirt; mit diesem ist es den Gerichten bei Busammentritt der Kammer durch einen Antrag auf Ein- barunter ein Hoteldiener, aus. Die Versammlung stimmte dann doch möglich, alle Vergehen, die durch die engen Maschen verführung des Achtstundentages flar demonftriren wird. einmüthig in einer Resolution den Beschlüssen des Kongresses zu Gesetzgebung durchzuschlüpfen vermögen, zu treffen. und erklärte, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln dahin zu Einigungsämter in England. Der Handelsminister Der Handelsminister Ausstandsstatistik. Einem ministeriellen Bericht zufolge un bella hat im englischen Parlament eine Vorlage über wirken, daß die Beschlüsse durchgeführt werden. Hilgert tabelte, undella daß ber„ Vorwärts" den Bericht des Kongresses erst betrug die Zahl der Streits in England im vergangenen Jahre die gefeßliche Einführung von Schiedsgerichten und nach acht Tagen gebracht hat und beantragt eine 638 und über 600 000 Personen waren daran betheiligt; soweit Ginigungsämtern eingebracht. Dem Handelsamte foll Resolution, die ihr Mißfallen darüber ausspricht. Pötzsch bekannt, siegten die Arbeiter in 229 Fällen für 400 000 Personen, nach dieser eine gewiffe Befugniß eingeräumt werden, Schieds- ersuchte die Versammlung, bie Resolution abzulehnen. während sie in 110 Fällen mit 140 000 Perfonen nur einen theil. fprüche zu veranlaffen. Künftig soll das Handelsamt die Parteien Weswegen das von dem Vorredner erwähnte„ Intelligenzblatt" weisen Erfolg hatten, in 186 Fällen jedoch mit 70 000 Personen auffordern dürfen, fich zu einer friedlichen Lösung der Streitig. hinter einigen, verhältnißmäßig wenigen Versammlungen so her gänzlich unterlagen. feiten unter dem Vorfiß eines gemeinsam erwählten Obmanns ist, das sei doch für Jeden erklärlich, der die Zeitungen in der zu vereinigen; in diesem Sinne schritt, auch ohne daß legten Beit aufmerksam verfolgt habe. Nachdem verschiedene Als Konkurrent der Gastwirthe tritt der bayrische ein Gesetz bestanden hätte, die Regierung im vorigen Kollegen zwar das Verhalten des Vorwärts" in diesem Falle Staat in München auf, indem das Kgl. Hofbräuhaus in Jahre aus Anlaß des Bergarbeiter- Ausstandes ein. verschiedenen Stadtgegenden Ausschantlokale errichtet. Auf eine weitere Bestimmung geht dahin, daß dieses Handelsamt für hatten, wurde die Resolution gegen zwei Stimmen abgelehnt, Eine gemißbilligt, aber gegen Annahme der Resolution gesprochen Eingabe der Gastwirthe hin soll sich die Direktion des Hofbräu- einen bestimmten Kreis und für einen bestimmten Streitfall einen desgleichen ein gegen Bötsch wegen dieser Angelegenheit beanhauses bereit erklärt haben, von der Eröffnung weiterer Lokale Vermittler, oder ein Einigungsamt einsehen kann, wenn die Um tragtes Mißtrauensvotum. Sodann wählte die Versammlung Abstand zu nehmen. Wie dem nun auch sei, ob die stände ihm dazu geeignet fcheinen; nähere Bestimmungen regeln die Kollegen Albrecht und Max Müller zu Revisoren der Kaffenleinen Gastwirthe von den großen staatlichen, städtischen im Anschluß daran die Ernennung eines Schiedsrichters von führung des Vertrauensmannes, ferner als Agitationstommission oder privaten Unternehmungen verschlungen werden, dürfte Amts wegen. Praktisch wird der Entwurf hingestellt als ein für Deutschland die Kollegen Hoppe, Mörschel, Polter, Strähihnen beinahe gleichgiltig sein, wenn Der internationale Kongreß für Arbeiterschutz, der im Auguft in 3 ürich zusammentritt, wird jedenfalls eine ganze Woche tagen. Die Punkte der Tagesordnung sind: 1. Die Sonntagsarbeit; 2. die Arbeit der Kinder und jungen Leute; 3. die Arbeit der Frauen; 4. die Arbeit der erwachsenen Männer; 5. Mittel und Wege zur Verwirklichung des Arbeiterschutzes. Das Organisationskomitee besteht aus dem Ausschuß dem Ausschuß des Schweizerischen Arbeiterbundes, des Arbeiterfekretariats, Mitgliedern der Katholischen Verbände, des Schweizerischen Grütli vereins und des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes also eine ziemlich gemischte Gesellschaft. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands hat es bekanntlich abgelehnt, an den Verhandlungen sich zu betheiligen; en gleicher Beschluß wurde auf dem österreichischen Parteitag gefaßt. Groben Unfug soll der Strumpfwirter Gneupel in Beulenroda begangen haben durch eine Todesanzeige seiner Frau in einem dortigen Blatte. " " " Seite es auch zugegeben werden muß, daß Jeder das um ihre swirksamkeit durch bewährte Vorschriften und Verfahren linger und Richard Müller. Recht und die Pflicht hat, an seine Existenz sich zu flammern zu erhöhen, ferner von Zeit zu Zeit Entscheidungen von allund für sie einzutreten. Niemandem von den Kleinmeistern und gemeinem Interesse veröffentlicht, um dadurch die öffentliche Kleingewerbetreibenden kann und darf zugemuthet werden, daß Meinung für die Einigungsämter zu gewinnen. er sich tampflos feinem Schicksal ergebe, aber das Endresultat wird schließlich doch das Gleiche sein: der Untergang der Kleinen. Daß hierbei gerade der Staat viel dazu beiträgt, wird durch obiges Beispiel nur auf's Neue bestätigt. Derlammlungen. " In Rigdorf tagte am 1. April eine sehr gut besuchte Boltsverfammlung, in welcher Genoffe Th. v. Wächter über das Thema: Warum können und müssen Atheisten und Christen zusammengehen im wirthschaftlichen und politischen Freiheitskampf der Gegenwart?" referirte. Redner gab, bevor er zur Beantwortung der im Vortragsthema gestellten Frage schritt, eine eingehende, recht anschauliche Dar Wegen eines Bergehens der Nöthigung wurde der Berliner Reichstags- Wahlkreis tagte am 3. b. M. bei Joel schaftliche und politische Getriebe unter der Herrschaft Der sozialdemokratische Wahlverein für den vierten stellung der Mary'schen Theorien, soweit dieselben das wirthBergwerksdirektor Cullmann vom Landgericht zu Zweibrücken nach§ 114 des R.-Str.-G. unter Annahme mildernder Umstände Bor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende des des modernen Kapitalismus betreffen. Die Lohnarbeiter müßten, verstorbenen Genoffen Albert Meyer, zu deffen Andenken fo folgerte er aus dem Vorgetragenen, sich zusammenschließen zu zu 3 Tagen Gefängniß verurtheilt. An der Schule zu Franken sich die Angwesenden von den Plätzen erhoben. Bu einem Vor- einer einigen großen Maffe, bestrebt, die Macht der Geldherrschaft holz, welche 90 katholische und 4 protestantische Schulkinder zählt, sollte ein zweiter Lehrer angestellt werden und Herr Cullmann trage über Zeichen der Zeit" nahm hierauf Genoffe Georg zu brechen und diese selbst zu beseitigen durch Schaffung einer hatte die Wahl eines Protestanten beim Gemeinderath durch die Bedebour das Wort. Wie bei allen untergehenden Epochen, fozialistischen, auf Gemeinbefiz an den Arbeitsmitteln bisirten Drohung zu erzwingen versucht, daß er andernfalls 50 katholische o bemerkt der Redner einleitend, ist auch gegenwärtig das Gefühl Gesellschaft. Dem bereits in weiteren Arbeiterfreifen sich geltend Bergleute entlassen werde. Worin mögen wohl die mildernden fin de siècle" zeigt sich auch dadurch, daß gewisse Schichten der aus, ein großer Stein des Anstoßes aus dem Wege geräumt der allgemeiner Unsicherheit das bervorstechendste Moment. Das machenden Streben nach diesem Ziel würde, führt Redner dann Umstände hier bestanden haben? Bevölkerung, es als große Reformen ausposaunen, wenn sie in werden, wenn der Streit der Arbeiter unter fich Der städtische Arbeitsnachweis in Frankfurt a. M. bezug auf die Kleidung und Ernährung u. f. w. sich von der wegen der Weltanschauung. der Streit zwischen Atheisten dürfte nunmehr bald greifbare Gestalt annehmen. Die Unter- großen Masse, absondern. Die ungeheuerlichsten Vorschläge zur und Christen, nicht in den wirthschaftspolitischen Kampf hineinnehmer hatten sich gegen die geplante Art der Wahl der Bei- Rettung der bedrängten Menschheit werden ausgebrütet und in getragen würde. Die Besitzenden aller Weltanschauungen hielten fizer ausgesprochen und gemeint, die vorgeschlagene Wahlart sei dickleibigen Bänden oder in Broschürenform auf den Büchermarkt zusammen, um in gemeinsamen politischen Parteien und gemeinweiter nichts, als ein unzulässiges Entgegenkommen" gegenüber geworfen. Dit wachsende Erkenntniß von der Zersetzung der heutigen famen wirthschaftlichen Vereinigungen die Lohnarbeiterklasse zu der sozialdemokratischen Partei. Dagegen verwahrt sich der Gesellschaftsordnung führte dazu, daß auch von Vereine und Be- beherrschen. Die Macht der verbündeten Geldmänner jeder sozialpolitische Ausschuß" der Stadverordneten- Ver- hörden Rezepte gegen die sozialdemokratische Gefahr in Anwendung Weltanschauung laffe sich nur überwinden durch die verbündete fammlung in seinem Berichte und betont, daß es ganz natürlich gebracht werden, die zu absurd find, als daß durch fie irgend Arbeiterschaft jeder Weltanschauung, natürlich nur jeder solchen fei, daß die Arbeiter zu Wahlen, die aus dem allgemeinen Stimm- welcher Erfolgi erzielt werden könnte. Der Redner geht des Weltanschauung, die sich mit dem Freiheitskampf als verrecht hervorgegangen find, mehr Vertrauen haben, als zu näheren auf die besonders in Sachsen zu Tage getretenen Be einbar erweift. Letzteres fet aber beim wahren folchen, bei denen sie nicht mitwirten können. Im Bericht strebungen ein und fährt dann fort: Durch die" Post" hat man Christenthum der Fall. Redner fucht dies zu beweisen, wird weiter beantragt, dem§ 2 folgende Faffung zu geben: versucht, Fühler, auszustrecken, ob und in welcher Weise sich ein unter anderem bemerkend: Wer seinen Nächsten lieben soll „ Die Arbeitsvermittlungsstelle wird unter Aussicht des Magiftrats solches Kartell, icht nur auf nationalem, fondern auch auf wie einen Bruder, müsse den Kapitalisten als Herrn bekämpfen, von einer Kommission geleitet, die aus einem vom Magiftrat er linternationalem 23oden einrichten ließe. Man kommt darauf um ihn in der sozialistischen Gesellschaft zu seinem Bruder Euch!" oder man vom 1 Mit dem Erlöschen der Cholera in Rußland scheint es doch nicht so bestellt zu sein, wie die neuesten offiziösen Depeschen bekundet haben. Ein Telegramm des Bureau Herold aus Warschau meldet, daß dortselbst mehrere Cholerafälle vorgekommen sind. zu machen; denn sogar zwischen dem humansten Arbeitgeber| Cuvryfir. 24 bei bei Thielsch. Flöter'scher Gesangverein, Koppen: die Haare am Scheitel schütter" bis zur Rahlheit. Bekleidung und seinem Arbeiter sei ein brüderliches Verhältniß undenkbar. ftr. 43 c bei Lorenz. Eintracht 3, Eberswalde, Eisenbahnftr. 77 bei Düball. fann genau nicht angegeben werden, liebt jedoch vorzugsweise Titania, Cuvrynr. 48 bei Zielsch. Morgenroth 4 in Köpenick, Herr und Knecht, Ausbeuter und Ausgebeuteter ständen sich stets müggelheimerfir. 4 bei Held. Alpenrose, Forsterftr. 22. Arion 2, Kappen zu tragen. Sein Betragen geschmeidig und eingegenüber. Die gleiche Ausbeutung und gleiche Knechtung Chorinerstraße 27 bei Hailand. Felfenfest( gem. Chor), Neue Soch schmeichelnd. Kossuths Frau wird wie folgt beschrieben: Theresia christlicher und atheistischer Arbeiter biete eine Grundlage zu traße 11 bet 2. Hartmann. ftraße 49 bei Paul Altmann. Junge Eiche, Reinickendorf, GesellschaftsFreundschaft 1, Brunnenftr. 143 bei Kossuth, geborene Meßléni, 30 Jahre, Geburtsort unbekannt; einigem Zusammengehen derselben bei Bekämpfung dieser Uebel. Oswald Berliner. Maiglöddhen 2, Reichenbergerstr. 16 bei Hoffmann. verheirathet, katholisch; Sprache deutsch, ungarisch, slawisch, groß, Der Streit, 100 die Wahrheit, ob im Christen- Bund der geselligen Arbeitervereine Serlins und Umgegend. hager, Gesicht lánglich, braun, Stirn lang, schmal, Haare B. Gent, und schmal, thum Atheismus, Laffe Augenbrauen Alle Zuschriften den Bund betreffend find zu richten an: schwarz; erst fich Augen entscheiden, schwarz, Adalbertstraße 95. Donnerstag: Vergnügungsverein Bruderbund, Mund regelmäßig, Zähne ge= nachdem das Volk die wirthschaftliche und politische Andreasfir. 3 bei Noll. Rauchflub Graue Wolfe, Krautstr. 48. Nase etwas zugespiht, Freiheit errungen habe, erst dann stehe feiner größeren Verein Grüne Eiche( vor dem Halle'schen Thor), Solmsftr. 1 bei Razorte.. Besondere Kennzeichen: Hochmüthig länglich. fund, Kinn Rauchklub Masse die Zeit zur Verfügung, die ein stolzer, Verachtung ausdrückender Blick; hat ihre Kinder bei zur Be Bergnügungsverein Jugendlust, Ohmgaffe 2 bei Krebs. Dezimalwaage, Krautftr. 36 bei Infinger. Rauchtlub Erholung, urtheilung und Entscheidung solch schwieriger Fragen bedürfe. wienerfir. 13 bei Drieschner. Rauchflub Elvira, Abends 9 Uhr bei sich Franz oder Ferenz im 9. Jahre, Nina 6 Jahre, Lajos im Aus den angeführten und aus vielen anderen Gründen sei der Bringborn, Madaisir. 12.- Sumuriftischer Klub Universum, Beteranen: 5. Jahre. Kleidung kann nicht angegeben werden, jedoch jedenMahnruf angebracht:" Arbeiter aller Weltanschauungen vereinigt fraße 18, bei Schulz.- Brüderlich fett, Bücklerstr. 49 bei Stabernad. Geselliger Klub der alten Moabiter, Emdener: u. Wadenserstr.- Ecke bei falls elegant. An den Vortrag, der lebhaften Beifall fand, schloß Schirmer, Abends 9-10. sich eine ausgedehnte Debatte, in welcher die verschiedensten Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. MännerEine Meinungen zum Austrag gebracht wurden. Gesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelstr. 91. Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Referenten zur Diskussion gestellte Resolution, seine vorSonnabends Donnerstags und Weißensee und Umgegend. Abend; Männer Gesangverein getragenen Anschauungen enthaltend, zog derselbe nach einem bei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Ein rührendes Beispiel von Solidaritätsgefühl wird Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung zurück, bemerkend, Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. er hätte von vornherein nicht die Absicht gehabt, über sie ab- fangverein Glodenrein, gemischter Thor, Abends von 9 bis 11 Uhr bei Knarp, Kastanien- Allee 95-96. Mufit- Dilettantenverein Lohengrin, aus Wien gemeldet. In einer dortigen Lampenfabrik ist ein timmen zu lassen, sie habe nur der Debatte als Leitfaden dienen Abends s½ Uhr, bet Trischmann, Jüdenstr. 55. Streit ausgebrochen. Vor einigen Tagen erfrankte ein alter Theaterverein Freundestreis 9 Uhr im Restaurant Bräuer, Soms: Arbeiter, welcher schon 34 Jahre in dem betreffenden Geschäft ollen. straße 47.- Theaterverein Crescendo bei Maißner, Gartenstr. 162. Theaterverein Maig lödchen, Englischer Hof, Neue Roßitr. 3. Theaterthätig ist. Begeistert hatte er sich seinen Kollegen angeschlossen, unerschütterlich hatte er zum fräftigen fräftigen Ausharren aufGesellschaft Harmonie, Donnerstag Abends 9% Uhr, Chorinerftr. 55. Privattheater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit Damen Donnerstag, gefordert, und als er schon die talte Hand des Todes verbet Nowak, Manteuffelstr. 9. Gefelliger Klub Blau- Beilchen, Abends 9 Uhr, bet Schönwälder spürte, als er fühlte, daß er abgehen müsse in jenes„ bessere Oranienstr. 135. Verein ehem. 22. Gemeindeichüler, puntt Jenseits", von dem man uns so rührende Geschichten erzählt, da 9 Uhr bei Echröder, Etegligerstr. 18. Bergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, waren seine legten Worte eine Aufforderung an seinen ebenfalls Abends im Restaurant Göß, Oranienftr. 153. Gefangverein Broletariat in der Fabrit beschäftigten Sohn, kein Verräther an seinen ( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. Möwes, Böchstr. 3. Geselliger Verein univerfum, Sigung mit Damen Abends 9% Uhr Kollegen zu werden. Josef, werde tein Streitbrecher! bet Hageman Lothringerstraße 81. Vorträge, Fidelitas. Geselliger Linienftr. 19: Vorträge, Fidelitas. Berein Gemüthlich feit und Klub Kapitals schwach gewordenen Augen für immer zu schließen. Stickmaschine. Der Techniker Burkhardt hat eine StickHumor, Abends 9% Uhr, Lothringerfir. 105: Geselliges Beisammensein mit Damen, Fidelitas und Tanz. Männergesangverein Sangesfreunde, maschine erfunden, die zu derselben Zeit, während welcher das Abends 9-11 Uhr, Pazenhofer Ausschant, Landsbergerstraße Nr. 82. Gefelliger Verein" Bertha", Donnecftag, Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21, Muster gestickt wird, gleichzeitig eine Schnur oder Lize bildet Abends 9 Uhr. Berein Wanderttub( Norden), Sigung jeden und dieselbe sofort auf die Stickerei näht. Die neue Maschine Donnerstag von 9 Uhr Abends im Restaurant 6. Baatsch, Hennigsdorferfir. 24.- wird vielen Arbeiterinnen wieder das letzte Stückchen Brot rauben. Waldesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Nebelin, Langestraße 108. Sithertlub Gleich beit, 9 Uhr abends, bei H. Reimann, Alte Schön- Während jede Erfindung von den Arbeitern begrüßt werden sollte, hauserstr. 42. Gefelliger Club der Alten Moabiter: Jeden Donnerstag gestaltet jede neue Maschine das Loos der Arbeiter, die durch sie Abend von 9-10 und jeden Donnerstag nach dem 15. Sigung mit Damen in überflüssig werden, bei unserer kapitalistischen Produktionsweise der Emdenerstr. 47 bei Echirmer. Geselliger Arbeiterverein Hoffnung immer fläglicher. bei Bittler, Mariannenstraße 48. Jm ,, Verschiedenen" warf Regerau als Vertreter der Maifest- Kommission dem Vorsitzenden der Freireligiösen Gemeinde zu Rigdorf, Steinmar, vor, nicht im Interesse der Partei gehandelt zu haben, indem er nach Mittheilungen des Vorsitzenden ses Vereins Rhetorik" diesen bewegt habe, Pfingsten mit der Gemeinde zusammen in Rigdorf ein Fest abzuhalten. Dadurch sei die Maifeier geschädigt. Steinmar bestreitet, daß die Gemeinde an dem Fest anders als dadurch betheiligt sei, daß sie " auf Ersuchen der Rhetorit" Billets zu vertreiben sich erboten Berein univerfum, Sigung Abends 9% Uhr, im Restaurant Neumann, rief er aus und dann sank er zurück, um seine im Dienste des habe. ม Berliner Naturheilverein 2. Donnerstag, den 5. April, Abends 8 Uhr, Arminhallen, Kominandantenstr. 20. Vortrag des Herrn Rechtsanw. Lothar Boltmar über„ Gefichtsausdrucks funde". Gäste find willkommen. Arbeiter- adfahrerverein. Generalversammlung, Andreasiir. 26 beim Seuoffen Wille, Restanrant zur Gleichheit, Abends 9 ühr.pünktlich. Verband deutscher Barbiere, Friseure, Verrüdienmacher, Zweig: verein Berlin. Abends 10 Uhr, Rofenthalerstr. 38. Kollegen willkommen. Geselliger Verein hertha", Generalversammlung, Abends 9 Uhr, bei Roll, Adalbertstr. 21. Arbeiter- gildungsschule. Donnerstag, Abends 8%-10% Uhr: Nord Saule, Müllerstr. 179a; Geschichte( neue). Südost-Schule, Waldemar: ftraße 14: Geschichte( alte). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. 1 Bei allen Anterrichtsfächern tönnen Echüler und Schülerinnen auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, bei Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Beit, Abends 8 Uhr, Boyenftr. 40, bei Gieshoit. Süd- Ost, bei Zoltsdorf. Gorauer: und Görligerstraßen Ecke. Klub der Freunde bet Gnadt, Swinemünderftraße 120. Safenclever, Abends 8% Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulenweg Treptow. Sozialistischer Lese- und Distutirtlub Abends 8 Uhr, Reichenbergerstr. 157, Gigung. Distufirtlub, 8eitgeist" jeden Donnerstag nach dem 1. und 15. des Monats bei Tempel, Langestr. 65, Abends 8 Uhr. Diskutirklub" Gleichheit"( Weißenfee) bei klebs, Charlottenburger- und Roelfestraßen Ede, Abends 8% Uhr.- August Geib Abends 9 Uhr im Restaurant Zubeil. 1 1 = Ju Frankfurt a. M. brannte am Mittwoch Morgen das in der Nähe des Hauptbahnhofes gelegene frühere BritanniaHotel bis auf den ersten Stock ab. Beim Herausspringen aus den Fenstern sind 4 Personen sofort ihren Verlegungen erlegen; zwei Personen, die verbrannt sind, wurden erst nachträglich aufgefunden. Fünf Personen sind verwundet, davon zwei schwer. Briefkaffen der Redaktion. Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, bei Hermann Rohr, Naunyn: straße 78. Rauchflub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant Rauchklub Ohnesorge, Abends A. Gaspar, Reichenbergerfir. 113a. 9 Uhr, bet Jakob, Bocchstr. 21. Rauchtlub ernipige. Abends Rauchflub Arabi Pafcha, 8% Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Klub Ohneftreit Abends 9 Uhr, b. Restaurateur Schröder, Stephanftr. 45.Abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Rauchflub Rauchklub Brüder Süd West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bei Flick. Rauch: lichteit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernack, Büdlerstraße 49. flub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bei Rauchklub E. Heinice, Friedrich Karlstraße 11, Friedrichsberg. Fidelio, Abends 8% Uhr im Restaurant Heine, Eisenbahnstr. 23. Rauchtlub Pfeifendeckel, Sigung Abends 8 Uhr, bei Jeratsch, Lange- Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Zahn Vorwärts, Donnerstag bei Salomo, Oppelnerstr. 29. straße 24. Abguß 1, Abends 9 Uhr, bei F. Nawrodt, Markusstr. 25. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelstr. 84. flub Rückwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Pallisadenstr. 47. tlub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. Schießtlub tell, Abends 8 Uhr bei Nagel, Schwedterstr. 23. Tambour Berein Ginigteit bei Saupt, Staligerstr. 102. Um 9 Uhr Uebungsstunde, nach derselben Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. Fach verein der Klempner Berlins und Untgegend. Arbeitsausgabe Abends 8-10 Uhr. Sonntag 10-12 Uhr bei Stramm, Ritter straße 123. Dermilchikes. Stats - Stat: 7 anzugebeu, unter der die Antwort ertheilt werden soll. V. 28. Man nich so dhun! Nächstes Mal wird's besser gemacht! Landwehrjäger. Unseres Erachtens müssen Sie am 7. April zur Kontrollversammlung. Fr. 2., Bromberg. Wir können von unserem Grundsah, derartigen Berichten aus der Provinz die Aufnahme zu versagen, nicht abweichen. Wozu wäre die Provinzialpresse da? P. Hutschenreuter.§ 299. Geldstrafe bis 300 M. oder Gefängniß bis zu 3 Monaten. Depeschen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im Bereinstalender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffel ftr. 49, v. 2 Tr. Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahmel neuer Mitglieder. St. Urban, Annenstr. 9, bei Prog.- Kornblume, Gr. Frankfurterstr. 133 -Bregelschluß, b. Gold. Frühlingsluft. Bülowstr. 59, bei Werner. Annenfir. 16, bei Chrenberg.-Weiße Rose. Reinickendorf, Seeschlößchen bei Böttcher.-Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bet Frieiecte. Dorf glödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Augustftr.- Ecke bei Schulz. Einigteit( Hutmacher), Pappel- llee 3/4. b. A. Meinhardt.- Harmonie, Tempelhof, Dorffir. 10, bei Gerth.- Dit- und Westpreußischer MännerGe fangverein, Neue Röntgstr. 73, bet Hahn.-Edelweiß 2, Potsdam Brandenburger Kommunitation 16 bei Glaser. Borar, Reichenbergerftraße 134 bet Schult. Freie Sänger, Krautstraße 6, bei Rudolf. Butunft 3, Belten, bei W. Grunow. Kreuzberger Har monie, Hafenhaide 52-53, Kurth's Salon. Morgengrauen.( Bäcker), Kossuth's Steckbrief aus dem Jahre 1849 lautet: Sud4-5 Uhr Nachm, Königstr. 78 bei Hahn.. Steinfeger Sänger chor ( Depeichen des Bureau Herold.) Ruftanien Allee Nr. 28 bei Maiwald. Liebes Echo, Reichenberger wig Kossuth, 45 Jahre, Geburtsort Jaspery, Ungarn, verDie ( er war bekanntlich evangelisch. Vorwärts 9, Charlottenburg, Bismard heirathet, katholisch ftraße Nr. 24 bei Tauschte. Lemberg, 4. April. Die Stadt ist aus Anlaß der heutigen firaße so. Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf bei Mölter. Gefangverein der Stud a te ure Berlins und Umgegend, Seydelstr. 30 bei Redaktion); Sprache deutsch, ungarisch, slowakisch, lateinisch, Kosziusto Feier festlich geschmückt. Die meisten Häuser haben Advokat und Journalist, zuletzt Präsident geflaggt. Die Banten, die Geschäfte und die Bureaus der Preußer. Arbeiter- Gefangverein Spandau Neumeisterstr. 5 bei Radte. französisch; Vorwärts 2 Echönhauser 2llee 28 bei Kuhlmey. Zyra 2, Char des ungarischen Landesvertheidigungs- Ausschusses; mittelgroß, autonomen Behörden sind geschlossen. Der große Festzug, an lottenburg, Ballstr. 54. Gesangverein der Kürich ner. Landsbergerstr. 31 schmächtig; Gesicht rund, ziemlich voll, Gesichtsfarbe brünett, welchem sich das Festkomitee, der Landesausschuß, der Gemeindebet Seehaufen. Glodenrein( gemischter Chor) Kastanien- Allee 95/96. Sängerrunde, kottbuserstr. 6 bei Braun. Frohsinn 2, Friedrichs- hohe offene Stirn, Haare schwarz, Augen blau, hervorragend, rath und sämmtliche Vereine mit ihren Fahnen betheiligten, nahm berg Lichtenberg, Frankfurter Chauffee bei Müller. Treu und Fest, Augenbrauen groß, schwarz, Nase„ blattgedrückt", Mund flein, vom Rathhause aus seinen Weg zur Kathedrale, woselbst ein Rebuferfir. 5 b. Nemiz.- Brüderschaft Stallschreiberstr. 29" 3um eichenen hübsch geformt, Zähne vollzählig, Kinn rund, schwarzer Backen- Festgottesdienst stattfand. Bis jetzt ist nicht die geringste RuheStab".-Eintracht 2, Neu- Glienice, Rudowerstr. b. Hasdorf. iberté 1, und Schnurrbart. Besondere Kennzeichen: Natürliche Gesichtslocken, störung vorgekommen. 1 Gefango. Dranienburger Vorstadt, Hochstr. 32a b. Wite. Arbeiter: Ausstellung Jtalien in Berlin Mai- October 1894 1894 auf dem Terrain der West- Eisbahn ( Stadtbahn- Station Zoologischer Garten). Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Verlin, 2. Gesch: Andreasstr. 23, 5. pt., gegenüb. Andreasp 2. 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