Hr. 308. RtonnementS'ßedlngungeii: KbonnemerUä• PreiZ pränumerand» BiettdjaötL 830 Ml. monclL UO Ml. wöchentlich 25 Pjg. frei int Haut. Einzelne Nununer 5 Vig. Eonmaxt- nummei mil illuslrierier Eomuaqt- Beilage»Die Sieue Well' 10 P'a. Posi- ilbannemeM: l.u> Marl pro Monat. Einaeirazen in die Post> ZeitunoS- Preisliste. Unter Kreuzband für Dcutichland und Oesterreich. Ungarn 2,50 Marl, für das übrige Ausland t Marl pro Monat. Postabonnementt nehmen an: Belgien, Dänemarl, Holland. Italien. Luxemburg. Portugal. kuuläilicu, Schweden und die Schweis olcheldl lügst». Verlinev VolkesblÄkk. 32. Jahrgang. Me InfeMoltt-eedahi' detrZgt für die sechsgespaltene Kolonel- zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politifche und aewerkschastllche Vereins, und BersnmmlungS. Sinz eigen 30 Pfg Kleine Anrelgen", das'fcltgcdNlcktc Wort 20 Pfg.(zulässtg 2 fettgcdrUlltc Wortel, jedes weitere Wort 10 Pfg Etcllengesuchc und Echlafstellenau zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15, Buch Naben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer nlüffcn bis & Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpcdirion ist b!S 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm. Adreffe: „Sozlalddnolirat Rcplln", Zentralorgan der rozialdcmokratifcbcn Partei Deutschlands. NeSaktion: EW. HS, Linöenstraße Z. Fernsprecher: Amt Moripplap, Str. 181 SO— 151 97. Sonntag, den 7. November 1915, Expedition: EW. 68, Lindenstraße Z. Fernsprecher: Amt Moripplat», Nr. 151 SO— 151 S7. Nisch und Kraljevo genommen. MeldWg des GMkii ZmlMliers. Amtlich. GrohcS Hauptquartier, dcu 6. November 1915.<29. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Im Handgranatcukampf wurden die in dem Ostteil unseres neuen Grabens nördlich von Massiges ein- gedrungenen Franzosen wieder vertrieben. Sonst verlief der Tag unter teilweise lebhaften Artillerickämpfcn ohne Ereignisse von Bedeutung. Ocstlicher Kriegsschauplatz. tzcei'etgi'llppe ckes Gcncralfcldmartchalls v. fjindenburg. Die Russen wiederholten ihre Durchbruchsvcrsuchc bei Dünabnrg mit dem gleichen Mißerfolge wie an de« vorhergehenden Tagen. heesetgruppe des Geneealseldmai'schalls piinz Leopold von Bayern. Die Lage ist unverändert. Heeresgruppe des Generals v. Clntlngen. Nordöstlich von B u d k a wurden weitere ruffischc Stellungen genommen._ Bei Siemikowcc ist Ruhe eingetreten. Der Gegner ist in seine alten Stellungen ans dem Ostnfer der Strypa zurückgeworfen. In den nun abgeschlossenen Kämpfen verloren die Russe» an Gefangenen fünfzig Offiziere und etwa sechstausend Manu. Balkankriegsschauplatz. Im Tale der westlichen M o r a v a wird südöstlich von C a c a k gekämpft. Kraljevo ist genommen, östlich davon wird der Feind verfolgt. S t u b a l ist erreicht, der Zupanjevacka-Abschnitt ist überschritten. Im Morava- Tal wurde bis über Obrez-Sikirica nachgedrängt. Durch Handstreich setzten sich unsere Truppen noch nachts in Besitz von Barvarin. Heber dreitausend Serben wurden gefangen genommen. Bei Krivivir ist die Gcfcchtsfühlung zwischen den deutschen und bulgarischen Hanptkräftcn gewonnen. Die Armee des Generals Bojadjieff hat bei Lukovo und bei Soko-Banja den Gegner geworfen, über fünfhundert Gefangene gemacht und sechs Geschütze erbeutet. Nach dreitägigem Kampf ist gegen zähen 2Siderstand der Serben die befestigte Hauptstadt Nisch gestern Der bulgarische Kriegsbericht. Sofia, 6. November.(W. T. B,) Amtlicher B e- richt über die Operationen voni 4. November. In der Richtung auf Alcxsinac erreichten unsere Truppen die Gegend von Soko- Bania. Nach heftigem Komps nahmen wir vor Nisch die vorgeschobenen Stellungen auf der Nord- und Ostfront der Festung. Wir erbeuteten zwei Geschütze, zwei Munitionswagen und machten IVO Gefangene. An der Eisenbahn Knajazevac— S v r l j i g erbeuteten wir eine Lokomotive und 103 Wagen mit einer grossen Menge Material und für die Genietruppen bestimmte Vorräte. Süd- lich von Strumitza wurden unsere Truppen von an Zahl überlegenen englisch-französischen Kräften angegriffen. Durch heftige Gegenangriffe wurden diese im Bajoncttkampf zurückgeworfen und erlitten erhebliche Verluste. Die Kämpfe entwickeln sich für uns günstig und sind mil den Franzosen auf der Front Krivolac-Sonitch Glava im Gange. bulgarischer Einmarsch in Nijch. Sofia, 5. November.va möglichen, ja auch in öffeiitlichei! Erörterungen zutage getretenen Mtßdeutungen zu begegnen, hat der Minister seine Auffassung über die praktische Bedeuwrtg des Erlasses nochmals i» einem zweiten Erlaß ausdrücklich klargestellt. In dem zweiten Erlaß heißt es wörtlich: „Wie ich aus den mir erstatteten Berichten über die AuS- führung meines Runderlasses vom 19. April 1913— P. 219—• ersehe, ist meine Aopcht dahin vichtig erkannt worden, daß die Fühlungnahme der Landrüte ivegen Benutzung des Korrespondenz- apparates der Zentralbureaus für die deuticye Presse sich sinn- gemäß darauf beschränken muß, die Benutzung des Materials der halbamtlichen Korrespondenz durch eine der im Kreise erscheinen- den Zeitungen anzustreben. Der Wettbelverb der Zeitungen schließt es ganz von selbst aus, daß mehrere an einem Orte oder in nächster Nachbarschaft erscheinende Zoitungen ein und denselben Text bringen. Das Jnformations- und Nachrichtenmaterial steht sämtlichen Blättern auf dem Wege des Abonnements zur 5Se- Nutzung frei. Die Notwendigkeit, die Absichten und Anschauungen der Regierung auch der Presse zu Gehör zu bringen, läßt woöl dringend erwünscht erscheinen, daß ein Organ in jedem Kreise durch Vermittelung des von mir bereitgestellten Korrespondenz- apparates regierungsseitig informiert ist. Dies Organ wird tun- lichst diejenige Zeitung sein, in der auch die amtlichen Bekannt- machungen erscheinen. Daß die anderen Organe ihren Bedarf an journalistischem Miteriah wie es Korrespondenzen vermitteln, im freien Weil- bewerb der verschiedenen Korrespondenz-Unternehmungen decken uwd sich in dieser Hinsicht von ihrem journalistischen SJedürfnis einerseits, ihrer politischen Stellungnahme andererseits leiten lassen, kann durch meinen Erlaß vom 19. April d. I». wicht berührt werden." Gewerksihastliches. Arbeitslosigkeit und gewerkschaftliche tzilfe im A.(Quartal 1915. Noch den Berichten des„ReichsarbcitSblatteS" hat sich auch im Laufe des 3. Quartals die Zahl der arbeitslosen männlichen Ge- werkschoftsmitglieder weiter vermindert. Sie ging von 12 247 gleich 1,4 Proz. auf 2353 gleich 1,2 Proz. zurück, während die Zahl der weiblichen Arbeitslosen in derselben Zeit von 13 462 gleich 2,1 Proz. auf 14 263 gleich 12,1 Proz. gestiegen ist. Für beide Geschlechter zusammen stellte sich zu Ende des 3. Quartals die Arbeitslosen- zifser auf 2,6, gegen 2,5 zu Ende des 2. Quartals. Den un- günstigsten Stand der Arbeitslosigkeit nahm Ende September, wie schon in mehreren Vormonaten, der Hutarbeiterverband ein. Dieser hatte eine Arbeitslosenziffer von 37,4 zu verzeichnen. In weiterem Abstand folgen sodann die Verbände der Porzellanarbeiter mit 12,3, Textilarbeiter mit 16,4, Buchbinder mit 2,5, Lederarbeiter mit 6,3, Bildhauer mit 6,5 und Glasarbeiter mit 6,6 Proz. Arbeitslosen. Ein Ansteigen der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat August wurde von 2 Organisationen gemeldet. Von diesen schneidet wieder- um der Textilarbeiterverband entschieden am schlechtesten ab, denn seine Gesamtabbeitslosenzahl hat sich seit dem Monat Juni von 8837 auf 7344, also nahezu um das Doppelte erhöht. Es ist dies die Folge der behördlich verfügten Betriebseinschränkungen in der Textilindustrie. Bemerkenswert find noch die Feststellungen über die Häufig- keit und Dauer der Arbeitslosigkeit. Im 3. Quartal 1315 wurden insgesamt 8 3 716 Fälle von Arbeitslosigkeit am Orte, gleich 8,8 Proz. ermittelt, gegen 131 731 gleich 13,1 Proz. im Vorquartal. Auch hier schneiden wieder die weiblichen Mitglieder bedeutend un- günstiger als die männlichen ab, denn den 17,8 Proz. weiblichen Arbeitslosen standen im Quartal nur 7,1 Proz. männliche Arbeits- lose gegenüber. Die Gesamtzahl der Arbeitslosentage am Orte be- lief sich im Berichtsquartal auf 1 4 15 5 3 5, gegen 1 763 547 im Vorquartal. Im Durchschnitt währte demnach ein Arbeitslosen- fall 18 Tage, während im 2. Quartal die durchschnittliche Dauer 17 Tage betrug. Hierbei sei noch hervorzuheben, daß die Mitglieder der obengenannten Organisationen, mit Ausnähme des Glas- arbeiterverbandes auch am häufigsten und am längsten arbeitslos waren. In dem gleichen Mahe wie die Arbeitslosigkeit ist auch die von den Verbänden am Orte geleistete Arbeitslosenunterstützung zurück- gegangen. Es wurden insgesamt im 3. Quartal 1315 an 2 3 3 7 4 Personen für 51 7 65 7 Tage 513 2 33 M. ausbezahlt, wobei wieder zu beachten ist, daß das die verausgabe Summe von nur 37 Organisationen ist, also in Wirklichkeit erheblich höher ist. Im Vergleich zum Vorquartal hat sich die verausgabte Unterstützungs- summe bei den gleichen Verbänden um 133 417 M. vermindert. Der durchschnittlich ausbezahlte Betrag dagegen hat sich erhöht. Er stieg von 15,32 M. im 2. Quartal auf 17,87 M. im 3. Quartal. Diese Steigerung des durchschnittlich ausbezahlten Unter- stützungsbetrages ist hauptsächlich auf die Wiedereinsetzung der alten Verbandsstatuten zurückzuführen. Dadurch sind die Unterstützungs- sätze zum Teil wieder ganz wesentlich erhöht und somit die durch den horrenden Lebensmittelwucher gesteigerte Not der Arbeitslosen gemildert worden. Würde das auch in dem gleichen Mahe vom Reich, von den Staaten und den Ge- meinden nachgeahmt, dann wäre es besser um unsere Arbeitslosen bestellt. verlin unö Umgegend. Die Teuerungszulagen in der Zigarettenindustrie. Nachdem der Fabrikantenverband die allgemeine Gewährung von Teuerungszulagen abgelehnt hatte, sind die Arbeiter und Ar- beiterinnen, gestützt auf den Tabakarbciterverband, an die einzelnen Fabrikanten herangetreten, und so ist es nach und nach gelungen, in allen Berliner Zigarettenfabriken Teuerungszulagen von 13 bis 15 Proz. bewilligt zu erhalten. Darüber verstrich die Zeit. ES wurde September, ja Oktober, bis die Bewilligung überall erreicht war. Jnztvischen waren die Lebensmittelpreise weiter gestiegen. Die Forderungen, die vor Monaten zu Anfang der Bewegung gc- stellt wurden, entsprachen bei ihrer Bewilligung den tatsächlichen Verhältnissen nicht mehr. Auch hatte es niit der Gewährung der bewilligten Zulagen einen Haken. In der sehr stark besuchten Mit- gliederversammlung des Tabakarbeiterverbandes am Freitag wurde lebhaft darüber geklagt, daß in manchen Fabriken die Zu- lagen zwar bewilligt, aber noch nicht gezahlt worden seien. Aus anderen Betrieben wurde berichtet, daß den Arbeitern und Ar» beiterinnen gewisse regelmäßige Zulagen, die sie bisher bezogen hatten, wegen Zubilligung der Teuerungszulagen entzogen worden seien, so daß für die Betreffenden keine Besserung eingetreten sei. Es komme auch vor, daß Arbeiterinnen jetzt zu niedrigeren Löhnen als früher eingestellt werden, so daß sie mit der Teuerungszulage kaum den früheren Mindeitlohn erreichen. Allgemein wurde ver- langt, daß mit Hilfe des Verbandes diese Mißstände beseitigt wer- den müßten. Die Bewegung solle sich nicht nur auf die Teuerung?- zulagen beschränken, sondern es solle eine allgemeine Lohnauf- besserung erstrebt werden, derart, daß Mindestlohne für die ver- schiedenen Arbeiten festgesetzt und zu diesen Lohnsätzen ent- sprechende Teuerungszulagen gewährt werden. Die Versammlung beschloß, eine Bewegung mit diesem Ziel sofort ins Werk zu setzen. Die erforderlichen Vorbesprechungen sowie die Aufitellung der den Fabrikanten zu unterbreitenden Forderungen finden schon in den nächsten Tagen statt._ Der Verband der Maler und Lackierer zählte in Berlin bei Ausbruch des Krieges 3633 Mitglieder. Trotz der Kriegszeit war es möglich, im dritten Quartal bis zum 1. Oktober noch 131 Mitglieder neu aufzunehmen. Zurzeit umfaßt die Zahl der Mitglieder infolge der Einziehungen 1667. Ter ursprüngliche Bestand ist ziemlich erhalten geblieben, wenn die eingezogenen Mitglieder noch mitgerechnet werden. Ebenso befriedigend steht es, wie M i e tz in der letzten Versammlung der Lackierer mit- teilte, mit der Sektion der Lackierer. Im übrigen gab M i e tz in der Versammlung einen allgemeinen Ueberblick von dem äugen- blicklichen Stand der Filiale Berlin. Hierauf referierte Hase über die Agitation in den einzelnen Bezirken, wobei er besonders auf die Notwendigkeit einer intensiven Organisationsarbeit hin- wies, damit der Verband auf der Höhe bleibe und die dereinst zurückkehrenden Krieger sagen können: Ihr habt zu Hause auch gekämpft und getan, was getan werden konnte. Aus der Mitte der Versammlung wurde beklagt, daß sich jetzt noch immer Berufs- kollegen finden, die zu Hungerlöhnen arbeiten. Teuerungszulage in der Posamentenbranche. Soweit der Kriegszustand beziehungsweise die herrschende Teuerung eine entsprechende Berücksichtigung bei der Lohnzahlung noch nicht gefunden hat, erhalten die in Stundenlohn arbeitenden Gehilfen der Posamentenbranche für Möbel und Konfektion vom 8. November 1215 ab eine besondere Zuwendung von 3 M. für die Arbeitswoche. Deutsches Nelch. Die Schichauarbeiter fordern Teuerungszulage. Die ständig steigenden Lebensmittelpreise haben di« Danziger Schichauarbeiter gezwungen, die Forderung einer Teuerung S. zulage zu erheben. In einer gut besuchten Versammlung be- Ichlossen sie einmütig, daß der Arbeiterausschuß zu diesem Zweck mit der Firma in Unterhandlungen treten soll. Neben den freien Gewerkschaften sind auch die christlichen und die Hirsch-Tunckcr- schcn Gewerkschaftler an dem Vorgehen beteiligt. Teuerungszulagen im Hamburger Hafen. Wir berichteleu kürzlich, daß die Gewährung einer Teuerungs- zulage für die Hafenarbeiter von dem Hafenbetriebsverein mit dem Hinweis auf den Tarifvertrag abgelehnt worden sei. Inzwischen hat der Deutsche Transportarbeiterverband erneut das Ersuchen an den HasenbetriebSverein gerichtet, den Wünschen der Hafenarbeirer auf Gewährung einer Teuerungszulage näher zu rreien. Der Hafenbetriebsvercin hat sich dann auch zur Gewährung einer „Unterstützung" herbeigelassen. AuS den Mitteln des Ver- eins sind 133 333 M. bereitgestellt, wovon in der Zeit vom 15. November dieses Jahres bis 15. März 1216 an verheiratete Hasenarbeiter, die nicht fest angestellt sind, nach dem bestehenden Lohnraris bezahlt und vom Hasenbemebsverein vermittelt werden, täglich 33 Pf., bei mehr als vier Kindern unter 14 Jahren 53 Ps. Unterstützung gezahlt wird. Ausgeschlossen von der Unlerstützung sind Arbeiter, die mehr als 7 M. täglich ver- dienen und solche, die in Betrieben von Vereiiismitgliederu jür die verschiedenen Kriegsbedarfsgesellschaflen beschäftigt werden. Am StaatSkai wird seit längerer Zeit ein um 53 Pf. auf 5 M. erhöhter Lohn gezahlt: ähnliche Erhöhungen setzten andere Arbeitergruppen in den Hafenbelneben durch. Den Scgelmachcrri, den Kaiarbeüern der Reedereien, den Kesselreinigern, Kohlenarbeitern und Kutschern wurden die Forderungen auf Teuerungszulage abgelehnt. ?lus öer Partei. „Mlnisterialismus" in der Schweiz. Aus-der Schweiz wird uns geschrieben: Im Kanton Genf findet nächstens die Neuwahl der Rc- gierung tag, den 30. November, nachmittags 2 Uhr, statt. In dem Aufruf des Parteivorstandes und des Parteiaus- schusses gegen die Teuerung befindet sich in der 22. Zeile von oben cur Druckfehler, der wohl schon bemerkt worden ist, auf den wir aber noch besonders aufmerksam machen möchten. Es muß heißen: „Bereits in der zweiten Kriegswoche haben wir gemeinsam mit den Vertretern der Gewerkschaften von der Regierung(statt und der Regierung) ivirtschastlichc Maßnahmen gefordert." Stadtverordnetenwahleu unter dem„Burgfrieden". Am Freitag fanden in Görlitz die Stadtverordnetenwohlen für die dritte Wäherabteilung statt, die für sieben ausickeidende sozialdemokratische Stadtverordnete zu erfolgen hallen. Die bürger- lichen Parteien hatte» von der Aufstellung von Gegenkandidaten ab- gesehen. Unsere sieben Genossen wurden mit 1233 Stimmen wieder- gewählt. Infolge der Einberufungen zum Heere war die Wahl« beteiligung äusserst schwach, bei der letzten Wahl im Februar 1914 erhielten die sozialdemokratischen Kandidaten 4137 Stimmen. Zwischen den bürgerlichen Parteien und den Sozialdemokraten in Wiesbad e n ist nach einer Mitleilung des„Berl. Tageblatts" eine Verständigung für die Sladtverordnelenwahlen aus der Grund- läge zustande gekommen, dass den Sozialisten an Stelle der bis- herigen vier Sitze im Stadtparlament fünf zugebilligt werden. In Quedlinburg findet dieser Tage Sladtverordnetcnwahl statt. Unseren dortigen Genossen ist es bisher trotz aller An- strengungen nicht vergönnt gewesen, einen der ihren in das Stadt- Parlament zu entsenden. Bei der jetzigen Wahl sind vier Mandate zu besetzen, von denen eines durch den Tod des bisherigen Inhabers erledigt ist. Unsere Genossen Ivandien sich nun an den Bürge: verein mit dem Ersuchen, ihnen das vierte Mandat zu überlassen. Der Bürgcrverein hat diesem Ersuchen entsprochen, so dass demnächst der erste Sozialdemokrat kampflos in das Quedlinburger Stadtparlament einziehen wird._ Wechsel in der Leitung des preußischen Univerfitäts- Wesens. Wie von verschiedenen Seiten gemeldet wird, Hai der Wirkliche Geb. Oberregicrungsrat Prof. L u d w i g E l st e r, der langjährige Dezernent im preußischen Kultusministerium für die Umversitäts- angelegenbeiten aus Geiundheitsrücksichlen seine Entlassung nachgesucht. Gehcimrat Elster, der im Alter von 59 Jahren steht, betrat die akademische Lauibabn im Jahre 1380 als Privaidozent für Nationalökonomie in Halle und kam über Aachen und Königsberg 1887 als oidenilicher Pro'essor an die Universität Breslau. Zehn Jahre später wurde er in daS Kultusministerium berufen und erhielt das bis dabin von Ministerialdirektor Alt ho ff geleitete Dezernat für Universilätsangelegenheiten. Gewinn gebucht werden. Da im ganzen rund 597 000 Stimmen abgegeben waren, musterten unsere Genossen etwa den dritten Teil aller Wähler, und sie standen hinter der stärksten Partei, der Linken mit Einschluß der Arbeiterkandidaten, nur um etwa 35 000 Stimmen zurück. Norwegen besitzt eine für die Sozialdemokratie sehr un- günstige Wahlkreiseinteilung, und durch die Verfassung sind zwei Drittel der Mandate den ländlichen Bezirken vorbehalten. Das hatte am 11. Oktober beispielsweise zur Folge, dass in einem länd- lichen Wahlkreis ein Liberaler mit 693 Stimmen gewählt wurde, während in einem der Bezirke von Kristiania der Sozialist Ole O. Lian zu seinem Sieg 8668 Stimmen auf sich vereinigte. Unter diesen Umständen war es von vornherein klar, daß die Sozialdemokratie auf eine der Zahl ihrer Wählerziffcr entsprechende Mandatszahl nicht rechnen konnte. Ihre Situation wurde nun weiter verschlechtert durch das Bündnis, das die bürgerlichen Parteien für die Stichwahlen ab- schloffen. Derartige Abkommen sind in Norwegen durch das von dem deutschen abweichende Stichwahlsystem besonders erleichtert. Während bei uns, wenn die Hauptwahl keinem der Kandidaten die absolute Mehrheit gebracht hat, in den zweiten Wahlgang nur die beiden höchstbcstimmten Bewerber kommen, haben in Norwegen im gleichen Falle ähnlich tvie übrigens in Württemberg alle Kan- didatcn das Recht, noch einmal auf' den Plan zw treten._Dtcfe Metbode gewährt dem Kuhhandel von Kreis zu Kreis grösseren Spielraum, und da nun ausserdem noch an Stelle der an der Hauptwahl beteiligten Bewerber ganz neue aufgestellt werden können, sind die Möglichkeiten eines Znsammenschlusses mehrerer Parteien außerordentlich groß. So ist es denn gekommen, daß die Linke mit ihren 233 000 Stimmen 78 Mandate erhält, während die Sozialdemokratie mit ihren 198 000 Stimmen auf 20 Sitze beschränkt ist. Die Linke hat damit die absolute Majorität errungen. Wie sie ihre Machtstellung ausnutzen wird, muß abgewartet werden. Für die Sozialdemokratie aber ergibt sich die dringende Notwendigkeit, alle Kraft an eine Reform der Verfassung und des Wahlsystems zu setzen, und man wird es nach ihren jetzigen Erfahrungen be- greifen können, wenn sie sich zur Erreichung ihres Zieles auch außerparlamentarischer Mittel bedient. Wenn man diese Oktoberpreise von 1913 heranzieht, läßt sich erst die ganze Bedeutung der Okloberpreise von 1915 und der Preis- steigerung seit Kriegsausbruch ermessen. preise von Lebensmitteln in Groß-öerlin. Wie sehr im Laufe des Krieges die Lebensmittel teurer ge- worden sind, zeigt änfs neue die vom Statistiichest Amt der Stadt Berlin jetzt aus Oktober 1915 veröffentlichte Zusammenstellung der Lebensmittelpreise des Kleinhandels. Bisher enthielten diese allmonatlichen Veröffentlichungen nur die in den Verkaufs- stellen der Äonsumgenossenschaii Berlin und Umgegend gezahlten Preise, seit September d. I. werden darin auch Angaben deS Vereins Berliner Kaufleute der Kolonialwarenbranche berücksichtigt, und im Oktober sind nun noch Angaben des Berliner Beamten- wirtschaftsvercins hinzugekommen. Das erschwert die Vergleichung mit der im vorigen Jahre für denselben Monat veröffentlichten Zu- sammenstellung, aber auch so kann man aus den nebeneinander ge- haltenen Zahlen noch ein richtiges Bild der P r e i S st e i g e r u n g e n haben. Die für Oktober 1915 vom Statistischen Amt mitgeteilten Preise sind Wohl Durchschnitte aus den Angaben der Konsum- genosfenschaft, der Kolonialioarenhändlcr und des Beamten- wirtichastsvereinS. Um Mitte Oktober 1914 und 1915 wurden pro Pfund gezahlt(in Pfennig) für: 1914 Kartoffeln: Beste Speisekartoffeln(10 Pfund). 40 Fleisch- nnd Wurstwarcu und Fische: Das tägliche örot. Nationalliberale Halbheit. Veranlasst durch eine Eingabe der vereinigten Untcrbeamten- vereine in Magdeburg auf Einführung von Fleisch-, Fett- und Milchkarten gab es am Tonnerstag in der Magdeburger Stadtverordnctenversaminlung eine ausgedehnte Debatte über die Teuerung,'ihre Ursache: und die � Matznahmen der Regierung. Die sozialdemokNitischc Fraktion stellte folgenden Antrag: „Die Stadtverordnetenversammlung ersucht den Magistrat» bei der Rcichsregierung erneut vorstellig zu werden, unvcr- züglich energische Maßnahmen zu treffen, die geeignet sind, eine V e r b i l l i g u u g der Nahrungsmittel und eine bessere Verteilung der zur Verfügung stehenden Mengen an Fett, Fleisch, Milch und Eiern herbeizuführen. Neben der Festsetzung von mäßigen Höchstpreisen— vom Produzenten bis zum Kleinhandel— und der Einführung vpn Fleisch-, Fett- und M i l ch k a r t e n hält die Stadt- varordnetenversammlung die ausgedehnte Anwendung des Enteignungsr echtes und des Verkaufszwanges für erforderlich, um ciuc wirkungsvolle Abhilfe in der Frage der Nahrungsmittelvcrsorgung zu erlangen. Die Stadtverordnetenversammlung ersucht den Magistrat, durch Einkäufe von Nahrungsmitteln in ausreichender Menge die Versorgung der iLevölkcrung Magdeburgs mit Lebensmitteln sicherzustellen." Während der erste Absatz dieses Antrages einstimmig, der letzte mit knapper Mehrheit angenommen wurde, wurde der zweite Absatz infolge der Haltung der nationalliberalen Fraktion, die nicht für ihn stimme, abgelehnt. Die Nationalliberalen be- gründeten ihren ablehnenden Standpunkt damit, dass die Trag« weite dieses Antrages zurzeit nicht zu übersehen sei.— Wenn hen unerträglichen Verhältnissen in der Lebensmittelversorgung mit der Anwendung des Entcignungsrechts und des Verkaufs- zwange» auf den Leib gerückt worden soll, was allein wirklich helfen könnte, dann sind auch die Nationallibcralen nicht zu haben. 1915 45 Büchsenfleisch........ 112 Thüringer Fleischwurst..... 120 feine Leberwurst....... 120 andleberivmst....... 110 Zwiebelleberwurst...... 60 Berliner Mettwurst...... 100 Polniscke Wurst....... HO Thüringer Rolwmst..... 80 Beste Salamiwurst...... 180 Schinken(roh und gekocht)... 180 Sckinkenspeck........ 140 Fetter Speck........ 120 Magerer Speck....... 120 Heringe(1 Stück)...... 9 Fettwarcn: Feine Tafelbutter...... 156 Margarine(mehrere Sorten).. 80—90 Käse: Bayerischer Bierkäse...... SO Schweizer Käse....... 110 Tilsiter Käie........ 90 Hülsenfrüchte und Reis: Lange weisse Bohnen..... 24 Kleine weisse Bohnen..... 20 Riesenerbsen........ 34 Geschälte Erbsen....... 40 Halbe Erbien........ 36 Grüne Erbsen........ 40 Reis(Rangoon)....... 28 Mühlenfabrikate: Graupen.......... 28 „Kälberzähne". ♦...... 28 Hafergrütze......... 82 Roggenmchl....... Weizenmehl(00)...... BerschiedcueS: Pflaumenmus(deutsches) 18 22 30 Zucker(Melis)........ 21 Salz».»«.«....» 12 135 240 240 240 120 220 240 180 810 810 270 246'/io 240 lö'/a— 20 265 140-155 120 160 �37w 70 60 58-62'/, 64—75 öS'/z 57 65 ßß'/io 487,0 70 237,0 237,0 45 27 11710 Die Liste, die wir hier geben, enthält nur eine Auswahl wich« tigerer Lebensmittel. Mehrere ebenfalls wichtige Lebensmittel mußten Die norwegtschen Wahlen. fgr die Vergleichung außer Betracht bleiben, weil in den neuesten Die Wahlen in Norwegen haben, soweit die Zahl der Mandate Zusammenstellungen die Bezeichnung der Warensorten gegen früher Butterprcis nach der Steuerhöhc. In Bad Homburg vor der Höhe hat die Stadiverwaltung einen Verkauf von guter Meiereibutter aus Skandinavien eingerichtet, bei dem der Ver- kaufspreis sich nach der Höhe der«tcucrbeträge des Käufers. richtet. Es sind drei Preisstufen vorgesehen. Bei einer Staats- einkom mensteuer von 31 M. abwärts kostet das Pfund Butter 1,90 M.; bei einem Steuersatz von 31— 70 M. 2,20 M.; bei höherem Steuersatz steigt der Verkaufspreis aus 2,40 M. In ähnlicher Weise ist' der Verkauf von Fett durch die Stadt geregelt worden. Milchkarten in Danzig. Am 1. November trat in Danzig die Einrichtung der städtischen Milch karten in Kraft. Milch- karten für kranke und schwächliche Personen werden auf Gut- achten eines Arztes ausgestellt. Außerdem gibt es Milchkarten snr Kinder. Im Alter von zivei bis zu fünf Jahren hat jedes Kind auf ein halbes Liter Milch täglich Anspruch. Die Meiereien und Milchgeschäfte dürfen am Vormittag bis 11 Ilhr nnd am Aach- mittag bis 6 Uhr nur gegen Karten verkaufen. Erst nach dielen Stunden erhalten Leute ohne Karten Milch verabfolgt. Der de- sitzende Teil der Bevölkerung wird vom Magistrat aufgefordert, auf den Genuß der Milch zu verzichten. Vom 1. Dezember wird in Danzig Petroleum nur gegen Bezugsscheine erhältlich sein. Wer Gas- oder Elektrizitätsansckluss hat, bekommt keinen Bezugsschein. Die Bezugsberechtigten werden für die nächste Zeit wöchentlich ein Liter Petroleum verbrauchen dürfen. Mus Industrie und Handel. Während seit 15 Monaten die Verbraucher von Zucker nach Höchstpreisen verlangen, sicherte die Regiernng den Zucker- industriellen schon zu Beginn des Krieges die Möglichkeit ungeschmälerter Gewinne durch Festsetzung von Mindestpreisen. Die Erfolge dieser fürsorglichen Politik zeigen sich jetzt in den Jahres- abschlüssen. Zu denjenigen Gesellschaften, die einen ausserordent- lichen Nutzen aus der Kricgskonjunktur ziehen konnten, gehört die Badische Gesellschaft für Z u ck e r f a b r i ka t i o n Weghänsel. Nach dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht ergibt sich nach Abrechnung der allgemeinen Unkosten einschließlich der Belohnungen an Arbeiter und Beamte, der satzungsmätzigen Abschreibungen sowie der Geivinnantcile für Aufsichtsrat und Vorstand ein Reingewinn von 2 393 467 M. gegen 1053 321 M. i,n Vorjahre. Dabei ist eine Verschiebung insofern eingetreten, als von der vorjährigen Reingewinnziffer die Tantiemen(125 471 Mark) noch zu kürzen waren, während sie diesmal schon im voraus in Abzug gebracht worden sind. Die Gesellschaft schlägt folgende Verteilung vor: 500 000 M.(250 006 M. im Vorjahre) Sonder- abschreibung auf Gebäude und Maschinen, 250 000 M.(0) Zu- Weisung an die Sonderrücklage, 10 0000 M.(0) Rücklage für Außenstände, 250 000 M.(0) für Neuanlagen, 100 000 M.(0) für die Unterstützungskasse, 250 000 M.(0) fiir die Kriegs- und Dis- Positionskasse, 35 000 M.(20 000) für die Steuer nnd Erneue- rungsscheine, 990 000 M. für 21 Proz.(12,83 Proz.) Dividende. — Wenn die übertriebenen Abschreibungen nicht gemacht worden wären, hätte die Zuckerfabrik Weghäusel in diesem Kriegsnotjahr über 50 Proz. Dividende verteilen können. Die Bilanz der Zuckerhandelsunion Hamburg beweist, daß diese Zuckergrosshandelsgesellschaft bei insgesamt 2 Millionen Mark Aktienkapital nicht weniger als 1 166 676 M. Verdienst hatte, gegenüber 23 458 M. im Vorjahre, was einem Reingewinn von 60 Proz. gleichikmmnt. Infolge übertriebener Abschreibungen wurde der Dividendensatz aber auf 25 Proz. herabgedrückt. Erweiterung der Schweizer Ausfuhrverbote. Der Bundes- r a t in Bern hat auf den Antrag des Politischen Departements die Ausfuhrverbote auf folgend« Artikel ausgedehnt: Naturlvein, Holzzemeiit, Eisen, Platin, reines oder legiertes .................,________________________ i--,...... Silber, reines oder legiertes Gold, Silber, Platin in Drahl und w Frage kommt, für unsere Parteigenossen leider nicht den er- 1 geändert ist, einige deshalb, weil sie nicht mehr geführt wurden i Faden, Gewebe aus Gold-, Silber- und Platinsäden, Gold- und Platinwaren mit AuSnechms von Ubrcn und SZZmuckgegenständen, Goldsalze� und Goldverbindungen, Platinsalze und Platinverbin düngen, Stickmaschincn, Fädelmaschinen, Nickeloxyd, folgende Roh- und Zwischenprodukte zur Herstellung von Farbstoffen, Arznei« waren, Artikeln für Bleicherei, Pyrotechnik und für andere tech- nischc Zwecke, soweit deren Ausfuhr nicht bereits verboten ist: 1. Superoxyde, Chlorate, Salze der Persäuven; 2. Nitrate; L. Ammoniak und Ammonsalzc; 4. Acalium, Natriummetall B, Aetzkali und Aetznatron; ö. Alkalisalze; S. Kalziumsalze; 7. Säuren; 8, Komprimierte Gase; 0. Chrom säure, Chrom- und Mangansalze; Ig. Abfälle von Seifensiedereien und Färbereien, Zinnasche, Zinnoxyd und Zinnsoda; 11. Benzol- und Naphtalindc- rivate, Firnisse, Lacke und Sikkatwe. Kriegsbörse. Seit Mai hat sich an der Börse im Anschlug an die deutsche Offensive eine Hausse entwickelt, die die Papiere eines Industrie- zweiges nach dem anderen auf zum Teil fabelhafte Höhen trieb und aus den Erfolgen der deutschen Waffen und aus den glänzenden Abschlüssen der von der Woge der Kriegsgunst gehobenen Unter- nehmen immer neue kräftige Anregungen zog. Inzwischen ist die Spekulation ruhiger geworden. Die Aktien der für den Kriegsbedarf arbeitenden Unternehmen sind so sehr im Kurse getrieben worden, dag nachgerade auch die Optimisten zweifeln, ob der groge Kriegsgewinn unter Berücksichtigung der Notwendigkeit, die ProhXZtion wieder auf den Ariedensbedarf einstellen zu müssen. so hohe Kurse rechtfertigt. Solche Erwägungen pflegen sich gewöhnlich aber erst einzustellen, wenn die Interessenten, Banken und den Unternehmen nahestehende Personen ihre sonst oft schwer verkäuflichen Aktien zu ungeahnt guten Preisen abgestogen haben. Freilich sind durch den Krieg auch manche Unternehmen dauernd gesund geworden. Wer trotzdem: Das Kursniveau ist auch für d i t Unternehmen schon sehr hoch, dere» Rohgewinne das Aktien- kapital fast erreicht oder, wie es in manchen Fällen vorgekommen ist, noch übertrifft. Darum bröckeln die Kurse dieser Unternehmen ab. Militärische oder politische Erfolge können ihren Niedergang nur hemmen, nicht aufhalten. Ein baldiger Friede würde sie noch stärker drücken und würde von den Aktienbesitzern, die in Erwartung weiterer Steigerungen die Papiere gekauft haben und jetzt auf ihnen „sitzen", als ein groges Unglück betrachtet werden. Verstärkt wird diese Tendenz durch den gegen stüher gestiegenen Zinsfuß für Leih- gelder, der erst wieder sinken wird, wenn die Kriegsanleihe durch Bezahlung der Lieferungen zurückgeflossen sein wird. Und was sehr stark in Frage kommt: das„Publikum", das den Losungs- Worten der Börsenmänner folgt, fehlt infolge der Einberufungen. die natürlich auch die Zahl der Börsenbesucher selbst verringert haben. Augenblicklich stehen die„Friedenswerte" im Vordergrund des BörseninleresieS: die Aktien von Unternehinen, von denen man sich eine starke Beschäftigung in der ersten FriedenSzeit verspricht und die vom goldenen Kriegssegen bisher nicht mehr abbekamen als eine normale Dividende, z. B. gemischte Werke der Montanindustrie, Wersten, Petroleumgcsellschaften und sogar die meist dividendenlosen Schiffahrtsgesellschaften._ Kriegsgcwinne. Die F. Bönning Maschinenfabrik A. G. in Hamm i. W. erhöhte ihre Dividende von 4 auf 14 Proz. Die Hannoversche Maschinenbau A. G. vormals G. Egestorf erzielte einen Reingewinn von 5,31 Millionen Mark tgegen 3.48 Millionen Mark im Vorjahre). Die Dividende wird von 20 auf 30 Proz. erhöht. Die„Sarott i' Schokoladen- und Kakaoindustrie A. G. in Berlin berechnet einen Betriebsgewinn von 3.23 Millionen Mark(gegen 2,50 Millionen Mark im Vorjahre). Die Abschreibungen werden auf 1,30(im Borjahre 0.(38> Millionen Mark bemessen. Der Reingewinn stellt sich auf doppelt so hoch, als im Borjahre; 464 045 Mark gegen 213 680 M.) Die Dividende wird von 4 aus g Proz. erhöht.___ Die österreichische Anleihe. Nach dem..Fremdenblatt" kann bereits jetzt angenommen werben, daß mindestens 3% Milliarden Kronen auf die dritte österreichische Kriegsanleihe gezeichnet war- den sind._ Mus aller Welt. Ein Landwirt als Milchwucherer vor Gericht. Vor dem Potsdamer Schöffengericht stand am Freitag der Land- Wirt Ferdinand Frederich unter der Beschuldigung, für Ge- genstände des täglichen Bedarfs einen Preis gefordert zu haben, der unter Berücksichtigung der gesamten Verhältniffe und der Marktlage einen übermäßigen Gewinn enthält. Fr. hat am 21. September im„Ketziner Anzeiger" folgendes Inserat veröffentlicht:„Vom Montag, den 27. September ab, kostet das Liter Milch 30 Pf. Die vereinigten Milchproduzenten und Händler." Hierzu hatte Fr. weder eilte» Auftrag, noch war ihm die Zustimmung der Beteiligten sicher. Ein Gendarmeriewachtmeister unternahm sofort Feststellungen über den Milchpreis in der ganzen Umgebung und erfuhr, daß die Milch in Paretz 17, in Uetz 15 und 17, in Falkenrehde 16, in Knoblauch 13,5, in Etzin 14,5 Pf. für die M i l ch h ä n d l e r bei den Land- Wirten koste, die damals für 24 Pf. pro Liter verkauften. Der An- geklagte, der selbst 200 Morgen bewirtschaftet und 15 Kühe im Stall hatte, wollte die Preiserhöhung durchsetzen, weil er wußte, daß zum 1. Oktober neue Verträge kommen würden und auch die Berliner mehr bezahlten. Er selbst verlangte jedoch 30 Pf. von der Ortskundschaft. Auf Vorhalten des Gendarmen erwiderte er:„Na, dann werde ich meine Kühe verkaufen, dann soll die Regierung doch keinen Nutzen davon haben." Als Zeugen vernommene Milchhändler bekundeten, daß zu einer Preissteigerung kein Grund vorgelegen und man sie auch nicht beabsichtigt habe, weil erst vorher der Preis um 4 Pf. erhöbt worden war und man mit ihm bei den Herr- schenden Preislagen iür Futtermittel usw. sehr gut aus- kommen könne. Da der Angeklagte mit seinem Borgehen allein blieb, mußte er am 27. September durch eine Anzeige in derselben Zeitung die beabsichtigte Preissteigerung widerrufen. DoS Gericht erachtete die Boraussetzungen des Milchwuchers für vorliegend und verurteilte den Angeklagten wegen Vergehens gegen die Bundesrats- Verordnung vom 23. September zu 50 Mark Geldstrafe. Seine llnbescholtenheit schützte ihn vor einer Freiheitsstrafe. Die Kriegsopfer im Hühnerstall. Ein Bauer in einem Dorfe MittelfrankenS halte das Verbot der Verfütterung von Korn nicht beachtet. AlS er eben dabei war, seine Hühner mit den verbotenen Leckerbissen zu speisen, kam der Gendarm dazu. ES folgte ein Strafmandat, gegen das der Bauer die Eni- scheidung des Gerichts anrief. Dieses ließ jedoch keine Gnade walten, sondern verurteilte den Sünder zu einer Geldstrafe von 40 M., die auch prompt bezahlt wurde. Damit war aber auch der Glaube des Bauern an die Gerechtigkeit auf Erden endgültig ge- schwunden. Zu Haui'e angelangt, jagte er seine dreißig Hühner in den Hühnerstall, hackte allen den Kopf ab und begrub die hin- gemordeten Opfer schlechtbefolgter Kriegsmaßnahmen mitsamt ihren kammgeschmückten Häuptern in der Erde. Das Grab müßte die Inschrift erhalten: Hier ruhen die unschuldigen Opfer sträflichen Eigennutzes._ Eine Kriegsgerichtsverhandlung in der Schweiz. Vor dem Schweizer Divisionsgericht III standen dieser Tage 24 Angehörige des Bataillons 38, 1. Kompagnie. Meistens waren es Leute vom Lande, Landwirte, Fabrikarbeiter. Handlanger us«. Auch ein Lehrer war dabei. Was lag vor? Nach der Anklageschrift wurden 23 der Angeklagten beschuldigt: „der Dienstpflichtverletzung und Oer Ehrverletzung, begangen am 1. September 1915 in Lhsbüchel dadurch, daß sie mit Umgehung des Dienstweges eine Beschwerde gegen ihren Zugführer, Leutnant Ramseyer, an das Regimentskommando 16 gerichtet und unter- schrieben haben, welche Beschweroe überdies in einem den ge- nannten Offizier an seiner Ehre verletzenden Ton gehalten ist und folgenden Wortlaut hat: Rapport zuhanden des Kommandors von Regiment 16. Unterzeichnete Mannschaft vom zweiten Zug der ersten Kam- pägnie vom Bataillon 38 verlangt sofort einen anderen Zugführer an Stelle des bisherigen Herrn Leutnants Ramseyer. Eine Be- Handlung, wie wir von Herrn Ramseyer erfahren, können wir unmöglich länger aushalten. LyÄmchcl, den 1, September 1915. (Unterschriften.) Nachsatz. Einzelne Fälle wollen wir hier nicht erwähnen, da jeder einzelne Mann sie zu Dutzenden erlebt und nun diese „Hundedressur", wie die Zivilbevölkerung entrüstet sagt, genug hat." Weiter sagte die Anklageschrift: „Diese Beschwerde ist weder auf dem Dienstweg eingegeben worden, noch ist sie nach Form(!) und Inhalt anständig gehalten (dergl. Dienstreglement Art. 47 ff.). Ihr ganzer Tenor sowie be- sonders der Nachsatz betreffend Hundedressur qualifiziert sich für den Offizier, gegen den sie gerichtet ist, als eine Ehrverletzung, um so mehr als die Beweisführung ergeben hat, daß die Beschwerde materiell unbegründet ist. Es wird Sache der Hauptverhandlung sein, da? mehr oder weniger schuldhafte Verhalten der einzelnen Angeschuldigten beim Zustandekommen dieser Beschwerde fest- zustellen.".. � Es befand sich außer den 23 noch ein Gefreiter auf der Anklagebank. der angeklagt ist,. �,.... „der Diensrpftichtverletzung, begangen am 1. September 191» in Lysbüchel dadurch, daß er in Mißachtung seiner Pflichten als Vorgesetzter die Mannschaft nicht aus daS Unstatthafte der oben erwähnten Beschwerdeführung aufmerksam gemacht und ihr nicht davon abgeraten hat, und daß er seinerseits seinem Vorgesetzten keine Kenntnis über die B-s"i-- ,Esinijfns8»6iam?65 Äm»nW tnstt sw�tatSuK iim nszvMlijvZV 91 308 sajrtt,««. 2. Dtüllgt des„fotmitts" DtlÜNl Polbbldtt z°°->°s�»°°mdttll,>� Mitwochs den Ms Groß-öerlin. �uft Zur Staötverorönetenwahl! Am heutigen Tage finden die Ergänzungswahlen der dritten Abteilung statt. In 1k Bezirken stehen unsere Ge- nassen zur Wahl! Da sollte es keiner Aufforderung mehr be- dürfen, die Wahlpflicht auszuüben. Jeder Genosse muß selber wissen, daß er seiner Pflicht ohne weiteres zu genügen hat. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Gehe jeder Genosse rechtzeitig zur Wahl und versehe sich mit einer Legitimation. Das Wahllokal ist aus der gestrigen Uebersicht im„Vorwärts" zu ersehen. Im 18. Kommunalwahlbezirk üben unsere Genossen Stimmenthaltung. « Die Wahlen in der zweiten und ersten Abteilung finden am Montag und am Dienstag statt. Entgegen der Praxis in früheren Jahren, in denen wir auf einen bestimmten Kan- didaten die sozialdemokratischen Stimmen vereinigten, um sie zu zählen, ist diesmal von der Stimmenzählung Abstand ge> nommen worden. Unsere Genossen in der zweiten und ersten Abteilung enthalten sich deshalb der Stimme. Wichtig für Groß-Berliner Kraftdroschkeubefider, die nur eine Kraftdroschke besitzen, ist eine jetzt vom Öberver- waltungsgericht gefällte Entscheidung.— Durch eine einfache Bekanntmachung vom 30. Januar 1913 hatte der Berliner Polizeipräsident eine Art Ausführungsbestimmung zu der Berliner Droschkenordnung erlassen. Nach der Bekannt- machung vom 30. Januar 1913 sind Sommerkarosserien(so- genannte amerikanische Karosserien) für Kraftdroschken nur denjenigen Fuhrherren gestattet, die sich im Besitze von zwei oder mehr Kraftdroschken befinden, und zwar bis zur je- welligen Hälfte ihres Kraftdroschkenbestandes. Lediglich deshalb, weil er nur eine Kraftdroschke hat, war dem Kraftdroschkenbesitzer Pfefferling auS Neukölln die Gc- nehmigung zur Benutzung einer Sommerkarosserie für diese Kraftdroschke verweigert worden. Pf. klagte darauf gegen den Polizeipräsidenten beim Bezirksausschuß. Er bestritt die rechtliche Wirksamkeit der zitierten Bekanntmachung, auf die die Versagung der Genehmigung gestützt worden war. Ter Bezirksausschuß wies die Klage ab und führte auS: Nach � 6 der Droschkenordnung für Berlin vom 16. Februar 1905 bestimme der Polizeipräsident, welche Wagenarten bei Einstellung in den öffentlichen Droschkenbetrieb zuzulassen seien. Da ferner nach dem Zusatz vom 2. August 1910(Zu- fatz zu§ 2) eine Vermehrung des Droschkenbestandes durch Einstellung weiterer Droschken in den öffentlichen Fuhr- betrieb von dem Vorhandensein eines Bedürfnisses abhängig gemacht werden könne, so müsse es auch dem Polizeipräsidenten überlassen bleiben, die Feststellung der Anzahl von Kraft- droschken einer bestimmten, von ihm zugelassenen Wagenart von dem Vorhandensein eines Bedürfnisses für diese beson- dere Wagenart abhängig zu machen. Bezüglich der Kraft- droschken mit Sommerkarosserie habe er das auf Grund seiner Erfahrung und von Berechnungen durch die Bekanntmachung vom 30. Januar 1913 getan. In dieser Beziehung sei daher die Bekanntmachung bindend. Da Kläger nur eine Kraft- droschke habe, so habe ihm die Genehmigung für die Ver- Wendung einer Sommerkarosserie verweigert werden können. Der Kläger legte Berufung ein und wurde in ver- schiedenen Terminen vor dem Oberverwaltungsgericht durch Rechtsanwalt Wolfgang Heine vertreten. Das Oberverwaltungsgericht hob das Urteil des Bezirksausschusses auf und setzte die polizeiliche Ver- fügung, durch die dem Kläger die Genehmigung für die V5r- Wendung einer Sommerkarosserie verweigert worden war, außer Kraft. Begründend wurde ausgeführt: In bezug auf die Bedürfnisftage könne, nachdem ein- mal die Sache allgemein durch die Droschkenordnung Polizei- lich geregelt sei, nur eine Polizeiverordnung näher bestimme�, wie der Polizeipräsident dabei zu verfahren habe, nicht aber eine bloße Bekanntmachung. Die Be- kanntmachung vom 30. Januar 1913 könne darum nicht bin- dend sein. Die Verfügung, die die vom Kläger nachgesuchte Genehmigung verweigerte und die auf die Bekanntmachung vom 30. Januar 1913 gestützt war, sei somit rechtlich nicht be> gründet und müsse außer Kraft gesetzt werden. Vorbereitungen für das dritte Kriegsjahr. In der„Nordd.«llg. Ztg.- lesen wir: „Der Krieg zwingt un». nicht nur mit allem, was wir haben, haushälterisch umzugehen, sondern auch unsere Bodenschätze und Güter soweit wie möglich auszunützen. Hierher gehört in erster Linie die landwirtschastliche und gärtnerische Bestellung solcher Länder, die bisher aus irgendwelche» Ursachen bracbgelegcn haben, obwohl sie einen guten, ertragfähigen Boden besitzen. Einsichtig« Volkswirte haben dies rasch genug eingesehen, und unter tatkräftiger Leitung haben in Berlin die Gemeinn. Genossenschaft zur landwirt- schaftlichen Verwertung von Baugelände und der KriegsauSschutz für Gemüsebau im zweiten KriegSjabre ISIS einen Teil dieser Brach- ländereien unter den Pflug genommen, teils selbst mit Kartoffeln be« stellt und in kleinen Losen weiter verpachtet, teils durch frei- willige Helferinnen, Frauen und Mädchen, mit Gemüse und Obst bepflanzen lasten. Bald steht daS dritte KnegSjahr vor der Tür, und»och mehr als bisher müssen unsere Anstrengungen darauf ge- richtet sein, alles daran zu setzen, um auch im Kanipfe gegen den teuflischen Slushuugerungsplan unserer Feinde siegreich zu bleiben. Insgesamt wurden llUS im Gebiet des Verbände» Grotz-Berlin nicht weniger alt 17 ggs oder rund 13 000 Hektar Oed- und Unland festgestellt. Infolge deS Stockens der Bautätigkeit mag sich diese Zahl seitdem nur ganz unwesentlich verringert haben.' Der Hinweis auf die Notwendigkeit der Vorbereitungen für das dritte Kriegsjahr zeigt daß in der Redaktion des Reichs- regierungSorgans an einen baldigen Frieden noch nicht gedacht wird. Zur Auffüllung des Berliner Sammelfonds. Herr Profestor Dr. Felix Liebermann hat in erneuter Betätigung seine? schon so oft bewährten opferfteudigeu GemeinfinnS durch eine . llovember: weitere Spende seine Gabe für den Sammlungsfonds de« Magistrats zur Linderung der durch den Krieg hervorgerufenen Notstände auf die Höhe von 130 000 M. gebracht. Kleinhaudelsprcife für Kartoffelstärkemehl. Infolge der Herabsetzung des Preises für Kartoffelstärkemehl hat der Berliner Magistrat die von ihm zur Abgabe des Kartoffelstärke- mehlS an Kleinhändler ermächtigte Stelle verpflichtet, darauf zu halten, dah vom 15. November 1lU5 ab im Kleinhandel in Berlin für da« Pfund Kartoffelstärkemehl dem Verbraucher nicht mehr als 31 Pf. berechnet wird. Der höchste Preis im Kleinhandel betrug bisher 35 Pf. für da« Pfund; seine Ermäßigung entspricht der Er- Mäßigung deS Großhandelspreises, wobei dem Kleinhändler nach wie vor ein angemessener Nutzen verblieben ist. WeihnachtsliebeSgaben Berlins ins Feld. Der Magistrat Berlin hat beschlossen, bei den Stadtverordneten die Bewilligung eines Betrage« von 2VV0V0 Mark für Weih- nachtS-Liebesgaben für unsere Truppen zu be- antragen. Die Gaben sollen verteilt werden auf das Komitee .Gedenket der Garde', den.Nationalen Frauendienst', der ebenso wie im Vorjahr die Versendung von Weihnachtspäckchen durch die hier unterstützten Angehörigen von Kriegsteilnehmern vsrnshmen will, sowie an ander« mit Berlin in besonderer Beziehung stehende Truppenteile._ Einem Hypothetenvermittler der NahrungSmittelhandel verboten. DaS Polizeipräsidium teilt mit: Auf Grund der BundeSratSverordnung vom 23. September 1V15 betreffend Fernhaltung unzuverlässiger Personen hat der Polizei- Präsident in Berlin, dem ftüheren Grundstücks- und Hypothekenvermittler Michael Katzen st ein hier, Charlottenstraße 34, den Handel mit Nahrungsmitteln wegen Unzuverlässigkeit in bezug auf diesen Handclsvcrtrieb unter- sagt._ Einführung von Petroleumkarten. Der Magistrat der Stadt Berlin beabsichtigt zur Erleichterung deS Bezuges von Petroleum für diejenigen Kreise, die diese« Be- leuchtungsmittels besonders bedürfen, Petroleumkarten auszugeben, die zum vorzugsweisen Bezug einer bestimmten Menge Petroleum berechtigen. Voraussetzung der Erteilung einer Petroleumkarte ist, daß die Wohnung oder der Arbeitsraum des Antragstellers weder Gas- noch ElektrizitätSanschluß hat. Anträge auf Erteilung einer Petroleumkarte dürfen nur auf ein Formular gestellt werden, daS bei den Brotkommissionen unentgeltlich zu haben ist. Die vom Antragsteller ausgefüllten Formulare sind, nachdem der Hauswirt darin bescheinigt hat, daß die Wohnung oder der Arbeitsraum weder GaS- noch ElektrizilätSanschluß hat, bei der für den Wohnsitz deS Antragstellers zuständigen Brotkommisston bis spätestens zum 13. November wieder abzugeben. Schulfeier« aus Anlast der Einnahme von Nisch. Das Oberkommando hat angeordnet, daß aus Anlaß der Einnahme von Nisch am Montag, den 8. November, in Berlin und Provinz Brandenburg Schulfeiern stattfinden. Ein gefährlicher Kinderfteund wurde von der Kriminalpolizei unschädlich gemacht. ES ist ein 56 jähriger Rentner und Klavier- spieler Wilhelm Bahre, der al» Junggeselle zuletzt in der Schwerin- straße 12 wohnte. Dort fiel«S auf, daß Bahre viel mit kleinen Mädchen zu tun hatte. Man erkundigte sich in der früheren Woh- nung in der Bülowstraße und erfuhr, daß es hier ebenso gewesen war. Bahre, der von erspartem Gelde lebte, aber nebenbei auch noch als Klavierspieler in Wirtschaften tätig war, lockte die Kinder auf der Straße mit Bonbons und kleineren Geldgeschenken an sich, beauftragte sie zum Schein mit Besorgungen, verging sich dann aber in seiner Wohnung an ihnen, nachdem er ihnen vorher Schmutz- bilder gezeigt hatte. ES wurden bereits neun kleine Mädchen er« mittelt, mit denen er e» so getrieben hat. Der Unhold wurde ver- haftet und dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Falsche Feldgraue als Fahrradschwindler. Zwei falsche Feldgraue, die den Fahrradschwindel im großen betrieben, wurden von der Kriminalpolizei unschädlich gemacht. Sie entpuppten sich als ein.Arbeiter' Gotthold Woelke. der auch frühe schon auf diesem Sondergebiete tätig war, und ein.Arbeiter' Walter Sckäfer, den er jetzt als Helfershelfer gewonnen hatte. Um den Knaben und jungen Burschen, den sie mit erdichteten Auf- trägen wegschickten, während sie ihre Räder unterdesten.ver» wahrten', mehr Vertrauen einzuflößen, hatten sich die beiden in feldgraue Uniform gesteckt. Ihre Rechnung erwies sich auch als richtig. Sie erbeutete» so viele Räder, daß die Geliebte Woelkes mit helfen mußte, sie zu verkaufen. Woelke selbst spielte beim Verkauf den Landsturmmann, der WS telb ausrücken und deshalb alle« verkaufen müsse. Beamte der onderpatrouille der Kriminalpolizei ermittelten, daß die falschen Feldgrauen in Kriegerheimen verlehrten und mit Verwundeten sogar Liebesgaben in Empfang nahmen. Gestern nahmen sie bei einem solchen Besuch« die Schwindler einem nach dem anderen fest. Bei Woelke fanden sie einen Zettel, auS dem die Wohnung feiner Ge- liebten zu ersehen war. Auch diese, ein« Frida Schlichting aus der Gertraudtenstraße, wurde nun verhaftet und mit den beiden Schwind- lern nach Moabit gebracht. Ein Elfenbeindiebstahl wurde in der vergangenen Nacht in der Alexanderstraße 3g/4v verübt. Dort schnitten Einbrecher an dem Laden der Kunstdrechslerei von Parthum ein Stück au« der Schau- fensterscheibe herau« und entwendeten für 1400 M. Elfenbein« sacken aller Art, darunter einen.Dr. Martin Luther' und einen .Papst Pius X.', die allein 500 M. wert sind, und fllr 300 M. Elfenbeinzähne. Von den Tätern fehlt noch jede Spur. Auf de« Wege zum Zttaukrnhause gtst»rben ist der 46 Jahre alte Arbeiter Paul ThiniuS. Der Mann wollte gestern daS Kranken- hau« aufsuchen, fiel aber an der Ecke der Führer- und Fehmarn- straße um und blieb hilflos liegen. Ei» Schutzmann des 117. Re- viers nahm sick seiner an und bettete ihn auf einen gerade des Weges kommenden Rollwagen, um ihn nach dem Krankenhause zu bringen. Als er aber hier mit ihm ankam, war er schon tot. Arbeiterbildungsschule. Wegen Erkrankung des Genossen Leo Kestenberg kann heute der zweite Vortragsabend des Zyklus,.die Musik als Gefiihlsausdruck' nicht stattfinden. Der Vortrag wird am kommenden Sonntag gehalten werden. I« Wiutergartr« sorgt die Direktion durch Darbietung eine« abweckSlungSreichen Programms für gute Unterhaltung. Die ein- aktige Operette Rudolf LotherS„Venus im Grünen' hat ihre Zug- kraft nicht eingebüßt und bleibt auch in diesem Monat auf dem Pro- gramm. Neu und doch alt ist Jean Paul, ein Komiker, wie er im Buche steht, und der selbst dem ernstesten Zuhörer die Lach- in Groß-Beriin« muSIcln in Bewegung setzen hilft. Einzig in seiner Art ist der Dressurakt Perzinos. Seine Kanarienvögel, Zwerpapageien und Sittiche produzieren sich als gewandte Akrobaten, einzelne führen einen Saltomortale rückwärts von einer.Leiter' auS, der verblüffend wirkte. Ueber prächtige Stimmen verfügt das Parsifal-Ouartett und der Illusionist Ernest Thorn gibt dem Publikum durch seine TäuschungS- kunst Rätsel zum Raten auf. Mehr in den ZirkuS gehören die .Clownfpäße' deS kleinen Pish. Im Berliner Aquarium ist ein Paar riesiger Panier- s ch i l d k r ö t e n angekommen, eine Art, die mit Ausnahme des Nordens über ganz Afrika verbreitet ist und namentlich in Abefsinien die beträchtliche Größe erreicht, die sie zum Riesen aller festländischen Schildkröte» macht, DaS Männchen deS Paares wiegt 80, daS Weibchen 70 Psd, Die Tiere sind bei den Seychellen-Riesenschild- krüten untergebracht. Der Königl. Botanische Garten in Dahlem ist einschl. der Ge« Wächshäuser beute Sonntag bei freiem Eintritt von 11—4 Uhr ge- öffnet-, das Botanische Muieum von 11—2 Uhr. Gesperrt. Die Ostseite der Schönhauser Allee zwischen Pappel- allce und Buchholzer Straße wird wegen Kanalisationsarbeiten bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Mus öen Gemeinöen. Stadtvcrordnetcnwahle» in Spandau. Die Stadtverordnetenwahlen für die 3. Abteilung finden am Montag, deii 8. November, von 10 bis 1 Uhr und von 4 bis 8ZH Uhr statt. Als Kandidaten sind folgende Parteigenossen aufgestellt: Für den t. Bezirk(Altstadt, Wahllokal Restaurant.Zum Stern", Potsdamer Straße 35) Hausbesitzer Gustav Borchardt; für den 5. Bezirk(Neustadt, Wahllokal Restaurant Ulrich, Schön- walder Straße 27) Stadtv. Friedrich Götze und Hausbesitzer Gustav Borchardt; für den 6. Bezirk(Neustadt, Wahllokal Restaurant Schuster, Lynarstr. 2a) Hausbesitzer G u st a v Borchardt; für den 7. Bezirk(Wilhelmstadt, Wahllokal Restaurant Runge, Pichelsdorfer Straße 116) Gärtnereibesitzer Robert Pieser; für den 8. Bezirk(Klosterstratze und Wil- Helmstadt, Wahllokal Chitom, Wilhelmstr.1) Stadtv. Friedrich Götze. Besonders hingewiesen sei darauf, daß auch Reservisten und Landsturmmänner das Wahlrecht besitzen. Da alle bürgerlichen Parteien geschlossen gegen die Sozialdemokratie auftreten, so ist es Pflicht der Spandauer Arbeiterschaft, ihre ganze� Kraft einzusetzen, um den sozialdemokratischen Kandidaicn zum isiege zu verhelfen. Parteigenossen, die sich am Wahltage für den ganzen oder halben Tag zur Verfügung stellen wollen, werden ersucht, sich am Montag vormittag 8)4 Uhr oder nachmittags 2h Uhr im Zentral' Wahlbureau von Wind, Pichelsdorfer Straße 5, einzufinden. Auch in den Abendstunden werden zahlreiche Kräfte gebraucht. Musterung Landsturmpflichtiger im Kreise Teltow. Der Landrat des KreiieS Teltow gibt im Kreisblatt den Geschäftsplan belannt für die Musterung der Landsturmpflichligen im AusbebungSbezirk Teltow I und II, tvslche im Jahre 1897 geboren sind. Für AuShebungSbczirk 1 ist das Musterungslokal in Lichterfelde-Ost, Restaurant Hennig, und für den AuS- hebungsbezir! II in Mariendorf. Restaurant.Karlshöhe', Tempelhofer Str. 70. Wir ersuchen, die örtlichen Bekanntmachungen genau zu verfolgen._ Kriegsfürsorge in Treptow-Baumschulenweg. Die Gemeindevertretung beschäftigte sich in ihrer letzten Sitzung mit der Fürsorge für die Angehörigen der Kriegsteilnehmer. Vom Gemeindevorftand wurde folgende Neuregelung der G c- Währung von Mietzuschüssen vorgeschlagen: Bei Ver- Weigerung des Mietnachlasses 40 Proz. der Miete. Gewährt der Vermieter 15 Proz. Mietnachlaß, 60 Proz. der Miete. Der von der Gemeinde bisher geleistete Höchstzuschuß von 30 M. bleibt bestehen, desgleichen der Höchstnachlaß des Vermieters von 0 M. Bei der Gewährung von Mietzuschüssen soll die gesamte Lage der Familie berücksichtigt werden. Als Grundlage dieser Prüfung wurde fol- gendes Existenzminimum festgesetzt: Für die Ehefrau monatlich 33 M., für eine Frau mit einem Kinde 50 M., mit zwei Kindern 60 M., mit drei Kindern 63 M., mit vier Kindern 75 M., mit fünf Kindern 83 M. und mit sechs Kindern 90 M. Ein von unseren Parteigenossen gestellter Antrag auf höhere Bemessung, uifl> zwar bis zu 1A M., wurde abgelehnt, die Vorschläge des Aus- schusseS dagegen angenommen. Ein anderer Antrag unserer Genossen verlangte: Die Ge- meindevertretung beschließt, den unterstützungsberechtigten Fa- Milien der Kriegsteilnehmer eine monatliche Beihilfe von 3 M. für die Ehefrau und 1,50 M. für jede weitere unterstützungsberechtigte Person aus Gemeiiwcmitteln zu gewähren. Dieser Antrag wurde dem Gemeindevorstand und dem Kriegswohlfahrtsausschutz überwiesen. Bisher wurde bei Gewährung von Mietzuschüssen der 30 M. übersteigende Teil des Arbeitsverdienstes ganz in Anrech- nung gebracht. Jetzt soll nun auch die Hälfte des 30 M. überstei- genden Arbeitsverdienstes angerechnet werden. Von den Zuwen- düngen des Arbeitgebers wurde bisher der 15 M. übersteigende Be- trag ganz in Anrechnung gebracht; in Zukunft gelangen nur zwei Drittel des 15 M. übersteigenden Betrages zur Berücksichtitzung. Die Angehörigen der am Kriege teilnehmenden Privatdienst- verpflichteten und Arbeiter der Gemeinde erhalten, wenn der Ein- gezogene im Felde fällt, den bisher von der Gemeinde gezahlten Lohn noch weitere drei Monate ausgezahlt. � Die Angestellten und Arbeiter der Gemeinde mtt einem Ein- kommen bis zu 2000 M. Gehalt erhalten vom 1. November ab eine abermalige Teuerungszulage von monatlich 10 M. Den bei der Gemeinde beschäftigten Arbeiterinnen, die bisher pro Stunde 35 Pf. Lohn erhielten, wird der-Lohn um 5 Pf. erhöht. Die auf Urlaub befindlichen eingezogenen Einwohner Treptows erhalten vom 4. Tage an ein Urlaubs geld von 1 M. pro Tag. Der Milchbczug wird durch Karten wie in Berlin geregelt. Fettkarten in Reinickendorf. Die Kriegskommission beschloß in ihrer letzten Sitzung die Einführung von Fettkarten, die auf Antrag vom Donnerstag ab von den Brotkommissionen ausgegeben werden. Sie be- rechtigen zum Bezüge von wöchentlich Va Pfund Fett für jeden HauShattsangehörigen aus den amtlichen Lebensmittelverkaufs- stellen der Gemeinde. Von diesem Fettquantum kann jedoch Schmalz nur bis zu 125 Gramm pro Woche und Person gefor- dert werden. Für die weiteren 125 Gramm können wahlweise Butter, Speisefett oder Speck entnommen werden. Der Fettverkauf wird am Montag, den 15. November, wieder aufgenommen und erfolgt dann täglich von 8 bis 12 Uhr und von 2 bis 4 Uhr in den bisherigen drei Läden. Außerdem werden vom genannten Tage ab zwei weitere Verkaufsstellen in der Nesidenzstraße 75/76 und in der Eichbornstraße 34a eröffnet. In allen Läden lverden auch weiterhin die noch vorhandenen Fleischkonserven in Büchsen (Schweinefleisch und Sülze) außer Dienstags und Freitags ver- kauft. Dagegen werden die von der Gemeinde beschafften Eier und Heringe künftig mir durch Händler vcrtHxZ� t>iJS milffcn, ausschließlich die von der Gemeinde gelieferten Eier'und Heringe zu verkaufen.- Eier kosten 17 Pf., Heringe 15 Pf. pro Stück. Die Eier- wie auch die Heringsverkaufsstellen werden durch Aushang kenntlich gemacht. Für die in den Berkanfsstellen der Gemeinde zum Verkauf gelangenden Fette sind folgende Verkaufs- preise bestimmt: Schmalz 2 M., Butter 2,40 M., Kunstspeisefett 1,80 M. und Speck 2,20 M. für fetten, 2,10 M. für mageren pro Pfund. Erhöhung des Sparkassenzinssayes in Weihensee. Der Gemeindevorstand und die Gemeindevertretung beabsichtigt, vom 1. Januar 1916 ab den Zinsfuß der Sparkassengelder von 8>/z auf 38/4 Proz. zu erhöhen. Auch wird beabsichtigt, in dem Haufe Langhansstr. 103 eine Filiale der Sparlasse zu errichten, um den Einwohnern des nördlichen Ortsteils den weiten Weg nach der Sparkasse in der Albertinenstr. 6 zu ersparen. Lebensmittelverkauf in Nowawes. Durch die neuergangene Bundesratsverordnung betr. die fleisch- losen Tage wurde die Gemeinde genötigt, den Verkauf von Lebens- Mitteln in den eigenen Verkaufsstellen in folgender Weise neu zu regeln: Montag und Donnerstag: Verkauf von Schmalz, Speck und Wurst; Dienstag und Freitag: Verkauf von Marmelade und Eiern; Mittwoch und Sonnabend: Verkauf von Fleisch, Knochen- fleisch, Knochen, Talg und Wurst. Vielfachen Wünschen entsprechend will die Gemeinde den Versuch machen, Lebensmittel an die Ein- wohner zu den von ihr festgesetzten Preisen durch die örtlichen Kaufleute abzugeben. Um der Knappheit an Fetten zu steuern, will die Gemeinde ferner durch die örtlichen Schlächiermeister Speck an alle Einwohner zum Preise von 2,40 M. pro Pfund verkaufen. Da jedoch ein Ueberblick über die benötigte Menge notwendig ist, soll die Abgabe des Speckes nur gegen Vorzeigung eines Ausweises (Spsckkarte) erfolgen, die im Zimmer 4 des Raihauses in der Zeit von 8 bis 1 Uhr erhältlich ist oder auch schriftlich nachgesucht werden kann. Ausgeschlossen von diesem Verkauf sind diejenigen .PersouärFdie Bereits im Besitz einer Schmalz- und Speckkarte find. Für diese Empfangsberechtigten findet der Verkauf wie bisher in den Verkaufsstellen der Gemeinde statt. Lebensmittelfürsorge in Potsdam. Bei der Beratung der Anträge über die städtischen Lebens- mittelverkaufsstellen in der letzten Stadtverordnetenversammlung teilte der Oberbürgermeister V 0 s b e r g mit, daß die Stadt für 1 097 828 M. Lebensmittel und für 991 000 M. Mehl eingekauft habe. Von den Lebensmitteln— 36 000 Zentner Kartoffeln, 300 Fässer Schmalz, 400 Fässer Heringe, 200 Kisten Eier, 500 Zentner Butter, 6800 Eimer Marmelade, 100 Zentner Zwiebeln, 157 Zentner Teigwaren, 46 000 Büchsen Rindfleisch und 19 200 Büchsen kondensierte Milch— wurden zwei Drittel den Händlern übergeben und der Rest wird von der Stadt verkauft, die dadurch überall preisdrückend gewirkt hat. Der Oberbürgermeister er- wähnte hierauf die Tätigkeit einer Lebensmittelprüfungskommis- sion, einer Preisprüfungsstelle und die Festsetzung von Höchst- preisen, bei denen man sich an die in Berlin gültigen Preise ge- halten habe. Kinderveranstaltung für Neukölln. Der Spielausschutz für Kinderveranstaltungen veranlatzt für Sonntag, den 14. November, mittags, pünktlich 12 Uhr, in den Sternlichtspielen, Hermannstr. 49 (früher Bartsch), eine Kinovorstellung. Eintritt für Kinder 5 Pf., für Erwachsene 15 Pf. Eintrittskarten auf den Zahlabenden, an den Spieltagen in den Jugendheimen, in der Spedition Siegfried- stratze 28, im Bureau des Wahlvereins, Neckarstr. 3 und bei der Genossin Lietsch, Wildenbruchstr. 86. parteiveranftaltungen. HmnSdorf, Waidmannslust und Glienicke. In Hermsdors bei Eggebrecht, Albrechtsw. l, findet am lO. November, abends 9 Uhr, der gemeinschaftliche Zahlabend statt. Vortrag der Genossin Käte Duncker: „Gegenseilige Hilfe in der Tierwelt." Borfigwalde-Wittenaa. Der Zahlabend für sämtliche Beztrke findet bei Writschach, Ernststraße Ecke Konradstraße, statt. Vortrag des Genosse» Oerter. Niederschönhauseu-Nordend. Die Mitgliederversammlung findet am Dienstag, den 9. d, M.. abends>/z9 Uhr, bei Rcttig, Blankenburger Straße 4 statt. Vortrag des Genossen A. Cohen über Kriegsverletzten« sürsorge. Friedrichsfelde. Mittwoch, den 10. November, Zahlabend-Versamm- lung bei S u d b r i n k, Berliner Straße. 1. Berichte. 2. Kriegsunter- stützung. 3. Weihnachtsbescherung. Britz. Heute Sonntag, nachmittags 3 Uhr, findet eine öficntliche Ver- fammlung für Frauen und Männer im Lokal von Becker, Chausseestr. 97 kiatt. Tagesordnung: Die Verteilung von Lebensmitteln in der Gemeinde Britz. Referent: Gemeindevertreter Genosse Schröder. Freie Aus- spräche. Um zahlreichen Besuch, hauptsächlich der Frauen, wird ersucht. Lichterfelde. Mittwoch, den 10. November, abends 8'/, Uhr: Gemein- samer Zablabend bei Wabrendors, Hinhenburgdamm Nr. 104. Friedrichshagen. Mittwoch, den 10. November, abends 81/, Uhr. findet bei Lerche. Friedrichstr. 112, der gemeinsame Zahlabend statt. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Landtagsabg. Genossen Otto B raun. Der Vortragende behandelt ein für unsere Frauen sehr wich- tiges Thema. Die Frauen der Mitglieder und unsere Kriegersraue» sind daher ganz besonders eingeladen. Irauenleseabenüe. Wilmersdorf. Dienstag, den 9. November, abends 80, Uhr, Im Lokal von Schilling, Lauenburger Str. 21: Vortrag der Genossin M. Wurm über:»Das weibliche Dienstjahr.' Jugenüveranstaltungen. Lichterfelde-Lankwitz. Heute Sowtiag, 0,3 Uhr, bei Dahrendorf (vorm. Richters, an der Pauluslirche: Einübung zum Unterhaltungsabend. Nachdem Vortrag:.Die Enstehung der Erde.' Märkische Spielvereinigung. Bezirk Brotz- Berlin. Heute Sonntag finden folgende«viele der I. Klasse statt: Eiche, Tegel— R. B, C. Fichte III, Fichte VII. Vellen. Weißensee, Eiche, Köpenick— Obersprec. Lichtenberg— Fichte IV, Neukölln— Fichte IX. Sparta—.Schöneberg, Eintracht.— Frisch, Frei. Verband der freien Volksbühnen Ii Volksbühne, Theater am Bülowplats. Bußtag, 17. November 1915 mittags ISlJhr: 1 abends 70, Uhr: Oeffentl. Hauptprobe I IV. Konzert Die Legende von der Keiligen Elisabeth. Oratorium von Franz Liszt. Dirigent: Bruno Kittel. Mitwirkende: 153/13 Kammersängerin Boehm van Endert, H. v. Czarllnska, Sidney Blden, Eueren Brleger. Karten zu 75 Pf. für die öffentl. Hauptprobe, zu M. 1,— für das Konzert b. Tietz, Wertheim, Invalidendank, Volksbühnen- Bnchhdlg:. Köpenicker Str. 68, Verbandsgeschäftsstelle, Linien- straSe 227(v. 9—1, 3— 7 Uhr) und in allen Zahlstellen. iws xsxi|• i Ortsgruppe Berlin. Heute Sonntag' 7. November 1915, im großen Saale des Gewerkschaftshauses; Volkslieder-Abend. Mitwirkende: Das Vokal-Terzett Else Knüttel nnd Anni Böttcher, Sopran, und Elisabeth Böhm, Alt. Bezitation: Fräulein Walli Kussel 2/13 Einlaßkarte SO Pfennig. SaalöSuung 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Einlaßkarten zu 30 Pf. zu haben hei Heyse, Boyen- straße 19; Strand:, Schivelbeiner Str. 40; Horsch, Engel- nler 15; in den übrigen Zahlstellen sowie in der Geschäftsstelle, Fritz Kruse, Mariannonstr. 11(Fernsprecher Moritzplatz 1575). i u/, jy i ti uz. i-uiijj, |« j»ygyrxszsxgzisizi� 1. eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht Zentrale: Lichtenberg, Rittergutstr. 16—26. iluszabluog der Rückvergütung für die Mitglieder Nr. 1 bis 30(XX) vom 8.— 13. November „ 30 001„ 60 000„ 15.— 20. „ 60001„ 90000„ 22.-27. „ 90 001„ Schluß, 29. Nov. bis 4 Dez. Die Auszahlung der Mckvergütung erfolgt in der Ver- kaufsstelle, in der das Markenblatt ausgegeben wurde. ZM" An Kinder wird nicht ausbezahlt. i/4 105/4 Oer Vorstand. 10 Jahre schriftl. Garantie. taa Bürgerl. Beste Verarbeitung, Wohnungs-Einriehtungen iw jetzt zn konkurrenzlos billigen Preisen."WS Schlafzimmer: M. 183, 219, 270. 326, 428 bis 3500 Speisezimmer: M. 296, 333, 426, SOS, 622 bis 4000 Herrenzimmer: M. 209, 328, 487, SSO, 627 bis 3000 Wohn-Salons: M. 242, 369, 429. 543, 736 bis 2500 Nenzeltl. Küchen: M. 51, 58, 75, 93, 125 bis 450 Franko-Lief. durch Deutschland ab Fabrikgob. IU.Katal.gr Die Zahlung kann durch Wertpapiere erfolgen, ev. auch nur als Sicherheit. Möbel-Engros-Lager Berliner Tischler- nnd Tapezierer-Meister G. m. b. H. BEREIV C. 33, Alexanderstr. 42, Merl(«leiser H.& P. Uder. Berlin SO. 16, • engcl-CIfer 5. Tabak-Oroßhandlnng und Tabaktabrik. 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Oberschönsweide: Warnekc, Wilhellninenhofstr. 18. Adlershos: Posewitz, Bismarckstr. 20. Wcißcnsee: Peukcrt, Berliner Allee 251. Niederschönhauien: Greth, Bismarck- straße 37. Reinickendorf: Lüning, Scharnweber- ftraße 37. Charlottenburg: Hartfiel, Kirchstr. 10. Schöneberg: Wandle, Bahnftr. 25. Steglitz: Meyer, Forststr. U. Lankwitz: Heitzmann, Martcnstr. 7. Tempeihos: Müller, Rmgbaynstr.41/42. Neukölln: Föhst, Steinmctzsw, 98. Geschäftsstelle: F. Dietrich, Neukölln. Kaifer-Friedrich-Sir. 107. Wichtig für Herren! Wegen Einberufung;! sollen schnellstens* Ulster, Palelots, Anzüge, fertig r» Maß im Einzelverkauf von Erster Herrenkleider-Fabrik ausverkauft werden. Verkaufszeit 10— 6, Sonnabends 10— 8, Sonntags 12—2. Xfolkenmarkt 7-8, IT., Ecke Eiergasse. Fabrstubl. Nr. 808. 32. Iahrgaug. 3. Keilm des.. iizcj zzIöklöH. gitftlü? zg"!"') Sovvtag, 7. November W15. Tot gebetet! Die Verhandlung gegen die beiden wegen fahrlässiger Tötung angeklagten Frauen Ahrens und Hüsgen wurde gestern fortgesetzt und schließlich auf Mittwoch vertagt. Eine Reihe Zeugen und Sachverständiger wurde vernommen. Der Untersuchungsrichter Landgerichtsrat Scharmack bekundet, die Zeugin Bert habe in der Voruntersuchung sich bestimmt dahin geäußert, daß Frau Ahrens die Behandlung nur unter der Bedin- gung übernommen habe, daß ein Arzt wegfällt. Ebenso hat da- mals die Zeugin ausgesagt, daß die Ahrens ihr in bezug auf die Diät alles erlaubt habe, außer Zucker; die airdere habe wieder 8 Stücke Zucker erlaubt. Fräulein Verl habe auch ganz ausführlich dargestellt, wie bei der Butze eine Sitzung in Gegenwart der Ahrens stattgefunden habe: es hatten daran Frau Butze, der Oberleutnant Thiele und Fräulein Verl teilgenommen. Die Ahrens habe auf einem Stuhl gesessen mit gesenkten Augen und habe für die drei an ganz verschiedenen Beschwerden leidenden Personen gleichzeitig .gearbeitet". Die Berl habe früher viel bestimmtere Angaben zu Ungunsten der Angeklagten gemacht als gestern.— Die Angeklagte Hüsgen erklärt, sie habe die Nuscha Butze auf das erste Gebot hin- gewiesen:„Du sollst keine anderen Götter haben neben mir"; sie müsse ihr ganzes Vertrauen auf Gott setzen und dies Vertrauen dürfe nicht geteilt werden, denn Gott sei Wahrheit, Leben und Liebe. Aus den weiteren Zeugenaussagen sind die des Oberleutnants Thiele, eines Neffen der Butze, sowie dessen Vaters, des Bürger- meistrrS a. D. Thiele, hervorzuheben. Beide sagen gegen die Zeugin Berl aus. Dieser ist von der verstorbenen Butze im Testament ein Legat von 200 M. monatlich ausgesetzt. Eine Anfechtungsklage hiergegen ist von dem Vater Thiele als Testamentsvollstrecker er- hoben, aber in den beiden ersten Instanzen abgewiesen; sie schwebt jetzt beim Reichsgericht. Gegen die Berl sind allerlei St-asanzeigen aus Anlaß der Erbstreitigkeiten erstattet. Nach Ansicht des Oberleutnants Thiele herrschte die Berl im Hause seiner Tante. Sie ßi an der„Disharmonie" schuld. Diese und die Ueberanstrengung r Nuscha hätten die Heilung gehindert. Der Zeuge selbst ist Anhänger der Lehre der Scientisten. Er sei durch sie geheilt und habe seiner Tante scientistische Bücher zum Lesen gegeben. Ueber seine„Heilung" erzählt er:„Ich hatte einen Unglücksfall erlitten, als dessen Folge ein Nervenchok sich ergab. Ich hatte eine völlige körperliche Erschütterung erlitten und eine Sehnenverzerrung am Halse. Ich bin durch viele ärztliche Hände gegangen, bin im Sana- torium gewesen, habe auch eine Operation durchgemacht. Auf die Dauer hat die ärztliche Behandlung nichts genutzt, der Endeffekt war nicht befriedigend. Die Narben sehen am Halse sehr schlecht aus; in dem Moment aber, wo die christliche Wissenschaft einsetzte, hat sich das Aussehen der Narben außerordentlich gebessert. Es war geradezu erstaunlich, daß ich, während früher ich mich beständig hinlegen mußte, ich jetzt jeden Tag mehr und mehr die Kraft oe- kam, mich aufrecht zu erhalten. Dazu kam, daß ich magenleidend war; sehr bestechend war es nun, daß 4 bis 5 Tage nach Eintritt der christlichen Behandlung sich die Magenbeschwerden legten und der Magen wieder richtig funktionierte. Während ich bis dahin Festes nicht vertragen konnte, aß ich nach Eingreifen der Science gleich wieder alles, was der Tisch brachte und zwar ohne besonb-ce Beschwerde. Ich bin imstande, jetzt wieder meinen Dienst zu tun." Durch falsche Diät und zu vieles Studium sei er jetzt nervenleidend !ieworden. Den Widerspruch zwischen der scientistischen Ansicht und einem jetzigen Leiden erklärte er auf Befragen dahin: er habe wohl gegen die grundlegenden Lehren verstoßen, jetzt sei er aber klug geworden; eine Materie bestehe noch, wir müssen uns aber -darüber hinwegsetzen.'Infolge der vermeintlichen Erfolge an ihm habe seine Tante sich in die Behandlung der Christian Science (christliche Wissenschaft) begeben. Als die Ahrcns kam, habe sich die Tante von Tag zu Tag wohler gefühlt. Sie sagte mehrfach: „Ich fühle, daß alles Ungemach schwindet, ich fühle mich so jung, wie ein LOjähriges Mädchen." Fräulein Ahrens hat gesagt, die Tante könne essen, was der Tisch bringt und als die Tante doch einige Furcht vor manchen Speisen ausdrückte, sagte Fräule'n Ahrens: sie solle dann lieber das nicht essen, wovor sie Furcht habe. Frau Butze habe bezüglich der Diät manchmal über die Stränge geschlagen; da ihr nun freigestellt war, zu essen was sie wollte, hat sie manchmal des Guten zu viel getan. Fräulein Berl habe einen außerordentlich großen Einfluß auf die Tante gehabt. Als nun die christliche Science in das Haus kam, trat diese da- zwischen; der Einfluß der Berl wurde allmählich vermindert. Seine Taute habe unter dem Wesen der Berl schwer gelitten. Ein Beisitzer macht darauf aufmerksam, daß die Bekundungen des Zeugen doch mit den Angaben anderer Zeugen schwer zu ver- einbaren seien; beispielsweise mit der Tatsache, daß Frau Butze der Berl ein scientistisches Buch dediziert hat mit der Widmung: „Meinem Pumpclchcn zum Segen!" Die Tante, bekundet noch der Zeuge, habe keinen Widerwillen gegen die Aerzte gehabt. Sie wollte sich aber nicht einer Diät unterwerfen und sich auch nicht durch die Aerzte zum Nichtstun verurteilen lassen. Nach der Zeugenvernehmung werden die zum Fall Butze gc- ladenen medizinischen Sachverständigen vernourmen. Dr. Wosbutzki, Dr. Reicher, Prof. Rautenberg, Prof. Umber sprechen übereinstimmend sich dahin aus, daß bei rechtzeitigem ärztlichen Eingriff und bei Diät Frau Butze noch Jahrelang ein arbeitsames Leben hätte führen können. Sie habe an einer gut- artigen Diabetes gelitten. Bei dem Prozeß interessiert weniger die strafrechtliche Seite: kommt das Gericht zu der Ansicht, die Angeklagten glaubten an ihren Glauben oder die Verstorbene selbst habe dem Glauben gehuldigt und die Angeklagten hätten sie nicht zu Diätfehlern und Fernbleiben von ärztlicher Behandlung veranlaßt, so wird Freisprechung erfolgen. Weit interessanter ist die psychologische Seite der durch die Verhandlung auf- gerollten Frage, das ist die Wirkung der Einbildung und Suggestivkraft, die Personen solchen Glauben und das Ver- trauen zu ihrem Glauben beibringt und unheilvolle Wir- kungen nicht nur auf die von diesem Glauben Besessenen ausüben kann. Soziales. Ei» Kriegsbeschädigter als Kläger. Die Firma Eduard Jäckel, Brunnenstr. 156, ersucht uns um Feststellung, daß sie mit der Firma nicht identisch ist, die als Be- klagte vor dem Gewerbegericht in dem Prozeß fungierte, über den wir am 4. d. MtS. berichteten. Diesem Wunsch kommen wir hier« durch nach._ Verlängerung kurzer Verjährungsfristen. Durch Verordnung vom 22. Dezember 1914 hat der Bundesrat bestimmt, daß die in den ZK 196, 197 des Bürgerlichen Gesetzbuches bezeichneten Ansprüche des täglichen Lebens, soweit sie an jenem Tage noch nicht verjährt waren, nicht vor dem Schlüsse des Jahres 1915 verjähren sollen. Die Gründe, die zu dieser Maßregel geführt hatten, bestehen bei der Fortdauer des Krieges unvermindert fort. Durch eine neue Verordnung vom 4. November wird deshalb die Verjährung der bezeichneten Ansprüche um ein weiteres Fahr erstreckt. Alle von der Verordnung betroffenen Ansprüche, die am 22. De- zember 1914 noch nicht verjährt waren, verjähren hiernach nicht vor dem Schlüsse des Jahres 1916. Diese Erstreckung der Verjährungs- frist kommt sowohl den Ansprüchen zugute, deren regelmäßige Ver- jährungSfrist mit dem Schlüsse des JahreS 1915 ablaufen würde, als auch denen, deren Verjährung bis zu diesem Zeitpunkte durch die Verordnung bereits einmal hinausgeschoben war, ferner denjenigen, deren Verjährungsfrist in der Zwischenzeit ge- hemmt oder unterbrochen war und deshalb sonst im Laufe des Jahres 1916 ihr Ende nehmen würde(zu vergl. ZZ 205, 217 des Bürgerlichen Gesetzbuches). In der neuen Verordnung wird gleich- zeitig ein Zweifel gelöst, der über die Auslegung der vorjährigen entstanden war. Für einzelne der in den§§ 196, 197 des Bürger- lichen Gesetzbuches bezeichneten Ansprüche ist die Verjährungsfrist nicht dort, sondern in anderen ReichSgesetzen bestimmt, so z. B. für die aus den Dienst- und Heuerverträgen herrührenden Forderungen der Schiffsbesatzung auf Lohn, Heuer, freie Rückbeförderung usw. in den ZZ 901, 902 des Handelsgesetzbuches und dem Z 117 des BinnenschiffahrlSgesetzes. Nach Zweck und Wortlaut der Verordnung vom 22. Dezember 1914 ist die Erstreckung der Verjährung auch zugunsten dieser Ansprüche eingetreten. Im Interesse der Gläubiger ist diese Auslegung nunmehr in der Verordnung selbst ausdrücklich festgelegt worden. Verlustlisten. Die preußische V e r l u st l i st e Nr. 373 enthält Verluste folgender Truppen: -cr,-t-t �ns.-caeg. �cr. oiz), to, ou, i» cg. 71, 80, 82, 84, 86(f. auch Jnf.-Reg. Nr. 84). 87. 88. 89, 90. 93 (s. Gren.-Reg. Nr. 8), 96. 98, 99, 109, 110, III, 113, 114, 116(siehe auch Res.-Jnf.-Reg. Nr. 254), 118, 128, 129, 131. 136, 138(siehe auch Jnf.-Reg. Nr. 372). 140, 142, 144, 146, 147(s. auch Jnf.-Reg. Nr. 372), 148, 149, 150, 156, 157, 159, 160, 161, 162, 164, 165, 166, 168, 169, 171 bis einschl. 175(letzteres s. auch Jnf.-Reg. Nr. 343), 176, 184, 185, 189, 190, 193, 343, 352, 353, 365, 372, 874, 377. Res.-Jns.-Regimenter Nr. 15, 17. 18. 19, 21, 22, 23, 24, 30(s. Landw.-Jns.-Neg. Nr. 87), 52, 57, 30, 87. 88. 90, 91, 93. 98. 110, III, 116, 201, 203, 206, 213 bis einschl. 222, 224, 230. 233, 235, 236, 250 bis einschl. 254, 256, 257, 261. 266. Landw.-Jnf.- Regimenter Nr. 22, 33. 46, 48, 57. 61, 83, 87. Landst.-Jns.-Rc- gimenter Nr. 3, 8. 10, 11. 17, 109, 115. Brig.-Ers.-Bataillone Nr. 42(s. Jnf.-Reg. Nr. 365) und 55. Landst.-Jnf.-Bataillone: 2. Königsberg. Könitz, 1. Ostrowo, Ratibor, 2. Saarbrücken, 1. Wahn, 1. Wesel. Landst.-Jnf.-Ers.-Bataillone: 5. Saarbrücken, 6. Saarlouis, 5. des 7. Armeekorps(Scnuelager), 1. und 2. des 15. Armeekorps(Straßburg i. E.). 1. Garnison-Bat. des 6. Armee» korps. Jäger-Bataillone Nr. 4 und 6(s. Res.-Jnf.-Reg. Nr. 18); Res.-Bataillone Nr. 1. 4 und 17. Res.-Rads.-Komp. Nr. 78. Ge- birgs-Maschinengew.-Abteilungen Nr. 202 und 203; Feld- Maschinengew.-Züge Nr. 33 ls. Res.-Jäger-Bat. Nr. 17), 121, 13r (beide f. Jnf.-Reg. Nr. 50), 203, 300(s. Jnf.-Reg. Nr. 372). Kavallerie: 1. Gardc-Ulanen; Grenadiere zu Pferde Nr. 3; Dragoner Nr. 5; Husaren Nr. 4 und 10; Ulanen Nr. 10; Res.- Ulanen Nr. 2; Jäger zu Pferde Nr. 6.«„ Feldartillerie: 5. Garde-Neg.; Regimenter Nr. 3, 8, 9. 11, 14. 16. 18, 31, 34. 37, 46, 57(s. Feldart.-Reg. der 4. Landw.-Div.), 66(s. Feldart.-Reg. Nr. 80), 80 und Reg. der 4. Landw.-Div.; Res.-Regimenter Nr. 9. 12. 14, 20. 36; Feldart.-Abt. Nr. 231. Gruppe v. Dresky(s. Feldart.-Reg. Nr. 34 und Feldart.-.lbt. Nr. 231). Fußartillerie: Regimenter Nr. 3(s. Feldart.-Reg. Nr. 3) und 11; Res.-Regimenter Nr. 9, 17. 18; Landw.-Bat. Nr. 6. Jußart.- Batterien Nr. 312. 393, 502. Pioniere: Regimenter Nr. 23, 24, 25; Bataillone: I. Nr. 1, II. Nr. 3, II. Nr. 4, II. Nr. 10, I. Nr. 11, l. Nr. 16, I. Nr. 26, I. Nr. 27; Res.-Bat. Nr. 33. Pwnier-Komp. Nr. 250; 1. Landw.- Komp. des 6. und 1. des 14. Armeekorps. Leichter Scheinwerfer- zug Nr 17; Feld-Scheinwerserzug Nr. 258; Leichter Rcs.-seld- Scheinwerferzug Nr. 39. Mittlere Minenwerfer-Abt. Nr. 167. Armce-Telegraphen-Abt. Nr. 4. Train: Leichte Proviantkolonne Nr. 6 des 2. Armeekorps. Fuhrvarkkolonne Nr. 7 des 9. Armeekorps. Sanitäts-Komp. Nr. 3 des 5. Armeekorps. Armierungs-Bataillone Nr. 35 und 77. Artilleriedepot Namur. Unteroffizierschule Potsdam(s. Res.-Jnf.-Reg. Nr. 93). »» * Der Schluß der sächsischen Verlustliste Nr. 221 wird ver- ösfenllicht, deren Inhalt wir bereits gestern mitteilten. Die sächsische Verlustliste Nr. 222 meldet Verluste der Jnf.-Regimenter Nr. 100, 104, 351; Res.-Jns.-Regimenter Nr. 103, 133, 243, 244; Landw.-Jnf.-Regimenter Rr. 103, 104, 106; Landst.- Jns.-Req. Nr. 19; Landst.-Jnf.-Bataillone: Dresden(XII. 1); (XII. 2); Meißen(XII. 4); Pirna(XII. 5); Freiberg(XII. 6); Zittau(XII. 7); Großenhain(XII. 8; Leipzig(XIX. 5); Anna- berg(XIX. 14); Ers.-Bat.(XII. 10). Weitere Verluste. Die w ü r t t c m b e r g i s ch c Verlustliste Nr. 294 enthält Ver- luste des Ers.-Jnf.-Rcg. Nr. 51; Res.- und Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 119; Jns.-Regimenter Nr. 120, 121; Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 122; Gren.-Reg. Nr. 123; Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 123; Jnf.-Regimenter Nr. 124, 125; Landw.-Jnf.-Regimenter Nr. 125, 126; Jnf.-Reg. Nr. 127; Res.-Jnf.-Reg. Nr. 247; Feldart.- und Ers.-Feldart.-Reg. Nr. 65; Gebirgs- Kanonen-Batt. Nr. 13. Verluste durch Krank- heiten; Berichtigungen früherer Verlustlisten. WettrrauSsichten für daS mittlere Norddeutschland bt> Akontag mittag. Kühl und großenteils bewölkt, mit weitverbreiteten, im Binncnlandc meist geringeir, an der Rüste etwas stärkeren Niederschlägen. Später zeitweise ausklarend. 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Deutsches Künstler-Theater: Dattertch. Lessing-Theater: Baumelster Solneß. Abend« 3',« Uhr: Volksbühne, Theater am Bülowplatz: Montag, Mittwoch, Donnerstag: Faust l. Teil. Dienstag: Der __ Kauimann von Venedig._ Theater für Sonntag« 7* November* liustsplelhaus. 8>/t Uhr; Die£hre. 8'/, Ü.: Herrschaftlich. Diener gesucht Rontlt» Operetten-Theater 37« U.; Hoheit taust Walmer Gastspiel Louis Treumann. 8 Uhr: Ein Tag im Paradlos. Residens-Theater 87, Uhr; Die Schdne vom Strand. 87« Uhr: Die Printestin vom Nil. Schiller-Theater O. 3 Uhr: Rarla Stuart. s uhr; Schirin und Gertraude. Deutsches Opernhans Charlottbg. 3 Uhr: Die verk. Braut. 8 Uhr: llndine. Friedrich-Wilhelmstädt. Theater. 9 Uhr: Oer Troubadour. 8 Uhr: Der VogclhUndler. Oebr. Herrnfeld. Theater s uhr; Rosenblatt's Kleines Theater. 37, Uhr: Ijlebelel. 8 Uhr: Oer Raub der Sabinerinnen. Komischo Oper. 37, Uhr; Gold gab ich Illr Elsen. s uhr; Jung muß man sein Deutsches KQnstier-Tbeater. 8 uhr; Die selige Exzellenz. I,es8i*a-Thcatcr. 3 Uhr nachm.: Baumeister SoIncC. 8 Uhr: KontUdlc der Worte. Metropol-Theater 77, u.; Die Kaiserin 8 Uhr nuch'ti.: TIarthii. SchtUer-Th.Charlottenbe. 8 Uhr: Das Glück im Winkel. e u�: ill-Beldelberg. Thalia-Theater. 3 Uhr: Kam'rad Riinne. 8 Uhr: Drei Paar Schuhe. Theator am\oIlendorfpl. 37t Uhr: Die Oollarprinzessin. 87, Uhr: Immer feste druiTZ Theator des Westens 8 Ulm; Der künstliche Mensch. 37, Uhr: Polenblut. Trlanon-Theatcr. 37, Uhr; Staatsanwalt Alexander. 87, U.: Bodo's»rantschau. JU Berliner Konzerthans. Alauerstr. 82. Zimmerstr. 90/91. Heute; Großes Konzert. Berliner Konzerthaus-Orchesler&.k;ä; Anfang 4 Uhr. Anfang Ä Uhr. An allen Woehentascn Maehmlttags-Konsert bei vollem Orchester und freie« Eh tritt URANIA TaubenetraBe 48)49. Sonntag 4 Uhr(halbe Preise); Von den Karpathen bis Brest-liitowsk. Sonntag und Montag 8 Uhr: Die Dardanellen, Konstantinopel und der Bosporus. National-Theater. Köpenicker StraBe 67/68. ®i/«u.: s. M. der Dollar. 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Billetts in dsn Fllialsn der Konsumgenossenschaft und In allsn mit Plakaten versehenen Geschälten zu haben. 67/1 MMtiMMMMiMMSMif 1. Orgetverspiel. 2. Drei Chorgesänge mit Orgsl- begleitung. 3. Arie aus der„SchSpfung- von Haydn, 4. Vier geistliche Volkslieder a cappella.