Nr. 79. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919 200 Vorwärts ६ 11. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Der Parteitag der österreichischen Sozialdemokratie. Mit voller Befriedigung darf die österreichische und die ihr so warm befreundete deutsche Sozialdemokratie auf den Verlauf des in Wien abgehaltenen Parteitages der österreichischen Sozialdemokratie zurücksehen. Freitag, den 6. April 1894. indun Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Kein Mißton störte die Verhandlungen, allgemein war das Gefühl, daß die österreichische Sozialdemokratie zu einer Macht geworden ist, der die auf ihrem letzten Parteitage gestellten Forderungen bald bewilligt werden müssen. c3 auf dem weiten Gebiete der proletarischen Be- ganzen Kräfte für die Erringung des allgemeinen Wahlmegung faum eine Frage, welche zu leidenschaft- rechtes einzusetzen. licher Erörterung und Bethätigung geeigneter ist als Theilen wir auch nicht vollkommen die auf dem Parteider Generalstreit". Ohne politische Macht, willenlos der tage geäußerten Ansichten über den Generalstreit, so dürfen Ausbeutung preisgegeben, muß das österreichische Prole- wir doch getrost der Klugheit und Energie der öster tariat zähneknirschend die Verhöhnung von Recht und Gesez reichischen Bruderpartei die Entscheidung überlassen, wie erdulden, welche die von der beutegierigen Bourgeoisie und wann sie von diesem Kampfmittel Gebrauch zu machen tommandirte Behörde Tag für Tag verübt. für gut finden wird. Deshalb fönnen wir es unterlassen, Während die Bourgeoisie Desterreichs in eine Unzahl Jm Parlament auf die zwar gern und thatkräftig ge- auf diese Frage hente näher einzugehen, umſomehr, als sich Parteien, Kliquen und Koterien zerfällt und die Nationa- übte aber nicht ausreichende Hilfe weniger Freunde an- noch Anlaß bieten wird, die Frage des Generalstreits rein litäten innerhalb der Bourgeoisie dieses völkerreichen gewiesen, fehlt der österreichischen Arbeiterschaft jede Mög- sachlich und unabhängig von den Vorgängen in Desterreich Staates trotz der troß der nun geschlossenen Koalition gegen lichkeit, ihre Forderungen an dieser Stelle machtvoll zu ver- zu besprechen. die Arbeiterklasse einander unausgesetzt beargwöhnen, treten, und so ist es begreiflich, wenn die Sozialdemokratie Die übrigen Punkte der Tagesordnung zu besprechen, beweist der eben abgehaltene Parteitag, daß das in Desterreich in der Arbeitsverweigerung ein Mittel für fönnen wir uns ersparen, da sie für die deutschen Proletariat Oesterreichs einig ist, daß Czechen, Polen, die Erzwingung politischer Rechte erblickt. Genossen Don geringerem Interesse waren; es Italiener und Südslaven im brüderlichsten Vereine Die hundert und drei Redner schon an dieser Ziffer sei blos hervorgehoben, daß die Organisation dem gemeinsamen Ziele, der Befreiung der Arbeiterklasse allein vermag man die eminente Wichtigkeit dieser Frage verbessert wurde, die Verbindung mit den czechischen Ges aus den Fesseln der Lohnsklaverei zustreben. Nirgends zu erkennen, welche zu diesem Punkte der Tagesordnung nossen und der Bergarbeiter noch enger wurde. besser als auf den österreichischen Parteitagen zeigt sich, daß das Wort nahmen, haben übereinstimmend mit zielbewußter die internationale Vereinigung der Arbeiter keine Phrase, Entschlossenheit dargethan, daß das österreichische Proletariat sondern ein gewichtiges Kampfmittel, ja die Voraussetzung gewillt ist, ohne die gewerkschaftliche Thätigkeit der Arbeiter jedes großen Erfolges im Befreiungskampfe des Prole- klasse auch nur im Geringsten zu beeinträchtigen, fortan tariats ist. seine ganze Kraft der Eroberung der politischen Macht zu Wer es weiß, daß die österreichische Sozialdemokratie widmen und zu diesem Zweck alle ihm zu Gebote stehenden erst seit dem Hainfelder Parteitage vom Jahre 1889 Mittel in Anwendung zu bringen. Als äußerstes und letztes wieder als kämpfendes Glied innerhalb der Bruderparteien Mittel ist der General- oder Massenstreit in Aussicht geanzuerkennen ist, und daß sie erst seit Jahresfrist über eine nommen. Wenn das österreichische Proletariat dieses Mittel Organisation verfügt, der muß die Sachlichkeit der Ver- anzuwenden entschlossen ist, so verkennt unsere Bruderpartei handlungen und die Entschloffenheit, Energie und Klugheit, durchaus nicht die Schwierigkeit der Ausführung und die Politische Ueberlicht: welche in denselben zu Tage trat, bewundern. Daß große folgenschwere Verantwortlichkeit für die Anordnung des Worte es allein nicht thun, daß alle Verhältnisse innerhalb Generalstreifs. der Partei sowie die Macht der Gegner genau erwogen Auch hiervon legten die Aeußerungen der Delegirten werden müssen, wenn Beschlüsse gefaßt werden, die bindend auf dem Parteitag deutlich Zeugniß ab und aus den einsein sollen für die österreichische Arbeiterklasse, das haben unsere österreichischen Brüder wohl erkannt. Deshalb der Born der ganzen bürgerlichen Presse innerhalb und außer halb der schwarz- gelben Grenzpfähle! Lieber wäre es freilich der Bourgeoisie gewesen, der Parteitag hätte überschwängliche Kraftphrasen gemacht, hinter denen nicht die Macht der Ausführung steht, als daß er vorsichtig seine Beschlüsse abgewogen hat, aber die Macht besitzt, diese auch ganz auszuführen. did thin De Feuilleton. Der Jude. lung wou t 20 od dru cer Deutsches Sitten gemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. blanc moting Von E. Spindler. müthigen Darlegungen hob sich der unerschütterliche Wille heraus, nicht unüberlegt und leichtsinnig in den Generalstreit zu treten, sondern in thatkräftiger Organisation das Proletariat vorzubereiten und, allen Eventualitäten gegen über gewappnet, im geeigneten Moment den aufgezwungenen Kampf zu beginnen. " So kann die Sozialdemokratie aller Länder und die Deutschlands in erster Linie ihrer Freude über den Wers lauf des Parteitages Ausdruck geben. Berlin, den 5. April. Aus dem Reichstage. Den Eindruck, daß die Ferienruhe die parlamentarische Arbeitsluft vermehrt habe, machte der heute wieder zusammengetretene Reichstag sicher nicht. Statt um 2 Uhr, wie auf der Tagesordnung angesetzt war, konnte der Präsident von Levehow erst kurz vor 3 Uhr zur Eröffnung der Verhandlungen schreiten, weil erst um diese Zeit sich ein paar Dugend Abgeordnete ein gefunden hatten. Auf der Tagesordnung stand an erster Stelle die Interpellation Osann- Möller betr. den Fortbildungs- Unterricht an Sonntagen. Durch die letzte Novelle zur Gewerbe- Ordnung wird bestimmt, daß mit dem 1. Oktober d. Js. dieser Unterricht an Sonntagen aufzuhören hat, resp. auf eine Zeit verlegt werden muß, in die der regelmäßige Sonntags- Gottesdienst nicht fällt. Diese Bestimmung hat nun zur Folge, daß, da die Kirche zu einer Verlegung der Gottesdienst- Stunden nicht zu haben ist, Lehrern und Schülern aber doch nicht zugemuthet werden kann, den Unterricht in den Sonntags- Nachmittags stunden vorzunehmen, der Fortbildungsunterricht an Sonntagen überhaupt fortfallen muß. s Die sehr begreifliche Anschauung, den politischen Kampf und die politische Organisation in zweite Linie, hinter den Kampf um wirthschaftliche Forderungen zu stellen, tam auf Das Hauptinteresse konzentrirte sich auf den Theil der dem Parteitage, insoweit ste in Desterreich besteht, voll zum Tagesordnung, der die frühzeitige Einberufung des Partei Ausdruck, aber sie mußte der tieferen Erkenntniß weichen, tages veranlaßt hat, auf die Erörterung über das all daß wer für politische Rechte kämpft, damit auch die Begemeine Wahlrecht und den Generalstreit. dingung für jede ökonomische Forderung erst recht schafft. Erft in 20 Sigungsstunden wurde diese Frage erschöpft. So, und nur so ist der einstimmige Beschluß in Sachen des Hier zeigte sich deutlich, so schreibt dem Sozialdemokrat" Rampfes ums Wahlrecht aufzufassen. ein Theilnehmer am Kongresse, welch großartige Fortschritte Die österreichische Sozialdemokratie hat mit ihren Be die organisirte Sozialdemokratie in Desterreich in den schlüssen bewiesen, daß sie die Bedeutung des allgemeinen lezten Jahren zu verzeichnen hat. Unter Berücksichtigung Wahlrechtes als politisches Kampf- und Propagandamittel der eigenartigen Verhältnisse Verhältnisse in Desterreich giebt voll zu würdigen versteht, und daß sie gewillt ist, ihre Herrlich, meine Tochter!" erwiderte der Greis mit Verzeihe mir, Großvater!" sprach die liebliche Efther, leuchtenden Augen: herrlich, über alle Beschreibung. Wir und legte die Hände bereuend auf die Brust, aber gestehe, werden wieder sein wie der Sand am Meere, herrschend daß wir dahin leben, wie die trauernte Weide am sumpfigen 8 über alle Völker der Erde. Das Leben wird verfließen in Teiche. Ihr Männer geht aus in die Welt, seht Länder unvergänglichen Laub- und Friedenshütten! Das neu- und Menschen, und gewinnt mühsam dem geizigen Gojim Jerbaute Jerusalem wird sein die Stadt der Welt, und in Euer Leben ab. Diese Art zu sein hat manche Freiseinem Tempel werden alle, die vom Weibe geboren sind, heit, manche Lust. Wir aber, wir vertrauern unsere Tage dienen und opfern. An Ueppigkeit werden die Saaten ins baheim. Versorgt auch Eure Güte uns mit den Leckerbissen Die Möglichkeit, zu vergessen solche Greuel, wie ich sie Unendliche gedeihen, das Korn zu riesenhohen Garben er die uns behagen, mit der Bequemlichkeit, die unsere Lust erlebt," sprach Jochai, mit gepreßter Stimme seine Erzählung wachsen, die Weinstöcke ungeheure Trauben erzeugen, die ist, mit dem föstlichen But, der uns so sehr gefällt " liegt außer der Gewalt des Menschen. Der Flüsse Milch und Honig fluthen. Selbst die Gestirne wer- was hilft uns dieses alles? Von der harten Feffel eins fromme Rabbi Simeon, mein weiser Lehrer, dem das den sich des herrlichen Zeitalters freuen, der Sonne drei geklemmt, müssen wir all die Herrlichkeit genießen verParadies sei, sprach zu mir auf seinem Sterbelager, wo er hundertfältiger Strahl den Himmel in Paradiesesgint stohlen, wie ein Dieb seinen Raub. Vor der gaffenden noch in Frieden dahinfuhr: Junger Bube; wir leben noch tauchen, des Mondes Schein die Nacht zum schönsten Welt erscheinen wir nicht, oder im unscheinbaren Gewande, anjeto in goldener Gefangenschaft. Wir haben einen Herrn, Maientag verklären!" in erlogener Dürftigkeit. Die gesellige Freude ist auseinen harten Herrn, aber er ist gerecht und gönnt uns den Welch reizende Zukunft!" rief Esther hingerissen: geschlossen aus unserem Hause. Hinter Schloß und Riegel Echatten seiner Gesetzpalmen. Aber, es wird fommen eine Warum ist sie nicht schon zur Gegenwart geworden!" gefällt uns nicht der Prunt, nicht die leckere Tafel, nicht Zeit wohl mir, daß ich sie nicht mehr sehe, eine ,, Noch zürnt der Gebenedeite!" versetzte Jochai mit zer das weiche Lager, von dem wir uns kaum erheben." Zeit der höchsten Trübsal und Prüfung. Wehe wird ge- fuirschter Beugung des Hauptes: noch hört er nicht die Verblendete!" eiferte Jochai: In Fesseln liegst Du, rufen werden über Jsrael! Machet aber nicht, daß die Ge- Stimmen seiner Kinder, die zu ihm schreien aus der Tiefe. aber in denen der verdammlichen Eitelkeit, die über dem rechten im Paradiese über Euch Wehe schreien. Haltet fest Noch hält der Vater des Bösen, der Fürst der Wildniß, Spiegel das Gesetz vergißt. Gefallsüchtige! Nicht auf den an den Büchern Eurer Väter, an dem Gesez, das unmittel der grausame Sammael das Ohr des Herrn verstopft, weil unzüchtigen Tänzen der Ungläubigen, nicht bei ihren heidbar gekommen ist von dem, den ich nicht ausspreche, und er nicht will, daß unsere Gebeine ruhen im Schooße des nischen Feierlichkeiten und unfittlichen Schmausereien fodst habt Ihr gekostet die bittere Frucht der Zeit, so mischet den gelobten Landes. Aber endlich wird der Schrei unserer Du glänzen. Gefalle Deinem Vater, gefalle Deinem Manne! Wermuth ihres Gedächtnisses dann und wann in die Speise Noth dennoch zu dem lieblichen Gabriel dringen, dem Die übrige Welt kenne Dich nicht." Eurer Kinder und Enkel, daß sie nicht ablassen zu flehen zu Boten der Barmherzigkeit, und jede neue Morgenröthe Purpurfarbe überzog Esthers Gesicht. Verlegen lächelte tem Allmächtigen, dessen Herrlichkeit unmitelbar unsere fann uns den Verheißenen senden, mit ihm unsere sie, schlug dann die großen schwarzen Augen, um VerEdheit el berührt, damit er endlich seine Verheißung erfülle, Rettung." föhnung flehend, zu dem Alten auf, und reichte ihm die und uns den Messias sende, den Ersehnten! Ach, sie ist„ Räme sie doch morgen schon!" seufzte Esther. Ich Hand." Dir und dem Vater will ich ja auch nur gefallen," erfüllt worden, des frommen Rabbi's Prophezeiung,... verliere alle Lust zum Leben, und mir ist gar oft der sünd- sprach sie bittend: und einst dem Manne, den mir David wir haben sie gekostet, die bittere Frucht der Zeiten, die da hafte Gedanke gekommen, es wäre doch am Ende besser, erwählen wird. Wo bleibt aber der Vater? Die Sandfind, aber noch immer zögern die Jahre, die da kommen eine Christin zu sein auf Erden, als.. uhr zeigt bereits die fiebente Stunde. Es wird ihm doch sollen im Gefolge des Messias!" Rede nicht aus!" fuhr Jochai auf. Der Herr nehme tein Leid zugestoßen sein?" „ D, sage doch lieber Großvater," fragte Esther neu- den Gräuel von Dir, den Du gedacht! Warum hegst Du gierig:„ werden sie denn wirklich so schön sein, die Tage, so thöricht Verlangen, das Dich in das Feuer der Gehena über die der Verheiße ne als König gebietet?" bringen könnte?" endend, " Dem wahre der Fürst Israel!" erwiderte Jochai mit gläubigem Vertrauen." Gewiß ist mein Sohn zurückgehalten worden von den Freunden, oder es hat ihn der Unsere Fraktion hat seiner Zeit beantragt, daß der ge- 150 332 892 M., Sachfen 27 373 092 M., Württemberg aus auf den Verstand der Attentäter und die Herkunft werbliche Fortbildungsschul- Unterricht obligatorisch gemacht 18 217 186 M., Baden 14 081 208 M., Hessen 7 761 217 M., ihrer geistigen und sonstigen Waffen schlußfolgern. und auf die Wochentage verlegt werden sollte. Natürlich Mecklenburg Schwerin 4 520 473 M., Sachsen- Weimar Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß der angebliche wurde dieser Antrag, da er die Ausbeuterinteressen ge- 2 548 843 M., Mecklenburg- Strelitz 765 819 M., Oldenburg Urheber des 1892 er Bombenattentats im Café Very zu schädigt hätte, abgelehnt. Den Sonntag will aber nun die 2 774 558 M., Braunschweig 3 156 084 M., Sachsen- Mei- Paris- um Ravachol zu rächen" ein gewisser Kirche nicht frei geben, und so stehen wir vor der Eventualität, ningen 1749 552 M., Sachsen- Altenburg 1 335 543 M., Meunier, von der Londoner Polizei gefangen daß, wenn kein Ausweg gefunden- und weder Unternehmer Sachsen- Koburg und Gotha 1614181 M., Anhalt 2125 801 worden ist. Ob dies der Pariser Polizei, die ihn noch Kircheninteressen verletzt werden sollen, der Fort Mait, Schwarzburg- Sondershausen 590 209 M., Schwarz anderthalb Jahre lang in Paris frei herumspazieren ließ, bildungsunterricht, so weit besonders Zeichnen und Mo- burg- Rudolstadt 671 131 M., Waldeck 447 723 M., Reuß fehr angenehm sein wird, dürfte zu bezweifeln sein. delliren in Betracht kommen, ganz fortfallen müßte. älterer Linie 490 522 M., Neuß jüngerer Linie 936 499 M., Um diesen Ausgang zu verhindern, fündigte der Schaumburg- Lippe 306 113 M., Lippe 1004 364 M., Brüsseler Universitätskollegiume gegenüber Elysée Reclus Freie Universität in Brüssel. Das Verhalten des Minister v. Bötticher an, daß die Regierung ein Nothgesetz Lübeck 597 851 M., Bremen 1410 429 M., Hamburg Brüsseler Universitätskollegiume gegenüber Elysée Reclus einbringen werde, durch das der bisherige Zustand auf 4 866 159 M., Elsaß- Lothringen 13 660 949 M., in Summa und die widrigen Erscheinungen, welche hierbei zu Tage traten, haben eine Reihe radikaler Bürger bewogen, sich zu weitere drei Jahre verlängert werden soll. einem Komitee zusammen zu thun, um die Gründung einer Die Diskussion, welche wider Erwarten die ganze Sigung ausfüllte, brachte wenig neue Gesichtspunkte. Von des Genossen Orbig für Gießen( Land) für ungiltig. zu nehmen. Im Gegensatze zu dem Charakter der bestehenden Die Zweite heffische Kammer erklärte die Wahl freien höheren Unterrichtsanstalt in Brüssel an die Hand unserer Seite griff der Abgeordnete Wurm in die Debatte Wenn Genosse Drbig wiedergewählt sein wird, werden die Universitäten wird das neu zu errichtende Institut im ein, um den alten Standpunkt der Partei, obligatorischen blinden Hessen ob ihrer Großthat wenig erfreut sein. Unterricht während der Arbeitsstunden, zu präzisiren. Außerdem sprach sich Wurm gegen die von der Regierung in Vorschlag gebrachte Gnadenfrist von drei Jahren aus. Es soll flare Bahn geschaffen werden, damit sich endlich entscheide, ob die kirchlichen und engherzigen Unternehmerinteressen in Deutschland stärker sind, als das Streben nach Erweiterung der Kenntnisse und Erweiterung der Bildung.erung der Remnthiffe und der 397 497 420 M. Zur Unterdrückung der„ Elsaß- Lothringischen Volks- Zeitung". Die" Post" schreibt: Die in der sozialdemokratischen Presse aufgestellte Behauptung, es sei das fürzliche Verbot der Elsaß Lothringischen Volks Zeitung" durch eine Ordre des Reichskanzlers veranlaßt worden, ist, wie wir erfahren, ebenso unbegründet, wie die weiterhin ausgesprochene Unterstellung, die Regierung habe den elfässischen Abgeordneten versprochen, den Diktatur- Paragraphen nur gegen sozialdemokratische Blätter anzuwenden. Wir drucken dieses Dementi ab, ohne damit zuzugeftchen, daß unsere Mittheilung widerlegt ist. Es steht nun Information gegen Information. Aus Mülhausen wird uns geschrieben: " : Geiste einer höheren, freieren und zugleich edleren Lebensauffaffung geleitet werden. Es soll bei dem Unterricht der einzelnen Disziplinen cine mehr ideale Behandlung maßgebend sein und werden dieselben namentlich in Rücksicht auf die großen sozialen Pflichten und Erscheinungen unserer Beit gelehrt werden. Man erstrebt in Wirklichkeit eine oziologische Hochschule. Die jungen Studirenden flat wist zu sollen nicht nur zu ihrem Berufe, fie follen auch als Menschen und Charaktere herangebildet werden. An Alle, Der Bundesrath. In der heute stattgehabten Sitzung feinen Aufruf zu thatkräftiger Unterstügung. Es ist bereits die von gleichen Gedanken beseelt sind, richtet das Komitee des Bundesraths wurde der Antrag Preußens betr. einen Nachtrag zu dem Autrage auf Abänderung der Gewerbedafür gesorgt, daß im kommenden Oktober eine rechtsreine Ordnung den betreffenden Ausschüssen überwiesen. Die Rewissenschaftliche und eine philosophisch- literarische Fakultät folutionen des Reichstages bei Berathung des ReichshaushaltsEtats für 1893/94, betreffend a) die Ausstattung der Dienst" In der in Nr. 70 des„ Vorwärts" gebrachten Aufstellung eröffnet werden kann. der Maßregeln der Behörden gegen die elsaß- lothringische Spanisch Sizilien. Auch Spanien hat sein gebäude und die Festsetzung der Raumausdehnung für Sozialdemokratie hat sich insofern ein kleiner Irrthum ein- Sizilien auch ein Paradies von Natur, aber durch Dienstwohnungen, b) die Veröffentlichung einer Statistik über geschlichen, als der unterm 6. Februar 1891 verzeichnete auf schmachvolle Wirthschaft der weltlichen und geistlichen Gedie von den Militärgerichten abgeurtheilten Straffachen, rührerische" Ruf nicht wie angegeben vive la france lautete, walten zu einer Hölle gemacht: Andalusien. Das den Erlaß eines Reichsgesetzes über die Reisekosten sondern vive la république." Bolt in diesem Paradies verhungert wie in Sizilien. der Reichsbeamten, sowie der Angehörigen des Reichsheeres Aus einer Nede am Grabe Kossuth's. Großes Und wenn es in seiner Verzweiflung um Brot schrie oder und der Marine, d) die Fürsorge für die Hinterbliebenen Aufsehen erregten die Worte, welche der radikale Abgeord- nach einer Brotfruste griff- dann hieß es: Anarchismus. der infolge der bei Friedensübungen erlittenen Beschädi nete Otto Hermann am Grabe Kossuth's sprach. Jetzt geht das aber nicht mehr. Das Elend ist zu gungen verstorbenen Militärpersonen, e) die GehaltsverhältAus Deinem Grabe sprießt nicht die Palme der Vergewaltig, als daß es sich weglügen oder in nisse der Reichsbeamten solcher Beamtenklassen, für welche söhnung. Dein Volt erwartete den Palmenzweig auf Deiner eine dunkle Ecke hincindrängen ließe. Es schreit im Etat 1894/95 die Einführung des System der Dienst- Bahre vergebens. Vergeblich war die Nachgiebigkeit der Nation, altersstufen vorgesehen ist, f) die Entschädigung der Invaliden aus dem Kriege von 1870/71 in Fällen der Nichtaurechnung eines zweiten Kriegsjahres, g) die Durchführung des Systems der Dienstalterszulagen für die mittleren und unteren Beamten der Post- und Telegraphenverwaltung, h) die Beförderung von Postpacketen an Sonn- und Feiertagen, i) die Verbesserung der dienstlichen Stellung der Post- und Telegraphenassistenten und Postverwalter, k) die Herstellung eines neuen Post- und Telegraphengebäudes in Potsdam wurden dem Reichskanzler überwiesen. Die Ausschußanträge über Abänderungen rnd Ergänzungen des amt lichen Waarenverzeichnisses zum Zolltarif wurden von der Tagesordnung abgesetzt.welche den Schleier der Versöhnung über die Gräber der zum Himmel, und die Regierung hat es anerkennen müssen. Freiheitshelden und der Märtyrer warf. Die Erwiderung Die Regierung hat den Nothstand anerkannt wir sprechen blieb aus, darum besteht Dein Wort fort: Wenn man mich von der spanischen Regierung!- sie hat den Nothbegräbt, werde ich auferstehen. Du sahest in dem Schooße der stand anerkannt, und in ihrer Art Maßregeln getroffen. Butunft die Zusammenstöße, welche fommen müssen. Mögen Die Vossische Zeitung" schreibt über die Zustände in fie den Hymalaya auf Dein Grab wälzen, Du wirst auferstehn, Andalusien und die neuesten Maßregeln: und dann zieht das Volk mit Deinem Namen in den Kampf für die Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und die Unabhängig treit des Vaterlandes." Ein Gedenktag. Heute vor hundert Jahren- am 5. April 1794- endeten Dantou und Camille Desmoulins mit einem großen Theil ihrer Freunde in Paris auf dem Schaffot- Opfer der Kurzfichtigkeit und Eifersucht des beschränkten Revolutionsdoktrinärs Das bayerische Landtagsmandat der sozialdemo- Robespierre, der die Führer der„ Cordeliers" als kratischen Abgeordneten für Nürnberg ist von dem schuldig des Moderantismus" d. h. zu großer Mäßigung Plenum der Kammer hente, dem Kommissionsantrag ent- töpfen ließ, nachdem er vierzehn Tage vorher sprechend, für giltig erklärt worden. des Gegentheils, wegen laſſen. Er allein fannte die als Zum Bismarckrummel. Auch in der Heffischen Uni- zu revolutionär hatte hinrichten lassen. versitäts- und Provinzialhaupstadt Gießen haben am die richtige Mittelstraße" und ging sie so richtig, daß er, 1. April ein paar amüsante Käuze und Hurrahpatrioten, ehe 5 Monate verstrichen waren, selber aufs Blutgerüst ge darunter zwei Professoren, zwei Landgerichtsräthe, zwei schleppt ward. 1 Rechtsanwälte, eine Bismarckkomödie zum Besten ge- Leider hatte Robespierre Zeit gehabt, die Revolution geben und sich und sich die Rehlen heiser geschrien. Der zwar nicht zu Grunde zu richten das fonnte er nicht Kuriosität halber sei erwähnt, daß hierbei der berühmte und konnte niemand aber das Menschenmögliche zu großherzoglich hessische Hofrath und große Freund der thun, daß sie zu Grunde gerichtet ward. 〃 " historischen Wahrheit, Herr Professor Dr. Onden, In seinem Unfehlbarkeitsdünkel und seiner bornirten in seiner Festrede die Entstehungsgeschichte der Rechthaberei hatte er die Republik ihrer besten Kräfte Emser Depesch e" schilderte. Das war wenig taftvoll. beraubt, und der 9. Thermidor, der ihm den Tod Denn die Fälschung pardon: die Redaktion" der brachte, fand die Republik schutzlos und überlieferte fie Emser Depesche ist von den zahllosen himmelschreienden ihren Feinden. Berbrechen des Junkers Bismarck zweifellos das allergrößte. Das muß das Schickjal jeder Bewegung sein, die sich wenn auch nur für einige Zeit von einer einzelnen Deshalb hätte Herr Ducken diese Todsünde des ehemaligen hohenzollern'schen Hausmeyers füglich unerwähnt laffen dürfen Person abhängig macht. in Befolgung des schönen Grundsatzes, daß man jedermann, auch von einem politischen Brandstifter, nur gutes reben soll. Die Matrikularbeiträge für 1894/95 vertheilen fich folgendermaßen: Preußen 234 159 022 M., Bayern Sabbath auf freiem Felde überrascht, und ein wahrer Gesetzfreund heiligt ihn durch Ruhe und ein friedlich Mahl, wo es auch sei." In dem Augenblicke pochte es gelinde an die Hausthüre. Der Schall verbreitete sich schnell durch den leeren Borderbau in das festliche Gemach. Großvater und Entelin fuhren etwas zusammen. Die alte Christenmagd zündete die Traglampe an, und langte nach dein Schlüssel an der Wand. Bedächtig!" flüsterte ihr Jochai zu: " Ich gehe mit, um vom Fenster herab zu ersehen, wer der Klopfende ist. Komme, alte Magd! Vorsicht ist von nöthen." 1 Die Audricug'saje Bombenreklame hat wieder einen Erfolg aufzuweisen. In Paris ist abermals eine Bombe geplagt, und das Hauptopfer zum Glück nicht ernstlich beschädigt ist ein sozialistischer Schriftsteller, der stets sehr warm für die Anarchisten eingetreten. Man kann dar-Der alte Jochai jedoch sah mit finsterer Miene auf das Treiben feines Sohnes, und sprach: Ich kann nicht segnen Deinen Eingang, denn Du hast den Sabbath entheiligt durch Deine Reise während seines Beginnens, durch die Last, die Du auf Dich nahmst, indem Du diesen Buben auf die Schultern ludest, und durch den Einlaßpfennig, den Du berührteft zu verbotener Zeit." " Madrider Berichte bringen ergreifende Schilderungen des in Andalusien herrschenden Elends, die es unbegreiflich erscheinen lassen, daß die liberale Regierung so lange fäumte, die vor Monaten verheißenen Nothstandsbauten anzuordnen. Die Berichte lassen erkennen, daß es im Laufe der letzten Wochen an verschiedenen Orten zu Ver zweiflungsausbrüchen der verhungernden Massen gekommen ist, von denen die Welt dank der sorgsamen Telegraphenzensur nichts erfahren hat. Erst am Montag berichtete eine sehr wortfarge Madrider Drahtmeldung von Ünruhen in Sanlucar, woselbst die Arbeitslosen die Bäckereien stürmten und plünderten. Wie sich jezt herausstellt, war es schon am 8. März in Sanlucar zu Tumulten gekommen. Haufen Beschäftigungs- und Brot loser durchzogen mit dem Rufe: Wir wollen nicht Hungers Sterben!" die Straßen und verübten allerhand Gewaltthätigkeiten, bis die Stadtvertretung sich entschloß, durch einige Tage jedem Arbeitslosen 15 Centimes und 500 Gramm Brot zu verabreichen. Es war thatsächlich schon höchste Zeit, etwas für die Unglücklichen zu thun, unter denen der Hungertod bereits seine Opfer gefordert hatte; ein junges Mädchen war den Entbehrungen erlegen, sein Bruder am Hungertyphus erkrankt, sein Vater vor Hunger ohnmächtig auf der Straße zusammengebrochen. Und diese Fälle waren leider nicht vereinzelt. In Trebujana fam die Ortsbehörde dem Ausbruch von Unruhen dadurch zuvor, daß sie die wohlhabenderen Gemeindegenossen bestimmte, die Arbeitslosen aus ihren Mitteln zu erhalten, bis die Regierung Hilfe schaffen würde. In Barrios zogen die Arbeitslosen in Haufen vor das Stadthaus und verlangten Brot, indem sie nachwiesen, daß viele von ihnen und ihre Familien dem Hungertode gegenüberständen. In Zahara sorgte die Gemeindekasse eine Seit lang für die Ernährung von 800 Arbeitslosen, aber fchließlich waren ihre Mittel erschöpft und die Hilfe der Provinzialregierung in Cadig mußte angerufen werden. Die Nothstandsbauten, die nun endlich die Madrider Regierung angeordnet hat, werden das Elend in Andalusien nur theilweise und vorübergehend lindern; so lange seine Grundursache, Fünfzigjährige legte dem Alten, mit aller Ehrfurcht eines halberwachsenen Sohnes, von seinem Handel und Wandel genaue Rechenschaft ab; beobachtete jedoch nicht dieselbe Genauigkeit, als er auf den Kleinen zu sprechen tam, Er behauptete nämlich, das Kind einige Stunden von Frankfurt verirrt und umherlaufend gefunden und von ihm herausgebracht zu haben, daß es nach der Stadt gehöre. Aus Mitgleid habe er es mitgenommen, um seinen Vater und seine Mutter auszufundschaften, und hoffe, sich dadurch etwas Ansehnliches zu verdienen, da das Kind aus gutem Hause zu sein scheine. Frommer Vater!" versetzte Ben David: so ich gefündigt habe und das Gesetz beleidigt, indem ich den kleinen Wienschen, der hinzufinden und zu erfrieren dachte, in Sicher heit gebrachte, so will ich, wenn Du befiehlst, gern auf meinen Platz verzichten am Tische, am Boden liegen und Was der Alte vorhin dem Mitleid gern einräumen zu fasten, bis Du sagst: genug! mur befiehl, daß der Knabe wollen bedacht war, ließ er jetzt der Berechnung eines Borgesättigt werde, und eines warmen Lagers sich freue." theils hingehen und belobte des Sohnes Umsicht und GeDie Alte leuchtete dem Hausherrn vor, und Esther blieb allein zurück, finnend den Kopf in die Hand gestützt. Hm!" seufzte sie nach einer Weile:„ der Großvater hat gut reden. Was soll er hier?" fragte Jochai ftreng wie zuvor: wandtheit. Zugleich aber beklagte er sich über Esthers UnDas Eis seiner hundert Jahre hat eine Rinde um ihn ge- Er ist ein Chriftenknabe, dessen Leib das Kleid des Un- zufriedenheit mit ihrer Lage, und forderte den Vater auf, legt, daß er das Sehnen und Wünschen der Jugend nicht reinen ist, der abstammt von dem Adam Belial, und nicht mit Strenge dergleichen unziemliche Gedanken in ihr zu erbegreift. Und dennoch, seinen Ermahnungen und Bußreden Platz soll nehmen im Hause der Gerechten, sondern gehört sticken. wird er mich nicht überzeugen. Ich bin recht unglücklich!" in die Höhle des Esau." Zürne nicht, Vater!" antwortete Ben David hierauf: fuhr sie nach einer kleinen Stille fort: unglücklicher als ich Bater!" erividerte Ben David unterwürfig:„ Dein Wort„ Schilt nicht die übermüthige Luft, mit welcher die Jugend mir's vielleicht selbst träumen laffe... und, ach!- nur sei gelobt, doch der Unmündige ist noch Gottes allein, der nach den lockenden Früchten der Welt blickt, die nun eineines fehlt zu meinem Glücke! aber auch nur das unerring- das Kind regieret in seinen Gedanken und Werken. Er mal durch des hochgelobten Gottes unerforschlichen Rathbar Einige!" laube, daß dieser, der noch ist weder ein Sohn des Gesetzes, schluß den Gojem bestimmt sind, statt seinem Volte. Dein Schwermüthig ließ sie das Haupt sinken. Da trat Jochai noch ein Sohn Baals, hier bleibe, bis ich ihn übermorgen Bart ist weiß geworden im Kerker, und Du sehnst Dich herein, hinter ihm sein Sohn David, ein Knäbchen an zu seiner Mutter führe." hinaus. Mein Haupthaar ist ergraut unter dem Joch, und der Hand führend. Freudig eilte die Tochter an des Vaters Hals und erkundigte sich angelegen ob seines langen Wegbleibens. Esther vereinigte ihre Bitten mit denen des Vaters, ich dürfte nach Freiheit. Warum soll das kräftige Geschlecht, und der rauhe Alte erlaubte endlich, daß der Knabe bleibe, das nach uns tommt, nicht sich hinaus wünschen aus dem unter der einzigen Bedingung jedoch, daß die Christen Haus der Gesangenschaft unter die Delbäume des freien Ich brach spät auf von der Nachtherberge," sprach magd ihn fättige, und in ihrer Kammer zur Ruhe bringe. Lebens?" David: der furze Wintertag hat mich verlassen, da ich Grete nahm demzufolge den bereits Entschlummerten auf Jochai schüttelte zweifelud das Haupt und strich unnoch über eine Stunde von hier entfernt war. Mein Be- die Arme, und trug ihn hinaus. Nach einer langen Ermuthig den langen Bart. Ben David fuhr aber zu Esther gleiter da konnte auch nur schlecht voran mit seinen Bein- mahnung, in Zukunft den Sabbath würdiger zu feiern, bot gewendet fort: Beruhige Dich, mein Kind. Bielleicht fügt chen, und so trug ich ihn denn die letzte halbe Stunde auf Jochai seinem Sohn den Kuß des Friedens, und den Plaz es sich, daß ich Dich im nächsten Frühjahr mit hinausnehme dem Rücken hierher. Die Einlaßpforte hab ich mir ge- am Tische, und das Mahl begann, nachdem der Greis, in den Garten der Welt. Jch gedenke, zu fahren gen öffnet mit einem dicken Groschen und da bin ich. Gut gleich einem Patriarchen, Brot, Wein, Salz und Fisch ge- Coſtniß, woselbst viele der großen Herren mein bedürfen Schabbes!" fegnet, und Ben David sein Haupt bedeckt hatte. Als sie werden, und wo wir auftreten tönnen in Glanz und Pracht, Esther erwiderte freundlich den Gruß und musterte neu zu Tische saßen, fragten Vater und Tochter neugierig wie uns hier die Klugheit verbietet." gierig den Knaben, der vor Müdigkeit beinahe in die Knie sant, nach Ben David's Geschäften, und besonders nach dem ( Fortsetzung folgt.) und von Ben David auf den Siz am Ofen gebracht wurde. Abenteuer, das ihn mit dem Kinde zusammengebracht. Der PP " die heillosen Eigenthumsverhältnisse und die 1. Abrechnung der Agitationskommission und Bericht über die] 3. Ein Agitationsfomitee zu wählen, welches die Organisation fast rechtlose Stellung der arbeitenden Klassen nicht beseitigt Thätigkeit derselben. 2. Situationsbericht der Delegirten. zu fördern hat. Das Komitee soll aus drei Mitgliedern bestehen ist, wird jeder Winter die Wiederkehr des Jammers für viele 3. Stellungnahme zu der von der Reichsregierung geplanten und in Dresden seinen Siz haben. Das Komitee ist durch Taufende arbeitbereiter, aber unbeschäftigter Männer und Sozialreform, betreffend die Arbeitsverhältnisse im Handels- Mittel, die von den Zimmerern Sachsens auf jede mögliche Art deren Familien bringen. Diese Unglücklichen bilden ein un gewerbe. 4. Beschlußfassung über die Form der Organisation und Weise aufzubringen, zu unterstützen. Die nächste Landeserschöpfliches Reservoir für den Anarchismus, und Agitation. 5. Unsere Fachpresse. 6. Stellungnahme zu dem konferenz hat Ostern 1895 ftattzufinden. den mit bloßen Gewaltmitteln auszurotten nirgends weniger in unserm Berufe grassirenden Stellenvermittelungs- Schwindel. Ein Privatspiel des Privat- Detektivinstituts in Plauen möglich ist als in dem mit dem unſeligen Erbe einer jahr: 7. Diverse Anträge. ist verhaftet worden, weil er sich verschiedene Betrügereien und hundertlangen Priesterherrschaft belasteten Spanien. Wir fordern nun die Kollegen allerorts auf, zu dieser vor: Unterschlagungen zu Schulden hat kommen lassen. Dem VerAlso genau wie in Sizilien! läufigen Tagesordnung Stellung zu nehmen resp. weitere Vornehmen nach ist er übrigens schon vorbestraft. Das Lettere Und die Bossische Zeitung", die in Andalusien so ver- schläge zu machen. Ferner sind baldigst an allen Orten Dele- nehmen nach ist er übrigens schon vorbestraft. dürfte wenig Wunder nehmen, denn wer eignete sich wohl besser nünftig ist, hat in Sizilien den Nothstand abgeleugnet und girte zum Kongreß in öffentlichen Berufsversammlungen zu als„ Nicht- Gentlamen", als Individuen, die selbst schon mit den die dortigen Verzweiflungsausbrüche für Verschwörermache wählen. Einzelne Kollegen an Orten, wo noch keine Fach- bürgerlichen Gesezen in Konflikt gekommen? erflärt, weil sie ihren heiligen Crispider vielmehr ein zeichneten Agitationstommission in Verbindung setzen. der vielmehr ein Drganisation vorhanden ist, wollen sich sofort mit der unterNach dem Buchstaben des Gesetzes". Bu heiliger Crispin ist, nur mit dem Unterschied, daß Also auf, Kollegen, zur Agitation, zur zahlreichen Beschickung Monaten Gefängniß wurde fürzlich in München ein Arbeiter er nicht für andere stiehlt durchaus rein waschen will. des Kongresses und Schaffung einer zielbewußten Organisation verurtheilt, und zwar deswegen, weil er von einem Wagen herabUnd noch eins. Wagen die Pfaffen, die das Elend als vorwärts ans Biel! gefallene Kohlen im Werthe von 10 Pf. fich aneignete. Strafloding eine Schickung des Himmels" hinstellen wagen fie es, Die Agitationstommission verschärfend wirkte, daß er rückfällig". angesichts des Elends in den beiden Paradiesen Sizilien der Haus- und Geschäftsdiener Deutschlands. Den armen Teufel fror, eine Familie fror vielleicht mit ihm und Andalusien, zu behaupten: Gott sei es, der aus diesen Berlin C., Burgstr. 18, zu richten. Alle Sendungen, Anfragen 2c. find an Kollegen Raßler, und weil er von der Straße für ca. 10 Pf. Kohlen aufhob und mit nach Hause nahm, darum 3 Monate Gefängniß. Es geht Paradiesen eine Hälle gemacht? Wagen sie diese Gotteslästerung? Metallarbeiter! Laut Versammlungsbeschluß vom 27. März wirklich nichts über Korrektheit. d. J. werden die alten Marken vom Agitations- und Unter- Wie im Lande der Gottesfurcht und frommen Sitte Ein Anarchistengesetz wurde der eben zusammenfüßungsfonds der Berliner Metallarbeiter eingezogen, dafür ge- entlassene Sträflinge gebeffert" werden, dafür vorgelegt. getretenen spanischen Rammer langt seit 1. April eine neue grüne Marke zur Ausgabe und hier ein Beispiel: Ein Malermeister in& ßlingen hatte im Bini919 zwar nur 10 Pf.- Marten. Kollegen, um den Anforderungen, Februar dieses Jahres einen Mann in Arbeit genommen, der welche an den Fonds gestellt werden, einigermaßen gerecht zu schon mehrfach mit Gefängniß vorbestraft und deshalb schon werden, muß es Ehrenpflicht eines jeden Metallarbeiters sein, so früher aus einem Orte ausgewiesen worden war. Der Mann viel es in seinen Kräften steht, für unseren Agitations- und hatte den festen Entschluß gefaßt, nun tüchtig zu arbeiten, Unterstützungsfonds zu sammeln und zu agitiren. Für den um wieder in geordnete Verhältnisse zu tommen, aber Süden sind die Marken Abends von 72-91/ 2 Uhr und Sonn- leider der Mann hatte an die wohllöbliche Polizei tags von 9-12 Uhr Vormittags beim Unterzeichneten zu haben. nicht gedacht. Kaum hatte der Mann etliche Wochen gearbeitet, Gleichzeitig ersuche ich die Werkſtattvertrauensleute, das in ihren als er eines Tages gänzlich unerwartet die wie Händen befindliche alte Material gegen neues umgehend ein weisungsordre erhielt. Alle Bemühungen des Mannes wie zutauschen. Der Streit der Former in Keula dauert un- seines Arbeitgebers, die Ausweisung rückgängig zu machen, verändert fort, Sammellisten für die Streikenden sind bei mir waren vergeblich, nicht einmal ein Aufschub von einigen Tagen zu haben. oder Wochen wurde genehmigt; auch der Einwand half nichts, daß seine Frau demnächst ihrer Entbindung entgegensehe. Ohne das Vorleben des polizeilich Ausgewiesenen näher zu Der Fall des Genossen Graduaner, Dresden, feine Ju der Metallwaaren- Fabrik von H. A. Köhler und Bitte wohl hätte stattgegeben werden können, wenn sein Meister tennen, find wir doch der Meinung, daß seiner dringenden Verhaftung und seine Behandlung in der Ferienkolonie" wird noch ein gerichtliches Nachspiel haben. Der Kommandeur des Söhne in Altenburg haben fämmtliche Former sowie Hilfs in der Lage war, ihm folgendes Zeugniß auszustellen: out 102. Regiments hat wegen der diesbezüglichen zwei Artikel in arbeiter und Metallschleifer die Arbeit gekündigt, und zwar die der Sächs. Arbeiter- Zeitung" gegen den verantwortlichen Re- Former wegen Abzugs von pro Kasten 1,02 M., die Metall-... B... von Gerlingen, D. Leonberg, daß derselbe, so dakteur Fischer und gegen Gradnauer Anklage erhoben. Schleifer wegen Abzugs resp. Bezahlung für Material, wie Filz lange er bei mir in Arbeit steht, sich als treuer und pünktlicher scheiben, Kalt, Bimstein 2c. Es wird gebeten, die Nachfrage nach Arbeiter bewährt hat, auch keine Stunde im Geschäft versäumte Die Leipziger Parteigenossen haben nun in einer zweiten Arbeit in betreffender Fabrik zu unterlassen. Alle Arbeiterblätter und ebenso sparsam als fleißig ist, was ich hiermit bezeuge. Versammlung, in der die Debatte über die Frage der Gründung werden um Abdruck gebeten. einer eigenen Druckerei fortgesetzt wurde, mit großer Majorität die obige Frage in bejahendem Sinne entschieden. nila nazacuspalused unu Parteinachrichten. Maifeier. Die Kölner Genossen beschlossen in einer Partei versammlung, die diesjährige Maifeier nicht durch absolute Arbeitsruhe oder durch allgemeinen tmzug, ſondern durch Beranstaltung einer Festversammlung in den Abendstunden des 1. Mai zu begehen. Die nicht arbeitenden Genossen machen Morgens gemeinschaftliche Spaziergänge ins Freie, die arbeitenden zahlen an die Parteikasse 20-25 Prozent des Tage Lohnes. " 1. Wegner, Vertrauensmann, S. Oranienftr. 28a, v. 8 Tr. Eßlingen, 27. März 94. R... G.. Maler. Was soll nun der Unglückliche thun? Er hatte den guten Willen und was die Hauptsache, die Möglichkeit, ordent lich" zu werden, da reißt man ihn heraus und stößt ihn zurück ins Glend, und das nennt die verkehrte Welt- Sozialreform. Zum Malerstreik in Bremerhaven. Die Malergehilfen haben beschlossen, in den Generalfireit einzutreten und denselben solange fortzusetzen, bis alle Geschäfte die Forderungen bewilligt Neber die Liebenswürdigkeiten eines Rapitalistenblattes haben. Durch diesen Beschluß sind Gehilfen, denen bereits die schreibt unser Elberfelder Bruderorgan die" Freie Presse" folgen Früchte des Streits zu theil wurden, gezwungen, die Arbeit des: Die Rheinisch- Westfälische Zeitung", das bekannte Leib- wieder ruhen zu lassen. Die Maurer haben den Streifenden organ der Kohlenbarone, läßt sich über die Entlassung einiger petuniäre und moralische Unterstützung zugesagt. Führer der Bergarbeiter aus den Gefängnissen folgendermaßen Eine Bergarbeiter Versammlung in Dortmund wählte vernehmen: Im übrigen scheint es den Genossen" in den Die Brauergehilfen Dresdens haben fast alle ihre For den Genossen Bunte zum Delegirten des internationalen BergGefängnissen, vor welchen jeder ordentliche Wensch sich fürchtet, derungen durchgefeßt. In einer am 1. April stattgehabten Ber- arbeiter- Kongresses in Berlin. recht gut zu gefallen. In der erwähnten Versammlung erklärte fammlung berichtete die Kommission, daß man sich mit den Amtlich empfohlen. Der stellvertretende Landrath des der Obergenoffe L. Schröder, daß er aus dem Gefängniß gewisser Unternehmern dahin geeinigt habe, einen gemeinsamen Arbeitsmaßen als reine Jungfer" zurückgekehrt sei u. f. w., u. f. w." nachweis zu errichten. Weiter: ein Minimallohn von 100 m. Militscher Kreises, Graf von der Recke- Volmerstein, hat folgende Die Hinterfaffen des Kapitalistenblattes möchten wohl am liebsten, Sonntagsarbeit auf 3 Stunden festgesetzt. Ueber das Wohnen pro Monat wird bewilligt, die tägliche Arbeitszeit auf 10, die Verfügung erlassen: Die Kreisgendarmen haben im Sinne meiner Verfügung daß für die Sozialdemokraten in den Gefängnissen noch die Folter außerhalb der Brauerei laufen in den verschiedenen Geschäften vom 24. März 1890 mir bis zum 10. April cr. zu berichten, angewendet würde, damit sie als vollständig gebrochene Menschen, die feinen Schritt mehr ohne Krücken gehen können, wieder ans die Ansichten der Arbeitnehmer auseinander und wird darum welche Gastwirthe ihres Bezirks unterlassen haben, auf das KreisTageslicht fämen. Man sieht, die Herren haben es in ihrer die Regelung dieses Punktes den einzelnen Brauereien überlassen. blatt zu abonniren, da es von höchster Wichtigkeit, daß die amtasenteen igen en lichen Bekanntmachungen die weiteste Verbreitung finden, wozu chriftlichen Barmherzigkeit schon ziemlich weit gebracht. Uebrigens Die Bersaninlung beschloß, eine Wohnungsentschädigung von das Auslegen in den Wirthshäusern eines der geeignetsten pro Monat zu fordern. möchten wir daran erinnern, das der rothe Becker", der spätere Oberbürgermeister von Dortmund und Köln, einst sagte:„ Meine Das Stuttgarter Gewerbegericht wird in Zukunft auch Herren, es giebt Zeiten, wo die Gefängnißstrafen aufhören zuständig sein für den Vorort Feuerbach. entehrend für den Mann des Volkes zu sein" Wahl von Beisitzern zu erfolgen. Polizeiliches, Gerichtliches ze. " Mittel ist." das es zu den amtlichen Aufgaben eines Landraths und der Gendarmerie gehöre, Abonnenten für Kreisblätter zu sammeln, JE wußten wir bisher noch nicht. Es hat dort eine Zum Wiener Gasarbeiter- Streik. Die von der Direktion Invaliditäts- und Altersversicherung. G3 herrschen in „ Gehts schon wieder los mit den Gendarmen? Sie der Gaswerke herbeigeholten Slovaken legen die Arbeit nieder, Arbeiterkreisen immer noch vielfach irrige Ansichten darüber vor, können sprechen über was Sie wollen, aber wenn Sie von Gen- da sie den Strapazen nicht gewachsen sind. Sie verlangen die ob überhaupt und in welchen Fällen eine Rückerstattung der darmen sprechen, löse ich die Versammlung im Namen des Ge Ausfolgung des Lohnes, der ihnen verweigert wird. Es ist Beiträge für die Invaliditäts- und Altersversicherung eintritt. feges auf!" Das waren die Worte eines Gendarmen in Tri- protokollarisch festgestellt, daß diese Arbeiter mit Gewalt in den Wir nehmen deshalb Veranlassung, in dieser Beziehung auf berg, der eine Versammlung überwachte, in welcher Frau Werken festgehalten werden. Die strafgerichtliche Anzeige gegen Folgendes aufmerksam zu machen: Nach§ 30 des Invaliditätsdie Direktion wird erstattet. Klara Zetkin referirte. Letztere hatte die Aeußerung geund Altersversicherungs Gesetzes steht weiblichen Personen, than:" Der Staat ist der Nachtwächter oder Gendarm der be- Der Verband der Metallarbeiter Defterreichs hielt in welche eine She eingehen, bevor sie in den Genuß einer fizenden Klaffe." Der erboste Oronungswächter ist die Er- Wien während der Osterfeiertage feinen zweiten Verbandstag Rente gelangt sind, ein Anspruch auf Erstattung der Hälfte flärung schuldig geblieben, ob er durch diesen Vergleich den ab. Dem Verbande gehören zur Zeit 19 Vereine an und waren mindestens 5 Beitragsjahre entrichtet worden sind. Weiter ist der für sie geleisteten Beiträge an, wenn die letteren Gendarmen oder den Staat beleidigt, glaubte. Die Ver- hiervon 15 durch 36 Delegirte vertreten; er umfaßt gegenwärtig in§ 31 bestimmt, daß, wenn eine männliche Person, für welche fammlung nahm denn den Zwischenfall auch nicht so tragisch, ca. 11 500 Mitglieder. Reiseunterſtüßung wird bis jetzt an für 5 Beitragsjahre Beiträge entrichtet worden sind, verstirbt, sondern lohnte der heiligen Hermandad durch braufende 47 Orten ausbezahlt und wurde beibehalten, im internationalen bevor sie in den Genuß einer Rente gelangt ist, der hinter Beiterkeit. Sinne, für den Kilometer 1 Kr. zu entrichten. Herbergen be -Wegen Preßbeleidigung wurde am 3. April der stehen zwar bis jetzt nur wenige, boch wird allseits an der Grlassenen Wittwe, oder, falls eine solche nicht vorhanden ist, den Redakteur der Schleswig- Holsteinischen Volkszeitung", Genoffe richtung derfelben gearbeitet. Zur Ordnung und Klärung der hinterlassenen ehelichen Kindern unter 15 Jahren, ein Anspruch Klüß, von der Kieler Straffammer zu 8 Tagen Gefängniß Organisation in Böhmen wird sobald als möglich eine Sonferens auf Erstattung der Hälfte der für den Verstorbenen entrichteten verurtheilt. Gegen das Urtheil ist Revision eingelegt. von seiten des Vorstandes einberufen werden. Derselben wird es Beiträge zufteht. Unter denselben Voraussetzungen steht -Wegen Beleidigung eines Bahninspettors hoffentlich gelingen, Ordnung zu schaffen und die zersplitterten Rindern einer weiblichen Perfon ein Anspruch auf Erstattung den hinterlaffenen vaterlosen, unter 15 Jahre alten wurde der Redakteur der Thür. Tribüne", Genosse Gülden Kräfte zum engen Busammenschluß zu bringen. Als wichtiger der Hälfte der für die Verstorbene entrichteten Beiträge zu. berg in Erfurt, au 50 Mart Geldstrafe verurtheilt. Beschluß ist zu erwähnen, daß vorläufig das deutsche Verbands Borstehende Bestimmungen finden jedoch keine Anwendung, sofern 3109 310organ Desterreichischer Metallarbeiter" monatlich breimal erscheinen wird; dasselbe hat jetzt eine Auflage von 9500 Grem grund des Unfallversicherungs- Gesetzes eine Rente gewährt wird. den Hinterbliebenen aus Anlaß des Todes des Versicherten auf plaren; das czechische eine solche von 4000. Es geht erfreulicher Da nun zu einem Beitragsjahre im Sinne des Invaliditätsund Altersversicherungs- Gesezes 47 Beitragswochen gehören, das Gefeß aber am 1. Januar 1891 in Kraft getreten ist, und von diesem Tage ab auch die Beitragszahlung begonnen hat, so kann vor dem 1. Juli 1895, zu welchem Zeitpunkte 285( 5 × 47) Beitragswochen verflossen sein werden, in feinem der vorgedachten Fälle eine Rückerstattung der Beiträge eintreten. " " Soziale Ueberlicht. Weise vorwärts. el Achtung, Stuckateure! Der Unterzeichnete ersucht noch mals bringend die Kollegen von Schöneberg und Umgegend, am Sonntag, den 8. April, Vormittags 10 Uhr, Golgstr. 43 bei Siegeler sich zu einer Besprechung einzufinden. Der Vertrauensmann. N. Eichhorn, Sedanstr. 50, Die Steinmetzen in Budapest sind in eine Bewegung zur Erringung günstigerer Lohn- und Arbeitsbedingungen eingetreten. Als Forderungen sind aufgestellt:„ Achtstündige Arbeitszeit. Das Auf- und Abfahren der Steine soll durch Hilssarbeiter besorgt werden. Einen Minimallohn von 2,50 Fl. pro Tag, sowie Sicherung eines Minimal- Akkordverdienstes von 2,50 Fl. Ferner die Freigabe des 1. Mai als Arbeiterfeiertag." Bereits am 18. März hat eine Verhandlung der Gehilfen zu dem am 18. nnd 14. Mai( Pfingsten) d. I. im mit den Arbeitgebern im Fachvereinslokale stattgefunden, jedoch 8. Aufruf Kühlen Brunnen" zu alle a. S. stattfindenden wurde ein positives Resultat nicht erzielt. Ein Theil der Arbeit. der im Handelsgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter Deutschlands rungen der Gehilfen nicht schroff gegenüber, das beweist schon, geber, und unter ihnen maßgebende Personen, stehen den Forde= als: Geschäfts, Haus-, Komtorbiener, Markthelfer, Packer, daß fie der Einladung in das ihnen so verhaßte Vereinslokal Ausläufer, Speicher, Speditions- und Kellerarbeiter, Rollfutscher, folgten. Die größte Schwierigkeit wird den Arbeitern die Geschäftstutscher und verwandte Berufsgenossen! nicht gewillt, nachzugeben, und ersuchen um weitgehendste Be Sicherung des Minimal- Affordverdienstes bereiten, sie sind jedoch thätigung der Solidarität. Adresse: J. Kepplinger, Steinmetz, Budapest, 11. Apolda uteza 14, Thür 13. ti Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Zwei Buchstaben oder eine Baby) Redaktion der N. 2." wenden; bezüglich der Verlagsnahme A. K. 94. Wegen des Autorrechtes müssen Sie sich an die fann Antwort erst nach Einsichtnahme erfolgen. Wenden Sie sich Redaktion der„ N. W." wenden; bezüglich der Verlagsnahme an die Buchhandlung des Vorwärts." anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Copenia. Nach§ 2 des Gesetzes betr. den Austritt aus C. Sch., Heilbronn. Ist bereits erschienen. der Kirche muß, wer austreten will, einen schriftlichen Antrag an das Amtsgericht seines Wohnortes stellen. Demnächst hat er nicht vor vier Wochen, aber auch nicht später als sechs Wochen nach Eingang feines Antrags seine Austrittserklärung zu Protokoll vor dem Gericht abzugeben. Das Gericht hätte Ihnen danach angeben müssen, wenn Ihr Antrag eingegangen fei. Da Sie ihn am 5. März geschrieben und abgesandt haben, fo wird er möglicher Weise noch am 5. März beim Gericht eingegangen sein. Die gesegliche Frist beginnt danach am 2. April und endet am 16. April. Kollegen! Nur noch eine furze Spanne Zeit trennt uns von der Tagung unseres ersten Berufskongresses. Soll doch auf dem Rongreffe eine gediegene und starte Organisation unseres Berufes geschaffen werden. Wollen wir doch daselbst alle Mißstände in unserem Berufe zur Sprache bringen und ernstlich darüber berathen, wie wir diesen Uebelständen am Besten ab- leber einen Streit der Kohlengräber wird aus New helfen tönnen. Daß, um etwas zu erreichen, geschlossen vor yort vom 4. April telegraphirt: gegangen werden muß, darüber sind wir uns alle einig. Wir In dem Kohlengebiete des westlichen Pennsylvanien ist ein mussen dem Kapital einen Damm entgegen setzen, an dem die Streit der ungarischen Arbeiter ausgebrochen, wobei ernste Unhochgehenden Wogen der Ausbeutung unserer Arbeitsfraft sich ruhen vorkamen. Die Ausständigen tödteten mehrere Fabrik brechen. Von niemandem als von uns selbst, von unserer arbeiter und machten auf die Fabrit von Frick in Davidson einen Einigkeit und Stärke fönnen wir Hilfe erwarten. Ohne Kampf Angriff, wobei ein Ingenieur durch Steinwürfe getödtet und ein tein Sieg. Ist der Kampf auch schwer, ist auch die wirthschaft Ungar von Schuhleuten erschossen wurde. liche Uebermacht auf Seiten des Unternehmerthums, so dürfen wir doch niemals verzagen. Wenn die Kollegen allerorts ihre Der Produkten Vertheilungsverein zu Zugau hat be- unzucht betrachtet worden( Entsch. des Reichsger. Bd. 8 S. 172). Es ist möglich, daß in dem Vermiethen eines Zimmers an ein Blicht thun und für Beschickung des Kongresses Sorge tragen, schlossen, seine Verkaufsgeschäfte am 1. Mai geschloffen zu halten. Mädchen, welches dort mit ihrem Bräutigam den Beischlaf volldann ist der Anfang zu einer strammen Organisation und damit Die Landeskonferenz der Zimmerer Sachfens, welche sieht, der Thatbestand des§ 180 St.-G.-B. gefunden werden zu einer Befferung unserer Arbeitsbedingungen gemacht. am 2. Osterfeiertag in Dresden tagte, nahm u. a. folgende kann. Nach diesem wird wegen Ruppelei bestraft, wer aus Kollegen! Jeber weitere unnüße Zeitverlust und sei er noch Beschlüsse an: 1. Die Delegirten werden beauftragt, dahin zu Eigennuß der Unzucht durch Gewährung von Gelegenheit Borso gering, rächt sich an Euch selbst. Wer nicht mit uns ist, ist wirken, daß die Zimmerer Sachsens sich dem Verband als Ginzel- fchub leistet. gegen uns. Also Kollegen allerorts, fäumet nicht länger. Auf mitglieder anschließen. 2. Die Konferenz beauftragt die Dele Karl Haschik. Beantragen Sie Freisprechung und ferner, zum Kongreß! girten, in ihren Orten und deren Umgegend dahin zu wirken, daß Ihre Auslagen der Staatskasse auferlegt werden. Wird das Für den Kongreß ist folgende provisorische Tagesordnung daß, wo es noch nicht geschehen, ein Vertrauensmann gewählt Urtheil dann demgemäß gefällt, so tönnen Sie Reisekosten ver seitens der unterzeichneten Agitationstommission vorgeschlagen: werde, welcher die öffentlichen Angelegenheiten zu regeln hat. Ilangen, anderenfalls nicht. Raglerstr. 14. Der Beischlaf zwischen Verlobten ist als Für den Inhalt der Injerate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 6. April. Opernhaus. Cavalleria rusticana, Karneval. Schauspielhaus. Egmont. Deutsches Theater. Der Herr Senator. Berliner Theater. Othello. Leffing- Theater. Madame SansGêne. Friedrich- Wilhelmßädt. Theater. Der luftige Krieg. Residenz- Thenter. Der Mastenball. Neues Theater. Vater und Sohn. Central Theater. Castan's Panoptikum. Im 9. Kreise der Hölle: Der Rutsch a. d. Rasirmesser. Elite- Damenkapelle Austria. Alcazar. Variété- u. SpezialitätenTheater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Vornehmster Familien- Aufenthalt. Täglich: Gr. Theater- Vorstellung. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Anfang: Ein gesunder Junge. Adolph Ernkt- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Die schöne Viktoria Theater. B Melusine. Alexanderplat- Theater. wie's lebt und liebt. Berlin, National- Theater. Das Damenbad. Hierauf: Heinrich Heine. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. American- Theater. Lumpen Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Wintergarten. Spezialitäten- Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. Spezialitäten Vorstellug. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Gastspiel des Herrn Carl Pander, Heinrich Heine. Lustspiel in 3 Atten von Me13. Regie: May Sam st. Vorher: Das Damenbad. Entree: Wochentags 20 Pf. Sonntags 30 Pi. R. Winkler. ratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Läglich bei freiem Entree abwechselndes Programm der österreichischen Damenkapelle „ Dittl" in kleinrussischen Nationalkostümen. Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges, sowie Auftreten der nordamerikanisch. Negergesellschaft Mr. Brown. Sonntags Anf. 5 11hr. Entree 30 Pf. 6 Billards, pro 3 Kegelbahnen. Stunde 60 Pf. C. Koch, fr. Gambrinus. Säle für Versammlungen und Festlichkeiten sind noch an verschiedenen Tagen zu haben. Schwank in 3 Aufzügen von Fr. Schäfer Victoria- Brauerei, Regie: Fri Schäfer. Rasseneröffnung 62 Uhr. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Central- Theater. Alte Jafobftr. 30. Freitag: Ein gesunder Junge. Sonnabend: Geschlossen. Sonntag: Zum 1. Male: Der neue Burs. American- Theater. Dresdener- Straße 55. Heute: Lumpensusanne oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch realistisches Traumbild aus Am 4. April, früh 312 Uhr, starb nach schwerem Leiden der Restaurateur Große öffentliche Versammlung August Schröder, der Kistenmacher Zimmerstr. 52. Dies zeigen tiefbetrübt an 2819b Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Sonntag Nachmittag um 4 Uhr von der Leichenhalle des Jerusalemer Kirchhofes, Herrmannstraße, aus statt. Danksagung. Für die liebevolle Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes fage ich allen Freunden und VerSonnabend, den 7. April, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Bolt, Alte Jakobstraße Nr. 75. Tages- Ordnung: 437/13 1. Abrechnung des Vertrauensmannes. 2. Bericht des Delegirten der Gewerkschafts- Kommission. 3. Wie feiern wir den 1. Mai? Um recht guten Besuch bittet Der Vertrauensmann. Verein der Bau- Anschläger Berlins und Umgegend. wandten, insbesondere Herrn Manasse Am Sonntag, den 8. April, Vormittags 10/2 Uhr, Sebastianstraße 39: für die trostreichen Worte, sowie dem Sängerchor der Töpfer Berlins" 2827b meinen herzlichsten Dank. Wwe. Wiese geb. Hennig. Grösstes Lager. Beste Marken. Gesundheit garantirt. Roh- Tabak. Billigste Preise. Reelle Bedienung. Geöffnet Tag. General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Feststellung der Bergnügungen pro 3. Wahl des Vergnügungs- Komitees. 4. Verschiedenes und 1891/95. Fragekasten. 182/13 Der Vorstand. Freie Vereinigung der Lohgerber, Lederzurichter und Berufsgenossen Berlins. Sonntag, den 8. April, Vormittags 10% Uhr, im Lokale des Herrn Feind, Weinstraße 11: General- Dersammlung. Tages Ordnung: 1. Geschäftliche Mittheilungen. 2. Kaffenbericht für das 1. Quartal 1894. 3. Stellungnahme zum Lederarbeiter- Verband. 206/10 Der Vorstand. Verein Schäftebranche! den ganzen Sonnabend, 7. April, Abds. 9 Uhr, Wallstr. 20: Versammlung. An die sozialdemokratischen Atheisten! Um geehrten Besuch bittet W. Hermann Müller Neue Friedrichstr. 9. Otto Naether, Uhrmacher, Anklamerstr. 44, an der Brunnenstr. Reparaturen an Uhren jeder Art solid und preiswerth.[ 54172* Wichtig für jede Dame! Lützowstraße 111-112. Jeden Freitag und Montag: Stettiner elegante Neuheiten in Jaquets und Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Im Vorverkauf 40 Pf. ( siehe Plakate). Zum Schluß: Neu! Die Zigeunerkapelle Benzin Gullasch. Parodistisches Ensemble von Mensel. Donnerstag, 12. April, in Sanssouci: 4000. Soirée der Stettiner Sänger Konzert, Fest- Programm und Tanzdem Müllwinkel( frei nach dem Ver- in Berlin, verbunden mit gr. Doppel brecher Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen.„ Die Gräfin", Kränzchen. ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwintel des Sonnenaufgangs" Brunwald heit Neu! " Josephine Delclisseur. mit bewegter VergangenMartin Bendix. Auftreten des Neu! Instrumental- komikers Mr. Barna. Ferner u. a.: Direktor Hippe" von Martin Bendix, sowie Eugen. 3ocher, Sächsischer Original- Humorist. Wochentags 1/2 Uhr. Aufang: Sonntags 6 Uhr. Bock- Brauerei Tempelhofer Berg. 55.Bock- Saison. Nur noch kurze Zeit. Täglich: Gr. Militär- Konzert. Elegante Regenmäntel 7-10 M., Modell- Regenmäntel, hochelegant, 10 bis 18 M., Backfisch- Jaquets 2,50 M., Umhängen 10-16 M. Ladenpreis das Doppelte. Leipzigerstr. 91, 1 Tr. Empfehle mich den Herren Kaufleuten und Gewerbetreibenden zur Revision, Einrichtung und Weiterführung von Geschäftsbüchern, sowie zur Aufstellung von Bilancen und Inventur abschlüssen. Alle Arten schriftlicher Arbeiten werden prompt erledigt. Gefl. Offerten sub. M. W. 20 Exp. d. Bl. erbeten. Holz- und Kohlen- Handlung Don August Zick, 5840L* Pücklerstr. 51, im Hof. Bitte lesen Sie! Jedem Genossen, der billig und gut taufen will, empfehle mein sehr reichh. Lager von ca. 1000 Sommer- Paletoto, 2000 Anzüge, sowie einzelne Röcke, Jaquets, Hofen, Westen 2c. Ferner Uhren, Ketten, Ringe, Betten, Wäsche, Stiefel, Hüte, Reise- u. Holzkoffer, Waschkeel 2c. Sämmtliche Sadjen in alt und nen, auch werden verfallene Pfänder verkauft. A. Wergien, Circus Renz, Schneidermeister und Barthiewaaren( Karlstraße.) Freitag, den 6. April, Abends 71/2 Uhr: Händler, 57949* 127Stalizerstraße 127. Bestellungen nach Maaß werden billig ausgeführt. Adolph Ernst- Theater. Auf auf zur fröhlichen Jagd! Bitte fehr, recht genau auf Nainen Heute: Parforce- u. Kastadenritt. Ballet von 100 Damen. Meute von 40 Hunden. Außerdem: Gr. Komiker- Vorstellung. 1. a.: Hippologisches Potpourri von Schwank in 3 Att. v. Brandon Thomas. 40 Pferden, vorgef. von Herrn R. Renz. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobsen. Musik von Franz Roth. In Szene gefekt von Adolph Ernst. Anfang 2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Jeu de la rose, geritten von Fr. RenzStark und Wiß Edith. Die mexikan. Kunstschützen aus der Müllerstrasse. Die eye. Clowns Alfons und Estio. Die Luftgymnaftifer Gebr. Wortley 2c. Sonnabend: Auf auf zur fröhlichen Jagd. Fr. Renz, Direktor. Gegründet C. Münch. Gegründet 1870. 1870 PassagePanopticum.felbigefertigt) in großer Auswahl für Beste Bezugsquelle für Herren- und Knaben- Garderobe, Arbeitsanzüge Die Glocke von Fr. v. Schiller. Musit von Romberg. Dargestellt in Arbeitshemden, Blousen, Müßen 2c. NW., Stromstraße 59, gegenüber der Brauerei Moabit". " und Hausnummer zu achten. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L am hiesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigſte Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr.2. Musik- Instrumente. Alle Blas-, Streich- u. Schlag- Justru mente, Spielbojen zum Drehen u. felbitspielend, Musk Automaten fertigt Aug. Kessler, Laufherte. 51. Charlottenburg. Ein Mehl und Vorkost- Geschäft Versicherungs, Hypotheken und mit Destillations- Niederlage ist billig Häuser- Agent Albert Fabian wohnt zu verkaufen. Näheres Wörtherstr. 4 15 lebend. Bild ern. Scharrenstr. 19. 59322* bei Lange. 2823b Welche parteipolitische Stellung zur Religion folgt aus der geschichtsmaterialistischen Erklärung der Religion? Vortrag von Th. v. Wächter- Stuttgart am Freitag, den 6. April 1894, Abends 8 Uhr, in den Germania- Sälen. Bur Deckung der Unkosten 10 Pfennig Entree. Unbeschränkte. Rede freiheit zugesichert. Charlottenburg. 27826 Deffentliche Versammlung der Töpfer und Berufsgenossen am Sonntag, den 8. April, Vormittags 10 Uhr, in der Gambrinus- Brauerei, Wallstraße 94. Tages Ordnung: B 1. Unsere Organisation und das Verhalten der Unternehmer zu derselben. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Bersammlung zu erscheinen. 826/20 Der Einberufer. Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW., Beuth- Straße 2. Für die Maifeier. Am Mittwoch, den 4. April, gelangen die ersten zwei Hefte einer von uns herausgegebenen Sammlung ſozialiſtiſcher Theaterstücke zur Ausgabe. I. Heft. Die Tochter des Staatsanwalts. Schwank in einem Akt von May Kegel. Preis: einzeln 30 Pfg.; Porto 3 Pfo.; als Rollen nöthige 10 Exemplare Mk. 2,50, Porto 10 Pfg. II. Heft. Wieder ein Kämpfer! B Charakterbild aus dem Arbeiterleben von W. Krauße. Preis: einzeln 30 Pfg.; Porto 3 Pfg.; als Rollen nöthige 7 Exemplare Mk. 1,80, Porto 10 Pfg. Wir glauben mit dieser Sammlung sozialistischer Theaterstücke ein Unternehmen zu beginnen, das einem in weiten Parteifreifen vorhandenen Bedürfniß nach wirklich guten und furzen Tendenzstücken entspricht. Obige zwet Stücke dürften gerade jetzt für die bevorstehende Maifeier willkommen sein. Kegel hat seinen Schwant vollständig neu bearbeitet. Während er darin die plumpe Verfolgungssucht und den täppischen Zensureifer der österreichischen Polizei und Staatsanwaltschaft in fröhlichster Laune geißelt, hat rauke ein Charakterbild gezeichnet, das die Unverschämtheit jenes Unternehmerthums brandmarkt, das nicht zufrieden, die Arbeitskraft der Lohnsflaven bis auf's Aeußerste auszubeuten, auch noch die politische Gesinnung und das Familienleben seiner Untergebenen" zu fnechten sich anmaßt. Zahlreichen Bestellungen sieht entgegen Buchhandlung des Vorwärts 99 Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, 2. Gesch. Andreasstr. 23, S. pt., gegenüb. Andreaspi 1. 2. Gesch.: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain Mustergrößtes Lager Berlins. Kinderwagen, cher gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Eager Berlins habe. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pönsch in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 79. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. g Freitag, den 6. April 1894. 11. Jahrg. die Unterstüßung erreicht die erforderliche Zahl von 50 Mit- ständigkeit, zum Aufrücken auf der sozialen Stufenleiter zu verhelfen. gliedern. Handwerk und Arbeiter gewinnen dadurch die Möglichkeit zum Abg. v. Stumm( Rp.): Die Beschlüsse von 1891, Werfmeisterposten zu erlangen. Sollte der Zeichenunterricht in 74. Sigung vom 5. April, 2 Uhr. welchen auch die Nationalliberalen zugestimmt haben, Ermangelung des Entgegentommens der firchlichen Behörden am Am Bundesrathstische: Graf von Caprivi, von haben nicht den Sinn gehabt, daß die Kirchen bei der Sonntag unterdrückt werden, so wäre das die Vernichtung einer EinBötticher, von Marschall, Graf Posadowsky, definitiven Regelung der Frage zurücktreten follten. richtung, welche bisher überaus segensreich gewirkt hat. Würde Don Berlepich, Reichsbant- Präsident Koch. Es wurde vielmehr von allen Parteien, die ihnen zustimmten, die Frist bis 1897 verlängert, so verstärkt sich unsere Hoffnung, Eingegangen ist der Handelsvertrag mit Uruguay. und auch von der Regierung der Kompromiß mit der Aus- daß die kirchlichen Behörden bis dahin sich eines Besseren belehren Zur Verhandlung steht zunächst die Interpellation der Abgg. führung empfohlen, daß es gelingen werde, die Unterrichts- laffen werden. Diann, Paasche und Möller- Dortmund, betreffend den Fort Stunden entweder vor den Hauptgottesdienst oder hinter denselben Abg. Kropatschek( dk.): Herr v. Berlepsch wird sich doch bildungsunterricht an Sonntagen. Die Interpellation lautet: zu legen oder einen besonderen Gottesdienst für die Fort- wohl schon überzeugt haben, daß gut drei Viertel des Reichstags Durch die Gewerbe- Ordnungs- Novelle von 1891 ist der Fortbildungsschüler einzurichten. Mit diesem Beschlusse war das der Meinung sind, daß eine Diskussion in diesem Augenblicke bildungsunterricht an Sonntagen nur gestattet, wenn die Unter- äußerste Entgegenkommen gegen die Fortbildungsschulen bewiesen sehr angezeigt ist; auch sind wir Deutschkonservative doch nicht richtsstunden so gelegt werden, daß die Schüler nicht gehindert worden. Eine Verlängerung der Frist würde nur dazu führen, schuld daran, daß die Interpellation Ofann eingebracht ist. Herr werden, den Hauptgottesdienst oder einen mit Genehmigung in Berlin die Sache wieder auf die lange Bank zu schieben und Meyer spricht lediglich vom Berliner Standpunkte aus. Da der kirchlichen Behörden für sie eingerichteten besonderen Gottes das unberechtigte Verlangen zu erheben, die Kirche solle den verstehe ich beim besten Willen nicht, wie man die dienst ihrer Konfession zu besuchen. Ausnahmen sind für nicht ersten Schritt des Entgegenkommens thun. Was in Halle, Möglichkeit des Zeichen= Unterrichts am Abend leugnen obligatorische Fortbildungsschulen bis zum 1. Oftober 1894 ge- München, Glberfeld möglich gewesen sei, müsse auch in Berlin taun. In der Kunstschule wird er regelmäßig Abends ertheilt. in taun. der stattet. Die Unterzeichneten fragen hierdurch an: 1. Erkennen zu erreichen sein. Besonders ungerechtfertigt ist das Verlangen, Auch wir bleiben bei dem Kompromiß von 1891 stehen. Wir die verbündeten Regierungen an, daß nach den an vielen Orten den Hauptgottesdienst erst von 11 Uhr an abzuhalten. Das wollen den Fortbildungsschulunterricht während des Gotteshervorgetretenen Schwierigkeiten vom 1. Oftober 1894 an der passe gar nicht in unsere sozialen Verhältnisse hinein. In dienstes nicht; nur weil sich an einigen Orten bereits Einrich Fortbestand und die gesunde Entwickelung der für den gewerb- vielen Städten würde der Unterricht durch den Gottesdienst tungen eingebürgert hatten, welche ihn dennoch ermöglichten, lichen Mittelstand unentbehrlichen Fortbildungsschulen in vielen unterbrochen und nach demselben ohne die geringste Unzuträg- wollten wir eine Frist zur weiteren Durchführung dieser EinTheilen Deutschlands ernstlich gefährdet ist? 2. Beabsichtigen lichkeit wieder aufgenommen. Andererseits sei ein 3wang, den richtung gewähren. Die kirchliche Behörde kann garnicht die die verbündeten Regierungen noch in dieser Session dem Reichs- Gottesdienst zu besuchen, ebenfalls erheblichen Bedenten unter- Hand dazu bieten wollen, den Unterricht am Sonntag zu fördern, tage eine Gesetzesvorlage zu unterbreiten, welche diese Gefährdung worfen. Der beste Ausweg würde der sein, die jugendlichen sie hat also mit dieser Begründung der Ablehnung nur gethan, des Fortbildungsunterrichtes an den Sonntagen beseitigt, ohne die Arbeiter von 14-16 Jahren von den Bestimmungen über die was sie thun mußte. Wie sollen denn die jezt über ganz Berlin religiösen Intereffen zu schädigen? Sonntagsruhe zu dispenfiren; sonst würde man in Widerspruch zerstreuten etwa 15 000 Fortbildungsschüler in einem einzigen Nachdem Staatssekretär v. Bötticher sich zur sofortigen mit den für die Gewerbegehilfen und die Arbeiter gegebenen Be- gottesdienstlichen Raume nach dem Vorschlage der Berliner Beantwortung der Interpellation bereit erklärt hat, führt stimmungen über die Sonntagsruhe gerathen. Uebrigens würde Schulbehörde ihre kirchlichen Bedürfnisse befriedigen? Das erAbg. Ofaun( natl.) zur Begründung aus, daß der 1. Oktober der Unterricht dadurch, daß er um die Zeit des Gottesdienstes scheint doch auch nicht ausführbar. Die Fortbildungsschule hat herannahe und Zweifel darüber auftauchen, ob die Vereinbarung verkürzt wird, nicht an Bedeutung verlieren. sich der uralten firchlichen Sitte zu fügen, wir müssen das Entvon Einrichtungen zu stande gekommen sei, welche den Fort- Preußischer Handelsminister v. Berlepsch: In eine ein gegenkommen von der jüngeren Institution verlangen. Gine bestand der Schulen ermöglichen, ohne die Sicherung der Sonn- gehende Erörterung der Frage einzutreten, ist angesichts Vorlage, welche die Entscheidung hinausschiebt, hat auf unsere tagsruhe in Frage zu stellen. Vielfach seien diese Veran- der angekündigten Vorlage nicht angezeigt. Auf die Aus- Zustimmung nicht zu rechnen. faltungen noch nicht getroffen. Man sei 1891 davon ausge- führungen des Abg. v. Stumm ist zu bemerken, daß der Abg. Wurm( foz.): Es wird viel von den Interessen des Untergangen, daß der Sonntagsunterricht überhaupt wegfallen solle. Reichstag 1891 einstimmig den Sonntagsunterricht für unent- nehmerthums, aber wenig von den Interessen der Schüler ge= Bei der zweiten Lesung der Novelle hat man wenigstens einen behrlich erklärt hat; das haben Herr Klemm von den Deutsch- redet. Man beruft sich auch hinsichtlich der religiösen Fürsorge Uebergang schaffen wollen und habe die Frist bis konservativen und Herr Orterer vom Zentrum übereinstimmend für die Schüler auf den Zwiespalt der Interessen des Unterzum 1. Oktober 1894 gegeben in der Annahme, daß bis erklärt. Die Regierungen haben das Kompromiß nur an- nehmerthums und der Kirche. Um diesen Widerspruch handelt dahin die Verständigung mit den kirchlichen tirchlichen Behörden genommen, weil es ihnen die Möglichkeit zu bieten schien, die es sich aber gar nicht. Bei Berathung des Arbeiterschutzgesetzes erreicht werden würde. Aber nicht blos in den Städten, sondern befriedigende Lösung der Frage bis 1894 zu erreichen. Das ist haben wir beantragt, den Fortbildungsunterricht in die Arbeitsvielfach auch auf dem platten Lande seien die gemachten nicht geschehen, namentlich nicht für den Zeichenunterricht. zeit der jungen Leute zu legen. In erster Lesung der Kommission Versuche seitens der kirchlichen Behörden zurückgewiesen worden, Wir brauchen für den Zeichenunterricht Tageslicht und eine wurde der Antrag angenommen, aber nachher befannen sich die und die Existenz dieser Sonntagsschulen sei damit in Frage ge ausgeruhte Hand. Wird der Zeichenunterricht am Sonn- Herren anders. Man sagt, die Interessen der Kirche ständen müßten in stellt. Bei der Bedeutung und den Vorzügen der Sonntags tag untersagt, dann den Werktagen die höher als die des Handels. Aber die Jutereffen der Schüler schulen würde ihre völlige Vernichtung oder doch Lahmilegung Mittagsstunden genommen werden und gegen diese Verstehen höher als die der Geistlichkeit. Ist der Mensch der Kirche einen schweren Schaden jür den gewerblichen Mittelstand und legung ist damals vom ganzen Reichstag Protest erhoben worden. wegen da, oder die Kirche der Menschen wegen? das ganze Volk bedeuten. Gleichwohl sei keine Aussicht, mit den Der Sonntagsunterricht soll so viel wie möglich eingeschränkt Sorgen Sie dafür, daß eine geiftig fräftige Genefirchlichen Organen bis zum bezeichneten Zeitpunkt zur Einigung werden, aber für den Zeichenunterricht brauchen wir ihn nach ration heranwächst. Es handelt fich nicht um die zu gelangen. Auf Wochentage lasse sich dieser Fortbildungs wie vor. Ein zerreißen des Zeichenunterrichtes in zwei Ab- tirchlichen Interessen, sondern darum, ob den Fortbildungsschulen unterricht nicht verlegen; hauptsächlich der Zeichenunterricht vertheilungen von 7-9 und von 12-1 oder von 12-2 wäre ein der Unterricht aus Gnade ertheilt werden soll, oder ob er ein trage die Abent stunde in der Woche nicht, er brauche das Tageslicht höchst unglückliches Experiment, weil es tein Mittel giebt, die Recht auf denselben hat. Heute wird der Schüler gezwungen und eine ausgeruhte Hand. Gerade aus den Kreifen der kleineren Berliner Jugend in der Zwischenzeit von 9-12 in die Kirche zu oder freiwillig veranlaßt, nach schwerer Tagesarbeit Abends noch Handwerker und der Innungen seien zahlreiche Eingaben ausge- führen. Viel eher verspricht der Versuch, eine ausreichende Zeit Unterricht zu empfangen und das bischen freie Zeit am Sonntag gangen, welche die Beibehaltung des Sonntagsunterrichts fordern. vor dem Beginn des Hauptgottesdienstes für den Zeichenunter- auch noch zu seiner Ausbildung zu verwenden. Der Schüler In umfassender Weise sei der Fortbildungsunterricht durchricht zu gewinnen, Erfolg; und es ist daher nicht wohlgethan, hat die persönlichen Kosten des Unterrichts zu tragen, der Untergeführt und organisirt in Hessen, Baden, Württemberg, Bayern, jezt schon absprechend über die Absicht der preußischen Regierung nehmer läßt sich in den seltensten Fällen durch diese Interessen zum Theil auch in Preußen. Alle diese Organisationen würden hinwegzugehen. der Schüler beeinflussen. Die preußische Regierung verlangt eine mit dem 1. Oftober einfach zu Grunde gerichtet sein, wenn feine Abg Bachem( 3.): Ich bedauere mit dem Abg. v. Stumun, Gnadenfrist von drei Jahren, um den unhaltbaren Zustand noch Verständigung erreicht werde. Für die fatholischen Schüler be- daß die Antwort des Ministers so und nicht anders ausgefallen weiter zu erhalten, weil sie auf einen Kompromiß zwischen dem stehen die betreffenden Schwierigkeiten nicht entfernt in dem ist. Wir stehen mit Herrn v. Stumm auf dem Boden des Kom- Unternehmerthum und der Kirche hofft. Damit ist nichts geGrade, wie für die evangelischen; in tonfessionell gemischten promisses von 1891. Was soll mit den weiteren drei Jahren holfen. Wie miserabel die Volksschulen sind, geht aus Gegenden seien die letzteren den katholischen gegenüber außer gewonnen werden, wenn es in den verflossenen drei Jahren nicht der amtlichen Denkschrift des preußischen Regierungsrathes ordentlich im Nachtheil. Das seien doch unhaltbare Zustände. gelungen ist, die Verständigung herbeizuführen. Man tomme Lüders hervor. Etwa die Hälfte der Voltsschulen ist überfüllt, Man würde es also mit großer Freude begrüßen, wenn die im doch geraden Weges mit dem Antrage, den§ 120 zu ändern; ein Lehrer unterrichtet bis zu 180 Schüler. Ueberall herrscht preußischen Abgeordnetenhauſe gemachte Andeutung, daß wir werden den Kampf dann wie damals aufnehmen. Die Geldmangel. Darum ist der Fortbildungsschulunterricht dringend ein besonderer Gefeßentwurf zur Hinausschiebung der Frage hat eine schultechnische und eine kirchlich soziale Seite. nöthig. Es handelt sich für uns in erster Linie um den gewerbFrist vorbereitet werde, sich bewahrheitete. Der von dem Pastor In den katholischen Landestheilen ist überall ohne Schwierigkeit lichen Fortbildungsunterricht. Der Fachunterricht kommt zunächst Schall vorgeschlagene Ausweg, die Unterrichtsstunden auf den ein Fortbildungsschul- Gottesunterricht eingerichtet worden, der dem Unternehmer zu gute. Die Lehrlinge müssen auch auf den Sonntag Nachmittag zu verlegen, sei freilich kaum der geeignete. Fortbildungsunterricht wird ziemlich durchweg von 8-12 Uhr am allgemeinen Gebieten etwas lernen. Zum Zeichnen gehört eine Die Erhaltung der Schulen sei eine Nothwendigkeit; es müsse Sonntag Vormittag gegeben, und die evangelische Kirche er- ausgeruhte Hand, ebenso gehört zu jedem geistigen Unterricht ein alles geschehen, sie zu erhalten; ihre Beseitigung würde die klärt, sie könne den Gottesdienst weder vor 8, noch nach 12 ausgeruhter Kopf. Wie es in den heutigen Abendschulen ausjungen Leute nicht in die Kirche, sondern auf Abwege führen. legen. Erklärt dies die protestantische Kirche, so müssen wir sieht, weiß jeder. Daß die höheren Schüler nicht überbürdet Staatssekretär v. Bötticher: Die Regierungen baben mit das staatlich respektiren. Nicht der Fortbildungsunterricht, werden, dafür wird ängstlich gesorgt. Der arme Lehrling wird der ersten Frage der Interpellanten sich zu beschäftigen bisher sondern der Gottesdienst muß den Vorrang haben; der Unter- erst törperlich abgearbeitet, Abends soll er dann noch noch feinen Anlaß gehabt; auch bezüglich der zweiten Frage ist richt kann zu andern Stunden stattfinden. Aber selbst wenn ſtillfigen, ein Muster von Folgsamkeit und Klugheit sein. bisher ein Beschluß des Bundesraths noch nicht gefaßt worden. letzteres nicht der Fall wäre, würde der Anspruch der protestan- Die Regierung weicht stets mit weiser Tapferkeit zurück, Ich gehe aber trotzdem auf die Sache näher ein, weil ich eine tischen Kirche geachtet werden müssen. Will man einen guten wenn es sich um die Interessen des Unternehmerthums handelt. Mittheilung machen kann, welche das Haus hoffentlich veran- Fortbildungs- Unterricht haben, so erscheint der Sonntag Morgen Statt den obligatorischen Tagesunterricht zu verlangen, verlangt laffen wird, zur Zeit die Sache nicht weiter zu verfolgen. feineswegs als die geeignetste Beit. Die Verlegung auf die sie eine Gnadenfrist von 3 Jahren. Wir erklären uns energisch Im Jahre 1891 hatten die Regierungen die Regelung nicht in Werktage wünsche auch ich, und zwar in höherem Maße an- dagegen. Richten Sie in den 3 Jahren nichts aus, dann stehen der Weise beantragt, wie sie zu stande gekommen ist. Die bescheinend als die Regierungen. Weder Lehrer, noch Schüler sind Sie vor der Katastrophe: die Fortbildungsschulen müssen zu treffende Bestimmung entstammt der Initiative des Hauses. Die erbaut von dem Unterricht am Sonntag Vormittag. Den Sonn- grunde gehen. Die Blätter für soziale Praxis haben eine Regierungen hatten schon damals lebhafte Bedenken, ob es ge- tag Nachmittag will man aus Rücksicht auf Lehrer und Schüler Enquete aufgenommen und Gutachten der Leiter von Fach- und lingen werde, bis zum 1. Oftober die Sache zu ordnen. und die nicht für diesen Unterricht benutzen; um so ernster muß das Be- Fortbildungsschulen eingeholt. Daraus geht deutlich hervor, daß Erfahrungen seitdem haben ihnen Recht gegeben. In 23 Regie- streben sein, den Unterricht auf die Wochentage zu verlegen. Auch man, wo der Unterricht nicht obligatorisch ist, ohne den Sonntagsrungsbezirken des preußischen Staates ist eine ausreichende Für für den Zeichenunterricht fann nur theilweise eine Ausnahme zu unterricht dicht auskommen tann. Der Meister verwehrt dem forge für das kirchliche Bedürfniß der Fortbildungsschüler ge- gestanden werden. Bei gutem Licht läßt sich auch der Zeichen- Knaben sogar die paar Abendstunden zum Fortbildungs- Schultroffen worden; in anderen Theilen des Landes und des Reiches Unterricht ertheilen, und wenn er das Tageslicht unbedingt braucht, unterricht. In Mannheim hat man den Unterricht ist dieses Einverständniß nicht erzielt und wird auch bis zum ist es dann unbillig, zwei Stunden der Woche dafür auszuwählen Wochentagen Mittwochs von 1-4. Die Arbeitgeber, welche ihre 1. Oftober 1894 nicht erzielt werden. Wie die Dinge in unserin Die Arbeitgeber haben es allerdings nicht gern, daß ihnen für Schüler nicht hinschicken, werden sofort dem Bezirksamt zur AnGewerbsleben liegen, ist der Fortbildungsunterricht am Sonntag ein paar Stunden in der Woche die Schüler entzogen werden; zeige gebracht oder mit 1-2 Tagen Haft bestraft. Das ist die gar nicht zu entbehren. An sich ist das Ziel, den ganzen Unterricht in sie werden sich aber bescheiden müssen. Die jungen Leute werden einfachste Lösung der Sache. Ich habe noch nicht gehört, daß die Woche zu verlegen, auch sehr berechtigt; aber abgesehen doch besser erzogen, wenn sie in der Woche einige Stunden an in Baden das Handwerk dadurch ruinirt sei. In Hessen ist es von dem Widerstande aus den gewerblichen Streifen selbst liegt einem Vormittage Fortbildungsunterricht empfangen und am ähnlich. Daß die Innungen den Sonntagsunterricht wünschen, das wesentlichste Bedenken darin, daß es nicht möglich ist, in Sonntag in die Kirche gehen können, als wenn sie am Sonntag glaube ich auch. Keiner ist schlimmer gegen seine Lehrlinge der Woche die nöthigen Lehrkräfte und Lofale zur Verfügung zu unter Beeinträchtigung, ja unter Beseitigung der Möglichkeit, als die Innungen. Die Gutachten der Direktoren Don stellen. Es ist das nicht blos eine Geldfrage, es liegt auch in den Gottesdienst zu besuchen, in eine Fortbildungsschule hinein Fortbildungs Schulen beweisen das schwarz auf weiß. ter ganzen Gestaltung unseres gewerblichen Lebens eine große gedrängt werden. Die Kostenfrage wird nicht unüberwindlich Der Leiter der städtischen Fortbildungsschule in Leer, Herr Schwierigkeit, die uns dieses Ziel zu erreichen zur Zeit hindert. sein. Dem angekündigten Gesezentwurf tann ich ein freundliches Dierks, nennt den Eigennutz und die Eigenliebe der Meister die Der Sonntag muß zu Hilfe genommen werden, wenn wir nicht Entgegenkommen des Zentrums nicht in Aussicht stellen, eher größten Hindernisse. Der Meister will nicht, daß sein Lehrling die Leistungsfähigkeit unserer Jugend in Handwerk und Industrie würden wir, wenn das Kompromiß zerrissen ist, dem Bestreben mehr lernt als er selbst. Was muß der Mann für bittere Er herabdrücken wollen; muß er zu Hilfe genommen werden, so des Herrn von Stumm nach der anderen Seite festere Be- fahrungen gemacht haben! Auch der Lehrling als der ges müssen die firchlichen Interessen berücksichtigt werden. Stimmungen zu treffen zu Hilfe kommen. quälteste unter den Menschenkindern soll seinen Sonntag haben, E3 S all ist auch nicht ausgeschlossen, daß sich überall Abg. Meyer- Halle( Frf. Vg.): In Berlin hat die Schul- sagt die Regierung mit Recht. Aber geht der Lehrling Sonnbei gutem Willen und Entgegenkommen ein ein Ausgleich verwaltung versucht, die firchliche Behörde zur Verlegung der tags nicht in die Kirche, wird ihn der Meister zu allen mögschaffen läßt, der beiden Theilen gerecht wird. Man Stunde des Hauptgottesdienstes zu bestimmen, oder sie zu ver- lichen Arbeiten verwenden. Dafür haben Sie( rechts) in der muß nur davon ablassen, die Sache mit einer Schärfe zu anlaffen, einer besonderen nachmittagsgottesdienstlichen Feier Gewerbe- Ordnung gesorgt. Widerstand der gewerblichenkreise!" behandeln, die sie nicht verdient. Die preußische Regierung hat, ebenfalls den Charakter eines Hauptgottesdienstes zu geben. Die das ist das Stichwort, welches durch alle Gutachten hindurc beschlossen, beim Bundesrath eine Gesetzesvorlage einzubringent firchlichen Behörden haben beides abgelehnt. Die Gründe hierfür geht. Die Regierung trägt dem Rechnung, wir nicht. Wir verdahingehend, daß die Frist bis zum 1. Oftober 1897 verlängere gehören dem firchlichen Gebiet an und unterliegen unserer Kritit langen, daß der Fortbildungs- Schulunterricht obligatorisch wird wird. Dieser Vorschlag enthält ja teine Radikalkur, aber eine nicht. Darauf hat die Schulbehörde einen eigenen Unterricht für und in die Tagesstunden verlegt wird. Nicht religiöse, nicht firchsolche würde Mißstände mit sich bringen, die besser vermieden die Fortbildungsschüler in Aussicht genommen, der in einer liche Intereffen dürfen hier hineingetragen werden. Heute haben werden. Durch die Fristverlängerung wird die Möglichkeit Kirche stattfinden sollte und für den die Stadt die Kosten tragen alle diejenigen, die das Unglück haben, jetzt geboren zu sein, mit weiterer Annäherung und Verständigung gegeben, und die firch wollte. Die Kirchenbehörde hat dies zurückgewiesen unter dem 18 Jahren noch nicht genügende Fachkenntnisse erworben. Die lichen Behörden werden sich überzeugen, daß es doch wohlge- Bemerken, daß sie dazu die Hand nicht bieten wolle, daß über- Gesellen, 24 pCt. der Fortbildungsschüler, wollen Sie fünftig than ist, in dieser Frage Entgegenkommen zu zeigen. Daß das haupt am Sonntage unterrichtet werde. Hier hat die Kirche verhindern, für ihre Ausbildung zu sorgen. Das Gesetz be auch im tirchlichen Interesse nothwendig ist, bezeugen eine Reihe direkt in staatliche Angelegenheiten eingegriffen, sie stellt eine schränkt sich nur auf Personen unter 18 Jahren. Die Regierung von Zuschriften an die Regierungen aus firchlichen Kreisen. Norm auf, die eigentlich in die Gewerbe- Ordnung gehört.( Unruhe weicht vor dem Unternehmerthum zurück, fie will den Pelz waschen, Unter diesen Umständen stelle ich anheim, die weitere Erörterung rechts.) Ginen weiteren Versuch kann die Schulbehörde nicht machen. ohne ihn naß zu machen. bis zum Eingang dieses Entwurfs zu verschieben. Abg. v. Manteuffel( dk.) beantragt trotz der letzten Bemerkung des Staatssekretärs die Besprechung der Interpellation, da es dem Bundesrath von Werth sein müsse, die Meinung des Hauses in dieser Frage näher fennen zu lernen. Der Antrag wird von den Deutschkonservativen, der Reichspartei, dem Zentrum und den Sozialdemokraten unterstüßt. Soll man nun den Fortbildungsunterricht vom Sonntag weg- Abg. Möller( natl.) weist darauf hin, daß die Nationalnehmen? Das ist uncusführbar bis auf den Unterricht im liberalen gegen die Bestimmungen, welche jetzt ins Gesetz hineinZeichnen und Modelliren. Nicht blos jugendliche Arbeiter, gekommen sind, ursprünglich gestimmt haben. Sie haben nur im sondern auch erwachsene Personen machen in großer Menge von Interesse des Zustandekommens des Gesetzes schließlich dem diesem Unterrichte Gebrauch. Ich muß bei der Ueberzeugung Rompromiß zugestimmt, welches eigentlich ein gewisser Zwangswar. Gerade die Herren Dom verharren, daß der Zeichenunterricht das wirksamste Mittel ist, vergleich Zentrum einem Anaehörigen der arbeitenden Klassen zu größerer Selbst haben den Vorschlag gemacht, durch Sondergottesdienst für die Fortbildungsschüler zu sorgen. In der Debatte sei hauptsächlich| Beamten ausbildeten, werden wir ganz neue Formen dafür| Die Petitionen der Interessenten find einander widerimmer auf Berlin und andere Großstädte verwiesen worden. Bon finden müssen. Vielleicht im nächsten Jahre wird uns die Sache sprechend. Senn fie das Stättegeld bezahlen sollen, viel größerer Bedeutung sei aber diese Frage für die fleinen beschäftigen. Bis dahin bitte ich Sie, den Minister nicht zu flagen fie regelmäßig, daß sie nicht auf die Kosten kommen. Es Ortschaften, wo es an Lehrkräften und Schulräumen in der Woche drängen. Der Minister ist schon jetzt im wesentlichen General- bleibt auch nicht ein Stück ungekauft, wenn der Weihnachtsfeble. Für solche Fälle muß eine Verständigung mit den kirch- direktor der Eisenbahnen, er wird es nach der Neuorganisation markt abgeschafft wird. Wenn es wirklich arme Kinder giebt, lichen Behörden herbeigeführt werden; dazu wünschen wir eine noch in höherem Maße sein. die nur die eine Weihnachtsfreude haben, die Ausstellung des Berlängerung der Frist, auch im Interesse der Kirche, mit welcher Abg. Schmin- Erkelenz( 3.) empfiehlt die Ueberweisung der Weihnachtsmarktes zu besehen, so läßt sich diese Freude ihnen eine Verständigung in 23 Regierungsbezirken Preußens erzielt Vorlage an die Budgetkommission. viel leichter bereiten, wenn man sie an die hell erleuchteten worden ist. Hoffentlich wird in der weiteren Frist eine VerSchaufenster der großen Geschäfte führt. Ganz übereinstimmend ftändigung auch in den anderen Bezirken noch erzielt. haben Vereine aller politischen Färbungen, Vereinigungen von Grundbefizern, Gewerbetreibenden und ansässigen steuerzahlenden Sandelsleuten( Ruf: Aha!) die Forderung erhoben: Fort mit dem Weihnachtsmarkt! Die leberweifu Nach längerer weiterer Debatte wird die Verweisung der Vorlage an eine Kommission abgelehnt. Schluß gegen 4 Uhr. Nächste Sigung Freitag 11 Uhr. ( Dritte Berathung der Vorlage wegen des Elbe- Trave- Kanals Abg. Schall( dt.) bestreitet, daß die evangelische Kirche sich vollständig ablehnend verhalten hat; die Kirche ist weit entgegengekommen, aber die preußische Regierung hat nicht ihrer- und Eisenbahn- Etat.) seits überall den nöthigen Druck auf die städtische Verwaltung u. s. w.dad ausgeübt, um die Frage richtig zu r- geln. Wenn man von der anderen Seite gutwillig entgegenkommt, kann bis zum 1. Oftober noch eine Vereinbarung erzielt werden. In der Stadt Berlin würde es kaum möglich sein, für die zahlreichen Schüler der Fortbildungsschulen einen besonderen Gottesdienst einzurichten. Uebrigens findet der Zeichenunterricht auch in Berlin vielfach an den Wochentagen Abends statt. Damit schließt die Diskussion. Die Interpellation ist er ledigt. Schluß 54 Uhr. Nächste Sigung: Freitag 1 Uhr. ( Interpellation Kardorff- Mirbach wegen der Neuausprägung von Silbermünzen und zweite Berathung des Stempelsteuer- Gesetzes.) Abgeordnetenhaus. 41. Sigung vom 5. April. 11 Uhr. Am Regierungstische: bielen. erflärt. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den 5. April, Nachmittags 5 Uhr. Der neugewählte besoldete Stadtrath Hirjekorn wird durch den Oberbürgermeister in sein Amt eingeführt und pflichtet. Der Stadtv. Burkhardt legt wegen geschäftlicher Be hinderung sein Mandat nieder. • Stadtv. Her big tritt für Ausschußberathung ein in der Hoffnung, daß die Versammlung dann zu einem anderen Standpunkte fommen werde als ihn der Stadtrath vertreten habe. Stadtv. Spinola sieht nicht ein, wozu noch Ausschußs berathung, nachdem die ganze Versammlung sich für die Beis behaltung des Weihnachtsmarktes ausgesprochen hat. Stadtv. Sachs 11 meint, daß auf die Petitionen von Grundbesitzern und anderen Interessentenvereinen gar nichts zu vergeben sei.( Zustimmung.) Von diesen Intereffenten hätten 3. B. die Anwohner des Spittelmarktes, als es sich um die Verlegung des Marktes vom Spittelinarkt auf den Dönhoffsplatze handelte, jeder eine Entschädigung von mehreren tausend Thalern für sich Die Berathung über die Vorlagen des Magistrats wegen des verlangt.( Hört! Hört! und Heiterkeit). Der Weihnachtsmarkt Neubaues der Gertraudten und der von der Heydtsei fein gewöhnlicher Jahrmarkt; es handele sich hier um eine Brüde war in der vorigen Sigung wegen eingetretener Be- seit 1650 bestehendes Volksinstitut, das man nicht so leichter Hand a schlußunfähigkeit der Bersammlung nicht zum Abschluß gelangt. beseitigen tönne und dürfe. Der Ausschuß könnte sehr wohl fich Heute tommt Stadtv. Hentig auf seine schon vor 8 Tagen auch mit der Suche eines geeigneten Platzes befassen. Es könnte angekündigte Absicht, über die Ausschmückung und künstlerische ja der Schloßplatz wieder für den Weihnachtsmarkt gewählt Auf der Tagesordnung stehen zunächst Wahlprüfungen. Ausstattung der Berliner Brücken sich zu äußern, zurück. Er findet werden oder auch die Promenade Unter den Linden( Heiterkeit). Die Wahl des Abg. S3mula( 3) wird ohne Debatte für die Herstellung der neueren Berliner Brücken, der Kotibuser, der Diese Vorschläge seien ganz ernst gemeint. ungiltig erklärt. Luther, der Friedrichsbrücke in dieser Beziehung einfach geschmack. Die Vorlage wird abgelehnt. Die Wahlen der Abgg. Broekmann, Wallenborn, los( Seiterfeit, Zustimmung und Widerspruch) und schlägt vor, Die Vorlage betr. den Grwerb der Zeitler'schen Landflächen Stephan und Graf v. Ballestrem( 3.) werden für giltig die Ausarbeitung der Pläne demjenigen, der sie bisher als Monopol zur Freilegung der Büschingstraße und der Friedensin der Hand gehabt habe, abzunehmen, Konkurrenzen auszustraße wird einem Ausschusse überwiesen. Die Wahl des Abg. Lucius Erfurt( frt.) beantragt die schreiben und auch der Versammlung statt der flüchtigen Skizzen Rommiffion zu beanstanden und über verschiedene Unregelmäßig. Detailausführungen zugänglich zu machen. Er habe es für seine Doppelschule in der Gogtowskystraße widerZur Vorlage betr. die Erbauung einer Gemeinde teiten bei der Wahl Beweis zu erheben. Das Haus beschließt Gewissenspflicht gehalten, diese inregung zu geben. Erfreulich spricht Stadtv. Emann der projeftirten Anlage von nach furzer Debatte demgemäß. sei es immerhin, daß wenigstens bezüglich der fünstlerischen Aus- Brausebädern in dieser Anstalt. Man müsse doch erst das ReDie Wahlen der Abgg. Diez- Neuwied und Düntel- stattung der Gertraudtenbrücke mit der Statue der heiligen Ger- fultat des in der dreifachen Schule in der Stephanstraße anberg( natl.) beantragt die Kommission für giltig zu erklären. traudis der Ausschuß eine anderweite Borlage verlange. gestellten Verfuchs abwarten. Das Haus beschließt nach längerer Debatte nach dem Kom- Stadtv. Dinse vertheidigt seinen Antrag, die lichte Durchmissionsantrag. fahrtshöhe der Gertraudtenbrücke von 3,32 auf 3,38 Meter, also um 6 Centimeter, eine einzige Steinstärke, zu erweitern. Die Mühlendammbrücke habe bereits diese lichte Höhe und wenn nicht sofort, so werde später die ungenügende Durchfahrtshöhe der Gertraudtenbrücke der Stadt zum großen Schaden gereichen. Auch Stadtv. Vogtherr tritt dem Stadtv. Esmann entEtadtbaurath Hobrecht tritt wiederum dem Antrag entgegen. Für die Einrichtung dieser zweckmäßigen Veranstaltung gegen. Der Staat liege mit der Stadt bezüglich der Brückenhöhe habe sich seinerzeit eine große Mehrheit im Ausschuß ergeben. Es folgt die erste Berathung des Nachtragsetats für in beständigem Kampf und vertrete dabei ganz einseitig die Bedauerlich sei ja, daß man in der Stephanstraße noch teine 1894/95, betreffend die Reorganisation der Eisen- Schifffahrtsinteressen. In diesem Falle verlange der Staat selbst Erfahrungen habe machen können, das liege aber nur an der bahnbehörden. aber nicht die Erhöhung. Auf dem Kanal könne man nicht Langsamkeit der Baubehörde. Echiffe von gleichem Tiefgang und Umfang wie auf der eigentlichen Spree verfehren lassen. Die Wahlen der Abgg. v. Lynder und Tamoschus( f.) werden für giltig erklärt. Die Wahlen der Abgg. Hilgendorff( fons.) und Beleites( natl.) beantragt die Kommission zu beanstanden und verschiedene Beweiserhebungen vorzunehmen. Das Haus be schließt danach. Abg. Schmieding( natl.) begrüßt die Vorlage mit Freuden, weil damit endlich ein langgehegter Wunsch erfüllt werde. Für eine Betriebsverwaltung paßt das kollegiale System nicht, da paßt nur das Präfektensystem; deshalb ist der Beseitigung der Abtheilungen innerhalb der Direktionen und der Beseitigung einer Instanz zuzustimmen. Ob aber die Betriebsämter oder die Direktionen zu beseitigen sind, kann zweifelhaft sein. Stadtv. Hentig will auch bezüglich der v. d. Heydt- Brücke vom Magistrate anderweite Vorschläge für die künstlerische Ausschmückung gemacht wissen. Die Ausschußanträge werden unverändert angenommen, damit sind die Anträge Hentig und Dinse abgelehnt. Es werden fonach Nothbrücken errichtet, darauf die bestehenden Brücken abgebrochen und die definitiven massiven Brücken erbaut werden. Für 1894 95 werden als erste Raten 270 000 resp. 105 000 m. Stadtschulrath Bertram: Die Versuche über den Erfolg solcher Schulbäder brauchen doch nicht gerade in Berlin gemacht zu werden. Sie sind in vielen anderen Städten gemacht worden und die Zahl der Kommunen, die solche Brausebäder einrichten, nimmt stetig zu. Stadtv. Hentig hält die Schulbänder gerade mit Rücksicht auf die zweifelhafte Beschaffenheit des Waffers in den städtischen Fußbädern z. B. im Nordhafen für eine Nothwendigkeit. Die Vorlage wird unverändert angenommen. Schluß 7/2 Uhr. Lokales. #E Die Adressen der Vertrauenspersonen bringen wir, da Mit der Ausführung einer Borfluthleitung zur baldigen sich leider in unserer Veröffentlichung in der letzten Nummer des Entwässerung des Gebietes der Kronprinzen- und der Vorwärts" einige Fehler eingeschlichen haben, nachstehend Gürtelstraße in Lichtenberg Friedrichsberg hat nochmals zur Kenntniß der Parteigenossen. Vertrauensleute der auf Antrag des Gemeindevorstandes von Lichtenberg der Ma- Sozialdemokratischen Partei sind: gistrat einverstanden erklärt. Die Vorlage wird unter Ab- 2. Hof 2 Tr.; Felgentreff, Morigfir. 50, part. Für den 1. Wahlkreis: Täterow, Zimmerstr. 95/96, lehnung eines Antrags auf Ausschußberathung unverändert anFür den 2. Wahlkreis: Werner, Bülowftr. 59, part.; Wörner. Dieffenbachstr. 58a. Für den 3. Wahlfreis: St. Frib, Fürstenstr. 11, v. 4 Tr.; Wilhelm Börner, Ritterfir. 15, part. 5. Mattutat, SO., Wrangelstr. 124; 9. 28 engels, Für den 4. Wahlkreis: Schulze, SO., Oppelnerstr. 8; O., Fruchtstr. 30, 2 Tr.; H. Bolze, O., Weidenweg 27/28. Greifswalderstr. 9; Klemen 3 Mager, Sophienstr. 27/28. Für den 5. Wahlkreis: Leo Pakuscher, bei Vatke, 2 Tr.; F. Waschow sti, Reinickendorferstr. 55, v. 1 Tr.; Für den 6. Wahlkreis: J. Pfarr, Wilsnackerstr. 49, Hof . Selbig. Rügenerstr. 23, part.; R. Augustin, KastanienAllee 11, part. Minister Thielen: Der dem Landtag vorgelegte Entwurf bezweckt, die Staatsregierung in die Lage zu setzen, die Vorbereitungen für die zum 1. April 1895 in Aussicht genommene Neuorganisation der Staatseisenbahn Verwaltung rechtzeitig zur Verfügung gestellt. treffen zu können, soweit sie mit Geldausgaben verknüpft ift. Unter der bisherigen Organisation find große Erfolge erzielt, die Staatseisenbahn- Verwaltung hat sich mächtig entfaltet und auch zu großen finanziellen Ergebnissen geführt. Nachdem aber 14 Jahre feit Einführung dieser Organisation verflossen sind, fragt es fich, ob dieselbe den jetzigen Verhältnissen noch vollkommen entspricht. Die Organisation von 1880 war durch die Verstaatlichung veranlaßt genommen. und trug daher gewissermaßen nur einen provisorischen Charakter. Seit dem Jahre 1889 hat das Polizeipräsidium, im Gegen In den größeren Bezirken ist besser verwaltet worden, weil die fatz zu seiner früheren Haltung, wiederholt beim Magistrat die größeren Bezirke mit besseren Kräften besetzt wurden und weil Aufhebung des Berliner Weihnachtsmarttes es sich da am besten arbeitet, wo mit voll Dampf gearbeitet angeregt und diese Maßregel mit der läftigen Störung begründet, wird. Die neue Organisation schaltet das ist der Haupt- welche diese Märkte für den öffentlichen Verkehr verursachten punkt eine Instanz aus. Die Theilung der Verwaltung in Der Magistrat hat lettere Thatsache anerkennen müssen, brei Juftanzen, Ministerium, Direktionen und Betriebsämter, ist bisher aber doch der gegebenen Anregung nicht folgen mögen, zu schwer. Die Aufhebung der Betrebsämter soll deshalb die weil der Weihnachtsmarkt im Mittelpunkte unserer Stadt einem Organisation vereinfachen. Auch in den Sachen, die nur von großen Theil der Bevölkerung eine lieb gewordene Einrichtung der Direktion nach Anhören der Lokalbeamten zu erledigen sind, war, welche in der vielfach geschäfte stillen Winterszeit einer An soll eine möglichste Vereinfachung eintreten. Manche Juteressen zahl fleiner Gewerbetreibender lohnende Beschäftigung verwerden verletzt werden, die auch hier im Hause vielleicht ihre schaffte". Turch den gesteigerten Pferdebahnverkehr, durch die Bertretung finden. In einem Punkte fönnen wir Echonung Ausstellung des Echloßbrunnens und den Neubau des Domes Einen rührigen Mitkämpfer hat die sozialdemokratische walten lassen, bezüglich der durch die Vereinfachung überflüssig sei indeß der Mailt aus der Breitenstraße, vont Echloßplatz und Partei des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises und der Verband werdenden 1700 Beamten. Da diese Beamte meist der allge- vom Lustgarten verdrängt worden; damit habe nicht nur das aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und meinen Verwaltung angehören, so sind dadurch manche Er historische Interesse an demselben schwinden müssen, sondern er sei Umgegend in dem dieser Tage an Blutvergiftung verstorbenen sparnisse zu erzielen. Dem Hause wird demnächst eine Vorlage auch seiner sentralen Lage beraubt worden und seine Unterbringung Genossen Albert Meyer verloren. Derselbe war seit langen über die Regelung der Verhältnisse dieser Beamten zugehen. Er an verschiedenen Stellen der Peripherie verursache von Jahr Jahren in der Partei wie in der Gewerkschaftsbewegung thätig; theilen Sie dem Nachtragsetat Ihre Zustimmung. zu Jahr größere Echwierigkeiten. Das einheitliche Bild" eines sein Eifer für die Sache des Proletariats erwarb ihm bei den Abg. Brömel( frs. Vgg.): Die Leiter des Eisenbahnwesens Weihnachtsmarktes sei damit völlig verloren gegangen, der Ge- Kollegen und den Parteigenossen Achtung und Ber sollen eine selbständigere Stellung haben. Wenn die Verwaltung schäftsumsatz habe sich vermindert, die Belästigung des öffent- trauen und fichert ihm nunmehr ein ehrende Aneinheitlich bleiben foll, wird immer noch genug Schematismus lichen Verkehrs sich erheblich gesteigert. Unter diesen veränderten denken. Zur Beerdigung, die am Donnerstag, Nachund Schreibwert übrig bleiben. Auch ich halte die Zahl von Umständen ist jetzt der Magistrat mit der Aufhebung mittags, vom Krankenhause Bethanien nach dem Enmaus20 Direktionen für zu niedrig. Daß für die Beamten durch ein einverstanden, will aber den bezüglichen Antrag an den Kirchhofe in Briz stattfand, hatte sich denn auch ein zahlreiches befonderes Gesetz gesorgt werden soll, ist erfreulich. Ich will die Oberpräsidenten nur mit Zustimmung der Versammlung stellen. Trauergefolge eingefunden, und sechs Kränze, welche dem Sarge Debatte nicht durch einen Miston stören, aber ich muß doch aus- Der Handel mit Weihnachtsbäumen soll von der Maßregel vorauf getragen wurden, gaben weitaus Beugniß von der Ansprechen, daß ich auf große Erfolge nicht hoffe; denn eine solche gänzlich unberührt bleiben. erlennung, welche die uneigennüßige Thätigkeit des Entschlafenen große Verwaltung wird immer an einer bureaukratischen Schwer- Stadtv. Singer: Dasjenige Motiv des Polizeipräsidiums, in weiten Kreisen gefunden hat. Namens der Parteigenossen des fälligkeit leiden. welches in der Belästigung des Verkehrs besteht, kann ich in vierten Wahlkreises legte Genosse Zubeil einen großen Kranz mit Abg. Beumer( natl.) fragt, ob wirklich in der Kommission, diesem Umfange nicht anerkennen. Biel lästiger sind Verkehrs- prächtiger rother Schleife und entsprechender Widmung welche die Nenorganisation vorbereitet hat, tein einziger Maschinen- störungen, wie sie beim Durchmarsch von Truppentheilen oder am Grabe nieder. Von den anderen Kränzen, technifer gesessen hat, sondern nur Juristen und Baubeamte. bei der Anwesenheit fremder Fürstlichkeiten in Berlin für das deren Schleifen zumeist gleichfalls die Farbe der Liebe Das wäre derselbe Fehler, den wir immer an der Verwaltung Bublifum entstehen. Aus der Zeit der Jahrmärkte find wir zeigten, hatte den einen der Berliner Metallarbeiter Verband, der Eisenbahnen neben vielen anderen getadelt haben. Freilich allerdings in Berlin heraus. Ob es gerade nöthig war, den zwei andere die Filiale III und die Filiale Nixdorf der Allbat man der Industrie es immer verübelt, wenn sie einen solchen Markt vom Schloßplate wegzubringen, weiß ich nicht; für das gemeinen Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter gewidmet. Tabel aussprach. Jetzt bringt die Begründung der Vorlage ein voll- innige Verhältniß zwischen den Bewohnern des Schlosses Ferner spendeten die Kollegen des Verstorbenen von der Firma ständiges Sündenbekenntniß, welches immer der erste Schritt zur Besse- und den Berliner Bürgern war ja dieser Weihnachts- Stegmann einen Kranz, und auch die Kollegen von der Firma rung ist; man sollte aber gründlich verfahren und mit allen Sünden martt Der treffendste Ausdruck. In feiner jeßigen Frister u. Roßmann, wo Meyer wegen seiner agitatorischen aufräumen, namentlich auch die Vernachlässigung der Maschinen- Berrissenheit hat der Markt allerdings nicht mehr die hätigkeit vor längerer Zeit gemaßregelt wurde, bekundeten durch techniter aufhören lassen. Denn nur Sachverständige können die Bedeutung wie früher. Alle diese Rücksichten aber, die zum Niederlegung eines Kranzes, daß sie den tüchtigen Kollegen und Betriebskosten ermäßigen und durch bessere Anlagen Ersparnisse Theil auch wieder ästhetischer Natur sind, reichen nicht aus, uns Genossen nicht vergessen hatten. Jit Albert Meyer nun auch aus herbeiführen. Die Trennung des Lokomotiv: und des Zugdienstes zu veranlassen, den Markt als solchen aufzuheben. Man würde dem Kampfe gegen Unrecht und Glend plöglich hinweggerissen, so foll leider aufrecht erhalten werden. Die Reform wird nur damit in der That denjenigen eine Verdienst- und Arbeitsgelegen- wird seine Thätigkeit doch noch lange zur Nacheiferung anStückwerk bleiben, so lange die Juristen bevorzugt werden. Es beit nehmen, die sie am allernöthigsten gebrauchen. Dieser Theil spornen. sollte freie Bahn eröffnet werden, für die Baumeister und die der Bevölkerung, der Monate lang vorher sich mit der AnZechniker neben den Juristen. fertigung von Weihnachtsartikeln beschäftigt, hat die Einnahmen übungen werden gegenwärtig die Arbeiter der Stettiner Aus einem staatlichen Musterbetrieb. zu SchreibMinister Thielen: Daß der Verkehr leide unter der Zurück aus dem Absah derselben so nöthig, daß wir diesen armen Bahn angehalten. Diese Uebungen, welche in sogenannten setzung der Maschinentechniker, kann nicht behauptet werden. Kleinen Händlern und fleinen Handwerkern ihren armWir können uns im Punkte des Verkehrs mit jeder anderen seligen Verdienst nicht nehmen dürfen; und andererseits sind die Lokomotivschuppen abgehalten werden, haben nicht den Zweck, die auswärtigen Verwaltung messen. Auch sind die Maschinen- Verkehrsstörungen wirklich nicht so schlimm, um nicht während elende Schulbildung" zu vervollkommnen, welche den Kindern techniker zur Neuorganisation in durchaus ausreichendem Maße der 2-3 Wochen im ganzen Jahre ertragen werden zu können. des Proletariats im Staate der Intelligenz beigebracht wird, gehört worden und sollen in feiner Weise zurückgesetzt werden. Lehnen Sie daher die Vorlage ab.( Zustimmung.) sondern sie sollen dazu dienen, den Missethäter zu entdecken, Die lokale Betriebsleitung ist den Bau- Juspektoren übertragen. Stadtv. Friedemann stellt denselben Antrag. Gerade welcher sich vermessen, dem Minister die schriftliche Mittheilung Ter Affeffor tommt in dieser Frage gar nicht in betracht, ihm soll in der heutigen Zeit dürfe man nicht ganzen Klassen der ärmsten zu machen, daß die von ihm möglicherweise im Prinzip zuge weder die Betriebsleitung noch die Bau- Unterhaltung noch sonst Bevölkerung ihren geringen Verdienst durch solche Maßregeln nicht in der erforderlichen Weise zur Durchführung gelangt ist. standene Sonntagsruhe in der rauhen Wirklichkeit immer noch etwas übertragen werden. Ganz gewiß ist es nothwendig, daß noch weiter verkümmern. Der Weihnachtsmarkt sei eine dem Darum Näuber und Mörder! Gar lieblich muß sich die Sonndie höheren Beamten im eigentlichen Fachdienst eine tiefer gehende Berliner Leben liebgewordene Einrichtung, die man nicht ohne tagsheiligung, die das Baynpersonal ausüben darf, für die kal. und längere Ausbildung erhalten. Die Entwürfe für diese Weiteres zerstören sollte. Reform liegen im Ministerium fertig, daß sie noch nicht nach Stadtrath Namslau: Wenn Herr Singer an andere preußische Christenheit namentlich ausnehmen, wenn man z. B. außen hervorgetreten sind, liegt an ganz äußerlichen Gründen. Störungen des Verkehrs erinnert, so ist es doch falsch, aus bei einem Tagelohn, der zu einer menschlichen Ernährung auch erfährt, daß die Wagenpuyer in dem erwähnten Schuppen, die Neben der Neuorganisation fonnten wir uns nicht zugleich mit diesem Grunde die Verkehrsstörung durch den Weihnachtsmarkt nicht entfernt hinreicht, von Morgens früh bis Abends spät ardieser Reform befassen, feruer wird durch den fünftigen Ueber- beizuhalten. Die Friedrichstraße, die Linden für militärische beiten müssen, nur alle 28 Tage ihren freien Sonntag haben. fluß an Beamten die Ergänzung des Bestandes der höheren Durchzüge sperren zu lassen, dazu ist die Stadt, so gern sie es du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Sozialreform! Beamten in sehr langsamem Maße sich vollziehen und dann vielleicht thun würde, nicht kompetent. Es lohnt nicht mehr, müssen erst die Erfolge der Neuorganisation abgewartet werden. wegen der Vortheile, welche der Markt bringt, die durch ihn Für die diesjährige Berliner Kunst Ausstellung find Nach Wegfall der Betriebsämter, welche bisher die höhere:: verursachten Störungen jedes Jahr 14 Tage lang zu ertragen. bis jest über 2000 Werke angemeldet und zum großen Theil eine M geliefert. Es fehlen noch die am 10. April einlaufenden Düffel- list etwa folgende: Die Angestellten zahlen für ein Mittagessen Wir sind gern bereit, Ihnen diese Mühe und Gefälligkeit dorfer Kunstwerke, welche ihre eigene Jury haben und eine An- 60 Pfennig, wenn fie 90 Mart im Monat verdienen; zu entschädigen und zwar sofort nach Empfang Ihrer geft. Mitzahl Kunstwerke ersten Ranges, für welche der Einlieferungs- mer mit 100 m. falarirt ist, hat 75 Pfg. zu zahlen und bei theilungen und nach Prüfung derselben und zahlen für das termin verlängert worden ist. In Verbindung mit der Kunst- einem noch höheren Gehalt wird dem Angestellten das Mittag- Dugend Adressen 1,20 M., welche Summe wir an Ihre werthe Ausstellung werden auch in diesem Jahre die Entwürfe einiger effen mit 85 Pfg. bis zu einer Mart hinauf berechnet. Daß Adresse umgehend einsenden. Staatskonkurrenzen in der Maschinenhalle zur öffentlichen Aus- das Personal der Firma Bing den Mittagstisch oft in Qualität Wir versichern Ihnen wiederholend der strengsten Diskretion ftellung gelangen. Es handelt sich zunächst um die zum Wett- und Quantität ungenügend findet, liegt wohl nur daran, daß und erwächst Ihnen in keiner Weise Unannehmlichkeit durch Ihre bewerb um den großen Staatspreis eingehenden Arbeiten, welcher die Leute bisher zu Hause ein wenig verwöhnt worden sind. gefällige Mitwirkung. diesmal für Bildhauer und Architekten zur Vertheilung gelangt; Es sei noch mitgetheilt, daß ein Theil der Angestellten, Binnen 14 Tagen erbitten wir auf unsere ergebene Anfrage sodann um die Entwürfe der Staatskonkurrenz für den nämlich die Rollmädchen, Hausdiener, Lehrlinge und Laufburschen gefällige Antwort oder Einsendung einer Liste, wenn auch nur Monumentalbrunnen in Stettin. Es ist das ein beschränkter für 30 Pfg. efsen, dafür aber auch entsprechend minderwerthige einer kleineren; andernfalls wir annehmen, daß Sie nicht geneigt Wettbewerb, zu dem etwa 12 Künstler zugezogen find. Speisen bekommen sollen. Soweit machte die Maßregel der sind, auf unser Anerbieten einzugehen. Firma, wie gesagt, faum einen Unterschied von den sozial- Welchen Zweck der medizinische Buchhändler Herr Vollmann reformatorischen Thaten anderer Unternehmer, wenn nicht, wie mit seinen lithographirten Aufforderungen verfolgt, haben wir wir schon vorhin angedeutet haben, ein Zwang zum Guten nicht in Erfahrung bringen können; wahrscheinlich aber handelt bestünde. es sich um den Verkauf oder die Empfehlung von irgend welchen Heilmitteln an die gesuchten und mit 10 Pf. pro Stück bezahlten Trunkenbolde. Dafür spricht der Umstand, daß der medizinischen Buchhandlung" an Leuten, die bereits soweit herunter sind, daß man von ihnen nichts mehr holen kann, auch nichts gelegen ist. Die städtische Armenpflege zeigt sich wieder einmal in ihrer ganzen Unzulänglichkeit in einem Inferat, das wir in einem bürgerlichen Blatte finden. Ein armer, im letzten Stadium der Brustkrankheit stehender und darum vollständig arbeitsunfähiger Die Firma hat nämlich kurz und bündig an ihre fämmt Handwerker, Vater von fünf Kindern, deren jüngstes ein Jahr lichen Angestellten den strengen Befehl ergehen lassen. auf jeden alt ist, ist ermittirt und durch Gläubiger seiner Sachen entledigt Fall bei ihr zu Mittag zu speisen. Diese Anordnung wird sehr worden und bittet nun um Unterstüßung, um wenigstens die streng genommen, denn wer sich ihr nicht fügt, muß unverzüglich Miethe bezahlen zu können. Das Inserat enthält den Zusat, feine Stellung aufgeben, ganz gleich, ob er ledig oder verheirathet ist, daß der Mann feine Armenunterstützung erhalte. Man ob er vordem bei seinen Angehörigen zu Mittag gespeist hat, muß also annehmen, daß er sich darum beworben hat, oder nicht. Ja, das Personal berichtet sogar das Unglaubliche, Berliner Gewerbe- Ausstellung von 1896. Der in aber aus irgend welchen Gründen, vielleicht weil er bestimmungs- nämlich, daß derjenige, der sich nicht zu dem Mittagszwang allen öffentlichen Angelegenheiten fromm nach oben blickende gemäß keinen Anspruch darauf hat oder auch, weil man ihn noch bequemen kann oder will und trotzdem auf seine gefeßliche Oberbürgermeister Zelle hat in Gemeinschaft mit dem Vorsitzenden dem wird frischweg behauptet, unsere„ vortreffliche" städtische der Kantine zu speisen und sein Geld dafür zu entrichten hat. Reichskanzler eine Ausienz gehabt. In derselben hat Caprivi Armenpflege reicht vollkommen aus, um jedem wahrhaft Noth Was ein solcher 3wang für den Handelsangestellten zu bedeuten seine Zustimmung zu der Berliner Ausstellung von 1896 geleidenden Mitbürger helfen zu können. Sie könnte es nicht ein hat, scheint sich die Firma selber noch nicht recht vergegenwärtigt geben, der ins Auge gefaßten deutsch- nationalen Ausstellung mal, wenn der Bedauernswerthe wirklich eine Unterstützung er zu haben, trotzdem die Prinzipale sich doch sagen müßten, daß gegenüber verhielt der Kanzler sich jedoch ablehnend. Nachdem hielte; denn die laufende Unterstützung für Almosenempfänger ein Mann mit betrug zum Beispiel im vorlegten Etatsjahr im Durch 25-30 M. etwa 100 m. Gehalt doch unmöglich so der Segen von oben gekommen, wird das Projekt im reichsallein für Mittagessen ausgeben kann. Wir tanglerischen Sinne von unseren Stadtvätern etwas eifriger ge schnitt nur 12,81 Mart pro Monat und ging in den würden den uns überbrachten Mittheilungen sfeptisch gegenüber- fördert werden, als bisher. allerfeltensten Fällen, bei 21 von 22 546 Almofenempfängern, ftehen, wenn sie Arbeitern und nicht Raufleuten" gegenüber in über 30 M. pro Monat hinaus. Davon kann kein Schwindsüchtiger Szene gesetzt worden wären. Wer aber die Lage der Handels- der elften Stunde in der Luisenstraße gegen ein achtjähriges Ein frecher Raubaufall ist am Donnerstag Vormittag in leben, sich pflegen lassen und obenein seine Familie ernähren. Der angestellten kennt, der weiß, daß diese sich hundert Mal mehr kleines Mädchen verübt worden. Mann hat noch insofern besonderes Unglück, als der Moloch bieten laffen, als selbst der gedrückteste Arbeiter; der Kaufmanns- Eltern ausgeschickt worden war, um bei dem Kaufmann WittDas Kind, das von seinen Militarismus ihm seinen ältesten Sohn, der bereits erwerbsfähig düntel, die lächerliche Abschließung der Handelsstlaven von den stock für 3 M. Einkäufe zu machen, hatte beinahe den Laden erist und etwas für die Familie thun tönnte, abgefordert hat. Das Lohnstlaven, umnebelt das Hirn eines solchen Gebildeten" der reicht, als sich ihm plöglich ein ca. 15jähriger reduzirt ge find in der That herrliche Zustände, daß der arbeitsfähige, ge- art, daß ein energischer Prinzipal sich ihm gegenüber so ziemlich leideter Bursche näherte, ihm mit Gewalt die Hand öffnete, das funde Sohn sich im Dienste des Vaterlandes" abracferu und Alles erlauben fann. Ob die oben geschilderte Art Fürsorge" Geld entriß und nach der Marienstraße zu entfloh. Troy soeinen franken, arbeitsunfähigen Vater zu Hause mit den Ge- denn erst den äußersten Grad der Virtuosität erreichen muß, fortiger Verfolgung gelang es nicht, den frechen Straßenräuber schwistern Noth leiden lassen muß, und daß für die Noth- bevor die Handelsangestellten sich auf ihre Pflicht der Solidarität leidenden nicht Staat oder Gemeinde in Anspruch genommen befinnen? Beit wird es wahrlich, daß sie ihrem gemeingefährlichen einzuholen. werden können, sondern der Bettelsack in Bewegung gesetzt wer- Harmoniedusel ein Ende machen und sich auf ihre Pflicht, in den muß. einer energischen Organisation eine feste Phalang gegen ihre Unternehmer zu bilden, besinnen.. müßten. " Wie man zum Wilddieb" werden kann, davon weiß ein Bürger von Schmargendorf ein Lied zu erzählen. Derselbe Ter ,, Verein für Kinder- Volksküchen" mocht bekannt, fand eines Tages auf der Straße einen in Verwesung übergehenden todten Dachs. Um das Fell für die frierende Menschdaß er seit dem 15. November 1893 bereits fünf Küchen für seine Zwecke eingerichtet hat, und daß ihm von Rektoren und Lehrern Berlin im allgemeinen erfreuliche Fortschritte gemacht worden seinem Bediensteten daran, den herrenlosen Kadaver fortzufchaffen, Auf dem Gebiete der öffentlichen Sygiene sind in beit zu retten, machte er sich mit einem andern Herrn und der Berliner Gemeindeschulen im ganzen 4259 Kinder überwiesen worden sind mit der Versicherung, daß dieselben ohne die Kinder- und die Stadtverwaltung wird immer mehr dazu gedrängt, Gin- bis ein Forstaufseher ihnen ein„ Halt" entgegendonnerte und das Bollstüchen ein warmes Mittagessen entbehren und also darben richtungen zu schaffen, welche zur Förderung des öffentlichen Beutestück beschlagnahmt. Jezt sind die Drei aufs Polizei- Amt Von einigen bürgerlichen Blättern und auch in einem Gesundheitswesens beitragen. Daß trotzdem noch vielfache Miß- geladen, um sich wegen Wilddiebstahls zu verantworten. Aufruf des Vereins ist behauptet worden, daß viele Kinder nicht dem Umstande, daß die Bildung einer Arbeiter Sanitäts- vorgestern Abend in einem bekannten Tanzlokale in Halensee ab. stände nach dieser Richtung hin bestehen, ergiebt sich schon aus Eine Tanzunterhaltung. Eine tolle Szene spielte sich blos deshalb ungenügendes oder gar fein warmes Mittagessen ein Akt der Selbsthilfe erhalten, weil die Eltern feinen Verdienst haben, sondern auch fommission sich erforderlich machte Daselbst geriethen zwei ,, Damen" miteinander in Streit, der in eine deshalb, weil die Mutter außerhalb des Hauses arbeitet oder durch welche die Bekämpfung sanitärer Mißstände sich zur Aufgabe regelrechte Prügelei ausgeartet wäre, wenn nicht der Tanzmeister Krankheit am Kochen behindert ist. Solche Kinder würden im gemacht hat. Daß diese Kommission in dankenswerther Weise die eine der Damen aus dem Lokale gebracht hätte. Auf dem Flur stande sein, ihr Effen in den Volksküchen zu bezahlen, und sie ihrer Aufgabe gerecht zu werden sucht, muß ohre Vorbehalt an- soll nun diefe Dame den Geschäftsführer mit gemeinen Ausdrücken würden das Unternehmen des Vereins auch so noch als eine erkannt werden und eine allseitige thatkräftige Unterstüßung beschimpft haben, wofür ihr dieser eine Tracht Prügel applizirte Wohlthat empfinden. Nun ist aber den von den Rektoren und dieser Kommission ist nur dringend zu empfehlen. Jede An- und sie in den Keller sperrte. Einige dreißig Herren, die von Lehrern überwiesenen Kindern das Mittagessen umsonst ge- regung, von welcher Seite dieselbe auch kommen möge, zur Ab- dem Vorgang Kenntniß erhielten, forderten energisch die sofortige geben worden, während thatsächlich außerdem noch eine große stellung von Mißständen auf dem Gebiete der öffentlichen Freilassung des Mädchens. Hierzu bequemte sich aber der GeBahl anderer Kinder das Essen bezahlt hat. Daraus geht doch Hygiene find im allgemeinen Interesse willkommen zu heißen schäftsführer erst, als man Miene machte, ihm dieselbe Behand= wohl hervor, daß es sich bei jenen, umsonst gespeisten Kindern und so kann es nur freudig begrüßt werden, daß der Verein lung angedeihen zu lassen, die er bei dem Mädchen in Anwennicht blos um eine Behinderung der Mütter am Stochen, sondern Berliner Grundeigenthümer Südost" die Aufmerksamkeit auf dung gebracht hatte. Die Sache wird wahrscheinlich ein gerichtum Mittellosigkeit der Eltern gehandelt haben muß. Wir halten einen Uebelstand hingelenkt hat, welcher von weitestem liches Nachspiel zur Folge haben. die Zahl 4259 noch für gering und sind überzeugt, daß der Verein öffentlichen Intereffe ift. In dem betreffenden Verein im Beim Nachsehen des Personenzuges 197, der am Mittmit weiterer Unterstützung der Gemeindeschul- Rektoren und der wurde nämlich darauf aufmerksam gemacht, daß Lehrer sehr wohl die zehnfache Anzahl zusammenbringen könnte, afferthorbecken in der Schifffahrtszeit immer zirka 10 woch Abend um 6 Uhr 32 Minuten aus Halle auf dem hiesigen wenn die genügenden Mittel dazu da wären. Man überweist eben und daß durch die Erkremente, welche von den Schiffern in das wußtlose Dame auf, die anscheinend schon unterwegs frank gebis 12 Fahrzeuge mit etwa 60 Menschen vor Anker liegen Anhalter Bahnhofe eingelaufen war, fand ein Schaffner eine benur so viele zur unentgeltlichen Speisung, als man wirklich unentgeltlich zu speisen in der Lage ist. Da der Verein fortgesetzt Wasser geschüttet werden, die Benutzung der dortigen öffentlichen worden war und hilflos dagelegen hatte. Sie wurde nach dem durch die Zeitungen und auch durch Anschlag an den Urania- Flußbadeanstalt beeinträchtigt werde. Der Verein hat daraufhin Wartesaal an der Ankunftsseite gebracht und durch die Bemüh fäulen um weitere Beiträge bittet, so muß er ohne Zweifel beschlossen, dem Magistrate auf dem Petitionswege die Ver- ungen des auf dem Bahnhofe stationirten Polizei- Wachtmeisters ebenfalls der Ueberzeugung sein, daß noch ein weiteres Bedürfniß einer Bedürfnißanstalt für die Schiffer zu empfehlen. Eine der Ein später hinzugezogener Arzt ordnete die Ueberführung der wendung des alten unbenußten Steuergebäudes zur Errichtung und einiger Eisenbahnbeamten in das Bewußtsein zurückgerufen. vorliegt. Das Hauptverdienst des Vereins erblicken wir darin, daß er, wenn er auch ungewollt, den Nachweis geliefert hat, artige Betition oder vielmehr die Nothwendigkeit einer der Unbekannten nach der Charitee an. Nach einem vorgefundenen wie berechtigt der von sozialdemokratischen Stadtverordneten artigen Petition muthet doch etwas sonderbar an. Man sollte Rezept scheint sie nach Berlin gefahren zu sein, um Heilung von gestellte, aber von der bürgerlichen Mehrheit der Versammlung es faum für möglich halten, daß solche vorsintfluthlichen Zu einer Krankheit zu suchen. Die Aufschrift auf einem Briefabgelehnte Antrag auf unentgeltliche Speisung von Gemeindeund namentlich in der Nachbarschaft einer öffentlichen umschlage deutet darauf hin, daß es sich um die Tochter eines schul- Kindern aus städtischen Witteln gewesen ist. Daraus dürfte Flußbadeanstalt, die in ganz hervorragendem Maße der öffent in der Ziegelstraße zu Dessau wohnenden Beamten handelt. es fich auch erklären, daß die bürgerliche Presse diesem Verein tönuen. Berlin hat einen recht regen Schifffahrtsverkehr und es Mittag um 122 Uhr in der Markthalle III in der Zimmerstraße noch existiren Unbekannt geblieben ist bis jetzt eine Dame, die am Mittwoch im allgemeinen fühl gegenüber steht. Die Vossische Zeitung" erscheint nachgerade dringend erforderlich, daß den Schiffer- plößlich bewußtlos zusammenbrach. Die Polizei rief einen Arzt glaubte kurz nach Gröffnung der ersten Kinder- Boltstüchen sogar erklären zu müssen, daß die in dem Aufruf des Vereins gemachten verhältnissen die größte Aufmerksamkeit zugewendet wird. Für herbei, auf dessen Anordnung die Krante mittels Rünzel'schen Angaben über die Zahl der hungernden Kinder Berlins über die Reinlichkeit der Straßen Berlins wird Sorge getragen und Strantenwagens nach der Charitee gebracht wurde. In der trieben" seien, wobei das Blatt jedoch diesen Aufruf selber nicht Verunreinigungen der Straßen werden bestraft; sollten die Markthalle verbreitete sich das Gerücht, daß ein Vergiftungsfall erwähnte, sondern nur so von hinten herum fam. Vielleicht Waffer Straßen Berlins hiervon ausgeschlossen sein? Ist vorliege. Dies ist nicht der Fall, wenn auch die Art der Krankläufe Berlins als natürliche Schwemmkanalisation benußen? daß die Schiffer in urwüchsigſter Weise die Waſſerstände $ erleben wir es noch, daß der Verein als den Zwecken der Sozial baß die Schiffer in urwüchsigfter Weise es mit dem heutigen Stande der Kultur vereinbar, heit noch nicht festgestellt worden ist. erklärt wird. " demokratie dienend und also gemeingefährlich in Bann und Acht Straßensperrung. Der Grüne Weg von der Blumenderartige Zustände kann gewiß niemand gut heißen. Dieselben straße bis zur Martusstraße wird behufs Asphaltirung vom Von ein einem ,, Wohlthäter der Wohlthätigen" hatte ein werden aber so lange andauern, als nicht Vorkehrungen zur Ab- 4. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. äter d bürgerliches Blatt erzählt, ber dem Berein für Ferienkolonieen" stellung derselben getroffen werden, d. h. so lange nicht den Polizeibericht. Am 4. d. M. Morgens wurde ein Handdie Summe von 300 000 M. zur Verfügung gestellt habe, damit Schiffern Gelegenheit gegeben ist, an geeigneten Orten ihre fie zu Prämien für die Wohlthäter" des Vereins verwandt menschlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Es ist daher im öffent- werter in seiner Wohnung, in der Feinerstraße, erhängt vorwerden tönnte. Alle Gönner der Ferienkolonieen, die mindestens lichen Interesse geboten, daß nicht nur am Wasserthorbecken, gefunden. Vor dem Hause Gerichtstr. 79 wurde Nachmittags 1 M. Beitrag gezahlt hätten, sollten an einer Verloosung theil- sondern an allen Plätzen, wo Schiffer vor Anker liegen, also ein siebenjähriger Knabe durch einen Geschäftswagen überfahren nehmen, deren Hauptgewinne 100 000 m., 50 000 m. u. f. w. längeren Aufenthalt nehmen, sowohl Bedürfnißanstalten errichtet und anscheinend erheblich verlegt. betragen würden. Jedoch müßten die Beiträge, welche bei der werden, als auch für Anlegung von Brunnen Gorge getragen zwei kleine Brände statt. Det. Im Laufe des Tages fanden Berloosung berücksichtigt werden sollten, innerhalb dreier Tage wird, damit die Schiffer genießbares Wasser zum Trinken und wird, dari ten gezahlt werden. Obwohl diese Notiz am 1. April erschien, sind Kochen erhalten können. Zur Zeit, als die Cholera auch Berlin doch Leser des Blattes darauf hineingefallen und haben dem bedrohte, wurde den Schifferverhältnissen große Aufmerksamkeit Verein Beiträge gesandt mit dem Wunsche, an der Verzugewendet. Diese Aufmerksamkeit sollte nicht erlahmen, es sollte toosung theilzunehmen. Der Schahmeister des Vereins macht vielmehr alles gethan werden, um Zustände, wie die oben gejebt bekannt, er sei bereit, Beiträge, die nur aus diesem schilderten, aus der Welt zu schaffen. Sie sind einer Stadt wie Aulaß geschickt worden seien, zurückzusenden. Das bürger- Berlin unwürdig. Eine Besserung dieser Verhältnisse liegt fo- Stationen. liche Blatt hat mit diesem sehr zeitgemäßen Scherz gezeigt, wohl im Interesse der Schiffer, als auch im allgemeinen öffentnatürlich, ohne es zu wollen und vorauszusehen, wie schnell lichen Interesse. Dan bien ein Wohlthätigkeits"-Unternehmen Beachtung findet, sobald für Witterungsübersicht vom 5. April. die" Wohlthäter" ein Profitchen dabei herausspringt. Der nur Die Raupen des Generalpoftmeisters geben zu Klagen Swinemünde. scherzhaft gemeinte Vorschlag würde, wenn er im Ernst durch- bei den umliegenden Besitzern Veranlassung. Diese behaupten, Hamburg. geführt würde, sich für diejenigen wohlthätigen" Vereine, die daß die Bäume im Reichspostgarten nicht abgeraupt werden, Berlin ibren Mitgliedern feine greifbaren Vortheile als Entgelt für ihre während sie selbst diese Arbeit auf ihren Grundstücken vor- Wiesbaden. Beiträge bieten fönnen, ganz gewiß als praktisch erweisen. Die zunehmen polizeilich angehalten werden. Infolge dessen soll sich München große Zahl der anderen wohlthätigen" oder auch gemeinnützigen" später das Ungeziefer über die Nachbargärten verbreiten. Ob Wien Bestrebungen, die nur darauf hinauslaufen, der besigenden denn nicht eine fanfte Erinnerung von seiten des zuständigen Haparanda Klasse direkt oder indirekt zu nüßen und ihre Interessen gegen- Polizeireviers Abhilfe schaffen wird? über der besitlosen Klasse zu schüßen und zu fördern, hätte BarometerDND 770 770 DSD NO stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. 1 Windrichtung Windstärke PEALINNON( Stala 1-12). Wetter Temperatur 50 G.= 4° R.) 465156LAUGO halb bedeckt wolkig halb bedeckt wolfenlos Still Petersburg Coot. 769 771 766 Stillwollenlos 771 SW DSD S 1 1 Nebel bedeckt wolkig bedeckt 81 11 763 NND 10 natürlich einen solchen besonderen Ansporn, wie ihn jener April- Zehn Pfennig für einen Trunkenbold. Unter den Aberdeen scherz vorschlägt, nicht nöthig; es wird ihnen auch so niemals vielen wunderlichen Industrieen, die in der Großstadt getrieben Baris an Gönnern" und Wohthätern" fehlen. werden, dürfte wohl eine der auffallendsten die der Sammlung " 1 " 1 wolkig von Säufer- Adressen sein. Die medizinische Buch Witterung in Deutschland am 5. April, 8 Uhr Morgens. Kaufmännisches. Wo alles in Sozialreform macht, kann handlung" von A. Vollmann, Berlin N., Kastanien- Allee 23, Auch heute herrscht in ganz Deutschland trockenes und ziemder ehrbare Kaufmannsstand natürlich nicht zurückbleiben. Ge- welche diese Spezialität betreibt, versendet nach hier und aus- lich heiteres Wetter bei schwachen Winden, welche an den meisten treu dem Grundsaß, daß die soziale Frage im Magen ihren wärts ein lithographirtes Schreiben folgenden Inhalts: Orten aus nordöstlicher Richtung wehen, und gleichmäßig verUrsprung hat, ist eine tapitalistische Musterfirma denn zu der Er Hierdurch erlauben wir uns die ganz ergebene Anfrage, ver- theiltem, ziemlich hohem Luftdruck. Die Temperaturen haben sich fenntniß gefommen, daß ein„ kräftiger, bürgerlicher Mittagstisch" anlaßt durch Ihre so vielseitige Geschäftsausdehnung, ob Sie gegen gestern Morgen ebenfalls nur wenig geändert; an der auch für das Handelspersonal zunächst schon etwas werth it. wohl geneigt sein würden, uns durch Ihre gefällige Mitwirkung Mehrzahl der Stationen liegen sie heute Morgen zwischen 5 und Aber man ist gewohnt, daß die Menschen das Gute nicht erkennen zu einem höchst humanen Zwecke die Hand zu bieten und zwar 6 Grad Celsius. Berliner Wetterbureau. und da bleibt denn für einen zu humanem Thun veranlagten dadurch: uns aus Ihrem Bekannten- oder Geschäftsfreise, unter Prinzipal nichts Anderes übrig, als dem Glück der Unter strengster Diskretion unfererseits, Namen und Stand derjenigen Wetter- Prognose für Freitag, den 6. April 1894. gebenen natürlich mit der entsprechenden Energie ein wenig Personen mitzutheilen( ob männlich oder weiblich verheirathet ziemlich warmes Wetter mit mäßigen, bis frischen nordöstlichen Trockenes, vorwiegend heiteres, Nachts taltes, am Tage oder unverheirathet), welche an der so schrecklichen, folgenschweren Berliner Wetterbureau. Die Seidenhändler Gebrüder E. u. S. Bing, Kronenstr. 29, Krankheit der Trunksucht" leiden, d. h. mit Ausnahme der haben auf Anrathen ihres allezeit firebsamen Prokuristen Kaiser jenigen, welche schon ganz versunken und unter amteine Art Kantine in ihrem Geschäft eingeführt. Die Einrichtung licher Unterstüßung und Aufsicht stehen. nachzuhelfen. Winden. Gerichts- Beitung. Der wadere Röllig. Brauer- Gefangverein Gerstenäbre, Alte Jafobfir. 83 b. Wienecke. ebenfalls ein Geschäft hat, abwesend. Der Heimkehrende wird Johanni, Am Ostbahnhof 7 bei W. Güblow.- Ginigtett 3, Gr.- Lichterfelde bei Gries, Giesensdorf.- Gefelligkeit, Hennigsdorf, Böhmert's Gasthaus fünf feiner Angehörigen nur mehr als verstümmelte Leichen Maiengruß, Köpenick, Grünstraße 58 bei Gaul. Freiheit 1, wiedersehen! Einen ungeahnten Einfluß auf den Gesundheits- Bülowftr. 65 b. Nichter. Arion, Wittenberge, Thurmftr. 23, Bentralhalle. zustand der Armee hat der Wucherprozeß gegen Wie man in Italien reift. Aus Italien kommt die Oberon, Kaiser Franz- Grenadier- Plat 7. Harmonie 2, WeinFris, Naunynftr. 86 bei Friz Zubeil. Freya 2 überraschende Nachricht, daß der in letter Zeit viel erwähnte den Kaufmann May Wildenow und Genossen, zu welchem fraße 11 bei Feind. gestern Termin zur Hauptverhandlung vor der 9. Straftammer( gem. Ghor), Rigdorf, Bergstraße 133, Hoffmann's Feſtſfäle( Inhaber Runge). Tenorist Roberto Stagno, gegen welchen der Staatsanwalt - Loreley, Grünthalerstr. 5 bei Hemmerling. Gesangverein der des Landgerichts 1 angesetzt war. Wildenow, der sich seit dem temper und Berufsgenossen, Siemensstraße Nr. 17 bei Viet. Lustige gestern einen Steckbrief erlassen hat, demnächst Gelegenheit haben soll, sich auch den italienischen Behörden gegenüber zu ver= Mai v. J. in Untersuchungshaft befindet, ist ein bekannter Geld- Sänger, Potsdam, Brandenburger Kommunikation 16 bei Glaser. mann für„ Kavaliere". Er ist schon einmal wegen Wuchers mit giebertafel, Grüner Weg 29, Reſtaur. Saeger.- Sänger: antworten. Es wird behauptet, daß er die Eisenbahndirektion treis( Weißensee), Königschauffee 48 bei Dorn. einem Jahre Gefängniß vorbestraft und hat, nachdem er im Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. durch falsche Vorspiegelungen getäuscht habe. begnügt haben, seinem Jahre 1890 aus Plößensee entlassen worden war, sein altes e Zuſchriften sind zu senden an B. Gent, Adalbertstr. 95. Freitag: Tenorist soll sich nicht damit Bergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Ohmgaffe 2 bei Krebs. Impresario und seinem Agenten das ihnen schuldige Geld Geschäft mit frischen Kräften begonnen: durch Annoncen tattlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flict, Simeonstr. 23. sondern auch eine neue Methode billigen in Zeitungen sich geldbedürftigen Offizieren und Beamten Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gesang- vorzuenthalten, Quartettverein Reisens entdeckt haben. Da reisende Künstlergesellschaften in als helfenden Engel zu empfehlen. Die Kundschaft lief verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bodbrauerei. Wedding, Abends 8 Uhr, bei Schäfer, Seue Hochstr. 49. Männerchor ihm auch in Schaaren zu, die Wechselfabrikation ging flott von Waldesrauschen, abends 9 Uhr, bei weigt, Warfgrafeuitr. 87. BrItalien halbe Fahrt genießen, so setzte Stagno f. 3. hier in Berlin ein Gesuch um Ermäßigung des Fahrpreises auf und ein statten und Wildenow's Hintermänner zwei außerhalb Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bet Schulz, Bunbuserstr. 35. wohnende Zigarrenfabrikanten gaben das Geld her. Für das Mufit- Dilettantenverein Tonita, Abends 8% Uhr bei Schent, Krautnr. 39, hiesiger Bühnenleiter war schwach genug, es ihm durch eigenTriumvirat fiel auf alle Fälle ein wucherischer Gewinn ab. Die ebungsstunde.- Musikverein Frisch auf, Restaurant Schröder, Reichen: händige Unterschrift zu beglaubigen. Nach diesem Gesuch sette bergerstr. 24. Theaterverein Vultania, 9 Uhr, Jäger's Gesellschaftssich die reisende Künstlergesellschaft des Signor Stagno wie Hintermänner verbanden insofern noch besonders das Nützliche haus, Gartenstr. 13-14. mit dem Angenehmen, als sie manchmal Wildenow nur einen Theilt greitag und Dienstag bene von 4-10% uhr in der Zurnhalle des Bellincioni, primadonna assoluta; Giuseppe Finazer( im Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung folgt zusammen: Roberto Stagno erster Tenorist; Gemma des verlangten baaren Geldes zur Verfügung stellten und ihm für Lessing- Gymnasiums Pantsir. 9-10.- Turnverein Gesundbrunnen den Rest ganze Posten Zigarren lieferten, die dieser dann erst die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Turn- gewöhnlichen Leben Sekretär und Chef de claque), Baryton; wieder verschleudern mußte, um die benöthigten Summen zu- balle des Lessing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10.- kraft und Artinen: J. Lara( der Kammerdiener) Iyrischer Tenor: Peppino sammen zu bekommen. Gelegentlich der Untersuchung in dem fub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, Crisso( der Küchenjunge) Buffo; Fanny Dobler( das DienstWaldemarstr. 42. Turnverein Germania( Mitglied des deutschen ArHannoverschen Spielerprozeß ist auch dieses Treiben aufgedeckt better- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8-10 Uhr mädchen), Contraalto; Amelia Rinetti( das Kinderworden. Zu den Zeugen, die mit den Angeklagten in Ver- Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und Ackerstr. 67. Turnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes mädchen), Koloratursängerin; Bianca Bellincioni( Kind) Souffleuse. Diese wunderbare Zusammenstellung und bindung getreten waren, gehören zahlreiche Offiziere aus Berlin, Freitag Abends von 8-10 Uhr in der Staligerftr. 5/56. Karlsruhe, Kiel, Wittenberg, Gumbinnen, Paderborn und Vergnügungsverein Beilchen, Abends 9 Uhr, bet Brauns, Transformation einer Gesellschaft" soll dieser Tage in Florenz anderen Garnisonsorten. Da das Gericht bei der verwickelten Oranienfir. 183 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr, in den Bureaus der Eisenbahnen durch einen Zufall zu Tage Alte Jofobstr. 128( Logenhaus). Unterhaltungstlub Schiller, Abends gefördert sein und weitere Schritte der Behörden veranlaßt Sachlage eine kommissarische Vernehmung dieser Offiziere 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Drenfeftraße 3.- Lepidopt. Vereinigung haben. nicht für zweckmäßig erachtet hat, so waren diese sämmt- Orion, Abends 9 Uhr Sigung Charlottenfir. 95, Restaurant Effenberg. lich zu gestern als 3eugen vorgeladen worden; Musikverein Hoffnung, Abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde Prostauer, straße 35-37 bei Schneider. Bergnügungsverein Berolina: ein großer Theil derselben ist aber, wie die eingegangenen An- Abends 9 Uhr im Restaurant 3ur Gleichheit", Andreasstraße Nr. 26, Tanzlehrer- Verein Solidarität, zeigen ergeben, plöblich durch Krankheit an der Gigung. Nach derfelben Tanz. Lokale Don Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16, Reise verhindert worden, so daß dem Gerichte Abends 8% Uhr im Sigung. Rauchklub Rothe Fahne, Freitag Abends 9 1hr, nichts anderes übrig blieb, als den Termin zur Hauptverhand: Cuvryfir. 48 bei Kricheldorff. Ruderverein Vorwärts, Sigung lung, welche im fleinen Schwurgerichts- Saale stattfinden sollte, abends 8 Uhr, in der Spreeterraffe, Jannowigbrüde. Gesangverein aufzuheben und die noch gefund gebliebenen Zeugen Freya( gemischter Chor) Rixdorf, Abends 9 Uhr, bet Barta, Bergstr. 120. telegraphisch abzubestellen. Auf einen Theil der Offiziere beruft Bergnügungsverein Im Brand, Sigung Abends 9 Uhr, bei Fr. Germer, Landsbergerstr. 105. fich übrigens auch der Vertheidiger Dr. Coßmann, da er das English Conversational Club Shakespeare. Vorhandensein einer Nothlage" bestreitet. Meeting every Eriday at 9 p. m. at Beherns Restaurant Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. " " Der ehemalige Direktor der Neuen Welt", Forbé, welcher f. 3. unter Hinterlassung zahlreicher Schulden von Berlin verschwunden war und erst nach mehreren Jahren hier verhaftet werden konnte, hat sich nunmehr am 21. d. M. vor dem Echwurgericht auf die Anflage wegen betrügerischen Banke rotts zu verantworten. Er wird von den Rechtsanwälten Dr. Fr. Friedmann, Phil Fränkel und Dr. Gotthelf vertheidigt werden. tommen. Verlammlungen. Vermischkes. Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Bah anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. K. 1000. Wenn Sie in Berlin mit Ihrer Frau den zur Hälfte von den Verwandten Ihrer Frau beerbt, Sie müssen Wohnsih behalten, so wird Ihre Frau zur Hälfte von Ihnen, aber Ihr eigenes Vermögen dazu geben und die Hälften werden Hat Ihre Frau dann von der gemeinsamen Masse gebildet. Vermögen, so ist ein Testament nöthig, hat Jhre Frau fein Ver mögen, so bedarf es teines Testaments, weil Sie dann nach dem Tode der Frau der Erbschaft entsagen können und dadurch Ihr Vermögen für sich behalten. Depeschen. Georg Müller, Norden 71. Wenn Sie schriftlich eine Die leber das große Braudunglück in Frankfurt a. M. Stube für monatlich 10,30 M. gemiethet haben, so fönnen Sie berichtet die Frants. 3tg.": Am Mittwoch früh wurde die west- den Wirth verklagen, daß er Ihnen die Stube einräumt. liche Außenstadt von einem Brandunglück schwerster Art heim- Klage ist, wenn die Stube in Berlin liegt und der Wirth hier gesucht, wie sich ein solches seit dem 1867er Dombrande oder seit wohnt, wie es scheint, beim Amtsgericht I, Berlin, einzureichen. dem Unglück des Jahres 1857 bei dem Feuerwerker Schenck in Bewohnen Sie bis zum Ausgang dieses Prozesses eine andere der Kleinen Eschenheimergasse, wobei 14 Menschen getödtet Stube, so können Sie die etwaige Mehr ausgabe an Miethe wurden, nicht mehr ereignet hat. Das frühere Hotel ersetzt verlangen. Britannia" wurde völlig zerstört, und nicht weniger K. I., Wrangelstr. 75. Strasbar. Deutscher Metallarbeiterverband. Sonntag, den 8. April, Vormittags dabei zu Grunde ge= 9% Uhr, bet Ehrenberg, Südost, Annenstr. 16: Gemeinschaftliche Verfamm- als sieben Menschenleben sind lung der Verwaltungsstellen Norden, Bentrale und Rirdorf. Tagesordnung: gangen. Der Schauplatz des Unglücks, das ehemalige„ Hotel 1. Bortrag des Herrn Dr. phis. Borchard über die Urania. Gäste will- Britannia" liegt in der Nähe des Hauptbahnhofes, ein stattliches, Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Nord- vier Stockwerk hohes Eckgebäude in der Kreuzung der Gutleut( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Schule, Müllerstraße 179a und Südost- Schule, Waldemarstr. 14: und der Scharnhorststraße. Es wurde 1889 von dem Architekten Deutsch( Logik und Rethorit). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Gurich fertiggestellt und als Hotel ersten Ranges eröffnet, stellte Offenburg i. Baden, 5. April. In dem am 29. März nach Theilnehmer, Damen und Herren, jeber Beit aufgenommen. Eese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8% uhr, aber nach Schluß der Elektrischen Ausstellung im Jahre 1891 dreitägiger Verhandlung beendigten Prozeß gegen den Bauunter bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Westen, bei S. Werner, Bülowfir. 59. den Hotelbetrieb ein und wurde durch den Besitzer Herrn nehmer Kagenberger und Genossen wegen Schädigung des Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender Ad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 Er. Alle Renderungen im Bereins: H. W. Müller zum Wohnhaus umgewandelt. Aus bisher un badischen Eisenbahnfiskus durch Unterstützung der Betrügereien Ober Ingenieur Scholl wurde heute das Urtheil talender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. Freitag. aufgeklärter Ursache entstand früh um halb fünf Uhr in dem Gebäude des Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. taifer Feuer. Augenzeugen versichern, daß genau fünf Minuten vor publizirt. Die Straftammer verurtheilte Kazenberger zu 54, scher Männerchor, Echönhauser Allee 28, bei Stublimey. Nord Berg: 4/2 Uhr noch keine Spur von einer Feuersbrunst an dem Hause zone zu 3, Guth zu 4, Woßbecher zu 6 und Link zu 1/2 Monat straße 68, bei Keller. Vorwärts 1, G.D. Adalbertstr. 21, bei Noll. Buch von der Straße her zu bemerken war. Wenige Minuten darauf Gefängniß. Werner wurde freigesprochen. um meischer Gesangverein, Langestraße 65, bei Zempel. bin der Männerchor Berlins, Solzmarktstraße 3, bei Deter. Mai aber nahm man in dem Parterre den ersten Feuerschein wahr, Lille, 5. April. Aus verschiedenen Orten Nordfrankreichs glöckchen, Hochstr. 32a, bei Wilte. Gemüthlich teit Buyer, Sendelftr. 30. Balme, in Belten, bet Echröder.- morgenroth 4, und mit rasender Plöglichkeit stand dann auch schon das ganze wurden 35 belgische Arbeiter ausgewiesen, welche Anarchisten Köpenick, Müggelheimerstr. 3 bei Held. Karthaus'scher Gefang aus Eichenholz gebaute, mit einem eisernen Geländer versehene sein sollten. Derein, Krautstr. Nr. 6 bet Rudolf. Gefangverein Morgenroth 2. Treppenhaus bis zum Dache hinauf in lichterlohen Flammen. ( Deveichen des Bureau Herold.) Charlottenburg, Bismarckstr. 75.-- Typographia, Gesangverein Berliner Madrid, 5. April. Bei Eröffnung der Cortes waren weitBuchdrucker und Schriftgießer, Alte Jatobftr. 75.- Gesangv. Nord wacht. Auf diese Weise war den zahlreichen Insassen des brennenden Müllerstr. 7, bei Reichert. Gesango. Freie Sänger in Schmargendorf Hauses der rettende Ausweg von den Flammen gänzlich versperrt. gehendste Vorsichtsmaßregeln gegen anarchistische Anschläge ge= Wirthshaus Friedrichs. Butunft 1, Stegliz, Ahornftr., im Gambrinus, Im dritten Stock, wo die Familien Weck und Schlesicky wohnten, troffen worden; die Wachen innerhalb und außerhalb des ParlaGesangverein Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bei Nowack. sprang das Feuer mit Blizesschnelle in die Wohnungen über, ments waren bedeutend verstärkt. Sagasta gab die Erklärung ab, Sangesbrüder Moabit Stromstraße 28 bei Lange. Sängerverein Sorgenfrei, Melchiorftr. 16 bei Stehmann.- Nord- West- besonders in die Weck'sche Wohnung, die nach der Gutleutstraße die Regierung werde die bisherige Wirthschaftspolitik weiter ver. Stern, Altonaerstraße 27 bet Lipte. Bineta, Beteranenstraße 19 zu liegt. Hier waren nur die Frauen zu Hause. Herr Franz folgen. Das Kabinet müsse es sich zur Hauptaufgabe machen, bei Schulz. Frete Liedertafel, Neue Königstraße 73 bei Hahn. Brandenburger Männer- Gesangerein in Brandenburg a. 5. Joseph Weck, Inhaber einer Käse- und Eierhandlung am ehe das Defizit im Haushaltsetat auszugleichen und die größte Spars Mengert's Boltsgarten. Sängerchor der opfer, Neue Friedrichstr. 44 bei maligen Taunusthor, ist auf einer Reise nach Zürich, wo er samkeit walten zu lassen. = Vereinte : Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Am Sonnabend, den 7. April, Abds. 8½½ Uhr, im Lokal des Herrn Keller, Bergstraße Nr. 68: Wander- Versammlung für den Norden. Tagesordnung: 1. Vortrag des Regierungs- Baumeisters a. D. G. Kehler über:„ Ge wertschaftsorganisation". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Ber 474/20 schiedenes. Die Kollegen der Pianofabriken von Bechstein( Johannisstraße), Rösner( Schönhauser Allee), und Knöchel( Friedrichstraße) werden ganz besonders hierzu eingeladen. Die Versammlung wird spätestens 9 Uhr eröffnet. Um recht zahlreichen Besuch ersucht 474/20 der Der Vorstand, Oeffentliche Versammlung Färber, Dekateure, Appreteure, Hilfsarbeiter u. Arbeiterinnen Berlins und Umgegend am Sonntag, den 8. April, Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Gründer, Köpenickerstraße 100. Tages Ordnung: 1. Zweck und Nutzen der Gewerkschaften. Referent Stadtverordneter Theodor Megner. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Delegirten zur Gewerk schafts- Kommission. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Köpenick! T Ausstellung Jtalien in Berlin Mai- October 1894 E 1000 Damen!!! Regenmäntel, Frühjahrsjaquets, Capes u. Kinderanzüge à 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 m. u. f. w. Landsbergerstr. 48, 1. 37 37 as anerkannt reelle und billigste Einkaufs- Quelle des Süd- Ostens für auf dem Terrain der West- Eisbahn Gold-, Silber-, ( Stadtbahn- Station Zoologischer Garten). Im Verlage von A. Günther in Braunschweig ist soeben erschienen: Das braunschweigische Volk und seine politische Vertretung. Preis 1 M. Von Richard Calwer. Preis 1 M. Obwohl diese Schrift lediglich den Zweck hat, bei der seitens der braunschweiger Genossen begonnenen Agitation für Erringung des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts aufklärend und belehrend zu wirken, so kann sie jedoch ebenso den Genossen im übrigen Deutschland, besonders denen, welche sich mit der auf dem Kölner Parteitag angeregten Frage ein gehender beschäftigen wollen, empfohlen werden. Alfénidewaaren( Gig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, 37 Admiral- Straße 37 Gr. Vereinsz. zu verg. Simeonstr. 23. Schlafstelle für 1 Herrn Heiners2831b dorferstraße 14, Hof part. Möbel verkauft sofort billig Kirsch, Stegligerstraße, Querg. 1 Tr. Arbeitsmarkt. Plätterinnen 2805b Der Verfasser giebt zunächst einen geschichtlichen Abriß über die Voltsrechte unserer Vorfahren, über die Bildung der Volksvertretung bis ins 18. Jahrhundert, die weiteren Verkümmerungen derselben bis zu der heutigen politischen Vertretung. Er bespricht dann eingehend die Thätigkeit des braunMeinen früheren Gästen, sowie Freunden und Gönnern die ergebene schweigischen Landtags, die Verwaltung der Gemeinden, das Vereins- und für Chemisetts und Manschetten sucht Bersammlungsrecht, die Proletarisirung der ländlichen Bevölkerung, die bei hohen Löhnen ein freundliches Restaurant Felix Karpe, Blumenstr. 70. Anzeige, Karl- und Louisenstraßen- Ecke erfet habe. Für gute Speisen Wohnungsverhältnisse der Arbeiter auf den Kammergütern, die Gesindeordnung, ich eröffnet die Ausgaben für das Schulwesen 2c. und Getränke sowie flotte Bedienung wird bestens gesorgt werden. C. Held, Restaurateur. recht regen Besuch erhoffend, empfiehlt sich Weissensee. Weissensee. Einen Sozialdemokrat. Diskutirklub Gleichheit. Deffentliche Versammlung für Männer und Frauen Sonnabend, den 7. April, Abends 9 Uhr, im Prälaten, Königs- Chauffee und Lehderstr.- Ecke. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über:" Was lebren uns die letzten Gemeindewahlen?" Referent Genosse Jakobs. 2. Diskussion. Die Herren Gemeindevertreter sind hierzu besonders eingeladen. Der Einberufer. 200/2 edfbauer u. Vogelspind sind billig 2 Stand Betten( Brautbetten) bill. Hvert. Gerichtsst. 19, Reſtauration. Grüner Weg 41, Lr. fints. Frudit- Säfte Himbeer-, Kirsch, Johannisbeersaft, Literflasche 1,30 k. Eugen Neumann& Co., 6a Belle- Allianceplay 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 680 8 Oranienstr. 8. !! Roh- Tabak!! Sophastoff- este Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, in Rips, Damat, Crêpe, Fantasie, gute Qualität, tadelloser Brand, Gobelin, Plüsch in billighter Preislage, empfiehlt Heinr. Franck, tabak- Proben franko: Handlung, Brunnenstr. 185. Formen( Bockfaçon) wieder und bunten Morquets pottbillig! 5150L Berlin S., 2812b Gesucht per sofort für eine Gold: Teiftenfabrik einige Mädchen zum Vergolden und Belegen. H. Joers u. Sohn, Staligerstr. 28. 707 Muschelschleifer, Zusammensetzer, Ausschneider verl. Ludwig Schulk, Waldemarstr. 14. 2822b Schrifthauer für Marmor und einen Lehrling verl. R. Storvefandt Nachf., Bergmannstr. 70. 2820b Barbierlehrl. verl. Otto Rau, Blumenthalstr. 39, Friedrichsberg. 2826b Emil Lefèvre, oranienstraße verl. Pet. Lewy, Goldschmied, König158. straße 22. vorräthig. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Lehrling 2830b 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 79. Gerichts- Beitung. Gewerbegericht.. Freitag, den 6. April 1894. Urban zu alt. Der hatte aber dazu 1 -" 11. Jahrg. Wohl Meistern nach dem Schweineftall ging, um die Schweine| hange mit derartigen Gewaltthaten standen; viele Jahre schweren zu füttern, nahm ich die Ladenkasse, die in einem Kerkers wurden wegen der dürftigsten Sachen verhängt. Ends verschlossenen Drahtkorbe fteckte, holte bann meinen lich wagte es der Genosse Adler, durch unermüdliche Arbeit die Liege Affordarbeit bei der Annahme eines Arbeiters vor, Mantel aus Der Küche, nahm das Kind aus dem versprengten und zerstreuten Elemente wieder zusammenzufassen; dann sei durch diesen Umstand, wenn es jenem bekannt war, Bett, wickelte es in den Mantel und lief querfeldein über die von dem Hainfelder Parteitage datirt erst wieder eine eigentliche schon die Kündigung ausgeschlossen, führte der Vorsitzende der Wiesen auf den Kanal zu. Dort habe ich das Kind in das sozialdemokratische Partei Desterreichs. Kammer 11, Assessor Lohmeyer, eines der jüngeren Mitglieder Wasser geworfen! Präs.: Warum nahmst Du das Kind mit? Die Geschichte der letzten Jahre, die Parteitage in Wien tes Richterfollegiums des Gewerbegerichts, in der Begründung Angell.: Ich wollte mich rächen!- Präs.: Das 1891 und 92 mit dem Unabhängigen- Intermezzo furs berührend, eines abweisenden Urtheils aus. Es handelte sich hierbei hattest Du ja bereits gethan, indem Du Deinem Meister das Geld behandelt der Referent eingehend die Wahlreformbewegung, die um die Lohnentschädigungsklage eines Buyers, der durch einen fortnahmst! Was wolltest Du mit dem Rinde anfangen?-ben letzten soeben beendeten Parteitag hervorragend beschäftigte. Kolonnenführer in dessen Buzkolonne aufgenommen, aber ich on Angefl.: Ich wollte es todtmachen!- Präs.: Das Die Aenderung des Wahlrechts zum Reichsrath, das noch wesentKolonnenführer in dessen Puzkolonne aufgenommen, aber schon Kind konnte doch nichts dafür; hast Du darüber nicht nach lich reaktionärer ist, als das deutsche Reichstags- Wahlrecht, sei vor Fertigstellung des Massenalfordes wieder ab- Reichstags- Wahlrecht, geschoben" worden war. Diese Motivirung des indirekten gedacht? Angti.: Nein! Ich hab das Kind halt in den Mantel feit langem als dringend anerkannt. Selbst der Graf Taaffe Kündigungsausschlusses ist absolut neu, bisher hat das Gewerbe- und in den einen Arm, und in den anderen Arm die Kaffe genommen hielt es schließlich für gerathen, den Einfluß der Großgrundbesitzer gericht, in einer großen Anzahl von Fällen, eine dirette Ab- und bin nach dem Kanale und an demselben entlang über die einerseits und der Polen anderseits zu brechen durch eine, wenn auch machung auch bei Attordarbeit für nöthig ge= Wiesen gegangen! Präs.: Wenn Du das Kind tödten wolltest, klägliche Wahlreform. Das Ende war: ein Ministerium Windischhalten, sollte die Kündigungsfrist ausgeschlossen werden und ihr warum warsst Du es nicht gleich in das Wasser, als Du über gräß- Plener, Aristokratie und Liberalismus in schönster Harmonie, Ausschluß gesetzliche Geltung erhalten. War der Klagende er Präs.: Hast Du keine Rourage gehabt? Was war der Grund dem Parteitag als Kampfmittel für die Arbeiter empfohlen die Brücke des Ranals gingst? Angeklagter schweigt. um die Arbeiter niederzuhalten. Der Massenstreit, der hier auf weislich nur zur Ausführung eines bestimmten Akkordes engagirt, dann allerdings das ist ja selbst= Deiner Zögerung? Hat Dir das Kind leid gethan? An- wurde, sei eine Maßregel, die man entweder im vollen Bewußtverständlich wurde das Arbeits- bezw. Vertragsverhältniß als geklagter schweigt. Präs.: Wolltest Du Unzucht mit dem sein der Kraft oder nur Verweiflung anwende.( Buſtimmung!) mit der Fertigstellung der betreffenden Arbeit gelöst Kinde betreiben?- Angeti.: Ich hatte einen ganz anderen Ueber die Berechtigung" zum Maffenstreit könne gar nicht gemit der Fertigstellung der betreffenden Arbeit gelöst angesehen, so bei der Affordarbeit Ginzelner wie bei der von Grund! Ich bin schon einmal im Gefängniß gesprochen werden; genau so berechtigt, als die Steuerverweigerung Kolonnen. Aus Affordarbeit schlechthin aber die mesen und hab' beshalb daskind mitgenommen, der Bourgeoisie in früherer Beit, die das Proletariat Kündigungslosigkeit herzuleiten, ist total falsch. um wieder in das Gefängniß au tommen. Dort nicht anwenden könne, weil es direkte Steuer erklärlicherOriginelle Begründung. Der Arbeiter H., von riegt man teine Prügel, wie im Urban. Im weise fast nicht zahlt, ſet der Massenstreit der seinem ehemaligen Brotherrn", dem Töpfermeister Jünger, ent- urban wird man mit der Hundepeitsche gehauen. zweckmäßige Ausfluß des passiven Widerstandes. laffen, machte diesem gegenüber sofort seinen Anspruch auf die Präs.: Das kann unter Umständen sehr heilsam sein, für alle Parteigenossen seien im Prinzip mit der Anwendung gefeßliche Kündigungsfrist geltend, und stellte ihm für den Fall Burschen, die nicht folgen wollen! Aber wenn Du ins Ge- dieses Mittels einverstanden.( Lebhafter Beifall.) Sache der der Nichtanerkennung derselben eine Klage beim Gewerbegericht fängniß wolltest, dann reichte doch schon der Diebstahl speziellen Ueberlegung sei die praktische Durchführung einer in Aussicht. Antwort: Das können Sie machen; es ist ja so aus? Angefl.: Nein, da hätte ich zu wenig solchen Maßregel, die allerdings wohl erwogen werden müsse, schön, auf Anderer Kosten sich auszuruhen." Dein guten Rathe Strafe gefriegt, höchstens drei Monate was ja auch der Beschluß des österreichischen Parteitages besage. Folge gebend, ging H. gleich am andern Morgen und wäre dann doch auf's wieder nach dem Die Genossen jenseits der schwarzgelben Grenzpfähle, so schließt Gericht". Nachmittags ließ sich bei bei H. der Lehrling Urban gekommen. Ich wollte aber mindestens der Redner unter lebhaftem Beifall, können versichert sein, daß Jünger's melden; der Entlassene sollte bei dem mittler drei Jahre haben, und wenn es zebn gewesen die Deutschen ihnen zu ihrem Vorhaben bestes Gelingen wünschen. weile wohlberathenen Meister wieder arbeiten kommen, wären, dann war ich doch wenigstens für den In der Diskussion bemerkte Genosse Rosenthal, daß der feine vierzehn Tage abmachen". Jungen ganz gut!- Präs.: Hast Du schon Umgang mit Generalstreit zur Erringung des Achtstundentages aktuell werde; In Plößensee haben es die Beitpunkt seiner Meinung nach nahe sei, wo die Frage des nunmehr feine Luft, feine Klage tam vor der Kammer II zum Austrag. Dr. Herzfeldt führte den Vorsiz. Statt der erhofften der Bohl hieß, der hat mir's erzählt!- Präs.: Wie hast Du Seite entgegnet wurde, daß wegen der politischen Verhältnisse solchen Jungen gehabt? Angell. Ja, im Urban, mit einem, er halte die Frage für sehr diskutabel, worauf von anderer Lohnentschädigung für 14 Tage erhielt der Kläger nur eine das Kind angefaßt? folche für einen Zag. Gründe: Kläger hätte auf des Beklagten Mantel, faßte es an den Armen und warf es haft für die Arbeiterklasse, bestehe, sich die Jdee des Massenstreits Angell. Ich nahm es aus dem Deutschlands, wo doch ein Wahlrecht, wenn auch nur mangelAufforderung die übrigen Tage der Kündigungsfrist arbeiten müssen. Der Arbeitgeber könne jederzeit innerhalb der 14 Tage die Böschung hinab!- Präs.: Hast Du nun nicht auf- vorläufig noch von der Hand weisen laffe. die Entlassung zurücknehmen und verlangen, daß der Entlassene ausgerückt, denn jeden Augenblick konnte der Meister fommen! Ich wurde beschlossen, diefelbe mit Konzert, Deklamation, Theater, gepaßt, was aus dem Kinde wurde? Angell. Nein, ich bin Bezüglich der Maifeier, welche auf dem Bock stattfindet, bis zum 14. Tage nach der Entlassung bei ihm arbeite. Für habe dann die Kaffette mit einer Feile aufgemacht, habe das Geld jedoch ohne Tanz, zu begehen und die ausgefallenen Tage fei er allerdings dann entschädigungs herausgenommen, es waren nur 8 M. brinu und bin nach Hantels Entrée pflichtig. Diese Begründung des Urtheils ist nicht stich Ablage gegangen, wo ich den Zug erreichte, mit dem ich nach In das Komitee wurden die Genossen Rosenheimer, die" Maifest- Beitung" gratis zu verabfolgen. baltig, denn fie enthält in sich die Annahme, ein entlassener Arbeiter, Der während dem Lehrter Bahnhof fuhr. Ich wollte möglichst weit fort von& angbehn, Ghling, Schmidt, Mews, Werner gehaltenen Kündigungsfrist anderswo ein Unterkommen findet, denn weiter reichte das Geld nicht. Von da ging ich ohne Geld Nr. 69 des Vorwärts" berichtete Maßregelung eines SiemensBerlin und fuhr mit dem nächsten Kölner Zuge bis Bielefeld, und Gorell gewählt. Im Weiteren wurde über die in müsse auf Aufforderung seines früheren Arbeitgebers dasselbe nach Köln zu. Präs.: Wovon wolltest Du unterwegs leben? fchen Arbeiters, an welcher der Defonom des Lokals betheiligt aufgeben und zu diesem für eine bestimmte Zeit zurückkehren. nach Köln zu. Wenn, dann ist das Urtheil nur aus der in seiner Begrün- hungert wäre! Angell.: Das war mir egal, und wenn ich versein soll, verhandelt. Genosse Auer warnte vor unüberlegten dung nicht ausgesprochenen- Annahme zu rechtfertigen, daß der man bei einem Meister fort, bei dem man es gut hat! Präs. Also um zu verhungern, läuft Schritten in dieser Hinsicht, die der Partei event. den größten Kläger eine ihm für 13 Tage gebotene Verdienstmöglichkeit aus ist das Inquisitorium zu Ende. Barbier Witte bekundete, daß laut gewordene Ansicht, als wenn der Partei etwas daran liegen Damit Schaden verursachen könnten und wandte sich speziell gegen die schlug und der ihm daraus erwachsene Schaden auf seiner eigenen sich der Junge so weit ganz gut betrug, bis er die Unterschlagung tönne, wenn ein solcher Geschäftsmann unter dem Druck ber Schuld beruhe. merkte. Das Kind, das nur mit Hemdchen und Trikotröckchen Verhältnisse einige Parteibons taufe. Die Parteifteuern Ein psychologisches Monstrum. Versuchter Mord, bekleidet war, wurde von ihm später weinend auf der Wiese sollten nur von den Parteigen offen aufgebracht werden, wibernatürliche Unzucht, Berbrechen wider die gefunden. infolge des niedrigen Wasserstandes nicht von Leuten, die nur gezwungen etwas für die Sache Sittlichkeit, Diebstahl und Unterschlagung lag nicht ertrunken und allein wieder auf die Böschung geopfern( Beifall). Die Angelegenheit wurde der Lokalkommission einem fugendlichen Burschen zur Last, der Dienstag vor der flettert. Dr. Hahn hat in seiner Wohnung zwei Stunden überwiesen. 1. Straffaimer am Landgericht II stand, und zur Zeit der letzten gebraucht, das erstarrte Kind ins Leben zurück zu That genau 152 Jahr alt war. Richard Lubahn war am rufen. Das Kind ist heute noch verschüchtert und kränklich, ob 11. März 1878 in Berlin geboren, des Knaben Eltern starben, infolge dieser Affäre, läßt sich mit Bestimmtheit nicht sagen. Der hielt am 2, d. M. ihre erste Monatsversammlung ab. Der VorDie Freie Vereinigung der Graveure und Cifelerve als berselbe zivei Jahre alt war, der Vater an der Nest der Beweisaufnahme vollzog sich unter Ausschluß der Deffent figende giebt zunächst bekannt, daß in der letzten VorstandsSchwindsucht und während dieser im Krankenhause lag, will fein lichkeit. Staatsanwalt Schulz II beantragte 10 Jahr 3 Monate sigung beschlossen wurde, daß diejenigen Kollegen, welche am Binder die Schwägerin auf unfittlichen Wegen ertappt haben. Gefängniß. Der Gerichtshof erkannte auf fechs Jahre Ge1, Mai feiern tönnen, Vormittags die Versammlungen besuchen Die tleine Weise tam in die Erziehung feines Onkels und Bor- fängniß. Dem Angeklagten sei es ganz gleichgiltig gewesen, mögen. Ferner macht es der Vorstand jedem Kollegen zur munbes, des Schneidermeisters Zubahn in Moabit( jest Gastwirth ob er ein Menschenleben vernichtete, er wollte nicht in die Pflicht, die Wolksversammlungen am Abend des 1. Mai zu bein Riel). Der Knabe fonnte nicht sprechen, doch stahl er Besserungsanstalt, sondern ins Gefängniß. Dieser Wunsch müsse suchen. Sodann konnte der Vorsitzende mittheilen, daß der p. p. schon mit wahrer Leidenschaft. Als er sich im vierten ihm in ausgedehntem Maße erfüllt werden, dort sei ehestens Uhrbach 75 W. zurückgesandt hat. Darauf hielt Kollege Lebensjahre befand, erschien eines Tages ein Kunde noch einige Befferung zu erhoffen. Der Angeklagte erklärte sich eterson eine mit regem Interesse verfolgte Vorlesung über des Cheims in deffen Geschäft, Staatsanwalt G., um eine Be- bereit, die Strafe sofort anzutreten. Die Entstehung der Schrift." In Sachen des Arbeitsnachweises ftellung aufzugeben. Während er auf dem Stuhle saß, stahl ihm Ser Graveure, Giseleure wurde vom Kollegen Gasper mit der kleine Knirps das Portemonnaie aus der Tasche, welches getheilt, daß die Werkzeughändler Buz und Bartolomäus dem Bestohlenen allerdings mit einer plausiblen Entschuldigung fich durch Unterschrift verpflichtet haben, die vakant gewordenen zurückgegeben wurde. Waren seine diebischen Neigungen nicht Stellen unserm Arbeitsnachweis zu überliefern. Die Herren 3 bezwingen, so stellten sich im Kindesalter auch schon sittliche Bigtor, Hagemeier und Kirchner, welche feine bindende Erklärung Berirrungen ein, so daß der Onkel um seiner eigenen Kinder abgegeben haben, sollen zur nächsten Vorstandssigung eingeladen willen ihn aus dem Hause bringen mußte. Mit sieben Jahren werden. wurde er nach dem Johannesstift in Plößensee gebracht, er bis zur Einsegnung verblieb. Hier wie später der nicht innein der Erziehungsanstalt amt Urban zeigte sich, daß Der M war Unferes Grachtens gehört der Junge nicht ins Gefängniß, fondern in eine Heilanſtalt. allerdings in eine, wo eine andere Erziehungsmethode gebräuchlich ist, als die, welche im Urban" geübt zu werden scheint. Versammlungen. Eine öffentliche Tischler- Versammlung war von seiten Die Arbeiter Bildungsschule hielt am Sonntag, den der Unabhängigen am 3. April einberufen. Da die Frage: Der Sinabe unter fortgesetter eiserner Strenge fich 1. April, eine Versammlung in Schmiedel's Festfälen ab, in der 1. Mai, zur Tagesordnung stand, waren die Kollegen recht zahlganz leidlich aufführte. Bom Johannisstift kam er zu einem Genosse 2 agner über: Boltsbildung und Klassenbewußtsein" reich vertreten. Schwierigkeiten machte bei den beiden fich geltend Berliner Barbier in die Lehre, wo er bald wieder davonlief, sprach. Wagner wies am Schlusse seines mit lebhaftem Beifall machenden Strömungen die Bureauwahl. Die Versammlung nachdem er an den drei Kindern feines Lehrherrn, zwei Knaben aufgenommenen Vortrages auf die Neugestaltung der Arbeiter mußte wegen der großen Unruhe 10 Minuten vertagt werden. Nach und einem Mädchen, unsittliche Handlungen verübt hatte. Mit Bildungsschule hin, im Anschluß daran das Ersuchen an die Wiedereröffnung beantragte Io de, da die Versammlung nicht ihm verschwand des Meisters Ladentaffe mit 24 M. Er wurde Genossen richtend, dieselbe nach besten Kräften zu unterstützen. ordnungsgemäß einberufen sei, die Verhandlung über den 1. Mai wieder gefaßt und am Urban" untergebracht, von wo er nach von der Tagesordnung abzusehen und über 8 Tage in einer von 8 Monaten mit den besten Zeugnissen entlassen wurde, weil ihn Eine Parteiversammlung im 2. Wahlkreise wurde am dem Vertrauensmann in einem größeren Saal einzuberufenden sein Onkel wieder in die Lehre bringen wollte. Anfangs August 4. b. M. in Habel's Brauerei abgehalten. Statt des Genossen Versammlung darüber zu beschließen. Tietz beantragte, die 1698 fam er zu dem Barbier Witte in Königs Wusterhausen. Gerisch, der noch in Desterreich durch Agitationspflichten fest- Bersammlung zu schließen, da dieselbe nicht kompetent ſei BeDort lief er bereits am 22. Oktober davon, nahm aber gehalten ist, sprach der Genosse J. Auer über das Thema: schlüffe für 25 000 Kollegen zu fassen. Die Abstimmung ergab: die Ladenkasse mit 18 M. Inhalt mit, daneben aber das Maifeier und Generalstreit auf dem Parteitage der öster Tagung der Versammlung mit ganzer Tagesordnung. Hierauf 4jährige Töchterchen Lucie des Lehrherrn. Das Kind warf reichischen Sozialdemokratie." Der Redner gab eingangs feiner nahm der der Referent, Radwig, das Wort. Redner er in den Nothkanal, mit dem Gelde fuhr er über Berlin nach Rede, die wiederholt lebhaft applaudirt wurde, einen inter- plaidirt für Arbeitsruhe am 1. Mai. Glocke erklärte, Bielefeld, von wo er zu Fuß nach Köln wandern wollte. Auf effanten Rückblick auf den Entwicklungsgang der österreichischen daß er von Anfang an für die Feier des 1. Mai diesem Wege wurde er ergriffen und nach Berlin gebracht. Die sozialdemokratischen Partei und ihr Verhältniß zur Bruderpartei in der Gewerkschaften gewesen. Sobald wir eine große Motive der That und die psychologischen Regungen, die den Thäter im Deutschen Reich. gut organisirte Masse bilden, können wir feiern. Man solle aber dabei leiteten, erhellen aus dem Inquisitorium, welches begann, Echon Ferdinand Lassalle erwähne in seiner Ronsdorfer erst eine einheitliche Organisation schaffen, bei den vielen Strönachdem der Gerichtshof den Antrag des Staatsanwalts auf Mede lobend des Umstandes, daß sich im nördlichen Böhmen eine mungen kann keine einheitliche Feier zu stande kommen. Außer Ausschluß der Deffentlichkeit abgelehnt, bezw. bis zur Grörterung Mitgliedschaft des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins gebildet dem spreche zur Frage der Feier des 1. Mai die jeweilige der betreffenden Fälle vertagt hatte. Der Angeklagte erklärt babe, auch als Schweizer das Präsidium übernahm, sind; die Geschäftskonjunktur ein ernstes Wort; momentan könne für alle gang ruhig und gesetzt, wie er von dem Johannisstift und guten Beziehungen zwischen den Arbeitern beider Länder bei ver- Gewerfskollegen ein Beschluß nicht gefaßt werden, er schlage vor, von da in die Lehre kam und daß er bald darauf seinem schiedenen Anlässen zu tage getreten. Der Kongreß der die bestehende Organisation zu stärken und für eine Feier des Meister 24 M. stahl, wofür er mit einer Woche Gefängniß Eisenacher" im Jahre 1869 zeigte, daß eine ganze Anzahl Dele- 1. Mai im nächsten Jahre bei Zeiten zu agitiren. Wurm bestraft und nach Verbüßung der Strafe wieder nach dem Urban girter, darunter selbst Liebknecht, von österreichischen Ar- wandte sich gegen die Ausführungen Glocke's. An der sehr lebgebracht wurde. Vorsitzender, Landgerichts- Direktor Gary: Du beitern gesandt wurde. Der Plan, Wien als Vorort haften Debatte betheiligten sich ferner die Kollegen Petershast schon damals den Sohn Deines Lehrherrn mit einem der neuen Partei bestimmen, wurde lebhaft disdorff, Radow, Rost, Hoppe, Winkler, welche sich glühend gemachten Messer im Gesicht verbrannt, so daß derselbe tutirt. Durch das Eintreten Liebknecht's Liebknecht's für Braun- theils den Ausführungen Glocke's, theils den Ausführungen heftige Blafen davon trug?" Angefl.: Dabei habe ich mir schweig als Ausschußsiz kam es, daß dann schließlich die Kontroll- des Referenten anfchloffen. Währenddem war ein Antrag einnichts gedacht. zu meinem der " " 1 Präf: So bist Du nach Deiner ersten Flucht tommiſſion in Wien stationirt wurde. Die Folge des großen geg gegangen auf Schluß der Debatte und Einberufung einer Veraber davonjagte und dann bin ich wieder nach Berlin zurück- schlaffung innerhalb beJahre 1870 war eine gewisse Er- sammlung der Holzarbeiter für die nächste Woche, die Partei, verstärkt wurde ungünstige der Dieser Angekommen. Nach Berbüßung meiner Strafe tam ich nach Erscheinung durch das Emporwuchern der nationalen Streitereien trag wurde mit überwiegender Majorität angenommen. dem Urban und nach einem halben Jahre zu Witte! und persönlichen Zwiftigkeiten. In diese Beit fällt auch die Die Entscheidung über den Antrag Roft: Die heutige VersammPräs.: Warum bist Du nicht dort geblieben? Du sollst Glanzperiode des bekannten Oberwinder, der schon damals sich lung möge beschließen, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen, Dich doch Anfangs ganz gut betragen haben!- Angekl. Ich die größte Mühe gab, die Arbeiter in das bürgerliche wurde ebenfalls der nächsten Versammlung anheimgegeben. Zum schlagen haben und da drohte mir der Meister, mich zu entlaffen. Bandes und die absolute Rechtlosigkeit der Arbeiter berufer Schlächte das Wort. Seine längeren Ausführungen ſollte von dem Barbiergelbe eines Stunden 5 Bien e Pfennige unter: Lager zu treiben. Die politische Berfahrenheit des zweiten Punkt: Stellungnahme zum Fachverein, nahm der EinDann wäre ich wieder nach dem Urban gekommen und dort laffen es begreiflich erscheinen, daß bei dem leb- sollten den Unterschied zwischen Verband und Fachverein klar= hatte man mir schon vorher gesagt:" Wenn Du wieder kommst, hafteren Temperament des österreichischen Volkes, das ge- legen. Eine Diskussion konnte der Unklarheit des Vortrages dann geht es Dir bitter!" Ich habe deswegen den ganzen Tag fliffentlich in tiefster Unwissenheit erhalten wurde, sich die an- wegen nicht folgen, man ging auf Antrag Friß darüber zur darül er nachgedacht, was ich thun follte und mich dazu ent- gesammelte Wuth und das Rachegefühl in Attentaten Luft Tagesordnung über. Es erfolgte zum Schlusse die Bekanntgabe, schlossen, auszureißen. Als am Abend die beiden Kinder machte. Wahrhaft bestialisch verfuhr man mit den armen daß die gewünschte Versammlung am nächsten Montag stattschlafen gelegt waren und der Meister mit der Frau Teufeln, die in einem, wenn auch noch so entfernten Zusammen- findet. Das Lokal wird noch bekannt gegeben. " Aus Schweden. 96 Die Generalversammlung der Ort3 Kranken- die Anwesenheit der Krankenkassen- Bevollmächtigten bei der Un- 1, Der Sozialdemokrat", Wochenblatt der sozialdemokratischen tasse der Maschinenbau- Arbeiter und ver- fall- Untersuchung aufzuheben. Gehe das durch, dann werde, da Partei Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthwandten Gewerbe nahm am 30. März einstimmig nach der Polizeibeamte tein Praktiker ist, in das Protokoll im Wesent straße 2). Bu beziehen durch alle Zeitungsspediteure. Das stehende Resolution an: Die heute am 30. März cr. tagende lichen nur das hineinkommen, was der Vertrauensmann der Abonnement durch die Post oder in Berlin durch die Generalversammlung der Maschinenbauarbeiter- Orts Krankenkasse Berufsgenossenschaft diktirt. Gelinge es, hier den Arbeiter- Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 M., unter Kreuzband und verwandten Gewerbe erblickt nur in der Zentralisation vertreter zu beseitigen, dann könne man sich auch ge1,80 M. fämmtlicher Kassen die Möglichkeit, die materielle Lebensfähig wärtigen, daß versucht werde, die Schiedsgerichte Nr. 10 vom 5. April hat folgenden Inhalt: Wochenschau. feit der Krankenkassen wieder herzustellen, den Mitgliedern und aus der Welt zu schaffen. Weiter verlangen die Be- Die sozialdemokratische Bewegung in Elsaß- Lothringen. Die Arbeitgebern Erleichterung zu schaffen und erklärt sich deshalb rufsgenossenschaften, daß die Rente ruhen soll während Lage im Saarrevier. Der Jahreskongres mit der Zentralisation sämmtlicher Kassen voll und ganz ein- der Zeit, wo der Empfänger im Straf- oder Korrektionshause der Belgischen Arbeiterpartei". Der vierte österreichische verstanden. ist. Das dürfe deshalb nicht Gesetz werden, weil von der Rente Parteitag. Aus der Schweiz. Aus Holland. Der Kom Die zweite Versammlung der Hilfearbeiter und Ar- auch die Angehörigen des Empfangsberechtigten ihren Lebens- munismus und die ökonomische Entwickelung. III. Das Ende beiterinnen tagte in Weimann's Volksgarten, Gesundbrunnen unterhalt bestreiten. Die noch vorgeschlagene Bulässigkeit der der Wirthschaftskrisis? Parteinachrichten. Hier legte Genosse näther den aufmerksam zuhörenden aus Abfindung der Empfänger von geringen Renten durch Kapitals- Die Bourgeoiste und das Militär im Jahre 1848.- Noch führlich die Nothwendigkeit und den Nugen der Gewerkschafts- entschädigung möge wohl in manchen Fällen von Vortheil für einmal Strindberg und die bürgerliche Ghe. Aus der Landden Arbeiter sein, aber zumeist werde dieser dadurch an Sicher- agitation in England. organisation tlar. Die dem beifällig aufgenommenen Vortrage heit verlieren; wenn sein Zustand sich verschlimmert, werde der rifches.- Industrie. Sozialstatistisches. Gewerkschaftliches. -Und sie bewegt sich doch! Agrafolgende Debatte, an der sich die Kollegen Neumann, Schulz, mit Kapital Abgefundene feine Erhöhung der Rente mehr fordern Todtenliste. Thal, Ahrendt und noch einige Redner betheiligten, bewegte sich können. Im Ganzen haben die Berufsgenossenschaften 56 An- Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Heinr. im Rahmen des Referats. Lebhafter gestaltete sich die Debatte, träge zum Unfallversicherungs- Gesetz gestellt, davon 49 zu der welche dem Bericht des Delegirten der Gewerkschaftskommission, industriellen, und einen zu der Bau- Unfallversicherung. In der Braun( Carl Heymann's Verlag in Berlin, vierteljährlich Kollegen Thal, folgte. Weniger handelte es sich um den In Diskussion stimmten die Redner sämmtlich den Ausführungen des 2,50 M.). Die soeben erschienene Nummer 27 hat unter halt des Berichts des Delegirten, als um das Gewerkschafts- Referenten zu, anderem folgenden Inhalt: Die Standesherren und das bureau. Verschiedentlich war man der Meinung, daß das nur meinten einige, die zuletzt erwähnte Privat- Bergregal in Preußen. Von Dr. Bruno Schoenlant. Bureau nicht das sei, was man sich anfänglich darunter gedacht nahme der fleinen Renten mit sich bringt, vorzuziehen. Gutheit Pauschal- Abfindung sei den Scherereien, welche die Empfang Zur Kriminalstatistik der jugendlichen Arbeiter. Von habe. Es wurde darauf hingewiesen, daß einige von den Dr. May Quard. Zur Verschuldung des Grundbesitzes in größeren Gewerkschaften( Metallarbeiter, Maurer), die für die bemerkte, daß jetzt nicht mehr blos die Berufsgenossenschaften, Sachsen. Die englische Untersuchungskommission über Errichtung des Bureaus waren, nicht einmal Vertretung in der anstalten eigene Krankenhäuser bauen. Da wäre es höchste Zeit, sondern auch schon Alters- und Invaliditäts- VersicherungsArbeiterverhältnisse. Bon Barrister Dr. Ernst J. Schuster. Gewerkschaftskommission hätten. Vom Kollegen Thal wurde dazu wie auch schon ein Vorredner bemerkt hätte, daß die KrankenArbeitszeit und Arbeitsleistung. Zur Lage der Kellner. bemerkt, das sei wegen des Beitrages zur Erhaltung des faffen Statistiken darüber aufstellten, wie viel ihrer Einnahmen -Kongreß der österreichischen Sozialdemokratie. Gewerkschaftsbureaus. Hiergegen verwahrte sich Genosse Näther von den Mitgliedern und wie wenig von den Berufsgenossenganz entschieden. Zum Schluß wurde zur regen Betheiligung schaften aufgebracht würden. Die bisher gemachten Erfahrungen an der demnächst stattfindenden Generalversammlung aufge- bewiesen, daß die eigenen Krankenhäuser der Berufsgenossenfordert und zur Agitation für Stärkung der Organisation verschaften und Versicherungsanstalten eine mächtige Waffe in der pflichtet. Hand dieser gegen die Arbeiter werden müssen. Der Fall sei ja Der Verein der Bureau- Angestellten und ver- bereits vorgekommen, daß eine Frau überredet wurde, in das wandten Berufsgenossen hielt am 3. d. M. seine Krankenhaus zu gehen, aus dem sie dann nach einiger Generalversammlung ab. Das Ergebniß der Wahl des Vor Zeit als vollständig geheilt" entlassen wurde; acht Tage standes war folgendes: Kollege Walter, 1. Vorsitzender; Dölling, darauf erfuhr sie jedoch von einem Arzt, an den fie 2. Vorsitzender; Menz erster und Kunkel 2. Schriftführer; sich wandte, daß sie noch ebenso frank wie vor ihrem Eintritt Lonicer, Kassirer; und Scheib I Beisitzer. Beschlossen wurde, das in das Krankenhaus sei. Da bereits die Vereinigung der hieStiftungsfest des Vereins am 21. Juli d. J. in würdiger Weise figen Krankenkassen eine Kommission niedergesetzt hat, welche sich zu begehen. Ferner wurde auf Antrag des Kollegen Kunkel be- mit der Ausarbeitung einer Petition zur Abänderung der Unfall: schlossen, die Vereinsversammlungen jeden Montag nach dem versicherungs- Geseze beschäftigt, so beschloß die Versammlung, 1. und 15. des Monats bei Golisch, Lothringerstr. 68, abzuhalten, der Arbeitervertreter- Verein solle sich mit diesem Vorgehen einum den Kollegen Gelegenheit zu geben, sich an den, namentlich verstanden erklären und an den noch stattfindenden Berhand: Dienstags, stattfindenden Wahlvereins Versammlungen zu belungen jener Kommission durch seinen Vorstand und zwei weitere theiligen. Mitglieder, die Herren Wahns und Schaltdorf, theilnehmen. Die in der Kommission ausgearbeitete Petition soll mit dem dazu gehörigen Material der Vereinsversammlung unterbreitet werden. Unter Verschiedenem theilte auf eine Anfrage Stuhlmann mit, daß auch die Berliner Alters- und InvaliditätsversicherungsAnstalt beabsichtige, ein Sanatorium für Lungenschwindsüchtige zu errichten. Da die Kosten desselben eine Million Mart noch übersteigen würden, hat der Ausschuß einstweilen 50 000 m. für Errichtung von Versuchsanstalten in den Etat für 1894/95 eingestellt und das Gut Gütergotz bei Berlin für diesen Zweck auf zwei Jahre gepachtet. Der Berliner Arbeitervertreter- Verein hielt am 4. April eine Versammlung ab, in welcher, nachdem die Wahl von drei Kommissionen von der Tagesordnung abgesetzt war, Dähne über die Anträge des Berufsgenossenschafts- Verbandstages zur Novelle des Unfallversicherungsgeseges referirte. Redner bemerkte, daß angesichts der weitgehenden Wünsche, welche die Berufs genossenschaften bezüglich der Abänderung der Unfallversicherungs gefeße formulirt haben, es auch für die Arbeiter die höchste Zeit fei, ihre Forderungen aufzustellen und ihre Meinung zu den von anderer Seite gemachten Vorschlägen zu äußern. Einverstanden tönne man sein mit der von den Berufsgenossenschaften geforderten Ausdehnung der Versicherungspflicht auf das gesammte Handwerk, die fleinen Fuhrbetriebe 11. f. w., Protest fordern dagegen die folgenden Forderungen der Berufsgenossenschaften heraus: Allen Verletzten soll die Ver- Die neue Religion. Bon einem Ungenannten. Zweite Aufpflichtung auferlegt werden sich der Behandlung tin lage. Altona, Gebr. Harz. Krankenhause zu unterziehen, während den Berufsgenossenschaften Die Religion der Zukunft, welche der ungenannte Verfasser das Recht ertheilt werden soll, die Verletzten auch nach dem als die einzig wahre bezeichnet, foll als Inhalt haben den Heilverfahren zur Beobachtung in einem Krankenhaus unterzu- Kultus des Guten, Schönen und Sittlichen". Dieser Phrase bringen. Würden diese Forderungen Gesez, dann werde es den einen Inhalt zu geben, hält der Verfasser nicht für nöthig; er Berufsgenossenschaften, die ja nicht blos öffentliche, sondern auch ergeht sich vielmehr in Lobreden auf diesen nen einzuführenden eigene Kliniten zur Verfügung hätten, ermöglicht, in jedem be- Kultus, für welchen er zum Schluß bestimmte äußere Formen liebigen Augenblicke die Rente nach Belieben zu fürzen. Ferner voi schreibt. Aus den 31 Seiten des Buches kann daher nicht die verlangen die Berufsgenossenschaften, die Vorschrift betreffend mindeste Belehrung und Anregung geschöpft werden. Achtung! Holzarbeiter. Achtung! Montag, den 9. April, Abends 8½½ Uhr, im Saale der ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20: Große öffentliche Versammlung der Tischler, Drechsler, Bürstenmacher u. s. w. Tages- Ordnung: 1. Die Bedeutung des 1. Mai. Referent: Wilhelm Pfannkuch. 2. Diskussion. 3. Erledigung der zurückgestellten Tagesordnung der vorigen öffentlichen Versammlung, bezügl. Stellungnahme zur Gewerkschafts- Kommission. Kollegen! Die außerordentlich wichtige Tagesordnung macht es jedem zur Pflicht, in dieser Versammlung zu erscheinen. 439/3 Der Vertrauensmann: H. Wiedemann. Zentralverband der Maurer Deutschlands. Tonntag, den 8. April, Vormittage 11 Uhr, bei Gründer, Berlin Köpnickerstraße 100: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Millarg über:„ Unternehmergewinn und Arbeitslohn". 2. Abrechnung vom 1. Quartal. 3. Wahl der Mitglieder zum Ausschuß und der Statistik- Kommission. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht 249/17 Die örtliche Verwaltung. Oeffentliche Versammlung der Schrauben-, Façondreher und Berufsgen. mit Frauen Literarisches. Orts Stranten- Staffe des Zimmerergewerbes. Generalversammlung. Sonntag, den 15. April, Vormittags 10 Uhr, Bt. Eingelaufene Druckschriften. Unter dieser Rubrik zeigen wir sämmtliche der Redaktion zugehende Wir bitten unsere Leser die Nennung der als Empfangsbestätigung aufzufassen. literarische Neuigkeiten an. Schriften nicht als Empfehlung der Redaktion, sondern lebtglich Blos über diejenigen Erscheinungen, welche im Interesse unserer Leser oder aus politischen Gründen besprochen werden müffen, veröffentlichen wir, buchhandlung die Anführung der übersandten Rezensionseremplare in diefer soweit dies der Raum unseres Blattes zuläßt, Kritifen. Genügt einer VerlagsRubrit nicht, so bitten wir von der Zusendung der Neuerscheinungen des Verlages abfehen zu wollen. Deutsche Worte. Monatshefte von Engelb. Pernerstorfer. 4.( April) Heft. Verlag Wien VIII. Langegasse 15. Leipzig bei C. P. W. Fest. Ueber den Nutzen statistischer, volkswirthschaftlicher und völkerrechtlicher Kenntnisse für den Berufsoffizier. Bon Dr. H. Grohmann. München. J. Schweizer's Berlag( Jof. Verhandlungen der allgemeinen Konferenz der deutschen Eichbichler). Verhandlungen der allgemeinen Konferenz der deutschen Sittlichkeitsvereine zu Frankfurt a. O. Berlin W. Verlag Ansbacherstr. 53.( In Kommission bei R. Werther. Süddeutsches Bank- und Handelsblatt. Organ für Volts. Leipzig.) wirthschaft, Industrie, Bank- und Versicherungswesen in München( 18. Jahrgang). Soeben erschien Nr. 927 vom 1. April 1894. Die Natur- Heilmethode bei Magen- und Darmkrankheiten. Von Dr. Karl Reiß. Berlin SW. Steinig' Berlag. Preis Die Hygiene der Keuschheit. Von Dr. Th. G. König. Berlin 1 M. und Leipzig. Verlag Hugo Steiniz. Preis 2 M. Das braunschweigische Volk und seine politische Ver tretung. Von Rich. Calwer. Braunschweig. Verlag von A. Günther. Chemie und Pharmacie.( Lagerverzeichniß Nr. 89.) Leipzig. Buchhandlung Gustav Fock, Neumarkt 40. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wet Buchstaben oder eine Zahl Briefkaffen der Redaktion. anzugebeu, unter der die Antwort ertheilt werden soll. F. A. R. 11. Sie haften als Vater für die Krankheitsfosten und können auf Erfaz verklagt werden. Ihres Wahlrechts können Sie nur verlustig gehen, wenn die Lasten Ihnen erlassen werden, weil Sie arm find. Achtung! Maurer. Achtung! Bentralverband der Maurer Deutschlands. Filiale Berlin II. 295/7 Grenadierstraße 33 bei Seefeldt. Sonntag, den 8. April, Vorm. 10 1hr, in den ArminTages Ordnung: 1. Beschlußfassung über die Abnahme der Jahresrechnung pro 1893 und Bericht des Prüfungsausschusses. 2. Verschiedenes. 2825b hallen, Kommandantenstraße 20: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag: Wie können die Arbeiter in der heutigen Gesellschaft Die auf grund§ 44 des Kassen- ihre Lage verbessern?" Referent: Genosse 0. Antrick. 2. Diskussion. 3. Ab statuts gewählten Vertreter werden rechnung vom 1. Quartal 1894 und Wahl von vier Ausschuß- Mitgliedern. hiermit eingeladen, recht zahlreich zu 4. Gewerkschaftliches. erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Flugblätter, welche von der Verbandsleitung ausgegeben sind, kommen zur Verbreitung. Kollegen, es ist Eure Pflicht zu erscheinen. Der Bevollmächtigte. Der Vorstand. Berband der Bauarbeiter und Bernſßgenoßen Deutschlands. Achtung, Zimmerer! ( Zahlstelle Berlin.) Sonntag, den 8. April, Vorm. 11 Uhr, bei Saeger, Grüner Weg 29. Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Wie regeln wir in Zukunft die Zustellung unseres Organs. 2. Abrechnung vom 1. Quartal 94. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten. 404/19 Der Vorstand. Arbeiter Gesangverein( Gem. Chor) im Süd- Osten sucht einen tüchtigen Dirigenten für Dienstags. Adressen straße 49a erbeten. 2821b am Sonnabend, den 7. April 1894, Abends 8 Uhr, im Lokal des mit Gehaltsansprüchen nach MühlenHerrn Deigmüller, Alte Jakobftrahe 48 a. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Heymann über:" Die Nervenfchwäche des Menschen und die gegenwärtige Gesellschaftsordnung". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 221/1 Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein und Tanz. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vertrauensmann. N. Scholtka. Vorrath und Einrichtung eines neuen sehr rentablen FabrikationsArtikels, Nutzen 600 pCt., für 1000 M. zu verkaufen bei Brißler, Köpenickerstraße 111, 1. Seitengeb. 3 Tr. 708 Maifestzeichen Verein d. Einsetzer( Tischler) billig, bequem zum Anstecken, zugleich Berlins und Umgegend. Am Sonntag, den 8. April, Vormittags 11 Uhr, Nene Friedrichstr. 44: empfiehlt Ordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Kassen- und Revisionsbericht. 2. Bericht der ArbeitsvermittelungsKommission. 3. Wahl einer neuen Arbeitsvermittelungs- Kommission. 4. Vorstands- Anträge. 5. Verschiedenes. 6. Fragekasten. Der Vorstand. 2800b als Eintritts- u. Kontrollzeichen dienend, B. E. Buchwald, Altenburg S.-A. Klagen, Gingaben. Unfallsachen, Bugger, Stegligeri.63. Leo Saxe, Uhrmacher, Große öffentliche Versammlung der Zimmerer Berlins und Umgegend am Sonntag, den 8. April, Vorm. 10 Uhr, in der ,, Beriner Resource", Kommandantenstraße Nr. 57. 363/15 der Tagesordnung: 1. Endgiltige Beschlußfassung über die Feier des 1. Mai. 2. Berichterstattung des Delegirten der Gewerkschafts- Kommission. 3. Gewerkschaftliches. Der Vertrauensmann: Th. Fischer, Dunterstr. 4. Große öffentl. Versammlung der Klempner Berlins Montag, den 9. April, Abends 82 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße Nr. 77-79. Tages- Ordnung: 28186 1. Bericht der Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission. 2. Bericht Beisitzer zum Gewerbegericht. 3. Bericht des bisherigen Vertrauensmannes. 4. Unsere Agitation. 5. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Ersuche die Kollegen, im Interesse unserer Sache zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Achtung! Achtung! Steinarbeiter Berlins und Umgegend. Oeffentliche Versammlung Sonntag, den 8. April, Vormittags 10 Uhr, Johannisstr. 20 bei Müller. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Verschiedenes. 285/19 Wegen einer wichtigen Bekanntmachung ist ein jeder Kollege ver Gr. Frankfurterstraße 15, part. pflichtet, zu erscheinen. Reparaturen zu soliden Preisen. Der Vertrauensmann: J. Buchmann, Willibald- Alexisstr. 89. Werantwortlicher Redakteur: Hugo Pönsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2,