Ar. 314.- 32. Jahrg. Kdonnementz-Secklnsungen: Kägnnementi• Steil Viämaatcembtt BieUelinbrl 330 Ml. monoiL uo MI. Wochen ilich 25 Pfg. ttci WZ HauZ. ewiclne Nwmner ö Big. SonmozZ- num'me: mil iHuftrietiet Sonntoa*« Betlage»Die Neue 23ell* 10 B'g. Poft» Kiaiutement; 1.10 Marl pro Monat eingetragen in die Posi. Zeitung». Pteielisie. Unter Kreuzband tür Deutichiand und Oesterreich- Ungar» LL0 Marl, für das übrige Ausland 4 Mar! pro Monat BostabonnententZ Nebinen an: Belgien, Dänemarl. Holland. Italien. Luxemburg. Patmgal. Kumtnien, Schweden und die Schwei» «»«I« IZgllch. Die Tnlertlons-Gebüljp 'BeteSgt für die sechsgespaltene Kolonel« zeile.oder deren Raimi 80 Pfg., sür politische und gewerlschaftliche Vereins- und Verscunntlungs-Anzeigen Ä> Pfg. „Illeln« Rnrclz-n". das fettgedruliie Wort 20 Pfg. szulässsg 2 fettgedruckte Worte), jedes weisere Wort 10 PjK Elellengemche und Schlafliellenan- zeigen daS ccite Wort 10 P!g.. jedes wettere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buch» sjaben zäblen für zwei Worte. Mtserüie für die tiüchlle Nummer müssen bis » Uhr nacksmitlags in der Expedition abgegeben werden. Tie ExveSitio» ijt bis 7 Uhr abends geöffnet NOS Verlinev Dolksblcrkk. Zentralorgan der roztaldemokratifcben Partei Deutfchlands. telegtamm. Adreff« „Sozlatdemokrat Pcrlio". Redaktion: SW. 08, Linöenstraße Z. Aerusprecher: Amt Moritzpla«, Nr. 13130—12197. Expedition: SW. 08, Linöenstraße Z. Kerm'precher: Amt Mvritzplaq, Sir. 13193—15197. Qerfolgungskämpfe in Serbien. Gefährliche Reformisten. Sßpn Karl K a u t s k y. Zu dem zahlreichen Chor derer, die der zweiten Jntcr- nationale das Groblied singen, gesellt sich nun auch C u n o w. In einem Artikel, betitelt„Tic neue Internationale", der durch einen Teil der Parteipresse ging, führt er aus, die bis- herige zweite Internationale„ist völlig zusammengebrochen, und es ist ein ganz vergebliches Bemühen, eine aussichtslose Sisyphusarbeit, die versprengten Bruchteile wieder zusammen- kitten zu wollen, zumal jetzt im Toben des Weltkriegs". Es sei ober nicht bloß aussichtslos, sondern höchst überflüssig, die zweite- Internationale neu beleben zu wollen, denn..im Kampf gegen das sich reckende und streckende imperialistische Finanzkapital kann sie nichts Wesentlichem mehr leisten." Sie war zu einer biptzeiw Demonstration�� und Schaninsti- tution geworden. Der Krieg hat diese Ueberiebtheit der zweiten ! Internationale lediglich ausgeMgt; nicht erst, wie so oft be- I hauhtet wird, sie geschaffen. Und nun wollen wohlmeinende, aber ü noch ammer unsere ganze Entwiltelitng«einrichtung nicht be- ! greifende Parteipolitiker diese überlebte Institution wieder auf- richten— aufrichten mit demselben Material,.nach, altüm Bau- I plan, in der bisherigen Form, und' gar während der Kriegsdaucr! i Ein sodevbares Beginnen, das nur zu deutlich beweist,.wie tief noch so manchem die illusionäre Ideologie in allen Gliedern steckt." Eine neue Internationale sei nötig, ein„höheres, starke- reh Gebilde." , Daß sich die Internationale zurzeit, in einer keineswegs heheidenswerten.Vcrsasstlna befindet, wer wollte das leugnen? Jede Kritik mutz uns willkommen fein, die uns instand setzt, die Verfassung der Internationale zu verbesserst und zu einem böhsrSst und stärkeren Gebilde zu entwickeln. Dazu ist jedoch vor allem'erforderlich/ daß die Kritik klar zeigt, worin daS UÄbel Lesteht, wo. sein Sitz zu finden ist.- Vergebens sucht'man in dem Artikel Cunows nach einer Untersuchung dieser Frage. Wir erfahren nicht einmal, was Cunow als' Zusammen- bruch der Internationale betrachtet. Datz ihre Organe wäh- rend des Krieges nicht mehr funktionieren? Iä, funktioniert denn der ganze Organismus, z. B. der deutschen Sozraldemo- kratie oder der Gewerkschaften wie in Friedenszeitcn? Haben wir nicht auf den Parteitag verzichtet, auf Wahlkämpfe, Streiks usw.? Um wieviel größer sind aber erst die Schwie- rigkeiten für die Interuatiouale oder etwa in Belgien. Oder sieht Cunow den Zusammenbruch nicht darin, datz äußerliche Hindernisse das Funktionieren des Internationalen Bureaus bisher erschwerten, sondern in dem Wirken starker innerer Hindernisse, in dem Ueberwuchcrn des internationalen durch nationalistischen Geist? Dann aber stellt sich das Versagen der Internationale als ein Versagen ihrer Glieder heraus, dann müßte vor allem untersucht werden, inwieweit die Hal- tung der einzelnen Parteien und innerhalb der Parteien die einzelnen Elemente an dem Versagen der Internationale schuld trägt. Dann hätte die Resormarbeit an ihr bei den einzelnen Parteien zu beginnen. Von alledem spricht Cunow nicht. Er will, datz wir uns zucki Aufbau einer neuen Internationale entschließen, ehe er uns gezeigt hat, woran die alte krankt. Und was will er nun an ihre stelle setzen? „Eine ganz andere Organisation, eine internationale Aktions- und Arbeitsgemeinschaft." »Ich verstehe darunter die Errichtung von internationalen Gewerkschaftsverbänden bzw. Kartellen mit gemeinsamen inter- nationalen Sekretariaten, Verständigungs- und Aktionsaus- schüssen, die Errichtung von sozialistischen Bermittelungs- und Arbeitsausschüssen zum Jhveck des Zusammenwirkens der der- schiedenen sozialistischen Laudesparteien bei wichtigen Gelegen- betten, Einsetzung interparlamentarischer Kommissionen, gegen- seitige Förderung und Unterstützung des sozialistischen Bildungs- und Unierrichtswesens in den einzelnen Ländern, Schaffung internationaler Pretzausschüsse und Nachrichtenbureaus usw., kurz, die Herstellung einer gewissen internationalen Arbeits- gemetnschaft, auf deren Basis sich dann immerhin noch als Jen- tralteitung eine Art von internationalem Hauptbureau erheben könnte." Das sind die neuen, unerhörten Vorschläge, die Cunow zu machen hat, Vorschläge, die mit der bisherigen Organi- sation der Internationale so unvereinbar sein sollen, daß"diese unbedingt aufzugeben ist! Doch, haben wir nicht von alledem schon einmal etwas gehört? Die Errichtung internationaler Gewerkfchastsver- bände und Sekretariate— ja, bestehen die nicht schon? Nehmen wir den„zehnten internationalen Bericht über die Gcwerk- schaftsbewegung" her,' herausgegeben vom„Internationalen Gewerkschaftsbund(C. Legten)",(Berlin 1313). Wir er- fahren da, datz dem Internationalen Gewerkschaftsbund an- geschlossen waren 1934 14 Landeszentralen mit 2 383 003 Mitgliedern und 1912 IS mit 7 390 030 Mitgliedern. Die zweite Internationale hat die Entwicklung inter- nationaler Gewerkschaftsverbände nicht nur nicht gehemmt, sie haben sich vielmehr gegenseitig sehr krafwoll gefördert. Mw des Mn SWtMlim. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 12. November 1915.(W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Au der Front uichts Neues. Zwei englische Doppeldecker wurden im Luftkampf heruutergeschossev, cm dritter mußte hinter unserer Front votlauden. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen der Generalteldmarlchälle v. hindendurg und Prinz Ceopold von Bayern. Keine weseutlicheu Ereignisse. Heeresgruppe de; Lenerals v. Clntlngen, Tie deutschen Truppen, die gestern am frühen Morgen südlich der Eisenbahn Kowel— Saruy einen russischen An- griff abschlugen, nahmen dabei 4 Offiziere und 230 Mann gefangen. Balkankriegsschauplatz. Die Verfolgung wurde fortgesetzt. Südlich der Linie Kraljevo— Trsteuik ist der oberste Gcbirgskamm über- schritten. Im Rasiua- Tal südwestlich von Krusevac drangen unsere Truppen bis Tnpci vor. Weiter östlich ist Ribare und das dicht dabei liegende Ribarska Banja erreicht. Gester« wurden über 1700 Gefangene gemacht und 11 Geschütze erbeutet._ 7 O b c r st e H e c r e s l c i t u u g. in'.- t i• �• i■■ v■ Sek MmellMe GenerMOMW. Wie», 12. November.(W.T.B.) Amtlich wird vee- lautiart: 12. November 1915. Russischer Kriegsschauplatz. In den Kämpfen nordwestlich CzartorqSk wurden gester» vier Offiziere und zwcihuudcrtdrcißig Mann gefangen genommen. Bei Sapanow haben wir mehrere Nachtangriffe abgewiesen. Hinter unserer Putilowkafront wurde ein Offizier des russischen Infanterieregiments Nr. 407 festgenommen, der sich in öfter- rcichisch-nugarischcr Uniform durch unsere Linien geschlichen hatte, um Knttdschasterdicnste zu versehen. Offizicrsabteilungen haben festgestellt, daß die am Karmin südlich Garajmoka stcheitdcn feiud- lichcn Truppen unsere Verwundeten niedergemacht haben; hier wurden auch russische Horchposteu in öftcrrcich-ungarischcr Uniform angetroffen. Italienischer Kriegsschauplatz. Nach einer verhältnismäßig ruhigen Nacht wiederholte sich gestern vormittag daS heftige italienische Artilleriefeuer au der ganzen Kampffront des vorgestrigen Tages. Hierauf griff feindliche Infanterie abermals den Brückenkopf von G S r z und die Hochfläche von Doberdo unaufhörlich an; wieder brachen alle Stürme unter furchtbaren Berlusten der Angreifer zusammen: wieder haben unsere Truppen alle ihre Stellungen fest in Händen. Borstöße des Gegners bei Zagora und im Brsic- Gebiete teUten daS Schicksal des Hauptangriffcs. An der D o l o m i t c n fr o n t griffen die Italiener auch in den letzten Tagen unsere Stellungen auf der Spitze und an den Hängen des Eol di Lana mehrmals vergebens an. Die amtlichen Presseberichte der italienische« Heeresleitung über die Ercigniffe in diesem Räume find vollkommen falsch und können wohl nur auf ganz unrichtigen Meldungen beruhen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Auf der ganzen Front sind die Bersolgungskämpfc im Gange. Im Jbartal haben deutsche Truppen vor Bogntovac die beider- seitigcu Höhen erstürmt. Die Armee v. Gallwitz nähert sich den Höhcntämmen des Jastrebac-GcbirgeS. Die neuerliche Beute be- trägt hier vierzehnhundert Mann, elf Geschütze, sechzehn MunttiouS- wagen und eine» Brückcutraw. Die bulgarische Armee hat an ihrer ganzen Front den Morawaübergang erzwungen. Ter Stellvertreter bei Chefs des Generalftabei: v. H o e f e r, Feldmarfchalleutnaut. Dann die„Einsetzung interparlamentarischer Kommissio- nen". Wozu die einsetzen, da eine solche seit 1904 neben dem Internationalen Büreau besteht? Wenn sie bisher eine ge- ringe Tätigkeit entfaltete, so lag das vor allem an der großen Verschiedenheit der Bedingungen für die parlamentarische Tätigkeit in den einzelnen Ändern, die eine gemeinsame internationale parlamentarische Aktion sehr erschwert. Weiß aber Cunow Mittel, dieje Aktion enger Au gestalten, inni heraus damit!' Und nun die Schaffung„internationaler Prctzausschuste und Nachrichtenbureaus". Eine löbliche technische' Aufgabe für unsere Presseleute. Im Anschluß an das Internationale Bureau wurde auch schon etwas Derartiges geplant. Wenn der Plan noch nicht verwirklicht wurde, so lag es nicht daran, daß der jetzige Charakter der Internationale es verbietet, fon- dqrn. daran, datz dazu eine Höhe der jozialislischcu Tagespresse gehört, die in den, meisten Ländern noch nicht erreicht ist. Dunkel bleibt, was Cunow unter gegenseitiger Förderung des Bildungswesens versteht. Etwa Professorenaustavsch? Hat er aber greifbare Vorschläge im Äuge, so kann man auch da nur. jagen: heraus damit! Endlich die Errichtung von„sozialistischen Vennittelungs- und Arbeitsausschüssen zum Zweck des Zusammenwirkens der verschiedenen sozialistischen Landespartrien bei wichtigen Gs- legenheiten". Ja, was ist das anderes als das schon bestehende internationale Bureau? Oder denkt sich Cunaw die Aus- schüsse anders organisiert? Hat er eine wirksamere Organi- sationsform im Auge? Dann mutz man nochmals sagen: Heraus damit! Nur über greifbare Vorschläge, nicht über allgemeine Redensarten kann man diskutieren. Ein internationales Sekretariat als Zentralleitung läßt schließlich Cunow auch gelten: und so entpuppt sich uns die ..ganz andere" neue Internationale als das getreue Ab- bild der bisherigen! Doch ich tue Cunow unrecht. In einem wesentlichen Mo- ment unterscheidet� sich seine dritte Internationale von der htsherigen': Es fehlt ibr der internationale Kg.iig pctz...Tstieg.hases asienb-ar un..Augü, wemz.er sagt, die zn>eitcaIntcrnatioinlle sei eiste!„blötze.TSnioirstrsttions- ulch is�üinstitutiost geworden".-' In der dritten Internationale soll nicht mehr ravoluhia- när demonstriert, sondern nur praktisch„positiv" gearbeitet werden. Aber warum soll das nur für die Internationale gelten? Warum nicht auch die praktisch„uufruchtbarcu" Parteitage in den einzelnen Staaten obschasfen? Warum nicht den Partei- organismus reduzieren auf Fraktion, Partciausschutz. Bit- dungsausschutz. Pressebureau und Parteivorstand? Die ge- nügen doch neben den Gewerkschaften als„Aktions- und Ar- beitsgemeinscbaft"! Soll man erst nachivenen, welche Bedeutung die Partei- tage für die Partei liaiben? Je stärker die proletarische Be- wegung wird, desto mehr spezialisieren sich ihre Teile, desto leichter verfallen sie jener Einseitigkeit, die Marx als Krcti- nismus bezeichnet, desto größer die Gefahr, daß der Gesichts- kreis der einzelnen sich verengt, daß von den verschiedenen Oy- ganen des proletarischen Klassenkampfes jedes sich als Selbst- zweck betrachtet, jedes seine Bewegung nach nächstliegenden Motiven einrichtet und das gemeinsame Große vergißt. Der Parteitag als Vertreter der Gesamtinacht hält das Gefühl der Einheit der Teile immer lebendig, unterordnet sie alle den gemeinsamen großen Zielen. Das mag manchem Skeptiker als bloße Ideologie und Dcmonstrationspolitik erscheinen, es ist von der größten praktischen Bedeutimg. denn es allein er- möglicht die Einheitlichkeit und Zielboivußtbeit der praktischen AUtagsarbeit der Massen, die doch stets das bestimmte Moment unserer Bewegung sind. Gilt das schon für die einzelnen Länder, so noch weit mehr sür die Internationale.. Innerhalb eines Landes bieten Preise und persönlicher Verkehr doch immer noch Mittel, die Verbin- düng zwischen den einzelnen Teilen der Arbeiterbewegung auf- recht zu erhalten. Für den Zusammenhang der verschiedenen Arbeitsgebiete der Internationale haben diese Nüttel nur ge- ringe Bedeutung. Da sind ibr Kongresse erst reckst unersetz- sich, um zu den Massen der Welt zu'sprechen, um Einheitlich- keit und'Zusammenhang in das Wirken der einzelnen inter- nationalen Organisationen zü bringen. Olme sie haben wir die Teile in der Hand, aber es fehlt ihnen leider'das geistige Band. Dieses Band will Cunow zerschneiden. Er glaubt die einzelnen Organe der Internationale dadurch zu stärken, aber er steht nicht, daß er ihnen das nimmt, was erst ihr zweck- mäßiges und einheitliches Zusammenwirken ermöglicht und durch das die Vereinigung von Organen erst als Organismus sich betätigt: den Kopf, den Geist. Und um sür� diesen köpf- losen Rümpf Platz zu schaffen, soll die bestcsscndc Jntcr- nationale beseitigt werden! Cunow scheint freilich zu meinen, eine neue Internatio- nale zu schaffen, sei leichter, als die bestehende wieder zum Funktionieren zu bringen. Er erinnert daran, daß die erste Internationale verschwinden mußte, um der zweiten Platz zu machen: so mutz jetzt auch die. zweite verschwinden. Slber wenn diese Parallele etwas bewiese, so nicht das, was Cunow be- weisen will. die erste Interuatiowale cm innerem Zwiespalt nach öem Kriege von 1876 zilgruird'e ging, folgte ihr nicht sofort die zweite Internationale fondern eine Periode allgemeiner Stagnation außerhalb Deutschlands und internationaler Zu- sammenhanglosigkeit, und erst 1889 wurde es mit unsäglichen Mühen möglich, eine neue Internationale zu schaffen. Weit schwieriger aber wäre es heute, alle die verschiedenen Elemente des Proletariats der verschiedenen Länder unter einen Hut zu bringen, angesichts der großen taktischen, organisatorischen, grundsätzlichen, nationalen Gegensätze, die der Weltkrieg zwischen ihnen aufgerissen hat. Diese Gegensätze sind es, die eine Wiederbelebung der Internationale so erschweren. Glaubt Cunow, man könne ihrer leichter Herr werden, wenn man auf die bestehende Or- ganisation verzichtet, um auf einer neuen Basis von neuem anzufangen? Leichten Herzens ruft Cunow: Es lebe die dritte Internationale I Aber wenn die zweite fällt— dann folgt ihr nicht eine einzige, sondern ein halb Dutzend Jnternatio- nalen, von denen jede beanspruchen wird, die einzig wahre dritte Internationale zu sein. Das„neue stärkere Gebilde", das Cunow anstrebt, wäre schon deshalb, selbst wenn nicht die Kopflosigkeit es auszeichnete, für lange hinaus tatsächlich nichts anderes als ein Chaos. Wer die Wiederbelebung der zweiten Internationale stört, der verhindert die Wiederbelebung der Internationale überhaupt._ der französische Tagesbericht. Paris, 12. November.(W.T.B.) A m t l i ch e r B e r i ch t von gestern nachmittag. Dem vorherigen Bericht ist nichts hinzuzufügen. Paris, 12. November.(W. T. B.) A m t l i ch e r B e r i ch t von gestern abend: Die Kanonade war im Abschnitt von LooS, im Ge« biet der Calonnegrube und von Souchez beiderseits besonders leb- hast. Auf mehreren Gebieten erzielte die Arbeit unserer Minen- soldaten ausgezeichnete Ergebnisie. Südlich der Somme bei Fay zerstörte einer unserer Minenherde die deutschen Galerien und sprengte die deutschen Posten. Südlich BeuvraigneS zerstörte eine Gegenmine eine feindliche Minenkammer, welche geladen wurde- In den Argonnen beschädigten zwei unserer Minen stark die feindlichen Anlagen in Hautechevauchee und an der Höhe 2SS. In Eparges zerstörte eine andere Mine die deutschen Schützengräben; wir besetzten den Trichter sofort trotz des Widerstandes des Feindes. Zwischen Maas und Mosel nördlich Flirey führten unsere Minen- werfcr sehr wirksame Feuerkonzentrierungen gegen die gegnerischen Stellungen aus. Belgischer Bericht: Aussetzendes Bombardement vor verschiedenen Stellen unserer Front, besonders auf der Höhe der Violonfarm, bei RoodeSpoort, Maison de Burgh, Saint.JaqueS Capelle, Boesinghe und dem Fährmannshause. Der rusiische Generalsiabsberlcht. Petersburg, 12. November.(W. T. B.) Amtlicher Bericht vom 11. d. Mts.: Auf dem linken Ufer der Düna in der Gegend von U e x k ü l l setzten sich unsere Abteilungen mit Hilfe von schwerer Artillerie in den Besitz von Bersemünde(IS Kilometer süd- östlich von Riga), machten einige Dutzend deutsche Gefangene und erbeuteten zwei Maschinengewehre. Zwei Gegenangriffe des Feindes wurden mit großen Verlusten für die Deutschen zurückgeworfen. In der Nähe des Dorfes Kosciouchnowka, westlich von Rafa- lowka, entspinnt sich ein heftiger Kampf. In der Gegend von Kolk nahmen wir außer den bereits gemeldeten 50 Offizieren und 20Q0 Soldaten noch 21 Offiziere und löOO Soldaten gefangen und erbeuteten noch 11 Maschinengewehre. Auf der übrigen Front keine Veränderung._ Nelöung öer italienischen Heeresleitung. Rom, 12. November.(W. T. B.) Amtlicher Heeres- bericht von gestern. Im Hochtale von Campelle(Masokopf, Suganatal) griff der Feind unsere Stellungen am Col di San Giovanni an. Der Angriff war vom Feuer einer starken auf dem Gipfel der Montalonkuppe aufgestellten Artillerie unterstützt, wurde jedoch trotzdem abgewiesen. Im Cordcvoletale dauert unser kräftiger Druck gegen den Bergwall zwischen Monte Sief und Monte Setlsaß an. Außerdem sind kleine Unternehmungen im Gange zur Vertreibung der noch auf der Rückseite des Col di Lana stehenden feindlichen Truppenteile. Am mittleren Jsonzo im Abschnitte von P l a v a begann unsere Infanterie gestern entschlossen jenseits der Gegend von Zagora vor- zurücken und nahm dem Feinde 260 Gefangene, darunter 3 Offiziere, ab. Auf den Höhen nordivestlich von Görz erzielten wir kleine Fortschritte und machten 18 Gefangene. Auf dem K a r st behinderten während des ganzen Tages Nebel und Wolkenbruch die Artillerie- lätigkeit. Die zahlreichen kleinen Schluchten sind in Wildbäche ver- wandelt und hindern daS Vorrücken der Infanterie. Trotzdem ge- lang es der Tapferkeit und Ausdauer unserer Truppen einige starke und bedeutende Verschanzungen südwestlich von San Martina zu erobern und dem Feinde etwa 30 Gefangene abzunehmen. C a d o r n a. falsche englische Meldung. Berlin, 12. November.(23. T. 23.) Der Zeitungsdienst der englischen Großfunkenstation Poldhu vom 10. November verbreitet die Nachricht, daß in Spanien das Gerücht ginge, in der Straße von Gibraltar seien zwei deutsche Unterseeboote durch englische Kreuzer versenkt wordem Wie wir an zuständiger Quelle erfahren, ist diese Nachricht frei erfunden. Englisches Transportschiff torpediert. London, 12. November.(W. T. B.) Amtlich. DaS Trans- p o r t s ch i f f, S o u t h l a n d* ist auf der Fahrt nach Alexandrien in der zweiten Septemberhälfte im Aegäischen Meere torpediert worden, hat jedoch MudroS mit eigenem Dampf erreicht. Amselben Abend wurden die Truppen auf andere Schiffe gebracht. Neun Mann sind getötet, zwei verwundet und 22 werden vermißt, die vermutlich ertrunken sind. Für Torpedierung der �slncona�. Malta, 12. November.(W. T. B.) Meldung des Reuter« s ch e n B u r e a u S. Am Mittwoch kam hier ein britischer Dampfer mit Ucberlcbenden der„Ancona" an. Ein Engländer erzählte folgende Einzelheiten: An Bord befanden sich griechische und italienische Auswanderer. Der Kapitän, der gewarnt war, daß Unterseeboote in der Gegend seien, hatte alle möglichen VorsichtS- maßregeln getroffen. Am Montagmittag bekamen wir ein Untersee- bvot in großem Abstände in Sicht. Das Fahrzeug kam an die Oberfläche und näherte sich uns mit bedeutender Geschwindigkeit. Es löste einen Schuß bor unserem Bug. Wir betrachteten das als Befehl, sofort beizudrehen. Es entstand eine gewaltige Panik. Ob die.Ancona" dem Befehl zum Halten nachkam, konnte der Eng- länder nicht sagen. Inzwischen setzte daS Unterseeboot, erzählte der Engländer weiter, die Beschießung fort und näherte sich schnell. Es war ein österreichisch-ungarischeS Unterseeboot. AlS es längs- fettig gekonimen war, hörten wir den Kommandanten mit unierm Kapitän sprechen. Es wurde unS mitgeteilt, daß wir b Minuten Zeit hätten, das Schiff zu verlassen. Die Vorbereitungen dazu wurden sofort getroffen, aber die Fahrgäste schienen den Kopf verloren zu haben und stürzten fich in die Boote, von denen in der allgemeinen Verwirrung mehrere umschlugen. DaS Unterseeboot löste die ganze Zeit über Schüsse rings um daS Schiff, von denen keiner auf die.Ancona" gezielt war. Ts schien, als ob es uns möglichst viel Schrecken einjagen wollte. vom ftanzösisch-englisihen Expeüttionskorps Saloniki, 12. November. Im Unterhause stellte im Laufe der Aussprache über die Beschlagnahme von.Globe" A S q u i t h nachdrücklich in Abrede, daß Kitchener jemals ihm selbst oder dem Könige seinen Abschied angeboten habe. Asquilh fügte hinzu, daß Kitchener niemals ein Wort über seinen Rücktritt ge- sprachen habe. Im weiteren Verlaufe der Debatte sagte Asquilh noch, am Mittwoch sei der Regierung eine ernste Botschaft zugekommen, die dazu bewogen habe. Kitckener nach dem nahen O st en zu senden.— Der Kriegskredit von 400 Mill. Pfund Sterling wurde sodann einstimmig angenommen. New Dork, 11. November.(Durch Funkspruch des Privatkorre- spondenlen von Wolffs Telegraphischem Bureau.) .Associated Preß' meldet aus Washington: Nach hierein- getroffenen vertraulichen Meldungen gilt KitchenerS endgültige Mission Indien. Nach denselben Mitteilungen sieht sich die britische Herrschaft in Indien ernsteren Unruhen gegen- über, als außerhalb britischer amtlicher Kreise allgemein bekannt war. New Dork, 12. November.(Durch Funkspruch vom Vertreter deS WolffschenTelegraphen-BureauS.) Die.Associa- t e d Preß" meldet in Ergänzung ihrer gestrigen Nachricht auS Washington: Durch den dichten Schleier, den die englische Zensur über die Ereignisse in Indien und Aegypten geworfen hatte, dringt die Mitteilung, daß der Nazim von Hayderabad, ein treuer Vasall Englands, vom Volke abgesetzt worden ist. Diese Entwick- lung, die den Höhepunkt verschiedener Meldungen von Unruhen und Ausständen bildet, soll der Hauptgrund für KitchenerS Abreise von England sein. Hier eingetroffene Nachrichten aus Kanälen, welche nicht der Zensur unterstehen, besagen, daß in eingeweihten Kreisen in London bekannt sei, daß obwohl Kitchener sich nach dem Balkan be- geben mögee, sein Endziel Indien sowie Aegypten sei. Erklärung öer serbischen Hesanütschaft in Paris. Paris, 11. November.(W. T. B.) Meldung der Agence HavaS. Die hiesige s e r b is ch e G e sa n d t sch a st erklärt, daß der Woj- wode P u t n i k entgegen anderen Meldungen die Unternehmungen des serbischen Heeres fortgesetzt selbst leitet. Die von den Deutschen in Kraljevo erbeuteten Geschütze haben keinen mililä- rischen Wert, sie stammen aus der Beute der letzten beiden Kriege. Die serbische Regierung denkt nicht an Frieden und wird vor dem Siege der Alliierten nicht daran denken. Serbien, daS mehr als je auf die Zukunft seiner Raffe vertraut, wird bis zum letzten Atemzuge kämpfen._ Auflösung öer griechischen Kammer. Athen, 12. November.(W. T. B.) Meldung des Reuter- schen Bureaus. Die Kammer ist aufgelöst worden. Die Neuwahlen werden am 19. Dezember stattfinden. * Die griechische Kammer ist aufgelöst worden. Einige Tage lang konnte es so aussehen, als ob der Versuch ge- macht werde, um diese Maßregel herumzukommen. Es wurde erzählt, daß sich von der Partei Venizelos' eine genügende Anzahl von Mitgliedern abgesplittert hätten, um dem Kabinett Skuludis zu einer Mehrheit zu verhelfen; dann wieder sagte man, die Benizelisten wollten sich bei der ersten entscheidenden Abstimmung aus dem Saale entfernen, und so der neuen Re- gierung einsUveilen die Verleugnung durch das Parlament zu ersparen. Aber schließlich ist doch nichts übrig geblieben als der Appell an das Volk. Nur ist es mit diesem Appell eine eigene Sache, da Griechenland bekanntlich ni o b i l i s i e r t hat. Da das aktive Wahlrecht mit dem 21. Lebensjahr deginnt, befindet sich ein sehr großer Teil der Wähler— man muß mit etwa 800 000 rechnen— unter den Waffen, und kann also aller Wahrscheinlichkeit nach an dem für die Neuwahlen angesetzten Termin, dem 19. Dezember, von seinen staatsbürgerlichen Rechten keinen Gebrauch machen. Daß eine Ausschließung der Mobilisierten auf eine Fälschung des Resultats hinaus- läuft, ist nicht zu bezweifeln. Ob demnach Venizelos wieder wie im Juni die Mehrheit in der Kammer erhalten wird, läßt sich um so schwerer voraus- sagen, als man ja auch nicht weiß, wie die letzten Ereignisse auf die Stimmung des Volkes gewirkt haben. Im Frühling ivülete der Krieg immerhin noch nicht in so unmittelbarer Nähe vor Griechenlands Grenzen wie jetzt. Die militärischen Er- folge derZentralmächte standen noch nicht absolut fest. Bulgariens Entscheidung war noch nicht gefallen. Die veränderten Verhältnisse können sehr wohl viele Wähler zu einer Aende- rung ihrer Haltung bestinnnt haben. Aterkivürdigerweise hat sich der französische Mini st erPräsident dieser Tage vor dem Senats- ausschuß für auswärtige Angelegenheiten verhältnismäßig optimistisch über die griechischen Dinge ausgesprochen. Die Beseitigung des Kabinetts Zaimis sei ein diplomatischer Er- folg der Entente, die neue Regierung zeige den Vicrverbands- mächten ein größeres Wohlwollen als die alte. Wir wissen nicht, ob das eine optische Täuschung des Herrn Briand ist, oder ob tatsächlich das Ministerium Skuludis Engländern und Franzosen, die wie jetzt gemeldet wird, Griechen- land mit einer vierzig Millionenanleihe unter die Arme greifen wollen, ein freundlicheres Gesicht zeigt als sein Vorläufer. Aber auch wenn das der Fall ist, so spricht doch alles dagegen, daß Griechenland einen Schritt tun wird, der es über die Grenze des passiven Wohl- wollens gegenüber den Alliierten hinausführt. König Konstan- tins Absicht geht offenbar dahin, den französischen und eng- lischen Truppen den Durchmarsch durch das griechische Gebiet zu gestatten, im übrigen aber die Wanderung auf dem schmalen Grat der Neutralität fortzusetzen. Weitere Kriegsöebatte im Unterhaus. London, 12- November.(W. T. B.) Unterhaus vom 11. No- vernber. Asquilh sagte noch, daß General Kiggel zum stellverlretenden Chef des Generalstabes und General Shaw an Stelle ÄiggelS zuni Direktor der englischen Landesverteidigung ernannt worden sei. Die Aussprache beschäftigte sich dann mit dem Problem der Spar- samkeit und der verschwenderischen Ausgaben der Ministerien. Daraus eröffnete Roh die Aussprache über die Dardanellen und sagte: Neue Feldzüge werden gewöhnlich unternommen, nachdem alle Verhältnisse genau geprüft und erwogen sind. Die große Dardonellenexpedition wurde im Augenblicke einer großen Krisis unlernomwen, die der Munitionsmangel herbeigeführt halte. (Lauter Beifall.) Redner stellte die optimlstlsche Voraussage Chur- chtlls und Robert Cecils den Kritiken der Kriegstorrcspondenten Barllett und Fortescus gegenüber, die sagten, daß jeder denkbare Fehler begangen worden und das englische Volk mit falschen Nach- richten gefüttert worden sei. Sir Henry Craii fragte, was zu- gunsten Serbiens getan worden sei, und beklagte bitler das verhängnisvolle Schwanken, das wie ein Krebs das ganze Leben der Nation durchfresse. Niemand habe GreyS Erklärung vom 28. v. M. so verstanden, wie er sie neulich ausgelegt habe. KitchenerS Abreise ließe darauf schließen, daß die Regierung noch immer keine klaren Pläne habe. Wedgwood kritisierte die Führung des Dardanellenfeldzuges, dessen Prinzip er billigle. Die Bezwingung der Dardanellen wäre, wenn sie gelungen wäre, ein gewaltiger Erfolg gewesen. Die Kämpfe an der Suvlabai wären eine schwere Niederlage gewesen, über deren Umfang England in voller Dunkelheit gehalten werde. Nur die schlechte Führung habe es verschuldet, daß der Angriff an der Suvlabai nicht den Durchbruch der Dardanellen erzielt habe. Der serbische Feldzug beherrsche jetzt die Lage. Entweder müßten starke Sireitkräste ausgesandt werden oder gar keine. Die Minister hatten während der Dardanellenaussprache den Sitzungssaal verlassen. Wedgwood halte im Verlaufe seiner Rede die sarkastische Bemerkung gemacht, daß alle Minister zu Tisch gegangen seien und keiner der Aussprache beiwohne. Der nächste Redner S ir Frede rick Banburg legte unter lautem Beifall gegen die Beleidigung des Hauses Verwahrung ein und fragte den Sprecher, wie das Haus seiner Mißbilligung Aus- druck geben könne. Der Sprecher erwiderte, die beste Art wäre. darauf aufmerksam zu machen. Der Beifall des Hauses beweise, daß es völlig zustimme. Während die Einpeitscher eilig den Saal verließen, um die Minister herbeizuholen, beschloß das HauS, sich zu vertagen. Fwangsanwerbung in Englanö. London, 12. November.(W. T. B.) DaS Reulersche Bureau meldet: Der Leiter der Rekrutierung, Lord Derby, teilt mit, er sei durch Asquith zu der Erklärung ermächtigt, daß, wenn nicht genug junge Männer vor dem 30. November sich zum Dienste ge- meldet hätten, Zwangsmaßregeln ergriffen werden würden, ehe man Verheiratete, die sich freiwillig gemeldet hätten, auf- rufen würde._ Verhaftung von Luise Saumoneau. Wie der.Labour Leader' in seiner Nummer vom 4. November mitteilt, ist die G e n o s s i n S a u m o n e a u, die Sekretärin des «Pariser Aktionskomitees für den Frieden und gegen den Chauvi- nismus", am 2. Oktober in Paris wegen antimilitaristischer Propaganda verhaftet worden. Genossin Saumoneau ist bekanntlich seit mehr als einem Jahre Sekretärin der«Sektion der sozialistischen Frauen" von Paris. Der . Labour Leader" teilt weiter mit. daß die sozialistische Presse Frank- reichs die Verhaftung vollständig ignoriert habe, daß die sozialisti- schen Abgeordneten in der Kammer keine Anfrage wegen der Ver- Haftung gestellt hätten, daß keiner der sozialistischen Minister, soweit zu sehen sei, irgendetwas getan habe, um ihre Befteiung herbeizuführen. Ja, man soll der Genossin Saumoneau im Arrest die Freilassung versprochen haben sür den Fall, daß sie bereit war. ihre Propaganda gegen den Krieg aufzugeben. Die Genossin soll das verweigert haben. Sie soll seitdem wie eine gewöhnliche Verbrecherin behandelt werden. Sie soll aller Privilegien der wegen politischer Vergehen Verhasteten beraubt sein, bis sie vor daS Kriegsgericht gestellt wird Der«Labour Leader" bemerkt am Schluß seiner Notiz, da§ Schweigen der sozialistischen Presse Frankreichs hinsichtlich der Ver- Haftung einer französischen Genossin stehe in bezeichnendem Gegen- satze zu dem berechtigten Lärm, den man in Frankreich wegen der Verhaflung der Genossin Zetkin und der Genossin Rosa Luxemburg gemacht habe._ Ein Rrbeiterfteg in England. Die organisierten Arbeiter des Clydedistrikts haben über die Regierung einen glänzenden Sieg erfochten. In Goran waren drei Arbeiter mS Gefängnis geführt worden, weil sie sich weigerten, die ihnen vom MunitionSgericht Ivegen Streiks auferlegte Geldbuße von 10 Pfund zu bezahlen. Dreißig Tage hätten sie sitzen sollen. Aber die organisierte Arbeiterschaft wachte. Sie erklärte, daß sie in den Streik treten würde, falls die Verhafteten nicht binnen acht Tagen freigelasien würden. Und in der Tat, einige Stunden vor dem Ablauf deS Ultimatums wurden die B e r- hafteten entlassen. Die Regierung hat allerding» ihre Niederlage nicht öffentlich einbelennen wollen. Just am selben Tage— dem 28. Oktober— wo die Entlassung statttand, antwortete Loyd George auf eine Interpellation des Genossen Anderson in dieser Sache, daß die Bußen am selben Morgen bezahlt und die Arbeiter enllassen worden seien. Die Zuhörer mußlen glauben, daß die Verhaftelen selbst die Strafen bezahlt oder in ihre Bezahlung eingewilligt hätten. Aber das ist nicht der Fall. Die Arbeiter vom Clyde sind der Meinung, daß die Bußen, wenn überhaupt, von einer Seite bezahlt worden sind, wo man Lloyd George eine Entschuldigung vor den arbeiterfeindlichen Parlamentariern und einen Scheinerfolg vor der Arbeiterschaft sichern wollte.— Im ganzen waren 17 Arbeiter verurteilt worden. 14 von ihnen nahmen das Angebot des Schiff- bauervcrbandes an, für sie zu zahlen, drei aber lehnten auS Prinzip ab, da der Beamte des Verbandes über die Herkunft der Gelder nichts sagen wollte. Im Gefängnis sind die drei gleich g e« meinen Verbrechern behandelt worden. Sie bekamen Einzel- Haft und harte Arbeit. Einer von ihnen ist ein tätiges Mitglied der Unabhängigen Arbeiterpartei und Superintendent der soziatisti- schen Sonntagsschule. Die EntHaftung hat die Möglichkeit gegeben, die Verbandlungen über die Beschwerden der Arbeiter vom Clyde wiederaufzunehmen. Die Gewerkschaftsfunktionäre hatten bis dahin die Teilnahme an den Verhandlungen sistiert. Die organisierten Arbeiter haben auch darin gesiegt, daß die zwei Arbeiter, die den Anlaß zur Arbeits« einstellung ihrer Kameraden gegeben hatten, weil sie ihren gewerk- schaftlichen Pflichten nicht nachgekommen waren, dies nun nachgeholt haben. Manchester, 16. November.(W. T. B.) Bei der Ab- stimmung der Gewerkschaften der Färber und Bleicher in Lancashire über die Frage des Ausstandes stimmten 16 666 für den Ausstand. 166 dagegen. 3666 enthielte» sich der Abstimmung. politische Ueberslcht. Tie Gleichberechtigung der Sozialdemokraten in Bayern. Bei der Beratung des bayerischen Gemeindebeamten-GesetzeS in dem Ausschusse erklärte am 27. Oktober der Slaatsminister v. Soden, die bayerische Regierung halte die Sozialdemokraten nicht mehr für unwürdig, als Gemeindebeamte tälig sein zu können; doch solle der Artikel 12 des Gemeindebeamten-GesetzeS seinen bisherigen Wortlaut beHallen. Unsere Genossen antworteten am folgenden Tage mit dem Antrage auf Streichung des Artikels 12. Infolge des Einflusses des Zentrums, das einer Gleichberechtigung widersprach, schränkte der Minister in einer späteren Sitzung seine Erklärung wesentlich ein. Der Ausschuh setzte hierauf die Beratungen aus, um den Fraktionen Gelegenheit zu geben, zu der Sache erneut Stellung zu nehmen. Am Freitag nahm nun der Ausschuh seine Arbeiten wieder auf. Der Vorsitzende Frhr. v. Freyberg(Z.) gab bekannt, dah der Zentrumsantrag, dem Art. 16 Abs. 1 die Worte anzufügen:„den Grundlagen der auf das Königtum aufgebauten Staatsverfassung zuwiderlaufen"' im Hinblick auf die vom Minister v. Soden in de'r letzten Sitzung gemachten Aeuherungen zurückgezogen werde. Es sei ein Antrag eingegangen von Sckmid- München XI, in dem die Streichung des Art. 16 verlangt sei, und ein Eventualantrag des Abg. Dr. v. Casselmann, der folgenden Wortlaut habe: Der Ausschuh wolle beschliehen, dem Art. 16 folgende Fassung zu geben: 1. Die Teilnahme an einem Berein, besten Fwecke oder Be- strebungen den Interessen des Staates zuwiderlausen, ist dem Ge- meindebeamlen untersagt. Das gleiche gilt für die Teilnahme an einem Verein, die sich mit den Rücksichten auf den Dienst nicht verträgt. 2. Aus anderen Gründen kann die Teilnahme an einem Verein nicht beanstandet werden. Hierauf erhielt der Referent Abg. Frank- Dillingen sZ.) das Wort. Er erklärte, gegen den Eventualantrag Casselmann habe er nichiS einzuwenden. Seine persönliche Auffassung zur Sache sei die gleiche geblieben, weshalb er an seinen Ausführungen zu Art. 12, die sich übrigens mit der im Namen der Zen- lrumspartei abgegebenen Erklärung des Abg. Held vollkommen decken— zu ihr spreche er auSerücklich sein Einverständnis aus— auch nicht das geringste zu ändern habe. Er präzisiere seine Stellungnahme noch einmal dahin, dah ein sozial- demokratischer Gemeindebeamter wegen einer Handlung oder eines Wortes gemäh Art. 12 nur dann zur Rechenschaft gezogen werden könne, wenn jeder andere Gemeindebeamter wegen der gleichen Handlung oder des nämlichen Wortes, ohne Rücksicht auf Partei- stellung, nach Art. 12 auch zur Rechenschaft gezogen werden mühte. Dabei halten auch seine Kollegen es für selbstverständlich, dah keinem Gemeindebeamten, gleichviel welcher Partei, erlaubt sein kann, die konstitutionelle Monarchie anzugreifen. In Uebereinstimmung mit dem Herrn Staatsminister erachten er und seine Kollegen die sozial- demokratischen Vereine und freien Gewerkschaften an sich als nicht unter Art. 16 fallend. Dr. Casselmann slib.) erklärte als Mitberichterstatter, seine bis- herige Stellungnahme decke sich durchaus mit der heutigen präzisen Erklärung de? Herrn Berichterstatters, der er zu seiner Freude nichts beizusetzen habe. Seine Freunde werden in erster Linie für die Streichung des Art. 16 stimmen. Bei Ablehnung des dahingehenden AnirageS bitte er, dem von ihm und seinen Freunden gestellten Eventualantrag zustimmen zu wollen, Minister V. Soden gab hierauf folgende Erklärung ob: Die Regierung habe gegen die Annahme des Eventual- antrages Dr. Casielmann nichts zu erinnern. Mit der Auffassung der beiden Herren Berichterstatter gehe ich vollkommen einig. Nach der Gestallung der Sache, die sich aus der Regierungserklärung vom 27. Oktober ISIS ergibt, wird ein berufsmähiger Gemeinde- beamter, der sich politisch betätigt und dabei nach Inhalt und Form der Betätigung die Grenzen einhält, die sich für ihn nach den Gesetzen und nach den Regeln des dienstlichen AnstandeS er- aeben, dienstaufstchtlich und dienststrafcechtlich nicht zu beanstanden sein. Durch die Erklärung der Königl. StaatSregierung sollte, ent- gegen der Begründung zu Art. 12, auch für die Anwendung deS Art, 13. für alle gleiches Recht geschaffen werden. In dieser Hinsicht habe ich schon neulich bemerkt, dah die sozialdemokratischen Vereine und die freien Gewerkschaften nicht zu den Vereinen gehören, an denen teilzunehmen einem Gemeinde- beamien nach Art. 16 grundsätzlich verboten ist. Abg. Ho ff mann(Soz.) sprach für die Annahme deS sozial- demokratischen Antrages auf Streichung des Art. 13. Die Sozial- demokraten halten den Art. 16 in jeder Fassung für überflüssig. Abg. Götz(Z.) erklärte, dem Eventualantrag Dr. Casselmann nicht zuzustimmen, er halte diese Fassung für sehr bedenklich. In Anbetracht der gegebenen Situation unterlaste er aber, eine andere Formulierung zu beantragen. Bei der nun folgenden Abstimmung wurde der sozialdemokra- tische Antrag auf Streichung des Art. 16 gegen 11 Stimmen abge- lehnt. Dafür stimmten die Liberalen und die Sozialdemokraten. Der Antrag Dr. Casselmann wurde mit allen gegen eine Stimme angenommen. Was hat Poleu zu erwarte«? In einer Polemik gegen den Herausgeber der in Berlin erscheinenden.Polnischen Blätter' schreibt die.Post': »Die allerdings unbestreitbare Tatsache der Befreiung Polens wird dahin ausgemünzt, dah eS nun mit einem Male oberste Pflicht der Befreier sei,.Verständnis' für die Befreiten zu zeigen. Zur Wohltat also noch besondere Verpflich- tun gen. zur LebenSrettung noch besondere Ergeben- b e i t I Fast klingt daS so, als ob Deutschland und Oesterreich« Ungarn dem polnischen Volke noch Abbitte zu leisten häiten, dah die verbündeten Heere leider beim Werk der Befreiung Polnischen Boden betreten muhten!— All diesem Unfug der Verdrehungskünste müssen wir mit festem Griff entgegenfahren: nicht wir sind gehalten,.Verständnis' zu zeigen, sondern Polen muh verstehen lernen, worum sich die Dinge für uns drehen. Gewih wollen auch wir Frieden und Freundschaft mit unserem nächsten üst- lichen Nachbarvolke, aber nicht auf Kosten unserer poliischen Not- wendigkeiten, nicht unter Drangabe berechtigter Sicherungen für unsere nationalen Zwecke. S o liegen die tatsächlichen Ver- Hältnisse,— und dauernde Verständigung zwischen Deutschen und Polen wird sich nur dann anbahnen können, wenn die Poleu sie an- erkennen und endlich einmal einsehen, dah wir die Gebenden, sie die Nehmenden sind bei allem, was noch in Polen ge- schchen mag. Zi och etwas mehr aber muffen wir verlangen: die Wortführer der polnischen Bestrebungen haben unS zu beweisen. dah sie Deutschlands Interessen begreifen und ihnen niemals hinderlich fein wollen. Ein paar wortreiche Beteuerungen der Herren von Jaworski und Feldmann, alles fei ja in schönstem Einvernehmen, genügen uns aber nicht. Erst müssen alle Stimmen im gesamten Polenvolk schweigen, die bisher noch Unfreundlich- leiten gegen Deutschland oder gegen deutsche Einrichtungen zu hören gaben; er st müssen vor allem re st lose Be- weise vorliegen. dah wir im Deutschen Reiche selbst in Ruhe und Frieden vor polnischen Wünschen leben können. und zwar nicht auf Kosten der Festigkeit und Geschlossenheit der deutschen StaatSgebilde. Dann vielleicht, aber erst dann ist wirklich die Grundlage für wohlwollende Be- Handlung der polnischen Frage von deutscher Seite gegeben— eine Behandlung, die allerdings in jede« Stadium immer noch vom obersten Grundsatz der deutschen Interessen beherrscht sein muh.' Aendernng des Landtagswahlrechts. Der Vorstand des Fortschrittlichen Wahl- Vereins zu Stettin hat an die Fortschrittliche Fraktion des Abgeordnetenhauses erneut das einstimmige Ersuchen ge- richtet, für die nächste Tagung des Abgeordnetenhauses zweck- dienliche Anträge auf Aendernng des preutzi- schen Landtagswahlrechts rechtzeitig vorzubereiten und für ihre Behandlungen sowie Beschlußfassung besorgt zu sein. Die Eröffnung des sächsischen Landtages. Am Donnerstag ging im königlichen Schloh die.feierliche Eröffnung' des Landtages vor sich, der die sozialdemokra- tische Fraktion, wie bisher, fernblieb. Die Thronrede, die bei dieser Gelegenheit verleken wurde, bezog sich im wesentlichen auf die durch den Krieg geschaffenen Verhältnisse; ausfallend sind in ihr die vielen religiösen Wendungen. So wird u. a. von dem während des Krieges.wieder erwachten religiösen Leben' gesprochen, in dem.das'deutsche Volk die starken Wurzeln seiner Kraft, die es zu jeder Heldentat befähigte, gesunden habe. Unter dem.gnädigen Beistand des allmächtigen Herrn der Heerscharen' kämpsie das Volk mit.freudiger Einsetzung von Gut und Blut'. Ueber das schwere Problem der Volksernährung in der Kriegs- zeit werden nur einige mehr allgemeine Bemerkungen gemacht, von denen hervorzuheben ist, dah die Regierung ihre Pflicht auf diesem Gebiete getan habe. In bezug auf den künftigen Frieden heiht es: .Ein neues Zeitalter für unser Vaterland ist im Aufgange. Möge es der unendlichen grohen heiligen Opfer wert sein. Möge Gott... unserem Vaterlande einen ehrenvollen, es nach auhen gegen künftige Ueberfälle wirksam sichernden Frieden und ein noch immer in gleicher Einigkeit geschlossenes, durch die Stürme des Weltkrieges in seinem sittlich religiösen Kräften geläutertes und dadurch unüberwindliches Deutschland schenken!' Von in Aussicht stehenden gesetzgeberischen Arbeiten ist nur eine einzige angekündigt, sie dürfte tief in das wirtschaftliche Leben, be- sonders in das der Gemeinden, eingreifen. Und zwar handelt eS sich um.eine festere Zusammenfassung und Vereinheillichung der Landes'. Die Regierung habe sich entschlosien— so wird weiter gesagt—, das grotze bedeutsame Werk selbst in die Hand zu nehmen. Auher dem Etat sind dem Landtage bis jetzt Gesetzesvorlagen von allgemeinem Interesse nicht zugegangen. Einer dringend nötigen Steuerreform sucht die Regierung aus dem Wege zu gehen, indem sie Sleuerzuschläge erheben will, indem sie einfach die Steuer- einnahmen im Eiat entsprechend erhöht. Dieser Zuschlag soll aber erst im zweiten Etatsjahr— 1S17— erhoben werden. Die Summe beträgt 6 316 000 M._ Schiedsgerichte für Streitigkeiten über Höchstpreise. Zu der Bekanntmachung des Bundesrats vom 11. d. MlS. über die Einwirkung von Höchstpreisen auf laufende Verträge hat der preuhische Justizminister die erforderliche AnssührungSanweisung er- lassen. Die Schiedsgerichte werden bei den OberlandeSgerichten er- richtet. Ihre Vorsitzenden werden von den OberlandeSgerichtS- Präsidenten ernannt. Anträge und Eingaben sind zu richten:.An da« Schiedsgericht für Streitigkeiten über Höchstpreise' bei dem .Oberlandesgericht in...'_ Einkommensteuerzuschläge in Sachsen. Der Entwurf des sächsischen Staatshaushalts für die Finanzperiode 1913/17 schlicht, soweit es sich um den ordent- lichen Etat handelt, in den Einnahmen und Ausgaben mit je 291 999 493 M. In der Abschluhsumme der Einkommensteuer sind Zuschläge zu den gesetzlichen Jahresbeträgen mitenthalten. welche zur Deckung eines ohne fle im Staatshaushalt sich heraus- stellenden Fehlbetrages von gemeinjährig 8 340000 M. bestimmt sind, und im Jahre 1917 in der Weise erhoben werden sollen, dah sie bei Einkommen von mehr als 1400 bis einschliehlich 4000 M. 10 Proz., bis 12 000 M. 15 Proz.. bis 25 000 M. 20 Proz. und darüber 25 Proz. der Normalsteuer betragen. Die Staatsschulden, die sich bei Beginn der Finanzperiode auf mindestens 934 Mill. Mark belaufen, werden sich bis zum Schluh der Finanzperiode auf 1023 Mill. Mark erhöhen. Der an das Reich zu leistende Matrikularbeitrag ist auf 13 273 333 M. berechnet, dem als Einnahme der Anteil Sachsens an dem Reinertrage der Branntweinsteuer als sogenannte Ueber- Weisungssteuer mit 14 363 377 M. gegenüberstehen. In dem auher- ordentlichen Etat sind 35 243 000 M. eingestellt. Davon entfallen 8 440 000 M. für die Kriegs Wohlfahrtspflege mit Ein- schluh der Unlersiiitzung erwerbslos gewordener Textilarbeiter. Der Etat sieht auch einen EtablierungSbeitrag von 80834 M. vor für den am 9. Dezember 1917 das 21. Lebensjahr erfüllenden Prinzen Ernst Heinrich._ Die„Dokumente des Weltkrieges" in Oesterreich verboten. DaS Wiener Amtsblatt enthält folgende Bekanntmachung: .Die Verbreitung der nichtperiodischen Druckschrift.Dokumente zum Weltkrieg 1914', herausgegeben von Eduard Bernstein, und zwar: II. und III. DaS englische Blaubuch, IV. DaS russische Orangebuch, V. DaS belgische Graubuch, gedruckt und verlegt in der.VorwärtS'-Buchdruckerei und Verlagsanstalt, Paul Singer u. Co. in Berlin, wurde auf Grund des Gesetzes vom 5. Mai 1869 eingestellt. Von der k. k. Polizeidireltion in Wien am 30. Oltober 1915.' Das tägliche Srot. Die Antwort des Reichskanzlers. Tic„?cordd. Allgcm. Ztg." veröffentlicht folgende Ant- lvort des Reichskanzlers an den sozialdemokratischen Partei- Vorstand: „Der Vorstand der sozialdemokratischen Partei hat mir eine Eingabe über die Lage auf dem Lcbcnsmittelmarkt ge- macht, deren Empfang ich dankend bestätige. Wie ich aus Ihren Darlegungen schließen darf, ist auch der Lorstand der sozialdemokratischen Partei davon überzeugt, daß wir uns insofern auf festem Boden befinden, als wir im Besitze völlig ausreichender Vorräte von notwendigen Nahrungsmitteln sind. Diese Vorräte auf die zweck- mähigste Weise und zu angemessenen, auch für die ininderbemitteltc Bevölkerung erschwinglichen Preisen dem Ver- brauch zuzuführen, ist die zu lösende Aufgabe. Alle zustän- digcn Instanzen sind fest entschlossen, die Schwierigkeiten, die aus spekulativer Preistreiberei entstanden sind, mit allen Mitteln und ohne Ansehen des Standes oder Gewerbes zu beseitigen. Die bereits getroffenen Maßregeln zeigen, daß die Reichsregierung im Bewußtsein ihrer Ver- antwortung zu diesem Zwecke vor scharfen Eingriffen in den freien Verkehr nicht zurückschreckt. Wie dem Parteivorstand bekannt ist, werden weitere Maßregeln folgen. Darf somit die Bevölkerung volle Sicherheit haben, daß die Erwariungen unserer Feinde, daß es ihnen gelingen könnte, uns durch Aushungern zu überwinden, trügerisch sind, so wird sie sich doch täglich gegenwärtig halten muffen, daß das Steigen der Lebeusmittelpreise über das normale Maß gewiß nicht bloß dnrch verwerfliche Gewinnsucht veranlaßt ist, daß vielmehr auch besondere natürliche Ursachen, wie Knappheit der Futtermittel, zu beachten sind, und daß alle au diesem Weltkrieg beteiligten Völker mehr oder weniger unter Verteuerung des Lebensunterhalts zu leiden haben. Wie ich persönlich die Sorgen, Entbehrungen und Opfer des uns aufgedrungenen Krieges tief mitempfinde und als Reichskanzler mir der Pflicht bewußt bin, alles zu ihrer Milderung zu tun, so darf ich auch erwarten, daß die Frage, um die allein es sich hier handelt, nämlich wie der Verbrauch der reichlichen Vorräte von Lebensmitteln zu erträglichen Preisen zu sichern sei. dem inneren Parteigetriebe entrückt bleibe. Reden in Volksversammlungen können dabei schwerlich viel nützen. Sicher aber ist. daß heftige Gesten und Ausbrüche des Mißmutes den von den feindlichen Regierungen über die wahre Kriegslage getäuschten Völkern als willkommene Zeichen der Erschlaffung der deutschen Widerstandskraft und Sieges- gewißheit dargestellt werden tvürden. Wie jede deutsche Partei scheint mir auch die sozialdemokratische, die mehr als jede andere ihrem Programm nach dem Völkerfrieden zustrebt. verpflichtet zu sein, alles zu vermeiden, was die Hoffnung unserer Feinde stärken und somit zur unnötigen Verlängerung des Krieges beitragen könnte. So hege ich die feste Zuversicht, daß sämtliche Parteien mit der Reichsregierung vereint auch in der Erörterung der besten Mittel zur Verbilligung des täglichen Haushalts den Opfersinn und Heldenmut daheim wie im Felde weiter pflegen werden, der die Grundlage unserer bisherigen Erfolge ist und uns bis zum siegreichen Ausgang des Krieges oberes Gesetz bleiben muß."_ Milch für Kinder und Mütter. Im Anschluß an die Bekanntmachung zur Regelung der Milchpreise und des Milchverbrauchs vom£ November 1915 wird vom Reichskanzler folgendes bestimmt: Kinder bis zum vollendeten zweiten Lebensjahre, so- weit sie nicht gestillt werden, und stillende Frauen sind mit einem Liter Milch. ältere Kinder mit einem halben Liter, Kranke mit der nach ärztlicher Bescheinigung erforder- lichen, in der Regel jedoch e i n Liter nicht übersteigenden Menge für den Tag zu berücksichtigen. Sofern die zur Verfügung stehende Milchmenge vorüber- gehend eine volle Versorgung nach dieser Bestimmung nicht gestattet, kann die Milchmenge für Kinder von mehr als zwei Jahren— und zwar nach dem höheren Lebensalter abgestuft— entsprechend herabgesetzt werden. Als Kinder im Sinne dieser Bestimmung gelten die im Jahre 1992 und später Geborenen. Die Fortschrittliche Volkspartei zur Teuerung. Auf dem Parteitag der Fortschrittlichen Volkspartei für Groß- Berlin hielt Abg. Fischbeck einen Vortrag über die Teuerung. In einer einstimmig angenommenen Resolution wurde u. a. zum SuS- druck gebracht: „Soweit auf einzelnen Gebieten notwendiger Bedürfnisse die Produktion im Jnlande und die Zufuhr von außen eine Einschränkung erfahren hat, darf bei dem mangelnden Ausgleich von Angebot und Nachfrage die Preisbildung nicht der willkürlichen Gestaltung des Marktes überlasse» und damit zum Mittel der Ausbeutung der Verbraucher gemacht werden. Die Preise für derartige Waren müssen durch allgemein gültige Ver- ordnungen nach oben begrenzt werden, und zwar sowohl bei der Abgabe vom Produzenten an den Handel, wie vom Handel an den Verbraucher. Dabei sind die gesteigerten Produktionskosten in ge- rechter Weise zu würdigen, in den Verhältnissen nicht begründete Zwischengewinne zu vermeiden, wie andererseits bei der Abmesiung der Spanne zwischen Erzeuger- und Kleinhandelspreise der vielfach schwierigen Lage des Handeis, insbesondere des Kleinhandels Rech- nung zu tragen ist." Die von der Reichsleitung bis jetzt getroffenen Maßnahmen wurden als geeignete Schritte im Sinne dieser Forderungen be- zeichnet._ Butterausfuhrverbot in Schweden. Wie»Dagens Nyheter' erfährt, beschloß der Staatsrat, daß da» Butterausfuhrverbot auch die als beste Qualität gezeichnete Butter umfassen soll, womit nunmehr jede Butterausfuhr aus Schweden verboten ist, soweit nicht besondere Ausfuhrerlaubnis erteilt wird._ Eine Massenpetition überbrachten etwa 399 Frauen dem Bürger- meister von Ohligs(Rheinland), worin sie bessere Versorgung mit Lebensmitteln und Erhöhung der Unterstützungen für Krieger- flauen forderten. Der Bürgermeister versprach, sein Möglichstes zu tun. Letzte Nachrichten. Meldting des türkischen Hauptquartiers. Konstautinopcl, 12. November.(W. T. B.) Das Haupt- quartier berichtet: Dank der neuen von unserer Flotte er- griffenen Schutzmaßnahmen ist das englische Unterseeboot£. 20 am 5. November in den Dardanellen zum Sinken gebracht worden. Drei Offiziere und sechs Matrosen der Besatzung sind gefangen genommen worden. Das erwähnte Unterseeboot, eines der modernsten der englischen Marine, hatte sich vor zwei Monaten in den Dardanellen gezeigt. Es ist 61 Meter lang, verdrängt 899 Tonnen und hat an der Oberfläche des Wassers eine Geschwindigkeit von neunzehn Meilen und unter Wasser eine solche von vierzehn Meilen. Es hat acht Torpedoans- schußrohre, zwei Schnellseuerkanonen und hatte eine Besatzung von 39 Mann. Jedesmal, wenn die Monitoren das Ufer des Solfes von Saros zu beschießen versuchten, brachte sie unsere Artillerie zum schweigen und zwang sie, sich zu entfernen. Bei Ana- farta und Kemikliliman zwang unsere Artillerie die feind- lichen Schiffe, die sich dort befanden, sich zu entfernen. Das ant 19. November in der genannten Bucht gestrandete Tor- podoboot ist vollständig gesunken. Bei An Bitrun und Kan- lisert zerstörten wir eine feindliche Boinbenwcrferstcllung. Bei Sodd ul Bahr fügte unsere Artillerie den feindlichen Truppen, die damit beschäftigt waren, Drahtverhaue vor dem linken Flügel zu errichten, ziemlich starke Verluste zu. Ein Kreuzer und zwei Monitore des Feindes nahmen bei Anasarta und Sedd ul Bahr, ohne eine Wirkung zu erzielen, an dem Feuer der Landtruppen teil. Sonst nichts von Bedeutung. Vom U-Bootkrieg. London, 12. November.(28. T. B.) Meldung deS Reulerschen Bureaus. Der britische Dampfer.Rhineland' ist versenkt worden. Ein Ueberlebender wurde gelandet. Gewerkschaftliches. die Lage öer deutschen Sauarbeiter. Aus Bcmarbeiterkreisen wird geschrieben:- Während ein großer Teil des gewerblichen- und industriellen Unternehmertums den Arbeitern aus Anlaß der außerordentlich starken Verteuerung aller Lebensmittel mehr oder weniger große Teuerungszulagen bewilligt hat, ist das im Baugewerbe bis jetzt nur in geringem Umfange geschehen. Tie Organisation der Bau- Unternehmer hat es bekanntlich nicht nur abgelehnt, mit den Ver- tretern der Arbeiterverbände über die Gewährung einer Teucrungs- zulage und über andere Hilfsmaßnahmen für die Arbeiter zu ver- handeln, sondern sie hat sogar den einzelnen Unternehmern die Äe- Währung von Teuerungszulageit durch Festsetzung von Äonventional- strafen verboten. Die Löhne der Bauarbeiter find infolgedessen im wesentlichen heute noch genau so niedrig wie vor dem Kriege; nur dort, wo nach dem Tarifvertrag die Stundenlöhne um einen oder zwei Pfennige erhöht worden sind, sind sie unwesentlich gestiegen. Die Bauarbeiter sind durch die Teuerung und das Verhalten des Arbeitgeberbundes für das Baugewerbe m eine schwere Notlage gekommen. Um öffentlich dartun zu können, wie groß diese Notlage ist, hat der Bauarbeiterverband kstrzlich im„Grimdstem" dargelegt, wie hoch die Löhne und die Lebensmittelpreise in ltü großen und mittleren Orten Teutschlands im Juli 191-1 waren und wie hoch sie im Juli 1913 gewesen sind. Bei' dieser Gelegenheit hat sich wieder gezeigt, daß die Löhne der Bauarbeiter schpn vor dem Kriege in den allermeisten Orten durchaus unzulänglich waren und zu einem guten und gesicherten Leben nirgends' ausreichten. Nirgends verdienten die Bauarbeiter vor dem Kriege so viel, daß sie sich mit ihren Familien eine Ernährung leisten konnten, wie sie dem deutschen Nkarinesoldaten geboten wird. Für die Ernäh- rung des Marinesoldaten sind wöchentlich folgende Lebens- und Genußmittel festgesetzt: 899 Gramni Rindfleisch, 739 Gramm Schweinefleisch, 890 Gramm Hammelfleisch, 159 Gramm Reis, 399 Gramm Bohnen, 399 Gramm Erbsen, 399 Gramm Weizenmehl,' 299 Gramm Bäck- vflaumen, 3999 Gramm Kartoffeln, 3239 Gramm Brot, 433 Gramm Butter, 349 Gramm Zucker, 196 Gramm Salz, 193 Gramm Kaffee, 21 Gramm Tee, 9,11 Liter Essig. Das Dreifache dieser Nahrungsmittel bezeichnet man als Standardration, das beißt, man nimmt an, daß eine Durchschnitts- familie von Mann, Frau und 2 Kindern mindestens das Dreifache dessen zum Leben haben müsse, was für den Marinesoldaten gerechnet wird. Nach Caltvers„Monatlichen Uebersichleu über die Lebensmittelpreise" kostete im Juli 1914 die Standardration im Durchschnitt 142 von der Aufstellung des Arbeiterverbandes er- faßten Orte 23,33 M. Durch Haushaltsrechnungen von Maurern ist festgestellt worden, daß der Maurer im Durchschnitt etwa die Hälfte seines Summerwochenlohnes für Nabrungsmittcl verhrau- chen kann, während er die andere Hälfte für Miete. Kleidung, Schuh- werk, Heizung, Steuern usw. ausgeben muß. Der Bauarbeiter- verband hat nun durch seine Erhebungen nachgewiesen, daß der halbe Sommerwochenlohn des Maurers schon' vor dem Kriege in keinem der 142 unter die Erhebung fallenden Orte ausgereicht hat, um das Dreifache dessen an Nahrungsmitteln� kaufen zu können, was auf den Marinesoldaten gerechnet wird. Mit anderen Worten: Nirgends in Deutschland hat vor dem Kriege her Maurerlohn aus- gereicht, um eine vierköpfige Familie so ernähren zu können, wie die deutschen Marinesoldaten ernährt werden. Der halbe Sommer- Wochenlohn blieb im Durchschnitt mit 17,29 M. üm 8,94 M. unter den Durchschnittspreis der Standardration. Am günstigsten waren die Verhältnisse noch in Hainburg, wo der Maurerlohn am höchsten ist. Tort bekam man für den halben Maurerwochenlohn 98,8 Proz. der standardrat ion. An zweiter Stelle stand Berlin mit 99,8 Proz. In allen anderen Orten waren die Verhältnisse ungünstiger, am ungünstigsten tn Schwetd- nitz, wo man für den halben Maurerwochenlohn nur 33)4 Proz. der Standardration bekam. Im Durchschnitt der 142 Orte bekam man 68,3 Proz.. also 31,7 Proz. weniger als zu einer Ernährung nach Art der Marinesoldaten erforderlich wäre. Noch viel nngünstiger waren die Verhältnisse schon vor dem Kriege für die Baichilssarbeiter, dchen Löbne erbeblich niedriger sind als die der Maurer. Der durchschnittliche Wochenlohn des Bauhilfsarbeiters betrug nur 27,76 M. Wollten' sich die Bau- Hilfsarbeiter mit ihren Familien so ernähren, wie die Marine- soldaten ernährt werden, so mußten sie schon vor dem Kriege ihren ganzen Wochenlohn bis auf einein Rest von 2,43 M. für Nahrungsmittel ausgeben. Selbst wenn sie nur so leben wollten. wie die'Maurer, wenn sie also 31,7 Proz. weniger Nahrungsmittel kauften, als sie hätten kaufen müssen, brauchten sie 62,3 Proz. des vollen Sommerwochenlohnes für Nahrung. Für alle anderen Aus- gaben blieb ihnen nur noch 37,7 Proz. des Lohnes übrig. Bis zum Juni dieses Jahres hatten sich die Verhältnisse für die Bauarbeiter ganz außerordentlich verschlechtert. In den elf Kriegsmonaten war der halbe Manrerwochenlohn durchschnittlich nur um 33 Pf.— 2 Proz.— gestiegen, während in der gleichen Zeit der Preis der Lebensmittel, die man vor dem Kriege für den halben Maurerwochenlohn bekam, um durchschnittlich 47,6 Proz. gestiegen war. Für seinen halben Maurerwochenlohn bekam jetzt der Rtaurer durchschnittlich nur noch 47,2 Proz. der Standard- ration, also weniger als die Hälfte dessen, was er nach dem Vor- bcld des Mawnesoldaten bekommen mußte.' In Hamburg, wo man elf Monate vorher'noch 98,8 Proz.- bekam, erhielt'man jetzt nur noch 64,4 Proz., in Berlin statt 99,8 Proz. noch 38,2 Proz. und in Oppeln bekam man sogar für den halben Mauverwochenlobn nur noch 33,4 Proz. der«landardration. Tort war- also die Summe, die� ein Plaurer fstr Nahrung ausgeben konnte, fast auf ein Drittel dessen gesunken, was er zu einer ausreichenden Ernährung hätte ausgeben müssen.— Für die Banhtlfsarbeiter waren die Verhält- wisse natürlich noch weit schlimmer. Ihr gesamter Sömmerwochen- lohn reichte jetzt bei weitem nicht mehr aus, um die Nahrungsmittel kaufen zu können, die sie nach dem Nahrungsmiiielvcrbrauch des Nlaxiilefoldaten hahen müßten. Selbst wenn der Bouhilfs- orbeiter nur die gleiche Nabrungsmittelmenge verbrauchte wie der Mastrer, so mußte er dafür 69,2 Proz. seines vollen Sommer- wockienlohnes ausgeben. Für andepe Ausgaben blieb kaum etwas übrig, ja, es gibt eine ganze Anzahl Orte, wo der gesamte Sommer- Wochenlohn des Bauhilfsarbeirers nicht einmal ausreicht, um das für den Maurer angesetzte Oirantum Nabrungsmitlel kaufen zu können. Ohwohl dieses Quantum um 31,7 Proz. Vinter der Standardratton zurückbleibt, müßt« z. B. der Bauhilfsarbeiter in Tilsit 117,9 Proz. seines vollen Sommerwochcnlohnes, also 17 Proz. mehr als er verdient, für NabrungKmittel ausgeben. Inzwischen sind die Leber,'"--�-'"'-eise ständig weiter gestiegen, io daß heute die Lage der Bauarbeiter einfach unerträglich ist. Nun kommi noch der Winter mit verkürzter Arbeitszeit und dem bäufig-en Aussetzen wegen der Wilterung. Da erhebt sich die Fxage: Was soll werden, wenn der Arbeitgeberbund auch den Winter über nicht von seinem Standpunkt abgeht? Der Tarif im Bau- gewerbe läuft noch bis Ende März, 1916. Die Arbeiterverbände halten sich an den Tarif gebunden; sie können Lohnbewegungen vor Ablauf des Tarifs nicht tn die Wege leiten. Wird man den einzelnen Arheitern zumuten können, bis dahin für einen Lohn zu arbeiten, der, gemessen an den dafür zu kaufwiden Lebens- Mitteln, nur noch halb oder weniger als balb so hoch ist wie vor dem Kriege? - Fast überall sind die Arbeiter, zuerst durch-die Vermittelung ihr« Orgänisätipnen und, als dies nicht zum Ziele führte, einzeln wegen Bewilligung von Teuerungszulagen an ihre Arbeitgeber herangetreten. Aber der Arbeitgeberbund zwingt seine Mitglieder durch Konventionalstrafen unter seinen antisozialen Willen; er bat die allermeisten llu ternehmer von der Bewilligung von Zulagen zurückgehalten. Die oben angeführten Zablen sollten auch dem, stArbeitgebepbstnd. zeigen, daß scinchÄellungnahmc nicht mehr länger aufrechtzuerhalten ist.__ deutsches Reich. Zu einer Weihnachtsgabe für die Kriegerfraucn hat der Vor- stand des Holzarbeitcr-Bcrbandes die summe von 399 999 M. aus VetbairdSmitteln bestimm:. Es soll jede Frau berücksichtigt wer- den, deren Mann zur Zeit der Auszahlung dem Heere angehört, lofern er vorher wenigstens 32 Wochen VerbandSinitglied war. Die bewilligte eoumme soll noch erhöbt werden durch Extrabeiträge» die von den Mstglietzern durch Vertauf von Äriegsmarken zu 39 und 23 Pf. ausgebrocht werden. Berbandsvorstand und Ausschuß des Tapezicrerverbandes haben beschlossen, den Frauen der bis zum 1. Dezember 1915 ein- gezogenen Mitglieder aus Anlaß des Weihnachtsfeftes bei einer Mitgliedschaft von 26— 51 Woeben eine einmalige Unterstützung von 3 M., bei einer Mitgliedscbast von 52 und mehr Wochen 19 M. zuzuwenden. Viele Orte besitzen gut fundierte Lolalfonds, aus denen eventuell die Zuwendung erhöht werden soll.' Kllslaaü. Em Tarifvertrag zwischen Konsumverein und Schuhmachern in Bern. Im Jahre 1913 wurde in Bern infolge einer Aussperrung der Schuhmachergehilfen durch ihre Meister eine Genossenschafts- Schuhmacherei gegründet, die im Herbst'1914 vom dortigen Konsum- verein übernommen wurde. Kürzlich ist nun für diesen seinen Gc- nossenscbaftsbetrleb vom Äonsumversin Bern mit dem Schweiz«- rifchen Lederarheiterverband ein Tarifvertrag abgeschlossen worden. Tie Miilimallöhne stehen 3 Frank über- dem artsüblichen Betrag. Es ist weiter eine jährliche Erhöhung von 1 Frank vro Woche vor- gesehen. Die Prämien für die Unfallversicherung bezahlt die Kon- sumgenossenschasl, an die Prämien der-Kranken- und Invaliden- Versicherung leistet sie% des Betrages. Ferien werden gewährt nach einer Dienstzeit von 1 bis 3 Jahren 1 Wocbc. nach 3 Jabren 2 Wochen und nach 29 Dienftjabren 3 Wocben. Bei Neueinstellun- gen cht der Arbeitsnachweis des Lederarbeiterverbandes zu be- nutzen. Der Vertrag gilt für die Dauer von 3 Jahren. Mus Inöustm und hanöel. Neue britische Anleihe in Amerika. Der„Daily Telegraph" vom 8. November meldet auf Grund einer Kabelnachricht aus New Jork: Wie aus einer sonst zuverlässigen Quelle verlautet, sind die Verhandlungen über die Eröffnung eines weiteren Kredits an England so weit gediehen, daß eine amtliche Mitteilung wahrscheinlich bäldigst erfolgen dürfte. Die Höhe der Anleihe wird hundert Millionen Dollar übersteigen. Der Kredit wird wahrscheinlich in Form von Drei- und Sechs-MonatSwcchseln und direkten Tarlehen der National- danken gewährt werden, die Sechs-Monatswechsel werden mit 4—3 Proz., kurzfristige niedriger verzinslich sein. Steigende Werte der Dampfschiffe. Wie der„Standard" vom ö. November berichtet, sind während der letzten zehn Tage sehr bemerkenswerte Preise für Dampiichisie erzielt worden, und man kann wohl sagen, daß der Markt mit jeder Woche um 3 Proz. steigt. Die folgenden Ziffern sin Pfd.©teil.) sind einige treffende Beispiele, die die Lage des Marktes am besten beleuchten: Dampfer„L'' Erbauungslosten 1903........ 48 000 Auktionspress 1904......... 32 500 Wprde jetzt verkaust für....... 90000 Dampfer„T"<1343 Registertonnen) Im letzten Juni verkauft für..... 18 300 Letzte Woche verkaust für...... 31 000 Dampfer„C"<3907 Registertonen) Bewertet 1909 mit......... 19 346 Ende Oktober verkauft für...... 60 000 Dampfer„D1-(4515 Registertonnen) Bewertet 1909 mit......... 23 320 Wurde im Oktober 1915 verkauft für.. 60 000 Verlustlisten. Die Verlustliste Nr. 378 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Infanterie usw.: Garbe: Garde-Reserve-Jägcr-Bataillon. Grenadier- bzw. Infanterie- bzw. Füsiliev-Regimenter Nr. 13(s. Ref.- Jnf.-Regt. Nr. 2331. 14, 16. 18. 29. 21. 22. 23, 73Feldart.-Regt. Nr. 6; Landwehr-Feldart.-Abt. Nr..3; Er- satz-Feldart.-Regll; 1. Futzart.-Regll; Futzarll-Batl. Nr. 19; Fuß- artillerie-Batterien Nr. 11, 301, 492; Reserve-Fußarll-Regt. Nr. 3; Landwehr-Futzart.-Batl. Nr. 2; Pionier-Regt.; 1. und 2. Pionier- Bataillon; Pionier-Kompagnien Nr. 20, 21; Flieger-Abteilungen Nr. 6, 8; Leichte Minenwerfer-Abt. Nr. 291; Leichter Festungs- «cheinwerfer-Zug Nr. 3; Rescrvc-Pionier-Batl. Nr. 2; Reserve- Pionier-Kompagnien Nr. 6, 17, 18; Reserve-Fernsprech-Ahll 1; 1. Lanidwehr-Pionicr-Komp. 2. Armeekorps; Armierungs-Bataillone Nr. 1, 2, 3; Pionier-Armee-Park 6; Militär-Eisenb.-Direktion II; Fuhrpark-Kolonne 1, 3. Armeekorps: Reserve-Fuhrpark-Kolonnc 1, 2; Etappen-Jnspektion 6; SanitätS-Komp. 3, 3. Armeekorps; Land- Wchr-Sanitäts-Kompagnie 3; Weitere Verluste. Berichtigungen früherer Verlustlisten. Ter Schluß der fach s i scheu Verlustliste Nr. 223 wird veröffentlicht, deren Jnbglt wir vorgestern njitteilten- Die württcmbergische Verlustliste Nx. 297 enthält Verluste des Reservc-Jnfantcrie-Regimenls Nr. 122. Berichtigungen früherer Verlustlisten. Dinier- Lllster Winter- Lleberzicher Winter-Zoppen ren» Jünglinge» Knabe» Niedrige preise! BaerEoh Sh-uff-eficaße 29—» ®r. Zrantwver®lr.20 11 ZtiUckenficaße 11 SchSn-b�Hsuptstf.ni Oskar Wollbnrg Berlin N, Brnnncnstr. 56 n.57. Xonfektlonsians f. Damen- n. Hädcben-BelLleidiing Bedeutende Preisermdßisuns ia a)l*a Tarb», mit laanr Sehofijaek», 36.- 45.50 57.- f* I 1_1_ ia ir*>ebraa«kToIItt«r V«T»rb»itaa« mit Paletots äss 16.» 28.«k- nm-, AMatt-, Metle b. Häotel ▼ornebmer Schnitfc, erprobte Qaalit&Um 26." 37" 49- 65.- Sladar- u. BaokfUob-Kleldar, Koatflma. Matal n»w. •iod gUicbfall« im Praiu bad.atead h*rab(«Mtii | Giosse Abteilung tüf Trauef-Bekleidung.| J PraUwaitsr A.itr.«haa- F.icber Paletot 10.50. Mantel 207». MW MM M mSTWM M m M M MM MM Hanken Sie von Kavalieren wenig getragene sowie im Versatz gewesene Jackett- und ftock- ■_-*•_| 51 A anoöse, Paletots, Ulster. Serie l: 10—18 dl., Serie II: 80—80 il, größtenteils auf Seide. AVHifinlBfl A MI■ I n■ V LÜH Lerver Eelegenbeitsbäuke in aeaer Zlakgarckerobe, enorm billig. Riesenposten Kleider, I II HB 1■HH||| II■lll�l■ H � rüi Kostüme, PIttschmäntel, auf Seide, jetzt nur SO 3» dl Große Posten Pelr- BM Hl II a■WH II I|l>111>1 I> III»!«N stolas in Skaaks..Härder,\ erz. Füchsen, jetzt aar 80—75 M. Große Hj W0 I II II II II» III III II I II I>>1111 �uswabl in Kerrea-Liehpelnea, GelegenbeitsKäuke in Daalea-, llelae- und �»'agea- I II Hl RJ! U il■■ U I I I Ii U I U I Ii ul II II<&> Pelsen. Eitra-Angebot in Lombard gewesener Teppiche, Gardinen, Portleren. Betten, HHl£/>»>> W> ML H V W»>> U»>» M» U» WM WM» Wüsche, Brillanten, Uhren und Goldss-aren zu enorm billigen Preis eu- , tttt— rr- Vorwärtsleser erhalten 10 0 0 extra, i-.■■. �etotuiw Rebaft.; Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil vera>ltw. TH. Glocke. Berlin. Druck u.'Verlaa: Vorwärts Luchdr.u. VerIagSanjlalt Paul Singer u. Co., Berlin Hierzu 2 Beilage» u. llnterhaltungSbl. Nr. 311. 32. Jahrgang Somlübklid. 13. Doembtt 1915. Krupp. Das erste Kriegsjahr hat, wie zu erwarten war, der Aktiengesellschaft Friedrich Krupp in Essen außer- gewöhnliche Gewinne gebracht. Ter FabrikationSüberschuß hat sich verdoppelt: er stieg von oti auf wehr als Uli Millionen Mark. Mit dem Gewinnertrag aus dem vorher- gehenden Jahre und verschiedenen Einnahmen erhöht sich der Bruttogewinn auf 128,26 Mill. Mark gegen 65,27 Will. Mark im Vorjahre. In diesen Zahlen, so hoch sie auch er- scheinen mögen, erschöpft sich indessen keineswegs der wirk- liche Gclvinn der Firma. Die Kosten für Neuanlagen, Erweiterungs- und Ergänzungsbautcn der fieberhaft init Hcereslicfenmgen beschäftigten Firma sind aus den laufenden Einnahmen bestritten worden, die von vornherein um diese Summe gekürzt erscheinen. Während der Fabrikations- Überschuß nur um 106 Proz. höher erscheint als im Vorjahre, teilt die Firma im Geschäftsbericht selbst mit, daß die Ab- lieferungen für deutsche Rechnung fast den ztveicinhalbfachcn Betrag des Gesamtabsatzes(im In- und Ausland) von 1913/1-1 erreicht haben. Etwa 156 Proz. der Mehreinnahmen sind also zu Neuanlagen, Abschreibungen usw. verwendet worden. Wenn sie auch jetzt nicht in dem Abschluß in Erscheinung treten, so dienen sie doch dazu, das Fundament des Unternehmens weiter zu stärken und größere Gewinne für die Zukunft sicherzustellen. Trotz der gewaltig gesteigerten Beschäftigung wuchsen die von der Firma zu zahlenden Steuern nur um ein Geringes an, von 9J56 auf 16,72 Millionen Mark. Auch die Ausgaben für Arbeikdrverficherung blieben gleich hoch(5,8 gegen 5,7 Millionen Mark). Nach einem weiteren Abzug von 15,89 Millionen Mark für„WohlfahrtsauSgaben"(i. V. 8,87 Millionen Mark) verblieb so ein buchmäßiger Reingewinn von 95,85 Millionen Mark, der mehr als doppelt so hoch ist wie im Vorjahr(10,83 Millionen Mark). Die Dividende, die im letzten Jahre 12 Proz. betrug, hätte also selbst nach diesem buchmäßigen Ausweis mehr als verdoppelt werden können. Aber die Familie Krupp verzichtete auS leicht einzusehenden Gründen darauf und blieb bei der alten Dividende von 12 Prozent, das heißt sie legte 25,8 Millionen Mark zurück. Da daS Aktienkapital im letzten Jahre von 186 auf 215 Millionen Mark erhöht worden ist, bedeuten die gleichen 12 Prozent immerhin eine Steigerung der Tividcndcnsummc von 21,6 auf 25,8 Millionen Mark, lieber die weitere Verteilung des Reingewinnes gibt folgende Tabelle Ausschluß: Reingewinn.... 05 850 053 16 836 558 gesetzliche Rücklage.... 4 328 286 1695 211 SonSemickiage..... 3 666 666 2 666 666 Dividende..... 25 866 666 21666 666 Pensionskasse...... 8 ÖÖÖ 606 l 606 660 Kriegsbeibilfen..... 5 666 666 3 666 066 Sonderabschreibungen... 5 666 666— LIrbciler-Wohnungen... 5 666 666— Invaliden- Stiftung.... 3 666 666— Kriegsrücklage..... 16 666 666— Kruvv- S tiftung.. 20 066660— Lstmarktn-Förbnang 5.. 3 766 666— ÄewtnnWrnlog.7,.".etwa 16 666 6.66 9 385 317 ."Neben 7,3 Mllliönöst Mark für Rücklagen, 5 Millionen Mark � für Sondcrabschrcibungen und 10 Millionen Mark Kriegsrücklagen ivendet die Firma etiva 36 Millionen Mark für Wohlfahrtszwecke auf. Welchem sozialen Zweck Pensions- lassen, Arbcitcrivohnungen und Jnvalidcnstiftuiig dienen, braucht hier nicht näher erläutert zu werden. Das ist in früheren Jahren zur Genüge erörtert Ivorden. Nur über eine neue Stiftung der Firma soll zunächst der Geschäftsbericht Krupps gehört werden: „Da aber die Familie die Absicht bat, in diesem KricgSjahre keine höhere Dividende als vor dem Kriege zu beziehen und den die vorjährige Dividende übersteigenden Betrag der KriegSsürsorge für die Allgemeinheit zuzuführen, so ist die Dividende auf zwölf Prozent wie im Vorjahr festgesetzt worden. Aus dem überschicszenden Belrage von 23,7 Millionen Mark wird im Anschluß an die„Natioiialstiflung für die Hinler- bliebenen der im Kriege Gefallenen" eine der Allgeuicinheit dienende Krupp-Stiftung errichtet lverden, die insbesondere zugunsten von linderreichen Familien gefallener oder schwer- beichädtgler Krieger dienen und mit einem Kapilat von 26 Mil- lionen Mark ausgestanet werden, lvährend der Restbetrag mit 3,7 Millionen Mark sonstigen Zwecken der Allgemeinen Kriegs- sürsorge, iiamemlich der Förderung der deulschen Ostmark zugewendet werden soll. Die Festsetzung der Satzungen der Krupp-Stiftung und der sonstigen näheren Bestimmungen über die Berwendung der für allgemeine'Zwecke zur Verfügung gestellten Beträge wird dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats im Einvernehmen mit den zu- ständigen Sielleii überlasieii." Danach ivill die Faiuilie Krupp 20 Millionen Mark für Stislungeil Veriveitden. die nicht nur ihren eigenen Angestellten zur Verfügung stehen wird. Diese Stiftung hätte bei uns größere Genugtuung ausgelöst, wenn nicht die geschäftige bürgerliche Presse sofort„vom allgemein menschlichen und sitt- lichen Standpunktc" aus ein sehr lautes Loblied auf das soziale Empfinden der Firma in die Welt hinausposaunen würde. Wir halten es nur für recht und billig, daß die Kriegsgewimie der Allgemeinheit zugute kommen und>v i r wünschten, daß gesetzliche Bestimmungen allgemein j e d c n Kriegsgewinn gemeinnützigen oder finanziellen Zwecken zuführen sollten. Wie wenig Anlaß vorliegt, die gemein- uützigcn Absichten des Kruppschen Unternehmens in den Vordergrund zu stellen, mag der Hinweis auf gewisse Vor- gänge in der neueren Geschichte dieser Firma anbellten. fiuo der Partei. Ein politischer Prozeß. Gegen die Genossen Eber lein und D r. Mcher sowie den Buchdrucker Wieg and ist Anklage erhoben worden Ivege» Ver- breiluiig von Flugschriften, durch welche zum Ungehorsam gegen die Gesetze aufgesordert und Ausreizung zum Klassenhaß verübt worden sein soll. Die beiden Genossen werden von den Nechlsaiiwälten Hugo Häase und Siegfried Weinberg verteidigt. aus der Partei ausgeschieden und wurde deshalb nicht wieder ans- gestellt. Eine Wählergruppe präsentierte ihn trotzdem und unter Führung des Bürgermeisterö kam auch seine Wahl zustande, lväh- rend unser Kandidat unterlag. Unsere übrigen Genossen wurden wiedergewählt.— Keine burgsriedliche Sladlperordnelenwahl wurde Donnersiag in O h l i g S(Kreis Solingen) in der dritten Wähler- klasse vollzogen. Infolge der gewerkschaftlichen Slreiiigkeilen im Bezirk der Solinger Stablwareniiidüslrie ivar einer unserer Stadt- verordneten aus der Partei ausgetreten und wurde zur Neuwahl nicht wieder vorgeschlagen. Seine Freunde präsentierlen ihn trotz- dem. er unterlag aber gegenüber unserem Vorschlag. Unsere übrigen Genossen lvurden ebenfalls wiedergewählt. Gesunöbeterprozeß. Im Prozeß lvege» fahrlässiger Tötung der Frau Butze und des Fräulein v. Arnould wurde gestern die Beweisaufnahme beendet. Heute beginnen die Plaidoyers. Eine Reihe mediziiiischer Sachverständiger begutachteten, Fräu- lein v, Arnould habe an Xlycosis fimgoidcs, einer sehr sellenen schweren JiiseklioiiSkrankheil geliueit. Das Leiden sei durch ärztliche Bebaiidlung zwar nicht sicher heilbar, aber es lärme eine wescnlliche Besserung erzielt werden. Durch Forlsetzung der ärztlichen Be- Handlung Halle das Leben der Patientin verlängert lverden können. Die Feriihalmiig fachmännischer Hilfe trotz der zahlreichen bös- artigen Wunden sei geradezu skandalös und verbrecherisch. Eine Reihe Elitlästungszeugeii sagen über angeblich gute Wir- kungen der Behandlung mittels der„christlichen Wissenschaft" aus. Ganz besonders ist von der Heilwirkung durch den Glauben ein Oberstleutnant Aeiitz'e(Hannover) über» zeugt. Als Bczirlskommandeur in Essen habe er sich eine schwere Erkrankung von Rippenfell», Brustfell- und Lungeneiitziiiiduiig zugezogen. Infolge dessen nahm er seinen Abschied. Er babc dann Sanatorien und ärztliche Hilfe nachgesucht. Vorübergehend sei auch Besserung eingetreten, aber keine Heilung. Im Gegenteil: ein aus dem Feldzug 76/71 herrührender Rheumatismus, Magen- und Atembeschwerden, Krampfadern und ein Blasenleiden haben ihn zu einem völligen Wrack gemacht. Da habe er sich an Frau Dr. Günther in Haimover gewendet. Diese und eifriges Selbststudium haben ihn gläubig gemacht. Er lebe jetzt in dem Bewußtsein, daß ihm nichls passieren könne. Jetzt sei er gesund. Ebenso seien sein Sohn und leine Tochter dmch die„christliche Wissenschaft" von einem Nervenleiden genesen. Er habe sich freiwillig als Zeuge gemeldet. Für die Scientisten fei Gott nur der Gott des Guten und der Liebe. Man müsse überzeugt werden. daß wir eins sind mit Gott, Geist von seinem Geist und daß die Materie eine tote Masse ist. Wer willig gläubig ist, der werde der Gnade Gottes teilhaftig. Der Vorsitzende stellte dem Zeugen folgendes vor: Sein Neffe habe im Felde cincn Niickenichllß erhalten Der Neffe glaubte an die Wiedergesimdlmg, die Mutter betete in- brünstig für ihren Sohn. Er starb aber doch. Glaube der Zeuge nicht, daß das Gebet einer Mutter so viel wert ist, als das Fern- beten einer Scientistin für 3 Mail. Der Zeuge gab eine aus- weichende Antwort dahin, daß wir das nie ergründen werden. Aehnlich anlworlet er aus die Fragen des Staatsanwalts, ob er glaube, daß ein auf dem Schlachtfeld schwer Verwundeter, der mil durchschossenem Kiefer hilflos daliegt, ohne Hilfe allein durch den Glanben gesund würde. Auf dieselbe Frage antwortet ein feldgrauer I n g e n i e u r, der an Gelbsucht durch seine Mutier, die eine Scientistin ist, geheilt sein will und ein entschiedener Anhänger der Scientistenlehre ist: „Wenn ich in diesem Zustande, da. liegen würde, würde ich mir klar mochrn, daß der indierielle.Körper 7 nicht. /der-Mensch ist.-ist) wurde keine Schmerzen enwfindeu, de im der Mensch� Gottes Kind, würde eben keine. Schmerzen haben."■ S t a a t 4 a n w.: Und glauben Sie,.daß der Kiefer wieder wachsen würde'/— Zeuge Ja, bei Gott ist kein Ding unmöglich; der Kiefer würde gewiß wieder soweit heilen, daß ich ihn benutzen kann.— Staats- anw.: Wenn Sie nun in den Krieg ziehen, glauben Sie denn, daß Sie als Scientist vor jeder Kugel beivahrt bleiben/— Zeuge: Wcim ich scientisch arbcilete, würde ich von einem llebel uichl erreicht lverden.— S t a a l s a» w.: Aiio Ihnen lanii»icblS passieren?— Zeuge: Ich weiß, daß viele Scieiiliste», die im Felde sleheu, bis jetzt wunderbar beschützt worden sind.— Vor s.: Denken Sie einmal an die Tromnielschlachten mit ihren Schrecknissen. Wenn nun alle Soldaten Scientisten wären, dann lvürde iiiemand gefallen sein.— Zeuge: Ich meine, dann würde es ü b e r h a u v t I e i n e u Krieg mehr geben. — Staatsanwalt Dr. Herbst: Nehmen Sie'»>al an: Sie sitzen, ohne daß Sie es wissen, auf einem großen Faß D y n a m i t:- da kommt der böse Feind und bringt das Faß zur Explosion— ivas geschieht dann mit Ihnen? Zeuge:' Ich glaube, daß ich gar nicht in eine solche Situation kommcu würde und wenn es doch geschieht, dann würde das Faß g a r n i ck t z u r E x p l o s i o n kommen. Eine große Reihe anderer Jeugen bekunden, nach ihrer Ansicht seien sie durch die„christliche Wissenschaft" geheilt. Als Krankhetten kommen in Frage: Beinleiden, Zuckerkiankheit, Ischias, Arterien Verkalkung. Ausschlag. Blutvergiftung, Hautkrankheiten, Unterleibs- leiden, Rllckgraisverkrümnmng, Leberleiden, Gallensteinleiden, Nervosität und— ein doppelseiliger Bruch. «tadtverordnetenwahleu. In der niederrheinischen Stadt H ö b i ch e r d, wo unsere Ge» noffen die Mehrheu besitzen, fanden am Donnerstag Stadtverordneten- Ivahlen statt. Dabei ging uns ein Mandat verloren. Der in einem Bezivk ausscheidende Stadtverordnete der zweiten Wählerklaffe war Ms Groß-Ssrlm. Kein Arzt—! Ein neuer Beitrag zur Frage der Arzt Hilfe für G c- b ä r e n d e ist das folgende BorkaminniS, das wir aus Berlin- Nord erfahren. Eine iin Hause Freienwalder Str. 22 wohnende Frau Stoebe, deren Mann im Mai dieses Jahres eingezogen wurde und sich jetzt mit einer Verwundung im Lazarett befindet, gebar am 27. Oktober ein Kind. In eine Entbindungsanstalt zu gehen, hatte sie abgelehnt, loeik sie ihren anderen Kindern, deren jüngstes 114 Jahre alt ist, nahe bleiben wollte. Die Geburt ging unter dem Beistand der im Morgengrauen herbeigerufenen Hebamme Frau Henselcit aus der Soldiner Straße am Vorniittag um?19 Uhr zunächst glücklich vonstatten, doch ergab sich nach voll- zogener Entbindung die Notivendigkeit eines Eingriffes, den die Hebamme nach den für Hebammen geltenden Lorschriftcn nicht selber vornehmen durfte. Ihre Versuche, einen Arzt zur Hilfe- lcistung zu veranlassen, blieben leider erfolglos, obwohl eS um die Zeit war, wo die iiicisten Aerzte eben erst ihren täglichen Rund- gang bei den Hauspatienten anzutreten Pflegen. Tie Angehörigen der Frau Stocke schildern uns mit Worten der Anerkennung, loclchc Mühe die Hebamme sich gegeben habe, für die Wöchnerin den notwendigen ärztlichen Beistand herbeizuschaffen. Bei ciiicm durch Vcrmittelung einer Nachbarin aiigerusenen Arzt in der Sol- dincr Straße sagte dessen Frau, er sei nicht mehr zu Hanse. Einanderer Arzt in der Badstraße bedauerte, er könne jetzt nicht ab- kommen, in seilte»! Wartezimmer säßen noch viele Patienten. Sonderbare Antworten soll die Hebamme erhalten haben, als sie den in der nahen Bellermannstraße wohnenden Arzt Dr. Rosen- berg, der zu der Zeit einen Arzt der Schönhauser Vorstadt in dessen Wohnung vertrat, aus Rat seiner Frau durch Telephon um Hilfeleistung- bat. lieber das Ergebnis ihrer Unterredung mit ihm berichtete sie den Angehörigen der Wöchnerin, Dr. Noscnbcrg habe fürs erste die Noievendigkeit des gewünschten ärztlichen Ein- girffs bczwetsclt und dann zu wissen verlangt, wer ihn bezahlen locrde und ob man auch die Kosien der Droschkenfahrt von der Schönhauser Vorstadt zum Gefundbrunncn ersetzen ioollc. Frau Henselcit habe ihn daraus hingewiesen-, daß es sich um eine Kricgerfrau handelle, die eine Bgwuntcrstützung aus der ReicM-- Wochenhilfe zu erwarten habe. Auch hier konnte sie der hilfsbedürftigen Wöchnerin und ihrer bei ihr lveilenden alten Mutter schließlich nur den Bescheid bringeii, tyis; die Bemühungen wieder keinen Erfolg gehabt hasten. Jetzt verzichtete die Hcbaimne auf weitere Versuche, einen privaten Arzt herbeizurufen, und setzte sich mit der Straßmannschen Frauenklinik in Verbindung, Von dort kam die Antwort, eS seien noch Betten frei, aber man: wolle die Wöchnerin nur aufnehmen, wenn Papiere von einer Krankenkasse oder von einer Armenkommissio» vorgelegt werden könnten. Da die Gefahr einer Verblutung borlag und keine Zeit verloren iverden durfte, wandte die Hebamme sich ineitcr an iue Universität c- Frauenklinik. Die Auskunft lautete, alle Betten seien besetzt, ein Versuch in der Charite werde empfohlen. Die Hebamme hielt für besser, es in dem vom Gesundbruuilen rascher zu erreichenden Virchow- Krankenhaus zu versuchen, rmd hier hatte sie endlich Erfolg und erhielt die Zusicherung sofortiger Aufnahme. In einem herbei- geholten Kraiikenlvage» der Firma Kopp— der Verband für erste Hilfe batte um diese Zeit keinen Wagen schicken können— liefcrie die Hebamme selber in der Mittagstunde die Wöchnevin samt dem Kind im Virchelw-KrankenhanS ab. Leider konnte Frau Stocke durck die ihr dort geleistete Hilfe nicht mehr gerettet werden: noch am Nachmittag starb sie. Ten Angehörigen wurde gesagt— nnd auch die Todesbescheiniaung lautete dahin—, daß es sich um Nach- geburtblutung gehandelt und Herzschwäche den Tod herbeigeführt habe. Die SonntagSvthe zu Weihnachten. DaS Polizeipräsidium teilt mit: Tomitagsruhc und Beschäftig, iiigszrik an den beiden letzten Sonn- tagen vor Weihnachten nnd an de» Weihnachtstagen 1915. A. Beschäftigung am.12. und 19. Dezember 1915: Für den Landespolizeibezirk Berlin, umfassend die Stadtkreise Berlin. Eharlottenbnrg. Berlin-Schöncbcrg. Neukölln. Berlin-Wi!- mer-sdorf und Berlin-Lichtenberg sowie für den Gemeindebezuk Berlin-Stralau wird folgendes bestimmt: l. Die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeiter-: im H a>, V e l S g c m e r b e ist in Abweiebung von der für die ge« wöhiilichen Sonntage festgesetzten Beichäfligungszeit mit Ausnahme der im Zeillingshandel, im Noheishandel, im Brennmalerialic,!- Handel sowie in den Bank-, Weck, sei-»nd Lottcriegeschäften bc- ichänigten Angestellten, für welche die Beschäftigungszeit wie an den gewöhnlichen Sonntagen gilt, wie fcklgt gestatlet: Am 12. liiid 19. Dezember 1915 allg einer n für daS HandelSgeioerbe: von 8—16 Uhr vormittags und vow 12—8 Uhr nachmittags. 2. Der Handel mit Milch, mit KonÄlorwaren. mit Fleisch und Wurst sowie mit Yorkostwaren ist außerdem au den genannien zivei Sonntagen schon vor Beginn der allgemeilten VerkansSzert von 5 Uhr morgens an zulässtg. Der Handel mit Backwaren ist zufolge Anordnung des Ober» kommandos in den Marken vom 13. Januar d. I. erst von 6 Uhr morgens an, der Zeitimgshandxl nur bis 3 Uhr nachmittags, mit 'Ä n.S s'chlü ß'der-HaiPchvlicsdieiisstmuie, zirlaisig.... IZ. Besch äfft. ig ung am �Woihuachtstzag: -•■ Im Hau de ltz g e iv erbe äst w,!! er st e n Weihnacht«. läge cw Beschäfiiguiig voi; Gehilseii..Lehrlingen uufc Acbettern verboten.■ A u s li. a h m e ir hiervon werden, jedoch folgende zugplaffen: 1. In den Zeitungsspedi. lionen:� von 1—$ Uhr vormittags und, soweit der Gewerbebetrieb im offenen Verkaufsstelle» stallfiiidct: 2. im M i l ch h a n d e l: von 5—16 Uhr bormittagS und von 12—2 iiachinittagS: 3. im Handel mit Konditorwaren und Konfitüren, mit Fleisch n nd Wurst, s o wie mit V or ksst- waren und RoheiS: von 5 bis 16 Uhr vormiltags»: 4. im Handel mit Backwaren zufolge Anordnung des Oberkommandos in den Marken vom 13. Januar d. I. von 6 bis 16 Uhr vormittags;■ 5. im Handel mit Kolonial ivaren, mit Tabak u ii d Z> g a r r e n, m i t Bier und Wein: von 8 bis 16 Uhr vormittags. L. Z u g l e i ch>v i r d hiermit noch auf folgendes h i n g e>v i e s c n: 1. Am 1. WeihnachtStage ist ferner gestattet die Beschäftigung von Gehilfe». Lehrlingen und Arbeilern: 1. im Blum en Handel, nach den bestehenden Vorschriftei,, von 9 bis 16 Uhr vormittags lind von 12 bis 2 Uhr nachmittags: 2. a) i m a m b u l a n i e n M i I ch h a n d e l, b) in Molke- reien zum Zwecke der Versorgung der Kundschaft mil Mollerei- produkie» wie an den übrigen Sonn- und Festtagen von 4 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags ohne Unterbrechung durch die Haupt- gotlesdicnstpäuse. 3. im Gewerbebetriebe der Bierbrauereien und Eisfabriken lvährend derselben Stunden, während deren nach dem obigen ein Handel mil RoheiS und mit Bier in offenen Ver» kaufsstellen zugelassen ist. 11. Am 2. WeihnacktSfeiertage finden die allgemeinen Vor- schrifteii über die Soniitagsrnde im Handclsgewerbe Anwendung, lvie sie an den gewöhnlichen Sonntagen gelten. Höchstpreis für Milch in Grost-Berlin. Der Magistrat teilt mit: Die Groß-Berliner Gemeinden haben sich dahin schlüisig gemacht, den Höchstpreis für Vollmilch im Klein- verkauf ab Laden oder Wagen auf.36 Pj. für das Liter festzusetzen. Der Erlaß einer Verordiiiing steht nach der Genehmigung seitens der Aufsichtsbehörde unmittelbar bevor: der KleinhandelS-Höchst- preis von 36 Pf. soll bereits vom 15. November ab in Wirksamkeit treten. Die Festsetzung eines niedrigeren Kleinhandels-Höchsl« Preises ist nicht möglich, so lange nicht ein Erzcuger-HöchstprciZ fest- gesetzt ist._ Tic Festsetzung der Schweinefleischpreise. Es wird berichtet, daß infolge Fehlens von Preisfestsetzungen für die Engrosschlächter letztere gestern so hohe Preise von den Ladenschlächterii forderten, daß diese den Kauf ablehnten und heute an vielen Stellen Schweinefleisch nicht zu haben sein dürfte. ES wirb hoffentlich miL einige Tage daliern, bis die Preisgrcnzen richlig gezogen sind, wie der Magistrat dieS angekündigt hat. Einstellung des städtischen Gefrierfleischverkaufs. Vom Borliiier Magistrat wird mitgeteilt, daß der städtische Gefriersleifchverkauf vom heutigen Sonnabend ab vorüber- gehend eingestellt tvird.._ Arbeit in offenen Berkaufsstellen. Das Polizeipräsidium teilt uiit: Es ivird hiermit erneut zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß gemäß der Bekanntmachung Rmr 9. Syjemfiet 1914 für üen Rcst be? �aljrr?'1915 im Crll* polizeibezir? Berlin itc Bestimmungen des§ 139 c der Gewerbeordnung über die den Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern in offenen Verkaufsstellen und den dazu gehörigen Schreibstuben (Kontoren) und Lagerräumen zu gewährende Mindestruhezeit und Mittagspause für folgende Tage des Jahres 1915 außer Anwen- düng geseht sind: 1. Bei den Blumenhandlungen für den 16., 18. bis 20. November, 23. und 31. Dezember 1915.— 2. Bei den Spiclwarenhandlungen für den 4., 6. bis 11., 13. bis 18., 20. bis 23. Dezember 1915.— 3. Bei den Büchhandlungen für den 13. bis 18., 20. bis 23. Dezember 1915.— 4. Bei allen übrigen offenen Verkaufsstellen für den 17.. 18., 20. bis 23. Dezember 1915. Abgesehen von dem für alle Sonnabende bestehenden Neunubr- ladenschluß dürfen außerdem im Ortspolizeibezirk Berlin im Jahre 1915 alle offenen Verkaufsstellen vom 20. bis 23. Dezember 1915 für den geschäftlichen Verkehr bis 9 Uhr abends geöffnet sein. Die Bcrhandlnng eines großen BctnigsprozcsseS beginnt am nächsten Montag, den 15. d. M.. vor der zweiten Strafkammer des königl. Landgerichts I, Berlin. Sie richtet sich gegen den Kaufmann Artur Jakobi und Genossen, und es sind für sie etwa 14 Tage in Ausgesicht genommen. ES handelt sich um umfangreiche Betrügereien die im vergangenen Winter in der Geschäftswelt großes Aufsehen erregten. Einzelne Lieferanten werden des Versuchs beschuldigt, große Lieserungsverträge zu unlauteren Machenschaften auszu- nutzen. Verhaftungen wurden in Berlin, Mimchen und anderen Großstädten vorgenommen. Aus allen diesen Städten werden Be- schuldigte, Zeugen und Sachverständige vor dem hiesigen Gericht er- scheinen. Schwindler. Die Vorzimmer der Aerzte macht wieder ein Dieb unsicher. Er stiehlt aus diesen Zimmern oder auch von den Fluren, was ihm mitnehmenswert erscheint, sobald er Gelegenhnit dazu findet. Augenscheinlich kommt er nur zu diesem Zweck während der Sprechstunden der Aerzte. Erst gestern erbeutete er vom Flur eines ArzteS im Westen der Stadt eine PelzauSstattung, die aus Muff und Schulterkragen besteht. Der Dieb ist etwa 35 Jahre alt. schlank und hager und hat einen Spitzbart.— Auf Geistliche hat es ein Sammel- schwindler abgesehen, der mit einer gefälschten Liste umher gebt. Der mittelgroße schlanke Mann, der durch ein gelblich fahles Gesicht auf- fällt, tritt sehr sicher auf und erzählt, daß er für das Reservelazarett .Schützenpark" bei Prenzlau samnile. In Wirklichkeit sammelt er nur für seine eigene Tasche. Denn die Unterschrift der Liste, Dr. Zernick, ist gefälscht. Man wird gut tun, den Schwindler, wenn er wieder vorspricht, gleich festnehmen zu lassen. Vom Handel ausgeschlossen. Da? Polizeipräsidium teilt mit: Auf Grund der Bundesrats- Verordnung vom 23. September 1915, betreffend Fernhaliung unzu- verlässtger Personen vom Handel in Verbindung mit Ziffer 1 der Ausführungsbestimmungen des Herrn Ministers für Handel und Ge- werbe vom 27. September 1915 hat der Polizeipräsident in Berlin den Eheleuten Ewald und Ernestine Schimpfkäse, hier, Waldemar- straße 63, den Handel mit Petroleum wegen Unzuverlässigkeit in- bezug auf diesen Handelsbetrieb untersagt. Eichung der Binnenschiffe im Kriege. Die Eichung dar Binnenichifie kann infolge des Krieges nicht immer rechtzeitig erfolgen. Um solche Schiffer Vor Nachteilen zu bewahren, sind besondere Bestimmungen getroffen worden. Die ab- gelaufene Gültigkeitsdauer des Eichscheins wird bis zur Wieder- aufnähme der Schiffahrt ausgedehnt, wenn die Schiffahrt still liegt, wegen Einberufung der Besatzung oder eines Teiles der Besatzung, wegen sonstiger Unmöglichkeit ausreichender Bemannung oder wegen mangelnder Beschäftigung. Die Eichprüfung ist in dieien Fällen vor dem Antritt der ersten Sckiffsreise zu bewirken. Ausnahmsweise soll die Gültigkeit des alten Eichscheins noch bis nach Beendigung dieser ersten Reise dauern, wenn sich keine Schiffseichbehörde an dem Ort befindet, an dem das Schiff stillgelegen hat, oder an dem die Einnahme der Ladung erfolgt. Es gilt dies auch dann, wenn das Aufsuchen der Behörde für den Schiffer mit erheblichen Opfern an Zeit und Geld verknüpft sein würde. Wer find die Toten? Aus dem Westhasen gelandet wurde gestern bei der Schleusenbrücke an der Seestraße ein unbekannler Mann von etwa 25— 30 Jahren. Der Tote ist schlank gebaut, hol einen Schnurr- bart und trug einen dunklen Anzug und einen weißen Stehkragen. — Am Kupfergraben fand man die Leiche einer unbekannten Frau von etwa 30 Jahren. Die Ertrunkene ist mittelgroß und blond, hat ein rundes Gesicht und trug eine blau-weiß gepunkle Bluse, einen schwarzen Rock und schwarze Strümpfe, einen schwarzen Gürtel mit gelber Schnalle, einen grauen Ulster, schwarze hohe Knöpfstiefel und goldene Ohrringe mit drei kleinen Steinen. Sie hat wohl kaum länger als acht Tage im Wasser gelegen. Im Palast-Theater am Zoo unterhält Otto R e u t t e r das Publikum in der angenehmsten Weise. Aus seinem reichen Couplet- Vorrat holt er unermüdlich Schlager um Schlager, die Hände auf den Bauch, mir den Augen listig zwinkernd. Ihm sekundiert Robert St ei dl. der als Feldgrauer seme Scherze treibt. Eine hübsche musikalische Produklion bringt die Familie Adelmann, die mit ihren 14 kessellosen Pauken einzig in ihrer Art ist. Der bekannte Rechen- künstler Emanuel Steiner balanciert mit drei-, vier- bis zehnstelligen Zahlen, daß es nur so eine Art hat. Der Männerchor„Fichte-Georginia 1879" veranstaltet heute in der Kgl. Hochschule für Musik, Cdarlottenburg, ein Konzert unter Mitwirkung der Konzertsängerin Anna Reichner-Feiten iowie des Organisten Arnold Dreher von der Georgenkirche. Der Ueberschuß des Konzerts ist für die Familien der im Felde stehenden Mitglieder bestimmt. Ein Schauturne» der Frauenabtcilungcn des Turnvereins Fichte findet am Sonnlag, den 14 November, nachmittags von Vs4 bis i/jö Uhr, in der städtischen Turnhalle, Gormannstr. 4, statt. Das turnerische Programm umsaßt Kürturnen, allgemeine Stabübungen, Riegenturnen. Sondervorführungen, humoristischer Wettlauf und Spiele. Alle Frauen und Mädchen der arbeilenden Klasse, denen daran gelegen ist ihren Körper durch systemalische Uebung und An- leitung für den Daseinskampf wehrhaft zu machen, sind herzlich ein- geladen._ f{m öen Gemeinden. Milchkartenverteilung in Schöneberg. Durch Vermittelung der Hausbesitzer find allen Schöneberger Haushaltungen im Laufe der Woche für ihre feit dem Jahre 1902 geborenen Kinder die Milchkarten zugegangen. Wer trotz Nachfrage bei seinem Hauswirt für seine Kinder noch keine Milchkarten er- halten hat, bekommt sie nach Vorlegung der polizkilichen Anmeldung oder sonstigen Ausweise über das Lebensalter der Kinder bei seiner Brotkommlssion, die zu diesem Zwecke in dieser Woche nicht nur am Sonnabend zwischen 5 und 7 Uhr, sondern auch Sonntag zwischen 12 und 1 Uhr Dienst hat. Gemeindevertreterwahl in Tempelhof. Eine Neuwahl zur Gemeindevertretung mackt sich im vierten Gemeindewahlbezirk der dritten Wählerklasse nötig. Bekanntlich würde im Jahre 1914 die in diesem Bezirk vorgenommene Wahl des Genoffen OSkar Ewald von der Gemeindevertretung für ungültig erklärt. Die gegen diesen Beschluß beim Kreisausschuß angestrengte Klage wurde zu Ewalds Gunsten entschieden. Hier- gegen legte die Gemeindevertretung Berufung beim Bezirksausschuß «w. der den Entscheid des Kreisausschusses aufhob. Die vom Kläger beabsichtigte Revision beim Oberberwaltungsgericht wurde durch ein Versehen des klägerischen Rechtsanwalts vereitell, so daß das Urteil rechtskräftig wurde und eine Neuwahl vorgenommen werden»ruß. Da die Wahl in nächster Zeil stattfinden soll und die Gegner an- geblich vom Burgfrieden nichts wissen wollen, so ist es doppelte Pflicht unserer Parteigenossen recht bald die Vorarbeiten zur Wahl zu erledigen, um vor Ueberraschungen sicher zu sein. Lebensmittelverkauf in Neukölln. Tie Stadt hat gegenwärtig 12 verschiedene Verkaufsstellen ein- gerichtet und zwar 5 Verkaufsstellen für Kartoffeln und Heringe in der Nogatsir. 12, Jansaslr. 4, Richardstr. Ol, Wildenbruchstr. 87, Steinmetzstr. 12� 5 Stellen für Fleisch, Gemüse, Eier in der Richard- straße 61, Pannierstr. 58, Warthcstr. 8, Steinmetzstr. 12, Hermann- straße 22. Petroleum wird in der Hauptfeuerwache in der Erkstraße abgegeben. Eine Verkaufsstelle für Engrosvcrkauf von Kartoffeln ist in der Lahnstraße ani Oberhafen eröffnet. Die Preise flir die einzelnen Verkaufsgegenstände betragen zurzeit für den Zentner Kartoffeln 3,25 M., für 10 Pfund Kartoffeln 0,35 M.. sür Isländer Hering Stück 0,25 M., Holländer Vollhering 0,18 M.. Hochsec- f u l l s 0,15 M., 1 Büchse Rindfleisch kostet 1,30 M.. Miichfleisch 1,40 M., Schweinefleisch 1,45 M., 1 Pfund Weißkohl wird mit 7 Pf., Wirsingkohl mit 10 Pf. und Kohlrüben mit 6 Pf. verkaust. Frische Eier werden das Srück sür 17 Pf., Knickeier sür 15 Pf. verkauft. Heringe werden sür den Tag und sür Familie höchstens 10 Stück abgegeben. Eier höchstens 15 Stück. Aus der Gemeindevertretung Reinickendorf. Eine Erhöhung der Existenzmindestsätze für die Familien der Kriegsteilnehmer beschloß die Gemeindevertretung in ihrer letzten Sitzung. Diese Mindestsätze sind maßgebend für die zu gewährenden Mieteunterstützungen. Die bisherigen Sätze sind durchweg um zehn Mark erhöht worden. Außerdem soll künftig ein etwaiger Arbeits- verdienst bis zu zehn Mark im Monat nicht in Anreckrnung kommen, ein darüber hinausgehender Betrag nur bis zur Hälfte. Während eines etwaigen Urlaubs eines im Felde Stehenden soll den Familien derselben im Bedarfssalle eine Beihilfe von 1 Mark für jeden Urlaubstag gewährt werden.— Zwecks Herstellung eines Industriegleises im Anschluß an die Kremmener Bahn zwischen Bahnhof Eichbornstraße und Güterbahnhof Reinickendorf— Kremmener Bahnhof, will die Gemeinde mit beteiligten Industriellen und Anliegern eine Gesellschaft begründen, die die Anlage errichten und betreiben soll. Die erforderlichen Grundstücke werden von den Anliegern in die Gesellschaft ein- gebracht und von den Industriellen das zur Anlage erforderliche Barkapital. Die Gemeinde übernimml nach Fertigstellung der An- läge als Treuhänderin sämtliche Anteile und die Belriebsführung. Die Gebühren werden so bemessen, daß die Verwaltungskosten, eine fünf- prozenlige Verzinsung des Anlagekapitals und die zur Ansammlung eines Amortisationsfonds erforderlichen Beträge davon gedeckt werden. Die Gemeinde will versuchen, durch Ausdehnung der Anlage einen Privat-Güierbahnhof in Reinickendorf-West zu schaffen. Einer Reibe von zum Heere einberufenen Pächtern von Gememdeländereien(Mit- glieder einer Laubcnkoloniegenosscnschaft) werden die zu zahlenden Pachlbelräge erlassen. Die Frage der Ueberlaffung von Schul- räumen für Heereszwecke führt nach längerer Diskussion zu keiner Beschlußfassung._ Kohlenliefcrungen iu Adlershof. Frauen von Kriegsteilnehmern und sonstige Bedürftige, die von der Gemeinde noch keine Preßkohlen bekommen haben, können sich vom 15. bis 20. November werktäglich in der Zeit von 9 bis 12 Uhr im Gemeindeamt, Bismarckstr. 1, Zimmer 1, melden. Preis 100 Stück 90 Pf._ Soziales. Unterstützung der Kriegcrfamilien. Auf Einladung des Staatssekretärs des Innern fand am 11. November 1915 vormittags im Reichstagsgebäude eine Besprechung über die Handhabung des Gesetzes, betref- send die Unterstützung von Familien in den Dienst einge- tretener Mannschaften vom 28. 2. 88/4. 8. 14 zwischen den Vertretern der Reichsbehörden und der sämtlichen Bundes- regierungen statt. An diese Besprechung schloß sich nach- mittags um 5 Uhr eine weitere Verhandlung an, zu der außerdem der deutsche Städtetag. der Reichsverbaud deut- scher Städte, der Verband der größeren Landgemeinden, der Kriegsausschuß der deutschen Industrie, der Bund der Land- Wirte, sowie die Gewerkschaften aller Richtungen Einladun- gen erhalten hatten. Ministerialdirektor Lewald teilte mit, daß in Aussicht genommen sei, unter Fortfall der bis- herigen Beschränkungen die Familienunterstützungen in Zu- kunft auch den Angehörigen sämtlicheraktiven Mann- schaften zu gewähren. Die eingehenden Mitteilungen, die über die Durchfüh- rung des Gesetzes in zahlreichen städtischen und ländlichen Lieferungsverbänden von den hierbei tätigen Herren gemacht wurden, führten zu einem Austausche von Erfahrungen, der hoffentlich mit zu dem Ziele beitragen wird, die vielfachen Mängel und Ungleichheiten zum Wohle unserer Krieger- familien zu beheben. Allerdings wird ohne Einräumung des Rechtsweges und Ersetzung des Begriffs„Bedürftigkeit" durch Umschreibungen, wie wir sie wiederholt angeregt haben, die Quelle für das Versagen von Hilfe und ausreichender Hille an den Stellen, wo sie dringend nottut, nicht verstopft werden. Gerichtszeitung. Schlechte Sitten Berliner Viehkommissionäre. Das Reichsgericht hat am 19. d. M. ein Vorgehen des Vereins der Berliner Viehkommissionäre gegen die Berliner Schlächtermeister in Uebercinstimmung mit den Vorinstanzen für gegen die guten Sitten verstoßend erachtet und deshalb eine Klage des Vereins auf Vertragsstrafen abgewiesen. Zwischen dem Verein der Berliner Viehkommis- s i o n ä r e E. V. in Berlin und der Berliner Vieh- kom Mission-- und Wechselbank, einer Gesellschafts- bildung der Schlächtermeister, hatten schon vor Ausbruch des Krieges öfter Verhandlungen stattgefunden, die bezweckten, die übliche für die Schlächtermeister bestehende Kreditfrist von 16 Tagen auf 8 Tage herabzusetzen, jedoch immer ohne Erfolg. Am 8. August 1914, bald nach Ausbruch des Krieges, hatte der Vorstand des Vereins der Berliner Viehkommissionäre wieder VerHand- langen angestrebt, damit rechnend, daß nach der nunmehr erfolgUn Einziehung vieler Schlächtermeister zum Heere die Witwen der Schlächtermeister und ihre Vertreter eber seinen Vorschlägen ge- neigt sein werden. Auf Grund dieser Vorverhandlungen kam am 11. August 1914 tatsächlich ein Vertrag zustande, der die den Schlächtermeistern zu getoährcnde K r c d i t s r i st fortan auf acht Tage festsetzte. Weiter war in dem Vertrage bestimmt, daß jedes Ausbleiben der Zahlung am Fälligkeitstage den, Verein der Viehkonunissionäre zu melden sei; sobald dieser Fall eintrete, sollten die Finnen an den betreffenden Schlächter s o lange kein Vieh verkaufen dürfen, bis der Direktor der Viehkommissionsbank davon Mitteilung gemacht hat, daß der Schlächter seiner Verpflichtung nachgekommen ist. lieber die Tauer des Abkommens war bestimmt, daß es mindestens so lange be- stehen sollte, bis die Handelskammer die achttägige Zahlungsfrist als das Bestehen eines Handelsbrauchs begutachten würde. Wer schon am 14. Sehkember 1914 Hai die Viehkonimissionsbank diesen Vertrag gekündigt, nachdem sie sich in neun Fällen nicht an das Abkommen gehalten hatte. Darauf hat der Verein der Berliner Biehkommissionäre gegen die Berliner Viehkommissions- und Wechselbank Klage aus Zahlung von 4500 M. Vertragsstrasc er- bobe». unter Zugrundelegung der im Vertrage festgesetzten«träfe von 500 M. für jeden Fall der Vertragsverletzung. Das Landgericht und das Kammergericht zu Berlin haben die Klage abgc- wiesen, weil das Vorgehen des Vereins der Viehkommissionäre gegen die guten Sitten verstößt. Das Reichsgericht hat die Ab- Weisung bestätigt und in den Gründen ausgeführt: Dein Kammer- gericht ist darin beizustimmen, daß die A b s ch l i e ß u n g dieses Gesellschaftsvertragc- einen Verstoß gegen die guten Sitten darstellt. Natürlich liegt in der Abkürzung einer Kreditfrist an sich noch kein Sittenvcrstoß; die im Verein der Kommissionäre zusammengeschlossenen Kläger durften ihr Ziel jedoch nicht durch Mittel zu erreichen suchen, die unlauter sind. Das ist hier aber geschehen, indem sie, wie das Kammer- gericht festgestellt hat, die wirtschaftlichen Schwierig- keiten, die unmittelbar nach dem Kriegsausbruch ent- standen waren, benutzten, um das zu erreichen, was sie im Frieden nicht erreicht hatten— nämlich die ganz bedeutende Abkürzung der Kreditfristen._ Mus aller Welt. Eins, zwei, drei... Ein erschütierndes Erlebnis hatte dieser Tage eine Frau in einem Zuge zwischen Bremen und Oldenburg. In dem Abteil, in das sie einstieg, saßen bereits ein paar junge Mädchen, und ein Mann in Begleitung einer Frau stiegen noch ein. Diese Frau saß nicht lange, dann begann sie langsam an den Fingern zu zählen:„Eins, zwei, drei," und wiederholte das in furzen Zwischenräumen iinmer wieder. Die jungen Mädchen kicherten und machlen untereinander ihre Bemerkungen über das sonderbare Gebaren der Frau, so oft diese ihre Finger vornahm obgleich sie sich schließ« lich wohl hätten sagen können, daß da etwas nicht seine Nichtig- keit hatte. Dem Begleiter der Frau ward es schließlich zu viel und er fuhr die jungen Dinger an:„Sie werden Ihr dummes Lachen ja wohl lassen, wenn ich Ihnen sage, daß meine Frau drei Söhne im Felde verloren hat. Ich bringe sie in eine Anstalt." Da ward es entsetzlich still in dem Abteil.... Eine Spende von LöllOO Mark. Der„Freien Presse", unserem Parteiorgan für Elberfeld« Barmen sind, wie im vorigen Jahre schon, auch Heuer wieder 25 000 M. zur Verfügung gestellt worden, womit bedüritigen Frauen und Kindern der im Felde stehenden oder gefallenen Krieger aus Barmen eine Weihnachtssreude bereitet werden soll. Die Spende stammt, wie die vorjährige, von Herrn Joh. Kaspar Engels und seinen Gesellschaftern von der Firma Robert Ziem u. Co. in Barmen. Sie soll ohne Berücksichtigung irgendwelcher Pariei- zugehörigkeit oder des religiösen Bekenntnisses verteilt werden. Im vorigen Jahr konnien rund 2500 bedürftige Familien aus der aller- dings noch größeren Zahl von Anmeldungen mit Zuwendung aus der Spende erfreut werden. In diesem Jahr wird die Zahl der Anmeldungen vermutlich weit höher sein. Jugenöveranstaltungen. Grotz-Lichtcrfelde, Lankwitz. Sonntag, den 14. November, nach- mittags 4 Uhr, bei Wahrendors, Hindenburgoamm 104: Unterhaltungs- abend der Arbeiterjugend. Für reichhaltiges Programm ist Sorge ge- tragen. Eintritt frei, Programm 10 Pf. Märkische Spiel, Bereinigung. Bezirk Grotz-Berltn. Am Sonntag, den 14. November, fmden folgende Sviele der 1. Klasse statt: Weiszensce— R. B. C. Fichte IV— Nummelsburg. Fichte XVII— Velten. Eiche, Tegel— Lichtenberg. Schönebcrg— Oberspree. Fichte 111— Eiche, Köpenick. Fichte IX— Fichte Vll. Frisch-Frei— Fichte XVIII. Sparta— Eintracht._ Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter |B 1,,— HAmAN EiiiifllaN Kostüme. Eflcke, Blusen. Ulster, uamen- KiOuÖII Mantel In Tuch, Samt, Astrnchan In grosser Auswahl EntzUcllccde Neuheiten am Lager Pelzwaren in jeder Preislage Herren-Anzüge, Paletots und Ulster Knaben- n. Kädchen-Garderobe für Jedes Alter M. BeSser9 Lothringer Str. 67 Sonn'ags von 13—2 Uhr gcdKnet Plüscismäntol. •cht« Seal- n. Seidenplüschmäntel, lang.{ halblang u. kurij ßiatt u. Blusenform( "Wottplöisch u. Krimmermantel, auf bestem\ Futter mit waimer Einlage, lang u- halblg;. f Astiachanmäntei, entzückende Stucke,( gl»U u. Blusenform| Ulster, lang;, noch für 12�/,(später big 25.—) mit Sealplüüchkraoen bei eiligem Einkauf 15.— 20.— 26.— 33.— binnen kuizem 25.— 36.— 42.— 65.— Auswahlen nach aoaserbalb gegen kleine Anzahlung:. Sonnta; Umtausch gestattet. L BTohrenstr. 37a (Kolonnaien). bei eiligem Einkauf 62.—, 89.—, 196.— binnen turzera 65.—, 310.—, 14(1— bei eiligem Einkauf 45—, 68.—, 85.— binnen kurzem 66.—, 90—, IzO.— bei eiligem Einkauf 33.—, 44.—, 59.— binnem kurzem 48.—, 60.—, 80.— iür M. 20.— prachtvolle UummirnRn�vl ,„ 15.— gediegene Lodenmäntel „„ 10.— praktische Lodenpelerinen , ,36.- leine Samtkleider ,, 27.— wasserdichte Lodenkostüme ,, 15.— fesche Modellröcko Starke 12—2 gooffnefc. Figuren finden Passende» ha allen Abteilungen. IL Crruße FraolLfiirter Strasse 115 mähe Aidreasstr fi■■ ,-&-\s-.. Herren- Mäntel üisler, Paletots u Anzüge verkauft große Herren-Kleider-Fabrik jetzt auch an Private. StFa!aueFSlF.42;43,lTr. Sonntags 12—2 Uhr piinel Billige üiai-inclnde 10., 20- und 2S-Psd.-EimeräPid.4SPfi, 30— 60-Pid.-HoIzgesäße k Pjd, 40.;Pi. ab Chemnitz gegen Nachnahnic lWrt srisck- und baltbar L8.Wb Herbert rssvbe, Chemnitz'17 Ä1 jy einer I.eibbintf�V Sämtliolie Systeme am Luger resp. nach Mußanfertigung sowie Bruchbandagen Artikel z. Gesundh.- u. Krankenpflege Pollmann, Bandagist Berlin N., Lothringer Str. 60. Lieferant füi Krankenkassen. Klnmen- lind Kranibinderel von kodeFt klefeF. Jnh.: P.«olletz Mariannenstr. S. Tel.Mpl. 346. m«he«-dr««.»«■■ �.... kaust Ball, 00 II nUUcri r/lc jcf, MI1117P11 Mütizenhandlung. Inj.: P. Golleta — I—————— S mMlllsV« Sßilhelmstr. 46/47. Mariannenstr. 3. Tel.Mpl. S M. Schulmeister----* Berlin SO, Drei dener Str. 4",ffs-Ao%e von u � t 12—2 Uhr. Hochbahnstation Kottbuser Tor. Sonntag geöffnet 12—2 Uhr. � gsqueilen-Verzeichnis.| ....... 55S» SÄ--'"•" Sonntag geöffnet 4 Alkeholte. GeVSnke~> Franz Abraham Canb. Messina-u.Römertrank-Kell. C.25 Barlelslr. 8a, Fernsp. Kg8t.l3708 4 B«de-Ansta8ten Arkona-Bad, Anldaraer-Str. 84. [enlral-ßail Anz"°"Ä.«. niüllO DQfl Koppenstr. 93 Uidlld'DdU sämtliche Bäder. National-Bad, Brunnenstr. 3. Passage- Bad ZX Reform-Bad, Wiener Str. 65. 4 Bäcker- u. Konditoreien � Br. Friedrich, Eisenbahnstr. 31. A.Großkinsky, Boxhagener5t.27. Oskar Hanke'! BroftMerei Oesetiüfte in allen Stadtteilen Berlins sowie in Neukölln n. Treptow GecrrOndet 1892. r Erscheint 2 mal wöchentlich. Bezugsquellen-Verzeichnis. Untenstehende Getohäfte empfehlen sich b. Einkauf. 4 Buher. eHer. Käse tz ä Wikheim äöbel 1 B 25 eigene Filialen. B _ 25 eigene Filialen. August Holtz Herrn. Kunert, Culmstr. 29 I !tir 48«ix«»« Petailgc»cliäfte Kosmaila,£., i F. Kiesewetter, Schivelbeineratr. 16. Felix Kynast, Dänenstr. 5, Fr. Pribyl, Osnabrückerstr. 26. FrlöKlchterjr.,Liebenwalderstl3 Emil Werk, Samariterstr. 8. Otto Wolff, Treptow, Krüllßt. 16 Zachau, Gr.-Lichterf.,ChiassM8L85a Paul Zastrow, Stromstr. 33. 4 Bandagen, Gummiw.> R. Bauke, Stralauer Str. 56. E. Kraus, KommandsDtSDBtr. 61. A. E. Lange, Brunnenstr. 166 4 Fiscnet Conserven h P.Staehr,FischhdIg.Räucherwar, VaideAvofl 13 fil fnailut iUNlSLSS röter, R. 43 Verkaufsstellen 43 WM 4 Bierbrauerei., bierhdanaig:.� Uhly& Wollram 4 Ciaaprenfabrlken> JOHL 250 GESCHÄFTE Cr. Kaphun Verkaufsstellen in allen Stadtteilen.. ]. Mcumann 200 Nitderlagsa erouerelfiiiizoui empfiehlt DoaHsDlere ersten Ranges, Osw. Berliner Ur-Berliner. hell und dunkel feinste Qualitätsbiere. C.Habels Brauerei hell— HabelbrSn— dunkel. A Cacao, Schoko I ade��onTüifren] SAROTTI Kakao und Schokolade preiswert beliebt in jedem Haushalt. VS? ' Werder-Drogerie, Briti. Rudow erat. 5a 4 Esslufabpaten V r MOncliener Brauhaus Berlin und Oranienburg Brauerei Pieilerherg. irinm manninoer Bier! fi-Bfi Weissbier, C. Breithaupt, Palisadenstr. 97 Tel.Kan.»81,8088 4 Eiaen, Stahlw, Waffen, WerkzTV G. Brucklacher, Carl Jung, Stromstr 31. KätalmaiiBlP�MÜlI§r8t.i0blS.Se§ft Timner-Essig j Obspall erhSItllcbl J 4 fIrTscT- u,'vilurstwr~b W. BecR Inh.: Herrn. Gerbsch Charlottenburg, Berlinerst. 68-1 Fleisch- und Wurstwarenfabrik WiiIyGericke,Petersburgerstr.31 Otto Kongel, Alte Jacobstr. 26. tinhl/fi Inh Kostockerstraße 43. , Fleisch.u Wurstfabr. A. Möbes Ndif. Fleischwaren u. Wurstfabrik .Berlin N 24 Oranienburgerst. 4. 'aul Spenn, Kopenhaeenerstr.35 Paul Zwarg, Landaberg. Allee 1 36. Frlta Hubner, ScliTTemannatr. II. FranzRiditer,Malplaqiiet5tr.25i26 4 Kufz-.Weiii-.Woliw.TfikotagTV Hermann Meyer, ScbiTtlbeiaif St a I. 4 ijj e h I hn n d 1 u nnnn d IBethke, Georg, ZTA'l INeakölIn, Elbestr. 33, Kaiser-Frlodr. Istr. 64, Weserstr. 189, Friedelatr. 13 Treptow, Grätz-Straße 64. 4 Wähmaschilicn ßcllmann, E., ÄÄen Singer Nähinaschinen Läden in allen Stadtteilen.) 4 Optiker. PfleFhanlker b Groß, Paul, Warschauerstr. 66. Schubert, Carl. Nklln.Bergstr.14 4 Weine, Liköre, Fruditnälte b | SCugo 8 60 Filialen in allen Stadteilen. I Gaege,OttochCg.e F. Pflugmacher, Colonnenstr.48. r.W.Siditer�Tü�-aw. 4 Hlolherelen ► „Schweizerhof", Meierei und Milchkuranstalt. Emdanei Str. ü. u Tal, O 1596. Herm. meyer&co, ca.55nVertiiifsslell.&r:-Berl. SKWPE�IDPM anerkannt bester BItterllkBr < tferelcherunnen b „Deutschland" Berlin Arbcltervereleherung— Schützen- Sterbekassenversicherg. etraße 3. 4 Wirtschaften, Etabilssem, b Schöneberg Uaoptitr. 139. C. Bolle! A.-G. Bepiinn.w.2i»b,ti Altester und grösster Milchwirtschaftücher - Grossbetrieb= [öie erste seliislspi�Tipiöeiöe P'ataEenlioSer [j. Guggenberger. llosontalorslr. S4 üfe'ohf otf! iTnuiorciKÖiiiflxtSilt Alexanderpl., Rieh. SdiloBnies. <[" P�otogr. Apnarate b Photo-Jansen, Hauptstr. 23. 3 4 Schrelbwaiön p O. Prochnow.iikifä iiermaanstr. 99 4 utWMa u. Coloware»V Lehmann, Alb-, Krankt. Ailoti-tD 4 ZaHtKttgller � W.Best, Skaiift!fSfr.62 V.Wranyjlfllf. 4 Mahisgopf Frau A. Pagei, Kolonialwaren. 4 IWnriennoi-f 6 H.Wagner.kciniqai.l l.Hii.sfh.-iVaruir d Spa.tdau � Scheu ericin.llrcin'sl.aö.l'be.i.-.i'.'ritr. Straü Qewerkscliättsh.W, „Elle zu Wie" Pelzmen> Spezlslhous BefllnSll9KS2«119 Grosse Answahl Sknnks, Marder, Nerz, Opossum, echten und imitierten Alaska Füchten, modern gearbeitet, Nor prima Felle Stolas, Muffen, Kragen. Damen-Pelz-Hüte Wirklich billige Preise Sil genau auf die Firma„Eile zu Wello" Dresdener Strasse und die Nr. 119 zu achten. Jedermann erhältsofort die ausgestellten Waren für den bezeichneten Freie. Eigene Kürschnerei. Reparaturen Sonntage 12—2 geSSnet. Geschäftszeit g'/i— Z1/� Peek& Cloppenburg BERL'N C Gertraudtenslr. 25-26-27 Neue gemusterte SahKo-Anzüge für Herren. Fertig am Lager Nr, 26281. Dunkelgrüner gemusterter Cheviot- Anzug Nr. 2i3i7. Dunkelbraun, gemust Cheviot-Anzug Nr, 21308. Dunkeigrauer fein gestreift Cheviot-Anzug z'iN'Z Nr. 26186. Blaugrün getönter, ganz mod.Cheviot-Anzug�ii Nr. 25872. Dunkeihrauner.sehr elegant Cheviot-Anzug z'Aß Nr. 21126. Wlittelgrauer, k'ein gemust Cheviot-Anzug ,2jW Herren- tVInterübenleber, Ulster u. ßeisemäntel Marengo-Rockanzüge, Sportjoppen, Pelzjoppen — Pelzwesten, Ä'rmelwesten, Schlafdecken— Sonntags 12—2 nachm. R Mark wöctientl. Teilzahlung liefere elegante Herren- Moden | fertig u. nach Maß| Garantie f. tadellosen Sitz Jonas Kurzberg Oranienstr. 160 i- | zwlsch. Moritz- u. Oranlenpl. j Mfillerstraße 1751 Ecke Fennstr.. am Weddlngpl. Bitte genau auf Strade n.Hausnummerz.acht| esesra Brauerelan m äüi.Meiuno&A.üßifnianii i.' Akt.-Brauerei Potsdam SEig. Niederlte. Berlin SW.,1 fjTempolhofer Ufer 15, Br«n- Kdenburg«. K„ Wilhelms- N dorferetraß« 73. n?..,.Potstfain.StsnBen lillüt.. bler BBranrbrBu, W. Senst A. G. Potsdam . Feinste Qualitatobler«., saOrotl., Färb. u. Luokeoi ßlirogerle Severin, ffilncnä�rri ~ rielichM,. Wurstwaren ffi Turrastraßo 37— j Fleisch- u.Wurstw. «ac* ietAcn- 1 M1?.f Sfg üeorg uaoe ow - JT�1--,— je-— p g* Kolonial wai WULMMUH Bai, um j te, ',iJ Qiniinn Iii Siln/lkllHO L Bezugsquellen-Verzeichnis :: Berlin-Westen:: Untenstehende Geschäfte empfehlen sich bei Einkäufen. ■■ Llchterfelde■ HTapelen.Unoleum, Wachstuche. jBei gemeinsamem Bezugs Preisermässigung �Berlin, Lützowstr. 94.3 Verlangen Sie Preisliste. Sieuer, Alt' Hfißhit Wl, y WM aioiKereien MI •a Qelbaeahsitskäirfe au B'hT-"\A7 PCif"! HSnii Flatannr IILUitsh 11(1 H IN UI tl" W tJÖl Kolonialwapsn � Beussel-I Str. 26.! Moikepelen ,W ueiegeaneitsKaure au KlÄOtMJißJ ■u �rnlnmophona üT KSchr8ter,Sf>9lsi>Jotidasierctr.50 KSpr, Ptklrtdpr Rrs>r»t«r.f. Spteairj Mllohwirtaohaft Eredowstr. 86. Joghurt Spezlal-Oosdiäft. u Uhren u. Gold waren uu ff, Triest. BuhkowsliyrtT. 7J " Weine, Fruchtsafte, p Llkdre L k.& IN. lemücHsl Jtaiistalnstr. 4 Zahnatallers. T6,houebg.na»ptit.lI5l lEck. TtinnltoferüT, Wirtschaften und Etablissements pandauerherg- Braaerel Isommer- u. WinterloHaie , Biers und Speisen Eile A. Stegmeyer.j BCharlotienbg.| [Miei�STlSk ßchuhw.-Lag., Kep. bill. Scharronstr. 6. Böebr.GrentzschtKol.-, Deük.- IlWein-.Biitt.-Hdlg. 8chlolstr.l3. QLehmaniisKood., Peinbäek./rori- B5chäN8.DinkeImannst.44T.VV"iU 1477 j Wäsche, Trikotagen iGfirdesdaCorpsstlOI �chncidcPjChanssee� Nowawes»> I\. Kicpcr Friedriohstr. 28 Damen-, Klnder-Konfektlonl Stern-Drogerie Friedrichatraße tsj tobert Spärl, Kircli!ir.4,Ucrran-l Imllaabca-BeUeHanj. Fcra«prl88.| Spandau: ■aalOseBer"" Hanfbaus Max Schlesinger iKaiaarWilhilm-Str. 24 u. ll«iip;»lr.7.B Bild) . Holcnialw. jBreiteatr. 67, 8chönwalder-[ Jatr. 13 14, Pichelsderferatr. 12., Haus- und Küchengeräte Hermann Finck feenwar.» Sch5nwalderBt.87.l Tlreci Bartels, Breitostr.»öf »*egl | Max Schröder ifBackor- u. Konditor. Tel. 674|| Hauptg.: Mommaonstr. 69 Fil.: Birkbuschatr. 15. yG!ieep"?"-n'Au-Mt,-,,g| Schloßstraße 19. I Marktl0.gegr.1859. mit Brut vernichtet radikal Goldgelst W.Z. 75198. Färb- n. geruchlos. Beinigt d. Kopfham V. Sehupven u. Schinnen, hefbid. d. Haarwuchs, verbotet Krankheit d. Kopfhaut, Haarsusfalt n. Zuzug neuer Parasiten. Wichtig f. Schulkinder. Tausende v. Anerkennung. Echt nur in Kartons il.U) u.O.SOM., niemals offen ausgewogen. In Apotheken u. Drogerien. Man weise Nachahmungen zurück, die z. Zwecke der Täuschung vielfach ähnlich klingende Namen tragen, und achte genau auf dio Firma d, alleinig. Fabrik. Rademacher& Co., Slegburg, und d. Namen Goldgelst! Spezialarzt Dr. med. WockcnfuB, Friedn'chstr. 125(Oranienb. Tor), für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden— EHrlich-Hata-Kur(Datier 12 Tage), Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufs- Störung. Teilzahlung.* Sprechstunden: 11—2 und 5—8 Herren- und ßlirschen-Mer ZM- Groite Posten werben nn Private zu EngroZ- preisen verfaust.* E. Kobylinski& Co. Hoher Steinweg 1, etneTr. Zcnlr. 2037. Carbit-Tischlampen Schräder. 95/10 4,50, Carbi! kg 45 Pf. Webcrur. 42. 6. Vrenpifch-Siiddentschr (233. Königl. Kr-uß.) Klass-ulott-rl- 0.»lasse v. ZiehungStag 12. Roveutber 1915 Bormtttag •IIa) jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe «eluiiiu, gefallen,»nh zwar je«wer auf die Lose gleicher Nummer In den beide» Zlbtelluugeu I u. II. Nur die Bewinne Über 240 M. find in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr A. Et�A. f. Z.)(Nachdruck verboten) 33 88 178 88 291 408 48 625 48 63 830 1032 175(1000) 362 425 611(1000) 932 41 2090 167 78 238 419 37 918 3168 94 538«22 728 28 4380 404 69 635 626 90 S 096(1000) 206 8 352(600) 73 680 96 810 743 928 54 6023 61 71 160 381 83 608 769»41 7926 273 362 83(600) 681(600) 762 98 8037(600) 84 172 369(6000) 91 421(600) 628 99 853 0001 216 319 606 (1000) 39 94 820 87 IO072 661 9S4 11082 89 808 443 851 681 12041 44 48 81 88 204(600) 4« 471 718(600) 827 082 98 1 3646 713 21 48 817 27 29 35»04 1*084 171(1000) 377 436 786 87 924 1 5034 185 34« 88 93«76 79 614 84 1 8092 237 64 88 449 80 73 708 42 819»27 17163(3000) 226 308(1000) 635 667 754 931 18213 95 333 43'.500) 433(500) 635, 868 1 9030 34 75 79(600) 174 794 833 28108 9 257 3« 74 603 13 868 944 90 21018 180 380 479 767 877 2 2036 43 120 267 71 338 581 743 853 907 21 (1000) 78 2 3011 215 418 619 24 660 815 75 2 4284 316 66 60 67 411 628 92 2 5023 78 181 265 318(1000) 441 42 630 74 780 818»81 28349 70 400 79 633 695 708(600) 817 2 7 095 1 15 64 343(600) 543 618 30(600) 85 846 910(1000) 18 2 8010 (500) 28 283 318 486«62' 600) 874 2 9 030 79 U7 200 24 97 (600) 377«23 30 725 851 63 74 946 49(500) 00219 26 338 455(500) 677 89( 600) 675 97 31168 262 433 6»7 725 968 99 3 2102 43 65 243 393 400 81 643 668 3 3 018 29 69 410 673 773 878 969 3 4059 373(SOOl 440 579 (500) 654 91 739 69 3 5138 63 329 46 70 438 679 828 996 36161 268»4 323»3 703» 33 028 3 7166 322 452 60 61 75 85 93 660»i 774 910 89»9 8 8157 840 423 86 568 668 863 3 3030 172 299 19 426(1080) 68 654 663 40168 223 71 327 678 999 41204 324 607 32 88 82 876 42083 640 61891 999 4 3011 11174 266 338 645 819 978 4 4070 110 12 6» 287 91 321 37 65 870 4 8216 94(600) 432 653 900 46084»9 142 318 80 49 691 758 996 4 7132 618(600) 606 68 942 4 8997 146 265 365 88£04 693(600) 762 4 3148( 600) 207 438(ESO) 899 970 6 0248 351 68 450 613(600) 620 83 687 51309 42 77 818 964 71 52185 203 438 99(600) 519 68 940 43 61 80 5 3060 219(500, 81(600) 413«4 97 715 69(1000) 800 908 73 5 4691 713(600) 49 5 8082 232(MO) 71 360'1000, 461 651 630 (600)«88 5 6032 188 209 469 68» 826 3 7 090 162 88 241 413 820 48«88 728 72 825 68 968«9 S 8070(6000) 319 448 (1008) 64 680 68 719 25 884 5 9051 72 289 316 495(1000) 98(c®#l 823 721«68»10 08437 78(ICOOl 76«32(1000) 701 18 23 98 61124 60 2'fl 472 ÖM67(7 667(300«) 94 735 88 83033 79 301(500 000) 63«7 97 440 617 773«21 62(500) 84 8 8 006 81 186 214 ,1000) 348 469 619 91(600) 779(690) 861 991 84074 107 31 213 470 608 36 662 68 814 33 61 912 8 6116 465 607 872(500) 710 878»33 63 6 6031(6«0) 118»0 632 87038 154 212 320 28 454 8f0 761 825 909 6 800« 248 65 648 838 723 672(600) 902(3000) 88 055 82 460 803 16 7 0031 444 696 863(1000) 65 702 92 96 853 71162 423 608 889 973 7 2074 95 332 483 531 41 7 3 020 83 225 315 ((.00) 64 447 609(600) 41 67 733 825 67 909(1000) 7 4057 103 81 217(1000) 72 619 66 838 55 804 72 73 7 8 041 45 127 236 327 41 655 99 908(1800) 29 30 60 7 6 213 19 313 16 39 641 79 778(1000) 94 7 7 001 63 160 289 343 99 652 85 894 7 8 003 41 137 289 318 422 743 874 7 8 038 266 343 63 627 607 72 835 954 " 80203 32(3000) 540 48 934(600) 41 81064 83 208 439 647 884 962 8 2438(500) 607 99 613 78 99 888 8 3368 4SI 79 608 19 28 795 908 8 4146 54 393 400 44 820 55 8 5 094 229 496 538 749 877 8 8030 96 124 28 254 652 97 657 95 853 13000) 87133 43 88 270 410 55 620 88 707 918 41 69 79 »1011(3000) 45 181 319 454 769 99 823 8 9239 379 445 748 919 44 67 63 «0813 IIS i« 378 41»(100») 89«02 632 66(8080) 78 792 881 (3000)923 91«95 124 21» 78 388 70 484 853(1000)88 9 2053 309808 738 939 83*58 72 13« 831 41 414 668 93 763(1000) 0 4266 70 483 601 711 88 833 82 963 9 8 033(500) 128 66 65 83 2(3 388 87 413 23 68««71 78» 904(500) 39 9 6110 24 407 676 841(188«) 97906 41 IS« 96 21? 80 483 685«98 729 64 (?) 08293 287 4«3 617 99 309 43 8 0988 235(1000) 559 400 (4600) 668 839 69 712 76 824«5 109120 71 603 1 01218 328 604 841 955 1 0 2421(1000) 621(3000) 33 841 103168 477 661 602 9 20 793 802 76 104048 241(1000) 375 482 769(500) 05 863 1 0 8000 61 233 92(600) 7,00 3 67 643$1 742(1000) 190130 477 668(3000) 665 1 9 70J3 201 6 68 496 534 788 945 1 08439 48 535 73 672(1000) 93 751 043 77 190066 230 350 421 44 624 38 729 110474(1000)$63 991 111047 168(3000) 212 323 458 682 99 833 48 84 112230 693(1000 I 894 113049 63 104 388 746 (1000) 839 40(1000) 84 66 946 114036 137 74 289 301 46 469 559(600) 79 807 944 62 115304 600 729 894 910 118063 1600, 331 38 60(500) 71 705 69(600) 935 117109 68 268 658 629 758 806 99 909 118033(600) 126 88 91 98(1000, 208 76 350 641 781 843 048 110072 216 65 321(1000) 495 631(3000) 74 778 928 12 0084 192 340 667 1 21053 223 60 70 304 7 12 437 89 893 1 2 2332 416 88(3000) 76 88(1000, 616 810 773 01(30001 123022(1000) 56 77 169 619 801 96 905 1 24 009 79 109 266 (500) 73 414 66(600) 12 5 031 78 103 277 318 84 465 78 614 29(600, 844 970 1 2 6000 6 232 86 377 442 605 78 871 95(600) 973 1 2 7 057 89 553 1 28141 268 680 97 1 28161 282 303 82 613(1000) 76 738 61 1600) 808 71 948 13 0033 141 336 476 670 73 928 1 31077 205 43 632(1003) 64 782 835 910 1 32108 397 491 607 15 891 18 0037 421 47 683 631 728«24 63 73 1 34108 31 220 324(1000) 89(1000) 466 715 78 906 21 13 5 0,0 164 252 99 356(1000) 661 600 72 (608) 71«(600) 27 29 91(3000) 928 1 3 0 031 122 33 64 85 220 344 73«8« 7*1 20 914 1 3 7 014 62 93 121 493 672 87(600) 643 738 1 38 0*4 90 178 372(1080) 458'600, 70 627 616(500) 17(600) M3(1»«9) 983 1 3 8077 344(600) 632 744 50 992 148125 2)8 442 91 815 897 939 1 41009 63 171 221 395 449(«»0) 73 802 83 796 952 1 4 2095 187 261 333 406 7 600 3 90 647 6»(500) 851 64 1 4 3036 145 54 207 70(600) 313 02 659 714(10««) 62 92 817 915 43 1 4 4067 68(600) 343 411 06 615 22<>««> 651 79 99 1 46113 259 642 67 673 913 1 4 6 022 210 11 1««7(6««)«1 336 432 643 866 985 1 4 7 274 417 897 827 1 4 8278 478«3 631 736 63 831 929(l«00j 90 149337 421 517(3«««) 34 38 64 720 834 73 98(600, 931 150004 2«1 344 538 719 61 80 827 46 1 51802 80 124 303 7 73 453 838 84 778 942(«••) 89(1*09, 152106 28 253 31(1000) 411«44 168(!«««) 15 3047 83 170 250 78 09 417 613 42 88 721 71»9(300«) 813 1 5 4082 286 449«0 63 69 951(1000) 155180 207 9 753 64 87(1«9«) 871 156194 203 7 663 88 661 827 157*14 10» 204 85 364«59 973 1 5 8222 304 432 646 659 748 66(500)«20 49 1 50118 33 221 390 475 632 41 877 IM 1*6 2*2 33 485(600) 88(500) 96 649 747 72«74 907 90 16103« 88 196(5*0) 349 401 77(1000) 651 922 27 76 1 0 2046 212(3M0) 72 390 11 709 902 7(1000) 18 1 6 3 004 103 321 76 (1000) 443 625 31 636 61 893 1 04104 213 85 616 71 98 777 846 74 1 65124 388 738 1 60195 303 507 43 96 957 04 95 99 10 7 268 437 770 849(1000) 933 1 6 8044 68 74 627 56 90«84 714(1««0) 92( 500) 860 927 66 1 69198 244 496 674 636 904 170«4? 243(690,49 406 698 738(1000) 907 1 71033(1000) 137 293 34 323 73(600) 74 416 40 698 804 902 19 1 7 2205 323(3*99) 683 678 89 862 1 7 3037 240 643 69 727 37 842 (30«0, 983 1 7 4096(600) 182 92 487 86 669 729 33(6000) 861 175160 20« 13000) 361 666 672 922(1000) 17 6022 94 202 306 409 19 672(600) 17 7 260 399 769 95 812 917 85 1 7 8065 377 84«73(1000) 927 1 7 0099 299 314 17 658( 3000) 727 67 838 67 996 100,19(800) 81 246 827 70(3000) 98 442 625 700 37 943 181119 339 463 613«1 90 713 810(1000) 81 919 1 8 2211 644 68(IM«) 797 985 1 8 3749«24 32 37 971 184121(1000) 394 468 6*6 7«9(»99)«21 18 5 952 159 396(500) 641) 88 1 8 8004 18«»4(5*9) 93 298«9 419«8«7 75«79(1000) 631 711 68(600) 892 97« 10 7 289 328 487 700 896 981 88(1000) 10 8 421 668 (1000)««» 64«89 1 00*13 29 88 166 285 393 735 69(3000) 865 1M131 98 257 98 393 40 91 881 094 913 68 66 1 91094 IIB 279 428 541 60 694 99 766 81 94 982(3000, 928 43 1 9 2034 65(600) 75 108 297 441 688 784 879 1 93161 235 390 662 738 194128 233 399 761 68 825 48 77(600) 918 1 95101 291 384 (10*0) 461 710(690) 15 86«09 970 1 9 6014 47 91 III 463 668 857 902 54 1 97145 482 966 1 90166 206 25(600) 517 48 718 (600, 19 9279«9 411 41 69 685 829 68 77 200186' 600) 643(1000) 733 831 201078 186 281 631 92 686 719«91 930 2 0 2067 141 409(100O) 12 99 624 97 937 2 0 3072 185 482 601 767 24(600) 92 2 0 4063 84 86 217 327 455 613(600) 60 66 648 54 736( 500) 880(600) 2 0 5076 62 98 174 403 18 63«9 590 846 74 906 32 2 0 6048 61 83 180 93 204(1080) 329(500, 606 7(600) 720(600) 826 2 0 7061 156 307 39 603 647 714 67 930 49 2 0 8030 72 163 491 11000) 669 741 839(1980) 77 2 0 9160 284 347 768 995 2IO0U 106 353 88 90 546 613 80 85 819 21 211218(600) 300 44(1000, 423 827 943 21 2113 29 239 413 50 621.38 81851 21 3045 228 309 450 771 2 1 4114 217 81 83 610 11 26 29 683 (680) 97 7«6 874(1009) 21 6012 22 67 357 486(1000) 605 23 60«51(3«9») 969 216033(500) 63 90(600) 320 53 443 95 991 69(39»0) 7« 21 7*55 78(100») 179 313 18 22(1000) 456 680 714 7» 81»39 210*27 794(500, 300 476 632 838 220*58 68(606) 131 420 573 74 77 731 971 221167 275 (600, 635 869 8«4 918 222522 67 95 800 93 969 223189 286 91 492 562 679 99 728 817 902 15 2 2 4061 89 99 107 300 28 447 49 624(1066, 973 2 2 S 063 101 28 233 95 320 503 50 (30 ODO) 876 721 32 801»00 69063 93 2 2 0019 21 28(600) 33(«»», 180 236(1000) 416 41 615 680(600) 723 990 92 2 2 713 17 94 95 124 71 750 839 907 22810 74 224 48 93 652 690 97 851 68 929 71 2 2 025 99 133 448 645 78(600) 705 37 888 908 230022 37 225 89 523 73 819 789 824(3000) 281025 64(600) 2 279 669 778 87(1000) 806 960 93 2 3 2316 486 83 627 656 932 2 3 3062 104 12 64 378(600) 516 621 60 945 90 97 6. VreuMch-Snddetttschr (232. König!. Kreuß.) Klassenlotterie b. Klasse 6. Ziehungslag 12. November lülb Nachmittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich höh« Gewinu» gefallen, uud zwar je einer auf VI« Lofe gleicher Nummer tu den beiden Zlbtelluugeu I u. II- Nur die Gewinne über 240 M.(lud In Klammern beigefügt. (Ohne Bewähr A. Et.-A. f. Z.)(Nachdruck verbaten) 248 347 411 590 705(500) 802 85 1059 235 572 648(10001 717 94 99 852 2108 268 77 362(1000) 92 782 300Z 28 39 110 83 208 319 588 688 707 809 984 4008 10 97 149 336 11000) 669 669 BOOS ,1000, 267(500) 467 79 707 35 809 925 68(100ÜI 79 6058 77 162 687 769»0 995 7 292 99 671 704 20 76»280 352 499(3000) 638 60 687 703 822 62 0026 33 161 223 329 463 600 4 64 18137 226(1000) 50 325 83 706 834 76 987 11062 334 84 433 35 535 782 953 1 2037 369 816 80 779 961 72 10123 42 (10 0 0 0) 239 47(1000) 69 376 665 77 837 900 1 4062 122 27 38 337 490 633 81 629 41 46 79 94 753 910 1 5108 31 68 96 436 37 748 69 63 809 1 8111 419(600) 645 86 685 811(600) 70 80 022 1 7041 107 20 314'500) 21 24 630 43 693 751 671 (1000) 954 1 8246 365(600) 664 601 66 1 8011 31(3000) 66 20164 213 480 96 780 89 843(1000) 991 21022 US 259 95 466 534 601 17 86 705 27 828 2 2009 94 134 62 308 462 723 809 22 45 911 23040 176 688 786 934 2 4053 340 458 789 879 2 5 230 389 600 710 36 813 97 2 6140 279 575 620 803 915 18(3000) 27129 406 628 670 727 61 864 64 2 8075 (600) 218 368 420 41(600) 647(1000) 69 81 791 840 2 8341 411 668»63 30202 41 389 835 76 07 763 800 966 69 81 81161 252 351 62 91 429 600 786(1000) 848 916 68 72(3000) 95 3 2122 277 418 788 98 884 3 3103 287 736 938 95 3 4 009 31 141 (1000) 279 344(600) 567 613 72 703 69 904 69 8 3 3 5 071 113 359 478 696 825 36063 251 311 86 466(1000) 887 37057 80 HO 68 88 299 845 63 96 639 81 835 976. 600) 8 8263 442 62 552 90 668 737(3000) 921(3000) 38175 227(1000) 301 17 441 612 739 86 806 40124(10 000) 241 448 60(3000) 871 829 922 36 60 67 41037 100 207 74 446 64 679 609 732 810 61 42137 292 492 695 713 851 970 4 0001 12 206(3000) 358(600) 673 84 613 731 924 44142 223 88(1000) 326 691 641 725 36 818 4 5113 20 69 260 329 46 606 30 609 737 60 382 942 4 0 009 210 636 (600) 714 819 63 962 4 7 048 97 126 34 236 312(3000) 484 616 713 28 84 963 4 8229 66(1000) 321 451(6000) 60 774 842 45 (600) 68 4 0332 448(1000) 612 745 68 6 0040 202 12 81 314 66(1000) 401 873(1000) 97(1000) 782 996(500, 81098 181 450 618 21 65(3000) 90 622 68(600, 708 21 6 2044 104 16 227 355 605 810 15 992 5 3201 69 358 643 833 931 63 54149 288 93 379 5,6 34 843 985 5 5101 37 56 90 96(1900, 249 313 39 ,600, 63 617 724 391 819 5 6027 42, 600) 80 160 93 94 213 60 87 93 375 480 673 733 939 84 6 7006 29 78 216 66 493 670(500, 516 808 932(1000) 58188 239 305 456 616 37 734 832 69 98 5 8068 ,1000) 286(600) 340 417($00) 6 0254 391 97$08 719 24 34 840 92$ 33 43 61220 22 72 (1000) 93 474(600) 628(1000) 45(1000) 82 0 2136 208 349 501 60 620 94 991 6 8063 261 328 56 421 638 713 79 889 989 6 4094 362 472 84 86 786 800 39 6 6 084 167 677 868 06124 38 61 79 243 68 476(3000) 634 91 634 689 96 6 7106 86 672 710 64 937 8 0125 36(3000) 242 63(500) 372 686 804 959 6 0029 244 479 627 48 78 77 827 937 71 7 0 252 328 719 926(600) 66 62 71088 368 431 627 89$ 911(1000) 48(600) 72 76 7 2266 386 829 68 709 7 3003 47 86 124 273 482 685 718 26 967 7 4086 05 160 308 464 626 780 75103 357 676(500) 76166(1000) 90 535(500) 338 783(600) 659 77128 220 SO 469(600) 520(500) 71 610 901 SO 77 94 7 8331 36 777(1000) 840 968 7 0086 186 220 81 39 323 28 90 661«3 705 71 848 942 80028 63 133 47 377 437 32 660 99 648 83 714 37 864 97 914 17 77 01199 203($00) 65 701 23 41 844 8 2162 264(1000) 470 87 614 66 81 661 65 70 701 961 8 8003 200 681 712 24 76 893 84190 202 383(3000) 425 78 656, 600 i 817 85171 99 228 656 720 899 968(1000, 86099 104 233 83 332 658 601 40 697 960 60 8 7 043 266 308 87 413 686 791 871 972 83 88162 337 495 634 38(500) 66(1000) 62 988(1000) 8 8017 31 187 315 75 98 479 666 931 76 0 0358 67 629(1000) 78 648 818 961 91040 100 317 91 499(3000) 684(3000) 673(600) 027 9 2200 303 49 9 3 212 382 866 979 94171 243 468 74 600 6 811(3000) 73(1000) 720 (600) 79 9 5 045 666 818 19 85 98 9 9297 619 621 31 930 (16000) 97076 77 302 438 614 68 676 94« 00114(1000) 34 273 388 402 85 616 42 597 847 71 07(600) 9 8022 172 287 422 614 888 1OO040 330 430(1000) 760 101129 38« 633 60 712 83 86 802 40 93 900 63 88 1 02215 60 660 627 40 61 700 879 969 103139 266 304 610 48 91 905 18(1000) 69 1 0 4 003 133 365 578 617(600) 38 768 94 1 05026 124 373(600) 76 474 901 100109 41 336 67 661 833 1O7085 322 636 100044 84 93 135 231 393 49» 811 8« 108009 410(500) 592 827 1IO202 303 704 817 922 63 64 111457 658 711 938 112220 32 57 367 405 52(I«00l 625 802 950 113278 660 733 47 918 114165 244 54 85 45« 617 809 28(600) 115003( 500, 357 413 601 42 627 65 118044 50(1000) 283 380 418 25 77 94(3000) 061 94(600) 721 838 117043 372 91 98 482 719 82 061 118174 629 785 66 800 63 957 119, 02 48 67 326 86 612 14 672 98 120132(600) 557(3000, 655 701 860 1 21271 72 400 672 708 829«4 97 1 2 2 272 305 8(lOOOi 402 542 639 63 713 059 (500) 12 3 063 94 311 70(500) 362 433 600 958 1 2 4 055 179 259 316 419 698 711 61 72 803 930 91 12 5 037 43 67 80 UOOO) 107 235 89 353(500) 648 77 717 26 33(3000) 69 855 910 79 12 8062 203 23 325 600 67 869 76 981 ,500) 127134 267(600) 386 ,100«) 684 063 970 81(500) 88 1 2 8 069 161 297 351 665 696 795>5*9, 849(600) 12 8366 74(6001 483 609 621 77 718 640(1000) 924 33 ISQ200 77 99 373 60 440(600) 97 561 68 89 634 832 927 131092 127 280 83 97 331 626 820 97 1 3 2 293 335 623 675 829 63 932 47 76(1003) 18 8229 457 1 3 4041 ,500) 128 63 203 349 433 80 83, 600) 659 1 3 5 069 261 622'600, 31(600) 643 766 809 20 1 3 6 031 197 608 761 816 1 3 7 079(600, 117 234 8» 3S0(600) 450 694 607 78 775 1 3 8027 128 82 237 390 420 27 48 66(1000) 73 89 606 723 1 39100 284(1000) 323 669 92» 140203 35 347$08 747 69 79 83 1 41004(1000) 103 (1000) 218 89 418(600) 577 624 66(1000) 78 86 739 66(600) 826(1000) 143040 201 49 363 402 578 820 46 68 143293 324 422 679 6S9(3000' 96 814(600) 66 928(600) 14 4016 88 330 40 40 91 425 543 844 968 60 1 4 5 233 301 83 425 33 48 822 31 39 94 834 86 960 99 1 48503 723 39 98 909 1 47119 40 391 467 621 64« 78 1 4 0045 304 431 600 767 1 4 9244 60 339 915 67 72 15 0067 106 42 244 328 403 602 92 1 51603 1 52117 82 91(5«») 338 71 72 13000) 635 731 37 47 999 1 5 3016 43 117(500) 43 79 11*0«) 382 433 70 605 607 977 78 1 5 4078 69 493 778 15523« 731 863 1 5 9216 463 86 873 943 58 1 5 7 063 302 459 657«62 703 1« 809 84 15 3024 99 210 24 33 316 69 470 626 93 719 21(3000) 29 842 911 15 0 239 73 340 478(1000) 10 0068 87 101(600) 42 72 89 336 416 24 73 710(600) 29 885 1 01013 299 468 503(1000) 645 1 6 2 293 315 34 35 95 463 679 678 731 814 1 63116 217 22 411 86 880 1 64061 113 (600) 2S1 74 306 406 13 36 608 902 ISS 105 304 407 40 63f 662 785(3000) 918 1 6 6 030 79 175( 500) 220 45 63 466 70 748 85(1000) 926 1 67110 31 77 316 64 74 420 94 639 96 639 722 876 987 1 0 6032 501 70(1000) 939 83 1 6 9033 360 492 631 33 82 630(1000) 36 72 83 738 7 7 848 63 969 17 0003 148 88 68 607 674(1000) 80 775 822 900 1 71064 177 347 69(500) 627 703 964 1 7 2006 256 674 80 667 871 17 8334 435 60 541 99 997 1 7 4001 26 129 226 1 7 5 066 197 269 84 426(600) 622 67 77 88 619 873 1 7 6236( 600) 363 72 418 30(3000) 682 670 710 1 7 7 038 243 63 768 996 1 7 8310 26 419 36 51 97 659 803 20(1000) 986 1 7 8274 354 604 602 730 859 77 100*27 101 97 432 674(1000) 670 704 954 69 1 01055 100 30 200 778 894 1 02119 353 76 418 65(600) 645 741 10 3 036 61(SOO) 22«»3 4*8 754 97 907 1 8 4009 123 495(500, 563(600) 00 874 1 0 5 045 87 200 31 72(1000) 423 607 07 718 I86'66 86 262 326«1 641(600) 975 1 5 7 087 145 374 478 50« 12 623 651«»»24 10012« 240(500) 368 401(1000) 825(600) 62 930 180083 HO 360 421(600) 83 80 538(1000) 821 8« 923 49 19 0072 76 20« 68 79 318 418 40 71 94 626 42 60 77 768 961 69 181434 90 507 36 731 864 912 192087(500) 329(500) 89 469«33 SS 680 96 816 1 9 3220(3000) 36 322 27«74 012 (600) 30 1 9 4610»98 1 9 5 092 370 922(3000, 84 1 96116 217 424 46 65 668 618 721 35 868 1 9 7 079(1000) 894 935 15000) 19 8023 30 70 196 217 21 37 368 699 621 63 701 65 73 819 40 63, 500) 964(500) 199113 16 46 238 446 82 689 613 74 773 818 85 73 ,800) 2 0 0007 135 60 336 430 98(1000) 519 931 89 2 01177 222 374 9« 676 879 995 2O2054(600) 345 423 65 90 618 727 63 810 2 0 3068 178 286 431 625 88 746 96 836 64 954(1000) 2 0 4020 60 330 488 633 606 83 711 73 999 2 0 5 547 939 200079(SOO) 86 227 326 43 663($001 836 63(500) 914 75 207134(600) 309 11 811(10 000) 76 973(500) 208185 430 634 70 83 91 932 2 0 8177(100U) 282 90 384 434 622 93 (1000) 783»47 80 915 21 0037 48 65 127(600) 71 242 63 83 399 468«10(1000) 15 16 30 83 737 63 904(3000, 211156 69 309 417 73 93? 212019 65 363 479 646 610 789 93 827 63 902 67 21 3039 65 123 229 67 353 404 651 67(600) 31 607 793 3* 4311 437 628 73 683 (3000) 911 35 90 21 5047 148 311 18 44 875 723(1000) 74 982(600) 2 1 0066 70 153 71($00) 234 00 438 606 680(500) 780 807 19 2»»82 2 1 7124 50(»00) 223 44 343 409 631 644 78 751(3000) 83 34« 95« 72 2 1 8193 230 323( 500) 58 493 609 768 808 21S'«4 421 609 93 670 711 843 925 96 22001« 136 204(3000) 17(1000) 372 2 21087 429<8 766 868($00) 2 2 2007 200 367 411 663 686 793 970 2 2 3043 44 136 34$ 68 403«4(600) 686 73?$8 67 92 837 911 49 94(3000) 224251(500) 634 790»47 928 93 2 2 5168 368 473, 3000) 82(3000) 679 671 93(1000) 705 44 2 2 6086 276 449 930 33 (600) 84 2 2 7 316 42 71 642 90 702 44 850 928 88 2 2 8034 163 88 407 80 662 99(1000) 718 26 79 2 2 9002 12 17 73 175 661 77 712 39 63 64 872 2 3 0038 70 93 198 322 486 94 670 700 851 231004(3000) 8 168 624 83(600) 640 707 19(1000) 42 835 82(1000) 90 2 3 2230 321 630 80 624 47 61 910 2 3 3203 71 473 605 62 617 738(600) 42 864 924 'BeranrMkVt iMclWfc Älfred NMölln. Für den FtiMRerttfl veMiito.: Tb.«locke. Berlin. Druck ii.Verlcta: Borwärt«»uchbruckerei u. ÄNlagsanstalt Paul Singer& Co,»erlm SW. Hr. 814. 32. Jahrg. KcM-KtW des Mmck" ftr 18. Hovtkibrr 191Z. Eingegangene Druckschriften. Von der„Neuen Zcit� ist soeben das 7. Heft vom 1. Band des ?4. �ofirgonpi erschienen. Aus dein Lubalt dcS Heftes beben wir hervor: ?ic Gewerkichasten und die Partei. Von Gustav Eckstein.— Der Resor- inismns und die Krise in der Sozialdemokratie. Vo>»Edinund Fischer.— Der Welthandel im ersten Kriegsjahr. Von Lp.— Feuilleton: Eiii Kapitel aus der modernen Vererbungslehre. Zum Gedächtnis Gregor Mendels. Von Dr. S. Drucker.— Literarische Rundschau: Erich Rothcr, Die Sozial- dcinokratie ani Scheideweg. Von G. Eckstein. Paul Rohrbach, Rustland und wir! Von Lp. Zlllgcmcine Biologie. Von Lipschütz. Dr. Aisred Bcrlholct, Religion und Krieg. Von Lcctor. Wilhelm Klemm, Gloria! Von Hermann Wendel. H. Ehr. tllndersen, Satiren. Von R. Grötzlch. Die„Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buch- Handlungen, Poitanstalten und Kolporlcure zum Preise von Z,2ö M. pro Quartal zn beziehen: jedoch lann dieselbe bei der Post nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Hcst tostet 2'> Psennig. Probenummern stehen jederzeit zur Versiigung. Von der„Gleichheit". Zeitschrist für die Interessen der Arbeiterinnen, ist uns soeben Nr. 4 des 2<3. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer beben wir hervor: Ein Notschrei der Frauen an die Be- Hörden. Von Luise Zieh.— Ein Förderer der Arbciterinnenbewegung.— Das Echo der Zimmcrwalder Konsercnz.— Die Fortsührung der Mutter- schastssürsorge. Von Fr. Klceis. lSchluß.)— Aus der Bewegung: Von der Agitation.— Notizenteil: Für den Frieden.— Sozialistische Frauen- bcwegung im Ausland.— Frauenarbeit.— Die Frau in öffentlichen Aemtern.— Soziale Gesetzgebung.— Dienslboienfragc. Tic„Gleichbcit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Ps. Durch die Post bezogen beträgt der Abonnementspreis Vierteljahr- lich ohne Bestellgeld 55 Ps.; unter Kreuzband 85 Ps. Jahresabonnement 2/30 Mark. Vom„Wahren Jacob" ist soeben die 23. Nummer deS 32. Jahrganges erschienen. Der Preis der Nummer ist 10 Pf. Probennmmern sind jederzeit durch den Verlag I. tz. W. Dich Nachs. G. m. b. H. in Stuttgart sowie von allen Buchhandlungen und Kolporteuren zu beziehen. TeubucrS Kleine Iprachbuchcr. 1. Französisch. Von Pros. O. Boenier. 2. Gnglisch. Von Prof. O. Thiergcn. Einzeibändchen 2,40 M.— B. G. Tenbiier, Leipzig. „Tie Tat". Sozial-religiösc Monatsschrift. Hcst 8. 1,20 M.— E. Diederichs, Jena. Kriegokartc 3. Der Krieg in Frankreich und Flandern. 1 M.— D. Reimer, Berlin L3V 48. Die Bestimmung der Teutschc» in Mitteleuropa. Von H. Nllmann.(Tat-Flugschr. 11) 80 Ps.— E. Diederichs, Jena. llniversal-Bibliothek. 5805: Ter Richter. Ruhetag. Schauspiel und Szene von M. Bernstein. 20 Ps.— PH. Reclam, Leipzig. ÄZ Jahre deutscher GemcrkschaftSbewegung ILSO— 191». Erilincnmgsschrist von Paul Ilmbreit. 185 S. geb. 3 M. Für die Gewerk- ! chaslsmitgkicder bei Bezug durch ihre Organisation 1.00 M.— Verlag Gcnerallommissio» der Gcwcrkschasteii Deutschlands. Berlin. Engeluscr 15. Krirgoschiffoverluste unserer Feinde. Blait 4: Mai biS Milte Oktober 1015. 40 Pf.— I. F. Lehmanns Verlag, München. Flugschriften für Cestcrreich-IIiiqnril? Gttvnche«. Hest 3,4: Die Versorgung der Kriegsinvalidcn und ihrer Hinterbliebenen. Van Dr. G. Marchet. 2 Kronen.— E. Stracke, Warnsdorf in Böhmen. Gi» deutscher ArbeitSnachluriS in feiner geichichtlichen Eni wicteiliug. Von Dr. Erdmann Graack. 2.50 Ä.— E. Heimich, Drcsdcn-N. Reichsfiuauzreform»nd Jiinerc Rcichopolitik lKvli— 1913. Von Dr. H. Teschemacher. 2 M.— J. Springer, Berlin W 9. Ter Krieg im Balkan und der Türkei.(Kriegsstandsk. 2.) 1 M. — D. Reimer, Berlin S\V 48. ilniversal- Bibliorhek. 5801: Sonderbare Geschichte». Von A. Friedmaim.— 5802; Emanuel Geibrl. l Dichter- Biographien. 19 Bd.) Von M. Mendhcim.— 5803/4: Mobainmed und die Well de« Islam. Von S. Rehm.— 5805: Ter stiichtcr. Schauspiel von M. Bernstein.— 580 ö: lliikerc feldgraue» Helden. 3. Ulanen der Luft. Anszeichniingen, bcarbcilet von Zt. Hehmann.— 5807: Bon« Tode für das Baterland. Bon Tb. Abbl.— 5KM— 5810: Kampagne in Frankreich 1793. Von Goethe.— Einzelnummer 20 Ps.— PH. Reclam, Leipzig. Ier weitests Weg ist lohnend! Günstige Kaufgelegenheit in Sehnbvaren! ~ 10% Rabatt= erhält jeder Käufer auj alle Waren laut A'orzeigung- unserer Annoncen! Einige Beispiele:"NE Schwarze Damen-Sehnlirschuhe oqfi mit Lackhappe............. 0,öü Schwarze Damen-Schnürstiefel mit Lacklcappe............. ö.TtÜ Diverse Lackhalbschuhe � 4,95-3,95 Mädchen- u. Knaben-Spallschnürsliefei Restbcstäindc 31-35 0,90 22-30 0,45 Herren-Schnürschuhe mit Lackkappe.. 11�45 Schwarze u. braune Kinderstiefel 0 bis Größe 22.............. 4,Z3 Plüschpaiilolfeln für Damen.... 0,98 Großes Lager in Kamelhaarschuhen und Turnschuhen etc. Beschränkung-en in Abgabe von Quantitäten vorbehalten. Keiner versäume zu gehen nach SehuhhausKuntzefii Gr'oße Frankfurter Str. 83 Ecke IJarsiiinsstraße Sonntags nur von 12—2 Uhr geöftnel! Außerordentlich billig kaufen Sie Ihre Sehnli waren bei uns 6C/-»PilaA'ia#* unseres reichsortierten Otnidger Lagers sind: 850 950 10" Damen-Stiefel§50|Q25 1150 in eleganten Formen•••• Damen-Halbschuhe 790 Kleganto Form mit Derby-Lackkappe.. Leder-Hausschuhe 150 Gelegenheitskauf, Größe 38— 42..... � Herren-Stiefel Moderne Form mit Lackkappe..... Herren-Stiefel Elegante Form, mit und ohne Laekkappe Herren-Stiefel Extra starke Qualitäten........ Schuhhaus F. PotolowskjM Große Frankfurter Str. 141, Ecke Fruchtstraße. In allen meinen Verkaufsstellen offeriere heute Billige LebensmiHei Gute Eßbutter..........;.. a Pfund m*. 2,40 Allerbeste Tafelbutter.........,„ 2,50 Gute Kocheier.......... stück 18 pf und 20 pl Romatour, echt Allgäuer......... stück 5(1 pr. la Tilsiter Vollfettkäse....... apiund Mk 1,40 Echt Bayerischer Bierkäse 1,20 FF. Zuckerhonig...........„.... 0,35 Neue Obstmarmelade..........„ 0,48 Vierfrucht-Marmelade vorzögi. schmeckend,„„ 0,58 Pflaumenmus la Qualität..........„ 0,50 Erdbeer-, Aprikosen-, Kirschmarmelade,. 0,78 C Obige Marmeladen in 25-Pfund-Bleclieimern � ❖ ❖ ❖ ❖ pro Pfund 2 Pfg. billiger. 5 ❖ ❖ ❖ J J. F. Assmann Buttergroßhandlung 35 Zweiggeschäfte in Groß�Berlin. . Haben Sic empfehle nach Mast passend ! gcarbciictc Siiiteeinlagen sowie j Ii uu e t> b a nB- lilchterfelde, Lankwitz:§. 3 e nt i c e, Alfen ffr. 3 in Steglitz. Geöffnet von j 11— l'/j und von 4'/»— 7 Uhr. Friedrichshagen. Flchtcnan, Rahnsdorf, Schöneiche. Kl.-Schönebeck: Ernst W e r I m a n n, Friedrichshagen, Köpe- j nicker Straffe 18. Grünau: Franz Klein, Friedrich ftr. 10. Johannisthal. Rndow: Max K o n s ch u r. Parkstr. 23 Karlshorst:.Hermann ÖtUing, Dönhoffstr. 28.. Königs-W»sterhnnsen, Wildau, Xlederlehrne: Fnedrich B a u m a n n, Luckenwalder straffe 5. Köpenick: Emil Wiffler. Kietzerstr. 6. Laden. Geöffnet von morgens 7 Uhr bis abends 8 Uhr. Lichtenberg 1. Friedrichsfelde. Hohenschönhanscn: Ober-Schöneweide: Alsred Bader, Nilbelmiiienhofstr. 17, Laden Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Fankow, Xlcderschönhausen. Xordend. Frz.-Bnch- holz, Blankenburg: Riffmann. Mühlenstr. 30. Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Reinickendorf- Ost. Wilheimsrnh und Schönholz, P. G u r s ch. Proviuzsrr. 56, Laden. Geöffnet n. 11—1'/, u. 4'/,— 7 Uhr Schenkendort b.Königs-Buslerhaujen; Ehr. H a n t s ch f e, Dorsstr. 10 Wilbelin n n nt I p v fi» ititt&ftrjtL-. 69. im �abßlt von! 11— 1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Schöiihaiiser Vorstadt Geöffnet von 11—1'/. und von .A dzershof: Karl Schwarz 7 Ubr morgens bis 3 Uhr abends.. Alt-Klienicke. Falkenberg: Wilhelm Dürre, Kopemcker Str. 6. H. Hornig, Marientbaler Str. 16, I. Bernau, Köntgental, Zepernick. Schönow, Schon brück und Buch: Heinrich B r o s e, Mühlenstr. ö, �aden. � Bohnsdorf: Paul Gensch, Bohnsdon, Genoffenichaffshaus. .Paradies".„... Charlottenburg: Gustav S charnb erg, sesenheimer«tr. 1. Ge- öffnet von 11—1'/, und von 4'/.— 7 Uhr. Schöneberg: Wilhelm Bäumler, Marlin Lutherstr. 69, im: Geöffnet von 11— 1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Spandau, Xonnendamm.'Staaken. Seegefeld und Falkenhagen: Schumacher, Bretteslr. 64. Geöffnet von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Tegel, Borsigwalde, Wittenau. Wajdniannslnst' Hcrnisdorf, Hohen- Xeuendorf, Birkenwerdep, Freie Scholle u. Reinickendorf- West: Paul K i e n a st, Borsigwalde, Räuichitraffe 10. Geöffnet von 11—1'/, u. von 4'/,— 7 Uhr Wrrteor,ci>s,oi,»i;, im,:.khau-,... Jeitow: A. S ch u I z e, Lindenstr. 17. Otto S eitel. Wartenbergstraffe 1(Laden). Geöffnet von 11—1'/, mtd� Tempelhof: Joh. Krohn. Sorussiaitr. 6. � nnn vi—7 Ufr i Treptow: Rod. Gramenz. Slici�oizitiasc 41-,-aoen. Geöffnet von .-'-2 w» n--... Sk#-««nian• w Wnfatt-l 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. .. eiben«ee, Heinersdorff: Gust. o 13 f o p f. Lertiner Allee 11, Wilnicrsdorl, Halcnsce, Schniarscndorff: Paul Schubert, Mariendorf Hartenfelde: August L-ip, Chausseestr. 29. � Zeuthen, Siersdorf: WilH. S ch u 1 z.Zeuthen. Ziethenstr. 16. Vcuenhagen, Hoppegarten: Gustav Bcr gm an N, Königsallee Zossen: Rönncbeck, Stubeurauchstr.-i. Ecke Eartenstraffc. :®vcifcn�9cncr Ätr-"■ IjIC'r�n 1�— Uhr'. WciU. tto�«ismarckstr. 28. Geöffnet von nahÄ�S.Uorf, Biesdorf: P-H-bb-rg. Kau.s� Wilrnn Neukölln: 2/l. Heinrich, Neckarstr. 2, im Laden. Geöffnet von 9—2 und von 4— 7 Uhr i Neukölln. Britz: Rohr, Siegsriedstraffe 28/29. Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Xicder- Schöne weide: Wilhelm Unruh, Bruckenstr. 10, II. X owawes: Karl Krähnberg, Friedrich kirchplatz 27. Sämtliche Partelliteratur sowie alle wisjenschastlichen Werke werden gelieser: Sonntag» sind die Ausgabestellen geschlossen.