Kr. 815. flbennefflents-BcdlnQansni: BbonnemenM• Vreit pidnumemnb«! BiencIiaStl ISO Ml. monaü. UO Mt, wöchemlich 26 Cffl. frei int Hau». Sinjelne Nummer S vlg S-mnlag»- nummer m>! illuktriener Sonntaz»- Vellage.Die Neue Welt' 10 B'a. Post- llborinemenl- 1,10 Marl vro Monat Eingerrage» M die Post» Zeiluno»- Preisliste llmer Kreuzband wx DeuiiMair» und Oesterreich. Ungarn Marl istr da» übrige Ausland « Marl l>ro Mm-at Posiabonnemenl» nehmen an: Belgien, Dänemarl, Holland. Stalten. Luxemburg, Portugal, Kumänicn, Schweden und die Schwei» «chilill lZzstch. Derlinev Dolksblnkk. 82. Jahrgang. Me Tnlertlons-Gebüftr »«trügt für die scchSgestiallene Koloucl- »elle oder deren Raum SO Pfg,, für polt tische und gewerlfchaftliche Wereins. und BersammllNlgS-Anzeigeil 30 Pfg, „Alelne Än-eigen", das scttgedrullie Wort 20 Pfg,(zulässig Lfetlgedruclte Worte), sedeS weitere Wort 10 Psa, Stellengesuche und Schlafsiellenaw »eigen das erste Wort 10 Pm„ jedes weitere Wort S Pfg, Worte über 15 Buch- stadcn zählen für zwei Worte. Anscralc mr die nächlts Nummer müjieu bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition ubgcgeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends gellffnet, Delegrannn- Adreffe: »ZsbisIllemoMl Btrlin". Zcntralorgan der fozialdemokratifcben parte» Deutfchlands. Redaktion: EW. 68, Lindenstraße Z. Zsernivrecher: Ami Mortupla«, Rr.»Sl SO—»Sl S7. Expedition: SW. 68, Lindenstraße Z. Kernipreche?: Amt Moristpla«, Nr. lül SV—»S» S7. hMölkige MM»er Mm bei Mz onpiefeo. Der stampf um die Schweinefleifchpreife. Die Höchstpreise für Schweine und Schweinefleischvreisc festsetzende Verordnung des Bundesrats vom 4. d. Mts. ist vorgestern, am Freitag, in Kraft getreten. Obgleich die Be- stimmnngen der Verordnung durchaus klar sind, haben sie doch in der Presse teilweise die sonderbarsten und Widerspruch- vollsten Auslegungen gefunden. So wurde z. B. mehrfach berichtet, der Höchstpreis des Schweinfleisches für Grotz-Berlin sei auf 1 M. 52 Pf. festgesetzt, und ferner wurde geräucherter Speck einfach zu den rohen(frischen) Fetten gezählt und als Höchstpreis dafür l M. 80 Pf. genannt. Das ist unrichtig! Wie schon in der vorigen Sonnabendnummcr des„Vor- wärts"(vom 6. November) dargelegt worden ist, beträgt der festgesetzte Höchstpreis für Schweinefleisch in Berlin und seinen Vororten 1 M. 40 Pf. pro Pfund. Mehr darf der Schlächter weder im Laden noch auf öffentlichen Märkten fordern, auch nicht für die sogenannten besseren Fleischstücke, wie Schweine- filet, Karbonade, frischen Schinken usw. Fordert der Schlächter mehr, so kann er nach ß 9 der Bundcsratsverordnung mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Gefängnis bis zu sechs Monaten bestraft werden. Nur für frische(rohe) Fette, also Rückcnfett und Liesen, gilt ein Ausnahmevreis von 1 M. 80 Pf. pro Pfund. Geräucherter Speck und Schmalz zählen nicht zu den frischen Fetten. Für sie wie auch für ge- räucherten Schinken, Schinkenspeck, Pökelware und Wurstwaren sollen erst in den nächsten Tagen durch die Gemeindebehörden entsprechend den erlassenen Ausführungsbestimmungen Höchst- preise festgesetzt werden. Wie Zeitungsberichte melden, soll in einer Versammlung der Berliner Fleischerinnung von der Jnnungsleitung erklärt worden sein, die Berliner Stadtverwaltung habe sich damit einverstanden erklärt, daß vom 12. November ab die Fleischer zu den besseren Fleischsorten ein bestimmtes Quantum ge- ringeren Fleisches oder Knochen beilegten, einem rohen Schweineschinken z. B. Kopffleisch. Schnauzen, Ohren usw. oder einem Kotelettstück ein Spitzbein. Tie Meldung kann nicht richtig sein, denn wenn— was übrigens bestritten lvird— die Berliner Stadtverwaltung jene Absicht der Jnnungsfleischermcister gebilligt hätte, so hätte sie einfach ihre Kompetenz überschritten. Die Hausfrauen brauchen, wenn die Fleischermeister versuchen sollten, das ihnen von der Jnnungsleitung empfohlene Rezept auszuführen, sich durchaus nicht gefallen zu lassen, daß der Fleischer den von ihnen verlangtem Lauchschweinefleisch, Rippenstück oder Rückenfctt andere Fleischsorten oder Knochen beifügt und mit verwiegt— ebensowenig, wie sie zu dulden nötig haben, daß ihr Kaufmann ihnen, wenn sie ein Pfund Kaffee fordern, ihnen nur Va Pfd. wirklichen Kaffee und für das fehlende andere halbe Pfund irgend welchen minder- lvertigen Kaffee-Ersatz verabfolgt. Versuchen die Schlächter- Meister derartige Praktiken, so sollten die Hausfrauen die Annahme energisch verweigern und sich nötigenfalls an die Polizei wenden. Ein Kunde hat auch dann nicht nötig, die minderwertigen Beilagen mit zu übernehmen, wenn der Schlächtermeister geltend macht, er hätte nun einmal das be- treffende Fleischstück abgeschlagen und könnte es jetzt nicht mehr anderweitig zum vollen Preise los werden. Hat die Hausfrau belspielweise Schweinebauch gefordert, so braucht sie sich keine Spitzbeine, Ohr oder Schnauze aufdrängen zu lasten. Sie braucht sich auch nur so weit K n o ch e n b e i l a g e n gefallen zu lassen, als solche Beilagen schon bisher allgemein in den einzelnen Gegenden und Gemeinden üb- l i ch waren. Nachdem endlich nach langem Drängen die Regierung einigermaßen energischer durchgegriffen und Maß- nahmen angeordnet hat, die geeignet sind, die enormen Schweinefleischpreise beträchtlich herabzusetzen, dürfen diese Maßnahmen in keinem Fall an der Gewinnsucht eines größeren oder kleineren Teils der Jnnungsfleischermeister scheitern. Es war übrigens nach den bisherigen Erfahrungen von vornherein laum zu erwarten, daß die Schlächter mit den Bestimmungen der Bundesratsverordnung zufriedener sein würden als die Schweinezüchter. Für niedrige Viehpreise sind die Schlächtermeister stets eingetreten, während sie Hohe Fleischpreise immer für vorteilhaft gehalten und sich der Ein- fuhr von frischem, gekühltem und gefrorenem Fleisch aus dem Auslande widersetzt haben. Es ist deshalb auch durchaus be- greiflich, daß sie heute wieder, wie schon so oft erklären, sie oermöchten mit der Spannung zwischen den Schwcinepreisen und den Schweinefleischpreisen nicht auszukommen und sähen Miiiis Des Men SmlWlllm. Amtlich. Großes Hauptquartier, de» 13. November 1315. Laut„Seeolo* soll ein »euer Skandal wegen M i I i l ä r l i e f e r n n g e n, i» den der römische Journalist Bonaretti und der Advokat Timoncini verwickelt seien, bevorstehen. Neue Auisehcu erregende Berhaitungcn werden erwartet. knüpften. Auch diese verflüchtigten sich, zumal iu Belgrad ange- sichts des unerusten und unpassenden Benehmens der Offiziere, die die französische Regierung mit Artilleriematerial nach Serbien ge- sendet halte. So gab es denn, als L a p t s ch e w i t s ch im Juni eine leideuschafiliche Rede für den Frieden hielt, zwar in der Skup- schtina großen Skandal, aber es war bloß eine schwache Mehrheit, die in das Geschrei mit einstimmte. Auf die meisten hatten die Worte:„Genug mit der russischen Gefolgschaft! Wollt Ihr aus Serbien ein Belgien machen?" ihren Einbruck nicht verfehlt, und das zeigte sich bald. Die Rede Laptschcwitsch', die die bürgerliche Presse geflissentlich verschwieg, wurde nämlich von den„Radnicke Novine" im Wortlaut gebracht, und dafür wurde nicht nur das Blatt eingestellt, sondern auch sein verantwortlicher Rodakteur Laptschewistch in Auklagezustaiid versetzt. Man mußte aber von der Skupschtina seine Auslieferung verlangen und der Justiz- minister Ljuba I o v a n i w i c hielt zu diesem Zwecke eine lauge, leidenschaftliche Rede, die eine große Debatte entiesselte. P a- schitsch selbst ergriff das Wort, um den Ausführungen des Justizminffters Gewicht zu geben. Seine Trabanten riefen im Chor:„Liefert sie auö, die JBerräter!" Vergebens. Mit graßcr Mehrheit lehnle die c-kup schtina die Ausliefe- r u n g ab. Die„Radnicke Novine" erschienen alsbald wieder unter dem neuen Namen„Die Zukunft" und fetzten die FriedenSakrion fort. Die ivarnendc Stimme der serbischen Sozialdemokratie Hütte vielleicht mehr Gehör gefunden, wenn nicht allgemein der Glaube verbreitet gewesen wäre, daß eine neuerliche, österreichisch-ungarische Offensive nicht zu erwarten sei. Allgemein wurde mir in Belgrad gesagt, daß die Offensive überraschend kam. Als aber die Offensiv- absicht der Zcntralmächte klar zutage trat, begann eine Massen- flucht der bürgerlichen und klcinbürgerlicheii Bevölkerung aus Belgrad, die die Stadt völlig verödete, ehe noch die Granaten ihr Werk verrichtet hatten. Demnach sind etwa 20 000 Personen in Belgrad zurückgeblieben, und zwar fast ausschließlich die Ange- hörigen der allerärmsten Schichten. Sie wären dem Hunger preis- gegeben, wenn nicht die ebenfalls zu ihrer Vertretung zurück- gebliebenen sozialdemokratischen Gcmei, ideräte, an ihrer Spitze die Belgrader Parteisekretäre Luk.i P a v i t s ch e w i t s ch und Milan Dr agow i t sch, sich mit größter Energie der Approvffiinierung angenommen hätten. Unterstützt wurden sie von dem ebenfalls zu- rückgebliebenen altradikalen Vizebürgermeisicr Dr. Kosta Pipo- witsch. Die Geldmittel, die zur Verfügung sieben, sind sehr gering. sie belaufen sick auf höchstens 10 000 Dinare. Es ist aber zu hoffen, daß die Militärbehörde dem Wirken der Belgrader Volksvertreter die ausgiebigst: Ilntcrstützuug gewähren wird. Wir können das sogar zuversichtlich erwarten, denn unsere Et-,tvp?nkommandant?ii baben wiederholt bewiesen, daß es ihnen an Verständnis für die Lage vom Kriege schwer heimgesuchter Bevölkerungen und an der nötigen Hilfsbereitschaft nicht gebricht. Nslöung öer italienischen Heeresleitung. Rsm, 13. November. sW. T. B.) Amtlicher Heeres- bericht von gestern: Man meldet Einfälle unserer Abteilungen an der Mündung dcS Flusses Cameras in die Etsch. Die Eisenbahn- brücke zwischen Mori und SegKe wurde zerstört. Ebenso werden Einfälle in die Hochtäler von Calamento und Cia gemeldet. Im Hochtale von Cordevole dauerte unsere Offensive plan- mägig fort. Am mittleren Jsonzo ivurde gestern erbittert gekämpft. Auf der Calvarienhöhe wurde ein feindlicher Angriff, der bis auf einige Meier an unsere Gräben herangekommen war. durch unser mörderisches Feuer zurückgeschlagen. Hierauf stürmten unsere Truppen zum Gegenangriff vor, verfolgten den flicbenden Gegner, eroberten einen Schützeiigraben und nahmen siebzig Mann, darunter vier Offiziere, den Rest einer durch unser Feuer vernichteten Kompagnie, gcsangen. Auf dem Karst dauerte der Kampf den ganzen Tag über mit groffer Heftigkeit fort. Eni feindliches Wer! zwischen dem Kapuzinerwald und San Martina del Cario wurde erobert, auch wurden einige andere Forlschrille erzielt. Unsere Kommandanten beben einmütig die Tapicrkeit und den boben Opfermut hervor, von dem unsere Truppen sich in allen Wechielsällen des harten Kampfe! beseelt zeigen. C a d o r n a. Italienischer Dampfer torpediert. Rom, 13. November. auf ein amerikanisches Protektorat über Haiti hinausläust. kriegsbekanntmachungen. Pcrfcnditiigsvcrbot für Postkarten mit Anfklcbungcn usw! nach dem Auslande. Aus Grund deS§ D der Postoidimng vom 28. März 1888 werden bis aui weiteres nach dem nickit feindlichen Auslände, nach Belgien und Ruisisch-Polen nur Postkarten zugelassen, die aus einem Stück Sleupapier bestehen; Auf- oder Einklebungeit jeder Ari sind bei Postkarten m das nicht feindliche Ausland ujm. verboten. Es liegt zurzeit im vaterländischen Interesse, die Versendung von Aiisichisposikarieii in vas Ausland allgemem, auch soweit sie gestaltet ist, möglichst einzuschtänken. Sendungen an Kriegsgefangene in Frankreich. Für die d e» l s ch e n Kriegsgefangenen, die im Kriegs- gebiete des f r a n z ö s i s ch e n H e e r e s festgehalten oder dort t» Lazaretten gepflegt werden, ist derselbe Postverkehr zugelassen wie für die G.'angene» im Innern Frankreichs uiw. F» der Auf- schrifl der Briet- und Patelieudungeii und auf dem Abschnitte der Poiianwen'uitgen für Gefangene im sraiizösiichen Kriegsgebiete ist an Stelle des Bestimmungsorts anzugeben: Buroau des ronseignements sur los prisonniers do guerre, au Ministero do la Ouerro a Paris. Paketsendungen nach Serbien. Aerlin, 13. November. A»r t l i ch.(W. T. B.) Die Frei- gäbe des Prioatpaket- und Fracht gutstückverkehrs zu den Truppen in Serbien ist in avsehbarer Zeit int beschränkten Maße zu erwarten, �chori jetzt sind für einzelne Ver- bände günstige LerörderungS möglich reiten vorhanden oder in Aus- ficht. Damit diese Gelegenheiten gegebenenfalls ausgenützt wer- den, empfiehlt es sich, besonders dringende Sendungen für Angc- hörige der Truppen im Südosten unverzüglich den zuständigen Militär-Paketdcpols zrizusettde». Bei Zweifelir über die Zuständig- keit der letzteren wird Anfrage beim nächsten Militär-Paketdepot mittels der bei allen Postanstalteu erhältlichen grünen Toppcl- karten empfohlen. Gewerkschaftliches. Die öeutschen Gewerksthasten im Jahre 1 4. DaS„Corrsspondenzblatt" der Generalkominission bringt in seiner statistischen Beilage der gestrigen Nummer einen um- fangreichen, durch zahlreiche Tabellen illustrierten Bericht über die Entwickelung der deutschen Gewerkschaften im Jahre 1914. Die Mitgliederzahl der Verbände im Jahre 1914 wird Wohl nie eine Vergleichsziffcr, sondern nur eine historische Ziffer sein. Die Jahresdurchschnittszahl von 2 052 000 verliert ihren Wert, wenn wir sie mit der Mitglioderzahl im zweiten Halbjahr von 1 045 000 oder mit der vom vierten Quartal von 1 485O0O in Verbindung bringen. Im Jahre 1915 ist infolge der Einziehung zum Heeresdienst ein weiterer Rückgang zu verzeichnen. Am 31. Juli 1915 wurden in den Verbänden nur noch 1 180 489 Mitglieder gezählt. Trotzdem dürfte keine Ur- fache zur Besorgnis für den gesicherten Bestand der Qrgamsa- turnen gegeben sein. Dasselbe gilt bezüglich der weiblichen Mitglieder der Gewerkschaften. Mit jedem Monat der Kriegsdauer ist die Zahl der Arbeiterinnen, die in Industrie, Handel und Verkehr Be- schäftigung fanden, gelvachsen. Folgerichtig hätte auch die Zahl der weiblichen Mitglieder wachsen müssen. Diese Annahme hat sich leider als irrig erwiesen. Auch die Zahl der weiblichen Mitglieder ist zurückgegangen. Es kommen mancherlei Ur- fachen für die auffällige Erscheinung der Verringerung der ■Zahl der weiblichen Mitglieder in Frage, die stch kaum im ein- zclnen werden nachprüfen lassen. Der große Mitgliederverlust im zweiten Halbjahr 1914 mußte selbstverständlich die Finanzen der Gewerkschaften un- günstig beeinflusseit. Im ersten Halbjahr betrug die Ein- nähme an Beiträgen 37 717 301 M. oder pro Kopf der Mit- glieder 15,18 M., im zweiten Halbjahr jedoch nur 27 519 395 Mark, pro Kopf der Mitglieder jedoch 16,73 M. Die Ein- nähme an Beiträgen verringerte sich im zweiten Halbjahr um mehr als 10 Millionen Mark. Pro Kopf der Mitglieder bc- rechnet war sie dagegen um 1,50 M. höher als im ersten Halb- jähr. Diese Berechnung zeigt, daß die Jahresdurchschnitts- bercchnungen keine Uebersicht über den Stand der gewcrk- schaftlichen Organisationen im Jahre 1914 geben. Es ist des- halb in der tabellarischen Darstellung des„Corrcspondcnz- blatt" eine Dreiteilung vorgenommen. Die absoluten und pro Kopf'der Mitglieder berechneten Ausgaben sind für das erste Halbjahr, für das zweite Halbjahr und für das ganze Jahre 1914 gesondert berechnet. Besonders charakteristisch sind die Summen, welche für die Arbeitslosenunterstützung verausgabt werden mußten. Im ersten Halbjahr 1914 waren es 7 754 382 M., pro Kopf der Mitglieder 3,12 M., im zweiten Halbjahr 15 920 090 M., pro Kopf 9,08 M. Die letztere Durch- schnittSziffer zeigt aber nicht vollständig die Belastung einzel- ner Verbände durch Gewährung der Arbeitslosenunterstützung im zweiten Halbjahr. Es zahlten mehr als 15 M. pro Kopf der Mitglieder an Arbeitslosenunterstützung: Xylographen 48,57 M., Buchdrucker 45,24 M.. Bildhauer 33,20 M.. Hut- macher 30,55 M., Holzarbeiter 25,17 M., Lithographen 20,96 Mark, Glasarbeiter 20,76 M., Buchbinder 19,00 M., Zimmerer 18,44 M.. Metallarbeiter 17,17 M., Tapezierer 17,01 Mark, Sattler 10,20 M. Trotz der gewaltigen Ausgaben hat sich das Vermögen der Verbände im Jahre 1914 nur um rund 7 Millionen verringert. Zum Teil ist diese verhältnismäßig günstige Finanzlage der Gewerkschaften darauf zurückzuführen, daß nüt Kriegsbeginn Unterstützung bei Angriffsstreiks nicht mehr gewährt wurde. Während im Jahre 1913 für Streiks uiw Aussper- rungen 10 079 254 M. verausgabt wurden, betrug die Aus- gäbe hierfür im Jahre 1914 nur 5 217 041 M. Von diesen entfallen auf das erste Halbjahr 4 004 705 M., auf das zweite 1 120 927 M. Bei der letzteren Summe ist zu berücksichtigen, daß der Juli 1914 zwar noch in die Weltfriedenszeit fiel, die wirtschaftlichen Kämpfe jedoch in gleicher Weise zu führen waren, wie in dem ersten Halbjahr 1914 und in den früheren Jahren. Die Ausgaben, die für Streiks im zweiten Halbjahr 1914 angegeben sind, stammen fast ausschließlich aus der Zeit vor dem 1. August. Sie sind erst später von den Zweigvcreinen der Verbände verrechnet worden. Die G e w e r k V e re i n e und christlichenGewerk- schaffen unterlagen in gleicher Weise wie die Zentralver- bände den Wirkungen des Krieges. Die Mitalicdcrzabl der Gewerkvereine ging von 100 018 im Jahre 1913 auf 77 749 im Jahre 1914 zurück, die der christlichen Gcwerksckxn'ten von 342 785 auf 282 744. Eine wesentliche Veränderung in dem Verhältnis der Mitgliederzahlen der gewerkschaftlichen Zentralverbände zu denen der Gewerkvcreine und christlichen Gewerkschaften ist auch im Jahre 1914 nicht eingetreten. Im ganzen gestaltete sich das Bild der Entwickelung der deutschen Gewerkschaften unter dem Kriegszustände weit er- freulicher, als dies zu befürchten war. Und das ist gut so. Denn beim Abbruch des Krieges harren der Gewerkschaften nicht minder umfangreiche, nicht minder wichtige und nicht weniger Opfer erfordernde Aufgaben, als dies beim Ausbruch des Krieges der Fall war. Die heimkehrenden Krieger werden ihre Gewerkschaften auch für diese Aufgaben gerüstet finden. Verlin und Umgegenö. AuL dem Friseurgewerbe wird uns berichtet: Gleich allen anderen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen hat der Magistratskommiffar für die Kriegsbcschädigtenfürsorge auch dem Zweigverein Berlin des Verbandes der Friseurgehilfen anHeim- gestellt, wegen der Errichtung einer Arbeitsgemeinschaft für die Äriegsverletzten mit den übrigen Berufsvereinigungen in Verbin- dung zu treten. Der Zweigverein übertrug diese Mission dem Kartellausschutz der Friseurgehilfenvereine Berlins, dem er eben- falls angeschlossen ist. Dieser setzte sich nun mit den Vorständen der Innungen und Freien Vereinigungen in Verbindung. Deren Vertreter bekundeten jedoch von vornherein wenig Neigung und Verständnis für die Sache. Sie beriefen sich darauf, datz bereits eine ganze Reihe Fürsorgeeinrichtungen bestehen, die Zahl der Iricgsvcrlctzten Friseure dagegen wahrscheinlich recht gering sein werde und die Meistervereinigungen für diese schon Sorge tragen würden. Die von den Gehilfenvertretern vorgelegte Resolution besagte u. a., datz-in jedem Falle der Grad der verminderten Arbeitsfähig- keit uird die Art der verminderten-Arbeitsverwendung zu prüfen und ein angemessener Mindestlohn vorzusehen sei. Die Meisterver- treter wehrten sich jedoch mit Händen und Fützen dagegen, datz irgendwie von Lohn in der lllesoluüon die Rede sein soll. Ja, mehr noch! Als die Gehilfenvertreter sich bereit erklärten, anstatt„einen angemessenen Mindestlohn"„einen angemessenen Lohn" zu setzen und die Meistervertreter auch damit noch nicht einverstanden waren, verwarfen sie auch den weiteren Vorschlag der Gehilfenvertreter, statt dessen„angemessene(oder entsprechende! Arbeitsbedingungen" zu setzen. Damit war denn nun ooch die Nachgiebigkeit der Ge- hilfenvertreter erschöpft und die drei Sitzungen mit den Arbeitgeber- Vertretern damit resultatlos verlausen. Von Gebilfenseite war darauf hingewiesen worden, datz eS sich nicht darum handeln könne. kriegsverletzte Friseurgehilfen zu ungünstigen Lohnbedingungen unterzubringen, da diese sich dann mit Zuhilfenahme ihrer Rente selbständig machten und zu billigen Preisen arbeiteten. Demgegen- über hielt Herr Leopold, Obermeister der Barbier- und Friseur- Innung, die Gehilfen verpflichtet, auch bei kriegsbeschädigten Selb- ständigen nicht in Arbeit zu gehen, wenn diese zu geringen Preisen arbeiten. Es war den Meistervertretern auch nabegelegt worden, die Gelegenheit nicht ungenützt zu lassen, durch Schaffung einer Arbeitsgemeinschaft das Ansehen des Gewerbes zu erhöhen. Auch diese Aussicht vermochte nicht das Verhalten der Freien Vereinigung und der Innung zu beeinträchtigen. Die Gchilfenvercinigungen werden nun selber für ihre kriegs- beschädigten Kollegen sorgen, womit diesen wahrscheinlich inehr ge- dient ist, als es nach Lage der Verhältnisse von einer Arbeits- gemeinschaft mit den Mcisterkorporationen zu erwarten war. �uslano. Lohnkämpfe in der Schweiz im Jahre Etwas spät veröffentlicht die„Gewerkschaftliche Rundschau" die Statistik der Lobnkämpfc im Kriegsjahr 1314. In 155 Fällen waren es friedliche Lohnbewegungen mit 16 111� beteiligten Arbei- tcrn in 857 Betrieben an 162 Orten. An 27 Streiks waren 1353 Arbeiter in 186 Betrieben an 35 Orten beteiligt. 4 Aussperrungen erstreckten sich auf 1755 Arbeiter in 18 Betrieben an 5 Orten. Davon kamen allein 1724 Arbeiter auf 7 Uhrenfabriken an 2 Orten, wobei es sich um die grotze Aussperrung der Uhrenarbeiter in Grenckien und Umgebung handelte. Für 255 284 Kampftage wurden 733 373 Frank an Unterstützungen bezahlt. Erreicht wurden für 1282 Arbeiter in 130 Betrieben eine wöchentliche Arbeitszeit- Verkürzung von 5538 Stunden; für 2713 Arbeiter in 252 Betrieben eine wöchentliche Lohnerhöhung von 6333 Frank; für 1216 Arbeiter in 165 Betrieben verschiedene Lohnzuschläge und für 243 Arbeiter je einen 41- tägigen alljährlichen Ferienurlaub. Abgewehrt wurden mit Erfolg für 1335 Arbeiter Arbeitszeitverlängerungen von 2533 Stunden die Woche und für 3333 Arbeiter Lohnreduktionen im wöchentlichen Betrage von 17 648 Frank. Also schätzenswerte positive Erfolge und wertvolle Verhinderung kapitalistischer Ver- schlechterungsgelüste. Dabei entfallen so ziemlich ausschlietzlich alle Lohnbewegungen auf die sieben Friedensmonate vor dem Kriege. Ter Tod des Syndikalisten Corridoni. Der als Fübrer der mißglückten Generalstreikbewegung des Jahres 1313 in Mailand auch international bekannte Syndikalist Filippo Corridoni ist im Kriege gefallen. Der Verstorbene stand auf dem ertremen Flügel des Syndikalismus und hat daher allezeit unsere Partei heftig und rücksichtslos bekämpft. Unserer Ansicht nach war seine Wirksa keit unler der Mailänder Arbeiter- schast unheilvoll, weil sie den Zwiespalt schuf und mehrte und den Streik als revolutionäre Gymnastik empfahl, wie aussichtslos er auch immer sein mochte. Der unglückliche Ausgang des Mailänder Melallarbeiterstreiks mit dem sich daran anschließenden General- streiksversuch hat die italienische Gewerkschaftsbewegung zweifel- los sehr erschüttert. Als der europäische Krieg ausbrach, stellte sich Corridoni, wie alle Syndikalisten, auf die Seite der Jnterventisten. Mannhafter als manch anderer Verfechter der italienischen Jnter- vention ließ er dann dem Worte die Tat folgen und ging als Frei- williger in den Krieg, als Italien an dem großen Konflit teilnahm. Corridoni stand Mitte der dreißiger Jahre und war von Beruf Holzarbeiter. AWERTHEIM 0. M. B. H. Die Weihnachts. 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Der Gesetzenttvurf will, daß bei Zu- Widerhandlungen gegen§ Ob des preußischen Gesetzes über den Belagerungszustand bei Vorliegen mildernder Umstände statt auf Gefängnis von einem Tag bis zu einem Jahr auf Haft oder Geldstrafe bis zu 1500 M. erkannt werden könne. Der Gesetzentwurf wäre voraussichtlich schon im August vcr- abschiedet worden, wenn der Abgeordnete Bassermann der dritten Lesung nicht widersprochen und so den Antrag seine? Fraktionsfrcundes zu Fall gebracht hätte. Der Widerspruch erfolgte, nachdem sich der Abgeordnete Genosse Dittmann zum Wort gemeldet hatte, dem bei der vorausgegangenen Debatte über die Zensur und den Belagerungszustand das Wort ab- geschnitten war. Aus Besorgnis, daß die gegen einen seiner nationallibcralen Freunde bereits in der Budgetkommission vorgenommene Stäupung im Plenum wiederholt würde, widersprach Abg. Bassermann der dritten Lesung. Es warfen sich nunmehr lebhafte Bedenken aus, ob jetzt der Entwurf ohne emch gründliche Aenderung— eventuell nach Vorberatung in einer Kommission— zur Annahme gelangen kann. Im August verzichteten die Fraktionen, insbesondere die sozial- demokratische, aus Abänderungsanträge in der Voraussetzung, daß der Entwurf noch iin August verabschiedet würde, damit ivenigstens in einigen Fällen verhindert werde, daß wegen Lappalien auf Gefängnisstrafe erkannt werden müsse. Diese Voraussetzung ist setzt fortgefallen. Ter Entwurf be- darf insbesondere mit Rücksicht aus erhebliche Schäden, die der noch immer fortdauernde Belagerungszustand mitstmit der Aufhebung der Prcßfrcihcit gebracht hat, erheblicher Aenderungen. Der Belagerungszustand sollte ja nach Ab- schluß der Mobilmachung in Fortfall kommen. Tie Mobil- machung ist seit länger als einem Jahre beendet, der Be- lagerungszustand initsamt der Zensur besteht aber immer noch. Er beeinträchtigt in erheblicher Weise die persönliche Freiheit und wichtige ideelle und materielle Interessen. Weshalb zunächst soll in der Novelle nicht an Stelle der Gefängnisstrafe ganz allgemein Geld- oder Haftstrafe treten? Ferner wäre die Streitfrage, ob der Nichter berech- tigt ist, zu prüfen, ob die Anordnung der Oberbefehlshaber wirklich im Interesse der öffentlichen Sicherheit erfolgt ist und diesem Interesse dient, durch ausdrückliche Feststellung dieses Rechts im Gesetz zu regeln. Nicht minder erforderlich ist die Regelung einer Beschleunigung des Verfahrens zur Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen gegen den FiskuS und den Oberbefehlshaber wegen verfehlter, fahr- lässiger oder sonst unberechtigter Anordnungen. Die das Allgemeinwohl schädigenden Wirkungen des Belageruugs- zustandes, insbesondere die Tatsache, daß seit dem August der Belagerungszustand nicht gemildert, sondern verschärft worden ist, verlangen, daß die Novelle zum Belagerungszustand nicht verabschiedet werden darf, ohne daß Sicherungen gegen eine Verletzung der p c r s ö n I i ch e n Freiheit der Staatsbürger, das Vereins- und V e r s a m m l u n g s- recht und gegen die Vexationen der Presse erfolge. Tic Anordnungen der Oberbefehlshaber sollten nach dem Ge- setz allein von einer unparteiischen Rücksichtnahme auf das Interesse der Sicherheit diktiert sein. Es darf neben oder a n S t e I l e der im Belagerungsgcsetz ausgesprochenen Straf- androhung nicht eine richterlicher Nachprüfung entzogene Bestrafung Platz haben. Das ist aber heute der Fall. Denn nicht anders wirkt heute die sogenannte Militädchutzhaft, die Einengung der reichsgcsetzlichcn Schranken des Ver- eins- und Versammlungsrechts und die Zensurmaßregcln gegen die Presse. Die endliche Befreiung des Vereins- und Versammlungsrechts und der Presse von den Fesseln des alt- preußischen Belagerungsgesetzes ist in der jetzt zur dritten Lesung stehenden Novelle möglich und nötig. Ein gemeinsamer Wunsch. Es liege, so meint die„Zlrcuz-Zeitimg' in einer Besprechung über gewisse im Ausland verbreitete Gerüchte, System in den immer wieder auftauchenden Behauptungen von deutschen Friedens- angeboten. Aus diese Weise werde es der fremden Presse ermög- licht, die Mär von einem starken FricdensbedürfniS Deutschlands zu verbreiten..Ob solche Aeutzerungen und Illusionen�, fährt daS Blatt fort,„wohl möglich wären, wenn eine freie Aussprache über die FriedcnSziele dem Ausland eine Vorstellung davon gäbe, was das deutsche Volk als Lohn all seiner Opfer und An- strengungen in Wahrheit von dem künftigen Frieden erwartet? Sieht man denn nicht, wie sehr uns dies erzwungene Schweigen iu die Hinterhand bringen mutz?' Der in diesen Fragen enthaltenen Forderung, das deutsche Volk seine Wünsche aussprechen zu lassen, schließen wir uns selbstverständ- lich an, nur möchten ivir sie— und wir Kossen, für diese Loyalität Anerkennung zu finden— dabin erweuern, datz zunächst die Regie- rung tias Wori ergreift, um der Diskussion über die Friedensziele eine Grundlage zu geben. Papst und Zcntralmächte. Zu, Ernennung VeS Münchener Nuntius Monfignore Dr. Ä.K r ü b w i r th zum Kardinal erfährt der„Bayer>sche Kurier', datz der Heilige SiuKl dem König von Bayern bei dieser Gelegenheit das Privileg erteilt hat, dem neuernannlen Kardinal das Barelt aufzu'etzen. Dieses Pnvileg habe nach dem Blatte bisher nur der Kaiser von Oesterreich und der König von Spanien, früher auch die Könige von Frankreich und Portugal genossen. Angesichts der Treibereien, die den Krieg gegen die Zentralmächte als einen Kampf zur Verteidigung der katholischen Kirche hinstellen wollen, sei es bezeichnend, datz der Papst bei der Ernennung der Nuntiuen in München und Wien zu kardinalen die Monarchen der beiden Staaten mit seiner Vertretung beauftragt habe. Auch sei dieser Vorgang ein Ve- weisder fortdauernden Neutralität des Heiligen Stuhles. das tägliche Srot. Wirtschaftliche Kricgspläne. In einer Verteidigung der Landwirtschaft im„Tag" teilt der Vorsitzende des„Bundes der Landwirte", Freiherr von Wangcnhei in einige interessante Details über die wirtschaftlichen Kriegspläne Deutschlands vor Ausbruch des Krieges mit. Daraus geht hervor, daß bereits im Mai 101-4 an den zuständigen Stellen mit Vertretern der Land Wirtschaft, der Industrie, der Hochfinanz und des Handels über wirtschaftliche Vorbengungsmaßuahmcn für einen Kriegs- fall beraten wurde. Er schreibt: „Bei einer im Mai 1V14 veraulatztcn Beratung dieser Frage konnte der Vertreter der landwirtschaftlichen Mitglieder gegenüber gegenteiligen Auffassungen darauf hinweisen, datz unter unserer jetzigen wirtschaftlichen Gesetzgebung die deutsche Landwirtschaft ihre Erzeugung an Roggen so gesteigert habe,... datz durch Zuhilfenahme von frischen und getrockneten Kartoffeln zur Brot- bereitung eine gewallige Verlängerung unserer Brotvorräle möglich sei. Die Versorgung inil Fleisch bleibe zwar rechnerisch noch»m wenige Prozent hinter dein sehr hochgeschraubten Bedarf zurück, werde bei weiser Sparsamkeit aber gleichfalls genügen. Vor allen Dingen aber ivieS er darauf hin, datz nunmehr der Augenblick gekommen sei, Ivo nach dem Grundgedanken des Antrages Könitz das Reich sofort mit der Aufspeicherung g r o tz c r Vor- räte vorgehen müsse, um für alle Fälle gesichert zu sein. Der Eindruck dieser Vorschläge war bei der Zusammensetzung der Ver- sammlung ein überraschend günstiger. So konnte der Herr Vorsitzende zum Schlutz mit hoher Genug- tuung feststelle», datz über die grotzen Miltel volle Einigkeit bestehe und nur in Einzelheiten der Ausführungen die Anschauungen teilweise noch auseinandergingen. Sofortiges Vorgehen auf dem erwähnten Wege wurde von allen Seilen bei der b c- d e n k l i ch e n politischen Lage für dringend notwendig erklärt.' Wenn bereits im Mai 1014 die Frage der Lebensmittel- Versorgung im Kriege eingehend geprüft wurde, dann ist es um so erstaunlicher, daß man Monat für Monat nichts getan hat, daß selbst die Brotversorgung erst nach einem halben Kricgsjahr, Anfang 1015, geregelt wurde und viele Fragen noch heute, November 1915, der Lösung harren. Ein leerer Schwcincmarkt. Fünf Minuten nach Eröffnung des gestrigen- Berliner Vieh- Marktes tvar die geringe Zahl der Schlveiiie, etwa 2300 Stück, vollständig verkauft. Im Lande weigern sich nämlich, wie die„Deutsche Fleischer-Zeitung' mitteilt, die Landwirte, Schweine zu Preisen zu verkaufen, die dem Höchstpreise aus dein Schlachtvichmarkt entsprechen. Sie behaupten, datz sie befugt seien, die Höchst- preise zu fordern. Wo sie nicht soviel fordern, Ivollen sie sich doch nicht bereit erklären, 18 Prozent unter dem Höchstpreise, wie die Händler es wünschen, zu verkaufen. Diese können aber natürlich nicht zu dem Preise einkaufen, zu dem sie verkaufen müssen. ES zeigt sich, datz die Bnndesratsverordnung nicht Klotz einen Fehler begangen hat, indem sie keine Höchstpreise für Grotzschlächtcr vorschreibt, sondern auch, indem sie den Höchst- preis nur für Verkäufe aus dem Schlachlviehmarkt selbst, nicht aber ab Stall festsetzte. Die Versorgung der Bevölkerung mit Schweinefleisch wird unter der ungenügenden Fassung der Verordnung noch schwer leiden. Fleisch- und Butterkartcn in Sicht. Wie das„Bcrl. Tageblatt" hört, steht nun doch die Ein- führung von Fleisch- und Speck-, sowie von Butterkartcn für das Reichsgebiet in Aussicht. Ein dahinzieleudcr Antrag dürfte dem Bundesrat schon diese Woche vorgelegt werden. Die Butterkarte soll vermutlich der Streckung unserer im Winter naturgemäß beschränkten Milcherzeugung dienen. Die Einführung einer Fleischkartc soll nicht so sehr eine Ver- Minderung, als— wenn man so sagen darf— eine Verlangsamung der Konsumtion bezwecken. Tie„fleischlosen" Tage haben sich zwar schnell eingeführt und bewährt, aber eine Abnahme des Verbrauchs kaum bewirkt. Ein Mangel an Fleisch ist nicht vorhanden; im Gegenteil hat die letzte Viehzählung— ihre endgültigen Ergebnisse liegen freilich noch nicht vor— eine sehr wesentliche Zunahme der Bestände, namentlich an Schlveinen, Schafen und Ziegen, festgestellt. Die„Rationierung" deS Verbrauchs soll daher im ivesent- lichen nur eine Bevorzugimg der bessergestellten Kreise ver- hüten, eine gleichmäßige Verteilung ermöglichen, vor allem aber zugunsten verstärkter Fett erzeugung wirken. Die Frage, ob und wie nach dem Jnlrasttreten der Höchstpreise für Schweinefleisch die Verschiedenheit der Fleischsorten auch im Preise berücksichtigt werden kann, ist noch nicht endgültig und ein- heitlich geklärt. Selbstverständlich mutz sich das kaufende Publikum leidenschaftlich dagegen wehren, wenn es Filet und Spitzbein, Kotelett und Bauch zum gleichen Preisen bezahlen sollte. Nach§ 5 der Verordnung sind die Gemeinden befugt, für die verschiedeneu Sorten verschiedene Preise abzustufen. Trotz der Schwierig- leiten, die sich mit Rücksicht auf die von den Fleischern zu zahlende» Einkaufspreise und hohen Arbeitslöhne ergeben können, werden, wie anzunehmen ist, die meisten Gemeinden von der ihnen erteilten Be- fugnis Gebrauch machen. In Preutzen sind bekanntlich die Städte bereits durch die ministeriellen Ausführungsbestimmungen zu solchem Verfahren angewiesen worden. Gegenüber Zweifeln über die Zulässigkeit von Aufschnitt an fleis-dloien Tagen wird darauf hingewiesen, datz an den fleischlosen Tagen, Dienstag und Freilag, keinerlei Fleisch, also auch kein Ausschnitt aus Brot, in den Gastwirtschaften usw. verabfolgt werden darf. Dagegen darf an den fettlosen Tagen, Montag und Domierstag, Auischnilt, auch kalter Braten, am Sonnabend auch Schinken und kalter Schweinebraten verkauft werden. Zur Post dürfen Fleischwaren aller Art am Montag und Donnerstag ausgeliefert und»ifolgedcsseu auch von der Post an den sogenannten fleischlosen Tagen ausgegeben werden. Dagegen ist die Auflieferung von Fleisch zur Post Dienstags und Freitags nicht erlaubt. Rumänisches Getreide für Teutschland. Die„Jndependance Roumaine" meldet:„Die mit Getreide für Oesterreich» Ungarn und Deutschland beladeucn Schlepper werden ohne Verzug die rumänischen Häfen verlassen, um das Getreide in die Bestimmungsländer zu führen. Die Zentral- kominiision für den Verkauf und die Ausfuhr von Getreide traf diese Bestimmung mit dem Beifügen, datz der Abtransport in drei Ab- teilmigen erfolge, immer, wenn das abgegangene Drittel vom Eisernen Tor wieder zurückgekehrt sein wird, wird daS nächste Drittel folgen. Für jene beladcnen Schlepper, deren Getreide noch nicht verkauft ist, ist der Abtransport nur gestattet, wenn der Ver kauf nach den von der Zentralkommission festgesetzten Formalitäten erfolgt._ Trockene Feststellungen. Ein„Städter" stellt im„Münster Anzeiger' fest: Am 31. Oktober öffentliche Aufforderung des Westfälischen Bauernvcrcins an seine Mitglieder, der verbrauchenden Bevölkerung schleunig Kartoffeln zu- zuführen. Der Erfolg: Am 3. November ans dem Markte in Münster die Nachfrage nach Kartoffeln groß, das Angebot äntzcrst gering. Auf dem Markte am 5, November: Uebcr Haupt leine Kar- löffeln! Am S, November Aufruf des Vorsitzenden der Lmidwirtschafts- kammer: Deshalb heraus mit den in der eigenen Wirtschaft nicht be- nötigten Kartoffeln usw.! Am 7, November Aufruf des Reichs- und Lnndiagsabgcordnctcn Herold: Ich möchte alle Landwirte dringend auffordern, alle Kartoffeln, welche sie irgendwie entbehren können, schleunig zum Verkauf zu stellen. Und wiederum der Erfolg: Auf dem Markte am 10, November ein einziger Bauer, der Kartoffeln zum Kaufe anbietet! Dazu erlaubt sich nun der„Städter' die Bemerkung: „Wen» aus dem„rauhen Herbsttvind', der durchs deutsche Land weht lFrhr. v. Ledebur), dann ein Sturm wird, der viellcickn auch Zollschlagbäume nicderreitzt, die auch init dem Gelde der Stadidevölkerung zum Schutze der Landwirtschaft aufgerichtet sind, dann fällt die Verantwortung auf die, die die Folgen zu tragen haben,— die Bauern!" Ein anderes Beispiel zur Tagesgcschichte: In der Stadt Salzuflen wird der Milchprcis auf 20 Pf.(siir diese Gegend ein hoher Preis) festgesetzt. Andern TagS erscheint in dem Lokalblau eine Anzeige, in der die Milchlieferantcn erklären, die Milchlieferung e i n g e st c l l t zu haben,„weil der H ö ch st p r e i s auf 20 Ps. festgesetzt worden ist". Ferner: Der Landrat des Kreises Ahaus stellt fest, „datz nach Festsetzung der Höchstpreise nianche Landwirte, u.a. fast die ganzen Landwirte einer Gemeinde dazu übergegangen sind, die bisherige Butterlieferung ganz einzustellen." Er droht mit Entziehung der Futterniittel., Man kann ja wohl annchnien, datz die inatzgebenden Stellen aus alledem selbstverständliche Folgcruugcu ziehen werden. Hohe Bnttcrprcisc mit deutschem Grust. Unter dieser Uebcrschrift brachten wir in Nr. 206 de?„Vorwärts" eine Notiz, die gegen einen Buttergrotzhändler Bruno A n t e l- m a n n gerichtet war, der eS mit seinem Hoflieferantcntitel nnd seinem Patriotismus vereinbaren konnte, Butter zu so hohen Preisen anzubieten, datz sich kleine Händler bei uns darüber beschwerten. Die Firma„Deutsches KolomalhauS Bruno Aiitelmami Nächst." �Inhaber G. Oberländer) ersucht uns jetzt um die Mitteilung, datz sie iticht in Frage kommt, sondern datz es sich um den Lotterie- k o l l c k t cur Bruno Antelmanu handelc. Ein offener Srief ües internationalen Roten Kreuzes. Das Jnteruationale Komitee des Noten Kreuzes richtet nach dem Luzerner„Vaterland" vom 0. November folgenden.Offenen Brief" an die Monarchen, Staatsoberhäupter und Regierungen der lncgsührciidcu Staaten: Das Internationale Komitee des Noten Kreuzes steht seit Kricgsbcginii unter dem schmerzlichen Eindruck, datz eine bedeutende Anzahl von Soldaten als vcrmitzt gemeldet werden, bei denen c» nicht möglich war. ihre Identität festzustellen. Als Gründer der Internationalen Agentur für Kriegsgefangene in Genf ist es täglich Zeuge der in qualvoller Ungelvitzheil über daS Los ihrer Angehörigen sich ängstigenden Familien,' und gestattet sich die inständige Bitte, es möchten den verschiedeneu Truppenkominaildanteu bestimmte Weisungen gegeben werden, um in beziig auf diese unnütze Verschärfung der Leiden des Krieges eine Milderung herbeizuführen. Es sollte in jedem Falle, Ivo es der Kampf gestattet, ein Waffenstillstand von einigen Stunden gewährt werden, um die Sa- nilätsmannichaften die Verwundeten bergen und, nachdem die Jden- tilät der Opfer des Tages festgestellt ist, deren Bestattung vor- nehmen zu tasten. Die Listen der Verwundeten und Toten, die un- verzüglich aufgestellt und den Kriegsmiiiisterien sowie dem Internationalen Komitee mitgeteilt'werden, würde» cS ermöglichen, die Familien prompt ans dem Laufenden zu halte». Das elementarste Gefühl der Nächstenliebe wie der gebietcrislüe Appell des Mitleid? verlangen alle Matznahmen, die geeignet sind, die Familien über das Los jener anszullnrcn, die auf dem Kampf- platz im Hoheit Dienst des Vaterlandes gefallen sind. DaS Jnlernaiionale Komitee des Roten KreuzeS richtet diesen Aufruf an die Monarchen nnd Regierungen der kriegführenden Staaten mit zuversichtlichem Vertrancn und ist überzeugt, datz den Führern aller Armeen daran gelegen ist, die aus dem mörderischen Kampf hervorgehenden Leiden nicht ohne zivingende Notwendigkeit zu verschärfen. Je incbr sich der Krieg in die- Länge zieht und ausbreitet. desto nötiger lvird es, die unberechenbaren seelischen Leiden zu ver- mindern.__ flus der Partei. Die sozialdemokratische Fraktion des Reichstages wird am 24. November zu einer auf Mehrere Tage berechneten Sitzung zusammentreten, um die Fragen, die in der Budgelkmu- Mission iiud im Pletium des Reichstages zur Behandlung kommen, gründlich vorzuberaten. Und Anton Fcndrich sprach. Unter diesem Titel berichtet die„N icderr Heinis che A r. b e i t e r- Z c i t u u g" über einen Vortrag, den Anton Fcndrich im Duisburger Stadttheatcr hielt. Sie schreibt: ... Wobl den dritten Teil seiner knapp einstündigen Aus- führungen füllte eine„Vorbemerkung" aus, die er machen zu müssen glaubte und die vielleicht das Interessanteste war, was sein Vortrag bot. Er warf die Frage auf, warum Herr Oberbürger- meistcr Dr. Ja r res sich gerade an ihn gewandt habe, um einen sozialdemokratischen Redner vor der Duisburger Bürgerschaft sprechen zu lassen. Denn er(Fendrich) stimme in vielen Punkten mit der Partei nicht überein, z. B. in bezug auf die Religion, ge- höre auch nicht zu den Vollen und Ganzen der Partei, aber er hoffe, datz den Weg, den er gehe, manche einschlagen werden und nicht die Schlechtesten. Der Krieg habe das Umlernen mit sich acbracht, und dieses Umlernen scheine ihm' das ivichtigste. In diesem Zusammenhang nannte er auch K o n r a d H a e n i s ch, der früher in einer benachbarten Stadt wirkte(Dortmund), einer der Radikalsten der Radikalen war und der, wenn er(Fendrich) ihm vor zehn oder noch bor fünf Jahren gesagt hätte, Hacnisch werde ein- mal eine Broschüre schreiben von der Art„Das deutsche Vaterland und die Arbeiter", ihm weiß was für eine Antwort gegeben hätte. Er sprach dann weiter: Hinter dem Kampf um die Existenz Deutschlands stand noch der Kampf um die deutsche Seele. Wir sind in einem Aufwachen. Es erfüllt sich aufs neue: Tauet, Him- mcl, den Gerechte»! In den Schützengräben haben unsere Ge- meinen, Offiziere und Generale es verspürt: Wir gehören ja zu- sammcn. Sollte dies nicht auch unter uns möglich sein? Ich bin nichts weniger als ein Humanitätsduscler, bin nicht der Ansicht, daß man sich verbrüdern und anbiedern soll, sondern man soll Distanz halten können. Die Hauptsache ist, dag die Parteien uns nicht mehr als vaterlandslos ansehen.(Wer wird denn Sie l solcher Tinge beschuldigen, Herr Anton Fendrich?) Dem freien j Volke das freie Wort, wobei frei sein nicht gleichbedeutend ist mit| zügellos sein. Freudig überkommt es mich, wenn ich im Gegensatz zu den Alten, die wegen des Verlustes eines Angehörigen den Kopf hängen lassen rnid über dem eigenen kleinen Leid das groste Ecid des Vaterlandes vergessen, die Kinder singen höre: ,.O Deutsch- land, hoch in Ehren". Dieser Krieg war der höchste Mahnruf an den Beruf, den Deutschland zu erfüllen hat. Und Deutschland i st berufen, nicht Frankreich, chas seinen Beruf verfehlt hat, oder die anderen Völker. Lassen Sie mich mit Völkern, wie den Russen oder Serben, die für die Kultur noch nicht reif sind! Daß wir mit Friedensreden Rußland, Frankreich oder gar England versöhnen können, glaube ich nicht. Deshalb brauchen wir Menschen, die kämpfen können, wenn es wieder zum Kampfe kommt. Welche Folgerungen ergeben sich für uns auf sozialem Ge- biet? Wir brauchen eine durchgreifende W o h n u n g s re f o r m und das gleiche Recht der allgemeinen direkten Wahlen für alle Staatsbürger. Diese beiden Sätze bildeten so ungefähr alles, was Fendrich Positives sagte. Dann wurde Anton fürchterlich. Er drohte nämlich: Wenn diese Forderungen nicht erfüllt werden, dann wird Fendrich dem äußersten linken Flügel der Sozialdemokratie sich anschließen. lieber den Vortrag stellt dann das Blatt nachfolgende Stimmen der bürgerlichen Presse zusammen: „Duisburger V o l k s z e i t u n g"(Zentrum): „Der gestrige Vortragsabend brachte uns Herrn Sch>rift- steller Anton Fendrich. der vor wiedcruin ausverkauftcm Hause über:„Das neue Deutschland vom sozialen Standpunkt aus" sprach. Der der sozialdemokratischen Partei angehörende Redner erklärte einleitend, daß er kein voller und ganzer Sozialdemokrat sei, sondern in verschiedenen Punkten von den Ansichten seiner Partei abweiche. Im großen ganzen sagte er in seinen bescheidenen Ausführungen, daß loir durch diesen Krieg das Umdenken gelernt haben, unS unserer nötigen Einigkeit bewußt geworden sind, daß die deutsche Seele geweckt wurde." „Echo v o m Niedcrrhein"(Zentrum): „Wir schwärmen nun einmal nicht für Leute wie F c n d r i ch, die so überraschende Wandlungen durchmachen und so mag unsere Ansicht, daß der gestrige Redner im Stadttbeatcr über Wort- ocklingcl nicht herausgekommen ist, persönlich beeinflußt sein. ilmgclcrnt haben gewiß viele Leute in dieser Zeit, aber nur wenige bringen es fertig, mit dem Ilmgelernten hausieren zu gehen." „51 i c d e r r h e i» i sch e Nachrichten"(parteilos): „Den zweiten Vortrag dieses Winter? hielt A n t o n F e n- d r i ch über das Thema:„Das neue Deutschland vom sozialen Standpunkt aus", d. h. er gab vor, darüber Phrasen vor, das am Ende die zahlreiche Zuhörerschar doch wohl nicht allzusehr befriedigt haben dürfte." „5i u h r o r t e r P o l k s z e i t u n g"(Zontrum): „Fendrich, der mit dem Geständnis beginnt, daß er kein voller und ganzer Sozialdemokrat sei, daß er glaube, den Weg. den er gehe, werde in Zukunft noch mancher gehen, und dann seine wei- leren Ausführungen, so ziemlich ganz auf diesen Jch-Tou gc- stimmt. Will mau vom Redner auf den Schriftsteller schließen, dann versteht man die kurze, aber deutliche Ablehnung des Fendrich- scheu Buches über seine Erlebnisse an der Front, die die„Bücher- Z ivelt" in dem Satz ausspricht: Gewöhnliche Reporlerdarstellung... Es war wohl niemand im vollbesetzten Hause, der ob dieses | Schlusses nicht enttäuscht gewesen wäre, der so unerwartet kam, wie die Rückverirrung auf die These vom Beruf des deutschen i Volkes aus der angesagten Darstellung der Fronterlebnisse. Dieser verlorene Äbcnd bleibt hoffentlich der einzige dieses Winters." sprechen zii wollen, in Wirklichkeit tat er cS nicht, sondern setzte uns ein Gemisch von„sozialen" Wünschen und gutgemeinten Mus Industrie und tznnöel. Kricgsgewinnc. Die Hannoversche Malchin enbau-Akticn-Ge- se lisch a fl vonuolS Georg Egestorfs in Hannover-Linden vcr- zeichnet für 1914/15 einen Nekordgewiim: Der Bctriebsiiberschuß ist auf 8 059 IIS M.(i. V. 0 818 072 M.) oder mehr als 199 Proz. des ÄkiicnkapUnls von 8 Mill. Mark gestiegen. �Die Dividende erhöhte sich auf 89 Proz.<29 Proz.) bei einer Steigerung der lieber- weisliiigen für Kriegsfürsorge nsw. onf 1 275 999 M.(575 999 M.) und des GelviinivortragcS auf 1 135 988 M.(929 979 M.). Dcnr Geschäftsbericht zufolge war die Gesellschaft im Danipflokoinotiven- bau nicht voll beschäftigt, konnte aber lir dem anderen Tci! der bis- berigeu Friedcilscrzeuguifse, hmiptsächlich tu Dampskesselii und Motorpfliigen dein stetig zunehmenden Bedarf kaum gerecht werden. Dadurch und durch uinfmigreiche Lleserungeu für die H e c r e s v e r iv a I t u n g bob sich der gesamte Umsatz gegen das Borjabr um ellva 2 Millionen ll'lark aus 35.5 Millionen Mark. Das befriedigende Ergebnis werde lediglich dadurch bewirkt, daß die Gesellschajt bei Betriebsmitteln von rund 18 Millionen Mark nur ein Aktienkapital von 8 Mill. Mark zu verziuseu habe und dieses Aktienkapital im lanfenden Jabre 4,5 mal umsetzte. In das neue Geschästsjabr übernimmt die Gesellschaft einen AilftragSbestand von rund 49 Mill. Mark(28 Mill. Mark). Die Rücklagen betrugen 7 72 Mill. Mark neben 1,71 Mill. Mark Rückstellungen für„Wohl- fahrtszwccke". Die G u t c h o f f ii u n g s h ü t t e Aktienvercin süc Bergbau und Hüttenbetrieb erhöht ihre Dividende von 19 auf 15 Proz. Die Dlvidelideuerhöbullg ivird vorgenommeir, trotzdem der Rohgcwinn von 29,0 aus 10,8'Millionen Mar! und der Reingewinn von 0,99 ans 2,39 Millionen Mark gesunken ist. Dadurch aber, daß im Vor- jähre nielir alS 5ll2 Millionen Mark als Vortrag l'ür dieses Jahr bereitgestellt lvurdeii. kann die Gesellschaft IVz Millionen Mark(oder 15 Proz.) als Dividende ausschütten. Aus der Bilanz verdicm hervorgehoben zu werden, daß das Bmikguthabcu vvn 3,2 aus 5,4 Millionen Mark angewachsen ist. Die A.« G. für B ü r st e u i n d u st r i e, Stricgau, nimmt eine Erhöhung der Dividende von 5 auf 8 Proz. vor. Eine lieue Wnsseilfabrik. Unter der Firma Brem erWaffe n- Werke A.- G. in Bremen ist ein neues Unternehmen ins Leben gerufen. Gegenstand desselben ist der Erwerb, die Ernchtmig� sowie der Betrieb von Fabriken für die Herstellung von Waffen, Maichincn und Melallivarcn aller Ari, der Handel mit solchen Gegenständen, sowie der Betrieb aller nach dem Ermessen des Aufsichtsrais'----- N ...................,_____....... ,,__________ damit in Berbindimg stehender Geschäfte und Uitternehmungen gleicher oder ähnlicher Art. DaS Grundkapital beträgt 2 000 009 M. Trostlose Lage im Baugewerbe. Der Obermeister L. Schwarz von der Zwangsinnung für daS Maurer-. Stukkateur-, Steinmetz-, Beton-. Eiicuberon- und Zimmer- Handwerk für den Stadlkreis Dortmund übermittelt der Presse sot- genden Bericht: „Wie schwer das Baugewerbe daniederliegt, ergeben so recht die Bcrbaudluiigen in der Versammlung der Zwangsiiinuug vom 23. v. M. Von 159 Mitgliedern sind, soweit bekannt. 55 zur Fahne einberusen. 21 weitere Mitglieder baheir wegen Mangel an Beschäftigung ihr Gewerhe amltich abgemeldet, 24 köuiien, weil uiipsändvar, ihr Beiuäge nicht mehr bezahlen; einige andere babeu Gcjchäfisaufsicht oder Moratorium. Ganz verschwindend ivemgs Baugeschästc sind noch beschäftigt, denn 89' der Innung jetzt noch angehörende Meister haben weder Gesellen noch Arbeiter mehr. Nur der Umstand, daß der Zufall ihm ein Stück Arbeit zuführen könnte. hält sie noch davon ab, ihr jahrzehntelang betriebenes Gewerbe ebenfalls abzumelden, um die Steuer zu sparen." Ter Esel als Hofschauspicler. Die„Dorfzeiluiig"(Hildburghausen) berichtet aus Meiningen: Daß Esel Witze machen können, noch dazu mit Erfolg, das dürfte wobt zu den größten Seltenheiten gehören. Aber die Esel der Ausnohmeu r DD....... Brezios fing einer der bintcr dem Vorhang zum Zug bereitstehenden Esel an, kräftig einzufallen:„I— a' I— a!" Dieser Zwischenfall erregte natürlich eine ohrenbetänbendc Lachsalve, so daß sich dadurch das andere Langohr veranlaßt fühlte, seinem Bruder mit zweiter Stimme zu sekundieren.____ Drei Kinder von ihrem Vater ermordet. Eine entsetzliche Tat ist in der Slähe von Stuttgart verübt worden. Der Zimmermann Grob aus Böblingen hat seine drei Kinder im Alter von fünf, sieben und acht Jahren ermordet, indem er ihnen den Hals durchschnitt. Der Vater und die drei Kinder wurden schon seit einiger Zeit vermißt. Bor einer Woche hatte Grob seine Wohnung in Böblingen verlassen und dabei seiner Frau mitgeteilt, er werde in dem benachbarten Dorfe seine Mutter be- suchen. Er nahm die Kinder zu dem angeblichen Besuche mit. Als der Vater und die drei Kinder nicht zurückkehrten, wurden Nack,- forschnngen angestellt, und heute wurden die drei Kinder mit Hille eines Polizeihundes bei dem Dorfe Rohr in einem Steinbruch ermordet aufgefunden. Von dem Vater der Kinder fehlt bis jetzt jede Spur. Wahrscheinlich hat er Selbstmord verübt. Beim Zusantmeustoß zweier Güterzüge, der sich am Sonnabend- mittag aus der Station Veltrup der Strecke Burgsteinfurt— Coesfeld ereignete, wurde ein Mann vom Zugpersonal schlver verletzt. ci» anderer erlitt leichte Verletzungen. Mehrere Wagen und eine Lokomotive sind stark beschädigt, Todcssturz vom Eisenbahnzug. Kurz vor der Schwarzwald- bahnstatio» B i b e r a ck> stürzte am Freitag eine Bauersfrau aus dem eiitfahrcudeil Personenzuge, fiel auf das zweite Gleis und wurde von einem im selben Augenblick heranbrausenden Schnellzug erfaßt und sofort gelötet. Ein Brand im Hafen von Liverpool, der Donnerstag früh ent- stand, zerstörte eine Anzahl Lagerschuppen. Der Schaden wird auf viele Tausend Pfund Sterling geschätzt. 6. zircußil'ch-Sttddelitsche (23.?. Köttigl. Urenft.) Klassenlotterle ö. Klasse 7. Ziehnngstag 13, November 1915 Vormiltaz Auf jede«eznflene Stummer sind zwei«lew, bebt töctuinue aefalle», uud zwar je einer auf die Los« »leichrr Nummer i» de» beide» Zlbteiliinzen l II. U. Nur die Gewinne über 21» M, sind in itlammern beigesilgt, (Ohne Gewahr A. St,-A, s. Z,)(Nachdruck verboten! es ilCKW! 336£6 03 428 69 616 642 79 762 063 1005 17 es es 72 355 668 71 62t(1000) 81 846 922(600, 2065 110 62 (1000) 03 297 460 74 630 78 72 1 78 858 3025 485 667 603 (5000, 750 870 992 4051 217 335 74 86 450 633 624 716 925 >500,£030 449 66 674 824 91,6 4 6 65 65 0185(500) 261 675 715 64 7 070 127 76 342 65 614 89 747 962« 361 83 430(600, 33 645 638 62 772 946 9131 334 70 90 483 90 623 630 93 10046 86 113( 600, 61 413 40 47 574 654(1000, 703 86 802 (3000) 67 11115 417 608(1000, 809(600) 66 1 2033 193 478 628 787 895 1 3C88 137 215 616 668 749 1 4109 14 91 328 453 605 729 864 78 1 5341(ÖOO) 44 685(600) 707 055 1 6128 336 61 1 817 67 982 1 7016 30(3000) 164 216 461 683 699 714 43 70 1 8019 33 111(1000) 12 497 754 88(1000) 966 1 0006 107 205 333(1000) 75 79(1000) 427 614 860 2 0005 81(1000, 86 147 79 93 308 31 81 87 400 717 809 21353 433(500) 53 818(1000, 2 2 316 87 83 444 671 2 3079 157 303 77 89 634 71 720 828 41 867 2 4867 400 511 65 75 (1000) 676 2 5 020 115 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VreuMch-Ziüdd-ntsch- (SZS. KünijU. Pr-ntz.) KlasscnlsNcrle 5, Klasse 7. Ziehringsiag 13. November 1915 Nachmittag Jluf jede acrageue Nummer find zwei gleich bolie ttzcwinne aefalien, und zwar je einer»uj die Lose gleicher Nummer tu den beiden Slbtclliingeu l u. II. Nur die Gewinne über 21» M, sind in Klammern beigefügt, (Ohne Gewähr A, St,-A, s, Z,>(Nachdruck verboten) 390 421 57 841 62 774 1058 78 172 337 466 614 44(1000) 87 820 023 90 01(1000) 2116 244 305 418 11000) 77 667 672 967 2 236 332 627 624 769 820 74 902 33 65 85 4001 107 278 307(1000, 436 614(3000) 61 607 758 939 5 014 42 162 73 94 256 60 464 578 649 6 011 48 213 339> 3000) 4)2 685 642 625 67 83 7029 33 221 648 63 919 75 3 009 84(3001) 93 216 322 495 625(600) 34 659 796 933 87 0032(1000! 576 884 923 10013 62 80 123 208 445 62 525 42 752 930 11281 668(500, 720 7 8 827 97 956 1 2018 31 39 177 254 342 49 404 950 67 5 3 062 153 67 283 303 78(1000) 95 442 632 4 8 89 99 778 83 999 14010 11 158 270 690 1 5084 459 695 723 802 98 009 16269 72 740 955 1 7017(3000, 62 157 208(500, 9(1000, 553 813(1000) 903 80(ÖOO) IglSl(601) 243 66(1000) 381 430 (3000l 916 65 83 1 0019 151 452 66 616 73 642 762 64 805 939 2 0274 360 561 766(500, 87 922 29 21062 163 66 210 421 (1000) 645 631(500) 900 7 8 94 2 2 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922 2 2 2306 406(600) 513 82 677 860 963 2 3 3039 104 203 67 359 417 34 67 652 73 2 2 4065 141 660 648 2 2 5103 252 319 44 634 769 844 93 945 2 2 6223 45 366 S!0 67 663(500, 780 843 2 2 7 065 IIS 682 620 762 68 830 61 837 2 2 8 008(1000) 64 322 49 61 62 84 403 679 2 2 3043 72 134 485 690 718 30 44 76 23O0S7 207 87 95 318 32 87 99(500) 480 612 645 934 231361 99 428 526 62 624 740(10001 845 65 983 07 2 3 2131 210 333(600, 70 429 600 791 680 926 2 33138 225 65(6C0) 463 636 607 13 66 63 932 � Dcnteches Theater. Direktion: Max Reinhardt. 7'/» Uhr: Maria Stuart. Kaohm.(kleine Preise): Hamlet. Montag: Maria Stuart. Biaratnerspieie. S Uhr: l>cr Weibsteafel. Xachm. 21,', Uhr(kleine Preise); Die deutschon Kleinstädter, Montag: I>er liiebestranli. Volksbühne. Theater a. BDIonpl. S Uhr: Ber Sturm. Nachm. 3 Uhr(kl. Pr.): Maria Mag-dalene. Montag: Faust. Dir. Meinhard-Bernauer. Thealer i. d. Königgrätzerstr. 3 Uhr: Ituuseh. 7j/2 Uhr: Maria Stuart. {%oml!sfisBihaiis> 3 Uhr: Xora. 8 Uhr: üauseh. Berliner1 Theat. 3 Uhr: Wie einst im Mai. 8 Uhr: Wenn zwei Hochzeit machen. ferlianil der Freies WWW Sonntag, den 14. November, Nachmittags 3 Uhr: Vcllsbükne, Theater am Bülowplatz: Maria Magdalena. Deutsches Opernhaus: Die verlauste Braut. Schillertheater Chart.: DaS Glück iut Winkl. Deutsches Künstler-Thealer: Datterich. Lessing-Theatcr: Baumeister Eolneg. Abends 8 Uhr. Deutsches Künstler-Thcaier: Montag und Freitag: Die selige Exzellenz. Abends 8 � Uhr: Vollsbuhne, Theater am Bülowplatz: Montag und Tonnerstag: Faust. Dienstag: Der Kaujutaim von Venedig. �gtional-Tnestef. Köpenicker Straäe<17/68. sv. u.: s. M. der Dollar. Theater für Sonntag, 14. November. Dcatsches Opernhaos Charlottbg. 3 Uhr: Bie verk. Itrant. 7 Uhr: Tannhiiuser. Friedrich-Wiitielrastädt. Theater, 3 Uhr:!)er Troubadour. 8 Uhr: Ber iidcle Bauer. Gebr. EHSeE'm?elca.Th..t.r 8 uhr: Rosenblatt's Geheimtip Kleines Theater. 3>/zUhr: Der Raub der Sabinerinnon. 8 Uhr: Der E'rahliians. Kontische Oper. 3'/» Uhr; Gold gab ich für Eisen. s uhr: Jung muD man sein Metropol-Theater 7V. u.: Dia Kaiserin (Maria Theresia). Montis Operetten-Theater SV. U.: Hoheit tanzt Walzer Gastspiel Louis Treumann. 8 Uhr: Fiu Ta? im Faradies. k.u»tspielhau»i. 3 V. Uhr: Bie Ehre. 8'/. U.: Herpschaftiich. Diener gesucht, licsidenz-Theater 3V.Ulir: Dia Schöne vom Strand. 8V4 Uhr: Die Prinzessin vom Nil. Schiller-Theater O. 3 Uhr: Maria Stuart. s uhr: Alt-Heidelberg. Schiller-Th.Uhurlottenbjf. 3 Uhr: Das Glück im Winkel. s ui-: Beimat. Thalia-Theater. 3 Uhr; Kam rad Miinnc. suinDrei Paar Schutie. Theater am Xollendorfpt. 3'/. Uhr: Der Graf von Luxemburg. S1/. Uhr: Immer feste d> Uli! Theater des Westens s uhr; Das Fräulein VOM Am} mit Guido Thielscher. 3'/. Uhr: Polcnblut. Trianon Theater. 3Vi Uhr; Staals,anwalt Alexander. 8V, U.: Bodo's Itrautschan. yüÄKis Taubenstraße 48/49. 4 Uhr(Halbe Preise): Von den Karpathen|>ls llrest-IHtowsk. Sonntag und Montag 8 Uhr: Die üardanelleu, Konstantinopel und der Bosporus. Lessing-Tlieater. Direktion: Victor Barnowskjr. 8 Uhr: Komödie der Worte. 3 Uhr nachm.: Baumeister SolneB. Montag: Peer Gynl. Deutsches Künstler-Theater. 8 Uhr; Die selige Exzellenz. Dienstag: Die selige Exzellenz. "V olgt-Tliea ter. Badstr SS. Badstr. SS. Heute Sonntag 3 Uhr nachmittags: Oorn's Besi. Heute Sonntag 8 Uhr abends: Oie Räuber. Ab Montag: Tic Stunde kommt! Casino- Theater Lotbringer Str. 37. TägL 8 Uhr: Untergrundbahnh. Schinbauser Tor. Trotz des grotzen Erfolges! Vnr noch kurze Kelt! Familie Schnase. Seit August aus dem Spielplan. Somit. 4 Uhr: Der liebe Fridolin. HEUTE 2 Vorstellungen 2 i --»■/. Ehr | kl. Pr.! Kinder d. Hälfte.( 8 Ehr mit Ernst Ferzina's | Dressuren: Kanarien, Sittiche, Zwergpapageien. Ernst Thorn Zauber-Künstler und dem humoristischen November-Spielplan. iia-mi: Chausseestr. 110. C. Richter. Jeden S onntag: PaolManllieys Lustige Sänger u. Konzert. Ansang des Konzerts 6 Uhr. Ansang der Verstellung 7 Uhr. W Der Geheimsekre/tär== von Joe May und William Mahn. ziz Regie: Joe May. Joe üeebK: Max Landa» Am Kurftirstondanim, Noltendarfplatz. Frie'rieh- Eck- Taubcnstr.,AleKander- ulatz, Moritzplatz, Weinbexgsweg. Hanny Portern: „Die Wellen schwelgen". Schzineberg Hauptstraßse. E/elnicken- dorfer Straese, Unter aen Linden. „Brautg-enosscnschaU. G.m.b.H.1* nur liasenheide. Max Palienbeurg: „Jer rasende Kolanü". Ha-s ntioi- o,�ch"ncber■ Haupt �ir iFS«- Ansanq in a en U.T 3, 5, 1, 9 Uhr. Or sicrrcichs Krieg «n 3000 Metei �öhe. Am Not en onpiatz, Knr- trsten'amm, Alexander- p.atz. Friedri h- Ecke Taubens t ras:e. Berliner Konzerthans. Heute: Großes Konzert. Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90/91. Neu: Wein-Terrasse. Berliner Konzerthaus-Orchester Franzi Anfang 4 Uhr. Anfang 4 Uhr. Morgen, den 15. November: Großes Konzert des Erkschen Männergesangvereins(E. V.) Chormeister: KgL Mnsikdix. Max ötange. omst Ion. i beidenV'orstell.: Rublni Der lebende Krater melerh. feur, Löhs sprüh, j "'rstkiass1.' SchSager. |�nr5 chiiTü der Nachm.-Vorst.: Zum letzten Male: iKulieke's ilbsnteuer 10 Uhr d. spann. 3 akt. gr. Ausstatt- stück v. PaulaBusch__ « Voranz. i'Montag, 15. Nov. < Wohllätigk.-V. z.Beschaff.'v. Weihnachlsgab. f. d.i. Felde steh. IV. Gards-Regimenl. Rose-Theater. 3 Ubr: Bie Anna-Eise. 8 Uhr: D3S ValSFS Schultl. Walhalla-Theater. 3 Uhr: Das Käthchcn von Heilbronn. 3 Uhr: Hie Lorelei i Mittwoch(Bußtag): Bio 8chö|>fiän.sr- Dor Mozarlohor(Direltor Baltkc). Adelheid pickcrl, Leo Gollanl, Kammersänger peter Lordmann. Karten 75 Ps. bis 3 M. bei Bote u. Bock und WertHeim. h. vollständ. Pragramm!| ääSfrt'fj Possen-Thealer 8'/,(Polles Caprioe) 8V, freund Locwc Seine Tante mit Kaskel und Berisch. Heichshalleu-TlieateF. Stettiner Sänger. Zum Jchlusi: Die von der Emden". Gin Malrosenbild von Meysel. Anfang Sonntags 7'/, Uhr. Tägl. 8 Uhr. Sonnt. ZV- u 8 Uhr. Heute 2 Vor«tellniisren, ZV- und 8 Uhr. Ä Nachm. jeder Erwachsene 1 Kind frei. In beiden Vorstellungen: Das große ungekürzte Nov.-Progr. Achtung! Heute vorletzter Sonntag des Nov.-Spielplans, da nächstenSontg.(Toten-Sntg.) keine Vorstellung:. i. Baer ßaös{r.2ßPri„Ezc.kAei,ec M Herren- und Knaben- Moden, Berufskleidung. Elegante Paletots. Joppen i.ied. Prcislag- Gr Slofflaner z. eieg. Maßanfertigung- 38?" Billigste, feste Preise Enotmvjsparnis' Segen ort Krieges iielli.«ibiti grouc Pollen Damen-, Backsisch- n. Mäda en-Konsetlion Ivoltbiuig direkt an Private zumVerfaus. 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Seil einiger Zeit nehme ich nun Togal-Tabietlen und Ich bin glücklich zu sagen, dast der Ersolg geradezu wunderbar war. Ich kann mich wieder iric früher bewegen und ich bin bcsreit von diesen Wahn- sinnigen Schmerzen." Diese Zeilen sind einem von den zahlreichen Atte-icn entnommen, weiche uiiauf- gesordert aus Dankbarkeit von solchen ausgestellt wurden, die Togal- Tabletten bei Rheuma, Hexen- schust, Ischias, Schmerzen in den Gelenken und Gliedern, Gicht, sowie bei Nerven- und Kops- schmerzen mit überraschendem Ersolge anwandten. Aerztiich warm empsohlen. In allen Apotheken erhältlich. feliiMiiSi1' sagen: .Das Baste, was 1 6 Ja qoboton wurde, ,, wird oestimmt S, auch nach dam] o„'%1, Ptutzd- packunaen durch den Leder- u. ScMmaeher- Artikel- Handel. Bozugsquellen�An�abe durch die alleinigevi Fa>)rikanten „So'üodiw- KleteS/iolffalsrik" Mainkur fa. Frankfurt a. M. 4. 2!f|2l Pels- waren en gro« �nzeherkaoi wi« allj&briioh zu bllllgstan Prelsea. S. 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StotTart 1 Paar Hosenträger, Bandgnrt mit Gummi- strippen 1 Kragens ebener, weiss oder farbig 1 BHUtärschal, feldgrau 1 Eindersüdwester, verschiedene Stoffe 1 Paar Dam.-Handschnhe, Glace. Lammled. 1 Paar Dam.-Trlkot-Handschnhe, warm gel. 1 Paar Herren-Trikot, starke Qualität 1 Paar Herren-Glacb, mit Druckverschluss 1 Elndor-Fllz- oder Sammet-Hnt 1 Daraen-Fllzhnt 1 Elektrische Taschenlampe, mit Linse und Feststellkontakt. fso 1 Paar Damen-Glace mit schwarzer Aufnäht, weiss und farbig 1 Paar Herren-Strlckhandsch. reine Wolle. 1 Kinder-Regenschirm 1 Feldpostkarton mit elektr. Taschenlampe, Kompas und Luntenfeuerzeug Trikot-Unterrock mit Muiret-AnsaU 1 Tüll- Vorhang, Längster. 1 gez. Tlschlinfer mit Hohlsaum 1 gez. Küchentischbehang 1 Damen Reformbelnklcld mit angew. Futter 1 Oamen-Schlnpfhöschen mit angew. Futter 1 Damen-Hemdhose, weiss, mit Garnierung 1 Paar Damenstrümpfe, reine Wolle, gew., schwarz 1 Paar Herrensccken, reine Wolle, gestr., la Qualität, meliert 3 Stück ffiondtüchor 1 halbleinen. Tlschtnch 6 Stück Linon-Taschentücher mit bandgestickten Buchstaben 3 Stück Stnbenhandtücher 1 Paar Dam. Slorgenschnhe in versch. Färb. 1 Selbstbinder, schwere, reine Seide 29« 1 Paar Herrenbelnklelder, gestreift, Winter- Qualität 1 Paar Herrenbelnklelder m. angew. Futter 1 Herrenanterjacke, wollgemischt, alleGrSss. 1 Paar Dam.-Hemdhosen,wei8sm. Häkelpasse 1 Damen-Blnsenscboner, reine Wolle, weiss 1 Dutzend Wischtücher 1 Tischtuch, reinleinen 6 Stück Stlckerel-Tücber, Schweis., i. Kart. 1 Paar Damen Samtschuhe 6 Stück Herren-Kragen, verschied. Formen 1 Herren-Nachthemd mit Besatz und Tasche 1 Herrenhut, Wollfilz, weich, farbig 1 Damen-Fllzhut mit Band-Gamitur 1 Paar Damenhandschuhe, Mocha.mod.Farb. 1 Paar Damenhandschuhe, Wildleder, zum Teil ganz gesteppt 1 Paar Herren-Handschuhe, Nappa, gesteppt 1 Regenschirm m. seid. Futteral u.Naturgriff 1 Kinder-Regenschirm, Gloria 1 Tüll- Vorhang, Stör 1 Tüll-Bettdecke für 1 Bett 1 Bettvorleger 475 1 Herrenhemd, wollgemischt, alle Grössen 1 Herrenweste, mechanisch gestrickt, farbig 1 Damenweste, Handarbeit, schwarz 1 Paar Damen-Schlnplbfischen, Seide, färb. 1 Damen-Strlckbluse, farbig 1 Gedeck mit 6 Mundtüchern 12 Stück Militär-Taschentücher 1 Deckbettbczug 1 Paar Damen Lederhausschuhe 1 Paar Damen Fllzschnallenstlelel 1 Oberhemd, weiss, m. Pikeefalten, guteQual. 1 Unllormhemd, reine Seide, waschbar 1 schwarzer Sammetbut tür Damen 1 Haar-Velouihut für Damen 1 Regenschirm Surah-H albseid., seid. Futteral 1 Binse in Seide oder Wolle 1 Unterrock aus Moire und h. Tuch 1 Tüll-Bettdecke für I und 2 Betten 1 TiUl-Ganzvorhang(Längster) 1 Biibstüll-Ganzvcrhang 1 Erfrstüll-Bettdecke für 1 Bett 1 RuMsbett-Deberwurf 1 gez. Kaffeedecke mit Hohlsaum Puppen-Nöbel aussersewöhnlich billig Gruppe 1 StOMe.. Stück Tische.., hiscltttisclie„ und ardorea mehr 10 Grnppe 2 Schaukelstühle Stück Wiegen.....„ PL Sofas....... und anderes mehr 20 Gruppe S Schreibtische Stück Schränke...„ Pf. Büfetts...... und anderes mehr 30 Gruppe 4 Sofas.... Stück Betten..., PI. Waschtische, und anderes mehr Karton 45, 75 Pt t50 Z'" 4'° Pupp8iil!(0fferi5,2s,45 tTmnrnmimTitimfiiuiuuiuuiiiiiiiunivinaiiiMitiKiviiiiit'iiiiiiitiiiiiiiiiiiß 45 pt. PliPPSISmi�ßi im Karton ipt. N. ISRAEL Spandauerstr. 16 BERLIN C Königstr. 11-H Gegründet 1815 In allen Abteilungen Um meinen Kunden Ersparnisse für Liebesgaben zu ermöglichen, gewähre ich in diesem jähre an Stelle der W eihnachts- Agenda von heute ab einen Kassen-Rabatt von auf alle Einkäufe zu Einzel-(Detail-) Preisen. 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Glocke. Berlin. Druck u-Berlaa: Borwärt, Buchdruckeret u. iLerlagSanstall Paul Singer 8- Co, fflerlm cW. Cr. 315. 32. ZalirMy. 2. KeilU des„Horniitlü" önlincr llollisiilali. Zsnntag. 14 Dovtmber 1915. Gesunöbeter-Prozeß. Gestern wurde nacki eingebenden Plädoyers daS Urteil dahin verkündet: Beide Angeklagten wurden zu scckis Monate» Gefängnis verurteilt. Die UrtcilSgründc wurden nach einer Beratung von 20 Minulen verkündet. Vorder hatte der Staatsanwalt auf Verurteilung zu je einem Jahr, die Verteidigung auf Freisprechung plädiert. Die Urtcilsgründc gingen dahin: Wenn der Gerichlshof nach so kurzer Beratung schon zu einem Urteil gekommen ist. so liegt das nalürlich daran, das; er die vorher- gegangenen Verhandlungsiage reichlich ausgenutzt hat und die Fragen, die von der Slaalsanwalischafr und den Verteidigern er- örterl worden sind, nach bestem Wissen und Gewissen geprüfl und daraus das Urteil gefunden hat. Die Angeklaglen sind der fahrlässigen Tötung der beiden Hoffchauipielerinnen Nuscha Butze und Alice v. Arnauld in Folge der Behandlung auf Grund der Lehre der sogenannten christlichen Wissenschaft beschuldigt. DaS Gericht hält diese Lehre, so weil sie das Heilverfahren im allgemeinen betrifft, für eine Irrlehre. Damit steht nicht im Widerspruch, dag die Ent- lastungSzcugen eine Reihe von SirankheilSsälleii bekundet haben, in denen sie von ihren Leiden geheilt sein wollen. Die Aussagen der Entlaslungszeugen enthalten, so weit sie sich auf Heilungen beziehen nicht Tatsachen, sondern Urteile, die entweder von falschen Voraus- fetzungen ausgehen oder aus richtigen Voraussetzungen falsche Folge- rungen ziehen. ES soll nicht verkannt werden, dag in gewisser Beziehung durch die Lehre und ihre Handhabung günstige Nesullate erzielt werden können, in solchen Fällen, wo cS aut Stärkung der Energie und des Selbstvertrauens ankommt. beiipielSwesic bei eingebildete» Leiden bei Hypochondrie, Nervosität, Hysterie und dergleichen, vielleicht auch noch im Ansangsstadium organlicher Leiden, nicht aber, wenn es sich um ein schweres organisches Leiden handelt. Was die hier in Frage stehenden Spezialfälle betrifft, so litt Frau Nuicha Butze an einer schweren Forni der Diabetes, die sich aus einer utspriinglich leichten Forni entwickelr hat. Fräulein v. Arnauld litt an einer schweren Haut krankhcrt. Es fragt sich nllii, ob die Angeklaglen den Tod der beiden ftunstlerinnen verursacht, bezw. eine Verkürzung der Lebensdauer verschuldet haben.— Durch das Gutachten der Sachvclständiaen ist erwiesen, dasi. wenn die Palienle» in ärztlicher Bchaiidlung geblieben wären, die erste noch jahrelang hätte leben und bei der zweiten der Tod noch hätte verzögert werden tönnen. Die Frage ist ob den An- geklagten hieran eine Verschuldung vorzuwerfen ist. Das Gericht ist der grundsätzlichen Ansicht, datz die Angeklagten schon mit der Heber- nahnic der Behandlung so schwerer Krankheiten bei ihrer totalen Un- kcnnlnis der medizinischen Fragen eine grobe Fahrlässig- k e i t begangen haben. Eine solcke haben sie aber auch nach der eigenen Lebre der Scientisten begangen, die da besagt: sie haben sich von dem Patienten zurückzuziehen, wenn sie sehen, dasi das Leiden eine gcsährlichc Wendung nimmt: sie müssen dies genau beobachten, ob das Leiden eine solche Verschlimmerung zeigt. Duich die Beweisaufnahme ist erwiesen, dag die Leiden der Patienten sich derart vcr'chlimmerl hatten, daß eS allen aiideren Personen, der Hofopernsängerin Dcncra, der Frau Zitzold-Winlcr, der Frau Vogel und dem Geb. Sanitätsrat Schmidt ausfiel. Um io mehr muffte es den Augellagten auffallen. Bei der rapiden Art in der Verschlimmerung der Krankheit mufften sie sich sagen, daff der Tod eintreten könnte, wenn die Patienten in ihrer Behandlung blieben. Es wird nicht von ihnen verlangt, daff sie selbst einen Arzt hätten holen müssen, zweifellos aber waren sie veipflichtel, den Patienten zu eröffnen, daff es nril ihrer Kunst zu Ende sei und daff sie das übrige der Eiuschlieffung der Patienten überlasten müßten. Dann hätten sich zweifellos beide Tamen in ärztliche Behandlung begeven, denn Frau Butze hatte einen Hausarzt, mit dem sie lange bekannt war und freundschaftlich verkehrte, und von Frl. v. Ar- nauld ist eine Bemerkung aus dem Krankenhaui'e bekannt, dahin- gehend: hätte ich gewußt, wie schlecht es mit mir steht, dann hätte ich mir einen Arzt genommen. Durch solche ärztliche Behandlung würden die Krankheiten der beiden Patienten wenn auch nicht aufgehoben, so doch so ge- rnilderr worden sein, daß sie noch länger hätten leben können.— ES liegt alio fahrlässige Tötung vor. aber die Angeklagte Ahrens konnte nicht auch der Tötung der Frau Butze schuldig erachtet werden, denn nach Ansicht des Gerichtshofes lag bei Frau Butze zu der Zeit, als die AhrenS die Bearbeitung aufgab. noch keine solche Vcrichlechteruug des Zustandes vor, daß sie nicht noch hätte ausgeglichen werden köniico. Sic war also in diesem Falle der Anklage freizusprechen. Bezüglich des Strafmaßes kommt in Betracht, daß es sich um eine Behandlung handelt, der auch nicht die geringste Sach- kenntnis zugrunde liegt, um eine Lehre, die mit dem deutichen Geiste, dem deutschen Wesen und dem deutschen Empfinden nicht daS gerrngstc gemein hat, in einer Anmaßung besteht und mit der Gercchlig- keil Gottes nicht in Einklang zu bringen und weit enlseint ist von dem wahren Christentum, wie von der Wistenichaft. Es kommt Hinz», daß eS sich um zwei hochbegabte Künstlerinnen handelt, die gewissermaßen die Lieblinge des Publikums und der Stolz der königlichen Bühnen waren. Zugunst n der Angeklagten ist erwogen. daß die Angeklagten unbeslratt und völlig verstrickt in ihre Lehre sind. Der Gerichtshof hat aus diesen Erwägungen beide Angeklagte zu je sechs M 0 n a t c n G e t ä n g n i s, unter Freisprechung der Angeklagten Ahrens in einem Falle verurteilt. Mus Groß-6erlin. 5?otclctt mit Ipistbein. Fleischermeister, die gestern Schwcinesteisch verkauften, handelten tatsächlich im Sinne des Ausschusses der Fleischcrinnung. zu Kotelett eine besondere Knochenbcilage zuzulegen; eS soll vorgekommen sein, daff bei emem halben Pfund Kotelett sich fünfzig Gramm Spitzbeine befanden. Es gab natürlich heftige Auseinandersetzungen zwischen Verkäuferinnen und Käuferinnen und cS wird die höchste Zeit, daff der Magistrat schleunigst eingreift. Hvhe Preise im Kleinhandel. Uebcrmäßige Gewinne im Kleinhandel weist eine Zusammen- stellung von Dr. R. Kuczynski, Direktor des Statistischen Amtes der Stadl Berlin-Schönebcrg, nach, deren Einzelheiten die weiteste Verbreitung verdienen. So kostet 1 Pfund Weizenmehl in Stral- sund 21 Pf., in Stettin 35 Pf.; Roggcnmehl in Memel Allenste, n, Stralsund und Magdeburg 18 Pf., in Kiel 32 Pf.; Weißbrot in Danzig 25 Pf., in Altona, Paderborn und Frankfurt a. M. 50 Pf.; Roggenbrot in Görlitz 15 Pf., in Emden 30 Pf. Im letzten Friedcnsmonat Juli 1014 schwankten die Preise in denselben Städten für 1 Pfund Weizenmehl zwischen 15 und 22 Pf., Roggen- mchl zwischen 12 und 10 Pf-, Weißbrot zwischen 20 und 35 Pf., Roggenbrot zwischen II und 20 Pf. Der Aufschlag auf die Höchst- preise des Großhandels für Weizenmehl betrug im September 1915 in Hanau 10 Proz., in Essen 81 Proz.; bei Roggenmehl in Stralsund 12 Proz., in Flensburg 100 Proz. Der Preis für Weißbrot sank während des Krieges in Düsseldorf um 18 Proz., während er in Münster um 13 Proz. stieg. Roggenbrot sank in Memel um 7 Proz., stieg aber in Einden um 100 Proz. 1 Pfund gelbe Erbsen kostet in Hildesheim 45 Pf., ia Sigmaringen 80 Pf.,. Eßkartoffcln in Tilsit und Stralsund 4 Pf., in Emden 7 Pf.. Reis in Allcnstein, Emden und Neuss 50 Pf., in Köslin 00 Pf., Zucker in Königshülle und Neuss 26 Pf., in Tilsit 35 Pf., in Stade und Aachen 40 Pf., in Memel, Stettin und Königsbütte 70 Pf.. 1 Liter Milch in Köslin 18 Pf. Salz kostet statt 10 in manchen Städten 15 Pf. Selbst benachbarte Städte haben unberechtigte Unterschiede. So betragen die Preise in Gross-Berlin gleichzeitig für Weizen- Niehl zwischen 25 und 40 Pf., Roggcnmehl 10 und 25 Pf., Weissbrot SS'A und 39 Pf., Kartoffeln 3A und 8 Pf.. 1 Liter Milch 12 und 30 Pf., 1 Ei 11 und 20 Pf. Hilfe können hier nur die Höchstpreise auch für den Kleinhandel für alle notwendtgcn Lebens- und Be darfsmittcl bringen. Soweit es sich um die Milchprcise handelt, so wird aus den Kreisen der Milchhändler mitgeteilt, daß die Milch in Berlin an Milchhändler nicht unter 24 Pfennig, an Grosshändler nicht unter 20 Pfennig abgegeben wird, und daß deshalb die jetzigen Gewinn- sehr minimale seien._ Verlegung einer Steuerkasse. Die für die Stadtbezirke 315—326 zuständige Steuer fasse XIIIB wird am 20. November von der Bellermann straße 8/10, nach der Badstr. IO/IOu verlegt werden und dort vom 22. November ab werktäglich von 9—1 Uhr für das steuerzahlende Publikum geöffnet sein. Am Umzugstage bleibt die Kasse für Steuerzahlungeu geschloffen. Die Kriegsnnterstützunasabteilung verbleibt in der Turn Halle der Genieindcschulc, Prinzenallee 8, Versammlung der Näherinnen auf Kricgsarbcitcn. Im Anschluß an die bereits abgehaltene Versammlung hat der Schneider verband ernerz/ zu Montag, den 15. November, abends 8>-Uhr. im Lokal von Schulz, Am Königsgraben 2, eine Versammlung einberufen für die Arbeiterinnen, welche zurzeit Militär. Hemden. Unterbosen, Drclljacken und-Hose», Fuß-, Knie- und Brustwärmer. Paironendalicr, Schutzkavpen. Brotbeutel, Sandsäckc Sanitätstaschen, Gewehr- und Helmbezüge, Halsbinden usw. an- »erligen. Es liegt im Interesse der Arbeilerinnen, an dieser Versammlung teilzun-hmen._ Drei Gasarbeitcr durch LcuchtgaS verunglückt. Ein Unglücksfall hat sich gestern vormittag in Wilmersdorf er- eignet. Ddrl werden an der Ecke der Kaiierallee und der Hildegard- straße mehrere Angestellte der GaSgeiellichaft tEnglifchen Gasanstalt) mit Arbeiten an dem HauptleiiungSrohr bcichSstigt. AtS gegen 1/411 Uhr vormittags drei Arbeiier in einer liefen Baugrube au dem großen Zuführungsrohr. daS sie freigelegt hatten, beschäfligl waren. wurden sie durch ausströmendes Gas betäubt. Ein bald darauf binzukommender Albeilskollege fand sie drei besinnungslos in der Grube. Er sprang sotorl hinab, um den Verunglückten Hilke zu bringen, mußte jedoch seine Bemühungen aufgeben, da er ebenfalls schwer unter dem Gasgeruch zu leiden botte. Er kletterte unlei größter Anstrengung aus der Grube heraus und benachrichtigte die Feuerwehr, die in wenigen Minuten ihre Samariter mit Sauerstoff apparaten nach der Unsallslelle entsaiidle. Nachdem die Ver- unglückren aus der Grube herausgezogen worden waren, wurden Wiederbelebungsversuche angestellt, die auch von Ertolg begleitet waren._ Ein Ehcdrama im Straßenbahnwagen erregte Freitagabend in der Leipziger Straße grosses Aufsehen. Der Kellner Eugen Nehls lebte seit längerer Zeit von seiner Frau Klara, geb. Ruhlich, getrennt und machte wiederholt Annäherungs- versuche. Gestern fand vor dem Landgericht in der Neuen Friedrich- straße ein Versöhnungstermin statt. Zu ihm erschien auch Nehls, der als Landsturmmann eingezogen ist und beurlaubt war. Zluch jetzt versuchte er, seine Frau für sich wieder zu gewinnen. Sie aber lehnte die Aussöhnung ab. Frau Nehls, die tn der Möckernstr. 72 bei Wronk wohnt, ist bei der Straßenbahn als Schaffnerin ein- getreten. Zuletzt fuhr sie auf der Linie 40. Nehls wußte das und lauerte ihr Freitagabend am Potsdamer Platz auf. Als der Wagen dort hielt, um nach dem Spittelmarkt zu fahren, gelang es ihm aber nicht, hinaufzukommen. Er fuhr deshalb voran und wartete am Neichspostmuseum, an der Ecke der Mauerstrasse, von neuem. Hier sprang er während der Fahrt auf. Zlngesichts der Fahrgäste fragte er seine Frau zum letzten Mal, ob sie sich mit ihm versöhnen wolle oder nicht. Frau Nehls wies ihn auch jetzt ab, ließ ihn stehen, wandte ihm den Rücken und ging in den Wagen hinein, um ihre Dienstobliegenheiten zu erfüllen. Da zog der Mann einen Re- volvcr ans der Tasche und feuerte in den Wagen hinein drei Schüsse auf sie ab. Zwei trafen sie in die Schulter, einer in den Schenkel. Während die Frau zusammenbrach, nahm ein Offizier, der im Wagen Zeuge des aufregenden Vorganges war, Nehls fest und übergab ihn einem Schutzmann des 37. Reviers, der ihn nach der Wache brachte. Der Wagen wurde dann abgeschlossen und fuhr mit der Verwundeten und den Fahrgästen zunächst nach der Kronen- straße, wo die Verletzte auf der Unfallstation die erste Hilfe erhieU. Von dort wurde sie in einem Wagen nach dem Kvankenhause am Friedrichshain gebracht. Die Frau ist schwer verletzt, wie es scheint aber nicht lebensgefährlich. Die Feuerwehr, die zur Hilfe nach dem Tatort gerufen wurde, fand nichts mehr zu tun. Der Tod des Schüler? Kart Wölk aus der Ueckermünder Str.>4 hat auch die Polizei befchäfkigl. Der Knabe kam vor vierzehn Tagen aus der Schule nach Hause und verstarb dort nach kurzer Zeit. Die Mutler stellte fest, daß der Knabe von seiner Lehrerin in der Schule an den Kops geichlagen worden ist. und sie führte den Tod aus diese Behandlung zurück. Die Kriminalpolizei und Siaalsanwallschaft babcn sich der Sache angenommen und die Leiche obduzieren lassen. Der ärztliche Beiund tauiel dabin, daß der Knabe an Krämpfen ver- storben ist und die erste Vermutung nicht begründet ist. Durch ihren eigenen Regenschirm um daS Leben gckoinuicn ist gestern abend die 18 Jahre alle Tocvter Eliia des Stiaßenbahn- schaffners Kraulwiirst aus der Zwingtistraße 8 zu Moabit Das Mädchen, das als Verkäuferin in Berlin beschäfligl war und bei den Eliern wohnte, wollte einen Siadlbahnzug vom Bahnhof Fliedriwstraße aus zur Heimfahrt benutze». Sie kam erst auf dem Bahnsteig an. als der Zug sich gerade in Bewegung ictzie. Rasch sprang sie noch an ein Abteil heran und aui das Tritt'- brelt, nachdem sie leibst die Tür aliigerissen balle. In der Hast glitl sie aber beim Einsteigen aus und siel mil dem Kov' auf die Spitze ihres Regenichirms. Diese drang ihr in ein Auge-ein. Das ver- letzte Auge mit der Hand ziideckeiid, raffle sie sich ans. stieg vollends ein und fuhr mit. Die anderen Fahrgäste bemühlen sich um die Verletzte, die aligensche:nt>ch heftige Schmerzen litt. Ihr Befinden wurde immer schlechter, und bei der Ankunft auf dem Bahnhof Bellcvue war sie schon tot. Vermutlich ist die Spitze des Schirmes durch das Auge in das Gehirn eingedrungen. Die Leiche der Ver- unglückleu wurde beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht. Für Pferdehaltcr. Der Magistrat Berlin bittet uns um Be- kanntgabe, daß es sich leider doch nicht, wie beabsichtigt und bekannt- gegeben wurde, hat ermöglichen lassen, 30 Pfund inländische Kleie zu verteilen, sondern daff zurzeit nur 15 Pfund Kleie für jedes Pferd in der ziveiten Hälfie des November abgegeben werden können. Er hofft jedoch bei größeren Zuiubren später in der Lage zu lein, wieder eine Verteilung von Kleie an Berliner Pferdehalter vor- zunehmen. Arbciterbildungsschule. Heilte Sonntag, den 14. November. abends 71/2 Uhr. findet der dritte Vortrag in dem Zyklus:„Die Musik als Gefühlsansdruck" statt. Genosse Leo 5k e st e n b e r g wird heute das Thema.Absolute Musik oder Programmusik" behandeln und an Bei- spielen aus Beethovens Sonate opus 81a(das Lebewohl, die Abwesenheit, das Wiedersehen) erläutern. Der Vortrag findet im Hörsaal der Schule, Lindenstr. 3, 4. Hof rechts, 3 Treppen statt. Um Störungen zu vermeiden, werden um 8 Uhr die Türen geschlossen werden. Mus öen Gemeinöen. Stadtvcrordnetenwahlen in Charlottenburg. Gewählt wird heute von vormittags 11 Uhr bis nachmittags 5 Uhr. Unsere Kandidaten sind: 1. Bezirk Stadtverordneler Heinrich Vogel, 3. Bezirk Sladtoerordneter Dr. Bruno Borchardt und Schlosser Max Gain. 5. Bezirk Sladlverordneter Wilhelm Richter, 6. Bezirk Sladlvcrordneler Alfred Will. Wahllokale in der Frcitagnummer des.VorwärlS" und an den Anschlagsäulen._ Stadtvcrordncten-Ergänzungswahlcn in Schöneberg. Heule mitlag von 12 Uhr bis nachmittag 5 Uhr finden in den berciis bekannigegebenen Bezirken und Lokalen die Stadiverordnetcn-ErgänzungSwahleii statt. Im. 2. Bezirk ist kern Kandidal der Sozialdemokratie auf- gestellt. Im 3. Bezirk kandidiert Sladtverordneter T. Hoffmanu als Mieler. Im 4. Bezirk Sladlv. Ernst Obst als Hausbesitzer und Stadlv. Ed. Bernstein als Mieter. Beide Namen find der Reihenfolge nach zu nennen. Im 7. Bezirk Sladlv. Wilhelm Fintel als Hausbesitzer. Im 8. Bezirk Sladlv Albert Wolfrämm als Hausbesitzer. Im 0. Bezirk Stadlv. Otto Reiche als Hausbesitzer. Im 0. Bezirk stell! die organistcrle Arbeilerfchafl den HauS« bcsitzer, während die bürgerlichen Palleten den Mieler auiftelleir. Als Legilimaiion gilt die vom Magistral zugciandle Wählerkarle, außerdem der Sicuerzettel sowie amiliche Ausweispapiere. Stadtverordneten-Erfatzwahl in Lichtenberg. Heule von>2 Uhr mittags bis 7 Uhr abends finde! für den nach oufferbalb verzogenen Genossen Sladiverordnelen Max Cohn im 2. Kommunalwahlbezirk der drillen Wähkerklasse eine Ersatzwahl stall. Die Genossen wollen sich genau vergewissern, wer als Wähler in Frage lomint. Es wird erwartet, daff jeder sein Wahlrecht ausübt. Zum 2. Kommunalwahlbezirk gehören: Boxhagener Thaussee. 13 bis 16, Gabriel-Max-Str. 1— 5 und 10— 21, Gärlnerstr. 25—33, Grünberger Sir. 12— 19, Krossener Str. 1 1- 24, Simon-Dach- Siraffe 35-46, Simplonstr. 22—28, Wühlischftr. 24—39. Kandidal der sozialdemokratischen Partei: Oskar Sander, Zimmermann. Wahllokal: Restaurant Zimmermann, Gabriel-Max-Str. 5. Die TLnsservcrsorgung in Steglitz. Die Tatiache. daß nach dem augenblicklichen Stand der Dinge vom 1. Januar 1916 ab Steglitz ohne Wasserversorgung sei, be- schäfligle die letzte Genkeindcverlretersitzung. Vom Gcmeindcvorfland bis zum Sozialdemokialen wurde aufs energischste dagegen prolesticrl, daß es onichcinend selbst den höchsten RegicrungS- stellen nicht möglich sei, die Widerstände zu überwinden, die eine private Moiivpolgeiellichaft einer Gemeinde gegenüber auflürint, die die ungelieueren Profile dieser Gesellschaft dem Gemcindesäckel zuwenden ivill. Herr Schöffe I 0 ch e m berichtete über die Wasserffage. Seit 1885 liefern die Charlottenburger Wasserwelte unlerer Gemeinde das Wasser. Im Dezember 1912 kündigte die Gemeinde den Ver- trag zum 1. Januar 1916. die VertragSgeiellichasl erkannte diese Kündigung nicht an, die dann vom ReichSgcrich: als rechtsgültig be» släligl wurde. Eni ganzes Jahr kostbarer Zeil war durch diesen Prozeß verloren, obgleich die Vorarbeiten jür Errichlung eines eigenen Wasserwerkes möglichst gefördert wurden. In der eigenen Gcmarliing, ini Bäkelal. wurden Bohrversuche unternommen, die durchaus günstig ausfielen. Obne Zutun der Gemeinde wurde noch ein Gulachren der„LandeSannall für Gewässerkunde' vcigebracht. aus Grund dessen der RegierungSpräsidenl nunmehr „länger dauernde" Pumpveriuche verlangle, imd zwar bis zum März lv t ö, dann sollte enlichiedcn werden, ob die Genehmigung zu erteilen oder zu versagen sei oder ob die Pumpveriuche noch länger fortgeietzl werden sollten. Das war unannehmbar. Ein neues Projekt sah die Gewinnung von Wasser bei Capulh vor; dieser Beriuch scheiterte schließlich an dem Widerspruch der Stadt Potsdam. Erfolgreicher waren die Verhandlungen mil der Gemeinde Lichlcnberg wegen Abschluß eines WasjeilieferungSveNrageS, der im Dezember 19l4 die Zuslinimung beider Gememdekörperschaften erhielt. Die landeSpolizeiltcke Genehmigung zur Forlleilung deö Wassers von Lichtenberg nach Sieglitz ging schließlich im Februar 1913 ein und die Bei Handlungen mil den Interessenten, duich deren Gebiet das Druckrohr verlegt werden sollte, begannen. Hier erwuchsen neue Widerstände, indem die einzelnen Gemeinden EnlschädigungSsummen verlangicri, die die Reniahililät deS ganzen Werkes in Frage stellten. Die Gemeinde sah sich daher genötigt. die ZwangSrechte gegen die widerstrebenden Interessenten im April I9l5 beim BezirkoauSichliß zu beantragen. Seitdem wird nun ge- prüft und verhandelt, ohne daß die Sache von der Stelle kommt. Mittlerweile wurde auch noch der Regierungspräsident vom Ministerium angeiviesen, gegen die geplante Unlerdllckeriing der Spree Einspruch zu erheben, lrotzdem nach Auskunft des Wasser- bauamles technische Bedenken nicht bestehen. Jetzt haben nun Re- gierungSpräsident nnd Bezirksausschuß der Gemeinde geraten, mit den Charlottenburger Wasserwerken wegen weiterer Wasierlieferung über den t. Januar 1916 hinaus zu verhandeln. DaS ist geschehen, hoch sind die gestellten Bedingungen für die Gemeinde unannehmbar. Bon der Flucht in die Oeffcnilichkeit erwartet die Gemeinde Steglitz nunmehr, daß endlich die Sacke etwas beschleunigt wird. Gcmeindcvoistand und WasseriverksauSschuß wurden mit der Vor- bereilung einer Petition der Gemeindevertretung beauftragt, die in Kürze der Regierung überreicht werden soll. Teuerungszulagen in Spandau. Die Stadlverordneten genehmigten den Gemeindebeschluß, wo- nach denjenigen Beamten, Angestellten und Arbeitern, die in den Dienst der Stadt Spandau im Hauptamt gegen Gehalt oder gegen Monais«, SSoSon« ober JancToIin imb niffit mir bon'EergeTicnb tölig fiiib, für die Dauer des Krieges ciue Familienzulage gewährt wird. Die Julage, die mir Verheiratele und Ocnoiiiuclc erhallen, beträgt bei Iiiiderloicii Ehelcuten. tvenu der Eheuiann ein Diensteinkoinmen bis zu 2400 M. bezog, rnonalliäi l> M., im übrigen für das erste Kind 8 M., für daS zweite Kind 8 M. und sür jedes weitere Kind bis zur Vollendung des tö. Lebensjahres S M. mehr. Die von der Stadt bcschafflcn Lebensmittel sollen in Aukunsl nur an Spandauer Einwohner unter Vorlegung einer AuswciSkartc verlaust iverden. Abgelehnt tvurdc die Einrichtung eines Säuglingsheims sür den Stadtteil Siemensstadt, da das geplante Säuglingsheim rmdi dem Elutachtcn des Kreisarztes den bhgicniicpen Aniprüchen nicht genügt. Der Ausbringung der Kosleu von ICKIOlX) M. für die Zentralisation des Heizbctriebs im städtischen Krankcnhause wurde zugestimmt. Die auszunehmende Gciainiaulcilie beläust sich cinscblieplich der bereits bewilligten Ausgaben von 206 000 M. aus 312 000 M. KricgSfürsorgc in Mahlsdorf. In der letzte» Sitzung der Gemeindevertretung wurde zunächst au Stelle des verstorbenen Herrn Burow Herr Verenstecher als LLaiscnrat gewählt. Bei der Erläuterung des Beschlusses über die Gewährung von Mictsunicrsiützuug an Kriegerfrauen sübrte der Geniciildevorstehcr aus, dajz Fälle vorgekommen seien, wonach Haus- Wirte bei Neuvermietung an Kriegerfrauen gleich so viel Miels- erhöhnng verlangten, wie der eventuelle Mietsnachlasz betragen würde. Er schlage deshalb vor, bei Gewährung von Mietszuschüssen nur den wirklichen Wcrr der Wohnung zu berücksichtigen. Von anderer Seite wurde entgegnet, dag bei den Hauswinen, die den Kriegerfrauen entgegenkommen, dieser Vorschlag zu groben Härten führe, wenn mau hinterher nock einen Nachlas; von 15 Proz. verlangen wollte. Beschlossen wurde, in den Fällen, wo vorweg Nachlas; gewährt oder die Miete entsprechend dem Nachlas; erhöbt worden ist, Ermitlclnngcn anzustellen Der Regulierung der Zu- sahristraße zum neue» Bahnhos wurde zugestimmt. Der Gemcindevorstehcr brachte sodann noch einen DringlichkeitS- autrag ein, wonach den Gemeindearbeitern und Angestellten mit weniger wie 2000 M. JahrcScinkomnien eine Teuerungszulage gewährt werden soll. Genosse S ch u m a n n wünichie, das; namenilich die geringer entlohnten Arbeiter mit einem höheren Zuschlag bedacht werden. Beschlossen wurde eme einheitliche Zulage vom 1. Oktober IlUö ab zu gewähren. Em weiterer Dring lichkeitsamrag betras die Fürsorge für Kriegerfamilien. Der Gemeindevorsieher führte begründend aus, das; man im vorigen Jahre öffeniliche Sammlungen zu diesem Zweck veranstaliel habe, die aber jetzt nickt viel Erfolg hätten. Er schlage deshalb vor. 6 M. pro Kops zur Beschaffung von Kleidung und 5 M. pro Familie zur Beschaffung von Feuerung aus Gemeindemilteln zu bewilligen. Nach eingebender Besprechung wurde dem Vorschlage zugestimmt. Z)arteive?ansta!tungen. �ienslag, den 16. November, in Aussicht ge- A-ahlvereins j ä l l t aus. Teuipelhof. Die zu l uouuuene Pcrlauuiiluiig des N jeder- Tchöneweide. Tie Monatsversammlung findet am Dienstag, den>6. November, abends si.g Uhr, im Neitaurant von Hauck, Hasfrliverbcr Strahe 12, statt U. a.: Vortrag.»Moderne Jugendbewegung". Einiritt nur gegen Mitgliedsbuch. Iugenöveranftaltungen. Arbeiterjugend Berlin. � Am kommenden Mittwoch kBugtagi findet in der T r e p i o w- S t e r n w a r> c nachmittags ö Ubr und abends 8 Uhr je ein wissenichafllicher B o r t r a g mit Filnivoi sühinngen statt über das Tbema: Polarbildcr und P o l n r j a g d e n. Eiiilavkartc 25 Ps. Zahlreicher Besuch der Arbeiterjugend nebst Augedörigen wird erwartet. Schöneberg. Heute abend 7 Uhr findet bei Henkel, Meininger Skr. 8 ein Vortrag des Herrn Sepp Ocrter über:»Die Industrie Belgiens und NordsrankreichS" stall. ZSilmeredorf. Mä chenaiiisübrniig Die Kinder Iressen sich zur Besprechung der Proben im Jugendheim, Mannheimer Strasze 51, zwischen 4 und Uhr. Reinickendorf- Ost. Jugendheim. Hopvestr, 32, Heule Sonnlag. den Is. November: Freie Betätigung.— Dienstag, den l6,: Spiolabend,— Mittwoch sBuhtaa): Tageswanderung nach Rüdersdorf, Fahrgeld 80 Ps, Treffpunkt Babnhos Gesundbrunnen Uhr.— Donnerstag, den 18. November: Gesang. Slrbetter-Iamariterbund. Kolonne Gr oh. Berlin, Lehr- stunde baben nächste Woche abends 8'/, Uhr: Montag, den t 5 November: t. und 4, Abt.: Köpeniitcr Siran« 62.— Freitag, den 19 November: 3. und 6. Abt.: Schöneberg. Porbcrgftr. 11. Vortrag des Genossen Stein. Nach dem Vortrag: Ve:barrdübrrrrgen.— DienStag. den 16. November: Vorstandssrtzrrng(betrifft Bortrag Dr. Molcs), Köpcnrckcr Strajze 62. Ter Deutsckie Zlrbeiter-Wanderbnnd»Tic Naturfreunde», Ortsgruppe Neukölln, veranstaltet am Sonntag, den 14, November, irr den Passagc-Festlälcn, Bcrgstr. 151/152, abends 6 Ubr, einen Lichtbilder- Vortrag:»Die vier JabreSzeilen im norddeutschen Flachland", mit 120 eigenen Naluraufiiabmeii des Vortragenden, Vor dem Vortrag: Konzert der rnufikalitcherr Abteilung. Einlagkarten a 30 Ps sind bei den Frrhrenr, irr der GeichästSslelle Wagner, Edrnundswag« in, im Holländiicherr Easä. Berliner-S trage 14 und bei F. Kruse, Berlin, Mariannenitr. II. zu haben, Ter Männer- und Frauenchor Lichtenberg veranstaltet heute in r biglos Festsälcn, Kovpcnstr, 29, ein Konzert zun» Besten ieincr im Felde stehenden Mitglieder. Bei der Ausführung wirken mit: Frauenchöre. Männer- chöre, gemischte Edöre, Herr." Walter Göhe, Ovenrsänger, und Herr Paul Schulz. Cello, Am Flügel: Herr Dr, Richard Schulz. Ter Gesangverein Immergrün. Tegel(M. d. A.-S.-B.s, vcr> anstalrcl heute unter Mitwirkung des Frauen- und Mürrrrerchors . Z u k u n s t", Schön hausen, im Strandschlog zu Tegel ein Woliltätigkeils- lonzert zum Besten der Familien ferner im Felde stehenden Mitglieder. Ansang abends 7 Uhr. Briefkasten üsr Z�eüaktion. Tie lurrllrlche eyrctSlritp.Sc Imder(irt Stvonneoreo rechts, vattcrrc. am Moingg dos greiraa von t vrs 1 Lrnocnlir, Z, I?, Hol Ugr, am Soiinaoend Brreltasten vellrmmien ilniroge Weel�erchen berjurügen Arrcilrchl denen lerne Zrvvnncnrenrsourrurng ErNoc Frnoen trage man in ter und dcrglcrchcn brlngc urai tu dt« von 5 bi? 6 Uiir statt Jeder iür den ist em LuchUade und eine iZodl a!s Unlworr wird mch: cnerlr. Anfragen, bergctügr rlr, werden nichr beannvorrcr, Svrcch'runde vor Vertrüge, Schrisrhückr Eorrchstunec mir Lv jähriger Abonnent K. t. Ter Sohn bat noch Anspruch nui die Krankenkassenleistungen 2. und 3. Der Anipruch verjährt in zwei Jadren, 4, Rein.— M. H». 100. Verlangen Sie von der Herrichatt de.s Nach- kleben der nvalidenmnrkcn; cvcirt. erstatten Sie Anzeige beim Vcrjiche- rrrngsamt der Stadt Berlin. Klosterstrage 65/67. Die or deren Anspräe.e an die Herrschast rnügten cvcnl durch.Krage geltend gemacht werden, ES würde'ich empscbtcn, das Armenrecht zu dieser Klage rrachzrriuriicn. — E B. 9!). Für den Unterhalt des Kindes zu sorgen rit in erster Linie Ihre Pslrcht, nicht Pstichr der Mutter, Zur Legiiimalion r i die Zuilinnnnng des Vormundes und der fflrrtler notwendig, die v erweitert iverden ka — Tons 40. Sie haben teilten Ansvruch aus Unterilührrng. — 3k. B. 100. 1. Sechs Monate bis zwei Jahre. Neucnburger Strasse. N. n. P. 34. Die Mietunlerstützung kann Ihnen in dieiem Falle erweigeil werden.— M. B. 1000. Völlig ausgeschlossen ilt das nicht, es dars aber angenommen werden, daß eine Nachmusterung nun richl mehr er« folgt.— 31. 50. Der Hauswirt kann aus diesem Grunde nicht vor« pflichtet werden, die Miete zu ermäßigen. Die Forderungen aus dem Jahre 1913 verjähren laut BnndeSratSoerordnung erst im Jabre 1916— ft. D. 14. 1. Das kann cvcnll. geschehen. 2. Das Attest mutz von dem Arzt, der Ihren Mann behandelt vat, ausgestellt, amliich beglaubigt ie.n und dann an den Truppenteil Jhies ManneS eingesandt iverden. — L. B. 30. Wir möchten Ihnen raten, sich mit dem Leiter der Hilss- so ilbildungsichutc Herrn Rektor Fuchs, Bcrgstr..58, in Verbindung zu s.steil. — Flcisstg 73. Beginnende Rückendarwe.— G. Z. Nur als König von Prengen, annähernd 20 Millionen. Vom Landlag beichlossen. Trägt auch als Kaiser dieses Emblem.— 29. L. 500. 1. Natürliche körperliche Bc- bandlung. 2. Darüber können wir kein Urleil abgeben.— K. L. 3. In der Geichästsstellc des Vereins, Schönebergcr User 30, dürsten Sie am sichersten Auslunit erhalten. Bureauzeit 9— 1 Uhr.— M. 2.'!. 99. Ziern. Kamelhaarsioff- Schlüpfer'® mit Filzsohle Damen: 1,95 M. und Ledersohle Herren: 2,45 M. Dieselben, prima Ausführunö Damen: 3,25 M. Herren; 3,90 M. Kamelhaarstoff-Umsdilagsdiuh mit Ledersohle. Damen 2,85 M. 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Wenn man bedenkt, das; dies die erste Volks- abstiinmung über das Frauenstimmrecht in New Jersey war, so kann der Ausfall keineswegs als entmutigend angesehen werden, wenn er auch die Erwartungen vieler etwas getäuscht hat.. Ter Aussall der Abstimmung hat die Frauen New Jerseys keineswegs entmutigt. Sie rüsten schon wieder für einen neuen Kamps. Nach der Verfassung kann das Amendement dem Volke nach fünf Jahren wieder zur Abstimmung vorgelegt werden. Die bürgerlichen Frauenrechtlerinnen sprechen davon, das nächste Mal «-lle Kraft auf die Erringung des Stimmrechts bei den Präsident- schiaitswahlen zu konzentrieren. Dieses Stimmrecht wird nämlich lchut der Bundesverfassung von den einzelnen Staaten festgesetzt. Z.rm Pessimismus ist durchaus keine Ursache vorhanden. Die Volks- abz'imniung hat gezeigt, daß das Frauenstimmrecht selbst in einem so �konservativen Staate wie New Jersey auf grosie Wählermassen rechsen kann. Irauenleseabenüe. SltZglitz. Montag, den 15. November, abends S'/j Uhr, bei M o c c � a l, Floraslr. 4. PlWikow. Montag, den!5. November, abends S'j, Uhr, im Jugendheim. Marimilianstr. 4La: Gemeinschastlichcr Lcscabend. Nicdcrichönhaiisen-Nordcnd. Der Lcscabend findet nicht am Ib., iondemi am Ä. November statt, Hcuke Sonntag, nachmittags 4 Uhr. im Lokal von Rcttig, Blanlenbuyger Stratze 4: Märchen- und Handarbcitsabend. Soziales. Erfrieren eines Beines als Betriebsunfall. Der Wakidarbeiler H. war am 17. Januar 1L12 in der Forst mit dem Fällevr rcsp. Zerkleinern von Holz beschäftigt. Bci dieser Arbeit kniete— Zentralstelle sür Wohiiungssül sorge im Königreich Sachsen, Drcsden-A.. Schietzgasse ul. Ter Sieg des Todes. KriegSnovellc» aller Zeiten und Völker. Herausgegeben von Poritzky. 376 S.— Mit Troiiimeln und Pfeifen. Soldatenlieder, herausgegeben von F. Schiocinp. 149 S.—> G. Müller, München. Geschäftliche Mitteilungen. Die Firma Hermann Tieli, Frankfurter Allee, macht auf ihi!e sehenS« werte Spielwarenausstellung aufmerksam. Dick Firma Bernhard Reichelt in Breslau 16, Grünelche 24, empfiehlt im Inseratenteil tbrc Honig-Ersah-Produklc. Allen, die sich kürzlich wegen der greßsn Nachfrage vergeblich bemüht haben, diesen so heiß begehrten Mantel für sich zu erlangen, wird es eine frohe Kunde sein, daß der gleiche Mantel wieder zum Berkauf steht. Es ist ein wirklich entzückender Mantel aus schönem, molligem, einfarbigem Stoff in den modernen Karben, mit einem eleganten Seal?ragen und einem feschen breiten Gurt, den Sealknöpfe verzieren. Große bequeme Taschen und schöne Stulpen sind weitere Vorzüge. Gr ist genau wie die nebenstehende Zeichnung und was das Schönste ist, er kostet wie neulich nur 26»— Königstraße 33 Chauffeestr. IIS am Bahnhof Mkanderplah beim Etettiner Bahnhof Sonntags geschlossen. U Verwaltnuj; Berlin. Tcl.-Zlm! Mori�plah 10623, 3578. Bureau: Runzcslratze 30 pif OezirksversammZungen drr Einsetzer finden Soiinta,,, den II. Zioveinber, vormitiaqs 1« Uhr, SW>n den bekannte» Lvkale« statt. Brasicheti- VerfiasutuHiiMg Vergolder! Montag, den 15. Siovcinb'.r, abends 6 Ubr, im GewerkschastShausc, Enstclufcr 13, Saal Z. Tagesord niu n g: 1. Das Gesamtergebnis unserer Tcui-ttiigszulage, und wie stellen sich die Kollege» dazu. 2. Branchcnangetcgonheilcii. Dienstag, de» H5. November, abcads 8 Uhr, im le?/str. 8: Gemeinsame IB�rHsversainnilung der Bau- und Jtlöbf/itischler Keuköilns. 2. DiSkusfi Tage sordnung: en Bit Lw über«Krte 3. Verbandse�ngclcgenheiten. L Vortrag deS Genossen lilt /er über„KricgSbeschädigrcnfürsorgc". isfion. Vertranensmiinner-Versammlnng. UiA�oo?ZvA?Er! DienStag, de» 1K. November, abends 8>/z Uhr, im BcrctnShauS, Holzmarktstr. 21. Tagesordnung: Bericht der Kommissii/n. 30/7 l>Ie Ortsverrvnltnnix. // Mi perwiiitlingBeüe perlin 5-t, Fminlstr. 83-� Ti/cpbon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bi/reau geöffnet von 9—1 und von 4— 7 Uhr. Hchtung I Hcbtung! Montan/, den 15. November 1915, abends« Uhr: Versammlung m der Ulldriicker und Polierer Groß-Berlins im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 1. Tagesordnung: %. Vortrag des Kollegen Wilhelm Siering:»Tic Arbcitsverhält- niss» der Metallarbeiter nach dem Kriege". 2. Di-tussion. 3. Ver- bayds- und Branchenangelcgenheiten. TaS Erscheinen aller Kollegen ist unbedingte Pflicht. Montag, den 15. November 1915, abends 8 Uhr: Kranchen-Versammlung der Ketallformer und Berufsgen. im Gcwerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 5. Tagesordnung: 1. Bericht der Agitationslommission. 2. DiSkusflon. 3. Neuwahl der Branchcnkommission. 4. Verbands, und Branchenangelegcnheiten. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird erwartet. )Zcktung! �cktung I Die Vertrauensmänner- Konferenz der Schraubendreher BffiT" I ä I l t in diesem Monat auS! 122/9 Die OrtsTerwultang. Außerordentlich billig kaufen Sie Ihre ehuhvaren bei uns 6 Schlager Herren-Stiefel Moderne Form mit Laokkappe..... 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November, nachmittags 3Uhr, von der Leichen- balle des Zentral-Friedhojcs in Friedrichssewe aus statt. Ehre ihrem Zlndcnken l Um rege Beteiligung ersucht Tie LrtSverwaltung. Nach sünfzcbn monatigen Kämpfen sand den Seiden- iod bei einem Sturm- angriff am 26. Oktober mein inniggcUebler. herzensguter Mann. unser Schwiegersohn, Bruder und Schwager, der Ge- srcitc der Landwehr Rudolf Paasche im blühenden Aller von zweiund- dreihig Jahren. Dies zeig! schmerzersülli a» die ticsbelrübte Gattin Cliarlette Paasche gb. Schröder liebst Augehörigen. Neukölln, Bodestr. 21. Ein kurzes, schönes Glück Hab' ich besessen, In Feindesland liegt es auf ewig unvergessen Ruhe sanft, geliebtes Herz, Du hast den Frieden, ich den Schmerz._ Beachten Sie bitte unsere sechs großen Fenster Schuhhaus Im Alter von 28 Jahren fiel aus dem Kriegsschauplatz am I 16. Oktober 1915 unser lieber Kollege 61«| Otto Ramson Sein nets freundliches und tollegiales Wesen stchern ihm be uns allen ein dauerndes Andenken. Die Kollegen cier A. E. G., Turbinenfabrik, Abieilun-r PrUReld. SoziataokFatisEhEPWahlyerein i. i 6. ÜEii. REjctistagswalilkrEis,| 6. Abt. Bez. 5C1. Nachruf! Am DienStag, den 2. November, verstarb unser Genosse, deij Schlosser Esmll Birk Schonflictzer Str. 16. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung hat bereits| itattgesunoen. 228/18 Der Tkorstand. Am 15. zum 16. Oktober fand s den Heldentod in den Wellen mein innigstgeticbter Mann, mein herzensguter79/3 Die verbandsleitnng. ! UeüIMp BauarbeitEP-Verliani!.! Zweigverein Berlin. Bezirk Moabit. Am 12. November starb nnjcr » Mitglied, der Ftieicnteger Pudolf Schmidt. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, ocn 15. d. M., nach- mittags 3 Uhr, von der Halle des neuen Johannis-Kirchhojcs H in Plötzcnsee aus statt. Ais Opser des Weltkrieges verstarb infolge seiner Verwundung im Lazarett am 6. November unser� lieber Freund und Genosse, der Schristsetzer Otto Qiane'üi | im Alter von 20 Jahren. Wir verlieren in ihm einen I I ircuen Mitarbeiter unserer! 1 Jugendbewegung. 2854b j �ugenduusscbuß und Arbeiterjugend Tegel-Borsigwalde. Zentner-Klub„Armin". Den Sporlgenosscn die traurige ! Nachricht, dal, wieder zwei unserer 1 besten Mitglieder, die Kollegen KkH Katteer Qustev Jahn 1 g ein Opser des Weltkrieges worden sind. ge« 8A Ehre ihrem Andenken k Ter Borstand. Ferner staib vom Bezirk X. II] am 6. November der Putzer Karl Neumann. Ehre seinem Andenken! Tie Beerdigung findet am! 1 Montag, nachmittags 3 Uhr, von[ | der Halle des Himmetsahrts-Kirch- tzoscs in Nordend aus statt. I Rege Beteiligung erwartet 1 142/20 Die örtliche Verwaltung. 1 Verhaml llEP Litbographen, S{EindFüEkerü.VErwaniltEnBEFiiIel (Deutscher Scnejclder-Bundj. Unseren Mitgliedern hierdurch! ! zur Kenntnis, daff unser Kollege, j \ der Formstccher Gustav Weiner j am 1. August durch Beinschust I verwundet wurde und am 13. No- 1 s vcnrbcr plötzlich an H erzkrämpsen z 1 verstorben ist. Die Beerdigung findet an, I ! Dienstag, nachmittags 3 Uhr, aus! ! dem Ganrison-Kirchhos in der I j Müllcvftr. 32 statt. 169/6 j Ein ehrendes Andenken werden 1 wir ihm bewahren und erwartet j � eine rege Beteiligung Die Verwaltung. Xaclimf. Den Mitgliedern zur Nachricht.! ! daß unser langjähriger Freund\ | und Vereinswirl Georg Wolischiäger 'Adalbert str. 21 I am 26. September ein Opfer des j 1 Wellkrieges geworden ist. Wir werden seiner stets in' | Ehren gedenken. 286/18 j Der Vorutand. AIS Opser des Welttrieges ste?l 1 am 24. September 1915 durch§ J Kopfschuß mein geliebter, uniscr- 1 geßticher Mann, unser guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder und «chwager, der Landsturmmann Paul.'Harten (350. Jns.-Rcgt., 1. KSvrp.) im Atter von 35 Jahren. Dies zeigt im tiessien Schmerz an Fraa ülartha märten geb. Gerlach, Neukölln, Okcrstraße 41. Ruhe sanst, so fern von Deinen Lieben. Geliebter Sohn, wir können's ja nicht saffen, daß Du nicht kehrst zu uns zurück. Du wolltest doch noch gern die Heimat wiedersehen. Du hattest aber nicht mal in der Garnison das Glück. So schlaf denn wohl in fremder Erde, geliebter Sohn, so jung mußt Du schon von uns geh'n, Du bist erlöst von diesem Jammer- täte. nun werden wir Dich niemals wiedersehn. Der Abschied war uns schon so schwer, Der Platz an unferm Tisch bleibt ewig leer. Lieber ÄlFrell! Ruhe in Frieden! Du wirst uns unvergeßlich sein. kannst Dich nicht mehr unseres Gartens, nicht der schönen Blumen sreu'n. In liesem Schmerz beweint von Deiner lieben Tante Mm] Schleupner, Else, Paul u. Herta. Der Onkel z. A. im Felde. Allzu früh und fern von seinen j ! Lieben fiel am 4. November 19151 I bei einem Gefecht unser einziger, j | geliebter, guter Sohn, der Musketier Alfred Kimeia (Jns.-Neg. Nr. 52, 9..ftontp.) | im blühenden Alter von.22 Jahren. In iiesstcm Schmerz 79A die trauernden Eltern � Fritr. linncia und Fraa, i Franz Poppe als Großvater. Berlin, Köni sbepger Str. l7. TM-VEFEin„EcliB", KcpeniEk (M. d. A.-T..B.). Ein Opfer des Weltkrieges \ würbe unser lieber Turngenosse W\Mm Sclmldt. Wir nrjen ihm ein„Frei Heil* 1 nach und' werden seiner stets ge- denken! 186/20 I. A.: Der Vorstand. Aus dem Kriegsschauvlatze siel i bei einem Sturmangriff unser 1 lieber Kollege, der Maschinensetzer Alfred Giersberg I kurz, nachdem er von seiner ersten i Verwundung gehellt war. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. 2842b I Die Kollegen der Norddeutschen Buchdriickerci, Berlin. Bci�dem Völkerringen fiel am 26. Oktober unser lieber Mit- arbciter und Kollege, der Ma- ichincnmcisler 2843b Gans Landsturmmamr im Res.-Jns- Rcgt. Nr. 8 im 34. Lebensjahr. I Ein ehrendes Andenken bc- I wahrt ihm Das Personal d. Buchdrurkerei > Piekr. Feyl, Berlin. AIS Dvfcr des Weltkrieges fiel am 3. November unser lieber Sohn, Bruder, Enkel und Neffe Lvai'g Voß 260. Ins.-Regt., Pionicr-Komp.. im 21. Lebensjahre. Die ticsbettübten Eltern Albert Bost und Emma Bast und Geschwister: Artnr Bost, zurzeit im Felde, Gertrud, Frida. Erna, Emmu nebst allen Verwandten. Neukölln, Kaiser-Friedrich-Str. 197 Ewig gram dem. der diesen Krieg heraufbeschworen. Nachruf.\ Als Opser des Weltkrieges fiel unser lieber Kollege, der Cin-i richtcr l65S� Karl SienzeB.4 Ehre seinem Andenken Die Kollegen u. Kollcgin»ien der A. E. G., Ackerstraf/e. Stanzerei A. f. 4. Nachruf. AIS Opfer des WetlkrlegeS fiel am 21. September unj/zr lieber Kollege, der Revolvcrdr/tHer Mlax WvAf, Wir werden sein Vlndcnkcn in Ehren halten. lObA Die Kollegen der?jlbt. Müller der Firma Sthiwartzkopff, Scher' ngftraße. Jew anOefllei! mseie: u»! dem MMsuM geWem SceoSch! Am 8. Ok�ber siel der Stockarbeiter PKsUgZP Pillauer Str. 2, Bezirk 325. Am 2.?K«ivember starb im Lazarett der Tischler ßAimis PohB Bardelebenstr. 1, Bezirk 327. Am 5.» November siel der Handlungsgchilse «chlesische Str. 15, Bezirk 188. Im Dktober stel der Schlosser KZsx Ssmmer 216/1 Heidenfeldstr. 5, Bezirk 4121. SKlaldomokr. Wahlvcrein I. d, 4. Berliner Beichstagswahlkr. 240/3 Gefallen der Zimmerer Lsopz Clauß Landhaus str. 11; geb. 23. September 1880. 198/10 Sozialdemokr. Wahlvercin Berlin-Wilmersdorf. Aul 4. Oktober fiel unser Mitglied, der Genosse Ott© gSpaheim Ritter des Eisernen Kreuzes, Hardcnbergstr. 36. 198/9 Sozlaldemokr. Wahlverein Steglitz. Gefallen am 24. Oktober 1915 durch Kopsschusj Wilhelm Brandt Maler, Gürtelsir. 24. im Alter von 29 Jahren. 14/9 Soziald. Wahlverein Kreis Niederharnim, Bez. Lichtenberg. Als Opscr des Weltkrieges sind iolgcnde Genossen gefallen: Ferdinand Westermann Handlungsgehilfe, Walter Scldrkersinskä Dreher, ASbert May Arbeiter, Ott© Wenge! Anitreicher, Otto Oieznelli 247/4 «chriflsehcr. Soziald. Wahlverein Kreis Niederbarnim, Bez. Tegel. Am 28. August fiel als Opfer des Weltkrieges unser Genosse Franz Wilhelm. 247 Sozlaldemokr. Wahlv. Nioderbarnim. Boz. Reinlokondorf-Ost. uv!.! vsrwaiHlten Berufe. Den Mitgliedern hierdurch zur Kenntnis, dag folgende Kollegen als' Opfer des Weltkrieges zu verzeichnen sind: Actzcr, l/m 6. August fiel der Tischler Klax Marquardt 35 Jahre alt. Buch str. 7, 21. Abt., Bez. 759. In eniem Gesccht siel am 21. September der 45 jährige Arbeiter 8-ieffmann Ackerstr. 83/81, 10. Abt., Bez. 624 a. Am 21. September siel der im 45. Lebensjahre stehende Arbeiter Wilhelm Böttcher GröntHnler Str. 50, 8. Abt., Bez. 810. Am 26. Juni fiel durch Bauchfchug im jugendlichen Alte- vo: 22 Jahren der Schlosser Bruno Billig Ramlerstr. 15, 8. Abt., Bez. 595. Am 17. September fiel der Arbeiter RfSax Wehlitz 29 Jahre alt, Weist enburger Str. 41, 4. Abt., Bez. 518. Am 2. November verstarb iin Lazarett der 36 jährige Chauffeur Faul Engwicht Schivetbciner Str. 14, 6. ABl., Bez. 561. 228/17 Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Beichstagswahlkr. Alexander S�eichertj gcjallen am 23. Lliober 1915, Hermann Ehrenbergy Andruckcr, gesallen am 9. Oktober 1915, Heinrich EauenSteinz aiÄoÄr, gefallen am 4. November, Oskar Zchmiedeknecht,»ÄAmr, gefallen am 25. Juli, fiaasschertg Lithograph, verstorben in einem Lazarett, an weicher Gehirnhautentzündung, am 4. November, Aioiis Hoaberj Kupferdrucker, gefallen am 14. Oktober, OÜO Wackutp Kupferdruckcr, verstorben am 7. November infolge schwerer Verwundung, WlVil BämSschg Formstecher, verstorben am 27. Oktober infolge schwerer Verwundung. Wir werden den gesnUcncn Kollegen ein ehrendes Zln- denken stets bewahren. IMe Verwaltungen Berlin II, III, V, VII. X u r Bcaclitung. Ter Kupserdrucker Otto MacUnt ist räch Berlin übergeführt 1 worden, und wird am Montag, den 15. November, nachmittags 4 Uhr, � aus dem Garnnonkirchhos, Hasenhcidc, beerdigt. Um recht rege Beteiligung ersucht 109/5 j öle"Verwaltung. Am 6. Oktober fiel durch Granatschust der Buchdrucker Otto Heinrich Weisestr. 36, 16. Bezirk. Am 21. September starb an seiner Verwundung der Galvaniseur I Paul Henning Heidelberger Str. 31, 8. Bezirl. Am 22. September siel im Felde der Gürtler Wilhelm Hezfde Pannierstr. 13, 3. Bezirk. Am 21. Oktober fiel durch Halsschust der Kernmacher Franz Hamann Pfiügerstr. 17, 3. Bezirk. Im Felde fiel der Stockarbeiter Paul Syrbe Nansenstr. 30, 3. Bezirk. Bm 2. November verunglückte in Wilhelmshaven der Chauffeur] Robert Walter Weichselstr. 59, 4. Bezirk. Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. Oeutsoler Hoiza�eller-Mand Zahlstelle JSerlin-IjichterJeldo. Ein Opfer deS Weltkrieges wurden die Kollege» OnstaH? Pätzold9 Tischler. Willi Jeserig� Tischler. Ehre ihrem Andenken k '99/8 Ble Ortaverwaltung. Ein Opfer deS Krieges wurde unser Genosse, der Kistenmacher /�dolt Psstsch. 198/18 Sozialdemokretischer Wahlverein Köpenick. Ein Opfer des Weltkrieges wurde unser Genosse, der Klempner Paul Tchads» 198/11 Sozialdemokratischer Wahlverein Lank wifz.| SozialllemokratisctiEr Waliiverein I. d. i ßerl. Reicfistagswatilkreis. Nachruf, i Görlitzer Viertel. Bezirk 156 I. Den Mitgliedern zur Nachricht, ! hast unser Genosse, der Zigarren- j Händler Hugo Kühn Reichenberger Sir. 36, | gestorben ist. Ehre seinem Andenken k Die Beerdigung sand am 9. No- s oember, statt. Straiauer Viertel. Boz. 305. Den Mitgliedern zur Nachricht.! | dast unser Genosse, der Friseur Lüuarä kreier Müncheberger Str. 6, | gestorben ist. Ehre seinem Andenke»! Die Beerdigung sand am 10. No- j I vember statt. 215/20 Der Lorstand. Am 10 Noaember entschiies! I sanft nach langem, schwerem Leiden[ | mein lieber Mann, der staaker Adolf Lange. In tiefer Trauer ITrau Klara Kangc, Lübbener Slraste 22. Beerdigung: Montagnachmittag |2 Uhr von der Leichenhalle des I Zentrais: iedhoses in Friedrichs- I selbe aus. 12051 Fern der Heimat und seinen| 1 Lieben siel als Opfer dieses Welt- trieges am 25. Oktober unset! lieber Sohn, Bruder, Schwager| und Onlel, der Musketier Hans Vensdizc! Res.-Jnf.-Rgt. 24, 11. Komp. im 21. Lebensjahre. 120A I Dies zeigen iiejbelrübt an Tie Eltern und Geschwister. Ihm der Friede, uns der Schmerz Sinke sanft in fremder Erde! Ütis Opfer deS Weittrieges siel l am 12. Oktober mein lieber,{ berzenSguier Mann, der treu- sorgende Vater seiner Kinder ksu! Funcke Unteroffizier im Nes.-Jns.-Zigt.208. 1 Dies zeigt in tiesein Schmerz an| Witwe Emma Funcke nebst Kinder». Wer ihn gekannt, weist was s wir verloren. 9431 1 Lieber Vater, schlaf in Nnh', Unsere Liebe deckt Dich zu. i Zeniralverlianil der Steinarbeiler Deßtscblands. Zahlstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, dast j der Steinmetz Fritz Heinemann I Wilmersdorf, Berliner Str. 50/51. am II. November an Lungen- schwindsucht gestoiben ist. Tie Beerdigung findet am i Montag, den 15. November, nach- mittags 2'/, Uhr. von der Leichen- l balle des Gemeinde-Friedhofes, Wilmersdorf, Berliner Slraste, | aus statt. Rege Beteiligung erwartet 1 171/12 Die Orisveiwaitung. älllMeine Ortskrankenkasse Heukölta, Am Sonnabend, den 13. No- I vember, starb nach langem, schwerem Leiden der Angeslellte ! unserer Kasse lüerr August Boerner.! Während seiner langjährigen Tätigleil in unserer Verivailung I hat er sich in hervorragender I Weise durch vorbildlichen Fielst I und gröstte Zuverlässigkeit unser! Vertrauen in jeder Weise er-! worden. Wir verlieren in ihm I einen tüchtigen Mliarbeiter, I dessen Zlndenken wir stels in Ehren I halten werden. 212/5 1 Neutölln, 13. November 1915. Ter Kasseiiborstand. H. Heinrich, 2. Vorsitzender. WilmersdoFler Bännerchor. ?!n den Folgen seiner Berufs- \ Irankheit starb mich langem Leiden | unser altbewährter SangeSbruder Fritz HdUemann. i Während seiner langjährigen Mit- I glledschafi, die er in treuer Hingebung eifnllte, hat er sich die j Achtung aller Mitglieder erworben. Ehre seinein Andenken t Tie Beerdigung sindel morgen ! Montag, den 15. November, nach- ! mittags'/jS Uhr, von der Leichen« -alle, Berliner S trage 103, aus \ statt. 2849b Ter Vorstand. Allen Freunden und Bekannten B die traurige Nachricht, dast meine H liebe Frau 2431 Emilie Zoschke cm 10. November 1915 verstorben ist. Um stilles Beileid bitten der trauernde Gatte Karl Zosehhe und Kinder. Die Beerdigung sindel am 15. No- vember, nachmittags 3'/, Uhr, von Halle des Gethsemane-Kirch- S. Nordend, aus statt. jZgiialdmvki'atjZLkei'V/adhMiiil Viilmdoil Nach langen Leiden verstarb] am 12. November unser Partei- z genösse, der Steinmetz Fritz Heinemann ! im 60. Lebensjahre. 5 Iis Mitbegründer unseres Wahlvereiiis tat derselbe stets seine Schuldigkeit i:nd werden wir sein | Andenien in Ehren halten. Die Beerdigung findet morgen I Montag, nachmittags'/j3 Uhr, von mhalle des WiimerS- neinde- Friedhofes aus > statt, Um rege 1 198/12 Beteiligung ersucht ISez' Vorstand. l3EG(seli8rMe(a!lap!ieitEr-¥eFhand Verwaliungsstellc Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, \ dast unser Mitglied, der Schlosser HartHn Hurst Zossener Str. 5, jam 11. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Andeiike»! Die Beerdigung findet am I Montag, den 15. November, nach- I mittags 2 Uhr, von der Leichen- balle deS Zentral< Friedhofes in f Friedrichsselde aus statt. Nege Beteiligung erwartet t 22/8 Tie Ortsverwaltung. Hiermit allen Freunden und bekannten die traurige Stachrichl, ! dast mein lieber Mann, unser ! herzensguter Vater, Schwieger- | und Grostvater, der Steinmetz Fritz Heinemann im 60. Lebensjahre nach langem j chweren Leiden am lt. No- vember 1915 entschtaseii ist. Dies zeigen au im Namen der] HinIerbUebenen Frau Ernstino Heinemann, Familie Seelig. Die Beerdigung findet Mon- lag, nachmittags 2'/, Uhr, von der I Leiatenhalle deS Wilmersdorfer! Friedhofes aus statt. 333l l Nsckrut. Am 1. November starb unser| äportkollege, der 1. Vorsitzende Max Gutzat nach langen schweren Leiden. , Wir werden ihn sowie feine! Verdienste nie vergessen. S43i IKi'llkt- unc! �rtisteu-klud kirtVunärack \ im Alter von 20 Jahren. HAI Betrauert von seinen Eltern| l und Geschwistern Familie Paul Wundrack, Reichenberger Str. 95 a. Slffzu früh und fern von der I I Heimat fiel unser lieber Kollege, j I der Wehrmann 3 fAax Sommer! | utfolge Brustschusses. kein Vlnbcnfeu werden stels in| 1 Ehren halten I IMe Kolleg, d. Fahrneng- 1 tabrlk F. t*. Dlttmaun,| Wittenau. I Leicht werde Dir die sremde Erde, j rfgosma 3lm Mittwoch, de» 10. November, I verschied nach kurzem aber schwerem Leiden in Güttingen mein Heizens« guter Mann, Bater. Schwiegervater, Grostvater. Schwager und Onlel, der Eeivcrlschastsbeainte Georg Pigusch im Sliltr von 47 Jahren. Im tiefen Schnrerz Anna Pigusch nebst Zlngehorige». Herford, 12. Stovembcr 1915. Die Beerdigung sindet heule Soiiniag, den 14. November, nachmittags 4 Uhr, in Herford von der Leichenhalle aus stall. 3lus dem Kriegsschauplatze siel ! unser lieber Kollege /Ukred Giersberg. Wir betrauern de» Verlust hi dieses liebenswürdige« Kollegen j! und werden sein Andenken stetS tt in Ehren halten. 2841b i! Ola Nlaschlnensetzee der Norddeutschen Buchdruckerei, f �UM Sterbetag meines lieben unvergesz- lichen Mannes. Vor einem Jahr, da nahm der Weltlrieg mir mein bochsteS Glück, Du mein geliebter Man» lehrst nimmermehr zurück. Verlassen bin ich und die Deinen, Die beiste Tränen um Dich Ge- liebteu weinen. Er ging dahin, den ich so innig liebte, Ter gute Gälte, meines Kindes Glück, Er ging dahui, der nie mein Herz beirübte. Und lieh uns einsam, irosttos hier zurück. Ich Hab' ein schönes, kurzes Glück besessen, Nun schlummert eS aus ewig im- vergessen. Wenn uns auch bricht das pliitense Herz, Wir rnüffen ertragen den furcht- baren Schmerz. Im tiessten Schmerz Witwe Frida Bading nebst Sohn und Angehörigen. Neukölln, den 14. Nov. 1915. erfüllen hiermit die j traurige Pflicht, von dem 3tbleben | unseres lieben Kollegen August Boerner, der am 13. Nooeinber 1915 nach langet» und schwerem Leiden vcrüorben ist. Kenntnis zu geben. Mit ihm ist ein Kollege aus unserer Mitte gerissen worden, der uns allen durch sein tollegiaiischeS und jederzeit hiljs- bereites Wesen zum Vorbild dienen konnte. 3Bir vermissen ihn schmerzlich und werden sein 3lndenlcn sletS in Ehren halten. Die Beerdigung findet am Montag, den 15. November. nachmittags 41/, Uhr, von der Leichenhalle deS ThomaS-Kirch- boseS, Neukölln, Hermannstraste, aus statt. Die Angeitellte« der Allgeniriucn Ortskranke»- lasse NeukSlln. 272,6 j Zum Sterbelage meines innig. ! gctiebten herzensguten, unvergest- | lichen MaimeS, des Drehers ßermaiüi Domnowskil f 15. 11. 1914. Fried- und freudlos geh' ich jetzt j durch dieses Leben, Seil man mir vor einem Jahr � mein Liebstes hat geraubt. Zkicht vor Menschen klag' und\ weliieich in meinem Schmelze, i Daheim in unscrm einst so trauten j Heini Bor Deinem lieben Bild, Da weine ich um mein ver- ioreneS Glück. In sdimerzllchcr Erinnerung Deine liebe Frau Johanna Toinnowski 1 393t geb. Kirschnict. Türkenstrastc Sir. 19. Herzen bleibst Du ewig mir, j A..T..B. Wieder haben wir zwei Opscr � ! deS entsetzlichen Krjeges zu be- s Hägen. Sliit 14. Oktober siel der Tum- � genösse Alfred Konig vom Jnf.-Rcg. 64, j im 31Iter von 23 Jahren. Ein junger, aussichtsvoller I Sportgenosse und guter Freunds \ ging mit ihm verloren. Ferner fiel am 24. Oktober durch | einen Kopsschust der Turngeiiossc Wilhelm Brandt vom Res.-Jtlf.-Reg. 18, im Aller von 29 Jadrcn. Seine jahrelange, uneigennützige Tätigkeit als VcrcinSvorsitzcnber, Turnwart usw. verpflichtet unS zu besonderem Tank. Jbr 3lnde!iken allzeit i» Ebren. 23:i8b Ter Voriinnd. 3lm Donnerstag, den II. No- D vember, wurde unser lieber Kollege und langjähriger Mit- arbeiter, der Setzer AlkSrf �L�lsr von seinen Leiden durch den Tod erlöst.— Wir werden seiner in Ehren gedenken. 2K37b Da- Personal der Firma Otto V. Holten. Beerdigung: Heute nachmittag 3'/, Uhr in Berliii-Lichlcnbcrg, Lücksiraste. Banksngnng. 3llle!i Vcrwandlen. Freunden und Belaniiteii lagen toir hiermit herz- lichsien Dank für die vielen Beweise der Teilnahme bn der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters und GrostoaterS. de- Schlosser- •Julius Ilatthiac. Jnsheiondcre vielen Dank den Chcs- der Firma Max Hasse, den Kallegen und Freunden des Eni- schlasenen sowie dem Metallarbeiter- verband für die rege Beteiligung und schönen Kranzspenden. 2859b Wilwa Elise Mslthiae gob. Witt. Ernst Matthiae, als Sohn. Deutsch. Metallarbeiter-Verband Verwaltungsstelle Berlin. Es starben folgende Mitglieder im Felde: Wilhelm Härtel, Zchloffer, geb. 16. 9. 1892 in Berlin. Albert Birkholz, Metallarbeiter, geb. 28. 3. 1SS5 in H:llig«nbeil. Otto CalbOW, Metallarbeiter, geb. 9. 12. 1893 in Kötzlm. Hermann Förster, Klempner, geb. 23. 2. 1SÖ5 in Zahnsselde. Hermann Friese, Klempner, geb. 14. 3. 1893 in Tegel. Paul Funke, Klempner, geb. 12. 6. 1881 in Berlin. Hermann Gursch, Rohrlegerhelfer, geb. 14. 11. 1885 in Berlin. Bruno Günther, Metallarbeiter, geb. 18. 7. 1887 in Berlin. Fritz Hahn, Dreher, geb. 13. 3. 1891 in Spandau. Oskar Hoffmann, Rohrleger, geb. 11. 5, 1884 in Berlin. Joseph Kirchler, Klempner, geb. 4. 1. 1879 in Witten. Otto Kühn, Rohrleger, geb. 7. 5. 1885 in Köpenick. Karl Mikowauschke, Dreher, geb. 15. 1. 1889 in Berlin. Hugo IVIUIIer, Metallarbeiter, geb. 18. 2. 1888 in SchwiebuZ. Artur Noetzel, Schloffer, geb. 28. 5. 1880 in Berlin. Richard Richter, Schlosser, geb. 10. 9. 1887 in Bitterfeld. Willi Richter, Mechaniker, geb. 14. 2. 1892 in Berlin. Karl Schäfer, Grave«?, geb. 5. 1. 1882 in Berlin. Fritz Wallmann, Schleife», geb. 13. 10. 1383 in Berlin. Hermann Weigert, Former, geb. 27. 11. 1884 in Berlin. Reinhold Winkler, Klempner, geb. 27. 5. 1895 in Neukölln. Otto Zienicke, Dreher, geb. 28. 8. 1886 in Marienseide. Ehre ihrem Andenken! i?217 Die OrtSverwaltuug. kW Bezirk kSroft-Berlin. m Deutscher Holzarbeiter-Verband Zahlstelle Berlin. Im Felde gefallen sind folgende Mitglieder: Hans Arendt, Ti,chier. 20 Iah« m Emil ESCh, Polierer, 25 Jahre alt Gotthold Jakob, Tischler, 32 Jahre all Max Marquardt, Tischler, 34 Jahre-li Hermann Schulze, Stellmacher, 28 Jahre alt Artur Sabrowski, Tischler. 29 Jahre all Hermann Sendatzki, Polierer. 34 Jahre alt Richard Timm, Tischler, 26 Jahre all Franz llrbanski, Tischler, 32 Jahre alt Artur Wache, Tischler. 25 Jahre all Karl Klimtzke, Maschinenarbeiter, 25 Jahre alt Karl Kupfer, Tischler, 46 Jahre alt Ehre ihrem Andenken! 90/6 Vlv Ort«Tctwaltiui£. Verband der Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbeiter Deutschlands. Filinle Berlin. Unseren Mitgliedern zur Nachricht, dag der Wäschezujchneider, Kollege Bernhard laieke, geb. 13. August 1882, am 29. Oktober im Lazarett gestorben ist. ferner erlitt am 19. Oktober den Erstickungstod durch Einsturz des Unterstandes der Herrenmaßschneider, Kollege Bruno Pobbig, geboren den 25. Dezember 1890. Ehre ihrem Andenken! 163/3 Ble Ortsvcrrraltung. Folgende Kollegen sind im Felde gefallen: Waltsr Ambos, Industriearbeiter. Fritz Bachmann, Lagerarbeiter. Faul Baudach, Strastenbahner. Otto Blankenburg, Geschsftskntscher. Emii Bremer, Geschäftsdiener. PauS Engwncht, Gefchäftschauffenr. Wilhelm Göbei, Industriearbeiter. Franz Godau, Geschäftsdiener. Karl Grunow, Arbeitskutscher. Franz Knaak, Straßenbahner. Karl Kroß, Rollkutscher. Karl Lamprecht, Industriearbeiter. Georg Lußky, Geschäftsdiener. Friedrich Ruhnke, Industriearbeiter. Karl Wöllny, Rollkutscher. Albert Zain, Geschäftskutscher. Ehre ihrem Andenke«: Bic Bezirksleitung. 68/16 IVerband der Maler, Lackierer etc. I Filiale Berlin. Unseren Mitgliedern zur Nachricht, daß folgende Kollegen auf den Schlachtfelder» gefallen sind: Der Maler 5x3112 NieSWaild /Bezirk Lichtenberg) am 15. September 1915. Der Lackierer IB(il]3l'd BlOCklUS(Sektion der Lackierer) am 27. September 1915. Der Maler Kgl*l Piepenhagen(Bezirk Reukölln) am 28. September 1915. Der Lackierer �3�(Sektion der Lackierer) an: 1. Oktober 1915. Der Maler WlltlötlH Brflndt(Bezirk Lichtenberg) am 24. Ottober 1915. Im Lazarett verstorben der Lackierer K-Üfl KrÜgST(Sektion der Lackierer) am 25. Mai 1915. Ehre ihrem Andenken! 137/9 Die Ortsrcrwaltnng. Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands Zahlstelle Grost-Berlin. Gefallen sind folgende Mitglieder: Karl Koch, Bezirk Neukölln. Friedrich Voigt, Bezirk Neukölln. Oskar Brockraann, Bezirk Norden. Paul Lüderitz, Bezirk Norden. August Knien, Bezirk Johannisthal. Bermaun Schwarzkopf, Bezirk Johannisthal. Reinhard Menzel, Bezirk Osten. Franz Krause, Bezirk Lichtenberg. Eduard Dönitz, Bezirk Charlottenburg. FritZ JaUSCll, Bezirk Oberschöneweide. Ehre ihrem Andenken! 56/3 Die Ortsverwaltnng. Als Opler de? Wellkrieges fiel am 20. September beim Sturmangriff insoige Kovischusü's iiiein lieber, unbergeffiicher Mann und treusorgender Vater, Ritter des Eisernen Kreuzes, der Landsliirmmami Wilhelm Trappe Jns.-Regt. Königsberg III, im Alter von 29 Jahren. In tiesstem Schmerz Iran Trappo geb. Neuheit. und Tochter i-Irna nebst Eitern, Äeschwister und Schwager. Ob wir den Ott. an dem Du starbst, wohl jemals sehe» werden? �ern von der Heimat rubt Dem Leib in fremder, kalter Erden. Nicht durste» wir zum letztenmal die liebe Hand Dir drücken. Wer weist, ob Deiuen Todesschrei ein andres Ohr vernommen, Ob Du in Durst und Fieberqual nicht elend umgekommen. Wer weist, ob Deines Lebens Laus im Siegesrausch geendet, Ob nicht den stolzen, jungen Leib sie martervoll geschändet? Das aber wissen wir, dast Du nie geglaubt, so jung zu sterbe» Und jede Träne wird zum Fluch, die Schuld'gen zu verderben. Ruhe sanst in Ftteden, ewig beweint von Deinen Lieben.• Deutscher Bauarbeiterviuband. 142/9 Ehre ihrem Andenken I Ole örtliche Yerwaltnn�r- Filiale CiroU-Berlin. Ten Mitgliedern zur Nachricht, dast solgende Kollegen aus deu: Schlachtselde gesallen sind: Johann ßederichs, G°§°nst°it Tegel. Hermann Koal, Krankenhaus Neukölln. Max Böhm, 16. Revier-Inspektion. Adolf Berger, Englische Gaswerke. Albert Harimann, Englische Gaswerke. Max Beneke, 19- Revier-Inspektion. Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren. 36/6 Ble Ortsverwaltnng, Freie Vereinigung der Touren- Segler, Grlinau(E. VJ. Als Opser des Weltkrieges siel am 10. September unser Mitglied Ilila>! Tbiinnann im Atter von 32 Jahren. Einen der Besten unseres Ver- eins, einen sportbegeisterten, lieben Kollegen haben wir in ihm ver- loren, dem wir immer ein ehren- volles Andenken bewahren werden. 2835b Der Vorstand. Deulseber BuchbintieFverhanil. Zahlstelle Berlin. Den Ntitglledern die lraurige Nachricht, dast unser Kollege Ludwig Hühert Etuisarbeiter nach längerer Krankheit ge- storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Mon- tag. den 15. November, nach- mittags y,4 Uhr, aus dem Heilig- Kreuz- Kirchbos in Mattendors, Eisenacher Str. 62, statt. Zahlreiche Beteiligung ermattet 24/1 Die Qrtsverwaltung. Als Opfer des Weltkrieges siel am 18. Oktober 1915 unier Kollege. der Schlosser 94A Kurl Pierau. Seiner gedenkend Die Kollegen und Kolleginnen von der Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik Wittenau Abteilnng Piasecki. Fern von der Heimat fiel am 1 14. Oktober 1915, nachdem er nur acht Tage im Felde war, mein 1 lieber, guter, unvergestlicher Sobn und Bruder, einen Tag nach | seinem 36. Geburtstag Fritz Bachmann. In tiefstem Schmerz Frau Witwe BZCllfflZtin nebst Tochter, Schwiegersohn, Verivaildlen und Beklinnten. Dn zogst hinaus zum Kamps: Und lehrst nicht mehr zurück, Tu warst kaum am Ziele, Da traf Dich das Geschick, Wir löunen es noch nicht sassen Dast Du hinweggerafft In Deines Lebens Blüte, In Deiner besten Krast, Schlaf wobl, Du gutes Herz, Du hast den Frieden, wir den Schmerz, A Ruhe sanst im Feindesland. Nach langen, schweren Kämpfen starb den Heldentod fürs Bater« land am 23, Oktober 1915 durch Brustschust mein inniggeliebter, treusorgender Mann, unser herzensguter Vater, mein lieber Sobn, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel, der Wehr- manu 8A Max Sommer 3. Komp, Grenadier-Rcgt, Nr, 4, im blühenden Alter von 36 Jahren, Dies zeigen tiesbetrübt an Frau Anna Sommer gcb, psltuob nebst Kindern, Berlin, Heidenscldstraste 5. Witwe M. Müller als Mutte Vorbei ist nun mein sehnend Hoffen. Zerrisicn unser trautes Heim. Nun kann es niemals mehr gc- gcichehcn, Wie Du mir schriebst: Aus bald'ges Wiedersehen, Du gutes Herz ruhst still in Frieden, Ewig beweint von Deinen Lieben, Ruhe sanst in fremder Erde, Nach vierzehnmonatigem Welt- krieg fiel am 14. Oktober 1915 mein inniggeliebter, unocrgcst- licher Mann, uns» guter Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Wehrmann 94A Hermann Weigert im 31. Lebensjahre, Im tiefsten Schmerz der Hinterbliebenen Frau Luise Weigert gcb, Ander, und Kinder Frida und Kurti. Du gingst von uns mit schwerem Herzen Und hofftest ans ein Wicdcrseh'n, Doch gröstcr find nun unsere Schmerzen, Da dies nun nimmer kann geicheh'n. Du warst so gut. Du starbst so früh, In unseren Herzen stirbst Du nie, Lieber Papa, ruh' w Frieden, Untere Liebe deckt Dich zu, Aum Sterbetage meines lieben, unvcrgestlichcn Mannes, des Maurers ftledrieh Leumann. Vor einem Jahr, da nahm der Wcltlrieg uns unser höchstes Giück; Tu mein geliebter Gatte und Vater kehrst nimmermehr zu uns zurück, Wenn einst die Glocken den Frieden oerlünden Und viele sich nach blutigem Streit in der Heimat einfinden, Dann werden wir Dich schmerzlich vermiffen daheim, Denn niemals lehrst Du in die Heimat zurück. Deine trostlose Gatttn 10521 und Kinder. LkttUitwortticher Mepaftezti:»Iftefc Wlrjepp, SeufeSn, gut fcen J n s e ro l en t eU oerantw,: Th. Glocke» Berlin. Druck u. Verlag:Borwärr» Buchdrucker« u, Verlagsanstalt Paul Singer& Co, Berlin SW.