Mr. 318.-32. Jahrg. flbonnenentS'Bedlngangeo! BBojmemenlä• BreiZ ptanumetani«» Bierteliöfitl. 830 Ml. msnall uo Rl« wöchenilich 2ö Psz. frei int Hau». Einzelne Nummer S Blg. Sonnlagt- Nummer mit illustrierter Sonntag»« Vellage.Die Neue Welt' 10$*«. Söst» llbonnement! 1.10 Marl vro Monat. Eingetragen in die Post. Zeitung»« vreitliste Unter Kreuzband fit Teulilbland und Oesterreich» Ungar» 230 Mar! sür da» übrige Ausland » Marl vro Monat Lokiabonnement» nehmen an: Belgien. Dänemarl, Holland. Ag-Iien. Luzemburg. Bormgal, »umänien, Schweden und die Schwei» s Pfennig) Die TiitcrtionS' Gebühr beträgt für die sechSgefvaliene Kolonel« »eile oder deren Raum 60 Pkg.. für politische und gewerkschaftliche Vereins« Und LersammlungS-Anzeigen L0 P,g. »Aleine Ztn-eigen", das fettgedruckte Wort 20 P'g. szulüsfig 2 fettgedruckte Worte), fedes weitere Wort 10 Ptg. Stellengesuche Und Schlafstcllcnan- »eigen dab erste Wort 10 Pfg.. fkdeS wcllere Wort ö Pfg. Worte über lö Luch- stoben zählen für zwei Worte. Inserate für dle nächste Nummer mästen bis ki Uhr nachmittags in der Expedition gigegsben werden. Die Expedition ijt bis 7 Uhr abends geöffnet, cmttn lZal». Berliner Vollcsblnkk. Zcntralorgzn der rozialdemokratifcbcn partd Dcutfcblands. lelegtomm-Adresse: �ozialöcnclira: Bcrüs*. Neüoktioa: CW. HS, Linüenstraße Z. Kernsprecher- Am» Moritzplatz, Nr. ISl S0— ISl S7. Expedition: SN). 68, Linüenstraße 2. Kernivrecher: Amt Moritzplatz, Nr. löl SV— 1S1 S7. Veitm MM Sei Sek Mim»er SM. Das britishe Weltreich/) I. Es ist ein derdienstliches Unternehmen des Vorwärts- derlags, den deutschen Arbeitern in Broschüren von mäßigem Umfang Abhandlungen über die am gegenwärtigen Krieg be- teiligten Länder darzubieten, welche den Leser mit geographischer Lage und Gestalt. Wirtschaft und Kultur, Klassengliederung, Verfassung, Parteiwesen und Politik dieser Länder in knapper. sachgemäßer Darstellung bekannt machen sollen. Vorbedingung für die Erfüllung dieser Aufgabe ist natür- lich, daß die Verfasser der einzelnen Hefte ihren Gegenstand so beherrschen und soweit Herr ihrer Empfindungen sind, daß sie auch über Länder, mit denen ihr Land zurzeit im Kriege liegt, ein den Tatsachen entsprechendes objektives Bild zu zeichnen verstehen. Das ist aber beim Verfasser des vor- liegenden fünften Heftes der Ausgabe kaum der Fall gewesen. Paul Lenschs Abhandlung über das britische Weltreich enthält natürlich allerhand Wissenswertes über dessen Entstehung, Aus- dehnung. Gliederung, Verfassung usw., wo sie aber eine kritische Note anschlägt, wird sie gerade in bezug auf dasjenige, was sür den Sozialisten dos Wesentliche ist, nämlich die Kennzeich- tmng des Geistes der Etitwicklung deZ politiscken Lebens in England wie des englischen Volkes überhaupt, ihrer Aufgabe nicht gerecht. Bald wendet der Verfasser auf diese Entwicklung die materialistische Geschichtsauffassung in viel zu schablonen- hafter Auslegung an, und bald wiederum stellt er Ideologien beschränkter Kreise oder einer vorübergehenden Zeitströmung in viel, zu übertriebener Verallgemeinerung' als immandnte Aeußerungen des nationalen Geist?» hin. Als ein Beispiel für das erstere ist die Art und Weise zu bezeichnen, wie Lensch die englische Freihandelsbcwegung mft ein paar Schlagworten als eine kapitalistische Interessen- bewegung abtut. Gewiß, jeder ABC-Schütze der politischen Oekonomie weiß, daß die Agitation für den Freihandel zu ihrer Zeit in hohem Grade eine Znteressenbewegung maß- §ebender Zweige der industriellen Bourgeoisie Englands war. -ie hätte ohne ein starkes Klasscnintcresse hinter sich schwer- lich zum Siege geführt werden können. Aber sie war doch er- heblich mehr als bloß eine Bewegung kapitalistischer Interessenten. Sie war zugleich eine Bewegung für die Befestigung eines Steuersystems, unter dem die breite arbeitende Volksmasse schwer zu leiden hatte, und sie war ferner eine Bewegung sür eine neue Auffassung und Behandlung der Völkerbeziehungcn, die Schöpferin und Trägerin einer Ideologie, deren geschicht- liche Bedeutung durch nichts besser veranschaulicht werden kann, als durch die Tatsache, daß sie später fast restlos von der sozialistischen Arbeiterbewegung übernommen worden ist und von ihr übernommen werden mußte, wenn anders die Sozialdemokratie den nationalistischen und imperialistischen Tendenzen überhaupt ein praktisches Programm der Völker- Politik sollte entgegensetzen können. Wenn Marx und Engels zu einer Zeit, wo die Freihandelsbewegung ihre Triumphe feierte und die kapitalistische Welt erobert zu haben schien, sie ausschließlich kritisch behandelten und ihre Kehrseiten und Auswüchse mit rücksichtsloser Schärfe aufdeckten, so begreift sich das um so mehr, als der Freihandel damals mit keiner kapitalistischen Gegenbewegung von nennenswerter geschicht- sicher Bedeutung zu tun hatte. Heute aber ihn in einer der Ausklärung der Arbeiter bestimmten Schrift mit zugespitzten Schlagworten jener Krstik seiner Kehrseiten abtun, ist ebenso politisch falsch, wie es das Gegenteil geschichtlicher Aufklärung ist. Was sind denn die Leitsätze, welche die sozialdemokratische eraktion des Deutschen Reichstags letzthin mit Bezug auf die riedensziele beschloffen hat, in völkerpolitischer Hinsicht? Eine Neuauftage von Forderungen der alten Freihandels- schule. Und das ist obendrein noch das Beste, was man ihnen nachsagen kann. Aber Lensch scheint von der Literatur jener Schule wenig, wenn irgendetwas aus eigenem Studium zu kennen, sondern sie auf Grund der über sie umlaufenden Schlagworte zu beurteilen. Er weiß nur Redensarten über sie zum besten zu geben, die den ununterrichteten Leser so klug— nein, unwissender lassen als zuvor. Denn da» Bewußt- sein, daß man nichts von einer Sache weiß, ist noch immer ein höheres Wissen, als der Glaube, man wisse das Wesentliche von ihr, wenn man lediglich ein Paar Schlagworte über sie in sich aufgenommen hat. In ähnlicher Weise nun, wie hier geschildert, wird auch die Allgemeingeschichte Englands mit kritiklos übernommenen Urteilen abgehandelt. Natürlich ist diese Geschichte, wie die Geschichte aller Großstaaten, voll von Beispielen brutaler Gewaltanwendung, Betrugs und Verrats. Will man sich nun » *) Dr. Paul Lensch: Das englische Weltreich. Die viächte des Weltreichs. Heit 5. Berlin. Verlag der Buchhandlung vorwärt». öS Seilen. S. Preis 0,75 SL, Vereinsausgabe 80 Pf. ieiöBBo des SlBw SlWWMs. Amtlich. Großes Hauptquartier, 1«. November 1915.(W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Drei Versuche der Franzosen, uus dc« am 14. No- vember nordöstlich von Ecurie genommenen Grabe» wieder zu entreißen, scheiterten. Auf der übrigen Front außer Artillerie- und Mineukämpfen an verschiedenen Strecken nichts Wesentliches. Die vielfache Beschießung von Leus durch die feindliche Artillerie hat in dem Zeit- räum vom 22. Ottober bis 12. November drciunddrcißig Tote und fünfuudfünfzig Verwundete an Opfern unter den Einwohnern gefordert. Militärischer Schaden ist nicht ent- standen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist auf der ganze« Front unvcrändert. Baltankriegsschauplatz. Die Verfolgung ist im rüstigen Fortschreiten. Es sind gestern übet tausend Serben gefangen genommen, zwei Maschinengewehre und drei Geschütze erbeutet. Oberste Heeresleitung. Der llmellMe töemiiiflOsMfflt. Wien, 16. November.(W.T.B.) Amtlich wird«er» lautbart: 16. November 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Der Rordabschnitt der Hochfläche von D o b e r d o war auch gester« der Schauplatz hartnäckigsten Ringens. Um die S'ellnugen beiderseits deS Monte San Michele wird Tag und Nacht gekämpft. Am Nordhange dieses Berges drangen die Italiener wiederholt in unsere Linien ei». In den Abend- stunden gelang es jedoch, den Feind fast völlig zu vertreiben. Auch die Nahkämpfe im Raum von San Martina dauern fort. Bor dem Görzer Brückenkopf wurde ein gegnerischer Angriff auf die Podgora-Höhe abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Bei Gcrazda an der montenegrinischen Grenze Geplänkel. Ans dem serbischen Schauplatz schreitet die Bcr- folgung überall vorwärts. Oesterreichisch-ungarische Truppen gewannen die Gegend von Uvae, die Cigota-Planina und die Höhen von Javor. Eine deutsche Kolonne des Generals von Köveß«ahm, beiderseits der von Kraljevo nach Nvvi Bazar führenden Straße vorrückend, USce in Besitz. Die weiter östlich vordringenden österreichisch-ungarischen Kräfte überschritte» bei Babica die Straße Raska— Kursumlja und erstürmte» die serbische« Verschanzungrn auf dem Berge Lucat(östlich von Babica), wobei die Besatzung(drei Offiziere, 110 Mann) und ein Maschinengewehr in unsere Hände fielen. Deutsche und bulgarische Divisionen näher« sich von Nord und Ost dem Straßenknotcnpunkt Kursumlja. Der Stellvertreter des ChefS des Generalstabes. v. Hoefer, Feldmarschallcutnant. nicht mit dieser summarischen Feststellung begnügen, sondern Beispiele anführen, die für das behandelte Land besonders bezeichnend seien, dann muß man wenigstens etivas genau sich die Dinge ansehen. Zur Zeit des siebenjährigen Krieges kündigte im Jahre 1762 die damasige englische Regierung plötzlich ihrem Verbündeten Friedrich II. von Preußen die Weiterzahlung der Subsidiengelder auf, mit Hilfe deren Friedrich seinen u. a. gegen Englands Gegner Frankreich ge richteten Krieg hatte führen können, und schloß mit Frankreich Frieden. Das war sicherlich sehr schofel gehandelt, und man findet denn auch kaum einen englischen Geschichtsschreiber, der sich nicht scharf tadelnd darüber ausgesprochen hätte. Aber wenn Lensch schreibt:„Als England 1762 in Amerika seine Zwecke erreicht hatte, ließ e s seelenruhig seinen Verbündeten in Europa fallen/ so weiß er nicht oder will er nicht wissen, daß der Urheber dieses Treubruchs König Georg III. war. der leibliche Vetter Friedrichs IL, und als Kurfürst von Hannover deutscher Fürst, und daß Georg dabei die englische Nation gegen sick hatte. In einem Briefe an Engels vom 17. Oktober litoi konstatiett das auch Karl Marx und teilt dabei aus Briefen der englische« und französischen Münster jener Tage Stelleu mft. aus denen hervorgeht, daß Georg Hl. und sein Minister Lord Bute, um entgegen der öffentlichen Meinung ihres Landes zum Frieden zu kommen, die Minister Ludwigs XV. geradezu ersucht hatten, doch ja dafür zu sorgen, daß die onglisch-deutschcn Truppen— also die eigenen Leute!— von den französischen Truppen geschlagen würden. Wären diese Briefe zu jener Zeit bekannt geworden, so hätten sie, meint Marx, bei der damaligen Stimmung Englands, Georg III. den Thron und dem Lord Bute den Kopf gekostet. Kurz, diese Vorgänge find bezeichnend für die politische Moral des 18. Jahrhunderts, das zwar Jahrhundert der Auf- klärung, aber auch Jahrhundert der ärgsten höfischen Jnttigen und der Zersetzung der alten politischen Rechts- begriffe war. In den oberen Klassen herrschte flache Irreligiosität, in den unteren fehlte es noch an jeder tiefgreifendeu Gegenbewegung. Kein Wunder, daß in den großen Mon- archien die politische Korruption, Aemterkauf und Bestechung einen nie zuvor gekannten Höhcgrad erreichten. Wenn daher an der Jahrhundcrüvcndc der englische Minister Pitt(der jüngere), um die verfassungsrechtliche Vereinigung—„Union"— Irlands mft England auf gesetzlichem Wege zustande zu bringen, zur Bestechung irischer Abgeordueteu seine Zuflucht nahm und sich vom Parlament dazu eine Riesensumme-(rund 86 Millionen Mark) bewilligen ließ, so war das gewiß ein höchst unsauberes Verfahren. Aber es widersprach so wenig dem„Geist der Zeit", daß diese Bewilligung mit der Zweckbestimmung in aller Oeffentlichkeit vor sich ging. Als Sittenbild gehört der Borgang in eine politische Sitten- geschichtc. Als politischer' Akt ist die Herstellung der Union nach anderen Gesichtspunkten zu beurteilen. In der Gestalt, die sie damals erhielt, unzweckmäßig und ungerecht/ war sie dew Grundgedanken nach„eine geschichtliche Notwendig- kcft" geworden. Das wußte u. a. schon Heinrich Heine, wie man bei diesem nachlesen kann, und wird heute von allen Kennern der Lerhältnisse anerkannt. Bei Lensch wird sie schlechthin verdammt. Der französische Tagesbericht. Pari?, 16. November.(W. T. B.) Amtlicher Bericht von gestern nachmittag: Im ArtoiS am Labyrinth dauerten Ge- wehrfeuer und Handgranatenkämpfe ohne Unterbrechung die Nacht hindurch an. Es bestätigt sich, daß die Verluste des Feindes im Laufe des Kampfes am 14. November sehr hoch waren. In der Champagne griffen die Deutschen mit Handgranaten die vor unseren HorÄposten am Tahurehügcl errichteten Sperren au. Sie wurden zurückgeworfen. Im W o e V r e nördlich von Flirey zer- störte eine durch sehr starkes Feuer unserer Schützengrabenkampf- Werkzeuge begleitete Explosion einer unserer Minen die feindlichen Anlagen und Sappenarbeiten. Orientarm ce. Am 12. November rückten wir nördlich von Rabrowo in der Richtung Kostarino vor. Die Bulgaren griffen heftig auf der ganzen Front am linken Cernauser an, sie wurden mft schweren Verlusten zurückgeworfen. Paris, 16. November.(W. T. B.) Amtlicher Bericht vom Montagabend. Im Artois dauerte der Artilleriekampf ohne neues Jnfanteriegefechl an. In den Kämpfen vom 14. November am Labyrinth zählten wir vor unseren SMtzengräben 219 lote Feinde. Wir beschossen Züge im Bahnhof Nye. Im Gebiete von SoissonS, in der Umgebung von Berry-au-bac sowie in deu Argonnen nahmen die Attilleriekämpfe heute einen stärkeren Charakier an. Unsere Batterien führten zwischen den Argonnen und der Maas gegen die deutschen Arbeiten nordöstlich von Bethincourt und im Woevie-Gebiet, gegen eine feindliche Mincngiuppe nördlich von Bethincourt und Regnievills ein Konzentrationsfeuer aus, dessen Wirksamkeit festgestellt wurde. Belgischer Bericht. Zeitweiliger Artilleriekampf an der ganzen Front, besonders vor Uniofarm, bei Rödeskerke, Schorbeke, Sluyvekenskerke, Lettenburg, Caeskerke, Noordsckoote und Mercken. Bei der Orientarmee zeitweiktges Geschützfeuer im Gebiete von Rabrowo und bei Krivolac. Am 13. November entwickelte sich eine heftige Tätigkeit auf dem linken Ufer der Cerna, wo die Bul- garen ihre Angriffe ohne Erfolg fortsetzen. Unsere Truppen haben eine immer engere Verbindung mit den serbischen Abteilungen her- gestellt, die im Gebiete von P r i l e p operieren. Lgn den D a rd anelle n ist m dem Zeiträume vom 1. bi» zum lö. November kein wichtiges Ereignis zu melden. Zeitweilige Tätigkeit der türkischen Infanterie und Artillerie. Auf beiden Seiten wird die Front durch Nebenanlagen zur Verteidigung verstärkt und der Kampf mit Minen fortgesetzt. An einigen Stellen haben wir unsere Horchposten bis zur Fühlung mit den türkischen Schützen- grüben vorgeschoben, deren Arbeiten wir behindern. Zur See: Die militärischen Anlagen auf Galliposi sind durch englische Monitore beschoffen worden. (Anmerkung der Redaktion deS W. T. B.: Wie weit die Versuche zur Beschießung kamen, zeigen die amtlichen türkischen Berichte.) Die Unternehmerverbänöe. Gegenüber den Gewerkschaften der Arbeiter hatten die Jnteressenveubande der Unternehmer von jeher den großen Vorteil, daß sie nur verhältnismäßig geringe Zahlen von Individuen in den Kreis ihrer Organisationen einzubeziehen brauchten und daher viel leichter ganze Industriezweige um- fassen und sie dabei viel straffer organisieren konnten; und je weiter die Konzentration der Betriebe und die Zentralisation der Vermögen fortschritt, eine je geringere Zahl von Unter- nehmern den wachsenden Arbeitermassen gegenüberstand, desto größer wurde dieser natürliche Vorteib Doch auch in anderer und vielleicht noch wichtigerer Beziehung ge- nossen die Unternehmerverbände von jeher den Gewerk- schaften gegenüber einen Vorzug. Die Arbeiter, die sich zu- sammenscharten, niußten sich erst den Boden ebnen, auf dem sie kämpfen wollten, und zugleich mußten sie eine Menge innerer Widerstände besiegen, die ihnen durch Jugenderziehung. Schule, Zcitungslektüre usw. bereitet wurden. Sie konnten daher ihre Bestrebungen nicht auf daZ rein wirtschaftliche Ge- biet beschränken; Politik, Religion, die ganze Weltanschauung wurden immer wieder mit in diese Auseinandersetzungen ver- strickt, und danüt ergaben sich fortwährende Reibungen und Miß- Helligkeiten unter den Arbeitcru selbst. Die Arbeiterschaft kann ihre Ziele nur erreichen, wenn sie sich dabei von allen überkommenen Vorurteilen und inneren Widerständen freimacht und zugleich auch politisch zu wirken sucht. Ganz anders die Unternehmerschaft. Daher kommt es, baß nran schon in Medenszeiten in der Oessentlichkeit von den Untcrnehmcrverbänden viel weniger gehört hat, als ihrer sozialen Bedeutung entsprach; und jetzt während des Krieges ist es fast vollkommen still von ihnen geworden.- Es ist daher zu begrüßen, daß die„Sozialpolitische Chronik" des Scptemberheftes des„Archivs für Sozialwissen- schaft und Sozialpolitik" eine Zusammenstellung des dürftigen Materials über die Unternehmerorganisationen im Kriege gibt, das sich durch mühevolles Studium der jetzt besonders spär- lich fließenden Quellen gewinnen ließ. Vor allem tritt der Verfasser der Illusion entgegen, daß aus diesem Schweigen auf ein Abflauen der Bewegung geschlossen werden dürfe. Er zeigt, daß in den Jahren 1909 his 1911 sich ein stetiges Wachstuin dieser Organisationen und besonders der Zahl der von ihnen kontrollierten Arbeiter beobachten läßt, das von Konjunkturschwankungen ganz unberührt bleibt. Der Krieg selbst aber bedeutet für die Unternehmcrverbände im Gegensatz zu den Gewerkschaften eine Ruhepause, ja sogar eine Kräftigung, denn ihnen er- wachsen durch den Krieg keine sozialen Pflichten gegen ihre Mitglieder und zugleich brauchen sie keine Kämpfe gegen die Arbeiter zu führen. Der Allgemeine Deutsche Arbeitgeber- verband für das Schneidcrgewerbe hat allerdings beschlossen, den verwundeten Mitgliedern die an die Streikentschädigungs- lasse gezahlten Beiträge zurückzuerstatten und den ein- berufenen Mitgliedern, deren Geschäft dadurch stillgesetzt wird, Aushilfe zu gewähren. Aber aus diesen Bestimmungen selbst geht schon hervor, daß es sich hier um ein Gewerk handelt, bei dem die Kleinmeister eine große Rolle spielen, um einen Fall also, der für die Unternohmerverbände im allgemeinen nichts weniger, als typisch ist. Tatsächlich steht auch der Schneiderverbaud mit dieser Kriegsunterstützung vereinzelt da. Einen viel größeren Umfang haben die Unterstützungen angenommen, die Arbeitgeberverbände den Arbeiten! der von ihnen unifaßten Unternehniungen entweder unniittelbar gewährten, oder zu denen sie ihre Mitglieder veranlaßten. Das„Reichs- Arbeitsblatt" vom September-Oktober 1911 gibt einen Ueberblick über die Aufwendungen, welche von den Betrieben des Reiches, der Bundesstaaten und der Gemeinden für diese Untcrstützungszwecke(hauptsächlich in der Od öen Mmierungssolöaten. I m Schweiße des AiigesichtsI Heiß sendet die Augustmiitagssonne ihre Strahlen auf den grasigen Platz eines kleinen, littauischen Dörfchens, auf welchem große Kochkessel über flüchtig errichteten Feldherden brodeln. In langem Zuge, zu zweien gereiht, sind die Armierungssoldaten an- getreten, das Eßgeschirr in der Hand, um von den im Schweiße ihres Angesichts die großen Portionskcllen schwingenden Austeilern ihre Mrttagsration zu empfangen. Irgendwo in der Nähe, auf Wagen, Bretterstapeln, Steinen, oder au der Erde sitzend, löffeln sie mit Heißhunger die Gefäße schnell leer, gilt eZ doch, so schnell wie möglich hinten anzutreten, um möglichst nachweine„Wucht" zu bekommen. Solch Armierungssoldat ähnelt mit seinem Appetit einem bodenlosen Faß! Viele-setzen sich erst gar nicbt nieder, sondern treten sofort wieder in die Reihe, im Stehen und Weiter- gehen hastig essend! Und viel Zeit ist nicht mehr. Söbon er- scheinen einige mit Schanzzeug und Gelvehr auf der Schulter. Punkt 2 Uhr steht die Kompagnie in vier Gliedern auf dem Platze. Jeder Mann trägt Spakeu oder Schaufel, verschiedene außerdem noch Picken, Beile, Sägen usw. Jeder dritte ungefähr ist mit einem Gewehr älteren Systems bewaffnet. Noch einige Erläuterungen des führende» Offizier-Stellvertreters, dann heißt«S: „Links schwenkt, ohne Tritt, Marsch!"— Das ganze Gebiet liegt im Artilleriebereich des Feindes, drum muß vorsichtig, durch Wald und Hügel gedeckt, der Weg zur Arbeitsstelle genommen werden. damit die biussen nicht, wie schon öfter, ihre„schwarzen Säue" herüberschicken. So geht es kreuz und quer, über Accker und nasse Wiesen. Offene Stellen müssen einzeln überquert werden. Der Feldwebel vorn hat einen flinken Schritt an sich, und es kostet viele Schweißtropfen der schwerkeuchenden Mannschaft, ihm im vor- geschriebenen Abstand zu folgen. Endlich� ist das Ziel, ein kleiner Mischwald, erreicht, wo ein Infanterie-Offizier weitere In- strukiionen gibt.— Es gilt, einen„nach vorn" führenden An- näherungsgraben zu»eriiefen. Einzeln und in gebückter Haltung huschen die Soldaten in den bis zum Waldsaum reichenden Graben und bald künden peitschenartige Knalle, denen ein eigentümliches Zischen aus dem Fuße folgt, daß die feindlichen Posten die Be- wegnng wohl bemerkt haben. Doch die Mannschaft ist das schon längst gewöhnt und beginnt ruhig mit der schwierigen Arbeit in dem hartgetrockneten Lehmboden, alle ö Schritte ein Mann! Ab und zu zwar bückt sich einer doch unwillkürlich tiefer, lvenn eine Kugel gar zu dicht vorüberfaucht. Plötzlich in der Ferne ein schwacher dumpfer Knall, doch nicht so schwach, daß ihn die Armierungssoldaten nicht gehört Hütten.„Achtung,� es kommt Besuch!" ruft eine Stimme. In der Ferne wächst ein Geräusch empor, erst gleich dem Zischen eines Ventils, näherkommend dem Pfeifen des Sturmes in einen gegengehaltenen Trichter gleichend. Alles duckt sich im Graben nieder. Einige liegen platt am Boden, das Spatenblatt zum Schutz gegen Sprengstücke über dem Kopf kältend. Doch das Fauchen geht wieder vorüber— über dem Walde erscheint ein Blitz und eine dicke weiße Rauchwolke quillt in die Lust. Erst einige Sekunden später dröhnt der dumpfe Krach der berstenden Brennzündergranate. Die RußkiS haben wieder, wie schon so oft. zu weit geschossen.— Weiter klingen Spaten und Picken. Die Männer arbeiten in Hemdsärmeln, die Manchen dicken Schweißtropfen wegwischen müssen. Endlich ist cS Form der Weiterzahlung des Gehalts für eine bestimmte Zeit) gemacht wurden, und führt auch 286 Privatfirmen auf. die Maßnahmen zugunsten ihrer Angestellten und 901, die solche zugunsten ihrer Arbeiter getroffen haben, Und es sind Firmen darunter, die diesen Zwecken recht namhafte Beiträge zu- gewendet haben. Demselben Ziele, den Arbeitern über die Kriegszeit hinweg- zuhelfcn und sich dadurch einen verläßlichen Stock geübter Arbeitskräfte zu erhalten, zugleich aber auch, eine gewisse Gleichförmigkeit in den Betriebsverhältmssen herbeizuführen, dienen auch die Arbeitsgemeinschaften, die sich in einigen Ge- werben herausgebildet haben, außer im Baugewerbe auch in der Holzindustrie, in der Gärtnerei, im Steinbruch- und Steinmetzgewerbe, im Tapezierergewerbe, in der Binnen- schiffahrt. Es wäre aber natürlich ganz verfehlt, aus diesem den besonderen Kriegsverhältnissen entsprungenen Verhalten einzelner Unternehmer und Verbände auf eine prinzipielle Aenderung in der Stellung des Unternehmertums gegenüber der Arbeiterschaft zu schließen. Melöung öer italienischen Heeresleitung. Rom, 10. November.(SB. T. B.) Amtlicher Heeres- bericht von gestern. Im L e d r o t a l e griff der Gegner nach der im gestrigen Bericht gemeldeten heftigen Artillerie- Vorbereitung hartnäckig unsere Stellungen nördlich deS Bezzecca- beckens an. Die am 13. d. Mts. abgewiesenen Angriffe wiederholten sich am 11. d. Mts. mit größerer Heftigkeit, wurden aber gleichfalls abgewiesen. Auf deni Karst wurde gestern die Aktion fortgesetzt. Den ganzen Tag über richtete die feindliche Artillerie ein heftiges ununterbrochenes Feuer aus Geschützen aller Art gegen die Wer- schanzung„delle FraSche", um unsere Infanterie zu vertreiben. Die unerlchütterlichen Sarden der Brigade Sassari widerstanden jedoch beharrlich in den eroberten Stellungen, eroberten mit bewunderns- wertem Angriffsmut noch die benachbarte bedeutende Verschanzung, genannt„dei Razzi", und nahmen dem Feinde 278 Gefangene ab, darunter 11 Offiziere. C a d o r n a. Die Beschießung von Görz. Wien, 15. November.(SB. T. 93.) Ans dem Kriegspressequartier wird gemeldet: Die Beschießung von Görz begann am 13. Oktober und dauerte mit wechselnder Stärke bis heute. An manchen Tagen fielen mehr als hundert Schuß aller Kaliber, be- sonders aber schwere Schrapnells, in die Stadt. Die Beschießung begann meist in den ersten Frühstunden und erreichte zwischen 3 uno 4 Uhr nachmittags den Höhepunkt, um dann gegen Abend ab- zuflauen. Nach amtlichen Ausweisen wurden seit Kriegsbeginn 58 Zivilpersonen gelötet und 50 verwundet, darunter viele Kinder. Zweimal tötete je ein Granatschuß je vier kleine Kinder. Das Kloster Monte Santo ist abgebrannt und dessen Kirche zerstört. Die Sakristei der Gvrzer Domlirche ist demoliert. DaS Kloster Caftagnanizza, die letzte Ruhestätte des Grasen Chambord, erhielt mehrere Granat- und Schrapnelltreffer, wodurch das Dach und die Malereien sowohl in der Kirche als auch im Kloster beschädigt wurden. Das im Zentrum der Stadt liegende Ilriulinerinneirkloster wurde zur Hälfte zerstört. In die Kirche Santo Slntonio schlug eine Fliegerbombe durch das Dach. Beide Bahnhöfe sind durchsiebt von Artilleriegeschossen. Die Kirchen in den Vorstädten Podgora und Grafenberg, dann jene von Peuma. St. Andra und Oelavija sind ganz zusammengeschossen, zum größeren Teil auch die betreffenden'Ortschaften selbst, � vqn- Görz litt am meisten der Südieil. Es dürften wenig Privathtrnser sein, die keine Treffer haben. Schätzungsweiie�dürften 300 Häuser der Stadt mehr oder weniger stark beschädigt sein. In das Prachtgebäude der Oesterreichi'sch-Unaarischen Bank schlugen mehrere Spreugstücke ein, wodurch die Decke- des Sliegenhauses und die Stiege selbst be- schädigt wurde. Besonders aber litt das neue Bezirksgericht, das bisher 10 Volltreffer erhielt. Feindliche Flieger belegten die Siadt überdies auch öfters mit Bomben. Charakteristisch für die italienische Kriegführung ist, daß am Allerseelentage die von der italienischen Stellung gut gesehene Straße zum Friedhof unter Artilleriefeuer genommen wurde. 8 Uhr. Das Wort„Pause!" läßt Hie Emsigen innehalten. Schnell umchen sie sich fertig, nehmen Werkzeuge und Gewehre auf, um sich auf demselben Weg in den Wald zurückzubegeben. Müde strecken sich die müden Glieder auf den moosigen Teppich. Einige rauchen noch ein Pfeifchen Stummeltabak mit Kirschblättern, während die anderen schon die Schnarchlcmte müdegearbeiteter Men- scheu von sich geben. Nach und nach verstummen die einzelnen Gespräche, bis auf ein paar emsige Briefschreiber, die gänzlich der Umgebung entrückt scheinen, liegt alles in tiefem Schlafe. Am Drahtverhau! „Aufstehen'— Fertigmachen!"— Fröstelnd rappeln sich die Männer vom Erdboden auf, der naß vom fallenden Tau geworden. Sich, man ist jetzt erst so richtig bettfextig müde, ünd nun steht erst noch die Hauptarbeit bevor. ES ist fast stockdunkel, obgleich es erst 8 Uhr ist. Der Himmel hat sich fast ganz mit Wolken bezogen. Noch schlaftrunken treten die Leute an, schwerfällig setzt sich die Kolonne tiefer in den Wald kjineni, in Marsch. Kein Weg ist zu sehen, man hört nur das vorsichtige Schlurfen der Nagelstiefel, Stolpern, Zurufen der Soldaten. Endlich ist eine Lichtung erreicht. Lange hält es schwer, ehe der Feldwebel den richtigen Weg zum Walde hinausgefunden. Auf den Wiesen liegen dick die Nebel, aus denen dann und wann das Klingen von Eisen zu hören ist. Dort arbeiten Armierungssoldaten mit Jnfanterfften und Pionieren an den Drahtverhauen vor den Gräbeit. Bald tauchen einzelne Gestalten aus dem Nebel auf. Reihenweise legt die Kolonne die Pfähle nieder. Ein eigenartiges beklemmendes Gefühl schnürt jede Brust bei jedem Hammerschlag, jedem Kommandowort zusam- men. Dort, in dem Nebel, lauert der Feind, kaum 600 Meter ent- sernt sind seine Stellungen. Wenn er jetzt angriffe?— Doch alles ist still und ruhig, nicht ein Schuß fällt! Plötzlich kommen von drüben weitgetragene, ungewohnte Klänge an unser Ohr. Die Russen singen wieder eins ihrer schönen schwermütigen Volkslieder. Alles bleibt stehen, die Arbeiter lassen lauschend die Hämmer ruhen. Immer wieder wiederholt sich dieselbe melancholische Variation vierstimmig gesungen. In der Nacht. Kein Stern erhellt die tiefe Finsternis. Nur alle paar Mi- nuten fliegt eine Leuchtkugel in die Höhe, bei deren magischem Widerschein für einen Augenblick die Konturen der zickzackförmig sich hinziehenden Gräben auftauchen. Mann an Mann stehen ?lrmierungssoldaten darin und Spatenstich um Spatenstich vertieft sich der Graben. Blindlings arbeitet jeder darauf los, denn selbst für das schärfste Auge ist es unmöglich, etwas zu erkennen. Die dunkle Nacht hat die Russen nervös gemacht, andauernd pfeifen die Kugeln der Horchposten herüber, manchmal wahre Salven. Ab und zu tastet sich der lange Lichtarm des Scheinwerfers durch die Nacht, dann duckt sich alles schnell hinter den erst flüchtig auf- gewgrfenen Wällen. Langsam nur rückt der Zeiger der Uhr fort. Eben ist es erst Zehn, da beginnen sachte einige Regentropfen zu fallen, nicht gerade freudig von den Soldaten begrüßt. Bald mehren sie sich, ein richtiger Landregen, fein und dicht, setzt ein. Fröstelnd hüllen sich einige in mitgebrachte Mäntel ober Zeltbahnen, die jedoch am Arbeiten hindern. Bald geht der Regen durch, selbst durch Zelt- bahnen und Mäntel. Durch Mützen und Litewken geht er durch, das Wasser läuft Hals und Rücken hinunter in die Stiefel, bald ist kein Faden mehr trocken. Stoisch stillstehend lassen die einen sich durchnässen, andere arbeiten grimmig weiter. Bald läßt sich ?m Motorboot auf öer f�öria. Von Hugo Schulz- Wien. ..., den 10. November 1015. Unter Führung eines Marineoffiziers besichtigte ich gestern die SecverteidigungSmittel eines Adria-Hafens. Im Motorboot, das blitzschnell die Wellen durchfurchte, durchkreuzten wir fast den ganzen Golf und näherten uns in der Gegend der Sdobba-Mündung aucb den italienischen Küstenstellungen. Ohne Gefahr, denn das unsichtige Wetter wob dichte Schleier um unser Schifflein. Vom Süden wehte der warme Skirokko; das Meer war bewegt, und zeit- weilig strichen kurze Regenböen peitschend über die Wasserfläche. Das kleine Boot erlaubte uns auch über die Minenfelder hinweg- zugleiten, die den Golf für die Schiffahrt völlig unpassierbar machen und selbst den Verkehr der Fischerboote auf das eigentliche Hafengebiet beschränken. Nur besonders geschulte Lotsen kenneu die Fahrrinnen zwischen den Mincnlabhrinthen. Wir fuhren auch über ein italienisches Minenfeld, das sebr kompliziert angelegt ist und Minen birgt, so kostbar wie Edelsteine, denn jede dieser fein gearbeiteten Minen kostet etliche tausend Lire. Das Geld ist aber für die Katz, denn diese Minenreihen sind unseren Marineuren in allen ihren Winkelzügen genauestens bekannt und in aller Seelen- ruhe rupfen sie ein solckws gefährliches Ding nach dem andern aus, wie Rüben aus dem Acker. In der Nähe der istrianischen Küste, weit außerhalb des Golfes, sahen wir plötzlich etwas wie einen Besenstiel aus dem Wasser des Golfes ragen; es war das Periskop eines Unterseebootes. Als wir ganz nahe gekommen waren, tauchte es auf und aus der Luke stieg ein junger Seeoffizier, dessen schlanker Oberkörper in ein schwarzes Wollhemd gehüllt war. Tie scharfgeprägten Züge des glattrasierten Gesichts waren schier verwischt durch triefende Nässe; ich erkannte sie aber sofort. Diesen Schiffsleutnant mit dem bartlosen Nömergesicht, der da von Schweiß und öligem Tran bedeckt aus der Tiefe auftauchte, hatte ich doch schon wo anders gesehen; kürzsich erst in einer Hafenstadt in einem eleganten Restaurant; dort aber trug er den Flottenrock und einen hohen, blendend weißen Stehkragen, und auch sonst hatte er aus- gesehen wie ein Salonlöwe. Wie rasch man sich doch von einem Salonlöwen m einen Delphin verwandeln kann! Wir lagen eine Weile Bord an Bord beim U-Boot, plauderten und ließen uns den Zauber erklären; dann nahmen wir Abschied. Die Luke schloß sich; einige kleine Springbrunnen ließen niedrige Wasser- säulen steigen, und ehe wir uns dessen versahen, war das U-Boot in der Wasscrversenkung verschwunden. Wir besichtigten noch einige KüstenverteidigungSanlagen und statteten dann auf der Rückfahrt den Marinefliegern einen Besuch ab, um die Wasserflugzeuge zu sehen. Einer von den Führern der Flugzeuge, die uns empfingen, hatte kurz vorher den uächt- lichen Flug nach Venedig mitgemacht und dort die Vergeltung geübt für das Fliegerbombardement auf die offene Stadt Trieft. In dunkler Nacht, so erzählte er uns. erreichten sie damals nach einstündigcm Flug Venedig, da? stockfinster war und sieb ibnen mit keinem Lichtchen verriet. Die schwarze Silhouette des Markus- turms bildete den Wegweiser und das Orientierungsobjekt. Bald aber drangen die Blicke durch das Dunkel, und das schimmernde Netz der Kanäle gab die Umrisse des Stadtbildes preis. So fanden die Flieger alsbald, was sie suchten, nämlich das Llrsenal, die elektrische Kraftanlage und den Bahnhof. Auf daö Arsenal sauste eine 50 Kilogramm schwere Bombe, auf die anderen Objekte wurden nur Brandbomben abgeloorfen. Gleich nach dem ersten Wurf zeigten sofort vier auflodernde Flammensäulen den Erfolg. Ein Magazin brannte lichterloh; auch die anderen Würfe saßen dort, wohin sie zielten, und entfachten heftige Brände. Im Nu er- wachte die Stadt m wilder Panik und tausende Lichter blitzten auf. Dutzende von Reflektoren ließen ihre Lichtkegel durch den Raum huschen. Sehr scharf leuchtete der Scheinwerfer des Forts „Tre Portz" das Fahrzeug an, aber gesehen scheint es in dem wirren Durcheinander doch niemand zu haben. Geschossen wurde wie toll, jedoch blindlings, denn ein einziges Schrapnell zerstänbie in gefährlicher Nähe unseres Hydroplans, der nach getaner Zer- störungsarbcit wieder davonflog und nach Mitternacht daheim war. Englisches Lob öer öeutschen Zlieger. London, 16. November.(W. T. B.) Die„Times" berichtet aus dem britischen Hauvtquartier: Die Deutschen erwiesen sich als sehr tapfere Flieger und werden von unseren Leuten gerühmt. Die deutschen Flieger bewiesen nach dem der glitschige Lehm kaum noch stechen, die Gräben füllen sich mit Wasser. Berzweislungsvolle Blicke tasten auf die Uhr, die noch nicht elf ist. Noch vier Stunden gilt es auszuhalten. Pechschwarz lastet die grausige Nacht auf den Gemütern. Auch bei der Infanterie ist es still geworden. Nur zeitweise schwingt sich eine Leuchtkugel in die nasse Luft oder knallt ein Schuh der Horchposten. Eine eisige Kälte zittert vom Kopf bis zu den Zehen und bleierne Müdigkeit drückt auf die Lider. Traumverloren verirren sich die Gedanken weit, weit zurück, fort von hier. Eine bange Stunde! Schon über eine Stunde ist die Kompagnie marschiert und noch ist kein Ende. Jetzt geht es querfeldein in der mondhellen Iiacht, über Aecker und sumpfige Wiesem Eine Abteilung nimmt große, aus Psähsen und Stacheldraht gefügte Gestelle, sogenannte „spanische Reiter" mit. Still und geräuschlos schreitet alles dahin, geht es doch heute an eine ganz besonders gefährliche Stelle.— Plötzlich heißt es:„Halt!" Wir sind da. Rechts arbeiten eine Zlnzahl Infanteristen am Ausbau der noch dürftigen Gräben. Eine Abteilung Armierungssoldaten wird ihnen zugeteilt. Andere be- ginnen neue Gräben auszuheben, wieder andere befestigen zu- sammen mit Pionieren vorne den Drahtverhau. Mit ein paar Worten hat der kommandierende Offizier auf den Ernst der Si- tuation hingewiesen. Es wird mit einem Angriff des Feindes gerechnet. Da heißt es, schnell sich eingraben— und schon sind Schaufeln und Hacken in fieberhafter Tätigkeit. Vorn klopft es emsig am erst halbscrfigen Drahtverhau. Mancher Blick bohrt sich hinaus in das mondhelle Zwielicht, das doch nicht weit zu durch- dringen ist. Werden sie kommen, wird es glücklich... Da, was ist das? Dunkle Schatten tauchen auf und verschwinden wieder, um bald aufs neue zu erscheinen. Da meldet auch schon der Horchposten:„Alles in die Gräben, an die Gewehre, Visier 4001"— Ruhig und deutlich gibt der Offizier die Kommandos. Noch ist alles ruhiff, kein Schuß gefallen. Vom Graben aus ist nichts zu sehen. Die Armierungssoldaten arbeiten noch fieberhaft an der Vertiefung ihrer kaum begonnenen Gräben. Die Bewaffneten liegen hinter den aufgelegten Gewehren.—„Langsam feuern!"— Pu|f, puff, puff... beginnen die Büchsen der Infanterie zu sprechen, und nun knallt es auch bei den Slrm-ierungssoldaten lustig los, das Beispiel wirkt anfeuernd. Jetzt knattert's auf der ganzen Linie, und nun beginnt's auch vorn zu knallen. In der Luft hebt ein seltsames Schnurren, Summen und Pfeifen an, eS wird ernst.„Lebhafter feuern!" Jetzt kann man die einzelnen Schüsse nicht mehr unterscheiden, die Maschinengewehre setzen mit ohrenbetäubendem Geblaffe ein. Beim Schein der Leuchtkugeln sieht man schon einzelne flüchtige Schatten ganz nahe, schon blitzt da« Mündungsfeuer der feindlichen Gewehre. Mit dröbnendem Baß setzt nun auch die beiderseitige Artillerie ein, hinüber und herüber heulen die Granaten, Schrapnells zersprengen die Luft. Aber mit wütigem Trotz beißen sich die Männer in ihren Gräben fest, senden sie Schuß auf Schuß hinaus in das höllische Dunkel. Ein, zwei Granaten— ein halbes Dutzend platzen in unmittcl- barer Nähe. Jeder Augenblick kann das Ende sein, durch all die wirren überstürzenden Gedanken einen dicken schwarzen Strich ziehen. In solchen Situationen lernt erst jeder kennen, was dai „Ich" heißt. Doch sie tun ihre Pflicht, die unauSgebildeten Ar- mierungssoldaten genau so wie alle anderen. Und cm dieser geschlossenen Phalanx zerschellt kraftlos der letzte verzweifelte mit „Hurra I" vorgetragene Anstoß der Russen!.., C. Gr. assgemeinen Urteil unserer Offiziere Sportgeist, und zwischen den feindlichen Fliegerkorps besteht ein ritterlicher Geist, der sonst leider durch das schlechte Verhalten anderer Waffengattungen der deutschen Armee ausgetilgt wurde. Wenn ein Flugzeug einer Armee nieder- gezwungen wurde, so meldet der Gegner sofort, was aus den In- fassen wurde. Melüung öes türkischen Hauptquartiers. Konstantiuoprl, 13. November.(W. T. B.) DaS Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellenfront fand der zeitweise aussetzende gewöhnliche Artillerie- und Bomben- kämpf statt. An der Kaukasusfront überraschte eine unserer Patrouillen in der Gegend von Milo eine feindliche Abteilung von IVO Mann, die zur Flucht gezwungen wurde und ungefähr 50 Mann an Toten und Verwundeten verlor. Zur Versenkung üee �ncona'. Rotterdam, 15. November.(W. T. B.)„Rotterdamsche Courant" meldet aus New Dork: Die Entrüstung über die Ver- senkung des Dampfers„Ancona" nimmt infolge der Hetze der eng- landfreundlichen Presse zu. Die wütendsten deutschfeindlichen Blätter, wie.Times",„Sun* und.World", veröffentlichen Berichte von Augenzeugen, worin die Besatzung des l7-Bootes eines barba- tischen Vorgehens beschuldigt wird. Besondere Aufmerksamkeit er- weckt die Erzählung einer amerikanischen Aerztin, Cecile Greil, die behauptet, daß die.Ancona" ohne vorherige Warnung angegriffen wurde und datz das Schiff und die Rettungsboote mit Granaten übersät wurden, ohne daß man sich um die Frauen und Kinder kümmerte. Das sei geschehen, obwohl die.Ancona" nicht zu entkommen versuchte. Andere Augenzeugen erklären, datz die Besatzung des U-Bootes absichtlich auf die im Wasser treibenden Frauen schätz und ihre Hilferufe mit Hohngelächter be- antwortete..Sun" behauptet, ihr Korrespondent in Rom habe von dem italienischen Minister erfahren, es sei kein österreichisches, son- dern ein deutsches U-Boot gewesen, das die.Ancona* versenkte. Die italienische Regierung betrachte diese Tatsache als die Eröffnung der Feindseligkeiten durch Deutschland ohne vorherige Kriegserklärung, die amtlichen Kreise in Washington warten noch auf den Bericht des amerikanischen Bot- schafters in London, ehe sie ihr Urteil über den Vorfall abgeben. Der rusilsche Generalftabsbericht. Petersburg, lg. November.(W. T. B.) A m t l i ch e r r u s s i s ch e r V e ri ch t vom 15. November. An der Riga-Front, nördlich des Kanger- Sees, warfen wir die Deutschen von neuem 5 bis 6 Werst zurück. In der Gegend der Jni'cl Dalen in der Düna, oberhalb Riga, (8 km. südöstlich) Vorpostengesechte. In der Gegend von Friedrich- stadt und Jakobsiadt an der Düna herrscht Ruhe. Bei Jlluxt gelang es unseren Truppen, an mehreren Stellen über die Drahthindernisse zu kommen und sich in den Besitz eines Teils des Kirchhofes zu setzen. DaS Dorf Dryswiaty ivurde von schwerer deutscher Artillerie beschossen. Auf der lveitcren Front bis zum Prypet herrscht Ruhe. Nördlich und westlich von Czartorysk beschotz während des 13. No- vember schwere deutsche Artillerie einige Abschnitte unserer Stellung. ?lm Abend dieses Tages ging der Feind östlich des Dorfes Podgacie vor. Der Kampf an den Sthr-Uebergängen dauert an. Auf der weiter südlichen Front und in Galizien herrscht Ruhe. Während des vergangenen Monats machten unsere Truppen der Westfront von den Deutschen und Oesterreichern k>74 Offiziere und 48 LOO Soldaten zu Gefangenen und erbeuteten LI Kanonen, 118 Maschinengewehre. 18 Mineuwerfer und 3 Schein- Werfer. Der bulgarische Kriegsbericht. Sofia, 16. November.(W. T. B.) Amtlicher Kriegs- bericht vom 13. November. Nach dem Fall der Festung Nisch hatten die Serben sich auf das linke Ufer der Morava zurückgezogen und alle vorhandenen Brücken zerstört. Hier hat der Fluß eine Breite von 130—200 Meter und eine Tiefe von 1—2 Meter. Tie Serben bemühten sich, ge° stützt auf befestigte Plätze und mit schwerer Artillerie ver- sehen, durch mit bedeutenden Streitkräften ausgeführte, erbitterte Gegenangriffe unsere Truppen daran zu hindern, den Flutz zu überschreiten. König Peter wohnte diesen 5tämpfen bei. Im Lauf der letzten Tage brachen unsere Truppen den ver- zweifelten Widerstand der Serben und gingen endgültig auf das linke Ufer deL Flusses über. Heute sind unsere Truppen in Prokuplje eingerückt. Sie erbeuteten dort sechs 12 Zenti- meter-Mörser, 19 mit Artilleriegranaten beladcne Karren und machten 7000 Gefangene. Auf dem Bahnhof von Grejesc er- beuteten sie 430 Waggons. Das erste serbische Landwehr- Regiment hat gemeutert und seinen Befehlshaber, den Obersten Prebitschcwitsch getötet, einen der hauptsächlichsten Anstifter deS Komplottes zur Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand. DaS Regiment hat sich dann in die umliegenden Dörfer zerstreut. In der Nacht zum 13. November versuchten die Franzosen unsere Stellungen am Wardarfluß anzu- greifen. Unsere Truppen machten einen kräftigen Gegen- angriff und warfen sie auf das rechte Ufer des Karassu zurück. Gleichzeitig erbeuteten sie zwei Maschinengewehre mit Bespannung, zwei GebirgLgeschütze und nahmen 56 Mann gesangen, darunter 3 Offiziere. Sofia, 16. Noveniber.(W. T. B.) Amtlicher Be- r i ch t vom 14. November. Die Operationen entwickeln sich an der ganzen Front günstig für unsere Truppen. Bei Prokuplje erbeuteten unsere Truppen 480 Kisten mit Artillerie- munition, 220 Kisten mit Jnsanteriemunition, 12 mit Kriegs- Material bcladene Karren und einen Pionierpark mit 16 Pontons. Unser Gegenangriff am westlichen Ufer des Karassu südlich von Veles hat damit geendet, daß die Fran- zosen vollkommen auf des östliche Ufer dieses FlufseS zurück- geworfen wurden. Tort haben unsere Truppen in kräftigem Ansturm unter deni Gesang des Liedes„Schäume, Maritza" die mächtig befestigten Stellungen der Franzosen genommen. Die Neutralität üer Nieöerlanöe. Haag, 16. November.(W. T. B.) Das Antwort memo« randum der Regierung auf den vorläufigen Bericht der Kammer über Hauplstück 1 des Budgets für 1816 ist erschienen. Darin drückt die Regierung ihre Genugtuung darüber aus, datz ihre auf die Erhaltung der Unabhängigkeil und strikte Einhaltung der Neutralität gerichtete Politik allgemeine Zustimmung findet. Datz einige Blätter nicht einzusehen scheine», wie wichtig die Bei- behallung der Neutralität für das Land ist, hat auch die Negierung mit Bedauern bemerkt. Der geringe Einfluß, den der- artige bedauernswerte Aeutzerungen haben, sei der beste Beweis dafür, daß die Regierung recht daran getan hat, die hierzulande hochg eschätzte Pretzfreiheit so viel als mög• lich zu schonen. Die holländische Preffe aller Parteien erfülle die verantwortliche schwierige Aufgabe in lobenswerter Weise und finde in sich selbst die Kraft, die Auswüchse unschädlich zu machen. Die Regierung stehe auf dem Standpunkt, daß die Aus- fuhr soviel wie möglich gefördert werden müfie. Wenn es einiger- maßen möglich sei, würden die Grenzen offen gehalten Unter den gegenwärtigen Umständen sei es jedoch vielfach nicht möglich, ohne daß das Land Gefahr laufe, den eigenen Bedarf nicht decken zu können._ Eine phantastische Rede Churchills. London, 16. November.(25. T. 23.)(Meldung des Reuterschen Bureaus.) Churchill g«b im U n t e r h a u s e eine eingehende Rechtfertigung seiner?lrbeit als Erster Lord der Admiralität. Er erklärte, datz er keine Ursache habe, eine Veröffentlichung der Tatsachen über die Seeschlacht bei Coronel, den Verlust von drei Schiffen in der Nordsee. 5ie Expedition nach Antwerpen und die Flottenoperationen an den Dardanellen zu fürchten. Ueber den letzten Gegenstand crgiieg er sich ausführlich. Er versuchte darzu- legen, datz der Plan sorgfältig erwogen und von den englischen und französischen Sachverständigen gebilligt worden sei und oatz Admiral Fisher sich nicht dagegen ausgesprochen habe. Churchill erklärte, datz er sich wieder der militärischen Laufbahn zuwenden werde. Churchill schkotz seine Rede mit einer lieber ficht über den heutigen Stand des Krieges. Er sagte u. a.: Um den Krieg zu gewinnen, ist eS für uns nicht nötig, die Deutschen über das ganze Gebiet, das sie besetzt haben, zurückzudrängen, noch chre Front, so lange sie sich noch weit autzerhalb Deutschlands er- streckt, zu durchbrechen; Deutschland wird im zweiten oder dritten Kriegsjahre wahrscheinlich gründlicher besiegt werden können, als wenn die Truppen der Alli- ierten bereits im ersten Jahre in Berlin eingezogen wären. Unsere wohlbegründeie Herrschaft zur See und die rasche und nnge- heure Vernichtung von Deutschlands Waffen- fähiger männlicher Bevölkerung sind zwei Faktoren, auf die wir vertrauensvoll rechnen können. wenn die Truppen der Alliierten bereits im ersten Jahre in Berlin Während Deutschlands Kraft abnimmt, nimmt unsere regel- mätzig sowohl tatsächlich wie im Verhältnis zu, und das per- danken wir der Aufopferung des französischen und russischen Volkes, die bisher die schwersten Verluste erlitten haben. W i r s i n d die Reserve der Alliierten und jetzt ist die Zeit g e- kommen, die Reserve ganz in die Wag schale zu werfen.(Beifall.) Der Feldzug von 1315 wurde durch Munitions- mangel beeinflußt, der von 1816 wird Deutschland in- folge Soldaten mangels zu Falle bringen. Es war für nnS zweifellos unangenehm, sehen zu müssen, datz eine Regierung, tvie die Bulgariens, bei vorurteilsloser Beurteilung der Aussichten der Meinung war, daß die Mittemächte den Sieg erringen würden; aber einige dieser kleinen Staaten sind durch Deutschlands militärischen Prunk und leine Präzision hypnotisiert, sie sehen nur eine Epi- fade, und sehen oder begreifen nicht, datz das Volk, welches seit alterShcr die Macht besitzt und gegen das Deutschland Krieg führt, Niederlagen, Enttäuschung und selbst falsche Führung vertragen kann, aber immer wieder Kräfte sammeln und mit unüberwindlicher Hartnäcki gleit und unter unermeßlichen Leiden sich f o r t m ü h e n wird, bis die größte Sache, um die Menschen jemals kämpften, zu gutem Ende gebracht ist,'_ Amsterdam, 16. NobenMr. Der KorrespondenUeineS hiesigen Blattes meldet über hie Rede Churchills noch folgendes: Sie inachte innerhalb und autzerhalb des Parlaments einen großen Eindruck. Das gespannte Verhältnis Cburchills zu dem frühe- ren ersten Seelord Fisher war ein öffentliches Geheimnis. Fisher dürfte wohl Gelegenheit haben, sich gegen die Beschuldigung, datz er Churchill nicht genügend unterrichtet und unterstützt habe, zu ver- teidigen. Als Churchill über die Expedition nach Slntwerpen sprach, horchten die Mitglieder des Unterhauses mit zunehmendem Er- staunen auf.— Viel« hatten Churchill den Plan der Expedition zu- geschrieben.— Er teilte jedoch mit, datz der Plan von ftitchener und der französischen Regierung ausgegangen war.— Trotzdem habe er seinen Zlntcil an der Verantwortung auf sich genommen. Tie Expedition sei kein Fehlschlag gewesen, denn sie habe geholfen, die belgische Armee zu retten. Ter Beifall wurde im Lause der Rede stets lebhafter. Als Churchill endete, folgte ein Beifalls- stürm, der mehrere Minuten dauerte. Selten habe eine Rede so tiefen Eindruck gemacht. -i-» » Churchills Rede ist typisch für die Phantasien der Sorte von„Strategen", die ihre Znknnftsoperationen gewissermaßen im luftleeren Raum ausführen, ganz ohne Rücksicht auf die Grenzen der eigenen Aktionsfähigkeit, wie die Widerstairds- kraft der Gegner. Wenn Churchill wohlgemut von einer ferneren Kriegs- daner von ein oder zlvei Jahren redet, mutz er sich ja wohl eines Goldmachers oder einer Armee geschäftig prodnzicrewdec Dukatenmännlein versichert lhiben. Denn wenn joder Tag der Kriegführung schon jetzt England 80 Millionen Mark kostet, also etwa 2i/l. Milliarden im Monat, so wären daS 30 Mil- liardeit iin Jahre oder 60 Milliarden für zwei Jahre. Auch wenn England durch Einführung der Wehrpflicht, also Be- seitigung der jetzigen hohen Soldsätze, auf der einen Seite erhebliche Ersparnisse machen würde, so würde doch die Ver- mehrung seiner Armeen und die wachsende Unterstützung seiner Verbündeten dies Mimis zum n lindesten wieder ausheben. Und daß schon heute die Geldbeschaffung für England wahr- haftig keine leichte Sache ist, ist ja hinlänglich bekannt. Und wenn England noch allein den Krieg führen könnte, wenn die Jinanzschwierigkeiten Frankreich?, Ruß- lands und Italiens nicht noch größere wären, als die Eng- lairds selbst. Wir begreifen durchaus die Betonung einer Kampfentschlossenheit durch die englischen Staatsmänner und Politiker, sofern es sich für England um einen Kampf um Sein oder Nichtsein handelte) aber mit öden Prahlereien und Zukunftsphantasicn vermag man heute doch wohl nirgends rnehrjmcm Gegner zu imponieren. So wenig unerschöpflich die Finanzkraft ist, so wenig ist es die Volkskraft. Mögen Englands Verluste auch relativ nicht so groß sein, wie die der anderen kriegführenden Staaten: auch hier koimnt die militärische Leistungskraft der- jenigen Staaten in Betracht, die bereits seit 16 Monaten mit Millionenarmeen am Kriege beteiligt sind und dement- sprechende Verluste aufzuweisen haben. Auch wenn England noch so lange„durchzuhalten" vermöchte, wie Churchill es darstellt— ganz anders steht es sicherlich mit Frankreich, Rußland und Italien, für deren Verluste man ja die sichersten Anhaltspunkte besitzt. Außerdem scheint Mr. Churchill auch gar nicht mit dem Zuwachs von Menschenmaterial zu-rechnen, der auch den Zen- tralmächten gerade bei einer längeren Kriegsdauer unaushör- lich zufließt. Bedenkt Churchill denn gar nicht, daß die Zen- tralmächte binnen Jahresfrist durch das Heranwachsen der jüngeren Jahrgänge eine Verstärkung erhalten, die sich auf mehrere Millionen beziffern läßt? Wollte man den Krieg bis zur Aufreibung der gegnerischen Armeen führen, so brauchte man gar nicht bescheiden von einer Kriegsdauer von noch zwei Jahren zu sprechen, sondern könnte ebensogut mit einer sieben- oder auch dreißigjährigen Kriegsdauer rechnen. Fragt sich nur, ob dann nicht doch die� Lords des Oberhauses die Dinge richtiger beurteilen, die bei einer solchen Aufreibungsstrategie Anarchie und Revolution prophezeiten. Wer nicht ins Blaue hineinschwatzt, sondern ernst ge- nommen sein will, muß nun einnial mit Erfahrungstatsachen und ehernen Realitäten rechnen: mit den Kriegswirkungen auf das eigene Land und die eigene Staatengruppe und den Widerstandskräften der gegnerischen Koalition. Diese Ein- ficht sollte man eigentlich nach den Lehren der 16 Kriegsmonate jedem Politiker zutrauen, dem die Ereignisse nickst den klaren Blick völlig getrübt haben; allein es scheint, als ob die Regierten vielfach den Regierern an gesundem Menschen- verstand und politischer Klugheit weit überlegen wären I Englische Humanität. Unier diesem Titel schreibt die„Norddeutsche All- gemeine Zeitung": „Der Vorsitzende des Deutschen Noten Kreuzes bat von der Leitung des amenianischen Roten Kreuzes ein Schreiben erhalten, tvoiin das amerikanische Rote Kreuz bedauert, zum Zwecke der Liebestätigkeit Gegenstände nach Deutschland deswegen nicht schicken zu können, weil die engliiche Regierung die Erlaubnis zur Ver- schiffung verweigert habe. In dem Schreiben heißt es: „WaS die Sendung gewisser Nährstoffe für Kranke anlangt, um die Sie in Ihrem Briese vom 24. August baten, und die wir sehr gern besorgen würden, muß ich Ihnen leider mitteilen, daß die eng- lische Regierung sich weigert, die nötige Vcrschiffungscrlaubnis zu geben. Die Schiffe, mit denen wir die Nährstoffe schicken, verweigern die Mitnahme, wenn nicht ein Erlaubnisschein von der englischen Botschaft vorliegt. Wir sind daher außer stände, Ihrem Wunsche zu entsprechen, to gern wir es täten, denn ohne den Erlaubnisschein nehmen die Schiffe die Nährstoffe nicht an. weil sie sürchlen, angehalten zu werden. Wir versuchten, mit deni letzten Schiff dem Deutschen Roten Kreuz eine Anzahl von Gummiwaren zu senden, aber auch hier bat die britische Regierung den Erlaubnisschein verweigert, so daß das Schiff die Sachen nicht nehmen wollte. Wir versuchen, jetzt von der britischen Regierung eine direkte Antwort wegen der Behandlung solcher Sendungen zu bekommen. Erlaubt die englische Regierung nicht, solche Sachen für die deutschen Hospitäler zu verschiffen, so werden wir sie auch keinem anderen Lande senden, denn das amerikanische Rote Kreuz hat immer den Standpunkt vertreten, daß es Dinge, die es nicht an alle Länder schicken kann, auch nicht an ein einzelnes Land abgibt. Aus diesem Grunde fürchten wir. daß cS nicht möglich sein wird. Automobilreifen iür Kranken- wagen oder die anderen Gummisachen zu schicken. Wir bedauern dies sehr, denn wir würden eS sehr gern tun." Das Schreiben zeigt, daß England in seiner Absperrungsmanie gegen Teutschland anfängt, kleinlich zu werden, und daß es nicht sieht, daß derartige Matzregeln kein gutes Zeichen für die Gesinnung sind, die sie diktiert. Das Verfahren steht auf einem Brett nut dem Transport von Kriegsmaterial unter denr Deckmantel von„sott soaxst durch englische Lazarettschiffe, für den hier beeidete Zeugnisse vorliegen. Humanitätsrcklame lätzt sich mit solchent Verfahren nicht machen."_ Wieöer eine falsche Nachricht. Berlin, 16. November.(W. T. B.) Wie wir von zuständiger .Stelle crfahreit,.sind, die Z e r tun g saw eck.d nnge w-üstre r t esttt» weise Zerstörung des Achilleion auf Korfu er- f u n d e n.____ fius Industrie und Handel. Kriegsgewinne. Die Berliner Maschinenbau A. G. vormals L. Schwartz« kopff erhöhte ihre Dividende vou 16 auf 18 Prozent. Der Rein- gewinn stieg von 3,61 auf 4,14 Millionen Mark. Die Schrauben- und Mutternfabrik vormals S. Rieh»» u. Söhne A. G. verteilt 12 Proz. Dividende gegen 3 Proz. im Vorjahr. Die Dresdener D y n a in i t f a b r i k zahlt 24 Proz. T i- vidende(gegen 20 Proz. im Vorjahr). Der Rheinische Aktien- Verein für Zuckerfabri- k a t i o n erzielte einen Beiriebsüherschutz von 2,23 Mill. Mark(gegen 1,387 Mill. Mark i. 83.). Nach Abzug der verringerten Handlung»« Unkosten und erhöhten Abschreibungen verbleibt ein Neingewinn von 1,56 Mill. Mark(gegen 8,75 Mill. Mark i. 83.). Die Dividende wird von 7 ans 20 Proz. erhöht. Für Ilnterstlltzungszwecke werden ganze 75 888 M. zurückgestellt, während die Talicmen und Gralifikalionen 226 358 M. beanspruchen. Das Bankguthaben beträgt bei einem Aktienkapital von 6 Mill. Mark nicht weniger als 7'/, Millionen Mark. Tie amtliche Konkursstatistik. Nach dem ileuesten Vierteljahresbeft der Statistik des Deutschen Reiche« wurden im II. Vierteljahr 1915 im ganzen 1238 Konkurs- verfahren eröffnet, gegen 2856 im U. Vierteljahr des Vorjahres. Außerdem mutzten 535 Anträge auf Konkurscröffliung abgelehnt werden mangels hinreichender Masse; im Vorjahre wurden im II. Vierteljahr 738 Anträge aus diesem Grunde abgelehnt. Mithin insgesamt 1774 Konkurse gegen 2844 im Vorjahre: eine beträchtliche Abnahme. Deingemäh sind auch die Zahlen über die vom Konkurs Be- iroffencii fast durchlveg kleiner. Nur eine Ausnahme fällt auf. In 676 Fällen betrafen die Konkurse N a ch l ä s s e, während dicS im II. 83ierielsahr des Vorjahres nur in 578 Fällen geschehen ist. Hier zeigt sich eine der Folgen, die sich aus den surchtbaren Verlusten an Gut und Blut tu dem jetzigen Kriege ergeben. Ter Versand de? StahlwcrkvcrbandcS betrug im Monat Ol« tob er 1815 insgesamt 257 278 Tonnen(Rohstahlgelvinn) gegen 246 848 Tonnen im September 1815 und 238 578 Tonnen im Oktober 1914. Hiervon entfielen auf Halbzeug 63 344 Tonnen gegen 67 222 Tonnen bczw. 46 823 Tonnen, auf Eisenbahnoberbaumaterial 138 831 Tonnen gegen 117 426 Tonnen bezw. 153 373 Tonnen, ans Formeisen 57 953 Toiincn gegen 62 194 Tonnen bczw. 74 574 Tonnen. Kriegsbekanntmachungen. TL oll ja che ii für die Truppen im Osten und in Serbien. Berlin, 16. November.daß die Zulage viel geringer ausgefallen ist als man erwartet hatte und daß man mit diesem mageren Ergebnis nicht zufrieden sein könne, weil eine Zulage von nur 5 Proz. in einem gar zu ungünstigen Verhältnis zu der Teueruitg der Lebensmittel steht. Die Vergolder sind deshalb fest entschlossen, zu geeigneter Zeit und bei passender Gelegenheit eine weitere Zulage zu fordern. Die Branchenkommission wird diese Bestrebungen nach Kräften unterstützen. deutsches Reich. Tarifverhattdlimgen für die Militärschneider. Die Verhandlungen über die Festsetzung vor. Löhnen für die in der Kabinettsooder vom 21. September d. I. vorgesehenen neuen MedensunsformssiMe, Ks in dsr vorigen Woche unter dem Vor« sitz bpn Unparteiischen in Nürnberg stattfanden, haben am Sonn- abend nach viertägiger Dauer ihr@rtbc erreicht. Wegen des feld- grauen Waffenrocks herrschte zwischen den Parteien Uebereinstttn- mung darüber, daß er gleich den alten bunten zu entlohnen ist; nur für den Fall, daß die Bekleionngsvorschriften dahin geändert werden, daß die Seitennaht heruntergeführt wird, soll nach dem Schieds- sprach der Unparteiischen für Handnähen ein Zuschlag in der Höhe eines Sttlndeslohnes gewährt werden. Sin weiterer Schiedsspruch besagt, daß die Einjährigen- und Fahnenjunkermäntel aller und neuer Art nach den jetzigen Tarifsätzen zu entlohnen sind und daß ein Abzug für den Wegfall von Seitenleiste und Spiegel nicht statt» finden darf. Für den neuen Offiziersmantel sollen von den Tarif- sätzen drei Stunden abgezogen werden. Mit Rücksicht darauf, daß eine Verschlechterung der bisherigen Lohnbedingungen unzulässig ist. ist, insowett durch Abrechnung der Lohn für den einreihigen Mantel niedriger zu stehen käme als der bisherige Fahnenjunker- bzm Einjährigemnantel, auch für die Offiziersmäntel der Lohn für letz- teren zu bezahlen Während über diese beiden Positionen sehr bald eine Einigung erzielt war, nahm die Festsetzung des Lohnes für den kleinen Rock und die neue Bluse allein mehrere Tage in Anspruch. Es handelt sich hierbei um neue Stücke, für die man einen Lohn unter Zu» grundelegung der Lohnsätze für bisher gefertigte andere Kleidungsstücke nicht gut festlegen kann. Auch die Parteien selbst sind in der Schätzung des Aufwandes zu ganz ungewöhnlich weit von einander abweichenden Ergebnissen gekourmen. Die Unparteiischen haben deShalo einen völlig neuen Weg gesucht, sie haben den Lohn für die Bluse so festgesetzt, daß er erheblich unter dem bisher für den Feldrock gezahlten Lohn steht, und anderersettS haben sie den Lohn für die Litewka etwas erhöht, um eine Annäherung zwischen Bluse und Litewka herbeizü führen. Bei aller Anerkennung der Benrü- Hungen der Unparteiischen haben die Arbeiter diesen Einigungs- Vorschlag dennoch abgelehnt, weil nach ower von ihnen ausgemachten Berechnung die prozentualen Abzüge von den Feldrocklohnen in gar ksinsm Verhältnis stehen zu den geringfügigen Erhöhungen der Löhne für die Litewka. Die Unvarteiischen berieten infolgedessen noch einmal unter sich, sie modifizierten ihren Einigungsvorschlag etwas und unterbreiteten ihn den Parteien als Schiedsspruch. Ueber Annahme oder Ablehnung des Schiedsspruchs haben nach dem bestehenden Vorschriften die örtlichen Organisationen das letzt» Wort zu rckten. Von Interesse war es, im Laufe der Debatte von Arbeiterseit« zu erfahren, daß der Vorstand des ArbeitgoberverbandeS seine Ortsgruppen bereits angewiesen hatte/ sich auf keinerlei örtliche Ver- Handlungen oder Sonderabmachungen einzulassen. Zwar bestritt der Vorstand des ArbeitgeberverbandeS, eine solche Anweisung er- lassen zu haben, aber seine Behauptung wurde durch die Vorlegung eines Exemplares deS an die Ortsgruppen gesandten Zirkulars durch den Vertreter des freien Verbandes schlagend widerlegt. Parteigenossen! Werbet unermüdlich für die politische und gewerkschaftliche Schulung der Arbeiter- schaft, haltet Treue Euren Organisationen! Starke Preisermäßigung! Brennspiritus 99 Marke Herold 99 Heutiger Einheitspreis(ohne Qlas) 45 Pfg. pro Liter 95% (bisher 60 Pfg.) 42 Pfg. pro Liter 90% (bisher 57 Pfg.) Spiritus-Zentrale Berlin W. 9 Die Glocke ihrltt SoBlellBtlsehe Halb m o n i Herausgeber Parvns. Heft 6 soeben erschienen: Inhalt: August Winnig: Die Gewerksohalten und der Parteistreit. 0. MarchioniBi; Die Russen in Ostpreußen. Wilh. Janssen: Die Neutralität verpflichtet Julius Kaliski: Vorratewirtschaft. Beidmann: Die polnisch-jüdischen Beziehungen. T o s i: Glo ssen zur Lage in Finnland. Edgar Steiger: Ausländerei auf der Bühne. a Dembitzer: Die letzten Tage in Antwerpen, Glos«».— Vom Tage. Jedes Heft 25 Pt Jährt. 6 M. Halbjährlich 8 M. Viertelfährl 1.50 M. Mtig in alleo gMzMM uail Kolptöpesüiiiiftei aueb alle Postaostalteo IMmeii ßestellimp. Generalvertrieb für Berlin and Umgebang: Louis Friedrich Abel& Co. SW, Kommandantenstr. 15 Verlag fDr Sczialwissenschaft G. m. b. H., München, Althelmereek 19. decrttadet 1804.< war*« ea gras Einzelverkanl Wie»njUelisk i Wllfgetu mHea. S. Schlesinger Neue Kftmgstr.21 kela todem. II itoek. Beutag(•SflMt tt—4 Chr. 1 »IN, unan aFIrmt und Rauamimrner Oltne Zahluno bis «um icden /Dhne Zahlung bw zum Zrieöen irfem wir unsere bsrühmlen trfAter- und nadellosen 'prechappa-ate mit der ganz außergewohm. Erieidi- 1 lerung, daß Sie wünread des Krieges, ungeaddet *:emer Dauer, nldils zahlen, ohne daß wir Zinsen ' oder einen höheren Preis als bisher beredinen .jic während de» Krieges überhaupt nidits, 4 Wodien nah dem Kriege anfangend roonatildi nur 4 Mark, bis der Apparat und die Platten beglidren sind. Bei eventl. 'Niditgefallen haben Sie nur die unbe- 'deutenden Transportspesen zu tragen Verlangen Sie bitte sofort unsere Probesendung! Postkarte genügt. Biol® Freund, Pos«. 120/148 Breslau IT lassen Sie sich also unfern flpparot sosor'� kommen 1 Da wir fünf Tage zur Probe � mit deüinZUNZsIosem ktücI«»en Reservesondskonio.... Spezialreservesondskonto.> Dispositionssondstonto. Sterbeunterstützungslonto 54079,71 7702,75 5400,— 5258,82 1745,— Per aufgeitonimene Betriebsmittel: Kautionstonlo...... 6594,28 Spareinlagcnkonto.... 818129,09 Grund'tllcksanteilkonto... 46150,— Per Berbindlichkeiten: Mitglieder-Rabattspartonto. 43761,51 Licscranlentonlo..... 28022,46 Zinsen........ 8343,29 Per Grundschuld: Hypothelenkonto I.... 42300,— II..,. 100000,— III.... 55000.— Wart 84185,29 365873,37 80127,25 197300,— Per Erührignug......... 6144,40 Summa.. 733631,32 Mitgliederbestand bei Beginn des GeschästSjahreS Eingetreten sind............■ so daß am Schlüsse des Geschäftsjahres.... Mitglieder vorhanden waren. 293 3lti9 betrugen am Mit Beendigung des GeschäsisjahreS scheiden aus: a) durch Aufkündigung...... 51 b) wegen Verzugs........ 25 c) durch Tod.........■ 35 Mithin sind bei Beginn beS neuen Geschäjlsjahres Mitglieder vorhanden. Potsdam, den 30. September 1915. Der Vorstand. tieorg Zlemann.'Wilhelm Seifert. Die Geschästsguthaben 31. Juli 1914...... am Schlüsse dieses Geschäftsjahres mithin mehr III "3178 Die Haftsumme betrug am Schlüsse vorigen GeschäsisjahreS.... am Schlüsse dieses GeschästSjahreS.. mithin mehr,. Bax Singer. 67242,29 M. 64079,71, 6837,42 M. 95450,— M. 98670,—, 3210,— M. 105(6 Casino« Theater Hotbrwger Str. 87. Tägl. 8 Uhr: Heute geschlossen. AM- Ab morgen"WS Trotz de« grossen Erfolges Nur noch kurze Zelt! Familie Schnase. Dezember eine neue Schlager-Posse. Possen-Theater S'l.(Folies Oaprioe) 8l/4 Heute geschlossen.— Morgen; freund Locwc Seine Cante mit Haakel nnd Berlsch. 1 1 ♦| Märkische Spielvereinigung Bezirk Qroß»BerHn._ " Mittwoch(Bußtag), den 17. November 1915, nachm. 2V3Uhr: Qr. Fußball.Spiel SSSÄÄ 1± N or d-Süd- V ereine auf dem Sportplatz der Freien Turnerscbatt„Neukölln" in NTenkOIln. Klcfholzstraße, am Haldekampgraben. Eintritt 20 Pf.— Fahrverbindung bis Kaiser-Friodrioh- Stroße(Südringstation). Der Splelaunschuß. | ♦|»ZXaisä»»«»»»»»»«: Bequomsta Teilzahlung und billige Preise gewähre Ich Jedermann bei Einkauf In meinen Spezlal-Abtellungem Herren-. Damet Kimler- Garderobe Ja jeder gowünseMen AnetiUirunj. Nur letzte Neuheiten! KREDIT-FEDER Haaptgeeuh< Nur den: n �welgcuiohäft SB du*: Brunnenstrasse 1 1 Ko tbuser Damm 103 Elnjenj Welnherjeurej» j| z.eHgeechl« Weiten: c�W/ftaa'-Un ii Charlottenbi.. Scharrenstr. 5 Fl anKT. Allee Juli II Boke Wllmeriderter Streite. DamenNüte° Wäsche Schuhwaren Die Autwubl In allen Abteilungen(et genta tu gral»In die eine» Spei algeeehMten i Mark erhält Vorzeigen I dieses sofort nach geschehenem EMkauf vergütet Sonntag von 12-2 Uhr gtSffneL Reichels wacholöerexlrakt .Marke Medico", die altberühmte ärztlich verordnete Spezial- marke, ist ein vielseitig erprobtes und tausendfach bewährtes Naturheilmittel, das vermöge seiner kräftig blutreinissenden, ableitenden und ausspülenden Wirkung zugleich auf den mneren und äusseren Körper den wohltätigsten Etnfluss ausübt. Un» endlich viele Erfolgsberichte bestätigen die überaus heilsame, natürliche Wirkungskraft bei Rheumatismus, Ischias, Nieren«, Blasen» und Frauenleiden. Wechselzuständen, Haut« und Hä- morrhoidalleiden, asthmatischen Beschwerden, Blutverdickung, Magenschwäche, Nervosität usw. Garantiert echt und unver- dünnt nur in Originalflaschen M. 1.50 u. 2.50, zur längeren Kur grosse Kanne M. 6.25, in den Apotheken und Droiterien, wo nicht erhältlich, wende man sich an Otto Reichel, Berlin 43. Etsenbabnstrasse 4, Fernspr. Moritzplatz 4751—4758. Man achte beim Einkauf scharf auf die Marke.Medico' und meide Nach« ahmungen, wie auch ausgewogene Ware. Die Marke.Medico" bürgt für Güte und Wirksamkeit flnnaljmcftcllcn für„Kleine Anzeigen Rerlin C. A. Hahnisch. Nckerstr. 174. tt O. NO. NT. .VW. SW. S. SO. Karl Melle. Petersburger Platzt. R. Weugels» Markus stresse 36. L. Zucht. Immanuelkirlbstr. 12. A. Wolgast, Wattstrasse 9. H. Fischer, vaftianftrasse 6. Karl ViarS. Gresscnhagcner Str.22. I. Hönisch. Müllerslr. 34a. H. Bogel. Lorpingstr. 37. Saiomo» Joseph. WilheimShavener Str. 48. G. Schmidt, Bärwaldstr 42. St. Fritz, Prinzen, tr. 31. H. Lehmann. Kottbuf« Damm 8. Paul Böhm, Lauiitzer Platz 14115. P. Horich, Engeluser 15. �dlcrnbof. Karl Schwarzlaie, BiSmarckstr. 28. Daum»cbulcuvvcg. 4». Hornig, Marientbaler Str. 18, l. Borsigwalde. Paul Kieuast, Räuschstr. 10. UbaHoUcabucg. Gustav Scharuberg, Seienbeimer Str. L FricdricliKhagcn. Ernst Wertmann, Köpenicker Str. 18. Krünau. Franz Klein, Friedrichstr. 10. dobaaulztbal. Max Gonschnr, Parkstr. 23 Karlnbornt. Herniaun Bitting, Dönhossstr. 28. Kbpcalck. Emil Wtssler, Kietzerilr. 6, Laden. K.lclitcnbcrg f. Otto Seifel. Wartenbergsw. 1. Lichtenberg 11. A. Ztoienfranz. All-Boxhagen 55. VeukOlln. M. Heinrtch, Neckarstr. 2. E. Rohr, Siegfried» sliatte 28/29. Vlcdcr-Sicbttncvrcldc. Wilss. Uurnh, vrückenstr. 10. Vovavc». Kart Krähnberg. Friedrichlirchplatz 27. Dbcr.«cbOnc«cidP. Alfred Bader. Wilhelmmenhosstr. 17, Laden. Dankow. Otto Rissmann, Müblenstr. 30. Hclulckcndorf. P. Gnrsch, Provinzstr. 55, Laden. Scbiincbcrg. Wiiliet», Bäninler, Martin-Luther«Str. 59 im Laden. Spandau. Schuhmacher. BreNestr. 64. Steglitz. H. Berniee, Assenstr. 5, Tcmpcibof. Iah. Krohu, Lorussiastr. 62. Treptow. Rodert Gramenz, Kiesbolzstr. 412, Lade». Vf cibcnHce. Gustav Rosskops, Berliner Allee 11. W lltucmdorf. Paul Schubert. Wiltzrimsaue 27. Bei Influenza, JschiaO und Hexenschuß werden mit Togal'Tabletten— selbst in verzweifelten Fällen— geradezu überraschende Erfolge erzielt. Aerzt» lich glänzend begutachtet. In Apotheken zu M. 1.40 und M. 3.50. Allein. Fabrikanten: Kontor Pbarmaeia. München. «Kektig für Herren! Wegen bevorstehender Einberufung gibt ernte Hcrronkloider-FabiTk* Ulster, Paletots, Anzüge, fertig si MaS jetzt auch im Einzelverkauf ad. Verkaufszeit 10—6, Sonnabends 10-— 8, Bußtag 10— 0. Holkenniarkt 7-8, IV., Ecke Eiergasse. Fahrstuhl. Kasscnlokal; Weichselsfr. 8, Idealpassage. Am Dienstag, den 30. November 1915, abends 8 Uhr, findet in den Vürgersälen zu Neukölln, Berg- straße 1�7, die Ordentliche Ausschnß-Versainmlttttg statt, zu welcher die Vertreter der Arbeitgeber und der Ver- sicherten hierdurch eingeladen werden. Tagesordnung: 1. Festsetzung des Voranschlages sür das Rechnungsjahr 191S. 2. Stellungnahme zur eventuellen Wicdereinsührung der satzungs- mätzigen Beiträge und Leistungen. 3. Wahl ZcS Rechnungsausschusscs zur Prüfung der Jahrcsrcchnung. Neukölln, den 12. November 1915. 272/12 vv»- ILasiScifvoi-ditiinck. Heinrich, zweiter Vorsitzender. Ritter, schriftsührer. Beachtung! Die den Vertretern zugesandte Einladung gilt als Legitimation und ist beim Eintritt in die Versammlung zur Ein- tragung in die Präsenzliste vorzuzeigen. Vertreter,' welche die Wählbarkeit verloren haben, sind aus dem Ausschutz ausgeschieden. Es wird ersucht, Anträge oder Beschwerden, bei denen die Einsicht- nähme in die Kassenaktcn erforderlich ist, spätestens einen Tag vor der Ausschutzversammlung mitzuteilen. Uen-Unlö Aiinghliuiil! der Sclmeider. Filiale BerUn. Mitglieder Nersammlung am Donnerstag, den 18. November, abends S'/a Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 11. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1915. 2. Bericht von der General- Versammlung in Hamburg, ü. Diskussion. 4. Wahl der gesamten Orts- Verwaltung. 5. Verschiedene Kassenangelegeuhciten. 'Mitgliedsbuch legitimiert, ohne dasselbe kein Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsvcrwaltung. Vom Montag, den 1. November ab, ist die Zahlstelle Mark- grafensirasse 73 nach der Pnttkamerstr. 9, im Restaurant verlegt._ 163/9 Zlemaltungsstelle Kerlin N 54, Fimtnstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet von 9—1 und von 4— 7 Uhr. Achtung, Eisendreher! Die Vertrauensmännerkonferenz findet am 35. No- vembcr 1915 in den Musikcrsäle» sgr. Saal), Kaiser- Wilhelm-Strafie 31, abends 7 Uhr statt. 122/12__ Die Ortsverwaltnng. liier 1 Zahlstelle Berlin. Bureau: Engeluser 14/15, pari.— Telephon: Amt Moritzplatz Nr. 8430. Sonnabend, den 39. November, abends 8Vs Uhr, bei Herrn Frlt- Wllke, Iebasrianstr. 39. Krauchen Versammlung der Schotzarbeiter. Tagesordnung: 1. Vortrag:„Die Gewerkschaften während und nach dem Kriege.� — 2. Diskussion.— 3. Branchcnangelegenheiten.— 4. Verschiedenes. Vollzähliges Erscheinen erwartet 169/10 Ble Ortsvcrwaltung. Verband der Schneider, Sehneiderinnen und Väsehearbeiter Deutschtands. Filiale Berlin. Sebastianstr. 37/38. Telephon: Amt Moritzplatz 9737. a°d>»»g> Märschneider! Sonnabend, den 30. November 1915, abends 8'/, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engclufcr 14— 15: Versammlung. Tagesordnung: Bericht über die Berhairdluugeu wegen der neuen Offizieruniformen. Mitgliedsbuch legitimiert: ohne dasselbe oder mit mehr als acht restierenden Wochcnbeiirägen kein Zutritt! 163/10 Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Zentralverhand der Töpfer und Sernfs- yenossen Deutschlands. Filiale Groß-Berlin. Donnerstag, den 18. November, im Gewerkschaftshause, Saal 1: AußkrordcutliihcMitglitdrrvkrsammliiUli. Tagesordnung: 1. Die Gewerkschaften während und nach dem Kriege. Referent: Verbandsvorsitzender Kollege Adam Drunsel. 2. Diskussion. 3. Abstimmung über die in der Generalversammlung vomJJ8. Oktober 1915 gestellten Anträge der Kollegen Liege und Hermann Schmidt, Antrag des Kollegen Donner. 4. Verschiedenes. IW Anfang pünktlich 7 Uhr."93 Um recht regen Besuch der Kollegen, auch der in anderem Berus tätigen, ersucht Der Borftaud. OrtMiasse iär das impcrlia in Berlin. C. 54, Sophienstraßo 3fr. 6. Einladung zu der am Montag, den 39. November 1915, abendS tzj Uhr, im Gewerkschaftsbauie, C-ngclufer 15(Saal V), stattfindenden Ausschutzsitzung der Vertreter der Llrbcitgeber uud Kaffenmitglieder. Tagesordnung: 1. Festsetzung und Beslbluhsassung über den dem Versicherungsamt cinzurcichenden Voranschlag der Einnahmen und Ausgaben sür das Geschäftsjahr 1916; 2. Wahl des Rechnungsausschusses zur Prüfung der JahreSrcchnung pro 1915 gemätz§ 91 der Kaffensatzung; 3. Verschiedene Mitteilungen. Berlin, den 17. November 1915. Der Verstau«! der Ortskronkcnkasse für das Maurergewerbe zu Berlin. A. Daehne, Vorsitzender. R. Freund, Schrislsühre.r._ Bäckereigenossenschaft „Volksbrot". Eingewogene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Am 38. November 1915. vor- mittags 19 Uhr. im Genossen- schatts- Wirtshaus, Berlin, Norduser 6: 15. or«lentliche General-VersainmluDg. Tagesordnung; 1. JahrcSrechnung und Geschäftsbericht 1914/1915 2. Besdilutzsassung über die Bilanz, die Verwendung des Gewinnes aus dem Jahre 1914/15 und Entlastung. 3. Slbändcrung des Statuts. § 5 soll lauten: Der Vorstand besteht aus 3 Mitgliedern, die vom Aussichtsrat gewählt werden. 4. Ergänzung des Auifichtsrates. 5. Festsetzung des Gesamtbetrages, den die Anleihen der Genossen- schast nichl überschreiten sollen. Bilanz und Gewinn- und Verlust- recknung können in unserer Geschäsis- stelle, Fehmarnftr. 10, eingesehen werden. 2868b Bückoroigennssensehait„Volksbrot" Eingetragene Genossenichast mit beschränkter Hastpflicht. Beuster."Otto Korn. fteservehntseber, kräftig, sahrkundig, stellt ein tzlchulthelß' Brauerei, • Lichterscldcr Stratze 11/17. Haben Sit Slott� Uh fertigt damit Anzug od. PMl0tot| nach Mmss* geh ick. dauerh. Zutaten I con 25 Mturk an, Moritz Lnband, I Neue Promenade 8, IL(Stadtb. Bors.) Orts- Krankenkasse der Klempner zu Verlin. Bekanntmachnng. Zu der Wahl eines Vertreters und zwölf Ersatzmänner aus den Reiben der Versicherten zum Vorstand unserer Kasse ist nur ein Wahlvorschlag ein- gereicht worden. Die auf dem Wahl- Vorschlag benannten Personen gelten nach§ 9 unserer Wahlordnung als gewählt. Eine Wabl durch Abslim- mung findet nicht statt. Die Gültig- teit der Wahl kann bis zum 18. De- zcmber angesochtcn werden, Anscch- lungcn sind bei dem Vorstand der Kasse oder bei dem Versichcrungsamt der Stadt Berlin, Klosterstr. 65/67, anzubringen. 27219 Slrn 36. November, abends 8 Uhr, findet die Ordeatllehe Sitzung des Ausschusses unserer Kasse Wallstr. 68, vorn 1 l, im Kasscnlokal statt. Tagesordnung: 1. DaS Ergebnis der Ersahwahl zum Vorstände der Versicherte». 2. Beratung und Beschlußsaffung über de» Voranschlag für das Geschäftsjahr 1916. 3. Wahl der Rechnuiigsprüsungs- kommission gemäß Z 69 der Sahung. 4. Anfragen an den Vorstand. Der Borsland. I. A.: JosesHartmann, Vorsitzender. 6. Vrenyisch-Süddentsche (333. Königl. Prenfi.) Klassentotterle B. Klaffe 9. ZiehungZtag 16 November 1915 Doruiitiag Auf jede nezonenc Nummer sind zwei gleich hohe Gewiuu« nefaUcu, und zwar je einer auf die Loie gleicher Nummer in den beiden Abteil»»»«» I». II. Nur die Gewinne über 240 M. sind in Klammem beigefügt. (Ohne Gewähr A. St.-A. f. Z.)(Nachdruck verboten» 70 189 288 426 637 771(500) 969 72 1048 III 284 398 410 11000, 13 628 58 93 604 84(1000) 754 604 909 93 2 022 61 171 224 361 642(600) 65 ,3000) 844 88 983 93 3152 629 800 (1000) 4003 132 245 447 62(1000) 753 5073 87 244 337 725 SO 37(3000) 849 80 939 8106 32 41 278 704 871 ,600) 80(3000) 966 72 90 7 024 37 263 614 60 77« 042 339 68 92 407 8 45 747(1000) 842 65 956 73 0020 116 328 619 707 64 862 933 10097 472 667 629(500) 775 812(1000) 36(1000) 965 11069 371 482 664 668(600) 711 988 96 1 2091 480 587 786 899 13041'600) 218 67 655 708 90 830(3000) 14077 154 80 (600) 398 604 96 896 988 1 5189 623 869 1 6262 90 91 454 688 864 913 92 1 7205 63 563 684 705(600) 65 946 69 77 18261 90 334 456 644(1000) 727 67 815(1000) 24 66 1500) 940 10092(1000) 297 318(1000) 20 25 643 807(1000) 88(3000) 2 0335 40 620(1000) 812 40 919 21068 66 404 34(500) 96 514 685 608 78 2 2300 448 626 60 639 737 849 949 60 82 23074 129 366 629 68 721 24011 279 99 382 652 97 699 900 25168 303 423 539 634(1000) 766 89 2 6128 62 66 275 362 #66 2 7017 67 163 600 610 819 977 2»025 65 100 264 62 28111 228(1000) 64 345 429 60 76 78 766 914 66 98 3 0014 61 121(500) 24 44 92 281 337 842 31008(3000) 83 90 389 419 570 603 83 702(600) 13 904 3 2037 221 30 43» 606 33 41(600) 770 90 3 3 062 207 47 677 648 928 37 97 34040 124 44 73 217 62 91 427(10 0 0 0) 42 61 896 3 5 003.600) 44(3000) 1 86 262 344 64 71 400 1 1 1 545 698 91 755 3 6 049 168(1000) 343 452 833 3 7198 217 370 434 64 565 629 717 814 29 9»! (600) 3 8012 77 224 313 56 469 91 662 767 86 662 33005 66 247 334 491 735 40022 713 75 76(600) 356 459 614 791(3000) 933 34 41018 64 326 54 615 74 716 918 80 95 4 2 036 63 186 356 59 406 69 799 806 81 43355 462 63(3000) 689 634 73 816(600) 73 908 4 4009 75 184 220 44 378( 500) 453 520 75 768 879 948 4 6020 36 118 27 29 80 365 446 63(600) 85 629 739 66 411024 240 481 600 47 81 683 4 7 017 29 102 4 43 61 515 39 699 737 82 817 70 999 48169 364 507 24 87 682 843 40199 875(1000) 664 769 803(3000) 965 SO010 115 29 240 373 51070 317 402 832 33 71 969 (3000) 5 2290 322 11000) 650 62 69 727 939 56 71 5 3057 165 203 392 428 520 88 93 629(1000) 62 875 5 4331 404 680 (500) 90(1000) 640 5 5052 245 430 693 987 5 6001 84 120 282 802 38 90 910 5 7018 498 630 810(500) 929(600) 62(600) 70 5 8584 639 5 9182 331 567 777 809 43 8 0214 640 715 904 92 61182 92 401 18 82 648 762(1000) 89 98 916 99 1500) 6 2086(1000) 438 43 99 627 815 47 901 6 8020 23 84 394 547 716( 600) 45 910 64162 327 IIOOO) 434 709 20 77 621 947 6 5015 31 85 179 222 300 21 57 423 620 606 35 863 6 6085 241 66 451 91 529 811(3000) 43 6 7055 66 194 351 442 689 935 73 6 8 008 130(1000) 76 235 314 441 68 70 79 99 601 760 824 6 8001 201(3000) 303 30 414 45 603 80 730(600) 911 55 7O093 143 80 275 373(1000) 460 517 19 59 70 72 808 944 71027 330 469 63 600(3000) 27 45 913 7 2012 73 212 78 331 466 673 635(1000) 756(1000) 973 7 3011 211 17 30 314 23 39 81 687 713 35 903 46 7 4049 276 394 472 599 769 841 933 48 7 5 068 90 105(3000) 72(1000) 293 324 33(3000) 475 91 615 78 629 60 877 7 8 070 319 95 632 BS 631 841 52(61)0) 937 7 7 038 106(500) 39 77 457 97 718 889 7 8025 61 81(1000) 83 90(500) 150 333 467(600) 96 681 678(1000) 766(1000) 7 8398 407 37 692 627 35(600) 74 8 0029 272 568 883 914 36 67 88 81079 134 206 61 87 422 29 63 661(1000) 737 68 8 2092 147 245 644 706(600) 60 71 945(1000) 83147 381 84 658 65 628 39 748(600) 66 8 4 033 127 40 264 416 30(1000) 52 68 660 622 707 816 8 5083 241 809 477 544 643 700 866 8 6073 101 63 208 319 408 876 89 914 85 8 7 033 95166 245 65 310 40» 66 784 8 3001 7 26 51 94 294 362 620 41 819 8 9 019 182 85 668 836 60 8 0017(10001 374 658 721 86 820 47 73 91600 622 90 789 663 8 2116 220 310 91 439 90 692 732 95 8 3 233 321 96 483 620 669 841 907 8 4061 73 130 36 424 516 27(3000) 763 915 65(1000) 85143 61 481 617(1000) 711 97 865 8 8 040 245 60 309 22 81 83(600) 441 49 78 842 97129 43 294 404 46 622 683 84 753 959 72 9 8537 613 736 869 78 8 8192 367 446 33 #36 100197 334 426 48 71 600(1000) 69 648 797 908 67 IOI106 (1000) 17 81 99(600) 209 511 998 1 0 2025 44 147 253 74 90 (3000) 302 401 25 668 1 03105 42 63 250 421 67 606 52 747 816 73 1 0 4459 78 606 621 34 815 1 0 5 247 466(600) 660 747 806 970 1 0 6 249 78 303 544 654 792 977 1 07136 336 84 615 64 639 74 709 29 822 63 911 35 69 1 0 8095 149 58 246 405 (1000) 24 607(300CJ 11(1000) 32 90 933 IOS083 261 341 424 61 709 917 ,10043 68 300 29(600) 626 60 66(3000) 73 76 639 89 715 24(1000) 70 111181 259 316 68 1500) 546 62 74 6)9 749 112072 123 338 465 99 908 113021 229 68 404 646 76 744 (6000) 844(1000. 968 114029(3000) 61 413 614 20 69 70 888 943 115109 256 72 444(1000) 617 40(3000) 666 796 841(3000) 969 116062 98 209 91 398 615 744 117054 100 366 93 414 68 846 60 86(1000) 923 41 11S140 320 545 611 12(500) 37 38 67 98 119000 77 733 996 12 0320 67 450(1000) 69 603(500) 723 71(3000) 72(500) 77 803 1 21051 141 393 407 62 753 71 977 1 2 2228(30001 317 431 622 48 72 91 701 123170 329 725 65 85 865 80 99 909 (600) 44 1 24171 96 350 441 65 67 609 705 68(3000) 831 12 5203 62 363 86 428 92 98 651 781 880 907 1 2 0 019 85 132 63 64 98 343 513(1000) 836(500) 81 934 1 2 7 333 421(3000) 24 56 613 42 903 1 2 8281 349 68 79 90 496 726 947 73 83 12 9 263 76 369 130101 223 300 690 621(500) 933 1 31061 214 35 379 663 99 855 946 51 132162 220 47 371 645 668 133117 2U3 384 (1000) 451 77(1000) 690 97 821(600) 985 134207(3000) 9 33 341 441(1000) 639(500) 71 85 721 88 966 1 3 5197 220 350 427 506'500) 690 934, 3 6017 43 128 263 693 900 25 80 13 7 333 39(600) 446 668 97, 38252 460 558 648 733( 500) 878 924, 39111 13 17 88 282 341 61(660) 66 602 6? 83 865( 500) 955 »4 0069 117 73 386 428 714 2? 36 902, 4,027 64 142 91 25» 63 444 566 80 691 904 1 42117 212 79 482(500) 554 60 (500) 698 739 936 1 4 3 061 124 410 23 80 523 953 93 1 4 4002 28 122 69 248 60<3000' 63 371 468 618 55 737 874 1 4 5 087 222 395 688 741 838 932 1 4 8011 80 137 50 232 36 349(500) 466 569 72 91 696 732 976(1000) 14 7 266 72(1000) 433(3000) 46 506 639 893(500) 946 1 4 8023 93 143 216 62 307 739 951 14 8061 73 98 198 263 83 354(3000) 462 724 I5O060 213 402 635 65 704 864 66(1000) ,61043 276 300 485 693 698 1 5 2034 271 437 86 616 710 72 84 961 71 15 3260 427 62(600) 667 639 843 922 1 64102(500) 9 67 262 90 362 409(3000) 83 665 67 710 46 884(1000) 15 6 023 68 211 29 319 401 640 63 775(1000) 94 916(1000) 15 8079(600) 106 34 469 649 62 723(1000) 66 991 15 7 030 70 283(500) 597 928 1 58150 344 424 31 634 791 917 27 79(1000) 15 9048 189 208 10 34 89 326(3000) 618 94 816 38 100133(500) 286 382«14 67 992, 61000(1000) 41(1000) 135 253 324 427 600 13 14 618 709 813(600) 20 1 62167 388 94 625 607 1 6 3 007 134 201 22 68 494(öOOl 657 756 908 14 16 1 6 4027 40 110(1000) 65 67 326 78 97 640 602 727 821 24 48 1 6 6055 66 217 317 39 68(600) 448 595 642 61 97 777 83 1641072 189 93 349 81 91 4B6 659 621 873(600) 908 28 1 6 7 038 129 365 461 606 48 91 760 77 1 6 8235 388 440 606(600) 686 917 11000) 160165 342 433 66 636 692 744 839 170167 84 261 460 518 607 70 740 846 1 71253 70 768 981 17210! 60 310 80 494 983 1 73107 19 82 600(1000) 742 893 939 85 1 74119 88 246 65 786 1 7 5032 54 123(1000) 432 677 82 897(3000) ,7 6 227 500 653 833 87 908 37, 77141 (1000) 76 217 24 684 726 876 942 1 7 8036 60 64 298 336 538 (600) 64 704 94 835 963 65 1 7 9 058 84 196 281 319 94 463 695 665 967 100079 157 292 448 631 739(600) 920 39 80 66(1000) 99 (500) 181109 293 649(3000) 788 930 1 82036 47 88 201 468 685(3000) 764 997 1 83167(3000) 91 213 636 826, 84)83 317 457 656 656 761 992, 8 5 041 106 14 60 228 38 346 69 471 684 856(10C0, 86 964, 88140(600) 79 82 210 866, 87116 273(3000) 601 19 632 831 11000) 957(3000) 96, 8 8054 142 480 614 66 730 828 72 1 89155 469 716 840 ,80006 234 66 313 406 9 788 954(600) 19,043 118 80 (500) 209 60 553 661 742 821 ,9 2 011 107 494 713 929 77 ,93182 246 73 439 669 88 638 95 1 9 4 011 25 58 191 247 305 (500) 633 1 9 5030 416 38 646 65 799 828 932 65 96 1 9 6062 (3000) 163 411 40 67 676 748 872 1 9 7 312 29(3000) 18 9409 58 68(1000) 655 780 1 9 9077 94 140 80(600) 92 306(3000) 457 99 647 90 716 59 955 2 0 0155 218 392(1000) 670 945 2 01022 1800) 156 330 412 65 606 964 2 0 2 063 89 290 695 968(3000) 72(500) 2 0 3266 421 827 938 52 2 0 4018 116 29 46 226 33 418 62 644 47 657 749(1000) 99 800 913 41 70 2 0 5009 166 84 263 98 338 437 629 31 55 675 838 2 0 6091(1000) 63 137 71(3000) 284 97 429 82 661'600J 843 68(1000) 997 2 0 7106(1000, 224 66 327 620 45 91 720 2 0 8237 44 336 67 2 0 0006 46 69 162 86 342 65((600) 400 28 54 668 810 602 87 21 0722 842 93 211155 419 72 607 17 782 84 973 21 2144 299 770 869 913 2, 3040 209(1000) 666(500) 644 722 833 909 43 2 1 4282 371 78 98 556 712 32 89 892()000l 215086 170 97 262(1000) 62 77 363 430 86(EOG) 717(1000) 28 810(500)72 678 2, 6026 49 82 108 92 422(500, 604 71 737 2>?021 26 46 148 255 398 618 725 984 21 8037 700 6 73 75 930 86(500) 86 6 4 2 19136 46 403 63 640(3000) 832 90(1000) 2 2 0360( 500) 67 71 491 627(1000) 66(500) 928 88 2 2,147 323 48 481 647 86 992 2 2 2146 304 49 553 85 704 818 2 2 3071 175 226 477 805 50 624 818 84 800 6 2 2 4088 127 383 631(3000) 62 801 737(600) 67 2 2 5188 307 11(1000) 403 26 600 691 813 36 67 936 2 2 6018(6001 43 125 31 216 671 832 907 2 2 7 036 372 93 463 508 36 641 863 985(500) 2 2 8023 115 29 99(1000) 262 85(1000) 433 607 30 229056 336 69 474 551 1600) 646 2 3 0055 297 592(3000) 660 67 2 3,033 602 87 95 727 837 903 2 3 2026 166 666 727 2 3 3202 363(600) 488 628 629 48 745 968 73 6. Vrrnlftl'ch-Siöddeutl'che (333. Königl. Vreutz.) Klassenlatterle b. Klaffe S. ZiehungStag IS November ISIb Nachmittag Slni jede gezogene Nummer find zwei gleich höbe (Scwiunc gefallen, uud zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteiliuigeu I n. II. Nur die Gewinne über 240 M. find in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr A. S1.-A. f. Z.)(Nachdruck verbalen) 26 83 180 225 409 39 668(500) 828 976 1063 73 267 321 86 605 24 34 94 882 97(1000) 956 88 2387(1000) 432 598 766 833 3106 217 828 4200 9 330 616 44 60 626 800 13 30 950 6100 32 321 436 514 26 648 714 892 6045 66 99 148 237 832 7190 99 261 312(1000 1 486 541 681 742 817 61«056 67 124 77 347 424 679 667 800 8115 61 90(3000) 91 365 62 94 408 706 68 829 915 49 ,0029 73 89(1000) 171 206 66 85 345 59 468 638(1000) 679 744 64 69 87 800(3000) ,1108 34 207(3000) 42(3000) 63 360 479(500) 688 873 949 95, 2287 514 39(600) 609 703(>000) 93 966 63 1 3005 90 173 388 90 741(500) 87 883 ,4,004 66 (600) 228 96 313 62 90 425 626 45 68 661 809 976 92, 6083 92 246 409 60 621 797 803 18, 6162(10 0 0 0) 238 339 75 451 638 47 662 787(1000) 854(500 926(500) 86 1 7289 466 760 895 960 1 8262 117 94 613 70(1000) 623 88(1000) 731(1000) 82 84 832 934 1 9023 171 95 630 778 86 2O073 91 132 52 287 368 476 631 820 923(1000) 2,014 102(3000) 42 606 21 33 954 2 2133 97 313 64 91 415 510 76 805 94 23094 173 638 862 94(10 000) 937 90 24000 40 71 85 124 60 208 428 701 21 88 96(3000) 825 921 2S165 75 (1000) 246 53 336 419 26(1000) 618 69 677 701(3000) 856 904 6 69 28177 234 62 655 930(600) 40 72 27336 519 626 774 936 2 8002 117 29 30 31 660 731 40 65 66 608(600) 56 86 837(3000) 2 9013 263 424 657 754 990 300Ü5 25 151 243 347 449 645 737(10 0 0 0) 31002 120 211 68(3000) 347 86 728 31 78 3 2114 234 621 47 656 94 757 889 3 3 522 694 764 74 827(500) 919 29 34016 213 38(1000) 376 672 74 619 755 90 626 93 3 5 035(1000) 292 656 787 ilOOO) 873 r 600) 75 3 6252 83 387 447 EOS(600) 9 64(1000) 621 743 901 76(600) 3 7 001 76 109 95 263 83 373(3000) 403 606 12 640 80(1000) 961 88125 82 300 96 433 661 3 9079 187 219 421 SO(1000) 38 49 621 613 37(500) 813 4O017 27(600) 179 236 405 62 557 734 879 93 994«1005 134 401 615 656 744(1000) 853 959 4 2147 280 355 754(600) 826 4 3089 162 233 363 80 424 36 4 4014 30 85 122 31(3000) 203 424 61 648 69( 500) 668 962 4 8 009 283 376 495( 3000) 639 677 752 815 937(1000) 46 070 121 308 21 39 403(3000) 608 43 711 909 4 7060 265 326 623 664 4 8004 29 43 203 25 473 680 91 666 768 79 626(600) 88 948(1000) 49134 228 (600) 313 56 456 88 627 712 66 99(1000) 924 67 6 0019 119 622 667(600) 79 777 98 864 948 61068 129 (30001 47(500) 82 200 444 542 92 632(600) 96 736 70 93 805 12 6 2008 12 154 252 354 746 5 3081 132 223 65 423 516 94 663 76 897 6 4117 23 362 641 604 76 81 90 817(500) 37 55193 716 812 5 6099 608 40 60 6 7128 291 540 689 949 68089 100 10 66 368 96 407(1000) 13 630 79 716 878 6 9028 59 86 243 670 628 29 41 724 821 961 93 00190 238 690 907 88 61054 265 310 616 87 679 826(600) 927 6 2189 259 335 660 972 84 6 8335 501 37 6 4 032 129 82 358 77 462 609 728 41 882 6 5 007( 600) 66 237 327 68 91 583 614 841 6 6531 622 72 703 6 7106 225(600) 360(1000) 460 67 645(1000) 841 63 982 8 8 031 323( 500) 427 68 69 692 927 6 0104 64 378(600) 490 821 44 63 944 70 550 619 777 936 64 71098 169 292 397 484 635 846 920 7 2 051 176 304 604 16 63 80 868 83 7 3 097(600) 117 37 39 93(1000) 697 938 7 4063 72 166 99(1000) 203 46 61 377 495 651 642 83 793 903(3000) 67 7 5019 66 206(600) 28 836 488 782 93 7 6177 231 303(1000) 89 449 77 651 942 7 7090 116 226 496 726 32 73 866 7 8 583 631(600) 736 95 (30001 818 66 986 7 0110 60 357 613(1000) 80060 127 202 31 1 1000) 43 305 422(600) 631 91 798(1000) 804 81090 212 716 17 997 8 2204 411 27 647 768 82 848 (3000) 8 3 004 461 67 66» 607 89 839 981 8 4 204 334 36 633 632 877 936 8 5007 33 195 381 423 663 996 8 6130 66 378 82 921 39 8 7 077 154 208 369 417 661 619 701(500) 8'077 110 24 218(3010) 83 367 492 644(1000) 604 21 837 56 8 9036 296 369 400 18 943 BO054 160 400(600) 77 1600) 675 805 9,017(600) 165 332 458 540 86(3000) 886 91 9 2290 238 57 363(1000) 412 26 75 697 665 746 63 894 865 87 9 3 062 236 81 373 419 60 532 66 (1000) 622 47 823 83 9 4064 66 67 77 81 120 218 620 637 712 31 38 970 9 5 416 67 62 72 94 9 8 278 462 644 87 606 30 836 980 9 7030 34 96 119 47 442 63 645 646 775 887 965 9 0012 77 143(1000) 236 378 451 73 600 616 40 87 019 9 9 003 214 71 397 633 753 58 81 846 77 82 93 100067 175 345 432 767 IO1032 148 216 26 28 340 604 8 729 821 102495 524 84 764(600) 810(500) ,0 3 022 160 257 (600) 369 655 1 04 535 88 637, 0 5002 129 307 467 605 602 773 876 1 0 801 2 93 368 403 636 675(600) 797 850 ,0 7036 124 30 411 69(600) 67(1000) 676(500) 617 768 74 868 961(3000) 10 BOSO 235 83(600) 300 22 65 95 896(1C00) 963 02 ,09062 122 96 284(500) 628 792 851 ,10074 4)2 22 60 694 722 111068 76 85 390 413(3000) 92 716 112269 617(3000) 809 113029 136 46 257 362 668 769 817 84 97 114035(3000) 464 98 668 72 666 859 933 113159 204 461 500 14 775(500) 806 60 923 119124 294 328 ,3000) 462 64 663 117145(3000) 243 673 630 74 75 118036 51 63(600) 343 431 514( 600) 63 92 715 119194 274 426 640 715 56(600) 66 66 70 913(500) 72 12 0061 142 283(1000) 666 83(3000) 709 35 36 57 966 73 12,034 100 3 277 673 769 933 47 1 2 2 023 97 337 546 748 67 82 970 1 2 3 099 151 310 90 633 802 62 77 952 1 2 4008( 600) 40 71 161 201(600) 324 400(500) 756 934 63(600) 125128 344 62 605(600) 41 605 793 820 1600) 32 1 2 8 052 57 287 727 891(500) 909 60 1 2 7 016 94 161(1000) 335 49 470 868 1 2 8072 77 81(30001 201 91 340 497 657 690 923, 29166 67(600) 267 361 423 880 84 ,3 0053 443 45 65 614 818 66 83 88, 3,133 83 303 74 610 932, 3 2048(600) 293(1000) 349 793, 33119 69 248 359 434 53 529 619 67 877 1 3 4084 87 122 44 69 70 270 316 28 666 834 57 907 15 45, 3 5 001 36 82(1000) 222 39 89 648 724 829 913, 3 9041(600) 64 139 404 629 61 723 957(600) ,3 7 048 252 3-2 43 92 673 657'5001 96 717 892 915 63 138126 73 331(1000) 86 97(600) 479(1000) 82 899, 2 0063 314 27 483 626 619 794 933 140199 293 96(1000) 847 989 1 41051 143(1000) 310 543 75 712 58 802 1 4 2042 97 204 29 301 418 610 63 67 611(600) 45(500) 796 822 32 1 4 3 033 34(500) 297 315 773 835 902 144169 374 448 694 713 57 63 903 6 23 64 1 45133 46 339 605(500) 97 949 68 1 46193(600) 220 47(1000) 317 41 530 68 85 608 901 14 7 028 38 85 160 349 405(600) 721 857 978 87 1 4 8508 620 88 1 4 3 089 116(500) 28 49 233 74 383 69 (600) 550 67(500) 668 71 823 15 0076 88 221 386<08 627(1000) 67 63S 76(600) 718 964 62 1 51147 211 61 331 623 722 23(600) 59 804 955 1 5 2 020 183 377 405 31(1000) 561 723 62(1000) 153088 120 302 609 749 164081 US 69 395 487 689(1000) 707 95 817 70 1 55099 (3000) 187 271 311 636 600 61 765 1 5 6060 210 77 316 479 642 (1000) 49 53 730 913 IS 7084 213 1600) 55 421 603 99 679 736 88 832 1 68149 54 232 305 510 686 727 997 1 5 9027 97 223 (1000) 88 647 86(600) 95 779 814 180200 351 531 648 95 868 72(1000) 98(1000)-913 26 63 (1000) 161174 253 379 469 723 835 1 6 2203 19 23 569 641 655(600) 03 1 6 3 237 89 416 95 679 930 66 1 6 4037 138 379 496 511 45 48 92 691 712 65(1000)73 92 804 901 45 1 6 5374 634 666 96 945 t8®063(500) III 212 350 430 601 830 16 7 006 470 526 627( 500) 765 8E4 1 6 8217 376 412 35 45 636 614 805 39 904 79 1 09162 215 356 678( 500) 94 722 802 19 17 0293 306 8 18 603 64 6 997 1 71149 200 89 313 428 79 687 649 71 732 859 95 1 7 2 009 110 307(600) 99 432 6-4 17 3050 112 581 901 17 4089 400(1080) 51 99 855 905 23 17 5 039 68 287 486 98(600) 652 778 1500) 943 1 7 6 268 374 80 418 604 901.8000) 34 75 1 7 7 397 638 1 7 0081 90 149(600) 307 443 67 78 82 548 884 94, 7 0 265 329 85 421 612 880 93 18 0615 716 21 883 941 18,083 422 98 680 87 729 36 98 957 1 82121 33 48(600) 87 67 289 421 99(500) 623 022 ,8 3321 34 487 88 600 32 670, 04188(600) 275 603 31 93 713 909 65 1 8 5006 82 242(ECO) 611 38 944 1 86138 275 328 91 550, 8 7 014 63 131 246 72 329 569 799 804 75 188174 279(500) 371 73 473 88(500) 956(1000) 97, 8 0 239 383 409 30 614 25 750 ,90 201 947, 9,147 329 619 754(3000) 844, 92182 263 317 88 666 76 619 81 763 855, 96 051 95(500) 212(SCO) 18 (1000) 68 655 69 703 4 70 863 1 9 4 032 99 615(600) 636 745 19 5 012 115 66 248 322 575 891 949 1S6093(500) 262 64 336 443 502 6 32 709(1000) 23 26 939 1 9 7 054 202 360(3000> 86 662 709 20 37 65 77 665 975 1 0 1 016 33 168(600) 246 313 38(3000) 408 593 629 818 906 1 0 0403 652 860 982 2 00187 303 714 79 2 01015 90 93 147 333(1000) 410 62 686 748 814 67 628 2 0 2352 87 694 773 2 0 2008 221 438 626(600) 28 612 66 771 818(1000) 32 67(3000) 963 81(10GO) 20 4350 486 643 726 2 0 5 301 609 636 71 763 97 839(500) 949' 600) 2 0 8132 272 92 418(600) 651 667 706 78 938 2O 7340 456 61 686 982 2 0 8031 180 232(1000) 896 463 625 40 725 77(1000) 907 30 2 0 9020 35 93 134 236 333 91 612 (6000) 73 778 97 1*0073(1000) 101 9 16 47 209403 87 693 726 62 81011(1000) STsSS 211092 255 345 475 627 82 838 91 999 21 2017 4 0 62 435 47 691 706 66 822 76 911 15 2, 3091 188 270 97(3000) 311 641 50 824 66 932 2 1 4084 173 268(1000) 608 711 11000. 60 215043 64 65 93 260(3000) 58 82 85 324 681 310040 300403 32 625 74 7»8 54(500) 58 883 21/096(500) 172(1000) 234 45 97 357 83 6)4 64 78 709 867 915 2 W02c 60 97 377 406 91 604 41(600 807 948 88 2,9198 216 50 82 452 628 68 702 993 2 2 0091 163 206 31 321(3000) 441 637(500) 93 600 1(600) 22,232 82 620 61 606 710 824 939 2 2 2 075 432 33 790 91 805 2 3 3006 187 663 899 979 92 2 2 4020 40 88 114 19 79(10C0) 626 81(600) 937 61 93 2 2 5 026 93 ISO 337 466 60 662 94 683 8'3 940 73(6001 2 2 6382 773 2 2 7 042] 31 223 f 03 21 43 66 670 876 976 2 2 8182 85 201 432 718 78 902 2 2 8077 101 809 995 2 3 0205 304 669 632 37 68 741 68 88 2 3,139 447 73 69 637 680 2 3 2 030 66 83 283 305 26 43 62 607 960(3000) 94 233031 68 101 34 280 SSO 421(1000) 26 61 649 610 31 60 76 83(3000) 727 877(1000) � Verantwortlicher Nedakieur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für btu Jnjeratenteil verantw.: Td. Glocke. Berlin. Druck ü-Veriag: Vorwärts Buchdruckerei u. VerlagSanstalt Paul Singer&(io, Berlin SW. Dr. 318. 32. Iahraang. � MMmch. 17. Sovtmbtr 1915. �eimarbeiterinnenwünsche in öer Militär- konfektion. Ein Jnnungsolicrmcistcr fordert zur Organisation auf! Die Berliner Wäschenäherei liegt so sehr danieder, daß, wie Äunze in einer stark besuchten Versammlung schilderte, die Ar- beitmnnen meist zu Militärarbeiten übergegangen sind. Hier zeigt sich wieder, ebenso wie im Frieden, daß die Frauen, die sonst reden Pfennig umdrehen, ehe sie ihn ausgeben, sich nicht um die Preise kümmern und dadurch erhebliche Verluste haben. Das Geld, das sie hiermit einbüßen, könnten sie sehr nutzbringend für ihren Lebensunterhalt anwenden. Nicht für alle Arbeiten sind von der Militärbehörde Preise festgesetzt, doch wird verlangt, daß der ortsübliche Arbeitslohn verdient wird, und das ist für Frauen in Berlin 21— 24 M.(Große Bewegung.) Die Löhne wevden zu- weilen in einer unglaublichen Weise gedrückt, z. B. wenn für Halsbinden statt 28 Pf. 12 Pf. gezahlt werden. Auch die Weiter- Verschiebung der Arbeiten ist ein Uebelstand, der furchtbare Wir- kungcn zeitigt und wobei einzelnen Zwischenunternehmern viele Tausende von Mark mühelos in den Schoß fallen. Aus der Praxis der Schlichtungskommission konnte Kunze mit sprechenden Bei- spielen aufwarten, wonach Arbeiterinnen durch die Wirksamkeit der Organisation manchmal einige hundert Mark auf ein Brett hingezahlt lverden, Summen, wie sie die meisten dieser armen Näherinnen noch nicht beisammen gehabt haben und die verloren gehen, wenn der Verband nicht helfend eingreift. Es hat aber keinen Zweck, daß der Unternehmer mal in einzelnen Fällen gepackt werden kann, damit ist nicht viel geholfen; nötig ist vielmehr, daß die Arbeiterinnen selbst auf die Preise achten und dieselben sofort beanspruchen. Die erste Bedingung ist, daß die Arbeiterinnen eines Be- kriebes sich»o r g a n i s i er e n und dann gemeinschaftlich vorgehen. Kunze wies auch auf den Unterschied zwischen Gewerbcgericht und Schlichtungskommission hin. Die letztere ist eine soziale Einrich- tung, die zum Schutze der Arbeiter da ist und die Anordnungen der Militärbehörde verficht, während der Gewerberichtcr nach dem Buchstaben des Gesetzes urteilen muß. Wenn der Arbeiter Ar- besten zu niedrigeren Preisen als den festgesetzten übernimmt, so wird er bor dem Gewerbcgericht mit seiner Klage abgewiesen; wenn er aber vor die Schlichtungskommiffion geht, so zwingt dieie den betreffenden Unternehmer, die von der Militärbehörde fest- gesetzten Löhne zu zahlen oder aber er erhält keine Militärliefe- rungen mehr. scharf wandte sich der Redner gegen die Nichtbeachtung und das Unterbieten der festgesetzten Preise durch Arbeiterinnen, zumal die Behörde in dieser Beziehung auf der Seite der Arbeiterschaft steht. Pflicht aller ist es, sich zu organisieren und das hochzuhalten, was die im Felde stehenden Männer in langen harten Kämpfen errungen haben.(Großer Beifall.), An den Vortrag schloß sich eine längere Diskussion, in der die Ausführungen des Redners wirksam ergänzt und bestätigt wurden. Der Obermeister Bahlen von der Tapezierer- innung nahm ebenfalls das Wort und schilderte die Ersah- rungen, die von ihm und einzelnen Kollegen mit Sanitätstaschen gemacht wurden. Da die Preise in den einzelnen Betrieben sehr schwankten, wandte sich die Innung in Gemeinschaft mit dem Per- band der Schneider an die zuständigen Behörden, um den eigent- liehen Preis festzustellen, der ihnen dort als 40 Pf. pro Stück bezeichnet wurde. Eine Umfrage in den einzelnen Betrieben ergab nun, daß— auch hier herrschte das Zwischenuntcrnehmertum in ausgedehntem Maßstäbe— fast durchweg 12—20 Pf. statt 40 Pf. gezahlt worden sind. So haben einzelne Unternehmer i n zirka vier Wochen 20000 bis 30000 Mark verdient! Auch dieser Redner ermahnte die Arbeiterinnen, sich zu organisieren, damit ihnen nicht wieder so die Haut über die Ohren gezogen tvcrde.(Großer Beifall.) Eine Rednerin beklagte sich bitter über Kriegerftauen, die vielfach, weil sie Unterstützungen erhalten, sich nicht um die fest- gesetzten Preise kümmerten. Auch über Beamtenfrauen wurde geklagt, die ebenfalls zu jedem Preise arbeiten. Nach einem eindringlichen Schlußwort des Versammlungsleiters Eue nahm die Versammlung folgende Resolution einstimmig an: „Die heute versammelten Schneiderinnen verurteilen auf das entschiedenste die von den Unternehmern, entgegen den be- hördlichen Vorschriften, geübte Lohndrückerei. Sie ersuchen die in Frage kommenden Staatsbehörden, eine geeignete Verordnung zu erlassen, wodurch den guten Ab- sichten der Militärbehörden auch die formell rechtliche Unterlage gegeben wird, damit die Arbeiterinnen im Klagewege den ihnen zustehenden Lohn erhalten. Die Versammelten weisen insbesondere darauf hin, daß der bestehende Lohndruck als ein Vertragsbruch gegenüber den Vergebungsstellen anzusehen ist. Um eine Besserung dieser Zustände herbeizuführen, vcr- pflichten sie sich, die Heimarbeiterinnen dem Verbände der Schneider. Schneiderinnen und Wäschearbeitcr Deutschlands zu- zuführen."——--.............— Kunze ersuchte zuletzt noch u. a., Beschwerden nicht anonym dem Verbände zukommen zu lassen, da mit denselben nichts an- zufangen sei. Groß-öeriin. Erhöhte Unterstützung für die Angehörigen öer Kriegsteilnehmer. Der Magistrat hat seine Kohlenvorlage zurückgezogen und der Stadtverordnetenversammlung eine andere Vorlage unter- breitet. Er erklärt, daß er das Erfordernis der in der Stadt- vcrordnctenversammlung so sehr bekämpften„besonderen Bedürftigkeit" fallen lassen und allen Frauen und Einzel- unterstützten eine städtische Zulage zu der neuen Erhöhung der Reichssätzc gewähren will. Damit falle die Lieferung von Itaturalicn in Form von Briketts, wie ursprünglich beabsichtigt. Wie wir hören, soll übrigens die Abmachung mit dem Kohlenhändlervcrband zurückgegangen sein. Nach den neuen Vorschlägen des Magistrats soll die neue Erhöhung 100 Prozent zu den Reichssätzen in barem Gelde betragen und zwar für die Frauen der Kriegsteilnehmer 3 M., für die Einzelunterstütztcn 1,50 M. pro Monat. Die Frauen erhalten also mit der erhöhten Reichsunterstützung und dem Gcmcindezuschuß zusammen 0 M. monatlich, die Einzelnnter stützten wie Kinder und Mütter 3 M. pro Monat mehr als ini Oktober. Ein Teil der erhöhten Unterstützung ist Anfang November bereits zur Auszahlung gelangt. ES muß dafür gesorgt werden, daß die einzelnen Koni- Missionen diese Erhöhung der Unterstützung nicht ctlva dazu benutzen, um da und dort zu kürzen. Die Erhöhung soll der Teuerung einigermaßen Rechnung tragen. Dazu kommt, daß auch der Extraunterstützungsfonds angemessen aufgefüllt werden muß. Die Ausgaben für das teure Schuhwerk, für Kleidung wachsen und können von der Unterstützung allein nicht bestritten werden. Aus dem Extrafonds sollen vor allem die Familien berück- sichtigt werden, die keinerlei Nebeneinnahmen beziehen; auch in Krankhcits- und Sterbefällen soll aus diesem Fonds be- sonders geholfen lverden können. Es bedarf eines besonderen Antrages bei der Steuerkasse oder beim Bezirksvorsteher. Uebrig bleibt noch, Einspruch einzulegen gegen die Praxis von Unterstützungskommissionen, die in besonders gelagerten Fällen eine Teilung der Unterstützung vornehmen, indem sie nur für die Frau oder nur für die Kinder Unterstützung gelvähren. Nach einer nunisteriellen Anweisung vom 2. November 1914 ist die Unter- stützung unteilbar; es darf weder nur für die Ehefrau noch nur für die Kinder Unterstützung gegeben lverden, sondern es muß für die Familie gezahlt lverden. Die Reichssätze sind Mindestsätze, die Gcincindc zahlt einen Zuschuß. Auch in den Gcmeindebeschlüsscn findet die Praxis einzelner Untcrstützungs- kommissionen auf Teilung der Unterstützung keinerlei Grund- läge. Leider wird selbst in der Kommiffion der Vorsitzenden der Militärbureaus mit deren Wissen so wie gekennzeichnet Verfahren. Es ist in Besprechungen über diese Angelegenheit in verschiedenen Ausschüssen gesagt worden, daß auf An- frage beim Obcrpräsidenten und vom Dezernenten im preußischen Ministerium dem juristischen Vertreter der Stadt Verlin erklärt worden sei, daß im Hinblick auf die Sachlage in Berlin gegen das verschiedentlich beliebte Verfahren der Teilung nichts eingewendet werden könne. Diese Auskunft kann nur irrtümlich von den betreffenden Stellen gegeben worden sein, denn sie widerspricht den Absichten des Bundes- rats und auch den Ansführungsbestimmungcn des Ministers des Innern vom 2. November 1914. Endlich muß auch dafür gesorgt werden, daß die Kriegs- Unterstützung diejenigen Frauen bekommen, die eine Zuwendung von Privater Seite erhalten, aber noch heute von der Kom- Mission oa. von jeder Unterstützung ans Reichs- und Gemeinde- Mitteln ausgeschlossen werden. Frauen, die von der engli- scheu Gasgescllschaft eine wöchentliche Zuwendung erhalten, von der Kriegsunterstützung auszuschließen, entspricht nicht dem Wortlaut und dem Sinne des Gesetzes, ist auch nicht ini Einklang mit den Beschlüssen der städtischen Körperschaften. Heute(Buf;tag) fällt die juristische Sprechstunde aus. Kontrollvcrsammlungcn. In der Zeit vom 22. November bis 9. Dezember d. Js. finden auf dem Hofe der Bezirkskommandos, Berlin-Schöne- bcrg, Gcneral-Papc-Stratze, die diesjährigen Hcrbst-Kontroll- vcrsammlungen statt. Zur Teilnahme an den Kontrollversammlungen sind der- pflichtet: 1. Sämtliche Mannschaften des Beurlaubtenstandes des Heeres und der Marine; II. Aufgebots; 3. Alle Rekruten und ausgehobenen, unausgebildeten Land- sturmpflichtigcn, einschließlich der Jahresklasse 1896, solvie alle bei der Musternng der bisher Dienstuntauglichen auSgchobeucn, unausgebildeten und alle als tauglich bezeichneten ausgebildeten Landsturmpflichtigcn. 4. Alle dem Heere oder der Marine angehörenden Personen, die sich zur Erholung, wegen Krankheit oder aus anderen Gründen auf Urlaub befinden und soweit marschfähig sind, daß sie den Kontrollplatz erreichen können. Die näheren Bestimmungen sind aus den öffentlichen Be- kanntmachungen ersichtlich, welche am 18., 20., 27. November und 2. Dezember d. I. an den Litfaßsäulen angeschlagen lverden. Außerdem sind die Bekanntmachungen auf allen Bahnhöfen und in den Polizeirevieren angebracht. Llonfesfioneller Burgfriede bei Eheschliestungen. Die Mischehen sind in Berlin seit einer Reihe von Jahren in sehr merklicher Zunahme. Wir haben nie ein Geheimnis daraus gemacht, daß uns dieser Fortschritt mit Befriedigung erfüllte. Mit noch größerer Befriedigung können wir jetzt seststellen, daß in der Kricgszeil der Anteil der Mischehen an den Eheschließungen Berlins eine ganz besondere Zunahme gehabt hat. In den zwölf Monaten August 1914 bis Juli 1915, also im ersten Kriegsjahr, wurden hier 21 690 Ehen geschlossen. Der Monat August lieferte allein 5793 Eheschließungen, was sich aus der großen Zahl der in den MobilmachungSwochcn vollzogenen KricgStrauungcn erklärt. Die folgenden Monate hatten dann freilich um so weniger Eheschließungen, so daß für sie gegenüber denselben Monaten des.. vorhergehenden._ Jahres sich ein fühlbarer Rückgang ergab. Im ganzen brachte schließlich das erste Kriegs- jähr nur ein geringes Mehr gegenüber dem vorhergehenden zwölfinonatigcn Zeitraum vom August 1913 bis Juli 1914, in dcni 20 647 Eben geschlossen worden waren. Wie stark waren nun an diesen Gesamtzahlen die Mischehen beteiligt? Unter den 20 647 Eheschließungen aus 1913/14 waren 4029 Mischehen, das macht Ill'/z vom Hundert. Tagegen sehen wir unter den 21 690 Ehe- schlicßungen ans 1914/15 den beträchtlichen Anteil von 4780 Misch- chen, der 22 vom Hundert bedeutet. Diese rasche Steigerung von einem Jahr zum andern ist so ungewöhnlich, daß sie auffallen muß und eine besondere Ursache vermuten läßt. Es scheint, daß auch für die Mischchcnfrage ein Einfluß des Burgfriedens der Kriegszeit an- zunehmen ist. Hoffen wir, daß der konfessionelle Burgfriede bei Ehe- schließungcn über die Kriegszeit hinaus weiter gedeiht. „Leichter Nebenverdienst". Aus Textilarbciterkreisen werden wir um Veröffentlichung fol- gendcr Warnung gebeten: Stickcreigeschäite unter den verschiedensten Namen bieten gegen- ivärtig Nebenverdienst durch leichte Handarbeiten an. Alle derartige Inserate sind mit Vorsicht aufzunehmen, besonders wenn sie Firmen im Allgäu und in Bayern betreffen, lasse man sie unbeachtet. Die Firmen existieren in Wirklichkcir nicht. eS sind nur Personen, die eine ganz wertlose Stickmaschine verkaufen wollen. Arbeit besorgen, wie sie versprechen, können und wollen sie gar nicht. In Bayern hat sich da? Generalkommando genötigt gesehen, den Zeitungen die Aufnahme solcher Inserate zu verbieten. Doch scheinen die Schwindler jetzt unter anderem Namen aufzutreten. Gerade jetzt ist die Gefahr vorhanden, daß Arbeitslose, auch Krieger francn, ihre letzten paar Mark zur Erreichung eines Nebenverdienstes hergeben; sie erwerben dann eine solche Maschine, die für sie völlig wertlos ist. Wcihnachtsbcschcrungen in städtischen Lazarette». Der Magistrat hat beschloffen, auch in diesem Jahre wieder jedem der in den städtischen Krankenhäusern und im Lazarett Buch verpflegten verlöundcten und kranken Soldaten unter Mitverwendung der den Anstalten für diesen Zweck etwa von privater Gerte noch zufließenden Spenden ein Weihnachtsgeschenk zu machen. Die Wer- teilung der Gaben erfolgt durch Ausschüsse, die für jedes.Lazarett gebildet werden. �'inderlohn für Jnfanterie-Patronenhülfen. Das Polizeipräsidium teilt mit: Um da§ Sammeln von Jnfanterie-Patronenhülseu mehr zu fördern, ist der Finderlohn von 25 auf 50 Pf. für ein Kilogramm nicssingene Hülsen erhöht worden. Die Ablieferung der gesammelten Hülsen kamr beim Artilleriedepot in Berlin, Kruppstraße 1, gegen Zahlung des festgesetzten Finder- lohncs erfolgen._ Kleine Nachrichten. In den Urbanhafen gesprungen ist am Montag eine unbekannte Frau. Versuche, die Frau zu retten, blieben erfolglos, auch die Leiche ist noch nicht geborgen. �— Im Hause Mühlenstr. 48 wurde ein Fräulein durch Gas vergiftet tot aufgefunden. Es wird berichtet, daß es sich um einen Unglücksfall handelt. Die herbeigerufene Feuerwehr konnte nicht mehr helfen. — Auch nach der Jnselstr. 12 wurde die Wehr gerufen, wo Gasvergiftung gemeldet war; die Bemühungen blieben aber erfolglos.— In der Wnhlhcide Gift genommen, � hat ein siebzehnjähriger Kaufmannslehrling angeblich ans LiebeSgram. Schwer mitgenomnien wurde der junge Mann nach einem Kranken- Hause gebracht.— An der Ecke der Berliner und Parkstraße in Tempe'lhof wurde gegen ffzO Uhr der siebenjährige Heinz Fleck aus Tcmpelhof von einem Straßenbahnwagen erfaßt und umgestoßen. Der Kleine geriet unter den vorderen Schutzrahmen und konnte erst durch Anheben des Wagens befreit werden. Mit erheblichen Haut- abschürsilngcn am rechten Arm und an den Beinen wurde der Vcr- unglückte nach dem Kreiskrankenhause in Britz geschafft. Der Appell an die Bevölkerung um WcihnachtSsPcnde« au die deutschen Gcfaltgcue» in Sibirien hat schon jetzt reiche Früchte gc- tragen. Es sind drei Waggons mit 360 Kisten nach Schweden ab- gegangen, um von dort tveiter befördert z» werden. Mit Rücksicht auf die Kürze der Zeit wird eine Beschleunigung der Sendungen nötig sein und es wird daher herzlich gebeten, weitere Spenden möglichst bald, jedenfalls aber bis Ende November abliefern zu wollen. Die Adresse des Roten Kreuzes ist Markgrasenstr. 40. Gesperrt. Die Friedrichstraße wird zwischen Zimmerstraße und Kochstraße wegen der Ausführung von Untergrundbahnbnuarbeiten vom 15. d. Mts. ab bis auf weiteres für Fuhriverle und Reiter gesperrt. ßus öen Gemeinöen. Neuköllns steigende Kriegslasten. Welche enormen Lasten der Krieg einzelnen Gemeinden auf- erlegt, beweist die Zusammenstellung des Neuköllner Magistrats über die Ausgaben für Kriegsfürsorge bis zum 31. Oktober 1915. Da die dortige Bevölkerung zumeist dem Arbcilerstande in den mittleren Lebensjahren angehört, so ist die Zahl der Einberufenen� eine ziemlich hohe, die naturgemäß hohe UnterstützungSsummcn für die ganze Kriegsfürsorge bedingt. So wurden für Gesundheitspflege 15 863 Marfr itir%ulk*HiÄett und Kindcrspeisung-401 934 M., für Erfrischung und Unterhalt des Militärs 61 802 M.. für Reichs- und Gemeiildeuiiterstntzuttg an die Angehörigen der Kriegsteilnehmer 10 682 416 M., für Arbeitslose 610 019 M.. für die Mietebeihilfen 2 283 423 M., für außerordentliche Unterstützungen 179165 M., für LebenSmittelbeichaffnng 107 257 M., für Hilfskräfte 338 829 M. und fjir diverse Ausgaben 37 868 M. ausgegeben. Mit den Zinse», die 585 656 M. beanspruchen, betragen die gesamten Ausgaben 15 003 637 Mark. Von diesen 15 Millionen sind zunächst durch Reichs- und Staalsznschuß 2 269 640 M., durch die Provinz 265 360 M. und durch Spenden 15 000 M. gedeckt. Der zu deckende Fehlbetrag beträgt 12527061 Mark. Für die weitere Durchführung der Kriegsfürsorge beantragt der Magistrat bei der Kriegsnotstandskommission, neue Mittel in Höhe von 2 146 000 Mark bereitzustellen._ Die Lichtenbcrgcr Molkercibesiizer für erhöhte Milchpreise. In seiner letzten Versammlung beschäftigte sich der Verein der Molkcreibcsitzer von Lichtenberg mit der Festsetzung der Höchstpreise für Milch. Es wurde berichtet über Verhandlungen mit dem Lichten- berger Magisttat über den Milchpreis. Als Grund für eine Er- höbung des MilchprciseS über 30 Pf. wurde die Höhe der Futter- mittel angegeben. Zum Schluß wurde folgende Erklärimg an« genommen: „Die außerordentliche Versammlung der Molkereibesitzer von Lichlenberg erklärt nach eingehender Aussprache, daß bei den gegen- ivärligcn hohen Krastfutteipreisen es unmöglich ist, das Liter Milch zu 30 Pf. zu liefern. Da es den Gemeinden vorbehalten ist, den Höchstpreis selbst festzusetzen, io richtet die Versammlung an den Magistrat von Lichtenberg die Bitte, für die Lichtenberger Molkerei- besitzer den Höchstpreis für das Liter Milch auf 34 Pf. zu bemessen." ES wäre im Interesse der Kinder und Kranken äußerst bedauer- lich, wenn diese Bestrebungen Erfolg hätten, denn bei den jetzigen hohen Milchpreisen fällt es vor allen den Kricgerfrauen schwer, das ausreichende Quantum Milch hcranzuschaffen. Städtischer Schweincfleischverkauf in Charlottenburg. Wegen des großen Mangels an Schweinefleisch wird die Stadtgemeinde Charlottenburg vom Montag, den 22. November 1915 ab größere Posten Schweinegcfrierflciich zum Verkauf bringen. Die Verkaufsstellen, Verkaufsbestiinimnigcn und Preise werden noch durch die Zeilimgen, soioie durch entsprechende Bekanntmachung an den Anschlagsäulen mitgeteilt werden. Eröffnung zweier Mittclstandsküche» in Schöneberg. Am gestrigen Dienstag hat die Eröffnung der von dem Schöne- berger Volksküchcnverein in der Etsenacher Sir. 90/91 und in der Sedanstraße eingerichteten beiden Miltelstandsküchen stattgefunden. Jetzt können täglich 5000 Personen gespeist werden, in den beiden Mittelsiaiidsküchen zusammen 2000 und in der Volksküche in der Grunewaldstraße 3000. In den Miltelstandsküchen werden die Speisen zum Preise von 40 Ps.— außer dem Hause für 50 Pf.— täglich— mit Ausnahme der Sonn- und Festtage— von'/z12 bis 2 Uhr verabfolgt._ Kartoffelmangel in Reinickendorf. Die Gemeinde bat ihren Kartoffelverkauf einstellen müffen, da es ihr nicht möglich ist, weitere gute, preiswerte Eßkartoffeln in der erforderlichen Menge zu beschaffen. Die gelieferten Kartoffeln, die zuni Verkauf gestellt wurden, waren schnell vergriffen. parteiveranftaltungen. Neukölln. Morgen Donnerstag, abends S'/j Uhr, findet im Jugend- heim in der Fuldastr. 55 ein Vortrag des Ncichstagsabgeordueten Fritz K u n e r t über;.Technik deS Sprechens- statt. Jugenöveranstaltungen. Neukölln. He!m l. Fuldastr. SS/56. Heute abend 7 Uhr: Vortrag über„Die uioderne Kriegsschistahrt".— Heim II, Nogatstr. 15. Heute abend 7 Uhr; Vortrag über.Revolutionäre' Dichtkunst". Krauenlefeabenüe. Niederschönewcide. Morgen Donnerstag, den l8. November, abends 8'/, Ubr, im Lokal von Hauck. Hasielwcrder Strohe l8: Vortrag der rcchtigt. ihnen als Zuhörer bcizuwohncil. Briefkasten öer Neüaktion. Die lurislische Svrechllunde linder kür Abonnenten Lindenftr. 3, IT. Hol rechts, varlerrs, am Montag bis Freitag von t bis 7 Uhr, am Sonnabend von b 618 6 Uhr statt. Jeder sllr den B r i e s k a st e n bestimmten Anfrage ist cm Buchstabe und eine Ladt als Merljeichen beizushgen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Ansrage», deiie» leine Abonnementsauitiung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Svrechslunde vor. Beiträge, Schrtflstüllc UN» dergleichen bringe man in die Sbrechsiundc mit. Heute(Bußtag) fällt die juristische Sprechstunde aus. Cr. H. 49. Tie Firma braucht mit Ihrem Angebot nicht zufrieden zu sein. Sie lann die oeieinbarleii Zahlungen verlangen. ES würde sich eine gütliche Auseinandersetzung cmpsehlen.— Jug. 50. 5. Nur für Kricgersraucn soll es eine solche Zuwendung geben. 2. Nein.—(f. G. 81. 1. Wahrscheinlich nicht, weil die nach dem tLcsctz vorgeschriebene Bedürftig- teil in Ihrem Falle nicht vorliegen dürste, 2. Nein.— Qbcrvost- fdjnffner 100. Die Verletzung ist als Unfall zu betrachten. Veranlassen Sie, dast der Unfall durch die Direktion gemeldet wird,—®t. 333. Ja. — Reinickendorf-West Br. Sind die 6 Monate Verdienst als G rund läge zur Aeiechnung des Jahreseinkommens genommen, io lägt sich gegen die Sleuercinschätzung nichts unternehmen. Im anderen Falle mügicn Sie Neklamation einreichen.— L. M. W. 244. Tie Mutter sollte einen An- trag an die Stcuertasse stellen.— W. M. �31. 1. Von einer solchen Spende ist uns nichts bekannt. Fragen Sie eventl. persönlich beim Militärburcau des Magistrats, Klosterstr. 67/68, an. 2. Nochmalige Musterung wird wahrscheinlich nicht mehr ersoiqcn.— A. Fi. Die Sache ist verjährt.— A. L. 70. Nochmalige Musterung wird sicher nicht mehr erfolgen.— P. G. 100. Die Geburtsurkunden.— T. T. 1000. Nein. Märkische Spielvcreinigung. Heute Mittwoch(Dusttag). nach- mittags 21/, Uhr: Ä rohes gugballjpiel� zweier kombinierter Mannichasleu der Nord- und Südncicine aus dem Sportplatz der Freien Turnerschast „Neukölln" in Neukölln, Kicssolzstrahe am Heidekampgraben. Eintritt 20 Bs. Fahrvcrbindung bis Zlaiscr-Friedrich-Strahe. WettrrauSsichten für das inittlere?torddcutsch!a»d TonnerStag mittag. Ein wenig kühler, zeitweise heiter, jedoch überwiegend bewölkt und an den meisten Orten leichte Schneefälle. bi» noch �Ileiitzclixi'�izüsi'keitLZ'-VLi'käüi! Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, dag unser Mitglied, der Former i�uxust Füller Kolbergcr Slr. 18 am 13. d, M. gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 13, d, M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichen- balle des DankeS-KirchhoscS in Rciiiickendors, Blankcstrajzc, aus statt. 122/13 Den Kollegen serner zur Nach- richt, dah unser Mitglied, der Anschläger probst Neukölln, Knesebeckstr. 84 am 12. d. MtS, gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 18. d. MtS., nach- mittags l'/z Uhr, von der Leichen- Halle dcS Neuköllner tScmctndc- Friedhofes, Maricndorser Weg. aus statt. Den Kollegen ferner zur Nach- richt, dag unser Mitglied, die Dreher Lbristisn Waxner Bernau, Berliner Str. 143 am 14. d. Mts. gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 18, d. Mts., nach- mittags 3 Uhr, vom Trauerhausc aus nach dem allen Friedhof in Bernau statt. Ehre ihrem Andenke»! Rege Beteiligung wird erwartet, Sfaclirak. Den Kollegen zur Nachricht, bah unser Mitglied, der Masch.-Arbeitcr Otto Wrangetslrahe 117 am 30. Oktober gestorben ist. Ehre seinem Andenke»! Tic Ortsverwal>u»g. Üoziaitlenioki'atisctierWaliWerein Kreis WeilerljaniliiL Bezirk Lichtenberg/. Den Mitgliedern zur Nachricht, dah unsere Genossin Anna Mänz (Normannenstr. 7) verstorben ist, Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet bc u t e Mittwoch, nachmittags 4 Uhr, in Marzahn statt,— Abfahrt Bahnhos Friedrichsselde 3°- Uhr. Rege Beteiligung erwartet 14/10 Bio Bezirksleitung DeulscBer Holzarbeltenertianl Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, dah unser Kollege, der Knops- arbeiter August Heinze im Alter von 51 Jahren gc- starben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Donnerstag, 13. November, nachmittags 21/! Ubr, von der Leichen- balle des Kirchhofes der Marius- Gemeinde in Wilhelmsberg, aus statt. 30/11 Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dah meine liebe Frau, unsere gute, liebe Müller, Schwiegermutter und Tante A.nim Mothes geb. Schier am 15. November, vorrutttags 5.20 Uhr, im Alter von 48 Jahren, zwischen den Geburtstagen ihrer beiden Söhne plötzlich am Herz- schlag gestorben ist, 98/6 (14,-15.-16.) Um rege Beteiligung bitten die schmerzlich bctrosseneii Hinter- bliebcnen Emil Mothes Alfred Mothes «tax MotheS. zurzeit Flieger Martha Mothes geb. Koste, Watter Mothes. Neffe. Die Beerdigung findet am 18. November, nachmittags 2'/, Ubr. von der Leichenhalle des städtischen Fricdhoses, Müller- slrahe, Ecke Sceslrahe, aus statt. \h Berlins und Umgegend. Unseren Mitgliedern die traurige Nachricht, dah wieder drei brave! Kollegen Opscr deS WelttriegcS geworden sind. Es sind dicS die Kollegen Franz CSaus gefallen am 1. Ottobcr Bruno Arli gefallen am 7. Ottobcr Alberi Kennicke gefallen am 23. Oktober. Wir werde» ihnen ei» ehrendes Andenken bewahre»! Ferner unseren Mitgliedern die traurige Nachricht, dah am Sonntag, den 14. November, unser lieber Kollege, der Mitbegründer unseres Vereins Bernkarti Brandner [ plötzlich am Herzschlag im 60. Lebensjahre verstorben ist. Ehre ieincm Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwach, den 17. November, nach- I mittags 3 Uhr, von der Kapelle deS St, Elisabeih-FriedhoseS, Wollant- I slrahe 68(Prinzen-Allcej aus statt. 286/13 l Um zahlreiche Beteiligung bittet Ber Torstand. Nachruf. Heute vor einem Jabre starb im Reservelazarett unser treuer| Freund und Kollege, der Zigaretlenmacher .luHus Buchmiiller | im blühenden Alter von 26 Jahren. Tietcs Schweigen herrscht an Deinem Grabe, Wehmut. im verlassenen Haus. Und die Liebe spricht in diesem Nachruf ihre Schmerzen aus. Jede Träne wird zum Fluch, Die Schuldigen zu verderben, Sein edler Charakter sichert ihm ein ehrende! Andenken l 67 A Die Zigarettenmacher der Firma Bosnis& Garbaty. Nach langen Kämpfen und Entbehrungen am 6, November 1315 unser lieber Sohn, Schwager, der Schriftsetzer starb im Feldlazarett Bruder, Neffe und 67« Otto Gianelli Musketier im Jnsant.-Regt. Nr. 47, im Alter von 26 Jabren an den Folgen der Zertrümmerung des linken Oberschenkels und Blutvergiftung, Dies geben im tiefsten Schmerz zur Kenntnis Franz Gianelli und Frau Ottilie geb. Hecht. Seine Geschwister, Tante Klara, Schwager und Schwägerin. Als Freunde: Karl Lehma»», Max Noack- R. Burgold. Auch aus Deinem Gt abe werden Blumen blühen und Dir erzählen von den Lieben dabeim, die Dich nie vergesse». Dein stille! und freundliches Wesen, Dein frohes Genichen am Leben, das Dich zum Lieblina aller machte, soll immer in uns sorlteben, denn Du bist aus der Höhe des Lebens geblieben.— Ruhe sanft! Mnil[l.Cenieinde-Q.Staatsarl]. Filiale OroB-Itcrlln. Den Mitgliedern geben wir hiermit Nachricht vom Tode des Kollege» Wllvelm ScbQstereit vom Vieh- und Schlachthos. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 18. November, n«chm. 3ff, Uhr, aus dem Fried- das der Auserslcbungsgemeinde in Weihcnsee, Lichtenberg«: Strohe, statt. Um rege Beteiligung bei der Be- stattung des Kollegen ersucht 36/7 Die Ortsverwaltung. L R Am Sonntag, den 14. November >315, abends 8'/, Uhr, entrih mir der unerbittliche Tod meinen lieben Mann, den Dreher und Zigarren- Händler Ckristmn Wagner im 47, Lebensjahre. 2873b Dies zeigt um stille Teilnahme bittend im»eisten Schmerze an Witwe Olga Wagner geb. Lehmann. Bernau, den 14. Novbr. 1915. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 18. November, nachmittags 3 Uhr, vom Trauer- Hause Bernau, Berliner Str. 143, aus statt. Nachruf. Als Opfer deS Weltkrieg» fiel am 18. November 1314 nach vier Monate langem Bermihtsein unser lieber Sohn, Bruder und Reffe, der Pionier 28751) Fritz Schuster Pion.-Bat, Nr, 16, 1, Feldtomp. im blühenden Alter von 21 Jahren. Im tiesen Schmerz Familie H. Ochnster nebst Anverwandten. Berltn-Lankwitz. Kaiser-Wühetmilr. 21/23. Nun ruhst Du ohne Totenschretn In blutgetränktem Bette. Es schmückt kein Kranz, kein Leichenstem Die unbekannte Stätte. Du warst so jung, Du starbst so srüb, Vergessen werden wir Dich nie. Ruhe ianit!_ Gicht ü. Rheuinatisiiiiis sind zu beseitigen durch Dr. meä Le/ers Flnid. Zu beziehen d. die Vertriebs. leitung Bamberger Str. 57, Berlin V, Allen Kollegen die traurige Nachricht, dah unser Kollege, der Dreher 2874b Karl Dzuba am Sonnabend, den 13. Nooem- der gestorben ist, Wir werden sein Andenken stets tn Ehren halten. Die Kollegen der Firma Schwarnkopft, Scheringstraffe, Abt. Rumpf. Die Beerdigung findet heute am Buhtag, nachm. 3'/, Uhr, von der Halle des Sebasfian-Fr-ted- böses in Neinickendorf-West, Hum- boldtstr. 71, aus statt_ SozialdeiDokratisciierWatilyereli) Neukölio. Am 13. Novemberverstarb unser Parteigenosse Mann Bauta Lichtenrader Str. 47. LI. Bezirk, Ehre seinem Andenken i Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 18. November, nachmittags 3 Uhr, auf dem neuen Jatobikirchhos, Hermann- strahe, statt. 240/4 Der Borstand. Verband der Kuplersetmiede Bcatschlanda. Filiale Berlin. Am 15, November verstarb nach kurzem Krankenlager unser Mitglied, der Kollege Hennann Danne im Atter von 49 Jahren an Herzlähmung. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 18. November, nachmittags 3 Uhr, vom Trauer- Hause in Golzow(Oderbruch aus statt. Abfahrt vorm. 11,36 Alexanderplatz. Um rege Bcteiliaung bittet Der kiliaiverstanä. f iermit die traurige Nachricht, I unser Leiter der Stereotypie| Bernhard Brandner am 14. November infolge Herzschlags verstorben ist. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. Ta» Personal der Allgemeinen Stereotypie- Anstalt. Die Beerdigung findet heute, am Buhtag. nachmittags 2'/< Uhr, von der Leichenhalle des Elisabetti- Kirchboses, Wollanistrahe 66. aus statt. 13DL Ortskrankenkasse für die Gewerde der Tischler und Piano- sortearbeiter zu Berlin. Am Donnerstag, den 25. No- vcmber 1015. abends 8 Uhr, findet im �Ncwerkschaftshaus, Eugeluser 15, Saal 3, die ordentliche Ausschußslhung statt, zu welcher die Vertreter der Arbeitgeber und der Versicherten hier- durch eingeladen sind. 272/8 Tagesordnung: 1. Beratung und Festsetzung deS Voranschlages für das Rechnung»- jähr 1916. 2. Wahl deS RechnungSauSschuffeS für die Prüfung der Rechnung des lausenden Jahres 1815. Ter Borstand. Emil Bocske, Friff Zinke, Schrift"" Vorsitzender. vchristsührer. Ortskrankenkasse der Gürtler zu Berlin(Oranienstr. 138). Zu der am Montag, den 20. d. MtS., abends 0 Uhr, im GcwerkschaftShnuse, Sngeluser 15, Saal 3, stattfindenden ==- Ordentlichen===== Ausschuß-Sitzung werden die Herren Vertreter der Arbeitgeber und der Kassenmitglieder im Ausschuh hiermit ergebensl ein- geladen. 272/10 Tagesordnung: 1. Wahl des Vorsitzenden des Aus- schuffcS. 2. Wahl dcS RechnungSauSschusseS zur Prüfung der Rechnung des lausenden Jahres. 3. Festsetzung dcS Voranschlages für daS Jahr 1316. 4. Verschiedenes. Anfragen und Beschwerden, zu denen die Einsicht der GcschüstSbllchcr crsorderlich ist, sind dem Vorsitzenden deS Vorstandes bis zum 26. b. MtS, schriftlich zu unterbreiten, Die Versammlung wird pünltlich eröffnet. Eine Vertretung ist unzulässig. Berlin, den 17, November 1315. Oer Vorstand. Ewald Licsack- Vorsitzender, Die den Heiuen Vertretern zu- gehende Einladungskarte dient als Legitimation und ist am Saaleingang abzugeben. Bekanntmachung der Wratoiksssö der Gürtler zn Berlin. Aus unser Wabiausichreibcn vom 28. Ottober d. IS., betreffend Er- gänzungSwahten der Versicherten zum Voritande der OrtSlrantcnkaffe der Gürtler zu Berlin, ist von den Vcr- tretcrn der Versicherten im Ausschug nur ein Wadtvorschlag eingereicht worden, welcher vom Vorstande als gültig anerkannt worden ist. Es gelten somit gemäh HA 10 und 26 der Wahlordnung als gewählt: Herr Bax ISunsch als Vorstandsmitglied und die Herren: Paul Rotbbart, Heinrich Dabergotz, Max Müller, Max Hcinrietz, Otto Stabcnow.Hermann Behrendt. Paul Haclbig, Julius Krumhorn, Theodor Vcnzlaff, Hugo Otto, Otto Hamich, Max Stripp. Otto Mohr, Franz Langcnick, Adolf Leopold und Fritz Boos als Ersatzmänner, 272/11 Der sür den 23. November 1315 angesetzte Wahttcrmtn wird hiermit ausgehoben. Ein prüchc gegen die Gültigkeit der Wahl sind bis zum 17. Dezember 1315 bei dem Vorstände oder dem Vcr- sichcrungSamtc der Stadt Berlin an- zubringen; das Versicherungsamt entscheidet endgültig. Berlin, den 17. November 1815. OrtSkrankenkasse der Gürtler zu Berlin. Ewald Licsack, Vorsitzender. Berliner (Eingetragene Genosscnichast mit bc- schränkt«: Haftpflicht.) Am 4. Dezember, abcndS 8'/, Uhr, («erlchtftr. 25: Ordentllcho—— General-Versaminlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Aussichtsrais, Vorlegung der Bilanz und Beschluhsasiung über dieselbe. 2. Entlastung des Vorstandes und AussichtsratcS. 3, Sicuwahlen. 4, St,tutenänderungen. 5. Anträge und Verschiedenes. Die Bilanz liegt den Milgitedern im Kontor, Gerichtstrahe 23, zur Einsicht aus, 105/7 Ter Borstand. A. Michaelis. Paul Lenz. ar dinen» Spezialtiaus Emil lefevre Berlin S, 158 Wunderbare Neuheiten, Gardinen, Stores, Vitragos. Tüllbettdecken etc. in allen Stilarten. Abgepaßte Dekorationen mit Querbehang. Letzte Neuheiten. Spezial-Kalalog iSflÄbbilöiiDgeD ptlsa-Wo. plmiifH' und(irflutliinöfrd Don Boherl Meyer,' Jnh.: B. Oollctz Mnrioniiciiftr.it. Tel.Mpl. 346. Spezialarzt l)r. med. WockeufnU, Friedrichstr. 125(Oranienb. Tor), für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden— Ehrlloh-Hata-Kur(Dauer 12 Tage), Blutuntersuohung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufs- stfirung. Teilzahlung.• Sprechstunden: 11—2 und 6—8 Rabattmarken der fiensurnAe�wssenschatt�Berlln�und�Umgegend, Bußtag 12— 2 gcäflnoL Sonntag 12— 2 godilnoL in Seilplfisoh, lane and hstblane, Praohtstück« mit tchten Pelzbet&tten and mit reioieidenem Futter(Blumemeide) In bestem Krimmet iNnobahmBo* roo Persianer), Wbllpldsch, ......."""»Fe Yorzugsangebot 62.—, 89.—, 108.— neuer Preis Sö.—, Iii—, 135.— Yorzugasngebot 45.—, 68.—, 76.— neuer Frei* 70.—, 75.—, 100.— Seideoplüieh, laug u. baldlang, entzückende, neuartige Formen Ulster, fesche and solide lotmea, lang nad halblang, kellerte und glatt«, welohe, mollige Stoffe, Vonugsangcbol II1/,, 18—. 35__, 38.— neuer freie 20.—, 28.-, 35.—, 66.— Trauenmkntel in Tnoh. Eskimo Votiugspreis 38—(gegen 50.— V Bit 40% Ermässigung Gummim&iit«! 20.—, 35.— Lod«Dm&Qt«l 13.76 Loden koitOms 27.- Vsrzuea- A.ogebot»nf STa�e für schneÄentsohlosaene K&ufor keine Wiederholung. W estmcmiiL L Mobreostr. 37a(Kolonnaden. II Qrotse Frank fuiter Str. 115(nahe Andreawr-) Bis 400/o Ermässigung Lodenpelerinen 10.- VVeit« sobwi UOoke 15.- Qeruierte Kleider 45.- Ueppige Figur schöne volle Körpersormen erlangen Damen in meist überraschend kurzer Zeit durch mein sehr beliebtes 220/1 lMMWlm„ßraziosa" Originallarton 8,50, 3 Karions 7 M. Franz Janasik, Berlin W. 57. 33 Garbit-Tischlampen 4,50. Carbi! kg 45 Ps, Webcrstr. 42. Kostüme an« bestem Lindaner Yelret, mit eohten Pelzbesätzen, OJocfcenform in Tupb, Kft»n»g«rD, iangeund koraw Form, blau,«ohwara» top, aloaelle Vorzugsproi« 75.—, Ö*.—, 25.— neuer rioi« 125.—, 85.—, laog. und halblaeg, Emmen i. Sealeleetrie. Oreuburger i Vorzug.�ebot 1%« fg.gsn 250.—) in echt Sealüigam, Persianer, Nerz, Maulwurf mit Hermella-~ bes&tzeo, lang und balblang. eediegeoste Kür»chneraibe»t neuer �lvi« 600.— 900— 13o0.— ---- Garnitureu: Bkueks, Steinmarder Hermelin-—----- Auswahlen nach ausser- I Murmel. Fuchs, liisam mit 40 Kabatl. I Starke Figuren -'bgeg. klein, Anaablung. I Einzelne kurae Peiz- Pjüseb- n. Knmmer-| finden Paiäendee in eilen Umtausch gestattet.| jaoken: halb Vorzugspreia 36.(sagen 75.�-; AbteilaogoD