Ar. 3182.-3A.Iahrg. fltonnemcntS'Bedlngungen; Blonntmmt«• Cretl prünumerand«, Biettcljabtl 330 Ml. monotL 1,10 Ml. wöchemlich 25 Psg ftn WS Hau«. Einzeln» Rummer S Big, Sonntag«- Nummer m» Illultrierrer Eomuaa«- Beilage.vre Reue Well' lO P' Zeiuma«. Vrcislilie Unter Kreuzband wr Deulildlan» und Oesterreich. Ungarn 230 Mar! für da« übrige Uusland « Marl vro Monat Loltabonnemenr« nebmen ani Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg,■BottugaL Rumänien, Schweden und die Schwei« OlHelal ltgllch. Verliner Volksbl�kk. ( 5 Pfennig) Die TnfertlonS' Gebühr Hetriigt für die sech«gespallene kolonel- «eile oder deren Raum 60 Pfg„ für Politische und gewerlschaftliche Verein«- Und Bersnmmlungs.Anzeigen 80 Pfg, „Kleine Mmcigen", das fettgedruckte Wo« 20 Pfg. tzulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Echlasstellenan- »eigen das erste Wo« 10 Pfg., jedes weitere Wo« 5 Pfg. Worte über 15 Buch- staben ztihlen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis t> Uhr nachmittag« in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm. ildrefset „Scilaldtmolirat Berlin". Zentralorgan der rozialdemokratifcben parte! Deutfcblands. Redoftion: EW. HS, LinSenstroße Z. ffernivrechrr-«mi Moriuvla«, Nr. ll>l 1 ,'>1 97. Donnerstag» den 18. November 1915. Expedition; EW. HS, Lindenstraße Z. Zhrrnsvrceher: Am» Maritzvlati. Nr. lSl NO— lSI S7. Anhaltende Verfolgung des serbischen Heeres. Das britische Weitreich. n. Was Lensch zur Braudmarkung der Dranqsalierung sagt, die Irland ganze Mcnschenalter hindurch von feiten Englands erfahren hat, ist der Sache nach nicht übertrieben. Man könnte hier sogar sagen, daß sein Urteil eher zu wenig als zu viel verdammt. Nur war dabei zu bemerken, welche starken geistigen Mächte sich vereint hatten, jene Schändlichkciten möglich zu machen: R e l i g i o n s h a tz auf der einen Seite — die Jrländer waren Katholiken— und auf der anderen Seite die Beherrschung des ökonomischen Denkens der Nation durch den Geist des Merkantilismus. Die wirtschaftliche Ausnahmcgesetzgebung gegen Irland ist von niemand schärfer bekämpft worden, als von den Verfechtern des Freihandels sz. B. von Richard Cobden schon 1833 in der Schrift„England, Irland und Amerika"), und es war der Sieg des Freihandels, der ihr den Gnadenstost gab. Ebenso machte die dritte große Wahlreform Englands, die das politische Schwer- gewicht in die Wählerschaft aus der Arbeiterklasse ver- legte, die Gewährung nationaler Rechte(Homcrule) an Jr- land zur politischen Notwendigkeit. Davon, wie überhaupt von den Gcgenbewegungen in England selbst gegen die Ver- gewaltigung Irlands liest man bei Lensch wiederum kein Wort. Dafür bekommt er es fertig, in einem Zeitpunkt, wo zum erstenmal in der neueren Geschichte das irische Volk sich in seiner Mehrheit bei einem großen Kampf Englands mit diesem solidarisch erklärt und benimmt— nach einer jüngst veröffentlichten Liste kämpfen fünf irische Abgeordnete diesmal im englischen Heer—, das geistige Verhältnis der Jrländer zu England so hinzustellen, wie es vor etwa hundert Jahren gewesen ist. Wem diese Darstellung nützen soll, ist schwer er- sichtlich. Auch wo er von der Rolle der Religion im Leben Englands spricht, schildert Lensch die Zustände so. wie sie seit langem nicht mehr sind. Die Kirchlichkeit hat in England un- gemein nachgelassen, die Klagen über das Leerstehen der Kirchen sind allgemein. In sehr weiten Distrikten Englands ist die Maffe der Arbeiter unkirchlich, wenn nicht direkt anti- kirchliaj. Allerdings gehören auch in bestimmten Landesteilen erhebliche Teile der Arbeiterschaft Englands kirchlichen Gemein- schaften, insbesondere den freikirchlichcn Sekten an. Aber maßlose Uebertreibung ist es, wenn Lensch schreibt:„Auch die Arbeiterführer und Sozialisten gehören in der Regel irgendeiner dieser zahllosen Sekten an, in denen sie des Sonntags Dienste als Erbauungspredigcr tun".„In der Regel" ist das so wenig der Fall, daß man sehr hoch greift, wenn man das Verhältnis als 1 auf Ist ansetzt: Wahrschein- lich ist eS kaum 1 auf 100. Und obendrein führt das Wort „Erbauungsprediger" irre. Wenn Arbeiterführer und Sozialisten Englands in Freikirchen die Kanzel besteigen, dann halten sie Ansprachen für die Arbeiterbewegung und den Sozialismus. Vielleicht mit einigen Kraftstcllen aus der Bibel verbrämt, aber zum Nutzen diesseitiger und nicht jenseitiger Ideale.„Vielfach ist das, was man in England Sozialismus nennt, nichts anderes als ein Gemisch sentimentaler, naiv-reltgiöscr, stramm bibelaläubiger Vorstellungen", heißt es gleich am Anfang bei Lensch in bezug auf den englischen Sozialismus. Auch das erweckt Vor- stellungen, die mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmen. Von „strammer Bibelgläubigkeit" kann kaum bei einem unter 1000 englischen Sozialisten die Rede sein, über 99 Hundertstel der sozialistischen Propagandaschriften sind rein weltlich, und wo man in solchen auf Religiosität stößt, ist sie ethisches Empfinden, das mit Jenseitigkeiten wenig mehr zu tun hat. als daß eS hier und dort mit einer panttzeistischcn oder deistischcn Welt- anschauung verbunden ist, die beiläufig noch bei weitem nicht das grißte Denkübel ist. Das Recht der Kritik in Ehren. Was Lensch aber zur Kennzeichnung der sozialistischen Arbeiterbewegung Englands vorbringt, ist nicht mehr Kritik, sondern systematische t e n- denziöse Herabsetzung. So sagt er von der britischen Arbeiterpartei, sie„segle völlig in liberalem Fahrwasser" und begründet das damit, daß er erzählt, die Partei habe„oft genug, um das liberale Kabinett nicht zu stürzen, in wichtigen Fragen gegen ihre eigenen Anträge ge- stimmt".„Oft genug" ist ein Kautschukbcgriff. unter dem man sich alles mögliche vorstellen kann. Tatsächlich ist es, wenn wiederholt, etwa zwei- oder dreimal vorgekommen, daß die Arbeiterpartei so verfuhr, und dieS unter Umständen, wo die parlamentarische Vertretung der deutschen Sozialdemo- kratie nach ihrer ganzen traditionellen Parteitaktik genau ebenso gehandelt hätte. Z. B. schickten sich einmal die Konservativen an. für einen Antrag der Arbeiterpartei zur Adresse an die Krone zu stimmen, worin der Mangel wirksamer Maß- MelUmg des MD SWWMz. Amtlich. Großes Hauptquartier, 17. November ISli;.(W. T.«.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nbgcsehcn von Artillerie- und Mincnkämpfrn an ein- zelncn Stellen der Front ist nichts von Bedeutung zu de- richten. westlicher Kriegsschauplatz Russische Zerstörer beschoffen gestern an der Nord- spitze von Kurland Prtraggc und die Gegend südwestlich davon. Sonst ist die Lage unverändert. Balkankriegsschauplatz. Die Verfolgung im Gebirge machte weitere gute Fortschritte; die Serben vermochten ihr nirgends nennens- werten Aufenthalt zu bereiten, lieber 2000 Gefangene, 1 Maschinengewehr und 2 Geschütze blieben in unserer Hand. Ober st e Heeresleitung. w MmeiMe semWMlllD». Wien, 17. November.(88. T. v.) Amtlich wird ver- lautbart, 17. November 1815. Russischer Kriegsschauplatz. Nicht? Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern fanden im Görzischcn keine größeren Infanterie- kämpfe statt. Auch die Tätigkeit der italienischen Artillerie war im Vergleiche zu den früheren Tagen bedeutend geringer. Die Lage ist an der ganzen Südwrstfront unverändert. Borgestern belegte eines unserer Flugzeuggeschwader B r e s c i a mit Bomben. Die Flieger konnten starke Brände beobachten. Alle Flugzeuge sind glatt gelandet. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die an der Sandschak-Grenze kämpfenden k. u. k. Truppen warfen die letzten montenegrinischen Nachhuten über den Lim zurück. Die Verfolgung der Serben wird überall fortgesetzt. Die gegen Sjenica vordringende östcrreichisch-ungarischc Ko- lonne warf den Feind aus seinen zäh verteidigten GebirgS- stellungen nördlich von Javor. Die deutschen Truppen deS Generals v. Kocvcß standen gestern abend einen halben Tage- marsch von RaSka entfernt. In Kursumlje ist es zu OrtS- kämpfen gekommen. Der Stellvertreter de? Chefs deS GcneralstabeS: von Hoefer, Fcldmarfchalleutnant. nahmen gegen die Arbeitslosigkeit gerügt wurde, und zwar wollten sie dadurch diesem Antrag den Stempel einer Forderung nach Schutzzöllen aufdrücken, womit natürlich Tendenz und Charakter des Antrages vollständig verändert worden wären. Und da nun stimmten die Ver- treter der Arbeiterpartei mit der Begründung gegen ihn, daß er gar nicht mehr ihr Antrag sei, und vereitelten auf diese Weise das Gelingen des parlamentarischen Schachzuges der Konservativen. Nennt man solches Verfahren im Fahrwasser der Liberalen segeln, wie oft wären dann nicht parlamentarische Vertreter der deutschen Sozialdemokratie im Fahrwasser der liberalen Volksparteiler herumgefuhrwerkt? Wie wenig die Behauptungen Lenschs die Nachprüfung vertragen, dafür noch ein Beispiel aus dem Gebiet der Handelspolitik. Während selbst ein Mann von so unverdächtiger national- liberaler Gesinnung, wie der Nationalökouom Professor Dietzel in Bonn, vor kurzem in einem längeren Aufsatz in der„Kölnischen Ztg." u. a. dargelegt hat, daß Deutschlands Ausfuhr nach Britisch-Jndien unter der von Enestand dort bisher beobachteten Handelspolitik sich äußerst gunstig ent- wickelt habe, erzählt der Sozialdemokrat Lensch in seiner Auf- klärungSschrift den deutschen Arbeitern: „Trotz Freihandel, wie in Indien und„offener Tür", spielt nirgends in der Welt der Handel der übrigen Industriestaaten eine so geringfügige, nirgends der englische Handel eine so herrschende Rolle, wie auf dem Boden der britischen Kolonien." Prüfen wir nun diese Behauptung an der Hand des Statistischen Jahrbuchs für das Deutsche Reich nach. Deutschlands Ausfuhr nach Britisch-Jndien belie sich dem Wert nach auf: Jahr 1900... 56, a Millionen Mark , 1903... 05,1 , 1913... 150,1,. und nach Britisch-Afrika: Jahr 1900... 23 Millionen Mork „ 1906... 45„„ . 1913,.. 229 Dazu nach dem unter britischer Vormundschaft stehenden Aegypten: Jahr 1900... 15,7 Millionen Mark . 1908... 30.9 . 1913... 1184 Danach wird man die Trifligkeit deiS folgenden Satzes erfassen können, den Lensch dem zitierten Satz und obendrein in Sperrdruck folgen läßt: „Die britiscb« Flagge isteinHaupthinderniS für die Ausbreitung fremden Handels." Zu welchem Zweck dieser Satz geschrieben und in Sperr- druck gesetzt wurde, mag dem Erraten der Leser überlassen bleiben. Daß er dem Zweck nicht dienen kann, den der Sozialdemokrat auch im Kriege nicht außer Augen lassen darf, nämlich der Vorbereitung der Geister für die baldige Wieder- aunäherung der Völker nach beendetem Krieg, ist das Mindeste, was mit Bezug auf ihn festgestellt werden niutz. Weiter auf Einzelheiten der Schrift einzugehen, wollen wir uns versagen. so sehr noch allerhand Stellen in ihr dazu herausfordern. Den Geist des Ganzen glauben wir zur Genüge zur Anschauung gebracht zu haben. Es ist der Geist von Vorurteilen, die wir Sozialdemokraten zu bekämpfen, aber nicht noch zu fördern haben. Der Krieg schafft Haß und Ent- fremdung genug, es kann nicht Aufgabe der Sozialdemokratie sein, diese Saat noch zu mehren. Als Machtkampf der Staaten wird der Krieg auf anderen Gebieten zur Entscheidung ge- bracht als auf'dem der Literatur, lieber den Krieg und seine unmittelbaren Zwecke hinaus aber hat die Sozialdemokratie die großen Fragen der Wiederherstellung guter Völker- beziehungen zu ihrem Leitstern zu nehmen, den Blick und das Verständnis für sie zu schärfen.— sbn. Eine Lriedensstimme im englischen Unterhaus. Churchilles verteiüigungsreöe. London, 17. November.(W. T. B.) U n t e r h a u S s i tz u n g vom 15. November. Premierminister A S q u i t h antwortete aus eine Anfrage, der Kriegssekretär sei selbswerstän-dlich Mitglied des Kriegsrates und wohne ihm stets bei, wenn eS erforderlich sei. Asguith lehne es ab, den indischen Sekretär in den Kriegsrat ein- zuberufen, um die Körperschaften nicht zu vergrößern.�, Auf eine andere Frage antwortete er, es könne keinerlei Einführung des Dienstzwanges ohne Zustimmung des Parlaments geschehen. Auf eine Anfrage Aldens(liberal) erklärte Asguith sich in der Wehr- pflichtfvage bereit, eine Abordnung der Abgeordneten zu empfangen. Churchill ägte: Die Taffache, daß ich nicht auf der Frontbank der Opposition hl atz nehme, bedeutet keine Kritik derer, die es tun. Ich hoffe ernst- ich, daß Carstrn regelmäßig zu den Sitzungen erscheint, lieber die Expedition nach Antwerpen sagte Churchill: Der Plan stammte ursprüglich von Kitchener und der französischen Regierung. Ich spielte bei Kitcheners Plan«. Antwerpen zu entsetzen, nur eine Nebenrolle. Am 2. Ok- tober fand ein Ministerrat statt, worauf ich mich nach Antwerpen begab. Ich telegraphierte den Borschlag, daß Belgien den Widerstand forffetzen sollte, der englischen und französischen Regierung, die in drei Tagen endgiltrg telegraphieren sollten, ob und wie viele Ersatz- truppen sie schicken»würden. Beide Regierungen nahmen den Vor. schlag an. Es wunde beschlossen, Ersatztvuppen zu senden. Es ist natürlich richtig, daß die Operationen zu spät begonnen haben, aber es ist nicht meine Schuld. Ich lenkte am 6. September die Aus- merksamkcit der Minister auf die gefährliche Lage Antwerpens. Aber es geschah nichts bis zum 2. Oktober. Die Expedition an den Dardanellen war methodisch urrd fachmännisch gründlich erörtert. Sie war keine improvisierte llnterrrshmung von Dilettanten. Die Adm-iralitäi be- ann im Dezember mit der Ertvägung eines kombimerten militari- 'en und maritimen UeberraschungsangriffeS. Kitchener sagte, er könne keine Truppen abgeben. Der anfängliche Plan sah keinen An- griff auf die Gallipoli-Halbinsel vor. Der Plan wurde vom fron- zösischen Minister Augagneur geprüft und gebilligt. Der erste Er- folg der Beschießung der Außensorts übte eine elektrische Wirkung auf den Balkan aus urrd hatte sofortige Rückwirkung auf Italien. Churchill fuhr fort: Ansang März begann der Forffchritt der Ope- rationen sich zu verlangsamen. Die beweglichen Batterien des Feindes begannen sehr unbequem zu werden. Darauf wurde beschlossen, einen kombinierten maritimen und militärischen Angriff zu machen. Ich bedauerte die Entscheidung und wollte den Flottenangriff fortgesetzt haben, fand aber nicht die Zustimmung Lord Fishers. Ich erhielt vom Lord Fisher weder eine klare Leitung von den Operationen noch eine feste Unterstützung nachher. Wenn die Operationen nicht billigte, hätte er das dem Kriegsrate aussprechen müssen und hätte damals zurücktreten können. Ich übernehme die volle Verant- wortung für die Flottenoperationcn, aber für die militärische Unter- nehmung und ihre Ausführung übernehme ich die Verantwortung nur, soweit ich Kabinettsminister war. Machten es die Flotten- operationen notwendig, daß man militärische Operationen folgen ließ und dabei beharrte? Wir hätten unzweifelhaft nach dem Flottenangriff fiom 18. März die Operationen abbrechen können. Di« militärischen Operationen begannen erst am 25. April. Wenn wir in diesem Zeitraum gewußt hätten, was wir heute über den Verlauf der militärischen Operationen wissen, so würde nie- mand gezögert haben, den Prestigeverlust in Kauf zu nehmen, den der Abbruch des Angriffs auf die Dardanellen verursacht hätte. Der Beschluß, militärische Operationen folgen zu lassen, war selbständig und unabhängig von dem Beschluß über den Flottenangriff. Ich unterstützte diesen zweiten Entschluß, aber das Wesen des Angriffs auf der Gallipoli-Halbinsel mußte Schnelligkeit und Energie sein. Es hätte eine große Gefahr bedeutet, langsam vorzugehen und lange Pausen zwischen den Angriffen zu machen. Andererseits stand unsere Armee auf Gallipoli den ganzen Sommer nur wenige Meilen von dem endgültigen Siege entfernt. Ein Angriff wie bei Neuve Chapelle, Loos und Souchez hätte das Schicksal der türkischen Armee besiegelt. Ich riet das ganze Jahr der Regierung, keine Operationen im Westen zu unternehmen, sondern Konstantinopel zu erobern. Jetzt ist die Lage völlig veräirdert. Churchill fuhr fort, er lasse dem Generalstaats- anwalt F. C. Smith alle seine Dokumente zurück, damit er seine Interessen im Unterhause verteidige. C a r s o n polemisierte gegen die neulich von Grey abgegebene Erklärung über die Politik gegenüber Serbien und sagte: Grehs Erklärung war ungenau und irreführend. Die Regierung hatte tat- sächlich beschlossen, Serbien kein« Hilfe zu senden. Deshalb verließ ich das Kabinett. Erst drei Wochen später beschloß die Regierung, Hilfe zu senden, nachdem sie durcb die Besuche JoffreS und Mille- raiids umgestimmt worden war. Premierminister Asguith wider- spricht Carsou. Trcvelyan sagte: Es wird jetzt bestätigt, daß der Krieg ein Er- schöpfungskrieg sein wird. Wer einen solchen Krieg unter sechsjähriger Tauer schätzt, ist sehr sanguinisch. Wie wird es eine solche Zeit hindurch uns und der übrigen Welt gehen? Ein Erschöpfungskrieg bedeutet für uns ebenso wie für Deutschland den völligen, unwiderbringlichen Ruin. Ich bin scharf getadelt worden, weil ich das Wort Frieden aussprach, aber ich sprach nie von einem Frieden um jeden Preis. Ich sagte, wir haben gewiß Forderungen, ohne die der Krieg nicht enden kann, aber es ist nichts Entehrendes und Demütigendes, die gewünschten Ziele durch Unterhandlungen zu erreichen. Wenn die Deutschen ohne Kampf aus Belgien herausgebracht werden könnten, sollte es auf diese Weise ge- schchen. Ich hoffe, daß die Regierung bereit ist, die natio- nalen Ziele durch Verhandlungen zu erreichen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Die Regierung sollte, falls sie gemachte Friedensvorschläge ablehnt, der Nation ihren Inhalt be- kanntgeben. Bonar Law erwiderte: wir haben heute zum ersten Male eine Art Rede gehört, deren wir noch viele hören werden, ehe der Krieg endet. Keine Rede konnte einen geringeren praktischen Wert baben. Der Vorredner nimmt an, daß die Regierung nicht bereit sei, die Ziele, für die wir kämpfen, ohne Kampf zu erreichen, wenn wir das auf diesem Wege können. Kann sich jemand das ein- bilden? Der Vorredner selbst hat die Bedingungen ausgesprochen, die die Zwecklosigkeit der Reden zeigen. Er verlangte, daß Deutsch- land Belgien räumt, Elsaß-Lothringen abtritt und dem zustimmt, daß die Welt nach dem Nationalitätsprinzip regiert werde. Glaubt jemand, daß Deutschland Elsaß herausgeben und Polen seine Nationalität wiedergeben wird, ohne besiegt zu sein? Jeder emp- findet ebenso wie der Vorredner, waS die Schrecken des Krieges sind. Jeder von uns würde begierig die früheste Gelegenheit er- von öer Westfront. Erlebnisse und Eindrücke. Das Bett. Ein Jahr in der Front— und die Nächte, die Stunden der Ruhe nicht anders verbracht als auf kalter Erde, harten Dielen, dürftigem Stroh,— wenn« hoch kam, allenfalls auch einmal auf verlausten Matratzen mit zerbrochenen Sprungfedern. Und nun mit einem Male vor Dir— ein Bettl Ein richliges, behäbiges Familienbett mit weißer Wäsche, flaumigen Kisten, warmer Decke, ein kleiner Teppich davor, ein Waschtisch daneben, Bilder, Spiegel, Kleiderhaken an den Wänden herum.... Und dies Bett soll bereit stehen, dich aufzunehmen, deine marschmüden Glieder auszuruhen. Keine Gefahr, daß Kanonendonner dich weckt, daß Alarmsignale dich aus süßem Schlummer schrecken. Weitab die Front mit ihrem Lärm und ihrer Anspannung der Nerven. Herrliche Stille ringsum, nur das leise Ticklack einer Uhr von nebenan. Und vor dir' das Bett, dieses wundervolle Bett... Wer eS nicht gesehen hat, so ein richtiges, behäbiges Familien- bett, nach endlosen Monaten im Graben, in zerschossenen und der- lassenen Bauerngehöflen, in zugigen Baracken und dunklen Unter- ständen, der weiß nicht, der vermag nicht zu ermessen, welche Welt von Hochgefühlen das kleine Wörtchen Bett umschließen kann. Deine Augen trinken das zarte Weiß, deine Hände betasten die Weiche... du vergißt Hunger und Neugier. Im Nu sind die schweren, staub- bedeckten Stiefel von den brennenden Füßen; Rock, Hosen fliegen auf den Stuhl. Und nun hinein in die Kissen! Nichtig ausgedehnt die Glieder, die sich so lauge nicht mehr unbekleidet strecken konnten. Die Augen zu I Komm, holder Schlaf... I Er läßt nicht auf sich warten. Und mit freundlichen Träumen umschmeichelt er den Schläfer. Das Bett— das Bett— das ist doch die Heimat. Er liegt ja zu Hause— natürlich zu Hause. Da sind ja die altbekannten Sachen ringsum; eine liebe, weich« Hand lastet über da» Haar; Lippen brennen auf Lippen; eS ist so schön, so feierlich... Bor der Morgensonne flieht der Traum; der Geruhte erwacht. Nun erscheint ihm das Stübchen wohl weniger freundlich, das Bett nicht mehr ganz so behaglich. ES fehlt doch etwas... das Zu- hause.— Indessen, man darf doch nicht zuviel auf einmal verlangen. Und es ist schon viel, unendlich viel, sich vier für ein paar Wochen in sicherem Reservequartier geborgen zu wissen und Nacht für Nacht als Lager zu haben so ein herrliches, gemütliches, weiches Bett. Armeereserve. Sechs Wochen nun schon.heraus''— heraus aus dem feuer« bedrohten Kampfgebiet. Man merkt kaum noch, daß man im Krieg ist. Ab und zu, wenn der Wind gerade von Süden weht, ein ganz fernes, leises Dröhnen schwerer Geschütze; und von Zeit zu Zeit .Alarmbereitschaft' mit gepacktem Tornister und beschränktem Dienst. Im übrigen: Als ob man zu Haufe wäre. Garnisondienst nach allen Regeln des Exerzierdrills I Zwischendurch Appell« und JnstruktionS- stunden, Schulschießen auf improvisiertem Schießstand, Marsch- und Gefechtsübungen, und Turnspiele und Gottesdienste. Die Herren Offi- ziere und Unteroffiziere fangen schon an, mit rotem Mützenrand zu greifen, den Krieg zu beenden, sofern es mit Ehren und ohne die Sicherheit unseres Landes zu gefährden geschehen könnte. Die Zeit wird kommen, wo diese Art Redner ausführlicher beantwortet werden müssen. Die Zeit ist noch nicht gekommen. Das Parlament und die Nation sind entschlossen, wie in den ersten Kriegstagen in unseren Anstrengungen nicht nachzulassen, bis die Ziele, für die wir das Schwert zogen, als der Krieg uns aufgezwungen wurde, befriedigend erreicht sind. Am Ende der Debatte wies Boot(liberal) darauf hin, daß die Liberalen des Wahlkreises, den Travelyan vertritt, beschlossen hätten, bei den nächsten Wahlen einen anderen Abgeordneten zu wählen._ Englisch-französtscher Ministerrat in Paris. London, 17. November.(W. T. B.)(Meldung des Reuterscken Bureaus.) Das Auswärtiae Amt teUt mit: Der Preinierminister, der Staatssekretär des Aeußern.der EhsteLord der Admiralität und der Munitionsminster sind, begleitet von diplomati- schen, militärischen und Marinefachmännern, in Paris ein- getroffen, um mit der französischen Regierung zu beraten. Englischer Druck auf Griechenlanö. London, 17. November.(W. T. B.)»Daily Mail" meldet, die britischen Behörden haben in Liverpool und New Castle neunzig griechische Dampfer zurückge- halten. Notstanö in Englanü. London, 17. November.(W. T. B.)„Times" meldet: Der N o t st a n d in den Städten an der O st k ü st e wird t ä g- lich größer. Die Aussichten sind düster und die Not- wendigkeit einer Unterstützung wird dringend. Der französische Tagesbericht. Paris, 17. November.(W. T. B.) AmtlicherBericht von Dienstag nachmittag. Dem vorherigen Bericht ist nichts hinzuzufügen. Paris, 17. November.(W. T. B.) Amtlicher Bericht von gestern abend. Der Tag war imr durch besonders starke Artilleriekämpfe in der Champagne, in den Argonnen, im Wosvre, im Walde von Apremont, im Elsaß und im Gebiet von Ammerzweiler gekennzeichnet. Belgischer Bericht. Di« Nacht zum 16. November war ruhiger. Am Tage des 16. November wurden unsere vorgeschobene>i Posten an zahlreichen Stellen unserer Front nördlich Dixmuiden heftig beschossen. Einige Geschosse fielen auf unser« Linien südlich dieser Ortschaft sowie auf Saint Jacques Capell« und OudeScapelle. Unsere Artillerie antwortete den deutschen Batterien kräftig und be- schoß die feindlichen Schützengräben. Sie zerstörte Arbeiten vor den versa».«denen Frontstelben. Orientarmee. Die Bulgaren erneuerten am 14. Novem- der ihre heftigen Angriffe auf der ganzen Front am linken Cerna- ufer. Auf der ganzen Front am linken Wavdarufer herrscht« Ruhe. Die ftanzösisch-engli schen Landungen in Saloniki dauern ohne Zwischenfall an. Rtisiisihe Generalstabsmelüung. Petersburg, 17. November.(W. T. B.) Amtlicher Be- r i ch t vom 16. November. Auf der ganzen Front von Riga bis zum Pripet hat sich nichts von Bedeutung ereignet. In der Gegend der Dörfer Gminy und ChraSk(7 Kilometer nördlich von Czar- torhsk) dauern die Kämpfe vor den Styrübergängen an. Auf der Kaukasusfront verjagten unsere Truppen süd- lich des Urmia-SeeS kurdische Banden, die von türkischen Truppen unterstützt wurden. gehen, und jede Parole bringt neue Mahnungen,.betreffend" das Grüßen der Vorgesetzten, die Gleichmäßigkeit der Anzüge, die Unzulässig- keil von.Franzvsenbärteir", den Verkehr init der holden Weiblichleit, die Beachtung des Zapfenstreichs und Gott weiß welch sonstige.Betreffs" noch. Es gibt dreimal am Tage Kaffee, Tee und Kakao, und das Mitlag- essen kommt frisch und warm in den Magen. Die Ehrenposten vor den Wohnungen der höheren Offiziere präsentieren, wenn Vorgesetzte vorbeikommen, und die Regimenlskapelle veranstaltet von Zeil zu Zeil kleine Ständchen. Es gibt ein Arrestlokal und solche, die es benutzen. Es wird gellalichr und gestritten, über den.Dienst" ge- schimpft, Skat gekloppt und über den Zappen gehauen, ganz wie daheim. Sogar die Läuse beginnen einzusehen, daß dies Leben mit dem Krieg nichts mehr zu tun hat und lassen sich(unter freund- licher Nachhilfe scharfer Fingernägel und häßlicher Schwefeldünfte) dazu herbei, allmählich auszusterben.... Dabei ist man freilich immer noch in Feindesland. Die Leule, bei denen man im Onanier liegt, sprechen eine fremde Sprache, tehen unler strenger Kontrolle, müssen mancherlei Auflagen und Ein- chränknngen ihrer Freiheit hinnehmen und haben Söhne und andere Angehörige draußen im Felde— aus der anderen Seite... Mit einem gewissen Mißtrauen übertrat man wohl zuerst die Schwelle des Hauses, das einem als Quartier angewiesen war. Viel- leicht musterte auch der Alte, der sie öffnete, den staub- und schmutz- bedeckten Ankömmling zunächst mit argwöhnischen Blicken. Aber die ungewohnte Sauberkeit und Ordnung einer friedlichen Häuslichkeit wirkte bald beruhigend und besänftigend auf den Angekommenen, und die Bewohner des Hauses lernten schnell, daß die Eindring- linge nicht als Barbaren kamen, nicht»m zu räubern und zu zer- stören, sondern um sich auszuruhen von den Strapazen schwerer Monate im Felde. Hier und da wollte sich ja kein richtiges Verhältnis finden. Ein verbissener Fanatiker, eine mürrische Alte, ein paar andere Quartier- wirte blieben abweisend und kalt, kümmerten sich den Teufel um das Ergehen ihrer Einquartierung und suchten sie wohl gar mit kleinen Schikanen zu ärgern. Auf der anderen Seite taten auch ein paar Feldgraue daS ihrige, durch ungezogenes Benehmen, Schmutze- reien und dergleichen das Verhältnis zu trüben. Aber es waren doch auf beiden Seiten nur Ausnahmen, und man betrachtete sie hüben und drüben auch nur als Ausnahmen, Um so herzlichere Beziehungen bildeten sich in anderen Häusern heraus. Da suchten eS die Wirtsleute ihren Gästen wirklich so an- genehm wie möglich zu machen. ES begann damit, daß sie ihnen von dem selbstgczüchteten Obst vorsetzten, ihnen Teller und Bestecke zum Essen auf sauber gedeckte Tische stellten, ihnen auch wohl Kaffee, iüßen, starken, echt französischen Kaffee an Stelle der dünnen Küchen- brühe einschenkten. Bald wuschen sie ihnen dann auch die schmutzige Wäsche, halfen ihnen beim Reinigen und Nähen der Sacken und taten ihnen sonst zu Gefallen, was sie konnten. Es ward ihnen gedankt in dem Bemühen ihrer Einquartierten, die Ordnung des Hauses zu wahren, keinen Schmutz in die Sauberkeit zu tragen und mit kleinen Hilfeleistungen im Haushalt sich nützlich zu erweisen. So ipannen sich immer mehr Fäden hinüber Und herüber. Und in manchem Hause fühlten sich jetzt die»Eindringlinge' nun schon fast wie zur Familie gehörig. Mehr als mit der inneren hapert es mit der äußeren Ver« ständigung, mit der Sprache. Aber auch da hat sich von Tag zu Meldung der italienischen Heeresleitung. Rom, 17. November.(W. T. B.) Kriegsbericht vom 16. November. Im Etschtale wurde am Morgen des 14. No- vember die Besetzung des Bergabhanges, welcher von Zugnatorta gegen Rovereto abfällt, auf das linke Ufer des Baches Leno di Vallarsa ausgedehnt und verstärkt. Plötzlich eröffnete der Feind heftiges Artilleriefeuer vom Monte Ghello aus und warf sodann Artillerie zum Angriff vor. Er wurde aber zurückgeworfen. Im Padolatale wurden feindliche Gruppen, welche sich unseren Stellun- gen zu nähern versuchten, zurückgeschlagen und ließen einige Ge- fange ne in unseren Händen. Im Fellatale stieß eine unserer Abteilungen bei Lusora mit feindlichen Truppen zusammen, die sie überfiel und zerstreute. Der Gegner ließ auf der Flucht Ge- wehre und Munition zurück. Auf dem Karst fand gestern ein hef- tigec Kampf der gegnerischen Artillerien statt. Feindliche Artillerie beschoß den ganzen Tag die von uns kürzlich eroberten Stellungen, ohne jedoch ihre Verstärkung durch Abteilungen unserer Truppen verhindern zu können. In der Zone am Monte San Michele unternahm der Feind mit starken Kräften nacheinander zwei heftige Angriff« gegen unsere Linien, wurde aber beide Male durch das genaue und rasche Feuer unserer Artillerie aufgehalten und mutzte schließlich unter großen Verlusten zurückweichen. Es wurden auch 33 Gefangene gemachte C a d o r n a. /tos üer türkischen Kammer. Eiscnbahnbauten in Kleinasien. Konstantinopel, 17. November.(W. T. B.) Die Kammer genehmigte in ihrer Sitzung vom 16. November das vor einigen Monaten im Verordnungswege erlassene provisorische Gesetz, wo- nach dem Kriegsministerium als erste Rate eines auf fünf Jahre verteilten Ausnahmekredits anderthalb Millionen Pfund für die Auslagen des Baues und des Betriebes folgender Bahnlinien gewährt werden: Angora— Erserum; Erserum— Schwarzmeerküste; Muratli— Rodosto(Marmarameer); einer Zweiglinie von einem Punkte der Angora— Erserum-Linie nach der Schwarzmeerküste, sowie anderer Zweiglinien, außerdem für den Bau und Betrieb von Hafenanlagen an den Endpunkten dieser Bahnlinien. Nach einer im Laufe der Debatte von der Regierung be- antragten und von der Kammer genehmigten nachträglichen Ab- änderung wird dem KriegSministerinm auch der Bau und Betrieb einer Bahnlinie von Samsun(Schwarzmeer) nach Sivas und einer anderen Linie von Usunköprü(im türkischen Therazien) nach Keschan und von dort nach einem Punkte der Marmaraküfte übertragen. Nach den vom Vertreter des Kriegsministeriums erteilten Aufklärungen wurde der Bau der Linie Angora— Erserum noch während des Krieges in Angriff genommen und sind bereits 36 Kilometer samt mehreren technischen Werken fertiggebaut. Das Kriegsministerium hoffe, den Bau des ganzen Netzes in weniger als zehn Jahren fertigzustellen. Der Endpunkt der von Erserum abgehenden Bahnlinie am Schwarzen Meer werde erst nach dem 51riege bestimmt und bekanntgegeben werden. Bekanntlich sollte die Konzession eine« ähnlichen Netzes in Kleinasicn einer französischen Gruppe erteilt werden, wogegen die französischen Banken der Türkei ein« große Anleihe gewähren sollten. Diese Anleihe wurde zwar flüssig gemacht, di« auf die Bahnkonzession bezüglichen Verträge waren jedoch bis zum Aus- bruch des europäischen Krieges nicht unterzeichnet und sind nun- mehr gegenstandslos geworden. Auf einen Antrag, dem Kriegsminister auch die Schurfkonzes- fionen in einer Zone von 26 Kilometern beiderseits der Bahnstraße zu erteilen, ist die Kammer nicht eingegangen. Der Minister des Innern erklärte jedr-ch, eS sei selbstverständlich, daß diese Kon- zession erst mit Zustimmung des KriegSminffteriums erteilt werden könnte._ Zur Haltung persiens. London, 17. November.(W. T. B.) Unterhaus. Lord Robert Cecil erklärte,«S feien russisch« Verstärkun- gen tvegen Gefährdung der Sicherheit der Diplomaten und Unter« Tag der Zustand gebessert. Man kann sich schon ganz gut unter- ballen, und wenn eS dabei doch noch Schwierigkeiten und Mißver« ständnisse gibt,— so erhöbt das nur den Reiz der Gespräche. Wo die Worte fehlen, müssen Gesten und Zeichen ausHelsen. Schließlich läßt sich aber auch schon mit wenigen Worten eine ganz hübsche Unterhaltung führen. Holt da etwa die HauSftau einen Bottich Kartoffeln und macht sich daran, sie zu waschen..Na," fragt der Gast, der eben mit dem Neinigen seines Gewehrs fertig ist,.Pommes de teire?" iDaß»xornrnes de terre".Kartoffeln" heißt, das haben ihm die Ausrufer auf der Eiraße längst beigebracht.)—„Oui, oui!" nickt die Hausfrau,„mr souper."—.Aha, zum Souper. Soll ich ein bißchen helfen schälen?" Und der Frager verdeutlicht seine Frage, indem er ein Messer nimmt und entsprechende Bewegungen macht. —»Peler? 0, si votis voulez—!u»Man immer los. Wollen wir mal zusammen„pslsr"; wir sagen.pellen". Touts la mßme chose." Und lachend freuen sie sich des Gleichklangs der Worte. Es ist wirklich gar nicht so schwer, sich zu verständigen.—»Brot nix da I" beginnt dann die Frau des Hauses wieder, um zu erläutern, weshalb sie die Kartoffeln zum Abendbrot bereitet.— „Oni, oui, Brot gibt's nicht viel. Bei unS ist auch nicht viel da.... Diner, soupsr— der prii— beauooup Geld." Wieder hilft die Bewegung des GeldzählenS ein wenig nach. Die Verständigung.klappt" ausgezeichnet.—„C'est la guerre!" seufzt kopinickend die Fran.—„La guerre, ja ja I Macht alleS kaputt. Grand malheur!"—„Oui, rnonsisur, un grand malheur! Et nix Schluß! Gn grand malheur Iu—.Dabei kommen wir doch so gut zusammen aus, nicht wahr? Vons und nous— hon ami, He? Nix piffpaff?I Lieber—" Mundtpiyen und Kußhand ergänzen den Satz. Die Frau lacht. Aber dann wird sie schnell wieder ernst; ihr Gesicht rötet sich, und es ist, als schämte sie sich ihrer selbst. Sie denkt daran, daß auch ihr Gatte zu denen gehört, die hinaus mußten und jetzt wobl draußen im Graben liegen, im Feuer der Kameraden dieses Mannes, der da eben mit ihr schäkern will. Der junge Krieger sieht das Erröten und versteht.—»Rn. nicht» für ungut! Excussz, Madame, excusez man I Ich weiß ja Bescheid. Sie sind Madame, non Madsmoisslle. Und Ihr Mann — votre— votre(das Wort für.Gatte" fehlt. Aber wozu hinge an der Wand ein Bild des abwesenden Hausherrn? Ein Fingerzeig dahin ergänzt die Lücke) ist im la guerre— piffpaff... grand malheur, weiß der Himmel Aber deshalb können wir doch gute Freunde sein. Don ami trotzdem, vous und nous! Gompris?u —„Oui, oui!" lächelt die Frau,»nix bös wir. Die Krieg bös!'... So geht das Geplauder hin und her. Wieder und wieder aber kehrt es zu dem Thema zurück:„La guerre"— ein„malheur". Man kommt so gut miteinander aus,— warum eigentlich ist man sich feind?-- Die Zeit vergeht schnell. Lange wird eS wohl nicht mehr dauern, dann geht'S wieder»in die Sappe" zurück. Dann heißt die Sprache mit den Bewohnern des Landes wieder„piffpaff", und an die Stelle der harmlosen Exerzitien tritt der blutige Ernst. Es ist ja nur eine kurze Pause, ein Atemholen, da? die lange Reihe der Kämpfe hier unterbricht. Aber— ganz schön ist eS doch!... S. N. taten der Entente nach Teheran abgegangen, um tm Notfalle die ausländischen Kolonien zu beschützen. Die britische Regierung wünsche nichts lieber, als freundschaftliche Beziehungen zur persischen Regierung zu unterhalten, wenn diese wirtlich Matz- regeln ergreifen wolle, um Angriffen von Amtspersonen Englands und der Alliierten zuvorzukommen. ** ♦ Berlin, 17. November.(SB. T. 58.) Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt:„Am vergangenen Donners- tag hat Sir Edward Grey im englischen Unterhause eriärt: die Mitteilung des russischen Gesandten an die persische Regierung, datz das englisch-russische Abkommen über die Auf- rechter Haltung der persischen Integrität und Unabhängigkeit außer Kraft treten werde, falls Persien besondere Abkommen mit Deutschland und der Türkei treffe, sei im Einvernehmen mit der englischen Regierung erfolgt. Es sei klar, datz die persische Regierung keine Abkommen mit den Feinden Englands treffen könne, die Mordanschläge auf die englischen Kon- suln und ihre Untergebenen in Persien angestiftet hätten, ohne damit die Lage Persiens zu gefährden. Wir vermuten, datz der Zusammenbruch des englisch-russischen Abkommens über Persien vom.Jahre 1307 die persische Regierung nicht gerade besonders schrecken wird. Der Versuch, das Abkommen, das Persien russischer und englischer Eroberungssucht wehrlos auslieferte, als Bürgschaft für die Integrität und Unabhängigkeit Per- siens hinzustellen, wird von der ganzen Welt mit gebührender .Heiterkeit begrüßt werden. Wenn englische Beamte in Persien der Volkswut zum Opfer gefallen sind, so ist das angesichts des eng- lisch-russischcn Vorgehens in diesem Lande nickst weiter erstaunlich. Erstaunlich ist nur, datz Sir Edward Grey, der sich so schwer zu Tatsachen zu bekennen vermag,, wie seine kläglichen Ausflüchte über die Verhandlungen über das englisch-russische Marineabkom- men und seine Erklärungen gegerniber dem Fürsten LichnowSkh er- weisen, so positiv werden kann, wenn es gilt, die Anschläge auf die englischen Konsulatsbeamten den Gegnern Englands, also natürlich Deutschland, zur Last zu legen. Der deutschen Regierung ist nur von einem einzigen Mordanschlag auf einen englischen Konsulats- beamten etwas bekannt, und zwar auf Sir Roger Casement, der von dem englischen Gesandten in Kristiania mit Billigung der eng- lischen Regierung geplant war." politische Uebersicht. Zum Locbellschcu Erlah. Tie Beeinflussung der kleinen Presse durch den preutzi- schen Minister des Innern wird weiter durch eine Zuschrift illustriert, die die„Freisinnige Zeitung" der„Deutschen Presse", dem Organ des Reichsvcrbandes der Deutschen Presse, entnimmt. Wörtlich heißt es da: „Besonders auffallend ist die Neugierde, die die Negis- rung im vergangenen Sommer den Zeitungen entgegen- gebracht hat. Im Juli bzw. August, hier und da noch im September, hat man in einzelnen preußischen Regierungs- bezirken genaue Auskünfte über die einzelnen Blätter eingeholt. Die Feststellungen erstreckten sich auf die Abonnentenziffer, auf die Persönlichkeit des Redakteurs, seine Vorbild-ung, seine Vorstrafen, seine besonder n journalistischen Arbeitsgebiete usw. Man gewinnt den Ein- druck, daß durch jene Umfrage, die von den unteren Organen mehr oder weniger geschickt vorgenommen wurde— uns kam der von den Polizeiorganen auszufüllende Fragebogen zu Gesicht— die Unterlagen für die praktische Durchführung des Ministerialerlasses geschaffen werden sollten. Wir stellen ausdrücklich fest, daß man bei jener geheimnisvollen Rund- frage sich nicht auf die Blätter und Redakteure beschränkt hat, bei denen sich die Regierung als mittelbarer Auftraggeber amtlicher Bekanntmachungen besonderen Erfolg versprechen durfte. Eine bekannte Tatsache ist, daß bei einzelnen Regie- rungen genaue Geheimakten über die im Be- zirk tätigen Redakteure geführt werden. Daß die unteren Stellen angewiesen sind, auf die Vervollständigung dieser Personalakten ständig bedacht zu sein, ergibt sich aus dem Verhalten der Polizeibehörden bei der Vernehmung von Redakteuren. So sucht man gelegentlich aus Redakteuren auch herauszubringen, ob und welche politischen Einflüsse bei ihrer Anstellung maßgebend gewesen sind. Nachforschungen in dieser Richtung sind in Oberschlesicn in einem bestimmten Falle in der allerjüngsten Zeit gemacht worden." Koloniale Kriegszicle. Das Kolonial- Wirtschaftliche Komitee, Wirt- schaftlicher Ausschutz der Deutschen Kolonialgesellschast, hat in einer Sitzung seines Gesamtvorstandes folgende Emschlietzung gefatzt: Das Kolonial-Wirtschaflliche Komitee hält es für unerlätzllch, datz unbeschadet der Bestrebungen, die aus eine Sicherung und Er- Weiterung der Grundlagen der deutschen Volkswirtschaft inner- halb Europas abzielen, eine Ergänzung derselben durch Aus- gestaltung und Vergrötzerung des deutschen Kolonialbesitzes durchgesetzt wird. Es ist mit Bestimmtheit zu erwarten, datz auch in Zukunft sowohl die deutsche Landwirtschaft wie die deutsche Industrie überseeische Rohprodukte, wie Futtermittel, Baumwolle und Wolle, Kaffee und Kakao, Kopra, Palmkerne und Palmöl, Erdnüsse und Sesam, Guttapercha, Kautschuk und Sisalhanf, tropische Hölter und Gerbstoffe, nutzbare Mineralien usw. in steigendem Matze benötigen werden. Zur dauernden Sicherung ihres Bezuges ist die Deckung we- nigstens eines ansehnlichen Teiles des deutschen Bedarfs aus eigenen Kolonien unbedingt erforderlich. In gleicher Weise liegt eS imJrner« esse der Lebensfähigkeit der deutschen Industrie, datz wenigstens für einen Teil ihrer Ausfuhrerzeugnisse deutsche Kolonien einen ge- sicherten Absatzmarkt bieten. Volkswirtschaftlich, national und politisch ist eS ferner von größter Bedeutung, die wenn auch zur Zeit nur kleinen Scharen deutscher Auswanderer in eigenen Kolonien anzusiedeln, damit dem Deutschtum zu erhalten und die Berteidiguugsfähigkeit der Kolonien zu erhöhen. Slls Grundlage der künftigen kolonialen Betätigung mutz aus- gegangen werden von dem was bisher in dreißigjähriger mühevoller Kulturarbeit geschaffen worden ist. Daher ist in erster Linie an dem bisherigen Kolonialbesitz festzuhallett. Bei Erwerbung neuer Kolonialgebiele ist einerseits ein organischer Anschluß an unsere bis- herigen Kolonien anzustreben und andererseits im Auge zu behalten, datz die neuen Gebiete nach Boden, Klima und Bevölkerungszahl geeignet sind, die für die deutsche Volkswirtschaft wichtigsten Rohstoffe in erheblicher Menge zu liefern und der deutschen Industrie als Absatzgebiete für ihre Erzeugnisse zu dienen. Das Heer der„Patrioten". Wie die österreichische Fachzeitschrift„Kaufniärnn.ue Presse" kürzlich mitteilte, find in der letzten Zeit in Wien und Nieder« Österreich nicht weniger alS 30 000 Anzeigen wegen Preistreibereien bei den Behörden erstattet worden. Auch in Graz und Steiermark soll die Zahl der Anzeigen nicht unbedeutend sein. Die»uneigennützigen' Lemchen, die sich aus der Haut der konsumierenden Menschen Profite schneiden, bilden also ein ganz gewaltiges Heer. Nur wirkt es„verdienstlicher" hinter als an der Front. Man kann daran« ersehen, welch seelischen Auf- schwung diese Leute jetzt durchmachen, wenn sie ihre Mitmenschen gewissenlos ausbeuten._ Handel mit Ehrenzeichen. Die bereits früher in gewissen Kreisen herrschende Sehnsucht nach einer Knopflochzierde oder einem Ordensbändchen auf der Brust ist durch den Krieg nicht vermindert worden. Im Gegenteil, die zahlreichen Auszeichnungen, die im Felde stehenden Männern zuteil wurden, ließen auch bei nicht am Kriege beteiligten Personen den Wunsch stärker werden, irgendein Ehrenzeichen zu befitzen. Diesem Bedürfnis zu entsprechen, haben sich auch schon wieder geschäftseifrige Leute gefunden, die durch ihre Vermittelung die Schmerzen ordens- lüsterner Menschen zu beseitigen bereit sind, wie nachstehendes Schreiben es uns zeigt: „Georg Kärger, Direktor, Berlin V? 80, Freisinger Str. 16. Fernspr. Lützow 7797. Berlin, den...... 15. Sehr geehrter Herr! Hierdurch gestatte ich mir die höfliche Anftage, ob beifolgende Notiz ernsthaftes Interesse für Sie hat? In diesem Falle bin ich gern bereit, Ihnen auf Wunsch weitere Informationen kostenlos zukommen zu lassen. Ich bemerke, datz die Durchführungskosten nur im Falle des Erfolges zu bezahlen find. Mit vorzüglicher Hochachtung Dir. Kärger." Diesem Anschreiben ist ein längerer Prospekt beigelegt, dessen hauptsächlichster Inhalt folgendermaßen lautet: „Ehrenzeichen des Roten KreuzeS. Wie seinerzeit amtlich verlautbart worden ist. hat Kaiser Franz Joseph zu Beginn dieses Krieges auS Anlaß des 50jährigen Be- standes der Genfer Konvention neue Ordensauszetchnungen gestiftet, Ehrenzeichen für Verdienste um das Rote Kreuz; Verdienststern, Ebrenkreuze 1. und 2. Klasse und zwei Ehrenmedaillen, silberne und bronzene. Oberster Inhaber ist der Kaiser selbst. Diese Auszeichnungen werden für wirkliche Verdienste auf dem Gebiete des freiwilligen Hilfsdienstes des Roten Kreuzes mit Allerhöchstem Diplom verliehen und können auch in Miniatur oder das Band allein(Rosette) getragen werden; sie bleiben für die Nachkommen ein historisches Andenken an den großen Krieg. Das Rote Kreuz verdient jetzt möglichste Unter- stützung, die entsprechend anerkannt wird. Voraussetzung ist natürlich, datz der an allerhöchster Stelle vorzuschlagende Bewerber einen ladellosen Leumund besitzt und die amtliche Prüfung seine erforderliche Qualifikation erweist." Nachdem dann eine längere Aufzählung von hochgestellten Per- sönlichkeiien, die schon im Besitz von Ehrenzeichen sind, gefolgt ist, heitzt«S am Schlüsse des Prospekts:„So wie da« Eiserne Kreuz und die österreichische Tapferkeitsmedaille für den Krieger, ist das Ehrenzeichen vom Roten Kreuz die schönste Auszeichnung ideeller Verdienste für den Bürger." Man kann ohne weiteres annehmen, datz nicht wenige Personen von diesem verlockenden Angebot Gebrauch machen und die Ver- mittlertätigkeit des Herrn Direktor Kärger in Anspruch nehmen werden. An dem Kostenpunkt wird die Sache jedenfalls nicht scheitern, denn für die Befriedigung ihrer Eitelkeit ist den Herr- schaften gewöhnlich„keine Wurst zu teuer". Regelung der Buttereinfuhr. Neber die Einfuhr von Butter hat der Stellvertreter des Reichs- kanzlers Bestimmuiigen erlassen, die am Dienstag in Kraft getreten sind. Danach darf aus dem Auslände vingeführte Butter nur durch die Zentral-Einkaufsgesellfchaft in den SZer- kehr gebracht werden. SBer nach dem 16. November Butter aus dem Ausland ern führt, hat sie an die Zentral-Einkaufsgesellschaft m. b. H. in Berlin zu verkaufen und zu liefern. Wer aus dem Aus- land Butter einführt, ist verpflichtet, die Zentral-Einkaufsgesell- schaft m. b. H. unter Angabe von Menge, Preis und Be- stimmungsort unverzüglich nach der im Ausland erfolgten SZer- ladung der Butter Anzeige zu erstatten, auch alle sonstigen andelsüblichen Mitteilungen an die Gesellschaft weiterzuleiten. Er at ferner den Eingang der Butter und deren Aufbewahrungsort der Gesellschaft unverzüglich anzuzeigen. Die Slnzeigen und Mitteilungen erfolgen telegraphisch; sie sind schriftlich zu bestätigen. Wer an die Zentral-Einkaufsgesellschaft m. b. H. zu liefern hat, hat die Butter bis zur Abnahme durch die Gesellschaft mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns aufzubewahren, zu behandeln und sie auf Verlangen der Gesellschaft an einem von ihr zu bezeichnen- den Orte zur Besichtigung zu stellen. Er ist verpflichtet, etwaige Verladungsamveisungen der Gesellschaft zu befolgen. Di« Zentral- Einkaufsgefellschaft m. b. H. soll sich nach Empfang der Anzeige von der Anfuhr, und wenn eine Besichtigung vorgenommen wird, nach der Besichtigung erklären, ob sie die Butter übernehmen will. Das Eigentum geht mit dem Zeitpunkt auf die Gesellschaft über, in dem die Uebernahmeerklärung dem Veräutzerer zugeht. Die Zentral-EinkaufSgesellschaft m. b. H. setzt den lieber nähme- preis fest. Alle Streitigkeiten zwischen der Zentral-Einkaufs- gesellfchast m. b. H. und dem Veräutzerer über die Lieferung, die Aufbewahrung und den Eigentumsübergang entscheidet endgüttig ein Ausschutz. Dieser besteht aus einem Vorsitzenden und vier Mitgliedern sowie deren Stellvertreter. Ausgenommen von diesen Bestimmungen sind geringfügige Mengen, die als Reiseproviant oder im Grenzverkehr aus dem Ausland eingefiihrt werden, sofern die Einfuhr nicht zu Haudelszwecken erfolgt. Etwaige Ausnahmen von diesen Besttmmungen bteiben besonderer Anordnung vorbehal- ten. Als Ausland im Sinne dieser iSestimmungen gilt nicht das besetzte Gebiet. Kriegsbekanntmachungen. Zur Beachtung bei Geldsendungen an deutsche Kriegs- gefangene in Frankreich. Auf Postsendungen, insbesondere auf Postanweisungen an Kriegsgefangene in Frankreich, ist zur Verhütung der Aushändigung der Sendung oder des Betrages an Unbcrech- tigte gleichen oder ähnlichen Namens hinter dem Namen des Empfängers tunlichst noch die Matrikelnummer(Kontroll- nummer) anzugeben, unter der der Gefangene in Frankreich ge- führt wird. Bei Postanweisungen gehört diese Angabe auf den Abschnitt(Rückseite). Letzte Nachrichten. Die Bulgaren vor Monastir. Mailand, 17. November.(Ueber Stern.)(W. T. B.) Der Spezialberichiterstatter des„Corriere della Sera" drahtet seine-n Blatte ads F l o r i n a, das Schicksal von Monastir sei nunmehr besiegelt. Nach lStägigen wütenden bulgarischen Angriffen, denen die Serben heldenmütig standgehalten hätten, hätten die Bulgaren die Babunjastellung eingekreist. Vor 50 000 Bulgaren, die im Tale und«uf dem südlichen AbHange der BabunabergeS verteilt seien, hätten fich die beiden verteidigenden serbischen Regimenter zurück- ziehen müssen, da sie in Gefahr seien, durch ein anderes von Tewvo kommendes bulgarisches Armeekorps von ihrer Rückzugs- linie abgeschnitten zu werden. Monastir lebe in angstvoller Er- Wartung. Hunderte von Einwohnern Monasttrs flüchteten gegen die griechische Grenze zusammen mit Tausenden von 5Sauern und Hirten. Ms Groß-öerlin. Einzelpreise für Schweinefleisch in Groß- Serlin. Die SZertreter der Grotz-Berliner Gemeinden haben in einer am Dienstag abgehaltenen Sitzung beschlossen, folgende Einzelpreise für Schweinefleisch festzusetzen: Für ein Pfund Rippespeer, Kamm, Schuft, Sch tn- k e n mit Hinterbein, Bauch und Blatt 1,40 M. Es bleibt also bezüglich dieser Fleischteile bei dem geschlichen Höchstpreise. Jedoch hat der Magistrat die Einschränkung verordnet, datz beim Verkauf der genannten Stücke besondere Beilagen nicht zugegeheu werden dürfen. Der Höchstpreis für Dickbein vom Vorderbein be- trägt 0,30 M„ für K o p f o h n e F e t t b a ck e 0,65 M.. für S p i tz- bein 0,30 M. Für Fleischwaren ordnet der Magistrat folgende Höchst- preise für das Pfund an: Schmalz............. 2,50 MI. Geräucherter fetter Speck...... 2,30„ Geräucherter magerer Speck(58auchspeck) 2,10„ Rohschinken mit Knochen im Ganzen.,. 2,20„ Rollschinken im Ganzen....... 2,60„ Beide Schinkensorten im Aufschnitt.., 3,—„ Schweinespeck........... 2,30„ Borderschinken ohne Knochen 2,30„ Pökelfleisch im Aufschnitt....... 2,20„ Gekochter Hinterschtnken...».,> 3,—» Soweit diese Verordnung frisches(rohes) Fleisch be- trifft, tritt sie am 20. November, also nächsten Sonnabend, bezüglich der sonstigen oben benannten Fleischwaren dagegen am 1. Dezember in Kraft. Ob auch für Wurst waren noch besondere Preise festgesetzt werden, ist noch Gegenstand weiterer Beratung. * Gleichzeitig mit dieser Preisfestsetzung haben die Gemeinden ein« Eingabe an den Reichskanzler beschlossen, worin sie ersuchen, den Einzelpreis für die besten Fleischsorten zu erhöhen. Der Magistrat teilt darüber folgendes mit:„Wie schon früher be- tont, gewährt die BundeSratSverordnung vom 4. Novenrber wohl den Gemeinden das Recht, Höchstpreise für die Einzelsorten festzusetzen, sie knüpft aber dieses Recht an die 58«stimmung. daß der in der Verordnung folbft festgesetzte, in Berlin 1,40 M. betragende Höchstpreis für frisches Fleisch nicht über- schritten werden darf. Nach den aufgestellten Berechnungen läßt aber bei den Gewerbeverhältnissen Grotz-BerlinS die Spanne zwischen dem Preise für das lebende Schwein und für Fleisch im Kleinhandel nicht zu. daß nennenswerte Fleischmengen zu einem geringeren Preise als 1,40 M. abgegeben werden. Es steht zu befürchten, daß etwaige weitere Herabsetzungen den Fleischer ver- anlassen, zum Verkauf minderwertiger Ware überzugehen oder das Ausschlachten von Schweinen überhaupt aufzugeben. Andererseits erscheint es als Unbilligkeit, datz die wertvollen Fleischstücke, wie Filet, Schnitzel, Mittelkacbonade, zu demselben Preise verkauft werden wie andere Stücke, welche in der Hauptsache in der minder- bemittelten Bevölkerung zum Verzehr gelangen. Die Groß- Berliner Gemeinden wünschen deshalb eine Aenderung der gesetz- lichen iSestimmungen dahin, datz ihnen gestattet wird, für gewisse bessere Fleischstücke einen höheren Preis vorzuschreiben, um so die Möglichkeit für den billigeren Verkauf geringerer Stücke zu er- halten. Dabei müßte also an dem vom Bundesrat festgesetzten Höchstpreis als Durchschnittspreis derart festgehalten werden, datz der Gesamteclös aus dem Schwein kein« höhere Summe ergibt als den von dem Gesetz vorgeschriebenen Höchstbetrag. Datz sich in zahlreichen anderen Städten die gleiche Auffassung geltend macht, geht aus den Beschlüssen einer Reihe von Stadtvcnvaltungen hervor, schon jetzt für bessere Fleischsorten höhere Preise fest- zusetzen. Die preußischen AuSfühoungsbestimmungen zu der Höchstpreisverordnung des Bundesrats erklären aber solche Fest- setzungen ausdrücklich für unzulässig und schreiben vor, datz auch bei verschiedenen Preisen für die einzelnen Fleischsorten die gesetz- liche Preisgrenze für keine Sorten ftischen(rohen) Fleisches überschritten werden darf." Soweit die Eingabe. Der Beschlutz der Berliner Gemeinden wirb der Bevölkerung zunächst den Vorteil bringen, datz die neu eingeführten Knochenbeilagen beseitigt werden. Wenn dann die Gemeinden weiter in einer Eingabe an den Kanzler verlangen, datz für die besseren Fleischsorten höhere Preise festgesetzt werden, so ist das lediglich den Ladenschlächtern gegenüber ein Entgegen- kommen, das aber nicht dazu geeignet ist, den bestehenden Kalami- täten auf dem Schweinefleischmarkt zu begegnen. Wer die Zahlen der letzten Schweineangebode auf dem städtischen Viehhof in den letzten Tagen verfolgt hat, konnte bemerken, daß trotz eines reich- lichen Schwcinebestandes in Deutschland diese Angebote nur aus einem geringen Bruchteil der früheren bestehen. Es mutz daraus gefolgert werden, datz die vom Reich festgesetzten Preise Produzenten wie Großhändlern nicht genügen und daß das Vieh künstlich vom Markt zurückgehalten wird, um höhere Preise zu erzwingen. Es wäre daher wünschenswert gewesen, wenn sich auch die Gemeinden energisch gegen dieses Verhalten der Jnteressentengruppen gewendet und vom Reiche schleunige Matznahmen zur Beseitigung dieses Zu- standes verlangt hätten. Zur Regelung der Milchhöchstpreise. Amtlich wird mitgeteilt: Aus Anlaß der Höchstpreisver- ordnung fiir Milch sind Zweifel darüber entstanden, ob in diesem Preise dieVergütungfürdasZutragen der MilchinsHans einbegriffen ist. Dies ist n i ch t der Fall. Die Milchhöchstpreisverordnungen nehmen, wenn nichts ande- res gesagt ist, den bisher bestehenden Zustand im freien Handel zum Ausgangspunkt. Beim Milchverkauf war es bisher üblich, daß der Verkaufspreis sich ab Laden oder ab Wagen verstand, und daß für das Zutragen ins Haus, je nach den besonderen Verhältnissen, ein kleiner Aufschlag ge- nommen wurde. Dieser Aufschlag kann auch heute noch zu dem Grundpreis von 30 Pf. genommen werden; es dürfen nur für den Verkauf ab Laden oder ab Wagen nicht mehr als 30 Pf. genommen werden. Es ist selbstverständlich, daß der Aufschlag nicht ungemessen hoch sein darf. Hierüber finden im übrigen noch Beratungen innerhalb der Preisprüfungs- stelle statt._ Ausstellung der Arbeiten von Verwundeten. Ein Weihnachtsbazar zum Besten der Kriegs- beschädigten in den Lazaretten findet am 26., 27. und 28. No- vember in den ProvinzialtaidtagS räumen des LandeshatifeS der Provinz Brandenburg in Skrlin. Matthäikirchstratze 20/21, statt. ES werben die verschiedensten Gegenstände, die sich zu Geschenk- zwecken eignen und von den Verwundeten selber gefertigt sind, dort zur Ausstellung und zum Berkauf gelangen, auch werden Be- stellungen darauf entgegengenommen werden. Außer Gegenständen der Korbmacherei, Buchbinderei, Tischlerei sollen die verschiedensten Metall-, Schnitz- und Knüpfarbeiten feilgehalten werden. Die Er- öffnung wird am 26. November gegen Mittag erfolgen. VerllnS Fremdenverkehr. Der Zustrom von Fremden nach Berlin, der mit Ausbruch des Krieges ehre jähe Unterbrechung erlitt, hat im Laufe des Jahres ISIS sich allmählich wieder gesteigert. Nach den bei der Polizei eingegangenen Meldungen war die Zahl der hier in Gasthöfen, Hotel garnis und sonstigen Anstallen abgestiegenen Fremden in den Monaten April bis September des vorjährigen Sommers 103 432, 112 035, 126 903, 134 613, 83 089, 69 338, sodann in den Monaten Oktober bis März des letzten Winters 74 014. 71 271, 73 366, 74 343 80 732, 87 869, weiter in den Monaten April bis September dieses Sommers 83 881, 84 133, 79 348, 83 261, 100 386, 36 331. In diesem Jahre brachten August und September zusammen um 33 270 Fremde mehr als dieselbe» Monate des vorigen Jahres. aber allerdings immer noch um 83946 Fremde weniger als dieselben Monate des vorvorigen Jahres. Für die zwölf ersten Kiiegsmonale von August 1314 bis Juli 1315 wurden in Berlin nur 362 327 Fremde gezählt, gegenüber 1 431 810 Fremden für dieselben zwölf Monate des vorhergehenden Jahres. Selbstverständlich find be- sonders die Fremden aus dem Ausland jetzt sehr viel weniger zahl- reich unter den Gästen Berlins vertreten. Verkauf von Kriegslichtbrcnnern. Wie uns die Spiritus-Zentrale mitteilt, find jetzt in ihrem Verkaufslokal Friedrichstraste 60 die neuen Kriegslichtbrenner, so- weit es die jeweiligen Vorräte gestatten, zum vorgeschriebenen Preise von 4 M. auch im Einzelverkauf zu haben. Ein mysteriöser Selbstmord beschäftigt die Spandauer Krimi- nalpolizei. Am Sonntag gegen Abend befanden sich mehrere Männer in einem Schanklokal unweit des Südhafens, unter ihnen auch der Schlosier Jtsch, der im Stratzenbahndepot am Nonnen- dämm arbeitete. Er erzählte in aufgeregtem Zustande, dast er einen Menschen erstochen habe und dast er mm keine Nuhe mehr fände. Mit einemmal warf I. das Portemonnaie auf den Tisch und ver- liest unter dem Ruf:„Ich nehme mir da? Leben I* das Lokal. Am Havelufer sprang er vom Bollwerk ins Wafier. Mehreren Sol- baten gelang es endlich, den Ertrinkenden aus dem Wasser heraus- zuziehen. I. war aber bereits bewußtlos und verstarb aus dem Wege ins Krankenhaus._ Liebestragödie. Ein Liebespärchen, das Dienstagabend in einem Hotel Unter den Linden abstieg, hat sich in der darauffolgenden Nacht vergiftet. Trotzdem das Unglück bald bemerkt wurde, fand die herbeigerufene Polizei beide nur noch als Leichen vor. Beide sind unbekannt.� Der Mann befindet sich ungefähr Mitte der zwanziger Jahre, das jung« Mädchen wird auf 17 bis 18 Jahre geschätzt. Wcttcrw.lsfichtrn fü* das mittlere Norddeutschland bis Freitag- mittag: Im Westen etwas nebelig, sonst ziemlich heiter, östlich der Oder nock, überwiegend bewölkt jedoch nirgends erhebliche Nieder- schlage; Temperaturen um den Gefrierpunkt schwankend. Verband der Ireien Gast- und Sebankwirte Deutschlands. Zahlstelle Tegel. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Cbeirau des Kollegen M o t h e S(Tegelort). Frau A.fins Mothes am Herzschlag ocrswrben ist. Di« Beerdigung findet am Donnerstag, den 18. November. nachmittag« 2'/, Uhr, von der Leichenhalle des städt. Friedhofs. Müller- Ecke Scestratze aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Bezirksleitung. Nach langem Warten haben wir die traurige Nachricht erhalten, datz unser emziger Sohn, der Heizer Franz Reimer am 23, Ottober er. im blühende,, Alter von 21 Jahren gesallen ist. In tiesstem Schmerz 8991 die untröstlicheu Eltern KhI Reimer u. Frau. Weitzensee. Wörthfir. 24. in guter Ausführung VORWÄRTS Buchdruckerei und Verlag SW.6S Lln�onstraße 3 sowie die übrigen Schlager. 10 L'hr: ,, Michel-'. Große 3 aktige Pantomime _ von Paula Busch._ Heines Werke -■. 3 Lande 4 Mark■ Buchhandlung Vorwärt» tor- ctalw XC' Ziehung 20. u. 22. November Rote 4* Lotterie Gesaratw. d. 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Etg. onntrgs ceössnet von 12— 2.> Deutscher Hilfsausschuß L Rote Kreuz in Bulgarien Ehrenvsrsihender: Seine Hsheit Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg:: Vorsitzender: Staatssekretär Dr. Soff Geschäfisführender Ausschuß: Schlieper, Geschäftsinhaber d. Disconio-Ges. Haber, Geh. Ober.lfteg.-Aat Dr. Niehues, Oberstabsarzt Manbelbamn, Kommerzienrot Schatzmeister Schrlstführer Beisitzer ftgl. Äulgar. Konsul Aufruf. Bulgarien hat sich entschlossen, an der Seite der Zentralmachte und der Türkei in den Wesikrieg einzutreten. Das deutsche Volt isi zweisessos bereit, seinen Teil beizutragen, daß auch die Verwundeten und Kranken im bulgarischen Kriege des großartigen �iebeswerks teilhaftig werden, welches sich auf den zentraleuropäischen Kriegs- schauplä'tzen in so hervorragender Weise bewährt hat.:: Um die deutsche Hilfstätigkeit nach Bulgarien zu übermitteln und dort nutzbar zu machen, hat sich in Berlin unter dem(Zhrenvorsih Seiner Hoheit des Herzogs Johann Atbrecht zu Mecklenburg und der Leitung des Staatssekretärs Dr. Solf der„Deutsche Hilfsausschuß für das Rote Kreuz in Bulgarien" gebildet. Die deutsche Kolonie in Sofia hat sich zu dem gleichen Zweck zusammengeschlossen. Ihre Majestät die Kbnigtn der Adgareu, welche bereits während der Balkankriege die freiwittige Krankenpflege in vorbildlicher Weise geleitet hat, ist wiederum an die Spitze des �iebeswerks in Bulgarien getreten, u An alle Deutschen ergeht hiermit die Aufforderung, dem Hilfsausschuß die zur Erfüllung seiner Aufgaben not- wendigen Geldmittel zuzuführen./ Beitrage werde« vo« den nachstehende« Bankhäusern entgegengenommen: Veichshauptbank Verlin und sämttiche Veichsbankanftatten:: Königliche Seehandlung(preußische Staatsbank) Mit sämtlichen Niederlassungen und Oeposstenkassen: Vank für Handel und Industrie:: Berliner Handels-Gesellschaft:: S. Vleichröder:: Lommerz- und Oisconlo-Vank:: Delbrück, Schickler D Co. n Deutsche Dank Direktion der Disconto-Gesellschast u Dresdner Vank u Rendelssohn'S) Co. u Mitteldeutsche Kreditbank u Tiattonalbanl für Deutschland Zm Oktober 1915. ShrenauSschuß: v. Zagow, StaatSminisier, Staatssekretär des Auswärtigen Amts Dach«m. �usihrai. SSIir.�0,. BuMn, Vorslhnider des OIrestorlum« drr Sinnburg-eimerlio�Oni«.� Jafiermmm, M. d.�st., Manvheliii. 4, Jtolwf!, C( OTril. Seh. Rai, Professor, Marburg. ZZeii». Speyer, Rommerficnroi, Zrarifiuri«. M.». DelouvSaleele, Kaiserlicher Sesandter. Serge, ttommerzlemai - A.Zlcg.>?Iai, prüfldenl »l Vomdvi«, Wirst. Sch. Rat, prässdeul der KSnrgl. S-etz .....-' abriken. Zr« W........... Helfferlch,nn«, Königl. Bulgar. Konsul, Dortmund. Leopold Koppel, Seh. Kommeizlenrot.---- v.,, llnh M. Dr. Lentze, Wirst. Seh. Legassonsra«. Dr. Sra»on und ,u Lerchenseld auf Kösechig und �»mder�«ufi.rordeuss�er Sesmdler� iar Lisdermann, Professor. Dr. Liebelrau, Oberdürgermeisser, Präsiden« des Landlags, Gotha. Dr. Qngner, Wrst. S-h. Zlal, Oresden-Loschwltz.». Loedeü, Siaa smini�r. Mmlst-r des �nnem. Monzel, Professor, prössdenk des Senats der Alddemle der Künste.». Massel. Srbl. Zleichsral, München. Marlin?, Geh. B-ur-i, Borsstzender der Dirrlsso« der Linl-�ofmann-W-rk-. Bre�u. Marr, Lb-�üeg�-ist-r, rässdeni der Handelslammer Berlin. Dr. Wilhelm Merlan, Zranffurl a. M. Albert». Mchler, S-nerassonful, M. d.H., Zranlfurl a. M. Dr. aduar» Meyer, Seh. chleg�Zlal, Unlverssiöis-profess-'r. arech� v. Mubach, p-lSdam. iludols Moste, B-rleger des.Berfiner Tageblass-. Henry Nathan, Direllor der Orrsdner Bans. Dr. Zol. NevewOnmonl, S«d. Kommechenral, Präsiden, der Hand-IKammer ESln. Senry p Newman, de« Äußern. Dresden. Dr�Ina.». O-cheUrluler. Dessau. De. Oerlei. abefredasteur der.Seulschen Tages, eiiuna- Sr>Ing. Wilh. Opel, Kommerzienral, Wlsselshelm. Dr. OvP«nd«im. Seh. Neg..Aa>, DireNor der ». Pcrltzc«, General der Infanterie z. O. ». Jtalmor und Corvey, direstor der Malchin inhobee der Oiswnb der Armee, Chef des Zeldj �.......... «enerasteulnanl z. O. Carl Schulz, Direstor, München. Hause«, M. d. Zl.- sitzen, Seneealorss, gerich>sWin»ler. Tromm, Sladldlrestor, Hannover. Dr. Kran, UNssein. «ihlhum». Cckflädl, Slaalsmlnlstrr, Dresden. Bogel, Seh. Kommerzienral, Chemnitz. Boigl, Oberbürgermelfler, M. d. H., Zranlfurl a. M. Ä> Iusslzral, Direstar der Tudw. Hoewe D Co. A�S. Wallral, Oberdürgermeisser, M. d. H., Cöln. Max M. Warburg, Hamburg. De. Aug. Weber, 1 und König«. Carl v, Weinberg, Zranlfurl a. M. De. Wendland, Cheftsdalieur der.Kreuzzelwng-. Wenmiib, Wirst. Seh. Bat, Oberdürgermeisser. Sraf». Westarp, M. d. ist. WitttlU-srg. Direllor der Nalwualdaol für Oeulschland.». Willle», Wirst,«eh. Bai. Coburg. Sr�I-S- Zi-se, Geb. Konmil'---------_........ Zuöfchwerdl, C Borster, Seh. Kommerzienral, Cöln. �"Äug�Weber�Dinlwr der'Miädeuischen Crediidan«. �Zürst». Wedel. i-ordnelen- Iame« �_____ W Gin des- "Ääl�chriffTeiter'tKm.Noch und Süd'. Sleub,'Königl Buszan Senerallonfud zu Hemmmgen, Außerordenilichee Sefandler und bevossmöchliglee Mimsser. Sraf Dr. Waideyer, Seh. Obermedizinalrai, Universiiäis-Prol-ssor, M. d. Walpschmidi, -— zj, General der Kapasserle, Seneral-Adjätanl Seiner Mojestöl de« Kailers ..----——— Cmll sienral, Inhaber der Schlchau-Wrrle, prässdeul der Handelslammer Clbing. Kommerpemal, M. d. H, Magdeburg. D. Dr. v. Wilomowitz Moessendorst, Wirst,«ed. Ztal. ZIellor der llnlverssiäl BerNn. Zimmermai». Wirst. Setz. Mai, llnlerstaalsselrelär im Auswärligen Ami. Verantwortlicher Redakteur: Ernst Tönmig, Steglitz. Für den Inseratenteil verantw.: Td. Glocke, Berlin. Druck u. Verlan' Buchdruckeret u. BerkagSanftalt Paul Einger& Söetlin SW.