Ar. 324.- 32.Iahrg. Ndonnemklitt-Kecklngvnze», HbonnemcnU• Stei« pränumeronb«! BicttcliäbrL 8�0 Ml. monaü. L10 MI. wöchcmllch 25 üfg. frei ml Haus. Einzeln» Nummer ö Pfz. Eonmagl- Nummer mit illustrierier Sonnlag I» BeUage.Die Neue Welt� lv P>>r Post- ItbonnemeM: 1.10 Marl vro Monat. Eingetragen in die Lost. geitunal- Preisliste. llnter Kreuzband für Teulscblan» und Oeslerreich- Unaarn 2.50 Marl für dal übrige Bulltmb i Marl vro Monat. Losiabonnementl nebmen an: Belgien, Dänemarl, Holland. Italien. Luxemburg. Borrugal, Kumüniui. Schweden und die Schweis Olikttat dgiM. Verliner VolkSblnkk. f 5 Pfennig) Die Tntertlons-Gebüfjf Betrügt für die sechSgespaltcne Kolonel- »eUc oder deren Raum M Pfg.. für politische und gewerlschastliche Vereins- Und Bcrsnnimlungs-Linzelgcn 50 P,g. „Klrfne Mnoetgen", dal settgedruckle Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedriukte Worte), jedes weitere Wort lo P-g Stellengesuche und Schlafftellenau- zeigen das erste Wort 10 Pfg. jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buch. stoben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der ErpedMon abgegeben werden. Di- Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Bdresi« »Sozlaldemilirat Rtrli»", Zentralorgan der rozialdemokratifchen Parte» Deutfcblands. Reüaktion: SW. HS, Linüenftrahe Z. ffernsprecher: Ami Morivvla«. Nr.»Sl SV— 151 97. Mittwoch, den 24. November 1915. Expedition: SM. HS, Linöcnstraße Z. iserniprecher: Amt Moristplatz. Nr.»3» 90—161 97. Die oieite WMW fSt Die lülienei eWlss. Die Sünden der anderen. Die Ansichten, die der„Vorwärts" über das Verhalten der französischen Sozialisten in den letzten Wochen geäußert hat, sinid an zwei Stellen auf Widerspruch gestoßen: bei dem fran- zösischen Genossen Compöre- Morel und bei dein beut- schen Genossen David. Beide äußern Bedenken gegen die Auffassung, als nähmen die Franzosen heute auch nur-m allergeringsten eine andere Haltung ein als zuvor. Der Unterschied zwischen ihnen ist nur der, daß Compere-Morel in der„Humanits" die Konsequenz seiner Partei in ihrer Treue gegenüber den Prinzipien des internationalen So- zialismus betont, während David in der„Internationalen Korrespondenz" im Gegenteil feststellen zu müssen glaubt, daß sie-diesen Grundsätzen � heute noch ebenso untreu sei wie während der ganzen Dauer des Krieges. Lassen wir zunächst die moralische Bewertung der Politik der Franzosen beiseite, so gehen unsere beiden Kritiker gleicher- maßen von der falschen Voraussetzung aus, wir dächten an eine grundsätzliche Wandlung in den Auffassungen der Par- tci.' Tatsächlich aber bedurfte es nicht der jüngsten Kammer- Verhandlungen, um uns davon zu überzeugen, daß die Sozia- listen Frankreichs Gegner der Annexionen sind, dabei aber die Wiodererwerbung Elsaß-Lothringens nicht als Annexion gelten lassen wollen. Wir glaubten nur und glaubten noch heute, daß die Entschiedenheit, mit der die Fraktion im Parla- '...ent in lebhafter Auseinandersetzung mit den Bürgerlichen ihren den Eroberungen feindlichen Standpunkt vertrat, wäb- rend des Krieges in Frankreich ohne.Vorbild und darüber binaus bis zu einem gewissen Grade mustergültig für alle Sozialisten ist, die zwar auf dem Boden der Vaterlandsvertei- digung stehen, aber immerhin die Grenzlinie zwischen sich und der nationalistischen Bourgeoisie nicht verwischen lassen wollen. Das wird Compdre-Morel hoffentlich genügen. Mit den Ausführungen des Genossen David müssen wir uns schon etwas eingehender befassen, denn er beschränkt sich nicht auf den löblichen Versuch, die objektive Wahrheit festzu- stellen: er verwendet vielmehr den größten Teil des ihm zur Verfügung stehenden Papiers auf das Bemühen, dem„Vor- wärts" systematische Irreführung der öffent- lichen Meinung und eine parteiische Stellungnahme zu- punsten der Franzosen nachzuweisen. FreUich bleibt es bei dem Bemühen, denn seine Argumente sind recht kümmerlich und halten einer Nachprüfung nicht stand. In der Tat haben wir am 2. November mitgeteilt, daß nach einem englischen Blatt die französischen Sozialisten ihren Eintritt ins Ministerium Briand an mehrere Bedingungen geknüpft hätten, unter denen der Verzicht auf Annexionen die wichtigste sei. Aber wir gaben diese Mel- dung nicht nur unter Vorbehalt wieder, sondern fügten, was David verschweigt, noch hinzu, daß die Bedingungen, selbst wenn sie gestellt seien, uns mit dem Ministerialisinus der Franzosen nicht versöhnen könnten. In der Tat haben wir. nach der Rede Renaudels, in dem Auftreten dieses Führers der französischen Partei ein Ab- weichen„vondembisherigenStandpunktder mehr oder weniger kritiklosen Zustimmung zu der bürgerlichen Politik" und ein„erstes Zeichen des Wiederbeginns der selbständigen Orientierung" gesehen. Aber wir haben keinen Moment daran gedacht, den Leser über die Stellung der französischen Genossen zur elsaß-lothringischen Frage in die Irre zu führen. Beweis: Wir gaben die auf das Kriegsziel bezüglichen Teile der Renaudelschen Ausführungen im Wortlaut wieder. Wir erblickten in den Bemerkungen über die Annexionen nur insofern einen Fortschritt, als hier zum erstenmal in offener Kammersitzung der von dem der Bour- geoisie abweichende Standpunkt— abgesehen von Elsaß-Lothringen— mit einer Energie verfochten wurde, wie wir sie bei- spielsweise in der Reichstagsrede des Genossen David von» August dieses Jahres vermißt haben. Endlich sind wir nicht einmal, sondern wiederholt der törichten und gefährlichen Phrase von der N i e d e r w e r- fungdesdeutschcnMilitarismus scharf entgegen- getreten. Sie bei Renaudel besonders zu unterstreichen, schien uns überflüssig, weil sie bei ihm nur als eine durch einen Zwischenruf provozierte Wendung austauchte, und weil wir iiberdies im unmittelbaren Anschluß au die Wiedergabe seiner Rede die Zimmerwaldresolufton des ftanzösischen Parteious- schusses und ihr Zurückgreifen auf die„Zerschmetterung des deutschen Militarismus" aufs schärfste verurteilten. Die Vorwürfe Davids prallen also an uns ab. Wir sind auch in diesem Falle den Pflichten der objektiven Bericht- erstattung durchaus nachgekommen. Dabei befleißigten wir uns allerdings unserer Gewohnheit gemäß, alles das hervor- zuhebcn, was einer künftigen Wiederannäherung der Sozia- listen der verschiedenen Länder dienlich sein kann. Diese Methode gedenken wir auch weiter zu befolgen, und wir lehnen Mnng des Men SlWWMs. Amtlich. Großes Hauptquartier, SS. November ISIk».(W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Auf verschiedenen Stellen der Front hielt, durch das klare Wetter begünstigt, die lebhafte Feuertätigkeit an. Im Priesterwalde blieben zwei feindliche Sprengungen erfolglos. Ein franzSsischer Doppeldecker stürzte bei Aure sin der Champagne) nach Lnftkampf ab. Ocstlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Balkankriegsschauplatz. Nördlich von Mitrovica sowie nördlich und nordöst- lich von Pristiua wurde der Feind in Nachhutkämpfen ge- worfen. Ueber 1500 Gefangene, 6 Geschütze wurden eingebracht. Auch die südöstlich von Pristina kämpfenden bulgari- schen Kräfte drangen erfolgreich vorwärts. Es wird von dort die Gefangennahme von 8000 Serben ond eine Beute von 22 Maschinengewehren und 44 Geschützen gemeldet. O b e r st e Heeresleitung. «* Set öllmMWe SMMWsderW. Wien, 23. November.(W. T. v.) Amtlich wird der- lautbar»: 23. November 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Die großen Kämpfe um den Görzrr Brückenkopf und am Rande der Hochfläche von Doberd» daner« fort. Mehrere Angriffe starker feindlicher Kräfte auf die Podgora wurden blutig abgeschlagen. Auch bei Pevma und Oslavija hielten fich unsere Truppen gegen alle Stürme. Bielfach fand der Kampf auch nachts keiu Ende. Die Beschießung der Stadt Görz in der Zeit vom 18. bis zum 21. November hat wieder erhebliche Verluste an Menschenleben und bedeutende Schäden verursacht: 20 Zivil- Personen wurden getötet, 30 verwundet, 46 Gebäude vollkommen zerstört, 250 stark, 890 leicht beschädigt. Gestern warfen die Italiener abermals einige hundert schwere Bomben in die Stadt. Auf der Hochfläche von Doberdo gelaug es dem Feind, unsere Front südwestlich des Monte San Michcle vorübergehend bis an den Westrand von San Alartin» zurückzudrängen. Ein Nachtangriff ungarischer und kärtnerischcr Truppen brachte die ursprüngliche Stellung wieder vollständig in unseren Besitz. Mehrere Stürme der Italiener östlich Selz stießen auf das sieirische Jnfanteric-Regiiucnt Graf Beck Nr. 47, das seine Stellungen zweimal durch Feuer, ein drittes Mal im Hand- gemenge fest behauptete. Nördlich des Görzrr Brückenkopfes wiederholten sich die übliche» Borstöße des FeiudcS mit dem gr- wohnten Mißerfolg. Zwei unserer Flieger warfen auf Brsiero Bombe» ab. In letzter Zeit suchen die— allgemein zugänglichen— Presseberichte der italienischen Obersten Heeresleitung auffallend viel über Erfolge zu sagen. Demgegenüber sei heute, ein halbes Jahr nach der Kriegserklärung unseres einstigen Bundesgenossen, mit aller Deutlichkeit festgestellt, daß wir die zu Beginn des Krieges gewählte Berteidigungsfront allenthalben, am Jsonzo schon in der vierten Schlacht, siegreich behaupten. Seit Beginn der Kämpfe im Südwesten vermochte der Feind fich nicht einmal jenen Zielen zu nähern, die er im ersten Anlauf zu erreichen hoffte; wohl aber hat ihn der Krieg an Toten und Verwundeten bereits eine halbe Million Männer gekostet. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die au der obere» Drina lampfendcn k. und k. Truppen greifen die montenegrinischen Stellungen auf dem Kozora-Sattcl und nordwestlich davon an. Eine öfter- reichisch-ungarischr Kolonne ist in P r i j e P o l j e eingerückt. Die Kämpfe im A m s c l s e l d nehmen einen günstigen Fortgang. Unsere im Jbartal vordringenden Streitkräfte stehen sechs Kilometer nördlich von Mitrovica, deutsche Truppen einen halben Tagmarsch nördlich von Pristina im Kampf. Die Bulgaren dringen über die Zegovac-Planina vor. Der Stellvertreter des Ehcss des Gcncralstabes: von Hoefer, Feldmarschalleutnant. es ab, uns für den notgedrungenen Verzicht auf eine durch- greifende Kritik an Zuständen und Vorgängen im eigenen Lager dadurch schadlos zu halten, daß wir um so eifriger den Sünden der anderen nachspüren. *• * Immerhin veranlassen uns Davids und Compdre-Morels gegensätzliche Auffassungen über die Halwng der französischen Genossen, unsere eigene Ansicht noch einmal auszusprechen. Wir sind, kurz gesagt, keineswegs mit Compdre- Morel der Meinung, daß die amtliche Partei und die Kammerfraktion treu und fest auf dem Boden sozialisftscher Grundsätze stehen. Ihre Beteiligung an der Regierung, ihr einseitiges Urteil über die Schuld am Kriege, ihr Bemühen, die französische und englische Bourgeoisie und möglicherweise noch gar den russischen Zarismus zu Trägern der Demokratie und des Freiheitsgedankens zu stempeln, ihr geringes Ent- gegenkommcn gegenüber'den Annäherungsversuchen der beut- schen Sozialdemokratie— das alles bietet einer Kritik unter sozialistischen Gesichtspunkten eine genügend große Angriffs- fläche, und die Situation wird für die Parteileitung und ihr offizielles Organ, die„Humanitä", dadurch nicht gebessert, daß sie das Vorhandensein einer wachsenden Opposition in den eigenen Reihen geflissentlich verschweigen. Aber alles das hindert uns nicht, die Besonderheiten der Lage unserer französischen Freunde anzuerkennen und vor allem auch ihr Verhältnis zu Elsaß-Lothringen zu verstehen. Wir betonen: zu verstehen. Das ist etwas anderes als billigen. Wir beklagen und verurteilen es, daß die französischen Sozialisten den Riickerwerb Elsaß-Lothringens zu einer der Voraussetzungen des Friedens erklären. Es läuft das auf eine sinnlose Verlängerimg dieses entsetzlichen Krieges hinaus. Wir würden es um der Zukunft Europas willen für geboten erachten, daß sie sich auf die Forderung der Wieder- Herstellung des Statusquo beschränkten. Aber wir können freilich nicht zugeben, daß sie sich mit dem von ihnen mehrfach ausgesprochenen Verlangen nach einer Volksabstimmung in einen Gegensatz zu den Beschlüssen unserer internationaleu Kongresse bringen. David sagt, solange die Franzosen an ihrem Zerschmelte- rungsziel festhielten und solange sie die Rückgewinnung Elsaß- Lothringens zur Vorbedingungen ihrer Friedensbereitschaft machten, könnten sie auf ein Entgegenkommen unsererseits nicht rechnen. Bedeutet das, daß die deutsche Sozialdemokratie ider Aufstellung dieser beiden Kriegsziele widersprechen nmß, so sind wir ganz dannt einverstanden. Soll es aber heißen, daß sie auf jeden Versuch verzichten soll, in Deuffchland jetzt, und gerade jetzt, für eine Beschreitung des von den englischen Lords empfohlenen„Mittelwegs" einer vernunftgemäßen Beendigung des Krieges Stimmung zu macheu, so legen>vir den schärfsten Protest gegen ein solches Ansinnen ein. Wir mögen unseren Gegnern, wie David an anderer Stelle der- langt, auch die Ueberzeugung beibringen, daß sie keine Aus- ficht haben, Deuffchland militärisch oder wirtschaftlich nieder- zubrechen, aber wir leisten dem Frieden einen noch größeren Dienst, wenn wir den Genossen im feindlichen Auslande zeigen, wie energisch wir von allen Bcsürworte-rn eines Per- nichtungskrieges und allen Anhängern einer Eroberungs- Politik abrücken. Vor nichts muß sich die deutsche Sozialdemokratie mehr hüten, als vor der Taktik derer, die die Aufmerl- samkeit von den Möglichkeiten und Notoendigkeiwii bei uns zu Haufe durch die Hervorkehrung fremder Fehler ablenken. Im anderen Fall läuft sie Gefahr, zu einer Partei der verpaßten Gelegenheiten zu werden. der bulgarische Kriegsbericht. Sofia, 23. November.(W. T. B.) Amtlicher Bericht vom 21. November. Die Kämpfe um Pristina gehen weiter. In der Gegend von Giliani haben wir bis jetzt sieben- tausend Mann gefangen genommen, zwei Maschinen gewehre, vier Geschütze erbeutet. Auf der übrigen Front keine Veränderung. die dlockaöe Griechenlanüs öurch öie Entente. London, 23. November.(W. T. B.) Meldung des Reuter- schen Bureaus. Der„Daily Telegraph" meldet aus Saloniki vom 21.: Die Erklärung einer f r i c d- lichen Blockierung Griechenlands schuf eine sehr kritische Lage, die möglicherweise zu e r n st c n Komplikationen führen kann. D e n y s E o ch i n, der mit General Sarrail nach der Front abzureisen gedachte, führt nach Athen zurück. London, 22. November.(W. T. 83.) Meldung des Reuterschcn Bureaus.„Poll Mall Gazette" schreibt, die informelle Blockade Griechenlands sei die erste Dosis des einzigen Heilmittels, das die Krankheit, an der König Konstantin und seine Untertanen leiden, zu heilen vermöge. Welckes die Haltung des Königs sei, gehe aus dem Verrate, den er an seinem Bundesgenossen übte, und aus der Miß- achtung, die er für die Verfassung des Landes an den Tag legte, hervor. DaS einzige Argument, dem er zugänglich sein werde, werde der Beweis sein, daß die Verbündeten noch über ganz andere Waffen verfügeil als über Liebenswürdigkeit, und daß sie sowohl imstande als auch bereit sind, diejenigen, die ihnen einen Possen spielen, zu bestrafen. ltochin abermals in Althen. Athen, 22. November.(23. T. 23.) Meldung des Reuter- schen Bureaus. Denys Cochin ist aus Saloniki zu einem drei- t ag igen Slufenthalt hier eingetroffen. Er wird wieder vom Könige empfangen werden. Die Lage in Rumänien. Bukarest, 23. November.(T. U.) Trotz der sich geltend machen- den Schwierigkeiten auf dem Gebiete der inneren wie äußeren Politik ist die mehrfach angekündigte Umbildung der Regierung im Gange. Der Korrespondent der Tclegraphen-Union erhält aus bester Quelle folgende Ministerliste: Premierminister Bratianu über- nimmt auch da? Kriegsportefeuille, Steleanu das Finanzministerium, Costinescu Justiz, Mortzun öffentliche Arbeiten, Angelescu das Außcnministerium, Dura Unterricht, Banu Handel, Saweanu die Krondomänen. Bukarest, 23. November.(T. N.) Einem Mitarbeiter des Blattes .Minerva' erklärte der Handelsmiuister Radovici, unter den Mit- gliedern des Kabinetts habe es kein Staunen erregt, daß in der Negierung Personalveränderungen vorgenommen wurden, als die liberale Partei die Regierung übernahm; kein Minister habe erklärt, im Kabinett unter allen Umständen zu verbleiben, man habe damit gerechnet, daß mit der Zeit gewisse Persönlichkeiten von der Regierung zurücktreten müßten. Hierüber herrsche in der liberalen Partei keiner- lei Meinungsverschiedenheit. Demgegenüber schreibt der konservative.Steagul', innerhalb der Regierung herrschten große Meinungsverschiedenheiten, die Bratianu nicht zu schlichten in der Lage sei. Ein Teil der Partei, ungefähr 40 Abgeordnete, seien mit der Wirtschaftspolitik der Re- gierung nicht einverstanden, namentlich wegen der Stagnierung der Getreideausfuhr durch den jetzigen Finanzminister Costinescu, der seit Monaten kein Korngetreide auszuführen erlaubt habe. Appell an Italien. Pari?, 22. November.(W. T. B.).Echo',.TempS� und „Figaro' weisen Italien daraufhin, daß seine Jntereffen auf dem Balkan durch ein weiteres Vordringen der Oesterreicher, Deutschen und Bulgaren gegen Saloniki und Albanien auf das schwerste gefährdet sei. ES handle sich für Italien nicht nur darum, Serbien zu helfen, sondern vor allem darum, seine eigensten Jnter- essen zu wahren. Allerdings seien hierzu mehr als 75 000 Mann nötig. Hoffentlich habe der italienische Generalstab dies eingesehen. Italien dürfe nicht, so meint der.Temps', in den Fehler der Ilbsendung lleiner Truppenmengen verfallen, der auf Gallipoli und in Saloniki so ernste Folgen gehabt hätte._ Der französische Tagesbericht. Paris, 23. November.(W. T. B.) Amtlicher Bericht von gestern nachmittag. Es ist nichts zu melden außer einigen Bombenkämpfen im Artois und Patrouillengefechten in Lothringen. Paris, 23. November.(W. T. B.) Amtlicher Bericht von gestern abend. Im Artois und in der Champagne fortgesetzt lebhaste Tätigkeit der beiden Artillerien. In den Argonnen dauerte der Minenkampf zu unseren Gunsten an. Bus dem Elsaß wird ziemlich heftige Kanonade am HartmannSweilerkopf und auf der Hochfläche von Uffholz gemeldet. Die Orientarmee wies am 13. l. MtS. einen bulgarischen Angriff gegen Mrzen am linken Ufer der Cerna zurück. Am 20. ent- spann sich der Kampf von neuem am Rajek, einem Zufluß der Cerna. Bei Strumitza herrscht Ruhe. Das Expeditionskorps an den Dardanellen führte während der Woche vom 15. bis zum 22. November den Minenkrieg fort. Wir haben mit Erfolg mehrere Dampfminen ge- sprengt. Eiir örtlicher Kampf der am 15. l. MtS. an der Front einer englischen Division unternommen wurde, führte zur Eroberung eines Schützengrabens und zur Erbeutung eines dort niedergelegten Bombenvorrates. Das Feuer unserer Batterien und ein französischer Panzerkreuzer unterstützten den Kampf. So wurde der Gewinn am Vormittag des 16. besestigt. Heftige Gegenangriffe des Feindes wurden überall zurückgeschlagen. Belgischer Bericht: Nebliges Wetter, geringe Artillerie- tätigkeit vor unserer Front. 5renchs Nelöung. London, 28. November. hallen spurlos._ Zur Berufung des Uuterstaatssekretärs Freiherr» v. Stein. Da» Wölfische Depeschenbureau meldet: Gegenüber miß> verständlichen Kommentaren, die an die Berufung des Unter» staatssekretärS Freiherrn v. Stein in das Reichsamt deS Innern geknüpft werden, ist festzustellen, daß dies« Berufung auf den aus drücklichen Wunsch deS Staatssekretärs Dr. Del- brück erfolgt ist, dessen Mitarbeiter Freiherr v. Stein bekanntlich Jahre hindurch vor seiner Berufung nach Straßburg gewesen ist. Die kommende Kriegsgewinnsteuer. Nach einer Mitteilung der.Sozialen Praxis" wird der Reichs tag sich mir der Borlage einer Kriegsgewinnsteuer noch nicht zu be, schäftigen haben, wohl aber wird die Regierung, um die spätere Durchführung der Steuer zu sichern, dem Reichstage eine Vorlage zugeben lassen, die die Aktiengesellschaften und ähnliche Unter nehmungen verpflichtet, auö dem während der Dauer de« Krieges erzielten außerordentlichen Geschäftsgewinnen entsprechende Rüch stellungen vorzunehmen und verfügbar zu halten. Es würde, so wird dazu ausgeführt, dadurch verhindert werden, daß, da die Kriegsgewinnsteuer erst nach Abschluß des Krieges zur Er- Hebung gelangt, die in der Zwischenzeit erzielten Geschäfts- gewinne von den Gesellschaften ausgeschüttet und in Gestalt von hohen Dividenden an die Gesellschafter zur Verteilung gebracht oder sonst in der Absicht, diese Gewinne der Besteuerung zu entziehen, aufgebraucht werden. Da alle Parteien in der August tagung für eine Besteuerung der Kriegsgewinne eingetreten sind, und mit der von der ReichSfinanzverwaltung vertretenen Auffassung, daß jeder während des Krieges erzielte erheblichere Vermögens- zuwachs der geplanten Sondersteuer unterliegen soll, sich einverstanden erklärt haben, ist es nunmehr die Aufgabe der Reichsfinanzverwaltung. auf dieser Grundlage beabsichtigte gesetzgeberische Maßnahmen sofort vorzubereiten._ Urlaubsgelder. Zahlreiche Gemeinden haben die sehr notwendige Einrichtung getroffen, an beurlaubte Soldaten Verpflegungsgelder zu zahlen. Das ist notwendig, weil die Kriegerfamilien nicht in der Lage sind, dem beurlaubten Familienoberhaupte von der Unterstützung so viel zuführen zu können, daß der Krieger einigermaßen angenehm seinen Urlaub verbringen kann. Den leistungsschwachen Gemeinden ist da- mit ober eine Last aufgebürdet, die sie schwer drückt. Die Stadt Remscheid mußte jetzt schon dazu übergehen, die Urlaubsgelder zu beschränken und zwar für Soldaten aus der Front auf höchstens 10 M., für solche aus den Garnisonen auf 5 M. ES ist notwendig, daß die Sache eine andere Regelung erfährt und die Gelder als Kriegs- ausgaben des Reiches verrechnet werden. Pflichteifrige Wähler. In O h l i g»(Rheinland! liegen die erstklassigen Stadtverord- »eten mit ihrem Bürgermeister in Fehde. Bei den jetzt vor- genommenen Neuwahlen schieden drei Herren au§, die seil Jahren keine Sitzung mehr besucht hatten. Einer der Nachfolger wurde mit einer Stimme Mehrheit.gewählt", die beiden anderen Nachfolger erhielten 16 bezw. 22 Stimmern Die Ausländer au de« Uuiverfitäten. Zu den kürzlich von unS mitgeteilten Leitsätzen über die Zu- lassung der Ausländer zu den Uuiversitäteu meldet Wolssö Tele- graphen-Bureau: Sie enthalten vieles, was bei den Universitäten schon jetzt in Geltung ist. Das andere aber hat der Verfasser neu hinzugefügt. ES Handeft sich um eine Privatarbeit, au der eine amtliche Stelle nicht beteiligt ist. Ju einer Woche über 100 000 M. verdient. Zu der Mitteilung über den Verkauf des Rittergutes Wozinkel bemerken jetzt mecklenburger Blätter, der Kaufpreis habe nicht 480 0/z3 bis 9 Uhr. Die Abstimmung brachte eine vollständige Niederlage der Grütlianer, cS stimmten im Prinzip 393 für die Reorganisation und nur 37 gegen dieselbe. Ueber den Antrag St. Gallen und den des Parleivorstandes tvurde zusammen abgestimmt, cS stimmten für diese Anträge 127, für den Berner Antrag 272 Delegierte. Entsprechend dem Berner Antrag wird die Reorganisation im Sinne einer Einheilsorganisation nun sofort vorgenommen. Am Vormittag des ersten Sitzungslages war der Kassenbericht und Bericht der Jugendseklion entgegengenommen worden. Ter Geschäftsleilung der Partei wurden überwiesen ein Antrag, zur Erlangung des eidgcnöisiichen FrauenslimmrechtS eine Volls- inilialivc einzuleiten und ein weiterer Antrag, die sozialdemokratische Fraliion im Natiouolrat möge ein Schutzgesetz für Heimarbeiter mit Lohnämtcrn zur Ausstellung von Mimmnllöhnen fordern. Eine Stimme über die Berliner Parteiorganisation. Anschliestend an Aussübrungen des Genossen Schöpslin in der„Ehemnitzer Volksstimme" kommt der„Karlsruher V o l k s f r e u n d" zu folgendem Urteil über die Berliner Partei- organisalionen: Die Parteizustände in Berlin sind trostlos. Aber zu der« wundern braucht man sich darüber nicht. Wo das Dcmagogenium so unbedingt herrscht, wie in Berlin, und wo jeder Maulautrcistcr sich mühelos einen Vertrauensposten erwerben kann, da muh schlich- lich das politische Leben versumpfen und veröden. Es wird nicht leicht sein, diesen Berliner Parteisumpf zu überwinden, nachdem man ihn so weit hat ausivachsen lassen, Es wäre sicherlich dem Schreiber zu viel Ehre angetan, wenn wir nur mit einem Worte auf dieieS„objektive" Urteil weiter ein- gingen. Mus Industrie und Handel. Kriegsgelvinnc. Die War st einer Gruben- und Hüttenwerke stei- gerlen ihren Bruttogewinn von 9,38 auf 1,32 Millionen Mark, ihren Reingewinn von 228 969 auf 641 339 M. Die Dividende wird von 9 auf 14 Proz. erhöht. Die„ C a r l s h ü t t e" A.- G. für Eisengiesterei und Maschinen- bau in Altwasser(Schl.) konnte ihren Bruttogewinn von 162 939 aus 333 369 M. erhöhen. Der verfügbare Reingewinn stellt sich auf 247 1ö9 M. gegen 76 919 M. im Vorjahre. Die Gesellschaft vcr- teilt eine Dividende von 7 Proz.(gegen 9 Proz. t. V.) Die Berliner Bockbrauerei A.-G. verteilt nach 629 695 Mark Abschreibungen(i. V. 569 970 M.) eine Dividende von 5 Proz. (i. V. 3 Proz.).__ Gewinne der russischen Munitionsindustric. „Torgowo-Promvschlennaja Gascta" vom 7. 11. berichtet:?lm 6. November fand in Petersburg unter Vorsitz des Direktors der I Petersburger Internationalen Bank, Schaikewitsch, die General- Versammlung der Aktiengesllschaft„Tulaer Kupserivalzwcrk und Patroncnfabrikeii" statt, die den Abschluß für das letzte Geschäfts- jähr genehmigte. Auf das Aktienkaptital von 9 375 999 Rubel (25 Millionen Frank) wurde ein Rohgewinn von 8 387 877 Rudel erzielt und folgendermasten verteilt: zu Abschreibungen 619 999 Rubel, dem Reservefonds 419 394 Rubel, Steuern: 2 699 999 Rubel(die Gewiiinbestcucrung der russischen Aktiengesellschaften ist stark progressiv, so daß auch ohne besondere Kriegsgewinnsteuer Kriegsgewinne stark herangezogen werden können. Das vom Reichsrat noch nicht verabschiedete Einkommensteuergesetz der Reichsduma sieht eine Erinästigulig der Sätze vor), Tantiemen 394 633 Rubel, Verwaltungsrat und Angestellte 391 385 Rubel, D i v i de n d e 3 125 999 Rubel(65 Rubel auf jede Aktie von 187,59 Rubel nominal). Der Rest von 942 465 Rubel wurde auf Vorschlag der Verwaltung zu Extraabschrcibungen verwendet. Bauniwollmangel der schweizerischen Textilindustric. Infolge des Mangels an Baumivolle find jetzt schon 2818 Web- stüblc i» der Schweiz lahmgelegt. Tag für Tag komme» neue dazu, und wenn bis Ende dieses Monats nicht Rat geschaffen ist, werden es 5274 Webstühle, die unbescbäftigt sind. Das ist fast ein Drittel aller in Betracht kommenden Stühle.„Ob nun die Herren Weberei- bcsitzer, die seit mehr als einem Jahre für ihre Produkte Kriegs- preise erzielten und Kriegsprofile einheimsten, von diesen ihren Gewinnen, die ihnen nicht zuletzt die Arbeit ihrer schleckt enilöhnten Weber und Weberinnen ermöglichicn, ihren Arbeitern bei eventuell eintretender Arbeilslofigkeit auch nur einen ileincn Teil ihrer ge- machten Gewinne zrneil werden lassen?" So frägt ein schweizc- risches Parteiblatl._ Mus Groß-öerlin. preise von Lebensmitteln in Groß-Serlin. Der vom Berliner Statistischen Amt allmonatlich der- öffentlichtc Bericht über die Lebensmittelpreise des Klein- Handels ist jetzt für November 191ö erschienen. Er berücksichtigt wieder die Angaben nicht nur der Konsum- gcnossenschaft Berlin und Umgegend, sondern auch die des Vereins Berliner Kauflcute der Kolonialwarenbranche(wie schon in den letzten Monaten) und dazu die des Berliner Bc- amtenwirtschastsvcreins(seit dem vorigen Monat). Die Zahlen des Berichts für November sind teils Durch- schnitte aus den von allen drei oder nur zwei dieser Stellen eingegangenen Angaben, zum anderen Teil nur Einzelangabeu, weil bei vielen Waren nur von einer einzigen der drei Stellen eine Mitteilung gemacht wurde. Bei den Waren, über die nicht alle Stellen sich geäußert haben, sähe man gern vermerkt, von welchen Stellen denn nun die Angaben herrühren. Durch solche Mängel des Berichtes wird die Verwendbarkeit der in ihm dargebotenen Ergebnisse beeinträchtigt. Auch die Vergleichung mit dem Bericht vom November vorigen Jahres hat wegen mancher Abweichungen in den Warenbezeichnungen wieder nur einen bedingten Wert. Ueberdics hatte im vorigen Jahre nur erst die Konsumgenossenschaft zu den Berichten ihre Angaben gc- liefert. Mit diesen Vorbehalten stellen wir in der unten folgenden Auswahl wichtiger Lebensmittel neben die Preise vom November dieses Jahres die vom November vorigen Jahres, llni Mitte November lvurdcn pro Pfund gezahlt(in Pfennig) für: 1914 1915 Frisches Gemüse und Kartoffeln: Roikohl.......... 4 10 Weistlohl.......... 3 8 Beste Speisekartoffeln(10 Pfd.).. 40 40 Fleisch- und Wurstwarcn und Fische: Büchsenfleiich........ 112 1 g2>/z Thüringer Flcischwurst..... 120 240' Feine Leberwurst....... 120 220 Landleberwurst........ 110 220 Zwicbelleberwurst....... 60 120 Berliner Metiwurst...... 100 240 Polnische Wurst....... 110 240 Thüringer Rolivurst...... 80 200 Beste Salamiwurst...... 200 310 Schinken, roh und gekocht.... 189 299 Schinkenipeck........ 150 2767in Speck, mager und fett..... 129 269— 26v7lo Heringe(1 Slück)....... 9 IG'/a— 20 Fcttwarcu: TafclbMicr, feine lind feinste.. 156—164 245— 2623/io Margarine, mehrere Sorten... 89—99 159—160 Käse: Bayrischer Bierkäse...... 80 120 Limburger Käse....... 70 100 Romalourknie........ 80 120 Schweizer Käse....... 110 1667/io Tilsilec Käse........ 90 150 Hülsenfrüchte: Riesenerbsen......... 42 56—60 Geschälte Erbsen....... 50 58 Halbe Erbien........ 44 54 Grüne Erbsen........ 44 54 Mühlcnfabriiatc: Graupen.......... 80 60 „Käivcrzähne"........ 30 5l710 Haiei flocken......... 32—40 70 Hafergrütze......... 32 70 Roggenmehl......... 18 237/,g Weizenmehl 99........ 22 268/10 Verschiedenes: Pflaumenmus(deulscheS).... 30 55 Zucker(Mclis)........ 22 27 Salz........... 12 117/10 Zu den Waren, über die keine Angaben gemacht werden konnten, weil sie zurzeit nicht geführt wurden, sind diesmal weiße Bohnen und Reis hinzugekommen. Die oben gegebene Auswahl wichtiger Lebensmittel zeigt mit ihren nebeneinander- gestellten Preisen aus dem vorjährigen und dem diesjährigen November anfS neue, wie außerordentlich die Preis- steig erringen der letzten zwölf Monate waren. Manche Waren hatten schon im November vorigen Jahres infolge der sogleich in den ersten Kricgsmonaten eingetretenen Verteile- rung einen ganz ungewöhnlich hohen Preisstand erreicht, so daß für sie diese Nebeneinanderstellung gar nicht mehr ein richtiges Bild der ganzen Verteuerung geben kann. WcihnachtSpakcte an die Front. In diesem Jahre ist keine bestimmte Woche für die Annahme von Wcihnachtspakeleu mit genauer Adresse des Empfängers im Felde ststgesctzl. Die Pakete nach dem Osten können bereits jetzt beim zu- ständigen Militärpakctdcpot abgegeben werden; die Pakete für den Westen sollten ebenfalls möglichst vcr dem 1. Dezember zur Auf- lieferung gelangeu, damit eine rechtzeitige Absendung ins Feld ge- währleistet ist. Eine besondere Kenntlichmachung der Pakete als „Wcihnachlspakcte" ist nicht erforderlich. Für das 22. RcscrvckorpS, das zum größten Teil aus Märkern besteht, nimmt das Rote Kreuz von Berlin Pakete mit persönlichen Adressen eulgege». Die Sendmigen sind zu richten an daS Bureau des Roten Kreuzes, Berlin W, Markgrafenftr. 40. Ausgabe der Pctroleumkarten. Das der Stadt Berlin von der Staatsregierung zur Verteilung zugewiesene Pretroleum umfaßt nur einen kleinen Teil der gesamten für die Beleuchtung zur Versügung stehenden Petroleummengen. Es ist zur Versorgung der Heimarbeiter bestimmt worden: diesen sind daher Petroleumkarten ausgeteilt worden. Das übrige Petro- leum kann im freien Handel, ohne Pelroleumkarten bezogen werden. Die Verteilung der vom Berliner Magistrat ausgegebenen Petroleumkarten erfolgt vom Donnerstag, den 25. d. M. ab durch die B r o t k o m m i s s i o n e n. Die Petroleumkleinhändler, bei denen das Petroleum auf Petroleumkarten zu erhalten ist, werden hierbei den Empfängern der Petrolcumkartcn namhaft gemacht werden._ Ausbildungs-Lchrgang für soziale Hilfsarbcit. Der Hörsaal im Erdgeschoß des neuen Aula-GebäudeS hatte Montagabend eine große Anzahl in der Kriegsfürsorgc-Älrbeit Berlins tälige Pcrsvnlichleiten versammelt, die in die Probleme der Berliner Fürsorgearbeir während des Krieges eingeführt werden solllen. Der Leiter der veranstallcnden„Zentrale für private Für- sorge", Dr. Albert Levy. legte die Notwendigkeit dar, auf dem Ge- biet der sozialen Arbeit sorgfältige Ausbildung zu geben. Der erste Dozent des Lehrganges. Amlsgcrichisrat Dr. Friedeberg, sprach dann über„EntWickelung und Ausbau der staatlichen Fürsorge." Die nächsten Vorträge, am Mittwoch, den 24., und Sonnabend, den 27. November, in denen die„Maßnahmen und Verordnungen der Gemeinde während des Krieges", sowie die Beziehungen der „Oeffeiillicken Armenpflege" und der„Sozialversicherung" zur Kriegs- fürsorge dargelegt werden sollen, müssen des zu großen A n- drang es wegen in einem größeren Hörsaal, nämlich dem Audi- t o r i» in 4 der Universität, D o r o t h e e n st r. 6, statt- finden. Einlaßkarten für den Lehrgang sind noch in der G e- schäftsstelle der„Zentrale für private Fürsorge", F l o t l w e I l st r. 4, erhältlich. Die einmalige Einschreibegebühr beträgt 1,59 M._ Ter Unfall des Rangierers. Ein schwerer Unglücksfall hat sich am Sonntagabend auf dein Rangicrbnhnhof Nicderschöneweide zugetragen. Dort war der Rangierer Bergmann aus der Frischenstraße in Oberfchöneweide mit dem Rangieren von leeren Güterwagen beschäftigt. Als er von einem in der Fahrt befindlichen Zuge herabsprang, kam er zu F�ll und geriet unter einen nachfolgenden Wagen, dessen Räder über ihn hinweggingen und ihm beide Beine unterhalb des Knies vom Körper trennten. Der Schwerverletzte erhielt von dem hinzugcrufcncn Bahnarzt Notverbände und tvurde dann nach dem Urban-Kranken- Hause gebracht._ Ter Bock als Gärtner. Umfangreiche Diebstähle haben aus dem Güterbahnhof in Nieder- jchönewcide staUgesunden. Ten Tätern ist reiche Beule in die Hände gefallen. Jetzt haben dieic Diebstähle ihre Ausklärung gefunden. Schon seit Beginn des Krieges wurden auf dem Nicderfchöneweidcr Güterbahnhof fortgesetzt Waggons erbrochen und ihres Inhaltes be- raubt: namentlich hatten die Diebe Zigarren, Militärstiefel. Butter. Gummireifen, Speck usw. in beträchtlichen Mengen gestohlen. Die Spitzbuben gingen so vorsichtig zu Werke, daß es lange Zeit nicht möglich war, ihre Spur zu finden. Jetzt ist eS endlich den langwierigen Bemühungen des Gendarmeriewachtmeisters Donath in Niedcrfchöncweide gelungen, die Urheber der umfangreichen Dieb- stähle zu ermitteln. Als Haupttäter wurde der Z u g a b f e r t i g c r K. aus der Fcnnstraßc festgestellt, der es verstanden hatte, sich das besondere Vertrauen seiner Vorgesetzten zu eriverben und gegen den daher zunächst niemand den geringsten Verdacht hegte. K. halte wiederholt Prämien für die Ermittelung von Eiscnbahndieben erhalten. Obwohl der ungetreue Beamte hartnäckig leugnet, erscheint er überführt, da bei einer Durchsuchung in seiner Wohnung und seiner Laube große Mengen der enuvendeten Waren aufgefunden wurde». Als zweiter Täter kommt der Wagenmeister Th. ans der Köllnischen Straße in Frage, der bereits ein Geständnis ab- gelegt hat. Ferner ist cS gelungen, die Urheber eines in der Nacht zum 7. November auf dein Niederschöneweider Güterbahnhof verübten Diebstahls zu ermitteln, bei denen die Täter anderthalb Zentner Kupfer- und Messingplattcn erbeuteten. Es sind dicS der 17jährige Schlosser U. aus der Frischenstraße in Oberschönelveide und ein 18jäbriger Arbeiter L. auS der Karlsgartenstraße in Neukölln. Die tvcrlvolle Beute hatten die Diebe bei einem Produktenhändler Krüger in Neukölln verkauft, der sich mit den Spitzbuben zusammen wird vcraimvorlcn müssen. Ein Stmd beraubt. Ein dreister Raubanfall aus ein Kind wurde Montag nachmiting in der sechsten Stunde in der Barnimstraße verübt. Der 13 Jahre alte Schüler Walter aus der Neuen Königstraße hatte von seinen Eltern Geld bekomme», um einzuholen. Vor dem Hanse Barnim- straßc 26 stieß ihn plötzlich eine unbekannte Frau zu Boden, riß ihm das Geld aus der Hand und ciiifloh damit. Die Polizei, der gleich Anzeige gemacht wurde, nahm sofort die Ermittelungen nach der Räuberin auf. Der Knabe kann sie nicht näher beschreiben. Sie fiel ihm nur durch einen starken Gesichtsausdrnck(Pickel) auf. Die Kriminalpolizei Hai auf ihre Ergreifung eine Belohnung ausgesetzt. Im ZirkuS Busch stellt sich Herr L a b e r o als Gedankenleser vor. Schon ain Sonnabend lieferte er vor einem geladenen Publikum im Tiergarten einen Beweis seiner Kunst, Ivenii man so tagen darf. Labero suchte dort drei an den verschiedensten Stellen, teils in einem Papierkorb, teils im Laub und schließlich in einer Uebcrziehcrlaiche versteckte Hindenburgnägcl und schlug sie au den von bestimmten Personen gedachten Stellen ein. Am Montag stellte sich Herr Labero im ZirkuS Busch vor, um zu zeigen, Ivic sehr er das Gebiet der Gedankenübertragung beherrscht. Er löste vcr- schiedene, oft recht komplizierte Aufgaben bis ins einzelne. Er holte mit seinem Medium an der Hand auS einer bcstimniten Loge einen Ilcbcrzicher, legte Programm und Opernglas auf bestimmt gedachte Stellen, nahm eine Dame an die Hand und führte sie nach cinein bestimmten Platz im Parkelt. Selbst ein Pferd holte er aus einem Stalle des Zirkus in die Manege, obwohl die Aufgaben eigentlich nur solche sein iolle», die im Raum des Zirkus ausgeführt lveidcn können, sonst— so meinte Herr Labero scherzend— könnte inan ihm schließlich zumuten, einen Löwen in die Manege zu bringen. Voraussetzung ist, daß das Medium seine Gedanken konzentriert. Tatsächlich löste der Gcdankeulcscr seine Aufgaben vollkommen zur Verblüffung des Publikums. Im übrigen ist daS SpezialitZtenprogramm sehr abwechSlungS- reich; auch der„Vulkatitnemch" wird Bewundert, der Petroleum und Benzin in seine Keble giegl und dann brennend wieder von sich gibt. Guten Appetit! Kleine Nachrichten. Auf der Strohe vom Tode überrascht wurde Moutagnachmittag der 42 Fahre alte Arbeiter Martin Bungert aus der Wiuierfeldtstr. 28. Der Mann brach an der Ecke der Leiziger und Mauerstraße plötzlich zusammen und blieb besinnungslos liegen. Ein Schutzmann, der sich außer anderen Leuten seiner annahm, brachte ihn, weil keine Droschke zu erreichen war, kurz entschlossen mit einem Handwagen nach der Rettungsstelle in der'Kronenstraße. Hier tonnte aber der Arzt nur noch feststellen, daß der Mann schon gestorben war. vermutlich an Herzschlag.— DaS Opfer eines Nn- falls wurde gestern nachmittag der fünf Fahre alle Sohn Johannes des Kaufmanns Lodzig aus der Brückenallee 32. Der Knabe spielte mit seinem Bruder am Lehrter Güterbahnhof in der Paul- stratze, als dort ein Kohlenkutscher seinen unbespannten Wagen durch die Einfahrt von der Paulstraße her auf das Bahnhofsgelände schob. Hierbei geriet der Kleine zwischen den Wagen und eine Prellschiene und wurde so schwer geguetschl, daß er besinnungslos liegen blieb. Sein Vater, der herbeigerufen wurde, brachte ihii sofort nach dem Krankenhause Moabit. Hier konnte aber der Arzt nur noch den Tod feststellen. Der Mann nahm deshalb die Leiche seines Söhnchens wieder mit nach Hause.— Vier Gasvergiftungen mit tödlichem Ausgange werden vom Montag gemeldet. In einigen Fällen liegt Selbstmord vor. So vergiftete sich die 41 Jahre alte Arbeiterin Anna Reidel aus der Pücklerstraße 7, tveil sie sich, wie sie auf einem Zettel hinterließ, mit ihrem 19 Fahre alten Sohne nicht vertragen konnte und außerdem durch ein Leiden an der Hand arbeitsunfähig geworden war.— Aus noch unbekannten Gründen vergiftete sich die 64 Jahre alte Arbeiterin Marianne KuderSki aus der Perleberger Str. 11. Man fand sie in ihrer mit Gas angefüllten Stube tot im Bette liegen.— In der Streusir. 36 zu Weißensee vergiftete sich die erst 19 Jahre alte Arbeiterin Frida Schal,. Sie wurde von ihren Eltern in der Küche tot aufgefunden.— Das Opfer eines Unfalls scheint dagegen der 44 Jahre alle Schlächter Robert Hampel geworden zu sein, der bei dem Schlächtermeister Märker in der Mariannenstr. 262, beschäftigt war. Er wurde tot im Bette aufgefunden._ Ms öen Gemeinden. Der Teltower Landrat an die Kartoffclprodnzenten. Der Landrat des Kreises Teltow erläßt folgende Bekanntmachung an die Landwirte: .Dem Vernehmen nach sollen Landwirte des KreiseS mit dem Verkaufe von Kartoffeln zurückhalten, wahrscheinlich in der An- nähme, daß ihnen bei späterer Abgabe größere Einnahmen zu- fließen könnten. Abgesehen davon, daß eine solche Voraussetzung falsch ist, mutz der darin liegende Mangel an vaterländischer Ge- sinnung durchaus verurteilt werden. Ein derartiges Verhalten ist auch schon deshalb nicht zu dulden, weil es die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Kartoffeln in Frage stellt. Ich ersuche daher alle Landwirte des KreiseS, die Kartoffeln in demselben Umfange auf den Markt zu bringen, wie dies zu Friedens- zeiten der Fall war. Die Kartoffelernte ist so reichlich ausgefallen, daß ein Knappwerden im Frühjahr oder Sommer nächsten Jahres nicht zu befürchten ist. Ich würde es bedauern, wenn gegen Landwirte des Kreises wegen Zurückhaltens von Kartoffeln auf Grund der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen mit Zwangsmaßnahmen vorgegangen werden müßte. Schließlich weise ich noch darauf hin, daß alle Kartoffeln, die nachweislich nach dem 10. Oktober d. I. als Speisekartoffeln der- kauft worden sind bezw. werden, auf die von den Landwirten zur Verfügung des Kreises zu haltende Menge(10 Proz. der Gesamternte) angerechnet werden." ES muß arg aussehen im Kreise, wenn sich schon der Landrat zu dieser öffentlichen Aufforderung veranlaßt sieht. Die Steglitzer Wasserversorgung. Die Gemeindevertretung beschäftigte sich am Montag- abend in geheimer Sitzung wieder mit der leidigen Wasser- frage, die nachgerade die ganze Bürgerschaft in Auiregung ver- setzt, da allgemein befürchtet wird, daß Steglitz am 1. Januar n.J. ohne Wasser sein wird. Ter Versammlung lag der Entwurf einer Denkschrift vor, die in ausführlicher Weise den ganzen Verlauf der Wasserwerkssrage schildert und unter anderem nachweist, daß bis jetzt die Gemeinde über zwei Millionen Mar! für Material und Arbeiten verausgabt hat, was eine jährliche Be- lastung der Gemeindekasse für Zinsen und Tilgung von rund 140 000 M. bedeutet. Nach eingehender Besprechung gelangte die Denkschrift nebst einer darauf bezugnehmenden Resolution ein- stimmig zur Annahme. Sie soll dein Ministerpräsidenten und jämt- lichen Ministern, den sonstigen Behörden und Körperschaflen, dem Abgeordnetenhaus und der Presse überreicht werden. Als Beibilie zu einer geplanten Weihnachtsliebesgabe für die märkischen Truppen wurden 1000 M. bewilligt. Soziales. Bäckcrboykottprozcff. Das Reichsgericht hat am Montag die Schadenersatzklage, die ein Bäckermeister gegen den Zentralvcrband der Bäcker wegen Boykottierung angestrengt hatte, an das Oberlandes- gericht Hamburg zur erneuten Entscheidung zurückverwiesen Aus Anlaß eines vor mehreren Jahren stattgefundenen wirt- schaftlichen Kampfes zwischen den B ä ck e r m e i st e r n von Berlin und deren gewerkschaftlich organisierten Gesellen, in welchem d:e letzteren hauptsächlich die Abschaffung von Kost und Wohnung bei den Meistern erstrebten, hatte der Vorstand des Deutschen Bäckerverbandes in Berlin, einer Mitgliedschaft des Zentralverbandes der Bäcker, Konditoren und ver- wandten Berufsgenossen Deutschlands in Hamburg, zwei Flugblätter herausgegeben, die sich gegen den Bäckermeister L. in der Prenzlauer Straße richteten, diesem vorwarfen, daß er sein dem Verband gegebenes Ehrenwort gebrochen habe, und das Brot konsumierende Publikum zur Boykottierung des L. aufforderten. Unterzeichnet waren die Flugblätter von den beiden Leitern des Bäckerverbandes, H. und S., die als solche Angestellte des Zentral- Verbandes waren. L. erhob darauf eine Schaden sj läge gegen den Bäckerverband, der auch zu 6000 M.«-cha-den- ersatz verurteilt wurde. Diese Summe konnte jedoch nicht beige- trieben werden, weil sich inzwischen der Bäckerverband, die Mit- gliedschaft Berlin des Zentralverbandes, aufgelöst hatte. Nunmehr klagte L. gegen den Zentralverband selbst auf Schadens- ersatz, indem er geltend machte, daß dieser für seine beiden Ange- stellten H. und S. einstehen müsse; von dem Zentralverband seien die Flugblätter eigentlich ausgegangen. Während das Land- gericht Hamburg den beklagten Zentralverband v e r u r- teilte, hatte das Oberlandesgericht Hamburg die Klage abgewiesen. In seinen Entscheidungsgründen führte das Oberlandesgericht aus, daß der Beklagte unmittelbar für den dem Kläger durch die Verbreitung der Flugblätter entstandenen Schaden nur dann haften würde, wenn ein Willensorgan des Beklagten sich der unerlaubten Handlung schuldig gemacht hätte, nicht aber dann, wenn nur Angestellte des Beklagten dies taten. Die Beweisaufnahme habe nun zweifelsftei ergeben, daß nur H. und S., die Unterzeichner der Flugblätter, sich mit deren Verbreitung befaßt hatte» uaä daß die Vorstandsmitglieder des Beklagten von den Flugblättern keine Kenntnis hatten. H. und S. waren aber nur als Angestellte des Beklagten mit der Geschäftsführung der Lokalverwaltung Berlin des Verbandes betraut. Zu einer rechtsgeschäftlichen Vertretung des Verbandes waren sie in keiner Weise befugt. Wenn sie dem Kläger durch die Verbreitung der Flugblätter in einer gegen die guten Sitten ver- stoßenden Weise Schaden zugefügt haben, so haftet deshalb hierfür der� Beklagte nicht, eö sei denn, daß der beklagte Verband bei der Anstellung des H. und S. nicht die im Verkehr erforderliche Sorg- falt beobachtet hätte(§ 831 BGB.). Der Kläger hat aber nicht nachgewiesen, daß die beiden Angestellten zur Verwaltung der Ge- schäftsstelle Berlin nicht geeignet waren. Der Umstand, daß sie den Offenbarungseid geleistet hatten, kann sie nicht als ungeeignet erscheinen lassen, als Hilfspersonen des Verbandes zu dienen. Mit der Revision gegen diese Entscheidung rügte der Kläger, daß das Lberlandesgericht die B e w e i s l a st ve r k a n n t habe; nicht der Kläger müsse den Beweis erbringen, daß S. und H. ungeeignet waren, sondern umgekehrt müsse der B e k l a g t e beweisen, daß sie geeignet und zuverlässig waren; mindestens hätte das Gericht durch Ausübung des Fragerechts dem Kläger Gelegenheit geben müssen, sich über diesen Punkt zu äußern; er hätte dann die Tatsache geltend machen können, daß gegen S. und H. eine sehr große Zlnzahl gerichtlicher Verfügungen wegen unzulässiger Boykotterklärung ergangen seien.— Das Reichsgericht hat jetzt die eingangs mitgeteilte Entscheidung getroffen. Behandlung von jugendlichen weiblichen Angestellten. Durch die Äriegsverhältnisse sind oft Mutter und Tochter gezwungen, einem Broterwerb nachzugehen, während der Familienvater im Felde steht. Das Fehlen des elterlichen Schutzes scheinen manche Arbeitgeber jugendlicher Gehilfinnen auszunutzen, worauf zwei gestern vor der 5. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts verhandelte Fälle schließen lassen. Der erstere Fall betraf ein 16 j ä h r i g e s junges Mädchen, das bei der Verlagsbuchhandlung von Hermann Schild mit einem Monatsgehalt von 45 M. in Stellung war. Das Mädchen mußte nicht nur während der Geschäftsstnuden angestrengt arbeiten, sondern, wie die Mutter in der Verhandlung ausführte, noch Arbeit mit nach Hause nehmen. An dieser Ge- schäftsarbeit hatte die Tochter fast immer bis 11 oder 12 Uhr nachts zu tun. Die Mutter beklagte sich darüber, daß sie bei dem ge- ringen Gehalt für die Firma noch das teure Gas brennen müsse. Diese Nachtarbeit hörte erst auf, als das Mädechn die Fortbildungs- schule besuchen mußte. Aber auch hier machte der Geschäftsführer der Kontoristin Schwierigkeiten; er verlangte von ihr, daß sie zwei Minuten vor Beginn des Unterrichts die Geschäftsräume ver- lassen solle. Das junge Mädchen versicherte, zehn Minuten müsse es mindestens vorher gehen, wenn es nicht zu spät kommen wolle. Aus Furcht vor dem Zuspätkommen weigerte sich die Gehilfin eines Tages, eine ihr in letzter Minute übergebene Arbeit auszuführen, worauf sie unter Beschimpfungen sofort entlassen wurden.— Das Kaufmannsgericht wäre zur Verurteilung der Be- klagten tu Höhe eines Monatsgehaltes gekommen, wenn nicht cm Vergleich dadurch zustande gekommen wäre, daß die Klägerin sich mit 30 M. begnügte. Noch schlimmer lag der andere Fall. Hier richtete sich die Klage gegen die Mehlhandlung Karl Schäfer, welches Geschäft wegen Einberufung des Inhabers zurzeit von dessen Ehe- frau geführt wird. Das Lehrmädchen Grete S., für welches dessen Mutter die Klage gegen die Firma erhob, wurde von Frau Sch. fortgesetzt in der maßlosesten Weise beschimpft. Das Lehr- mädchen hatte schließlich die Lehre verlassen, tveil es gegen einen tätlichen Angriff von feiten der Kassiererin nicht nur nicht geschützt, sondern von der Chefin noch aufs gröblichste beschimpft wurde. Frau Sch. nannte sie„dumme I ö h r e",„nichtsnutziges Di u g, das Maulschellen haben müßte" usw. Vor Gericht vermochte die Priuzipaliii nichts gegen das junge Mädchen vorzubringen, was ein derartiges Verhalten hätte in milderem Lichte erscheinen lassen. Dagegen bekannte sie frei- mütig. daß sie, wenn auch nicht„Maulschellen", so doch„Ohrfeigen" dem Lehrmädchen angeboten habe, und daß im Übrigen Grete S. fast täglich„dumme Jähre" von ihr genannt worden fei. Sie sei ja auch nichts anderes als eine dumme Jöbre. Das Richter- t 0 l l e g i u in war über dies Benehmen einer Priuzipaliii vor Gericht gegenüber einem bescheidenen jungen Mädchen empört, der Vorsitzende verbat sich ein derartiges Verhalten mid ließ die Er- kläriing der Beklagten sofort protokollieren. Auch die Mutter des jungen Mädchens beklagte sich bitter darüber, daß ihre Tochter, die zu Haufe wohl erzogen worden sei und nur anständige Worte zu hören bekommen habe, durch ihre Lehrherrin in den Ton der Straße eingeweiht worden sei. Dazu gebe man sein Kind nicht in die Lehre, daß es dort seelisch verdorben werde.— Das Kaufmannsgericht verurteilte �d i e Beklagte, der Klägerin die geforderte Vergütung von 30 M. für einen Monat zu zahlen, und ihr ein ordnungs- gemäßes Lehrzeugnis auszustellen. Ms aller Welt. Unwetterkatastrophe auf Sizilien. Die italienischen Blätter bringen lange Berichte über eine Unwetterkatastrophe, die über Sizilien hereingebrochen ist, viel Verheerungen anrichtete und auch Menschenleben vernichtete. „Messaggero" meldet aus Palermo: Sintflutartige Regengüsse haben in ganz Sizilien schweren Schaden ver- ursacht, besonders in den Provinzen Trapani, Girgenti und C a t a n i a. W i r b e l st ü r m e entwurzelten starke Bäume, stürzten Mauern um und beschädigten Häuser. In M a z z a r a und den uuiliegenden Feldern wurden bedeutende Verheerungen angerichtet. Girgenti steht unter Wasser, die Bevölkerung floh, mehrere O.P fer an Menschenleben sind zu beklagen. Die Bahnlinie Syrakus— Canicatti ist unter- krochen. Die hochgehende See und � das anhaltend schlechte Wetter erschweren die Hilfsarbetten, die die bürgerlichen und militärischen Behörden an Ort und Stelle sofort ein- geleitet haben.— Die„Agenzia Stesani" berichtet: Der Wirbelsturm, der Sizilien verheert hat, richtete auch in B n r g i 0 großen Schaden an. Zwei bedeutende Weinlager und die benachbarte Kaserne sind eingestürzt. Opfer an Menschenleben sind nicht bekannt geworden. Eine andere Meldung berichtet, daß in L i c a t a Neu- gierige, die von der Brücke � aus den angeschwollenen Fluß Salso beobachteten, mit der Brücke in die Fluten gerissen wurden; etwa hundert Personen er- tranken. In T r a p a n i ist die L a n d st u r m k a s e r n e eingestürzt._ Eine Familiciitragödic. Ein aus dem Felde zur Beerdigung semer Frau beurlaubter Arbeiter Köhler in Mittweida (Sachsen), erschoß seine vier schlafenden Kinder, ver- letzte schwer ein fünftes Kind und tötete dann sich selbst durch einen Schuß. Große Unterschlagungen von Feldpostsendungen wurden dieser Tage auf dem Postamt in Schtoientochlowitz entdeckt. Der Poftaushelfer Sk. verstand es, seit etwa einem Jahre. Feldpost- briefe und Geldbeträge, welche unsere Feldgrauen an die Daheim- gebliebenen sandten, an sich zu bringen. Bisher schätzt man die Zahl der unterschlagenen Briefe nach dem„Liegnitzer Anz." etwa auf 2000 bis 3000, sowie Bargeld im Betrage von etwa 3000 Mk. Der Täter wurde sofort verhaftet.— Ein anderer Feldposträuber wurde in Striegau(Schlesien) verhaftet. Dort hatte es der Posthilfskutscher Gustav Rother verstanden, in der Zeit von April bis September 300 Pakete verschwinden zu lassen. Alles tvas ein Soldat im Felde gebraucht, wurde bei diesem Diebe bei einer Haussuchung gefunden. Rother ist ver- heiratet und Vater von 6 Kindern. Eine strenge Strafe wird seiner warten. Großfeuer iu einem Pariser Lazarett. Ein Nebengebäude des B 0 11- M a r ch s- K a u f h a 11 s e s, in dem Verwiindeie linier- gebracht waten, ist dutch einen großen Brand zerstört worden. Es gelang, die Verwuitdeten zu eutseriien. Nach den bisherigen Fest- stellungen ist nieniand zu Schaden gekommen, außer eiuigeii Feuerwehrleuten, die an Rauchvergiftung erkraiikleu. Verlustlisten. Die Verlustliste Nr. 386 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Infanterie usw.: Garde: 2., 3., 4. und 5. Garde-Regiment z. F; Garde-Greuadier-Regimeut Alexander, Franz, Elisabeth und Augusta; Garde-Füsilier-Regiment. Lehr-Jnfanterie-Regimeut. Grenadier- bzw. Infanterie- bzw. Füsilier-Regimenter Nr. 1, 2, 7, 8, 9(s. auch Res.-Inf.-Regt. Nr. 109), 10, 12, 13, 14, 16, 19, 22, 23, 25, 26, 28(f. Res.-Jnf.-Regt. Nr. 69), 36(s. auch Fnf.-Regt. Nr. 167), 31, 32. 34, 37, 41, 42. 43. 45, 48, 49, 51, 53. 55. 57, 58. 59, 61, 66. 67. 69. 79. 71(s. Res.-Jnf.-Regt. Nr. 82). 72, 73, 76, 77, 79, 81(s. Res.-Jnf.-Regt. Nr. 81), 82 bis einschl. 86, 87(s. auch Res.-Jnf.-Regt. Nr. 81), 88(s. Jiif.-Regt. Nr. 172), 91, 92(s. auch Res.-Jus.-Negt. Nr. 74). 95(s. Res.-Jnf.-Regt. Nr. 82). 97. 98, 99, 109, 112(letztere beiden f. Res.-Jnf.-Regt. Nr. 109), 116(f. Res.-Jnf.-Regt. Nr. 81), 118, 132(f. Jnf.-Regt. Nr. 172). 138, 140. 141, 142(s. Res.-Jnf.-Regt. Nr. 109), 146, 148, 149, 151. 153, 154, 155, 159. 160, 167 bis einschl. 176, 187, 196, 193, 332. Reserve-Jnfanterie-Regimenter Nr. 3, 5, 7. 8. 10, 11. 12. 15, 17, 18, 20, 22, 24, 25, 26. 28, 29, 30. 43, 55. 59, 60, 61. 66. 68, 6g. 72. 74. 75. 77, 81, 82, 84, 86, 98. 99. 109. 207, 209, 210, 213, 214. 215, 217 bis einschl. 225. 229, 233(f. Pionier- Dlegt. Nr. 25), 234. Reserve-Ersatz-Jnsanterie-Regimenler Ar. 1 und 4. Laiidwehr-Jnfaiiterie-Regtmenter Nr. 2, 4, 5, 6, 8, 1l, 19, 24, 25, 26, 35(f. Res.-Jnf.-Regt. Nr. 18), 46, 52, 53, 57, 60, 61, 71. 72, 76(f. auch Jnf.-Regt. Nr. 72), 85. Landwehr-Ersatz-Jnfauterie- Regiment Nr. 2. Laitdwehr-Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 14(siehe Landw.-Ers.-Jnf.-Regt. Nr. 2). 1. Landsturm-Jnfanterie-Bataillon Trier(s. Jnf.-Regt. Nr. 69). Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 21. Feld- Maschittengewehr-Zug Nr. 206(s. Jnf.-Regt. Nr. 82). Kavallerie: Garde-Kürassiere; 1. Garde-Dragoner; 3. Garde- Ulanen. Kürassiere Nr. 5; Schwere Reserve-Reiter Nr. 1; Dragoner Nr. 4, 7, 12, 13; Husaren Nr. 2 und 8; Refevve-Husaren Nr. 8; Ulanen Nr. 5, 7, 13; Jäger zu Pferde Nr. 4, 5, 7; Reserve-Jäger zu Pferde Nr. 1. 4. Landsturm-Ersatz-Estadron des 7. Armeekorps. Feldartillerie: Regimenter Nr. 3, 5, 7, 15, 26, 27, 31, 33, 42, 52, 55, 76, 75; Referve-Regimenter Nr. 7, 12, 13, 16, 17, 19, 45, 48, 49, 50. Futzartillerie: 1. und 2. Garde-Regiment; 2. Garde-Reserve- Regiment; 2. Garde-Landwehr-Bataillon. Regimenter Nr. 1, 3, 4, 5, 6, 7; Referve-Regimenter Nr. 1, 3, 4, 7. Pioniere: Regimenter Nr. 23, 24, 25, 29, 36; Bataillone: I. und II. Nr. 1, II. Nr. 2, I. Nr. 3, I. und II. Nr. 4. I. und II. Nr. 5. I. Nr. 6, I. Nr. 8, I. Nr. 10, I. Nr. 11. I.. II. und III. Nr. 16. I. Nr. 17, II. Nr. 21; Reserve-Balaillon Nr. 38. Ersatz-Bataillon des Pionier-Bataillons Nr. 6. Pionrer-Kompagnien Nr. 249 und 303; Reserve-Kompagnien Nr. 52, 55, 86. Miueuwerfer-Kompaguie Nr. 18; Schwere Minenwerfer-Abtei-luiig Nr. 11. Kraftfahr-Bataillon(f. Verlustliste Nr. 5 der in türkischen Diensten stehenden preußischen Offiziere usw.). ArmierungS-Bataillöne Nr. 28, 36, 47, 53, 86, 100. »* Die Verlustliste Nr. 5 der in türtischen Diensten stedenden Offi- ziere, Unteroffiziere und Mannschaften wird verösieuUicht. Der Schluß der bayerischen Verlustliste Nr. 235 bringt Verluste der Landwehr-Jnsantevie-Regimenter Nr. 6, 10, 12; Brig.- Ersatz-Bataillone Nr. 3, 5, 6, 7; 1. Ulanen-Regt. Bamberg; 1. Cbevaulegers-Regt. Nürnberg; Res.-Kavallerie-Rsgt. Sit. 1; 1. Landw.-Eskadron, 3. Armeekorps; Feldart.-Regi menter: 2. Würz- bürg, 7. München. 9. Landsberg; Res.-Feldart.-Regimeiiter Nr. 1, 9, 10; Laudwehr-Feldart.-Abt. Nr. 3; 1. Fußart.-Negt. München; Futzart.-Batterie Nr. 303, 369, 399;!Res.-Fußart.-Regimenter Nr. 2, 3; Pionier-Bataillone: 1. München, 2. Speyer; Pionier-Abt. tKav.- Division); Res.-Pionier-Batailloiie Nr. 2, 3, 4; Res.-Pionier-Äoinp. Nr. 18; 1. Landwehr-Pionier-Komp., 2. Armeekorps; Landw.-Fcrn- sprech-Abt. Nr. 2; Armierungs-Bataillone Nr. 1, 6; Mumtions- Äolonnen-Abteilungen: I., 2. Ärmeek.; I., 3. Armeekorps; Etappen- Fuhrpark-Kotoune 6; Sanitäts-Komp. 2, 1. Armeekorps; Saniiäts- Komp. 3, 3. Armeekorps; Feldlazarett 3. 3. Armeekorps; Bayerische Werkstatt der Belagerungs-Artillerie; Straßenbau-Komp. 25; Berichtigungen früherer Verlustlisten. Die bayerische Verlustliste Nr. 236 enthält Verluste des 1., 2., 5., 9., 10., 14., 19., 20. und 21. Jnfanterie-Regiments.(Schluß folgt.) Die sächsische Verlustliste Nr. 228 meldet Verluste der Ins.- Regimenter Nr. 106, 107, 182; Res.-Jnf.-Regimenter Nr. 243, 244, 245; Landwehr-Jnf.-Regt. Nr. 104; Etappen-Fuhrpark-Kolonnen Nr. 2, 12. Armeekorps, Nr. 1 und 3, 19. Armeekorps; Etappen- Sammel-Komp. Nr. 20; Etappen-Munitions-Kolonne Nr. 143; Etappen-Flugzeug-Park Nr. 3; Jnf.-Munitionskolonnen Nr. 1, 12. Armeekorps; Res.-Jnf.-Munikions-Kolonne Nr. 2, 12. Reserve- korps; Reserve-Art.-Munitionskolonnen Nr. 2 und 4, 12. Reserve» korp; Jnf.-Munitions-Kolonne Nr. 3, 19. Armeekorps; Art.-Muni- tionS-Kolonne Nr. 2, 19. Armeekorps; Art.-Munitionskolonne Nr. 1, 58. Jnf.-Division; Art.-Munitionskolonne Nr. 1, 123, Jnf.-Division; Fußart.-Munitions-Kolonne Nr. 229; Res.-Sanitäts-Kompagnien Nr. 1, 12. Reservekorps; Nr. 53; Train-Abt. Nr. 12; Fuhrpark- Kolonnen Nr. 2, 12. Armeekorps; Nr. 3, 19. Armeekorps; Magazin- Fuhrpark-Kolonne Nr. 133; Res.-Bäckerei-Kolonne Nr. 33; Pferde- Depot Nr. 2, 19. Armeekorps; Armierungs-Bataillone: 2. Nr. 22, 5. Nr. 25. Ferner wird die List« III über die aus französischer Gefangen- schaft zurückgekehrten sächsischen Heeresangehörigen(Austausch- gefangene) veröffentlicht.__ Parteiveranstaltungen. Elternabend des Acreins Arbeiter-Jugendhcim. Eyarlotteu- bürg. Sonnabend, 27. November, um 8 Uhr: Vortrag des(Scnossen N c u m a n n: Jugendbewegung un k> Alkohol. Die Mit- glieder und die Eltern der Jugendheimbesucher find eingeladen. Neukölln. Die jugendlichen Genossen treffen sich heute abend 8'l, Uhr bei Kaiser, Wildcnbruchslr. 86. Adlershof. Heute Miltwoch, abends 8Y, Uhr, im Lokal Lehmgrübner, Bismarckstratze 2: Oestenttiche Kriegerjrauen- Versammlung. Tages- ordnung:»Die Rechte und Pstichten der Kriegerfrauen.' Referent: Arbeitersekretär Adolj Ritter. Um zahlreiches Erscheinen wird dringend ersucht._ Titzungstage der Stadt- und lSemeindevertretungen. Martendorf. Morgen Donnerslag, den 25. November, nachmittags 5 Uhr, im Rathaussitzungssaale Kaiserstratze. AdlerShof. Donnerstag, 25. November, abends 6'/« Uhr, im Gemeinde- amt, Bismarckstr. 1. Aus der Tagesordnung stehen u. a. Antrage unserer Genoffen: 1. Gewährung einer Weihnachtsunterstützung sür Angehörige der Kriegsteilnebtner. 2. Bewilligung eines Urlaubsgeldcs sür die zum Kriegsdienst Eingezogenen. 3. Bericht über die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittetn durch die Gemeinde. Diese Sitzungen siud Ssfcnllich. Jever Gemeinoeangehörige ist de. rechtigi, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. tzSetterauSsichten für daS niittiere Siorddeutschlanv biS Donnerstag mittag. Ein wenig wärmer, veränderlich, vorherrschend wolkig mit wiederholten, im Binnenlande geringen, an der Küste etwas stärkeren Regenjälle». Sriefkasten der Redaktion. H. St. 100. 1. Stein. 2. Eine solche Bestimmung lennen wir nicht. Nur durch Beschluß der Vormuudschastsgerichts könnte erreicht werden, daß Ihnen daS Kind zugesprochen wird. I. In 30 Iahren tritt Verjährung ein. 4. Der Vater des unehelichen Kindes hat darüber nichts zu bestimmen.— Kurt Jordan. 1. Sie gehören zum Landwehrbezirl Ii. 2. Ja. 3. Wissen wir nicht.— H. Sil. Wabrscheiniich werden Sie nicht mehr gemustert. — E. F. Mit der Sttase ist der Anipruch aus der linterschiagung nicht erledigt. Dieser kann durch Privattlage gellend gemacht werden.— T» 109. Sie können selbstverständüch Antrag aus Liriegsunterstühung stellen.— B. G. 8. Verjährung ifl nicht eingetreten. Wenn Sie die Versicherung nicht zu den in der Poliee angegebenen Bedingungen recht- zeitig gekündigt haben, müssen Sie die Beiträge weiterzahlen.— B. B. 47. Ja.— B. D., Neukölln. Nein. Die Bezeichnung dedeutet: Dienst- untauglich wegen chronischer erheblicher Leiden der Knochen.— F. F. 40. Wenden Sie sich an die Polizei.— B. B. 100. Von der Gemeinde werden Sie nicht mehr Unterstützung erhalten können. Dagegen ist zu er- warten, datz Ihnen eine Zusatzrente gewährt wird, die Sie, wie Sie schreiben. ja schon bereits beantragt haben.— M. H. 11. Es steht dem durchaus nichts im Wege, datz Sie schon jcht einer Beschästtgung nachgeben. — P. G. 70. Für die durch die Kontrollversammlung versäilmteJUrbeits- zeit mutz Ihnen der Lohn gezahlt werden.— 100. O. Sie müssen zur Kontrollversammlung.— O. S. 23. Einen solchen Antrag mutzten Sie beim Amtsgericht stellen. Dort erjahren Sie auch die Höhe der Kosten.— $. 40. 1. Zu einer Schenkung bedarf es einer durch einen SZotar oder durch das Gericht ausgestellten Schenkungsurkunde. 2. Etwa 30 Mark.— Linde 2. Sie haben keinen rechtlichen Anspruch aus Unterstützung sür daS Kind.— K. M. 10. Geringer Herzsehler, felddienstsähig.— C. 27. icr Vormund tonnte eventuell basür hastbar gemacht werden. Der Schaden wäre durch eine Klage, die beim Landgericht zuständig ist. einzutreiben. sie müssen dazu einen Nechtsanwalt haben.— F.(»>. 80. Sie brauchen sich nicht zu melden.— X. 11. Die Auskunft der Berliner Steuerkasse itt richtig. Die Unterstützung mutz von Arnswalde bezogen werden.— G. M. 100. 1. Ja.' 2. Ja, wenn die nach dem Gesetz vorgeschriebene Dürs- tigleit vorliegt. Vom Tage der Verheiratung ab.— C R. US. sie brauchen sich nicht zu meiden.— D. 7. Das Urteil kann vollstreckt werden. — O. W. 47. Sie müssen sich melden.— A. B. 37. Ja.— Pankow 22(30. Sie werden in der jetzigen Zeit die zur Trauung notwendigen Papiere vom Ausland nicht beschaffen können. Deshalb wird eine Heirat Schwierigkeiten machen.— H. S. 02. Das kommt aus die Entscheidung des Militärarztes an._ Todes-Anzeigen Zentral-Rranken- u. Slerbekasse liir Texlilartieiler nsw. Sitz Leipzig. Verwaltung Berlin. Wir geben hiermit bekannt, datz unser Mllglied Hermann Runge am 20. November verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, Mittwoch, den 24. November, nach- mittags 3 Uhr, von der Halle des Zentral-Friedhofes in Friedrichs- selbe aus statt Xacdmk. Ferner verstarb am 1. No- vember unser Mitglied, der Weber Karl Fuchs. Im Felde gefallen sind bisher: Unser Revisor, der Sergeant iiugust Rüdiger >44 Jahre, am 18. Ollober ver- mundet, am 21. Ollober im Feld- Lazarett gestorben. Am 2S. Juli unser Mitglied Oliv Flügge 22 Jahr», Kopsschutz. Am 12. Oktober 1914 der Former Alfred Gabriel 36 Jahre. 190/3 Ehre ihrem Andenken l Die örtliche Verwaltung. DeutscherHelallartieiter-Verhaiiil Verwaltungsstelle Berlin. Ten Kollegen zur Nach- rächt, datz unser Mitglied, der Schraubendreher Herni. Neubacher Skalitzer Str. 126, am 20. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 24. d. Mts., nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- Halle des Thomas< Kirchhoses in Neukölln, Hermannswatze, aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Den Kollegett ferner zur Nachricht, datz unser Mitglied, der Elektromonteur iViax Spindler Wriezeuer Str. 25, gestorben ist. Ehre seinem Andenken l Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 24. d. Mts., nach- mittags 3'/. Uhr, von der Leichen- halle des Elisabeth-Kirchhoses in der Prinzenallee aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. �taedrut. Den Kollegen ferner zur Nachricht, datz unser Mitglied, der Ziohrleger doset Weber Charlottenbmg, schillerstr. 96, am 18. d. Mts. gestorben ist. Ehre feinem Andenken! 122/18 Die Ortöverwaltung. Nachruf. Am Sonntag, den 14. d. Mts., starb nach kurzer, schwerer Krank- heit unser lieber Freund und Kollege, der Schlosser Otto Hohlweg Berlin N, Lhnarstr. 9, an Blinddarm- und Bauchfellentzündung. A Wir werden ihm ein treues Andenken bewahren. Die Kollegen der Firma Carl Hasse& Wrede, Christlanla- Straße 110 a. DeDlscher IransporlarheiteF-Verlianl Bezirksverwaltung GroB-Beriin. Nachruf. Den Mitgliedern zur NaSricht, datz unser Kollege, der Hausdiener Mann Favlikowsk von der Firma S a r o t t i, Tempelhof am 13. d. Mts. im Alter von 51 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 68/20 Bie Bezirksverwaltung. Hiermit die traurige Nachricht, datz mein lieber Mann und unser treusorgender Vater, der Gast- wirt Ferdinand Grasme am 20. November in Beelitz verstorben ist. 124A Elise O-rasmc geb. Schubert nebst Kindern. Beerdigung am Donnerstag, den 25. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Elisabeth- Kirchhoses auS. Sbutoelu 15 3-� "VoÄ/veraA-Cs. Zum Sterbetage unseres lieben, unvergetzlichen Vaters, Sohnes und Bruders Moli Rßuller. Vor einem Jahr, da nahm der Welt- krieg uns unser höchstes Glück, Du heitzgeliebter Vater, Sohn und Bruder lehrst nimmermehr zurück. Wenn einst die Glocken den Frieden verkünden Und viele sich nach blutigem Streit in der Heimat einfinden, Dann werden ivir Dich schmerzlich[| vermissen daheim, Denn niemals kehrst Du in die Heimat zurück. 2907b Deine liebe Tochter Gsrtruä und Mutter nebst Schwestern Aäelheid und Elsa. Heut zu seinem 26. Ge- burtstage. Als Opser des Weltkrieges fiel am 2. Oktober 1915 nach vier- zehnmonatigen schweren Kämpfen durch Brust- und Kopsschutz unser lieber, herzensguter Pflegesohn und Neffe Hermann Butter Gesr. der Reserve im Oldenburg. Jns.-Reg. 91, 7. Komp. DieS zeigen tiefbctrübt an k»aul Schulze und Frau geb. Luttar. Neukölln, Hohenzollernplatz 7. Es gibt kein grötz'reS Leid, Als in den Worten liegt: Es ist bestimmt zu scheiden, Von Menschen, die man liebt. Ruhe saust in Feindesland! 115A am»Mwniii» Heines Werke 3 Land- 4 Mark• Budthaij&lung Vorwärts Es zieht! Wie leicht holt man sich dabei eine Erkälwng oder doch wenigstens eine lästige Heiserkeit. schützen davor, denn sie erhöhen den Speichelfluh und beugen so, aus natürlicheWeise desinsizi erend, den Folgen einer Erkältung vor. Sie enthalten keine Mineralien und wirken daher nicht störend, sondern eher günstig aus die Verdauung. Schachtel mit 400 Tabletten in asten Apotheken und Orogerien Mk. 1.— Warnung vor Nachahmungen!— Verlangen Sie stets„WyberK. H.& P. Uder. licrlin SO. 10, 9 engcl-Ofcr 5. Tabak-Oroßhandlnng und TabaklabriU. 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Pagel, Kolonialwaren. 4 Msrllenrlorf» H.W agner, Königsl. uTFIciach.-IV ursnr 4 SpaMdau ► Scheucrlein,Hr»iic.<1.3n,i'lKeii.-.Viff.tvr. 4 StrauBbenii> Cewtf kscbaf uh.« JUieu u�U-Vu Feldpostbrief KompajnU _(£statr*n _ Batterie __ Kalonnt _ 2Irmeeforps __ Dioijlan Regiment T!r____ ____ Bataillon c' WÄFA Buonekamp M Maag- Bitter, •at*« iir Onien | Semper idem. ir üöie;» l weHamspannende VerbrtSVy V,'""W und Girin) /%<& --»rdurfcm.&-<»«""" ""J" Im Jahrr l84:AiS�1,i<"l 8. Dnd erifrtg�AliirecU. 5|.» �ijfVÄdneinotrs»m ZKsn vkrlsngs»urdrüekUed: -Zsonskamp Lettpeit wm Unentbehrlich im fclde! Von ttfofcltnendster Uirknng hei Mgsn- netd IsrmsiSrungsn. Zu haben in allen einschlägigen Geschäften. H. Underberg-AI brecht rSÜ RHEINBERG(Rhld.)-- Gegründet 1846..SSL teiip r einnw. KtDiji« Unam. Pfand-Paeksng: (500 Gramm) Preis 1 Jgarfc 6. Vrrhßifch.SSddrtttfchr (2S2. König!. Vrrnß.> Klassenlotterie S. Klaffe 14. Ziehunzstag 23 November 1915 Bormittag ZI»f je»« gezogene Nummer gud zwei gleich»oh« IK-w-nn« getalleu, und zwar je einer auf die Löf« gleicher Nuudmer tu»«u deide» Stbteilungeu 1 u. U. Nur die Wewinn» über 240 M. stn!> i» Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr B. Et.-A. f. Z.) fNachdruck verboten) 10S 247 dSS 70»(SOO) 803 1120 227 330 615 807 720 84» 2103 98 286 467 90 563 634 974 8 003 72 87 115 806 449«95 713 El 999(1000) 4124 228 71 333 470 98(1000) 832 94(600) 5112 38 66 239 633»16 86 8201 11 880 698 828 7163 97 439 615 623 48 700 21 802 603 44 6?(500) 99 8018 138 82 740 979 93 0064 434 813 16(600) 29(600) 738 805 40 98 10316 491 963 981 11072(1000), 78 121 42 78 80 462«8 74 673 80(3000)! 200(7(1000) 26(660) 46 351 79 1 3093 324 684 763 977 1 4168 284 3fe(fi00. 461 683 713 39 803(3000) 15161 218 27 646 705(30UC) 813<3000) 90« 18061(1000) 130 384 402 35 612 788 644 48 940 1 7253 407 709 837(3000) 910 lfiC58 155 1 9200 94 360 69 445 557 701 61 880 906 2 0080 102 480 734 833 2124? 320 27 414 18 624 740 88 835 96 2 2 016 119 72(600) 233(SOD)) 376 78 715 2 3061(600) 141 260 305 41 70 48 0 648 2 4066 052 320 671 641 74 706 64 864 87(3000) 23104 436 563 97 600(1000) 634 944 2 3268 467 634 62 1 500) 605(600) 711 933 2 7 056 69 III(1000) 96 321 41(1000) 64 11000) 71 442 71 65»(600) 703 2 8 170 369 (6000 656 721 60 873 907 28 2 9131 2,500) 83 232 488 84 664 648 71 718(500) SO 128 43 4» 208 38 808 456(603) 760 847 937(SOO) 70 31012 14(500) 166 239 439 99 665 876 3 2013 144(1000) 254 335 444 654 747 800 2 3114 26 80 93 381 668 704 20 21 91 988 3 4033 47 134 286 96 324 405 631 679 879 961 3 8 007 287( 600) 468 661(3000) 020 723 801(9)01 8 6087 439 678 745 817 907 24 3 7 052 220 59 467 928 68 8 8087(1000) 138 328 85 468 608 28050 61 112 444(600) 685 61 40168 278(1000) 380 449 66 524 46 609 68 77 714 44 827 75 917 41083(1000) 107 228 76 346 937 68(600) 862 4 2081 202 390 430 90 695 661 771 831 75 48092 138 407(600) 71 643 48 867 68 947 4 4039 127 47 21»(1000) 14 360 81 442 648 821 39 4 5 024 120 214 91(1000) 815(600) 701 35 60 863 40048 49 176 91 294 322 615 84 776 947 901 47124 74 367 469 674 826 60 961 74 4 8466 689 674 742 996 993 4S011 20 214 672 647 69 734 833 921 40 67 50101 406 26 97 747 74 802 89 81190 226 33 300 49 408 603 48 776 886(600) 58143 82 212 ch 369 657 674 728 804 923 6 3124 295 330 47 55 447 99( 30(5)) 712 29 43 6 4064 86 119 244 411«02 799 807 44 5 5120 340 479 679 871 732 5 6049 70 453(1000) 627 33 719 864 97 934 3 7 071 112 42 60(1000) 393( 600) 532 823 901 9( 600) 68 5 8164 263 321 4)9 882 6 0038 132 236 312 32 36 431 610 92 812 23 67 930 (3000) 66 80138(6000)92 338 44 73 93(1000) 488 817 882(600) 967 61028 77(3000) 340 660 904(3000) 6 2 075 171 213 93 330 400 610 67 717 98 803(600) 904 68 6 3 070 90 309 29 73 418 20 33 81 622 39 45 97 608 754 81 800 77 90 95 6 4081 318 604 695(600) 829 72 916 78(3000> 8 5048 104 80 260 71 675 94 709 18 844 87 94 938 70(1000) 6 8015 142 202 8 323 63 (500) 426 625 689(600) 754 73 867 915(600) 6 7 275 32 435 623 731 804(500) 6 8080 105 309 642 45(3000) 793 6 8170 79 97 361 83 654 767 877 88 7 0071 79 301 402 16 639 814(1000) 24 769 995 71144 (600) 251 63 383 409 702(1000) 64 87 807 10 7 2166 619(3000) 628 776 872 971 7 3032 76 162 432 607 36(6000) 728 986 74107 37 287 337 460(600) 80(1000) 728 951 81 7 8010 34 460 648 813 62 73 7 6083 133 329 404 79 622 702 882 7 7 011 239 302 3 635 81(3000) 840 54(600) 77 7 8004 62 77 196 442 70 640 962(SOO) 79118 375 583 928 76 77 60165 83 256 420 67 90 94 683 609 790 81010 219 71 400 60 621 84 918 77 8 2143 212 83 488 695 863 80(500) 943 83035(3000) 144 70 430 43 91 638 83 782(lOUO) 873 84632 664 906 8 8366 647 67 872 8 6016 48 65 68 154(600) 219 307 62 427 34 91 501 46 48 717(3000) 87110 19 628 863 81 900(600) 8 8227 61(600) 488 668(600) 694 748 69 844 83 928 (606)(19022(600) 77 115 226(3000) 78 419 632 760(1000) 67 69 800 24 00168 730 932 47 73 91167 259 689 778 8 2079 132 81 471 603 4 8 74 737 864 9 3017 65 132(3000) 243 371 680 914 28 66 9 4033 36 49 128 08(600) 262 622 700 878 910 8»003 (1000) 149(600) 316 29 70 471 636 634(600) 8 6222 98 488 674 85 9 7 039 66 157 364 97(600) 436 47 649 82 719 90 808 (1000) 33 95 900 9 8037 258 72 460 61 653 76 630 71 882 924 8 8061(1000) 214 44 354 612 67 664 703 26 946 86 83 10 8036 253(600) 484 668 740(500) 101091 151 387 467 86 773 Ü82 90 1 0 2385 459(600) 614 1» 20(1000) 7*5 866 72 86 10 3046 78(1000) 98 302 405 23 804 1 94023(600) 33 138 266 343 663 679 717(600) 28 822 19 5 295 321 47 880 1 0 8098 (1000) 123 294 801 46 67 976 1 9 706? 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Pren�ifch-Süddentschr (232. Königl. Urentz.) Klassenlotterie ».Klaffe 14. ZiehungStag 22. November ISIS Nachmittag Ruf jede gezogen« Nummer find zwei gleich Hobe Gewinne gefallen, und zwar je einer ans die Lole gleicher Nummer iu den beide» Abteilungen 1 u. II Nur die Gewinne über 240 M. sind in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr A. Et.'«, f. Z.)(Nachdruck verboten) 132 219 310 86 420 625 84 1118(500) 29 90 347 88 584 781 838 62 938(3000) 2070 442 45 558 639 743 97 3149 238 303 405 533 57 716 58 872»037 64(3000) 88 339 605 770 931> 1000, 5102 60 272 75 374 759 69 72 860 82 985 5081 248 378 672 78 93 697(5000) 788 942 64 98 7 060 123(3000) 68 72 450 619 606 722 49(3000) 939 69«135 52 293 399 642 93 691 975 8198 521 78 667(1000) 61 90 747 968 10064 78 303 431 505 88 94 13000) 833 11039 1 40 61 294 421 41(5001 514 62 625 67 1 2094 511(600) 16 1 3341 443 82 604(600) 727 52 84 84 934 1 4181 439 95 630 99 709 811 64 15179(500) 326(1000) 661 78 620 743 60 937(1000) 16045 251 870 602 749 902 58 93 1 7063 400 31 614 74 1 8006 296 (600) 397 421 738 40 812 62 76(500) 18072 100 210 390 480 642 667 62 717 922 38 93 20144 48 640 69 627 894 904 21007 143 678 864 942 22147 478 609(3000) 20 824 760 2 3323 474 90(3000) 92 99 (1000) 628 707(1000) 70(500! 908(60Ü) 27 2« 046 406 19 (500) 688 744 48 67 9 03 2 5 068 133 405 60 30 86 699 644 88 749 73 80 896 997 2 8289 342 463 607 684 752 2> 066 356 403 63 589 780(600) 823 31 2 8233 618 625 91 761 970 2 8073 99 427 60 619 869 915 24 33 3 0016 62(500) 339(3000) 93 623 718 830 73 81119 397 480 78 966 3 2022 131 32(1000) 262 325 630 63 715(3000) 909 10 3 8204 402 63 868 951 3 4011 11» 210 431 35123 470 761(3000) 811 944 80 8 0244 69 864 58 481 602 22 807 9 48 64 919 8 7 019 121 230 484 611(600) 26 862 771 3 8083 199 214 39 394 444 758 814 3 8316 42 608 57 722 28 96 985 (1000) 87 4 0005 28 102 200 358 441 782 932 41032 42 232 71 480 667 94 776 837 993 4 2 034 392 608 76(1000) 810 4 3 490 593(600) 799 808 43 4 4027 825(500) 39 430 639 97 4 5 051 124 240 41 414 673 973(600) 46304 410 18 608(3000) 663 47061 311 38 40 64 63 643 47 619 997(500) 48 085 179 208 830 436 613 773 92 803 14 48112 57 319 20 73 99 610 13 65 674 727 863 962 72 8O004 43 46 121 67 768 51082(3000) 264 308 462 73 (100O) 669 646<1000! 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Für öe» önseratrkäe'il t-ermwv.t Th. Glocke. Beilin. Druck».Verlag: Borwärl» Luchdruckerei u. Verlagsanjtalt Paul Singer& lio, Lerliü SW.