Nr. 81. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer Big, Sonntags- nummer llustr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: , 30mt. pro Quartal. Unter Streuzvand: Deutschland u. Desterreichdugarn 2 Mt., für des übrige Auslands Mt.pr.Monat. Eingetr. n der Post Beitungs: Preisliste für 1894 unter Nr. 6919 Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. = Quittung. Sonntag, den 8. April 1894. " = Für den Parteivorstand A. Gerisch, Raßbachstraße 9, 1 Treppe. Expedition: SW. 19, 33euth- Straße 3. mensch der Grenzboten" überhaupt gar nicht mehr in der jenigen Eigenschaft, die angeblich den Menschen auf ewig von allen Mitgeschöpfen unterscheidet. 200,- Charlottenburg, Kindtaufe Wilmersdorfer Straße 2,40. Nicht im Wissen, nicht in den sittlichen Trieben, nich Cottbus, von Genossen 100,-. Crimmitschau, von Gen. 200,-. in seiner politischen Bethätigung liegt das eigentliche Wesen Jm Monat März gingen bei der Parteikasse folgende Bei- Döbeln, Bauhütte 9,30. Dresden- Neustadt, rothe Hochzeit 1,20. des Menschen, fordern im Besiz, im Eigenthum und in dem träge ein: Eberswalde, rothe Hochzeit 2,30. Faltenberg, D. Schl. 1,-. damit unzertrennlich verbundenen Streben nach Besiz, nach Augsburg, durch B. M. 20,-. Berlin, Beiträge der Wahl- Freiburg i. Schl., von einigen zielbem. Bildhauern 5,- Guben Erwerb von Eigenthum, nach Arbeit um Eigenthum. Animal freife: 4. Kr.( Often) 500,-( darunter geselliger Verein 25,- Göppingen i. W., S. W. 5,-. Hamburg, vom Personal possidens( besißendes Thier)-hierin allein liegt die Definition Hoffnung" 10,-, tönigl. Musterwertstätte 4,50). 4. Kr. der Tabatarbeiter- Genossensch. 3. V. N. und Schäferstraße 100,-. des Menschen, die ihn auf ewig von allen Mitgeschöpfen unter( End Often) 600,-. 6. Kr.( Moabit) 100,-( darunter: Hamburg, Zigarrenfabrik v. B. u. 2., Zollvereins- Niederlage 20, scheidet, das Alpha und Omega jedes Menschendaseins..." Lewandofsky 10,-, zwei streitende Budiker Beußelstraße Hamburg, Bigarrenfabrik von J. M. 60,-. Hamburg, UeberA. E. Ehrenmann 5,- Moabit W. Sch. H. B. 1,-). Schuß der Reichstagswahl 1893 10 000,-. Hamburg- Altona und daß der gelahrte Grenzbote seine Behauptung, der Mensch Zunächst läßt es sich da mit leichter Mühe nachweisen, 6. Kr.( Oranienburger Vorstadt, Wedding und Gesund Umgegend durch S. 1000,-. lmenau, Rauchflub Blaue Ilmenau, Rauchtlub Blaue brunnen) 250,-( darunter Ueberschuß von März- Kranz der Wolfe" 5,-. Karlsruhe, Märzfeier 5,-. Lugau, amerikanische unterscheide fich durch den Besitz von allen Thieren, ohne Nothmann'schen Arbeiter 2,85, vom Defonom des„ Eistellers" an Auttion v. d. rothen Brüdern Delsnigerstraße 6,-. Lengenfeld hinreichende Kenntniß des Thierlebens in die Welt gesetzt 1. Ostertag 10,-). 6. Kr. Echönhauser Vorst. 150,-. Berlin i. V., amerit. Auft. 2, Luckenwalde W. W. 40,-. Luckenwalde W. 2. 40,-. Mann hat. Daß der Besigtrieb in seiner elementarsten Form den diverse Beiträge: P. S. 50,-. A. B. 50,-. Dr. L. A. 20,- im Mond 750,- Mylau, von 4 rothen Kindtaufen 6,60. Thieren innewohnt, lehrt uns jeder Hund, der einen Knochen Belldamps" 10, Auf eigener Faust 1,80. Zu Ehren der Desgl. Uebersch, v. einem rothen Bilderbuch 4, Neustadt D. Schl., erwischt hat, ihn gegen jeden Konkurrenten mit Erbitterung Märzgefallenen Tischlerei von Feldmann, Kreuzbergstr. 7, 8, von rothen Brüdern 1,50. Offenbach, durch D. 50,- Bilzen vertheidigt und ihn sogar in Bethätigung des edlen SparH. zuni 18. März 200,-. Ertrag einer amerikanischen Auktion bei Schweidnih, einige Genossen 1,-. Quedlinburg, durch den Quedlinburg, durch den Steinmeßftr. 57 6,05. Von Arbeitern des K. K. Hoflieferanten Vertrauensmann 50,-. Quedlinburg, stille Märzfeier durch triebes an einem sicheren Orte heimlich verscharrt. Noch weiter in der Entwickelung des Besitztriebes hat es der Bechstein, Pianofortefabrit, Ueberschuß der Sammlung für einen B. 1,10. Etaßfurt, von Genossen 50,-. Weißenfels, von Ge Märztrang 14,40. Gesammelt am 18. März von Klempnern der nossen 50,-. Wiltau i. S., Hessische Wette" 3, Wolfen- Hamster gebracht, der ein schier unerreichbares Vorbild der Firma Staudt 6,-. A. für einen Vortrag 10,- Kranz- büttel, amerif. Auktion durch B. W. 4,11. Eigenthumsegoisten, sich große Vorräthe ansammelt und sie Spente, Edertsberger Maschinenfabrik 25,45. Von Mil In der Quittung vom 8. März Nr. 56 des Vorwärts" in seinen, eigens zu diesem Zweck erbauten Vorraths pferdpeitschen- und Gummischlauchhändlern durch BI. 2, muß es unter den diversen Berliner Beiträgen nicht heißen tammern für seinen fausschließlichen persönlichen Gebrauch Berliner Wellblechfabrik 3,20. Ueberschuß vom März- Kranz aus amerikanische Auktion beim Stiftungsfest des 5., sondern des aufspeichert. Vom Hamster unterscheidet sich der Idealder Hollmannstraße 34,35. Kreuz- Colo 0,42. Stattlub„ Grand G. Wahlkreises 11,30. Echwarz" 5,-. Tischlerei von Heinrich und Brandenburg, vierte Berlin, den 7. April 1894. Rate, 5,20. Rauchklub Weiße Nelfe" 10,- Franktireurs auf Lehmann's Hochzeit, Gneisenaustraße 2,- Ueberschuß einer Kranzspende Rüdersdorferstraße, durch Schmidt 3,90. Rothe Nun läßt sich aber obendrein noch nachweisen, daß es Hochzeit, 18. März, Manteuffelstr. 111, 5,45. Bigarrenfabrik Thiere giebt, bei denen der Besigtrieb nicht bei der HerausR. Schulze, Friedrichsfelderstr. 21, 6,60. Geburtstag bei H., bildung des Individualbesizes stehen geblieben, sondern Lehrterstraße 1,20. Theater- und Gesangverein„ Ararie"( gem. zum Rollektivbesit fortgeschritten ist. Das sind die höheren Chor) 20,-. C. 3., Kastanien- Allee 3,-. Ueberschuß vom Insekten, wie Bienen und Ameisen, die zwar nicht in ihrer Maskenball des Vereins Brüderlichkeit" durch Krüger 5,05. förperlichen Entwickelung, wohl aber in gewissen Seiten 3wei v. Fregge'sche grüne Jungens aus Moabit 2,-. Uebersch. der Kranzspende der Beermann'schen Maschinenfabrit 5,90. Der Zukunftspolitiker in den Grenzboten", der als ihres Seelenlebens eine höhere Entwickelung erreicht haben, Uebersch. der Krauzspende der Kunstschlosserei Krüger, Lüßow- Heilmittel für die Schäden des bestehenden Gesellschafts- als die sämmtlichen warmblütigen Thiere, mit Ausnahme straße 7 Die rothen Gürtler aus der Grünstraße 5,-. Ginige zustandes in Deutschland die Eroberung fremden Gebietes vielleicht des Bibers. Nur der Mensch kommt ihnen an Mitglieder der Ethischen Gesellschaft durch Neumann 100,- und die Unterjochung fremder Völkerschaften empfohlen hat, Organisationsfähigkeit gleich. Man hat Ameisen gefunden, Pfeiffer's Brotbäckerei, Brunnenstr. 161 1,80. Gießerei Oranien- sucht seine Barbarenpolitik in einem neuen Artikel philo- die Viehzucht, und andere, die Ackerbau treiben, immer im straße 9 mit einer Ausnahme 4,20. Einige Delegirte der Orts- sophisch zu begründen und da die Anschauungen, die er zu Zusammenarbeiten. Diese Erscheinungen lassen sich nur so Krankenkaffe der Hutmacher( barunter v. R. Sp. 1,-) 4,75. Tage fördert, charakteristisch sind für die Denkweise erklären, daß die Ahnen der jezigen Ameisen oder Bienen G. S. F. 0,40. Ueberschuß vom Maskenball Nordische Klänge", unserer herrschenden Klassen, wollen wir auch die neuesten von der Individualwirthschaft, wie sie noch Spinnen, Swinemünder Gesellschaftshaus 30,-. Ueberschuß der Kranz Schlupfwespen, Maulwurfsgrillen treiben, durch die Einspende, Kielftein, Charlottenburg 1,05. M. Neumann 3,-. Die Als richtiger Sprößling einer kapitalistischen, von Besitz wirkungen des Kampfes ums Dasein allmälig zur Rothen, Alte Jakobstr. 118 4,40. Ghemaliger Student 167 1,- gier zerfreffenen Gesellschaft, stellt er die Behauptung auf, Kollektivwirthschaft gekommen sind. Es würden sich leicht Tugendbund 6, Budifer, Breitestraße 8,-. G. G. M. 5,- daß der Trieb nach Eigenthum das unterscheidende Merkmal aus anderen Thierklassen noch Beispiele für Eigenthum unter Amerikanische Auktion einer Pfeife in Pichelsdorf 4,05. Ge- der Menschen sei, das ihn heraushebt aus dem Thierreich. den Thieren auf verschiedenen Stufen der Entwicklung anmüthliche Rauchwolte, Moabit 10,-. Leseflub der Freunde Im Anklang an den Definitionsversuch der griechischen führen lassen, doch mag es damit genug sein. Wie ist es Reft. Queitsch, Swinemünder Gesellschaftshaus 6,-. Von Mitgliedern d. u. Dr. 3,10. Für Bigarren von Grau 13,50. Weisen Aristoteles, der den Menschen ein Zoon politikon, möglich, angesichts dieser wohlbekannten Erscheinungen noch Schwarze Mann 50. Bunzlau 10,-. Barmen, Oberbarmer ein politisches Thier nannte, erklärt der Grenzbotenweise den Besitztrieb zum unterscheidenden Merkmal des Menschen Gefangverein Freie Sänger", amerikan. Auktion 4,70. Bremen, den Menschen für ein besitzendes Thier: Homo animal zu machen, ihn als animal possidens zu charakterisiren?! gef. durch H. B. bei den Lederarbeitern 4,17. Bant, 2. Dldenb. possidens" überschreibt er seinen Artikel, der in folgendem Man könnte diese Spekulation des Grenzboten" Wahltr. 300,-. Bochumer Bezirk 150,-. Chemniz, S. R. B. Klassischen Sage gipfelt: Weisen als eine harmlose Spielerei unbeachtet lassen, wenn Drei geistige Proletarier 18,-. Rauchklub Arfona" 7,50. 10,-. " " Feuilleton. Der Jude. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. 10 In der Mensch ein besikendes Thier"? Jrrgänge seiner Spekulation beleuchten. fie reich sind und nicht karg den Dienst belohnen. Ich aber, Du holder Junge, segne Dich, weil Dein Anblick mir die Wonne in die Wirklichkeit zauberte, die ich nur in der Erinnerung zu genießen angewiesen bin! " Am nächsten Morgen, an dem noch der Großvater ruhte, und Ben David seinen Frühsegen sprach und die Psalmen, die die Sabbathfeter vorschreibt, da wo keine Schule die Söhne des alten Bundes zum feierlichen Dienste des Höchsten versammelt, schlich sich seine blühende Tochter nach der Esther wollte scheiden, aber schon an der Thüre an Kammer, wo die Magd Grete ihre Zeit zubrachte während gelangt, zog es fie allgewaltig zurück zu dem Knaben. der Festtage. Auf dem dürftigen Lager der Alten, die ab- Ich will gehen? fragte sie sich: Gehen, ohne den Wunsch, wesend war, beschäftigt um den kranten Zodick, schlief noch an seinem Anblick mich zu weiden, ganz erfüllt zu haben? der Knabe, den Ben David ins Haus gebracht hatte. Auf genügt mir es denn, diese von Schlummer erstarrten Büge Die rasche Schwenkung seines Gauls hätte beinahe den den Zehen näherte sich Esther dem Schlummernden, beugte in Gedanken mit ihm zu vergleichen? Lebend will ich ihn, armen Ben David in den Roth geworfen; dennoch ver- sich über ihn, und betrachtete mit Wohlgefallen die Züge offen seine Augen sehen, und in die dürftende Brust das säumte er den legten Bückling nicht, und ließ mit nieder- seines unschuldigen Gesichts. Ich habe mich doch nicht lang hinweggenommene Labsal schlürfen! geschlagenen Augen die spöttelnden Nachbarn an sich vor geirrt, flüsterte sie in sich hinein, da ich schon gestern einige Rasch fuhr sie mit warmer Hand über die Stirne des übergehen. Darauf befahl er der Magd, ganz leise die Mahmung finden wollte in diesem Antlig, an ein anderes, Kindes, das ruhig, wie ein lächelnder Engel die Augen aufThüre zu verschließen, und den halb ohnmächtigen Zodick das mir nur allzu theuer ist. Beschaue ich diese braunen schlug, und in die glühenden Esthers schaute. Gundel!" nach seiner Kammer zu bringen. Er selbst verlor fein Wort frausen Locken, die hochgezogenen Augenbrauen, die längs stammelte der Schlaftrunkene, die Aermchen nach der Vermehr an den Menschen, der ihm so viel Verdruß gemacht liche Nase und den lächelnden Mund, so bin ich in Ver- tannten ausstreckend. Ben Davids Tochter bog sich aber hatte, und kehrte mit schwerer Brust und manchem un fuchung, zu glauben, sein Bild liege vor mir und ich müßte zurück, und der Knabe erfah seinen Frrthum. Bekümmert muthigen Seufzer in das Hintergebäude zurück, wo Jochai es ans Herz drücken, da ich ihn selbst nimmer, ach nimmer verzog sich sein Mund, die Händchen fielen auf die Decke und Esther ängstlich auf jedes Geräusch lauschten, und um umfangen werde! zurück. Du bist es nicht!" klagte er: Liebe fremde den Feiertag nicht zu schänden, alles in der gewohnten Sie setzte sich vertraulich zu dem kleinen Träumer, Frau, wirst Du mich zur Mutter bringen und zu meinem Ordnung hatten liegen und stehen lassen. Freudig bewill- spielte leicht mit seinem schönen Haar, und verlor sich in Hänschen?" tommten sie den Ruhebringenden, der sich andächtig neigte dem Andenken einer Vergangenheit, die sich ihr reizend Ich möchte Dir Mutter sein, holdes Kind," erwiderte vor dem Tische und den schwebenden Lichtern, und sprach: bald, und bald betrübend, nur allzuoft aufdrang in ihrer Esther freundlich, wenn ich es nur sein dürfte." " Esau's Sturin hat sich gelegt. Gebenedeit seift Du, hoch stillen Einsamkeit. Bin ich nicht eine Thörin? fragte sie Warum darfst Du denn nicht?" fragte der Knabe zugelobter Gott, Jakob's, dessen Herrlichkeit unsere Scheitel sich am Ende selbst aufschreckend aus ihrem Hinbrüten: traulich werdend. Du bist so gut und lieb; Dich möchte berührt. Wie schön find Deine Hütten und Deine Woh- Mache ich mich nicht etwa einer Sünde schuldig, da ich hier ich schon Mutter nennen, viel lieber als die schwarze, nungen, Jfrael! Wie schön ist Dein Palast, wohlduftende mit diesem Bilde eines edlen Christen die Augenblicke ver- Mutter, die mich beständig schmälen wird, weil ich sie verKönigin Schabbath, du Freude und Trost aller Gläubigen!" tändle? Jochai tönnte es wohl gar Abgötterei nennen, wie loren habe." Und sein Mund jubelte, während seine Augen von er so gerne zu thun pflegt, wenn ich mit Liebe an etwas ,, Schmälen würde sie Dich?" sprach Esther, ihn an sich Thränen, wie sie tiefempfundene Knechtschaft expreßt, über- hänge! Sie stand auf. Guter Knabe, fuhr sie nach drückend, wäre sie dann Mutter? Jubeln wird sie, und flossen: seine Lippen sprachen Versöhnungsgebete und frohe einer Weile fort, gleichsam wider Willen nach ihm zurück- dem hochgelobten Gott danken, der Dich wieder in ihre Pfalmen, während sein Herz anschwoll von unterdrückten sehend: Weder Dich, noch den, dem Du zufällig gleichst, darf Arme führt." Bannformeln gegen die Ungläubigen. Der greise Jochai ich mein nennen. Wohl Dir, wohl ihm, daß es so ist, Der Knabe starrte sie verwundert an. Gundel hat murmelte neben ihm Fluchgebete in den Bart, heraus- und wehe mir! Ihr seid nicht geschaffen, um im Glend mir einmal von dem lieben Gott erzählt!" sprach er hiergestoßen mit allem Feuer orientalischer Wortfülle. Esther Eure Tage zu vertrauern. Euch winkt Ehre und Freiheit. auf. wandte sich aber voll Grauen von seinem Gebete und sagte Wir kennen beides nicht. Du wirst zurückkehren zu Deinen nur Amen zu dem ihres Vaters. trostlosen Eltern, und mein Vater wird Dich segnen, wenn " Nicht wahr, er ist überall?" " Ja, mein Rind." Er läßt seinen Kindlein nichts Böses geschehen?" e nicht dazu hergalten müßte, um den Judividualbesitz als so blamirt worden, daß sie auf die Verhandlung der im| Experimente steht ganz außer Verhältniß zu den Kosten alleinige Grundlage des Menschenglücks anzupreifen und Abgeordnetenhause gestellten Interpellation, welche mit der derselben. das sozialistische Streben nach Einführung des Kollektiv- im Reichstage verhandelten, übereinstimmt, verzichteten. befizes als ein der Menschennatur zuwiderlaufendes, kulturwidriges Streben zu bekämpfen. Wäre es wahr, daß nicht im Wissen, nicht in den sittlichen Trieben, nicht in der politischen Bethätigung" das eigentliche Wesen des Menschen enthalten ist, sondern nur im Besitz, so müßte die höchste Entwickelung des Besitztriebes, das Vorwalten des Besigtriebes, die Unterjochung aller anderen Triebe durch den Besitztrieb die edelsten, die vollkommensten, die menschlichsten Menschen schaffen; dann hätte die europäische Kulturmenschheit der beiden letzten Jahrhunderte sich einen Harpagon) zum Menschlichkeitsidcal erkoren, nicht aber Jesus Christus, den umherziehenden Propheten einer neuen Lehre, des Menschen Sohn, der nicht hatte, wo er sein Haupt hinlegte. = " Monopolgelüfte der Konservativen. Die Kon Die Humanität des Kapitalismus. In der Röl fervativen drohen im Reichstage mit dem Antrage auf Einnischen Zeitung", in diesem Fall eine unbedingt glaub- führung des Getreide und des Spiritus monopols. Der Börsen- Curier" bemerkt wizig hierzu: Die Sozial. hafte Autorität, finden wir heute folgende Notiz: Saarbrücken, 6. April. In Sachen der Ab demokraten würden es an einem ergänzenden Antrage auf gelegten. In einer Vertrauensmänner Versammlung zu Verstaatlichung des Grundbesitzes nicht fehlen lassen." Louisenthal erklärte der Vorsitzende der Bergwerts Ein Chokolade- Geset in Sicht. Der Bundesrath läßt direktion, für immer abgelegte würden niemals wieder zur Arbeit zugelassen werden. zur Beit Erhebungen darüber anstellen, in wie weit eine gefeg Die Gesuche um Wiederanlegung müsse er entschieden liche Festlegung des Begriffes Chokolade sich im Interesse des ablehnen. Die beantragte Äenderung der neuen Arbeits- konsumirenden Publikums und des reellen Chokoladehandels empfiehlt. Der Verein der deutschen Chokolade- Fabrikanten hat ordnung sei durchaus nicht angängig. Von welcher beantragten Aenderung hier die Rede ist, sich schon seit Jahren bemüht, eine Trennung der reinen Chokoladewiffen wir nicht. Aber das„ Niemals" der Bergwerks fabrikate von solchen Chokoladen herbeizuführen, die starke Beidirektion ist für sich allein verständlich. Niemals! mengungen von Rastanien, Eicheln, Mehlen nebst den dafür Niemals! nothwendigen Bindemitteln von thierischen und vegetabilischen " Die wahre Sittlichkeit ist ohne Eigenthum nicht dent werden die Abgelegten" wieder in Arbeit und Brot ge- Fetten und Farbmitteln, sogar Schwerspathen 2c. enthalten, und bar," verkündet der christlich- germanische Grenzboten"-Weise, nommen! Niemals! Und was war ihr Verbrechen? Wes- hat auch seine Mitglieder dazu angehalten, nicht reine Chokoladen, denn ihr Wesen ist Opfer und Selbstentäußerung". Dem halb wurden sie abgelegt? Weil sie für ihr eigenes die der Billigstellung der Preise halber unschädliche Zusatzstoffe nach kann die Idealgestalt des Gründers der christlichen Menschenrecht, für das Menschenrecht ihrer unterdrückten enthalten, äußerlich von den reinen Fabrikaten als solche kenntReligion vor den Augen der Leute mit der zahlungsfähigen Kameraden einftanden. Weil sie forderten, was Millionen lich zu machen, ohne daß mit diesen Bemühungen ein hinreichender Bewußtsein Erfolg erzielt worden wäre. Nunmehr scheint man, namentlich Moral, die in Deutschland das Christenthum und den von Arbeitern, was alle zum Patriotismus in Erbpacht genommen haben, als ein wahr ihrer Lage, ihres Menschenrechts und ihrer Menschen wohl mit Rücksicht darauf, daß Chokoladen immer mehr ein Nahrungsmittel und ein Genußmittel für Kranke und Rekon der Welt valeszenten geworden sind, der Frage feitens der verbündeten haft sittlicher Mensch nicht bestehen. Bu folch vergnüglichen Pflicht erwachte Arbeiter in allen Ländern deshalb zu lebenslänglichem Hungern Regierungen näher treten zu wollen. Im Wege der Vorstellung Konsequenzen gelangt das Bemühen dieser philosophirenden fordern. Und deshalb Politikaster im neuen Reiche der Gottesfurcht und guten oder zum Hungertode verurtheilt von den Vertretern des ist die Frage einer einheitlichen reichsgesetzlichen Regelung seitens Gitte", die wahre Menschlichkeit als eine Blüthe der be- Kapitalismus. Niemals! Die Staatsmacht, rauh wie sie mehrerer großer Chokoladenfabriken auch an mehrere Handelsstehenden kapitalistischen Eigenthumsordnung dem gläubigen ist, hat das Recht der Gnade das Strafgesetz kennt das lammern herangetreten. Philisterthum aufzuschwaßen versuchen, um die Sozialdemo- für diese leuchtet noch der Hoffnungsstern der Gnade. Der Blätter theilen das folgende mit: Niemals! nur für die denkbar schwersten Berbrechen, und Soldaten Mikhandlung. Verschiedene bürgerliche Wer sich ihm nicht Kapitalismus kennt keine Gnade. willenlos beugt, hat das Recht zum Leben verwirkt. Für ihn giebt's fein Erbarmen. Niemals! tratie überwinden zu helfen. Nun, dieser geistigen Waffe sieht man es auf den ersten Blick an, daß sie aus derselben Rüstkammer stammt, ans der Herr Eugen Richter seinen blechernen Kinderfäbel hergenommen hat, mit dem er dem Sozialismus den Garaus machen wollte. Und dieses Niemals! für Verbrechen, die keine Verbrechen sind, sondern vom Standpunkt der höheren Sittlichfeit aus, lobenswerthe, verdienstliche Hand. lungen dieses Niemals! ist ausgesprochen von den Bertretern der königlich preußischen Bergwerks- Direktion. Und die königlich preußischen Bergwerke sollen, wie männiglich weiß, Mi u st er au st alten sein im Geiste des praktischen Christenthums". Ein Unteroffizier des in Inowraklaw liegenden 140. Inf. Regts. hatte vor einiger Zeit beim Turnen einen Soldaten derartig gestoßen, daß der Soldat mit dem cine Spaltung Ropfe auf eine Steintreppe fiel, wodurch eine der Schädeldecke und bald darauf der Tod eintrat. Der Unteroffizier ist gestern nach der Festung Spandau geschafft worden. Wie nach dem„ Kuj. Boten" verlautet, ist er zu sieben Monaten Festungsstrafe verurtheilt worden. Wir wollen zum Ueberfluß nur noch konstatiren, daß auch der Grenzboten" weise sich dem platten Frrthum hingiebt, die Sozialdemokratie wolle das individuelle Eigenthum gänzlich beseitigen und den einzelnen Menschen zum Aus der hessischen zweiten Rammer. Man schreibt willenlosen Arbeitssklaven einer durch Mehrheitsbeschluß uns ans Darmstadt, 6. April: In der zweiten Rammer eingesetzten Obrigkeit machen; während es schon tausendmal stand gestern die Frage der Vermehrung der Fabrikvon unserer Seite gesagt wurde und hier zum tausendund- Die Kosten der Postdampferfubventionen. Wie Inspektoren zur Verhandlung. Der Finanzausschuß hatte ersten Male wiederholt werden mag, daß nur die Pro- sich der Norddeutsche Lloyd" beim Betrieb der vom Reich die Anstellung eines Assistenten für die vorhandenen beiden duktionsmittel Gemeinbesig werden, daß aber die durch die subventionirten Postdampferlinien nach Ostasien und Fabrikinspektoren empfohlen. Darüber hinaus beantragten Produktion erzeugten Verbrauchsgegenstände in den Australien bis jetzt gestanden hat, lehrt eine Uebersicht über die Abgeordneten Jöst, Ulrich und Müller die sofortige unbestrittenen Alleinbesiz der einzelnen Gesellschafts- die Gewinne und Verluste seit Eröffnung der Linien: Anstellung von zwei Assistenten. Genosse Jöst begründete mitglieder übergehen sollen und daß die neue GesellBetriebs Betriebs Abschreibung den Antrag an der Hand statistischen Materials und wies ein viel größeres schaftsorganisation dem Einzelnen ein gewinn 5 pet. verluft nach, daß gegenwärtig noch nicht die Hälfte der FabrikM. M. M. Maß individueller Freiheit, auch wirthschaftlicher Freiheit, 254 034betriebe revidirt werden könne. Weiter streifte er die gewährleisten wird, als der in die mannigfaltigsten Fesseln 1 009 000Frage, ob nicht für Mainz und Offenbach besondere Fabrikeingeschnürten und ausgebeuteten Menschheit heute zu theil inspektoren zu ernennen seien. Von allen Seiten des wird. Hauses wurde die Vermehrung des FabrikinspektorenWir erwarten natürlich nicht, unsere Gegner durch 1890 Personals anerkannt und der Antrag der Sozialdiese Ausführungen belehren zu können, denn das verbohrte demokraten unter Bewilligung der erforderlichen Mittel, Festhalten an vorgefaßten Meinungen über neue Ideen, im ganzen 21 870 M., angenommen. Die„ bourbonische" Geistesdisposition, ist das charakteristische Kennzeichen aller Vertreter einer zerfallenden Gesellschaftsordnung. #dddste asid aldused pidid Politische tebersicht. Berlin, den 7. April. 1886( Halbjahr) 68 965 1887 1888 1889 1891 1892 G00179] 18931091995 188 1 064 153 744 361 1 056 000 1 266 000 59 736 265 959 1 128 000 1 496 085 859 115 35 040 1 247 000 3 460 296 1.022 700 1 042 700 8 025 434 Dazu kommen Zinsen für sieben und ein halbes Jahr auf ein Kapital von wenigstens 20 Millionen Mark zu 4 pCt., alfo 6 Millionen Mart. Danach stellt sich die Gejammtrechuung wie folgt: Betriebsverlust Betriebsgewinn je geomedels Abschreibung Gesammtverlust. • 3 460 296 M. 1 064 153 2 396 143. 8 025 434" " 16 421 577 M. Der 1. Mai und die österreichische Regierung. Der Statthalter von Böhmen gab der Reichenberger Handelskammer bekannt, daß die bei dem Staatsbetrieb angestellten Arbeiter auf eine Freigebung des 1. Mai nicht rechnen dürften. Eine eventuelle Arbeitseinstellung an diesem Tage werde nach der vollen Strenge des Gesetzes behandelt werden. In ähnlicher Weise ist die österreichische Regierung in jedem Jahre vorgegangen, ohne aber das Gelingen der Maifeier auch nur im mindesten stören zu können. Das Recht auf Arbeit in der Schweiz. Nationalrath Joos beantragt: Die Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 erhält folgenden Zusatz zu Art. 34:" Der Aufsicht des Bundes und der Gesetzgebung derselben unterliegen die Bestimmungen über die Auswanderung nach überseeischen Ländern und die Kolonisation." Der Reichstag hat heute die zweite Lesung des Stempelsteuer Gesezentwurfes begonnen und beendet. Börsensteuer und Lotteriestempel wurden nach den Bei schlüssen der Kommission angenommen, alle übrigen Stempel- and dog Binsverlust.6 000 000 all 16 tenern verworfen. Die Regierung fann es gar nicht er. warten, diese Steuerquellen sofort fließen zu lassen, deshalb Es sind also 82 pet. vom ganzen Anlagekapital verwurde beschlossen, daß das Gesetz schon am 1. Mai in Kraft treten soll. Da sonst nichts auf der Tagesordnung loren worden. Dazu kommt endlich nun noch die Substand, unterhielt sich der Reichstag in einer wirren Debatte vention für 7½ Jahre zu 4,4 Millionen Mark( im letzten über die Nothwendigkeit des Erlasses eines Börsensteuer Jahre etwas weniger), im Ganzen 30% Millionen Mart. Gesetzes. Herr von Bötticher stellte ein solches für die Der Gesammtverlust an der Reichspost- Dampferunternehmung, nächste Session in Aussicht. Montag wird das Biehseuchen- für das Reich und den Lloyd zusammen, hat mithin in den Ein prächtiger Wit des Zufalls war es, daß der 71/2 Jahren nahe an 47 Millionen betragen. Gesetz zur Verhandlung kommen. Jüngst- Frankreich- Schriftsteller Laurent Tailhade in Rechnet man die gesammten Kosten unserer Kolonial- Baris von der letzten anarchistischen Bombe, die zur Abpolitit hinzu, so wird man auf 200 Millionen Mart, wenn wechselung nicht ein Koch- sondern ein Blumentopf war, nicht mehr, kommen, ganz abgesehen von den großen zum Märtyrer gemacht worden ist, und zu was für einem! Menschenverlusten und der moralischen Einbuße. Der Jüngst- Frankreich Der Jüngst- Frankreich gleicht auf ein Haar den anderen ökonomische und moralische Gewinn unserer überseeischen Jüngsten" dasselbe Mißverhältniß zwischen Inhalt und Die Bimetallisten sind durch die offenen Bekenntnisse des Grafen Kanitz in der vorlegten Sigung des Reichstags Harpagon ist der Zitelheld in Molière's berühmtem Luftfpiele„ Der Geizhals". Nein, mein Knabe." So ist er nicht da, wo die schwarze Mutter ist. Sie hat mir oft wehe gethan, und Gott hat ihr's nicht verboten. Aber hier ist er, bei dir, denn du bist so gut und schön, daß ich auch immer bei dir bleiben möchte." " " " ,, Auch ich höre Wunderdinge!" fiel Esther ihm rasch ins Wort: Bestätige sie mir, Bater. Ich soll den Knecht ehelichen, daß er mein Herr werde?" Man Mißbilligend sah Ben David auf den Bater. hat Dir," sprach er, zu früh von Dingen gesprochen, die..." " Die mich elend machen;" rief Esther heftig mit Thränen in den Augen:„ elend, Vater; die Du nicht vers antworten fannst. wenn einst der Todesengel vor Dir steht und der Blitz seiner tausend Augen deine Thaten prüft." ,, Liebe Deinen Bruder, spricht die Pflicht versetzte Jochai: Gewöhne Dich, auch den Häßlichen zu lieben, wenn er Dein Mann werden soll; spricht die Klugheit." Esther erbleichte,.... faßte sich indessen bald und fragte verlegen lächelnd: Nicht wahr, Du scherzest, Vater? Bodic mein Gatte?.. " Ja, der Ewige ist hier!" rief Esther; Er spricht aus deinem Lallen, er thut sich fund in meinem Herzen, das dich So wurde es ausgemacht zwischen Deinem Vater und sein Kleinod neunen würde, wäre es ihm erlaubt." dem seinigen;" erwiderte Jochai. Als ihr noch Kinder Verblendete!" sprach Jochai hinter ihr, der leise ein wart, habt Ihr Euch schon die Hände gereicht, und, Missal getreten war: Danke dem, den man nicht neunt bei seinem Tobb!" gesagt, wie es unsere Rabbinen gesegneten AnNamen, daß es dir nicht erlaubt ist, diesen Christenauswurf gedenkens verlangen. Bodick's Vater ist dahin gegangen, in deinen Armen zu hegen. Du sehnst dich, hinab zu von wannen man nicht wiederkehrt, und auf seinem Ge" Zodick denkt edel und großmüthig," sprach Jochai: fteigen zu den verworfenen Söhnen und unzüchtigen dächtniß sei Friede. Aber der Bund muß gehalten werden, Ich habe ihm vorgeschlagen, seine unbekannten Gegner, Töchtern Kains, wie die Fürsten des Himmels, Asa so lange Zodick ein Mann nach dem Herzen Gottes bleibt. die ihn zu morden dachten, aus ihrem Dunkel zu ziehen und Afael Gelüften trngen zu den Töchtern der Erde. Er dient schon mehr denn sechs Jahre um Dich, und am durch die Befragung des Fürsten des Dels, oder der Hand. Aber so wie die fehlenden Engel hängen müssen zwischen Ende des fiebenten wird er Dich heimführen nach Worms, Er schlägt aber alles aus, will seine Feinde nicht kennen, verzeiht ihnen..." Himmel und Erde, also wird auch Dich der Zorn des Herrn wo noch unsere Brüder athmen dürfen in ihren Ketten." ereilen, wo Du nicht abläsfest vom Irrthume." Esther las aus den Augen des Alten, daß der Sache Und denkt noch nicht des Tags, der Dich mit ihm Esther legte die Hand des Großvaters auf ihr Haupt, fein Schwank zum Grunde liege, und die Angst fiel ihr verbinden soll;" unterbrach ihn Ben David, zu Esther tniete nieder und sprach: Vater, ich danke täglich dem schwer auf das Herz, um so mehr, da Jochai also fortfuhr: gewendet Schweige darum, und laß uns den Sabbath Ewigen, daß er mich eine Tochter Zious werden ließ. Ver- In der letzten Beit habe ich dann und wann Zweifel ge- genießen in Frohsinn, Lust und freundlicher Einsamkeit." tenne mich nicht." Jochai sah sie streng an, schüttelte begt gegen Bodick's Frömmigkeit: immer aber hat er meine Und dem geschah also. Jochai und die Seinen vers das Haupt und redete: Weib, Zögling der Schlange! ob Bweifel widerlegt und erst gestern hat sein trauriges Aus- brachten den Tag in Ruhe und Festlichkeit. Der arme du wahr sprichst, weiß nur er allein. Aber du schändeft sehen bestätigt, daß er gezwungen nur das Gesetzt verlegt. Kleine Hans verlebte ihn auf den Knien der stummen Grete. den Sabbath, daß du hier am Bette des Christenbuben Darum wollte ich Dich vorbereiten, und Dich bitten, nicht Da aber die Abendmahlzeit vorüber war, der Hausvater weilst, während ein Sohn des Gesetzes in unserem Hause schnöde gegen ihn zu sein." Wein, Gewürz und Brot sammt seinen Angehörigen geleidet, auf den noch kein Strahl deines Auges fiel." segnet und durch das Anzünden der Habbalahkerze, wie durch das Kaddischgebet den Sabbath geschieden hatte von der übrigen Woche, und alle fich zur Ruhe begeben wollten, hielt Ben David seine Tochter allein auf und gebot ihr, am Morgen des nächsten Tages sich verstohlen einzuschleichen in das Haus des Altbürgers Diether Frosch, mit Vorsicht in das Gemach der edlen Frau Margarethe zu bringen und ihr kund zu machen, Ben David habe gethan nach ihren Wünschen, und erwarte die Bestimmung der Zeit und des Drts, die ihr gelegen sein würden, seinen Bericht anzuhören. Mit diesem Aaftrag und dem herkömmlichen väterlichen Ruß und Segen entließ Ben David feine Du meinst Bodick?" erwiderte Esther falt, und stand auf: Grete mag ihn pflegen und heilen. Das Gesetz verbietet mir, am heiligen Tage Wunden zu verbinden." Zodick ist ein getreuer Befenner des Glaubens und dieser wird ihn heilen, ohne Dein Buthun;" versette Jochai, und führte Esther hinweg in die geschmückte Stube, obgleich fie sich nur ungern von dem weinenden Knaben trennte. " Was hast Du gegen den getreuen Bodick?" fragte Jochai, da beide sich wieder in der Sabbathsruhe befanden: Sprich, rede offen." Ich kann immer noch nicht glauben, daß Du nicht scherzest, Bater!" antwortete Esther: Ist es jedoch Ernst, was Du mir verkündest, so glaube gewiß, daß Du und der Bater mich vielleicht zwingen können, den Widerwärtigen zu ehelichen, daß ich ihn niemals lieben werde." Ein fleißiger Mann verkehrt Kupfer in Gold, die Ab neigung des Weibes in Liebe" meinte Jochai. Du wirst ihn näher kennen lernen, und das andere findet sich." Ben David trat in die Stube. Ich komme von Zodick," sprach er heiter: Die Wunde heilt, obschon der Krante, wie das Gebot es will, die abgefallenen Pflaster nicht mehr auflegen ließ. Gott gab seinen Segen." did noun " Mich ärgert der Mensch, so oft ich ihn erblicke;" antwortete Esther offenherzig: Seine ungeschlachte Gestalt, sein rothes Haar und sein schielender Blick sind mir zuwider." Jochai. Das Vertrauen auf ihn wirkt Wunder!" bekräftigte Tochter. ( Fortsetzung folgt.) = Russisches aus Oesterreich. Phrase, Rönnen und Wollen, Leistung und Ansprüchen. Herr Tailhade fonnte nie revolutionär genug schreiben, nie 316 Uhr früh bis 6 Uhr abends, nur mit einer Mittagspause. In Mittag erhielten wir faltes Essen, die Meisten zu wenig, dasselbe mand, den er nicht als Echwächling verurtheilt unter Eine englische Gesellschaft versorgt Wien mit Gas, sie, beutet Effen auch Nachts. Die Nacht mußten wir in einem Magazin Dynamit und Bomben ging's nicht, und als Vaillant dabei in unerhörter Weise ihre Arbeiter aus, fie erfüllt nicht die zubringen, wie Heringe aneinander gepfercht, zwei bis drei auf feinen Kammertopf warf, schwang der tapfere Tailhade sich schon gegen zwanzig Jahre für die ausländischen Aktionäre Mehr- daß ich Nachts aufstehen und hinausgehen mußte. Mancher von zu der kraftgenialischen Tirade auf: re werth schaffen. Als endlich die Geduld der Arbeiter riß und fie uns bekam von der schweren Arbeit Blutsturz, worunter ich Was liegt an dem Tod einiger unbestimmten Heerden in erhebender Weise bei Maßregelung eines ihrer Genossen ihr selbst. Drei Tage hielt ich es aus, dann erklärte ich, daß ich menschen( vagues humanités) wenn nur die Gefte( des Solidaritätsgefühl zur That werden ließen und in allen Ge- frant sei; an Lohn wurde mir pro Tag 3 fl. versprochen, aber Bombenwerfens) schön ist!" werken mit einem Schlage die Arbeit niederlegten, da stellten sich nur für einen Tag erhielt ich diesen Betrag, für die zwei Jezt hat der tapfere Tailhade die Wirkungen einer die Organe der österreichischen Regierung, nnd hochlöbliche Bolizei anderen nur je 2 fl. 30 fr. Da man sah, daß ich wirklich krank schönen Beste auf seine jüngst französische Nase bes natürlich in vorderster Reihe und die korrupte Wiener Presse sei, ließ man mich endlich hinaus. Viele von Denjenigen, die der der sie aber durchaus nicht hinaus, sobald man sieht, daß sie gesund Dies wäre nicht weiter erwähnenswerth, ist doch das find. Einen Arzt habe ich dort nicht gesehen. Kapilal international und werden doch die Arbeiter von den Rapitalisten mehr gehaßt als irgend ein Erbfeind in unseren Horelet Jan m. p. Es erschienen ferner: Stehlit Vinz., 21 Jahre alt, Faßs Schulbüchern. Darüber wäre nun fein Wort mehr zu verlieren, binder; Sefcit Martin, 26 Jahre alt, Taglöhner, Gartenfind doch die Kapitalisten faller Länder nnd ihre behördlichen arbeiter bei Ingenieur Sedlacet, und Chlachula Math., 88 Jahr und privaten hasses privaten Organe die Organe die besten Pfleger des Klaſſen, alt, Bauarbeiter, sämmtlich aus Altstadt bei Ungarisch- Hraðiſch, gewesen. Aber die Art, wie in Wien gegen und erklärten: die ausgebeutetsten aller Arbeiter vorgegangen wurde, über- Wir haben die Angaben unserer Genossen gehört, dieselben steigt das landesübliche Maß von Unternehmer- Brutalität so sehr, entsprechen vollkommen der Wahrheit. daß es auch im Vorwärts" eingehender erörtert werden muß. Wir entnehmen dem ausführlichen Berichte der Wiener Arbeiter- Zeitung" das folgende: Schooßhund, dem die Peitsche geferen winselt wie ein auf Seite der ausländischen Aktionäre und nahmen Partei gegen noch drinnen sind in der Fabrik, möchten gerne fort, man läßt wird. Und er winselt nun schon zwei Tage lang! Von solchem Stoff sind die phrasenmuthigen Kraft genies geschnitzt, welche den revolutionären Borkämpfern des Proletariats Feigheit vorwerfen! ilabl Auch wir wurden, nachdem zwei von uns erklärten, daß sie frant sind, entlassen. P Zum internationalen Bergarbeiter- Kongren, der am 14. Maiden 2. Pfingsttag in Berlin zu fammentreten wird, ist von dem französischen Bergarbeiter Bund als offizieller Vertreter der Abgeordnete Lamendin ernannt worden. Natürlich wird er nicht der einzige französische Delegirte sein. Er ist beauftragt, besonders für den Ein Arbeitsbuch wurde von Niemandem verlangt 8 stündigen Arbeitstag und die Erwählung von Arbeitern Landes und der Gemeinde in dem Kampfe zwischen den eng Und wie verhalten sich die Behörden des Staates, des Jeder von uns hat 1,50 fl. pro Tag erhalten.ne zu Fabrikinspektoren einzutreten. Inzwischen sind die Vor- lischen Ausbeutern und den 1800 Wiener Arbeitern? Selbst die Mauer in die Freiheit zu gelangen, es gelang Biele versuchten gleich am ersten Tage über bereitungen für den Kongreß schon soweit gedichen, daß im verſtändlich ist es die erſte Pflicht der Behörden, die„ Sicher- aber niemandem, weil die Mauer zu hoch ist. Seitdem Ichten Moment keine Ueberstürzung mehr zu befürchten ist. heit des Lebens und des Eigenthums" zu schüßen. Es giebt wir vom Hause fort sind, hat teiner von uns Für geeignete Lokalitäten, für Druckeinrichtungen, für Be- nun auf beiden Seiten Leben und Eigenthum zu schützen. Das etwas Warmes gegeffen. herbergung der Gäfte und namentlich auch für die Organisa Leben der durch Jahrzehnte in der Hölle der Gasanstalten Folgen die Unterschriften.) tion eines tüchtigen Stab3 von Ueberfebern ausgemergelten Arbeiter, welche die Gesellschaft auf die Straße Unter den Augen der Behörden( die Werke sind polizeieine der wichtigsten Vorbedingungen des Gelingens eines zu werfen und dem durch die Armenunterſtüßung nur ein lich befeht) werden, wie wir aus diesen Aussagen entnehmen, internationalen Kongresses ist Sorge getragen. ist Sorge getragen. Die wenig verzögerten Hungertode zu überantworten im Begriffe die Arbeiter wider ihren Willen in den Werken angeBerliner Kommission, welche die Es giebt auf der einen Seite, das Eigenthum der Arbeiter halten und in sanitätswidriger Weise in einem Magazin als Vor- zu schüßen, ihr einziges Eigenthum, ihre Arbeitskraft, das Schlafraum zusammengepfercht, um dort Erholung zu finden des ist auf dem Posten, und die Gäste, welche uns die Ehre ihres eines fümmerlichen Lebens für über 1000 Wiener Familien. hauses am 3. April interpellirten die Abg. Pernerstorfer, Besuchs schenken werden, sollen fich über Berlin nicht zu Wie wird nun Leben und Eigenthum dieser österreichischen Rro nawetter und Genoffen die Minister der Justis und des beklagen haben. Das Komitee ist mit den Vertretern der Staatsbürger von den Behörden geschütt? Einzig und allein Innern in dieser Angelegenheit wie folgt: Bergarbeiter im Aus- und Inland in Korrespondenz, und durch die freundliche Ermahnung, den Säbeln der Polizisten allen Wünschen, die laut werden, wird nach Möglichkeit nicht allzu nahe zu kommen, und durch die nicht minder liebe entsprochen. volle Andeutung, daß in allen Kasernen Militär konfignirt fei und Flintenkugeln und Bajonette auf die österreichischen Arbeiter $ ift. bereitung in die Hand genommen, einzige Eigenthum von 1800 Wiener Arbeitern, die Grundlage von der schiveren Arbeit. In der Sigung des AbgeordnetenProtokoll, aufgenommen am 2. April 1894 in Gegenwart eines czechischen Dolmetsch Herrn Josef Hybes. Anfrage der Abgeordneten Pernerstorfer, Kronawetter und Genossen an den Herrn Minister der Justiz und den Herrn Minister des Innern. In der Nummer der Neuen Freien Bresse" von heitte Die Bewegung für Verstaatlichung der Berg- warten. findet sich ein Bericht über eine gestern in Dreher's Lokalitäten werke, namentlich der Kohlengruben, greift in Wie schüßen aber auf der anderen Seite die Behörden das stattgefundene Arbeiterversammlung, in dem folgende Stelle vorEngland immer mehr um sich. In einer Riesenver- Eigenthum der Herren Engländer? Hier gewinnt der bürgerliche tommt: sammlung der Grubenarbeiter von Süd- Wales wurde ein Begriff des Eigenthums sofort eine andere Form; er wird" Der Referent, Arbeiterführer Reumann, erzählte, daß er in Verstaatlichung ,, idealisirt" in in dem erhabenen Begriff der" Freiheit des Arbeits- Gegenwart eines Zeugen mit einem jüngst aufgenommenen slova. und den Achtſtundentag, einstimmigen lämminticher Gruben vertrages". Nicht etwa um das Recht auf Ausbeutung von tischen Arbeiter ein Protokoll aufgenommen, bem folgendes au entösterreichischen Arbeitern durch englisches Rapital zu schüßen, nehmen sei. In Ungarisch- Gradisch habe ein Agent 170 Arbeiter Herr Crispi hat heute in der italienischen werden die Gasanstalten mit doppelter Polizistentette aufgenommen und denselben Arbeit in Wien mit einem Taglohne Rammer erklärt, er werde einer Verminderung der wagen gewaltsam hereingeschleppten, unwiffenden Slovaken vor beiter feien in fünf Militärwaggons hineingeschoben worden, umgeben, nein, nur um die Freiheit" der auf Vieh von drei Gulden versprochen. Diese slovatischen Ar= Armee- und Flottenausgaben zustimmen. Diese jedem Angriff zu bewahren, wird nicht nur Polizei und Militär welche sofort hinter denselben versperrt wurden. Während Ausgaben sind es aber, die Italien zu grunde richten, und aufgeboten, sondern es werden die Eingangsthore aller Gas- der Reise nach Wien wurde den Arbeitern das Verlassen bei deren Fortdauer an eine Ordnung der Finanzen nicht werfe polizeilich geschlossen, die Polizei läßt nicht nur niemand der Waggons nicht gestattet, bis diefelben bei den zu denken ist. Das Land wird sich von Crispi nicht zum hinein, fie läßt vor allem niemand hinaus, und nur um die Gaswerten angelangt waren. In den Gaswerten seien die ArUntergang verurtheilen lassen. Und auch die Kammer wird Freiheit des Arbeitsvertrages" zu schüßen, werden einige hundert beiter sofort zu den Oefen geführt worden. Die Slovaten sich ihm wohl kaum unterwerfen. So stehen wir denn vor Slovaken unter Beihilfe der Polizei gezwungen, für ihre gewollten aus den Gasmerten here Staats- töhnen au que dinner gehindert dem Konflikt und der Möglichkeit des Staat 3 wohnten Hungerlöhne auch die Wiener Gasarbeiter zu Hunger entfernen, feien je jedoch daran streich 3. zwingen. worden. Die Thore der Gaswerte wurden ver Norwegen. Aus Christiania wird gemeldet: Die Direktion der Imperial Kontinental- Gasassoziation, war. Die Arbeiter wurden dadurch beruhigt, daß man ihnen schlossen, so daß an ein Gutkommen der Arbeiter nicht zu denken Die Delegirtenversammlung der Partei der Linken sprach welche die einzige Forderung der Streifenden, die älteren Ar- Bier und Würstel vorfekte. Die Nachtzeit hätten die fich für zeitgemäße Reformen zur Bekämpfung der Trunk- beiter nicht zu entlassen, in frechem Uebermuthe rundweg ab- Arbeiter in einem Magazin, wie Seringe ansucht aus, stellte dem Storthing anheim, den Arbeitern ihre Haltung theuer zu bezahlen. Bei den Gasöfen muß die drei lagen auf einem Strobfack. Daher wollte sogar eine Angeschlagen und Propofitionen stellte, die unannehmbar sind, hat einander gepreßt, zubringen müssen. Zwei bis freie Abstimmung, sowie Versammlung doppelte und dreifache Anzahl von Arbeitern hantiren, damit die zahl Arbeiter über die Mauer der Gaswerte entweichen, diefelbe freiheit zu sichern und beauftragte den Vorstand, ein Beizarbeiten in mangelhafter Weise vor sich gehen. Die fonothwendigen war jedoch zu Wahlmanifest zu erlassen. 13 jr Reinigungsarbeiten fönnen nicht vorgenommen werden, da alle ver- Arbeitern Horelet Diese Erklärung ist unterfertigt von den Reuma In Andalusien scheint die Hungerrevolution durch die jügbaren Arbeitskräfte blos mit der Erzeugung von Gas beschäftigt erging fich dann in Angriffen auf die Gasgesellschaft und griff verspäteten Maßregeln der Regierung nicht aufgehalten waffers. Bahlreiche Gasmotoren stehen still, da das nothwendige gierungsvertreter denselben öfters unterbrach und auch mit der find. Die Folge davon ist Ueberhandnahme des Ammoniak- auch das Verhalten der Behörden an, infolge dessen der Reworden zu sein. Nach mehreren Telegrammen ist es in der Quantum Gas für diese nicht abgegeben werden kann. Die Auflösung der Versammlung drohte. Provinz Cadix, also im äußersten Süden Andalusiens, zu streitenden Arbeiter wurden durch neue Arbeitsfräfte ersetzt, aber As Massenerhebungen gekommen. Falls diese Angaben sich bewahrheiten sollten, wäre an den der dortige Jugenieur fann mit diefen Leuten nicht arbeiten. bezeichneten Arbeitern das Berbrechen der öffentlichen Zu den neuesten Arbeitermeteleien in Penn mals eine Versammlung der Gasarbeiter statt, in welcher auch die ein so ungeheuerlicher und müßte so sehr die öffentliche EntMontag, den 2. April fand in Dreher's Saal auf der Landstraße aber- Gewaltthätigteit(§ 98) begangen worden. Der Fall wäre sylvanien bringt die Bossische Zeitung" folgende tele- Art, wie sich die Direktion der Gaswerke, welche zum Streit wohl rüstung herausfordern, daß es wohl dringenst geboten erscheint, graphische Nachrichten: vorbereitet war, Arbeiter verschaffte und im Werte festhielt, daß alles 3weddienliche zur Erforschung der Wahrheit mit größter Newyork, 5. April. In der pennsylvanisch en charakterisirt wurde. Genosse Reumann erwähnte der Aussage Beschleunigung angewendet werde, damit es den etwa SchuldRotsregion steht das Schlimmste zu befürchten. Ueberall slovakischer Arbeiter, welche ebenfalls nach Wien transportirt tragenden nicht vielleicht gelinge, die Spuren der gesehwidrigen droben die bewaffneten Ausständigen die noch im Betrieb be- wurden unter der Vorspiegelung, fie fänden bei einem Bahn- Handlungsweise zu verwischen. Um so mehr muß die baldigste findlichen Fabriken zu zerstören. Der Sheriff beeidigt mittler- bau Beschäftigung. Diese wurden in Gegenwart von Zeugen Aufhellung dieser Angelegenheit erfolgen, als sonst die weile eine Menge neuer Hilfsbeamten, um die Fabriken zu einvernommen und ihre Aussagen zu Protokoll genommen, welches ohnehin weit verbreitete beschützen, und fährt fort, die an den Unruhen betheiligten lautet: Meinung neue neue Bestätigung ... daß die staatlichen Behörden gegenüber mächtigen Personen zu verhaften. Seine Leute sind alle mit WinchesterGewehren bewaffnet und haben den Befehl, jeden, der sich auferworben haben, nicht energisch vorgehen können oder wollen. Privat Anstalten, die sich in Wien riesige Vermögen rührerisch benimmt, zu verhaften, und wenn er sich wehrt, ihn einfach niederzuschießen. Auch die noch in den Fabriken Die Unterzeichneten fragen daher die genannten Herren Minister, Es erscheint Herr Johann Horelet, 26 Jahre alt, aus Alt ob fie geneigt sind, in allertürzester Zeit, das heißt innerhalb arbeitenden Arbeiter haben sich bewaffnet. Im Walde bei Dawson stadt bei Ungarisch- Hradisch, und giebt an: wurden heute die Leichen von acht Ungarn aufeiniger Tage dem Abgeordnetenhause beruhigende Aufklärungen Ich war als Gartenarbeiter beim Ing. Franz Sedlacek in in dieser Angelegenheit zu geben." gefunden. Sie wurden gestern von den Leuten des Ungarisch- Hradisch beschäftigt. Um 10 Uhr Nachts den 29. März Sheriffs erfchoffen, als sie nach dem abgeschlagenen tamen Eisenbahnbedienstete der Station Hradisch in verschiedene Angriff auf die Broadford- Fabrit die Flucht ergriffen. Gasthäuser und beriefen die dort anwesenden Arbeiter zur Bahn Der Präsident des Bundes der Bergleute, station der Nordbahn. Ich und mehrere andere gingen hin und Davis, und der Sekretär, Darby, sind verhaftet worden fanden eine große Masse von Leuten beisammen. Dort wurde wegen Anstiftung zur Ermordung des Ingenieurs uns von dem Händler Jockel aus Tupes gesagt, daß wir auf Paddock. Sämmtliche Beamte des Gewerkvereins werden der Bahnstrecke gleich Arbeit bekommen könnten für einen Tage scharf beobachtet. Die Verhaftungen haben die Ausständigen, lohn von 1,50, 2,-, 2,50 bis zu 3,- fl. Da Viele sich bereit wie es heißt, entmuthigt. Davis erklärt, er bedaure den Tod erklärten, wurden wir sofort in bereitstehende Militärwaggons Paddod's, es sei ihm aber unmöglich gewesen, die Ausländer hineingeschoben und dieselben gleich hinter uns versperrt. Es in Echach zu halten. Der Daily Chron." bemerkt zu den waren fünf folcher Wagen und in allen ungefähr 170 Mann. Unruben: Wieder einmal figurirte der Name H. G. Frick, Um 1 Uhr Nachts setzte sich der Zug in Anwesenheit des der Partner Andrew Carnegie's, des Pitts Stationschefs in Bewegung; Manche wollten, hinaus, um ihre burger Eifennrillionärs, in diesem Bürgerkrieg im Kleinen. Nothdurft zu verrichten, alles Schreien und Klopfen war aber Der Diftrift ist dieses Mal nicht Homstead, sondern vergeblich. Unter den Leuten waren meistens Buderfabrikatsarbeiter, unerhörten Vorgehens, das gegen Arbeiter in fogen. zivilisirten Diese Vorgänge sind überaus lehrreich zur Beurtheilung des die Konksgegenden von Connellsville. Mr. Frick ist ein rubiger, die von der Arbeit weggelockt wurden. Wir fuhren bis 6 Uhr Staaten noch möglich ist, sie zeigen auch wie schwer unsere öftertühler Mann. Er ist so sanft wie ein Lamm, so lange man Früh, wo wir am Nordbahnhof in Wien anlangten. Mit denselben reichischen Brüder zu kämpfen haben. Der brutalen, das Gesez höhihn machen läßt, was er will. Er wünscht, Gewalt über die großen Fabrifanlagen, die er leitet, zu in der Fabrit auswaggonirt. Wir waren genöthigt, unsere Verzweiflung, der Born, das Elend macht sie nicht fraftlos, ihre bie et letif che Waggons wurden wir zur Gasanstalt am Tabor befördert und nenden Gewalt gegenüber find sie im Augenblicke machtlos, aber die besitzen. Wenn man ihm ins Handwerk pfuscht, so droht er Nothdurft in den Waggons zu verrichten und mit diesem Unrath Energie, ihr Kampfesmuth wir macht sie nicht fraftlos, ihre damit, seine Entlassung zu nehmen. Er hat die Gemerlangten wir in der Gasanstalt an. In Anwesenheit eines Bahn Pyrrhussiege der Gegner, welche die endgiltige Abrechnung au sind bereine in Domeſte a b zersprengt und will jetzt in ber beamten und einiger Gasanstalts Aufseher erfolgte die Aus- fürchten haben. Koatsgegend dasselbe versuchen. Durch ihre Ausschreitungen waggonirung. Wir erhielten auch da nichts zu essen, spielen ihm die ungarischen Arbeiter natürlich nur in die Hand. sondern wurden zu unserer Ueberraschung sofort Es ist ziemlich sicher, daß das Gewertvereinswesen zu den Oefen geführt. Wir alle erfchrafen so sehr, daß Briefkaffen der Redaktion. in Weſt Bennſylvanten feinem Untergange nabe it. Aber wir jo fort weggeben wollten. Wir erklärten. Dies wir biten bet Jeber Anfrage eine Coiffe( 3wvet Buchnaben oder eine Bay die so reichlich gefäeten Drachenzähne werden mit absoluter ausdrücklich den Aufsehern und Beamten. Die Beamten Gewißheit Bewaffnete aufstehen lassen." ließen fofort das Thor schließen, so daß wir M. M. 100. Vielleicht finden Sie das Gesuchte in Das ist noch nicht ganz klar, aber doch klar genug, nicht hinausgelangen konnten. Wir konnten uns Krohne. Lehrbuch des Gefängnißwesens. Stuttgart. Ferdinand ant ein Urtheil zu ermöglichen. Es handelt sich um einen neuen nicht beraber borten wir wieder auf. S. 100. 1. Jft der Miether in der Absicht ausgezogen, und ließen uns zur Arbeit hin: Gufe. 1890. Gewaltstreich gegen die Arbeiterorganisationen, stellen, bald hörten und der Urheber ist der nämliche Mann, der auch die und verlangten hinausgelaffen zu werden die Räume zu übergeben, so muß er für den ganzen Monat Homesteader Megelei in Szene gejezt hat, der be- Auch diesmal wurde es uns verwehrt. Ueberdies waren drinnen Miethe zahlen. Wollte er aber die Disposition über die Räume rüchtigte Frid, Carnegie's, des sentimentalen Bluthunds eine ganze Menge Polizisten und da sahen wir, daß es behalten, so braucht er für den halben Monat teine Miethe zu techte Hand. Sind wir auch über den Ursprung bestel guessing sein könne, und daß jede Miberfeßlichkeit ver- zahlen. 2. Ja. geblich wäre. Um uns zu beruhigen wurde uns Bier und Ronflittes noch nicht vollständig unterrichtet, so steht doch Würftel vorgefeßt, manchen auch Suppe. 69. A. D. Nicht möglich, da die Wittwe nicht mehr vermsifie fügen tann, wenn sie nicht mehr geistig gesund ist. cht mehr ve o viel fest, wir haben es mit einem neuen Verbrechen des Wir waren auch alle sehr geschwächt und konnten kaum R. W. 22. Wir können Ihre Frage noch nicht beantInternehmerthums gegen die Arbeit zu thun einem Ver- arbeiten. Der Chef beruhigte uns aber und meinte, wir würden worten. Fragen Sie im Bureau der Alters- und Invaliditätsrechen im großen Maß ſta be, wie das den amerika- Nothgebrungen begaben wir uns also an die Arbeit, die Maßstabe, Tagen die Kräfte sammeln. versicherungs- Anstalt nach. fen Riesenverhältnissen entspricht. einen zu den Defen, die anderen zum Roatslöschen. Ein Arbeiter sdag die ertrantie dabei und mußte sich niederlegen. Wir arbeiten son nimanitatis R Die Direktion der Gaswerte hat sich in blinder Profitwuth einer schweren, strafbaren Handlung durch diese Art der Beschaffung von Arbeitskräften schuldig gemacht. Die§§ 93 und 94 des Strafgesetzbuchs lauten:„ Wenn Jemand einen Menschen, über welchen ihm vermöge der Geseze feine Gewalt zusteht, und welchen er weder als einen Verbrecher zu erkennen, noch als einen schädlichen oder gefährlichen Menschen mit Grund anzusehen Anlaß hat, eigenmrächtig verschlossen hält oder auf was immer für eine Art an dem Gebrauche seiner persönlichen Freiheit hindert, begeht er ein Verbrechen, welches mit Rerfer in der Dauer von sechs Monaten bis zu einem Jahre zu ahnden ist." Gegen die Gas- Assoziation wurde im Sinne diefer Paragraphen bereits die strafgerichtliche Anzeige erstattet. anzugebeu, unter der die Antwort ertheilt werden soll. M. F. 9. Nein. Zwischen Stiefgeschwistern( nicht zu ver echfeln mit Selbgeschwistern) besteht kein Erbrecht. 1900. Mein. Für den Inhalt der Injerate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 8. April. Freie Volksbühne. National Theater. I. Abtheilung. Beginn Nachm. 2/2 Uhr: Wie man wohl thut. Opernhaus. Die Medici.: Montag: Cavalleria rusticana ( Bauern- Ehre). Schauspielhaus. Ein Sommernachtstraum. Montag: Der Königslieutenant. Deutsches Theater. Der Herr Senator. Montag: Der Richter von Zalamea. Berliner Theater. Maria und Magdalena. Montag: Maria Stuart. Lessing- Theater. Gêne. Madame SansMontag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der arme Jonathan. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Orpheus in der Unterwelt. Rehdenz- Theater. Der Mastenball. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Die Journalisten. Montag: Sündige Liebe. lad Central- Theater. Der neue Kurs Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Die schöne Melusine. Montag: Dieselbe Vorstellung. Aleranderplan- Theater. Heinrich Heine. Hierauf: Berlin wie's lebt und liebt. Montag: Berlin wie's lebt und liebt National- Theater. Eine Nacht im Ballhaus. Vorher: Kaiserwetter. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Unserm Genossen und Pfeifenbruder Hermann Sauer zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Sozialdemokratischer Wahlverein Sonntag, den 8. April 1894, Boch, daß die ganze Adolfstraße fracht für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Derlammlung Novität! Bum 1. Male: Novität! Der neue Kurs. Posse mit Gesang in 3 Atten von Leopold Ely. Musik von Julius Einödshofer. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Der neue Kurs". Die Pfeifenbrüder der Eisernen Pfeife. 1. W. W. H. W. B. B. M. Hermann bring's Weibel mit. Am 5. April, Morgens 32 Uhr, starb plöglich unser lieber Bruder, der Zimmermann 2868b Fritz Busack. Die Beerdigung findet Sonntag, den 8. April, Nachmittags 4 Uhr, von der ,, Sanssouci", zeichenhalle des St. Martustirchhofes Kottbuserstr. 4a. Gonntag, den 8. April 1894: Stettiner Sänger Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Zum Schluß: Neu! in Wilhelmsberg, aus. statt. Die trauernden Brüder. Am 6. April verschieb nach langen Leiden meine liebe Frau Louise Kohl, geb. Wittufdy. Die Beerdigung findet Montag, den 9. April, Nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Jakobi- Kirchhofes, Hermannstraße, aus statt. Der trauernde Gatte Karl Kohl, Rottbuser Damm 93. 28866 Die Beerdigung meines Sohnes Die Zigeunerkapelle findet beut Nachmittag 4 Uhr statt. Benzin Gullasch. Parodistisches Ensemble von Mensel. Montag: Viktoria- Brauerei. Donnerstag, 12. April, in Sanssouci: 4000. Soirée der Stettiner Sänger Konzert, Fest Programm und Tanzin Berlin, verbunden mit gr. DoppelKränzchen ratweil'sche Bierhallen G Kommandantenstr.77-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Täglich bei freiem Entree Theater Unter den Linden. Der abwechselndes Programm Obersteiger. Hierauf: Columbia. der österreichischen Damenkapelle American Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Wintergarten. Spezialitäten- Borftellung. " Dittl in kleinrussischen Nationalkostümen. Auftreten von Reichshallen- Theater.Spezialitäten Künstlern u. Spezialitäten Borstellung. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Borstellung. 1. Ranges, fowie Auftreten der nordamerikanisch. Negergesellschaft Mr. Brown. 28616 Franz Carow. Danksagung. am Dienstag, den 10. März, Abends 8½½ Uhr, im Lokal des Herrn G. Bohne, Hasenhaide 45/47. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Zadek. 2. Diskussion. 3. Anträge Der Vorstand. und Fragen. 373/13 Vereinigung der Maler, Ladirer und Anstreicher sämmtlicher Filialen Berlins. Kombinirte Mitglieder- Versammlung am Dienstag, 10. April, Ab. 81/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tages Ordnung: 1. Antrag auf Verschmelzung sämmtlicher Filialen zu einer. 2. Abrech nung der Fachschule. 3. Verschiedenes. 442/16 Der Einberufer. Achtung! Holzarbeiter. Achtung! R Montag, den 9. April, Abends 8%, Uhr, im Saale der ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20: Große öffentliche Versammlung der Tischler, Drechsler, Bürstenmacher u. s. w. Tages Ordnung: der Beerdigung meines unvergeßlichen Für die liebevolle Theilnahme bei Mannes, unferes guten Vaters, sage ich allen Freunden und Verwandten, 1. Die Bedeutung des 1. Mai. Referent: Wilhelm Pfannkuch. freises, den Mitgliedern der Metall- öffentlichen Versammlung, bezügl. Stellungnahme zur Gewerkschaftskommission. sowie den Parteigenoffen des 4. Wahl- 2. Diskussion. 3. Erledigung der zurückgestellten Tagesordnung der vorigen arbeiterfasse Filiale 3 und Filiale Kollegen! Die außerordentlich wichtige Tagesordnung macht es jedem Rigdorf, dem Verband der Metall- zur Pflicht, in dieser Bersammlung zu erscheinen. arbeiter, den früheren Mitarbeitern 439/3 Der Vertrauensmann: H. Wiedemann. von Frister u. Roßmann, den Kollegen pon Stegemann, den Mitgliedern des Gesangvereins Liedesfreiheit, sowie für die zahlreiche Kranzspende hiermit 2870b meinen herzlichsten Dank. Die tiefgebeugte Wittwe nebst Rindern. Minna Meyer. Die Beleidigung, die ich Frl. Winter am 22. März zugefügt habe, nehme ich [ 2871b]. Hirsch. zurück. Große öffentliche Bersammlung der Herren- Konfektionsschneider u. Schneiderinnen am Montag, den 9. April, Abends 8% Uhr, im Lokale ,, Altes Schützenhaus", Linienstr. 5, 1 Tr. Zages. Drdnung: 1. Fortsetzung über„ Die Lage in der Herren- Konfektionsbranche und wie schädigen uns die Handelsgeschäfte". 2. Wahl eines Vertrauensmannes. 2851b Da ich heute meine viermonatliche Reise antrete, sage allen Freunden, 3. Der 1. Mai. Genossen und Bekannten ein herzliches Lebewohl! M. Schrinner, Buchdruckerei, Brunnen- Straße Nr. 164. Empfehle den geehrten Genossen meine u. Plätt- Anstalt, Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. Deffentliche Versammlung der Delegirten Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. panner i, bet alt, Gardinen zur Ortskrankenkasse der Steindrucker und Lithographen Berlins freter Abholung u. 3. Kegelbahnen. 6 Billards, pro fendung; garantire reelle Bedienung. Parodie Theater. Spezialitäten- Stunde 60 Bi. Vorstellug. Pf. C. Koch, fr. Gambrinus. National- Theater. Säle für Versammlungen und Festlichkeiten Große Frankfurterstraße 132. sind noch an verschiedenen Tagen Eine Nacht im Ballhaus. Schwant in 4 Aufzügen von H. Kneifel. Regie: Mar Sam st. Vorher: Kaiserwetter. Echwant in 1 Aufzug von A. Schmasow. Regie: Mar Samst. Raffeneröffnung 5 Uhr. Anfang 712 11hr. Bons find giltig. Morgen: Dieselbe Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Heute: Charley's Tante. Schwank in 3 Att. v. Brandon Thomas. Borher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gefetzt von Adolph Ernst. Anfang 1/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Dresdener- Straße 55. Heute: zu haben. Passage28796 Fr. Eitner, Ritterstr. 85. Bekanntmachung der Montag, den 9. April, Abends 8/2 Uhr, im Restaurant Philipp, Rosenthalerstraße Nr. 38. Tages- Ordnung: 1. Was unsere Ortstrantentasse sein soll und was nicht. Referent: Genosse E. Adler. 2. Die Geschäftsführung des ersten Vorsitzenden und Stellungnahme der Delegirten hierzu. 3. Diskussion. 4. Statutenänderungen. 5. Verschiedenes. Zentral- Kranken- und Sterbekasse d. Dachdecker 491/18 Deutschlands ,, Einigkeit" E. H. Nr. 69( Siz Berlin). Vorstandssigung vom 6. April Sämmtliche Delegirten werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Die Einberufer: Friedewald und Genossen. Oeffentliche Versammlung Panopticum. find folgende Wigfieber, beren oder Töpfer und Berufsgenossen Die nungen nicht bekannt sind, wegen rückständiger Beiträge ausgeschlossen: Buch Glocke Nr. 117, 598, 599, 601, 617, 623, 631, von Fr. v. Schiller. 635, 644, 637, 634, 627. Der Zentralvorstand. Mufit von Romberg. J. A.: W. Radwig, Vorsitzender. Dargestellt in 15 lebend. Bildern. Concordia- Festsäle C. Saeger, 64. Andreasftraße 64. Heute, Sonntag, den 8. April: Grosser Ball bei stark befektem Orchester. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Jeden Donnerstag: Norddeutsche Sänger. 73/17 C. Saeger. Lumpensusanne Circus Renz, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Verbrecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen. Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen ( Karlstraße.) Sonntag, den 8. April: 2 Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr, ( 1 Kind unter 10 Jahren frei): Gr. Divertissement ,, Auf Helgoland" Außerdem unter anderem Auftreten sämmtlicher Clowns in ihren besten Die Bombe, Aftervermietherin im Mül- Nummern. Abends 71/2 Uhr: winkel des Sonnenaufgangs" Brunwald heit Neu! Franziska Häser. Josephine Delclisseur. Auf auf zur fröhlichen Jagd! Alcazar. Variété- u. SpezialitätenTheater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Sonntag, den 8. April: Bummelfrite. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Berlins und Umgegend am Dienstag, den 10. April 1894, Abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Joël, Andreasßtraße 21. Tagesordnung: 1. Wie treten wir der jehigen Lohndrückerei in unserem Gewerbe entgegen? 2. Verschiedenes. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ersuchen wir sämmtliche Töpfer und Berufsgenossen, in dieser Versammlung und pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Gustav Melzer, Friedrichsfelderstraße 26. 470/16 Verein deutscher Schuhmacher. Anfang 7 Uhr. Entrée 30 Pr. Montag, den 9. April, Abends 8 Uhr, bei Ebert, Rommandantenstr. 72: R. Winkler. Castan's Panoptikum. Im 9. Kreise der Hölle: Der Rutsch a. d. Rafirmesser. Elite- Damenkapelle Austria. ' Bock- Brauerei Tempelhofer Berg. Jeden Sonntag: Brinkmann- Konzert. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Märkischer Hof, mit bewegter Vergangen Barforce- u. Kastadenritt. Ballet von 100 Damen. Meute von 40 Hunden. Admiral Auftreten Martin Bendix. Neu! Außerdem: Hippolog. Potpourri von Strasse Nr. 18 c. Sonntag: Kombinirte Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Stellungnahme zum Verband der Bekleidungs- Industrie. 2. Dis fussion. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest und Weihnachts. Vergnügen. 4. Vereinsangelegenheiten. 464/17 Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Achtung. Der Vorstand. Achtung. Freie Vereinigung d. Zwicker u. Berufsg. sowie der in mechan. Schuhfabriken beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Berlins am Montag, den 9. April, Abends 81/2 Uhr, in ,, Joël's Salon", Andreasstraße Nr. 23: General- Versammlung. Zages Ordnung: 2. Vortrag von Fräul. O. Baader. 2. Diskussion. 3. Rassenbericht. 4. Neuwahl des Vorstandes. 5. Statutenabänderungen. 6. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Montag, den 9. April 1894, Abends 82 Uhr: 2845b Supra mental- homikers to Farden, som en hen Großer Feft- Bau. Deffentliche Versammlung der Sattler Mr. Barna. Ferner u. a.: 40 vorgef. von Herin R. Renz. Maestoso, geritten von Fr. Oceana Renz. Die Luftgymnastifer Gebrüder it. f. 1. ,, Direktor Hippe" Wortley. Der faut. Jockey Wassiliams von Martin Bendix, fowie Eugen Bother, Sächsischer Original- Humorist. Wochentags 1/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Ende 2 Die beiden Spiegel- Säle find noch Sonnabends und Sonntags an Vereine zu Sommernachtsbällen sowie zu Verbri Wienecke, Alte Jakobstraße 83. Tages- Ordnung: fammlungen zu vergeben. 5948L Wie stellen sich die Berliner Sattler zur Feier des 1. Mai? spottbill., Wallstr. 24, 294/14 Fr. Renz, Direktor. Kleiderspind, Wäschef pind, Sopha, Referent: Kollege Scherdin. Vizewirth. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Die Agitationskommission. Verantwortlicher Redakter: Hugo Pözsch in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu drei Beilagen and. Sach, gut erh., bill. Oranienſtr. 188 Kinderwagen of, Fabritgeb.( 28606 2880b 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 81. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Sonntag, den 8. April 1894. 11. Jahrg. Während man sich früher also auf die Besteuerung des Termin-| stempel abgelehnt habe, die verbündeten Regierungen die Verhandels beschränkte, will man jezt alle börsenmäßigen Umfäße handlung über diese Punkte nicht weiter aufhalten wollten, aber in sämmtlichen Landesprodukten ohne Unterschied besteuern. Bis doch erklären müßten, daß sie durch die Ausführungen der Gegner 76. Sigung vom 7. April 1894, 1 Uhr. jetzt werden nur Umsäge von solchen Waaren besteuert, für in der Kommission feineswegs überzeugt feien. Am Bundesrathetische: Reichskanzler Graf Caprivi, Geschäfte auch ohne diese Bedingung dem Stempel unterliegen, für diese Stempelsteuer gestimmt, um dagegen zu protestiren, welche Terminpreise notirt werden; von jetzt an sollen alle solche Abg. v. Manteuffel( dk.): Wir haben in der Kommission Graf Pojadowsty, Miquel, Graf Lerchenfeld u. a. fofern die Geschäfte nur nach börsenmäßigen Bedingungen abge: daß Vorlagen der verbündeten Regierungen in der beliebten Im Hause find bei Eröffnung der Sigung etwa 25 Abgeord: schlossen wurden. Wer wird dann noch nach solchen Be- Weise zurückgewiesen würden, welche eine Diskussion in der nete anwesend. Kommission gar nicht mehr zuließ. Den Satz von 10 Pf. als stufung den Vorzug gegeben. Einheitssag hätten wir nicht angenommen, sondern einer AbAuf der Tagesordnung steht die zweite Lesung der Novelle zum Stempelabgaben Gefe B. Berathen wird zunächst Der neue Stempeltarif, wie er aus den Berathungen der Kommission hervorgegangen ist. Nr. 1 des Tarifs betrifft die Höhe der Stempel für Aktien. Für inländische Aktien und Antheilscheine, sowie Interimsscheine und Einzahlungen auf diese Werthpapiere soll der Stempel verdoppelt werden und fünftig 1 pet. betragen. Für ausländische Attien zc., wenn sie im Inlande ausgehändigt, veräußert, verpfändet dingungen Geschäfte abschließen? des Waarenverkehrs der Seestädte nicht bewußt gewesen, sonst Abg Al. Meyer: Die Kommission ist sich der Verhältnisse hätte sie diese Bestimmungen nicht treffen fönnen. Abg, Möller( nl.) ist derselben Ansicht. Sinne als börsenmäßig gehandelte Waare betrachtet werden solle. Abg. Gamp als Referent bestreitet, daß die Kohle in diefem Staatssekretär Graf Pojadowsky: Die verbündeten Regierungen sind mit dem Beschlusse der Kommission einverstanden. Mit dieser Erklärung des Schatsekretärs ist die Debatte wieder eröffnet. Diskussion in der Kommission nur durch den Antrag des Abg. Abg. Richter; Der Kommissionsabschluß ist fast ohne jede Gamp zustande gekommen. einzuführen, das können wir doch kaum verantworten. Abg. Möller: Ex abrupto eine allgemeine Umsatzsteuer Vorwurf, daß er in der Kommission andere Erklärungen abSchatzsefretär Graf Posadowsky verwahrt sich gegen den gegeben habe als heute im Plenum. gegeben habe als heute im Plenum. rathung des betr. Antrags Gamp in der Kommission eine sehr Abg. Gescher bemerkt gegen den Abg. Richter, daß die Beeingehende, namentlich die Begründung durch den Antragsteller eine sehr gründliche gewesen ist.( Heiterkeit.) Abg. Rintelen: Diese Höflichkeit der Deutschkonservativen haben wir vollständig anerkannt. Im Uebrigen war Einmüthig steuer für Deutschland nicht paßt. feit in der Kommission vorhanden darüber, daß die QuittungsAbg. Singer: Wir haben schon in der ersten Berathung unsre Stellung zu diesen Steuern fundgegeben. Herr v. Manteuffel hat gar keine Veranlassung, sich über das Verfahren der Kommission zu beklagen; nach unserer Meinung wäre es den nicht erst durch ein ehrliches Begräbniß in der Kommission, Interessen des Volkes noch angemessener gewesen, diese Steuern sondern a limine zu beseitigen. Abg. Richter: Es ist sehr bezeichnend, daß selbst die Herren von der Rechten sich jetzt bemühen, mildernde Umstände dafür stimmt haben. Das Gedächtniß täuscht aber Herrn v. Mananzuführen, daß sie in der Kommission für diese Steuern ge teuffel doch. Ein Konservativer hat eingehende Aenderungsmüthig abgelehnt worden. Die Ersatzprojekte des Schaßsekretärs vorschläge gemacht und ausführlich begründet; sie sind aber einwerden hoffentlich dasselbe Schicksal finden, wie diese eben ab gelehnten Steuern, wie ich überhaupt hoffe, daß die Tabakund Weinsteuer baldigst mit diesen Steuern in einer gemeinsamen Gruft zum Nichtwiederauferstehen bestattet werden. Abg. Gamp: Auch die Reichspartei hat sich der Quittungseine richtige Abstufung gefunden werden kann, wohlwollend gegensteu er feineswegs entgegengeseht, wird ihnen vielmehr, wenn überstehen. Die Abg. Gescher und Nintelen empfehlen den 1. Mai; die bis dahin zur Verfügung stehende Zeit werde genügen, um die technische Vorbereitung zu treffen. oder wenn daselbst andere Geschäfte unter Lebenden gemacht oder Zahlungen darauf geleistet werden, soll der Stempel verdreifacht werden und fünftig 11/ 2pSt. betragen. Befreit sind: Inländische Aktien 2c., sofern sie von Attiengesellschaften ausgegeben werden, welche nach der Entscheidung des Bundesraths gemeinnüßigen Zwecken dienen, den zur Vertheilung gelangenden Reingewinn fatungsmäßig auf eine höchstens vierprozentige Berzinsung der Kapitalseinlage beschränken, auch bei Ausloosung oder für den Fall der Auflösung nicht mehr als den Nennwerth dieser Antheile zusichern und bei Auflösung den etwaigen Rest des Gesellschaftsvermögens für gemeinnüßige Zwecke bestimmen. Die von solchen Aktien gesellschaften beabsichtigten Veranstaltungen müffen für die minder begüterten Boltstlassen bestimmt sein. Abg. Gamp giebt als Referent der Kommission eine Ueber Abg. Lenzmann( Frf. Vg.): Eine lange Rede des Herrn Abg. Richter: Wenn wir mit Engelszungen reden könnten, Gamp ist noch lange nicht identisch mit einer eingehenden wir würden die große Mehrheit des Reichstages von ihrer Abficht, diese Steuer zu bewilligen, nicht abwendig machen können. dieser Kommissionsbeschluß den Herrn auf der Linten nicht. Das Abg. Werner( Antisemit): Sehr begreiflicher Weise paßt Wir beschränken uns deshalb darauf, unseren Standpunkt furz unmoralischste verwerflichste Börsengeschäft ist der Terminhandel. zu martiren und werden nur in einzelnen Punkten Abänderungen Herr Singer hat in der Kommission die Börse unmoralisch ge herbeizuführen suchen. Wir sind gegen Steuererhebungen über- nannt. Finanzminister Miquel hat dort wiederholt betont, daß sind von sämmtlichen deutschkonservativen Mitgliedern der KomAbg. v. Mantenffel: Die Anträge des Herrn v. d. Gröben haupt, so lange nicht die Privilegien der Brenner und Zucker wir aus der Börse möglichst viel Steuern herauszuschlagen mission unterstützt worden. fabrikanten aufgehoben sind. Gegen die Verdoppelung des Effektenstandes find wir deshalb, weil er nicht die erwarteten die unmoralische Börse. Das Wort„ Börsenusancen" ist dem sich niemand.( Heiterkeit links.) In Kraft treten soll das Gesetz hätten. Wenn irgendwer solche Steuern tragen fann, so ist es Für die Quittungs-, Check- und Frachtbrief- Steuer erhebt Mehreinnahmen bringen wird. Diese Verdoppelung wird nur die Folge haben, daß sich die Kapitale assoziationen zaien kaum verständlich. Ob diese Gebräuche immer eine solide nach einem Antrage der Herren Gescher, Heyl und Rintelen mehr als bisher der Form der Gesellschaft mit be- Grundlage haben, darüber wird uns nichts gesagt. Wenn in am 1. Mai 1894; Abg. Träger will als Termin für das Inschränkter Haftung zuwenden, und das wird gerade für die Klein- einer Familie dns Stehlen erblich ist, könnte man diesen Bor- treten den 1. Juli 1894. und Sekundärbahnen von Nachtheil sein. Die Verdoppelung gang auch als Usance bezeichnen( Heiterkeit). Man muß doch der Steuer auf Pfandbriefe widerspricht dem Bestreben, dem der goldenen Henne möglichst die Eier wegnehmen. Wir haben Grundbesitz den unkündbaren Kredit zu erleichtern. Wir sind noch andere Interessen als die, die Interessen der Zwischen auch gegen die Unterscheidung der inländischen und ausländischen der Regierungsvorschlag, ich bitte Sie, ihn anzunehmen. händler zu vertreten. Der Kommissionsantrag ist viel besser als Effekten, fie widerspricht dem Geist, aus dem die Handels. verträge hervorgegangen sind, sie beeinträchtigt den internationalen Abg. Richter: Der Vorredner weiß gar nicht und hat gar Kapitalienverkehr und wird Retorsionen anderer Staaten zur nicht begriffen, um was es sich handelt. Hört der Vorredner Folge haben. Wir sind überhaupt gegen jede Verkehrssteuer, von der Börse, so wird er sogleich so wild, daß er um sich weil sie gerade das solide Börsengeschäft treffen und nachtheilig schlägt, ohne zu fragen, wohin er trifft. Ihm würde am besten auf den Gesammtorganismus der Volkswirthschaft einwirken ein Gesez paffen, welches alle Börsen schließt und alle Börsen wird. Gegen den Lotteriestempel sind wir als Gegner der Lotterie geschäfte Treibenden mit Zuchthaus bestraft. Die Steuerpflicht, überhaupt und weil wir befürchten, durch Erhöhung der Lotterie- welche die Kommission für alle übrigen Kauf- und sonstigen Matrikularbeiträge auferlegt, als die Ueberweisungen betragen, steuer das finanzielle Interesse gegen die Aufhebung der Lotterie Anschaffungsgeschäfte statuirt, ist eine ganz allgemeine, es bedarf zu engagiren. dazu nur des Umstandes, daß an irgend einer Börse in Damit schließt die Debatte. Nr. 1 des Tarifs wird gegen Deutschland, an irgend einem größeren Marktplatze für den Umfaß die Stimmen der freisinnigen Voltspartei und der Sozialdemo in irgend einem Handelsartikel bestimmte Geschäftsbedingungen betraten angenommen. stehen. Dem Schahsekretär haben wir Widerspruch in seiner Haltung Nach Nummer 2 sollen inländische Renten- und Schuld- nicht vorgeworfen. Die von uns angegriffene Bestimmung steht verschreibungen 4, ausländische 6 pro Mile Stempelsteuer tragen. in gar feinem Zusammenhange mit dem Inhalte des Gesetzes. Befreit sind die betreffenden Reichs- und Staatspapiere, sowie Bei der Abstimmung über den Antrag Gamp haben sieben Komdie abgestempelten ausländischen Inhaberpapiere mit Prämien. missionsmitglieder gefehlt und es ist andererseits sehr möglich, Der Aushändigung ausländischer Werthpapiere im Inlande wird daß die Absicht des Gamp'schen Antrages in ihrer Tragweite es gleich geachtet, wenn solche Werthpapiere, welche durch ein nicht sofort erkannt worden ist. Herr Gamp hat die Kommission im Auslande abgeschlossenes Geschäft von einem zur Zeit des mehrfach durch falsche Anträge in Versuchung geführt. Geschäftsabschlusses im Inlande wohnhaften Kontrahenten anAbg. Werner: Ich trete für die Kommissionsfassung ein, geschafft sind, diesem aus dem Auslande übersandt oder von ihm weil sie präziser ist, als die Vorlage. Die Börse macht auf mich oder einem Bertreter aus dem Auslande abgeholt werden. Für nicht den Eindruck, den sie auf Herrn Richter offenbar jedes Mal inländische Genußscheine sollen 3 M.. für ausländische 5 M. macht, wenn sie erwähnt wird; ich gebe ihm also das Komplipro Stück erhoben werden, für solche, welche als Ersatz für ment voll und ganz zurück. amortisirte Aftien ausgegeben werden, 50 Pf. pro Stück. Abg. von Stumm wird für jetzt für den Kommissionsvor, Nach Nummer 3 haben inländische tommunale Renten- und schlag stimmen, behält sich aber vor, bis zur dritten Lefung eine Schuldverschreibungen 1 pro Mille, Renten- und Schuldver- beffere Formulirung zu suchen. schreibungen der Grundbefizer- Korporationen, der Grundkredit- Abg. Richter: Diesen Standpunkt fann ich nicht ganz verund Hypothekenbanken und der Transportgesellschaften 2 pro stehen. Wenn man die Besteuerung des Waarenumfates in der Mille zu tragen. d von der Kommission vorgeschlagenen Weise nicht will, muß man Ohne Debatte werden die Nummern 2 und 3 nach den sie doch ablehnen und sich auf die Vorlage zurückziehen. Herr Rommissionsvorschlägen genehmigt. Werner hat offenbar immer noch nicht begriffen, daß es sich garNach Nummer 4 wird der Stempel für Kauf- und An- nicht um die Termingeschäfte in dieser Debatte handelt. Er sucht schaffungsgeschäfte verdoppelt; er soll hinfort nach Nummer 4a uns als spezielle Freunde der Börse hinzustellen; wir meinen, für Papiergeld, Geldwerthe und Werthpapiere 2/10 pro Mille be- das Haus ist in dieser Hinsicht besser unterrichtet. tragen und in Abstufungen von 20 Pfennig für je volle tausend Mart erhoben werden. Für Beträge unter 1000 Mart soll der Stempel für 1000 Mark berechnet werden. Damit schließt die wiedereröffnete Diskussion. Die Kommissionsvorschläge werden angenommen, ebenso die Befreiung von den Stempelfäßen der Nr. 4 nach den Kommissionsbeschlüssen. Abg. Müller- Fulda beantragt, die Steuer von 20 Ps. für je 1000 m. oder einen Bruchtheil dieses Betrages zu erheben von 8 pet.( nach der Vorlage) auf 10 pet. erhöht. Den Spielund motivirt seinen Antrag mit der Nothwendigkeit, Steuerhinterziehungen nach Möglichkeit zu verhindern. Die Abgg. Gefcher( dt.), Placke namens der Mehrheit der Nationalliberalen und von Stumm treten dem Antrag Müller bei. Abg. Rintelen( 3.) will den kleinen Leuten die Anlage ihrer Ersparnisse thunlichst billig gestalten und beantragt dem entsprechend den Erlaß des Stempels bei Ankauf von Reichs und Staatspapieren für den Betrag, um welchen sie den Parifurs übersteigen, wenn der Nennwerth der Papiere 5000 M. nicht übersteigt. " Abg. Träger protestirt, da das Gesetz für die Geschäftswelt bestimmt sei, gegen einen Termin, der sich mit dem Quartalund Semestertermin nicht decke: Auch die Rücksicht auf das Arbitragegeschäft im besondern fordern die Festsetzung eines späteren Termins. Staatssekretär Graf Posadowsky empfiehlt den früheren Termin, da man bei der Finanzlage und angesichts des Um standes, daß auch der umgearbeitete Gtat 13 Millionen mehr man nicht früh genug in den Besitz der von dem Gesetz zu er wartenden ohnehin nur wenig beträchtlichen Mehreinnahmen gelangen fönne. Abg. v. Manteuffel empfiehlt gleichfalls den 1. Mai. Es wird demnächst beschlossen. Von den Abgg. v. Euny, Heyl zu Herrnsheim und Place wird folgende Resolution beantragt: Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, auf grund der Ergebnisse der Börsenenquete ein Börsenorganisations- Geset thunlichst bald vorzulegen. Abg. Bachem beantragt in dem vorstehendem Antrage etne nähere Definition des Wortes Börsenorganisations- Gefeh". Die Kommission schlägt folgende Resolution vor: Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, zu veranlassen, daß von den Börsen- Aufsichtsorganen Fürsorge getroffen wird, daß beim Kommissionsgeschäft dem Kommittenten teine höheren Stempelbeträge in Rechnung gestellt werden, als vom Rommissionär selbst bezahlt worden sind. Abg. v. Heyl empfiehlt die nationalliberale Resolution. Abg. v. Kardorff schließt sich diesen Ausführungen an und wünscht, daß die Börsensteuer überhaupt nicht vor der völligen Reform der ganzen Börsenorganisation in Kraft treten möchte. Namentlich die Zustände auf der landwirthschaftlichen Produktenbörse bedürfte dringendst der Reform; die dortigen Uebelſtände feien geradezu himinelschreiend. Auch die Mißstände bei der Emission schlechter Papiere schädigten das Publifum ganz außer ordentlich. Staatssekretär v. Bötticher bemerkt, daß von Reichs wegen an die Bundesregierungen ein Rundschreiben bereits ergangen fei, welches die Börsenorganisation betreffe; es werde untersucht werden, welche Punkte durch Gesez, welche auf dem VerwaltungsTen Stempel für Lotterielo ose hat die Kommission wege zu ordnen sein möchten. Bis jetzt hätten die Börsen den Einzelstaaten unterstanden. Das Material werde jedenfalls so einlagen stehen gleich die Wetteinjäge bei öffentlich veranstalteten seitig eingehen und seine Verarbeitung so gefördert werden, daß Pferderennen und ähnlichen öffentlichen Veranstaltungen. Befreit die Borlegung eines Gefehentwurfs in der nächsten Seffion wahr sollen Lotterien zu mildthätigen Zwecken sein, wenn die Summe scheinlich sei.( Beifall.) von 25 000 m. nicht überschritten wird. Abg. Richter: Was der Antrag v. Cuny eigentlich will, Abg. Werner: In der Kommission sind die weitergehenden ist mir nicht klar. Anträge, den Totalisator höher heranzuziehen, leider gescheitert. Abg. Bachem befürwortet seinen Antrag, an stelle des Herr Singer wollte ihn mit 50, Herr Richter mit 20 pct. besteuern, Wortes ein Börsen- Organisationsgesetz" zu sagen: ein Gesek erreicht worden sind nur 10 pCt. Der Totalisator fann sehr wohl über die Organisation der Börse, über Regelung der Börseneine hohe Steuer tragen, denn er wird nur von reichen Leuten benutzt. geschäfte, namentlich nach der Richtung der Beschränkung der Das Spiel am Totalisator ist mindestens ebenso verwerflich wie volkswirthschaftlich schädlichen Spekulation". Es sei jezt genug Meine Tante, deine Tante". Beim Totalisator büßen eine große über Reform der Börse geredet worden, man maisse zu Anzahl Leute ungeheure Summen ein. Am liebsten hätte ich den Thaten übergehen und frisch in das Wespennest hineingreifen. Saß des Herrn Singer angenommen. Was die öffentlichen Eine Menge von Punkten sei bereits spruchreif. Hoffentlich Lotterien anlangt, so fann man von ihnen auch nicht annehmen, würden die Erhebungen, von denen der Staatssekretär gesprochen, daß sie alle besonders solid aufgebaut werden; es kommen dabei nicht wieder gar zu lange hinausgeschoben werden. schwindelhafte Anpreisungen vor; daß unter den Schwingen des preußischen Adlers das Lotteriespiel gestattet ist, ist ungemein bedauerlich. Im Deutschen Reiche wird überhaupt von Jahr zu Jahr mehr gespielt; große Mengen von schiffbrüchigen Existenzen glauben dem Glücke auf diese Weise die Hand bieten zu müssen. Mit den Anträgen Rintelen und Müller wird die Nummer 4a Die Prospekte müssen diese Leute in ihren Anschauungen noch bedes Tarifs angenommen. stärfen. Immerhin ist es erfreulich, daß wenigstens eine Verdoppelung Nach Nummer 4b soll der Stempel auf Termingeschäfte 4/10, des bisherigen Sates eintreten soll. In der Kommission haben sämmtauf alle übrigen auf und sonstigen Anschaffungs- liche Mitglieder angestrengt gearbeitet und die Kritik des geschäfte über Waaren, wenn dieselben gemäß seitens einer Herrn Richter in der Freifinnigen Zeitung" über die Arbeit der Börsenbehörde für solche Geschäfte festgesetzten Geschäftsbedin- Kommission war ungerechtfertigt. gungen abgeschlossen werden, 2/10 pro Mille betragen. Die Vorlage hatte für die Loko, Zeit, Fir, Termin, Prämien- u. f. w. Geschäfte in börsenmäßig gehandelten Waaren den Gay von 4/10 pro Mille vorgeschlagen. Abg. Träger meint, daß der Grundgedanke des Antrages Rintelen den Antragsteller um so mehr veranlassen müßte, gegen den Antrag Müller zu stimmen. Abg. Gescher: Das Gesetz ist schon so verkrüppelt und den Interessen der Börse entsprechend verunstaltet aus der Kom mission hervorgegangen, daß wir wenigstens hier versuchen müssen, Zefraudanten unmöglich zu machen. Man wird doch an diesen 20 Pf. nicht die Wirksamkeit des ganzen Gesezes zum Scheitern bringen wollten. Der Lotteriestempel wird mit der vorgeschlagenen Befreiung nach den Kommissionsbeschlüssen genehmigt. Artikel I der Novelle zum Reichs- Stempelabgaben- Gesetz wird in seinen einzelnen Nummern ohne Debatte angenommen. Ein Antrag des Abg. Schneider- Nordhausen, die eingetragenen Genossenschaften und die Gesellschaften mit beschränkter Haftung von der amtlichen Revision in bezug auf die Abgabepflicht zu befreien wird nach kurzer Debatte abgelehnt. Abg. Frese( ul.) will die Vorlage wieder herstellen. Abg. Richter: Die Kommissionsbeschlüsse sind sehr bedenklich. Die Regierung hatte schon 1885 einen ähnlichen Vorschlag abgelehnt, weil daraus eine Störung des Waarenhandels namentlich in den Seestädten entstehen könnte. Man wollte damals den börsenmäßigen Waarenhandel überhaupt der Steuerpflicht unter Echatsekretär Graf v. Pojadowsky erklärt, daß bei der werfen, man überzeugte sich aber von den Nachtheilen eines solchen Vorgehens und ließ den Gedanken wieder fallen. großen Mehrheit, die den Check, Frachtbrief- und Quittungs Art. 2 und 3, betreffend Check, Quittungs- und Frachtbriefstempel, hat die Kommission gestrichen. " Abg. v. Cuny bezeichnet den Antrag Bachem als überflüssig, sobald in der Nesolution statt Börsen Organisationsgefeh" gesagt werde: Reichs- Börsengeset". Eine solche Abänderung schlägt Redner zugleich im Namen seiner Mitantregsteller vor. Abg. Barth: Wenn die verbündeten Regierungen schon in voller Arbeit sind, erscheint die Resolution überflüssig. Daß Mißbräuche an der Börse vorkommen, wird von niemand geleugnet. es genügt aber nicht, den Wunsch nach Abstellung dieser Wißbräuche blos auszusprechen, um ihn auch schon erfüllt zu sehen. Es wird auf die Pariser Börse und ihre vorzügliche Organisation verwiesen und dabei ganz übersehen, daß diese selbe Börse eben erst den ungeheuren Panamafchwindel überwunden hat.( Lebhafte Zuftimmung links.) Mit solchen Börsengesehen habe man in allen Ländern Fiasko gemacht. Abg. Richter: Herr Bachem und Herr v. Cuny irren, wenn sie glauben, daß wir die Vorgänge in der Deffentlichkeit bezüglich der Börse nicht kennten oder gar direkt ignorirt hätten. Herr v. Cuny weiß nicht, daß in der Börsenenquete- Rommission festgestellt worden ist, daß ein großes Börsengefeh nicht die Vortheile haben würde, die eine Reihe von Spezialgesetzen und Ver waltungsanordnungen bietet. Abg. v. Stumm tritt für die Resolution v. Cuny ein. Der Hinweis auf den Panamaskandal ist hinfällig. Die Nüß- feitigung der Kontrolle der Fahrkarten während der Fahrt Jahren stattgehabten dritten Arbeitertages. Stärker denn je waren lichkeit des Antrags kann nicht bestritten werden; die Regie- von den Trittbrettern aus, die viele Dpfer gefordert hat, und auf dem diesjährigen Arbeitertag die Genoffen vom Schwarzwald rung wird dann um so entschiedener bereit sein, uns ein Börsen- um die Verhinderung der Hinterziehung von Fahrgeldern. vertreten. Noch vor ein paar Jahren gab es auf dem Schwarzgesez vorzulegen. Abg. Fuchs( 3.): Die Debatten waren für die begeisterten wald feine Sozialdemokraten; mit dem Vordringen der Industrie Nachdem noch die Abgg. Dr. Hahn und Graf Kani, Anhänger der Eisenbahnverftaatlichung sehr belehrend; es haben auch die Genossen planmäßig ihre Saat gefät und frohfowie nochmals die Abgg. v. HeyI, v. Euny, Barth, zeigt sich, daß die Eisenbahnen immer mehr eine finanzielle locken jezt über ihr Aufgehen. Vor ein paar Jahren wurde, wo Bachem und Stumm sich zur Sache geäußert, wird die Einrichtung geworden sind. Wenn uns die Mittel zu sich ein sozialdemokratischer Agitator zeigte, dieser aus dem Dorfe Diskussion geschlossen. fulturellen Aufgaben fehlen, liegt das daran, daß einer gefestigten Organisation auf dem Schwarzwald" reden, die of bis zur britten er wird zurückgezogen. Die Abstimmung Nichtbewilligung von Steuern, sondern nicht an der gejagt, heute konnte der Berichterstatter auf dem Parteitag von Militärforderungen alle Mittel in Anspruch nehmen. Mit den da in sämmtlichen Orten gut fituirte Mitgliedschaften bestehen." Militärbewillungen müsse endlich einmal Halt gemacht Ueber diese Thatsache jammert natürlich die bürgerliche werden. Wenn die Perronsperre die gefährliche Fahrkarten- Presse. So schreibt z. B. der Schwarzwälder": fontrolle beseitigen solle, so sei nichts dagegen einzuwenden, nur folle man dabei bedenken, daß manche der älteren Bahnhöfe für die Sperre nicht recht geeignet seien. bleibt Lesung vorbehalten. Schluß 6 Uhr. Nächste Sigung Montag Sigung Montag 1 Uhr. ( Handelsvertrag mit Uruguay, Abkommen mit der Schweiz wegen gegenseitigen Marken- und Musterschußes, Novelle zum Wiehseuchengeset.) Abgeordnetenhaus. 43. Sigung vom 7. April 1894. 11 Uhr. Am Ministertische: Thielen, Miquel und Kommiffarien. = " Wie Dafen ragen noch die erwähnten Wahlbezirke hervor, in denen die Sozialdemokratie noch keinen Fuß gefaßt. Auf fie richten sich jetzt die Agitationspläne der Genossen. Diese Hinterwäldler, Hozzen und Odenwäldler zu sozialisiren und organisiren, wurde auf dem Arbeitertag zwar als schwierigste, aber auch die vornehmste Aufgabe" bezeichnet. Und in puncto Organisation pflegen die Genossen Wort zu halten." " Ganz recht! Und nicht nur Wort werden sie halten, sondern sie werden auch Erfolg haben, der antikollektivistische Bauern schädel" wird dem sozialistischen Gifte doch erliegen. Tokales: 559 196 Abg. Hansen( ft.) bemängelt es, daß die Rückfahrkarten nach Berlin einen Tag länger gelten, als die von Berlin. Minister Thielen: Die Rückfahrkarten nach Berlin gelten deshalb einen Tag länger, weil die Reisenden in Berlin meist Die Berathung des Spezialetats der Eisenbahn- Ber- Geschäfte abzuwideln haben, wozu fie mehr Beit gebrauchen. Die waltung wird fortgefeht beim Einnahmetitel: Aus dem Verkürzung der Geltungsdauer würde vielfache Beschwerden herPersonenverkehr 249 000 000 M. Abg. Brömel be- vorrufen. antragt die Erhöhung dieser Position um 2 300 000. Unter Ablehnung des Antrages Brömel werden die EinAbg. Graf Limburg Stirum( t.): Wozu soll die Frei- nahmen aus dem Personenverkehr genehmigt. zügigkeit verschärft werden durch den billigen Eisenbahnverkehr? Eine Petition des Dr. Dronte aus Trier wegen Einführung In bezug auf die Tarifreform nehme ich einen Standpunkt zehntägiger Rückfahr- Karten wird durch Uebergang zur Tages Die Vertrauensperson für den 2. Wahlkreis, Heinrich einden Herr Brömel als ultrareaktionär bezeichnen ordnung erledigt, nachdem auf Anregung des Abg. Broemel wird. Die Regierung muß Mehreinnahmen beschaffen. Das der Minister Thielen erklärt hat, daß er über die in Süd- Wörner, wohnt, wie wir nachträglich zu der vor einigen fann fie bei den Tarifen, ohne das Haus zu fragen. deutschland eingeführten zehntägigen Karten dem Hause Mit- Tagen veröffentlichten Liste noch mitzutheilen haben, Dieffenbach. Die Regierung follte die Tarife jest nicht ermäßigen, sondern theilung machen werde, da er als Chef der Reichs- Eisenbahn- ftraße 29, Laden. alle Begünstigungen und Ermäßigungen aufheben.( Lachen links verwaltung diese Karten aus Ronkurrenzrücksichten dort auch einund Heiterkeit am Ministertische.) Das wird einen großen Lärm geführt habe. machen, aber meine Freunde werden den Herrn Minister unterftüßen. Graf Ranig meinte, er habe in ein Wespennest gegriffen. Ich glaube, die Wespen werden summen, aber nicht stechen, und der Minister würde auch gut thun, wenn er unverzagt seinem Vorgänger nachahmen wollte, der das Wort vom Giftbaum sprach, was ihm sehr übel genommen wurde. D Abg. v. Veltheim( t.) schließt sich den Ausführungen des Grafen Kanit an. Die Vororte Berlins würden von Sozialdemokraten, von Arbeitern bevölfert, wodurch den Gemeinden große Laften für Armenpflege und für die Schule erwachsen, während allein die Stadt Berlin den Vortheil von diesen Arbeitskräften bat. Deshalb sträubt sich die Stadt Berlin auch so sehr gegen die Eingemeindung. Die Verhältnisse würden noch schlimmer werden, wenn die Tarife nach dem Wunsch des Abg. Brömel noch mehr ermäßigt würden. Finanzminister Miquel: Das Finanzministerium steht in bezug auf die Veranschlagung der Einnahmen ähnlich wie der Landtag. Es hat aber nie gewagt und würde nie wagen, dem Reffortminister gegenüber eine Steigerung der Einnahmen, die er nach genauer Prüfung aller Verhältnisse vorgeschlagen hat, zu verlangen. Wir sagen uns in unserer Bescheidenheit, daß wir garnicht im stande find, diese Dinge beffer zu beurtheilen als der Refiortminister. Wenn der Landtag vor die Frage gestellt wird, 25-30 pCt. Bu schläge zur Einkommensteuer zu erheben oder die Tarife zu er höhen zur Vermehrung der Einnahmen, ohne dem Publikum große Inzuträglichkeiten zu bereiten, so weiß ich nicht, wofür der Landtag sich entscheiden wird. Jedenfalls wird man sich jetzt hüten muffen, eine Tarifreform durchzuführen, welche die große Gefahr einer Verschlechterung der Finanzen mit sich bringt. Der Nationalökonom Rafallowick hat nachgewiesen an der Hand der Ermäßi gungen der französischen Eisenbahnen, daß die Ausgaben noch viel mehr gestiegen sind als die Einnahmen. Ich bitte also um Ablehnung des Antrags Brömel. Der Fabrikbefizer Budweg und Genossen in Waidmannsluft und der Amts- und Gemeinde- Vorsteher Brunow in Tegel bitten um Vergrößerung des Stettiner Bahnhofs zum Zwecke der Auf nahme des Nordbahn- Berkehrs. Die Kommission beantragt mit Rücksicht auf die in der Angelegenheit schwebenden Erwägungen zur Tagesordnung überzugehen. Der Antrag wird angenommen. Eine Petition wegen Um bau des Bahnhofes Charlottenburg wird durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Die Interpellation Arendt wegen der Neuprägung von Silbermünzen wird zurückgezogen infolge der Verhandlungen des Reichstages und wegen der guten Aussichten, welche die Silber enquete eröffne. Schluß nach 4 Uhr. Nächste Sizung Montag 11 Uhr. ( Fortfehung der Berathung des Eisenbahnetats.) Parteinachrichten. Militärisches. Bei der Kontrollversammlung in Saalfeld hat der militärische Borgefeßte es für nöthig befunden, mit hervorgehobener Stimme zu erklären: " Das Abfingen sozialdemokratischer Lieder, das Sprechen über fozialdemokratische Angelegenheiten oder das Lesen sozial demokratischer Zeitungen am heutigen Tage bis Nachts 12 Uhr, ist verboten und wird bei event. Anzeige mit vierzehn Tagen Gefängniß bestraft."-Nur das sozialdemokratische Denken und Fühlen konnte der schneidige Herr nicht verbieten- leider! " * 19 Die Lokalfommission bringt zur Kenntniß der Parteigenoffen, daß sämmtliche Wirthe auf Gesundbrunnen sich verpflichtet haben, ihre Lokale zu sozialdemokratischen Bersamm lungen abzugeben. Zur Freigabe des Feenpalastes theilt die Lokalkommission mit, daß an stelle des bisherigen Verwalters ein neuer Defonom getreten ist, der sich sofort mit der Lokal fommission in Einvernehmen gesezt hat. Die Adresse des Vor sitzenden der Lokalkommission, H. Gumpel, ist jetzt Weinstraße 31. einem Verhör vor dem Amtsgericht sich weigerte, eidliche Aushäuser meint gute, sagen über Redaktionsangelegenheiten zu machen. Schritte, um seine Haftentlassung zu bewirken, sind bereits gethan. Abg. Hammacher( natl.): Die Ermäßigung der niedrigen Tarife für Steinkohle ist die reichste Quelle der EisenbahnUeberschüsse.( Eehr richtig! links.) Die preußischen Staats. Ueber den glänzenden Verlauf einer von Münchener bahnen liefern im Gegensatz zu anderen Staatsbahnen neben der Parteigenossen in Schlierjee abgehaltenen BerjammBerzinsung des Anlagefapitals 2 pet. Unternehmergewinn, nicht wegen der fparfamen Verwaltung, sondern weil in Preußen die Steinkohlenproduktion den Eisenbahnen die großen Frachten von Maffenartifeln zuführt. Auch in bezug auf den Lokalverkehr hat die Ermäßigung der Tarife eine finanzielle Bedeutung; beshalb Tönnen wir der Regierung nicht entgegentreten, wenn sie diesen Verkehr fördert, wofür auch soziale Gründe sprechen. " " Noch einmal die Gemeinde Einkommenſtener. Die Er höhung der Gemeinde- Einkommensteuer von 85 auf 105 pet. der Normal- Steuerfäße und der gleichzeitige Erlaß dieser Steuer für Einkommen bis 900 m. geben der National- Zeitung" Veranlassung, sich eingehender mit der städtischen Finanzpolitik zu beschäftigen, um auf eine richtige Behandlung der Besteuerungsfrage für das nächste Etatsjahr hinzuwirken". Sie hält die Befreiung der fleinen Einkommen von der Steuer für ungerechtfertigt, zumal da auch Wohnungen bis 200 M. miethssteuerfrei feien. Wir haben kürzlich( in Nr. 77) an der Hand einer amtlichen Aeußerung des Berliner Magistrates selber gezeigt, daß viele fleine Leute der Vortheile der Miethssteuer- Befreiung bezw. Ermäßigung thatfächlich ganz oder theilweise verlustig gehen. Die National Beitung" meint jedoch, in Berlin sei die große Menge überhaupt von Kommunallaften frei, und diese seien ausschließlich den Mittelflaffen und der kleinen Bahl reicher Leute aufgebürdet. Der Staat thue das nicht, obwohl auch er die kleinen Einkommen von direkten Steuern frei lasse. Er erhebe wenigstens in dirette Steuern. Daffelbe folle die Kommune thun, in der noch mehr ale im Staate das Prinzip von Leistung und Gegenleistung In Zwangshaft wurde in Magdeburg Genosse Hugo Bau- Geltung haben müsse. Der größte Theil der kommunalen tomme doch gerade den müller, Redakteur der Volksstimme" genommen, weil er bei Aufwendungen für Volksschule, Armenpflege und KrankenUnbemittelten ริน das Blatt. leider wahr; denn natürlich sind es nicht Reiche, die ihre Kinder Das Lettere ist am Ende in die Gemeindeschule schicken und sich in ungemüthlichen Strantenhäusern verflegen laffen müssen. Aber die NationalBeitung" unterläßt hinzuzufügen, daß es in Berlin auch noch lung bringt die Münchener Post" einen Bericht, den wir, da er 20 städtische höhere Schulen giebt, die von den Kindern der uns auch für weitere Kreise interessant erscheint, im Auszuge Reichen besucht werden, und daß die Stadt für jedes dieser hier wiedergeben: Es war die erste sozialdemokratische Ber- Rinder weit über doppelt so viel zuschießen muß, als für ein jammlung, welche jemals in der Gegend, wie überhaupt im Gemeindeschultind. Das Kapitalistenblatt verschweigt ferner, daß Reichen bewohnten Stadttheilen ganzen Bezirksamt abgehalten worden ist und sie hat sich, wie in den vorwiegend von Dies überhaupt mit allen Versammlungen im Hochlande der Fall die Straßen beffer beleuchtet sind und häufiger besprengt ift, zu einem wahren Erfolge für unsere Sache gestaltet. Wir haben und gereinigt werden als in den ärmeren, daß die Kanali Finanzminister Miquel verwahrt sich dagegen, daß er gegen gewiß- so heißt es im besagten Blatte- viele Versammlungen ge- fation dort eher durchgeführt wurde und den Bewohnern jede Tarifänderung sich ausgesprochen habe, er habe selbst die sehen, aber faum jemals eine, m der auch die entlegensten Winkel, fo- länger zu gute tomint als hier u. f. w. Alles das muß in Staffeltarife gut geheißen. Man hr auf die Post verwiesen. weit man nur überhaupt hören fonnte, so massenhaft besetzt Betracht gezogen werden, wenn man die Frage erörtern will, Das Postpacket zu 50 Pf. ohne Rüdsicht auf die Entfernung waren. Der Saal mochte vielleicht 300 Menschen fassen. Aber ob die Reichen für ihre in Geld gezahlten Steuern weniger an wäre unmöglich, wenn die Eisenbahnen die Post nicht unentgelt- Hunderte hörten noch durch eine Thür aus dem Nebensaal, viele den Einrichtungen der Kommune theithaben als die Armen. lich fahren müßten; man fann 22 Millionen herauswirthschaften, Hunderte aber durch die großen ausgehängten Fenster vom Freien Selbst wenn man das Krämerprinzip Leistung und Gegenwenn die preußischen Eisenbahnen allein für 23 Millionen Mart aus zu. Die Zahl der Versammlungsbesucher, welche in dem kleinen leiſtung" so peinlich durchgeführt haben will, wie es die Frachten leisten. Einer richtigen Normirung, auch einer den Dorfe zusammengeströmt waren, mochte wohl nicht viel weniger National- Beitung" möchte, wird man bei genauer Betrachtung Berkehr und die Einnahmen vermehrenden Ermäßigung der als neunhundert betragen. Zahlreich waren Bergleute aus Hausham zugeben müssen, daß die" Benachtheiligung der Reichen so Tarife fich entgegenzusetzen, habe die Finanzverwaltung feinen erschienen, meistens Kleinhäusler und Söhne von solchen. So be groß nicht ist. Aber die Armen steuern ja, wie an dieser Stelle Anlap. stand die Versammlung, wie ein einziger Blick auf die kräftigen, oft genug gezeigt worden ist, gar nicht in erster Linie mit Abg. Brömel( frf. Vg.): Tie Ausführungen des Grafen frischen, zum größten Theil in der Volkstracht erschienenen ihrem Geldbeutel, sondern mit ihrer Arbeitstraft. Wer schafft Ranit habe er als reaktionär agrarische bezeichnet, denn Männergestalten zeigte, zu mindestens neun Behnteln aus den Reichthum, den der Staat und auch die Kommune und reaktionär sei es, der Freizügigkeit mit hohen Eisenbahntarijen Bauern, was Behörden und Gegner zweifellos am meisten besteuert, der Arbeiter ober der Unternehmer? Als ob nicht entgegen zu treten, und daß dies im Interesse der landwirthschaft- wurmen wird. Ueber die Nede des Genossen Vollmar haben das Gedeihen von Gewerbe und Industrie einer Stadt oder lichen Unternehmer geschehe, set agrarisch. Die Agrarier müssen wir nicht nothwendig, weiter zu berichten. Sie war in feiner eines Landes und damit der Wohlstand und die Steuerkraft weit den Erfinder der Lokomotive doch eigentlich als einen ganz befannten voltsthümlichen Art gehalten, welche in Sprache, Ge mehr von der Geschicklichkeit und Intelligenz der Arbeiterschaft niederträchtigen Rerl betrachten. Wenn die Anwendung der dankengang und Bildern sich unmittelbar an die Dent- und Ge- als von dem Unternehmungsgeist des Kapitalisten abhinge! Wenn Elektrizität die Transportkosten herabseßt, dann müßten die fühlsweise des Bauern wendet und darum den unmittelbarsten die National- Zeitung" den Dienst beim Militär als eine StaatsAgrarier doch eigentlich gegen solche teuflischen Erfindungen die Eindruck auf denselben macht; in Schliersee gewann die Sache last anführt, die jeder, auch der Wermste zu leisten habe, so erGefeßgebung in Bewegung jezen( Heiterkeit). Das Agrarierthum dadurch noch eine besondere Farbe, daß Vollmar in der Gegend blicken wir in dem Dienst durch Arbeit einen Beitrag zu den Davon will natürlich zeigt sich also als direkt kulturfeindlich.( Lachen rechts.) Gewisse zu Hause ist und ein nicht geringer Theil der Anwesenden ihn aus öffentlichen Laften, im Staat wie in der Kommune, den leider Gemeinden werden durch den Zuzug von Arbeitern benachtheiligt; der Jugend kannte. Seine Ausführungen wurden mit einem jubeln nicht jeder zu leiſten braucht. Besteuerung auch der kleinen Eins aber die Abhilfen dagegen liegen auf anderem Gebiete als auf den Beifall begrüßt, in den sich auch nicht eine Stimme des das Rapitalistenblatt nicht wissen. Es schlägt, dem der Eisenbahntarise. Der Eisenbahnminister hat die An- Widerspruches mengte. Nach dem Referenten trat in der Dis- einer direkten griffe des Grafen Kanis sehr leicht genommen; er hat sich ein- fussion ein Mann auf, den sein Unstern zu der denkbar ungünstigsten fonimen wenigstens bei Unverheiratheten, indirekte verstanden erklärt mit seinen sozialpolitischen Anschauungen. Beit nach Schliersee geführt hatte. Es war der Antisemit Wengg Kommunalabgaben vor, in erster Linie eine Biersteuer und Aber damit hat er den Gegnern des Verkehrs noch nicht genug aus München, aber schon seine doktrinäre, wissenschaftlich sein daneben eine Luftbarkeitssteuer. Der Steuerzahler könne dann gethan. Graf Limburg hat eine Erhöhung der Personen tarife follende Art des Redens voll schwülstig aufgebauten Perioden durch Gestaltung des Verbrauches das Maß der Steuer seinen verlangt. Der Finanzminister meinte, nicht jede Tarif- und gesuchten Literaturhinweisen wenig nach dem Geschmack persönlichen Verhältnissen anpassen; will sagen: dem Unaber eine Einnahmevermehrung; ermäßigung bringe es der Zuhörerschaft, so verdarb sich der Unglücksmann seine bemittelten soll es unverwehrt bleiben, eventuell gänzlich auf den ist ebenfo ein Röhlerglaube, daß jede Tariferhöhung Cache noch völlig durch die Großschnauzigkeit und unverschämt Genuß des verthenerten Bieres und auf die Betheiligung an den Mehreinnahmen mit sich bringt. mit sich bringt. Diesem Köhlerglauben beit, mit der er sowohl die Sozialdemokratie als jeden aus vertheuerten Luftbarkeiten zu verzichten. Die Luftbarkeitssteuer fcheint aber Graf Limburg Stirum zu huldigen.( Heiterkeit.) der Versammlung angriff, der mit einem Wort oder einer würde vielleicht auch die Reichen mittreffen, obwohl diese bei der Zwei Drittel der Ginnahmen beziehen die Eisenbahnen aus dem Bewegung seine Zweifel an des Redners Unfehlbarkeit und Er Geräumigkeit ihrer Wohnungen sich meist au Hause amüsiren eine Art, welche ja jedem Besucher anti- tönnen. Aber die Biersteuer würde außer der Arbeiternoch Waffenverkehr der dritten und vierten Klasse; bei der zweiten habenheit verrieth eine Art, welche ja jedem Besucher anti- tönnen. den sogenannten Mitelstand" treffen, das Blatt mit Klaffe wird nichts verdient, bei der ersten wird Geld zugegeben. semitischer Versammlungen zur Genüge befannt ist, die aber lasse nur einzutreten behauptet. Nach Dann ist aber nicht zu vergessen, daß im Kriege das Volk im niemand weniger verträgt, als der altbayerische Bauer. Der für den Bortheil ist, welches das leistungsfähigste Eisenbahnnetz hat. Das Widerspruch wurde immer lauter und mehrmals so allgemein diesen Vorschlägen fagt der treffliche Steuerfünstler noch: tann aber nur durch große Leistungsfähigkeit im Frieden erreicht und lärmend, daß es allen Kraftaufwandes des Vorfißenden, Die Gerechtigkeit foll nach wie vor unser Steuerwesen leiten." Genoffen Schmitt aus München, bedurfte, um die Versammlung Vielleicht sagt er es sogar in gutem Glauben. Nach kapitalijiAba. Gerlich( ff.): Für eine teuflische Erfindung halten zu beruhigen und die vom Ueberwachenden in Aussicht gestellte fchen Grundsätzen fann natürlich nur die Geldsteuer als wirtwir die Eisenbahnen nicht; wir wollen von ihr Vortheil haben Auflösung derselben zu vermeiden. Als Wengg sein Sprüchlein liche Steuer angesehen werden. Und wenn man dann nach durch billige Frachten, aber wir wollen nicht zu gunsten der beendet hatte, tam das Gericht über ihn. Der mitanwesende dem ebenfalls fapitalistischen Grundsage, daß Leistung und großen Städte das platte Land entvölkern. Robprodukte mag Genoffe Grillenberger ergriff das Wort zur Entgegnung, welche Gegenleistung womöglich einander die Waage halten müssen, man so billig als möglich fahren, aber nicht Personen. Die für den Judenfresser geradezu zerschmetternd war. Das fühlte die Theilnahme der verschiedenen Bevölkerungsklassen au zu dem Resultate kommen, Leute, welche nach Berlin lommen, hätten frische Luft und die Versammlung so sehr, daß sie die Ausführungen des Redners den staatlichen und kommunalen Einrichtungen betrachtet, Sonnenschein in den Provinzen viel bequemer als in den Berliner unausgesetzt mit Beifall begleitete. Mit Hochrufen auf die Sache dann muß man allerdings Bororten. Warum sollen gerade in den reichsten Landestheilen die des Volkes und der Sozialdemokratie zerstreute sich die Menge bas ber Artikelschreiber der National- Zeitung" gewonnen hat. Tarife am billigsten sein? Auf dem Lande kann man wegen und schritt gruppenweise den heimathlichen Dörfern, Weilern Thatsächlich ist eine wirklich gerechte Vertheilung der öffentder geringen Zahl der Züge von den Arbeiterwochenkarten 2c. und Einödhöfen zu; viele hatten noch stundenweit nach der lichen Lasten in einer fapitalistisch geordneten" Gesellschaft feinen Gebrauch machen. Vom Ressortstandpunkte aus sei die Tegernseer Höhe, der Gegend hinter dem Romberg u. f. w. zu überhaupt unmöglich. Arnähernd gerecht wäre es etwa, wenn Tarifpolitik vielleicht richtig; aber fie lasse die Solidarität der wandern. Der großartige Verlauf der Versammlung wird nicht alle indirekten Steuern auf nnthwendige Verbrauchsartikel, wozu verfehlen, im freidenkenden Hochländer Bolt seine Früchte zu auch die Wohnung gehört, beseitigt, die Unbemittelten, au denen tonservativen Anschauungen vermissen. auch ein großer Theil des Mittelstandes" gehört, von allen direkten Steuern befreit und diese allein von den Bemittelten aufgebracht würden. Sie würden sie schon ertragen tönnen. Berechtigter Stolz muß die Brust unserer Stadtväter schwellen, wenn sie die Zensur lesen, welche der Kaiser von Defterreich dem Wiener Gemeinderath ertheilt hat. Nach dem Berl. Tagebl." fagte der Kaiser zum Stadtrath Schneibehan. " Im Wiener Gemeinderath wird zu viel geredet, es sollte mehr werden. $ * Abg. v. Pappenheim( fons.) schließt sich den Ausführungen zeitigen! des Grajen Ranig vollständig an. Der stete Fortschritt der Sozialdemokratie auf dem Abg. vom Rath( natl.) tommt auf die Perronsperre zu sprechen, die er an sich für berechtigt hält, die er aber nicht zu Schwarzwalde konnte auf dem letzten badischen Arbeitertag von allen Berichterstattern konstatirt werden. Mit Ausnahme weit getrieben sehen möchte. zweier Bezirke im dritten und vierzehnten Wahlkreis- hat die Landesorganisation überall im Lande festen Fuß gefaßt. Ihr gehören zur Zeit 42 Vereine an gegen 29 jur Zeit des vor drei Minister Thielen: Die Perronsperre ist feit finanzielles Geschäft für die Eisenbahn, denn sie wird noch nicht einmal auf die Kosten der Sperre tommen. Es handelte sich um die Be " " S Solche geschäftssozialistische Praktiken sind des entschiedensten zu verwerfen und gerade unsere Genossen in den betreffenden Berufen haben die Verpflichtung, gegen derartige Machen gearbeitet werden". Wie ganz anders bei uns. Welch heißer Die Zugehörigkeit zur Partet wird in nicht statthafter| ihm stehende Gumpert, wie ein in nächster Nähe befindlicher Arbeit hat es nicht bedurft, um der nunmehr unanfechtbaren Weise immer mehr zur Geschäftsreklame ausgenügt. Polizei- Offizier haben aber irgend etwas Verdächtiges nicht bea Wahrheit, daß es in Berlin teinen Nothstand gäbe, zum Siege Damit, daß irgend eine Organisation von Händlern oder Zeitungs- merkt. Da in den Deklarationen sofort ein genaues Verzeichniß zu verhelfen? In zweimaliger heißer Redeſchlacht mußte das spediteuren eine Resolution faßt, wonach sie auf dem Boden der der Nummern und Jahrgänge der abhanden gekommenen Stücke Projekt der Schloßplagverbreiterung durchgekämpft werden. modernen Arbeiterbewegung steht und Erkennungsfarten aus zur Stelle war, so wurden unverzüglich die Polizei und die Börse Welcher Anstrengungen hat es bedurft, um der misera giebt, tönnen die Genossen nicht verpflichtet werden, bei den An- benachrichtigt. contribuens plebs flar zu machen, daß die große Berliner gehörigen der betreffenden Organisation zu laufen. Muß es Idyllisches aus der Reichshauptstadt. Bei einem Kampf Pferdebahn Gesellschaft nicht thren eigenen Bortheil im Auge doch jedermann einleuchten, daß schon der Beschaffung eines zwischen Polizei und Zivilisten, der sich am Sonnabend Nach hat, sondern in selbstloser, aufopfernder Thätigkeit um bem all- Kundenkreises wegen, also aus rein egoistischen Motiven schein mittag vor dem Ordonnanzhause in der Neuen Königstraße abgemeinen Wohl zu dienen beslissen ist! Susataga fozialistische Organisationen so entstehen können. Genug der Beispiele. Mögen die Berliner Stadtväter daraus andere an der Hand verletzt. Während der leichter Verwundete fpielte, wurde eine der Zivilpersonen schwer am Ropfe und eine neuen Muth schöpfen zu schaffensfreudigem Thun, der Lohn für einen Nothverband erhielt, mußte der andere nach einem Krankenihre Thätigkeit wird endlich nicht ausbleiben. 999 100 hause gebracht werden. Die Uraniasäulen. Der Magistrat ist zwar, wie gemeldet fchaften, die der Partei nicht zur Ehre gereichen können, zu Polizeibericht. Am 6. d. Mts. Morgens wurde eine wurde, einem Beschluffe ber Stadtverordneten Bersammlung auf Wir wissen wohl, daß zahlreiche Händler und Zeitungs- Anofen- Gripfängerin in ihrer soobnung in ber Getterfreake getreten, aber er hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, den Spediteure Parteigen offen find, und sie sind uns als solche erhängt vorgefunden. Im Laufe des Tages fanden drei kleine Bertrag mit der Gesellschaft derart abzuändern, daß der öffent vereine speziell sozialistische Intereffen haben können, lieb und werth, daß aber Zeitungsspebiteur- und Händler- Brände statt. find, uns als liche Nuzen des Unternehmens doch gewährleistet wird. Die bezweifeln wir. Wir halten dafür, daß diese Organisationen Kleine Theater- und Literatur Chronik. Gefammtzahl der der Gesellschaft zu genehmigenden Säulen soll einen Mißbrauch mit den Worten, auf dem Boden der modernen 3m 3entral Theater wird heute bie letzte Novität auf hundert herabgefeht werden, von denen die Gesellschaft fünfzig Arbeiterbewegung zu stehen, treiben. Denn für jeden, der den der Saison, die Posse" Der neue Kurs" von Leopold Gly in felbst errichten muß. An jeder zweiten Säule soll der Aspirations Sozialismus fennt, fönnen diefe Worte blos bedeuten, daß diese Szene geben. Meteorograph in Betrieb gefeht werden, an allen Säulen aber Organisationen auf dem Boden des Klaffenkampfes stehen. Das Novität ein Boffe von Kneifel Eine Nacht im Ballhause" zur Das National Theater bringt als van Reel Cine soll auch das Zifferblatt der Uhr beleuchtet, und es sollen die Posse Nachweisungen der Polizei, Poſts 2c. Zotale angebracht sein. Die können aber Vereine der Händler und Zeitungsspediteure Aufführung. gegen sollen der Gesellschaft von der Stadtgemeinde die Kosten nicht. Das können wohl die Zeitungsfrauen, eventuell Andes Betriebes der vorgedachten Anlagen an fünfzig Säulen, bie- gestellte der Händler, aber nicht die Korporationen der Arbeit jenigen des Meteorographen jedoch nur an fünfundzwanzig Säulen geber derselben. erstattet werden, auch soll die Konzessionsdauer auf vierzig Jahre verlängert werden. Da Bu alt geworden! Eine 65 Jahre alte Greifin, Namens Bertha Möwes, hat sich in der Nacht zum 6. d. M. mit Hilfe fie in ihrer Stettinerstraße 8 belegenen Wohnung an der Thür eines Messers und Strickes um das Leben gebracht. Man fand den Hals durchschnitten hatte. hängend; neben ihr lag ein Messer, mit dem sie sich kurz vorher unfähig und Almosenempfängerin; sie hat dem Anschein nach Die alte Frau war arbeitsaus Lebensüberdruß ihrem Dasein ein Ende bereitet. staltet sich der Lebensabend der Proletarierin in der besten der Welten! So ges " Das Theater unter den Linden hat vom 10. April 5. J. ab Direktor J. Fritzsche gepachtet. Der Vertrag mit dem Aktien- Bauverein soll Sonnabend Mittag unterzeichnet sein. Charley's Tante hat auch in Rom einen großen Heiterkeitserfolg erzielt. Fulda's" Berlorenes Paradies" ist in Mailand gedeiht wunderbar. Hofdichter Wildenbruch arbeitet an einem in lokalisirter Bearbeitung durchgefallen. Die moderne Kunst spiel und Sudermann schafft wieder an einem sozialen" Drama. modernen Drama, Ludwig Fulda vollendet ein modernes Luftspiel und Sudermann schafft wieder an einem„ fozialen" Drama. was will man mehr? Witterungsübersicht vom 7. April. Stationen. Im Männer- Asyl des Berliner Asylvereins für Obdachlose nächtigten im Monat März 9592 Personen, davon badeten 3388. Im Frauen- Asyl nächtigten im selben Monat 1134 Personen, in von denen 78 badeten. Arbeitsnachweis erbittet der Verein für Männer Büschingstr. 4, für Frauen Füsilierstr. 5. Unterschiede. Suf dem Arkonaplatz und der breiten MittelBerlins gelegen, spielen bei der besseren Jahreszeit tausende von paffage der Swinemünderstraße, beide im äußersten Norden Rindern, welche froh sind, den dumpfen engen Wohnungen entrinnen zu können. Über die Baumanlagen hier sind alle noch zu jung, um im Sommer Schatten zu spenden, die Kinder müssen es fich gefallen lassen, daß ihnen die Sonne auf die Köpfe scheint. Und wenn man die bleichen, bekümmerten vorzeitig alten Gefichter der Kinder sieht, ihre oft wenig findlichen Gespräche belauscht, dann weiß man sofort, was ihnen fehlt, dann steigt jedem denkenden Gehirn ein Bild auf von jenem entseglichen Elend, das in der Arbeiterbevölkerung herrscht und das nur durch eine bessere Lebenshaltung gehoben werden kann. Wohl sind auch hier Sandhaufen hingeschüttet zum Spielen für die Ein Lotteriestnem. Mittels Dietrichs geöffnet wurde am Hamburg Kinder, aber dieser Sand ist bald schwarz geworden und birgt Sonnabend Nachmittag um 4/2 Uhr das Komptoir des Ein- Berlin Ansteckungsgefahren aller Art in sich. Ganz anders sieht es im nehmers der Flemmingstraße 11 belegenen Rollette der preußischen Wiesbaden. Thiergarten aus. Auf den dortigen Kinder- Spielplätzen tummeln Lotterie. Am vorlegten Tage der Erneuerung der Loose für die München sich gut genährte, gesunde, frische Kinder in voller Jugendlust. vierte Klasse hatten sich die Spieler in großer Zahl vor der Wien Ihre Buddelei" befindet sich in einem Sandberge, der aus Einnahmestelle angesammelt, so daß Treppe und Hausflur dicht Haparanda in einen frischem weißen Sande besteht und unter dem Schatten mächtiger besetzt waren. Das Lotal, das von 4 bis 6 Uhr offengehalten Betersburg Baumriesen aufgeschüttet ist. Hier erholen sich in Wahrheit die werden soll, blieb verschlossen, weil der Inhaber nicht anwesend Cook. Kinder, dort verlassen sie oft den Spielplay ohne jede Erholung; war und den Schlüffel mitgenommen hatte. Auf Drängen des Aberdeen haben doch die älteren Kinder auf die jüngeren aufzufaffen; spielenden Publikums entschloß sich endlich ein Angestellter Peters, Paris jeder Schatten fehlt und dicker Staub wirbelt überall auf, wo der gleichfalls auf Einlaß wartete, zur gewaltsamen Deffnung jich jemand bewegt. in and Wegen Verlängerung der Polizeiftunde bis 1 Uhr oder mindestens bis 12 Uhr war vor einiger Zeit vom Verein Berliner Gastwirthe und vom Verein Berliner Weißbierwirthe an den Minister des Innern eine Eingabe gerichtet worden. Der Minister hat diese Petition wie folgt beantwortet: Auf die Vorstellung vom 50. Januar d. J. eröffne ich dem Vorstande nach näherer Prüfung, unter dem Anheimgeben der weiteren Benachrichtigung des mitunterzeichneten Borstandes des Vereins der Berliner Weißbierwirthe, daß ich es ablehnen muß, den Herrn Polizeipräsidenten von Berlin zur Berlängerung der für Berlin auf 11 Uhr Abends festgesetzten Polizeistunde bis 1 oder mindestens 12 Uhr Nachts anzuweisen. Es bleibt also dabei, daß Lokale, in denen Prostituirte ihren Körper feilbieten, die ganze Nacht geöffnet sein dürfen, wogegen Gastwirthschaften, welche von anständigen Arbeitern befucht werden, punkt 11 Uhr schließen müssen. So wird Tugend, Sitte und Anstand gewahrt, so wird das Uebel der Prostitution in den nöthigen Schranken gehalten. 20 Swinemünde Barometerstand in mm, reduzirt auf b. Meeressp. On Windrichtung Windstärke 21121221( Stala 1-12) Better Temperatur 50600096co( nach Celsius 50 C. 4° R.)] 767 D ED heiter 8 766 GO wolfig 46 766 heiter 8 764 Still wolkenlos 764 wolfenlos 6 764 NNW wolfenlos 774 Still wolfig 777 GO wolfenlos 762 NO Dunst 768 . SSD 3 763 NO halb bedeckt wolfenlos 10 mit Hilfe eines Schloffers. Verschiedene Personen haben sich Witterung in Deutschland am 7. April, 8 Uhr Morgens. entfernt und wollen den Beschwerdeweg betreten. Obwohl das Barometer feit gestern ein wenig gefallen ist, Ein kleiner„ Italiano" wanderte weinend und schluchzend, den genommen. Nur an der Nordseeküste ist das Wetter noch ziemGroßes Wehklagen gabs gestern Abend in der Königstraße. hat doch auch in Nord- Deutschland die Bewölkung wieder ababgeschabten Sammettittel dicht zugeknöpft, nach feiner Wohnung Simmel wolkenlos. Die Winde wehen im Norden aus öftlicher, lich trübe, dagegen ist in ganz Süd- und Mittel- Deutschland der in Weißensee. Einige mitleidige Passanten hielten den Burschen an, um sich zu erfundigen, was ihm denn so schreckliches gu- im Süden aus südwestlicher Richtung, überall jedoch in sehr gegestoßen sei. Statt jeder Antwort knöpfte der Junge sein Jacket ringer Stärke. Die Temperatur, welche auch in Nord: Deutschauf und hier lag sein treuer Begleiter- ein fleiner Affe todt land wieder gestiegen ist, schwankt heute Morgen zwischen 5 Grad an seiner Brust. Das greisenhafte Gesichtchen war tief ein- Celsius zu Borkum und Chemnitz und 10 Gr. zu Mülhausen i. E. der Italiano von neuem, als er die kleine Leiche wieder erblickte. gefallen und schmerzvoll verzogen.„ Podretto, podretto," jammerte und Karlsruhe. Berliner Wetterbureau. anfammelten, derart, daß der Kleine reichliche Geldspenden einDas Jammern des Burschen rührte die Menschen, die sich schnell Wetter- Prognose für Sonntag, den 8. April 1894. heimste. Bu beruhigen war er aber dadurch nicht; er Inöpfte mäßigen östlichen Winden und hoher Tagestemperatur. Trockenes, vorwiegend heiteres, zeitweise woltiges Wetter mit ein Jacket wieder zu und trollte schluchzend weiter: Podretto, Berliner Wetterbureau. podretto!" dusting 切っ ちゃ 132 Gerichts- Beitung. Einen Selbstmordverfuch auf offener Straße hat die Ein Jahr harter Arbeit liegt hinter der Terrain- Gefell Morgen um 9 Uhr unternommen. Das auf dem rechten Auge Berufes führte heute den Maurerpolier Albert Röse aus Berlin 28 Jahre alte unverehelichte Helene Reißenbaum am Sonnabend Eine überaus grobe Fahrlässigkeit in Ausübung des schaft Groß- Lichterfelde. In ihrer letzten Generalversammlung blinde Mädchen wohnt bei einer Schwester in der Elsasserstr. 21 beschloß dieselbe, eine Dividende von 23 pet. zu vertheilen; und lebte mit dieser in keinem guten Einvernehmen. Nachdem vor das Forum der ersten Straffammer am Landgericht II. Der damit aber das gleiche Resultat auch im nächsten Jahre erreicht der Bedauernswerthen angeblich wiederum der Vorwurf gemacht Angeklagte hatte einen Neubau in Schöneberg zu leiten und werde, beschloß man, dem Aufsichtsrath noch ein sechstes Wit worden war, daß fie infolge des fehlenden Augenlichtes nicht warf am 28. September v. J. aus der Höhe von zwei Stockglied hinzuzufügen. Die paar lumpigen tausend Mart Tantième, ausreichend für ihren Unterhalt zu sorgen im stande sei, verließ merten einen Spaten herab. Er rief zwar die unten befindlichen bie babei mehr verausgabt werden, werden durch die ideelle" fie die Wohnung, nahm auf der Straße eine anscheinend giftige gesehene Wendung und schlug mit der Schneide auf den Kopf Arbeit, welche das neue Mitglied zu leisten hat, reichlich ein- Flüssigkeit aus einem Fläschchen zu sich und brach alsbald zu des Maurers Ferdinand Maaß. Diesem wurde die Schädeldecke Arbeiter an, doch nahm der Spaten im Fallen eine unvorherzusammen. Der Schuhmann Pflichtenhöfer vom 7. Polizei- Rerier Einen neuen Gewerbe- Juspektor hat Berlin bekommen. nahm sich ihrer an und brachte sie nach der Charitee. Auch hier zersplittert, die Splitter drangen in das Gehirn, konnten zwar An ftelle des in den Ruhestand versetten Herrn von Stülpnagelb sie den Wunsch fund, sterben zu wollen. Den Inhalt des durch eine schwierige Operation wieder entfernt werden, doch ist ist der bisherige Regierungs- und Gewerberath in Magdeburg, Fläschchens scheint Rokaïn gebildet zu haben. die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß sich noch ein Splitter Dr. Sprenger getreten. Wir wollen hoffen, daß es dem neuen im Gehirn des Verletzten befindet, so daß die Folgen des Unglücks noch gar nicht abzusehen sind. Der Gerichtshof erkannte Beamten in feinem verantwortungsvollen Beruf gelingen wird, auf 150 M. Geldstrafe oder 30 Tage Gefängniß. sich auch das Vertrauen der Arbeiterschaft Berlins zu erwerben. gebracht. adds: Bon einer Berzweiflungdthai auza Von einer Verzweiflungsthat zur andern fab sich am Freitag der Wiener Kellner Karl Kroppedt getrieben. Er war feit acht Monaten stellungslos und wegen Obdachlosigkeit von dem gleichfalls aus Wien stammenden Kellner Helfert am Mit Genosse Keßler hatte bekanntlich in dem von ihm redigirten Säbelhiebe statt Geld haben am Mittwoch Nachmittag woch Abend in die eigene Schlafstelle, Stallschreiberstr. 43a ait Besten gegeben, in der der Bürgermeister Sing in Oderberg wegen Voltsblatt" eine Geschichte von den letzten Landtagswahlen zum zwei Arbeiter erhalten, welche bis dahin bei dem Klempnermeister genommen werden. Den Wirthsleuten gefiel aber der unbekannte eines Malheurs, das ihm in einem Eisenbahnzuge mit der NothPatschalke, Lichtenberg, Dorfstr. 2a, befchäftigt waren. Der Besuch nicht, und Kroppet wurde gestern Morgen bedeutet, daß leine passirt war, angeulft wurde. Reßler wurde für dies VerMeister konnte sich nicht dazu verstehen, den beiden von ihm er sich ein anderes Unterkommen suchen möge. Die hierdurch brechen, wie noch erinnerlich sein dürfte, vom Schöffengericht zu plöglich entlassenen Leuten ihre Krankenkassen Bücher und entstandene Rathlosigkeit scheint in Kroppet den Plan zur Ver- 50 M. Geldstrafe verurtheilt. Diese Strafe war dem Staats- hier werbrechen, Buittungstarten, sowie das verdiente Geld auszuliefern und es übung einer Strafthat zur Reife gebracht zu haben. Er war im anwalt zu gering erschienen und die VI. Straffammer des LandPolizei gegenüber dem Unternehmer zu beanspruchen. Die Hilfe hatte. Diese Summe erhöhte er auf 120 M. und begab sich mit den Fall zu entscheiden hatte, fand ebenfalls, daß der angegriffene der Berufungsinstanz der Polizei gestaltete sich folgendermaßen: Der Sicherheitsbeamte dem gefälschten Buche nach der städtischen Sparkasse. Dort wurde gute Ruf des Bürgermeisters härter gefühnt werden müsse. Keßler's Hoffmann, der ihnen vom Revier mitgegeben wurde, ging mit die vorgenommene Veränderung sofort erkannt. Krappet wurde Strafe wurde auf 200 M. erhöht. den beiden Arbeitern zu dem Meister zurück und dieser so lange festgehalten, bis das 1. Polizeirevier benachrichtigt verſland sich dann auch endlich dazu, wenigstens mit der worden war und zu seiner Festnahme schreiten konnte. Nun beschäftigten am Freitag die erste Straftammer hiesigen LandDer Bundesstaat Lippe- Detmold und seine Justizpflege Quittungskarte und dem Krankenkassenbuch herauszurücken. suchte sich Strappet der ihm drohenden Strafe dadurch zu entden verdienten Lohn wollte Patschalte jedoch nicht zahlen; viel- ziehen, daß er auf der Polizeiwache Zyantalium zu sich nahm. gerichts 1 in einer mehrstündigen Sizung. Der Rechtsanwalt mehr forderte er den Polizisten auf, die Arbeiter von seinem Hofe Ein sofort hinzugezogener Arzt pumpte indeß den Magen aus D. Asemiffen zu Detmold führt seit Jahren einen heftigen herunter zu bringen. Als diese auch der Aufforderung des Poli- und stellte den Kranten gleich soweit wieder her, daß er nach Kampf um eine Revision der lippefchen Justizpflege, und hat zisten mit dem Hinweis begegneten, daß sie ihr Geld zu verlangen einem Krankenhause gebracht werden konnte. Hier wurde das in diesem Kampfe schon zahlreiche Berurtheilungen wegen Behätten, zog der Mann vom Leder und brachte beiden Arbeitern Auspumpen des Magens fortgesetzt, und nachdem ein ganzer leidigung, die bis zu drei Monaten Gefängniß hinaufgehen, erhebliche Verwundungen bei. Das dem einen der Arbeiter von Eimer voll Wasser zu dem Ausspülen benutzt worden war, konnte und zahlreiche Disziplinarftrafen erlitten. Er setzt jedoch dem Arzte Dr. med. H. Brockmann ausgestellte Attest lautet: die Lebensgefahr für beseitigt angesehen werden. Krappet ist schon heut diesen Kampf nicht nur als Landtagsabgeordneter, sondern Der Arbeiter Hubert Strube in Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 5, Morgen soweit hergestellt, daß seine Entlassung aus dem Kranken- auch in Beitungsartikeln fort und hat u. a. die Zustände, Hoi p., hat folgende Berlegungen: 1. auf der rechten Schulter hause und die Ueberführung nach dem Untersuchungsgefängniß die in der lippeschen Justizpflege herrschen, in eine große, schwarzblaue Kontusion. 2. Auf der linken Schulter unmittelbar bevorsteht. Krappet ist 85 Jahre alt. am 21. Februar 1898 in Berliner Tagebl." veröffentlichten und Arm mehrere blaugrüne Kontufionen. 3. Rechter Vorderarm Artikel besprochen. In diesem Artikel sowohl als auch in hat eine ca. 2 Zentimeter lange, oberflächliche und in Ver- Werthpapiere für Zwölftausendfünfhundert Mark sind zwei Eingaben des Rechtsanwalte Afemiffen an das Reichsnarbung begriffene Wunde. Die Verlegungen sollen mittels am Freitag Mittag im Reichsbank- Gebäude im Komtoir für Justizamt und den Bundesrath erblickt der frühere PolizeiSäbelhiebe beigebracht sein. Der Befund bestätigt diese Angabe. Werthpapiere abhanden gekommen. Der fönigliche Obersteiger D. präsident von Potsdam, jetzige fürstlich lippe'sche Rabinetsministe Der p. Hubert ist infolge der schmerzhaften Kontufionen an den begab sich um 11 Uhr mit seinem Neffen, deffen Mutter und v. Wolfgramm Beleidigungen und hat den Erafantrag in wohl Schultern in feiner Arbeitsfähigkeit vorläufig sehr behindert. dem Bankier G. Gumpert von der Firma Friedländer und gegen den Rechtsanwalt Asemissen, als auch gegen den Bredakteur Gumpert nach dem im Reichsbank- Gebäude zu ebener Erde Harich vom Berl. Tagebl." gestellt. Beide hatten sich deshalb Die bedanernewerthesten Opfer der Bahnsteigsperre rechter Hand belegenen Komtoir für Werthpapiere, um dort eine gestern vor der genannten Straffammer verantworten. find die Beamten, welche mit der Kontrolle des Publikums be größere Summe, den Ertrag aus dem Verkauf eines Gutes, zu Rabinetsininister v Wolfgramm, Landgerichtspräsident Hunnäus traut find. Da sich auf dem Anhalter Bahnhofe die Durchlässe deponiren. Die Werthpapiere befanden sich nach Gattungen und Konsistorial- Präsident Steneberg aus Detmold waren als für das Publikum faft unmittelbar an den großen Thüren be- geordnet in Rouverts der genannten Bankfirma. D. trug vier Zeugen erschienen. Der Angeklagte Harich wurde zu 800 m. finden, die von den Treppenabfäßen auf die Bahnsteige führen, dieser Kouverts in einem Zeitungsbogen eingeschlagen. Vier Geldstrafe und der Angeklagte Asemiffen au 600 M. Geldstrafe so herrscht an den Standorten der Schaffner und besonders an weitere Kouverts hatte der Neffe bei sich. Die vier Personen be- verurtheilt. dem Zugang, der auf den dritten Bahnsteig für den Lokalverkehr gaben sich zunächst nach der Prüfungsstelle des Komtoirs zur Abführt, eine jast unerträgliche Zugluft. Die Beamten, die etwa gabe der Deklarationen. Da dieselben noch nicht unterschrieben zehn Stunden hinter einander dem schneidenden Zugwind aus- waren, wurde vor Empfangnahme der Werthpapiere um Nachgesezt sind, müssen nothgedrungen über furz oder lang von leistung der Unterschrift gebeten. Bei dieser Gelegenheit ließ D. Reißen, Augen- oder Ohrenleiden befallen werden. Kleine Holz- die 4 vor ihm liegenden Kouverts furze Zeit außer Acht und als buden, wie man sie auf den Stadtbahnhöfen findet, und deren er sich den Kouverts wieder zuwandte, war eins derselben, in an. Herstellung nur geringe Kosten verursacht, würden den Schaffnern dem sich 12 500 M. 3/2 pro3. Reichsanleihe befunden hatten, Sen aus Gesundheitsrücksichten nothwendigen Schuh gewähren, spurlos verschwunden. D. kann sich nur entsinnen, daß neben Kind aber es scheint ja, als ob bazu in der sparsamen Eisenbahnver ihm zwei Danten gestanden, die später im Romptoir nicht mehr waltung bisher noch kein Geld übrig war. angetroffen wurden. Sowohl der auf der anderen Seite neben I dem geliefert ist. blieb ihnen schließlich nichts anderes übrig, als die Hilfe der Besiße eines Sparkassenbuches, auf das er zehn Mart eingezahlt gerichts I, welche am Sonnabendbenfalls, daß der angegriffene 21 einem Briefkaffen der Redaktion. F. M. 35. 1. Fragen Sie in Bunzlau nach. 2. Ja. Reinickendorf Nr. 4. 1. Ja. 2. Es tommt auf den Ertrag 3. Ja. 1..3% Nr. 12. Nein. Sie können unter Zahlung des Restes das verlangen. C. H. 654. In zwei Jahren vom Ablauf des Jahres, in Boziale Ueberlicht. 5 in der Schloßbrauerei zu Schöneberg. Vergnügungsverein Morgenstern. Generalversammlung Abends| können die Seeleute eines Landes nur schwer sich zur Aufbesserung e Uhr bei Krone, Wörtherstr. 11. Wahl neuer Borstandsmitglieder. Gäfte ihrer Lage verbinden. Und doch ist der Beruf von einem haben keinen Zutritt. An die Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Im Rafino, Solzmartistr. 72, nachher Fidelitas. Vergnügungsverein Fraternitas.& Uhr Gigung im Königstadt romantischem Schimmer umkleidet, der allerhand Seeromanen entstammt und alljährlich Tausende junger unerfahrener Menschen gegend! Nachdem dreiviertel unserer Kollegen den verflossenen Vergnügungsverein Heitere Gesellschaft. Sonntag, den 8. April, Winter hindurch bis 13 Wochen und noch darüber hinaus Uhr, Gigung, Fidelitas, bei Pallacz, Raupachsir. 6. Mitglieder püntlich in ein Gewerbe hineinlockt, das durch die Habgier ausbeutender arbeitslos waren, gewinnt es den Anschein, als sollte sich die Arbeiter- Bildungsverein für Schöneberg und Umgegend. Ber- Rapitalisten dem jungen Seemann eine Hölle auf dem Meere" Arbeitsgelegenheit, wenn auch leider nur auf furze Zeit, etwas fammlung jeden Montag nach dem 1. und 15. des Monats, Abends 8 Uhr, befcheert. In dem vorliegenden Heftchen ist der Versuch gemacht worden, mehren; aber wie sieht es nun aus mit dem uns winkenden Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe( E.. 71), endlich einmal auf grund aftenmäßig festgestellter Thatsachen ein Verdienst, wie steht es mit der Innehaltung unseres Lohntarifs? Bureau: Holzmarttfir. 67. Borstandssigung am Montag, den 9. April, wahrheitsgetreues Bild vom Seemannsleben zur Warnung für Ueberall wohin wir blicken, kommt man uns von seiten der Abends 8 Uhr, im Restaurant P. Bodenburg, Kommandantenstr. 10-11. Deutsche Friedens- Gesellschaft. Deffentliche Versammlung am Montag, die aus dem Binnenland, zur Mahnung für die von der WaterUnternehmer mit immer größeren Lohnabzügen entgegen. Erst den 9. April, Abends 8 Uhr, im Bürgerfaale des Berlinischen Rathhaufes fant" zu entwerfen. Eltern, deren halbwüchsige Jungen anfangen, wirft man uns monatelang auf das Straßenpflaster, erhalten hterfelbft, Gingang Königstraße, zu welcher auch wäften ohne Einladungstarten wir dann vorübergehend etwas Arbeitsgelegenheit, dann bieten der Zutritt offen fiebt. Tagesordnung: 1. Einleitung, gedichtet und gesprochen von der See zu schwärmen, können nichts Besseres thun, als diese von Herrn Richard Schmidt- Cabanis. 2. Bortrag des Geh. Reg.- Raths Herrn Broschüre ihren Sprößlingen zu lesen zu geben. Dann erfährt fie uns noch Hungerlöhne. Kann dabei der Familienvater die Brof. Dr. W. Förster. 3. Bortrag des Landtags- Abgeordneten Herrn Ober- der Junge doch, was seiner wartet auf dem hochausrauschenden mehrere Monat schuldige Wohnungsmiethe oder die restirenden lehrer W. Wetetamp( Breslau). Steuern bezahlen? Kann er von dem nach dem Leihhaus Ge- und Schneiderinnen am Montag, den 9. April, Abends 8% Uhr, im Lokal Große öffentliche Versammlung der Herren- Konfektionsschneider Meere". In welcher Weise die heder( Schiffseigner) ihre Fürwanderten irgend etwas einlösen? Reicht nicht dieser großartige Altes Schüßenhaus, Linienfir. 6, 1 Tr. Tagesordnung: 1. Fortseßung über Jorge für die Mannschaft bethätigen, das wird kaum besser be= Verdienst kaum hin, die augenblicklich geringsten Bedürfnisse Die Lage in der Herren Konfettionsbranche und wie schädigen uns beleuchtet, als durch den folgenden Paragraphen in der Instruktion Handelsgeschäfte? 2. Wahl eines Vertrauensmannes. 3. Der 1. Mat. der großen Bremer Dampfer- Gesellschaft Norddeutscher Lloyd": Arbeiter- Bildungsschule. Montag Abends 8%-10% Uhr: Nord= Die Mannschaft hat er( der Arzt) unentgeltlich zu beSchule, Müllerstr. 179a und Südost- Schule, Waldemarstr. 14: National otonomie. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damon handeln... und namentlich darauf zu sehen, daß nicht Leute von der Mannschaft, Krankheit vorschützend, sich aus Trägheit Herren, jeder Zeit aufgenommen ihrem Dienste entziehen. decken zu können. Kollegen! Was thun wir dem gegenüber? Ein fleiner Theil der Kollegen müht sich seit Jahren ununterbrochen in Verfammlungen und Vereinen ab, die Masse der fernstehenden Kollegen, welche theilnahmlos und stumpfsinnig diesen Bestrebungen zusieht, zur Organisation heranzuziehen. Trotzdem sich die opferwilligen Kollegen abmühen, den Tarif hochzuhalten, bringen es dennoch die Indifferenten, die Auchkollegen", fertig, den fulturfeindlichen Bestrebungen obengenannter Innungshelden Vorschub zu leisten. Diese lassen sich über die Köpfe der übergroßen Majorität der denkenden Kollegen hinweg als sogenannten Innungsgefellen- Ausschuß ernennen, wo sie erfahrungsgemäß doch nur eine ganz flägliche Rolle spielen. Darum auf, Kollegen! Wie die Verhältnisse jetzt liegen, fann und darf es nicht weiter gehen. Darum erscheint Mann für Mann in der öffentlichen Versammlung aller Töpfer, die Mittel und Wege finden wird, um wieder annähernd menschen würdige Zustände in unserem Gewerbe zu erringen. Die Verfammlung tagt am Dienstag, den 10. April, bei Joel, Andreasftrafe 21. Der Vertrauensmann. Gustav Melzer, Friedrichsfelderstr. 26. Außer den Tischlern und Metallarbeitern Wiens wollen nun auch die Bauarbeiter in den Streif eintreten, falls die verlangte Arbeitsverkürzung nicht bewilligt wird. Der Streik bei Polster u Fichtner in Hof dauert sort. Alle Vermittlungsversuche sind bis jetzt resultatlos verlaufen und zwar durch die Hartnäckigkeit der Firmeninhaber. Da die Ausgesperrten nicht Lust haben, noch länger zu warten, sind die Ledigen abgereift und haben meistens schon anderwärts Arbeit gefunden. Auch die Zurückgebliebenen hoffen in den nächsten Tagen Arbeit zu finden, womit der Streit allerdings sein Ende gefunden hätte. Die Werkstätte der Firma bleibt jedoch gesperrt und dürfte es den Herren sehr schwer fallen, wieder passende Arbeiter zu erhalten. Versammlungen. Arbriter Sängerbund Berlins und Umgegend. Generalvei famm: Tung am Sonntag, den 8. April, Boimittags 10 br, im Eaale der Brauerei Friedrichshain. Tagesordnung: Resultat der Urabiimmung. Anträge zur Etatutenänderung. Alle Bundesmitglieder sind verpflichtet, zu erscheinen. Freireligiöse Gemeinde. Conntag, den 8. April, Vormittags 10% Uhr, Rosenthalerstr. 38, Bortrag über Religiöse Bergewaltigung". Nachmittags 6 Uhr: 49. Etiftungsfeit in den Concordia- Festsälen, Andreasitr. 64.- Am 10. April, Abends 8 Uhr, Rofenthalerstr. 38: Beschließende Bersammlung. Wahl des Worstandes und der übrigen Beamten. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und morgend. Bersammlung am Sonntag, den 8. April, Vormittags 10 Uhr, bet Ehrenberg, Annenstr. 16. Bortrag des Genossen Hoffmann. 11 Bei allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, im Laufe des Semesters, eintreten. Montag, Abends 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Deutsch. Oft Schule, Marfusstr. 31, Unterricht in Gefeßestunde. glieber. 1 " " Dies, namentlich" spricht eine so eindringliche Sprache, daß sie genügen sollte, auch den romantischsten Jüngling zu ernüchtern. Doch wird ihm auch sehr dienlich sein, die Disziplinar gewalt der keineswegs sehr rücksichtsvollen Schiffsführer tennen zu lernen. Er kann aus dem Büchlein auch erfahren, weshalb fich freuen können, die Affekuranzprämien einzuheimfen", wie die Rheder schwimmende Särge ausschicken! Damit sie nachher der nie zu vergeffende Rheder Schiff in Elsfleth sich so schön ausdrückte, dem nur der eine Tropfen Wermuth in seinen Freudenkelch fiel, daß die Mannschaft leider" gerettet wurde, und er sie also auf seine Kosten aus Australien heimbefördern mußte. Auch das Treiben der Stellenvermittler, der Heuerbaase, Landhaie genannt von den ausgeplünderten Seeleuten, ist der aufmerkſamſten Beachtung werth. Weniger eingehend und unseres Erachtens etwas unzureichend behandelt das Schriftchen die Frage der gewerkschaftlichen Organisation der deutschen Seeleute, die ein so dringendes Erforderniß wie nur die Organisation irgend eines anderen Berufes ist. Ein Hinweis auf die Erfahrungen seemännischer Organisationen in England und Australien wäre da sehr lehrreich gewefen. Doch hoffen wir auch so, daß der Appell nicht unbeachtet verhallen und die Seeleute unserer Handelsmarine zum Zusammenschluß und zum Eintritt in den Emanzipationskampf des Proletariats veranlassen wird. gl. Unterricht in Gesegestunde. Südost- Schule, Reichenbergerstraße 133: Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Mar Kapfer, jeden Sonntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimftr. 16.eim er, jeden Montag, Abends 9 Uhr, bet Nudolph Bahr, Gerichtstr. 19. Menderungen im Vereinskalender sind zu richten an Fr.Kortum, Manteuffel: Arbeiter Sängerbund Berline und Umgegend. Sonntag. Alle ftraße 49, vorn 11. Abents 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mit" Dirigentenchor", Stadtbahnstation zur Börse, Restaurant Herkules. Frohsinni, Rummelsburg, Berlinerstr. 82 bei Friesecke Nachm. 1-3 Uhr.- Montag. Norddeutsche Schleife, Melchiorstr. 15. bet Etchmann. Liedertafel der Maler u. verw. Berufsgenossen, Tonblüthe, Görligerstr. 50 bei Siewert Annenstr. 16 bei Ehrenberg. Blüthe, Pallifadenstr. 9 bet Lieze. Sängerhatn, Reichen bergerstraße 16 bei Hoffmann.-iebesfreiheit II, Strausberg, im Restaurant Krüger. Myrthenblätter, Belforterstr. 16, bei Schneider. Befangverein ieder zweig, Waidmannsluft Berlinerftr. bei Berbe. 8ur Fichte". Frisch auf in Echönwalde t. d. Mark bei Schulz. Frisch zur Freiheit, Simeonftr. 23 bei Flid. Metallarbeiter Often" Stoppenstr. 29 bei Keller.- Bieber'fer Männerchor, Glisabeth KirchStraße 14 bei R. Sirthe. Mohr'sches Doppel Quartett, Büschingftraße 7 bet Jakob. Glodenrein( gem. Chor) Kastanien- Allee 95/96. Bruderherz, Krautftr. 6, bet Rudolf. Rosalia, Lebuferstr. 5, bet . Nemis. Soffnung 2, Wilmersdorf, Brandenburgischefstraße bet Gräg. Glodenrein( gem. Chor), Trescowstr. 65 bet knapp. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend ( Alle Zuſchriften, den und der geselligen Arbeitervereine betreffend, find au richten an P. Gent, Adalbertstr. 95. Sonntag: Theaterverein Thalia bet Echröder, in Etralau, Nachmittags 34 hr. Theatergesellschaft alle 14 Tage, Adalbertstraße 8 bet Sauermann. Romelia" Bergnügungsflub Ostend, Krautstr. 6 bei Rudolf von 5-6 Uhr. fliger ecin der Feilenhauer, Gartenfir. 16, bei Meißner, jeden Sonntag v. d. 1. b. Mis. Bergnügungsperetu belgoland 2, Langeftr. 9 bet Kycz wsly, alle 14 Tage, 4-6 Uhr Nachm. Bergnügungsverein Seer ofe, Güner weg 25 in Hahn's Bierhaus. Vergnügungsverein Glück stern 1, in den Geimania- efisälen, Chauffeefit. 103, 5-6 Uhr Nachm. Montag: feifentlub Felfenfe ft bet chubordt, Königsbergerstr. 24. Humo„ Aufruhr Prozesse" nud kein Ende Jm Hof begann riftischer Verein Bipifar bei ströfche, Fichtejiraße 29. Theaterverein am 5. April die Verhandlung gegen sechs diesmal der freiMora, Märkischer Hof, Admiralfir. 18c, Abends o Uhr. Vergnügungs verein elfenfef", Rirdorf, Hermannstraße 167 bet Fülleborn, 8% nhr. sinnigen Partei Angehörige. Sie waren bei der letzten ReichsKartenflub u stige Brüder", Krautstr. 48 bei Rattle, Abends s uhr. tagswahl von einem Schuhmann in Wundsiedel gemißGefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theater- und handelt worden und hatten sich das nicht ruhig gefallen laffen Bergnügungsverein Harletin, heute Nachmittag 5 Uhr Beughofftr 8. wollen. Waren sie der frevelhaften Ansicht gewesen, daß sie als Theaterverein Concordia Benghofftraße 8 bei Koch. Theaterverein thello jeden Sonntag 4 Uhr bet Foge, Röpenickerfix. 191. Nachher: deutsche Reichsbürger nicht zugleich willige Versuchsobjekte zu sein hätten für die Plempe und sich zu vertheidigen gewagt? Krebs, Chingaffe 2. Nach der Sigurg Fidelitas. Theaterverein" Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag 5 Ubr, bet Nun wohl, so wird ihnen durch den Prozeß klar gemacht werden, Drantenftr. 121. Von 4 Uhr an. Tambour- und Vergnügungsverein Gut seit, alle 14 Tage bei Seyffert daß im deutschen Vaterlande die Polizei nicht für die Bürger. sondern, daß die Bürger für die Polizei da sind. 37 Zeugen find Vergnügungsverein Nord", Sigung Sonntag Abend 5% Uhr. zu diesem Prozeß geladen. Bergnügungsverein Nord, Nachmittags& Uhr Fennstr. 6 bei Krüger. Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Bersammlung LinienBlumenstraße 20 bei Bernice. Machher: Fibelitas. Vergnügungsverein Deutfche Ginigteit, Nachm. 4-6 Uhr, Bergnügungsverein itania, Nachm 5-6 Uhr, bei Tempel, Langeftr. 65. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 Uhr bei Keller. Theater Verein Suftige Seelen, Conntag Uhr bet Stehmann Melchiorstr. 15. Fidelitas. fitaße 150. Sterbebaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Akt.- Gef. Seute Zahltag Aderstr. 128 bet Stümte. Große öffentliche Nersammlung fämmtlicher Schlächtermeister und Gefellen Berlins und Umgegend ani Sonntag, den 8. April, Nachmittags 6 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20( im großen Saal). Tages- igung, Tanz, Fidelitas. ordnung: 1. Wie ist dem Berkauf von ausgefochtent, perlfüchtigem und finnigem Fleisch auf dem Zentral- Bichhof entgegenzutreten? 2. Wie denken die Schlächtermeister Berlins und Umgegend über die Gründung eines unentgeltlichen Arbeitsnachweises? Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Borstands: figung Sonntag, den 8. April, Bormittags 10 Uhr, im Restaurant des Lands: manns Claus Marquardsen, Blumenthalfr. 8. Privat- Theatergesellschaft Geselligkeit. Abends e Uhr Sigung nebst Fidelitas im Restaurant Admirals- Garten, Admiralftr. 38. Herren und Damen als Gäste willtoinmen.. Vergnügungsverein Normannia. Sigun Uhr in Sanff's Festfälen, Vergnügungsverein Italia, im„ Roland", Elsasserfir. 26, 1 Tr. Bet gutem Wetter alle 14 Tage Fidelitas. Bei schlechtem Wetter jeden Sonntag Vergnügungsverein Belle- Alliance. Conntag 5 Uhr im Deutschen Sof, Sucauerstr. 15( Gartenfaal), Hauptfigung, Abrechnung, Neuwahl des Borstandes, Fidelitas. Röpenickerstr. 62. Madh) der Sibung Fidelitas. 6 Uhr. Ge= Bergnügungsverein& u ft ig, Sonntag, Staligerstr. 54( S. Sente), 5% Uhr: Bergnügungsverein Gemüthlichteit, Gizung jeden Sonntag Nach mittag 5 Uhr im Restaurant Schrödter, Urbanstr. 37. Literarisches. Des Seemanns Leben und Leiden. Berlin 1894. Berlag des Vorwärts". Preis 40 Pfg. Vermischtes: Depeschen. ( Deveichen des Bureau Herold.) Wien, 7. April. Wegen des theilweisen Streits der Bildhauergehilfen haben die Meister beschlossen, alle Gehilfen zu entlassen und die Arbeit erst dann wieder aufzunehmen, wenn Letztere unter den bisherigen Bedingungen um Beschäftigung nachsuchen und die neunstündige Arbeitszeit afzeptiren. New- York, 7. April. Infolge der Erklärung der Bergwerksgesellschaften in Pennsylvanien, von den Ausständigen nur die englisch sprechenden Arbeiter wieder anstellen zu wollen, sind die ungarischen und italienischen Arbeiter gegen die deutschen und englischen äußerst aufgebracht. Sie beschuldigen dieselben, den Ausstand angezettelt zu haben. ( Wolff's Telegraphen Bureau.) Eigenartig und abgesondert von allen anderen Erwerbszeigen, mit denen der Proletarier sein färgliches Brot sich er wirbt, ist der seemännische Beruf. Gefahrbringender als andere London, 7. April. Dem Reuterschen Bureau wird aus ist er; nur der Bergbau wird in gleicher Weise durch den Ausbruch der ungebändigten Naturkräfte bedroht. Harte Arbeit, New York gemeldet: Die Streifenden im Rohlenbezirk von grobe eintönige Nahrung warten des Seemanns. Umhergetrieben Pennsylvanien haben eine große Menge Dynamit gestohlen. in allen Welttheilen, bald auf diesem Echiffe, bald auf jenem, Man befürchtet neue Unruhen; es herrscht lebhafte Erregung. Meinen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß während meiner Diermonatlichen Erholungsreise meine Buchdruckerei ununterbrochen weiter fortgeführt wird. Achtung! 5888L* M. Schrinner, Buddruckerei, Brunnenstraße 164. Achtung! Montag, den 9. April, Abends 8½ Uhr, bei Hensel, Juvalidenstraße 1, Ecke Brunnenstraße: Versammlung des Schneider- u. Schneiderinnen- Verbandes u. verw. Berufsg. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Heymann über: Kirche und Schule". 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zum Industrieverband. 4. Verschiedenes. Der überaus wichtigen Tages- Ordnung wegen ist es Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen, recht zahlreich in dieser Bersammlung zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. 483/7 Lassalle- Grav- Nadeln für Wiederverk. Muster frco. g. Einf. v. 20 Pi. 3 verfch. 40 Pf. Bestellungen erb. rechtzeitig! H. Guttmann, Stempelfabrik zc., Berlin N., Brunnenstraße 9. Empfehle mein Cigarren-, Cigaretten- W. Lindemann, und Tabak- Geschäft [* Heimschmerzlos eingesetzt, festsigend. Reparaturen sofort. Weniger Künstl. Zähnt Bemittelte Grmäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt 18. Halbe Preise! Herren- Anzüge in Jacker und Rock- Façon, elegant und schneidig( darunter die feinsten Kammgarn- Gesellschafts- Anzüge) jest im Gelegenheits- Ausverkauf nur 8, 10, 12, 15, 18, 21, 24, 27, 30 W. 10.000 entzückende Frühjahrs- Paletats( Werth da Dreifache), jetzt nur 8, 10, 12, 15, 18, 20, 21 Mk. hochfein. 8000 Hosen und Wefter, einzelne Jackets und Röcke spottbillig. 6000 Knabenund Burschen- Anzüge jeg halb umsonst. E Kleider- Pascha 32 Rosenthaler- Straße 32 Ecke der Sophiemstraße, Eckladen. Sonntags von 7-10 und 12-2. 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Druck und Berlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 81. Zur Lage in Holland. Von unserem holländischen Korrespondenten wird uns ge schrieben: Es ist eine wichtige politische Krisis, in der das Königreich der Niederlande sich während der letzten Wochen befindet; wichtig, weil sich dabei herausstellt, wie die Demokratie auch hier unaufhaltfam fiegreich vorwärts schreitet; wichtig, weil sie den Eintritt der demokratischen Elemente in das Parlament voraus sagt, und also den Uebergang zu einer neuen politischen Aera bildet; wichtig auch, weil sie die so lange herbeigewünschte bessere Parteigruppirung ankündigt. Wir haben schon in einer kleinen Notiz Nr. 72 des ,, Vorwärts". mitgetheilt, wie die Parteien fich in konservative und fortschrittliche Gruppen zersplittern. Es ist nunmehr deutlich geworden, daß dieser konsequent fortschreitende Prozeß, die gänzliche Auflösung der bisherigen Parteiverhältnisse, eine völlig in den Rahmen der Zeit passende Tendenz hat, indem er den Klassenkampf, der bis jetzt nur auf dem Boden der ökonomischen Verhältnisse stattfand, jetzt auch und zwar schärferim Parlament zum Ausdruck bringen wird. Sonntag, den 8. April 1894. 11. Jahrg. Van Kol, Troelstra, Vliegen u. a. haben die Erb-| Holzarbeiter aufzufordern, mehr als bisher für den Streitfonds schaft angetreten und versuchen zu retten, was zu retten ist. Die zu sammeln. erste Nummer des sozialistischen Organs für die politische Aktion, das unterm Namen„ De Sociaal- Democraat" von Van Kol Die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschherausgegeben wird aber leider nur jede 14 Tage erscheint lands hat, um über die Vorgänge in den einzelnen Gewerkschaftsist erschienen und macht einen sehr guten Eindruck. organisationen besser unterrichtet zu sein und gleichzeitig eine größere Fühlung mit den Organisationen zu erhalten, als fie bisher vorhanden gewesen, beschlossen, sich auf allen Generalauch auf allen für die einzelnen Berufe einberufenen Kongressen, versammlungen, welche die Gewerkschafts- Verbände abhalten, wie durch eines ihrer Mitglieder vertreten zu lassen. Hoffen wir, daß es unseren Genossen gelingen wird, baldigft das verlorene Zerrain zurückzugewinnen und das unterdrückte holländische Proletariat in die Reihen der international tämpfen den Brüder einzuführen. Soziale Ueberlicht. Aufruf an die Hausdiener Berlins! Kollegen! Indem wir Euch auf unsere heutige Annonce aufmerksam machen, richten wir die ernste Ermahnung an Euch, schließt Euch dem Verbande der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen an. Auf die Schädlichkeit des denaturirten Spiritus auf die Gesundheit der Arbeiter hatte der Genosse 3ubeil im Reichstage hingewiesen. Dieser Hinweis scheint nicht so ganz wirkungslos geblieben zu sein, denn das kaiserliche Gesundheitsamt hat schon am 21. Februar an Berliner Aerzte folgendes Birkular erlassen: In der Sigung des Reichstages am 6. d. Mts. machte der Abgeordnete Zubeil auf die Gesundheitsschädigungen aufmerksam, welche der denaturirte Spiritus auf die Arbeiter bei seiner Vers wendung ausübt, insbesondere soll derselbe zu Hautausschlägen im Geficht und auf den Händen, sowie zu Verdauungsstörungen führen, ferner das Sehvermögen benachtheiligen. Im Hinblick Die wirthschaftlichen Verhältnisse drängen die gelernten ArFür oder gegen Tak, dessen Wahlgeseh zwar kein Jdeal beiter immer mehr dazu, in unserem Berufe Stellung zu suchen. ist, aber doch alles enthält, was augenblicklich für die Arbeiter- Die fortgesetzte Beschäftigung von Soldaten, Beamten und klasse erreicht werden kann, ist die Losung, die die kämpfenden Feuerwehrleuten im Handelsgewerbe in Stelle der HausParteien um sich vereinigt. Die Liberalen, welche einsehen, diener und Packer, die geradezu ungeheuerliche Inter- hierauf ist es mir erwünscht, Näheres über die obwaltenden daß es nicht gut ist, gegen den Strom zu schwimmen, mausern effenlosigkeit und Dünkelhaftigkeit eines Theils unserer Verhältnisse zu erfahren. Mit besonderem Dante würde ich es sich jetzt mit beispiellofer Eleganz. Der einflußreichste Amster- Kollegen und die wieder in beispiellofer Weise vorhandene Unter- daher erkennen, wenn Eure Wohlgeboren den beigefügten FrageDamer liberale Wahlverein hat den jetzt sehr populär geworden en würfigkeit, Kriecherei gegenüber dem Arbeitgeber, das alles läßt bogen gefälligst ausfüllen und baldmöglichst an mich zurückgeMinister Tak van Poortoliet als seinen Kandidaten auf- uns den Kampf, den der Verband im Interesse der Kollegenschaft langen lassen wollten. gestellt, ein Manöver, das dazu dienen soll, dem Liberalismus aufgenommen hat, als einen schweren erscheinen. Wir verlangen Der Direktor des Kaiserl. Gesundheitsamtes. seine längst durch Volksverhöhnung und Wortbruch eingebüßte daher, daß nun endlich die Haus- und Geschäftsdiener, die RollKöhler. Popularität wiederzugewinnen. futscher und Speditionsarbeiter, überhaupt alle, die als Hilfsarbeiter im Handelsgewerbe thätig sind, sich dazu verstehen, die Kräfte zu vereinen, um gemeinsam dem Ziele zuzusteuern. Also auf, Kollegen, werdet Mitglieder des Verbandes! Radikale, Antirevolutionäre, Katholiken, alle bemächtigen sich der Wahlrechtbewegung, um ihre Liebe für den Arbeiter" fund zu thun. Man sieht es ein: jetzt gilt es nach links zu schwenken, will man nicht von den auf dem politischen Kampfplatz erscheinenden Arbeitertruppen unter die Füße getreten werden. Nur die steifen aber wenigstens charakterfesten Aristokraten und andere treue Schwärmer für eine jett endgiltig abgeschlossene Epoche, leisten noch Widerstand. Sie werden infolge dessen theilweise von der Bildfläche verschwinden, und nur ein winziger Theil der eigentlichen Konservativen, die sich bis jetzt mit dem Namen liberal schmückten, wird im neuen Parlament übrig geblieben fein, als armselige Vertretung der alten manchesterlichen Theorien. Der Verbandsvorstand. Hoffen wir, daß das kaiserliche Gesundheitsamt durch das gewonnene Material zu der Ueberzeugung kommen möge, daß gefeßliche Vorschriften über die Benutzung von denaturirtem Spiritus nothwendig sind. Eine reichstrene patriotische Schuljugend muß vor Zum Stuttgarter Schneiderftreik. Zur Warnung für die allem erzogen werden. Was könnte diesen Zwecken besser dienen, Berliner Schneider und zur Beachtung für die Streikenden in als daß die Schulkinder den Geburtstag des Reichsoberhauptes Stuttgart möge folgendes dienen. Kommen da am Sonnabend feierlichst begehen. So geschieht es denn, daß an diesem Tage früh zwei Herren aus Stuttgart( der eine Vertreter der Hof- der Unterricht in der Regel ausfällt und an stelle dieses eine lieferanten- Firma Bender u. Kom p.) nach dem Arbeitsnach- Ansprache an die Kinder, gewürzt mit dem nöthigen Byzantinisweis der Schneider in der Schüßenstr. 18-19 und ersuchte in mus, gehalten wird. Ein Wilhelmsburger Bürger war ganz harmloser Weise um Zusendung von Arbeitern d. h. Streik nun, wie wir im Hamburger Echo" lesen, der sträflichen Ansicht brechern. Dem Verwalter des Nachweises wurde sofort klar, gewesen, daß eine derartige Feier feineswegs zu den Zwecken der Es ist jammerschade, daß gerade vor dieser Krisis die sozial- daß sich die Herren in der Adresse geirrt und das innungs- Schule gehöre und daß es deswegen ganz in dem Ermessen der demokratische Partei sich völlig von der parlamentarischen Tattit meisterliche Bureau, was sich in derselben Straße befindet, mit Eltern liege, ob fie ihre Kinder daran theilnehmen lassen wollen losgesagt hat. Die Folgen dieses Schrittes find leider schon be- diesem Auftrage beglücken wollten. Man legte gleichzeitig einen oder nicht. Anderer Ansicht scheint das Landrathsamt in Har merkbar. Das Interesse für unsere Versammlungen wird fort- frisch gebackenen Tarif vor, der das lebhafteste Interesse der An- burg zu sein; es fandte ihm ein Strafmandat über 3 M. Die während schwächer. Die Arbeiterschaft ist zum politischen wesenden erregte, da auf demselben ganz abnorm hohe Anzeige dieses Vergebens ist erstattet vom Pastor Beer in waren. Charakteristisch Jagdfeld für radikale Streber und orthodoxe Volksver- Preise verzeichnet ist, daß Wilhelmsburg. Natürlich ist gegen das Strafmandat gerichtliche Summer geworden. Diese ergreifen die Waffe, welche die Herren Geschäftsinhaber nicht davor zurückschrecken, die Entscheidung beantragt und wir sind wirklich neugierig, ob der Don Der sozialdemokratischen Partei verschmäht wird, gesammten Transportkosten für diese 50 Mann, die sich auf Schulzwang nach Ansicht des Gerichts auch auf Geburtstags. und werden damit der Voltssache unendlich schaden. ca. 1000 m. belaufen, auf sich zu nehmen, während sie die geringe feiern ausgedehnt werden kann. Sie werden die Massen an sich ziehen, welche sonst Lohnerhöhung gegenüber ihren dortigen Arbeitskräften mit Klauen unter der rothen Fahne kämpfen würden. Denn trotz aller und Zähnen vertheidigen. sozialistischen( respektive anarchistischen) Resolutionen, will das Die Meister in Stuttgart haben sich in ihrem Großmuth Bolt die politische Thätigkeit. G3 wird der Sozialdemokratie endlich herbeigelassen und zwar, wie der Schwarzwälder Bote" fehr schwer werden, die Massen für ihre Sache zu gewinnen.( das Meisterorgan) sagt, mit Rücksicht auf die guten Arbeiter, Das Bolt will Thaten sehen. Unser Genosse Dr. welche den Streit nur widerwillig(?) mitmachten, für Fräcke, Trölstra schreibt deshalb mit Recht: Wir müssen handeln, Gehröcke und Paletots je eine Mart Aufbefferung zu gewähren. nicht bloß, weil so vieles verbessert werden muß, und ohne Die Forderung eines zehnftündigen Arbeitstages, sowie die AufSchaden für unser prinzipielles Streben verbessert werden kann, nahme eines von der Lohnkommission, mit der die Meister nicht sondern auch um die Organisation zu nähren, fortwährend neue verhandeln wollen, aufzustellenden Tarifs werden dahingegen von Punkte zu haben, wodurch unser Kampf an die Gegenwart anknüpft, den Meistern entschieden abgelehnt. ftets neue Waffen gegen unsere Feinde zu finden und neue Mittel, um unseren verblendeten Brüdern die Augen zu öffnen." Domela Nieuwenhuis, Quitjes und ihre Anhänger, die theilweise schon öffentlich anerkannt haben, Anarchisten zu sein, sehen den jezigen Vorgängen griesgrämig zu. Sie werden bald gar keine Fühlung mehr mit der Arbeiterschaft haben, sie stehen einsam auf steiler Höh'". Bonntagsplauderet. " Zur Lohnbewegung der Holzarbeiter. In verschiedenen Städten sind die Tischler in den Lohnkampf eingetreten. Es stehen zur Zeit im Ausstande in Bremen 65, in Hof 16, in Oldesloe 11, in Aschersleben 7. Jn Berlin find 12 Ge maßregelte zu unterstützen, außerdem stehen Streits bevor in uetersen und Wilhelmshaven, sodaß sich der Verbandsvorstand veranlaßt sieht, in der neuesten Nummer die Ju Olten( Schweiz) sind die Arbeiter der brei Schuhfabriken Gie in eine Lohnbewegung getreten. fordern: 1. Ausstellung eines Tarifs für Rahmenarbeit, 2. entweder 10 pCt. Lohnzuschlag und Stellung eines Sipplages in der Werkstätte oder 20 pCt. Lohnzuschlag ohne Sigplatz. Gegen wärtig verdienen die Arbeiter nach einer Statistik nur 17 bis 20 Gte. pro Stunde. Die höchst bescheidenen Forderungen scheiterten bis jetzt hauptsächlich am Widerstand des als„ großer Arbeiterfreund" gepriesenen Herrn Bally in Schönenwerd, der eine Filiale in Olten hat. Herr Bally maßregelte zwei Arbeiter und wollte anfänglich mit dem Delegirten des Gewerkschaftsbundes- Romitee's nicht einmal unterhandeln. Eine scharfe Verurtheilung der kapitalistischen Ausbeutung und der Korruption in den Stadtverwaltungen nimmt ein Wiener Korrespondent der Franff. 3tg." in folgender Mittheilung vor: " " Der große Gasarbeiterstreit, der seit einigen Tagen Wien allabendlich mit Verfinsterung bedroht, ist, wie immer es auch Nachrichten" niederlegt, ruft sein Tschandala!" und der Korn zu bringen oder Früchte und sich dann noch in unhellstrahlende Vorfämpfer der agrarischen Herren, der ele- bezahlbarer Tartüfferie verwundert, daß diese Ueberzähligen, Auf die grausamen Geseze des weisen Manu die gante Graf Kanit thut ein Gleiches. Der eine schreit ent- auf die Straße Geworfenen schließlich werden, wie die dem Adelsstamm Aria über den verachteten und in den rüstet auf, wie ein grimmiger Choleriker, der andere ver- heimathlosen Zigeuner, ein vagabundenhaftes LumpenRoth getretenen Paria ewige Gewalt geben, greift der fält in elegische Klagen. Wie oft hat man schon den Text proletariat. berühmte Echwede August Strindberg in seiner Dichtung von der verrohten Jugend gehört. Nun hat Tschandala in Wem soll es Tschandala nun recht machen? Das GeTschandala" zurück, die jüngst in deutscher Ueberseßung Breslau gar sich auf der Schulbank der Tücken vermessen wissen des junkerlichen Grafen Kaniz fühlt sich arg bedrückt. erschien. Was ist Tschandala in der Auffassung des alten und gegen seinen natürlichen Wohlthäter, den gestrengen Er möchte sein Tschandala um alles in der Welt nicht Gesetzgebers und Religionpredigers? Tschandala ist die Herrn Rektor revoltirt. Wer trägt die Schuld daran, daß missen. Je größer es sich oftwärts der Elbe in den Gauen Se nechtesseele. Tschandala ist das zweibeinige, gemeine, Kindergemüther sogar sich auflehnen gegen Recht und Ord der Landherren aufbaut, um so ruhiger wird der Herr tückische Raubthier. Tschandala ist die Rasse der Ernung und gegen die geheiligte Ueberlieferung und gegen Graf schlafen können. Am liebsten wollte er eine feste niedrigten, deren Erbärmlichkeit den Adelsstamm Arias jegliche Respettperson? Wer anders, als die Sozialdemo- Mauer um sein Tschandala ziehen. Ob Tschandala dort in erhöhen soll; und darum soll Tschandala nur Knoblauch fratie, die alle gute Sitte untergräbt. Der wahnwißige Schmutz verkommt, je knechtischer die Rasse von Erniedrigten, effen und Zwiebel mit dem Geschmack der Fäulniß und Widerspruch, die unselige Logit, die in solchen Behauptungen desto wohler ist ihm selber zu Muthe. Er braucht den Niemand darf ihm Rorn bringen oder Früchte oder Wasser liegt, was bekümmert das die öffentlichen Anfläger. Paria, der zu unterst liegen soll, er braucht ihn als oder Feuer. Tschandala darf kein Wasser aus den Flüssen Tschandala steckt nun einmal voller Niedrigkeit. Der wärmenden, nährenden Dünger, um in Strindberg's Worten holen, aus Quellen oder Brunnen, sondern nur aus Sozialismus will aber nichts sehnlicher, als den Tschandala zu sprechen, damit eben Aria's Adelsstamm in üppige Höhe Sümpfen und den Pfützen, die entstehen in den Spuren überwinden. schießen könne. Er ereifert sich schon und wehmüthig klagt der Thiere. Tschandala darf sich nicht waschen. Er hat die Geknechteten mit dem Funken der Erkenntniß er über den Bruch aller natürlichen Bande, wenn der ArbeiterTschandala darf nie eine Stätte haben; er soll die erleuchtet. Er hat ihnen das Würdebewußtsein wiedergegeben, schaft die winzigsten Verkehrs- und Fahrpreiserleichterungen geKleider tragen von Leichen, nur Scherben benußen für das ihnen geraubt worden war. Er hat ihnen die Lehre währt werden. Wie der Unteroffizier seine Soldaten anschnauzte: seine Speisen, altes Eisen als Schmuck und zum Gottes- beigebracht, daß der Mann nothwendig verächtlich werden Kommißbrot ansehen, das möchte Euch so passen, aber dienst nur böse Geister. muß, der sich selber nicht achtet. Er hat dem Tschandala stramm eyerziren nicht!", so ist Graf Kanit unwirsch darDas ist der altorientalische, unbarmherzige Fluch, den ein neues Evangelium verkündet, das da lautet: verkrieche über, daß für ein paar lumpige Pfennige täglich der BerAugust Strindberg in seinem poetischen Sinnbild sich zu Dich nicht, ducke Dich nicht! Gehe nicht zu den fauligen liner Arbeiter nach Feierabend seine schöne, behagliche Eiseneigen gemacht hat. Das ist die finstere Fabrikordnung des Sümpfen, sondern strebe nach den reinen Quellen! Gerade bahn benügen und nach seinem lieben, idyllischen Vorort göttlichen Weisen Manu"; sie fennt nur dumpfe Ställe die Herrschaften aber, die über den Tschandala so viel" gondeln darf". Der Glückliche, der abgeplackt heimkehrt, für die entwürdigten Arbeitsthiere und baut den Herren Empörung heucheln, möchten ihn in fortdauerndem Paria- und im Vorort seine Heimstätte aufzusuchen gezwungen war, der Erde stolze Paläste. Das ist die beklemmende Eng- zustand erhalten. Sie sind bereit, die Bedingungen zu weil die Miethspreise in der Nähe seines Arbeitsplatzes für herzigkeit, die roh und unduldsam, den Paria geschaffen schaffen, auf den physischer und moralischer Schmuß gedeiht. ihn unerschwinglich geworden sind. Und was thut nun hat, um in hochmüthigem Würdebewußtsein dann ausrufen Es ist eine Trivialität geworden, nochmals und stets aufs dieser Arbeiter zum tiefsten Bedauern des Herrn Grafen zu fönnen: Seht, ihr Adelsmenschen, wie schmutzig und Neue zu bekräftigen, welcher Bildungsdurft gerade in jener weiter? Er verschleppt das sozialdemokratische Gift in vie verächtlich sind diese braunen Kerle! proletarischen Familie lebt, die sich auf grund ihres sozia- friedlichsten Vororte. Er hilft nach seiner Persönlichkeit, So wandelt der Dichter auf den Bahnen einer be- listischen Bekenntnisses zu weltfreudiger Anschauung durch nach seinem Vermögen dazu, daß der Kreis der knechtischquemlichen Weisheit. Er sieht nicht, welch lächerlicher gerungen hat. Welcher unsägliche Kleinmuth liegt in einer ergebenen Tschandala immer weiter eingeengt wird. Und Großsprecher sein weiser Manu war. Während der Poet Weltweisheit, die eines ungeheuren Tschandala verbrauchen lieber eine verrohte, halbidiotische Jugend, lieber ein stumpfTräume spinnt vom gewaltigen Herrenrecht und von der zu müssen wähnt, um einer Anzahl von Herrenexistenzen sinniges, friecherisches, tückisches Geschlecht mit in den Kauf immerwährenden Verdammniß zigeunerhafter, überall auf Raum und Luft und Licht zu gewähren, und welches jugend- nehmen, als das vernichtete und den Herrschaften um den Erden heimathloser Kulis, ist Tschandala längst aus seiner starke Vertrauen lebt im Gegensatz hierzu in einer Welt- Grafen Raniz herum doch so unentbehrliche Tschandala aufdumpfen Betrübniß erwacht. Zwar wollen es die anschauung, die den Muth findet, das enge Kastenwesen zu gelöst zu sehen. Tschandala muß gebändigt und gekettet herrischen Geister nach August Strindberg's Jdeal sprengen und für Jedermann seinen Antheil am irdischen bleiben, Tschandala darf nicht erhöhet werden, Tschandala nicht als wahr gelten lassen; sie empfinden, daß ihr Dasein zu erobern? Nicht diesem jungen Muth trifft die darf nicht wissen, daß er ein Recht zur Selbstbestimmung Reich nicht von ewiger Dauer sein konnte, und ihre Schuld an der Verrohung der Jugend, nicht ihn, der habe, so sagt der weise Mann und Geheimpriester Manu innere Berzagtheit suchen sie durch frampfhaft gesteigerten jedes Lebewesen zu einem freien, reifen Menschen er- und es sprechen's ihm aller Orten jene nach, die sich die Hochmuth zu verdecken. Darum weisen fie auch noch unter ziehen möchte. Vielmehr jene geizige jene geizige, greisenhaft vornehmsten Herren der Erde dünken, von Strindberg ab, uns immer wieder nach dem vermeintlichen Tschandala, der furchtsame Welt, die, selbst im Ueberfluß von der mit Nietzsche's Gewalt- und Uebermenschenthum kokettirt, sich niemals edler Menschenwürde bewußt werden könne. der Angst gequält wird, zu verschmachten, die darum pro- bis zum fomischsten Possenschreiber der Berliner Politischen Welche Einmüthigkeit hierin! Der dunkelste Ehrenmann, letarische Massen auf die Straßen jagt, möge nun daraus Nachrichten". der seinen Wiß in den öffiziösen Berliner Politischen werden, was da wolle, die es verbietet, den Ueberzähligen" Alpha eine englische Gesellschaft, die bei jedem ihrer Vertrags- tommt noch in Betracht, Searbeitet wer = Bt. Unter dieser Rubrik zeigen wir fämmtliche der Redaktion zugehende Schriften nicht als Empfehlung der Rebattion, sondern lediglich Blos über diejenigen Erscheinungen, welche im Intereffe unserer Leser oder aus politischen Gründen besprochen werden müffen, veröffentlichen wir, soweit dies der Raum unseres Blattes zuläßt, fritifen. Genügt einer Verlagsbuchhandlung die Anführung der übersandten Rezensionseremplare in diefer Rubrit nicht, so bitten wir von der Busendung der Neuerscheinungen des Berlages absehen zu wollen. Nationalgefühl. Von Georg Brandes. Köln und Paris. Verlag von Albert Langen. Boltslexikon. Nachschlagebuch für sämmtliche Wiffenzweige. ( 3. Heft). Herausgeber: Em. Murm. Preis 20 Pf. Nürn berg. Verlag Wörlein u. Co. Neuland. Deutsch- nationale Wochenschrift von Erwin Bauer. Heft 8. Berlin. Verlag H. Liepack Nachfolger, Ritterstraße 101, I. Moderne Opfer. Von E. Zimmermann. Leipzig. RörnerStraße 20. als Empfangsbestätigung aufzufaffen, en, w literarische Neuigkeiten an. Wir bitten unsere Lefer die Nennung der 19719 fd ließlich ausgehen mag, ein sehr lehrreiches Symptom der] Ein Schriftfeher veröffentlicht im Braunschweiger Stadt- I durch Beseitigung der Ueberproduktion; den Handwerkern durch Etimmungen, die gegenwärtig im unterirdischen" und im ober anzeiger" folgendes charakteristische Inserat: 100 Mart Be Einführung des Befähigungsnachweises, welcher zugleich zum einindischen Wien, man kann auch fagen: Desterreich, herrschen. I obnung" demjenigen, der mir als Schriftseger dauernde jährigen Militärdienst berechtigen soll; und den Arbeitern durch " demjenigen, der Gerade in dem Augenblick, wo die hohe Gassaison aufhört, Kondition verschafft. Züchtig im Accidenz- und Werksatz. eine Versorgungstaffe, zu welcher sie in der Jugend ihre Beifangen die Gasarbeiter zu streifen all. Einen folchen Offerten" u. f. w.- Wie herrlich weit haben wir's doch eigent- träge leisten. Werden diese Maßregeln durchgeführt, so ist die Moment wählt man nicht, wenn man einen Streit plan- lich gebracht, man fezt Prämien aus, blos um das„ Glück" zu soziale Frage spielend gelöst, die ehrlichen Arbeiter wenden sich mäßig vorbereitet.. Nur der plötzliche, elementare Aus- erhaschen, in der Tretmühle der Industrie für Andere Mehr von der Sozialdemokratie ab, und im Jahre 1990 herrscht überall terhaschen, bruch einer seit vielen Jahren gewaltsam unterdrückten werth erzeugen zu dürfen. Verbitterung macht die Wahl eines so ungünstigen Zeit Das einzig Lobenswerthe an dem Buche des Herrn N. ist punktes, den so plötzlichen Ausbruch und den großen Umfang Storting batte im Jahre 1888 ein Gesetz zum Schutz der noch größeres Lob hätte Herr St. verdient, wenn er seine tiefArbeiterfreundlichkeit der Regierungen. Der norwegische seine Kürze, der Unsinn ist wenigstens nicht allzu breit getreten. des Streits erklärlich. Die gesammte Arbeiterschaft der ganz Bäckereige bilfen angenommen, der erste schwache Versuch sinnigen Gedanken überhaupt nicht zu Papier gebracht hätte. Wien mit Gas versorgenden Imperial Continental Gas- Association, etwa 1800 Mann, trat mit einem Mal wie ein Mann" aus einer sozialen Gesetzgebung in norwegischen Landen. Natürlich sinnigen Gedanken überhaupt nicht zu Papier gebracht hätte. Und warum, was war der Tropfen, der das volle Gefäß des war die Abfassung des Gesetzes eine solche, daß seine Absicht, Unmuths zum Ueberlaufen brachte? Die Gesellschaft befolgt die die außerordentlich lange und schwere Arbeitszeit in den Bäckereien Eingelaufene Druckschriften. bekannte Unternehmer- Praxis, ihre Arbeiter, sobald sie alt und abzukürzen, kaum erfüllt wurde, denn die Gefeßesbestimmungen minder leistungsfähig geworden, einfach auf die Straße zu sehen. Auslegung des Gesetzes durch die norwegischen Richter trug noch fonnten mit Leichtigkeit umgangen werden und die eigenthümliche Das that sie jezt auch mit dem feit 17 Jahren in ihren Diensten das Thrige hierzu bei. So findet man auch jetzt noch in norgestandenen Arbeiter Nebel, und darauf erfolgte die Explosion, der Streit. Es iſt kennzeichnend für die hochgradige Unzufrieden- wegischen Bäckereien eine wöchentliche Arbeitszeit von 93 Stunden oder einen normalen Arbeitstag von heit und das Solidaritätsgefühl der hiesigen Arbeiterschaft, die 15/2 Stunden, ja vor größeren Festen kann bis zu im gegebenen Zeitpunkt sich stärker erweisen, als die taktische 104 Stunden werden! Hier Klugheit. Auf der anderen Seite steht der Unternehmer", bei daß der größte Theil Arbeit in den Nachtstunden geleistet werden abschlüsse mit der Gemeinde Wien das kommunale Leben der muß. Darum wandten sich vor 2 Jahren die Bäckergesellen an Stadt forrumpirt hat, die schließlich der Inbegriff der Korruption den Storting mit einer Petition, in welcher sie ein Verbot im Rathhaus geworden ist. Die Engländer und ihre hiesigen der Nachtarbeit und cine Aenderung der Gesetzes bestim= Lobbyisten wissen sehr wohl, wie sie es anzustellen haben, um jeweils die Erneuerung ihres Vertrages und alle ihre Wünsche mungen verlangten, fodaß dieselben nicht umgangen werden tönnten. Das vom Storting eingesetzte Komitee fam damals zu im Nathhaus durchzusetzen; sie wissen aber auch, wie verhaßt feinem Resultat und die Petition wurde der Regierung zur Befie in der Wiener Bevölkerung sind. Und nichtsdestoweniger wagen es diese Leute, eines einzigen, alt gewordenen Arbeiters achtung überwiesen, Nun liegt der neue Entwurf der Regierung vor, in dem allerdings die Umgehung des Gesetzes erschwert wegen, Wien vor die Gefahr des Lichtmangels allabendlich zu wird, a ber die Machtarbeit beibehalten ist, obwohl setzen. Das beweist nicht nur, daß die Herren sich des Gemeinderathes, sondern daß sie sich auch der Bevölkerung sicher fühlen. Die Regierung in den Motiven selbst zugiebt, daß die Konsumenten gar fein Interesse an der Nachtarbeit haben, aber Sie wissen die Zeit der politischen Koalition auszunüßen, bäckereien haben große Kapitalien in der Anlage ihrer Bäckereien Briefkaffen der Redaktion. in welcher die Regierung und mit ihr die liberale Partei nicht festgelegt und wollen von denselben soviel Ertrag als möglich Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( met Muchstaben ober eine Babl nur alle politischen Prinzipien, sondern auch das jeder Re- haben, und sollten sie num genöthigt werden, nur am Tage zu 2., Leipzig. Sie schicken mir nachstehenden Ausschnitt aus gierung naturgemäße Wohlwollen, Parteinehmen für die Intereffen der Gesammtheit zurückgestellt hat. Unter solchen backen, dann würde ihr Berdienst ein entsprechend geringerer dem Leipziger Tageblatt":" Blauen, 3. April. Die hiesigen Sozialdemokraten werden, falls der Reichstag die Wahl des Umständen ist es als ein Glück anzusehen, daß die Streifenden, minder rücksichtslos als ihre Gegner, die öffentliche Ordnung Die Profite der Apotheker find als ganz ungeheuere Herrn v. Polenz für ungiltig erklären sollte, den bei der letzten nicht stören und das große zum Einhauen bereite Polizeiaufgebot bekannt und erfreulicherweise greift das Verlangen auf Be- Reichstagswahl durchgefallenen Herrn Albin Gerisch in Berlin durch ihr maßvolles Verhalten lächerlich machen. Ein Bursche, seitigung des Apothekerwesens in allen Kreisen immer mehr um wieder aufstellen. Es entspricht dies dem Anrathen des Herrn der sich bei den Gaswerken widerspenstig benahm, wurde fich. Soeben ist ein Buch von Herrn Pasie in Hannover er- Bebel, während Liebknecht vorgeschlagen hatte, von nicht weniger als vier Polizisten zu Fuß und zweien zu Roß schienen unter dem Titel„ Enthüllungen über unser Apotheker- Herrn August Kaden in Röschenbroda oder Herrn Stolle. nach der Polizeistation geführt, und es war ein völlig wehrloser gewerbe für das Bolt", in welchem den gerügten Mißständen Gesau aufzustellen." Und daraus folgern Sie auf ,, Differenzen Bursche. Die Gesellschaft hatte die Absicht, die Streifenden durch scharf auf den Leib gerückt wird. Aus der Fülle von Material in Berlin"? Aber wissen Sie denn nicht, daß Stolle schon im rasch mit Separatzigen hereintransportirtes Provinzgesindel zu nur eine Berechnung, welche besonders gravirend ist und alle Reichstag fit? Wie kann ich ihn also als Kandidat für den erfetzen. Einige Hunderte derartiger Arbeiter" that sie schon bis jetzt geäußerten Behauptungen von 2-300 proz. Gewinn der Reichstag vorgeschlagen haben? Ich mische mich prinzipiell nicht eingestellt. Aber sie kann ihre Verpflichtungen gegenüber den Apothefen noch als viel zu niedrig gegriffen erscheinen läßt. in die inneren Angelegenheiten der Parteimitgliedschaften; und Konsumenten troß alledem nicht erfüllen. Herr Pasie greift die Apothekerrechnung einer Krankenkasse habe es auch in diesem Falle nicht gethan. Mit Gruß! Ihr W. 2. aus dem Jahre 1890 heraus. 508 verschiedene Medikamente Krauß. Unseres Erachtens ist die Militärbehörde nicht dazu waren bezogen worden für die Summe von 509 M. 45 Pf. Bur Herstellung aller dieser Arzneien hatten die Droguen beim berechtigt. Einkauf 50,14 m. gekostet, die Arzneitage erlaubte dem Apotheker außerdem stockig ist, so brauchen Sie biefelbe nicht zu beziehen. 2. P. 50. 1. Da die Wohnung nicht gemacht ist und für die verwendeten Droguen 269,05 M. zu berechnen, das ist ein 2. Die Verlegung der Werkstatt nach Böhmen berechtigt Sie nicht Profit von 218,89 M., gleich 437,6 pt. schöpft, sondern er verdient auch noch eine erfleckliche Summe an Damit ist aber der Gewinn des Apothekers noch nicht er- vom Bertrage zurückzutreten. Den Flaschen, Gläsern, Salbentöpfen u. f. w., in denen die Arzneien abgegeben werden. Die obenbezeichnete Menge von Der Ausstand der Bergleute in Pensylvanien Medikamenten erforderte zur Abgabe an die Konsumenten Gläser ( Amerika) ist, wie das Wolff'sche Telegraphenbureau mittheilt, u. f. w. im Einkaufswerthe von 19,87 M., während sie der zu Ungunsten der Arbeiter beendet. Apotheker mit 81,16 M. berechnete. Stellen wir demnach noch einmal den Materialwerth an Droguen 2c.. 50,14 M. " Flaschen 2c. Jm Caféhaus, auf der Gasse kann sich Jedermann über zeugen, daß die Gasgesellschaft ihre kontraktlichen Verpflichtungen nicht mehr erfüllt; der Bürgermeister hätte das Recht, gegen sie einzuschreiten. Aber er thut es nicht. Warum, ist aus dem Obengesagten flar genug ersichtlich." Der Streit der Former in Reula dauert fort. Bis jetzt ist es noch zu feiner Einigung mit der Direktion gekommen. Die Arbeiter ersuchen deshalb noch weiter um Unterstüßung. Namentlich ist Zuzug streng fern zu halten. werden! • 19,87 70,01 M. " die Großanzugeben, Antwort ertheilt werden E. H. 65. Der Betreffende ist zu Unrecht in die Wählerliste eingetragen. E. M. Wegen Heirath fann das Gesinde nach§ 147 der Gesinde- Ordnung, wenn die Heirath sich sonst zerschlagen würde, den Dienst, wenn monatsweise gemiethet ist, zum Ablauf des Monats, sonst zum Ablauf des Vierteljahrs verlassen, muß ihn jedoch vorher auftündigen. Hierbei braucht indeß die Kündigungsfrist von 14 Tagen beziehungsweise 6 Wochen nicht eingehalten zu werden. sky sudi A. G. 500. Der Chef ist nicht verpflichtet, in den Geschäftsstunden dem Angestellten Zeit zu geben, sich wegen einer anderen Stellung umzusehen. G. N. 3. Ja. M. R. 12. 1. Sie fönnen wegen 22 M. 50 Pf. tlagen. Sie müssen den Mann verklagen. 8. Ihre Frau muß Wider Die Wiener Gasgesellschaft ist, wie Genosse Dr. Adler in einer Bersammlung der Streifenden mittheilte, wegen öffentlicher Gewaltthätigkeit zur Anzeige gebracht worden, weil die neuaufgenommenen Arbeiter unter Angabe eines höheren Arbeitslohnes in die Gaswerke gebracht und dort gegen ihren Willen dem Rechnungswerth von 509,45 m. gegenüber, so ergiebt sich festgehalten worden waren. cine Bertheuerung des Materials auf dem Wege durch die Der Streit der Nanndorf'schen Weber in Großenhain Apotheke um 488,44 m. gleich zirka 600 pet. einschließlich ift resultatlos verlaufen. Es hatten sich leider Frauen und Arbeitslohn. 2. sogar Männer als Streifbrecher hergegeben, und da ein Erfolg Daß einer auf solche Weise zu stande kommenden Ver- spruch erheben. Sie haften nicht. nicht mehr zu erwarten war, so wurde nach sechswöchigem schleuderung der Arbeitergroschen um jeden Preis Einhalt gethan J. R. 100. Sie können nichts dagegen machen. Kampfe die Arbeit am 5. April bengungslos aufgenommen. werden muß, ist klar. Der Kampf um die hohen Rezepturen ist Ausgesperrt sind neun Mann, die als Rädelsführer bezeichnet vollauf berechtigt. Noch berechtigter ist die sozialdemokratische find. Es sind dabei zwei Mann, welche ihre Kräfte in dieser Forderung: Verstaatlichung der Apotheken. Die Apotheken Fabrik 21 bezw. 19 Jahre geopfert haben. Die Abrechnung müßten dann die Arzneien zum Herstellungspreise liefern, was wird später im Textilarbeiter" erfolgen. So wären denn die dieselben um 3/4 verbilligen würde. durch Verzweiflung in den Streit getriebenen armen, ausgepowerten Weber von dem Prozenthum überwunden. Möge der Ausgang des Streits eine Mahnung sein für sie ihre zuklären, die hier besonders zur Niederlage mit beitrugen. Organisation zu stärken und namentlich die Frauen auf dadurch, daß er auf einer ausgetretenen mangelhaften Treppe nicht zu beantworten. 2. Nein. . K. Nr. 31. An die Bau- Inspektion. Theil zu nehmen. Aber wird denn der Arbeiter durch eine derartige Handhabung 6. S. 100. Kommen Sie in die Sprechstunde. D. Nch. 1. Sie brauchen nicht zu warten. 2. Nein. 2. 29. 1. Es kommt auf die Bereinsstatuten an. Sonst tönnen die Beschlüsse in jeder Versammlung abgeändert werden. 2. Da Sie nicht protestirt und sich nicht zur Verfügung gestellt Ein Beitrag zur Praxis der Neutenfestiehungen bei haben, sind Sie nach der Praxis des hiesigen Gewerbegerichts Ihrer Ansprüche verlustig geworden. Alter Straßenabonnent. 1. Ohne Einsicht der Statuten nfall. Der Weißgerber R. erlitt am 25. Mai 1892 im Betriebe der Gebrüder Bergemann, Wallstr. 17, einen Betriebsunfall Krankenkasse der Bureaubeamten. Wir haben Ihnen mit einer ca. 3 Zentner schweren Last hinfiel und sich den rechten Eine Volksnahrungsmittel- Ausstellung soll in diesem Fuß stark verlegte. Bom Betriebsunternehmer wurde der Unfall schon wiederholt mitgetheilt, daß Ihr Lokal geboykottet ist, wir Jahre bei Gelegenheit der Dresdener Bogelwiese stattfinden. nicht angemeldet, dagegen wurde die ausgetretene Treppe fofort bitten, fernere Zusendungen zu unterlassen. Hohenstein. Die Adresse des Pariser Sozialistenklubs steht Der Schwerpunkt dieser Ausstellung soll darin liegen, dem Volte ausgebeffert und erst die Krankenkasse meldete den Unfall an. Die Zubereitung„ billiger, kräftiger, nahrhafter Speisen praktisch Am 20. September 1892 fand nun schon auf dem zuständigen jeden Sonnabend im„ Vorwärts". F. Br. Klagen Sie nicht. vorzuführen? Das dürfte wohl vergebliche Mühe sein, denn: Polizeibüreau die Unfalluntersuchung statt und am 17. Dezember Erjahreservist. Ja. Aus nichts wird nichts, lautet ein altes Sprichwort und billige 1892 wurde von der Berufsgenossenschaft für den Unfall eine und schlechte Nahrungsmittel werden auch niemals träftig und Rente festgesetzt, die bis zum 31. Mai 1893 bezahlt wurde; von 21. 2. 1200. Da der Ersteher Ihnen nicht gekündigt hat, nahrhaft sein tönnen. Mögen also die Herren. Aussteller die diefem Tage ab wurde die Rente vollständig aufgehoben. Der gilt der alte Kontraft weiter. Arbeiterfrauen mit ihren praktischen Versuchen" nur verschonen, Unfallverleyte legte nunmehr am 12. Juni 1898 Berufung gilt der alte Kontraft weiter. 198. Da ein Arbeiter die Zeit wissen muß, um rechtzeitig die in der That nur darauf hinauslaufen, den Nachweis gegen die Aufhebung der Rente beim Schiedsgerichtsvorsitzenden zur Arbeit zu tommen, so ist die Stubenuhr als unentbehrliches liefern, daß diese mit einer noch elenderen Rost austommen Geheimen Ober- Regierungsrath Poschmann ein, und endlich Lönnten, als sie heute schon müssen. nach ganz kurzer Zeit am 28. Februar 94, also nach ca. neun Hausgeräth im Sinne des§ 715 Biffer 1 der 8.-P.-D. anju Die Mordindustrie rentirt sich. Die Metallpatronenfabrit Monaten fand denn auch in seiner Sache Termin vor dem sehen und der Pfändung nicht unterworfen. Beschweren Sie sich beim Amtsgericht. zu Karlsruhe vertheilt 15 pet. Dividende gegen 71% pet. in den Schiedsgericht statt, in welchem die Berufsgenossenschaft aur E. W. 14. Wir können nicht verstehen, wieso Sie als beiden vorhergehenden Jahren. Der Umsatz beträgt 10 Millionen Bahlung einer Neute verurtheilt wurde. Mart und geht größtentheils ins Ausland! Nun soll bekanntlich die Unfallversicherung den Arbeiter oder Erfahreservist von 1884 im Jahre 1891 zum Bandsturm überLehrerloos. Unser Bruderorgan, das Offenbacher Abend- deffen Familie vor den üblen Folgen eines Unfalls, vor Elend schrieben sind. Ist dies aber richtig, gehören Sie wirklich bem blatt", veröffentlicht folgende Anweisung, die ein Lehrer als und Noth schützen; sie soll ihn vor der Armenpflege bewahren. Landsturm an, so brauchen Sie an Kontrollversammlungen nicht her with Unterstützung erhielt. Die Anweisung ist von lakonischer Kürze des Gesetzes wirklich vor der Benügung der Armenpflege be- werden, können Sie Ihres Wahlrechts nicht verlustig gehen. R. B., Pflugftr. Wenn Ihnen Abzahlungen gestattet und lautet: ,, Sch. A. W. M. 15. Wegen der Körperverlegung und Bedrohung ( wir schreiben den Namen absichtlich nicht wahrt? Tritt nicht gerade der entgegengesette Fall ein Der werden, tönnen Sie Ihres Wahlrechts nicht verluftig gehen. aus." D. N.) Lehrer von Z. tann bei einfacher Kost im Armen- rbeiter der seine gesunden Knochen für den Unternehmer zu müssen Sie Anzeige beim Landgericht II machen. Wenn Sie Martte getragen hat; der von feiner Strankenkasse und feiner burch Urtheil des Gewerbegerichts abgewiesen sind, können Sie haus beherbergt werden." erhält: er wird ja Dieser Anweisung" haben wir nichts hinzuzufügen, fie redet Berufsgenossenschaft Unterstützung geradezu gezwungen,!!!!! feine Familie vor dem Ver- Ihre Klage auf Entschädigung für den Tag nicht weiter vermehr als ganze Bände zu sagen im stande wären.hungern zu schützen, zur Armenunterstügung seine Zuflucht zu denn sein tranfer Körper verhindert ihn, am Die Bescheinigung, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des nehmen, Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 bes Kranken- arbeiten, Bente bekommt er auch nicht, das Schiedsgericht braucht versicherungs Gefeßes genügen, ist folgenden Krankenkassen er- 19 volle Monate die Sache zu entscheiden und nun hat die theilt worden: Berufsgenossenschaft nach dem Entscheid des Schiedsgerichts 1. Dem Eilenburger Privat- Beamtenverein( E. 5.) in Eilen immer noch eine vierwöchentliche Frist, um den Rekurs beim burg, sowie von neuem 2. der Krankenkasse" Germania"( E..) Meichsversicherungsamt gegen das verurtheilende Erkenntniß des in Altona, 3. der Kranken- und Sterbekaffe der vereinigten Schiedsgerichts einzulegen; daß bis zur Entscheidung des ReichsMechaniker und Maschinenbauer( E. H.) in Hamburg. versicherungsamts auch noch verfchiedene Wochen oder gar Preisunterschiede zur Erscheinung brachte, fand hinsichtlich der gezwungen ist, das Recht des Verletzten anzuerkennen, ist selbst Submissionswesen. Eine Submission, die geradezu tolle Monate ins Land geben, ehe die Berufsgenossenschaft endgiltig Erdarbeiten zum Dortmund- Ems- Kanal statt. Das Dortmunder verständlich. um Was fängt der Arbeiter nun in dieser Zeit an-er nimmt Kanalbureau vergab die Erdarbeiten zur Ausführung des Kanals der Strecke Waltrop in zwei Loosen. Bei L003 1, 290 000 Kubik Ginrichtungen der so viel gepriesenen Unfallversicherung sind meter Erdbewegung war der Mindestfordernde die deutsch eben derartige, daß er nicht sobald zu einer Mente gelangt, die holländische Baugesellschaft in Düsseldorf mit 215 000 zum wenigsten die bitterste Noth von ihm und seiner Familie Wittkop in Münster verlangte 412 000 m. Noch größer war fernhält. der Unterschied bei Loos 11, das 564 000 Kubikmeter Bodenbewegung umfaßt. Wansart und Fußhöller- Köln, welche bereits das Loos Datteln und das Steverloos in Arbeit haben, also das Gelände kennen, forderten 849 975 M., die deutsch- holländische Baugesellschaft in Düsseldorf will es für 458 261 m. leisten. Die Lösung der sozialen Frage. Von Wilhelm Robert. Wittkop in Köln verlangt sogar 873 815.- Angesichts solcher Bahlendifferenzen darf man sehr gespannt sein, welche Löhne die deutsch holländische Baugesellschaft ihren Arbeitern wohl zahlen wird, um doch keine Einbuße am Gewinn zu erleiden. entweder den Strick oder die Armenunterstüßung Literarisdjes. Berlin, 1894. A. Braun u. Co. denn die Alle Welt fühlt sich heute bedrückt; also muß aller Welt geholfen werden: Der Landwirthschaft durch eine Staatshypothekenbant, welche ben Landwirthen billiges Geld giebt; der Industrie folgen. Ueberhaupt ist die Sache sehr zweifelhaft. Straßenabounent. 1. Die Aeußerung in dem Schreiben an den Schiedsmann tann als Gegenbeleidigung betrachtet werden. Wir rathen, nicht zu klagen. 2. Das bleibt sich für den Prozeß gleich. " Ifidor. Der Vertrag gilt bis 1. April 1895. Sie müffen innerhalb der ersten 8 Tage des Jahres 1895 tündigen, sonst innerhalb der ersten 8 Tage des Jahres 1895 tündigen, sonst gilt er wieder ein Jahr länger. Nr. 222 B. Garantie" ist französischen Ursprungs und wird auch so ausgesprochen. K. 2. Das Grbtheil muß geholt werden. Die Tochter braucht aber nicht selbst zu kommen, sie tann jemandem eine Vollmacht ertheilen. W. 599. Sie scheinen in Wahrnehmung berechtigter Intereffen gehandelt zu haben und nach§ 193 Str.-G.-B. vor Strafe geschützt zu sein. Wenden Sie sich aber lieber an einen Rechts6. B. 100. Sprechen Sie mit dem Vorstand der Freis anwalt, religiösen Gemeinde. R. R. 100. Erkundigen Sie sich Neue Friedrichstr. 18, Zimmer 69, 1£ r. Friedr. Hammerbacher. 1. Die Strafverfolgung wegen Verfübrung eines unbescholtenen Mädchens unter 16 Jahren tritt nur auf Antrag der Eltern ein. 2. Der Betreffende muß monatliche Alimente in der Höhe zahlen, welche am Wohnorte des Rindes üblich ist. 5. P. 3. Nein. mj Größtes Manufaktur- und Modewaaren- Haus des Nordens M. Grünberg, Inhaber: L. N.& A. Jacob. 5766L* Müller- Strasse 181( Ecke Weddingplatz). ( 4918) 180010 Müller- Strasse 181( Efe Weddingplatz). 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Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pönsch in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 3. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 81. März. Unterm neuen Kurs. 1. München. Wegen Beleidigung der Praxer- Vermittler im Viehhof, Genosse Sch midt, Redakteur der Münchener Post", 120 M. Geldstrafe. 2. Königsberg. Der Redakteur der Königsberger Volkstribüne", Genosse Julius Dentmann, wegen Majestätsbeleidigung 5 Monate Gefängniß. Beantragt waren 8 Monate. Wie der Staatsanwalt bekannt gab, schweben gegen Denkmann noch 10 Anklagen. Halberstadt. Herrn Hofrath Suden beleidigt zu haben, Genosse Martin, Redakteur der Sonntags- Beitung" freigesprochen. Genoſſe Martin, Red akteur de " Burgstädt. Genosse Albin Reichelt wegen Verübung groben Unfugs und Gendarmenbeleidigung 45 Mark Geldstrafe. 5. Frankfurt a. M. Von dem Vergehen gegen die Re ligion Genoffe Schwalbach freigesprochen. Antrag drei Monate Gefängniß. " " Elberfeld. Vier Vorstandsmitglieder des Ronsdorfer Frauen und Mädchenvereins je 15, und die Genoffin Rormannnshaus 20 M. Geldstrafe. Die Schließung des Vereins wird aufrecht erhalten. Witten. Von der Anklage der Beamtenbeleidigung Genoffe König freigesprochen. Antrag ein Monat Ge fängniß. Banten. Wegen Majestätsbeleidigung der Steinarbeiter Karl Hermann Lindner aus Spremberg 2 Monate Gefängniß. Dresden. Der verantwortliche Redakteur der Sächsischen Arbeiterzeitung" wegen groben Unfug" 6 Tage Haft. Delift: Beröffentlichung eines Versammlungsbeschlusses die Boykottirung eines Lokales betreffend. Abel. Mainz. Die verschiedenen Klassen der Bevölkerung zu Gewaltthaten gegen einander aufgereizt zu haben, wird der Schreiner Twieg schuldig befunden und zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Sonntag, den 8. April 1894. 99 " Berlin. Genosse Wilhelm Schröder wegen Beleidigung der Bergwerks- Direktion Saarbrücken 500 M. Geldstrafe. Antrag: 3 Monate Gefängniß. " 30. Heilbronn. Wegen versuchter Erpressung durch Boykottandrohung 4 Arbeiter von 3 bis 6 Wochen Gefängniß. Apolda. Die Genossen Baudert und Haupt wegen Polizeibeleidigung, der Erstere zu 50 M. Geld- und der Letztere zu 2 Monaten 3 Tagen Gefängnißstrafe. Erfurt. Der verantwortliche Redakteur der Tribüne", Genosse Güldenberg, wegen Beleidigung der OberPostdirektion 14 und wegen Beleidigung des Stadt- Bauraths 10 Tage Gefängniß. 31. Rabenau. Tanzen Sie nicht zu viel, halten Sie lieber zu den Arbeitern", diese Aeußerung, gethan in einem Wirthshaus, trug einem Genossen 20 m. Strafe und die Kosten ziveier Instanzen ein. 11. Jahrg. 28. Bielefeld. Von der Beleidigung des Offizierkorps der größter Schonung gegen die unglückliche Mutter Leitete, Mindener Garnison freigesprochen wurde der Redakteur die auf der Anklagebank stand, und auch die weib der Volkswacht", Genosse Groth. Derselbe wegen Be- ichen Zuhörer vergossen viele Thränen. Die Dündler'sche leidigung des Magistrats in Bielefeld 6 Wochen Ge- Familie überwinterte auf ihrer Bille in der Nähe von Charfängniß. lottenburg. Dieselbe bestand aus Mann, Frau, dem einjährigen Liegnitz. Wegen Majestätsbeleidigung Genosse Peter3 Sohne Franz und der dreijährigen Tochter Frida. Als Wohnaus Haynau 9 Monate Gefängniß. raum diente die kleine Kajüte. Am Kopfende derselben stand eine Kommode, rechts und links davon je ein Kinderbett. Am Morgen des 6. Januar verließ Frau Dünckler die Billeder Gatte war überhaupt abwesend um Wasser zu holen. Als sie zurückkam, schlugen ihr die Fammen aus der Kajüte entgegen. Sie wollte hineinstürzen, um die Kinder zu retten, andere Schiffer hielten sie von dem todtbringenden und doch nutzlosen Vorhaben ab. Die Kinder verbrannten und die Mutter wurde seitens der Staatsanwaltschaft für dieses schreckliche Unglück verantwortlich gemacht, weil sie bei ihrem Weggange aus der Kajüte eine auf der Kommode stehende Lampe hatte brennen lassen. Die Angeklagte erklärte schluchzend, das ginge ja gar nicht anders. Die Kajüte fei vollständig finster, also müsse Licht brennen. Ein Tisch oder sonstiges Hausgeräth stehe außer den Betten und der Kommode in der Kajüte nicht, anhängen lasse sich die Lampe nicht, denn die Decke würde an= brennen, da der Raum zu niedrig sei und so bleibe nur die eine Möglichkeit, die Lampe auf die Kommode zu stellen. Zwölf Winter hätten sie in gleicher Weise überwintert, zwar seien ihnen vier Kinder gestorben, doch nie sei ein Unfall passirt, bis die Flammen ihre letzten beiden Kinder dahinrafften. Der Staatsanwalt konnte nur das schwere Unglück tief beklagen, doch die Verurtheilung beantragen fonnte er nicht, da ihm eine Fahr lässigkeit nicht nachgewiesen schien. Rechtsanwalt Wronter als Vertheidiger betonte auch noch, daß möglicherweise eine Explosion eingetreten fei, für die überhaupt Niemand verantwortlich ges macht werden könne. Ohne sich zur Berathung zu rüdzuziehen, sprach der Gerichtshof die Angetragte frei. " Beulenroda. Durch eine Traueranzeige groben Unfug verübt zu haben, trug dem Auftraggeber 10 und dem Drucker 20 M. Geldstrafe ein. Insgesammt wurden erkannt auf 1421 M. Geldstrafe und 3 Jahre, 5 Monate, 3 Wochen und 3 Tage Gefängniß ftrafe. Der Parteivorstand. Berlin, Kazbachstr. 9, I. Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. Versammlungen. Der Gärtner V. schloß für seinen Sohn mit dem Hotel 6. Leipzig. Die Freisprechung der Genossen Hülle und befizer Schellwald einen Lehrvertrag, nach welchem Leyteren Raub in Erfurt, Militärpersonen beleidigt zu haben, 150 M. Lehrgeld gezahlt werden sollten, zahlbar in jährlichen fand die Bestätigung des Reichsgerichts. Die ftaats- Raten von 50 M. Kurz nach Ablauf des ersten der in Ausanwaltschaftliche Revision wurde verworfen. sicht genommenen drei Lehrjahre, als die 50 M. für das zweite .Braunschweig. In der Revisionsinstanz wurden der Jahr bereits gezahlt waren, verpachtete Schellwald sein hiesiges Hüttenarbeiter Hassebraut, Holzhändler Brunte Hotel und verzog nach außerhalb". Den Kochlehrling V. wollte Berliner Gewerkschaftskommission. Deffentliche und Bigarrenarbeiter Giesecke von der Anklage der er dem Pächter des aufgegebenen Hotels zur vertragsmäßigen Bersammlung der Delegirten vom 6. April im Lokal Beamtenbeleidigung freigesprochen. weiteren Ausbildung übergeben. Damit war dessen Bater nicht von Ehrenberg, Annenstr. 16. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung Berlin. Freigesprochen wurde von der Anklage der einverstanden; er hielt sich für berechtigt, den Jungen über die Veranstaltung der Maifeier- Versammlungen; 2. VerAufreizung zum Klassenhaß der Buchhändler Louis aus der Lehre im Hotel fortzunehmen und 40,50 M. von den schiedenes. Das Bureau bildeten Tabatarbeiter Börner, für das zweite Lehrjahr im Voraus bezahlten 50 m. zurück Mechanifer Berger und Hilfsarbeiterin Frau Müller. Der 7. Elberfeld. Ohne behördliche Genehmigung einen öffent- zufordern. Die fehlenden 9,50 M. rechnete W. dem Schellwald für Referent, Goldarbeiter Faber führte aus: Bereits am lichen Aufzug veranstaltet zu haben, trägt dem Genossen die Beit an, welche sein Sohn über das erste Jahr hinaus bei 19. Januar habe sich eine öffentliche Versammlung der Delegirten Lenz aus Remscheid 30 M. Geldstrafe ein. diesem in der Lehre war. H. bezw. dessen Vertreter ließ sich eingehend mit der Maifeierfrage beschäftigt und einstimmig Dortmund. Genosse Bloď zum zweiten Male von der nicht auf die geforderte gutwillige Herauszahlung der eine Resolution angenommen, wodurch den Gewerkschaften Anklage der Richterbeleidigung freigesprochen. Antrag 40,50 m. ein; auf beim Gewerbegericht erhobene Klage empfohlen wurde, am 1. Mai Vormittag öffentliche Versamm4 Monate Gefängniß. 8. Dresden. Der Genosse Eichhorn, verantwortlicher der Summe verurtheilt. Gründe: Das Lehrverhältniß aber auch diejenigen theil zu nehmen haben, denen eine ArRedakteur der" Sächsischen Arbeiter Beitung" wegen war nicht übertragbar, obwohl im Vertrag gesagt ist, daß die beitsruhe am 1. Mai möglich ist u. f. w. Außerdem beschloß die Gendarmenbeleidigung 100 m. Geldstrafe, und wegen Ausbildung des Lehrlings dem Rüchenchef oder Ober Gewerkschaftskommission, die Arbeiter Berlins aufzufordern, am Beleidigung eines Gemeindevorstehers einen Monat Ge- fellner übertragen werden könne. Technische Funktionen Abend des 1. Mai sich den allgemeinen Feierlichkeiten anzufängniß. waren( und find) zu übertragen, aber ein Vertragsver- fchließen. Der damalige Referent Timm hätte eine einheitliche Feier 8. Berlin. In der Revisionsinstanz wurden der Dirigent hältniß als solches tönne nicht einseitig übertragen und zwar in der Gestalt empfohlen, daß die verwandten Berufe und mehrere Mitglieder des Gesangvereins Sängerlust" werden. in Gruppen zusammentreten und gemeinsame Versammlungen in Luckenwalde von der Anklage des Hausfriedensbruches In diesen Gründen schloß sich das Gericht der Klage abhalten sollten, da sonst die Feier einer jeden Gewerkschaft für freigesprochen. Delift: Gesang am Grabe eines Genossen. begründung des Herrn Weigert an. fich eine zerrissene würde, Infolge des Fehlens dieser AusFürth. Einen Hauptmann beleidigt zu haben, trägt dem führungen im Bericht des Vorwärts" wurde sich der geschäftsGenossen Segi 30 M. Geldstrafe ein. Wie der Landrath Sozialdemokraten im Kriegerverein führende Ausschuß darüber einig, nochmals, und zwar am Greiz. Die Straftammer hat den Antrag des Genossen entdeckt. In Großbreitenbach waren bei der letzten Reichstags- 11. März, im Vorwärts" einen Aufruf zu erlassen, damit die Schenderlein um Wiederaufnahme des Verfahrens in wahl am 15. Juni 1893, wie es sich gebührt, viele sozialdemo- Ginberufung dieser Versammlungen einheitlich werde. Da aber der Beleidigungstlage des Pfarrers Hofmann in Dölau, fratische Stimmen abgegeben worden. Der stellvertretende Land- eine ganze Anzahl Gewerkschaften dem Aufruf keine Beachtung abgelehnt. rath des Kreises nun hätte gern gewußt, wer diese Sozialdemo- schenkten und trotz desselben für sich eine gesonderte Feier zu arrangiren 10. Zwickau. Wegen Beleidigung des Gemeinderaths in traten feien und kam auf den Gedanken, sich von der Distributions- beabsichtigten, so sei zur definitiven Festlegung der Maifeier diese VerWilfau, Genosse Keil 4 Wochen Gefängniß. stelle der sozialdemokratischen Thüringer Tribüne", welche im fammlung nothwendig geworden. Der Ausschuß schlage vor, für 12. Erfurt. Von der Anklage, die Armendirektion beleidigt Besitze eines Porzellanmalers R. sich befand, die Abonnenten jede Industriegruppe, analog den Kammern des Gewerbegerichts, zu haben, Genosse Hülle freigesprochen. liste geben zu lassen. Er beabsichtigte, wie er offen aus- nur eine Versammlung am Vormittag des 1. Mai einzuberufen. Magdeburg. Wegen Boykotterklärung wurden die Ge- sprach, dann diejenigen, welche Mitglieder des Kriegervereins Dadurch würden die Versammlungen gut besucht und der noffen Deters und Haverkamp zu 80 bezw. 60 m. waren und doch sozialdemokratisch gewählt hatten, aus dem Demonstrationszweck erreicht werden. Der Ausschuß werde auch, Geldstrafe verurtheilt. Der Antrag lautete auf 6 bezw. Bereine auszuschließen. K. wollte dem Landrath die Liste soweit es nicht jede Gruppe selbst besorgen will, die nöthigen 4 Wochen Gefängniß. selbstverständlich nicht aushändigen, deshalb sandte der Landrath tüchtigen Referenten stellen. Wohl möge es manche des K., zwei Gendarmen in das Haus um die Liste Gewerkschaften gebent, geben, die da glauben, eine anfehn u holen. Es gelang den Gendarmen unter Anliche Zahl ihrer Berufsgenossen zu sammeln und zu wendung von Gewalt, R. die Lifte zu entreißen diesem Zweck gesonderte Bersammlungen einberufen; ihnen und sie dem Landrath zu übergeben. Die Folge davon war foll dies nicht direkt verboten werden, jedoch anheim gegeben, eine ziemlich umfangreiche Ausschließung von Mitgliedern des fich den Beschlüssen der Gewerkschaftskommission mehr zu fügen. Kriegervereins. Dieser Vorfall wurde vor dem verantwortlichen Redner wünscht zum Schluß eine nochmalige gründliche und Redakteur der Thüringer Tribüne", Hülle in Erfurt, in flare Aussprache, damit alle die Gewerkschaften, die noch keine 14. Offenburg. Von der Anklage der Beamtenbeleidigung einer Briefkastennotiz und einem längeren Artikel mit erklärlicher Stellung zur Maifeierfrage genommen haben, sich in ihren Verwurde der Redakteur des Offenburger Boltsfreund", Ge- Schärfe besprochen. Wie es in solchen Dingen im Deutschen sammlungen danach richten können. Die Aufforderung des Vornoffe Adolf Ged, freigesprochen. Reiche üblich, wurde nicht der Landrath, sondern Hülle wegen 16. Elberfeld. Von der Anklage, zwei Polizeibeamten a. D. Beleidigung angeklagt und vom Landgericht Erfurt am 8. Ja- benden an die Delegirten, fich rege an der Debatte zu betheiligen, wurde fleißig befolgt. beleidigt zu haben, wurde Genoffe Lingweiler, nuar 1894 zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. In der Hergt( Wäschebranche) hält es nicht für richtig, daß ver Redakteur der Freien Presse", freigesprochen, dagegen gegen das Urtheil eingereichten Revisionsschrift heißt es: Der schiedene Gewerkschaften auch gesonderte Feiern am Abend voreiner solchen der Direktion der Siegburger Gefängniß- Schutz des§ 193 iſt dem Angeklagten unrechtmäßig versagt nehmen wollen. Es soll ihnen zur Pflicht gemacht werden, davon verwaltung schuldig befunden und zu 6 Wochen Gefängniß worden. Er hat durch Veröffentlichung der Artikel in Wahrung Abstand zu nehmen und sich den allgemeinen Feierlichkeiten ihrer eigener Interessen gehandelt, denn nachdem die Abonnentenliste resp. Wahlkreise anzuschließen. 17. Pirna. Wegen Veranstaltung eines öffenlichen Ver- aus Großbreitenbach in den Händen des Landraths gewesen, sind Klavierarbeiter Riediger war mit dem Referenten nicht gnügens ohne polizeiliche Erlaubniß, der Vertrauensmann zahlreiche Abbestellungen der Zeitung erfolgt. Ferner mußte auf einverstanden. Bei Versammlungen der Industriegruppen würden Der Metallarbeiter 20 Mart Geldstrafe. Der Vorsitzende eine Zusatzstrafe erkannt werden, da der Angeklagte vom Erfurter sich viele„ brücken", die in der einzelnen Gewerkschaft eher am des Arbeitervereins Berggießhübel 25 M. Geldstrafe, weil Schöffengerichte zu einer Gefängnißstrafe wegen Beleidigung ver- Blaze sein werden. Von seinen Kollegen würde sicherlich der dritte et eine zwar annoncirte aber nicht abgehaltene Verurtheilt war, und zwar zu 14 Tagen, welche noch nicht verbüßt Theil zurückbleiben, wenn sie sich den übrigen Holzarbeitern fammlung infolge Saalverweigerung- unterlassen hatte Artikel der Zeitung alle Merkmale der Beleidigung enthalte und Bersammlungen für sich ab. Ristenmacher Tschernig schloß Das Reichsgericht verwarf die Revision, da der anschließen sollten. Besser sei es, jede Gewerkschaft hält ihre ſind. 19. Frankfurt a. M. Genosse Hoch, Redakteur der daß dieselben so schwerer Art seien, daß Angeklagter, wie der fich dem Vorredner an, habe aber auch gegen Bersammlungen " Boltsstimme", wegen Beleidigung eines Hauptmanns Vorderrichter mit Recht ausgesprochen habe, den Schuß des nach Industriegruppen nichts einzuwenden, falls sich die einzelnen § 193 nicht verdiene. Gewerkschaften 1 Stunde vorher in einem Lokal sammeln und Es ist uns nicht bekannt, ob dem Landrath in dieser Sache gemeinsam in dieselbe gehen. Andernfalls sei der demonstrative etwas geschehen ist. Zweck vereitelt. Vergolder Späth ist auch für Versammlungen der Industriegruppen. Seine Gewerkschaft habe bereits vor drei Wochen derartigen Beschluß gefaßt. Es müsse übrigens auf einen Frrthum Faber's beruhen, wenn er meint, im Vorwärts" sei ungenügend berichtet worden; sein Vorgänger habe in feiner Berichterstattung als Delegirter von derartiger Berathung nichts erwähnt. Maurer Gröpler plädirt für einen großen Demonstrationszug, der so gestaltet werden müsse, daß er Eindruck auf diejenigen ausübe, welche die heutigen elenden ErwerbsProzeß Löwy. Die gestern in betreff des Bankiers Hugo verhältnisse der Arbeiter verschuldet haben. Börner, TabakLöwy mitgetheilte Nachricht, daß das Reichsgericht die vom Berarbeiter, hielt ihm entgegen, daß einen derartigen Aufzug die Vernunft verbiete; ohne Kollision mit der Polizei würde es theidiger, Rechtsanwalt Friedmann, eingelegte Revision ver22. Mülhausen. Wegen Ausstoßens aufrührerischer Rufe worfen habe, ist nicht völlig zutreffend. Das Reichsgericht sicherlich nicht abgehen und dann die Folgen unberechenbar sein. Genosse Haug 14 Tage Gefängniß und 10 Mark Geld- brachte vielmehr von der dem Löwy zuerkannten Strafe sammlung seiner Gewerkschaft bekannt, die wegen dem in ihren Steinseher Kobras gab den Beschluß einer öffentlichen Verübersehen worden war, daß von den früher gegen Löwy er veranstalten zu müssen glaubte er persönlich habe sich dagegen 6 Monate Zuchthaus in Abzug, da von der 3. Strafkammer Reihen herrschenden Indifferentismus eine eigene Feier am Abend tannten Strafen ein Theil durch die Untersuchungshaft in Ab- gewendet. Na gel theilt mit, daß die Firmenschilderbranche rechnung gebracht worden war. beschlossen habe, sich am 1. Mai den Veranstaltungen des fünften Stiel. Der Schuhmannsbeleidigung wird Genoffe Ströbel schuldig erachtet und zu 3 Wochen Gefängniß verurtheilt. Antrag sechs Wochen. verurtheilt. anzumelden. 100 M. Geldstrafe. Brieg. Die Genossen Rahlert, Bauh und Schola waren durch Strafbefehl wegen unerlaubten Rollettirens je mit 10 M. Strafe belegt. Bei der richterlichen EntScheidung wurde die Strafe für die beiden ersten auf 5 und bei Scholz auf 6 M. herabgesetzt. 20. Kiel. Von der Anklage, die Geistlichkeit beleidigt zu haben, Genosse Klüß, der derzeitige verantwortliche Nedakteur der Schleswig- Holst. Bolts Zeitung", frei gesprochen. " " # Teffan. Wegen Majestätsbeleidigung der Genosse Friedrich Richter 4 Monate Gefängniß. Halle. Genosse JlIge wegen Beleidigung eines Kaufmanns 5 M. strafe. 27. Elberfeld. 100 Mark Geldstrafe Genosse Lingweiler, Redakteur der Freien Presse" wegen Beleidigung der Bergbehörde in Saarbrücken. 28. Magdeburg. Genoffe Mathies, Elbingerode, der eine 2 jährige Zuchthausstrafe verbüßt, wegen Beamtenbeleidigung eine Zusagstrafe von 4 Wochen. Konstanz. " Weil eine aufgelöste Versammlung fortgefeßt zu haben, Genosse Tröndle von Donaueschingen sechs Wochen Gefängniß. Stralsund. Genosse Koopmann wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes 30 M. Geldstrafe. Nothwehr. Wenn zwei Parteien in einem verschließbaren Bimmer in Bant gerathen und die eine Partei auf die gegnerische eindringt, um dieselbe anzugreifen, so liegt darin, daß die an gegriffene Partei die Flucht ergreift und die Thür verschließt, nach einem Urtheil des 4. Straffenats vom 6. April 1894 teine Freiheitsberaubung, sondern das Verschließen der Thür und dadurch das Einsperren der angreifenden Partei ist als Nothwehr anzusehen. Ein hochtragischer Vorfall beschäftigte heute die zweite Wahlkreises anzuschließen. Hausdiener Poliz ist für VerStraffammer am Landgericht II. Wegen fahrlässiger Tödtung sammlungen der Industrie- Gruppen. Da bei ihnen eine Arbeitsihrer einzigen beiden Kinder war die verehelichte Schiffseigner ruhe unmöglich, so geben sie Bons aus für den GewerkschaftsEmilie Dundler, geb. Stahlberg, angeflagt. Frau Dündler fonds: Abends schließen sie sich der politischen Partei an. Den erschien in Begleitung ihres Mannes; beide Eheleute tamen aus Arbeitslosen wurde die Betheiligung an den Vormittagsverdem Schluchzen garnicht heraus, obwohl der Vorsitzende, Land- fammlungen der übrigen Berufe empfohlen. Schneider erichtsdirektor Renckhoff, die Verhandlung mit denkbar( Brauereihilfsarbeiter) hält es unter Hinweis auf die zur Nacht. geit Arbeitenden für zweckmäßiger, die Feier den einzelnen Ge- 1 zweiter Schriftführer; Piehl, Hannemann und Weiland Revisoren. J Thema möglichst weit abschweiften, bis nach Mitternacht hinzog, werkschaften zu überlassen, da sonst viele Versammlungen über- Der Arbeitsnachweis besteht aus den Kollegen Schmidt, Stein, tamen zu Worte: Bildhauer Otto Köhn, A. Hoffmann- Pantow, voll würden. um festzustellen, wer fehlt. Puzer Schulz ist für einheitliche Feier der Eckert, Feller, Felbaum, Janke und Krause. Die Verwaltung Mäther, Milauzki, Glafer, Eduard Nöhrenberg, Sieson, kleinen Gewerkschaften; in seinem Berufe ist bisher und wird der Bibliothet wurde dem Kollegen Schackow übertragen. Dem Jänsch, Raßler, v. Wächter und noch einige Andere. Abgesehen auch in Zukunft stets auf strikte Arbeitsruhe gesehen werden. Vertrauensmann bewilligte die Versammlung 60 M. Hierauf von Mäther, der sich streng auf den Boden der betreffenden Filzschuharbeiter Schmolling schloß sich den Ausführungen entspann sich eine rege Distuision über die Mißstände in der Forderung des Erfurter Programms stellt, vertheidigen die Faber's an; die Arbeiter der Schuh- Industrie halten gemein- Faerik von Lutatu. Weichselberg, Cuvryfiraße. Bei der Redner alle mehr oder weniger energisch die Forderung sam eine Bersammlung ab und besigen so viel Personenkenntniß, fürzeren Arbeitszeit ist der Lohn so gekürzt, daß es den Ar- des Austritts aus der Landeskirche, indem sie auf die beitern bei diesem Verdienst unmöglich ist, eine Familie zu erFür Gruppenversammlungen treten noch Droschkenkutscher nähren. Die nächste Versammlung findet am 7. Mai statt. Schulz, Hildebrandt( graphisches Kartell) und Bildhauer Winkler ein. Handlungsgehilfe Born verlangte für seine am Abend. Sie bestände aus den rückständigsten Elementen der Ur Arbeiterbewegung und es seien die Verhältnisse im Handelsgewerbe solche, daß von einer Arbeitsruhe nicht die Rede sein könne. Dem Redner wurde von verschiedenen Seiten widersprochen. Winkler brachte folgende Resolution ein: Die Versammlung der Berliner Gewerkschaftskommission fordert die Arbeiter Berlins auf, am 1. Mai Vormittags die von der Berliner Gewerkschaftskommission einberufenen Gruppenversammlungen zu besuchen. Den Arbeitern derjenigen Berufe, die bereits Bersammlungen zum 1. Mai festgesetzt haben, wird anheim gegeben, in diesen vollzählig am Plaze zu sein, damit die Feier eine wirkungsvolle und feine zersplitterte werde." Former Berniti stellte den Zusagantrag: Die Gewerkschaften sind aufzufordern, die Versammlungsanzeigen mindestens acht Tage vorher dem Gewerkschaftsbureau einzufenden; von dort aus sollen sie übersichtlich und nach den verwandten Berufen geordnet dem Vorwärts" übergeben werden." " Eine Frage, wie fich fozialdemokratische Arbeitgeber, Druckereien 2c. zum 1. Mai stellen, beantwortet der Vorsitzende dahingehend, daß es Sache der betreffenden Arbeiter selbst ist, bei ihrem resp. Arbeitgeber darum anzufragen.( Zustimmung.) Ein Antrag von Thal( Hilfsarbeiter) auf namentliche Abstimmung der Resolutionen wird abgelehnt, desgleichen ein Antrag des Vertreters der Handlungsgehilfen, diesen zu gestatten, am Abend des 1. Mai eine gesonderte Versammlung einzuberufen. Die Resolutionen von Winkler und Bernisti fanden hierauf einstimmige Annahme. W Verwendung hinwiesen, welche die Religion heute im Dienste der befigenden Klaffe findet, eine Verwendung, die ja der Referent die am 6. d. M. tagte, hielt der Kollege Schulz einen beifällig digung des Christenthums erfuhr bei feinem Diskussionsredner In der Freien Vereinigung der Bureau- Angestellten, felbft zugegeben aber als nicht richtige Verwendung hinzustellen versucht hatte. Die von dem bem Referenten unternommene Vertheiaufgenommenen Vortrag über das Thema:„ Das Verbrechen als digung des Christenthums erfuhr bei feinem Diskussionsredner Zustimmung. Da gegen 12/2 Uhr noch eine ganze Anzahl soziale Krankheit". Nach der hierauf vorgenommenen Statuten- Bedner eingezeichnet war, wurde die Diskussion abgebrochen. berathung stellte Kollege Bauer den Antrag, eine Kommission v. Wächter erklärte sich bereit, in einer Bersammlung am 17. April, von drei Personen zu wählen, welche sich mit dem Verein der in welcher Dr. Bruno Wille sprechen soll, zu erscheinen; dort Bureau- Angestellten und verwandten Berufsgenossen zur endopel of 161501 Dermischkes: an einem Welche parteipolitische Stellung zur Religion folgt dem Briefmarkenschacher Geld machen, fie für 300 m. Wie nun gewisse Raubftaaten" mit Gott ändern könne. ge= A 1. Mai fleißig arbeiten und von einer Feier absehen. Bildhauer Die revibirten Statuten beseitigten im Wesentlichen die alten Schuß der Tellersammlung wurde auf Ersuchen des Einberufers Reliner Weihnacht erklärte, seine Kollegen müßten am lichen Beseitigung der Befehdung in Verbindung zu setzen habe. gedenkt man die Diskussion fortzusehen. Der nicht bohe UeberAngriffspunkte des Vereins der Bureau- Angestellten. Die beider diesem zur Deckung der Druckkosten seines Blattes überwiesen. seitigen Führer sollen zurücktreten und alle Zwistigkeiten beDie nächste Zeit bevor, nicht länger folle zur Freude und zum graben werden. Große Aufgaben ständen der Organisation für Spott der gemeinsamen Gegner fortgefahren werden, sich zu be= kämpfen. Nachdem die in der Freien Bereinigung in betracht kommenden Persönlichkeiten erklärten im Interesse des Friedens Vom Briefmarkenhandel. Gegen das Spekuliren mit freiwillig zurückzutreten, wurde eine dementsprechende Resolution Briefmarken durch die Postbeamten in den ihm unterstellten brieinstimmig angenommen. Die Wahl der diesbezüglichen Kom- tischen Kolonien hat sich der Vizekönig von Judien in einem mission fiel auf die Kollegen Bauer, Danziger und Pleßner. Rundschreiben gewandt. Die Briefmarkenhändler haben ihre Agenten in den verschiedenen Kolonien dahin angewiesen, UeberDer Verband deutscher Kürschner( Filiale Berlin) hielt drucke zu veranlassen, indem sie, häufig auf einen bezahlten Poftbeamten hin, den Vorrath am 2. April eine außerordentliche Mitgliederversammlung ab. Wint Der Kollege Michaelis gab der Versammlung den Bericht über bestimmten Werthzeichen gänzlich ankaufen, dann mehr die Verhandlungen auf der Generalversammlung. Im Anschluß davon verlangen, worauf der Postdirettor genöthigt daran erklärt die Versammlung ihr Einverständniß mit der ist, andere Marken auf den gewünschten Werth Thätigkeit der Berliner Delegirten. Hierauf wurde zur Wahl überdrucken zu lassen, da bei den großen Entfernungen des Hauptvorstandes geschritten. Aus derselben gingen hervor: frischer Vorrath nicht rasch besorgt werden kann. Gewisse 1. Vorsitzender Niem; 2. Vorsitzender Freyer; 1. Schriftführer Händler machen sich es insofern bequem, als sie einen Betrag Benisch; 2. Echriftführer Ahlert; 1. Kassirer Wier; 2. Kaffirer von einigen hundert Mark an diesen oder jenen Postvorsteher Hoppe; Beisitzender Frick; Vertrauensleute: Dittmann( Ob einsenden, mit der Bitte, dafür gelegentlich überdruckte Marken mann); Michaelis und Ritter. Zu Revisoren wurden ernannt oder sonstige Seltenheiten zu senden; ein Händler soll auf diese die Kollegen Springer, Thomsen und Blümel. Zur Ergänzung Weise 20 000 M. in Umlauf haben. Einzelne Ober- Postmeister Bei Berlesung der Präſenzliste waren 66 Delegixte anwesend; des Vorstandes der hiesigen Filiale wählte man die Kollegen wollten dem Treiben der Händler ein Ende macher. So wählter ohne Entschuldigung felten 19 und zwar die Delegirten der Regge als 1. Vorsitzenden: Frl. Köhler als 2. Echriftführerin ordnete vor zwei Jahren der Postmeister von Neukaledonien Schlächter, Barbiere, Rornträger, Möbeltransport- Arbeiter, Dach- Weiner und Schmidt als Revisoren. Zur Maiseier wurde auf an, daß keine ganzen Blätter mehr verkauft werden sollten, decker( permanent), Klempner, Tischler Kühn( permanent), Antrag Regge beschlossen, den 1. Mai die Arbeit ruhen zu laffen sondern, wer viele Briefe freizumachen hätte, sollte sie mit dem Böttcher, Stockarbeiter, Knopfarbeiter, Bürsten- und Pinselmacher, und Vormittags eine Versammlung einzuberufen. Herr Dünow, Geldbetrage den Schalterbeamten einreichen, worauf die Be Weißgerber, Handschuhmacher, mechanischen Schuhmacher, Puh- Wallstr. 19, weist durch Abschrift eines gewerbegerichtlichen Er- amten das Aufkleben der Marken besorgen würden. Es half fach und Federfabrikation, Schäfte Arbeiter, Buchdrucker, kenntnisses nach, daß die gegen ihn erhobene Behauptung der nichts, denn der Agent eines Markenhändlers reichte 500 geStereotypeure und Porzellanarbeiter. unrechtmäßigen Entlassung einer Mansell auf unwahrheit schlossene Umschläge mit der Adresse an sich selbst ein und geEine weitere, längere Diskussion zeitigte die in der letzten beruht. Zum Schluß einigte man sich dahin, den Fragebogen des langte zu feinem Ziel. Gin Londoner Händler erhielt eines Versammlung gegen die Bäcker vorgebrachte Anschuldigung, diese statistischen Amtes Berlins, den Arbeitsnachweis betreffend, nicht Tages für 13 M. ungebrauchte Marken von den Fidschi- Inseln hätten die zur Agitation für die Kontrollmarke bewilligten zu beantworten. als Zahlung; da sie alle überdruckt waren, verkaufte er Gelder( 150 M.) für andere Zwecke verwandt, da wie Drechsler Dost anführte, Flugblätter nicht zur Verbreitung gelangt find. läßt sich auch Bäcker Most erklärte diese Verzögerung mit dem Bruch an aus der geschichtsmaterialistischen Erklärung der Religion? dem Briefmarkenschacher Geld schildern. Die Neger Republik Liberia an der Westeiner Maschine in der Druckerei von Janiczewski u. Quitt. Die Ueber dieses Thema unterhielt sich am 6. April eine von Theodor tüste von Afrika, mit einer Million Einwohner, war außer Flugblätter( 30 000 Stück) befinden sich in der Genossenschafts- v. Wächter einberufene, mäßig besuchte öffentliche Versammlung, Bäckerei; er bedauert, daß die inzwischen neugewählte Agitations- zu welcher besonders die sozialdemokratischen Atheisten ein- Stande, ihren Kommiffar bei der Ausstellung in Chicago mit tommission der Bäcker nicht an ihre Berbreitung dente. geladen waren. Redner führte etwa folgendes aus: Bei der Geld zu entschädigen, und sandte ihm einen Pack ihrer schön Bäcker Schola erging fich in scharfen Angriffen gegen die Landagitation ist die Frage der Religion von besonderer gedruckten Postwerthzeichen, die sich denn auch verwerthen ließen. Den Landproletarter. der noch Genoffenbäckerei, die sich als die berufene Vertreterin der Inter- Wichtigkeit. noch schlimmer Die neun oder zehn Cook- Inseln im Stillen Ozean machen ein nicht weniger einträgliches einträgliches Geschäft. Die Inseln effen ber Bäckergesellen aufspiele; in Wirklichkeit aber, statt der lebt als sein Bruder in der Industriestadt, hält die Religion bei Ertheilung der Kontrollmarte zur Pflicht gemachten Inne- davon ab, an die Abschüttelung seines Joches zu denken. Die bilden eine Rohlen- und Lebensmittelstation für den Schiffshaltung der zwölfftündigen Arbeitszeit 15 Stunden arbeiten laffe. Frage drängt sich daher auf: Wie können wir die falschen verkehr zwischen Mittelamerika und Neuseeland. Die 10 000 bis Die jeßige Kommission werde energisch ihre Schuldigkeit thun. religiösen Vorstellungen, welche die Landbewohner haben, über- 11 000 Einwohner, meist braune Polynefier, etwas dunkler als Börner mißt nicht der Kontrollmarte als solche, sondern winden? Der Landproletarier glaubt nämlich, daß die die Tahitianer, waren unlängst noch Menschenfreffer; jetzt 2011 Gott fleiden sie sich nach europäischem Geschmack, handeln mit Neuden Zwiftigkeiten der Bäcker die Schuld bei, daß erstere bisher beutigen Zustände, die Klassengegensäte, so wenig Eingang gefunden hat. Jetzt bedeute die Marke der schaffen seien und daß sie daher nicht der Mensch, seeland in Kaffee, Tabat, Baumwolle, Copra und vor etwa 11/2 1. Genossenschaft eine Echuhmarke gegen die Konkurrenz zweier sondern nur Der ganze Haß der Jahren erachteten sie, daß ihre Fortschritte in der Gefittung den weiterer Genoffenschaftsbäckereien. Auch Millarg bemerkte, daß sozialdemokratischen Atheisten gegen die Religion tommt eben Gebrauch von Briefmarken erforderten. Von Neuseeland eres an Agitation für die Kontrollmarke der Bäcker gewiß nicht daher, daß sie sehen, daß durch diese Vorstellungen das Volk von hielten sie einfach gedruckte Werthzeichen, bald erschienen die Sändler, und die Gingeborenen fanden, daß mit den fleinen gefehlt habe, bas erſte Glugblatt habe jedoch durch seine Ge- der Freiheit zurückgehalten wird. Auch Redner iſt Atheist in be- meie ingeborenen fanden, daß mit den kleinen haifigkeit gegen andere Genossenschaften der ganzen Bewegung zug auf die ganze Erfahrungswelt; diese läßt sich vom mensch- Werthzeichen mehr zu verdienen sei als mit Kaffee und Gopra. das Genick gebrochen. So manche bittere Wahrheit mußten sich lichen Verstande ermessen, berechnen und kann daher nicht der Vor einigen Monaten dann ließen sie eine neue Auflage, die Bäcker noch sagen lassen, bis durch einstimmige Annahme Gegenstand göttlichen Eingreisens sein. Aber ob diese Welt diesmal funftfertig drucken, und die Händler erschienen noch folgender Resolution die unerquickliche Debatte ihren Abschluß alles ist, das ist eine andere Frage, darüber können sich die aller- zahlreicher als beim ersten Male. Man kann sich denken, daß fand: wenigsten Leute, infolge unverschuldeten Mangels an ausreichender auf 100 oder 200 verkaufte Werthzeichen eins fommt, das im Die Gewerksschaftskommission erwartet von den Bäckern, Vorbildung und an Zeit, eine flare Antwort geben. Daher soll Postverkehr gebraucht wird. Es heißt, daß fie ihre Staatsdaß sie endlich die Verbreitung der Flugblätter zur Empfehlung man aber auch den Gottesgläubigen nicht verlästern. Borerst ist ausgaben mit dem Ertrag des Postmarkengeschäfts decken. Einen der Kontrollmarte vornehmen und über die weiteren Schritte be- es für uns wichtig, daß es eine falsche Religion war, in dieser Haken hatte die Sache doch: da nämlich auf den neuen Marken treffs Agitation für dieselbe dem Ausschuß der Gewerkschafts- Erfahrungswelt einen Gott zu suchen. Während die anarchistische das Bildniß der Königin Namens Mafia gedruckt war, fam tommission Bericht erstattet." Methode alle Mißstände und Nebel der Bosheit und Dummheit eine Mahnung aus London, daß in einem britischen Schutzgebiete Tschernig ersuchte die Delegirten, in allen Versammlungen Einzelner zuschreibt und sich daher einen Erfolg von dem Kampf fein anderes, als das Bild der Königin Vittoria die Postihrer Gewerkschaften zum Abonnement des Vorwärts" auszu- gegen Einzelne verspricht, ist es für den Sozialdemokraten selbst- werthzeichen zieren dürfe. Die Eingeborenen follen jedoch nicht gefordern. Her gt brachte eine Beschwerde gegen Faber vor, verständlich, daß, wenn die Wirthschaftsweise sich ändert, dann neigt sein, fich dieser Anordnung zu fügen, da eine Marke, wie der sich geweigert habe, unorganisirten Arbeiterinnen Klagen zu auch Bosheit und Tummheit weichen, daß man also nicht gegen England sie wünsche, die augenfällige Seltenheit der Ausstattung schreiben. Außer Faber selbst vertheidigten auch Frau die Religion, sondern gegen die Wirthschaftsweise zu kämpfen verliert. Auf den Tonga- und Samoa- Inseln ist es nicht viel Müller und Bernizki dessen Verhalten. Um 12 Uhr hat. Aus der Landeskirche austreten foute daher nur Der, anders als auf den Cook- Inseln zugegangen. In Amerika erwurden alle übrigen Punkte vertagt und die Vertammlung gewelcher in der Religion gar nichts mehr sucht; dieser muß aus scheint faft Jahr für Jahr eine neue Ausgabe von Postwerthschlossen. Wahrheitspflicht austreten. Ferner aus demselben Grunde auch zeichen für Nicaragua, San Salvador, Ecuador und Honduras, Marken umsonst und der, welcher, so lange er in der Kirche ist, seine Kinder an dem die Händler liefern die neuen neuen Ausgabe wird die ältere Eine öffentliche Versammlung der Bureau- Angestellten den Autoritätsglauben predigenden Religionsunterricht theil- beim Erscheinen einer die Platten den Händlern tagte am 4. b. M. in den Armin Hallen. Troß rührigster nehmen lassen muß. Aber wer diese Rücksicht nicht zu nehmen außer Kurs gefeßt, während Agitation war die Versammlung nur schwach besucht. Kollege hat, der soll in der Landeskirche bleiben, denn durch seinen Aus- verbleiben. Auch in Indien machen mehrere einheimische Staaten Aftor hielt einen Vortrag über die Zustände und die Vertretung tritt vermag er sie nicht zu bekämpfen, da sie doch auf den einträgliche Geschäfte: Faridkot z. B., einer der Sithe- Giffutleyunserer Interessen in den alten Berufsvereinen". Redner fritisirte wirthschaftlichen Zuständen ihre Macht bafirt. Die wirthschaft Staaten im Südosten von Firozpur, mit etwa 115 000 Gindie Taktik dieser Vereine, die nur bezveden, einige Personen in lichen Verhältnisse haben es mit sich gebracht, daß die Kirche wohnern, hat seit 1877 an 300 verschiedene Postwerthzeichen ausden Vordergrund zu schieben, die die Harmonie der Interessen" den Autoritätsglauben lehrte. Wenn das Christenthum lehrt: gegeben. Ju bezug auf Schönheit des Druces soll die Nordzwiſchen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ou predigen haben und„ Gebt dem Kaiſer, was des Raiſers iſt", so ist das nichts at borneo- Geſellſchaft mit ihren Marken obenan ſtehen, so daß fie denen dann eine recht einträgliche Stellung von den Arbeitgebern deres, als wenn Mary den Proletariern räth: Gebt einstweilen in sechs Wochen in diesem Jahre für 40 000 m. in London allein gewährt wird. Er erwähnte den Deutschen Privatbeamten- Berein, nech dem Lohnherrn, was des Lohnherrn ist, bis Ihr stark genug davon verkauft hat; zwei Händler haben zusammen für 24 000 m. den Verband Deutscher Bureaubeamten, den Verein der Bureau- zur Abschüttelung der Lohnsklaverei seid. Christus lehrt nicht davon genommen. beamten der Berliner Rechtsanwälte, Notare und Gerichts- den Autoritätsglauben, sonst würde er ja nicht sagen:„ Suchet, vollzieher und als neuestes Produkt den Verein der Krankenkassen- so werdet ihr finden". Die Glaubenslehre des Christenthums ijt Angestellten, den man in Berufskreisen scherzweise Omladina- die, daß eine Zeit tommen müsse, in welcher jeder glaubt, bund" nennt. Die meisten dieser Vereine sind direkt oder indirekt was er für wahr erkannt hat, und wo die Menschen brüder: Bon der„ Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diez durch die Arbeitgeber geschaffen, und bieten denjenigen Kollegen, ich mit einander verkehren. Der Unterschied ist nur der, daß welche energisch für eine Verbesserung der Bureau- Angestellten- das Christenthum diesen Zustand von einem Eingreifen Gottes Lage eintreten wollen, eine Möglichkeit hierzu nicht. Die feit wir von unserer eigenen Thätigkeit erwarten. Daher soll einem Jahre bestehende Organisation, die Freie Vereinigung der man dem, der den Grundsatz bete und arbeite" hat, nicht das Bureau- Angestellten Berlins, hat sich die Aufgabe gestellt, rück- Beten rauben, sondern vielmehr ihn auffordern zu arbeiten an fichtslos dafür einzutreten und deshalb empfehle er den Kollegen seiner und seiner Brüder Befreiung; dann wird er erkennen, den Beitritt zu derselben. Von einer Diskussion wurde Abstand wie viel er durch Arbeit erreichen kann, und wird um so weniger genommen. Kollege Schultz sprach hierauf über die Bedeutung von Gott erwarten. Der Gottesglauben ist aus Furcht vor den der Fachpresse. Er beklagte, daß die Schreiber in der Regel noch Erscheinungen, die man sich nicht zu erklären vermochte, entso weit zurück seien und Zeitungen, wie den Berliner Lokal standen; wenn man ihn daher den Leuten ohne weiteres nimmt, Anzeiger", das Deutsche Blatt", das Intelligenzblatt" zc. lesen. so raubt man ihnen den einzigen Halt. Man soll ihnen den Die Agitations Kommission der Berliner Bureau- Angestellten Glauben nicht früher nehmen, als bis man ihnen etwas Anderes habe ein Fachblatt Der Bureau- Angestellte" herausgegeben, das( Wissenschaft und Freiheit) dafür gewähren fann. Redner fich die Aufgabe gestellt habe, durch rücksichtsloses Aufdecken der empfiehlt folgende These der Diskussion zu Grunde zu legen: Schäden in unserem Beruf die Interessen der Kollegen zu vertreten, weshalb er die Kollegen ermahne, dieses Wert thatfräftig zu fördern. " T " Im Unterschied vom Anarchismus versteht der Sozialismus, daß diejenigen religiösen Glaubenssäte, welche einer wissenschaft. lichen Welterforschung und einer selbsthätigen Weltbeherrschung im Wege stehen, entstehen mußten als eine Aushilfe für den und einer Der Verband der in Holzbearbeitungs- Fa- Mangel einer wissenschaftlichen Welterkenntniß briten und auf Holzplägen beschäftigten Arselbstthätigen Weltbeherrschung; die falsche Befriedigung des Bebeiter und Arbeiterinnen Deutschlands( Filiale dürfnisses nach Welterkenntniß und Weltbeherrschung kann nur Berlin I) beschäftigte sich in seiner legten Versammlung mit der überwunden werden durch die Darreichung einer anderen BeErledigung einer Reihe geschäftlicher Angelegenheiten. Bunächst friedigung in wissenschaftlicher Welterkenntniß und selbstthätiger gab der Kassirer die Abrechnung vom letzten Quartal und ge- Weltbeherrschung. Ob mit der völligen wissenschaftlichen Weltlangten dann die vom Maskenball, Urania und Eylvefter erforschung und einer völligen selbstthätigen Weltbeherrschung alle vergnügen zur Berlesung. Hierauf wurde eine Uebersicht über Religion aufhören wird oder nur bestimmte unhaltbare religiöse die Geschäftsführung des Arbeitsnachweises, der Rechtsschutz Vorstellungen, kann erst entschieden werden eben nach Erreichung Kommission und der Bibliothek gegeben. Sodann vollzog völliger wissenschaftlicher Welterkenntniß und völliger selbstthätiger die Versammlung die Wahl des Vorstandes. Es wur Weltbeherrschung." den gewählt: Stein erster, Buchholz zweiter Vorsitzender, In der Diskussion, die sich infolge des Freimutha, mit Echarf erster, Körpen zweiter Kassirer; Hofmann erster, Merkel welchem die meisten Redner von dem zur Debatte stehenden Eingelaufene Denckschriften. Verlag) ist soeben das 27. Heft des 12. Jahrgangs er schienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Ludwig Kossuth. Mehring's Leffing- Legende" und die materialistische Geschichtsauffassung. Von Dr. Paul Ernst. Polnisches und Oberschlesisches. Bon Rezawa.- Beiträge zur Entwickelungsgeschichte der Großindustrie in Deutschland. II. Notizen: Die neuesten Fortschritte der Elektrotechnik. Aus dem Reiche der Vulgar- Dekonomie. Feuilleton: Der Raum. Ein Kapitel aus einer Philosophie für Arbeiter. Von Leopold Jacoby. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Ar beiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag) ist uns soeben die Nr. 7 des 4. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt diefer Nummer heben wir hervor: Die Gleichstellung der Frau mit dem Manne. Der deutsch- russische Handelsvertrag. Hausindustrielle Höllen. II.- Lucy Stone. Feuilleton: Bei Tisch. Von François Copée, übersetzt von E. A.- Arbeiterinnen- Bewegung. Kleine Nachrichten. Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Beitungsliste für 1894 unter Nr. 2660) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pr. Juferatenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. Größtes Manufaktur- und Modewaaren- Hans des Ostens color ob ne eniles odion M. Löwinsohn, Inhaber: L. N. Jacob. woln Grüner Weg 32( Ecke Andreasplatz). 5765L* Grüner Weg 32( Ecke Andreasplak). Verkauf nur gegen Baar zu streng festen Fabrikpreisen. vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Zahnschmerz beseitigt, schmerz:| Zähnel M.Garantie, Dresdenerstr.105. Feste Preise. Künstl. Zähne, to anziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienſtr. 123. G. Scharnow ithin 190 Uhren- und Goldwaaren- Fabrik ( 9 Berlin S., Oranienstr. 152, am Morihplay. 2. Geschäft: Oranienftr. 47a, Ede Lucauerstraße, besteht seit 1860. Anert. beste Bezugsquelle Nickel- Remontoir- Uhren von 10-15 m. Silberne Remontoir- Uhren v. 17 M. an Goldene Damen- Uhren do. 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Preis 1 M. Obwohl diese Schrift lediglich den Zweck hat, bei der seitens der braunschweiger Genossen begonnenen Agitation für Erringung des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts aufklärend und belehrend zu wirken, so tann sie jedoch ebenso den Genossen im übrigen Deutschland, besonders denen, welche sich mit der auf dem Kölner Parteitag angeregten Frage eingehender beschäftigen wollen, empfohlen werden. Der Verfasser giebt zunächst einen geschichtlichen Abriß über die Volksrechte unserer Vorfahren, über die Bildung der Boltsvertretung bis ins 18. Jahrhundert, die weiteren Verkümmerungen derfelben bis zu der heutigen politischen Vertretung. Er bespricht dann eingehend die Thätigkeit des braunschweigischen Landtags, die Verwaltung der Gemeinden, das Vereins- und Versammlungsrecht, die Proletarisirung der ländlichen Bevölkerung, die Wohnungsverhältnisse der Arbeiter auf den Kammergütern, die Gesindeordnung, die Ausgaben für das Schulwesen 2c. 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Arbeiterinnen der WäscheAuf Beschluß der außerordentlichen und Kravattenbranche Berlins 1893 werden die§§ 28 und 62 wie am Dienstag, 10. April, Ab. 8½ Uhr, in Nieft's Salon, Generalversammlung vom 18. Dezember folgt abgeändert: § 28. Die wöchentlichen Kassenbeiträge betragen: Weberstr. 17. Zages Ordnung: 1. Zustände in Berliner Wäschefabriken. 2. Diskussion. Bes 1. Für erwachsene männliche Kaffen- richt mitglieder über 16 Jahre ausschliesslich richt des Delegirten der Gewerkschaftskommiſſion. 4. Verschiedenes. 3. 2 der Lehrlinge 54 P. 2. Für erwachsene weibliche Rassenmitglieder über 16 Jahre 27 Pf. 3. Für männliche Kassenmitglieder unter 16( zwischen 14 und 16) Jahren und für Lehrlinge 27 Pf. 4. Für weibliche Kassenmitglieder unter 16 ( zwischen 14 und 16) Jahren 18 Pf. Zwei Versammlungen. 62 wird dahin abgeändert, daß 1. Nachut. 4 Uhr, Beginn präzis 5 Uhr, it ,, Cohn's Fest- Sälen", Beuthstraße Nr. 20: Vortrag des Herrn Stüve aus Hamburg über: Photographie und Verbrechen", illustrirt durch 40 in Chicago mit den höchsten Preisen prämiirten Original- Lichtbildern. Entree 10 Pig. 2. Abends 62 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 79: Vortrag des Herrn Hansen über; Materialismus und Ethik". Nach dem Vortrag: Gemüthliches Beisammensein. Gäste( Damen und Herren) sehr willkommen. Der Vorstand. Deffentl. Versammlung für Männer u. Frauen am Sonntag, den 8. April, in Cohn's Feltsaal, Beuthstr. 20: Vortrag von Hermann Stüve aus Hamburg über: Wissenschaft, Photographie und Verbrechen, illustrirt durch 40 wirklichen Prozessen entstammende Original Lichtbilder. Anfang 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. 2846b Große öffentl. Versammlung der Klempner Berlins Montag, den 9. April, Abends 8½ Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße Nr. 77-79. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission. 2. Bericht der Beifizer zum Gewerbegericht. 3. Bericht des bisherigen Vertrauens mannes. 4. Unsere Agitation. 5. Verschiedenes. 28186 Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Ersuche die Kollegen, im Interesse unserer Sache zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Bezirks Versammlung für den Weften = am Sonntag, den 8. April, Vorm. 10/2 Uhr, im Lokal des Herrn Lehmann, Krenzbergstraße 48. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten. alle die Kasse betreffenden Bekanntmachungen 2c. nur im Vorwärts" Berliner Volksblatt erlassen werden. Außerdem findet aber eine schriftliche Benachrichtigung an die Arbeitgeber statt. Dieser Nachtrag tritt mit dem Tage der erfolgten Bekanntmachung in Kraft. Berlin, den 21. Dezember 1893. Der Vorstand. J. V.: C. Müller, Vorsitzender. Vorstehender Nachtrag wird hier durch genehmigt. Berlin, den 31. März 1894. Der Bezirksausschuß. gez. S. Dippe. 201/12 Zentr.- Krankenkasse der Maler ( Filiale 1, Nord). Montag, 9. April, Abds. 81/2 Uhr, bei Raabe, Ruppinerfir. 46: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vierteljährlicher Kaffenbericht. 2. Wahl der Krankenbesucher. 3. Verschiedenes. 217/3 Die Ortsverwaltung. Die Arbeiterinnen der Firma H. Sternberg jun. werden ganz besonders ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Herr Frankfurter ist hierzu brieflich eingeladen. 385/1 Werthe Kolleginnen und Kollegen! Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Eure Pflicht, alle in dieser Versammlung zu erscheinen. Karl Hergt. Mit follegialischem Gruß Unterstübungsv. deutscher Tabakarbeiter ( Bahlstelle Berlin). Mitglieder Versammlung am Dienstag, den 10. April 1894, bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Tagesordnung: 1. Anträge zur bevorstehenden Generalversammlung. 2. Vereinsange Tegenheiten. Zahlreicher Besuch ist Pflicht. Louis Dechand, Bevollmächtigter. 330/2 Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen. Bureau und Arbeitsnachweis: C., Neue Grünftr. 10, I. Fernsprecher Amt I 810. Dienstag, den 10. April, Abends 9 Uhr, im ,, Neuen Klubhause", Kommandanten- Straße Nr. 72: General- Derlammlung. Das Erscheinen aller Mitglieder ist erwüscht. Bahlstellen des Verbandes, in denen neue Mitglieder aufgenommen und Beiträge zu jeder Tageszeit entrichtet werden können, besinden sich: C. Neue Grünstr. 10, 1 Tr., Bureau. Heiligegeiststr. 40, Matuschewski, Rest. Klosterstr. 83, Salzwedel, Restaurant. W. Krausenstr. 24, Hager, Restaurant. Orts- Krankenkasse Bowstr. 14, Barnewis, Bortier, der Maler. Laut Verfügung des Herrn OberPräsidenten vom 16. März 1894 unter O. P. Nr. 3386 machen wir hier mit öffentlich bekannt, daß vom 1. April 1894 fämmtliche im Betriebe be schäftigten weiblichen Arbeiter bei der unterzeichneten Raffe au gemeldet werden müssen. Die wöchentlichen Rassenbeiträge betragen für erwachsene weibliche Arbeiter 30 Pf., für jugendl. weibliche Arbeiter 21 Pf. 235/11 Obige Verfügung fann als 5. Nach trag zum Statut vom Montag, den 9. April 1894, ab von den Mitgliedern im Kaffenlokal in Empfang genommen werden. Der Vorstand Hierzu werden die Kollegen der Werkstatt von Reddemann besonders der Orts- Krankenkasse d. Maler eingeladen. Zahlreichen Besuch erwartet 439/4 Die Ortsverwaltung. Große öffentl. Versammlung Bügler und der Der Orta- Brankenkaffe d. Maler und SW. Lindenstr. 51, Eichberg, Restaurant. Belle- Alliance- Platz 6, Hillscher, Rest. Mariendorferstr. 5, Grube, Restaurant. Möckernstr. 127, Raffube, Restaurant. S. Admiralstr. 40a, Schulz, Cigarrengesch. Jakobikirchstr. 8, Gräbert, Restaurant. Gitschinerstr. 93, Krause, Restaurant. SO. NO. Belforterstr. 21, a. d. Prenzlauer Allee, bei Sanit, Restaurant. Barnimstr. 42, Gumpel, Cigarrengesch. 0. Breslauerstr. 1, Eing. Holzmarktstraße, Gräff, Cigarrengeschäft. Grüner Weg 31, E. Jage, Cigarrengesch. Blumenstr. 21, Oberschmidt, Restaurant. Mühlenstr. 38, Pohl, Restaurant. Holzmarktstr. 34, Pielenz, Restaurant. NW( Moabit). Lüneburgerstr. 5, Befecte, Restaurant. Artilleriestrasse, Ede Oranienburgerstraße, Goßmann, Restaurant. N. Müllerstr. 174, Ece Fennstr., Gleinert, Restaurant. Arkona- Platz 3, Langner, Restaurant. Invalidenstr. 124, Tieh, Cigarrengesch. Waldemarstr. 29, Paul Löbe, Cigarren Elsasserstr. 96, Herbst, Restaurant. Geschäft. Neue Schönhauserstr. 18, 2öwenberg, Cigarrengeschäft. Köpnickerstr. 39a, Boß, Cigarrengesch. Arbeitsnachweis, Bibliothek und Auskunft in allen beruflichen und gewerbegerichtlichen Fragen im Bureau C. Neue Grünstraße 10, 1 Tr., Fern sprecher Amt I Nr. 810. Geöffnet von 8 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends. Sonntags geschlossen. Der Vorstand. Achtung! Achtung! Nollkutscher. Achtung! Orts- Krankenkaffe Grand Hotel Alexanderplay, Eing. Alte Schützenstraße: Große öffentliche Versammlung Sonntag, den 8. April, Abends 7 Uhr, im Saale des der Weber und verwandter Gewerbe. Mäntelarbeiterinnenntag, den 15. April cr. Born, aller im Speditionsgewerbe besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen. 10 Uhr, in Joël's( oberem) Saal, am Montag, 9. April, Ab. 8 Uhr, im Restaur. Weddingpark, Müllerstr. 178. Andreasstr. 21: Tages Ordnung: 1. Wie erhalten die Bügler und Mäntelarbeiterinnen den Lohntag am Schluß jeder Woche? 2. Die Drganisation der Bügler und ihr Arbeitsnachweis. Alle Bügler und Mäntelarbeiterinnen find freundlichst eingeladen.! 491/12 Der Einberufer. Achtung! Stearin- und Talgarbeiter! Oeffentliche Versammlung sämmtlicher in Stearin- und Talgfabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, 9. April, Ab. 81/2 Uhr, im Restaurant Wilke, Andreasstr. 26. Zages Ordnung: 2850b Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen H. Faber:" Der Staat und die Arbeiter." an die Firma Schumacher. Einladung 2. Diskussion. 3. Besprechung der Verfügung des Friedenauer Amtsvorstehers 3. ordentl. Generalversammlung d. Arbeitgeber u. Kaffenmitglieder der Vertreter 1. Vorlage der Jahresrechnung pro 477/9 Aufnahme von Mitgliedern für den Verband. Der Einberufer. Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Oſten Berlins. Sonntag, den 8. April, Abends 6 Uhr, 1893. 2. Bericht der Revisoren und im Lokale ,, Bum Freischüh", Fruchtstraße Nr. 36a( oberer Saal): Antrag auf Ertheilung der Decharge. 3. Wahl eines Kafficers und dessen Stellvertreter. 4. Antrag des Vorstandes, betr.§ 16 des Statuts, Erweiterung der Fürsorge geschlechtlich erkrankter Mitglieder. 5. Verschiedenes. Der Vorstand. 1. Die Sonntagsruhe in Stearin- und Talgfabriken. Referent Reichstags- Abgeordneter Robert Schmidt. 2. Wahl von 2 Delegirten zur Ronferenz im Ministerium des Innern. 3. Verschiedenes. Die Arbeiter von Motard und Spielhagen sind zu dieser Ber- P. Stemmler, Bors. H. Kreuer, Schriftf. sammlung besonders eingeladen. Freiekraufen- u.Begräbnißkasse Der Einberufer. Adolf Jahn, Pappel- Allee 104. Montag, den 9. April, Abends 8½ Uhr: 82/1 Große öffentliche Versammlung selbständ. Kürschner u. Müzenmacher im Saale der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Mehner. Diskussion. 2. Wie stellen wir uns zu der Petition gegen das Alters- und Invalidengesetz? 3. Besprechung über die Gesetzesvorlage betr. die Neuorganisation des Handwerks. 4. Verschiedenes. Die Kommission. 2873b Große öffentliche Versammlung der Lederarbeiter Berlins u. Umg. Dienstag, den 10. April, Abends 9 Uhr, im Salon des Herrn Renz, Nannyustraße Nr. 27. Lages Ordnung: 1. Vortrag. Referent: Stadtverordneter Theodor Mehuer. 2. Gründung eines Interessenvereins. 3. Verschiedenes. Kollegen! Machen Sie sich es zur Pflicht und agitiren Sie besonders bei den Hausindustriellen, daß jeder pünktlich erscheint. Kneipp's Heilmittel. 2866b Große öffentliche Versammlung für Männer u. Frauen. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. C. Pinn über: Kulturhistorische 2843b Streifzüge". 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Entree 10 ẞfg. Der Einberufer. Sonntag, den 8. April, Abends 61/2 Uhr, Schuhmacher u. Berufsg. Berlins Arbeiter- Stenographenverein„ Eintracht“. Generalversammlung am Montag, den 16. April cr., Abends 8 Uhr, im Lokal Fischerstr. 25. Tagesordnung: 1. Vierteljährlicher Kassenbericht. 2. Innere Angelegenheit. Mitgliedsbuch legitimirt. 2838b Der Vorstand. Achtung, Rixdorf! Sozialdemokrat. Verein Vorwärts". Dienstag, 10. April, Abends 8 Uhr: in General- Versammlung Hoffmann's Festsälen, Bergſtr. 188. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes, der Revisoren und des Bibliothekars. 2. Neuwahl des Vorstandes, der Revisoren und des Bibliothekars. 3. Verschiedene Vereinsangelegenheiten. Mitgliedskarte legitimirt. Um regen Besuch wird gebeten. 433/18 Der Vorstand. In dieser Versammlung werden die " in Boltz' Fest- Sälen, Alte Jakobstr. 75( großer Saal): für Jedermann". Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Matschenz über:" Der Werth der Stenographie 2842b Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste sehr willkommen. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Die Mitglieder der Arbeiter- Bildungsschule werden besonders auf diese Bersammlung aufmerksam gemacht. NB. Neue Lehrgänge in der ganz vereinfachten Ahrend'schen Stenographie beginnen am Dienstag, den 10. April, im Lokal Herschleb, Adalbertstr. 4, und am Mittwoch, den 11. April cr., im Lotal Seidler, Ratiborstr. 16. Der Unterricht beginnt Abends 81/2 Uhr und wird unentgeltlich ertheilt. Neue Theilnehmer sehr willkommen. Der Vorstand. Charlottenburg. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend.( Filiale Charlottenburg.) Dienstag, 10. April, Ab. 81/2 Uhr, in der Gambrinusbrauerei, Wallstr. 94: Grosse öffentliche öffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 8. Aufnahme von Mitgliedern. 4. Ber schiedenes. Referentin wird in der Versammlung bekannt gemacht. Gäste sehr willkommen. Zellersammlung findet statt. 461/7 Die Bevollmächtigte. Niederlage bei Erlenwein, Marienstraße Nr. 26.[ 2881b Billets zur Urania" ausgegeben. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pönsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.