Kr. 848, RbonnementS'6eifln9iin9»t HSonncnriiüS■ Stet« tttaummmi«! Lierleljädrl B'O Ml. monatl UO Ml, vöchenllich 25 ütg. frei m« Haut. Einzeln» Nummer 5 Lfz Sonnlazt- numme, mii iDuftricner konnrazt» Beilage.Die Neue Seil' 10 Ng%o\>> kbonnemeill i.l» Marl pro Maust. Gingeiragen in die Po». geimnat- Vreisli»» llnier Kreuzband nh Deuillblond und Oeflerreich■ Ungar» 2Ä) Marl für das übrige tluSIand t Marl vro Monat Poslabaimemenlt nedmen an; Belgien. Dbnemarl, Holland, glalien. Luiemburg. Porrugal, kuuiänieil. Schweden und die Schwelt SS. ZahrglMg. VIe snse?No«-SedM»? beträgt für die fechSgest>allene Kolon«!. »eUe oder deren Raum 60 Pfg. für polltifche und gewerkschaftliche BeremZ- und BersiunmIungS-Rnzeigen SO Pfg. (jKltine Hnicfgcn", das fettgidrurkie Boa 20 Mg.(julöffig 2 fettgedruckte Borte), jedes weitere Wort 10 Psg. Etcllengesuche und Kchlafttellenan. »eigen das erste Wort lll Pfg, jedes tveilere Wort S Pfg. Worte über 15 1' (toben zählen"- �- (fit die näch & Uhr nachmittag« in der abgegeben werden. Die~ bis 1 Uhr abend« g Itaben zählen für zwei Worte. Jnse; ..... ste Rümmer mfisten bis edttion tl> «»«« tfigstch. Verlinev VolksblÄkk. Zcntrzlorgan der lozialdcmokratifchen Partei DeutfchlandQ. Telegramm. Udrest« „SoxtaMtBvknt Kerstin Neüakllon: Slv. tS, tinüenstraßc 3. Fernsprecher- flmi Morthplah. Str. 151»0— IM 97. Sonntag, den IS. Dezember 1915. Expedition: SN). 6$, LinSenftraße Z. Fernsprecher: Amt Morttzplatz. Str. 151 SV— l.5t 97. WIM?»er kM'sWWll Bfliloo-Inippen. Die beiden Richtungen im französischen Sozialismus. In seiner Ausgabe vom 2. Dezember veröffentlicht der „Labour L e a d e r" einen vom 26. November datierte.1 Artikel seines Pariser Mitarbeiters über die jüngsten V-' gänge in der sozialistischen Partei und über die ollgemeine Stimmung in Frankreich. Wir sind nicht sicher, ob die Dar» stellung in allen Einzelheiten zutrifft, halten sie aber für interessant und wichtig genug, um sie hier im Wortlaut wiederzugeben. Die Meinungsverschiedenheit in der sozialistischen Partei hat an Schärfe nichts eingebüßt, seit ich am 23. Septem- ber über diesen Gegenstand schrieb. Im Gegenteil! Die Opposition gegen die Politik der Parteileitung ist ent- schiedener und besser organisiert, als sie es vor zwei Monaten war, und sie ist verstärkt worden durch die Resolution der Parteileitung in Sachen der Jnter- nationalen Konferenz von Zimmerwald. Diese Resolution verurteilte nicht nur die Konferenz, sondern tadelte außerdem zwei sehr bewährte und geachtete Mitglieder der Partei, Bourderon und M e r r h e i m, und richtete praktisch die Aufmerksamkeit der Poli'n auf sie. Ein solches Verhalten zu einer Zeit, in der ohne Widerspruch von feiten der sozio- listisäjen Minister harmlose Bürger tätlich vor die Kriegs- geeichte gezogen werden wegen gleichgültiger Bemerkungen, die in privater Unterhaltung fallen, erregte natürlich hef- tigen Unwillen. Nichts, was die Parteileitung seit dem Be- ginn des Krieges getan hat, ist in der Partei so scl)arf kriti- siert worden. Und in die Kritik stimmen manche von denen ein. die vorher die Parteileitung unterstützt haben. Die Umstände, unter denen die Resolution zustande kam, sind ein wenig geheimnisvoll. Die Versammlung, in der sie auf der Tagesordnung stand, wurde unerwartet eigens zu diesem Zwecke mit sehr kurzer Frist einberufen, als wenn der Gegenstand sehr dringend wäre. Und doch hatte die Zimmerwalder Konferenz schon zwei Monate zuvor statt- gefunden und die Parteileitung hatte es bis dahin nicht für notwendig erachtet, irgendeine Meinung über die Sache auS- zusprechen, obwohl sie verschiedene Gelegenheiten dazu be- saß. ES wird vermutet, daß ein gewisser Einfluß von außen für die plötzliche Entscheidung verantwortlich zu machen ist. Vielleicht jedoch waren die beiden glühenden Exinternatio- nalisten Jules Guesde und Gustav Herv6 durch die günstige Ausnahme beunruhigt, die daS Manifest der Kon- ferenz in Frankreich gefunden hat. Der Bund der Metall- arbeiter, den Merrheim auf der Konferenz vertrat— es ist eine der wichtigsten französischen Gewerkschaften— hat eine kleine Broschüre gedruckt, die eine Erklärung von Bourderon und Merrheim über ihre Gründe für den Besuch der Kon- ferenz, den amtlichen Bericht über die Verhandlungen, die gemeinsame Erklärung der französischen und deutschen Dele- gierten und das amtlich« Manifest enthält. Ungefähr eine halbe Million Ezemplare von dieser Broschüre sind in Paris verbreitet worden, und sie hat eine sehr bemerkenswerte Wirkung auf die An- sichten der Sozialisten und Syndikalisten ausgeübt. � Die Tatsache, daß Herv6. der sich seit dem Beginn des Krieges ostentativ von den sozialistischen Versammlungen fernge- halten bat. der Konferenz der Parteileitung beiwohnte, auf der die Nesolution gegen Zimmerwald angenommen wurde, ist allgemein bemerkt worden. Hervö scheint zu glauben, daß das Leid. daS er in der Vergangenheit der sozialistischen Partei durch seinen übertriebenen AntipatriotiSmus»uge- füat hat. abgebüßt werden kann durch seine Exzesse nach der entgegengesetzten Richtung. Er ist ein erstklassiger Journalist. ober sein Ebarakter ist gezeichnet mit einer Bemerkung, die ein aufrichtiger Freund ihm gegenüber machte:„Tu die tonjours ee gnn tu penses. mon ami, mnis tu ne pensr*« pa*."(Du sagst immer. waS Du denkst, lieber Freund, aber Du denkst nicht.) Ans einer Versammlung der Föderation der Seine, die einige Tage nach der Bekanntmachung der Re- solution gegen Zimmerwald abgehalten wurde, griff man das Vorgehen der Parteileitung heftig an. und es lag klar am Tage, daß die Stimmung der Versammlung gegen sie war. Merrheim verteidigte kühn seine Teilnahme an der Kon- ferenz. und das wurde sehr gut aufgenommen. Verschiedene Devutierten kritisierten die Politik der Parteileitung und das Verhalten der sozialistischen Minister. Der Gegenstand kam auch in einer Versammlung der Fraktion zur Sprache. Die Diskussion war lehr lebhaft und die Parteileitung hatte einige unangenehme Stunden. Etwas mehr als ein Drittel der sozialistischen Abgeord- neten sind nun ausgesprochene Gegner der Po- lelönno Oes(Brosen SlWWMers. Amtlich. Großes Hooptqaartier, de« tl. Dezember 1915.ri Franpaise", aber anständige Konservative, die konstitutionelle Monarchisten waren und vielleicht in der Theorie noch sind—, die liberaler. duldsamer, demokratischer, weniger chauvinistisch und weniger n a t i o na l i st i s ch lind, als manche von den Regierungssozia- liste rl. Ein tätiges Mitglied von der sozialistischen Opposition sagte mir vor einigen Tagen:„Wir werden versuchen, eine offene Spaltung zu vermeiden, aber ich bin nicht 'icher. ob es uns gelingen wir d." Ich für meinen Teil bin noch nicht einmal sicher, daß es im Interesse des Sozialismus und im Interesse Frankreichs wünschenswert ist, daß es ihnen gelingt. Der bulgarische Kriegsbericht. Sofia, 10. Dezember.(W. T. B.) Amtlicher Bericht vom 8. Dezember. Die Verfolgung der englisch-französifchen Truppen hält auf den beiden Ufern des Vardar und des Flusses Kostorino gegen Godrova hin an. Unsere Truppen haben im Laufe dieses Tages wichtige Ergebnisse erzielt. Nach der schon gemeldeten Niederlage der französischen Bataillone bei Petrovo am 6. Dezember zogen die Franzosen in der Umgebung von Petrovo einen Teil ihrer Truppen zusammen, die sich aus der Richtung Demir Äapu im Rück- zuge befanden, und ließen auch dorthin Truppen aus der Gegend von Gewgheli heranholen. Heute früh um 7 Uhr wurde der Kampf auf der Front Petrovo— Mirovca wieder aufgenommen. Nach einem ungestümen Sturmangriff bemächtigten sich unsere Abreilungen mehrerer hinter- einanderliegenden steilen Höhenstellungen und warfen die Franzosen gegen den Vardar zurück, welche ihre Stellungen preisgaben, die Flucht ergriffen und Tote und Gefangene zurückließen, die den ä5., 188. und 284. französischen Jnfan- terie-Regimentern angehören. Nur schwachen Abteilungen gelang es, sich in dem Rückzüge zu retten. Unsere Kolonne, die durch die Schlucht des Vardar vorrückt, warf die Nach- hüten der Franzosen bei dem Dorfe Klisura zurück, folgte sodann dem Feind auf den Fersen bis zum Dorfe Davidowo, erbeutete dabei zwei Maschinengewehre und machte 100 Mann zu Gefangenen. Viele Franzosen sind in den Bergen zerstreut. Die Kolonne, die auf dem linken Vardar- ufer vorgeht, griff überraschend die bei der Mündung des Tolna-Wodaflusses befindlichen Stellungen des Feindes an, die die Franzosen mit zahlreichen Verschanzungen und viel Drahtverhauen stark eingerichtet hatten. Die Franzosen ge- rieten in Verwirrung und begannen einen sehr ungeordneten Rückzug in Richtung von Gradecz. Unsere Truppen folgten dicht auf und begannen mit ihnen einen furchtbaren Straßenkampf in Gradecz selbst. Die Franzosen wurden schließlich um Uhr morgens aus Gradecz vertrieben und auf Udowo in vollstän- diger Unordnung und unter Zurücklassung zahlreicher Gefangener zurückgeworfen. Die Zahl der in diesem Kampf getöteten Fran- zosen ist noch größer als früher, weil es zweimal zu Bajonett- angriffen kam. Die Toten und Gefangenen gehören den 341., 371. und 372. französischen Jnfanterie-Regimentern an. Unsere Abteilungen verfolgen die englisch-sranzösischen Truppen südlich Kosturino auf Rabrowo Kiri und Balandowo. Nach einem hartnäckigen Kampfe, der den ganzen Tag fortdauerte, gc- lang es unseren Truppen, sich der sehr starken englisch- französischen Stellung der Linie Protan— Memicli— Kafani bei Pletowo zu bemächtigen. Die Engländer und Franzosen hatten diese Stellung seit dem ersten Tag ihrer Ausschiffung m Saloniki befestigt und hatten daraus eine VertcidigungS- linie erstes Ranges gemacht. Dir machten dort 400 Eng- länder zu Gefangenen und eroberten 10 englische Geschütze mit ihren Munitionswagen. Die gefangenen und� toten Franzosen tragen als Regimentsnummern die der l�o. und 176. Anfanterieregimentcr und einige unter ihnen das des zweiten Zuavcnrcgiments. Die englisch-französischen Truppen befinden sich in schleunigem Rückzüge südlich der Linie Ra- browo— Balandowo jenseits des KoSru-Dere. In diesem Ab- schnitt der Front haben die Engländer und Franzosen außer- ordentlich schwere Verluste erlitten an Toten sowie Vcr- mundeten, die sie in der Hast ihres Rückzuges nicht mit- nehmen konnten. Die Kämpfe dauern noch an. Sofia, 11. Dezember.(W. T. B.) Amtlich. Gene- ralstabsbericht vom 9. Dezember. Unsere Ver- folgung zu beiden Seiten de? Wavdar und südlich von Kostu- rino dauert fort. Die Engländer und Franzosen leisten mit starker Artillerie und zcchlreichen Maschinengewehren auf -eder Stellung verzweifelten Widerstand. Da sie jedoch den starken Druck unserer Truppen nicht aushalten können, ver- lassen sie rasch ihre Stellungen und gehen zurück. Unsere an Herden Ufern des Wardar verfolgenden Kolonnen haben be- reits den Südausgang des Engvaffes bei Temirkapu ver- lassen und sind südlich von der Bahnstation Mirooce ange- langt. Am rechten Wardarufer machten wir Gefangene von den" französischen Regimentern 421, 148, 48 und 84. Unsere südlich von Kosturino vorrückenden Truppen erreichten den Kozludare-Mutz und besetzten die Dörfer Calkali, Tatarei. Rabrovo, Valandovo und Hudovo, woselbst der Standort des Hanptgimrtiers von General Sarrail war. Die Fran- ,oien haben die Bahnhöfe von Hudovo und von Mirooce in Braüd gesteckt. Wir orbeuteten von den Franzosen beim Bahnhof Hudovo 500 Kisten Patronen, viel Proviant und Sanitätsmaterial sowie viel anderes Material, beim Babn- hos Mirooce 30 000 Kilogramm Weizen. Fässer mit Kotos- butter, Wein und vieles andere, ferner von den Engländern 5 Maschinengewehre und viele Gewehre. In den feindlichen Stellungen sind zahlreiche Gewehre. Telegrapheninaterial und Kriegsmaterial verstreut liegen geblieben, in den englischen Stellungen eine Menge Bettdecken. Unsere Verluste sind un- bedeutend, die des Gegners ungeheuer. Das Kampffeld ist bewt mit englischen und französischen Leichen und zurück- gelassenen Verwundeten, von denen viele seit drei bis vier Tagen noch nicht verbunden sind. Sie erzählen, daß ihre Aerzte schon bei Beginn der Kämpfe davongelaufen seien. Bei ihrem Rückzüge nahmen die Englander und Franzosen die ganze Bevölkerung mit sich. An der serbischen Front rücken unsere Truppen noch der Einnahme von Ochrida am Nordufer des Ochrida-Sees gegen Struga vor. Die östliche Hälfte der Stadt am rechten User des Drin ist bereits in unseren Händen. Der Gegner hat die Brücke in der Stadl zerstört und leistet ans dem linken Flußuser Widerstand. VoN Ruckzug üer englisch-französischen Saioniki-Cxpeüition. Loildoa, 10. Dezember. fW. T. B.) Der Alhener Korrespondent der„Times" meldet: Die Franzosen sprengten die Brücke tvestlich von Hudowo. Einem mmlicken Telegramm zufolge wurden die Spitäler der Verbündeten in Gewgheli geräumt. Englisch-französische Einmütigkeit über öie Behauptung Salonikis. Londou, 11. Dezember.(W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Pariser Vertreter der „Daily Mail" erfährt, daß die Meinungsverschiedenheiten zwischen Frankreich und Großbritannien bezüglich der Balkan- expedition zu bestehen aufhörten. Nach der Ankunft Greys und Kitcheners in Paris sei eine Uebereinstimmung erzielt worden. Die ersten Anzeichen der Einigkeit seien be- reits aus der energischeren Haltung gegenüber Griechenlands zu entnehmen. Jetzt, wo man beabsichtige, Saloniki besetzt zu halten, haben sich die Alliierten entschlossen, alle Zweifel bezüglich der Absichten des Königs Konstantin zu entfernen. Sie werden wahrscheinlich eine gemeinsame Note überreichen, in der sofortige unzweideutige Antwortenau alle bereits gemachten Vorschläge verlangt werden sollen. „Seeolo" über üie öalkanlage. Bern, 11. Dezember. fW. T- B.s Eine römische Korre- spondenz des„S e c o l o" erklärt, daß die Engländer und die Franzosen auf dem Balkan nur solange kämpfen würden, wie es die Waffenehre erfordere. Es werde ihnen nichts anderes übrig bleiben, als sich nach Saloniki zurückzuziehen. Was aber dann ge- schehe, wisse man nicht. Wenigstens scheine darüber eineMeinungsverschiedenheitzwischen Frank- reich und England zu bestehen. England habe sich eine neue Basis in Milos geschaffen. Demzdos über öie Haltung Griechenlanös. Amsterdam, 11. Dezember.(W. T B.) V e n i z e l o s gab dem Athener Korrespondenten der„Times" als Ant- wort auf die letzten Mitteilungen König Kon- stantins eine Erklärung, in der die Haltung Griechenlands gegenüber Serbien, die Wünsche Griechenlands bezüglich Kleinafiens und Thraziens und die Sreuei fragen besprochen wurden. Nach den Angaben des Korrespondenten sagte VenizeloS: Griechenland fei durch seinen Vertrag verpflichtet gewesen. Serbien zu helfen. Aber selbst wenn das nicht der Fall gewesen wäre. sei es ein großer Fehler gewesen, Serbien seinem Sch'ck- sal zu überlassen. Griechenlands Intervention hätten den Alliierten am Balkan militärisches Uebergewicht verschafft und die Gefahren wären für das Land gering gewesen. Die Mehrheit des Parlaments sei bereit gewesen, diese Gefahren auf sich zu nehmen. Es wäre dann möglich gewesen, die Griechen in der Türkei zu befreien und durch die Einverleibung von neuen Gebieten in Kleinasien und Thrazien und durch die Einverleibung Cyperns ein Groß-Griechenland zu bilden. Der König habe die Gefahren des Krieges überschätzt und kein Recht gehabt, die Minister zu entlassen und das Parlament aufzulösen. Venizelos sagte weiter, er sei nicht Republikaner, sondern iür eine konstitutionelle Monarchie, die Griechen- land nötig habe. Er hielte es für seine Pflicht, sich bei den nächsten Wablen wählen zu lasten, um gegen die Art und Weise, wie sie durch- geführt werden, zu protestieren. Der Korrespondent der„Times" legte die Erklärung von Venizelos mit deffen Erlaubnis dem König vor, der sich mit dem Inhalt zwar nicht einverstanden erklärt, aber doch gewünscht haben soll, daß sie ebenso veröffentlicht werde, wie seine eigenen Mitteilungen. Unbeantwortete Anfrage Take Ionescns. Bukarest, 11. Dezember.(38. T.©.) Nach einer Pause von einer Woche haben Kammer und Senat die Beratungen >v ieder aufgenommen. In der Kammer richtete Take FoneScu eine Interpellation an den Ministcrvräsidenten über die auswärtige polirische Lage Rumäniens. Er wünschte zu wissen, warum Rumänien nicht eingeschritten sei, als Bulgarien an Serbien den Krieg erklärte. Ministerpräsident Bratianu antwortete, Take Jonescu wolle mit dieser Interpellation vor allem eine politische Kund- gebung veranstalten. Es sei sein Recht, zu fragen, es gebe aber Fragen, auf die zu antworten er den Ministerpräsidenten nicht veranlassen könne. (Anhaltender Beifall.) Take Jonescu erwiderte, der Minister- Präsident hätte wenigstens die Begründung der Interpellation abwarten müssen, bevor er eine Antwort verweigerte. Sie bringen, sagte der Redner, dem Parlamente nicht die ihm ge- bübrende Achtung entgegen, wenigstens der Form zuliebe müßten die parlamentarischen Einrichlungen beachte» werden. Der Minister- Präsident erwiderte, die Form würde zur Nebensache, wenn eS sich um solche Fragen handle. Er glaube, daß er dem Parlamente und dem Interpellanten achtungsvoll begegnet sei. indem er sofort ge- sagt habe, daß es ihm unmöglich sei, zu antworten. Der Minister- Präsident sagte weiter: Ihre Anfrage wurde durch. sichtig genug gestellt, daß das Land und das Par- lamentes verstehen, warum ich nicht antwortete. Ich kann ruhig sagen, daß in der abgelaufenen Tagung niemand ähnliche Fragen gestellt hat aber dies hängt nicht von mir ab. Wenn ich auch die Verpflichtung der Regierung gegenüber übernehmen kann, so kann ich eS doch nicht Ihnen gegenüber tun. Deshalb erkläre ich mit Bedauern, daß ich die Anfrage nicht beantworten kann. Die Rede des Ministerpräsidenten wurde wiederholt vom Beifall des Hauses unterbrochen. Nach Erledigung einiger Formalitäten wurde die Sitzung geschloffen.— Im Senat kündigte Greditichteanu eine An- frage an den Kriegsminister an, betreffend die Spionennester in Rumänien. Toma JoneScu stellte eine Anfrage über ausländische BestcchungSversuche in der Armee. Dobrescu verlangt Angaben über Medikamentenkäufe. Doktor Sions, früherer Generaldirektor des SanitätSwesenS, wiederholte sein Verlangen nach Angaben über die Käufe durch das Kriegsministerium. Präsident Misstr und der Acker- ballminkster Eostinescu erwiderten, daß die staatlichen Interessen die Freigabe aller aus die Landesverteidigung bezüglichen Unterlagen verbieten. Sodann wurde die Sitzung geschlossen. Einfallstore. Der militärisch« Mitarbeiter der„B. Z. a m M i t t a g". V. S., macht üb« dieses Thema beachtenswerte Ausführungen. Wir geben sie hier wieder, weil sie in dieser Zeit, in der das wichtige Problem nicht von allen Seiten beleuchtet werden kann, zum Nach- denken anreUsn; v. S. schreibt: „Der Reichskanzler hat in seiner zweiten Rede, bei der Antwort auf die sozialdemokratische Interpellation, wegen der Friedensverhandlungen gesagt, weder im Osten noch im Westen dürfen unsere Feinde von heute über Einfallstore verfügen, durch die sie uns von morgen ab erneut schärfer als bis- her bedrohen können. Mit dieser Feststellung hat der Reichskanzler lediglich eine Ansicht bekräftigt, die er bereits früher wiederholt ge- äußert hat und vis den uneingeschränkten Beifall und die Zustim- mung des ganzen Reichstages und des gesamten Volkes gefunden hat. Wir führen keinen Erobernngskrisg, sondern haben nur not- gedrungen vor unseren Gegnern zu den Waffen gegriffen, wollen aber auch nicht eher wieder die Waffen aus der Hand legen, als bis die Sicherheit für einen langdauernden Frieden erreicht ist, und dazu gehört neben anderen Forderungen die Sicherheit unserer Grenzen. Worin dies im einzelnen besteht, entzieht sich zurzeit noch der allgemeinen Besprechung. Der Reichskanzler hat aber selbst auf diesenigen Einfallswre hingewiesen, die unsere Feinde bei Beginn dieses WelÄrieges benutzt haben oder benutzen wollten. Im Osten. Zwei russische Armeen haben versucht, zu Deginn des Welt» kriegs in deutsche Länder einzufallen. Es ist ihnen auch anfangs gelungen, die ungünstige Lage unserer Grenzen auszunutzen, die schwachen Grenzsicherungen zurückzuwerfen und deutsches Gebiet zu betreten. Sengend und brennend, plündernd und mordend brachen sie in Ostpreußen ein. Von Süden her die russische Narewarmce, die sich hinter der russischen B u g— N a r e w— B ober-Linie unter dem Schutze der dort angelegten Befestigungen, nur wenige Kilomelel von der deutschen Grenze entfernt, versammelt hmr-, un� überraschend üler ihre gesicherten Uebergänge gegen die o-fens preußisch? Grenze vorbrach. In ähnlicher Weise drang von Osten die russische Njemenarmee vor, die ebenfalls ihre Versammlung unter dem Schutze der Festungen Grodno, Olita und K o w n o in unmittelbarer Nähe der deutschen Grenze ausgeführt hatte. Beide Armeen wurden in siegreichen Schlachten vom Generalfeld- Marschall v. Hindenburg entscheidend geschlagen, die Narewarmee beinahe vernichtet. Aber ihre Reste fanden wieder Schutz und Auf- nähme hinter der befestigten Narewlinie, an der die deutsche Ver- folgung zum Halten kam, und die russische Njemenarmee entzog sich durch schleunigen Rückzug der ihr drohenden Umfassung und wurde von den am Njemen gelegenen Befestigungen aufgenommen. Auch hier mußte das deutsch« Vorgehen wieder zum Stehen kommen. Auch im weiteren Verlaufe des Feldzuges hohen diese beiden be- festigten, der deutschen Grenze unmittelbar gegenüberliegenden Linien, mit ihren zahlreichen Festungen und Brückenköpfen, eine tete Gefahr für Ostpreußen bedeutet, aus denen die Russen mehr- ach zum Angriff überraschend vorbrachen, und in die"sie sich immer wieder zurückziehen konnten, ohne daß es möglich gewesen wäre, sie vernichtend zu schlagen. Eine ähnliche Bedeutung hatte für die Provinzen Westpreußcn, Posen und Schlesien die Weichsellinie, wenn sich auch ihr Einfluß nicht so unmittelbar bemerkbar machte, da sie von der Grenze weiter abgelegen waren. Auf ihre große Bedeutung hat auch der Reichskanzler in seiner Rede hingewiesen, indem er sagte, daß Frankreich seine Anleihen an Rußland nur unter der aus- drücklichen Bedingung gegeben habe, daß Ruhland seine polnischen Festungen und Elsenbahnen gegen uns ausbaue. Diese Festungen. die im Laufe der letzten Jahre mit französischem Gelde verstärkt waren, lagen zum größten Teil an der Weichsel: Modlin(Nowo- georgiewsk), Warschau und Jwcmgorod. An diesen Punkten lief auch das ganze, nach strategischen Gesichtspunkten ausgebaute Eisenbahnnetz des westlichen Rußlands zusammen. Die Russen haben es auch geschickt verstanden, die ihnen dadurch gebotenen Vorteile auszunutzen. Bei der ersten großen Offensive der Ver- bündeten gegen die Weichsel brachen überraschend starke russische Kräfte aus Warschau und Modlin gegen die linke Flanke der deut- chen Truppen vor und veranlaßten dadurch den Generalfeld- Marschall von Hindenburg zur Aufgabe seines Angriffes und zum allgemeinen Rückzüge. Auch die zweite Offensive kam in der Front an den der Weichsellinie vorgeschobenen Stellungen zum Halten, die aus den Festungen fortwährend Unterstützungen an Personal und Material erhielten. Im Westen. Auf dem westlichen Kriegsschauplatz haben, wie der Reichskanzler ausführte, England und Frankreich von jeher Belgien als ihr Aufmarschgebiet gegen uns betrachtet. Das Maastal bildet die uralte große Heer- und Völkerstraße, auf der schon oftmals Heere von West nach Ost und umgekehrt gezogen sind. Bei ihrer Benutzung hätten die Engländer und Franzoien den Vorteil gehabt, daß ihr Bormarsch unter Vermeidung des schwierigen Gebirgs- geländes der Bogesen, des Lothringer Hochlandes und der Eifel unmittelbar in die norddeutsche Tiefebene führte, und daß gleich- zeitig dadurch das wertvollste Industriegebiet Deutschlands getroffen wurde. Nur die schnelle Tatkraft unserer Heersührung kam diesen englisch-sranzösischen Plänen zuvor und verhinderte durch früh- zeitige Besetzung des Maastales und seiner Sperren die Ausfüh- rung der feindlichen Pläne. Die Wichtigkeit Belgiens und seiner nadf) Deutschland führenden Einmarschstraßen beruht aber nicht auf zufalligen Umständen, sondern auf ewig bleibenden geographischen Verhältnissen. Es zeigt sich dies auch, daß Belgien mit dem Maas- tale in allen Kriegen dieselbe wichtige Rolle gespielt hat. Auf dem entgegengesetzten Flügel begann der Krieg mit einem ftanzösischen Einsall durch die B e l f o r t e r Senke über Mül- Hausen nach dem Oberelsaß. Auch dies ist eine uralte Völkerpforte, die sich zwischen dem Jura und den Vogesen öffnet und die jeder Heerführer benutzt hat. der in dieser Gegend von West nach Ost oder umgekehrt zur Eroberung des feindlichen Landes auszog. DaZ Vorgehen der Franzosen wurde wesentlich dadurch erleichtert, daß am Eingang der Durchbruchsecke der große Waffenplatz Belfort lag, der das Gebiet gegen einen deutschen Einmarsch vollkommen sperrte, und gleichzeitig die Versammlung fran�sischer Kräfte sicherte, aber ihr überraschendes Vorbrechen ermöglichte. Auch nachdem der erste Vorstoß der Franzosen blutig zurückgewiesen war, haben sie später noch öfters versucht, ans diesem Wege vorzudringen. In dem Gebiete zwischen dem Nordabhang der Vogesen und der Festung Metz fand im August vorigen Jahres der große ftanzosische Durchbruchsversuch gegen die Linie Saarburg— Falkenberg statt, der zu mehrtägigen heftigen und erbitterten Kämpfen 'ührte. Während im Süden die Vogesen die Operationen größerer Heeresverbände erschweren und im Norden der großen Waffenplatz Metz eine weitere Ausdehnung des französischen Nordflügels ver- hindert, eignet sich das dazwischenliegende Gelände sehr gut für die Operationen größerer Verbände. Auch hier war die Versammlung der französischen Angrifsstruppen durch die französischen Festungen und Festungsanlagen von Epinal— L u n e v i l l e— Nancy und Toul gesichert und erleichtert. Zahlreiche Eisenbahnen fübrten auf diese Strecke hin und elchigten in den französischen Festungen. Letztere erschwerten zugleich eine völlige Umfassung der vorhergehenden Angriffstruppen und boten ihnen, nachdem sie entschechend geschlagen waren, wieder Schutz und Aufnahme, so daß die deutsche Verfolgung an ihnen zum Stehen kam. Das sind die verschiedenen EinfallStore, über die unsere Gegner in Ost uild West verfügten, und die sie auch alle während des Krieges ausgenutzt haben." der französische Tagesbericht. Paris, 10. Dezember.(W. T. B.) Amtlicher Bericht von Freitag nachmittag. Aus dem Laufe der Nacht ist kein Er« eignis von Bedeutung zu melden. Fn der Champagne wurde der Kampf mit Granaten fortgesetzt. Am gestrigen Tage drängten wir den Feind über den Bergkamm südlich von St. Souplet zurück. Paris, 11. Dezember. sW. T. B.) Amtlicher Bericht von Freitag abend. Unsere Artillerie war im Laufe des Tages be» sonders im Artois tätig, wo sie zwei feindliche Batterien zum Schweigen brachte, die Bois en Hacke beschossen. Ferner wurden feindliche Werke in der Gegend von Ouennevieres, zwischen Oise und Aisne, in den Argonnen und im Abschnitt Fontaine aux Charmes wirksam beschosien. Belgischer Bericht. Der Tag war durch sehr heftige Artilleriekämpfe gekennzeichnet. Untere Batterien beschosien wirksam feindliche Ansammlungen und eröffneten das Feuer auf die feindliche Artillerie in der Richtung auf Spermalie, Neffen, Woumen und in der Gegend von Maison Pasieur. Unsere 7,S-Zentimeter-Geschütze brachten einen deutschen Minenwerfer, der einige Tätigkeit entfaltete, zum Schweigen. Orientarmee. Nachdem klar erwiesen war, daß die an- gestrebte Verbindung mit dem rechten serbischen Flügel nicht mehr möglich war, entschloß sich die Heeres« leitung, die vorgeschobenen, von unseren Truppen besetzten Stellungen an der Cerna bei Krivolac zu räumen. Die aufeinander folgenden Rückzuzsbewegungen wurden ohne große Schwierigkeit in Ordnung ausgeführt, obwohl die Bulgaren uns mehrmals angriffen. Nach den heftigen Kämpfen am 8. und 9. Dezember, in denen die Bulgaren zurückgeworfen wurden und schwere Verluste erlitten, haben wir eine neue Front ein- genommen, die ungefähr dem Laufe der Bosova folgt und sich an die Stellung der britischen Truppen anschließt. Der ruffische Generalftabsbericht. Petersburg, 11. Dezember.(58. T. B.) Am tlicher B e- richt vom 10. Dezember. Auf der W e st f r o n t keine Ver- änderung. Bei Szumsk<29 Kilometer östlich Krzemieniec) fiel ein österreichisches Flugzeug in unsere Linien. Auf der K a u k a s u s f r o n t in der Türkei keine Veränderung. In Persien kämpften unsere Truppen halbwegs Teheran— Hamadan mit einer türkisch-deut scheu Abteilung, die aus einigen tausend Mann persischer aufständischer Gendarmen und Banden zu« fammengestelll und mit Artillerie und Maschinengewehren aus- gerüstet war. Der Gegner wurde aus seinen Stellungen ver- trieben und floh unter Verlust einer großen Zahl Toter und Ver- wundeter._ Melöung öer italienischen Heeresleitung. Rom, 11. Dezember.(W. T. B.) Heeresbericht vom 19. Dezember. Zusammenstöße kleiner Abteilungen nördlich von Loggio im Comeraiotale(Etschgebiet). im Tale des Camamento (zwischen Maso und Breuta), im Hoch-Ciarzo und im Sccbacktale. Einige Gefangene wurden dem Feinde abgenommen. Die feindliche Artillerie setzte ihre Beschießung fort, die unsrige zerstreute Gruppen von Arbeitern und eine Verpflegungsabteilung im San Pellegrino- Tale(Avisio). In der Nacht zum 9. Dezember versuchte der Feind mehrmals unsere Stellungen von Oslavija auf den Höhen nord« westlich von Görz einzudrücken. Tiefe Versuche wurden jedesmal unverzüglich zurückgewiesen. Ein feindliches Flugzeug warf einige Bomben im Doganatal(Fella), ohne Schaden zu verursachen. _ C a d o r n a. vom v Sootskrieg. Loudrm, 10. Dezember.(W. T. B.)„Lloyds* berichtet: Der Dampfer„Mink* ist nicht gesunken, sondern infolge einer Explosion an der Küste von Lincolnshire auf Strand gesetzt worden. Der Dampfer„Dante Alighieri*, 178 Bruttolonnsn, wurde versenkt. Der niederländische Schooner„Marckiena*, mit Holz von Sundswall nack Groningen unterwegs, strandete bei Harbcoere. Die Besatzung wurde gerettet. Die Aussichten, das Schiff zu bergen, sind günstig. Die englische Negierung über öie �Saralong��ffäre. London, 10. Dezember.(W. T. B.) Das Presse- bureau teilt mit, daß die Umstände, unter denen die Zer- störung eines deutschen U-Bootes und die Tötung der Be- satzung durch den Dampfer„Baralong* im August dieses Jahres vor sich gingen, Gegenstand einer Kor- respondenz zwischen England und den Ver- einigten Staaten bilden. Die britische Re- g i e r u n g werde deshalb gegenwärtig nichts ver- öffentlichen, außer daß sie die unbewiesene Beschuldigung des Reichskanzlers zurück- weise. Hegen eine englijche Zaljchmelüung. Berlin, 11. Dezember.(28. T. B.) Londoner Blätter brWJJijn am 20. November die völlig aus der Luft ge- grisfene Meldung, daß sich nach der Versenkung des franzö- fischen Truppentransporters„Calvados" 3 Mann dieses Schiffes an das Unterseeboot geklammert hkitton und von deutschen Offizieren mit Fußtritten ins Meer zurückgestoßen seien. Natürlich können selbst die Engländer nicht glauben, daß sie trotz der weiten Verbreitung ihrer Lügenpresse mit einer einzelnen derartigen plumpen und böswilligen Srfin- d u n g irgendwelchen Eindruck auf die Neutralen machen. Aber in ihrem Vorgehen liegt System. Nach dem Grundsatz„die Masse muh es bringen" verbreiten sie in ihrer eigenen und der von ihr abhängigen neutralen Presse immer wieder die u n g l a u o- würdig st en Schauermärchen über angeblich deutsche Grausamkeit. Es ist auffalleird und bezeichnend für die diesem System zu Grunde liegenden geheimen Absichten, wie sich diese englischen Lügen gehäuft haben, seitdem durch eidliche Aussage einer großen Zahl glaubwürdiger Personen einwandfrei festgestellt ist, in welch unmenschlicher Weise die Mannschaft und der Kommandant des Hilfskreuzers„Baralong" deutsche U-Bootsleute ermordet haben. Die amerikanische Note anerschwörung gegen die beiden Attaches erhoben werden. Der Umstand, daß Lansing der deutschen Forderung nach Mittet- luna der Gründe teilweise entsprochen habe, werde in Washington als»in Zugeständnis im Hinblick auf die freund- schaftlicben Beziehungen angesehen. Andeve ZMtter äußern sich in ähnlichem Sinne. Lette Nachrichten. Ein»euer Schritt des Vierverbandes in Athen. Athen, 11. Dezember.(W. T. B.)(Meldung der Agence Havas.) Die Gesandten des Nierverbandes begaben sich gestern zum Ministerpräsidenten Skuludis. Gleich daraus wurde ein Ministerrcst abgehalten. Man glaubt, daß es sich um einen neuen Schritt des Merverbandes handelt. Kein freies Geleit für die deutschen Attach6S. London, 10. Dezember.(W. T. B.) Der Washingtoner Korrespondent der„Morning Po st" meldet: Skats- sekretär Lansing hat dem Grafen Bernstorff mitgeteilt, daß die Bereinigten Staaten nach dem internationalen Gebrauchs nicht verpflichtet seien, für Boy-Ed und Papen freies Geleite u erwirken, sondern nur dazu, Maßregeln für ihren persön- ichen Schutz zu ergreifen, solange sie sich unter der anreri- kanischcn Genchisbarkeit, nämlich innerhalb der Zone der Territorialgswässer, befänden. Militär- und MarineattachsS seien keine Diplomaten und könnten nach Ansicht von Kennern des Völkerrechtes auf hoher See zu Kriegsgefangenen gemacht werden. Neuer Entente-Kriegsrat. Pari», 11. Dezember.(W. T. B.) Die Vertreter der A l l i e r t e n haben gestern vormittag eine neue Besprechung im Ministerium des Aeußern abgehalten, der Grey und Kitchener beiwohnten. General Porro ist mit den ihn begleitenden StabS« offizieren in der Nacht nach Rom zurückgereist. Gewerksihastllches. Veeltn und Umgegend. Achtung, Militärschneiderei: Mlr Offizierpelzbezüge ist, sofern solche ohne Probe gemacht werden, ein Arbeitslohn von 17,25 M.. mit fester Probe 18,25 M. und mit roher Probe 13.25 M. Arbeitslohn zu zahlen. Für MannfchaftSpelzbezüge ist nach dem Berliner KonfektionS-- tarif mindestens ein Arbeitslohn von 8,75 M. ohne Aermelfutter und 9 M. mit Aermelfutter zu zahlen. Weihnachtsuntcrststtzung deS Deutsche« Textilarbeiter- Verbandes. Die verwakwng Verlin zahlt eine SeihnachtSunterstüyung an die Familien der zum Heeresdienst einberufenen Kollegen, welche 52 Beiträge gezahlt, nicht über ö Wochen Restbeiträge haben und seit 1. November d. I. einberufen sind. Die Auszahlungen finden vom 13. Dezember täglich vormittags von 9 bis 12 Uhr statt im Bureau. Andreasstr. 17(im Köpenicker Bezirl nur Sonnabends vor- mittags in Köpenick, Flemmingstr. 30, bei Bernhard Lietidie). Als Ausweis gilt der Unterstützungsschein und das Mitgliedsbuch. Die Arbeitslosen, welche am 24. Dezember zwei Wochen und darüber arbeitslos sind, erhalten ebenfalls eine Exiraunterstützung; ferner alle bedürftigen Invaliden und Ehrenmitglieder. Durch alle diese Unterstützungen wird dte nicht gut fundierte Lokallasie ganz erheblich geschwächt werden; die Mitglieder werden deshalb ersucht, sich besser als bisher an den Listensammlungen zu beteiligen._ Zentralverband der Bäcker und Konditoren. Au alle Ehestauen unserer zum Kriegsdienst eingezogenen Kollegen I In dieser Woche kommt die bereits früher angekündigte Weih- nachtSunterstüyung an die betreffenden Ehesrouen zur Auszahlung. ES wird noch einmal daraus hingewiesen, datz e» völlig gleich» flültig ist, ob der Eingezogene noch im Feld« steht, tot oder ver- wollen ist. E« ist auch gleichgültig, wie lange er bereits eingezogen ist. Bedingung ist nur, dost er ain Tage seiner Einberufung mindestens 20 Wochen Mitglied des ZentralverbandeS der Bäcker und Konditoren war, bis dahin seine Beiträge bezahlt hat und zur- zeit noch dem Heere angehört, also noch nicht wieder in« Zivilleben entlasten ist. Die Ehestauen wüsten deshalb außer ihrer Heiratsurkunde auch den staatlichen UnterstützungSbogen vorlegen. ES wird dringend gebeten, sich strikt an die im heutige« Inserat bekanntgegebene» Anweisungen zu halle». _ Die Verwaltung. Deutsches Neich. Der Perband der Buchdruckcrei-Hilssarbeiter und Arbeiterinnen will zu Weihnachten an jede Kriegeisamilie aus der Hauptkasie 5 M. zahlen. Diese Summe wird je nach den örtlichen Kosienverbält- nisten durch Zuschüste der OrlSvereine erhöht. Die Unierslützung wird an alle Familien der bis zum ll). Dezember einberufenen Mit- glieder gezahlt, wenn die Einberusenen wenigstens 26 Wochen- beitrüge entrichtet haben._ Tie genaSführte« Maurer. Bekanntlich ist durch den Krieg für die Lederfabriken eine goldene Zeit angebrochen Unter diesen Umständen hält« man von jenen Firmen erwarten sollen, daß fie dem Arbeiter nicht nur den Tariflohn, sondern der Zeil entsprechend eine Teuerungszulage zahlen würden. Die Ledersabril O. A. W i n t e r in Buxiedude hat aber bei ihren Erweilerungsbauien der Fabrik den Bauuilicrnehmcrnzul Pflichi gemocht. ihrenKaltulalioiien Stundenlöhne fiir die Bauarbeiter zugrunde zu legen. dievorlOJabren in Burte» ----■—«»t■ ej/km-»— an ni i r.------------»... gcgmvii mervc*, um WiPji am ginzm KWTTpizi führte die Fabrik einige Bauarbeiten in Stegie au«. Gt« nutzt die im Orte bestehende Arbeitslosigkeit im Baugewerbe in der Art aus, daß fie Maurer als Fabriiarbeiter sür 45 Pf. Stundenlohn einstellt, um fie nach einigen Tagen als Maurer zu beschäftigen. Wie die Maurer dann sahen, daß die Fabrik nicht daran dachte, für die Maurerarbeiten statt 45 Pf. den Tariflohn von 68 Pf. zu zahlen, legten sie die Arbeit nieder. Solche Firma, der der Goldstrom nur so zufließt, und die dennoch sich über alle sittlichen Verpflichtungen, die der Burgfriede ihr auferlegt, hinwegsetzt, sollte Heereslteferungen und KriegSausträge nicht bekommen. Die Kriegsfürsorge für die Textilarbeiter iu Bade«. Baden ging mit der Regelung der Erwerb«losensür!org- für die Texlilarbetter und-Arbeltertnnen voran. Soweit die Organisation der Neueinrichtung und die Verteilung der aufzubringenden Mittel in Frage kamen, war auch die Aibeiterswast damit zufrieden; über die niedrigen Sätze der Barunterslützungen aber herrichte allgemein große Unzufriedenheit. Statt die Unterstützung weiter auszubauen und vorhandene Mängel zu beseitigen, wird jetzt durch eine burcau- lratiiche Auslegung der Satzungen der Bezug der Unterstützungen für viele Personen crscdtrxrt, wenn nicht ganz unmöglich gemacht. Grundlegend sür die Unterstützung erwerbsloser Textilarbeiter sind 9 und 10 der allgemeinen Grundsätze deS Regulativs. § 10 lautet: .Bei der Festsetzung der Geldunterstützung werden Einnahmen otiS ArbeitSleillung, MietzinSei» nahmen und lonstigeS Einkommen voll, Unterstützungen, die der Erioerbslose aus Grund sonstiger eigener oder fremder Vorsorge bezieht. Rentenbezüge und Zinsen von Spargroschen dagegen zur Halste angeieckmet. Der WohnungS- geldzuichuß Iß S Abi. 2), beionder« Unterstützungen der Arbeit- geber. Arbeilerveibände oder Beiträge von Wohltätigkeitsvereinen werden nicht angerechnet. Die Einrechnung erfolgt In der Weise, daß die Geldunter- stlltzung um den Betrag gekürzt wird, um den fie zusammen mit der etnrechciibaren Wochencinnahme daS Doppelte der dem Erwerbs- losen oder leiner Fainilie noch§ 9 Abs. t für die Woche zu- kommenden Betrages übersteigt. Erhält der Ernährer eines dauernd Erwerbsunfähigen gemäß § S Ziffer l Unterstützung, so wird eine dem letzteren etwa zu- stehende Rente bei der Berechnung der Wochenemnahmco ebenfalls zur Hälfte eingerechnet. Unterstützung wird nicht mehr gewährt, wennn der Erwerbslose mehr als vier Tage oder zusammen 40 Stunden in der Woche mit regelmäßigem Lohn gearbeitet hat und die Regelsätze des Abiatz 2 verdient hat." Was sind nun Regelsätze? Nach dem Kommentar de« Ge- schäslSsührenden BorstandeS sind Regelsätze die doppelten Unter- stützungssätze, die einzelne Personen oder Familien nach§ 9 Abs. l der allgemeinen Grundsätze erhalten können. Nun hat sich folgenve Praxis herausgebildet: Arbeiten z. v. Mann und Frau in der Fabrik und sie haben drei Kinver, so soll die Unterstützung in dieiem Falle täglich 2.90 M., wöchentlich 17.40 M. betragen. Mann und Frau arbeiten wöchentlich 4 Tage und ver- dienen vielleicht beide zusammen 24 M. FlugS sind die Gcmeindeverbände dabei und zahlen keine Unter- stüyung mehr aus, obgleich in Absatz s de« i>0 klrpp and klar gesagt ist: Unterstützung wird nicht mehr gewährt, o»en« der Erwerbslose die Regeliätze, also das Doppelt« der Unter- stützungssätze mit eigener Arbeit verdient hat. In dem konstruierten Beispiel hätte die Familie nach den fest- gelegten Bestimmungen außer ihrem verdienten Lohn noch einen Unterstützungsanspruch aus lO.80 M. in der beireffenden Wocbe. ES ist doch begreiflich, daß eine Familie aus fünf Köpfen heute nicht mit 24 M. wöchentlich auskommen kann. In den wochenlangen Be- ratungen und Erwägungen find alle dieie Momente berücksichtigt worden Speziell die Schlußworte in Sbiatz 4 des§ 10.und d i e «egelsitze de« Absatz i verdieut bat*, find erst aus verlangen der Arbeiterverrreter aufgenommen worden. Ohne diesen Zusatz hätten die Vertreter der Arbeiter dem ganze» Regulativ ihr« Zustimmung ver« weigert. Desto unerklärlicher ist heute die Handlungswets« einzelner Ge- meindeverbände. Die Auslegung, die jetzt einzelne Gemeinde« verbände den Bestimmungen geben, war die ursprüngliche Faffung, die aber, wie schon gezeigt, durch die Einschaltung der Worte.und die Regeliätze des Absatz 2 verdient hat' erheblich zugunsten der Arbeiter verbeffert worden sind. Hoffentlich greift der Vorstand deS Badischen ZweckvcrbandeS hier hellend ein. um eine einheitliche Auslegung der Satzungen her« beizuiühren und damit den geschädigten Textilarbeitern die jetzt vor« enthaltenen Beträge nachgezahlt werden. Kusland. «Burgfriede»- tu Oesterreich. .Die Gewerkschast', das Organ der GewerkschaftSkommtsston Oesterreichs, steht sich unter der Spitzmarke.Eine Flegelhaftigkeit' zu folgender Abwehr genötigt: .Der Arbeitgeber', ein von uns schon wiederholt gekennzeichnetes Unternehmerorgan, polemisiert in seiner Nummer vom 1. Dezember gegen eine Forderung, welche die sogenannte.Deutsche Arbeiter- Partei Oesterreichs in bezug auf die Wiederverwendung der Kriegs- invaliden in der Industrie erhebt. DaS ist da« gute Recht de« ge- nannten Blattes. Eine ausgemachte Flegelei aber ist es, wenn eS seine Polemik mit folgenden Worten ichlietzt: ... Auch die Frage der Einstellung Kriegsbeschädigter in daS Erwerbsleben zu einem Agitationsmittel herabzuwürdigen, möge die Partei getrost anderen Organisationen(I) überlassen, die in der« artigen traurigen Kunststücken so erfahren, so bewandert sind, daß ihnen in dieser Beziehung niemand den Rang streitig machen kann! Die Tatsache, daß der.Arbeitgeber' z» ferg« ist, offen auS- zusprechen, wen er mit den.anderen Organisationen' meint, mildert natürlich nicht im geringsten die Erbärmlichkeit seines Ausfalles, der um so widerlicher wirkt, da eS allen an der Wiederverwendung der Kriegsbeschädigten Interessierten— und auch den Hinlermännern des feinen Blanes— sehr wohl bekannt ist. daß sich gerade die gemeinten.anderen Organisationen' am eifrigsten bemühen, die besagte Frage zu einer allseitig befriedigenden Löiung zu bringen. Im Jnlereffe der Sache möchten wir doch den Unternehmern raten, beizeiten dem.Arbeitgeber' den Maulkorb umzuhängen! ES könnte tonst der Verdacht, eS bestehe unter den Unternehmern eine Strömung, sich von den moralischen Verpflichtungen gegenüber den kriegS« beschädigten Vaterlandsverteidigern bestmöglich zu drücken, eine neuer- liche Förderung erfahren.'_ Die Zahl der Einberufungen iu de» französische» Gewerkschafte» scheint«inen erheblich größeren Umfang zu haben. alS dies nach den in Deutichland bekannt gewordenen Ziffern hier der Fall ist. So ist nach der.Zeitschrift für Deutschlands Buchdrucker' der Mit- gliederstand der Sektion Lyon de« Französischen Buch- arbeiter-verbande« von 600 Mitgliedern vor dem Kriege auf jetzt 180 zusammengeschmolzen. Eingegangene vruckschrlsten. Die stille Schlacht. KrtegSdertchke ant de» großen Hauvtquartier von Dr. 91. Köster. 1,50 W., Papvband SM.- Krirgsvokumente. Der Weltkrieg lSl4/15 tn der Darstellung der zestgenössi'chen Bresie. 4. Bd. Bon E. Buchner. S M.. geb. 4 M. Ä. Langen. München. Mothcmatirrr>stlaelvo«eu von D.«dren«. Karl, so P. V. G. Xeubner. 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Heute entnehmen wir einer neuesten Veröffentlichung Hans Vorsts über den„englischen Standpunkt" folgende Stellen: „Lissaners„Hassgesang" ist in England bekannter geworden, als er es verdiente. Man hat ihn dort sogar für einen ÄZäguaten Ausdruck der deutschen Volksseele gehalten, weil auch die Redens. art„Gott strafe England" den Briten nicht verborgen blieh son dern vielmehr schleunig die Runde durch alle ihre Wihblätter inachte. Man verallgemeinert diese Geschmacklosigkeiten und denkt nicht daran, dass die große Mehrzahl des deutschen Volkes in diesem Kriege viel Wichtigeres zu tun hat, als sich mit Hassgebeten und »gesäirgen abzugeben, und dass auch bei uns die Verständigen be reit sind, zu unterschreiben, was Bernard Shaw kürzlich den Eng. ländern gepredigt hat:„Ein Gentleman haßt nicht seinen Feind, denn das einzige, was den Krieg überhaupt für einen anständigen Menschen erträglich macht, ist eben die Ueberzeugung, dass dieser nicht eine Frage persönlichen Hasses und niedriger Gefühle ist." So steht man denn in England dem durch ein kräftiges Ver. grösserungsglas gesehenen deutschen Nationalhass ohne Verständnis gegenüber und fühlt sich dadurch sogar geschmeichelt. Ich habe mit einem intelligenten Engländer, der ftüher in Deutschland studiert hat und auch jeht im Kriege ab und zu deutsche Zeitungen zu lesen pflegt, ausführlich über diese Frage gesprochen, die ihn, wie er ver- sicherte, namentlich psychologisch interessierte. Er sucht« zu er- gründen, warum sich der deutsche Hass gerade gegen England ge- wandt habe. Ich sagte ihm, dass die Erscheinungen, an die er denke� sich mehr in den ersten Monaten des Krieges geltend ge- macht und seitdem schon bedeutend nachgelassen hätten, leugnete aber natürlich nicht und konnte nicht leugnen, daß sich auch jetzt noch in vielen Kreisen eine besondere Abneigung gegen England bemerkbar mache. „In der deutsche Presse," sagte er,„werden moralische Vor- würfe besonders häufig und heftig gegen England erhoben. Wie erklären Sie das?" Ich erinnerte ihn an die Blockade und den Aushungerungs- plan, der doch England zum Urheber habe. Er wollte diesen Grund nicht gelten lassen.„Krieg ist Krieg," meinte er.„Wir können es nicht ernst nehmen, wenn man in Deutschland unsere Blockade- Politik für verbrecherisch erklärt. Denn die Deutschen würden, wenn sie in der Lage wären, genau so handeln. Wir wissen ja in der deutschen einschlägigen Literatur auch Bescheid und kennen zum Beispiel Moltkes Briefwechsel mit Professor Bluntschli genau, in den: sich Moltke dafür ausspricht, dass im Kriege alle Hilfsquellen des feindlichen Landes, darunter gerade auch die Lebensmittel, zum Gegenstand des Angriffs gemacht werden müssen. Wir wissen auch, dass sich der deutsche Genevalstab, zum Beispiel in seiner Schrift über den Kriegsgebrauch im Landkriege, auf denselben Standpunkt gestellt hat. Unsere Blockadepolitik mag unbequem sein, aber wie kommt man dazu, sie für„verbrecherisch" zu erklären? Sie ist sogar ein sehr humanes Kriegsmittel. Wenn eine solche Politik glückt, so wird nämlich niemalrd verhungern, denn ehe eS so weit käme, wäre der betroffene Staat auf unblutige Weise gezwungen, Frieden zu schließen. Aber wie ist es mit dem perftden Albion und der englischen Heuchelei und Lügenpolitik?" Ich erwähnte, daß England sich in diesem Kriege den An- schein gebe, als Schirmherr des Rechts, als Beschützer der Schwachen und Unterdrückten aufzutreten, daß es sogar den Schutz der belgi- scheu Rechte zum Kriegsgrund gewählt habe, während es doch in seiner Geschichte nie gezögert hätte, die Schwachen zu verletzen, wo seine Interessen im Spiel« gewesen wären. „Gewiss," erwiderte er lebhaft,„wir hätten nicht daran gedacht, für Belgien einzutreten, wenn nicht unsere eigensten Interessen uns dazu veranlasst hätten. Darüber sind sich auch bei unS alle Einsichtigen klar. Aber da die Interessen eines Staates ein so kompliziertes Gebilde sind, dass die grosse Menge sie nicht richtig beurteilen kann, so trachtet natürlich jeder Staat danach, in ent- scheidenden Fällen dem Volke seine Interessen durch Ideale plau- sibel zu machen, die jeder verstehen kann. In Wirklichkeit sind es natürlich nie Sentimentalitäten, die in der Politik den Ausschlag geben, sondern die allerrealsten Machtfragen. Grosse Politiker haben nie anders gehandelt, auch die Deutschen nicht, mit Friedrich dem Grossen an der Spitze.... Ich bin auf das vorstehende Gespräch so ausführlich einge- gangen, weil es für den englischen Standpunkt sehr charakteristisch ist. Schon als ich die aktive Beteiligung des englischen Volkes am Heeresdienst schildert«, habe ich darzulegen versucht, daß es sich jetzt durchaus um einen nationalen Krieg handelt. Dieser Eindruck befestigt sich durch alle Gespräche, die man mit Engländern über diesen Gegenstand führt. Man hat sich sehr allgemein an die Auf- sassung gewöhnt, dass die Beteiligung Englands an diesem Kriege unvermeidlich gewesen sei, weil dabei die wichtigsten Lebensinter- essen des Reichs auf dem Spiele ständen. Und wenn es zu Beginn des Krieges viele Engländer gab, die der Meinung waren, dass Erossbritaimicn hätte neutral bleiben können, so hat diese Ansicht dann später allen Boden verloren. Dieser Stimmungswechsel ist gerade dadurch hervorgerufen, daß man sich über die militärischen Erfolge der Mittemächte keinerlei Täuschungen hingibt. Ich habe schon erwähnt, daß man sich in England sehr wohl ein zutreffendes Bild über die Kriegslage machen kann. Denn die amtlichen Mit- teilungen sind vollständiger und zuverlässiger, die Zensur weit milder als etwa in Frankreich, und ein Teil der Presse neigt dazu, aus patriotischen und vielleicht auch aus politischen Gründen die Lage ja nicht als zu günstig zu schildern."... Die Lebensmittelfrage vor der Reichshaushaltskominission. (Sitzung vom 11. Dezember.) Die Kommtsft«n wendet sich der Beratung der Anträge zu, die Mehl- und Getreidclicfcrung bevemdeln. Die Sozialdem»kraten beantragen, zunächst �ür die Dauer des K»iege? und solange besondere Maßnähmen sür die Sicherstellung der BolkSernährung erforderlich sind, die Nachtarbeit von K Uhr abends bis 6 Uhr morgenS, ferner die Arbeit an Sonn- und Feiertagen für alle Getreidemühlen zu verbieten. Soweit dies ftir die Sicherstcllung der Ernährung der Bevölke- rung erforderlich ist, können die LandeSzentrachehösden von diesem Verbot Ausnahmen gestatten. Die Rationalliberalsn ferdsrn eine mägkichst zloichmäßige Be- schäftigung der Mühlen�etriebe— auch der mittleren und kleineren. Die K«nf?r»attven verl«ngen, daß die Ueberschussverbände, deren Mühlen nicht genügend beschäftigt sind, statt Getreide Riehl abliefern dürfen. Die Freikonservakiven wollen die mittleren Mühlen mehr be- rücksichtigl wissen. Eine Resolution der Konservativen fordert eine andere Rege- lung der Bemessung von Hinterkorn. Abg. Gut Hein bespricht die KommissionSgebühren für den Ankauf von Getreide. Wir müssen uichedingt sehen, daß die Brot- rationen, namentlich für die Bergarbeiter, erhöht werden. Die Ernteergebnisse seien zweifellos besser, als nach der mangelhaften Berechnung angenommen wurde. Die Landwirtschaft scheine auf diesem Gebiete eine recht merkwürdige„Zurückhaltung" üben zu wollen. Aufgabe des preußischen Landwirtschaftsministers wäre es, diesen Dingen mit aller Schärfe auf den Grund zu gehen, um die vorhandenen Vorräte genau festzustellen. Auf die vorgeschriebene Streckung des Roggenmehls durch Weizenmehl könne man ohne weiteres verzichten. Die Spannung zwischen Getreide- und Mehl- preisen sei berechtigt. Abg. Käppler(Soz.): Die Reichsgetreidestclle arbeitet zu teuer. Die Spannung zwischen den Getreide- und den Mehlpreisen ist nicht berechtigt, nur trifft daran die Reichsgetreidestelle nicht die Schuld. Sie ist mit Spesen und Gebühren belastet, die durch nichts begründet sind. Verteuernd wirkt die große Zentralisation des Handels, die im Anfang berechtigt war, heute aber einer Dczen- tralisation Platz machen könnte. Die R.-G. müßte weniger Hau- dels- als A u s g lei ch L organisation sein. Die Aufbewahrung des Getreides könnte man ruhig den Kommunalverbänden über- lassen. Die R.-G. braucht nicht als Käufer des Getreides auszu- treten, sie soll nur den Ausgleich regeln. Den Mühlen z. B. fällt eS im Frieden gar nicht ein, nach der Ernte das ganze Getreide zu kaufen und zu lagern; sie kaufen einfach nach Abruf. Die Reports sind nicht berechtigt. Die Kommissionäre erhalten im Frieden pro Tonne 3 Mk. Heute ist das Getreide dem freien Ver- kehr entzogen, die Landwirte müssen das Getreide abliefern, trotzdem zahlt man 6 bis 7 M. Gebühren und noch Zuschläge. Ein solcher Kommissionär habe im Vorjahre täglich bis zu 420 M. ver- dient. Große Rücksicht auf den Handel brauche nicht genommen zu werden. Auf die Mühlen habe man auch keine Rücksicht ge- nommen. � Die Sackleibgebühr ist nur bei Verzug berechtigt. Red- ner� gibt interessante Beispiele für die Art, wie es die Agrarier verstanden haben, sich durch die Hergabe der Säcke noch besonders zu bereichern. Das Mehl müsse und könne verbilligt werden, u. a. auch dadurch, daß man die unberechtigten Spesen beseitigt. Statt dessen habe man das an die Nudelfabriken gelieferte Mehl verteuert. Die N.-G. fordert 48 M. sür den Doppelzentner, die Mühlen liefern ihn mit 36 M.! Die R.-G. verteuert diese Pro- dukte um 3!) Millionen Mark im Jahre. Die N.-G. hat auf von ihr gekauftes Mehl groß« Aufschläge gelegt, die eigentlich als Wucher bezeichnet werden müßten. Die Mühlen sind nicht die Preistreiber, denn sie erhalten nur ihre Mahllöhne. Die Regierung muß dafür sorgen, daß wir gleichmäßig niedrige Preise für Brot bekommen. Die R.-G. hat große Mengen Getreide verschrotet, die zu 36 M. pro Doppelzentner an die Landwirte abgegeben wurden; den Schrot müllern hat man statt der üblichen 16 M. 26 M. Lohn bezahlt. Man hat große Mengen absolut guten Weizens verschrotet, sie also statt zu Brot zu Viehfutter verwendet. Die Lage der Mühlen ist, mit Ausnahme einiger Grossmühlen, eine trostlose. Tausende von Mühlen stehen still, tausende arbeiten nur mit be schränktem Betrieb. Ein Ausgleich in der Beschäftigung kann ge sunden werden, wenn man die Sonntags- und die Nacht' arbeit in den Mühlen verbietet. Di« Getreidevorräte müßten auf alle Mühlen verteilt werden. Die Mahllöhne sind auskömm- lich, eine Erhöhung wäre nicht zu rechtfertigen. Die konservative Resolution läuft auf eine Stillegung der Grossmühlen hinaus. Tier- artige Maßnahmen sind entschieden zu bekämpfen. Zum Teil sind allerdings die in Verbänden vereinigten Mühlen selbst mit schuld, weil sie versucht haben, die R.-G. zu boykottieren. Abg. Böhme(nntt.) fordert eine Statistik über die Beschäftig gungsmöglichkeit der Mühlen. Abg. Schwei! Hardt(Fortschr.) tritt für eine grössere Be rücksichtigung der kleineren und der mittleren Mühlen ein. Zur Erreichung dieses Zweckes müssen aber die Anschlußbedingungen geändert werden. Wenn Getreide und dann wieder das Mehl von einem Ende Deutschlands nach dem anderen transportiert werden muß, dann wirkt das verteuernd. Unterstaatssekretär Michaelis meint, daß die jetzige Rege- lung der Brotrationen ausreichend ist. Die Arbeiter der schweren Industrie erhalten bereits mehr Brot. Es ist jetzt Vorsorge ge- troffen, daß der Ausdrusch de» Getreides durch besondere mili- tärische Dresch-Kolonnen in den einzelnen Kreisen erfolgt. Die R.-G. leidet besonders unter der ausgedehnten Selbstbewirtschaftung. Daß die� R.-G. verteuernd wirke, ist nicht zutreffend. Der bahe- rische Wirtschaftsverband kann das Mehl auch nicht billiger liefern. Eine� Aenderung im System der Kommissionsgebühren ist nicht möglich, wohl aber ist man bestrebt, eine Verringerung der Be- trieskoften herbeizuführen. Die Rapports sind dadurch gerecht- fertigt, daß das Getreide im Laufe der Zeit leidet. Wenn im Handel Schiebungen vorgekommen sind, so lag das vermutlich vor Gründung der Kricgsgetreidcgescllschaft. Die R.-G. muß gewisse Aufschläge nehmen, um die Kosten der nötigen in Reserve zu hal- tenden Vorräte zu decken. Das Brotmehl wird dadurch nicht ver- teuert. Die Verteuerung des MehIeS für Keks, Lebkuchen itfro. ist berechtigt; wer sich heute solche Dinge leisten kann, der soll auch mehr bezahlen. Die Verschiedenheit in den Mehl- und Brotpreisen ergibt sich aus der Verschiedenheit der Organisation. Die R.-G. liefert das Mehl überall zu den gleichen Preisen, es kann also nur sein, dass die Kommunen Zuschläge erheben. Sobald es möglich ist, sollen die Preise weiter herabgesetzt werden. Daß Getreide verschrotet wurde, war eine Notwendigkeit, um die Flerschversor- gung des Volkes zu heben. Daß etwas gutes Getreide darunter war, ist richtig, aber es trifft nicht zu, daß man das Getreide den Menschen entziehen wollte, um es den Schweinen zu geben. Wollte man alle Mühlen berücksichtigen, so müßte man den Mahllohn ganz bedeutend erhöhen. Das würde zu einer Verteuerung des Mehles führen. Gegenwärtig sind 331 Mühlen angeschlossen, mit einer größeren Zahl ist nicht zu arbeiten. Würde man nur eine kleine Anzahl Grossmühlen voll beschäftigen, dann könnte man das Mehl noch etwas verbilligen. Die Nachtarbeit mutz im Bereiche der Mög- lichkeit bleiben, denn unter Umständen kann sie sich als notwendig erweisen. Am besten ist es, jetzt an der Mühlenpolitik nichts zn ändern, wenn es möglich ist, dann sollen die mittleren und kleinen Mühlen berücksichtigt werden. Abg. Behrens(wirtsch. Ver.) fordert höhere Brotrationen für die Forstarbeiter. Abg. R o e s i ck e(I.) bezweifelt, daß die grösseren Mühlen, die mit hohen Frachtsätzen zu rechnen haben, billiger arbeiten können, als wie die mittleren oder die kleinen Mühlen. Die Abzüge, die Pen Landwirten gemacht werden, wenn sie feuchtes Getteide l-.efern, find zu h«fc. Staatsleivet« H e l f f e r i ch warnt davor, immer neue Aus- gaben zu IwäwstützungSzweckeu zu beschließen. Das Reich könne das nicht trtpisn. Damit ist dieser Teil der Diskussion erledigt, über die Anträge wird später abgestimmt. Abg. Stubbendorf sk.) bespricht eine Verordnung, die den Anbau möglichst vieler brach liegender Bodenflächen anstrebt. Diese Verordnung ist bedenklich, den» beim Düngen solchcr Flachen»erden Düngemittel unwirtschaftlich berge übet. Der Aufwand steht dann in keinem Verhältnis zum Ertrag. Staatssekretär Helsferich macht bertrauliche Rittet- lungen über die Versargung mit Sttckstosf. Abg. G» t h e i n begründet einen fortschrittlichen Antrag auf ausreichende Versorgung der Landwirtschaft mit künstlichen Dünge- Mitteln. Die Verordnung betr. Einschränkung des Anbaues von Rüben mutz schleunigst aufgehoben werden. Die Beratung wendet sich nun der Gerste zu. Abg. Roes icke begründet einen konservattvcn Antrag, in dem verlangt wird, daß Landwirten, die eine Missernte gehabt hÄien, die Gerste belassen werden soll. Nach einer Bundesratsvcrordnung muß die Hälfte der Gerste abgeliefert werden. Den Kommunen soll weiter das Recht gegeben werden, Gerste selbständig verarbeiten zu lassen. Abg. Hoch(Soz.) erörtert die Malzkaffeefrage. Präsident Kautz erklärt das Verlangen, die Gerstcverordnunq im Sinne des konservattvcn Antrages für sympathisch. Bei der nicht sehr reichlichen Ernte an Gerste ist die Erfüllung dieses Wunsches aber nicht durchzuführen.'Die Reichsfuttermittelstelle ist aber angewiesen worden, bei besonderen Härten Nachsicht zu üben. Auch das andere Verlangen der Konservativen ist nicht durch- führbar. Den Fabrikanten von Malzkaffee und anderen Gerste- Artikeln sind Preise genau vorgeschrieben. Die Preise sind zwar hoch, das hängt aber mit den hohen Preisen für Gerste zusammen. Abg. Hoch hält es für ganz erfreulich, wenn Preise vorgc- schrieben werden. Die Malzkaffeefabrikanten haben zu 62 M. ge- liefert, sobald sie aber mit der Zentrale in Verbindung getreten waren, ist der Preis sofort um 16 M. erhöht worden— ohne jeden ersichtlichen Grund. Ein Vertreter der Regierung erklärt, dieser Preis sei festgesetzt worden ans Grund der Angaben der Fabrikanten, die am Pfund 2 Ps. Reingewinn haben. Der Grossist verdient ebenfalls 2 Pf., der Händler 8 Pf. Abg. Weileböck lk.) warnt davor, den Fabrikanten zu viel Glauben zu schenken. Der Kommunalverband des Redners habe im eigenen Auftrag hergestellte Gersteprodukte mit 36 Pf. pro Pfund verkaufen können, die von Fabrikanten mit 1 M. angc- boten wurden. Zur Kartoffelfrage liegen folgende Anträge vor: Die Sozialdemokraten beantragen: a) Die Kartoffelversorgung ist durch neue strikte Durchfitv- rung der Enteignung sicherzuftelleii. Die dem Abgabezwang unter- liegende Menge muß bis zu 56 Proz. des Bestandes ohne Be- rücksichtigung künftiger Lieferungen erhöht werden, wobeh der notwendige Bedarf für die Viehhaltung des eigenen Betriebe'- zu berücksichtigen ist. Bei der Lieferung darf die gute Esskartoffcl nicht zurückgehalten werden. � b) Der Transport der Kartoffeln ist durch Frackstermähi- gung und eine genügende Bereitstellung von Eisenbahnwagen zu erleichtern. c) Soweit die Herbeischaftung der Kartoffeln durch Mangel an Arbeitskräften erschwert wird, ist durch Bereitstellung von Gefangenen Ersatz zu schaffen. 6) Für Fabrikkartoffeln gilt der Höchstpreis für Speise- kariaffeln mit einem Abzug, der dem geringeren Stärkegehalt der Kartoffeln entspricht. Vom 1. Januar 1916 ab wird der Höchstpreis für solche Speisekartoffeln, die nicht bis zum 1. De- zembcr 1315 von den Landwirten bei der Neichskartoffelstelle oder ihren Organen angemeldet sind, um 25 Proz. herabgesetzt. e) ES ist eine Frist zu bestimmen, bis zu der die Gemein- den die Höchstpreise für den Kleinhandel einführen müssen. Die Konservativen wollen, daß auf die sicher zu stellenden Men- gen alle Kartoffeln anzurechnen sind, die der Erzenger von seiner diesjährigen Ernte nachweislich als Speisekartoffeln verkauft hat. Das Zentrum fordert Erweiterung der Beschlagnahme über die Grenze von 26 Proz. hinaus. Abg. Eberl(Saz.): Die Verbitterung in der Bevölkerung ist ganz wesentlich auf die Zustände auf dem Kartoffelmarkt zurück- zuführen. Die Regierung hat diese Frage behandelt wie heißes Eisen. Sie wollte weder Höchstpreise noch Beschlagnahme. Die Folge waren hohe Preise, und als man endlich zu spät eingrifj, setzte man Erzeugerpreise fest, die viel zu hoch.� waren. 2,56 Vi. pro Zentner wäre richtig bemessen. ES ist falsch, zu behaupten. für Kartoffeln hätten wir Friedenspreise. Die Landwirte liefern heute unsortierte, teilweise direkt schlechte Kartoffeln. Am schlimmsten war es im Westen, wo sich die Bauern direkt geweigert haben, zu den Höchstpreisen zu verkaufen. In Landeshut(Schlesien j konnte man nicht einmal für 3,26 M. Kartoffeln kaufen. Die neue Verordnung geht zwar etwas weiter, sie beseitigt aber die Miss- stände nicht, denn die Landwirte werden im Frühjahr wieder nur noch Saatkartoffeln zu höheren Preisen verkaufen. Wir haben deshalb beantragt: Vom 1. Januar 1316 ab wird der Höchstpreis für solche Speisekartoffeln, die nicht bis zum 1. Dezember 1915 von den Landwirten bei der Reichskartoffelstelle oder ihren Organen an- gemeldet sind, um 25 Proz. herabgesetzt. Die Höchstpreise werden schon jetzt nicht beachtet. Die Sadt Elberfeld hat in der Eifel pro Zentner 25 Pf. extra bezahlen müssen. Die Organisation bei der Zentralstelle scheint nicht richtig zu funktionieren, sonst hätte es nicht vorkommen dürfen, daß z. B. Berlin einige Tage ohne Kartoffeln war. Abg. Böhme(natl.): Wenn jetzt noch Kartoffeln zurück- gehalten werden, dann liegt das daran, dass man im vorigen Jahre höhere Preise bewilligt hat und daraus wird vermutlich jetzl wieder gerechnet...... Abg. Kreth(k.) macht den Frost dafür verantwortlich, daß zeitweise keine Kartoffeln auf dm Markt kamen. Die Höchstpreise sind nicht hoch, denn der Futterwert der Kartoffeln ist erheblich höher. Wie denken sich die Sozialdemokraten die Rationierung der Kartoffeln?... rx. i. Präsident Kautz erörtert die Schwierigkeiten, die sich der Kartoffelversorgung entgegenstellen. Im vorigen Jahre ist die Reichskartoffelstelle fast im Ueberfluss erstickt. Ein Fehlschlag Wales nur für die Reichskasse, die viel Geld verloren hat. Im Sommer baben die Sachverständigen erklärt, daß die Regierung nicht kinzu- greifen brauche. Deshalb ist zunächst nichts geschehen. Die Kar- toffclernte ist spät eingebracht worden, dem Transport stellten sich Schwierigkeiten entgegen; deshalb der Mangel.� Die Landwirte haben ihre Vorräte nicht zurückgehalten�. Wo die Kartoffeln ge- blieben sind, das wisse man leider nicht. Redner trägt eine Statistik vor, aus der sich in der Tat ergibt, daß in fast allen Städten sehr grosse Mengen Kartoffeln angeliefert worden sind. Die Händler weigern sich einfach, den Bedarf auf den Markt zu bringen, weil ihnen die Preise nicht hoch genug sind. Jedenfalls hat die Reichs- kartoffclstelle getan, was getan werden konnte. Sinkende Preise festzusetzen, ist nicht angängig. Abg. GieSberts; Die Schwierigkeiten sind nicht zu ver- kennen, aber das ist nicht zu bestreiten, dass die Regierung zu spät eingegriffen hat. Die Stadtverwaltungen haben offmbar sich ihrer Aufgabe auch nicht gewachsen gezeigt. Wenn eS nicht anders geht, dann muß der Handel ausgeschaltet werden. Aba. Hoch(Sog.): Selbstverständlich haben nicht alle Land- Wirte chre Kartoffeln zurückgehalten. An der Preistreiberei sind die Spekulanten schuld, die den Bauern höhere Preise versprochen haben. Mit der vorgelegten Statistik ist nicht das zu beweisen, was bewiesen werden soll. Was gefehlt hat, ist ein vernünftiger Arbeitsplan unter Ausschaltung des spekulativen Zwischenhandels. Die Preise hätten so festgesetzt werden müssen, dass darin ein An- reiz zum batdizen Perkauf gelegen hätte. An der weiteren Diskussisn beteilixtcn sich noch die Abgg. Fischbeck, Böhme und R o c s i ck e. Letzterer bestritt, daß die Landwirte mit Absicht schlechte Kartoffeln auf den Markt bringen. Die Komumnen müssen ein Kontrollrecht über die vorhandenen Kartoffelvorräte haben. Abg. Wurm(Soz.) berechnet, daß die Kartoffel bei der Liefe- rung an die Spiritusfabriken sich mit 71 M., beim Verkauf nur mit 55 M. bewertet. Sowohl Produzenten als auch Händler halten Kartoffeln zurück. Diese Kartoffeln kommen sofort auf den Markt, sobald man die Preise zn einem bestimmten Termin berabsetzt. Die Höchstpreise dürfen sich nur auf gute Speisekartoffelu beziehen, sind sie nicht sorgfältig sortiert, dann müssen die Preise herabgesetzt werden. Die Verhandlungen werden am Montag fortgesetzt. ■HRiWwsÄ Fri«d.richstraßQ«I7S Tauen hienstra Äfe-1 0 St ö o4 9 st? a ß i 04 Xeipjige�'fefwjlSfcs Oranieastraße 41« Bia••ru* politische Ueberslcht. Verfrühte Ttimmungsmachc. Die Tclegranime aus Washington beweisen, daß wieder einmal ernstliche Meinungsverschiedenheiten zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten und der deutschen und österreichischen Regierung vorhanden sind. In deutschen amt- lichcn Kreisen ist man in den früheren Fällen der Meinung gewesen, daß es angebracht sei, nicht Ocl ins Feuer zu gießen. sondern in kühler politischer Abwägung der beiderseitigen Auf- fassungen die vorhandenen Differenzpunkte auf diplomatischem Wege nach Möglichkeit auszuschalten. So dürfte es eine bc- sonnene Beurteilung der Sachlage auch diesmal gebieten. Auch diesnial freilich scheint der temperamentvolle Dirigent derKriegs- und Auslandspolitik für die„DeutscheTagesztg.", Graf Rcventlow, anderer Ansicht zu sein. Beginnt er doch bereits in der Sonnabcnd-Morgenausgabe der„Deutschen Tagcsztg." schweres Geschütz gegen Amerika oder wenigstens die amcrika- nischc Regierung aufzufahren. Wie stets in solchen Fällen bedient er sich einleitend der beschwichtigenden Wendung, daß es ihni„durch geltende Vorschriften" unmöglich gemacht sei, die verschiedenen Fragen der dcutsch'amerikanischen Beziehungen so zu behan- dein, wie es seinem kritischen Bedürfnis entspreche. Aber nach dieser deckenden Vorbemerkung geht er dann.>me gewöhnlich, mit einer Entschiedenheit zu einer Glossie- riuig der ihm der publizistischen Erörterung bedürftig er- scheinenden Fragen über, die von der beteuerten Zurückhaltung wenig bemerken läßt. So spricht er von dem„neuen Kurs" der amerikanischen Politik, von der Tätigkeit der amerikanischen„Hetzprcsse", die offenbar„im Zeichen der Wilsonschcn Botschaft und Willens- Meinung" stehe. Wir sind leider nicht in der Lage, mit auch nur annähernder Deutlichkeit zu sprechen. Wir halten das aber auch schon um deswillen nicht für zeitgemäß, weil ims— soweit wenigstens verbürgte und deutsch- offizielle Nachrichten reichen— zurzeit noch jede zuvcr- lässige Unterlage zu einem Uirteil über die Fragen fehlt, die in Betracht kommen. Nur darin können wir der„Deutschen Tageszeitung" beipflichten,„daß die deutsche Regierung die deutsche Oeffent- lichkeit über den Stand der Verhandlungen der Dinge tun- l i ch st aufklären möge, damit es möglich i st. einen im allgemeinen richtigen U eberblick zu erh alten." Solange dieser Ueberblick fehlt, würden wir es aller- dings auch für den Grafen R e v c n t l o w für angemessen halten, wenn er nicht allzu ungeniert ins Himmelblaue hinein phantasieren würde!__ Im Wandel der Zeiten. „Bücher haben ihre Schicksale", meinte der römische Dichter Horaz. Hätte er in der Gegenwart gelebt, so würde er wahrscheinlich hinzugefiigt haben: Zeitungsartikel nicht minder. Da schrieb im Jahre 1306 ein weiteren Kreisen unbe- kannt gebliebener badischer Genosse Dr. Eduard Dietz eine Abhandlung, in der er auseinandersetzte, daß die eng- lische Bourgeoisie darauf aus sei,„durch Vernichtung des Weltmarkthandels und der Welthandelsindustrie des gefähr- lichsten Konkurrenten sich dessen Anteil an deni Gesamtprofit zu sichern und dadurch zugunsten des eigenen Geldbeutels jenen: Gesetz entgegenzuwirken und sich Gewinne über die Durchschnittsprofitrate zu sichern". Er machte weiter auf die Gefahr aufmerksam, daß die„nurgewerkschaftliche" Arbeiter- schaft Englands den Vernichtungskrieg gegen Deutschland unterstützen werde, und er folgerte aus alledem, die deutsche Sozialdemokratie müsse ihre Stellung zu Krieg und Rüstungs- fragen einer Revision unterziehen. Dr. Eduard Dietz sandte seinen Artikel an die„Neue Zeit". Tie lehnte ihn. was weiter nicht verwunderlich war, ab. Jedoch auch von dem von Kolb redigierten„Karls- r u h e r V o l k s f r e u n d" erhielt der Verfasser einen Korb. weil, wie er sagte, die Redaktion die Verantwortung für das Aussprechen solcher Meinungen nicht übernehmen zu können glaubte. Zun: Glück hebt Dietz seine schriftstellerischen Er- zeugnissc sorgfältig auf, und nun erlebt er den Triumph, daß das. was 1906 verschmäht wurde, zehn Jahre später als Leit- artikel in:„Karlsruher Volksfreuud" prangt, der heute nicht mehr die alten Bedenken hat. Ja, wie steht unser Freund nun da! Eduard David ist gar nichts gegen Eduard Dies, und wir können nur bedaitern, daß Dietz mit eigener Hand an den Fundamenten seines Ruhmes rüttelt. Er sagt nämlich: Den bürgerlichen Parteien den Vorwand zu nehmen, die gesetzliche Festlegung, namentlich das Wahlrecht im preußischen LanBtag, zu verweigern, den durch die Erfahrungen dieses Krieges neu orientierten Regierungen zu ermöglichen, mit der Sozialdemokratie zusammenzuarbeiten, sie nicht zu zwingen, wieder ihre ausschließliche Stütze bei den reaktionärsten Parteien suchen zu müssen, das ist der springende Punkt, von dem für die nächsten Jahrzehnte alle EntWickelung in Deutschland ausgehen muß, die Entwtckclung zur Demokratie und zur„Bcdarfsdeckungs- Wirtschaft", von der G. Eckstein in der„Neuen Zeit" S. 234 jüngst so schön ausführte, wie wohl erreichbar sie wäre, wenn eine proletarische Regierung stark genug wäre, mit solcher Macht- Vollkommenheit auszutreten wie heute die Militärdiktatur. Der gute Deutsche schreibt leider ein sehr schlechtes Deutsch, aber soviel läßt sich den langatmigen Sätzen doch wohl entnehmen, daß Dietz hier plötzlich ein zweites llllotiv für die„positive" Haltung der Sozialdemokratie beibringt. Wenn seine Darlegungen von 1906 richtig waren, dann hat die Sozialdemokratie sich ganz und gar nicht darun: zu küm- inern, wie ihr Verhalten auf die Regierung und die bürgerlichen Parteien wirkt. Dann muß sie ohne Rücksicht auf preu- ßisches Wahlrecht und ähnliche Kleinigkeiten den im August 1914 betretenen Weg weitergehen und ohne zu fragen, ob dem deutschen Kapitalismus nicht am Ende ähnliche Ten- denzen inne wohnen wie den: englischen mit der deutschen Bourgeoisie durch Dick und Dünn gehen. Dernbnrgs wirtschaftspolitifche Erfahrungen. In Wien hielt Sonnabendabend Staatssekretär a. D. Dr. D e r n b u r g einen Vortrag unter dem Titel:„Von meinen wirtschaftspolitischen Erfahrunge n." Wolffs Tele- graphenbuveau teilt über den Inhalt des Vortrags folgendes mit: An die Spitze seiner Ausführungen stellte der Vortragende das Axiom, das sich auch wieder in diesen: Kriege bereits bewahrheitet habe und in der Folge noch mehr bewahrheiten werde, von der immanenten Gerechtigkeit aller Geschehnisse und der unerbittlichen Folgerichtigkeit aller Geschehnisse des Ganges der Geschichte. Nach- dem er kurz diesen Satz auf die gegenwärtigen Vorgänge in Ter- biet: angewendet hatte, ging er zum eigentlichen Thema, das seinen kolonialen Erfahrungen entnommen war, über. Eine er- folgreichc Kolonisation beruhe auf einem ethischen Verhältnis, welches allein die Anwendung von Macht gegenüber untergeord- neten Rassen rechtfertigt. Im Interesse seiner Tätigkeit müsse der Weiße unerbittlich crus sein Ansehen gegenüber der schwarzen Rasse halten, soweit er auch sonst eine freie Entwickelnng zu ge- statten habe. Dieses Prestige der weißer: Rasse aufrechtzuerhalten, seien alle kolonisierenden Völker in gleicher Weise einander ver- bunden und interessiert. England und mit ihm Frankreich hätten diesen Grundsatz im Kriege aufs gröblichste verletzt und dadurch der: Pfeiler erschüttert, aus dem nicht nur ihre eigene, sondern auch die koloniale Macht aller Nationen beruhe. Das werde zu unerhörte:: Forderuinzen, großen Unruhen und zu einer noch kostspieligeren Machtentfaltung nach diesem Kriege führen, und der Bruch der guten Tradition der Engländer wird vermutlich ihr Kolonialreich in der gegenwärtigen Form vernichten. Dieser Verrat an der Tra- ditiou der weißen Rasse werde auch von sehr schwerwiegendem Ein- flutz auf die englische toeeherrschaft sein, und da diese autzerden: jetzt nicht nur von den Mittelmächten, sondern auch von allen Neu- trafen bekämpft werde, ja selbst bei deu Verbündeten Englands ihre Gegner findet, so sei es wahrscheinlich, daß mit dem englischen Kolonialreich auch die englische Seeherrschaft zu Bruche gehen werde. Sodann zog der Vortragende ein«: Vergleich zwischen der überseeischen Eutwickelung Deutschlands und der kolonielosen Ent- Wickelung Oesterreichs, wobei er die EntWickelung der österreichisch- ungarischen Landwirtschaft und Industrie in der Richtung der in Deutschland bestehenden intensiveu Arbeitsleistung voraussieht und als wichtigsten Behelf die EntWickelung von Verkehrswegen, insbe- sondere eines mitteleuropäischem Kanalsystems, anregt. Der Vortragende kam hier auf seine Tätigkeit in Amerika zu sprechen und sprach in Anerkeunung der schwierigen Lage, in der sich die Amerikaner teutrnrffcher und österreichisch-ungarischer Abstammung besuchen, den Dank für ihren Opfermut aus. Staats- sekretär Dr. Dernburg wies auf das schöne Resultat der Tamm- luugstätsgkeit hin, an der er zusammen mit Dr. Dumba beteiligt gewesen sei und die bisher über zwölf Millionen Kronen erbracht hätte. Er schloß mit der Ueberzeugung, die Kulturgemeinschaft der Völker deutscher Zunge um ihre Ideale verdienen, daß sich anders Völker an sie anschlössen. Man dürfe nach göttlichem und menschlichem Rechte erivartea:, daß der urcheugsame Entschluß, im gegenwärtigen Kriege zu siegen, mit einem vollen Erfolge gekrönt sein werde.._ Verbotene Schriften. Auf Grund des Z 4 des Gesetzes über den Belagerungszustand von: 4. Juli 18S1 wurde für den Bezirk des II. Armeekorps mit Ausschluß des Festungsbereichs Swinemünde folgendes augeordnet: Der Vertrieb und die öffcnrliche Anpreisung der Schrine::. Giftoder Kräuterkuren 1" von Dr. med. Geyer, Berlin, Verlag von Puhlmann u. Co., Berlin, Müggelstr. 2oa,„Frauenleiden" mit Anhang„Die Verhütung der Schwangerschaft" von Zadel, Vor« w ärts- Verlag, Berlin, Wersen verboren. Zuwiderhandlungen werden bis zu öl) M., au deren Stelle im Unvermögensfalle Haft ritt, bestraft._ Sächsische Forderungen. Dem Reichstage sollen eine Anzahl Beschlüsse der sächsischen Zweiten Kammer übermittelt werden, die von deren GesetzgebungS- deputation festgelegt worden sind. Tie Beschlüsse forder::, daß die MahUöhne, die Gctreidepreise und alle bei Mehl und Brot auf dem Wege vom Erzeuger zum Verbraucher entstehenden Kosten nachgeprüft werden, um möglichst eine Verbilligung von Mehl und Brot herbeizuführen und eine Teuerung zu ver- hindern. Weiter sollen Grieß, Graupen, Haferflocken und Teig- waren mit Rücksicht aus die Kinder ausreichender als bisher herge- stellt und billiger verkaust und verteilt werden. Die Beschaffung, Verteilung, Preisfestsetzung und der Verbrauch von Butter, Fett und Margarine soll dauernd geprüft und gegebenen- falls neu geregelt werden. Für Schweine sollen neben den Höchst- preffen auch Stallpreise eingeführt werden und die jetzigen Höchst- preise nachgeprüft werden. Mit höchstem Nachdruck sollen Futter- mittel im Inland und aus dem Ausland zu angemessenem Preise beschafft und verteilt werden. Auch sollen die Preise für die Er- Zeugnisse der Kartoffeltrocknung weiter herabgesetzt werden. Und endlich sollen die unverhältnismäßigen Preissteigerungen für Seefische, Heiz- und Beleuchtungsmittel verhindert und ihre Beschaffung und Verteilung ger»gelt werden. Weiter wird von der sächsischen Regierung noch gewünscht, dahin zu wirken, daß die Kommunalverbände untereinander in dauernde Verbindung treten zu dem Zwecke des Austausches ihrer Ersahrungen hinsichtlich der Bestrebungen einheitlicher Matznahmen und der Verhinderung der Konkurrenz. Die Gewinne der Kommunalverbände sollen nachgeprüft werden, sie selbst zun: Zwecke der Lebensmittelver- sorgung unterstützt werden. Endlich soll auch mit Hilfe von Staatsmitteln die Schweincmöstung gefördert, aber die Haus- schlachtungen über das frühere Maß hinaus eingeschränkt werden. Die Verordnungen gegen den Kriegswucher sollen auf das schärfste gehandhabt werden._ Mus Jnöuftrie und Handel. Siemens-Konzern. Bei den Siemens-Schuckert-Werken G. m. b. H. wurde die Dividende wie in früheren Jahren wieder auf 10 Proz. festgesetzt gegenüber T'/a Proz. im borigen Jahre. Die günstigere Verwerumg der bei Kriegsausbruch vorhandenen Lager- bestände gestattet für das Berichtsjahr die Ausweisung eines höheren Reingewinnes. Das Mehr ist zur Dotierung eines KriegSsürsorge- fonds mit 4 000 000 M. bestimmt worden. Der Geschäfts« gewinn stellt sich auf 27 S3g 000 Di.(:. V. 21 274 418 SR). Nach Verrechnung der Handlungsunkosten der Zentralverwaltung, der Zinsen auf die Obligationsanleihen, der Abschreibungen und der Zinsen auf das unkündbare Darlehen der Gesellschafter verbleibt ein Reingewinn von 17 773 473 M. si. V. 11493 103 M.), aus welchem 9 000 000 M.(i. V. 6 730 000 SR) als Gewinnanteil an die Gesellschafter ausgeschüttet, dem Reservefonds 2 300 000 M. zu- geführt, an Gratifikationen sür Beamte und Arbeiter 1300 000 M. verteilt und dem DisposttionSfondS 300 000 M.(alles wie im Vor« jähre) zugeführt und zur Bildung des vorerwähnten Kriegsfürsorge« fonds 4 000 000 M. bereitgestellt werden sollen, so daß ein Vortrag auf neue Rechnung von 273 473 M.(i. V. 243 103 M.) verbleibt. Bei der Firma Siemens u. Halske A.-G. erhöbt sich die Dividende von 10 aus 12 Prozent. Ueber die Bilanzsitzung teilt die Verwaltung folgendes mit: Der AufsichtSrat genehmigte den Vorschlag, wie in früheren Jahren eine Dirndende von 12 Proz. zu erklären gegenüber 10 Proz. im Vorjahre. Namentlich die zeit« weise erheblich gesteigerten Anforderungen von Heer und Marine an eleltrischen Apparaten und Vorrichtungen haben zu einem Ausgleich geführt für den durch den Krieg verursachten Rückgang der eigentlichen Friedensauflräge von Staatsbehörden sowohl wie von der privaten Kundschaft. Eine Vorsorge besonderer Art wurde für die bevorstehenden Aufgaben der Kriegs- f L r s o r g e getroffen dadurch, daß in das Gewinn- und Verlust« konto eine Summe von 3 Millionen Mark eingestellt wurde, welche in der Bilanz als Kriegsfürsorgefonds neu erscheint. Der Rein« gewinn der Bilanz wird mit 12 338 327 M.(:. V. 11 131 90S SR) ausgewiesen und wie folgt verteilt: 12 Proz. Dividende 7 360 000 M.(i. V. 6 300 000 SR), Ueberweisung an den Spezial- reservefonds 2 Mill. Mark, für Gratifikationen an Beamte und Ar« bciter 900 000 SR, Zuwendungen zun: Dispositionsfonds 300 000 M. — wie im Vorjahre—, so daß nach Absetzung der Tantieme sür den Anfsichisrat ein Vortrag aus neue Rechnung von 1 246 391 SR (1214 310 M.) verbleibt. Bei der Elektrizitäts-Aktiengesellschaft vorm. Schuckert u. Co., Nürnberg, beirua der Bruttonutzen 8,73 Mill. Mark(gegen 8.26 Mill. Mark. Der Reingewinn stieg von 6,008 auf 6,314 Mill. M. Die Dividende wird auf 6stz Proz. bemessen. Umiaasdh nach dem Fett gern gestattet• Sonntag geöffnet 8-10 n. 12-8 Moabit, Turmstraßesa Müllerstraße 3a Oranienstraße 34 pleufilln. Lergsie. 2/8 Jrledenam Rhelnstr.l« Stiefel mit Doppelfohlen Stiefel mit Korkzwifchenfohlen ** Kamelhaar" Schuhe** Pantoffel* Haus-Schuhe Gummifchuhc Größte Lciftun�sfahi�kcit Um Sie Anschaffung unserer berühmfen frichter-unb naöellosen Sprechapparate auch in Kriegszeiten[ebermann ermöglichen, haben wir uns entschlossen, unseren üblichen Beöingungen ber Lieferung zur Probe unb gegen Monatsraten an ernsthafte u.solv. Reflektanten noch eineaußergewöhru.Erleichterung hinzuzufügen, nämlich b 1. Rekle erü einen Monai Beendigung des Krieges flllU»el» soll. Sie haben also während des Krieges« ungeachtet seiner Dauer, nichts zu zahlen« ohne öaß wir Zinsen oder einen höheren Preis als den bisherigen berechnen.— Lassen Sie sich also � TVarl** wviw PwrtK*» unseren Apparat sofort kommen!— Da wir � lö�C jCHT& rULPC mit bedingungslosem Rüdcsenöungsrecht bei Nichtgefallen liefern, haben Sie nicht das qeringste'Risiko. 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Frieden Kein Senden Sie uns diesen Schein noch heute eint I Kadei- piHnnmniniiiiiiiM BESTELLSCHEIN D«n«itimnniiinraniiin|| 1 Bialäl Freund, Posi/. 120; i 55 Breslau|| Senden Sie mir ihren trichter- und nedellosen Sprech-|l 5 tpperat mit 40 ausgewählten Stücken auf 20 doppelseitig:z 1 | bespielten, 29 cm großen Safir-Platten i Tage zur Probe. 1 1 I Wenn ich die Sendung nicht innerhalb S Tagen nach Emp- I fang an Ihre Firma in Breslau franko zurütkschuke, bell halte ich sie und zahle unter Anerkennung Ihres Eigen- = tumsrechtes bis zum Ausgleich für den Apparat 60 Mark = und für jede Safir-Doppelplatte 3.30 Mark in Monats- = raten von S Mark, vier Wochen nach Beendigung des = Krieges beginnend. Erfüllungsort ist Breslau. Vor- u.Zuname Beruf Ort u. Datum Machf uns eine"�2 i h nachf s f reude, achickf Joaeffl-Q�reften aus der liebenJrfeimof. xvr-.-:"-. � fß;/ f Henkels Blekh-Soda ist der beste und billigste Ersatz für Seife Die Hälfte der Seife wird gespart, wenn die Wäsche vor dem Waschen in Henkel's Bleich-Soda in lauwarmem Wasser eingeweicht wird, denn Henkel's Bleich-Soda bewirkt ein schnelles Lösen aller Schmutzstoffe aus der Wäsche. Mithin wird das Waschen und mit weniger Arbeit ebenso reine und weiße Wäsche erzielt, wesentlich billiger ist das vorzüglichste Reinigungsmittel für Fußböden, Metall-, Holzsachen und ? � vlv VsCSi Küchengeräte, sowie beim allgemeinen Hausputz u. ist nur in Originalpackungen mit dem Namen Henkel Schutzmarke„Löwe" in allen einschlägigen Geschäften erhältlich. HENKEL& CIE., DÜSSELDORF. '■' r•> 1�"• v' Sonntag von 1 Uhr an geöffnet! 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In der neuesten Nummer der imperialistischen Wachenschrift .Das größere Deutschland" findet sich ein Artikel von Dr. Paul Lensch über„Die freie Donau", der in den Rahmen dieser „Wochenschrift für deutsche Welt- und Kolonialpolitik" vollkommen hineinpatzt. Lensch hat innerhalb von zwölf Monaten so viele Wandelungen durchgemacht, datz es uns keineswegs erstaunt, ihn jetzt auch neben dem Grafen R e v e n t l o w, der in dem gleichen Heft über„Die Freiheit der Meere" schreibt, am Strange der aus- gesprochensten bürgerlichen Imperialisten ziehen zu sehen. Wir können nur hoffen, datz Lensch alle Konsequenzen seiner Stellungnahme zieht und die doch nur noch äußerliche Gemein- schaft mit einer sozialistischen Partei aufgibt. Mus Groß-öerlin. /lrbeitsverüienft unö Kriegsunterstützung. Die Stadtverordnetenversammlung hat einen Ausschuß eingesetzt zur Beratung über einen von allen Fraktionen ein- gebrachten Antrag: „Den Magistrat zu ersuchen, darauf hinzuwirken, daß von den einzelnen Unterstützungskommissionen der Stadt in gleich- mäßiger Anwendung der Vorschriften der Reichsgesetze vom 28. Februar 1888 und 4. August 1914 und der Gemeinde- beschlüsse über die Unterstützungen der Kriegerfamilien beiden Beschlüssen über die Unterstützungsgesuche verfahren wird." Die„Volkszeitung" glaubte dieser Tage ihre Ansicht zu der Frage äußern zu sollen, ob die Teilbarkeit der Kriegs- Unterstützung zulässig sei und schrieb dazu folgende Be- merkungen: „Das Gesetz spricht allerdings von der Unteilbarkeit der Unterstützungen,— es spricht aber nicht von einer Gesamt- Unterstützung der Familie, sagt nicht:.Eine Familie, be- stehend aus Frau und einem Kind, erhält so und so viel Mark", „Eine Familie, bestehend aus Frau und zwei Kindern, so und so viel Mark",— und so fort, sondern es sagt:„Eine Frau erhält soviel",„Jede? Kind erhält soviel", es behandelt also die Unterstützungen als Einzelsätze, nicht als Gesamt- sätze. Daraus folgt sinngemäß, datz die Unteilbarkeit sich nur auf diesen Einzelsatz bezieht. Es wird deshalb als ganz unbedenUich erscheinen, wenn eine Kommission in dem und dem Falle zwar die Unterstützung der Frau fortfallen läßt, weil sie die Fondauer der Bedürftigkeit verneint, aber diejenige der Kinder beibehälr, weil bei diesen die Bedürftigkeit noch vorhanden ist, insofern, als die Mutter nicht in der Lage ist, sie aus ihrem Arbeitseinkommen zu erhalten. Nehmen wir z. B. an, datz eine Frau mit zwei Kindern, die bisher söhne Mietsbeihilfe) 57 M. erhalten hat, eine Beschäftigung erhält, die ihr 60— 80 M. einbringt. Hier würde die Kommission gerade die 30 M, der Frau ganz oder reilweise streichen, aber die 27 M. für die beiden Kinder bestehen lassen. Die juristische Seile der Frage ist, wie gesagt, zweifelhaft— in praxi wird die Anschauung derjenigen Kommunalstellen, die eine Teilbarkeit in der geschilderten Form bejahen, eine mildere, für die Kriegerfrauen ergiebigere und wohlwollende Stellungnahme ergeben. Man möchte deshalb hoffen, datz die bisherige Handhabung der Unterstützungsgeschäfte beibehalten wird." Die Ansicht der„Volkszeitung" ist nach keiner Richtung bin begründet. Das Gefetz besagt in seiüem§ 1: Die Familien der Mannschaften der Reserve, Landwehr usw. erhalten... Unterstützung.§ 2 des Gesetzes besagt, daß auf Unterstützungen Anspruch haben a) die Ehefrau der Ein- getretenen und dessen eheliche und den ehelichen gesetzlich gleichstehende Kinder unter 15 Jahren; unter b) und c) wird ein weiter Kreis von zu Unterstützenden aufgeführt. Eheftauen und Kinder werden als eine Einheit bezeichnet; auch das Gesetz heißt: Gesetz betreffend die Unterstützung von Familien in den Dienst eingetretener Mannschaften. In den Ausführungsbestimmungen zum Gesetz sagt der preußische Minister des Innern in seinem Erlaß vom 1. November 1914:„Die Unterstützungen sind gemäß der §§ 5 und 6 des Gesetzes einheitliche Leistungen für die einzelnen Familien und können nicht Wahl- weise für die Ehefrauen oder die K i n d e r be- willigt werden. Ist aber die Unterstützungsbedürftigkeit ein» mal anerkannt, so müssen wenigstens die Mindestsätze sowohl den Ehefrauen als auch den Kindern gewährt werden." Nimmt man hinzu, daß die städtischen Behörden be- schloffen haben, auf Antrag der Gemeinden die gleichen Be- träge zu den Reichssätzen zuzulegen, so ergibt sich, daß eine Teilbarkeit der Unterstützung weder im Gesetz noch in den Ausführungsbcstimmungen zum Gesetz noch in den Gemeinde- beschlüssen eine Stütze findet. Nun kann eine Frau mit Kindern von der heutigen Unterstützung bei den hohen Preisen für Lebensmittel, für Schuhwaren und Kleidung nicht leben; sie muß sich nach irgendeinem Einkommen umsehen; wer das nicht kann, wie beispielsweise kränkliche Frauen, ist sehr schlecht daran. In dem Falle, in dem die Frau etwas verdient, diesen Arbeitsverdienst bei Bemessung der Unterstützung in Betracht zu ziehen, halten wir für eine Härte, die durch nichts gerecht- fertigt ist. Die Unterstützungsbedürftigkeit ist gegeben, da das Einkommen des Eingezogenen fortgefallen ist, aus dem der Unterhalt der Familie bestritten worden ist. Das allein be- rechtigt die Familie zum Bezüge der Kriegsunter- stützung. Uebrigens ist das Arbeitseinkommen der Frau keineswegs beständig. Die Arbeitsgelegenheit wechselt sehr stark. Dazu kommt, daß von dem Arbcitsvcr- dienste erhebliche Beträge für Beaufsichtigung der Kinder und für andere Unkosten in Abzug gebracht werden müssen, wie das gleichfalls der Minister des Innern in einem im November herausgegebenen Erlasse ausdrücklich gefordert hat. Gerade das in der„Volkszeitung" gewählte Beispiel zeigt, wie engherzig manche Kommissionen verfahren, wenn sie bei einem Arbeitsverdienst von monatlich 69 bis 89 M. die Unterstützung teilen, anstatt, wie es sich gehörte, voll anzuweisen. Allzu fett werden auch dann die Familien nicht werden. Mehr Aeit- Herzigkeit und Beachtung der gesetzlichen und gemeindlichen Beschlüsse ist manchen Kommissionen zu wünschen, und es ist bedauerlich, daß in der„VolkSzeitung" das heute geübte Ver- fahren mancher Kommissionen gegen Kriegerfrauen noch Billigung finden kann. Die Ausstellung empfehlenswerter Jugendschriftcu findet von heute, Sonntag, den 12. Dezember ab im Vorwärts- Gebäude, Lindenstraße 3, 1. Hos, links unten statt., i Die Ausstellung ist geöffnet Sonntags von 3 bis 7 U h r und ivochentäglich von 1 bis 7 Uhr. Die Berliner Arbeiterschaft sei nochmals zum Besuch dieser Ausstellung eingeladen. Eltern und Erzieher, denen an dem geistigen Wohl ihrer Kinder gelegen ist, finden hier wirklich gute und sorgfältig ausgewählte Werke für alle Altersstufen. Etwaige Ankäufe werden gleich im Ausstellungsraum ver- mittelt. Ein Kaufzwang besteht für den Besuch der Ausstellung natürlich nicht._ Arbeitcr-Bildungsschule. Heute Sonntag, den 12. De- zember, abends 7>/z Uhr, findet der dritte der kunstgeschicht- lichen Lichtbildervorträge statt. Frau Dr. Liebknecht wird die „Florentinische Baukunst" vorführen. Der Vortrag findet im Hörsaale der Schule, Lindenstr. 3, 4. Hof rechts, drei Treppen, statt. Der Eintrittspreis beträgt 19 Pfennig. Des Wcihnachtsfestes wegen wird der vierte(Schluß-) Vortrag am Sonntag, den 2. Januar, gehalten werden._ Höherer Höchstpreis für Schweinefleisch. Bekanntlich soll in Kürze für Butter, die vom Ausland einge- führt wird, ein höherer Preis erhoben werden können, man spricht von 20 Pf. für das Pfund. Wie der Vertrieb dieser Butter zu ge- stalten ist, datz er nicht mit der hiesigen Butter zusammen statt- findet und wie die Gefahr vermieden wird, datz wir in Zukunft nur noch teurere ausländische Butter erhalten, so wie wir heute nur noch eine einzige Sorte Butter zu 2,56 M, bekommen, darüber zerbrechen sich die zuständigen Behörden die Köpfe. Wie es aber mit der Butler geht, so soll es auch mit Schweine- fleisch gehen, das aus dem Auslande zu uns kommt. Dieses aus- ländische Schweinefleisch kann zu einem höheren Preise verkaust werden als zu dem festgesetzten Höchstpreise. Das Fleisch wird zu 2,80 M. pro Pfund abgegeben, also zu dem doppelten Preise, als der für hiesige Schweine festgesetzte Höchstpreis beträgt. Es soll nach dem Ministerialerlaß eine scharfe Trennung des ausländischen vom inländischon Fleisch durchgeführt werden. Ob das überall geschieht und ob das überall kontrolliert werden kann, steht dahin. Jedenfalls ist der geforderte Preis unerhört hoch. Soweit es sich um die auf dem hiesigen Viehmarkt auf- getriebenen Schweine handelt, so steht die Tatsache fest, datz das Fleisch von den auf dem Schlachthof geschlachteten Schweinen nach wie vor zu Wurstzwecken verarbeitet wird. Die Festsetzung von mätzigen Höchstpreisen für Wurstwaren wird immer dringlicher._ Was bei Höchstpreisen nebenbei abfällt. Seit kurzem haben wir Höchstpreise auch für den Kleinhandel mit Wild. Niedrig sind sie nicht, aber die Händler haben sie so- fort zu Regelpreisen gemacht. Ein Gang durch die Markthallen lehrt, datz selten ein Wildhändler billiger als zu den Höchstpreisen verkauft. Im Kleinhandel mit Hasen, wo ja nicht nur Teile von Hasen, sondern auch Hasen im ganzen verkaust werden, ermöglichen die Höcbstpreisvorschriften noch einen hübschen Nebenverdienst. Für ganze Hasen setzen die Vorschriften den Preis so fest: Der Preis für beste Ware darf im Kleinhandel nicht übersteigen bei Hasen im ganzen mit Fell 5 M, für das Stück, bei Hasen im ganzen ohne Fell 4,50 M, für das Stück. Wenn nun der Händler einen„Hasen im ganzen" abgibt, behält er teilweise das sogenannte„Klein" zurück. Aus dem„Klein" lätzt sich dann durch gesonderten Verkauf noch ein Ge- winn erzielen, der den tatsächlichen Preis des„ganzen" Hasen über die oben angegebenen Beträge hinaus steigert. Gern gekauft wird z. B. die Hasenleber, die manchem sogar als Leckerbissen mundet. Bei„gestreiften" Hasen, d. h. Hasen ohne Fell, wird auch der Kopf gesondert verkauft, was wieder einen Nebenverdienst abwirft. Datz in jetziger Zeit das Hasensell im Preise nicht niedrig steht, kommt gleichfalls dem Händler zu statten, wenn er den Hasen ohne Fell abgibt. Im Hinblick auf alle diese von dem „Hasen im ganzen" so nebenbei abfallenden Vorteile mutz man sagen, datz besonders für den Hasen ohne Fell der Höchstpreis sehr günstig für die Händler bemessen ist. Bei dieser Gelegenheit möchten wir noch darauf hinweisen, datz manche Händler die ihnen auferlegte Verpflichtung, die Käufer über die Preise durch Aushang zu unterrichten, ein bitzchen sonderbar auf- fasten. Sie scheinen anzunehmen, auch den Käufern werde eS als selbstverständlich gelten, datz die Höchstpreise zu Regelpreisen gemacht werden. Wozu bedarf es der Preistafel, wenn ohnedies jeder aus Zeitungsmeldungen oder Säulenanschlägen die amt- lich festgesetzten H ö ch st preise kennt und als Regel- preise hinnimmt? Namentlich bei Besuchen der Zentral- Markthalle ist uns— mehr als in anderen Markthallen— aufgefallen, wie groß bei manchen Händlern die Gleichgültigkeit gegen die auf diese Preistafel gerichtete Witzbegier der Kauf- lustigen ist. Wir haben die Beobachtung gemacht, datz der Brauch, die Preistafel an einer dem Auge des Kunden schwer erreichbaren Stelle unterzubringen, ziemlich weit verbreitet ist. Auch das haben wir gefunden, datz die Preistafel zum Teil durch die Bekanntmachung über die fleischlosen Tage verdeckt war, weil man beide auf einen und denselben Haken gehängt hatte. Zugeben müssen wir allerdings, datz bei den Kauflustigen kaum ein Irrtum erregt werden kann, wenn manche Händler ihnen die Preistafel nicht allzudicht vor die Augen rücken. Es glaubt wohl von vornherein keiner, datz diese Händler billiger als andere verkaufen. Diebstahl von Elektrizitätszählern. Es find in letzter Zeit wiederholt Elektrizitätszähler, die Eigen- tum der Städtischen Elektrizitätswerke Berlin sind und deren Strom- abnehmern leihweise überlassen werden, gestohlen worden. Die Diebe sind hierbei in der Weise vorgegangen, datz sie sich, um sich Zugang zu den Räumen, in denen die Zähler aufgestellt waren, zu verschaffen, als Angestellte der Werke ausgaben und den betreffenden Abnehmern erklärten, sie seien von den Werken beauftragt, den Zähler zu prüfen. Auf diese Angabe hin ist den Betreffenden der Zutritt zum Zähler gestattet worden. Nachdem sie sich alsdann an den Zählern zu schaffen gemacht haben, erNärten sie entweder, den Zähler zwecks gründlicher Untersuchung durch die Werke mitnehmen zu müssen oder sie benutzten eine passende Gelegenheit, um sich unbemerkt mit dem Zähler zu entfernsn. Der hierdurch den Werken und eventuell den Abnehmern entstehende Schaden könnte unschwer vermieden werden. wenn sich die Abnehmer die Legiiimationslarte. die jeder Angestellte der städtischen SleStrizitätswerke bei sich führt, vorlegen ließen. Es würde sich alsdsnn in den meisten Fällen sofort herausstellen, ob es sich tatsächlich um einen Angestellten der Werke handelt oder ob diese Behauptung erfunden ist. In Zwcifelsfällen würde eine tele- phonische Anfrage bei den Werken sofort Gewitzheit verschaffen. Es wird deshalb allen Abnehmern dringend empfohlen, sich von jedem Angestellten der städtischen Elektrizitätswerke die Legitimationskarte vorlegen zu lassen. Gegen Lohndrückern. Das Kriegsbellcidungsamt des Gardekorps teilt mit, datz für Nählohn von Militärhemden an den letzten Arbeiter, das heißt die ausführende Hand mindestens 4,20 M. für das Dutzend zu zahlen find. Das Nähmaterial ist vom Arbeitnehmer zu zahlen. Für Knopflöcher können 48 Pf. das Dutzend Hemden in Abzug ge- bracht werden, falls diese vom Arbeiter nicht mitgefertigt werden- Die Preise, die die Heeresverwaltung für fertige Militärhemden zahlt, sind so bemessen, datz der vorstehende Macherlohn an den letzten Arbeiter leicht gezahlt werden kann. Preise von 1,80—2,00— 2,40 M. usw. für das Dutzend, wie sie häufig angeboten werden, sind als Lohndrückerei zu bezeichnen, gegen die die Heeres- Verwaltung unnachsichtlich einschreiten wird. Gründung eines Deutschen Helferbnndefl für Alkoholkranke. Nach dem Plenarsitzungssaal im Reichstage soll im Januar oder Februar ISIS unter Führung des Geheimen Regierung s- r a t s P ü t t e r, des Verwaltungsdirektors der Berliner Charits, eine große Versammlung einberufen werden, um die noch sebr mangelhafte und zersplitterte Hilse für Alkoholkranke durch Gründung eines Helferbnndes zu zentralisieren. Die Tendenz gegen den Alkoholgenutz an sich wird ausgeschlossen bleiben. Es handelt sich um die Gründung einer kraftvollen Organisation der Hilfe für solche Alkoholtrinker, die aus ihren zerrütteten gesundheitlichen und sozialen Verhältnissen mit eigener Kraft nicht mehr herauskommen können, aber richtig be- handelt vielfach wiederzugewinnen und besonders auch vor dem Jrrenhause zu bewahren sind. Wie der Vertreter der Fürsorgestelle für Alkoholkranke in der Chariö, Herr Riebeling, in der Dezember- Versammlung des Bundes für Jrrenrecht und Irren- f ü r s o r g e E, V, ausführte, bestehen jetzt 174 über das Deutsche Reich verteilte Trinkerfürsorgestellcn, Sie haben keinen amtlichen Charakter, werden aber von den Polizeibehörden, Magistraten, Armenverwaltungen, Versicherungsanstalten, Kranken- kästen, Aerzten usw. nachdrücklich unterstützt und leisten in der Einzel- arbeit viel Gutes. Die verfügbaren Hilfskräfte, beispielsweise in der Charilö 22 Schwestern, die auch noch in angegliederten Fürsorge- stellen für Lungen- und Krebskranke tätig sind, reichen jedoch nicht entfernt aus, um das Hilfswerk für etwa eine halbe Million Alkoholkranke in dem notwendigen großen Unrfange zu betreiben. Gerade an dem Mangel an Helfern scheirert es, daß Zehntausende von Alkoholkranken und deren Angehörige nicht in dem erforderlichen Matze bearbeitet werden können. Es gibt, sagte der Vortragende sehr richtig, genug Einrichtungen, welche theoretisch die Enthalrsam- keit oder Mätzigkeit predigen/aber leider viel zu wenig, die sich mit der praktischen Trinkerrettung befassen wollen. Bleibt die praktische Hilfe wie bisher auf ein verhältnismäßig geringes Matz be- schränkt, so darf man sich nicht wundern, datz unsere Irren« anstalten immer mehr mit Trunksüchtigen überfüllt werden und die Aufwendungen der Stadl- und Provinzialverwal- tungen für diese Kranken fortgesetzt ungeheuer steigen. Ein anderer Fachmann berechnete die Kosten und Ausfälle, die den Stadt- und Provinzialverwallungen und schließlich auch dem Staate durch erwerbsunfähige oder arbeitsscheue Trunksüchtige in Deutsch- land erwachsen, eher noch zu niedrig als zu Hachaus alljährlich eine Biertelmilliardel Neue große Kosten werden zu- nächst entstehen, wenn Trinker, die strafbare Handlungen be- gangen haben, im Falle der Freisprechung nach§ 51 des Siras- geietzbuches auf die Dauer von 2 Jahren einer öffentlichen Irren- anstalt oder Trinkerheilstälte überwiesen oder neben der Bestrafung auch für drei Jahre in das Arbeitshaus gesteckt werden können, wie es der Vorentwurf zum neuen Straf- gesetzbuch vorsieht. Zu der geplanten Versammlung im Reichstags- gebäude sollen alle berufenen Vereine und Verbände, insbesondere auch Frauenoereine aller Art, ferner die matzgebenden Behörden sowie Vertreter der Aerzte- und Juristenwelt eingeladen werden. Gesiindm wurde in der Nähe des Bahnhofs Beusselstratze ein Portemonnaie mit Inhalt, das bei Fr. Liere, Waldstr. 28, abgeholt werden kann._ Mus den Gemeinden. Butterversorgung in Spandau. Da der Spandauer Magistrat einer größeren Anzahl von Geschäftsleuten Butter zum Weiterverkauf überläßt, so dürfen diese Butter nur gegen Vorlegung der von der Brolkartenausgabestelle ausgestellten Lebensmittelausweiskarte abgeben Auf jede Karte darf nicht mehr als Va Pfund Butter verabfolgt werden. Durch Abstempelung der Karte wird kontrolliert, datz auf jede Karte nur einmal Butter verabreicht wird. Große Unzuträglich- leiten haben sich nun dadurch ergeben, datz eine Anzahl Hauswirte bezw. Hausverwalter nicht allen Mietern Lebensmittel- ausweiskarten zugestellt haben. Verschiedene Arbeiterfrauen, die stundenlang vor einem Buttergeschäft auf Einlaß gewartet hatten, mutzten am Freitag ohne Butter wieder nach Hause gehen, da sie keine AuslveiSkarte bekommen hatten. Ledige Personen, die keinen eigenen Hausstand haben, haben zumeist überhaupt keine Ausweis- karte erhalten und konnten demnach auch keine Butter erhalten. Der Magistrat und die Hausbesitzer sollten schleunigst dafür sorgen, daß der Bevölkerung unnütze Scherereien erspart bleiben und allen Einwohnern schleunigst Lebensmitlelausweiskarten zugestellt werden._ Kartoffelverkauf in Charlottenburg. Die Stadtgcmcinde hat sich durch die Reichskartoffelstelle weitere Speisekartoffeln überweisen lassen, die für Kleinhändler von den Kartoffelgrotzhändlern Biencck, Sophie-Charlolte- Str. 107, und Schirmacver, Am Bahnhof Westend 5, zum Preise von 3.60 M. für einen Zentner frei Laden zu beziehen sind, Gesuche von Klein- Händlern um Ucberlassung von Kartoffeln sind an die genannten Händler zu richten.— Die Kleinhändler müssen sich schriftlich ver- pflichten, die Kartoffeln nur an Charlottenburger Einwohner in Mengen von nicht mehr uls 20 Pfund an den einzelnen Käufer ab- zugeben; antzerdem sind sie gehalten, die Kartoffeln sofort nach der Anlieferung zu dem durch die Verordnung vom 4, November 1915 von der Stadt vorgeschriebenen Kleinhandelshöchstpretse von 3 Pf. für 1 Kilo zum Verkauf zu bringen. Soziales. Sittenwidriges Submissionsabkommen. Ringbildungen unter den an einer öffentlichen Verdingung beteiligten Unternehmern gehören nicht zu den Seltenheiten und sind auch schon wiederholt Gegenstand richterlicher Entscheidungen gewesen. Ob derartige Verträge gegen die guten Sitten verstoßen und deshalb nichtig sind, ist nach der maßgebenden Auffassung des Reichsgerichts in jedem einzelnen Falle nach Inhalt, Be- weggrund und Zweck des Abkommens zu prüfen. Haben sich die Submittenten zusammengetan, um den B c- stellcr zu täuschen und ihn zur Bezahlung von etwas zu veranlassen, ivas von ihm nicht verlangt werden kann, haben sie z. B. die Cinrechnnng eines ver- steckten Aufschlages in die Preisangebote zugunsten der ausfallenden Submittenten als Entschädigung für die Un- kosten ihrer Vorarbeiten vereinbart, so ist ein solches Ab- kommen sittenwidrig; aus ihm können deshalb irgend welche Rechte nicht hergeleitet werden. In diesem Sinne hat das Reichsgericht den folgenden interessanten Streitfall am Freitag entschieden: Im Herbst 1912 hatten die städtischen Gas-- und Wasserwerke zu H. die Umbauarbeiten für einen Gasometer ausgeschrieben. An der Submission beteikgten sich sechs Firmen sMaschinenfabriken) in Bremen, Berlin, Braunschweig usw. Diese Firmen schlössen am 25. November 1912 ein Abkommen, worin sie sich gegenseitig verpflichteten, datz jede von ihnen einen Aufschlag von 10 Proz. in ihr Preisangebot als Unkostenentschädigung für die ausfallenden Firmen einrechnen sollte, welcher von der bei dem Wettbewerb obsiegenden Firma an die übrigen auszuzahlen war. Den Zuschlag erhielt die Braunschweiger Firma auf die Bausumme von 99 999 M. Die fünf ausgefallenen Firmen verlangen nunmehr von der Braunschweiger Firma auf Grund des Abkommens im vor- liegenden Rechtsstreit vorläufig Zahlung der Hälfte der 19 Proz., also je 999 M., zusammen 4599 M. Das Landgericht und Oberlandesgericht Braun schweig haben die Klage abgewiesen, indem sie das Abkommen als gegen die guten Sitten verstohend und daher nichtig erklärten. Zur Begründung führt das Oberlandesgericht aus: Inhalt des Abkommens ist die Uebernahme der Verpflichtung eines jeden der Vertragsteilnehmer, in seinem Gebot dem von ihm für sachlich angemessen erachteten Preise versteckt einen Aufschlag von 19 Proz. hinzuzurechnen, der unter die im Wettbewerb unter- liegenden Vertragsteilnehmer als Entschädigung für die Un- losten ihrer Vorarbeiten ohne Rücksicht auf deren Höhe gleichmäßig verteilt werden sollte. Mindestgebote sind in dem Abkommen nicht vorgeschrieben. Dassewe hatte also nicht den fRechtsschutz verdienenden) Zweck, die Vertrags- teilnehmer bor der Gefahr unsolider Unterbietung zu be- wahren. Vielmehr sollte durch das Abkommen der Besteller ge» z w u n g e n werden, eine erhebliche Summe a n Personen zu zahlen, denen gegenüber er keine Rechtspflicht zu irgend- welcher Zahlung hatte. Daß diese Zahlung angeblich für die Emp- fänger eine Entschädigung für aufgewandte Unkosten sein sollte, ist bedeutungslos. Solche Entschädigung ist ohne besondere Verein- barung im Geschäftsverkehr beim Wettbewerb nicht üblich. Regel- mäßig wird der Besteller nicht geneigt sein, eine derartige Eni- schädigung neben der Summe, die er dem im Wettbewerb Ob- siegenden als Ersatz der Unkosten desselben und Unternehmergewinn zu zahlen hat, zu entrichten. Das sagten sich die Parteien offenbar und darum wählten sie kraft gemeinsam bindender Vereinbarung das Mittel, ihr Abkommen vor dem Be st eller geheim zu halten. Dadurch täuschten sie ihm vor. daß sie in ihren Geboten nichts weiter als die von ihnen für angemessen erachteten Preise forderten. Das Abkommen der Parteien verdient danach sowohl wegen seines Inhalts und wegen des gewählten Mittels keinen Rechtsschutz. Es ist als gegen die guten Sitten verstoßend nichtig; die Kläger können keine Redpe daraus herleiten. Ohne Erfolg versuchten es hiergegen die Kläger mit dem Rechtsmittel der Revision: das Reichsgericht hat das Urteil des Oberlandesgerichts bestätigt und die Revision zurückgewiesen.(Aktenzeichen: III. 219/lö.) Dies Urteil ist von weittragender Bedeutung. Es ent- spricht der von uns wiederholt, insbesondere bei Gelegenheit der Besprechung des Submissionsabkommens der Berliner Steinsetzmeister, ausgesprochenen Ansicht. Das Reichsgericht hat nur zivil rechtlich entschieden, daß solche Abkommen gegen die guten Sitten verstoßen, das heißt dem Anstands- gefühl aller billig und gerecht Denkenden widersprechen. Die st r a f rechtliche Seite hat das Gericht nur gestreift, aber die Gründe lassen unschwer erkennen, daß auch nach Ansicht der Gerichte derartige Ringbildungen für einen versteckten Auf- schlag in dem Submissionsangebot Vereinbarungen zur Aus- führung eines auch strafrechtlichen Betruges sind. Gerichtszeitung. Eine Beförderung. Landgerichtsdirektor Lieber, der in so vielen großen Straf« Prozessen den Vorsitz geführt und auch in dem vor einigen Tagen beendeten Prozeß gegen Artur Jacoby und Genossen die dreiwöchigen Verhandlungen geleilet hat, ist zum Landgerichtspräsidenten in Meseritz ernannt und wird sein neues Amt am 1. Januar 1916 antreten. Der Genannte hat auch oft in politischen Prozesien als Vorsitzender gesessen. Ueber diese Seite der Tätigkeit des Herrn Lieber müssen wir uns jetzt ein Urteil versagen. In nichtpolitischen Prozessen war Herr Lieber das Muster eines Vorsitzenden, der alle Momente, auch die zugunsten des Angeklagten in eindringlichster Weise herauszu- holen und zu werten sich bemühte und der in ebenso humaner Weise die soziale Lage eines Angeklagten zu dessen Gunsten berücksichrigte, dagegen für hohe, aber gerechte Strafen für strafwürdige, gewinn- süchtige und ehrlose Taten eintrat. Steuerhinterziehung. Wegen Steuerhinterziehung in vier Fällen ist vom Landgericht I in Berlin ani 19. Mai der Groß- schlächtermeister Wilhelm Tackmann zu einer Geld- strafe von 8179 M. verurteilt worden, während dessen Buchhalter Max Weber wegen Beihilfe dazu zu 1159 M. Geldstrafe verurteilt worden ist. Der letztere führte bei T. die Bücher nach dessen An- gaben, fertigte die Bilanzen und stellte auch die Steuerdeklaration zusammen. Das Gericht hat festgestellt, daß T. mit Wissen des Mitangeklagten, der ihm dazu Beihilfe leistete, wiederholt sein Ein- kommen zu niedrig angegeben hat. Die Revision der beiden Angeklagten wurde vom Reichsgericht als unbegründet v e r- warfen, jedoch wurde das Urteil dahin ergänzt, daß die im NichtbeitreibungSfall für die Geldstrafen einzusetzenden Haststrafen 3 Monate nicht überschreiten dürfen. Parteiveranstaltungen. Vierter Wahlkreis.?lm SS. Dezember(1. Weihnachtsfeiertag) findet in Obiglos Festfälen, Koppenstraße S9, cm Liederabend statt. Mit- wirkende: Männerchor.Namenlos-(Mitgl. d. A.-S.-B.), Violinvirtuosin Dora v. Möllcndors, Kammersänger A. Sistermann(Baß). Ansang 7 Uhr abends. Eintrittskarten zu 4S Vf. find bei den Bezirlssfthrern und in den mit Plakaten versehenen Geschästen sowie im Bureau des Wahlvereins, Stralauer Platz 19/11 zu haben. Jugenüveranftalttmgen. Uhr: Vrttz-Buckow. Sonntag, den 12. Dezember, nachmittags S Treffpunkt der Arbeiterjugend Chauffeestr. 97, Eingang vom Flur. Liehterfelde-Lankwitz. Sonntag, den 12. Dezember, Spazier- g a n g in die Umgebung von Lankwitz. Treffpunkt pünktlich 3 Uhr, Bahn. bof Lichterfekde-Ofi. Im Falle Regens: Unterhaltungsabend bei Dahn, Lankwitz, Kaiser-Wilheim-Straße(Ecke Seydlitzstraße). Eltern und Fraunde find dazu eingeladen.~ Donnerstag, den 16. Dezember, findet der Stenographen- abend bei Dahn in Lankwitz wieder statt. Geschäftliche Mitteilungen. Die Firma Oskar W o l I b e r g, Brunnenstraße 56157, weist auf ihr reichhaltiges Konfektionslager hin. Das Tcppichbaus Emil L e s e v r e, Oranienstraße 158, veranstaltet einen Weihnachtsverkaus seines großen Lagers in Teppichen, Gardinen, Steppdecken, Partieren u. a. Das Wiener Pclzbaus, Leipziger Straße 41, empfiehtt sich der Kundschaft bei Bedarf an Pelzsachen, die sich zu Weihnachtsgeschenlcn gut eignen._ Sriefkaften der Redaktion. M. F. R, Die betreffende Notiz ist der.Frankfurter Zekvmg- ent- nommen. Wir können leider auf die Sache nicht zurückkommen.— Anny 100. 1. Ist uns leider nicht bekannt. 2. Andresfen dieser Institute finden Sie im 2. Band des Adreßbuches, Teil 4, Seite 88.— M. I. 105. Die gewünschten Adressen finden Sie im Adreßbuch. 2. Band, 4. Teil, unter: Film, Kino und Projektion.— Schulstr. III. v. Forstner ja, v. Renter nein.— Fr. Frank. Auf 1 Kilogramm reines ausgelassenes Fett 8/4 Liter Wasser, 330 Gramm Eeifenstein. Dies zusammen läßt man 3—4 Stunden kochen. Vor dem Ausgieucn in ein Holzgesäß tut man noch etwas Salz dazu, damit sich die Lauge avkchcidet.— �Coutinental. G. M. Ausführliche Beantwortung im Brieskastcn ist unmöglich. Erworben wird das Einjähngen-Zengnis durch Schulbesuw mit sechs Jahreskursen bis ein- schließlich t. Klasse der Realschule oder bis einschließlich Untersekunda der Oberrealschule, des Realgymnasiums, des Gymnasiums. Das Abiturienten- Zeugnis durch Schulbesuch mit neun Jabrcskurscn bis einschließlich Ober- prima der Oberrealschule, des Realgymnasiums, des Gymnasiums. Zur Technischen Hochschule wird man zugelassen mit Einjährigen-Zeugnis als Hörer, mit Abiturienten-Zeugnis als Student.— W. S. 1. und 2. Nein. B. P. 15. Der Wirt hat das Recht dazu.— A. M. 10» Kramvs- ädern.— A. B. Strh. 1. Krampfadern und Herzleiden. 2. Ja. B. 87. Zurückgestellt wegen Krankheiten oder Verletzung der unteren Gliedmaßen.— F. 06. 1. Zu jedem aktiven Dicnit verwendungsjäbig. 2. Das wissen wir nicht, entscheidet die Militärbehörde.— M. G. 109. Das Statut der Kasse entscheidet darüber. Fragen Sie einmal bei der Kasse an.— Frau Buchtbal Rosenthal I. Sie werden in Ihrer Sache nichts unternehmen können. Die Rente kann in Anrechnung gebracht werben.— A. 11. 1. Unterstützung wird nur für das Kind gezahlt. Ge- richtliche Anerkennung der Vaterfchaft ist nicht erforderlich, es genügt schon eine briefliche Anerkennung des Vaters. 2. 13,59 M. monatlich. 3. Armen- Unterstützung wird, wenn Kriegsunterilützung gezahlt wird, nicht gewährt werden. 4. Sie müßten sich an den Regimcntstommandeur des Regiments wenden, von dem der Betreffende eingezogen wurde.— GiSworder 115. 1. Ja. 2. In der Straiprozeßordnung. 3. Ja. 4. Durch eine Eingabe an den Polizeipräsidenten.— M. W. 10. 1. Ja. f. Nein. — Ä. V. Sie haben Anspruch aus Verpstcgungsgeld: reichen Sie in- stanzcnmätztgc Beschwerde ein. Die Stadl Berlin zahlt eine freiwillige Unter- stützung an die Urlauber.— P. K. 00. Geringer Herzfehler: dienstiähig. — Anna 15. Die Kinder haben ein Erbrecht an der Wirtschast.— Kraft 11. Im Termin mutz geltend gemacht werden, daß dem Schlosser« mciilcr das eigentliche Verschulden trifft; weiter muß die Freisprechung des Lehrlings beantragt werden. Im Falle der Verurteilung wird nur aus eine Geldstrase erkannt werden.— Neukölln 53. Sic können für diese Zeit Befreiung von der Steuer beantragen.— Mi. 40. Die Auszahwnq erfolgt aus der Rcichsbank,— G. Js. 27. Ungeachtet des Verbotes durch das Oberkommando steht doch jedem Unternehmer das Recht zu, das Rauchen im Betriebe zu verbieten. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland biS Montag mittng. Zunächst ostwärts fortschreitende Abkühlung, zeitweise heiter, aber noch überwiegend bewölkt. Im östlichen Küstengebiete vielfach starke, in den meisten anderen Gegenden schwächere Niederschläge. Später im Westen beginnende neue Erwärmung. m»Hell Meilvvgen! Größte Einkaofsvortcile bietet i-Snezial! LMM" Emil ef evre Berlins. Seit 1882 illck Oranienstr. 158 Kiesen-"WU Teppich-Lager aller Größen und Qualitäten. Sofa-Grüße. ä 5, 10, 15—40 M. Salon-Grüße k 15, 20, 30-150 M. Saal-Grüße. a 45, 60, 75-800 M. Gardinen, Portieren, Möbelstoffe, Tischdecken, Steppdecken usw. 3000 Koatol-TisoMeeken iintefPreisB.4.-,6.- Spezialkatatoj„�oÄ. .1« neueste Muster, eitra hillig! Fabrik Alexaiulerstr. 30 _ 1. Etage, an der Magazinstr. Der Einzelverkauf deS grotzrn Lagers findet wie alljährlich statt. 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Sonntag und Montag 8 Uhr: Die Dardanellen, Konstantinopel und der Bosporus. Theater für Sonntag, 12. Dezember. Hontis Operetten-Theater S1/« U.: Hoheit tanzt Walzer Gastspiel Louis Treumann. 8 Uhr: Der Weltenbummler Schiller- Theater O. Deutsches Opernhans Charlottbg. 8 Uhr; Der Wildschütz. 8 Uhr: Die Fledermaus. Friedrich-Wilhelmsfädt. Theater. 8 Uhr; Der Wildschütz. 8 Uhr: Der iidcle Bauer. Cebr. Kerrnffeiö-Th.atar 8 uhr: Bosenblatt's Getieimtip Kleines Theater. 8l/,Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. 8 Uhr: Henriette Jacoby. Komische Oper. S'/s Uhr; Gold gab ich fOr Eisen. s uhr: Jungmuß man sein Eustspiclhaus. B'/jUhr; Herrschattl. Diener gesucht. 81/« Uhr: Die Ehre. Metropol-Theater 4 Uhr: Häusel und Grctel. 8 uhr: Die Kaiserin Residenz-Theater 8'/, Uhr; Die Schöne vom Strand. 81/, Uhr: Die Prinzessin vom Nil. 3 Uhr; 8 Uhr: Schiller-Th.Charlottenbg. 3 Uhr: Das Glück im Winkel. dlarla Stuart. Die fiint Frankfurter. 8 Uhr; Jungbrunnen. Thalia-Theater. 3 Uhr: Kam'rad Hänne. s uhr: Drei Paar Schuhe. Theater am Vollendortpl. 31/, Uhr; Die Dollarprinzessln. 8'/. Uhr: Immer feste druff! Theater des Westens 8 uhr: d. Fräulein?. Amt mit Guido Thielscher. 3'/» Uhr: Polenblut. Trianon-Theater. S'/j Uhr: Staatsanwalt Alexander. S'/.Uhr: Bodo's Brautschau Lessing-Theater. Direktion: Victor Barnowsky. 8 Uhr: Komödie der Worte. Montag; iSwischcnspici. Dienst: Komödie der Worte. Deutsches Künstler-Theater. Allabendlich 8 Uhr: Die selige Exzellenz. Luisen-Theater. 8 Uhr: Die Hanbenlerche. 6" uhr- Die Allwördens. Montag: Schritte auf der Treppe, Mittwoch 4 Uhr Schneeweischen und Rosenrot. Rose-Theater. 3 Uhr: Schneewittchen. 8 uhr: Staatsanwalt Alexaoiier. Walhalla-Theater. 3 Uhr: Harla Stuart. 8 Uhr: Eieb Vaterland. Morgen 8 Uhr; Ben Hur. Grete WiesenthaS „Flotte Bursche" Operette i, 1 Akt v. F. v. SuppÄ. Mitwirkende: Else Borna— Lotto Werkmeister v Thalia-Theat a. Q. Käfo Hansen— Steffi Walidt Gustav Matzner— Heinrich Peer Hanna Ewald— Jan Paul Außerdem: Der = neue■ Dezember• Spielplan. DIE FALSCHE ASTA NIELSEN In der Hauptrolle ACTA NIELSEN Am Nollendortplatz, Jturfücften- damm.i»rledrich»ElkcTaubenftr., Atexanderplaß. Weinbergsweg. Moripptatz. HENNY PORTEN Oer Sieg de» Herzen». Tchöneberg, Unter den Linden. EVA SPEYER Oer Schatten am Zensier. Hasenheide, Reinickendorserstr. Große Weihnachts» Iugendvorstellungen Montag nachm. Z Uhr: U.T Noilendortplaß U.T striedrichsfraße Dienstag nachm. S Uhr. U.T WeinbergSwea U.T Reiniclcndorlerftr. Heute 0 Vorstellungen Q U VL und 8 Uhr« Nachm. jeder Erw. 1 Kind frei. In beiden Vorstellungen: Der ungekürzte neue heitere Dezember- und JU Berliner Konzertes. �rf\ Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90/91. Heute: Großes Konzert. Berliner Konzerthaus-Orchester Franz�.Xom Anfang 4 Ehr, Anfang: 4 Ehr. Morgen, den 13. Dez.: Gr. 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W Ii ■i m\ Wi :*»■ W Ii i |ili: !W Im! !»M! üorwdrtsRlafnher GoetDes ßlcrke Werke des Dichters von Dr. Franz Diedericb. ßtainoc TderUt 15 Bände in d.r£i Uyvlilvv Wvl nv oebunden miteiner biographischen Einleitung verlenen von Franz Mehring. Reuters öerke gtfÄV,!: des Dichters, herausgegeben von Emil Kraule. Jadas Wark(3 BSnde) 4 Mark Hauffs iämtl)cl)e Werke WL Die delte Unterftaltungslcktüre llt die Vorwärts ßlHIothch Band 1: Erweckt, Roman aus dem Proletarierleben von fl.Ger.— Band 2: Oerflusweg, Eine Erzählung von Ernlt Preczang.— Band 3: Das Land der Zukunft, Reilebelchreibung von L Kolitch, mit einer Einleitung von Paul 6öhre.— Bandk: Derlei) robenes Volk, Erzählungen von R. Grötzicb.— Band 5: Der Prinzipienreiter, Eine Erzählung aus demlahre 1 848 von Wilhelm Bios.— Band 6: In den tod getrieben, Zwei Erzählungen von Ernlt Preczang.— Band 7; Der Parlier Garten und Rnderes von MinnaKautskv. Band 8: Mutter, Ein Frauenlchickia! von jf oh. Ferch. Band 9: Der Morgen graut, Erzählungen aus dem Proletarierlcben von Ii!. flnderlen-Rexo.— Bandl 0: 1000 Mark Belohnung, Kriminalroman v. Bans Ryan. Band 1 1; Die Deiteretei.Eine bumoriitnehe Erzählung von 0. Ludwig.— Band 12: Vom ülailenbaus zur Fabrik, Geichidrte einer Prolctarierjugend von ß. G. Dikreiter.— Band 13: Der Gotteslästerer, Roman aus dem Leben der erzgebiwilchen Waldarbeiter von fl.Ger.— Band 14: Die Marketenderin, Erzählung von Erckmann-Chatrian.— Band 15: KrlegsfaHrien In Belgien und Hordfrankreld). Von Dr. Kodier und G. Hoeske, M. d. R.— Band 16: Kriegsberichte aus Ostpreußen und Rußland. Von W. Dllweil, Kriegsberichterltatter im ßauptquartier des Oitcns.— Band 17 und 18: Bgrzcn im Kriege, Schilderungen und Gelchichten. Sne fluslefe von •r. Franz Diedericb Jeder gut gebundene BaMikeslall Mk. i MmüMM.«SmMll. MnW« mü Wie Z in reicher Auswahl in allen Preislagen. 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Das Buch bringt intereifante Knegsichildcrungen und iit mit acht Bildern und einer Karte ausgeltattet. Gebunden 1 Mark. fiiteosloOtten In Belgien nno BotOfinnlteMi ÄÄ'K und franzöfilcben Kriegsichauplätzen. Von Dr. Ad. Koefter und Reichstags* abgeordneten Gustav floske. Mit 8 Bildern und 1 Karte. Leinenband 1 Mk. fionon im firiono Schilderungen und Gelchichten. Eine Auslefe von Dr ycljul IUI nlUUt F- Diedericb. 2 Bände, jeder für lieb abgcichloI(.,aiMk. Till) �nronnoiflDl Sturrnlchreie aus hundert Jahren. Von Dr. F- Diedericb- 4/lv dUlEliyClDvl Dasthema dieses Buches iit der Kampf gegen den Zarismus, derRußland blutig knechtet. Es ist ein Kampfbuch voll ünerbittlichkeit. Aus dem Sturm des gegenwärtigen Kriegs entstanden. Preis 0,50 Mark. AI« Ktarfofimfltft'in Erzählung aus der Zeit der Revolutionskriege von ZJUr ulUntliUDtuU Erckmann-Chatrian. Preis gebunden 1 Mark. ApnfilflP iRliföP Geschichten von St. Großmann. 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Ihre Handlungsweise wird allein von dem krasien egoistischen Ge- danken beeinflußt, wie sie die Konjunktur wahrnehmen und sich auf Kosten der Allgemeinheit bereichern können. Verordnungen bestehen für sie einfach nicht oder sind nur dazu da. um von ihnen über« treten zu werden. Die Strafandrohungen imponieren ihnen ebenfalls nicht, besonders wenn sie sehen, daß mit diesen nicht genügend Ernst gemacht wird. Die Kartoffelernte in diesem Jahre war eine sehr gute, und man sollte meinen, daß diese« wichtige Nahrungsmittel überall zu wohlfeilen Preisen zu haben sein würde. Aber e« ging auch hier wieder nicht ohne Höchstpreisfestsetzungen und ihren bekannten Folgen: Knappheit an einzelnen Orten. In Hannover, wo diese Knappheit bi» auf« höchste gestiegen war, ordnete kürzlich die Polizeibehörde die Anzeige der Kartoffelvorräte an und siehe da, auf einmal ergab e« sich, daß bei den Händlern nicht weniger als SV000<) gentner Kartoffeln lagerten. Bon einer Knappheit war also keine Rede, die Händler warteten nur auf eine Heraufsetzung der Preise. Dieses spekulative Warten auf höhere Preise wird geübt selbst auf die Gefahr hin, daß die Lebensmittel verderben. Diese Er« fahrungen haben wir im vergangenen Jahr gemacht und müsien sie nun wieder machen. So wurde vor einiger Zeit in einer Versammlung de? ermländischen Bauernvereins gegen die Walzmühle in Königsberg der Vorwurf erhoben, sie habe 800000 Zentner Roggen verderben lassen. Und in einem Hamburger Blatte bot jemand 80000 Pfund Kasseler Rippespeer, das Pfund zu 1,20 M. an, das sich nachher als verdorbenes, für den menschlichen Genuß un- geeignetes Fleisch erwie«. Such auf dem Gebiete der direkten Nahrungsmittelfälschung wird noch so mancherlei geleistet. So gab letzten« die herzoglich braunschweigische Kreisdirektion von Gandersheim bekannt, daß die Mühlenbetriebe von Dröge und Sandvoß in Seesen geschlossen worden sind, weil ihre Inhaber lediglich aus Gewinnsucht da» von ihnen zu liefernde Weizenschrot mit Cip« und Holzmehl verfälschten. Die Hauptursache all dieser gemeingefährlichen Handlungen bilden die meist nur geringen Strafen, die über die Sünder der« �hängt werden. Wenn z. B. jetzt wieder da« Schöffengericht in Burgau in Schwaben sechzehn Mühlenbesitzer wegen Zuwiderhandlung gegen die Bundesraisverordnung wegen Ver« mahlung von Brotgetreide nur zu Geldstrafen von 80— ö0 Mark verurteilte, so ist da« u. E. eine zu gelinde Sühne. Derartig niedrige Strafen machen auf die Verurteilten keinen besonderen Eindruck, und auf ander«, die ihnen nachahmen wollen, erst recht nicht. In solchen Fällen erwartet da« RechtSbcwußtsein des Volkes, daß derbe zugepackt wird, zum warnenden Beispiel für andere._ Sechs Bergleute durch Grubengase getötet. Am Sonn« abend früh verunglückte bei Beendigung der Morgenschicht auf der Zeche Hannover I/II in Hörde in den Nachschwaden von Sprengstoffen ein Mann. Bei den sofort aufgenom« menen Rettungsarbeiten wurden vier weitere Leute und der R e v i e r st e i g e r ebenfalls von den Nach« schwaden betäubt. Die Wiederbelebungsversuche waren, wie die„Wattenscheider Zeitung" meldet, leider er« folglos. Eine amerikanische Stadt eingeäschert. Die Stadt Hope« well in Virginia(Nordamerika), wo sich die neuen Pulver» fabriken von Dupont befinden, ist fast ganz niedergebrannt. Tausende sind obdachlos. Der Sachschaden übersteigt eine Million Dollars. Die Fabriken sind nicht beschädigt. Die amerikanische Regierung sandte Truppen zur Hilfeleistung. Der Belagerungszustand wurde verhängt. Ueber reichen Kindersegen berichtet der„Bielefelder General ikarbeit cmzeiger": Die Frau des Fabrikarbeiters Huwendiek hat ihren Mann vorgestern mit Vierlingen(drei Knaben und einem Mädchen) beschenkt. Die Ehe ist eine an Kindern reichgesegnete; erst im vorigen Jahre wurden dem Ehepaare Drillinge ge- boren, die allerdings bald wieder starben, und schon vorher hat die Frau Zwillinge geboren. Verlustlisten. Die Verlustliste Nr. 402 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Oberkommando der Armee-?lbteilung Gaede. Infanterie usw.: Garde: 3. Garde-Aeaiment z. F.(s. auch Inf.« Regt. Nr. 32), Garde-Grenadier-Regimenier Franz, Elisabeth und Augufta; Garde-Füsilter-Regimeiit; Garde-'Jäger- und Garde- Reserve-Jäger-Bataillon; Garde-Reserve-Schützen-Bataillon. Gre- nadier- bzw. Infanterie- bzw. Füsilier-Regimenter Nr. 4, 6, 9, 11. 12, 14, 16, 17, 21, 23. 24, 2?, 29, 30, 32, 35, 41 bis einschl. 45, 47, 48, 49, 51, 52, 53, 55, 58, 59, 61 bis einschl. 65, 67 bis einschl. 70, 73. 83, 84, 85(f. auch Jnf.-Regt. Nr. 32). 86(s. Jnf.-Regt. Nr. 32). 87, 88, 89, 91(s. Gebirgs-Maschinengcw.-Abt. Nr. 219), 95, 96, 109, III bis einschl. 116, 128, 130, 131, 140 bis einschl. 145, 147, 148, 150. 151, 152, 154, 157(s. auch Jnf.-Regt. Nr. 51), 161, 162(s. Zusam- mengesetztes Jnf.-Regt. Sick), 165 bis einschl. 168, 172 bis einschl. 176, 188, 193, 329, 330, 336, 345, 847. Zusammengesetztes Jnfan- terie-Regiment Sick. Neservc-Jnsanterie-Negimenter Nr. 2, 8, 9, 11, 16, 17, 29, 31(s. Zusammenges. Jnf.-Regt. Sick), 48, 49, 56, 59, 80, 61, 64 bis einschl. 72, 84, 86(beide s. auch Zusammenges. Ins.- Regt. Sick), 90, 99, 110, III, 116. 202(f. auch Jnf.-Regt. Nr. 32). 203, 205, 207, 213, 215, 217 bis einschl. 224, 226, 227, 228, 230, 232(f. auch GebirgS-Maschinengew.-Abt. Nr. 219), 233, 235 bis einschl. 238, 250 bis einschl. 253, 255, 256 bis einschl. 266. Reserve- Ersatz-Jnfanterie-Regiment Nr. 4. Landwehr-Jnfanterie-Regi- menter Nr. 4, 9, 18, 22, 26, 27, 49, 51(s. auch Brig.-Ers.-Batl. Nr. 78). 57. 61, 65. 83. 84, 99, 110, 116. Brigade-Erfatz-Bataillon Nr. 78. Jäger-Bataillone Nr. 1, 3, 9; Reserve-Bataillone Nr. 1, 16, 17, 22, 24. Gebirgs-Maschinengewehr-Wteilung Nr. 219; Feld- Maschinengewehr-Züge Nr. 21(f. Landw.-Jnf.-Regt. Nr. 110), 33 (s. Res.-Jäger-Batl. Nr. 17), 55(s. Res.-Jnf.-Regt. Nr. III), 319 (f. Jnf.-Regt. Nr. 188). Kavallerie: 1. Gardc-Ulanen. Kürassiere Nr. 2(s. auch Jäger zu Pferde Nr. 8); Dragoner Nr. 4, 5, 9, 12, 13, 14, 20, 23; Husaren Nr. 9 und 12; Reserve-Husaven Nr. 8; Ulanen Nr. 3 und 5; Jäger zu Pferde Nr. 2, 8, 9; 1. Landsturm-Eskadron des 11. Armeekorps. Feldartillerie: Regimenter Nr. 7, 31, 36, 49, 67; Reserve-Regi- ment Nr. 61. Fußartillerie: 1. und 2. Garde-Regiment. Regimenter Nr. 1, 2, 4, 6, 7, 8, 10, 13, 14. 15. 20; Reserve-Regwmtter Nr. 3, 4, 5, 13, 15, 16, 17. Fußar tili erie-Ba ta illon Nr. 56; Batterien Nr. 117, 250. 251, 270, 287, 293, 314, 364, 389, 487, 483, 602, 521. Schwere Küstennwrser-Battevie Nr. 6. Train: Proviantkolonne Nr. 3 der 4. Garde-Jnfanterie-Dioi- sion. Reserve-Fuhrparkkolonnen Nr. 57 und 58. Die baherische Verlustliste Nr. 241 meldet Vsrluste der Jnfanterie-Regimenter Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20. 21, 22, 23; Nescrve-Jnfanterie-sitegimenter Nr. 2, 3. 6. 7, 10. 12, 13, 15, 16, 17, 21, 23; Reserve-Jäger-Batl. Nr. 1; Landwehr-Regt. Nr. 1. 3, 4, 5. 6, 10, 12, 15; Brigade-Ersatz- Ball. Nr. 1. 10, 12; Landsturm-Batl. LudwigShafen; 2. Feldart,- Regiment; 1. und 2. Pionier-Batl.; Reserve-Pionier-Batl. Nr. 4. Reserve-Komp. Nr. 6; Arttlleric-MruiitionS-Kolonne 2(Staffel 1); Neserve-Pfevdelazarett 6; Sanitäts-5tomp. Nr. 3 des 3. Armee- korps; Armierungs-Bataillone Nr. 1, 3, 5, 9; Berichtigungen. Die Auszahlung 17. Dezember, in den Stünden: Wechnachtsunterstutzung! Alle Familien derjenigen Mitglieder unseres Verbandes, deren Ernährer bis zum 10. Dezember um Heeresdienst eingezogen sind und mindestens 26 Wochenbeiträge geleistet haben, erhalten eine eihnachtsuntcrstützung von 16 Mark. Die Auszahlung erfolgt für die Anfangsbuchstaben: läM" A-G am Dienstag, den 14. Dezember, H-L am Mittwoch, den 15. Dezember, R am Donnerstag, den 16. Dezember, am Freitag, den 17. Dezember, vormittags von 10—1 Uhr, an der Ortskaffe, Alte Jakobstrahe 5. 27/17* Als Legitimation ist der Unterstützungsbogen oder ein anderer glaubwürdiger Nachweis mitzu- bringen, aus welchem zu ersehen ist. daß sich unser Mitglied zurzeit im Heeresdienst befindet. Wir ersuchen unsere Mitglieder und Vertrauensleute, die in Frage kommenden Familien auf diese Bekanntmachung hinzuweisen und weiter zu verbreiten, da spätere Rellamattonen wegen dieser Unterstützung nicht mehr berücksichtigt werden können.__ Der Ortsvorstand. erstWtng an dir Frauen unserer zu« Srir,sdieuft js�Ute 12-8 geöffnet »Pelz Garnituren für WcihnachtBgeBchonke Großer Mufl, Schal od.r Tierform beide Teile ztu. 60, 76, 86 31. Fnetas, Härder, Seat, Feh. Spezialität: Skunks. leichte PelZ-HütC zu bekannt billigen Preisen. Wiener Heizhaus Leipziger Str. 41. (neben Konfektionshaus Maallen). Prämiiert 1914 u. 1915 in Skunks.* an die Frauen unserer zum Krirgsdirnst rmgezogenen Kollegen. erfolgt am Dienstag, den 14. dl« einschl. Freitag, den ! vorm. von 9 biS 12, und nachm. von 3 bis 9 Ühr an alle Ehefrauen derjenigen unserer zum Kriegsdienst ein- gezogenen Kollegen, die bei Ihrer Etnziebung mindestens 2S Wochen Mit- glitd des Zcnlrawcrbaude» der Bäcker und Konditoren waren, und bi« dahin auch mindestens 26 Wochenbeiträge bezahlt habe». 49/4 Die Auszahlung erfolgt in folgender Weife: Ehefrauen mit dm FamMen-Ansangsbuchstabm A bis Q einfchlleß- lich: Dienstag, den 14. Dezember d. I. Ehefrauen mit dm Anfangsbuchstaben 2 bis l-: Mittwoch, dm >5. Dezember. Ehefrauen mit dem AnsangSbuchstabm dl bi»«: Donnerstag, dm 16. Dezember. Ehefrauen mit den Anfangsbuchstabm S bis A: Freitag, dm 17. Dezember. Die Auszahlung erfolgt nur gegen Vorlegung der Heiratsurkunde und deS staatlichen Unterstützungsbogen«. Zentralverband»er Bäcker und Konditoren, verlin. Bureau: Engelufer 14, III, Zimmer 65. VeU»nsetltsunivrstützuug des Verllandes d. Hol- und lilzwarenarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Trotz ungeheurer Belastung der Verbandstaife --'■''"■'''djloffen, zu stellen. durch Unterstützungen hat der«erbändSvorftand und ÄuSfchuß befchloffen, den Filiatm 12 000 M. zur WeihnachtSunterstübung zur Verfügung»u stellen. Unierftüwmg wird gezamt: I. An jede? Mitglied, daö 14 Tage vor Wechnachte« arbeitslos anSgeftenrrt oder noch nicht bezugsberechtigt ift. 2. A« jedes Mitglied, das kein Krankengeld mehr deziedt. 3.«u jedes Mitglied, da« als Invalide ausgejicueri ist. 4. An die Familien. der zum HeeHWSdieuft einberufenen Kollegen. Die UntcrfKtzung beträgt in jedem Falle S Mark. Anschließend daran hat die OrtSverwaitung Berlin beschlossen! t. AuS der Sokallasse für die Obmgcnannten einen Zufchlag von 6 M. zu gewähren; demnach beträgt die zur Auszahlung gelangende Summe in jedem Falle 8 M. 2. Alle arbeitslosen und lnvalidm. unterstutzungSderechtigten Mitglieder erkalten 5 M..«beisto invalide Mitglieder, welche noch nicht berechtigt sind. Arbeitslofe und Invotlde. unlerstützungsbet echtigle Mitglieder erhalten die 6 Nt. bei der Abhebung der Unterstützung am Tonnnbcnd, den 48. De. zrmber. Die Auszahlung der Unterstützung an alle ausgesteuerten Arbeit». losen. Krauten, Invaliden und Familien der zum Heeresdienst Einberufenen -> folgt ab DienStag. den 14. bis einschliesslich Freitag, den 47. Dezember in der Zeil von» Ubr vormittags bis 4 Uhr nach. mittags im Bureau, Engelufer 44—16, L Dr.. Zimmer 37. gjgf Tpätrre Gesuche werden nicht mehr berücksichtigt."W Al« Legitimation gilt für Frauen der Eiuberufeueu der Unter- stützungsschein; für Arbeitslose die Kontrollkarte. 76/18 ver Feratanck. J. Baep BaöstrJßpH�Ai... Herren- und Knaben- iodan, Beruftkleidung, leg. Paletota, Ulater Joppen i.jed. Preislag. Gr. Stofflager i. eleg. MaBanfertlgung. AM" Billigste, feste Preise.-Hg> Allen lieben Kunden empfehle zum bevorstehenden Feste mein reich- hallige» Lager in» Uhreni Gold-«. Silberwaren. 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Montag» den 13, Dezember, abends 8 Uhr OeffentUehe Versammlung aller In der liiützenbrancbe belchäfligten Arbeiter und Arbellerinnen in den„Mnfitersälon", Kaifer-Wilhelm-Str. 31. Tagesordnung: 1. Die«eae« AnSführungöbedingungeu fär die in Privat- betriebe» Groß-BerlinS erfolgte Anfertigung vo« Maanfchafts- Bekleidungsstücken der preustischeu Heeresverwaltung und der Woche»- und Teilakkordtarif für Militär-Feldmützeu. Reserent: Kollege Barl Fritze. T DiSkulfion. 3. Verschiedenes. Da» Kennenlernen de» TarisS ist für die Beschäftigten der MLtzeniranche und auch für die Heimarbeiterinneu vo» größter Bedeutung. SW Deshalb fehle keiner in der Versammlung."Mtfi 100/1__ Die Orteverwal tong, Verwaltung Berlin. Tel.-Amt Zstoritzplatz 10623, 3S78. Bureau:»ungestraße SO Dranchen-Nerfammlungen: Modelltischler, Fabriktischler .«d Modelldrechsler. Montag, de» IS. Dezember, abends 8'/, Uhr, bei IValdt, Pflügst». 5. Tag cSordnung: Die Denerungszulage« in unserem Gewerbe. Korbmacher. Dienstag, de» 14. Dezember, abends 8 Uhr, im SewerkfchaftShauS, Engeluser 15(Saal I). Tagesordnung: 1. Bericht von bot TarifvertragSverhandlungen zwischen dem Verband selbständiger Korbmacher und dem Deutschen Holzarbeiter-Verband. Re- jerent Kollege Brückner. 2. Berich« der Branchen- und gentralkoannisfion und Neuwahl derselben. 8. Branchenangelegenheiten. Heute Sonntag, de« 1». Dezember, abends 7 Uhr, findet in Obiglos Festsälen eine OperNVorstellttNg statt. Zur Aufführung kommt: Hansel und Gretel Eintrittskarte» siud au der Kaffe zu habe». _ Ple Ortnverwaltnng. ■■ ■■ 91/8 Weihnachten 1915 Beü'g« stiacht von Knikel. Schenk, mich, bitte. Deinen Freunden I ¥=Ff FPF E£ TT ?? rrrr W S -TT TT Für 20 Pfg. Einzig zu be- ziehen von Frl Helene Stöcke 1 in Bubcnhetm, Mittelfranken. Wieder- friede loU'» noth einmal werden Verkäufer 50'/. und die Liebe König lein Provision. 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Dezember, nachmittags 4 Uhr, von de, Seichenhalle des. städtischen.zentral. Friedhofes in Friedrichsseide ateS statt. Um rege Bsteikizung ersucht Der Vorntand. Verband der Bueh-«id Stein- drnEkerei-Bilisarhelter und Arheiterinnen Dentschtends. Ortsverwaltnng Berlin. ahn 9. Dezember verstarb«am plötzlich unser Mitglied Hedwig Ballast im Alter von 24 Jahren. Ehre ihrem Andenken k Die Beerdigung findet am Montag, den 13. Dezember. nachmittags'1,3 Ubr, aus dem Neuköllner Gemeinde-Friedhof, Mariendorfer Wes, statt. 27/8 Die Ortsverwaltung. Verband derLederarbefter und-Arbeiterinnen Deotscblands. Ortsverwaltung Berlw IL Vach ruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege kran? Hocher verstorben ist. 133/15 Ehre seinem Andenke«! _ Der Borstand. Sparverein„Gute Einlage". Unseren Mitgliedern zur Nach- recht, daß unser Mitglied Willi Herde infolge etnerschwcren Verwundung im Feldlazarett gestorben ist. Ehre seinem Andenke«! 2997b Der Vor»t and. Am 28. November entschlief sonst im Lazarett unser lieber Sohn und Bruder, der Ar- mierungssoldat 298Sb Riebard Koppehel. In tiefem Schmerz Seine tranernde» Elter« und Brüder, z. Z. im Felde. Allzu früh und fern von der Heimat fiel am 21. September mein lieber, unvergeßlicher Mann, unser guter Vater, lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Landsturmmann Albei! Hartmann (Res.-Jns.-Regt. 36, 6. Komp) im blühenden Alter von 32 Jahren, In ttesstem Schmerz Frau Emilie Harirnann geh. HBlich nebst Kindern Lotichen, Hedwig, Albort. Erna, Margarete, Frida, als Sties. linder, Treptow, Graeystr. 14. August und Ctuistina Hartmann, als Ellern, Liegnitzer Str. 19. Franz u. Ida Jahn geb. Hartmann und Sohn. Albert vasper.z.Zl. Garnison, und Frau Anna geb. Hartmann u. Sohn. Familie Gustav Hartmann. Franz und Lieschen Krause gab. Hartmann und Sohn. Otto Merlins, z, Zt. im Felde, und Frau Hedwig geb. Hartmann und Tochter. Rudsli Merlins, z. Zt i. Felde, und Frau Frida geb. Hartmann und Tochter. Richard Hartmann, z. Zt. Lazarett. Wwe. Hblich, als Schwiegermutter. Maz Hirsch und Frau geb. Hölich. Mai Hdlioh, z. Zt. im Felde, nebst Frau und Kindern. Nun ist's vorbei, es kann nicht mehr gcjchch'n Wie Du uns immer ichrleost: Aus(rohes Wiederseh'». Du bist so schwer geschiedc», Du treu getiebles Herz; Du hast jetzt Deinen Frieden und ich den ditlern Schmerz. Magst Du w kühler Erde zur Ruh' gedeUet sein, Du wirst i» unseren Herzen doch nie vergessen setnl Allzu früh bist Du geschieden von den Deinen, Lächelst nicht mehr uns, die Dich beweinen. Siehst nicht das gebrochne Elternherz, Nicht d« Geschwister bitttr« Schmerz; Wie«tauchen wird mii uns da? Herze brechen, WennewftenZzieh'n uns're Krieger in die Heimai ein Und Dich, geliebter Aldert, nicht dabei zu wissen, Wie wird uns weh' zumule fein I Treu, brav und bescheiden war fem Herz. Wer ihn gekannt, fiihit unfern Schmerz. Set» einziger Wunsch war nur ein Wiedersehen! 120A FltflUWU) lind verwandten Berule. Den Mitgliedern hierdurch zur Kenntnis, daß folgende Kollegen als Opfer des Weltkrieges zu verzeichnen find: Franz Hirsch, gefallen am 21. September 1915. Richard Scholz, Stei»dr«cker, am 7. November durch Rückenschuß verwundet und am 12. November im Feldlazarett verstorben. Wiihaim Albrecht, stei»�««, am 24. November im Kriegslazareti an Darmleiden verstorben. Gecrg Krüger, Chemigraph, gefallen am 13. November. IRaz Teicbert, Lithograph, verstorben am 3. Dezember an schwerer Brust, und Ziippensell- entzündung im Lazarett Franksurt a. O. Ei» ehrendes Andenke« werde« wir nnsere« Kollegen stets bewahre«. 109/tl Die Verwaltnngen Berlin I, II, HI. Nach neunmonattger Ungewißheit erhielten wir die schmerzliche Mitteilung, daß unser guter, imnggeliebter Sohn, einziger lieb« Bruder, unvergeßlicher Schwager, der Füsilier Hiehard Müller 4. Garde-Reg. zu Fuß, 9. Komp., im blühenden Aller von 22 Jahren an seineu schweren Wunden, die er am 9. März erhiell, in Ge- sangenschast am 14. März ge- starben ist. 112A Im tiefen Schmerz die trauern- den Eltern Robert Müller und Ära», Lichtenberg, Lessingstr. 31. Paul Müller als Bruder, zurzeit in Garnison. Fsau Joh. Müller geb. Kratzke, Schwägerin. Ihm der Friede, uns der Schmerz. Ais weitere Opser des Völler- rrngenS haben wir folgende Kollegen und Mtarbetter zu be- klagen: Die Schristsetzer Otto Schumutge im Alier von 30 Jahre»; Richard Kuhla hn Aller von 27 Jahre»; den Korrettor Gustav Simon im Alter von 37 Jahren. Leicht sei ihnen die fremde Erde. Oas Personal der Buchdruckersl H. S. Hermann Verband der GastvirtsgebiUen. BerwaltungSftellc Groß- Berlin. Am 5. Dezember verstarb mitte» in der Ausübung seine« Berus eS unser langjähriges Mitglied, der Kellner Max Kettner. Die Beerdigung findet am Montag, den 13. Dezember, nach- mittags 3 Uhr, auf dem Kirchhofe der Oelberg-Gemeinde w Ahrens- jeide statt. Abfahrt 2 Uhr 6 Minuten ab Wriezener Bahnhos(hinterm Lchlesischen Bahnhof). Um rege Beteiligung ersucht 30/5 Die Ortsverwaltnng. Am 10. Dezember, abends llst, Uhr, verstarb nach langem, schwe- rem Leiden mein innigftgeliebter Mann, der Bodenmacher Karl Krüger im 64. Lebensjahre. 2999b Dies zeigt tiesbetrübt«r Klara Krllger geb. Mettre. Die Beerdigung findet Dien«. tag, nachmittags 2t/, Uhr, vom Neuköllner Gemeinde- Friedhof, Mariendorfer Weg. aus statt. Fern von feinen Lieben starb als Opser dieses Weltkrieges in- folge seiner schweren Verwundung em 29. September 1915, vierzehn Tage noch seinem 30. Geburts- tage, mein inniggeliebter, unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seines einzigen Söhnchens, unser lieber ältester Sohn und Bruder, Schwiegersohn und Schwager, der Landsturmmann Mi Hermersehrnidt IL Stomps Grenadier-Rgt. 3. Die« zeigen in tiefste« Schmerz an Frau Mario Hermersdimldt geb. Kuntze ■ad Söhnchen Werna r, Friedrieh Hermersehrnidt■. Frau als Eltern, Paul Hermersehrnidt als Bruder, ». K im Felde, Lieschen Müller als Schwester, Hans Müller als Schwager, z Z. Garnison, Emma Hermarschmldt als Schwester, Friedrich Lacke und Fraa als Schwieg ereller», Fritz Kunze als Schwager, z. Z. im Lazarett. Und täglich da« dnnkelstc»«sei von allen. Dt« Beste« find e«, die Besten. die fallen. AI» Opfer de«»eUtriege« starb am 20. November er. an seinen schweren Wunden im Feldlazarett mein lieber Sohn, Bruder und Bräutigam, der Schütz« Gustav Frühlich st» Jns�Kegt. 906, 10. Komp. im Alter von LS Jahre». I» tiefer Trauer Frau Wwe. Fröhlich al» Mutter, Friul. Agnes KSH» al» Braut. Familie Schmitz, Berlw, „ Fröhlich, Mariendorf, . Wandelt, Berlin. . Hesse, Halle a. S. Wer ihn gekannt, weiß, wa« wir verkoren. 124A Al« Opser de» Wellkriege« fiel am 16.' September 1915 mein lieber»«vergeßlicher Sohn, der Musketier 105A Emil Bartscht. In ttesstem Schmer, die tra«er«de Matter. D» bist so schwer oeschiede», Du treugeliebteS Herz. D» hast i-tzt Dewen Friede» Und ich den bitfren Schmerz. Magst auch in fremder Erde Zur Ruh' gebettet sew, Du wirst in meinem Herz» Doch nie vergessen sein. Vsldsull der Schneider, Schneiderinnen und Wäschearheiler Deutschlands, Filiale BerUn. De« Andenken unserer ans de« Krtagüschanplatz ge- fallen» Kollege« l Am 4. Mai fiel der HerrenkonseitionSschnrider, Paul Hannig geb. 28. XI. 88. am 6. Oktober durch HalSschuß der Herrenschneider, Kollege Kenrad MolWmer geb. 10. II. 81, tun 20. Juni fiel der Herrenmaßschneider, Kolleg«» Icsvph Knna geb. 8. XII. 83. Ehre ihrem Andenken! 163/11 Dl« Ortaverwaltnng. Sozialdemokratischer Wablverein NeuköilL Nachruf. Am 1. Dezember starb unser Genosse, der Gastwirt Karl Köhler, Münchener Str. 36. 23. Bezirk. Am 27. November starb unser Genosse, der Kellner Friti Müller, Birbrichstr. 5. 23. Bezirk. Am 2. Dezember starb unser Genosse, der Gastwirt l�einholä Schul?, Knesebeckftr. 87. 14, Bezirk. Ehre ihrem Andenken l Die Beerdigungen haben bereits stakgesunden. 940/12 Der Borstand. üentscher iolzarheitervEFhanl Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Stock- arbeiter Karl Lchmidt Fehrbelliner Str. 30, im Mter von 53 Jahren ge- storben isL Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 11. d. M., nach. mtttags 3 Uhri von der Leichenballe deS St. HedwigS-5tzirchhoseS w Reinickendors-West, Tegeler Ehaussee, Berliner«tr. 26, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 91/9 Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiter-Verband. Bezirksverwallung Gro6-Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Auto- sührer Hermauu Beyer im Alter vo» 51 Jahren per- storben ist. Ehre seine« Andenke»! Die Beerdigung findet am Wontag, den 13. Dezember, vor- mittags 9 Uhr. von der Leichen- Halle deS DankeS- Friedhofes, Reintckendors, Blankestraße, aus stall. Den Mitglieder» serner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Droschlensührer Friedrich Stramm am 9. d. MtS. im Alter von 55 Jahren verstorben IsL Ehre seine« Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 12. Dezember, nach- mittags 3'/, Uhr, von der Leichen- Halle des St. HedwigS-Fried- böse«, Reinickendorf-West, Berliner Straße, au« ftotL 69/9 Ola Bezirksvenraltung. Allzu früh und ser« der Heimat siel am 14. Ottober 1915 mein Bräutigam und Cousin, der Musketier A Karl Hielscher 8 Tage nach seinem 23. Geburts- tage durch Kopfschuß. I» unsagbarem Weh Anna Peine aiS Braut. Kamille Jacob als Verwandte. Droben im Feld«, In kalter Ottobernacht, Dein gutes Herz Tat seinen letzten Schlag. Ein« verirrte Kugel Brach Deinen Blick, Sine verirrte Kugel Zerstörte unserer Zukunft Glück. Ruhe sanft tn fremder Erde 1 AIS Opser des Weltkrieges fiel am 3. Dezember mein innig. geliebter Mann, der Vater meines einzigen Kindes, unser guter Sohn, Bruder, Schwager, der Füsilier 2g96b Emil Bertram im 27. Lebensjahre. In ttesstem Schmerz Deal Bertram geh. Rohs und Kind. Ellern. Schwiegereltern, Geschwister, Schwögeriu und Schwager. Die«rüder, die nicht Kranz noch Denkmal tragen, Die einsam und verlasien liegen ganz allein, VI« schließe» oft mit allen ihren Klagen Da« beste Herz, den grüßten Dulder ein. Ruhe saft, Du gutes Herz, Dir der Friede, uns der Schmerz. Danksagung. Für die vielen Beweise ausrichtiger Teilnahme, die uns anläßlich de» Todes meines lieben Gatten und Vaters 11691 Max Teichert zuteil geworden find, sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Johauua Dolch ert und Sah«. Dem iMntn mietet ml Dein StleMmM Ssf da» Gchlachtfeldi fiel unser Genoffe, der Schlofier Paul Krause Beztrl 110. L» M. Ziovember 1915 fiel aus dem Schlachtseide unser Genosse, der Gastwirt Paul Kubisch Möckernstr. 133», Bezirk 72. 207/8 Seztaldemokr. Wahlverela f. d. 2. Berl. Reichstagswahlkr. Am 17. Infi fiel der Arbeiter Kiax Hennig Eldenaer Str. 24, Bezirk 357. BJ» iL Ziovember fiel nnser Beztrkssührer, der SWerarbeiter Max Serbe Oranienstr. 200, Bezirk 148 L 9m 29. November starb im Lazarett infolge einer Verwundung, der Möbelpolierer Sermauu Decker Ekalitzer Str. 40, Bezirk 162. Am 21. November fiel der Schleifer Max Gensch Boxhagener Str. 23/24, Bezirk 336 IL Sazlaldemokr. Wahlverein 1. d. 4. Berliner Reichstagswahlkr. 216/14 Am 17. September fiel durch Kopfschuß der 37jShrige Arbeiter Robert Moderow »rüsseler Str. 7. 21. Abt., Bez. 765. Am 22. Juli fiel der Schlofier Adolf Neye (27 Fahre all), Gerichtstr. 35, 20. Abt., Bez. 796». Am 26. November siel durch Handgranate der im 37. Lebensjahre stehende Maurer Hermann Glabe Stralsunder Str. 37, 9. Abt.. Bez. 614. 21. Oktober fiel tat jugendlichen Alter von 22 Fahren, der Otto Calbow Butlitzstr. 17, 15. Abt., Bez. 728. Am 18. November fiel der Maschinenarbeiter Karl Tchrikel Votmenburger Str. 6, 7. Abt., Bez. 579,(38 Jahre alt). Am 16. September fiel der 27jäbrige Hausdiener Emil Bartsch Bernau er Str. 102, 9. Abt., Bez. 611. Saztaldamskr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstagswahlkr. Arbeiter 229/11 SS fiele» al» Opfer des Weltkriege» die Genosse» Otto Scharke Arbeiter, Karlsruher Str. 12, Karl Kleik Zimmerer, Sigmaringer Str. lt. 200(2 Sezlaldemokr. Wahlverela Berltn-Wlhnersdorf. Bei den Kämpfe» fiel unser Genosse Julius Müller. 247/8 Sezlaldemokr. Wahlv. Nlederbarnlm. Bez. Relnlekenderf-Ost. M-VMil der»Mer DeoUHs. Ort.Terwsltang Berlin. De« Nadeaken unserer i« Felde gefallene« Kollege«! Wilhelm Kohlhammer, geb. 7. Juli 1878 iu Sulzdors. Paul Schraps, Zuschneider. geb. 20. Oktober 1894 in Stollberg. Otto Engelhardt, Maschinen-rdeiter. geb. 28. Oktober 1886 in Jöttnitz. Paul Löwe, Zwicker. geb. 20. Mai 1886 in Neustadt. Joseph Tönnör, Schoßarbeiter. geb. 7. März 1882 in Szöd. Ehre ihrem Andenken! 169/11 Die OrtSverwaltang. »II. WM Filiale GroB-Berlln. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß solgende Kollegen aus dem Schlachtfeld« gefalle» find: Ernst Kohler, Straßmetaigang Paul Dickert, Straßenretaigung Max Limpak, Chmlottenburg Robert Peter, 7. Revier-JnspeMo» MHaX Steimcke, Straßenreinigung Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren. 36/15 Die Ortsverwaltang. r Bezirk«ross-Berli». Folgende Kollege» find im Felde gefalle«: Paul Albrecht, Seschiiftsdie»er. August Appel, Droschke«cha»ffe«r. Emil Bartscht, Geschäftsdiener. Ernst Beckmann, Droschkenchanffenr. Qustav Belten, Vierfahrer. Gustav Bleich, GeschSftsdiener. Bruno Blum, WSschekntscher Otto Borchmann, Straßenbahner. Julius Braatz, Bierfahrer. Heinrich Bronst, Gerüstbauer. Franz Brosowski,»ohlenardeiter. Paul BrOSSat, Kohlenarbeiter. Oskar Ehricke, Lagerarbeiter. Alfred Falk, GeschSftsdiener. Oskar Fischer, Geschäftsdiener. Wilhelm Freymuth, GeschSftsdiener. Emil Fried, Bierfahrer. Richard Gellezuns, Geschäftsdiener. Otto Gleich, Handtnchfahrer. Karl Herrmann, Arbeitskutscher. Qustav Hoffmann, Gerüstbauer. Otto Hoppe, Geschästsdieuer. Rudolf Iden, Branereiarbeiter. Friedrich Klemm, Geschästsdieuer. Willi Kopplin, GeschSftsdiener. August Kulisch, Straßenbahuer. Ernst Lingnau, Geschistsdiener. Hermann Lipkowski, Industriearbeiter. Joseph Müller, Straßenbahner. Paul Opitz, Lagerarbeiter. August Pernack, GeschSftsdiener. Albert Poeschke, Droschkencha-ffe«. Anton Protmann, Industriearbeiter. Ferdinand Radach, Geschistsdiener. Fritz Reisewitz, Industriearbeiter. Otto Reyher, Fahrstuhlführer. Wilhelm Rode, vierfahrer. Ernst Röhl, Geschistsdiener. Ernst Roloff, Industriearbeiter. Emil Rutsatz, Geschäftsdiener. Franz Sawatzki, Lagerarbeiter. Emil Sprung, GefchSstSkutscher. Karl Sümnick, Bühnenarbeiter. Otto Schuh, Lagerarbeiter. Heinrich Schulz, Geschäftsdiener. Hermann Stfihmer, Industriearbeiter. Artur Vulprecht, Lagerarbeiter. Otto Weich, Arbeitsrutsche-. August Wenzel, Selterabzieher. Franz Wiedebruch, Straßenbahner. Otto Wilhelm, Geschäftskutscher. Karl Wreh, Antowäscher. Max Zolkowski, Gcrüstbaner. Ehre ihrem Aude«ke«t ? Dl« B«»lrlr»l«ltaiiM. Statt besonderer Anzeige. Am 8. Dezember verschied caoh langem sohwena Leiden mein mnigstgeliebter Mann, nnser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel, der jnstizrat Max Steinschneider im 62, Jahre seines arbeitsreichen Lebens. 106/3 Im Namen der Hinterbliebenen Lieopoldlne Steinschneider geb. Pisohlowitz. Berlin, Altomoer Str. 23. Die Einäscherung bat im Sinne des Bmteoblakenen in aller Stille stattgefunden. Beileidsbesuche dankend verbeten. Deutsch. Metallarbeiter-Verband Verwaltungssielle Berlin. Dem Andenken unserer im Felde gefallenen Kollegen. Reinhold Achterberg:, Schlosser. geb. 24. März 1893 te Falkenburg. Wilhelm Becker, Helfer, geb. 12. Novencker 1879 in Biescnthal. Fritz Bliese, Gürtler, geb. 28. August 1880 in Berlin. Georg Busch, Rohrleger, geb. 18. April 1883 in Berlin. Willi Dähne, Gürtler, geb. 31. Dezember 1889 tn Berlin. Ernst Eckert, Anschläger, geb. 30. März 1881 in Erlau. Max Gensch, Schleifer, geb. 26. September 1888 in Berlin. Paul Heilig, Schl-sser, geb. 24. Januar in Spandau. Karl Hüscher, Schloff», geb. 6. Oltober 1892 in WolmSdcrs. Richard Hoffmann, Form», geb. 21. Oltober 1889 in Berlin. Otto Hußner, GSrtl», geb. 15. Juli 1895 in Altenburg. Walter Kersten, Werkze-gmach», geb. 13. April 1893 te Halle a. E. Paul Krause, Schloff«, geb. 23. Januar 1884 in Berlin. Max Mielke, B-ndaM. geb. 8. Januar 1883 in Berlin. OttO NÖtzel, Metallarbeit«, geb. 23. Oltober 1886 in Trebitsch. Otto Palm, Schloff», geb. 24. Februar 1888 ta Stahnsdorf. Hermann Poeschel, Zifele«, geb. 8. Juli 1881 in Berlin. Fritz Prilop, Rech-«««, geb. 24. Mai 1882 in Berlin. Willi Schmidt, Gar««, geb. 24. März 1870 in Berlin. Karl Schrickel, Nadi«, geb. 26. Juni 1377 in Jchterhause». OttO Schulz, Metallarbeit», geb. 9. Juli 1885 in Nauenburg. Otto Spiegelherg,*«»*««, geb. 25. Dezember 1886 ta Lngermltade. Otto Thäle, Schloff«, geb. 26. Februar 1895 ta Marienseld. Ernst Vogt, Schloff«, geb. 17. Dezember 1889 te Berlin. Hugo Weinhage, Revolverdreh». geb. 27. Februar 1887 te Löbejün. Erich Withwer, Fräs«, geb. 23. Mai 1893. Erwin Zademack, Metall-rbev», geb. November 1837 ta Berlin. Ehre ihrem Andenke«! 123/13 Die OrtSverwalt»»g. Am 6. Okiober 1915 starb im Feldlazarett an Brust- und Nieren- schuß mein lieber Mann und treu- sorgender Vater, der MuSletier WMm Sleppat Res.-Jns.-Regt. Nr. 61, 1. Komp. im 30. Lebensjahre. In Trauer tS4v Frau Hedwig Steppal geb. Tletz, Ernstchen und Willi« Berlin, Schulftr. 53. Allen Verwandten, Freunden und Belannten die traurige Nach- richt, datz unser lieber, guter Vater, Schwieger» und Großvater, der Portier Ernst Larezyk im 78. Lebensjahre plätzlich verstorben ist. Dir« zeigen ttefbetriibt an 01« trauernde« UinterbltebeaeR. Die SmUgnng findet mm' Montag, den 13. Dezember, nachmittags 2»/, Uhr, von der Leichenhalle de» Nazareth-KirchhojeS aus statt._ 124A Deutscher Holzarbeiter-Verband| Zahlstelle BerUa. Im Felde gefallen find folgende Mitglied«» Paul HGinemanily Bergolder, 88 Jahre•» Alex Lasso wski9 sosem,«g-hr,«b Bruno Muischkei xwiut,« Jahr« an OttO Pohle, Korbmacher, 25 Jahre«M Paul Winuig,«»de««�» s-h«« IKlIll Burg, Malchtaenardelter, 8» Jahre»s Hermann Decker, Mödelpollerer, 22Jahre alt IVlIll Kern, Vergolder, 31 Jahre ast Karl Lugg, Maschinenarbetter, 29 Jahre ast Richard Müller, Aschi«. 22 j-h« au. EH» ihre« Andenken k 91/7 Die Drtsvervaltanjx» I I I Einfarbige Mäntel in den neuesten Können und in allen Karben 12.50 12.50 22.00 24.25 26.50 29.25 Astrachan-Mäntel das eleganteste und beliebte Kleidungsstück 12.50 24.00 29.50 34.25 55.25 42.50 Plüsch- Mäntel sehr gute Ware »arnehme Verarbeitung trochbe» sehr billig Jföcke Kinder-Mäntel Blusen in gewaltiger Auswahl in den wetten Kannen 5.25 5.50 11.50 15.25 15.50 15.50 in ganz reizenden Mastern, echt kindlich, dabei praktisch und äußerst biGg der beliebte Seschenb Artikel 2.50 2.50 5.25 9.50 5.25 lrL50 Königstraße 33 Am Bahnhof Alexanderplah Heute«ad am nächsten Sonntag bleibt unser Geschäft ausnahmsweise geöffnet! Chauffeestraße 113 Beim Stettiner Bahnhof Heute und am nächsten Sonntag bleibt unser Geschäft ausnahmsweise geöffnet! KREDIT X"!''•• Trotz der Bomben und Craoaten, Trete der Feinde■rnnaer Teten QnletMhveranOBt Ist der Soldat, Wenn er wOpatis