( 5 Pfennig) NeSaktion: SW. HS, Linüenstraße Z. Fersiprccher: Amt Morivplatz. Str. lät 30— 1I»I 97. Freitag, den 17. Dezember 1915. Expeültion: SW. vS, Linöenstraße Z. Meruiprechrr: Amt Morittplatz. Nr. lSl SV— 1S1 97. Ur. 347.- IT.Iahrg. flbonnonents-Beinngnngtm HbonnemenU- Stet# tttditumeronb«« Bietteljäbd. 8�0 Ml. monatL UO Ml. wöchentlich 25 Sffl. frei in# Haus. Einzelne Kummet 5 Big Sonntags- mtmmet mit ifluftriraet Sonntags- Beilage.Dte Reue 33eU* 10 B's. Soft- tlbonnemeni: UO Matt(na Monat. Eingertagen in die Soft. Zeitung s- Srcislifte. Unter Kreuzband füt Teulichlan» und Oelietreich. llngant JÄ) Marl ißt da# übttge llusland 4 Marl Bto Monat Soltabonncments nehmen an: Belgien. Dänemari, Holland. Italien. Luxemburg. Sottugech Itonanien, Schweden un» die Schweis Vlidel« ligllch. Verlinev Volksblatt. Zcntralorqzn der rozialdetnokratifcben Partei Die Infcrflons-GebiHr Beträgt für die fechögesvalleno Kolonel- zeile oder deren Siaimi m Pfg. für politische und gewerlschaflliche LetcinS. und Lersnnimlungs-Anzeigen LO Pia. „Kleine Mnrclgen", das setigedruclle W°rt 20 Pfg. szuläsfig 2 seiigedruckie Worte), iedeS weitere Wort lv Pfg. Stellengesuche und Tchlafstellenan. zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Won 5 Pfg. Worte üüer l£ Buch■ stoben zählen für zwei Warte. Ynserale für die nächste istummer müssen bis i» Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werdet!. Die Exvebitioi» ig bis 7 Uhr abends geöffnet, relegrarnm- Ad reffe: »S»Äillitii!l»Ilrät lftM»", Veutfcklands. Sie Vulgaren an der griechischen Gime. Das amerikanische Kapital und der Weltmarkt. New Dort, 24. November.(Eig. Der.) Während sich die Völker Europas zerfleischen, schickt sich das Großkapital der Vereinigten Staaten an, ihnen ihre Märkte wegzunehmen. Die Sache ist kein Problem mehr, dessen Lösung von unsicheren Faktoren abhängt. Die Möglichkeit ist gegeben und der Plan fix und fertig. Der Krieg hat den amerikanischen Kapitalisten einen ungeahnten Goldregen gebracht. Zwei riesige Ernten und eine nie zuvor gesehene Ausfuhr von Jnduslrieprodukten haben ein Goldschiff nach dem anderen nach den Küsten Amerikas gelockt. Amerikanische Effekten im Werte von vielen Hundert Millionen Dollar haben die Rückreise nach der Heimat angetreten und die Summe der Zinsen und Dividenden stark vermindert, die bisher jährlich nach Europa flössen. Seit dem Kriege hat das amerikanische Kapital dem Auslande für mindestens drei Viertel Milliarden Dollar Anleihen gewährt, die wiederum die Zahlungsbilanz zugunsten des Landes beträchtlich verschieben. Zu alle dem kommt, daß seit dem Inkrafttreten des neuen Banksystems am 16. November 1914 ein großer Teil der Reserven, die die Banken früher dem Gesetz nach halten mußten, freigesetzt worden ist. Das alles hat dazu geführt, daß eine gewaltige Menge Kapital Anlage sucht. So dringend ist das Bedüisnis des Kapitals nach Verwertung, daß eine äußerst lebhafte Nachfrage nach festverzinslichen amerikanischen Effekten besteht, obwohl die Gefahr besteht, daß der Krieg eine allgemeine Erhöhung des Zinsfußes im Gefolge haben wird. Der Ueberfluß an Geldkapital hat nun die Häupter deS amerikanischen Kapitals bewogen, die Felder zu beackern, die das europäische Kapital infolge des Krieges bat brach liegen lassen müssen. Eine große Gesellschaft, die American International Corporation, ist mit einem Kapital von 59 Mill. Dollar gegründet worden, um namentlich Rußland, Südamerika und China wirtschaftlich auszubeuten. Alle möglichen finanziellen und industriellen Unternehmungen sollen im Auslande in Angriff genommen werden. Die Aufzählung aller der angegebenen Zwecke der Gesellschaft würde ganze Spalten füllen. Die American International Corporation hätte sich nicht mehr Aufgaben stellen können, wenn sie die Absicht hätte, die ganze Weltwirtschaft zu monopolisieren. Man glaube nicht, daß dies nur amerikanischer Bluff ist. An der Spitze des Unternehmens stehen die kapitalkräftigsten Finanzinstitute der Vereinigten Staaten und die Gründer und Leiter sind die bedeutendsten Größen des amerikanischen Finanzkapitals. Der Hauptmann ist Herr Vandcrlip von der großen National City Bank, an der die Firma Morgan and Co. sehr stark interessiert ist. Dieses große Finanzinstitut hat seine internationalen Beziehungen in der letzten Zeit beständig erweitert und steht eben im Begriff, die International Banking Corporation aufzusaugen, welch letztere schon Zweigstellen hat in Bombay, Kalkutta. Canton, Cebu, Colon, Hankow, Hong- long, Kode. London, Manila. Panama, Peking. San Franziska, Schanghai, Singapur und Jokohama. Die National City Bant selbst hat unlängst Zweigstellen in Südamerika gegründet. Die nächste Zivcigstelle soll in Petersburg aufgemacht werden. Zu den 24 Direktoren der American International Corporation gehören unter anderen I. Ogden Armour von der großen Fleischkonservenfabrik, William E. Corcy von dem großen Rüsiungsunternehmen Midvale Steel and Ornance Co., der Eisenbahnkönig Hill und Otto H. Kahn von Kuhn, Locb u. Co.. Percy A. Rockefeller von der Standard Ott Co. Herr Stone von der Firma Stone and Webster, die in der ganzen Welt elektrische Anlagen errichtet hat, wird Vorsitzender der neuen Gesellschaft sein, und HerrStraight, der die finanziellen Ge- schäfte der Firma Morgan in Ostasien geleitet hat, wird ihm als Vizepräsident zur Seite stehen. Die Gesamttiste der Direktoien zeigt, daß eine gewaltige Kapitalmacht hinter dem neuen llnternehmen steckt. Ein Zweck der American International Corporation ist, gut bekannte Papiere ausländischer Regierangen direkt an das Publikum zu verkaufen. Wahrscheinlich will man den Versuch machen, den großen unverkauften Teil der letzten englisch-französischcn Anleihe in dieser Welse an den Mann zu bringen. Die Effekten der Jndustrieunternehmungen im Auslande sollen an das Publikum jedoch nicht abgegeben werden. Es heißt, daß die Anlage suchenden Kapitalisten mit ausländischen Papieren nicht vertraut sind und sie nicht kaufen würden. Man will diese Effekten deshalb verpfänden und dem Publikum festverzinsliche Obligationen ausstellen, für die die großen Namen unter den Direktoren Bürgschaft leisten. Es klingt zwar sonderbar, daß das Publikum wohl ausländische Regicrungspapicre, aber keine ausländischen Indusirrecffekteu kaufen soll. So äußern sich jedoch die Mw des Wen SMWrkw. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 16. Dezember 1915. fW. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Lebhafte Artillcrieknmpfe uud rege Fliegertätigkeit auf dem größten Teile der Front. Bei Vailly wurden zwei kleine Postieruugeu auf dem Südufrr der Aiönc uachtS von den Franzosen überfallen. Leutnant Jmmclmann brachte gestern über Valencicvncs daS siebente feindliche Flugzeug, einen englischen Eindecker, im Luftkampf zum Absturz. Der vorgestrige Fliegerangriff auf Müllheim sBadeu) soll nach französischer Tarstellung als Ziel die dortigen Bahnhofsanlagcu gehabt haben. In deren Nähe ist aber keine der geworfenen Bomben gefallen, dagegen wurde in der Stadt ein Bürger getötet, ein anderer verletzt. Der rein militärische Schaden beschränkt sich auf die Zcrstörnng ewiger Fensterscheiben im Lazarett. Oestlicher Ldricgsschauplatz. heerezgruppt des Generaifeidmarldjalls v. hlndendneg. Russische Abteilungen, die nördlich des Dryswjaty- SeeS bis in unsere Stellungen vorgedrungen waren, wurden durch Gegenangriff zurückgeworfen. In der Gegend der Beresina-Mündung brach ein Vorstoß des Feindes im Feuer unserer Infanterie zusammen. Heeresgruppe des Generalfeldmarlchalls sirlne Leopold von Hävern. Die Lage ist uuverändert.— NachtS kam es zu steinen Patronilleuzus ammeustö ßen. Heeresgruppe des Generals v. LinNngen. Bei Bercstiany scheiterte ein feindlicher Augriff. Ein russisches Flugzeug mußte östlich von Lurk im Bereich der österrcichisdj-ungarischen Truppen landen. Balkankriegsschauplatz. Die Kämpfe iu Nordmontenegro wurden mit Erfolg fortgesetzt. Die österreichisch-ungarischen Truppen stehen nahe vor Bijelopolje. Oberste Heeresleitung. Der llmelMe SeimMMMl. Wien, 16. Dezember.(W. T. B.) Amtlich wird»er- lautbart: 16. Dezember 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Im Gebiete deS Kormin-LacheS wies die Armee deS Erz- Herzogs Joseph Ferdinand einen russischen Borstoß ab. Süd- westlich von Olyka wurde ein feindlicher Flieger zum Landen gezwungen und gefangen. Eines unserer Flugieuggcschwadrr be- legte die an der Bahn Micdwicce— Saruy liegende Eisenbahn- station Antonowka und den Bahnhof von Klcwaa mit Bomben. Die Aktion hatte Erfolg. Bei Klewan entstand ein Brand. Alle Flogzeuge kehrten trotz heftiger Beschießung unversehrt zurück. Italienischer Kriegsschauplatz. A» der Tiroler und an der Jsonzo-Front fanden einzelne Geschütztämpfe statt. Im Flitscher Becken bemächtigten sich unsere Truppen durch Ucberfall einer italienischen Borstcllung. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unsere Truppen warfen gestern den Feind auch südöstlich von Glidaci in die Tara-Schlucht hinab. Andere österreichisch, ungarische Kolonne« gewannen nuter heftigen Kämpfe» die Höhen unmittelbar nördlich von Bijelopolje «ad daS Gelände halben WcgcS zwischen Rozaj und Berane. Westlich von Jpet hat der Gegner den Rückzog gegen Plan und Gufinje angetreten. Die Zahl der gestern mitgeteilten Ge« saagenrn erhöhte sich aus nennhuiiderl Mann. Der Stellvertreter des Chefs des GcneralstabeS. v. H» e f e r, Feldmarschallcutnant. Gründer des Unternehmens, dte hier wohl zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollen. Da man sich gewaltige Profite verspricht, ist dafür ge- sorgt, daß die Häupter des amerikanischen Finanzkapitals nicht zu kurz kommen. Das ganze Kapital von 59 Millionen Dollar, von dessen baldige Vermehrung man schon spricht, ist schon gezeichnet. Die Hülste bleibt in den Händen der Aktien- besitzer der National City Bank, deren Direktion daher den Ausschlag gibt. Die Aktien zerfallen in zwei Teile. Für 49 Millionen Dollar find gewöhnliche Aktien und für eine Million Gründeraktien herausgegeben worden. Diese Gründer- aktien sind unter die Leiter des Unternehmens verteilt worden und erhalten 29 Proz. vom Gewinn, nachdem 7 Proz. auf das gesamte Aktienkapital verteilt worden sind. Unter diesen Umständen wird man es verstehen, weshalb die Hauptmacher großmütig unterlassen haben, einen Gründer- und Emissionsgewinn einzustecken. Auf ein Gehalt nebenbei verzichten sie natürlich nicht. Es heißt, daß man ehren Anfang mit den großen Plänen in Südamerika machen will. Die EntWickelung des südlichen Kontinents ist durch den europäischen Krieg ins Stocken ge- bracht worden, weil das europäische Kapital ausbleibt. Man will vor allen Dingen versuchen, in London und Paris süd- amerikanische Effekten aufzukaufen, um sich die wirtschaftliche Macht zu sichern. Den größten Gewinn verspricht man sich jedoch von Rußland. Tort sollen die Bodenschätze ausgebeutet und Eisenbahnen errichtet werden. Man will russische Konzessionen erwerben und die zu errichtenden Unternehmungen in den Vereinigten Staaten finanzieren. So würde in Rußland ein großer Markt für amerikanische Maschinen und andere Jnduftrieproduktc geschaffen werden. DaS find noch ungelegte Eier, wird man in Europa sagen, aber Tatsache ist, daß die amerikanischen Kapitalisten von allen Seiten Aufforderungen erhalten, zur EntWickelung fremder Länder beizutragen. Beständig findet man in den Zeitungen und Zeitschriften Artikel von Russen und Chinesen. die aus die Entwickelungsmöglichkeiten ihrer Länder hinweisen und dem amerikanischen Kapital reichen Gewinn versprechen. Dieses wird sich daher kaum viel um Konzcsstonen zu be- mühen haben, und 5lonkiirrentcn hat es unter den obwaltenden Umständen nicht zu befürchten. ES ist daS Bankkapital, das sich zurzeit hauptsächlich nach dem Auslande sehnt. Es hat so große Profite gemacht und sieht keine Möglichkeit, in der gewohnten Sphäre, der Industrie, Anlage zu finden. Je länger der Krieg dauert, um so trüber wird die Zukunft des europäischen Kapitals und um so stärker wird der Auswandc- rungsdrang des amerikanischen Ivcrdcn; denn dte nach Anlage verlangenden Geldsummen steigen mit jedem Kriegsmonat. und es sind keine Anzeichen vorhanden, die dafür sprechen, daß sich die Richtung dieses Entwickelungsganges verändern wird, solange der Krieg dauert. Der bulgarische Kriegsbericht. Sosia, 15. Dezember.(W. T. B.) Meldung der Bul- garischen Telegraphen-Agentur. Die amtliche Mitteilung über die Operationen am!4. Dezember lautet: Die Engländer und die Franzosen sind auf griechisches Gebiet zurückgeworfen. Unsere Truppen befinden sich an der griechi- schen Grenze, nachdem sie vorläufig die Verfolgung des Feindes eingestellt haben. An der ganzen Front herrscht Ruhe. Wir haben dem Feinde 1234 Gefangene, darunter 18 Offiziere, und 14 Geschütze, 62 Munitions- wagen, 19 zweispännige SanitätLkarren und viel anderes Kriegsmaterial genommen. Von nun an wird der Generalstab Berichte nur an jenen Tagen zur Veröffentlichung bringen, an denen bedeutende Operationen zu melden sein werden. Schaffung einer neutralen Zone. Sofia, 15. Dezember.(W. T. V.) Meldung der Buk- garischcn Telegraphenagcntur. Nachdem die bulgarischen Armeen durch die Einnahme von Monastir und ReSna in die Nähe der griechischen Grenze gelangt waren, machte die bulgarische Regierung, von dem Wunsche geleitet, jede Möglichkeit von Zivischcnsällen zwischen den Vorposten der bul- garischen Armeen und den griechischen Grenzwachen auszn- schalten, der griechischen Regierung den Vorschlag, eine neutrale Zone dadurch zu errichten, daß die Truppen je zwei Kilometer von der Grenzlinie zurückgezogen werden. Seitens der hellenischen Regierung ist die Antwort eingetroffen, daß sie den bulgarischen Vorschlag an- n e h m e und der Kriegsminister den hellenischen Behörden die nötigen Befehle erteilt habe, sich mit den bulgarischeil Offizieren ivegen Errichtung einer neutralen Zone ins Ein- vernehmen zu setzen. Geschlichtete MeinungsverschieKenbeiten über üie Saloniei-Expeüition. Bern, IS. Dezember.(W. T. B.) Zur Geschichte der eng- lisch-französischen Verständigung über die Fort- setzung der Balkanexpedition läßt sich»Secolo" von seinem Pariser Berichterstatter folgendes melden: Zu Beginn der Ausschiffung der Verbandstruppen in Saloniki zögerte England in- folge de§ griechischen Protestes, während Frankreich selbst die Ge- fahr einer MinisterkrisiS auf sich nahm und alle seine Truppen landete. Erst aus Drängen Frankreichs schiffte England cmige Kontingente au?. Ein französisch- englisdicZ Zusammengehen erschien jedoch wegen der Bedenken Khcheners wenig sicher. Nach den Reisen AilchenerS und DenyS Cochins. auf denen beide in ihrer Ab- Neigung gegen das Balkanuntcrnebmen bestärkt wurden, teille die engliscbe Regierung am 3. Dezember der Pariser Regierung ihren Einschluß mit, ihre Truppen von Saloniki zurückzuziehen und ander- wsitig für die Verteidigung Aeghpiens Maßnahmen zu treffen. Die französische Regierung wies auf alle Gefahren hin. die aus einer Aufgabe Saloniki«, besonders für die französische Balkanpolitik, entstehen könnten. Daraufbin traten am 4. Dezember englische Minister, unter ihnen auch«sgiiith. mit französischen Ministern, darunter Briand, zusammen, bei deren Beratungen jedoch kein ver- töbnender AuSweg gefunden werden konnte. Am 6. Dezember fand in Paris ein Kriegsrat der Alliierten statt. Gleicbzemg traf in London ein französischer Minister ein. Der Kriegsrat erklärte be- reiis in der ersten Sitzung, daß eine Aufgabe der Balkanexpedition militärisch einen unheilbaren Fehler bilden würde. Ebenso fand der französische Minister in London viele englische Kollegen, die seiner Anschauung beipflichteten. Daraufhin verlangte die französische Regierung, unterstützt von Italien und Rußland, in London von neuem die Fortsetzung der Expedition, so daß schließlich am S. Dezember ASquilh, Grey und Kitchener nach Paris gingen, persönlich mit Tiltoni verhandelten und sich alsdann mit Briand, Joffre und Galliern u. a. berieten. Bei diesen letzten Besprechungen wurde endlich eine Verständigung über Saloniki und den Orient erreicht. «* * Paris, 16. Dezember.(25?. T. 25.) Nach einer Meldung des „Temps" aus Saloniki haben sich bei der Anwendung der Maß- nahmen zur Besetzung Salonikis, über die zwischen Griechenland und den Verbandsmächten eine Einigung erzielt worden war, neuer- dings einige Schwierigkeiten untergeordneter Art ergeben.— Der „Temps" gibt in einer längeren Besprechung seinem Unwillen über eine Interpellation des Abgeordneten Simyan Ausdruck, der der Kammer Enthüllungen über das schändliche Unwesen bei den Heeres- lieferungen gemacht hat. Englische Kritik an üee Entente-Krieg- führung. London, 16. Dezember. e r Krieg?- bericbt vom Mittwoch. Im Conceitale bombardierten feindliche Batterien der Lardarogruppe die Stellungen aus dem Monte Bies, die wir kürztlich erobert hatten und in denen wir unS festgesetzt haben. Sie richteten aber keinen Schaden an. Die feindliche Artillerie zerstörte weiter systematisch und mit Bedacht bewohnte Ortschaften. Gestern richtete sie ein deftiges Feuer gegen Lopvio im Tale des Flusses Cameras(Eisch) und gegen die Städte und Flecken auf den Abhängen des Karstes von Görz von Gradisca bis Mon- falcone. Unsere Batterien antworteten heftig und trafen mar- jchierends Truppen- und Proviantkolonnen. Eins unserer Flieger- geschwader überfiel gestern das Tal von Chiapovano(Jdria) und warf Bomben und Fliegerpfeile auf feindliche Lager und Baracken bei Chiapovano und Slap. Einige mutige Flieger gingen darauf unter dem Feuer der Abwehrgeschütze herunter und bewarfen feind» liche Lager, wo sie Unordnung hervorriefen. Die Flieger kehrten unversehrt zurück.__ C a d o r n a. Melüung ües türkischen Hauptquartiers. Koustantinopel, 16. Dezember.(W. T. B.) Das Haupt- quartier teilt mit: Iluf der I r a k f r o n t zeitweilig aussetzen- der Infanterie- und Slrtilleriekampf bei Kut el Amara. Slls unsere Truppen sich einigen Teilen des befestigten Ortes näherten, entdeckten sie unterirdische Minen, die der Feind ge- legt hatte, und brachten sie zur Explosion, um sie wirkungs- los zu machen. Unsere Truppen eroberten am 14 Dezember bei Kut el Amara vier mit Bauholz geladene Leichter. 2luf der Kaukasusfront nichts von Bedeutung. Auf der Dardanellen front war der Feuerkampf, namentlich das Bombenwerfen, schwach im Vergleich zu den anderen Tagen. Nur bei Sedd ul Bahr warf der Feind gegen unser Zentrum ungefähr 6000 Bomben, ohne nennenswerte Ergebnisse zu erzielen. In der Nacht zum 15. Dezember wurden zwei feindliche Transportschiffe, die am Landungshafen von Ari Burun ausgeladen wurden, durch unsere Artillerie in die Flucht gejagt. Ein feindlicher Kreuzer, der das Feuer gegen unseren recvten Flügel von Sedd ul Bahr eröffnete, wurde durch vir Geschosse unserer Artillerie getroffen und entfernte sich aus hohe See. Ein feindliches Flugzeug wurde gestern von unserer Artillerie heruntergeschossen. ist der feste Grund, aus dem man bauen, wo das Material, das verwendbar ist? Es ist wahr, wir besitzen zwar eine reichhaltige, vor dem Kriege erschienene und sehr bedeutsame Militärliteratur. aber keine Zeile der geheimen Militärakten des Krieges ist bisher ans Licht gekommen. Gleichwohl besitzen wir Material für die Arbeit kritischer For- schung: die diplomatischen Aktensammlungen. Bei all ihren Mängeln bilden sie bisher die einzige Ouelle, aus der man— statt öder und leerer Kannegietzerei— Erkenntnisse zu schöpfen vermag, Erkenntnisse der Kriegsursachen und Kriegsschuld. Es ist deshalb ein Verdienst Eduard Bernsteins, daß durch die im Vorwärtsverlag erschienene Sammlung der diplomatischen Mtensammlungen dieses Material allgemein zu- gänglich gemacht hat. Mit dem 12. Heft ist die erste Reihe dieser Publikationen zum Abschluß gelangt. Die Diplomaten Deutsd»- land», Englands, Rußlands, Belgiens, Oesterreich-Ungarns, Italiens und Serbiens sind mit ihren ersten Heften zum Wort ge- kommen. Nichts ist so töricht, als über diese farbigen Schriftwechsel als wertlos zu spotten. Nichts ist aber auch so schwierig, als die Fülle dieser widerspruchsvollen Kundgebungen geistig zu durch- dringen und zu bewältigen. Man kann geradezu sagen, daß eS kaum eine bessere Schule für die Ausbildung politischen Denkens und geschichtlicher Kritik gibt, als da» Studium dieser weißen, blauen, grauen, grünen, gelben, roten und orangefarbenen Broschüren. Es wäre sehr er- iprießlich, wenn die Mitglieder unserer Organisationen bei ihren Zusammenkünften diese Veröffentlichungen gemeinsam lesen, und unter Leitung eines den Stoff beherrschenden Genossen, diskutieren würden. Die Ausgabe wäre: durch vergleichende Prüfung der wirr sich durchkreuzenden Tatsachen Anregungen, Vorschläge, Ablehnungen, Matznahmen, die Beantwortung der Frage zu versuchen, wo Friedenswillen, wo Angriffsentschluß in den diplomatischen Macht- Nationen sich betätigte. Will man aber in solcher kritischen Untersuchung der Krieg»- schuld zu irgendeinem Ergebnis gelangen, das mehr ist als eine zufällige, haltlose Meinung, so muß man sich in erster Linie vor einem logischen Fehler hüten, der zwar die plumpste und handgreis- lichste aller Selbsttäuschungen der Vernunft ist, darum aber auch das häufigste und beliebteste Mittel der Beweisführung: Man darf nicht voraussetzen, was man erst beweisen will. In unserem Falle: Es ist der elementarste logische Schnitzer, bei der 2Lerntng der Beweisgründe für die Kriegsschuld der einen oder anderen Partei stillschweigend schon vorauszusetzen, wo die Schuld liegt. Ueberhaupt, es gibt keinen größeren Feind der Wahrheit als die Sucht des Zuvielbeweisenwollens, die immer ei» Zeichen schlechten Gewissen» oder mindestens moralischer und intellektueller Unsicherheit ist. Das läuft allemal auf die dreifach gepanzerte Ver- tcidigung jener Frau hinaus, die verklagt wurde, einen geliehenen Topf zerbrochen zu haben: Erstens habe ich keinen Topf geliehen, zweitens hatte er schon ein Loch, als ich ihn lieh, drittens habe ich ihn unversehrt zurückgegeben. Hätte die Frau schon etwas von Kriegspsychose gewußt, so hätte sie auch ein Viertes beschworen: Vieriens ist der Topf von mir der Nachbarin geliehen, und s i e hat ihn zerbrochen... Wir selbst beabsichtigen nicht, eine Lösung der Aufgabe zu ver- suchen. Das könnte nur in einer sehr umfangreichen Arbeit ge- schehen, die den Raum von Zeitungsartikeln weit überschreiten würde. Wir wollen vielmehr lediglich zum Studium der Frage anleiten, indem wir eine objektive Uebersicht über das Material selbst und seine bisberigen kritischen Verarbeitungen geben. TaS soll in folgendem geschehen. politisthe unö militärische Grenzen. Von Richard Gädke. CSS mag an dieser Stelle, während einer Atempause des Welt- lriegeS, einer kriegsgeschichtlichen Untersuchung Raum gegeben wer- den, die sich rein theoretisch mit dem Verhältnis beschäftigt, das rm Verlauf der Weltbeoebenheiten zwischen den politischen Grenzen der Staaten und den Anforderungen der Landesverteidigung bestanden hat. Ich nenne die Grenzen, die möglichst vollkommen dem Be- dürfnis eines Schuhes des Staates gegen Einfälle feindlicher Nachbarn entsprechen, militärische Grenzen; man könnte sie auch natürliche Grenzen nennen. Diese Bezeichnung ist ja cht allge- meinen die geläufigere; die andere aber entspricht besser ihrer Aufgabe, gelegentlich ihrem vorgeschützten Zweck. Als natürliche Grenzen kann man große Stromabschnitte, das Gebirge, die Wüste, vor allen Dingen das Meer ansehen; künstliche militärische Grenzen werden durch Befestigungsanlagen hergestellt. Diese treten oft ein, wo natürliche Grenzen fehlen, werden aber häufig auch in Verbindung mit jenen hergestellt. In letzterem Fall« sollen sie entweder die Stärke der natürlichen Grenze vermehren oder über diese hinaus vorgeschoben, aus dem der Verteidigung dienenden Schutze einen den Angriff begünsti- genden Brückenkopf machen. Der davon betroffen« Nachbar wird diese Ausgestaltung natürlich als eine Bedrohung seiner selbst, als eine AuSfallspforte des anderen betrachten. Man sollte nun meinen, daß das welchistorische Ringen der Völker hauptsächlich um daS Gewinnen natürlicher Grenzen ge- gangen sei, hinter deren Schutz sie friedlich ihre eigene Entwickelung fördern, ihren nationalen Idealen nachleben konnten. In Wahr- heit zeigt die Geschichte das entgegengesetzte Schauspiel. Mit einem gewissen Leichtsinn oder sagen wir mit bewußter Absichl werfen die Völker den Panzer von sich, den die Natur um sie ge- schoben hatte, und sie suchen darüber hinaus in das Gebiet des Nachbars einzudringen, soweit als es nur irgend ihre politische oder militärische Ueberlegenheit gestattet, und unberummert darum, ob sie dadurch bessere oder schlechtere Grenzen finden. Begründen wir dies mit einigen flüchtigen Strichen. Eine der sichersten Grenzen, mit denen die Natur ein Land umgürten kann, waren die Wüsten um das alte Aegypten; mit Staunen sehen wir, daß das Streben der nationalen Könige nicht dahin ging, diesen Schutz zu hüten und zu verstärken, sondern un- aufhörlich dringen die starken Herrscher durch die Wüste Sinai nach Asien hinein, um die Völker Syriens zu unterwerfen; nur die Schwachen begnügen sich mit der Verteidigung durch den Wüsten- gürbel und diese immer vergeblich. Das gleiche Schauspiel in entgegengesetzter Richtung bieten uns die assyrischen und die ser- bischen Herrscher; die Unterwerfung und Ausbeutung des reichen Nillandes, mit seinem segenspendenden Boden, wird ihr Ziel, »licht die Gewinung einer guten Grenze. Als die Römer Italien unter ihrer Herrschaft geeint hatten. trafen sie im Novdcn auf das gewaldige Bollwerk der Alpen; man hätte meinen sollen, daß sie sich mit der Gewinnung des Kammes begnügen würden, der ihnen vollen Schutz gegen die Einfälle räuberischer und weniger gesitteter Stämme gewährte. Nichts davon! Sie Überschriften alsbald den hohen Gebirgswall, einen der mächtigsten der Erde, unterwarfen sich zunächst Südost-Gallien, die Provincia Narbonensis, dann ganz Gallien, drangen tief in Süddeutschland vor und schließlich in die östlichen Länder bis nach Ungarn hinein. Hier trafen sie auf die große Stromfchrauke der Donau. Auch sie bildete nicht dauernd ihre Grenze. Sie über- schritten den Unterlauf, betraten Siebenbürgen und zogen ihre Grenze im südwestlichen Rußland quer über Pruth-Dmepr und Dnjestr hinweg. Den Schutz ihrer Grenze dort übernahmen Kolo- nisten fbie Vorsahren der Rumänen), sowie die polftische und die militärische Macht ihres Reiches. Mit der Einigung Italiens hatten sie aber zugioich die natür- lichste Grenze erreicht, die eS gibt: das Meer! Kaum waren sie dort angelaugt, da stürzten sie hinüber, befetzten Sizilien, Sar- dinien, Korsika— meergefchützte Inseln— und führten mit Karthago im Zeitraum von 200 Jahren einen Krieg um die Herr- schaft über das Mittelmeer; vielleicht den ersten Handelskrieg der Welt. Die Erscheinung wiederholt sich in England; es verachtete den starken Schutz, den die Natur durch die Wogen des Meeres um es geworfen hatte, drang nach Irland ein— von dem es keine Gefahr zu besorgen und mit dem es keine Grenzen gemein hatte — unterwarf sich die grüne Insel, auf der es noch heute bitter gehaßt wird, und überschritt dann erobernd den Kanal, um auf dem Festlande seine Herrschast auszubreiten, nicht um dort bessere Grenzen zu finden. Auch nachdem sie den französischen Besitz wieder verloren hatten, legten die Briten Wert darauf, einen Brückenkopf auf dem Festlande zu behaupten, isie fanden ihn 1815, bei dem großen Feilschen um den Leib Europas, in der llnab- hängigkeit der kleinen Niederlande, deren südlicher Teil nicht wieder unter österreichischer Herrschast zurückkehren durfte. Als dann Belgien sich losritz und neutral wurde, zog England den größten Vorteil davon. Eines der anregendsten geschichtlichen Beispiele bietet China. das große Reich der Mitte; vielleicht ist es der einzige Staat der Weft, der den Versuch unternommen hat, seine Herrschast auf die kulturelle Durchdringung der Umwelt mit seinen religiösen und sittlichen Gedanken und Einrichtungen zu gründen. Zu seinem besseren Schutze gegen die kriegerischen Stämme des Nordens schuf es dann quer über hohe, schroffe Gebirge, über Täler und Flüsse hinweg das Riesenwerk der großen Mauer. Und in der Tat— diese Landesverteidigung hat ihren Zweck erreicht— genau solange, als China selbst stark und mächtig war. Als es schwach wurde, drangen die Mandschu ohne Schwierigkeit hinüber und warfen das größte Reich der Erde für mehr als zwei Jahrbunderle unter ihre Füße. Ihr schärferes Schwert war die Einfallspforte, die ihnen sogar die große Mauer erschloß. Mit besonderer Begierde haben die Franzosen noch der natür- lichen Grenze gesucht; sie fanden sie in dem großen Flußtale deS Rheins, trotz der Erfahrung, die bereits die Römer damit gemacht hatten. Aber es stimmt bedenklich, daß sie in dem Augenblick, wo sie unter Napoleon I. ihr Ziel erreicht zu haben schienen, die beißbegehrteste Schranke ihrerseits alsbald überschritten; die Niederlande nördlich des Rheins wurden dem Reiche des Casaren einverleibt und die übrigen Rheinufeistaaten unter der Form des Rheinbundes unter seinen politisch militärischen Einslutz gebracht, der auch cm der Elbe nicht Halt machte. Die einzige natürliche Grenze, die es meines Erachtens zurzeit zwischen zwei Staaten gibt, sind die Pyrenäen zwischen Frankreich und Spanien. Auch sie übrigens nur ganz im allgemeinen ge- sprachen. Denn die Kammlinie wird bald von der einen, bald von der anderen Seite überschritten. In Wahrheft liegt auch hier nur eine zufällige Ausnahme vor, denn im Lause der Geschichte ist auch diese Schranke wiederholt durchbrochen wovden; von den Arabern nach Norden hin, von Karl dem Großen gegen Süden. Ludwig IV. aber, Zkapoleon I. haben versucht, sie ganz hinweg zn räumen. Sie besteht heutzutage nur darum, weil weder Frank- reich noch Spanien gegenwärtig stark genug sind, ihr Herrschafts- gebiet auf die andere Seite des Gebirges auszudehnen. Wie wenig natürliche Grenzen imstande sind, das AuS- dehnungsbedürpnis her politischen Staaten zu hemmen, sehen wir sehr deutlich an Italien. Kaum hat es seine nationale Wieder- geburt gefeiert, so betritt es ungescheut die Dahnen imperialistischer Eroberungspolitik. ES greift mit räuberischer �and über die See hinüber nach dem türkischen Tripolis; findet es dort bessere Gren- zen?— im Gegenteil: die denkbar schlechtesten und unsichersten. Nimmt es einem gefährlichen Gegner Einfallstore in sein eigenes Land ab? nein, es sucht vielmehr Aukfallspforten, um Stämme, die es für schwach Hütt, seiner Herrschast, seinem Handel, seinem BolkStum zu unterwerfen. In dem gleichen Triebe greift es hinübK auf die gegenüberliegende Küste des Balkan; droht ihm von Montenegro, von Albanien irgend eine Gefahr? Gewiß nicht. Wir werden daraus ermessen können, was in Wahrheft die Be- Häuptling von den besseren Grenzen besagen will, um derenwillen eS mit Lesterreich-IIngarn Krieg führt. Dabei leitet uns die Erörterung ungezwungen zn den so- genannten„nationalen" Grenzen hinüber, die oft die Forderung nach„natürlichen" Grenzen ablösen mutz. Eine zweite geschicht- liche Tarstellung würde beweisen, daß jenen keine größere Wirk- samkeit, keine längere Dauer beschieden ist, als den natürlichen Grenzen. Man könnte die Beispiele vervielfältigen; immer würde sich ergeben, daß die kriegerischen Zusammenstöße zwischen den Staaten- gebilden der Erde niemals um die Grenzen gegangen sind, sondern in Warheit um Landgewinn. Solange es blutige Kriege gegeben hat, ist ihr Beweggrund nicht der gewesen, in der geographischen Gestaltung der Grenzen einen besseren Schutz für das eigene Volkstum zu finden, sondern vielmehr der Wunsch nach Macht- errveiterung, der Trieb, Land und Leute zu gewinnen, das Gebiet des eigenen Staates auszudehnen. Die„natürliche" Grenze war nie mehr als ein Vorwand, ein diplomatischer Fechterstteich, um den Heißhunger mft einem schöneren Triebe zu decken, mft einem moralischen Erwägungen zugänglichen Grunde zu oerhüllen. llnd wenn die Entwickelung einst dahin gehen sollte, die ganze alte Landfeste unter einem Szepter zu einen, sagen wir einmal unter dem russischen, die neue Welt aber unter dem der Ver- einigten Staaten, dann hätten beide Riesenreiche, von Ozeanen größter Ausdehnung umflutet, sicher die besten Grenzen, die auf dem Erdballe überhaupt zu finden sind. Auch dann aber würde der Kampf um die Machterweiteru-ng fortgehen; der Streitgegen- stand würde nun Australien werden, und die Inselwelt des Stillen Ozean, im Norden aber das Eismeer mft Grönland, Island, Spitzbergen, Nowaja Semlja. llnd nicht Ruhe würde weiden, als bis der eine den anderen seinem Willen völlig Untertan gemacht hätte. Und auch dann noch wird eS Einfall störe zwischen der alten und der neuen Welt geben: sie werden sich nennen Eisenbahnen, Flotten, kriegsbereite Heere! Das wird dauern, solange der Krieg selbst ein Mittel des Völkerverkshrs sein wird; erst sein Verschwinden wird mit den militärischen auch die natürlichen Gren- zen zwischen den Völkern beseitigen. Die ausschlaggebende Stimme ües Parlaments. Auf das in die Form einer Anfrage gekleidete Ersuchen Philipp Snowdens, die englische Regierung solle keine aus der Basis einer Freigabe der besetzten Territorien ge- stellten Friedensangebote ohne Befragen des Parlaments zurückweisen, hat A s q u i t h bekanntlich geantwortet, etwaige Vorschläge würden von den Verbündeten geprüft werden, und es sei der Wunsch der englischen Regierung, das Parlament möglichst frühzeitig ins Vertrauen zu ziehen. Diese Zusicherung ist dem liberalen„Manchester Guardian" aber nicht klar und bestimmt genug, und er verlangt, daß unter allen Umständen das Parlament nicht nur uni seinen Rat angegangen werden solle, sondern aus- reichende Gelegenheit erhalten müsse, seine Ansicht über die Friedensbedingungen wirksam zu machen. „Das Parlament mutz befragt werden, bevor die Regierung selbst oder die Regierung in Gemeinschaft mit unseren Ver- bündeten zu einer Entscheidung gelangt ist, und es darf nicht vor eine vollendete Talsache gestellt werden. Ohne Zweiiel stehen einer solchen Befragung besondere Schwierigkeiten im Wege, die sich aus der Notwendigkeil ergeben, daß wir uns bei solchen Ver- Handlungen im strengen Einvernehmen mit unseren Verbündeten halten. Aber bevor die Regierung sich an einer solchen Konferenz beteiligt, muß sie zum mindesten mit den Wünschen und Meinungen des Parlaments vollständig vertraut sein und soweit als möglich seine Autorisation besitzen." Der„Manchester Guardian" fürchtet, die Stunde der Friedensverhandlungen sei noch in weiter Ferne,„aber", so schließt er,„es kann nie zu früh sein, den Grundsatz aufzu- stellen, daß das Parlament und durch das Parlament das britische Volk bei der endgültigen Entscheidung dieses schreck- lichen Handels eine maßgebende Stimme besitzt und daß das Volk, das die Lasten getragen hat, auch das Urteil zu fällen hat". Dieser Grundsatz sollte nicht nur in England Geltung besitzen. Eine verftänöige Stimme aus Englanü. Die„Köln. Z t g." gibt folgende Auslassung des „E c ono m i st" über Foipdensmöglichkeiten wieder, die ihrer Ansicht nach die Meinung eines großen Teiles der englischen Geschäftswelt ausspricht: „Niemand nimmt an, daß eS eine einfache Sache sein wird, einen allgemeinen Frieden zustandezubringen. Es ist viel leichter, Krieg zu beginnen, als Frieden zu schließen, und es ist offensichtlich leichter, Frieden zu schließen für e i n Land als für mehrere. Da. wie der Erste Minister dem Unterhaus am Dienstag in Erinnerung brachte, die Regierungen von Frankreich, Rußland, Japan, Italien und Großbritannien gegenseitig übereingekommen sind, im gegen. wärtigen Kriege nicht gesondert Frieden zu schließen, so ist es für unsere Regierung unmöglich, offen in Verhandlungen einzutteten. Tatsächlich wurde Herr Asquith nur gebeten, sich zu verpflichten, daß er keine Vorschläge zurückweisen werde, die die Räumung von erobertem Gebiet zur Grundlage hätten, ohne daß das Parlament davon erführe. Darauf antivortete der Minister:„Wenn von den feindlichen Regierungen Vorschläge von ernstlichem Charakter für einen allgemeinen Frieden vorgebracht werden, sei es direkt oder mittels einer neuttalen Macht, dann werden sie zuerst von den Regierungen der Verbandsmächte erörtert werden, und ehe diese Lage eintritt, kann ich kein anderes Versprechen geben." Das scheint uns völlig vernünftig zu sein, so lange eine freie Erörterung der Bedingungen, die annehmbar sind, in den Zeitungen erfolgt, und mit einer freien Erörterung meinen wir eine Erörterung, bei der die Leser einer Zeitung sowohl wie die Redakteure ihre Met- nung zum Ausdruck bringen dürfen. Wenn man im Volke die Schwierigkeiten und die Unmöglichkeit, einen Frieden zu schließen, der für alle Verbandsmächte in jeder Hinsicht befrieoi» g e n d ist, nicht erkennt, so besteht die Gefahr einer Enttäuschung. Wenn auf der anderen Seite eine einigermaßen besriedl- gend« Erledigung, welche die völlige Unabhängig- keit von Belgien einschlösse, und dazu ein Kompromiß, das die elsatz-lothringische Frage erledigen und heilen würde, gesichert werden könnten, dann würde alle Kritik zweifellos untergehen in oer allgemeinen Freude der einzelnen über die Heimkehr der Heere. Unser Auswärtiges Amt hatte fteie Hand vor dem Kriege, und es hat freie Hand gehabt, seit der Krieg währt. Wenn es durch vorsichtige und erfolgreiche Verhandlungen, ungehindert durch Sie Kontrolle de? Parlaments, aber unterstützt durch ein« fteie und sinngemäße Erörterung, einen allgemeinen ehrenvollen Frieden er- zielen kann, ehe der Kontinent von Europa dem allgemeinen Bankerott anheimfällt, dann wird die Nation Grund haben, ihm dankbar zu sein.... Jeder kühle und patriotische Kri- tiker muß erkennen, daß der Verlauf der militärischen Er- e i g n i s s e in der Zukunft äußerst unsicher ist. Das einzige, was sicher ist, ist, daß je länger der Krieg dauert, d e st o schwieriger es wird, die Finanzlage wieder in Ord- nung zu bringen. Wenn man durch kluge Voraussicht die Zukunft nur um einen einzigen Monat vorwegnehmen könnte, und die Diplomatie nur dielen anscheinend geringfügigen Erfolg erzielen könnte, dann würde eine Summe, die kaum, geringer wäre als 400 Millionen Pfund, verfüg- bar werden, um die verwüsteten Gefilde von Europa und Asien wiederherzu st eilen." Nach kurzen Bemerkungen über die R e d e d e s R e t ch s- kanzle rs, die in demselben Geiste gehalten sind, schließt der Artikel: „Die englische Regierung hat von Anfang an keine selbst- süchtigen Zwecke verfolgt, sie hat weder Menschen noch Geld gespart, um Belgien, Frankreich und unseren anderen Verbündeten zu helfen. Die g r o ß c F r a g e ist nur, ob ein ehrenhafter Friede erreichbar ist. Wenn ja, dann wird die f i n a n- zielle Erschöpfung jeder militärischen M a cht eine Garantie gegen die Erneuerung von Feindseligkeiten für viele Jahre sein und sich mächtiger erweisen als alle Friedensverträg c." Das nationalliberale Blatt bemerkt dazu:„Das sind Be- trachtungen, welche die Wirkung des Krieges auf die eng- lische Volks st immung zweifellos getreuer wderspiegeln als die Wahnsinnsausbrüche der„Times", „Daily Mail",„Morning Post" und Genossen. Aber selbst diese Betrachtungen werden, wie der Leser sieht, den Er- folgen und Ansprüchen Deutschlands nicht gerecht und vor allem, sie sind noch keineswegs die Auf- fassung der englischen Regierung. Darum darf man sie wohl als ein Zeichen der Zeit anmerken, aber nicht annehmen, daß sie irgendwelche unmittelbare Wirkungen haben werden." �uch ein �Kriegsziel�. Berlin, IS, Dezember./z Dutzend ärztliche Thermometer an. und da sür das Dutzend Thermometer nur ein Lohn von 80 Pf. gezahlt wird, so verdient er 2.40 M. bis 2,80 M. Von diesem Verdienst geben aber die Un- kosten sür Glasröhren und Quecksilber ab, so daß der Verdienst wesentlich geringer wird. Die Lohnverhälmiste der Heimarbeiter gestalteten sich aber immer trüber, da kaum in die Lehre getretene junge Leute sich.selbständig' machen und ihre Erzeugnisie zu ganz geringen Preisen absetzten, um überhaupt Beschäftigung zu haben. Dadurch wurden die Löhne oder VetkaufSpreise der Heimarbeiter immer tiefer herabgedrückl. Beim Kriegsausbruch trat eine wesentliche Aenderung in der Produktion ein. Die Regierung erließ ein Ausfuhrverbot sür'Tbermo- meler; auch nach neutralen Staaten dursten diese Erzeugnisse nur unter der ausdrücklichen Zustimmung der Regierung ausgeführt werden. Mit dem Ausbruch des Krieges stieg die Nachfrage nach ärztlichen Thermometern ganz erheblich. Für die Thermometer- arbeiter brach dadurch eine günstigere Zeit an. Die Organisation tat ihr möglichstes, um geordnete Arbeits- Verhältnisse zu schaffen. Zunächst wurde mit den Händlern ein Tarifvertrag abgeschlosien, der vom 1. Mai bis zum 20. November Gültigkeit hatte und der Lohnerhöhungen von 30 bis 50 Proz. vor- sah. Wenn man aber die. vorher gezahlten niedrigen Löhne in Erwägung zieht, so konnte trotz der erheblichen Lohnei höhung noch nicht von hohem Verdienst der Thermomeierarbeiter gesprochen werden. Für eine längere Veriragsdaucr waren die Händler nicht zu haben; sie erklärten, daß es nach Beendigung des Krieges für sie nicht mehr möglich wäre, die hohen Löhne zahlen zu können. Bereits vor Ablauf des Tarifvertroges trat die Arbeiter- organisation erneut an die Unternehmer heran, um einen neuen Tarifvertrag abzuschließen. Die Händler waren dazu nicht zu be- wegen, dagegen zeigten sie sich geneigt, wesentliche Zugeständnisse zu machen. Leider muß gesagt werden, daß der Tarifgedanke auch bei den Arbeitern nichl so ausgeprägt war; sie selbst erklärten teil- weise, daß ihnen höhere Löhne angenehmer wären, als die Vertrags« dauer. So scheiterte die Einfühlung eines neuen Tarifs; dagegen wurden die Löhne erneut um 50 bis 100 Proz. erhöht. Es wäre nur zur wünschen, daß diese Arbeilerschicht den Wert der Gewerlschaflsorganisation bester schätzen lernt und auch nach dem Kriege sich stark genug zeigt, die errungenen Vorteile sicher zu stellen. Kusland. Solidaritätsstreik. In der Maschinenfabrik Aeschbach in Aarau haben die Gießer die Arbeit eingestellt, weil ein Gußputzer sich eine nochmalige Akkord- lohnreduktion gefallen lasten sollte, und als er sie ablehnte, die Kündigung erhielt. Der entlassene Arbeiter ist Vater von fünf Kindern. Aus Solidarität mit dem Gemaßregelten und um weitere Lohnreduktionen hintanzuhalten, haben die Gießer die Arbeit ein- gestellt. Mus der Partei. Südekums dichterischer Schwung. Gsnoffe Südekum hat vor einigen Tagen in Remscheid auf einem sogenannten.Deutschen Abend' über das Thema.Die deutschen Arbeiter und der Weltkrieg' gesprochen. Die Einleilung seines Vor- trags war nach dem Berich! der»Rem'cheider Zeitung'.ein vaicr- ländischec Auftakt von fast dichterischem Schwung und innerer Wärme.' Im weiteren Verlaus ging er auf die Siellungnahme der- jenigen Arbeiter ein, die seine Auffassung vom Krieg nicht teilen. Er führte aus: .Die Anffastung der Minderheit geht dahin, daß der Geist der proletaii'chen Masse und derjenige der besitzenden Volksschicht einander vollständig ausschließen. Wer so denkt, für den ist die politische und gesellschaftliche Isolierung der Sozialdemokratie un- bedingt nötig. Früher ist dies als Evangelium der Sozial- demokralie gepredigt worden. Das Wort vom Klastenkampi, von Karl Marx in die Sozialdemokratie eingeführt, war zum Schlag- wort geworden. Nur im Kamps gegen die anderen Klassen iahen die Arbeiter die Möglichkeit des Aufstiegs. Wie konnte der Klaffen- kämpf zum politischen Schlagwort werden?' Hierfür findet Dr. Südekum u. a. folgende Begründung: .Dazu kam, daß gerode in die Jahre nach der Entstehung des Deutschen Reiches das Ausnahmegesetz fiel, das 12 Jahre auf der Arbeiiepschaft lastete und schweres Unheil anrichtete. In jener Zeit sind die Männer geformt worden, die bis rn diese Tage Führer der Sozialdemokratie find. Damals haben sie die Blicke über die Grenzen hinausgelenkt und haben gefragt, ob es nicht möglich wäre, die Millionen, die das Schicksal in dieselben Schranken geworfen bat, zusammenzuschweißen, ohne Rücksicht aus Landes- grenzen. Die Beantwortung dieser Frage schien um so leichter, als man an das Weltbürgertum unserer edelsten deutschen Meister anknüpfen konnte. Wir verhehlen uns aber nicht, daß selbst der grundsätzlich gerechtfertigte Jnlernationalismus seine Gefahren hat oder haben kann...' Aehnlich oberflächliche Ansichten über die Kampfmittel der Ar« beiterbewegung haben wir vor dem Krieg nur von jenen Leuten im bürgerlichen Lager gehört, die im Gegensatz zu den politischen Drauf- gängern durch gütliches Zureden die Sozialdemokratie aus den Weg einer Reformpartei mit verwaschenen Grundsätzen und unklaren Zielen bringen wollten. Kann sich nicht berithigen. Unter dieser Uoberschrist schreibt der.Volksfreuwd'(.Sozial- demokratische Zeitung für Brasilien'): In einem Artikel des„Hamburger Echo', geschrieben von Hugo P o e tz s ch, einem der Führer von der Umlerne richtuna, greift dieser wieder einmal den.Vorwärts" an. Was Wunder, daß auch diesmal wieder die.braven Genossen" in Curithba ge- nannt werden, denen Poetzfch wicht vergessen kann, daß sie Lieb- knecht zugestimmt haben. Man sollte aber olle«, denen, die dies Beispiel andauernd hervorzerren, mn dem.Vorwärts' eins aus- zuwischen, sagen, daß es sich seinerzeit doch nicht nur um die Haltung der Genossen in Curithba drehte, sondern auch um die gleiche der Genossen in Sao Paulo und ihres Organs, und, da die deutschen Sozialdemokraten hier nur an den genannten Orten einigermaßen feste Verbindungen haben, um die Stellungnahme der deutschen Sozialdemokraten in Südamerika überhaupt. Das zu sagen, vergaßen seinerzeit nicht nur Wels und K l o t h, sim- dern jetzt auch Poetzfch._ Sozialdemokrattscher Stadtrat in Dresden. Wie aus Dresden gemeldet wird, soll die sächsische Hauptstadt nunmehr ihren ersten sozialdemokratischen Stadtrat orhalten. In der nächsten Stadtverordnelensitzung soll außer sechs Bürgerlichen ein Sozialdemokrat zum Stadlrat gewählt werden. Eine behördliche Bestätigung ist nicht erforderlich. Genosse Liebknecht ist seit einigen Tagen als gesund aus dem Lazarett entlasten worden. Genoste Liebknecht litt an einer durch Erkältung zugezogenen Entzündung der Beinnerven und Rheuma- lismus. Deatsclicsi Theater. Direktion: Max Reinhardt. 71/, Uhr: Maria Stnart. Sonnabend: Maria Stuart. Sonntag 21l, Uhr(kleine Preise): Die deutschen Kleinstädter. Kamm erspiele. 8 Uhr: Der WeibstcufeL Sonnabend; Der Vater. Sonntag 2'), Uhr(kleine Preise): Wetterleucliten. Volksbühne. Theater a. BDIowpl. 8 Uhr: Das Miraheb_ Dir. Meinhard-Bernauor. Theater i. d. Königgratzerstr. l'/j Uhr: Maria Stuart. Komödienhaus. 8 Uhr: l>le rütselhafte Frau Ber«mer Theat. 8 Uhr: Wenn zwei Hochzeit machen. Lessing-Theater. Direktion: Victor Bamowsky. 7 Uhr. z. 1. M.; Kaiser und Galiläer. Sonnabend: Kaiser und Galiläer. Deutsches Künstler-Theater. 71/, ü.; Die selige Exzellenz;. Morgen und folgende Tage: Die seiige Exzellenz. URANIA TaubenstraBe 48/43. 4 Uhr(Halbe Preise): Ton den Karpathen bla Itrest-Eilowak. 8 Uhr: Die Dardanellen, Konstantlnopel und der Bosporns. Theater für Freitag, 17. Dezember. Montlh Operetten-Theater s mw: Dar Waltenbuinmler. Uesldenz-Theater S1/, Uhr: Die Prinzessin»om Uli. Sonnt. S1!, U.: Die Schöne t. Strand. Schiller-Theater O. Deutsches Opernhaus Charlottbg. 8 Uhr: RlgOlSltO. anÄng.) Frledricb-Wilhclmslädt, Theater, s chx. Der WüdschQtz. G.br. Hermfeld-Tw., 8 mw: Bosenblatt's Gehaimtip Kleinen Theater. 8 uhr: Henriette Jacoby. Komische Oper. 8 uhr: Jung maß man sein linstspielhanK. s1;« u.: Krieg im Frieden. Metropol-Theater s uhr: Die Kaisarin s uhr: Die iünt Frankfurter. Schlller-Th.Chsrlottenbg. 8 uhr: Jungbrunnen. Thalia-Theater. s uhr: Drei Paar Schuhe. Theater am\oIlendorfpl. Uhr: Der StOrenf rlcu. 8!/4 Uhr: Immer feste drud! Theater des Westen. s vw-: d. Fräulein?. Amt mit Guide Thlelacher. Trlanon-Theater. 8'i.u.- Bodos Brautschau Sonnab. 4 Uhr: UotkUppchen. Casino- Theater Lolhnnger Str. 37. Ten! Bien! Tagt. 8 Uhr: Iffen! Was wachste NU? Poffe in 3 Auszügen von Hans Berg. Dazu daS große Fehprog: amm. Pranz Amen I 3 Karleys! Erben! Sonntag 4 Uhr: Familie Schnase. Possen-Theater 81/«(Folios Caprice) S1!, Freund Loewe. Seine Tante. Dienstag, den 21. Dezember: Zum I. Malet Melonenhanm. Mesehnsge Ist Trnmpf Rose-Theater. 8'l,Tl.: Hann mein Schofför. Morg. 4 Uhr: Im Zauber). Rübezahls. Sonntag 3 Uhr: Hänsel und Gretel. Walhalla-Theater. s Uhr: Lieb Vaterland. Sonnt. 3 U.: 0. Kaulmann»on Venedig. Linsen-Theater. 8ttnijr: Schritte auf der Treppe. @onÄbP(ut,r: Frau Holle. Sonnab. 8": Schritte auf der Treppe. fre�riten; Der sestielelte Kater fuonC: Maria Stuart. Grete �iesenthal „Flotte Bursche" Operette i. 1 Akt v. F. v. Supps. Mitwirkende: Elsa Bema— Lotte Werkmeister v Thaüa TheaL a. G. Käte Hansen— Steffi Walidt Gustav Matzner— Heinrich Peer Hanna Ewald— Jan Paul Außerdem: Der = reichhaltige= DORRITj -t-WEIXLER; i im grofictt WeUmachlSfUm der* Ü.T Lichllpiele: �„Aschenbrödelchen� 1 StnDrama out OrrGelelllchaft. 4 Urouffübrune ptatc. U.TÄiirfürflrnCamm. y» NoOrndorlplop.Friedrich-kck»*3 . Touhenürokr.iUexandkrptos, 1 I Mvritzplo». ÜDtinbttsSiMfl. I •X* Verschiedene neue KunstMIte!! UEorch- Ikarier zu Pferde! gyr* Dazu-ms M weitere f Schlager ♦ ASTA NIELSEN! F* in dem Lutttpiet falsche Ststo' 5 U T Echönctxrg tzautn'lrofct, ' Halm he: de. Unter dm Linden. •X* SXtinicteniioclerftroke. OX* ßilletlverk. 11—1 a. d. Kasse 1 1 sowie Wertheim u. Invaliden�. Örosie Weihnachts- [• Jugend- Vorstellung mit Gesehen kverleilung: I Heute 3 Uhr: Ü.T Hasen Heide. ' Sonnabend 8 Uhr: Ü.T Kuv» P* fürsten>amm. N ollen dorlplatz, Friedrich» Ecke Taubenstrahe. Schöneberg Hauvtstraße. i+M&Gbi.** Reicbshalien-Theater. Stetliner Sänger. Heute: EestvorMellnnomn Besten einer Weihnachtsbescherung für die 1. Türkische Armee! Erhöhte Preise. Ansang H Uhr. Zum Schluß: (Der volle Er- trag ohue Ab- zug irgend welch. Unfosten, wird für diese BScih- naa,tsbesche- rungverwend.) Tägl. SUhr. Sonnt.S'7,a.8 Uhr Oroßer Erfolg! Der Dono heitere Deeember- ond Weihnachts- Spielplan. Ausnahmsweise sind Vorznswhartcn«ach für Sonnabend, 18., u. Sonnlas. 19. Dez.. gültig. Cireus Busch. Heute Freitag 8 Uhr: l! Oer Rekord der Telapathla!I und die übrigen Schlager! u. a.: Golem, Rubini, Puppchen, io SS.Ä Uhr: H- drei Akten. Volgt-Tlieater. Badstr SS. Badstr. 58. Freitag, den 17. Dezember: Sein ganzes Glück. BoUSschauspiel in 4 Aufzügen von Karl M. Jakob h. Ab Montag: Die Tocht. d.Heimgekehrt. Kaiseneröffnung 7 Uhr. Am. 8 Uhr. �.llsschneitko! Diese« Inserat wird mit 15 Pfennig in Zahlung genommen. Tisefoisoklen JPV Paar 95 Pf._ zum Selbstuniermachen. Komplett ausgemacht mit Gummiabsätzen: Herren 2,95. Damen 2.50. Alexandcrftr. 8, Glisabethftr. 64 (Ecke Waßmannstr.). Kanistr. 118. Pankstr. 10. Grüner Weg 85(am AndreaSplatz); Schöneberg, Aka- zicnitr. 29; Stcgiin. Aldrecht- ftr.110; Neutölln.Hermannstr.17. JU 8erliner Konzertbaus. Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90/91. Heute: Op. Welliiiacli tsfeler eins Besten des im Felde stehenden Rescrve-Int.-Hce. Nr. 03. Vit» verstärkte Musikkorps Reserte- Infant-Regts. Nr. 33. Leiter: KgL Musikmeister Freidank. Berliner Konzerthaus-Orchester Soldatenchor des I. und II. Rekruten-Depots, Gastdirigent: Komponist Ludolf Waldmann. Ferner haben ihre Mitwirkung gütigst zugesagt: Komponist Paul Linke nnd Geschw. Taubert, Xylophon-Virtuosen. Anfang H Uhr. Anfang 8 Uhr. Karten im Vorverkauf: Res. Platz 1,—. urmummerierter Platz 50 Pt, in der Sehreibstube des Brs.-Bat. Tnf.-Kegts Nr. 93, in den mit Plakaten belegten Handlungen und im BerL Konzerthans. Abendkasse 1,— und 50 Pf.— Alle Verg. aufgehoben! wnntag i u.hr: ramme aennase. mesenngge isi aruinpr._—_ sasse i,— unu uo rr.— aue verg. amgeauueu:_ Berantw. Redakt.: AlsredWielepv. Neukölln. Inseratenteil heran tw. Tb. Glocke. Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanitali Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage o. llnterhaltungsK. ür. 347. 33. lahrgang. ßfil»« ilks„iloniiätts" Ctrliiirr llolblilatt. Frettag. 17. Dezmdn 1915. Militärfragen •»et der Reichshaushaltskommission. l Sitzung vom 16. Dezember.) Abg. Hoch bringt die Einquartierungslasten zur Sprache, die die davon betroffenen Gemeinden und deren Bevölkerung schwer bedrücken. Darauf mutz die Heeresverwaltung durch Entgegenkomemn an die Gemeinden Rücksicht nehmen. Besonders schlimm haben sich die Verhältnisse in Hanau gestaltet.— Ein Kommissar des Kriegsmini st ers stellt in Aussicht, datz die gerügten Mängel beseitigt werden sollen. Abg. Graf P r a s ch m a regt die Schaffung eines Umlaufgeldes für die besetzten Gebiet an.— Schatzsekretär H e l f fe r i ch teilt mit, datz diese Frage eingehend geprüft worden ist; die grotze Schwierig- keit liegt darin, datz sich eine einheitliche Unterlage für dieses Papiergeld nicht finden lätzt. Deutschland kann natürlich die er- forderliche Garantie nicht übernehmen. Kriegsminister v. Wandel und Staatssekretär Helfferich ersuchen davon Abstand zu nehmen, in der Besoldungsfrage weiter: Beschlüsse zu fassen. Man verspreche, weitere Ersparungen zu machen. Die Abstimmung über den Antrag wird ausgesetzt. Abg. M e y e r- Herford inatl.) hält der Regierung eine Dank- rede dafür, datz sie auf dem Gebiet der Versorgung ihre Schuldigkeit getan hat. Redner begründet dann den Antrag, denjenigen Kriegsbeschädigten, bei� welchen nach der Art der Beschädigung(z. B. Amputation) eine wesentliche Veränderung des Zustandes später nicht zu erwarten ist, bei der erstmaligen Festsetzung der Rente 86 Proz. der festgesetzten Rente für die Lebensdauer zu bewilligen. General v. Langermann bezeichnet diesen Antrag als zu weitgehend. Man dürfe aber versichert sein, die Militärverwaltung werde nicht engherzig verfahren. Abg. BaueriSz>ilagcii in Sachse». Die sächsische Regierung erklärte sich bereit, abermals Teuerungszulagen an bedürftige Beamte und Staatsarbciter zu bewilligen. Hierzu wurde ein Betrag von drei Millionen Mark jährlich ausgesetzt. BurgfriedlicheS. Das Stadtverordnelenkollegium in H ö h s ch e i d(Kreis Solingen) wählte im April d. I. den Genossen Albert Freund und im Mai den Genossen Karl Klein zu Beigeordneten. Beide Wahlen sind bis heute noch nicht bestätigt. In verschiedenen Sitzungen und Besprechungen versuchte der Landrat deS Kreises, Dr. Lucas, unsere Sladtverordnelenfraktion zu be- wegen, auf einen Beigeordneten zu verzichten, einer werde sicher bestätigt. In einer Besprechung, die vor wenigen Tagen zwischen dem Landrat, dem Bürgermeister von Höhscheid und mehreren unserer Fraltioiismitglicder stattfand, sprach der Landrat sogar die Befürchtung aus, datz, wenn unsere Fraktion nicht auf ciuen Bcigeordncleir verzichte, der Fall eintreten könne, datz die Regierung der sehr armen Stadt die Zuschüsse entziehe oder kürze. Es wäre nicht uninteressant, zu erfahren, was die Regierung von dieser Be- strchtung 1*1«anbrate« benft. Die eventuelle«ichtKestZtigung eine« bet beiden Genossen wurde auch al« in seiner Person be gründet in Aussicht gestellt. Welchen der Beiden diese« Schicksal treffen könnte, wurde allerdings noch nicht gesagt. Unserer Fraktion wurde noch anheimgegeben, doch bei der nächsten Beigeordneten» wohl in drei Jahren den zweiten Beigeordneten au« unserer Partei zu wählen, der werde dann bestimmt bestätigt. Die österreichische Regierung und die polnischen Revolutionen. Die österreichische Zeitschrift„Polen" veröffentlicht den Wort- laut der nachfolgenden vom k. und k. Kreiskommando in Petrikau an die«chulverwaltungcn des Bezirks gerichteten Verordnung: „Es wird der Schulverwaltung zur Kenntnis gebracht, daß es zulässig ist, am 29. November, als dem Jahrestage der polnischen Revolution vom Jahre 1830/31, eine Schulfeier zu veranstalten. Insofern die Schulverwaltung gewillt ist. eine Feier zu veranstalten, sollen die Kinder um 19 Uhr vormittags sich in einem gröberen Saal versammeln, wo ein Lehrer eine Ansprache oder einen Vortrag halten soll, woraus Gesangproduktionen und Vorträge der Kinder zu folgen haben. In ähnlicher Weise können der Jahrestag der Revolution vom Jahre 1863 und die Verfassung vom 3. Mai 1791 gefeiert werden. Neuer schweizerischer� Bundespräsident. Lem, 16. Dezember.vcn Speicher zu schützen. Die Maisschrotmühle konnte indes nicht mehr gerettet werden. Der Schaden soll durch Versicherung gedeckt sein. Wer ist der Tote? Unter freiem Himmel vergiftet hat sich ein unbekannter Mann in der Forst zwischen Karlshvrst und Sadowa. In einer Tanncnschonung dort trank er Lysol. Die leere Flasche lag neben der Leiche. Der Tote ist etwa 60—56 Jahre alt und untersetzt, hat graugemischtes Haar und einen blonde» Schnurrbart, ein ovales Gesicht und eine hohe Stirn und trug einen schwarzen steifen Hut mit den Buchstaben.F. B. und dem Namen eines Berliner GeschäslS, einen schwarzgrauen Ucberzieher mit Samikragen und schwarzen Knöpfen, ein schwarzbraunes Jackett mit zwei Knopfteihen, eine schwarze Weste, eine schwarzgrau karierte Hose und einen braunen Spazierstock mit gebogener Krücke. Die Leiche wurde nach der Halle in Karlshorst gebracht. Zeugen gesucht. Zeugen eines Straßenbahnunfalls, der sich am 30. November d. I., abends 7�/z Uhr, in der Dresdener» Ecke Prinzenstratze ereignete, besonders die beiden Personen, welche den Veninglücklen unter dem Straßenbahnwagen hervorzogen, werden gebeten, ihre Adressen an Albert Wille, Dunckerstratze 78, gelangen zu lassen._ Mus öen Gememöen. Teuerungszulagen in Lichterfelde. Die Gemeindevertretung beschloß, den in ihren Diensten tätigen Beamten, Angestelllen und Arbeitern mit einem Einkommen bis zu 3300 M. Teuerungszulage zu gewähren, dieselbe beträgt monatlich 10 M. und sür jedes Kind 3 M. Unverheiratete Bedienstete mit einem Einkommen bis zu 2000 M. erhalten eine monatliche Zulage von 3 M. Den Arbeitern wird eine einheitliche Zulage von 10 M. und für jedes Kind 3 M. gewährt. Ttadtverorductenstichwahl in Oranienburg. Da die kürzlich vollzogene Wahl des Schulleiters der kauf- männischen Fortbildungsschule und stellvertretenden Amtsanwalls Becker vom Wahlvorstand für ungültig erklärt wurde, findet am Sonnlag, den 1ö. Dezember, in der Zeit zwischen 2—3 Uhr nach- mittags, eine Stichwahl zwischen dem Genossen Emil Schumann und dem Genossen Adolf D o b a t statt. Wir ersuchen unsere Genossen, vollzählig zur Wahl zu gehen und dem Genossen E. Schumann ihre Stimme zu geben. Petroleumabgabe in Tempelhof. Der Gemeindevornand stellt jetzt Petroleum zur Verfügung zur Abgabe an Heimarbeiter, welche kein Gas oder elektrisches Licht in ihrer Wohnung brennen. Diese wollen sich wegen Verabreichung von Petroleunckarten wochentags von 3 bis 5 Uhr an den Arbeits- Nachweis, Doristr. 13, wenden und eine Bescheinigung ihres HauS- Wirtes mitbringen, daß ihnen Gas oder elektrisches Licht in ihrer Wohnung nicht zur Verfügiing steht, und ferner einen Nachweis vor» legen, daß sie niit Hsiinarbeir beschäftigt sind. Das Petroleum wird von dem auf der Petroleumkarte angegebenen Händler nur gcgeu Vorzeigen der Petroleumkarte und Abgabe eines Abschnittes dieser Karte zum Preise von 32 Pf. pro Liter verkauft. Tie Potsdamer Teuerungszulagen. Mit Wirkung vom 1. Oktober ab haben die städtischen Körper- schalten Potsdams beschlossen, den im städtischen Dienst stehenden Beamten, Angestellten und Arbeitern eine Teuerungszulage zu ge- währen, deren Bemessung in der Richliiiig der Kinderzahl einerseits und in der Richtung der geringen Einkommen andererseits steigen muß. Die gcriugste Zulage beträgt 8 Proz. bei ledigen oder linder- losen Veamlcn und Angestellten mtt einem Einkommen bis zu 2400 M. Sie steigt für jedes vorhandene Kind im Alter bis zu 13' Jahren um 1 Proz. und beträgt höchstens 18 Proz. Bei einem Einkommen bis zu 1030 M. werden an Ledige oder Kinderlose 16 Proz. gewährt, während bei Verheirateten mit Familie die Zu- läge um je 1 Proz. sür � das Kind bis zum Höchstbetrage von 20 Proz. steigt. Als Grundlage sür die Bemessung wurde eine Tabelle aufgestelli, die von den städtischen Körperschaften genehmigt wurde. Durch die-Teuerungszulage erfährt der Stadthaushalt eine Mehrbelastung von 32 000 W._ Fettkarten in Eichwalde. Hierzu schreibt uns ein Leser: Wie es die Gemeinden rncht machen sollen, wenn sie Fett- karten usw. verteilen wollen, dafür gab Eichwalde vorgestern das beste Beispiel. Die Karten wurden- im Rathaus veräusgabl. Stundenlang mußten die Erschienenen auf dem zugigen Korridor, auf der Treppe und der Straße stehen, um dann endlich eine Karte sür ein halbes Pfund Butter oder Margarine zu bekommen. Mancher dürfte sich gehörig svielmehr ungehörig) erkältet haben. Warum wird nicht die Ausgabe der Fettkarten den Herren über- tragen, die die Brotkarten verteilen? Es würde für alle Beteiligten viel Aerger und Zeitverlust erspart werden. So ist diese Maßnahme für viele wertlos._ Soziales. Die Versicherungsanstalten im Kampfe gegen die Geschlechts- krankheite». Unter dem Vorsitz des Präsidenten des Reichsversicherungs amts Dr. Kaufmann hielten die Vorsitzenden sämtlicher deutschen Versicherungsanstalten am Dienstag im Reichs- Versicherungsamt eine Versammlung ab, in der Beratung ge- pflogen wurde über Einleitung eines planvollen Kampfes der Versicherungsanstalten gegen die Geschlechtskrankheiten. Ueber die Sitzung wird berichtet: Die Eiiinchlung der Versicherungsanstalten, bei denen den Kranken eine vollkommen verschwiegene Beratung und Behandlung sichergestellt wird, wollen die weitgreisenden und von ausgezeichnetem Erfolge vegleiteten Fürsorgemaßnahmen der Militärverwaltung nach Entlassung der geschlechtlich erkrankt gewesenen Kriegs- leilnehmer aus dem Militärverhältnis in die Friedens- zeit hinüberführen. Sie waren im Reichsversicherungsamtc mit Vertretern der Heeres- und Marineverwallung, der deutschen Aerzlcschafl, der Krankcnprsten und der Arbeiter» und An- gestelllenverbände eingehend vorberaten worden und halten dabei allseilige lebhafte Zustimmung gesunden. Die von den Vcrsichcrungs- anstallen elnzurichtenden Beratungsstellen für Geschlechtskranke werden ibre Täligkeit bei den Kricgsleibiehlnern beginnen, sich später aus alle Füriorge der Träger der Arbeiterversicherung unterstellten Geschlechtskranken ausdehnen und sind vielleicht berufen, auch Vorbild- lich und führend für ein umfasseudes vorbeugendes Vorgehen auf dwiem Gebiete zu werden. Die Versammlung nahm einstimmig die Leitsätze an, welche die Durchführung der Beratung und Behandlung im einzelnen regeln. Sie faßte ferner auf Anregung aus ihrer Milte eine Enlschließung, die ein Verbot der während des Krieges noch angewachsenen Kurpfuscherei fordert. Ein Beisitzer» der sich selbst für befangen hält. Durch eine» ungewöhnlichen Umstand fiel ein in der letzten Sitzung vor der 4. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts verhandelter Prozeß der Vertagung anhenn. In dem gegen einen Spielwaren- sabrilanten gerichteten Rechtsstreit hatte sich nach strittiger VerHand- lung der Gerichtshof bereits zur Beratung zurückgezogen, als das Richterkollegium ans dem Bcralungszimniec plötzlich zurückkehrte und der Vorsitzende mitteilte, es könne nicht weiter verhandelt werden, da ein Beisitzer, der Darmhändler L., sich für befangen erklärt haöe. Er kenne den Beklagten seil längerer Zeit und sei ihm gut gesinnt, er trage deshalb Bedenken, in einem gegen den Beklagten gerichteten Prozeß das richterliche Amt auszuüben.— Das Gericht mußte diesem Bekenntnis der Befangenheit Rechnung tragen und die Ver- Handlung mußte behufs Bildung eines ander? besetzten Kollegiums vertagt werden._ Gerichtszeitung. Kindesmitzhandluug. Ein Fall der Kmdesmißhandlung beschäftigte nach längerer Pause wieder einmal das Schöffengericht Beriin- T e m p e l h o k. Die Ancickla�t? ffrau Margarete Schaper, deren Ebeiiiann im �elde stekt, ist Mutter eines unehelich geborenen, jetzt achijährigeni Knaben Walter Ernst. Das Kmd hatte seiner Zeit Aufnahme be einem Ehepaar gefunden und hatte es bei diesem sehr gut, da es dort wie ein eigenes Kind versorgt wurde. Als dann der Pflege- valer starb, wurde der kleine Kerl an die natürliche Mutter zurückgegeben. Nun begannen böte Tage für das Kind, da ihm die mütterliche Liebe völlig versagt wurde. Nach den Ergebnissen der Veioeisansnahme mugte der Heilte Junge in aller Frühe aufstehen, die Stuben rcinmachcn und aufwischen, er mutzte ferner seinen Halbgeschwistern die Stiefel putzen und wurde, wie von Zeugen de- landet wurde, bei jeder Gelegenheit von der Mutter brutal mife- handelt, wobei Ausklopfer, der Stiel eines Kinderspatens u. a. als Znchtigungswerkzeuge, die manchmal auch nachts in Anwendung ge- kommen sein sollen, benutzt wurden. Schließlich lonnten die Haus- nachbarn diese.Erzichungsmelbode" nickt mehr mit ansehen, sie erstalteten Anzeige bei der Polizei und veranlatzten io das Straf- verfahren. Die Angeklagte bestritt, ihr mütterliches Züchtigungsrecht überschritten zu haben. Das Gericht war jedoch anderer Ansicht und verurteilte sie zu vier Wochen Gefängnis. Der Knabe ist inzwischen bei anderen Leuten untergebracht. fiue aller Welt. Wie dn mir» so ich dir. In der.Zittauer Morgenzeilung" befand sich kürzlich folgende bezeichnende Bekanntmachung:.Achtung! Allen den Landwirten von Jonsdorf zur Nachricht, welche mir die Butterlieferung ver- weigern swas am guten Willen liegt), dast ich von heute ab für dieselben keine Stiefel mehr flicke und bitte, bei mir noch befindliche Sachen bis zum 18. d. M. abzuholen und das Konto zu begleichen. G. A. II.. Schuhmacher.� Der Zorn des ehrsamen Schuhmachers ist angesichts des Butler- bohkotts, den seine Lieferanten ausüben, begreiflich. Helfen wird ihm aber seine energische Gegenwehr jedenfalls nicht, denn die Landwirte haben stets mehr zusammengehalten als die Schuh- macher._ Eine Revolverszene im Schulzimmcr. Im Schulzimmer eine« bei Friedland in Mecklenburg-Strelitz gelegenen Gutes kam es zwischem dem Lehrer und der Mutter eines Sckulknaben zu einem blutigen Auftritt. Der Junge widersetzte sich während des Unter- rickts einer ihm zugedachten Züchtigung, als unerwartet die Mutter eintrat und auf den Lehrer und auf dessen hinzukommende Ebe- frau einschlug. ES war nicht möglich, die rasende Frau zu be- ruhigen oder auS dem Zimmer zu bringen, infolgedessen der Lehrer schnell einen Revolver auS dem Nebenzimmer holte und auf die Frau einen Schuß abgab. Sie trug eine Verwundung in der Lendcngegend davon. Der Borfall beschäftigt bereits die vorgesetzte Schnlbehörde. Trichinose. In D o l l n st e i n sMitlelfranken) erkrankte die ganze Familie des WagenmeisterS Körner an Trichinose. Zwei Töchter sind bereits gestorben, Vater und Sohn schweben in Lebensgefahr. DaS Fleisch deS im Hause geschlachteten Schweine? ist auf behördliche Anordnung beschlagnahmt worden. Gefährliches Abenteuer in den Bergen. Aus München wird dem»Berl. Tagebl." gemeldet: Vor drei Tagen hatten drei in Salzburger Geschäften angestellte Handlungslehrlinge eine Tour über den Ostgrat des Unterberges unternommen. Am so- genannten wilden Nebengraben glitt plötzlich einer von ihnen, der 15 jährige Lehrling Späth, aus und stürzte über die st eile Wand, etwa 70 Meter in die Tiefe. Dort blieb er schwer verletzt liegen. Die beiden anderen Kameraden hielten die ganze Nachl, während ein heftiger Schneesturm tobte, bei dem Verunglückten Wache, bis eine Expedition deS Alpenvereins erschien. Als die Retler eintrafen, war der Abgestürzte seinen schweren Verletzungen bereits erlegen. Die beiden anderen konnten halb erfroren zu Tal gebracht werden. Verlustlisten. Die Verlustliste Nr. 406 der preußischen Armee ent- hält Verluste folgender Truppen: Infanterie usw.: Garde: 2., 4. und 5. Garde-Reg. z. F.; 7. Garde- In f.-Reg.; Garde-Gven.-Regimenter Augusta(s. auch Res.-Jnf.- Reg. Nr. 24) und Nr. 5; Garde-Füs.-Reg.; Garde-Landst.-Jnf.- Bat. WünSdorf; Garde-Jäger- und Garde- Res.-Jäger-Bat. Gren.- bzw. Inf.» bzw. Füs.-Regimenter Nr. 1, 3, 16, 13, 22 ss. auch Inf.- Reg. Nr. 157), 24, 25(f. Jnf.-Reg. Nr. 363). 26, 28(s. auch Sief.- Jnf.-Reg. Nr. 69), 31, 33, 34, 35, 49, 52, 53, 55, 56, 58, 59, 68, 70 71(f. auch Gebrrgs-Maschinengew.-Abt. Nr. 223), 76, 78 bis einschl. 84, 36, 90, 92, 93, 99. 109, III, 112, 113, 128, 129 ss. Ref.- Jnf.-Reg. Nr. 12), 130(f. auch Stollenbau-Kommando der 66. Jnk.» Brig.), 131, 147 bis einschl. 151, 153, 154. 155, 157, 158, 160, 161, 163 bis einschl. 169, 352, 361, 363, 364, 369, 371, 378. Ref.-Fnf.- Siegimenter Nr. 2, 3, 6 bis einschl. 10, 12, 15, 13 19, 20, 22, 24, 27, 30, 32, 34, 35, 37, 52(f. auch Gebirgs-Maschrnengew.-Abt. Nr. 217), 56, 61. 68. 69. 73 bis einschl. 83, 86. 87. 83, 90. 91, 93, »9, 118, 226, 250, 256, 257, 260, 264, 265 is. auch Landw.-Jnf.-Neg. Nr. 75), 270. Landw.-Jns.-Regimenter Nr. 2, 4 ss. Landw.-Jns.- Sieg. Nr. 75). 9(st Landw.-Juf.-Neg. Nr. 379), 11, 16, 18, 25, 28, 30, 31, 33, 34, 39, 52, 53, 56, 61, 75, 82, 99, 379. Landw.-Jnf.�rs.- Reg. Nr. 2. Landst.-Jns.-Regimenter Nr. 3, 7, 11, 20, 109. Brig.» Ers.-Bataillone Nr. 29(st Jnf.-Reg. Nr. 363), 30(f. Jns.-Neg. Nr. 364). Landw.-Brig.-Ers.-Bat. Nr. 14(st Landw.-Jnf.-Erf.» Sieg. Nr. 2). Landst.-Jnf.-Bataillone: Aurich, 4. Bonn, 1. Deutz, 2. Heidelberg(f. Landst.-Jns.-Reg. Nr. 109), 2. Jnsterburg, Lennep, 4. Metz, Neutomischel, 3. Tilsit, 1. und 2. II Trier, 1. Wesel Landst.-Jnf.-Ers.-Bataillone: 7. des 7. Armeekorps(Münster) und 6. Saarlouis. Landst.-Nekruten-Ausbildungs-Bat. des 15. Armee- korps. Jäger-Bataillone Sir. 3, 7, 9; Res.-Bat. Nr. 5. Gebirgs- Maschirrengew.-Abtoilungen Nr. 217 und 223; Feld-Maschinengew.» Züge Nr. 78(s. Jnf.-Reg. Nr. 56) und-S9(s. Landst.-Jns.-Sieg Sir. 11). Kavallerie: Garde-Kürassiere. Kürassiere Nr. 7; Husaren Nr. 14; Jäger zu Pferde Nr. 7; Res.-Kav.-Abt. Nr. 43. Feldartillerie: 3. Garde-Res.-Reg. Regimenter Nr. 10 14, 15, 24, 26, 33. 34, 39, 40. 43, 47. 52, 53, 58, 59, 62, 67, 75, 79, III; Res.-Siegrmenter Nr. 1, 7, 19, 20, 29, 43, 43, 50, 51, 56, 59; Lanöw.-Abt. der 4. Landw.-Div. Jußartrllerie: 1. Garde-Reg.; 1. und 2. Garde-Res.-Sieg. Re- gimenter Nr. 1. 3, 4. 5, 16, 20; Rest-Negimenter Nr. 4, 7. 17. Fußart.-Bat. Nr. 50; Batterien Nr. 249, 306, 408. Vermefsungs- Abt. Nr. 10. Pioniere: Ers.-Bat. des Garde-Pionier-Bat. Regimenter Sir. 19, 23, 25; Bataillone: I. und II. Nr. 2, l. Nr. 3, II. Nr. 5, ll. Nr. 6, I. Nr. 7, II. Nr. 8 I. und II. Nr. 9, II. Nr. 11. I. Sir. 21, I. Nr. 26, III. Nr. 28; Res.-Bat. Nr. 39; Res.-Kompagnien Sir. 79(s. Rest-Pionicr-Bat. Nr. 39) und 84. Sturm-Abt. Minen- werfer-Bat. Nr. 1; Sdinenwerfer-Komp. Nr. 221; Mittlere Minen- werfer-Abt. Sir. 107; Schwere Mincnwerfer-Abt. Nr. 7(s. Mittler« lNinemverfer-Abt. Nr. 107). Verkehrstruppen: Militär-Eiseiibahndireltioneir IV und VI Eiscnbahn-Sieg. Sir. 4. Eifenbahn-Hilfs-Bat. Sir. 1. Eisenbahn- Betriebs-Komp. Nr. 55. Eifenbahn-Magazin-Komp. Nr. 4. Tele- graphen-Bab Nr. 1. Armee-Fernfpr.-Abt. Sir. 10; Ref.-Fcrnfpr.- Abt. Nr. 24. Feldfliegcrtruppe. Kraftradfahrer-Abt. des Marine- korps. Kav.-Kraftwagenkolonne Nr. 18 der Bugarmee. Etappen- Kraftfahrtrupp Nr. 1 der 12. Zlrmec. Train: Proviantkolonne Nr. 3 des 2. Armeekorps. Fuhr- parkkolonne Nr. 29 des 10., Nr. 270 deS 17. Reservekorps und Nr. 3 der 103. Jnf.-Div. Magazin-Fuhrparkkolonne Nr. 18 der Armee-Abt. Woyrsch, Nr. 53 der 12. Armee und Nr. 132. Etappen- Fuhrporkkoloniiien Sir. 152 der 11. Armee, Sir. 2 IX und 144. Etappen-Fuhrpark-Halbkolonne Nr. 15 VI der 10. Armee. Feld- bäckereikolonne Nr. 65 der 77. Res.-Div. Munitionskolonnen: Feldart.-Munitionskolonne Nr. 3 der Landw.-Div. v. Bredow. Fußart.-Munitionskolonne Nr. 203 des 23. Nescrvekorps. Samtäts-Forrnatronen: Sanitäts-Komp. Nr. III. Kriegs- lazarett-Abt. Nr. 58 des 11. und Feldlazarett Nr. 11 des 1. Armee- lorps. Etappen-Sanitäts-Kraftwagen-Abt. Nr. 11 Freiwillige Krankenpflege. Fordifikatiorren, Stollenbau- und Armievungs-Formationen: Kaiserl. Fortifikation Namur. Stollenbau-Kommando der 66. Inf.- Brig. ArmievungS-Bataillone. KriegsbekleidungSamt des 5. Armeekorps. Bezirkskommandos: I und VI Berlin, Graudenz, Eüstrin. Weitere Verluste. «« » Der Schluß der sächsischen Verlustliste Nr. 237, deren Inhalt gestern mitgeteilt wurde, wird veröffentlicht. Die württembergische Verlustliste Nr. 321 bringt Ver- luste des Jnf.-Reg. Nr. 120; Res.-Jnf.-Neg. Nr. 120; Jnf.-Rcgi- menter Nr. 121, 124, 125, 126; Füs.-Reg. Nr. 122; Nes.-Jnf.-Reg. Nr. 247; Landw.-Feldart.-Sieg. Sir. 2; Rest-Feldart.°Reg. Nr. 26; 5. Feld-Pionier-Komp.; Few-P ionier-Komp. Sit. 116; Fuhrparkkolonne Nr. 3; Verluste durch Krankheiden; Berichtigungen früherer Verlustlisten. Die württembergische Verlustliste Nr. 322 enthält Ver- lnste des Ers.-Jns.-Sleg. Nr. 51; Gren.-Reg. Nr. 119; Res.-Jnf.- Reg. Nr. 119; Jnf.-Reg. Nr. 120; Lariidm.-Jns.-Reg. Nr. 120; Jnst- Sieg. Sit. 121; Res.-Jnf.-Rog. Nr. 121; Landw.-Jns.-Regimenter Nr. 121, 122, 126; Jnf.-Negimenter Nr. 124, 125, 126, 127; Res.- Jnf.-Reg. Nr. 246, 248; Dragoner-Reg. Nr. 25; Feldart.-Reg. Nr. 65; Mrnenwerfer-Komp. Nr. 27 und Nr. 226; Verluste durch Krankheiten; Berichtigungen früherer Verlustlisten. parteiveranstaltungen. Borsigwalde-Wättenau. Sonntag, den 19. d. M., nachmittags 4 Uhr, findet die Weihnachtsseicr in den Borsigwaldcr Festjälen. Conradstr. 42, statt. Schöneberger Frauenchor. Die Wcihnachisbescherung des ChoreS findet Sonnlag. den IS. Dezember, im Eejellschaftsbause, Hauplslr. 5, statt. Jugenöveranstaltungen. Köpenick. Sonnabend, den 18. Dezember, abends 7 Uhr. findet im aiojzen«aale des Stabttheaters(Jnh. Otto) die diesjährige Weihnachts- ieier der.Arbeitcr-Jugend' statt. Dieselbe wird bestehen in Vorträgen, lebenden Bildern. Rezitationen. Theater und anderen Daibiclungen. Der Eintritlsvreis beträgt 20 Pj. Me Eltern und Freunde der Arbeiterjugend sind hierzu eingeladen. Märkische Spiel-Vcreintgnng, Bezirk Grost-Berlin. Am Sonntag, den lg, Dezember, finden solgende Spiele statt: Fichle 17— R, B, C. Frisch Frei— Tegel— Weifiensce. Rummelsburg. Fichie IX— Fichte I. Lichtenberg— Eiche, Köpenick, Frisch Frei— «chöncbcrg, Ftigendgruppc: Neukölln— Adlers hos. Fichle IX— Velten. Jahn- Fichte XVU._ Eingegangene Druckschriften. Don der„Rcueir Zeit« ist soeben daS 12. Heft vorn 1. Band des 34. stalngangs erschienen. Aus dem Inhalt des Heiles beben wir beroor: Die Ursachen der soz aliitrichcn Krise. Von Heinr-ch Ztröbel.— Bismarck und der Jmperiaiismus. Von K. KautSIy.(Schlug.)— Sozialdemokratie und Staat. Von Edmund Fischer.— Feuilleton: Die Physik im Krieg. Von H. H.(N.)_ Sriefkaften der Redaktion. 2t. 26. In solchen Fällen ist frühzeitige Musterung schon oft erfolgt. — BSafferschadeii 399. 1. In diesem Falle mügie wohl der Hauswirt für den Schaden hasten, da der Schaden durch eine Einrichtung entstanden ist, die zur Hausocrsorgung gehört. 2. Teilen Sie dem Wirt durch ein« geschriebene» Brie! die Höbe Jbres Schadens mit und sragen Sic an, ob er zur Ettljchädigung bereit ist. 3. Da nach Jbrcr Darstellung den Portier kein Verschulden irifil, kann er dafür nicht halten.— L. R. 28. An die Stcuerkasse in Flensburg.— M.(?•• 35. 1. Wenn der Mann seit längeren Jahren nicht sür den Unterhalt gesorgt hat, ist der Anspruch zum mindesten iweiielhasl. 2. Ja. 3. Ja. wenn er angeben kann, dag die Frau aus« reichendes Einkommen bat, 4. Ja.— Grundlach 72. Die Frau hat selbstverständlich Anspruch aus die Löbnung ihres in Gefangenschait befind- lichen Ebcmanne». Sie mutz den Anspruch aber an das Ersätzbalaillon — C. 27. Wenn Sie sich zurzeit nicht im Dienste befinden, so müssen Sie zunächst bei irgendeinem Truppenteil eintreten und dann dem Vorgesetzten Ihre Absicht miltcilcir.— Schaumburg-Lippe. 1—2 u. 4. Die Dekora» lionsbcstnnmungen dieses Landes find uns nicht bekannt Vielleicht wenden Sie sich an eine dortige Zeitung. 3. Ja.— S». G. 4. Genlhiner Str 34. Dieselbe G. m. b. H.. Potsdamer Str. 30.— N. 13. Feld. Diese Waren find dem freien Haiidel entzogen, daher sind uns die derzeitigen Preise nicht bekannt.— 21t. H. 5. Kann nur aus Antrag Ihres Mannes bei seiner Truppe crsolgeii.— M. R P. 1. Ist preutzischc Provinz. 2. Nein.— desjenigen Regiments einreichen, zu dem ihr Mann eingezogen wurde.— W. W. 15. Der Antrag ist unter Vorlegung der Aufrechnungsbescheini- gungen und der letzten Qu ttungskarte bei dem VersicherungSamt, Kloster- stratze iZ7, zu stellen. Kosten erwachsen dadurch nicht.— Müncheberger Strnste. Wenn sich der Hauswirt nicht unterschristlich dazu verpflichtet hat, steht ihm das Siecht zu einer soichen Handlung zu. Wir würden Ihnen aber empschlen, den Hauswirt vor das" Mieteeinigungsamt zu laden.—• stvetlerauSsichten für das mittlere Norddeutschland btS Sonnabend mittag. Ein wenig kälter, im Nordwesten veränderliche Be- wö.kung, in den meisten andren Gegenden ziemlich heiter; nirgends erheb- /(che Niederschläge. Deutscher Tahakarheiter-Verhand. Kahlstelle Berlin. Sektion der Zigarettenbranehe. Heute Freitag, den 17. Dezember ISIS, in den Musiker- Sälen, Kaiser-Wilhelm-Str. 3t: Drnnchen- Versammlung. Tagesordnung: Da» Ergebnis unserer Berhandlungen«tt de« Arbeitgeber- Verband vor dem EtntgungSamt, und unsere Stellungnahme. E Kolleginnen und Kollegen I Zu dieser überaus wichtigen Ber. zu erscheinen ist die Pflicht aller in unserem Industriezweige beschästiglen Arbeiterinnen und Arbeiter."tzJAg 187/9 Die Braachenleltirng. Wichtig für Herren i Wegen bevorst. Einberufung . gibt erste Herrenkleider-Fabrik Ulster, Paletots, Anzöge, fertig™dh Maß im Einzelverkauf»b jetzt auch Terkanfszelt 10—8. Sonntag 12— 8. ülolkenmarkt 7-8, IV., Eoke Eiergaste. Fahrntahl, 1 Vftchste Ziehung schon 83. n. 33. Deaember 1915.1 Rote-S« Lotterie 3667 Gewinne— Markwert. iiooooo SOOOO IOOOO Attonaer Lotterie 7369 Gew. i. Gesamtbetr. v.=M. 1 125000 iS�OOO I Los M. 3. Porto n. Liste 30 Pf.(Los M. 2.— Porto u. 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