i0t»U Nr. 1. BHonnements-Btdlngangjn: ■tonnemen�• Preis pcänumaonfe«! Bierteliäbcl 3JSO Ml. monalL 140 Ott. wöchsnilich 25 Pfg. rret in» Haut. Einzelne Nummer ö Pig. Sonntag»- nummer. mir illuttrierrei Sonntagt» Beilage.Die Neue Seit- 10 8*4. Sofw Abonnement i 140 Marl Bto Monat, Eingelragen in die Poit- Zeitunat- PreiSIiüe llnler Kreuzband rttr Deulirbland und Lesierrcich- Ungarn L.oO Mai;! iür da- übrige Ausland « Marl bro Monal. Poiiabonnemem» nedtuen an i Belgien, Tänemarl, Holland, Italien. Luxemburg. Poriugal. Aumänirn, Schweden und die Schweis tllchelol lZgllch. ..- �83. 3al|»rg«it8. Die InfertionS' Gebühr beträgt für die sechsgespalrene kolonel- zeilg oder deren Siaum Ä> Pfg,. für holiiifche und gcwerlschaftliche Lereint- und Bersammlungs-Anzeigen ,« Plg, „Aieine iln-eigcn", da- feUgedruclie Wort 20 Big,(zuläffig Lieltgedrucllc Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlassiellcnan- »eigen das erlie Wart 10 Pfg.. jedes weitere Wort ä Pfg, Worte über läBuch, ftben zählen für zwei Wor:c, Jnieraie r die nächste Nummer müjsen bis Uhr nachmittags in der Ervedition abgegeben werden. Die Erveditwn ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Vevlinev VolkcsblÄkk. Telegramm-Adresse: „SozialdcmoKrat Rerlio". N0S Zentralorgan der rozialdcmokratifchcn parte» Deutfcblands. Reöaktion: Sw. HS, Linüenstraße Z. Ferniprecher: Ami Morivpla«. Str. läl SV—»Sl 37. Sonnabend, den 1. Januar Expedition: SM. 08, Linöenstraße Z. Asternfprecher: Zlmt Moritipla«, Nr. 1St3v— 1ä137. Kriegsjahr-19�6. Hoffnung unö Mut! Auch ist es unmännlich, mit Klagen über das vorhandene Hebel eine Zeit zu verlieren, die man weiser anwendete, um, soviel in unseren Kräften steht, das Gute und Schöne zu schaffen. I. Gottl. Fichte. Wann wäre Klagen mehr verständlich und mehr der- zeihlich gewesen, als an dieser Jahreswende? Mehr als das: wann hätte es für das Versinken in stumpfe Resignation stärkere Rechtfertigungsgründe gegeben, als zu einem Zeit- Punkt, wo dem Rückblickenden mit neuer erschreckender Klar- heit all das Schreckliche vor Augen tritt, das allem Wünschen und allem Hoffen zum Trotz, das Jahr 1915 über die Völker Europas gebracht hat?/ Nur- wer sich selbst von jeder An- Wandlung des Verzagens frei weiß, darf einen Stein auf die- jenigen werfen, die, mutlos geworden, die Waffen vor dem ehern einherschreitenden Geschick strecken wollen. Und— sagen wir es offen— hat nicht der S o z i a l i st der alten Grundsätzen und alten Idealen treu geblieben ist, am meisten Grund zu trüber Stimmung? Das Unglück des Krieges trifft ihn tiefer und schmerzlicher, weil er von jeher m der ersten Reihe der Verfechter des Frieöensgedankens gestanden hat. Er hatte sich der Hoffnung hingegeben, in Gemeinschaft mit den Gleichgesinnten in allen Ländern die Gefahr des Weltkrieges bannen zu können oder doch wenig- stens ihm ein schnelles Ende Lu bereiten, wenn der Wille der internationalen Arbeiterschaft wirklich nicht ausreiche, die Schwerter in der Scheide zu halten. Wie stolz und sicges- bewußt klang nicht das Manifest, das der Baseler Kongreß von 1912 in die Welt hinaussandte, und die, die sich zu ihm bekannten, lebten der schönen Ueberzeugung, daß hier ein Wall errichtet sei, an dem die Schrecken des Krieges abprallen müßten. Und nun stehen wir am Ende eines Jahres, das vom ersten bis zum letzten Tage vom Lärm der Schlachten widerhallte, und wir schreiten über die Schwelle des Jahres 1916 ohne die Gewißheit, ja ohne eine halbwegs sichere Aus- ficht, daß dem blutigen Drama bald ein Ziel gesetzt werde. Der Sozialismus sieht sich aufs neue zu dem Ein- geständnis genötigt, daß er seine Kraft überschätzt hat. Aber das ist am Ende nicht- das schlimmste. Er muß auch er- kennen, daß es an dem Willen gebrach, den Einfluß aus- zuiiben, über den er trotz aller im Wege stehenden Schwierig- leiten noch hätte verfügen können. Einige Ansätze sind ge- macht worden, um die im August 1914 zerstörten Bande wieherzuknüpfen. Die Sozialisten der neutralen Länder haben sich bemüht. Vermittler vor allem zwischen den deutschen und den französischen Genossen zu werden. Die Versuche blieben ohne Ergebnis. Das Jahr 1915 hat die Jnter- nationale nicht wiederbelebt. Die Kräfte, die für den Frieden wirken könnten, entbehren jener zusammen- fassenden Organisation, die chnen erst Leben einzuhauchen imstande wäre. Sie liegen brach, und die, die zu gemeinsamer Arbeit berufen wären, verzehren sich in gegenseitigen An- klagen und Vorwürfen über das Maß ihrer Schuld. Ter letzte Grund für die Krisis der Internationale ist aber die Krisis innerhalb ihrer einzelnen Sc k t i o n e n. Das Jahr war allenthalben und nicht zuletzt in Deutschland angefüllt mit inneren Kämpfen und Aus- einandersctzungen, aus denen sich erkennen ließ, wie der Welt- krieg nicht nur die Nationen voneinander getrennt hat, son- dern eine Kluft aufreißt zwischen Männern, die bis dahin in-densclben Reihen gestritten haben. Mit wachsender Heftig- keit befehdeten die, die alte Prinzipien der Partei durch das Argument der platzenden Granaten widerlegt glaubten, oder die in der Meinung, es handle sich hier nur um eine Frage der Taktik, den vorläufigen Verzicht auf selbständige politische Orientierung predigten, die anderen, die von derselben heißen Liebe zum eigenen Volke erfüllt, Bedenken hegten, Wege zu beschreiten, die ihrer Ansicht nach naturnotwendig immer weiter von der bis dahin innegehaltenen Linie hinweg- führten. Gerade die letzten Tage vor Jahresschluß haben in dieser Beziehung die unerfreulichsten Blüten gezeitigt, und wir erleben das betrübende Schauspiel, wie mitten im Kriege zur Freude der bürgerlichen Welt. Männer, deren ehrlicher Wille und deren Ueberzeugungstreue auch bei den Gegnern ihrer Anschauungen über jeden Zweifel erhaben sein müßten, von den eigenen Parteigenossen aufs gehässigste angegriffen werden. Wahrlich ein trauriges. Neujahrsfest! Und dennoch gilt IMng des Med önootpottlEts. Amtlich. Großes Hauptquartier, de» 31. Dezember 1915.i,ach« gehalten haben, zurückerobert hätten. Nach dem Siegeslauf des Jahres lglb steht die Unannehmbarkcit solcher Vorschläge ohne jeden Zweifel fest.' Protest gegen die doppelte Gehaltszahlung. Ei» als Feldgeistlicher zum Heeresdienst eingezogener Zilnl� psarrer schreibt de»,„Reichsboien': „Bis 1. Dezember illlä wurden den Reichs-, SiaalS- und Kommunolbeamlen. die als O'stziere und obere Miliiärbeanrlen im Heeresdienste Verwendung finden, sieben Zehntel ihrer reinen Militärbesoldung aus das givilinensteinkommen angerechnet, so daß sie noch drei Zehnlel des Zivilgehalis neben der Militär« besoldung bezogen. Sei» dem l.Dezeniberlülö»st diesoBergünsiigung auigeboben und es kommt die ganze reine Mililärbeioldung(GeHall und Wobnungsgeldzuschttß— zehn Zehnlel gegen bistier nur sieben Zehntel)— aus das Zivilgehal» zur Slnrechiiting, Nur die als Ofstzrere und Feldaermiche emberuieneu Zivilpfarrer sind deuls nocti die einzigen Beamien in, ganzen Reiche, die doppeltes Gehalt beziehen.' Die Zuichriff sühn dann weiier aus. daß die Psarrer, wen» nicht uiimilielbar. io doch sicherlich miiielbare StaalSbeamte seien, und biilei schließlich um Abhilfe, um'omehr, als die Kirchen- gemeinden in der setzigen schweren Zeil mit großen Steuer- ausfällen rechnen müßte».' Den» beireffenden Piarrer steht e« natürlich frei, aus sein Zivil» gebalt zu verzichten, Damit würde freilich an dem System nichts geändert. In der Tat liegt die Sache so, daß alle Beamle» des Reiches, des Slaales und der Kommunen, die zum Heeresdienst ein- gezogen sind, ihr Zivilgehalt ganz oder teilweise weiter- beziehen. Sind sie Offiziers, dann werden sieben Zehntel ihres militärischen Einkommens auf das Zivilgehalt ange- rechnet, beim Leutnant einer mobilen Formaiion also 317 M. monatlich. Handelte es sich aber um Beamte, deren Zivileinkommen 8600 M. nicht übersteigt und die»ichl Ossizier Ware», sondern z, B. nur Offizien Siellverircier, dann konnte vom militärischen Ein- komme» aus das Zivileinkommen überhaupt nichts angerechnet werden. In diesen Fällen wurden die beiden Gehäller nebenein- ander bezahlt. Seit dem 1. Dezember Illlö ist darin insofern eine Aenderung eingeirelen, als jetzt den Beamlen, die nicht Oifiziere sind, teilweis« ganz erhebliche Abzüge gemacht werden. Man ging dabei so weit, daß erhebliche Härten mit unlerlauien sind, aber man inawie Halt vor den Oifizieren. Das hat die sozialdeinokratrsche Fraklion veranlaßt, im Haushaltsausschuß den vom Abgeordnelen S t ll ck l e n an der Hand reichen Zahlenmaterials begründeten An- trog zu stellen, auch eine Revision der Oifiziergehäller vorzunehmen. Leider ist der Antrag in dieser Form gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und der Forischritller abgelehnt worden, und was von dem Antrag angenonnnen wurde, das verlangt von der Re- S>ern>ig nur, daß sie eine weitere. Reform der Kriegsbeioldungs- ordnung vornehmen soll. In» Plenum des Reichstags dürste eS darüber vermutlich noch zu weiteren AilSeinandersetzungeii koniuren. Zum Provinzlal-LaiidtagSabgcordneten wurde in gemeinsamer Sitzung des Magistrals und der Sladlverordneten Genosse Paul Löbe in Breslau gewählt. Von 76 abgegebenen Stimmen entfielen 73 aus ihn, i waren zersplillert. Der erste Sozialdemokrat wird also mit Beginn des neuen Jahres in den schlesischen Provinzial- landtag seinen Einzug halten. Kriegsbekanntmachungen. Sendungen zur österreichisch-ungarifchen F-eldarmee. Berlin, 31, Degember.(W. T. B.) Vom 3. Januar 1016 ab können Pakete an 3l,r gehörige der österreichisch- ungarischen Feldarnree und ihr zugeteilte Personen ffir alle österreichifch-ungarischen Feldpostämter angenommen werden, Gestattet ist auch ferner lediglich die Versendung von 1. Ausrüstung, und Beklei-dnngsgeaenständen und 2. Zigarren, Zigaretten und Tabak, Pfeifen, Zigarren-(Zi- garetten-isprtzen und benzinlosen Cerei sen feuerzeugen. Alle anderen Gegenstände, insbesondere auch Lebensmittel und Genuszmittel, stich von der Versendung auögeschlosien. LeKte Nachrichten. Ein Neujqhrscrlaß des Kaisers. Amtlich. Berlii», 1, Januar.amtstundenlohn von etwa 89 Pf. war für ostpreußi'che Velhältnisse bocb, doch bald überboten sich die Arbeitgeber in den Lobn- angeboten, so daß jetzt als Duicb'chnittsstundenlobn 89— 99 Pf., in manchen Kreisen 1 M. und bedeutend mehr gezahlt wurden. In der Zeit vom 1. Juli bis 39 November 1915 wurden durch die Arbeitsnachweise 632 Bauhandwerker und 244 Tischler von auswärts vermittelt. Viele Arbeiter sind von den auswärtigen Firmen mit- gebracht worden. Für zahlreiche auswärtige Arbeiter war es eine reckt harte Enttäuschung, daß für die Untei knnft und die Verpflegung in den zerstörten Gebieten nicht genügend gesorgt war. Der Ober- prästdcni ist ersticht worden, die Gemeinden zur Bereitstellung der nötigen Umerkunftsräume anzuwelken. Es werden jetzt Vorbereitiingen getroffen, die nur garnisondienstfähigen oslpreußii'chen Baubandwerler beurlauben zu lasten und gleiche Beurlaubungen auch bei außerostpreußischen Armeekorps zu erwirken. Feiner wird versucht werden, Bauarbeiter in den besetzien Gebieten Polens und Litauens anzuwerben. Endlich wird der Oberpräsidenl da'ür Sorge tragen, daß Gesellen und Arbeiter aus der verfügbaren Zahl der Kriegsgefangenen in ausreichendem Umfange bereitgestellt werden: entsprechende Zusicherungen der MMärbehörden wurden bereits gegeben. Es ist wohl selbstverständlich, daß die Kriegsgefangenen nicht als Lohndrücker benutzt werden. Ausland. Der Streik und die Aussperrung der Buchbinder in der Schweiz wird am 3. Januar 1916 beendigt werden. Wie das Meisterorgan, die„Schweizerische Buchbinder-Zeitung", mitteilt, hat sich der Vor- stand des schweizerischen Buchbindei Verbandes an das Einigungsaml des Buchbindergewerbes um dessen Vermittelung zwischen den streitenden Parteien gewandt, worauf sodann am 22. Dezember in Ölten eine gemeinsame Sitzung der beiderseitigen Verhandlungs- kommissionen unter Vorsitz des Buchdrucker-Einigungsamts stallfand, in der solgendes verembari wurde: Die Minimallöhne werden wie folgt festgesetzt: Für Gehilfen im 1. Jahre nach beendeter Lehrzeit 39 Fr. 2. 3. 33 34 , die verschiedenen sonstigen Arbeiterkategorien 36, 37, und 38, Ferner erkolgt eine Erhöhung um 5 Proz. aller bisherigen Löhne, eingeschlossen die der Hilfsarbeiter.— Für die Arbeiterinnen scheinen keine Mindestlöhne angesetzt zu fein. Die Wiederaufnahme der Arbeit ersolat am 3. Januar 1916. Einer früheren Wieder- ausnähme der Arveit hatten sich die Meister widersetzt, nachdem die Arbeiter die Meister gezwungen hätten, sich ohne Arbeiter über die schwerste Zeit des ganzen Jahres hinwegzuhelfen. Die endgültige Festsetzung des Arberisvertrages sollte in einer auf die nächste Woche veriaglen Sitzung geschehen, worüber noch weitere Nachricht fehlt. Die Arbeiter haben leider ihre Lohnforderungen nicht durchzusetzen vermocht, sondern haben sich im wesentlichen dem letzten Angebot der Meister nach ausgebrochenem Streik fügen müsien. Mus Industrie und Handel. Preistreiberei iu der Braunkohlenindustrie. Die Mitteldeutschen Braunkohlenwerke werden Anfang Januar in Leipzig eine Besprechung abhalten, um zu versuchen, über ge« meiniame Verkaufspreise für das kommende Abscklußjahr 1916/17 eine Verständigung herbeizuführen. An dieser Konferenz werden auch Vertreter des Niederlau sitzer Braunkohlen- syndikates, der Jlse-Bergbau Akt.- Ges., des Helm- städter Braunkohlensyndikates u. a. m. teilnehmen. Man beabsichtigt in dieser Sitzung festzustellen, ob und in welchem Umfange die gestiegenen Gestehungskosten eine neue Preiserhöhung notwendig machen und will gegegebenenfalls gemeinsam bei der Regierung vorstellig werden, damit diese eine eventuelle Preiserhöhung billigt.— Bis jetzt bar in Regierungskieisen wenig Geneigtheit bestanden, eine neue Preis- erhöhung für Braunkohlen bezw. Braunkohlenbriketts gutzuheißen. Infolgedessen hatten das Niederlausitzer Braunkohlensyndikat und die „Ilse" Bergbau-Akt.-Ges. zu erkennen gegeben, daß sie die alten Buchpreise beibehalten wollen, daß man sich aber wie im Vorjahre in den Kontrakten dieMöglichieit einer Preiserhöhung offen hallen will. Den Beschluß hierüber hat man allerdings bis auf einen späteren Zeilpunkt vertagt. Wenn die mitteldeutschen Werke ihre Preise erhöhen sollten, so würden ihnen vielleicht die Niederlausitzer und wahrscheinlich auch die rheinischen Unter- nehmungen folgen. Europäische Milch- und Butterpreise. Die Schweizer Landwirtschaslsgeiellschaft hat einen im „Economist" vom 4. November be'prochenen Bericht über den inter- nationalen Markt für Milch und Molkereierzeugnisie für da? dritte Vierteljahr 191S herausgegeben. Donach haben die Milch- ertrüge besonders in den kriegführenden Ländern bedeutend ab- genommen. Die Hauptursachen liegen in der großen Verminderung des Viehbestandes, in Mangel an Pflege und Wartung, dxr durch die Beschäftigung von ungelernten Leuten verursacht wird, sowie dem hohen Preise aller Futtermittel. Ein Rückgang der Milch- Versorgung gegenüber 1914 ist eingetreten in: Oesterreich, Ungarn. Italien. Frankreich, Deutschland, der Schwerz, Norwegen und Schweden. Ausgesprochene Aenderungen sind nicht zu verzeichnen in Dänemark, England und Slbottland. Eine Zunahme der Milch- erzeugung wird für das dritte Vierteljahr 1916 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 1914 festgestellt für Holland, die Vereinigten Staaten und Kanada. Die gegenwärtigen Milchpreise stehen in allen europäischen Ländern beträchtlich höber als im Vorjahr. Besonders groß ist die Zunahme in Oesterrelch-Ungarn, Frankreich. Deutschland. Norwegen, Schweden. Dänemark, Holland und Großbritannien, während sie in den Vereinigten Siaaien und in Kanada gegenwärtig eher niedriger find als vor einem Jahr. Die Butterpreise stehen in allen europäischen Handels- mittelpunkien bedeutend höber, als in dieser Jahreszeit üblich ist. Verglichen mit den Durchschnittspreisen vom September 1914 hat sich für September 1916 eine Steigerung herausgestellt: in Berlin...... um 66 Proz. „ Hamburg......62, , Wien........ 47, , Kopenhagen.... ,43, , Maastricht...... 79, , Mailand..... ,29, , London...... ,30, » der Schweiz.... ,26„ Neue Ausfuhrverbote iu der Schweiz. Bern, 81. Dezember. Der Bundesrat hat heute die Ausfuhr' verböte ausgedehnt aus Kindcrmehl. Zuckerwaren, Zuckerbäckerwaren, Suppenwürzen, Faßbolz, Verpackungsmaterial, Naben, Holzfelgen, Bretter, Latten, Druck-, Schreib-, Post- und Zeichenpapier, Kartons, Pappen. Asbest, Asphalt, Erdharze. Säureflaschen. Fahrräder, Wein- Hefe, Farbstoffe aus Sleinkoblenteer. künstliches Alrzarin, Anilin, andere Teerfarben, Indigo, sowie übrige Farben und Farbstoffe, soweit noch kein Ausfuhrverbot besteht. Der Beschluß tritt am 3. Januar in Kraft._ Getreidehöchstpreise in Rußland. Wie„Nowoje Wremrja" vom 17. Dezember erfährt, beschloß die„Sonderkonferenz in der Lebensmittel-Versorgungsfrage" in ihrer Sitzung vom 14. Dezember, bis zur Ernte 1916 Höchstpreise (außer Buchweizen, Buchweizengrütze, Roggen, Roggenmehl, Weizen, Weizenmehl) festzusetzen, und zwar nicht nur in den großen Verteilungszxntven, sondern auch an den Erzeugungs- statten. Bei Weigerung des Wa renin Habers, zu den festgesetzten Preisen abzugeben, kann die Ware zu einem um 16 Proz. niedni- geren Preise beschlagnahmt werden. Rumänische Eierausfuhr nach Deutschland. Das rumänische Finanzministerium hat— dem„Bukorester Tagblatt" vom 22. Dezember zufolge— die Ausfuhr von 1,7 Millionen Eiern über Palanca nach Deutschland genehmigt. Wetterausfichten für das mittlere Norddeutichland bis Sonntag mittag. Zeilweise ausllarend. jedoch ziemlich rauh und vor- wiegend wollig oder nebelig und im Nordstwesten geringe Niederschläge: sonst größtenteils wollen. HERNAHH TIETZ Am Nmttss, dem 3. Janaer, eröffnen wir nach sor&fäHSgsler Vorbereitung unseren diesjährigen u Inucnlur-flusuerHauf W.r brmeen in fast allen Abteilungen unserer Häuser dem Wechsel der Wode unterworfene Waren c « «a we'xhs zum Ten bis 0/ / O ermässlftt sind Damen-Konfektion Damen-Palefofs Ms�w4rmw,rtftwsch- Gruppe I 4 90 Gruppe II 6 Stoffen, moderne Formen 75 Gruppe �75 Gruppe �75 III elegantere Ausführungen Damen-Paletots Grippe �75 Gruppe 2jj5® GruPPe �75 Gruppe �50 Sammel-Iacketls Gruppe �75 Gruppe<(>75 Gruppe 2Jj5® Gruppe Kleiderröcke u�i 290 Gruppe M90 Gruppe ß75 Gruppe(175 Ii H III D IV Ü I WoUpllücts- Astrachan-Pa!e?ots Gruppe 2�5� Grippe JQ50 Gruppe Gruppe ggOO lacken- Kleider so Ilde Formen Gruppe Q75 Gruppe 4£75 Gruppe 4075 Gruppe i u u iu ij ia iv 29" Kinder-Konfektion f&r Knaben und Haddien, wie Wasch Kleider und-AnzUae, Häntel Damen-Wäsche Hemäen n. Beinkleider 14S mit Stickerei...... Siück ▼.**n Unlertaillen 75 5° Unterröcke l95 Ü An Reste und Abschnitte Kleiderstoffe« Seidenstoffe, Samte, Waschstoffe, Stlckeretsloffe, Splzen- llnsätze, Gardinen, Herrensioffe usw. Husterkorsette 95" 1" 1" Höre eure cke 3" 590 830 m IHR Verantw. Redakt.: Alfred WUlepp. Neukölln. JnseratenteU verantw. Th. Glocke. Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. WerlagsanimU Gaul>singertEo..Berliu2V7. H.erzu 3 Beilagen u.Uaterhaltuagsb� AM. 33. ZMMS l. Deüllgt des Dtlllller Dölllsllllltt. s°»°°d"d. I.>!»k. Die Wahrheit über öen Z.Mugust. In der„Zchloäbischen Tagwacht" vom 9. Dezember behauptete der Abgeordnete Blas, ich hätte am 3. August 1914 der Fraktion vor- geschlagen, die Äriegskredite zu bewilligen, dafür aber Zugeständnisse an Volksrechtcn zu verlangen. Diese Darstellung erklärte ich für unrichtig. Ich teilte in einer Berichtigung, die in der„Schwäbischen Tag- wacht" vom 18. Dezember erschien, mit, daß ich für Stimmenthaltung war. Nur weil diese allseitig abgelehnt wurde, schlug ich vor, die Ve- willigung der Kredite von Zusicherungen über die KriegSzielc abhängig zu machen. Dies will Bloß nicht gelten lassen und er hat einen Eideshelfer in der Person seines Kollegen Landsberg gefunden, der ihm bestätigt. daß meine Darstellung falsch sei. In einem Brief an BloS, den dieser in der„Schwäbischen Tagwacht" vom 27. Dezember veröffent- licht, schildert er die Vorgänge vom 3. August folgendermaßen: „Im„Berliner Tageblatt" lese ist soeben die gegen Sie ge- richtete Erklärung Kautskys; sie legt davon Zeugnis ab, daß Kauts- kys Gedächtnis sehr unzuverlässig ist. Es ist nicht richtig, daß er in der Fraktionssitzung zunächst für Stimmenthaltung war und, als diese abgelehnt ivurde, vorgeschlagen hat, man solle, bevor man sich für die Belvilligung entscheide, vom Reichskanzler Aufklärung über die Kriegszicle fordern. ES ist in der Sitzung der Fraktion von keiner Seite Stimmenthaltung beantragt worden. Die das Wort nehnrenden Redner sprachen ausnahmslos entweder für Be- willigung oder für Ablehnung der Kredite. Es ist daher auch nicht über Stimmenthaltung abgestimmt und diese abgelehnt worden, vielmehr hat nur eine Abstimmung darüber stattgefunden, ob die Kredite zu bewilligen oder zu verweigern seien. Jeder Genosse, der das Wort erbat, mußte am Vorstandstisch angeben, ob er für oder gegen Bewilligung sprechen wolle, da nach Fraktionsbeschluß immer abwechselnd ein Anhänger und ein Gegner der Bewilligung das Wort erhalten sollte. Kautsky hat sich als Ja-Redner in die Liste eintragen lassen. Da er eine größere Zahl von Vormännern hatte und fürchtete, nicht mehr zum Wort zu komnien, bat er den vor ihm eingetragenen Genossen Frank, mit ihn: zu tauschen. Dabei sagte er Frank, daß er für Bewilligung sprechen wolle. Frank trat ihm darauf seinen Platz in der Rednerliste ab. Zum Wort ge- kommen, führte KauStky aus: Alle Zweifel seien für die gegen- wältige Situation dadurch beseitigt, daß feindliche Soldaten die Grenze überschritten hätten und sich auf deutschem Boden aufhielten. Er stimme mit allen Führern der Internationale, namentlich mit seinem Freunde Jule? Guesde, darin überein, daß in einem solchen Falle die Sozialdemokratie zur Bewilligung von Kriegskrediten ver- pflichtet sei, da sie zur Vertreibung des Feindes erforderlich seien. «Beiläufig bemerkt: Kautsky müßte dann eigentlich auch heute die Bewilligung gutheißen.) Indessen solle man die Gunst der Lage, die die Regierung zwinge, einen Konflikt mit der Sozialdemokratie zu vermeiden, ausnützen und sowohl die Zusage verlangen, daß An- nextonen nicht gemacht werden würden,>vie auch Konzessionen in der Richtung der Demokratisierung der Verfassung fordern." Dieser Tarstellung Landsbergs gegenüber halte ich meine Richtig- stellung in jedem Worte aufrecht. Mein Anteil an den Beratungen vom 3. August war folgender. Der Vormittagssttzung der Fraktion an diesem Tage wohnte ich nicht bei. Erst in der DtittagSpause wurde ich telephonisch angerufen und aufgefordert, zur Sitzung zu kommen und dort meine Auffassung darzulegen. Schon in den Tagen vorher war ich zn der Auffassung gelangt, daß Stimmenthaltung daß beste sei. Damit aber war ich bei allen meinen Freunden, Ablehnern wie Bewilligern, auf Widerspruch ge- stoßen. So hatte ich Erlvägungen auch darüber angestellt, welche Haltung die zweckmäßigste wäre, wenn Stimmenthaltung nicht durch- ginge, und war dabei zur Idee des Vorschlag« gekommen, den ich später machte. Im Reichstag angelangt, wurde ich von einigen Genossen be- fragt, ob ich für Bewilligung oder Ablehnung sei, worauf ich bemerkte, für Stimmenthaltung. Die sei bereits abgetan und von allen Seiten abgelehnt, wurde mir zur Antwort gegeben. Als ich mich dann zum Wort meldete, wurde ich abermals ge- fragt, für oder gegen Bewilligung, und als ich wieder sagte, für Stimmenthaltung, hieß es, daS gebe es nicht. Es würden nur Wort- Meldungen für oder gegen angenommen. Da mein Eventualvorschlag für bedingte Bewilligung lautete, ließ ich mich in die Ja-Liste eintragen. Richtig ist es, daß ich im Verlauf der Verhandlung meinen Platz in der Rednerliste tauschte, aber nicht mit Frank, sondern mit Simon. Frank kam bald nach mir zum Wort und polemisierte gegen mich. Man steht, wie zuverlässig LandSbergS Gedächtnis arbeitet. In meiner Rede führte ich aus: Angesichts der Unklarheit der Situation könne ich die Verantwortung nicht auf mich nehmen, zu einer unbedingten Ablehnung der Kredite zu raten. Ich erklärte, ich würde nicht weiter gehen als Bebel und Liebknecht in einer ähnlichen Situation 1879, als sie sich der Abstimmung enthielten. Das würde ich auch jetzt vorziehen; aber darüber zu reden sei zwecklos, da nur noch Argumente für oder gegen die Bewilligung gestattet seien. Aus welchem Grunde aber sei man jetzt gegen Stimmcnthal- tung? Weil eine Fraktion von 119 Mann nicht so handeln könne wie eine Handvoll Leute. Mir erscheine dieser Grund nicht stich- haltig, aber wenn er gelte, dann solle man auch ihm entsprechend handeln. Der Unterschied zwischen 1879 und heute liege bann darin, daß wir eine Macht geworden seien. Nun, das seien wir wirklich, und darum müßten wir auch als Macht auftreten, mit der Regierung als Macht zu Macht verhandeln, ihr unsere Bedin- gungen über Kriegführung und Kriegsziele stellen und unsere Zustimmung zu den Krediten von der Annahm« unserer Bedin- gungen abhängig machen. DaS war es, was ich am 8. August 1914 ausführt«. Von einer Verpflichtung, die Kredite zu bewilligen, habe ich ebenso wenig gesprochen wie von der Forderung von Voltsrechten. Wenn Landsberg aus meinen Darlegungen derartiges herausgehört hat, kann das nicht am Sprecher liegen, sondern nur am Hörer, dem solche Gedankengänge weniger fvemd sind als mir. *• « Dies der Sachverhalt. Ich darf wohl von der Anständigkeit oer Blätter, die die Landsbergsche Schilderung brachten, erwarten, daß sie auch von meiner Richtigstellung Notiz nehmen. Von den Landsbergschen Ausführungen ist aber soviel Wesens gemacht worden, nicht um mich, sondern um die Richtung, zu der ich gehöre, zu treffen, und mein Vorschlag vom 3. August ist selbst in Parteikrcisen vielfach so schief aufgefaßt worden, daß es mir gestattet sei, an die Darstellung des tatsächlichen Vorgangs ein« Erläuterung und Begründung meines Standpunkts anzu- schließen. Es ist richtig, daß ich mich auf Jules Guesde berief, freilich nicht, um eine Verpflichtung zur Bewilligung der Kredite zu be- gründen, sondern weil ich mit ihm darin übereinstimme, daß eine feindliche Invasion ein furchtbares Unglück ist, dessen Abwehr auch im proletarischen Interesse liegt. Landsberg scheint zu meinen, ich hätte diese Auslassung seit dem 3. August aufgegeben und damit einen„Umfall" vollzogen. Tnrin würde er irren. Noch im letzten Oktober veröffentlichte ich einen Artikel in der„Neuen Zeit" über„Aeutzere und innere Politik", in dem ich zeigte, daß selbst im Kriege die Gegensätze der Klasseninteresscn fortdauerten, mit einer Ausnahme: „In einem Falle nur finden wir in der Regel enge Soli- darität zwischen allen Klassen: in der Abwehr der Invasion eines Feindes. Der eindringende Feind macht keinen Unterschied zwischen den einzelnen Klassen der Bevölkerung....?fher anders gestaltet sich die Sache dort, wo man den Krieg nicht zu dem Zwecke führt, eine feindliche Invasion abzuwehren, sondern einen be- stimmten politischen Zweck gewaltsam durchzusetzen. Die Art und Dauer des Kriege» hängt auf das engste mit den Aufgaben zu- sanimen, die ihm gesetzt werden."(„Neue Zeit", XXXIV, 1, S. 24. 25.) Das heißt, unser« Stellung zum Kriege ist nicht von vorn- herein gegeben. Sie hängt von seinem Charakter ab, von den Aufgaben, die ihm gesetzt werden. Sie kann daher in seinem Per- lauf wechseln. So wechselten 1879 sowohl die deutschen wie die französischen Sozialisten ihre Haltung. Diese predigten nach dem Sturz des Kaiserreichs den Widerstand bis aufs äußerste gegen den eindringenden Feind, indeS jene die zustimmende Haltung, die ihre Mehrheit anfangs eingenommen, in eine ablehnende ver- wandelten. Von diesem Standpunkt aus bin ich auch der Ueberzeugung, daß unsere französischen und belgischen Genossen sich in einer ganz anderen Lage befinden wie wir, und daß deshalb ihre Haltung in diesem Kriege keine Richtflbnur für uns zu bilden hat. Die Konsequenz meiner Auffassung war die Forderung, in der verworrenen Situation vom 3. August Klarheit über den Charakter des Krieges, also auch über die Absichten der Regierung, zu schaffen, ehe man sich über die Kredite schlüssig wurde. Vornehmlich zwei Einwände wurden mir am 3. August teils in der Diskussion, teils in nachfolgenden Unterredungen entgegen- gehalten. Einmal wurde darauf hingewiesen, daß auch die bindendsten Zusicherungen nur Zwirnsfäden seien. Fühlten sich die krieg- führenden Faktoren dadurch beengt, so würden sie sie zerreißen, und fühlte sich der Reichskanzler durch sie gebunden, würde er über sie stolpern. Mit dieser Möglichkeit rechnete natürlich auch ich. sie bildet aber einen durchschlagenden Einwand bloß dann, wenn wir ausschließlich eine Partei unmittelbarer praktischer Erfolge wären. Wir sind jedoch auch eine Partei der Vorbereitung der Zu- kunft und der Propaganda für diese. Ich nahm an, die wichtigste Aufgabe im Kriege werde für die sozialdemokratischen Parteien aller Länder die Propaganda für den Frieden werden. Diese aber mußte uns sehr erleichtert werden, wenn wir uns auf bestimmte Zusagen der Regierung berufen konnten. Auch das Ansehen unserer Partei vor den Massen im eigenen Lande wie vor der Internationale mußte ein ganz anderes sein, wenn wir den Kredit nicht unbesehen bewilligten, sondern unter Bedingungen, die unfern Standpunkt wahrten. Andererseits wurde mir entgegengehalten, daß die Regierung uns Bedingungen, die wir fordern mußten, gar nicht zugestehen könne, selbst wenn sie wollte, denn sie würde dadurch die Opposition der bürgerlichen Parteien hervorrufcn. Wir würden dann durch unfern Beschluß gezwungen sein, die Kredite abzulehnen. Das war sicker richtig, schreckte mich aber nicht. Was mir in der damaligen Situation bedenklich erschien, toar nicht die Ab- lehnung überhaupt, sondern nur die unbedingte Ablehnung. Sie konnte den Eindruck hervorrufen, als sei uns das Eindringen der Feinde ins Land gleichgültig. Dos meinte sicher keiner der Ab- lehnenden, aber wir haben seitdem die Erfahrung machen müssen, daß selbst ein Teil unserer eigenen Parteigenossen jetzt noch jede Ablehnung der Kriegskredite so deutet. Die Situation lag für uns ganz airderS, wenn wir umS bereit erklärten, die Kredite zu bewilligen und die Bewilligung bloß daran scheiterte, daß die Regierung unS nicht die Garantien geben konnte, die wir für erforderlich erachteten. Dann verlor die Ab- lehnung der Kredite auch für die meisten Gemüter jeden gegen die militärischen Maßnahmen deutbaren Charakter. Die Probe aufS Exempel zu machen war unmöglich. Mein Vor- schlag fand keine Zustimmung. Ihn bei einer späteren Gelegenheit zu wiederholen, ging nicht mehr an, nachdem diese Entscheidung einmal gefallen war. Bei den weiteren Kreditvorlagen konnte natürlich unsere Rede nur noch lauten: Ja. ja oder nein, nein. Da hatte sich auch vieles geklärt, was am 3. August noch dunkel und ungewiß erschien. Damit war meine Stellungnahme gegeben. In den Verhandlungen, die dem 2. Dezember 1914 vorausgingen, stellte ich mich bereits ent- schi-den aus die Seite der Minorität. Jetzt aber hat der Gang der Ereignisse ein Vorgehen hervor- gerufen, das sich dem annähert, was ich am 3. August vorgeschlagen. In der letzten Sitzung des Reichstages ging der Beschlutzfassung über die Kriegskredite eine Interpellation an den Reichskanzler voraus, und ihre Beantwortung wurde bestimmend für die Abstimmung un- serer Genossen. Etwas ähnliches hatte ich am 3. August gemeint, nur hatte ich mcht eine schüchterne Anfrage im Auge, sondern die Vorlegung unzweideutiger Bedingungen. Hätten nur lauter„Umfälle" dieser Art stattgefunden, es stünde besser um unsere Sache. K. Kautsky. das tägliche örot. Heraufsetzung der Höchstpreise für einige Wild-«ud (geflügelarten. Amtlich. Berlin, 31. Dezember. Durch eine Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 30. Dezember 1915 sind mit Wirkung vom 1. Januar 1916 an die H ö ch st p r e i s- grenzen für Wild und Geflügel in einigen Punkten geändert worden. Einige Wildartcn, nament- lich Hasen. Kaninchen und Fasanenhennen sind entsprechend der Jahreszeit im Preise heraufgesetzt. ür Frischlinge sind besondere Höchstpreise festgesetzt. Die ägcrprcise verstehen sich ausschließlich Fracht- und Ver- mittelungskosten._ Keine staatliche Regelung deS Kaffeepreises? Das W. T. B. schreibt: Wie wir erfahren, schweben zwischen dem Kaffee- Handel und den Röstereien Verhandlungen, um den Preis für einen guten Äonsumkaffee auf einer Basis zu halten, die auf keinen Fall 2 Mark für das Pfund gerösteten Kaffee im Kleinverkauf übersteigt. Wenn diese Verhandlungen, wie unsere Nach- richten besagen, deni Abschluß nahe sind, so würde durch diesen Abschluß für die Regierung die Rot- w c n d i g k c i t entfallen, in die B c w c g n u g s- f r c i h c i t des Kaffeehandcls mit staatlichen Maßnahmen einzugreifen. Getreide-Ausdrusch unter Gendarmen-Aufsicht. Den sofortigen Ausdrusch sämtlicher noch nicht gedroschenen Getreidevorräte verlangt der Landrat des Kreises Landeshut in Schlesien mit folgender amtlicher- Bekanntmachung: „Mit dem Ausdrusch ist in sämtlichen ländlichen Besitzungen unverzüglich zu beginnen, sodaß der gesamte Ausdrusch in den einzelnen Gemeinden bestimmt bis zum 6, Januar abends beendet ist. Die Feier- und Sonntage werden zu dem Zwecke freigegeben. Sollten Hilfskräfte mangeln, so ist gegenseitig in der Gemeinde Hilfe zu leisten. Sötern ein Besitzer sich weigert. den Ausdrusch vorzunehmen oder durch andere vornehmen zu lassen, ist dem Landrate unverzüglich Mitteilung zu machen. ES wird alsdann der zuständige Gendarm mit der Herbetsiihrung deS Ausdrusches beauftragt werden. Die Gemeinde- bzw. Anus- Vorsteher werden für die genaue Durchsiihnmg dieser Anordnung persönlich verantwortlich gemacht." Warum warten wohl die Landwirre erst auf die Androhung von Zwangsmaßnahmen? Am Wetter kann es diesmal wirklich nicht gelegen haben, denn das war für Arbeiten in der Scheune von der Ernte bis jetzt durchaus geeignet. Große Sprottenfänge. AuS Kuxhaven wird berichtet:»Dem ersten großen Sprotten- fang zu Anfang dieses MonalS ist in den letzten Tagen, nachdem inzwischen noch kleinere Fänge gemacht worden waren, ein zweiter großer Fang von 4999 Pfund bester Sprotten ge- folgt, der von drei Finkenwärder Fischerfahrzcugen hier ein- gebracht worden ist. Die dabei gemachten Beobachtungen lassen erkennen, daß die Sprotten wieder in solch dichten Schwärme» in der Elbmündung eingetroffen sind, wie es seit laugen Jahren nicht mehr der Fall gewesen ist. Es sind nämlich den Fischern dreimal die Netze wegen lieber- füllung mit Sprotten gerissen. Diese Sprottensänge, die für die nächsten Tage weitere gute Ergebnisse crivarlcn lassen, sind insofern noch von besonderer Bedeutung, als den Sprotten im Januar bezw. Februar eine besondere Art Junghering zn folgen pflegt, wie es auch beim letzten Wiederaustreten der Sprotten in der Elbmündung im Winter 191? zu verzeichnen gewesen ist. Damals sind dann im Februar 1914 insgesamt 3 999 576 Pfd. dieser Heringe gefangen worden." Diese Nachricht hat einen erfreulichen Klang. Nur braucht man nicht gleich der Meinung zu sein, daß dieser nahrhafte und wohl- schmeckende Fisch auch zu deinentsvrcchcnd niedrigen Preisen ans den Markt kommt. Von dieser Hoffnungsseligkeit dürften die meisten kuriert sein, nachdem sie die Erfahrung machen mußten, daß auch der Hering einen noch nie erreichten PreiSsiand festhält, trotzdem im Herbst über groß« Fänge berichtet wurde. Gerade während der Kriegszeit haben wir cS ja oft genug bitter empfinden müssen, daß gute Ernte und niedrige Preise nicht unbedingt Hand in Hand gehen müssen. Ausschlaggebend sind nur zu häufig die Interessen derer, die Lebensmittel produzieren und in den Verlehr bringen. Ehe da nicht eine Aenderung herbeigeführt ist, kann man Nachrichten wie der oben mitgeteilten nur mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber- stehen._ Ms der Partei. Mehrheit übet Minderheit? Anläßlich der letzten Abstimmung über die Bewilligung der Kriegskredite durch die sozialdemokratische RcichStagSfraktion siiw mebrfaÄ Berechnungen angestellt worden über die Zahl der organi- sierten Parteigenossen, sowie der sozialdemokratischen Reichstags- iväblcr, die die FrattionSmehrbeit oder-Minderheit binjer sich haben. Auch die„B e r g i s ch e A r b e i t c r st i m in e"; Solingen) druckt eine solche Zusammenstellung ab. Wir haben diese Aus- stellungen einer Turchsicht unterzogen unMind zu einem Resultat gelangt, das um ein geringes von diesen Statistiken abweicht. Nach unserer Berechnung vertreten die 9 6 Abgeordneten der Fraktionsinehrhcit 363 176 Parteimitglieder und 1 372 958 sozialdemokratische R e i ch s t a g s w ä h I c i. Tie 4 4 A b g eo r d n c t c n, die in der Fraktion gegen die Kredit- belvilligung sttnunten, vertreten 361 914 P a r t e i m i i g l! e d e r und 1 389 599 sozialdemokratische Reichstags- Wähler. Bei der Berechnung der Mitgliederzahlen waren die letzte» veröffentlichten Feststellungen des Parteivorstandes über die Mitgliederzablen vom 31. März 1913 maßgebend. Dabei sind die Mitglieder in zusammenhängenden Organisationen, wie Berlin, München und Köln, entsprechend der Zahl der sozialdemokratische» Reichstagswähler verteilt worden. Für die Berechnung der Zahl der sozialdemokratischen RcichstagSwäblcr sind die Ergebnisse bei den Haupt Wahlen am 12. Januar 1912 zugrunde gelegt worden. Nach den von uns angestellten Berechnungen vertritt also die Mehrheit der Reichstagsfraktton die Mehrheit der Parteimitglieder. die Frakiionsminderheit die Mehrheit der sozialdemokratischen Reichstagstvähler. Ein esidgültigesUrkeil über die Stimmung der Partei- genoffcnschaft läßt sich aber auch aus diese» Bcrech- Hungen nicht ziehen, da ja nicht bekannt ist, baß sowohl einzelne Vertreter der Mehrheit wie der Minderheit eine ihren Kreisen entgegengesetzte Haltung eingenommen haben. Internes aus der Reichstagsfraktion. Anknüpfend an den von nnS schon mitgeteilten AnSschlußantrag deS Genosie» Legten gegen die zwanzig Genossen, die die Kredite ablehnten, schreibt die Elberselder„Freie Presse: „Da nun sckion mal wieder Fraklionsinterna an die Oeffenilich- keit gebracht weiden mußten, sei die betreffende Angelegenbeit gleich ganz geschildert. Nicht nur Genosse Legten bat in der Fraktion»- sitznng, die über die DiSziplinierung der Zwanzig beriet, einen An- irag gestellt, sondern auch der Frakiionsvorsland. Dieser schlug vor, die Zwanzig auszuschließen von der Frakiion im Plenum und in den Kommissionen. Piaklisch wäre dies auf dasselbe hinausgekommen wie der Legiensche Antrag. Der VorstandSantrag wurde dann zurück- gezogen ziigunslen eines Antrages Hoffmann-Keil. der dann zum ve« schluß erboben und veröffentlicht wurde. Für diesen fielen 93 gegen 15 Stimmen bei 26 Enthaltungen. Aus den Organisationen. Der Kreisvorstand des Wahlkreises Hanau- Bockenheim nahm am 29. Dezember 1915 den Bericht seines Abgeordneten Hoch über die Vorgänge im Reichstage entgegen und billigte seine Haltung nicht. Er bedauert, daß Genosse Hoch nicht der Minderheit der 29 angehört. Nach eingehender sachlicher Debatte wurde folgende Ent- schließung angenommen: Die entschlossene Haltung der 29 Mitglieder unserer Reichstags- fraktion, die am 21. Dezember im Plenum des Reichstages unter Ab- guTii cnicr Erklärung sich von brr MeWeit der Fraktion trennten und gegen die geforderten Äriegskrcditc stiinmtcn, begrüßen wir. Wir erblicken darin keinen Disziplinbruch. Wir halten es für den ersten dankenswerten Versuch, den von der Mehrheit seit Kriegs- beginn aufgegebenen.... im Parlament wieder aufzunehmen. .Wir erwarten, daß weitere Schritte in dieser Richtung folgen uitd werden jeder derartigen Aktion unsere tatkräftigste Unterstützung leihen. Der Bezirksborstand für das ö st l k ch e Westfalen hat eine Kundgebung veröffentlicht, worin es heißt:„Tie Epponcnten haben dem deutschen Proletariat dadurch keine gute Weihnachtsgabc beschert und durch ihr Verhalten dem Friedenswillen den denkbar schlechtesten Dienst geleistet." „Arbeiter-Jngend." Die soeben erschienene Nr. 1 des achten Jahrgangs hat u. a. folgenden Inhalt: Neujahr I!)1ti.— Der gesellschaftliche Charakter der Mufik. Von 28. Herold.— Der Wohltätigkeitsbub. Bon Fritz Müller, Zürich.— Die Gelbschcibe. Von Oskar Wöbrle.— Ein Universalinstrmnent der Urzeit.— Baldainus im Weltkrieg. Von Franz Diederich.— Die schlimmen Buben in der Schule. Von R. B.— Aus der Jugendbewegung.— Die Kopfarbeit. Gedicht von Heinrich Seidel. ts V/ N s» «> vi/ vi/ « i» V» vi» Margarete Roth m Robert Mensel| Verlobte. 065 /ft /t» Berlin, Neujahr 191«. /i\ S �ASSSS-�SSSSSSSS� Hiermit hic traurige Nachricht, daß mein lieber Man», Schwager s und Bruder (Zeorgs I�iernann am- 9. Dezember durch Herzschlag verstorben ist. Dies zeigt liesbctrübt an Frau Marie Riem an». Die Einäscherung tindct am Bio»tag, den n. Januar, nachmittag Uhr, im Krematorium. Gcrichtstrafc slatt. öt?l Kränze verbeten. f. 1 5. BerLReichstagswahlkreis. Den Mitgliedern zur Nachricht, das; nujcr atlbcwährtcr Genosse (jeorx>iiernANn Abteilung gestorben ist. «ehre seinem Andenken! Die Einäscherung nirdct am Montag, den ll. Januar, nach- mittags u Uhr. ini Krematorium, Gcrichtstratzc, statt. Uni rege Beteiligung ersucht ! Ni-r Voi'wt»!!«!! jFreundschaftskiub„Klette".| Ten Mitgliedern zur Nachricht, I dag unser langjähriges Vorstand.- � Mitglied 2S1/1 1 üeorg Niemann | am 29. Dezember verstorben ist.\ Ehre seinem Andenken: „ Die Einäscherung findet aml 1 Montag, den 3. Januar 1916, nach-[ I mittags 3 Uhr. im Krematorium s | Gerichtjtraxc statt. 1 Der Vorstand. Iferliand il.0EtnEindE-u.S(aalS5rb. Filiale GroH-BorliJ». Den Mitgliedern geben wir hiermit Nachricht vom Tode des Kollegen Oskar Ornmvalkl Heizer der 259. Gcmcindcschulc. ° Ehre seinem Andeuten: Beerdigung am Sonntag, den l 2. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der ttlui- erstehungSgemeinde in Wcißcnsec j aus. Ilm rege Beteiligung bei der Be- stattung'des Kollegen ersucht 92/2 Die Ortsverwaltung. Dem MMn nnserer ggf Dem SlieMgnM gesgllenen Seggsieg! ?lm 31. Oktober 1915 fiel aus dem Schlachtseldc unser Genosse Karl Oonath Bezirk 136a. 205/1 Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 2. Beel. Reiehstagswahlkr. Im 17. Dezember starb im Lazarett im Alter von 32 Jahren| j der Arbeiter Georg Horsch Matternftr. 20, Bezirk 3901, Am 16. Dezember starb im Lazarett im Alter von 33 Jahren j der Schlosser Ernst Kirmse Glogaucr Strafe 30, Bezirk 2071. Am 17. Dezember fiel im Aller von 38 Jahren der Tischler Ernst TeicSi Lfebigftr. 39, Bezirk 350. Sozlaldemokr. Wahlverein f. d. 4. Berliner Reichstagswahlkr. j Am 17. Oktober 1915 verstarb im Feldlazarett unser Genosse ttagemann Dilmersdorscr Strafe. [ 250/1 Sozialdemokratischer Wahlverein CharloUenburg. Am 3. November 1915 fiel an Kopsschuß unser BczirkSführer, j der Schlosser WiiheSm PBaschke Bezirk 10, Ebersstr. 34. 15/1 Sozialdemokrat. Wahlverein Berlin-Schöneberg. Eil! Opfer deS WcttkricgcS wurde unser Genosse Max hinter Maurer. 194/1 Sozialdemokratischer Wahlverein Lankwitz.| Es fielen unsere Genossen Otto Noetzel Arbeiter, Otto Betge 194/1 Möbelpolierer. Sozialdemokratissher Wahlverein Adlershof. Fern von seinen Lieben starb als Opser des Weltkrieges insolgc eines KopfichusseS am 13. No- oember 1915, nachdem er mir drei Wochen km ischützcnqraben gewesen war, mein inniggciiebter, unoergeßiicher Mann und treu- sorgender Wntcr seiner beiden Kinder, der Landliurmmanu Otto Kietg im Aller von 25 Jahren. DieS zeige« im tiefsten Schmerz an Frau Anna Kictg und Kinder TSilli und Otto nebst Verwandten. Lichtenberg, Wilbelmstr. 75. Allzu stich verließest Du die Deinen, Die in der Heimat bittre Tränen um Dich weinen. Ach hätten wir noch cimnal Dich geseh'n, Oder könnten wir zu Deinem Grabe gehll. Verlassen bin ich und Deine lieben Kinder, Die ihren lieben Vater nimmer finden. Verloren ist mein Liebstes, tvaS ich hatte. Vorbei ist Hoffnnng, Liebe und Glück. Treu, brav und bescheiden war sein Herz; Der ihn gekannt, sühll meinen schmerz. 61b Ruhe sanft in sremder Erde. Bezirk tSrotz-Bcrliu. Folgende Stoßcge« sind im Felde gefallen: Hlermazm Krämer, Kellcrarbciter. Willi Kuske, Geschäftsdiener. Karl Lietzke, Bierfahrer. Friedrich Meinekat, Kohlenarbeiter. Ernst Schünemann, Gcschäftskntscher. Willi Stähr, Geschäftsdiener. Alexander Weiß, Geschäftsdiener. Emil Zamzow, Packer. i 61/1 Ehre ihrem Andenke»: Die Bezirksleitang. Verband der Tapezierer. Filiale Berlin. Aus dem Schlachtseid fiel am �11. 10. 15 unser Mitglied Wilhelm Birnbaum. Im Lazarett verstarb im De- zcmber Karl.laueh. Im Lazarett in Königsberg| verstarb am 29. Dezember Joseph Kauewski. Ehre ihrem Andenken! 178/1 Die Ortsverwaltung.! Für die innige Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben ManncS und treusorgendeu Vaters JKarl Jaitcli sagen wir allen Verwandien und Be- kannten sowie Herr» Obst für die trostreichen Worte unseren herzlichsten Dank. Frau Mliuna Jauch geb. Winter � und Sohn Herbertchcn. Schömberg, Eothensw. 15. 6A> Als Opfer des Weltkrieges starb im Lazarett am 14. November f 1915 unser lieber Kollege Wilhelm Blamann im ZUter von 43 Jahren. Wir verlieren in ihm einen braven Kollegen, dessen Tod wir ausrichtig betrauern. Die Kollegen und Kolleginnen der Firma Ferdinand Tchuchhardt, Nungcstraßc 9. 105A DeutsEtier Transportarbeiter-Verband. Bezirksverwaltung GroQ-Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, I daß unser Kollege, der Droschken- | sührcr Friedrich Biesel am 29. Dezember im Aller von 77 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenke»: _Sic Beerdigung findet am «onntag, den 2. Januar, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichen- balle des AuserstehungS-Kirch- boscS in Weißcnsee, Lidztcnbergcr Straße, aus statt. 61/2 Die Bezirksverwaltung. Wsstmann's Trauermasazln Größte icswahl. Billigste Preise. L UohranstreBe 37a (Kolonnadenl IL Or. Frankfurter Str. 115 (nahe Andreasstr.) Autwahlsendungen sofort. Amt Zentrum 7890. Sonntag 12— 2 Uhr geilfneL Deutsch. Metallarbeiter-Verband Ortsverwaltung Berlin. Tcm Attdcnken unserer im Felde gefallene» Kollegen, j Karl Ernnlko�vskl, Schloffer, geb. 23. April 1886, Berlin. Erich Kettner, Dreher, geb. 11. Februar 1891, Berlin. Vornan Neumann, Dreher, geb. 20. November 1893, Priebich. Fritz Fiesker, Rohrleger. geb. 17. September 1882, All-Schadow. (Zustav Schrötter, Schlosser, geb. 2. Mai 1878, FriedrichShorst. Fritz Steppke, Metallarbeiter, geb. 29. November 1894, Neinickendorf. Alexander Tacke, Schlosser, geb. 9. März 1874, Berlin. Paul Watemborski, Gmaivierer, geb. 19. November 1684, Berlin. Ehre ihrem Andenken! l10/1 Die OrtSberwaltmig. Filiale Groß-Berlln. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß solgende Kollegen aus dem ilchlachtselde gefallen sind: !dl3lIlL!2UL Rrcidlicr, GaSanstali Schmargendorf. Georg Horsch, Schlacht- und Mehhos. Georg Feh, Englische Gaswerkt. Rsu! kresemstm, 12. Revierinspewon. Dir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren. [ 32/ l Die Ortsverwaltung. Krankru- und Sterbekasse der im allgemeinen Verkehrswesen beschäftigten Personen und verwandten Berufsgenossen „Eintracht""■®- in Berlin. Ordentliche Geßeral-Vefsaramlung am Mittwoch, den 3. Februar. abends 8f/. Uhr, im Restaurant Bürgerheim, Äitcschönhcu'crftr 23/24. Tagesordnung: 54b 1. VerwallungS- und Kassenbericht vom Jahre 1915. 2. Wabien des Vorstandes, AuffichtsrateS u. Schieds- gerilbtes. 3. Beschlußfassung über ein- gegangene Anträge. 4. Verschiedenes. Oer Vsrwtsild. I. A.: Karl Wendt, 1. Vorsitzender. Weil der Inhaber im Felde Vollstätid. jtaerkauf! meinea. Fabriklagers, beetehond in ea. SSO Stück wunderbaren Seidenplüsch? und Samt=Mänteln Astrachan-- und Krinitner=Mänteln auch für starke Figuren Hochaparte Kostüme Damen- und BackBsch-Größe Schwarze, gediejtene Frauen= Mähte! in Tuch und Eskimo 17.50 und 24 M.. sonst bis 50 M Ca. 300 Stück �SsZ e/ir» 5�4- Ulf BIBe-lmw Sportjacketts" WBSSiei J Halb-Paletots fjlatto u. modernste Blusenf., 7,90 bis 28 SI., sonst bis 55 M. 1 itestvoaten gute Kostüme, Ä, größtenteils auf Seidenfutter. 1 Restposten Mädchen- und Babymäntel 3.75 bis 9 M.. sonst bis 2.5 M. Einzelne Kostümräcke und Jacken n. Aussuchen durchwefr 2.50 M. Sämtl. Einrichtungsstücke, Näh- maschin. Zuschneidet, usw. bill. WILLI DLKK.l SehwedteF Str. 13, Hof Fabrikgebäude 2 Treppen. 1 Untergrundb. Senefelderplatz. Verband der Haler, Lafkierer, ÄnsiFEiEher usw. Filiale Berlin. Ten Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Lackierer Gsksr Serpentin (Sektton der Lackierer) am 30. Dez. 4945 verstorben ist. Ghre seinem Aiidenkc»! Die Beerdigung findet am Montag, den 3. Januar 1915, nachmittags 3 Uhr. von der Halle des Auierstebungs-Kirchhoicch in Wcißcnicc, Lichtenberg«: Straße, gus statt. Rege Bctcilignng erwartet 135/1 Tic Lrtsverwnltung. Allen Verwandten und Be- kannten die traurige Nachricht, dag am 30. Dezember, irüh 4 Uhr, Misere iuniggelieblc Tochter Inmgsi'd nach stii zem. schwerem Leiden in- folge Herzlähumng sanjt cnt- schlascu ist. In iiesslem Schmerz b7b Ludwig Zeisc und Frau. Hildegard/"'s Geschwister. Frau Lausch als Großmutter. Lttostr. 18. Die Beerdigung findet Sonn- tag, den 2. Januar 1916, nach- mittags 3'/. Uhr,»von der Leichen- balle deS Heiland-FriedhojeS in Plötzensce aus statt. Verein der VErv/allungsbEamtEn der Krankenkassen Berlins. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Montag, den 27. De- zembcr unser Kollege Karl Redlich im Atter von 74 Jahren gc- swrbcn ist. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet beute Sonnabend, den 1. Januar, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichen- Halle des Friedhofes der Frei- religiösen Gemeinde, Pappel- Allee 15--17, aus stall. 59b Der Borstand. Danksagung. Für hie liebevolle Teilnahme und die fchoneu Blumenipenden bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes und Bruders KadoII Kocthcn sagen wir unseren besten Dtmk. Heinrich Roethen nebst Frau und Kindern._ 675 Inventur- Verkauf Fabrik und Lager jeder Art, von den einfachsten bis zu den elegantesten. Tausende Sarben auf Lager. Auch Linzel verkauf billigen Preisen. Garantiert; streng reelle Ware. SonntagH geöflnet. Ferdinand Kaiman Kürschnermeistcr nur Kommandantenstr. 15, I. Et. | Kein Lad. Gogenüb. Beuthstr. I .: Zentrum 391 7. Gegr. 1�941 H.Pfau, ßanilagist �o.1,11' Direksenslraße 20 zwischen Babndos Aieranderviap und Polizeipräsidium.—Amt Kst. 3208. Für Damen Frauen-Bedienung.* Lieieranl für alle Krankenkassen Heute 12—2 geöffnet Rabattmarken der Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend. 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J3" An den beiden ersten Tagen find Zusendungen ausgefchlonen. | j 'r� V Q f:'•jy*'*•!'•*-*v,•- f c$.(y�amerhsin 16S. *•«. �.«•»»....*<••• V v/y! tv.v.- ri"...... ■�Berlin. HD. Jteioxiö&vfn Hanke's Brotbäckereien bringen sich zum neuen Jahre ihrer werten Kundschaft freundlichst in Erinnerung und geben sich der angenehmen Hoffnung hin, dass die Kundschaft ihnen ihr frdl.Wohlwollen auch im neuen Janre entgegenbringen wird Neujahr 1916 Prsilt Neuja»»! schallt es beut nach alter Sitte Durch unser teures deutsches Vaterland, Trondem der Krieg mit ekern«estem Tritte Auch buf btdrÄckl mit Lasten jede» Stand. Profil Neujabr! rönnen alle Deutschen sagen, In auter Hoffnnna, voller Zuversicht, Dieweil wir siegreich»m're Waffen tragen In ffeindeeland— tnd kalten dort Ge licht. Prosit Neulabrl ioll es heule treh erklmgen, Den Braeen. die im harien siampie liege» Und deren Mut und Kra>l es wird gelingen, Die lü'schen Heinde alle zu besiegen. Prosir Neujakr! ru>r auch bailke leinen stunden Mit viele»! Dank»ür ihr Pe�raue» in, Denn Hanke ist stets trenb reit gesiudea M i gutem Vror zu diene», immerzu. Bei Hanke kann man bestes Brot stets kriegen Und danke's Brot ist krSklia und fam, ja, Haiile's Brot ißt jeder mit Vergnügen. 'Sehr schmaekhair ist's und rostet wenig bloß. Kein Russe, Brite. Jtast»"-r. Kranke, Kann solch ein Brot, wie Hanl« backt, je baben-, ProsttNeujahr! den Berliner»! wünscht Hanke; Wird sie mit guten, Brot auch ferner laben. ktenke's Brotbäckereien befinden sich in allen Stadtteilen Berlins und Umgegend wie folgt: C«IteVchSnix,»«»», 89.40 . Ore», lauer Oer. 48 dl Jnvalideuttr.>80 Wetuder-ewea 7 AnNamer Oer. 98 Swtneniilnoer 8«».>14 Mü Herker. I««la St ei»»«en d ork er 8 er. 86 Sltiönwa.der Str. 14 Oltierertrr. Iii M Bernaner Btr. 18 » Uireniier e-er.>8 . iCudenarder Sir. 4 . Eltiwedrnftr. 8 . viekeirteialer S»r. 8 . chrliiiiilrimer Et». 94 »10«»u.»»ninftr.»«!« . Landsberaer Alle« I»» , SlllenNeiner t«r.>> . vaudsberite' 8»r.>-9 «»rj>ri>urknrlrr St«. 88 PaMaoenktr. 9 Hagenauer Sir,>, Zarnoorier Srr. 9 Trejitowker. IH, Marientiuruer Str. Wolllu-r«er.>, Winsktr. 49 Sledenwalder ee». e . Reintitrndarkrr St», Parbuter Str. 90 , Priurenuve»>0 Stet» in er Str. 7 . Bellermuunftr. 84 80 eieftwuider Str. 88 .fc ifetfel . vaertkr. 88 au Ho Mr. 8 kssliner Srr. 7 teirnker, 8 . Sitiliemanuter. 80 , Starnaroer Str. 9 . PaineiaUee 6« » Siol'iii-ti« Str. 41 »«Srnnnker. 89 « Putbuter Str. 40 . Swiuemiiuder Str. 74 , ftorkorer Str. 9» , UeckrrmSuder Str.> . Fennkl«. St . chiiauiteellr. 98 . Kenn irr. 84 »«onenktr. 14 » Raumerflr.»0 Winektr. 49 Tnorner St«. 08 rieoenktr. 40 ikinaan iiri'vrt-iisderner Str. vorhaaener Str. tdlirinerker. 98 88 eteraburger Pia» 0 !-»II Ulielm. Stolie>i r. 98. Ibaerker. 98 . ftmtitiannftr. 90 . choitioer Str. 48 . SeraSinanastr. t SO Süifnittec Str. 98 ..vafÄenftrtnft*. 8 » SmiBe»«« Str.>0 . Wiener Str. 49 8 dresdener Str. 80 . tOraascktr.>9 . Släniairetderktr. 89» Alerandrinenklr. I>0 W.'tolendoriii». 4U . Stettelbeckktr. 98 , Siegliaer Sir. 78 . Stllrniierner Str. 99 . iSneri-ear. t7 . Ansbalber St». 98 8tV iOil»nau»i«tr. 4o , BandelBr. 88 . ätendaler Sir.>8 . Waldktr.>7 , Roktoiler St«.>0 , lOont-wstNkt«.>9 Paakowe Voilnutkir. O» »tartmiliauftr. 11» NaalcOlln: Jtätrtui« Tamm 69 Berliner Str. 76-77 Krievelitr. 94-98 Herm-innktr. 996 Berqktr. 80,81 «rantwöllNK! frcbalieab gffW Mdevit. MukZIIn. LA tifi Jn{gtiHentelI Sa&nffl.: Ä-ÄIMBiAi«: Süücf ltV7rKZ- VSchLiüSer5t ü. Äerlagsanltaü Paul Singer& Co, Äerllo SW. Nr. t. 38. Illbroallg. 2. Ktilmk des Jormärts" Knlim Wsdlslt. Sonnabend, l. Jannar!N6. Die nächste Nummer des„Vorwärts" erscheint wegen des Nenjahrssestes am Montag, den A. Januar, morgens. Mus Groß-Serlin. Ter Kalender der Arbeiterschaft. Der.Vorwärts-Kalender" ist wieder erschienen. Ein gutes und schönes Werk zugleich. Dieser Kalender ist das einzige zeitgenössische Druckwerk, welches alle Gedenk- tage der Arbeiterschaft verzeichnet und im Verein mit seinem reichen statistischen Material eine f o r tpt ufende Chronik der Arbeiterklasse darMllt. In weichen, vornehmen braunen Farbentönen bringt der „Vorwärts-Kalender" den großen Gedanken der Erlösung aus starrer Winternacht, die Sehnsucht nach Frieden, Licht und Freiheit zum Ausdruck: Ein abgehärmtes Weib, eine Mutter mit dem Säugling an der Brust, rastet im verschneiten Land. während ihr Blick sich in die Ferne richtet, nach den blühenden Gefilden des Frühlings. Dort, jenseits der Not und des Leides schreitet ein Knabe zur Öuelle, die aus blühendem Grunds springt. Es ist der Born des Lebens, die Zukunft sein silberklarer Strahl. �ell und frenndlich hebt sich der gelblich getönte Tages- block von der in Kupfer-Tiefdruck ausgeführten Rückwand ab. Die Vorderseiten seiner Blätter zeigen in großer, deutlicher Ziffer Datum sowie Tag und Monat an. In kultureller oder politischer Beziehung wichtige Geschehnisse werden hier erwähnt, ebenso Tageslänge und Mondwechsel. Ordnungszahlen für Wocve und Tag und der übliche Raum für Notizen vervoll- ständigen das Kalenderblatt. Am wertvollsten aber ist der Inhalt der Rück- feiten. Diese 366 Blätter geben dem Parteigenossen, dem Gewerkschafter, dem Arbeiter und seiner Familie vor allem ein umfassendes Bild über den augenblicklichen Stand und die Erfolge seines Aufwärtsringens. In zahlreichen Tabellen und Statistiken.wird das Wachsen und Werden der Arbeiter- organisationen aller Länder und Völker, ihr langsamer aber sicherer Aufstieg zur politischen und wirtschaftlichen Macht dar- getan, wobei die. freien Gewerkschaften Deutsch- l a n d s ganz besonders eingehend behandelt wurden. Hier ist es wieder die Einwirkung des Krieges auf Mit- gliederstand. Kassengcbarung, Unterstützungswesen, Fachpresse und Werbekraft der einzelnen Organisationen, welche das Interesse jedes Arbeiters erregen. Nicht weniger Aufmerk- samkeit wird der Konsum- und Genossenschaftsbewegung zuteil. Zwischendurch aber findet sich eine Fülle gut g e- wähltet: Zitate und Aussprüche berühmter Männer, Sprü.che, Gedichte ernster und heiterer Art. Die Führer und Lehrer des Sozialismus sind natürlich ihrer Bedeutung gemäß vertreten, daneben kommen aber auch die Lacher und Spötter zu Ehren. Diese Sammlung ist ein: Neujahrsgeschenk, würdig der deutschen Arbeiterschaft. Und darum sollte- sie sich ihres Safe»d.erS. recht_akt-«wn«r»l. sollte ibm.eins-Heimitatt.�ge- wahren in jedem Partei- und Gewcrkschafts- bu rc a u, in jedem Versammlungslokal, in jedem Arbeiter- heim, kurz und gut in jedem Raum, wo Arbeiter aus- und eingehen. Ter„Porwärts-Kalender" ist 30 X 40 Zentimeter groß und zum Preise von 1,50 M. zu beziehen durch jede Partei- buchbandlung oder gegen Voreinsendung des Betrages auch direkt vom Verlag Vorwärts-Buchdruckerei, Berlin LW 68, Lindenstr. 3._ Arbeiterbildungsschule. Der vierte kunstgeschichtliche Vor- trag mit Lichtbildern in dem Zyklus„Italienische Kunst" findet Sonntag, den 2. Januar, abends Uhr, statt. Frau Dr. Liebknecht wird ihre. Ausführungen über„Florentinische Baukunst" zum Abschluß bringen. � Der Vortrag findet im Hörsaal der Schule, Lindenstr. 3, 4. Hof rechts 3 Treppen statt. Das Eintrittsgeld beträgt 10 Pf._ Mit Gas vergiftet. Ueber eine Liebeslragödie wirv aus der Swinemünder Straße berichtet. In dem Hause Nr. 42 wohin seit längerer Zeit eine junge Frau Katharina Phitipp, geborene Guliwow, mit ihrer fünf Jahre alten Tockner Käie. Man hielt sie vieifaa, für eine Witwe und sie selbst ließ das auch gelten. In Wirtlichkeit lebt sie getrennt von ihrem Manne. Dieser steht jetzt im Felde. Trotz der Trennung be» suchte er kürzlich»och, als er auf Urlaub in Berlin war. Frau und Kliid. Unterdessen halte Frau Philipp schon lange Beziehungen zu einem SanilätSioldaien Ktnzel angeknüpft. Dieser wohnte seit einem halben Jahr mit ihr zuiammen, ohne daß er bei der Polizei ge- meldet war. Eine Zeitlang kam der junge Mann in Uniform, dann aber nur noch in bürgerlicher Kleidung. Vorgestern erschienen zur Ucbcrraschung der Hausbewohner mehrere Beamte, die nach Kinzel suchten. ES halte sich ergeben, daß er dem Dienste ferngeblieben war. Die Beamten erhielten keinen Einlaß und auf das Klopfen und Klingeln auch keine Antwort. Weil an der Wohnung tonst nichts auffiel, so nahmen sie an, daß die Insassen ausgegangen seien. Gestern morgen kam wieder ein Schutzmann. Auch ihm wurde nicht geantwortet. Er nahm jedoch, nachdem er wiederholt angeklopft halte, einen Gasgeruch wahr und ließ deshalb durch einen Schlosser öffnen. Jetzt fand man die Wohnung mit Gas angefüllt und die junge Frau, die erst 24 Jahre zählt, ihr Töchterchen und Kinzel bewußtlos daliegen. Samariter der Feuerwehr, die sofort ge- rufen wurde, machten alsbald Wiederbelebungsversuche mit dem Sauerstoffapparat, die auch Eriolg hatten. Tie Vergifteten gaben nach längeren Bemühungen wieder Lebenszeichen von sich und wurden in ärnliche Behandlung gebracht, die Frau und das Kind nach einem Kronkeiihaui'e, Kinzel nach einem Lazarett. Die Abnahme der beschlagnahmten MctaUgegenstände. Am 3. Januar lSlb werden in Berlin die Meialliammelstelle» eröffnet. Es wird nochmals daraus hingewiesen, daß alle diejenigen, welche im Oktober Gegenstände aus Kupier, Messing und Neinnickel gemeldet hatten, eine besondere Aufforderung zur Ab- liefernng vom Magistrat erhalten in der Ort und Zeil der Ab- lieferung genau angegeben ist. Vorherige Ablieferung ist un« zulässig und strafbar. Auch setzl man sich bei Zuwiderhandlung unter Nniständen später den Unbequemlichkeiten der Zwangs- vollstreckungsmaßnahmen aus, da in iolcbem Falle die mit der Durchführung der Enteignungsoldnung beauftragte Behörde nicht immer wird feststellen können, daß der Betreffende seiner Abliefe- � rungspflicht nachgekommen ist. Nachdem nunmehr in der neuen Verordnung des Kriegsministeriums vom 16. November 1915; auch ein alphabetisch geordnetes Verzeichnis sämtlicher beschlagnahmter Gegenstände mitgegeben worden ist sdie alte Verordnung enihielt nur Beispiele, so daß die Oktober- meidungen öfter unvollständig bleiben mußlens wird in Berlin, um diesen Mängeln abzuhelfen, der Enteignungsanordttung ein Abdruck jenes neuen alphabetischen Verzeichnisses beigefügt werden. Die i Empfänger haben in diesem„Verzeichnis" bei jeder Position die Zahl der Gegen st ände, die sie davon besitzen, an- zugeben und das Verzeichnis bei der Ablieferung der Gegenstände miiabzuliesern. Mit der Absenkung der Enteignungsanordnungen ist bereits begonnen worden. Sie wird allmählich dergestalt fest- gesetzt werden, daß sie bis Ende März 1916 allen Beteiligten zu- gegangen sein wird. Dagegen werden, ohne daß eine besondere Auf- forderung zur Ablieferung ergeht, folgende nicht be- schlagnahmte Gegenstände aus Kupfer, Messing und Reinnickel, nämlich: Beltwärmer, Bieriyphons. Bügelgeräte. Bürstenbleche, Kaffeekannen, Kaffeemaschinen, Kronen, Kuchenplatien, Lampen, Leuchter, Menagen, Messerbänke, Milchkannen, N ppessachen, Pläiten, Rauchservice, Samoware, Säulenwagen, Schreibtischgarniiuren. Selbstschänker, Tafelaufsätze aller Art. Tafelgeschirre, Teeglashalrer, Teekannen, Teemaschinen, Thermometer, Zahnstochergestelle und Zuckerdosen in den Metallsammelstellen derGas-Revier-Jn- s p e k t i o n e n vormittags in der Zeit von 8—1 Uhr angenommen. Es dürfte sich empfehlen, mit der Ablieferung dieser nicht be- schlagnahmte» Gegenstände schleunigst zu beginnen, da gerade in der ersten Woche der Andrang zu den Sammelstellen voraussichtlich nicht so stark sein wird. Alle anderen als die eben angeführten Gegenstände sowie Altmaterial aus Kupier, Messing, Neusilber. Reinnickel usw. werden vom 3. Januar ab in den Sainmelstellen der Markthallen ebenfalls in der Zeit von 8—1 Uhr vormittags angenommen. Eine Bestandaufnahme von Kaffee, Tee und Kakao wird am 7. Januar erfolgen._ Warnung. Der Kaufmann C. F. A. S t e i n b e r g und seine Ehe- frau in Berlin, Gontardstraße 5, und ebenso der Kaufmann Josef Waldbaum in Berlin-Schöneberg, Akazienstraße 8, betreiben Krawattengeschäfte, für welche sie durch Anzeigen in den Zeitungen weibliche Arbeitskräfte anlocken, indem sie ihnen lohnenden Arbeitsverdienst vorspiegeln, den sie ent- weder sogleich oder nach Mlegung eines Lehrkurses erhalten sollen. Gerichtliche Verhandlungen haben ergeben, daß der angegebene Verdienst tatsächlich bei weitem nicht erreicht wird und daß durch das Verfahren der Stembergs und des Waldbaum viele unerfahrene Frauen schwer geschädigt und um die erwartete Verdienstmöglichkeit betrogen worden sind. Ich warne daher hiermit öffentlich vor dem Betriebe des C. F. A. Steinberg urtd des Josef Waldbaum. Zugleich weise ich erneut darauf hin, daß alle Frauen, die auf Grund von Anpreisungen, wie sie namentlich in den Zeitungen erfolgen, einen Beruf wählen oder Heimarbeit übernehmen wollen, gut tun, sich vorher sachverständigen Rat zu holen. Solcher wird beispielsweise von der Groß- Berliner Ailskunftsstelle für Frauenberufe in Berlin W., Genthiner Straße 19 und von der Auskunftsstelle für Heim- arbeitsreform in Berlin W., Nollendorfstr. 29/30, in un- eigennütziger Weise- erteilt. ...... B-«r lin, den 31. Dezember 1915.—.....-- �- Der Oberbefehlshaber in den Marken von Kessel _ Generaloberst. Em Schwindler versucht Geschäftsleute zu prellen, indem er zunächst Bestellungen aufgibt, nach kurzer Zeit wieder erscheint mit dem Ersuchen, ibm aus augenblicklicher Geldverlegenheit zu bellen. Er stellt sich als Militärflieger Max Bauer vor, zeigt auch Photo- graphien, auf denen er als Fliegerleutnant abgebildet ist. Donnerstag- abend wollte er einen Geschäftsmann in der Luisenstadt hineinlegen, bei dem er süns Badewannen für das 15. und 16. Depot in Schöne- berg sür den Oberleutnant v. Blaitmann bestellte und bald darauf zehn Mark erbat, um nach Eichwalde fahren zu können. Der Geschäftsmann war aber vorsichtig und lehnte das Ersuchen ab. Da er den Schwindel anderweitig wiederholen dürste, seien Geschäftsleute vor dem Schwindler gewarnt. Zuletzt trug er einen langen grauen Regenmantel und einen grauen Hut. Im Krankcnhaiise gestorben ist die 47jährige geisteskranke Wirt- schaherin Martha Höneke. Die H. wurde vor einigen Tagen>n hilflosem Zustande, fast verhungert und erfroren im Walde bei Heiligeniee von einem Polizeibeamten aufgefunden. Man brachte die Bedauernswerte nach dem Reinickendoifer Berbandskrankenbause. wo sie jetzt trotz sorgsäliigster Pflege gestorben ist. Der Tod ist auf Gehirnhautentzündung und Herzschwäche zurückzuführen. Ein gewerbsmäßiger Schlafstellendirb wurde gestern auf offener Strotze festgenommen. I» verschiedenen Stadivierteln trat seit einiger Zeit ein Mann aui, der sich kür einen Kriegsinvaliden ausgab und Zimmervermielerinnen erzählte, er sei aus dem Lazarett entlassen worden und wolle sich jeyl eine yeue Existenz gründen. Er ließ sich überall polizeilich melden und füllte die Scheine milden verschiedensten Namen aus. Sobald er Gelegenheit fand, verschwand der fal'che Jnvalioe und nabm alles mu. was er an barem Gelde, Werisawen und Kleidungsstücken erwischen konnte. Während bisher vergebliw nach dem Schwindler geiucht wurde, begegnete er gestern einer bestohlenen Frau in der Köpenicker Straße. Sie ließ ihn fest- nehmen und die Kriminalpolizei erianute in ihm einen 24 Jabre allen, aus Neukölln gebüriigen.Arbeiter" Alired Thygesen. Der Verhailete wurde dem Unter iuidungsrichter vorgeführt. Ein Raubmörder aus Pommer» wird auch von der hiesigen Kriminalpolizei getucbt. Es bandelt sich um den Schnitter Kasimir Libinczick. der, wie schon ousiübrlich berichtet wurde, nach dem Weih- »achis'esl. in der Nacdt vom Montag zum Dienstag, den Schirr- meiner Otto Wagner ans dem Heimwege von Schlölenitz nach Klein- küsiow in Pommern übeifiel, erdrosselte und beraubte. Libinczick. der von seiner Arbeitsstelle auf dem Gut in Kleinküssow ieit dem Morde ver'chwunden ist, wird jetzl auck hier gesucht. Er ist 42 Jahre alt. aus Hammermühle gebürtig. 1,66 bis 1,79 Meter groß und spricht polni'ch und deutsch. Besondere Merkmale sind, daß er die Füße auffallend nach außen stellt und stottert. Gefunden wurde am Liederabend des vierten Kreises am ersten Weihnalblsseierlag in Kellers Festialen ei» Pincenez. In Empfang zu nehmen im Bureau des Wahlvereins, Stralauer Platz lO/U. Der Sängcrchor Wedding ladet Sangesfreunde des Wedding zum Sonnlag, den 2. Januar, vormittags ll Uhr. zu einer Zu- sammenkunit in Frankes GesellschaslsbauS, Triitstr. 63, ein, um die durch den Krieg gerissenen Lücken wieder zu füllen. Soziales. Kein Lohn für geleistete Arbeit. Es gibt Unternehmer, auch Militärlieferanten, welche mit den Heimarbeiterinnen rücksichtslos umspringen zu können. glcuchen und sich dabei noch in ihrem Recht fühlen. Ein Bei« spiel dafür bot die vor der Kammer 1 des Gewerbegerichts verhandelte Klage einer Heimarbeiterin gegen die Firma Samter u. Happel. Die Klägerin hat für die Firma Brotbeutel genäht. Nach ihrer Äsngabe hat sie mit dem zuständigen Vertreter der Firma einen Ar- beitslohn von 85 M. für 199 Stück vereinbart. Als die Arbeiterin die ersten Hundert Beutel lieferte, wurden ihr nur 59 Mk. dafür gezahlt unter der Angabe, die Arbeit sei nicht gut ausgeführt. Die Arbeiterin übernahm ein zweites. Hundert Beutel zur Anfertigung. Aber der Stoff war so schlecht, daß die Nähmaschine den Dienst ver- sagte, ehe der ganze Posten fertig war. Ein Angestellter der Finna holte den ganzen Posten, sowohl die fertig«« wie die unfertigen Beutel ab. Die letzteren sollten in der Werkstatt der Firma fertiggemacht werden, um bei der bevorstehenden Lieferung mitgehen zu können. Die fertigen Beutel erklärte der Angestellte für gut und ersuchte die Arbeiterin, sich den Lohn aus dem Kontor abzuholen. Hier erschien sie an einem Dienstag. Eine Angestellte der Firma beschied die Ar- beiterin zur Empfangnahme des Lohnes am Sonnabend nach dem Kontor.-An der Arbeit selbst sind seitens der Firma bis dahin keine Ausstellungen gemacht Ivorden. Als die Arbeiterin dann am Soirn- abend ihren Lohn abholen wollte, wurde ihr jede Zahlung verweigert, mit der Bemerkung, die Beutel seien so schlecht gearbeitet, daß sie gar nicht verwendet werden könnten. Die Arbeiterin forderte nun im K l a g e w e g e 7 3 M. für die von ihr fertiggestellten und ihr ab- genommenen Beutel, während sie sich 12 M. für die nicht fertigen Beutel abziehen zu lassen bereit ist. Die beklagte Firma behauptet dagegen, es sei ein Lohn von nur 59 M. für hundert Beutel mit der Klägerin vereinbart. Die Bezahlung der zuletzt gelieferten Beutel lehnt die Firma ab, weil sie schlecht gearbeitet seien. Das Gericht fällte ein T e i l u r t e i l. Danach hat die be- klagte Firma 3 8 M. zu zahlen. Das Urteil geht davon aus, daß die Beklagte den Lohn von 59 M. für 199 Stück anerkannt hat. Da die Klägerin sich für die unfertigen Beutel 12 M. abrechnen läßt, sind 38 M. unbedingt zu zahlen. Der Einwand, die Arbeit sei nicht ord- nungsmäßig ausgeführt, kann nicht mehr erhoben werden, nachdem der Klägerin die Arbeit abgenommen war und auch, als sie das erste» mal kam, um den Lohn in Empfang zu nehmen, keine Einwendungen erhoben wurden. Ueber die Behauptung der Klägerin, daß ein Lohn von 85 M. vereinbart sei, soll im nächsten Termin Beweis er- hoben werden. Bedauerlich, daß die Klägerin sich 12 M. freiwillig abziehen ließ. Da die Firma die Beutel unfertig zurückverlangte, hatte sie sie auch zu bezahlen. Noch bedauerlicher freilich ist das Gesamtverhalten der Firma. Ein solches wäre unmög- lich, wenn die Heimarbeiterinnen organisiert wären und es dadurch der Militärverwaltung erleichterten, direkt ohne Zwifchcnfirma den Arbeiterinnen selbst die Aufträge zu er» teilen._ Mus aller Welt. Grimmige Kälte in Rußland. Aus Petersburg und Moskau wird gemeldet, daß dort beispiellose Kälte herrsche. Seit Aufzeichnung der Wetterstatistik sei es niemals, so tqlt gewesen; alles friert, auch in den meisten Häusern, weil der empfindlichste Mangel an Heizmaterialien fast allgemein ist. Die Schulen wurden sämtlich geschlossen, weil Kohlen und Holz fehlen, und die öffentlichen Wärmefeuer sind eingestellt. Etwa 4 9 M e n- s ch e n wurden auf der Straße erfroren aufgefunden. Zahl- reiche Brände entstanden in den Häusern durch unvorsichtiges und itbertrieibenes Heizen. Die Feuerwehren sind ununterbrochen unter roßen Schwierigkeiten tätig. Das Witwenhaus der Kaiscnn riä'ift ntedergebrarnü."Die Teebuden sollen die" ganze"Nüajt über geöffnet gehalten werden. Ein Schnellzug im Schnee stecken geblieben.„Berlingike Tidende* meldet aus Stockholm: Der N a w l s ch n e l l z u g Stockholm— C b r i st i a n i a geriet in der Nacht zum Donnerstag im west- lichen Teile Schwedens in einen suichtbaren Schneesturm und blieb im Schnee stecken. Ein Hilfszug mit Arbeitern ist ab- gegangen. Den eigenen Vater versehentlich erschossen. Bei dem Versuch, die Dienstmagd seines Vaters zu ermorden, um in ihr die Zeugin seiner Spitzbübereien zu beseitigen, erschoß der 29jährige Sohn des Gutsbesitzers Schreiber in Bodenbach seinen Vater. Letzterer war durch das Geräusch aufmerksam geworden und hatte die Kammer der Dienstmaad in dem Augenblick betreten, als der Sohn den Revolver abdrückte. Erdbeben in Steiermark. Ans Graz wird gedrahtet: Freitag nach Mitternacht erfolgten zwei heftige Erdstöße in Nordost« steiermark. Fünfzigjähriges Jubiläum bei Hagenbeck. Die weltberühmte Tierhandlungsfirma Carl Hagenbeck begeht heute ihr 59jähnges Jubiläum. Das Hegenbecksche Geschäft hat den Handel mit wilden Tieren über den ganzen Erdball betrieben und auch den sehens- werten Tierpark Stellingen bei Hamburg begründet. Eine Art Neuschöpfung des Stellinger Parks soll bekanntlich Berlin in der Jungfernheide erleben. Aber trotzdem Verträge mit dem Berliner Magistrat vorliegen, war die Ausführung schon vor dem Kriege aus Schwierigkeiten gestoßen._ Verlustlisten. Di« Verlustliste Nr. 418 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppenteile: Infanterie usw.: Garde: 2., 8. und 4. Gavde-Regtment zu Fuß; 1. und 2. Garde-Reserve-Regiment; Garde-Grenadier-Regi- menter Elisabeth und Nr. 5; Feld-Ersatz-Bataillon der 2. Gavde» Reserve-Division; Gavde-Jäger-Bataillon. Grenadier- bzw. In- fanterie- bzw. Füsilier-Regimenter Nr. 1, 5, 39, 41 bis einschl. 49, 52, 64 ff. Ref.-Jnf.-Reg. Nr. 64). 66, 67. 69. 79. 73, 76. 78 ff. Be- zirkökommando I Braunschtveig), 84, 86, 88, 89, 99, 93, 96, 97, 113, 115, 116, 131. 136, 137, 141, 142, 145, 146, 147, 149, l59. 151, 155 bis einschl. 168, 169, 161, 162 ff. Zusammengesetztes Jnf.-Reg. Sick), 163, 165 bis einschl. 168. 171, 172, 173, 175, 176, 189, 336, 341, 343, 344, 347, 352, 353, 361, 363, 364, 368. 369 und Regiment von KurnatowSki. Zusammengesetztes Jnfanterie-Regiment Sick. Referve-Jnfanterie-Rogimenter Nr. 2, 3, 6, 9, 31 ff. Zusammen» gesetztes Jnf.-Reg. Sick). 37, 49. 46, 48, 52. 64, 66, 68, 69. 73. 74. 76, 79, 89, 86 ff. auch Zusammengesetztes Jnf.-Reg. Sick), 87, 88, 99, 91. 199, 118, 291, 294, 297, 298, 219, 213, 214, 229. 222 bis einschl. 227, 229, 232, 236, 239, 249 bis einschl. 262. 264, 265, 266. Reserve-Ersatz-Jnfanterie-Regiment Nr. 2. Landroehr-Jn fanterie- Regimenter Nr. 37, 39. 46, 47, 66, 68, 76 ff. Res.-Jnf.-Reg. Nr. 69), 77, 85, 99, 119. Landwehr-Ersatz-Jnfanterie-Negi.menter Nr. 1 und 2. Brigade- Ersatz-Bataillone Nr. 15 ff. Jnf.-Reg. Nr. 361), 32 ff. Jnf.-Reg. Nr. 364), 49(f. Jnf.-Reg. Nr. 368). Landwehr» Brigade-Ersatz-Bataillone Nr. 21 ff. Latidw.-Erf.-Jnf.-Reg. Nr. 2), 27 ff. Landw.-Ers.-Jnf.-Reg. Nr. 1). Zusammengesetztes Land- sturm-Jnfanterie-Bataillon Marieuwerder-Rastenburg ff. Jnf.- Reg. von Kurnatowski). Jäger-Regiment Nr. 3; Bataillon Nr. 14: Rescrve-Bataillon Nr. 6. Gebivgs-Maschinengewehr-Wtetlung Nr. 219; Feld-Maschinengewehr-Züge Nr. 35 ff. Res.-Jnf.-Reg. Nr. 213), 297 ff. Res.-Jnf.-Reg. Nr. 222); Neferve-Festungs-Ma- schinengewehr-Abteilung Nr. 2 des 17. Armeekorps. Kavallerie: Kürassiere Nr. 7 und 8; Dragoner Nr. 7, 8 und 23; Husaren Nr. 13 ff. Nachrichten-Abt. der 6. Kav.-Div.),. 14, 16; Ulanen Nr. 8; Reserve-Ulanen Nr. 3; Jäger zu Pferde Nr. 3(stehe auch Nachrichten-Abt, der 4. Kav.-Div.), 8, 13; Lawdw.-Kavallerie- Reg. Nr, 91; 2. Landwehr-Eskadron des 17. Armeekorps(s, Land- wehr-Kav.-Rea. Nx. 91). Nachrichten-Abteilungen der 4. und 9, Kavallevie-Dipision, fteldartillerie: 3. Gavde-Regiment. Regiments Nr. 11, 23, 24..H. 34, 3g(s. Fawflivgertruppe), bO, 51, 75, 81, 98, 229; Reserve- Regimenter Nr. 20, 46, 69, Abteilung Nr. 185, Fußartillerie: Regimenter Nr. 2, 10, 11 15; Reserve-Regiment Nr. 7. Fuhartilleric-Batteri-en Nr. 106, 222, 360, 506) Pioniere; III, Garde-Bataillon; 1. Lairdwehr-Kompagni« des GardekorpS. Regimenter Nr. 18, 19, 23, 24, 25, 29; Bataillone: I. und II, Nr. 1, l. Nr. 2, l. und II. Nr. 3, I. und II. Nr. 4, I. Nr. 5, II. Nr. 6, J. Nr. 7. II. Nr. 8, I. Nr. 9, II. Nr. 10, II, und III. Nr. 16, II. Nr. 21. I. Nr. 26, I. und II. Nr. 27; Ersatz- Bataillone der Pionier-Gataillone Nr. 3, 6, 15. Pionier-Komp. Nr. 237; Rcserve-Kompagnien Nr. 46, 52, 77, 35; 1. Landwehr- Kompagnie des 16. Armeekorps. Minenwerfer-Bataillon Nr. 3; Mimenwerfer-Kompagnien Nr. 30, 33, 239, Rescrvc-Scheinwerfer- zug Nr. 1. Verkehrstruppen: Reserve-Eisenbahnbau-Kompagnie Nr. 25, Feldfliegertruppe. Starkstrom-Abteilung der 20. Jnfanterie-Di- Vision. Tvain: Feld-Proviantamt des 9. Armeekorps. Korps-Brücken- train Nr. 2 des 1. Reservekorps. Divisions-Brückentrain Nr. 28. Reservs-Fuhrparkkolonne Nr. 60, Magazin-Fuhrparkkolonne Nr. 31 der 9. Armee. Munitionskolonnen: Leichte Munitionskolonne der 4. Ka- llallerte-Division. Artillevie-Divisions-Kolonne Nr. 3 des 18. und (L) Nr. 9 des 21. Armeekorps sowie Nr. 1 der 35. Neserve-Division. Sa»»i>täts-Format»onen: Sanitäts-Kompagnie Nr. 1 des 1„ Nr. 1 des 5., Nr. 3 des 8. und Nr. 2 des 15. Armeekorps; Landwehr- Sanitäts-Kompagnie Nr. 19 der 4. Landwehr-Division. Mobile Etappen-Kommandanwven Nr. 1 1I und 2 VII der 7. Armee. TruPpen-UebungSplatz Neu Hammer. Wachtkommando Görlitz. Bezirkskomnianldo I Braunschweig. Kriegsbeklaidungsämter. Die Aerlustliste Nr. 61 der Kaiserlichen Marine wird veröffentlicht. Die sächsische Verlustliste Nr. 241 bringt Verluste der In- fanterie-Regimentcr Nr. l03, 105, 108, 134, 178, 179, 329, 845, 351, 354, 374; Reserve-Jnfanterie-Regimenter Nr. 100, 101, 103, 106, 241; Landweür-J n fa n tc rie-Regi men te r Nr. 100, 350; Land- sturm-Jnfanterie-Rogiment Nr. 19; Qandsturm-Jnfant«rie-Ba- taillone: Bautzen(XII., 3). Leipzig(XIX. 4); Feld-Maschinen- gewehr-Züge Nr, 71, 190; Gardereiter; Karabimer-Negiment Ulanen Nr. 21; Husaren Nr. 19, 20; Neserve-Husaren; Feld- artillerie-Regiment Nr. 32; Reserve-Fcwartillerie-Regiment Nr. 24; Landsturm-Feldarkillevie-Batteri«, 19. Armeekorps; Pionier-Bataillone Nr. 12, 22; Pionier-Kompagnien Nr. 115, 192, 245; Reservc-Pionier-Kompagnien Nr. 63, 54; 1. Ersatz-Piomer- Kompagnie des Bataillons Nr. 12; Landsturm-Pionier-Kom- pagn-ien: 2.(XII-, 2), 3.(XIX. 3); Armee-Telegraphen-Abt. Nr. 3; Res.-Fernfprech-Abt. Nr. 27; Fernspvech-Doppelzug Nr. 58; Etappen-Fuhrpark-Kolonnen Nr. 1 und 5, 19. Armeekorps; Etappen-Pferdelazarett, 3. Armee; Magazin-Fuhrpark-Kolonne Nr. 229; Avmiernngs-Bataillone Nr. 23, 85.(Hierüber: Känigl. Proutz. Jnf.-Rog. Nr. 345, Ersatz-Bat., Res.-Jnf.-Rcg. Nr. 37.) Jugenüveranftaltungen. Brttz-Vuckow. Treffpunkt der Arbeiterjugend am 1, Januar 1916, abend» 8 Ufte pünktlich, Germaniapromenade, Ecke Chausseeltrahe,»u einer Nachimanderung nach Michendorf. Am 2. Januar ist das Heim bei Becker, Chausseestr. 97, geöffnet. Ge1/. Ubr: IV. und I. Abt. Montag, den Z. Januar in Lichtenberg, Scharnweberstrahe, Ecke Kronprinzcmtiatzc, im Nestamant. III. und VI. Abt. Freitag, den 7, Januar, in Schöncbeeg, Dorbergstr. 1l, im Restaurant Haendel. Vortrag von D. Stein. Nach dem Vortrag Hebungen._ Seiefkasten der Redaktion. E. R. KZ. 1. Ja. das Gesetz datiert nicht erst feit Kriegsausbruch. 2., 3. und 4 Ja. 6. Unter Vorlegung der Militärpapiere mutz der Antrag au! dem Polizeirevier gestellt werden. 6. Es müssen inSoeiomt 6 Dienst. jähre nachgewiesen werden. �<£. Z. 1. Nach dem Fälligkeitstermin konnte dg» Pfand verkaust werden, g. Nein. A. Z. 132. Nein.— L V. Sic müssen sich an das Volizeipräsidium wenden. � G. Z. 1911. 79. Wenn Ihr Ehemann iür Ihren UrnerhaU zu> argen verpflichtet ist, haben Sie Anspruch aus Unterstützung. Wenden Sie sich an die Steucrlasfc Jhirs Bezirks. N!. G. 121. Die Mutier muß bei der zuständigen Steuer« lasse Antrag auf Unterstützung sür die Kinder stellen.— Ja— 8«. Tic einmalige Zuwendung beträgt bis zu 240 M. 2. Die Rente würde jährlich 240 M. belrugen und mich über die Dauer des Kriege« hinaus gezahlt werden. 3. Die Rente steht beiden zu.— K. B. Die Beschwerde ist an den Regierungspräsidenten zu richten.— W. G. 1884. Wenn Sie das Schreiben unbeachtet lassen, tritt die vom Wirt angezeigte Mietssteigerung ein. Sie müssen sich dem Wirt gegenüber allo erklären. Die Kündigung Ihnen gegenüber ist rechisverbindlich.— K. L. 24. Pankow. Nein. — W. B. 1K. KriegSkinderspende deutscher Frauen, Privatkanzlei der Frau Kronprinzessin in Potsdam.— 113. Jnfantericdivifiou. Soweit wir nnterrichtet sind, erhalten nur die dort stehenden Truppen Vcr. pflegungszuschuß.— W. K. 39. Am besten wenden Sie sich an die Lehr- stellenvermittklungsstellc, Am Köllisilchen Park 3. Vielleicht auch an den Mctallarbeiteroerband, Linienstr. 83�85.— K. M. 100. Die Frau ioll es bei der Kommandantur versuchen, an der Schloßbrücke, gegenüber dem Zeugbause.— SO. S. An die städtische Waisendeputalion, Alte Jakvbstr. 33— 3ö. WMMMM Die xesamten l�szssr vom V�inter und Sommer massen unbedingt geräumt werden* Die Preise sind trotz leurw Msiterialien, wie nie ZU« vor herabgesetzt und aufterordentÜch billig. Bitte die Sehaufensier zu beaekten! 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AIÜIcUll auch GelegenboitsM. Photo-Jansen, Hauptati. 83. 4 Schrefcwarcw» 8. Ptochnow.ÄU» ITermucjir.«I \l' R. il,',".J'',-'J. Hr.agsiik, d lllahledery"b Frau A. Fizgel, Kolonialwaren. 4 Wartendoff"V H.WagBerpt4iilä«Ul,fWi€i.-W«li4w Dentaehes Theatcp. Direktion; Max Bernhardt. 8 Uhr: Der Slem von Bethlehem. Nachm. 3: Oer Stern von Bethlehem. Sonntag: Oer Stern von Bethlehem. Nachm. 3• Oer Stern von Bethlehem. Montag: Der Stern von Bethlehem. Kamraerapicle. 8 Uhr: Dep Vater. Nachm. 21/j Uhr(kleine Preise); Wetterleachten. Sonntag:»er Welbateofel. Nachm.21/.(ki. Pr.): Wetterleuchten Montag: Der Welbateofel. Volkabtibne. Theater a. BOlowpl. 8 Uhr: Bas Mirakel. Nachm. 3 Uhr(kl. Pr.): Hamlet. Sonntag; Das Mirakel. Nachm. 3 Uhr(kloine Preise): Die deutschen Kleinstädter Montag: WaJIenstein« Tod. Dir. Meinhard-Bernauer, Theater i. d. Königgratzerstr. 71/, Uhr; Maria Stuart. 3 Uhr; Rausch. Sonnt 71/. U.: G8tz v. Berlichlngen. Nachm. 3 Uhr: Raasch. Kortiodienhaus. 8 Uhr; Die riitselhafte Frau. 3 Uhr: Extrablätter. Sonnt 8 Uhr: Dfe rätselhafte Frau. Berliner Theat. 8 Uhr: Wenn zwei Hochzeit machen. 3 Uhr: Wie einst im Mal. Sonnt 8: Wenn zwei Hoohzeit machen. 3 Uhr: Wie einst im Mai. MM der Freiea Mshineii Sonnabend 1. Januar 1916: NachmtttagS 3 N kr: Bollsbüdne, Theater am Bülowplatz: Hamlet. Deutsches Künstler-Thealer: Datterich. Lessing-Theatcr: Baumeister Solnetz Sonntag, 2. Januar 1916: Nachmittags 3 Uhr: Bollebühne, Thealer am Bülowplatz: Die deutschen Kleinstädter. Deutsches Opernhaus: Die verlauste Braut. S chiller-Theater Charlottenburg: DaS fölück im fflmtel. Deutsches Künstler-Tbeater: Dottert: Leistng.Theater: Baumeister Seine' Abends 8 Uhr: Deutsches Künstler-Theater: Montag und Freitag: Die selige Exzellenz. Abends 8',. Uhr: Volksbühne, Theater am Bülowplatz: Montag u. Dienstag: WallenstemS Tod. Mittwoch und Donnerstag: Trau- n'.ulus. l�essinx■Tkeatei*. Direktion: Victor Bnrnowsky. 7'/, D.: Kaiser nnd Galiläcp. Nachm. 3 Uhr; Baumeister SolneB Sonntag.'/, U.: Kaiser und Galiläer, Deutsches Künstler-Theater. AUabendlxch 8 Uhr: Die selige Exzollcnr,. Theater für Sonnabend, den I. Januar. Oeutscboa Opernhaus Charlottbg. 3 Uhr; Figaros Hochzeit. 7 Uhr: Eohcngrin. Friedrich-Wilkelmstädt. Tbeater. 3 Uhr: Der Adele Bauer. b uhr: Der pfifllie Kadett. Oebr. Kerrnfeüd.Tb.nt.r s uhr Rosenblatt's Geheimtip Kleines Theater. 31/, Uhr: Oer Raub der Sabinerinnen. 8 Uhr: Henriette Jacoby. Komische»per 8 uhr: Juni mal man sein EaHtspiclhans. S'/i Uhr: Hie Manbenlcrche. 81/, Uhr: Alles aue Gefälligkeit. Metropol-Theater 3 Uhr: Martha. vi, v., Die Kaiserin tKU Montis Operetten-Theater SV« ü.; Hobelt tanzt Walzer b uhr: Der Wettenbammler. Residenz-Theater 8'/« Uhr: Die Prinzessin vom Nil. SV« Uhr: Die Schdne vom Strand. Schiller-Theater O. 3 Uhr: Maria Stuart. 8 uhr: Jungbrunnen. Schlller-Th.Charlottenbg. 3 Uhr: Jugend. s uhr: Zwei glückliche Tage. Thalia Theater. 3 Uhr; Kam'rad Männe. 8 Uhr; Drei Paar Sohnhe. Theater am.\ollondorfpl. 3'/» Uhr: Der Obersteiger. 8'/« Uhr: Immer feste druff 2 Theater des Westens Heuto und morgen: 8 uhr: d. Fräulein?. Amt mit Guido Thielecher. 8'/« Uhr: Polenblat. Trianon Theater. i Uhr: Anna Eise. 8'/« Uhr: Verhnimlete Junggesellen. Theater für Sonntag, 2. Januar 1916. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 3 Uhr: Hie verkf. Rrunt. 7 Uhr: Tannhttnser. Fricdrlch-Wllhelmstädt, Tbeater. 3 Uhr; Her fldeie Bauer. 8 Ubr: Her piifflgo Kadett (Donna Junita). Gebr. Herrnfeld-Theater 8 uhr- Hosenblatts Geheimtip. Kleines Theater. SV. Uhr; Dar Raub der Sabinerlnnen. 8 Uhr: Henriette Jacoby. Komische Oper. stV.Uhr: Gold gab Ich(Br Elsen, 8 Uhr: Jung muß man sein. Enstsplelbans. S1/. Uhr: Krieg Im Frieden. 8'/« Uhr i Alles aus Gefälligkeit. Metropol-Theater. 3 Uhr: Martha. 7V, u; Die Kaiserin(i�o'.'a). Residenz Theater. 3V« Uhr: Die Sohßne vom Strand. 8'/, ühr: Die Prinzessin vom Nil._ Montis Operetten-Theater 8'/« Uhr: Hoheit tanzt Walzer. s uhr; Der Weltenbummler. Schiller-Theater O. 3 Uhr; Maria Stuart 8 uhr: Alt-Heidelberg. Schiller- T. Charlottenbg. 3 Uhr; Das Glück Im Winkel. 8 Uhr: Ultimo. Thalia-Theater. 3 Uhr: Kamrad Männe. 8 Uhr; Drei Paar Schuhe. Tbeater am Slollendorfpl, 3V, Uhr: Der Obersteiger. 8'/« Uhr: Immer feste artrffl Theater des Westens. 3'/« Uhr: Polenhlut. s uhr: Das Früulein vom Amt, mit Cluido Thielscher. Trianon Theater. i Uhr: Anna Liese, S'f. ü.i Verheiratete Junggesellen. URANIA Tanbenstr. 48/40. i Uhr(halbe Preise); Her Isonzo und Oesterreichs Adriakflste. 8 Uhr Im Kampfe um Konstantlnepel. Sonntag 4 Uhr(halbe Preise); Von den Karpathen bis Brest-Ei towsk. 8 Uhr: Im Kampfe um Konetantlnopel. Am 1. nnd 2, Januar: Je 2 Verstellung., 3'/, u. 8 Uhr. Nachmittags 1 Kind frei In allen Vorstellungen; Das ungekürzte neue Luxun- Programm mit Treumann-Larsen. Abends Sonntags-Preise. 1(0NZERTHAUS 200• MARMORSAAL im Zoologischen Garten Eingang Adiarportal KurfDretendamm, gegenüber Wlohmannstr. Heute, Neujahrstag, von 5 Uhr ab Großes Militär-Konzert yon der gesamten Kapelle des Ers.-Bat. des Kaiser-Franz-Garde-Grenad.-Bagt. No. 2 in Uniform, flclles n. echtes Bier. Weinterrassen. Eintritt 50 Pf.— Militär 10 Pf. Ehrenkarten haben Gültigkeit. KahrverbinduBg. naoh allen Stadtrichtung, m. folg. Linien: Stadtb,; Stat. Zoo. Hoohb.i Stat. Zoo u. Wittonbergplatz. Elektr. Bahnen, Linien: 2, 8, 4, 8, 17, 33, 50, 54, 66, 67, 76, �77, 78, 79, 80, 81, 93. 98, 133, A, O, G, L, 0, P, Q. R. T. Rose-Theafer. 3 Uhr: Die Stunde kommt. 8 Uhr: Der Weg zum Glück. Walkalla-Tkealer. 3 u.: Der Kaufmann von Venedig 8 Uhr: Lieb Vaterland. TotAT-Td Sadstr 58. Badsfr. 58. Sonnabend, 1. Januar 1916, 8 Uhr: Das Bild der Mutter. Sonntag, 2. Januar 1916, 8 Uhr: Ein verlorenes Leben. SluBeibcm an beiden Tagen: N l el n ittogs- T oistrlinnilen. Uiisen-Tkefiter. Täglich 8.15 Uhr, Sonntags und Feiertags 8 Uhr: Betteistudenten. ÄÄ: DerHüttenbesitzer. Sonntag, 2. Januar, 8 Uhr: Der Glöckner von Notre-Dame. Pössen-Theater Linienstraße, a d. Priedrichstr. Melonenbaum. Posse mit Gesang ▼. Theo Haibon. Meschugge ist Trumpf Posse in 2 Akten v. Leonh. Haskel mit Leonh. Haskel u. Siegfried Beriseh. JU Berliner Konzerthaus. Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90/91. Heute Neujahr und morgen, den 2. Januar: Gr. Fest-Konzert! Berliner Konzerthaus-Orchester S�nz�fSw Anfang 4 Uhr. 1�:1 Die ungeheure Anziehungskraft des Neujahrs-Spielplimes-1916 der P-T erklärt sich durch die auSgeieichneteu Darbietung«« Nahira Nn Drama. Regie May TXti, um(lugen Sneg und ULLA DU RIEUX «urfürNendamm,«ollen» ortpiad. Friedrtch. Elte Tauben firadg Weinbergiweg. Auf der Alm, da gibi's ka Sünd «i» urivüchftge« Lustlpiel mit «EfßSIV PORTEN Autfüvfttndamm, IMUnbMlptchs fifeietm*. Sie Im�cnfwafte «lexanderpt,«orchpl. SBeinboglweg,»äsen beide, sjnier d. Lind,». Zievoluiions-Hochzeit V«« grobe vrinn» mit Selly Nens«, und»gldemnr psilead». Schbneberg Haupillrahe, Reinickendorterftrabn »»f allgen, einen»unlch ab TOotUng täglich im Ü.T Knrfllrlle». dämm nur vo» 5-7 Uhr lAevolullonchoch,»«. Die großen Abend. Vorstellungen um 7 und 9 Uhr entdaiien da« obige neu, Programm und bleiben von der Sondervorftellung gänzlich underiihn. Heute und morgen»nkeng 3, 9, 7, 9 Uhr. e-s t-j e Harmonlam-Saal, Steglitzer Str. 35| Sonntag, d, 0. Januar 1916, abends 8 Uhr: Klavier-Abend von Margarete Gernth. Bach, Goldberg-Variatianen usw- Kart. M. 4, 3, 3, 1 b. Bote n. Book, A. Wertheim n. Abendk, Qewerksohaftshans Am Neujahrstag. im groften Saal: luruvereiu Jiebte", VI. Lehrlings-Abteilung W eihnachtsf eier. Rumoristlsctie Vortrüge und Konzert des neuen Tonkünstler-Orchesters. Ferner! Artistische und turnerische Vorführungen und die noch nie dagewesene, von zirka 80 Personen ausgesührte Pyramide. Erässumig 5 Uhr. Ansang 6 Uhr. In den Hochparterre-Sälen überall Konzert«nd erweiterter Restaurationsbetrieb. Sonntag, den». Januar, im grohen Saal: Hansel und Gretel. MärchenstOper in 3 Alien von Humperdtnck. Mitwirkende zirka 69 Personen. Erster Akt: Daheim. I Hauptrollen: Zweiter Akt- Im Walde.-nbinder- Kurt Steffens. D.. ifebasÄPla, Eröffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. In den Hochparterre-Sälen, wie am 1. Januar. Während der Feiertage: Großes Kälber-, Schweine- und Kammetrösteu. 500 Gänse kommen in den Feiertagen z. Berkauf a Portion 1,56, außerdem große Partie Eisbeine und Pökelrinderbrüste. Mittagskarte in den Feiertage«: Sämiliche Iktiitatesseu der Jahreszeit zu bleiueu Preise». ----- Beute 8 Uhr Der neue Spielplan! sowie nur 3 Tage verlängertes Gastspiel Grete Viesenthal. Sonntag, 2. Januar, nachmittags S1/, Ehr, Vorstellung Kleine Preise. Kinder die Haitte. TekHoc Adolf Vvpei I > Telet: I.iHanw 7441| Ha» große Neujahrs» Programm! { Heute, den 1. Janaar».[ morgen, den 2. Januar, täglich 2 tetellügen | machm. kloine Preise I j laÜMi Vorstellungen| | das ungekürzte j neue Programm!) jKanssn's Seeloweni Vorys Kol.-Gemälde[ Orift Chinesen-Truppe I Flse Carell, Opernsängorin. (Salerno, Weltmoisto der Jongüerkunst. Paetzold-Truppe, iKomisoh. RadfahrerJ 1 Karl Maxstadt, Alt- 1 (meist, d. Humoristen! „Die Meisterg | von Friedr. Singer, j Walter Stelner. Lorch 1 11 Ikarier zu Pferde. 1 1 Garcla'» uner- 1 reicht© Sohatten- künste. Mllda Breiten, �Vortragskünstl.j 1 Anlang 8 Uhr. Bülett- 1 ( verkauf an der Kassa sow. A.Wertheimu, Invalidend. Casino- Theater Lothringer Str. 37. Tägl. 8 Uhr: Vcn I Wen! Mcn! Was wachste im? Posse in 8 Auszügen von Hans Berg. Dazu das erstkl. Spezialitätenprogr. Am 1. u. 2. Jan. 1916, nachm. 4 Uhr: Familie Scbnaae. J. Baer Ssdstr.üßprinz'i-All«« Herren- und Knaben- Moden, Berufskleidung Eieg. Palelots, Ulster. Joppen i.jed.Preialag- Gr. Stolllager z. eleg. MaBanfcrtlgung- ggf- Billigste, feste Preise.-WW ir0 U. 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Spandau, BismarckstraßeK. hmmmmmmmmm** !' e- ««»»»»«»»«««»»»««»«» "ällfß(fillfp lürs neueJabr wünscht vintr all. verehrten Kunden Wz'zede�sdMeliei'. > StraBe 105 Der liebe aus Onlcel Ernst Alt Treptow Ur. 8 wünscht seinen liehen Gästen u. allen Bekannten im Felde und zu�Hause ein ftoljks lleucs Hriko Meier, der alte Rixdorser, am Treptower Park 37, wünscht seinen lieben Gästen und Freunden im Kriege und zu Hause ein fröhliches neues Jahr! Allen Gästen, Freunden und Genossen wünsche ein gesundes neues Jahr! daheim und im Felde und baldiges Wiedersehn! Reinhold Schirmer, Gastwirt, Ritterstrahe 115. Allen Gästen und Sportsrcunden die LS',.?' neuen Jahr! Ltto Hoffman», Gastwirt, Neutölln, Tonau-, Ecke Fuidaitrastc. Allen meinen werten Kunden so- wie allen meinen Freunden und Bekannten wünsche ich cm fröhliches neues Jahr! Franz Kurkowskh. Gastwirt. Verlin- Lichtenberg, Psarrstratze 7s, Ecke Verbindungsweg. Ein frohes neues Jahr wünscht allen Genossen, Be-! kannten und Gästen Fritz Drogge, Gastwirt, j Diefonbachstr. 57. �52b� Allen Freunden und Bekannten,; sowie meinen lieben Gästen zum Jahreswechsel die herzlichsten Glück-! wünsche. Tranz SeiersdorJ,! Littaucr Strastc 14, Ecke Gubener Straße. HZEHOHSEv» M? Allen Gästen? ? und Freunden wünscht | jröhiiches neues 3ahr U Ceorg Lei]. Gastwirt, � Berlin-Lichtenberg 0. 112,, Neue Bahnhofstraße No. 24,, W gegenüber der Knorrbremse. i � Amt Alexander 1633. J JEln gesonde« Veujahr,■ wünscht allen Freunden und Be-. kannten, auch denen, die im Felde stehen, von ganzem Herzen Familie Sax Faber, Stephanstraße 11. Allen unseren lieben Gästen, Freunden und Bebannten zum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche! Oswald Wermuth und Frau Schönhauser Allee 118a, Ecke Kopenhagener Str. I. Pchmmi-ZIcklmd jq« neuneit 40% Leipziger Straße 104, I. Etage _ gegenüber Welnhans Kempln»ki_ Bitte genau auf Hausnummer zu achten! 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Dezember dieses Jahres in Kraft getreten. Die vollständige amtliche Bekanntmachung dieser Verordnung ist in der„Norddeutschen Allgemeinen Zeiiung" vom 23. d. Mis. erfolgt. Berlin, den 29. Dezember 1916. Der Polizeipräsident. Die Nachtragsverordnung des Oberkommandos in den Marken vom 31. Dezember 1916 betreffend Bestandserbebung von treriichcn und pflanzlichen Spinnstoffen und daraus bcrgcsiellien Web-, Wirk- und Sirickgarnen tnii am 31. Dezember d. Js. in Kra'l. Die vollständige amtliche Beiann imackung dieser Verordnung er- folgi heule in der'„Norddeutichen Allgemeinen Zeitung"'. Berlin, den 31. Dezember 1915. Der Polizeipräsident. „Marmelade-Gnißlager" Nettelbeckstr 18. A. Nollendf. 1436 bietet an:* Frischobstmarmelade(a. reinen Frücht, u. KristaLlz. Pfd. 0,45 Pflaumenmarmelade(m. Apfel- u. Birnenmark. Pfd 0,55. t erk.in einz. Eimern enth. ungaf.25 Pfd. SUo O'CcLa/t��w} Suvtocsv• Sotkvvootl/ /15 SpJ, tycwXtth/—!3iÜlTVT«c4cA/ 15 i*.i. i /i 1 1. �. 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Am vierten Tage waren meine Füg! ichon vollständig frei von Schmerzen und so wurde es immer besser.- Ebenso wie Herr Müller, bestästgen viele Hunderte die > asche und sichere Wirkung des T o g a I bei Rheumatismus, Ischias, Hexenichuh, Gicht, Schmerzen in den Gelenken und Gliedern, bei allen Arten von Nerven- u- d Kopsschmerzen und dergl Es wird garantiert, dag es hilft und dag es unschädlich ist. Togal. Tabletten sind zu billigem Preise in jeder Apotheke erhältlich. iJeckss Wort 10 Pfennig. Das fettgedruckte Wort 20 Ptg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte). Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort(feftgedrHckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. | Kleine Anzeigen ANZEIGEN für die nächste Nummer werden In den Annahmestellen für Berlin bis I Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr. In der ffaupt-Expeditlon, Lindenstrasse:i bis 5 Uhr angenommen. Verkäufe. 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Zaiumr 1916. �us öer berliner /ltbeiterbewegung im Jahre SuiiZ. loimten wir an der Schwelle des neuen Jahres immer aus eine ,'�ange Reihe van Ereignissen zurückblicken, die Zeugnis ab- Isgie» t.ir die rührige Tätigkeit und die unaufhaltsam fort- schreit«/?« Entwicklung der Arbeiterbewegung. Ein lvesentlich anderes Bild bietst dagegen der Rückblick auf das jetzt vollendete Jahr.'Stand es doch von Anfang bis zu Ende unter der Herr- schäft d>«s.Weltkrieges, der nickt nur die Bewegung der organi- sierten Arbeiterschaft hemmt, sondern das ganze öffentliche Leben in seht wm Bann hält. Zu nie geahnter Höhe stieg im Laufe des Jahres die Summe derjenigen Arbeiter an, welche das Werh.eug friedlichen Schaffens mit des rauhen Krieges zerstörender WasS e vertauschen mutzten. Infolgedessen schmolzen die Mitglieder- zahl ni der politischen und.gewerkschaftlichen Organisationen be- dei�.nd.zmaimnen. Das allein mutzte schon eine Einschränkung in deQ Tätigkeit der Arbeiterbewegung mit sich bringen, wenn sie n'«ht ohnehin schon seit' dem Ausbruch des Krieges durch Kein Burgfrieden und den Belagerungszustand zum grotzen Teil g.> l;ermnt worden wäre. Doch die innere Krast unserer Bewegung iif durch die Ungunst der Zeitverhaltnisse nicht geschwächt. Sie Kar ff'rUlr ihre Tätigkeit, soweit diese in öffentlich bemerkbaren Er- «gniffen zum Ausdruck kommt, einschränken müssen. Deshalb kann auch unser JahreSriickblick nur wenige bemerkenswerte Taten festhalten. Einen Gedenktag brachte uns gleich zu Ansang der Monat Januar. Am 2. konnte Genosse Stadlhage n das Jubiläum seiner fünfundzwanzigjährigcn Tätigkeit als Berliner Stadtverordneter feiern. Am?. war die erste gewerkschaftliche Aktion des Jahres zu verzeichnen. Eine Versammlung des A u S h i l f Spe r s o n a l S der Grotzen Berliner Stratzenbabn, welches.gegen Ende des vorigen Jabres Forderungen bei der Direktion eingereicht, aber eine unbefriedigende Antwort erhalten Halle, beauftragte die Leitung des Transportarbeiter-Vcrbandes, in dieser Angelegen- beit weitere Schritte zu tun.— Bald darauf folgten dann be- dcutiame Versammlungen und Beschlüsse anderer Gewerkschaslen. Am 12. nahm eine sehr stark besuchte Versammlung d c S Verbandes der Bäcker und tilo nditoren Stellung zu der Bundesratsverordnung, welche die Streckung des Mehls festsetzt und die Racktarbeit in den Bäckereien verbietet. Die Versammlung erklärte sich für die dauernde Beseitigung der Nachtarbeit. Am lt. bewilligte eine Versammlung der Gcwerk- s ch a t t S kv m m i ss i o n 10 001) M. als Beitrag zur Beftel- lung von Baugelände mit Kartoffeln zwecks Ver- pachlitng an Reflektanten aus der Arbeiterschaft. Am lö. nahmen die Kraftdroschkenführer Stellung gegen die Absicht der Unlernchincr, den Lohn herabzusetzen. Am Ii), forderte das Personal der Hoch- und Unter- g r u n d b a h n Aufbesserung der Löhne. Am 19. fand die erste politische Veranstaltung des Jahres statt: vier M i t g l i e d e r v c r s a in ur l u n g en im sechsten Wahl- kreise mit der Tagesordnung: Das Selbstbestimmmtgsrecht der Völker. Am Lg- beschlossen die Schmiede, ihren Tarif- vertrag zu kündigen, um im neuen Vertrage eine zeit- gemätze Lohnaufbesserung zu erreichen. Am 27. tagte eine Versammlung der Gewerk schaftS- funktionäre, wo Legien einen Vortrag hielt über das Thema: Warum müsse» die Gewcrkschaftsfmiktionäre sich am Partcileben be- teiligen'i Am 30. nabm eine Versammlung des Sattler- Verbandes Stellung zu dem vor dem EinigungSamt auf- gestellten neuen Tarif für Militärarbeiten. Februar. Am 13. konnte Genosse Zubeil auf eine fünfundzwanzig- jährige Tätigkeil als Berliner Stadtverordneter zurückblicken. Am 18. wurde Genossin Rosa Luxemburg plötzlich verhaftet, uin die Gefängnisstrafe von einem Jahr anzutreten, zu der sie vor dem Kriege verurteilt worden war und wegen Krank- heil Strafaufschub bis Ende März erhalten hatte. Am 23. veranstaltete die Partei gemeinsam mit den GeWerk- schaffen eiuo grotze Zahl von Volksversammlungen mit der Tagesordnung: Unsere Ernährung in der KriegSzeit. Gegenstand der Erörterung war die Elnführung der Brotkarte, die Teuerung der Lebensmittel und die damalige Kartoffclknappheit. Am 28. feierten die Parteigenossen des Wahl« kreises Ni e d e r b a r n i in das Jubiläum ihres Reichs- tags abgeordneten Stadthagen, der den Kreis seit dem 1. März 1890 vertritt. März. In den ersten Tagen des Monats nahm die S ch l i ch t u n g s- kommission der Militärsch neider ihre Arbeiten aus. Sie hält seitdem allwöchentlich Sitzungen ab. welche zahlreiche Klage» wegen nichttartflicher Entlohnung im Sinne des Tarifs entschieden haben. Ani 9. st eilten die Wagen- und Karosserie- arbe i ter einen Tarife nlwurf auf, nachdem sie den alten Tarif gekündigt hatten. i: Am 18., dem Gedenktag der Märzkämpfe, wurden die Gräber im Friedrichshain in gewohnter Welse geschmückt, jedoch waren die Kranzspenden und der Beiuch der Grabstätte bei weitem .nicht so zahlreich wie in früheren Jahren. Am 23. b e s ch l o s s e n d i e S ch m i e d e, den von ihnen ge- kündigten Tarif weiter be st ehen zulassen, weil sich die Innung auf Verhandlungen über einen neuen Tarif nicht einlassen wollte. Am 31. b e s ch l o s s e n d i e W a g e n- u n d K a r o s s e r i e- arbeiter, ohne Tarif zu arbeiten, weil die Unternehmer über den von den Arbeitern beantragten Abschlutz eines neuen Tarifs nicht verbandeln wollten. . April. r Am 13. wurde in einer Mitgliederversammlung des vierten Wahlvereins das Thema: Die Hausfrauen und die Lebensmittelpreise erörtert. Am 17. forderte eine von drei Gärtnerorganisationen ver- anstaitete Versammlung der P r i v a t g ä r t n e r die Ab- slellutig verschiedener durch die Kriegsverhältnisse besonders drückend gewogener Mitzstände in ihrem Arbeitsverhältnis. Am 23. sorderie eine Versammlung der Tabak- arbeiter die Gewährung von Teuerungszulagen. Am 28. hielt der Holzarbeiterverband eine grotze Versammlung ab, wg-Richtlinien aufgestellt lourden zur Fürsorge für die Kriegsbeschädigten, dergestalt, datz dieselben vor Aus- beutung ihrer Notlage geschützt und nicht als Lohndrücker verwendet werden. In dcmi'elbeu Sinne wurde diese Angelegenheit später noch in vielen gewerkschaftlichen Versammlungen behandelt. Mai. Am 12� beging die G e w er k s ch a f t S k o m m i s si o n für Berlin und Umgegend den Gedenklag ihres 26jährigcn V c st e h e n s. ....... Am 19. beschloß eine V e r s a m m l u n g der G c iv e r k- sch a ftS v ertre ter(freie.-Hirs st-Dünckersche und christliche Ge- werkschaften soivie kaufmännische wfö Angestellrenverbände) eine Ein- aabe an die städtischen Behörden, worin Vorschläge für die Organisierung der Kri, igsbeschädigtenfürsorge gemacht werden. Am 20. wurde der Abschlutz eines Tarifvertrages für die Z i g ar e t t c n ni a s ch iir e-ttfüh r e r bekanntgegeben. Am 30.. wurde im 2.. Äoinntslnalwahlbezirk an Stelle des zum Stadtrat ernannten Geiwssen Sal'jenbach Genosse Jonas Stahl als Stadtverordneter gewählt. Jriui. Am 22. besckästigte sich cue B er s a m n> l u n g der Ge- werkffchastsver treter toi eder niit der Frage Kriegs- beschädigten für sorge, dip zurzeit Gegenstand der Beratung in den städtischen. Körperschaften War. Gleichzeitig wurde das Atz.i koinmen in der Metall- in dilstrie veröffentlicht, weZ ches zwischen den Arbeiter- imd den Unlernchmerorganisationen'< kbgefchloffen wurde zum Zweck einer planmätzigen A r b e i t s b e s ch u n g für k r i e g S b e s ch ä d i g t e Metallarbeiter. Vereinbarnligeii dieser Arö; wurden später noch in mehreren anderen Berufen abgeschlossen. Am 26. wurde der„Llxp#värtS� bis auf weiteres verboten, nachdem er am Tage vorher einen Aufruf des Parteivorstandes veröffentlicht ha ti, welcher auf die Kriegsverhältniffe Bezug nahm. Am 28. begaiiu im Gewerkschaftshaufe der Vcrbandslag der Metallarbeiter. zun. Am 3. erschien der„Vorw��ttS" wieder. Wie im Vormonat so fori nten auch im Juli einc Reihe der verschiedensten Berufe T e u e n N n g s z ul a g e n. Dies Vorgehe» halte in den meisten Fällen Erf plg, der aber oft hinter den gestellten Forderungen zuriickblieb: Am 26. beschäftigte sich>jine Versammlung der Ge- w e r k s ch a sts v e r t r e t c r i lit der Frage der Arbeitsvermitte- lung für die zurückkehrenden 5�.*«gSteilnehlner.zu welchem Zweck die Schaffung einer Zentralalisgleichstemc der Arbeits- n a ch w e i s e in die Wege gele ltet ist. 'August. Am 1. blickte der Tu r n b o c e i n Fichte auf ein 28 j ä h r i g e s B e st e h e n zurück. Am 6. betrauerten die Pa«teigenossen, besonders dff des vierten Wahlkreises.den Tod eines, allen Genossen, des Stadtver- ordneten Ludtvig Tolk�dors. S tsttembcr. Am 1. beschäftigte sich e' hie g r o tz e V c r s a in m l u n g der Kranken kassenangestrkllten mit deren rechtlicher Stellung auf Grund der Reichsversichci»ngsordnung. Ani 9. hielt Genosse' Lauer in einer Versammlung des Geincindearbeiter- Verbandes. einen allgemein inleressicrendon Vortrag über die Gewerkschaften nach dem W e l l- krie g e. An, 14. feierte der.Arbiiitcr-Sängcrbund den Gedenk- tag seines 28 jährigen Besteht vis. An demselben Tage trat ipne Versammlung des Bäckerverbandes für die dauernde Beseitigung der Nachtarbeit ein. Weger. dieser Frage fand am folgenden Tage eine Besprechung von Reltz t rungSvettretern mit Vertretern von Bäckernieistern und Gesellen statt. Am 19. besprach eine Koizserenz sozialdemokratischer Gcmeindevertreter Wrotz-BerlinS Lebensmittelfragen uitd die Arbeitsbeschaffung j ür die heimkehrenden Kriegsteilnehmer. Oktober. Am 6. beschloß.eitle A!e r sa inm lung der Dachdecker, deni zurzeit besteheildeli, ato.p nicht tnit deui Zeiitralverbandc ver- einbarten Tarifvertrag beizt ckreten. Taktische Gründe waren für den Beschluß matzgebend. . Am 8. wurde eine'Konferenz von Vertreter» der Gewerkschaften unlti Auge st eilten organi satioilen der Provinz Brand» in bürg abgehalten. Sie beschasrigte sich mit der KriegSbcschädü �ensürsorge und wandte sich dagegen, datz die behördlichen.Stellen diV, Vertreter der Arbeitnehmer nicht für die Berutsberatling der Kriegsbeschädigten heranziehen. Am 23. wurde durch eine Versammlung der Mililärschucider bekannt, datz der fast volle» �delc Abschlutz eines Tarifs für die neuen Militärunit v r m e n mit den Berliner Arbeitgebern durch Eingreifen des worden war. weil der zentrale Verhandlungen ra»ein wolle Verschiedene Gewerkses saften wurden auch im Laufe des Monats wieder durch dieBewcg»»ing für TcucrungSzll lagen in Anspruch genommen. - November. Am 7. wurden in Bq flin, bald nachher in den Vorortgemeinden. die Stadtverordnetjenwahlen im Zeichen des Burgfriedens kampflos vollzogen, nach vem sich die Parteien durch gegenseitige Vereinbarungen ihren Bq�tzstand an Mandaten gewährleistet halten. Am 8. stellte eine Varsammlung der Gewerk ichastS- Vertreter Groß- Berlins Richtlinien für die Berufsberatung der Kriegsbeschädigten an(. Am 9. wurde durch bkufstellung von Forderungen eine Lohn- bewegung in der l'igarettentnduftrie eingeleitet. Seit dem 11. hcrck�vl eine weitere Einschränkung des V e r f a m m l u n a»S l e b e n s, veranlatzt durch die Bekannt- machung des Oberbefehls Kiabers, wonach auch nichtöffentliche Ver- sammlungen politischer I sereiiie sowie alle Versammlungen, in denen öffenrliche Angelegenhei:> in erörtert werden, anmeldepflichtig sind. Am 20. wurde von einer Militärschneiderversammlnng der von den Unparteiischen alj pgebene Schiedsspruchs über den Offizier» niformitarif abgelehnt.— Später wurden erneute Verhandlungen,»»gebahnt. Dezember. Am 3. machte eina» Versammlung der Wäschezuschlieider Vor- schlage für einevl Tarif für Militär Näharbeiten. Am 6. bcschlotz ei p.e Versammlung der Gewerkschaftsvertreter den Anschlutz der gewerkschaftlichen Arbeitsnachweise an die Z a tfl ralausgleich stelle, deren Ausgabe die Regelung der Arbeil Ivermittlung nach dem Kriege ist. Die Forde- rungen, von deren Erj hllung die Gewerkschaften ihren Abschlutz ab- hängig machten, waren'inzwischen eriüllt worden. Am 17. waren zr Deutschen Gesellschaft lülj. ge balle» von Dr. Sols. 1 M. S. Fischer, Berlin, Biiloivsw. 90. Lodz das gelobte Land. Roman von Reymont. 828»eiten. G. Müller, München. Sibirien in Kultur und Wirtschaft. Von Pros. Kurt Wiedensetd. '2,20 M. A. Marcus u. E. 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Wächter. 00 Pf.„Bibliothel sür sretcn Geistesaustausch", Schorn- dorf-Württemberg). Was tut uns not? Sozialpolitische Probleme der Zukunft. Von M. Haardt. 1 M. F. Deuticke, Leipzig und Wien. Trolle und Menschen. Erzählungen von Selms Lagerlbf. 3 M., geb. 4.50 M. ttnkcre Bayern Anno Hjlö. 3. Teil. Von Lena Christ. 1 M., geb. 1,25 M. A. Langen, München. TnS Jahr der Büliiic. 4. Band 1914/15. Von S. Jacobsohn. 3 M., geb. i M. Ocstcrheld u. Ko., Berlin IV. 15. Georgien und der Weltkrieg. Von... 1,25 Fr. Orient-Verlag, Zürich, Vahnhosstr. 35._ cf Allgemein. gVorsob.__ UR. Schellcnberger, Ctli n. ConJit.li Neukölln, Bergstraße 25,'iu.| lOPfll !8acM Komm q Inh. Gast. Müller �Filialen im Sudon, Oyten a-Umgobong. F.Klalllf■Neuku!;n scheint sir5tH>entllch d lumal Bezugsquellen-Verzeichnis :: Berlin-S�den:: Wissmannstraße iß, o Uüfllnft NWW., Allerstr. 3:5 1. lldlilUli Anartinnt,jni.Kaclien*-.|j BwHtflltepK Q Berta Pfeffer SJ 7 Fahrrlder, ) Hshmasohlnen{ Iii. 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