Nr. 85. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Bettungs- Pretstifte für 1894 unter Nr. 6919 Vorwärts 11. Jahrg Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Hozialdemokrat Berlin: Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der 1. Mai. Freitag, den 13. April 1894. wird es um so weniger verfehlen, weil fie viel stärker geworden ist und weil ihr der Weg nur noch von einer durch den Panama In allen Ländern der Erde bereitet das arbeitende Standal entehrten republikanischen Bourgeoisie versperrt wird, Volt sich auf den 1. Mai vor. Für Deutschland ist die, eins nach dem andern, ihre Prinzipien, auf welche sie geder Kölner Kongreßbeschluß, der im Einklang mit den inter- gründet ward, und die in früheren Zeiten ihre Größe ausmachten, abschwört und dazu verdammt ist, ihr unmögliches Heil in der nationalen Kongreßbeschlüssen den 1. Mai prinzipiell als niederträchtigsten Reaktion zu suchen. Tag der Feier festseßte, maßgebend gewesen. Von nirgends her wird die geringste Abweichung gemeldet, und die Nachrichten, welche uns zugehen, lassen keinen Zweifel, daß die Feier eine allgemeine und würdige sein wird. Nur an wenigen Orten, z. B. in Bremen, will man eine Nach feier am Sonntag stattfinden lassen. = Unsere österreichischen Genossen stoßen dieses Jahr mehr als in früheren auf Uebelwollen und Widerstand der Bourgeoisie, die von einer Arbeitsruhe nichts wissen will. Die österreichischen Arbeiter werden diese Schwierigfeiten zu überwinden wissen, deren Auftauchen ihnen bei läufig das schmeichelhafteste Zeugniß ausstellt. Denn der Widerstand der Bourgeoisie beweist, daß diese die Zustände nicht mehr für gemüthlich" hält und die Arbeiter ernstlich zu fürchten beginnt. Aus Spanien, Italien, Belgien und der Schweiz erfahren wir, daß die Genossen durchweg mit den Vorbereitungen für den 1. Mai beschäftigt sind. Auch in Amerika und Australien wird das Weltfest der Arbeit dieses Jahr gefeiert werden wie noch niemals; und überall am 1. Mai. Sie rühmt sich, ihre Minister aus dem Blute der Rue Transnonain) unter den Mördern der republikanischen Elite von damals, der Godefroy Cavaignac, der Barbés und der Blanqui zusammengeleſen zu haben. Grenzen der asiatischen Barbarei zu erbetteln, fie, die GeSie schämte sich nicht, ihre Verbindungen in Europa an den prellte oder die Mitschuldige des Zarismus, der, die Taschen von ihren Milliarden angefüllt, sich in die Arme des kaiserlichen Deutschlands stürzt. Ihre innere Politik, die bis jetzt von dem Rufe Gambetta's: Das Pfaffenthum, das ist der Feind", beherrscht war, liefert jetzt dem Haupt der schwarzen Internationale", dem Italiener Leo XIII., die Schlüffel des Staats aus und öffnet sperrweit die Thore der Republik den Verschwörern gegen die Republik. Sie lebt von den Kochtöpfen der Anarchisten, denen sie A u 3 nahmegeseze gegen den Gozialismu 3 entnimmt, genau, wie der letzte der Bonaparte aus den Orfini- Bomben das allgemeine Sicherheitsgesetz gegen die Fortschritte der republifanischen Idee herausholte. V 1293 Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. den Arbeitern als Ziel gab: die Eroberung des allgemeinen Wahlrechts in den Staaten, wo es noch nicht besteht( Belgien, Holland, Desterreich), und die Eroberung der politischen Gewalt durch das allgemeine Stimmrecht da wo es besteht( Frankreich, Deutschland, England)? War dies nicht die einzige und beständige Politik der französischen Arbeiterpartei, seit sie vor 15 Jahren aus dem unSterblichen Marseiller Kongreß hervorging? So fam es, Genossen, daß, nachdem wir 1892 am 1. Mai uns durch das Stimmrecht einer Anzahl von Gemeinden bemächtigt hatten, im letzten Jahre die Thore des Parlaments sich uns öffnen 50 Sozialisten einrücken laffen konnten, deren bloße Gegenwart mußten, und wir in die Kammer die erste Avantgarde von hinreichte, um innerhalb weniger Monate die Achse der parlamentarischen Welt zu verlegen, und nur noch zwei Parteien, die beiden einander bekämpfenden Klassen, bestehen ließ. Auf der einen Seite alle diejenigen ohne Unterschied des religiösen und politischen Bekenntnisses, die eine ebenso ungerechte wie impotente gesellschaftliche Ordnung aufrecht ers halten wollen; auf der anderen Seite alle, die, der unvermeidlichen Umgestaltung sich bewußt, entschlossen sind, zum Heile Aller, die ökonomische Umwälzung, die aus der Wissenschaft und deren Anwendung hervorgeht, sich vollziehen zu lassen. Diese sozialistische Minderheit, welche die kommende Res gierung, die Regierung der Zukunft darstellt, ist es, an welche sich heute alle Wünsche, alle Forderungen, und die Delegirten des französischen Proletariats wenden müssen, das am 1. Mai die Arbeit unterbrechen wird. Als wenn zwischen den ebenso gehässigen, wie ohnmächtigen Dynamithelden und der großen Partei der sozialen Umgestaltung An dem Proletariat ist es jetzt, seine Beschwerdenhefte*) den jemals etwas Gemeinsames bestanden hätte und bestehen tönnte! st nicht gerade unser 1. Mai selbst die deutlichste Befun- Gewalthabern zu präsentiren die Bourgeoisie hat keine Wünsche dung des breiten und tiefen Abgrunds, der zwischen dem Indi- mehr, als den, ihre Gewalt noch zu verlängern. vidualismus der Anarchisten und dem Kollektivismus der Lassen wir die Todten ihre Todten begraben. Wir erwarten, revolutionären Arbeiter von jeher bestanden hat? Auch in England, dem einzigen Lande, wo bisher der erste Sonntag im Mai als alleiniger Festtag ge- Haben nicht alle internationalen Kongresse, die diese Welt golten hatte, haben sich diesmal, dem Züricher Kongreß- Manifestation eingeführt und aufrecht erhalten haben, gleich beschluß gemäß, sämmtliche Organisationen zeitig die" Propagandisten der That" aus ihrer Mitte entfernt geeinigt, um am 1. Mai Versammlungen in ge- und von der sozialistischen Gemeinschaft ausgeschlossen? schlossenen Räumen und Meetings im Freien abzuhalten. Haben nicht jedes Jahr, unter dem Beifall der Bourgeoispresse, die Anarchisten der Mobilmachung des gesammten Proletariats fich entgegen gestellt, und diese riesenhafteste Kraftleistung aller Zeiten, die zum Zweck hat, der herrschenden und besitzenden Klasse für die Massen, die allen Reichthum hervor bringen und dabei alles entbehren, ein bischen materiellen Vortheils zu entreißen, als feigen Berrath denunzirt? Zu unserem Bedauern soll aber auch am ersten Sonntage im Mai eine große Kundgebung im Hydepart stattfinden, und zwar zu Gunsten des Achtstundentags und des allgemeinen Wahlrechts. In Frankreich sind unsere Genossen sehr thätig. Der von uns schon erwähnte Aufruf des Nationalraths der französischen Arbeiterpartei lautet vollständig wie folgt: Andie Arbeiter Frankreichs! Genossen! Und als die Anarchisten gegen jeden Gedanken der Befizergreifung der Staatsmacht durch die als Klassenpartei fonstituirten Arbeiter protestirten, auf die„ Stimmlinge"( votards) schimpften und die Arbeiter von der Wahlurne ferne zu halten suchten war es da nicht die Arbeiterpartei, unsere Partet, die Zum fünften Mal macht die Arbeiterwelt sich bereit, den 1. Mai zu feiern, und damit die Solidarität des internationalen *) Im Mai 1839 erhoben sich die Republikaner gegen das Proletariats und seinen Willen auf Beseitigung der kapitalistischen Bürgerfönigtbum. Der wohlvorbereitete Aufstand, an dem Herrschaft, die auf der Ueberarbeitung und dem Elend der Er- Blanqui, Barbés und Gottfried Cavaignac, der Bruder des zeuger des Reichthums beruht, zu bekräftigen. Die sozialistische berüchtigten, Junischlächters", theilnahmen, wurde nur mit Mühe Arbeiterbevölkerung Frankreichs stand bei dieser Rundgebung, die und nach langem Rampf niedergeworfen, obgleich die Zahl der aus dem Pariser Kongreß hervorging, immer in erster Reihe. Sie Aufständischen gering und der Kampf von Anfang an auf die wird auch dieses Jahr nicht verfehlen, ihre Pflicht zu thun. Sie Transnonain- Straße beschränkt war. Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. 14 Ein neuer Wink von oben!" versetzte Ben David:" Das Büblein heißt wie der Eure, und leicht kann auf seinem Dorfe der Name also abgekürzt worden sein." Antlig, das bekümmert und freundlich zu ihm niedersah und flüsterte hierauf dem Juden halblaut zu:" Die ist aber doch die Mutter nicht." " Ungerathener Bube!" rief Diethers Gattin, durch einen Wink Ben Davids unterrichtet, und ihre Augen blitten zürnend auf den blöden kleinen Hans; willst Du mich wohl gleich wieder erkennen? schon zu lang dauert das Boffenspiel, Sprich, wenn Du nicht die Ruthe toften willst; bin ich Deine Mutter, oder nicht?" daß aus allen Orten des Landes dem schon sozialisirten Theil der öffentlichen Macht, welche unser geworden ist, der glühende und unerschütterliche Wille des arbeitenden Frankreichs fich fund giebt, daß durch so dringende Reformen, wie die Beschränkung der Arbeitszeit, die unvermeidliche soziale Revolution vorbereitet werde, die nur noch eine Frage der Zeit, einer sehr furzen Beit, ift. Scheue man sich nirgends, durch Feste den baldigen und sicheren Triumph einzuleiten. Wir sind jetzt schon die Herren unseres Schicksals. Auf Genossen! Auf für den Achtstundentag, für die Vereinigung der Proletarier aller Länder, und für die Befreiung der Arbeit und der Gesellschaft! Es lebe die Arbeiterpartei! Es lebe der erste Mai! Der Nationalrath: René Chauvin, G. Grespin, S. Dereure, Ferroul, Jules Guesde, Jourde, Paul Lafargue, Roussel, Prevost, Bürgerinnen A. Valette, A. Zévaès. Paris, den 31. März 1894. *) Die Cahiers( Hefte) enthielten in der alten ständischen Ver. faffung die Forderungen und Wünsche der Stände. Was wollt Ihr, edle Frau, und was redet Ihr da?" fragte Ben David mit schlauer Aufrichtigkeit: Kinder sind doch Gottes Segen, und den bezahlt man nie zu theuer. Am allerwenigsten, wenn man damit gewinnt Erb und Gut. Dem alten Herrn blüht gewiß kein Sohn mehr. Ihr seid zu fromm, um zu beglücken den Freund statt des Ehemanns. Und dennoch muß der Sohn der ersten Ehe ausgeschlossen bleiben und Priester werden, und nimmer den Dispens gewinnen, den Stamm fortzupflanzen in ErDer Knabe frümmte ängstlich seinen Rücken, faltete die mangelung anderer Erben. Der Knabe, den ich Euch überHände, und rief, in der Scheltenden Schooß geschmiegt: laffe, ist dennoch allzuwohlfeil erkauft, als Euer größtes Liebe Mutter, schlage mich nur nicht. Hans will gut Glück und Heil." sein, und er weiß ja, daß Du seine Mutter bist. Nur nicht In der That!" meinte Margarethe, die Zähren trock- schlagen." nend: es ist außerordentlich, und alles fügt sich besser, als So laß' ich's gelten!" erwiderte Margarethe, und Sei nur immer man's wünschen fann. Komm her, mein Knabe! wirst Du reichte ihm versöhnt einen Zuckerfladen: mich lieben?" gut und folgsam, und Du wirst auch den Vater zu sehen beSie zog den Buben an sich, und füßte seine Stirne: fommen." er starrte aber zu ihr empor, spielte mit dem goldenen Den Bater?" fragte der Knabe: ich habe keinen Kreuz an ihrem Halse, und fragte:„ Wer bist Du denn, mehr". gute Frau? " Ei, das ist ja Deine Mutter!" antwortete ihm Ben zu. David kurz und bestimmt. Der Knabe aber lächelte un gläubig und schüttelte zweifelnd mit dem Haupte. „ Das ist Deine Mutter, und ich bin Deine Pflegemutter;" bedeutete ihm Willhild ebenfalls. Der Knabe sah sie groß an und schien zweifelhaft zu werden. Wo ist denn die Gundel und das Hänschen?" fragte er ein wenig Kleinlaut. " Doch, doch, mein Jüngelchen!" redete ihm Ben David Einen guten und liebreichen Vater, der Dich lieben, reich beschenken und unter lauter Freude und Vergnügen großziehen wird." Das ist schön, daß ich einen Vater habe, und eine Mutter, die mich nicht schlägt!" rief hierauf Hans ganz er freut, und ließ sich, in den Buckerfladen beißend, vertraulich auf dem Polster des Hündchens nieder, das bald gute Freundschaft mit ihm machte, und seinen Kuchen mit ver Gundel ist fortgegangen und kommt nicht mehr zehren half. Während nun die Beiden spielten, und Frau wieder," nahm Ben David das Wort, da die Frauen des Willhild sich hineinmischte, um den Knaben mit sich beKnaben Rede nicht begriffen: Hänschen ist aber schwarz fannt zu machen, folgte Ben David Margarethen in ihr geworden, weil Du so lange ausgeblieben," sette er hinzu, Schlafgemach, wo die Bedingungen des Verkaufs festgesetzt und wies auf den kleinen schwarzen Spitzhund, der zu wurden. Nicht geringe waren sie, denn als Ben David, den Füßen der Altbürgering auf einem zierlichen Bolster mit Beuteln und Verschreibung beladen, davon zu gehen in Begriff war, sagte ihm Margarethe: Du verstehst es, schlief. Der Knabe schlug verwundert die Händchen zusammen, Jude, Deinen Vortheil zu beachten. Der Kinderhandel schlägt warf dann noch einen prüfenden Blick auf Margarethens Dir gut ein." " ,, Doch der tiefsten Verschwiegenheit darf ich mich zu Dir versehen?" fuhr Margarethe mit durchdringendem Blicke fort: Wenn Du treulos sein könntest... Beruhigt Euch, gute Frau", antwortete Ben David lächelnd; wär ich ein Christ, so würde ich Euch leisten einen Schwur, und ihn hinterher vielleicht erst nicht halten. Als Jude darf ich nicht schwören einen Eid ohne den Rabbi, und dann erst müßtet Ihr mir glauben aufs Wort, ob ich recht geschworen habe oder nicht; denn ich verstehe Euer Deutsch, aber Ihr nicht mein Hebräisch. Verlaßt Euch deshalb auf ein sicheres Pfand: auf meinen Hals. Wenigstens an mein Leben ginge es, fäme es heraus, daß ich ein Christens tind verschachert; und mein Leben ist mir lieb, ist's gleich nur ein elend Judenleben. Gehabt Euch wohl, und vers sichert Euch nur der Weiberzunge, die Euer, unser Ges heimniß theilt." Hierauf entfernte sich Ben David schnell, und Margas rethe säumte nicht, seinem Wint zu folgen und die halb verlegen, halb froh sich benehmende Willhild zur Bewahrung des Gelübdes aufzufordern, das sie geleistet. " Ihr könnt mir fed vertrauen, beste Frau;" versetzte Willhild; mir fällt ein Stein vom Herzen, daß ich nicht des edlen Herrn Unwillen aushalten muß, der fürchterlich gegen mich entbrennen würde, träte ich vor ihn hin und meldete ihm den Unfall, der seinem Söhnlein widerfahren. Aber... wenn ich mich nur überzeugen könnte, daß es % $ " | Teilt- Wehlau überall. Ibamals, nicht erft fin de siècle, wo ja die Frömmigkeit foldaten unter Oberst Chivington eine harmlose Indianerhöfisch- bourgeoise Mode geworden ist, christlich die Hände zu schaar am Sandy Creek und würgt Groß und Klein auf Die Sendboten der christlich deutschen Kolonialpolitik falten und die Augen bei frohem Tedeumfang zu Ehren des Geld- die scheußlichste Weise ab. Die Einwohner der Gemeinde zivilifiren mit Flußpferdpeitsche, mit Galgen und Hinter- faces zu verdrehen. Ist aber Ostindien nicht auch ein wahrer Dwyhu im Territorium Idaho, kirchenstrenge Duäker und lader, durch Sengen und Brennen die wilden Barbaren im Schatz für den fabrizirenden, den agiotirenden, den expor- fromme Christen, beauftragen eine Schaar von 25 Leuten, Often und Westen des schwarzen Erdiheils. Soeben dringt tirenden John Bull? auf die Indianerjagd zu ziehen. Für jeden Bockskalp( d. h. wieder neue Kunde aus Kamerun zu uns herüber, wo der Die Franzosen unterwarfen Algier, dessen Stämme für jede Kopfhaut eines erwachsenen Indianers) wer Bizekanzler Leift, den ja endlich die deutsche Reichs- heldenmüthig für ihre Selbständigkeit kämpften, mit allen ben 100 Dollars bezahlt, für jeden Squawregierung zurückberufen hat, die Dahomehleute so trefflich Mitteln der rohesten Gewalt. Die Landsknechte Louis( das heißt Frauen-) Stalp 50, für Stalpe von behandelte. Wir meinen die Tagebuch Blätter eines in Philippe's waren nicht minder grausam wie die Henker des Kindern unter zehn Jahren 25 Dollars. An jedem Skalp Kamerun bekannten Deutschen, die in der Neuen Deutschen Louis Bonaparte. General Bugenud zahlte für jeden muß noch die Stirnlocke sein; jeder Ueberbringer muß eidlich Rundschau" veröffentlicht worden sind." Greuelvoll find Kabylenkopf, der ihm gebracht wurde, 10 Franks und für bekräftigen, daß der Skalp von einem Mitglied der Bande diese Enthüllungen, aber sie stimmen zum Ganzen, sie zeigen, jedes Ohrenpaar 6 Franks. Am 18. Juni 1845 läßt der einem Indianer abgezogen ist. Die Bevölkerung von daß die Leist's und Wehlau's der Typus des europäischen Oberst Pelissier einen ganzen Stamm Kabylen, an 1000 Central City in Colorado sezt eine Prämie von 5000 Dollars Kulturmenschen auf dem Kolonisationspfade find. Männer, Weiber und Kinder, in der großen Höhle von für Indianerstalps mit den Ohren aus, das Stück zu Denn die Geschichte der Kolonialpolitik ist mit Blut Dahra, wohin sie sich geflüchtet hatten, durch Rauch er 20 Tollars. geschrieben, und jedes Blatt, das vom Kampfe der Zivilisticken, weil sie sich auf die harten Bedingungen, die ihnen In Sonora hat 1876 die merikanische Regierung sation gegen das Barbarenthum erzählt, ist für die christ- Pelissier stellte, nicht ergeben wollten. Das Feuer ward 5000 Dollars als Prämie für Skalpe der Apatsche- Indianer lichen, die gebildeten, die gesitteten Europäer ein Denkmal vor den Deffnungen der Höhle zwei Tage und zwei Nächte ausgefeßt. Die Ueberfallenen wurden niedergemacht, als der Schande. Es perlohnt sich, aus der neueren Zeit eine lang unterhalten, die Soldaten wurden zwangsweise dazu Gefangene lebendig stalpirt oder verbrannt, die Frauen und Reihe von Thatsachen anzuführen, die beweisen, daß die verwendet. Es war für sie, heißt es in einem Bericht der Kinder in die furchtbarste Sklaverei geschleppt. tapitalistischen Krenzzüge der Kulturvölker in die Reiche Réforme", eine gräßliche Arbeit inmitten des Geschreies Wie haben die Weißen in Australien gehaust? Die der Barbarei, die von der alten Welt als Hinterländer, und Getöses im Innern. Lange erhob sich eine zweifache Engländer auf Neuseeland haben das tapfere, sehr bildungsals Goldquellen, als Absazmärkte für den Ueberschuß Fenersäule vor den Deffnungen. Am Morgen des fähige Volk der eingeborenen Maoris, deren Ueberrefte europäischer Erzeugnisse ausgebeutet werden, nichts find 20. war nichts mehr übrig als ein niedergebrannter heute das Wahlrecht in Neuseeland haben, dezimirt. Ein als die schamlosesten Raubfriege, trotz Weihrauchduft und Gluthhaufen und auch nichts mehr zu hören. Nun drang deutscher Forscher schreibt darüber:" Die Geschichte der Weihwedelthau, trot Gesangbuch und Bibel, trot Missionaren man hinein. Man mußte zwanzig Schritte über Todte und Befihnahme oder sogenannten Kolonisation Neuseelands und Bekehrungen. Der religiös kulturelle Aufputz vermag Sterbende gehen. Im Hintergrunde fand man aufrecht ist eine Geschichte unüberbotener Niederträch die parties honteuses des Erobererthums nicht zu verstehende Leichen, mit dem Gesicht nach den Spalten hin, tigkeit, der sich die christlichen Engländer schuldig hüllen. um Luft zu schnappen. Viele waren von niederfallenden gemacht haben. Nie ist das gemeinste RäuberWie die Konquistadoren Spaniens und Portugals, Felsstücken zermalmt, eine große Zahl hatte tiefe Wunden; system unter dem Dedmantel der Zivilis Englands und Hollands in den ersten Jahrhunderten der ohne Zweifel hatte ein schrecklicher Kampf stattgefunden. fation so schmachvoll und so banditenKolonialpolitik, dieses nothwendigen Bestandtheiles der Als im Jahre 1853 ein Theil des Kabylenstammes der mäßig offen und frech zur Schau getragen worden, jungen bürgerlichen Wirthschaftsweise, gewüthet haben, ist Beni- Merrais die Geißeln und Kriegstontributionen nicht wie von den Engländern auf Neuseeland.". Ein Urtheil, bekannt. Die wilde Urbevölkerung wird massakrirt; was pünktlich brachte, ließ der bonapartische General Randon das im Großen und Ganzen auf die europäische KolonialBulver und Blei nicht vermochten, rafsen europäische alle ihre Dörfer anzünden, ihre Eruten vernichten, ihre Bolitik überhaupt zutrifft! Ein Londoner Blatt Seuchen, Bocken und Syphilis, rafft der Branntwein dahin. Fruchtbäume abhauen, ihre Krieger tödten und sagte in fchrieb 1860:" Die Maoris wissen, daß die Kolonisten nach Nach der Schäßung des bekannten Bischofs Las Casas vom feinem Bulletin: Diese Expedition machte unseren Truppen ihrem Blut dürsten und in ihrer Vernichtung das schnellste Jahre 1552 wurden in Amerika innerhalb 40 Jahren der die größte Ehre". Mittel sehen, die Ländereien in Besitz zu nehmen, wonach Eroberung 12 Millionen Eingeborene vertilgt. Die hol Im Jahre 1874 führten die Engländer, die in Afrifa sie gierig sind." Die Eingeborenen wurden durch betrügeländische Kompagnie führte, wie Hegel in seiner lehrreichen das" Enteignen" viel früher und erfolgreicher begonnen rischen Tauschhandel, durch schmachvolle Verträge, durch Abhandlung über die neueren Kriege der Zivilisation gegen haben, als der nachhinkende deutsche Reichsmichel, ihren rohe Gewaltthat ihres Landes beraubt. Das hieß man das Barbarenthum feststellt, gegen die Bewohner der Insel Krieg gegen die Aschantis mit schwarzen Hilfstruppen, von Land kaufen". Landhunger, Gewinnhunger, gemeine Banda, der niederländisch indischen Besitzung in der denen die Hauffas den gefangenen und verwundeten schäbige Plusmacherei liefern den Schlüssel zu der KulturMolukken- Gruppe, um der Muskatnüsse willen so lange Feinden den Hals abschnitten, während die Bormy- fendung des Europäerthums. Die Maoris setzten sich zur Krieg, bis die Insulaner völlig ausgerottet waren. Denn lente als Kannibalen die Erschlagenen anfaßen. Wehr. Eine ihrer Verschanzungen wird angegriffen, ber einträglich ist der Gewürzhandel, und Muskatnüsse sind In Süd- Afrika wurde die Mordpolitik systematisch englische Oberft sinkt verwundet nieder. Ein Häuptling kommt theurer als Malayenleben. betrieben, alles zu Nuz und Frommen des süßen Handels heraus, ihn zu erquicken und wird niedergeschossen. Als 1866 " M Das vielgepriesene neunzehnte Jahrhundert sah furcht- und der Kolonialkapitalisten. Schon im 17. Jahrhundert neuseeländische. Häuptlinge unterhandeln wollten, überfiel der bare Greuel. Die Kriegsführung der Russen in den Kau- zahlte die holländische Regierung im Kapland für die Ober- Major Mac Donell des Nachts das Dorf Kaware und ließ tasustriegen( 1830-1865) gegen die freien Bergvölker war lippe eines Eingeborenen ein Schußgeld, die Engländer alles niedermegeln. die: die Ortschaften niederbrennen, die Ernten und das fuhren in der Ausrottung der Kafferu unentwegt" fort Durch den Firniß der zivilisatorischen Phraseologie ,. Winterfutter vernichten, die Felder verwüsten, die Bevölke- und hielten so das„ fturmerprobte Banner" der Kultur womit sich die Kolonialpolitik schmückt, bricht mit elemenrung niedermezzeln, Weiber, Greise, Greise, Kinder. Wie hoch. Die Hottentotten und die Buschmänner in den Kap- tarer Wucht ihre wahre Natur, die zügellose, unmenschliche, der General Kaufmann, dieser Schinderhannes der bezirken wurden durch sogenannte Kommandos, d. h. durch unauslöschliche Gewinngier des Kapitalismus, der das Erdrussischen Armee, gegen die Turkmanen gewüthet Treibjagden, planmäßig vertilgt. Die Wilden lernten erst rund nach Absatzmärkten und Hinterländern, nach Naturbat, ist bekannt. Im indischen Spahi Aufstand von den Weißen, wie ausdrücklich festgestellt sei, die unschätzen, nach Edelmetallen durchsucht und mitleidslos die ließen die Engländer die Aufständischen auf nichts tanzen", menschliche und blutdürftige Kriegsführung und zeigten sich Humanität mit Füßen tritt, mordet, raubt und brennt, alles zur b. h. aufhängen oder wegblasen", d. h. vor die Kanonen dann ihrer Lehrmeister würdig. Sie, die von ihrem Grund höheren Ehre des Profits. Denn dreimal heilig ist der Profit, binden und in Stücke schießen. Bei der Erſtürmung Delhis und Boden gejagt, die geheßt und geschunden wurden, übten den auf seinem Triumphzuge durch Afrika, Asien, Amerika, wurden die Männer gemordet. Der fremme General aber doch nur Nothwehr. Früher schonten die Hottentotten Auftralien Bäffchen und Kutte fittsam begleiten, um die Savelat stärkte sich mit seinen Soldaten durch tägliches in ihren Kriegen stets Weiber und Kinder; nachdem die Wildheit und die Barbarei der Eingebornen emporzuläutern Gebet zur Mordarbeit. General Campbell ließ in Indore Engländer und Boers fie gelehrt, wie man zivilifirt, ver- zu reinem Aether der christlichen Menschlichkeit und Kultur. 200 Gefangene aufknüpfen. In einem Briefe aus Befchawar galten sie Gleiches mit Gleichem und schonten Niemand Diese christliche Kultur redet in allerlei Bungen, im Bendschab heißt es: Ein benachbartes Fort wurde mehr. englisch, holländisch, spanisch, französisch und deutsch, aber vom 55. Regiment der Eingeborenen in offener Meuterei Nicht minder rücksichtslos wirthschaften die Yankees ihre Rede allezeit und überall ist: Rebbach. Was darüber besezt gehalten. Nach der Eroberung wurden 150 nieder gegen die Rothhäute. Immer weiter dringt die kapitalistische ist, ist von Uebel. gehauen und 9 erschossen, die Flüchtigen aber von den Berg- Kultur, immer mehr wird den Indianern der Wohnungsbewohnern, denen 10 Rupien für den Kopf versprochen spielraum verengt. Das„ rothe Ungeziefer" wird er- Wir lassen nun die Thatsachen aus unserer Musterwaren, erschlagen. Von den 200 lebendig eingebrachten barmungslos ausgerottet. Im kalifornischen Feldzuge 1859 folonie Kamerun folgen, auf die sich der Leitartikel in Gefangenen wurden 40 vor Karonenmündungen gebunden tödtet General Ribbe in 15 Gefechten 400 Rothhäute, seinen einleitenden Sägen bezieht: und in Stücke geschossen; die Gebeine und Köpfe flogen darunter Weiber und Kinder, ja sogar Säuglinge. Die Am 18. März 1893. Ich erfahre intereffante Einzelheiten wirr durch die Luft. Aber ich glaube und hoffe, daß wir kalifornische Regierung zahlt der Bande Ribbe's dafür ein über den Bakoko Aufstand. In den Berichten befinden nur gethan haben, was die Pflicht heifcht." Am 28. Juli Blutgeld von 7000 Dollars. Der Indianerkrieg im Jahre fich zahlreiche Ungenauigkeiten. Herr Assessor Wehlau, welcher 1859 feierten die Engländer ein kirchliches Dantfest für die 1864 wird durch die Unionsregierung brutal provozirt. Dörfer faktisch befohlen haben, einigen alten Weibern die Expedition führte, soll beim Niederbrennen der Niederwerfung der Meuterei. Die Zivilisation wußte schon am 29. November 1864 überfällt eine Notte Unions- Die hälfe abzuschneiden; Männer fonnte er nicht gefangen nehmen. Statt der im betreffenden Bericht erwähnten Sie drückte den Knaben mit wehmüthigen Gefühlen an 150 Gefangenen sollen es deren nur 12 bis 15 gewefen fein. Matt, verwundet, halb verschmachtet, zer= ihre Brust und drängte Willhild mit dem Kleinen in die schlagen und gefchunden wurden diese Rammer. Schnell trocknete sie die Thräne von ihrer Wimper, alte Frauen, Greife und Kinder schmückte vor dem Spiegel ihr Gesicht mit freundlichem and gefchafft und unter Schlägen Lächeln, und erwartete muthig, wiewohl nicht ohne innere Stößen in Retten zum Gefängniß geführt. Drei Bangigkeit, den Eheherrn, der auch nicht säumte, bei ihr sollen am Fuße des Flaggenmastes, unter der wehenden deutschen einzusprechen. Reichsfahne, vor Hunger gestorben sein. feine Sünde sei, einen unbekannten Zweig auf solch' edlen Baum zu pflanzen." N meist an's und " Wenn ich es nicht für Sünde halte," entgegnete Margarethe stolz, so denke ich doch wohl..." Ach, lieve Frau, alles gut;" versetzte Willhild ängstlich; ,, bei Euch vornehmen Leuten ist das was anders. Kömmt ein böser Fall auch hie und da vor, so könnt Ihr mit Geld Euch Ablaß holen. Wir armen Leute haben aber nichts," Guten Abend, Margarethe!" sprach Diether in fröhDie in diesem Feldzuge" gemachten Gefangenen, soweit sie als bas nackte Leben, und unser Leutpriester zu Wiesbaden licher Weinlaune auf die Gattin zugehend und sie in die eben noch vorhanden sind, leisten jest 3wangsarbeit beim Hafenbau. Sie sterben aber alle weg, ist ein strenger gottesfürchtiger Mann, dem ich doch nächste Arme schließend. Er warf einen freundlichen Blick auf sie, größtentheils wohl infolge der veränderten Lebensweise. Ostern den ganzen Handel beichten muß. Er ist im stande, und da er gewahrte, daß sie mit gleicher Freundlichkeit zu Am 17. März 1898. Aus dem unter Führung des Assessors und schickt mich ohne Ablaß aus dem Beichtstuhle, und ihm auffah, so freute er sich deß und sagte:" Seht, liebe Wehlau unternommenen sogenannten" Bafofofeldzuge" erfahre dann ist es so gut, als ob ich vor der ganzen Gemeinde im Chewirthin, so gefallt Ihr mir. Das düstere Gesicht, das ich heute wieder verschiedene Einzelheiten. Es soll wirts Banne läge." schon seit geraumer Zeit Euer alltägliches geworden war, lich grauenhaft gewesen sein. Die Gefangenen sind Sei unbesorgt!" erwiderte hierauf Margarethe,„ kömmt hat mir viel Nachdenken verursacht. Aber wenn Eure tagelang in der glühendsten Sie auf dem Schiffe die Zeit heran, so mache Dir ein Geschäft zu Frankfurt, Stirn glängt, wie ein heller Spiegel und Euer Mund so und lege Dein Sündenbekenntniß vor meinem Beichtvater, zuckersüß lächelt,- gerade so wie jetzt, dann geht mir dem guten Barfüßermönch Reinhold ab. Der wackere das Herz auf." Priester fragt nicht nach Namen und näheren Umständen, Er tüßte sie zärtlich. Rommt, laßt uns Eins planund läßt Deiner Neue um so eher die gewünschte Los dern," fuhr er fort, und zog sie auf den gepolsterten sprechung angedeihen, als Du beschwören kannst, durch Fenstersiz. Es ist mir jetzt Bedürfniß, zu schwagen wie besagte Verwechselung einen unglücklichen Knaben glücklich eine Elfter. Gar unlieb wäre es mir gewesen, wenn ich gemacht zu haben." Euch noch trübsinnig gefunden hätte, wie heute Mittag, denn ein Glas Rheinfall hat meine Seele fröhlich gemacht, und eine wohlklingende Botschaft ist mir zu Ohren gekommen von meinem Sohne Dagobert." " ( Soden) an die Reelings berartig festgeschnürt worden, daß in die blutrünstigen und aufge schwollenen Glieder Würmer sich eingenistet hatten. Und diese Qual tagelang in der Tropen= bige und ohne jede Labung! Als dann die armen Gefangenen dem Verschmachten nahe waren, wurden sie einfach wie wilde Thiere niedergeschossen. Am 26. April 1893. Herr Wehlau soll übrigens in Vittoria wieder ganz toll gewirthschaftet haben. Dr. Preuß schrieb dieses in einem Privatbrief an Lieutenant Scheffler, der es mir zeigte. Am 4. Mai 93. Gerichtstag, abgehalten von Assessor Wehlau. Nun, so sei es denn in Gottes Namen!" sprach Will hild und legte muthig ihre Hand auf das Kruzifix, das ihr Margarethe vorhielt und in dem ein Splitter von der Hirnschale der heil. Katharina eingefaßt war:" Da mein Welche?" fragte Margarethe, nicht ohne Theilnahme. Ich werde einige Beispiele zur Ilustration der Seelenheil nicht gefährdet sein soll, so schwöre ich das mit Ihr seid ein wackeres Weib!" versetzte der alte Diether, hiesigen Rechtsverhältnisse anführen. aufgelegten Händen auf die Heiligen zu den Heiligen, daß ihr die Hand drückend:" Ihr nehmt so viel Antheil an dem Eine Fran( Schwarze) verklagt ihren Mann, weil er fie ich Euch nimmer verrathen werde, so lange mir die Augen Jüngling, und er ist doch nur Euer Stiefsohn. Darum schlecht behandle. Ohne irgend welche Beweisoffen stehen, an niemanden, der da lebt und vom Weibe sagte ich ja immer, wenn mich meine Freunde und Spiel aufnahme und 8eugenverhör wird der Mann zu geboren ist." gesellen aufheben wollten gegen Euch in Schnack und Schwant: 50 ieben verurtheilt und die Strafe fogleich vollstreckt. Sierauf füßte sie der Gebieterin die Hand und beide meine Grete ist ein herzliebes Ehgespons, das sich weder an Ein Schwarzer, August Bell, ist beschuldigt, eine Uhr gebegannen nun zu berathschlagen, wie und wann der Knabe meinen grauen Bart stößt, noch nach dem flaumbärtigen stohlen zu haben. Er wird vorgeführt. Das erste, was in das Haus seiner neuen Eltern eingeführt werden sollte. Stiefsohn verlangt in Unehren: und darum sollt Ihr auch ihm vorgehalten wird, ist: es giebt nur zweierlei Wege, Der kleine Hans saß dabei, ohne von der Verhandlung jetzt wissen, daß der Dagobert glücklich und gesund zu Coſt entweder er gesteht, er habe den in Frage stehenetwas zu verstehen, spielte mit dem Spizhunde und liebfofte niß angekommen ist, wie mir's ist faum eine halbe den Diebstahl begangen, ober er bekommt 50 iebe. Margarethens Hand, und nannte sie ein Mal über das andere Stunde der Stadtschreiber Heinrich von Gelnhausen ver- Bell sagt aus: Nein, ich habe die Uhr nicht geseine gute und liebe Mutter. Ehe jedoch die Berath sichert hat, der in Reitstiefeln, gerade wie er vom Roß genommen". Sofort wird er abgeführt und erhält 50 Siebe Wieder vor schlagung eine völlig genügende Wendung genommen hatte, stiegen, auf unsere Trinkstube Limburg kam. Der Schöffe mit der Rhinozerospeitsche. hörte man von fern den Schritt des heimgekehrten Gemahls. von Braunfels hat ihn zurückgesandt, um noch mehrere geführt, gesteht er auf weiteres Befragen, daß er die Uhr gestohlen habe. Er wird darauf zu sechs Jahren Margarethe sprang mit Herzklopfen auf.„ Kein Zögern Schriften nachzubringen, und im Augenblicke der Abreise( schreibe und sage sechs Jahren) Gefängniß, 100 Mart mehr!" rief fie:„ Das Echicksal will schnellen Ent- hat er unseren Dagobert, der gerade angekommen, begrüßt. Geldstrafe und 15 Hieben am ersten Sonnabend schluß. Willkommen, Johannes Frosch! Du wirst den Vater Nicht wahr, das freut Euch, so wie mich." ( Fortsetzung folgt.) fehen!" " jeden Monats verurtheilt. Aug. Bell soll während jener vorerwähnten Verhandlung ca. 80 Siebe befommen haben, fos wohl dafür, daß er nicht gleich eingeftand, daß er die Uhr ge stohlen bätte, als auch wenn er, bei der Niederschrift des Protofolls, die verlangten Antworten nachsprechend, stotterte. Was aber 80 Hiebe an einem Nachmittage zu bedeuten haben, das fann nur Der in vollem Umfange ermeffen, der jemals einer berartigen Prozedur beigewohnt hat. Gin robes, gehacktes Beefsteat ist nichts dagegen! Ein weiterer Fall! Herr Asseffor Wehlau vermuthet, daß fein Boy ihm Bigarren gestohlen habe. Auf grund dieser Vermuthung wird der Boy von ihm zu 20 Hieben verurtheilt. über den Unterricht in den Fortbildungsschulen am Sonntage getroffenen Bestimmungen, mit dem sich der Bundesrath heute beschäftigen wird, lautet: Am 2. Oft. 93. Vergangene Nacht wurde ich durch lauten Lärm im Gefängniß aus dem Schlafe geweckt( ca. 1/212 Uhr Nachts). Als die Stimmen immer lauter wurden, ging ich hinaus und fah einen Polizeigehilfen im heftigen Wortwechsel mit drei anderen Schwarzen, von denen einer so angezogen war, wie die Boys des Kanzlers Leist, die an ihren rothen Hüftentüchern erkenntlich sind. Auf mein Befragen wurde mir mitgetheilt, daß der Governor" ( Seist) ein Weib aus dem Gefängniß holen in ließe. Ich legte mich ärgerlich zu Bette, fonnte aber wegen des immer mehr anwachsenden Lärms innerhalb des Gefängniffes, aus dem es wie Weibergeheul und schel tende männliche Stimmen ertönte, nicht einschlafen; ich begab mich daher auf die Veranda, wo ich schon den Kassenverwalter Hering traf. Beide sahen wirjeht, wie ein Weib unter Sträuben und Schreien von drei Schwarzen in der Richtung zum Kanzlerhause hinweg geschleppt wurde. Um ca. 4 Uhr nochmals Lärm im Gefängniß! Am nächsten Morgen stellte ich mich, als ob ich von nichts wüßte, fragte einige Schwarze über die Ursache des Getöses in der Nacht aus und erhielt zur Antwort: The Governor wants a woman for( Der Gouverneur wünscht ein Weib...). Unterm 25. Dezember vermerkt der Tagebuchschreiber das Ausbrechen der bekannten Soldaten- Revolte. Politische Meberlicht. Berlin, den 12. April. Aus dem Reichstage. Auf der Tagesordnung standen heute, mit Ausnahme eines Puuktes, nur dritte Lesungen, von denen die ersten beiden Sachen, der Handelsvertrag mit Uruguay und das Abkommen mit der Schweiz betr. den gegenseitigen Patents, Muster- und Markenschutz, fast ohne Debatte durch Annahme der betreffenden Vorlagen erledigt wurden. Dasselbe war der Fall mit der Vorlage betr. die Abzahlungsgeschäfte, mit Ausnahme der Anträge aus dem Hause, welche gelegentlich der zweiten Lesung in die Vorlage Aufnahme gefunden hatten. Frist, innerhalb deren die Zentralbehörden für bestehende " Die im§ 120 Abs. 1 der Gewerbe- Ordnung festgesetzte Fortbildungsschulen, zu deren Besuch keine Verpflichtung be= steht, Ausnahmen von der daselbst über den Unterricht am Sonntag getroffenen Bestimmung gestatten können, wird bis zum 1. Oktober 1897 erstreckt." bis zum Jahre 1893 vorzulegen. Wir erwarten, daß Serr Obermeister Voß entweder den Bericht der Kreuz- Zeitung" öffentlich für falsch erklärt. oder feine Behauptungen zurücknimin t. Anderenfalls fordern wir, daß er sie mit Beweisen beLegt: Genau wann und wo etwas Aehnliches geschehen und wer die betreffenden Personen sind, an Das welche die angebliche Aufforderung ergangen ist. dürfte ihm freilich sehr schwer werden, weil man nicht beweisen kann, was nicht geschehen ist. Vielleicht werden aber dann seine Arbeiter- Kollegen im Gewerbegericht, die durch seine Angaben unter einen beschimpfenden Verdacht gerathen sind, ein Wörtlein mit ihm reden. " " Zum Lotterie- Untvesen in Preußen. Das Haus der Abgeordneten hat in seiner Sigung vom 27. Februar vorigen Jahres beschlossen, die königliche Staatsregierung Doch zu stark" ist es der Bossischen Zeitung", daß zu ersuchen, der Tropenkoller" unserer edelsten" afrikanischen Kulturbem Landtage der Monarchie im nächsten Jahre eine Fort. träger auch an Weißen" sich bethätigt. Daß die führung der vom Jahre 1880 bis 1885 aufgenommenen Statistit Schwarzen" als werthlofer Rörper" vile corpus über die Privatlotterien in dem bisherigen Umfangeden Experimenten der Wuthtoller- Besessenen preisgegeben Diefe Statistik liegt nun vor. Nach derselben wurden find, das findet" Tantchen Voß", die sich einst liberal und der Zeit vom 1. Januar 1885 bis Ende 1893 fortschrittlich nannte, ganz in der Ordnung. 5441 Geldlotterien und Ausspielungen genehmigt, dieEinkommensteuer in Bayern. Herrn v. Riedel, selben bestanden aus 56 461 300 Loosen mit einem Spiel bem für indirekte Steuern so begeisterten bayerischen fapital von 140 880 500 Mark, denen blos ein Gesammt Finanzminister, ersuchen nun die von einigen Liberalen werth der Gewinne im Betrage von 76.539 800 m. gegen unterstüßten Ultramontanen des Wirthschaftsausschusses der überstand, so daß derjenige, der ein Loos im Werthe von bayerischen Abgeordnetenkammer die Frage der Einführung einer Mart faufte, die glänzende Aussicht hatte, Enapp einer allgemeinen progressiven Einkommen 541/3 Pfennig zu gewinnen. 3020 dieser Lotterien dienten steuer eingehend zu prüfen und dem Landtage baldmög wohlthätigen Zwecken, zu denen auch der Bau von Schulen lichst den Entwurf eines solchen Gesetzes, ergänzt durch und Krankenhäusern gerechnet wird, 1652 dienten zur Unter eine Vermögenssteuer, vorzulegen. Der Minister stützung der Landwirthschaft, 276 gewerblichen Zwecken, will, nach der„ Frankfurter Zeitung", aber diese Ein223 Kirchenbauten und sonstigen kirchlichen Zwecken und tommensteuer vorläufig nur als Ergänzungssteuer 223 anderen Zwecken. neben den bestehenden Steuern einführen, bis man genauer sehe, um dann die bestehenden Steuern allheit gegen diesen Weg.mälig zu beseitigen. Bis jetzt scheint die MehrDiese Zahlen zeigen, in wie hohem Maße unter dem preußischen Staates, der freilich selbst Lotterie- Unternehmer Schutze und mit besonderer behördlicher Genehmigung des wist, die Spielsucht befördert wird. Die Ausrottung des Lotteriespieles jeder Art ist im Interesse der Volksmoral Hamburgische Steuerreform. Die Hamburgische zu fordern. Freilich von einem Staate, der aus Lotterien Bürgerschaft hat die Erhöhung der ErbschaftsGewinne und Steuern zieht, dies zu verlangen wäre steuer zur theilweisen Deckung des Defizits mit 75 gegen naiv. Deshalb muß der Staat bekämpft werden, der 51 Stimmen angenommen. Eine zweite Lesung ist erfor= solches duldet und treibt. derlich. Nach der Berathung der Erbschaftssteuer begann die Die Währungs- Enquetekommiffion ist heute wieder Bürgerschaft die Berathung über den Zuschlag zur zusammengetreten. nanat Ginkommensteuer. Mit 77 gegen 48 Stimmen wurde ein Antrag Joh. Halben angenommen, welcher eine andere Skala vorschlägt. Der Ertrag der Steuer würde nach dieser Stala etwas höher sein als nach der von dem Ausschuß beantragten. Der Antrag Halben muß noch in zweiter Lesung berathen werden. Ein Amendement Segelte, die Stadt Cuxhaven von dem Steuerzuschlag freizulassen, wurde abgelehnt. Die Firmensteuer wurde ohne Debatte abgelehnt. Der Schlußantrag des Ausschusses, daß der Senat sobald als möglich bei der Bürgerschaft die Abänderung des bestehenden Einkommensteuer Geseges beantragen solle, durch welche eine Steigerung des Steuerertrages unter weiterer Entlastung der Familienvors stände in den unteren Steuerstufen herbei wieder ehrenwerthe Leute" ja„ ehrenwerthe Leute". geführt würde, wurde angenommen. Endlich! Der Staatssekretär des Reichs: Branntweinhandel auf der Nordsee. Die AusDasselbe war der Fall mit dem Antrag Enneccerus, stamt der nicht nur den Handel mit Lotterieloofen, sondern auch ofta mts hat verboten, daß fünftighin in Beamten wechselung der Ratifitation des internationalen Abkommens mit Werthpapieren unter Strafe gestellt wissen wollte. freifen Sammlungen vorgenommen werden, um Vorgesetzten gegen den Branntweinhandel auf der Nordsee hat heute Ju der Debatte sprachen der Abg. Meyer( Halle) und oder Kollegen bei Festlichkeiten Geschenke oder anderweite zwischen Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Lenzmann gegen das Gesetz überhaupt. Letzterer setzte sich Zuwendungen zu machen. Den Postbeamten wird diese Dänemark und England stattgefunden. dadurch mit seinen eigenen Ausführungen bei der ersten Bestimmung gegenwärtig durch Rundschreiben zur Kenntniß Lesung in Widerspruch, wo er für das Gesetz gesprochen gebracht. Der Vorwärts" hatte diese Unfitte mehrfach zur hatte. Meyer wiederholte den Leitartikel der Boff. 3tg." Sprache gebracht. von heute früh. Der Brief Lieber's hat die nationalliberalen Eunuchen mit unbändiger Freude erfüllt. Als ob er etwas enthielte, das wir nicht längst gewußt hätten! Daß das Zentrum nach Aufhören des Kulturkampfes allmälig auseinanderfallen würde, verstand sich von selbst, und das einzige, worüber wir uns wundern können, ist, daß der Berfall nicht schon weitere Fortschritte gemacht hat. Unter Von dem Vertreter des Reichs- Justizamtes wurden Be allen Umständen steckt aber in dem zerfallenden Zentrum denken geltend gemacht gegen den neuen§ 7, nach welchem noch zehnmal mehr Kraft, als in den impotenten Resten dem Käufer, wenn ein schriftlicher Kaufvertrag aufgenommen dessen, was einst sich stolz die Nationalliberale Partei" wird, ein zweites gleichlautendes Exemplar ausgeliefert nannte. werden sollte. Da der Regierungsvertreter andeutete, Beiläufig ist die Lieberei zunächst ausgegangen wie daß bei Aufrechterhaltung dieser Bestimmung das Gesetz in das Hornberger Schießen. Das Zentrum hat in einer Bundesrath möglicherweise abgelehnt werden würde, Fraktionssigung die Sache„ beigelegt", und alle sind so stimmte nunmehr die Rechte gegen den Paragraphen, der damit fiel. sich weiblich über die Sozialdemokratie, die nach Aussage Für das ,, Bolk". Das Stöcker'sche„ Bolt" entrüftet Ungarn. Die Regierungsvorlage betreffend die obligatorische Zivilehe wurde mit 271 gegen 106 Stimmen, also mit einer Majorität von 165 Stimmen im Allgemeinen zur Grundlage für die Einzelberathung angenommen. Das schweizerische Anarchistengeseh ist nunmehr Die Schlußabstimmung über das Gesetz kann erst in einer späteren Sigung stattfinden. Morgen dürften bei Gelegenheit der Berathung über des Innungsmeisters Voß aus Hamburg die Gewerberichter von beiden Räthen in übereinstimmender Fassung anaus der Arbeiterklasse terrorisire. Nach dem Hamburger genommen worden. Daffelbe kann, falls keine VolksEcho" verhält sich aber, was sich jeder Vernünftige selbst abstimmung verlangt wird, nach 3 Monaten in Kraft fagen muß, die Sache ganz anders. Unser Bruderorgan treten. Keine Todesmärsche mehr- in Frankreich. Der Wir würden auch die Auslaffungen des Herrn Junungs- französische Kriegsminister hat befohlen, daß vom 15. April Obermeisters mit Stillschweigen übergangen haben, wenn nicht eine Fruftifizirung seiner Auslaffungen gegen unsere Partei an bis zum September fein weiterer militärischer versucht würde, und wenn seine Angaben nicht unrichtig wären. Marsch mehr bei Tage stattfinden darf. Die Seine Zuhörer riefen au seiner Auslaffung ein empörtes Nachtſtunden, d. h. die Stunden zwischen Unters „ Hört! Hört!" Sie standen offenbar unter dem Ein gang und Aufgang der Sonne, müssen für die Druck, als ob ob in Hamburg vor dem Gewerbegericht Märsche der Soldaten benutzt werden. unter dem Druck unserer Partei im Sinne der Arbeiter parteiisch Hecht gesprochen werde und als ob die Partei folche Beisitzer des Gewerbegerichts, welche sich dem Ansinnen, das Recht zu beugen, nicht fügen wollen, aus dem Gericht zu verdrängen fuche. die Nachtragsforderungen für Kamerun die neuesten Skandalosa auf dem Gebiete unserer Kolonialpolitik zur Sprache gebracht werden. adrianfchreibt: Bundesrath. In der heutigen Sigung des Bundesraths wurde dem Antrag Preußens mit dem Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Verlängerung der Frist für die Gestattung von Ausnahmen von der in§ 120 Absatz 1 der Gewerbe Ordnung über den Unterricht in den Fortbildungsschulen am Sonntag getroffenen Bestimmung, ferner der Vorlage, betreffend den Beitritt Luxemburgs und Belgiens zu der zwischen Deutschland, DesterreichUngarn, ben Niederlanden und der Schweiz getroffenen Vereinbarung erleichternder Vorschriften für deren wechsel seitigen Eisenbahnverkehr, sowie dem Antrag des Ausschusses zu dem Entwurf eines Gesetzes, betr. die Aenderung des Bolltarifs die Zustimmung ertheilt. Das Gesetz, betr. -die Abänderung des Bolltarif Gesetzes vom 15. Juli 1879 wurde in der vom Reichstag beschlossenen Fassung an genommen und die hierzu vom Reichstage angenommene Resolution dem Reichskanzler überwiesen. = Sonntagsruhe für Industrie und Handwerk. Wie ten Hamb. Nachr." aus Berlin berichtet wird, werden im Reichsamt des Innern die Arbeiten zur Vorbereitung des Erlasses der kaiserlichen Verordnung, welche die Sonntagsruhe für Industrie und Handwerk einzuführen bestimmt sein werden, eifrig gefördert. Mit den Bertretern eines großen Theiles der bei den Ausnahmebestimmungen auf grund des § 105d der Gewerbe- Ordnung in Betracht kommenden Berufszweige haben die in Aussicht genommenen Konferenzen abgehalten werden können, mit anderen stehen dieselben für nahe Beit bevor, so mit den Vertretern der Papier- und Papier verarbeitungs- Industrie. Man hofft in nicht allzuferner Beit in diesen Konferenzen einen Abschluß eintreten lassen zu fönnen, was umso eher möglich sein dürfte, als es sich herausgestellt hat, daß für den einen oder den anderen Industriezweig die Einberufung von Sachverständigen der Praxis nach Berlin nicht nöthig sein wird. Man ist ziemlich sicher, daß der Bundesrath vor Sommersanfang das allerdings außerordentlich umfangreiche Material zur Ausführung des§ 105 d der Gewerbe- Ordnung zugestellt er halten haben wird. Danach scheint die Annahme sich bestätigen zu sollen, daß die Sonntagsruhe für Industrie und Handwerk mit dem 1. Januar 1895 wird ihren Anfang nehmen können. Höchste Zeit wäre es allerdings, daß endlich die Sonn tagsruhe- Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung vom Jahre 1891 am 1. Januar 1895 in Kraft treten. Der Sonntagsunterricht in den Fortbildungsschulen. Der von Preußen im Bundesrathe eingebrachte Gefeßentwurf über die Verlängerung der Frist für die Gestattung von Ausnahmen von der in der Gewerbeordnung Das ist eine schwere Beleidigung unserer Partei, gegen die wir hier entschieden Protest einlegen. Sie ist um so schlimmer, als die angeführten Thatsachen" unwahr sind. Wir haben uns an verschiedenen Stellen, welche über alle Vorkomm niffe im Maurerfachverein( bezw. Verband) genau unterrichtet find, erkundigt und es ist uns übereinstimmend versichert worden, daß die Angaben des Herrn Obermeisters Boß auf Erfindung beruhen. Wir wollen annehmen, daß Herr Voß leichtgläubig ihm zugetragene Unwahrheiten für baare Münze genommen hat; man glaubt vom Gegner ja so gern das Schlechte, zumal wenn man sieht, wie dieser Gegner lebenskräftig wächst, während die eigene Sache im tronlosen Niedergange begriffen ist. ind in Deutschland? Aus Italien liegen die folgenden Meldungen vor: Der Prozeß gegen die Banca Romana" wird endlich am 2. Mai vor dem Schwurgerichte in Rom zur Verhandlung kommen. Die Kommission der Deputirtenkammer zur Berathung der finanziellen Maßnahmen beschloß heute im Gegensatz zu der Ansicht des Finanzministers Sonnino, die Frage des Notenumlaufs von den finanziellen Maßnahmen zu trennen und den Bericht über letztere der Kammer am Sonnabend vorzulegen, den Bericht über die Frage des Notenumlaufs aber folgen zu laffen. Crispi wird sich wenig freuen, daß der ihn aller Voraussicht schwer kompromittirende Prozeß nicht mehr aufge= schoben werden kann und daß der Finanzausschuß sich den Regierungsvorlagen gegenüber ununterbrochen halsstarrig Beigt.Bei einigem Nachdenken hätte Herr Voß sich übrigens selbst sagen können, daß die ihm zugetragene Nachricht Die belgische Regierung beabsichtigt, einen Schutzwenigstens äußerst univahrscheinlich flingt. Er ist selbst mit zoll auf einige Getreidesorten einzuführen. Sie denkt das glied des Hamburger Gewerbegerichts und weiß sehr genau, durch bei den durch die Pfaffenherrschaft verdummten daß bei den Verhandlungen die Beisiger feineswegs immer, ja Bauern für die Oktoberwahlen Stimmung zu machen. Diese nicht einmal in den meisten Fällen dem Berufe der streitenden Bläne werden von unsern Genossen einer gebührenden Kritik Parteien angehören. Kann nun der Maurer Fachverein sich auch nur einfallen lassen, zu beschließen, wie die Vertreter anderer unterzogen. Berufe in irgend einer bestimmten Streitsache entscheiden Die Wahlen in Holland haben zu einer großen follen? Ein solcher Beschluß wäre doch gar zu dum m. Stimmenzersplitterung geführt, so daß blos 60 Wahlen entUnd Herr Voß sollte doch nachgerade die Hamburger Arbeiter schieden sind, dagegen aber 23 Stichwahlen stattfinden müssen. genügend kennen, um ihnen eine solche Dummheit nicht zuzu Bis zur Stunde sind 23 Anhänger und 37 Gegner des Wohltrauen. Und nun gar die Partei soll an die Gewerbegerichts- reformentwurfes gewählt, in 7 Wahlkreisen stehen sich blos Anbeisiger, welche gegen den Beschluß des Fachvereins ent- hänger des allgemeinen Wahlrechtes gegenüber, so daß 30 Anschieden" haben sollen, die Aufforderung haben ergeben hänger und 37 Gegner desselben als sicher gewählt zu bes faffen, zurückzutreten. Diese Angabe ist ebenfalls abfolut zeichnen sind. Es müßten demnach alle übrigen für die unwahr. Eine solche Aufforderung ist von der Partei Anhänger der Wahlreform ausfallen, wenn das Ministerium niemals ergangen und wird niemals ergeben mit einer Stimme Majorität aus dem Wahlkampfe Die Partei mischt sich grundsäßlich nicht in solche Privat hervorgehen sollte. Dies ist faum anzunehmen. Wir hoffen angelegenheiten; fie achtet aber auch die Unparteilich feit der Richter viel zu hoch, um an eine solche Beeinflussung der im Gewerbegericht Recht sprechenden Genossen auch nur entfernt zu denken. Wir wollen Herrn Voß übrigens verrathen, daß der Obermeister der Schlosserinnung und frühere Präses der Gewerbekammer, Herr Ed. Schmidt, schon vor Jahren gegenüber einem bekannten Genossen die besondere Unparteilich feit der fozialdemo tratischen Beisiger des damaligen Gewerblichen Schiedsgerichts rühmend hervorgehoben hat. morgen aus der Feder unseres holländischen Herrn Korre spondenten eine Darstellung des Wahlergebnisses veröffentlichen zu können. Portugal erfreut sich wieder einer Ministerkrise. In Bulgarien ist eine Ministerkrise zu verzeichnen. Für den Inhalt der Inierate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 13. April, Opernhaus. Falstaff. Central- Theater. Alte Jakobftraße 30. Zum 6. Male: Der neue Kurs. Posse mit Gesang in 3 Atten von Leopold Ely. Musik von Julius Einödshofer. Anfang der Vorstellung 7/2 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: ,, Der neue Kurs". Schauspielhaus. Ein Sommernachts- Victoria- Brauerei, traum. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Maria und Magdalena. Leshng- Theater. Madame SansGêne. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der arme Jonathan.. Rehdenz- Theater. Der Maskenball. Wallner Theater. Geschlossen. Neues Theater. Die Journalisten. Central- Theater. Der neue Kurs. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktorin Theater. Die schöne $ Melusine. Alexanderplat Theater. • Die Nachteulen von Paris. National Theater. Der Glöckner von Notre- Dame. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Hierauf: Columbia. American Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. = Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitätens Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Parodie Theater. Borstellung. SpezialitätenNeue freie Volksbühne. Jm Wallner- Theater Sonntag, den 15., 22. und 29. April: Die Ranhau. Von Erdmann- Chatrian. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Nur einmalige Aufführung. Der Glöckner von Notre- Dame. = Schauspiel in 6 Bildern von Charlotte Birch Pfeiffer. Regie: May Samst. Kasseneröffnung 61/2 Uhr. Anfang 712 Uhr. Morgen: Voltsvorstellung zu be deutend ermäßigten Preisen. Romeo and Julia. Sonntag: Novität! Zum 1. Male: Lühowstraße 111-112. Jeden Freitag und Montag: Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Zur Vermählungsfeier unseres Genoffen Mori Mir mit Fräulein Elisabeth Megner wünscht Glück und Wohlergehen 2941b Nr. 3 im 1. Kreise. Todes- Anzeige. Allen Freunden, Berwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater am 11. d. M., früh 4 Uhr, im vierzigsten Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 5 Uhr von der Leichenhalle des Michaelis- Kirchhofes aus statt. Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Am Freitag, den 13. April, Abends 8 Uhr, im Lokale Marienbad", Badstr. 35-36( Gesundbrunnen): Große öffentliche Volks- Versammlung Zages Ordnung: 1. Anwendung und Bedentung des Boykotts für die sozialdemokratische Partei. Referent Reichstags- Abgeordneter Molkenbuhr. Dies zeigt tiefbetrübt an 2937b 2. Diskussion. Der Einberufer. Die trauernde Wittwe nebst Kindern, Anna Pietsch, geb. Tuschinsky. Orts- Krankenkasse für das Goldschmiede- Gewerbe zu Berlin. General- Versammlung Im Vorverkauf 40 Pf. fämmtlicher Herren Delegirten ( siehe Plakate) am Sonnabend, den 21. April cr., Zum Schluß: Abends 81/2 Uhr, im Restaurant Neu! Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Tages Ordnung: Die Zigeunerkapelle Benzin Gullasch. Parodistisches Ensemble von Meysel. Sonntag, den 15. April: Letzte Sonntags- Soirée in Sanssouci. Alcazar. Variété- u. SpezialitätenTheater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Vornehmster Familien- Aufenthalt. Täglich: Gr. Theater- Vorstellung. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Entree: Wochentags 20 Pf. Sonntags 30 Pi. R. Winkler. ratweil'sche Bierhallen G Kommandantenstr.77-79. Welt. u. größt. Etablissem. Berl. Läglich bei freiem Entree abwechselndes Programm der österreichischen Damenkapelle " Ditti" in kleinrussischen Nationalkostümen. Auftreten von 1. Berichterstattung über das Verwaltungsjahr 1898. 2. Bericht der Revisoren und Antrag auf Ertheilung der Decharge. 3. Die Zentralisation der Orts- Krankenkassen Berlins und Umgegend. 4. Statuten- enderung 5. Verschiedenes. 2946b Fachuerein der Tischler. Montag, den 16. April, Abends 81/2 Uhr, 8911 im Lokale des Herrn Ehrenberg, Annenstrasse No. 16: General- Derlammlung. Zages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Schöpke über: Mary". 2. Diskussion. 8. Aba rechnung, Bericht des Vorstandes und des Bibliothekars. 4. Erfahwahl des Vorstandes. 5. Verschiedenes. 309/10 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht $ 2 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend Um pünktliches und zahlreiches Erin Gründer's Lokal( früher Mundt), Köpnickerstr. 100. am Sonntag, deu 15. April, Vorm. 101/2 Uhr, Tages- Ordnung: scheinen ersucht Berlin, den 12. April 1894. Der Vorstand. 1. Wie feiern wir den 1. Mai? 2. Diskussion. 3. Wahl eines Delea J. A.: E. Davidshäuser, Vorsitzender, girten zur Gewerkschafts- Kommission. 4. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse Weberstr. 40a, Eing.. Elisabethstr. v. II. der Berliner Maurer. Kollegen! Da die Tagesordnung eine wichtige ist, so ist es Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. 445/15 Der Einberufer. Orts- Krankenkasse der Messerschmiede etc. Verein der Brauerei- u. Bierverlags- Hilfsarbeiter Am Sonnabend, den 21. April, Abends 81/2 Uhr, findet bei Kanafolsky, Rosenthalerstr. 57, die Ordentl. Generalversammlung statt. Zages Ordnung: 1. Kassenbericht. 2. Bericht über die Abnahme der Jahresrechnung. 3. Wahl des Rendanten. 4. Beschlußfassung über die Wahlperiode des Vorstandes 5. Verschiedenes. Arbeitgeber, die zuzahlen, find hiermit eingeladen. Der Vorstand. 29476 Verein Stenographenschule. 3. Sonnabend, den 14. April, am Berlins und Umgegend. Große Mitglieder- Versammlung Sonntag, den 15. April cr., Nachmittags 2 Uhr, in Cohn's Festsälen( früher Norbert), Beuthstraße Nr. 20, 1 Treppe, Industriegebäude. Tages- Ordnung: 1. Bericht über den Lohntarif. Referent Rollege Schneider. 2. Disa fussion. 3. Quartalsbericht und Bericht der Revisoren. 4. Innere VereinsAngelegenheiten. 88/13 Kollegen! In dieser Versammlung wird der ausgearbeitete Lohntarif vorgelegt werden, folgedessen ist es auch Eure Pflicht, Mann für Mann zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Um recht zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich: Hauptzahlfelle bei Olböter, Brunnenstr. 57. 3ahlstellen: 1. bei W. Schöne, Heiners dorferstraße 5; 2. bei G. Dummert, Wilhelmshafenerstraße 13; 3. bei G. Huff, Röpnickerstr. 31; 4. bei W. Grube, Solmsstraße, Ecke der Mariendorferstraße; Stiftungsfest. bei wieske, Landsberger- Allee 148; 6. bei A. Faller, Ballasstr. 16; 7. bei in Schmiedel's Pestsälen, Alte Jakobstraße Nr. 32. Hilpert, Hermannstr. 25; 8. bei C. Haase, Charlottenburg, Spandauerstr. 19. NB. An diesem Tage werden die Billets zu unserem am 21. April 1894 Der Vorstand. Gefährliche Waffen. Schauspiel in Künstlern. Spezialitäten Freunde unseres Vereins als Gäſte ſtattfindenden Stiftungsfest ausgegeben. 5 Aften nach Doris Freiin v. Spättgen's gleichnamigen Roman aus dem Berliner Lokal- Anzeiger" von Hugo Busse. " American- Theater. 1. Ranges, sowie Auftreten der nordamerikanisch. Negergesellschaft Mr. Brown. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. 3 Kegelbahnen. 6 Billards, pro Dresdener- Straße 55. Stunde 60 Pf. Letzte Woche in dieser Saison. Jeden Abend 9 Uhr: Lumpensusanne oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem VerC. Koch, fr. Gambrinus. Säle für Versammlungen und Festlichkeiten sind noch an verschiedenen Tagen zu haben. Adolph Ernst- Theater. Heute: brecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Charley's Taute. Lumpensusanne, gen. Die Gräfin ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwinkel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. mit bewegter Vergangen Brunwald heit. -Q " Martin Bendix. Neu! Original- ,, Barna" Neu! Musikalischer Elektro- Phantast. Ferner u. a.: Direktor Hippe" von Martin Bendix, sowie Eugen 3ocher, Sächsischer Original- Humorist. Wochentags 1/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Vor- Anzeige! Sonnabend, 14. April: Benefiz für die beliebte Berliner Soubrette Josephine Delcliseur. Sonntag: Vorletzte Vorstellung. Circus Renz, ( Karlstraße.) Freitag, den 13. April 1894, Abends 71/2 Uhr: Große Komiker- Vorstellung. Auftreten sämmtlicher Clowns. Der Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Akt von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. Sn Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 1/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Passagewillkommen. 464/18 Clausen, Teltowerstr. 37. Moabit. hierdurch mit, daß ich mein Lokal Allen Freunden und Kollegen theile von der Stephansir. 37 nach Salz wedelerstraße 15 verlegt habe. 2930b Carl Bachstein. Restauration, Arbeiterverf., preisw. zu verkaufen Großgörschenstr. 2.[ 2948b nialwaaren u. Sülsenfrüchte, Butter, Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands.( Filiale Berlin.) im Lokale des Herrn Philipp, Rosenthalerstraße Nr. 38: Donnerstag, den 19. April, Abends 8½½ Uhr, General- Dersammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Landtags- Abgeordneten Kollegen Carl Pinkau aus Leipzig über: Die wirthschaftlichen Orgonisationen früherer Jahrhunderte. 2. JahresKaffee. 29396 bericht und Neuwahl der Verwaltung. 3. Bericht der Fünfer- Kommission über das Resultat der Urabstimmung zur Errichtung des Vereinsbureaus Empfehle den Genossen meine Kolo 4. Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung bittet um zahlreichen Besuch Käse und Genossenschaftsbrot billigst. 491/14 Die Verwaltung. Paul Halitzky, Sorauerstr. 7. Kollegen, welche Mitglieder werden wollen, haben Zutritt. Ich bin von Friedrichstr. 30 nach Wilhelmstr. 20 verzogen. Sprechst. 8-9, 4-5. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Kinderwagen, cher gratis. Theilzahlung ge1. Gesch.: Andreasstr. 23, H. pt., gegenüb. Andreaspl 2. Gesch.: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain Mustergrößtes Lager Berlins. stattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ch nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. Korzerthaus Sanssouci", Kottbuserstr. 4 a. Dienstag, den 17. April 1894: Panopticum. S. Abonnements Konzert Die ( Letztes in dieser Saison) Glocke der Freien Vereinigung der Zivilberufsmusiker Berlins und Umg. von Fr. v. Schiller. Mufit von Romberg. Dargestellt in 15 lebend. Bildern. Castan's Panoptikum. urtomische Imitator- Clown Mr. Ybbs. Im 9. Kreise der Hölle: Das Verschwinden einer Dame u. s. w. Außerdem: Hippologisches Potpourri Der Rutsch a. d. Rafirmesser. von 40 Pferden, vorgeführt von Herrn R. Renz. Colmar und der Steiger Alep, Elite- Damenkapelle Austria. geritten von Frl. Oceana Renz u. f. w. Zum Schluß: Ein Künstlerfest. Otto Naether, Newe Einlagen. 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Drud und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Bier tüchtige Schneidergesellen verl. V. Mildenberger, Göpenick. Lohn: Paletot 10 M., Rock 9 M., Jaquet 8 M. 29446 Goldarbeiter- Lehrling verl. Cohn u. Kleinfeldt, Kanonierstr. 41. 29436 Tüchtige Schrifthauer werden für dauernd lohnende Beschäf tigung verlangt. 2945b W. Sipperling, Blücherstraße 1. Der heutigen Nummer unseres Blattes liegt die geftrige Gewinnlifte der preuß. Lotterie bei. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 85. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 80. Sigung vom 12. April, 1 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Bötticher, Nieberding. Der Handelsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Ungarn wird in dritter Lesung definitiv genehmigt, desgl. das Abkommen mit der Schweiz, betr. den gegenseitigen Patents, Muster- und Markenschutz. Die zu dem letzteren Gegenstand eingegangenen Petitionen werden für erledigt erklärt. In der dritten Berathung des Gesetzentwurfs, betr. die Ab. zahlungsgeschäfte bemerkt zur Generaldiskussion Abg. Meyer- Halle( frs. Bgg.), daß diese Vorlage in der Form, die sie durch die zweite Lesung erhalten hat, einen unzweifelhaften Grundsatz der Billigkeit und Gerechtigkeit verlegt, nämlich den, daß beim Rücktritt vom Vertrage demjenigen, der den Vertrag erfüllt hat und weiter erfüllen will, völlige Schadlos haltung für das bereits Geleistete gewährt werden muß. Dem Käufer werde das Recht des jederzeitigen Rücktritts ohne Angabe von Gründen und ohne die Auferlegung der Verpflichtung zur Schadloshaltung des Verkäufers zugestanden. Die Werthverände= rung soll zwar berücksichtigt werden, es ist aber nicht ausge: sprochen, wie weit diese Berücksichtigung gehen soll. In dieser Form schädigt das Gesetz sogar den redlichen Abzahlungsverkäufer. Das Gesetz ist ein durch und durch krankes, durch Amendements nicht zu furirendes Produkt, gegen das wir in der Schlußabstimmung votiren müssen. Abg. v. Buchka( dk.) ist im Gegentheil der Meinung, daß das Gesetz durchaus gesund ist und nüßlich wirken wird. Gewiß sei es noch verbesserungsfähig und die Gefahr sei ja nicht aus geschloffen, daß frivole Käufer sich die neuen Bestimmungen zu nuze machen, um den Verkäufer zu schädigen. Aber die Veranlaffung des Gesetzes liegt doch in den schweren Nachtheilen, welche die Käufer nach dem bisherigen Rechtszustande durch diese Abzahlungsgeschäfte zu erleiden hatten. Wir werden der VorLage zustimmen. In der Spezialdiskussion werden§§ 1-6 ohne Debatte nach den Beschlüssen zweiter Lesung genehmigt. § 7, in die Vorlage nach einem Antrage Tubauer- Auer in zweiter Lesung aufgenommen, schreibt vor, daß wenn über das Geschäft eine Urkunde errichtet wird, der Verkäufer verpflichtet ist, dem Käufer eine Abschrift zu übergeben und ihm dauernd zu überlassen. Die Aushändigung soll spätestens am dritten Tage nach Stempelung stattfinden und Zuwiderhandlungen sollen mit Geldbuße bis zu 150 M. bestraft werden. Die Abgg. Auer und Genossen beantragen heute, den§ 7 dahin zu amendiren, daß eine zweite gleichlautende, von beiden Theilen unterschriebene Ausfertigung der Vertragsurkunde aus zuantworten ift. Staatssekretär im Reichs- Justizamt Nieberding bittet das Haus, den wider Erwarten in zweiter Lesung augenommenen § 7 wieder abzulehnen. Der§ 7 gehe in seiner Tragweite weit über das Gebiet der eigentlichen Abzahlungsgeschäfte hinaus und werde statt des erwarteten praktischen Nugens nur Schwierigteiten und Belästigungen des wirthschaftlichen Lebens zur Folge haben. Der Hinweis auf die österreichische Gesetzgebung treffe nicht zu. Abg. Lenzmann( Frs. Vp.): Meine Bedenken gegen den § 7 haben sich seit der zweiten Lesung noch erheblich verstärkt und folgerichtig auch meine Bedenken gegen die ganze Vorlage. Für die behauptete Schädigung dadurch, daß das zweite Exemplar der Urkunde nicht ausgehändigt ist, find uns die Sozialdemokraten jeden Beweis schuldig geblieben. Abg. Auer( Soz.): In zweiter Lesung haben fast alle Parteien dem Antrag zugestimmt, es muß also doch ein guter Kern in ihm stecken. Die Fälle, daß Käufer über den Inhalt der Urkunde getäuscht wurden, ja, daß zwei in sich verschiedene Exemplare vorhanden waren, sind wiederholt vorgekommen und Deshalb haben wir den Versuch gemacht, dem durch das Gesetz entgegen zu treten. Wenn aber jetzt so schweres Geschütz dagegen aufgefahren wird, wenn gar schließlich das ganze Gesetz im Bundesrath an diesem Paragraphen scheitern könnte, so wollen wir dieses Resultat verhüten, denn wir sind der Meinung, daß rungenschaft halten, nicht scheitern darf. Wir werden daher, auch wenn§ 7 fällt, der Vorlage zustimmen. an diesem Punkte das Gesetz, das wir für eine werthvolle GrAbg. Spahn( 3.) bemerkt, daß das Zentrum in zweiter Lesung gegen den§ 7 gestimmt hat. Abg. Meyer Halle hofft, daß nach diesem Ergebniß der = Debatte§ 7 abgelehnt werden wird. heute gegen den§ 7 stimmen. Freitag, den 13. April 1894. 11. Jahrg. Konfurse sich nur erstrecken auf Forderungen aus dem Mieths- Dazu beantragen die Stadtv. Rott und 30 Genossen vertrage wegen des laufenden und des lezten Jahres vor Er- folgenden Zusatz: und in welcher Art das Kommunal. öffnung des Konkurses rückständigen Miethszinses, sowie wegen Steuergeset im nächsten Etatsjahr zur Ausführung zu anderer Forderungen aus dem Miethsvertrage, jedoch mit der bringen ist." Einschränkung, daß dem Vermiether Anspruch auf abgesonderte Oberbürgermeister 3elle: Der Kämmerer Maaß ist trank Befriedigung für solche Forderungen nicht zusteht, die er infolge gewesen, befindet sich zum Glück jetzt wieder in Ge Kündigung des Verwalters geltend machen tann. nefung und hofft, in furzer Zeit seine Geschäfte wieder aufnehmen zu können. Er hat den erklärlichen Wunsch, bei der Bea gelegenheit deshalb heute abzusetzen und auf die Tagesordnung sprechung der Angelegenheit zugegen zu sein. Ich bitte die Ana einer der allernächsten Sizungen zu sehen. Die X. Kommission hat die Vorlage unverändert angenommen. weitergehenden Anträge betr. das Vorrecht der Bauhandwerker und Abg. Rintelen( 3.) erklärt, daß die vom Zentrum gestellten die Beseitigung des Rententionsrecht des Vermiethers zurückgezogen werden, weil sich aus den Erklärungen des Justizministers im preußischen Abgeordnetenhause ergeben habe, daß beide Materien wenigstens für Preußen noch vor dem Erlaß des bürgerlichen Gesetzbuchs eine Regelung finden werden. und Die Vorlage wird unverändert angenommen. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Betitionsberichte auf die Tagesordnung zu nehmen. Der Präsident schlägt vor, morgen Rechnungsvorlagen Raniz, betr. das Getreidemonopol, auf die morgende Tagesordnung Auf Antrag Ridert wird auch der Antrag des Grafen gefeßt und zwar( nach einem Antrag Richter) an die letzte Stelle derfelben. Schluß nach 3 Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr. Abgeordnetenhaus. 47. Sigung vom 12. April 1894. 11 Uhr. Am Ministertische: Bosse und Kommissarien. Der Antragsteller hat gegen die Vertagung nichts einzuwenden. Die Angelegenheit wird für heute abgefeßt. Jm Südosten der Stadt, auf der Oberspree, oberhalb der Cuvrystraße, soll eine Doppel- Badeanstalt neu errichtet werden. Der Magistrat legt den Entwurf vor. Stadtv. Hentig( Antisemit) bittet, da ihm zu einem Ana trage die Kraft fehlt( Heiterkeit), um die Verwendung deutscher gleich größere Dauerhaftigkeit verbürgt und eine Ersparniß von Hölzer( große Heiterkeit) bei dem Bau; es würde dadurch zus 20 000 m. zu machen sein. Der Entwurf wird genehmigt, desgleichen der Magistrats antrag, das Diensteinkommen der auf Lebenszeit angestellten Magistrats assessoren auf 4200 und von je drei zu drei Jahren um 300 m. steigend bis zum Maximum von 6000 M. zu normiren. Die Stadtvv. üben und Genossen beantragen, den Mas Auf der Tagesordnung steht die erste Berathung des Gesetz- giftrat zu ersuchen, Vorsorge zu treffen, daß die öffentliche Gesetz- Straßenbesprengung, wenn es die Witterung erfordert, entwurfs zur Abänderung der evangelischen Kirchengemeinde- und Synodalordnung und auch ohne Rücksicht auf die Jahreszeit, namentlich auch schon vor betreffend die evangelische Kirchenverfassung der acht älteren dem 1. April bewirkt wird. Provinzen. Der Gegenstand wurde in der fünf Stunden währenden Sigung nicht erledigt. Nächste Sigung Freitag 11 Uhr( Fortsetzung der Berathung des Kirchengesetzes und Petitionen). Parlantentarisches. Stadtv. Lüben verweist auf die ungeheure Staubwolfe, in welcher sich Berlin um die Zeit des Osterfestes befunden habe, ohne daß gesprengt wurde. Man müsse darauf bringen, die Wiederkehr solcher abscheulichen Zustände zu verhinderu. Stadtfyndikus Meubrink: Die Voraussetzungen dieses Antrags sind seit zehn Jahren erfüllt; die Mittel zu außerordentlichen Sprengungen stehen zur Verfügung. Am Char freitag ist allerdings eine große Staubwolte aufgetreten. Am Morgen dieses Tages ist der StraßenreinigungsDie Wahlprüfungs- Kommission des Reichstags beschloß direktor durch den Thiergarten gegangen und hat sich in ihrer letzten Sizung am Mittwoch Abend, dem Reichstag zu persönlich von dem dortigen Zustande überzeugt. Da Relf gea empfehlen, die Wahlen der Abgeordneten Holleufer( Wahlkreis fallen war und die Temperatur sehr wohl bis zu Frost sich er Löwenberg) und Böhme( 21. sächsischer Wahlkreis Annaberg) für niedrigen konnte, so tam der Direktor nach Besprechung mit giltig zu erklärent. Die vom Plenum des Reichstages an die einem Inspektor zu dem Schluß, daß am Charfreitag nicht geKommission zurückverwiesenen Anträge des Abg. v. Strommbeck, sprengt werden sollte. Er hat sich allerdings verrechnet. Seit zum Bericht über die Wahl des Abg. Wamhof( Osnabrück) wurdem 25. März ist dann im Thiergarten regelmäßig gesprengt den von der Mehrheit der Kommission abgelehnt. Mit dieser worden. Die Straßenreinigungs- Deputation wird aber überlegen, Sigung hat die Wahlprüfungs Kommission für diese Session wie der Tendenz des Antrages noch weiter entsprochen werden fann. ihre Thätigkeit abgeschlossen. Stadtv. üben ist mit dem Versprechen, daß der Magistrat sich bessern werde, sehr zufrieden, bittet aber doch um Annahme des Antrags. Der Antrag wird angenommen. W Parteinachrichten. darauf los und glaubt dadurch die Bewegung zu Gunsten des ziehungsbaufes für verwahrlofte Knaben auf Maifeier. Die österreichische Regierung maßregelt wader Die Vorlage, betr. Die Skizze zum Neubau eines Er1. Mai unterdrücken zu können. Der Statthalter von Böhmen dem Terrain der Frrenanstalt bei Lichtenberg wird vom Stadtv. gab der Reichenberger Handelskammer bekannt, daß die bei dem Friedemann barum bemängelt, weil die vorgesehenen Ifolir1. Mai nicht rechnen dürften. Eine eventuelle Arbeitseinstellung der auf 582 000 m. veranschlagten, ihm außerordentlich hoch erStaatsbetrieb angestellten Arbeiter auf eine Freigebung des zellen über den Klosets angebracht werden sollen, außerdem wegen an diesem Tage werde nach der vollen Strenge des Gesetzes be- fcheinenden handelt werden.- Ebenso wurde in Wien die soeben fertiggestellte erste Auflage der Maifest- Zeitung fonfiszirt. von den großen Zentren aus nach dem flachen Lande zu ihren Die Ausbreitung der Sozialdemokratie nimmt stetigen Fortgang troh Gendarm und Pfaffen. So ist fürzlich ein sozialdemokratischer Verein von den dortigen Parteigenossen erst wieder in Wallhausen, einem kleinen Ort in Thüringen, gegründet worden, dem sofort etwa 20 Genoffen beitraten. BI and enstein treten diesen Bedenken entgegen, während Kosten. Die Stadträthe Bertram und auch Stadtverordneter Rosenow Ausschußberathung für an gezeigt hält. Es wird demgemäß beschlossen. Schluß 634 Uhr. Tokales. Die Dortmunder Genossen haben beschlossen, dem bis zu Zum Charitee: Neubau bringt der Berliner Lokal- Ana seinem Tode treuen, stets in den ersten Reihen kämpfenden Geiger vom 10. April eme Notiz, die wir hier wörtlich wiedernossen Tölcke ein Denkmal zu sehen und sammeln zu diesem geben. Das Blatt schreibt: Zwecke eifrig Gelder. Abg. v. Buchka: Die Deutschkonservativen haben das Bestreben, die Vorlage zur Annahme zu bringen und werden daher Abg. v. Marquardsen( ntl.) ist der Meinung, daß schon in der zweiten Lesung nur durch einen Irrthum des Bureaus eine Mehrheit für den§ 7 fonstatiri worden ist. Das Amendement Auer und§ 7 werden darauf abgelehnt. Bu§ 8 bemängelt Abg. Meyer Halle, daß neben Loosen begierig. Meyer- Halle, und Brämienpapieren auch( nach einem in zweiter Lesung angenommenen Antrag Enneccerus) alle sonstigen Werthpapiere vom Verkauf gegen Ratenzahlung bei 500 Mart Geldstrafe aus geschlossen werden sollen. Staatssekretär v. Bötticher empfiehlt ebenfalls, die Regierungsvorlage in§ 8 wieder herzustellen. Der Handel mit gierungsvorlage in§ 8 wieder herzustellen. Der Handel mit Zinspapieren werde durch diese Einschränkung ganz ungerecht beeinträchtigt. Ueber die Erweiterung der Charitee, die von uns schon oft befürwortet worden ist und längst als eine dringliche Noth Jit der Staatsanwalt unantastbar? Darf er undaß die Ministerial- Baufommission in andauernder Thätigkeit wendigkeit anerkannt wird, hören wir von bestunterrichteter Seite, gestraft Beleidigungen gegen angeklagte und begriffen ist, um die Projekte zu prüfen, welche für den Umbau zwar politische Angeklagte ausstoßen? Diese in Frage kommen. Leider muß aber zur Kennzeichnung der Fragen drägen sich einem auf, wenn man liest, daß die Privat Situation gesagt werden: Etwas Greifbares ist bei allen Rome age, welche Genoſſe Hülle in Erfurt gegen den dortigen missionssihungen bisher nicht erzielt worden! Es ist dies etwa Ersten Staatsanwalt Lorens gerichtet hat, weil er ihn nicht die Schuld einzelner Personen, sondern der gesammten ( den Genossen Hülle) in öffentlicher Gerichtsverhandlung einen Finanzlage des Staates, welcher für diese humane Aufgabe keine gericht abgewiesen worden ist. Hülle hat darauf Beschwerde frage scheitern. In unterrichteten Kreisen ist man recht pessi gewerbsmäßigen Ghrabschneider" genannt hatte, vom Amts- Mittel zur Disposition hat, so daß alle Projekte an der Geldbeim Landgericht erhoben. Wir sind auf den Ausgang der Sache mistisch in Angelegenheit dieses Umbaues gestimmt; es wird be fürchtet, daß das neue Jahrhundert noch die alte Charitee mit allen ihren Mängeln erblicken werde. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Es wird also projektirt, revidirt und superrevidirt und endlich Sächsischen Arbeiter- Zeitung" wurde wegen Beleidigung der Bau wegen Geldmangel auf unbestimmte Zeit hinaus noch gar nicht -Genosse Rnöfe I, früherer verantwortlicher Redakteur der erlangt man die Ueberzeugung, daß alle Mühe umsonst und an den fächsischen Militär- Verwaltungsbehörden, begangen durch den zu denken sei, und alles beim alten bleibt. Für den Philister Mart Geldstrafe fostenpflichtig verurtheilt. Genosse Kaden glauben, daß die Sache sich vorläufig eben noch nicht machen Artikel Typhus in den Dresdner Ferienkolonien" au tausend mag das genügen, er wird fich der höheren Einsicht fügen, wird als Berleger und Genoffe Schoenfeld als Drucker wurden frei- läßt, feine Steuern ruhig weiter zahlen und sich langsam auf die Bewilligung neuer Mittel für eine neue Militärvorlage vora bereiten. Wir aber sagen: Das Register hat ein Loch. man hat die vox populi vergessen, die sich so laut erheben und nicht eher schweigen wird, bis sie zur suprema lex ges worden und der Neubau der Charitee bereits schon in diesem Jahrhundert einige Male auf den Jahrestag seines Bestehens hat zurückblicken können. Abg. Singer( Soz.) weist auf das eigenthümliche Schauspiel gesprochen. hin, daß die Regierung an der Seite der reinen ManchesterTeute tämpft und ihren bisherigen sozialpolitischen Standpunkt zu verläugnen beginnt. Wenn ein Bantier in solchen Papieren mit feinen Kunden Geschäfte macht, so sind diese doch dann noch keine Abzahlungsgeschäfte, wenn der Bantier fich für seine Forderung an den Koupons bezahlt macht, Was hier getroffen wird, ist der Ankauf von Werthpapieren gegen Raten, der volkswirthschaftlich ebenso verwerflich ist, wie das Abzahlungsgeschäft in Prämienloosen. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den 12. April, Nachmittags 5 Uhr. Nach der Dechargirung einer Anzahl von Rechnungen wird Denn nur um einen Neubau kann es sich handeln und alle die Vorlage betr. die Regulirung der Chaussee nach Beschwichtigungsverfuche, von einem Um bau oder Erweite= Stralau von der Mühlenstraße bis Straße 45, Abth. XIV., rungs bau zu sprechen, werden sich dem zielbewußten Vorgehen Staatssekretär v. Bötticher: Kauft jemand für 10 000 M. und der Straße 46, Abth. XIV., von der Stralauer der Arbeiterschaft gegenüber als vergeblich erweisen. Effekten und zahlt einen Theil des Kaufpreises erst zu einem Chauffee bis zur Straße 47 berathen. Der Aus- Man zeiht uns bei jeder passenden und unpassenden Gespäteren Termine, so fällt dieses Geschäft, wie es täglich hundert schuß will die Vorlage genehmigen. Stadtv. Gundermann legenheit der Nörgelei und sagt, wir fämen nicht mit positiven fach gemacht wird, hinfort unter den§ 8 und muß verboten beantragt Zurückverweisung an den Ausschuß, da demselben Vorschlägen; wir wollen daher einige aus der Erfahrung heraus werden. Eine solche Beschränkung des legitimen Geschäfts können ein Lageplan nicht vorgelegen habe und es dem Redner scheint, gewonnene Vorschläge und Forderungen stellen. wir, fönnen Sie nicht wollen. als ob die von dem Kaufmann Koch der Stadt angebotene unAbg. Lenzmann spricht sich ebenfalls für die Wieder- entgeltliche Ueberlassung des erforderlichen Terrains feineswegs herstellung des§ 8 nach der Vorlage aus, ebenso Abg. Spahn. ein Geschenk für die Stadt sei, sondern blos dem Herrn Koch Abg. Meyer- Halle: Die Klage des Abg. Singer, daß die eine bequeme und billige Möglichkeit schaffe, aus seinen dortigen Regierung ihre sozialpolitischen Bahnen verlaffe, weil sie einmal Grundstücken werthvolles Bauterrain zu gewinnen. Es sollen einem sozialdemokratischen Antrage nicht zustimme, scheint dem Barzellen ausgetauscht und von dem pp. Koch noch 10 000 m., Redner etwas verfrüht. die aber bis zum 1. Januar 1900 gestundet werden sollen, an die Stadt gezahlt werden. Diese Summe erscheint dem Antrag steller zu niedrig. Unter Ablehnung des Antrags Gundermann wird die Vorlage genehmigt. Die Stadtv. Friedemann und Gen.( die neue Fraktion der Linken) haben folgenden Antrag eingebracht: Die Abgg. v Stumm( Rp.) und v. Buchka beantragen gleichfalls die Wiederherstellung der Regierungsvorlage. § 8 der Beschlüsse zweiter Lesung wird gegen die Sozialdemokraten abgelehnt, die Fassung der Vorlage fast einstimmig angenommen. Die Gesammt- Abstimmung über die Vorlage wird wegen der beschlossenen Aenderungen ausgesezt. Lehter Gegenstand der Tagesordnung ist die zweite Lesung der Vorlage betr. die Aenderung des§ 41 der Konkursordnung. Nach dem Entwurse soll das Vorrecht des Vermiethers im " Zuerst die Geldfrage. Wir appelliren nicht an den Gemeinsinn unserer Volksvertreter" im Abgeordnetenhauſe, obgleich sie ein ebenso großes Interesse an dem baldigen Zus standekommen des Baues haben sollten als das Proletariat, aber wir glauben denn doch, daß man es selbst im Lande der„ Gottesfurcht und frommen Sitte" immerhin noch als eine Schmach empfinden wird, wenn man für einen Kirchenbau 9 Millionen potirt und dann nicht laut und deutlich seine Stimme erheben sollte, wenn es sich darum handelt, den Hilflosesten unter ben hilflosen- den Kranken eine menschenwürdige Anstalt zu erbauen, in der sie Heilung ihrer Leiden erhoffen können. Wir erinnern ferner an eine Aeußerung des Grafen Caprivi, Die Versammlung ersucht den Magistrat, in gemischter der obwohl nicht mehr preußischer Ministerpräsident doch Deputation zu berathen, auf welche Weise eine früh noch einigen Einfluß auf seine Kollegen vom Kultus und der zeitigere Verlegung des Etats zu ermög- Finanz ausüben dürfte: er prüfe alle Geseze und Maßnahmen lichen ist. der Regierung auf die Wirkung hin, welche sie auf die Sozial= semokratie ausüben. Wohlan, hier ist eine folche Ge- fabzuwenden, nimmt der Polizeipräsident jetzt wieder Veran- schwach wieder zurück. Nach längerem Bemühen ist's ihm endLegenheit; hic Rhodus, hic salta! lafjung, vor unvorsichtiger Annäherung bezw. dem Betreten des lich gelungen, er wantt davon Schritt für Schritt. Mein Herz Das Geld muß vorhanden sein! Tempelhofer Exerzierplages und der Hafenhaide zu warnen. blutet. Wie gern möchte ich helfen und kann es nicht. Meinen Die Baufrage hat allerdings, wie wir zugeben, ihre Der Polzeipräsident meint es gewiß gut mit seinen lieben Ber- letzten Groschen suche ich hervor und drücke ihn in die zitternde Schwierigkeiten, insofern, als die Frage entsteht, ob das Terrain linern und auch wir schließen uns seiner Warnung schon aus Hand. Sind Sie frant? Hunger!" Wie lange ohne Arbeit? der jezigen Charitee groß genug ist, um darauf ein Krankenhaus dem Grunde an, weil es den Bewohnern des sozialdemokratischen Seit September! Wie heißen Sie?„ Richard Hettvar", schreibt er errichten zu können, welches allen Anforderungen der modernen Berlins einfach nicht würdig ist, sich als müssige Gaffer an den in mein Notizbuch, Boyenstr. 2, IV. Wie mag's erst dort ausHygiene entspricht und in gleicher Weise auch den Lehrzwecken millionenverschlingenden Eyerzitien des herrlichen Kriegsheeres sehen bei Frau und Kind? dient.( Denn der Bau kann nur auf der jetzigen Stelle auf zu ergößen und etwa von den reitenden Gendarmen in unsanfter geführt werden, weil er Den Arbeitern der Lampenfabrik von Schuster n. Bär, um von vielen Gründen nur einen Weise vom Platz getrieben zu werden. Sozialdemokraten begen anzuführen Lohnreduktion angekündigt. Zur Stellungnahme gegen dieselbe in Verbindung mit den anderen. wissenschaftlichen feinen Gefallen an solchen Schauspielen. Wohl aber ist die Prinzessinnenstr. 18, wurde vergangenen Freitag eine 10prozentige Instituten bleiben muß, welche in der Nähe der jetzigen Charitee Frage angebracht, ob das scharfe Schießen in der Hafenhaide tamen sie zusammen. Gegen eine Arbeitsniederlegung erklärten gelegen sind.) neuerdings überhaupt nicht schon einen gemeingefährlichen Pavillonsystem entscheiden sollte, zu bejahen, sofern man den hin so ausgedehnt, daß der Exerzierplatz beinahe gänzlich von losigkeit derselben von einem eventuellen Streit Abstand geDiese Frage ist selbst für den Fall, daß man sich für das Charakter angenommen hat. Berlin hat sich auch nach Güden sich 56, für eine solche 78 Arbeiter, die übrigen der ca. 200 Arvorhandenen Raum zwed mäßig verwerthet. Da ist zuerst Wohnhäusern umschlossen ist, und es gehört durchaus nicht zu nommen; die Lohnreduktion wird also perfekt. Woran fehlt es Der große Direktorial: Garten, von Luisen, Schumann- und den Unmöglichkeiten, daß durch ein fehlgehendes Gefchoß eines den Arbeitern? Eindringlich wird es ihnen alle Tage gepredigt: Unterbaumstraße begrenzt, welcher zu einem Theil zur Bebauung Tages ein entfegliches Unglück angerichtet werden kann. Es ist den Arbeitern? Eindringlich wird es ihnen alle Tage gepredigt: Durch ein geschlossenes herangezogen werden kann. Ferner der Garten, welcher neben mithin dringend nothwendig, daß die üblichen Exerzitien mit an der so nothwendigen Organisation. dem jezigen Küchengebäude liegt und endlich der Gemüsegarten scharfen Geschossen, wenn sie einmal abgehalten werden müssen, Vorgehen fämmtlicher Arbeiter hätte sich jedenfalls die Firma hinter dem sogenannten Sommerlazareth. Alle diese drei Gärten nach einer Gegend hin verlegt werden, wo sie nicht das Leben aur Zurücknahme diefer Maßregel bewegen lassen. Wer nicht dürfen von den Kranken bis jetzt nicht benutzt werden, lettere friedlicher Menschen in Gefahr bringen können. erleiden also feine Einbuße. Dann dürfte das sogenannte Beamtenhaus in der Luisenstr. 13 abgetragen werden und es wird dadurch die ganze Bauflucht von der Luisenstr. 13 bis zur Schumannstraße frei. Will man bas lettere indeffen aus Sparsamkeitsrücksichten erhalten, so bleibt immerhin noch ein sehr beträchtliches Stück Bauland zur Verfügung. Soviel in großen Zügen über die Raumverhältnisse, die wesentliche Schwierigkeiten nicht bieten dürften. hören will, der muß fühlen. " Deutsche Freiheit. Der Drucker und Verleger bes Ingenderziehung. Herr Dr. Jakufiel, bekannt durch seine Sozialist", Ristenmacher Grunow ist am Mittwoch BorBestrebungen auf diesem Gebiete, hielt kürzlich im Verein für gesundheitsmäßige Erziehung der Jugend einen Vortrag über das mittag verhaftet und bisher noch nicht wieder freigelaffen worden. obige Thema, worin er die Bildung einer Kommission befür Zwei Verbrecher, die schon feit längerer Zeit von den wortete, welcher die Aufgabe zufallen soll, die körperliche Tüchtig verschiedenen Behörden gesucht wurden, sind am gestrigen Tage feit jedes einzelnen Kindes vor Eintritt in die Schule zu prüfen. durch einen glücklichen Zufall der Kriminalpolizei in die Finger Diese Untersuchungskommission, zusammengefeht aus Aerzten, gefallen. Bei einer zufälligen Revision in einer bekannten, vorDie Dauer des Neubaues dürfte, um Unzuträglich- Lehrern und Vertretern der Behörden habe festzustellen das Nackt wiegend von Gaunern und deren Anhang besuchten Kaffeeklappe feiten möglichst zu vermeiden, drei Semester nicht übergewicht, Maß, Knochenbau und allgemeinen Ernährungszustand in der Niederwallstraße bemerkten die Beamten zwei Personen, steigen. Daß der Bau in dieser Zeit auszuführen ist, lehrt die des Kindes, sowie die Beschaffenheit der Sinneswerkzeuge und die plöglich die Flucht ergreifen wollten. Dieselben wurden anGeschichte des Institutes für Infektionskrankheiten, der sogen. Der Intelligenz. Als Ergänzung sei anzusehen die Prüfung der gehalten und nach der nächsten Revierwache geschafft, wo es sich Koch'schen Baracken. Dieselben wuchsen s. 3. beinahe aus der häuslichen Verhältnisse in bezug auf ausreichende Ernährung, herausstellte, daß dieselben identisch mit den schon längst von Erde, und der Winter, in welchem sie erbaut wurden, war ein zur Anfertigung der Schularbeiten. Die Kommission müsse Wilhelm Dommanofsky find. Beide wurden nach dem PolizeiLehrmittel und eventuelle Beschaffung von Räumlichkeiten anderen Strafbehörden gesuchten Einbrechern Anguft Hecht und strenger. Die Lehrthätigkeit und die Unterbringung der sich ebenfalls befaffen mit der Dauer des Unterrichts, präsidium am Alexanderplatz befördert. Kranken während des Neubaues dürften anscheinend größere tragenden wurde in der Versammlung lebhaft bekämpft. Einige Einrichtung der Schulräume 2c. Die Anschauung des VorDurch Einathmen von Morphium hat sich am Dienstag Schwierigkeiten bereiten. Der Bau muß aber so ausgeführt werden, daß ein Theil der der Redner hielten sogar die Sittlichkeit" für bedroht, wenn Abend um 10 Uhr die 50 Jahre alte unverheirathete Puyfind, während der andere Theil alsdann in Angriff genommen benken. Schließlich fand ein Antrag Annahme, der den Vorstand gegeben. Gebäude fertig gestellt wird, in den dann die Kranfen zu legen dieser Plan, wozu allerdings wenig Aussicht vorhanden ist, macherin Emma Gaffen in ihrer Wohnung, Stegligerstr. 90, gerealisirt würde; andere hatten wieder zu viel praktische" BeAls Beweggrund wird langdauernde Krankheit ans wird. Man sete sich alsdann mit den städtischen Behörden in Verbindung, befürworte die baldige Inangriffnahme des Baues beauftragt, eine Sektion zu bilden, welche in der nächsten Verdes projektirten 4. städtischen Krankenhauses und beantrage, daß tiker zu sein, um die Ansicht zu vertreten, daß wahrscheinlich des projeftirten 4. städtischen Krankenhauses und beantrage, daß fammlung Bericht zu erstatten hat. Man braucht fein Step in den städtischen Krankenhäusern ausnahmsweise während der Bauzeit Lehrkurse stattfinden dürfen; die Zustimmung, die nichts, jedenfalls aber nicht viel dabei herauskommen wird. Man indessen wir wiederholen dies ausdrücklichst nur für tennt ja die Zähigkeit unserer städtischen Behörden, die merk diesen Ausnahmefall gegeben werden soll, dürfte sicher würdig konservativ sind, sobald Fragen an sie herantreten, die sicherten Stempel ber Gemeinnützigkeit an der Stirn tragen. Neben zu erlangen sein. dem sozialistischen Bazillus, den man noch zeitig genug in diesen Vorschlägen entdecken wird, läßt man die permanente Geldklemme unserer Residenz" stadt dagegen aufmarschiren; das sind zwei Gründe von„ altbewährter" Bugkraft. Durch obige Ausführungen dürfte der Weg zu einer be friedigenden Lösung gewiesen sein. An der Arbeiterschaft ist es nun, ihren gerechten Ansprüchen auf Beseitigung der menschen unwürdigen Zustände der jegigen Charitee zum Siege zu verhelfen. Möge fie sich dieser Thatsache voll bewußt werden und in dem Rampfe für das Wohl des franken Proletariats nicht erlahmen. Zwei Erfolge sind bereits erreicht durch unsere Presse: die Aufhebung der Station 23 und die Errichtung einer ständigen Berufs Feuerwehr in der Charite e felbft; der Sieg muß endlich unser sein, und am Anfang des 20. Jahrhunderts muß es wie ein Märchen flingen, daß die alte Charitee mit all ihren Mängein überhaupt hat so lange bes ftehen können! " M " Zur Frage der Errichtung eines städtischen Nahrungsmittel Untersuchungsamtes in Berlin verlautet nach der Pharm. 8tg.", daß die Sache bis zur Erledigung der Ein verleibungsfrage zurückgestellt worden sei. Möglicherweise sei diese Verzögerung daran Schuld, daß jetzt mit großer Bestimmt heit das Gerücht auftaucht, die Frage werde durch die staat. lichen Behörden erledigt werden, und zwar durch Errichtung eines staatlichen Untersuchungsamtes für die Provinz Branden: burg mit dem Gig in Berlin. Man nenne bereits einen befaunten Chemiter in Riel, der zur Leitung des Amtes aus ersehen sei. tödtet. Durch einen Sturz von einem Wagen der Pferdes der Königstraße vor den Kolonnaden ein bis jetzt nicht festzustellen Eisenbahn verunglückte in der letzten Nacht gegen 12 Uhr in gewesener Mann. Er wurde bewußtlos durch das 14. Polizeirevier nach der Charitee gebracht, wo er anscheinend an schweren inneren Verlegungen darniederliegt und nicht vernommen werden kann. Die Leiche eines jungen Mannes ist vorgestern Nachmittag gegen 5 Uhr unter der Lichtensteinbrücke im Thiergarten im Wasser aufgefunden worden. Er hat dunkelblondes, kurz ge= schnittenes Haar und einen Anflug von Schnurrbart, und trägt einen blauen Jaquetanzug. Weitere Erkennungsmerkmale find nicht vorhanden. moderne Bauwesen auf dem Gewissen hat, ist am Mittwoch in Ein furchtbarer Unglücksfall, den anscheinend das moderne Bauwesen auf dem Gewissen hat, ist am Mittwoch in Spandau pafsirt. Durch Einsturz eines Treppengerüſtes hat sich auf dem unter Aufsicht des Stadtbauamts vom Maurermeister Spandau ein schwerer Betriebsunfall ereignet. Mit dem in Dietrich ausgeführten Neubau der 8. Gemeindeschule in einer Höhe von 16 Meter zusammenstürzenden Gerüst wurden sechs Maurer mit in die Tiefe gerissen; zwei erlitten nur unbedeutende Kontufionen, ein dritter eine Fußverstauchung, die Trümmern herausgeholt. Der Weiterbau wurde sofort inhibirt und die gerichtliche Untersuchung eingeleitet. Man schiebt den Unfall auf die fehlerhafte Konstruktion des Gerüftes, speziell auf den Mangel von Zwischengerüsten in den einzelnen Stock präsidiums, der sich aus nicht ersichtlichen Gründen bekanntlich Angelegenheit von der Ginverleibung, also von einem Umitande brei übrigen aber wurden bewußtlos und schwerlegt aus den " unter dem Es ist nun nicht recht einzufehen, weshalb eine so wichtige abhängig gemacht werden soll, der die Erledigung der Sache noch auf viele Jahre hinausschieben kann. aus mehreren Wunden. Von einem Krawall, der an Landfriedensbruch streifte, weiß der arbeiterfreundliche Moniteur des königlichen Polizei Intelligenzblatt" betitelt, seinem Bäckerdugend Lesern zu berichten. Danach sollen Streitbrechende Schneider, die von dem Agenten einer Stuttgarter Firma in der Nacht zum Dienstag auf dem Anhalter Bahnhof verladen werden sollten, furz Die Berliner Ausflügler werden jetzt wieder an die bevor der Abreise Gewissensbiffe verspürt und in namen stehenden Forstschutz Vorschriften erinnert. Es find werken. loser Wuth den Werber derart bedrängt haben, daß der arme namentlich vier Punkte zu beachten: 1. Das Anzünden von Mann auf Seitenwegen nach dem Drofchtenhalteplah geführt Feuer im Walde ist ohne befondere forftamtliche Erlaubniß ver- In der Rigdorfer Messingfabrik von C. Lehmann werden mußte, von wo aus ihn dann ein hartherziger Rutscher boten; 2. ein mit oder ohne diese Erlaubniß angezündetes Feuer ereignete fich am Dienstag Vormittag dadurch ein bedeutender für den doppelten Fahrpreis in Sicherheit gebracht habe. darf nicht eher verlaffen werden, als bis es gänzlich ausgelöscht unglücksfall, daß von einem Stapel aufgeschichteter Kupferplatten Natürlich ist das Intelligenzblatt", nebst andern arbeiter- ist; 3. das Tabakrauchen aus Pfeifen ohne Deckel, das Rauchen ein beträchtlicher Theil umstürzte und auf den Arbeiter feindlichen Blättern, die ebenfalls eine derartige Schauermär der Bigarren und der Gebrauch der Zündhütchen ist im Walde, Sichlowski fiel. Der Arbeiter wurde am ganzen Körper entblutete feglich zugerichtet und zu berichten wiffen, von einem phantasiebegabten Reporter mit Ausschluß der Anlagen, untersagt; 4. verbotene Waldwege unter seinen Kollegen in der Fabrit rief es eine begreifin schauerlicher Weise über den Löffel barbiert worden. und junge Hegstücke dürfen nicht betreten werden; das Abbrechen Die Sache ist einfach so, daß die Stuttgarter Firma von grünen Laub- und Tannenzweigen ist auf grund des famosen liche Erregung hervor, daß der Betriebsleiter nicht einmal Bender u. Ro. Hoflieferanten natürlich, mit der die Schneider Holzdiebstahl- Gesetzes verboten.. einen Wagen zum Transport des Verunglückten herbeischaffen einen Lohnkampf ausfechten, einen gewissen Herrn Martini nach ließ, sondern einfach zwei Arbeiter damit beauftragte, den in Werder befindet sich schon in vollster Blüthenpracht. So Brig wohnenden Mann zu Fuß nach seiner, etwa eine halbe Berlin geschickt hat, damit er Streitbrecher anwerbe. Der Herr weit das Auge reicht, sieht man blühende Kirsch, Pfirsich und Stunde entfernten Wohnung zu schaffen. Der Arzt, welcher dort Martini ist nun ein freuzbraver Mensch, der die seltene Eigenschaft befizt, noch Vertrauen in die schlechte Menschheit zu setzen. Pflaumenbäume. Auch der Apfel und die Birne schicken sich an, herbeigeholt wurde, sprach seine Verwunderung darüber aus, Um feinen Auftrag in anständiger Gesellschaft auszuführen, wandte ihre Knospen zu sprengen. Der Besuch Werders wird gegen- daß man den Verlegten in anbetracht seines bedenklichen Zu= er fich an die hiesige Agitationskommission der Schneider und wärtig durch eine Anzahl Sonderzüge erleichtert, die vom Pots- standes nicht sofort von der Fabrik aus nach einem Krankenmit Hilfe einiger erfahrenen Gewerkschaftler mochte es dem damer Bahnhofe abgehen. Vom Freitag, den 13., bis Sonntag, hause geschafft habe und ordnete den sofortigen Transport nach Herrn denn auch gelungen fein, nicht allein etwa 20 hiesige damer( Haupt-) Bahnhof abgehende Vorortzug bis Werder den 22. d. M., wird der um 25 Nachmittags von hier, Pots dem Urban an. organisirte Schneider, sondern sogar noch einige Schlächter, durchgeführt. Gelegenheit zur Rückfahrt von Werder bietet sich Polizeibericht. Am 11. b. M. Vormittags stürzte ein beim Bäcker und andere Brüder, die von der„ Oranienbude" tamen, Abends un 753, 853 und 10 13. Die Preise für Hin- und Rück- Abbruch des Hauses Hirtenstr. 6 beschäftigter Arbeiter aus zu einer gemütlichen Geſellſchaft auf dem Anhalter Bahnhof zu fahrt betragen 2. Klaffe 2,40 m., 3. Klaffe 1,60 M. Es empfiehlt dem zweiten Stock auf die Straße hinab und erlitt schwere vereinigen. Das Unglück wollte nun, daß die Schlächter, Bäcker und Oranienmänner eingia ich, mit der Fahrkarte für die Hinfahrt gleichzeitig die für die Verlegungen am Ropfe und Arme.- Nachmittags wurde im Engelbecken die Leiche eines neugeborenen Kindes Sange Bon Dir muß ich scheiden, prächtiges Berlin" Rückfahrt zu lösen. und an der Lichtensteinbrücke die Leiche eines Mannes Hoffentlich beherzigen die Berliner Arbeitervereine, die nach nach Stuttgart dampften, wogegen die wirklichen Schneider Werber fahren, gewissenhaft die Mahnung, welche bie dortigen angeschwemmt. Gegenüber der Görligerstraße sprang eine ob dieses rührenden Siedes von so mächtigem Heimweh ergriffen wurden, daß sie es vorzogen, am Ort ihres bis- Parteigenoffen in betreff des Boykotts der Vergnügungslokale Frau, nachdem sie zuvor Karbolsäure getrunken, in den Land. wehrkanal. Sie wurde alsbald darauf aus dem Wasser gezogen herigen Wirkens zu bleiben. Wenn von Aerger die Rede ist, fo vorgestern im Vorwärts" erlaffen haben. und nach dem Krankenhause gebracht. Vor dem Hause Lands mag dies unangenehme Gefühl einzig auf Seiten des Herrn Ge- Kostenlose Zwangsdesinfektion. Einen sehr vernünftigen bergerstr. 31 fiel Abends ein Handwerker vom Berdeck eines schäftsbevollmächtigten Martini gelegen haben, und dieser ver- Antrag hat der Arzt Dr. Kleist im Namen des ärztlichen Standes. Omnibus herab und erlitt eine Berlegung am Hinterkopf. In dient auch insoweit Anerkennung, als er tattvoll genug war, vereins der Luisenstadt dem Vorstand der Aerztekammer für die der Nacht zum 12. d. M. fiel in der Königstraße ein Mann beim durch Einsteigen in besagte Droschke die durchaus heitere Provinz Brandenburg und den Stadtkreis Berlin unterbreitet: Besteigen eines in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagens zur Stimmung der in Berlin zurückgegliebenen Gesellschaft nicht Der ärztliche Standesverein der Luisenstadt erklärt es für noth- Erde und erlitt anscheinend schwere innere Verlegungen. Jm weiter zu stören. Sämmtliche organisirten Schneider versichern, wendig, daß die aus hygienischen Gründen eingeführte zwangs- Laufe des Tages fanden drei Brände statt. daß sie felten fo ruhig und heiter geschlafen haben, wie in der weise Desinfektion aller Wohnungen, deren Infassen von anNacht, in der sich der vom Intelligenzblatt" so liebreizend ge- steckenden Krankheiten befallen gewesen sind, auf Kosten der schilderte Landfriedensbruch abgespielt haben soll. städtischen Verwaltung und möglichst unter Kontrolle eines Ja, ist denn das dem Kaiser etwas Neues? Die Der Verein spricht bei Ueberweisung dieser Erklärung gleichstädtischen ärztlichen Gesundheitsbeamten ausgeführt werde. Volts- Zeitung" schreibt: Der Kaiser hat nach einem unter den Das Alexanderplatz- Theater ist nach manchen Fährnissen Beamten der Stadt- und Ringbahn umlaufenden Gerücht, das zeitig den Wunsch aus, daß diefelbe seitens der geehrten Aerzte- glücklich beim Schauerdrama angelangt. Am Mittwoch Abend mit großer Bestimmtheit auftritt, das Eisenbahn- Betriebsamt zogen und dann dem Herrn Oberpräsidenten der Proving und Besten, der der Direktion Samit, welche bekanntlich in einigen fammer einer weiteren Berathung und Kommentirung unter- gab man die Nachteulen von Paris" mit einem Erfolg zum aufgefordert, ihm binnen 24 Stunden telegraphitsch darüber zu den städtischen Behörden als Forderung des gesetzlichen Organs Dingen neuerdings nicht besonders glücklich war, auch für die berichten, in welcher Weise für die Hinterbliebenen der bei der der Aerzteschaft Berlins und der Provinz Brandenburg in ge- nächste Bufunft manches volle Haus sichern dürfte. Wir gönney Ratastrophe am Savignyplay getödteten Eisenbahndem Direktor dies Glück schon aus dem Grunde von Herzen, weil Arbeiter gesorgt werden solle. Das Eingreifen des Kaifers eigneter Weise übermitteln werde." dürfte wahrscheinlich darauf zurückzuführen sein, daß sich bereits die einiger Zeit in ähnlicher Fassung von unseren Parteigenoffen im Effektszenen der Nachteulen" offenbart, Abzuwarten bleibt, ob dieser Antrag, der bekanntlich vor nach unserer Meinung der freiwillige Humor, der sich in den noch ein Privatwohlthätigkeit der unterstützungsbedürftigen Hinter Rothen Hause eingebracht, feine Gnade vor den Augen der befferer Gefelle ist, als der unfreiwillige, der sich z. B. in bliebenen angenommen hat, izu deren Gunsten am Sonntag liberalen Stadtverordneten fand, jetzt auf williges Gehör rechnen den Arbeitslosen" aus dem bedrückten Herzen des Autors und in den Konkordia- Festsälen in der Andreasstraße eine von kann. Daß eine zwangsweise im öffentlichen Interesse vor der Künstler wehmüthig herauszwängte. An einem Erfolg fonnte verschiedenen Gefangvereinen veranstaltete Matinee stattfand. Wir begreifen die Mittheilung der Bolts- Beitung" nicht. genommene Desinfektion von dem Betroffenen zu bezahlen ist, es am Mittwoch übrigens um fo weniger fehlen, als sich die Künstler des Alexanderplat- Theaters durchweg den an sie geDaß nach Ratastrophen, bei denen Staatsarbeiter ihr Leben ein- ft ein Zustand der einfach standalös genannt werden muß. büßten, der Bettelsack aus mehr oder weniger lauteren Motiven Nachtarbeit zu Ehren des allerhöchsten Gottes. Die stellten Anforderungen völlig gewachsen zeigten. Vor allem brachte geschwungen wird, ist doch eine zu alltägliche Geschichte, als daß Arbeiten am Dombau werden zur Zeit mit einem so wüthendenes Fräulein Henny Schmidt fertig, durch eine von Tragikomit fie überhaupt Jemand verborgen bleiben tönnte. Man erinnere Gifer betrieben, daß die Dampframmen selbst die Nacht hindurch Rolle bei den Zuhörern Lachthränen hervorzulocken; die wahrhaft übersprudelnde Darstellung ihrer bejammernsverthen fich z. B. nur des Unglücksfalls auf der Brandenburg". Wir gehen. Dafür können die Arbeiter zu gelegener Winterszeit ein große Arie im vierten Bilde wurde von ihr mit einer find gewiß die legten, die da wähnen, ein Monarch fiehe mitten mal wieder hungern. Meisterschaft gesungen, die wahrhaft frappirend wirkte. Aber in den Greignissen des öffentlichen Lebens, aber dennoch meinen wir, daß eine Leporelloliste derartig behandelter Fälle auch uns vom Mittwoch: Goeben paffire ich die Köpeniderstraße. Hummel gut aufgehoben; ebenfalls brachte Herr Lauermann Der Hunger in Berlin. Ein Leser unseres Blattes schreibt auch der Wüstling und Wütherich St. Andrey war bei Herrn höheren Orts" nicht das mindeste Erstaunen erregen tönnte. Auf dem Steinsockel eines Hauses fist eine bleiche, hohlwangige feinen George treffend zur Durchführung. Das zahlreich ver Die Bolts- Zeitung" wird düpirt worden sein. Gestalt eine Jammergestalt. Sorge, Gram, Hunger und sammelte Publikum war derartig von dem Jnhalt und der Dar Biff, paff, trara, hurrah! Um die dem Publikum Arbeitslosigkeit" haben tiefe Furchen in sein Antlis, gezeichnet ftellung des Trauerspiels hingerissen, daß es zuweilen nicht übel drohende Gefahr, durch abirrende Geschosse aus den Schieß- und ein Frostschauer läßt meinen Körper erbeben beim Anblick Luft zeigte, in höchsteigener Person nachhelfend in den Gang der ständen der Hafenhaide getroffen zu werden, nach Möglichkeit dieses Glends. Er will sich erheben, finkt aber kraftlos und Handlung einzugreifen. " " 1 Theater. fein. Sleine Theater. und Literatur: Chronik. " Ackerstr. 67. 1 Männerchor Turnverein Germania( Mitglied des deutschen ArTurnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes tammer freigesprochen ist, weil diese ihn für unzurechnungsfähig alle zuschriften find au senden an B. Gent, Adalbertstr. 95. Freita Sund der gefelligen Arbeitervereine Serline und Umgegend. Im Deutschen Theater wird am Freitag, 20. b. M., hielt. Auf grund feiner eigenen Beobachtungen begutachtete Bergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Ohmgaffe 2 bet Krebs. „ Geographie und Liebe", ein neues Lustspiel von Björnstjerne Phyfitus Dr. Mittenzweig, daß der Angeklagte zweifellos Staitlub Kairo, abends 8 Uhr bei Flick, Simeoniir. 23. jörnson, zum ersten Male aufgeführt werden. Es dürfte auch jetzt noch im Zustande geistigen Defetts sich befindet und Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- GejangLies die legte Novität unter der Direktion L'Arronge bei den geringsten Aufregungen die Folgen seiner Handlungen wedding. Abends 8 Uhr, bei Schäfer, eue Sochstr. 49. verein Union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein Die Einlieferungsfrist für das das Preis Aus- nicht zu übersehen vermag. Der Gerichtshof hob auf grund waldesrauschen, abends 9 Uhr, bei Weigt, Weartgrafeuftr. 87. Privatschreiben auf ein Berliner Volksstück, welches Herr dieses Gutachtens beide schöffengerichtliche Urtheile auf und er- Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Bunbuferstr. 35. Direktor Schulz vom Bentral Theater" erlassen hat, fannte nicht nur auf Freisprechung, sondern legte in diesem ufit- Dilettantenverein Tonita, abends 84 Uhr bet Scent, Srautut. 33, Uebungsstunde. Musikverein Frisch auf, Restaurant Schröder, Meichenist nunmehr abgelaufen. Es find sechsunddreißig Stücke ein- Falle auch die Kosten der Vertheidigung der Staatstaffe zur Laft. bergersir. 24. Theaterverein Bultania, 9 Uhr, Jäger's Gesellschaftsgegangen, die nunmehr an die Jury abgeliefert worden sind. haus, Gartenftr. 13-14. Tie Jury besteht aus dem derzeitigen Vorstand der Deutschen Ewald Horst Weiß, hatte sich wegen fahrlässiger turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Ein vierzehnjähriger Knabe, der Arbeitsbursche Anton Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung Schriffteller Genossenschaft, zu welchen noch die Herren Theodor Lessing- Gymnasiums Pantsir. 9-10.- Zurnverein Gesundbrunnen Lebrun und Karl Helmerbing treten. Daß bei einer derartigen Tödtung vor der 7. Strafkammer des Landgerichts I zu ver- bie 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Turngelegentlichen Mistbeetzucht für die Kunst gewöhnlich nicht viel antworten. Am 5. April 1893 fuhr der Angeklagte mit einem balle des Seffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10.- Kraft- und Artistenherauskommt, ist eine zu bekannte Thatsache, als daß ihrer noch zweirädrigen Hauskarren, welchen er vor sich herschob, über den lub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, besonders erwähnt werden müßte. Stralauer Plaz. Auf dem Handkarren saß der achtjährige Knabe Waldemarstr. 42. Leoncavallo kommt Mitte August wieder nach Berlin, Friz Kühnemund. Vor dem Hause Stralauerstr. 28 begegnete better- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8-10% Uhr um einige Konzerte zu dirigiren. Ob er dann schon die neue ihm ein zweispänniger leerer Kohlenwagen. Plöblich soll der An- Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und preußische Nationaloper aus dem Lande der Zitronen mitbringt, geklagte feinem Handkarren einen starten Stoß gegeben haben, in- Freitag Abends von 8-10 Uhr in der Skalizerſtr. 65/56. Vergnügungsverein Beilchen, Abends 9 Uhr, bei Brauns, folge dessen soll Kühnemund von dem Karren herabgeschleudert und Oranienftr. 183 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr, Eulogius Schneider. Unser Feuilleton in der vorgestrigen gerade vor die Räder des Kohlenwagens gestürzt sein, welche über alte Jakobfir. 128( Logenhaus). Unterhaltungsflub Schiller, Abend's 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Drenjeftraße 3. Lepidopt. Vereinigung Nummer bedarf einer kleinen Richtigstellung. Unter den Frrihn hinweggingen. Kühnemund erlitt einen komplizirten Bruch des Orion, Abends a Uhr Sigung Charlottenstr. 95, Restaurant Effenberg. thümern, die das Manuftript enthalten hatte, entging uns die linken Unterschenkels. Er wurde in das Krankenhaus Friedrichshain Musikverein Soffnung. Abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde Brostauer, Mythe von dem fechsspännigen Wagen, mit denen der Dichter überführt und ist dafelbst am 16. April verstorben. Der An- raße herumgefahren sein soll. Der sechsspännige Wagen war in Wirk: geklagte bestritt, den Unglücksfall irgendwie verschuldet zu haben Abends 9 Uhr im Restaurant Zur Gleichheit", Andreasstraße Nr. 26, Sigung. Nach derselben Tanz. lichkeit ein Bauernwagen, der mit sammt seiner Last einmal in und behauptete, daß der Knabe Kühnemund bei dem Heran- Abends 8 Uhr nahen des Kohlenwagens selbst von dem Wagen herabgesprungen Sigung. einem so tiefen Moraft stecken geblieben war, daß er mit 6 Pferden und so unter die Näder gekommen sei. Thatsächlich hat der ver- Abends& Uhr, in der Spreeterraffe, Jannowißbrüde. herausgezogen werden mußte. wollen Eulogius Schneider durchaus nicht als lilien- unglückte Knabe im Krankenhause gebeten, dem Angeklagten rena( gemischter Chor) Rirdorf, Abends a Uhr, bet Barta, Bergstr. 120. weißen Revolutionsengel hinstellen, allein es darf nicht vergessen nichts zu thun, da dieser an dem Unglücksfall nicht schuld sei. Bergnügungsverein Fm Brand, Sigung Abends 9 Uhr, bet Fr. Germer, werden, daß seine Richter die Kreaturen des nämlichen Robespierre momente, sodaß der Gerichtshof mit dem Rechtsanwalt Dr. Co Meeting every Eriday at 9 p. m. at Beherns Restaurant Die Beweisaufnahme brachte nur ungenügende Belastungs- Landsbergerstr. 105. English Conversational Club Shakespeare. maren, der in Paris die Hebertiften und Dantonisten aufs Schaffot mann die Sache nicht für aufgeklärt erachtete und auf Frei Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. sprechung erkannte. dürfte mehr als fraglich sein. schickte. Witterungsübersicht vom 12. April. Stationen. Swinemünde Barometers stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( 1-1) 1322 Wetter Temperatur BOLCS( nach Celsius 5° C. 40 R.)] 765 OND 3 Hamburg 764 DSD 3 wolfig halb bedeckt 4 5 Berlin 764 DNO 3 heiter 5 Wiesbaden. 758 4 halb bedeckt 12 München 759 5 heiter 6 Wien 761 M woltenlos 5 Haparanda 769 SW 2 bedeckt 1 Petersburg 772 NND woltenlos Cook. 756 NNW 762 758 బి NNW halb bedeckt heiter bedeckt 8 11 • Aberdeen Paris Witterung in Deutschland am 12. April, 8 Uhr Morgen3. Seit gestern hat der Luftdruck in ganz Deutschland etwas abgenommen, die nordöstlichen Winde haben sich verstärkt und die schon vorher im Ostsee- Gebiete eingetretene Abkühlung weiter nach Süden und Westen fortgepflanzt. Heute Morgen meldet Breslau nur 2, Hamburg 5 Gr. Celsius, 5 und 6 Grad weniger als vor 24 Stunden, wogegen an der Ostsee die Temperatur wiederum etwas gestiegen ist. Das Wetter ist heute früh in den westlichen und füblichen Landestheilen ziemlich heiter, nordöstlich von der Ober trübe und etwas nebelig, doch finden nirgends wesentliche Niederschläge statt. Berliner Wetterbureau. Wetter- Prognose für Freitag, den 13. April 1894. Ziemlich übles, veränderliches, vorherrschend wolkiges 35-37 bei Schneider. Bergnügungsverein Berolina= Tanzlehrer- Verein Solidarität, im Botale von Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16, Rauchtlub Rothe Fahne, Freitag Abends 9 Uhr, Cuvryir. 48 bei Kricheldorff. Suderverein Borwärts, Sigung Gesangverein Vermischtes. Paderborn, 11. April. In dem Kurorte Lippspringe brach heute Mittag Feuer aus, das noch nicht gelöscht werden konnte. Ueber 40 Gebäude sind vernichtet. Von hier aus ist die Feuerwehr und Militär zu Hilfe gerufen worden. Ein abschreckendes Sittenbild beschäftigte gestern das Schwurgericht des Landgerichts I in einer den ganzen Tag ausfüllenden Sißung. Es handelte sich um das Verbrechen der Blutschande und der Unterschiebung eines Kindes. Die Anklage richtete sich gegen die Hebamme Kittel geb. Sucka, die unverehelichte Jda Weber, deren Bruder Friseur Theodor Weber und die Masseuse Frau Schwarz geb. Wächter. Die Geschwister Weber find beschuldigt, sträflichen Umgang mit einander gepflegt Es wird ferner bezu haben, welches nicht ohne Folgen blieb. hauptet, daß die Angeklagte Kittel das von der Weber geborene wurden bei dem Unfall bei den Fundamentirungsarbeiten für Königsberg i. Pr., 12. April. Nach weiteren Feststellungen Rind als ein Kind der Angeklagten Schwarz ausgegeben und das Kaiser Wilhelm- Denkmal drei Arbeiter leicht verlegt. Zwei auf grund eines Trauscheines der letzteren auch standesamtlich an- von denselben arbeiten weiter; der Dritte, welcher eine Vergemeldet habe. Daß eine Kindesunterschiebung stattgefunden hat, legung am Kopfe erlitten hat, wird die Arbeit morgen wieder fcheint festzustehen; die Angekl Schwarz behauptet aber, daß sie ihre Hand dazu nicht geliehen, bei der Täuschung vielmehr wahrscheinlich ihr inzwischen verstorbener Ehemann mitgewirkt habe. Die Vertheidiger R.-. Dr. Hermann, Dr. Schwindt und Dr. Hoffmann haben für ihre Klienten zahlreiche Entlastungs: beweise angetreten, so daß 21 Beugen zu vernehmen sind und die Verhandlung vermuthlich bis zum späten Abend andauern tommen müssen, wird die Verhandlung unter Ausschluß der wird. Da viele Ungeheuerlichkeiten in dem Prozesse zur Sprache Deffentlichkeit geführt. Das Ergebniß werden wir morgen mit theilen. Soziale Ileberlicht. Unruhen in den Kohlengegenden wieder begonnen haben. Aus Uniontown( Amerika) wird gemeldet, daß die 400 Streifende, von denen die Mehrzahl Ungarn waren, griffen eines der Werke an und versuchten die Arbeitenden am Weiterarbeiten zu verhindern. aufnehmen. Sonnabenb ein entjeglicher Unglücksfall ereignet. Der eine Theil Fünfzig Arbeiter verschüttet. In Neusohl hat sich letzten eines im Bau begriffenen Hauses stürzte ein und begrub etwa 50 Arbeiter unter den Trümmern. Es wurden bereits mehrere Todte und Schwerverwundete unter dem Schutte hervorgezogen. Das vom zweiten Stockwerf herabfallende Mauerwerk zerdie unten beschäftigten Arbeiter. Die Katastrophe rief in trümmerte den Plafond des ersten Stockes und begrub dann der Stadt eine unbeschreibliche Aufregung hervor. Alsbald tamen fämmtliche Aerzte der Stadt, um den Verwundeten Hilfe zu leisten. Hunderte von Personen waren damit beschäftigt, den Schutt bei Seite zu räumen und die noch am Leben befindlichen Arbeiter in Sicherheit zu bringen. Es läßt sich noch nicht be= stimmen, wie viel Arbeiter bei dem Einsturze verunglückt sind. Bisher wurden 20 Menschen hervorgezogen, von denen 16 noch höchft bedenklicher. am Leben sind. Der Zustand der Schwerverwundeten ist ein ertranfen. Unwetter in Amerika. An den Küsten des atlantischen Oceans herrschen Unwetter und Schneestürme. An einigen Orten liegt der Schnee 2 Fuß hoch. An der Küste von New- Jersey Wetter mit leichten Degenfällen und mäßigen, bis frischen erträgliche Lage in ihrem Beruf gedrängt, die Arbeit niedergelegt. Die Täschnergehilfen in Budapest haben, durch die uns erlitten 2 Riftenfahrzeuge Schiffbruch, wobei mehrere Personen New- York, 12. April. In Brooklyn ist gestern ein großes Ihre Forderung auf Erhöhung des Lohnes und Beseitigung einer Reihe anderer Mißstände sind von den Fabrikanten abgewiesen. Mittelhaus abgebrannt. Fünf Bewohner des Hauses find Es wird deshalb gebeten, aller Drts den Zuzug nach in den Flammen umgekommen und 16 Personen haben Budapest fernzuhalten. schwere Verlegungen davongetragen. östlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beifung. Ju Sachen der Platzkarten in den harmonita. 3ügen hat in der Prozeßsache des preußischen Eisenbahnsistus gegen den Herrn Franz Wallner zu Berlin, das Amtsgericht I in Berlin am Donnerstag dahin für Recht erkannt, daß der Anspruch des Fiskus auf Zahlung der besonderen Gebühr von 2 M. für die Benutzung eines Plates 11. Klasse in den sogenannten Harmonita- 3ügen für begründet erklärt und Beklagter demgemäß verurtheilt wird. Bufchriften und Unterstützungen sind zu senden an Salomon Hereska, Budapest, VI, Bajnok- utcza 31. Versammlungen. Bentral- Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Wagenbauer, Bezirk 4. Bersammlung am Sonntag, den 15. April, Vormittags 10 Uhr, im totale des Herrn Ulrich, Waldemarfir. 75. verfammlung am Sonntag, den 15. April, Vormittags 10% Uhr, im corale des Herrn Maue( Varietee Theater), Sermannftr. 18. Tagesordnung: Ein ohn zum Leben. Referent Rollege Bösch- Berlin. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Nord= schule, Mullerstraße 179a und Südost- Schule, Waldemarstr. 14: Deutsch( Logit und Rethorit). Bet allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Serren, jeder Beit aufgenommen. Deutscher Metallarbeiter- Verband, Verwaltung Rigdorf. WanderLese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Mary, Abends 8% Uhr, bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Westen, bei S. Werner, Bülowftr. 59. ad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 Tr. Arbeiter Sängerbund Berlins und mgegend. Borsigender Nord, C Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Baden in Nieder- Oesterreich, 12. April. Auf zwei Ziegelwerken der Baumaterialien- Gesellschaft Union" in der Nähe von Brunn und Liesing streiten seit gestern 1500 bis 2000 Arbeiter. Diefelben begingen mehrfach Ausschreitungen, hielten mit Ziegeln beladene Fuhrwerte an, luden die Ziegel ab und stürzten die Wagen um. Zwei Schwadronen Kavallerie sind zur Wiederherstellung der Ruhe hier eingetroffen. Gegen eine ihm von seinem Vertheidiger imputirte Geistesgestörtheit suchte sich gestern der vor der VI. Straffammer stehende Kaufmann Alex Mendelsohn nachdrücklichst Palermo, 12. April. In dem bei dem Kriegsgericht anzu verwahren. Er war in zwei Fällen wegen Beleidigung und hängigen Prozesse gegen de Felice Guiffrida und seine Mitangeklagten begann heute das Verhör. de Felice leugnete, vom Auslande Geld erWiderstandes gegen die Staatsgewalt angeklagt und zu 60 m. halten zu haben und wies die Beschuldigung zurück, daß die Geldbuße bezw. zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt worden. Der Widerstand lag so schwer, daß das Schöffengericht eine Freiheitssozialistische Partei beabsichtigt hätte, Sizilien an England abzuAlle Aenderungen im Vereins- treten und einen oder mehrere strafe für geboten hielt. Der Angeklagte hatte eines Tages den talender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Freitag. überlassen. Häfen Rußland Der Ebenso bestritt Besuch eines Gerichtsvollziehers erhalten, der im Auftrage eines uebungsunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern, of Berg ein Ginvernehmen mit den Klerikalen bestanden habe. Hauptangeklagte, daß Das Rechtsanwalts eine Pfändung vornahm. Der Beamte pfändete fcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Ruhlmey. Biel seiner Partei sei die Lösung der wirthschaftlichen Probleme mehrere Sachen und bemerkte dann bei dem Angeklagten eine traße 68, bet seller.- Borwärts 1, S.D. Adalbertit. 21, bet stoll. Gesangperetn, Tempel. Baarsumme von 2,50 M ,, die er gleichfalls mit Beschlag belegen binber: Männerchor ett angefaße 65, bet ten peter.nicht mittels Verschwörung, sondern durch Revolution, welche Gemüthlich fett Buyer, sich durch die Wissenschaft und die Zivilisation vollziehen werde. wollte. Der Angeklagte tam ihm aber zuvor, steckte die kleine alödchen, Sochstr. 32a, bei Wilte. Seydelftr. 30. Balme, in Welten, bet Schröder. Morgenroth 4, Summe zu sich und weigerte sich, fie herauszugeben. Der Köpenid, Müggelheimerfir. 3 bet seld. Valencia, 12. April. Bei den gestrigen Ausschreitungen Karthaus'jer Gefang wurden 17 Bilger verwundet, von den Angreifern vier verlegt. Beamte mußte Gewalt anwenden, erhielt aber von dem An- verein, Krautftr. Nr. 6 bet Rudolf. Gesangverein Morgenroth 2, Typographia, Gefangverein Berliner Der Bischof von Madrid erhielt einen Dolchstich, der durch die getla gten mehrere heftige Faustschläge ins Gesicht, so daß seine Charlottenburg, Bismarcftr. 75. Gefango. Nord wacht, Sontane ging. Dem Erzbischof von Sevilla wurden die Scheiben Safe start blutete und die Akten mit Blut beschmußt wurden. Buchdrucker und Schriftgießer, Alte Jatobfir. 75. Müllerstr. 7, bei Reichert. Gefango. Freie Sänger in Schmargendorf. feines Wagens eingeschlagen. Die Aufrührer warfen die FensterDer Gerichtsvollzieher mußte schließlich unverrichteter Sache Wirthshaus Friedrichs. Butunft 1, Stegliz, Ahornstr., im Gambrinus, Gesangverein Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bet Nowact. Bereinté scheiben des bischöflichen Palastes mit Steinen ein. wieder abziehen. In dem zweiten Falle handelte es sich darum, Sangesbrüder Moabit, Stromstraße 28 bei Lange, daß der Angeklagte bestraft worden war, weil er nach Aus- Sängerverein Sorgenfrei, Melchiorftr. 15 bet Stehmann. Nord Weftfage eines Eisenbahn- Stationsbeamten auf den Gifenbahnschienen Stern, Altonaerstraße 27 bei Zipte. Vineta, Beteranenstraße 19 Frete Biebertafel, Neue Königstraße 73 bei Sahn. der Stadtbahn getanzt hatte. Nach Beendigung der betreffenden bet chulz. Brandenburger Männer- Gefangverein in Brandenburg a. H., Verhandlung hatte er den Beugen auf dem Korridor des Gerichts- mengert's Boltsgarten. Gängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei gebäudes gröblich beleidigt. In der Verhandlung vor der Be- Röllig. Brauer- Gefangverein Gerstenähre, Alte jatobftr. 83 b. Wienecte. rufungskammer machte Rechtsanwalt Levi geltend, daß der Johannt, Am Ostbahnhof 7 bet w. Güblow.- Einigtett 3, Gr. Sichterfelde Angeklagte geistesgestört sei, weckte damit aber den lebhaften bet Gries, Giesensdorf.- Geselliglett, Hennigsdorf, Böhmert's Gasthaus Matengruß, Köpenick, Grünstraße 53 bei Gaul. Freiheit 1, Widerspruch des Angeklagten selbst. Die Beweisaufnahme gab Bülowftr. 65 b. Richter. Arion, Wittenberge, Thurmstr. 23, Sentralhalle. um Oberon, Kaiser Franz Grenadier- Play 7.- Harmonie 2, Wetndem Vertheidiger Recht. Es wurde festgestellt, daß der Vater straße 11 bei Feind. ris, Naunynſtr. 86 bei Frig Bubeil. Freya 2 des Angeklagten in Geisteskrankheit gestorben ist, die Mutter fich( gem. Chor), Nixdorf, Bergstraße 133, Soffmann's Feftſale( Inhaber Runge). feit Jahren im Irrenhause befindet und ein Bruder gleichfals Loreley, Grünthalerstr. 5 bei Hemmerling.- Gesangverein der Lustige anormalen Geistes ist. Aus vorgelegten ärztlichen Attesten ergiebt lemper und Berufsgenossen, Siemensstraße Nr. 17 bet Biet. sich, daß der Angeklagte schon vor zehn Jahren an Ber- Sänger. Potsdam, Brandenburger Kommunikation 16 bei Glafer. Deutsche Liebertafel, Grüner Weg 29, Restaur. Saeger.- Sänger folgungswahnsinn gelitten hat und von der hiesigen Straf- freis( Weißenfee). Königschauffee 46 bet Dorn. Empfehle mich den Herren StaufLeuten und Gewerbetreibenden zur Revision, Einrichtung und Weiterführung von Geschäftsbüchern, ſowie zur u stellung von Bilancen und Inventur Alle Arten schriftlicher abschlüssen. Arbeiten werden prompt erledigt. Geft. Offerten sub. M. W. 20 Erp. b. Bl. erbeten. 1000 DamenRegenmäntel von 4-20 M. Frühjahrsjaquets und Capes von 2-10 Mart, = Hefter und Partiewaaren Handlung Landsbergerr. 48, I. 37 13 anerkannt reelle und Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Bahl) anzugebeu, unter der die Antwort ertheilt werden soll. 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Mitglieder- Versammlung Da verschiedene Veränderungen von Zahlstellen stattgefunden, so bringen am Sonntag, den 15. April 1894, Vormittags 10 Uhr, wir dieselben den Kollegen hiermit zur Kenntniß. Norden. Westen. Schönholzer- und Ruppinerstraßen- Ecke Gneisenauftr. 35 bei Rosse. bei Raabe. Diedenhofner und Treskowstraßen- Ecke bei Schmidt. Fenn- und Müllerstr.- Ecke b. Gleinert. Lothringerstr. 67 bei Brückner. Veteranenstr. 22 bei Petersson. Bernauerstr. 72. Thurmstr. 63 bei Kossan. Moabit Lübeckerstr. 22 bei Bugge. Osten. Friedrichsbergerstr. 19 bei Winkelmann. Blumenstr. 38 bei Henke. Frankfurter Allee 90 bei Zabel. Koppenstr. 43c bei Lorenz. Langestr. 35 bei Meyer. Langeftr. 65 bei Tempel. Landsberger Allee 152 bei Krause. Kahlerstr. 15 bei Furchtbar. Dieffenbachstr. 31 bei Gaule. 439/7 Alte Jakobstraße u. Hollmannstr.- Ecke bei Schubert. Kulmftr. 36 bei Raumann. Belle- Allianceplay 6 bei Hilscher, Süd- Osten. Cuvryftraße 25. im ,, Märkischen Hof", Admiralstraße 18c. Lages Ordnung: 1. Abrechnung vom ersten Quartal 1894. 2. Besprechung des monat lichen Beitrages. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. W. Schwarz ganz besonders dazu eingeladen. 186/3 Außerdem ist der Genosse Der Vorstand. Verband der Sattler und Tapezirer. Ritterſtr. 128 bei Stramm( Herberge). Geschlossene Mitgliederversammlung Naunynftr. 86 bei Zubeil. Grünauerstr. 3 bei Golz. Görlitzer- und Sorauerstraßen- Ecke bei Tolksdorf. Manteuffelstraße u. Staligerstraßen- Ecke bei Kunstmann. | Reichenbergerstraße 16. Friedrichsberg, Friedrich- Karlstr. 11 bei Heinicke. Rummelsburg, Türrschmittstr. 40 bei Hain. Beiträge und Aufnahmen werden jeden Sonnabend von 8-10 Uhr angenommen, sowie auch täglich auf dem Arbeitsnachweis Annenstr. 39 part. Geöffnet von 8-12 Uhr Vormittags und von 3-7 Uhr Nachmittags, Freitags bis 8/2 Uhr. Fernsprech- Anschluß Amt 7. 3258.( Siehe Soziale Die Ortsverwaltung. Uebersicht in heutiger Nummer.) Große öffentliche Versammlung der Böttcher Berlins u. Umgegend am Sonnabend, den 14. April, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Heise, Lichtenbergerstraße Nr. 21. Tagesordnung: 1. Vortrag über die Bedeutung des 1. Mai. Sämmtliche Holzarbeiter, welche nicht selbständig ihre Feier begehen und noch keinen Beschluß gefaßt haben, werden ersucht, in dieser Versammlung Die Fragebogen sind am Sonnabend abzuliefern. zu erscheinen. 113/6 Der Einberufer. Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 15. April, Vormittags präzise 11 Uhr, im ,, Gesellschaftshause", Swinemünderstr. 35. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom ersten Quartal 1894. 4. Wahl eines Festkomitee's. 5. Vereinsangelegenheit und Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches und pünkt Der Vorstand. liches Erscheinen ersucht 129/16 -O Große öffentliche Versammlung der Kistenmacher am Sonntag, den 15. d. M., Vorm. präzile 10 Uhr, im Lokale des Herrn Volt, Alte Jakobstraße Nr. 75. Tages- Ordnung: 1. Endgiltiger Beschluß über die Feier des 1. Mai. 2. Wahl einer Kommission und Verschiedenes. # Die zum Montag sonst stattfindende Zusammenkunft der Werkstatt- Vertrauensmänner findet ihre Erledigung in dieser Versammlung. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, für einen guten Besuch Sorge zu 437/14 tragen. Der Vertrauensmann. Stuckateure! am Sonnabend, den 14. April cr., Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Wienecke, Alte Jakobstr. 83. Tagesordnung: " Berlin SW., Beuth- Straße 2. Maifeier Literatur Agitations-Schriften. Arbeiterschuh und Achtffundentag. Von Karl Kautsky. 60 Seifen, Preis 20 pfa., Porto 5 Pfs. * 294/15 Arbeiterschutzgesetzgebung 1. Bericht über die Generalversammlung. 2. Abrechnung des ersten und ihre internationale Regelung. Quartals. 3. Wahl des Zentralvorstandes und des Ausschusses. 4. VerBon Paul Ernst. schiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Pflicht aller Mitglieder zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Soeben erschien in meinem Verlage: Knechtschaft und Freiheit. 5996L* Zur Aufklärung über unsere Zustände und die Ziele der Sozialdemokratie. Im Auftrage und unter Mitwirkung der sozialdemokratischen Agitations Kommission zu Liegnih herausgegeben von Preis 20 Pf. Oswald Köhler. Preis 20 Pf. Wiederverkäufern hoher Rabatt. R. Schnabel, Dresden, Zwingerstr. 8, Verlag und Kolportage- Grosso- Buchhandlung. Billigste Bezugsquelle für Wiederverfäufer. Schleuniger Ausverkauf der Restbestände aus der 5982L* J. Adler Söhne' schen Concursmasse, als: Teppiche, Portièren, Läuferstoffe, Möbelstoffe, Stepp- und Tischdecken, ferner ca. 1500 Fenster engl. Tüll- Gardinen und Stores, crême und weiss, der haltbarsten und modernsten Sorten werden bedeutend unter den Taxpreisen ausverkauft. Spandauerstr. 30, gegenüber dem Frudit- Säffe Himbeer-, Kirsch, Johannisbeersaft, Literflasche 1,30 Mk. Eugen Neumann& Co., 680 6a Belle- Allianceplat 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienftr. 8. Brunnenstr. Nr.3. In Die Isidor Cohn'sche 714m Gerichtliche Konkursmasse ist erstanden und beginnt mit dem Am Sonntag, den 15. d. M., Vormittags 10 Uhr, im Lokale des heutigen Tage der Verkauf zu Herrn Deigmüller, Alte Jakobstraße 48a: Große öffentliche Versammlung festen Larpreisen. Tages Ordnung: Untere Räume prafentiren Referent Genoffe Antrick. 2. Wahl der Vertrauenspersonen. 3. 2942 Damen- Mäntel, Jaquettes, Staubeines Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission. 1. Wie können wir in der heutigen Gesellschaft unfere Lage verbessern? Wahl Mäntel, Umhänge, Capes, Bflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Kostüme, Blousen, Morgenröcke. ( Siehe Flugblatt.) Die Vertrauensleute. Charlottenburg. In der ersten Etage befinden sich • Schuhe und Stiefel, Herren- und Knaben Garderoben, Teppiche. Verkaufsstunden werktäglich Sonntag, den 15. April, Vormittags 10 Uhr, im Lokale vorm. 9-12, Nadhur. 3-8 Uhr. Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39: Gr. öffentl. Versammlung der Zimmerer und sämmtlicher Bauhandwerker. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Alfons Borchardt über: Zweck und Nugen der Gewerkschaftsbewegung". 2. Diskussion. 3. Gewerf: fchaftliches. Üm zahlreiches Erscheinen aller Gewerkschaften, hauptsächlich auch der Maurer, ersucht 2931b Köpenick. Der Einberufer. Köpenick. Oeffentliche Versammlung der Färber, Appreteure, Defateure, Silfsarbeiter n. Arbeiterinnen Berlins und Umgegend am Sonntag, den 15. April, Nachm. 2 Uhr, im Lokale des Herrn Th. Scheer( Wilhelmsgarten). Tages- Ordnung: 1. Vortrag über: Die wirkliche Lage des arbeitenden Volfes im Gegensatz zu den besitzenden Klassen". Referentin Genossin Frau A. Palm- Berlin. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 469.5 Der Einberufer. Die Verwaltung. Brunnenstr. Nr.3. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L am hiesigen Plaze wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befind!. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. 2 Stand Betten( Brautbetten) bill. Grüner Weg 41, 1 Tr. links. von M., RohTabaken and Utensilien für Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! W. Hermann Müller Berlin Neue Friedrich- Strasse 9. Streng reelle Bedienung. Creditgewährung nach Uebereinkunft!! Ein Jeder mache den Versuch. Bitte lesen Sie! Jedem Genossen, der billig und gut faufen will, empfehle mein sehr reichh. Lager von ca. 1000 Sommer- Paletots, 2000 Anzüge, sowie einzelne Röcke, Jaquets, Hosen, Westen 2c. 36 Seiten, Preis 15 Pfs., Porto 5 Pfg. *** Für den Achtstundentag. Von D. Zinner. 48 Seiten, Preis 25 Pfs., Porto 5 Pfg. *** Der Achtstundentag. Von R. Seidel. 16 Seifen, Preis 10 Pfs., Porto 3 Pfg. 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Die Löhne find in den Die Arbeiterin H. verlangt vom Nähmaschinen Fabrikanten legten Jahren auch so weit heruntergegangen, daß die Arbeiter Clausen 8 M. Restlohn. Herr Claufen legt dem Gerichtshof ein entschloffen sind, jede weitere Lohndrückerei entschieden von sich Rammer VI. Borsigender: Assessor Leo. Sigung vom Schriftstück vor, nach welchem sich mehrere Arbeiterinnen abzuweisen. 6. April. darunter die Klägerin verpflichten, für die erhaltene Die Krankheit von Arbeitern als solche löse nicht ohn. Weihnachts Gratifikation" von 8 M. Der Streik der Arbeiter der Firma Gebrüder acht Mart Weiteres ein Arbeitsverhältniß; wolle der Arbeitgeber sich auf noch mindestens vier Monate ihre Arbeitskraft gegen Brunner in Wien ist nun endgiltig vorüber. Nachdem num den§ 123 der Gewerbe- Ordnung fügen und einen Arbeiter tros den üblichen( fehr niedrigen) Lohn der beklagten Firma zur Ver- auch die Gießer und Former, welche bis jetzt im Ausstand ver bestehender Kündigungsfrist ohne Kündigung wegen feiner Arbeitsfügung zu stellen. Anderenfalls zahlen sie, so heißt es u. a. in Arbeit mit dem stolzen Bewußtsein aufnehmen können, nicht als harrten, die Arbeit wieder aufgenommen haben. Sie haben die unfähigkeit( Krankheit) entlassen, dann müsse die Entlassung klar dem Schriftstück, die 8 M.( das Weihnachtsgeschen Besiegte, sondern als Sieger in die Fabril einzuziehen. Alle und unzweideutig während der Arbeitsunfähigkeit( Krankheit) zurück. Klägerin stellt die Behauptung auf, dieser Passus ihre Forderungen, bis auf den Neunstundentag, und statt diesem ausgesprochen werden. An dieser D0% Monaten habe bei Leistung ihrer Unterschrift nicht in dem Revers ge- die Vergünstigung, wenn sie ihre Arbeit beendet haben, sofort gefällten prinzipiellen Entscheidung hielt das Gericht standen. Nach Vernehmung einiger der be= bei Beurtheilung eines Entschädigungsanspruches des Manegentheiligten Arbeiterinnen und eines noch in nach Hause gehen zu können und nicht wie bisher oft von zwei dieners B. fest. Der gewesene B. war nach Beendigung einer Krankheit wieder in dieners verurtheilte das Gericht den Be: wurden ihnen bewilligt, und daher kann man sagen, daß sie ihren im Renz'schen Zirkus beschäftigt den Diensten des Beklagten stehenden Haus oder drei Uhr Nachmittags an bis sechs Uhr Abends in der ihnen aufen ohne einen Kreuzer au pere ther Sen Birkus gekommen, aber nicht wieder eingestellt worden; feine flagten zur Bahlung der 8 m. Anscheinend wurden ihnen bewilligt, und daher kann man sagen, daß sie ihren Stellung hatte ein anderer inne. Da bei der Rückkehr und Ent- bielt es die Behauptung der Klägerin, die Verpflichtung der Kampf nicht umsonst geführt haben. Auch von den anderen lassung des B. seine Arbeitsunfähigkeit gehoben war, erfolgte event. Zurückzahlung habe der unterschriebene Revers beim Branchen sind große Vortheile errungen worden, wie Auszahlung die Berurtheilung des Beklagten Renz zur beantragten Ent Unterschreiben noch nicht enthalten, infolge der Beweiserhebung als 10 pct. für alle jene, welche weniger als 10 fl. verdienen, der Ueberstunden um 25 pet., Lohnerhöhung, theilweise sogar mehr schädigung von 60 M. für richtig. Begründet wurde das Urtheil nicht. Anerkennung des 1. Mai als vollgiltigen Feiertag und noch ver schiedenes Andere. Doch wurden ca. 80 Arbeiter und Arbeiterinnen ausgesperrt. Bei Ditmar wurde unter den gleichen Bes dingungen die Arbeit wieder aufgenommen, doch stehen hier noch die Metalldrucker, 44 an der Bahl, geschlossen im Streit und der Affordfäße zu den alten Forderungen hinzugefügt. Sie sind haben sogar noch die Forderung einer zehnprozentigen Erhöhung sicher, mit ihren Forderungen durchzubringen, da von ihrer Ar beit der gesicherte Betrieb der Fabrit abhängt. Leider wurden auch bei Ditmar eine größere Anzahl Arbeiter und Arbeiterinnen, soweit man bis jetzt beurtheilen kann, 50 bis 60, ausgesperrt. Diebstahl und Entwendungen berechtigen zur fofortigen EntIaffung von Gewerbegehilfen, besagt die Gewerbeordnung. Ein Hinweis hierauf ist besonders angebracht mit Rücksicht auf den Usus unter den Arbeitern verschiedener Gewerbe, Materialabfälle eder Kleinigkeiten an Material mit nach Hause zu nehmen. Schon öfter sind beispielsweise Klagen von Zimmerern, Maurern 2c. abgewiesen worden, weil dieselben erwiesenermaßen deshalb ent: laffen worden waren, weil sie durch ihre Frauen Brennholz" ohne Erlaubniß des Bauherrn bezw. seiner Vertreter fortbringen ,, entwenden" ließen. F Soziale Lleberlicht. Da.am " sind zu senden an die Arbeiter- Beitung", VI/ 1, Gumpendorfer Unterstübungen sind daher noch immer dringend erbeten und straße 60, an den Oesterreichischen Metallarbeiter", IV. Seus mühlgasse 12, und an das Streit- Komitee III/ 1, Erdbergerstr. 15, Schimper's Gasthaus. Parteiblätter werden um Abdruck ersucht. 152 An die Holzarbeiter in Berlin und Umgegend. ( Tischler ,. Drechsler, Bürstenmacher u. f. w.) Kollegen! Die Gleichgiltigkeit, mit der eine große Anzahl unserer Berufsgenossen unserer Organisation, dem deutschen Holzarbeiter- Verband, gegen über stehen, veranlaßt die Ortsverwaltung der hiesigen Filiale, Der Flaschenarbeiter H. ist vom Direktor Arendt aus der besonders in Anbetracht der gegenwärtigen Verhältnisse, an die Kronen Brauerei entlassen worden, weil er ein nur Kollegen die ernste Mahnung zu richten, mehr als bisher die sehn Pfund schweres Bund Heu anscheinend in der Organisation zu fördern. Schon die letzten Vorkommnisse hier Meinung, es sei erlaubt sich angeeignet hatte, um es für sich am Orte müßten jedem Kollegen zeigen, daß er gezwungen ist, zu verbrauchen. H. wurde flagbar, er verlangte eine Lohn gegen die Maßnahmen der Unternehmer oder deren Helfershelfer entschädigung wegen angeblich unrechtmäßiger Entlassung. Seine Front zu machen. Ohne der Organisation anzugehören ist es Behauptung, daß ihm die Aneignung des Heus von dazu be- uniöglich etwas zu erreichen, nur diese vermag Guren gerechten fugter Seite erlaubt worden sei, stellte sich im Laufe der Ber: Forderungen mit Rath und That zur Seite zu stehen. Ein neuer Bildhauerstreik in Wien. Unsere vor kurzem handlung als irrthümlich heraus. Der Vorsigende Leo verwies nochmals Kollegen, laßt diesen Appell nicht unbeachtet, sondern ausgesprochene Bermuthung hat sich bewahrheitet, der Streit der den Kläger darauf, daß sein Handeln ungefeßlich gewesen, ertretet allesammt dem Holzarbeiter Verband bei und beweist da Wiener Bildhauer ist ausgebrochen und dürfte eine noch größere munterte aber zugleich den Vertreter verklagter Brauerei durch, daß auch die Holzarbeiter Berlins sich bewußt sind, daß Ausdehnung erreichen und noch weit hartnäckiger geführt werden, gesellschaft zu einem Vergleich. da, aus- nur auf diese Weise eine Besserung Ihrer Lage herbeigeführt als der vorjährige. Der Angriff geht von den Meistern aus. drückte, rein menschlich genommen, die Entlassung wegen werden kann. Sie beabsichtigen, den Gehilfen ihre Errungenschaften des früheren der geringfügigen Entwendung doch bart erscheine. Der an- Aufnahmen finden jeden Sonnabend Abend von 81/ 2-10 Uhr Streits, den achtstündigen Arbeitstag wieder zu entreißen. Die gestrebte Bergleich wurde auch geschlossen und zwar folgender- auf den Zahlstellen, sowie täglich auf dem Arbeitsnachweis, Meister haben den Winter dazu benutzt, sich zu organisiren und maßen: Der Kläger erflärte zu Protokoll nach erfolgter Be- Annenstr. 39, Telephonamt VII Nr. 3258, statt.( Siehe Annonce find gewillt, die neunstündige Arbeitszeit wieder einzuführen. lehrung davon überzeugt zu sein, durch sein Handeln einen in heutiger Nummer.) Die Gehilfenschaft hat hingegen beschlossen, diesmal bie gefeßlichen Grund zur Entlassung gegeben zu haben, während die Aber auch an unsere Mitglieder richten wir die Mahnung, Tischlereien und Möbelfabriken außer Acht zu lassen und nur Beklagte( durch den Vertreter) fich verpflichtete, dem Kläger es nicht dabei bewenden zu lassen, daß sie dem Verband bei- die Herren Bildhauerprinzipale an ihr gegebenes Wort zu er binnen 24 Stunden 15 M. zu übermitteln. getreten sind, sondern rührige und thätige Mitglieder zu werden, innern, die achtstündige Arbeitszeit aufrecht zu erhalten. Eine indem sie die Versammlungen reger als bisher besuchen und dem Versammlung, welche von nahezu sämmtlichen Wiener Bilds Rammer V. Vorsitzender: Assessor Dr. Buls. Sigung$ 20( Abfaz a) unseres Statutes mehr Beachtung schenken. hauergehilfen besucht war, beschloß einstimmig, bei allen Holz Kußerdem machen wir auf den Aufruf des Hauptvorstandes in bildhauern, welche die achtstündige Arbeitszeit nicht aufrecht er der letzten Nummer der Holzarbeiter- Zeitung" noch besonders halten wollen, die Arbeit sofort einzustellen, bei den Baubildhauern aufmerksam und ersuchen" die Kollegen, Ihre Beistener für den den Streit partiell durchzuführen und vorläufig in den Ateliers Streitfonds nicht zu vergessen, damit bei der nächsten Abrechnung der Hauptagitatoren für die neun Stunden die Arbeit einzu nicht Berlin hinter andern fleineren Zahlstellen in der Ablieferung stellen, was auch am 5. April geschah. Dem Streit schlossen fich von Beiträgen für denselben zurücksicht. alle in diesen Ateliers beschäftigten Arbeiter an. Gegenwärtig flreifen 14 Werkstätten mit 62 Arbeitern. Da den Herren Tischlermeistern eine Niederlage mit Rücksicht auf den bevorstehenden Tischlerstreit nur erwünscht sein fönnte, werden fie gewiß den Bildhauermeistern allen Vorschub leisten, und da die Gehilfen von einem Nachgeben durchaus nichts wissen wollen, so dürfte der Kampf ein hartnädiger werden, Wenn irgend einmal, so ist hier der Beweis erbracht, wie nothwendig es ist, daß die Verkürzung der Arbeitszeit, wie übers haupt jeder Arbeiterschutz gefeßlich festgelegt sein muß. Das durch den gewerkschaftlichen Kampf Errungene wird stets wieder verloren gehen, sobald nur im Geringsten eine Veränderung der Konjunktur zu Gunsten der Arbeitgeber eintritt. Glauben die Unternehmer den günstigen Augenblick für gekommen, ihre Bu vom 7. April. Die Ortsverwaltung der Bahlstelle Berlin des deutschen Holzarbeiter Verbandes. G. Hinz, Bevollmächtigter. F Der Metallschleifer Bopp hatte mit dem Schleifereibefizer Görh einen Arbeitsvertrag gefchloffen, der beide auf ein Jahr für einander verpflichtete; am 1. Mai 1894 sollte das Vertrags: verhältniß sein Ende erreichen. Bor einigen Monaten glaubte Görh einen Grund zur sofortigen Lösung seiner Beziehungen zu Bopp zu haben. Auf eine Entschädigungsflage Bopp's wurde Görk zur vorläufigen Zahlung von 60 Mark verurtheilt. Bopp stellt damals letterem in Aussicht, bis zum 1. Mai stets mit neuen Ansprüchen an ihn heranzutreten, d. h. für die Zeit, welche er troß seiner Bemühungen bis dabin verdienstlos An alle im Drechslergewerbe beschäftigten Arbeiter, sein werde, Am 20. Januar, am Tage der Urtheils fällung, Bürsten- und Kammmacher Berlins. forderte Görh seinen früheren Arbeiter brieflich auf, am 22. Januar, Kollegen! Die außerordentlich traurigen Verhältnisse in einem Montag, wieder zu ihm zu kommen und bis zum 1. Februar unserem Gewerbe veranlassen uns, an Euch mit diesem Aufruf bei ihm zu arbeiten. Bopp that dies nicht, worauf Görb, beranzutreten, un Euch einige Thatsachen vor Augen zu führen. vertreten durch Herrn Weigert, auf Aufhebung des Ver Wie sieht es in unserem Gewerbe aus? Außerordentliche trages, giltig vom 22. Januar ab, flagte. Weigert begründete Arbeitslosigkeit, welche Hunderte von uns mit ihrer Familie in's den diesbezüglichen Antrag damit, daß Bopp durch Glend und in bittere Noth drängen, auf der anderen Seite wird die Nichtaufnahme der Arbeit am 22. Januar den Wer täglich nach Feierabend gearbeitet, ja sogar die Sonntage werden trag zu erfüllen sich geweigert und ihn damit seiner zu Hilfe genommen. In einer großen Anzahl von Werkstätten geständnisse, die sie zu einer den Arbeitern günstigeren Zeit seits gebrochen habe. Las Gericht erkannte gemäß dem muß man sich sogar eigenes Werkzeug, halten. Ferner machen machen mußten, zurückziehen zu können, so thun sie nicht nur Klageantrage. Damit fielen trei Entschädigungsansprüche des wir auf einen der größten Schäden in unserem Gewerbe auf das, sondern versuchen es außerdem, die Arbeiterschaft noch Bellagten und zugleich Klägers Bopp, welche die Zeit nach dem merkfam, nämlich auf das sogenannte Stüchenmeisterthum! Sind weiter zurückzudrängen als vordem. Diese darf darum nie aus 22. Januar betrafen; Bopp wurde damit abgewiesen. sie es nicht gerade, die die Preise am meisten reduziren? Eine dem Auge lassen, daß es ihre vornehmste Aufgabe sein muß, auf große Anzahl derselben entsteht, weil sie als Gehilfen zu wenig die Gefeßgebung einen Einfluß zu erlangen. Die Nothwendigkeit Rammer VIII. Vorsitzender: Assessor für st. verdienten, um ihren Lebensunterhalt herbeizuschaffen. Jun Besiz Der Seifensteder Nitschke tlagt gegen den Seifenfabrikanten einiger Mart, laufen sie fich 1-2 Drehbänke und stellen dann der Gewerkschaftsbewegung soll damit natürlich keineswegs in Zweifel gezogen werden. John, er beansprucht Entschädigung wegen unrechtmäßiger einen Gehilfen ein, um den bestehenden Krautern Konkurrenz zu Entlassung. Er giebt an Werfführer bei Beklagtem ge- bieten; dadurch arbeiten sie bewußt oder unbewußt dem wesen zu sein, und bemißt danach seinen Auspruch. Die Kapitalismus in die Hände, ohne einzusehen, daß sie sich selbst Frau des flüchtigen und steckbrieflich verfolgten Beklagten dabei zu Grunde richten. Und wir, Kollegen, sind die Ausbestreitet, daß. Werkführer gewesen, ihren Behauptungen nach gebeuteten. Betrachten wir uns nun die Preise, welche in den soll er nur Arbeiter gewesen sein. Die Beweiserhebung hierüber meisten Werkstätten gezahlt werden, so sinden wir, daß dieselben Minimallohnes pro 10 fl. inklusive der Feiertage; 4. Freigabe erübrigte sich infolge des Schwurs eines Zeugen, nach welchen. gewaltig gefunken sind und immer erbärmlicher werden. Wir fich Kläger damit einverstanden erklärt hat, an einem bestimmten können nicht die ganzen Mißstände haartlein schildern, aber jeder Tage aufzuhören", und zwar dem der Entlassung. Kläger von den Kollegen wird davon ein Lied singen tönnen. wurde abgewiesen; die beschworene Aussage des betreffenden Zeugen mußte als der Wahrheit entsprechend betrachtet werden. Rammer V1. Vorsitzender: Assessor Leo. Sigung vom 9. April. In Berlin ist es am nothwendigsten für die Drechsler und Berufsgenossen, bessere Zustände zu erkämpfen. Daher möge doch ein jeder Leser erkennen lernen, daß sein Plaß an der Seite feiner Kollegen im Holzarbeiter- Verbande ist; bedenkt, Stollegen, einzeln sind wir nichts, vereint alles. Darum, Arbeiter, Die Forderungen der Wiener Tischler, die den Unternehmern zur Bewilligung vorliegen, sind folgende: 1. Berkürzung der Arbeitszeit auf täglich acht Stunden in allen Betrieben; 2. Abschaffung der Affordarbeit; 3. Schaffung eines wöchentlichen des 1. Mai und Gleichstellung desselben in bezug auf den Minimallohn mit den übrigen Feiertagen. Es ist faum au erwarten, daß die Unternehmer diese Forderungen bewilligen werden, ohne den Kampf versucht zu haben, und so dürfte der Streit wohl unvermeidlich sein.dll du thilgom Generalversammlung der Sattler und Tape. irer.( Berichtigung.) Genofje Poersch Königs berg ersucht uns, richtig zu stellen, daß er auf der General verträge, wie es in Nr. 71 unseres Blattes irrthümlicher Weise heißt, gesprochen habe, sondern für diese eingetreten sei. Der Faßbierfabrer R. lagt gegen die Bockbrauerei auf Her Kollegen, geht mit uns Hand in Hand! Schließt Euch dem versammlung in Frankfurt a. M. nicht gegen die Kartells " 1 Kollegen, eine außerordentlich wichtige Branchen- Versammlung der Drechsler findet am Sonntag, den 15. April, Vormittags Punkt 10 1hr, bei Bolz, Alte Jakobstraße 75, statt. Kollegen, nehme sich jeder die Zeit und erachte es als seine Pflicht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Ferner machen vir alle Kollegen auf den, auch von Nichtmitgliedern und Arbeitgebern unentgeltlich zu benußenden Arbeitsnachweis des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes"( Bablstelle Berlin), Annenstr. 39, auf mertfam. Derfelbe ist geöffnet Wochentags von 8-12 1hr Vor mittags und von 3-7 Uhr Nachmittags. auszahlung von 68 M. Kaution. Diese Summe war dem Kläger bei Aufgabe seiner Stellung in der beklagten Brauerei von seiner Kaution abgezogen worden, weil er angeblich das Geld von Der Verein für Sozialpolitik hält seine diesjährige Kunden der Brauerei eingezogen, aber an die zuständige Stelle Generalversammlung am 28. und 29. September in München nicht abgeliefert hatte. Kläger behauptet, der Abzug fei ab. Gs ist, so heißt es in der Einladung, eine füddeutsche Stadt zu Unrecht erfolgt, er habe an den in Frage kommen deshalb gewählt, weil ein zahlreicher Besuch österreichischer Sozials den Tagen, dem 16. und 17. August 1893, wegen Uupäß politiker in Aussicht steht, die, fügen wir hinzu, sich weder in lichkeit garnicht gefahren. Einem ihm von der Brauerei der Tendenz noch in der Taktik von ihren deutschen Kollegen gestellten Vertreter hätten bei der Abrechnung die 68 M. gefehlt, irgendwie unterscheiden. Als Themata werden genannt: 1. Die er sei somit widerrechtlich hastbar gemacht worden. Turch Ver industriellen Kartelle. 2. Das ländliche Vererbungsrecht.d gleichung von Kontrollbüchern wird festgestellt, daß die Angabe des Klägers, er sei an den bewußten Tagen nicht im Dienst ge= Freidenker. Der Kongreß der französischen Freidenker bcDer Streit der Steinfeger in Stettin dauert noch unschloß, sich der sozialistischen Organisation anzuschließen. wejen, der Wahrheit entspricht. Der Vertreter der Beklagten er hebt nun den Ginwand. Kläger fei, wie er erfahren, am 16. verändert fort; es haben sich bis jetzt nur zwei Streifbrecher geund 17. August 1893 entgegen seiner Behauptung nicht krant funden. Wenn der Zuzug wie bisher auch weiterhin streng Wie gespart werden kann. Die Magdeburger Volksgewesen; man habe ihn in Kneipen gesehen. Der Gerichtshof ferngehalten wird, dann ist der Sieg der Arbeiter gewiß. Rimme" veröffentlicht einen Erlaß des t. Eisenbahnbetriebsamts nahm von einer Beweiserhebung hierüber Abstand und Die Maurer Bückeburgs stud, soweit sie beim Bau der zu Berlin- Lehrte, in dem das Problem zum Theil gelöst wird. verurtheilte die Beklagte zur Herauszahlung der 68 Mark. Villa der Mutter des Landesfürsten beschäftigt waren, in einen Es wird dort den Stationsvorständen der ganzen Linie die Mittheilung Zu der Begründung wurde ausgeführt, es fei un Streit eingetreten. Sie verlangen von dem Hofmaurermeister gemacht, daß der Herr Direttionspräsidentin Erfahrung erheblich, ob Kläger frant gewesen oder nicht. Er sei nicht Strauß Erhöhung des Stundenlohnes von 30 auf 35 Pf. bei zehn- gebracht habe, daß im dortseitigen Bezirk viele Bahninvaliden gefahren, die Brauerei habe ihm den als Zeuge ge- fündiger Arbeitszeit. Die Bauleitung verweigert Unterhandlungen vorhanden seien, welche gegen eine Vergütung von täglich 1 bis ladenen, aber verschwundenen Vertreter gestellt; wenn der und setzt ihre Hoffnung auf Streifbrecher. Mögen die Maurer- 1,20 m. neben ihrer Rente voraussichtlich gern einen SchrankenBeklagten durch dessen Werschulden ein Schaden entstanden fei, organisationen, namentlich die Hannover's und Westfalen- Rhein wenigstens, welchen löblichen Zweck die langen und loftschließerposten übernehmen würden". Nun wissen wir tönne unmöglich der Kläger dafür haftbar gemacht werden. Der Arbeiter 3. wurde mit einer Klage abgewiesen, well, land's bafür sorgen, daß diese schöne Hoffnung zu Schanden spieligen Dienstreisen der höheren Bahnbeamten gewidmet werde. " wie durch die Atten eines im Februar beendigten Prozesses er: sind; Tausende werden verausgabt, um Bahninvaliden ausfindig wiesen wurde, er in einem damals mit dem Beklagten ge- Was die Arbeiter durch cuergischen Zusammen zu machen, die, gern" noch 1-1,20 m. neben ihrer Rente" schlossenen Bergleich ausdrücklich auf alle weiteren Ansprüche aus schluß durchzusehen vermögen, beweist das Resultat verdienen möchten. Wie schäbig muß die Rente sein, wenn ein Bemerkt sei hierzu, daß der des Lohnkampfes fürzlich stattgehabten der dem Arbeitsverhältniß verzichtete. Arbeiter solcher Lohn als willkommene Einnahme betrachtet werden muß. Vorbehalt weiterer Ansprüche bei der Abschließung von Ver- der Ziegeleien im Gößer Berge bei Groß- Kreuz. Und welche Gefühle muß die Invaliden beschleichen, daß sie, die stramme Widerstand der Ziegeleiarbeiter hat zur Krüppel, weil sie Krüppel, ausgespielt werden sollen gegen Folge gehabt, daß die Ziegeleibesitzer von der beabsichtigten diejenigen ihrer früheren Kollegen, die noch über gesunde Gliedgleichen in das Protokoll aufgenommen werden muß, will man Der das Anrecht auf solche nicht verscherzen. maßen verfügen. Die armen, elenden Unglücklichen, die im Dienste für den Staat zum Krüppel geworden, als Schmuß Tonkurrenten benuht von demselben Vater Staat" das ist das Neueste auf dem Gebiete der sozialen Reform. Wir gratuliren Herrn Thielen zu seinem Sparsystem; es wird mit dazu beitragen, das herrschende System überhaupt desto schneller abzuwirthschaften. W Versammlungen. Der sozialdemokratische Wahlverein für den fünften Berliner Reichstags Wahlkreis hielt am Mittwoch, den 11. April, seine regelmäßige Versammlung im Brühning'schen Saale, Rosenthalerstr. 11-12, ab. Ueber das Thema Klaffenkämpfe" referirte der Genosse Glocke unter dem Beifall der Versammlung. Der Redner behandelte ausführlich die Geschichte der römischen Stlavenaufstände sowie hieran an schließend die Kämpfe der Unterdrückten bis auf unsere Zeit. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen. Unter Berschiedenem" wurde die Frage aufgeworfen, aus welchen Gründen Nauck und Hartmann den Plakaten, welche nicht in ihrer Offizin hergestellt sind, die schlechtesten Pläge an den öffentlichen Anschlagsäulen geben? Der Zentralverband deutscher Maurer( Bahlsielle Berlin II) hielt am 8. April eine Versammlung ab, in der Genoffe Antric einen beifällig aufgenommenen Vortrag hielt Die Diskussion bewegte sich im Sinne des Referats. Hierauf wählte die Versammlung zu Ausschußmitgliedern die Kollegen: Silberschmidt, Mischke, Hempel und Klingenberg. Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter tagte am 9. April. Der Kassirer giebt der Versammlung zunächst die Abrechnung vom 1. Vierteljahr 1894. An Einnahme sind zu verzeichnen 610,40 m., der eine Ausgabe von 460,02 m. gegen über steht, ergiebt mithin einen Ueberschuß von 150,38 M. Das Gesammtvermögen des Vereins beträgt 784,38 M. Hierauf wurde die Abrechnung vom Maskenball verlesen wie folgt: Einnahme 180 M., Ausgabe 99,30 M., Ueberschuß 80,70 m. Die Unterstüßung für Gemaßregelte wurde hierauf von der Versammlung auf 12 M. pro Woche festgesetzt. Zur Ergänzung der Arbeitsvermittelungs Kommission wurden die Kollegen Winkler, Kleinlein, Mirring und Anton gewählt. Da die Bibliothek im Südost neu geregelt werden soll, werden die Bücher bis zum ersten Sonntag im Mai nicht mehr ausgegeben. Die jenigen aber, welche noch Bücher geliehen haben, mögen diefelben so bald wie möglich abgeben. Bekannt gegeben wurde noch, daß das diesjährige Sommerfest am 18. Juni in der Neuen Welt stattfindet. M der Kollegenschaft an diefer separaten Feier. Mit diesen Vorschlägen erklärte sich die Versammlung einverstanden. war. nun Literarisches. Sie der Sozialdemokrat", Wochenblatt der sozialdemokratischen Der Frauen und Mädchen Bildungsverein hat in Das braunschweigische Volk und seine politische Vertretung. Von Richard Calver, Redakteur des Braunschweiger VolksCharlottenburg eine Filiale gegründet, deren erste Versammlung freund". Braunschweig, Verlag von A. Günther, 1894. am 10. d. Mts. stattfand. Leider war der Besuch derselben ein Troh der mit Blut und Eisen" errungenen Reichseinheit, wenig zahlreicher, was wohl dem Umstande zuzuschreiben ist, daß nicht alle Mitglieder den Vorwärts" lesen, der die Ankündigung ist das Deutsche Reich nichts weniger als einheitlich organisirt. Hungerrevolte? In Boom( Belgien) ist, wie aus dieser Versammlung gebracht hatte- sonstige Einladungen aber Einheitlich ist nur die Tendenz, überall die Herrschaft der Be Antwerpen gemeldet wird, ein Haufen Ausständischer in nicht ergangen waren. Fräulein Johanna Loewen bera izenden zu befestigen und vor der Begehrlichkeit" der arbeitenden Laden eines Kolonialwaarenhändlers eingedrungen. Sie sprach über die ideale Frau", Rednerin bemerkt, der Mann den Klaffen zu beschützen. Die Verkümmerung des Volksrechts wurden durch Gendarmen, die mit Bajonetten vorgingen, ver- babe stets in der schüchternen, demüthigen, gehorsamen Frau sein wird noch gesteigert durch die Rechtsunsicherheit und zu dieſer trieben. Also auch hier der Polizeiknüppel als Mittel gegen den 3deal erblidt, und diese Auffassung wiederspiegelt sich in der trägt vornehmlich auch die Rechtszersplitterung bei. Der Arbeiter Hunger, denn, daß gerade ein Kolonialwaarenladen geplündert, Dichtung alter Zeiten. Daß dies so gekommen, ist erklärlich, da hat nicht blos zu fragen: was ist überhaupt unser" Recht"? spricht wohl dafür, daß es den Armen an Nahrungsmitteln die Frau materiell vom Manne abhängig, und er sondern auch: was fönnen wir in diesem und jenem deutschen fehlte. As als Dank Gehorsam und vollste Hingabe mit Aufopferung Lande und Ländchen als unser Recht" beanspruchen? Arbeiten, Die Bergarbeiter der Vereinigten Staaten von Nord- eigenen Willens verlangte. Heute, wo die Frau anfange, wie die vorliegende, find daher nicht zu unterschätzen. blos für die Bewohner Braunschweigs amerifa sind einem Telegramm von Columbus( Ohio) zu durch Arbeit unabhängig zu werden, beginnt sich auch ein haben nicht sondern fie find auch ein schäßensfolge dahin übereingekommen, am 21. d. M. in den all- anderes Frauenideal zu bilden. Zur Diskussion sprachen zunächst selbst Werth, gemeinen Ausstand einzutreten. für Jeden, der die sozialen Von welchem Erfolg Frau Leuschner und Genosse Awe. Alsdann sprach ein werther Beitrag sowohl für Jeden, oder besser Mißerfolg derselbe begleitet sein wird, dürfte wohl Herr, der wohl zufällig in die Versammlung hineingerathen und politischen Verhältnisse des Deutschen Reiches zum Gegen= zur Genüge aus den Nachrichten hervorgehen, die wir fürzlich Er theilte der Referentin mit den Gesten des Unter- ftande des wissenschaftlichen Studiums macht, als auch für den über die Zustände in den amerikanischen Rohlengebieten zu veroffiziers mit, daß sie als Fräulein durchaus nicht das Recht praktischen Politiker und Agitator, der sichere Grundlagen durch öffentlichen in der Lage waren. Hoffentlich bleiben die Arbeiter babe, sich in Familienangelegenheiten zu mischen. Was ihn Schriften wie die vorliegende erhält. nüchtern und lassen von ihren Generalstreif- Phantasien ab. angehe, so lebe er mit seiner Frau sehr glücklich. Die durch Calmer giebt einen turzen Ueberblick über die Entwickelung teinerlei Sachkenntniß beschwerten Ausführungen des dekretir- der braunschweigischen Verfassung und das gegenwärtige Wahl= luftigen Herrn erheiterten die Versammlung aufs angenehmste. recht. Der braunschweigische Landtag, die„ Landesversammlung", Doch wurde er auch ernsthaft von der Referentin und von besteht aus 46 Abgeordneten. Von diesen werden 21 von den Genossen Gerke abgeführt. Man erinnerte ihn daran, daß er 1814 Höchstbesteuerten und 3 von den 280 Geistlichen der sich bei Leuten befinde, wo bürgerliches Phrasengedresch und evangelischen Landeskirche gewählt. Die übrigen 22 Abgeordneten Heuchelei nicht verfange. Ein Vorschlag, die Versammlung der gehen aus allgemeinen Bürgerwahlen hervor und erfolgt deren Filiale so zu regeln, daß jeden Monat eine Versammlung mit Wahl nach dem Dreiklassen- Wahlsystem durch Wahlmänner, die Referat und eine zweite mit Vorlesung im engeren Kreis statt in Verbindung mit den Magistrats- und Gemeinderaths- Mitgliedern die Abgeordneten ernennen. Die 1814 Höchst= findet, wurde dem Vorstand zur Erwägung überwiesen. besteuerten üben ein doppeltes Wahlrecht aus; nicht Die Wäsche und Kravattenarbeiter und Arbeiterinnen nur haben sie ausschließlich 21 Abgeordnete zu wählen, sondern hatten zum 10. April eine öffentliche Versammlung einberufen, fie bilden auch bei den allgemeinen Wahlen als Wähler erſter zu welcher besonders die Arbeiterinnen der Firma H. Sternberg und und zweiter Klasse die Majorität. Von den 91 284 Reichstags= der Hauptfaktor der Fabrik, Herr Frankfurter, eingeladen waren. wählern haben überhaupt nur etwa die Hälfte das GemeindeGlänzte auch der geladene Herr durch Abwesenheit, so hinderte und Landtags- Wahlrecht; aber auch für die 45 000 Wähler ist dieser Umstand daran nichts, daß der Kollege ergt alle die es eine vollständige Unmöglichkeit, auch bei vollster Einigkeit Mißstände in genannter Fabrik klarlegte. An der Hand der auch nur einen Abgeordneten gegen die Stimmen der fleinen Arbeitsordnung zeigte der Redner die vielgerühmte Humanität Anzahl der Privilegirten durchzubringen. Die Zusammensetzung des Herrn Fabrikanten. Am meisten werden die Näherinnen mit des Landtages läßt sich daher denken, und der Verfasser be Strafen belegt. Nicht etwa, daß geübte Arbeiterinnen eingestellt leuchtet, wie sich dieselbe in der Gesetzgebung und Besteuerung werden, nein, Lehimädchen sind es, die häufig einen Wochenlohn auch zu gunsten der Privilegirten geltend macht. von 3 und 5 M. beziehen. Dafür sollen fie aber etwas ganz Besonderes leisten. Hieraus erklären sich oie hohen Strafen, auch für Braunschweig, das einen verhältnißmäßig großen und Sehr zu beachten sind die statistischen Mittheilungen, welche Die ihnen das Jahr hindurch abgezogen werden. Wahrlich, es wohlhabenden Bauernstand besitzt, die zunehmende Proletarisirung find hübsche Summchen, sie beziffern sich auf 35 M., 40 M., aufweisen. Zu dieser trägt der Hauptgrundbesizer, der Staat 43 M., 45 M. So hatte sich nach Berechnung die Straffumine selbst das meiste bei. Die Zahl der Domänen betrug 1880 35, auf ca. 500 M. angesammelt. im Jahre 1892 49. Das Areal derselben ftieg von 15 686 auf Herr Kupper, Zuschneider bei der Firma Sternberg, dagegen 18 124 Hektar, also fast um 20 pCt. Die jährliche Pachtſumme war des Lobes voll über die Humanität des Herin Frankfurter, betrug 1880 874 070., 1892 jedoch 1 262 721 M., war also um auch sonst hatte er noch manche Liebenswürdigkeiten feines Chefs mehr als die Hälfte gestiegen. Gewiß ein Zeichen für den Nothentdeckt, die er hier zum Bester gab. Frau Schulz bestätigt stand der Landwirthschaft! Wie es mit den Arbeiterverhältnissen und ergänzt den Vortrag durch verschiedene Beispiele auf den Domänen steht, geht aus den Auszügen, welche der Verund fordert zum Anschluß an die Organisation auf. fasser aus der amtlichen Enquete über die Arbeiterwohnungen Frl. Sydow führt unter anderem einen Fall von Kohn u. giebt, hervor. Geradezu erbärmlich ist es meistens mit diesen Ellenburg an, in dem einer 24 jährigen Kartonirerin 10 M. bestellt, was die Regierung selbst zugestehen muß. Bei ihrer Monatsgehalt geboten wurden; diese hatte eine alte Mutter zu Fürsorge, die sie bei der Enquete bethätigt, steht freilich in erster ernähren und konnte dafür nicht arbeiten. trotzdem war bald Reihe nicht das Interesse für die Arbeiter, sondern für die darauf die Stelle durch ein 17 jähriges Mädchen befeht. Allem Pächter der Domänen, denen durch die Verbesserung der Arbeiterdie Krone sette ein Verfahren bei Herrn M. Ries auf. Hier wohnungen von Staatswegen geholfen werden soll. abonniren die Arbeiterinnen auf Strafen, und zwar zahlen sie Doch wir verweisen auf die Schrift selbst. Sie bietet reiches die Woche 30 Pf. Strafe, dafür können sie dann alle Tage zu Material und ist sorgsam und gewissenhaft gearbeitet.-y. spät kommen. Ebenso ungeheuerliche Strafbestimmungen förderte die Verlesung des Borchert'schen Arbeitskontraktes zu Tage. Bei Gabriel wird während der Arbeitszeit niemand heraus- noch Die Töpfer und Berufsgenossen hielten am 10. d. Mts. hereingelassen; den Näherinnen wird der Betrag für die halbe eine gut besuchte Versammlung ab, um Stellung zu nehmen Stunde, die sie gefeßmäßig Sonnat ends früher aufhören, prompt zu den Lohndrückereien im Gewerbe. Kollege Thieme abgezogen, außerdem hat jede Arbeiterin wöchentlich 5 Pf. fnüpfte an ein zur Verbreitung gelangtes Flugblatt an und er für Klosetreinigen zu zahlen. Eine Unsumme von Mißständen, örterte die Lage im Gewerbe. Redner behandelte die Bestrebungen wie hier einige herausgegriffen, förderte die Diskussion zu tage. der Innung, die in der Errichtung eines Innungs- Schiedsgerichts Allgemein wurde den Anwesenden empfohlen, sich der Organiden Arbeitern die Vortheile, welche das Gewerbegericht denselben fation anzuschließen, um dann mit vereinter Kraft gegen folche bietet, entziehen wollen. Leider sei die große Mehrheit der Kol fluchwürdigen Zustände Front zu machen. Vunmehr gab Rollege legen schlaff und träge und mucse nicht, wenn der Unternehmer ergt den Bericht über die Thätigkeit der Gewerkschaftssie auch noch so sehr drangsalire. Eine Befferung der Ver: Kommission und schlug vor, den Beitrag zur Erhaltung des hältnisse sei nur zu erwarten, wenn der alte Geist unter Bureaus der Gewerkschafts- Kommission nach wie vor durch Verden Töpfern wieder auflebe und Die Organisation treibung von Bons aufzubringen. Bezüglich des 1. Mai wies wieder zur vollen Geltung fomme. Dem Referat des Rollegen Thieme folgte eine langwierige Spezialdiskussion über er auf die letzten diesbezüglichen Beschlüsse der Gewerkschaftsdas zur Tagesordnung stehende Thema, welche zur fast ein- Rommission hin. Frau Schulz befürwortete einen Antrag, am die Abend des 1. Mai eine öffentliche Versammlung mit darauf folftimmigen Annahme folgender von Daudert beantragten Re- gendem Kränzchen anzuberaumen. Dem stimmte die Versammsolution führte: Da in legter Zeit das Unternehmerthum, begünstigt durch ung zu. die schlechte Geschäftstonjunktur und den zum größten Theile Die Lederarbeiter Berlins und Imgegend hatten am daraus resultirenden Indifferentismus der Kollegen den traurigen 10. April eine gut besuchte öffentliche Versammlung, welche, nach Muth findet, vielfältig an unserem Lohntarif zu rütteln und einem Vortrage des Stadtverordneten Meyner über die wirth Italienische Briefe. I. Von Prof. Dr. Werner Sombart. ebenso den schon jetzt unzulänglichen Preis für Vereinbarungs- fchaftliche Lage der in der Haußinduſtrie Beschäftigten, die Die hypothetarische Belastung des Grundbesizes in den Ver arbeiten noch herabzudrücken, beschließt die heutige öffentliche Gründung eines Interessenvereins diskutirte. Kollege Heinke Invaliditäts- und Mortalitätsverhältnisse der österreichischen gegend, hiergegen ganz energisch Protest zu erheben und es jedem drei Jahren heruntergegangen sind, und bemerkte, das sei die Berg und Hüttenarbeiter. Eine Enquete über Hand: und Versammlung der Töpfer und Berufsgenoffen Berlins und Um wies darauf hin, wie außerordentlich die Preise in den letzten einigten Staaten. Von Ministerial- Vize- Sekretär Dr. Moris Erlt. Kollegen zur Pflicht zu machen, mit allen zu Gebote flehenden Folge davon, daß so wenig Lederarbeiter organisirt sind. In Maschinenarbeit.- Rheinisch- Westfälisches Kohlensyndikat. Mitteln diese Zumuthung voll Entrüstung zurückz.weisen. der Zentralisation nun sei der Wochenbeitrag von 25 Pfg. Der X. belgische Arbeiterfongreß. Von Rechtsanwalt Dr. Emil Des Weiteren beschließt die Versammlung, auf jedem an- Verhältniß zum Verdienst zu hoch. Gleichwohl stehe er auf dem Bandervelde. Kongreß der österreichischen Sozialdemokratie. gefangenen Bau aus der Mitte der dort arbeitenden Kollegen Boden der Zentralisation; die Lokalorganisation folle nur eine Rongreß der schwedischen Sozialdemokratie. einen Vertrauensmann zu wählen, welchem es zur Pflicht gemacht Art Agitationsfomitee fein zur Heranziehung der Hausarbeiter. nationalen Bergarbeiter- Kongreß. wird, an jedem Eonnabend im Arbeitsnachweis zu erscheinen, Kollege Wilhelm bemerkte, daß in der Lederarbeit es doch woselbst er die Beiträge zu regeln und über die Verhältniffe auf nicht blos in Berlin, sondern auch in Frankfurt a. M., Offen Monatsschrift für christliche Sozialreform, Gesellschaftsseinem Bau Mittheilung zu machen hat, damit ein Gesammt- bach 2c. ganz bedeutende Hausindustrie gebe, daß daher eine Wissenschaft, volkswirthschaftliche und verwandte Fragen. in Berlin überblick über die Lage unserer Arbeits- und Lohnverhältnisse er- Lokalvereinigung ohnmächtig sei. Kollege Von Dr. Jos. Scheicher. St. Pölten. Verlag Druckerei bringt eine Resolution ein, in welcher möglicht und im Falle irgend welcher Differenzen dem Uebel Wuntscheck ( Franz Chamra). 2. und 3. Heft( 1. Heft tonfiszirt). die Lederarbeiter aufgefordert werden, von einer Neu durch schleuniges Eingreifen abgeholfen werden fann." Der Vertrauensmann Melzer legte im Anschluß hieran gründung Abstand zu nehmen und sich sämmtlich dem der Versammlung die Abrechnung vom Generalfonds für die Verbande der in Buchbindereien, der Papier- und LederZeit vom 18. Februar bis 8. April vor. Diefelbe hat folgendes Galanteriewaaren Industrie beschäftigten Arbeiter und ArbeiteEndergebniß: Ginnahme 270 M. 25 Pi, übernommener Be- rinnen Deutschlands anzuschließen. Kollege Schmidt: Diejenigen, stand 267 M. 44 Pi., in Summa 537 M. 69 114 M. 18 Pf., Uebertrag: 422 M. 89 Pf. An stelle des ord- Vergnügungsklubs sind. Diese möchten sich, nachdem sie sich inBlos über diejenigen Erscheinungen, welche im Interesse unserer Leser nungsmäßig ausscheidenden Revisors Mary wählte die Versamm folge der Parteitage beschlüsse moralisch gezwungen sehen, der oder aus politischen Gründen besprochen werden müssen, veröffentlichen wir, lung hierauf den Kollegen John. Seitens der Kollegen Gewerkschaft anzugehören, für 5 oder 10 Pf. zu organisiren. In soweit dies der Raum unseres Blattes zufäßt, Kritiken. Genügt einer Verlagsbuchhandlung die Anführung der überfandten Rezensionseremplare in diefer Kemnik und John wurde sodann folgender Antrag ein- dem früheren Fachverein der Lederarbeiter wurde es schon schwer, Rubrik nicht, so bitten wir von der Zusendung der Neuerscheinungen des Bergebracht: In anbetracht, daß die Schreibweise der Fachorgane die Gemaßregelten zu unterstützen; ein Lohnkampf ist vollends lages abfeben zu wollen. beider Organisationsrichtungen, des" Bauhandwerker" und des mit geringen Mitteln nicht zu bekämpfen. Heinke: Wenn wir Kinder- und Handmärchen von Brüder Grimm. 2 Vände. Töpfer", die Töpferbewegung in ihrer Gesommtheit durch per im Fachverein die Hausarbeiter nicht zu uns herüber bekommen, Jönliche Neibereien schädigen, spricht die heutige Bersammlung gelingt es Ihnen im Verband sicher nicht. Tillgner: Zu dem Die Eielshaut( Peau d'Ane). Feerie in 4 Aften und 20 Bildern. den Wunsch aus, daß die betreffenden Preßkommissions- Mitglieder vom Vorredner genannten Zwecke braucht fein neuer Verein geihre ganze Kraft einsetzen mögen, eine derartige gehässige Echreib- gründet zu werden, dazu soile man sich lieber mit dem Ver- Die Minnekönigin. Komödie in 1 Akt von Hans v. Gumpenweise in Bukunft zu verhindern. Dieser Antrag fand wider trauensmanne der Lederarbeiter im Verbande in Verbindung setzen. berg. Auch Brückner und Balkin treten für Anschluß an den Verband fpruchslofe Zuftiinmung seitens der Versammlung. Bezüglich der Maifeier ist durch Beschluß einer früher ein. Aßmann: Ter Verein soll nicht bloß für die Hausarbeiter, Briefe eines Junggesellen. Stimmungsbilder. 3. Auflage. Gyges und sein Ring. Tragödie in 5 Akten von Friedr. Hebbel. stattgehoblen öffentlichen Bersammlung Arbeitsruhe beschlossen sondern für sämmtliche in der Lederwaaren- Branche beschäftigten Kleinstädte und Kleinftaaten auf industriellen und gewerblichen und gleichzeitig eine Kommission niedergesetzt worden Arbeiter errichtet worden; die Hausindustriellen gewinnt man Gebieten. Von Dstar Asemissen. Bielefeld, Verlag von An Unterstützung soll e3 dem Verein in dieser Angelegenheit. fchwer. zur Veranlassung des weiteren in bleibt dann aber das Solidaritätsgefüh!. Namens dieser Kommission theilte das Kommissionsmitglied Wo meint, zur Lotal Organisation Hagen mit, daß dieselbe dahin übereingekommen sei, der selbst Hausindustrieller, Kollegenschaft vorzuschlagen, am 1. Mai, Nachmittags 3 Uhr, fühlen sich die Hausindustriellen hingezogen. Jahn: Unter den eine öffentliche Bersammlung stattfinden zu lassen, um auch den Hausindustriellen find nicht blos Verheirathete, sondern auch Frauen die Theilnahme an derfelben nach Vollendung ihrer junge Leute von 18 Jahren, die lieber in die Fabrit gehen sollten, häuslichen Verrichtungen zu ermöglichen. Ferner glaubte die statt für die jämmerlichen, schändlichen Löhne zu arbeiten; man Rommiffion nicht, den Kollegen die Theilnahme an den abend- follte doch die in der Arbeiterbewegung im Laufe der Jahre gelichen Veranstaltungen der Wahlvereine empfehlen zu sollen, in- machten Erfahrungen berücksichtigen, dann würde man jetzt nicht dem sie von der Ansicht geleitet wurde, daß durch Tanz und einen neuen Verein gründen. Die Diskussion wird geschlossen. derlei Bergnügungen nicht in geeigneter Weise demonstrirt werde. Ein Verbandsmitglied ersucht die Buchbinder, bei der Abstimmung Der Interessenverein habe es daher auf sich genommen, für eine nicht mitzustimmen. Darauf wird die Gründung eines Vereins würdige Feier am Abend des 1. Mai Sorge zu tragen, und be- mit großer Mehrheit beschlossen und das Bureau beauftragt, die fürwortete Hagen namens der Kommission die regste Theilnahme weiteren Schritte zu thun. M Partei Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 2). Bu beziehen durch alle Zeitungsspediteure. Das Abonnement durch die Post oder in Berlin durch die Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 M., unter Kreuzband 1,80 m. gum österreichischen Parteitage. Die Bermehrung der FabrikNr. 11 vom 12. April hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Inspektoren in Heffen. Die Landtagswahlrechte: IV. SachsenWeimar.- Der Kommunismus und die ökonomische Entwickelung.IV. Parteinachrichten. Wie man uns behandelt.- Todtenliste. Industrie. Vermischtes. in Literatur. Rentengüter in Preußen. VI.-- Die Behörden und die Arbeiter Derreich. – Ausbeutung der Gastwirths- Angestellten durch Stellenvermittler.- Mißlungen!- Eine Spigelgeschichte. Gewerkschaftliches. Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Heinrich Braun( Carl Heymann's Verlag in Berlin, vierteljährlich 2,50 M.) Die soeben erschienene Nummer 28 hat unter anderein folgenden Inhalt: Bum inter Eingelaufene Druckschriften. Unter dieser Rubrik zeigen wir fämmtliche der Redaktion zugehende Wir bitten unsere Leser die Nennung ber literarische Neuigkeiten an. als Empfangsbestätigung aufzufaffen. 114 M. 18 Pf., Uebertrag: 422 M. 89f., Ausgabe: denen die 25 Pf. zu hoch sind, das sind die Leute, welche in den Schriften nicht als Empfehlung der Redattion, sondern lediglich Preis 1,20 M. Deutsch von H. Jaetsch. fehlen: August Helmich. Seeger, Vorschläge zur Verminderung der Militärlasten. Von Ostar Asemissen. Bielefeld, Berlag von Aug. Helmich. Deutsche Worte. Monatsheste von Engelb. Bernerstorfer. ( 3. Seft, 1894.) Wien VIII. Verlag Langegasse 15. Leipzig, C. F. W. Fest. der chriftliche Staat und seine Zukunft. Von Dr. Ludwig Jacobowsti. Berlin, N.W. 6. Verlag von E. Dunder. Preis 4 M. Briefkaffen der Expedition. Schnabel, Dresden. Ihr Inserat fostet 18 M. netto. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.