Nr. 86. Erscheint täglich außer Montags.. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Auslands Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919 Vorwärts 11. Jahrg. Infertions: Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlius Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dom ehrlamen Handwerk. Sonnabend, den 14. April 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. 15. August 1893 betreffend die Organisation des Handwerkes,| wenig Aussicht vorhanden ist, könnte die Organisation des das unverbindliche Ergebniß vorläufiger Erwägungen gesammten Kleingewerbes in den vorgeschlagenen Zwangs• als Grundlage für weitere Erörterungen" eingegangen innungen die ökonomische Entwickelung auch nicht um einen und haben nachgewiesen, daß auf dem vorgeschlagenen einzigen Schritt aufhalten. Die freie Konkurrenz" ist eben Zwischen dem mächtig aufwärts strebenden, industriellen Wege dem Handwerke weder ein nennenswerther Vortheil keine freie Erfindung der Manchesterschule, sondern die noth Großbetriebe und der organisirten Arbeiterbewegung be- erwachsen, noch daß die wirthschaftliche Entwickelung aufwendige Konsequenz der kapitalistischen Produktion auf einer finden sich die versinkenden Mittelschichten in einer ver- gehalten werden könne. gewissen Stufe der Entwickelung. Weder durch Zwangsorganis zweiflungsvollen Lage. Nach den Gesezen der ökonomischen Ließe sich die Verwirklichung der rostigen Ideale des sation der Kleinmeister noch durch die heroischeren Mittel Entwickelung giebt es für sie daraus feine Erlösung und Handwerkes durch die vorgeschlagene Zwangsorganisation der mittelalterlichen Zunftverfassung: durch gesetzliche Bemit Riesenschritten schreitet vor allem die Proletarisirung der Fachgenossenschaft thatsächlich erreichen, so hätte die schränkung der Produktion, der Zahl der Gesellen und der Kleinhandwerker vorwärts. Das ist fatal für die Be- Mehrzahl der Handwerksmeister längst von dem ihnen Lehrlinge, und ebenso wenig durch die von anderer Seite troffenen selbst und noch fataler für die berufenen Staaten- fakultativ zustehenden Rechte der Innungsgründung aus- vorgeschlagene Einführung von Kleinmotoren kann der lenter, denen das riesenhafte Anschwellen des Proletariates, giebiger Gebrauch machen können als fie es bisher gethan Kleinhandwerker dem Großindustriellen gegenüber konkurrenzzumal bei dem Wachsen des Klassenbewußtseins, manche hat. Am 1. Dezember 1890 gab es aber in Deutschland fähig gemacht werden. Die kommerzielle Ueberlegenheit der Schlaflose Nacht bereitet. Man kann es den Angehörigen nur 10 223 Jnnungen mit 321 219 Jnnungsmitgliedern, Großindustrie bezüglich des Motorenbetriebes ist ganz under Mittelschichten deshalb nicht verdenken, daß sie am die kaum den zehnten Theil der deutschen Handwerksmeister bestreitbar, aber selbst zugegeben, daß die Kleinmotoren Rande des Abgrundes nach jedem Strohhalm greifen, um ausmachen. Daraus darf gefolgert werden, daß trotz der ein- einen Einfluß auf die Hebung des Handwerkes haben sich vor dem verhängnißvollen Absturz zu bewahren und müthig angenommenen Resolution*) des von einer stattlichen tönnten, so würde dies doch nur bei einer beschränkten Anes fann andererseits auch nicht verwunderlich erscheinen, Anzahl von Zünftlern besuchten Handwerkertages in Berlin, zahl von Betrieben der Fall sein, die dann auf diesem daß in der Zeit, in der die Gendarmen- Natur des modernen der soeben geschlossen worden ist, die große Mehrzahl der Wege nur wieder dazu beitragen, die schwächere Konkurrenz Staates so klassisch in Erscheinung tritt, auch die Ge- deutschen Handwerker von der zunftmäßigen Organisation um so rascher demi Untergange entgegenzuführen. Aber jezgebungsmaschinerie in Thätigkeit gesetzt wird, um das des Handwerkes fich nur wenig Vortheile verspricht. Und was nutzt dem Handwerker der vollkommenste Motor, wenn jähe Ende des Mittelstandes aufzuhalten. so sehr wir es auch zu würdigen wissen, wenn die ver- ihm nicht auch die moderne Wissenschaft zu Gebote steht? Sofern der Staat die Interessenvertretung der Be- fintenden Mittelschichten nicht resignirt zusehen, wie eine Nur das Kapital kann sich wissenschaftlich gebildete fizenden ist wir akzeptiren hier durchaus die Definition ihrer festesten Stüßen nach der anderen unter dem Ansturm Ingenieure, Chemiker 2c. zugänglich machen, fann Böttichers muß er gemäß der Entwickelungstendenzen der großindustriellen Konkurrenz zusammenbricht, so sehr experimentiren und die vortheilhaftesten Produktionsdes modernen Kapitalismus die Bestrebungen des Groß- müssen wir aber auch diefer Mehrheit der Handwerker methoden für sich acquiriren. Nicht Schwert noch Spieß, fapitals und der Großindustrie fördern. Aber mit dem Recht geben.- Selbst wenn die Gegenvorschläge des Hand- sondern die so harmlosen Marktpreise vollziehen die Henkerlogischen Ausleben seiner Fähigkeiten unterwühlt sich der werkertages gegen die Berlepsch'schen Vorschläge Gesegestraft arbeit an dem Kleinhandwerk. Und selbst die trefflichste Kapitalismus seinen eigenen Untergrund, ebnet er den Boden erhielten, wozu trotz der Liebesversicherungen der Regie: Organisation des Kleinhandwerkes kann die Marktfür den Sozialismus. Die flareren Köpfe in der Leitung rungsvertreter und der Vertreter der nationalliberalen bis preise nicht bestimmen. Sie würde es selbst dann der Staaten empfinden das selbst mit peinigender Deutlich- ultrakonservativen Parteien auf dem Handwerkertage nur nicht vermögen, wenn bei einer politischen Herrschaft feit und suchen immer neue Dämme gegen die unvermeidder Mittelstandsparteien alle diejenigen Institutionen, die lich hereinbrechende Sintfluth zu errichten, die kapitalistische *) Der Deutsche Jnnungs- und allgemeine Handwerkertag heut den Zwischenhandel in steigendem Maße ausschalten Entwickelung in ein ruhigeres Bett abzulenken. erblickt in den Vorschlägen" des Herrn Ministers Freiherrn Waarenhäuser, Konsumvereine 2c. wieder vernichtet Während die Schöpfung des Deutschen Reiches ihrem v. Berlepsch die Anerkennung des wichtigen Grundsages, daß sich würden, denn der Preis der Waaren wird nicht blos durch inneren Wesen nach selbst nichts anderes darstellt als eine die Organisation des Handwerks nur auf der Grundlage des den Handel bestimmt, sondern in erster Linie durch ihren großkapitalistische Gründung", werden in Preußen die 3wanges aufbauen kann, empfiehlt aber dem deutschen Hand- Werth, d. h. durch die in ihnen krystallisirte, gesellschaftmittelalterlichen Gespenster noch immer zu einem Scheinwerferſtande, an der zu erwartenden Neu- Organisation nur mit lich nothwendige Arbeitszeit; und die nothwendige Arbeitsleben zu wecken gesucht. Während die Reichsregierung in arbeiten, wenn a) durch diefelbe das Innungswesen nicht nur als die forpo- zeit richtet sich nicht nach der Verfahrungsmethode des jeder Weise die großkapitalistische Entwickelung zu fördern rative Unterlage erhalten, sondern organisch fort- leinen Flickschusters, sondern nach der Methode der Großsucht, versucht das preußische Ministerium für Handel und gebildet wird; produktion. Gewerbe, obwohl es selbst bereits wiederholt seinen Befähigungsnachweis, den Intentionen des Großkapitals entgegenzukommen, abgelegt hat, im inneren Widerspruch zu seiner sonstigen, prinzipiellen Haltung durch die Förderung des Kleinhandwerkes dem Kapitalismus wieder auf einer anderen Stelle in den Rücken zu fallen, und dadurch direkt und indirekt der Sozialdemokratie die Wasser abzugraben. Wir sind an dieser Stelle wiederholt auf die unmaßgeblichen Vorschläge des Ministers v. Berlepsch vom Feuilleton. Der Jude. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. b) der Meistertitel und damit auch die Meisterwürde den ge= Die Organisation des Handwerkes kann deshalb diesen bührenden gefeßlichen Schuh erfährt, so daß der Meister- Faktor der Konkurrenz nicht beseitigen, sie kann nur eins, stand innerhalb der Organisation den maßgebenden Ein- und das springt mit unzweifelhafter Deutlichkeit aus dem fluß auszuüben vermag; c) in ihr die deutschen Innungsverbände als die nationale Organisationsentwurf des Handwerkertages heraus, sie kann fachliche Zusammenfassung der Angehörigen des einzelnen durch Verstärkung der ökonomischen Abhängigkeit der ArHandwerks die wünschenswerthe Berücksichtigung und beiter die Mehrwerthrate der ausgebeuteten Gesellen 2c. Stärkung finden; steigern und so dem Konsumenten einen Theil des Waarenpreises schenken. Schon im Interesse der Arbeiter wäre demnach die zünstlerische Reorganisation des Handwerkes auf das Entschiedenste zu bekämpfen, ganz abgesehen davon, " d) die in den Gegenvorschlägen" in bezug auf alle diese Puntte überhaupt aufgestellten Grundfäße in die Gefeßgebung übergeführt werden. gesunde Früchte! " Wenn er nur schon so weit wäre, daß zutraulichen Worte des Knaben vollendeten Diethers Beer wieder kommen könnte ins Vaterhaus." zwingung. Rosend und tändelnd trat er, den Kleinen auf Wer weiß, ob das nicht bald, recht bald geschieht;" dem Arm, vor den Spiegel, und sprach wohlgefällig: Fast 15 meinte Margarethe. möchte ich für wahr halten, was die Amme schon sagte, Bald? recht bald?" versezte Diether mit glänzenden da sie den neugebornen Buben in meinen Arm legte, er Blicken:" Weib, Ihr wißt am Ende, daß er kommen darf? sieht mir ähnlich; recht ähnlich! Ist das nicht meine Nase, Sagt mir's... ich will ihn abholen, auf meinen Armen mein Mund? Sind das nicht meine Augen? Die Aehnlichihn hierher tragen! Wie gerne will ich meinen Bart von keit hat sich erst recht herausgewachsen. Nicht wahr?" ihm zerraufen lassen, wie gern ihn auf meinen Knien Margarethe und Willhild bekräftigten die Meinung des schaufeln, so lange er will, wenn er nur kömmt, gesund ist, und unsere Freude wird!" ,, Von ganzer Seele," versetzte die Frau. Der Trunk Weins hat mir absonderlich darauf geschmedt," versicherte Diether. Mitten unter der Freude meines Herzens ist mir jedoch eine Betrachtung angetommen. Sprecht selbst, liebe Ehewirthin: ist's nicht ein seltsam Schicksal, von dreien Kindern, die uns lieb sind, feines unter unsern Augen zu haben? Von der Tochter will ich eigentlich nicht reden, denn sie hat sich selbst losgesagt von uns. Ihr Bruder aber ist fern, auf seinen Beruf bedacht; und unser Johannes, mir das liebste von den Kindern, da Ihr seine Mutter seid, lebt auch von uns entfernt, ohne daß wir selbst ihn pflegen könnten, und seinen schwächlichen Leib." " Ihr würdet ihn also gerne wieder um Euch haben?" fragte Margarethe lächelnd, obgleich ihr das Herz bei nahe brach. Margarethe benutte geschickt die freudige Bewegung des Alten, öffnete rasch die Seitenthüre und legte den staunenden Knaben an die Brust des vor Freude zur Bildsäule gewordenen Gatten. Sieh hier Deinen Sohn!" " guten Alten, und sein Vergnügen wuchs zum Muthwillen auf. Die Lästerzungen," raunte er Margarethen ins Ohr, die über unseren Ehebund spöttelten, werden gelähmt sein beim Anblick dieses Gesichts, das in das Geschlecht der Frosche recht eigentlich gehört. Sie prophezeiten mir das gewöhnliche Loos des Sechzigjährigen, der zur zweiten Ehe schritt, und dennoch... Mein Johannes!" stammelte der Ueberraschte, und preßte ihn unzählige Mal an sein Herz, an seine Lippen. Hier wies er triumphirend auf den Knaben, der mit Er nahm ihn auf die Arme, tanzte mit ihm in der Stube seinen grauen Locken spielte. Margarethe verschloß ihm aber umher, geberdete sich, als habe die Freude seinen Verstand den ruhmredigen Mund mit einem Russe. verrückt. Endlich setzte er ihn zur Erde nieder und betrachtete ihn staunend: " Ich kann nicht zu mir selbst kommen," sagte er. Wie fönnen wenige Monate ein Rind verändern! Wie haben sich die Züge ausgebildet, und die Gestalt! Ja, so muß ein Sohn unseres alten Geschlechts aussehen; stark, kräftig, ein emporstrebendes Stämmchen. Warum bist Du aber so fremd geworden gegen Deinen Vater? Du betrachtest mich so verwundert, als ob Du mich noch nie gesehen? Was ist denn mit dem Jungen?" " Fünftes Rapitel D, febre nie zur Heimath wieder, Ein Frembling warst du ihr, Dir tönen nicht mehr ihre Lieder Und ihre Sitte widert dir, Was willst du hier? im fernen Lande Fand'st du ein falsches Glück, Und ließest Thor! daiür zum Pfande Dein ehrlich deutsches Herz zurück! Altes Schauspiel. Welche Frage?" erwiderte Diether:" 8wei Jahre sind es fast, daß ich ihn nicht sah. Das verdammte Zipperlein hat mich gehindert, verwichenen Herbst den Buben zu besuchen, wie ich mir's vorgenommen. Aber sobald es wie der trocken und kalt wird, und meine Gicht das Leben im Auf unserm Maierhofe," begann Willhild ängstlich, Dagobert's und Gerhard's Berufswege liefen in entSteigbügel vertragen kann, steige ich zu Pferde, und gehe hat er viel vergessen. Zürnt ihm nicht, edler Herr." gegengeseßter Richtung. Darum war es auch weiter fein den Jungen zu füssen." Umarme Deinen Vater, Hans!" gebot Margarethe. Wunder, daß ihr täglicher Lebensweg ebenfalls ein ver Der Knabe warf einen furchtsamen Blick auf sie, umschlang schiedener war. Gerhard lag in dem Gasthause zum Engel Diethers Hals, und drückte einen herzhaften Kuß auf dessen auf der Bärenhaut, und wartete bei Trunk und Spiel mit Willkomm, Vater!" sprach er, noch halb ver- der größten Gelassenheit auf eine Gelegenheit, in irgend dutt: Hab den kleinen Hans lieb!" einem Schimpfspiele als Turnierfechter der freien ReichsSchon der Kuß hatte alles wieder gut gemacht, und die stadt Frankfurt sich auszuzeichnen. Dagobert benügte „ Er ist recht kräftig geworden;" sprach Margarethe, Willhild hat mir gestern Botschaft gesandt. Seit ich ihn heimsuchte, hat er um Vieles zugenommen." " Hat er?" rief Diether; beim Himmel! das ist mir lieb. Ich sagte es oft. Ein gesunder Stamm trägt auch Mund. " " beisammen! Oder ob sie von der Ehre, des Königs Rod zu tragen, ausgeschlossen bleiben sollen? Aber dann würde Holland in Noth gerathen die Refruten würden nicht mehr langen. In Rücksicht auf lettere Möglichkeit ( Ausschluß der Sozialdemokraten) aber werden am Ende manche Vorstände mit Miquel sagen: Wir müßten Efel sein, wenn wir zu viel denunzirten; denn je mehr sozialistische Burschen denunzirt werden desto mehr wird man naturgemäß aus dem Landvolke ausheben, und das Elend der Landwirth schaft wird mit Entzug von Arbeitskräften immer wieder ers höht." Endlich ist noch zu bemerken, daß es bei uns auch an sozialistischen Gemeindevorstehern nicht mehr fehlt. Was diese wohl mit dem Zirkular, das übrigens schon kein Geheimniß mehr ist, machen werden! daß die Verwirklichung des zünftlerischen Jdeals das Herab-| Nur der Antrag der Rommission, eine Petition, welche schrauben der gegenwärtigen Kulturhöhe auf das gesell- sich gegen die ermäßigten Fahrpreise für Militärmusiker schaftliche Niveau im 14. und 15. Jahrhundert bedeutete, auf den Eisenbahnen richtete, dem Reichskanzler zur Erwägung Das mag ein erstrebenswerthes Ziel für Junker und zu überweisen, fand Widerspruch bei den Konservativen. Pfaffen sein und für sonstige Liebhaber verstaubter Spinn Schließlich wurde aber auch dieser Antrag mit großer webenneße die Antisemiten z. B. aber nicht für die Mehrheit angenommen. Nachdem hierauf das Gesetz betr. mit der kulturellen Entwickelung fortschreitende, aus ihr die Abzahlungsgeschäfte in der Schlußabstimmung gegen die kräftigsten Lebenssäfte ziehende Sozialdemokratie. die Stimmen der Freisinnigen angenommen wurde, kam Die Handwerker glauben allerdings eine Ronzession an der Antrag Graf Kanis auf Einführung von Monopoldie moderne Entwickelung gemacht zu haben, wenn sie Ver- preisen für Getreide dran. austaltungen zur Förderung der gewerblichen, technischen zc. Der Antragsteller begründete seinen Antrag in recht Ausbildung der Gesellen und Lehrlinge treffen, Fachschulen schwacher Weise, wobei ihn der Chor der Landräthe durch errichten... und den Befähigungsnachweis für Meister(!) Burufe und Beifall fräftig unterstützte. Der freisinnige Ob das angebliche Birkular thatsächlich existirt, wieder einführen". Diese utopistischen Träume bedürfen Dr. Barth antwortete kurz, aber geschickt, dann wurde die wissen wir nicht. Daß in einem Lande, dessen Benach dem bereits Gesagten aber faum noch einer ernsthaften Sigung vertagt. Morgen ist Fortsetzung der Debatte, von völkerung, soweit sie politisch lebt, ihrer große: Widerlegung. Nicht die fachliche Ausbildung des Arbeiters unserer Seite ist Schippel als Redner bestimmt. Majorität nach sozialdemokratisch ist, Sozialdemokratisch ist, die Arce - die in der Großindustrie immer weniger erforderlich sozialistischen Elementen verseucht" oder richwird Bundesrath. In der am 12. d. Mts. unter dem von sondern die Möglichkeit, in gesteigertem Umfange das versteht sich von selbst. technische Hilfsmittel anzuwenden, macht die Ueberlegenheit Borsitze des Bizepräsidenten des Staatsministeriums, Staats- tiger entfeucht wird der Großindustrie aus. Und der Befähigungsnachweis der sekretär des Innern Dr. v. Bötticher abgehaltenen Blenar. Gegen diese Gefahr" giebt es aber blos ein einziges mirtMeister? In erster Linie soll er nur ein Mittel sein, die fizung des Bundesraths wurde dem Entwurf eines Gesetzes, fames Heilmittel, und zwar das: die Sozialdemo Konkurrenz in den eigenen Kreisen des Handwerks zu be- betreffend die Verlängerung der Frist für die Gestattung raten aus der Armee auszuschließen. Allein seitigen. Einmal aber ist die innere Ronkurrenz gegenüber von Ausnahmen von der im§ 120 Absatz 1 der Gewerbe dieses Heilmittel würde zu wirksam sein, denn es hätte zur der Konkurrenz der Großindustrie und der von ihr ge- Ordnung über den Unterricht in den Fortbildungs- Folge, daß mit Ausnahme der Söhne von Fürsten, Grafen, nährten Hausindustrie ein ganz belangloser Faktor, und schulen am Sonntag getroffenen Bestimmung, ferner dem Banfiers, Großgrundbesitzern und ähnlichen Leuten fein andererseits hat die Erfahrung in Oesterreich, wo Ausschußantrage zu dem Entwurfe eines Gesetzes, betreffend Mensch in die Armee einträte, die auf die Fürsten, Grafen die Großindustrie noch lange nicht nicht den ben Umfang die Aenderung des Bolltarifs sowie der Vorlage betreffend u. f. w. beschränkt, ebensowenig bestehen kann wie der Staat wie in Deutschland besitzt, gelehrt, daß der Befähigungs- den Beitritt Luxemburgs und Belgiens zu der zwischen als Ganzes. nachweis durchaus erfolglos geblieben ist. Aus diesem Deutschland, Desterreich- Ungarn, den Niederlanden und der " Wir glauben deshalb nicht recht, daß die sächsische Grunde fehlte auch die Forderung des Befähigungs- Schweiz getroffenen Vereinbarung erleichternder Vorschriften Regierung ein so höchst überflüssiges Birkular erlassen hat. nachweises in den Berlepsch'schen Vorschlägen und hatte für den wechselseitigen Eisenbahnverkehr die Zustimmung Deutsche Gaftlichkeit. Die verhafteten drei fich am 24. November 1891 Bötticher im Reichstage ganz ertheilt. Der Antrag Sachsen- Meiningens, betreffend die Erausländischen Stubenten zwei Russen und energisch gegen diese Forderung ausgesprochen. Aber da höhung der Besoldungen der Salzsteuerbeamten im Herzog ein Bulgare- sind ausgewiesen worden und haben den Zünstlern die Argumente für die Wirksamkeit des Be- thum Sachsen- Meiningen, wurde den zuständigen Ausschüssen Preußen binnen 48 Stunden zu verlassen. Wie wir von fähigungsnachweises ausgingen, so verfuhren sie nach be- überwiesen. Der Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung Anfang an vermutheten, liegt gegen die gemaßregelten rühmten Mustern einfach so, daß sie die Thatsachen des Zolltarifgesetzes vom 15. Juli 1879, wurde in der vom Studenten nichts anderes vor als eine Denunziation der leugneten und an der alten Forderung des Befähigungs- Reichstag beschlossenen Fassung angenommen; die dazu vom russischen und wahrscheinlich auch der bulgarischen nachweises durch Annahme einer Resolution), gegen die Reichstag gefaßte Resolution wurde dem Reichskanzler Bolizei. Unsere Leser werden sich erinnern, daß wir überwiesen. Endlich wurde über den wegen der Wieder schon vor Monaten mit dem Treiben russischer Polizeifich von keiner Seite Widerspruch erhob, festhielten. Durch das engherzige Festhalten an kleinen Bielen, befegung einer Rathsstelle bei dem Reichsgericht dem Kaiser Agenten und Polizeispione in Berlin uns zu bedurch das stetige Rückwärtsschauen nach den verflossenen zu unterbreitenden Vorschlag, über eine Vorlage, betreffend schäftigen hatten, die Briefträger, Portiers u. s. w., und Beiten einer hohen Blüthe tennzeichnete der Handwerkertag, die zoologische Station in Rovigno und über verschiedene auch Kameraden der„ Ueberwachten" zu bestechen suchten. beffer als es lange Auseinandersetzungen vermögen, daß die Eingaben Beschluß gefaßt. = Statt diesen ausländischen Spigeln das Handwerk zu Vertreter des Handwerkes unfähig sind, den Gang der Beit Die afrikanischen Greuel, mit denen die Presse jetzt legen und sie mit erster Gelegenheit über die Grenze zu zu verstehen, sich mit der Zeit weiter fortzuentwickeln, indem gefüllt ist, haben für uns Deutsche doch auch einen sehr schieben", hat unsere Polizei die Herren nicht nur gesich die Handwerker durch genossenschaftliche großen praktischen Vortheil, wenn wir die richtige währen lassen, sondern sich obendrein noch gegen die Opfer Vereinigung der eigenen Waffen des Fabritbetriebes Muzanwendung machen. Sie zeigen uns nämlich, von derselben gewandt, die sie verhaftete, behaussuchte und dann bemächtigen und so den eigenen Todeskampf möglichst welchem Stoff unser Junkerthum gemacht, und weffen auswvies. schmerzlos machen. Sie stemmen sich vielmehr, diese kleinen es fähig ist, wenn ihm freie hand gelassen Da wir aufs Bestimmteste wissen, daß bei keinem der schwachen Zwerge, gegen das eherne Rad der Entwickelung, wird. Kamerun ist ein richtiges Junkerparadies. Die Behaussuchten das geringste Rompromittirende gefunden das sie erbarmungslos zermalmt und sie um so eher ver- Junker machen dort, was sie wollen. Es ist die Erfüllung wurde, so kann die Ausweisung also nicht Folge der nichtet, wenn sie sich selbst die Augen verkleben, um das ihres Ideals. Und wenn wir die Herren Junter in Haussuchung gewesen sein. Umgekehrt war die Hausnahende Verhängniß nicht schauen zu müssen. Deutschland aufkommen und zu voller Herrschaft gelangen fuchung offenbar nur angeordnet, um die vorher schon ließen, so wäre Deutschland bald ein Großkamerun.- beschlossene Ausweisung zu rechtfertigen was allerdings glänzend mißlungen ist. Nur einer Disziplinar- Untersuchung, wenn auch Thatsache ist ferner, daß die preußische Regierung, seit Berlin, den 13. April. der strengsten, hat sich Ehren- Leist nach Aussage des dem Beginn der Handelsvertrags- Verhandlungen mit RußAus dem Reichstag. Die Petitionen sind eigentlich Staatssekretärs von Marschall zu unterziehen. Ja warum land in die Bismarc'sche Sitte des Wettkriechens" vor die Stieftinder des Reichstags. Bu Tausenden gehen sie wird der Mann nicht zuerst vor den Strafrichter gestellt? Bäterchen zurückgefallen ist. alljährlich dem Reichsparlamente zu, nicht ein halbes Pro- an Delitten, die dem Manne die Buchthausstrafe eintragen zent davon findet aber die geschäftsordnungsmäßige Er- fönnen, fehlt es ja nicht. So ließe sich die Disziplinar lebigung. Eine Anzahl derselben, welche in der Petitions. Untersuchung bequem ersparen. kommission durchberathen wurden, standen heute auf der Tagesordnung des Plenums. Dolitische Weberlicht. Die Anträge der Kommission fanden ausnahmslos, in den meisten Fällen sogar ohne jede Debatte, Annahme. *) Der deutsche Innungs- und allgemeine Handwerkertag erneuert die alte Forderung des Befähigungsnachweises" alš die grundlegende Borbedingung für die Gesundung und den ficheren Schutz des felbständigen Handwerks, und hält nach wie. vor an dieser Forderung troß der aus R.gierungstreifen wiederholt gemachten Einwendung und mit Vorliebe aufgestellten Behauptung fest, der Befähigungsnachweis" hat sich in Desterreich nicht bewährt, indem diese Behauptung nicht bewiesen ist und für stichhaltig nicht anerkannt werden kann, solange nicht regierungsfeitig eine wirklich einwandsfreie Untersuchung über die Wirkungen des Befähigungsnachweises" für das österreichische Handwert angestellt worden ist. Der deutsche Innungs- und allgemeine Handwerkertag empfiehlt deshalb die baldigste Veranstaltung einer solchen Enquete feitens der Staatsregierung, an welcher vor Allem bewährte Kenner und Vertrauensmänner des Handwerks theilzunehmen hätten, um völlige Klarheit über diese viel umstrittene Frage zu verbreiten." Sozialdemokraten in der fächsischen Armee. Die Germania bringt unter dieser Spigmarke heute Abend folgende Mittheilung aus Sachsen: Daß die Behörden nach den bestehenden Gesetzen die Befugniß haben, Ausländer aus dem Lande zu weisen, auch ohne Angabe von Gründen, das ist leider wahr. Schlimm genug, daß wir solche Geseze haben; und Aufgabe der Bolksvertretung also hier des preußischen Landtags, da es preußische Sache ist wäre es, für die möglichst Seitens des Minifteriums ist an die Berwaltungsbehörden schleunige Abschaffung solcher Gesetze zu sorgen. Daß aber und durch diese an die ihnen untergebenen Gemeindevorstände das auf Grund des elendesten aller Wahlgesete gewählte ein vertrauliches Birkular gerichtet worden, ungefähr Parlament für derartige Aufgaben Sinn und Verständniß, folgenden Inhalts: Die fächsische Armee ist mit fojte von Eifer und Energie ganz zu schweigen, hat, wird niemand listischen Elementen mehr verfeucht, als der zu behaupten wagen, der sich nicht des Vergehens politischer Regierung lieb ist; die monarchische Gesinnung Naivetät schuldig machen will. " läßt in der Armee manches zu wünschen übrig; Unter allen Umständen haben die Behörden durch ihr pertappter Agitation gegen den Fahneneid ist man auf der Spur u. f. w. Die Gemeindevorstände Vorgehen in diesem Fall den Beweis geliefert, daß sie noch haben im Dienstwege den Behörden jene dienst- und gestellungs- in dem trübften Fahrwasser des alten Kurses" herumpflichtigen jungen Leute anzuzeigen, die sozialistische Propa- paddeln. Und sicherlich haben sie das Ansehen Deutschganda treiben, dergleichen Lieder singen oder sonstwie anrüchig lands weder nach Innen noch nach Außen gehoben. find." Welch' trauriges Zeugniß stellt eine Regierung sich und Daß in Sachsen der Weizen des Sozialismus besonders dem von ihr vertretenen Staate aus, wenn sie erklärt, die blüht, weiß die ganze Welt, und so ist es nur eine natürliche Anwesenheit dreier harmlosen Studenten bedrohe die öffentFolge, daß er auch in die Armee eingedrungen ist. Untlar ist uns nur, was mit dem Birkular bezweckt werden soll. Ob die liche Ordnung! Und weist nicht ein Staat, der die erste mit dem Kainszeichen versehenen Krieger in eigene Regimenter Kulturpflicht der gefitteten Menschheit: das Gastrecht eingereiht werden sollen? Da wären unsre Lait" erst recht mißachtet, sich selber ein niederes Kulturniveau an? sind fremde Zugvögel, die ihr trüglich Gefieder hier aus spreiten, weil es in der Heimath den Werth verrloren hat; Hexendirnen, die sich anstellen, als ob sie Herzen sischten, während sie doch nur das Netz nach dem Gelde unerfahrener Lüftlinge auswerfen." hingegen die ersten Tage seiner Anwesenheit zu Costnih, die Stadt sammt ihren Kirchen und Merkwürdigkeiten kennen zu lernen, und nach seinem Dheim zu fragen, der aus brücklich versprochen hatte, sich im Gefolge des Papstes Johann auf dem Konzilium einzufinden. Um so seltsamer fam es ihm vor, daß es ihm nicht gelang, die mindeste" Die Art und List dieser Meerweibchen ist mir Spur von ihm ausfindig zu machen. Vergebens forschte er wenn gleich nur aus Berichten nicht unbekannt," vesetzte bei Geistlichen und Weltlichen nach dem Prälaten Hierony- Dagobert luftig: Ew. fürstlichen Gnaden ist daher im mus Frosch; niemand wußte ihm Auskunft zu geben. Die Frrthum. Nicht einem rothwangigen Mägdlein jage ich Schöffen des Frankfurter Raths hatten nicht das geringste nach, sondern einem graubärtigen Manne, der mich hierher von einem solchen gehört, und so verging schier eine Woche, berufen, und nun Versteckens mit mir spielt; meinem Ohm und der Eifer Dagoberts hatte schon bedeutend nachgelassen, nämlich." als ihn mit einem Male ein Diener zu dem Herzog Friedrich von Desterreich beschied. In sein bestes Kleib gehüllt, eilte er nach dem Hofe, den dieser reiche und prachtliebende Fürst mit seinem Gefolge einnahm. Der Herzog empfing ihn in einem einfach, aber ebel gezierten Gemache. Wie gefällt's Euch zu Costnih, junger Degen?" fragte er den Jüngling mit heiterer Miene: Wie behagt Euch das lustige Treiben und die bunte Menge, die einen Jahrmarkt eher verkündet, als eine ernste Kirchenversamm Tung 2 " Dagobert bekannte, daß er noch wenig gethan, um sich mit dem Gewühl der vielen Ausländer und fremden vaterländischen Gäste vertraut zu machen. " Euer Dhm?" fragte der Herzog, aufmerksam werdend: Sein Name?" " Ist der meine;" antwortete Dagobert, aber der Träger versteckt sich im Sumpfe." Wäre das der Prälat von dem Stifte des heil. Bartholomäus bei Cesena?" " Derselbe, gnädiger Herr. Der Bruder meines Vaters: Hieronymus Frosch." „ Ei, der ist freilich hier," lachte der Herzog, ist mit mir gekommen, da ich den heil. Bater hierher geleitete." Dagobert stand, steif vor Erstaunen, da. Des Schlags, welchen das Berliner Landgericht vor kurzem in einem Erkenntniß gegen den Drucker des Sozialist", Werner, der Presse verseht, ward seinerzeit von uns Erwähnung gethan. Das Gericht fand damals nicht blos den Verfasser eines inkriminirten Artikels Rodrian- und den verantwortlichen Rebatteur Ellendt schuldig, sondern verurtheilte auch den Drucker wegen des gleichen Artikels. Wir machten seinerzeit auf die Konsequenzen dieses Erkenntnisses aufmerksam, nach dessen Logit jede bei der Herstellung und Verbreitung einer Druckschrift direkt und indirekt betheiligte Person für ein und dieselbe sog. Strafthat verantwortlich gemacht und Wie wir heute erbestraft werden kann. fahren, ist dieses Erkenntniß von dem Reichsgericht bestätigt worden. Die deutsche Presse, ohnehiu an Händen und Füßen mit Fesseln beladen, wird durch Entscheidung des Reichsgerichts, mit der wir uns weiter zu beschäftigen haben werden, geradezu vogelfrei gemacht. D Die Berliner Staatsanwaltschaft hat auch keinen Augen blick gezögert, aus der Reichsgerichts Entscheidung im Fall Werner die ersehnten Konsequenzen zu ziehen. Eine neuerliche Anklage gegen den Sozialist" ist nun auf den Redakteur, den Verleger und den Expedienten ausgedehnt worden. Es ist jedenfalls Methode in dieser Sorte Staatsretterei. H " Ihr könnt mir's glauben, auf Fürstenwort," fuhr der Herzog fort: fein Logement wurde ihm eingerichtet im Bei Eurer Jugend nimmt mich das höchlich Wunder!" Paradiesgäßlein, in dem Hause, zum Pfauen geschildet." Ludwig Pfau, einer der wenigen konfequenten Des sprach der Herzog: Jesus Christus! wenn ich daran Bin ich denn blind gewesen?" fragte sich Dagobert denke, wie ich in Eurem Alter das Leben betrachtet habe! halb ärgerlich; war ich denn taub? hab ich nicht umher. mokraten aus der 48er Beit, ein baratter ohne Es kam mir nicht anders vor, als wie ein großer Bokal, gespäht mit Auge und Ohr wie die Frommen am Pfingst- Furcht und Tadel, trefflicher Schriftsteller und Satiriker, den ich verbunden sei, Tag für Tag auszuleeren bis auf die tage in der Kirche, da der heilige Geist aus dem Schallloche Stunstkritiker ersten Ranges, ist heute in Stuttgart gestorben. Politisch trat Pfau seit Jahren nicht mehr Neige, nach guter alter Trinkerfitte. Wo es recht toll her- hernieder zu schweben hat?" ging, war ich mitten darunter, und nirgends fröhlicher, Seid zufrieden," versicherte der Herzog. Ihr seid hervor. Unvergessen sei ihm die Kühnheit, mit der er 1871 als wo gescheite Leute und Narren um mich schwärmten nicht blind, nicht taub gewesen. Ihr habt aber beständig für die Kommunar den eintrat, deren Verleumder wie ein Bienenvolt. Ihr, lieber Freund, feht aus wie ein nur nach dem Unrechten gefragt; ber übelklingende Name ihm dies niemals verziehen haben. lod erleichtes Blut, und müßt wohl Eure Gründe haben, Frosch ist nicht mehr der Eures Ohms. Er hat sich ins Der jüngste antisemitische Schimpf und Skandalwenn Ihr nicht gleich andern Eures Schlags über die Wälsche übertragen, und wenn Ihr nach dem ehrwürdigen prozeß der sich jetzt in Leipzig abspielt hat ein Schranken haut, wo es angebracht ist. Ihr habt Euch doch Monsignor Ranocchia Euch erkundigt, wird er Euch sicher gewisses politisches Jnteresse. Nicht, daß zwei antisemitische nicht etwa schon vergafft zu Costnih? Nehmt Euch, in Acht. nicht entgehen." Größen sich gegenseitig die Berrücke der Anständigkeit Es giebt der Echönen viele in dieser Stadt aber die meisten herunterreißen und einander die unglaublichsten- aber ( Fortsetzung folgt.) doch wahren— Dinge an den Kops werfen— nicht das ,»einen wir. Daran ist man bei diesen Leuten ja gewöhnt. Was uns interessirt und was auch ein öffentliches Interesse dat. ist, daß einer der Biedermänner, ein gewisser Erwin Bauer, seinem eigenen Geständniß nach, in Beziehungen zu dem preußischen Preßbureau und dem aus- ,v ä r t i g e n Amt gestanden, und von hohen Herrn Geld gepumpt hat, z. B. Herrn von Herder SOCK) M. Das preußische Preßbureau scheint eine merkwürdige Menagerie zu sein �— Wir möchten nur wissen, ob Ehren-Bauer, gleich seinem Ex-Kollegen Theodor Reuß— neben dem neuen Gott Caprivi gleichzeitig auch dem alten Gott Bismarck ge- dient hat.— Herr Lieber bleibt uns erhalten. Er mochte gerne seinen Brief ungeschehen machen. Trotz des vollen An- rechtes, das er hat, ob der unautorisirten Veröffentlichung des Briefes zu zürnen, so schlägt er doch die versöhnlichsten Töne in seinem Briefe an den Redakteur der„Westfälischen Volkszeitnng* an. Er schreibt nämlich: „Lieber Freund Thoemes! ...... Es wird Ihnen nicht schwer fallen, in Ihrem Blatte bekannt zu geben, daß jener Brief nur durch ein M i ß v e r st än d» i ß in die Presse kam und daß ich die mir dargebotene Friedenshand ivfort freudig ergriffen und auf jede fernere öffentliche und private Auseinandersetzung verzichtet habe, auch jetzt auf nichts, das an den Brief sich knüpfen mag, antworten werde. Loben Sie mich nicht und thun Sie Ihr Bestes, daß die Anderen den Tadel bald be- enden..... Ich rechne ans Ihre Hingebung und hoffe nun endlich aus den Erörterungen zu verschwinden. Mit freund- schaftlichem Gruß ergebenst Dr. Lieber." Trotzdem wird die durch den Brief Lieber's angeregte Diskussion in der Zentrumspresse und-Partei nicht zur Ruhe kommen. Herr Lieber bleibt zwar, aber die Einigkeit des Zentrums hat er nicht gefördert.— Ein politifirender General. Bei einem Festmahle zu Ehren des neugewählten Bürgermeisters von Wien hielt der KorpSkommandant Baron Schönfeld eine Rede, die wieder einmal beweist, daß das Militär mehr zum Kampfe gegen den„inneren" als den äußeren Feind bestimmt sei. Daß es nach der Ansicht des schneidigen Generals die Auf gäbe hat, die herrschenden Klaffen in ihrem politischen un materiellen Besitzstand zu schützen. Charakteristischer Weise sprach der Säbelrasseler kein Wort vom auswärtigen Feind und ebenso bezeichnend ist es, daß die Wiener Mastbürger der Rede ungestümen Beifall zollten. Nach der„Vossischm Ztg." erklärte er: Er verdamme aufS höchste Ausschreitungen beim Militär, doch sollte man diese nicht vorzeitig ins Publikum tragen, ohne daß der andere Theil früher gchörl worden sei. Die Armee fühle, daß jetzt die ganze Bevölkerung hinter ihr stehe. Sie können aber versichert sein, fuhr der General fort, daß auch Sie uns hinter Ihrer Front finden werden, wenn der Bestand d.r Gesell- schaft und der Genuß deS sauer erworbenen Besitzes bedroht sind. Nur ein festgeschlossenes Bürgerthnm ver» mag derartige Gefahren bei Zeiten abzuwenden.— Das reaktionäre Frankreich. Dem„Patriote" zu- folge wies die französische Regierung neuerdings 70 in Nordfrankreich angesiedelte belgische Arbeiter unter dem Vor- wände sozialistischer Agitation aus. Die Ausgewiesenen riefet» den Schutz der belgischen Regierung an.— Das proportionale Wahlverfahren in Belgien. Zahlreiche Protestmeetings werden überall wegen der Ab- lehnung der proportionalen Vertretung organisirt. An den Meetings werden sowohl die Liberalen wie die Klerikalen theilnehmen.— lieber die Wahlen in Holland schreibt unser holländischer Korrespondent: Es dürfte wohl schwer sein, ein Land zu finden, das so mühsam vorwärts geht, wie das Königreich der Niederlande. Man braucht nur die Wahlrechts-Bewegung zu nennen, um «inen Beleg für diese Wahrheil beizubringen. Nachdem schon länger als zehn Jahre eine kräftige Agitation für das allgemeine Wahlrecht getrieben worden war, gelang es endlich im Jahre 1S91, eine liberale Majorität in das Parlament zu dringen, die durch ihren Führer Tak van Poortoliet erklärte: die Ausdehnung des Wahlrechts sei der noth wendige Eckstein für jede nützliche Reform, und die versprach die Wahlrechtreform sofort zur Land nehmen zu wollen.— Dieses Versprechen war gleichsam die Bedingung, unter welcher die Wähler ihre Stimmen für die Liberalen abgaben.— Und wie ist das Volk seit der Zeit von der Geldsackvertretung an der Nase herumgeführt worden! Nicht gewillt, sich ihrer unrechtmäßigen Macht zu entkleiden, wußte sie die Behandlung des Wahlrechts immer wieder aufzuschieben, die Debatte fortwährend in die Länge zu ziehen, drei Jahre lang die Zeit zu vergeuden, und ein Wahl gesetz, das kein Klassengesetz mehr sein sollte, unmöglich zu machen. Der Tak'sche Gesetzes-Entwurf trennte das Wahlrecht von dem Besitze, aber man wußte es dem Volke durch allerhand volksfeindliche Veränderungen schließlich zu verleiden. Bald wollte man diejenige» ausschließen, welche innerhalb eines Jahres eine andere Wohnung bezogen, bald solche, welche die Hilfe des Armenarztes in Anspruch genommen hatten. Wer gehungert und gebettelt hatte, wer arbeitslos gewandert war, wer eine Wohnnng mit nur einem Zimmer inne hatte oder wessen Kinder kostenfreien Unterricht genossen hatten, wer in der Roth seine Rettung im Pfandhaus gesucht hatte,— sie sollten alle ausgeschlossen werden. Endlich schlichtete der Premierminister die schamlosen Vergewalliger des natürlichen Menschenrechtes nach Hause, und überließ den 300 000 Wählern des Landes die Entscheidung. Das vorläufige Resultat der Wahlen, das den Lesern des „V o r w ä r t s" schon bekannt ist, giebt, obgleich sich über die endgiltige Entscheidung, die erst Anfang Mai vorliegen kann, noch nichts sagen läßt, ein betrübendes Bild der politischen Bildungsstufe, auf der die holländischen Wähler noch stehen. Achtunddreißig Gegner und dreißig Anhänger des Tar'schen Entwurfs sind bis jetzt gewählt worden. Dreißig Stichwahlen müssen stattfinden und zwei der gewählten Kandidaten haben sich bis jetzt noch nicht über ihre Stellung zum Entwurf erklärt. Obgleich in mehreren Wahlkreisen zwei Anhänger des neuen Wahlrechts gegeneinander in Stichwahl kommen, wagt es noch keine der tonangebenden Zeitungen, das End- resultat vorauszusagen. Die Majorität, od sie für oder gegen Tak sein wird, wird jedenfalls eine sehr geringe sein. Das ist das Einzige, was man vorläufig sagen kann. Trotz der eifrigen Propaganda, die von beiden Seiten, aber hauptsächlich von feiten der Tauschen Anhänger gemacht worden ist, ist die Betheiligung au den Wahlen eine beschämend geringe gewesen. In Amsterdam, wo der lieberale Wahlvereiu „Bürgerpflicht" u. a. de» Minister Tak aufgestellt hatte. womit er eine glänzende Manifestation der Wähler für den Gesetzentwurf bezweckte. wäre beinahe ei» ganz entgegengesetztes Resultat erzielt worden. Hier betheiligten sich nur 40 pCt. der Wähler und der Mimster wurde mit einer Majorität von�nur einigen hundert Stimmen gewählt. Der höchste Prozentsatz der Tbeilnahme. der erreicht wurde. betrug in einem Wahlkreis 67 pCt.; im allgemeinen wurden SO pCt. nicht überschritten. lchter selbst an seinem Pachtgut Verbesserungen hat, nicht erhöht werden; ferner verfügt die Dauer der gerichtlich festgesetzten Pachtgelder Die träge Masse dieser stumpfsinnigen Wähler, die keine Ahnung hat von der Wichtigkeit der Zeit, in der wir leben, die sagt: was geht es mich an, ob der Arbeiter das Wahlrecht hat?— soll ich mich für andere Leute ins Zeug legen?— diese Masse liefert wohl den besten Beweis dafür, daß es höchst nolhwendig ist, dem politischen Kampf neue Elemente zuzu- fuhren.— Diese geringe Betheiligung an den Wahlen spricht auch für die Nothwendigkeit, das kleine Bürgerthum, das mit blöden Augen, ohne jedes Verständniß seiner eignen Lage, dem Kamps des aufstrebenden Proletariats unthätig zusieht, vom moralischen Untergang zu retten und in die Armee des zielbewußten Prole- tariats einzureihen. Wir brauchen nicht zu verzweifeln. Uns fehlt in Holland noch die Organisation; aber dies« muß und soll und wird ge- schaffen werden; und wo jetzt noch ein Konservatioer gewählt wurde, da wird bei den nächsten Wahlen«in Demokrat die Majorität erreichen und nach ihm wird auch bald die Stimme des Proletariats im Parlament gehört werden. Wenn die jetzige» Wahlen auch zu Ungunsten der Wahlrechts- vorläge ausfalle» sollten, so können sich die Anhänger derselben mit den Worten, die Gladstone 1887 in ähnlicher Situation sprach, trösten: Man kann meinen Entwurf ablehnen und zu dem Staube der Archive verweisen, es wird trotzdem eine politische Strömung kommen, die zu seinzr Annahme führt. Eine Wnhlreformbill wird heute Abend von der englischen Regierung im Unterhaus eingebracht. Der Entwurf soll„sehr radikal" sein. Warten wir ab. So viel steht aber fest, keine Wahlreform genügt heutzu- tage, die nicht das a l l g e m e i n e S ti m m r e ch t zur Grundlage hat.— Irisches Pachtgefetz. DaS englische Unterhaus nahm die zweite Lesung der von dem Deputirten Kilbride be- autragten Bill betreffend die Abänderungen der irischen Pächtergesetze vom Jahre 1S91 mit 254 gegen 165 Stimmen au. Nach diesen Abänderungen soll küusttg das Pachtgeld, sofern der Pächter vorgenommen Bill, daß die Dauer der gerichtlich festgesetzten Pachtgelder von fünfzehn auf acht Jahre herabgesetzt werden soll. Der Chef-Sekretär für i Irland John Morley erklärte, er sei mit der Bill im Prinzip einverstanden, müsse aber mehrere Einzelheiten beanstauden. I» der spanischen Teputirtenkammer legten die Konservativen Pidol und Gamazo gegen das in Valencia gegen die Pilger begangene Attentat energisch Ver- wahrung ein. Der Senat nahm eine Tagesordnung an, in welcher gegen die Kundgebungen in Valencia protestirt und die Re- gierung aufgefordert wird, den beiden Botschaftern in Rom zu telegraphiren, daß sie daS Attentat gegen die Pilger, welche ein unbestreitbares Recht ausübten, wenn sie nach Rom gingen, mißbillige. Norwegen. Aus Christiania wird gemeldete Die Mehrheit des Finanzausschusses deS Storthina beantragt, sämmlliche von der Regierung vorgeschlagenen Bewilligungen zn verschiedenen königlichen Untersuchimgs- Kommissionen und zur ßBesoldung sachkundiger Beirälhe für die Regierungsämter abzulehnen, dagegen eine parlamentarische Kommissto» zur Behandlung der Frage 'der Alters- und Jnvaliditäts- Versorgung niederzusetzen.— Das Parteiprogramm der norwegischen Linken wurde in diesen Tagen auf der Landesversammlung»e» aufgestellt. Wir hebe» daraus folgende Punkte hervor: Stimmrecht für abwesende Seeleute. Durchführung der Arbeitergesetzgebung, umfassend folgende Bestiminlnigen hinsichtlich der Arbeitszeit: achtstündiger Ar- beilstag für die Arbeiter des Staates und für alle gesund- heitsgesährlichen Betriebe. Ferner Kranken- und Unfall- Versicherung, Jvaliditäts- nnd Slltersversicherung für Arbeiter und Seeleute und alle ihnen gleichgestellten Bürger. Beantragung eines Gesetzes zum Schutze des Stimm-, Vereins- nnd Versammlungsrechts der Arbeiter. Die Partei ist gegen einheitlichen Wahltag für daS ganze Land. Die Wahl soll in jedem Wahlkreise in der für den Kreis am meisten geeigneten Zeit stattfinden. Erreichung des allgemeinen Stimmrechts und eines eigenen Ministerium des Aeußern. Man sieht, daß die norwegische Linke den Arbeiter- fragen und-Interessen ein erhebltch größeres Verständniß entgegenbringt, als unsere sogenannten liberalen Parteien.— Türkische Freiheit der Wissenschaft. Der„Voss. Ztg." wird aus Konstantinopel gemeldet: Dieser Tage wurde die vor einigen Jahren nach europäischem Muster errichtete R i ch te r s ch u l e in Stambul plötzlich und für immer geschlossen. Anlaß hierzu gab folgender Vorfall: Einer der Professoren. Ibrahim Hakki Bei), wurde vom Unterrichtsministerium als Kommissar zur Weltausstellung nach Chikago gesandt. Der Mann be- nutzte seine Anwesenheit in Chikago zum Studium der amerikanischen Verfassung, der Gesetzgebung u. f. w. Nach seiner Rückkehr hielt er seinen Schülern drei gediegene Vor- träge, die begeisterten Beifall fanden, gleichzeitig aber die Schließung der Richterschule zur Folge hatten. Es ist dies die beste Beleuchtung des Geistes, der das gege»nvärtige türkische Regierungssystem beherrscht.— Fünfter Zlltmiatimler Bergarbeittt-Kollgreh. Der Kongreß findet statt in Berlin, K o n k o r d i a- Säle, Montag, den 14. Mai, und folgende Tags. Tagesordnung: Wahl der Beamten. Herr Burt, M. P.(Parlamentsmitglied), wird bis zur Beendigung der Beamtenwahl den Vorsitz führen. 1. Tages-Präsident. 2. Tages-Prästdenten fürjed« Nationalität. 3. General-Sekretär deS Kongresse?. 4. Kafsirer. S. Geschäfts« Komitee.(Jede Nation wird ihre eignen Mandate sammeln und prüfen, sollten jedoch Einwendungen kommen, so entscheidet daS Geschäftskomitee darüber.) S. Prüiungsausschuß. 7. Ernennung der Sekretäre der verschiedenen Nationen. 3. Ernennung der Stimnieiizähler(zwei). Berichte. Jede Nation berichtet über die Zustände, Arbeitslöhne und Gesetze, welche den Bergbau ihres Landes betreffen.(Mehr wie zwei Berichte dürfen von keiner Nation eingebracht werden.) Die Miners' Federation os Great Brttain— der Britische Bergarbeiter-Verband— und andere Verbände stellen folgende Fragen zur Berathung des Kongresses. 1. Der gesetzliche Achtstundentag, Ein- und Aus- fahrt einbegriffen. 2. Haftbarkeit der Arbeitgeber den Arbeitern gegenüber im Falle von Unfällen während der Arbeit, und welche Kraft dem Gefetze gegeben werden muß. 3. Frauenarbeit in den Bergwerken. 4. Ein normaler Arbeitslohn, wie er zu erlangen und festzuhalten ist. i>. Ueberproduktion und was von inter- nationaler Seite geschehe» muß, um dieselbe zu verhindern. 6. Ernenmmg von solchen Männern als Grubenaufseher(In« spektore»), die in den Gruben arbeiten oder gearbeitet haben. Belgien. 1. Grubenbeaufsichiigung. 2. Grubenaufseher, wie dieselben zu wählen find und wer sie zu besolden hat. 3. Erwägung des sog. Lewy-Prograirnnes. 1. Feststellung eines�gesetzlichen Achtstundentages, Ein- und Ausfahrt einbegriffen. 2. Arbeiter-Peiisionskasse, vom Staat garantirt, aus welcher jeder Arbeiter 2 Franken täglich bezieht, nachdem er 25 Jahre als Arbeiter thätig war. 3. Ernennung von Arbeiterinspektoren und genügende Besoldung derselben, so daß sie davon leben können, ohne gezwungen zu sein noch andere Arbeit zu verrichten. 4. Die Produktion mit dem Bedarf ins Verhältniß zu bringen. 5. Haftbarkeit der Arbeitgeber den Arbeitern gegenüber im Falle von Unglücksfällen während der Arbeit. Anmerkung. Alle Delegirte haben sich mit Eintrittskarten zu versehen, für welche 10 M. pro Person zu zahlen ist.— Alle Anfragen betr. Karten sowohl wie Mandatsfarmulare und Tages- ordnung sind an Mr. B. Pickard, M. P.. Barnsley, Dorkshire, England, zu richten.— Die Mandate müssen den Namen des Verbandes und die volle Adresse des Delegirte» enthalten.— Postanweisungen müssen den Aufträgen beigefügt werden und sind an Mr. Thomas Burt, M. P., London, zahlbar zu machen. Mit kollegialem Gruß BenjaminPickard. Barnsley. März 1394�_ Povleinaifccidjfe«. Maifeier. Die Frankfurter Maler und L a ck i r e r haben in einer Generalversammlung folgende Resolution an- genommen: Die heutige Generalversammlung erklärt als wür- digste Feier des 1. Mai die vollständige Arbeitsruhe an diesem Tage, und versprechen die Anwesenden, wo es nur irgend möglich, für Arbeitsruhe einzutreten; wo diese? nicht möglich, ein Drittel des Tagelohnes als Betrag für die Gesammtheit zu bestimmen. «» Gegen unsere Genossin'Marie Kunert ist von der Halle'schen Staatsanwaltschaft Anklage erhoben worden wegen „Aufreizung zum Klassenhaß", begangen durch Herausgabe der „Sozialen Weckrufe" von Fritz Kunert. Gleichzeitig hat sich Ge- nosse Groß als Verleger der„Weckrufe" vor Gericht zu verant- worten. Der Vorstand der badischen LandeSorganisation der Sozialdemokratie hat sich konstituirt. Vorsitzender ist Adolf Geck, an den alle Anfragen und Zuschriften, Kasstrer ist Kaufmann I. F. Autenrieth, an den alle Gelder zusenden sind, und Schrift- führer ist A. Hansert, sämmtlich in Offenburg. Der sozialdemokratische Parteitag deS Kaiserslautern- Kirchheimbolanden 15. April in letzterem Orte eine Kreiskonserenz ab. ordnung steht: der Jahresbericht; die Beschlüsse Arbeitertages der Pfalz und Agitationen. Wahlkreises hält am Zur Tages- des letzten Die Organisation der österreichischen Sozialdemokratie. wie sie am letzten Parteitag in Wien ausführlich dargestellt wurde, muß unsere vollste Anerkennung finden. Sie erstreckt sich alle Kronländer, selbst Tyrol mit inbegriffen. Nach dem über vorgelegten Bericht selbst Tyrol mit zählt die Partei m a« F ganz Oesterreich — mit Ausnahme Galiziens, dessen Bericht nicht vorlag. weil er gelegentlich einer Haussuchung konfiszirt worden war, und von der czechischen und der Bergarbeiter Organisation abgesehen— etwa 90 000 in Vereinen organisirte Mitglieder. Diese bilden die Kerntruppe der Partei, ihre ganze Armee zählt ein Vielfaches davon. In Niederösterreich allein stehen etwa 43 000 Personen in der Organisation, darunter egen 1300 czechische Männer, 2300 deutsche und 263 czechische rauen. Die rasch aufblühende Frauenbewegung, die ihr eigenes publizistisches Organ, ihre eigenen Vereine, Zeitungen und Ver- sammlungen hat, hat die österreichische Sozialdemokratie vor der deutschen voraus. Grauenerregend ist die Zahl der politischen Berfolgungen, welche der Parteiberichl aufzählt; sie ist um so bezeichnender, als die österreichische Sozialdemokratie unter der Euhrung nüchterner Wicklichkeiispolitiker steht, die die schwere unst gelernt habe», die Parteizwecke gerade innerhalb des so engen Rahmens der österreichischen Vereins-, Versammlungs-, Preßsreiheit und des österreichischen Strafgesetzes zu verfolgen. Polizeiliches, Gerichtliches»e. — Wegen Beleidigung eines Fabrikanten wurde Ge- nosse G üldenberg, Redakteur der„Thüringer Tribüne" zu 30 Mark Geldstrafe verurlheilt. Die Beleidigung wurde in einer Kritik gefunden, die G ü l d e» b e r g an dem System der Ge- winnbetheiligung, wie es der Fabrikant in seinem Betriebe zur hatte. Der Staatsanwalt hatte Bemerkt muß noch werden, Verwunderung darüber ausdrückte. daß diese Angelegenheit nicht auf dem Wege der Prlvatklage ihre Erledigung gefunden habe, da kein öffentliches Interesse vor- gelegen habe. Soziole ZUeberstchk. Nu die Graveure, Cifeleure tc. i» Berlin und Umgegend. Kollegen! An allen Orte» rüsten sich die Arbeiter, um das Maifest würdig zu begehen. Es ist uns als kleine Organisation nicht möglich, eine der Bedeutung des TageS entsprechende Demonstration zu veran- stalle». Wir fordern deshalb gemäß den Beschlüssen des Kölner Parteitages von unseren Kollegen, denen es möglich ist. die Arbeit ruhen zu lassen, dem nachzukommen, und erwarten von ihnen, daß sie eine unserem Berufe verwandte Versammlung am Vormittag besuchen. Wir erivarten ferner von alle« Kollegen, welche durch die Macht des Kapitalismus diesen Tag an der Arbeit gefesselt sind. sich an der am ülbend des 1. Mai stattfindenden politischen Demonstration zu betheiligen, sowie 25 pCt. ihres Tagesverdienstes der Agitation zu opfern. Rüttelt die Indifferenten aus! Führt ihnen die Bedeutung des Tages vor Augen und gewinnt so neue Kämpser für die Interessen des Proletariats! Der Vorstand der Freien Vereinigung für die ge»verblichen Interessen der Graveure, Cifeleure und verwandten Berufsgenossen. Der Streik der Zieaelarbeiter auf den Ziegelwerken der Baumaterialien- Gesellschasl Union in der Nähe von Brunn und Liestng ist durch Einigung über die Lohnbedingungen beendet. Der Malerstreik in Zürich dauert noch immer fort, dürste aber in kurzer Zeit zu gunsten der Arbeiter entschieden sein, vor- ausgesetzt, daß der Zuzug»och streng fern gehalten wird. Die Zahl der am Streik belheiligt gewesenen Maler ist 470; davon sind ca. 800 abgereist, Streikbrecher haben sich bisher 60 gefunden. Es sind dies meist Leute, die schon jahrelang dort arbeilen und die sich durch Versprechungen von hohen Löhnen und Jahres- stellen dazu bewegen ließen, ihren Kollege» in den Rücken zu fallen. Bewilligt haben bis jetzt 14 Meister, Streikende sind noch etwa 60 Mann vorhanden. Alle Zuschriften sind zu richten an den Maler- Fachverein, Zarich,I„Goldene» Stern". Alle Arbeiterblätter werden um Ab- druck gebeten. . Arbeiterristko. Im Staats- Kohlenbergwerk S e n j e bei Cuprtja(Serbien) fand«ine Explosion schlagender Wetter statt. Sechszehn Arbeiter wurden getödtet.— I» dem Stahlwalzwerk Ponnroy(Ohio) stürzte ein Tiegel zusammen. welcher 600 Pfund geschmolzenen Stahls enthielt. Sechs Arbeiter wurden sofort getödtet, zwei andere schwer verletzt. Für den Inhalt der Inierate über nimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 14. April. Opernhaus. Der Barbier von Sevilla. Carneval. Schauspielhaus. Was ihr wollt. zu National- Theater. Große Frankfurterstraße 182, Volks- Vorstellung bedeutend ermäßigten Preisen. Romeo und Julia. Trauerspiel in 5 Aften v. Shakespeare. Regie: Mar Samst. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Sonntag: Abend Vorstellung. Zum 1. Male: Deutsches Theater. Der Herr Se Gefährliche Waffen. nator. Berliner Theater. Eva. Leffing- Theater. Niobe. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermaus. Residenz- Theater. Der Maskenball. Wallner- Theater. Geschlossen. Neues Theater. Aus der Gesellschaft. Central- Theater. Der neue Kurs. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die schöne Melusine. Alexanderplatz Theater. Die Nachteulen von Paris. National Theater. Romeo und Julia. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Hierauf: Columbia. American- Theater. Lumpen- Sufanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. V Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Banfmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. Dresdener- Straße 55.0 Letzte Woche in dieser Saison. Jeden Abend 9 Uhr: Lumpensusanne oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Verbrecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen.„ Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen " Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwinkel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. mit bewegter VergangenMartin Bendix. Brunwald heit Heu! Original- ,, Barna" Neu! Musikalischer Elektro- Phantast. von Martin Bendix, Original- Humorist. Direktor Hippe ſowie Eugen Jocher. Sächsischer Anfang: Wochentags/ Uhr. Vor- Anzeige! Sonnabend, 14, April: Benefiz für die beliebte Berliner Soubrette Josephine Delcliseur. Sonntag: Vorletzte Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Heute: Charley's Tante. Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gefang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. ratweil'sche Bierhallen G Kommandantenstr.77-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Täglich bei freiem Entree Schauspiel in 5 Aften und 7 Bildern ( nach dem gleichnamigen Roman des Berliner Lokal- Anzeigers" von Doris Freiin v. Spättgen, von Hugo Busse Sonntag: Nachm. 4 Uhr. Im Garten: Grosses Konzert. Auf der Sommerbühne: Charley's Tante. Hierauf: Die Bajazzi, fowie Spezialitäten- Vorstell. I. Ranges. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Zum 7. Male: Der neue Kurs. Posse mit Gefang in 3 Atten von Leopold Ely. Musik von Julius Einödshofer. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen:„ Der neue Kurs". Alcazar. Variété- u. SpezialitätenTheater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Vornehmster Familien- Aufenthalt. Neu! Eingeseift. Neu! Operette in 1 Att v. A. L'Arronge. Vorher: Er soll dein Herr sein. Poffe mit Gesang in 1 Aft. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Wochentags 20 Bf. Sonntags 30 Pf. Anfang: Entree: R. Winkler. PassagePanopticum. Die Glocke von Fr. v. Schiller. Mufit von Romberg. Dargestellt in 15 lebend. Bildern. Castan's Panoptikum. Im 9. Kreise der Hölle: Der Rutsch a. d. Rafirmeſſer. Elite- Damenkapelle Austria. Sanssouci, Rottbuferftr. 4a. Sonntag, den 15. April cr.: Inigo Letzte Ein firammer Sozialdemokrat ift angekommen bei A. u. J. Groißat, Berlin, Freie Volksbühne. Gerichtsstr. 63. 2954b Am Sonntag, den 15. April, findet für die 2. Abtheilung ein Verband aller in der Metall- Borstellung im National- Theater statt. Zur Aufführung gelangt: Industrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Todes Anzeige = Am Mittwoch, den 11. April, ver starb nach langen Leiden unser Kollege, der Metalldrücker Richard Heer an der Proletarierkrankheit. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 14. April, Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Jakobi Kirchhofes( Brit) aus, statt. um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. 488/11 Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des 0175/12 Unterstützungsver. Deutscher Hutmacher( Filiale Berlin) zur Nachricht, daß der Kollege Hubert Lanzmich nach langen Leiden gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 15. April, Nachmittags 4/2 Uhr, von der Leichenhalle des SebestiansKirchhofs( Katholisch). Tegeler Chauffee ( Dalldorf), aus statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Todes- Anzeige. 175/11 Den Mitgliedern des Unterstützungsver. Deutscher Huimacher( Filiale Berlin). zur Nachricht, daß der Kollege Johann Palaskowitz nach langen Leiden gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 15. April, Rachmittags 4/2 Uhr, von der Leichenhalle des Böhmischen Kirchhofs( Sallisches Thor am Blücherplag) aus statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Nach kurzen aber schweren Leiden entschlief Donnerstag früh 2 Uhr mein lieber Mann, unser Bater, Onkel und Schwager, der Gürtlerinvalide Eduard Specht 2955b im 52. Lebensjahre. Um stille Theilnahme bittet Frau Clara Specht nebst Kindern. Die Beerdigung findet am 15. April, Nachmittags 2 Uhr vom Krankenhause Moabit aus statt. Wie man wohlthut. Schauspiel in 4 Atten von Edgreen Leffler In deutscher Bearbeitung von Gustav Lichtenstein. Blanka: Margarethe Höcker; Frick: Emil Wittig; Wulffen: Leb Steinreuth. Nachher: Michel Derrin. Lustspiel in 2 Atten von Méllesville Duveŋrter. Michel Perrin: Rhode- Ebeling; Desaunnais: Paul Pauli. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk. O., Blumenstr. 21. 397/3 Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, den 14. April, Abends 82 Uhr: Unterricht über Natur- Erkenntni! Süd- Ost: Waldemarstraße 14. Reichstagsabg. Wurm. Nord Müllerstraße 179a. Dr. Lux. Diefer Unterricht ist für alle Schüler und Mitglieder unentgeltlich! 455/9 Montag, den 16. In beiden Schulen Nationalökonomie. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung zum Besten der Arbeiter- Bildungsschule Montag, den 16. April, Abends 8, Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstraße Nr. 4a. Zages Ordnung: Vortrag des Reichstags Abgeordneten Genossen Jgnaz Auer über: ,, Macht Bildung wirklich frei?" Zutritt hat Jedermann. Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. 455/8 Der Einberufer. Generalversammlung Orts- Krankenkasse der Handschuh macher u. verw. Gewerbe Berlins. Sonntag, den 22. April 1894, Vor der Kranken- Unterstüßungsmittags 10 Uhr, bei Reimann, Alte Schönhauserstr. 42, findet die ordent- und Begräbniß Kasse der Lederzurichter Berlins liche Generalversammlung statt. = a ( E. H. N. 50.) am Sonntag, den 22. April 1894, Vormittags 102 Uhr, Weinftr. 11. Tagesordnung: Tages Ordnung: 1. Vorlage der Jahresrechnung für 1893. 2. Bericht der Revisoren und Antrag auf Ertheilung der Decharge. 3. Antrag be: treffs Aenderung§ 17 Absah 2 unseres Statuts über Erweiterung der Fürsorge 1. Rechnungslegung vom 1. Quar geschlechtlich erkrankter Mitglieder. tal 1894. 2. Geschäftliches. 4. Stellungnahme zur Zentralisation Der Vorstand, Der Orts- Krankenkassen. 5. Verschie gez. G. Busse. denes. 29516 Die großjährigen Mitglieder, sowie 204/6 beren Herren Arbeitgeber werden auf Verband der Vergolder u. s. w. und ersucht, zahlreich und pünktlich Montag, den 16. April cr., Obiges hiermit aufmerksam gemacht Ortskrankenkasse d. Mechaniker, Optiker und verw. Gewerbe. zu erscheinen. Ordentl.General- Versammlung. A.: Berthold Sollubarsch, fämmtlicher Herren Vertreter am Montag, den 28. April, Abds. 8 Uhr, im Restaurant Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung für 1893. 2. Etwaige Beschwerden gegen § 66 des Statuts. 4 Verschiedenes. Berlin, den 14. April 1894. Der Vorstand. J. A.: O. Reich now, Vorsitzender. Berlin, den 14. April 1894. Der Vorstand. Vorsitzender, Fehrbellinerstr. 50, v. 4 Tr. Orts- Krankenkasse der Strumpfwirker. Filiale Berlin, Abends 8 Uhr, Monatsversammlung bei Scheffer, Inselstr. 10. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn A. Hoffmann. 2. Diskussion. 3. Neuwahl des Verbands Vorsitzenden. 4. Rassenbericht vom 1. Quartal. 5. Reorganisation des Arbeitsnachweises und g 356/11 den Borstand. 3. Antrag des Vor- Ordeutl. Generalversammlung richtung einer Bahlſtelle im Weſten. 1, 13, 48, 53 64 und auf Streichung des am Montag, den 23. April, Abends 7. Verschiedenes. 8 Uhr, in Feind's Salon, Weinstr. 11. Die Ortsverwaltung. Tages- Ordnung: 1. Rechnungslegung Die Vertrauensleute, welche mit den für 1893 und Bericht des Rechnungs- Billets vom Stiftungsfest noch nicht Prüfungsausschusses. 2. Abänderung abgerechnet haben, werden hiermit aufdes§ 30( Erhöhung der Beiträge). gefordert, dies in der Versammlung zu Da durch Formfehler die Beschlüsse thun, um Unannehmlichkeiten aus dem der Generalversammlung vom 26. Fe Wege zu gehen. D. D. bruar d. J. hinfällig geworden sind, findet nochmalige Beschlußfassung statt. Orts- Krankenkasse des 29576 General- Versammlung des sozialdemokr. Vereins für Sonntags- Soirée Stralau, Rummelsburg der Umgegend am Sonntag, den 15. April 1894, Mittags 12/2 Uhr, Stettinerim Lokale des Herrn Bowinkel, Sänger Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. großes Hauptstr. 83. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom legten Quartal. 2. Bortrag. 3. Diskussion. 4. Regelung des Klebens der Ver: fammlungsplatate. Eintritt nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 111/9 Der Vorstand. Abschieds- Programm. Circus Renz, ( Karlstraße.) Montag: Viktoria- Brauerei. Sonnabend, den 14. April 1894, abwechselndes Programm der österreichischen Damenkapelle Neue Welt. " Dittl" 7159 in kleinrussischen Nationalkostümen. Sonntag, den 15. April 1894: Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges, fowie Auftreten der nordamerikanisch. Negergesellschaft Mr. Brown. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. Finsterbusch- Konzert. Grosser Ball, Anfang 4 Uhr. Entrée 15 Pf. Orts- Krankenkasse 3 Regelbahnen. 6 Billards, pro der Kupferschmiede. Stunde 60 Pf. C. Koch, fr. Gambrinus. Generalversammlung Säle für Versammlungen am Sonnabend, den 21. April, und Festlichkeiten find noch an verschiedenen Tagen zu haben. Abends 8 Uhr, Abends 72 Uhr: Benefiz- Vorstellung 3. Abänderung der§§ 24, 29, 49, 55 Gewerbes der Lachirer zu Berlin. und 63 des Statuts. 4. Verschiedenes. Die Raffenmitglieder und Arbeit geber werden nach§ 49 des Statuts hierzu eingeladen. 2956b Der Vorstand. Versammlung Generalversammlung am Sonnabend, den 21. April 1894, Abends 81/2 Uhr, in Röllig's Restaurant, Neue Friedrichstr. 44. Zages Drdnung: 1. Abnahme der Rechnung des Vorjahres und Bericht des Ausschusses. 2. Die Zentralisation der Ortstassen. 3. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erder deutschen Wagenbauer scheinen bittet Filiale VI. am Sonntag, den 15. April, Vormi. 92 Uhr, bei H. Fischer, Brunnenstr. 143. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. 387/8 Die Ortsverwaltung. Der Vorstand. 201/13 J. V.: C. Müller, Vorsitzender. NB. Das Kassenlokal befindet sich jetzt: Wasserthorstr. 15 I. Den Mitgliedern des Kranken- Unterstützungs- und Begräbniß- Vercins der BauAchtung, Stockarbeiter!. gewerblichen Silfsarbeiter Berlins zur Nachricht: Die Versammlung General- Versammlung findet nicht Sonntag, den 15. April, fondern 126/19 des Vereins zur Wahrung für Herrn R. Renz u. Familie. der Interessen d. Stockarbeiter Sonntag, den 22. April, statt. Zum 1. Male: Der Trakehner Hengst und verw. Berufsgenossen Edinburgh, in furzer Zeit dressirt und am Sonntag, den 15. April 1894, Vormittags 10 Uhr, vorgef. v. Srn. R. Ronz. Bum 1, Male: Don Frau Renz- Stark; die Post mit Der arab. Vollblut Hengst Cyd, ger. 12 Pferden, geritten v. Herrn Gustav. Bum 1. Male: Der Bonny Potichinell, tom. dress. von Mr. Lavater Lee; die Luftgymnastifer Gebr. Wortley 2c. Zum Schluß: Ein Künstlerfest. Gr. Pracht- Feuerwerk. Sonntag: 2 Vorstellungen, Nachm. in Röllig's Reft, Neue Friedrichstr. 44. 4 Uhr( 1 Kind frei), Komiker- Vorstell. Zagesordning:( Siehe überfandte Abends 72 Uhr: Künstlerfest. Einladung des Vorstandes.) 2969b bei Ehrenberg, Aunenstr. 10. Tages- Ordnung: Der Vorstand. Achtung! Allen Freunden und Genossen und 1. Bortrag des Genossen Dr. Pinn meinen werthen Kollegen, den Maurern über: Kulturgeschichtliche Streifzüge. und Puzern Moabits, zur Nachricht, ( An Stelle des Gen. Menzel, welcher daß ich das Müller'sche Bierlokal, verhindert ist zu erscheinen.) 2. Dis- Havelbergerstr. 7, übernommen habe. Euffion. 3. Das Berhalten des Kollegen Große Vereinszimmer zu vergeben. Um D. Schensch vor und nach der Ver- zahlreichen Zuspruch bittet sammlung vom 28. Februar. Beschluß darüber. 4. Kassenbericht. 5. Bericht des Vorstandes. 6. Vorstandswahl. 7. Berschiedenes. Unt zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 288/20 Fr. Renz, Direktor. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2950b H. Rosch. Der heutigen Nummer unseres Blattes liegt die gestrige Gewinnliste der preuß. Lotterie bei. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 86. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Sonnabend, den 14. April 1894. 81. Sigung vom 13. April 1894. 1 Uhr. Am Bundesrathstische: von Bötticher, von Marübergegangen werden. chall, Bronsart von Schellendorf, Direktor der Rolonialabtheilung Raiser. An neuen Vorlagen find eingegangen, der G.-E. betreffend die Verlängerung der Fristen für die Gestattung von Ausnahmen für den Sonntagsunterricht in den Fortbildungsschulen, und der G.-E. betr. die Erweiterung des Zolltarifs. 11. Jahrg. lich des Eisenbahnfahrpreises entzogen werde; b) zur Erwägung, erhörter Art aus. Die Ziviltapellen werden für so und so vi inwieweit den Militärmusikern bei außerdienstlichen Musikauf- Mart pro Mann engagirt. Der Militärkapellmeister giebt führungen das Tragen der Uniform zu untersagen sei. Im dem Mann 3 Mark und steckt die übrigen 6 Mark Uebrigen soll über die darin enthaltenen Petita zur Tagesordnung in seine Tasche, das ist sein Unternehmergewinn. Wir müssen dagegen protestiren, daß zu Ungunsten der Graf Bernstorff- Lauenburg( Rp.) beantragt Uebergang zur Steuerzahler die Militärmusifer begünstigt werden. Das Tagesordnung. Man habe hier nicht blos das Interesse der paßt allerdings in das System, das die großen Massen Konkurrenz, sondern auch dasjenige der Armee zu berücksichtigen. ausnüßt zu gunsten des Militarismus und der herrschenden Preußischer Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff: Daß Klassen. die Militärmusiker den Zivilmusikern Konkurrenz machen, Der Kommissionsantrag wird zu a und c angenommen, zu b ist richtig, aber das Publikum ist mit dieser Konkurrenz nach Probe und Gegenprobe abgelehnt. Bei der zweiten Berathung der Uebersicht der Einnahmen nicht unzufrieden. Die Militärmusiker haben allerdings Die Petition der Besitzer landwirthschaftlicher Brennereien und Ausgaben der Schuhgebiete von Kamerun und die Vergünstigung der ermäßigten Eisenbahnfahrt, aber das des Kreises Geldern wegen angeblicher Bevorzugung der KarTo go und des südwestafrikanischen Schuhgebietes ist nur ein schwacher Erfaz für die Schwierigkeiten, unter denen toffelbrennereien vor den Getreidebrennereien soll durch Ueberfür 1892/93 bemerkt fie ihrem Amte und ihrer fünstlerischen Thätigkeit obliegen. Für gang zur Tagesordnung erledigt werden. Unter Ablehnung eines Abg. Richter: Es sind in den letzten Tagen die ärgsten ihre außerdienstliche Thätigkeit müssen sie übrigens Steuer be- Antrages Marcour auf Ueberweisung zur Berücksichtigung Beschuldigungen gegen die Vertreter der Reichsregierung in zahlen so gut wie die Zivilmusiker. Für gute Musik muß eine wird der Kommissionsantrag angenommen. Kamerun erhoben worden; es werden ihnen Verbrechen unter- Prämie nach meiner Ansicht gegeben werden; ich sage das nicht, Die Petition des Zentralbureaus des ostdeutschen Gastschoben, welche, wenn wahr, mit Zuchthaus bestraft werden müßten. um eine fünftige Etatsforderung anzukündigen.( Heiterkeit). Um wirthsverbandes zu Breslau wegen Abhilfe von Mißständen Tie Regierung muß doch Gelegenheit nehmen, zu erklären, ob die Regimentsmusiken zu erhalten, müssen die Militärmusiker auf dem Gebiete des Gastwirthsgewerbes( durch unterwerfung ihr amtlich über die behaupteten Vorgänge etwas bekannt ist. einen Nebenerwerb suchen, und den finden sie im Konzertiren des Flaschenbierhandels unter die Bestimmungen für die KonEs handelt sich nicht blos um den Kanzler Leift, der fich ja jetzt innerhalb und außerhalb ihres Garnisonortes. Das reicht aber zessionspflicht des Branntweinausschanks) wird dem Reichskanzler in Disziplinaruntersuchung und in Berlin befinden soll, sondern immer noch lange nicht aus, um die Kapelle zu erhalten, und so als Material zu der beabsichten Abänderung der Gewerbe- Ord auch um einen Assessor Wehlau, dem ähnliche ungeheuerliche müssen die Offizierkorps noch erhebliche Zuschüsse leisten. In nung überwiesen. Ueberschreitungen nachgesagt werden. den Manövermonaten fällt jede Nebenthätigkeit der MilitärStaatssekretär v. Marschall: Die von dem Regierungsrath musiker überhaupt weg; eine fo ungemein schädigende Konkurrenz Rose in Kamerun gepflogenen Untersuchungen sind beendet; Herr machen sie also den Zivilmusifern nicht. In den kleinen Städten Rose ist zurückgekehrt und sein Bericht befindet sich in den Händen bat gewöhnlich die Stadtkapelle das Monopol, und daß es ihr des Auswärtigen Amtes. Das Aftenmaterial ergiebt in der That nicht gefällt, wenn ein Militär- Musikkorps Konzerte giebt, eine Reihe von Thatsachen, welche den Kanzler Leist auf das aller- tann ich mir sehr wohl denken. Wo in einzelnen Fällen schwerste belasten( hört! links). Infolgedessen hat Herr Leist den Befehl diese Konkurrenz thatsächlich schädigend wirkt oder gar unlauter erhalten, sich sofort hierher zu begeben. Nach seinem Eintreffen betrieben wird, wird die Verwaltung von selbst einschreiten. wird das Disziplinarverfahren gegen ihn sofort eröffnet Auch die Reisen der Militärmusiker ins Ausland sollten nicht und zugleich geprüft werden, ob es noch auf andere Beamte aus- verfümmert werden; es muß uns daran liegen, daß auch dieser zudehnen sein wird. Mittheilungen im Einzelnen über die Vor- Theil unserer militärischen Einrichtungen im Auslande respektirt gänge fann ich dazu jetzt nicht machen, bitte auch, sich nicht und anerkannt wird. durch Mittheilungen in der Presse beirren zu lassen, in denen ficher Wahres mit Falschem gemischt ist. Die Untersuchung soll thunlichst beschleunigt werden; es soll kein Schuldiger seiner Strafe entgehen und es wird über das Ergebniß die vollste Deffentlichkeit verbreitet werden. Abg. Bebel( S03.): Ich will nach der Erklärung des Staatssekretärs des Auswärtigen Amts nicht weiter auf die Sache Leift eingehen. Ich sehe voraus, daß uns in der nächsten Session ausführliche Mittheilungen gemacht werden über die Resultate der Untersuchung. Ich möchte aber den Staatssekretär ersuchen, die Untersuchungen auch darauf auszudehnen, ob die Thatsachen, welche in Heft 4 der Neuen deutschen Rundschau" bezüglich des Assessors Wehlau angeführt sind, auf Wahrheit beruhen. Auch das Resultat dieser Untersuchung müßte der Deffentlichkeit übergeben werden. Die Uebersicht wird durch Kenntnißnahme für erledigt erflärt. Bezüglich der Rechnungen der Kaffe der Ober- Rechnungsfammer für 1890/91 wird auf Antrag der Rechnungskommission der Rechnungsleger bezüglich desjenigen Theiles, welcher die Reichsverwaltung betrifft, entlastet. Auf grund des Berichts der Reichs- Schuldenkommission wird der Reichs- Schuldenverwaltung Decharge ertheilt. Ten Gefeßentwurf, betreffend die Kontrolle des Reichshaushalts, des Landeshaushalts von Elsaß- Lothringen und des Haus halts der Schuhgebiete für 1892/93 und 1893/94 beantragt die Rechnungskommission unverändert anzunehmen und schlägt ferner folgende Resolution vor: Der Reichstag wolle beschließen, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, den allgemeinen Rechnungen über den Reichshaushalts Etats summarische Nachweisungen über die erlaffenen justifizirenden Kabinets ordres beizufügen. Die Vorlage und die von der Kommission vorgeschlagene Resolution werden nach kurzen Bemerkungen der Abbg. Gröber( 3) und Pieschel( ntl.) angenommen. Darauf werden einige mündliche Berichte der Petition 3 tommission erstattet. Die den 50 prozentigen Zollzuschlag betreffenden Petitionen werden durch die Beschlußfassung über die„ kaiserliche Verordnung betr. die Erhebung von Kampfzöllen gegen Rußland und Finnland" erledigt erklärt. Der Verein der Vogelfreunde und des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg zu Stuttgart hat betreffs des Schutzes von Vögeln beim Reichstage petitionirt. Die Kommission beantragt, die Petition dem Reichskanzler zur Be rücksichtigung zu überweisen und die verbündeten Regierungen zu ersuchen, ein Gesetz vorzulegen, wodurch der Krammets vogelfang durch den" Dohnenstieg" überhaupt verboten werde. Abg. Weber( ntl.): Die Militärkonzerte erfreuen sich gerade der Beachtung und des Beifalls des Publikums auch deswegen, weil die Musiker in Uniform spielen; das sei bei den Kindern, Frauen und Männern gleichmäßig nachzuweisen. ( Heiterkeit.) Redner bittet, in diesem Puntte dem Kommissionsantrage zuzustimmen. Die auf Umgestaltung des Invaliditäts- und Altersversiche= rungsgefeßes gerichteten Petitionen werden dem Reichskanzler theils zur Berücksichtigung bei der in Aussicht genommenen Ausdehnung der Invaliditäts- und Altersversicherung, theils als Material für die in Aussicht stehende Revision des Invaliditätsund Altersversicherungsgeseges überwiesen. Die Petition, betr. das Verbot der Vivisektion, foll dem Reichskanzler zur Erwägung überwiesen werden in bezug darauf, inwieweit eine Abänderung des Reichs- Strafgesetzbuches eine Vermehrung des Thierschutzes herbeizuführen geeignet sei. In der Gesammtabstimmung wird der Gesezentwurf, betr. die Abzahlungsgeschäfte, nach den Beschlüssen in dritter Bes rathung mit großer Mehrheit angenommen. Letter Gegenstand der Tagesordnung ist der Antrag des Grafen Ranih, betr. den Einkauf und Verkauf des zum Verbrauch im Zollgebiet bestimmten ausländischen Getreides für Rechnung des Reiches. Abg. Graf Kanik: Die Lage der Landwirthschaft ist heute Abg. Stolle( Soz.): Die Fahrpreisermäßigung ist es nicht so schwierig, wie im Jahre 1887, wo die Thronrede diese allein, worüber die Zivilmusiker sich beschweren, sondern darüber, schwierige Lage und die Nothwendigkeit von Erleichterungen daß vielfach von den Verwaltungsbehörden eine Bevorzugung in ausdrücklich anerkannte. Inzwischen ist der Landwirthschaft eine der Ertheilung von Konzerterlaubniß gegenüber den Militär- Menge neuer Lasten auferlegt, so diejenige des Jvaliditätsmusikern stattfindet. Dadurch werden die Zivilmusiker, welche gesetzes.( Buruf links: Grundsteuer- Erlaß!) Der Grundsteuerdie kommunalen Lasten zu tragen haben, in ihrer Erwerbsthäigkeit Erlaß erreicht in Ditpreußen faum die Beträge, welche der landgeschädigt. Das verträgt sich nicht mit der Rechtsgleichheit der Bürger. wirthschaftlichen Berufsgenossenschaft bezahlt werden müssen. Die Frachterleichterungen kommen den Militärmusikern nicht Wenn die Preise der landwirthschaftlichen Produkte fallen, allein zu Gute bei größeren Musikaufführungen, sondern auch muß die Lage der Landwirthschaft sich immer mehr verbei fleineren Veranstaltungen, wo 6-8 Mann aufs Land geschickt schlechtern. In den östlichen Provinzen zeigen sich die landwerden. Ich bestreite, daß die Militärmusiker blos ihrer guten wirthschaftlichen Mißstände am allerschärfsten. Bei Berathung Leistungen wegen begehrt werden. Der heutige Militarismus des russischen Handelsvertrages habe ich ausgeführt, daß verhindert die Erziehung wirklich brauchbarer tüchtiger Musiker. dort alljährlich eine Bodenfläche zur Subhastation gelangt, 10 Ich glaube vielmehr, daß die Zivilkapellen bedeutend mehr leisten oder 20 mal so groß als in den westlichen Provinzen. Seit fönnen als die Regimentskapellen; diefen mangelt die nöthige einiger Zeit stehen freilich für ganz Deutschland und darüber Beit zum Studium. hinaus, die Getreidepreise unter den Produktionstoften. Die Kriegsminister Bronsart von Schellendorff kann diese Verschuldungsstatistik Preußens ergiebt, daß die Verschuldung des Ausführungen nicht gelten lassen und bestreitet namentlich, daß ländlichen Grundbesitzes zunimmt, während gleichzeitig auch der der Militärmusiker es in seinem Berufe irgendwie leichter habe Werth des Grund und Bodens zunimmt. Muß der Landwirth als derjenige vom Zivil. eine Reihe von Jahren seine Produkte unter den ProduktionsAbg. Stolle: Ich habe nicht gesagt, daß die Verwaltungs- tosten verkaufen, dann muß er den Kredit in Anspruch behörden angewiesen worden sind, den Militärmusikern Bevor- nehmen und ist, wenn dieser erschöpft ist, ein ruinirter Mann. zugungen angedeihen zu lassen, sondern nur, daß diese Bevor- Die erwerbsfähigen Altersklassen sind prozentual im Diten und zugungen vielfach vorkommen. Wenn der Kriegsminister nach Westen schwächer als in Berlin vertreten, umgekehrt leider verBeweisen fragt, so weise ich nur darauf hin, daß seitens der hält es sich aber mit den nicht erwerbsfähigen Klassen, den Militärbehörden den Militärmusikern verboten wird, in den Altersklassen unter 20 und über 60 Jahren. Bei so ungleicher jenigen Wirthschaften und Lokalen zu fonzertiren, wo irgend eine Vertheilung der produktiven Klassen auf die einzelnen Landesoppofitionelle Partei, nicht blos unsere Partei, eine Versammlung theile muß die Landwirthschaft naturgemäß leiden. Die Situation abgehalten hat. Das ist der militärische Boykott. Ich erinnere steht heute noch ungünstiger als 1887, und wenn damals die nur an einen Fall in Auerbach, wo die Zwickauer MilitärKapelle ein Konzert zugesagt hatte, aber eine Absage ertheilte, nachdem in dem betreffenden Lokale eine Versammlung der frei sinnigen Partei stattgefunden hatte. Wenn so etwas geschieht, fann man es den Wirthen nicht verargen, wenn sie sich an Militärmusiker wenden, in der Hoffnung, daß sie dann nicht moleftirt werden. So erwächst den 3ivilmusikern eine unbequeme Konkurrenz.( Bustimmung lints.) Abg. v. Stumm empfiehlt ebenfalls den Uebergang zur Tagesordnung über sämmtliche Theile der Petition. beitern die Fahrpreise erhöhen wollen, sich hier so eifrig für die Erhaltung des Privilegiums in das Zeug legen. Es handelt sich nicht um Produzenten und Konsumenten, sondern um die Bevor zugung eines Konkurrenten vor dem anderen auf Kosten der Staatstaffe. Mir war bisher ganz unbekannt, daß dieses Privilegium auch Anwendung findet, wenn eine Militärperson als Privatperson ihr Gewerbe betreibt. Nachdem das zur Sprache gekommen ist, haben wir ein Recht, auf Beseitigung dieses un gerechten Privilegiums zu dringen. Der Regierung Sr. Majestät es als ihre ernste Pflicht bezeichnet hat, dem Niedergange der Landwirthschaft vorzubeugen, so wird das hoffentlich auch heute geschehen. 1887 wurde das Mittel der Erhöhung der landwirthschaftlichen Schutzölle angewendet, dasselbe Mittel, welches heute wieder Frankreich, Italien und andere Länder angewendet haben. Die Erhaltung der Landwirthschaft ist gleichbedeutend mit der Erhaltung der Wehrkraft. Patriotismus in Frankreich, der die Wehrkraft gestärkt hat, ist derselbe, der für die Erhaltung der Lebensfähigkeit der landwirthschaftlichen Bevölkerung eintritt. Die Erhöhung der KornAbg. Richter: Der Kriegsminister wendet gegen die Aufhebung zölle ist nun bei uns nicht möglich, die Zölle sind auf zehn Jahre des Reiseprivilegiums ein, daß dann die Reisen ins Ausland den gebunden. Ich will feine halb vernarbte Wunde aufreißen, mag Musikern erschwert werden. Werden die Musiker im Auslande die Zukunft noch so trübe sein, wir behalten den Kopf oben Die Kommissionsanträge werden ohne Debatte angenommen. so geschäßt, wie der Kriegsminister annimmt, so wird das Aus- und das Auge offen. Daß man unserem Antrage eine ge Die Petition des Kastellans Fuchs zu Hagen in Westfalen land auch die vollen Reisekosten tragen. Es macht einen sehr wisse Bedeutung beimißt, geht aus dem Bestreben hervor, daß und Genossen soll, soweit sie die Gewährung der freien Eisenbahn- eigenthümlichen Eindruck, daß die Konservativen, die den Ar- man das gefährliche Ding schleunigst todtmachen will. Es wird fahrt an die zum Militärdienst herangezogenen Mannschaften auch so fommen, aber dieses Gefecht ist nur ein Vorpostenbetrifft, für nicht geeignet zur Erörterung im Plenum erachtet, gefecht; die Entscheidung wird erst fallen in der nächsten Session. soweit sie die Geftattung der Benuhung der Schnellzüge durch Wenn Sie den Antrag mit großer Mehrheit ablehnen, verdenke die genannten Militärpersonen bei längeren Urlaubsreisen betrifft, ich Ihnen das keinen Augenblick, denn in den wenigen Tagen dem Reichskanzler zur Erwägung überwiesen werden. seit seiner Vertheilung ist feiner von Ihnen im ftande gewesen, Abg. Schmidt( Frankfurt, Soz.): Ich bin verpflichtet, zu sich feine ganze Tragweite zu vergegenwärtigen( Stürmische diefer Sache zu sprechen, nachdem mich Ende vorigen Sommers Heiterfeit links); oder schlagen Sie uns ein besseres Mittel vor, ein Herr aus meinem Wahlkreise, der nicht meiner Partei andann werden wir ihn zurückziehen, sonst nicht. Die Wirkung der gehört, durch Zuschrift gebeten hat, bei meinen Freunden dahin Festsetzung der vorgeschlagenen Minimalpreise wird ja zweifellos zu wirken, daß ein Antrag gestellt würde, wonach den Urlaubern, Abg. v. Frege( dk.): Es muß doch auf den Reichstag einen die sein, daß auch der inländische Produzent nicht namentlich denen, die weit von ihrer Heimath in Garnison eigenthümlichen Eindruck machen, den Abg. Stolle hier als Ver- unter diesem Preise abzugeben braucht. Ist es stehen, freie Reise einmal im Jahre gewährt würde. Ich schrieb treter der schöngeiftigen und fünstlerischen Bestrebungen auf der Zweck jedes Schutzzolls, den Preis einer Waare nicht unter ihm zurück, daß ich mit diesem Gedanken sehr sympatisire, aber dem Gebiete der Musik auftreten zu sehen. Die Militär- ein gewiffes Niveau herabsinken zu lassen, die Preise in der Höhe gerade deshalb nicht in der Lage wäre, einen solchen Antrag au musiker machen den Zivilmusikern keine oder höchstens eine heil- der Herstellungskosten zu erhalten, dann wird auch unser Antrag fiellen, weil gewöhnlich Anträge, die von Sozialdemokraten aus- same Konkurrenz. als ein Mittel zur Erreichung desselben Zweckes anerkannt wer gehen, schon von vornherein auf Widerspruch stoßen. Ich bin Abg. Caffelmann( frs. Vg.): Es kann doch gar nicht be- den. Auch wir wollen die Preise der Berealien in der Höhe der deshalb auch heute nicht gewillt, einen anderen Antrag als den zweifelt werden, daß der Zivilmusiker in dieser Konkurrenz ganz Produktionskosten halten, dem landwirthschaftlichen Betrieb davon der Kommission gestellten zu empfehlen, möchte aber der erheblich benachtheiligt ist. Der Antrag der Kommission ist nur durch die Sicherung geben, deren er bedarf. Die von uns vorHeeresverwaltung anheimgeben, sich die Sache noch einmal der fleinste Theil von dem, was die Zivilmusiker in ihrer geschlagenen Sätze sind als zu hoch angegriffen worden. zu überlegen. Ich denke namentlich an die im Nordosten Vorstellung uns vorgetragen haben und was der Reichstag an denkt dabei immer an die Preise der Neuzeit, aber das sind eben garnisonirten Elsässer, denen wenigstens einmal im Jahre nehmen muß, um diesem Mißverhältniß entgegenzutreten. unzulängliche Preise( Heiterkeit links), welche als solche der Der freie Fahrt nach ihrer Heimath gewährt werden könnte. Abg. Schoenlauk( Soz.): Es handelt sich hier um eine Reichstag stets anerkannt hat durch die Zollerhöhung. Die Preise Einwand der Militärverwaltung, daß die Kosten zu hoch sein Konkurrenz von Leuten, die wir Steuerzahler mit unterhalten der letzten 10 und 15 Jahre haben die Landwirthschaft rapide würden, ist nicht stichhaltig. Die Deckung ließe sich sehr leicht müssen. Wir protestiren mit aller Entschiedenheit dagegen, daß heruntergebracht, mit diesen Preisen können wir nicht rechnen. finden, wenn man die Diäten und Reisekosten namentlich der die Militärmusiker eine illoyale Konkurrenz den Zivilmusikern Wenn wir 165 M. für Roggen vorschlagen, so ist das höheren Beamten, die, wie der Abg. Bebel neulich nachgewiesen machen, die einen schweren Kampf ums Dasein führen müssen. der Durchschnittspreis aus einer 30 jährigen Periode vor 1880. hat, viel zu hoch bemessen sind, entsprechend türzte. Aus einer Petition geht evident hervor, daß troß aller Be- Die Berechnung nach den Produktionskosten ergab 150 M. Hierauf wird der Kommissionsantrag angenommen. schwerden und Gesuche die Militärverwaltung die Petitionen Der Preis von 165 M. ist also nicht zu hoch. Die Sache im Ueber die Petition der Bürgermeisterei Ei.orf wegen Herab- der Zivilmusiker zurückgewiesen hat im Intereffe einer illoyalen Ginzelnen zu prüfen, wird Sache der Kommissionsberathung sein. fehung des Zinsfußes eines Darlehens aus dem Reichs- Invaliden- Ronkurrenz zu gunsten der Militärmusiker. Es ist eine bekannte( Große Heiterfeit links.) In der erwähnten früheren Periode waren fonds wird zur Tagesordnung übergegangen, desgleichen über Thatsache, daß die Lage der Zivilmusiker eine schlechte ist, daß die Arbeitslöhne durchweg viel niedriger als heute. Die Löhne die Petition des Vorstandes des Vereins deutscher Spritfabri- die Leute zum großen Theil nur mit Mühe sich ihr Brot ge- für Maurer und Zimmerleute sind in Berlin seit 1880 um 80 pct. tanten wegen Rückzahlung der für die steueramtliche Beauf- winnen. Jetzt wird ihnen eine Konkurrenz nicht nur gestiegen. Ronnte also früher der Konsument diese Preise zahlen, sichtigung der Branntwein- Vereinigungsanstalten erhobenen Ver- durch die unter den Waffen stehenden Musiker gemacht, sondern so wird er es heute ebenso und leichter und eine Benachtheiligung auch dadurch, daß mehr Militärmusiker gehalten werden, als der Konsumenten fann nicht behauptet werden. Man wirft waltungskosten. Die Petition des Präsidiums des Allgemeinen deutschen nöthig ist. Die Leute üben daher, wenn sie von den Waffen unserm Antrag vor, er enthalte eine fozialistische Tendenz. Ich Musikerverbandes zu Berlin und des Kapellmeisters Pandler zu entlassen werden, einen schweren Druck auf den Musikermarkt weiß nicht warum.( Abg. Singer: Ich auch nicht! Heiterkeit.) Kottbus sollen dem Reichskanzler überwiesen werden: a) zur Be- aus und liefern einen Ueberschuß von Arbeitskräften. Es ist Gefeßliche Firirung des Arbeitslohnes warum hat man denn rücksichtigung dahin, daß den Militärmusikern bei ihren Reisen ferner bekannt, daß die Militärmusiker zum großen Theil billiger die nicht früher beantragt, wo über Gifen oder sonstige zur Veranstaltung von Musikaufführungen, welche nicht in Aus- arbeiten als die Zivilmusiker, also direkt eine Schmußkonkurrenz Industriezölle verhandelt wurde? Von Untergrabung des Getreideübung des Militärdienstes bestehen, die Vergünstigung hinsicht machen. Die Militärkapellmeister nügen ihre Musiker in un- Handels ist auch gar keine Rede. Auf dem Gebiete des Getreide findet. worden handels würde eine Aenderung so gut wie gar nicht eintreten. I man sich nur mittels eines angezündeten Streichholzes orientiren die Wohnung verlassen mußte. Die Bewohner des Hauses Steinmez. ( Lachen links.) Ich glaube sogar, daß das Reich noch höhere könne, um die Treppen hinaufzusteigen und zu der Thür des ftraße 51 hörten aus dem Zimmer oft zweistimmige Gesänge ertönen. Getreidepreise zahlen wird, und die Händler dabei ein sehr gut oder der zu besuchenden Miether zu gelangen. Unbeschreiblich Nur einmal hat Stein in den Tagen mit der Jänke die Wohnung Geschäft machen werden( Lachen links) eins aber würde auf- ist die Atmosphäre, die in einer solchen, meistentheils nur aus verlassen, um sich photographiren zu lassen. Am Donnerstag hören und das wäre ein großer Gewinn: der spekulative Termin- Stube und Küche bestehenden Wohnung herrscht; die Luft ist so Abend erhielt nun Frau Stein von dem Verbleib ihres Mannes handel im Getreide. Die günstige Wirkung unseres Antrages verpestet, daß der Eindringling wirklich starke Nerven haben Kenntniß und begab sich gestern Morgen gegen 8 Uhr nach der auf die Reichsfinanzen ist doch klar.( Unruhe links.) Ja, wo muß, um nicht umzufallen und ekelhaft ist der Schmuz, der aus Steinmeßstraße. Vor dem Hause 51 traf sie den Schuhmann soll denn das Geld herkommen? Wir gehen jetzt wieder nach allen Ecken und Enden entgegenstarrt. In einem solchen fleinen Dichte des 73. Polizei- Reviers und theilte ihm mit, daß sich der Hause und lassen die Finanzfrage ungelöst, die Finanzen in Ver- Raume haufen neben dem legitimen Miether eine gar nicht zu polizeilich gesuchte Lokomotivheizer Stein in der Jänke'schen wirrung und Berrüttung zurück. Es muß doch Geld ge- fontrollirende Anzahl zum Theil nicht gemeldeter Personen, die Wohnung aufhalte. Beide betraten das Haus und der Schuhschaffen werden. Sollen die Matrikularbeiträge erhöht werden? auf Strohlagern fampiren. Bei Ausbruch einer epidemischen mann verlangte Einlaß. Er erhielt die Antwort: Warten Sie Sollen die von der Steuer Befreiten wieder herangezogen Krankheit in diesem Stadttheil und diese Behauptung des einen Augenblick, ich werde gleich öffnen." Kaum hatte die werden? Wie wollen Sie sonst die Finanznoth beseitigen? Herrn Langenbucher wird auch durch Aerzte vollauf bestätigt Jänte diese Worte ausgesprochen, als furz hintereinander drei ( Zwischenruf des Abg. Richter: Schnapsprämien!) Hoffentlich wird von hier aus die ganze Umgebung, die Königstadt, ge- Schüsse knallten. Der jetzt hinzugerufene Polizeilieutenant Krüger wird sich daher unser sehr verehrter Reichstanzler diefer Anfährdet werden. ließ sofort die Thür aufbrechen und fand auf dem Fußboden mit regung annehmen, vielleicht auch der preußische Finanzminister Herr Langenbucher hat, wie viele unserer Leser wissen wer- dem Gesicht nach unten das Paar in einer großen Blutlache Herr Dr. Miquel. Solcher Biffen wird ihm ja nie wieder den, nicht zu schwarz gemalt. Leider aber paßt die Beschreibung, liegend auf. In der rechten Hand des Mädchens befand sich geboten!( Stürmische Heiterkeit. Zwischenruf des Abg. Richter: die der Herr von dem dunkelsten Berlin entwirft, ein wenig noch der Revolver. Hierdurch ist festgestellt, daß die Jänke die Miquel müßte ja der größte Gjel sein, wenn er das thäte! modifizirt auch auf manche Stadtgegenden, die nach außen hin Schüsse abgefeuert hat. Auf dem Tische lagen 10 Briefe au Schallende anhaltende Heiterfeit im ganzen Hause.) Es tönnte ein etwas leichteres Gepräge tragen. Wie die mannigfachen Berwandte und Bekannte, deren jeder die Bilder des Paares doch der Fall eintreten, daß uns die Zufuhren abgeschnitten Berichte der Arbeiter- Sanitätskommission dargelegt haben, find enthielt. Das Schreiben an die Frau Stein besagt, daß das werden; die größten Schwierigkeiten können entstehen bei der so ziemlich sämmtliche Proletarierwohnungen, mögen sie nun in Liebespaar auf gemeinsamem Beschluß den Tod gesucht hat. Verpflegung der Armee. Auch diese Erwägungen müssen dazu einer Himmelsrichtung liegen, in welcher sie wollen, in einem Stein bittet um Berzeihung, da er von der Jänke nicht habe führen, den heimischen Getreidebau zu schützen. Ich hoffe, Sie Bustande, der, wie wir zu Ehren des wißbegierigen Stadtober- laffen können und wünscht, daß die beiden Bilder verbrannt werden erkennen, daß unser Antrag nicht so unüberlegt und hauptes annehmen, selbst von ihm als freisinnigen Manchesterling werden. Da beide Personen noch lebten, so wurden sie mittels phantastisch ist, wie er Ihnen zuerst erschien; er ist ein durchaus für menschenunwürdig erklärt werden würde. Aus der einen des Rünzel'schen Krantenwagens nach der Charitee befördert. gangbarer Weg, von dem wir uns nicht werden abdrängen lassen. Grundursache, der Armuth, derselbe Schmutz, dieselbe giftige Die Aerzte sind der Ansicht, daß keine von beiden Personen am Wir rechnen dabei auch auf die Unterstützung der Regierung; Atmosphäre, dieselbe Beengtheit, kurz, dieselbe triste Trost Leben erhalten werden kann. wir würden nicht verstehen, wenn diese den Verfall der Land- losigkeit, wie fie von Herrn Langenbucher in bezug auf wirthschaft fortschreiten laffen wollte, ohne etwas dagegen zu das Scheunenviertel so anschaulich geschildert Ein entsetzlicher Lustmord ist am Freitag, Vormittags thun, wenn die Regierung den Antrag kurzerhand ablehnen ist, daß man meinen sollte, er habe ein Plagiat auf die mannig- 11 Uhr, in der Reinerzstraße in St. Hubertus verübt worden. würde, ohne etwas Besseres gleichzeitig vorzuschlagen. Verbesserung fachen Berichte dieser Art begangen, die der„ Vorwärts" seit Durch Hilfegeſchrei herbeigelockt wurde eine in der Nähe befinddankbar für jede Hilfe, aber diese Hilfe reicht nicht aus. Die wünschen, daß er so eingehend, wie es einem gewissenhaften niete und bei dem Erscheinen der Vorerwähnten die Flucht ergriff, der Organisation, Berbefferung des Kreditwefens- ja, wir sind längerer Zeit veröffentlicht hat. Wir wollen Herrn Zelle dennliche Frau Wichtemann, die nun sah, wie ein etwa zwanzigjähriger Mensch auf einer Frauensperson( eine fromme Schwester) Fluth von Vorwürfen lasse ich über mich ergehen, um der guten Mann ziemt, seine Wißbegierde befriedigt, und daß er, wo er Sache willen; ich thue meine Pflicht, so gut ich es vermag. Sie haben doch einmal bei armen Leuten Einkehr halten will, auch des in der Richtung nach Wilmersdorf. Bei näherer Besichtigung, einen taktischen Fehler begangen, indem Sie den Antrag noch dis- Proletariats der übrigen Stadtgegenden nicht vergessen möge. inzwischen war noch der Postbote Große herbeigeeilt, bot sich den Mit durchschnittenem futiren lassen, jetzt weiß jedermann, daß wir zu handeln wissen. Er wird dann finden, daß die oft genug als übertrieben und Nähertretenden ein entseglicher Anblick. Uns gehört das öffentliche Vertrauen, uns gehört die Zukunft! verheßend hingestellten Berichte der Arbeiter- Sanitätskommission Salse und vollständig entblößtem Unterkörper lag die Aermiſte ( Lebhafter Beifall rechts.) weiter nichts enthielten, als die nackte, unumstößliche Wahrheit, da, der Tod war inzwischen schon eingetreten. Der Amtsvorsteher Anziehungskraft feines Antrages für die öffentliche Meinung. arbeitenden Bevölkerung in der glänzenden Reichshauptstadt mit nicht unschönen Gesichtszügen, über ihre Personalien fehlt Abg. Barth( frs. Ba.): Der Antragsteller überschäßt die welche in der Thatsache gipfelt, daß der größte Theil der wurde sofort benachrichtigt, der die Leiche nach Schmargendorf schaffen ließ. Die Ermordete ist eine etwa 25 jährige Person, Wir wollten im Reichstag vor der ganzen Bevölkerung fon- unter geradezu entsetzlichen Verhältnissen sein Leben verbringen bis jetzt das Weitere. Der Mörder war mit einem braunen Rock statiren, bis wieweit die Agrarier in ihren Anforderungen an muß. Viel Glück also zu der neuesten Forschungsreise! bekleidet und hatte einen runden Hut. Es wird noch gemeldet, den allgemeinen Geldbeutel zu gehen bereit sind. Das wollten Die Nufitte des Ausspuckens in den Pferdebahnwagen daß der Kopf der Ermordeten durch zwei Schnitte fast vom wir öffentlich feststellen, bevor der Reichstag seine Pforten wird in einer Zuschrift, welche der B. B. C." veröffentlicht, Rumpf getrennt war; die Wunden reichten vom Wirbel bis zur schließt. Durch eine Hinterthür soll erreicht werden, was mit einer Schärfe gegeißelt, die auch unsere lebhafte Zustimmung linken Halsseite. Die rechte Halsseite war unverlegt. Das durch die Vorderthür nicht mehr erreicht werden kann, die mit Meine Pflichten führen mich, so schreibt der Beobachter, Messer, mit dem die Blutthat verübt wurde, muß einmal ab. Höherfehung der Getreidezölle. Von seiten des Deutschen Reichs zu den verschiedensten Zeiten nach den verschiedensten Gegenden geglitten sein, da die linke Schulter eine leichte Schnittwunde wäre es doch eine solche Verlegung der gewöhnlichsten Gebote der der Stadt. Wann immer ich fahre, und ob ich Pferdebahn, zeigt. Die Todte, die ein schwarz und weiß farrirtes Bertragstreue, wenn man sich bei Beurtheilung dieses Antrages Omnibus oder Dampfbahn benube, stets befinde ich mich zwischen Kleid und darauf beschränken wollte, bloß den Wortlaut der Verträge zu Beuten, die vor sich hinſpeien. einen braunen schwarz karirten Mantel mit berücksichtigen. Neben dem Wortlaut giebt es auch einen Sinn Hälfte der Menschheit scheint an Ratarrhen zu leiden. In broche zusammengehalten wurde, hatte eine goldene ZylinderUnd merkwürdig: nur die eine Hornknöpfen trug, und deren Kleid oben durch eine Granatder Verträge, und nach diesem Sinne muß der anständige meiner langen Fahrpraris habe ich fein einziges Mal Remontoir- Uhr mit der Nummer 26 382 bei sich. Die Wäsche Kontrahent handeln. Danach ist es unmöglich, innerhalb der eine weibliche Person in einem nächsten 10 Jahre diesen Antrag ernstlich zu behandeln. Wie ausspeien sehen, weder eine Arbeiterin, öffentlichen Wagen trägt in Monogrammform das Zeichen K. G. Wie weiter kann man den verbündeten Regierungen zumuthen, zu einem fo noch ein Kind, gemeldet wird, ist etwa zwei Stunden später an der Gasanstalt, eine Dame. Aber jegliche Gesellschaftsklasse des nicht weit von dem Thatort, ein zweites Attentat auf flagranten Vertragsbruch die Initiative zu ergreifen Ich sehe anderen Geschlechtes- Arbeiter, Lehrjungen, Kommis, Handels- eine Frau Klevesen, Breitestr. 45 zu Wilmersdorf, verübt worden. den Antrag als ernstlich nicht an, gleichviel ob er angenommen herren, Beamte stellt ihr Kontingent der Auswerfer". In Der Mann, auf den die Beschreibung des ersteren Thäters paßt, wird oder nicht. Trotzdem ist er interessant als Fingerzeig für den ersten Vormittagsstunden kann man dies am besten be- hat die Frau umfaßt und am Munde leicht verlegt. Die Andie Gedankenwelt des modernen Agrarierthums. Derfelbeobachten. Antrag ist vor wenigen Wochen in der französischen Deputirten beiterinnen zc. auf die Pferdebahn, in leichte Mäntelchen gehüllt, Da steigen junge Beamtinnen, Lehrerinnen, Ar- gefallene hat sich losgerissen und ist davongelaufen. kammer von einem französischen Sozialisten vorgebracht worden. sauber, frisch, Hals und Ohren frei. Die hereintretenden Herren 17jährige Dienstknecht Emil Mehling aus Görsdorf bei Coffen= Ju das Gerichtsgefängniß zu Beeskow ist der erst Herr Jaurès foll allerdings fein Sozialdemokrat, sondern ein meist wohl eingehüllt und dabei fröstelnd. Kaum, daß sie nieder: blatt eingeliefert worden, welcher beschuldigt ist, die 23jährige gemäßigter Sozialist sein. Neben ihm sind aber auch echte figen- frrrrch"," frrrrch" furchtlos zwischen die Beine gespuckt! Antrag Graf Ranih ist nur verschieden in dem Punkt, daß Graf man sich mit Fremden zufammen findet, schuldig sei. Sozialdemokraten an dem Antrage betheiligt, wie Vaillant. Der Keine Ahnung davon, was man der Achtung des Ortes, an dem Wirthschafterin Fischer aus Coffenblatt durch Kleesalz vergiftet zu haben. Mehling behauptet, er habe die Fischer nicht tödten, Ranit einen Minimalpreis fixiren, Herr Jaurès den Preis alljährlich durch Gesetz feststellen will. Das ist tein prinzipieller allein efelhaften, sondern unter Umständen auch in hygienischer feitigen wollen. Bielleicht trägt dieser öffentliche Tabel dazu bei, daß dieser nicht sondern durch das Mittel Folgen gegenseitiger Beziehungen beUnterschied. Es ftectt also ein durchaus sozialistischer Stern in Beziehung gemeingefährlichen Unfitte gesteuert werde. Ein derdem Antrag, nur daß die Unterschiede zwischen den konservativen artiges Benehmen im Pferdebahnwagen ist den Bewohnern einer Antragstellern und den sozialistischen Bertretern derselben Ideen Großstadt im höchsten Grade unwürdig. alle zu Gunsten der letzteren ins Gewicht fallen. Herr Jaurès will zugleich einen Minimallohn für die ländlichen Unechte Morcheln. Das Polizeipräsidium macht darauf Arbeiter durch Gesetz bewilligen; das ist ganz tonfequent; aufmerksam, daß als getrocknete Morcheln" hier des öfteren die der Unterschied zwischen diesem echten und dem fon ihnen äußerlich ähnlichen Lorcheln feilgehalten werden, deren fervativen Sozialismus besteht darin, daß bei den letzteren Genuß leicht für die Gesundheit gefährliche Folgen haben kann. Wir erhalten folgende Zuschrift: Ueber die AusDie Konsequenzen in dem Augenbli aufhören, wo sie ihr Schäf- Ebenso werden als getrocknete Champignons" häufig die zer- funftei W. Schimmelpfeng" findet sich in Nr. 82 des Vorchen ins Trockene gebracht haben.( Unruhe rechts.) Sie sprechen schnittenen Stiele und Hüte des Steinpilzes verkauft, welchen ge- wärts" eine Mittheilung, welche die Besoldungsverhältnisse der ja ganz offen aus, daß es sich für sie nur darum handelt, die legentlich auch giftige Pilze beigemengt find. Es empfiehlt sich unterzeichneten betrifft. In der Kanzlei der Auskunftei unter Preise wieder auf die Höhe der Hungerjahre hinauf zu treiben. Daher, die frischen wie die getrockneten Pilze vor der Zubereitung Benutzung amerikanischer Schreibmaschinen beschäftigt, erklären Der Antrag, ernst genominen und ausgeführt, würde auch den durch kochendes und faltes Wasser zu reinigen und alle unge die Unterzeichneten zur Steuer der Wahrheit folgendes: Getreide- Importhandel gänzlich ruiniren. Es soll hier ein be- fund aussehenden Stücke zu entfernen. Hierbei sei bemerkt, daß 1. Das monatliche Gehalt betrug bei achtstündiger Arbeitszeit ftimmter Produzentenfreis zu Staatspensionären gemacht wer das Fleisch der eßbaren Steinpilzarten nach dem Trocknen weiß früher 75 W., seitdem es nach der Zahl der geschriebenen Zeilen den. Thatsächlich wäre die Folge der Mindestpreise, daß sich bleibt, während die gefährlichen Nebenarten beim Einfammeln an berechnet wird, beträgt es dem Durchschnitt nach nicht unter alle Produktionsbedingungen ihnen anpaßten, so vor allem der der Bruchfläche blau und beim Trocknen meist dunkel zu werden 100., Anfängerinnen, jedoch nur in den ersten Monaten, aus Preis des Grund und Bodens. Nach kurzer Zeit pflegen. genommen. Geübtere Kräfte bringen es, allerdings bei Zuhilfewürden Sie also auf demselben Fleck stehen wie heute. Für diese Erkenntniß hätte dann aber in der Zwischenzeit das in den Gemeindeschulen herbeigeführt werden, ergiebt sich aus papier 2c.) ist ein Bauschalbetrag von 100 m. pro Maschine und Welche Zustände durch die Umschulungen der Kinder nahme von Ueberstunden, auf 130, 150 Mart und mehr. 2. Für Reparaturen und Utensilien( Gummiwalze, Farbbänder, KohlenBolk, die steuerzahlende Menge die enorme Kontribution auf einer Mittheilung, welche die Volts- Zeitung" bringt. Danach Jahr ausgesetzt, auf welchen bisher immer Ersparnisse gemacht bringen müssen, welche dieser Antrag für die Getreideproduzenten hat der Arbeiter pübner, Bergmannstr. 2, eine 13jährige Tochter, wurden, da die Maschinen für Rechnung der Auskunftei all wöchentlich verlangt. Alle an dem Produzententreife, die Handwerker, die welche die Gemeindeschule Tempelhofer Ufer besucht; fein zwölf von einem Mechaniter nachgesehen werden. Diese Ersparnis Arbeiter haben prinzipiell auf einen solchen Mindestpreis ihrer jähriger Sohn besucht die Hagelsbergerstraße, ſeine zehnjährige beziffert sich auf M. 10, 20, 30 und wird uns als ein Zuschuß Produkte, auf ein Mindestverdienst, auf einen Minimallohn den Tochter die Barutherstraße, seine achtjährige Tochter die Bergbaar ausbezahlt, sodaß das Intereffe besteht, die Maschine gut gleichen Anspruch. Mit dem Antrage wird nur eine ungeheure mannstraße und sein sechsjähriger Sohn die Wartenburgstraße. zu erhalten und an Material zu sparen. 3. Die Maschinen sind Erbitterung in die breite Voltsmaffe getragen, denen Gleichzeitig berichtet er, daß alle Bemühungen der Eltern, diesem und bleiben Eigenthum des Herrn Schimmelpfeng: ein Verviele Hunderte von Millionen jährlich abgenommen für sie empfindlichen Uebelstande abzuhelfen, gescheitert sind. werden sollen, um einen fleinen Theil der besitzenden Klaffen zu unterhalten. Eine Politit, welche so flar zu erkennen ständen? giebt, daß sie nur die besitzenden Klassen auf jeden Fall in eine günstige Lage bringen will, ist gerichtet, und darum haben Sie einen schlimmen Tag gehabt, als Sie den Antrag noch vor dem Schlusse dieser Session einbrachten.( Beifall links.) Hierauf wird die Fortsetzung der Berathung vertagt. Schluß 5½½ Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 12 Uhr: Fortsetzung der Berathung des Antrags Ranih; Gesetz betr. Den Schutz der Waarenbezeichnungen; dritte Lesung fleiner Vorlagen. Abgeordnetenhaus. 48. Sigung vom 13. April 1894, 11 Uhr. Am Ministertische: Bosse und Kommissarien. Die erste Berathung des Gesetzentwurfs betr. Aenderung der Kirchen Gemeinde- und Synodal Ordnung von 1873 und der evangelischen Kirchenverfaffung von 1876 wird fortgesetzt und einer Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen. Nach Erledigung unerheblicher Petitionen wird die Sigung um 2 Uhr geschlossen. Nächste Sigung Sonnabend 11 Uhr. ( Dritte Lesung des Etats für 1894/95.) Tokales. Zeugen gesucht! Genossen Theodor v. Wächter ist wegen feiner Ausführungen in der Versammlung der arbeitslosen Maler und Ladirer am 19. November 1893 eine Anflage zugegangen. Theilnehmer der Versammlung, welche feine Rede im Gedächtniß behalten haben, werden gebeten ihre Namen und Adressen der Redaktion des Vorwärts" zu übermitteln. " " Was sagt die Schulbehörde zu solchen bedauerlichen Zu- tauf derselben an uns findet nicht statt; es ist deshalb unrichtig, daß Herr Schimmelpfeng die Arbeit für sein Bureau auf fremden Maschinen besorgen laffe. " Zur Interessengemeinschaft zwischen Kapital und Arbeit Nicht unerwähnt wollen wir lassen, daß in Erkrankungs bringt der Lokal- Anzeiger" einen lehrreichen Beitrag, indem er fällen nur die ersten 3 Tage nichts, dann aber ohne Rücksicht fchreibt: auf die Unterstützungen der betreffenden Krankenkasse uns bis Ein ganz besonderes Jubiläum feierte der Arbeiter Julius 4 Wochen, auch für die Sonntage, 2,50 M. pro Tag vergütet werden. Saffe, Oranienftr. 61 wohnhaft, der an diesem Tage 40 Jahre Hochachtungsvoll: Die Damen der Auskunftei W. SchimmelA. Pohl. ununterbrochen in dem bekannten Weingeschäft von F. C. Souchay, pfeng: G. Gengelbach. L. Buenfch. A. Gizewski. Lindenstr. 42, thätig ist. Der 69 Jahre alte Veteran der Arbeit G. Bérenger. F. Woywod. M. Brokmöller. Th. v. Pannwiz. ist leider so gebrechlich, daß er in lezter Beit nur halbe Tage zu D. Deus. E. Woywod. D. Kurthalß. E. Wohlgefahrt. P. Zeug. arbeiten vermochte. Trotzdem schafft er muthig, um den Unter M. Gruß. G. Traffehn. A. von Knobloch. Marie Riemer. halt für seine Frau und eine arbeitsunfähige dreißigjährige F. von Belli. A. Radloff. Alice Riemer. M. Rafeweis. Tochter zu erschwingen. Der Chef der Weinfirma hat den treuen 2. Heinrich. K. Gruß. Ch. Rüthnic. M. Zeiseweis. 2. ZeiseMann an seinem Ehrentage reich beschenkt." weis. A. Görgen. C. Schulz. E. Werlemann. A. Schuhmann, ,, Spottet seiner selbst und weiß nicht wie" oder kann es einen einschneidenderen Spott und Hohn auf unfere herrliche Das Sittlichkeitsverbrechen in Nigdorf, über das wir Gesellschaftsordnung geben? 69 Jahre alt, gebrechlich harmloser dar, als nach den Angaben des Reporters, auf den am 7. April berichteten, stellt sich im wesentlichen bedeutend und trant, 40 Jahre harter Arbeit hinter sich und doch wir uns verließen, anfänglich anzunehmen war. Die gange heitle muthig schaffen", um nicht zu verhungern. Ausgleichende Angelegenheit ist auf beiderseitigen jugendlichen Leichtsinn zurückGerechtigkeit" pflegt man solche Sachen ja wohl zu nennen? zuführen. Auch find die betheitigten jungen Leute nicht in Haft genommen worden. Hoffentlich kommen sie mit einem ernsten Verweis davon. " Eine Liebestragödie hat sich gestern Morgen um 8 Uhr in dem Hause Steinmetstr. 51 abgespielt. Die 29 Jahre alte un verehelichte Arbeiterin Marie Jänke hat in ihrem im Quer Ein Fener, das leicht hätte größere Dimensionen annehmen gebäude vier Treppen hoch belegenen Zimmer den 25 Jahre alten tönnen, tam gestern Nachmittag gegen 1/24 Uhr auf dem Grundverheiratheten Lokomotivheizer Karl Stein eine Revolverfugel in stück Lothringerstr. 54 zum Ausbruch. Auf bis jetzt noch unbeDie juristische Sprechstunde fällt heute, Sonnabend, die rechte Schläfe gejagt und dann sich selbst aus derfelben Waffe tannte Weise geriethen verschiedene Chemikalien in der Arbeitsin die rechte und linte Schläfe geschossen. Der Thatbestand ist stube des daselbst sich befindenden photographischen Ateliers von Abend wegen Verhinderung des Rechtsanwalts aus. folgender: Stein lebte mit feiner um vier Jahre jüngeren GheOberbürgermeister Zelle will Berlin kennen lernen. frau Anna, geborenen Scheer, in der Potsdamerstr. 32 zu Ghar- Steffens in Brand, welches aber von dem Gehilfen Stand rechtzeitig entdeckt wurde. Derselbe benachrichtigte sofort mittelst des Mie eine Lotalforrespondenz meldet, hat Herr Belle gelegentlich lottenburg und hat zwei Kinder, deren jüngstes erst vier Wochen sich gegenüber befindlichen Feuermelders die Feuerwehr, welche in eines Gesprächs, das er mit dem Stadtverordneten und Mitglied alt ist. Vor einiger Zeit lernte er die Jänke kennen, die eine zwei Zügen von der Linienstraße und Oberbergerstraße heranDer Einschätzungskommission Herrn Langenbucher führte, die Ab- Schwägerin seines Bruders ist und sprach sich seiner Frau gegen rückte und den Brand bald löschte. ficht geäußert, das Scheunenviertel einer eingehenden Inspektion über oft über die guten Charaktereigenschaften dieses Mädchens zu unterziehen. Im Laufe des Gesprächs soll dann Herr Langen- aus. Anfang dieses Monats verschwand Stein aus seiner Woh Polizeibericht. Am 12. d. M., Vormittags, fiel vor dem bucher, der fraft seines Amtes fich genauester Lokalfenntniß des nung, nachdem er sein Gehalt vereinnahmt hatte. Da er sich Hause Greifswalderstr. 205 ein Kutscher beim Abspringen von dunkelsten Berlins rühmen fann, mitgetheilt haben, daß die mehrere Tage nicht sehen ließ, glaubte die Gattin an einen einem in der Fahrt befindlichen. Arbeitswagen nieder, gerieth meisten Häuser jener Straßenzüge sich in einem unbeschreiblichen Unglücksfall und erstattete bei der Polizei Anzeige. Stein hatte unter die Räder und erlitt eine starke Quetschung des OberZustande befänden; die Treppengänge und Flure der einzelnen sich aber, wie jetzt feststeht, zu der Jänke begeben, die ihn eifer- fchentels. Im Landwehrfanal, gegenüber dem Grundstücke Blan Stockwerke seien am hellerlichten Tage so dunkel, daß süchtig überwachte und sogar einschloß, wenn sie auf einige Zeit ufer 37, wurde die Leiche eines etwa 40 Jahre alten Mannes Witterungsübersicht vom 13. April. Stationen. mm, Barometer stand in reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke Wetter Temperatur ( nach Celsius 5º C.= 4º R.) ongefchwemmt. Beim Besteigen eines Arbeitswagens fiel Nach-| Freitag eine nette Gesellschaft vor der 128. Abth. des Schöffen-| angemeldet war, zu neun Monaten Gefängniß vers mittags vor dem Hause Schönhanser Allee 46 ein Kutscher zur gerichts zu verantworten. Angeklagt war der Kaufmann Wilh. urtheilt wurden. Das Geschwisterpaar Weber dagegen wurde Erde, wurde überfahren und am Unterschenkel, sowie am Kopfe Braun, dessen Ghefrau und deren hoffnungsvoller Sprößling, freigesprochen, nachdem der Staatsanwalt selbst die Anklage erheblich verletzt. Auf dem Görliger Bahnhofe stürzte ein der Brimaner( 1) Braun. Die Qualifitation dieser Gesellschaft wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit hatte fallen laffen. Lokomotivführer von der Lokomotive eines abfahrenden Personen- für die Anklagebant belegte der Staatsanwalt u. a. damit, daß Die Berufung des flüchtigen Verlegers des„ Soauges herab, wurde überfahren und am Kopfe und am Beine bei den Ebeleuten Braun innerhalb dreier Jahre nicht weniger zialist", W. Werner, gegen das vom Landgericht 1 gefällte schwer verletzt. In der Seydelstraße 29 fand ein kleiner als 21 Mal ein Dienstbotenwechsel stattgefunden Urtheil, wonach Werner als Drucker und Verleger wegen AufBrand statt. bat. Bekanntlich verfallen derartige Menschenquäler fchließlich nahme eines Aufrufs des Metallarbeiters Brandt:" An die darauf, sich ihre Versuchsobjekte aus öffentlichen Anstalten zu revolutionären Metallarbeiter" zu sechs Monaten Gefängniß verholen und so nahm denn auch der p. Bauer im vorigen Sommer urtheilt wurde, ist vom Reichtsgericht am 10. b. Mts. verDie 15jährige Anna Hoffmann aus dem Waisenhause in seinen worfen worden. Dienst. Das arme, wehrlose Wesen wurde derartig gepeinigt, daß schließlich der Vormund bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattete. Durch die Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß das Mädchen fast täglich eine Tracht Prügel mit der Klopfpeitfche erhielt. In zwei Fällen hatte der saubere Sohn der Eheleute Braun die Schinderei übernommen. Der Vormund des Mädchens bekundete, daß es durch die strenge Behandlung völlig eingeschüchtert worden sei. Der Rücken des Mündels fei mit blutunterlaufenen Striemen bedeckt gewesen. Die Angeklagten fuchten fich, wie üblich, damit herauszureißen, daß sie das Mädchen wegen angeblicher Naschhaftigkeit und wegen seines Hanges zum Lügen hätten mit der Klopfpeitsche bearbeiten müssen. Der Staatsanwalt hielt für die Eheleute eine Strafe von sechs Monat für angemessen; gegen den Jungen beantragte er 300 M. Geldstrafe. Der Vertheidiger bewirkte, daß die beiden Eheleute mit je 500 m. davon kamen; der prügelluftige Sohn wurde zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt. Swinemünde 761 DSD Hamburg 760 DND Berlin 760 Wiesbaden. 757 NO München. 757 Wien 759 NO Haparanda 760? DND Betersburg 771 Still 757 N . . 763 759 Cort. Aberdeen Paris D60 WNW (-1) 223II12 132 halb bedeckt 6 bedeckt heiter bedeckt 6 11 8 wolkig wolfenlos 128.5 halb bedeckt heiter heiter wolkig 40768 bebect Witterung in Deutschland am 13. April, 8 1hr Morgens. Die trockene Witterung hält bei mäßigen östlichen Winden im allgemeinen noch an. Jedoch herrscht in Süd- und Mitteldeutschland fast überall, im Nordwesten ebenfalls vielfach bewölkter Himmel, wogegen sich derselbe im Nordosten, wo es in den letzten Tagen trübe war, großentheils aufgeklärt hat. Die Temperaturen haben sich feit gestern in verschiedenartiger Weise, aber nicht sehr bedeutend geändert; die niedrigste meldet heute Morgen Breslau mit 3 Grad, die höchste Mülhausen i. E. und Karlsruhe mit 12 Grad Celsius. Berliner Wetterbureau. Wetter- Prognose für Freitag, den 14. April 1894. Zeitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter mit etwas Regen, mäßigen füdlichen Winden und wenig veränderter Temperatur. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. Drei Menschenquäler vor Gericht. Wegen Ueber schreitung des der„ Herrschaft" nach der famosen GesindeOrdnung zustehenden 3üchtigungsrechtes hatte sich am Volksbazar Berlin, Köpeniderstraße 127a empfiehlt sein großes Lager fertiger Anarchistenprozek. Maschinenbauer Paul Hermann Pawlowitsch, der zur Zeit eine Gefängnißstrafe von elf Monaten verbüßt, hatte sich gestern vor der 7. Straftammer des Bandgerichts I wegen Aufreizung zu verantworten. Es handelt sich noch immer um eine am 11. November 1892 in dem Eta blissement„ Königsbant" abgeholtene Anarchistenversammlung, in welcher über den Chikagoer Justizmord gesprochen wurde. Ez fam dabei zu einer Diskussion zwischen Sozialdemokraten und Anarchisten und als der Angeklagte angereizt wurde zu fagen, was er eigentlich wolle, soll er u. a. geäußert haben:" Ich will lieber sagen, was ich nicht will; ich will beispielsweise nicht hungernd an einem Bäckerladen vorübergehen, sondern hineintreten und mir Schrippen nehmen" zc. 2c. Der Gerichtshof er blickte hierin eine indirefte Aufreizung gegen die besigenden Klaffen und verhängte über den Angeklagten eine Bufabstrafe von noch 1 Monat Gefängniß. fammlung. Derlammlungen. Tischler Verein, heute Abend[ 9 Uhr, Melchiorstr. 15, General- VerNeuer Berliner Handwerkerverein. Sonnabend, den 14. April 1894, Tagesordnung: Abends 9 Uhr, Vereinsversammlung, Rosenthalerstr. 38. Stiftungsfeft. Porzellanarbeiter und verwandte Berufe, Ortsverein Berlin 2. Sonnabend bei Ehrenberg. Annenstr. 16, Monatsversammlung. Tagesordnung: Stellungnahme zur Maifeier. Holz- und Sretterträger. Sonntag, den 15. April, Borm. 10 Uhr, admiralftr. 18c, Märtischer Hof, Mitglieder- Versammlung. Außerdem ist der Genoffe W. Schwarz zu dieser Versammlung eingeladen. Rosenthalerfir. 38, Vortrag des Herrn E. Bogtherr über die Theorie der Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 15. April, Borm. 10% Uhr, 10 Gebote." Kranken- Unterstützungs- und Begräbniß- Verein der Schmiede Deutschlands. Sonntag, den 15. d. M., Vorm. 10 Uhr bet Tempel, Langestraße 65, Mitglieder- Versammlung. Sumanistische Gemeinde. Kommandantenstr. 79. Nächsten Sonntag, Vormittags 10 Uhr, Vortrag des Herrn G. Schäfer über: Allmacht und AÜweisheit im natürlichen Sinne. Gäste willtommen. Rosenthalerfir. 88 1 r., Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. med. G. HeyEthische Gesellschaft, Sonntag, den 15. April d. Js., Abends 7 Uhr, mann über:„ Schule und Kirche." Nachdem gemüthliches Betsammenfein. Versammlung der Allgemeinen Kranken- und Sterbekasse der efallarbeiter( G. S. 29) zu Hamburg, Filiale Berlin. Sonnabend, den 14 April cr., Abends 8 Uhr bei Schlüter, kl. Markusstr. 10. Tagesordnung: Sassenbericht. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Burean.) Chicago, 12. April. Mehrere Fabrikbefizer haben beschlossen, ihre Fabriten zu schließen, weil die Arbeiter sich weigern, thre 10 000 Arbeiter Beziehungen zu den Agitatoren aufzugeben. feiern. New York, 12. April. Die Unordnungen haben sich an Dork, 12. Muir Die Verhandlung wegen Blutschande bezw. Unter- mehreren Orten des Kohlendiftritts von Pennsylvanien erneuert. fchiebung eines Kindes, welche das Schwurgericht des Land. Die ungarischen Frauen vertrieben die Arbeiter der Etablissegerichts I am Donnerstag bis zum späten Nachmittag beschäftigte, ments Dimont mit Stöcken und Steinen. endete damit, daß die Hebeamme Frau Kittel und die Masseuse Wwe. Schwarze, auf deren Trauschein das betreffende Kind Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend. ( Eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Beabsichtigte und unbeabsichtigte Täuschung seitens der Konkurrenz veranlaßt uns, unser Fabrikat durch eine Marke zu schützen, die wir hiermit Herren- und Knaben- ben wertben Genossen und Genossinnen bekannt geben und zu beachten bitten. Garderobe. Bestellungen nach Maaß werden in eigener Werkstatt angefertigt. 5804L* SO. Köpenickerstr. 127a nahe der Adalbertstraße. Verkauf nur gegen Baar! Steinmehstraße 40, Ede Groß- Bärichenstraße. 5968L* Nur Hüte mit kontrollmarken. Grosse Auswahl in Schirmen. W. Wolff. Reell und billig Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend SCHUTZMARKE ( Eingetrag. Genossenschaft m. b. H.) Mit dieser Marke ist jedes unserer Brote belegt, und bitten wir bei Forderung von Genossenschafts- Brot darauf zu achten, daß das verabreichte Brot diese Marke trägt. 97/19 Der Vorstand. Jede Uhr 5466 L zu repariren und reinigen kostet bei uns unter Garantie des Guts gebens nur Mk. 50 Pfg.( außer Bruch), fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Uhren von 5 M. an. Neue silb. Cylinder- Remontoirs, 6 Steine, von 14 M. an, do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Damen- Remontoirs, 14- Karat Gold v. 24 M. an. Gold- und Silberwaaren in gr. Auswahl zu Fabrikpreisen Freireligiöse Gemeinde. Vortrag von Herrn E. Vogtherr über: ,, Die Theorie der zehn Gebote". Sonntag, den 15. April, Vorm. 10% hr, Rosenthalerstraße 38: Gäste sehr willkommen! Den freireligiösen Eltern zur Nachricht, daß bis auf weiteres der Religionsunterricht ausfällt, da auch Fräul. Altmann, obgleich sie als Lehrerin die Konzession zum Unterrichten hat, bei Strafe von je 100 m. oder 10 Tagen Haft vom Provinzial: Schulkollegium verboten ist, an eine größere Anzahl von Kindern( es sind bei uns über 500 in 6 Abtheilungen) zu unterrichten. Schritte, um unser verfassungsmäßiges Recht zu erlangen, sind bereits gethan! 441/18 Unsere Dentschrift an das Abgeordnetenhaus mit den Beweisen" des Kultusministers, daß Herr Dr. Bruno Wille unseren Kindern sozialdemokratischen Vorbereitungs- Unterricht" ertheilt habe, ist in allen Versammlungen und beim Buchhändler Rubenow, N., Brunnenstr. 184( gegen Einsendung von 10 Pf. in Briefmarken) portofrei zu haben. ,, Konzerthaus Sanssouciff, Kottbuserstrasse 4 a. Am Sonntag, den 15. April 1894: Gr. Wohlthätigkeits- Matinee zum Besten E. Rothert& Stolz, Geschäft: Andreasstr. 62. der Hinterbliebenen des verstorbenen Mitgliedes Otto Lange Uhrmacher. Chausseestr. 78. Ausstellung Jtalien fauft man in der Norddeutschen Schuh- mo fabrit von W. Hitschke, gegründet 1872, Sfaligerstr. 13, Ece Admiralstraße, am Rottbuser Thor. 59702* in Berlin 膠 Mai- October 1894 Schneidermeier auf dem Terrain der West- Eisbahn E. Strauss, menſtr. 46, empfiehlt sich unter Garantie zur Anfertigung gut passender Herren garderobe. Lager v. Stoffen z. Ausw. Solide Preise. 57632* Hutfabrik Lange 181. Brunnen- Str. Filz- u. Seidenhüte m. Kontrollmarken. Gr. Lager in Sonnen- u. Regenschirmen, Strohhüten u. Mügen. Billige Preise. Dompfaffen, Blaufehlchen 3,00, Staare, Haidelerchen 2,00, Feldl., Buchfinken, r. Kreuzschnabel, Stiegl, Kanarienwbch. ( Stadtbahn- Station Zoologischer Garten). Möbel, Spiegel- u. Polsterwaaren- Magazin mit eigener Werkstatt. veranstaltet vom Männer- Gesangverein„ Edelweiß" ( Mitgl. des A.-S.-B.), unter Leitung seines Dirigenten Herrn R. Lange, sowie unter gütiger Mitwirkung des Musikvereins ,, Tusch" unter Leitung feines Dirigenten Herrn F. Rodtäschel. Anfang präz. 12 Uhr.- Billets à 25 Pf. sind an der Kasse zu haben. Freunde und Gönner des Vereins find herzlich eingeladen. Das Komitee. vormals G. Feuerstein Amt I. 2952b Boltz' Festsäle, Alte Jakobstr. 75. r. 1082. Säle zu Festlicht. u. Versammlungen Kaffeeküche, auchSonnt. Sonnabend, 28. und Sonntag, 29. d. M., noch Säle frei zu Verf. u. s. w. für d. Sommermonate empf, meinen Sommergarten zu Vergnüg. foſtenlos. Neueste Frühjahrs- und Sommerhüte für Damen und Kinder Große Auswahl in Nussbaum u. Mahagoni, sowie empfiehlt in reicher Auswahl zu sehr billigen Preisen großes Lager von Küchenmöbeln empfiehlt zu den billigsten Preifen bei nur solider Ausführung[ 5468L Julius Apelt, Tischlermeister, ( früher 1,50, Zeif., Rothf., Sumpfmeiſen 1,00 Berlin S., Sebastianstraße Nr. 20( 7/8). Hedbauer 2,50. Schnelle, Invalidenstr.7. 1 Vereinsz ist zu vergeb. Büschingstr. 21. Heute Abend 1/26 Uhr erscheint Nr. 11 der Sammlung Papst Julius II. Getroute Häupter. Gekrönte Häupter IV. Gekrönte Nr. 1( Katharina II. von Rußland). Preis: 20 Bi. Konfiszirt gewes. Nr. 2( Auguft der Starke v. Sachsen). Preis: 20 f. Wieder freigegeb. Nr. 3( Papst Alexander V1.) 64 Seiten. Preis 20 Pfennig. Nr. 4( Carl Leopold von Mecklenburg) 64 Seiten. Preis 20 Pig. Nr. 5( Ludwig XIV. von Frankreich) 64 Seiten. Preis 20 Pig. Nr. 6( Philipp II. von Spanien) 64 Seiten. Preis 20 Pig. Nr. 7( Friedrich Wilhelm II von Preußen) 64 Seiten. Preis 20 Pfg. Nr. 8( Heinrich VIII. von England) 64 Seiten. Preis 20 Pfg. Nr. 9( Elisabeth von Rußland) 64 Seiten. Preis 20 Pfg. Nr. 10( Louis Philipp von Frankreich) 64 Seiten. Preis 20 Pfg. Nr. 1-11 der Sammlung„ Gekrönte Häupter" find zu beziehen durch alle Partei- Buchhandlungen, Rolporteure und Zeitungsspediteure, sowie direkt vom Verlage Hans Baake, City- Passage. 60059 5965L* Th. Sabor, Oranienstrasse 204, zwischen Heinrichsplay und Manteuffelstraße. Georg Wagner Uhrmacher, Hosen, Herren- u. Knabenanzüge spottbillig. Sopha- Teppiche v. 5 M. an, im Ausvert. Pfandleihe, Staligerstr. 13I Freunden und Genossen empfehle ich mein neu eingerichtetes 59979* Oranienstr. 65, 1 Tr. Bier- und Speise- Lokal. HUF Bitte auf die Hausnummer zu achten. E Vereinszimmer mit Piano zu ver ManteuffelUhren n. Goldwaaren in solider geben und bitte um zahlreichen Besuch. Ausführung zu den billigsten Breifen. Georg Denner, traße 19. Massiv goldene Trauringe, gesetzlich geftempelt: 1 Dukaten 10,50 M., 11/2 Dut. Freunden und Genossen empfehle 15,50 M., 2 Dut. 21 M. Star. von mein neu eröffnetes Weiß- u. Bairisch5785L Bier- Lokal. Zimmer für Vereine zu 4 M. an. Reparaturen 40 Berfonen. Benno Stabernack, an Uhren u. Goldwaaren solid u. billig. Freunden und Genossen empfehle ich meinen tägl. Fleischverkauf von Rind, Kalb- u. Hammelfleisch zu den billigst. Breifen. Frau J. Schulze, 29706 Eisenbahnhalle, Stand 15. 22416 Mühlenstr. 49 A, am Stralauer- Play. Plüschsopha verkauft billig Hartung, Hagelsbergersir. 30, I. Kl. Kundentischlerei zu verkaufen Stallschreiberstr. 20, 2 Tr. b. Schmidt Deutscher Holzarbeiter- Verband. Vereinsvorstände, Vergnügungskomitees! Bolterwaaren und Möbel, Zahlstelle Berlin. 5625* solide Arbeit, in eigener Werkstatt ges Infolge des von Vereinsvorständen und Komitees mehrfach ausgesprochenen fertigt. Sonntag, 15. April, Worm. 10/2 Uhr, in Ahrens Braueret, Thurmstr. 26: bei Arbeiterfestlichkeiten jeder Art die Mitglieder desselben als Tanzmaitre Wunsches, den Tanzlehrer- Berein Solidarität" dadurch zu unterſtüßen, daß A. Mann, Tapezier und Dekorateur, Prinzenstr. 74( n. d. Morigplatz). Bezirks- Versammlung für Moabit. Tages Drdnung: Vortrag, Diskussion, Verbands- und Werkstattangelegenheiten, " herangezogen werden möchten, aber schon wiederholt vorgekommen ist, daß die Wirthe, wenn sie gefragt werden, ob der Maitre unserm Verein angehört, bejahen, dies aber sehr oft auf Zäuschung beruht, sieht sich der unterzeichnete Verein veranlaßt, nachstehend die Lokale bekanntzugeben, in welchen seine Mitglieder als Tanzmaitre fungiren: Sonntag, 15. April, Vorm. 10 Uhr, im Kolberger Salon, Rolbergerftr. 23: Pape's Salon, Rolbergerstr. 23, Rollege R. Hartmann. Branchen- Versammlung der Modelltischler. = Schneider's Gesellschaftshaus, Brostauerstr. 37, Rollege Plath. Rau, vorm. Wolf& Krüger, Staligerstr. 126, Rollege Heinrich. Tages Ordnung: Vortrag. Referent Rollege Wiedemann. Dis Unions- Brauerei, Safenhaide 22/31, Rollege Koch. fussion. Besprechung über Branchenangelegenheiten. Ullrich's Festsaal, Waldemarstr. 75, Kollege Schultze. Ebert's Klubhaus, Kommandantenstr. 72, Kollege Krummhorn. Am Montag, den 16. April, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Schnegelsberg's Salon, Hafenhaide, Kollege Rettig. Joël, Andreasstraße 21( oberer Saal): Saeger's Salon, Grüner Weg 29, Kollege Kirchner. Vertrauensmänner- Versammlung für den Osten. Luisenstädtisches Klubhaus, Annenftr. 16, Kollege Goldschmidt. Tages Drdnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse in unserer Branche. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, für rege Betheiligung an den Die Ortsverwaltung. Bersammlungen zu agitiren. 439/8 Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen, Mitgliedschaft Berlin. Montag, 16. April, Abends 8½ Uhr, Alte Jakobstr. 75: Ordentliche Generalversammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung. vom Stiftungsfest. 2. Geschäfts- und Kassenbericht. 3. Ersazwahl zum Vorstand. 4. Antrag auf Unterstützung der Arbeitslosen zur Maifeier. 5. Entscheid des Verbandsvorstandes in Sachen Schneider. 6. Mitgliedschaftsangelegenheiten. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung 459/1 Lehmann's Salon, Kreuzbergstr. 48, Rollege Pantel. Jäger- Haus, Schönhauser Allee 103, Rollege Thierbach. Buss' Salon, Große Frankfurterstr. 87, Rollege Konrad. Rennefahrt's Saal, Dennewigstr. 13, Kollege Weissbarth. Joël's Salon, Andreasstr. 21, Rollege Boll. Neue Welt( Ba! champêtre), Hasenhaide, Rollege Pachur. Roll's Salon, Adalbertstr. 21, Rollege Müller I. Gesellschaftshaus Ostend, Rüdersdorferfir. 45, Rollege Kühn. Kliem's Volksgarten, Hafenhaide( beide Sale), Koll. Butzpfahl u. Müller 11. Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 35, Roll. Gurlitt. Krösche's Gesellschaftshaus, Fichteftr. 29, Kollege Erbe. Paradies- Garten, Hohen- Schönhausen, Rollege Schebel. Buge's Vereinshaus, Bantow, Schulgestr. 28, Rollege Grosse. Walter's Ball- Salon, Rummelsburg, Hauptstr. 87, Kollege Hoppe. Gröpler's Salon, Rigdorf, Bergstr. 129, Kollege Rudolf. In den Lokalen, wo wir nicht vertreten find, halten wir uns den Genoffen zu jeder Festlichkeit bestens empfohlen. Bestellungen bitten wir zu richten an Ehrenberg( Bereinslokal), Annenstr. 16.( Telephon- Amt 4, Nr. 1116.) Der Vorstand des Tanzlehrer- Vereins ,, Solidarität“. J. A. Richard Heinrich. 332/11 der Maurer Berlins und Umgegend Verband aller in der Metallindustrie am Sonntag, den 15. April, Vorur. 101/2 Uhr, Tages- Ordnung: in Gründer's Lokal( früher Mundt), Köpnickerstr. 100. 1. Wie feiern wir den 1. Mai? 2. Diskussion. 3. Wahl eines Delebeschäftigten Arbeiter Berlins. und Umgegend. Sonntag, den 15. April 1894, Vormittags 10 Uhr: girten zur Gewerkschafts- Kommiſſion. 4. Die Lohn- und Arbeitsverhältniffe Bezirksversammlung für Charlottenburg Berliner Kollegen! Da die Tagesordnung eine wichtige ist, so ist es Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. 445/15 Maurer! Der Einbernfer. cine wichtige ift Achtung! Maurer! General- Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend im Lokal ,, Wilhelmshöhe", Wilmersdorferstr. 39. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Jahn. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Rohrleger und Gehilfen Charlottenburgs find hierzu ganz besonders eingelaben. Branchenversammlung der Kernmacher bei Wienecke, Alte Jakobstraße 83. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Dr. Pinn über:„ Die Lügen unserer Zeit." 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. am Sonntag, den 15. April, Vorm. 10 Uhr, bei Brochnow, Sebastianstr. 39. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Tages- Ordnung: 1. Neuwahl des gesammten Vorstandes. 2. Ergänzungswahlen der Revisoren und des Ausschusses. 3. Abrechnung vom Maskenball. 4. Vereinsangelegenheiten. 476/9 Montag, den 16. April 1894, Abends 8 Uhr: Mitgliedsbud legitimirt. Kollegen! Eingetretener Verhältnisse Große Bezirksversammlung für den Norden halber muß diese Versammlung pünktlich um 10 Uhr eröffnet werden. Wir bitten die Mitglieder, dieses zu beachten. Kollegen, welche dem Verein beitreten wollen, können sich in dieser Versammlung einschreiben laffen. Der Vorstand. Lese- und Diskutierklub der Freunde. Am Sonntag, den 15. und 29. April, Abends 5 Uhr, im Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. Nr. 35: und Branchenversammlung der Feilenhauer im ,, Kolberger Salon", Kolberger- Straße Nr. 23. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Joel über: Die heutige Naturanschauung und ihre Beziehung zur Gegenwart." 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Vorschläge zur Wahl eines Beisizers zum Vorftande für die Branche der Feilenhauer. 5. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen der Firmen: Rayling u. Thomas, Nothmann und Rudolf u. Kühne sind hierzu besonders eingeladen. 2965b Wilhelm Böhm. jekt nur Bergmannstr. 15, part. Sämmtliche Hüte mit Kontrollmarken. Cohn's Hosenfabrik, als billigste Quelle Berlins für Herren- n. einzelne Kinderhosen befindet sich jetzt 60019* Pallisadenstr. 5, part. Alle Uhren 5462L* werden sauber und sorgfältig reparirt unter Garantie des Gutgehens für 1,50 Mark( außer Bruch) bei W. Winkler, Berlin N., Reinickendorferstr. 2 g, gegenüber der Dankes- Kirche. Lager aller Arten Uhren, Uhrketten !! Roh- Tabak!! Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, in billigster Preislage, empfiehlt BotabakHeinr. Franck, andlung: vorräthig. 37 Brunnenstr. 185. Formen( Bockfaçon) wieder 37 Als anerkannt reelle und billigste Einkaufs-Quelle des Süd- Ostens für Gold-, Silber-, Alfénidewaaren( Gig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, 37 Admiral- Straße 37 Musik- Instrumente. Alle Blass, Streich- u. Schlag- Instru mente, Spieldosen zum Drehen i. felbit. spielend, Musik Automaten fertigt Aug. Kessler, Taufikerstr. 51. Restaurationsgeschäft mit kleinem Saal, vielen Vereinen und Zahlstellen, ist Umstände halber sofort billig zu verkaufen. Reflektanten wollen ihre Adresse in der Erped. des Vorwärts", u. 5998L* 2 große öffentliche Versammlungen Große Bezirksversammlung für den Often marta, R. A. B. 75, nieberlegen, bö für Männer und Frauen. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Mary Kapital". Referent Genoffe Schöpke. Zur Deckung der Unkosten Entree 10 Pfennig. Um recht rege Betheiligung ersucht 2. Diskussion. Der Vorstand. 2898b Deutscher Holzarbeiter- Verband. Sonntag, den 15. April, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Bolt, Alte Jakobstraße Nr. 75: bei Haberecht, Große Frankfurterßtraße 30. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Pinn über: Die Geschichte als Lehrmeisterin." 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Konferenzen der Vertrauenslente finden statt: Hente, Sonnabend, den 14. April, Abends 82 Uhr, bei Wilke, Hochstraße 32, für den Norden; Morgen, Sonntag, den 15. April, Vormittags 10 Uhr, bei Rau, Skalikerstraße 126, für den Süden. Zur Berathung steht: Die Verlegung der Konferenz während der SommerUm zahlreiches und pünktliches Erscheinen zu allen oben angeführten Versammlungen und Konferenzen ersucht 488/10 Der Vorstand. Branchen- Versammlung der Drechsler onate. und verwandter Berufsgenossen. Tages Ordnung: 1. Werth und Nugen der Organisation.( Referent wird in der Verfammlung bekannt gemacht). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 439/6 Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, pünktlich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Oeffentl. Versammlung Verein der Maschinisten u. Heizer Berlins. der Schrauben-, Façondreher Sonntag, den 15. April, Uachmittags 5 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20, Versammlung. Tages Ordnung: # 1. Vortrag. 2. Verschiedenes. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. 298/14 Der Vorstand. J. A.: H. Holz, Muladftr. 21. 1941-191067 und Berufsgenossen am Montag, den 16. April, Abends 7 Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48a. Schulffr. 50: * 1 Schmiede mit Beschlagbrücke, 1 Tischlererei mit Doppellicht, Stallung zu 12 Pferden mit Remise per sofort und später zu vermiethen. 1 Zimm., 1 Küche, sep. Korrid. v. 20 M an, W., Goltz- Strasse 10, bei Wilhelm Neumann. 2 1 25 Frdl. Schlafft. 3. 15. od. 1. Mai. Zu erfr. Mariannenstr.11,2 Tr. b.Stegmann. Arbeitsmarkt. Die Stelle eines Krankenbesuchers soll anderweitig auf unbestimmte Zeit. befeht werden. Kaffenmitglieder, welche darauf reflektiren, werden ersucht, selbst geschriebene Offerten an das Kaffenlofal, Neue Friedrichstr. 35, einzusenden. 2958b Das Honorar beträgt wöchentlich 24 Mart. Der Vorstand Tagesordnung: 1. Kranken- Versicherungsgeseh( Referent wird in der Bersammlung befannt gemacht). 2. Diskussion. 3. Abrechnung und Neuwahl b. Orts- Krankenkaffe d. Schloffer zc. des Vertrauensmannes. 4. Verschiedenes. 221/2 Neue Friedrichstr. 35. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung liegt es im Interesse sämmtlicher Kollegen, pünktlich zu erscheinen. Ein mit der Fabrikation von RingDer Vertrauensmann. schiffchen oder Kurbelstickmaschinen vollständig vertrauter Mechaniker wird 29616 Möbelpolirer! Friedrichsberg! Freie Vereinig. aller in der chirurgischen als eiers verlangt. Sonntag, den 15. April, Nachm. punkt 1 Uhr, bei Susott, Frankfurter Allee 174, Versammlung aller Möbelpolirer Friedrichsbergs. Tagesordnung sehr wichtig. Zu dieser Versammlung sind die Polirer von Seifert u. Wolf, Fruchtstraße, eingeladen. Montag, den 16. April, Abends 8 Uhr, bei Wilke, Andreasitr. 26, Verbands- Generalversammlung. Das Erscheinen aller Mitglieder nothwendig. Mitgliedsbuch legitimirt. Aufnahme neuer Mitglieder vor Beginn der Versammlung. Der Vorstand. J. A. Robert Weber. Landpartie. Birkenwerder an der Nordbahu. Branche beschäftigten Berufsgenossen Dienstag, den 17. April, Abends 8 Uhr, in Philipp's Salon, Rosenthalerstr. 38, Grosse Versammlung. Tages Ordnung: 1. Rassenbericht vom 1. Quartal. 2. Vortrag. 8, Diskussion. 4. Be richterstattung über die Fabrik von Herrn Löwenstein. 5. Verschiedenes. Die Mitglieder werden gebeten, zahlreich zu erscheinen und ihre alten Mitgliedsbücher umzutauschen. 449/13 485/8 Restaurant Schützenhaus. Schönster Aufenthalt der Umgegend. 5709L* C. Hietzig. Der Vorstand. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Adressen sub J. J. Exp. d. Bl. Für eine Goldleistenfabrik wird ein tüchtiger Werkführer gesucht. Offerten mit Lohnansprüchen J. F. 8400 an Rudolf Mosse, und Angabe bisheriger Thätigkeit unter Berlin SW. Zwicker sofort bei hohem Lohn. Ausputzer 717 29046 in und außer dem Hause bei hohem 1. Gesch.: Andreasstr. 23, H. pt., gegenüb. Andreaspl Lohn sofort gesucht. 2. Gefch.: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain Mech. Schuhfabrik H. Morösse, größtes Rager Berlins. MusterGrenadierstr. 10. Kinderwagen, Bücher gratis. Theilzahlung ge- Alte Stiefel sell und billig.( 29136 stattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Eager Berlins habe. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pönsch in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. gr. Rep. u. Beit [ 29406 Runge, Neuenburgerstr. 6. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 86. Italien unter Crispi. Sonnabend, den 14. April 1894. line 11. Jahrg. des rothen Kreuzes und vom Ausbruch des drohenden| stellungen, welche die Arbeiter der Direktion machten, wurden Konflikts mit Frankreich im letzten Dezember. Es wurden da- fchroff abgewiesen. An Lohn erhalten die Fahrer 80, später mals von den Eingeweihten Millionen an der Börse verdient. 90 M.; die Arbeiter hatten die Forderung aufgestellt, 100 m. Nun berichtet die" Tribuna", es sei wegen dieser Aeußerung als Anfangsgehalt zu erhalten, das in zwei Jahren bis auf Macola's ein Verleumdungsprozeß angestrengt, worauf der legte 120 M. zu steigen habe. Dies durchaus gerechtfertigte Verlangen erwiderte, er werde den Wahrheitsbeweis liefern. In jedem wurde ebenfalls als unmöglich" abgewiesen. Fall erinnert das Wort von der Bande um Crispi" lebhaft an den indischen Spruch, der auch für andere Länder gilt: Die hochgestellten Herrn im Reich Sind einem felfigen Berge gleich, Hart und steif in ihrem Leben, Bon Raubthieren umgeben. Nach dem letzten Wuthausbruch Crispi's im Parlament als Antwort auf die Frage des Abgeordneten Pelloux, wie es mit den Ersparnissen im Heere stände, mit der versprochenen Einschränkung des Militärbutgets um die geringfügige Summe von wenigen Millionen, nach der brutalen Antwort, die ganz an Ein Streik der Metallarbeiter ist in der SchloßBismarc's Ausruf:„ Ich verbitte mir das!" erinnert:„ Ich verfabrit von Spengler in Groitsch ausgebrochen. Es lange, daß man endlich aufhöre, von Ersparungen beim Militär zu sprechen! Die Herren wollen unser Heer zerstören, das heißt, streiten von 25 Mann 20, von denen 7 verheirathet, mit 20 Kindern. Sämmtliche find organisirt. Der Geist unter den StreifenItalien ruiniren! Es ist schon genug am Heer erspart worden! Kein Pfennig darf weniger als bisher bei diesem Budget aus den ist ein vorzüglicher und haben dieselben die Sympathien der hiesigen Arbeiterschaft in vollstem Maße, was eine hier abgegeben werden, wenn nicht Italien aufhören soll zu existiren!" Die schmachvolle Hinausschiebung des Prozesses Tanlongo, gehaltene Versammlung bewies. Bis jetzt sind noch drei StreitNach diesen Ausbrüchen unheilbaren Größenwahns fragen des im Gefängniß sitzenden Bankdirektors, der mit seinen brecher eingetreten. Da diese aber für dieses Geschäft nicht einsich angesehene Oppositionsblätter Italiens, ob es nicht Zeit sei, Wechselchen von zwanzigtausend und vierzehntausend Franken gerichtete Leute sind, so sind die Aussichten für die Streifenden die berühmten Frrenärzte, an denen das Land ja keinen Mangel auch Frau Lina Crispi so freundlich unterstützte, hat zu einer Inter- die denkbar günstigsten. Briefe 2c. bitten wir an Louis Spranger, babe, zu einer Konsultation zusammen zu rufen, um Crispi's pellation Anlaß gegeben. Imbriani befragte den Justizminister Groißsch, Altes Schüßenhaus, zu senden. Alle arbeiterfreundGeisteszustand zu untersuchen. Der„ Donquichotte" in Rom will Calenda und wies auf den Unwillen hin, der im Lande herrscheroißsch, Altes Schüßenhaus, zu senden. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. vor allem die Aerzte Lombroso, Verga und den Psychologen und über diese Gunst und Rücksichtnahme für die großen Diebe der Kriminalisten Ferri zur Untersuchung berufen, der Secolo" in Nation. Der Minister Calenda erwiderte: Grade die Hinaus- Der Streit der Ziegelei- Arbeiter um Antwerpen Mailand will nur die ersten beiden nach Nom senden und zwar schiebung des Prozesses beweise die Unabhängigkeit der Gerichts- gewinnt an Ausdehnung; bis jetzt sind 5000 daran betheiligt. auf Kosten des Staates, nicht aber Ferri, weil dieser behörde, die Zeit haben müsse, alle Umstände zu prüfen. Damit Aus Belgien wird weiter gemeldet, daß infolge von LohnSozialist fei. Andere, gemäßigtere Blätter beschäf- beruhigte sich die Kammer. Die durch königliches Defret ver- ftreitigkeiten ein Ausstand in den Hochöfen von Atthus austigen fich mit dem Eindruck, den die öffentlichen ordnete Erhöhung des Salapreises in Italien hat den Erfolg ge- gebrochen ist. Zustände unter Crispi im Auslande hervorbringen müssen. Sie habt, der bereits heute von den Sanitätsbehörden der Lombardei fragen sich, oh denn das Land hypnotisirt sei und ob sich die konstatirt wird, daß die Pellagra in ihren endemischen Sihen ganze Boltsvertretung hypnotifiren laffe durch einen Menschen Undine, Benezien und Lombardei schärfer und ausgebreiteter als vie Crispi. Die wüthende Stimmung unseres Diktators ist bisher sich zeigt. im übrigen nicht schwer zu erklären, sie ist der Merger darüber, Die noch immer fortgefeßten Verurtheilungen der Kriegs. daß die Kommission der Kammer bis jetzt sich entschloffen zeigt, gerichte zu Palermo und Massa- Carrara unter den Generalen die verlangten Vollmachten einer absoluten Willkürherrschaft nicht Morra und Heusch haben bis heute die Zahl von 625( sechszu gewähren, wenigstens nicht eher, als bis über die Finanz- hundertfünfundzwanzig) Jahren Gefängniß erreicht. reformvorschläge verhandelt und Beschluß gefaßt ist. Inzwischen zieht der gestern begonnene große Prozeß De Felice und Genossen vor dem Kriegsgericht in Palermo die allgemeine Antheilnahme auf sich. Mögen sich die deutschen sozialinischen Kämpfer des von Bismarck ausgewirkten Hochverrathsprozesses gegen Liebknecht und Bebel in Leipzig erinnern, nur daß bei uns die Entwickelungsepisode fast zwei Jahrzehnte später auftritt und bei uns von dem Affen Bismard's alles ins Ungeheuerliche verzerrt und karrikirt erscheint. Die politische Poffe, die den Opfern der Anklage in Leipzig zwei Jahre Gefängniß einbrachte, wird hier gleichsam in höherer Potenz er hoben und den Opfern der Hochverrat hsanklage stehen unter Crispi je zwanzig Jahre Gefängniß in Aussicht. Es find angeklagt, und zwar sämmtlich wegen Hochverrath gegen den Staat Italien und wegen Aufreizung zum Bürgertriege: 1. De Felice Giuffrida, Mitglied des Parlaments, Vorsitzender des Fascio von Catania; 2. Garibaldi Bosco, Buchhalter der Volksbank und des Konsumvereins Agrumaria, Borfizender des Fascio von Balermo; 3. Dr. Nicolo Barbato, Vorsitzender des Fascio von Piana dei Greci; 4. Bernardo Verro, Vorsitzender des Fascio von Carleone; 5. Advokat Giacomo Montalto, Vorsitzender des Fascio von Trapani; 6. Student Francesco Cassisca, Sekretär des Fascio und Zentralfomitees von Palermo; 7. Paolo Ciralli, Kaufmann, gleichfalls Sekretär des Fascio Don Palermo. Soziale teberlicht. Maurer, nicht wegen Dohnerhöhung oder Verkürzung der ArbeitsIn Lausanne( Schweiz) streifen gegenwärtig über 100 zeit. Es handelt sich einzig um die Auszahlung des Lohnes alle 14 Tage. Einige Unternehmer wollen nämlich nur monatlich auszahlen. Bor zwei Jahren wurde um des gleichen Zweckes willen gestreift. Ein bestrafter Unternehmer. Wegen Beleidigung des Streitfomitees ist der Stuhlfabrikant Scheidig in Nürn berg, dessen Arbeiter vor Kurzem gestreift hatten, vom Schöffengericht zu 25 M. Geldstrafe und Tragung der Koften verurtheilt worden. Seine Berufung beim Landgericht wurde verworfen. An alle in Buchbindereien, der Papier- und LederwaarenIndustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Der Zentralverein der Frauen und Mädchen DeutschWerthe Kollegen und Kolleginnen! Laut Beschluß der Ver- lands hielt am 11. und 12. März in Lübeck seine GeneralSammlung vom 2. April soll auch in diesem Jahre eine allge- versammlung ab. Vertreten waren 5 Delegirte. Der Verein meine Erhebung über die wirthschaftliche Lage der Angehörigen hat nur 4 Bahlstellen und 350 Mitglieder. Die Filiale Mainz unseres Berufs erfolgen. Die mit der Durchführung dieser Er ist eingegangen, weil bie Mitglieder, die meist in Fabriken hebung Betrauten ersuchen Euch nun um Eure Mitwirkung. arbeiten, fich den Organisationen der Männer angeschlossen haben. Soll das Bild, das diese statistische Aufnahme ergeben wird, ein Das dürfte auch anderwärts der Fall sein und daher erklärt pollkommenes werden, foll es die Zustände, unter denen wir sich wohl die geringe Zahl der Mitglieder. leiden, getreu wiederspiegeln, so ist allgemeine Bethei= Ein internationaler Glasarbeiter- Kongreß findet am ligung nöthig. Keine Wertstube darf fehlen, 2. Juli 1894 in Frankreich statt. Das einberufende Romitee er gleichviel ob groß oder klein, ob Buchbinderei, Album, Karton-, fucht, alle Berichte und Anträge, die zu verhandeln sind, drei Lederwaaren oder Luxuspapier- Fabrik, oder wo immer Berufs- Monate vorher einzusenden, damit die Tagesordnung zwei angehörige beschäftigt sind. Bei unserer letzten Aufnahme im Monate vorher bekannt gegeben werden kann. Erwünscht sind Winterhalbjahr 1891/92 erhielten wir Aufschluß über die Lage Berichte über Art der Glashütten, Zahl der Defen und Art des von 3322 Personen, die in 225 Betrieben thätig waren: Schäden Betriebes, Bahl der nicht in Betrieb stehenden Oefen infolge des ganzen Gewerbes und Mißstände in einzelnen Werkstuben wurden dadurch blosgelegt und uns treffliche Waffen im Kampfe wider unsere Ausbeuter gegeben. Helft uns nun die Probe darauf machen, ob die gleichen Mißstände noch bestehen oder ob gar unsere Lage noch schlechter geworden ist. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen! Wenn Ihr Euere Lebenshaltung verbessern wollt, so ist deren klare Erkenntniß nöthig. Aber die herrschenden Klassen werden sich hüten, das Glend bloß zulegen, das unter ihrer Aegide wuchert. Sie könnten ja dann nicht mehr sagen: Es giebt keinen Nothstand! So bleibt nur die Selbsthilfe übrig. Und Ihr helft Euch selbst, indem Ihr unser Werk unterstüßt. Wir rechnen auf Euch! Schaden kann niemand aus der Beantwortung unserer Fragebogen erwachsen, denn Namen der Kollegen und Kolleginnen sind nicht darauf zu sezen. Die Fragebogen gelangen zur Ausgabe jeden Sonnabend von 7-9 Uhr bei Ehrenberg, S., Annenstr. 16; von 8-10 Uhr bei Sperling, S.( Oranienplay), Luifen- Ufer 22; Norbert, SW., Beuthstr. 22; Reichert, SW., Friedrichstr. 84; Schünemann, C., Ecke Stein- und Gormannstraße; Hente, O., Blumenstr. 38; Siegemund, SO., Eisenbahnstr. 20 und Herschleb, SO., Adalbert straße 4. Außerdem in allen Bersammlungen unseres Berufs. Der Vorstand und die Vertrauensmänner der Mitgliedschaft Berlin. Dies sind die Hauptangeklagten, drei Angeklagte sind außer dem in zweiter Linie genannt. Die Verhandlung begann mit dem Antrage des Vertheidigers von De Felice( Lieutenant Truglio), der für alle Angeklagten die Hinzuziehung eines Zivilvertheidigers verlangte. Das Militärtribunal des Kriegsgerichts, welches diesen Prozeß leitet, wies diesen Antrag zurück und nun erfolgte sofort die Verlesung der langen Anflage- Afte. Der Bericht kann natürlich schon des Raumes wegen nicht einen vollständigen und erschöpfenden Auszug der Anklage geben. Es bedarf dessen auch für die Leser des Vorwärts" nicht, die ja unter bem alten, wie in dem neuen Kurs an Anklagen wegen Gesellschaftsumsturz und Staatsverbrechen aller Art gewöhnt sind; nur einzelne Hauptpunkte seien hervorgehoben, die in ihrer Possenhaftigkeit echt Crispinisches Gepräge tragen. Hiernach sollen alle die einzelnen kleineren oder größeren Hungeraufstände, die Revolten gegen die Steuerhäuser mit der Verbrennung und Stuhlschreiner, Achtung! In auswärtigen Blättern wer Zerstörung der Steuerlisten in ganz Sizilien allesammt von den den für die Möbelfabrik Lorenz Scheidig in Fürth 20-30 Stuhlhier Angeklagten als den Hauptverschwörern des Hochverraths schreiner gesucht. Wir machen die Berufskollegen darauf aufvon langer Hand vorbereitet worden sein. Diese einzelnen Aufmerksam, daß es hier Arbeiter genug giebt, wenn dieselben stände sollten die Aufmerksamkeit der Polizei und die auf der human behandelt und anständig bezahlt werden. Eine im verInsel vorhandenen Militärkräfte auf sich sammeln, damit die Hauptverschwörer desto ungestörter ihren Hauptschlag ausführen fonnten, der in nichts Geringerem bestand, als in der 203 zeißung Siziliens von Italien. - Mehrere Stuhlarbeiter. schlechten Geschäfts oder anderer Ursachen, Zahl der Werkstellen oder Arbeitsgruppen, Zahl und Lohn der erwachsenen und jugendlichen Arbeiter, Arbeitsstunden pro Tag und Woche, Lohnzahlungsart, Bahl der organisirten Arbeiter, Bestand des Ges wertschaftsfonds u. s. w. Aufgabe des Kongresses soll sein, die Glasarbeiter aller Länder zu einem brüderlichen Bund zu ver einigen und die Gründung einer internationalen Agentur zwischen den verschiedenen nationalen und lokalen Organisationen herzustellen. Der Ort des Kongresses wird später bekannt gemacht. Sendungen sind zu richten an Alfred Greenwood, Wesley Street, Castleford, Yorkshire, England. Weitere Auflösungen von Zahlstellen des ZertilarbeiterVerbandes werden aus der Umgegend von Chemnih gemeldet. In Burkhardtsdorfnahm der Gendarm, der in Begleitung des Gemeindevorstandes beim Vertrauensmann erschien, alle dem Verband gehörigen Quittungsmarken und sonstige Vereinsutensilien in Beschlag. In Kappel wurde die Zahlstelle aufgelöst, weil in Versammlungen des Verbandes zum Anschluß an Das ist jedoch die Sozialdemokratie aufgefordert worden sei. ein Irrthum; es ist dies nur in öffentlichen Versammlungen geschehen. Allem Anschein nach versucht man die ganze gewerkschaftliche Bewegung zu zertrümmern. W Arbeiter- Sängerbund. Am 8. April fand eine außer ordentliche Generalversammlung des Bundes statt, in welcher als erster Punkt der Tagesordnung das Resultat der Urabstimmung über Stellungnahme des Bundes bei Mitwirkung zu Parteifestlichkeiten verkündet wurde. Das Resultat der hierüber gestellten drei Anträge ist folgendes: Antrag 1: Der Arbeitergangenen Jahre stattgefundene Lohnbewegung im betreffenden Sängerbund wolle beschließen, bei allen Parteifeftlichkeiten unGeschäft wegen Lohnreduktion ist gescheitert. Die Konsequenzen entgeltlich zu fingen, und jeden Sänger verpflichten, Eintrittsgeld werden die Kollegen daraus selbst ziehen. zu zahlen, 1031 Mitglieger für, 2756 Mitglieder gegen. AnAFürth, 8. April. 1911 trag 2: Der Arbeiter- Sängerbund 2c. wolle beschließen, zur Unter den als Hauptbeweisen für diese Beschuldigung ver Arbeiter- Maifeier unentgeltlich ชิน singen und auch das lefenen Aktenstücken machte am meisten Aufsehen ein Bericht der Eintrittsgeld zu zahlen, 2430 Mitglieder für, 1439 MitPolizeipräfettur von Palermo, der allen Ernstes behauptete, daß An die Kürschner Deutschlands! glieder gegen. Antrag 8: Der Arbeiter Sängerbund 2c. schon seit einem Jahre, seit Anfang 1893, sie durch einen ver- Unterzeichnete Rommission hat den Beschluß der öffentlichen wolle durch Urabstimmung beschließen, jedem Verein es freizustellen, trauten Mitverschwörer, dessen Namen sie sich jedoch weigern Bersammlung, die am 25. März in Berlin tagte, dem in Brüssel bei allen Parteifeſtlichkeiten unentgeltlich zu singen und auch das müsse zu nennen, davon Kenntniß habe, daß die hier Angeklagten gewählten Komitee für einen internationalen Kürschnerkongreß Entree zu zahlen: 1727 Mitglieder für, 1249 Mitglieder gegen. zusammen mit Cipriani in höchverrätherischen Verbindungen und mitgetheilt. In einem Antwortschreiben appellirt das dortige Demnach ist der Antrag 1 abgelehnt, Antrag 2 und 3 anBerhandlungen mit Frankreich(!), ja auch mit Rußland(!!) Komitee nun nochmals an das Solidaritätsgefühl der Kürschner genommen. Angenommen ist ein Antrag, daß zu Parteifeftlichständen. Sie wisse insbesondere, daß den genannten Mächten Deutschlands mit der Begründung, daß gerade die deutschen keiten der Dirigent, sofern sich die Arangeure an den Obmann das Garnisonsrecht( Beschungsrecht) von vier Plägen in Sizilien Kürschner es sind, die in allen Ländern in unserem Beruf am für den Sängerbund des betreffenden Kreises wenden, von dem eingeräumt sei. Die französisch- russische Flotte sollte ferner durch stärksten vertreten sind, folglich wir auch alle Veranlassung hätten, Bund gestellt und gezahlt wird. Ferner ist beantragt und beTorpedoboote und Kriegsschiffe die italienische, aber auch die den Kongreß zu beschicken, da sonst die deutschen Interessen nicht schlossen, daß die Vereine, welche dem Bunde angehören, dies. englische Flotte verhindern, die Verschwörer auf der Insel in genügend gewahrt werden könnten. Damit nun noch genügend bei Ankündigung von Vergnügungen 2c. bemerken müssen ihren Thaten zu hindern. Zeit bis zum Kongreß vorhanden ist, hat das Kongreßtomitee Sämmtliche auf Abänderung des Statuts geftellten Anträge find beschlossen, denfelben bis zum 24. Juni zu verschieben. abgelehnt. Zum Schluß machte der Vorsitzende bekannt, daß Die Agitationstommission der Kürschner Berlins fordert der Vorstand zur Abhaltung des Sängerfestes Schmargendorf in daher alle Kürschner Deutschlands auf, die Beschickung des Aussicht genommen hat und schon in Verhandlung getreten ist. Brüffeler Kongresses nochmals in öffentlicher Versammlung zu Die nächste Ausschußsizung wird sich damit beschäftigen. behandeln und Delegirte zu bestimmen, die unsere Interessen dort genügend vertreten fönnen. Kollegen! Ohne Opfer fein Sieg! int Für Berlin findet die Versammlung am 23. April im Alten Schüßenhause, Linienftr. 5, statt; auch steht die Maifeier zugleich mit auf der Tagesordnung. Als De Felice diesen haarsträubenden Blödsinn des Hauptaftenstückes der Regierungsanflage vernahm, ließ er das Datum dieses Berichtes feststellen und es sich ergab, daß es vom Of tober 1898 Datirt sei. Er verlangte danach, daß sofort Giolitti, der damals noch Präsident der Regierung war, als Beuge herbeigerufen werde, um auszusagen, ob ihm dies offizielle Attenftück seiner Zeit mitgetheilt und bekannt sei. Der Staatsanwalt widersprach hestig diesem Verlangen und der Gerichtshof beschloß, von der Bitirung abzusehen und vorläufig die Unterpräfekten von Palermo als Zeugen zu vernehmen. Bei der weiteren Verlesung der Anklageakte erregte ins- beten. besondere die Beschuldigung Aufsehen, daß Bosco und De Felice ein verschwenderisches Leben( ,, uno vita lussuriosa") geführt eine Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck geDie Agitations Rommission der Kürschner Berlins. Nachtarbeit. D Bei den vollspurigen Eisenbahnen Deutschlands waren 355 767 Be a mte und Arbeiter in der Betriebsverwaltung Betriebsjahr 1892/93 durchschnittlich beschäftigt und 60 829 Beamte und Arbeiter in der Werkstättenverwaltung, trug beim Personal der Betriebsverwaltung 438 068 763 M., bei also ein Personal von rund 416 600 Köpfen. Die Besoldung be jenem der Werkstättenverwaltung 66 804 892 M., insgesammt 504 873 655 M. Beim eigentlichen Bahnbetriebe tamen 2210 Bahnbedienstete durch Unfälle zu Schaden und davon büßten 379 infolge der Unfälle das Leben ein. hätten, während sie doch kein Vermögen, fein Rapital befäßen. Außer den Tischlern streiken in Oldesloe auch die Nun ist in ganz Palermo und Sizilien der überaus einfache Stellmacher und ist Zuzug nach dort streng fernzuhalten. Die Lebenshalt der beiden Hauptangeklagten bekannt. Bosco zumal Forderungen der Arbeiter sind: Zehnstündige Arbeitszeit und Alz Widerstand gegen die Staatsgewalt wird es in lebt wie ein Proletarier. Es wurde daher bei diesem Punkt der 6 M. für Stellmacher, 7 M. für Tischler; für außer Kost und Zukunft aufgefaßt und bestraft werden, wenn ein FortbildungsAnklage der lebhafteste Protest der Beiden zu Protokoll ge Logis arbeitende Gesellen 30 Pf. pro Stunde, sowie 40 Pf. für Schüler den Anordnungen des Lehrers nicht Folge leistet, denn nach einem Entscheid des Reichsgerichts übt der Lehrer in der nommen. Die Hauptvorfälle, die nun dieser Prozeß Großthat Crispi's- noch offenbaren wird, werde ich im nächsten R. ehnert, Tischler, Segebergeritr. 30. Briefe und Sendungen sind zu richten an Schule das Aufsichtsrecht und ist als Beamter anzusehen. Es Berichte vorführen. entspricht dies ganz dem preußisch- deutschen Kasernenstil, in den In allen italienischen Blättern macht ein geflügeltes Wort Das Personal der Dortmunder Straßenbahn ist aber man auch die Schulen immer mehr hineinzwängen möchte, und die Runde, das aus der scharfspitzigen Feder des tonservativen mals in den Streit eingetreten. Die unmittelbare Veranlassung es dürfte uns gar nicht allzu sehr Wunder nehmen, wenn wir Journalisten Verruccio Macola stammt, des Direktors der des Streits ist das Nichtinnehalten der Versprechungen, welche demnächst von einer Verfügung lesen würden, der zufolge der " Gazzetta die Venezia". Er sprach von einer Bande die Direktion nach Beendigung des legten Streits machte. Die Volksschullehrer in gespornten Stiefeln und Schleppfäbel einher Crispi" und hob hervor, wie einzelne Leute haben eine Arbeitszeit von 15-16 Stunden; die Mittags- au marschiren hätte. von Crispi neu angestellte Beamte die Urheber der ab- pause beschränkt sich auf taum zehn Minuten; der versprochene scheulichen Börsennachricht waren Don der Mobilifirung Ruhetag blieb aus, da es an Ablösungspersonal fehlt. Die Bors um " ( DER PARTKINDUSTE Arbeiter! Genossen! Kanft nur Cigarren mit der Kontrollmarke der Tabakarbeiter. Nachfolgend verzeichnete Fabrikanten und Händler führen nur Gigarren mit der Kontroll- Schuhmarke der Tabakarbeiter. Händler können nur veröffentlicht werden, wenn dieselben ausschließlich Waare mit Schuhmarke führen, jede andere Veröffentlichung beruht auf Täuschung. S. * Wilhelm Börner, Ritterstr. 15. 5. F. Dinslage, Kottbuserstr. 4. R. Fiebig, Böchstr. 21. Gust. Lochmann, Brandenburgstr. 82. Michaelis, Alexandrinenstr. 40. 5. G. Schmidt, Gräfestr. 68. Carl Schonheim, Gräfestr. 8. Julius Stark, Schönleinstr. 10. SO. Carl Abert, Pücklerstr. 6. Behnke u. Kinkel, Schmidstr. 21. Carl Böhlert, Mariannenstr. 5. G. Carl, Admiralstr. 25. 6. Fischer, Staligerstr. 128. George, Mariannenstr. 35. Theodor Goecke, Wrangelstr. 125. E. Godda, Manteuffelstr. 8. A. Kunze, Forsterstr. 2. desgl. Grünauerstr. 34. Lobbes, Adalbertstr. 58. * Wilh. Mertens, Cuvrystr. 34. A. Tiet, Invalidenstr. 124. Carl Werner, Gerichtstr. 25. Rosenthaler Vorstadt. Reinhold Anders, Strelitzerstr. 45. Carl Basemann, Prinzen- Allee 57. H. Baumgarten, Swinemünderstr. 48. Franz Döring, Ruppinerstr. 21. R. Gefelle, Ruppinerstr. 19. Gustav Hennig, Coloniestr. 147. August Hirte, Swinemünderstr. 67. Hermann Hirte, Stettinerstr. 59. Emil Söhne, Ackerstr. 89. Löffler, Badstr. 42-43. B. Moritz, Bernauerstr. 18. Hermann Vogel, Demminerstr. 62. C. Walter, Hussitenstraße 35. Max Winkelmann, Ackerstr. 153. Georg Wolter, Aderstr. 58. H. Zechert, Putbuserstr. 37. Schönhauser Vorstadt. Wilhelm Brall, Swinemünderstr. 4. Theodor Stampehl, Mariannenstr. 26. C. Serm. Dien, Pappel- Allee 2. Stübner, Reichenbergerstr. 157. Herm. Wicht, Dresdenerstr. 16. SW. W. Kinzel, Alexandrinenstr. 103. * Heinrich Schröder, Kreuzbergstr. 15. E. Schulze, Friesenstr. 23. 0. Louis Anders, Krautstr. 16. August Dahnke, Koppenstr. 2. A. Gräff, Holzmarktstr. 42. August Heck, Gr. Frankfurterstr. 4. desgl. Weidenweg 96. Th. Hodde, Langestr. 108. * August Motes, Posenerstr. 11. A. Neumann, Markusstr. 8. Johann Schirlig, Holzmarktstr. 68. Otto Schreiber, Blumenstr. 51c. Rich. Schulze, Friedrichsfelderstr. 21. Otto Unterberg, Roppenstr. 8-9. B. Unterlauff, Frankfurter Allee 117. Gustav Vogel, Koppenſtr. 83. W. Wolf, Andreasstr. 60. P. Wotschke, Andreasstr. 3. C. * Robert Drescher, Linienstr. 50. Max Flataner, Landsbergerstr. 72. J. Mamlok, Barnimstr. 42. Carl Blauzwirn, Linienstr. 21. Oranienburger Vorstadt. Adolf Adelt, Reinickendorferstr. 64b. * Louis Dechaud, Ruheplatstr. 24. Franz Frank, Köslinerstr. 2. Paul Franke, Eichendorffstr. 15. Wilhelm Göppner, Fennstr. 1a. Jakob Götting, Lindowerstr. 9. Auguft Hinge, Pantstr. 14a. Fr. Jordan, Reinickendorferstr. 37 a. Oskar Klose, Reinickendorferstr. 20. Paul Müller, Hochstr. 2a. Franz Nofffe, Borsigstr. 28. Paul Pflug, Reinickendorferstr. 39. Wilh. Steinbach, Antonstr. 1. " Johann Hahn, Fehrbellinerstr. 3. Lorenz Heidemann, Danzigerstr.10. Rudolf Magnus, Weinbergsweg 10. 2. Malkowitz, Kastanien- Alee 95/96. H. Mehnert, Diedenhofenerstr. 3. Gustav Vinner, Tresckowstr. 32. Aug. Schönfeld, Danzigerstr. 16. NO. Hermann Bailoff, Pallisadenjir. 79. Beyer, Landsberger Allee 131. H. Kraft, Landsbergerstr. 112. Gebr. Lewy, Marienburgerstr. 37. Gustav Mirak, Georgenfirchstr. 12. Jakob Reul, Höchstestr. 21, 2 Tr. Gustav Richter, Landsberger- Allee 145 NW. Paul Böning, Bremerstr. 56-57. Joh. Böfenberg, Beuffelstr. 64. * Robert Kern, Stromstr. 45. G. Reinde, Stromstr. 5. Rudolf Runge, Nostockerstr. 18. Carl Stiller, Stephanstr. 24. Stralau- Rummelsburg. Julins Malib, Dorfstr. 17. Theodor Nitter, Kantstr. 6. J. Ulbrich, Schillerstr. 1. Friedrichsfelde- Lichtenberg. Wiesner, Prinzen Allee 24. Anton Kopp, Friedrich- Carlstr. 4. Rixdorf. Heinrich Barth, Berlinerstr. 136. Weissensee. Emil Apitsch, Langhansstr. 185. Liebschwager, Gustav- Adolfstr. 16. Georg Schröder, Königs- Chauffee. Reinickendorf. Burgus, Markstr. 5. F. Schellenberg, Scharrnweberstr. 107. Tempelhof. August Reisen, Berlinerstr. 44. Dechand, Ruheplatstraße 24, sowie beim Unterzeichneten zu machen. Neue Neumeldungen von Fabrikanten find persönlich bei Louis Marken sind ebenfalls dort, sowie auch an den mit bezeichneten Stellen der betr. Bezirke zu entnehmen. Die Kontroll- Kommission der Tabakarbeiter. J. A.: Carl Butry, Stralsunderstr. 17, II. Frischen Maitrank, 322/16 sehr wohlschmeckend, à Flasche int!. 70 Pfg., 10 Flaschen intl. Mt. 6,-. Johannisbeerwein, weiß und roth, à Flasche 60 Pfg., 10 Flaschen Mt. 5,50. Eugen Neumann& Co., 678M 6a. Belle- Allianceplay 6a. 81. Neue Friedrichstr. 81. 8. Oranienſtr. 8. Oranienstraße 201 Rummelsburg. Empfehle allen Genossen, Freunden und Bekannten mein Restaurant mit schönem schattigem Garten und Kegelbahn. 5964L* Wilh. Schrepffer, Prinz Albertstraße 13/14. Nur Hüte mit ArbeiterKontroll- Marke führt Genosse 0.Gerholdt Dresdenerstr. 2 ( am Kottbuser Platz). Jede Uhr repariren u. reinigen kostet bei mir unter Garantie des Gutgehens nur 1,50 M., außer Bruch, fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer u. gebrauchter Taschenuhren, Regulatoren u. Wecker 2c. Alle Arten Ketten, sowie Brillen, und 58352* Pincenez. Carl Lux, 34. Chausseestr. 34. Bitte genau auf No. 34 zu achten. Wo speisen Sie? alten In der pommerschen Küche Oranienstr. 181 Hof part., bei G. Buckow. Frühstück 30 Pf., Mittagstisch mit Bier 50 Pf., Abendtisch von 30-50 Bf. nach Auswahl. 5969L Martin Klein, Uhrmacher, 5464L* 25 Neue Hochstr. 25 empfiehlt sein Lager aller Arten Wand- und Taschen- Uhren. Reparaturen zu foliden Preisen Marken z. quittiren von DER 25 onals 20 WALL ParteiBeiträgen empfiehlt allen Genossen die Quittungsmarken und Kautschuk- Stempelfabrik Don Conrad Müller, Schkendik- Leipzig. Preisliste gratis und franto. P Kinderwagen in großer Auswahl. Wirklich billige und reelle Preise. Auch auf Abzahlg. Wilh. Müller, Grüner Weg 112, 1 Tr. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4135L am hiesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigſte Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW., Beuth- Straße 2. Soeben erschienen: Des Seemanns Leben und Leiden. Zur Warnung für Die aus dem Binnenland, zur Mahnung für Die von der„ Waterkant" nach aktenmäßigen Belegen getren der Wahrheit geschildert. 8 64 Seiten mit Umschlag. Preis 40 Pfg., Porto 5 Pig. In feinem tapitalistischem Betriebe ist die Ausbeutung der menschlichen Arbeitstraft so raffinirt schamlos und grausam, wie im Schifffahrtsgewerbe, nirgends wird mit Leben, Ehre und Gesundheit der Arbeitskräfte so gewissenlos umgegangen wie hier, nirgends ist der Arbeiter so wehrlos den Mißhandlungen brutaler Borgefeßter ausgefeßt, als auf unseren" Schiffen. In zwölf Kapiteln verbreitet die Schrift an Hand von attenmäßig feststehenden Vorkommniffen flares Licht über diese leider zu wenig gekannten Thatsachen und zeigt zugleich den Weg, den die ausgebeuteten Seeleute beschreiten müssen, wenn sie eine Besserung ihrer Lage herbeiführen wollen. Die Kapitel lauten: Was wollen wir?- Der Seemannsberuf und das Kapital. Behandlung der Seeleute an Bord. Die Seemannsordnung ist kein genügender Schuh der Seeleute.- Die Disciplinargewalt des Kapitäne und der Schiffsoffiziere. Rechtsprechung des Seemannsamtes.- Ausbeutung der Seeleute. Seelenverkäuferri. Luxus und Elend an Bord.- Ruf, Seeleute vereinigt end. Die Zukunft der Sozialdemokratie. Von 3. Dichgen. Neuer Abdruck mit einem Vorwort und Nachtrag. 8 16 Seiten mit Umschlag. Preis 10 Pig., Porto 3 Pfg. Die Schrift ist eine alte Antwort auf die alte Frage: Wie wird es im Bukunftsstaate aussehen? Bum ersten Mal erschien die Broschüre in der Attentatsperiode 1878. Der Verfasser wurde verhaftet und am Vorabend vor Pfingsten mit einem Vagabunden zusammengefesselt ins Kölner Arresthaus transportirt, nach zwei Monaten endlich prozessirt, freigesprochen, wiederum gefesselt und verhaftet, abermals freigesprochen, abermals verhaftet, bis endlich der Kaffationshof in Berlin dieser Jülustrirung des deutschen Rechtsstaates ein Ende machte und Schrift und Verfasser fret gab. Wenige Tage später wurde die Butunft der Sozialdemokratie" sozialistengefeglich verboten. Die Schrift ist heute doppelt lesenswerth; sie zeigt und sagt, daß und wie die Sozialdemokratie ihre Sukunft schafft. Zahlreichen Bestellungen sieht entgegen Buchhandlung des ,, Vorwärts Die Firma besteht seit 1873. GESCHAFTSHAUS Neuheiten [ 59761* für die Frühjahrs- u. Sommersaison in EINE Kleiderstoffen. Reichhaltige Sortimente im neuesten Geschmack. Fertige Kostüme, Kostümröde u. Blousen. BERLIN N.CHAUSSEESTR.14 Die schönsten Kinderkleider für Mädchen jeden Alters, sowie Morgenröde. Unterröcke und Schürzen in größter Auswahl vorräthig, ev. Maaßanfertigung schnell! 1000 DamenRester- und Partiewaaren Handlung, Regenmäntel von 4-20 M. Frühjahrsjaquets und Capes von 2-10 Mark. Landsbergerstr. 48, I. M Schuhe und Stiefel mit Kontroll- Marke. Allen Freunden u. Genossen empfehle mein Schuh- und Stiefel- Geschäft. Große Auswahl in Herren-, Damenund Kinderstiefeln zu den billigsten Preisen. 5165L* L. Zaake, Kiistriner- Platz Nr. 8. Reste u. einzelne Roben spottbillig! Zum rothen Cylinderhut! Hüte 58092* mit ArbeiterKontrollmarke. Möbel, Zum Arbeiterfreund Wilh. Zapel, Skalitzerstr.131 neben Frister& Rossmann. Spiegel und Polster- Waaren. Ausstattungen in Mahagoni u. Nußbaum; Küchenmöbel empfiehlt; Preislisten auf Wunsch franco. Berlin S.0., Franz Tutzauer, köpniderfte. 25. Oranienstraße 201 Spezial hochfeinem Gutter, elegante Façons zu 8, 10, 12, 14, 16, 18-30 m. 8000 Rock- u. Jaquet- Anzüge, alle Farben, hochGeschäft für Herren- u. Knaben- Garderobe, bekannt durch ſtrenge Reellität, solide Ausführung und billigste Preise, empfiehlt zur Saison 20 000 entzückende Sommerpaletots Arbeiter- Garderobe, Hofen, alle Nähte doppelt genäht, unerreinbar, 8000 Ginsegnungs- Anzüge, Bestellungen nach Maaß innerhalb 24 Stunden ohne Preiserhöhung._[ 36631.* Oranienstraße 201 Zum Arbeiterfreund moderne Façons zu 8, 10, 12, 14, 16-28 M. Elegante Kammgarn- Rock- und Jaquet- Anzüge zu billigsten Preisen. Knaben- und Burschen- Baletots sowie Anzüge halb umsonst. neneste Marke, bekannt durch Billigkeit und gute Qualität, billiger als überall. bekannt durch die große Haltbarkeit, zu halben Preisen, von 1 Mark an. Möbel- Magazin Berlin NW., Bremerstr. 67. Otto& Slotawa, Zijlermeister. 2. Geschäft: Gotzkowskystr. 3. 5729L* Siegfried Bornstein. Sarg- Magazin und Beerdigungs- Comtoir. Größte Damen- n. Mädchen- Mäntel- Fabrik des Südostens. 1. Geschäft: Oranienstrasse 29, Ecke Adalbertstrasse. Siegfried 2. Geschäft: E fried Lazarus. Dresdenerstr. Grösste Auswahl in allen Neuheiten. am Kottbuser Thor. 135, 5939L* Regenmäntel in besten Stoffen von 7-10, 15, 25 Mt. Regenmäntel mit abnehmbaren Kragen 10, 12, 14-30 Mt. Promenaden- Mäntel von 12, 15-36 Mt. Schwarze Jaquets. Schwarze Capes, Kragen, schwarz und farbig 6, 8, 10, 20-25 Mt. Helle Jaquets von 5 Mk. an. Mädchenmäntel von 2 Mt. an. Außerordentlich billige Breise. E Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.