c 5 Pfennig) Montagsausgabe( s pfenn-s) Nr. 38. Rbonncments-Bcdlngungenj Hionnapentä-'JJictä Dtänumctcmb»! BtfuÄtieStL 3�0 m. monaa. UO Ml. wöchenlvch 25 Biß. frei mä Hau». Einzeln» Nummer 5 Piß Sonnlag»« nummer mti llluktrierler Sonntag»« Beilage.Die Neue Seil* 10 Pia Post« Hionnement l.IO Mark vro Monat Eingelvgen in die Poll. Zeitung»« Breisllile Unter Kreuzband riht leutfcSlanB und Leslerreich. Ungar» 2.M Mari iüi das übrrg» Ausland t Mart vro Monat Posta bonnement» nehmen an. Belgien. Dänemart, Holland. AwNen. Luxemburg. Ponugcch Kiiinäme«. Schweden und die Schwei» «ndtdat lilgNch. 33. Jahrg. Die Tnfertlons'Gebühr betrigt für die sechsgespalten-! Kolonel« »eile oder deren Naum 60 Pfg. für holitische und gewerlschasUiche Vereins« und Versamminungs-Anzeigen 80 Pfg. Kleine Znreigen". da- feltgedruckle Wort 20 Pfg. izulässig 2 feUgedruckte Worte), fedes wntere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenair- »eigen das crite Wort 10 Vsg.. jede» weitere Wort 5 Vsg. Worte über löBuch- staden zählen für zwei Worte. Inserat« für die nächste Nummer müssen bis 6 Uhr nach mittag- in der Ervedition «bgegeben werden. Die Elrvebltivn iA bis 7 Uhr abend» geöffnet, Telegramm» Adresse: „SezialdcnioKrat EerUa". Zcntralorgan der rozialdemokratifcbcn parte» Deutfcblands. Noüaktion: SW. SS, Linüenstraße Z. Kernsprecher: Amt Moriqplatt. Nr.»St S0—»S1S7. Montag, den Ä8. Febrnar 19 l 6. Expedition: SW. SS, Linöenstraße Z. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. Isil SV— 131 S7. Weitere deutsche Erfolge vor Verdun. Die Oesierreicher in Ourazzo. Die Wirtschaftspolitik nach öem Kriege. Parallel mit den Bestrebungen nach einem engen Wirt- lchafdichen Zusammenschluß der Zentralmächte macht sich in den letzten Monaten eine größere Regsamkeit auf demselben Gebiete auch in den Ententemächten bemerkbar. In Eng- l a n d. der Hochburg des Freihandels, gewinnt unter der Einwirkung des Krieges mehr imd mehr die schutzzöllnerische Strömung Oberhand, die das Reich gegen die Zentralmächte mst Zollmauern absperren will. Auf der für den 28. Februar anberaumten Konferenz der Handelskammern des Vereinigten Königreiches soll über die Han« delspolittk nach dem Kriege beraten werden. Inzwischen zeigen bereits die von zahlreichen Handelskammern ein- laufenden Resolutionen, daß die Idee eines Handelsbüidd« nisfes mit den Ententemächten bei vorzugsweiser Behandlung der neutralen Länder und zollpolitischer Abwehr gegen die Zentralmächte in der englischen Handelswelt immer mehr Anhänger gewinnt. Auch in Frankreich haben sich in den letzten Monaten Bestrebungen noch einem wirtschaftlichen Zu- sammenschluß der Ententemächte geltend gemacht. Auf die Jmtiative dreier Organisationen: des Ständigen Bureaus der interparlamentarischen Handelsko-nferenz, des franzöfi- scheu parlamentarischen Handelskomitees uitd des Handels- komitees der Kammer wurde am 28. November v. I. be- schlössen, eine Konferenz der Parlaznentarier der Ententemächte einzuberufen, um über die not- wendigen Maßnahmen im bevorstehenden Handels- krieg mit dem mitteleuropäischen Wirt- fchaftsverband zu beraten. Diese Konferenz wird vom 6. bis 9. März in Paris tagen. Zur Verhandlung werden vor allem zwei Gruppen von Fragen stehen: 1. Siotgötwjfle Verständigung der Interessenten über jede gefetzaeberische Matznabme, welche die Regetnng der Handels- beztehungen zwischen dsn Krieg föbreniden herbeizuführen be- stimmt stt: Durchführung der Verträge, Beitreibung der Außen- stände, Seqaeftrtevung fromben Eigentums, Patente. 2. Schntzmatzrsgeln gegen das Sindringen deutscher Erzeug- riiüe beim uebergang vom Kriegs- in den Friedenszustand; Ent- fchadigung für all« KriogsschKden. Andere Fragen knüpfen an die Probleme wirtschaftlicher, finanzieller und rechtlicher Organisation an: Herabsetzung der Postgebühren. Erleichterung der Fracht- und Transporttarife zugunsten der Erporteurs, Errichtung eines internationalen Patentamtes, das dem deutschen Patentamt entgegengestellt würde. Errichtung einer internationalen Ausgleichsbank zur Beschränkung der Barzirtulation, zur Erhöhung der Sicher- heit bei Wertübermittelungen, zur Beschränkung des Ristkos und zum Ausgleich des WÄieÜkurses. Von gleichem Interesse wäre weiter die Einführung eines Minimaltartfs, der auf die Kolonien anwendbar wäre, und Schaffung eines auf Gegenseitigkeit beruhenden Systems der Handelsbeziehungen zwischen den Verbündeten auf ähnlicher Grundlage, wie die Vorzugszölle, welche die autonomen Kolo- nien der Dominions dem Mutterlande gewähren. Ferner soll der Konferenz eine Resolution unterbreitet werden, wonach die Bildung einer Kommission von Vertretern der Ententemächte als wünschenswert erklärt wird, die die Frage über die Entwicklung von Handel und Industrie der betreffenden Länder im gemein'amen Jntereffe studieren und einen solchen Handelsvertrag zwischen den Ententsländern vorbereiten soll, der es ihnen gestatte, die finanziellen Lasten nach dem Kriege am leichtesten zu tragen. Diese Resolution wird— wie das Reichsratsmitgsted Prof. A. W o s s i l j e w in der„Rjetich" mitteilt— in dem Briefe des Sekretärs des vorbereitenden Komitees an einen der führenden Wirtschaftspolitiker Rußlands folgendermaßen erläutert:„Der Krieg legt unserem Bund eine finanzielle Last auf, die nur getragen werden kann, wenn wir Schulter an Schulter stehen werden: dann werden wir unsere Pflicht ehrlich erfüllen können. Das große Rußland hat namentlich ein Interesse an dem Zufluß fremder Kapitalien; allein der Austausch der Leistungen muß auf g e g e n s e i t i- gem Vorteil begründet sein; für Habgier, Eigennutz und Ausbeutung eines Volkes durch ein anderes darf hier kein Platz sein." Im Anschluß an dieses Programm forderte Prof Wassil- jew die Vertreter des Handels und der Industrie auf, den Ming lies Mo SoÄMklers. Amtlich. Großes Hauptquartier, deu 27. Februar lSIK.(W. T. B.) Westlicher kkriegsschaupla$. An verschiedenen Stellen der Front spielten sich leb- hafte Artillerie- und Mineukämpfe ab. Südöstlich von J p e r n wurde ein englischer Angriff abgeschlagen. Auf den Höhen rechts der Maas versuchten die Fratt- zosen in fünfmal wiederholten Angriffen mit frisch herangebrachtcu Truppen die Panzcrfestc D o u a n- m o n t zurückzuerobern. Sic wurden blutig abgewiesen. Westlich der Feste nahmen unsere Truppen nunmehr Champe Neuville, die Cotc de Talou und kämpften sich bis nahe an den Südrand des Waldes nord- östlich von Bras vor. Oestlich der Feste erstürmten sie die ausgedehnten Befestigungsanlagen von Hardau- m o n t. In der W o e v r c- E b e u e schreitet die deutsche Front kämpfend gegen den Fuß der Cotcs Lorraines rüstig vor. Soweit Meldungen vorliegen, beträgt die Zahl der unverwundeten Gefangeneu jetzt fast 15099. In Flandern wiederholten»nsere Flugzengge- schwader ihre Angriffe auf feindliche Truppenlager. In Metz wurden durch Bombenabwurf feindlicher Flieger 8 Zivilpersonen und 7 Soldaten verletzt oder getötet, einige Häuser wurden beschädigt. Im Luftkampf und durch unsere Abwehrgeschütze wurde je ein französisches Flugzeug im Bereich der Festung abgeschossen; die In- fassen, darunter 2 Hauptleute, find gefangeu genommen. festlicher und Balkan-Kriegsschauplatz« Keine Ereignisse Vau Bedeutung. Oberste Heeresleitung. Ln silerMiNe SmnKiiWniA. Wien, den 27. Februar 191k.(W. T. B.) Amtlich wirb Verlautbart: Russischer Kriegsschauplatz. Seine besondere« Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Vorgestern kam eö an der küstenländischen Front, von leb» haftrm Artilleriefeuer abgesehen, au mehrerru Stellen auch zu hestigen kleinen Jnfanteriekämpse«. Bor Tagesanbruch machten Abteilungen von der Befafiung des Görzer Brückenkopfes einen Busfall bei Pevma, überraschten de« schlafende« Feind, schütteten einen Graben zu und brachten sechsundvierzig Gefangene zurück. Am Rande der Hochfläche von Doberd» ging nach starker Ar- tillericvorbereitung feindliche Infanterie gegen unsere Stellungen beiderseits des Monte San Michele nnd östlich Azzo vor. Die Italiener wurden unter große» blutigen Verlosten abgewiesen und ließen überdies hundertfiebennndzwanzig Gefangene, dar- unter sechs Offiziere in unseren Händen. Der gestrige Tag ver- lies ruhiger. Tarvis erhielt wieder ewige Granate». Südöstlicher Kriegsschauplatz. Heute morgen haben«nsere Truppen Dnrazzo w Besitz genommen. Schon gestern vormittag war eine nnfercr Kolonnen im Feuer der italienischen SchiffSgeschütze über die nördliche Landenge vorgedrungen: sie gelangte tagsüber bis Portos, sechs Kilometer nördlich von Durazzo. Die über die südliche Enge ent- sandten Truppen wurden anfangs durch die fewdliche Schisss- artillcrie tu ihrer Vorrückung behindert, doch gelang es zahl- reichen Abteilungen watend, schwimmend und auf Flößen bis abends die Brücke östlich von Dnrazzo zu gewinnen und die dor- tigcn italienischen Nachhuten zu Wersen. Bei Morgengrauen ist eines unserer Bataillone w die brennende Stadt eingedrungen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. v. H» e f e r, Feldmarschalleutnant. Mitgliedern des Reichsrats und der Reichsduma, die an der Pariser Konferenz teilnehmen werden, die„Anschauungen des wirtschaftlichen Rußlands" über die zur Erörterung stehenden Fragen zu unterbreiten. Es ist anzunehmen, daß die Vertreter der großen Industrie- und Handelsverbände sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen werden, unter Aus- schalhmg aller anderen gesellschaftlichen Elemente, ihre han- delspolitifchen Wünsche als die Wünsche des gesamten Reiches auszugeben. Mit Recht wendet sich deshalb die linksWerale Presse gegen diese einseitige Interessenvertretung.„Die I'ndu- strrellenverbändc"— schreibt die„Kijewskaja Mnsl", das ein- flußreichste liberale Blatt Südrnßlands—„find am allerwenigsten berufen, im Namen der gesamten Gesellschcht zu sprechen." Sehr beachtenswert, weil über das spezielle Thema hinausgehend, sind die weiteren Ausführungen des Blattest „Im Wirtschaftsleben der Welt waren bestimmte Grundsätze der Handelspolitik wirksam: in Jahrzehnten hatte siäs cht«chema für Handelsverträge, Protoktionssystem, Tarst' kombmatiomm herausgebildet. Der Krieg stellt nun dr: weitere Existenz des Schemas unter große und berechtigte Zweifel. In der Wirtschaitspolittk treten neue Tendenzen yervor, die die internationalen Beziehungen nach einer neuen Richtung zu lenken drohen. Welches diese Richtima fnm wixd. läßt sich schwer voraussagen, da sie von den: Verhältnis der gesellschaftlichen Kräfte abhängen wird. Jedenfalls aber wird sie von dem schutzzöllnerischcn Wege abweichen, den die Welt in der letzten Periode der wirtschaftliche n Entwicklung eingehalten hat." Man wird angesichts der in beiden kämpfenden Mächte- gruppen erstarkenden schutzzöllnerischcn Ten- t> e n z e n, hinter denen einflußreiche Jnteressentengruppen stehen, diesem Optimismus mit einigem Zweifel begegnen. Dagegen trifft vollkommen— und zwar nicht bloß für Ruß- lmid— zu, was das Blatt weiter schreibt: „Die Schutzzollpolitik war nur der besondere Aus« druck Ä er imperial: st ischenPolitik, deren Refill- täte der Krieg gezeigt iwt. Die Frage der künftigen Handels- Verträge geht deshalb in die ungeheure und komplizierte F�age des Ersatzes der imperialistischen Pol:- t: k durch eine andere über, die den Interessen der Mehrzahl der Bevölkerung mehr gerecht werden soll. Die organisierten Handels- und Jndustriekreiie, die schon an die Vorbereitung der künfttgen Handelsverträge getreten sind, gehen nach wie vor von der Politik des Imperialismus mit allen ihren itega- tiven Attributen aus. Aufgabe der breiten Schichten der Be- völkerung ist es, diesir Politik neue Grundsätze der internationalen Wirtschaftsbeziehungen Industriellen denken D......„ Aufgabe der breiten Schichten der Bevölkerung ist es, die Entwicklung der natio- nalen Produktivkräfte bei den: allgenreinei: Wirtfchiftspro- greß der Welt durchzusetzen. Die organisierten Industriellen träumen von der„wirtschaftlichen Vers elbf täno igun g" des Landes. Ausgabe der breiten Kreise der Bevölkerung ist es, normale Bedingungen zu schaffen für die richtige Einteilung der wirtschaftlichen Arbeit in internationalem Maßstabe." Hier bricht die Aufzählung der bevorstehenden Aufgaben der„Demokratie" ab. denn abgesehen von der Zensur ist die „Kijewskaja Myfl", bei aller Kühnheit ihrer grundsätzlichen Ablehnung des Imperialismus, doch ein bürgerliches Blatt. Um so beachtenswerter ist die aus diesen Aeußeensgen hervorgehende Gssin-mmg.(?) französische unü englische Stimmen zur Schlacht bei Veröun. Paris, 27. Februar.(SB. T. B.)„T e in p s" schreibt zu der Schlacht nörblich von Vertun: Die im Gange befindliche Schlacht ist außerordentlich ernst. Falls der Feind die Höhe zwischen der Höhe von Poivre und dem Labauche-Gehölz nehmen sollte, würde er uns vielleicht um so fester auf der Linie Froide Terre--Douau- mont wiederfinden, wo die eigentlichen Festungc-werre anfangen. Diese Linie ist ganz mit Artilleriestellungen besät. Erinnern loic uns. daß die Deutschen nicht belagern, sondern einer unserer Ar'» meen eine Schlacht liefern. Die Garnison voa Verdun und ibrc Forts stellen nur eine Stütze dar. Die schweren seindliäien Ge- schütze werden Fort Douaumont zerstören können, ohne doch etwas anderes zu vernichten als die träge Betonmasse...Temps" schließt: Wir bewahren ein volles und unerschütterliches Vertrauen auf den endlichen Ausgang. Oberst Rousset schreibt in der.Liberi e": Nach den letzten Nachrichten äußert unsere Heeresleitung kylvertei Unruhe. Unsere Reserven brauchten noch nicht emzugretfen. erbitterier Kampf tobt um das F o r i D o u a u m o n i, da» ein vorgeschobener Bestandteil der alten Verteidigungswerke deS Platzes Verdun ist. Die Stellung ist heute morgen nach mehreren vergeh- lichen Versuchen vom Feinde genommen worden. Nordöstlich von St. Mihiel beschoß unsere schwere Artillerie feindliche Flieger- truppen und Depots bei Vigneulles. Die Deutschen haben mehrere Granaten schweren Kalibers in der Richtung auf Luneville und Nancp abgeschossen. Heute hat der Fliegerunteroffizier Navarre in der Gegend von Berdun auf einem Eindecker mit Maschinen» gcwehrfeucr zwei deutsche Flugzeuge abgeschossen. Die Zahl der von diesem Flieger abgeschossenen feindlichen Flugzeuge wird damit auf fünf gebracht. Die feindlichen Flugzeuge fielen i�t unseren Linien herab. Am gleichen Tage hat eines unserer, aus neun Flug» zeugen bestehenden Beschießungsgeschwader 140 Granaten auf den Bahnhof von Metz-leS-Sablons abgeworfen. Ein anderes Ge- schwader bombardierte feindliche Werke bei Chambley nordwestlich Pont-ä-Mousscm. Belgischer Bericht. Die Artilleriekämpfe waren heute auf unserer Front lebhafter, besonders in der Gegend nördlich von Dixmuiden. Unsere Batterien richteten ihr Zerstörungsfeuer auf feindliche Arbeiten. Die englische NlelSung. London, 26. Februar.(W. T. B.) Amtlicherenglischer Bericht: Vergangene Nacht brachten wir bei LooS drei Minen zur Explosion. Die Ergebnisse waren zufriedenstellend. Heute früh unternahm der Feind einen Vorstoß gegen unsere Gräben südöstlich Maricourt. Er wurde zurückgeschlagen. Gegenseitige Artillerietätigkeit bei Ipern. die Meldung ües russischen Generalftabes. Petersburg, 27. Februar.(W. T. B.) A m t I i ch e r r u s s i- scher Bericht von gestern. W e st f r o n t: In Galizien in der Gegend von Michalczc (34 Kilometer südöstlich Buczacz) am Dnjesir gelang eS dem Feind. nach heftigem Minenwerferfeucr einen Sprengtrichter zu besetzen, aber ein ungestümer Gegenangriff unsererseits warf ihn wieder zurück. Kaukasusfront: Das Endergebnis der Operationen bei Erzerum, die wir mit verhältnismäßig geringen Verlusten durchgeführt haben, bedeutet einen großen Erfolg für uns. Wir haben 235 türkische Offiziere, 12 735 Soldaten gefangen, g Fahnen, LZ3 Geschütze erbeutet. Außerdem sind uns in Erzerum, einer Festung ersten Ranges, große Depots an Waffen, Munition, Vor- röte aller Art, wie sie für große Truppenzusammenziehungen nötig sind, Trains usw. in die Hände gefallen. Tie Verfolgung der Reste der geschlagenen und demoralisierten türkischen Armee wird ohne Aufenthalt fortgesetzt; 50 Werst west» lich von Erzerum, an der Straße nach Trapezunt, warfen wir feindliche Nachhuten zurück und besetzten daS Dorf Asbkala(45 Kilometer nordwestlich von Erzerum). Kuropatkin Oberbefehlshaber üer russischen Nordarmeen. Petersburg, 26. Februar.(W. T. B.) Kuropatkin ist zum Befehlshaber der Armeen an der Nordfront ernannt worden. Meldung der italienischen tzeeresleitung. Rom, 26. Februar.(W, T. B.) Amtlicher Kriegs. b c r i efi t. An der ganzen Front große Infanterie tätigkeit. Unsere Infanterie rief an mehreren Punkten der feindlichen Linie lebhafte Bcunrühlgung hervor und unsere Artillerie nahm die herbeigeeilten Verstärkungen wirksam unter Feuer. Nördlich von Mori(Lagarina- tal), in der Gegend des Ror.ibon(Flitscherbcckcn) und auf den Abhängen von Pcvma(westlich von Eörz) fanden Gefechte mit für uns günstigem Ausgange statt. An der letztgenannten Oertlichkeit wur» den feindliche Abteilungen, die in einen unserer Gräben cinge- drungen ivaren, ohne Verzug mit schweren Verlusten daraus per- trieben. An den nördlichen Abhängen des Monis San Michel- bc- setzte eine unserer Abteilungen in einem kühnen Vorstoß eine seind- liche Derschanzung und nahm 47 Mann, darunter einen Offizier, gefangen. Die Stellung, auf die die feindliche Artillerie ein hcj- tiges Fcucr richtete, blieb fest in unseren Händen. T a d o r n a. Die türkische tzauptquartiersmeldung. Konstantinopel, 27. Februar.(23. T. B.) Das Haupt- quartier teilt mit: An der D a r d a ne ll e n f r o n t zwangen wir vorgestern einige feindliche Zerstörer, die die Ilmgegend von Jenischchir und Orchanie beschossen, durch das Feuer unserer Batterien sich zu entfernen. Es ist keine Nachricht, die eine wichtige Veränderung meldet, von den übrigen Fronten eingetroffen. Zu öen Kämpfen in Mesopotamien. London, 26. Februar.(W. T. B.)(Meldung des llteuterschen Bureaus.) Der Vertreter der britischen Presse telegraphiert aus Mesopotamien vom 21. d. M., daß im Verlaufe des letzten Monats nachts immer wieder Patrouillen ar-Szogen, um den Feind zu beunruhigen, während Tags über die Artillerie in Täiigkeit war. Das feindliche Feuer hatte wenig Erfolg. Wir schoben unsere Laufgräben bis auf 600 Dards von der türkischen Stellung vor, und an klaren Tagen können wir die Kanonen vcn Kut hören. Von General Townshend kommen gute Berichte. Er läßt jetzt Gemüse aussäen und ersucht um Zustellung von Gramms- p h o n p I a t t e n. Ein Flugzeug hat diese mit einigen anderen leicht zu befördernden Sachen auf sein Lager herabfallen lassen. Der General meldete, daß für lange Zeit ausreichende Vorräte vorhanden seien. vom U-Dootskriege. London, 26. Februar.(W. T. B.) Lloyds meldet: Der britische Dampker„Fastnet' ist versenkt worden. 5lAe Personen wurden gerettet. Der britische Dampfer„D id o" ist gleichfalls versenkt worden. Nur ein Teil der Besatzung wurde gerettet. Paris, 27. Februar.(W. T. B.)(Meldung der Agence Havas.i Nach einer Mitteilung des Marinemimsters ist der untergegangene englische Dampfer„F a st n e r' im westlichen Mittelmeer von einem Unterseeboot versenkt worden. Tie Besatzung wurde von einem französischen Schiff gerettet. Der Kapitän der„Fasinet" erklärte, er habe dasselbe Unterseeboot vorher daS schwedische Schiff„Tprn- borg" versenken sehen. Das Unterseeboot habe die Rettungsbogte deS„Tornborg' geschleppt. ftuf Minen geraten. London, 27. Februar.(W. T. B.)(Meldung deS Reuterfchcn Bureaus.) Das englische Paketboot„Mala ja", 12 800 Tonnen, ist auf der Höhe von Dover untergegangen. ES soll auf eine Mine geraten sein. Einzelheiten über daZ Schicksal der Passagiere sind noch nicht bekannt, jedoch scheinen nur wenig Verluste an Menschenleben zu beklagen zu sein. Der Dampfer hatte 57 Passagiere an Bord und befand sich auf der Fahrt nach Bombay. Die Unglücke- stelle befindet sich zwei Meilen von Dover. Die heftige Explosion ließ die Häuser in der Stadt erzittern. Ein anderer Dampfer. der den Schiffbrüchigen zu Hilfe eilte, lief ebenfalls auf eine Mine und verschwand. Lloyds melden aus Dover: Der schwedische Dampfer„Birgit" ist untergegangen. 17 Ueberlebende konnten gerettet werden. Die bewaffneten tzanüelsschiffe. Washington, 26. Februar.(W. T. B.) Staatssekretär L a n s i n g teilte mit, daß eine E n t e n t e m a cf> t auf den Vorschlag, die Handelsschiffe zu entwaffnen, geantwortet habe. Er sagte aber nicht, welche es war oder wie die Slnt- wort lautete. Die Associated Preß erfährt, daß Italien eine Antwort schickte, worin darauf hingewiesen wird, daß die italienischen Linicndampfer, wenn sie aus amerikanischen Häfen ausfahren, garantieren, daß die Bewaffnung nur zur Verteidigung benutzt werden soll._ London, 26. Februar.'(15?. T. S5.7(Meldung des Reulerfchen Bureaus.) Der Pariser Korrespondent her„Times" meldet: In allen Berichten von der Front wird einitimmig erklärt, daß selbst das furchtbare Artilleriefener bei der Offensive in der Ehampagne nichts war gegen das rücksichtslose Bombardement, welches in dieser Woche mit donnernder Gewalt über die Maas- höhen rollte. Die berühmten 30.5- und 42-Zentiinejer-Mörser ver- stärkten den Chor und halfen, den Boden aufwühlen. Lauf- graben und Feldbefeftigungen wurden in Stücke gerissen und vernichtet, wobei die berstenden Granate:� kleine .,„korrservativ-liberal-rcgierungsfreund- licheü' Organs werben will, wird von den Habenichtsen lachend mit«Pott und Hohq zur Tür hinauskomplimentiert. Und rührend ist die kameradschaftliche Bruderliebe der Unzertrennlichen, die nicht mal ahnen, daß sich in ibrer ererbten Znmnergcnossenschaft eine junge Frau vöchst unbehaglich und entbehrlich vorkommen mutz. Die Schilderung des bunten, tollen Treibens auf der Bude ist voll er- götzlichen Humors, die Lösung auch des tieferen Konflikts, der in der jungen Ehe schlummert, in menschlich freier, ganz unkonventioneller Wei>e durchgeführt. Das_Recht. eine„Vergangenheit" zu haben, eine der Lievliugsrheorien Friedrichs, wird, als er zu seinem Schreck erfährt, daß Else mit einem oft bereuten, ängstlich behüteten Ge- heimnis in die Ehe trat, nach einigem Zureden des noch im Jung- gesellenstand befindlichen Wilhelm von ihm auch im konkreten Fall anerkannt, entschlossen, die Aussicht auf einen festeren und glück- lichercn Ehebnnd nicht zu gefährden, erklärt der Junggeselle seine Scheidung von Friedrichs Tisch und Bett, ja die Bereitschaft, wo- möglich selber mit seinem Verhältnis in den heiligen Ehestand zu treten. Die Aufführung im ganzen verdiente volles Lob. Sehr glück- kick, brachte Noack, der sonst nur ältere Herren spielt, in der Figur des Wilhelm die jugendlich bewundernde Zuneigung zu dem älteren und die grenzenlose Gutmütigkeit zum Ausdruck. Heinz Senger hatte die Rolle des Fritz, dem eigenen Temperament entsprechend, in eine ernstere Färbung, als wohl der Dichter wollte, übersetzt, führte sie aber so in einheitlich geschlossener Weif« durch. Karl Elzer war e'n ganz famoser Wachtmeister-Schwieger. vater. Marie Gundra eine höchst drollig zungenfertige Frau Schwumbe, ElseWasa eine waschecht unverfrorene Mieze Picken- dach, und die junge Frau gab Frl.' S ta siee-w s ky mit ungewöhnlich liebenswürdigem Reiz. dt, i enIlischen öder«nkisurvpäischen Charakter gehabt habe. Kein ein- ziger Europäer, kein Regierungsbeamter wurde angegriffen, kein Regserungsgebäude beschädigt. Der Kritiker hofft, daß das Parlament diese? ungeheuerliche Verfahren bei der Unterdrückung der Bewegung einer Unter- suchung unterWersen werde. Der Gouverneur bat erklärt, daß die Unruhen gewissermaßen einen britenfreundlichen Charakter ge- tragen hätten, da Gerüchte unter den Singhalesen über ein Vorgehen der Regierung gegen die Mohammedaner eine Rolle dabei gespielt hätten. Am 7. Juli aber benachrichtigten die Mi- litärbehörden die Regierung, daß,„ohne daß ein direkter Beweis da wäre, bei denen, die die unruhigen Gegenden besucht hätten, die Ueberzeugung vorhanden sei, daß die Bewegung in letzter Linie gegen die Europäer gerichtet sei und darum die energischsten M a tz r e g e l n nötig mache". Diese„Ueberzeugung" bat dann die Bekämpfung der Bewegung be- herrscht. Sie hat zur Einkerkerung angesehener Singalesen ohne gesetzliches Verfahren geführt. Wenn diese, fragt der Kritiker, wirklich eine Bewegung gegen die Regierung ins Werk setzen wollten, warum hat man sie nicht mit den 83 zum Tod Verurteilten auf die Anklagebank gebracht 1 Warum hat man die Strenge nur gegen die unwissenden Dorfbewohner walten lassen? Und warum hat man jene ohne gerichtliches Verfahren freigelassen? Italieniscber Ministerrat. Mailand, 26. Februar.(W. T. B.) Ter römische Korrespondent der„Stampa" meldet, daß heute oder morgen ein Minister- rat zusammentreten wird, bei dem die von den Interventionisten für die Kammersitzung geplante Haltung wegen Erweiterung des italienischen Krieges besprochen werden soll. Besonders aber werde von der internationalen Politik die Rede sein. Sonnino werde wichtige Erklärungen über den von der Entente in Athen unternommenen Schritt wegen Besetzung einiger strategischer Punkte des griechischen Gebiets abgeben, einen Schritt, dessen erste Folge die von italienischen Zeitungen heute früh gemeldete Be- setzung von Patras gewesen sei. Lugano, 26. Februar.(T. U.) Ein Leitartikel der„Stampa" kündigt an, daß die fortgesetzte Hetzarbeit der Interventionisten nicht ohne Einfluß auf das Kabinett geblieben sei. Das Blatt befürchtet, daß als Resultat dieser hetzerischen Tätigkeit die Interventionisten im Parlament eine Mehrheit haben werden und infolgedessen der mor- gige Ministerrat Beschlutz darüber fassen werde, welche Stellung die Regierung gegenüber der Forderung der Interventionisten nach einer Kriegserklärung an Deutschland nehmen will. Nachdem mehrere Tage hintereinander die Leitartikel des „Avanti" hinsichtlich der zu erwartenden Ueberraschung bei der Eröffnung der Kammer vollständig zensiert worden waren, warnt heute das Blatt endlich in umschriebenen Ausdrücken das italienische Volk vor den Plänen der demokratisch-fretmaurerischen Jnterventio- nisten. Es bleibt jedoch fraglich, ob Salandra sich noch einschüchtern lassen wird. Das Zimmerwalüer Manifest vor üen Mailänüer Geschworenen. Rom, 19. Februar.(Eig. Ber.) Vor dem Mailänder Geschworenengericht ist dieser Tage gegen die Parteigenossen Ouarti, Lanzoni, Ferrari und andere verhandelt worden, die sich wegen Aufreizung zum Klassenhatz und Ver- herrlichung verbrecherischer Handlungen zu verantworten hatten, weil sie bei Gelegenheit von Salandras Besuch in Mailand Manifeste verbreitet hatten, die die Resolution der Zusammenkunft von Ztmmerwald wiedergaben. Verteidigt wurden die Angeklagten von den Genossen Podreider und Abg. Treves. Ihre Reden, deren Abdruck die Zensur verhindert hat, scheinen die Geschworenen überzeugt zu haben, daß die Handlung der Angeklagten nicht im Sinne der Anklageschrift zu beurteilen sei. Der Wahrspruch verneinte die Schuldfrage für Aufreizung zuin Klassenhaß und Verherrlichung ver- brecherischer Handlungen, um nur die Uebertretung des Ge- setzes über Verteilung von Druckschriften und über Mauer- anschlage anzunehmen. So kamen unsere Genossen mit einer Geldbuße von 55 Lire pro Kvpf davon. Sie befanden sich seit 23 Tagen in Untersuchungshaft. Die Lebensmittelfrage in Bulgarien. Sofia, 26. Februar.(Vom Vertreter des WJ£. B.) Mi- nisterpräsident Radoslawow erklärte in der S o b r a n j e in Beantwortung von Fragen betreffend die Lebensmittelvor- rate und die Teuerung: Bulgarien besitze genügende Mengen für eine Reihe von Jahren, es kaufe keine Saat im Ausland, vielmehr kämen vom Ausland Gesuche um Saat. Die Speku- lation werde nach Kräften bekämpft. Radoslawow bedauerte, daß immer noch große Mengen für Bulgarien bestinimter Waren in Rumänien festliegen. AnDeutschlandfeien 50 Millionen Kilogramm Mais verkauft worden, wofür Bulgarien Waren erhalten habe, die es brauchte. Die Regierung habe die Ausfuhr von 766 666 Oka Wolle nach Oesterreich erlaubt, von denen bisher 266 666 Oka exportiert worden feien. Nahrungsmittel habe Bulgarien übergenug und eS werde nicht hungern. /lmerikamfthe Effekten. Aus New Dork wird uns geschrieben: Nach einer in der Mitte de» Monats Dezember vorgenommenen Aufstellung hatten europäische Kopitcflfitsn bis dahin seit dem Ast- fang des Krieges für etwa 1,599 Millionen Dollar amerikanische Effekten wieder in Amerika verkauft. Die verschiedenen Länder waren an diesem Ruckfluß wie folgt beteiligt: Großbritannien für 959 MMonen Dollar verkauft; Deutschland für LQfi Millionen Dollar; Frankreich für 159 Millionen; Holland fiir 199 Millionen und die Schweiz und sonstige Länder für 59 Ptillionen Dollar. In Bankkreisen, wo man mit den deutschen Verhältnissen vertraut ist, wird angegeben, daß der Rückfluß amerikanischer Effekten ans Tmitschland nocb weit größer sei. als die angeführte Zahl erkennen läßt. In allen angeführten Ziffern find nicht die großen Verkäufe erwähnt, die während der Zeit stattfanden, als die Börse geschlossen war. Schon lange vor dem Kriege wurden amerikanische in beut- scheu Händen befindliche Effekten in den Vereinigten Staaten in großer Menge verkauft. Nach einer Schätzung, die auch Verkäufe während der Zeit, als die Börse geschlossen war, und die Verkäufe vor dem Kriege berücksichtigt, babeu deutsche Kapitalisten in der jüngsten Vergangenheit in den Vereinigten Staaten für etwa eine Milliarde Dollar amerikanische Effekten verkauft. Da im ver- gang Aren Jahr die amerikairffche Ausfubr die Einfubr um mehr als zwei Milliarden Dollar überstieg, ist es nicht schwer, feftzn- stellen, womit all diese Wertpapiere, die die Rückreise in die Heinrat angetreten haben, bezahlt worden sind. Der Rückkauf ist den Amerikanern um so leichter gemacht worden, als sie an der Aus- fuhr riesig viel verdient haben. Man berechnet den Durchschnitts- ertrag der amerikanischen Effekten zu 5 Prozent. Danach chsätte sich die amerikanische Zahlungsbilanz auf Grund der seit Börsen- eröffnung erfolgten Verkaufe(1,559 Millionen Dollar) jährlich um 75 Millionen Dollar verbessert. Dazu kamen noch die Zinsen der Anleihen, die die alte Welt in der neuen gemacht hat. Die Ziffern lassen deutlich erkennen, daß die Vereinigten Staaten auf dem besten Wege sind, au?«wem Schuldnerland ein Gläubigerland zu werden. � Genauere Ziffern über die Rückwanderung der amerikanischen Effekten hat vor etlichen Tagen der S t a h I t r u st veröffentlicht. Zu Anfang deS Jahres 1913 befanden sich von den gewöhnlichen Aktien des Stahltrnsts 1193 964 in ausländischen Händen; am Ende des Jahres war die Zahl auf 696 631, also um 41 Prozent gesunken. Die Vorzugsaktien diese» Konzerns wurden von den ausländischen Inhabern jedoch in weit geringerer Menge veräußert. Die Zahl der in ausländischen Händen befindlichen Vor- zugsaktien fiel um 11 Prozent, nämlich von 399 451 auf 274 588. Engländer und Holländer verkauften bei weitem die meisten Stab!- aktien. Nur wenige Länder vermehrten ihren Besitz an Vorzug-- aktien. Unter ihnen ist Oesterreich zu erwähnen, dessen Kapitalisten ihren Besitzstand an Vorzugsaktien des amerikanischen Stahltrusts um 1397 vermehrten. > Eine bemerkenswerte Erscheinung, die die Wirtschaftsgeschichte der Bereinigten Staaten im vergangenen Jahre widerspiegelt, ist die Tatsache, daß die gewöhnlichen Aktien des Stahltrusts trotz des beständigen Verlaufs an der New Aorker Börse fortwährend im Preise stiegen. Zu Anfang des Jahres 1915 stand ihr Kurs um 49 herum, am Ende hatte er beinahe 99 erreicht. Das gewalrige mit einer Milliarde Dollar kapitalisierte Unternehmen merkte anfänglich von der viel besprochenen Prosperität nichts. Im Frühjahr 1915 arbeiteten seine Betriebe nur mit 49 Prozent ihrer Produktions- fähigkeit. Dann kamen aber die Aufträge der Ä r i e g s l i e f r- ranken. Heute arbeiten die Betriebe des Stahltrust» Ueberzeit und müssen Aufträge zurückweisen. Zum Kurse von 85 berechnet, haben die Mticn des Stahltrusts, die im vergangenen Jahre ihren ausländischen gegen einen amerikannchen Eigentümer wechselten, einen Wert von 42 136 899 Dollar. Der Stahltrust hat vor kurzem seinen Arbeitern eine zehnprozentige Lohnerhöhung gewährt, wohl um Lohnbewegungen zuvorzukommen, die sich in allen von der Kriegsprosperität betroffenen Industrien eingestellt haben. Daß die Veräußerung amerikanischer Effekten in diesen Tagen für europäische Kapitalisten ein sebr profitables Geschäft sein kann. beweist folgender Fall. Von der lltew-Haven-Eiscnbahn sind in Frankreich auf Frank ausgestellte Bonds herausgegeben worden. die den Besitzern jährlich 19,43 Frank einbringen. Wenn diese Bonds zurzeit in Amerika für Dollar verkauft werden und wenn das Geld dann wieder in der neuen französischen Anleihe, der so- genannten Siegesanleihe, angelegt wird, bringt es dem Besitzer jährlich ein Einkommen von 27,97 Frank. Durch eine Börsen- Operation kcmn der Besitzer dieser Bonds somit sein Einkommen um beinahe die Hälfte erhöhen.— Und da sage noch einer, der Krieg bringe nichts ein!_(z) politische Uebersicht. Unterm Burgfrieden. Der antiuliramontane Reichsverband, der im LereinSregister des Amtsgerichts Eisenach eingetragen ist, ändert, wie der„Voss. Zeitung" von dort gedrahtet wird, seinen Namen in„Deutscher Reichsverband für staatliche und kulturelle Unabhängigkeit." Die„Germania" bemerkt hierzu;«Wir glauben neulich einen mehr als genügenden Beweis erbracht zu baben, daß dieser neue Reichsverband Fleisch und Geist vom alten ist und schon durch seine Existenz als Störung des Burgfriedens betrachtet werden Muß." Abschwächung einer Verfügung gegen den Wirtshaus- besuch Jugendlicher. Das Stellvertretende Generalkommando des 11. Armeekorps, dos jungen Leuten unter 13 Jahren den Besuch der Wirtschaften untersagte- hat auf eine Eingabe hin den jugendlichen Angehörigen des Arbeiter- Turnvereins gestattet, an den Turnstunden, die in einer Wirtschaft abgehalten werden, teilzunehmen, nachdem die Gemeinde eingestandener- mäßen nicht in der Lage war, dem Verein ein geeigneteres Lokal zur Benutzung zu überlassen. Zur Bedingung wurde gemacht, daß ein erwachsener Tnrngenosse die Aufsicht führt und dasür sorgk. daß die jungen Leute nicht den Schankraum betreten und daß im Turn- räum auf keinen Fall alkoholische Getränke verabreicht werden. Neue ReichStagsvorlage. Eine Korrespondenz meldet: Bei seinem Wiederzusaenmentritt am 15. März wird der Reichstag voraussichtlich einen Gesetzentwurf über Kapital- abfindung von verforgungsberechtigten Kriegs- teilnehmern vorfinden. Den Kriegsinvaliden soll auf Antrag ein Teil der ihnen zustehenden BersorgungSgebührnisse in Kapital zur Verfügung gestellt werden, um sie so in den Stand zu setzen, daß sie für den Fall der Ansiedlnng das zur Landerwcrbiing er- forderliche Kapital zum Teil aus der kapitalisierten Rente decken können. Weitere �ahrpreisermäftigungc». Tie für Angehörige kranker, verwundeter odep verstorbener Kriegsteilnehmer eingeführte Fahrpreisermäßigung wird mit sonn- tiger Gültigkeit unter den für entferntere Verwandte vorgesehenen Voraussetzungen auf Stiefkinder und Stiefgeschwister der Kriegs- teilnehmet ausgedehnt._ Einfuhrverbot entbehrlicher Gegenstände. Auf Grund einer BundeSratöverordnung hat der Reichskanzler die Einfuhr der Erzeugnisse der Ziergärtnerei. Atendarinen, �Ananas, Kaviar. Schmuckfedern, rohe Marmorblöck«, Riech- und Schön- heitsmittel, fertige seidene und halbseidene Kleider und Putzmaren. fertige Pelzwaren, Films, Gemälde, bearbeitete Edelsteine. Gold- und Silberwaren und andere LuxnSgegenständ«, Schreibfedern, Perlen, Maschinen und Werkzeuge u. a. verboten. Die Zurückdrängung der Warenemfuhr soll die Summe unserer Zahlungsverpflichtungen ans Ausland verringern, um den Kurs der deutschen Reichsmark aufzubessern. Lette Nachrichten. Explosion einer Handgranate. Cassel, 27. Februar.(W. T. B.) Gestern spät abends ex- plodterte in einem hiesigen Hause eine von einem Muskeln i als Feldandcmken mitgebrachte Handgranate, tötete den Musketier, feinen fünfjährigen Reffen, so- wie einen anderen Knaben und verletzte drei weite rePersonen sehr schwer. Eine Person wurde leichter verletzt.__ TaS Eisenbahnunglück bei Cortona. Rom, 27. Februar.(W. T. B.) Die„Agenzia Stefani" meldet nach dem„Messogero", daß bei dem gestrigen Eisenbahnunglück>>ei Sortona 26 Personen umgekommen und 79 verletzt worden sind._ Aus ritte Mine gelaufen. London, 27. Februar.(W. T. B.) iMeldung des Reuterscken Bureaus.) Die untergegangene„Maloja" war ein Postdampfer von 12 4SI Tonnen. Drei Leichen sind in Dover gelandet worden. Die Verwundeten sollen auf ein Hospitalschiff gebracht worden sein. Der Dampfer, welcher auf eme Mine lief, als er dem Post- ldampfer„Malitza" zu Hilfe eilte, war die„Em preß of Fort William" l2131 Tonnen). Sie sank innerhalb einer halben Stunde. Die Besatzung ist gelandet. Blissingen. 27. Februar.(W. T. B.) Der Postdampfer„Meck- l e n b u r g"(2885 Tonnen) der Zeelandlinie ist ans der Reise nach Blissingen auf eine Mine gelaufen. Das Schiff ist verloren. Die Zecland Compagnie erhielt ein Telegramm, wonach sich die Fahrgäste und die Besatzung der„Mecklenburg" cm Bord deS holländischen Dampfer?„Westerdhk" befinden. Ter luttergegangene schwedische Dampfer„B i r g i t" war cm Dampfer von 1117 Tonnen. Mus Groß-Serlin. §ür arbeitsuchenüe Kriegsteilnehmer. Zur Fürsorge für Kriegsteilnehmer, insbesondere für Kriegsbeschädigte, sind im Laufe der Zeit Arbeitsgemein- schaften ins Ldben gerufen worden, welche in den verschiedenen Gewerbezweigen paritätisch von Arbeitgebern und Arbeit- nchmern gebildet und geleitet werden. Die Fürsorgetätigkert erstreckt sich andererseits aber noch über die vorbezeichneten Kreise hinaus. Staat, Gemeinden, Landesversicherungs- anstalten und gemeinnützige Arbeitsnachweise haben sich in den Dienst der Kriegsbeschädigtenfürsorge gestellt, so daß die Gewähr dafür gegeben ist, daß bei einem planmäßigen Hand- in-Hand-arbeiten der hier genannten Faktoren, auf diesem Gebiete im Interesse der KriegsbeschSdigten etwas Ersprießliches geleistet werden kann. Dessenungeachtet bilden sich immer noch Wohlfahrtsausschüsse und sonstige Nnterneh- mungen, welche angeblich im Interesse der Fürsorge für Kriegsteilnehmer wirken wollen. Nach Lage der Verhältnisse sind derartige Gründungen vollständig überflüssig und nur geeignet, der oben geschilderten, auf wirklich gemeinnütziger Grundlage aufgebauten Fürsorgetätigkeit störend und schädi- gend in den Weg zu treten. So hat sich in letzterer Zeit ein Unternehmen gebildet unter dem Namen:„Deutscher Kraftfahrer-Dan k", Berlin W. 8, Unter den Linden Nr. 34. Dieses Unternehmen bezweckt die Arbeitsvermittlung von Führern für Kraftfahrzeuge und die dazu notwendigen Handwerker, wie Monteure, Automobilschlosscr usw. Wie uns durch Briefe von im Felde stehenden Genossen mitgeteilt wird, wendet sich dieses Unternehmen mit nachstehendem Rundschreiben an die verschiedenen Truppenteile an der Front: Deutscher Kraftfahrer-Dank. Der Geschäftsführende Ausschutz. Berlin W. 8, Unter den Linden 34. Euer Hochwohlgeboren bitten wir ganz ergebenst, die unter- stellten Truppen von Nachstehendem gütigst in Kenntnis setzen zu wollen. Wr beabsichtigen, schon während des Kriegs, eine Stellung- dermittetung für das Personal der Kraftfahrtruppen zur Cr- leichterung des Ueberganges der Mannschaften in ihren früheren oder neuen bürgerlichen Beruf. Es haben sich bereits grötzere Firmen an uns gewandt mit der Bitte um Nachweis für Personal, welches noch während des Krieges oder unmittelbar nach Beendigung desselben zur Ein- stellung gelangen konnte. Wir werden uns daher mit matzgebenden Firmen, Fahr- zeugfabriken, Fabriken von Zubehörteilen für Fahrzeuge und Handelsgeschäften in Verbindung setzen und einen Arbeitsnachweis für Personen einrichten. Damit wir einen Stellennachweis für Personal an die Arbeitgeber einrichten können, ist es erforder- lich, datz diejenigen Leute, welche sich der Vermittelung des Deutschen Äraftfahrer-Dank(D. K. D.) bedienen wollen, uns ihre Adresse mitteilen, damit wir uns mit ihnen in Verbindung setzen können. Wir bitten daher höflichst, die unterstellten Truppen darauf aufmerksam machen zu wollen, daß sie sich gegebenenfalls, unmittelbar auf einer Postkarte, die zu diesem Zweck genügt, an uns wenden mögen. Für weitere Auskunft gern bereit, zeichnet mit ergebenstem Dank und vorzüglicher Hochachtung Deutscher Kraftfahrer-Dank. Der Geschäftsführende Ausschutz. Aus biefem Schreiben geht hervor, baß der„Deutsche Krastfohrer-Dank" sich aus diese Weise bemüht, die für seinen Arbeitsnachweis notwendigen Kräfte zu beschaffen, einen Nachweis, der allem Anschein nach nicht auf gemeinnütziger Grundlage beruht. In Rücksicht darauf, daß die geschaffenen Arbeitsgemeinschaften für die hier in Frage kommenden Be- rufe genügend Gelegenheit haben, ihren aus dem Kriege zu- rückkehrenden resp. vom Militär entlassenen Berufsange- hörigen zu tariflichen Lohn- und Arbeitsbsdingungen kosten- los Arbeit zu vermitteln, wäre zu empfehlen, daß alle Arbeit- suchenden der hier benannten Branchen die Vermittelun�s- rätigkeit des Deutschen Krastfahrer-Dankes als überflüiicg betrachten und sich nur an die hierfür geschaffenen Arbeits- gemeinschaften wenden.(z) Tie vorsichtigen Gemeindeväter von Friedenau. Ueber einen Beschlutz, den man in einer Gemeinde kaum für möglich halten sollte, berichtet die„Freisinnige Zeitung" in ihrer Sonntagnummer. Sie schreibt:„Die Gemeindevertretung unseres schönen Vororts Friedenau hat vor anderthalb Wochen be- schlössen, den Gemeindevorstand vom Bürgermeister abwärts, ferner die Gemeindevertreter, Bürgerdeputierten usw. in der k o m m u- nalen Lebensmittelversorgung derart zu bevorzugen, datz sie gegen besondere Ausweis scheine Vor- bestellungen auf Lebensmittel aller Art machen können und diese Waren an dem Bestelltage zur gewünschten Stunde abholen dürfen. Die Einwohnerschaft von Friedenau erhielt von diesem Beschlutz erst durch eine Zuschrift an ihr Lokalblatt acht Tage später Kenntnis; denn der Beschlutz war wohlweislich in geheimer Sitzung gefaßt worden, und daher find seine Einzelheiten auch jetzt noch nicht authentisch bekannt. Tatsache aber ist, datz eine solche Bevorzugung beschlossen worden ist. Es ist wohl verständlich, datz die Bevölkerung Friedenaus von diesem Beschlutz auf das peinlichste berührt worden ist, und es ist nicht nur der Burgfrieden, der uns es als angebracht erscheinen läßt, die darüber geäußerten kritischen Bemerkungen zu verschweigen. Der Gemeindevorstand hat nun- mehr schleunigst in den„Friedenauer Lokal-Anzeiger" eine Er- widerung lanciert, in der er sich bemüht, die Sache als möglichst harmlos hinzustellen. Es heißt da, der Gemeindevorstand habe lediglich beabsichtigt, eine Erleichterung im Lebensmittelverkauf derart einzuführen, daß Vorbestellungen allgemein für die Bürgerschaft möglich sein sollten. Um nun aber mit einer solchen Einführung keinen Mißgriff zu tun, sollte sie erst-n einem kleinen Kreise erprobt werden. Daher sei beschlossen worden, datz zu- nächst die Gemeindeverordneten und deren Beamten Vorbe» stellungen machen dürfen." Die guten Gemeindeväter beschaffen also Lebensmittel, wir nehmen an, doch in erster Linie für die minderbemittelte Bevölkerung, und dann beschließen sie— denn Sozialdemokraten gibts nicht in der Friedenauer Vertretung—, sich selbst erst mal zu opfern und diese Lebensmittel zu beziehen. Alles aus Gemeindesinn, aus lauter Fürsorge für die Minderbemittelten. Dabei war man so eifrig, daß man gar nicht auf die Idee kam, dieser Beschlutz könnte von Außenstehenden als etwas Undelikates aufgesatz. werden. Oder sollte doch bei einzelnen diese Erkenntnis ausgestiegen sein und dazu geführt haben, datz der Beschlutz in ge- heimer Sitzung, also fern vom Ohr der Oeffentlichkeit gefaßt wurde? Wir wollen hoffen, datz es nicht noch mehr Gemeindeverwaltungen gibt, die die Fürsorge soweit treiben. Städtisches Tarlehen für den Charlottenburger Hypothekenvankverein. Nachdem die Charlottenburger städtischen Behörden dem Hypothekenbankverein bereits ein Darleben von 10 OVO M. zur Er« öffnung seines Geschäftsbetriebes gewährt baben, hat der Magistrat nunmehr beichtosien. dem Verein zur Beschaffung von Hypotheken ein Darlehen in Höhe von 1 000 ul)0 M. zu einem Zinssatz von 5 Proz. zur Verfügung zu stellen, auf die die obengenannten 10 000 M. eingerechnet werden. Darüber hinaus übernimmt die Sladlgemeinde die Bürgichaft für die von dem Verein auszugebenden Hypolhekenpfandbriete und bewilligt den Antrag des Vereins aus kostenlose Aufbewahrung der Pfandbriefformulare in den städtischen Tresors._ Einen schauerlichen Fund machte am Freitagnachmitiag die Portierfrau des Hauses Ziethen sir. 77 zu Neukölln. Aus dem Ab- fallrohr des Klosetts im vierten Stock ragte, zunächst durch Papier verdeckt, der Fuß eines kleinen Kindes hervor. Tie Kriminalpolizei � stellte fest, daß eine im Hause wohnende 30jährige Witwe Martha I Höpfner das Kind am Bormittag geboren, es dann durch Zsrtrüm- j merung des Schädels getötet und versucht hatte, die kleine Leiche i durch das Abfallrohr zu beseitigen. Die Frau wurde verhaftet und als Polizeigefangeue nach dem Krankenhaus geschafft. Ein Kirchcnraub wurde in der Nacht zum Sonntag im Süd» osten der Stadt verübt. Einbrecher feilten an einem Kellerfenster der Emmauskirche am Lausitzer Platz das Schutzgitter heraus, zer- trümmerten das Fenster und verschafften sich so Zutritt zu den im Keller gelegenen Räumen der Kusterei. Hier erbrachen sie ein Geldspiud und erbeuteten daraus 1300 M. bares Geld. Em gewerbsmäßiger Wohnungseinbrechcr verhaftet. Durch das energische Vorgehen einer Frau ist die Verhaftung eines alten Woh- nungseinbrechers gelungen. Die Frau, die ihre in einem Haus am Rettelbeckplatz belegene Wohnung auf kurze Zeit verlassen hatte, be- merkte bei ihrer Rückkehr, daß die Korridortür nicht mehr ordnungs- mäßig verschlossen war. Beim Betreten des Korridors stieß sie dann auf einen fremden Mann, der schon allerlei zum Mitnehmen ein- gepackt hatte, aber jetzt beim Anblick der Frau entfliehen wollte. Die Frau packte jedoch kurz entschlossen zu und rief um Hilfe. Dem Ein- arecher gelang es durch einen heftigen Stoß, sich von der Frau zu befteien, inzwischen waren Hausbewohner aufmerksam geworden, sie nahmen die Verfolgung auf und konnten chn auf dem Nebengrund- stück festnehmen. Entziehung der Vertretung von Rechtsgeschäften. Das Polizei» Präsidium teilt mit: Durch Verfügung des Oberkommandos in den Marken ist dem Rechtskonsulemen Fr. Jirjahn, hier, Frankfurter Mee 331, aus Grund des§ 9 des Gesetzes über den Belagerungs- zustand die Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten bis auf weite- res verboten worden._ Kleine Nachrichten. Der 44 Jahre alte Invalide Gustav Schulz aus der Ackerst r. 10, der schon länger nervenkrank war, schnitt sich mit einem Rastermesser die Schlagader an der linken Seite des Halses auf. Als ihn seine Wirtin auffand, war er schon tot.— Der 63 Jahre alte Arbeiter Hermann Anders aus der Stettiner Straße 23 brach«onnabend an der Ecke der Bad- und Grünthaler Straße plötzlich zusammen. Der Hilflose wurde nach der Rettungs- wache in der Badstratze gebracht, wo aber der Arzt nur noch den Tod feststellen konnte.— Auf dem Flur des Hauses Mühlenstr. 3S fand man Sonnabend einen etwa drei Monate alten Knaben, der m ein rot-weitzes wollenes Jäckchen und ein rotkariertes Umschlage- tuch eingewickelt war. Die Revierpolizei brachte den kleinen Find- ling nach dem Waisenhaus. Die Mutter ist noch nicht bekannt.— Ein Paketdieb ist am Hauptpostamt in der Spandauer Straße auf» getreten. Während der Hausdiener eines Geschäftes dort einige Warensendungen aufgab, wurde ihm vom Handwagen, der vor der Tür stand, ein Paket gestohlen, das für 300 M. Konfektionsware enthielt. WetteravSsichte« für daS mittlere Norddeutschland bis Ticns- tag mittag. Zeitweise heiter, jedoch vorherrschend wolkig oder nebelig, ohne erhebliche Niederschläge; Temperaluren durchschnittlich wenig verändert. Refck8ds!Ien-7lieiUei'. Stettiner Sanger. Z. Schluß z. 123. iDl.: Slniang 8 Uhr. Sonntags 7V| Uhr. ndmiralspalast Sis-Jlrena CiroßeH Sis-Sallett '/jO ühr 2, 3, 4 M. Stoffe für feine Damen-Kostüme, Herren-Anzüge usw. Mtr.4,-,6,-,8,-,10,-, 12,- M. Tuch-Lager Koch& Seeland 6. in. d. w d Irche. Keine Petroleum-flot! Wunderbar helles Licht durch untere oamügt. CarbU-Tischlaiupen) Viel heller und billiger als Petroleum.(Brennkoften p. Stunde mir l1/, Vf.. 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Höhensonne.) SjtF" NaohweisL Erfolge. Prosp. gratis. mittolnkroitapimn* Kind N., 7 klon., schwere Operation BßmetOnmiBrUny. verweigert, in 3 Wochen geheilt.— NioPanloiHpN' Kiud Kr, 6 Jahre, Operation verweigert. niCrCulCUivIl. geheilt in 3 Monat; ferner dasselbe find,!» Li"" knorpelharle Ctscliwulsl, seite, Operation vorgesohlagen, geheilt in 3 Monaten, seit 5 Jahren Kind I{nfpp|aihr)||iitnnn unstillbar; Frau B., dauernd gesund. s»ll.d 1 vlüäüSUluUy, dadurch gr. Körper- schwäohe, trotz Operation nicht gebessert, schwere Operation verweigert, geheilt ih7DhPDnn bei dem Kinde A. Sch., drei in 3 Wochen.—«ÜACLII Hily Monate alt, 5'/, Pfd. schwer, dem Tode»erfallen, rs.Urr1 fiesichlslälimung und Schwer- hnPIfllfPlt 4 Wochen geheilt.— Frau P.: Partielle Uül Itjuvil Lähmung beider Beine und Ischias innerhalb 4 Wochen geheilt.— Frau St. 77 Jahre: Akute Knochenhaut- entzündung am Schädel innerhalb 4 Wochen geheilt.— J9ja.hra: Fanktlonclle Nervenschwäche kwo'ehem I i i• i Frau F. vollständ. Lähmung Ruckenmarkleiden Sämtliche Fälle vor dem Kgl. Landgericht durch Zeugeneid am 16. Oktober 1915 bestätigt. Diabetes mellitus Darchgang von Zncber; I. e h r e r l/.; 600 nach 4 wöchiger Rebandlang hei kohleh> dratrrlcher Ernährung aaf O°lc JCucbor zurückgegangen. War uulierdem noch schwer krebsleldend.— Rektor S-, 48 Jahre alt, 6.35"/o Zucker, nach 8 wöchiger Behandlung bei kohiehydratrelcher Ernährung auf Ü,1'I, Zucker zurückgegangen. Beide Fälle bewiesen durch quantitative chemische Analyse der Entersuchnngsstelle. Näheres über die Prinzipien meiner Hellmethode ist aus der Streitschrift..Wachet auf-' zn ersehen. Zn haben gegen Einsendung von Oü Ptg. portofrei von der Heilanstalt. 2S2b Berantwort.icher Redakteur: Ernst Dävmig, Steglitz. Für de« Inseratenteil verarm».: Ti». Glocke. Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckeret u. Lerlagsanstatt Paul Siuger&(io, Berti» SW.