Mr. 89. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei tn's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn. 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6919 Vorwärts 11. Jayrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfa., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Wahlreform- Entwurf der englischen Regierung. Mittwoch, den 18. April 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Elären, schlägt man eine Reform vor, die für viele Wähler eine dieser Anomalie ein Ende zu machen. Sie schieben die Sache Verschlechterung bedeutet. " jetzt nur vor, weil sie wissen, daß den Liberalen in diesem Punkt durch die Rücksicht auf die Frländer die Hände gebunden sind. Bei einer Neueintheilung der Wahlkreise, die sich streng an die Bevölkerungsziffern hält, würde Irland etwa 21 Size verlieren, und dem werden sich die Irländer, solange sie nicht Homerule haben, aus allen Kräften widersetzen, zumal ihnen die Zahl der Size durch den Unionsaft zugesprochen worden ist. Die Liberalen sind da in einer Bwidmühle, tönnen es nicht ristiren, die Irländer gegen sich zu erbittern, und können doch den jezigen Zustand nicht gutheißen. Die Konservativen aber bestehen auf ihrem Echein, und da sie die Lords hinter sich haben, tönnen sie unter der plausiblen Parole: keine Wahlreform ohne Wahlkreis- Reform, jede Demokratifirung des Stimmrechts hintertreiben. Es bleibt nun abzuwarten, wie sich die Arbeiter zu der Angelegenheit stellen. Ter liberale Entwurf bietet soviel Angriffspunkte dar, daß die englischen Sozialdemokraten keine Mühe haben, an ihm Kritik zu üben. Es fragt sich nur, ob sie in der Lage sind, eine Maffenbewegung zum Proteft gegen die Schwäche der Liberalen und die Intriguen der Konservativen zu stande zu bringen. Politische Ueberlicht. Berlin, den 1ä. April. So gilt das relative Lob, das man der Bill spenden kann, höchstens gegenüber der in Deutschland vorherrschenden Sucht, das Rad der Entwicklung in bezug auf den Ausbau der Volts Gestern hat Herr John Morley Namens der Regierung die rechte zurückzudrehen. In England wird sie in radikalen und Wählerregistirungsbill in zweiter, aber eher verschlechterter als Arbeiterkreisen große Enttäuschung hervorrufen. Sie bleibt weit verbefferter Auflage eingebracht. Die in der vorigen Session hinter dem zurück, was die pomphaften Erklärungen der eingetrachte Vorlage enthielt Bestimmungen über die Herstellung Ministeriellen erwarten ließen, deckt sich durchaus nicht mit den und Führung der Wählerlisten durch verantwortliche Beamte Versprechungen des in Newcastle aufgestellten Wahlprogramms und Tedung der amtlichen Wahlfosten aus öffentlichen Mitteln. der Liberalen. Es ist eine viel zu geringe Abschlagszahlung auf Beides fehlt in der neuen Bill. Nach ihr bleibt die Sorge für das, was die Arbeiter zu verlangen haben und was man ihnen ordentliche Herstellung der Wahllisten, soweit die Abmiether zugesagt. ( Lodgers) in Betracht kommen, diesen, resp. den politischen Die Begleitrede Morley's ließ an einigen Stellen deutlich Parteien, so daß, da jede Partei nur die voraussichtlich ihr durchschimmern, woran es liegt, daß die Regierung sich nicht zu günftigen Wähler und diese in möglichst großer Zahl zur Ein- radikaleren Vorschlägen aufschwingen fann. tragung anmeldet, die kostspieligen und widerlichen Streitereien Es ist nicht die Opposition der Konservativen- denn die vor den Registrirungsgerichten ebenfalls erhalten bleiben, und ist der Bill so oder so gewiß. Die gefährlichsten Gegner ent um die rebellischen Steuerzahler zu schonen, sowie wahrscheinlich schiedenen Vorgehens siten im eigenen Lager. Die Partei hat in Hinblick auf die steigende Zahl von sozialistischen Kandidaturen, viel zu große Rücksicht auf die Whigs in ihren Reihen zu nehmen, hat man davon Abstand genommen, an der Vorschrift der Deckung der um sich kühnere Sprünge erlauben zu dürfen. Ich bedauere, Wahlkosten durch die Kandidaten etwas zu ändern. Erhalten bleibt daß die Umstände uns verhindern, das Prinzip des Mietherauch das Eystem der Entscheidung durch relatives Mehr, wenn- stimmrechts radikaler durchzuführen, aber ich fürchte, es jetzt zu gleich Herr Morley zugab, daß die Verhältnisse auf die Ein- thun," sagte Herr Morley an einer Stelle. Und an einer andern führung des Prinzips des absoluten Mehr, resp. der Stichwahlen Stelle führte er das Motto eines Radikalen aus dem vorigen hintreiben. Da erst neulich wieder ein Kollege Morley's sich Jahrhundert an:" Ein Mann eine Stimme und jeder Mann gegen die Nothwendigkeit der Stichwahlen ausgesprochen, so darf eine Stimme" und fügte hinzu, in früheren Tagen und auch Aus dem Reichstage. Der erste Punkt der heutigen man wohl annehmen, daß der Ausfall der Wahl in Midlanart heute noch schrecke er durchaus nicht vor der zweiten Hälfte des Tagesordnung brachte der Regierung eine Niederlage, feinen Eindruck bei den Führern der liberalen Partei nicht ver- Mottos zurück, indeß sei die öffentliche Meinung vielleicht noch insofern ihr Antrag auf Verlängerung der Frist für die fehlt hat. nicht reif dafür". Wessen öffentliche Meinung? darf man sich Gestattung von Ausnahmen von der im§ 120 Absah 1 der Auf der Kreditseite der Bill stehen: die Abkürzung der hier erlauben, einzuwerfen. Aufenthalte qualifikation auf drei Monate und die Vorschrift, Die Konservativen erklärten sich durch Balfour gegen die Gewerbe- Ordnung für den Unterricht in Fortbildungsschulen getroffenen Bestimmung abgelehnt wurde. Mit diesem daß die Wahllisten zweimal im Jahre angefertigt werden müssen, Serabfehung der Aufenthalt qualifikation fein Wunder, Beschlusse des Reichstages wird die Frage, was vom so daß also Neuhinzugezogene spätestens in neun Monaten aufs wenn man bedenkt, mit welchen Ehrentiteln der Onkel Wahlregister fommen, während sie jetzt unter Umständen zwei des Herrn Balfour, Lord Salisbury, die Bevölkerungs- Oktober ab mit einer großen Anzahl Sonntagsschulen Jahre und fünf Monate zu warten haben; die Beseitigung der tlaffe bedacht, die durch diese Aenderung das Stimm- werden soll, eine brennende. würde, wie der edle Möglichkeit, Steuerrückstände zum Vorwand für Entziehung des recht erbal Lord sie als Ohne Tebatte wurde in dritter Lesung der Wahlgesetz Wahlrechts zu nehmen, die Bestimmung, daß alle Wahlen bei einer Leute hinstellte, die ihre Miethe grundsätzlich schuldig bleiben, Entwurf, wie er von Zentrum und Freifinn beantragt ist, Neuwahl an einem und demselben Tage stattfinden sollen und dieser resp. als Bagal unden und dergleichen. Jerner erklärte Balfour angenommen. Tag ein Sonnabend sein soll, und schließlich die Vorschrift, daß sich gegen die Beseitigung des Doppel- zc. Stimmrechts, weil ja Eine kleine Komödie wurde dann mit dem konservativniemand in mehr als einem Wahlkreise soll Wähler sein dürfen das Wehliccht seit unroid: nklichen Zeiten an das Interesse getleritalen Antrag auf Einführung eines Heimstättengesetzes ( heute haben, da das Wahlrecht an die Qualifikation als Haus- fnüpft sei, daß jemand mit einzelnen Lokalitäten verknüpfe. Und aufgeführt. Nachdem die Herren letthin bei Gelegenheit herr oder Miether geknüpft ist, viele wohlhabende Leute schließlich verlangte Herr Balfour namens seiner Partei, daß aufgeführt. Nachdem die Herren lezthin bei Gelegenheit doppeltes und dreifaches Wahlrecht). Halbheiten, wie diese Be- nichts am Wahlrecht geändert werde, bevor nicht die Wider des Graf Kanitz'schen Antrags etwas hart aneinander gestimmungen find, bewegen fie fich wenigstens in der rechten fprüche der jetzigen Wahlkreiscii theilung abgeändert, die Wahl- rathen waren, soll auf dem Boden der Heimstätte" der Richtung. Sie find in dieser Hinsicht am besten durch die Ein- reise nach dem Prinzip: iede Stimme den gleichen Werth" neu Frieden wieder geschlossen werden. Zwar glaubt keiner fegung des Sonnabends zum Wahltag charakterisirt. Der Sonn- eingetheilt würden. der Antragsteller an die praktische Durchführbarkeit abend ist für einen großen Theil der Bevölkerung ein halber So gerecht diese Forderung flingt, ist sie doch im Munde der des Entwurfs, aber gerade das macht ihn Feiertag, und diesem sichert die Vorschrift die Möglichkeit der Konservativen nur Humbug, nur eine Ausrede, um jede in den Herren so werthvoll. Es soll Speck sein, mit dem man Ausübung des Wahlrechts. Aber für sehr viele andere Leute, demokratischer Richtung sich bewegende Wahlreform zu hintertreiben. kleine Bauern und ländliche Arbeiter zu fangen hofft, indem und zwar feineswegs nur Ladenbesizer nebst Gehilfen, ist der Gewiß ist die jetzige Wahlkreiseintheilung eine sehr mangelhafte und man ihnen eine Heimstätte" in Aussicht stellt, von der sie Sonnabend Arbeitstag wie jeder andere Wochentag, für manche reformbedürftige. Es giebt Wahlkreise mit über 95 000 Einwohnern, nicht vertrieben werden können. Von unserer Seite griffen sogar ein noch schlimmerer Arbeitstag, und für diese heißt die wie z. B. Huddersfield, die nur einen Abgeordneten wählen, Vogtherr und Schoenlant heute in die Debatten ein. Bestimmung keine Erleichterung, sondern je nachdem erhebliche und solche, wie Newry( Irland) mit unter 15 000, odec Pontefract Bogtherr und Schoenlant heute in die Debatten ein. Erschwer ung, wo nicht Berunmöglichung der Ausi bung( Yorkshire) mit rund 16 000 Einwohnern, die ebenfalls je einen Ersterer bei den Fortbildungsschulen, letterer bei dem Heimdes Wahlrechts. Weil man nicht wagt, radikal vor Abgeordneten wählen, so daß in den letzteren eine Wahlstimme stättengesetz. zugehen und den Sonntag als Wahltag zu bestimmen, sechs Mal mehr Werth hat als in den ersteren. Aber die Konser- Morgen stehen an erster Stelle die Wahlprüfungen auf oder den Wahltag für einen gefeßlichen Feiertag zu er- vativen haben, als sie am Ruder waren, keine Hand gerührt, um der Tagesordnung. Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. mit Wein, halb mit Wasser, in Fiorillens Kelchglase perlte der reine italienische Feuerwein. Während nun Dagobert zum Nachtisch mit vaterländischem Käse abgespeist wurde, 18 fütterte Sheimchen Fiorillen mit dem schmackhaften in Honig gefaßten Jugwer und mit der süßen Weichsellatwerge. Venetische Mandeln und Weinbeeren wurden aufgetragen, um von dem Hausherrn benascht und an Fiorillen verschenkt zu werden. Endlich bethenerte die Lettere endlich, zur Genige versorgt zu sein, und bemitleidete scherzend den Gast, daß ihm nichts von diesen Leckereien beschieden gewesen. Dagobert lächelte achselzuckend; der Dheim sprach aber trocken:„ Mein Neffe macht sich sicher nichts aus all den Süßigkeiten, denn er ist noch ein echter Deutscher, und eine Ochsenkeule ist ihm lieber als eine feine Tafel, wär's auch die des Kaidinals Babrella, der auf das Essen etwas hält." " Alles gleicht sich aus;" erwiderte Dagobert: Derbe Rost giebt derbe Menschen. Richtig," meinte der Prälat: und feine Speise zieht den feinen Mann." Ach! Du weißt es nicht," seufzte der Ohm, wie die Welt im Argen lebt; wie sie sich freut über den Fall des Gerechten, und aus seiner Unschuld die bittere Schuld saugt. Die Deutschen absonderlich, trotz ihrer Ruchlosigkeit, ihren unzüchtigen Tänzen und heidnischen Philosophemen. Wer ist es, der das Leben des Priesters einer solch unchristlichen Untersuchung unterwirft, wie noch nie erhört worden? Der Deutsche. Wer magt es, Prälaten, Bischöfe, Kardinäle, und Gott sei es geklagt, den Unfehlbaren in Rom selbst in seinem häuslichen Thun zu meistern? Der Deutsche. Wer schreit am ungestümsten nach einer allgemeinen Kirchenverbesserung? Der Deutsche. O der Sünde! die Kirche und ihre Eagungen will er umstürzen und erneuern, gleich als ob sie Menschenwerk wären, und nicht das Bolltommenste: Gottes und seines Sohnes Werk!" Dagobert, der den Meinungen seines Oheims nicht offene Fehde bieten wollte, so sehr auch seine Ansichten von ihnen abwichen, betrachtete still lächelnd die Schnabelspigen feiner Stiefel und athmete freier, als endlich der Imbis aufgetragen war, und somit das ernstwerdende Gesprächsel ein Ende hatte. Fiorilla gab einige Worte dazwischen, die nicht undeutlich merken ließen, daß ihr eine kräftige Derbheit nicht mißfalle, indem sie Bürge eines kräftigen Gemüths sei. Es muß mich wundern", sprach sie endend:" Hochwürdiger Herr, daß Ihr an dem Neffen tadeln zu wollen. scheint, was Ihr an der Nichte gut heißt." An Euch, mein Bäschen?" fragte Dagobert munter, und warf, dem eifersüchtig lauernden Ohm zum Troße, einen seiner feurigsten Blicke in Fiorilla's Augen. Nicht doch," antwortete diese erröthend:" Ich spreche von der Nichte Sr. Hochwürden." Monsignore gab der Geschwäßigen mit verdrießlicher Miene ein Zeichen zu schweigen. Dagobert, dem auch dieser Wink nicht entging, hatte Mutwillen genug, weiter zu forschen. „ Seid Jhr's also nicht, liebes Bäschen?" fragte er; oder von welch anderer Nichte ist denn hier die Bei Tische, während des Genusses der feinsten Speisen, die eines Erzbischofs Tafel zu Ehren gebracht haben würden, hatte der junge Mann Gelegenheit genug, zu bemerken, daß die Freundschaft seines Oheims zu Fiorillen wirklich eine große war. Die leckersten Bissen legte sie dem Rede, Ohm?" Prälaten vor, und dieser schob das Leckerste von ihnen auf ihren Teller. Seinen und des Neffen Becher füllte er halb Von wem souft als von Deiner Schwester?" brach der Lettere uumuthig los. Von Wallraden!" rief Dagobert. " Freilich von ihr;" versetzte Fiorilla. Was meint Ihr, hochwürdiger Herr? Sie wird viele Freude haben, ihren Bruder zu sehen, der gerade so muthig und entschlossen zu sein scheint, wie sie." " Wie ist mir denn?" fragte Dagobert: Wallrade wäre hier?" " Ja doch;" entgegnete Fiorilla unbefangen: Ihr wußtet das nicht?" Berdrießliche Schwägerin!" zürnte der Prälat gegen die Freundin: ,, Mulier taceat in ecclesiam!" " In ecclesia!" verbesserte Dagobert lächelnd:„ Ein guter Spruch; aber ich verstehe nicht, warum Ihr mir ein Geheimniß aus der Anwesenheit meiner Schwester machen wollt, guter Oheim? Mir ist sie das gleichgiltigste Ding von der Welt, macht mir nicht Liebe, nicht Haß. Wir beide, Wallrade und ich, wir konnten uns von Jugend auf nicht leiden. Ich war ihr zu lustig, sie war mir zu rauh. Ein Glück, daß sie ein Mädchen und nicht ein Bube geworden. Es hätte alle Tage blutige Köpfe gesetzt. Seither sind wir auseinander gekommen, und haben uns natürlich nicht leben, gelernt. Sie wird mich nicht suchen, wie ich nicht sie. Wir würden uns fremd bleiben, wohnten wir auch unter einem Dache." " Das wußt ich ja eben!" fiel der Prälat ein:„ Ich hatte mir's auch so schön gedacht, wie ich Euch Troßtöpfe mit guter Art zusammenbringen und versöhnen wollte, ehe Ihr noch von Eurer gegenseitigen Anwesenheit gewußt hättet. Durch die Fiorilla Cicatonilla ist mir das gute Werk vereitelt." " Es ist nicht meine Schuld," schmollte die Gescholtene, daß ich vielleicht in der besten Absicht Euer Vorhaben zu nichte machte. Ich wußte weder von dem Widerwillen der Geschwister, noch von der bezweckten Versöhnung. Ich wette indeffen, setzte sie mit einem verstohlenen Seitenblick auf den Jüngling bei, daß Eures Neffen redlich Gemüth auch ohne Ueberraschung und Vermittelung den rechten Weg eins Das Arbeitsprogramm des Reichstages. Nach eingeführt werden kann, weiß der Führer des Bundes der f der Nationalliberalen Korrespondenz" müssen in dieser Landwirthe wohl nicht. Session des Reichstages unbedingt noch erledigt werden: Die Stempelsteuer- Vorlage, die Gesezentwürfe über die VerDer badische Einkommensteuer Gesetzentwurf. längerung der Frist für den gewerblichen Fortbildungs- Finanzminister Buchenberger legte der badischen Kammer unterricht, über den Reichs- Invalidenfonds, über die einen Gesetzentwurf vor, betreffend Abänderung des Ein Waarenbezeichnungen, über Viehseuchen, über Brieftauben, tommensteuergesetzes im Sinne einer progressiven Besteuerung ferner die drei noch rückständigen Wahlprüfungen( Wamhoff, und zwar soll die bisherige Degression bis zum Einkommen v. Polenz, Graf Moltke), die Interpellation über die Maß von 20 000 m. bleiben und die progressive Steigerung einregeln zur Sebung der Landwirthschaft. Die Bolltarif- treten bis zu 200 000 M. Einkommen in der Höhe von novelle, die doch allerlei Einzeluntersuchungen erfordern 4 pCt. Weiter sollen die Strafbestimmungen bei der wird, kommt voraussichtlich nicht mehr zur Erledigung. Kapitalrentensteuer verschärft werden. Ein genauer Tag für den Schluß der Reichstagssession ist bei diesem immerhin noch ansehnlichen Arbeitspensum heute heuer. Das Schicksal des Antrages Kanis und ihrer Ritter Ein Gespenst. Der„ Kreuz- Zeitung" ist es nicht genoch nicht anzugeben. von der traurigen Gestalt hat ihr böse Ahnungen und In der Rechnungskommission wurden die großen trübe Gedanken erweckt, die, wie das bei schwachen und Ueberschreitungen der vom Reichstage und Bundesrathe abergläubischen Geistern der Fall zu sein pflegt, in das festgestellten Etatssäge energisch gerügt. Selbst ein national- Gebiet der vierten Dimension abschweifen. So kommt denn liberaler Redner mußte konstatiren, daß derartige Ueber- der arme Herr von und Bu Hammerstein, der seine Ahnschreitungen des Etats das ganze Budgetrecht des Reichs- frau" noch nicht vergessen hat, zur richtigen Gespenstertages illusorisch machen. Trotzdem beschloß die Kommission, feherei. Unter dem französischen Titel: Il reviendra, d. h. die nachgewiesenen Etatsüberschreitungen im Betrage von er wird zurückkommen auf die Erde und als Gespenst 40 245 875 M. und 86 Pf. zu genehmigen. Folgende Re- umgehen! fündigt er mit Grabesstimme an, daß der solution, die sich durch Energie nicht gerade auszeichnet, Antrag Raniz als revenant das heißt als umwurde angenommen: gehendes Gespenst spulen wird. In Rücksicht auf die großen Etatsüberschreitungen des In den Schlössern der Raubritter- Großenkel mag das Rechnungsjahres 1892/93 den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, ja allerdings geschehen nachdem ein tüchtiges Quantum dahin zu wirken, daß in Zukunft mehr als bisher Ueber- Sektflaschen auf das Wohl der nothleidenden Landwirthschreitungen des Voranschlages thunlichst vermieden werden.schaft geleert worden ist. Sonst wird das Gespenst wohl Ein schönes Gesetz, aber ein todtgeborenes Kind nirgends zu sehen sein. Wie aber Herr von und zu Hammerist die Wahl reform, welche der Reichstag heute in stein dazu kommt, durch einen solch' unsäglich albernen Ardritter Lesung angenommen hat. Der Entwurf enthält un- tikel, der keinem Quartaner erlaubt wäre, sich und seine zweifelhaft sehr gute Bestimmungen, durch welche das Partei lächerlich zu machen, das ist ein psychologisches Wahlgeheimniß geschützt und vielen der skandalösen Brat- Räthsel, dessen Lösung wir seinen bedauernswürdigen Lesern tifen, die jetzt die Freiheit der Wahl in unzähligen Fällen überlassen wollen. aufheben und das Wahlergebniß fälschen, erfolgreich ein " Aus dem Reptilfumpf. Wir erhalten folgende Zuschrift: Leipzig( Schenkendorfstr. 11, 3 r.), den 15, April 1894. Die Redaktion des Vorwärts" in Berlin ersuche ich unter Bezugnahme auf§ 11 des Preßgefehes um Aufnahme der nachfolgenden zurechtstellungen in die nächste Nummer des Blattes: 1. Es ist unwahr, wenn im Vorwärts" von mir in Anlaß meiner Beleidigungsprozesse gegen Schöpfel und Dr. Wesendonck behauptet wird, ich habe in der That neben und mit Herrn Theodor Reuß gearbeitet" und an der gleichen Strippe mein Futter empfangen". Den Herrn Theodor Reuß tenne ich überhaupt nicht, noch habe ich ihn jemals gefannt; ich weiß auch nicht, aus welchen„ Krippen" er sein Futter empfangen haben soll; jedenfalls habe ich niemals aus irgend einer Krippe Futter empfangen". 2. Es ist unrichtig, daß ich das Geständniß gemacht" haben soll, in Beziehungen zu dem preußischen Preßbureau und dem Auswärtigen Amite gestanden zu haben". Ich habe lediglich die vom Dr. Wesendonck gegen mich ausgestreute Berdächtigung, daß ich ein offiziöser Soldschreiber sei, zurückgewiesen und dahin zurechtgestellt, daß ich im letzten Jahrzehnt hin und wieder auf mein Ansuchen im Auswärtigen Amte empfangen und auf Anfragen zur allgemeinen politischen Lage bereitwilligst Auskunft erhalten habe. 3. Es ist unwahr, daß ich in der Prozeßverhandlung ausgesagt habe, ich sei aus Rußland geflüchtet, weil mir ein politischer Prozeß gemacht werden sollte, hinter mir sei später ein Steckbrief erlassen worden. Ich habe nur mitgetheilt, daß ich infolge eines Winkes, der mir von befreundeter Seite aus St. Petersburg zuging, meine aus anderen Gründen beschlossene Uebersiedelung nach Deutschland beschleunigt habe, und ich habe dann einen sechs Jahre später gegen mich in halbamtlichen russischen Blättern veröffentlichten Artikel einen sozusagen offiziösen Steckbrief" genannt. -" Die zahlreichen weiteren Unrichtigkeiten in dem Prozeßbericht des Vorwärts" übergehe ich und zeichne mich hochachtungsvoll Erwin Bauer. Pauer: Vorstehende Berichtigung, zu deren Aufnahme uns beiEnde gemacht würde. Allein gerade darum wird Gruppe 10 der Berufsstatistik Papier und Leder" des verpflichtet, beschäftigt sich zum Theil mit Dingen, Bur Sonntagsruhe in der Judustrie. Die für die läufig der viel mißbrauchte§ 11 des Preßgesetzes nicht diese Wahlreform nicht rechtskräftiges Gesetz werden. Die§ 105d der Gewerbe- Ordnung in Aussicht genommenen Aus die wir weil der ganze Standal für uns zu unbedeutend Regierung hat sich auch völlig stumm verhalten. Sie nahmebestimmungen betreffs der Sonntagsruhe gliedern sich, wie weiß sehr wohl, daß daß es im Interesse der herr- die Berl. Pol. Nachr." vernehmen, in drei Theile. Was die war gar nicht erwähnt hatten. schenden Klassen liegt, das allgemeine Wahlrecht Cellulofefabriten betrifft, so soll der ununter- Wir lassen nun nachstehend ein Schreiben folgen, das fich nicht ganz frei bethätigen zu lassen. Mit demselben brochene Betrieb der Cellulosekocher sowie der Lauge- uns von ausgezeichnet unterrichteter Seite zugeht: Rechte, mit dem man die Diätenlosigkeit eine Rorrektur bereitung an den Sonn- und Fesitagen mit Ausnahme des des Allgemeinen Wahlrechts genannt hat, könnte man auch Weihnachts, Oster- und Pfingstfestes gestattet sein. Die den die Unvollkommenheit, mit der das Wahlgeheimniß dauern: entweder für jeden zweiten Sonntag 24 Stunden Arbeitern zu gewährende Ruhe hat jedoch mindestens zu und die Freiheit der Wahl heute geschützt sind, eine Roroder für jeden dritten Sonntag 36 Stunden oder, sofern rektur des allgemeinen Wahlrechts nennen. Und glaubt die Dauer der Arbeitsschichten an den übrigen Sonntagen man etwa, daß die Regierungen und die gegnerischen Par- 12 Stunden nicht überschreitet, für jeden pierten Sonntag teien nicht die Vorzüge des Proportionalsystem 3 36 Stunden. Die Dauer der Wechselschichten darf 18 Stunden kennen? Eben wegen dieser Vorzüge hat das Propor- nicht überschreiten, Ablösungemannschaften dürfen je 12 Stunden tionalsystem vorläufig keine Aussicht auf Verwirklichung. nach und vor ihrer regelmäßigen Beschäftigung zur Arbeit nicht Und aus demselben Grund wird auch die heute beschlossene destens das Maß der den abgelösten Arbeitern gewährten Ruhe verwendet werden. Die ihnen zu gewährende Ruhe muß minWahlreform ein todter Buchstabe bleiben. erreichen. In der Papier- und Pappenfabrikation soll der Betrieb des Mahlzeuges( Holländer, Kollergänge) innerhalb 12 Stunden vor der Wiederaufnahme des mit Ausnahme des Weihnachts, Dfter- und Pfingstfestes sowie wertthätigen Betriebes der Papiermaschinen das Trocknen der Pappdeckel im Freien und die Heizung von Trockenräumen gestattet werden. Bei der ersten Ausnahme hat die den Arbeitern zu gewährende Ruhe mindestens für zwei aufeinanderfolgende Sonn- und Fesitage 36 Stunden, für die übrigen Sonntage entweder 24 Stunden oder für jeden zweiten Sonntag 36 Etunden zu dauern; für die zweite Ausnahme treten die in § 105c Abs. 3 der Gewerbe- Ordnung vorgesehenen Ruhezeiten Den Lederfabriken endlich wird das Trocknen des Lackleder 3 im Sonnenlichte unter dem im§ 105c Abs. 3 der Gewerbe- Ordnung vorgeschriebenen Bedingungen gestattet. Die in Aussicht genommenen Ausnahmen für die Papierindustrie werden in einer demnächst einzuberufenden Konferenz zwischen den Behörden und den Vertretern des Industriezweiges einer Praktisches Christenthum. Pastor Sch a II, welcher in Abwesenheit des Kollegen" Ahlwardt der Hauptluftig macher des Reichstags geworden ist, gab heute, bei Berathung des sogenannten Heinistättengesetzes, eine prächtige Kapuziner Vorstellung. Schiller's Pater hätte es nicht beffer gemacht. Pastor Schall plagte bei dieser Gelegenheit mit dem Geständniß heraus, daß der Zweck der christlichen Eozialreform der sei, dem Staat gute Soldaten zu liefern. Ist die Frömmigkeit des Herrn Pastor Schall vielleicht sonst etwas problematisch so ist er wenigstens unzweifelhaft militärfromm. ein. Der Zoll auf Baumwollsamenöl soll von] 4 auf 10 Mark erhöht werden. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika, die Hauptexporteure Jdieses Artikels, bereiten gegen diese Zollerhöhung Repressalien vor. Da die Ver- mündlichen Erörterung unterworfen werden, während für die minderung der in der Mac Kinley- Bill festgelegten Zölle Lederindustrie eine solche Besprechung bisher noch nicht vorgerade jezt die parlamentarischen Körperschaften der Ber- gesehen ist. Die Verhandlungen bezüglich diefes Industriezweiges einigten Staaten beschäftigt, ist der Zeitpunkt für eine Zoll- find mit dem Zentralverein der deutschen Lederindustrie auf erhöhung auch vom schutzöllne dischen Standpunkt als der schriftlichem Wege eingeleitet. denkbar unglücklichste zu bezeichnen. Der Reichstag hätte die Pflicht, im Interesse unserer Ausfuhr die Vorlage des Bundesrathes abzulehnen. Den Wolfzell will der Besiegte in so vielen parlamentarischen Schlachten, Herr v. Ploeg, jetzt für die nothleidenden Landwirthe bewilligt erhalten. Daß ein Wollzoll bis zum Ablauf der Handelsverträge, in Deutschland nicht schlagen und die Bande fester knüpfen werde, die Vorurtheil und Zufall auflockerten." Gattin." • Und wo bleiben die Arbeiter?! Geehrte Redaktion! Zur Antwort auf Ihre Frage, ob Herr Erwin Bauer ein Kollege des Herrn Theodor Reuß gewesen, diene diese verbürgte Aufklärung: Erwin Bauer hat in den achtziger Jahren als Hauptkorrespondent des„ Hamburger Korrespondent" hier zu den Hauptreptilen Bis mard's gehört. Er selbst rühmt sich noch heute, das Schlemmen bei UHI, DreffeI zc. erst bei seinem engeren Protektor Herbert Bismarck gelernt zu haben. Er be trachtet das als eine Art haute école( hohe Schule). Uebrigens ist er noch bis etwa vor einem Jahre ultrabismarcksch ge= wesen. Denn er wurde im Januar 1893 wegen schwerer Ver unglimpfung Caprivi's und Miquel's in dem 20. Jahrhundert" zu sechs Wochen Festung verdonnert, die er in Glaz abbüßte. Der betreffende Artikel strohte von Bismarckverhimmelungen schwersten Ralibers. Seine Um- und Einkehr ist also jüngsten Datums. Die Thatsache, daß man im Auswärtigen Amte einen Mann empfängt und inspirirt, der furz vorher noch den Reichskanzler beschimpft hatte, läßt tief blicken. Uebrigens ist es Thatsache, daß Caprivi und Ebmayer ihn damals zuerst empfangen haben. Er hatte sich unter dem Vorwande eingeführt, ihnen einen großen Dienst leisten zu können. Welcher Art der gewesen, soll nicht weiter erörtert werden. Aber es ist eine bewußte Unwahrheit, wenn dieser Saurier( Reptilart) behauptet, er habe für seine Breßleistungen vom Auswärtigen Amte fein Geld bekommen. Es ist vielmehr bekannt, daß sein Blatt sich mit der ihm bewilligten Subvention noch hat einige Monate über Wasser halten können. Wie viel es gewesen ist, kann auf Wunsch gesagt werden. Allerdings war damals wegen der Militärvorlage das Geld etwas knapp im A. A.( auswärtigen Amt); allein er erhielt doch eine erfleckliche Summe als Ent gelt für die von ihm angetragenen großen Dienste". Er war übrigens nicht der einzige Antisemit, der damals im A. A. ,, aus der Hand" gefüttert ward. Herr Erwin Bauer möge sich trösten. Auch Theodor Reuß hat Anfangs geleugnet. Das Reichsgericht hat nicht, wie wir in Ueber- Eine, Wallfahrt nach Friedrichsruh gedenkt, einstimmung mit anderen Blättern meldeten, Gelegenheit nationalliberalen Blättern zufolge, eine Angehabt, über die preßgefehliche Mitverantwortlichkeit bes zahl von Mitgliedern des Reichstags und des AbgeordnetenVerlegers zu urtheilen, da der im Auslande weilende Ver- hauses nach Schluß der Reichstagssession zu machen, um leger des" Sozialist", Wilhelm Werner, im Auslande weilt dem Fürsten Bismarck einen gemeinsamen Besuch abzuund sich dem Revisionsverfahren nicht angeschlossen hat. statten. -FO " das Eine Stiefmutter hat Euch Beide aus Eurem Stammhause Tag mit meinem wunderlieblichen Bäschen, dem Blümlein vertrieben; ich halte es für Pflicht, Baterstelle bei Euch zu Tausendschön,... weil Ihr denn doch zu Wallraden geht Ihr thut mir viel Ehre an," erwiderte Dagobert höf- vertreten, die der schwache Bater verließ. Judem ich Wall- aber die Sitte leibet's nicht,.... in Deutschland lich: ich muß sie aber ablehnen. Wallrades hochfahren- raden vor sechs Jahren mein durch Erbschaft mir zugefallenes mindestens nicht, aber..." hier schwieg er heimlich lächelnd der Sinn hat sich ftets so troßig erwiesen in jedem Ver- Gut in Thüringen überließ, gab ich ihr schon ein sorgen- ftille. hältniß des Lebens, daß ich, selbst bei dem redlichsten freies Geschick, und behielt mir dafür nichts vor, als die„ Aber?" fragte Fiorilla muthwillig.„ Uber?" wiederWillen, die Hoffnung aufgeben mußte, ihn für meine red- Befugniß, ihr einen Gatten zu wählen, und diesen Gatten holte der Prälat neugierig und gedehnt. lichste Gutherzigkeit zu gewinnen. Auf der anderen Seite denke ich ihr hier zu freien." Aber wollt ich sagen," fuhr Dagobert fortbin ich auch nicht der Mann, der Weiberlaunen unterthan" Das muß eine herrliche Ehe werden," lachte Dago- wird sich schon geben, wenn ich einmal die Kirchenfarbe ist, wären es auch die einer Schwester, die einer geliebten bert: Lieber Ohm, wählt nur ein recht frommes Schaf, trage. Darum will ich eilen und den Schneider auf den das von Geburt an gewöhnt ist, mit Gebiß und Trense zu Tod plagen, bis er meine Heiligkeit gefertigt hat; den Du versteigft Dich," unterbrach ihn der Prälat; nicht laufen, und allein keinen Schritt zu thun. Wie heißt der Freibrief, der in Eurem Hause mir das Seffnungsrecht denken sollst Du an eine Gattin, die Du nimmer besitzen Glückliche, den Ihr der Sanftmüthigen zugedacht?" verleiht. Gott befohlen, hochwürdiger Oheim, träumt von wirst." Dem Spötter nenne ich ihn jeht nicht," entgegnete mir, liebe Base!" " Nun denn," rief Dagobert lachend: Ist mir die Liebe der Prälat verletzt und hob durch sein Aufstehen die verboten, so ist mir doch die Freundschaft erlaubt. Nicht Tafel auf. wahr, mein Bäschen?" ' s ist auch gleichviel!" versetzte Dagobert in lustigem, Fiorilla nickte heimlich lächelnd, und Dagobert ergriff spöttischem Zone:" Bebanernswerth ist er, er heiße nun seinen gefüllten Becher. Auf gute Freundschaft denn!" Adam wie der erste Mensch, oder Sylvester wie der letzte sprach er schmeichelnd, und klang mit Fiorillen's Kelchglas Tag im Jahre. Wohl bekomm ihm die Veränderung und an. Macht kein finsteres Geficht, Oheim! Wir ungehobelten der Hiobstand." " " Lachend und plaubernd eilte Dagobert, von dem ungewohnten wälschen Weine aufgeregt, von dannen, und dachte unter der Thüre des Vorgemachs das Herz seiner Begleiterin durch einen glühenden Händedruck zu versenken, aber indem rief des Prälaten befehlende Stimme: Fiorilla!" und mit einem leise geflüsterten Lebewohl: Adio carino!" flog fie in das Speisegemach zurück. Deutschen müssen einmal den Becher zur Hand nehmen, ob Unerträglich!" murmelte der Prälat zwischen den Welch einen Burschen hat mir der Bruder da gewir Frieden machen, Krieg beschließen, der Minne oder Zähnen. Gemäßigter aber fuhr er fort: Ich habe noch sendet!" sprach der Prälat mit gefalteten Händen;„ der der Freundschaft Bund heiligen. Wir wollen gute, gute einen Besuch zu machen, bei welchem ich Deiner Gegenwart schwaßt wie ein Franzose, zudringlich teck und vorlaut, und Freunde sein, Bäschen Fiorilla, oder Blümchen! Aber selbst entbehren muß, denn er gilt gerade Deiner Schwester. Es fäuft und ist grob wie ein echter Deutscher." Eure Launen trag ich nicht." wird mich freuen, Dich bald wieder zu sehen, und in schick- Fiorilla verlor fein Wörtlein, fie schmunzelte aber für Fiorilla sette das Glas mit lieblicher Geberde an den licherer Tracht." fich; versäumte nicht unter dem Aufräumen, am Spiegel Mund, und während ihre Lippen nippten, ruhte ihr Auge ,, Verlaßt Euch darauf," erwiderte der muntere Jüng- fich vorüberzudrehen, und strafte in Gedanken ihren hochfeelenvoll auf des Jünglings blühendem Gesicht. Der ling, nach dem Federhute greifend. Jm schwarzen Rock, würdigen Freund Lügen. Prälat rückte unruhig auf dem Stuhle, und drohte der mit Gürtel, Kragen und Kappe schaut Ihr mich nächstens Und der Fastnachtsnarr will Priester werden," fuhr Italienerin verstohlen mit dem Finger. Die Leichtfertige wieder. Ich bin Euch gern gefällig, wäre gerne immer der Prälat fort. lachte, Dagobert stellte sich aber, als habe er es nicht be- um Euch." Er will nicht, aber er soll und muß," schaltete mertt, und fuhr in lustiger Laune fort: Ihr seid mir noch Ich glaub's" spöttelte der Dheim mit einem Seiten- Fiorilla ein. die Erklärung schuldig, bester Ohm, wie es tömmt, daß ich blick auf Fiorillen. Du wirst aber ermessen, daß ich Dir Ganz recht, er soll!" versetzte Monsignore: Aber Wallraden hier zu Costnih finde? Was führt sie her? In feine. Herberge unter meinem Dache anweisen kann, weil Gott behüte uns in Gnaden. Das wird ein Kirchenlicht welcher Absicht ist sie hier?" mir's die Sorge für dieser lieben Beichttochter Ehre untersagt." abgeben, von dem einst der Heiland sagen wird:„ Besser Freilich," bestätigte Dagobert mit verstelltem Ernst: wär's, es wäre niemals angezündet worden." O seht;" rief Fiorilla:" feht, wie diese Neugierde schon verborgene Theilnahme verräth." " " Ihr müßtet nicht halb so gewissenhaft sein, werther Ohm, Gleich tausend andern!" Ficherte Fiorilla vor sich hin, Sie tam auf meine Ladung, mich zu besuchen;" ant- als Ihr wirklich seid, um solches zuzugeben. Ich weiß mich und fütterte den Sittich mit Honigbrot. wortete der Prälat dem Neffen kurz und gleichgiltig. auch zu bescheiden. Ich verplauderte gern noch den ganzen I ( Fortsetzung folgt.) " 1100 Die Herren haben wohl die Erinnerung verloren, wie gar nicht daran, irgend etwas ungefeßliches oder Gewalt- Aus Sachfen. Die Berfolgungen der Arbeiter und ihrer despektirlich sich Bismarck über ihre Partei geäußert hat, fames zu thun. Schroffer in der Form ist er gegenüber Organisationen werden im Lande Bliehmchens eifrig fort oder sie sind bar jedes Ehrgefühls.der Budgetfrage, und hier fiel er auch aus der diplomatischen betrieben. Bewundernswerth ist es, wie man immer neue Mittel Das Budget gebe allem voran" sagte er. Und findet, den Sozialdemokraten etwas in den Weg zu legen. So In unnöthige Unkosten stürzt sich der„ Reich3. Rolle: wurde in Gelenau eine Parteiversammlung verboten, weil aus Anzeiger", indem er die Erklärung des Grafen v. Bosa- Budget heißt bei ihm Militärbudget. Die vorgeschlagene ber Anmeldung nicht sut eteiben mi zu ersehen sei, ob der Einberufer dowsky in der Steuerkommission des Reichstages veröffent- Ersparniß von 20 Millionen sei eine Verirrung." Und dispositionsfähig ist. Auch ſet fein Referent angegeben. licht. Es ist im wesentlichen alles bekannt, was der Herr schließlich platzt er heraus: Man solle die Regie: Eine Formerversammlung in Chemnih ist auf erzählte und kann glücklicherweise am Schicksal der Steuer- rung nicht zwingen, zu anderen Mitteln zu grund des§ 5 des fächsischen Vereinsgesetzes verboten worden. vorlagen für den Moment nichts ändern. greifen." Damit hatte Herr Crispi die Maste abfallen Referent war Genosse E. Grenz, auf den die Behörde den Infich in einer Die Burschenschafter verwahren sich in einer auch laffen. Seine unkluge Drohung erregte Sensation" und halt des obigen Paragraphen anwendete wegen einer Aeußerung, warten wir ab, was weiter geschieht. Der Knoten schürzt die er in einer früheren Bersammlung gethan. Beschwerde wird uns zugegangenen Buschrift der Redaktion der Burschen- sich mehr und mehr. Das Schwert ist schon halb aus der selbstverständlich geführt werden. Wann wird man wohl einschaftlichen Blätter", daß sie sozialistischen Bestrebungen Scheide, das ihn zerhauen soll. sehen, daß auf diese Weise die Sozialdemokratie nicht todt zu huldigen. Wir haben die deutschen Studentenverbindungen machen ist. ftets so niedrig bewerthet, als daß wir dies je für möglich enthaltenen Borschlägen befindet sich eine Erhöhung maifeier mit einigen Schwierigkeiten zu fämpfen, infofern, Stenererhöhung in England. Unter den im Budget gehalten hätten. Die Dresdener Parteigenossen haben in bezug auf die der Biersteuer um 6 Pence per Faß und eine als sie noch fein Lotal haben, in dem die Festlichkeit stattfinden In Desterreich wäre es fast zu einem Rücktritte des Erhöhung der Spritsteuer um 6 Pence per tönnte. Es war beabsichtigt, die Feier im Park der Waldper eine Justizministers gekommen, dessen Erklärung über eine noch Gallone. schärfere Handhabung des Preßgesetzes gegen oppositionelle schlößchen- Brauerei abzuhalten. Sie hatten deshalb VerhandBeitungen vom ganzen Parlamente verurtheilt wurde. Die Norwegen. An der Forderung eines eigenen, von lungen sowohl mit der Direktion der Brauerei als auch dem feigen Liberalen sind aber über ihren Erfolg, den ersten Schweden vollständig unabhängigen Konsulatskorps hält die Pächter des Partes eingeleitet. Diese Herren jedoch haben unsere feit langen Jahren in einer liberalen Sache, so erschüttert, Majorität des norwegischen Parlaments fest. Gestern nahm zeigt jedoch mit vollständiger Klarheit, daß sie den Park nicht Parteigen offen eine Zeit lang hingehalten, ihr ganzes Verhalten daß sie die Sache beilegen und den reaktionären Minister das Storthing( das Parlament) mit 60 gegen 51 Stimmen zur Maifeier hergeben wollen. Es zeigt sich aber auch hier mit seiner russischen Preßpolizei dem guten Lande Defter den Antrag des Abg. Engelhardt an, einen besonderen wieder, daß gewisse Gastwirthe gern Arbeitergroschen einstecken, reich weiter erhalten wollen. Storthingausschuß für die Berathung des Konsulatsbudgets wenn es aber gilt, den Arbeitern auch einmal entgegenzukommen, mpeite mpoutana Die österreichische Wahlreform ist vertagt, bis die niederzusehen. ihnen das Lokal zu einem für sie außerordentlich wichtigen Roalitionsparteien fich über eine gemeinsame Borlage Den achtstündigen Arbeitstag in den norwegischen zustoßen und weisen die Arbeiter von ihrer Thür. Daß sich Zweck herzugeben, dann fürchten sie, nach anderer Seite hin an einigen werden. Ob dies in diesem oder im nächsten Jahre Marinewerkstätten einzuführen, wurde im Parlamente be- biese Gastwirthe und Brauereien auf solche Weise teine Symoder später geschehen wird, ist nicht gesagt worden. Die antragt. en eina pathie unter der Arbeiterschaft erwerben, ist klar! Arbeiter werden die Herrschaften an ihre Pflicht zu erinnern wissen. Das spanische Anarchistengeset wurde von der sassigillido ban Rammer mit blos unerheblichen Abänderungen anDas Zivilehe Gesetz wurde vom ungarischen genommen. Abgeordnetenhause in zweiter Lesung angenommen. Die Eine Erbfchaftssteuer soll fünftighin von den in dritte Lesung findet morgen statt.Parlamentsberichte. Soziale Uebersicht. in Peiz( Lausitz) dauert seit dem 24. März unverändert fort. Streifbrecher haben sich aus Deutschland nicht, wohl aber aus Desterreich gefunden. Man hat dieselben durch das Versprechen, der Verdienst betrage wöchentlich 20-24 M., herbei gelockt; in Wirklichkeit wird nur 10-12 m. verdient. Die Streifenden, die über sehr wenig Mittel verfügen, ersuchen um thatfräftige Unterstüßung; vor allem aber ist ber Zuzug fernzuhalten. Sendungen find zu richten an: Paul Pehald, Brauerstr. 33/34, Peit. Der Streik der Förderleute( das sind meist jugendliche Rußland verstorbenen Ausländern erhoben werden. Arbeiter) auf dem vierten Brückenbergschacht bei Zwickau Der erste Mai kommt und damit der übliche umfaßt jetzt 160 Mann. Die Ursache des Ausstands find LohnFrauenstimmrecht und weibliche Abgeordnete bei differenzen. Die Streifenden, deren Lohn 1,60 bis 2 m. pro Sternschnuppenfall von Sardinenbüchsen, Kochtöpfen den Antipoden. Das Reutersche; Bureau" meldet aus Tag beträgt, fomie 25-35 Pf. für Ausbeute, verlangen für die den und anderem Attentats"-Hausrath. Nur in Frankreich, Wellington in Neuseeland- unterm 13. b.: Schicht 1,60 m. und 60 Pf. für Ausbeute. Die Verwaltung hat wo der Sternschnuppenfall vor zwei Jahren und im vorigen Jahr ein besonders reichhaltiger war, hat die Polizei dies Eine Abordnung von Frauen fand sich heute 40 Pf. Gewinn für Ausbeute bewilligt, ein Beweis jedenfalls, bei dem Premierminister Siddon ein und befürwortete, daß daß selbst von ihr die Berechtigung des Verlangten nicht bemal sich eine große Sparsamkeit auferlegt. Sie hat in dem Frauen auch als Parlamentsmitglieder stritten werden kann. Die Streifenden beharren indeß auf ihrer schönen Spiel doch ein Haar gefunden, desto freigebiger sind follten erwählt werden können. Der Premier Forderung. V die Kollegen in Italien, wo Herr Crispi auf dem letzten minister erwiderte, daß dies nur die logische Folge Sum Wiener Tischlerstreit( siehe 2. Beilage). Wie ein Loche der Monarchie pfeift und den Staatsstreich einzufädeln davon wäre, daß den Frauen das Stimmrecht neueres Telegramm besagt haben, entsprechend dem Beschluß, bemüht ist. Dort platzt jeden Tag ein halb Dugend Bomben ertheilt worden sei. Ihre politische Erziehung wäre bereits 13 000 Tischlergehilfen, darunter ungefähr 300 an der und ein paar Duhend platen nicht, weil sie von der natürlich eine Grundbedingung. 200 Ausstellung für Voltsernährung beschäftigte, die Arbeit einwachsamen, luchsäugigen Polizei vorher entdeckt werden. Wir werden also demnächst weibliche Parlaments- gestellt. Die Ruhe ist nicht gestört worden. 12 Meister zeigten Sogar dem Crispi begeisterten Korrespondent der mitglieder haben. Die christlich- germanischen Böpfe werden dem Streiffomitee an, daß sie die gestellten Forderungen be Bossischen Zeitung" in Rom ist das zu viel; er schreibt: u Berge stehen. Wir Sozialdemokraten aber finden die Sache willigen, worauf in den Werkstätten dieser Meister die Arbeit Rom, 14. April. Die neuesten Bombenentdeckungen der sehr natürlich und gar nicht befremdend. Denn auf allen wieder aufgenommen wurde. Die streikenden Tischler in der Ausrömischen Polizei, die jahrelang in Bombenangelegenheiten unseren Kongressen haben wir weibliche Abgeordnete ftellung sind durch Bimmerleute ersetzt worden. nicht den geringsten Erfolg aufzuweisen gehabt hat, be- und Vorsitzende. Und ist ein Kongreß nicht auch so etwas Der Streit der Schuhmacher bei der Firma Riccius gegnen einigem unglauben und zwar nicht wie ein Parlament? Mitunter sogar etwas mehr? nur, weil der 1. Mai herannaht, der den Wunsch nach seitiger Unschädlich machung der bekannten Störenfriede durch die Polizei na helegen muß, sondern auch weil die Polizeiagenten sich nicht ganz unverdächtig benommen haben. Vor einigen Tagen erſchien ein Agent im Schanklokale eines gewiffen Bramucci nahe der Piazza Dante, ließ sich in den Garten des Lokals führen und holte aus dem Gestrüpp neben ner Hecke, die den Garten von der Straße trennt, einen des Kultusministerium 3. in Papier gewickelten viereckigen Gegenstand hervor, den er dem Schankwirth als eine Bombe bezeichnete. Diese sollte nach der Angabe des Poliziften durch einen Anarchisten, Namens Tagliaferri, über die Hecke in den Garten geworfen worden sein. Als Tagliaferri darauf in seiner Wohnung ver haftet wurde, beftritt er die Angaben des Polizei- Agenten zu nächst auf das bestimmtefte. Später soll er freilich zugestanden haben, der Bombenleger gewesen zu sein, indessen will man hier an dies Geständniß nicht recht glauben. Natürlich wurden aber noch mehrere Verhaftungen vorgenommen, und dies hat, wie die Polizei behauptet, zur Auffindung einer zweiten faft fünf Kilogramm schweren Bombe geführt, die ein Begleiter Tagliaferri's, der Fleischergeselle Ariè, der Fleischergeselle Ariè, im Botanischen Garten auf dem Caelius versteckt haben soll. Es steht nicht fest, ob diese zweite Bombe mit Dynamit und Pulver oder mit chlorsaurer Pottasche gefüllt gewesen ist. In deffen tlingen die Angaben über die Art der Auffindung Durch zwei Geheimpolizisten, die bei ihrer Unternehmung beobachtet worden sind, nicht gerade allzu wahrscheinlich. Sollte es wahr sein, daß Ariè zugestanden habe, alle in letzter Zeit vorgekommenen Bombenanschläge begangen zu haben, so würde man freilich der hiesigen Sicherheitsbehörde viele Vorwürfe und Zweifel abbitten müssen. Auch in London, Spanien 2c. giebt's Maibomben, wir hätten fast gesagt: Maibonbons. In Paris ist ein ganzes anarchistisches Magazin entdeckt worden, das jedoch aus der guten alten VaillantHenry'schen Zeit stammt. Die Polizei giebt eine genaue Abgeordnetenhans. 51. Sigung vom 17. April 1894, 11 Uhr. Am Ministertische: Bosse und Kommissarien. Die dritte Berathung des Etats wird fortgesetzt im Etat Fall in Wesel die Befürchtung aus, daß der Minister den Abg. Frigen- Dülten( 3.) spricht in Anknüpfung an einen Geistlichen im ganzen Rheinland die Lokal- Schulinspektion entziehen wolle. Bergarbeiter Entlassungen. Auf verschiedenen Bechen Köln. Boltsztg." Entlassungen und Kündigungen von Berg des Effener Reviers wurden am 15. April so meldet die arbeitern vorgenommen. Auf der Zeche„ Bollverein" sollen allein 400 Kündigungen vorgekommen sein. Absicht liege. Bahlreiche Geistliche haben felber wegen Ueber haben sich weitere 1000 Mann angeschlossen, so daß die Zahl Minister Boffe bestreitet, daß ein solcher Plan in feiner Dem Bergarbeiter- Ausstand in Falkenau)( Böhmen), lastung mit geistlichen Amtsgeschäften um Entlastung in Schulber Streifenden jetzt 2000 beträgt. Die Hälfte aller Schachte haben sich weitere 1000 Mann angeschlossen, so daß die Zahl fachen gebeten. feiert. Lehrer hin, welche an Volksschulen angestellt, fommissarisch an Abg. Friedberg( natl.) weist auf die mißliche Lage der mittelschulen beschäftigt werden. Sie verlieren dadurch ihre Steuerfreiheit, werden aber in bezug auf ihre Pension c. als Boltsschullehrer behandelt. und das Etats- und Anleihe gefeß, nachdem der FinanzDer Kultusetat wird genehmigt; ebenso der Etat im ganzen minister Miquel sich vorbehalten hatte, auf die Rückwirtung der noch ausstehenden Beschlüsse des Reichstages über die Steuer vorlagen bei dem Generalbericht der Budgetkommission zurückzukommen. Damit ist die dritte Lesung des Etats beendet. Es folgt die erste Berathung des Gefeßentwurfs, betreffend enderungen der Wegegesebgebung der Pro vinz Hannover. Die Kommissionsberathung wird abgelehnt. 2 Witterungsübersicht vom 17. April. Stationen. Swinemünde Hamburg Berlin Wiesbaden. München Barometer stand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke Coco( Stala 1-12) Wetter D Temperatur ABALISTEES( nach Celsius 50.= 4° R.) 755 GGD 3 heiter 12 755 DGD • bedeckt 11 755 Still bedeckt 14 755 Still bedeckt 11 755 bedeckt 10 Echluß 32 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 11 Uhr. Haparanda ( Raligefeb.) fan PlanguAb Wien 765 bedeckt Petersburg Cort. Aberdeen Paris 764 749 M 745. WNW 755 SM B halb bedeckt heiter moltig bedeckt Beschreibung der Sprengvorrichtungen und kann mit Genug- Parteinachrichten. thuung feststellen, daß die Rezepte des Polizeipräfekten Andrieux bis ins Ginzeln ste befolgt worden sind. muß! 24128 Eine eigene Druckerei beabsichtigen nun auch die Iber- Witterung in Deutschland am 17. April, 8 Uhr Morgens. felder Genossen anzulegen. Zu diesem Zwecke ist ein Preß- Obwohl das Barometer seit gestern noch etwas gefallen ist Wie er sich über seine gelehrigen Schüler doch freuen fonds gegründet worden, zu dem beizutragen alle Parteigenoffen und jest in ganz Deutschland unter seiner durchschnittlichen Höhe in der Elberfelder Preffe" aufgefordert werden. Wir liegt, haben die Regenfälle aber doch größtentheils aufgehört. Das französische Budget. Der gestern an die Par- geben gern zu, daß der Gedanke, auf eigenen Füßen" zu stehen auch die südlichen Winde sind wieder schwächer geworden, vielan bie Barlamentsmitglieder vertheilte Budgetentivurf pro 1895 ver etwas für sich haben mag, hat er ja auch den Zweck, alle Ueber- fach ist in Mitteldeutschland sogar völlige Windstille eingetreten. anfchlagt die Einnahmen auf 3 424 407 000 Frants, die schüsse dann der Partei zuzuführen, sie zu verwenden zur Agita In West- und Süddeutschland ist der Himmel nach zahlreichen Ausgaben auf 3 423 893 000 Frants, so daß sich ein leber- tion, zur Ausbreitung unserer Ideen u. f. w. Andererseits follte gestrigen Gewittern noch beute überall bewölkt und die Temperatur man aber doch bedenken, daß die Partei als solche mit in- ein wenig gesunken. Im Nordosten ist es hingegen ziemlich schuß von etwa einer halben Million ergiebt. Das ursprüng- dustriellen Unternehmungen nichts zu thun haben sollte, ja, daß heiter und noch etwas wärmer geworden; in Berlin zeigt das lich vorgesehene Defizit von 140 Millionen ist durch das Verhältnisse eintreten können, unter denen es der Partei hinder Thermometer schon am Morgen 14 Grad Celsius. Ergebniß der letzten Konversion, durch die Erhöhung der lich, fogar gefährlich werden könnte, Bermögen an Immobilien Einnahmen aus den indirekten und den direkten Steuern, zu befizen. Nur die äußerste Nothwendigkeit sollte die Parteidarunter aus der neuen Dienstbotensteuer etwa 15 Millionen, genossen dazu veranlassen, diesen Schritt zu thun und zwar unter und durch die Reduktion der Bahn- Zinsgarantie von 185 Anwendung größter Vorsicht.i auf 79 Millionen beseitigt. Die Ausgaben für das Heer und die Marine betragen 926 Millionen Franks. Vorbereitung eines Altersversorgungs- Gesetzes in Frankreich. In dem französischen Finanzplane für 1895 figurirt zum ersten Male ein Betrag von 1 500 000 Franks, welchen der Staat an die Arbeitervereine zur gegen seitigen Unterstüßung beisteuern will, die der PrivatInitiative entspringen. Der Beitrag würde von Jahr zu Jahr steigen. Berliner Wetterbureau. Ein wenig fühleres, zeitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter Wetter- Prognose für Mittwoch, den 18. April 1894. mit mäßigen füdwestlichen Winden, etwas Regen und Gewitterneigung. una Berliner Wetterbureau. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. Schöneberger Bahnhof. Sie haben kein Vorrech, da ge= 3. S. Wir können zu einer Beleidigungsklage nicht rathen. da mod gir Depeschen. Das zehnte Mal bestraft wegen Beleidigung wurde am 10. April der Genosse Schulze in Dessau von der dortigen Straftammer. Er sollte die Polizeibehörde in Nienburg be Briefkasten der Redaktion. leidigt haben. Während der Reichstags- Wahlperiode hatte in wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wet Buchstaben oder eine Bahn) der battles i en burg von freifinniger Seite eine Versammlung stattgefunden. In der Diskussion sprach Schulze sein Bedauern barüber aus, daß die sozialdemokratische Partei nicht im ftande pfändet ist. fei, felbständig eine Versammlung einzuberufen, weil die Behörde die Wirthe maßregele. Die Polizeibehörde hatte das auf sich bezogen. Der Gerichtshof bestätigte die vom Schöffengericht ausDas proportionale Wahlrecht in Belgien. Die geworfene Strafe von 50 M. Zum Schluß fonnte der Vorsitzende die fatholische Bereinigung hat gestern unter dem Vorsitz Bemerkung nicht unterbrüden:„ Es ist übrigens das zehnte Mal, daß Sie wegen Beleidigung bestraft sind; gewarnt find Sie ge Beernaert's, des früheren Ministerpräsidenten, eine Tages- nug, Sie sollten sich nun verkneifen können". Ja, warum werden Köln, 17. April. Wie die„ Kölnische Zeitung" aus Dortordnung angenommen, welche energisch Propaganda zu denn Sozialdemokraten so vielfach wegen Beleidigung bestraft? mund meldet, hat in der vergangenen Nacht auf der Reche gunsten der proportionalen Vertretung anstrebt. Sind sie so unverträglicher Natur oder sind es nicht vielmehr Germania" ein Schachtbrand stattgefunden. Die Belegschaft ist Die italienische Kammer beschäftigt sich seit gestern die Verhältnisse, die sie immer wieder zur Kritik herausfordern? mit den beiden brennenden Fragen: des Budgets und Außerdem sind es auch unsere Beamten, die in ihrem bureautratischen Geist sich über alle Kritik erhaben dünken und stets der Dittatur. In bezug auf legteren Bunft sucht eine große Nervosität bekunden, sowie ihre werthen Personen in Crispi den Widerstand dadurch zu beseitigen, daß er die Betracht kommen; an diesen darf eben der gewöhnliche Unter if eben der gewöhnliche verlangten Vollmachten als etwas ganz Nichtssagendes hin- thanenverstand nicht rütteln. ftellt, eigentlich als bloße Formfache. Die Regierung dente gerettet. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) ( Deveichen des Bureau Herold.) Prag, 17. April. Hierselbst wurden von der Polizei 70 000 revolutionäre Broschüren beschlagnahmt, welche von Wien mit der Bahn hierher gesandt wurden. Dieselben sollen Aufreizungen gegen die befizenden Klassen enthalten haben und Aufforderung an die Arbeiter, am 1. Mai zu feiern. Für den Inhalt der Inierate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 18. April. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Schauspielhaus. Hamlet. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Die Waise von Lowood. Leffing- Theater. Niobe. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Bettelstudent. Reßdenz- Theater. Dekorirt. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Der neue Kurs. Adolph Ern- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktovin Theater. = des Kapitän Grant. Die Kinder Alexanderplak Theater. Nachteulen von Paris. Die National Theater. Gefährliche Waffen. Theater Unter den Linden. Der Mikado. Hierauf Columbia. American Theater. Lumpen= Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Wintergarten. Spezialitäten- Bor stellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Ein firammer Sozialdemokrat ist anKaufmann's Variété. getommen. R. u. Frau Beil, Former. Gänzlich renovirt! Neue Direction. Eletr.Beleuchtung. Täglich: Große Künstler- SpezialitätenVorstellung. Auftreten von Künstlern I. Ranges. Kapelle 24 Mann stark. Anfang 8 Uhr. Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Donnerstag, den 19. April: Abschieds- Soirée der Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf Im Vorverkauf 40 Pf. ( S. Platate). Spezialitäten Freitag und Sonntag: Kaufmann's Variété. Spezialitätens Vorstellung. Parodie Theater. _ Borstellung. SpezialitätenNational- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Novität. Novität. Mittwoch, den 18. April: Victoria- Brauerei. Alcazar. Variété. u. SpezialitätenTheater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Vornehmster Familien- Aufenthalt. Benefiz- Vorstellung Gefährliche Waffent. f. Georg Fischer u. Edwin Stempel. Schauspiel in 5 Aften und 7 Bildern ( nach dem gleichnamigen Roman des Berliner Lokal- Anzeigers" von Doris Freiin v. Spättgen) von Hugo Busse. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Neu! Höllenqualen. Neu! Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Entree Reserv.( 50 Anfang der Abendvorstellung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Refere 30 f. Morgen: Gefährliche Waffen. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Bum 11. Male: Der neue Kurs. Posse mit Gesang in 3 atten von Leopold Ely. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang der Vorstellung 7/2 Uhr. Morgen:„ Der neue Kurs". R. Winkler. " Castan's Panoptikum. Im 9. Kreise der Hölle: Der Rutsch a. d. Rafirmesser. Elite- Damenkapelle Austria. Unserm Genossen und Kollegen Johannes Lütgehaus zu seinem heutigen Wiegenfeste ein breimal donnerndes Hoch! 3057b Es sei denn! Hannes, mach Du'ne! Du bist mein Mann! A vous santé. Todes- Anzeige. Orts- Krankenkasse Des Töpfergewerbes zu Berlin. Donnerstag, den 19. April cr., Abends 61/2 Uhr: Generalversammlung der Delegirten Bergstr. 68. Tagesordnung: Den Mitgliedern des Vereins zur im Saale des Herrn Alb. Keller, Wahrung der Interessen der Gaft- und Schankwirthe Berlins und Umgegend zur Nachricht, daß der Kollege Cornelius, 1. Neuwahl der ausscheidenden und ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder. 2. Wahl dreier Rassenrevisoren( 1 Arbeitgeber und 2 Arbeitnehmer) zum Plantagenstraße 42, verstorben ist. Jahresabschluß. 3. Wahl eines KrantenDie Beerdigung findet am Mittwoch, besucher- Stellvertreter. 4. Statuten= den 18. d3. Mtz., Nachm. 8 Uhr, vom 3 Trauerhause aus nach dem Pauls: Kirchhofe statt. Der Vorstand: J. A.: W. Lorenz. Unfallsachen, Klagen, Eingaben. Putzger, Stegligerst.65. Buchhandlung des Vorwärts" " Berlin SW., Beuth- Straße 2. Maifeier Literatur Agitations- Schriften. Arbeiterschhuk und Achtstundentag. Von Karl Kautsky. 60 Seiten, Preis 20 Pfg., Porto 5 Pfa. 茶 änderung der§§ 1 bis 68. 5. An- Arbeiterschutzgesetzgebung träge. 6. Verschiedenes. Nach§ 47 des Statuts. Nur Delegirten haben Zutritt. Der Vorstand. Franz Beyer, 1. Vorsitzender, Rykestr. 29. Rudolph Balte, Schriftführer, Madaistr. 9. Typographia 327/19 Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser. ( Mitgl. d. A.-S.-B.) Dirigent: W. Bölke. Am Sonntag, den 22. April, Abends 6 Uhr, in den ,, Konkordia Festsälen", Andreasstraße Nr. 64: Yokal- und Instrumental- Konzert. 447/19 Eintrittskarten im Vorverkauf 40 Pf., an der Kaffe 50 Pf. Nach dem Konzert: BALL. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Eintrittskarten à 40 Pf. sind bei Herrn Stolle, Oranienstr. 126, II, sowie im Segersaal des Vorwärts", Beuthstr. 2, Hof 4 Tr., zu haben. " und ihre internationale Regelung. Von Paul Ernst. 36 Seiten, Preis 15 Pfs., Porto 5 Pfa. 米 Für den Achtstundentag. Bon D. Zinner. 48 Seifen, Preis 25 Pfa., Porto 5 Pfs. * Der Achtstundentag. Von R. Seidel. 16 Seifen, Preis 10 Pfa., Porto 8 Pfs. 米 Berkürzung der Arbeitszeit. Erfahrungen und Urtheile von Ceschäftsleuten. Von Rudolf Morf. 32 Seifen, Preis 20 Pfa., Porto 5 Pfø. Sozialistische Theaterside. Freie Volksbühne. Differ d. Slaalsauwalis. Mittwoch, den 25. April, Abends 82 Uhr, in den ,, Konkordia Festsälen", Andreasstraße Nr. 64: 10 Ordentliche Generalversammlung. Tages- Ordnung: 1. Rechenschafts- und Kassenbericht. 2. Antrag des Vorstandes auf Aenderung der§§ 6 und 20 des Statuts. 3. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung ladet dringend ein Der Vorstand. Am Sonntag, den 22. April, findet für die 3. Abtheilung eine Vorstellung im National- Theater statt. Zur Aufführung gelangt: Wie man wohlthut. Schauspiel in 4 Aften von Edgreen- effler. In deutscher Bearbeitung von Gustav Lichtenstein. Nachher: Michel Derrin. Lustspiel in 2 Atten von Méllesville Duveyrier. Seft 8 der Voltsbühne, enthaltend: Wie man wohlthut. Michel Perrin. Die Thätigkeit der Freien Boltsbühne. Vereinsnotizen, ist zu haben zum Preise von 10 Pf. oder Einsendung einer 10- Pfennig- Marte in der Buchhandlung des Vorwärts", Beuthstr. 2. 85/4 Adolph Ernst- Theater. Nur noch kurze Zeit. Berein zur Wahrung der Intereſſen der Gaft- u. Schankwirthe Heute: Charley's Tante. Schwank in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Circus Renz, ( Karlstraße.) Mittwoch, den 18. April: Abends 7/2 Uhr: Parodiſtiſche Poſſe mit Gesang in 1 at Auf auf zur fröhlichen Jagd! von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anjang 1/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Nratweil' Berlins und Umgegend. Am Freitag, den 20. April, Nachmittags 5 Uhr, beim Kollegen Wilke, Audreasstraße 26: General- Versammlung. Parforce- u. Kaskadenritt. Ballet von 100 Damen. Meute von 40 Hunden. des Außerdem: Das Schulpferd Kandelaber, ger. v. Herrn Ernst Renz; der Bonny Polichinell, dressirt u. vorgef. von Herrn Lavater Lee; der kaukas. Jockey Wassilliams; die Luftgymnast. sche Gebr. Wortley; Cavallerie zu Fuss 2c. Bierhallen Kommandantenstr.7-79. Donnerstag: Auf, auf, zur fröhlichen Aagd. Sonnabend: Benefiz f. d. ,, August" Mr. Lavater Lee. Nelt. u. größt. Etabliſſem. Beri. Achtung! Täglich bei freiem Entree abwechselndes Programm Fr. Renz, Direktor. Achtung! Gesangvereine, der österreichischen Damenkapelle die gewillt sind, unser Dittl" " Auftreten von Maifelt 480/ 5* in kleinrussischen Nationalkostümen. am Dienstag, den 1. Mai, verschönern zu helfen, werden hiermit gebeten, sich an den Genossen Hermann Kube, Künstlern. Spezialitäten Schillerstr. 82, of 2 Tr., bis Sonnabend, den 21. d. M., zu wenden. 1. Ranges, Das Maifest- Komitee in Charlottenburg. sowie Auftreten der nordamerikanisch. Negergesellschaft Mr. Brown. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Bf. Schmiedel's Festsäle, 3 Kegelbahnen, 6 Billards, pro Stunde 60 Pf. C. Koch, fr. Gambrinus. Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle Tages Ordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes und Jahres- und Bierteljahresbericht Kassirers. 2. Bericht der Rechtsschutz- Kommission. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Ersazwahl des Vorstandes und der Rechtsschutz- Kommission. 5. Fortsetzung über den Bericht der Bierkommission. 6. Vereinsangelegenheiten und Verschiedene3. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Soeben erschienen: Der Vorstand. J. A.: W. Lorenz. Der Arbeitsvertrag. Bon Rich. Lipinski. Groß- Oftav 82 Seiten. Preis 20 Pfennige. Porto 3 Pf. 60202* Schwank in einem Akt v. M. Regel. Preis 30 pfg., Porto 3 Pfa., 10 Expl.( nöthige Rollenzahl) 2,50 mk., Porto 10 pfa. * Wieder ein Kämpfer! Charakterbild aus dem Arbeiterleben von W. Krauße. Preis 80 Pfa., Porto 8 Pfa., 7 Expl.( nöthige Rollenzahl) 1,80 k., Porto 10 pfa. Gedichte. Prologe. Karl Hendell: Buch der Freiheit. 2 Bände in elegantem Umschlag. Preis pro Band 1,75 Mk. Porto 30 Pfg. Komplet in Prachtband geb. Mark 5,00. Porto 30 Pfg. Truhnachtigall. Inhalt: Glühende Gipfel( Maifestspiel). Gründeutschland. Preis brosdirt 1,50 k., geb. 2,00 Mk. Porto 20 Pfg. Voetisches Skizzenbuch. preis gebunden 3,50 k., Porto 10 pfa. Diorama. Preis 3,60 mark. Porto 20 Pla. Amselrufe. Preis 2,00 mark. Porto 20 pfa. Strophen. Preis 1,60 mark. Porto 20 pfa. Aus meinem Liederbuch. Prachtband. 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Dieses wird hiermit auf grund§ 60 Achtungsvoll 3054b des Kassenstatuts den Interessenten zur F. Kelle, Schönhauser Allee 28, Kenntniß gebracht. Kinderwagen 30626 Größtes Lager Swinemünderstraße Nr. 6. Thei'zahlung gestattet. 29906 Stempel Der Vorstand. Vereins- Abzeichen 2c. H. Guttmann, Brunnenstr. 9. früher Kuhlmey. Der heutigen Nummer unseres Blattes liegt die getrige Gewinnlifte der preuß. Loiterie bei. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2 Eine Auswahl Lieder und Gedichte deutscher Proletarter. Bd. 1. W. Hafenelever, R. Frohme, A. Lepp. Bd. 2. J. Andorf. Bd. 3. R. Lavant. Bb. 4. M. Regel. Bd. 5. A. Schen. Preis pro Band, eleg. gebunden Mk. 1. Porto 10 pfa. * Sochfluth. Sozialistische Beitgedichte zum 1. Mai. Preis 20 Pro. Porto 8 Pfa. * Gelegenheits- Gedichte und Profoge für Arbeiterfeste. Von Manfred Wittich. Preis 75 Pfa. Porto 10 Pfa. Gebunden 1,80 mark. Porto 20 Pro. * Raketen u. Leuchtkugeln. Eine Festgabe zum 1. Mai. Bon S. Kotosty. Porto 3 Pla. Preis 20 Pfa. Bet Bezug von auswärts empfiehlt es sich, bet fleineren Bestellungen den Betrag in Postmarken gleich betzufügen, bei größeren Aufträgen vorherige Ginsendung, um die Nachnahmekosten zu ersparen. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 89. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Mittwoch, den 18. April 1894. 11. Jahrg. Zwangslage versehen, ja oder nein zu sagen, offen Farbe zu be-| hat; man wird höchstens dadurch den noch nicht fennen. Will die rechte Seite den Fortbildungs Schulunterricht verschuldeten kleinen und mittleren Bauernstand erhalten fräftig ausbauen und die Leistungsfähigkeit der Arbeiterschait und seßhaft machen. Die große Masse der deutschen Bauernbefördern, dann forge sie zunächst für eine gründlichere Ver- schaft wird sich schönstens für diese Heimstätten bedanken. Man 84. Sigung vom 17. April 1894. 2 Uhr. besserung des Voltsschulwesens in den Einzelstaaten und schließe will alles in eine einheitliche Schablone pressen, in der RheinAm Bundesrathstische: D. Bötticher, v. Berlepsch, sich unseren Bestrebungen auf Verkürzung der Arbeitszeit an. gegend mit ihrer Jahrhunderte langen bäuerlichen Tradition und Lohmann. Dadurch allein erhalten die Arbeiter mehr Zeit, sich den Luxus- Entwickelung wird man gar nicht in der Lage sein, diese GesetzZur ersten Lesung steht die Vorlage, wonach die im§ 120 der frischen Luft" zu gestalten und sich geistig weiter auszu gebung durchzuführen. Man verweist auf die Höferollen. Aber Abs. 1 der Gewerbe- Ordnung festgesette Frist, innerhalb deren bilden. alle ernsthaften Sozialpolitiker sind der Ansicht, und die Erdie Zentralbehörde für bestehende fakultative Fortbildungs- Abg. v. Stumm( Rp.): Für die Borlage wird das fahrung hat es bestätigt, daß die ganze neuere Gefeßgebung für schulen Ausnahmen von der dort über den Unterricht getroffenen Interesse des Zeichenunterrichts vor allem ins Feld geführt. Die Höferollen und die Landgüter- Ordnung nicht einen PfifferBestimmung gestatten kann, bis zum 1. Oftober 1897 erstreckt Bei den Fortbildungsschulen für Mädchen, ich glaube bei allen, ling werth ist. Man hat damit, abgesehen von Hannover, wo werden soll. besteht gar kein Zeichenunterricht. Hätte ich gewußt, wo die wirthschaftlichen Verhältnisse sehr eigenartige sind, nichts ers Preußischer Handelsminister v. Berlepsch: Ob die Vor- mit die Mädchen in diesen Fortbildungsschulen des Vormittags reicht. Der Bauer im oberbayerischen Gebirge, in Niederbayern, lage nach dem Ergebniß der Besprechung der Interpellation von 8-12 beschäftigt werden, niemals hätte ich 1891 zu dem in Thüringen wird sich nicht mir nichts dir nichts das freie Ver Ofann Aussicht auf Annahme hat, steht dahin. Die Kompromiß bis 1894 meine Hand geboten. Ich finde es geradezu fügungsrecht über seinen Grund und Boden nehmen lassen und verbündeten Regierungen aber glaubten die Vorlage haarsträubend, daß man in diesen Mädchenfortbildungsschulen sich unter die Vormundschaft des Staates stellen, der die machen zu müssen, und einer Pflicht zu genügen. Die Mädchen mit Maschinennähen, Kleidermachen u. dgl. be- Militär- und Steuerlasten so erhöht. Der Entwurf enthält eine Daß die Verlegung des Unterrichts, hauptsächlich des Beichen- schäftigt, Dinge, die gar kein Unterricht, sondern eine gewerb- große Reihe von Lücken. Man will mit einem Schlage die unterrichts auf die Wochenabende unthunlich ist, ist bereits ein- liche Thätigkeit sind. Soweit diese Echulen in Betracht kommen, Physiognomie der bäuerlichen Wirthschaft in Dentschland vergehend dargelegt und besprochen worden. Der zweite Ausweg, verwerfe ich die Vorlage ganz unbedingt. Aber auch für die ändern. Ueber die Art, wie die Heimstätten einzurichten sind, den Unterricht zu theilen und ihn vor und hinter die Stunden Innungen, die Lehrlinge, selbst die Gesellen ist der Zeichenunterricht schweigt sich der Entwurf vollständig aus. Man ver= des Hauptgottesdienstes zu legen, ist ebenso ungangbar, denn am Sonntag Vormittag nicht erforderlich, um so weniger, als weist auf die Landesgesetzgebung, auf die hohe diese Theilung würde den Unterricht nicht nur zerreißen, sondern er thatsächlich schon vielfach an Wochenabenden stattfindet. Weisheit einer Regierung. Die Herren wissen es wahrscheinlich durch diese Zerreißung und Unterbrechung auch in seinen Er- In Berlin wird die Verlegung in die Woche wohl durchführbar selber nicht, wie die Heimstätten einzurichten feien. folgen schwer beeinträchtigen, namentlich sofern das Fach- und sein. Tritt ein Interregnum ein, so ist es doch gewiß besser, Es wird nicht gesagt, ob es sich bei der Belastung bis zur technische Zeichnen in Betracht kommt. Was solle mit den die Schüler versäumen eine Zeit lang den Fortbilt ungsunterricht, Hälfte des Werths um Personal- oder Hypothekenkredit handelt. Lehrern und den Schülern in der Zwischenzeit geschehen? Die sie können sie wieder einholen, als den Kirchenbesuch, den können Die Zwangsverwaltung tann ausgesprochen werden, wenn der Lehrer würden vielfach nicht die Neigung haben, in die Kirche sie nicht wieder einholen( Widerspruch links. Lachen bei den Heimstättler nicht im stande ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen. zu gehen; mancher würde den Nachmittagsgottesdienst vorziehen. Sozialdemokraten). Würde das Gesetz erreicht, so würden die Was die Herren sich damit gedacht haben, wissen sie, wie es Auf diesem Wege sei nur dann etwas zu erreichen, wenn man in Betracht kommenden städtischen Behörden die Sache wieder scheint, selber nicht. Wie soll unser bureaukratische Staat gleichzeitig den obligatorischen Kirchenbesuch ein hinziehen, und es würde alles beim Alten bleiben. Tausende kleiner Bauernwirthschaften in Zwangsverwaltung führen wollte mit allen feinen Konsequenzen in bezug auf Minister v. Berlepsch: Die Entscheidung darüber, ob sie nehmen, etwa durch Heimstätten- Zwangsverwaltungsräthe? Bei Kontrolle und dergleichen. Als einziger Ausweg bleibt nur die Ausnahme gestatten will, liegt bei der Zentralbehörde; die den großen Rittergütern des Ostens ist das möglich, bei der übrig, einen besonderen Gottesdienst mit Zustimmung der städtischen Behörden haben also keineswegs freie Hand. Die Regierung bäuerlichen Parzellenverwaltung nicht. Die Herren brüsten sich tirchlichen Behörden für die Fortbildungsschüler einzurichten. hätte den Entwurf nicht vorgelegt, wenn sie nicht die ganz be- mit dem praktischen Christenthum. Was soll aus dem HeimEinen prinzipiellen Widerstand setzt die evangelische Kirche diesem stimmte Aussicht und Zuversicht hatte, innerhalb dieser Frist zur stättler werden, der infolge von Mißernten, von Unglücksfällen Ausweg auch gar nicht entgegen; an zahlreichen Orten sei diese Regelung der Sache zu gelangen. Die Gegner der Voilage sehen in seinem Betriebe abgewirthschaftet hat? Er wird durch diese Einrichtung getroffen. In Berlin sei man bedauerlicher Weise die Sache so an, daß es sich hier um ein zu wahrendes Prinzip 3wangsverwaltung abgemeiert, aber feine Bestimmung darüber noch nicht zur Einigung gelangt. Es werde aber, wenn der handle, und schließen die Augen vor den praktischen Verhält- getroffen, daß er aus den Einkünften seines Gutes einen AnReichstag die Frist gewähre, mit den kirchlichen Behörden eifrig nissen, sie werden nur eine Echwächung dessen erreichen, was sie fpruch auf Unterstüßung hat. Soll bei der Grbabfindung nicht weiter verhandelt werden und die verbündeten Regierungen hegten schüßen und wahren wollen. Wenn es einen entschiedenen über die Hälfte des Werthes belastet werden, so wird die Folge die Zuversicht, daß eine Verständigung zustande kommt. Die Ab- Gegner der Verlegung des Unterrichts in die Woche giebt, so sein, daß in vielen Fällen die Miterben leer ausgehen. Damit lehnung der Vorlage würde die Forteristenz des Fach- und ist es das deutsche Handwerk, das habe ich Herrn Kropatscheck wird man Zehntausende und Hunderttausende von Leuten in das Zeichenschulunterrichts direkt in Frage stellen, wenn man nicht zu erwidern. Die Zustimmung der kleinen Gewerbetreibenden Lager der Sozialdemokratie treiben. Die Miterben werden Tagedazu schreiten wollte, den Fachunterricht von dem Fortbildungs: zu einem freiwilligen Besuche der Schule zu einer Tages- löhner oder Industrie- Arbeiter. Oder man muß dafür sorgen, schulunterricht vollständig zu trennen und auf den Fachunterricht stunde in der Woche können Sie heute unter feinen daß die jüngeren Söhne des Bauern wie die des Adels die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung als nicht anwendbar Umständen erreichen, dafür find die Schicksale der Offiziere und Landräthe werden und die Töchter Hofdamen zu erklären. Daß sich das machen ließe, sei feinem Zweifel unter Fortbildungsschulen in Ostpreußen und Posen Zeugen. oder Stiftsdamen. Man schafft damit das bäuerliche Majorat. worfen( Hört! hört! links), es wäre aber sehr schwierig und die Abg. Rickert: Die Rechte und die Sozialdemokraten find Es fragt sich, ob wir im Reichstag für diese Sache kompetent Trennung an sich höchst unerwünscht. Nur im Falle äußerster es also, die die Vorlage vereiteln. Wir werden für die Vorlage find. Graf Caprivi hat vor einigen Tagen erklärt, daß das Noth würde zu diesem Mittel gegriffen werde. Zerstört man ftimmen und überlassen denen, die sie ablehnen, die Berant- Reich für die Frage einer Agrarstatistit nicht kompetent ist. Wie die heutige Einrichtung, so gehe nicht blos der sittliche Einfluß wortung für die Folgen. kann denn das Reich eine solche Agrarpolitik treiben, ohne direkt der Kirche, sondern auch der erziehliche Einfluß der Schule ver Abg. Möller( nil) bedauert, daß die Haltung der äußersten mit den Einzelstaaten zu follidiren. Gerade die Herren vom loren. Linken und der äußersten Rechten die Erhaltung einer Menge Zentrum, die Hüter des Partikularismus, hätten feinen Grund, Abg. Dr. Kropatscheck( dk.) hält aus den bei der Erörterung von Fortbildungsschulen namentlich in den kleinen Orten und für das Gefeß einzutreten. Der Landwirthschaftsrath hat es 1890 der Interpellation Dfann entwickelten Gründen daran fest, das auf dem Lande unmöglich machen wird. abgelehnt, dem Entwurf des Grafen Dönhoff- Friedrichstein zuzudiefe Vorlage abzulehnen sei. Ob die Drohung des Ministers, Damit schließt die erste Berathung. In der zweiten Bestimmen, und der preußische Landwirthschaftsminister hat geäußert, die Fachschulen von dem Fachbildungsschul- Unterricht abzu- rathung wird das Wort nicht ergriffen. Die Vorlage wird gegen es bedürfe erst der Feststellung, ob ein Bedürfuiß nach Heimstätten sondern und die ersteren dem Bereich der Gewerbeordnungs- die Stimmen der Nationalliberalen und Freisinnigen, Anti- für ganz Deutschland oder nur für einzelne Theile vorhanden sei. Vorschriften zu entziehen, so leicht auszuführen ist, bezweifle idh; semiten, der meisten Boltsparteiler und der 5 Mitglieder Gamp, Ich weiß ganz genau, daß ein Bedürfniß für das Gesetz nur östlich niemand, auch der Minister nicht, fann die Meister zwingen, Engels, v. Lösewiß, Bauermeister, Nauck und Schulz- Lupiz von der Elbe vorhanden ist. Die Herren wollen angeblich den Lehrlingen zum Besuch dieses Fachunterrichts am Sonntag der Reichspartei abgelehnt. den Bauern an die Scholle feffeln, aber in Wahrheit die Erlaubniß zu geben. Das beste ist und bleibt die Verweisung des gesammten Unterrichts auf einen freien Bor- oder Nachmittag in der Woche. Hier liegt aber der munde Bunkt: Man will den Lehrmeistern nicht die Gelegenheit, ihre Lehrlinge voll auszunuzen, für einen halben Tag in der Woche entziehen und denkt, die Kirche könne ja herhalten. Einen solchen Zustand tönnen wir nicht fördern wollen, wir müssen diesem Mißstand vielmehr entgegenarbeiten. damit. Es folgt die dritte Berathung der von dem Zentrum und wollen sie bios den Arbeiter seßhaft machen. Der Gesetz der Freisinnigen Bereinigung eingebrachten Vorlage auf Abentwurf richtet sich gegen den Grundsatz der Freizügigkeit. änderung des Wahlgefehe3. Es handelt sich hier um eine neue Art von Hörigkeit, soll dieses Gesetz Hand und Fuß haben, dann dürfen Sie der Frau nicht In der Generaldiskussion erklärt Abg. Baffermann( vtl.), daß ein Theil seiner Freunde allein das Recht einräumen, gegen die Veräußerung Einspruch gegen die Vorlage stimmen werde, weil sie Bedenken gegen die zu erheben, sondern auch das Recht ohne den Mann eine Heim Ausdehnung der Wahlzeit bis 7 Uhr Abends, gegen die Neue- stättenerklärung abzugeben, sonst rauben Sie ihr die Gelegenheit, rung, daß der Wähler das Kouvert selbst in die Urne legen solle sich zu schützen gegen Obdachlosigkeit und Berarmung. Sie haben Abg. Ofann( natl.) begrüßt die Vorlage mit lebhafter und gegen die nach ihrer Ansicht unausführbare Herstellung eines überhaupt diesen Gesezentwurf nicht logisch zu Ende gedacht. Freude. Von einer Unsumme von Handwerksmeistern und kleinen Jfolirrai mes für die Beförterung des Stimmzettels in das Sie hatten ja viel fonsequentere Vorbilder in den freilich geGewerbetreibenden seien die beweglichsten Bitten und Zuschriften Kouvert hegen und diese Verenken als ausschlaggebend ansehen. scheiterten Verfuchen in Desterreich und der Schweiz. Wollen wegen unverkümmerter Erhaltung der bestehenden Schulen an Der größere Theil der Partei aber wird mit dem Redner, um Sie keine bloße Karrikatur schaffen, dann müssen Sie dafür die nationalliberalen Vertreter gelangt. Geht der Antrag nicht den namentlich auch durch die letzte Verhandlung der Wahlprü- forgen, daß die Schuldenlast reduzirt wird auf die Hälfte des durch, so sind die Fortbildungsschulen zum Untergang verfungs- Kommission als nothwendig erwiesenen wirksameren Schuß Ertragswerths und daß der landwirthschaftliche Kredit reichsdes Wahlgeheimnisses und der Wahlfreiheit zu sichern, für den gesetzlich organisirt wird. Thun Sie das aber, dann droht Ihnen Antrag stimmen. eine andere Gefahr: alle gesellschaftlichen Schichten, der kleine Kaufmann, der Handwerker und Millionen von Arbeitern werden verlangen, daß auch ihre Existenz gesichert wird. An diese Konsequenz haben Sie( rechts) wahrscheinlich nicht gedacht. Ihnen schwebt nur eine gewisse Aristokratie von Kleinbauern vor, welche Sie bei den Wahlen und sonst benutzen können. Am besten wäre es, den Entwurf ohne weitere Umschiveise zu begraben. Würde er aber über Hals und Kopf angenommen, so bliebe er doch ein todter Buchstabe und im Papierkorb des Bundesraths stecken. ( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Graf Bernstorff- Lauenburg( Rp.): Nach drei Jahren werden wir ganz genau auf demselben Standpunkt stehen, wie heute. Wir bleiben auf dem Kompromiß von 1891 stehen; nicht die Kirche ist es, die auf diesem Gebiete Konzessionen zu machen hat. Auch wir sind der Meinung, daß der freie Sonntag niemandem beschränkt werden soll. Der Unterricht gehört in die Woche. Die Möglichkeit dazu wird sich, wenn wirklich die Abficht, eine Verständigung zu erreichen, vorhanden ist, schon finden lassen. Abg. Schmidt- Elberfeld erklärt für die freisinnige und süddeutsche Volkspartei die Zustimmung zur Vorlage. Abg. Schädler( 3) Ich glaube nicht, daß die Echulen dem Untergang geweiht sind, wenn diese Vorlage verworfen wird. Wir sind nicht in der Lage, einem Gefeße zustimmen zu tönnen, von dem die protestantischen Kirchenbehörden erklären, daß es in ihre Befugnisse direkt eingreift. Abg. Gröber( 3): Die Einwände des Vorredners beträfen nur einen Theil der Vorschläge und hätten auch nicht die ganze Partei auf ihrer Seite. Hoffentlich würden auch die verbündeten Regierungen dem Reichstagsbeschluß wohlwollend gegenüber treten. Abg. Rickert( FVg.) dankt dem Zentrum und den Nationalliberalen für ihre Unterstützung. In der Spezialberathung werden die einzelnen Artikel des Gefeßentwurfes ohne Debatte genehmigt, ebenso das Gesetz in der Gesammtabstimmung gegen die Stimmen der Rechten und eines Theiles der Nationalliberalen. In der erfien Lesung des vom Zentrum, den Deutsch toufervativen und einigen Nationalliberalen eingebrachten Entwurfs eines Heimstättengesezes für das Deutsche Reich führt zur Begründung Abg. Bachem( 3.): Es ist gerade ein großer Vorzug dieses Gesetzentwurfes, daß er im guten Sinne partitularistisch ist, nur große allgemeine Gesichtspunkte aufstellt und alle Ausführungsmodalitäten den einzelstaatlichen Gefeßgebungen überläßt. Die Kritik des Vorredners gegen die technische Durcharbeitung des Gesetzes ist ähnlich schon in der Kommission des vorigen Jahres Abg. Vogtherr( Soz.): Es handelt sich hier nicht sowohl Abg. Graf v. Tönhoff- Friedrichstein aus, daß die Vor- verlautbart und auch zurückgewiesen worden. Die Verwandlung um Bestimmungen zum Schuß und zur Erhaltung der Kirchen- lage unerläßlich sei, um eine wirkliche Stabilisirung des bäuer der Hypothekenschulden in amortisable Renten ist heute schon und Gottesdienstordnung als vielmehr zur Regelung gewerblicher lichen Besitzes zu ermöglichen. Die untheilbare Heimstätte, die möglich, wir haben bereits Bankinstitute, welche sich damit beAngelegenheiten. Die Erfahrungen seit 1891 sollten auch die jeder Angehörige des Teutschen Reiches nach vollendetem fassen. Geht das Gesetz durch und ist das preußische AusFreunde des damaligen Kompromisses von der Erfolglosigkeit 24. Jahre errichten kann, darf die Größe eines Bauernhofes führungsgeseh erlassen, so werden die preußischen Institute auch der Bestrebungen überzeugen, eine Einigung mit den firchlichen nicht übersteigen, muß einer Familie Wohnung gewähren und dem kleinen Grundbesiß ihre Hilfe bieten fönnen; wo sie noch Behörden zu erreichen: weil es eben an dem guten Willen der die Erzeugung landwirthschaftlicher Produkte ermöglichen. Es nicht vorhanden sind, müssen sie sofort geschaffen werden. letzteren gefehlt hat. Handelte es sich hier um die Weiter- darf bis zur Hälfte, aber nur mit Renten und Annuitäten ver- Für den Süden und Westen hat das Gesetz die Bedeutung, den entwicklung des Militarismus, so würden zweifellos die gesammten schuldet sein und soll der Zwangsvollstreckung nur in ganz mittleren und kleinen Bauernstand zu festigen, im Osten allerfachlichen Kreise auf der ganzen Linie für Konzessionen zu haben besonderen Ausnahmefällen unterliegen. dings wird vorwiegend die Wirkung die sein, einen seßhaften sein.( Sehr richtig'! bei den Sozialdemokraten.) Um so weniger Abg. Schoenlant( Soz.): Dieser Gesetzentwurf, der angeblich landwirthschaftlichen Arbeiterstand zu schaffen; begreife ich die Haltung der nationalliberalen Partei, die sich aus einer eingehenden Kommissionsberathung hervorgegangen ist, er- und auch das ist ein Nußen in meinen Augen, wir schlagen also nicht auf den Boden der gegebenen Thatsachen stellen, sondern scheint mir als der Typus des trasfesten Dilettantismus in der dann zwei Fliegen mit einer Klappe. noch weiter mit den Kirchenbehörden verhandeln will. Für die Gesetzgebung. Er zeigt die größte Unfähigkeit, die Grundfäße, Abg. Günther( natl.) ist mit einem Theil seiner Parteiwahren Freunde des Volksschulwesens müßte es gewissermaßen auf denen der Entwurf aufgebaut ist, zu Ende zu denken. Wir genossen dem Gesetze geneigt und möchte es baldigit verab ein Stolz sein, nicht mit sondern trotz der Kirche eine Förderung haben die Heimstättenfrage aus Amerika überkommen, wo die schiedet sehen. Der Verlust von Haus und Hof durch Verder Volksschule zu erstr eben. Nur auf grund des obligatorischen Heimslättengefeßgebung sowohl für die Union wie für eine Reihe schuldung und die nachfolgende Subhaftation wirft heute Fortbildungsschulunterrichts ist eine wirksame und nüßliche Ueber von Ginzelstaaten besteht. Aber bei der Reise über das große geradezu vernichtend auf den Familienzusammenhalt des Volkes; führung des Unterrichts auf die Wochentage möglich. Natürlich Wasser hat sich die Heimstättengefeßgebung den deutschen Ver- die Vorlage würde einen Fortschritt zum Bessern bedeuten, weil muß der Unterricht an den Wochen vormittagen, nicht in den hältnissen angepaßt. Es ist daraus der Verfuch geworden, bäuer- sie dem Manne auch im Falle der Verschuldung die Wohnung, Abendstanden stattfinden, schon des Zeichenunterrichts willen. Daß liche Fideikommisse herzustellen. Der Versuch ist aber durchaus die Heimstätte, erhieiten. Die Vorlage leide aber an erheblichen sich die Unternehmer gegen einen solchen Unterricht sträuben mißlungen. Die Heimstätten sollen nur bis zur Hälfte des Er- Mängeln, so namentlich in der starren Vorschrift, daß die Verwerden, obwohl doch die Fortbildung der Lehrlinge in ihrem tragswerthes belastet werden, und zwar nur mit amortisirbaren schuldung nur bis zur Hälfte des Werthes zulässig ist. In dieser eigenen, geschäftlichen Interesse liegt, ist zweifellos. Dafür liegen untundbaren Renten und Hypotheken. Ich leugne nicht, daß Form kann die Vorlage nicht Gesetz werden. Redner beantragt, uns die Klagen von Fortbildungsschulen in Gelle, Essen und unsere Bauernschaft start verschuldet ist, wenn aber nicht weiter den Entwurf einer Kommission zu überweisen. Göttingen schon heute vor. Entschieden sich die Herren auf der als bis zur Hälfte des Ertragswerthes belastet werden soll, find Abg. Schall( ot.): Die Gegnerschaft der Sozialdemokratie Rechten für den Wochentagsunterricht, sie würden sofort auf den von vornherein alle höher Belasteten ausgeschlossen. In dem beweist uns, daß ein guter Kern in dem Gesetze liegt( Oh, oh! Widerspruch ihrer intimsten Freunde, der Innungsmeister, stoßen. felben Augenblick, wo sie eine Heimstätte erworben, würden bei den Sozialdemokraten). Je mehr ich Sie kennen lerne, desto Die neuliche Erklärung des Staatssekretärs v. Bötticher, man ihnen die überschießenden Schulden gekündigt werden, und sie mehr scheinen Sie mir das Dichterwort zu illustriren: Es werde schließlich doch dahin kommen, den Fortbildungsschul- würden auffliegen. Wie soll ferner die große Masse der Befiz liebt die Welt das Strahlende zu schwärzen und das Erhabene unterricht allmälig auf die Wochentage überzuleiten, lofen eine Heimstätte erwerben? Darüber ist in dem Entwurf in den Staub zu ziehen!( Lachen bei den Sozialdemokraten.) steht einigermaßen in Widerspruch mit der heutigen fein Wort gesagt. Der Entwurf hat überhaupt die Eigenthüm- Für die Vorlage hat sich seiner Zeit der greife Feldmarschall Rede des Handelsministers. Wir wollen ber Regie lichkeit, sich um Schivierigkeiten herumzudrücken. Ich bin der Moltke erklärt. Wir glauben es ist Pflicht der Staats- und der teine sie in die Ansicht, daß der Entwurf überhaupt neue Frist gewähren, sondern sie in die Ansicht, Lebenskraft Bundesregierungen, auf Mittel zu sinnen, unsere Bevölkerung Tung feine Da sucht man aus diesen Dingen möglichst viel Kapital Damit schließt die erste Berathung. Nach längerer Ge- herauszuschlagen und läßt tagelang Artifel erscheinen mit der in schäftsordnungs- Debatte wird die zweite Lesung auf morgen fetten Lettern gehaltenen Ueberschrift: Zum Morde in der X.vertagt. straße; man läßt den X., Y.- und 8.- Berichterstatter nach Der Nachtragsetat zum Etat für 1894/95, durch welchen einander aufmarschiren, welche alle daffelbe Thema, nur jedesmal 10 400 M. für drei neue Mitglieder des Patentamtes aus Anlaß in anderer Tonart variiren; man frümmt und windet sich und der durch das Waarenzeichen Gesez bedingten Vermehrung der läßt sich gerne selbst einige moralische Fußtritte versehen, nur Geschäfte dieses Amtes gefordert werden, wird in erster und um aus guter" oder" bestunterrichteter" Stelle einige Mit weiter Lesung unverändert angenommen, ebenso in zweiter Le- theilungen zu erhaschen, bie dann in spaltenlangen Artikeln verjung die Vorlage betreffend den Schuh der Brieftauben nach den zapft werden. Beschlüssen der XIV. Kommission, Beim Lächelnd erwiderte wieder feßhaft zu machen, nicht etwa in ein Hörigkeits-| Weise fördert, diesen Vorwurf wird sie mit allem Aufwand 18 Uhr tam er nach Hause, padte seine Habe zusammen und verhältniß zu bringen, sondern ihr wieder feften Boden von fittlicher Entrüftung zurückweisen. wollte heute Morgen nach Bauzen abdampfen. Als die beiden unter den Füßen zu geben. Ich kenne das Land, lebe Da sind in den letzten Tagen zwei schauderhafte Verbrechen Beamten bei ihm eintraten, saß er an einem Tische, den Kopf auf dem Lande, ich fenne die Verhältnisse dort beffer geschehen im Grunewald und in den Forstanlagen zu Friedrichs- in die Hand gestüßt, und starrte vor sich hin. er entsetzt auf und rief als die Sozialdemokraten, die davon keine Begriffe haben. felde. Es ist Pflicht der Presse, darüber zu berichten, damit viel- Anblick der Beamten sprang ( Na! Na! bei den Sozialdemokraten.) Der Zug in die Städte leicht durch ihre Mitwirkung die Thäter entdeckt werden ihnen zu:„ Ich bin es nicht gewesen." wird aufhören, wenn dieses Gesetz ergangen sein wird. Je mehr tönnen, aber muß es nicht jeder, dessen ästhetisches Gefühl noch Heinrich:" Sie wissen ja noch garnicht, Thiede, weshalb wir unsere wirthschaftliche Selbständigkeit aufgeben, desto mehr nicht in Grund und Boden verdorben ist, wie ein Etel über wir fommen." Darauf zuckte er zusammen und wurde sich erst verlieren wir auch unfere nationale Selbständigkeit; darum wollen tommen, wenn die Einzelheiten diefer graufigen Thaten in einer bewußt, daß er sich selbst verrathen hatte. Die Beamten fanden wir folche Heimstätten wieder einführen, o soll die Ternhafte Weise geschildert werden, wie felbst einmal nicht in nun eine blutige Manschette, ein blutbesudeltes Vorhemd und deutsche Gesinnung, wo sollen die fernhaften deutschen Männer dem Gehirn der Verbrecher sich dargestellt ein Taschentuch, aus dem augenscheinlich Blutflecke durch Waschen noch herkommen, wenn der fleine Grundbefiß weiter verfällt wie haben möge? entfernt waren. Als er diese Beweisstücke in den Händen der in de bisher.( Unruhe links, Beifall rechts.) Beamten fah, rief er aus: Ach was, das ist ja garnicht meine Wäsche; ich habe die Schwefter Helene nicht umgebracht." Die hinzugezogene Frau Laube erklärte mit aller Bestimmtheit, daß die Wäsche dem Thiede gehöre. Obgleich Thiede seit der Ents deckung des Mordes mit einem gelblichen Hute gesehen wurde, ist auch der schwarzbraune bei ihm gefunden, den er bei der That getragen haben muß. Thiede wurde nun verhaftet, nach dem Amtsbureau gebracht und in Ketten gelegt. Als der Genbarm Röbbinger, der um den entdeckten Westenknopf wußte, von der Verhaftung hörte, begab er sich heut zu dem Festgenommenen Ift aber, zum großen Bebauern dieser Presse, in der Chronik und stellte fest, daß der Knopf zu den übrigen paßt und an der der Verbrechen einmal erfreulicherweise ein Stillstand ein Weste fehlte. Auch ein zweiter hing nur noch lose an dem getreten, dann erzählt man seinen Lesern eine allerliebste Kleidungsstück. Dann wurde die Hand in Bezug auf das BorEpisode", eine leine reizende Babegeschichte", in welcher handensein einer Bißwunde untersucht, und es ergab sich die Der Ehebruch entweder direkt verherrlicht wird, oder überraschende Thatsache, daß am rechten Mittelfinger zwe doch mindestens die eheliche Treue als etwas hingestellt augenscheinlich von Zähnen herrührende Wunden vorhanden wird, von dem man sagen tann: es war einmal sind. Ferner hat die überfallene Frau Klebedzon den Thäter in als ein Märchen aus vergangenen Zeiten; und das Verwerflichste Thiede mit aller Bestimmtheit wieder erkannt. Er leugnet aber und Niederträchtigste bei dit, er Art, die Spalten seines Blattes trotz der erdrückenden Beweise beide Thaten. Thiede ist verzu füllen, ist eben der Ton des Scherzes oder der Frivolität, in heirathet, lebt aber seit langer Zeit von Frau und Kind der diese Dinge erzählt werden; man streift die Grenzen der getrennt. Lettere halten sich in Dramburg auf. Thiede ist ein Gemeinheit und des Cynismus auf's Haar, nian prostituirt sich Mann von mittlerem, fräftigem Körperbau mit auffallend starkem in ter schamlosesten Weise, aber das Gift muß in anmuthiger" rothblonden Schnurrbart und Stoppelbart. Das Haar hing, Form verabreicht werden, es wirkt desto sicherer. während er mit treuzweis übereinander geschlossenen Armen an der Wand des Vernehmungszimmers stand, ungeordnet vom Kopf herunter. Sein Blick ist unstät und verräth große Angst. Troßdem find seine Antworten furz und fest. Sein Auftreten macht durchaus nicht den Eindruck eines geistesgestörten Menschen. Die Novelle gum Handelsgefeßbuch( Kündigungsfrist der Handlungsgehilfen) wird in der Gesammtabstimmung definitiv genehmigt. Darauf wird Bertagung beschlossen. Schluß gegen 1/27 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr. ( Wahlprüfungen, Heimstätten Gefeß, Viehseuchengeset Novelle, Juterpellation Förster.) Lokales: # " Der Briefkasten des Vorwärts" wird von den Lefern unferes Blattes als allgemeine Auskunftsstelle benutzt. Die Gefälligkeit der Nedakteure wird mißbraucht und ihnen zugemuthet, Wenn diese Art von Presse nun die Großmachtstellung", daß sie auf alle erdenklichen und einige andere Fragen Auskunft welche sie gerne für sich in Anspruch nehmen möchte, auf solche geben follen, Wenn zwei Personen wetten, wenn am Biertische Weise zu erreichen hofft, nun, jeder eben nach seinem Gezu mitternächtlicher Stunde eine Streitfrage aufgeworfen wird, schmack und seinen Fähigkeiten, um die wir niemand beneiden; wenn ein Prozeß droht und in tausenden anderen Fällen wendet po aber die Ursache der Verrohung zu suchen ist, ob bei der man sich in mehr oder minder höflicher Form an die Redaktion Presse der Sozialdemokratie mit ihrer Destruktion", oder bei um Auskunft. Wir sind gerne bereit, die Fragen zu beantworten, der Preffe der Bourgeoisie mit ihrer staatserhaltenden Tendenz" wir weisen aber eine Verpflichtung hierzu zurück. Es ist einfach diese Frage zu entscheiden kann nur demjenigen versagt sein, unmöglich alle Fragen zu beantworten, da dies nur zu einer der nicht lesen kann und nicht lesen will. Beit gefcheben fann, wo die Redaktionsarbeit erledigt ist, vielfach aber überhaupt unmöglich ist, wie z. B. die folgende Anfrage Ist der in dem Artikel Leist- Wehlau in Nr. 85 des Borwärts" genannte Gerichtsaffeffor Wehlau der Sohn bes Drtsschulzen Wehlau zu Stottof bei Lübbenau? Bitte mir diese Frage im Brieftasten unter P. J. 100 zu beantworten." beweift: Jutereffdut ist die Entrüstung mancher Fragesteller, wenn man ihnen nicht sofort zu Diensten steht, wie die hier abgedruckte offene Postkarte beweist: Es ist geradezu eine Schande Ihre elende Bummelei! Bor mehr als 8 Tagen habe ich gebeten mir durch Brief: fasten Chiffre.. eine empfehlenswerthe Literatur gefchichte zu nennen. Ich möchte wissen, wozu Sie sich für die Antwort soviel Zeit nehmen. Man muß wirklich Misanthrop werden und an allem verzweifeln, wenn man sich die Träger der neuen Ideen etwas näher anschaut. Ich werde nächstens in einer Parteiversammlung diese Bummelei zur Sprache bringen, besonders wo ich fofortige Antwort extra erbeten hatte." " Julius Thiede wurde noch heute Bormittag nach Berlin übergeführt. Er hat sich bereits zu dem Geständniß bequemt, daß er die Frau Klebedzon überfallen und vergewaltigt habe, beftreitet aber noch den Mord an Helene Schweichel. Er will am 18. d. M., dem Tage des Mordes, bis kurz vor 1 Uhr Nachmittags in Gemeinschaft mit einem anderen Maurer auf der Berson sein, die in den Tagen vor Verübung des Attentats an Suche nach Arbeit gewesen sein. Er will auch nicht diejenige verschiedenen Orten gebettelt und die den Bettler abweisenden geute bedroht hat. Die Kriminalpolizei hegt aber nicht den geringsten Zweifel, daß sie den wirklichen Mörder der Helene Schweichel vor sich hat. aussieht. Der Schloffermeister S. in der Antlamerstraße beWie es im Sira eines braven Handwerksmeisters H. schäftigt zwar nur hin und wieder einen Gesellen; dafür aber hat er nach modernem Handwerksbrauch seine Bude niit nicht weniger als sieben sogenannten Lehrlingen angefüllt, die tag täglich in der Zeit von 6 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends aus genutzt werden. Der Vater des einen Lehrlings hatte nun den Zur Ueberführung Thiede's als des Mörders der Helene Wunsch, seinen Sohn am Fortbildungs Schulunterricht theilnehmen zu lassen, und wurde deshalb beim Lehrherrn vorstellig. Schweichel ist inzwischen noch umfangreiches Belastungsmaterial Als der Verbrecher auf dem Korridor des Der Frau Meisterin erschien dies Verlangen jedoch äußerst gesammelt worden. dumm und sie entgegnete dem Vater des Lehrlings schlagfertig: Rathhauses in Wilmersdorf die Beugin Büchtemann sah, äußerte Na, wenn mein Mann die Jungens alle soll nach der Forter:" Die Frau kenne ich, die habe ich in Halensee gesehen." Nun bildungsschule gehen lassen, dann fann er ja garnichts mehr versteht aber fest, daß Frau Büchtemann in Halensee nicht gewefen dienen!" Und der Meister assistirte der Frau Meisterin durch ist, sich vielmehr nur bei der Mordstelle aufgehalten hat. Diese folgende entrüftete Aeußerung: 25 Jahre bin ict Wleester, aber Beugin hat denn auch Thiede auf den Kopf zugesagt:„ Sie find det is mir doch noch nich vorgekommen, bet bie Eltern ihre es gewefen, der auf der ermordeten Schwester gekniet hat." Ebenso hat die unverehelichte Helene Uhl, die auf einem SpargelJungs nach de Fortbildungsschule schicken wollen!" beet in Schmargendorf arbeitete, in Thiede den Mann erkannt, der nach dem Morde an ihr vorbeigelaufen ist. Der Mörder ist unter dem Publitum gewesen, das die hingeschlachtete Schwester besichtigte, hat aber nach Angabe des schon früher genannten Maurers Prawit den Blick von seinem Opfer abgewandt. " Man versteht jetzt, warum die Junungsmeister sich mit Händen und Füßen gegen die bekannte jozialdemokratische ForDerung wehren, daß der Fortbildungs Schulunterricht auf die Der Herr Fragesteller hält wahrscheinlich die Nedakteure Wochentage und zwar in die Arbeitsstunden verlegt werde. Aus des Vorwärts" für die speziell zu seinem Dienste engagirten mutung der armen Lehrlinge bis aufs Aeußerste, heißt die Parole, Eelvetäre. Wir fehäben ihn übrigens glücklich, daß die licht für ihre Ausbildung mögen die jungen Leute felber sorgen, wenn beantwortung feiner Anfrage für ihn der einzige Anlaß ist, sie ausgelernt" haben und auf der Landstraße über die brei Misanthrop zu werden, Sönnten wir das nur auch von uns oder vier Jahre nachdenken, um die sie von ihrem ehrbaren tehaupten! Ein für die Partei wichtigerer Gegenstand, eine Meister schändlich betrogen worden sind. Und das wagt in Parteiversammlung zu unterhalten, als diese welterschütternde einem Athemzuge darüber zu räfonniren, daß es teine ordent Brage, ist uns glüdlicherweise schon lange nicht vorgekommen. lichen Gefellen mehr gebe. Wir bruden aus einer langen Dieihe von Einsendungen blos diese zwei Positarten zur Unterhaltung und Belehrung unserer Leser ab und geben den Genossen zu bedenken, daß wir felten einen Tag zu verzeichnen haben, wo nicht weniger als 130 Postsendungen in unserem Bureau abgeliefert werden. Würden wir alles so prompt erledigen, wie es die Einsender wünschen, so würden wir das Blatt schadigen, au dessen Bledaktion wir engagirt sind. So gerne wir gefällig sind, so sind wir doch zu der Erklärung gezwungen, daß wir eine Verpflichtung, Anfragen zu beantworten, nicht anerkennen. " Der " 3mm Morde im Grunewald. Der beabsichtigte Lokaltermin und die darauf folgende Konfrontirung mit der Leiche der Helene Schweichel, welcher für heute Mittag in Aussicht genommen war, mußte im letzten Augenblicke aufgegeben werden, weil die Staatsanwaltschaft am Landgericht II in dem Augenblick, als die Gerichtskommission abfahren wollte, die Nachricht erhielt, daß auf Anordnung der Kriminalpolizei der verhaftete Gleiches Recht für Alle! Bei den Prozessen, die gegen Verbrecher bereits in der zwölften Stunde nach dem Berliner unsere Genossen wegen Beleidigung" verhandelt werden, gehört Polizeipräsidium überführt worden war. Dafür war für Naches nicht zu den Seltenheiten, daß der Staatsanwalt eine Frei- mittag ein neuer Lokaltermin angesetzt worden. Die Staatsbeitsstrafe beantragt, weil nach seiner Ansicht der Schuldige anwaltschaft hatte ihr Erscheinen mit dem Untersuchungsrichter Durch eine Geldstrafe doch nicht getroffen werde, indem die angeordnet, und da auch der Berbrecher mitgebracht werden Partei oder Redaktion eine solche Strafe bezahle", und der Ge- solite, so waren vorsichtshalber verschiedene Beamte nach dem richtshof schließt sich oft aus diesen Gründen dem Antrage an. Thatorte beordert worden. es in dieses ja wohl der Ausfluß eines hochgradig entwickelten So geheim die Sache gehalten werden sollte, so hatten sich Gerechtigkeitsgefühls, aber nicht alle Staatsanwälte und Nichter doch hunderte von männlichen und weiblichen Personen am scheinen sich dieser Ansicht gleichmäßig erschloffen zu haben, Thatorte versammelt. Equipagen fuhren ab und zu, zum Theil im Falle des Primaners Braun, im Auf- stundenlang haltend. Die Geduld des Publikums wurde auf eine Ein luftiger Krieg ist in den Spalten der Berliner denn Beitung" um die Frage entbrannt, ob der D'eutfchtrage feiner Eltern das fünfzehnjährige Dienstmädchen Anna harte Probe gestellt, doch gab es genügend Zeitvertreib. freisinnige Arbeiterverein Berlin" freisinnig Brann mit der Klopspeitsche mishandelte, beantragte der Staats- Zwei Hauptzeugen, der Maurer Paprit( nicht Peewiß), der die ober fozialdemokratisch ist. Der Stadtrath Mielens follte in anwalt eine Geldstrafe und der Gerichtshof erkannte dem Brtspolizei zuerst auf die Spur des Thiede geleitet hatte und die Frau Klebebzen, die vom Thäter vergewaltigt worden ist, einer Versammlung des Bezirksvereins Sönigsviertel", deffen gemäß. Db der Staatsanwalt mit dem Gerichtshofe annahm, der waren auf Anordnung der Staatsanwaltschaft an den Thatort Vorfigender er ist, geäußert haben, der oben genannte Berein sei nicht mehr freifinnig, fondern sozialdemokratisch. Taraufhin junge Mann bezahle diese Summe aus seiner Sparbüchse, er teordert worden. Papriz erzählte nun mit berechtigtem Stolze, ließ der Teutsch- freisinnige Arbeiterverein Berlin" durch seinen also, und nicht etwa die Herren Eltern, würden durch die Strafe jedem der es hören wollte, daß er den Mörder entdeckt habe. Schriftführer in der Berliner Zeitung" bekannt geben, daß getroffen, läßt sich aus den Urtheilsgründen nicht ersehen; da Wiederholt und zuleht im Herbst habe er mit Thiede zusammengerabe der Freisiunige Arbeiterverein" es jederzeit als wir aber in Deutschland gleiches Recht jür alle haben, so erscheint gearbeitet. Auf den Bauten habe man denselben stets Paul" eine feiner wichtigsten Aufgaben betrachtet habe, in den Streifen diese Annahme gerechtfertigt und alle Bedenken, die dem be gerufen, er habe gar nicht gewußt, daß der richtige Vorname Das Benehmen des Thaters am That des Mittel, Handwerker- und Arbeiterstandes ein immer stärkerer schränkten Verstande dagegen etwa kommen fönnten, sind hin- Julius sei. orte bei seiner Begegnung mit dem Thäter sei ihm Echuywall gegen die sozialdemokratische Strömung zu werden". fällig. aufgefallen, auch die oberflächliche Der Berein, zu dessen Mitgliedern nicht ein einziger Sozialdemo Der muthmaßliche Mörder der Helene Schweichel ist zwar außerordentlich frat gehöre, habe sich der Freistinnigen Volkspartei" angeschlossen am Montag Abend um 8 Uhr, also etwa eine Stunde nach Be- Beschreibung des Thäters in den Zeitungen am Sonnabend und nicht nur in Berlin, sondern auch vielfach in der Proving endigung der gerichtsärztlichen Leichenöffnung, ergriffen worden. Abend und Sonntag früh, die auf Thiede paßte, habe ihn frapgegen die Sozialdemokratie gekämpft. Nun erklärt wieder Herr Ein Maurer Prawit aus Wilmersdorf hatte die Polizei auf die pirt, doch erst am Sonntag beim Mittagessen sei ihm der GeMleleng, sozialdemokratisch habe er den Verein nicht genannt, er Fährte des Thäters geleitet. Er erinnerte sich, daß der ihm dante gekommen, daß er von seiner Beobachtung Meldung machen habe nur bie mitunter eintretende Echärfe des politischen Aushabe nur bie mitunter eintretende Schärfe des politischen Aus- persönlich bekannte Maurer Julius Thiede, der am 21. Mai 1865 müffe. Das habe er dann sofort ausgeführt und den Amtsbrucks" erwähnt. Es handelt sich nämlich darum, daß der Bezirks in Dramburg geboren ist und in Schöneberg, Sponholzstr. 4, im Wachtmeister Schmidt benachrichtigt. Frau Klebedzo war bald vom Publikum umringt, für letteres verein Königsviertel" sich für die sozialpolitischen Vorschläge des Dr. May Hirsch zum Programm der Freisinnigen Volkspartei" ent- eller bei den Arbeiter Laube'schen Eheleuten in Schlafstelle fcheiben follte, wobei man Herrn Mielenz u. U. auf das Bei- wohnt, am Tage des Mordes in fehr aufgeregtem Zustande an war sie zunächst die interessanteste Person am Thatorte. Weniger der Echmargendorfer Gasanstalt mit ihm zufammengetroffen sei. freiwillig wie Paprit gab sie dem wiederholten Drängen nach spiel des Deutschfreisinnigen Arbeitervereins Berlin" verwiesen Thiede habe ein hochgeröthetes Gesicht gehabt, und die in den und erzählte ihre Leidensgeschichte, hinzufügend, daß sie zulegt hatte, der bes Gleiche gethan habe. Wir würden uns nicht wundern, wenn Herr Mielens den genannten Verein doch für Beitungen gegebene Beschreibung pafje ziemlich genau auf ihn. den Widerstand habe aufgeben müssen, weil ihr sonst der Mann wundern, wenn Herr Mielenz den genannten Berein doch für Thiede habe bei der Einladung des Prawit, ihn zu begleiten, den Hals abgeschnitten hätte, womit er ihr drohte. sozialdemokratisch hielte. Es entspräche das nur den Geflogen ein noch verstörteres Aussehen angenommen und sich mit den Um 6 Uhr war die Gerichtskommission noch nicht erschienen heiten des größten Theiles der Bourgeoispolitiker, auch der Frei: Worten entfernt: Ich habe keine Zeit." Da aber der und da keine Aussicht mehr vorhanden zu sein schien, daß diefelbe finnigen", die so wenig von dem wahren Wesen der Sozialbemokratie verstehen, daß fie schon in jedem fich radikal ge: Benge wußte, daß Thiede seit langer Beit arbeitslos ist, so fiel noch tommen werde, fuhren die Equipagen wieder ab und die bemokratie verstehen, daß sie schon in jedem sich radikal ge: ihm die Antwort um so mehr auf. Frau Klebedzon hat nun, Menge verlief sich zum Theil. berdenden, aber sonst ganz harmlofen Spießbürger- Verein eine wie schon berichtet, ausgefagt, daß sie den Mann, der sie ver- Der Bruder der Ermordeten wollte Nachmittags 4 Uhr die bourgeoisfeindliche Verbindung erblickten, Dieser sogenannte " Arbeiterverein" ist weiteren Streifen besonders dadurch bekannt gewaltigte, wahrscheinlich in einen Finger gebisfen habe. Außer Leiche der Ermordeten aus dem Schmargendorfer Spritzenhause dem hatte der Gutsbesizer Gericke aus Schmargendorf dieser abholen, doch wurde dieselbe noch nicht freigegeben. Es wird geworden, daß er Ende 1889 oder Anfang 1890 die Tage an jener Stelle, wo das zweite Attentat stattgefunden hat, noch auf eine spezielle Verfügung der Staatsanwaltschaft ge= Etadtverordneten Versammlung aufgefordert hat endlich dafür zu forgen, daß die längst beschloffene Hausfollette für das einen Westenknopf gefunden und als etwaiges Beweismaterial an wartet, da eine Konfrontation des Thaters noch immer zu er Der Mörder, der, wie bereits gemeldet ist, aus Dremburg Kaifer Friedrich- Denkmal nunmehr in's Werk gesetzt werde ich genommen. Diesen beiden Umständen mußte bei den Erwarten ist. mittelungen bes Thaters besonders Rechnung getragen werden. ( Wortlaut nach dem Protokoll der Sitzung der Stadtverordneten Dazu tam noch, daß sich Thiede am Tage nach dem Morde nach stammt und dort Frau und Kind besitzt, scheint eine überaus Versammlung vom 16. Januar 1890.) Gine gleiche Mahnung ließen noch einige andere" freisinnige" Vereine, z. B. auch der Bauten abmelden ließ, sich auch dazu ein Abzugsattest von der gute und anständige Frau zu haben. Aus Briefen derselben, die ließen noch einige andere freifinnige" Vereine, 8. B. auch der Polizeibehörde ausstellen ließ. Endlich ergab sich noch, daß die bei dem Verbrecher gefunden wurden, geht hervor, daß sie ihren Verein Waldeck", an die Stadtverordneten- Versammlung gelangen, bis schließlich der Kaiser durch eine Kabinetsordre erklärte, daß Persönlichkeit Thiede's den Verdacht der Thaterschaft wohl Mann stets ermahnte, fleißig und brav zu sein, sich nicht verer das Deukmal felber errichten laffen wolle. Diese Angelegen- ließ. As Soldat wurde er in die zweite Klaffe des Soldaten führen zu lassen zc., Mahnungen, die zwar wohl angebracht beit möge zur Charakterisirung des deutschfreisinnigen Arbeiter- fandes perfeßt, ist aber auch in feinem Bipilleben wegen waren, ba Thiede vielfach vorbestraft ist und sich nach Ausweis vereins" dienen. Ob er weiteres geleistet hat, ist uns nicht mehr Diebstahls und Körperverlegung bestraft. Er ist in Schöneberg feiner Militärpapiere in der 2. Klaffe des Soldatenstandes bevereins" dienen. Ob er weiteres geleistet hat, ist uns nicht mehr und Umgegend als ein gemeiner Mensch bekannt, der feine findet, die er aber herzlich wenig beachtet hat. in Grinnerung. Für die Hebung der wirthschaftlichen Lage der Widersacher bei jeder Gelegenheit bei Polizei und Staatsanwalt- Ueber die Ergreifung erfahren wir noch folgendes: Nachdem Arbeiterklasse bat er troß seines Titels sicherlich nichts schaft zur Anzeige brachte. So hatte ein Gastwirth 8. aus Wachtmeister Schmidt durch Paprik benachrichtigt worden war, gethau. Schöneberg, dem Thiede 30 m. schuldete, unter der Rache fuchte er den Thiede am Montag früh in der Schlafstelle bei den fchwer zu leiden, nachdem er sich aus dem Lohn bes Schuldners Laube'schen Eheleuten in der Sponholzstraße, die zu Schöneberg bezahlt gemacht hatte. Der Kriminalschußmann Krause und der gehört, auf. Da er denselben nicht antraf, ließ er das Haus Amtsdiener Heinrich aus Wilmersdorf begaben sich auf grund burch Amtsdiener bewachen und machte im Laufe des Tages der Verdachtsmomente in die Nähe der Thiede'schen Wohnung, auch dem Kriminalkommissar Müller Mittheilung. Abends um um sich zu vergewiffern, ob er dort noch anwesend sei. Gegen 11/20 Uhr erfolgte sodann die Verhaftung durch den Amtsdiener " " Die„ Verrohung der Sitten" ist eines der Lieblingsthemata, mit denen sich bie bürgerliche Breffe beschäftigt, sobald fie fich nämlich in der angenehmen Lage glaubt, diese Ver rohung auf Konto der Sozialdemokratie feßen zu können, daß sie es aber selbst ist, die diese Verrohung in raffinis tester Heinrich und den Schuhmann Krause. Noch ehe die Beamten von dem Morde auch nur ein Wort gesprochen, rief er, er habe den Mord nicht begangen. wurde. Gerichts- Beitung: pflegt wurde, das te, se beneffer" und Fleiß im genügenden Redner schickt voraus, daß die Wahl gerade dieses Themas feinesfalls einen verletzenden oder provokatorischen Beigeschmack Den Fall Klebedzon hat er in Wilmersdorf energisch bestritten, traurigen Serie der Majestätsbeleidigungsanklagen dürfte wohl den Vortrag etwas zerstört. Sollte man es für möglich halten? Der Gipfel in der haben solle, vielleicht werde aber die Legende, die sich bezüglich seiner Stellung zur Arbeiter- Bildungsschule auf dem Polizeipräsidium aber zugeben, als ihm die Frau zum chule gebildet habe, burch zweiten Male gegenüber gestellt wurde und auch der am Plate bem eine a ch tundsiebjährige Matrone, Frau Wintler, schon im gewissen Sinne einen scharfen Protest gegen das elende bis jetzt in dem am Dienstag verhandelten Fall erreicht sein, in Das Auftreten der Partei, der Sozialdemokratie, bedeutet des Ueberfalles gefundene Knopf an seinem Rock angepaßt sich wegen dieses Bergehens" vor der 9. Straftammer des Land Schlagwort des bürgerlichen Liberalismus:" Bildung macht frei!" ach gerichts I zu verantworten hatte. Sie ist von einer andern Die Folgen dieses Sates, der blinde Glaube an die Bildung, die Von einem weiteren Ueberfall im Grunewald wird Frau, in deren Behausung sie hin und wieder zum Klatschen er- Ueberschäßung derselben fordern eine solche Stellungnahme geradezu heute berichtet: Eine Frau aus Charlottenburg fuchte Moos in schien, zur Anzeige gebracht worden. Sie soll eines Tages er heraus. Der Bildungsdusel, wie er von den liberalen Boltsder Nähe des Teufelsees, wo sich die Charlottenburger Wasser zählt haben, sie habe die Kaiserin mit den jüngsten Prinzen und freunden der sechsziger Jahre systematisch bei den Arbeitern ge= werke befinden, als fie plöglich von zwei Männern in unfittlicher der Amme in einem Wagen fahren gesehen und sie pflegt wurde, bas Abfüttern mit hohlen Phrasen, daß die ArWeise angegriffen und sogar mit einer Pistole bedroht wurde. soll dann bei dieser Gelegenheit unpassende Bemer beiter, falls sie nur" Lerneifer" und" Fleiß" im genügenden Die Frau segte den Unholden kräftigen Widerstand entgegen, fo- tungen über das Aussehen der taiserlichen Rinder gemacht Maße zeigen, alles erreichen könnten, dieser Bildungsspielerei" daß es ihr gelang, sich die Kerle vom Leibe zu halten. Ein haben. Diese Bemerkungen sollten nun nach der Anklagefchrift gegenüber die Arbeiter auf den Brennpunkt ihrer Interessen, glücklicher Zufall führte gerade einen patrouillirenden Gendarm eine Majeftätsbeleidigung bedeuten. Die Angeklagte bestritt diese die Erkenntniß ihrer Klassen lage zuerst hingewiesen zu haben, in die Nähe, den die fast zu Tode geängstigte Frau um Hilfe Beschuldigung, die übrigens noch durch zwei angebliche Ohren ist das Verdienst Ferdinand Laffalle's. Welcher Art waren die anrief. Der Beamte machte sich sofort an die Verfolgung der zeugen bestätigt wurde, mit großer Lebhaftigkeit. Der Staats Vorträge, welche Arbeitern vor 30 Jahren in den Bezirksvereinen beiden Verbrecher, die er noch am Teufelssee erreichte und feft- anwalt beantragte awei Monate Gefängniß und ähnlichen Pflansstätten der Bildung" von grundgelehrten ette Staat: nahm. Es sind zwet stellenlose Kaufleute, von denen einer aus Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung. Gr bielt die Leuten gehalten wurden? In tiefsinniger Weise wurde auseinähnlichen Pflanzstätten der" Bildung" von grundgelehrten Berlin, der andere aus Charlottenburg stammt. Sie hatten von Widersprüchen nicht freien Aussagen der Belastungszeugen andergefeßt, wie lange man an einer Million Zündhölzer hat, fich schon längere Zeit vagabondirend im Grunewald herum nicht für ganz glaubwürdig und war außerdem auf grund eines falls jeden Tag so und so viel verbraucht werden, wie viele getrieben. Gutachtens des Gerichtsphysilus Dr. Straßmann der Ansicht, Menschen pro minute auf der Erde das Zeitliche segnen oder daß die alte Frau nicht mehr ganz geiftestlar fei. lite Somit ist Deutschland von dem Ruhm befreit geblieben, eine philifter innerhalb eines gewiffen Beitraumes sparen kann, wenn geboren werden; oder wie viel Geld ein Berliner Weißbierachtundsiebenzigjährige Greifin wegen einer Handlung ins Geer täglich eine große Weiße weniger konsumirt u. f. w. Dazu fängniß wandern zu fehen, von der andere Bölter überhaupt famen gelegentlich Vorträge aus dem Gebiete der Astronomic nicht wissen, wie es nur möglich ist, wegen derfelben mit schwerer oder aus ähnlichen Fächern. Daß dieses geistige Futter den een intelligenten Arbeitern für die Dauer selbst unerträglich wurde, bote ab. einigten Kaffen noch ein Fehlbetrag von 14 222,61 M., der als zu waren die Schrift um mit Laffalle zu reden, mit der Vom ,, Entbehrungslohu". Wie leicht unter Umständen Geld an Grundstücken verdient werden kann, zeigt folgender Fall. Das am 31. März zwecks Auseinandersetzung der Deutschmannschen Erben zum Verkauf gestandene Grundstück Am Königsgraben 15-15c, welches einen Flächeninhalt von ca. 2000 Quadrat meter hat, wurde von dem Bautier Hermann Druhm im Auf- Strafe belegt zu werden. trage zweier Miterben für den Preis von 314 000 M. erstanden. Und noch eine Majestätsbeleidigung! Ein eigenthüm- läßt sich daran ermessen, daß man sich an den Ausschuß des Am 7. April erfolgte der Zuschlag. Schon am nächsten Tage licher Beweggrund hatte die Majestätsbeleidigung veranlaßt, Nationalvereins, den Hort der damaligen bürgerlichen Freiheit Tonnten die jeßigen Besitzer von einer Gesellschaft 600 000. bte und das Anfinnen an die Leiter beffelben stellte, in wegen der sich gestern der Schneider Kerney vor der vierten wandte und das für das Grundstück erhalten, sie wollen aber dasselbe für Straffammer des Landgerichts I zu verantworten hatte. An Ronsequenz ihrer Anschauung die Arbeiter in den Nationaldiesen Preis nicht verkaufen, sondern warten noch höhere Ge- einem Dezember Abende des vorigen Jahres trat der Angeklagte verein aufzunehmen, d. h. zur politischen Bethätigung zuplötzlich an einen Wächter heran und stieß mit bezug auf den zulassen. Die Herren lehnten dies bekanntlich mit dem Hinweis Der Eigner des Schleppdampfers Greif", Greif", Herr Kaiser eine unfläthige Bemerkung aus. Der Wächter, dem der ab, daß die Politik nichts für die Arbeiter sei und verleugneten Senger, ift während der Fahrt auf der Havel schwer zu Schaden Angeklagte sonst als ein anständiger Mensch bekannt war, glaubte ohne Scheu und Scham zum ersten Mal öffentlich ihre Grundgekommen. Beim Ankoppeln eines Lastkahns an den Dampfer feinen Ohren nicht zu trauen. Kerney wiederholte die fäße. Damit war der erste Schritt zur Trennung der Arbeiter gerieth er mit einem Bein in eine Schleife des schnell sich ab- Aeußerung aber in erregter Weise, er wisse auch, daß es eine von den Liberalen gethan; hier setzte Lassalle mit seiner erfolgrollenden Drahttaus, das im Weiterrollen das umschlungene Majestätsbeleidigung sei und verlange, daß er deshalb eingezogen reichen Agitation ein. Das Klaffenbewußtsein in den Massen zu Bein unter dem Knie buchstäblich abgerissen hat. loswerde. Es sei ihm gleich, wenn er deshalb 15 Jahre Zuchthaus wecken ist und bleibt auch heute unfere vornehmste Aufgabe. Unterschlagung im Amte. Dem soeben erschienenen Be- betäme. Der Wächter mußte seinem Verlangen, ihn zur Wache Wer ba glaubt, daß nur Bildung die Welt erobert, daß das richte der Rechnungskommission des Abgeordnetenhauses, welchen bringen, Folge leisten. Auf der Wache führte der Angeklagte höhere Maß von Einsicht die Erlangung der Macht bedingt, der Abg. Sattler erstattet hat, entnehmen wir nachstehende inter- denselben Auftritt auf. Im Termine erklärte er, daß er sein täuscht sich gewaltig. Den armen Fischern, den Nachfolgern des der Abg. Sattler erstattet hat, entnehmen wir nachstehende inter- Benehmen aufrichtig bereue. Er sei„ mit Lust Soldat gewesen und 3immermannssohnes aus Nazareth, effante Mittheilungen: Der frühere Domänenpächter Koch in ein aufrichtiger Berehrer seines Landesherrn"! An jenem Abend habe gelehrten und Pharisäer an Wissen hundertfach überBerlin hat in seiner Eigenschaft als Rendant der Kasse des er sich mit feinen Eltern gezankt und um ihnen ein Herzeleid legen.- Bedingt heute die Bildung auch nur im geringsten Domänen- Rentamts Berlin und der mit demselben vereinigten anzuthun, habe er einen Grund gesucht, um seine Verhaftung zu Maße die Freiheit? Keineswegs! Die Angehörigen der soge Kaffen der Berliner Thiergarten- Verwaltung und des Domänen bewirken. Da sei er denn auf die unglückliche Idee gekommen, nannten liberalen Berufe, die Staatsbeamten, ſite Alle find Schädenfonds nach den stattgehabten Ermittelungen die Summe eine Majestätsbeleidigung auszustoßen. Der Vorsitzende stellte vermöge ihrer ökonomischen Abhängigkeit in vielen Fällen von 18 261,52 9. unterschlagen, von welcher nur 4038,91 m. aus den Aften fest, daß die Angaben des Angeklagten auf Wahrnoch weniger fret" „ fret" als ein gewöhnlicher Arbeiter, Durch Erlös aus dem Bertaufe des Koch'schen Nachlasses Deckung beit beruhten. Der Staatsanwalt hielt diese Art, eine Ber- trobem sie gefunden haben. Es entfällt also auf die vorhin genannten ver- haftung herbeizuführen für so frivol, daß er gegen ben An Bildung ihres Jahrhunderts bewaffnet sind. In Frankreich Statsüberschreitung in dem Bericht Ausnahme gefunden Zur geflagten eine Gefängnißstrafe von anderthalb tommt faft mit jedem neuen Präsidenten ein neues System ans Entdeckung der Unterschlagungen des Roch hat einen hat. But Jahren beantragte. Der Gerichtshof beließ es bei einer Ge: Ruder( von näher liegenden Beispielen abzusehen), und die hoch gebildeten Staatsbeamten müssen ihre Ueberzeugungen fängnißstrafe von drei Monaten, 1892 ftattgehabte Kaffenrevision geführt, bei welcher sich zunächst wechseln ebenso wie ihre Hemden.( Beifall.) Man denke an ein Defelt von 10 000 Mart in Reichsbanknoten herausstellte. Eine gehörige Strafpredigt wurde vorgestern dem Hansemann, Bleichröder und Konsorten, sind diese nicht, wie die Zwei Tage vor der Revision machte Koch einen Selbstmord- Schlächter Hugo Menzel feitens des Vorsitzenden der dritten neueste Geschichte beweist, viel mehr frei" als beliebige andere, verfuch, dem er am zweiten Tage darauf erlegen ist. Das Motiv Straflammer des Landgerichts I zu Theil. Menzel war der viel mehr gebildete" Menschen? Die wirthschaftliche Macht, des Roch zu seiner That weiß der Bericht nicht anzugeben. fahrlässigen Körperverlegung angeklagt. Am Abende des der Befih, das ist der springende Punkt, wie dieses ja 15. Dezember v. J. tam Merzel im scharfen Trabe vom Bots- auch schon im kommunistischen Manifest zum Ausdruck gebracht Weil sie in hochvatriotischen Stücken mimten, waren damer Thor her und bog in die Königgrägerstraße ein. An ift. Eine andere Art der Freiheit ist die Freiheit der Bedürfnißbekanntlich vor einiger Zeit aus der Realschule II in der Weißen der Haltestelle beim Palast- Hotel hielt ein Pferdebahnwagen losigkeit, die in Diogenes ihren Klassischen Vertreter gefunden Weißen- Damer burgerstraße elf Schüler ausgewiesen worden. Die Eltern, welche und durch die Ein- und Aussteigenden entstand dort ein ziemlich hat. Abgesehen davon, daß immer nur einzelne Wenige fich zu schon damals nicht begreifen konnten, daß Mimen ein Verbrechen lebhafter Personenverkehr. Der Angeklagte rief das Publikum dieser Auffassung des Daseins, die in vielen Fällen erst nach fei, haben jeßt, wie gemeldet wird, die Genugthuung erhalten, war an, mäßigte die Gangart des Pferdes aber feines- einer Ueberfättigung an Genüssen aller Art sich einstellt, empor daß die Verweisung ihrer Herren Söhne von der Anstalt rückwegs. Die gefährdeten Personen retteten sich durch Seiten- ringen, ist im Interesse der Kulturentwickelung diefe Art der gängig gemacht worden ist. Ob ein solcher Beschluß, der unseres fprünge, nur ein 14jähriges taubstummes Mädchen, welches den Freiheit niemals als Fortschritt zu betrachten. Die Voraus Erachtens die Autorität der Lehrer über die Schüler nicht be- Anruf natürlich nicht gehört hatte, wurde von dem Scheerbaum fehung für wirkliche Bildung ist die soziale Unabhängigkeit. wenn es sich des Schlächterwagen eine leichte Berlegung. Der Angeklagte er dem es sich bes Schlächter wagens gefaßt und zu Boden geschleudert. Sie Das Streben nach Bildung muß nach Bildung muß verknüpft sein um gewöhnliche Gemeindeschüler gehandelt hätte? Eine Genug erlitt zum Glück nur eine leichte Verlegung. Der Angeklagte er dem Streben nach Verbesserung der sozialen Lage. thuung wäre aus dem Grunde schon in diesem Fall ein eigenes flärte in dreister Weise, daß er doch rechtzeitig angerufen und wenn es selbst gelänge, alle Arbeiter alle Arbeiter zu Gelehrten Ding gewesen, weil bis jetzt noch fein Mittel gefunden worden dadurch seine Schuldigkeit gethan habe. ift, um prügelpädagogische Stockprügel, die in der Boltsschule erwiderte ihm darauf, daß der erfolgte Anruf Der Borfizende zu machen, würde diese Thatsache an sich kein Jota an der erfolgte Anruf die Stelle der Relegation einnehmen, rückgängig zu machen. ihm heutigen Ordnung der Dinge ändern. Die Förderung des feineswegs das Recht gebe, Leute zu überfahren. Man Klaffenbewußtseins ist vor allem nöthig. Die Produktionsform Möglichkeit rechnen, daß Als Leiche aufgefunden wurde im Walde bei Zehlendorf müsse doch mit der Möglichkeit fich ist der Unterbau, das Fundament der Gesellschaft, das der Sekretär der Staatsschulden- Berwaltung Hucke. Derfelbe auf der Straße auch taube oder schwerhörige Personen andere ist nur der Ueberbau; die Masse soll zunächst als Klasse wurde bekanntlich seit dem 27. v. M. vermißt: er hatte sich mit befänden, wie der vorliegende Fall beweise. An verkehrsreichen empfinden das übrige findet sich. Alles Wissen bringt uns Der schriftlich ausgesprochenen Absicht, aus dem Leben zu scheiden, Stellen Berlins höre man häufig gleichzeitig brei bis vier nicht ans Ziel, wenn es nicht gelingt, die Masse zu organisiren. von seinen Angehörigen entfernt. Gin Förster fand jetzt, wie Heh! Rufe" und die Berliner Kutscher schienen der Ansicht zu Der Einzelne soll jederzeit jede Gelegenheit benutzen, sich die Potsdamer Beitung" meldet, im Gebüsch die bereits sehr fein, daß sie durch den Anruf von jeder Verantwortung ent- su bilden, und dazu ist das Institut der Arbeiter- Bildungsschule entstellte Leiche. Der Unglückliche hatte sich, bevor er die unglück- bunden würden. Dieser Ansicht müsse durch empfindliche Strafen geschaffen, aber vor allem ist nicht zu vergessen, daß die Schule felige That ausführte, auf die Grde gelegt, sich mit seinem entgegengetreten werden. nicht Selbstzweck fondern Mittel ist.( Anhaltender Beifall.) Baletot zugedeckt und dann den Revolver gegen seine Brust ge= Das Urtheil lautete nach dem Antrage des Staatsanwalts In der Diskussion traten wesentliche prinzipielle Abrichtet. Die Seiche wurde von Zehlendorf nach Berlin über- auf eine Woche Gefängniß. weichungen von der Ansicht des Referenten nicht hervor. Der geführt. Wegen Kindesausfehung stand vorgestern die erst Vorsitzende Flatom bemerkte: Daß Genosse Auer fein Gegner Polizeibericht. Am 16. d. M. wurde der 28 Jahre alte 18jährige unverebelichte Martha Bacher vor der zweiten der Schule fei, gehe daraus hervor, daß derfelbe bereitwillig zu Maurer Thiede in Schöneberg verhaftet unter dem Verdachte, Straffammer des Landgerichts I. Es war die alte Geschichte, gunsten derselben gesprochen habe. am 13. b. M. in Schmargendorf die Krantenwärterin Helene die von der Angeklagten thränenden Auges dem Gerichtshofe unterricht gefallen sei und die Schule auch sonst streng im Geiste Schweichel ermordet und der Frau Klebebzon Gewalt angethan vorgetragen wurde. Nachdem sie Mutter geworden, sei sie in die der Partei gehalten werde, dürfe man erwarten, daß ihr die zu haben. Das letztere Verbrechen hat er bereits eingestanden, benkbar unglücklichste Lage gerathen. Niemand habe sich ihrer Unterstützung der Berliner Genossen nicht fehle. Genoffe Röhler den Mord leugnet er. Am 16. d. Mts. Morgens stürzte angenommen, vollständig mittellos habe sie dagestanden und betont, daß noch viel mehr Nachdruck als bisher auf die Be er.-Am sich eine Frau aus dem dritten Stock des Hauses Brißer nicht gewußt, wo sie für ihr Kind ein Unterkommen tämpfung der bildungsfeindlichen Elemente als bisher gelegt ftraße Nr. 40 auf den Hof hinab und fand auf der Stelle den finden solle. sei sie auf die verzweifelte werden müsse. Dem tritt Genosse Wagner mit dem Hinweis Tod. Im Landwehrtanal, unterhalb der Freiarche, wurde dee Schicksal Des Kindes einem entgegen, daß es nicht Aufgabe eines derartigen Instituts fein Die Leiche eines etwa 35jährigen Mannes angeschwemmt. In der günstigen Bufalle anheimzustellen. An einem Dezember fönne, die mangelhafte Elementarbildung der Arbeiterklasse, für Bernauerstraße, am Nordbahnhofe, fiel Vormittage ein Kutscher von abende habe sie ihr damals 10 Tage altes Kind in ein die die Gesellschaft verantwortlich sei, zu ergänzen; die dort gefeinem Arbeitswagen, gerieth unter die Räder und wurde an Haus in der Fruchtstraße getragen, welches sie kurz vor 10 Uhr wonnenen Kenntniffe sollen ausschließlich zum Nußen der Partei der Hand schwer verletzt. An der Ecke der Neuen Roß- und noch geöffnet fand. Sie jei mehrere Treppen hinaufgegangen verwendet werden. Nachdem noch Genosse Jahn gesprochen, Walstraße wurde Mittags ein elfjähriger Knabe durch eine und habe dort das Kind vor einer Thür niedergelegt. Dann verwahrt sich der Referent in seinem Schlußwort zunächst Droschke überfahren und an beiden Beinen nicht unerheblich ver- habe sie sich schnell entfernt. Ein im Hause wohnender Schutz- energisch dagegen, als ob er( Redner) fein Freund eines Inlegt. Nachmittags fand in einer Bäckerei in der Krausenstraße mann fand das Kind und sorgte für dessen Unterbringung. Der ftituts sei, welches den Arbeiter mit geistigem Rüstzeug versehe. eine Schlägerei zwischen zwei Gefellen statt, wobei einer der Gerichtshof war mit dem Staatsanwalt der Ansicht, daß die Richtig sei, daß seiner nüchternen Auffassung die- Schwärmerei, selben durch einen Messerstich am Arme erheblich verletzt wurde. Angeklagte ihr Kind in hilfloser Lage verlassen habe. Das Urtheil wie sie vor Jahren theilweife bezüglich des Erfolges einer der artigen Einrichtung, die immer nur mit beschränkten Mitteln in -In einem Hotel wurde ein Kaufmann in seinem Bimmer todt lautete auf se chs Monate Gefängniß. einem beschränkten Kreise arbeiten könne, bei manchen Genossen, aufgefunden. Er hat sich anscheinend mittelst Blausäure verdie heute aber auch schon anders darüber benten, gehegt worden sei, giftet. Vor dem Hause Blücherstr. 38 rollte ein ohne Aufsicht widerstrebt habe. Diesem berechtigten Steptizismus habe er stehender Kinderwagen mit einem drei Monate alten Kinde den abAusdruck verliehen. Die Berliner Sozialdemokratie könne sich schüssigen Bürgersteig hinab und gerieth auf den Fahrdam einen derartigen Bildungsverein, wie er sich in der ArbeiterDas Pferd eines gerade vorüberfahrenden Geschäftswagens stieß Bildungsschule darstellt, sehr wohl leisten; darum möge der Arden Wagen um und verletzte das Kind durch Huftritte so schwer, beiter, der Muße hierzu findet, eifrig bestrebt sein, Aufklärung daß dasselbe bald darauf starb. Eine Frau wurde Nachund Belehrung sich anzueignen. mittags in ihrer Wohnung in der Schönhaufer Allee erhängt sonders fördern dürfte, aucht worden wäre, wen Da das gekommen, denn Leipzig, 17. April. In dem Beleidigungsprozeß Bauter Wesendonck erkannte das Schöffengericht gegen Wesendonck auf 1 Monat Gefängniß, gegen Bauer auf 200 M. und gegen Schoepfel auf 50 M. Geldstrafe. Versammlungen. = mit Seitdem der Elementar vorgefunden. Abends versuchte eine Frau in ihrer Wohnung Eine öffentliche Volksversammlung, welche zum Besten Weißensee. Die Möbelpolirer hielten hier am 8, April in der Bernauerstraße sich mittels Alauns zu vergiften. An der Arbeiter Bildungsschule am Montag, den 16. April, im eine Versammlung ab. Von einem Vortrag nahm die Bersamms der Thomaslirche fprang ein Mädchen in den Luisenstädtischen Lotale Sanssouci" abgehalten wurde, hörte mit lebhaftem lung Abstand und erledigte sofort die Wahl des VertrauensRanal, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen.-Interesse einen Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Auer mannes. Mit diesem Amt wurde der Kollege Bohley und als über das Thema:" Macht Bildung wirklich frei?" Im Laufe des Tages fanden zwei Brände statt. Der Stellvertreter Rollege Wall betraut. Größte Damen- u. Mädchen- Mäntel- Fabrik des Südostens. Oranienstrasse e 29, 1. Geschäft: Ecke Adalbertstrasse. 201 2. Geschäft: E Siegfried Lazarus. 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Einladung zur Generalversammlung. Die Mitglieder des ,, Berliner Spar- und Bau- Vereins" ( ein getr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht) werden hierdurch aus grund des§ 26 des Statuts für Sonntag, den 29. April cr., Vorm. 10 Uhr, nach dem Saale des Vereinshauses, Sophienstr. 15, aur zweiten ordentlichen Generalversammlung eingeladen. Tages Ordnung: Geschäftsbericht des Vorstandes und Aufsichtsrathes. Vorlage der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Antrag des Vorstandes auf Nenderung der§§ 3 und 19 des Statuts. Neuwahlen zum Aufsichtsrath. Die Bilanz ist täglich in der Geschäftsstelle Chorinerstr. 11 in den Stunden von 3-6 Uhr 3052b einzusehen. Berlin, den 12. April 1894. Der Vorstand: Robert Lange. Heinrich Freese. Achtung! Achtung! Große öffentliche Versammlung der 678M Frischen Maitrank, sehr wohlschmeckend, à Flasche intl. 70 Pfg., 10 Flaschen inkl. t. 6,-. Johannisbeerwein, weiß und roth, à Flasche 60 Pfg., 10 Flaschen Mt. 5,50. Eugen Neumann& Co., 6a. 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Versammlungen internationalen Kongreß der Uhrmacher, Goldarbeiter, Graveure, DiamantKaffeeküche, auchSonnt. ſchleifer zc. in Hanau. 3. Etellungnahme zum 1. Mai. 4. Bericht des Dele- Für d. Sommermonate empf. meinen Sommergarten zu Vergnüg, koſtenlos. girten zur Gewerkschafts- Rommission. 5. Bericht des Gewerbegerichts- Beisihers. Sonnabend, 28. und Sonntag, 29. d. M., noch Säle frei zu Verf. u. f. w. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht jedes Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Keiner darf fehlen! Der Vertrauensmann der Berliner Uhrmacher. 473/4 Ausstellung Jtalien in Berlin DEF Mai- October 1894 auf dem Terrain der West- Eisbahn ( Stadtbahn- Station Zoologischer Garten). Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, 2. Gesch: Andreasstr. 23, S. pt., gegenüb. Andreaspl Gesch.: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain Mustergrößtes Lager Berlins. Kinderwagen, her gratis. 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Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pönsch in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. ir. 89. Ländliche Schulmeisterei. Die Zeiten, in denen die ländliche Schulmeisterei noch ein Nebenerwerb des gefangs- und schreibkundigen Gevatter Schneider und Schuster oder des Peitschenstöcke drehenden Tagelöhner Invaliden war, sind glücklicherweise überwunden; die Schulmeisterei ist auch auf den Lande ein selbständiger Beruf geworden, wenn wir davon absehen wollen, daß noch an manchen Orten dem Lehrer ein gut Theil Beit mit der Beacferung des in seinem Gehalt berechneten Pachtlandes verloren geht. Mittwoch, den 18. April 1894. 11. Jahrg. laffen, damit sie, wie es heißt, auf die Stürme des Lebens" vor.| Produktion besorgen, die Werthe erzeugen, find nur einige Wenige bereitet werden. Der Unterricht in der Schule wird natürlich die Direktoren, Werkführer u. f. w., die gut, einige fogar febr hierdurch arg vernachlässigt. gut bezahlt sind. Die große Maffe der 4000 Beschäftigten jedoch verdienen kaum jo viel, sich und ihre Familien richtig zu sättigen. Das ist die von Gott gebotene Weltordnung", daran darf nicht gerüttelt werden. " Daß das Loos eines Lehrers der mit allen diesen Schwierig feiten zu kämpfen hat, tein allzu beneidenswerthes ist, leuchtet ein. Der Wechsel der Lehrer ist daher auch ein stetiger. He hett datt all wedder mal dick fregen", erzählen sich die Landleute untereinander. Und nun müssen die Lehrer der benach barten Schulen aushilfsweise auf einer vakanten Stelle so lange in den nothwendigsten Fächern mit unterrichten, bis dieselbe wieder besetzt ist. Ein Fortschritt gegen früher besteht, darüber ist nicht au So liegt es mit der Schulbildung auf dem Lande und streiten. Und neben Religion, Singen und Lesen wird heutzu hier ist gewissermaßen noch ein Bild in rosigen tage auf dem Lande auch schon in einigen anderen Fächern Farben gemalt. Der Mangel an Bildung macht dem Lande noch sehr im Argen; dieses beweisen die amtlichen einander, der Hang an alle niederen Leidenschaften sind die natürunterrichtet. Nichtsdestoweniger liegen die Schulverhältnisse auf sich daher auch überall fühlbar. Die Nohheit im Verkehr unter Statistiken der überfüllten Schulräume, der fiberlasteten Lehrer, lichen Folgen. beweisen die vielen Analphabeten, die aus den ländlichen Gegenden kommen. Jeder, der Gelegenheit gehabt, die Mängel ber Schulbildung auf dem Lande zu beobachten, weiß, wie es mit diesen, von dem Junkerthum so oft verherrlichten idyllischen" Zuständen bestellt ist. " wird, Der Junker plaidirt natürlich für Aufrechterhaltung dieser Bustände, er ist ein Feind der Bildung und weiß sehr wohl, daß der antikollektivistische Bauernschädel durch Bildung weich Aber, gemach, Ihr Leute, gemach! Die Sozialdemokratie Der Bauer, der Knecht, der Tagelöhner erwacht. Man sieht seine wird euch zu Hilfe kommen. Schon dämmert es mächtig liberall. wahren Freunde und seine Feinde. Aus dem Banne jahrelanger Freilich, der Landarbeiter theilt auch hier das Boos seiner Dumpfheit steigt hervor ein freies Volt. Das Proletariat der Klaffengenoffen. Abhängig von den Gutsherrn und deren Industrie reicht dem Landproletariat die Hand. Sie haben ein Bächtern steht er fo lange er arbeitsfähig, in deren Streben, ein Ziel: Dem Wolke die Bildung, dem Bolke die FreiSolde. Sein Lohn ist so bemessen, daß er sich abradert heit. Man ahnt es von früh bis spät im Sommer zwar aus einem Distrikt, der noch in gewiffer Beziehung über Ein Stück praktischer Erfahrungen will ich aufzählen und bem allgemeinen Niveau steht: dem östlichen Holstein. und im Winter und mucksen darf er sich schon gar nicht. Die Arbeitskraft der Frau wird ebenfalls verwendet. Wo dieses nicht zutrifft, hat sie mit den häuslichen Hantirungen vollauf zu thun. " bei der Kreisstadt Templin gelegenen Dorfe Denson wird der Preußische Kulturzustände. Aus dem in der Uckermark, " Preußischen Lehrerzeitung geschrieben: feine Soziale Itebersicht. „ Eine herrliche Lehrerwohnung befindet sich auch noch in den gefegneten Fluren der Uckermart, nämlich in unserem Dorfe. Dieses Haus, mit Stroh gedeckt, außer dem Anbau aus Lehmwänden bestehend, wurde als Schulhaus auf grund des Gut ( Lehmstafen) tam frische Luft genug, um die Lüftung des Raumes achtens des Kreisphysikus vom Amtsvorsteher als gesundheitsschädlich und unbewohnbar erklärt. Durch die Seitenwände durch Deffnen der Fenster unnöthig zu machen. Die Decke brobte gefährlich zu werden. So wurde denn nach gemeinsamer Besichti gung durch Regierungs- und Schulrath B., sowie eines Medizinalraths aus Potsdam, des königl. Landraths, des Kreis- Bauraths aus Templin, des Lokal- Schulinspektors und Amtsvorstehers die Wohnung gemiethet. Da aber im Dorfe selbst kein Raum zu Räumung obigen Gebäudes angeordnet und ein Neubau für nothwendig erachtet. Dem Lehrer wurde im Dorfe eine Unterrichtszwecken zu finden war, so wurde die verlassene Wohnftube des Lehrers als Schulstube weiter benutzt! Außerdem ist stube des Lehrers als Schulstube weiter benugt! Außerdem ist Anbringung einiger Stüßen und Ausbesserungen wurde auch in dem Hause noch ein Betsaal für gottesdienstliche Zwecke. Nach dieser Raum für seinen Zweck weiter belassen. Wollte es aber dem Lehrer während des Winters in diesen luftigen Räumen" nicht gefallen, fo sucht er, wie die Schwalbe, zum Frühling alte Wohnung wieder. auf. Der Mangel an Unter diesen Verhältnissen werden Kinder geboren, die, wenn Wohnungen macht fich in Dörfern gewöhnlich fehr fie die ersten Lebensjahre hinter sich habenz und einigermaßen und Arbeiterinnen! Kollegen und Kolleginnen! Wie Ihr Stube, die ihm mit seinen drei Familiengliedern als Wohn- und An alle in der Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter fühlbar. So fand sich denn für den Lehrer auch nur eine friechen tönnen, sich selbst überlassen bleiben. Dann folgen die wißt, wurde in allen Versammlungen, die von uns einberufen Schlafraum zugleich dienen sollte. Eben deswegen zieht unfer Schuljahre. Der Schulbesuch an fich ist schon in Aber, fragt der manchen Gegenden mit bedeutenden Hindernissen verknüpft. waren, der Beschluß gefaßt, den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu Kollege das fleinere dem größeren Uebel vor. Zu einer Schulgemeinde gehören mehrere Dörfer. Schlechte Würde des Tages entsprechenden Vortrage abzuhalten. Es liegt ist kein Geld dafür da. Die fleine, arme Gemeinde, die ihr Zu einer Schulgemeinde gehören mehrere Dörfer. Schlechte feiern und am Vormittag eine Versammlung mit einem der geneigte Lefer, warum wird denn fein neues Haus gebaut? Ge Wege, Naturereignisse, die sich besonders im Winter fühlbar machen, bieten unendliche Strapazen und hindern zeitweise den nun an Guch diesen Beschlüssen Geltung zu verschaffen, zu reichlich Theil beigetragen hat, ist allein nicht im ftande, ein Schulbesuch vollständig; sind doch einstündige Strecken feine agitiren, daß Ihr am 1. Mai in der Versammlung, welche Vor Schulhaus zu bauen. Und die tönigl. Regierung als Patron hat Seltenheit. mittags präzise 9 Uhr in Fiebig's Salon, Große Frankfurter- teine Fonds dazu. So war es vor Jahren, so wird es wohl Die Lehrer unterrichten nicht felten 90 bis 100 Schüler, Die Lehrer unterrichten nicht selten 90 bis 100 Schüler, ftraße 28, einberufen ist, zahlreich erscheint. Möge ein Jeber noch länger bleiben." Der Militarismus läßt es eben in Knaben und Mädchen zugleich. Das schulpflichtige Alter ist bei Arbeitsruhe eine allgemeine wird. Zur Agitation für den wie Schulbauten u. dergl., Gelb übrig bleibe. Knaben und Mädchen zugleich. Das schulpflichtige Alter ist bei dafür sorgen, daß die Versammlung eine impofante und die Preußen Deutschland nicht zu, daß zu derartigen Sweden, den Knaben vom 6.- 15., bei den Mädchen vom 6.- 14. Lebensjahre. Während dieser Zeit erhalten sie in einer Klasse, die Mai findet am Sonntag, den 22. April, früh 7 1hr, eine gewöhnlich in drei Abtheilungen, der Ober, Mittel- und Unterklasse baran theilnehmen wollen, pünktlich in folgenden Lokalen zu er Flugblattvertheilung statt. Wir ersuchen die Kollegen, welche eingetheilt ist, zugleich Unterricht. Die Eintheilung der Lehrfächer ist scheinen: für den Süden und Südosten bei Stramm, Ritter den Stoff bewältigen muß. In der Oberklasse wird z. B. Religion traße 88; für den Westen bei Werner, Bülowstr. 59; für derart, daß derselbe Lehrer zu gleicher Zeit in allen drei Klassen straße 128; für den Often und Südosten bei Henke, Blumenvorgetragen, die Mitteltlaffe ist mit Rechnen beschäftigt, während den Morden bei Bohme, Angermünderstr. 5. sich die Schüler der Unterklasse im Lesen üben. Theilweise fält bie Behandlung des Lehrgegenstandes in zwei Klassen zusammen; Die Agitationstommiffion der Filzschuh= arbeiter Berlins und Umgegend. so hat die Ober- und Mittelklaffe Unterricht im Schreiben, während in der Unterklasse mündlicher Unterricht ertheilt wird. Eine Abände Willner. Pfeifer. Kleinau. Fleischer. rung diefer Regel tritt dadurch ein, daß die Schüler der Unterklasse Achtung, Mechaniker! Die Differenzen bei der Firma wöchentlich einige Stunden weniger haben, wie die der anderen Jenitsch u. Böhmer, Prinzenstr. 34, find zu gunsten der Arbeiter Klaffen. beigelegt, da der Unternehmer die Forderungen der Arbeiter definitiv bewilligt hat. May Lange, S.O., Annensir. 82, 4 Tr. Die Gruppirung der Schüler ist so, daß entweder die Knaben auf der einen und die Mädchen auf der anderen Seite figen, oder auch, daß abwechselnd zwei Bänke mit Knaben und bei Bänke mit Mädchen besetzt sind. das 10 000 Wiener Tischlergehilfen, die am Sonntag in der Boltshalle des Rathhauses eine Versammlung abhielten, beTischler der Umgebung von i en wollen sich dem Streit an schlossen, am nächsten Tag in den Streit einzutreten. Die Wien schließen. -Dersammlungen. den 18. b. Mts., in den„ Arminhallen" zu seiner ordentlichen Der Verein Berliner Droschkenkutscher trat am Freitag, vierteljährlichen Mitgliederversammlung zusammen. Vor Gine tritt in die Tagesordnung wurde das Andenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder Schulz, Lehmann, Säger und Bartels in üblicher Weise geehrt und erstattete sodann der Vereinsvorsitzende, Herr Schütte, den Geschäftsbericht für das erste Vierteljahr 1894. Diesem zufolge erstreckte sich die Thätigkeit des Vereinsbureaus( Schützenstr. 58) im verflossenen Quartale auf die Aufnahme von 152 Protokollen( gegen 144 im vorigen Quartale) in Fahrgelder- und Fahrschein Angelegen beiten, Straffachen und Gesuchen. Ferner wurden 600 Briefe In sanitärer Hinsicht lassen die Schulräume und deren Ginvon welchen 186 reklamirt und für welche 424,65 M. Finderlohn und Karten abgelassen. An Fundsachen wurden 398 eingeliefert, richtungen viel zu wünschen übrig. Der Fußboden ist mit Sand unterhaltene Dienstnachweis wies 89 Stellen nach, von denen 29 von den Verlierern gezahlt wurden. Der im Vereinsbureau besirent; eine sogenannte" gründliche Reinigung" heißt 100 ausgefegt und neuer Sand gestreut wird, durch Vereinsmitglieder besetzt worden sind. Neu beigetreten ift wöchentlich ur einmal üblich. Diese Prozedur Der Streit der Dortmunder Straßenbahn Auge find dem Verein 87 Mitglieder, so daß derselbe am 1. April wurde bei uns am Sonnbend Nachmittag vorgenommen. Die stellten dauert fort. Die Streifenden haben etwas von ihren 1564 Mitglieder zählte. Das Vermögen des Vereins belief sich Schüler waren verpflichtet, der Reihenfolge nach hierbei be- Forderungen abgelassen; so sollte das Anfangsgehalt nur 95 M. am gleichen Zeitpunkte auf 3854,54 M. Nachdem dem Vorbilflich zu sein. Daß durch die Laufereien der Kinder in den betragen. Selbst diese neuen gewiß sehr bescheidenen Forde stande Decharge ertheilt worden war, gab der Vorsitzende Herr Pausen nebeldichte Staubwolfen aufgewühlt werden, die den rungen hat die Gesellschaft abgelehnt; besonders sträubt sie sich Schütte eine kurze Uebersicht über die Folgen des Iezten Lungen der Kinder und der Lehrer gerade nicht zuträglich find, gegen die Wiedereinstellung aller Entlassenen. Am Sonntag Streits und fam insbesondere auch auf die neueste Gründung ist erklärlich. find noch 3 Schaffner und 4 Fahrer wieder angenommen zu den der Fuhrherren, die Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht" Dann erst im Winter die Heizung. Es war hei uns zuletzt von den Streikenden formulirten Bedingungen. Die noch zu sprechen. Selbstverständlich sei es, daß diese Genossenschaft feine Seltenheit, daß sogar in der zweiten Unterrichtsstunde ausstehenden 25 Mann aber will die Gesellschaft aussperren. auch berufen fei, als Bollwerk gegen den Ansturm der Kutscher und schriftliche Arbeiten mit mündlichen vertauscht wurden, weil die Diese Maßregel ist übrigens echt fapitalistisch. Der Arbeiter als Mittel zur Niederhaltung derselben zu dienen und ermahnte Finger noch au flamin" waren. darf es nicht wagen, feine Lage verbessern zu suchen; thut er's, er demgegenüber alle Kutscher ebenfalls zum festen Zusammen so muß er dafür bestraft werden durch Hunger. schluß, zum Eintritt in die Organisation, den Verein Berliner I us cher die Ausarbeitung und Berbreitung eines entsprechen Droschtenfutscher. Zur Förderung dieses Zweckes beantragte den Flugblattes auf Vereinskosten, und fand dieser Antrag auch Blus den Flugblattes auf Vereinskosten, und fand dieser Antrag auch Annahme seitens der Versammlung. Diese hatte sich fernerhin schlüssig zu werden über die Lokalfrage zur Abhaltung des diesB 1 Sind nun den Kindern die ersten Anfänge des Nöthigsten beigebracht, so rückt das Alter heran, in welchem sie den Eltern Warnung vor Zuzug nach der Schweiz. Bittere Klagen beim Mitverdienen behilflich sein müssen. Sie können, je nach werden laut über den Zuzug von deutschen Arbeitern nach bein dem ihre Fähigkeiten entwickelt sind, vom 1. Mai bis zum 1. November vom Schulbesuch dispensirt werden. Der Pastor 1. November vom Schulbesuch dispensirt werden. Der Pastor 3ürich, speziell Tischlern, Schneidern, Malern u. f. w., die des Kirchspiels als Schulinspektor nimmt die Prüfungen vor; dort den streifenden Genossen in den Rücken fallen. G3 ist das des Kirchspiels als Schulinspektor nimmt die Prüfungen vor; höchst bedauerlich und ein Beweis, wie wenig ausgeprägt das wenn diese in der Religion und biblischen Geschichte einiger maßen gut ausfallen und recht viele Bibelsprüche herabgeleiert Solidaritätsgefühl bei vielen Arbeitern noch sein muß. Wir fährigen Stiftungsfestes. Nach längerer diesbezüglicher Berathung werden können, so ist das Bestehen der Prüfung gesichert, die " Nebenfächer" tommen dann weniger in Betracht. denken, wenn man erwägt, daß die Schüler, meistens armer Tage Wie mangelhaft diefe Prüfungen oft ausfallen, läßt sich möchten deshalb hier nochmals aufgefordert haben, doch nicht zu vergessen, daß es im Interesse eines jeden Arbeiters selbst liegt, herbeiführen zu helfen. Gehe also vorläufig niemand nach der eine Verbesserung der Arbeitsverhältnisse in seinem Gewerbe mit Schweiz. entschied sich die Versammlung für den Schweizergarten", doch wurde die Wahl dieses Lokals abhängig gemacht von der Gre gehilfen bezogen und die Musik von der Freien Vereinigung ber füllung der zu stellenden Bedingungen, daß die Kellner aus dem foſtenlosen Arbeitsnachweis der Vereinigung Berliner Gastwirths löhner Kinder, feine Zeit haben, um sich mit Muße für ihre Zivilberufsmusiker gestellt werde. Im übrigen wurden die Schularbeiten vorzubereiten. Früh, sehr früh werden sie in das In Eklingen( Württemberg) ist das seitens der Vereinigten Arrangements dem Bergnügungskomitee, für welches eine Erharte Joch der Arbeit gespannt. Außer der Schulzeit gehen fie Gewerkschaften angeregte städtische Arbeitsamt nun zu stande ge- gänzungswahl vorgenommen wurde, sowie dem Vereinsvorstande in den Wald dürres Holz sammeln, holen Futter für Schweine kommen und hat mit dem 1. April seine Thätigkeit begonnen. übertragen. Der Punkt Verschiedenes" gab den Vereinsund Ziegen oder sind im Hause bei allen möglichen Hantirungen Wenn dasselbe auch seinem Zweck, Arbeit nachzuweisen, nicht in mitgliedern Gelegenheit, nach verschiedenen Richtungen hin behilflich. Ein Theil der Knaben dient in der freien Zeit für dem Maße wird gerecht werden tönnen, als es wünschenswerth Wünsche zu äußern, die nach Möglichkeit Berücksichtigung finden die Kost bei den Hofpächtern und Pachtbauern und schläft mit den wäre, so ist es doch Pflicht aller Arbeitslosen, sich dort zu melden, sollen. Besondere Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Knechten zusammen im Pferdestall. Von früh bis spät beschäftigt, um die bestehende Arbeitslosigkeit dadurch feststellen zu können. tommen diese Kinder schon vollständig abgemattet in die Schule. Bielleicht glaubt man mit der Zeit dann doch an einen Noth: Das Interesse für den Unterricht fehlt. Man muß es mit an- stand. gesehen haben, um ein richtiges Bild zu bekommen, wie trot " 13. April bei Joël in der Andreasstraße. Auf der Tagesordnung Eine öffentliche Versammlung der Kutscher tagte am stand das Thema: Wie verbessern die Kutscher ihre Lage? Das Androhung mit Nachsißen und Prügelstraje diese Schüler schon Notiz in dem„ Sonntagsblatt für freien Geistesaustausch"( Theod. der in eingehender Weise unter der Zustimmung der Versamm Die Diener Chrifti verstehen zu leben. Nach einer Referat hierüber hatte Genoffe Rob. Schmidt übernommen, in der ersten Stunde beim Unterricht einschlafen. Sat nun ein Theil der Schüler die Dispensationsprüfung Stadt einen Gehalt von je 4500 M. Außerdem find auf ihren Debatte, an der sich wiederholt die Berufskollegen Fischer, v. Wächter) bekommen die drei Staatspfarrer einer westfälischen lung die Beantwortung dieser Frage gab. Die recht rege glücklich überstanden, so werden sie bei den Bauern, den Hof pächtern oder Gutsbesitzern vermiethet oder verrichten bie Arbeiten Antrag fürzlich die Gebühren für die Abholung und Grabrede Schmidt, Schulz, Rank, Jahnke, Borchardt und Genosse Stümmel auch in Tagelohn. Während dieser Zeit haben sie wöchentlich und auf 15 M. für jede Leiche außerhalb derselben erhöht eine Unsumme von Mißständen und Unzuträglichkeiten zu Tage. von 6 M. auf 10 M. für jede Leiche innerhalb der Grenzscheide betheiligten, bewegte sich im Rahmen des Referats und förderte nur 6 Stunden die Schule zu besuchen, von denen der dritte worden. Theil für den Religionsunterricht bestimmt ist. Dieser UnterJeder Redner wußte über 16-18stündige Arbeitszeit zu berichten, richt, der gewöhnlich an 2 Tagen, von 6-9 Uhr Morgens Die Verwaltung des Freiberger Ronfumvereins bei der meist, Sonntag mit eingerechnet, ein Wochenverdienst von vertheilt wird, hat so gut wie gar teine Bedeutung. Bei den Fortschritt" bat beschlossen, die Geschäfte ain 1. Mai den ganzen Familienväter in der Zeit bis zu zwei Jahren nicht einen ein15 M. erzielt würde. Es wurden Fälle besprochen, in denen törperlichen Etrapazen erschlafft der Geist und seine Funktionen Tag geschlossen zu halten. persagen. zigen Tag frei hatten, um im Kreise ihrer Familie zubringen zu Der Umgang mit den Feldarbeitern, den Knechten und Bünftlerisches. Die Schlosser- Jnnung zu Crimmit- tönnen. Bon seiten der Droschkentutscher wurde hervorgehoben, Bauern, die zotigen Redensarten, welche im Beisein dieser schau hat um Verleihung der Rechte aus§ 100e 11 der Ge- wie die Einführung der Tarameter ihre wirthschaftliche Lage Sinder fallen, üben auf der anderen Seite auf das Gemüth werbe- Ordnung petirt und die Gewerbekammer in Plauen hat noch mehr verschlechtert habe, und der Vermuthung Raum gederselben ihre demoralisirende Wirkung nus. Die Volksschullehrer das Gesuch befürwortet. Obiger Innung gehören nun 10 Meister geben, daß binnen furzem die Bestimmung erlassen werden würde, auf dem Lande können ein Lied davon singen, wie schwer sie an, die zusammen 11 Gesellen und 16 Lehrlinge beschäftigen. Den Apparat an allen Droschten einzuführen. Außerhalb der Junung stehen 9 Meister, dazu kommen noch sechs unter diesen Einwirkungen zu leiden haben. Trotzdem scheuen sich selbständige Schlosser aus der Umgegend. die 10 Imungsbrüder nicht, für sich das Privileg der Lehrlings ausbeutung in Anspruch zu nehmen. Es geht nichts über Bescheidenheit. Gine eingehendere Diskussion entstand über die Maifeier, zu der folgende Resolution angenommen wurde:„ Die Versamm lung schließt sich den Beschlüssen der Gewerkschaftskommission und politischen Partei an, und verpflichtet sich, so weit es jedem möglich ist, am 1. Mai zu feiern. So rückt schließlich die Entlassung aus der Schule heran. Ein halbes Jahr vor der Konfirmation bringt der Pastor ben noch fehlenden Rest in Religion bei. Hiermit soll ausgeglichen werden, was an der Grziehung vernachlässigt wurde; aber ohne die größten Strapazen geht dieser wiederum nicht ab. Wie heute getheilt wird. Die Badische Anilin. Die Korbmacher beschäftigten sich in ihrer Versammlung Viele Dörfer gehören zu einem Kirchspiel. Bu unferem ge- und Sodafabrik bringt in diesem Jahre 27 pet. Dividende am 13. April mit der Stellung zur Maifeier. Das Referat hörten fünfzehn. La wandern die Kinder im Winter bei Regen zur Vertheilung, d. h. die Aktionäre erhalten für ihre Freundlich hatte der Kollege Jungnidel übernommen, der in seinem und Schnee wöchentlich zwei Mal den weiten Weg zum Pastor, feit, das Geld zur Gründung der Fabrik hergegeben zu haben, Referat den Anwesenden empfahl, die Maifeier nach den Beum sich drei Stunden hintereinander Religion eintrichtern au für je 100 M. 27 W. Zins. Von denjenigen aber, welche die schlüssen der Gewerkschaftskommission zu begehen. Es wurde freifen an." hierauf folgende Resolution angenommen: Die Versammlung| Arbeitsruhe am 1. Mai zugehen lassen. E3 betheiligten Iführungen widerlegen zu müssen, beendet war, beschäftigte die empfiehlt den Kollegen, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen. sich ferner an der Diskussion die Kollegen Eckert, Volksversammlung die Frage der Maifeier und thaten sich hierbei Die Feiernden kommen früh 9 Uhr im Restaurant Stramm zu- Tiefe, Torfftecher, Haut, Friese. Alle stellten sich auf den Boden wiederum Pigora der Aeltere und Pigora der Jüngere hervor fammen und gehen von da aus nach der Holzarbeiter- Versamm der Resolution, doch war die Mehrheit der Redner im Prinzip und leisteten ziemlich Bedeutendes auf dem Gebiete der Phraseologie. lung. Abends schließen sich die Kollegen der Feier in den Wahl- für strikte Arbeitsruhe; auch ar man getheilter Meinung über Diese Leistung hinderte indessen nicht, daß ein praktischer Bor-Hierauf gab der Kollege Jungnickel den die Amendements und den Unterantrag. Die Abstimmung ergab: schlag Schimansky's in Form einer Refolution Antlang und AnBericht über die Thätigkeit der Gewerkschaftskommission. Der Annahme der Resolution mit dem Amendement Buhlmann. Der nahme seitens der Versammlung fand. In der Resolution wird Beitrag von 20 M. für die Kommission foll durch den Vertrieb Antrag Rarge wurde abgelehnt, der Unterantrag Märten an- angesichts der unorganisirten Arbeiter in Adlershof von einer von Marten aufgebracht werden. Zum Schluß empfahl der genommen. Da nach Annahme vieler Kollegen. in absehbarer absoluten Arbeitsruhe Abstand genommen, doch den Genossen zur Kollege Glöckner das Abonnement auf den Vorwärts". Zeit in der Ristenmacherbranche Differenzen mit dem Unter- Pflicht gemacht, in Fabriken, Werkstellen und an sonstigen ArbeitsJu einer öffentlichen Böttcherversammlung, die am nehmerthume eintreten können und man dieser Eventualität nicht stätten dafür zu agitiren, daß jeder die Arbeit ruhen lasse, dem 14. April tagte, referirte Genosse Faber über die Bedeutung ungewappnet gegenüberstehen darf, wurde zur Ausarbeitung eines dies ohne allzu große wirthschaftliche Opfer möglich sei. Gine des 1. Mai. In der lebhaften Diskussion, die sich an den bei Lohntarifes eine neungliederige Tariffommission gewählt. Mit der Bedeutung des 1. Mai angemessene Feier soll in Wöllstein's fällig aufgenommenen Vortrag schloß, traten die Redner zumeist Hinzuziehung der Werkstatt- Vertrauensleute hat diese Kommission Lustgarten veranstaltet werden. den Lohntarif aufzustellen und denselben der demnächstigen für Ruhenlaffen der Arbeit am 1. Mai ein und verwiesen auch öffentlichen Versammlung zur Genehmigung vorzulegen. Ferner den 18. April 1894, Abends 8 Uhr: Große Versammlung der geg auf den starken Rückhalt, welchen die Kollegen an ihrer Organi- wurde über die Angelegenheit des Kollegen Franz des Längeren Solsteiner mit Frauen im„ Kommandantengarten", Kommandantenffr. 10/11. fation haben. Folgende Resolution fand schließlich einstimmige bebattirt. Derselbe war auf eine Annonce im„ Vorwärts" hin Wichtiger Besprechungen wegen reiche Bersammlung am Die 2c. Versammlung erklärt sich voll und ganz in der Werkstatt bei Gülsdorf in Arbeit getreten." Andern Tages den 19. April 1894, Abends 8% Uhr im totale Fennstr. 5 bet Krüger. Bortrag für die Arbeitsruhe am 1. Mai und beschließt, am Vormittag besagte ein Aufruf im„ Borwärts", daß die dortigen Kollegen bes Genoffen Gaffenberr des 1. Mai sich in Heise's Festsaal zusammenzufinden und von dort sich zur Gruppenversammlung der Holzindustrie zu begeben." wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt hatten, da Auf Antrag des Kollegen Winkelmann beschloß die Versamm Franz weiter arbeitete, wurde lung, für das Auskunftsbureau der Gewerkschaften 40 m. jährlich aufzubringen. Weitere Angelegenheiten, die noch vorlagen, wurden vertagt bis zur nächsten öffentlichen Versammlung. Annahme: " Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, Vereinigung Schmiede. Große Donnerstag, Sigung Mittwoch, Abends 9 Uhr, Möckernstr. 114, Anhaltische Reſſource. 1 Vergnügungsverein„ Thusnelda"( ehem. Tanzschüler„ Steffen"). Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8-10% Uhr: Nord Schule, Müllerstr. 179 a und Südost- Schule, Waldemarstr. 14: Gefegestunde( spez. Arbeiterrecht). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. JohannJacoby, bei Friz Gesundbrunnen, Abends 8% Uhr, bei Liegle, Echwedterfraße 33. Gleichheit, Abends 8% Uhr bei Stramm, Saferland, Bellermannſtr. 87. Ritterstraße 123.- Heine, Nixdorf Abends 8% Uhr, Prinz- Handjerystr. 60, parterre. Einigkeit, Abends s½ Uhr bei Zeige, Triftstraße 1. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im Bereinskalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelſtr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch. UebungsLiedesfreiheit 1, fiunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Freya,( Gemischter Chor), Alte SchönhauserAndreasfir. 26, bet Wilte. ftraße 22-23, Bögow's Brauerei. Hilaritas, Hochstraße 32 a, bet Wilte.- Deutsche Giche, Grüner Weg 29 bei Säger. Echo 1 Pantow, Schulzeftr. Hand 2yra 1, Mariannen- Ufer 2 bei Wills. 16 bei Päzoldt. Schnee= in Sand 1, Reichenbergerstraße glöckchen 2, Potsdam, bet Brandenburger Kommunikation 16, Glaser. Unverdrossen, Abends 8% Uhr, bei Sachs, Lindomer fraße 26. Rütli, Friedenau im Kurhaus. Vorwärts 5, FriedrichsLorbeertranz, Lichtenbergerstraße 21 bagen, Rundtheil, bet Lerche. bei Heife. Rothe Nelte, Schöneberg, Golsftr. 43, bei Siegeler. upferschmiede, Weinstr. 11 bei Feind. Deutscher Männerfang, Belfortersir. 15, bei Echneider. Freiheitstlänge, Alte Satobfir. 68.- unverzagt i Manteuffelstraße bei Nowad. Lorbeer tranz 2, Dranienfiraße 190 bei Katsch.- Liedeslu st in Fürstenwalde Gängerchor der Maler, Kaiser Franz- Grenad terSchloßtelleret". Plaz Nr. 7. Freiheits- Gruß, Schönhauser Allee Nr. 46, bet am Busse. Hoffnung 3, Brandenburg a. H., Wilhelmsdorferstraße Rest. Concordia.- Mo a bit, Waldftr. 52 b. Gohr.- Stederlust, Köpenickerstr. 100 Freiheitstänge 1, Gebastianstr. 3 bet Mayer. Lyra 3, Brig, Werderstraße 15.- Freiheitstlänge 2 bei Gründer( fr. Mundt). Ebeiswalderfiraße 5. Kaiser' scher Quartettverein, Krautstr. 6 bei Rudolf Arbeiterg fargverein von Brig in Briz, Bürgerstr. 4 bet Dorn. Georginia, At mitalstr. 38 bei Echönherr. Einig, Straußbergerstr. 3, bet Birt.-„ Borwärts" 7 Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße- Ede bet Greinert.- Geeger'scher Männerchor, Frankfurterstr. 18 bei Kaprolatis Dämmerlicht, Doppel- Quartett, Landsberger Allee 152 bei Strauſe. Felsenburg, Krautftr. 6 bei Rudolph.- Glühlicht( gem. Chor) Perlebergerfraße 28 bei Heimerschmidt.- Steinnelte, Neue Hochstr. 49 bei Altmann. matengruß, Charlottenburg, Wallstr. 54 bei Reichelt.- Melodia, Rigdorf, Appolonia, Rosenthalerstr. 11-12, Rosen Bergstr. 133 bet Hoffmann. thaler Klubhaus. Apollo, Beuthstr. 18-21 bei Schulze, Posthorn. manner- Ghor Sub Oft, Köpniderstr. 191 bei Foge. Westend, Schöneberg, Kaser- Friedrichsstraße Nr. 6 bei Gentelmann. Lübbenerfir. 30 bet Meyer. er als Streitbrecher be trachtet. Franz vertheidigte sich dahin, daß die Art und Weise, wie die Kollegen die Arbeit niederlegten, als ein ordnungsmäßiger Streif nicht zu be trachten sei, da die Kollegen ohne irgend welche Rücksprache Die Lohgerber, Lederzurichter und verwandten Ve- mit dem Fabrikanten die Arbeit einfach hingelegt hatten. Torf rufsgenossen hatten am 14. April eine Versammlung einberufen, stecher bezweifelt die Richtigkeit dieser Angaben. Tschernig, Mitin der Genosse Rohrlack über das Thema: Der Wider- glied der Untersuchungskommission, die seiner Zeit diesen Fall spruch der gesellschaftlichen Pflichten mit den Naturgefeßen" zu klären hatte, bestätigt im allgemeinen die Aussagen des referirte. Ueber die Stellungnahme zum 1. Mai Kollegen Franz. Dieser verlangt Einsetzung eines Schiedsgerichts, sprach derselbe Redner und entwickelte kurz die Gründe, welche welches über diesen Fall urtheilen soll, oder Herbeiführung eines Die Arbeiterschaft veranlassen, diesen Tag als freigewählten Beschlusses der heutigen Versammlung, der ihn wieder rehabilitirt. 27. Die Kollegen Busse, Otto und Nach langem, heftigem Debattiren wurde beschlossen, diese Sache Feiertag hochzuhalten. Andere äußern fich übereinstimmend zu dieser Frage; alsdann einem Schiedsgericht zu übertragen. Es wurde eine Schieds wird folgende Resolution genehmigt: Die 2c. Versammlung be: gerichts- Kommission gewählt, bestehend aus den Kollegen Tschernig, schließt von einer ftriften Arbeitsruhe abzusehen, erwartet jedoch, Puhlmann, Schwanherz, Eckert und Märten; außerdem soll dem daß da, wo sich die Kollegen fräftig genug fühlen, mit aller Antrage Franz Rechnung getragen werden durch Hinzuziehung Energie für die Arbeitsruhe eingetreten wird; außer der Rummelsburger Vertrauensleute und aller derjenigen Kollegen, dem ist es Pflicht eines Jeden, sich der am Abend des die in diesem Falle gegen ihn aufgetreten sind. Als Delegirter 1. Mai von der politischen Partei veranstalteten Demonstration in die Gewerkschaftskommission wurde der Kollege Tieke entsandt. anzuschließen. Ein gleichfalls angenommener Antrag Brückner besagt, daß die an diesem Tage Arbeitenden den vierten Theil Die Buchdrucker, Schriftgießer, sowie deren ihres Arbeitsverdienstes dem Parteifonds zu überweisen haben. Silfsarbeiter und Arbeiterinnen hielten Nach Berichterstattung der Delegirten zur Gewerkschaftskommission Montag in den Konkordia- Sälen wieder eine ihrer öffentlichen erklärt sich die Versammlung mit demselben einverstanden. Die Agitationsversammlungen ab. Der Referent Massini legte Rechnungslegung über die öffentlichen Sammlungen erfolgte in seinem Vortrage über die Mißstände im Buchdruckgewerbe durch Busse, welcher bekannt giebt, daß aus dem Wiener ausführlich die Ursachen, die jene Zustände zeitigen, dar, und Streit 9,20 m. und von den Sammlungen zum Kranz der März schilderte dann eingehend Zweck und Ziele der gewerkschaftlichen gefallenen 20,15 M. Ueberschuß vorhanden ist. Nach längerer Organisation, des Verbandes der Buchdrucker und Schrist Debatte überwies man 20 M. davon dem Parteifonds und den gießer" bezw. des Vereins der Buchdruckerei- Hilfearbeiter und Rest von 9,35 M. der Arbeiter- Sanitätstommission. Kollege Arbeiterinnen". In der Diskussion berichtete a ch 3 über die Busse gab noch bekannt, daß eine fürzlich stattgehabte Kon- Nichtbefolgung des Tarifs in einigen Druckereien, rügte die geferenz verschiedener Branchen bezüglich ihrer Stellung zum In- ringschäßige Behandlung des Hilfspersonals seitens mancher Duſtrieverband( Bekleidungsindustrie) sich im allgemeinen ab- aufgeblasener" Jünger Gutenbergs und ermahnte beiderseitig lehnend gegen dieses Projekt verhalten habe; die Versammlung zur Einigkeit bei vorkommenden Lohn: 2c. Differenzen. Ein billigte die Haltung ihres Delegirten. Zum Schluß richtete der Hilfsarbeiter beleuchtete die Zustände in der Offizin von Art Vorigende Kuske noch einen zündenden Appell an die An- u. Komp., Holzmarktstr. 65. Dort müssen die vielen Lehrlinge ,, anlegen", Hilfsarbeiter resp. Arbeiterinnen halte sich Herr Art wesenden betreffs Unterstützung der Arbeiter- Bildungsschule. nicht, sie sind ihm zu theuer. Bei Seidel u. Komp., Neue Friedrichstraße, ist nur eine Hilfsarbeiterin thätig. Auch dort müssen die Lehrlinge Walzen waschen, Gänge besorgen u. s. w. Er hält es für sehr zweckmäßig, die Eltern auf derartige Lehrlingsausbeuter aufmerksam zu machen, eventuell durch Bekannt gabe in der Zeitung.( Beifall.) Massini stellte auch eine rührige Agitationsentfaltung in der Provinz in Aussicht und ersuchte zum Schluß um regen Besuch der weiteren Bezirks- Versammlungen. " In der öffentlichen Versammlung der Stuckateure, die am 15. d. Mts tagte, sprach der Genosse Antrick über das Thema: Wie können die Arbeiter ihre Lage verbessern?" Der Redner analysirte in fesselnder Weise die Einzelheiten des Pro: duktionsprozesses der gegenwärtigen Waarenproduktion und prä zisirte die Stellung der Arbeiterklasse dahin, daß dieselbe schon aus nacktem Klasseninteresse dem Mehrwerthshunger der Kapita: listen Widerstand zu leisten habe; der organisirte Widerstand sei die gewerkschaftliche Organisation.( Beifall.) Der Vortrag hatte Eine öffentliche Versammlung der in der Gold. die Einleitung gegeben zu einer ausgedehnten Debatte, in welcher ausschließlich die Frage Lokal- oder Zentralisation erörtert wurde. und Silberwaaren Industrie beschäftigten Für die erstere Form legten sich die Kollegen Grünberg, Arbeiter und Arbeiterinnen und verwandter Kruse und Müller ins Zeug, während Kosinsky, Berufsgenossen, die am 16. April tagte, nahm nach Pestel und Hölzel die lettere als die beste hinstellten. Den voraufgegangenem recht beifällig aufgenommenem Referat des vorläufigen Abschluß fand diese Diskussion durch Annahme nach- Kollegen aber über: den 1. Mai, und nach stattgehabter Dissteherber Resolution mit 18 gegen 12 Stimmen:„ Die Versamm- tussion folgende Resolution an: Diejenigen Kollegen, welche nicht im stande sind, den 1. Mai lung beschließt, um die Einigkeit unter den Stuckateuren Deutschlands wieder herzustellen, sich dem Zentralverband deutscher durch Arbeitsruhe zu feiern, verpflichten sich, den vierten Theil Stuckateure 2c. anzuschließen." Die Wahl der Vertrauens lente ihres Arbeitsverdienstes vom 1. Mai der Agitationskommission fonnte nicht erfolgen, da sich niemand der Anwesenden zur der Berliner Gold- und Silberarbeiter zu überweisen." Dem Antrage Faber: Diejenigen Kollegen, denen es möglich, Uebernahme dieser Aemter bereit erklärte; die Kollegen Kleinert und Müller behalten deshalb ihr Amt vorläufig bei. Am am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen, haben sich früh um 8 Uhr 1. Mai hält Frau Rohrlack das Referat; zu dieser Versammlung Dresdener Garten" einzufinden, um sich von dort gemeinsam der Versammlung der Metallarbeiter anzuschließen, wurde eben sind auch die Frauen eingeladen. ialls zugestimmt. Sodann erstattete Faber, Delegirter der Gewerkschaftsfommission, Bericht über die Thätigkeit derselben, und unter breitete der Versammlung, daß der prozentuale Beitrag für die Gold- und Silberarbeiter zur Erhaltung des Gewerkschaftsbureaus 80 m. beträgt. Die Versammlung verhielt sich dem gegenüber zustimmend. Die Berichterstattung des Gewerbegerichts- Beisigers Kollegen Rottenau war eine äußerst ausführliche, besonders behandelte er den§ 122 der GewerbeOrdnung, und gab den aufmerksam zuhörenden auf Befragen verschiedenartig Bescheid und Aufklärung. Zum Schluß wurde aufgefordert zur regen Inanspruchnahme der zirkulirenden Sammellisten für die streikenden Kollegen in Görlig, außerdem wies Kollege Faber hin auf den demnächst stattfindenden internationalen Goldschmiedekongreß. " im " Feldblume Schneeglödchen 1, Rirdorf, Hermannund Karlstraßen- Ecke bei Hilpert. Freundestreu( gem. Chor), LandsGefangverein Süd- Ost, Faltensteinstr. 7 bet rittelwig. 8utunft 1 Stegliz, hornstr. 15a im Gambrinus". bergerstr. 31 bet Geehaufen. Allegro, Wrangelfir. 148 bet W. Schmidt. 1 schriften find zu richten an P. Gent, Adalbertstraße 95. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( 8uMittwoch: Pollack- Klub Lustige Brüder, Manteuffelstraße 46 bei Liewald. Gefelliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. Humo= Rauchflub Giferne Pfeife, Triftstr. 1 bei Hoffmann ristischer Rauchflub, Görligerstraße 42 bei Picht. Geselliger Verein Brüderlichkeit Georgentirchstraße 65 bet Müller. Musikverein Verein Rhetorit Bautenschwengel Annenstraße 16 bei Ehrenberg. Geselliger Verein Hoffnung Naunynftr. 86 bet Bubeil Abends 8 Uhr. Lebuferstraße Nr. 5 bei Nemig( alle vierzehn Tage). Theaterverein Proletariat, Naunynstr. 83 bei Köhn. Bergnügungsverein Amor II, Touristentlub Freiheit und Wohl Prinzen- Allee 10 bet Bergemann. ergehen, Neuenburgerstr. 37 bei tegeberg. Rauchklub Rothe Fahne, Abends 9 Uhr, Oppelnerstr. 44, Restaurant Taubenbörse.- ArbeiterBither- Berein Einigkeit, Manteuffelstr. 9 bet Nowed, Abends 8% Uhr, Uebungsstunde. Bergnügungsverein Hand in hand 2, Gr. FrankfurterSchafstopfflub Spar- Agnes, Abends haße 80-81 Restaurant Wiüller. Geselliger Verein Alpenrose, Briger 9 uhr, Blumenstr. 46 bei Wend. Privattheater- Gesellschaft Romelta, Pücklerstr. 2 bet taße 22 bet Graf. Müller.( Außerdem alle 14 Tage Sonntags.) Theaterverein Nora. Admira str. 18c bei Möhring. Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. Mittwadj. Gesangverein veren belds 9 lby, fun Reftaurant Wahlflatt, Welle- Villiance ſtraße.-bei Mebelin. Männer- Gefangverein Wa Ibtapelle 2, Abends 9 Uhr, Musikverein Vorwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Langestraße 108 Restaurant Kayfer, Staligerstr. 22. Musit- Dilettantenverein Preciosa, Geisler's Restaurant, Fenn- und Abends 8-11 Uhr Uebungsstunde in Tegelerstraßen- Ece. Männer- Gefangverein Apollo, Abends 9 Uhr, im Rena urant Schulze, Beuthstr. 18-19. Männer- Gesangverein Jugendfreuden" jeden Mittwoch Abend 9-11 Uhr bei Meißner, Linienstr. 142. verein straße 61. 9 Kraftturnverein Berolina, Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Manteuffelstr. 9. Saftturnverein Jugendkraft, jeden Mittwoch und Sonnabend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Zeughofstr. 8. Turnverein Gesund Seitens der Vertrauensleute der deutschen Maurer brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr Abends für Berlin war zum 15. d. M. eine öffentliche Versammlung in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39.einberufen, um die Frage zu erörtern: Wie feiern wir den Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerſtraße 73a. Athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Brunnen1. Mai? Auch diese Versammlung war sehr mangelhaft besucht; fraße 154, Lotal Konkordia. Berliner Turngenossenschaft: noch nicht 150 Personen hatten sich eingefunden. Diese Interesse: Die 3. Männer- Abtheilung turnt jeden Mittwoch und Sonnabend Abend von Turnverein" Fichte"( Mitlosigkeit wurde von dem Referenten über die zur Tagesordnung von 8%-10% Uhr in der Thorinerftr. 74. glied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes). Die 1. Männer- Abtheilung stehende Frage, dem Kollegen Gröppler, scharf getadelt und turnt Mittwoch und Sonnabend von 8-10% Uhr Friedenſtr. 37. tam er angesichts dieser von seiner eigentlichen Meinung, daß die Theater: und Vergnügungs- Verein Humanitas Abends 9% Uhr bei Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Maurer den 1. Mai durch absolute Arbeitsruhe zu feiern hätten, Reed, Lothringerstraße 94. Restaurant Lothringerstraße 101. Theater: und Leseklub Morgenroth, zurück und empfahl die Beschlüsse der Berliner Gewerkschaftsjeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Diete, Lothringerstr. Nr. 67. Kommission zur Annahme Indessen tonnte er nicht umhin, allen Theaterverein erres jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Restaurant Lewinstt, Heimathlu ft, Gizung jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, denen, denen es nur irgend möglich sei, am 1. Mai die Arbeit Bülowfir. 45. bei H. Lange, Stromstraße 28. Theater- Gesellschaft Klaus Beneditt, ruhen zu lassen, dringend zu empfehlen, dies zu thun. Er war Abends 9 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerftr. 45. der Ansicht, daß endlich einmal schärfer nach dieser Richtung Geselliger Vergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant Sommer, Grünftraße 21. Kreuzfibel, bei Gumlich, Reichenbergerhin vorzugehen sei. Auch hielt der Referent es für angezeigt, Rummelsburg. Der Arbeiter- Bildungsverein für Stralau, traße 149,- Fidele Brüder, bet 5. Mroje, Lachmannstr. 5.- TouriſtenAbend Frei Weg, am 1. Mai Vormittags eigene Versammlungen stattfinden zu Uhr bei Siedlukad, Manteuffel8ttherflub Alpenglöckchen Edelweiß. laffen. Das Ergebniß der folgenden Diskussion war die An Rummelsburg, Borhagen und Umgegend hielt am 15. April im Straße 9tc. 86. nahme( gegen die Stimmen der anwesenden Maurer lokaler Lokal von Vowinkel, Hauptraße 83 eine ordentliche General- uebungsabend Gipsstr. 11 bet Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler Berein Wohlgemuth jeden Mittwoch 9½ Uhr Sigung Große FrankfurterRichtung) folgender Resolution: Die Versammlung der Berliner versammlung ab. Der von Weigel erstattete Kaffenbericht für miukommen. straße 80-81. Gesellschaft Hero, Abends 9 Uhr, Sigung Brunnenstr. 155 Maurer beschließt, die Feier des 1. Mai ihrerseits so zu gestalten, das vergangene Vierteljahr meist mit dem vorigen Bestand im tamen bei Weigmann, Andreasstraße 32. Geselliger Verein unter uns. Jeden Mittwoch Abend um wie es ihren Verhältnissen entspricht. Sie empfiehlt Arbeitsruhe Betrage von 39,92 M. eine Gesammteinnahme von 192,87 M. bet eft. Vergnügungsverein 2ustige denjenigen Kollegen, welchen dieselbe möglich ist, und ersucht die und eine Gesammtausgabe von 178,90 m. auf, somit verblieb s uhr bei C. Fischer, Beuffelstr. 66. Kollegen, fich den von der Gewerkschafts- Kommission arrangirten am 1. April ein Baarbeñand von 13,97 M. Die Bibliothek, Seelen Gigung und Fidelitas jeden Mittwoch 9 Uhr beit Heinrich, BlücherRauchklub Roochloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralstr. 33. Versammlungen anzuschließen." In die Gewerkschafts- Kommission welcher die Mitglieder innerhalb des letzten Quartals 70 Bücher Görligerstraße 42. wurde sodann Kollege Beyer delegirt. Zur Besprechung standen entliehen, besteht zur Zeit aus 122 Bänden im Werthe von Humoristischer Raucht lub, Abends 9 Uhr, bet A. Niemann, Rauch flub Sanssouci, Boechstraße 51. ferner die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Berliner Maurer. 236 M. Nach Beantwortung einiger Fragen sprachen die Ge- Rauchflub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr bei Späth, Weinftr. 28. Dieselbe wurde bis auf eine spätere Versammlung vertagt. nossen Schaib und Weigel auf Ersuchen einer früheren Ver- Rauchflub Grüne Quaste, Abends 9 Uhr, bei Schlüter, Kleine Martas10. bet Rachfall, Rauchflub Vultan, Abends 9 Uhr ſammlung in einem ausführlichen Vortrag über: Las hraße " Waldemarfir. 18. Rauchklub Goldene Quaste, Abends 9 Uhr, und Eine öffentliche Kistenmacher Versammlung, die am Handwerk früher und jetzt", ernteten für ihre bei Muß, Jofinstraße 8. Rauchklub Schmotes: Werte, Köpenider, bet Echöbel. Humoristische Pfeifenbrüder= 15. April bei Boltz in der Alten Jakobstraße tagte, beschäftigte interessanten Ausführungen lebhaften Beifall An der weiteren ftraße 121a Rauchtlub sich mit der Frage der Feier des 1. Mai. Der Vorsitzende Diskussion betheiligten sich Kölner, Brahmschiffer, bends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genossen W. Salzwedel. Deutsche Eich e, Abends 9 Uhr bei John, Waldemarstr. 52. Rauchtlub Zichernig verlas vor Eintritt in die Verhandlung folgende Ritter und Thielice. Die Regelung des Klebens der Zufige Brüder Abends 8 Uhr Bücklerstr. 61. bei Faulhaber. Resolution: Versammlungsplafate zeitigte eine längere Debatte. Es wurde Rauchtiub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Staligerstr. 41. Die Versammlung beschließt, am 1. Mai von einer stritten beschlossen, dem Vorstand zu überlassen hierzu eine geeignete Rauch- Klub Einfach, Abends 9 Uhr, Manteuffelstr. Nr. 5 bet Bogt. Altdeutscher Rauch flub bei Gädecke, Münchebergerstr. 5. Rauchklub Rauchklub Arbeitsruhe abzusehen; macht es aber allen Kollegen zur Pflicht. Persönlichkeit gegen entsprechende Besoldung anzustellen. Ferner Granade, Abends 9 Uhr, Forsterstr. 40 bei Zuguntte. dort, wo sie ohne Konflikt mit dem Unternehmerthum feiern wurde der Vorstand beauftragt, die nöthigen Arrangements für Rothe Fahne, Mittwoch Abends 9 Uhr, Oppelnerfir. 44, Restaurant zur Rauchtlub Sumatra Süd- Ost, Sigung alle Mittwoch, können, die Arbeit ruhen zu laffen. Diejenigen Kollegen, denen ein nach Pfingsten abzuhalten des Waldfest zu treffen. Genosse Taubenbörse. Abends 8 Ubr bei Tilgner, Forsterstr. 22. Rauchtlub Die Dampfen= die Arbeitsruhe unmöglich ist, können ihre Solidarität dadurch Ritter erbot sich, in der nächsten Versammlung über kommu- ben, Mittwochs, Abends 8 Uhr, bet Jeratsch, Langeſtr. 24. befunden, daß sie zur Unterstüßung der Organisation der Kisten- nale Angelegenheiten zu referiren; sein freiwilliges Anerbieten Gongo 2, Sigung jeden Mittwoch, Abends 8 Uhr bei Schmidt, Wienermacher für 50 Pf. Bons entnehmen. Kollegen, die nicht arbeiten, wurde von der Versammlung mit Freuden akzeptirt. Zum firaße 44. Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, bei Otto Babel, Frankfurter Allee 90.versammeln sich eine Stunde vor Beginn der allgemeinen Holz Schluß ermahnte Brahmschiffer zu eifriger Agitation für Stattlub areau- AB bei Lange, Friedrichsberg, Wartenbergstraße 67. arbeiter- Versammlung bei Nawrodt in der Markusstraße und den Verein und die Arbeiterpresse und gab bekannt, daß Genosse German American Club. 9 o'clock Restaurant BelLadies and Gentleman begeben sich von dort gemeinsam nach der oben bezeichneten Ver- Forgbert in Rummelsburg, Schillerstr. 3, Abonnements auf vedere, An der Jannowitz- Brücke. fammlung." den Vorwärts" und das„ Volksblatt" entgegennimmt. are invited. Hieran knüpfte sich eine ausgedehnte Diskussion. PuhlEnglish Conversational Club Shakespeare. Adlershof. Zu der öffentlichen Volksversammlung, die am mann beantragte, es den Kollegen jeder Werkstatt zur Pflicht Neumann's Restaurant, Rosenthalerstr. 36. Guests are zn machen, an ihren Fabrikanten heranzutreten, um zu verfuchen, 17. d. M. hier stattfand, hatten sich die Parteigenossen in großer Meeting with Ladies every Wednesday at 9 o'clock at ob sich Arbeitsruhe am 1. Mai ermöglichen lasse. Karge be- Bahl eingefunden, sodaß der Saal des Wöllstein'schen Lungartens welcome. Es sprach Reichstagsabgeordneter 3ubeil Club Uncle Sam. 9 o'clock every Wednesday antragte, der Vertrauensmann der Kistenmacher möge sich die voll befeht war. jenigen Kollegen notiren, welche sich an der Demonſtration be- über die politische Tage. In fast zweistündigem Bontrage be: Sachs Restaurant, Hoher Steinweg 15. Guests are heartly theiligen, um einen Ueberblick zu haben, wie viele Kistenmacher handelte derselbe die schwebenden Fragen der hohen Bolitik und re- ed.invit Topic to night; Biessings of bachlour's life. in diesem Jahre die Arbeit ruhen lassen können. Märten tapitulirte die bedeutungsvollsten Momente der Reichstags- VerN stellte den Unterantrag, die Agitationskommission allen Fabrikanten einen schriftlich " folle handlungen. Nachdem die Diskussion, in der der Drechsler auf Hinweis die Hildebrandt glaubte dem Referenten in einigen Aus. I Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2, Rauchklub