Nr. 90. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 wt., wöchentlich 28 Pfg. frei tu's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6919 Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bergarbeiter- Elend. Donnerstag, den 19. April 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. billiger Ausgabe der Bevölkerung zugänglich zu machen.| angenehme Aufmerksamkeit für die Sicherheit der Grube entUnsere Abgeordneten hätten sie trotzdem heranziehen wickeln, wie daraus, daß vorgesezte Beamte selbst schon ihre Wer die schauderhaften Erwerbsverhältnisse deutscher müssen. Abgesehen davon, daß sich in ihnen die ärgste Untergebenen veranlaßt haben, Sicherheitsvorschriften bei der Bergarbeiter fennt, dem geräth jedes Mal das Blut in sozialpolitische Unwissenheit breit macht, daß die Beamten Förderung nicht so genau zu nehmen, weil der Gewinn Wallung, wenn er sieht, wie diese Parias unter den Lohn- darin die Ausbeutung jugendlicher Kräfte z. B. geradezu darunter leiden könnte. Genosse Horn theilte ein solches arbeitern von der Gesetzgebung behandelt werden, sobald sie vertheidigen, was doch Beweis genug dafür ist, daß Vorkommniß mit, und die andere Seite- schwieg eine Verbesserung derselben zu ihren Gunsten beantragen. besseres Blut in diesen Beamtenkörper kommen muß, liefern darauf! " = Ein Gesetz zur Privilegirung der Unternehmer von Kali- sie auch folgende Daten über die mangelhafte Inspektion. So ließ man denn auch das Tantiemesystem der Beund Salzgruben ist jetzt in Preußen im Handumdrehen Im Bezirk Dresden z. B. waren 1892 zusammen amten unberührt, das diese dazu treibt, die Arbeiter bis fertiggestellt worden. Da scheut sich der Staat nicht, den 70 Gruben im Betrieb. Die Aufsichtsbeamten nahmen aber auf's Blut zu schinden, obgleich Genosse Stolle sehr richtig Besitzenden mit wenigen Federstrichen Millionen zu garans nur 189 Grubenbefahrungen vor, folglich wird nicht jede betonte, bei der Eisenbahn habe man es wegen seiner Getiren und ihr Ausbeutungsmonopol durch den ganzen Apparat Grube drei Mal jährlich inspizirt, wie ein Redner der fährlichkeit längst abgeschafft. Man schützte die Erder Gesetzgebung möglichst dauerhaft zu sichern. Aber gesetz- Ordnungsparteien in der Debatte behauptete. Ebenso heißt frankungsgefahr für die Bergleute vor, um den Unterlichen Schutz für die Bergarbeiter in immer höherem Maße es im Bezirk Zwickau nur: Die gangbaren Gruben des nehmern keine Bade- Einrichtungen vorschreiben zu müssen. zu schaffen: ja, Bauer, das ist etwas Anderes! Die Ver- Bezirks wurden im Berichtsjahre mindestens einmal Man bekämpfte die gänzliche Abschaffung der Arbeitsbücher handlungen des sächsischen Landtages haben das kürzlich in durch Inspektionsbeamte vollständig befahren." Nirgends und Arbeitszeugnisse mit dem Einwand, daß der Untereiner Weise dargethan, die nachträglich noch Beachtung ist die behauptete dreimalige Revision nachgewiesen, und es nehmer seinen Arbeitern beim Bergbau ein gewisses verdient. Es stand die Petition des sächsischen Bergarbeiter muß als geradezu frivol bezeichnet werden, daß die von den Vertrauen schenken müsse"; und dabei hatte schon die verbandes zur Diskussion und Beschlußfassung, die wir im Arbeitern verlangte viermalige Inspektion so grenzenlos Petition des Verbandes erwähnt, es sei alltägLeitartikel des Vorwärts" vom 10. November v. J. be- unmotivirt abgelehnt wurde. Die Regierung hatte in der lich zu bemerken, daß Handarbeiter, Knechte und sprachen. Eine Kommission, in welcher nach gutem Kommission behauptet, jedes Steinkohlen bergwerk andere Berufe ohne jedwedes Zeugniß sächsischen Brauch die Arbeiter durch ihre Abgeordneten gar ist in den letzten Jahren durchschnittlich jährlich oder Arbeitsbuch in Arbeit genommen werden, wogegen nicht vertreten gewesen waren, erstattete der zweiten Rammer 8 bis 12 Mal unterirdisch revidirt worden". Wie Bergarbeiter bei besten Zeugnissen nicht Anstellung finden". am 5. März d. J. über jene Petition Bericht und im ist diese offizielle Behauptung mit den amt Solche verdächtige Thatsachen überging man einfach, und Sinne dieses Berichtes entschied auch das Plenum. Des- lichen Angaben der Inspektion aus dem 3wickauer ließ sich nur dazu herbei, die Beschränkung der Arbeitshalb ist es gar erbaulich, die Verhandlungen im einzelnen Steinkohlenbezirk in Einklang zu bringen? Außerdem wollen zeugnisse auf Art und Dauer der Beschäftigung, die Abanzusehen. die Arbeiter keine durchschnittliche Inspektion im schaffung der Arbeitsbücher für großjährige Arbeiter und Nach den Arbeiteranträgen sollte die Bergwerks- In- Jahr, sondern eine wirkliche viermalige, und sie wollen das Verbot der Kennzeichnung durch besondere Merkmale spektion wesentlich verbessert werden. Jedes Bergwerk sollte all- die strenge Staatsaufsicht nicht blos in Steinkohlen in den Zeugnissen der Regierung zur Erwägung" zu geben. jährlich mindestens vier Mal, und zwar unverhofft, nicht nach gruben, sondern auch in anderen Bergwerken. Ueber die Außerdem überwies man das Verlangen nach genauerer vorheriger Anmeldung, revidirt werden; die Berginspektoren Forderung, daß die Bergleute selbst Assistenten für die Berg- Aufstellung der Lohnzettel und nach einer Reform der Entsollten Assistenten aus Arbeiterkreisen bekommen, welche die inspektoren wählen wollen, half man sich mit schönen Phrafen lassungsgründe im Sinne der Gleichberechtigung von UnterBerglente selbst bezeichnen wollten; und die Berginspektoren weg. Die Regierung erklärte und die bürgerliche Mehrheit nehmern und Arbeitern der Regierung zur Kenntnißnahme" sollten das Recht erhalten, selbst Strafen wegen Nicht- des Landtags unterschrieb es blindlings: Jeder Berg- das war Alles, wozu sich das Bürgerthum im sächsischen beobachtung der gesetzlichen Vorschriften zu diktiren, während arbeiter hat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, Landtage aufschwingen konnte. sie jetzt nur ermahnen" dürfen und erst andere Behörden seinem Vorgesetzten sofort Anzeige zu erstatten, wenn er eine Damit haben denn die sächsischen Bergarbeiter zum zu Hilfe nehmen müssen, wenn sie etwas durchsetzen wollen. drohende Gefahr für Personen oder für die Grube bemerkt. rten Male ihre Quittung darüber, was sie auf gesetzliche" Man sollte meinen, das wären eigentlich selbstverständliche Die Deputation vermag in der geheimen Wahl der Forderungen für Antwort erhalten. Aber ihr AgitationsDinge. Aber was that die bürgerliche Kammermehrheit? Bergarbeiter nicht eine solche Art der Anstellung material hat sich um ein paar ganz hübsche Nummern verSie empfahl von den vier Forderungen der Regierung die von Beamten mit so großer Verantwortlichkeit mehrt. Mögen sie dieselben jetzt nach Schluß des Landeine und legte, die unverhoffte" Revision zur Kenntniß wie diejenige der der Berg Inspektoren zu erblicken, tages in den Bergbaubezirken ausnutzen! Außerdem müssen nahme", nicht einmal zur Berücksichtigung". Die übrigen welche unter allen Umständen die unbedingte Garantie da sie die Berichte der sächsischen Berginspektion, welche für ließ sie auf sich beruhen". für bietet, daß der richtige Mann mit jenem wichtigen Amt 1893 in allernächster Zeit als Anhang zu den Fabrikbetraut wird." Wahrscheinlich bieten aber die Vettern- inspetoren- Berichten erscheinen dürften, schärfer auf's Korn schaften und die Gesinnungstüchtigkeit, welche heute in nehmen. Dieselben sollten in jedem Bezirke in öffentlichen Sachsen vielfach für Staatsanstellung maßgebend sind, die Bergarbeiter- Versammlungen und in der Parteipreffe kritisirt unbedingte Garantie" für die Tauglichkeit als Berg- werden. So unterwühlt man den Boden, auf dem die inspektor! Und daß es ein grober Humbug ist, auf die Gegner der Arbeiterschutz- Gesetzgebung stehen, Schritt um Anzeigen zu verweisen, welche die Bergleute selbst erstatten Schritt und zwingt sie schließlich doch zur sollen, ergiebt sich einerseits aus der bekannten Thatsache, Rapitulation. daß Arbeiter ohne weiteres entlassen werden, die eine unWir haben schon in unserer Besprechung der Petition November vorigen Jahres gerügt, daß das Material nicht benutzt worden sei, was die Berichte der sächsischen Berginspektoren selbst, die alljährlich als Anhang zu den Fabrikinspektoren- Berichten erscheinen, zur Kritik der Bergaufsicht liefern. Daß sie in Bergarbeiterkreisen fast nicht bekannt sind, rührt freilich daher, daß sie die Regierung an jenem Publikationsorte beinahe versteckt, statt sie in besonderer Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. Sechstes Rapitel. DJohannes Huß! Armer Dominus! Seufatest Ach und Weh, Armer Domine! das drei Afterpäpste der Welt gaben, mußte geendet werden, der die Augen des Volkes auf sich 30g, bekleidete ihn auch aber weder Johann XXIII., der arglistigste unter ihnen, weder Tiare noch Hermelin, wohnte er gleich in feinem noch der stolze Benedict XIII., der in Aragonien auf den Balaste. Dieser Mann war niemand anders, als der furcht19 Schutz des Königs trotte, noch der weit lenksamere, aber lose Böhme Johannes Huß, der Prediger einer neuen zum Werkzeug seiner Umgebungen herabgewürdigte Gre- Lehre, welcher dem kaiserlichen Worte und dem des Papstes gor XII. waren zum gütlichen Vergleich, zu Entsagung und vertrauend, sonder Scheu sich zu Costnih eingefunden aufrichtiger Mitwirkung an dem Geschäft der Kirchenver- hatte, seinen Glauben vor den Gottesgelahrten aller Nabesserung zu bewegen. Am lautesten eiferte das deutsche tionen zu vertheidigen. Die frommgläubigen Costnizer hatten Volk gegen den chaotischen Unfug und Mißbrauch, der die ihn zwar mit gemischten Empfindungen aufgenommen, da Kirche zum Schauplatz hiruloser Gebräuche und zur Ablaß- ihm der Ruf einers Kezers voraus ging, aber der Zauber bude machte; aber diese laute Mißbilligung vermochte es des kaiserlichen Geleitbriefs hatte ihn bisher vor jeder nicht, den Kaiser aus seiner Apathie zu wecken. Den drin- Unbill geschützt, und seine schlichte Tugend ihm am Ende genden Vorspiegelungen der Franzosen war es vorbehalten, die Herzen der Redlichen gewonnen. Wenn er sein Haus feine Theilnahmlosigkeit in den brennendsten Eifer zu ver- verließ, grüßten ihn die Bürger freundlich, die Kinder Wärst Du doch daheim gebieben! wandeln. Verschiedene große Begebenheiten, die gewöhn- hingen sich an seine Hand und horchten aufmerksam auf Dein Geleit war falsch geschrieben; lichen Vorläufer von wichtigern, spornten endlich seine seine milde Rede, wurde sie gleich in ungelenkem Deutsch Db's der Kaiser selbst verspricht, Hält man's doch dem Ketzer nicht. Thätigkeit: Hussens Umtriebe und kühne Eingriffe in gegeben. Diese Anhänglichkeit, die sich so unumwunden zu Volkslied jener Zeit. Böhmen, der Osmanen heraufluthendes Nomadenreich, aus äußern begann, wirkte widrig auf die Feinde des böhmischen Die Kirchenversammlung zu Costnitz, die größte, die dessen Zelten die wankenden Trümmer des Griechenreichs Predigers, und vermochte sie, die fortdauernde Abwesenheit jemals stattgefunden, zeigte sich bereits in ihrem Anbeginn kaum noch hervorsahen. Mit den unerhörtesten Anstren des Kaisers zu benüßen, und ihrer Rachsucht den Zügel glänzend und prachtvoll, obgleich das Oberhaupt des Reichs, gungen, mit persönlichen Aufopferungen, die einem Kaiser zu nehmen, damit sie den ersten entscheidenden Schritt thue. Kaiser Sigismund, noch in Aachen verweilte, wo seine deutscher Nation wohl so eigentlich nicht ziemten, aber in Die Vorbereitungen zu demselben konnten nicht so heimlich Krönung vor sich gegangen war. Der Antheil, welchen den Ansichten Sigismunds ihre Wurzel fanden, brachte der gemacht werden, daß nicht die Ahnung davon nach außen ganz Europa an diesem lang vorbereiteten Konzilium nahm, selbe endlich mit Zustimmung Johannes XXIII. die er gedrungen wäre. Hussens Freunde, seine von dem König war unbeschreiblich und um so natürlicher, als jedermann sehnte Kirchenversammlung zustande, und vereinte zu Coſtniß Wenzesla ihm mitgegebenen Wächter, die Edlen von Chlum von der Nothwendigkeit einer ausgleichenden schiedsrichter- die englische, italienische, französische und deutsche Nation und Lanzenbrock wurden gewarnt, er selbst wurde erlichen Versammlung mnig überzeugt war. Die lateinische zu allgemeiner Berathung. Der Papst Johannes, auf die mahnt, auf seiner Hut zu sein, aber sein unbegrenztes VerKirche, von tiefen Spaltungen zerrissen, zählte, statt eines Giltigkeit seiner Wahl sich stützend, erschien selbst auf dem trauen auf Gott und Fürstenwort, ein Bürge seines Statthalters Christi, ihrer dreie, die einander, von feind Konzilium. Ausgezeichnete Fürsten mit ihrem zahlreichen großen Herzens, ließ ihn alle gutgemeinten Winke lichen Parteien erwählt, erbittert gegenüber standen, und Gefolge schlossen sich an die ungeheure Zahl von Geistlichen zu seiner Rettung übersehen. Furchtlos, wie sonst, wandurch ihr Beispiel, wie durch ihren Bann, alle Eide und aller Würden, von Doktoren und Meistern der freien Künste, delte er zu den Verhören, die von mehreren mit der Pflichten locker machten, Christen gegen Christen aufreizten, der Voltsmenge nicht zu gedenken, die Schauluft und Ge- Untersuchung seiner Glaubenslehren beauftragten Kardinälen und dem Sittenverfall der Priester müßig zusahen, theils winnsucht herbeiführte. Mit gespannter Aufmerksamkeit gegen ihn eingeleitet worden waren, und er ahnte nicht, weil sie die Verirrten durch sträfliche Nachsicht für ihre wartete man auf den Kaiser, der die großen Sigungen in daß auf einem dieser Gänge das Unglück riesengroß auf Zwecke zu gewinnen hofften, theils endlich, weil sie nicht Person eröffnen sollte, und da sich seine Ankunft von Woche ihn einschreiten würde. beffer waren, denn ihre Üntergebenen. Dieses schon in die zu Woche verzögerte, so suchte die Neugierde ihre Nahrung Der achtundzwanzigste November war ein heiterer Tag Länge dauernde Aergerniß, dieses empörende Schauspiel, lan anderen Gegenständen. Ein Mann war es besonders, Papst Johaim, von einer geringen Unpäßlichkeit genesen PS Dolitische Leberlicht. " -= Die Ungiltigkeitserklärung der Wahl des Grafen Tante Voß meint schließlich, das Uusittliche der Jesuitens Moltke im 6. schleswig- Holsteinschen Wahlkreise wurde wegen moral liege darin, daß sie uns ittliche Mittel für ihre Berlin, den 18. April. Gesetzesverlegungen bei der Auslegung der Wählerlisten Zwecke guthießen. Aber sind die Mittel der Jesuiten etwa Der Reichstag, der in anbetracht des unmittelbar beschlossen. Da nach§ 34 Abs. 3 des Reglements zur Aus- unjittlichere als die aller anderen religiösen und und namentlich als die der bevorstehenden Sessionsschlusses die Idylle des zweistündigen führung des Wahlgesezes für den Reichstag gesammten politischen Parteien, Normalarbeitstages aufgeben mußte, und jetzt bei feche bis Wahlvorbereitungen mit Einschluß der Aufstellung prattischen Politik aller herrschenden Parteien? Kann man sich etwas Unsittlicheres" denken, als eine siebenstündigem Normalarbeitstag, unter der Last seufzend, und Auslegung der Wählerlisten nur für den darüber nachdenken kann, daß der von den Arbeitern ge- Fall einer Neuwahl, die später als ein Jahr nach den all- Fälschung zu dem Zweck einen Krieg herbeizuführen, forderte Achtstundentag keine Faulenzerei" ist, der gemeinen Wahlen stattfindet, erneuert werden müssen, der Hunderttausende von Menschen in den Tod, und Reichstag hat heute zwar nicht furze aber gute Arbeit ge- so ist es nicht ausgeschlossen, daß die Neuwahl auf grund Millionen ins Unglück stürzen mußte? macht. der gesetzeswidrigen Wählerlisten stattfinden wird. Wir Und hat nicht die gesammte deutsche Presse mit Es handelte sich um die noch zu erledigenden Berichte erwarten aber, daß der Magistrat von Altona von den alleiniger Ausnahme der sozialdemokratischen die von Visder Wahlprüfungs- Kommission unter anderen um die vorgesetzten Behörden zu der Aufstellung und Auslegung mard selbst eingestandene Fälschung der Emser Wahl des Grafen Moltke und des Herrn v. Polenz. neuer Wählerlisten angehalten wird. Depesche gutgeheißen oder zum mindesten entGraf Molike ist mit einer geringen Stimmenmehrheit Die Tabakstener- Vorlage ist trotz aller Schiebungen fchuldigt? gezen unseren Genoffen Molkenbuhr gewählt, und unter der gouvernementalen Konservativen von der Kommission aber was in ihrem Gedankengang liegt- wenn fie etwa Und wenn Tante Voß was sie freilich nicht sagt, Sen vielen Unregelmäßigkeiten" dieser Wahl befindet sich des Reichstages heute abgelehnt worden. auch die, daß die Wahllisten garnicht in dem Wahlkreis die Güte des Zwecks für die Beurtheilung der Mittel selbst dem 6. Holsteinischen- sondern in einem anderen Graf Posadowsky über die Vorzüge der sollte entscheidend sein lassen, so möchten wir sie doch fragen, Wahlkreis den 8. Holsteinischen Tabak Fabrikatsteuer, so betitelt ausgelegt waren. fich eine ob es zwei Menschen auf der Erde giebt, die über die Das ist gegen Buchstaben und Geist des Wahlgesetzes und Artikelferie, deren Veröffentlichung die" Norddeutsche Güte" einer Sache ganz gleicher Meinung sind. Jeder gegen den gesunden Menschenverstand; und obgleich die Herren Allgemeine Zeitung" in ihrer heutigen Nummer, am Tage hält seinen Zweck für gut. Und damit hätten wir die Die schönste Anarchie der Moral. Juristen der verschiedenen Parteien alles aufboten, um den der Ablehnung der Tabak- Fabrikatsteuer, beginnt. Thatbestand zu verdunkeln, und das Einfache zu verwirren, Offiziösen beginnen zeitig mit der Agitation für eine neue An die falsche Adresse. Das Geheimniß des antiso erklärte der Reichstag doch mit namhafter Majorität die Tabatsteuer. Die Tabakinteressenten, vor allem die Tabak- semitischen Demagogenthums besteht darin, daß die wirkWahl für ungültig. arbeiter, haben allen Anlaß, über den Fall der Vorlage Unter Denen, die für die Giltigkeit stimmten, befand nicht zu frohlocken, sie müssen auch weiter unermüdlich lichen Greuel der kapitalistischen Wirthschaft in grellsten sich auch Herr v. Polenz, dessen Wahl unmittelbar gegen die Steuerprojekte agitiren, damit das Volk nicht Farben gemalt, und daß dann, statt des Kapitalisten, der Jude als Uebelthäter hingestellt wird. Daß es viele nachher zur Entscheidung fam. Eine Hand wäscht die vergißt, was die Negierung gegen ihre Taschen plant. jüdische Kapitalisten giebt, und unter den jüdischen andere," sagt das Sprichwort. Und saubere Hände 160 Millionen Reichsanleihe werden in den nächsten Kapitalisten viele scham- und herzlose Ausbeuter, das zu braucht man nicht zu waschen. Tagen aufgelegt werden, Mehr Schulden und mehr Sol- leugnen wäre Unsinn und ist uns niemals eingefallen. daten, darin gipfelt die deutsche Politik. Aber die scham- und herzlose Ausbeutung liegt doch nicht daten, darin gipfelt die deutsche Politit. in der jüdischen Nationalität und Religion des Ausbeuters, sondern in seiner Eigenschaft als Kapitalist. Das Ausbeuten liegt in der Natur des Kapitalismus, und die christlich- germanischen Ausbeuter, die sich der Zahl nach zu den semitisch- jüdischen verhalten mindestens wie 20 zu 1, find um kein Haar besser und schlechter, wie ihre semitisch- jüdischen Kollegen. Wie denn überhaupt die Nationalität auf den Klassen= charakter des Individuums ganz ohne Einfluß ist, so daß der französische Bourgeois, trotz aller Erbfeindschaft, dem deutschen Bruder im goldenen Kalb bis in die kleinsten Büge hinein ähnlich ist wie ein Ei dem andern. Herr v. Polenz, dem sein Freund Moltke keinen Gegendienst leisten konnte, fand wenige Vertheidiger, und unter den wenigen keinen geschickten. Und die Ver Unheimlichen Eifer entwickelt in letzter Zeit das hochgangenheit des Herrn v. Polenz, seine staats- offiziöse Organ des Reichskanzleramtes in der Darstellung und gesellschaftsretterischen Leistungen vor der Wahl der fortschreitenden Kriegsvorbereitungen Rußlands und und während der Wahl wurden so gründlich be- Frankreichs. Plant man denn schon wieder neue Militärleuchtet, daß der letzte Hoffnungsschimmer, der den Freunden vorlagen?! des Herrn v. Polenz noch dämmern mochte, rasch erlosch. Und nun als die verhängnißvolle Abstimmung schon begonnen hatte sprang einer der Polenz'schen auf, und fündigte an, daß der Galgenkandidat freiwillig aus dem parlamentarischen Leben geschieden sei. Bu spät! Er muß taumeln! wir wollten sagen: hinausbefördert werden," tönte es entgegen. Und es war zu spät. Der Strick wurde dem armen Sünder um den Hals gelegt, und angezogen, und Herr v. Polenz hängt am Reichstagsgalgen ein warnendes Erempel für edelste" und nichtedelste Konsorten. An den ziemlich lebhaften Debatten betheiligten sich unsererseits hauptsächlich Auer und Bebel. Zu bemerken ist, daß die Herrn Antisemiten für die parlamentarischen Galgenkandidaten gestimmt haben. Beide erledigte Wahlkreise werden der Sozialdemokratie, wenn die Genossen sich tüchtig in's Zeug legen, zufallen. Die übrigen Berathungsgegenstände nahmen noch längere Zeit in Anspruch, boten jedoch kein Interesse, höchstens mit Ausnahme der zweiten Lesung des sogenannten Heimstättengesches, die Schoenlaut nochmals Gelegenheit gab, den reaktionären Charakter dieses Gesetzes und die kolossale Oberflächlichkeit seiner Ausarbeitung anzunageln. Der Gesetzesentwurf, der ja blos ein agrarischer Demagogenfoup war, wurde schließlich zurückgezogen und dafür eine Resolution angenommen, von der das famose Sprüchlein aus Reinecke Fuchs gilt: Hilft nichts und schadet auch nichts, man muß die Gläubigen stärken. Als Kuriosum sei noch erwähut, daß einer der Herren Antisemiten im Laufe der Diskussion den tapferen Wunsch aussprach, die Regierung möge den Reichstag nicht blos als Jasagemaschine für militärische Zwecke betrachten. Und der Herr Böckel, de das sagte, hat sammt seinen Rumpanen für die Militärvorlage gestimmt, und fie durchbringen geholfen! Er war also selbst„ Jasagemaschine". Morgen wird im Handumdrehen der Rest der Sessionsgeschäfte erledigt, und die Session mit der Abstimmung über die Börsensteuer geschlossen werden. Die Sigung soll schon uni 11 Uhr beginnen. Lange wird sie nicht dauern. saß am halb geöffneten Fenster seiner Wohnung, um die sanft erwärmenden Strahlen der scheidenden Mittagssonne zu genießen. Vor ihm stand Herzog Friedrich von Desterreich im eifrigen Gespräch begriffen. Sein Auge blizte, und die Rechte ruhte mit stolzem Bewußtsein auf der Brust. Das Totalisatorspiel ist, wie die Kreuz- 3tg." mit theilt, laut kaiserlicher Kabinetsordre sämmtlichen Offizieren der Armee und Marine verboten worden. Warum wird dieses berüchtigte Glücksspiel, das den starten Besuch der moralisch sicherlich nicht wirkenden Wettrennen zum Theil verschuldet, nicht gänzlich, auch für Zivilpersonen, verboten. Wir wünschen die Verhinderung aller Glücksspiele, nicht nur des Hazardspieles und zwar mit Einschluß der königlich preußischen Lotterie. Dieses perfide Taschenspieler- Kunststückchen, den Rapitalismus in eine jüdische Haut zu stecken und ihm eine jüdische Nase vorzubinden, wird heute wieder von der Kreuz- Zeitung" geübt, die in ihrem Feuilleton über die General v. Goßler, der Direktor des Allgemeinen Hungerlöhne von Frauen und Mädchen in jüdischen Departements im Kriegsministerium, hat im„ Militär Geschäften zetert. Wir wollen unbesehen zugeben, daß Wochenblatt" unter seiner Namensunterschrift einen Alles, was die Kreuz- Zeitung" schreibt, wahr ist. Wenn Artikel veröffentlicht, in welchem bei Erörterung des fie aber ihre christlich- germanische Junkernase in christeuropäischen Systems Napoleon's I." folgender Satz vor lich germanische Geschäfte der gleichen oder ähnlichen kommt: Branche hineinsteckt, wird sie genau dieselben Abschenlichkeiten Bielleicht durchdringt das neue System in noch höherem finden. Und da wiederholen wir einen Vorschlag, den wir Maße die alternden Formen der früheren Diplomatie; vielleicht dem edelsten Junkerblatt schon früher einmal machten findet dereinst auch einfache Gedante Daß& wet Granten, die fa dhe game Gingan: wenn es der„ Kreuz- Zeitung" in der That ernſt iſt mit Es wird aber luftig weiter fortgerüstet! und stehen können, doch eine feierliche untundbare Ber- ihrer sittlichen Entrüstung über solche Zustände, dann soll einbarung schließen können, daß sie während eines sie einmal ihren Berichterstatter in christlich- germanische, bestimmten Zeitraums feinen Krieg mit fa sogar antisemitische Geschäfte hineinschicken einander führen werden." mit gleichem Entrüstungsmaß messen. Wir sind bereit, ihr Dutzende von Firmen zu nennen namentlich Ein Regierungsorgan, natürlich die Lobpreiserin auch in Sachsen, wo die ausbeuterischsten Ausbeuter, der Schlotbarone, die" Norddeutsche Allgemeine Beitung", gegen welche die jüdischen Ausbeuter Berlins wahre tritt gegen die in Kraft befindlichen Arbeiter Schutzbestim- Waisenknaben sind, zur antisemitischen Schutztruppe des mungen auf. Das Blatt druckt nämlich zustimmend eine Herrit von und ßu Hammerstein gehören. Da kann die Notiz der Weser- Beitung" ab, welche sich scharf gegen das Krenz- Zeitung" einmal fürchterliche Musterung" halten. Verbot der Nachtarbeit der Frauen ausspricht. 11 Jesuitenmoral. In ihrer Philisterangst vor den Jesuiten schreibt die„ Bossische Zeitung": Die Begeisterung, mit der Abgeordneter Liebknecht den Grundsatz des Ordens: Der 3ived heiligt das mittel" pries, wird nicht überall ein Echo finden." Daß der sozialdemokratische Redner der Heuchelei, welche über die Jesuitenmoral" der Jesuiten entrüstet thut, und die Jesuitenmoral eines Bismard 20 Jahre lang verherrlicht hat, die Maske abriß, soll Begeisterung" für die Jesuitenmoral sein! Ohne Zweifel; äußerte Friedrich falt: Sie sieht schon jeho in Ench nur den Gefangenen Eurer eigenen Kirche. Wie!" rief Johannes. " " 1 Die progressive Einkommensteuer in Bayern. Der Ausschuß der Abgeordnetenkammer für wirthschaftliche Reformen nahm mit 21 gegen 4 Stimmen die Anträge Baumann's an, die direkten Staatssteuern baldmöglichst Durch eine progressive Einkommensteuer mit einer Skala bis zu 4 pet. zu ersetzen. Republikanisches aus Deutschland. Die durch ihre vereinss und versammlungsverbietende Thätigkeit aus der Zeit des Sozialistengesetzes rühmlichst bekannte Hamburgische Polizeibehörde hat in den letzten Tagen gezeigt, daß sie feineswegs gesonnen ist, sich auf den Lorbeeren, die ihr früher das famose Vereinsgesetz der stolzen Republik eingetragen, unthätig auszuräfeln. Wenn große Republiken, wie Frankreich, durch den Anarchismus gefährdet werden, warum sollte einer, wenn auch nicht an Geld, fo doch an Umfang kleinen Republik, wie dem HauseigenthümerStaat Hamburg, nicht einmal ein anarchistisches Malheur paffiren können? Also denkt man auf dem Stadthaus, greift auf gut Glück ein harmloses, sich anarchistisch nennendes Klüblein " Nicht anders," bekräftigte der Herzog wie oben: heraus und statuirt ein warnendes Erempel an ihm, indem man Meine Quellen lügen nicht; sprach er heftig: Wenn Täuscht Euch nur selber über Eure Lage nicht. Trok der es auf grund des vielseitigen republitanischen Vereinsgefeßes ich Aufpasser aufstelle, so zahle ich königlich, und mir dient chrfurchtgebietenden Pracht, die Euch umgiebt, seid Ihr verbietet. So ist der Staat gerettet und die Leiter derfelben man beffer, als dem Kaiser, der immer nur das Geld wenig anders daran, als der rebellische Ketzer Huß. Droht tönnen weiter schlafen, bis sie eines Tages einmal wieder von von Nöthen hat. Ew. Heiligkeit mag mir glauben auf Euch gleich nicht der Scheiterhaufen, so hängt doch ein vers der großen Masse des Hamburgischen Proletariats unsanft an Fürstenebre,... fie vollführen's, ist's heute nicht, so ist es dammend Urtheil über Eurem Haupte, wenn nicht Gure den langen Böpfen gepackt werden. morgen ganz gewiß." Klugheit und Eurer Freunde Schuß dem Uebel wehrt. Der koburgische Landtag lehnte den sozials Der Papft wiegte bedächtig das Haupt hin und her, Denkt selbst, heiliger Vater, welch ein Schauspiel Ihr der demokratischen Antrag auf Einführung des allschob das Fenster zu und trat vertraulich zu dem Herzog. Welt gegeben. Ein Nachfolger des heiligen Petrus, der gemeinen gleichen Wahlrechts für die Landtags„ Laßt, lieber Sohn, die Schranken der Förmlichkeit dem Kaiser gehorsam gen Deutschland folgt, wo dieser für Wahlen mit 24 gegen 6 Stimmen a b. zwischen uns fallen;" sagte er mit so anmuthiger Miene, gut gehalten, ein Konzilium auszuschreiben. Ein Papst, als sie sein finsteres Gesicht nur zuließ:" Ihr gebt demnach der unthätig hier auf denselben Kaiser wartet, der ihn hätte den Huß verloren?" erwarten und empfangen sollen; ein Statthalter Jesu " Unwiederbringlich," erwiderte der Herzog, die Kar- Chrifti endlich, der nichts von dem weiß, was die um ihn dinäle sind darüber einverstanden, glaubt mir's." versammelten Priester beschließen, wenn nicht ein Freund, Sm!" meinte Johann; im Grunde ist wohl an dem oder ein durch Vaterland und Eigennut mit ihm verHeresiarchen nichts gelegen. Der Fanatiker predigt eine bundener Pfaffe ihm es mittheilen. Was folgt aus allem Kirchenverbesserung, wo beinahe keine nöthig ist. So lange dem?" wir • Amnestie in Sachsen- Koburg- Gotha. Alle bis zum 19. April in Sachsen- Koburg- Gotha rechtskräftig gewordene Strafen wegen Majestätsbeleidigung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Verletzung der öffentlichen Ordnung, Beamtenbeleidigung, Preßvergehen, Forst- und Polizeivergehen und Forstdiebstählen wurden durch eine Amnestie niedergeschlagen. Nochmals der Schülertumult in Breslau. Bedas sichtbare Oberhaupt der Christenheit diese" Ihr habt recht, lieber Sohn;" entgegnete der Papst Nothwendigkeit nicht einsehen, soll auch ein gemeiner böh- bekümmert: O die böse, böse Beit! Die Kardinale, die kanntlich hatte die Ordnungspresse einen Vorgang an einer mischer Pfaffe das Maul nicht unnüß aufthun." über den Ort des Konzils unterhandeln sollten, und von Breslauer Volksschule in frivolster Weise gegen die SozialVergebt, heiliger Vater;" antwortete der Herzog: mir geheime Weisung erhalten hatten, in feinen zu willigen, demokratie ausgenügt. Wir haben derselben bereits ge nothwendig ist ein Umguß allerdings, doch ist er nicht der meiner Würde Nachtheil bringen möchte, haben mich nügend die Wege gewiesen wegen ihrer blöden Bezichti bequemt. Da steckt der Knoten." verrathen. Bu spät werden sie einsehen, wie sie sich ge- gungen, daß unsere Partei von Haß gegen die Volksschule erfüllt sei und wie man sich sonst geschmackvoll auszugeifern Laßt das;" versetzte der Papst achselzuckend: Wenn bettet. Sollte der störrische Benedict triumphiren aber der Böhme ergriffen und gerichtet wird, wie steht es Sorgt nicht, heil. Vater!" unterbrach ihn der Herzog. beliebte. Die Sächs. Arb. 3tg." veröffentlicht nun eine dann mit des Kaisers, wie mit unserem Wort, das wir Nicht Benedict, nicht Gregor wird siegen. Die allgemeine authentische Darstellung jener Breslauer Vorgänge nach der Stimme fordert, daß Petri Stuhl wieder erledigt und neu g ihm gaben auf seine Unverletzbarkeit?" Pädagogischen Zeitung", dem Hauptorgan Mit Sigismund's Wort steht es schlecht, wie immer;" besetzt werde. Euch darauf zu erhalten, fällt dem Kaiser des deutschen Lehrervereins". Aus derselben geht die ganz erwiderte Friedrich spöttisch:" Den Luxemburger fümmert nicht ein. Sein böser Wille log Euch frei Geleit, und immense Leichtfertigkeit, mit der die Gegner der Sozialein Trenbruch nicht, er ist aus einem Geschlecht, das au wär's auch nicht böser Wille,... der Schwächling ver demokratie ihre Verleumdungen auszustreuen pflegen, in Geld stets Mangel, aber au leeren Giden immer Ueberfluß mag Euch nicht zu schützen gegen den Haß der Engländer, wünschenswertheſter Deutlichkeit hervor. Die Notiz der hat, Euer Wort könnt Ihr salviren, wenn Ihr gegen der Franzosen und der Deutschen, die Eure Legaten anders Pädagogischen Zeitung" lautet: das Verfahren Euch verwahrt, von dem Ihr ohnehin nichts hätten behandeln können." gewußt." Wird aber die Welt es glauben, daß wir um unserer Kardinäle Thun nichts gewußt?" fragte der Papst be denklich. Welch einen Abgrund öffnet Ihr vor uns?" fragte Johannes bestürzt:" Gestaltet sich alles, wie Ihr sagt, so sehen wir keine Hilfe ab. Wir müssen unterliegen." ( Fortseßung folgt.) " x- Breslau.( Zum Schülertumult. Vereinsversammlungen.) Al3 am letzten Schultage vor Ostern hierorts die Entlassung der Konfirmanden stattfand, tam es in einer Voltsschule zu bedauerlichen Ausschreitungen einiger Schüler. Da der nicht in allen Punkten wahrheitsgetreue Bericht eines hiesigen Zeitungsreporters die Runde durch die Tagespresse gemacht und einzelnen Organen zu Betrachtungen Anlaß gegeben hat, die den Vorgang in ganz falschem Lichte erscheinen Polizeiliches, Gerichtliches e. 1016 abgelaufene Arbeitswoche zuerkannt. Die sonach von Herrn Wegen Beleidigung der Generaldirektion der Sahlmann zu zahlende Entschädigung wird zusammen mit den lasjen, so fühlen wir uns veranlaßt, letteren auf seine wahre fächsischen Staatseisenbahnen hatte sich der frühere Redakteur ebenfalls von ihm zu tragenden Gerichtstosten zirka 1500 M. beUrsache und Bedeutung zurückzuführen. Der schon im vor der Sächs. Arbeiter- Zeitung", Genosse Knöfel, fürzlich vor tragen. gerückten Alter stehende Rektor, dessen Unterrichtsweise und Hand- dem" Dresdener Schöffengericht zu verantworten. Nach mehr Eine rege Agitation soll demnächst unter den Arbeitern habung der Disziplin schon wiederholt in Lehrerkreisen Kopf- stündiger Verhandlung wurde dieselbe bis nächsten Donnerstag der Nahrungsmittel Induſtrie entfaltet werden. Die Generalschütteln verursacht hat, hatte die Abgangszeugnisse vertagt, da der Vertheidiger Knöfel's die Zulässigkeit des Strafall " Schulzimmer zurück und benahmen fich in ber von den Soziale Leberlicht. bem 270 Jedem ist ein bestimmter zwei Konfirmanden nicht verabfolgt, weil seiner antrags der Generaldirektion bestritt. Es sollen nun weitere fommission der Gewerkschaften Deutschlands hat 14 AgiMeinung nach ihr Betragen während der letzten Schultage den Beweiserhebungen vorgenommen werden, um festzustellen, ob die tatoren dazu bestimmt, die in zirka 270 Versammlungen in Deutschland sprechen sollen. Brädikaten nicht entsprach. Dies hatte die betreffenden Schüler Generaldirektion berechtigt war, Strafantrag zu stellen. MaaBezirk zugewiesen. Je nach den örtlichen Verhältnissen werden und einige ihrer Kameraden gereizt. Als die Feier vorüber theils allgemeine Versammlungen von Arbeitern aller Branchen war und sämmtliche Lehrer, außer dem Rektor, das Schulhaus der Nahrungsmittel- Industrie oder besondere Versammlungen längst verlassen hatten, tehrten die Schüler vom Hofe ins F einzelner Branchen stattfinden. Für die Bäcker werden die Branchenversammlungen in den Nachmittagsstunden einzuberufen Beitungen veröffentlichten Art und Weise, bis ein durch eine dritte Person herbeigerufener Schuhmann dem unliebsamen An die Genossen in Friedrichshagen! Wir machen sein, da die Arbeiter dieser Branche in den Abendstunden feine Auftritte ein Ende machte. Eine gänzliche Berten sämmtliche hiesige Genossen, insbesondere die Mitglieder unseres Versammlungen besuchen können. Ende April oder Anfang Mai Ubhaltung der Versammlungen begonnen werden. nung des Vorfalles ist es, wenn einzelne Breßorgane Vereins, auf die am Sonnabend, den 21. April, soll mit der Abhaltung der Versammlungen begonnen werden. denselben zu einem typischen unseres Schul- und Unterrichts Abends 8½ Uhr, in Bandrey's Restaurani poffen wir, daß der Erfolg den großen Stoften entspricht. Reichsgarten, Geestraße, stattfindende öffentliche mejens machen oder ihn mit der Agitation der Ein internationaler Kongreß der Postbeamten soll Sozialdemokratie in ursächlichen Zusammen. Bersammlung des Allgemeinen Arbeiter- Bildungsvereins für während der Antwerpener Weltausstellung in Antwerpen tagen. hang bringen; nichts von alle dem! Der Tumult Friedrichshagen und Umgegend", in welcher Genosse Dr. Er ist einberufen von den dortigen Bostbeamten. Anmeldungen findet seine hinlängliche Erklärung in der Persönlichkeit des Berlin einen Vortrag über„ Die Entstehungsgeschichte aus dem Auslande sind bereits eingelaufen. Reftors."- 109 exons.A des modernen Proletariats" halten wird, ganz besonders aufmerksam. Das Recht auf Arbeit in der Schweiz. Der schweizerische Bundesrath hat die Volts abstimmung über das Volksbegehren nach Garantirung des Rechts auf Arbeit durch die Bundesverfassung auf den 3. Juni an gesetzt. Die Bundesversammlung empfiehlt dem Volte die Ablehnung dieses Begehrens. We milng = Das englische Unterhaus gegen das Oberhaus. In der letzten Sigung des Unterhauses wurde die erste Lesung einer Bill zur Aufhebung der Befugniß des Oberhauses, sein Beto gegen vom Unterhause angenommene Gesetze abzugeben, angenommen. In Italien geht geht nicht alles nach dem Wunsche des Herrn Crispi. Der König Humbert scheint den Rüffel, 6 Der erste Verbandstag der österreichischen TextilGenossen, erscheint alle Mann für Mann und tretet unserer arbeiter- Bereiue fand, gleich dem sozialdemokratischen Parteipolitischen Parteiorganisation des Ortes bei, damit wir fin den tag, während der Osterfeiertage in Wien statt. Anwesend waren Stand gefeht werden, die Aufgaben bezüglich der Agitation für gegen 40 Delegirte. Nach dem Bericht des Vorsitzenden bestehen unsere bohen Ziele unserem Wunsche und unserer Pflicht gemäß in Desterreich 28 Vereine, von denen 17 den Beitritt zum Verau band angemeldet haben. Der Zentralverein für Böhmen hat sich zu erfüllen. Der Vorstand dem Verband noch nicht angeschlossen, weil er erst den Beschluß des Allgemeinen Arbeiter Bildungs- Vereins des nächsten Delegirtentages abwarten will. für Friedrichshagen und Umgegend.beträgt gegen 5000. Die höchsten Mitgliedsbeiträge der einzelnen Die Mitgliederzahl der dem Verband angehörigen Vereine Die Schmiedegesellen von Bremen hatten folgende Vereine betragen 40 Kr. monatlich. Der Gesammt- Kassenbestand Forderungen an ihre Arbeitgeber gestellt: Den zehnftündigen derselben ist 3000 Ft. Das Verbandsorgan Der Textilarbeiter" Arbeitstag, 18 Mart Minimallohn, sowie Selbstbeföftigung und hat eine Auflage von 6000 erreicht; die meisten Abnehmer eignes Logis. Sie versuchten zunächst etwas im Guten zu er befinden sich in Böhmen. Beschlossen wurde, den„ Textilarbeiter" reichen; da aber die Meisterschaft die Forderungen nicht be- als Verbandsorgan anzuerkennen.-- Bezüglich der Maifeier wird willigte, haben bereits am letzten Sonnabend sämmtliche Schmiede folgender Antrag angenommen: Der Verbandstag erklärt sich Von der Einladung der des Achtſtundentages.in englischen Zertilarbeiter zum internationalen TextilarbeiterRongreß in Manchester wird Kenntniß genommen und werden die Redaktionen der Fachblätter beauftragt, die Beschickung des Kongresses zu erwägen. Damit sind die Hauptsächlichsten Punkte der Tagesordnung erledigt. " welchen sein Herr Minister ihm ertheilt hat, nicht lamm- Buzug nach Bremen streng fern zu halten, weil nur dann der prinzipiell für die Feier am 1. Mai Verbandstag erklärt sich fromm hingenommen zu haben. Jedenfalls zieht Herr Crispi in der Kammer seit gesteru mildere Gaiten auf er hat fogar wegen seiner, gestern von uns angenagelten frechen Drohung um Entschuldigung gebeten was er sicherlich nicht gethan hätte, wenn er seiner Sache ganz sicher wäre, und auf die unbedingte Gefügigkeit des Königs rechnete. Parteinachrichten. Die Dresdener Parteigenossen haben über das Bier der Waldschlößchen Brauerei den Boykott verhängt, weil, wie wir schon gestern berichteten, die Direktion sich nicht dazu bewegen läßt, Saal und Bart den Genossen zur Maifeier zu überlassen. Die Hamburger Parteigenossen hatten, wie wir f. 3. mitgetheilt, am 18. März ein Flugblatt verbreitet, in dem naments lich gegen die Erhöhung der Einkommensteuer polemisirt wurde. Der Staatsanwalt hat jest gegen den Verleger des Flugblattes Anklage erhoben. Sieg errungen werden kann. Unser Sieg ist Euer Sieg! Die Lohnkommission der Bremer Schmiede. J. A.: H. Wiechmann, Friesenstraße 48. Holzbildhauer werden vor Zuzug nach Bochum gewarnt. Die arbeiterfreundlichen Blätter werden gebeten, hiervon Notiz zu nehmen. Der Streit der Tischler in der Schulze' schen Fabrit in Bremen dauert fort. Streitbrecher find, tros der größten Anstrengungen des Unternehmers, nur sehr wenige zu haben gewesen. Dahingegen haben sich eine Anzahl Kleinmeister gefunden, Schulze W Die Errichtung eines Gewerbe Schiedsgerichts in Roburg ist von sozialdemokratischer Seite beantragt worden. Der Gewerbeverein, dem der Antrag vom Magistrat zur Begutachtung übergeben wurde, hat denselben befürwortet. Die Friseur Jnnung in Nürnberg hat, gedrängt durch Diebie 2rbeiten von G ch 113 e fibernommen haben. Dieſelben, die die Organiſation der Gehilfen, den Beschluß gefaßt, die Geſchäfte fonft auf das Großkapital schimpfen, helfen ihm jetzt aus der an Sonn- und Feiertagen Nachmittags um 8 Uhr zu schließen. Patsche; zum Dante dafür werden sie später desto schneller ver- Ein im vorigen Jahre ebenfalls auf Beranlassung der Gehilfen speist werden. In einer kürzlich stattgehabten Versammlung herbeigeführter Beschluß, bei den zuständigen Behörden dahin zu wurde der Beschluß gefaßt, noch weitere 4 Wochen Mann wirken, daß die Geschäfte an Sonn- und Feiertagen nur von und Woche 1 M. zur Unterstüßung der Streifenden zu steuern 8 Uhr früh bis 1 Uhr Mittags geöffnet werden dürfen, ist und die Unterstützung für Verheirathete auf 18 M., für Ledige innerhalb des Innungsvorstandes in Bergeffenheit gerathen. Die auf 10 M. festzusetzen. Gehilfen wollen nun ihrerseits selbst diesen Antrag bei den Be hörden einbringen. it on Die Porzellanmaler der Fabrit von Ravn u. Co. in i del stedt bei Hamburg warnen vor Zuzug. Dieselben stehen seit Mitte April im Streit; nach einer Schilderung im Hamburger Echo" sind die Arbeitsverhältnisse in jener Fabrik ständen nur dann derart schleminentlassungen so häufig, daß diesen Bu " Dermischtes. entgegen getreten werden kann, wenn- Ein Muster von Zeugniß. In unserer nüchternen Beit Sozialdemokraten freigesprochen. Ende vorigen Jahres es den Herren Unternehmern nicht gelingt, andere Arbeitskräfte gehören Originale zur Seltenheit. Daß hie und da aber doch wurden zwanzig Genossen in Neustadt wegen Auflaufs angeklagt, zu finden. Die Maler haben bisher einen Verdienst von 22 M., noch welche vorkommen, beweist folgendes Zeugniß, das ein vom Schöffengericht aber freigesprochen. Gegen diese Entscheidung höchstens 23 M. pro Woche erzielt; das ist aber Herrn Ravn Haarkünstler seinem Gehilfen ausstellte. Der Friseurgehilfe Josev Renkler hat vom 22. Januar bis legte der Staatsanwalt Berufung ein, weil der Amtsanwalt zwei noch zu viel, äußerte er doch erst Er hat den Malern am Sonn- 10. April bei mir gearbeitet. Derselbe ist in feiner Arbeit Monate Gefängniß pro Mann beantragt hatte. In der Ber- 18 Mi. ſehr wohl auskommen. et Sage man tönne mit handlung vor dem Landgericht in Magdeburg wurde ebenfalls abend, 31. März, gekündigt, weil sie ihm zu viel verdienen, und tüchtig und nur von mir wegen unhöflichen Betragens und auf Freisprechung sämmtlicher Angeklagten erkannt. Der Staats- beabsichtigt nun, Kräfte von außerhalb heranzuziehen, die, von sozialistischer Gesinnung gegenüber meiner Rundschaft oon nir orden. anwalt hatte für jeden Angeklagten vierzehn Tage Gefängniß den hiesigen Verhältnissen nicht unterrichtet und nicht wissend, entlassen worden. beantragt. Ja, es geschehen noch Zeichen und Wunder! welch' theures Pflaster Hamburg ist, für einen niedrigeren Lohn arbeiten sollen. Wer die Arbeit für den Preis nicht machen will, der kann gehen", das ist die stehende Redensart. Trotzdem von früh bis spät fleißig gearbeitet wird, heißt es Sonnabends doch, die Maler sollten nur nicht glauben, daß Herr Ravn etwa eine Versorgungsanstalt für Faullenger habe.duowalle Erfurt, den 10. April 1894. JB. Hoke, Coiffeur." Daß dieser Herr Arbeitgeber mit der Ausstellung des Attestes sich gehörig einseifte indem er eine ben gesezlichen Bestimmungen hohnsprechende Handlung beging, dürfte ihm von dem sozialistisch gesinnten" Arbeiter noch flar gemacht werben. Einheitlicher europäischer Telegrammtarif. Aus Wien fommt die Nachricht: Wie verlautet, finden jetzt Verhandlungen zwischen den Handelsministerien sämmtlicher europäischer Staaten statt behufs Einführung eines einheitlichen europäischen Telegrammtarifs. als einheitliche Tage für jedes Telegramm bis zu einer be grenzten Wortzahl ist der Betrag von 80 Pf. in Aussicht geDie famofe 42er Petition, durch die versucht wurde, die Sozialdemokraten Dresdens zu Landstreichern und Strolchen zu stempeln, spukt bereits in den Köpfen der Herren Staatsanwälte. Sie führen das darin Behauptete als vollgiltige Be weise bei ihren Anklagen mit ins Feld, und die Herren Richter Schuhmacherstreik. Die Arbeiter der Tack'schen Schuhfabrik schließen sich dem an, wie aus der Urtheitsbegründung in einer in Burg sind wegen Maßregelung einer Arbeiterin, welche in der beim Freiburger Landgericht stattgefundenen Berufungs- Agitation für den Verband Deutscher Schuhmacher Hervorragendes verhandlung zu ersehen ist. Der Möbelpolirer Lorenz aus geleistet hat, ausständig. Die Unternehmer haben sich unter Rabenau war in Gemeinschaft mit mehreren Kameraden Konventionalstrafe verpflichtet, feinen der Ausständigen in Arbeit in vom Schöffengericht zu Dippoldiswalde wegen wegen Singens zu nehmen. Die Unternehmer haben es demnach auf eine nommen. des Sozialistenmarsches m Gasthofe zu Spechtrit Sprengung der hiesigen Schuhmacherorganisation abgesehen. Es JU fünf Tagen Haft verurtheilt worden. Derselbe ist Pflicht der Arbeiter in der Schuhbranche, Burg bis auf legte Berufung ein. Am 11. April war diefelbe Gegenstand einer weiteres zu meiden. Um die weiteste Verbreitung dieser Notiz Berhandlung des Freiburger Landgerichts. Aus den vorgelesenen wird gebeten. Beugenausfagen ging hervor, daß Lorenz sich, trotz seines Leugnens, Der Schneiderstreit in Bern geht seinem Ende rent am Singen betheiligt hatte. Der Staatsanwalt beantragte Ber- gegen; viele Firmen haben die Forderungen der Gehilfen bewerfung der Berufung, da das Schöffengericht mit Recht auf willigt. Haftstrafe erkannt habe, denn diefe programmmäßig in Szene ge- Die Schneidermeister von Stuttgart haben, nachdem sie setzten Rüpeleien, die jetzt so oft zur Kenntniß der Behörden ge in Berlin abgeblikt, ihre Sendboten nach München gelangten, erforderten eine derartige Bestrafung. Der Gerichtshof um dort billiges Menschenmaterial zu beschaffen. schloß sich dieser Ausführung an und erkannte auf Verwerfung der schickt, um dort Berufung. Aus der Begründung sei folgendes erwähnt: Durch Ab- Hoffentlich wird ihnen dort mit echt bayrischer Grobheit singen des Sozialistenmarsches wurden die bessergesinnten Leute" in gedient. " 1 Eine Choleraepidemie, die zu Beunruhigungen Anlaß giebt, herrscht seit mehreren Wochen in Lissabon. Die tückische Krankheit soll sich im Lande weiter verbreiten. Die franzöfifchen Archäologen haben bei ihren Au3grabungen in Delphi einen schönen Apollotopf aus der flassischen Periode aufgefunden. Auch mehrere interessante Inschriften find auf verschiedenen gut erhaltenen Broncegegenständen entdeckt worden. Im nächsten Monat werden die Ausgrabungen energischer betrieben werden. Schnee und Regen haben bisher Die Arbeiten sehr gestört. Die amerikanische archäologische Schule bierselbst hat die griechische Regierung um Erlaubniß gebeten, am Fuß der niedrigen Theile der Nordseite der Atropolis AusDie Amerikaner wollen grabungn veranstalten zu dürfen. 500 000 Frts. darauf verwenden. Spinacho Swinemünde Hamburg Berlin A Witterungsübersicht vom 18. April Barometer reduzirt auf ſtand in mm, d. Meeressp. NM Windstärke (- SETTA242425 Metter Temperatur ( nach Celsius 50.4° R.) 757 wolfig 11 757 • 758 757 WNW G 1 1 halb bedeckt Regen heiter 9 10 7 758 759 woltig GO Haparanda 770 bedeckt bedeckt 11 764 759 755 OND NNW NW 754 3 bedeckt 8122089 ihren Gefühlen verlegt, auch sei es notorisch, daß in der Gegend zum großen Siegelbrennerstreik wird aus Brüffel bevon Tharandt die Rohheiten der sozialdemokratischen Jugend richtet: Die Hoffnung der Fabrikanten, daß das Erscheinen der immer mehr an Ausdehnung gewännen!- Schade, so fügt die Truppen und Gendarmerie die Antwerpener Biegelbrenner einSächsische Arbeiter- Zeitung" bei, daß das Urtheil nicht etwas schüchtern und zur Wiederaufnahme der Arbeit bewegen werde, früher gefällt wurde, es hätte sich famos für den Mehnert'schen ist fehlgeschlagen. Der Ausstand ist allgemein und die ZiegelBitatenfact geeignet. Wir aber werden nicht ermangeln, die werke stehen still; an allen Werken halten Soldaten und GenBehörden aufmerksam zu machen, wenn in der Gegend von darmen Wacht; teine öffentliche Versammlung wird geduldet, Tharandt" Rohheiten der nicht sozialdemokratischen Jugend aber niemand arbeitet; die Ausständigen verhalten sich ruhig Stationen. überhandnehmen. und werden von der Bevölkerung aller Orten unterstützt. Der Streik der Förderleute auf dem BrüdenbergEs giebt noch Richter in Oesterreich. Der öfter- sch achte bei 3 wickau, von dem wir gestern meldeten, ist reichische Parteigenosse Dr. Ingwer war seitens der Polizei- bereits beigelegt. Die meisten der Streifenden nahmen das Anbehörden aus Brünn, beziehentlich aus Mähren ausgewieſen erbieten der Verwaltung, 40 Pf. Ausbeute zu erhalten, an. worden, nachdem er eine wegen politischen Vergehens sich zu 21 Mann, die bei ihrer Forderung von 60 Pf. verharrten, find Wiesbaden. gezogene Gefängnißstrafe verbüßt hatte. Auf seine Beschwerde entlassen worden. Bei Gelegenheit dieses Streits zeigte es sich, München ans Reichsgericht hob dieses die Verfügung auf und erklärte die daß die Beschränkung des Vereins- und Versammlungsrechts Wien unter felbe als eine„ Berlegung des Rechts der Freizügigkeit". unter Umständen auch den Unternehmern unbequem werden kann. Die Streifenden waren nämlich zur Mehrzahl junge Leute von Maifeier. In Ungarn werden in allen Orten Bor- 16-20 Jahren. Der Streit war ohne Wissen des Verbandes mittags öffentliche Versammlungen veranstaltet; Nachmittags ausgebrochen, die ganze Bewegung war fopflos; die älteren finden gemeinschaftliche Ausflüge resp. Umzüge statt. In Bergleute, die jedenfalls vom Ausstand abgerathen oder diesen Paris einer Barteipersammlung, in Dresden wurde eine wenigstens in ruhige Bahnen gelentt haben würden, waren, ca Resolution angenommen, in der man sich in bezug auf die Mai- die jungen Leute vor dem 21. Jahre dem Verband nicht beiWitterung in Deutschland am 18. April, 8 Uhr Morgens. feier den Beschlüssen des Kölner Parteitages anschloß. Jm treten dürfen, ohne Einfluß auf die Maßnahmen derselben. Während in den nordwestlichen und füdlichen Landestheilen weiteren heißt es: Die heutige öffentliche Voltsversammlung Die Lemberger Bäcker- und Fleischergehilfen der Himmel sich aufzuklären begonnen hat, ist jetzt nordöstlich von fordert die selbständigen Geschäftsleute( mit Ausnahme der Restaurateure) hiermit auf, sich der Demonstration der organisirten haben einen Streit angekündigt. Die Gemeindebehörde ließ, um der Elbe überall tribes Wetter eingetreten. In Mitteldeutschland Restaurateure) hiermit auf, sich der Demonstration der organisirten eine Verproviantirung der Stadt zu sichern, militärische Arbeits- sowie im oberen Rheingebiet finden Regenfälle statt. Die AbArbeiterschaft zur Berkürzung der Arbeitszeit dadurch anzuschließen, Arbeits- fowie fühlung hat sich im Westen etwas verstärkt und oftwärts bis daß sie unbedingt den ganzen ersten Mai ihre Geschäfte geschlossen träfte requiriren. panelbell ollos que18 halten." Die heutige Versammlung beschließt, mit allen Kräften Der Prozeß der Seher der Bremer Bürger ungefähr zur Oder fortgepflanzt; au Bamberg ist die MorgenDer Prozeß der der Bremer Bürger dahin zu wirken und zu agitiren, daß alle flaffenbewußten Ar 3eitung gegen den Buchdruckereibefizer ab Imann ist temperatur auf 6 Grad Celsius gefunten, in Memel, Neufahr beiter den 1. Mai die Arbeit ruhen lassen." 31 Pro entſchieben. Die Berufung Sahlmann's gegen das Urtheil des wasser und Breslau beträgt diefelbe jedoch noch 12 Grad Celsius. Berliner Wetterbureau. duktenvertheilungs- Vereine der Umgegend von Gewerbegerichts, wonach den zu Unrecht ohne Kündigung entChemnitz haben fast sämmtlich beschlossen, am 1. Mai die laffenen Segern der Anspruch auf den fälligen Lohn für zwei Wetter- Prognose für Donnerstag, den 19. April 1894. Verkaufsstellen nicht zu öffnen, um der Maifeier nichts von ihrer Wochen zugesprochen worden war, wurde in der Verhandlung Ein wenig fühleres, veränderliches, vorherrschend wolkiges Würde zu nehmen. FP der Ziviltammer des Bremer Landgerichts verworfen und den Wetter mit leichten Regenfällen und mäßiger Luftbewegung. Segern gleichzeitig auch der Entschädigungsanspruch auf die dritte Berliner Wetterbureau. 23 Petersburg Cort. Aberdeen heiter bedeckt wolfig 36.8 Für den Inhalt der Zujerate über wimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 19. April. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Schauspielhaus. Die Hermannsschlacht. Der Herr Deutsches Theater. Senator. Berliner Theater. Barnhelm. Minna von Leffing- Theater. Ultimo. Friedrich- Wilhelmstädt. Cheater. Der Bettelstudent. Residenz- Theater. Dekorirt, Nenes Theater. Eheglück. Central- Theater. Der neue Kurs. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die Kinder des Kapitän Grant. Aleranderplah Theater. Nachteulen von Paris. National Theater. Waffen. Die Gefährliche Theater Unter den Linden. Pariser Leben. Hierauf Columbia. American Theater. Lumpen Su sanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Wintergarten. Spezialitäten Vor stellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Baufmann's Variété. Spezialitätens Vorstellung. Parodie Theater. Spezialitäten 4 Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Bimmerer Gruit Liebenau zu ſeinem Heute: Charley's Tante. Schwank in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Dem Freunde und Genossen, dem heutigen Wiegenfefte ein donnerndesHoch. W. N. A. M. R. S.[ 30736 Unserm Freunde und Genossen, dem Klempner Alb. Pausch zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Die Bajazzi. Soch, daß seine ganzen Badewannen Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Donnerstag, den 19. April: Abschieds- Soirée der Stettiner Sänger Anfang 8 hr. Entree 50 Pi Im Vorverkauf 40 Pf. ( S. Platate). Freitag und Sonntag: Victoria- Brauerei. Castan's Panoptikum. National- Theater. Im 9. Kreise der Hölle: Große Frankfurterstraße 132. Novität. Novität. Donnerstag, den 19. April: Gefährliche Waffen. Schauspiel in 5 Aften und 7 Bildern ( nach dem gleichnamigen Roman des Berliner Lokal- Anzeigers" von Doris Freiin v. Spättgen) von Hugo Busse. Regie: Max Samst. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Gefährliche Waffen. Eonntag, Nachmittag 3 Uhr: Im Garten: * Grosses Konzert. Auf der Sommerbühne: Aufführung Don Charley's Tante und Bajazzi, so wie Auftreten von Spezialitäten. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Zum 12. Male: Der neue Kurs. Posse mit Gesang in 3 Atten von Leopold Ely. Musik von Julius- Einödshofer. Anfang der Vorstellung 7/2 Uhr. Morgen: Der neue Kurs". Alcazar. Variété. u. SpezialitätenTheater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Vornehmster Familien- Aufenthalt. Neu! Höllenqualen. Neu! Poffe in 1 Att von Bernhard. Neus Gingeseift. Neu! Operette in 1 Att v. A. L'Arronge. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Ahjang: Wochentags 8 Uhr. Entree: Wochentags 20 Pf. Sonntags 7 Uhr. Sonntags 30 Pf. R. Winkler. Kaufmann's Variété. Gänzlich renovirt! Neue Direction. Eletr. Beleuchtung. Täglich: Broke Künstler- Spezialitäten Vorftekung. Auftreten von Künstlern I. Ranges. Kapelle 24 Mann stark. Anfang 8 Uhr. PassageDer Rutsch a. d. Rafirmesser. wackeln. 3069b Aber Albert, ein Biertel langt nicht! G. P. E. Z. B. W. B. M. Allen Freunden und Bekannten theilen wir hierdurch mit, daß meine unvergeßliche Frau, unsere vielgeliebte Mutter, Schwieger und Großmutter Louise Wolff, geb. Priebst, am 17. April 1894 nach schwerem 30746 Todestampfe entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Im Namen Aller: Hermann Wolff, Posenerstraße 5. Bestattung am Freitag, Nachmittags 51/2 Uhr, von der Leicheohalle des St. Georgen- Kirchhofes, Landsberger Thor. Danksagung. 3067b Für die vielen Beweise der Liebe und Theilnahme während der langen Krankheit, und für die rege Betheiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes, sage allen, insbesondere dem Arbeiter- Bildungsverein zu Steglitz und Umgegend meinen herzlichsten Dant. Die trauernde Wittwe Anna Bänsch. Danksagung. Herzlichen Dank allen Kollegen, Freunden und Bekannten für die Theilnahme und reiche Blumenspende bei der Beerdigung meines lieben Mannes. Die tieftrauernde Wittwe Emma Lanzmich.[ 3072b Vosamentenbranche! Sonnabend, den 21. d., Ab. 81/2 Uhr, Versammlung der Filiale Il des Textilarbeiter- Verbandes Elite- Damenkapelle Austria. bei Boltz, Alte Jakobstr. 75. Nratweil G sche Bierhallen Tagesordnung: 1. Vortrag von Genosse Rohrlack. Der Widerspruch der gesellschaftlichen Pflichten mit den Naturgesehen". 2. Gewerkschaftliche Angelegenheiten. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein m. Tanz. Hierzu find alle Kollegen u. besonders Kommandantenftr.77-79. die Kolleginnen freundlichst eingeladen. Der Vorstand. Welt. u. größt. Etablissem. Berl. Läglich bei freiem Entree abwechselndes Programm der österreichischen Damenkapelle Dittl in kleinrussischen Nationalkostümen. Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges, sowie Auftreten der nordamerikanisch. Negergesellschaft Mr. Brown. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. 18 Regelbahnen. 6 Billards, pro Stunde 60 Pf. C. Koch, fr. Gambrinus. Säle für Versammlungen und Festlichkeiten sind noch an verschiedenen Tagen zu haben. Concordia- Festsäle C. Saeger, 64. Andreasfraße 64. Heute, Donnerstag, den 19. April: Vorletzte Soiree Der Norddeutschen Säuger Auserwähltes Programm. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pi. Passe- partouts, Familien- 11. Freibillets haben Giltigkeit. Donnerstag, den 26. April: Abschieds- Soirée.. 74/2 C. Saeger. Nur noch kurze Zeit. Circus Renz. ( Karlstraße.) Donnerlag, den 19. April: Abends 71/2 Uhr: Auf auf zur fröhlichen Jagd! Parforce- u. Kastadenritt. Ballet von 100 Damen. Meute von 40 Hunden. Außerdem: Edinburgh, oftpr. Hengit vorgef. von Herrn R. Renz. Colmar und der Steiger Alep, geritten von Frl. Panopticum. Oceana Renz. Die grossen Tremplin Die sprünge über 10 Pferde. Die Luftgymnastifer Gebr. Wortley. Die HandGlocke afrobaten Gebr. Detroit. etc. Al von Fr. v. Schiller. Musit von Romberg. Dargestellt in 15 lebend. Bildern. Freitag: Auf, auf, zur fröhlichen Jagd. Sonnabend: Benefiz f. d. ,, August" Mr. Lavater Lee. Fr. Renz, Direktor. 958/6 Ortsfrankenkasse der Gürtler. Zu der am Sonntag, d. 22. April, Bormittags 10 Uhr, Dranienſtr. 51, stattfindenden Generalversammlung werden die Herren Delegirten hierdurch ergebenst eingeladen. Tagesordnung: Bericht der Rommission über die Prüfung der Rechnungen des Vorjahrs und Abnahme der Jahresrechnung. Nach Schluß dieser Versammlung findet daselbst eine Generalversammlung für die Mitglieder der Invalidenkaffe der Gürtler statt. miffion über die Prüfung der Rech Tagesordnung: Bericht der Kom nungen des Vorjahrs. 3064b Der Vorkaud. G. Kneiff, Vorsitzender. Verein Stenographen- Schule. Donnerstag, Abends 9 1hr, Restaurant Oranienstr. 126: 497/16 beginnt ein unentgeltlicher Zehrgang für Herren, Damen und Schüler in der vereinf. Arends'schen Bolksturzschrift. Der Gurfus umfaßt 6-8 Unters richtsstunden bei wöchentl. 1 Stunde. Lehrm. 1,50 M. Nach außerhalb brieflicher Unterricht. Jede Auskunft durch den Bors. Clansen, Teltower ,. 37. Oeffentliche Arbeiter- Radfahrer- Versamml. Donnerstag Abend 81/2 Uhr, bei Herrn Wilke, Andreasstr. 26. 1. Delegirtenwahl Tagesordnung: zum Kongreß. 2. Anträge zum Kongreß. 3063b Der Einberufer. In RohTabaken und Utensilien für Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! W. Hermann Müller Berlin Neue Friedrich- Strasse 9. Streng reelle Bedienung. Creditgewährung nach Uebereinkunft!! Ein Jeder mache den Versuch. Buchdrucker, Hilfsarbeiter und Hilfsarbeiterinnen! An folgenden Tagen finden im Laufe der Woche noch BezirksVersammlungen statt: Restaurant Lange, Donnerstag, 19. April: Stromstraße 28. Freitag, 20. April: Norddeutsche Brauerei, Alle Buchdruckerei- Arbeiter und Arbeiterinnen werden zu diesen Ver fammlungen eingeladen und um vollzähliges Erscheinen ersucht. Der Einberufer. 127/6 Achtung! Die Versammlung, welche am 17. in den Germania- Sälen angeblich wegen zu später Anmeldung untersagt wurde, findet in den nächsten Tagen statt mit dem Thema: Wie stellen wir uns zur Kirche?" Näheres wird durch Annonce im Vorwärts" und Säulenanschlag betannt gemacht. 30756 A. Jänicke, Usedomstr. 21. Buchhandlung des Vorwärts Berlin SW., Beuthstr. 2. Neu erschienen: Die Verwandschaftsorganisationen= der Australneger. Ein Beitrag zur Entwickelungsgeschichte der Familie. Von Heinrich Cunow. Preis Mk. 3.- Porto 30 Pfennig. Dieses Buch bildet eine Ergänzung des Morgan'schen:„ Die Urgesellschaft" und der Engels'schen Schrift:„ Der Ursprung der Familie, des Privateigenthums und des Staats," tritt aber vielfach zu genannten Schriften in scharfen Widerspruch. Natürliche und soziale Religion. Bon Franz Lütgenau. VIII. 260 Seiten. Preis brosch. Mt. 1,50, geb. Mt. 2.- Porto 30 Pf. Inhalts- Verzeichniß: I. Physikalische Religion. Die Sprache als älteste Quelle für Religion. 1. Arische Ursprache und Urreligion. 2. Welche Naturerscheinungen wurden als Götter gedacht? Definition der Religion. 3. Physikalische und begriffliche Gottheiten. 4. Naturreligion der Semiten. II. Anthropologische Religion. Ahnenkult. Mutterrecht. Fortdauerglaube. Ursprung der Seelenvorstellung. III. Psychologische Religion. IV. Das Priesterthum in den Naturreligiouen. Andere Bestandtheile der Religion: Orakel, Opfer, Gebet, Tempel, Feste, heilige Bücher. -V. Die Entstehung der athenischen Staatsreligion. VI. Soziale Religion. 1. Die beginnende Verwandlung der natürlichen Religion in soziale. 2. Wie ist soziale Religion möglich? 3. Der politische Charakter der römischen Religion.Vill. Der VII. Definitionen Anderer von Religion. Ursprung des Monotheismus. IX. Das Christenthum in feinem Zusammenhange mit der älteren Naturreligion und als soziale Religion. X. Religion und Ethik. XI. Die Religion in der Gegenwart. 1. Sta tistisches. 2. Die Gesellschaft und die Religion. 3. Der Staat und die Religion. 4. Sozialismus und Religion. Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend. ( Eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Beabsichtigte und unbeabsichtigte Täuschung seitens der Konkurrenz veranlaßt uns, unser Fabrikat durch eine Marke zu schüßen, die wir hiermit den werthen Genossen und Genossinnen bekannt geben und zu beachten bitten. Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend SCHUTZMARKE. ( Eingetrag. Genossenschaft m. b.H.) Mit dieser Marke ist jedes unserer Brote belegt, und bitten wir bei Forderung von Genossenschafts- Brot darauf zu achten, daß das verabreichte Brot dieje Marle trägt. 97/19 Der Vorstand. Ausstellung Jtalien in Berlin IF Mai- October 1894 W auf dem Terrain der West- Eisbahn ( Stadtbahn- Station Zoologischer Garten). Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Kinderwagen, cher gratis. Theilzahlung ge1. Gesch.: Andreasstr. 23, H. pt., gegenüb. Andreaspl 2. Gefch.: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain Mustergrößtes Lager Berlins. stattet. 500 Mark jahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ch nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. Kapitalgesuch. Schlafft. f. Herrn 8. 1. 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April 1894. 1 Uhr. freifes einem anderen Wahlkreise eingesehen wor- legt.( Große Unruhe und Lärm links.) einer Kontrolle der Wahl= Die Abgg. Singer, Rickert und Richter protestiren gegen Am Bundesrathstische: v. Bötticher, Nieberding, den sind. Dabei ist von v. Marschall. listen für die Wähler nicht die Rede. Ob in einem solchen diese Verlegung der Geschäftsordnung; der Präsident habe diese Falle auch die Berliner Wahlen sämmtlich anfechtbar sind, ist Mittheilung gar nicht entgegenzunehmen, da man sich mitten in eine Frage, die uns hier nicht interessirt. Warum haben die der Abstimmung befinde. Herren die Wahlen nicht angefochten? Im vorliegenden Falle Abg. Bachem: Bei der Verhandlung über die Wahl des hat eine große Zahl von Arbeitern in die Wahllisten nicht Ein- Abg. Möller ist 1893 diese Frage schon entschieden worden. Auch ficht nehmen können und haben ihr Wahlrecht überhaupt nicht damals fündigte Herr Möller die Niederlegung des Mandats an; ausüben können. Eine Erhebung ist hier nicht mehr nöthig, gleichwohl wurde die Wahl für ungiltig erklärt. weil das Faktum selbst amtlich zugegeben worden ist. Die Rechte, als Stüße von Recht und Gerechtigkeit( Heiterkeit bei den Sozialdemokraten) muß für unsern Antrag stimmen. Auf der Tagesordnung stehen zunächst Wahlprüfungen. Die Wahl des Abg. v. Solleuffer( Löwenberg) ist von der Wahlprüfungskommission für giltig erklärt worden. Abg. Rickert kann nicht begreifen, weshalb die Kommission in diesem Falle nicht Erhebungen über einige Protestbehauptungen beantragt hat, die, wenn als richtig erwiesen, zu einer Rüge der betheiligten Beamten führen müßten. Redner beantragt eine entsprechende Erweiterung des Kommissionsantrages. Abg. v. Buchka( dk.): In diesem Falle erübrigt die Veranstaltung solcher Erhebungen durchaus. Wohin sollen wir tommen, wenn auf jede derartige Protestbehauptung eingegangen werden müßte? Abg. Rickert: Der Reichstag sei der Hüter der Gesetzmäßig feit bei der Vornahme der Reichstagswahlen; diesem Standpunkt solle sein Antrag zu seinem Rechte verhelfen. Abg. Gamp vertheidigt dagegen den Beschluß der Kommission, welchen auch Referent Abg. Lenzmann in längerer Ausführung vertritt. Nachdem noch die Abgg. Auer( Soz.) für seine Person und Spahn den Kommissions- Standpunkt vertheidigt haben, Abg. Ridert nochmals wiederholt demselben entgegengetreten ist, wird dem Kommissionsantrag gemäß die Wahl ohne weiteres für giltig erklärt. Desgleichen erklärt das Haus in Uebereinstimmung mit der Kommission die Wahl des Abg. Dr. Böhme( 21. Sachsen, Annaberg) für giltig und beschließt die Veranstaltung von Erhebungen zur eventuellen Rettifigirung der in den betr. Protest punkten angeschuldigten Beamten. Die Wahl des Abg. Wamhoff( 4. Hannover) foll be anstandet und nach einem nachträglichen Antrag der Kommission auch über die Behauptungen des Gegenprotestes und des gegen diefen eingegangenen Schriftstückes durch Zeugenvernehmung Beweist erhoben werden. Abg. v. Strombeck hatte eine Erweiterung der Erhebungen dahin beantragt, daß auch über einige von der Kommission nicht als genügend fubftantiirt angesehene Behauptungen amtlicher Wahlbeeinflussung Beweis erhoben werden sollte. Die Kom mission hat den Antrag abgelehnt. Mit 148 gegen 123 Stimmen wird die Wahl des Grafen Moltte für ungiltig erklärt. Die Wahl des Abg. von Polenz( 23. Sachsen, Plauen) ist von der Kommission für ungiltig erklärt worden. Die Ungiltigkeitserklärung ist begründet hauptsächlich durch den Umstand, daß der Gewählte als Amtshauptmann von Plauen, also als oberster Beamter seines Wahlkreises die Vertheilung von Flugblättern und Stimmzetteln zwischen der Haupt- und der Stichwahl im Amtsblatt untersagt hat, eine Maßregel, über deren Ungefeßlichkeit in der Kommission nur eine Stimme geherrscht hat. Die Abgg. v. Schöning u. Gen. beantragen, die Wahl nur zu beanstanden. Der Präsident bemerkt, daß auch nach seiner Meinung von ihm die betr. Anzeige nicht zur Kenntniß des Hauses gebracht werden könne. Für die Giltigkeit der Wahl stimmte nunmehr nur ein Theil der Deutschkonservativen.( Große Heiterkeit.) Die Wahl ist für un giltig erklärt. Es folgt die zweite Berathung des vom Abg. Graf v. Dön hoff- Friedrichst ein( t.) und Genossen eingebrachten Entwurfs eines Heimstätten geseges. Nach§ 1 hat jeder 24 Jahre alte Deutsche das Recht, eine Heimstätte zu errichten. Die Abgg. Graf von Dönhoff Friedrichstein und Genossen beantragen heute eine Resolution, in welcher die Regierung ersucht wird, in der Richtung des beantragten Entwurfs dem Reichstag in der nächsten Session einen Gefeßentwurf vor zulegen. Abg. v. Schöning( dk.) empfiehlt diesen Antrag und weist darauf hin, daß die Kommission mit 6 gegen 5 Stimmen über Abg. Gamp( Reichsp.) empfiehlt die Resolution und wendet die erwähnte Gesegesverlegung Beweiserhebung beschlossen, am sich gegen die gestrigen Ausführungen des Abg. Schoenlant. nächsten Tage aber bei etwas verändertem Stimmenverhältniß sich Der Umstand, daß der Antrag von Herren vom Zentrum, von Ost und West, von Nord und Süd unterschrieben ist, beweise für sofortige Kassirung entschieden habe. thätern gehört, die wegen diefer flagranten Gesetzwidrigkeit die daß der Gefeßentwurf nur im Interesse der oftelbischen GrundAbg. Lenzmann fonstatirt, daß er zu den beiden Uebel- schon, wie unhaltbar die Infinuation des Abg. Schoenlank sei, fofortige Ungiltigkeit der Wahl beantragt und dafür die Mehr- besitzer eingebracht sei. Die landwirthschaftlichen Arbeiter seien sehr wohl in der Lage, sich eine Heimstätte zu erwerben; nament heit gewonnen habe. Die Abgg. Pieschel( ntl.) und v. Holleuffer( dk.) plädiren lich könnten die Arbeiter, welche auf Grund des Unfallversiche für den Antrag v. Schöning, da die stattgehabte Ungefeßlichkeit rungsgesetzes eine Unfallrente beziehen und dafür die Kapitalnicht ohne weiteres die Giltigkeit der Wahl ausschließe, man abfindung nehmen, sich für diese eine Heimstätte schaffen. Von vielmehr über die Tragweite ihres Einflusses auf das Wahl- dieser Möglichkeit werde sehr viel Gebrauch gemacht werden. Abg. Schoenlank( Soz.): Wenn die Lage der landwirth. ergebniß sich erst orientiren müsse. Zum ersten Male schienen hier die politischen Leidenschaften über die nüchterne Er- schaftlichen Arbeiter im Often teine schlechte ist und sie sparen wägung den Sieg davon getragen; das Vorgehen der Kom- tönnen: ja, wie können denn die Herren sagen, die Lage der missionsmehrheit sei ein ordnungswidriges und gewaltthätiges Landwirthschaft sei eine schlechte und wie konnten sie gegen die gewesen, gegen das man alle Mittel der Nothwehr eventuell an- Handelsverträge stimmen? Es ist aber nicht wahr, daß die zuwenden berechtigt sei.( Große Unruhe. Rufe: Zur Ordnung!) öhne der landwirthschaftlichen Arbeiter im Often hohe find. Präsident v. Levehow rust den Abg. v. Holleuffer wegen Woher erklärte sich sonst die Sachsengängerei? Die landwirthschaftlichen Arbeiter werden auch nur saisonweise beschäftigt; fie des Ausdrucks gewaltthätig" zur Ordnung. haben keine Mittel fich Heimstätten zu erwerben. Herr Günther führte gestern Gutachten zu gunsten der Heimstätten an. Die wirklichen Sachverständigen in Amerita und Europa sind aber heute einig, daß die ganze nordamerikanische Heimstätten- Gesetzgebung die Verschuldung und Auswucherung des Grundbesitzes nicht aufgehalten hat, das bestätigt ein Werk des zum Studium der landwirthschaftlichen Berhältnisse nach Amerika geschickten Prof. Mar Sehring und eine Rede des Herrn von Below- Saleste im Landwirthschaftsrath aus dem Jahre 1891. In Texas beträgt der landesübliche Binsfuß 12 pet., und die Bankiers sind sehr zufrieden mit dem Heimstättengesetz. Da die Händler nicht in der Lage sind, Hypotheken eintragen zu lassen, so sind sie darauf gekommen, Wucherpreise zu fordern. Die Folge dieses Gesetzes bei uns würde die Hemmung des Personalfredits, die Auswuchernng des Eigenthums sein. Wie obenhin die Herren mit ihrem Gesetz zu Werke gegangen sind, beweist auch der Umstand, daß sie gar keine Bestimmung darüber ge troffen haben, daß der Heimstätteninhaber seinen Grund und Boden auch wirklich bewohnt und bewirthschaftet. Dies nur der Ausdruck einer potenzirten Ver Gesetz ist Abg. Gröber bittet den Präsidenten, die Kommission gegen solche Angriffe in Schutz zu nehmen. Präfident v. Levehow: Ich glaube das mit meinem Ordnungsruf bereits gethan zu haben. Abg. Rickert verweist auf einen neuerdings ergangenen Entscheid des Ober- Verwaltungsgerichts, wonach beim Borliegen einer Wahlbeeinflussung der gedachten Art es des Nachweises des ziffermäßigen Einflusses auf das Wahlresultat nicht bedürfe. Abg. Spahn tritt als Vorsitzender der Kommission für die Beschlüsse derselben ein und protestirt gegen den in den Aus führungen v. Holleuffer's enthaltenen Vorwurf, daß die Mehrbeit mala fide vorgegangen fei. Ter Kommissionsantrag wird unverändert angenommen. Die Rommission hat ferner beschlossen, die Wahl des Abg. Grafen Moltte( Pinneberg) für giltig zu erflären. Der Protest hatte besonderes Gewicht auf die Thatsache gelegt, daß Wähler der in Altona eingemeindeten Ortschaften Ottensen, Bahrenfeld, Othmarschen und Develgönne, welche zum Wahlkreise gehören, zur Einsichtnahme der Wählerlisten nach Altona hätten gehen müffen. Die Auslegung der Wählerlisten außerhalb des 28ahlkreises sei ungefeßlich und mache den ganzen Wahlakt ungiltig, um so mehr, als in der Stichwahl Graf Moltke nur 98 Stimmen mehr erhalten habe als der sozialdemokratische Gegenkandidat und frühere Vertreter des Wahlfreises Molten buhr. Nach der Ansicht des Altonaer Magistrats sei das Verfahren für gerechtfertigt anzusehen, da nach Vorschrift des Wahlgesetzes die Auslegung in der Gemeinde zu gefchehen habe. Die Kommission hat mit Stimmengleichheit ( 6 gegen 6) die Erheblichkeit dieses Protestpunktes verneint. Abg. Gröber befürwortet die Kassirung der Wahl, da der Abg. Auer( Soz.): Bei der Wahl im 6. schleswig- Holstein- Beschluß der Kommission vollkommen torrekt zu stande geschen Wahlkreis handelt es sich um einen Vorgang, der bis jetzt kommen sei. einzig dasteht. Vier Orte mit einer sehr starken Einwohnerzahl Abg. Bebel( Soz.): Selbst wenn es bei dem ersten Beschluß der find der Stadt Altona einverleibt. Für diese sind nun die Wahl- Wahlprüfungskommission geblieben wäre, hätten wir den Antrag listen ausgelegt auf dem statistischen Amit in Altona, also in eingebracht, den nunmehr die Kommission gestellt hat. Ich glaube einem ganz anderen Wahlkreise. Es ist Streit darüber entstanden, auch nicht, daß die Art und Weise, wie der Abg. Holleuffer hier ob das zulässig sei. Das Wahlgeset und das Wahlreglement die inneren Vorgänge in der Wahlprüfungskommission zur Sprache In allen Fällen sind wir dabei, die sprechen sich in bestimmter Weise über die Frage nicht aus. gebracht und kritisirt hat, der von ihm vertretenen Sache be- legenheitspolitik. Sinngemäß aber dürften, das ist auch in der Wahlprüfungs- sonders nüßlich ist. Der Reichstag hat schon wiederholt Ge- lachenden Dritten. Dieselben Leute, welche Jahrhunderte lang Kommission zugegeben worden, die Bestimmungen garnicht legenheit gehabt, sich mit der Person des Abg. v. Polenz in die Bauern gelegt haben und sie durch die Militär- und Wirthanders ausgelegt werden, als dahin, daß die Wahllisten seiner Eigenschaft als sächsischer Amtshauptmann zu beschäftigen. schafts- Politik an den Rand des Verderbens gebracht haben, auch in dem Wahlkreis ausgelegt werden müssen, für den sie auf: So lange der Reichstag besteht, hatte gerade das Königreich werfen mit diesem Gesetz den Köder aus, um die Bauern zu gestellt sind, In der Kommission wurde die ganze Angelegenheit Sachsen die traurige Ehre, prozentual am stärksten bei Wahl- fangen. Sie haben Mangel an Agitationsstoff. Mit dem Anals nicht erheblich erachtet. Aber dieser selbe Vorgang, daß ein- protesten vertreten zu sein und es wurden am meisten sächsische trag Kanit sind sie hereingefallen, jetzt kommt der Wollzoll und zelne Gemeinden sich über verschiedene Orte erstrecken, die zu ver- Wahlen für ungiltig erklärt. Unter denjenigen Beamten aber, die Heimstätte an die Reihe. Eine neue Kampagne steht in Ausschiedenen Wahlkreisen gehören, fann bei vielen Wahlkreisen be- welche mit aller Energie und der denkbar weitesten Ausdehnung sicht und die Marketender des Bundes der Landwirthe ver obachtet werden; in Hamburg, Breslau, Leipzig, Dresden. In der Gesetze jederzeit in die Wahlagitation eingegriffen( Rufe zapfen als beste Herzstärkung das Heimstätten- Gesetz.( Große Berlin liegt die Sache ebenso. Denken Sie sich nur, wenn die rechts: zur Sache!) sich mehrfach Uebergriffe haben zu Unruhe rechts.) Mögen Sie es anfangen wie Sie wollen, die fommen lassen, steht in erster Linie der Einsicht wird auch in die Bauernkreise kommen; Sie arbeiten Wahllisten von sämmtlichen sechs Berliner Wahlkreisen auf dem Schulden Rathhaus ausgelegt würden und nun sollten die Hunderttaufende Amtshauptmann von Polenz( Große Unruhe rechts; Rufe: nur für uns!( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Die Thätigkeit des Herrn von Polenz ist Abg. Rickert bittet um Auskunft, was die mitgetheilte Revon Wählern in acht Tagen von denselben Einsicht nehmen! zur Sache!) Ich kann wohl begreifen, daß man ein solches Verfahren in einem es gewesen, welche den Reichstag 1892 veranlaßt hat, solution bezwecke. Der Präsident erklärt, die Bertheilung sei einzelnen Fall wohl für ungefeßlich, aber unerheblich er- die Wahl des damaligen Landesdirektors Kurz in Dresden etwas zu früh erfolgt. Abg. v. Bennigsen als Miteinbringer tlären tann. Hier aber fommt abgesehen davon, daß man den für ungiltig zu erklären. Ich sage vielleicht auch nicht zu viel, erklärt, daß sie zur Verhandlung kommen sollte nach Erledigung 8000 Wählern zugemuthet hat, fast 5 Kilometer weit zu der wenn ich behaupte, daß der Erlaß des Bezirksassessors Dr. Gott des§ 1. Abg. Schädler( 3.): Ich stehe der Tendenz der Vorlage Stelle, wo die Listen ausliegen, zu laufen, noch hinzu, daß der schalt, von dem man nur erstaunt sein fann, wie ein gesetzGraf Moltke gegenüber dem sozialdemokratischen Kandidaten nur fundiger, juristisch vorgebildeter Mann ihn erlaffen konnte, auf durchaus zustimmend gegenüber. Abg. Lenzmann: Wir beschränken uns darauf, gegen um 98, oder wie in der Wahlprüfungs- Kommission festgestellt den moralischen Einfluß des vorgesetzten Amtshauptmanns wurde, gar nur um 90 Stimmen in der Majorität war. Der v. Polenz zurückzuführen ist. Hätte der Bezirksassessor nur diesen Versuch zur Herstellung bäuerlicher Fideikommisse zu Gesetzeskunde bes ersten besten besten Webergesellen im stimmen. gesunde Menschenverstand schon sollte zur Ungiltigkeitserklärung die Abg. Hahn( wild- konservativ, heute in Lieutenant uniform diefer Wahl führen. Was würden Sie dazu sagen, wenn die 23, sächsischen Wahlkreise, so hätte er sich eine so grobe nicht zu Schulden tommen laffen. im Hause erschienen) stellt in längerer Rede die Vorzüge der Wähler aus Moabit und aus sämmtlichen Berliner Wahlkreisen Gesetzesverletzung auf dem Rathhause die Wahllisten einsehen müßten? Es handelt Es ist kein Zweifel, daß der Erlaß seiner ganzen Natur nach Errichtung einer Heimstätte für die kleinen Landwirthe dar. sich um die Aufrechterhaltung einer gefeßlichen und parlamen- einzig und allein gegen die sozialdemokratische Partei gerichtet Wolle sich Deutschland militärisch in Europa behaupten, so Am 18. Juni, ein Tag nach Veröffentlichung des Erlasses müßte dieses Gesetz angenommen werden.( Lachen links.) tarischen Bestimmung und ich bitte Sie deshalb unseren Antrag war. anzunehmen.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) hat der Kandidat von Polenz in seiner Eigenschaft als AmtsAbg. Gamp giebt zu, daß hier eine Lücke im Wahlgefeh hauptmann bei einer Zusammenkunft von mehreren Gemeindevorhanden sei, kann aber nicht finden, daß deshalb die Wahl für vorständen ausdrücklich den Herren zugeredet, daß das erungiltig erklärt werden müsse; es wären ja dann auch alle Ber- gangene Verbot gegen die Sozialdemokratie ja streng gehandhabt liner Wahlen nichtig, da auch hier die Listen nicht für jeden würde. Bezirk besonders ausgelegt seien. Eine solche Borschrift stände In den Wahlproteſten ist noch eine ganze Reihe von Beauch nirgends ausdrücklich im Wahlgesetz. schwerden aufgestellt, daß eine Anzahl Agitatoren, die Flugblätter Abg. Spahn( 8.) hält aus den von dem Abg. Auer ent- vertheilten, festgenommen, ihnen die Flugblätter abgenommen sind, wickelten Gründen die Wahl gleichfalls für ungiltig. In einem daß ferner eine ganze Reihe von sozialdemokratischen Versamm Abg. Böckel( Ant. Ref.- Partei): Wir sind für den Antrag, analogen Falle habe der Reichstag schon früher entsprechend lungen verboten worden ist. Diese Dinge würden schon an und für sich genügen, um die Wahl für ungiltig zu erklären, aber der einen Bruch mit dem römischen Recht, eine Wiederannäherung entschieden und könne jetzt nicht inkonsequent handeln. Abg. Bebel( Soz.): Es fommt nicht auf die Größe des Wahl- gegenüber den vorher erwähnten Thatsachen kommen sie als unter an das deutsche Recht für uns bedeutet, und als der erste Schritt Abg. Pieschel meinte, daß hier zur Durchführung eines deutschen Agrarrechts erscheint. Die bezirkes und die Größe der Entfernung, sondern darauf an, ob geordnet gar nicht in Betracht. die Wähler eines Wahlkreises die Möglichkeit besigen, Einsicht in durch das Wahlresultat nicht beeinflußt worden sei, da 95 pet. Regierung habe bisher nur für Militärvorlagen, Steuern und die Wählerlisten ihres Wahlkreises zu nehmen. Die ganze Wahl der Stimmen abgegeben seien. Durch das Verbot waren wir Handelsverträge Verständniß gehabt; endlich einmal mög: sie muß sich innerhalb des Wahlkreises abspielen. Der vorliegende vollständig außer Stande gefeßt, auf die Wähler, die sich an der zeigen, daß sie auch für Sozialreform Verständniß habe. Der Fall steht insofern einzig da, als niemals vorher einem Theile Wahl betheiligt haben, in unserm Sinn aufklärend zu wirken. Sie Reichstag sei teine bloße Bewilligungsmaschine.( Lachen lints; ja wie viele wir gar nicht wissen, hätten Ruf: Sie haben ja der Militärvorlage durchgeholfen!) der Wähler zugemuthet worden ist, zur Einsicht in die Wähler können liften in einen benachbarten Wahlkreis zu gehen. Das steht mit überzeugen können. Die Gegner haben die gesammte Presse in Abg. Liebermann von Sonnenberg( Antis.) spricht sich dem Wahlgesetz nicht im Einklang. Ich möchte einmal sehen, der Hand gehabt, während diese sogar die Aufnabine von unter polemischen Ausführungen gegen den Abg. Schoenlant für was die Konservativen thun würden, wenn die Rollen vertauscht Annoncen für uns verweigerte. Daher ist es unzweifelhaft, daß den§ 1 aus. § 1 wird hierauf mit beträchtlicher Mehrheit angenommen. wären und nicht Graf Moltke, sondern Molkenbuhr in Frage käme. der Aft des Assessors Kurt durchaus die Kassirung der Wahl Abg. v. Hollenffer( df.) kann sich durch diese Darlegungen verlangt. Auch die Erklärung des Wahlfomitees der freisinnigen Abg. Graf Dönhoff erklärt, auf die Weiterberathung nicht überzeugen, daß die Wahl ungiltig ist, denn es fehle eben Partei zu gunsten unseres Kandidaten konnte durch Verbot des im Einverständniß mit den übrigen Antragstellern verzichten Bezirksassessors Gottschalt nicht verbreitet werden. Wenn Sie zu wollen und bittet, die eingebrachte Resolution anzunehmen, an gefehlichen Vorschriften über den streitigen Punkt. Abg. Gröber( 8): Es ist eine einfache Konsequenz der alle diese Thatsachen objektiv ins Auge fassen, müssen Sie dahin da die Geschäftslage des Hauses die Durchberathung nicht mehr gestatte, weil für morgen der Schluß der Session in Sonstigen Vorschriften des Wahlgefeßes, daß die Auslegung der kommen, dem Vorschlage der Kommission zuzustimmen. Aussicht genommen fei. Wahllisten auch im Wahlkreise selbst resp. im Wahlbezirke stattfindet. Die Ungefeßlichkeit des Verfahrens in Ottenjen u. s. w. ist danach zweifellos. Abg. Enueccerus( ntl.) bestreitet, daß diese Auffassung in solcher Allgemeinheit zutreffend set. In der Abstimmung wird zunächst der Antrag der Deutschtonservativen auf Beanstandung der Wahl gegen die Stimmen der Rechten, der Antisemiten, Bauernbündler und Nationalliberalen abgelehnt. Zur Geschäftsordnung erbittet und erhält hierauf das Wort Abg. Rickert: Wenn das Deutsche Reich keine festeren Säulen hätte als diesen Gesezentwurf, der noch dazu durch eine Resolution beseitigt werden soll, so thäte es mir leid um mein Vaterland. Die Sache ist noch nicht reiflich durchdacht. Wir werden§ 1 ablehnen, weil wir nicht wissen, was hinterher tommt, und darauf kommt es allein an, und die Resolution werden wir erst recht ablehnen. Abg. v. Janta- Polczynski( Pole) scheint sich für die Tene denz des Entwurfes auszusprechen. Abg. Rickert( frs. Vg.) Man möge doch wenigstens die Worte in der nächsten Session" fortlassen. Abg. Gamp: Es sind sehr weitgehende Vorarbeiten im ReichsJustizamt vorhanden. P genommen. Zur dritten Berathung der Novelle zum Viehseu chen Gesez hat Abg. Bödel seinen Antrag wieder aufgenommen, wonach Viehhändler zur rechtmäßigen Führung von Büchern verpflichtet sein sollen, in welchem Aus- und Eingang aller von ihnen gehandelten Thiere sorgfältig verzeichnet fein muß, Zuwiderhandelnde von der Ortspolizeibehörde bestraft werden sollen und absichtlich falsche Angaben unter die Straf androhungen der§§ 267 ff. gestellt werden. Abg. Böckel befürwortet seinen Antrag. Kommissar Geh. Rath Beyer: Eine obligatorische Borschrift in dieser Richtung gehe zu weit. Abg. Stephan( Bentr.) lehnt auch den Antrag als zu weit. gehend ab. Der Antrag Böckel wird abgelehnt, die Vorlage nach den Beschlüffen zweiter Lesung unverändert angenommen, ebenso in der Gesammtabstimmung im Ganzen. Die Borlage, betr. die Aenderung des§ 41 der Konkursordnung wird unverändert definitiv genehmigt, eine von dem Abg. Gröber eingebrachte Resolution auf Veranstaltung einer Ronkursstatistik ohne Debatte angenommen. Echluß gegen 63/4 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 11 Uhr.( Dritte Lesung der Vorlagen, betr. die Waarenzeichen, den Schutz der Brieftauben, des Stempelabgabengeseges, Petitionen, Interpellation Förster.) Abgeordnetenhaus. 52. Sigung vom 18. April 1894, 11 Uhr. Am Ministertische: v. Berlepsch und Kommissarien. Auf der Tagesordnung steht die zweite Berathung des Gesetzentwurfs betreffend die Aufsuchung und Gewinnung der Kalis und Magnesiafalze. Abg. Herold( 3.) erklärt sich gegen die Vorlage, welche ein bedenkliches Monopol schaffe, dem die Landwirthschaft auf Gnade und Ungnade unterworfen sei. Wie das vom Grafen Kanit vorgeschlagene Getreidemonopol würde auch dieses Monopol zum Schaden der Landwirthschaft gereichen und in politischer Beziehung bedenklich werden können. Die Resolution wird gegen die Stimmen der Linken an- 1 kann die Rali- Industrie sich im Auslande schadlos halten. Die| jener Uneigennüßigkeit und im Interesse derjenigen Bewohner Minister für Handel und Gewerbe und für Landwirthschaft des betreffenden Stadttheils, die nicht in dem glücklichen Besitze Bur Uebersicht der Reichs Ginnahmen und Au 3- sollten in erster Linie bei der Preisgestaltung mitwirken und von Grundstücken und Häusern sind. Man will nur ſeinen gaben für 1892/88 werden die stattgehabten Etats. Ueber- dazu wäre die parlamentarische Kontrolle einzuführen, wie das Grund und Boden im Werth verbessern, um dann die Miethen schreitungen und außeretatsmäßigen Ausgaben vorläufig ge- verschiedentlich beantragt wird. in die Höhe schrauben zu können. Das ist zwar eine etwas nehmigt. Abg. Horn( ntl.): Hannover will von den Vortheilen dieses sonderbere Sorte von„ Gemeinsinn", aber eine andere Sorte darf Gesetzes gar nichts wissen, weil durch das Gesetz eine Industrie man von der Kapital befizenden Bourgeoisie überhaupt nicht erunterdrückt werden könnte, welche für Hannover dieselbe Be- warten. Sie hat auch noch nie eine andere gezeigt. Seit einigen deutung haben kann, wie die Kohlenindustrie für Westfalen. Monaten haben einige Hausbefizer Vereine einen besonderen Abg. v. Puttkamer- Ohlau( t.) bedauert, daß die Zahl der Anlaß gehabt, ihren Gemeinfinn" zu bethätigen. Der Kampf Gegner sich vermehrt zu haben scheine. Man spreche von den großen um das neue Rathhaus oder vielmehr um die Stelle, Vorräthen, die 2000 Jahre reichen würden. Aber das gilt nur für an der es errichtet werden sollte, hat sich genau so abgespielt, die Kalirohsalze im allgemeinen; die Vorräthe der besseren, für die wie wir das vorausgesagt haben, als sich diese Angelegenheit Landwirthschaft werthvollsten Salze sind nicht so bedeutend und noch im ersten Stadium befand. Wir müßten unsere Hausbesizer die Gefahr des Wassereinbruchs wird doch vielfach unterschätzt. nicht kennen! Was hat man in den Vereinen, die sich um das Bei Ablehnung der Vorlage wird das Syndikat 1898 ablaufen, Schönhauser und Prenzlauer Thor gruppiren, nicht alles für Erund dann wird der Raubbau mit allen seinen Gefahren eintreten. richtung des Rathhauses im„ Scheunenviertel" angeführt: Die Dann würde man wieder den Abschluß eines Synditates ver- Billigkeit der Grundstücke, den guten Baugrund, die Geeignetsuchen, aber dann müßte die Regierung den Abschluß hindern, heit der Gegend und den Nugen, den die Sittlichkeit und die um die Preise nicht zu hoch werden zu lassen. Die Erklärungen öffentliche Sicherheit von der Niederreißung des„ Scheunendes Ministers für die Zukunft sind erfreulich; es wäre nur zu viertels" haben würden. Als ob es jenen Hausbesizern, wenn wünschen gewesen, daß man früher schon so verfahren wäre. es ihnen ernstlich um die Sittlichkeit und Sicherheit zu Redner erklärt sich dafür, daß die Preisfeststellung seitens des thun ist, nicht auf andere und bequeme Weise mögStaates in das Gefeh hineingeschrieben wird, und daß das Par- lich wäre, ihre Häuser von Prostituirten zu reinigen. lament eine gewisse Kontrolle ausübt. Aehnlich hat man an der Stralauerstraße und jetzt wieder an der Kloster- und Parochialstraße und zuletzt gar an der Waisens brücke sich für das„ Gemeinwohl" echauffirt. Die Besitzer der in Frage kommenden Grundstücke scheinen auch noch keineswegs geneigt, mit ihrer Bohrerei inne zu halten, obwohl das Rathhausprojekt schon wieder zu Grabe getragen sein soll. Inzwischen hat sich unter den Haus- und Grundbesitzern um ein anderes Unternehmen ein heftiger Streit entsponnen. Wo soll die Berliner Gewerbe- Ausstellung von 1896 hin? Nach Treptow oder nach Charlottenburg? Der Charlottenburger Grundbesigerverein Nordwest" meint natürlich nach Charlottenburg. Er will sogar die sogenannte" Nonnenwiese" völlig unentgeltlich bazu hergeben. Ist das nicht rührend.? Die„ Nonnenwiese" ist Die Berathung beginnt mit Artifel III, welcher das Prinzip zwar vorläufig in anderer Weise nicht zu verwerthen, weil sie des Gesetzes enthält:" Die Aufsuchung und Gewinnung der Kali. an der Jungfernhaide, also völlig abseits von den bisher bes und Magnesiafalze steht fortan ausschließlich dem Staate zu." bauten Terrains liegt; aber man denke: völlig unentgeltlich! Abg. v. Bockelberg( fons.) ist kein Gegner der Vorlage, ist Ein Hausbesizer giebt sonst bekanntlich selbst das Werthloseste aber über den Inhalt derselben nach den Aenderungen, welche nicht anders als gegen gute Bezahlung her. Man muß also die Kommission vorgenommen hat, etwas zweifelhaft geworden. Es annehmen, daß die Charlottenburger Grundbesitzer auf eine handelt sich hier um die Aufrechthaltung eines Synditats( Kartells); außerordentliche Steigerung des Werthes ihrer übrigen GrundSyndilate haben aber doch das Bestreben, ihre Preise nicht nach stücke durch die Ausstellung rechnen, wobei sie dann allerdings das unten hin, sondern mehr nach oben hin festzuhalten und da Doppelte und Dreifache des Werthes der ganzen„ Nonnenwiese" scheint doch die Stellung des Fistus in Syndikat nicht start herausschlagen würden. Von anderer Seite will man das genug, um auf die Niedrighaltung der Preise zu wirken. Das Terrain um den Ließensee( zwischen Westend und Station GruneSyndikat hat ja auch bisher für die Betheiligten respektable Ge Abg. v. Cynatten( 3.): Von einem Monopol tann man wald) zur Verfügung stellen, ebenfalls unentgeltlich, wie es winne erzielt. Wenn es sich darum handelt, der Landwirthschaft nach dem Ausschlusse Hannovers nicht mehr gut sprechen. Die scheint. Und da behauptet man noch, daß die Grundstücksbefizer etwas zu gute zu thun, so hätte doch der Fiskus schon bis jetzt Wiederaufnahme der Provinz Hannover in das Gesetz würde die nicht auf das Gemeinwohl bedacht sind! Wahrscheinlich wird auf eine Ermäßigung der Kalipreise hinwirken müssen. Eine Vorlage für mich unannehmbar machen. man sich jedoch für den Treptower Part als Ausstellungsterrain Machterweiterung des Fiskus würde von allen Seiten unterstützt Abg. Jerufalem( 3.) hält es nicht für zweckmäßig, die entscheiden. In diesem Falle würden die Charlottenburger werden. Aber die Folge der Vorlage wird sein, daß durch Kalifalze so sorgsam zu hüten; denn in späterer Beit bringe Haus- und Grundstücksbesitzer eine ebenso schnöde Zurückweisung die Aufhebung der Bergbau Freiheit in einem Gebiete, vielleicht die Chemie neue Düngemittel. Man könne ruhig den erfahren, wie sie denen in Berlin in der Rathhausfrage zu theil man noch große Kalilager erivarten kann, die Ge- Absus ins Ausland fördern, um dafür Geld einzutauschen. geworden ist. Es ist die alte Geschichte: Undank ist der Welt sellschaft der Syndikatswerke große Vortheile erzielt. Nicht Abg. v. Mendel( t.): Einige Bedenken bestehen doch noch. Lohn! blos Hannover scheidet aus diesem Gesetze aus, sondern Es liegt in der Vorlage eine folossale Bevorzugung des Privat- Was soll das Näsouniren? Die Berliner Beitung" wir haben es auch mit anderen Gebieten, mit Braunschweig, fapitals; es muß dafür gesorgt werden, daß dafür eine rafft sich, wie dies ja bei einigen freisinnigen Blättern von Zeit Sachsen- Weimar u. f. w. zu thun, wo große Kalilager vorhanden Gegenleistung Es muß dafür gesorgt werden, zu Zeit des guten Rufs halber üblich, wieder einmal zu einem sind. Es würde sich fragen, ob so schwerwiegende Gründe vor- daß der Staat durch das Privatkapital nicht majorirt fleinen Klagelied über einige angestammte Gewohnheiten unseres handen sind, daß Hannover nicht in das Gesetz hineingezogen wird, daß der Voltsvertretung die Möglichkeit gegeben herrlichen Kriegsheeres auf. In der letzten Nummer fommt sie werden kann. Das Biel, welches die Staatsregierung sich ge- wird, das Rückgrat des Staates zu stärken. Die Auslands- auf das" Privilegium" der Soldaten zu sprechen, auf dem stellt hatte, läßt sich aber nur durch den Einschluß von Hannover preise müssen höher gestellt werden werden als als die Julands Heimmarsche in die Kaserne ihr Liedlein zu fingen; eine Handpreise, damit nicht wieder eine solche Schädigung der Landwirth fchaft eintritt, wie beim Thomasmehlring, der nach dem Auslande billiger verkaufte als nach dem Inlande. Ferner muß der Staat das Suchen nach Kalilägern an anderen Orten Deutschlands fortseßen; denn der Landwirthschaft des Ostens wird ein un: endlicher Dienst erwiesen, wenn im Osten Kaliläger entdeckt würden. Alle diese Wünsche werden unter den Fittigen des Staates sicherer erfüllt als unter der Privatspekulation. wo erreichen. = Abg. Imwalle( 3.): Nur auf dem Wege dieses Gesetzes ist es zu erreichen, daß die Stellung des Fiskus im Syndikate gestärkt wird, daß er in die Lage kommt, dem Syndikat die Preise zu diktiren im Interesse der Landwirthschaft. findet. Minister Berlepsch: Der Vorredner ist doch wohl nicht vorurtheilsfrei genug, um die Vorlage richtig beurtheilen zu können, wenn er meint, daß dieses Monopol in politischer Beziehung mißbraucht werden könne. Der Fistus ist heute nicht in der age, allen Anforderungen der Landwirthschaft zu genügen, weil er es nicht ristiren fann, Kapitalien in Unternehmungen zu stecken, deren Erträgnisse zweifelhaft sind, so lange die freie Stonkurrenz besteht. Der Antrag Bedliß, daß die Preise auf die Privatwerke von Staatswegen diktirt werden sollen, ist wohl nicht anzunehmen; denn das wäre ein Eingriff in die Privateigenthumsverhältnisse. Wenn es gelingt, einen prägnanten Ausdruck dafür zu finden, daß nach Ablauf des Syndikats der Fistus nicht berechtigt ist, die Preise zu Ungunsten der Landwirthschaft zu gestalten, so würde ich gegen die Aufnahme einer solchen Bestimmung in das Gesetz nichts einzuwenden haben. Ich will jeden Weg versuchen, um die Handhabung zum Schaden der Landwirthschaft zu verhüten.( Zustimmung rechts.) " lung, die bekanntlich an Sterblichen, die nicht im bunten Rock stecken, sehr energisch als grober Unfug von unserer so sehr beliebten Schußmannschaft geahndet wird. Man sollte aber erwarten, so meint das freisinnige Organ, daß diese Gesänge der Soldaten, aus mehr als fünfzig Kehlen weithin vernehmbar, zum Abg. Schmieding( ntl.) erklärt, daß er und seine Freunde Mindesten, was den Text anbelangt, auch öffentlich gesungen zu sich dem Versuche widersetzen würden, Hannover wieder in die werden geeignet sind. Statt dessen wird uns von unserem GeBorlage hineinzubringen. Die Konkurrenz, das hat man im währsmann als Augen- und Ohrenzeugen berichtet, daß am rheinisch westfälischen Kohlenrevier gesehen, wirkt auch auf die Abg. Bueck( natl.): Wir haben keine Ursache, uns den Kopf Freitag Mittag zwischen zwölf und ein Uhr ein Trupp Soldaten, Berbesserung der Produktion. So reine Rohlen wie jezt sind darüber zu zerbrechen, was nach 5- oder 8000 Jahren werden von den Schießständen in der Hafenhaide kommend, am Marfrüher dort nicht produzirt worden. Jedes Steinchen wird jetzt wird. Unsere Kohlenvorräthe sind von eben solcher Bedeutung heinekeplatz in der Bergmannstraße, also am hellichten Tage ausgewaschen und auf die größte Reinheit des Produktes ge- wie die Kalilager; inbezug auf die Kohlen ist man nicht so und auf offener Straße ein Lied sangen, dessen Refrain lautete: sehen. Einen gesunden Gedanken hat die Vorlage, daß für ängstlich. Man hat jetzt die Vorlage gemacht, den Rhein- Dort Was nüht mir denn ein schönes Mädchen, wenn andere mit die produktiven Stände eine stärker genossenschaftliche Ent- mund- Kanal zu bauen, der wesentlich dem Export von Kohlen ihm.... gehn." Das Ungehörige dieses Vorganges liegt auf wickelung nothwendig ist. Wern man ein Monopol dienen wird. Die jetzigen Preise des Syndikats scheint die Re- der Hand, zumal sich derselbe vor der Markthalle bei starkem will, dann sollte man ein reines Staatsmonopol schaffen gierung für angemessen zu halten. Es wird aber behauptet, daß Werkehr und in unmittelbarster Nähe der dortigen Kommunal und nicht die Privatinteressen privilegiren. In der Kohlen- fie die Selbstkosten sehr weit übersteigen. Die Berechnung der schule abspielte. Finden die Leute an solchen Liedern Gefallen industrie war die Konkurrenz viel zügellofer als vor der Beit des Selbfitoften ist eine sehr streitige Frage. Daß der Fiskus auf und dürfen sie dieselben unter Zustimmung ihrer Vorgesetzten Staßfurter Sunditats. Aber die westfälische Kohlenindustrie hat das Syndikat einen großen Einfluß gewinnen wird, ist überhaupt fingen, dann mögen sie das in ihren hermetisch ab= fich aus eigener Kraft geholfen. Es bestehen doch eigentlich nicht anzunehmen. Der Staat repräsentirt nur 14 pGt. im Syndikat geschlossenen Kasernen, auf ihren Schieß- und Uebungspläßen, gar keine Mißstände, um bezüglich der Kalisalze eine gefeß- und die Privatwerke können ihre Produktion vermehren und dadurch aber nicht auf offener Straße thun, wo sie unfreiwillige Zuhörer, liche Aenderung nothwendig zu machen. Die Motive er wird der Fiskus immer mehr zurückgedrängt. Ein vollständiges Mäthsel Jung und Alt, männlich und weiblich, in großer Zahl um sich fennen selbst an, daß die Kaliindustrie sich in guter Lage be ist mir die Haltung der Landwirthe diesem Gesetze gegenüber. haben. Das zu verlangen, ist jeder Bürger berechtigt und Wieder Ich glaube, daß dies auf die Einwirkung der deutschen Land- holungen solcher Lieder auf offener Straße sind daher aufs Minister v. Berlepsch: Herr v. Bockelberg will die Stellung wirthschaftsgesellschaft zurückzuführen ist, welche durch ihre Ab- schärfite zu verdammen. des Fistus im Syndikat aufgeklärt wissen. Es ist der Beschluß theilung für Düngemittel 2/2 Millionen Zentner Kali an die Wir denken, daß das Klagelied der Berliner Zeitung" am gefaßt worden, nur dann dem Syndikat beizutreten, wenn dem Fistus Landwirthe geliefert hat. Die Gesellschaft würde ihre Bedeutung gehörigen Ort mit der allgewohnten schneidigen Heiterkeit aufSie ausschlaggebende Stimme bezüglich der Preisgestaltung gegeben verlieren, wenn durch die freie Ronkurrenz auch ohne die Land genommen wird, die man den Näsonnements des Zivilpads wird. Der Grund dieses Gesetzes ist nicht, ein Syndilat zu schützen, wirthschaftsgesellschaft die Preise ermäßigt würden. Durch gegenüber zur Schau zu tragen sich verpflichtet fühlt. Was ist sondern man glaubt der Landwirthschaft einen erheblichen Dienst billige Düngemittel kann man der Ermäßigung der Preise denn auch Schlimmes an den 3ötlein der Soldatenlieder? leiften zu können durch Schaffung der Möglichkeit, ständig gute der landwirthschaftlichen Produkte durch vermehrte Pro- Passen sie etwa nicht in den Geist des militarisirten orthodoxund billige Salze beziehen zu können. Dadurch werden die pro- buktion entgegenwirken. Aber billige Düngemittel werden protestantischen Christenthums hinein? Sind sie unchristlich? duftiven Stände viel mehr geschüßt als durch die Bergbau- durch biefe Vorlage nicht geschaffen werden. Es Wer das zu behaupten wagte, dem würde der königlich freiheit. Die Einführung eines reinen Kalimonopols würde das werden jetzt nur 15 Millionen Zentner Kalifalze gefördert, preußische Musterpastor und Reichstags Abgeordnete Schall felbe erreichen wie die Vorlage; denn wenn der Verkauf in die aber wenn die Landwirthe Kali ausreichend verwenden wollten, schlagend beweisen, daß er gleich der Sozialdemokratie einfach Sände des Staates gelegt wird, so bleibt von der Bergbau- so würde eine Förderung von mehr als 600 Millionen Zentner an der Untergrabung der heutigen Staats- und Gesellschaftsfreiheit nur wenig übrig. Die Einführung eines reinen Mono- nothwendig sein. Dafür kann der Staat allein nicht forgen. ordnung hinarbeitet. pols würde aber etwa 250 Millionen Kosten erfordern. Nach Wenn auch wirklich ein neues staatliches Werk in Betrieb gesetzt Nein, die Don der Berliner Zeitung" verpönten ber Vorlage hat aber der Fiskus gar feine Opfer zu bringen. wird, was bedeutet das den bestehenden 8 Privatwerken gegen Berse sind von echt soldatisch- preußischem Schrot und Korn, So weit es möglich war, hat der Fiskus seine Stellung im über. Ich bin kein Gegner von Syndikaten, aber dieses Gesetz sind vom Geist des christlichsten Gamaschenritterthums Syndikat benützt, um für die Landwirthschaft billige Preise zu enthält einen Ginbruch in die Bergbaufreiheit, auf welcher unser durchdrungen und tragen, da sie wahrscheinlich schon zur alten, erzielen. Bergbau groß geworden ist, der ohne diese Freiheit nicht die frommen Bopfzeit gesungen wurden, sozusagen den Charakter Wenn die Vorlage abgelehnt wird, wird die Regierung ihr Stellung in unserem wirthschaftlichen Leben hätte einnehmen einer pietätverlangenden Ehrwürdigkeit in sich. Alle RäsonneSystem der Konkurrenzbohrungen, welches an fich tein Lobens fönnen, welche er jetzt einnimmt und einen Einbruch in ments richten sich daher gegen die heutige Staats- und Gesellwerthes ist, aufgeben müssen. Die Folge davon ist die, daß der die freie wirthschaftliche Thätigkeit. 3 ist eine Verkennung schaftsordnung und die„ Berliner Zeitung" muß sich wohl oder Es Kalibergbau der unbeschränkten Spefulation übergeben wird. der Aufgaben des Staates, wenn er seinen Angehörigen die übel schon so lange gedulden, bis für die Sozialdemokratie der Die Salze werden billiger werden, solange bis ein Theil der Möglichkeit verringert, ihre Intelligenz und ihr Kapital anzu- Tag gekommen ist, an dem sie neben anderen Tänzen den betreffenden Werke infolge der Unterbietung ihren Betrieb ein wenden. großen Kehraus mit dem Militarismus ausführen muß. Bis stellen wird. Dann werden die starken Werke die schwachen auf- Geheimer Bergrath Fickler: In bezug auf die Selbstkosten dahin mag die deutsche Jungfrau erröthen, wenn sie von irgend faufen, und es wird ein Monopol festgestellt werden, in welchem ist festzustellen, daß dieselben für die staatlichen Werke mit 85,2 einem Rüpel von Zivilisten mit Unverständigkeiten malträtirt der Fiskus nichts mehr zu sagen hat. Ueber der freien Kon- Pfennig für den Doppelzentner richtig berechnet sind. Die ander- wird, freudigbewegten Herzens hat sie aber den Boten der furrenz kann der Fiskus nicht neue Produktionsstätten eröffnen, weitig angegebenen niedrigeren Selbstkosten sind nur die Betriebs Soldatenlieder zu lauschen- sonst ist sie eben keine echte deutsche die von den Schwankungen der Konkurrenz beeinflußt würden. Wird fosten. Die Kosten der Bauten und der Verzinsung sind aber Jungfrau. das Gesetz abgelehnt, dann ist es meines Erachtens für immer ab- nicht berechnet worden. gelehnt.( Sehr gut! links.) Jetzt sind wir noch in der Lage, mit einer lich angeschossen ist ein Mann, der bisher nicht zu ermitteln Der Militärstaat. Von einer[ Militärpatrouille vermuth beschränkten Zahl von Werken zu rechnen. Nach Ablehnung des gewesen ist. Eine Pionierpatrouille bemerkte in der Nacht zum Gesetzes wird eine große Zahl neuer Betriebsstätten eröffnet 10. d. M. auf dein Tempelhofer Felde vier Männer, die bei werden, auf welche wir keinen Einfluß haben. Die Regierung Annäherung der Soldaten entflohen. Da sie auf den wieder wird dann die Wassersgefahr durch eine Vermehrung der Kom holten Haltruf nicht stehen blieben, wurde nach altem, frommem petenzen der Bergbehörden zu erfämpfen suchen. Aber badurch Brauch geschossen. Ein Schuß hat scheinbar einen der wird es nicht gelingen, die Gefahr gänzlich auszuschließen, und Deshalb bitte ich zu überlegen, ob Sie recht thun, das Gesetz ab. Die Hand- und Grundbesiger gelten als der eigentliche davoneilenden Männer getroffen; trotzdem hat man seiner nicht zulchnen.( Zustimmung rechts.) Kern der Bürgerschaft und als die festesten Stüßen des Gemein- babhaft werden können. Die Militärbehörde hat sich nun, wahr Abg. v. Jedlitz( ft.): Ein leiner Theil meiner Freunde wesens. Aus ihren Reihen muß auch eine vorgeschriebene scheinlich aus Angst um das gefährdete Menschenleben, an das verhält sich ablehnend gegen die Vorlage. Menn ich für dieselbe Mindestzahl der Stadtverordneten genommen werden. Bermuth: anderen Orten Nachforschungen dabin anstellt, ob etwa ein durch Polizeipräsidium gewandt, das jetzt in Krankenhäusern und an eintrete, so geschieht es in dem Bewußtsein, daß, wenn der jetzige lich geschieht das deshalb, weil man bei ihnen das höchste Maß einen Schuß verwundeter Mann Aufnahme bezw. einen Verband Moment nicht benutzt wird zur Sicherung dieses Echayes, der von Gemeinfinn voraussetzt. Welcher Art dieser„ Gemeinsinn" Beitpunkt dafür niemals wiederkehren wird. Auch nach den ist, lehrt uns das Treiben der Herren in ihren Vereinen. Wenn nachgesucht hat. heutigen Erklärungen des Ministers werde ich nicht für es gilt, eine Straßenregulirung oder Neupflasterung, eine Im Kunstgewerbe- Museum ist gegenwärtig eine von der oder nicht klar in dem Straßenverbreiterung einen Durchbruch, eine das Gesetz stimmen tönnen, wenn neue Leet Embroidery Society genau in der Technik und der Größe wird, daß felben ausgesprochen die Absicht des Ge- PferdebahnOmnibus- Linie, einen Brückenban des Originals hergestellte Nachbildung der berühmten Stickerei setzes dahin geht, Fistus einen maßgebenden oder andere schöne und nüßliche Sachen zu erwirken, von Bayeux ausgestellt, die auf einem über 70 Meter langen Einfluß auf die Preisgestaltung zu geben. Für das dann sind die Haus- und Grundbesitzer Vereine sofort und einen halben Meter breiten Leinenstreifen die Darstellung Inland nüssen die Preise möglichst billig sein, dafür auf dem Plan. Natürlich geschieht das aber nicht etwa aus der Eroberuna Englands durch die Normannen enthält. Das in dem Darauf wird um 33/4 Uhr die weitere Berathung bis Donnerstag, 11 Uhr, vertagt.( Vorher werden einige Rechnungsvorlagen erledigt werden. oder Lokales. mehstraße Nr. 51, die unverehelichte Marie Jänke, ist jeßt in der Charitee gestorben, ohne daß sie das Bewußtsein wieder erlangt hat. 5 Kleine Theater- und Literatur: Chronik. Debutantin, Fräulein Klementine Krauß das Wagestück, nach Im Lessingtheater unternahm am Dienstag Abend eine Fräulein Jenny Groß als Niobe aufzutreten. Der neuen Künstlerin, die früher in ziemlich unbeachteter Stellung in einem Wiener Theater engagirt gewesen sein soll, brachte zwei be deutende Gaben mit, nämlich vortreffliche Stimmmittel und eine schöne Gestalt. Ob aber die etwas aparte Auffaffung, so wollen wir sagen, die sie von ihrer eigenartigen Rolle hatte, die rechte war, möchten wir nicht behaupten. Ihre Vorgängerin Die mit Recht nur leicht verbarg Schelmin unter dem flassischen Gewande und aus ihrem Munde lang schwer verhaltener Uebermuth heraus. Fräulein Kraus suchte dadem volltönendsten Vers fo etwas mie gegen sehr oft durch ein Maß von Tragit zu wirken, daß namentlich in der strengen Maste, die sie zur Schau trug, falt ließ und nicht die auch von ihr jedenfalls gewollte tomische Grazie er reichen founte. Um über Fräulein Krauß als Künstlerin urtheilen zu können, muß man sie in einer Rolle, die weniger seltsam ist, als die der Niobe, sehen. Ihre künstlerischen Gaben sind augenscheinlich danach, um etwas Rechtes aus ihr zu machen. Bayeur in der Normandie befindliche Original, eines der historisch sich der Thäter sein. Ich begreife nicht, weswegen man mich Plöhlich vom Tode ereilt wurde in einem Eisenbahnzuge und kulturgeschichtlich merkwürdigsten Denkmäler des romanischen überhaupt verhaftet hat."- Die Leiche der ermordeten Pflegerin der Stadtbahn der frühere Rittmeister Max Rörber, der Kaiser Kunsthandwerks, ist kurz nach der Schlacht bei Hastings im ist bis jetzt in Schmargendorf verblieben, da die Staatsanwalt Friedrichstr. 45 zu Charlottenburg wohnte. Als er am Dienstag Jahre 1066 gearbeitet worden. Der Ausstellung der Erzeugnisse schaft fie auch bis Dienstag Abend noch nicht freigegeben hatte. um 8 Uhr mit dem Zuge 1321 nach Berlin fuhr, wurde er zwischen des nordamerikanischen Kunstgewerbes find neuerdings Glas- Ein Berichterstatter bringt noch folgende Betrachtungen: den Haltestellen Lehrter Bahnhof und Friedrichstraße vom Ungemälde und farbige Glasgefäße von der Tiffang Glas and Ueber das Berhalten des Maurers Brawis, dessen Angaben den wohlfein befallen und war schon todt, bevor der Zug den AlexanderDecorating Co. in New- York zugefügt worden; die Ausstellung Thäter in die Hände der Polizei lieferten, und der damit nicht plaz erreichte. Als Todesurfache wird ärztlicherseits Herzschlag der neuen Erwerbungen hat eine Bereicherung durch eine Samm- blos der Behörde, sondern auch der Allgemeinheit einen anerkennens angenommen. lung deutschen und französischen Porzellans des 18. Jahrhunderts werthen Dienst geleistet hat, wurden am Dienstag Abend aus den erfahren. Die Sonderausstellungen bleiben bis Ende des Monats Reihen des angesammelten Publikums heraus Aeußerungen laut, 9. April der Tischlerlehrling Paul Sawinsti. Der junge Mann Auf unerklärliche Weise verschwunden ist seit dem April dem Publikum geöffnet. die die Hilfe Prawit als eine Judasthat hinstellten. Solche hat an diesem Tage Morgens früh das elterliche Haus verlassen, Das Postmuseum, welches wegen einiger baulichen Ber- Worte tamen aus dem Munde von Personen, denen man nach um nach seiner Arbeitsstelle zu gehen. Doch ist er weder dort anderungen und wegen Wiedereinrichtung der in Chicago aus ihrer äußeren Erscheinung eine derartige Berrohung nicht zu angekommen, noch in die Wohnung seiner Eltern zurückgekehrt. gestellt gewefenen Modelle und Apparate vorübergehend geschlossen Anerkennenswerthe nicht herausfindet, nimmt dabei Partei für und trägt dunkelblondes Haar. Bekleidet war er mit grautrauen sollte. Wer aus dem Verhalten des Zeugen Prawit das Der Vermiste ist 16 Jahre alt, von langer, schmächtiger Figur werden mußte, wird von heute, 19. April ab wieder eröffnet. den jedes menschlichen Gefühls baren Thäter und stellt sich daleber die Vertheilung unentgeltlicher Lehrmittel unter mit gewissermaßen auf eine gleiche Stufe mit ihm.deinem gelben Strohhut mit breitem braunem Band. Wer etwas gestreiften Beinkeidern, blautarrirtem Jaquet, Schaftstiefeln und arme Gemeindeschulkinder wird der Bolts- Zeitung" aus Lehrertreifen geschrieben, daß am 14. April noch keine Heste dagewesen Selbstmordverfuch eines Bolle Jungen. Wegen zehn über den jungen Mann weiß, wolle dies bei seinen Eltern, feien, obwohl die Schule bereits am 5. begonnen hat. Also Pfennige, so wird berichtet, machte vorgeftern ein Bursche der H. Sawinsti, Mustauerstr. 29, S. 4 Tr., melden. immer noch nicht anders geworden! Diese Silage tritt nämlich Meierei Bolle einen Selbstmordversuch. Er hatte dem Rutscher jedes Jahr auf. Das kommt von dem Beschluß, nicht allen zehn Pfennige zu wenig abgeliefert, und diefer drohte mit der Kirchstr. 13, wohnenden Bankbuchhalters Henning hat am ver Vermikt. Der 16jährige Sohn Oskar des zu Friedenau, Rindern, wie es der sozialdemokratische Antrag in der Stadt- Anzeige. Das nahm sich der Junge, vielleicht aus Furcht vor verordneten- Versammlung wollte, sondern nur den bedürftigsten den, wie es heißt, überaus strengen Bolle'schen Hausgefeßen, so gangenen Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, die elterliche Wohnung und auch diesen nur auf besonderen Antrag und nach sorg- zu Serzen, daß, als er im Hause Markgrafenstr. 3 Milch ab aus Furcht, weil ihn der Vater zur See bringen wollte, heimfältigster Prüfung die Lehrmittel zu bewilligen. Solche Zustände liefern sollte, ſich dort an seinem Leibriemen aufhängte. Glücklicher fleidet war derselbe mit dunkelgrauer Hose, schwarzblauer Weste, Glücklicherlich verlassen und ist bis zur Beit noch nicht zurückgekehrt. Befind eine Begleiterscheinung jeder Almosenwirthschaft, und weise wurde dies noch frühzeitig bemerkt, und der im selben schwarzem Jacket, schwarzer Belzmüze, Stehkragen und Schlips. da man besonders in der Berliner Gemeindeverwaltung aufe wohnende Barbier Kleemann schnitt den schon Bewußt Der Nagel des einen Fingers an der linken Hand ist ver. bei der Austheilung von Almosen äußerst knauserig verfährt, so fosen ab, sofort Wiederbelebungsversuche anstellend, die jedoch stümmelt. Wer über den Verbleib des Jungen etwas mittheilen ist hier eine Aenderung faum zu erwarten. Den Armen- erst nach geraumer Beit Erfolg hatten. Mittels des Krankenstümmelt. tommissions- Vorstehern wird fast in jeder ihrer Versammlungen wagens wurde der Junge nach dem Krankenhause am Urban fann, wird gebeten, der nächsten Polizeibehörde oder den Eltern Anzeige zu machen. von den Vertretern der Armen- Direktion vorgepredigt, nicht überführt. Was sagt Herr Bolle zu diesem Erfolg seiner vom gleich zu geben, sondern erst so und so oft zu recherchiren. Bei Geiste echt preußischen Christenthums getragenen Disziplin? Polizeibericht. Am 17. b. M. Vormittags versuchte ein Der Vertheilung der Lehrmittel wird wahrscheinlich nach dem Wegen Kindesausfehung ist wieder eine unverehelichte am Treppengeländer zu erhängen. Er wurde jedoch noch recht11jähriger Bursche in einem Haufe der Markgrafenstraße sich selben Grundfake verfahren. Ob der Unterricht dadurch ge erst achtzehnjährige Mutter zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt zeitig losgeschnitten und nach erfolgreichen Wiederbelebungs hemmt und die armen Schulkinder benachtheiligt werden, das worden. Es hat ihr nichts geholfen, daß sie vor Gericht auf versuchen nach der Charitee gebracht. scheint erst in zweiter Linie in Betracht zu kommen. Fort mit die Noth hinwies, in die sie durch die Geburt ihres Kindes ge- straße 192 gerieth Nachmittags ein sechsjähriges Mädchen unter - Vor dem Hause Oraniender ganzen Almofenwirthschaft, und zu allererst bei der Lehr- rathen war. Das Gesez fennt fein Erbarmen und die bürger die Räder eines Pferdebahnwagens und wurde am Kopf und mittel- Vertheilung! liche Gesellschaft, die sich beim Lesen des Berichtes schaudernd Arm schwer verlegt. Nächstenliebe. Von einem schweren Unfall wurde am ver- betreuzt, ebenso wenig. Als ob die arme Person nicht viel mehr berger Allee 11-13 von einem Geschäftswagen herab und erlitt Ein Arbeiter fiel vor dem Hause Landsfloffenen Sonnabend Abend gegen 9 Uhr der in Rigdorf, Mitleid als Entrüstung und Abscheu verdiente! Der Wunsch, erhebliche Verlegungen am Fuß und am Kopf. Berlinerstr. 70, wohnhafte Holzarbeiter Rügen betroffen. Der sich des neugeborenen Kindes zu entledigen, soll unter den un zum 18. d. Mts. gerieth der Dachstuhl des Haules Birkenstr. 28 In der Nacht felbe hatte sich von der Gemeinde ein Stück Ackerland gepachtet, verehelichten Mädchen, die in der Charitee entbunden werden, in Brand. Bei den Löscharbeiten erlitten ein Brandmeister, mit dessen Bearbeitung er zu vorgedachter Zeit beschäftigt war. ziemlich allgemein sein. Können Dabei hatte er das Unglück, sich einen doppelten Beinbruch aus Die Mutterliebe ist ein Luxus, den sich solche Mädchen felten wunden. Außerdem fanden im Laufe des Tages noch drei sie denn auch anders? ein Oberfeuermann und zwei Feuermänner bedeutende Brandzuziehen. Mühsam wurde der Verunglückte mittels eines Hand gestatten fönnen. Und am Ende ist es immer noch besser, sein Brände statt. wagens in feine Wohnung befördert; dort angekommen, beeilte kind wegzugeben als es mitdarben zu lassen. Ans Wegschenken sich nunmehr seine Frau, sich nach ärztlicher Hilfe umzusehen. mögen sie alle zuerst denken, manche vielleicht auch ans Verkaufen. Zufälliger Weise wohnt in demselben Hause der praktische Arzt Aber wer nimmt denn gleich solch ein Kind! Ein Findelhaus Dr. Werner; was war daher naheliegender, daß die bedrängte giebt es nicht in Berlin. Da darf man sich nicht wundern, wenn Frau sich an diesen wendete. Derselbe war indessen in seiner manche Mutter, in dem Erwerb des Lebensunterhaltes für sich Wohnung nicht anwesend, befand sich vielmehr, der erhaltenen und das Kind durch das Kind selber gehindert, sich verzweifelnd Austunft zufolge, in einer fidelen Privatgesellschaft. Da ärztliche zur Aussehung entschließt. Hilse dringend noth that, so entschloß man sich, den Herrn Dr. Werner auf telephonischem Wege um sein Erscheinen Auch das zweite Opfer der Liebestragödie in der Stein am Orte des Unglüds und um feinen ärztlichen Bei stand zu bitten. Herr Dr. Werner war aber in jener Gesellschaft augenscheinlich dringender in Anspruch genommen, denn er verwies die Hilfesuchenden an seinen Stellvertreter( Herr So endet der Proletarier! Nahrungsforgen haben den Dr. Werner ist augenscheinlich Kaffenarzt), Herrn Dr. Schlesinger, 68 jährigen in der Forsterstr. 5 wohnenden Gärtner Johann selbst bei in der Wißmannstraße wohnhaft, hin. Da die Entfernung nach Deichmann in den Tod getrieben. Am Dienstag Morgen wurde dorthin aber eine beträchtliche ist, die Frau den weiten Weg der Greis in einer Bretterbude auf den Köllnischen Wiesen er unmöglich machen konnte, es überdies zweifelhaft war, ob der hängt gefunden; der Tod war schon seit Stunden eingetreten. Dr. Schlesinger zu Hause betroffen werden würde und ärztliche Das Motiv zum Selbstmorde geht aus einem Bettel hervor, den Silfe immer dringender nöthig wurde, so entschloß man sich der Lebensmude sich mittels Stecknadel auf die Brust geheftet Herrn Dr. Werner nochmals telephonisch an seine vermeintliche hatte; es war dies ein Pfandschein über einen Rock, des letzten Pflicht zu erinnern und ihn aufzufordern, schleunigst zu er- Werthgegenstandes, den D. besessen. scheinen. Doch auch dieser nochmalige Appell verfehlte seine Wirkung. Herr Dr. Werner erklärte, es nicht nöthig zu haben, Vom Unternehmergewinn. Für ein 100 pSt.- Geschäft, zu erscheinen, man möge den Berunglückten nur mittels einer jedenfalls hochprozentig sicheres Geschäft," sucht jemand durch Emil Thomas wird Ende April im Zentral- Theater ein Droschte nach dem Krankenhause am Urban befördern. Jekt Annonce in der Staatsbürger- Zeitung"" noch einige schnell ent Gastspiel mit dem Registrator auf Reisen" eröffnen. Sardou's bistlichen no zu weiter übrig, als sich anderweitig schlossene Kommanditäre mit Betheiligung von 5000 M. aufwärts". ärztlichen Rath und Beistand zu suchen. Daß dies nicht so Es handelt sich um Ausbeutung eines Patentes. Ob der Leiter Madame Sans- Gene" fand in Breslau vorgestern enthusiastische leicht von statten ging, ist begreiflich und so hatte der Ver- des Unternehmens seinen Arbeitern, wenn sie ihn um Lobne Aufnahme. Fräulein Jenny, Groß spielte als Gast die Titel rolle. Ibsen's Gespenster" sind in Madrid durchunglückte lange Qualeu zu ertragen, ehe ihm der erste ärztliche erhöhung angehen, eine andere Antwort geben wird als gefallen. Bayreuth wird Wiener Blättern Beistand zu theil wurde. Rügen wird in feiner Wohnung be- andere Unternehmer? Schwerlich. In solchen Fällen pflegt gemeldet: Nach einer oberstgerichtlichen Entscheidung darf handelt und brauchte nicht ins Krankenhaus geschafft zu wer- das Geschäft plötzlich sehr schlecht zu gehen und einen den; an dem Arzt, der sein Vergnügen höher zu schäßen schien, so geringen Gewinn abzuwerfen, daß kaum die Untoten Parcifal" in Desterreich- Ungarn bis zum Jahre 1913, das ist bis dreißig Jahre nach Wagner's Tode, nicht aufgeführt als seine von ihm feierlich bekräftigte Berufspflicht, liegt es aber gebeckt werden; wenigstens sagen das die Arbeitgeber. Mög: werden. Hierdurch erscheint die Fortexistenz der Bühnenfestspiele nicht, wenn dies Mal noch ein armer Mann vor dauerndem licherweise werden bei dem Geschäft wirklich keine 100 Prozent in Bayreuth gesichert. Gin„ Arbeiterstück"„ Wilblinge" Siechthum gerettet werden sollte. blouse spalt herauskommen. Aber wer auf einen so hohen Gewinn auch nur zu rechnen wagt, der muß doch wohl mit der Absicht umgehen, von M. Bree foll im Raimundtheater in Wien einen beDaß der Fernsprechbetrieb für die Beamten seine Ge nicht bloß sein Patent, sondern auch die Arbeitskraft seiner Ar deutenden Erfolg erzielt haben. Das moderne Theaterfahren hat, so schreibt die Freif. 8tg.", lehrt ein Fall, den beiter auszubeuten. Wahrscheinlich werden das die Arbeiter publikum wird durch folgende, durch die Presse gehende MitProfessor Ewald jüngst in der Hufeland- Gesellschaft einem Kreise weniger hart empfinden, weil der Mann seine Theilnehmer unter theilung reizend illustrirt: Im Foyer des Parifer Renaissancevon Aerzten vorstellte. Es handelte sich um eine 21jährige Dame, den Lesern der Staatsbürger Zeitung" sucht und vermuthlich eingerichtet, in welchem die der Börse angehörenden Besucher Theaters" wurde ein Geschäfts- und Börsenraum" die schon von weitem durch fortwährendes eigenthümliches Bittern nur auf christlich- germanisches Kapital rechnet. des rechten Armes auffiel. Die Kranke war früher stets gesund während der Zwischenafte ihre Depeschen in Empfang nehmen, gewesen, bis sie eines Tages während des Telephondienstes von Der Sprechverkehr zwischen den Stadt Fernsprech depeschiren und telephoniren, ihre geschäftlichen Korrespondenzen einem elektrischen Schlag getroffen wurde. Sie stürzte danach einrichtungen in Berlin und denjenigen in Bielefeld und Minden erledigen, kurz, das Angenehme mit dem Nüglichen verbinden. bewußtlos und lautlos zusammen und war, als sie erwachte, auf ist eröffnet. Für Gespräche zwischen Berlin und diesen Orten Wie wäre es, wenn man das Angenehme noch etwas näher Der rechten Seite gelähmt. Der Schlag erfolgte in dem Augen werden bis zur Dauer von drei Minuten je 1 M. Gebühren mit dem Nüblichen verbände und in den Zwischenatten blick, als die Beamtin für einen Theilnehmer den Anschluß her auch ein bischen jobberte? Für die Generalversammlung der stellen wollte, und legterer, ungeduldig über eine kleine Verzögerung, Ein schweres Brandunglück, bei welchem leider vier deutschen Goethe- Gesellschaft, die auf den 17. Mai mit seinem neuen Apparat( der nicht durch Drücken eines Angehörige der Feuerwehr mehr oder minder vorstellung Goethe's" Pandora" mit der Musik von G. Lassen Brandunglück, bei welchen einberufen wurde, bereitet das Weimarische Hoftheater als FestKnopfes, sondern durch Drehen einer Kurbel die Anzeige an das ich wer verlebt sind, hat sich in der Nacht zum Mittwoch Amt vermittelt) sich noch einmal meldete. In der Eile griff die auf dem Grundstück Birkenstr. 28, Ecke der Stephanstraße, er Ausfindung einiger weiteren Bruchtheile im Schiller Archiv zu und das Demetrius"- Fragment von Schiller vor, das durch Telephonistin beim Umschalten vorbei und faßte vielleicht den eignet. Das Feuer selbst wurde erst bemerkt, als der ganze Bonnland eine Erweiterung erfahren hat. verbindenden Draht an einer nicht isolirten Stelle, wie es beim Dachstuhl des vierstöckigen Gebäudes bereits in Flammen stand; schnellen Hantiren leicht vorkommen kann. Der Strom geht nun wurden die Löschmannschaften durch den vor jenem Hause neuen Apparaten die Kurbel sehr schnell gedreht wird, eine der 15. Zug( Depot Thurmstraße) zur Stelle. Wie üblich, be Pannung von von 40 Volt mit 0,5 Ampère erreichen, also das gaben sich die Kommandirten dieser Abtheilung als Erste nach von dem, was bei mediziniſchen Reisversuchen an dem Brandherd hinauf, sie hatten den Boden, der bereits über und fügen wir der unter diefer Stichmarke in der Sonntagsnummer Droschke Nr. 5773. Auf Wunsch des Genossen J. Timm gewendet wird. Von einem solchen Schlage wurde die Tele über brannte, taum erreicht, als ihnen eine furchtbare Stich veröffentlichten Reichsgerichts- Rorrespondenz gern die Mittheilung phonistin getroffen. Von den Lähmungserscheinungen und flamme entgegenschlug und die muthigen Männer in eine feurige hinzu, daß er nicht mit dem in derselben genannten Schneider sonstigen Beschwerden, die fie anfangs davontrug, sind die Säule einhüllte. Nur mit Mühe gelang es den Anwesenden, Timm identisch ist. Unser Genosse kann dies um so sicherer be zitternden Bewegungen des rechten Armes am augenfälligiten be- dem Brandmeister Mittmann, dem Oberfeuerwehrmann Semte, haupten, als er zur Zeit, wo der fragliche Vorgang sich abspielte, und da in der Sekunde fünf Buckungen eintreten, so macht das dem Tode zu entrinnen. Alle vier sprangen über das Treppen hatte, eine Spazierfahrt zu unternehmen. HAD THAIR blieben. Tag und Nacht bewegt sich der Arm in leichtem Bittern, dem Feuerwehraspiranten Schwedt, dem Feuerwehrmann Hager baupten, als er zur Zeit, wo der fragliche Vorgang sich abspielte, eine Gefängnißftrafe verbüßte, also wirklich keine Gelegenheit in 24 Stunden 452 000 Buckungen. Man sollte annehmen, daß diese geländer nach dem Flur der vierten Etage herab und wurden dort fortwährenden Muskelzusammenziehungen auf den Stoffwechsel von den nachfolgenden Mannschaften aufgenommen, erhielten an Eine niederschmetternde gerichtliche Verurtheilung von Einfluß seien, das ist hier jedoch nicht der Fall. Alle bis Ort und Stelle durch die Samariter der Feuerwehr einen Noth- erfuhr die bekannte Sparsamteitspolitik der Reich 3her angewandten Heilverfahren haben feinen Erfolg gehabt. Verband und wurden dann mittelst Mannschaftswagen nach dem Postverwaltung durch ein Verdikt, welches in der Mittwochs Aehnliche Störungen, wie man sie auch nach Blisschlägen be- städtischen Krankenhause Moabit geschafft. Außerordentlich schwer ſigung die Geschworenen am Landgericht II fällten. Der Postandere Aerzte bei Telephonistinnen verletzt ist Ober- Feuerwehrmann Lemite, welchem Gesicht und hilfsbote Karl Martin Schwarz aus Oranienburg war geständig, Es das ganz genannten traumatischen Neurose oder traumatischen Hysterie. mann Hager auf, dem das Haar vom Kopf gefengt und dessen 300 M. unterschlagen und in ebenso viel Fällen die entsprechenden Die Behörde hat übrigens die Verpflichtung, der Kranken die Brust von größeren Brandwunden bedeckt ist; diese beiden Be- Bücher gefälscht zu haben. Im September unterschlug er eine volle Rente zu gewähren. amten sind so arg zugerichtet, daß Lebensgefahr vorhanden ist. Postanweisung, die ihm zur Uebermittelung an das Postamt Bum Mord im Grunewald werden in bezug auf den Weniger besorgnißerregend ist der Zustand der Herren Mittmann übergeben worden war; die erste Unterschlagung und Thäter Julius Thiede noch die folgenden charakteristischen Merk- und Schwedt. Das Feuer selbst wurde vom 15. und 16. 3ng, Fälschung deckte er durch eine zweite und fo fort, bis male berichtet. Thiede hatte sich unter das um die Leiche seines sowie einem Zuge der 4. Rompagnie mittels vier Rohren inner- die Sache entdeckt wurde. Der Angeklagte entschuldigte Opfers versammelte Publikum gemischt nicht blos aus der den halb zwei Stunden gelöscht.n sich damit, daß er monatlich fünfzig Mark Gehalt bekommen habe Verbrechern eigenen Gewohnheit, den Schauplatz der That wieder Beim Umfehen entgleift ist an Dienstag Namittag um reicher Familie nicht leben tonnte. 84 Fragen, die zahl. aufzusuchen, sondern auch besonders aus dem Grunde, um die 83/4 Uhr die Maschine des furz vorher eingelaufenen Lokalzuges. fich auf die Unterschlagungen bezogen, und ebensoviel auf UrLokalzuges.eicher Meinungen der Beamten über die Maßnahmen zu hören, die als der Zug, der gleich wieder nach Berlin abfahren sollte, hier tunden- Fälschung bezügliche Fragen lagen den Geschworenen zur zur Ermittelung des Mörders eingeschlagen werden sollten. Der Maurer Prawiß, an deffen Seite er stand, erinnert sich jetzt nicht einlief, glaubte man an einen größeren Unfall. Es it Beantwortung vor. Die Berlesung des Verdiktes erregte bei Gerichtshof, Staatsanwalt und Auditorium gewisse Heiterteit, genau, daß Thiede die Ohren nach allen Seiten hin gespigt hat, indeß Niemand zu Schaden gekommen. um sich nichts entgehen zu lassen. Dabei muß er wohl die Be- Vom Gerüst abgestürzt ist am Mittwoch Vormittag um veil 84 Mal die Antwort ertönte, daß der Angeklagte schreibung feiner eigenen Person gehört und nun den Entschluß 91/4 Uhr in Gegenwart seines Vaters der 21 Jahre alte Arbeiter der Unterschlagung nicht schuldig" sei. Bezüg gefaßt haben, sich schleunigst auf den Weg nach Baußen zu Karl Jante. Er wollte ein Malergerüst vor dem Hause Mark- lich der Urkundenfälschung mußte allerdings die Schuldfrage machen. Als er gestern Mittag nach Berlin übergeführt wurde, grafenstr. 92/93 abbrechen und stürzte, anderthalb Stockwerte tief 34 Mal mit Ja" beantwortet werden, doch wurden dem versuchten die ihn begleitenden Beamten unterwegs zur Er- hinab. Mit inneren Verlegungen wurde er nach der Charitee armen Opfer mildernde Umstände zugebilligt. Bekanntich haben Geschworenen, benu langung eines Geständnisses auf ihn einzuwirken. Thiede verlor gebracht. Bezeichnend ist der Umstand, daß jest, nachdem ein die fte auf Schuldig erkennen teinen Cin die Nube feinen Augenblick und entgegnete auf das Bureden der Arbeiter seine Gesundheit eingebüßt hat, der weitere Abbruch mußten, auf die Abmessung der Strafe Beamten: Es laufen ja noch so viele umber, warum soll gerade des Gerüstes polizeilich verhindert worden ist. fluß. Nachdem sie in so deutlicher Weise das System da erhoben. = mad daud sodaf " Aus " we the Gerichts- Beitung. obachtet, haben auch schon eigenthümliche Formen der so Hände total verbrannt sind; dieselben Wunden weist Feuerwehr- im Herbst v. J. in 34 Fällen Beträge in Gesammthöhe von etwa " 群 C -PO Arbeiter: verurtheilt hatten, war es an den gelehrten Richtern, funden. Nur die Geschichte mit der angeblichen Pistole sei in se fangverein, Neue Königftr. 73, bei Hahn.-Edelweiß2, Potsdam Borar, Reichenbergerdie Strafe zu bemessen und diese lautete für den unglück- fofern wahr, als sie die widerspänstige Zeugin einmal mit einem Brandenburger Kommunikation 16 bei Glaſer. ftraße 134 bet Schult. Freie Sänger, Krautstraße 6, bei Rudolf. lichen, mit fünfzig Mart Hungerlohn abgespeisten Posthilfeboten Bigarrenabschneider bedroht habe, der einer fleinen Pistole ähn- 8utunft 3, Belten, bei B. Grunow. Kreuzberger har natürlich auf ein Jahr und drei Monate Ge- lich war. Die Zeugin habe aber den Zweck dieses Spielzeuges monie, Basenhaide 52-53, Kurth's Salon.- morgen grauen,( Bäder), -5 Uhr Nachm., Königstr. 73 bei Hahn. Steinfeger Sängerchor fängniß! Drei Monate wurden auf die Untersuchungshaft recht gut gekannt, da sie ihn selbst viele Male vom Staub ge- Rustanien allee Mr. 28 bei Maiwald. Liedes Echo, Reichenbergerabgerechnet. Was die Geschworenen bewogen hat, troh des reinigt habe. Eine zweite Beugin war nur wenige Tage im ftraße Nr. 24 bei Zauschte. Borwärts 9, Charlottenburg, Bismarc offenen Geständnisses des Angeklagten in den 34 Unter- Dienste der Angeklagten gewesen, schon bei ihrem Antritt sei fie in ftraße 80. Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf bei Mölter. schlagungsfällen auf nicht schuldig" zu votiren, daraus einer Weise behandelt worden, die jeder Menschenwürde Gefangverein der Studateure Berlins und umgegend, Seydelftr. 30 bei Preußer. Arbeiter- Gesangverein Spandau Neumeisterftr. 5 bei Radke. haben dieselben gar kein Hehl gemacht. Ihr Gedanken Hohn spreche. Der Staatsanwalt hielt die Anklage im vollen Borwärts 2 Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmen.. 2yra 2, Char= gang war: Der Mann hat unterschlagen, doch umfange erwiesen, mit Rücksicht darauf, daß derartige lottenburg, Wallstr. 54. Gesangverein der Kürschner, Landsbergerstr. 31 ist er nicht der zu Verdammende. Die Schuld Fälle von Dienstboten- Mißhandlungen sich in lekterer Beit Gängerrunde, Rottbuferstr. 6 bei Braun. bei Seehausen. Glodenrein( gemischter Chor) Kastanien- Allee 95/96. Frohsinn 2, Friedrichs: allein trifft die Postverwaltung, welche in auffälliger Weise mehrten, beantrage er eine Gefängniß- berg Lichtenberg, Frankfurter Chaussee bei Müller. Treu und Fest, ihren Unterbeamten eine Besoldung giebt, die strafe von neun Monaten. Der Vertheidiger, Rechts- Rebuferstr. 5b. Nemig.-Brüderschaft Stallschreiberstr. 29" Bum eichenen weder zum Leben noch zum Sterben ausreicht. anwalt Leonhardt Friedmann, hielt die Strafe feineswegs Stab". Gintrat 2, Neu- Glienice, Rudowerfir. b. Hasdorf. Gefango. Oranienburger Vorstadt, Hochstr. 32a b. Wife.- Liberté 1, Es sollte ihrer Meinung nach einmal ein Exempel statuirt für zu hoch, wenn der Aussage der Zeugin Bogazky in allen Cuvryftr. 24 bet bet Thielsch. Flöter'scher Gesangverein, Koppenwerden von der Reichs Postverwaltung. Es ist Punkten Glauben geschenkt werden könne. Er halte dies aber ftr. 43 c bei Lorenz. Eintracht 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bei Düball. bekanntlich nicht das erste Mal im Deutschen Reich, daß in einem umsomehr für bedenklich, da die Zeugin in Betreff der Bedrohung Müggelheimerstr. 4 bet Seld. Titania, Cuvryfir. 48 bet Zielsch. Morgenroth 4 in Röpenid, Alpenrose, Forsterstr. 22. Arion 2, Postprozeß die Reichs- Postverwaltung und nicht der arme Ange- doch übertrieben habe. Er bitte, noch verschiedene andere Dienst: horinerstraße 27 bet Hailand. Felsen fest( gem. Chor), Neue Hochtlagte sich eine moralische Verurtheilung zugezogen hat. Und das mädchen der Angeklagten ermitteln zu lassen und zu laden und ftraße 49 bei Baul Altmann. Junge ich e, Reinickendorf, Gesellschaftsstraße 11 bei 2. Hartmann. Freundschaft 1, Brunnenstr. 143 bet will bei den bürgerlichen Geschworenen, die für nichts mehr Ver- inzwischen dieLettere auf ihren Geisteszustand untersuchen zu lassen. Dewald Berliner. Ma iglödchen 3, Reichenbergerstr. 16 bet Hoffmann. ständniß haben, als für die Rechte des heiligen Eigenthums, Sie sei ihrer hochgradigen Nervosität wegen in der Anstalt des Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. schon etwas Wenn fagen. bei alledem die P Gent, ge Dr. Fränkel in Stegliz gewesen und auch vom Professor Mendel Alle Buschriften den Bund betreffend find zu richten an: lehrten Adalbertstraße 95. Donnerstag: Richter auf eine Bergnügungsverein Bruderbund, erfennen behandelt worden. Der Gerichtshof unterbrach die Verhandlung, Andreasstr. 3 bei Noll. eine furchtbare Strafe Rauchklub Graue Wolte, Krautstr. 48. mußten, so wirft sich hier die Frage auf: Wer entschädigt das um zu verkünden, daß es für die Strafabmessung nothwendig Berein Grüne Eiche( vor dem Halle'schen Thor), Solmsstr. i bei Raporte.. Rauchtlub unglückliche Opfer der von den Geschworenen so arg, zerzausten fei, die Vorstrafen der Angeklagten festzustellen. Und nun zeigte Bergnügungsverein Jugendlust, Obmgaffe a bet Krebs. Rauchtlub Erholung, Stephan'schen Sparsamkeitspolitik für die Qualen, die es aus- fich, daß die„ gnädige Frau" einmal wegen Diebstahls mit einer Dezimalwaage, Krautfir. 36 bei Infinger. Rauchflub Elvira, Abends 9 Uhr bei gestanden hat und noch ausstehen muß? Wer giebt seinem Woche, einmal wegen schwerer Körperverlegung mit zwei Mo- Bringborn, Madaisir. 12.- Sumuristischer Klub Universum, Beteranenhungernden Weibe, seinen hungernden Kindern für die Zeit, naten Gefängniß, außerdem aber wegen Sittenpolizei Kontraſtraße 18, bei Schulz Brüderlich feit, Püdlerstr. 49 bei Stabernad.. während der sie ihres Ernährers von Rechts wegen" bevention fieben Mal bestraft worden war. Der Gerichtshof Geselliger Klub der alten Moabiter, Emdener- u. Wadenserstr.- Ecke bei raubt werden, Nahrung, Kleidung und Wohnung in genügen- sprach die Angeklagte sodann wegen der Bedrohung Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerktag. Männers dem Maße? Die Geschworenen, die in diesem Fall eine so nach frei, erkannte aber wegen der übrigen Bergehen auf Gesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelftr. 91. Arbeitervereins für ahmenswerthe Probe ihres Rechtsbewußtseins abgelegt haben, fünf Monate Gefängniß. Die Strafe würde weit Gesangsabtheilung des fozialdemokratischen Weißensee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abend; tönnen auch, wenn sie wollen, schwerlich die Konsequenzen höher ausgefallen sein, wenn der Gerichtshof nicht durch das bei Müller( Pfeifenmüüer), Königs- Chauffee. Männer Gesangverein aus ihrem Votum ziehen und auf die öffentlichen Ge- ganze Auftreten der Angeklagten zu der Ueberzeugung gelangt sei, yrolienne, Abends 9 Uhr bet Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. walten dahin einwirken, daß dem unglücklichen Mann daß sie leicht erregt werde. Einer ärztlichen Bestätigung bedürfe Sefangverein 81odenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr bet Knarp, Kastanien- Allee 95-96. Musit- Dilettantenverein 2ohengrin, neben der Strafe" auch eine eklatante Sühne zu Theil es dazu nicht. Abends 8 Uhr, bei Trischmann, Jüdenstr. 55. werde und wir meinen auch, daß die Regierung sich nicht dazu verstehen wird, eines ihrer Institute in einer dem Gerechtigkeits gefühl der Massen entsprechenden Weise zu desavouiren. G3 bleibt da also für das Opfer und feine Familie im glücklichsten Falle nichts anderes übrig, als die Privatwohlthätigkeit mit all' den moralischen Demüthigungen, die sie im Gefolge hat! Ist es aber, so fragen wir, ein Wunder, daß die Postbeamten sich in Schaaren der Partei zuwenden, die ihnen einzig moralisch und materiell zur Hilfe tommen will, der Sozialdemokratie? Zum Kapitel der Dienstboten- Mißhandlungen lieferte 3 1 Wienerstr. 13 bei Drieschner. Schirmer, Abends 9-10. -U Theaterverein Freundestreis 9 Uhr im Restaurant Bräuer, SomsDie im letzten Winter in der Universität vielfach ver- ftraße 47.- Theaterverein Crescendo bei Matßner, Gartenstr. 162. übten Baletot Diebstähle wurden am Mittwoch an den beiden Theaterverein Maig löckchen, Englischer Hof, Neue Roßftr. 3.- Theater Uebelthätern, dem Photographen Max Speisiger und den Hand- Beſellſchaft armonie Donnerstag Abends 9 Uhr, Shrinerftr. 55. lungsgehilfen Emil Freund gerichtlich gefühnt. Die IX. Straf bei Nomat, Manteuffelſtr. 9. kammer des Landgerichts I verurtheilte Speisiger zu 3 Jahren, Freund zu 1/2 Jahren Zuchthaus. Derlammlungen. -Privattheater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit Damen Donnerstag, Geselliger Klub Blau Veilchen, Abends 9 Uhr, bet Schönwälder Oranienstr. 135. Verein ehem. 22. Gemeindeschüler, punft 9 Uhr bei Echröder, Stealtherstr. 18. Bergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, Abends im Restaurant Göz, Oranienstr. 153. Gefangverein Proletariat ( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. Mowes, Böchftr. 8. GeselligerBerein univerfum, Sigung mit Damen Abends 9½ Uhr bei Hagemans Lothringerstraße 81. Borträge, Fidelitas. Geselliger Berein üniverfum, Cigung Abends 9% Uhr, im Restaurant Neumann, Verein Gemüthlichkeit und Klub Hoffmobene og libr, Lothringerfir, lefantes Beim enſein tit intenftr. 19: Vorträge, Fidelitas. Damen, Fidelitas und Tanz. Männergesangverein Gangesfreunde, 9-11 Uhr, Bazenhofer Ausschant, Landsbergerstraße Nr. 82. Aben de Gefelliger Verein Hertha", Donnerstag, Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Verein Wanderflub( Norden), Sizung jeden Donnerstag von 9 Uhr Abends im Restaurant G. Baatsch, Hennigsdorferfir. 24.Waldesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Mebelin, Langestraße 108. Bitbertlub Gleich beit, 9 Uhr Abends, bei H. Reimann, Alte SchönVerhand deutscher Sarbieve, Friseure str. 8weigverein Berlin hauferfir. 42. Gefelliger Club der Alten Moabiter: Jeden Donnerstag Abend von 9-10 und jeden Donnerstag nach dem 15. Sigung mit Damen in Rosenthalerstr. 38, Abends 10 Uhr, Generalversammlung. Berein für gefundheitsgewähr Gesichung der Jugend. Deffentliche der Emdenerstr. 47 bei Schirmer. Gefelliger Arbeiterverein Hoffnung Berfammlung am Donnerstag, den 19. pril, Abenbs 8 1hr, in den Armin bei Bittler, Mariannenstraße 48. hallen, Kommandantenstr. 20. Tagesdung: Bortrag des Spezialarstes für Rauchtlub Koilegia, Abends 9 Uhr, bei Hermann Rohr, NaunynRauchtlub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant Hautkrankheiten, Herrn Dr. A. Blahto: Die Hautpflege im jugendlichen straße 78. A. Gašpar, Reichenbergerstr. 113a. Rauchtlub Ohnesorge, Abends Deutscher Metallarbeiter- erband. Berw. Berlin Centr. Sonnabend, 9 1hr, bet Jafob, Boechstr. 21. Rauchflub ernipige, Abends den 21. April, Abends 8 Uhr bei Schöning Mitglieder- Bersammlung. Lages: 8 Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchflub Arabi Pafcha, Abends 9 Uhr, b. Restaurateur Schröder, Stephanstr. 45. Klub Dhnestreit, ordnung: Bortrag über: Ein Lebenslohn, Ref. Bösch. Der Bonentarif, Berein für Eisenbahnreform. Donnerstag, ben 19. April, Abends 9 Uhr Springftubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Rauchtlub abends 8 Uhr im Restaurant Th. Bolk, Alte Jakobstr. 75, Bereinsverfamm- Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bei Flick. Rauchklub Brüder= fung. Herr Dr. Eduard Engel über die Etatsberathung im Abgeordneten ich teit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernac, Büdlerstraße 49. Rauch= baufe und die Eisenbahnreform" und Serr Johannes Rindermann über„ Graf lub Nordstern, jeben Donnerstag nach dem 16. im Monat bet Alter." Ranig und der Berliner Vorortstarif. Berliner Naturheilverein 2. Heute, Donnerstag, den 19. d. Mts., Abends 8½ Uhr, im Restaurant Belvedere an der Stralauerbrücke, öffentlicher Vortrag des Herrn. Siegert über: Wider den Erbfeind Altohol. Verein ehemaliger Schüler der 38. Gemeindeschule. Sizung jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr. Restaurant zur Andreasburg, Andreasftr. 8. Geselliger Berrin Bertha. Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21, Abends 1 E. Seinide, Friedrich Karlstraße 11, Friedrichsberg. Rauchfub Fidelio, Abends 8% Uhr im Restaurant Heine, Eisenbahnftr. 23. Stauchflub Pfeifendeckel, Cigung Abends 8 Uhr, bei Jeratsch, Langestraße 24. Vorwärts, Donnerstag bet Salomo, Oppelnerstr. 29. bgu B 1, Abends 9 Uhr, bei F. Nawrodt, Martusftr. 25.- Rauchklub Grüne Giche, Abends 8% Uhr bei C. Herrath, Planufer 92a. eine Verhandlung, welche Mittwoch vor der 136. Abtheilung des Moabit) tagte am 12. April. Das Referat hatte Genosse Der Frauen und Mädchen: Bildungsverein( Filiale Die auf der Schöffengerichts stattfand, wieder einen Beitrag. Antlagebant befindliche geschiedene Kaufmanns- Ehefrau Johanna mann übernommen, der in einem heifällig aufgenommenen BorSaling war beschuldigt der einfachen und schweren Körper trag über den Kampf ums Dasein" sprach. Nach Erledigung verlegung, der wörtlichen Beleidigung und der Be- einiger Vereinsangelegenheiten erfolgte der Schluß der leider Die sehr schwach besuchten Versammlung. drohung ihres Dienstmädchens Bogazky. Beugin gab eine schlimme Schilderung von der Behandlung, der fie während ihrer sechswöchigen Dienstzeit im Saling'schen Hause ausgefegt gewesen. Die gnädige Frau" habe felten einen Auftrag ertheilt, ohne dabei verlegende Anreden, wie Du altes Trampelthier"," Rameel" und noch andere Ausdrücke zu gebrauchen, welche die Beugin sich scheue, wiederzugeben. Schon wenige Tage nach dem Dienstantritt sei fie mit Obrjeigen bedacht worden. Als sie einmal auf dem Korridor auf den Knien gelegen, um den Flur aufzuwischen, fei die Angeklagte leise hinter fie getreten und habe ihr ohne Veranlassung eine Ohrfeige versetzt. Dann habe die Angeklagte den feuchten Schmutz aus den Fugen der Fußbodenleiste mit den Fingern herausgeholt und ihn der Zeugen ins Gesicht geschmiert. Als diese sich eine Als diese sich eine der artige Behandlung verbeten habe, sei sie von der An-| geflagten fo lange ins Gesicht geschlagen worden, bis sie aus Mund und Nase blutete. Bei einer anderen Gelegenheit sei fie in der Küche gemißhandelt worden und als sie zuin Fenster heraus um Hilfe schrie, habe die Angeklagte sie an den Haaren zurückgezogen und ihr mit einem langen Besenstiel, den sie mit beiden Händen packte, einen Schlag über den Rüden gegeben. Als die Angeklagte bei einer anderen Gelegenheit mit dem Schlagen nicht aufhörte, habe die Zeugin, von Verzweiflung ge trieben, eine Preßtohle ergriffen und gedroht, ihre Beinigerin damit zu werfen, wenn diese sie nicht in Ruhe laffe. Darauf sei die Angeklagte in ihr Schlafzimmer seeilt, babe eine Pistole geholt und sie auf die Zeugin gerichtet mit den Worten:„ Wenn Du Dich unterstehen solltest, mich anzurühren, schieße ich Dich über den Haufen!" Die Zengin habe wiederholt auf dem Polizeirevier um Schutz gebeten, es sei ihr gerathen worden, sobald als möglich den Dienst zu verlassen, Amsterdam, 17. April. In der Umgegend von Boom greift auch habe man ihr ein langes Verzeichniß von ihren Vor- Bereinstalender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffel ftr. 49, v. 2 Tr. der Ausstand der Ziegelarbeiter immer weiter um sich. In den Ortschaften Rupelmonde und Steendorp sind gestern größere gängerinnen zur Verfügung gestellt, welche ebenfalls über schlechte Donnersteg. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban, Annenstr. 9, bei Prog.- ornblume, Gr. Frankfurterstr. 133 Ruhestörungen vorgekommen. Die Streifenden zerstörten das b. Gold. Frühlingsluft, Bülowstr. 69, bet Werner. Behandlung feitens ihrer Dienstherrin geflagt hatten. Brezelschluß, Frau habe sie schon vorher mit den Worten gewarnt: Bu Annenfir. 16, bet Ehrenberg. Weiße Rose. Reinickendorf, Seeschlößchen bei Handwerkszeug der noch Arbeitenden. Bier Ausständische wurden Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefecte. in dem Augenblick, als sie im Begriff waren, Wohnhäuser in Saling's in der Hohenzollernstraße ziehe ja nicht, da giebt es Böttcher. Dorf glödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguftstr.- Ecke bei Schulz. Reile". Die Angeklagte, die ein sehr erregtes Benehmen& inigteit( Sutmacher), Pappel- Allee 3/4. b. A. Meinhardt.- Harmonie, Brand zu stecken, entdeckt und verhaftet. Es ist Militär einOst- und Westpreußischer Männer: getroffen, welches die Ortschaften sofort besetzt hat. an den Tag legte, bezeichnete alle Angaben der Zeugen als er- Tempelhof, Torfftr. 10, bei Gerth. -G10 Eine 9 Uhr. 1 Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bet Ulrich, Brangelftr. 84. Stats flub Rüd wärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Pallisadenstr. 47.- Stat tlub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. Depeschen. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag, Abends 8%-10% Uhr: Nord schule, Müllerstr. 179a; Geschichte( neue). Südost: Schule, Waldemar ftraße 14: Geschichte( alte). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Bei allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. gefe- u. Diskutirklube. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, bei Echröder, Wiesenstr. 39. Neue Beit, abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei Gieshott.Süd- Ost, bei Zoltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ede. sub der Freunde bet Snabt, Swinemünderitraße 120. safenelever, Abends 8 1hr, Restaurant Bischof, Baumschulenweg Gostalistischer Lese- und Distutirtlub Abends Treptow. 8% Uhr, Reichenbergerstr. 157, Gigung. Distutirflub, Beitgeist" jeden Tonnerstag nach dem 1. und 16. des Monats bet Tempel," Langeſtr. 65, Abends Krakan, 18. April. In Graniza wurden gestern drei nach Diskutirklub Gleichheit"( Weißenfee) bet klebs, Char- Russisch- Polen reisende Männer verhaftet, bei welchen eine große sbr. tottenburger- und Roelfeftraßen Ede, Abends 8 Uhr. August Geib Menge revolutionärer Broschüren vorgefunden wurden. Abends 9 Uhr im Restaurant Zubeil. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im Altenberg's Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.- Aust., NeueJakobstr.17, Brunnenstr. 162, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36, Potsdamerstr. No. 57/58, Alte Schönhauserstr. 2, empf. 1. z. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Ein grosser Posten Steppdecken Art, Spizen, Gard., Möbelft. gef. 1 mt. p. Pid., Bettdeck. gef. 1,23 Mt. Pecht Wollatlas( reine Wolle) Stück. Herren- Anzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mk. an. Reparaturen billigst. Neu! Glanzentfernung von blankgetragenen Kammgarn- Garderoben. 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