ZK. SS. Hbonncments-BedingungMi; tcmementi> Breis siönuattrtmio: Vievsljährl. 3,50 Ml., monmi LSO Ml. wöÄcntliÄ SO P�g. frei utä HcmZ. Einzelne Nrirmner 5 Pig. Soirmngs- rtutnmcr mit iHuftrierter Sonntag?» Vellage.Die Neue Welt" 10 Psg. Polt- kiboimement: 1,30 Marl pro Monat. Einaerragen in die Post- Zeitung?« Prel?Iiste. Unter� Kreuzband für nebmcu an Belgien. Dänemort, Holland. Italien. Luxemburg. Porwgal. kuolänten. Schweden und die Schweiz. Sichewt tZgNch. Berliner Vollrslrlntk. TS. Ilchrglmg. Vit inseM»nz-Kedüht kekigt für die sechsgcshaltene.Kolonel- »eile oder deren Raum. 60 Pfg.. für politische und gewerljchaliliche Lerem?» und Per>vnnnlung?-?lnzeigen 39 Pfg. ..Kleine Anreigen". das tetlgedrllchl- Wort 20 Pfg.(zulässtg 2 fettgedruSte Worte), jede? weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und LchlaMellew- zeigen das eiste Wort 10 Pig., jede? wettere Wort ö Pfg. Worte über 15 Bum» stäben zählen mr zwei Worte. Inferaic für die nächste Nummer müssen. bi? t» Übe nachmittags in der Expeditll'" abceaeden werden. Die SrpeditioS Iii Dil 1 Uhr abend? geofstict. relegramm-tldrefs« �«»ülilcmklül ktfUi". Tentralorgan der roztaldcmokrati fchcn Partei Dcutfchlanda. Keüaklion: SW. SS, Liaöenstrahe Z. Fernidrccher: Amt Moristvlatz. Nr. ISI SV— 151 97. Sonntag, de« Ä. April IVIS. Expedition: SV. öS, Linöenftraße Z. tsernivrechrr: Amt Moristvlatz. Nr. 15l st«— 15.1 S?. Stellungnahme zur Zraktionsspaltung. Beschluß von Groß-Bcrlitl. . Der Zentralvorstand deS Verbandes der Sozial- demokratischen Wahlvereine er lt n s und Umgegend nahm am Freitag, den 31. März Stellung zu der Beschlutzfassung KeZ Parteiausschusses und zu der gegenloärtigcn Situation tn der Partei. Anlresend waren 61 Mitglieder des Zentralvorstandes, 8 Reichstags- rcsp. Landtagsabgcordnete und ein'Vertreter der Redaktion des.Vorwärts".' 6 Mitglieder des Zentralvorstandes und 4 von den in. Grotz-Berlin gewählten Abgeordneten fehlten. Nach einer kurzen Aussprache wurde folgende Resolution in namentlicher Abstimmung angenommen: Der Zentralvorstand des Verbandes der Sozialdemokratischen Wahlvereine Grotz-Aerlins verurteilt scharf das Verhalten der Fraktionsmehrheit in der Reichstagssitzung vom 24. März, zu dem die Rede des Genossen Haase nicht die mindeste Veranlassung bot. Auch der Vorwurf des Disziplin- oder Treubruchs ist durchaus un- berechtigt;-nachdem die Fraktionsmehrheit abgelehnt hatte, den Partestioriiyenden Haase als Frakttonsrcdncr für die allgemehie politische- Debatte- zuzulassen, konnte die FraktiynSminderheit mit Recht befürchten, mundtot gemacht zu werden. Datz die Fraktionsmehrheit Genossen Haase mit gehässigen Zwischenrufen unterbrach, ihn' unter dem tosenden Beifall der bürgerlichen Feinde des Proletariats, am Weiterreden hinderte und schliesslich teilweise sogar für Wortentziehung stimmte,' mutz daher als gröb. liche Verletzung der parteigenöfsifchen Pflichten bezeichnet wer. dem<'' Der Zentralvorstand billigt die Bildung der Sozialdemo» kratischen ArbeiiSgemeinschaft und verpflichtet sich, sie tatkräftig und in jeder Weise zu unterstützen. Nach der Aberkennung der FrrchiionSrechte war die Schaffung einer von der Fraktionsmehr- hest unabhängigen parlamentarischen Arbeitsgemeinschaft das einzige Mittel, den gematzregelten sozialdemokratischen' Wge- ordneten die pflichtgemätze Vertretung der Interessen der Arbeiter- Achse zu ermöglichen. Der Zenlralvorstand erwartet von der Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft, datz sie unbekümmert um Angriffe und stnn- lose Verdächtigungen sich energisch freimacht von allen..... Hemmungen und allein die.... Richtschnur ihres Handelns fein lätzt. Der Zentralvorstand verurteilt aufs allerschärsste die Art, toie Genosse Haase aus dem Parteivorstaud gedrängt wurde und spricht der Mehrheit des ParteivorsiandeS das Recht ab, den Vor» sitzenden zur Niederlegung des ihm von der Gcsamtpartei über- tragenen Amtes zu nötigen. Der Zmitralvorstand richtet an die Kontrollkommission das Ersuchen, Genossen Haase wieder zum Vorsitzenden der Partei zu wählen.— Von Genossen Ernst erwartet er, datz er in diesem Sinne in der Kontrollkommission wirkt." ' Die Abstimmungsliste wird auf Beschlutz bei Zentralvorstand es • veröffentlicht. Für die Resolution stimmten vom Zentralvor- st a n d: Karl Petermann, Mathilde Wurm, Paul Hoffmanin, Wil. Helm Jöchel(für Barenthin), Paul Binting(für Leid), Hermann Müller, Richard Herbst, Minna Reichert, Paul Feller(für Scholz- Neukölln), Otto Glöckner. Emilie Brühl, Ernst Daum ig, Martha Demmning, Paul Burghardt, Justin Braun, Emil Eichhorn, Gustav Müller(Berlin III), Ch. Gutekunst. Agnes Fahrenwald, Adolf Wacker. A. Letzle, Oskar SSitzle, Johanna Ludewig, Rosa Luxem- bürg, Albert Oehmigen, Paul Jakob, Karl Kunze, Eugen Rosemann, Karl Rott, Karl Rohr, Ernst Werkmann, Anna Kiesel, Fritz Zimmermann, Ernst Andr«, Hermann Weise. Insgesamt 3 S G e n o s s e n. Von den Abgeordneten: Otto Büchner, Georg Ledebour, Fritz Zubeil, Artur Stadthagen, Heinrich Ströbel, Adolf Hoff- mann. Insgesamt 6 Genossen und HanS Weber als Vor. tretcr.der Redaktion deS.Vorwärts". Gegen die Resolution stimmten vom Zentralvor» stand: Eugen Ernst. Theodor Fischer, Emil BoeSke, Heinrich Schräder, August Pohk, Franz Thuroto, Adam Bittorf, Albert Hahnisch, Emil' Basner, Richard Weimann, Alex PagelS, Julius 'Meyer, M. Wardin, Heinrich Umlauf, Fritz Wo'.k, Hermann Radtke, A. Stieffenhofer, Julius Jänicke, Elfriede Ryneck, Franz Lucht, Gustav Schmidt, Alexander Fröhlich, Kaspar Wenzel, Karl Aboldt, Otto Wels, Richard Fischer. Insgesamt 26 Genossen. Von den Abgeordneten: Robert Schmidt, Otto Braun. 2 Genosse n. Zusammen stimmten für die Resolution 42, dagegen 28 Genossen. . Am Erscheinen verhindert waren vom Zentralvorstand: Gustav Laukant, Fritz Schäfer, Hermann Elia», Gustav Müller(Berlin IV), Solomon Joseph. Robert Wengels. Von den Abgeordneten: Wilhelm Pfamikuch, jlonrad Haeoische, Paul Hirsch, Karl Liebknecht. Nachträglich erklärte Genosse Müller-(Berlin IV), datz er für die Resolution gestimmt hätte, trenn er bei der Abstimmung zu- gegen gewesen wäre. » vom � Genossen Paul Hirsch geht uns eine, längere Erklärung zu, der wir entnehmen, datz er gegen die Resolution ge- stimmt hätte. Eine internationale Krieöenskunögebung. Die' in Lugano erscheinende- intamationale Zestschsift .Coenobium", die im Oktober 1S14 von einem � Komitee gegründet wurde, das sich zur Ausgabe stellte,'einen Bund der neutralen Staaten' zu errichten, hat, wie Berliner Blätter melden, vor kurzem eine neue' Aufforderung in diesem Sinne veröffentlicht. Es wird darin-" empfohlen, datz der zu bildende Bund der Neutralen ge- meinsam alle Kriegführenden zu einem Waffenstillstand auf- fordere.und' gleichzeüig ein. Verinittliingsangebot macht.: Unter- schrieben ist der Aufruf won Persönlichkeiten' aus neutralen Staaten, aber auch von Angehörigen kriegführender Mächte. Unter den letzteren fallen besonders viele Italiener auf, darunter zehn UniverfstätSprofessoren, vier Senatoren, verschiedene Abgeord- ncke, hohe richterliche Beamte, zahlreiche Schriftsteller, und i Geistliche aller Religionen. Auch der Mailänder Bürgermeister Caldara hat mit unterschrieben.(i) die �anStagssesiion. vertagt. Um diese Z'eit will er zu einer kurzen Nachsession zusammeutreicn. in her haß Gesetz betr. die Es- höhung der Zuschlag« zur Einkommensteuer und zur Ergän? zungssteuer. endgültig, das Schätzungsamtsgesetz und das da- mit im Zusammenhang stchende Gesetz betr. die Förderüng der Stadtschasten wenigstens von der zweiten Kammer verab- schiedet werden kann. Der definitiven Erledigung der nur aus zwei Paragraphen-bestehenden Steuernovelle bereits vor dein 1. April hätte an sich nichts im Wege gestanden, die Mehr- heitsparteien haben sie jedoch aus taktischen Gründen hinaus- geschoben, um auf diese Weise einen indirekten Einfluß auf die Gestaltung der Steuergesetzgebung des Reiches ausüben zu können. Fhrem grundsätzlichen Standpunkt zur Frage der Abgrenzung der Steuern zwischen Reich und EinzelstaaLen haben sie Ausdruck verliehen durch die bekannte, in gleichem Wortlaut auch in anderen Parlamenten beschlossene Resolu- tion, die die Regierung ersucht, mit allem Nochdruck im Bun- desrat daraus hinzuwirken, daß bei der Erschließung neuer Einnahmequellen für das Reich jeder weitere Eingriff der Reichsgesetzgebung auf dein Gebiet der direkten Besteuerung von Vermögen oder Einkommen vermieden wird, und daß den Bundesstaaten die Möglichkeit, auch in Zukunft ihren wichtigen kulturellen Aufgaben gerecht zu werden, unge- schmälert erhalten bleibt. Es wiederholt sich hier das Spiel, dem wir noch bei jeder Reichsftnanzrefonn in den letzten Jahren begegnet sind: die herrschenden Kreise Preußens machen mobil gegen jeden auch noch so bescheidenen Versuch der Einführung direkter Reichssteuern, sie suchen die Regie- rung auf den Weg weiterer, die breiteu Massen belastender indirekter Steuern zu drängen. An gesetzgeberischer Arbeit hat es rn dem hinter uns liegenden Sessionsabschnftt nicht gefehlt. Es sind u. a. zustünde gekommen das Fischereigesetz, die Sekundärbahnvor- läge, die Novelle zum Knappschastskriegsgesetz und das Gesetz betr. weitere Beihilfen zu Kriegswohlfahrtsausgaben der Ge- meinden und Gemeiudeverbände— Gesetze, denen auch die 'ozrcrldemokratische Fraktion ohne Bedenken zustimmen konnte, eils wogen ihres völlig unpolitischen Charakters, teils weil ie, wie die beiden zuletzt genannten, einen wirklichen Fort- chritt bedeuten. Einer Reihe anderer Gesetze dagegen hat sie ihre Zustimmung aus grundsätzlichen Erwägungen versagen müssen. Das gilt z. B. für das Gesetz betr. die Dienstvergehen der Beamten der Orts-, Land- und Jnnungskrankeulassen und für das Gesetz betr. Förderung der Ansiedlungen, beides Ge- setze, die so wie sie sich gestaltet haben, dem politischen Miß- brauch und der Schikanierung politisch unliebsamer Personen Tür und Tor zu öffnen geeignet sind, namentlich, da die Mehrheit des Abgeordnetenhauses die den Mißbrauch zu poli- tischen Zwecken ausschließenden sozialdemokratischen und Pol- nischen Anträge rundtoeg abgelehnt hat. Gegenüber gewissen Preßäußerungen von sozialdemo- kratischer Seite, die ganz offenbar von dem systematischen Streben diktiert sind, unsere Landtagsfraktion oder besser ge- sagt, die sogenannte Fraktionsmehrhcit in den Augen der lOesfentlichkeit herabzusetzen, sei darauf hingewiesen,, daß die Fraktion sich über ihre Haltung zu allen diesen Vorlagen einig wqr. Ebensoweyig ist ein Gegensatz bei der Endabstimmung zum Etat hervorgetreten. Mehrheit und Minderheit hielten es für ganz selbstverständlich, daß sie, auch wenn sie nicht durch Parteitags'beschlüsse gebunden wären, einer Regierung, die unbekümmert um die Lehren des Krieges.au ihrer alten Politik festhält und zu keinerlei nennenswerten Re-...„..... formen bereit ist, keine Mittel bewilligen dürfen. Haben dach � keinen Anlaß, unsere Taktik zu ändern und an die Stelle des auch die Polen und Dänen dem Etat nicht zugestimmt! Wie'Kampfes um die Rechte und Freiheiten des Volkes eine die sich unter diesen Verhältnissen Parteigenossen finden können.! Massen einschläfernde Harmonreduselei treten zu lassen« die. der Landtagsfraktion aus ihrer Ablehnung des Etats einen Vorwurf machen, die selbst daraus einen Gegensatz zwischen Reichstags- und Landtagsfraktion konstruieren wollen, ist schlechterdings unverständlich. ■ Gerade die letzte Session hat gelehrt, daß die Gegensatze in Preußen sich nicht gemildert, sondern eher noch vei schär st haben. Greifen wir nur die Frage des Wahlrechts und die des K o a l i t i o n s r.e ch t S heraus. Die �Thronrede kün- digt eine Reform dcs.DiwiÜassenwahIsysteins nach Beendigung des' Krieges an, über die Grundzüge äußert sie sich nicht, sie ergeht sich. in. ganz allgemeinen Redensarten von dem Geist gegenseftigen Vertrauens und Verstehens, der im Frieden fortwirken, unsere öffentlichen Einrichtungen durchdringen uiÄ' lebendigen Ausdruck finden werde in unserer Verwal- tung, unserer-Gesetzgebung und der Gestaltung der Grundlagen für die Vertretung des Volkes in den gesetzgebenden Körperschaften. Weniger konnte sie nicht gut sagen, aber schon diese zu nichts verpflichtenden und keinerlei bindendes Versprechen enthaltenden Sätze genügten, um den Widerstand der Wahlrechtsfeinde zu entfesseln. Herr v. H c y d c b r a n d er- blickt darin ein Entgegenkommen gegen die Wünsche der Re- giermig, eine Bedrohung des Burgfriedens, und er bezeichnet das Verhalten der Regierimg geradezu als„einfach unvcram- wortlich". Aehnlich Herr v. Zedlitz. Er protestiert gegen die Absicht der Regierung und nleint, die Einbringung einer Wahlrechtsvorlage würde bedeuten, daß die glücklich jetzt be- grabene Streitaxt zwischen den Parteien wieder ausgegraben ,uttd die Einmütigkeit des Volkes ernstlich gefährdet würde. -Bedarf es eines. schlüssigeren Beweises dafür, daß zum nrinde- sten die Parteien Der Rechten sich nach wie vor einer Wahl- reform bis zum äußersten widersetzen werden! Wenn ange- sich'ts dieser Konstellation außerhalb der" Fraktion steheNjze Parteigenossen den Anschein zu erwecken suchen, als ob die von der Frakrionsnrehrheit eingeschlagene Taktik der Reform her TreillassenwählsystemZ im Wege stehe, so zeugt auch dar wieder von einer Voreingenommenheit und Unduldsamkeit wie sie selbst in bürgerlichen Kreisen unbekannt ist, zugleich aber auch von einer völligen Verkennung der tatsächlichen Verhältnisse.'Diese Kritik läuft im wesentlichen lstnaus auf eine völlige Verurteilung der bisherigen Parteitaktik, die ihren Stolz darin erblickte. Volksrechte und Volksfreiheiten zu er- kämpfen. Jetzt aus einmal soll an die Stelle des Kampfes das Liebeswerben um die Gunst, der Regierung treten, die durch Wohlverhalten erworben werden soll. Und wie steht es um das Koalitionsrecht? Hier- über dürfte die Beratung des Etats der Eisenbahnveripaltung allen denen die Augen geöffnet haben, die noch immer an die Absicht eines wirklichen Bruchs mit der bisherigen Verwal- tungspräxis glaubten. Was will es angesichts des Unrstandes. daß der Minister auch jetzt noch den Eisenbahnern den Beitritt zu einer Organisafion verbietet, die die Arbeitseinstellungen für zulässig erachtet, besagen, daß aus der neuen Arbeitsord- nuna einige allzu antisoziale und allzu rigorose Bestimmüngen gestrichen sind! Bleiben nicht trotzdem die Mitglieder der freien Gewerkschaften nach wie vor von der Beschäftigung in Staatsbetrieben ausgeschlossen? Noch deutlicher aber als alles andere kennzeichnen die ausgedehnten Debatten über die allgemeinen, mft dem Kriege in Zusammenhang stehenden Fragen wirtschaftlicher und politischer Natur, die den weitaus größten Teil der Tagungs- zeit, in Anspruch genommen haben, die iunerpolitische Läge Preußens. Es handelt sich dabei zun: großen Teil um Fragen, die der Gesetzgebung des Reichs unterliegen. Selbstverständlich sind wir die letzten, die den Einzellandtagen das Recht absprechen wollen, zur Politik der Reichsregieriurg Stellung zu nehmen, ja, wir gehen sogar weiter und bezeichnen es als Pflicht eines jeden eiüzclstaatlichen Abgeordneten, sich auch um diese Dinge zu kümmern. Insofern müssen wir den gegen das Abgeordnetenhaus erhobenen Vorwurf der Ueberschreitung seiner Befugnisse zurückweisen. Wogegen sich unsere Kritik richtet, das ist die Art,, wie man von Preußen aus die Reichsregierung zu beeinflussen sucht, mag es sich nun um die Maßnahmen zur Sicherstellung der Ernährung des Volkes, mag eZ sich um die Handhabung der Zensur, ja mag es sich selbst um die Art der Kvl'egsfübrung handeln. Genau so wie auf dem Gebiet der Steuerpolitik zeigt sich auch hier der volksschädliche Einfluß Preußens. Wie es die aus Grund des TreiKassemvahlsystems gewählten preußischen.W geordneten wünschen, so soll der Bundesrat vorgehen, die Reichs- tagsabgeordneten werden auf indirektem Wege möglichst aus- geschaltet..... Betrachtet man die Tätigkeit des Landtag? unter diesem Gesichtspunkt, läßt man sein Urteil nicht trüben. durch das eine oder anders den Bedürfnissen gerecht werdende Gesetz oder durch die eine oder andere nicht gerade antisoziale Ver- waltungsmäßnahmc, so beweist auch die letzte Session wieder, daß sich in den Anschauungen, her herrschenden Kreise Prau- ßens so gut wie nichts geändert hat. Ganz die gleichen Aaiilpfespositionen gegen Sozialdemokraten, Polen und Dänen wie vor dem Kriege finden sich auch jetzt noch im Etat, ganz die gleiche Verwaltungspraxis wie vor dem Kriege— nur in der Form milder, aber in der brache nickst geändert.-— ist auch jetzt noch Brauch. Solange das aber der Fall ist, habest chrr,. die wir vor dem Kriege dies System bekämpft habep. Mm Oes WW ßWlWMS. A III t l i ch. Großes Hauptquartier, de» 1. April lvlk. iW. T. 8.) Westlicher Kriegsschauplatz. Bei St. Elvi wurde» englische Haudgrauateuaugriffe abgewiescu.— Lebhafte Minenkämpfe spielte» sich zwische» dem Kaual voo La Basier und Neuville ab. Nordwestlich vou Roye entwickelte die frauzöfische Artillerie sehr rege Tätigkeit. Wir»ahmen die feind- licheu Stellungen an der AiSnefront unter wirksames Feuer. Fn den Argonnen und im MaaSgebict fanden heftige Artilleriekämpfe statt.____ Unsere Kampfflieger schaffen 4 französische Flug- zeuge ab, je ciuS bei Laon uud bei Mogcvillc(in der Worvrc) in uusereu Linien, je eins bei Ville-anx-Bois uud südlich von Haucourt dicht hinter der feindlichen Front. Ter französische Flugplatz Rosnatz(westlich von RcimS) wurde ausgiebig mit Bomben belegt. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereigniffe. Hiernach scheint es, als ob sich der russische Ansturm zunächst erschöpft hat, der mit 30 Divisionen, gleich über &00 000 Mann, uud eine» für östliche Verhältnisse er- stauulichcu Aufwand an Muuitiun in der Zeit vom 18. bis 28. März gegen ausgedehnte Abschnitte der Heeresgruppe des Gcneralfeldmarschalls von Hiudenburg vorgetrieben worden ist. Er hat Dank der Tapferkeit und zähen Ausdauer unserer Truppe» keinerlei Erfolge erzielt. Welch großer Zweck mit den Angriffen angestrebt werden sollte, ergibt folgender Befehl des russischen Höchstkommandierendeu der Armee an der 23c st front vom 4.(17.) März Nr. 537. Truppen der Westfront! Ihr habt vor eiucm halben Jahre, stark geschwächt, mit einer geringen Anzahl Gewehre und Patronen den Bormarsch des Feindes aufgehalten uud, nachdem ihr ihn im Bezirk des Durchbruches bei Molodctschno aufgehalten habt, Eure jetzigen Stellungen eingenommen. Seine Majestät und die Heimat erwarten vou Euch jetzt eine neue Heldentat: Die Vertreibung des Feindes «us den Grenzen des Reiches! Wenn Ihr morgen an diese hohe Aufgabe herantretet, so bin ich im Glaubeu au Euren Mut, an Eure tiefe Ergebenheit gegen den Zaren und an Eure heiße Liebe zur Heimat davon überzeugt, daß Ihr Eure heilige Pflicht gegen den Zareu uud die Heimat erfülle« uud Eure unter dem Joche des Feindes seufzende Brüder befreien werdet. Gott helfe uns bei unserer heiligen Sache! Gcncral-Adjutant: gez. E w e r t. Freilich ist cS für jeden Kenner der Vcrhältniffe er- stauulich, daß ei» solches ltuternehmeu zu einer Jahreszeit untcruommcu wurde, iu der seiner Durchführung vou eiucm Tage zum anderen durch die Schneeschmelze bedenkliche Schwierigkeiten erwachse« konnten. Die Wahl des Zeit- Punktes ist daher wohl weniger dem freien Willen der russischen Führnug als dem Zwang durch einen notleidende» Verbündeten zuzuschreiben. Wenn nunmehr die gegenwärtige Einstellung der An- griffe von amtlicher russischer Stelle lediglich mit dem Zum Luftangriff auf Englanü. London, l. April.(W. T. B.) Das KriegSamt teilt mit: Gestern abend fand ein Luftangriff auf die östlichen Grafschaften statt, an dem fünf Zeppeline teilgenommen haben dürften. .Tie kreuzten über der Küste, über verschiedenen Ortschaften an der Themse und steuerten nach verschiedenen Richhmgen. Es sollen neunzig Bomben auf verschiedene Oertlichkeiten geworfen worden sein. Dia Ergebnisse sind nicht bekannt. Auch wird berichtet, daß feindliche Luftfahrzeuge die nordöstliche Küste überflogen haben. Einzelheiten fehlen. der französische Tagesbericht. Paris, i. April.(S. T 83.) Amtlicher Bericht von Freitag nachmittag. In den Argonnen wiesen wir zwei Handgrauatenangriffe auf die Stellungen nördlich von Avocourt ob. AZestlich der MaaS verdoppelte sich die Heftigkeit der Beschießung von Malancourt. Im Laufe der Nacht richteten die Deutschen eine Reihe von Dlassenangrissen gleichzeitig von drei Seiten auf das Dorf, das einen vorspringenden Winkel unserer Linie bildete und das eins unserer auf Borposten stehenden Bataillone besetzt hielt- Nach erbittertem, die ganze Nacht dauerndem Ringen, da» dem ,'feinde beträchtliche Opfer kostete, räumten die Truppen das in Trümmern liegende Dorf, dessen Ausgänge wir besetzt halten. Oestlich der MaaS war die Nacht ruhig. In der Woevre versuchten die Deutschen dreimal, uns das Werk östlich von Haudio« mont zu entreißen; alle Versuche wurden abgewiesen. Von der übrigen Front ist kein wichtiges Ereignis zu melden. Paris, 1. April.(W. T. B.) Amtlicher Bericht von g e st« r n abend. Südlich von der Somme versuchte der Feind nach Artillerievorbereitung eine Reihe von Handstreichen gegen unsere kleinen Posten in der Gegend von Dompierre; alle Versuche icheiterten. In der Champagne brachte unser Zerstörungsfeuer deutsche Schützengräben südlich von St. Marie-i-Py zum Einsturz; ein deutsches Flugzeug wurde durch uiisere Flugzeugabwebrkanonen zum Absturz gebracht und fiel, in Flammen gehüllt, in den feind- licheu Linien nördlich von Tahure zu Boden. In den Argonnen be» schoß unsere Artillerie Truppen, welche auf VarenneS marschierten. Westlich von der MaaS nahm die Tätigkeit der Artillerie in der Gegend von Malancourt ab; der Feind machte während des TageS leinen Versuch, aus dem Dorfe borzubrechen. In der Gegend von Mort Hamme machte der Feind nach heftigem Artilleriefeuer gegen K Uhr abends einen starken flankierenden Angriff gegen unsere Stellungen nördlich von der Höhe 2S6. und begleitete ihn mit Sperrfeuer tränen- erregender Granaten; die Deutschen konnten einen Augenblick in -inigen Abschnitten unserer ersten Linie Fuß fassen, wurden aber ourch«inen lebhaften Gegenangriff unserer Truppen zurückgeworfen. An anderer feindlicher Angriff wurde etwas später westlich von dieser Stellung angesetzt, scheiterte aber schon in seinen Anfängen WfttcrungSumschlag erklärt wird, so ist daS sicherlich nur die halbe Wahrheit. Mindestens ebenso wie der auf- geweichte Boden sind die Verluste an dem schweren Rück- schlage beteiligt. Sie werden nach vorsichtiger Schätzung auf mindestens 140 000 Mann berechnet. Richtiger würde die feindliche Heeresleitung daher sagen, daß die„große" Offensive bisher nicht uur im Sumpf, sondern iu Sumpf »ud Blut erstickt ist. Balkan-Kriegsfchauplatz. Nichts Neues. O b e r st e Heeresleitung. »« * Neuer Lustschiffangriff auf Lonüon. Amtlich. Berlin, 1. April.(W. T. B.) I» der Nacht vom 31. März zum 1. April hat ein Marin e- luftschiffge schwader London uud Plätze der englischen Südostküste angegriffen. Die City von London zwischen London- und Tower- brücke, die London-Docks, der nordwestliche Teil von London mit seinen Truppeulageru sowie Industrieanlagen bei Enfield uud die Sprengstoffabriken bei Waltham Abbey — nördlich von London— wurden anögiebig mit Bomben be- legt. DeS weiteren wurde überLowestoft, nachdem vorher eine Batterie bei Stowmarket— nordwestlich Harwich— erfolgreich angegriffen war, eine große Anzahl Spreng- und Brandbomben geworfen, eine Batterie bei Cambridge zum Schweigen gebracht uud dort ausgedehnte Fabrikanlagen angegriffen. Endlich wurden die Hafenaulagen uud Be- feftignngcn am Hnuiber mit Bomben belegt. Drei Batterien wurden dort zum Schweigen gebracht. Die An- griffe hatten durchweg sehr guten Erfolg, wie von unseren Luftschiffen durch die einwandfreie Beobachtung zahlreicher Brände uud Einstürze festgestellt werden konnte. Trotz überaus heftiger Beschießung find alle Luftschiffe bis auf „ l. 15" zurückgekehrt.„L 15" ist nach eigener Meldung angeschossen gewesen und mußte vor der Themse auf das Wasser niedergehen. Die vou unseren Streit- kräfteu angestellten Nachforschungen sind bisher erfolg. los geblieben. Der Chef des AdmiralstabeS der Marine. ** Der llmewNe smriiMlMrM. Wien, 1. April.(W. T. B.) Amtlich wird vcrlautbart, l. April 191«: Russischer Kriegsschauplatz. Bei Olyka nahmen österrcichisch-nngarischc Abteilungen eine feindliche Vorstellung, warfen die russische« Deckungen ein, zrr- störten die Hindernisse und kehrten sodann wieder in unsere Hauptstclluug zurück. Südöstlich Siemikowce wurde der Versuch des Feindes, seine Linien in einer Frontdreite von tausend Schritt auf Sturmdistanz vorzuschieben, durch Artillrrieseucr und einen Gegenangriff vereitelt. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern fetzte die Tätigkeit an einzelnen Stelle« der Front beiderseits wieder ein. Am Tolmcincr Brückenkopf, im Fclla- Abschnitt und an der Dolomitenfront kam es zu mehr oder weniger lebhaften Geschützkämpsen. Italienische Augriffe gegen das Front- stück zwischen dem großen und kleinen Pal und bei Schluderbach wurden abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts von Belang. Der Stellvertreter des Chefs dcS GeneralstabeS: vou Hoefer, Feldmarfchalleutnant. gänzlich. Oestlich von der MaaS und in der Woevre-Ebcne mäßige? Geschützfeuer. Im Walde von Apremont haben wir feindliche Unterkünfte bei Barvinay beschossen; unser Feuer auf eine feuernde deutsche Batterie sprengte mehrere Munitionswagen in die Luft. Luftkrieg: Einer unserer Flieger brachte im Laufe eines be- wegten Kampfes einen Aviatikflieger zum Absturz, welcher in unsere Linien bei Rippe in der Gegend von Belfort fiel. Belgischer Bericht: Nach einem verhältnismäßig ruhigen Morgen nahm der Geschützkampf am Nachmittag den Charakter sehr großer Heftigkeit an, besonders in den Abschnitten von Perwhse und Dixmuiden. Die englische Meldung. London, 1. April.(W. T. B.) E zr g l i s ch e r Kriegsbe- eicht von Freitag. Gestern herrschte lebhafte Tätigkeit der Luftstreitkräfte. Unsere Flieger verrichteten sehr erfolgreiche Ar- beit. Drei unserer Flugzeuge werden vermißt. Der Feind sprengte gestern nacht eine Mine in der Nähe von Neuville— St. Vaast und versuchte einen Jnfanterieangriff, der leicht von unseren Bomben» Werfern abgeschlagen wurde. Wir sprengten eine kleine Mine nahe bei der Hohenzollernschanze, durch welche die feindlichen Posten in zwei alten Sprcngtrichtern vernichtet wurden. Die Artillerie war tätig nördlich und südlich von An gras, südlich von Hulluch, nördlich von Ploegsteert und bei Pilkem. Ein feindlicher Angriff südlich von St. Elvi brach unter unserem Feuer zusammen. Der russische Kriegsbericht. Petersburg, 1. April.(W. T. B.) Amtlicher Bericht vom Sl. März. W e st f r o n t: Im Abschnitt Jakobstadt griff der Feind Roshe(3 Kilometer) südlich deS Bahnhofs Neu-Selburg an, er wurde abgewiesen. Nördlich Dünaburg, bei Jlluxt Artillerie- und Bombenkämpfe. Westlich de» Narocz-SoeS griff der Feind das längliche Waldstück südlich des Dorfe» Mokrzhce an, wurde aber durch Feuer zurückgewiesen. Südlich Krewv bei dem Dorfe NowoSjolki(IS Kilometer) dauert der Kampf um den Besitz eines Minentrichter» an. der vor einigen Tagen durch Sprengung entstanden ist. Feindliche Flieger be« warfen die Dahnböse Pogorjelzy<29 Kilometer nordöstlich Bara- nowitschi), Stolpce, Antonowka(12 Kilometer westlich Bahn« hos Sarny) Luntniec und den Flecken Sinjawka(38 Kilometer süd- östlich Baranowitschi) mit Bomben. Südlich der Rokitnosümpfe, West- lich Czarlorysk vernichteten unsere Freiwilligen eine feindliche Ab- teilung. An der oberen und mittleren Strypa wiesen wir Versuche be« deutender feindlicher Kräfte, an unser« Gräben heranzukommen, durch unser Feuer ab. Die beginnenden FeühjahrSüber- schwemmungen hemmen hier in immer mehr Abschnitten die beiderseitigen Bewegungen. Der Feind erkennt in seinem Bericht an, daß bei der Vorbereitung unserer Operationen 'unsere Artillerie«bisher an der Ostfront nicht gekannte Geschoß- mengen verfeuert hat". Die jungen Mannschaften unserer Regt- menter brennen auf den Kampf, trotz der unglaablichen Schwierig- leiten des Geländes, da» sich in einen Sumpf zu verwandeln be- ginnt. Kaukasus: In der Richtung Bagdad vorgehend, warfen wir bei der Festung Karamalachktan?) Nordwest« lich Podcstagno. Gestern kam es längs der Jsonzofronl zu zeittoeise unterbrochener Artillerietätigkeit, die durch Platzregen be- hindert wurde. Wichtigere Gefechte verliefen kür uns günstig östlich von Selz. Sie zeugten für die schöne Haltung der Brigade Acqui. Am 27. März nahmen wir durch eine kräftige Offensive mit stür- mender Hand ein ungefähr IVO Meter großes Stück eines breiten und gut eingerichteten feindlichen Schützengrabens. Nachdem sie heftig« feindliche Gegenangriffe abgewiesen hatten, waren unsere Truppen entschlossen, um jeden Preis den ganzen Graben zu er- obern. Sie erreichten dies am Nachmittag des 29. März nach drei Tagen harten und andauernden Kampfes. Sie machten gleich- zeitig zahlreiche Gefangene und erbeuteten viele Waffen. _ C a d o r n a. das Oberhaus über Sie mefopotamische Lage. London, 30. März.(W. T. B.) Lord BereSford fragte, ob der General, der jetzt in Kut el Lmara eingeschlossen sei, für den Vormarsch verantwortlich sei oder ob er nur die Befehle seiner Vorgesetzten ausgeführt habe. Eine Niederlage in Mesopotamien würde den Verlust deS britischen Prestiges bedeuten; die Türken würden sagen können, daß sie die Engländer nicht nur in Europa. sondern auch in Asien geschlagen hätten. Diese Nebenexpeditionen seien Hazardspiele, die nicht aus militärischen, sondern auS politischen Gründen unternommen würden. Die Entsatzexpedilion hätte nicht ausrücken dürfen, bis eS absolut sicher war, daß sie General Townsend erreichen könne. Lord Jslington bat, Einzelheiten über die Unternehmung in Mesopotamien zu veröffentlichen. Erhöhung ües Wehrpflichtalters in üer Türkei. Konstantinopel, 30. März. Das Amtsblatt veröffentlicht die unlängst vom Parlament beschlossenen Wehrgesetznovellen, welche bestimmern Erstens: Die Wehrpflicht wird bis zum 14. Okiober nach Vollendung des SO. Lebensjahres ausgedehnt, und sollen die Landsturmpflichtigen im Alter von 46 Jahren und darüber gegen Entrichtung der für die gegenwärtige am Ansang des Krieges angeorduete Mobilisierung- bestimmten MilitärbeftemngStaxe von 22 Pfund von der akt-ven Dienstleistung enthoben werden. Zweitens: Die zum Altersjahrgang 1314(1893) gehörigen Os- niancn werden zur Wehrpslicht herangezogen. Jjjre Musterung ist bis zum 13. September dieses Jahres durchzuführen. Drittens: Die für die Enthebung der von der aktiven Dienstleistung seit dem ersten Tage der gegenwärtigen Mobilisierung von Reservisten und Landsturmpflichtigen entrichtete Militärbefreiungstaxe hat nur für 18 Monate und die von nun an zu entrichtende Taxe nur für 32 Monate zu gelten: für eine etwaige zweite Zahlung wird die Taxe mit 30(statt 44) Pfund festgesetzt. Mmähliche Rückbeförderung üer serbischen Internierten. Belgrad, 1. April.S 600 M. pro Monat verdienen. Dazu geht uns von den Vertrauensleuten deS Betriebes die Mitteilung zu. daß derartige Verdienste von den Arbeitern des Betriebes bei weitem nicht erreicht werden. Deutscher Metallarbeiter-Berband. Ortsverwaltung Berlin. veutsebes Reich. veb« die Zunahme und Entlohnung b« Franenerwerhsarbest in d« Metallindustrie der beiden Landesgebiete Rheinland und Westfalen macht die Nr. 13 der„Metallarbester- Zeitung" beachtenswerte Angaben. Sie sind infofern noch von größerer Bedeutung, weil es die ersten einwandfreien Anhaltspuntte über die Ausdehnung und Entlohnung der Frauenarbest überhaupt find. Nach diesen Feststellungen waren vor dem Kriege in 227 Be- trieben 10 150 Arbeiterinnen beschäftigt. Am 1. August 1915 aber, also nach Verlauf eines Jahres, betrug die Zahl der beschäftigten Arbeiterinnen 42 270, die sich auf 579 Betriebs verteilten. E S baben somit während dieser Zeit nur allein in der Metallindustrie Rheinlands und Westfalens 35 2 Betriebe die Frauenarbeit neu eingeführt. Von den 33 angesühtteri Jndustriebezirken weisen nur zwei, der Aachener und der Lüdenscheid« Bezirk, eine Abnahme von weiblichen Beschäftigten auf. Alle übrigen Bezirke dagegen verzeichnen zum Teil recht loesentliche Zunahmen. So stieg im Bonner Bezirk die Zahl der beschäftigten Arbeiterinnen von 548 auf 6096, im Düsseldorfer von 683 auf 5610, im Essener von 20 auf 4779 und st» Kölner Bezirk von 297 auf 4151. Die gleichen Steigerungen wurden auch in den einzelnen Be» rnfsgrnppen festgestellt. In der Gttipve Heeresbedarf aller Art z. B. erhöhte sich die Zahl der Betriebe von 59 ans 268 und die der Arbesterinnen von 8451 auf 28 422. Bemerkenswert ist dann fern« noch die Ausdehnung der Frauenarbeit in d« Trahtindustrie, in den Hüttenwerken, Maschinenfabriken, Effengietz«eien, Auto- und Fahrradfabriken und im Waggonbau. Durch das Eindringen der Frauen in die verschiedensten Berufe ist naturgemäß auch die Arbeit eine vielseitige geworden. Sie werden u. a. beschäftigt mit Drehen, Bohren, Fräsen, Schleifen, Stanzen, Pressen. Gewindeschneiden, Montstren, Polieren, Kontrollieren, Formen, Kernmachen, Guß- putzen. Schweißen, Aus- und Abladen, Rangieren, Packen, Kran- führen usw. Sie müssen also fast alle vorkommenden Arbeiten ver« richten, selbst solche, die an den Körper die denkbar schwersten An- forderungen stellen. Es ist deshalb auch nicht verwunderlich, wenn von 57 Werken Unfälle von Arbeiterinnen in dem einen Jahr gemeldet wurden. Als gänzlich unbefriedigend müssen die Feststellungen über die Dauer der Arbeitszeit und die Entlohnung der Ar- beit«innen bezeichnet werden. Von den erfaßten weiblichen Bcschäf- tigten hatten rund 75 Proz. eine tägliche Arbeitszeit von 10 Stunden und länger und nur 25 Proz. hatten eine solche von wenig« als 10 Stunden. Ihr Verdienst bewegte sich bei Lohnarbest zwischen 10 und 50 Pf., bei Akkordarbeit zwischen 15 und 60 Pst. und in de» Betrieben. Ivo beide Entlohnungsarten in Frage kommen, zwischen 12 und 75 Pf. die Stunde. Das«gibt im Durchschnitt einen Stundenverdienst für die nur in Lohn Beschäftigten von 30 Pf., für die nur in Akkord Beschäftigten von 35 Pf. und für die m Lohn und Akkord Beschäftigten einen solchen von 45 Pf. Schon hieraus ist zu schließen, daß der größte Test der Unternehmer den Grundsatz: Für gleiche Arbeit gleichen Lohn, nicht beachtet, sondern vielmehr die Lohn- und Akkordsatze nach ihrem Belieben reduziert haben. Zahlen- mäßig wird darüber berichtet, daß nur in 105 von 277 Betrieben, die diese Frage beantwortet haben, den Arbeiterinnen der gleiche Lohn bezahlt wird als den Männern. In den übrigen 172 Betrieben da- gegen bewegen sich die Akkordpreise zwischen 40 und 90 Proz. des Betrages, welchen die männlichen Arbeiter für dieselbe Arbeit er- halten. Ja selbst die Zuschläge für Ueberzeit- und Sonntagsarbeit werden in 28 Betrieben nicht in gleicher Höhe wie den männlichen Arbeitern bezahlt. Diese mißlichen Lohn- und Arbeitsverhältnisse können aber nur mit Hilfe der gewerkschaftlichen Organisation v«bessert werden. Diese zu stärken ist daher eine wichtige Aufgabe, wichtiger, als sie je zuvor war. Wetterauslichten für das mittlere Rorddeutickland dt» Moittag mittag. Im ö Wichen Kü'tenpefHete großenteils bewöltt und stellenweise etwas Rezen. In den anderen Gegenden trocken und vor» wiegend heiter. In den Tagesstunden überall mild. In der Nacht zum Montag besonders im Nordwesten kühl. C.m." b. H. Waschstoffe CII.__. rjr bedrudd. w modernen Biumtu- a.,e.ier.s.,0I!2 1.45 1.75 2 h. Schleierstoffe? �00�75 AuswehtatoallOonbr.ntr. ZfiO c II.,___. lartla beifldd.m«ch6n«n Farben. Schlelerstojje««c««e a-jc iteftunai••••••*•/%/ fidtung« Schieterstoff ctaa 1U am brtfl»...»» gloH w«orzOgl Quant., 2.25 3.25 Baumwoll• Musselin SJT41 nV"" Boderaes.................... OU Z/U PI. _ bedrudd. groSe Aur«dd modern. Biumea- _Le?.?.n. tu- 80 n. 1.10 125 ür�.s.!.,?.,2l! 2S140 275 Seidenstoffe Blusenseide Blusenseide Bastseide Toffel «cd»«, lack»» ata« cd brad .- diel» 1.25 150 1.90 3.05 3.75 625 Damen-Hüte Handgenäht. 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Die neuen Beschlüsse find in ihrer Hauptsache geeignet, das, was der vorige schuf, zu verschlimmern, oder aber sie mützten eine Aus- legung erfahren, die im Sinne der Worte nicht begründet ist.... Es wäre noch vieles zu diesen Beschlüssen zu sagen. Für heute möge es genug sein, bis zu der Warnung: Man treibe die Dinge nicht auf die Spitze, man spalte nicht durch Unduldsamkeit und Ge- walt, was zusammengehört. Die deutsche Arbeiterbewegung hat die Einheit nötig. Sündige man also nicht weiter dagegen, von unten nicht, aber auch von oben nicht! „Bergische Arbeitcrstimmc"(Solingen): Zu dem heute an erster Stelle abgedruckten Aufruf des Partei- Vorstandes haben wir nichts mehr zu bemerken, weil er nichts enthält, was die gleichen Personen nicht auch schon bei ihrem Versuch gesagt haben, die unbequemen Störer ihrer Politik im Reichstag stumm zu machen, und was nich. schon glatt widerlegt wurde. Wir müssen uns gegenseitig ertragen, bis wieder normale Zeiten kommen. An unsere Parteigenossen richten wir die Aufforderung: Latzt euch nicht provozieren durch solche Schriftstücke. Bleibt in der Partei, wahrt eure Rechte, damit ihr beim Wiederaufbau der Partei mit- helfen könnt. Zorn ist ein schlechter Berater. Beitzt die Zähne zu- sammen, es gilt das Höchste, was wir haben: die Parteil „Braunschwciger BolkSfreund": Trotzdem eine uneingeschränkte Kritik nicht möglich ist, sei der nachfolgende Aufruf der Parteiinstanzen den Parteigenossen zur Kenntnis gebracht. Es wird den Parteigenossen nicht schwer fallen, selbst die innere Brüchigkeit dieses Aufrufs nachzuweisen. „Essener Arbeiterzeitung": .,. Einig sind wir mit dem Aufruf und dem ParteiauSschutz darin, datz es gilt, die Einheit der Partei zu wahren, organisatorische Sondergründungen zu verhüten und zu bekämpfen. Das haben wir bisher getan, werden es auch in Zukunft so halten. Die freie Mei- nungsäußerung über die Streitfragen, die zu den bedauerlichen Vor- gängen der letzten Tage führten, erachten wir nach wie vor als das wichtigste Mittel, die gegenseitige Achtung unter den Genossen und damit die Grundlage für die organisatorische Einheit zu erhalten. Nach diesen Gesichtspunkten werden wir auch künftig unsere Haltung, die bisher sachlich mit den Anschauungen der(erweiterten) Minder- heit übereinstimmte, einhalten. „Volkszeitung"(Zittau): Die Auslassungen des Parteiausschusses lassen erneut in jeder Zeile erkennen, datz er sich als Partei in Äeser Sache fühlt und als Partei handelt, und zwar als ausgesprochene Partei zur Ver» nichtung der Minderheit, überdies eine sehr oberflächlich urteilende Partei. Die Parteilichkeit des Parteiausschusses geht so weit, datz er jedes Erröten oder auch nur vorsichtige Streifen der sachlichen Gegensätze, die zu der Spaltung der Frattion führten, in weitem Bogen umschifft und dafür den aus der Fraktion Hinausgeworfenen das billige Motiv der„bedachtes, Untergrabung unserer gemein- famcn politischs��tigkeft für die deutsehe SWfceiteifchwft in schwerer Zeit" unterstellte.. Wir haben schon vor einigen Tagen darauf hin- gewiesen, datz schon die Namen der Angehörigen der neuen sozial- demokratischen Fraktion selbst jedem Anhänger der Mehrheft ins Bcwutztsein hämmern, datz es bald nichts Widersinnigeres geben kann, als hier mit Entrüstung von bedachter Untergrabung zu reden. Der Parteiausschutz bat nicht das Recht, sich selbst mehr Pflichtgefühl und Pflichtbewutztsein zuzumessen, als den angefcin- deten Genossen der Minderheit. Das Pflichtbewutztsein der Min- derhcitsgenossen gerade war es, das sie mit eiserner Notwendigkeit dazu drängte, anders zu handeln, als der Parteiausschutz es ftir gut befindet. Wer„das Vertrauen der Massen unserer Partei" aufs schwerste ersckfiftert, die„Mehrheit" oder die„Minderheit", das wird sich erst herausstellen, wenn diese„Massen der Partei" ihre Meinung unverhohlen und unverblümt sagen können. „Norddeutsche Volksstimme": Hierzu wollen wir im allgemeinen kurz bemerken, datz nach unserer Empfindung die sämtlichen Beschlüsse(des Parteiaus- schusses D. R.) den guten Willen vermissen lassen, die Verhältnisse objektiv zu würdigen. Das geht im einzelnen besonders aus dem ersten Beschlutz hervor, der auf die Vertreter der Minderheit die schwersten Vorwürfe häuft, im übrigen aber das Vorgehen jener Auch-Sozialdemokraten, deren journalistische und rednerische Tätig- keit sich in nichts mehr von den Bürgerlichen unterscheidet, mit ebenso großer Milde wie Kürze behandelt. Hier aber, meinen wir, hätte die schwerste Kritik der Parteiinstanzcn von Anfang an ein- setzen müssen, wenn ihnen daran gelegen war, die Dinge nicht auf die Spitze treiben zu lassen. Da aber hat sowohl der Partei- vorstand wie der Ausschutz völlig versagt, obwohl sie wissen mutzten, datz das unverantwortliche Treiben jener Heine, David, Kolb, Haenisch usw. und die Unmöglichkeit, ihren nationalistischen, teils sogar chauvinistischen Orgien in der Oeffentlichkeit entsprechend entgegenzutreten, wesentlich mit zur Verschärfung der Situation beigetragen hat. „Obcrfrcinkische Volkszcitung": Diese Resolution ist eine Ueberschreiwng der dem Parteiausschutz zustehenden Befugnisse. Ihre praktische Anwendung läuft auf eine Spaltung der Partei hinaus. Beschlüsse von solcher Trag- weite zu fassen und dem Parteivorstand Rechte einzuräumen, die ihm nur von einem Parteitag verliehen werden könnten, steht dem Parteiausschutz nicht zu. Er hat durch sein« Kundgebung die Situation noch verschärft, statt einigend zu wirken. „Fränkischer BolkSfreund"(Bamberg): Der Parteiausschutz hat Beschlüsse gefaßt, die geeignet sind, die Einheit der Partei auf das schwerste zu gefährden, Beschlüsse, die die Zerklüftung der Reichstagsfraktion hinübertragen können, ja wahrscheinlich hinübertragen ivcrden auf die Partei. Nicht alS ein Organ der Einheit, sondern als ein Parteiorgan der Mehr- heit hat er mit Mehrheitsbeschluß entschieden. Schärfste Verurtei- lung der Minderheit, die einseitige Beschuldigung für die Minder- heit, datz sie es gewesen sei, sie allein, die die Fraktionsspaltung hervorgerufen habe! Und die Mehrheit? Einige dekorative Sätze gegen die Heine und Peus, die die Katze aus dem Sack ließen und nicht staatsmännisch klug schwiegen, sonst nichts. Nichts. Nichts gegen die Vergewaltigung der Minderheft, die zugleich eine Ver- gewaltigung der stärksten Organisationen in der Partei ist, nichts gegen die unerhörten Provokationen, nichts gegen das würdelose Verhalten der Mehrheit im Plenum des Reichstags! Seine Beschlüsse sind so unerhört, daß die Minderheit, ja daß die Parteigenossen im Lande dazu nicht schweigen können. Sie sind nunmehr gezwungen, Stellung zu nehmen. Stellung für die Einheit der Parteil Es ist nicht wahr, datz die Minderheit shstema- tisch auf die Parteispaltung hinarbeitet, auch der Minderheft ist die Einheit der Partei die schärfste Waffe im Kampfe gegen den gemeinsamen Feind! Stellung aber auch gegen diese Beschlüsse des Parteiausschusses, diese Beschlüsse, die die Frage. Spaltung oder nicht, zur brennenden machen. öer Partei. Stellungnahme zur Fraktionsspaltung. Die Parteifunktionäre in Königsberg haben zu den Partei- streitigkeitcn Stellung genommen und folgender Resolution mit überwältigender Mehrheit zugestimmt: „Wir beklagen die Spaltung der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion, machen aber dafür die Fraktions Mehrheit verantwortlich, die ihre Befugnisse überschritten und ihr zahlen- mätziges Uebcrgewicht zu unzulässigen Gewaltmatzrcgcln gegen die Minderheit mißbraucht hat. Wir billigen das parla- mentalis che Verhalten unseres Reichstagsabgeordneten Haase und protestieren entschieden dagegen, daß ihm und seinen Gesinnungsgenossen Fraktionsrechte durch die Fraktions- Mehrheit aberkannt worden sind, die jedem ordnungsmäßig in den Reichstag gewählten Parteigenossen als sein Parteirecht zustehen und daher von der Reichstagsfraktion nicht gemindert werden dürfen. Wir sind unerschütterlich davon überzeugt, datz die Einheit unserer Parteiorganisation zur erfolgreichen Durchführung des Befreiungskampfes des Proletariats auf- rechterhalten werden mutz, und werden uns allen Versuchen, diese Parteieinheit zu beseitigen, widersetzen. Wir verlangen aber als Vorbedingung gedeihlicher Parteientwickelung für die Parteigenossen unbeschränkte Freiheit, für ihre Ansichten, sofern sie nicht gegen die Parteigrundsätze verstoßen, zu wirken. Im Einklang mit dem Organisationsstatut unserer Partei erklären wir, datz in den gegenwärtigen Parteistreitfragen allein dem Parteitag, nicht aber anderen zentralen Partei-Körper- schaften, weder dem Parteivorstand, noch der Rcichstagsftattion, noch dem Parteiausschutz das Recht zusteht, für alle Partei- genossen verbindliche Entscheidungen zu treffen!" Wie wir erfahren, haben 107 der Resolution zugestimmt, 11 dagegen._ Das„Correspondenzblatt" der Generalkommission über die Fraktionsspaltung. Das„Correspondenzblatt" schreibt: „Wir begnügen uns damit, unseren Lesern die Tatsachen mit- zuteilen und auf die treibenden Kräfte dieses Ereignisses hinzu- weisen. Nachdem der Partciausschutz die Erklärung abgegeben hat, datz die Gründung einer zweiten sozialdemok»atischen Reichstags- fraftion unvereinbar sei mit den Grundsätzen des Organisations- statuts, das nur die eine sozialdemokratische Reichstagsfraftion kennt und anerkennt, ergibt sich für die Gewerkschaften die ein- fache Konsequenz, da sie nur mit der sozialdemokratischen Partei Deutschlands das Abkommen vom Jahre 1906 getroffen haben." Die Gruppierung der Fraktionsmchrheit. Die„Chemnitzer Volksstimme" hatte kürzlich die sechs Gruppen der Minderheit gekennzeichnet als: 1. Gruppe Spartacus, 2. Gruppe der„Lichtstrahlen" und der„Internationale"", 3. Gruppe Lede- bour-Adolf Hoffmann, 4. Gruppe„Neue Zeit", 5. Gruppe Bern» stein, 6. Gruppe„Die große Mehrheit der Minderheit". Die„Leipziger Volkszeitung" antwortet darauf mit einer längeren Zuschrift, der wir folgende Charakterisierung der Mehrheitsgruppcn entnehmen: Betrachten wir nun einmal die Gruppen. Da haben wir vor allem die Vertreter des unbedingen Zusammengehens mit bürgerlichen Parteien, deren Theoretiker der Genosse Kolb, deren Herold der Genosse Peus ist, die in Schwaben in Keil, Feuerstein, Heymann ihre bekanntesten Vertreter haben. ' Als zweite Gruppe nröchtcn wir bezeichnen die Genössen, die die nationalen Gesichtspunkte wahrend des Krieges am schärfsten unterstrichen haben: Cohen, Heitmann, Landsberg, David, Heine, Bios, Göhre, Noske. Hähnisch, Südekum, Ouarck, Oskar Geck. Unter den Nationalisten, wenn wir mit diesem kurzen Worte diese Gruppe bezeichnen wollen, gibt es eine Reihe, bei denen sich der imperialistische Gesichtspunkt stark vordrängt. Bewußter noch als die Genannten bewegen sich in imperialisti- schen Gedankengängen die Genossen Lensch, Cunow, Heinrich Schulz, Ouesscl. Nicht frei von imperialistischen Gedankengängen ist die vierte Gruppe, die in sich geschlossenste und gemeinsam wirkende, die Gruppe der Gewerkschaftsführer. Sie verfügt ganz naturgemäß über die beste Organisation und über die Möglichkeit, sich über ihre gemeinsamen Ziele und Methoden zu verständigen; sie besitzt anch eigene Organe. Diese Gruppe verspricht sich, vielleicht mehr unbc- wutzt als bewußt, von der Unterstützung einer imperialistischen Reichspolitik große Vorteile für die Arbeiter. Gibt es auch in dieser Gruppe mannigfache Spielarten, so ist sie doch die in sich einigste. Ihr gehören innerhalb der Reichstagsfraktion nur Gewcrkschafts- beamte an, und außerhalb der Fraktion wird für diese Gruppe in den Gewerkschaften mit nachahmenswertem Eifer gearbeitet. Unter den Reichstagsabgeordneten gehören dieser Gruppe an die Genossen Legten, Bauer, Robert Schmidt, Brey, Deichmann, Käppler, Körsten, Sachse, Schumann, Silberschmidt. Sehr verwandt den Gedankengängen dieser Genossen, ober doch ihre eigenen Wege gehen die als fünfte Gruppe zu betrachten- den Nur- Praktiker, zu denen u. a. gehören die Genossen Bühle, Brühne und Binder. Von allen diesen Gruppen unterscheidet sich die sechste, die aus alten Parteigenossen besteht, die noch lieber als die vorgenannten die Zusammenhänge der Partei erhalten wissen wollen, cüber durch den Gegensatz gegen die Kreditverweigerer und durch mancherlei Unterscheidung von den vorstehenden Gruppen zu einer eigenen Gruppe, die wir die des Rechten Zentrums nennen wollen, zusammengeschweißt werden. Zu ihr gehören Molkenbuhr, Richard Fischer, Dietz, Pfannkuch, Kühn, Grenz, Cbert, Haberland, Wels, Thöne, König. Eine weftere, siebente Gruppe ist mit der sechsten sehr verwandt, doch auch mft manchen früher genannten Strömungen, so datz wir sie selbständig anführen wollen; ihre Charakterköpfe sind Scheide- mann und Schöpflin. Als achte Gruppe, die den Uebergang zur Minderheit bildet, die aber aus lauter Kreditbewilligern besteht und deshalb von der Mehrheit für sich in Anspruch genommen wird, besteht aus Genossen, die wir als Linkes Zentrum wohl am besten bezeichnen. Zu ihm zählen die Genossen Spiegel, Giebel, Artur Hofmann, David-> söhn, Hofsmairn-Kaiserslautern und Hierl. Endlich wäre noch eine Reihe von Eingängern zu nennen, die die Partei ganz allein nach ihrem Kopfe geformt sehen möchten, wie z. B. Genosse Schippel. Doch genügen die großen Gruppen, um die Einheit der Mehrheit klarzustellen: wir können verzichten, auf die Eingänger besonders zu verweisen. Wie gehetzt wird. Die Baumeistcrsche„Internationale Korrespondenz" schreibt unter dem Titel„Italienische Stimmen": „Bezeichnend für die treffliche Brauchbarkeit der deutschen Parteivorgänge zur kriegshetzerischen Agitation ist die Tatsache, datz infolge der Zensur der „Avanti" seinen zwei volle Spalten langen Leitartikel über die deutsche Parteispaltung streichen mutzte, das chauvinistische „Popolo d'Jtalia" hingegen ihr aber einen ebenso langen Leit- artikel widmen kann." Die„I. K" gibt dann weiter den Inhalt deS erwähnten; Artikel» des Blattes der italienischen Kriegshetzer wider..Wir! verzichten auf die Wiedergabe dieses Artikels, da die Kriegshetzer in allen Ländern nach derselben Schablone schreiben, und da uns diese Quelle zu anrüchig erscheint, um sie— wie die„I. K." da? tut.— zur Information über die Stimmung in der italienischen sozialistischen Partei zu benutzen. Am erstaunlichsten aber ist die Schlußfolgerung, die aus der Streichung des Leitartikels des „Avanti" gezogen wird. Man sollte meinen, datz gerade diese Tatsache den schlüssigen Beweis dafür erbringt, wie u n b e- quem die Vorgänge in der deutschen Partei und das Echo, das sie in der der In- ternationale treu gebliebenen italieni- schen Partei geweckt haben, den italienischen Machthabcrn sind. Jeder, der seine Sinne beisammen hält, mutz diesen Tatbestand ohne weiteres sehen. Und nur Böswillig- keit kann diesen Vorgang als Beweis für die„treffliche Brauch- barkeit der deutschen Partcivorgänge zur kriegshetzerischen Agita- tion" heranziehen._ Zum Tode des Genossen Rackow erhalten wir von einem deutschen Genossen, der in England auf der Insel Man als Kriegsgefangener interniert ist, folgende Zeilen: Ich bin beauftragt, Ihnen mitzuteilen, datz der alte Genosse Rackow am 2. März in London gestorben ist. Rackow war infolge seines Alters(72 Jahre) von der Jnteruierung: in einem Kon- zentrationslager befreit und hatte die Erlaubnis, in London zu bleiben. Er wurde auch nicht repatriiert. Er war während des Krieges Leiter des Deutschen Arbeitervereins in London, dessen deutsche Mitglieder jetzt zum größten Teile, ungefähr 299, sich in Kriegsgefangenlschaft befinden. Die Mehrzahl davon ist ans der Jsle of Man(Irische See). Wir sind guten Mutes und haben den Glauben an die Zukunft, die uns gehören mutz, nicht verloren. Mus Industrie uuü Handel. Fusion im Schiffahrtsgewerbe. Anläßlich der Verhandlungen über den Verlauf der Aktien der Wörmann-Linie, die mit der Hamburg- Amerika- Linie, dem Norddeutschen Lloyd und der Firma Hmgo StinneS in Mülheim geführt werden, ist gegenüber verschiedenen Zeitung'meldungcn zu bemerke», datz die Verhandlungen noch nicht zum Abschluß gelangt sind. Sie dauern noch an und werden voraussichtlich zu Beginn der nächsten Woche beendet. Wie Herr Eduard Wörmann zur Berichtigung unzutreffender Behauptungen mitteilte, wird er sich nicht WS Privatleben zurückziehen, sondern bei der Firma C. Wörmann, deren Betriebskapiral sich in wenigen Privathänden befinde, verbleiben. Allerdings� bcab- sichtige die Firma unter dem Zwange der heutigen Verhältnisse ihre bisherigen Beziehungen zur Reederei zu modifizieren, wenn die er- wähnten Verhandlungen zum Abschluß gelangen sollten. Antwortschcine für daS Ausland. Vom 1. April ab wird der Verkaufspreis der Antwortscheine für das Ausland auf 39 Pf. für das Stück erhöht._ Luxuswareu aus Oesterreich. Zwischen Vertretern der deutschen und der österreichisch-ungari- schen Regierung wurden in Berlin Verhandlungen gepflogen über die Milderung bezw. Aufhebung des deutschen LNxuswarcn-Einfuhr- Verbotes für Oesterreich- Ungarn. Nach dem„Konfektionär" haben die Verhandlungen zu dein Ergebnis gosührt, datz das Einfuhr« verbot für alle aus Oesterreich- Ungarn stammenden Waren dem« nächst völlig aufgehoben wird. Andererseits, läßt Oester- mch-Ungarn die dort für die Einführung von Luxuswaren seftl�Mzte Bedingring der Zahlung der Zölle in Gold für Senduugcu::auS Deutschland fallen..- � � Schiffsbau in den Vereinigten Staaten. Nack einem Bericht in „Het Baterland"(Haag) vom 23. März, der den„Commerce Reports" entnommen ist, befinden sich zurzeit in de» Vereinigten Staaten 239 Schiffe mit 991371 Tonnen Gehalt tu Bau, und zwar dar« unter: 13 mit einem Inhalt von 3999 bis 4999 Tonnen 19,.., 4000, 6000. 47,,, 5000, 7000, 33,. 7000, 10000, 16,,, über 10000, Diese Zahl stellt die Höchstleistung dar. Im Jahre 1907 betrug die Anzahl der Schfffe nur 134 mit 493 473 Tonnen Gehalt. Denkl an uns f ßendef GalemÄleiktun Salem GoV fttgavetien. Willkommenste Liebesgabe! FteisNr 3>& 4 5 ö 6 io 3� 4 5 6 ö lO PfdStöck. Orienljal Jnhiiugo fabnycnidzeiDresdßii tSMdiiwösvSachsen, Trustfrei! erhalten Sie In meinen 4 Geschäften In granz hervorragender Auswahl. 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Die an Jedem Möbelstück In Zahlen deutlich sichtbaren Verkaufspreise sind äusserst kalkuliert die zu leistende Anzahlung bei Einkauf auf Kredit richtet sich nach den Jeweiligen Vermögensverhältnissen des Käufers, die wöchentlichen, monatlichen oder 3 monatlichen Ratenzahlungen werden der Höhe der Kauf» summe entsprechend— ohne Zinsaufschlag— auf Jahre hinaus verteilt, und wird auf diese Weise Beamten, Kaufleuten und Arbeitern — auch wenn sie unverheiratet sind— die Möglichkeit gegeben, sich ohne persönliche Einschränkung und ohne evtl. sofortige Bezahlung eine gediegene Wohnungs-Einrichtung anzuschaffen. Bei Stellungs- und Arbeitslosigkeit oder Im Krankheitsfalle wird weitestgehende Rükslchtnahme geübt. Geberzeugen Sie sich von den durch meine Firma gebotenen Vorteilen, eine zwanglose Besiohtigung meiner Riesenläger dürfte für Jedermann von grösster Wichtigkeit sein. N. Brunnenstrasse 1 O. Frankfurter Allee 350 S.Kottbuser Damm 103 W. Charlottbfl., Scharrenstr.5 Ecke lVllm»ä,sdortcr Slraaao Riesenläger d B. FEDER VÄ.'*'!-5«» Verband der Sattler u. Portefeuiller Ortsverwaltung Berlin. Dranche«-Nersammlungen! Militärbranche. Mittwoch, den 5. April, adendS 7 Uhr, in den Arminhallc», Kommandantenstraste S8/SS. Tagesordnung: 1. TcschS|tliches. L. Der Zweck der Lohnstal! stlk. g. Daß Nachlassen der flusträge und das Uederhandnehmen der Maschinenarbeit. 4. Bericht der SchUchtungSkommIsston. S. Verschiedenes. Wagen» u. Flugzeugbranche. Mittwoch, den 6. April. adendS 8'/, Uhr, im wewerkschastShause» Eugelufer IS. Saal 3: Tagesordnung: 1. Vortrag liier den Wagenbau in der Vergangenheit, Gegenwart nnd Zukunst. 2 Diskussion. 8. Branchenangelegenheiten. Recht zahlreichen Besuch erwarten 157/11 Die Mrawchenlelt nngen. Bekanntmachung. Durch Beschluß der Gemeindebehörden ist der GaSpreis stk daS Etat«- Jahr 1016 aus 16 Pf. für daS Kubikmeler sestgesNit worden. Bei der Benutzung von gewöhnlichen Gasmessern werben solgende Rabatte gewährt: a) ohne Rücksicht aus die Verwendungsart(abgesehen von dem zur Flur- und Treppenbeleuchtung, zum Molorcnbetriebe und zu Heizzwecken sowie zur zentralen Warmwasserversorgung von ganzen Hausern oder auch einzelnen Wohnungen verbrauchten Gase) g°/o bei einer jährl. Entnahme von ft1/,.....« 10...... » // I» 9 9 9 *■* 9 9 9 9 9 w 16...... 14„..... 16»»» ff«« 17 18'.. I 10 ».«, ff W....... b) ohne 1. 15 t aus die Hübe des Verbrauches .r Gaö zur Flur- und Treppenbeleuchtung - 13.60 Ps. für das odm L. SO•/„ zum Motorenbetriebe, zu Hcizzwecken und zur zentralen Warmwasserverlvrgung von ganzen Häusern oder auch einzelnen Wohnungen--- 12,80 Ps. sür daS odm. Die Rabattgewährung zu d kann nur ersolgen, wenn die zu unter 1 und 2 genannten Zwecken entnommenen GaSmengen durch j« einen de- sonderen Gasmesser festgestellt werden. Aus kürzere Fristen als 1 Jahr worden Rabatte nicht gewährt. Bei Benutzung von GaSaulomaten werden jür 10 Pf. geliescrt: a) w»nn die Beleuchtungs- und Kocheinrichruiig von den Gaswerken vorgehalten wird, 542 Liter. d) wenn nur der Gasautomat von den Gaswerken, nicht aber die Be» leuchtungs- und Kocheinrichkung von den Gaswerken vorgehalten wird, 538 Liter. c) wenn daS Gas zur zentralen Warmwasserversorgung, zum Motoren» betriebe oder zu Heizzwecken verwendet wird, 726 Liter., Berlin, den 31. Mär, 1916. Berliner Städtische Gaswerke. ktonshtneltillen für„Kleine flnzeigen" Habnisch. Ackerstr. 174. N. WcngclS, Markus strotze 36. Ilerlln C. A O.«arl Melle. SO N. ille. Petersburger Platz 4. L. Zucht. Jmmanuellirchstr. 12. fltscher. Basttanstrahe 6. I. Hönisch, Müllerftr. 84». sw. «w. s. so. A. Wolgast, Wattstraße 9. H Karl Mar«. Greifcnhagener Str. 22. H. Vogel, Lortzingstr. 87. Salomo» Joseph, Wilheimshavcncr Str. 43. G. Schmidt. Bürwaldstr 42. St. ffrin. Brinzenstr. 81. H. Lehmann. Kottbuser Damm I. Paul Böhm. Lausitzer Platz lind. P. Harsch, Sngelujer 15. Ackl er»Ii»f. Karl Schwarzlose, Bismarckstr. 28. D»i>in»el»iiloi»weg. H. Hornig, Martenihaler Str. 13, I. Dersiigwalck«. Paul Kienait, Räuschstr. 10. Otilri-lottendurg. Gustav Scharuberg, Sesenbeimer Str. 1. Fi-ieiti-lehnhogon. Ernst Wertmann. Nvpenmer Str. 13. Vii-ünm». ftzrniTz Klein, Friedrichstr. 10. Johaniiisthal. Max ffioiuchur, Parkstr. 23 Karlsiliorgt. Hermann«iving, Dänhosfstr. 23. «ttpemcl». Emil Wistler,«jetzerstr. 6. Laden. Ucnteuderg 1. Cttu Settel, Wartenbergitr. 1. X,lchtenbere 11. A. Rosenkranz. All-Bvxhagen 56, Ztzeuttüll». M. Heinrich, Reckarstr. 2. E. Rohr. Siegfried. slraze 28/29. K1v>iei>-»>et»ti«eweiäv. Wilh. Unruh, Brückenstr. 10. Xvwwwe», Karl Krohnberg, Stsenbahnstr. 10. Oder'.SobOwäzrechcho. Alfred Bader, Wtlhetminenhosstr. 17, Laden. Okv tMMnanN. Müblenstr. 80. llqt»teJtenck»rL Ä.«Sursch, Provinzstr. 56, Laden. , Wlkvetm Bäumler, Meintnger Str. 9 im Laden. chuhmacher, Breitestr. 64. Kiegiit«. H. Bernjce. Aljentlr. 5. sreoivelhvl. Joh. 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Metropol-Theater 3 Uhr: Wiener Ulnt. v/.u.: Die Kaiserin Äia). Montls Operetten-Theater 3'/, Uhr: Hoheit tenzt Walzer. s uhr: Der selige Baidolo Reatdcnas-Theater 3>/« U.: Frlihgloeke. Hochzeltsrelee. 8'/, uhr: Loge No. 1�27 Schiller-Theater O. 3 Uhr: Kabale und Klebe. e u�: Der Ehrenbürger. Sohiiler-Th. Chart ottenbg. 3 Uhr; Die 5 Frankfurter. s uhr: Die heitere Residenz. Thalia-Theater. 3 Uhr: Drei Paar Schnlie. s uhr: Biondineben. Theater am Nollendorfpl. 31/, Uhr: Der Obersteiger. 8./.U.- immer feste druft! Theater dos tzVeatens s uhr: Das Friulein vom Amt. mit Dulde Thielioher. S1/« Uhr; Polenblnt. Trlanon-Theater. 4 Uhr; Das Qliiek Im Winkel. 8'/« U.: Die beiden Meyers, URANIA T-;Sr;.r- Sonntag 4 Uhr(halbe Preise): Der iionzo u. Oesterreicht AdriakBet«, Sonntag 8 Uhr: Aegypten, der Sneskanal nnd der Weltkrieg. Montag 8 Uhr: Yen allen Fronten der »sterr.-nngarlach. Armee. Walhalla-Theater. Nachm. 3 Uhr: Grlgrl. «uhr-(b gibt nur m Kerlin. Elsa and Berta Wresenthal sowie das ---- neue----- Variete-Programm. Zum letzten Male: Die schöne Komödiantin Operette von Leo Ascher. idmiralspalast Heute S Vorstellungen um 4 und 8'/, Uhr: Zum vorletzten Male: Eine Zaubernacht in Bagdad. Nachm. kleine Preise, Abends>, 8, 4 Mk. Yorsttglloho KUche. / Relehshallen-Theater Stettiner Sänger. Zum 168. Male: Je N (er Eier Ans. Sonntags 7V, Uhr. ür.usJi Sonntag SVi and I Uhr: 2 große Vorstellungen. Nachmittag« I Rind frei, weitere halbe Preise. In beiden Borstellungen, auch nachmittags ungekürzt: Wiederholung der Uraulsührung „Ostern" Manege -AusstatwngSttack In pen Paula Busch. llück in 3 Aken Delginal-penlomim« d. Ztrkue Busch. Einstud. u. Ballett« 0. Ballettmeister R. Riegel.— Mustl v. Napellmelster A. Tauheit.— Gesänge komponiert von Kapellmeister E. Nllson. 1,«ltgermanlscheb Osterfest. Tanz der römischen Sllavinnen. Schwerttänze. Priester u. Alraunen, ein Menschenopser fordernd.— Anzünden der Csterseuer.— Osterseuer» springen.— Tanz Freya«, Baldur« u. der Walküren.— Lcnnenaulgang und Erscheinen der Bättin Oslara. 8. Osterfest de« Mittelalter«. >g de« tlai„ � solge«.— Die Spiele im Dam: 1. Bild: Die Kinder mlt d. Muschel. 2. Bild: Die drei Marien. 3. Bild: Die drei Erzengel u. eine Schar jubilierender Engel, die den Ostertag besingen. 4 OleBesehichte v. unser. Oetsrhaeen. Sohlul-Apotheose: Die Rlesen-Oster- konbonlere als Symbol d. Osterfreude. Vorher: die vollständig neuen MSri'Zchlager. Poßsen-Tkeater Linienstralls, a. d. Friedrichstr. 8'/. 8'I, Kobis Abenteuer Der große Augenblick mit Leonhard Haakel und Siegfried Berisoh 2-WIU Beate ÜV5* Q Vorstellungen£ 8'/, nnd 8 Uhr. Naohm. Jeder Erwacht. 1 Kind frei. In beiden Vorstellungen dos große ungekürzte neue Spezialitäten-Programm. Berliner Konzerthaus. äWWMM» , 1 V__ Mauerstr. 82. ZImmerstr. 90/91. WelnaTerrasse 1 Heute: Großes Konzert. Berliner Konzerthaus-Orchester rrMs�iSu! Anfang 4 Uhr. Morgen, den S.April: Cr. Konzert, veranstaltet vom Verein ehemaliger Kameraden des Leib-Grenadior-Regt«, König Friedrich Wilhelm ÖL(1. Brandenborgisohes) Nr. 8. Sessing-Theater. Direktion; Victor Parnowsky. S Uhr: Die gutgeschnlttane Ecke. (Albert Bassemann.) Nachm. 3 Uhr; Baumeister Solnet. Montag; Peer GynL Deutsch. Kflnstler-Theater. 8 Uhr: Die selige ExseUena V olgt-Theater. Badstr 58. Badstr. SS. Heute Sonntag 3 Uhr: Genoveva. fieutc Sonntag 8 Uhr: Alt-Heidelberg, du feine. Ab Montag: Stolz und hiebe oder Brat Waldemar. Casino- Theater Uochrinpet Str. 37. Tagt. 8 Uhr. Ein nrofeev Theatererjolg! Allabendlich stürmischer BeisallI Die Vogelscheuche. Volktslü-t in 3 Auszügen. Vorher eretkiaseiges Aprilprogramm Sonntag 4 Ubr: Sein Patent, Luisen«Theater r, Sonntag 3 Uhr: 8 Uhr und täglich: 8ik weiß etwas. Cer!naiiia-Prachlslüe.�"noe' Jed. Sonntag; Lustige Sftnger. Stets neues _____ i Programm! Anf. d. Konz. 6'/.. d. Vorst. 7'/, Bilanz am 31. Dezember 1915 In» Ger Aktiva. M. dentar-Konto.... 1,— «räte-Konto..... 1,— Material-Konto..... 1 700,— Konto-Korrent-Konto.. 13 790,3» BeteUigungS-Konto.,, 201,— Spareinlagen-Kontc... 1 111,70 Kafsa-Konlo...... 1 119,82 Bant-Konto...... 1689,— KauttonS-Kontc.... 20,— M. 24 489,37 Paaatv». M. Mttglieder-Guthaben-Kontc 6 607,— Gelündigte« Mitglieder, Guthaben-Konto... 604,— Mttglieder-Darlehns-Kontc 1 809,26 Konto-Korrent-Konto,, 696,64 Reseroesonds-Konto... 8 191,— Di§posiIionSsond«-Kontc. 6 322,06 Gewinn- u. Verlust-Konto, Reingewinn..... 1 590,88 M. 24 489,37 Gewinn- und Verlust-Konto am 81. Dcaembor 1915. «all. M. Unfosten-Konto: Miete, Gehalt, Fahrgeld usw.. 3 017,32 Steuern-Konto.... 414,99 VerficherungS-Kcnto... 1133,11 Abschreibungen-Kont» Abschreibung sür Inventar. 28,— sür Geräte.. 11,— 39,— Bilanz-Kontc: Reingewinn 1 690,63 M. 9 194.96 Baban. M. Malerardeiten-Konlc.. 7 847,94 Agto-Konto...... 85,13 gnsen-Konto..... 485,26 zelcredere-Konto nicht mehr«rsorderliche Rücklage von 1914.. 779,98 M. 9 194,96 Mitgllederzahl am 31. Dezember 1914: 61, 31. Dezember 1915 scheiden au«: 4, Mitgliederzahl am 31. De- iembcr 1916: 67. Die Mitglieder- leschästsgulhaben verminderten sich in 1916 um M. 301,—. Die Hast- summe, sür welche am 31. Dezember 1916 alle Genossen zusammen auszu- kommen haben, beträgt 69 Geschäft«- antetl« a M. 100.—--- M. 6900.—, und hat sich nach dem 81. Dezember 1914 um M. 400,— vermindert. tnr Aailfibrung Jeder Art Malerarbeiten für Berlin u. Umgegend. Eingetragene Genossenschast mit beschränltcr Hastpslicht. DSV Vorstand. Reinhold Frank. Soul« Ringel 102/16 Emil Bernau. 1 Metzner glnderwagen-WelthaBS Melall-Beltslellen Kinder« und Rohr- Mdbal• Korbwaren Ii RubastUlii« Ii Puppenwagen- Alte Kiederf ahrzeuge etc. Ortll» Auewehl Berlin« Anitriaistr. 23 Antfrtatpliti BninniMlr. SS a Btcsielifr. IT Leipziger St. S4. keuKlln, lergtt. 133 Spende«, Ohirlellefistr. 24 1 |n die tmprrliliitirn ArdtilnKkllins nnd der Umck! Die Verhandlungen über die Srneuerung des Tarisvcrtragc« im Berliner Baugewerbe sind nunmehr zum Abschluß gelangt. Bis zum 14. April dieses Jahre« sollen die am Vertrage beteiligten Arbeiterorganisationen ihre endgültige Stellungnahme zu dem Ergebnis der Tarisverhandlungen präzisieren. Jnsolgedessen bleibt der bisherige Zustand bis dahin bestehen. Die notwendigen Maßnahmen zur Berichterstattung In den Organisationen haben die Unterzeichneten bereit« in die Wege geleitet. 254/3 Dkutschtr Kuuurbkittrvtrbaud. Ztutralvkrbaud der Zimmerer. I. A.; Otto Bank«. I. A.: TVllbcIm Witt. Telephon: Amt Norden 1691. herimer öcnnemerei-üenossenseiiaii itiimu gegründet von organisierten ScbneidergehiUen Berlin M. Brcimlr. 18§|i mscialef Tif|. Großes Lager fertiger Anzüge und Sommer-Paletots, Sport-Anzüge, Loden-Pelerinen. Kioder-Anzflge in allen Größen. 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Febr. 1916 VRU- unä krverdsxenDssen- sc!i»tt„Vorwirts" Eingetragene Genossenschaft mit be Hu|» Ichränlter Fei Feehner. Wilhelm Lemke. Hermann Schmidt. Vor der Steuererhbhung ♦ Direkt ab Fabrik lVoPr.100 Stück 0,85 H. SVa»» ♦»»» MO„ SVa ,,„„ 1,70„ 8„ ,» ,, 8,88„ Qute Qualitäten. Sestte.*. M Uhr, Seeetage hl» t Uhr. Bei Bestellungen von 20 M. an Versand franko geg. Nachnahme. Sendungen ins Feld nur gegen Voreinsendung des Betrage». CigarettentabrikW. Schnur, Berlin If 89, Ohauaeeeitr. 86, Fabrikgebäude,«ine Treppe. Arbeiter-Vorlesungen der HUMBOLDT-AKADEMIE FREIE HOCHSCHULE Beginn: 10. bta 14. April. EekratKtten Im Norden, Nordosten, Lichtenberg. „Yolkelled nnd Yolksknnat"—„Der Ring de« Ylbelnngen"—„Einfllhrnng In die YntlennlUkonomie- —„Der eloktrlscho Sitcom und seine Wlrknagen"— „Hygiene dea Manne»--—„Vortrage- nnd Redekunst" —„Hygiene des Auges"—„Weltdlchter nnd Welt- dlchtnngon". Hörgebühr für jede Vorlesung 60 Pfennige und Zuschlag für die Schlußsitzung 10 Pf. AnOerdem unentgeltliche Einzelvorträge und unentgeltliche Führungen durch die Museen. VorlesnngsverEclchniNse und HUrerkarten bei: Theaterkassen von Hermann Tletn,»ehlreiohen Geecliäftestellen der Konaumgonossensrhaft, den Mitgliedern dea Hörerausschusses der Arbeitervorlesungen; Hanptburenu, Berlin W 67, Kurfürstenstr. 166 I, 10—12, 1—6 Uhr. Lüteow 8794. JYZöbel am Kredit BpeninlltKt: 1- und X-Elmmer-Slnrlchtungen Farbige Küchen und Polsterwaren Einzelne Möbelstücke F. 4 H. Schmidt, � Ineerat mitbrlnoewl Wert 6 M. Spezialarzt Dr. med. WoekenfaB, Friedriehttr. 126(Oranienb. Tor), (Qr Syphlll«, Harn. u. Frauenleiden— Ehrheh-HnU-Kur(Dauer 12 Tage), Blutuntersuehung. Sehnetie, fiebere «ohmarzleee Hellung ohne Btrufs- itörung. Teilzahlung. Spieobataadeo i 10—1 und fr-B GkttNkrHtumtlsmns, Ischias, Sttesschnß.* Tcgalverrtchtete geradezu Wunder. Herr Ingenieur I. Laads. Horsbüll, schreibt u. a.:„Togal- Tabletten haben bei mir geradezu Wunder verrichtet. Nach sünsmenatlichem Krantenlager versuchte ich es zunächst mit einer llelnen Dost» T o a a I. Nach zweitSaigem Gebrauche waren die seit Monaten gehabten rheumatischen Schmerzen wie weg- geblasen.- Aehnlich berichten viele Hunderte,"~ nicht nur bei Gelenlrhenmaiismus, vschias,. Schmerzen in den Gelenlen und Glieder», sendern auch vc: allen Arten von Nerven« und Kopsschmerzen anwandten. Togal Hilst selbst in solchen Fällen rasch und dauernd, in denen Mtei............"mm andere Wittel versagen. WWW Acrztllch glänzend begutachlel. Hunderi von Auerlennungen. Alle Apotheten führen Tegal-Tablettcit. Gardinen �dfe* Auflösung einer Kleidepfabrik ist es mir gelungen, das Gesamtlager, bestehend aus Herren-, Jünglings- und Knaben-Garderoben Hclir preiswert zu erstehen. Xlemnnil vernllame, bei Bedarf sich hiervon zu überzeugen! A. Riflgel, Berlin H. 31. Chausseesir. 81. 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Bettln SW. 3. Stilogr des JorroW Krrlim llolblilutl. /ln Sie Väter und Mütter schulentlasiener Kinöer! In diesen Tagen treten wieder große Scharen von Arbeiter- lindern ins Erwerbsleben ein, das gegenwärtig ungewöhnlich hohe Anforderungen an den jungen Menschen stellt und ihn mit mannig- fachen Gefahren bedroht. Die Beanspruchung der tüchtigsten Ar- beitskräste durch den Krieg und die allgemeine Teuerung begün- stigen eine Ueberanstrengung der jungen Arbeiter und Arbeite- rinnen, deren Folgen für den jungen Organismus verderblich sein müssen. Auch die angeblich jetzt besonders stark zutage tretende sogenannte Verwahrlosung der Jugend, worüber so viel geschrieben und geredet wird, hat ihre eigentliche Ursache in den Wirtschaft- lichen und sozialen Zuständen der Knegszeit. Der durch die berufliche Ucberanstrengung geschwächte jugend- liche Organismus verliert die Widerstandskraft gegen die Reiz- mitttel, die Geist und Körper unserer Jugend bedrohen, gegen Kino und Schundliteratur, Alkohol- und Tabakgenutz. Hinzu kommt, daß ein großer Teil unserer schulentlassenen Jungen und Mädchen gerade in dieser gefahrvollen Situation der Führung beraubt ist, da ihnen der Vater durch den Krieg entzogen ist, die Mutter durch wirtschaftliche Sorgen in Anspruch genommen wird. Bei dieser jetzt so schwierigen Erziehung den Arbeitereltern Bei- stand zu leisten, ist die Ausgabe der freien Jugendbewegung. Ja, die Notwendigkeit und Kulturbedeutung unserer Jugendbewegung ist vielleicht noch nie so deutlich hervorgetreten als gerade in dieser Kriegszeit. Die freie Jugendbewegung bietet den jungen Arbeitern und Arbeiterinnen Führung, Rat und Schutz. Sie verschafft ihnen die mannigfaltigste Möglichkeit, ihre freie Zeit in einer der Jugend angenehmen und für ihre Entwickelung nützlichen Weise zu der- bringen. Durch Vorträge, Bibliotheken, Museumsbesichtigungen, Theatervorstellungen, Konzerte, gesellige Zusammenkünfte, Jugend- Heime, gemeinsame Wanderungen und Spiele wird dafür gesorgt, daß Körper und Geist gleichermaßen zu ihrem Rechte kommen. Dazu erhalten unsere jungen Anhänger alle zwei Wochen ein illustriertes Blatt, die.Arbeiter-Jugend", ausgehändigt. Diese Zeitung erfreut sich großer Beliebtheit bei der Jugend, da sie alle Fragen, die unsere bildur-gSbeflissene Jugend berühren, in leicht faßlicher Werfe behandelt und auch reichen Untorhaltungsftoff bietet. An die Arbeiter und Arbeiterinnen ergeht darum der Ruf, ihre schulentlassenen Söhne und Töchter auf die freie Jugend- bewcgung hinzuweisen und für sie die.Arbeiter-Jugend" zu abon- nieren. Damit dienen sie ihren eigenen Interessen und denen ihrer Kinder, und damit leisten sie zugleich einem der wichtigsten Unternehmen unserer proletarischen Kulturbewegung, der freien Jugendbewegung, die Unterstützung, der diese zur Erfüllung ihrer großen Aufgabe bedarf. Fast in jedem Orte besteht ein von der organisierten Arbeiterschaft eingesetzter Jugendausschutz, der Ver- anstaltungen für die arbeitende Jugend trifft und der die Bestel- lungcn auf die„Arbeiter-Jugend" entgegennimmt. Wo eine solche Stelle nicht vorhanden ist, wende man sich an die Zentralstelle für die arbeitende Jugend Deutschlands, Berlin SW. 68, Lindenstr. lZ. Bue Groß-öerlin. Cin Gang öurch das Reservelazarett Tempelhof. Weit hinten, irgendwo bei Schöneberg, kauerte der märz- liche Sturnigeselle und blies mit vollen Backen seinen beißend kalten Atem über das Tempelhofer Feld hin, so daß das milde Lächeln der Frühlingssonne fast gar nicht zur Geltung kommen konnte. Der Zug brachte uns bis zur Station Pape- straße, und von da lenkten wir unsere Schritte jenen roten Gebäuden zu, die jedem Berliner, der zum Militär irgeird- welche Beziehungen unterhält, so wohlvertraut sind. Auf die Mitteilung, daß wir mit Erlaubnis des Generaloberarztes Tr. B r e t t n e r kämen, ließ uns die Wache passieren und wir konnten uns auf das weitgestreckte Lazaretterrain begeben. Es wimmelte von Soldaten jeglicher Art und jeglicher Charge, und weiter unten kreuzten Trupps von gefangenen Franzosen und Engländern unfern Weg. Um Yso Uhr war ein Laza- rettzug aus dem Osten gemeldet, dessen Ankunft wir erwarten wollten, um im Anschluß hieran einen Rundgang durch die Lazaretträume zu unternehmen. Unter anderen waren auch noch der dänische Militärattache Oberst v. C a st o n i e r und sechs rumänische Aerzt« anwesend, sowie Frau v. B i s s i n g. die Gemahlin des Generalgouverneurs von Belgien. Was die Verwundetensürsorge betrifft, äußerte sich der Direktor des Rescrvelazaretts, Dr. B r e t t n e r � dahingehend: Die Pattenten brächten der Anregung zu irgendeiner gewinn- bringenden Beschäftigung starkes Mißtrauen entgegen, da sie hierdurch einen schädigenden Einfluß auf die Rentenbeniessung befürchten. Diese Furcht sei nicht begründet. Die Arbeit sei nur als Fortsetzung der Behandlung gedacht, der Verdienst ist Taschengeld und werde bei der Festsetzung der Rente nicht be- rechnet. Die Rente selbst erfahre innerhalb der ersten zwei Jahre keine Abänderung, und die Verstümmelungszulage von 27 M., sowie die Kriegszulage von 16 M. bleibe fürs ganze Leben bestehen. Inzwischen war der Zug angelangt, und die Ausladung der Verwundeten und Kranken— etwa 220 an der Zahl— begann im Beisein des Chefarztes, Oberstabsarzt Dr. Cramm, sowie des Stabsarztes Dr. Schlacht durch das Lazarett- personal. Es handelte sich bei den Angekommenen nur um leichtere Fälle, insbesondere waren die Nieren- kranken stark vertreten. Der Zug hatte drei Tage von Rußland bis hierher gebraucht. Unter Führung des Inspektors Schärpe nberg ging es nun an die Besichttgung der einzelnen Wagen. In den Ver- wundetenwagen sind rechts und links Etagenbetten, wie in den Kasernen, angebracht. In der Mitte ist ein Gang. Dann folgen die Wagen mit der Apotheke und den« Operations- räum. Größere Operationen werden allerdings hier nur in den dringenden Fällen vorgenommen. Verblüffend ist die Zweckmäßigkeit der Einrichtungen in diesen engen Eisenbahn- wagen, wo nian doch annehmen könnte, daß„hart im Räume stoßen sich die Sachen". Selbst kleine Wagen sind da, auf denen alles Erforderliche für den amtierenden Arzt während der Fahrt über die Pluttforinen hinweg in die einzelnen Ab- teilungen befördert werden kann. Und alles blendend Iveiß und von peinlichster Sauberkeit. Auch telephonische Verbindung besteht durch den ganzen Zug. Es folgen dann noch die Privatabtcile der Aerzte und Schwestern, der Speiseraum, Äne Küche und die Vorratskammern. Von hier aus ging es dann in die Lazarettbaracken. Vor jeder Baracke sind Gärtchen angelegt, die Pflege derselben übernehmen die Insassen jeweilig selbst. Im Innern überall die gleiche Reinlichkeit und Akkuratesse. Die Verwundeten be- wegen sich teils in den Gängen, teils draußen im Freien, andere hüten das Bett. In einem Raum stand ein Harmo- nium und daneben der unvermeidliche Phonograph. Im Baderaum lachte uns eine blütenweiße Emaillebadewanne entgegen und im Leitungsausguß wurden gerade photo- grapbische Kopien gebadet. Es waren Lazarettaufnahmen. In der Küche protzten vier Riesenkessel, an denen be- häbige Frauen hantierten. Hier kann für 4—500 Personen zugleich gekocht werden. Der Tiätvorschriften und auch der Entfernungen wegen kann nicht für das ganze Lazarett an einer Stelle gekocht werden, obgleich dies rationeller wäre. „Hier, unsere drei„Röntgengrazien" I" So stellte unser Begleiter drei jugeirdfrische. weißgeschürzte Gestalten vor, die in der Röntgenstatton assistieren und uns auch Einblick ge- währen ließen in das Reich der geheimnisvollen Zi-Strahlen, Nachdem uns die Apparate demonstriert waren, bezichtigten wir die große Feschalle, die zu Veranstaltungen jeglicher Art dient und woselbst auch Verwundeten Unterricht in den per- schiedeilsten Lehrfächern und Sprachen erteilt wird. Interessant war auch der Besuch in der mediko-mechani- schen Abteilung, wo die beschädigten Glieder einer besonderen Behandlung zur Wiedergewinnung ihrer Beweglichkeit und Verwendbarkeit unterworfen werden. Die Apparate sind äußerst sinnreich und praktisch. Hier werden auch täglich 5—600 Arm- und Beinmassagen vollzogen, und die Schwestern waren zur Zeit unserer Anwesenheit gerade tüchtig bei der Arbeft, so daß wir einen kleinen Teil ihrer schweren und aus- opferungsvollen Tätigkeit mit ansehen konnten. Durch den Sterilisierraum gelangt man in die septische Station und die Operationsräume. Eine Abteilung dient für besonders schwere und saubere Operationen. Hier blitzte es vor Rein- lichkeit. Hier ist das Reich der Schwester W a n d a, der Leite- rin„vons Janze".„Wie oft liege ich selbst auf den Knieen und schrubbe— und dabei muß man jetzt mit Seife und Soda zurückhalten," klagt sie.„Aber wer hier nichts zu suchen hat, den bring ich auf den Trab— von wegen Sand und Dreck hier hereinschleppen!" erklärt sie energisch, und wir glauben ihr aufs Wort, daß sie imstande ist,„Unbefugte" von ihrem Reich fernzuhalten: sie hat unzweifelhaft Schneid. Im Westen sank der Sonnenball, als wir das Lazarett verließen. Die Kühle des Abends legte sich über das weite Feld. Unten auf den Gleisen donnerten die Züge vorüber. Auf einem Dachgwbel saß eine Amsel und sang in tiefen, vollen Tönen vom nahen Lcn�. Es klang so zart, so innig und sehnsuchtsschwer, wie eine Bitte, daß mit dem Frühling der Friede wiederkehre und die Wunden heile, die der grausige Krieg geschlagen!_(z) Neue Schweinefleischhöchstpreise. Eine vom Magistrat erlassene Verordnung sieht eine Erhöhung derKleinbandelshöch st preise für Schweinefleisch und Wur st waren vor. Die Preiie betragen für die wesentlichen Schweinefleischsorten: für Scfinitzel und Filet........ 2,40 M. „ Rück-nfett. Liesen, Micker...... 2,30, , frischen Schinken mit Hinterbein... 1,80„ . Rippespeer, Kamm, Schuft...... 2,00„ , Backe............. 1,60, , Bauch, Blatt, Querrippe vom Rippespeer 1,S0„ , Dickbein vom Borderbein...... 1,40„ , Sp'tzbein............ 0,30, , Kopf ohne Backe......... 0,90, , Gehacktes Schweinefleisch...... 2,00„ , Schmalz............ 3,10» „ geräucherten fetten Speck...... 2,90, „ geräucherten mageren Speck..... 2,40» , Vorderschinken.......... 2,60„ , Rollschinken........... 8,00» , Rohschinken mit Knochen...... 2,70„ , Kasseler Rippespeer, Pökelkamin.... 2,00 Ferner sind für Wurstwaren Höchstpreise festgesetzt, die nicht überschritten werden dürfen. Eine Ausnahme läßt der Magistrat lediglich für Schinken und Dauerwurst isogenannte Feinkostdauer« waren) zu, die außerhalb der Provinz Brandenburg hergestellt sind, und zwar aus dem Grunde, weil eine Nicht- zulassung dieser Ausnahme lediglich zur Folge gehabt hätte, solche Waren vom Berliner Markt fernzuhalten, der Magistrat e« aber für seine wesentliche Pflicht im Interesse der Lebensmittelversorgung des Berliner Markte« hält, diesem eine möglichst groß« Zufuhr zu sichern. Im übrigen hat der Magistrat, um den gegen eine solche Zulassung sprechenden Bedenken Rechnung zu tragen, außer- ordentliche Kamelen für den Verkauf derartiger Wurstwarcn ge- schaffen. Das Butterpaket und die Butterkarte. In der Bevölkerung hat sich die Ansicht verbreitet, daß die Butterkartenobichnitte, die in Anrechnung auf die durch Postpaket von außerhalb bezogene Butter abgetrennt werden, beim Haus- besitzer oder dessen Stellvertreter abzugeben seien. Dies i st ein Irrtum. Die abgetrennten Butterkartenabichnitle sind gleichzeitig mit der Anzeige über den Empfang der auswärtigen Butter un- mittelbar an die B r o t k o m m i s s i o rr zu senden. Die Hauö- besitzer oder deren Stellvertreter sind daher zur Annahme dieser Abschnitte in keineni Fall berechtigt. Ein gewaltiger Wasserrohrbruch ereignete sich am gestrigen Morgen in Wilmersdorf an der Ecke der Prinzregenten- und Dur« lacher Straße. Die sofort benachrichtigte WtlmerSdorfer Feuerwehr stellte den größten Druck des Wassers bis zum Eintreffen der Mann- schaflen des Wasserwerkes Steglitz ab, die den Schaden ganz be- seitigten. Durch das Ausströmen der ungeheueren Wassermenge ist ein fünfzehn Meter großer Trichter entstanden. Tie Straße ist bis auf weiteres polizeilich gesperrt. Ein Schülcrselbstmord wird aus dem Norden der Siadt ge- meldet. Der 13 Jahre alte Fritz Flink aus der Graunstr. 22, dessen Stiefvater als Wehrmann im Felde steht, besuchte die Gemeinde- schule in der Graunstraße. Er leistete so wenig, daß er nicht nur ein schlechtes Zeugnis erhielt, sondern auch um eine Klasse zurückversetzt wurde. Nachdem ihn seine Mutter dementsprechend empfangen hatte, sagte der Knabe nachmittags zu seinen Schul- und Spielkameraden, daß er sich abends aufhängen werde. Die anderen glaubten aber nicht, daß das ernst gemeint sei und dachten sich weiter nichts dabei. Die Mutter beauftragte ihn später, Brot einzuholen und mußte dann zu einer Besorgung die Wohnung verlassen. Nach- dem er nun das Brot geholt hatte, brachte er seinen jüngere» Bruder. mit dem er allein zu Hause war, zu Bett und schloß ihn in der Stube ein, damit er ihm nicht hinderlich werden konnte. Dann nahm er eine Zuckerschnur, wickelte seine Pudelmütze um die Schlinge, um Schmerzen zu verhüten und erhängte sich an der Küchentür. Als die Mutter nach Hauie kam, hing er regungslos da. Sie schnitt ihn ab und holte schleunigst einen Arzt. Dieser konnte nur noch den Tod feststellen. Arbeiter-BildnngSschule. Heute Sonntag, den 2. April, abends 7�/2 Uhr, findet der vierte und letzte Vortrag im Zyklus: Die Bedeutung der Musik für unser Gefühlsleben statt. Der Vortragende, Leo Kesten- b e r g, wird in diesem Vortrage im besonderen behandeln: Die Stellung der Musik und der Musiker im Leben deS 18. Jahrhunderts. Einflüsse der großen Revolution im Kunst- leben. Die Erlösung der Musik durch Beethoven. Beethovens Auffassung der Musik als selbständigen Gefühlsausdruck. Beethovens Leben und Werke. Klaviersonaten aus den drei Schaffensperioden des MeisterL. Mit Erläuterungen am Klavier. Der Vortrag findet im Hörsaale der Schule, Lindenstr. 3, 4. Hof rechts 3 Treppen, statt. Das Eintrittsgeld beträgt 10 Pfennig._ Tie Tragödie der Kinderfrau. Einen tragischen Tod fand gestern morgen die 44jäbrige Kinder- frau Auguste Kube, die bereits seit langen Jahren bei den Kauf- mann Frankeschen Eheleuten in der Neuen Wmterfeldtstraße 23 in Stellung war. Die K. hatte namentlich die beiden jüngsten seckS- und achtjährigen Kinder in ihr Herz geschlossen und schlief auch mit ihnen zusammen in einem Zimmer, während die zwölfjährige dritte Schwester im Nebenzimmer schlief. Als die in einem Nebenraum schlafende Köchin gestern früh durch ein starkes Röcheln geweckt wurde, begab sie sich in das Kind«, immer, das vollkommen mit Gas angefüllt war. Infolge der Hilferufe eilte Herr Franke herbei, riß die Kinder aus den Betten und öffnete die Fenster. Die Kube lag in einer großen Blutlache, nur noch schwache Lebenszeichen von sich gebend. Die sofort herbeigerufene Schöneberger Feuerwehr ließ sofort durch ihre Samariter mit dem Sauerstoffapparat Wieder- belebungsversuche anstellen, die jedoch vergeblich waren, da der Tod der Kinderfrau bereits infolge Verblutens eingetreten war. Die K. hatte sich nämlich mit einer Schere die Schlagader unter dem linken Knie geöffnet. Die Kinder selbst haben keinen Schaden genommen, da der Gashahn wahrscheinlich erst kurze Zeit vorher geöffnet worden ist. Die Ursache zu dem Selbstmord der Frau ist«ine sehr tragische. Ihr war bereits Ende vorigen Jahres von der Herrschaft nahe ge« legt worden, am 1. April einen anderen Dienst bei einer bcfreun- deten Familie anzulreten, da die Kinder schon ans dem Alter der Behütung herauswaren. DieK. nahm die Slellung auch an, wurde aber seit dieser Zeit tiefsinnig, weil sie die Kinder so lieb hatte, daß sie sich nicht von ihnen trennen wollte. Infolgedessen beging sie in der Frühe des gestrigen TageS, an dem sie die über alles geliebten Kinder verlassen sollte, in einem Augenblick geistiger Umnachtung auf doppelte Welse Selbstmord. Ter Lehrling im Geldschrank. Der Lehrling Alfred Liltauer versteckte sich im Geldschrank einer Konfeklionsfirma im vierten Stock Zeruialemer Str. 21. Ein anderer Lehrling lief vorbei und schlug tzte Tür des Geldschranks zu. Niemand vermochte den Geldschrank zu östnelu Der gefangene Lehrling halte die Geldschrankschlüssel in der Taich?. Die alarmierte Feuerwehr forschte sofort nach dem 2. Satz GWichrankschlüffel und mit diesem gelang eS dann, den Schrank zu offnen und den fast bewußtlosen Lehrling zu befreien. Durch Einflößen von Sauerstoff erholte er sich so weit, daß er nach seiner Wohnung entlaffen werden konnte. Im Zoologische» Garten kostet an diesem Sonntag der Eintritt für Erwachsen« und Kinder nur 2o Pf., ebenso für das Aquarium, das von 9 Uhr morgens bis 8 Uhr abends geöffnet ist. Gefundene Leiche. Am 30. März nachmittags gegen 6 Uhr wurde aus dein Landwehrianal, gegenüber dem Hause Königin- Augusta-Str. 21, die Leiche einer eftoa 35 Jahre allen unbetonmen Frau gelandet. Die Tote war bekleidet mit schwarzem Samt« jackelt, schwarzem Rock und sHwarzen Knöpfstiefeln und hat dunkles Haar. Anscheinend liegt Selvstmord vor. äußere Verletzungen sind an der Leiche nicht sichtbar. Die unbekannte Tote, die den mittleren Ständen angehört haben dürfte, bM schon längere Zeit im Wasser gelegen. Die Leiche, deren JdentNat noch nicht festgestellt werden konnte, befindet sich im Schauhaus«. Angaben, welche zur Fest- slellung der Person führen können, erbittet der 11. Kriminalbezirk. Der Zcntralverein für ArbritSnachweiS, weibliche Abteilung, teilt den verehrlichen HauS'rauen mit, daß sein Bureau für Aushilfe- personal, Wasch- und Reinmachefrauen in den Sommermonaten bc- reitS um 7 Uhr geöffnet wirh. Bestellungen werden von 7—1 Uhr entgegengenommen, telephonijch Amt Norden 3791—3797 oder durch Postkarte 0 54, Rllckerstr. 0. Vermißt. Der Pionier Erich Poser vom B. Pionier- Bataillon 28 wird seit dem 25. September 1915 vermißt. Eventuelle Nachrichten über den Verbleib des Vormißten erbittet die Mutter, Frau Ottilie Poier, Berlin SO 26, Waldemarstr. 76, Hof IV. Dem Berliner Aquarium sind durch Herrn Erich Schramm vom südserbischen Kriegsschauplatz einige den sogen. Gotleöaiibelerstuien nahe verwandte Fangheuschrecken zum Geschenk gemacht worden. Diese Art kommt nur höchst seNen einmal lebend nach Deutschland: sie zeichnet sich durch ihre ganz absonderliche, ungemein dünne Gestalt mit eigentümlich blattariigen Auswüchsen aus. Ihr wissenschaftlicher Name Empuss pauperata bedeutet bezeichnender« weise soviel wie„das verarmte Gespenst": hier ist sie„dürre Fang« Heuschrecke" genannt worden. Diese sonderbaren Tiere leben in dürren Gegenden auf einer ganz bestimmten Pflanze, deren struppigen Aesten sie zum Verwechseln ähnlich sehe»: sie überwältigen ihre Jnsektenbeute mit den lauernd emporgehaltcnen Vorderbeinen. /tos öen Gemeinöen. 100 Proz. Einkommensteuer in Lichtenberg. In der letzten Stadtverordnetensitzung wurde nach Genehmigung einer Anleihe von 1 Million Mark die Vorlage zur Gründung einer Gesellschaft m. b. H. zur Errichtung von Einfamilienhäusern auf dem städtischen Grundstück in der Wuhlhcide angenommen.(In der vorigen Sitzung hatten die Hausbesitzer der bürgerlichen Fraktion die Beschlußfassung durch Verlassen des Saales vereitelt.) Bei der nun folgenden EtatSberatnng wurde von bürgerlicher Seite die Blockaimahme deS Etats beantragt. Tie sozialdemo- kratische Fraktion tvar übereingekommen, diesem Antrage nicht zu widersprechen, gab aber noch folgende Erklärung zu Protokoll: „Der Voranschlag für 1016 enthält bei den städtischen Werken außerordentliche Abführungen an die Stadt in Höhe von 272 613,29 Mark. Diese Summe soll den MschreibungSbeträgcn, die nach vieler Mühe durch einen besonderen Stadtverordneienbeschluß generell ge- regelt worden sind, entnommen werden. Ferner werdet! Amortisationsbeträge in Höhe von 70 412,96 M. ihrer eigentlichen Verwendung, der Tilgung von Werkanleihen, ent- zogen und der Stadt als besondere Einnahme zugeführt. In dieser nrf der JnansprMnnhme der städtischen Werse ziSccks Bilanzierung des allgemeinen Etats sehen wir eine große Gefahr fiir die weitere Enttoirkeluirg und Zukunft unserer Werke, die ziveifelsokme früher oder später dahin führt, daß die finanziellen Ergebnisse der Werke einen starken Rückgang aufweisen werden. Die Zolge hieraus werden erhöhte Bezugspreise für die Konsu- nicnten sein, was einer Schädigung der Allgemeinheit und einer Hem- mung der Gemeinde in ihrer späteren Entwickelnng gleichkommt. Zieht man weiter in Betracht, daß diese Art der Jnanspruch- nähme der städtischen Werke bereits in früheren Jahren in Uebung war und hierdurch schon eine starke Herabmindernng der Werte der Werke gegenüber den jetzigen Buchwerten eingetreten ist, so sind wir der Auffassung, daß die derzeitige Finanzpolitik der städtischen Körper- schaften auf keinen Fall die Werke weiter in Mitleidenschaft ziehen darf. Wir können daher diese Art der Bilanzierung des Voranschlages nicht billigen und sehen uns dieserhalb gezwungen, unsere Zustim- nmng zu versagen." Bei der Abstimmung wurde dann der ganze Etat mit 29 gegen 21 Stimmen angenommen. Aus dem Etat ist hervorzuheben, daß eine Erhöhung des Gas- Preises nickt vorgenommen, dagegen der Einkommensteuerzuschlag von 125 auf 169 Proz. erhöht worden ist. Von den 28 Sitzen, die die Sozialdemokratie im Stadtparlament imw bat, sind zurzeit zwei uirbsfetzt, während fünf sozialdemokratische Stadtväter zum Heeresdienst eingezogen sind. Weitere Reisverteilnng in Schöneberg. Aacbdem in der vergangenen Wockie die Bezugsscheine für Reis an die Kinder und für Hülsenfrüchte an die ganze Bevölkerung rerteilt worden sind, bringt der Schöneberger Magistrat nunmehr noch einmal 3!eis, der jetzt lediglich für die minderbemittelte Be- völkerung der �stadt bestimmt ist, zum Preise von 55 Pf. für ein Pfund zum Verkauf. Für jedes Mitglied eines Haushalts kann eiixiuf 1 Pfund lautender gelber Reisschern bei der Brotkommissron erhoben werden._ Lebcnsmittelverkauf in Reinickendorf. Vom Montag, den 3. April, ab gelangen in den Lebensmittel- dcrkausSstellen der Gemeinde zum Verkauf: Konservierte grüne CSrbscu, 2 Pfund-Dose 1,60 M.; kondensierte Milch, Dose 1 M.; Olivenöl, 1 Pfund 2 M.; Kaffeemischung(vorbehaltlich des recht- zeitigen Eintreffens), 1,85 M. pro Pfund; Eier, Stück 13 Pf.; Erbsen, grüne geschälte und gelbe kleine, 60 Pf., gedörrter Weiß- kohl 2,50 M. und Schlackwurst 3,40 M. pro Pfund. Die Abgabe der Erbsen erfolgt nur gegen Vorlegung und Abstempelung der Fettkarten der in Frage kommenden Woche. Auf jede Karte wird nur Pfund verkauft. Schlackwurst wird nur in Mengen von Vj Pfund und dem Vielfachen davon, auch in ganzen WürKen, abgegeben, Eier werden im Höcbktfalle nur fünf und Olivenöl nur in Mengen bis zu 200 Gramm abgegeben. Zwecks geeigneter Kontrolle werden den einzelnen Haushal- hingen in Kürze Lebensmittelkarten zugestellt werden. Diese sind beim jedesmaligem Einkauf in den amtlichen Verkaufs- stellen vorzulegen._ Etatsberatung in Weiszensee. Am Montag, nachmittags 5 Uhr, beginnen in der Aula des LstjjfmriS die Etatsberatungen. Aus den Voranschlägen ist zu er- sehen, daß in tolgenden Verwaltungen Ueberschüsse erzielt werden: Gemeindegrundstücks 58 400 M., Steuerverwallung 1 510 050 M., M i l ck k u r a n st a l t 5000 M.. Wasserversorgung 58 750 Mark. Friedhöie 3580 M. Zuschüsse erfordern: Allgemeine Verwaltung 444 423 M., Kapital- und Schuldenverwaltung 440 000 M., Schul- verwallung 553 719 M., Armenverwaltung 144 100 M, Wohlfahrts« einrichinn ien 17 638 M.. Säuglingskrankenbaus 30 500 M, Straßen und Plätze 5400 M.. die außerordenilichen Einnabmen und Ausgaben betragen 1 635 780 M. Die Einnabmen von Steuern sind wie folgt vorgeieben: Emkommensteuer 554 400 M., Gewerbesteuer 171 500 M., Belriebsüeuer 1350 M., Gemeindegrundsteuer 780 300 M., Lustbar- keils- und Billetisteuer 10 000 M., Hundesteuer 30 000 M., Brau- und Bicrshuer 30 000 M., Umsatzsteuer 70 000 M., Wertzuwachssteuer 42 000 M.— An Kreissteuern für den Kreis Niederbarnim sind abzuführen 177 113,26 M. Etatsberatung in Wittenau. In der letzten Gemeindevertvetersitzung wurde der Etat für � 1916 endgültig gegen die Stimme unseres Genossen Trapp fest- l gestellt; er balanciert insgesamt mit 1820 000 M. gegen 1634 000 Mark im Jahre 1915. Hervorzuheben ist, daß die Polizeiverwalwng einen Zuschuß von 39 000 M. erfordert, die Schule von 167 000 M., Kapital- und Schuldenvevwaltung 315 000 M. Der Bürgermeister erwähnte noch bei der Diskussion die großen Vorteile, die der eigene Fuhrpark der Gemeinde gewährt habe; im nächsten Jahre werde darüber ein besonderer Etatstitel geführt werden, um eine bessere geschäftliche Uebersicht zu haben. Die Armenverwaltung er- fordert einen Zuschuß von 67 000 M. An Gemeindeeinkommen- steuern sollen 16 0 Proz. erhoben werden. Minderansätze sind erfolgt bei der Umsatzsteuer um 25 000 M., bei der Wertzuwachs- steuer um 30 000 M., Luftbarkeitssteuer 900 M., beim Bier ein Mehr von 500 M. Die gesamten Steuern sollen einen Ueberschuß von 751 000 M. bringen. Wasser wird von Reinickendorf be- zogen zu 13 Pf. pro Kubikmeter; eine Herabminderung dieses hohen Preises ist trotz der Zunahme des Verbrauchs dort abgelehnt worden. Das Gaswerk bilanziert mit 425 000 M.; hier macht sich eine Gebührenerhöhung nötig infolge der gestiegenen Her- stellüugskosten. Spandauer Wohnungsnot. Das Hauptinteresse an den Beratungen der letzten Stadtbek- ordnetenversammlung nahm die Besprechung über die Aufbringung von Mitteln zur Linderung der ständig wachsenden Wohnungsnör in Anspruch. Die Aktiengesellschaft für Rleinbausbau an der Lazarus- straße beabsichtigt, auf einem etwa 23 700 Quadratmeter großen Terrain 241 Wohnungen zu errichten. Der Gesellsckiafi soll eine städtiscke Beleihung bis zu 80 Proz. des Wertes gewährt werden unter der Bedingung, daß die HyvotHek erst an die Gesellschaft ge- zahlt wird, wenn naäbgewiesen ist, daß sämtliche Handwerker mit ihren Forderungen befriedigt sind und die Grundrisse des Bauplans von der Grundeigentumsdeputation genehmigt werden. Oberbürgermeister Koeltze betonte, daß die Wohnungsnot sehr krasse Formen angenommen habe. Trotzdem jetzt etwa 600 Dachwobnungen bewohnt werden, was eigentlich nicht statthaft sei. und das alte Rathaus von Wohnungslosen fast völlig belegt sei, werden dock eine Anzahl Familien gezw»ngen sein, nach auswärts zu ziehen. Es sei daher die dringendste Ausgabe der Stadt, der Wohnungsnot zu steuern, da am 1. April eine große Anzahl Wohnungsloser vorhanden sein würde. In der weiteren Debatte wurde mitgeteilt, daß die Kriegskommiision gezwungen sei, Kriggerfrauen. die nach auswärts ziehen müssen, Umzugsgeld zu gewäbren. Die Staatswerkstätten tragen sich auch mit dem Gedanken, für ihre Arbeiter Wobnunqen in größerem Umfange zu errichten. Den Bau von Arbeiter- wobnungcn in eigener Regie verlangten die Genossen Pieck und Pieper, da die Stadt über genügend eigenes Gelände verfüge, und es nicht nötig sei, die Wohnungen durch Spekulanten zu der- tcuern. Der Vorlage wurde nahezu einstimmig zugestimmt. Für die städtischen Unlerbeamten und Angestellten wurden vom 1. Januar 1916 ab für die Dauer des Krieges folgende monatliche Zulagen gewahrt: Unverheiratete mit einem Einkommen bis 2400 M. crbalten 10 M., Ehepaare, wenn der Ehemann ein Diensteinkommen bis zu 2400 M. bat, 15 M,, mit einem Diensteinkommen über 2400 bis 4050 M. 12 M., Ehepaare mit Kindern unter 16 Jahre ohne Rücksicht aus das Einkommen des Ehemannes für das erste Kind 3 M., für das zweite Kind 6 M„ für jedes weitere Kind 5 M, Genosse Pieck bedauerte, daß die städtischen Arbeiter von der Familienzulage vollständig ausgeschlossen seien und dem Woblwollen der Deputationen und der Betriebs- leiter ausgeliefert werden sollen. Mit einem durchschnittlichen Ein- kommen von 1800 M. könne bei der bestehenden Teuerung kein Arbeiter auskommen: Redner stellte den Antrag, die Zulage auch auf die städtischen Arbeiter auszudehnen. Gegen die Stimmen unserer Genossen wurde der erweiterte Antrag abgelehnt und die Vorlage einstimmig angenommen. Etatsberatung in Bernau. In der Stadtverordnelenversammlung wurde der Etat für 1916, Welcher in Einnabme und Ausgabe mit 475 000 M. abschließt, beraten und anaenommen. Der Magistrat glaubte auch in diesem Jabre mit 130 Proz. Gemeindesteuern auskommen zu können, von der Etatskommission wurde jedoch beantragt, die Einkommensteuer von 130 Proz. auf 150 Proz. zu erböben. Von unseren Genossen wurde in ein« gehender Weise ein Antrag begründet, Einkommen bis zu 900 M. steuerfrei zu lasien. Die Versammlung lehnte jedoch den Antrag ob. Infolge- dessen stimmten unsere Genossen gegen die Erhöhung der Prozent- sätze.— Der Etat setzt sich im wesentlichen in der Einnahme wie folgt zusammen: Erträge aus Grundeigentum 15 489,58 M.. Forst- nuyung 90 619 M. Wasierwerk 80 500 M., Steuern 174 220 M., Krankenhaus 59 380 M. und öffentliche Armenpflege 6261 M. In der Ausgabe: Kreisstcuern 31 882.67 M., Zinszahlungen und Renten 22512.40 M., Schulverwaltung 85 100,85 M., Krankenhaus 63628.65 M., Armenpflege 24026 M.. Bauten 13217, 30M., Wasserwerk 34085,15 M. und Forstverwaltung 29 598 M. Aus der Gemeindevertretung Pctershagen. Bei der am 27. März staltgefundenen Gcnieindcvertretersitzung wurde einem Angebot der kirchlichen Körperschaft zugestimmt, wonach Räume des alten Schnlhauses für Gemeindezwecke gegen Unter- ballungspflicht auf die Dauer von zehn Jahren zur Verfügung ge» stellt werden. Das Gemeindebureau solle möglichst noch vor dem 1. Mai nach dort verlegt werden. Der neue Gemeindeelat belauft sich in Einnabme und Ausgabe aus je 33 490 M. Für das jetzige Sleuerjahr sollen ebenso wie im Vorjahre 120 Proz. Gemeinde- emkommensteuer erhoben werden. Von dem Grundbesitz, dessen Ge- iamtwerl mit 6 500 000 M. geschätzt ist. kommen 2.5 Proz. zur Er- Hebung._ 190 Proz. Gemeindeoinkommensteuer in NowaweS. Die Gemeindevertretung nahm in ihrer letzten Sitzung den Haushaltsvoranschlag für das Rechnungsjahr 1916 an, der in Einnahme und Ausgabe mit 1 470 500 M. abschließt, und setzte die Steuerzuschläge.fest. Der Zuschlag zur Einkommensteuer wurde von 180 auf 190 Proz. erhöht. Die übrigen Zuschläge betragen: Grundsteuer 4 bzw. 6,67 pro Tausend, Gewerbesteuer in Klasse I und ll 300 Proz., in Klaffe III und IV 200 Proz., Betriebssteuer 100 Proz., Kanalisationsgebühr 3 Proz. des Nutzertrages. Ge- meindeverordneter Nathan gab in einer großzügigen Rede ein Bild der kommunalen Finanzwirtschast im abgelaufenen Jahre, wobei er die durch den Krieg bedingten Erfordernisse, besonders auf dem Gebiete der Fürsorge für die Bevölkerung, hervorhob und die nach Friedensschluß zu erwartenden verschiedenartigen Auf- gaben andeutete. Die Erhöhung des Zuschlags um 10 Proz. sei kerne unbedingt« Notwendigkeit, doch erscheine sie ratsam, um in die neue Zeit mit ibren neuen Ansprüchen nicht einen Haufen Schulden hinübernehmen zu müssen. Um den Kriegerwitwen die Erlangung der ihnen zustehenden Renten und die Sorge um ihre Kinder zu erleichtern, forderte er die Schaffung von Ein- richtungen, die sich um die Frauen und besonders um die Zukunft der Kinder kümmern sollen. Hinsichtlich der Ernährung dürfe die Bebölkerung beruhig! fetck, 5a die Gemeinde Weitschauend borge- sorgt habe. Der Bestand an reinem Schweineschmalz, Speck, Hülsenfrücbten, Reis usw. würde noch auf Monate ausreichen. Doch sei es nichtsdestoweniger notwendig, besonders mit letzteren beiden Artikeln haushälterisch umzugehen. Die Hundesteuer sei urnS Doppelte erhöht worden, doch nickt, weil man aus ihr einen�hohen Ertrag erzielen wolle, sondern mit Rücksicht darauf, daß die Hunde, deren Zahl im Kreise zurzeit etwa 30— 10 000 betrage, den fiir das Vieh nötwendigen?lbsall auffressen und— was nock schlimmer sei— meist sogar mit Lebensmitteln gefüttert werden, die zur menschlichen Ernährung notwendig gebraucht würden.— Anschließend an die Ausführungen des Redners betonte auch Genosse O s lil e r die Berechtigung der Steuererhöbung und mahnte die Gemeindeverwaltung, in ihrem Bestreben, die Lebensbaltung der Minderbemittelten zu erleichtern, nicht zu erlahmen, sondern die Fürsorge noch weiter auszubauen. Weitere wichtige Aufgaben seien die Schülerspeisung, die Einheitsschule, Fürsorge für Witwen und Waisen, Bereinigung der Aruienverwaltung, Jugendfürsorge, Vormundschatt und Rechtsschutzstelle. Redner trat auch warm für die Kriegsbeschädigten sürsorge ein. für die ja die Regierung die Mittel bereitgestellt habe. Im Anschluß hieran forderte er die Beseitigung der Nebenbei'ckästigung der Beamten im kommunalen Dienst. Hier hätte die Gemeinde Gelegenheit zu einem guten Werk, indem sie durch Einstellung von Kriegsbeschädigten diesen Verdienstmöglichkeit bieten würde. Kommunaler Schweincfleischverkauf in Nowawes. Die Gemeinde hat einen Posten geschlachteter Schweine er- halten, die durch die Schlächtermeister vom gestrigen Tage ab an die Einwohnerschaft verkauft werden. Das Fleisch wird nur an hiesige Einwohner gegen Vorlegung des Mittelstückcs der Brotkarte, die für die Woche vom 3. bis 9. April gilt, abgegeben werden, und zwar auf ein Brotkartenmittelstück nicht mehr als 14 Pfund. Einen Anspruch auf das Schweinefleisch gewährt die Brotkarte jedoch nicht. Wahlerizebniffe. Bohnsdorf. Bei der Dohnsdorfer Gemeindevertreterwahl in der dritten Klasse wurde Genosse Buchbinder Paul Schiffke mit 97 Stimmen gewählt. Die erste Klasse wählte den Schmiede- meister Adolf Lridtke mit 4 Stimmen, die zweite Klasse den Ober- Postsekretär Hans Northoff mit 13 Stimmen. Ncuenhagen. Bei der am 31. März vollzogenen Gemeinde- Vertreterwahl wurden die Parteigenossen Karl Arndt und Wilhelm Buggert gegen 3 Stimmen wiedergewählt. Stadtbad Neukölln. Für das Stadtbad ist für das Sommer- Halbjahr 1916 die Benutzunpszeit wie folgt festgesetzt worden: An den Tagen von Montag bis Freitag auf 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, an den Sonnabenden von 8 Uhr morgens bis 9 Uhr abends und an den Sonntagen von 7 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags. Jugevüveranstaltungen. Ebarlottenburg. Heute abend 61/, Uhr findet im Liuaendhcim, Roswenstr. 4, eine Jugendfeier statt. Festrede, Rezitation. Eciang. Die Schulentlassenen sind freundlichst eingeladen. Eintritt frei. Die Heimbesucher treffen sich vormittag 9 Ubr im Heim. Pankom-Nieder-Schönbauien. Heute ffndet in Nicder-Schönhauscn daS diesjährige Anlpielen statt. Treffpunkt 1 Ubr im Jugendheim. Friedrichsdagen. Heute Nachmittagswanderung„um die Mflggelh Treffpunkt 1 Uhr an der Fähre. Gäste find willkommen. Lieder- bücher mitbringen. Nciuickendorf-Ost. Heute: Freie Betätigung.— Montag, den 3. April: Mädchenabend. Vortrag der Genossin Emma Döltz über , Aus der Schule ins Leben!"— Dienstag, den 4. April: Gc- langSübungen.— Donnerstag, den 6. April: TiSkussionZabend.— Alle Veranstaltungen im Jugendheim. Hoppe st r. 32. ßrauen-Lefeabenüe. Wilmersdorf. Am 3. April, abends 8'/, Uhr, bei Schilling, Lauen- Lurger Str. 21. Köpenick. Dienstag, de» 4. Aprfl, abends 8 Uhr, bei Gollnow, Rosen- straße 10, Ecke Kirchstraße._ Sitzungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Bohnsdors. Montag, den 3. d. M., 4 Uhr. im Lokal von M. Schulze. Diese Sitzungen sind Sllcntlich. Jeder Ecmcinvcangchörige ist de» rcchtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. öriefkasten üer ReAaktion. y. lkl.®. 100. Die Abfindung kann nur unter Zustimmung des Bor. mundschaslsgerichts und des Bormundes stattfinden. Dem Vorrnundichaits- gertcht siebt das VersügungSrecht über das Geld zu.— K. T. 2. Nach der Verordnung des ObnkommandoS in den Marlen wird der 18 M. übersteigende Berdicnft als Spargulbabcn für den Minderjährigen, unter 18 Jahren angelegt. Der 18 M. übersteigende Verdienst wird noch zu einem Drittel gezahlt. Befreiung vom Sparzwang kann nicht erwirkt werden. Es kann nur eine Auszahlung vom Sparguthaben beantragt werden, wenn ein solches bereits vorhanden ist. Der Antrag ist beim Vor» wundschastsaml Berlin einzureichen.— R. Z. Wie lange die Retlamation dauert, können wir unmöglich wissen, wenn eine bestimmte Zeil daiür selbst nicht angegeben ist. Nachmusterung kann und mrd natürlich erfolgen.— — L. B. 100. Das Pflichtteil ist die Hälste des gesetzlichen Erbleil». Wieviel in Ihrem Falle von 1000 M. aus das Pflichtteil ent ällt, tonnen wir nicht angeben, da Sie nicht mitteilen, wieviel Erben vorhanden sind und wer Erbe ist.— G. Sch. 83. Ohne weiteres können Sie sich daS Gebiß nicht anfertigen lassen; wenden Sit sich an Ibren Truppenteil um Zuweiiung eine» Zahnarztes.— L. O. 25. Sie brauchen sich nicht zu melden.— A. B. 100. Wenn der Verlobte ohne Grund vom Verlöbnis zurückritt, können Sie von ihm Schadenersatz verlangen sür die insolgc des EheveriprechenS gemachten Aufwendungen.— A. R. 11. Eine Abhebung des Geldes erscheint unS nicht nötig, eS ist dort' stchei gestellt. � 8. K. 200. Von der Miete dürsen Sie keinen Abzug machen. Sie lönnlen höchsten» aus Enischädigung sür die gemachten Ausgavcn llagcn. Rirs Frühjahr 'freireligiöse Gemeinde' | Mittwoch, S.April, abends S'/i Uhr, bei Wilke, Sebastianstr. 39:{ Mitglieder«Versammlung. Tagesordnung: 1. Berjoht des Vorstandes. 2. Kassenbericht, 3. Ken-| 1 wähl des Vorstandes, der Revisoren und Ordner. Um pünktliches.Erscheinen wird gebeten.— I Die Mitgliedskarte ist vorzuzeigen. 53/5 In der Schulaula Kl. Frankfurter Str. 6(am Alexauder- 1 platz); Jeden Sonntag und 1. Festtag: VOHTRAO, 1 vormittags pünktlich 11 Uhr.— 2. April. Harmonium. Herr\V. B ö 1 s c h o: Die Erfindung des Werkzeuges bei Mensch und Tier.— 9. April. Harmonium. Herr Ernst Da um ig: Soziale, geistige und religiöse Kämpfe im Mittelalter.— 16. April. Harmonium. Herr Ernst Rott er: Philosophie und Religion.— 23. April il, Osterfeiertag). Festvortrag von Herrn Dr. Bruno Wille: Das Kreuz als 1 Sinnbild. Harmonium.— 30. April. Harmonium. Herr Dr. Conrad Schmidt: Naturalismus in der neueren Dichtung. Verwaltung Berlin. leL»3ltnt Moritzplatz 10623, 3578. Bureau: Rungestratze 30. Brau eben-Versammlung Korbmacher. Montag, den Z. April» abends Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 1. Tagesordnung:' 1. Vortrag. 2. Tie dauernde Steigerung der Lebens- mittelpreise und die Löhne in unserer Branche. 3. Bcr- bandsangelegenheiten. Vergolder. Montag» den 3. April, abends 6 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 13, Saal 3. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Späth e:„Ucber den Ar- beitsnachweis und seine EntWickelung." 2. Bericht der Kommission. 3. Branchenangelegenheiten, vettrauenzmännei'-Versammlung Modell- und Fabriktischler sowie Modelldrechsler. Mittwoch, den 3. April, abends 8 Uhr, im Lokal von Wald, Pflugstr. 3. Stellmacher. Mittwoch, de» 5. April, abends 8 Uhr, bei Hammel, . Sophieuftr. 5. Kistenmacher. Mittwoch, den 5. April, abends 81/, Uhr, bei£. Httcksch, Krautstr. 21. Tischler, Bezirk Südost 1 u. Ä. Mittwoch, den S. April. adendS 8'/, Uhr. Naunynstr. S, bei 1,1er. Jalousiearbeiter. Mittwoch, de« 5. April, abends 8 Uhr. bei«relve, Rungestr. 30. Die Branche um t> Uhr. Den Sollrgen von Osten II zur Nachricht, daß der Kollege ITellx Behrendt am 1. April die©efchüfte des ObmanneS wieder über- nommen bat Anträge für den Obmann sollen bei Schröder, Boxhagener Str. 5 abgegeben werden._ Achtung! Norden. Die Zahlstelle 53 wird von Brunncnstraße W nach Brunnenstrahe 101 bei Zietz verlegt. Bodenleger. Kommissionsfitzung mit Vertrauensleuten Mittwoch, den 3. April, abends 8 Uhr, bei Abendroth, Adalbertstr. 61. 84/19 Die Ortsverwaltung. tÄ Bureau: derl Zahlstelle Berlin. Engeluser 14/15, Part.— Telephon: Amt Moritzplatz Nr. 84S0. Mittwoch, den 3. April, abends 8'/, Uhr, bei Boeker, Weberstr. 17: General-Berfammlung. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zum diesjährigen Berbandstag in Stuttgart. 2. Varschläge sür die Wahl der Delegierten zum Verbandslag. . 8. Wahl der Delegierten. 4. Bericht über die Verhandlungen bezüglich Errichtung emeS paritätischen Arbeitsnachweises. S. Verschiedenes. Mitgliedsbuch ist mitzubringen. Betreffend dt« Wahl der Delegierten machen wir auf solgende Be. stinnnung deS Wahlreglements ausmertsam:»Wahlberechtigt ist jedes Mit- alied, welches mit seinen Beiträgen nicht länger als vier Wochen im Rück- stände sich befindet, ohne dag ihm dieselben gestundet wurden. Die gleiche Bestimmung gilt auch sür die Wählbarkeit als Delegierter.- 169/5 Die Ortsverwaltnng. Herein der Berliner MMer und»IM ponnmtag, deu 0. April, abends SVa Hr, im G e werkschaftshause, Engelufer 14/13: Vertrauensmänner-Versammlung. Di° Vertrauensleute»nd Druckereikassierer sind zu'dieser Versammlung besonders eingeladen. 27/6 Um vollzähliges und Pünktliches Erscheinen ersucht Der Ganrorstaad, Ortskrankenkasse der Klempner zu Berlin. Die Ordentliche Ausschutzsitzung unserer Kasse findet am Mittwoch, den 12. April, abends 8 Uhr, im Kassenlofal Wallstr. 68, statt. Tagesordnung: 1. Nachbewilligung persönlicher V er- waltungSlosten sür das Jahr 1915. 2. Abnahme der Jahresrechnung und Bericht des Rcchnungsausschusses. 3. Ansragen an den Vorstand. Die Vertreter der Arbeitgeber und Versicherten im Ausschutz unserer Kasse werden ersucht, pünktlich zu er- schemen. 267/15 Der Vorstand. loset Hsrtmenn, Vorsitzender. Junungs- Krankenkasse der Tischler-Jnnimg. liebe lossMIsi der Vertreter der Kassenmitglieder und der Jnnungsmilglieder am Montag, den 10. April 1010, abends 8 Uhr. im GewerkschaftS. Hause, Engelufer IS. 267/16 Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Abnahme der Jahrcsrechnung pro 1915 und Bericht der Revisoren. 3. Verschiedenes. Der Verstand. Otto Gronau, Vorsitzender. Krlülisiillmichulig. Betriebskrankenkasse der Stadtgemeinde Berlin. Emladung zur ordentlichen Altsschatz- Sitzung der Betriebskrankenkasie der Stadt- gemeinde Berlin am Donnerstag, den 13. April 1916, abends 6 Uhr, im SihnngSsaal Nr. 63 deS Rathauses zu Berlin. Tagesordnung: 1. Abnahme der JahreSrechnung sür 1915. 2. Verschiedenes. Ansragen und Beschwerden, sür welche Akteneinsicht oder nähere In- soimationen notwendig sind, müssen mindestens 3 Tage vorher beim Vor- stand eingereicht werden. Berlin, den 29. März ISIS. Der Vorstand der Betriebskrankenkasse der Stadtgemeinde Berlin. v. Schulz. 267/13 vestflimurs TrauermnSflztn Größte i-insvahL Billigit« Preise. L MohrenstraDs 37a (Kolonnaden) II. Or, Frankfurter Str. 115 (nahe Andreasstr.) tMwshlsendungen totart Amt Zentrum 7800. SoinUg 12—2 Uhr geiKntt �ßseeeee»«ssssssss� ff Unserem lieben Genossen \1> Bemann Buggenbagen nebst Gemahlin Görlitzer Str. 70 zur Silberne« Hochzeit die besten Glückwünsche! 538b Die Genessen von, Beslrh 105 1. SozialdemokratiselierWaiilTerelD l.d.2. BerLRelclistagsvahikreis. Bezirk 127. Am 1. April 1916 verstarb unser Mitglied, der Buchbinder Eugen Stiller Urbanstr. 129, im 21. Jahre. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 4. April, nach- miitagS 4 Uhr, aus dem Garnison- Kirchhos, tzasmheide, statt. Um rege Beteiligung bittet 205/17 Der Vorstand. AIS Opser dieses Weltkrieges fiel am 25. März mein lieber Mann Villi Veollellborg. DieS zeigt tiesbetrübt an /Hartha Wendenborg 522b geb. Wundrack. DeDtselier TransportarbeiteF-yerlianl Bezirksverwaltung GroB-Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, datz unser Kollege, der Spcditions- arbeiter �.uxust Müller von der Firma A. Warmuth, Hinter der Garnisonskirche, am 29. März im Aster von 67 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. April, nach. mittags 3 Uhr, von der Leichen- halle deS St. Marien-KirchhojeS, Prenzlauer Allee, aus statt. 63/11 Dia Bezirksverwaltung. kreis IrnwElisit HuramelsbuFg (M. d. A-T.-B.). Unser Tnrngenofse August Heinde vorlor am 20. März aus dem Echlachtselde seinen Zwesten Sohn 535b Erwin Heinfze Derselbe hat sich als ehemaliges Mitglied durch seine rege Tätig- keit in unserem Verein unsere vollste Anerkennung erworben, was ihm ew ehrendes Andenken sichert. Der Vorstand. ÄFlieiter- RadtahreF- Band JSolidaFltat". Mitgliedschaft Neukölln. Nachdem wir seit einem Jahre über sein Schicksal im Ungewissen waren, wurde uns jetzt zur Ge- witzheit, datz unser langjähriges Bundesmitgsted Niugo Zeidler am 27. Februar 1915 bei einem Gesecht gefallen ist. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. 9/4 Der Vorstand. VeFkaad d. BFaneFei- aJüliIen- arhEiteFUjeFW-BeFüIsgenosseD. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern diene zur Nach- richt, datz unser Kollege, der Flaschenkellerarbciter kemliard Bensch (Bock H) gestorben ist. Ehre seinem Andenke«! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. April 1916, nach- mittags 3 Uhr, aus dem Fricdbos der Freireligiösen Gemeinde in der Pappelallee statt. 42/10 Um zahlreiche Beteiligung wird ersucht. Die Ortsverwaltung. OeDtsoßer iolzartiellsrvEFtiand. Zahlstelle Adleröhof. Am 29. März 1916 verstarb unser Kollege, der Tischler Wilkelm Rolf. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonn- tag, den 2. April, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle aus statt. 84/17 Die Ortsverwaltung. DEotsebEF BolzarbEitEFVEFband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, datz unser Kollege, der Drechsler BermsllaLcdaeiller (Neukölln, Schillerpromenade 38) im Aster von 52 Jahre» ge- starben ist. Ehre seinem Andenke«! Die Beerdigung findet am Montag, den 8. April, nach- mittags 2'/, Uhr. aus dem Neu- löllner Gemeinde-Friedhas am Mariendorser Weg statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, datz unser Kollege, der Tischler Gustav Rendant («räsestr. 7) im Aller von 54 Jahre» ge- starben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 3. Llprii, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- Halle deS Zenlral- Friedhofes in Friedrichsselde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 84/13 Die Ortsverwaltung. Dsnltsaxung. Allen denen, die unserem lieben Sohn Hsns Zippel die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir unseren besten Dank. 79A Tie trauernden Eltern »nd Geschwister. AUgEiüElnE GiMrankenkassE der Stadt Befüil Als Opser deS Weltkrieges fiel am 15. März unser Kollege Hduridi Schubert. Er war unZ nicht nur ein lieber Kollege, sondern er ist auch stets tatträstig sür die Interessen der Köllegenschast eingetreten. Wir werden ihm ein dauert:- des, ehrendes Andenken be- wahren. 267/19 Der persanalausschuB. Zum 25. Geburtstage unseres geliebten ältesten sohnes, des Unter- ossiziers Fritz Endler Inhaber des eisernen 5tzreuzes, Maschinenmeister voit Mittler u. Sohn, geborui den 3. Avrii 1891, gefallen den 27. Februar 1916. Wenn einst die Glocken werden klingen zum Frieden, einst nach bstll'gcm Strett, � Dir, lieber Sobn, wird keine mehr erklingen, Du ruhst im Feindesland sehr weit. Dein Wunsch war nur stets ein Wiedersehen, doch dieses wird nie mehr geschehen. 527b In tiefstem Schmerz Deine Eltern, Geschwister und Braut. Nsedruk. Am Dienstag, den 28. März, nachmittags 4 Uhr, verschied nach langem, schwerem, mit grötzler Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter .Anna ßärrnana geb. Plettner [ im 48. Lebensjahre. Dies zeigen tiesbetrübt an Franz Bärman« nebst Sohn und Tochter. Turiner Str. 33. 40A Dem Völlerringen zum Opfer fiel unser lieber Freund und Kollege 528b Robert Niebe im blühenden Alter von 20 Jahren. Ehre seinem Andenke»! Arbeiter-Jugcudhcim II. Gr. Frankfurter Stratze 123. Den Heldentod für'S Vaterland starb insolge eines Granatschusses nach l8moitatlichen Kämpfen am 22. März 1916, der Unterosfizier der Reserve Mai Udewenz Jns.-Reg. 148, 10. Komp. Ritter des eisernen Kreuzes. Die tiesgebeugte Gattin und Töchterchcn liannohen. Die tiesbetrübten Eltern, Bruder Ködert, zurzeit im Felde, Marie, Berta, ürnrna als Schwestern, Schwiegereilern, Schwager Max, Schwägerin Anna, Schwager kirnst, zurzeit im Felde. 526b Ruhe sanft, Du treugeliebteZ Herz! Allen Verwandten und Be- kannten die tieftraurig« Nachricht, datz mein lieber lebensfroher un- vergetzlicher Sohn, Bräutigam, unser geliebter Bruder, Schwager und Onkel, der Landsturmmann Frenz Brache Res.-Jns.-Rcgl. Nr. 19, 6. Komp. in noch nicht vollendetem24.LebcnS< jähre als Opfer des Weltkrieges am 10. März 1916 seinen schweren Wunden(Beinschutz) erlegen ist. In tiesster Trauer 536b Witwe Aug. Brache als Mutter. Anna Bartsch als Verlobte nebst Eltern und Geschwistern. Adolf und Emil Brache als Brüder, zurzeit im Felde. Anua Bischofs als Schwester I nebst Kindern. Martha und Emma Brache alz Schlvägerinnen nebst Kindern. " Richard Bischofs als Schwager, zurzeit im Felde. Wör jeder so wie er, Gäb's weder Krieg noch Not. Als Sohn des Volkes starb er Getreu bis in den Tod. Am lO. Mär, 1916 fiel durch Granatschutz unser lieber Sanges- bruder 537b Robert Budewell. Er war der Besten einer. Stumm schiäst der Sänger! Zlhnnor- n. Franenchor Lichtenberg(M.d.A.-S.-B.) Als Opfer de? Weltkrieges starb insolge Kopfschusses unser lieber Kollege Karl Rehfeld (geb. 18. Ottober 1890). Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren I Die Knilegen und Kolleginnen der kirrns Dr. Walter Lsrard, Charlottenburg. 46A ZenfralTEFliand dEF ZIimefef DeutscMands. Zahlstelle Berlin und Umgegend. Bezirk 28. Nachruf! ■ Den Berussgenossen zur Nach- richt, datz mifcr langjähriges Mit- glied Gustav Ibiele am 26. Mörz iitjolge eines litt- (alles im Atter von 56 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken k Die Bcerdiguitg fand gestern auf dem Friedhoj in Stahnsdorf statt. 254/4 Der Verstand. Volks-Feukrbkkattuugs- Uerem Groß-Kerim. Am 30. März verstarb unser j Mitglied, Herr Richard Forsch! Britz, Rudower Stratze 95. Ebre feinem Andenken! Die Einäscherung findet Mon- lag, den 3. April, nachmittags! 4 Uhr, im Treptower Krcma-J torium statt. Siege Beteiligung erwartet 283/2 Der Vorstand. Männerctior Moabit (M. d. D. A.-S.-B.). Am Donnerstag, den 30. März, verstarb unser Sangesbruder. Gustav Schulz Wir werden dem Verstorbenen ein dauerndes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 2. April, nach- mittags 2 Uhr. von der Leichen- halle des Moabiier Kranketthauses, Birkenftratze, aus nach dem Lohannissriedhos, Plötzensee, statt. 57/13 Ter Vorstand DBntSEhBFMEtaWEitEr-YBFliaiid! Verwaltungsstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, datz unsere Kollegin, die Arbeiterin j Frida Oensiin geb. Klanenberg, Wiesenstr. 47, am 28. März gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet heute j Sonntag, den 2. Avrtl, nach- mittags 2'/, Uhr, von der Leichen- Halle des neuen Pauls-KirchhofcS� in Plötzensee aus statt. Rege BcteUigung wird erwartet.| Die Ortsverwaltung. ZEntFalYErband dsr Schills- zinunEFEF. Zahlstelle Berlin und Umgegend. Am 12. März 1916 fiel unser Kollege 521b Albert Beer. Ehre seinem Andenken! Der Verstand. Als Opfer des Welllrieges ist« nach achimonatigem Leiden unser I lieder, guter Sohn, der Wusictierj Eukcn Stiller im blühenden Alier von 20 Jahren I im Lazarett.Seebad", Marien- 1 dort, einem schweren Lungenleiden x erlegen. Um stilles Beileid bittet Familie Eag/en Stiller, Berlin S. 59, Urbanstr. 129. Die Beerdigung findet am s Dienstag, den 4. April, nach- mittags 4 Uhr, auf dem Garnison-! Kirchhos, Berlin, Hasenheide, statt.[ Verband der freien Oast- nnd Schankwirte Deutschlands (Zahlstelle Lichtenberg). Km Dannerstag, den 30. März, verstarb die Frau des Kallegen Friedrich Stöber Rosalie Stöber im 59. Lebensjahre. Die Beerdigung findet heute! Sonntag, nachmittags 2 Uhr, vom! Trauerhause, Jungswahe 5, nach« dem Lichtenberger Friedhof au! der Barnitzstratze statt. Treffpunkt nachm. 1'/, Uhr beim( Kall. Emil Henkel, Jungstr. 33. Rege Beteiligung erwartet 73/13_ Die Ortsverwaltung. Am Donnerstag, de» 30. März, verschied nach kurzen schweren Leiden mein inniggeliebter Mann, unser Mtier Vater, Schwicgcr. und Gratzvater 125A Bernhard Bensch im 52. Lebensjahre. Dies zeigt tiesbetrübt an Frau Minna Bensch geb. Radtke nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. April, nachm. 3 llbr, von der Halle der Frei- religiösen Gemeinde, Pappelallee, aus statt. Zem Meileii infnn oni önnt SrleMmm gelalleae»(Senoüen! Am 19. März 1916 fiel auf dem Schlachtfelde unser Genofie Willi KreiseS Beztr! 134 a. Am 6. MSrz 1916 verstarb infolge seiner Verwundung vom 3. MSrz unser Genosse, der Täschner WiSkeSm Siegmund � Wassertorstr. 23. 205/16 Sazlaldemokr. Wahlverein I. d. 2. Berliner Itelchstagswahlkr. Am 23. Februar fiel 6er Schlosser Wilhelm Hormann Zclleftr. 10— Bezirl 361. Am 6. Dezember 1914 fiel im Alter von 38 Jahren der Tischler Seorg Raschat Riga er Straße 98— Bezirk 348. 212/18 Sazlaldemokr. Wahlverein f. d. 4. Barl. Relchstagswahlkrels. Als Opfer des Weltkrieges gefallen der Bureaugehtlfe Richard Haahe HeinerSdorfer Straße 13— 1. Abteilung. 222,2 Sazlaldemokr. Wahlverein f. d. 6. Berl. Kelchstagswahlkr. Bei einem Sturmangriff fiel der Schlosser 226/11 Kltred Renner 24 Jahre alt, Ackerftraße 134, 9. Abt., Bez.«27. Sazlaldemokr. Wahlverein t. d. 6. Berliner Rolonotagswahlkr. Am 7. März fiel durch Granatsplitter der Ktstenmacher Otto Hochow LerthelSdvrfer Straße 11— 9. Bezirk. Sozialdemokratleeher Wahlvereln NeokSlln. 237/4 Ein Opser deS Weltkrieges ist unser junger Parteigenosse, der Kaufmann Kduard Becher geworden. 195/5 Sozialdemokratischer WahlveiMia ttfipanlck. Gefallen im Kamps Rohert Ludewell. 248/16 Sozlald. Wahlvereln Niederbarnim. Bezirk Frlodrlohofolde. Im Alter von 20 Jahren fiel am 23. Februar 191« unser Genosse Walter Adam (Gruppe 27). 18/11 943/10 Sozlaldemokr. Krelswahlver. Niederbarnim, Bez. Weltensee. Bezirk Grofi-Berlin. Folgende Kollege« find im Felde gefallen: Otto Barfußg GeschSstSdiener. Richard Butt, Rollkutscher. Paul Günther, Privatchauffeur. Willy Kreisel, P-ser. Robert Krüger, Gesch»ftscha»ffe»r. Paul Spiller, P-ser. Karl Scholz, GeschSstSdiener. Heinrich Schubert, Industriearbeiter. Alfred Schwoite, GeschSstSdiener. «hr e ihrem«»denke»: 63/10 VI« »II-iN t'lUnl« Kii-oL-SerUis. Den Mitglieder» zur Nachricht, daß folgende Kolleg« auf dem Schlachtfelde gefallen sind: Karl Bergemann, st. Revler.Jnipektion, Karl Matzke, Schiacht, und Viehhof, August Gottschalk, suZiner �ab-, 'sL.mil Guschel, e. Revier-Jnfpektion. Wir werden ihn« ein ehrendes Andenken bewahren. 33/1 vt« Am Mittwoch, den 29. März 1916 verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit unser langjähriger Vorarbeiter Herr Wilhelm Schliewert im 48. Lebensjahre. Seine stets bewiesene Treue und Tatkraft fichern ihm in unserem Hause ein gutes Gedenken. verlloor Fenster-Reiaigangsanstait Otto Arnheim& Co., Köpeaicker Straße 62. Beerdigung Montag, den 3. April, nachmittags 3'/. Uhr, vom Andreaskirchhof, Wilhelmsberg. 5295 Deutsch. Metallarbeiter-Verband Ortsverwaltung Berlin. Dem Andenken unserer im Felde gefallene« Kollegen. Karl Becke, Schl-ff«, geb. 14. 4. 1894, Berlin. Georg Dachale, GSrtle?, geb. 26. 9. 1885, Berlin. Ernst Donath, Arbeiter, geb. 17. 3. 1888, Boossen. Max Gall, Schlosser, geb. 13. IL 1893, Berlin. Paul Grehl, Former, geb. 15. 11. 1884, Berit». Max Hudewenz, Schlosse», geb. 16. 11. 1888, Kölau. Rudolf Kolberg, Schlosse», geb. 26. 7. 1877, Swing. Fritz Pantel, Galva-ife»», geb. 9. 2. 1889, Berlin. Adolf Rohde, Maschinenarbeiter, geb. 18. 12. 1893, Losentih. HanS Rothe, Metallarbeiter, geb. S. 9. 1894, Berlin. Franz Steffanek, Schlosser, geb. 28. 6. 1893, Dittstock. Franz Steinke, Schlosse», geb. 8. 3. 1888, Kowerg. Friedrich Thiele, Metallarbeiter, geb. 29. s. 1888, Torna. Otto Trapp, Monte»», geb. 20 2. 1886, Dammbest. Franz Wottke, Maschinist, geb. SO. 10. 1684, Breslau. Karl Zimmermann, Schlosse», geb. 31. 7. 1882, Köpenick. Ehre ihrem Andenke«! U4/14 Die Ortsverwaltung. Verband der Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbeiter Deutschlands. Filiale Berlin. Dem«»denke» unserer aus de» KrtegSschanplatz ge- fallene» Kollege»: Am 11. Mär, 1916 starb an einer Verwundung ia Feldlazarett der Kostümschneider, Kollege Fritz Gercke-«».».?. issv. Ferner fiel am 5. März 1916 infolge Kopfschusses der Herren- konfemonSschneider, Kollege Johann Giebel n. Mt. Sbenso starb am 11. März 1916 in Beelitz infolge Schusses, der Herrenmaßfchnewer, Kollege Paul Menze ee». 1 1. ist* Desgleichen fiel am 3. November 1918 wfolg» LewfchusseS der DamenkonfettionSschneider, Kollege Erich Thiede 1 18*- 162/16 Die Ortererwaltanc. Allen verwandt«. Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Nachricht, daß mein lieber Sohn, unser herzensguter Bruder, Schwager und Onkel, der Pionier Hugo Klaszynoki,"■ Im Alter von 35 Jahren am 20. März 1916 durch Granatfplttterverletzung gefall« ist. 79A In tiefem Schmerz: Witwe Berta KlaszynSki al» Mutter. Paul Ernst Alvert Karl OSkar L. nebst Frau und Kindern. �. Braut Helene Balleuthin. 3 zurzeit im Felde, nebst Frau und Tochter. g. Garnison Gub«, nebst Frau und Kindern. im Felde. Olga Hossmann als Schwester nebst Schwager Karl zurzeit Garnison und Rindern. QS brach deS ältesten SohneS Herz Still weint um ihn der Mutter tiefer Schmerz. So still wie Du gelebt, So still gingst Du dahin, Dein Reden war nicht viel, Doch stet» hatte es Sinn. Ein Bruder warst Du un» zu jeder Zeit, Telllest mit uns getreulich Freud und Leid. viel heiße, bittere Trän« bringt Dein Scheiden, Swig wirst Du u»S unvergessen bleiben. Wer Dich gekannt i» Deinem Leb«, Der weiß, was Du uns warft gewesen. Wenn alle so gewefm wären, wie er, Dann gäi'S kein« Krieg noch Elend auf der Erd'. Du hofftest aus ein gestuweS Wiedersehen, Doch eS kann nicht mehr gescheh'n. Am 18. März starb als Opfer des Weltkrieges mi lieber Sohn, unser guter Bruder und Schwager Walter£talimoldt Gefreiter in einer Gebirgs-Maschinengewehr-Abteilung im 30. Lebensjahre.— Im tiefsten Schmerz Wllhelmlne Sctamoldt als Mutter.£rlch Scbmoldt. W. Schmoldt und Frau. FI»»» Scbmoldt. 530b Zentral-Verband der Böttcher, Weinküter und Hilfsarbeiter Deutschlands - Filiale Berlin. AIS Opfer des WeltknegeS fielen auf dem Schlachtfelde unsere braven Mitglieder Georg Anders am 26. September 1915 im Atter von 27 Jahre». Max Emmrich im Dezember 1915 im Alter von 29 Jahre». Dtto Frenzen am 21. März 1916 im Alter von 31 Jahre». DaS Andenken der Gefallenen werden wir stets in Ehren halten 22/2 Der Vorstand. Arbeiter-Radfahrer-Bund „Solidarität" Berlin). Im Felde gefallen find folgende Bundesgenossen: am 11. August 1915: �U�USt HokfMSllll, 7. Abteilung am 10. Januar 1916: frit? Latin, 7. Abteilung, im Lazarett Pr.»Stargardt. Ehre ihrem Andenken! 9/3 Die Drtwverwnltiznzx. ES ist bestimmt in Gottes Rat, daß man vom Liebsten, was man hat, muß scheiden! Fern von der Heimat starb den Heldentod für König und Vaterland am lt. März 1916 infolge Granatschusses an Kops und Brust unser inniggeliebter Nesse, Bräutigam und Bruder, der Musketier Erich Richter Infanterie-Regimen t Nr. 43, 7. Konrpagnie im blühenden Aller von nicht ganz 21 Jahren. DieS zeigen in ttefftem Schmerz an Richard VI tische. Johanna Vltzsche. Marjjarete Hennig als Braut. Willi Richter als Bruder, z. Z. im Felde. Du zogst hinaus in Feindesland, für» deutsche Recht zu stretten. Du mußtest dort sürs Vaterland den Heldentod erleiden. Die Freude Deiner Wiedertebr war nicht vergönnt den Deinen Und mögen sie auch noch so sehr ihr Liebstes nun beweinen. Nun ruhe sanft im Heldengrab. befreit von allen Schmerzen, Die Liebe, die Dich hier umgab, lebt fort in unseren Herzen. Ruhe sanft. Du edles Herz, Du hast den Fried«, wir den Schmerz Ruhe s attft in fremder Erde! Fern von der Heimat, in Feindesland, da ruhst Du, lieber Erich, Dich schmückt keine Hand; darum schmücke ich Dein BUd hier in meinem Heim, als soll es Dem Grab in Feindesland sein In tiefer Trauer 503b Rargarete Hennig nad Eltern. Sozialdemokratischer ffahlyereln Adlershol. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Genossin, Frau EmmeToheck am Donnerstag, den 30. März, im Krankenhaus zu Halle a. S. gestorben ist. Ehre ihrem Andenke«: 195/6 Der Borstand. Am Freilag. den 31. März, nach mittags, verschied nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, treusorgender Vater, der Schrist- setzer 541b Kerl Pauli im Alter von 59. Jahren. DieS zeigen tiesbetrübt an Frau Augufte Pauli und Kinder. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 4. April, nachm. 4 Uhr, aus dem Berliner Zentral- sriedhos in Friedrichsselde statt. Allzu srüh und sern von seinen Lieb« fiel am 19. März 1916 nach sechzehn Monaten schweren Kämpfen mein inniggeiiebter Mann, unser Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Schwieger- söhn, der Ersatz-Reservist Robert öultewell Jns.-Regt. 99, 10. Komp. im blühenden Alter von sechsund- zwanzig Jahren. 138A In ttefftem Schmerz Emma Budewell geb. Wolss. Emilie Budewell als Mutler. Emil Budewell f als Brüder Richard Bndewell/ z.Zt. im F. Otto Ulrich. Martha Bloch\ als Ella Pape I Schwestern. Otto Bloch l als Schwager Theodor Pape/ z. Zt. im Felde. Familie itLolff als Schwieget' eitern. Er ging dahin, den ich so innig liebte, der gute Gatie, meines Lebens Glück. Er ging dahin, der nie mein Herz betrübte, und ließ mich einsam, trostlos hier zurück. Deine liebe Emmi. Du hast den Frieden und wir den Schmerz I Verbanti der Sattler irnd PortelenlUer. Ortsverwaltung Berlin. AIS Opser deS Weltkrieges fiel« die Kollegen Otto Hstm am 6. 11. 1915, 42 Jahre alt. Walter Gregor am 21' 2., 22 Jahre alt. Gustav Rauthe am L 3., 22 Jahre alt. Ehre ihrem Andenke» k 157/11 Die vrtSverwaltung. Danksagung. Für die viel« Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung aieineS lieben Vaters. Schwagers und Bruders ttermatm Hempe sagen wir allen, besonder» d« Kollegen der Firma Löwe. Kaiserin- Augusta- Allee, unseren innigsten Dank. Tochter xmms Hempe, Wi.«e Marie Hempe, Schwägerin. 129A Danksagung. Allen denen, die meiner lieb« Fra» und guten Muttel, Frau �nua Schröder geb. Rom die letzte Ehre erwiesen, insbesondere dem Genossen R. Küter für die liebe» vollen Worte am Sarge sowie den Milgtiedem des Schöneberaer Frauen» chors sag« wir hiermtt allen unseren herzlichsten Dank. 17A Der tieftrauernde Gatte nebst Tochter._ Danksagung. Für die viel« Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unserer lieben Mutter Vildelmlne Fischer sag« wir hierdurch allen Beteiligt« nnjeren tiesgesühlt« Dank. Anna Pögel geb. Fischer Hermann Ritgel Ida Stall geb. Fischer Hartha Flacher. 133A gJerar.tlüBrtHchcr l'ieiakteur; Alfred Wiclepp, Neukölln. Für den" Snjeralenleil verantw.: Tb. Glocke. Berlm. Druck u.Berlaa:Lorwc!rij Buchdruckere» u. LezIagoanssÄt Vaul Emgri& co, SSnlin SW.