Ur. 105.- 33. Jahrg. Abonnemekts-SeSIngungen: kllii):rnemenLs» Preis Vränm7!erarck>o! Werteijähil S.OO 3a, ciunoa. 120 STJ, WSchcnlliÄ 30 P?g. frei ms Sans. Einzelne Nummer 5 Pfg. gonsoags. nummet mii iHuflricrtei öonmags« feUage»Die Neue SSeir" 10 Pfm Posl- ASonnemenl: 1.30 Mark pro Monat. Eingetragen in die Posi-ZsilungS- Nreielijte. Unter Kreuzbano für STeulichlold Uno Oesterreich- Ungarn LchO Mark, für das übrige Ausland t Marl pro Monrtl. Poitäbonnements nehmen an Selgien. Dänemark, Hollmid. Italien. Luxemburg. PorMgal, SlumSnien, Schweden und die Schweiz. trficint läglich. NO Devlinev DolkesblÄkk. ( 5 Pfennig) Die Interticns-Gcbülfr beträgt für die sechSaespallene Kolouel- zeile oder deren Rnmi 00 Pkg.. für politische und gewertictiaftliche Peccins- uird Bersanunlungs- Anzeigen 30 P>g. ,.f;leir- Znaeigcn", das lertgedrucke ISort LO Pjg.(Möistg L ieugedrmtt« CSoiic), jedes weitere Wort l0 Pjg. Etellengesilche und e-chlantcllenan» zeigen das erite Wort 10 Pfg„ jedes w eitel! Wort 2 Pfg. Worte über 12 Buch- siaben z-iblen für zwei Worte. Infame für die naegile Nunimer uMei: bis l» Uhr nachmittags in der Expedition »dgegeben werden. Die ExveZirwu ij» dis 7 Uhr abends geognei. relegramm-Rdreffe: �Stilliiicmsilr-ll Ktkili". 2entralorgan der tozuldemokratitchen Partei Deutfcblands. RcdaPtion: SW. öS, Liaöenstraße Z. Feruivrecher: Amt Moriupla«. Rr. 1S1 SV— 151 97.|| Das„kleinere ilebel" im SchichzollWem. Uns wivd geschrieben: Ter Artikel„Sozialdemokratie und Schutzzoll", der sich mit den Äeseraten vou Karl Renner und Heinrich S u n o w in der deutsch-österreichischen Konserenz beschästigte. veranlaßt die Wiener„Arbeiterzeitung" zu einer K. It. gezeichneten Erwiderung. Sie enthält solgende duftigen Blüten:„Der„Vorwärts" fälscht und verdreht in der plump- ften Weise",„der säubere Einsender",„der Einsender lügt glatt",„der Einsender verdreht",„Muster gröblichster Ent- stellimg".„unverantwortliche skrupellose Stänkerer",„Brun- nenvergistung". Bei fünftmdsiebzig Zeilen eine ansehnliche Leistung. Tie Leser werden uns nachfühlen, wenn wir uns auf eine in diesem Tone gefübtte Polemik nicht einlassen, da wir keine Lust haben, auf das Riveau der Wiener Fiakerkncipen herabzugehen. Dagegen haben wir uns mit Genossen C u n o w ansein- midei zusetzen, der in Nr. 93 des„Vorwärts" seinen Estaudpuntt präzisiert. Vor allem ist eine Klarstellung geboten über die M a r x s ch c und die C u n o w s ch e Auffassung. C u n o w behauptet, er sage dasselbe wie Marx, wenn er erklärt, die Frage, ob Freihandel oder Schutzzoll sei lediglich eine„Frage des wirtschaftlichen Entwickelungsstandes". Indessen darf nie aus dem Auge gelassen werden, daß für Marx ausschlaggebend war, in dieser wie in jeder anderen Frage, die Rolle einer Einzelerscheinung in bezug auf die Revolutionierung der Gesell- schaff. Zu der Brüsseler Rede erklärte er. er stimme für da? Freihandclssystem, weil dieses„die soziale Revolution be- schleunigt". Er widerlegt das Gerede der englischen Frei- Handelsapostel, die den Arbeitern einzureden versuchten, es genüge die Kornzölle zu beseitigen, um die Lage der englischen Arbeiter zu beffcrn; das sei Schwindel, nichts würde sich ändern in der Lage der Lohn- arbeiter; aber trotzdem— für Freihandel, denn dadurch Wird die Entwictelung befördert, die schließlich zur lieber- Windung des Kapitalismus führen muß.— Genau derselbe Gedankengang wird festgehalten in einem kurzen Artikel, bc- titelt„Schutzzoll- oder Freihandelssystem"(Nachlaß II. Bd., Seite 429 ff.). Hier heißt es:„Die deutsche Bourgeoisie fordert Schutzzölle, weil diese die Industrie fördern würden: die Industrie braucht das Schutzzollsystem,„um mit den mittelalterlichen Ueberrestcn" aufzuräumen". Das zu hindern, hätten die Arbeiter kein Interesse, im Gegenteil, ihnen sei durchaus damit gedient, wenn die Bourgeoisie zur ungeschmälerten Herrschafr gelangt; dann erst werde in dem sozialen Kampfe das Schlachtfeld von allen unnötigen Schranken, von jedem irreführenden Beiwerk gesäubert. Der historische Sinn der M a r x s ch e n Auffassung, den tvir nach E u n o w nicht begriffen haben, besteht daher keines- Wegs darin, daß die Frage: Freihandel oder Schutzzoll, eine „Frage dcS wirtschaftlichen Entwicklungsstandes" ist, sondern darin, daß den Angelpunkt bildet der soziale Gegensatz. Nun haben allerdings die Dinge in einem Punkt einen anderen Lauf genommen, als Marx Ende der vierziger Jahre annahm: die Bourgeoisie hat zwar den Schutzzoll durchgesetzt, aber nicht im Kampfe gegen die.Mittelalter- lichen Ueberreste". sondern durch ein Kompromiß. Sie führte ursprünglich den Kampf gegen die Großgrundbesitzer, die ein- gefleischte Freihändler waren, solange Deutschland Ackerbau- Produkte exportierte; sobald aber die„amerikanische Konkurrenz" diesen Großgrundbesitzern unbequem wurde, bekehrten sie sich zum Schutzzoll und der Pakt zwischen den bisherigen Gegnern war bald perfekt. Dadurch ist die Kampflinie verschoben: kapitalistische Bourgeoisie und Vertreter des Großgrundbesitzes sind in be- zug auf den Schutzzoll solidarisch, das Motiv, das die Arbeiter veranlassen könnte, für industrielle Schutzzölle einzu- treten, fällt fort, das Motiv:„das Schlachtfeld von allen un- nötigen Schranken, von jedem irreführenden Beiwerk zu säubern". Mehr noch: im Zeitalter des Imperialismus und der Kartelle hat der Schutzzoll eine ganz andere Bedeutimg erlangt; er wird zu einem Mittel, das bestehende Wirtschaftssystem zu befestigen, das zu beseitigen die Arbeiter ein dringendes wirtschaftliches und politisches Interesse haben. Nun verwahrt sich E u n o w dagegen, ein Anhänger des Schutzzollsystems zu sein und erklärt, die Jndusttie Deutsch- lands sei längst reif für den Freihandel. Trotzdem behauptet er, es habe keinen Sinn, für den Freihandel einzutreten. Auch ein Standpunkt! Eunow bestreitet nicht, daß unter den gegebenen Ler- hältniffen nicht nur die Arbeiter, sondern auch die Zwischen- schichten— Kleinbürgertum, Kleinbauern, die„Festbesoldeten"— ein dringendes wirtschaftliches Interesse an der Beseingung des Schutzzollsystems haben, aber er erklärt:„ob der Freihandel siegt oder nicht, das hängt nicht vom Wollen der Arbeffer, sondern von der gesamten polittschen und wirtschaftlichen Konstellation ab".— Wir sagen, da die überwältigende Mehrheff der Bevölkerung ein dringendes Interesse hat. das schädliche, den Lebensunterhalt der Massen verteuernde System zu beseitigen, ist der Moment gekommen, in dem die Ar- beiterschaft Deutschlands alle Aussicht hat, einen Punkt des sozialdemokratischen Programms zu verwirklichen. Eunow Sonnabend, de« 15* April 1916. dagegen ironisiert:„Also nur hübsch energisch gefordert und der Schutzzoll fällt." Das ist der grundlegende Unterschied zwischen un?. Wir halten dafür, daß, sobald die Dinge reif geworden sind Kr die Entscheidung, es darauf ankommt,„das Wollen" in Taten umzusetzen. Tarauf> beruht der politische Kamps, wie wir ihn seit Erscheinen dcS Kommunistischen M a n i- festes auffassen. Jetzt kommt ein„Marxist" und erklärt: auch wenn ihr die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung auf eurer Seite habt, ihr könnt„hübsch energisch forden:" so- viel ihr wollt, erreichen werdet ihr doch nichts! Nach seiner Auffassung ist offenbar der Wille der Volksmassen etwas, was die„politische und wirtschaftliche Konstellation" überhaupt nicht beeinflußt; er kann sich nicht vorstellen, daß diese Volksmassen imstande sind, auch nur die bescheidene Forde- rung auf Beseitigung der künstlichen Verteuerung des Lebensunterhaltes durchzusetzen, trotzdem Deutschlands Industrie reif für den Freihandel ist und nur eine an Zahl verschwindend kleine Schicht an der Auffechterhaltung des Zollsystems interessiert ist!— Ein derartiger politischer Ouietismus hat mit der Marxschen Lehre nichts zu tun, und Marx hat eine ähnliche Auffassung einmal mit der Be- merkung znrückgewiesen, wenn dieser Verzicht ans Betätigung des menschlichen Willens„Marxismus" sein soll, dann sei er selbst kein Marxist. Und nun das„kleinere Uebel". C u n o w erklärt, da wir die Beseitigung der Zölle, auch nur der am schlimmsten auf die Lage der Arbeiter einwirkenden LebenSmittclzölle nicht erreichen können, so dürfen»vir uns nicht auf den Alles-oder-nichtS-Standpnnkt stellen, sondern müssen zu er- reichen suchen, was zu erreichen ist; nämlich durch eine „Art Zollunion" mit Oesterreich-Ungmn, Rumänien, Bul- garten und der Türkei„eine Ermäßigung gewisser beider- seitiger Zölle" anstteben.— Leider hat er aber weder in seinem Referat, noch in dem Artikel den Einwand ividerlegt, der sein ganzes Räsonnement über den Haufen wirst. Dieser Einwand— um es noch einmal zu wiederholen— lautet: Oesierreich-Ungarn samt den Balkan- staaten und der Türkei sind in absehbarer Zeit nicht imstande, den Bedarf Deutschlands an Ackerbau Produkten auch nur entfernt zu decken; diese Gebiete können ebensowenig einen aufnahmekräftigen Markt für Erzeug- nisse der deutschen Industrie bilden,' daß dadurch der Verl u st anderer wichtiger Märkte ersetzt werden könnte; ein Zoll- b ün d ni s, bei dem Deutschland den genannten Staaten Vorzugszölle einräumen würde, müßte unfehlbar Repressalien von seitcn anderer Staaten(Amerika!) hervorrufen, Repressalien, die dann wieder deutscherseits niit Kampszöllen beantiv ortet würden. Auf diese Weise entsteht bei einem auf Vorzugs- zölle begründeten Bündnis die dringende Gefahr, daß dadurch das Schutzzollsystem nicht gemildert, sondern dcrschärft wird. Statt allgemeine Redensarten zu machen, hätte C u n o w die Pflicht, dies zu widerlegen, denn erst dann kann von dem „kleineren Uebel" die Rede sein. Verstimmung zwischen Griechenlanü unö üer Entente. IS. Sprll.(Vom Pcivatkorrespondenten von 85. T~ C.) DaS Preflebirreau veröffentlicht ein Dementi der Rachrichten über die Besetzung Kephalo nienS und der übrigen ügäischen und jonischcn Inseln, die von den Ententegesandten CluludiS gegenüber angekündigt worden sein soll. ES wird behauptet, die Ententegesandten bSUea vorgestern Skuludis mitgeteilt, die Entente würde vor dem Hafen von Lrgostoli nur Drahtnetze anlegen, ohne die Uebcrseevcrbindung der Stadt zu verhindern. Aus Saloniki wird gemeldet, daß die Einwohner sieben griechischer Dörfer in: Gebiet von Doiran in KilkiZ ankamen. Die Dörfer mutzten geräumt werden. Die Militärlreise der Entente in Saloniki treffen fieberhafte Vorbereitungen. Die Ausstreuungen aus Eutcntekreisen über die Ueberlasiung russischer Postsäcke in Saloniti au Bulgarien und die Berichte des Pariser„Tenips", welche versuchen, Gunaris in die Angelegenheit hineinzuziehen, werden von matzgebender Seite als ebenso lächerliche wie boshafte Verleumdung bezeichnet. Bern, 14. April.(W. T. B.) Eine Meldung des„Corriere della Sera" aus Athen besagt: Die Gesandten des Vier- Verbandes haben die griechische �Regierung um die Erlaubnis gebeten, die auf Korsu befindlichen serbischen Truppen auf der Eisenbahn Patras— Athen— Larissa nach Saloniki zu bringen. Ministerpräsident Skuludis hat sich die Antwort vor- behalten. Das den Ministerkreisen nahestehende Blatt „Embros" sagt in einer Besprechung dazu, es fei trotzdem möglich, daß die Alliierten die Eisenbahnen und die Telegraphen- ämter besetzen, um Herren der Lage zu werden und das Ministerium zur Deimssion zu zwingen. London, 13. April.(BZ. T. B.) DaS Reutersche Bureau meldet aus Athen von gestern: Die diplomatische Lage ist Expeüition: SW. öS, Linüenstraße 3. j Aernivrccher: Amt Morivplnt!. Nr. löl vv— 1ö1S7. wieder weniger günstig geworden infolge der u u n a ch- giebigen Haltung der griechischen Regierung wegen der zeitweiligen Besetzungen, die die Alliierten für durchaus notwcnvig halten, und wegen der Weigerung, Erleichterungen auf den Eisenbahnen zuzugestehen.„Hcstia" schreibt: Man erwane:, datz die Veränderung der Lage binnen einigen Tagen zu einer Veränderung im Kabinett führen wird. Die„Times" melde: aus A r h e n. datz Zaimis als vermutlicher Nachfolger von Skuludis genannt wird, falls dieser zurücktreten sollte. Andere glauben, datz Rhallis grotze Aussichten habe. Die griechische Regierung verbot Untertanen neutraler und kriegführender Länder, durch Gxiecheuland zu reisen. (Vom Privatkorrespondenten des W. T. B.) Die griechische Regierung hat sich auf da? bestimmteste geweigert, au' das Verlangen der Entente einzugehen, ihr die Eisenbahnlinien PatraS- Athen- Larissa zur Vcr- f ü g u n g zu stellen, damit sie von P a l r a S' a u s serbische Truppen von Korfu per Eisenbahn nach Saloniki transportieren könne. Es verlautet, datz hiesige führende Kreise mit allen Mittel» die Ausführung des Vor- Habens der Entente, das einer vollständigen militärischen Besetzung Griechenlands gleichkäme, vereiteln wollen. Zur Lage in Gnechenlanö. Dem Athener Korrespondenten de?„Berliner Lokal-Anzeiger" wird die Nachricht bestätigt, datz die Entente am 12. April durch ihre Vertreter in Athen an die griechische Regierung mit dem Wer- langen herangetreten ist, datz ihr die Bahnstrecke PatraS— Athen, Athen— Larissa zur llebcrführung serbischer Truppen nach Saloniki zur Verfügung gestellt werde. Dieses Verlangen wurde von der Regierung bestimmt zurückgewiesen; sie betonte, datz sie auf dieie Forderung niemals eingehen könne, da hierdurch die innersten Gc- fühle � deZ griechischen Volles verletzt werden würden und die griechische Neutralität als nicht bestehend betrachtet werden mutzte. Das Vorgehen der Entente scheint in erster Linie den Zweck zu haben, die griechische Regierung zu stürzen, VenizeloS ans Ruder zu bringen und die Aufgabe der griechischen Neutralität zu erzwingen; in zweiter Linie bezweckt es, die serbischen Truppen auf dem Tran?- port jeder Gefährdung' durch deutsche ü-SSoote zu entziehen. Da? Ansinnen de? VierverbandeZ hat in Athen ungeheure Erregung und Erbitterung verursacht. Keine Kabinettskrise in fUhen. Athen, 13. April.(W. T. B.) Offiziell verlautet. eine Ministerkrise stände nicht bevor, da zwischen Krone, Regierung und Kammer rückhaltsloses Ein- vernehmen darin bestände, die bisher befolgte Neutralitätspolitik rücksichtslos mit größter Entschiedenheit d u r ch z u s ü h r e n. Das tzanüelsabkommen mit Rumänien. Bukarest, 14. April.(BZ. T. B.) DaS Blatt„Etcagul" begrüß! das ztvischen Rumänien und Deutschland in Wirtschaft-� lichen Fragen zustande gekommene Abkommen und teilt darüber folgende Einzelheiten mit: Dem Abkommen ciüsprcchcnd werden ständige Bureaus in Berlin und Bukarest für den Warenaustausch arbeiten. Die Zufuhr aus Deutschland wird in Souderzügen erfolgen, die den Mmien„Carmen" führen. Für ihre Regelmäßig- kcit bürgt die Tatsache, datz 50 000 Bahnwagen Weizen in einige.! Monaten aus dem Land kamen. Mit den damals gekauften Bor- röten bedsute dies eine Ausfuhr von 100 Ovo Wagen, was nur dank der bewunderungswürdigen Organisation der Deutschen, Oester- reicher und Ungarn möglich gewesen sei. Der Fall zeige aber auch die EntwickekmigSfähigkeit der rumänischen TranSporlmittel, wem sie richtig organisiert würden. Rumänien kehre damit zu einer ge- sunden Politik zurück. Dies sei der beste Schritt gewesen, den die rumänische Regierung hätte machen können. Der französische Tagesbericht. Varl?, 14. April, sv. T. B.) Amtlicher Bericht von Donnerstag nachmittag. Die Nackt war ruhig in der ganzen Gegend von Berdun. Ein deutscher Angriff wurde gestern am Ende des Tage? gegen die Stellungen ans der Höhe 304 vor- bereitet, kam aber nicht aus den Schützengräben heraus. Da? Sperrfeuer unserer Artillerie und die von den Batterien des Nackbarabschnittes aus die im Walde von Malaneourt versammelten feindlichen Abteilungen gericktetc Beschictzung haben anscheinend die Operation nicht zur Entwickelnng konnnen lassen. Von der gesamten Front ist kein wichtiges Ereignis zu melden. Pari?, 12. April.(W. T. B.) A m t l i ch c r V e r i ch t von gestern abend. Zwischen Oise und Aikne Tätigkeit unserer Artillerie gegen die feindlichen Stellungen bei Moulin-souZ-Touvcnt und Hampoel. Westlich von der MaaS dauert die Beschiehung der Höhe 304 und unserer Front beim Toten Mann und EumiöreS an. Oestlich von der Maas und im Woevre-Gebiet mätzige Tätigkeit der Artillerie und keinerlei Jnfanterietätigkeit. Im Laufe des Tages hat eins unserer weittragenden Geschütze den Bahnhof von Noveani- sur-Moselle und die Brücke bei Corny(nördlich von Pont-ä-Mousson beschossen. In den Bahnhofsgebäuden brach Feuer aus. Auf dem übrigen Teil der Front war der Tag ruhig. Belgischer Bericht: Schwache Artillerietätigkeff an der- schiedenen Stellen der Front, autzer in der Gegend vo? Dixnmidk» und Eningbeu. wo die Geschlitztätigkeit lebhafter war. die englische Meldung. L-nton, 13. Äpril. i2?> T. B.) Britischer Kriegsbericht. Dienstag nacht überfiel der Feind unsere Schützengräben bei La Voiselle, nachdem er sie uoctzer, hauptsächlich mit tränencrregenden Äranatcn, stark beschossen hatte. Er wurde wieder yinauSgetriebcn. Dir verloren nur wenige Gefangene. Gestern abend griff der Feind dreimal an und erreichte unsere Schützengräben nordöstlich von Charnotz. wurde aber zurückgetrieben. Er ließ einige Tote in den Schützengräben zurück. Einige wenige unserer Leute werden vor- mibt. Heute Llltillericfeucr bei Souchez, Carency, der Hohengollcrn« •chanze und St. Elvi, daö wir erwiderten. Der Feind brachte heute bei der Hohcnzollcriischanze eine kleine Mine zur Explosion, ohne Schaden anzurichten. Heute wurds in dieser Gegend und bei ArraS mit Schützcngrabenmörscrn gekämpft. Luftkampf mit Immelmann. London, 11. April.(T.II.)..Dailh Mail" veröffentlicht einen Brief dcd englischen Flicgerlcutnanis Sladc, der in Fürstenberg im Ge» taiigencnlager weilt, worin dieser erzählt, wie sein Flugzeug vom Flieger Jinmelmann angegriffen wurde. Leulnant Stade und sein Führer Kapitän Darlcy flogen über die deutsche Linie. Immel» mann, so schreibt Stade, stieg hinter uns auf und eröffnete bereits mit seinem Maschinengewehr das Feuer, bevor wir überhaupt seine Anioesenheit bcmcrlr hatten. Die ersten Kugeln trafen den Oel» behäller, Darley versuchte den Kugeln zu entgehen, indem er seine Maschine sinken lies;. Aber Jmmcl>nonn folgte uns cbenio schnell, iorllvährend feuernd. Ter englische Aeroplan faßte nicht Feuer, trotzdem das Petroleum auZ dem Behälter strömte. Darlcy erhielt eineit Schuß iil die Hand; sei» Daumen wurde zerschmettert und in der Lust mußte Stade sich über seinen Kameraden beugen und ihm »nt einem Messer den Dailmcn abuehinen. Inzwischen blieb Immel- maiin beständig dabei, zu feuern. Die Kleider SladeS waren von Kugeln durchbohrt; der Beobachter blieb aber unverwundet. Der Tteuerinann wurde an der linken Hand getroffen, behielt aber die Kontrolle des Apparates in der rechten Hand und konnte das Flug» zeug sicher landen. Der rusilsche Kriegsbericht. PitrrSburg, 11. April.(23. T- C.) Amtlicher Bericht vom 13. April. 23« st f r o n t: Nach Artillerievorbereitung versuchten die Deutschen sich in einem Abschnitt dem Brückenkopf von Uexkucl zu nübern, wurden aber durch unser Feuer znrückgcioiesen. Fn den Gegenden von Jakobstadt und Tünaburg Artilleriefeuer- Äestlich des Narocz-SeeS beschoß der Feind am 12. April etwa um »ee Aoestand. iiü Iran�tirlarlieiler- Vertianl Bezirksverwaltung GreB-Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, dasi unser Kollege, arbeitcr der Kohlen- 56 Wilhelm Kokke von der Firma Quetschte, Pariser Str. 5, am lt. April im Alter von Jahren verstorben ist. Ehre seinem 2lndcnkenk Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 15. April, nachmittags 3 Uhr, von der Leichen- halle des 2. Schöneberger städt. Friedhofs, Blanke Hölle, aus statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, dag unser Kollege, der Hausdiener Pritz Stark von der Firma Hescocrbaud, Dessauer Str. 28/29, am 11.'April im Aller von 24 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken k Die Beerdigung findet am Montag, den 17. April, nach- mittags 3'/, Uhr, von der Leichen- halle des Zentral-Friedhofs in FAedrichSscidc aus stall. 63/17 Die Bezirksverwaltung. SozialieniokratiselierWalilvereiD Kreis Niefierliarniin. Itezirk Lichtenberg. Den Mitgliedern zur Nachricht, dag unser Genosse August Scdulie Tischler, verstorben ist. Ehre seinem Andenkeu! _ Die Beerdigung findet am Sonnabcndnachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Kranken- Hauses Lichtenberg, Hubertus- slratze. auS nach dem Gemeinde- Friedhofe in der Bornitzstrasie statt._ Am 11. April verstarb plötzlich unser Mitglied, der Gastwirt Otto Dames Mainzer Str. 23(Gruppe 13). Ehre seinem Andcnkenk Die Beerdigung findet beute Sonnabend, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Begräbnis- Platzes in Marzahn aus statt. Der Zug fährt ab Lichtenberg- Friedrichsseldc um 3 Uhr 40 Min. Rege Betelligunq erwartet 12/19 Die Bezirksleitung. Verite IGeneiniMaatsarli. Filiale Groii-Bcrlin. linieren Mitgliedern geben wir hiermit Nachricht vom Tode des Kollegen Wilhelm Pittwag vom Bich, und Schlachthos. Ehre seinem Andenke«: Beerdigung am Sonnabend den 15. April, nachmittags»/ 3 Uhr vom Fiicdbose der Gallilacr-Ge.' meinde, AhrenSselde. aus. Um rege Beteiligung bei der Be- itattung des Kollegen ersuch, 33/3 Die Ortsverwaltung. Zug ab 2 Uhr Schlesischer Bahnhof. Danksagung. Für die zahlreiche Beteiligung b-, der Einäscherung unseres lieben Bruders und Freundes A KAsx F&snke sagen wir allen Belciligten sowie Herrn Waldeck Manasse sür leine troüspcndenden Worte unseren herz- lichsten Dank. Paul Punke �«1 Paul Kühneraaun Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie die reichen Kranz- spenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Sohnes mehard sagen wir allen Freunden und Bekannte», besonders dem Lieder- Quartett unseren herzlichsten Dank. Witwe Ida 14 reker. 1. Krckcr und Frau als Eltern Spezlalarzt Dr. med. Wockenfaß, Friedrichstr. 125(Oranienb. Tor), für Syphilis. Harn- u. Frauenleiden— Ehrlich-Hata-Kur(Dauer 12 Tage), Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Sorechstunden• 10—1 und 5— 8 iierren-u.Dainen-iiflrMe neueste Moden, beste Verarbeitung Vollständige Wohnungs- Einrichtungen sowie elnzelna Möbel auf Kredit Julias MssZu«« Kottbnser Str. 28, Ecke Reichenberger Str. direkt am Hochbahnhof Kottbuser Tor. Bezugsquellen-Verzeichnis Berlin-Westen ErscMnt wöchentlich einmal._ Untenstehende Gezcliäfte empfehlen sich bei Einkaafen. Brauereien Adelung& Hollmänn Akt.-Branerei Potsdam Eig. Niedcrlag. 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April 1916, abends L Uhr, im GewerkschaftS- hause, Engeluser 15, Saal 3: Ta gesordnung: 1. Verlesung des Protokolls der letzten Ausschutzsitzung. 2. Wahl des Ausschufivorsitzenden. 3. Abnahme der Jahresrechnung 1915. 4. Beschlusjsassuug über die Dienst- ordnung der Angestellten. 5. Verschieveues. Pünktliches Erscheinen der AuSschufi- Mitglieder erwartet 268/3 Her Vorstand. Herrn. Sihauda, Vorsitzender. Fr. Keese, Schristsührer. f Nuf füF Herren � und Jünglinge, welche sich bill. kleiden wollen, empfehlen wir vorjähr. Herrenanzüge aus feinsten Haßstoffen M. 18— 45, Paletots M. 14-38, Hosen M. 6-12, Gehrockanzlige, JUnglingsanzüge, • Paletots sehr preiswert. DeufschesGarderobenhaus Große Frankfurter Str. 116 I. Cigaretten! Vor der neuen Stencr; Zll.lüüüdl.... l.tü(IA) Dies sind Schuß v.d.Srt. b.5 Pf.-Oig. (1B) 12.15(ic) 11.50 od) Pfeifeniabak PId. 1.43. Sortini. 700 Cigaretten] 12 m. und 1 Pfd. Tabak| ,rank0- Verkaut u. Versantl von 100 St. an. Günstigste Gelegenheit f. 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