Nr. 88. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Gingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 8 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die englische Donnerstag, den 16. April 1891. Stimme, die möglicherweise dem Kapital Unbequemlichfeiten bereiten könnte, sofort ein Dämpfer aufgesetzt Untersuchungs- Kommission werden kann. über die Arbeiterfrage. Expedition: Beuth- Straße 3. Die so zusammengesetzte Kommission soll, nach dem Wortlaut des Aftes ihrer Berufung: Die Fragen untersuchen, welche die Beziehungen zwischen Unternehmern und Arbeitern, die Koalitionen von Unters nehmern und von Arbeitern, sowie die Arbeitsverhältnisse betreffen, die in den jüngsten gewerblichen Konflikten im vereinigten Königreich zu Tage getreten sind, und darüber Bericht erstatten, ob gegen die Uebelstände, die sich etwa herausstellen sollten, gesetzliche Maßnahmen mit Erfolg anzuwenden wären, und wenn dies der Fall, in welcher Weise." Typisch ist in dieser Hinsicht die Auswahl der eigentDie mit so großem Eflat angekündigte königliche lichen Arbeitervertreter. Ihre Gesammtzahl ist, Untersuchungs- Kommission über die Arbeiterfrage hat nach wenn man den Sekretär des ständigen Schiedsgerichts für langen Wehen endlich das Licht der Welt erblickt, und der die Eisen- und Stahlindustrie von Durham und Yorkerste Eindruck, den das Schmerzenskind bei der Arbeitershire, E. Trow, mitrechnet, sieben, während das schaft hervorgerufen hat, ist der einer großen Ent- Unternehmer- Interesse durch mindestens elf Mitglieder täuschung. So wenig man von der jetzigen, aus in der Kommission vertreten ist. Die Arbeitervertreter kommt, alles zusammenbringen, was den Inhalt der Kämpfe modernen, d. h. verbourgeoisirten Tories und fossilen sind: Tom Mann, Präsident der Docker- Union, und Bestrebungen des modernen Proletariats bildet, Whigs zusammengesetzten Regierung auch erwarten mochte, 23. Abraham und T. Burt, Bergarbeiter- Abgeord- man Unter diese Fragen kann man, wenn es darauf anfann sie aber auch so eng fassen, daß sie hat es fertig bekommen, das Wenige noch zu unter- nete, H. Tait, Vorsitzender des Trades Council von sie sich auf ein paar Punkte der Koalitions- und Fabriksbieten. Das ausgesprochene Rapitalisteninteresse ist in Glasgow und Vertrauensmann der schottischen Eisenbahn- Gesetzgebung konzentriren. " Es kommt alles auf ihre So der Kommission ganz überwiegend berücksichtigt worden. arbeiter, M. Austin, Sekretär der Frischen demokra- Auslegung und Anwendung an. Um so mehr wäre es Und nicht nur das; um den Einfluß der paar, der Ar- tischen Arbeiter Föderation, John Mawdsley, von Nöthen, daß die Arbeiterschaft wenigstens durch einen beiterbewegung mehr oder weniger verständig gegenüber- Sekretär des Gewerkvereins der Spinnerei- Arbeiter, und Mann in der Kommission vertreten wäre, der nicht nur Nur zwei von ihnen, guten Willen und ehrliches Wollen, nicht nur Sachkenntniß stehenden Unternehmer, die die Regierung anstandshalber der vorerwähnte E. Trow. Mann und Austin, können als Vertreter des neuen und Erfahrung in seiner speziellen Sphäre, sondern auch in die Kommission hatte berufen müssen, möglichst zu neutralisiren, hat man ihnen gerade diejenigen Vertreter Unionismus" gelten, und selbst sie nur mit gewissen allgemeineres theoretisches Wissen und das den geriebenen der Unternehmerinteressen an die Seite gesetzt, die sich in den Einschränkungen; dafür stehen ihnen aber in Burt und Parlamentariern gegenüber erforderliche dialektische Geschick Lohnkämpfen der jüngsten Gegenwart als ganz besonders er- Mawdsley zwei hartnäckige und schlagfertige Vertreter in die Kommission mitbrächte. Das ist aber nicht der pichte Gegner der Arbeiterorganisationen ausgezeichnet haben. der konservativen Gewerkvereinsrichtung gegenüber, John Fall, und dieser Mangel wird allgemein empfunden. Einem David Dale, der sich als Mitinhaber einer großen Mawdsley ist zum Ueberfluß auch noch in politischen heißt es in der„ Labour World" oder, wie sie sich jetzt Eisenfirma in Yorkshire durch seine Verdienste um die Fragen Parteigänger der Konservativen. Trow ist eben- nennt, Sunday World" Michael Davitt's von der KomSchlichtung von Lohnstreitigkeiten 2c. einen geachteten falls Gewerkschafter alter Schattirung, und Abraham und mission:" Die Vertreter der Kapitalisten haben einige Namen bei der Arbeiterschaft Nord- Englands erworben Tait bilden das" Juſtemilieu" die gemäßigte Mitte. der energischsten Mitglieder ihrer Klasse unter sich. Mit Man sieht, die Waage neigt entschieden auf die Seite der der Ausnahme von Tom Mann, der mit allen seinen hat, einem Mundella, der trotz sonstiger verdächtiger Rechten. Gaben kein Burns ist, sigt kein Mann in der Kommission, Eigenschaften immerhin zu denjenigen Unternehmern ge= hört, die die Arbeiter- Organisationen als die berechtigten Vorsitzender der Kommission wird der Marquis der es mit Hauptleuten der Industrie, wie Livesey, Vertreter der Arbeiterinteressen anerkennen, stehen ein of Hartington, der Führer der liberalen Unionisten. Ismay, Lewis aufnehmen könnte." In verschiedenen, G. Livesey, der berüchtigte Direktor der Süd- Außer ihm sind noch ein Führer, Lord Derby, fo- letzten Sonntag abgehaltenen Arbeiter- Versammlungen londoner Gaswerke, der durch einen hinterlistig provozirten wie zwei Abgeordnete dieser Partei, L. Courtney sind auch schon Protestresolutionen gegen die Streit es dahin brachte, daß in der von ihn geleiteten und Jesse Collings, Mitglieder der Kommission. einseitige Busammensetzung der Kommission gefaßt worden. Anstalt nur Nicht- Unionleute arbeiten, und dessen Schuld Auch die Tories und die Liberalen sind durch je zwei Ebenso, und mit Recht, ist dagegen protestirt worden, daß es nicht ist, wenn in der Mehrzahl der Londoner Gas- Führer, und zwar die Ersteren durch Sir John Gorst, die Regierung unter einem ganz nichtigen Vorwand die anstalten der achtstündige Arbeitstag bis jetzt noch aufrecht Vertreter Endglands auf der Berliner Konferenz, und Aufnahme Michael Davitts als Vertreter der irischen Arerhalten werden fonnte; ein W. Lewis, der Leiter der Sir W. Hicks Beach, die Letzteren durch den schon beiter in die Kommission ablehnte. Als ehemaliger HochBute Docks in Cardiff, der als echter Emporkömmling erwähnten Fabrikanten Mundella und den Advokaten verräther und Bekenner republikanischer Grundsäge könne soviel als in seinen Kräften stand, gethan hat, um die H. Fowler, sowie durch verschiedene Abgeordnete in der Davitt nicht in einer königlichen Kommission siten, meinen Organisationen der Hafenarbeiter von Cardiff zu sprengen, Kommission vertreten. Als juristischer Sachverständiger die Toryblätter. Worauf ihnen mit Recht erwidert wurde, sowie ein J. C. Bolton, Direktor der Kaledonischen ist der Professor F. Pollock von der Universität Oxford, daß Davitt die Strafe, die ihm seiner Zeit als HochEisenbahn- Gesellschaft, gegenüber, ein Mann, zu dessen als ökonomischer Sachverständiger Professor Marsch all verräther zudiktirt worden sei, längst verbüßt habe, und Charakteristik nur angeführt zu werden braucht, daß die von der Universität Cambridge in die Kommission becufen. daß seine politischen Ansichten nichts mit seiner Qualifi der Herr ist liberales Weiter treten zu den bereits Aufgezählten noch fünf fation zur Ausübung einer öffentlichen Funktion zu thun Arbeiter seines Wahlkreises -weitere Vertreter der Großindustrie, während in dem hätten. Indeß, es mögen wohl auch noch andere Barlamentsmitglied für Stirlingshire in Schottland beschlossen haben, ihm wegen seines Verhaltens beim warmherzigen Sam. Plimsoll die Seeleute einen sach- Rücksichten für die Ablehnung Davitts maßgebend geStreik der schottischen Eisenbahnarbeiter bei der nächsten kundigen und beredten Anwalt in Bezug auf alle, ihre wesen sein. Wahl einen Arbeiterkandidaten gegenüberzustellen. Ueber- rechtliche Stellung und ihre Sicherheit betreffenden Fragen haupt ist in jeder Beziehung Sorge getragen, daß jeder erhalten. Feuilleton. Nachdruck verboten.] ( 87 Uebrigens ist auch in, der Regierung sonst nahestehenden Kreisen, die es aber mit der Fortentwickelung des Arbeiterfür das Beste, die Redefluth des Klosterbauers fortsprudeln wollet die Ehe für ungiltig erklären lassen, gut; aber ich zu lassen, bis sie sich erschöpft hatte. Die Hände über dem werde Euch die andere Seite der Angelegenheit zeigen. Ihr Bäuchlein gefaltet, hörte er schweigend zu und schüttelte nur trozet auf Euer Recht, aber Ihr vergeßt, daß der Ambros zuweilen den weißen Kopf oder schoß aus seinen kleinen auch ein Recht hat. Sehet, Klosterbauer, wenn er mit seinem Augen einen scharfen Blick auf den Erregten. Anliegen zu mir gekommen wäre, statt zu seinem unerSchau, schau, schau, das hätte ich dem Hannes fahrenen Bruder zu gehen, so würde ich ihn zwar nicht genicht zugetraut", war alles, was er sagte, als der Kloster- traut haben, denn ich mag in diesen bösen Zeiten vollends nichts mit den weltlichen Gerichten zu thun haben, aber ich bauer fertig war. O, der Hannes", sprudelte der letztere und ballte die würde ihm gesagt haben: Da der Vater Dir ohne jeden Faust, dem werd' ich's schon noch weisen, daß er an mich vernünftigen Grund seine Einwilligung verweigert, so trage In seinen Werktagskleidern, ohne Mantel, die abgenutzte denken soll, zeitlebens. Aber jetzt, die Gh' iſt ungiltig, weil bei dem Gericht darauf an, daß er dazu gezwungen werde, Iltispelzmüße auf dem wirren Saar, verfolgte er hastig die ich nicht meinen Konsens gegeben hab' und der Ambros und ich sage Euch, Klosterbauer, das Gericht würde ihn Straße nach St. Vigil. Nur eines Gedankens war er sich unmündig ist. Sie müssen auseinander, der Ambros und ermächtigt haben, ohne Eure Zustimmung sich aufbieten und in seiner unbeschreiblichen Wuth bewußt. Er eilte nach der die Larseit, und das verlang' ich von Ihnen, denn Sie sind trauen zu lassen." Pfarre. Vefa, die sich in ihrer Stube befand, hörte ihn die der Pfarrer in unserer Gemeinde." Magd nach dem Pfarrer fragen und tam sofort neugierig Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. " Was?" schrie der Klosterbauer, ich hätte keinen Nur ruhig Blut, Mann", versetzte Moltenbecher, in- Grund nicht?" herbei. Allein schon schloß sich hinter ihm die Thür der dem er die Rechte ein wenig aufhob." Die Sache geht mich" D, Gründe habt Ihr schon, das weiß ich," sagte Herr Stubirstube und es blieb Vefa Nichts übrig, als von der gar nichts an, und höchstens hätte ich mit dem Hannes ein Moltenbecher, aber keinen einzigen, der stichhaltig wäre. oft erprobten Schärfe ihres Gehörs Aufschluß über das Hühnchen zu pflücken, daß er mir die Traugebühren weg- Darum rathe ich Euch, daß Ihr gute Miene zum bösen Geschäft ihres Bruders bei Herrn Moltenbecher zu erwarten. geschnappt hat beides reichen Kloſterbauers wird Spiel macht. Ihr könnt von hier stehenden Fußes auf das Der Klosterbauer sprach denn auch laut genug, um diese sich natürlich nicht haben lumpen lassen, he?" Wenn es seine Absicht war, mit diesem Scherze einen leicht erreicht Ihr Eure Absicht, vielleicht auch nicht. Eines Erwartung seiner Schwester nicht zu täuschen. Der Pfarrer betrachtete den Klosterbauer mit einigem Tropfen sänftigendes Del auf des Klosterbauers zornig aber ist ganz bestimmt, Klosterbauer, kein weltlicher RichterKopfschütteln, denn er bemerkte sofort deſſen bis zur wogendes Gemüth zu gießen, so war sie verfehlt. Der spruch zerreißt das Band, mit dem die Kirche Euren Sohn Berstörtheit aufgeregtes Wesen. Der Klosterbauer fing auch Klosterbauer fand den Scherz ebenso wenig nach seinem Ge- und die Stafi verbunden hat. Vor der Kirche bleiben sie gleich, ohne die Aufforderung zum Reben abzuwarten, von schmack, wie die laufchende Vefa nach dem ihrigen, und er Mann und Frau, bis der Tod die Ehe trennt. Kein Theil feiner Angelegenheit an und wenn er sonst darauf hielt, grollte, daß er nicht zum Spaßen hergekommen wäre. kann zu einer neuen Ehe schreiten, so lange der andere Theil Je nun," entgegnete der Geistliche gelassen, jedes noch nicht das Zeitliche gesegnet hat. Sie können getrennt noch immer in ihm kochende Born keinem Worte vor dem Ding hat zwei Seiten, und Ihr seid alt genug, Kloster- leben, aber verheirathet bleiben sie. Versteht Ihr mich, anderen Raum gönnen. Er redete heftig und verworren bauer, um das auch zu wissen. Ihr seid erbittert, daß der Klosterbauer?" und focht dazu mit den Händen. Der alte Herr hielt es Ambros ohne Eure Einwilligung geheirathet hat, und Dieser verstand ihn nur zu wohl und die Eröffnung schutzes etwas ernster nehmen, die Aufnahme der Kom- Imüsse ihnen die Möglichkeit nehmen, ihre Arbeiter zu vermission feine sehr begeisterte. begeisterte. Die Thatsache, daß gewaltigen. Lord Hartington als Vorsitzender der Kommission pro- Der Reichstag nahm indeß troß dieser Ausführungen schreibt das unionistische den Paragraph in der Kommissionsfassung an. flamirt worden ist", Daily Chronicle"," genügt, um zu erkennen zu lassen, daß dieselbe nach der Meinung ihrer Urheber nicht den Zweck hat, irgend welche revolutionäre Vorschläge zu fördern; in der That, der gegentheilige Schluß liegt viel näher, denn Lord Hartington hat während seiner ganzen politischen Laufbahn eine starke Neigung bekundet, die Arbeiterfragen sich selbst regeln zu lassen, ohne irgend eine Art Staatsintervention." Er werde zwar ein höflicher und gerechter Vorsitzender sein, aber Initiative und Anregung seien von ihm nicht zu erwarten. Im weiteren Verlaufe des Artikels heißt es, daß die Kapitalisten in der Kommission u. a. durch einen oder zwei Leute vertreten seien, die wir nach ihrer feindseligen Handlungsweise gegenüber der Trade- Unionsbewegung kaum dazu geeignet halten, an einer Untersuchung theilzunehmen, die 11 Der folgende§ 134e lautet in der Regierungsfassung: Die Arbeitsordnung, sowie jeder Nachtrag zu derselben ist binnen drei Tagen nach dem Erlaß in zwei Ausfertigungen unter Beifügung der Versicherung, daß der Vorschrift des § 134d genügt ist, der unteren Verwaltungsbehörde einzureichen. Die Arbeitsordnung ist an geeigneter, allen betheiligten Arbeitern zugänglicher Stelle auszuhängen. Der Aushang muß stets in lesbarem Zustande erhalten werden. Die Arbeitsordnung ist jedem Arbeiter bei seinem Eintritt in die Beschäftigung zu behändigen. Hierzu haben die Sozialdemokraten beantragt, dem Absatz 1 folgende Fassung zu geben: Die Arbeitsordnung, sowie jeder Nachtrag zu derselben ist unter Mittheilung der seitens der Arbeiter geäußerten Bebenken dem im§ 139 b bezeichneten Aufsichtsbeamten zur Genehmigung vorzulegen. Gegen die Entscheidung des in§ 189 b bezeichneten Aufsichtsbeamten ist binnen zwei Wochen die Beschwerde an die höhere Verwaltungsbehörde zulässig." schlimmer als nuzlos fein muß, wenn Auch diesen sozialdemokratischen Antrag vertrat fie nicht zu einer Verbesserung der Lage derjenigen führt, Drees bach, dessen Ausführungen von dem Abgeordneten die die Trades Unions vertreten." Und: Alles in Wöllmer( fortschrittlich) und Böttcher( nationals Allem ist die Kommission nicht derart zusammengesetzt, liberal), sowie von dem Regierungs- Kommissar Dr. Wilder Arbeiterklasse Vertrauen einzuflößen, sie geht daher helmi bekämpft wurden, welch' letzterer mit fast putt unter unverkennbar ungünstigen Umständen an ihr Werk." tämerlicher Pose den Anwalt des Unternehmerthums spielte. Ein von dem Zentrumsmann Schaedler- als Konzession an den sozialdemokratischen Antrag gestellter Antrag, in Absatz 1 hinter dem Worte ist" einzuschalten: ,, unter Mittheilung der seitens der Arbeiter geäußerten Bedenken" -G So ein Organ der Partei, deren Führer Lord Hartington selbst ist. Es tröstet sich zum Schluß damit, daß, wenn die Arbeiter dafür sorgen, daß recht viel und tüchtige Sachverständige aus ihren Reihen vernommen werden, das Material, was die Kommission zu Tage fördern wird, die etwaigen Fehler des Berichts oder der Berichte derselben gutmachen wird. Ein etwas dürftiger Trost, aber er kennzeichnet die Sachlage ziemlich richtig. Das Material, das die Arbeiter vor die Kommission bringen, und die Agitation, welche die Arbeiter während der ganzen Zeit, wo die Kommission tagt, entfalten, wird über das Endergebniß derselben entscheiden. führte zu einer Ratastrophe. Bei der Abstimmung konnte das Bureau fich merkwürdiger Weise nicht einigen, ob die hatten, und es mußte ein H a m melsprung ftattfinden, der Ja oder Nein( die Stehenden oder Sigenden) die Mehrheit natürlich das Damoklesschwert der Beschlußunfähigkeit zum Fallen brachte. " Das Resultat der Abstimmung ist: § 134 f. Arbeitsordnungen und Nachträge zu denselben, welche nicht vorschriftsmäßig erlassen sind, oder deren Inhalt den gesetzlichen Bestimmungen zuwiderläuft, sind auf Anorduung der unteren Verwaltungsbehörde durch gesetzmäßige Arbeitsordnungen zu ersetzen oder den gesetzlichen Vorschriften entsprechend abzuändern. Gegen diese Anordnung findet binnen zwei Wochen die Beschwerde an die höhere Verwaltungsbehörde statt. § 134 g. Arbeitsordnungen, welche vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes erlassen worden sind, unterliegen den Bestimmungen der§§ 134a bis 134c, 134e Absatz 2, 134f und find binnen vier Wochen der unteren Verwaltungsbehörde in zwei Ausfertigungen einzureichen. Auf Abänderungen dieser Arbeitsordnungen und auf die seit dem 1. Januar 1891 erlassenen Arbeitsordnungen findet der§ 134d Anivendung. Der nächste Paragraph 134h hat in der Rom missionsfassung folgenden Wortlaut: Als ständige Arbeiterausschüsse im Sinne der§§ 184b, 26fag. 8 und 134d gelten nur: 1. die Vorstände der Betriebs-( Fabrit-) Krankenkassen oder anderer für die Arbeiter der Fabrik bestehender Rasseneinrichtungen, deren Mitglieder in ihrer Mehrheit von den Arbeitern aus ihrer Mitte zu wählen sind, sofern sie als ständige Arbeiterausschüsse bestellt werden; 2. die Knappschaftsältesten von Knappschaftsvereinen für Betriebe, welche nicht den Bestimmungen der Berggesetze unterstehen, sofern sie als ständige Arbeiterausschüsse bestellt werden; 3. die bereits vor Erlaß dieses Gesetzes errichteten ständigen Arbeiterausschüsse, deren Mitglieder in ihrer Mehrzahl von den Arbeitern aus ihrer Mitte gewählt werden; 4. solche Vertretungen, deren Mitglieder in ihrer Mehrzahl von den volljährigen Arbeitern der Fabrik oder der betreffenden Betriebsabtheilung aus ihrer Mitte in unmittelbarer und geheimer Wahl gewählt werden. Die Wahl der Vertreter tann auch nach Arbeiterklassen oder nach besonderen Abtheilungen des Betriebes erfolgen. Anlaß. Die Arbeiterausschüsse fanden verdächtig Dieser Paragraph gab zu einer längeren Diskussion warme Vertheidiger in den Herren Schmidt( Elberfeld), Fortschrittler, Dechelhäuser, Nationalliberaler und " 110 Abgeordnete haben für, 76 gegen den Antrag Nationalliberaler und Großkapitalist. Sage mix, wer Dein Großunternehmer, Hirsch( Harmonie- Apostel), Möller, gestimmt es haben also 186 Abgeordnete an der Freund ist, und ich sage Dir, wer Du bist," das gilt " Abstimmung sich betheiligt. Folglich ist das Haus von Einrichtungen so gut, wie von Menschen. „ nicht beschlußfähig. Ich schlage vor, die nächste Herr Hirsch entdeckte bei dieser Gelegenheit einen am heutigen Tage zu weiten Kopf für den sozialdemokratischen Janus", und " beginnen. Tagesordnung: Fortsetzung der heutigen. An die Herren Dechelhäuser und Böttcher entdeckten " genommen" also sprach Herr von Levezow mit in diesem Paragraph mit seinen Arbeiterausschüssen sogar ziemlich melancholischer Stimme um 24 Uhr. Der Reichstag hatte 2 Stunde Ferien" und zwei des Klassenkampfes. Die absolute Werthlosigkeit dieser Eindie Lösung der sozialen Frage, wenigstens die Beendigung Sigungen an einem Tage. richtung, die bekanntlich nicht obligatorisch sein soll, wurde von Bebel nachgewiesen. Von Anderem abgesehen, werden dieselben nur von Politische Uebersicht. hung um 2% Uhr dan Berlin, 15. April. Die Debatte über das Arbeiter- Schutzgeset" wird vom Reichstag heute bei§ 134d wieder aufgenommen, der in der Kommissionsfassung also lautet: " 5198 Nächste Sizung: Morgen 11 Uhr. # Das Die Pause wollen wir zu einem kleinen Exkurs( GeVor dem Erlaß der Arbeitsordnung oder eines Nachtrags bankenausflug) benutzen. Bekanntlich ist den Sozialdemo zu derselben ist den in der Fabrik, oder in den betreffenden traten der Vorwurf gemacht worden, sie trieben Obstruktions- solchen Arbeitgebern eingeführt werden, die sich ohnehin Abtheilungen des Betriebes beschäftigten großjährigen Arbeitern Gelegenheit zu geben, sich über den Inhalt derselben zu äußern. politik. Um die ungeheure Einfältigkeit dieses Vorwurfes mit ihren Arbeitern gut stehen, und die anderen Arbeits Für Fabriken, für welche ein ständiger Arbeiterausschuß zu begreifen, braucht man blos einen Blick auf diesen Reichsgeber werden die Ausschüsse nicht einführen. In der besteht, wird dieser Vorschrift durch Anhörung des Ausschusses tag zu werfen, der nur ausnahmsweise auf wenige Debatte tam es zu verschiedentlichen Seitensprüngen, die das über den Inhalt der Arbeitsordnung genügt. Stunden, meist nur auf wenige Minuten in beschlußfähigem Einschreiten des Präsidenten veranlaßten. Und ein bos Die sozialdemokratische Fraktion hat Streichung des Zustande ist. Wenn die Sozialdemokraten Obstruktion haftes Verhängniß fügte es so, daß die drei Redner, welche zweiten Absages beantragt. trieben, d. h. die Verhandlungen des Reichstages einfach fich am Eifrigsten auf die Sozialistentödtung verlegten: Abg. Drees bach wies nach, daß der Paragraph in aufhalten und die rasche Abwickelung der Geschäfte ver- die Herren Schmidt, Hirsch und Möller, der ber Kommissionsfassung eine bedeutungslose Floskel sei. hindern wollten, so würden sie das am Wirksamften durch Präsidialpolizei zum Opfer fielen ein schlechtes Omen Die Unternehmer würden sich um den Willen oder eine Auszählungen erreichen können. Würden jedesmal, für die Paladine der wackelnden Staats- und Gesellschafts Meinungsäußerung der Arbeiter nicht fümmern, wenn sie wenn das Haus nicht beschlußfähig ist Auszählungsordnung. nicht gezwungen seien, Rücksicht darauf zu nehmen, wie anträge gestellt, so würden die Geschäfte des Reichsder sozialdemokratische Antrag dies bezwecke. Gegen Drees- tags feit Monaten stille stehn und das wäre bach wendet sich Dechelhäuser, um die scharf von doch die gründlichste Obstruttion", welche überUeber das Komplott gegen die deutsche Arbeiter diesem kritisirten Herren Arbeitgeber zu vertheidigen und haupt gedacht werden kann. Die Sozialdemokraten haben klaffe liegen weitere Breß it immen vor. Der„ Reich 3weiß zu waschen. Es gebe auch Arbeitgeber, die auf die aber, außer in den seltensten Fällen, wo es zur Wahrung Anzeiger" und die hiesigen Offiziösen, so die Meinung ihrer Arbeiter Rücksicht nehmen er kenne Ar- der Redefreiheit durchaus nöthig war, von ihrem Recht Norddeutsche Allgemeine Beitung" schweigen beitgeber, die sehr wohl wüßten, daß ihre Arbeiter Sozial- einen Gebrauch gemacht. Daraus folgt, daß der Vor- noch immer, dagegen äußert sich das offizielle demokraten seien, ihnen das aber nicht als Verbrechen an- wurf der Obstruktion, gegen unsere Partei gerichtet, ein Drgan der königl. sächsischen Regierung, rechneten, weil die Leute auch gute Arbeiter seien. Nach durchaus haltloser und frivoler ist.- des sächsischen Unternehmerthums hätten dem dann noch die Abgeordneten Hirsch und Möller Um% auf 3 wurde die zweite Sigung des Tages, wir fast gesagt, die Leipziger Zeitung" in letterer natürlich noch kapitalistischer als Dechel- die hundertste der Session, wie Präsident von Levehow dem ihr eigenen anständigen" Tone. Sie nennt den häuser geredet, ergriff Drees bach nochmals das sauerfüß ankündigte, eröffnet. Die Abstimmung über den Titel unserer Publikation einen Radau- Titel". Wort, um Herrn Dechelhäuser gründlich abzufertigen. Daß Antrag Schädler ergab eine bedeutende Mehrheit für fächsische Amtsblatt findet in dem Vorgehen der Unteres Fabrikanten gebe, die so gnädig feien, sich von ihren denselben, und mit diesem Zusatz ward hierauf der Para- nehmer weder etwas Anstößiges, noch etwas Ungesetzliches. Arbeitern, auch wenn diese Sozialdemokraten feien, bereichern graph in der Kommissionsfassung angenommen. Ja, wenn es fich um Arbeiter handeln würde, dann wäre zu lassen, das glaube er gern- man dürfe sich aber nicht Die§§ 134 f und 134 g wurden ohne erhebliche Debatte es freilich anders. auf die gute Laune der Herren Paschas verlassen-man angenommen. Dieselben lauten: Fast wörtlich gleichlautend, abgesehen von den in der traf ihn wie ein Keulenschlag. Dann aber rief er: Gleich- Joppe. Aber man muß den Teufel zwicken, wann er in Manne begangen habt, noch heute nicht einsehen, verfolget viel, auseinander müssen sie!" Klemme fizet. Da ich Euch einmal in der Wäsche habe, den Unschuldigen mit Eurem Hasse noch über das Grab " Und warum müssen sie?" fragte der Pfarrer gelassen. follet Ihr mir auch fein gefäubert daraus hervorgehen. Ja, hinaus und wollet ihm sogar noch sein Kind opfern." " Die Staft ist ein sittsames, frommes und fleißiges Mäd- ja, Klosterbauer, wenn Ihr auch all' Euer Geld, Haus, Hof Er selbst war gerührt von dem schönen Herzenszuge chen und wenn Euer Ambros noch auf einen guten Weg zu und Vieh zu Euch in Gure Schale nehmet, es brücket sie Larseit's, den er berichtete, und in seinen Augen glänzte ein bringen ist, dann geschieht es durch sie. Ihr brauchet mich nicht gegen die des Larseit herunter. Aber Behauptungen feuchter Schimmer. Der Klosterbauer jedoch schaute störrisch darob nicht so böse anzuschauen. Was ich von dem Mäd- allein thun es nicht, ich will Euch also etwas erzählen! finster zu Boden. Ehe er sich durch den Todten für überchen, sage, ist die lautere Wahrheit, und sie ist für den Sehet Euch und höret mir zu!" wunden erklärt hätte, würde er den Kopf lieber auf den Ambros tausend Mal zu gut. Aber das soll alles nicht Der Klosterbauer blieb jedoch stehen und verschanzte Richtblock gelegt haben. Es schärfte seinen Haß nur, daß gelten, weil sie zu ihrem Kopftiffen keinen Geldsack hat, sich hinter seiner hochmüthigsten Miene. Der Pfarrer ließ der Pfarrer den Verstorbenen über ihn stellte, und zugleich wie Ihr. Jetzt aber sehet Ihr, daß das Geld allein nicht sich nieder und nachdem er sich das Räppchen auf dem fraß der Born an seinem Herzen, daß er sich wie ein glücklich macht. Was, Mann, würde Ambros Euch sonst silberweißen Haar zurecht gerückt hatte, begann er: Schulbube herunterpußen lassen mußte, ohne darein fahren den ganzen Bettel vor die Füße geworfen haben?" " Ihr erinnert Euch doch noch des Tages, an dem wir zu können. Er schnitt es Ambros auf das Kerbholz. " Troß ist's," schnob der Klosterbauer. Aber ich werd's Euer unglückliches Weib zur ewigen Ruhe bestatteten? Gut." Nehmt Euch also ein Beispiel", fuhr der geistliche ihm zeigen, daß er damit gegen meinen Willen nicht auf- Das Trauermahl wurde im Stern gehalten, und Ihr ließet Herr" fort, nachdem er eine Weile vergebens auf eine tommt. Sie müssen auseinander." etwas darauf gehen. Es war ja die Klosterbäuerin, die Aeußerung des Klosterbauers gewartet hatte.„ Laffet Euren Herr Moltenbecher machte mit der Hand eine ab- begraben worden war. Ja, ja, es ging hoch her bei dem Groll fahren und gebet den Leutchen Euren Segen." wehrende Bewegung und sagte mit einer schärferen Be- Gedächtnißmahle. Der Todten gedachte freilich Reiner Auseinander müssen sie," stieß der Klosterbauer jetzt tonung: Troß nennt Ihr's, weil er nicht auf Eure dabei. Ich habe mir sagen lassen, daß schon die Sterne am wild heraus und stampfte mit dem Fuße. Que no sondern auf seine Weise das Glück versteht. In Euch steckt Sommerhimmel standen, als die Leidtragenden des süßen" Ihr schwäget wie ein Staarmah immer dasselbe Wort," der Troy, Klosterbauer. Ich will Euch auch sagen, was Weines voll nach Hause taumelten. Wären ein schöner wallte auch der Pfarrer auf. Euch in Eurem Troye steift. Ihr könnt den Spahn nicht Gebrauch, diese Trauermahlzeiten, wenn man dabei der Der Klosterbauer war jedoch zu keiner Versöhnung zu vergessen, den Ihr mit dem Kaspar Larseit gehabt habt." lieben Verstorbenen gedächte; bei Euch aber dienen sie nur stimmen, und das Vergebliche seiner Bemühungen er " Was hat der denn hier zu thun?" muurrte der Kloster- dazu, um der Völlerei zu fröhnen. Nun, ich hatte mich früh kennend, entließ ihn endlich der Pfarrer mit einem bauer und Herr Moltenbecher fuhr, näher an ihn heran- davongemacht, und wie ich heimkomme, wer wartet hier auf Seufzer. Mann war." tretend fort: Könnet Jhr's leugnen? Ihr habet dem mich? Der Kaspar Larseit. Was er wollte, Klosterbauer? Vor der Stubenthür empfing Vefa, den Finger auf Kaspar Larseit schweres Unrecht gethan und darum haffet Sehet, er hatte die Kathi nimmer vergessen. Er meinte, den Mund gelegt, den Bruder und wollte ihn nach ihrem Ihr ihn, das ist so der Lauf der Welt. Und Euer Haß es gäbe teine größere Sünde auf der Welt als die Untrene, Stübchen ziehen. Er aber schüttelte sie rücksichtslos von fich auf ihn ist um so giftiger, weil Ihr das Bewußtsein und es war ihm schrecklich, daß Euer Weib mit dieser ab und stieß in seinem Born Worte gegen Ambros und nicht los werdet, daß er von Euch Beiden der bessere Sünde auf dem Herzen, zu der Ihr sie verlockt hattet, Hannes aus, daß der alte Herr, der sie deutlich vernahm, erKlosterbauer, vor ihren ewigen Richter treten sollte. Im Stern schrocken ein Kreuz schlug, und wie er nach seinem Hofe Dem Pfarrer hierin Recht zu geben, war denn doch merkte man auch, daß wohl kein Jahr vergehen würde und zurückging, trat er auf, als wollte er das Geröll unter von dem Dünkel des Klosterbauers zu viel verlangt. Die eine neue Klosterbänerin wirthete auf Eurem Hofe; man seinen Schuhsohlen zermalmen. Berührung des wunden Flecks in ihm veranlaßte ihn, trant wohl gar auf das Wohl der künftigen Klosterbäuerin, Vefa's Herz war von dem Erlauschten zn voll, um nur um so proziger sich zu gebahren. Er stellte und der Kaspar Larfeit legte mir Geld auf den Tisch, damit nicht nach einer theilnehmenden Seele zu verlangen, und sich breit hin, zuckte verächtlich mit den Schultern ich für Euer verstorbenes Weib Messen läse und Fürbitte sobald Herr Moltenbecher sich zum Mittagsschläfchen hinund sagte: Der? Aber dazu bin ich nicht hergekommen, thäte. Ihr aber habet nicht daran gedacht. Ich denke, gelegt hatte, eilte sie nach der Sägemühle. Hochwürden." Klosterbauer, er war der beffere Mann. Er vergab der Sie fand Arigaya und seine Frau in der Wohnstube " Wirklich nicht?" fragte dieser mit einem spöttischen Todten ihre Schuld gegen ihn und bat für sie bei Gottes und statt des Grußes warf sie sich mit dem Jammerrufe Blicke und faßte den Klosterbauer bei einem Knopfe seiner Thron, Ihr aber wollet Euer Unrecht, das Ihr an dem auf den nächsten Stuhl: Ach, das Unglück 1"( Fortif " " 03 Korrespondenzen und Parteinachrichten. aus Redaktion der Leipziger Zeitung" gemachten Schlußbemer-[ begünstigung zugestanden, ist oder werden soll, eine frühere kungen ist der Bericht des Berliner Korrespondenten der Bekanntgabe, wie wir rückhaltlos zugestehen, nicht angeht. Münchener Allgemeinen 3ei tung". Beide scheinen Interessant ist, daß die Verhandlungen mit Italien, der der Nationalliberalen Korresponden 3" ent Schweiz, Rumänien und anderen Staaten von Deutschland nommen zu sein. und Desterreich- Ungarn gemeinsam in Wien geführt werden Marburg, 14. April. Mit Herrn Böckel beschäftigt man Die Breslauer Zeitung" benützt den Bericht sollen. Spricht dies auch nicht für ein Bollbündniß, so doch sich nicht gern. Denn der Politiker Böckel ist der Typus der Abart Antisemit aus Profession" und ohne irgend welche per der„ Bossischen Zeitung" und hält mit eigenem Urtheil noch für eine sehr bedeutende wirthschaftliche Annäherung zivischen sönliche Bedeutung, es sei denn die, daß ihn an Zollheit seiner zurück. Aehnlich verfährt auffallender Weise die Frank- den beiden großen Staaten. od 9U Logit teiner übertreffen kann; und der Mensch Böckel ist von ind furter Beitung", welche lediglich über die Aeußerungen Nach einer der Bestätigung wohl bedürftigen In- einer solchen Qualität, daß seine besten Freunde, z. B. die Staatsbürger- Zeitung", schweigen, wenn auf ihn die Rede die ist in hannoverschen Unternehmer, der nationalliberale Hanreichische tegierung einen nover'sche Courier", glaubt, mit ein Paar nichts sagenden Angriffen auf unsere Partei die gewichtigen Atten- da die österreichische Regierung so stark von der Nieder- Thaten dieses Parteiführers" Mittheilung machen. Der Alimentengegen Ringe und Kartelle vor. Wir zweifeln stücke abthun zu können. Nun, helfen wird dies den drückung der Arbeiterbewegung in Anspruch genommen prozeß Böckel's ist allbekannt; weniger dagegen, daß ihm hiesige Hannoveranern doch nicht, die Hiebe fizen bei Herrn Körting wird, daß ihr keine Zeit bleibt, auch nur den ärgsten Antisemiten das Geld gaben, um den Prozeß aus der Welt zu schaffen. und seinen in Amt und Würden befindlichen Verbündeten Auswüchsen des Kapitalismus entgegenzutreten. genau ebenso wie bei Herren Kühnemann u. Cie. einiger Berliner Blätter berichtet. Auch das Organ der formation der Vossischen Zeitung" betwurf namentlich der Sozialdemokratie gegenüber, daß es doch einmal 11 Bon Berliner Preßstimmen haben wir noch zu erivähnen das Stöcker'sche„ Volt", welches trot oder wegen seines sozialmonarchischen" Standpunktes an den Praktiken der Herren Kühnemann und Konsorten nichts auszusehen weiß, dann das Kleine Journal", das korruptefte Blatt Berlin's, das, da es doch so gerne Bestechungen von Banken annimmt, garnichts darin sieht, daß die Polizei 3000 M. von Herrn Kühnemann erhält. Hoffentlich berücksichtigt Herr Kühne mann in der Aufstellung seines Budgets nächstens das Kleine Journal." In eine Polemik mit diesem ebenso unwissenden wie unanständigen Blatte laffen wir uns aus Reinlichkeitsrücksichten nicht ein. Böckel focht aber den Prozeß con amore durch und entsandte bes fanntlich zum Gericht behuss seiner Bertretung seine junge Frau. Aus Die ,, Wilden" sind doch bessere Menschen. Ein diesem Verfahren entsprangen Differenzen Böckel's mit manchen seiner Gesinnungsgenossen, und es tam zu zahlreichen Pariser Korrespondent der„ Bossischen Zeitung" schreibt: Vereinsgründungen, bei denen immer der eine Verein die Be Die Mittelklasse sieht dem 1. Mai mit weit geringerer fehdung des anderen zur Aufgabe hatte; dazu gehören der WahlBesorgniß entgegen, als im vergangenen Jahre. Die Ge- verein, der turhessische Bauernverein, der mitteldeutsche Bauerndanken machen ihren Weg. Selbst Rentner mit runden Bäuch- verein nebst etlichen Konsumvereinen, der kurhessische Zentrallein und feiste Ladenbesizer schlagen bei der Konsumverein u. s. w. Den Grundsatz, über ihm übergebene Acht stundentag Forderung nicht mehr ein Gelder nie Rechenschaft abzulegen, hatte Böckel inzwischen konsequent Kreuz und die Arbeiter am 1. Mai sich darauf be- ausbilden gelernt. Als ihn darüber u. A. einmal in der Arbeiterschränken, mit Fahnen, Blumen und Gesang über die Boule- chronit" eine Korrespondenz aus Marburg angriff, lautete seine Antvards zu ziehen, werden die meisten Vorübergehenden mit wort im„ Herold", daß alle Gelder, die an ihn eingingen, seiner hohem Hut und Ueberzieher sie eher wohlwollend als mit Haß unbeschränkten Disposition unterständen. Ein anderes Mal ansehen. Es scheint, daß auch die Behörden nicht dieselbe wurde die Ansicht laut, daß Herr Böckel mit seinem Herold" Schneidigkeit" gegen sie anwenden werden wie im vorigen gute Geschäfte machte; diesmal legte er Rechnung über die AusJahre, und mancher Orten wird man sogar Stadtvertretungen gaben, aber nicht über die Einnahmen. Die Minderbegabten im Zuge mitgehen sehen." unter den Antisemiten meinten daher, daß Böckel große Opfer Bum zweiten Male kommen auf unsere Enthüllungen die Post" und das Berliner Tageblatt" zu Und mit dieser heiteren Wurstigkeit" der französischen bringe. sprechen. Erstgenanntes Blatt eifert die Unternehmer an, Wie es sich aber damit verhält, zeigt die Thatsache, daß ihre ungefeglich operirenden Organisationen nach allen Rentner und Ladenbefizer vergleiche man das mitleidNichtungen zu vervollständigen, zu kräftigen und aktions- erregende Bitterfieber, in das unser christlich germanisches Böckel, der vor 3 Jahren Nichts besaß, jeht nicht bloß eine eigene dazu ein Hinterhaus baut, in welchem er bie Druckerei unterfähig zu machen." Das„ Berliner Tageblatt" findet an den Muster- und Angstbürgerthum regelmäßig geräth, wenn von Druckerei hat, sondern auch ein Haus getauft hat und sich jetzt bringen will. Dabei hat Böckel in diesen 3 Jahren Nichts be= Zwecken des Unternehmer Verbandes durchaus nichts zu dem Achtstundentag und der Maifeier die Rede ist. tadeln, charakterisirt sie vielmehr im Gegentheile als erDie schwedische Regierung hat eine Rome trieben, als seine Agitation, die Judenhehe. Das scheint bei der Agitation heraus zu kommen. Böckel arbeitet in dieser Hinsicht strebenswerth, meint aber doch, daß er über das Ziel hin mission niedergesetzt, welche Vorschläge über eine etwa er- uach berühmten Mustern", wenn er es auch als kleiner nur im ausschießt, da er selbstherrlich über Berechtigung des Streits forderliche veränderte Arbeiterschuh- Gesetzgebung in kleinen betreiben kann. Wir geben ihm aber in seinem Intereſſe entscheiden will und die Arbeiter nur noch mehr verbittert, Betreff der Verwendung Minderjähriger in Fabriken zc. den wohlgemeinten Nath, unpassende Angriffe auf die Sozialdie überall Gemaßregelten zwingt, ihre Zeit der Agitation ausarbeiten soll. Anlaß hierzu haben theils gewisse Wünsche demokratie und Verleumdungen gegen deren Vertreter fernerhin zu widmen. Die Folgen sind dem Organ des Herrn Mosse gegeben, welche die Abänderung der bestehenden gesetzlichen zu unterlaffen. unerwünscht, aber verwerflich erscheint ihm das Komplott Bestimmungen über die Thätigkeit Minderjähriger in gegen die deutsche Arbeiterklasse nicht.. in Fabriken, im Handwerk und in den Betrieben betreffen, Eicheubarleben. Am Sonntag, den 12., hielt Pastor Claasen Ein hiesiges Sensationsblatt bringt die Nachricht, theils auch die Erörterungen der Fragen, betreffend die hierselbst in öffentlicher Versammlung einen Bortrag über die " Herr Geheimrath Gamp, einer der hohen Beamten des Regelung der Arbeit in industriellen Unternehmungen und Entwickelung der Sozialdemokratie. Ein Bureau ward nicht " Jet„ in intentionalen auch die Herren Großbauern und Dekonomen erschienen. Letzten Handelsministeriums," sei in Verhandlungen mit den Gruben, auf der im vorigen Jahre in Berlin abgehaltenen gewählt. In früheren Versammlungen des Herrn Pastors waren Führern der sozialdemokratischen Fraktion getreten, um internationalen Konferenz, an welchen Erörterungen sich auch Sonntag aber blieben sie aus, woraus Herr Pastor Claasen lernen diese zu veranlassen, einen Antrag gegen den Vertreter Schwedens betheiligten. Die Kommission soll sich lönnte, welchen Illusionen er sich hingiebt, wenn er meint, es Terminhandel an der Börse im Reichstag einzu- insbesondere auch darüber aussprechen, ob und in welchem ließen sich die schnurstracks entgegengesetzten Intereffen der Unterbringen". Natürlich ist diese Nachricht ebenso erlogen Umfange die von der Berliner Konferenz angenommenen nehmer und Arbeiter durch schöne Worte von Harmonie und wie die eines phantastischen Reporters, der Liebknecht bezüglichen Grundsätze in Schweden zur Geltung zu bringen durch fanfte Gefühle des Friedens und milde Gedanken aus find. Zu Mitgliedern der Kommission sind berufen: gleichender Gerechtigkeit aussöhnen. Von den Anwesenden( Kleinsagen ließ, der preußische Finanzminister Miquel Candeshauptmann de la Gardie als Wortführer, Fabrikant meistern und Arbeitern) hörten nur wenige den an sich durchaus habe mit interessanten und verhältnißmäßig fachlich gehaltenen Vortrag Fraktion der sozialdemokratischen R. Almström, Redakteur Beckmann, Fabrikant Blombergh, aufmerksam an, die Mehrzahl faß theilnahmslos da. Der Herr Und da aller guten Verhandlungen treten wollen. Dinge drei sind, so sei auch gleich die Mittheilung Professor Lovén, Sekretär der landwirthschaftlichen Akademie, Pastor spricht viel zu„ vornehm“ und„ gebildet", braucht ohne eines hiesigen Blattes, sozialdemokratische Führer seien zu Fabrikdisponent Tham und kein Arbeiter. einer Konferenz zusammengetreten, um Maßregeln gegen den Getreidewucher an der Börse zu berathen," in das nämliche Reich der Sensations- und Tendenzlüge verwiesen. Die Sozialdemokraten wissen, daß der Kornwucher in erster Linie von dem junkerlichen Agrarier- Ning gepflegt und organisirt wird, und daß also vor Allem dieser Ring gesprengt werden muß. Und dazu thut die Sozialdemokratie das Ihrige. Der Giftbaum" ist nur die Eiterbeule des franken Gesellfchaftstörpersund solche Beulen kann man nicht beseitigen, ohne daß der Gesammtorganismus gründlich geheilt und gereinigt wird. Geschieht dies aber, so verschwinden sie von selbst, während umgekehrt der Versuch, die Eiterbeulen ohne eine solch gründliche Kur des Organismus zu ent fernen, die Krankheit nur verschlimmert und den Gesellschaftstörper noch mehr verseucht. Ueber die belgische Verfassungsfrage liegen folgende neue Meldungen vor: " " Etoile Belge" versichert, der Ministerpräsident Beernaert hätte heute in der Versammlung der Rechten erklärt, er sei entschlossen, die Kabinetsfrage zu stellen, sobald die Frage der Verfassungsrevision vor die Kammer gebracht würde, darüber Don ber Erklärung Fremdwörter und Namen, die die Wenigsten verstehen und behandelt die Dinge überhaupt, als entwickele er fie vor Kundigen. Diesen Eindruck hatten wenigstens eine Reihe Magdeburger Genossen, sowie auch der in dieser Abendversammlung Die Rechte der Repräsentantenkammer trat heute Vor- gleichfalls erschienene Genosse Peus aus Berlin. Im Uebrigen die Genoffen mittag zusammen, um über die Frage bezüglich der Verfassungs- waren fich einig, daß taum in revision zu berathen. Die Mitglieder verpflichteten sich auf gegnerischer Seite gründlicherer Weise Ehrenwort, über die gefaßten Beschlüsse Stillschweigen zu be- Sozialdemokratie vorgearbeitet werden könne. Offenbar im Anobachten. Aus einzelnen Aeußerungen ist indessen zu entnehmen, schluß an Rudolph Meyers Emanzipationstampf des vierten daß die Rechte die Nothwendigkeit einer fofortigen Verfassungs Standes, schilderte Herr Pastor Claasen hauptsächlich Lassalle's revision zugegeben hat, daß sie es aber ablehne, die sogenannten Wirken, für den er mit anerkennenswerther Wärme eintrat. Beim Rapazitätswahlen( d. s. die Wahlen auf Grund eines Bildungs- Uebergang zur Darstellung der Internationale hob er dann als zensuses) zuzulaffen. Vorzug der Lassalle'schen Bewegung hervor, daß sie sich im nationalen Rahmen gehalten habe und meinte in der Internationalität der Sozialdemokratie von heute die böseste Sünde derselben erblicken zu müssen. Mit dem üblichen Appell an den Patriotismus schloß alsdann Herr Pastor Claafen seinen Vortrag. Jest bat Peus ums Wort, welches ihm Pastor Claasen Von dem belgischen Dynamitfund ist es auf einmal gestattete, wenn er nicht agitiren wolle. Alsdann hielt Peus dem Herr Eugen Nichter, dieser Erz- Bourgeois ist recht ganz still geworden. Es hat sich nämlich, wie wir aus Bortragenden die Verkehrtheit vor, die Sozialdemokratie aus den böse, daß man anscheinend Maßregeln gegen die Börse französischen nicht sozialistischen Blättern ersehen, vor Ge- Köpfen ihrer Führer entstehen zu lassen, wodurch ihm das eigentzu treffen suchen soll. Er gönnt zwar den Agrariern nicht richt herausgestellt, daß es sich um einen ganz ordinären liche tiefere Verständniß entgehe. Und ferner sprach Beus seine die Gewinne aus den Schutzöllen, aber wohl den mit Ge- Diebstahl handelt, wie deren in Belgien allein Düßende das Verwunderung darüber aus, daß ein Vertreter des Christenthums, treide spekulirenden Faullenzern ihre Börsendifferenzen. Wenn Jahr vorkommen, und daß die Politik mit der ganzen das doch sicherlich im Gegenfas zum damaligen jüdischen Nationalegoismus international fein wollte und wolle, sich an der Internationalität der Sozialaldemokratie der Staat den Börseanern das Handwerk zu legen versuchte, Sache gar nicht das Mindeste zu thun hat. Die Sozialisten Nationalegoismus von der dann wird Richter die Welt aufrufen zur Vertretung, der und das fürchterliche Mordkomplott wurden ließ natürlich auch antisemitische Tendenzen durchblicken) bas heiligsten Interessen der bürgerlichen Gesellschaftsordnung, biederen Ordnungspreffe einfach zugelogen. Bei den oßen und dem Nationalegoismus( Herr Pastor Claasen Jesuiten des Kapitalismus, die weit schlimmer sind als die Wort reben könne, ganz abgesehen davon, daß das ganze moderne der Freiheit des Börsenspiels. des Katholizismus, gilt erst recht der Satz: der Zweck Produktionssystem die Internationalität nothwendig brauche. „ Größere Massen oder bessere Ausbildung?" heiligt das Mittel. Und bei ihnen führt dieser Satz noch als dann aber Beus die wirthschaftliche Entstehung der Sozial wird" bie Frage, vor welcher jetzt unser Heerwesen steht, zu einer weit verwerflicheren Praxis, weil der Zweck, den sie demokratie nachweisen wollte, unterbrach ihn Bastor Glaasen, da von einem Militärschriftsteller in der Kreuz- Zeitung" for- verfolgen, ein durchaus gemeiner ist, indem er nur auf die er wohl fürchtete, daß die Aeußerungen des Genossen Beus auf mulirt. Die Formulirung ist falsch. Da der Zweck der niederste Selbst und absucht hinausläuft, die Bersammlung unerwünschten Eindruck machen tönnten, und der deutschen Wehreinrichtungen vom militaristischen Stand was von dem Ratholizismus doch nicht gesagt werden kann. welche dann auch durch Rausrufe einiger Schreier ihre besondere Uebrigens bestätigt sich unsere Vermuthung, daß in Charaktereigenthümlichkeit erwiesen. Aber der Sozialdemokraten muß, den beiden Militärmächten, punkte aus dir santirt find, gleichzeitig die Spize Belgien die Lodspiel stark an der Arbeit sind-fie waren genug da, um das Rauswerfen ein wenig zu erschweren. bienen tönnen, und da biese beiden Militärmächte eben werden aber von ber fozialistischen Polizei bis Das besondere Mißfallen einiger älterer Gegner erregten bann zu madnoch zwei jüngere, aber sehr schlagfertige und begeisterte Geso gut wie wir im Stande find, den Soldaten eine beffere bato gut überwacht.noffen, die sich nicht gescheut hatten, von Magdeburg herauszn Ausbildung" zu geben, so fann selbstverständlich die A Der Generalrath( entsprechend unseren Provinzial- fommen, trosdem sie in der Nacht drei Stunden Weges zu Fuß bessere Ausbildung allein nicht genügen, es dieser besseren Bandtagen) des französischen Departements der zurück machen mußten. Herr Pastor Claasen trug tein Bemüssen auch größere Massen" mit Rhonemündungen( Marseille) faßte folgende Beschlüsse: denken, den jungen Genoffen die Worte auswendig ge Ausbildung" versehen sein. Da nun aber die„ größeren Massen" bei guter mili 1. Die öffentlichen Gewalten sollten die jetzt alljährlich lernter Kram" entgegenzuwerfen, obwohl er doch hätte system nicht zu beschaffen find, ohne daß der Staats- fondern ruhig geschehen lassen, um zu zeigen, daß sie die ist ja das Furchtbare und Entfeßenerregende für unsere Gegner, tärischer Ausbildung unter dem heutigen Militär- wiederkehrenden Arbeiterkundgebungen nicht verhindern, überlegen müffen, daß ein Sachkundiger ihm in der bankrott binnen fürzester Frist herbeigeführt wird, so Bedeutung der Arbeiterwelt würdigen und bereit sind, bie daß die Jugend heute eine ganz anders aufgeklärte ist, als den Kundgebenden auf nicht mehr gewachsen, und wir müssen zu einem anderen Arbeiterrepublik bezüglichen Fragen zu ſtudiren und zu und im Denken tüchtig geschult sein muß, wenn man als Lehrer System greisen, das uns größere Wassen" giebt, nämlich lösen; 2. sollten die Kaminern sobald als möglich ein Gesetz von ihr anerkannt sein will. Unter der Versicherung, daß Herr das gesammte wehrfähige Bolt in Waffen" und berathen, welches den Arbeitern beiderlei Geschlechts fran- Paftor Claasen durch seine Thätigkeit uns ganz vorzüglich vor. zu gleicher Zeit, durch ein gutes, die Entwickelung der zösischen Ursprungs nach 30 Jahren Arbeit ausreichende arbeite und daß wir nicht verfehlen werden, zur Ernte zu erKörperkraft und Körpergewandtheit systematisch pflegendes Altersrente sichert. Erziehungssystem, auch eine beffere Ausbildung" " 27 gebrochen. D fönnen. das scheinen, schieden die durch ihr bloßes Wort gefährlichen Genoffen von Herrn Claasen, der mit seinen Freunden auch eine Mai( namentlich weit beffere Marschir- und Schieß- Fertigkeit als In Portugal ist neuerdings eine Miniſterkrise aus- feter, aber in„ nationalem" Geiſte veranstalten will. Lins tanis recht sein. Der guten und gerechten Sache dient Alles und Jedes rich zum Besten, heute)- nämlich die allgemeine Voltsbewaffnung in ähnlicher Weise, wie die Schweiz sie hat. In einem Briefe an den zur Zeit in Kansas City Die richtige Formel lautet also nicht:„ größere Massen tagenden Handelskongreß der südlichen und westlichen Unions- Offenburg, 14. April. Bum Arbeiterfeste am 8. Mai hat oder bessere Ausbildung, sondern größere Massen und staaten erklärte Präsident Harrison, es feien schon bedeutende die Stadtbehörde die Landwirthschaftliche Halle zur Verfügung Erfolge betreffend die Aufhebung des Berbotes der Einfuhr gestellt. Die Vorbereitungen zu einer würdigen Feier find im bessere Ausbildung." Und dieser Aufgabe ist, wie gesagt, der Militarismus von amerikanischem Fleisch und Vieh in Europa erzielt Gange. Die Genossen aus den Landorten beabsichtigen, auf Wagen, die mit Tannen- und Laubholzzweigen geschmückt find, nicht gewachsen; gleich der kapitalistischen Gesellschaft, deren worden; er hoffe auf einen befriedigenden Abschluß der Ver- zum Feste zu erscheinen. Am Abend des 1. Mai spricht hier sting er ist, muß er an seinen eigenen Konsequenzen zu handlungen, sobald die jetzige Biehbeschau in den betreffenden Rechtsanwalt Guttenstein aus Karlsruhe. Bändern bekannt werde.-affo Grunde gehen. Erst im Dezember soll das Ergebniß der deutschösterreichischen Handelsvertrags- Verhandlungen be tannt gemacht werden, da im Interesse eines günstigen Ergebnisses mit den anderen Staaten, ce bie Si [ do Hatge end ti 0008 Pforzheim, 18. April. In den benachbarten Orten DiII. Weißenstein und Brögingen fanden gestern Nachmittag öffentliche Versammlungen statt, in welchen Redakteur Gec aus Offenburg Vorträge hielt. Beide Versammlungen erfreuten sich eines zahlreichen Besuches und guten Erfolges Theater. Donnerstag, den 16. April. Opernhaus. Der Widerspänstigen Zähmung. Heilbronn. Arbeiter- Bildungsschule Aufforderung! Den Mitgliedern und Beitragsammlern zur gefl. Diejenigen Genossen und Genossinnen, welche an der in den Volksvers Schauspielhaus. Das Käthchen von Kenntnißnahme, daß vorläufig keine Unterrichtskarten fammlungen zu Friedrichsberg und Stralau beschlossenen mehr ausgegeben werden können, da die vorhandenen am 3. Mai am Bahnhof Straußberg, in dem im Walde gelegenen ,, WaldSchulräume schon jetzt überfüllt sind. Um einen geregelteren Gang des Unterrichts, als es bei einem so Lessing- Theater. Ultimo. Berliner Theater. Schuldig. Deutsches Theater. Fauft's Tod. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Saint Cyr. pinel. Raben. BOO schlösschen" abzuhaltenden Mai- Feier großen Andrang von Theilnehmern möglich war, zu ge- theilnehmen wollen, werden aufgefordert, sich spätestens Sonnabend, den Walluer Theater. Des Teufels Weib. winnen, wird der Vorstand. wenn möglich, noch in 18. d. m. an den nachbenannten Stellen in den daselbst ausliegenden Listen Residenz- Theater. Der selige Tou- dieser Woche zwei größere Lehrräume einrichten; und einzeichnen zu lassen und zugleich den Betrag von 60 Pf. pro erwachsene HinViktoria Theater. Die fieben zwar einen für den Norden( Wedding oder Ackerstraße), Person für Sins und Rückfahrt zu entrichten, behufs Erlangung günstigerer Fahrbedingungen. Für genügendes Unterkommen, sowie sonstige Bedürfnisse und einen für den Südosten( Lausitzer- oder Kottbuser- find Vereinbarungen getroffen. Die Liften liegen aus: Die Plaz). Diejenigen Mitglieder, welche bereits Unterrichts- Für Rummelsburg bei Ritter, Zigarrengeschäft, Kantstraße 6. farten gelöst haben und wegen Ueberfüllung der Räume Thomas- Theater. Der Millionen- keinen Einlaß fanden, werden darauf besonders hinBellealliance- Theater. Gavaut, Minard u. Ro. Vorher: Dbaliske. Ostend Theater. Uriel Acosta. bauer. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spe zialitäten- Borstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. gewiesen. 103/14 Achtung! Der Vorstand. Achtung! Glaser- Gesellschaft Berlins u. Umg. Schmiedel's Festsäle( früher Orpheum), Alte Jakobstr. 32. Sonnabend, den 18. April: Für Stralau in der Gräfl. Reischach'schen Brauerei. Für Friedrichsberg bei Lippe, Friedrich- Carlstraße 11. ( Sonnabend Abend von 8-10 Úhr.) Jede nähere Auskunft ertheilt der Unterzeichnete. Wir ersuchen die Genossen, sich recht zahlreich mit den Familien an diesem Ausflug zu betheiligen, damit die in den um Bahnhof Straußberg gelegenen Dörfer wohnenden ländlichen Arbeiter sich an einem wirklichen ArbeiterFest betheiligen können und einen wahren Begriff von unserer Demonstration 884/14 zu Gunsten des Achtstundentages bekommen. Das Fest- Komitee. J. A.: Adolf Schulze, Friedrichsberg, Jungstraße Nr. 4. MF Wintergarten. Große Spezialitäten Feier des erken Stiftungs- Festes, Gr. Vorstellung. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. Müller. 641 bestehend aus Festrede, Tanz und Vorträgen. Billets sind bei den Vereinsmitgliedern, sowie bei Stramm, Ritter straße 123, zu haben. Für diejenigen Vereinsmitglieder, welche nach Ausweis des Arbeitsvermittlers arbeitslos find, gelangen Freitag, den 17. April, Abends Don 8-9 Uhr, Eintrittskarten zum Stiftungsfest unentgeltlich zur Ausgabe. Anfang 9 Uhr. Um zahlreichen Besuch bittet Das Vergnügungs- Komitee. J. A.: P. Förster. Große öffentliche Versammlung Rixdorf! Volksversammlung Freitag, den 1. Mai: bei Niesegk. Sonntag, den 3. Mai 1891, 161/6 in den Lokalen der Herren Niesegk und Barta: F. Maler aller Zivil- Berufs- Musiker Bratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Zäglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernsängers u. Ronzertmalers Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücksund reichhaltigen Mittagstisch, sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Ver sammlungen. F. Sodtke. 708 Berlins und Umgegend Große Maifeier unter Mitwirkung der Arbeiter- Sänger- Vereinigung von Rixdorf. ( 8 Gesangvereine.) 885/20 Alle Gewerkschaften und Vereine werden gebeten, im Interesse der Sache von einer eigenen Feier Abstand zu nehmen. Näheres die Programme. Eintrittskarten zur Maifeier find für beide Die Beauftragten. am Freitag, den 17. April, Nachmittags 3/2 Uhr, in der Brauerei Lokale giltig. ,, Königstadt( Schönhauser Aller). Tagesordnung: 1. Berichterstattung der zur Ausarbeitung der Statuten gewählten( Fünfer)-Kommission. 2. Berathung und Beschlußfassung in Betreff des Statuts. 3. Verschiedenes. 245 b Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer: G. Schonert, Bernauerstr. 80, II. Mäntelfabrik Ausverkauf der DamenMüllerstraße 4,& de Schulzendorferstraße M. Lohrmann, zu sehr billigen 521 L Avis für Arbeiter- Gesangvereine. Lieder für 4stimmigen Männerchor in reicher Auswahl. U. A.: Die neuesten Modellen gefertigte Regenmäntel, Baletots, Jaquets, Fichus, Umnach beendetem Engros- Geschäft ca. 2400 hochelegant ff. i. m. Werkstätten nach Marseillaise, Preis 10 Pfg. pr. Partitur. Neu! ,, ob des ArbeiterBandes", von Fritz Möller, mit und ohne Orchesterbegleitung zu fingen. hänge 2c. Preis 10 Pfg.( Bundeslied des Arbeiter- Sängerbundes von Hamburg- Altona aber festen Preisen. und errang bei der ersten Aufführung, welcher Genosse Liebknecht beiwohnte, PassageUnterlasse jede weitere Anpreifung und verweise a. d. guten Ruf meiner langeine stürmische Aufnahme). Ferner u. A. folgende Märsche: Sozialisten jährig best. Firma a. d. lobenden Referenzen d. Berl. Zeitungen über m. Geschäft. marsch" Panopticum.( Schon dämmert in der Ferne)," Arbeitermarsch“,„ Arbeiterfang". Buch- und Musikalien- Handlung von Franz Diedrich, Samburg, dünnschalige füße Frucht, emHammerbrookstr. 86, H. 5.( Leihbibliothek für Theaterstücke.[ 566L pfiehlt die Südfrucht- Handlung v. B. Vehlow, Lindenstr. 54, Unserem Freunde W. Rücker zu feinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal Unter d. Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Amerikanerin m. 25 cm langem Vollbart. 11-1 Uhr. 5-9 Uhr. 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Die zweite Lesung der Gewerbeordnungsnovelle( Arbeiter schuhgeset) wird fortgesetzt. § 134b schreibt vor, daß vor dem Erlaß einer Arbeitsordnung oder eines Nachtrags zu derselben den in der Fabrik oder in den Abtheilungen derselben beschäftigten großjährigen Arbeitern Gelegenheit gegeben werden soll, sich über den Inhalt derselben zu äußern. Für Fabriken, für welche ein ständiger Arbeiterausschuß besteht, wird dieser Vorschrift durch Anhörung des Ausschusses genügt. Die Sozialdemokraten beantragen, die letztere Bestimmung zu streichen. Donnerstag, den 16. April 1891. 8. Jahrg. scheidung desselben soll binnen zwei Wochen die Beschwerde an ständige Arbeiterausschüsse bestellt werden; 2. die Knappschaftsdie höhere Verwaltungsbehörde zulässig sein. ältesten von Knappschaftsvereinen für Betriebe, welche nicht den Abg. Schädler( Bentr.) giebt der Vorlage vor dem An- Bestimmungen der Berggeseze unterstehen; 3) die bereits vorhantrage der Sozialdemokraten den Vorzug; die Fabrikordnung ge- denen ständigen Arbeiterausschüsse, deren Mitglieder nach ihrer lange ohnehin in die Hände des Fabrikinspektors, da das zweite Mehrzahl von den Arbeitern aus ihrer Mitte gewählt werden; der einzureichenden Exemplare für diesen bestimmt sei. Die 4) solche Vertretungen, deren Mitglieder in ihrer Mehrzahl von Polizeibehörde habe nur zu prüfen, ob in den betreffenden den volljährigen Arbeitern der Fabrik oder der betreffenden BeArbeitsordnungen die gesetzlichen Bestimmungen beobachtet feien, triebsabtheilung aus ihrer Mitte in unmittelbarer und geheimer mehr könne nicht verlangt werden. Praktisch werde es aber sein, Wahl gewählt werden. Die Wahl der Vertreter kann auch nach auch die seitens der Arbeiter geäußerten Bedenken der unteren Arbeiterklassen oder nach besonderen Abtheilungen des Betriebes Polizeibehörde mitzutheilen; er habe daher diese Worte des sozial- erfolgen. demokratischen Antrages in den Wortlaut des Paragraphen nach der Kommissionsfassung einzufügen beantragt und beantrage, den selben im Interesse der Vermittlung zwischen den entgegenstehenden Interessen anzunehmen. Die sozialdemokratischen Abgg. Auer u. Gen. wollen den ganzen§ 134b streichen; die Abgg. Gutfleisch u. Gen. beantragen zwei wesentlich redaktionelle Aenderungen; Abg. SchmidtElberfeld beantragt, daß nnter Ziffer 3 nur die vor dem Abg. Wöllmer( dfr.): Mit der Mittheilung der von den 1. Januar 1891 errichteten Arbeiterausschüsse aufgenommen" werden Arbeitern geäußerten Bedenken allein gewinne die Behörde immer sollen; endlich wollen die Abgg. Gutfleisch, Hähnle und Die noch kein vollkommenes Bild; genauer orientirt würde sie werden, Genossen die Schlußworte bestellt werden" in Biffer 1 ersetzen Abg. Dreesbach( Soz.) befürwortet diesen Antrag. Arbeiterausschüsse genössen das Vertrauen der Arbeiter nicht, wenn sie bei der Einreichung gleichzeitig erführe, in welcher Weise durch die Worte bestellt und durch gemäß den Bestimmungen weil sie lediglich im Interesse der Unternehmer da seien, die Vorschrift des§ 134d bezüglich der Anhörung der Arbeiter unter Biffer 4 gewählte Vertreter der den erwähnten Kassenvon diesen zusammengefeßt seien und eine Initiative über befolgt worden sei. Redner stellt einen dahingehenden Antrag. einrichtungen nicht angehörigen Arbeiter ergänzt werden." Abg. Hartmanu( df.) empfiehlt diesen Antrag Wöllmer, der Werde diese Vorschrift Gesetz, so haupt nicht befäßen. Abg. Schmidt( Elberfeld) tritt für die Annahme des§ 184h werde den Arbeitern jeder Einfluß auf die Gestaltung der sich ganz auf der Linie der Wünsche der Kommission bewege, zur und für die Arbeiterausschüsse selbst ein, deren Einsetzung zum Arbeitsordnung geraubt, während doch der Schein geweckt Annahme, spricht sich aber gegen den Antrag Auer u. Gen. aus, Segen der Arbeiter wirken und viel fruchtbarer sein werde, als werde, als ob den Arbeitern thatsächlich ein solcher Einfluß da es nicht in der Absicht liegen könne, die Einmischung der die von den Sozialdemokraten gewünschten Arbeiterkammern. Die gewährt sei. Wolle man den Arbeitern diesen Einfluß vor- staatlichen Organe in das Verhältniß zwischen Arbeitgeber und Arbeitskammern erstrecken sich über Bezirke von mehreren Hundertenthalten, so erkläre man das lieber gerade heraus, daß man Arbeiter und in die inneren Verhältnisse eines jeden Betriebes tausend Seelen und könnten daher für die Arbeiter nicht entfernt so nutzbar gemacht werden, wie diese selbst es wünschen müßten. ihnen statt des Brotes einen Stein reichen wolle. Wenn man noch weiter auszudehnen. Abg. Dreesbach tritt für den sozialdemokratischen Antrag Im Weiteren empfiehlt Redner die beiden von ihm mitunterstützten die gestern gefallenen Aeußerungen in Betracht ziehe, wenn man erwäge, daß die Arbeitgeber sogar das Privatleben, das Familien- ein. Die Arbeiter hätten mehr Butrauen zu den Fabritinspektoren Anträge. Abg. Bebel: Das Lob der Arbeiterausschüsse ist heute so leben der Arbeiter überwachen wollen, so ergebe sich, daß hier als zu den unteren Verwaltungsbehörden, welche einmal nicht für die Arbeiter sehr viel auf dem Spiel steht. Soll die Ar- sachverständig und dann viel zu sehr dem Einfluß der Unter- stark gesungen worden, daß man sich wundern muß, daß die beitsorditung für Arbeiter und Arbeitgeber rechtsverbindlich nehmer unterworfen seien. Der Antrag Wöllmer habe wesentlich Einsetzung derselben nicht obligatorisch gemacht worden ist. fein, wie§ 134c vorschreibe, so könne man die vorherige Be- nur eine formelle Bedeutung und genüge nicht. Es habe doch Aber daraus, daß dies nicht geschieht, erkennt man deutlich, fragung der Gesammtheit der in der Fabrik beschäftigten Arbeiter feinen Sinn, den Behörden die von den Arbeitern geäußerten daß es mit diesem Lobe nicht sehr weit her sein kann. Die ärgfte Bedenken mitzutheilen und gleichzeitig diesen Behörden das Recht Selbsttäuschung ist es jedenfalls, wenn man von den Arbeitergar nicht umgehen. Abg. Dechelhäuser( nl.): Der Arbeitgeber mag die Arbeits zu verweigern, eventuell Remedur eintreten zu lassen. Dem ausschüssen eine Bekämpfung des sozialdemokratischen Elementes ordnung noch so gründlich ausarbeiten, auf die Wünsche seiner Rechte der Unternehmer sei der Antrag Auer und Genossen erwartet. Herr Wöllmer empfiehlt uns die Arbeiterausschüsse als Arbeiter noch so viel Rücksicht nehmen, es wird keine Arbeits- durch die Zulassung der Beschwerde an die höhere Verwaltungs- eine Art konstitutionellen Systems; wären sie das, dann würden Nehme die wir sie diskutiren. Aber davon ist ja gar nicht die Rede. Die ordnung zu Stande kommen, welche den verschiedenen Interessen behörde durchaus hinreichend entgegengekommen. aller betheiligten Arbeiter entspricht. Man muß daher an Majorität diesen Antrag nicht an, so würde wieder einmal einzelnen Ziffern des§ 134 h zeigen ganz deutlich, wie der Unterdem Möglichen festhalten und dies wird im§ 134d geboten, bewiesen sein, daß es sich lediglich um ein Arbeiter Truzgesetz nehmer es ganz in seiner Hand hat, die Zusammensetzung dieses Ausschusses zu bestimmen. Die Ausschüsse bedeuten nichts weiter, der die Frage der Vermittelung zwischen dem ein handelt. Regierungsrath Wilhelmi: Für die Genehmigung" der als was ähnliche Einrichtungen auch auf politischem Gebiete beseitigen Standpunkte der Arbeitgeber und der Arbeiter ein Bedürfniß noch nach der deuten: sie sind das Feigenblatt, welches den dahintersteckenden relativ am besten löst. Die Institution der Arbeiter Arbeitsordnung ist weder ausschüsse habe ich nicht, wie mir der Abg. Bebel imputirt, ganzen Fassung der Gewerbe- Ordnung ein Raum dafür in Feudalismus zu verdecken bestimmt ist. Wäre ein genauer WahlWas dem freien Vertrage zwischen modus festgesezt, käme der Wille der Arbeiter in der Wahl ihrer ins Leben gerufen, sondern ich fand sie schon vor, als ich die derselben vorhanden. Agitation dafür begann. Da man das Beispiel der englischen Arbeiter und Arbeitgeber überlassen bleiben muß, fann nicht Vertretungen klar zum Ausdruck, dann wäre eher darüber zu reden; Trades Unions auf die deutschen Verhältnisse nicht übernehmen der Genehmigung durch eine Staatsbehörde unterliegen. Das aber auch in dieser Gestalt liegt der Ausschuß noch in den fann, muß die Erfüllung der von diesen im Interesse des Ar- übrigens nicht ganz allgemein bestehende Vertrauen auf die Händen des Unternehmers, fann jeden Augenblick wieder abgebeiterstandes übernommenen Funktionen bei uns von anderen Institution der Fabrikinspektoren, welches der sozialdemokratische schafft werden, wenn er unbequem wird, oder es können jederzeit Organen erfolgen; als solche sehe ich die Arbeiterausschüsse an. Antrag ausspricht, rechtfertigt deinnach ein solches Vorgehen nicht. Die unbequemen Elemente daraus entfernt werden. So lange Daß die Sozialdemokratie sich dafür nicht erwärmen kann, wun- Im Uebrigen ist den Ausführungen des Abg. Hartmann zu dieser also eine unparteiische Zusammenseßung nicht garantirt wird, Wir verkennen dert mich nicht weiter. Meine Erfahrungen und die vieler an- Forderung beizutreten. Der Antrag Schädler ist troß seiner tönnen wir dieser Einrichtung nicht zustimmen. berer Arbeitgeber bringen mich im Gegensatz zu meinem Partei wohlmeinenden Absicht auch nicht zur Annahme zu empfehlen, gar nicht und haben es bewiesen, daß innerhalb der heutigen Gefreunde Möller dahin, gerade dort, wo eine Durchsetzung der da er dem Arbeitgeber unter Umständen einen Bericht zur Pflicht sellschaft es eine große Zahl von Punkten giebt, welche die heuArbeiterschaft mit sozialdemokratischen Elementen stattgefunden macht, den er in drei Tagen gar nicht fertigstecken fann, tige Gesellschaft ohne Gefahr für ihre Existenz den Arbeitern behat, die Bildung von Arbeiterausschüffen zu empfehlen. Ich wenn ihm die Bedenken der Arbeiter nur mündlich mitgetheilt willigen kann und bewilligen wollte. Wir sagen nur, innerhalb scheue vor feiner Schwierigkeit bei der Bildung solcher zurück, worden sind. Dagegen ist gegen den Antrag Wöllmer nichts ein- der heutigen Gesellschaft ist es überhaupt undenkbar, Klassengegensäge, wie sie aus der Natur der Dinge hervorgegangen sind, es müßte denn sein, daß ich als Vorsitzenden des Ausschusses zuwenden. einen Herrn wie Herrn Bebel oder Herrn Stadthagen mir Abg. Böttcher( nl.): Die Redewendung, daß die Ablehnung zu beseitigen; vor dieser Täuschung suchen wir den Arbeiter zu gegenüber hätte, dann würde ich die Sache aufgeben. des sozialdemokratischen Antrages wieder einmal beweise, daß das wahren; ein friedliches Verhältniß ließe sich aber sehr wohl her( Heiterkeit links.) Auf die engen Aufgaben, welche die Vorlage Gefeß einen arbeiterfeindlichen Charakter trage, haben wir nun stellen, wenn nur die Unternehmer wollten. Die Begutachtung der den Arbeiterausschüssen zuweist, dürfen sie nicht beschränkt schon fast bei jedem Gesetze gehört; sie bekümmert uns nicht mehr Fabrifordnungen wäre das Einzige gewesen, wodurch die Arbeits-, bleiben. Sie dürfen nicht blos die Fabrikordnung begutachten sonderlich. Der Antrag ist ein Eingriff in die Rechte des Arbeit- fammern, wie wir sie wollen, mit dem einzelnen Fabrikbetriebe befaßt worden wären; im Uebrigen solle der Wirkungskreis dieser und einzelne Wünsche der Arbeiterschaft oder der Unternehmer gebers, den wir nicht zulassen können. in Erörterung nehmen, ihre Befugnisse müssen ausgedehnt werden, Abg. Schädler tritt nochmals für seinen Antrag ein, Kammern ein anderer sein. Uns ist der§ 134 b in seiner Gesie müssen mitsprechen in der Frage der Annahme und Ent der seine gute Wirkung zu äußern nicht verfehlen werde, sammtheit unannehmbar; wir haben daher auch keine Veranlassung, unsererseits mit positiven Vorschlägen zu kommen. laffung von Arbeitern, in der Frage der Bestrafung, selbst in der während Frage der Arbeitszeit. Solches besteht bei den bestehenden AusAbg. Hirsch: Die Sozialdemokratie zeigt nach Bedürfniß Abg. Dreesbach dem Bundeskommissar bemerkt, daß, wenn schüssen schon vielfach, und zwar mit bestem Erfolge. Natürlich dieser oder jener Fabrikinspektor nicht das Vertrauen der Arbeiter zwei verschiedene Gesichter, auch wenn es sich um Dinge handelt, ist bei diesem Vorgehen Vorsicht geboten, weil man nicht leicht genieße, dieser Umstand an den Personen der betreffenden Herren die nach ihrer Meinung auf dem Boden der bestehenden GesellSie will den Frieden von einer einmal gemachten Ronzession wieder zurück kann. felber liege. In der Schweiz bedürfe jede Fabrikordnung vor schaftsordnung geordnet werden können. ( Präsident v. Levehow ersucht, die allgemeine Darlegung über die ihrem Infrafttreten der Genehmigung der Kantonsregierung und zwischen Arbeitern und Arbeitgebern überhaupt nicht, darum tritt fie den Arbeiterausschüssen entgegen. In allen vier Ziffern ist Bedeutung der Arbeiterausschüsse nicht zu weit auszudehnen.) die Schweiz sei darüber nicht zu Grunde gegangen. Bei der Abstimmung über den Antrag Schädler stellt sich die doch das Prinzip der Geheimwahl aufrechterhalten, damit ist also Die Arbeiterausschüsse sollen einen Damm bilden gegen die Sozialdemokratie.( Präsident v. Levehow wiederholt fein An- Beschlußunfähigkeit des Hauses heraus, indem bei der nothwendig die Garantie gegeben, welche die Sozialdemokraten verlangen. suchen.) Unter diesen Umständen muß ich auf das Wort ver- gewordenen Auszählung sich die Anwesenheit von nur 186 Mit- Alle Institutionen sind aus kleinen Anfängen erwachsen; das gliedern ergiebt, während zur Beschlußfähigkeit mindestens 199 muß auch von den Arbeiterausschüssen gelten, die sich erst noch Abg. Hirsch: Herr Dechelhäuser hat die englischen Gewerk gehören. Für den Antrag Schädler stimmen 110, dagegen 76 Ab- vervollkommnen müssen. Aber die Sozialdemokraten verwerfen vereine herangezogen und erklärt, diese seien auf die deutschen Ver- geordnete. Die Sigung muß abgebrochen werden. Präsident v. Levehow setzt die nächste Sizung mit der Vereine zu den Arbeiterausschüssen in Gegensatz. Das stimmt mit felben Tagesordnung auf heute Nachmittag 2% Uhr an. hältnisse nicht übertragbar, bringt also auch die deutschen GewerkSchluß 24 Uhr. Den Thatsachen nicht überein. Die Gewerkvereine haben auch in Deutschland ihre volle Berechtigung. Hr. Dechelhäuser hat sich noch vor wenigen Jahren selbst sehr eindringlich für die Gewerkvereine ausgesprochen.( Präs. v. Levego w ersucht auch diesen Redner, diese Ausführungen, die zu§ 134 d nicht gehören, einzuschränken.) Redner verweist auf den Gewerkverein der Buchdrucker, den ältesten und größten deutschen Gewerkverein, der einer Industrie angehöre, die ihrer Natur nach nicht konzentrirt werden kann. aichten. lepsch, sie als unvollkommen, weil sie überhaupt keinen Sinn für das geschichtlich Gewordene haben. Ich bitte Sie daneben dringend um die Annahme unseres Antrages, auch den volljährigen Arbeitern, welche nicht zur Fabrik- oder Betriebskrankenkasse ge hören, eine Vertretung im Arbeiterausschusse zu gewähren. Geh. Rath Lohmann hat gegen den Antrag Schmidt 100. Sigung vom 15. April. 8 Uhr. und die redaktionellen Anträge Gutfleisch nichts einzuwenden, Am Bundesrathstische: von Bötticher, von Berspricht sich aber gegen den Antrag Gutfleisch- Hähnle aus, der einerseits viel zu unbestimmt gehalten sei, andererseits aber auch Lohmann. Die zweite Berathung der Gewerbe- Ordnungs- feine Verbesserung des Gesetzes sei, vielmehr das wohlgeordnete novelle wird fortgesetzt mit der Wiederholung der Ab- Betriebs- Krankenkassenwesen nur stören würde. Auch im Interesse der freien Hilfskaffen könne es nicht liegen, den Arbeitgebern Abg. Möller( nl.) geht nicht ganz so weit in der Verehrung ſtimmung über§ 134e und die dazu vorliegenden Anträge. Der Antrag Auer u. Gen. auf Genehmigung der Arbeiter- einen neuen Antrieb zu geben, ihre Arbeiter zum Eintritt in die dürften die Ausschüsse nicht an irgend welche feste Normen ge- Ordnungen durch die Fabrik- Inspektoren wird gegen die Stim- Betriebs- Krankenkassen zu nöthigen. Abg. Böttcher( ntl.) tritt den Ausführungen des Abg. Bebel bunden werden, es müsse in dieser Beziehung alles dem Ermessen men der Antragsteller und einiger Freiſinniger( Träger, Schmiebetreffs der Arbeiterausschüsse entgegen. Schon seit einem des Unternehmerthums überlassen bleiben. Ihm sei die obliga- der, Wöllmer, Samhammer) abgelehnt. Der Antrag Schädler wird jetzt angenommen, ebenso Menschenalter spreche die Sozialdemokratie von den werthlosen torische Anhörung der Arbeiter vor Erlaß der Arbeitsordnung unannehmbar; in einem großen Theile der Fabrikanten habe diese der Antrag Wöllmer, und mit diesen Modifikationen der ganze Palliativmittelchen, welche bent erkrankten Gesellschaftskörper doch Neuerung eine sehr lebhafte Beunruhigung hervorgerufen. Gr§ 134e, ebenso ohne Diskussion§ 184f, nach welchem nichtvor- feine Heilung bringen könnten. Nirgends aber sei diese Redewerde mit einem Theile seiner Freunde gegen den§ 134d stimmen. fchristmäßige oder mit den gefeßlichen Bestimmungen in Wider- wendung weniger angebracht, als hier. Auf die sozialdemokratischen Abg. Dreesbach wendet sich gegen die Ausführungen des spruch stehende Arbeitsordnungen und Nachträge zu denselben Anträge kann man nicht eingehen, weil auch bei der Annahme Abg. Dechelhäuser, die nur bewiesen, daß die Arbeitgeber Alles durch die untere Berwaltungsbehörde entsprechend abzuändern derselben die Unzufriedenheit der Herren und nach ihrer Behauptung auch der sozialdemokratischen Arbeiter diethäten, um die selbständige Organisation der Arbeiter zu hinter- oder durch gesetzmäßige Arbeitsordnungen zu ersetzen sind. Nach§ 134g sollen vor Erlaß dieses Gesezes erlassene Arbeits- felbe bleiben würde. Aber da er die Hoffnung habe, treiben. Die Wohlfahrtseinrichtungen, bei deren Benutzung die Arbeiterausschüsse mitzusprechen haben sollen, seien nichts als ordnungen den Bestimmungen der§§ 134a- 134c, 134e Abf. 2 und und zwar mit seiner ganzen Partei, daß die Versöhnung 134f unterworfen fein und binnen vier Wochen der unteren Ver: der widerstreitenden Interessen doch einmal zum Durch Strajanstalten für die Arbeiter. Abg. Dechelhäuser verwahrt sich dagegen, als ob der die waltungsbehörde in zwei Abschriften eingereicht werden. Auf bruch kommen müsse, so trete er für die Arbeiterausschüsse ein, preußischen und deutschen Gewertvereine angegriffen habe, das Abänderungen dieser Arbeitsordnungen und auf Arbeitsordnungen, in denen er ein Mittel sehe, durch welches vielleicht noch diese welche seit dem 1. Januar 1891 erlassen sind, soll die Vorschrift Versöhnung herbeigeführt werden könne. sei ihm nicht entfernt in den Sinn gekommen. Abg. Bebel: Nach diesem Eifer, der für die Arbeiter§ 134d wird unter Ablehnung des sozialdemokratischen An- der Anhörung der Arbeiter Anwendung finden. Die sozialdemokratischen Abgg. A u er und Genossen wollen ausschüsse entwickelt wird, scheint es wirklich, als wenn die trages unverändert angenommen. 3134e lautet: Die Arbeitsordnung, sowie jeder Nach- alle Arbeitsordnungen ohne Ausnahme, welche vor dem In- Herren mit diesen Arbeiterausschüssen die soziale Frage gelöst zu trag zu berselben ist binnen drei Tagen nach dem Grlaß in krafttreten unterwerfen sind, ben Borschriften der haben glauben. Der Kampf zwischen Kapital und Arbeit wird jo set Musjertigungen unter Beifügung der Versicherung, daß der§§ 134a bis 184f unterwerfen und beantragen ferner die Vor- lange bestehen, als das Kapital besteht, daran werden alle Borschrift des§ 134d genügt ist, der unteren Verwaltungsbehörde legung derselben binnen vier Wochen an die Fabrikinspektoren Balliativmittelchen nicht das geringste ändern. Auch wir bringen allerdings sogenannte Palliativmittelchen in Vorschlag, alle unsere einzureichen. Abg. Molkenbuhr( Soz.) befürwortet diesen Antrag, der im Anträge gehören dahin. Wir schlagen aber nur mittelchen vor, Die Arbeitsordnung ist an geeigneter, allen betheiligten Arbeitern zugänglicher Stelle auszuhängen. Der Aushang muß Interesse der gleichen Behandlung aller Arbeitsordnungen ge- die auch etwas nüßen, nicht solche, die blos einen schönen Scheir haben, aber nichts bedeuten. Herr Hirsch beachtet ftets in lesbarem Zustande erhalten werden. Die Arbeits- stellt fei. Der Antrag wird jedoch abgelehnt und§ 134g im garnicht, daß die Ausschüsse nur in ihrer Mehrzahl" aus geordnung ist jedem Arbeiter bei seinem Eintritt in die BeschäftiWesentlichen unverändert angenommen. wählten Personen bestehen sollen, darin liegt schon, daß gung zu behändigen. § 134h stellt fest, welche Arbeitervertretungen als zuständige eine gewisse Bahl von Mitgliedern dieser Ausschüsse von Herr Böttcher markirte Arbeiterausschüsse im Sinne dieses Gesetzes gelten sollen. Aus den Arbeitgebern ernannt werden. solche sind nur zu betrachten: 1. Die Vorstände der Bezirks- wieder die Auffassung, daß bie deutsche Arbeiterschaft Die sozialdemokratischen Abgg. Auer und Gen. beantragen, Fabrit) Krankenkassen oder anderer für die Arbeiter der Fabrit nicht identisch sei mit der Sozialdemokratie, das haben wir auch daß die Arbeitsordnung und jeder Nachtrag den Fabrikinspektoren bestehender Kaffeneinrichtungen, deren Mitglieder in ihrer Mehrheit nie bestritten, sondern stets nur behauptet, daß die klassenbewußte zur Genehmigung vorgelegt werden soll; gegen die Ent- von den Arbeitern aus ihrer Mitte zu wählen sind, sofern sie als Arbeiterschaft sozialdemokratisch ist. Wir haben kein Intereſſe Abg. Schädler beantragt, die Ginreichung erfolgen zu lassen: unter Mittheilung der Seitens der Arbeiter geäußerten Bedenken." zur Genehmigung. daran, die Arbeiter unzufrieden zu erhalten. So lange aber das in unserem ganzen lieben Deutschland als wahr und begründet[ vereine ihre alljährlichen Prämiirungsfeste mit dem nöthigen Ziel der Beseitigung der Unterdrückung einer Mehrheit durch eine behandelt worden. Minderheit nicht erreicht ist, werden die sozialdemokratischen Arbeiter unzufrieden bleiben; sie werden es bleiben, bis alle Menschen in einem Zustande wirklicher Freiheit und Gleichheit sich befinden werden.( Gelächter.) Sie lachen darüber mit Unrecht; der Kampf ist entbrannt, wird in den nächsten Jahren in kolosjalen Dimen fionen weitergeführt werden und nicht aufhören, bis dieses Biel erreicht ist. Für die Lehren der Geschichte haben wir einen sehr feinen Sinn, aber auf der anderen Seite auch ein sehr feines Dhr für den geschichtlichen Bergehensprozeß. Die Geltung der Anschauungen des Herrn Hirsch von der Harmonie zwischen Kapital und Arbeit nähert sich immer mehr ihrem Ende, und diese Auffassung wird von der unsrigen abgelöst werden. Abg. Möller: Die Herren werden nicht bestreiten können, daß sie sehr zahlreiche Stimmen von Nicht- Sozialdemokraten bekommen haben. Es ist eine Illusion, zu glauben, daß alle Ihre Wähler zielbewußte Sozialdemokraten waren.( Bizepräsident Graf Ballestrem bittet, bei dem Gegenstande der Debatte zu bleiben.) debatte zurückzufallen.) Abgeordnetenhaus. Dresden, 18. April. Die für vorigen Sonnabend Abend beabsichtigte Versammlung mit dem Thema:„ Die Versammlungsfreiheit und die Stellung der Behörden zu derselben" wurde von der Polizeibehörde verboten. Es erfolgte dies Verbot auf Grund des§ des Vereins- und Versammlungsgesetzes. Tokales. " " patriotischen Brillantfeuerwerk, zu denen regelmäßig die liberale Stadtverwaltung Vertreter in Amtstracht" entfendet, in Szene Hamburg, 14. April. Die Vorstände der drei sozialdemo- feßen. Am 3. d. M. fand das Prämiirungsfest der Weißbierfratischen Vereine Hamburgs wenden sich an die Bevölkerung wirthe und am 10. d. M. findet dasjenige der Gastwirthe statt. Hamburgs mit folgendem Aufruf: Die Vorstände der drei Wenn man sich vergegenwärtigt, wie generös namentlich die sozialdemokratischen Vereine Hamburgs richten an die Bevölke Herren Gastwirthe ihre Hilfsarbeiter entlohnen, so kann man es rung Hamburgs und Umgegend die dringende Bitte, zum Beweise begreiflich finden, daß gerade sie sich angelegen sein lassen, der Theilnahme an der Maifeier, ihre Lebens- und sonstigen Dienstboten" zu fesseln durch Prämien, die aber leider der Bedürfnisse nicht erst am Sonntag, den 3. Mai, sondern schon vorgedachten Generosität nur zu sehr entsprechen. Während der vorher einzukaufen, damit auch den Handlungsgehilfen Gelegen- Hausfrauen- Verein doch wenigstens etwas Reelles bietet, nämlich heit geboten wird, sich an der Maifeier zu betheiligen. Keine Prämien in Gestalt von baarem Gelde, Schmuckgegenständen Hausfrau sollte irgend welchen Kaufmann oder Krämer am u. dergl. m., machen die Gastwirthe fich die Sache leichter. Vor3. Mai mit Einkäufen beläftigen. bedingung ist selbstverständlich, daß die Dienstzeit bei einer und derselben Herrschaft abfolvirt werden muß. Für eine dreijährige treue" Dieufizeit wird nun ein, Diplom", für eine sechsjährige ,, treue" Dienstzeit eine filberne ,, Medaille" gewährt. Das erstere können sich die Treudienenden" einrahmen lassen oder hinter den Spiegel stecken; Die zweite können sie gewissermaßen als Gastwirths- Orden im Knopfloch tragen, beide Prämien" sind also lediglich DekorationsAbg. Hirsch: Herr Dechelhäuser hat gewiß nicht gemeint, stücke! Die dritte Prämie erst, die nach zehnjähriger treuer Dienstdaß die Arbeiterausschüsse Rampfinstitute gegen die Sozialdemo zeit gewährt wird, hat einen scheinbar reellen Hintergrund. Diese tratie sein sollten; er hat von ihrer Wirkung ein Zurücktreten Prämie besteht nämlich in einem Diplom mit der Anwartschaft" der Sozialdemokratie erwartet. Daß die tlaffenbewußten Arbeiter alle Sozialdemokraten sind, ist ebenfalls eine unrichtige Beauf die Theodor Müller- Stiftung. Ganz abgesehen von der Leichtigkeit. mit der die Gewährung dieser Prämie durch vorhauptung. England beweist das Gegentheil, dort bilden die Sozialdemokraten nur ein schwaches Häuflein.( Bizepräsident Graf auch von uns schon einmal bei seinem Entstehen gewürdigte ziemlich werthlosen Wechsel auf die Zukunft. Die Theodor MüllerUnter einer neuen Flagge segelt vom 1. April ab das berige Entlassung umgangen werden kann, bildet dieselbe einen Balleſt rem ersucht auch diesen Redner, nicht in die General- obsture Winkelblättchen, Der Arbeitgeber", Organ für die In Stiftung ist eine Schöpfung des deutschen Gastwirthe- Verbandes. § 134 h wird mit den redaktionellen Anträgen Gutfleisch und teressen der Kapitalisten, insbesondere gegen die gemeingefähr. Diesem gehören 3. 3. 194 Vereine an, welche alle Prämiirungslichen Bestrebungen der Sozialdemokratie, so ungefähr lautete feste veranstalten. Die Weißbierwirthe haben in diesem Jahre dem Antrage Schmidt- Elberfeld, aber unter Ablehnung des An- damals die Devise. Jetzt betitelt sich das Blättchen Staat und Personen mit der letzten Prämie prämiirt, gewiß eine riesige trages Gutfleisch- Hähnle angenommen. Gegen 5 Uhr wird die Fortsetzung der Berathung auf Familie, Baterländische Blätter, insbesondere zur Bekämpfung Sahl bei einer Mitgliederzahl von über 2000! Angenommen nun, Donnerstag 11 Uhr vertagt. der Sozialdemokratie". Die Abänderung des Namens dürfte ein jeder Verein prämiirt eine solche kleine Bahl, so machte dies wohl darauf berechnet sein, auch andere Leute als blos Kapitalisten doch immerhin 5X194-970 Anwärter in einem Jahre aus. Die und Arbeitgeber" anzulocken. Theodor- Müller- Stiftung hat nun nach einem zehnjährigen BeSpaßhaft ist das" Programm" des sozialistenfresserischen stehen einen Fonds von ca. 50 000 M. Diese Summe zu 4 pCt. Blattes. Die Zeitschrift Familie und Staat" soll dazu dienen, verzinst ergiebt einen Zinsertrag von 2000 m. jährlich; diesen an 69. Sigung vom 15. April, 11 Uhr. Am Miniftertische: Herrfurth und Kommissarien. allen das Volkswohl schädigenden Bestrebungen entgegenzutreten 970 Anwärter vertheilt, die folossale Summe von 2 M. und ( da empfehlen wir ihr, dem kürzlich erst aufgedeckten Komplott einigen Pfennigen jährlich per Kopf! Und doch hat die Theodor Die zweite Berathung der Landgemeinde- Ordnung der Unternehmer gegen die Arbeiterklasse entgegenzuwirken d. Reb.), Müller- Stiftung den Zweck, in Noth gerathene, brave, bejahrte wird fortgesetzt im Abschnitt VI: Verwaltung der Land- insbesondere die Bestrebungen der Sozialdemokratie, wie sich solche Fachleute zu versorgen"! Demgegenüber ist ja die Altersrente gemeinden. in deren Literatur verhüllt und unverhüllt zu erkennen geben, eine wahre Goldgrube! Und mit solchen Mitteln sucht man den vor Augen zu führen, um damit unsere Mitbürger endlich aus Dienstboten, der Welt Sand in die Augen zu streuen, zu diesem dem Schlummer zu wecken, in welchen sie sich gewiegt haben." Zwecke veranstaltet man Prämiirungsfeste, von denen der VerBravo! Einen derartigen Plan tönnen und müssen wir nur mit bandspräsident Emil Wiese fagt: solche Feste sind erfreulich zu der allergrößten Freude begrüßen. Also nur immer munter die einer Zeit, wo Unzufriedenheit, Neid, Mißtrauen und Untreue bisher in Schlummer gewiegten Mitbürger" aus demselben er- so vielfach wahrgenommen wird"; angesichts der vorgeführten wecken und dieselben aufklären über die Bestrebungen der Sozial. Thatsachen wagt er zu behaupten:" Der deutsche Gastwirthsverdemokratie! Mehr wollen wir ja auch gar nicht. Aber das Gine band betrachtet es als erste und heilige Pflicht, seine Treubitten wir uns dabei aus: Keine Flausen gemacht, ohne Lügen gedienten in Zeiten der Noth zu schüßen"!- Die geringe Bahl und Verdrehungen die wahren Bestrebungen der Sozialdemokratie der Prämiirten beweist erfreulicher Weise zur Genüge die ver den Lesern flargelegt! Bisher ist das keineswegs der Fall. Im lorene Liebesmühe"! Gegentheil, die vorliegende Nummer enthält alles weniger als eine Erklärung der sozialdemokratischen Bestrebungen. Was in und der bis zum Petriplas sich erstreckenden Häuser wird das Nach der Niederlegung des Kölluischen Nathhauses der uns vorliegenden Nummer über dieselbe gefagt ist, das ist frei gewordene Terrain nur bis etwa ein Drittel der Fläche mit nur eine Karrikatur der Sozialdemokratie. Wir wagen es nicht und wollen es auch durchaus nicht, an dem guten Willen des einem kleinen Ergänzungs- Rathhause bebaut werden, während die Leiters des Blättchens zu zweifeln, aber der geehrte Herr versteht übrige Fläche zur Verbreiterung der Gertraudten- und Scharrnes eben noch nicht ganz. Er will wohl über die Be- ftraße Verwendung findet. Mit dem Köllnischen Rathhause wird ein Bau verschwinden, an welchen sich mannigfache Erinnerungen strebungen der Sozialdemokratie schreiben und dieselben unverhüllt" flar legen, er vergist dabei aber eine Kleine Neben- nüpfen. Nach Fidicin lag dort seit dem Jahre 1515 bie jache, daß man nämlich, wenn man über einen Gegenstand etwas war dieser Bau bereits baufällig, so daß schon im Jahre 1656 Harnischkammer und der Rathsstuhl von Kölln. Im Jahre 1612 schreiben will, man diesen auch kennen muß. Mit Redensarten war dieser Bau bereits baufällig, so daß schon im Jahre 1656 offenbart man nur seine Unwissenheit, welche man vergeblich der Ecke der Breiten- und Gertraudtenstraße, die sogenannte wie:„ Berstörer von Religion, Eigenthum, Staat und Familie" Näumen dieses Baues befand sich die Rüstkammer, unterhalb, an wieder von Neuem gebaut werden mußte. In den oberen Laube, ein mit Glasfenstern versehener Vorbau, vor welchem an hinter solchen Schlagwörtern zu verbergen sucht. Unvereinbar mit einer wirklichen Darlegung der sozialdemokratischen Ziele und Bestrebungen sind auch Redensarten von großen Gerichtstagen und Gemeindeversammlungen die Einwohner Nach§ 81 soll die Wahl des Gemeindevorstehers durch zu verheyten und noch nicht verhetzten Arbeitern". Richtig ist der Stadt zusammenkamen, und wo auch öfters Hinrichtungen ruf stattfinden können, wenn keiner der Wähler Widerspruch jedoch schon die Erkenntniß und das zeugt bereits von einem vorgenommen wurden. Nach der Seite der Scharrnstraße lagen die Rathswaage, und vor dieser Die Abgg. Eberty, v. Strombeck, v. Huene und Weber- guten Schritt vorwärts auf dem Wege der Einsicht, daß es aus ftanden die Brotscharren. Nach dem Petriplate hin lag Salberstadt erklären sich für die Streichung des§ 81; Wider zu wollen. Falsch ist aber noch die Meinung, daß es Demagogen Halberstadt ist, auf die spruch gegen eine Wahl durch Zuruf werde nicht leicht er- und sonstigen Lügnern und Schleichern gelingen könnte, die noch hoben werden, weil der Betreffende sich leicht Feindschaften aus nicht verheyten" Arbeiter noch weiter in ihrer Dummheit oder fetzen tönne. Die übrigen Paragraphen dieses Abschnitte, sowie Ab- gebrauchen wir lieber einen Ausdruck des geschätzten Blättchens, schnitt VII: Aufhebung der mit dem Besitze gewisser Grund- in ihrem Schlummer zu erhalten. ftücke verbundenen Berechtigung und Verpflichtung zur Ver- Folgender Satz: waltung des Schulzenamts(§§ 90-99) werden ohne Debatte genehmigt. Nach§ 78 sollen Gemeindevorsteher und Schöffen auf sechs Jahre gewählt werden. Die Kommission hat den Zusah ge macht, daß die Gemeindevertretung die Anstellung eines befoldeten Gemeindevorstehers beschließen kann; dieser kann dann auch außerhalb des Kreises der Gemeindeangehörigen gewählt werden, und zwar erfolgt die Wahl auf zwölf Jahre. Abg. v. Bockelberg will den Gemeindevorsteher auf zwölf Jahre wählen lassen, während Abg. v. Huene den von der Rommission beschloffenen Zusatz streichen will. Abg. Eberth( dfr.) empfiehlt die Annahme des von der Rommmission vorgeschlagenen Bufates; wenn man befürchte, daß dadurch das bureaukratische Element das Uebergewicht gewinnen tönne, fo empfiehlt es sich vielleicht, die Vorschrift so zu faffen, daß befoldete Gemeindevorsteher nur da bestellt werden tönnen, wo ein tollegialischer Gemeindevorstand besteht, so daß neben dem bezahlten Beamten auch die Schöffen im Ehrenamte an der Leitung der Gemeide betheiligt sind. Redner stellt einen dahingehenden Antrag. Der Antrag Eberty wird abgelehnt und entsprechend dem Antrag v. Huene der von der Kommission vorgeschlagene Busat gestrichen. In§ 78 wurde auf Antrag des Abg. v. Huene eine Nende rung dahin angenommen, daß das in dritter Lesung event. wieder herzustellende mehrfache Stimmrecht der Gemeindemitglieder (§ 48) bei der Wahl des Gemeinde- Vorstehers durch die Gemeindeversammlung zur Anwendung kommt. erhebt. Gemeindevertretung umfaßt die§§ 100-114. Gs liegen hierzu Abschnitt VIII: Geschäfte der Gemeindeversammlung und einige redaktionelle Anträge des Abg. Boht vor, die zum Theil angenommen werden. Nach§ 107 sollen die Sigungen der Gemeindeversammlungen und Gemeindevertretungen öffentlich sein. v. Rauchhaupt beantragt, durch Ortsstatut festzustellen, wann die Sigungen der Gemeindevertretungen öffentlich sein sollen. einen Arbeiterschuh nehmen wir dankbar an, wir dürfen aber nicht vergessen, daß es nicht nur Arbeiter abhängig ist von dem Gedeihen der Unternehmungen, in giebt, für deren Wohl zu sorgen ist, und daß deren Wohl welchen sie Beschäftigung finden", läßt beinahe die Wermuthung aufkommen, daß das Blättchen sich in der Adresse geirrt hat, daß es nicht die Bestrebungen der Sozialdemokratie schildern will, sondern daß es zur Förderung der Bestrebungen des Unternehmerthums da ist. der Rathskeller und ber im Jahre die Verkaufshalle 1710 abgebrochen, und an deren Stelle die Fleischscharren aufgestellt wurden. In der Gertraudtenstraße befand sich der aufgestellt wurden. In der Gertraudtenstraße befand sich der Bernauer Bierkeller. Im Jahre 1710 wurde dieses Rathhaus in feiner jetzigen Gestalt ausgebaut. Außer für Zwecke des Ma gistrats diente es auch noch als Amtslokal der königl. ServisKommission und später als Schullokal der Köllnischen Schule, nachdem deren Gebäude im Jahre 1730 beim Brande der Petrider mittleren Etage der Sigungssaal und das Bureau der Stadtverordneten, während die höher gelegenen Räume von dem KöllKirche zerstört wurde. Seit dem Jahre 1822 befand sich auch in eine Anzahl Räume und eine Wohnung für den Direktor in dem nischen Gymnasium benutzt wurden. Dieses erhielt auch noch den Märztagen des Jahres 1848 hat das Köllnische Rathhaus neuen Anbau des Rathhauses, wo früher die Waage stand. In Als Kuriosum wollen wir noch erwähnen, daß unter der ebenso wie das an der Ecke der Roßstraße und dem Köllnischen Der Antrag von Rauchhaupt wird gegen die Stimmen der Bericht einer Versammlung steht und zwar über einen Vortrags der Straßentampf am blutigsten war. In dem Heßlein'schen Rubrik:„ Aus sozialdemokratischen Versammlungen“ nur der Fischmarkt gelegene Haus, in welchem sich die d'Heureuſe'sche Konditorei befindet, eine hervorragende Rolle gespielt, da hier Ronservativen abgelehnt, der Antrag Neubarth dagegen mit 125 Abend des Vereins junger Kaufleute", in welchem der Professor Buche findet sich von dem Kampfe, der dort getobt, eine anschaugegen 116 Stimmen angenommen, trotzdem die Nationalliberalen, der Theologie Dr. Harnack einen Bortrag über irgend ein frömZentrum, Polen, Freifinnige und einige Freikonservative gegen melndes Thema hielt. Eine Diskussion, in der etwa andere An- liche Abbildung. In unseren Tagen haben in dem alten Bou denfelben stimmen. Die rechte Seite ist sehr stark besetzt. das Märkische Provinzial- Museum und die Gewerbe- Deputation Nach§ 113 foll zur Giltigkeit der Veräußerung von Grund- fichten hätten zu Tage treten können, fand nicht statt und findet ftücken erforderlich sein die einmalige Bekanntmachung durch die dessen Hauptzweck es ist, seinen Mitgliedern Amüsements zu verin den Versammlungen dieses Vereins überhaupt niemals statt, ihren Siz erhalten. Ueber die Bedeutung des Begriffs ,, Berliner Stube" für amtliche Bekanntmachungen vorgeschriebenen Blätter oder anstalten und ihnen in der Handels- kunst ausbildende Vorträge im Sinne des§ 3b der Berliner Baupolizei- Ordnung hat das durch ein anderes im Kreise erscheinendes Blatt. zu bieten. Und das nennt das Blatt eine sozialdemokratische Ober- Verwaltungsgericht auf die Klage eines Baumeisters, welcher Bersammlung! Fürwahr, eine Untersuchung auf den Geisteszu- gemäß der Vergünstigung jenes§ 3b im vierten Stockwerk ſeines stand mancher Bekämpfer der Sozialdemokratie mit geistigen Hauses in der Berliner Stube eine Küche eingerichtet hatte und nun die Kochmaschine entfernen sollte, sich dahin ausgesprochen: Bum§ 117 beantragt Abg. v. Rauch haupt, daß die Ge- und geistlichen Mitteln thäte manchmal sehr gut. Die Bezeichnung Berliner Stube" rühre nicht daher, daß ein meinden für Ausgaben und Einnahmen ein nach Vorschrift an- Der gebildete" Börsenjobber. Das Organ dieser Sorte gewisser Naum in dem Berliner Hause als Wohn- bezw. Schlafs gelegtes Gemeinberechnungsbuch führen sollen. Die Aufstellung Menschen, der Berliner Börsen- Courier", leistet sich in seinem raum benutzt werde. Derselbe könne ebenso gut zu anderen von Stats foll einzelnen Gemeinden durch Beschluß des Kreis- Grimm gegen bie Sozialdemokratie folgendes Kunststückchen der Zwecken verwendet werden, denn das Wort Berliner Stube" ausschusses aufgegeben werden. Nach der Vorlage sollte jede Berleundung: habe mit der Benugung des Raumes Nichts zu thun. Das Gemeinde einen Etat aufstellen. Die sozialistische Lyrik ist in dieser Richtung recht be- Kriterium der Berliner Stube" beruhe vielmehr in ihrer kon Lage. Kreisblatt erfolgen zu lassen. Abg. Boht beantragt, die Bekanntmachungen durch das Der Antrag Bohh wird angenommen. § 117 wird unverändert angenommen. lehrend. " " Nach§ 118 foll der Kreisausschuß die Revisionen der Ge- der Form, in Verstößen gegen die Logik und namentlich im/ truttiven Bedeutung für eine gewisse Art des Häuserbaues und meinberechnungen vornehmen. Bramarbasiren geleistet wird. Alle Werke stehen still, wenn Abg. von Richthofen( Jauer) beantragt, die Revisionen Dein starker Arm es will", so heißt es in einem jener Ergüsse, Aus Velten in der Mark wird uns gemeldet, daß das dem Borsitzenden des Kreisausschusses zu übertragen, weil sonst welche von ungebildeten Mitgliedern der sozialistischen Partei Herztekartell, von welchem bürgerliche Blätter in so rührender die Kreisausschußmitglieder mit Bureauarbeiten belastet würden. für die ungebildeten Mitglieder derselben verfaßt sind." Weise zu erzählen wußten, einfach in das Reich der Fabel gehört. Minister Herr furth, sowie Abg. v. Huene erklären Bekanntlich ist der oben zitirte Bers, wenn er auch gleich- Im Gegentheil, die beiden Medizinmänner sind immer noch sehr fich gegen den Antrag, der auch abgelehnt wird. zeitig falsch sitirt ist, von Georg Herwegh und diesen als einen emsig dabei, sich gegenseitig die Kunden abzutreiben, und von der ungebildeten Menschen hinzustellen das bekommt eben nur ein füßen Eintracht, von der man sprach, ist fein Wort wahr. Es Jobberblatt fertig. Freilich ein feiler Hofpoet war Herwegh wäre auch zu merkwürdig gewesen, wenn die gottgewollte, privatnicht, dafür weiß aber das ungebildete" Proletariat deffen Dich- tapitalistische Weltordnung in dem märkischen Provinzialstädtchen tungen von den Reimereien eines Wildenbruch und Konsorten durchbrochen worden wäre. sehr wohl zu unterscheiden. Der dritte Titel: Selbständige Gutsbezirke (§§ 120-125) wird ohne Debatte erledigt. Um 8½ Uhr wird die weitere Berathung bis Donnerstag 11 Uhr vertagt. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Ueber einen Gattenmord in Spaudau wußten gestern die bürgerlichen Zeitungen zu berichten. Verlorene Liebesmühe. Wenn man die herrschende Gefinde- Ordnung sich betrachtet, und man hört und liest dann von Der bis jetzt von der Spandauer Polizei festgestellte Thatöffentlichen Prämienfesten Treudienender", so ist jeder denkende bestand ist folgender: Am Montag Vormittag hatte, wie es Mensch außer Stande, sich einer Anwandlung des Mitleids mit häufiger der Fall bei den in Rede stehenden Plessow'schen Eheden armen Opfern, die prämiirt werden, zu erwehren. Denn leuten war, ein heftiger Streit stattgefunden, der jedoch nur in Langenbielau. Die Beschlagnahme der Nr. 26 des Pro- welche Summe von Selbstverleugnung bedingt eine solche Prä- Worten ausgefochten wurde. Unrichtig ist die Mittheilung der Tetarier" ist von der Staatsanwaltschaft nicht wegen des Gedichtes miirung eines treu dienenden Dienstboten"! In Berlin bilden Zeitungen, daß die Frau Hilferufe ausgestoßen, ebenso unwahr Dftergebanten" veranlaßt worden, wie verschiedene Blätter zu derartige Prämiirungsfeste eine stereotype Erscheinung bei dem ist es, daß die Kinder des P.'schen Ehepaares Zeugen des Todtberichten wußten, sondern wegen eines unter" Politischer Ueber- Lina Morgenstern'schen Hausfrauen- Verein und den beiden Gast- schlages gewesen seien. Erst als dieselben Mittags aus der ficht" stehenden Artikels, in welchem die famose Reptilienfonds wirths- Vereinen, welche dem deutschen Gastwirthe- Verbande an- Schule tamen, erzählten sie den Hausbewohnern, daß Mutter Angelegenheit" behandelt wird. Der Staatsanwalt hat aus gehören, dem Verein der Berliner Gastwirthe" und dem Verein plöglich gestorben und in Erinnerung des vorhergegangenen diesem Artikel eine Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen" der Berliner Weißbierwirthe", welche alljährlich Prämiirungsfeste Streites tauchte bei den Hausbewohnern alsbald der Verdacht herausgelesen, und ist denn auch bereits gegen den Redakteur veranstalten, die genau denselben Zweck und Werth haben, wie auf, daß P. seine Frau ermordet, und man machte der Die sofort am nächsten dieses Blattes das Strafverfahren wegen Vergehen gegen§ 181 die Fürsorge" industrieller Arbeitgeber für ihre Arbeiter, nämlich Polizei alsbald Mittheilung. P.'schen Wohnung erschienene Gerichts des Strafgesetzbuches eingeleitet worden. Merkwürdig! Was in fich einen gefügigen Arbeiterstamm zu sichern" durch die ver- Morgen in der an dem Körper der Zeiche keiner dem betreffenden Artikel gesagt wird, ist nicht nur von der meintlichen Wohlthaten, welche sie erweisen. Jetzt ist nun wieder fommiffion fand am Gesicht sozialdemokratischen, sondern von der Presse aller Parteirichtungen die Zeit gekommen, wo die beiden obengenannten Gastwirths- lei ernstere äußerliche Verlegungen; " wurden einige leichte Schrammen bemerkt, welche ohne jede Be- Jursprünglich 17,40 m. notirt, diese Notir abez durchstrichen und deutung für den Tod der Frau von dem Fall zur Erde her- durch zwei Striche ersetzt war. höheres Einkommen haben, sowie durch Nebenbezüge besser werden. 6. Politische und gewerkschaftliche Gewissensfreiheit wird jedem Arbeitnehmer zugesichert. Verein Braunschweiger Bierbrauereien. ( gez.) Joh. Salomon, Vorsitzender. Die Bertreter der Generalfommission. G. Kießling. Louis Donner." G3 sollte also angedeutet wer- gestellt sind nicht mit einbegriffen. 5. Etwaige Mißstände betr. der Schlafräume sollen beseitigt rühren fönnen. Gänzlich unwahr ist die Mittheilung, daß den, daß an jenem Tage überhaupt keine Attion an der Börse die P. mittelst eines Beiles erschlagen worden ist. Anscheinend stattgefunden habe. Nun hatte aber die Firma Neubauer am ist die Frau am Herzschlage gestorben, doch ist die Möglichkeit 22. August ein Verkaufsangebot zu 17,40 m. gemacht, dieses war nicht gänzlich ausgeschlossen, daß P. die Frau bei dem oben aber bei der Kursnotirung nicht berücksichtigt worden. Von erwähnten Streit zu Boden geschleudert und ihr einen Fußtritt Neubauer war Beschwerde bei dem Aeltesten- Kollegium erhoben, gegen den Unterleib versetzt habe, worauf dann edlere Organe dieselbe aber zurückgewiesen worden. Dann aber erhob die Firma verlegt und plötzlicher Tod eingetreten sei. Der Verhaftete be- bei dem Regierungspräsidenten Beschwerde. Bei dieser Gelegenhauptet, daß seine Frau während des Bankes plötzlich vom Stuhl heit führte das Aeltesten- Kollegium aus, daß an jenem Tage nur Die das einzige Angebot vorgelegen habe, welches, im Hinblick auf Der Streit der Sammetweber in Manningham dauert heruntergefallen und auf der Stelle todt geblieben sei. Die das einzige Angebot vorgelegen habe, welches, im Hinblick auf Obduktion der nach der Spandauer Leichenhalle überführten den außerordentlichen Fall und die Erregung in der ganzen unverändert fort. Die Arbeiter halten mit bewundernsBörsenversammlung, die keine Stimmung erkennen ließ, wohl würdiger Festigkeit aus. Hoffentlich haben es ihre Kollegen in Todten fand gestern Abend statt. nach§ 8 der Ausführungsbestimmungen der Börsenordnung un Deutschland an Beweisen der Sympathie nicht fehlen lassen, Großes Pech hatte vor einigen Tagen ein Reisender, welcher berücksichtigt gelassen werden mußte. Dieser§ 3 lautet:„ Es ist jedenfalls aber seien dieselben ermahnt, sich durch keine ben um 7 Uhr von Berlin nach Hamburg gehenden Blizzug be- bei Festsetzung der Notirung gestattet, unter besonderen Um Meldungen der kapitalistenpresse von ganzer stieg. Als der Zug nach furzem Aufenthalt auf dem Friedrich ständen abgeschlossene Geschäfte unberücksichtigt zu laffen." sober theilweise Beilegung des Streits irre tungen- Bahnhof seine Fahrt fortsetzen wollte, konnte die Maschine auf besondere Umstände" wurde in diesem Falle auf die That führen zu lassen. Erst vorige Woche lief wieder die Nachnicht anziehen. Man untersuchte den ganzen Zug und fand nun, fache hingewiesen, daß sofort, als es bekannt wurde, daß die richt durch die Presse, daß zweitausend Spuler zur Arbeit zurückbag in einem Abtheil 2. Klasse die Karpenterbremse gezogen war. Firma Neubauer die Offerentin sei, jeder etwaige Reflektant abe gelehrt seien und auf nähere Anfrage stellte sich heraus, daß die Auf Befragen erklärte der betreffende Reisende, daß er den gesprungen fei. Man habe eben angenommen, daß das ganze Meldung lediglich auf einem- frommen Wunsch der Fabriks Abtheil überheizt gefunden und deshalb die Wärmevorrichtung Geschäft nur ein fingirtes gewesen und es der Firma Neubauer leitung beruhte. der Heizvorrichtung mit dem Hebel der Karpenterbremse ver- brücken und damit das Recht zum Verkaufe des verpfändeten Bradford, 14. April. Gestern Abend kam es seitens der wechselt. In Wittenberge mußte er dafür 30 Mark Strafe Zuckers herzustellen.( Von der Gegenseite war dem gegenüber ftreifenden Seidenweber zu neuen Ruheftörungen. Die Arbeiter wieder darauf hingewiesen worden, daß die Börsenkommission stürmten gegen das Rathhaus( Weshalb? Red.) und zerbezahlen. Das Trinkgelder- Uuwesen ist nächst den Gastwirthschaften ihrerseits Mitglieder des Gläubiger- Komitees waren und ein In Schmetterten die Fenster, infolge dessen die Aufruhratte abermals wohl in den Badeanstalten am meisten verbreitet. Hier sind so- teresse daran hatten, daß gewisse Interessen nicht geschädigt verlesen werden mußte. Die Polizei und das Militär griffen gar gewöhnlich Plakate angebracht, auf denen die Zahlung von our Regierungspräsident hat die Beschwerde eben wiederholt die Arbeiter an und verwundeten mehrere derselben. falls zurückgewiesen und nun führte die Firma Neubauer Trinkgeldern angeregt wird.„ Trinkgeld für den Bademeister nach bei dem Handelsminister Beschwerde. Letzterer hat die Be- zdütse Belieben." So oder ähnlich lauten diese Aufschriften. Welchen Umfang dieses Unwesen annehmen kann, darüber schwerde insofern aus formellen Gründen für begründet erachtet, erhalten wir folgende, mit mehreren Unterschriften versehene Gin- als er den besagten§ 3 der Ausführungsbestimmungen nicht für rechtlich bestehend anerkannte und diesem Paragraphen eine verNach Ansicht des Ministersdurfte bindliche Kraft nicht beilegte. Sendung: Die Unterzeichneten bitten, das Trinkgelder- Unwesen in der Berliner Naturheilanstalt in der S.- Straße doch zur öffentlichen aber Kenntniß zu bringen. Ein Bad kostet dort 1,25 M. Es hat sich Sen nie Unfitte dem 25 Pf. bedanken würden.) Der Boziale Ueberlicht. Achtung Klempner! In letzter Zeit ist es in mehreren eine solche Bestimmung nicht einseitig von den Börseninteressenten Werkstätten vorgekommen, daß die Kollegen mit den Unternehmern aufgestellt werden, sondern es hätte, falls ein dahin gehendes dadurch in Differenzen geriethen, daß ihnen von Seiten der Bedürfniß sich geltend machte, Sache der Weltesten sein müssen, legteren neue Werkstattordnungen aufottroyrt, oder Zohnabzüge 50 Pf. und mehr Trinkgeld zu geben. Für ein Trinkgeld von unter Begründung desselben für eine entsprechende Ergänzung gemacht worden. In einigen Fabriken ist dieses Ansinnen auch der Börsenordnung die Genehmigung des Ministers nachzusuchen. erfolgreich durchgeführt worden. Um dies für die Zukunft zu machen ein Gesicht, als hätten sie Lust, den Badegaft In dem vorliegenden Falle hat der Minister eine Berufung auf verhüten, und um den Beschlüssen der Berliner Streif- Kontrolldaß bei allen vorkommenden wegen der geringen Spende zu schikaniren. Für einen§ 3 auch deshalb für verfehlt erachtet, weil der Paragraph in kommission und des Weimarer Kongresses nachzukommen, ist es tranten Menschen ist das eine unangenehme Situation und gewiß ist Mancher nicht wiedergekommen, wegen der Trint Geschäfte vorsieht, dagegen über die Frage, wie es mit der Berück Differenzen zwischen den Kollegen und ihren sichtigung bloßer Angebote gehalten werden soll, überhaupt Arbeitgebern die Lohnkommision sofort und gelder. Vielleicht veranlaßt die öffentliche Anregung den Direktor keine Bestimmung trifft. Der Minister ist aber in seinem bez: unter Beibringung event. Fabritordnungen Der Anstalt, diesem Uebelstande baldigst abzuhelfen und seine Bescheide zu der Ueberzeugung gekommen, daß keinem der bei u. f. w. von dem wahren Sachverhalt in Kenntniß Leute so zu besolden, daß sie nicht auf Trinkgelder angewiesen find. jener Kursfeſtſezung Betheiligten ein subjektives Verschulden zur gefeht wird. Sie wird dann das Weitere regeln. Das ein Arbeiter würde gewiß lieber für ein Billet zum Baden Last falle.- Der Angeklagte erklärte, daß ihm jede beleidigende ignoriren der Kommission wird stets dem Unternehmer das Spiel 1,50 M. bezahlen, als den heutigen niedrigeren Preis, wenn er nachher der Schererei mit dem Trinkgeld überhoben wäre.( Folgen Absicht fern gelegen habe. Er habe die Broschüre geschrieben, erleichtern, der mit seinen" Arbeitern„ schon fertig wird". Da um die sehr starken Angriffe des Geh. Rath Gamp gegen den gegen wird das Einschreiten einer unabhängigen Instanz nicht zur Bestätigung der Angaben fünf Ünterschriften.) Meistentheils find solche Personen, die in ihren Stellungen Terminhandel an der Börse zurückzuweisen und konnte hierbei nur die betreffenden Kollegen vor wirthschaftlichen Nachtheil be unmöglich die in der Preſſe gestellt, daß die Trinkgelder gleich bei der Besoldung mit in An- der Börse einfach mit Stilschweigen übergehen. Seine Broschüre ledigung aller Streitigkeiten ermöglichen. Kollegen, indem wir schlag gebracht werden; diese Trinkgelber kommen also, wenn sei aber schon in einer früheren Zeit geschrieben gewesen und so erwarten, daß Ihr gegen alle Lohnbrückerei energisch Front auch indirekt, so boch hauptsächlich dem Unternehmer zu Gute. habe er nur in einer Anmerkung auf diese Vorgänge Rücksicht macht, empfehlen wir das oben Gesagte in allen Fällen zur Ob dies vorliegend auch der Fall ist, können wir nicht wissen. nehmen können, benen er sonst ein ganzes Rapitel gewidmet haben Darnachachtung und zeichnen mit kollegialischem Gruß die Lohnwürde. Staatsanw. v. Jarizewski beantragte eine Geldstrafe Kommission der Klempner Berlins und Umgegend. NB. Alle Hoffentlich haben diese Beilen die Beseitigung des Uebelstandes von 300 M. und führte in Uebereinstimmung mit dem Rechtsanwalt Mittheilungen sind zu richten an S. Weber, StallschreiberH. Wilcke aus, daß hier in der That eine starke Beleidigung der Straße 9. Aeltesten der Magdeburgischen Kaufmannschaft vorliege. Rechtsanwalt Dr. Goldschmidt betonte dagegen, daß die ab. sichtlich falsche Notirung den Börsenkommissaren zur Last falle Nixdorf. Bergschloßbrauerei, Hafenhaide; Vereinsbrauerei, und den Aeltesten nur vorzuwerfen sei, daß sie die falsche Jäger- und Herrmannstr.- Ede; Maue's Variété- Theater, Herr Notirung gebilligt haben. Im Uebrigen macht der Vertheidiger mannstraße 18; Kummer's Salon, Berlinerstr. 136; Hoffmann's den Schutz des§ 198 St.-G.-B. in vollem Umfange für den AnFestfäle, Bergstr. 133; Niesegl's Salon, Bergstr. 129; Barta's geklagten geltend. Der Gerichtshof erkannte auf FreiDeutsches Wirthshaus, Bergstr. 120; Stolzenburg's Raiser- prechung des Angeklagten. Er erachtete die Notiz des AnWilhelmsbad, Canner- Chaussee; Wiersing's Salon, Knesebeckstr. 77 geklagten für beleidigend, den Beweis der Wahrheit bezüglich der Absichtlichkeit nicht für erbracht, obgleich eine objektiv falsche Notirung vorzuliegen scheine, dagegen billigte der Gerichtshof dem Angeklagten den Schutz des§ 198 zu. zur Folge. Die Lokalkommission von Rigdorf und Umgegend veröffentlicht hiermit die Liste derjenigen Wirthe, die ihre Lokale zu Arbeiterversammlungen hergeben. Würschmidt's Salon, Knesebeckstr. 16. Treptow. Bornow's Restaurant; Bender's Restaurant; teich); Bade's Volksgarten. бий Versammlungen. Der sozialdemokratische Wahlverein für den fechsten Berliner Neichstags- Wahlbezirk hielt unter dem Vorsitz des Genossen Gießhoit am Dienstag, den 14. April, eine öffentliche Versammlung ab, bei welcher Doktor Lütgenau einen Vortrag über:" Die Kirche und die Sozialdemokratie" hielt. dar Briz. Gebr. Walter's Rosenfeeterrasse, Chauffeestr. 69/70; In der Diskussion sollten nur Gegner sprechen. Nun waren Ww. Müller, Chausseestr. 89; Güldner's Restaurant, Rudower. ja einige Heilssoldaten" während des Vortrages anwesend; Chauffee 66; Adam's Restaurant( Buschkrug.) Kann die infolge einer Schlägerei eingetretene Vermin jedoch zogen es die tapferen Krieger vor, sich beim Beginn der Jacob's Restaurant; Nitsch's Restaurant'; Hensel( Bum Karpfen- derung der Erwerbsthätigkeit eines Arbeiters als Betriebsunfall Diskussion rückwärts zu konzentriren, b. H. den Gaal zu vererachtet werden, der die Berufsgenossenschaft zur Leistung einer lassen. Zwei Anhänger der Freireligiösen Gemeinde", Löbli nnd Ferner machen wir besonders die Kirchhofsbefucher darauf Unfallsrente verpflichtet? Dieſe prinzipiell wichtige Entscheidung Schmidt, versuchten es nun, einigen Ausführungen des Referenten aufmerksam, daß folgende Wirthe nicht gewillt sind, ein Partei- ist vom Reich 3. Versicherungsamt bejaht worden. entgegenzutreten. Folgende Resolution wurde gegen 8-4 Stimmen blatt auszulegen: Liebow, Kottbuser Damm 99; Benz, Herrmann- Der Arbeiter Schröter war im Oktober 1889 mit anderen Arbeitern 1. Die Kirche ist eine Verbündete der herrschenden Klasse straße 170; Beez, Herrmann- und Steinmetzstr.- Gce; G. A. Blant's aus Aschersleben und Dermburg mit Herstellung des durch Hoch- angenommen: data of waffer beschädigten Eisenbahndammes der Linie Halberstadt und des Klassenstaates; ihre Thätigkeit hat die fapitalistische Gasthof, Herrmannstr. und Mariendorferweg- Ecke. Sie nimmt Anfragen, betreffs ber Lokale, find zu richten an F. Zier, Bienenburg beschäftigen Aschersleber und Bermburger Arbeiten Produktion und den Klassenstaat zur Grundlage. Faltstr. 46; H. Anhof, Bergstr. 139; G. Kleist, Juliusstr. 42a. an welchem Schröter nicht Theil nahm. Um 1/22 Uhr wurden die eine Nebenposition im Klassenstaate ein, und hiernach hat sich 2. Vom Standpunkt des klassenbewußten Arbeiters aus ist Polizeibericht. Vor dem Hause Liebenwalderstr. 5 wurde Ascherslebener Arbeiter abgelohnt, verließen aber trotz Aufforderung ihre Bekämpfung zu richten. island is bekannten Mann bei einem Streite durch einen Messerstich am 5 Uhr aus der Bude, in der er gearbeitet hatte, trat, wurde er hinterrüds tatholische, jüdische, freireligiöse u. f. w.) zu machen.old am 13. b. Mts. Abends ein Bau Unternehmer von einem un- des Bahnmeisters den Arbeitsplatz nicht. Als Schröter zwischen 4 und fein Unterschied zwischen den einzelnen Kirchen( Landeskirche, Räder eines Bierwagens und erlitt anscheinend so schwere innere Kopf geschlagen, daß er bewußtlos zu Boden stürzte und seitdem ist die Forderung statt an die sozialistische Gesellschaft an den ein 18jähriger Knabe vor dem Hause Köpenickerstr. 194 unter die 11/2 Fuß langen und 1/ 2-3/ 4 30ll starken Rundeisens über den Härung der Religion zur Privatsache Verletzungen, daß er nach dem Krankenhause am Urban gebracht in seiner Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt ist. Das Landwerden mußte. An der Ede der Luckauer- und Oranienstraße gericht Halberstadt verurtheilte die hinterliftigen Schläger zu 3 er einen vom 6. Wahlkreise erlassenen Aufruf recht spät und wurde Nachmittags ein 13jähriger Knabe von einer Kutsche refp. 2 Jahren Zuchthaus. Die Ansprüche, die Schröter aber er unter„ Verschiedenem" wurde der Vorwärts" getadelt, daß überfahren und anscheinend innerlich bedentend verletzt. In auf Zahlung einer Unfallvente bei der Tiefbau Berufsgenossens dann mit Bemerkungen gebracht habe. Besonders Löpte machte der Nacht zum 15. d. Mts. fand Bremerstraße 48 ein kleiner schaft erhob, wurden jedoch vom Schiedsgericht zu dabei starke Ausfälle gegen die Fraktion; jedoch wurde ihm allKopfe bedeutend verlegt. Brand statt. Am 14. d. Mts. Bormittags gerieth von Ascherslebener Arbeitern mit dem fantigen Knopf eines Gerichts- Beitung. C 51] Wegen Beleidigung der Aeltesten der Kaufmannschaft Betriebsunfall. heutigen Staat zu stellen. zudrucken. schlossen. ist beizubehalten, jedoch Vergolderversammlung. In einer öffentlichen, unter dem Vorsitz des Genossen Niebers Dresden abgewiesen, weil die vorfäßliche an Schröter begangene Körperverletzung den Begriff eines Betriebsunfalles feitig eine scharfe Rüge zu Theil und ihm bedeutet, solche Worte ausschließe. Schröter legte gegen diese Entscheidung Refurs beim Redaktion des„ Vorwärts" vertheidigt, die nach dem Aufruf des feien eines Parteigenossen unwürdig. Desgleichen wurde die Reichs Versicherungsamt ein. Hier führte fein Bertreter, Parteivorstandes nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet Rechtsanwalt Stadthagen, etwa folgendes aus. Nicht jede gewesen wäre, den Aufruf des Wahlkreises mit Bemerkungen abauf der Betriebsstätte erlittene Störperverlegung sei ein Aber ein Betriebsunfall liege vor, wenn Hierauf wurde die Versammlung mit einem dreifachen Hoch in Magdeburg hatte sich heute der Sekretär der Stettiner Kauf- wie hier derselbe zwar nicht aus den unmittelbaren Einrichtungen auf die internationale, völkerbefreiende Sozialdemokratie geder III. des aus den Gefahren der tammer hiesigen Landgerichts I zu verantworten. Dem Ange fei. Der große Konflug von Arbeitern, die Schlägerei des BorFlagten stand der Rechtsanwalt Dr. Goldschmidt zur Seite, mittags und die in deren Folge erklärliche Gereiztheit unter den als Vertreter der als Nebenkläger zugelassenen Aeltesten der Arbeitern hätten den Betriebsunternehmer veranlassen sollen, die Magdeburgischen Kaufmannschaft war Rechtsanwalt Wilcke zur Ascherslebener von der Betriebsstätte zu entfernen oder für eine gall tagenden Versammlung aller in Bergoldereien beschäftigten Stelle. Es handelte nich um eine literarische Arbeit des Anges andere ſtrenge Scheidung ber beitergruppen auf der Betriebs. Arbeiter und Arbeiterinnen hielt Genosse Wilhelm Werner einen flagten, welche auch auf die Budertrisis des ſtätte Sorge zu tragen. Diese Vorsorge sei unterlassen und in mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über die BebeuJahres 1889 Bezug nimmt. Im Herbite 1889 ließ der Ange- mittelbarer Folge deſſen Schröter verletzt. Das Reichsversicherungs- tung des 1. Mai. Im Anschluß an das Referat gelangten flagte hier bei Leonhard Simion eine Broschüre unter dem Titel amt schloß sich nach längerer Berathung diesen Ausführungen an folgende Refolutionen zur Annabme " Der Kreuzzug gegen den Terminhandel" erscheinen, welche sich und erkannte unter Aufhebung des angegriffenen Urtheils dem an eine Rede des Abg. Geh. Ober- Regierungsraths amp im Kläger die in§ 5 des Unfall- Versicherungsgesetzes beſtimmte Reichstage gegen den Terminhandel anlehnte und die Behaup Nente zu. tungen über die verderblichen Einwirkungen desselben auf die allgemeinen Handelsverhältnisse bekämpfte. Dabei war auch eines Vorganges an der Magdeburger Börse gedacht und die Sache so dargestellt worden, als ob das Verhalten des Weltesten- Kollegiums der Magdeburgischen Kaufmannschaft bei der Kursnotirung für Zuder am 22. Auguſt 1889 absichtlich unforrett gewesen sei. Arbeiterbewegung. 1. Die öffentliche Versammlung der im Vergoldergewerk be internationalen Kongresses zu Paris an und hält den 1. Mai als internationalen Feiertag fest, sieht aber in Erwägung, daß sich bie wirthschaftlichen Verhältnisse in unserem Gewerk derartig ge staltet haben, daß wir in diesem Jahre den 1. Mai als Ruhetag nicht fiegreich durchfechten können und erklärt dahin zu wirken, daß der 1. Mai in zutunft als Ruhetag gefeiert in biefem schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen erkennt die Beschlüsse des In Magdeburg war eine Krisis im Zuckerhandel ausgebrochen, Ein Streik der Mägde. Wie uns aus Leipzig, 14. April, Jahre die Feier am Sonntag den 3. Mai zu geschrieben wird, haben dem in " 2. Die Versammlung beschließt auf Grund vorgenannter Resolution am 1. Mai von dem Zagesverdienst ein Biertel zu Gunsten der Streitenden in unserem Gewerbe zu entrichten." Mit der Sammlung dieses Geldes wurde die Agitations Kommission beauftragt. gefallen war. Um die Zahlungsschwierigkeiten derselben zu heben, die Mägde die Arbeit eingestellt. Sie verlangen denselben Lohn begehen." gefallen war. Um die Zahlungsschwierigkeiten derselben zu heben, wie die schlesischen Arbeiterinnen, sowie eine Hinausschiebung des trat ein Konsortium zusammen, in welches auch Herr Geb. Anfangs der Arbeitszeit von 5 auf 6 Uhr. Kommerzienrath Neubauer gewählt wurde. Es wurden von dem Braunschweig, 14. April. Der Boykott gegen die Brauereien Ronfortium Verhandlungen mit einigen Banken in Berlin geführt, und es fam ein Vertrag zu Stande, welchen auch die Firma hat hier nach furzer Dauer mit einem vollen Siege geendet, der 3. A. Neubauer unterschrieb, obgleich sie zu denjenigen Firmen folgender Bereinbarung seinen Ausdruck findet, die zwischen gehörte, welche den Zucker der Firma Baumann u. Maquet mit dem Verein Braunschweiger Bierbrauereien und zwei Vertretern 15 M. lombardirt hatten. In dem Vertrage heißt es u. A.: Generalkommission gestern abgeschlossen worden ist: Fällt dagegen der Zuckerpreis unter 17,50 m. pr. Zentner 88 Rendement Hamburg- Magdeburger Notiz, so soll jeder einzelnen der bevorschussenden Bantfirmen das Recht zustehen, zum Die Firma Bertaufe des ihr verpfändeten Zuckers zu schreiten." Neubauer hatte in diefer ganzen Angelegenheit eine Doppelstellung. Nun ist von den Börsenkommissaren am 21. August 1889 für Buder notirt worden: 18,00, während am 22. Auguft der 1. Vom 1. Mai d. J. ab wird in den hiesigen Brauereien die 10 stündige Arbeitszeit eingeführt. 2. Sonn- und Festtags werden 4 Stunden gearbeitet und für vollen Arbeitstag gerechnet. 8. Die Ueberstunden werden den Brauern mit 30 Pf. und den Arbeitern mit 20 Pf. pro Stunde vergütet. 4. Borderburschen und Personal im Sudhause, welche ein Als nächster Puntt gelangte der Bericht des Streits Komitees zur Verhandlung: Seit den Verhandlungen mit dem Vorsißenden des Fabrifantenbundes Herrn Adolf Werkmeister, dessen Brief sowie auch die Antwort darauf seitens der Vierer- Kommission in letter Versammlung verlesen wurden, wäre ein augenblicklicher Stillstand in der ganzen Bewegung bemerkbar( gewefen. Nach dem Osterfeste sei dann von den Streitenden der Wunsch geäußert, man möge den Verhältnissen Rechnung tragen und, soweit es Verein 98. Gemeindeschule, Abends Gäste willkommen. Sprechlaal. Privattheater wyer, one ifferenzen, von denen Herr Werkmeister| Dieser Vorschlag geht bekanntlich dahin, den vierten Theil des Marienbad", Badftr. 38-36, Saal 1 Tr.- Vergnügungsverein Beils in seinem Briefe geschrieben habe, beizulegen suchen. Es sei Arbeitsverdienstes des 1. Mai der Generalkommission, zu über- en", 9½ Nýr, Sigung mit Damen bet zitor, Admiralſtraße 33, G, he is daher von den Streifenden eine Kommission gewählt worden, weisen. Der Referent trat mit großer Wärme dafür ein, diesem uhr, im Gesellschaftshause" Ostend", Rüdersdorferstr. 45. welche sich an den zweiten Vorsitzenden des Fabrikantenbundes gemachten Vorschlage zu entsprechen. Nach längerer Besprechung Gesellschaft offnung"," Abends 8 Uhr, im Klubhaus, Ohmgaffe 2. Herrn Jörs, wandte, um demfelben die Wünsche und Forde beschloß die Versammlung demgemäß und es soll als Maßstab schule. Sigung, Abends 9% Uhr, bet Saeger, Grüner Weg 29. Berein ehemaliger Schüler der 23. Gemeinde rungen der Arbeiter mitzutheilen. Derselbe habe versprochen, des Tagesverdienstes der Wochenverdienst angenommen werden. tommen. Gäste will Berein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule bet fein Möglichstes zu thun, damit die Angelegenheit zur beider seitigen Zufriedenheit zum Abschluß gebracht werde; den weiteren über die Thätigkeit und Wirksamkeit der Streit- Kontrollkommission Zu Verschiedenem" übergehend, verbreitete sich der Vorsitzende Schröder, Stegligerstr. 18, Gäste wiütommen.- Tambourverein„ Jungferntrans", Weidenweg 12. Bescheid wollte der Herr schriftlich ihnen zukommen lassen, was unter besonderer Berücksichtigung der in letter Versammlung der Straße 48.Rauchflub Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Infinger, Krautsaber bis heutigen Tages nicht geschehen sei.. Rauchflub ernipige", Abends 8% Uhr bei 2. Böhl, RüdersBei Herrn Ruthenberg sei man, unterstützt von den in diefer Delegirten ihr Amt niederlegen. Der Versammlung lag nun- Breslauerstr. 27. Rommission gefaßten Beschlüsse, Grund deren die bisherigen drei dorferstr. 8. Rauchtlub Collegia", Abends 9 Uhr, in Spengler's Wirthshaus, Stalizerstr. 41. Rauchflub Vorwärts", Abends 9 Uhr, bei Tempel, Fabrit noch beschäftigten Kollegen, vorstellig geworden, daß eine mehr die Neuwahl eines einzigen Delegirten ob und wurde zu Berständigung doch im Interesse beider Theile liegen dürfte. solchem Herr Völkel, zum Stellvertreter Herr Matschef Die Verhandlungen hätten zur Folge gehabt, daß Herr Ruthen- gewählt. Die Maifeier findet am 3. Mai im Böhmischen Brauberg nunmehr die streikenden Kollegen unter den hause statt, und es finden zu derselben arbeitslose Kollegen unalten Bedingungen wieder in Arbeit einstellte, entgeltlichen Zutrittt. Da weiter nichts vorlag, schloß der Vornur daß der Preis für Barockkanten auf 70 und 75 Pfennige sigende die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die festgesetzt wurde. Auch Herr August Werkmeister habe sich bereit internationale Arbeiterbewegung. erklärt, feine früheren Arbeiter allmälig wieder einstellen zu Interesses zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifiziert zu werden. wollen, doch sollte auf gewisse Nummern von Leisten eine Re- Am Sonnabend, den 11. April fand eine öffent Auf Grund der Abrechnung über Einnahme und Ausgabe duktion des bisherigen Affordlohnes herbeigeführt werden. Dies liche Versammlung der Weißgerber und ver- der Berliner Lokalfommission, welche in Nr. 66 des Vorwärts" sei von den Betheiligten zugestanden worden und demzufolge wandter Berufsgenossen statt, in welcher Herr Berliner Boltsblatt vom Donnerstag, den 19. März 1891, im bereits wieder zehn Kollegen in Beschäftigung Reichling einen Vortrag über„ Die bürgerliche Gesellschaft" hielt. Hauptblatt auf der letzten Seite bekannt gemacht wird, werden genommen. Es seien daher in der letzten Woche nur noch Eine entsprechende Resolution gelangte zur Annahme. neunzehn Streitende, nicht verheirathete, zu folgende Personen zum Abrechnen öffentlich aufgefordert: die Bei Erledigung des zweiten Punktes der Tagesordnung: Herren Scheck, Meyer, Tamm und König. Der Herr Tamm hat unterstüben gewesen. Den Kollegen liege nun die ernste Wahl eines Festkomitees zur Maifeier, wurden die Kollegen sogar noch die von der Kartonarbeiter- Kommission bewilligten Berpflichtung ob, ihren Beschlüssen gemäß für M. Arendt, B. Arendt, Bee, Dennies, Scheibe, Mayen und 25 M. abzuliefern, sich bisher nicht gemüßigt gefühlt. die Unterstützung der wenigen noch im Ausstand Mielsch gewählt. Die Versammlung tam ferner überein, zu dem Ich ersuche die Redaktion freundlichst folgendes zu ver befindlichen Kollegen einzutreten, damit der am 3. Mai stattfindenden Vergnügen ein Eintrittsgeld von 25 Pf. Rampf zu einem guten Ende geführt werden zu erheben und die Festzeitung gratis zu vertheilen; die Anzahl der zu beschaffenden Festblätter soll von dem Komitee beſtimmt tönne. werden. Folgende Resolution wurde angenommen: Rigdorf. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen öffentlichen: 1. Daß ich mit der Berliner Lokalkommission und der Kommission der Kartonarbeiter abfolut nichts zu thun habe, auch nichts zu thun gehabt habe. 2. Daß ich mit dem angeführten Herrn Tamm auch garnicht identisch bin. Berlin, den 14. April 1891. Reinhold Tamm, Schlosser, Hussitenstr. 6, v. 1 Tr. Wenn nun durchaus diese Männer der Deffentlichkeit gegens über blosgestellt werden müssen, so hat doch wohl jeder Genosse mit einem dieser Namen das Recht zu verlangen, daß auch Stand und Wohnung hinzugefügt wird, um unliebsamen Verwechslungen vorzubeugen. Ich werde unausgesetzt von mir be taunten Genossen wegen dieser Sache interpellirt, ebenso scheint es dem Genossen Zimmermann Tamm im 5. Wahlkreis zu gehen, wie der heutige Bericht aufweist. Ich für meine Person habe zu erklären, daß ich mit dem von der Lokalkommission genannten p. König nicht identisch bin, da ich mit dem Verkauf von Ver fehrs- Almanachs überhaupt nichts zu thun hatte. Herr Heindorf hat eine von mir an ihn dieserhalb gerichtete Karte bisher unbeantwortet gelassen und bin ich gezwungen, des halb die Spalten der Zeitung zu benutzen, um mich von einem auf mir lastenden unbegründeten Verdacht zu reinigen." Achtungsvoll ( bis Oktober v. Js. wohnhaft Gitschinerstraße 34 Rarl König, Tischler, Lausitzerstr. 44. Depeschen. Der sozialdemokratische Wahlverein für den fünften Berliner Reichstags- Wahlkreis " Die Versammlung der Weißgerber und Berufsgenossen bebielt am 14. April eine gutbesuchte Bersammlung ab. Der Reichs- schließt, die Beschlüsse anderer Gewerkschaften zu den ihrigen zu tags- Abgeordnete Förster hielt einen Vortrag über die Ar- machen. Jeder Angehörige der Weißgerberbranche hat am beiterbewegung vom fulturgeschichtlichen Standpunkt aus" be- 1. Mai mindestens 1 M. zur Unterstützung der Ausgesperrten trachtet." Redner unterwarf zu Beginn feines Vortrags die Entzu zahlen, und das Geld ist an die Generalkommission zu Hamwicklung der Menschheit von der Ürzeit an einer allgemeinen burg zu senden. Die hiesige Lokalfommission veröffentlichte in ihrer im März Besprechung, um dann auf Besonderheiten der durch die feudale Zum dritten Punkt der Tagesordnung: Beschlußfassung über d. J. vorgelegten Abrechnung die Namen von vier Genossen, Produktionsart charakterisirten Gesellschaft turz einzugehen. Diese die weitere Haltung der Streit- Kontrollkommission gab Kollege welche troß wiederholter Aufforderung die ihnen zum Verkauf Gesellschaft habe sich durch eine Stabilität der Erwerbsverhält Arendt einen furzen Bericht über die Versammlung vom 10. April. übergebenen Verkehrs- Almanachs nicht abrechneten. Es waren nisse ausgezeichnet, von der heute schon lange nicht mehr die In der diesbezüglichen Diskussion sprachen die Kollegen Trapp, dies folgende Namen: Tamm, Meier, Scheck und König. Rede ist. Als jene Gesellschaft auf der Spize ihrer Entwicklung Bee, Müller, Engel, Schwarz, Scheibe, Haverland, Reinhardt, angelangt war, stellte sich heraus, daß die Produktion um Fersch, Hermann, Magen, Schneider und einige andere. Nach schließenden Zunftformen dieser nicht mehr genügten und bestehende Resolution wurde gegen 4 Stimmen angenommen: feitigt werden mußten. Dies geschah hauptsächlich durch die Die heutige öffentliche Versammlung der Weißgerber und große französische Revolution. Je mehr die Erkenntniß der Berufsgenossen spricht ihre volle Sympathie für das einzuführende Mangelhaftigkeit gesellschaftlicher Zustände sich verbreitet, je mehr Martensystem aus und hofft, daß sämmtliche Berliner Gewerktreten die Gegner der neuen Anschauung hervor. Es sind dies schaften dem folgen werden." immer die herrschenden Klassen, welche ein Interesse an der AufHierauf schritt die Bersammlung zur Wahl von Revisoren rechterhaltung der früher einmal nothwendigen, jeht aber zur Abrechnung der freiwilligen Beiträge. Gewählt wurden drei unsinnigen Zustände in der Gesellschaft haben. So wie Personen und zwar die Kollegen Hermann, Strauß und Trapp. immer und überall unter bestimmten Verhältnissen, machte sich Nachdem dann unter Verschiedenem" noch eine längere Dedies auch in Frankreich Ende vorigen Jahrhunderts geltend. Der batte über die zweckmäßigste Verwendung des bei einem MastenSieg der neuen Gesellschaftsanschauung konnte erst durch politische balle erzielten Ueberschusses stattgefunden hatte, wurde die VerBestegung der machthabenden Klasse erreicht werden. Betrachtet sammlung geschlossen. man sich nun die vorsichgegangene politische Umwälzung näher und untersucht sie auf ihre Ursachen, so findet man, daß diese fozialer Natur find. Go gab hauptsächlich die Veranlassung zum branche beschäftigten Arbeiter und Arbeite Eine öffentliche Versammlung für alle in der TextilUntergange der feudalen Gesellschaft die Auffindung des See- rinnen fand am Sonnabend unter Leitung des Kollegen weges nach Ost- Indien unter anderen überseeischen Entdeckungen, mieded statt. Sum ersten Punkt der Tagesordnung stattete sowie die Erfindung der Spinnmaschine und anderer Arbeits der Delegirte vom allgemeinen Textilarbeiter- Rongreß seinen instrumente mechanischer Art. Durch die Beseitigung der feudalen Bericht ab. Schranken der Produktion war nicht, wie man sich das ausgemalt hatte, den Interessen der Gesammtheit direkt gedient: es entwickelte sich aus dem Schooße des Bürgerthums, dessen Inters effen gefördert waren, als unterste Klasse in der Gesellschaft das In Bezug auf die Maifeier sind die Redner sich einig, daß und Bismarckt sicher. moderne Proletariat mit Interessen, die denen des Bürgerthums der Nath der sozialdemokratischen Fraktion und des Pößnecker Hamburg, 15. April. Elbseite 33 Drte: Schmalfeldt 748, entgegengesetzt sind. Aus der nothwendig gewordenen Vertretung Rongresses zu befolgen sei, nur entsteht eine Meinungsverschiedenheit Bismarck 2918, Adloff 1152, Plate 767 Stimmen. dieser besonderen Interessen resultirt die moderne Arbeiter über die Verwendung des Geldes, welches am 1. Mai gesammelt bewegung. Sich der Form nach in verschiedenen Ländern, haupt werden soll. Es sind mehrere Redner der Meinung, daß die Textil( Depeschen des Bureau Herold.) sächlich durch verschiedenartige politische Zustände beeinflußt, verarbeiter- Bewegung große Mittel nöthig habe, da allein die Geeftemünde, 15. April. Die Wahl geht in ruhigster Weise schieden darstellend, ist sie ihrem Inhalt, ihrem Wesen nach überall Beitung noch ein Defizit von 500 m. aufweise, während der Be- vor sich, obwohl die Spannung überall groß ist. Die Betheigleich. Das Endziel der Bewegung ist die Bergesellschaftung trag, der wirklich von den Textilarbeitern gesammelt werden ligung ist bislang normal; nur in den Mittagsstunden fand ein der Produktionsmittel. Das Streben nach dieser ist gezeitigt könne, in dem großen Fonds der Generalkommission wie ein außerordentlicher Andrang der Arbeiter statt. Wahlschlepper find worden durch die Erkenntniß der Unhaltbarkeit, der Schädlichkeit Tropfen auf einen heißen Stein sei. Endlich aber wird eine eifrig an der Arbeit, namentlich, um die lässigen Wähler auf dem der heutigen Produktionsweise. Wird die Berechtigung dieser Ginigung erzielt, und auf Antrag beschlossen, den erwähnten Be Lande herbei zu holen. Die Sozialdemokraten entfalten eine beProduktionsweise und mit ihr die der sie besonders charakterisirenden trag dennoch der Generalfommission zu überweisen. sonders rührige Thätigkeit. freien Konkurrenz, des Kampfes Aller gegen Alle", auch für eine bestimmte Zeit anerkannt; so wird sie ihr jetzt aberkannt, weil, was sich in ihr früher als Wohlthat erwiesen, sich jetzt als Plage darstellt. Die neue Anschauung von der Gesellschaft zu verwirk lichen, ist Ausgabe des Proletariats. Jedes einzelne Mitglied desselben muß bestrebt sein, die Erkenntniß, die es sich erworben, überall, nicht nur in Versammlungen, zu verbreiten. Eine schwere Arbeit kommt dem Proletariat so zu, welche den wirklichen vorwärtsstrebenden Angehörigen desselben nicht gestattet, sich leichtfinnigen Berstreuungen hinzugeben. Thut jeder seine Schuldig. teit, so wird der Sieg der von uns vertretenen Sache nicht mehr fern sein.( Lebhafter Beifall.) Diskussion fand nicht statt. Nachdem unter„ Verschiedenem" sich eine längere Diskussion über Briefkaffen der Redaktion. die vom Genossen Goldberg aufgeworfene Frage der Abschaffung lung aller Vereinsangelegenheiten. Es wird besonders darauf hingewiesen, Tr., Veteranenstr. Lesen Sie gefälligst unsern neulichen der Todesstrafe abgewickelt hatte, wurde die Versammlung daß nur Mitgliedsbücher legitimiren und pünktliches Erscheinen erforder Artikel„ Kranken- Klagelieder", in welchem Ihre Angelegenheit mit mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie ge schlossen. Bentral- Krankenkasse der deutschen Schmiede, Mitglieder- Bersamm- erledigt ist. lung am Freitag, den 17. April, Abends 8 Uhr, bet Hoffmann, Kaiserstr. 4. I. F., Liebenwalderstr. 4. Zeigen Sie Ihren Spediteur Zweigverein des Verbandes deutscher Sabier-, Friseur- und unserer Expedition an. Es wird dann schon Abhilfe geschaffen Perrückenmacher- Gehilfen zu Berlin. Mitglieder Versammlung am Donnerstag, den 16. April, Abends 10 Uhr, Rosenthalerstr. 38. In der Diskussion, an der sich die Kollegen Kendorf, Steinmart, Spazier und Kellner betheiligen, wird im Sinne des Referenten die Nothwendigkeit der Organisation betont. Die Regelung des Arrangements in Bezug auf die Maifeier wird einer Kommission von 5 Mitgliedern übergeben. ( Privattelegramme des ,, Vorwärts.") Geestemünde, 15. April. Stichwahl zwischen Schmalfeldt Geefteminde, 15. April. Bis 8 Uhr Abends ergab sich folgendes Wahlresultat: Fürst Bismard 3095, Abloff 1534, tag), Herrenpartie, nach Johannisthal ze. Bersammlungsort 8 uhr Görliger fehlen noch. Eine Stichwahl steht in sicherer Aussicht. Bund der geselligen Arbeitervereine. Mittwoch, den 22. April( Buß- Plate 1614, Schmalfeldt 3085 Stimmen. Etwa 40 Ortschaften Bahnhof. Abfahrt 8 Uhr 35 Minuten. Ferner werden die Delegirten er Brüffel, 15. April. Die Sozialisten treffen große Vorbe fucht, die Anmeldungen von Bergnügen, soweit solche bekannt sind, an reitungen für die Kundgebungen am 1. Mai. Bis zu diesem Bepmetsel, Lindenstr. 9, einzusenden. Verein der Modelleure und Gipsbildhauer. Donnerstag, den Tage sollen noch 80 Versammlungen stattfinden. Am Abend des 16. April, Abends 8% Uhr, bei Norbert, Beuthstraße 22, Bersammlung. 1. Mai soll ein Umzug durch die Straßen Brüssels veranstaltet Tagesordnung: 1. George Rennan's" Sibirien". 2. Geschäftliches. 8. Ber- werden. Fachverein der Metallarbeiter in Gas-, Wasser- und DampfSonnabend, den 18. April, Abends 8 Uhr, bei Semter, Münzstraße 11, General- Berfammlung. Tagesordnung: Besprechung über die bevorstehende Auflösung refp. Anschluß an den neuen Berband aller in ber Metallindustrie beschäftigten Arbeiter": Abrechnung; Bericht und Regearmaturen. Itch iſt. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. bei Stehmann. " " " Gefangverein cho 2", Alte Schönhauserstraße werden. C. K., Große Frankfurterstr. 112. Hohenzollern. E. 1. 4. Beide Fleischsorten sind einander fast gleich. W. M., Liesenstr. 4. Wir können derartige Warnungen leider nicht veröffentlichen. Die in der Hutfabrikation beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen waren am 14. b. Mts. ziemlich zahlreich unter der Leitung des Lese- und Diskutirklube. Donnerstag. Freiheit", Abends Herrn Völkel im Saale des Böhmischen Brauhauses ver- werben. Berein ,, Boltsbildung"( Männer und Frauen) Abends 9 Uhr, 8 Uhr, Naunynftr. 86 bei Zubeil. Gäfte tönnen durch Mitglieder eingeführt sammelt, um in erster Linie den Bericht der Kontrollkommission im Restaurant Nürnberg, Schönhauser Allee 28. Lefe und Distutirklub entgegenzunehmen. Denselben erstattete in sehr eingehender Wach auf Nachm. 3 Uhr, in der Gr. Frankfurterftr. 99, Frankfurter Bier- R. K. 50. Ein derartiges Institut ist uns nicht bekannt. Weise Herr Borchmann. Der Kommission, die nun ein Jahr in Seindorfs Restaurant, Langestr. 70. Gäste willkommen. hallen". Wahrheit, Markusstr. 31.-Auftlärung", Abends syuhr, Heine" in E. T. Eine Stadt dieses Namens existirt nicht. besteht, lag besonders auch die Ein- und Durchführung des Rirdorf, Ede Knesebeck- und Hermannstraße, Restaurant Beyler." Gäste will- Zwei Wettende B. 10. Der Vers stand früher nach der Systems der Kontrollmarken ob, welches nach Meinung des tommen. Neue Beit", 8% Uhr, Boyenstr. 40. Gäste haben Zutritt. Referenten nach jeder Richtung hin seine Schuldigkeit gethan eingeführt, haben Butritt. Süd- Ost", 8% Uhr bei Zoltsdorf, Görligerstr. 58. Gäfte, burch Mitglieder Straßenfront. " Johannes Wedde" Schönleinstr. 12, bei H. K., Maurer. Ihre Angelegenheit eignet sich nicht zur habe, ebenso wie die aus 5 Mitgliedern bestehende Kommission, Schwarz. Veröffentlichung. welche eine ganz außerordentliche Agitation entfaltet habe. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Donnerstag Abends G. P., Braunschweig. Schr. erhalten und nach London Allein in 42 deutschen Städten find Agitationsversammlungen Gelangverein", Blumenstraße 46 bet Wendt. Uebungsstunde von 9 bis gemeldet. 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.„ Seeger'scher abgehalten worden, und überall hat das Bestreben der Kom- 11 uhr. Gefangverein ,, Ginigtett"( Hutmacher), Sinten R. S. 100. Was Eheleute während der Ehe durch ihre mission in Arbeitertreisen das größte Entgegenkommen gefunden, ftraße 73 bet Roth. Gesangverein Edelweiß Melch torstraße 15 Arbeit erwerben oder was sie für das so erworbene Geld fich ebenso auch seitens der Parteipresse, welcher der Bericht- tr. 42 bei Reimann. erstatter Gefangverein Frühlingstunt", Flottwell anschaffen, gehört ausschließlich dem Manne. Stirbt nun die dafür Dank abstattete. Die Agitation hat in ftraße 5 bei Bartels. Männerchor St. Urban", Annenstraße 9 bei Frau zuerst, so gehören zu ihrem Nachlaß nicht die so angeschafften dem verflossenen Jahre 4886 M. 95 Pf. gekostet, welche Bros. Männergesangverein Bora r", Admiralstr. 38 bet Bülow. Gegenstände, sondern nur ihre Kleidungs- und Wäscheſtücke. Kontrollmarken, Summe zum Theil durch Verkauf der Gefangverein ,, Kornblume", Blumenjtr. 64 bei Wuttke. Gesangverein Hand in Hand", Stalizerstr. 142 bet Bretfer. Gefangverein Stirbt dagegen der Mann zuerst, so bilden die auf obige Weise deren 600 000 m. angefertigt worden sind, an Detailleure unverzagt" bet tüfter, Köpenickerstraße 1270.- Gefangverein, Dorf- angeschafften Sachen seinen Nachlaß. Bei Kinderloser the hat, und Fabrikanten aufgebracht worden ist. Die Gesammteinnahmen Blöd tein" Deutsch- Willmersdorf, Berlinerstr. 40 bet Pietsch. Gefang- wenn fein giltiges Testament vorhanden, der überlebende Theil beliefen sich auf 3381 m. 60 Pf., fodaß ein Defizit von 1505 m. Derein bestfchlerverbande g" in Steglitz, Restaurant Hildebrand. Arbeiter- Gefangverein, armonte", Tempelhof, Dorfftr. 10 bet Gerth. das Recht, sein eigenes Vermögen und den Nachlaß des Ver35 Pf. zu verzeichnen ist. Die Kommission ist in der Veraus- Gefangverein ,, e te ofe", Reinickendorf, testbenz- und Holländerstraßen- storbenen zusammenzuwerfen und von dem gemeinschaftlichen gabung der Marken sehr streng verfahren, und dieses System, Gate bet Caro. Arbeiter- Gesangverein„ Morgenroth", Rummels. Vermögen die Hälfte zu nehmen, während die andere Hälfte den welches auch in anderen Gewerkschaften als Kampfmittel Eingang buahm's Klubhaus, Annenstrauße Nr. 16. Brezels Musit und Eltern und Geschwistern event. Den weiteren Verwandten des gefunden hat, hat vermocht, den Fabrikantenring zu sprengen, Gesangverein Firmitas", balbertstr. 8 bet Schneider. Gefangverein Verstorbenen zufällt. welcher sich gebildet hatte, um die Kontrollmarte illusorisch zu reuzberger harmonie", Lindenftr. 108, bet Poppe. Gesangverein machen. Auch die genossenschaftliche Fabrik habe die erfreulichsten mietti a", Adlershof Bismarcjraße bei Albrecht. Erfolge aufzuweisen tros aller gegen sie gerichteten Machinationen." upbonta", Restaurant Weld, Köpnickerstraße 68. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stat: Briefkaffen der Expedition. Um eine durchgreifende Wirksamkeit erzielen zu können, bedürfe Iub Rüdwärts", Abends 8% Uhr, im Restaurant Boberte, Pallisadenes jahrelanger Thätigkeit, und Redner appellirte demzufolge an traße 47. Für die ausgesperrten Arbeiter gingen ferner ein: übeck'scher Turnverein, Männer Abtheilung. Abends 8-10 Uhr, das Solidaritätsgefühl der Kollegenschaft wie der Arbeiterschaft, Glifabethstr. 67-68, Königstädt. Gymnasium. Turnverein D sten", Lehrs Fidele Gesellschaft" bei 3öpel, Finsterwalde durch Heym die Kommission in ihrer ferneren Wirksamkeit thatkräftigst zu lings- Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Blumenftr. 63a. Berliner Turn- 3,-". St. 1, Schriftseger von G. U. 12,-. Von einer unterstüßen. Der Kommission wurde seitens der Versammlung Theater, Banfftr. 9rlings Abtheilung, Abends 8x- 10% Uhr, im effing- amerikanischen Auktion bei der Geburtstagsfeier Lassalles bei der einmüthig ein Vertrauensvotum ertheilt. Der Dispositionsfonds Männer- Gefangverein„ Crescendo", Abends 9 Uhr, bet Körting, Gneisenau- Fußpartie des Verbandes der Möbelpoliere 5,61. Männer- Gesangzur Unterstügung streikender Gewerkschaften hatte eine Einnahme straße 88.- Offenbacher Sängertrans", tebungsstunde von 9-11 im Dresdener verein Steinnelte, Ueberschuß vom Konzert des 1. Osterfeiertags von 8189 m. Nach einer Bause sprach zum zweiten Punkte der mit Damen Uhr in Kröfches Gesellschaftshaus, Fichtestraße Nr. 29. Beret" Bid Bad", Gizung 15,-. Von H. Ú. durch K. V. 4,-. Vom Verein der an BuchTagesordnung: Wie stellen wir uns zu dem von der Geselliger Berein Regina", Sigung mit Damen, Abends 8 Uhr, in den und Steindruck- Schnellpressen besch. Arbeiter und Arbeiterinnen Gefelliger Club Blau 20,- Bon Buchdruckern am Biertisch bei Seterheim 1,50. Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands euifenstädt. Bierhallen, Alte gatobiir. Nr. 89. gemachten Vorschlage, betreffend die am 1. Mai peil chen", Abends 9 Uhr bet Förtsch, Stallschreiberstr. 60 arbeitenden Gewertschaften?" Herr Augustin: grantgens sy br bet M. Engel, Müller- und Antonstraßen- Ecc. Auf dem Arbeitsnachweis der Tischler gingen ein: Mitglied Bergnügungsverein" Gaprice", Abends 9 Uhr, Sigung mit Damen im Griefe 0,50. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Badina ir Berlin SW., Beuthstraße 2. " burg, Göthestraße 9-10. 9 bet Konrath. Garten, Dresdenerftr. 45. Gäfte willkommen. Gefangverein Gesangverein Pfropfenverein 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 88. waren. Gerichts- Beitung. " Donnerstag, den 16. April 1891. 8. Jahrg. Ars und nach Individualität nur insofern, als sie einer bestimmten gewerblichen Branche angehörten, bestimmt waren, als Menschenmenge" anzusehen ist oder nicht. Der Borderrichter hat aber ferner die gesetzliche Vorschrift, welcher nach Absicht des Angeklagten Ungehorsam entgegengesezt werden sollte, ausbrücklich bezeichnet; die Aufforderung ging nach feiner in dieser Instanz thatsächlichen Annahme dahin, dem zu Grunde zu legenden 270 des Allgemeinen Landrechts, Theil I. Titel 5 auszu weichen. hatte sich der Restaurateur Schulz, Schützenstraße 33, nach Schluß verlangen, und solches Fleisch, das sich nicht zur Wurst ver feines Geschäftslotals in sein Schlafzimmer zurückgezogen. Herr arbeiten lasse, solle man zu anderen Zwecken verwenden. Er be Schulz ist Junggeselle und er behält manchmal einen oder den antragte die Bestrafung des Angeklagten zu 30 M. Der GeDie Vorsitzende des Allgemeinen Arbeiterinnenvereins, anderen der ihm bekannten Gäste über Nacht bei sich. An jenem richtshof fällte mit Rücksicht auf das Gutachten der SachFrau Wittwe Hedwig Gubela, hatte sich heute vor der Abende theilte der Buchbinder Johann August Gehrmann, verſtändigen ein freisprechendes Urtheil, der Staatsanwalt erklärte, 98. Abtheilung des Berliner Schöffengerichts auf eine Beleidi- in der Verbrecherwelt unter dem Spitznahmen„ Mielchen" be- dagegen Berufung einlegen zu wollen. gungsklage der Inhaber der Berliner Velvetfabrit zu fannt, sein Schlafzimmer. Letzterer war anscheinend schon längst verantworten. Ihr wird zur Last gelegt, von der Klägerin in in tiefen Schlaf versunken, als Schulz ein knarrendes Geräusch Eine Reichsgerichts- Entscheidung. In einer öffentlichen einer am 23. Juli v. J. stattgehabten öffentlichen Volksverfamm- im Laden hörte. Er stand auf, zündete Licht an und wollte, wirkerinnen Versammlung hatte der Genosse Neulung behauptet zu haben, die ziemlich erheblichen Strafgelder, die sie den Arbeitern abzögen, entgegen der in anderen Fabriken nur mit dem Hemd bekleidet, nachsehen, was im Laden vorhaus am 29. April vorigen Jahres im Laufe der Diskussion ging. Als er eben in das Gastzimmer treten wollte, die Anwesenden, deren so heißt es in dem Erkenntniß gehandhabten Praxis nicht zu Gunsten der Arbeiter. zu verwenden, sondern in ihre Tasche zu stecken. Die Angeklagte bestreitet, die ihr drangen drei Kerle auf ihn ein, welche ihm lange Messer beitsverhältniß zum größten Theil erst nach gesetzmäßiger vierentgegenhielten und ihm drohten:„ Hund gieb Dein zehntägiger vorheriger Kündigung, zum fleineren Theile nach verzur Last gelegte Aeußerung in dieser Form gethan zn haben; sie Geld her oder wir machen Dich falt!" Der also Antragsmäßiger achttägiger Kündigung und nur zum geringen fei von zahlreichen Arbeiterinnen der Berliner Velvetfabrik aufgefordert worden, als Vorsitzende des Vereins in einer Ver- geredete bekam ob dieser Freundlichkeit eine ungeheure Theile ohne Auffündigung lösbar war, aufgefordert, am 1 Mai sammlung desselben die dort herrschenden Mißstände zur Sprache Angst, er versprach den drei Kerlen, daß er den Mund halten auf allen Arbeitsstätten insgesammt zu feiern. Genosse Neuhaus wies wolle, wenn sie ihn nur am Leben ließen und so machten sich darauf hin, daß auch die Unternehmer an ge= zu bringen, und dieser Pflicht habe sie entsprochen. Dabei habe denn die Einbrecher in aller Gemüthsruhe über die Ladenkaffe wissen Geburtstagen und Todestagen die Arbeit einfie den Inhalt einiger ihr zugegangenen Schreiben von Arbeiterinnen der Velvetfabrit verlesen, in welchen dieselben über die her, plünderten dieselbe um 60 M., nahmen auch die goldene gestellt hätten, ohne zu fragen und daß, wenn es dazugroßen Abzüge für zerbrochene Messerspitzen und Messer, sowie Uhr des Herrn Schulz an sich und empfahlen sich alsdann. Der mal fein Kontraktbruch gewesen sei, es dies auch heute nicht von diesem Abenteuer noch ganz Niedergeschmetterte erzählte sein könne. Daraufhin wurde gegen ihn Anklage erhoben, öffentfür Verstöße gegen die Fabrikordnung und die geringen seinem noch immer in Morpheus Armen liegenden Schlafgenossen lich vor einer Menschenmenge zum Ungehorsam gegen die Löhne tlagten und die Frage aufwarfen, 100 Denn sein Erlebniß und legte sich dann wieder ins Bett. Wunder- Gesetze aufgefordert zu haben und er wurde in einer Berhanddiese Strafgelder blieben. Nach dem im Berliner barer Weise hat er von diesem frechen Ueberfall der Kriminal- lung vom 4. Oktober vorigen Jahres beim Landgericht I auf Voltsblatt" veröffentlichten Versammlungsbericht und nach polizei keine Anzeige gemacht. Der Kriminalkommissarius Keß- Grund des§ 110 des Strafgesetzbuches zu einer Geldstrafe von der kommissarischen Aussage des Fabrifmeisters Robert mann war vielmehr erst durch eine Zeitungsnotiz auf diesen 50 m. verurtheilt. Er soll dabei entgegen dem§ 270 des AllNite lautete die Aeußerung der Angeklagten, wie sie die Privat: Vorgang aufmerksam gemacht worden; er ließ Herrn Schulz vor gemeinen Landrechts Theil I, Titel 5, wonach Verträge ihrem flage anführt, dahingegen bestätigen der Drechler Hilde fich laden und nachdem dieser den Thatbestand im Allgemeinen ganzen Umfange nach erfüllt werden müssen, sich haben brandt und Frau Kanit die Angaben der Angeklagten. bestätigt hatte, wurde nach den Thätern recherchirt. Ge angelegen sein lassen, daß die Arbeiterinnen am 1. Mai 1890 in Der gerichtliche Bücherrevisor Bier städt begutachtet aus den wurde festgestellt, daß dieselben die Jalousie eines Fensters, bewußtem Gegensatz gegen das Gesetz insgesammt willkürlich die Lohnbüchern und Geschäftsbüchern der Kläger, daß den Arbeitern welches Herr Schulz vor dem Schlafengehen verriegelt Arbeit einstellen sollen." als Strafgelder der Ersaz für zerbrochene Messer 2c., sowie hatte, hochgehoben und durch das offenbar von innen Eine seitens des Angeklagten beim Reichsgericht eingelegte Refür Zuspätkommen zc. allwöchentlich abgezogen wird, daß bei der Buchung dieser Beträge aber ein Unterschied gemacht ist, ob wieder geöffnete Fenster in das Gastzimmer eingestiegen waren. vision wurde von diesem abgewiesen, und wir heben aus der Besie für beschädigte Utensilien oder als bloße Strafen anzusehen Der Kriminalkommissarius ließ dann vor allen Dingen den Schlaf- gründung der Revisionsverwerfung hervor: genossen des Schulz, Buchbinder Gehrmann, welchen er als ,, Gerügt wird einmal Verletzung des§ 110 des Straf- GesetzDie ersteren Summen, welche den überaus größten ein oft bestraftes, einer gewissen Klasse von Männern angehörendes buches aus dem Grunde, weil die Feststellung der Gründe, aus Theil ausmachten, wurden für die Fabrikkasse vereinnahint, die nur sehr geringen letzteren als besonderer Unterstügungsfonds Subjekt kannte, festnehmen und konnte bald feststellen, daß der welchen erhellen solle, daß die Aufforderung vor einer Menschengebucht und verwendet. Bei dieser Sachlage erkannte der selbe mit den Einbrechern unter einer Decke steckte und denselben menge erfolgt und daß dieselbe zum Ungehorsam gegen die Gesetze Gerichtshof auf Freisprechung der Angeklagten; denn die die Wege geebnet hatte. Aus Verbrecherkreisen kam der Polizei geschehen sei, mangelhaft erscheine. Mit diesem Vorwurf soll Aeußerung derselben, daß die Strafgelder in die Kasse der Unter die Nachricht, daß drei arg herabgekommenen Menschen Baul augenscheinlich zugleich die Rüge einer Verlegung des§ 266 ber Blasig, der Steindrucker Albert Megler, in Verbrecher Straf- Prozeßordnung erhoben sein. Die Rüge erscheint jedoch nehmer flöſſen, ſei nach dem Gutachten des Bücherrevisors freisen wegen seines Zungenfehlers der„ Stotter- Albert" genannt nach beiden Richtungen unbegründet. Die oben wiedergegebene Bierstädt im Wesentlichen wahr. Daß ein ganz verschwindend und der Schneidergeselle Mag Schröder den nächtlichen Be. Schlußfeststellung enthält alle geseglichen Merkmale der aus 110 geringer Betrag dieser Strafgelder nicht der Fabritkasse zu Gute such bei Schulz abgestattet hatten. Das gesammte vierblättrige des Straf Gefeßbuches strafbaren Handlungen; die Urtheilsomme und zur Unterstützung der Arbeiter verwendet würde, Kleeblatt befand sich deshalb gestern unter der Anklage des gründe geben aber auch insbesondere diejenigen Thatönne nicht ausschlaggebend werden. schweren Diebstahls auf der Anklagebant. Sie logen sämmtlich fachen an, in welchen die hervorgehobenen Thatbestands der Menschenmenge" und bes Ungehorsams Für Bauarbeiter von Wichtigkeit ist eine Entscheidung mit der Gewandtheit alter Zuchthausbrüder, schließlich bequemte Merkmale m der Frage, wer bei mangelhafter Ausführung von Arbeiten in sich aber Gehrmann zu einem Geständniß, wonach der Einbruch gegen die Gefeße" ohne erkennbaren Rechtsirrthum gefunden er Aufstellung von Kochmaschinen die Verantwortung zu tragen in der That eine zwischen ihnen abgekartete Sache gewesen war. worden sind. Der Vorderrichter stellt fest, daß die Aufforderung in einem öffentlichen gat, welche gestern vor der ersten Straffammer des Land- Dazu kam, daß ein von Schröder geschriebener, belastender Kasfiber des Angeklagten ergangen ist in einer erichts II getroffen wurde. Angeklagt war der Töpfermeister aufgefangen worden ist und Blasig sich dritten Personen gegen Lokale stattgehabten Versammlung von etwa 400 ArbeiteJulius Ludwig Mading aus Boffen wegen fahrlässiger Brand- über seiner Heldenthat gerühmt und scherzend erzählt haben soll, rinnen der Wirkerbranche"; wenn er diese als eine Menschentiftung. Die Beweisaufnahme ergiebt folgenden Thatbestand: baß Herr Schulz in seiner Angst die Wurst, welche er thatsächlich menge" angesehen hat, so ist das nicht rechtsirrthümlich, vielMading hatte die Aufstellung der Kochmaschinen und Defen in in der Hand gehabt, für ein Messer angesehen haben soll. mehr untersteht es wesentlich der Beurtheilung des Einzelfalles, einem Neubau in Clausdorf, welches 11/2 Stunden von Bossen Blasig und Mehler, welche wissen, daß ihnen event. mehrere ob eine größere Anzahl von Personen, die nach Zahl gar nicht mtfernt liegt, übernommen, und mit der Ausführung der Arbeiten Jahre Zuchthaus sicher find, wehrten sich gegen die Anklage wie einen Gesellen und einen Lehrling betraut. Der Geselle ist gegen die Verzweifelten und verlangten schließlich unter allen Umständen wärtig nicht mehr zu ermitteln. Bald nachdem das Haus be die Vorladung von zwei Zeugen, mit denen sie in jener Nacht ogen war, entstand unter einem Kochherd Feuer, welches jedoch zusammen gewesen sein wollen. Obgleich aus dieser Zeugenver noch rechtzeitig entdeckt wurde und nur aus diesem Grunde er- nehmung Nichts herauskommen wird, diese beiden Zeugen viel heblichen Schaden nicht anrichtete. Die Ursache des Feuers soll in mehr von dem Kaliber der Angeklagten sind, konnte der Gerichtsbem Fehlen der sog. Luftschicht liegen. Włading giebt an, seinen hof den Antrag doch nicht ablehnen, sondern mußte zur Fort Gefellen angewiefen zu haben, die Luftschicht refp. fehung der Verhandlung einen neuen Termin auf nächsten Sonnsolirschicht anzubringen, es sei ihm bei der Entfernung des abend ansetzen. Baues von seiner Wohnung und bei der Ausdehnung seines Ge- Unter der Anklage, fich durch ein unreelles Konkurrenz Ginwand anbetrifft, so ist dem Beschwerdeführer allerdings zu Was den aus§ 408 des Allgem. Landr. 2c. entnommenen schäfts nicht möglich gewesen, öfter als dreimal pro Woche zu Manöver eines Betruges schuldig gemacht zu haben, stand gestern zugeben, daß nach der Auslegung, welche diese Gesetzeskontrolliren, und bitte er daher um seine Freisprechung. Der der Kaufmann Alfred Lewinsohn vor der 89. Abtheilung des bestimmung in der Praxis, insbesondere auch derjenigen Gerichtshof schließt sich der Ansicht des Angeklagten an, indem Schöffengerichts. Der Beschuldigte, der sieben Jahre hindurch bei des Reichsgerichts gefunden hat, der Vorsitzende ausführt, daß die Hauptschuld den der hiesigen Speditionsfirma Arnheim u. Co. als Korrefpendent Sauptgegenstand Handlungen sind, jeder der bei Verträgen, deren Kontranicht zu ermittelnden Gesellen treffe, und angestellt war, schied im Juni 1889 aus und übernahm bald dar- Henten spricht den Angeklagten frei. auf die Vertretung der Hamburger Speditionsfirma Stenzel u. Go. leisten hat( der Arbeiter) das Recht hat, auf seine Gefahr von also auch derjenige, welcher die Handlungen zu Er ließ es sich angelegen sein, inöglichst viele Kunden der Firma dem Vertrage abzugehen. Allein die Revision übersteht, daß Einem gefärbten Gaul sieht man hübsch ins Maul. Diese Arnheim u. Co. für sich zu gewinnen, soll aber hierbei die Grenzen dieses Recht gefeßlich doch nur demjenigen eingeräumt ist, Lehre klang aus der Verhandlung einer Betrugsanklage heraus, des Erlaubten überschritten haben. Er reiste nach Petersburg, welcher behauptet, daß der Andere die Erfüllung bisher nicht welche gestern das hiesige Schöffengericht beschäftigte. Der An- um dort neue Verbindungen für Stenzel u. Go. anzuknüpfen und kontrattmäßig geleistet habe, oder solchergestalt nicht leisten tönne". geklagte, Pferdehändler Feibusch, pflegt mit Zigeunern in es gelang ihm auch, einige dortige Kaufleute der Firma Arnheim Die Geltendmachung des Rücktrittsrechtes setzt also mindestens Geschäftsverbindung zu stehen und fauft denselben manche Rosiu. Co. abspenstig zu machen. Den Inhaber eines der größten die Behauptung des Zurücktretenden voraus, daß ber nante ab, die er dann auf dem Weißenfeeer Pferdemarkt an den Speditionsgeschäfte St. Petersburgs, Charles Matthé, traf andere Theil die Erfüllung nicht vertragsmäßig geleistet habe Mann bringt. Im Juli v. J. machte er mit dem Fuhrherrn er aber nicht an und mußte sich deshalb mit einer oder Ohlinger ein Tauschgeschaft, welches dem letzteren eine große schriftlichen nicht leisten könne. Offerte Nach begnügen. Angeklagter hat nun zurück der getroffenen Feststellung keineswegs etwa nur DieUeberraschung bereitete. Ohlinger hatte zwei Pferde im Stall zu gekehrt, schrieb Lewinsohn an zwei Speditions Firmen welche in der Lage seien, eine stehen, welche er gern gegen einen Rappen eintauschen wollte. in Düren und Schlettstadt i./E., und ersuchte dieselben, auf Ver- jenigen Arbeiterinnen, Felbusch dagegen befaß einen äußerlich sehr stattlichen Rappen, anlassung der Firma Matthé in St. Petersburg"," bet berberartige Behauptung aufstellen zu können, aufgefordert, Der anscheinend noch in voller Jugendschönheit prangte, und es Spedition von Gütern, welche für diese Firma bestimmt waren, zurückzustehen, sondern er hat vielmehr nach Annahme des Vormit dem Arbeitgeber geschlossenen Vertrage tam nach kurzer Unterhandlung ein Tausch zu Stande, bei nicht mehr das Berliner Speditionshaus Arnheim u. Komp. in berrichters eine Aufforderung ergehen laffen des Inhalts, daß die welchem der Angeklagte außer den beiden Pferden noch Berlin, sondern Stengel u. Komp. zu benutzen. Da Matthé Arbeiterinnen im bewußten Gegensatz zu der gefeglichen eine Baarsumme erhielt. in St. Petersburg dem Angeklagten keinen Auftrag ertheilt hat, Bestimmung des§ 270 d. Allg. Landr. Th. I. Tit. 5 am 1. Mai Vergnügt über sein gutes Geschäft, führte Ohlinger so zu verfügen, so erblickt die Staatsanwaltschaft hierin eine fein Rößlein heimwärts in den Stall, aber schon am falsche Vorspiegelung zum Nachtheile der Firma Arnheim u. Komp., 1890 ihre Arbeit einstellten, nicht etwa, daß sie in Ausübung des nächsten Tage sah er zu seinem Staunen, daß sich eine merkwürdige ba die von Lewinsohn instruirten beiden Speditionsgeschäfte that ihnen nach§ 408a a. D. zustehenden Rücktrittsrechtes von dem Veränderung mit dem stolzen Rappen vollzogen hatte. Das war fächlich seiner Weisung gefolgt sind. Der Angeklagte bestritt, daß dieser letteren Gesetzesvorschrift, selbst wenn derselben gegenüber geschlossenen Vertrage abgehen sollten. Hiernach würde aus nicht mehr bas feurige, jugendmuthige Roß mit dem glänzend ihm eine betrügerische Absicht innegewohnt habe, er habe nur den Vorschriften der Gewerbe- Ordnung, wo diese Anwendung schwarzen Kopf und den blizenden Augen, sondern eine alte gethan, was er für einen kaufmännischen Gebrauch ansehe. Da er Stracke", beren Kopf plößlich eine griesgraue Farbe angenommen Matthé in St. Petersburg nicht habe sprechen können, so habe findet noch Bedeutung zukommen sollte, fein Grund gegen die Anhatte und welche schläfrig auf die Krippe blickte. Berdrießlich er ihm von Berlin aus geschrieben und da er keine Antwort wendung des§ 110 des Straf- Gefeßbuches auf den vorliegenden Fall entnommen werden. pannte Ohlinger das Pferd vor einen Wagen, um es durch eine erhalten, so habe er dies Schweigen zu seinen Gunsten ausgelegt leine Spazierfahrt mobiler zu machen und zu schöneren Thaten und angenommen, daß der Genannte einverstanden sei. In tretene Ansicht, daß unter dem Begriff„ Gefeße" im Sinne des Prinzipiell macht die Revisionsschrift für die von ihr veranzuregen. Der Himmel weinte gerade wahre Thränenströme dieser Voraussetzung sei er noch besonders dadurch bestärkt worund als Herr D. mit seinem Rößlein wieder zu Hause anlangte, den, daß Matthé ruhig die von ihm spedirten Güter annahm.§ 110 des Strafgesetzbuches Zivil- Geseze" überhaupt nicht fielen, -ba war aus dem Happen ein Schecke geworden, deffen ganzer Der Staatsanwalt hielt es für zweifellos, daß in den Worten: zwei Gründe geltend, die jedoch beide nicht stichhaltig sind. Gé Körper mit altersgrauen Baaren bedeckt war. Der Regen hatte Auf Veranlassung der Firma Matthé" eine falsche Vorspiegelung wird zunächst auf die Strafandrohung des§ 110 des Strafes ihm angethan. Es stellte sich heraus, daß irgend ein Pferde- liege, wodurch die Firma Arnheim& Co. gefchädigt worden sei, gewiesen und ausgeführt, es würde widerfinnig sein, daß auf den gefeßbuches im Vergleich zu derjenigen des§ 111 daselbst hinRaphael hier seine Stünfte ausgeübt und mit Hilfe reicher beantragte gegen den Angeklagten eine Geldstrafe von 30 M. Ungehorsam gegen Bivil Gefeße" eine Gefäugnißstraße bis zu licher Quantitäten schwarzer Glanzfarbe den Schein Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Munckel, bestritt, daß die der altersschwachen Rosinante hervor Adressaten der beiden Briefe durch die erwähnte Einleitung ge- ungehorsam gegen Strafgesete höchstens mit einer Gefängnißzwei Jahren eintreten könne, während der im§ 111 bedrohte der Jugend auf gezaubert hatte. Herr Dhinger schrie natürlich Verrath täuscht worden feien und erzielte auch eine Vertagung der Sache und verlangte von dem Angeklagten erfolglos die Zurücknahme zwecks kommissarischer Vernehmung der Inhaber der Speditions- Strafe bis zu einem Jahre belegt werden könne. Hierbei bleibt des alten Gauls, der mindestens schon 20 Jahre auf dem Rücken geschäfte in Schlettstadt und Düren. jedoch außer Betracht, daß§ 111 zwei Strafandrohungen enthält. hatte. Der Angeklagte weigerte sich, das Geschäft rückgängig zu je nachdem die Aufforderung eine strafbare Handlung oder machen; er versicherte, daß er das Pferd in derselben Verfassung Während bisher gerichtsseitig jeder Mehlzusatz zur wenigstens einen strafbaren Versuch derfelben zur Folge hat von den Herren Zigeunern erworben und meinte, daß der Wurst als ein Vergehen gegen das Nahrungsmittel- Gesez an:( Absatz 1) oder die Aufforderung ohne Erfolg bleibt( Absah 2); Käufer dem Gaule ja hätte ins Maut sehen können, um das gesehen wurde, hat fürzlich die 90. Abtheilung des Schöffengerichts in jenem Falle ist der Auffordernde gleich dem Anstifter" zu Alter desselben festzustellen. Erst als Herr D. eine Denunziation ein von dieser Ansicht abweichendes Erkenntniß gefällt. Der Be- bestrafen. Gerade weil die Aufforderung im Falle des§ 111 auf wegen Betruges eingereicht hatte, verstand sich der Angeklagte schuldigte, Schlächermeister Rothe, wandte ein, daß er nur in Begehung einer strafbaren Handlung gerichtet ist, ließ sich in dazu, das Pferd gegen ein fleines Reugelb des Käufers zurück- solchen Fällen, wenn das gehackte Fleisch sich wegen mangelnder dieser Weise hinsichtlich der Strafbarkeit der Aufforderung ein zunehmen. Nun ist aber verabsäumt worden, durch einen Sach- Bindekraft nicht zur Wurstbereitung eigne, eine Kleinigkeit Kraft Unterschied statuiren. Für die aus§ 110 des Straf- Gesetzbuches verständigen den Werth des gefärbten Rößleins festzustellen; das mehl, etwa eine Handvoll auf 30 bis 40 Pfund zusetze und hier- strafbaren Aufforderungen ist es aber bloßer Straszumeffungscorpus delicti ist inzwischen anderweitig verkauft und seine durch könne der Nährwerth der Wurst doch unmöglich so sehr grund, ob die Aufforderung Erfolg hatte oder nicht; daraus erSpur vollständig verloren gegangen und da somit die Möglich heruntergesetzt werden, daß man von einer Nahrungsmittel- lärt sich, daß im Höchstbetrage eine höhere Gefängnißstrafe zu= teit genommen war, mit Sicherheit Feststellungen thatsächlicher Berfälschung sprechen könne. Dieser Ansicht trat auch der Alt gelaffen ist; eine über" Ein Jahr" hinausgehende Gefängnißnach dem Geist des Gesetzes hauptsächlich Natur zu treffen, so blieb dem Gerichtshof Nichts übrig, als den meister Kleewiß von der Berliner Schlächterinnung bei. Schweine, trafe wird aber Angeklagten freizusprechen. die in einer Mälzerei fett gemacht worden seien, lieferten bisweilen dann Anwendung zu finden haben, wenn die Aufforderung nicht ein sonst tadelloses Fleisch, welches nicht die nöthige Bindekraft ohne Erfolg geblieben ist. Des weiteren soll nach der Revisionsschrift die EntstehungsEine etwas dunkle Räubergeschichte, auf welche die befize, in solchen Fällen sei der geringe Mehlzusaz von 2 bis Kriminalpolizei erst durch die Zeitungen aufmerksam gemacht 8 pt. geboten und seiner Ansicht nach feine Verfälschung. Der geschichte" des§ 110 des Strafgesetzbuchs tlar ergeben, daß unter Die Menge des Gefeßen" im Sinne dieser Rechtsnorm Zivilgeseße nicht zu ver worden ist, beschäftigte gestern die II. Straffammer hiesigen Staatsanwalt stand auf einem anderen Boden. Landgerichts I. In der Nacht vom 2. zum 8. Dezember v. J. Mehls mache es nicht, das Publikum könne reine Feischwurst stehen seien; es forrespondire dieser Paragraph mit§ 87 bes 30 von M. als Kaufpreis Berlin von Dem " nun nach Es Versammlungen. Der sozialdemokratische Wahlverein für den vierten Berliner Reichstags- Wahlkreis Die Freie Vereinigung der Zimmerlente Die Stuckateure Breußischen Straf- Gesetzbuches; die Materialien zu letzterem an der Führung des Arbeitsnachweises mitzuwirken, und müs ließen aber erkennen, daß der Ungehorsam gegen Gefeße" nur Berlins und Umgegend veranstaltete am 12. d. M. im Feenpalast er( Redner) die Bedingung stellen, daß das Bureau Abends von derartige Normen betreffe, welche ein Gebot oder Verbot der eine außerordentliche Versammlung. Die Verhandlungen 7-8 Uhr geöffnet sei. Staatsgewalt an die Angehörigen aussprächen; es handele sich wurden eingeleitet durch einen Vortrag des Regierungs- Baumeister An der Diskussion über diese Angelegenheit betheiligten sich nur um einen unmittelbaren Anspruch des Staats auf Ge- Reßler über das Thema:" Die heutige Lage im die Kollegen Zach, Biester, Linstädt, Frayke, Daßler, Fride, Frei horsam, demnach um eine öffentliche Gehorsamspflicht, von 3 immerergewerbe und die Mittel zur Abhilfe waldt, Feste und einige andere. Während einige Redner de der bei zivilrechtlichen Beziehungen nicht die Rede sein könne. gegenüber den fortwährenden Lohnabzügen. Ansicht des Kollegen Kolbum theilten, glaubten andere, es sei Es stellt sich jedoch der Ausspruch in den Gründen Genau vor fünf Jahren war es, wie Redner ausführte, am besser, den Arbeitsnachweis auf 6-7 Uhr Abends zu verlegen, des reichsgerichtlichen Urtheils vom 28. November bezw. 3. De- 12. März 1886, als er in einer Maurerversammlung den Butt- damit nur solche Kollegen den Arbeitsnachweis in Anspruch nehmen zember 1890, es gewähre die Vorgeschichte des§ 110 des Strafgesetz famer'schen Sireiterlaß noch frisch zur Kenntniß der Ver- fönnten, welche thatsächlich arbeitslos seien. buchs nicht den mindesten Anhalt für die Annahme, daß zivil- sammlung brachte. Der Vortragende unterzog sowohl diesen Es wurde ein Antrag mit überwältigender Majorität an rechtliche Normen nicht zu den Gefeßen im Sinne des§ 110 zu Streiferlaß, als auch die von dem Vater dieses Erlasses fünf genommen, daß der Arbeitsnachweis Abends von 6-7 Uhr abzählen feien, als richtig dar." U. f. w. Nach einer längeren Jahre später im Reichstage gelegentlich der Berathung der gehalten werde, und zwar solle diese Zeit mit dem 1. Mai beBegründung des Ursprungs des§ 110 und des demselben zu Gewerbeordnungs Novelle alias Arbeiterschutz Gesezes" geginnen. unterlegenden Sinnes schließt das Reichsgerichts- Erkenntniß: machten Zugeständnisse, daß die Arbeiter in gewissem Nachdem dann noch einige Angelegenheiten besprochen waren, Bei dieser Sachlage mußte die eingelegte Revision für un- Sinne unter ein neues Ausnahmegesetz gestellt werden sollen, wurde die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die Arbegründet erachtet werden und war sie daher gemäß Straf- einer längeren Kritik, ging zur Kennzeichnung der allgemeinen beiterbewegung geschlossen. Prozeßordnung§ 505 auf Kosten des Beschwerdeführers zu ver- Lage auf die im Vorwärts" veröffentlichten Aftenstücke ein und werfen." sodann zur Erörterung der speziellen Frage über, aus welchen Ursachen die Lage im Berliner Zimmerergewerbe eine so überaus waren für den 18. d. M. seitens der Vertrauensmänner zu einer schlechte sei; schilderte den auf Kosten der Arbeiter durchgeführten öffentlichen Versammlung behufs Entgegennahme des Berichtes Konkurrenzkampf des Kapitals, den künstlichen Massenzuzug der Delegirten zur Konferenz der Bauarbeiter und Stellungnahme billiger Arbeitskräfte und die dadurch bedingte Lohndrückerei, die zum 1. Mai nach dem Scheffer'schen Saale in der Inselstraße heutige, die Zimmerer aus Lohn und Brot bringende Wirksam eingeladen worden und fand dieselbe unter Leitung des Kollegen feit der Maschinen, mit einem Worte die heutige Wirth- Mater statt. Den Bericht über die Bauarbeiter- Konferenz erschafts-, d. h. kapitalistische Produktionsweise und deren stattete als Delegirter Kollege W. Schulz und es diente ihm hielt am 18. April eine gutbesuchte Versammlung ab. An Stelle Folgen in eingehender Weise. Zu diesen allgemeinen als Grundlage die Wernau'sche Resolution, welche der BerichtEr kam zu des am Erscheinen verhinderten Lehrer Sievers hielt der Kandidat Ursachen gesellen sich, wie der Vortragende weiter darlegte, erstatter Punkt für Punkt durchging und erläuterte. Hoffmann einen Vortrag über„ Soziale Rustände im römischen für Berlin noch besondere Faktoren, welche die gegenwärtige dem Schlusse, daß die Resolution einen ungemeinen Fortschritt Weltreiche". Redner gab eine eingehende Schilderung der Ber- Geschäftsstodung im Baugewerbe verursachen. Hierher gehört bedeute und stellte es der Versammlung anheim, Stellung zu hältnisse, materieller wie geistiger, welche im römischen Weltreich in erster Linie die schrankenlose Spekulation und der Grundstücks- dieser Resolution zu nehmen, gab aber zu bedenken, daß es ein vorhanden waren und diesem seinen spezifischen Charakter ver- wie Wohnungswucher, welche das Kapital von einer Veranlagung schwieriges Arbeiten sein würde, wenn sich die Hauptbaugewerbe, liehen. Er führte dann weiter aus, wie das Römerreich zu im Baugewerbe zurückhielten, somit die Bauthätigkeit hemmten, wie Maurer, Zimmerer, Töpfer 2c. auf Grund der Streichung Grunde gehen mußte, nachdem die Römer ihre Kulturarbeit, und die sich ebenfalls als Folgen der heutigen Wirthschaftsweise des Passus 1 von dem Kartelle ausschließen würden. Kollege das Zusammenfassen vieler kleinerer Reiche in einem großen, darstellen. Sedner zeigte weiter, wie unter diesen Verhältnissen Braum wünschte, daß den Delegirten freie Hand gelassen werund damit verbunden die Verbreitung von Bedürfnissen, die in ebenso, wie die Arbeiterschaft, das Kleinmeisterthum zu den möge, während Kollege Maker auf dem Standpunkte vielen der dem römischen Reiche einverleibten Länder früher nicht leiden habe, welches, dem Selbsterhaltungstriebe folgend, der ersten Resolution stand. Kollege Schmiedel bedauerte gekannt wurden, vollbracht hatten. Der Vortrag wurde beifällig die Arbeiter noch mehr ausbeute, als das Groß den zu Tage getretenen Zwiespalt unter den Baugewerkschaften, aufgenommen. Es schloß sich an ihn eine furze Diskussion. Kapital. Als Dritter im Bunde marschire der Bau- welcher das ganze Unternehmen als gescheitert erscheinen lasse. Hierauf erstattete der Kassirer, Genosse Pohl, den Kassenbericht schwindel, welcher vollends die Arbeiter ins Glend stoße. Er bedauerte dies um so mehr, als er diesem Kartell mehr pro 1. Quartal 1891. Die Gesammteinnahme, einschließlich des Wenn durch die Arbeiterorganisationen auch nicht die sogenannte Werth beimaß, als der Streit- Kontrollkommission. Bestandes vom 4. Quartal 1890, betrug 548,13 M., die Gesammt soziale Frage gelöst werden könne, so seien dieselben doch noth- Braum hielt dafür, daß vor Allem Einigkeit erzielt werden ausgabe 511,05 m., bleibt ein Bestand von 37,10 M. Der wendig zur Abwehr frivoler Angriffe feitens des Unternehmer- müsse und daß diese nur zu erreichen sei, wenn man sich der Markenbestand beträgt 1507. Nachdem durch den Genossen thums. Je stärker die Organisation, je besser würden die Majorität füge. Kollege Schulz empfahl seinerseits, gemäß der Zimmermann die Richtigkeit der Abrechnung be= Arbeiter hiergegen geschüßt sein. In demselben Maße, wie die Resolution 3 Delegirte für die Wahl des Ausschusses zu entstätigt worden, wurde dem Kaffiver Decharge ertheilt. Arbeiter zu der Erkenntniß kämen, daß auf dem Boden der senden und dieselben zu beauftragen, für die Wiederherstellung -Gerügt wurde wieder vom Genossen 3 immermann heutigen Wirthschafts- Ordnung nur Halbheiten zu erzielen seien, des Baffus 1 der Resolution einzutreten. Die Versammlung sowohl wie vom Vorsitzenden, Genossen Grundmann, daß in demselben Maße müsse auch das Bewußtsein immer weitere wählte schließlich als Delegirte für die Bau- Arbeiterkonferenz die so viele Mitglieder mit den Beiträgen, die ja monatlich blos Kreise erfassen, daß nur durch eine Umformung der heutigen Kollegen W. Schulz, Schmiedel und Maker und beauf20 Pfennig betragen, restiren. Genosse Grundmann macht noch- Wirthschaftsweise den Arbeitern Heil erwachsen könne, und die tragte diefelben, für die Wiederherstellung des ursprünglichen mals darauf aufmerksam, daß arbeitslose, sowie franke Mit politische fozialdemokratische Aufklärung immer mehr um sich Bassus 1 der Resolution einzutreten, sich aber der Majorität zu glieder die Quittungsbücher für die Zeit der Erwerbslosigkeit greifen. Demnach erginge an die Berliner Zimmerleute die fügen. Ueber die Frage: Wie feiern wir den 1. Mai unentgeltlich sich beim Kassirer und in den Zahlstellen ab: Mahnung, ihre Organisation auf die Höhe der Zeit zu bringen ds. J 3.?" verbreitete sich Kollege Mater. Derselbe schloß sich stempeln laffen können. Unter dem Punkt Vereinsangelegen- und Redner forderte die Berliner Zimmerleute auf, der Freien der allgemeinen Auffassung an, daß in diesem Jahre die Maiheiten" entwickelte sich eine lebhafte Debatte über die Maifeier. Vereinigung" beizutreten. Diesem Gedanken gab eine vom Vor- feier auf den 3. Mai zu verlegen und an diesem Tage festlich zu Die Anwesenden wurden von verschiedenen Seiten aufgefordert, sigenden Lehmann beantragte Resolution Ausdruck, mit dem begehen sei. Zu diesem Zwecke empfahl derselbe, daß sich alle Kamerad Kollegen an der vom Fachverein am 3. Mai in Schmiedels Festfür einen recht zahlreichen Besuch des Festes, welches der Wahl ich Kamerad Geffroy nicht einverstanden erklärte. verein am 1. Mai, Abends, im Mohrmann'schen Schent befürwortete warm die Lokalorganisation und er- sälen( Alte Jakobstraße) vorgesehenen Maifeier betheiligen mögen. Lokal, Große Frankfurterstr. 117, abhalten wird, zu mahnte, dahin zu streben, alle Berliner Zimmerleute unter Dem Vorredner schloß sich Kollege W. Schulz voll und ganz forgen. Man möge sich nicht durch den Beschluß der in voriger einen Hut zu bringen. Kamerad Bipte trat überhaupt für an und beantragte folgende Resolution: " In Erwägung, daß durch den enorm langen Winter und Woche im 4. Wahlkreis stattgefundenen Boltsversammlung, die Organisation ein und hielt es für sehr wesentlich, daß jeder Berliner Demonstration am 8. Mai zu veranstalten, irritiren lassen und Bimmerer überhaupt erst einer Organisation, gleichviel welcher, die jetzige geringe Arbeitsgelegenheit es uns sehr erschwert ist, nicht von der Agitation für den Besuch des angezogenen Festes angehöre. Kamerad Freese beantragte, die Resolution Leh- den internationaleu Pariser Kongreßbeschluß, am 1. Mai eine Abstand nehmen. Das Fest finde unabhängig von der allgemeinen mann getheilt zur Abstimmung zu bringen. Ihm schloß sich Rundgebung zu veranstalten, hochzuhalten, beschließt die heutige Demonstration des 3. Mai statt, ohne daß man damit gegen den Kamerad Petermann an, den Vorsitzenden persönlich an öffentliche Versammlung der Stuckateure und Berufsgenossen, den Fraktionsbeschluß verstoße. Unter Verschiedenem" brachte ein greifend. Kamerad Tamm empfahl die Resolution und es Vorschlag der sozialdemokratischen Reichstags- Fraklion, am Genoffe( Schlachthaus- Arbeiter vom" Viehhof) den Verkauf von äußerten ferner noch in der folgenden Diskussion die Kameraden 3. Mai d. J. eine Kundgebung zu veranstalten, anzuerkennen Loß 11. A. ihre jeweiligen und verpflichten sich die Anwesenden, dafür zu agitiren, daß die finnigem Fleisch zur Sprache und unterzog diejenigen, welche ihn Päseler, Petereit, veranlaßt haben, unter dem Beifall der Versammlung einer Meinungen. petereits beantragte dier Organisations Feier eine würdige und großartige wird. Ferner beschließt die scharfen Kritit. Seine Ausführungen riefen, ebenso wie die noch frage in einer allgemeinen öffentlichen Bersammlungngur heutige Versammlung, vom Arbeitsverdienste am 1. Mai d. J. vorgebrachte Anregung zum Austritt aus der Kirche, eine leb- Abstimmung zu bringen, indem sich viele der Anwesenden in dem 1 M. zu Gunsten des Unterstützungsfonds der deutschen Stuckahafte Diskussion hervor, nach deren Schluß die Versammlung Charakter der Versammlung getäuscht fahen. Nach einem Schluß- teure und Berufsgenossen zu opfern." mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie geworte des Referenten wurde die Refelution Lehmann mit Stimmenmehrheit angenommen. Dieselbe lautet: schlossen wurde. Maurer. Kollege Diese Resolution fand einstimmige Annahme und es sollen entsprechende Sammellisten angefertigt werden unter Voraufdruck Die in der heutigen außerordentlichen Versammlung der der vorstehenden Resolution und Bekanntgabe des Lokales der Freien Vereinigung der Zimmerer Berlins und Umgegend an Maifeier. Eine Anzahl Festnummern zum 1. Mai sind vom wesenden Mitglieder und Gäste erklären sich mit den Ausfüh- Vertrauensmanne Braum bestellt und von diesem vom 27. d. M. rungen des Referenten einverstanden und verpflichten sich, mit ab zu beziehen. Zu den letzten Punkten der Tagesordnung: allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln laut Beschluß der öffent-„ Gewerkschaftliches" und" Verschiedenes" war nichts anzuführen lichen Generalversammlung, welche am 8. März im Saale der und erfolgte daraufhin Schluß der Versammlung. Norddeutschen Brauerei getagt hat, dahin zu wirken, daß ein jeder Zimmerer Berlins sich der Freien Vereinigung der Zimmerer Berlins und Umgegend anschließt." Nach verschiedenen Mittheilungen erfolgte Schluß der VerDie General Bersammlung Maurer Berlins und Umgegend, welche unter Leitung des Koll. Grothmann am 9. d. Mts. im Saale der Norddeutschen Brauerei abgehalten wurde, war berufen, die Wahlen der Dele girten zur Bauarbeiter- Konferenz, sowie die Wahl eines Vertrauensmannes für Moabit, welche Wahlen von früheren Verfammlungen vertagt worden waren, zu vollziehen. Die Wahl der Delegirten betraf nicht, wie Grothmann richtig stellte, die Bauarbeiter- Konferenz selber, sondern die Wahl von Delegirten, ſammlung. welche ihrerseits den Ausschuß gemäß der von der BauarbeiterKonferenz gefaßten Resolution zu wählen haben. Grothmann gab vor Tapezirer. 12. 6. M., eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen Der Klub Emanzipation veranstaltete am Sonntag, den im Lokale von Krüger, Gr. Frankfurterstr. 99, unter den Vorsize des Genossen Otto Goldberg. Den Vortrag des Abends hielt Genosse Zahnarzt Semmel über„ Die Ehe". Redner sprach über die gesellschaftliche Entwickelung zur Eintritt in die Wahl einen allgemeinen Ueberblick über die gegenwärtig lung der Tapezirer ven Berlin und Umgegend statt. Zum ersten religiöse Mystizismus den Menschen zur Natur stellte und wies Am Montag, den 13. April, fand eine öffentliche Versamm- Einehe. Er hob einleitend den Gegensatz hervor, in welchen der herrschenden Verhältnisse im Baugewerbe, welche den engeren Zusammenschluß aller Bauarbeiter, wie er von der Punkt der Tagesordnung hielt Herr Julius Apelt einen Vortrag darauf hin, wie die Naturwissenschaft diesen Gegenstand erst Ronferenz beschlossen worden ist, erforderlich machen und erläuterte über: Die wirthschaftlichen Krisen und die momentane Gewert allmälig aufhob. Die fog. göttliche Institution der Einehe sei verschiedene Forderungen, wie sie in der bekannten Resolution schaftsbewegung. Der Redner führte in seinem etwa einstündigen hervorgegangen aus einer Reihe von Familienformen, die ihrerder Konferenz der Bauarbeiter niedergelegt worden sind. Er Vortrage aus, wie augenblicklich eine Krife über alle Arten der feits jedesmal bedingt gewesen wären durch den Stand der je empfahl sehr angelegentlich die Wahl von Delegirten zur Wahl Beschäftigung hereingebrochen sei, und diese Krise mache sich für weiligen Kultur. Sie sei die wirkliche und typische Vertreterin des Ausschusses. Kollege Scheel hielt die schwach besuchte Ver- den Arbeiter um so drückender fühlbar, als derfelbe infolge dessen des Privateigenthums; mit diesem stehe sie und falle sie. Zum Schluß eröffnete der Redner eine kurze Perspektive fammlung nicht für kompetent, so wichtige Wahlen zu vollziehen durch oft wiederkehrende Arbeitslosigkeit in eine außerordentlich und empfahl, von denselben Abstand zu nehmen, sowie von einer traurige Lage gerathen sei. Diese Geschäftskrisen hätten aber auf das Zusammenleben der Geschlechter, wie es im sozialistischen weiteren Diskussion abzusehen. Grothmann war dieser Ansicht nicht nur auf den Gang der Betriebe einen hemmenden Einfluß Gemeinwesen Platz greifen könnte. Dem Redner lohnte reicher nicht, indem er es gerade unter den jezigen schwierigen Berhält ausgeübt, sondern auch auf den Stand der Gewerkschaftsbewegung. Beifall. nissen für die unbedingte Pflicht der opferfreudigen Kollegen hielt, Es mache sich bei der Gewerkschaftsbewegung augenblicklich ein fest zusammenzustehen, um die Maurer vor gänzlicher Versumpfung gewisser Stillstand bemerkbar, der aber zweifelsohne wieder aufzu bewahren. Weiße war der gleichen Ansicht und hielt nicht hören werde, sobald die Krisen wieder aufgehoben und wieder ein dafür, die Flinte ins Korn zu werfen. Kliemann war gesünderes Geschäftsleben eingetreten sei. Hierauf dürfe der gleichfalls für Vollzug der Wahl; auch Wernau tadelte den Arbeiter aber nicht warten, sondern er müsse auch jetzt schon Kleinmuth Scheel's, hielt es für die Pflicht der Versammlung, energisch in jede Gewerkschaftsbewegung eintreten, damit er im Stellung zur Resolution der Bau- Arbeiter- Konferenz zu nehmen gegebenen Falle aufs Beste gerüstet dastehen könne. Dem Redner und dasjenige wieder gut zu machen, was die Konferenz ver- wurde reicher Bei all gezollt. pfuscht habe, indem sie den zu wählenden Delegirten den Auftrag An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Biester, gebe, dahin zu wirken, daß der ursprüngliche Paffus 1 der Re- Engelbrecht und Freiwaldt. solution, welcher von der Mehrheit der Konferenzdelegirten ge- Nachstehende Resolution wurde gegen 4 Stimmen ange strichen wurde, wieder hergestellt werde. Die Versammlung er- nommen: Zur Diskussion wünschte Niemand das Wort, worauf zu Verschiedenem geschritten wurde. Hierzu nahin Genosse Otto Goldberg das Wort und wies darauf hin, welch' großes Verdienst der„ Vorwärts" sich durch die Veröffentlichung der Schriftstücke aus dem Verbande der MetallIndustriellen erworben habe. der Bergarbeiter- Zeitung Möller in Essen fürzlich aus dem Gefängnisse, wo er wegen Beleidigung 1 Jahr Gefängniß verbüßt, mit gefesselten Händen in Sträflingskleidung dem Gerichte vorgeführt wurde. Genosse Goldberg protestirte entschieden gegen eine derartige Behandlung von politischen Gefangenen. Diesem Proteste schloß sich die ganze Versammlung an. Zu Verschiedenem" sprachen noch die Genossen Schmolling, Dombrowski, Warwielt und Frau Lübke. Redner erwähnte ferner die Thatsache, daß der Redakteur Nachdem Genoffe Semmel noch des Geburtstages Lassalle's klärt sich mit der Vornahme der Wahlen der Delegirten ein- Die heutige öffentliche Versammlung der Zapezirer von Berverstanden und wählte zu Delegirten die Kollegen Kliemann, lin und Umgegend erklärt sich mit den Ausführungen des RefeGrothmann, sowie Regierungsbaumeister Keßler. renten vollständig einverstanden und spricht ihr lebhaftes BeDie Wahl eine Vertrauensmannes für Moabit konnte dauern aus, daß noch so viele Kollegen der gewerkschaftlichen auch endlich erledigt werden. Gewählt wurde Rollege und politischen Bewegung fernstehen. Die heutige Versammlung in schwungvollen Worten gedachte und die Anwesenden sich zu Rüger, Rathenowerstr. 89. Nach längerer Besprechung beauf wünscht, daß alle Kollegen, welche unserer Organisation noch ehrendem Andenken Lassalle's von ihren Pläzen erhoben hatten, tragte sodann die Generalversammlung die gewählten Delegirten, fernstehen, dem Fachverein der Tapezirer beitreten, um zu doku- wurde die Versammlung mit einem begeistert aufgenommenen dafür zu wirken, daß der ursprüngliche Passus I. der Resolutions- mentiren, daß sie die Ausführungen des Referenten begriffen Hoch auf die internationale völkerbefreiende Sozialdemokratie gevorlage der Bau- Arbeiter Konferenz wieder hergestellt werde. Antrag- haben und bereit sind, Schulter an Schulter mit den organisirten schlossen. Es folgte ein gemüthliches Beisammensein. Der Klub Emanzipation hält jeden Mittwoch seine Sitzungen steller war Wernau. Ferner beschloß die Versammlung, daß der Kollegen zu kämpfen. Vertrauensmann für Moabit des Sonnabends im Lokale von Zu Punkt drei der Tagesordnung erstattete der Kollege im Lokale des Genossen Wagner, Neue Königsstr. 89, Abends Holzbecher( Rathenowerstr.) und des Montags im Lokale von Friedmeier Bericht über die Thätigkeit der Streit Kontrollkom: 9 Uhr, ab und sind Gäste stets willkommen. Hermerschmidt( Perlebergerstr.) zu tafsiren habe. Im Stadttheil mission. An der diesbezüglichen Diskussion betheiligten sich die Im Fachverein der Lithographen sprach Dr. Lütgenau Often tafsirt Röpchen( Gr. Frankfurterstr. 112) b. Feige, Martusstr.31; Kollegen Freiwaldt, Biester, Zach und Krüger. Kollege Fried über das Alterversicherungsgesetz. Nach Schluß der Diskussion Garbe( Ostbahnhof 14 b. Pieper) b. Böhl, Rüdersdorferstr. 8; Nické meier macht noch darauf aufmerksam, daß es bei den Innungs- erstattete Herr Schrader Bericht über die Statiſtik und man zollte ( Staligerstr. 54) b. Wizle, Staligerstr. 61. Im Stadttheil Süden meistern noch viele Tapezirergehilfen gebe, welche nicht neun, den Bemühungen der Kommission vollſte Anerkennung. Es folgte tafsirt Hanisch( Noſtizstraße 40) bei Bechlin, Hornstraße 11; sondern zehn Stundern arbeiteten; die Kollegen möchten doch in die Abrechnung des Herrn Thele über das letzte Wintervergnügen, Räppel( Arndtstraße 21) bei Scheyer, Schleiermacher- und Zukunft nicht den Arbeitsnachweis der Meister in der SeydelGneisenaustraßen- Ece. Im Stadttheil est en tafsirt Köhler straße, sondern den der Gehilfen in der Schützenstraße benutzen. welche richtig befunden wurde. Herr Dübelt lieferte den Bericht Der Rassenrevisoren. Es wurde alles in Richtigkeit befunden und ( Schenkendorfstraße 4) bei Böhland, Bülowstraße 52. Jm Stadt- Da der Kollege Kirchner sein Amt als Delegirter bei der dem Kassirer volle Anerkennung zu Theil. theil Norden tafsirt Weiße( Tegelerstraße 27) bei Barth, Streik- Kontrollkommission niedergelegt hatte, so wählte die VerGerichtstraße 19; Harnisch( Bernauerstraße 92) bei Warting, sammlung den Kollegen Friedmeier einstimmig zum alleinigen Berichtigung. In der Versammlung des Fachvereins der Antlamerstraße 49; Gericke( Straßburgerstraße 38) bei Schmidt, Delegirten. Tischler( Norden) welche am 24. März stattfand, ist bei der Be Diedenhofener und Treskowstraßen Ecke. Im Stadttheil Unter Verschiedenem" machte Kollege Kolbum bekannt, daß sprechung über die Verhältnisse der Werkstatt von Müller, Schön3entrum tafsirt Luzz( Amalienstraße 7) im Lokale Rosen- der Arbeitsnachweis der Tapezirer, der augenblicklich über ein hauser Allee, irrthümlich berichtet worden, daß der Verdienst pro straße 88. Alle Buschriften sind zu richten an Rarl Weiße, Jahr lang bestehe, bis auf den heutigen Tag von ihm unent- Woche um 8-10 M. geriuger ausfallen dürfte, während es pro N., Zegelerstraße 27. geltlich verwaltet sei. Der Kollege Staudinger habe sich erboten, 2 ieferung nur 1,50 bis 6,- M. betragen tann. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.