Nr. 96. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret tn's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat, Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919 Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzelle oder beren Raum 10 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin" Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 26. April 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Bur Vertheidigung der er Behörde auch die Anrufung eines Richterspruches hafter Menschen durch einen Federſtrich die Möglichkeit Gewillensfreiheit. III. Seit mehreren Jahren hat im Auftrage der Freireligiösen Gemeinde zu Berlin der Dr. Bruno Wille, wie vor ihm andere Sprecher der Gemeinde, einen freireligiösen Jugendunterricht ertheilt. Nach seiner ganzen Anlage und Organisation hatte derselbe für Dissidentenkinder den nämlichen Zweck, den für Kinder christlicher und jüdischer Eltern der Konfirmandenunterricht der betreffenden Geist lichen erfüllte. Wie jener chriftliche oder jüdische Jugendunterricht der Geistlichen mit der Konfirmation beim Ueber tritt der Kinder aus der Schule ins Erwerbsleben, schloß auch der freireligiöse Vorbereitungsunterricht mit der Jugendweihe ab. fangen war, daß gegen jede rechtsirrthümliche Verfügung| das Provinzial- Schulkollegium Tausenden ernster und ehrenmöglich fei. nimmt, ihren Kindern religiöse Unterweisungen nach ihrem Er unterrichtete also weiter und ließ durch seinen Rechts- Sinne und von dem Manne ihrer Wahl ertheilen zu lassen, anwalt zunächst Beschwerde beim Kultusminister gegen die wenn diesem Manne durch den nämlichen Federstrich ein Verfügung des Provinzial- Schulkollegiums erheben. großer Theil seines Erwerbes genommen, ja sogar die Der Kultusminister wies durch Schreiben vom 13. Jan. Berechtigung zu anderweiter gleicher Erwerbsthätigkeit 1894 die Beschwerde als unbegründet zurück; er selber habe überhaupt aberkannt wird, so gestattet der preußische die Verfügung veranlaßt, zu der das Provinzial- Schulfollegium Staat jenen Tausenden und diesem Einen nicht die um das frivole durch den§ 11 der Regierungsinstruktion vom 23. Oktober Anrufung richterlicher Entscheidung 1817 berechtigt sei. Jn der Sache selbst", sagt er, handelt Prozessiren zu vermeiden. es sich um die Ertheilung eines Unterrichts, welcher den Und dabei wird noch immer von einzelnen naiven schulplanmäßigen Religionsunterricht ersehen soll. Leuten die Behauptung kolportirt, daß wir in einem RechtsZur Ertheilung dieses Unterrichts bedarf es einer Ron- staate leben! zession, welche der p. Wille nicht befigt." Ja, wie können Herr v. Bosse und das ProvinzialSchulkollegium sich diese ungeheuerliche Verfügung getrauen? Gerade diejenigen Leute, die sich als Hüter der StaatsDas ist doch noch eine Rechtsauslegung, die Anspruch ehre hinzustellen lieben, hätten hier einmal Gelegenheit, den auf Originalität machen darf. Der Minister hatte selbst Beweis zu liefern, ob es ihnen ernst damit ist. Man darf Als durch die Ministerialverfügung vom 16. Januar früher dahin entschieden, daß der Wille'sche Unterricht nicht deshalb einigermaßen gespannt darauf sein, welche Maß1892 die Dispenfirung der Dissidentenkinder vom Religions als ein Ersatz für den schulplanmäßigen Religionsunter regeln, auf die Petition der Freireligiösen Gemeinde zu unterricht der Schule davon abhängig gemacht wurde, daß richt anerkannt werden könne, wie in der Einleitung Berlin hin, das preußische Abgeordnetenhaus ergreifen fie außerhalb der Schule einen anderen, dem Ermessen der Be- dieses Artikels ausführlicher flargelegt wurde. Dem wird, um gegen die ungeheuerliche Verfügung des Provinzialhörden nach hinlänglichen Religionsunterricht genössen, suchten Wille'schen Unterricht konnten die Behörden aber Schulkollegiums in Sachen Wille Abhilfe zu schaffen und verschiedene Dissidenten durch Eingaben bei den Behörden nur unter der Voraussetzung etwas auhaben, den unwürdigen Rechtszustand zu beseitigen, der einem durch die Anerkennung jeuen freireligiösen Jugendunterrichts als daß er ein gewöhnlicher, der obrigkeitlichen Konzession be solche Mißgriffe der Behörden Geschädigten das Beschreiten Ersatz für den Religionsunterricht der Schule zu erwirken. dürfender Jugendunterricht war. Da sagt nun der Minister: des Rechsweges verschließt. Sie wurden aber durchweg abschläglich beschieden. Die Der Wille'sche Unterricht ersetzt zwar den Schulunterricht Indeß der Kultusminister v. Bosse und das ProvinzialDissidentenkinder in den Volksschulen wurden sammt und nicht, aber es giebt doch irgend welche Leute, die den Schulkollegium haben noch andere Leistungen in dieser Sache sonders zum Besuch des religiösen Schulunterrichts ge- Wunsch hegen, daß er ihn ersehen möchte( später berief fertig gebracht. zwungen. Es ist zur Würdigung der noch folgenden Er er sich dafür auf die Eltern einiger Dissidententinder, die Nachdem Wille eingesehen hatte, daß eine in weitesten eignisse wichtig, sich den hierdurch geschaffenen Rechts- dahingehende Eingaben gemacht hätten); folglich bin ich Kreisen gänzlich unbekannte Verordnung aus der Blüthezeit zustand flar zu machen: Die Behörden einschließlich des berechtigt, ihn als einen tonzessionspflichtigen zu behandeln. des Absolutismus ihm den Rechtsweg abschneidet, stellte er Kultusministers bestritten dem Jugendunterricht des Dr. Wille Wille hat keine Ronzession für den Unterricht jugendlicher seinen Konfirmandenunterricht in der Freireligiösen Gemeinde ausdrücklich die Qualifikation, als Ersatz für den Religions- Personen; verbieten wir ihm also schlankweg diesen Unterricht! ein. Er hat aber mittlerweile durch acht nach der Straße. unterricht der Schule dienen zu können. Somit hätte er Wir sind überzeugt, daß kein Gerichtshof der Welt androhung ertheilte Unterrichtsstunden eine Strafe von 800 füglich den Behörden nur noch als Vorbereitung für die diese Bosse'sche Logit für zutreffend halten und seine Ver- Mark oder 80 Tagen Haft verwirkt, die das Provinzials Ronfirmation oder Jugendweihe, also als eine Religions- fügung für rechtskräftig erklären würde. Schulkollegium auf dem Exekutionswege beizutreiben verübung gelten dürfen. Religionsübungen haben aber nach suchte. Da er nicht zahlen konnte, steht seine demnächstige der Verfassung von den Behörden unbehelligt zu bleiben. Juhaftirung bevor. Unbehelligt war diese Religionsübung denn auch seit Wille versuchte nun zunächst durch Eingabe an die Jahren geblieben. Da ging plöglich dem Dr. Bruno Wille Die von dem Kultusminister angezogene Ministerial- städtische Schuldeputation fich die Unterrichtserlaubniß in eine vom 24. November 1893 datirte Verfügung des Pro- Verfügung vom 23. Oftober 1817 nimmt auf eine frühere philosophischer Propädeutik( Vorbereitungsunterricht) zu ers vinzial- Schulfollegiums zu, in der ihm jede derartige Thätig- Verordnung vom 26. September 1808 Bezug, in der ver- wirken. Die Eingabe wird auf Anweisung des Provinzial- Sulfeit bei 100 M. Geldstrafe oder 10 Tagen Haft im Einzel- fügt wird, daß gegen die im Verwaltungswege erlassenen follegiums ohne Angabe von Gründen abschläglich beschieden. falle untersagt wird, da er eine konzessionspflichtige Strafverfügungen der Unterrichtsbehörden die Anrufung Auf seine Beschwerde dagegen, da er als akademisch gebildeter unterrichtliche Thätigkeit" ausübe, obgleich er nicht im ber richterlichen Entscheidung ausgeschlossen Lehrer, der das philosophische Doktorexamen bestanden Besige der erforderlichen Konzession" sei. sein soll ,, um das frivole Prozessiren zu ver- hat, die volle Qualifikation dazu befize, erwidert der Minister meiden". am 24. März: Nach der Staatsministerial- Instruktion vom 31. Dezember 1889 genügt die wissenschaftliche Befähigung allein nicht, um die Erlaubniß zur Ertheilung von Privat= unterricht zu erlangen. Vielmehr sollen Personen, bei denen in religiöser oder politischer Beziehung Bedenten vorliegen, von dem Lehrstande fern gehalten werden. Da Sie, wie die bisher gepflogenen Verhandlungen und der von Ihnen am winterlichen Himmelszelt, das gemüthliche Fest; eines deutsche Meer nach den Gebirgen des Appenzells, die von denen, die die heitere Kette schlingen um Haus- und in ihren Schneegewändern wie riesige am Himmel Kirchenaltar, das bürgerliche Leben mit dem Glauben an gelagerte Geister und Weltwächter herabfahen auf die stolze ein Göttliches, an ein Fenseitiges verbinden. Eine freund- Bischofsstadt. Alle Glocken des Thurgaus, des Gallenstifts liche Wehmuth, die man gern und gaftlich in den Busen und der schwäbischen Ufer sangen ihr feierliches Lied über aufnimmt, weil ihre Bein lebensstärkenden Balsam bereitet, des See's Spiegelfläche, auf welcher das wandelnde Mondbemeisterte sich der Brust Dagoberts, und was alle Er bild dahin glitt, wie eine Silberscheibe auf ebener Eisbahn. mahnungen seines geistlichen Schirmvogts nicht vermocht Gelobt seist du, Nacht des Heils;" sprach Dagobert mit hätten, brachte sie zuwege. Der junge Mann schloß sich in demjenigen erhebenden Gefühl, das das einfachste MenschenDagobert schwieg, lächelte aber im Stillen über den sein Gemach, fern vom Geräusche der Welt und saugte an wort zum Gebete stempelt:„ Vor länger denn tausend leidenschaftlichen Spott, der, im Uebrigen dem biedern den Blumen der Erinnerung. Sein redlich Herz drängte Jahren brachtest Du uns den Glauben, schöner und sanfter Gemüthe des Habsburgers gänzlich fremd- beständig vor ihn, diese goldene Zeit seiner Knabenfreuden zu feiern, wie als der Mondstrahl, der Dich heute erhellt. Aber noch jetzt, leuchtete, sprach er von Sigismund. Der Herzog fuhr in- es einem wadern Jüngling zustehe. Wie beklagte er es, so oft Du wiederkehrst, senkt sich Friede und Freude in dessen schmunzelnd fort:" Der gnädigste Herr wird, wie es daß ihm die Mittel nicht befchieden waren, das Glück eines bie elendefte Hütte, wie in die stolzeste Fürstenburg der verlautet hat, heute oder morgen zu Costniz einreiten. Ein Menschen zu gründen. Wie bedauerte er, daß er feinen Christenheit. Du milde Nacht, den Unschuldigen hold und fluger Gedanke! Die Weihnachtsfeier wird uns demnach Todfeind wußte, den er hätte versöhnt in die Arme schließen ein ersehnter Gast, schenke auch mir den Frieden, Deinen den Heiland der Christenheit bringen. Die friedenstiftende können! Da fiel ihm plötzlich seine Schwester Wall- Begleiter. Schenke ihr dereinst Dein gnadenvolles Licht, Majestät wird ihren Einzug halten, da man in den Kirchen rade ein, gegen die der beinahe vergessene Groll wieder neu ihr, die noch im Dunkel wandelt, damit ich jenseits sie wieder fingt: In dulci jubilo! Es thut mir leid", setzte er in seinem Herzen aufgefladert war. Ja, rief er nach sehen mag, mit der hienieden mir keine Vereinigung erlaubt rasch abbrechend hinzu, daß ich zum Empfang des Herrn kurzem Bedenken: Ich will ihr die Hand zur Eintracht ist. Lente das Herz Derer, die mich hassen, zur Liebe und Satteldecke und Steigbügel puzen muß, sonst fände ich bieten, und das feindliche Verhältniß in ein freundliches Versöhnung, und mache alle glücklich, die mir fromm auf wohl noch Gelegenheit, mich länger mit Euch zu unter umgestalten, und also den Christtag würdig begehen. Dazu dem Lebenspfade die Hand bieten!" Eine Thräne zittterte halten, guter Dagobert!" Der Lettere verstand diese helfe mir Gott und Esthers Gedächtniß; das Andenken des im Auge des Betenden; er schämte sich ihrer nicht. Sein schon manchmal vorgekommene Beurlaubung, die immer lieben, aber unglücklichen Mägdleins, dem die Segnungen Herz war beklommen, aber nur von ruhiger süßer Wonne. auf die steigende Galle des Herzogs deutete, und entfernte unsers Glaubens und seine erhebenden Feste unbekannt keiner Schuld sich bewußt, kehrte er in die Stadt zurück, sich allsobald. Da er jedoch heraustrat auf die winter- sind!. In seinem Stüblein brachte er die Stunden zu, wo die Menge durcheinander wogte, wie am hellen Mittag. lich beschneite Gasse, über die der dunkelblaue Himmel so- bis der Weihnachtsabend sich still und kalt herniedergesenkt Alle Fenster waren hell erleuchtet; in dem erbärmlichsten eben seine ersten Sterne heraushing; da er über den Markt hatte über Stadt und See. Nun litt es ihn nicht mehr Häuslein brannte ein fümmerliches Licht. Ueberall, wo schritt, wo in Hütten von Holz und Segeltuch allerlei im engen Hause. Das Geräusch des kaiserlichen Einzugs, Kindersegen daheim war, ragten dunkle Tannenbäume Spielwerk und Leckerzeug feilgestellt wurde zur Freude der der am Tage stattgefunden hatte, war nicht vermögend ge- empor, mit den Früchten des Herbstes geschmückt und mit Kinder, die am heiligen Abend damit beschenkt werden wesen, ihn seiner Einsamkeit zu entreißen. Der talten schwankenden Kerzen, die sich auf den Zweigen wiegten, wie sollten, einer heiteren Sitte gemäß;- da wich in ihm die Nacht gelang es, und verhüllt, wie ein Geist, schritt er nach die Vöglein des Waldes. Festlich geziert alle Stuben, Erinnerung an des Herzogs Worte dem mächtigeren Ge- dem Mauerdamm, an dessen Grundfeste die Wellen des Wohnklöße und Leckereien auf jedem Tische, Entzücken in dächtniß der fernen Heimath und der entschwundenen Jugend Bodensees Brausend anschlugen, des Frostes spottend, der jedem Kinderauge, wonnevoller Dank zum Höchsten in jedem jahre. Denn sie war wirklich unvermerkt herangekommen, bisher fruchtlos versucht hatte, ihnen Eisfeffeln anzulegen. Vater, in jedem Mutterblicke. Hier tummelten sich muntere die fröhliche Weihnachtszeit, der lichte Stern am trüben Des Jünglings heiterer Blick schweifte über das dunkle Knaben um den hölzernen Gaul mit Federn geschmückt und Durch diese erstaunliche Zusendung glaubte der Dr. Wille im Einverständniß mit dem Vorstande der Gemeinde sich Wenn ein Hauseigenthümer ein polizeiliches Straf nicht in der verfassungsgemäß und landrechtlich gewähr mandat über 5 M. bekommt, weil er einen Müütaften auf leisteten Ausübung des Rechtes der freien Religionsübung der Straße hat stehen lassen; wenn ein fideler Nachtschwärmer stören lassen zu dürfen, da er die Zusendung für eine rechts- 5 Mart zahlen soll, weil er um Mitternacht allzu laut ge irrthümliche Ueberschreitung der Verwaltungsbefugnisse des sungen hat: Freut Euch des Lebens", so können sie beide Provinzial- Schulkollegiums hielt und in dem Wahn be- dagegen richterliche Entscheidung beantragen. Wenn aber Feuilleton. Der Jude. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. 25 25 " 9. März 1890 in der Freireligiösen Gemeinde gehaltene, später| wenn dieser gute Rath nichts fruchtet nun uns ist's auch I werden des Reichstagsbeschlusses das Hamburger Fremden. im Druck erschienene Vortrag:„ Das Leben ohne Gott" ergeben, recht. Sie werden gegen uns ebensowenig ausrichten, wie blatt" zu berichten wußte, daß nnsere Genossen den Leiter das Dasein Gottes leugnen, auch in politischer Beziehung sich es Ihnen gelingen wird, die Dissidenten in den Pferch der der Hamburger Tabatarbeiter- Genossenschaft v. Elm aufzu derjenigen Partei halten, welche den Umsturz alles Be- obrigkeitlich konzessionirten Kirchen zurückzutreiben. stehenden anstrebt, so können Sie als eine zum Unterrichten werden unterliegen in dem Kampfe gegen die Gewissens- bahn- Beitung" zu berichten, daß v. Elm nicht nur aufSie gestellt haben, weiß jezt die in Lübeck erscheinende Eisenjugendlicher Personen qualifizirte Persönlichkeit nicht angesehen werden." freiheit und das von Rechts wegen! weite faffen. Die Bauernunrnhen im ungarischen Tiefland. gestellt ist, sondern daß er während der Wahlkampagne Abgesehen davon, daß es keine einzige Partei giebt, auch seinen Wohnsitz in dem Kreise nehmen werde". auf die jene der Reptilienpresse entlehnte Phrase vom Natürlich ist auch an diesen Angaben tein wahres Umsturz alles Bestehenden" paßt, gehört Wille unseres Wort. Der weibische Eifer, mit dem sich die gegnerische Wissens überhaupt keiner politischen Partei an, weder der Presse um unsere Kandidatur kümmert, wird von unseren Sozialdemokratie, von der er sich vor mehreren Jahren geGenossen in dem in betracht kommenden Kreise durchaus trennt hat, noch den Anarchisten, von deren Parteibestre- Von wohlinformirter Seite wird uns aus Ungarn geschrieben: nicht getheilt. Zwar ist ihre Schlachtordnung für den bebungen er sich völlig fernhält, obgleich er in seinen dem In Hod- mezo- Basarhely, einer start bevölferten Bauernstadt vorstehenden Wahlkampf fertig und unsere Gegner sollen ausgesprochenen Judividualismus zuneigenden Ansichten der Theißgegend, wo die gesammte Bauernbevölkerung vom die Kraft der sozialdemokratischen Agitation bei dieser Gemit ihren Theorien mehrfach übereinstimmt. Bezeichnend sozialistischen Geiste erfüllt ist und der Grund und Boden einigen legenheit wieder kennen lernen; was aber die Kandidatenfür die Gewissenhaftigkeit der Behörden in dieser wenigen Großgrundbesitzern gehört, haben sich wichtige Ereignisse Parteien wohl vorkommen mag, nicht eine kleine Roterie frage betrifft, so entscheidet darüber, wie es bei anderen ernsten Sache ist es aber doch wohl, daß sie ohne wirkliche abgespielt. Die Bauernbevölkerung dieser Gegend überragt an hinter verschlossenen Thüren, sondern die Genossen des Kenntniß der Person, die sie sich aus dem öffentlichen Leben Intelligenz und Unabhängigkeit von pfäffischem Einflusse Kreises selbst. Zu diesem Behufe ift deshalb auch für Sonnso leicht verschaffen könnten, Beschlüsse von solcher Trag die ländliche Bevölkerung des übrigen Landes. Die ungarische tag, den 29. April, eine allgemeine Vertrauensmänner- VerIntelligenz und Unabhängigkeit Was die Frage der Qualifikation zum Jugendunter- Parteipresse und Broschürenliteratur wird dort seit langem von sammlung nach Glückstadt einberufen, in der die Kandidatenricht anbetrifft, so hat der Kultusminister mittlerweile Ge- den Bauern eifrig gelesen. Die Versuche, die Bauern zu organi- frage erledigt wird. Bis zum Entscheid dieser Versammlung legenheit gehabt, noch eine andere Auffassung zu dokumen- firen, haben wegen der ungarischen Polizeiwillkür bisher nicht sind alle wie immer auftauchende Mittheilungen nichts weiter tiren. Zum Ersatz für Wille beauftragte die Freireligiöse gelingen können. Die unlängst den Behörden eingereichten als haltlose Kombinationen oder fromme Wünsche. Gemeinde ein Fräulein Jda Altmann, eine staatlich geprüfte Statuten erhielten bisher nicht die amtliche Genehmigung, wesSozialdemokratische Kandidatur. Für die am und zum Jugendunterricht konzessionirte Lehrerin mit dem halb der Verein, was die ungarischen Gesetze nicht verbieten, 16. Mai cr. stattfindende Erfahwahl im ReichstagsKonfirmandenunterricht. Da wurde auch dem Fräulein provisorisch in Thätigkeit trat. Wahlkreise Inowrazlam Strelno Mogilno Zu diesem Zwecke wurde Wahlkreise Inowraz law Altmann dieser Unterricht untersagt, weil es sich um wurde von den dortigen Genossen der Vorsitzende der so viele Kinder handele, daß zu deren Unterricht die bei einem Genoffen ein Lokal gemiethet, wo das Vereinseigen polnisch- sozialdemokratischen Partei, Buchdrucker August Schulvorsteher Ronzession erforderlich sei thum Parteischriften, Bücher 2c.- aufbewahrt wurde. In Berfus- Berlin als Kandidat aufgestellt. und die befize Fräulein Altmann nicht! verschiedenen Bezirken wurden Versammlungen abgehalten, wo Genosse Berfus, welcher aus dem genannten Wahlsich stets 3-5000 Menschen zusammenfanden, was den Behörden kreise stammt, hatte durch 14 Jahre seinen Wohnsitz in viele Sorgen bereitete. Anfangs voriger Woche wurde der pro- Inowrazlaw und ist mit den dortigen Verhältnissen auf visorische Obmann, mit ihn auch noch mehrere Genossen zur das Beste vertraut. Im Abgeordnetenhause hat ferner der Minister den Stadthauptmannschaft( Polizeibehörde) berufen, um über die Infolge des Zwiespaltes der polnischen Hofpartei, an Wille schen Konfirmandenunterricht deshalb für unzulässig Thätigkeit des provisorischen Vereins Auskunft zu geben. Roszielsti steht, mit der sogenannten Volkspartei ist es deren Spitze der ehemalige Reichstags- Abgeordnete von erklärt, weil das gar kein Religionsunterricht, sondern ein Am Sonnabend famen Sicherheitsorgane in das Ver fozialdemokratischer Vorbereitungsunterschon in dem Wahlkreise zu tumultuarischen Szenen ges richt sei. Von Wille aufgefordert, diese Behauptung ent- einslokal, tommen. Der Wahlkampf hat dort noch nie ein solches weder zu begründen oder zu widerrufen, erwiderte er am Obmanne Sz. Kovács János geschickt zu sein, und nahmen Interesse wachgerufen, wie gegenwärtig. Es dürften dort 29. März: alles, was vorzufinden war, mit sich auf das Stadthaus. fünf verschiedene Kandidaten aufgestellt werden. Wenn ich Ihren Unterricht in der Freireligiösen Ge- Kovács wurde auf Sonntag früh 8 Uhr nach dem Stadthause meinde als einen sozialdemokratischen Vorbereitungsunterricht bestellt, wo man ihm alles wieder retourniren werde. Wie dort bezeichnet habe, so entspricht dies meiner Auffassung der Tendenz des Ihrem Unterricht zu Grunde liegenden Lehr- üblich waren am Marktplage, wo gleichzeitig eine Art Arbeiterbuchs, wie sie insbesondere in Theil III desselben 3. 2. börse abgehalten wurde, große Menschenmassen versammelt. Ats 6. 271 ff., 360 und 366 zum Ausdruck kommt." Wille konnte mit Recht darauf erwidern: Findig sind die Herren, das muß man sagen. Sie sind jeder Eventualität gewachsen, wo es sich um die obrigkeit liche Seelenrettung handelt. Die Beweislosigkeit dieser Behauptungen macht einen be sonders tiefen Eindruck auf diejenigen, welche wissen, daß Ew. Grzellenz gar nicht in der Lage sind, den von mir ertheilten unter dem Vorwande, von dem Vereins die Freigabe des Parteigenossen verlangte. Kovács mit mehreren Genossen in den Gemeindehof trat, wurde das Thor geschlossen, derselbe verhaftet und in den Kerker gegeführt. Die Begleiter Kovács tamen bei einem anderen Thore heraus, so daß sich schnell die Kunde verbreitete und das Bolt Unterricht auch nur einigermaßen zu fennen; denn er ist weder von Ew. Exzellenz noch von einem beauftragten Beamten Es waren bald drei berittene Gendarmen zur Hand, die in jemals besucht worden." Daß Wille nicht Sozialdemokrat ist, haben wir schon die Masse einsprengten und auf Aufforderung des Stadthaupt. hervorgehoben. Wir können aber auch auf grund unserer manns in die Masse hineinfeuerten. Auch aus dem Innern des Durchsicht der vom Minister namhaft gemachten Stellen Rathhauses wurde in die versammelte Menge von Polizisten seines Lehrbuches ausdrücklich bestätigen, daß sie teine mit Revolvern geschossen. Als den Gendarmen die Munition eigentliche sozialdemokratischen Partei- Anschauungen ent- ausgegangen war, sprengten sie davon, wurden aber sofort durch halten. Es sind zunächst man staune! Gedanken des heranfaufende Husaren ersetzt, die blindlings in die Voltsmasse Philosophen Kant; dann geschichtsphilosophische Be- einhieben. trachtungen über den Absolutismus und die französische Da Kovács leicht zu anderer Zeit und an anderem Orte Revolution, die sogar nach unserer sozialdemokratischen Auffassung den Mangel haben, nicht von der materialistischen hätte verhaftet werden können, so ist nicht daran zu zweifeln, Geschichtsauffassung berührt zu sein; schließlich allgemeine daß es sich hier nur um eine wohlvorbereitete, offenkundige moralische Betrachtungen. Das alles hätte ebenso gut ge- Provokation handelt. schrieben werden können vor hundert Jahren, ehe auch nur ein einziger der Vorarbeiter de modernen Sozialdemokratie zum Worte gekommen war. Aber in einem ganz anderen Sinne, als er es meint, hat der Minister eine unbestrittene Wahrheit ausgesprochen. Die Gedanken von Rant bereitungsunterricht! Aus Pest liegt noch folgende Depesche vor: Die sozialistische Bewegung hat sich auf die Feldarbeiter in Mako und Umgebung ausgedehnt. Es wurden umfassende Vorsichtsmaßregeln getroffen. sozialdemokratischer Bor Politische Weberlicht. Berlin, den 25. April. Dank, Kultusminister, für dies Wort! Sie haben ja so recht. Unsere ganze klassische Philosophie, wollten, in der ersten Hälfte des Mai zu einer kurzen Der Reichstag sollte, wie bürgerliche Blätter wissen unsere ganze klassische Literatur- das ist alles sozial: demokratischer Vorbereitungsunterricht. Schon Friedrich Session einberufen werden, um den Handelsvertrag mit Engels hat das in etwas anderen Worten gesagt, und es Portugal zu genehmigen und das handelspolitische wird Sie freuen, hierin mit ihm übereinzustimmen. Sie Provisorium mit Spanien zu verlängern. Nun wird fehen also, wenn Sie den sozialdemokratischen Vorbereitungs- offiziös die Nachricht de mentirt. unterricht gänzlich ausrotten wollen, da werden Sie eine Die Nachivahl in Ottensen- Elmshorn- Pinneberg etwas schwere Arbeit haben, die doch wohl ihre eigenen und die Frage, welchen Kandidaten die sozialdemokratische und der gesammten preußischen Geheimräthe Kräfte weit Partei dabei aufstellen wird, scheint den Gegnern arg Kopf übersteigt. Also lassen Sie lieber die Hand davon! Und weh zu machen. Nachdem bereits gleich nach dem Bekannt M = Für Koszielski- Admiralski stehen aber diesmal die Aktien sehr schlecht; das Vertrauen des Volkes hat er sich gründlich verscherzt, denn trotzdem er bei seiner vor kurzem stattgehabten Agitationsreise erklärt hat, daß er in Ermangelung eines geeigneten Kandidaten willens ist, wiederum 3u kandidiren, ist es seinen Freunden bis jetzt noch nicht gelungen, ihn als Kandidaten aufzustellen. eigenen Initiative des Reichstages hervorgehenden Anträge Die Initiativanträge so nennt man die aus der -waren in der letzten Session ungewöhnlich zahlreich, und sie sind größtentheils- über 50- unerledigt geblieben. Die Freifinnige Beitung" macht darauf aufmerksam, daß die bisherige Sitte, diese Anträge nach der Zeitfolge ihrer Einbringung zur Berathung zu stellen, voraussichtlich zur Folge haben wird, daß bei Eröffnung der nächsten Session ein förmliches Kirchthurm Wettrennen um die Priorität statt. findet. Und sie schlägt vor, in Zukunft über die Reihenfolge der in den ersten acht Tagen einer Session eingebrachten Anträge das Loos entscheiden zu lassen. Ob der Ausweg ein guter ist, lassen wir dahingestellt. Jedenfalls ist die bisherige Art der Behandlung eine mangelhafte und da das Uebel im Wachsen ist, so wäre eine Remedur sehr wünschenswerth. Sind unter den Initiativanträgen auch viele, die nur aus demagogischen Gründen damit der Name des Antragstellers in seinen( agrarischen oder antiwird genannt semitischen) Kreisen eingebracht worden, so sind sie zum Theil doch von höchster prinzipieller und Bedeutung, der Reichstag hat unter allen Umständen dafür Sorge zu tragen, daß sein so hochwichtiges Recht der geseggeberischen Initiative durch die Praxis nicht verkümmert oder gar zu einer lächerlichen Posse herabgewürdigt wird. Berliner Aktionär" schreibt, im Bereiche der preußischen Die Sonntagsruhe im Güterverkehr soll, wie der Staats- Eisenbahnen vom 1. Mai d. J. ab im vollen Umfange zur Durchführung gebracht werden. Nur auf den Gilgut und Viehverkehr wird sich dieselbe nicht erstrecken. Behufs Gewährung möglichst großer Sonntagsruhe für die Stationsbeamten werden vom 1. Mai ab eine Anzahl kleinerer Stationen des Eisenbahn- Direktionsbezirks Breslau des Sonntags vier bis fünf Stunden geschlossen. Wir registriren diese Meldung, bemerken aber, daß träumten sich zum ebenbürtigen Ritter, zu Schild und begehen sie noch heute; der Vater auf Erden, lieb Mütter Herren aber find meine Freier; beide von Ohm begünstigt; Helm geboren; dort tanzte der Mägdlein rothwangige Schaar lein im Himmel. Wollen wir denn, die eine Mutter ge- beide mir verhaßt; der erste, weil er kein Mann, der zweite, um den zierlichen Rocken, um die glatte Spindel, die das bar, nicht endlich den kindlichen Groll fahren lassen, der weil er häßlich und hochfahrend ist. Sie hätten sich sicherChristkind bescheert; hier brachte eine in Engelgewänder ver- aus unsern Spielen stammt, und unser Grab feindlich zu lich schon an mich gedrängt, hielte sie Euer geistlich Gemummte Dirne süße Fladen und Mandelschnitte, dort beschatten droht, damit feine Blume der Liebe darauf er- wand nicht in Ehrfurcht. Das letztere danke ich Euch." sprühte ein ruthenbewaffneter Buzenmummel den feurigen sprießen möge? Awollen wir nicht endlich den Zwift er Hiermit neigte sie das Haupt auf die gefalteten Hände, Regen vergoldeter Nüsse ins Haus. Allenthalben aber sticken, das Unkraut aus dem irdischen Vaterhause, das und ließ im stillen Gebete Kugel auf Kugel durch die Finger regte sich die Luft, und die Erwachsenen schienen zu wahrlich nicht wuchern sollte in dem Hause des ewigen schlüpfen, ohne den Bruder nur eines einzigen ferneren Kindern geworden zu sein, um kindlichen Jubel zu theilen. Baters?"- Wallrade stand aufmerksam stille, heftete die Wortes zu würdigen. Dagobert betrachtete sie verwundert Tagobert strich an den glücklichen Menschenwohnungen vor großen Augen auf den milden Redner, und erwiderte:" Ich von der Seite, und mußte sich gestehen, daß die stolze über, sein Auge, sein Ohr ergößend, und dachte, in Theil- nahm Antheil an Euch, da ich nicht wußte, daß Ihr mein Schönheit wohl im stande sei, andere Männer zu berücken, nahme versunken, kaum daran, daß er feinem Sohne, teiner Blutsfreund seid. Die Trennung mancher Jahre hatte als den Stuter und den Mißgestalteten, von denen die Tochter das willkommene Chriftgeschenk werde reichen mir Eure Züge fremd gemacht, aber der Ohm hat mich Rede gewesen. Zugleich aber bekannte er sich, daß die dürfen. Da überraschte ihn die Mitternachtsstunde, und erinnert, daß ich noch einen Bruder habe, den ich nicht fromme Stimmung nicht mehr vorhanden sei, in welcher von dem Thurme der Domkirche riefen die Glocken zur einen Geliebten nennen kann; und daß derselbe hier lebt, er Wallraden angeredet; daß das seltsam schroffe Benehmen Meffe der heiligen Nacht. Das Menschengewühl der Stadt erfuhr ich ebenfalls durch ihn. Weder Ihr noch der Zufall Wallradens ihn beinahe bedauern ließ, eine Versöhnung wälzte sich nach Klöstern, Pfarrkirchen und Dom. Den haben etwas gethan, das mein Vorurtheil hätte mindern eingeleitet zu haben, die nur um Gottes willen, wie es Letzteren betrat auch Dagobert. Schon mischten sich einzelne tönnen. Liegt Euch indessen so viel daran, uns ver- schien, angenommen worden war. Welch' ein Weib! Orgeltöne in das Summen der heranströmenden Bet- und föhnt zu sehen, so reiche ich der Seltsamkeit wegen- bachte er bei sich; jeder frommen Regung unzugänglich; die Schauluftigen, die Kerzen an den Altären winkten schon die Hand dazu."- Gie winkte dem jungen Manne, in Härte ihres Gemüths fogar bis zu dem Throne des Herrn wie flammende Bungen herbei zum nächtlichen Opfer. Um dem Betstuhle neben ihr Platz zu nehmen, und rannte ihm, tragend, und ohne Bedenken zur Schau legend! Nicht eindie Weihkessel an den Eingängen drängte sich das Volt. den Rosenkranz vom Gürtel neſtelud, zu:" Gure Gefell mal die heilige Handlung beschäftigt sie in diesem AugenDagobert reichte höflich mit dem geweihten Spruch:" Geschaft fopimt mir noch obendrein in diesem Augenblicke blicke; die Glockentöne, die der Menge das Zeichen geben, lobt sei Jesus Christus und seine gesegnete Weihnacht", gelegen; fie bewahrt mich vor schlimmerer."" Wieso, sich zu bekreuzen, die Brust zu schlagen, werden von ihr seine mit dem benedeiten Wasser benekten Finger einer meine Schwester?" fragte Dagobert. Wallrade sab seit überhört. Gedankenlos läßt sie die geweihten Kugeln durch edelgekleideten Frau, die vor dem Gedränge nicht zur Säule wärts und bezeichnete ihm durch unmerkliches Augen die Fingerspitzen gleiten; denn offenbar verweilt bei andern gelangen konnte, und verstummte überrascht. Seine Schwester zwinkern zwei Männer, die unfern standen und ihre Blicke Gegenständen ihr Sinn, und bald furcht sich ihre Stirn, stand vor ihm. An ihrer Seite der breitstirnige Knecht, auf fie gerichtet hielten. Der eine," sprach sie: der in bald glättet sie sich; bald lächelt ihr Mund, bald seufzt er den sammetnen Kniepolster unterm Arme und das Wind- der bunten Kleidung, den Ihr schon einmal, wie mich schwer auf, wie man zu thun pflegt, wenn man sich ablicht in der Hand. Befremdet maß auch den Jüngling die dünkt, an meiner Seite gefehen, ist der Herr von Königseck, müht, der Seele einen Entschluß abzuringen, vor dem man finsterblickende Wallrade, warf den Kopf in die Höhe, und ein weibisch thuender Gesell, der von Rosmarinöl duftet, sich selber scheut. Wallradens rasches Emporrichten drehte ihm den Rücken zu, langfam vorschreitend gegen den sich einschnürt, daß er einem Heupferde gleicht, und vor endigte seine Betrachtungen; an deren Stelle trat des Dhres Altar, wo sie ihre Andacht zu verrichten beschlossen hatte. eitel Bierlichkeit nicht dazu gekommen ist, in irgend einer Aufmerksamkeit, da Wallrade, von den Donnertönen der Dagobert schloß sich jedoch hart an die vom Gewühl Auf- Fehde die Sporen zu gewinnen. Der andere, klein und Orgel umbraust, Gelegenheit fand, dem Nachbar etwas gehaltene, und sprach sanft zu zu ihr: Wir feiern unansehnlich, verwachsen und mürrisch von Angesicht, trägt Geheimes mitzutheilen. heute die Geburt des Herrn mit freudiger Zuversicht. Auch unter seiner hohen Schulter ein Herz voll Kühnheit, Tücke unsere Eltern, Wallrade, haben die unsrige also begangen, und Leidenschaft. Er ist ein Graf von Montfort; beide! ( Fortsetzung folgt.) bisher alle Versuche, die Sonntagsruhe im Güterverkehr der] Die bayerischen Bauernbündler haben ihren Führer, fein unverzeihliches Unrecht in den Augen von Lord Salisbury, föniglich preußischen Eisenbahnen in freilich sehr beschränktem Pfarrer Ratzinger verloren, er ist aus der Bauern- daß sie aber Vagabunden" wie derselbe die Wählerklaffe Unifange einzuführen, ftets nach kurzer Zeit eingestellt bewegung ausgeschieden, weil er sich bei seinen Abstimmungen nannte, der die Herabsetzung der Aufenthaltsqualifikation zu wurden. Wir fürchten, daß Herr Thielen, der Minister nicht das Programm des Bauernbundes zur Richtschnur nehmen gute kommt das Stimmrecht geben will, fordere den entfür den Arbeitertrug, auch diesmal nicht Ernst machen wollte. Auch Dr. Sigl scheint seine Verbindung mit heraus. Das fundamentale Prinzip des Wahlrechts sei von schiedenen Protest aller Freunde der Verfassung des Reichs wird mit einer Maßregel, deren Dringlichkeit und Wichtige der Bauernbewegung lösen zu wollen. Die Bauern jeher Die Totale Verantwortlichkeit, die Kenntniß aller feit freilich nur für die Arbeiter außer Frage steht. werden hoffentlich aus dem Verhalten des Dr. Razinger Bedürfnisse und Zwecke der zu vertretenden Lokalität ge= die Lehre ziehen, daß katholische Geistliche die ungeeignetsten wesen. Und selbst wenn die jetzige Qualifikation der Personen bei ber Führung einer gegen das Zentrum ge- Wähler mangelhaft fei, was er, Lord Salisbury, aber nicht richteten Bewegung sind. SPGHOS Herr Bronsart von Schellendorf wird wohl bald Ane neue Militärvorlage ausarbeiten. Aus Baris wird nämlich telegraphirt: Im Budget des Kriegsministers soll die Vermehrung des Effektivstandes der Armee um 34 000 Mann projektirt fein. Da wird Deutschland doch auch nicht zurückbleiben wollen. glaube, so sei doch viel verbesserungsbedürftiger die WahlkreisEintheilung. Worauf dann eine Aufzählung der schon in meinem Die bayerische Kammer der Abgeordneten nahm vorigen Brief beleuchteten Ungleichheiten der jetzigen Wahlkreise nach dreitägiger Debatte die Vorlage der Regierung, be- folgte. treffend die Gehalts- und Pensions- Auf- Handeln die Lords diesen Ausführungen gemäß und machen besserung der nicht pragmatischen Beamten und Be- sie ihre Zustimmung zu der Wählerregistrirungsbill von der Neudiensteten aller Staatsrefforts an. Der vorläufige Mehr Eintheilung der Wahlkreise abhängig, jo ist an die Verwirklichung bedarf im Jahre beläuft sich dem Antrage des Ausschusses der ersteren in diesem Parlament nicht zu denken, da, wie schon gezeigt, die Liberalen zur Zeit nicht in der Lage find, sich auf gemäß auf 1700 000 m. 1 mold die Anpassung der Wahlkreise an die Bevölkerungssiffer einzulassen. " " QUADO Ueber die Kamarilla, unter deren Einfluß der Raiser lebt, klagen die Konservativen. Auf den Arbeitstisch des Raisers tommen, wie die Konservative Korrespondenz" klagt, nur der Reichs- Anzeiger" und die„ Norddeutsche Allgemeine Der fächsische Erlaß gegen die Sozialisterei" in der Beitung". Unser faiserlicher Herr wird also Armee läßt die Germania" nicht schlafen. Sie meint über die Bestrebungen und die Gesinnungen unseren Mittheilungen gegenüber, der Erlaß sei eine Wirkoer konservativen Partei systematisch belichkeit und keine Ente, und er sei neueren Datums. Wir logen." Wie rührend diese Klage aus dem Munde grade können der Germania" nur die Versicherung geben, daß derjenigen Kreise flingt, welche das persönliche Regi- die Markirung" oder„ Kennzeichnung" der sozialistischen ment besonders glorifizirten und daran gewöhnt waren oder des Sozialismus verdächtigen Rekruten seit mindestens oder noch sind, die ausschließliche Umgebung des Kaisers 15 Jahren sächsische, und auch außersächsische Landeszu bilden. Gerade Bismarck gefiel sich darin, alle Regie- eigenthümlichkeit ist. Ob die alte Einrichtung durch einen rungsakte als Ausfluß des persönlichen Willens des alten neuer Erlaß aufgefrischt worden ist, wissen wir Raisers und sich nur als den treuen und willigen Diener nicht, halten es aber bei der Angst der sächsischen Dronungsdeffelben hinzustellen. Wenn von der Herrschaft einer parteien vor den Sozialdemokraten für durchaus nicht unKamarilla gesprochen werden soll, so haben die Konser wahrscheinlich. vativen, die Junker und Agrarier am wenigsten Anlaß, über dieselbe zu tlagen. Cher tönnten e3 die großen Volksmassen. Warum liegt nicht der Vorwärts" auf dem Arbeitstisch des Kaisers? Wo fieht man Arbeiter im persönlichen Verkehr mit dem Kaiser? Und wenn er einmal in persönliche Berührung mit solchen tommt, so ist so sorgsame Auswahl getroffen, daß sie als wahre Vertreter ihrer Genossen am wenigsten gelten fönnen. Ein Arbeiterblatt tönnte gewiß mit größerem Rechte schreiben, daß der Kaiser in voller Unkenntniß von den Arbeiterbestrebungen gehalten wird oder über dieselben nur entstellte Berichte erhält. Freilich legt die Sozialdemokratie auf die persönliche Willensrichtung des Raisers nicht ein so großes Gewicht; er steht unter dem Banne der Verhältnisse, auf denen der Klassenstaat beruht und die der Einzelne, wäre er auch der Mächtigste, nicht aufheben kann. Für uns ist die konservative Empörung nur als Jllustration der bekannten Prätentionen des Junkerthums interessant: Und der König absolut, wenn er unsern Willen thut!" H Die hessische Rammer hat mit einer Stimme Majorität die Wiedereinstellung der hessischen Weinsteuer ins Budget abgelehnt. Chinesisches aus Deutschland. In der„ Hildes heimer Allgemeinen Zeitung" vom 7. April d. J. lieft man die folgende Anzeige: Wie im vorigen Jahre, so will auch jeht der hiesige Frauen und Jungfrauenverein für China zwecks chriftlicher Erziehung blinder Chineseninädchen seine Handarbeiten nebst anderen tl. Gegenständen zum Verkauf bringen. Der Verkauf ist auf den 10., 11. und 12. April im Marthaheim, Hagenthorwall 6, von Morgens 10-2 Uhr, Nachmittags von 4-7 Uhr festgesetzt. Möchten für die vielen schönen Gegenstände fich Käufer zahlreich einfinden. Das Romitee. Bartels, Pastor; von Hammerstein, als Rechnungsführer; Schirmer, Geh. Regierungsrath; Landräthin Lueder; Pastorin Wendebourg; Luise Cooper. Hildesheim ist nicht etwa eine deutsche Ansiedelung in China, sondern eine Stadt in der preußischen Provinz HanDie fachkundigen Vertreter der landwirthschaft nover, in welcher sich eine große Anzahl von Kirchen und die lichen Jutereffen. Warum die konservativen Nothstand- Provinzial- Jrrenanstalt der Provinz Hannover befinden. schreier nur immer für die Handwerker, nicht aber für die Die Kirche ist, wie man sieht, im Komitee für die hoch Landwirthe den Befähigungsnachweis fordern, darüber giebt wichtige Angelegenheit vertreten, eine Vertretung der Frrendie„ Nordhäuser Zeitung" eine interessante Auskunft: Die anstalt dagegen vermißt man seltsamer Weise. In Hildes fonservative Frattion des Reichstages zählt 50 Mit- heim giebt es, wie überall, eine ganze Masse armer Kinder, glieder, die das Prädikat Landwirth beanspruchen, die weder eine christliche, noch überhaupt eine Erziehung von ihnen haben rund 46 pCt. ihre rund 46 pCt. ihre Ausbildung genießen. Die Spigen und Stüßen der Hildesheimer Geals Landwirthe" beim Militär, 34 pCt. bei der Juris- sellschaft aber halten es für näher liegend, den Chinesen zu prudenz, 4 pбt. bei der Forstwissenschaft, 6 pet. bei der helfen, als ihren Nachbarn, denn hier müßten sie dem Glend Philologie und nur 15 pt. bei der Landwirthschaft ge- persönlich ins Auge sehen. China aber ist ja so weit; dort noffen. In der ganzen Reichstagsfraktion der konservativen zu wirken" ist billig und schmußt nicht. Partei ist also die Landwirthschaft nach dem Maßstab des Befähigungsnachweises spärlich vertreten. Gerade die Bourgeois Patriotismus und internationales Hauptschreier in der Fraktion sind keine ausgebildeten Schienenflickerthum. Die Bourgeoisie ist die gleiche in Landwirthe, fondern Offiziere a. D. und Juristen a. D. allen Ländern der Erde, und, während eine Welt zwischen In der konservativen Partei des preußischen Landtags ist dem deutschen Bourgeois und dem deutschen Arbeiter und es nicht um ein Haar besser. Die Herren befißen Are und Halme und Schulden und von allem sehr viel. Daher ihr Kampf für Schutzzoll, Getreidemonopol, Doppelwährung 2c. Nicht ihre genaue Kenntniß der Bedürfnisse der Landwirthschaft, sondern ihre selbstsüchtige, oft freilich mehr als furzsichtige ausschließliche Bertretung ihrer Interessen veranlaßt sie zu ihrer parlamentarischen und außerparlamentarischen Taktik. " Die Stichwahlen in Holland scheinen für die Ver fechter des allgemeinen Wahlrechts nur eine Minorität zu ergeben. Aus Amsterdam wird nämlich gemeldet: Bei der heutigen Stichwahl wurden hier vier Gegner der Wahlreform- Vorlage Tat's gewählt. Ein Streik in Rußland. Jm russisch polnischen Industrierevier des Grenzgouvernements Petrika u ist ein allgemeiner Streit der Arbeiter fämmtlicher ein allgemeiner Streik der Arbeiter fämmtlicher weige ausgebrochen. Ein von uns schon unter Depeschen" mitgetheiltes Telegramm vom geftrigen Tage meldet darüber: In fämmtlichen Gruben, Hütten und industriellen Etablissements ist die Arbeit niedergelegt worden. Die Streifenden fordern Verkürzung der Arbeitszeit und 2ohns erhöhung. Zur Aufrechthaltung ber Ruhe find 100 Mann Infanterie aus Czenstochau eingetroffen, eine Abtheilung Rosaten ist in den Fabriken einquartirt. Ein Telegramm vom heutigen Tage aus Breslau berichtet: Ueber den Streit in dem russischen Gouvernement Petrikau wird gemeldet, daß mehrere Arbeiter AnMilitär sammlungen durch auseinander= gesprengt und 16 Personen verhaftet wur. Weitere Truppen sind herangezogen worden, so daß jezt um Sosnovice 1500 Mann konzentrirt find; in Reserve stehen 800 Mann. Der Streit greift weiter um sich. den. Wer kann nach diesen Leistungen der russischen Bes hörden noch zweifeln, daß Rußland ein Kulturland ist? Besser hätten es die französischen, amerikanischen, englischen und deutschen Behörden auch nicht gemacht. Und wenn nun noch ein paar Dugende der Streifenden todtgeschossen sind, dann darf Bäterchen mit Stolz von sich sagen:" Wir marschiren an der Spitze der Zivilisation. Ueber die Kundgebung in Warschau, welche, wie gemeldet, am am vergangenen Dienstag aus Anlaß des 100. Jahrestages des Ausbruchs der polnischen Revolution in Warschau veranstaltet wurde, liegen der„ Germania" einige nähere Ginzelheiten vor: Am 17. April wurde zunächst in der St. JohannesKathedrale ein feierliches Requiem für die Seelen der Opfer der Revolution gehalten, welchem ein zahlreiches Publikum beiwohnte. Nach Beendigung des Gottesdienstes verließen die Andächtigen die Kirche und zogen in feiner Weise die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich. Statt aber nach Hause zu gehen, begaben sich die Herren und Damen durch verschiedene Straßen in die Scherofi Dunaiſtraße zum Hause, wo einst der Schuster Kilinski, der Anstifter des Aufstandes in Warschau, wohnte. Mit einem Schlage waren da einige hundert Menschen beisammen, die in tiefstem Schweigen an dem Hause, wo 1794 das Signal zur Niedermegelung der Russen gegeben wurde, vorbei defilirten, indem die Männer andächtig das Haupt entblößten und sich tief verneigten, die Frauen den Kopf neigten. Der ganze Vorgang dauerte nur wenige Minuten und zog kaum die Aufmerkſamteit der Nachbarn auf sich. Die Schußleute aber witterten Unheil und versammelten durch Pfeifensignale die Hausknechte der umliegenden Häuser, damit sie das angesammelte Publikum umringten. Das geschah und, auf diese Weise eingetreift, wurde die Menschenmenge dem Polizeibureau zugedrängt. Natürlich entkamen die meisten, eine genaue Angabe der Zahl Der Demonstranten ist daher schwierig. Am folgenden Tage wurde eine Wiederholung der Kundgebung erwartet, die wahrfcheinlich infolge polizeilicher Vorkehrungen unterblieb. daß die anläßlich der Kundgebung verhafteten Personen, die Ein Privattelegramm meldete der Germania" gestern, nach Feststellung der Namen derselben auf dem Polizeibureau wieder in Freiheit gesetzt wurden, nachträglich wieder verhaftet wurden. Heute geht der„ Voss. 8tg." aus Warschau folgende Mittheilung zu: zwischen dem französischen Bourgeois und dem französischen Arbeiter liegt, fehen der französische und der deutsche Bourgeois einander ähnlich wie ein Ei dem andern, befolgen dieselben Praktiken, heucheln denselben Patriotismus, betrügen das Vaterland mit demselben Eifer, flicken Schienen mit derselben Gewissenhaftigkeit, und was der patriotischen Beschäftigungen mehr sind. Herr Baare ist kein spezifisch deutsches Produkt. In Frankreich heißt er Schneider, Unsere Edelſten". Der Stil ist der Mensch hat ist ein Glfäffer, der unter dem Kaiserreich zum hundertfachen Millionär sich emporgeraubt hat, schindet im Creuzot Buffon gesagt. Betrachten wir uns den Stil des Führers bie Arbeiter und schmiedet die Stahlplatten für die der Junkerpartei im Reichstage, des Herrn von Man französische Flotte und schmiedet sie so gut, daß fie teuffel. Dieser Herr verübte in seiner berüchtigten Löcher bekommen ohne einen feindlichen Schuß. Bei der jetzt Rückzugs- Ranonaden- Rede, mit der er den Reichstag in seiner vor sich gehenden Untersuchung im Kriegshafen von Toulon Schlußfizung lästerlich langweilte, gegen die ungetreuen hat sich herausgestellt, daß die Banzerung vieler Schiffe nationalliberalen Brüder folgende geistreichen Säße: Dann hat der Herr Abg. v. Bennigfen uns auch darauf flaffende Löcher und Risse aufweist und ganz unbrauchbar hingewiesen, daß wir doch an den Nebeneinnahmen in der Land- ist. Und die betreffenden Panzer sind sämmtlich aus den wirthschaft und aus den gesteigerten Preisen aus denselben nicht Werkstätten des wie gesagt hundertfachen Millionärs, ganz unerheblichen Mehrgewinn hätten, wie früher. Er hat patriotischsten der Patrioten, Senators und vollendeten jogar auf Eier bezug genommen,( Große Heiterfeit.) Ja, meine Musterbürgers Schneider vom Creuzot. Herren, wenn die Landwirthschaft von den Eiern leben soll, So ist diese Gesellschaft! Dann glaube ich, wäre sie bereits am Rande des Verderbens angekommen. Mag der Verbrauch an Giern in der Der Renommir, Anarchist", den der englische nationalliberalen Partei bei den vielen Eiertänzen, Ober- Lockspizzel Melville in London- gerade rechtzeitig die sie auszuführen hat, auch noch so groß sein( große Seiter für den 1. Mai produzirt hat, findet bei den nüchternen feit), so glaube ich doch, daß die Eier, die die nationalliberale Engländern nicht die Bewunderung, wie bei der nervösen dische Regierung hat die Kolonien in Australien und SüdPartei zu Wege bringen wird, ziemlich unfruchtbar sein werden, Tante Voß. Sie lachen über den blutwurstigen Talmi- bische Regierung hat die Kolonien in Australien und Südnachdem ihr der Hahn abhanden gekommen ist.( Stürmische Konspirator, und der" Standard", das Hauptorgan afrika aufgefordert, an dem in Ottawa im Juni stattWir fragen: in welcher Volksversammlung würde der Konfervativen, meint, von solchen Narren und Schwäch findenden Kongreß theilzunehmen, auf welchem über Jemand, der so spricht, nicht für einen ungehobelten Rüpel töpfen habe die bürgerliche Gesellschaft nicht viel zu begegenseitige Handelsbegünstigungen der einzelnen Theile des britischen Reiches gelten? Doch der Franzose hat Recht: der Stil ist der fürchten. und über die Aufhebung der Meistbegünsti Mensch". Wenn sie sich nicht im Pferde oder Hundestall Lord Salisbury und die Wahlreform. Unser gungs- Klausel Unser gung 3 Klausel in den Verträgen mit bewegen, diese„ Edelsten", dann haben sie blos noch den Londoner Korrespondent schreibt uns: Belgien und Deutschland berathen werden soll. Primroseday Hühnerhof. Warum sie nur nicht alle nach Kamerun gehen, Primeltag, der Todestag DisraeliSehr erfreut dürfte die freihändlerische englische Rewo die Hühner ja gut gedeihen sollen? Beaconsfield's, war am 19. April. Men seine Ueberzeugung gierung über diese Bestrebungen ihrer Rolonien, die Schutzdazu trieb oder wessen Geschäft es mit sich brachte, der Gemanfert" foll die deutsche Sozialdemokratie lief mit einer Primel, Disraeli's Lieblingsblume, geschmückt soll und noch größere Selbständigkeit vom Mutterlaude erdurch die Straßen, die Standfäulen des verstorbenen streben, nicht sein. Führers der Konservativen prangten im Blumenflor, und am Heiterkeit.) " Zweihundert Personen, die bei den Straßendemonstrationen anläßlich des hundertjährigen Gedenktages der Warschauer Revolution unter Kilinski nach der Zitadelle gebracht wurden, find im Administrationswege Nachts in entfernte russische Gouvernements verschickt worden!" Der russische Despotismus arbeitet eifrig daran, durch seine brutalen Maßregeln vollkommen abzuwirthschaften. Ein Kongreß der englischen Kolonien. Die fana" fich haben, weil sie am 1. Mai teine allgemeine Arbeits ruhe erzwingen will. Also sagt„ Tante Voß", und zum Beweis der Mauserung" führt sie an, daß heute die Sozial- Nachmittag feierte die Primrose- Liga im Covent Garden- Theater Unter dem Titel: Der russische Arbeiter" ers demokratie nicht mehr wie 1889 glaube, alle Räder ihre große Jahresdemonstration. Diese Liga, die sich einer mit scheint seit kurzem natürlich in russischer Sprache würden still stehn", wenn die Arbeiterpartei es wolle. Aber gliedschaft von über einer Million rühmt, ist jedenfalls eine nicht eine Zeitung, die bereits eine weite Verbreitung gewonnen zu unterschäzende Hilfstruppe der konservativen Partei. Denn das hat die deutsche Sozialdemokratie 1889 so wenig ge die Geld- und Geburizaristokratie stehen überall an ihrer Spige hat. Sie ist nicht das Organ einer Sekte, oder vereinzelten glaubt wie heute, und das haben ihre Vertreter auf und nutzen die Schwächen der Frauen und Männer der mitt Gruppe, sondern der russischen Sozialdemokratie in ihrer Sem Pariser Kongreß, der das Maifest der Arbeit leren und fleinen Bourgeoisie für hochstehende Personen weidlich Gesammtheit, die auf dem gleichen Programmboden steht gründete, in schärfsten und deutlichsten Worten für eine im Interesse der guten Sache", d. b. der Betreibung von wie die deutsche Sozialdemokratie. In der uns vorliegen Unmöglichkeit unter den obwaltenden Umständen er Wahlen für Reich und Freiheit"( imperium et libertas) aus. den Nummer befindet sich ein Brief unseres Freundes flärt. Die deutsche Sozialdemokratie denkt über diesen Natürlich für eine Freiheit, wie sie die privilegirten Klassen Lawroff's, in dem dieser seine Sympathie ausspricht und Punkt heute genau wie vor 5 Jahren, und die Bossische meinen und brauchen. Zeitung" hat burch ihre alberne Notiz nur wieder einmal die der Redner des Tages und politische Erbe Disraeli's, Sorb Bruderorgan den verdienten Erfolg. Von dem Geist dieser Freiheit beseelt war die Ansprache, seine Mitwirkung in Aussicht stellt. Wir wünschen dem ihre vollkommene Unfähigkeit, die einfachsten Vorgänge und Salisbury, hielt. Um zwei Buntte hauptsächlich drehte sich diese Thatsachen zu begreifen, mit glänzendem Erfolg fundede. Erstens um die Glorifigirung des Hauses der Lords als gethan. Sie könnte eine Mauserung" sehr wohl brauchen. gejezgeberische Revisionstammer und zweitens um HerunterAllein sie fann aus ihren Federn so wenig heraus, wie aus reißung der von Herrn Asquith eingebrachten Wählerregistrirungsihrer Philisterhaut. Bill. Daß die Bill mit den Pluralvoten aufgeräumt, ist schon " Briefkaffen der Expedition. Den Herrn Kajsirer der Färber zc. ersuchen wir um geft. Mittheilung seiner Adresse. Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 26. April. Opernhaus. Die Hochzeit des Figaro. Schauspielhaus. Wallensteins Tod. Deutsches Theater. Geographie und Liebe. Berliner Theater. Magdalena. Maria und Leffing- Theater. Das zweite Geficht. Neues Theater. Eheglück. Friedrich- Wilhelmäädt. Theater. Der Zigeunerbaron. Residenz- Theater. Dekorirt. Central- Theater. Die Näherin. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. • des Kapitän Grant. Die Kinder Alexanderplat- Theater. Nachteulen von Paris. Die National Theater. Anna- Marie mein Engel, ich verehr' Dich. Leben. Hierauf Columbia. Stettiner Sänger. Keine Soiree. Todes- Anzeige. Am Uhr, 24. April, Madmittags 7 ( Gastspiel in Magdeburg.) tampfe mein lieber Mann, unfer theurer Freitag, Vater, der Seiler den 27. April und Sonntag, den 29. April: ViktoriaBrauerei. PassagePanopticum. !! Zu beachten!! nur noch wenige Tage: Die Glocke von Fr. v. Schiller Musik von Romberg, dargestellt in 15 lebenden Bildern mit transparenten Hintergründen. Castan's Theater Unter den Linden. Barifer Panoptikum. Wintergarten. Spezialitäten Bor- Im 9. Kreise der Hölle: Reichshallen- Theater. Spezialitäten. Der Rutsch a. d. Rafirmesser. Spezialitäten Elite- Damenkapelle Austria. stellung. Vorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Parodie Theater. Vorstellung. SpezialitätenAdolph Ernst- Theater. Heute: Charley's Tante. Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. sche ratweil' Bierhallen G Hermann Grüner im 45. Lebensjahre. Dies allen Genossen und Freunden anzeigend, bitten um stilles Beileid Die tiefbetrübten Sinterbliebenen Ww. Grüner und Kinder. Die Beerdigung findet Freitag, den 27. April, Nachm. 5 Uhr, vom Trauerhause, Landsbergerstr. 14, aus statt. Am 24. April, Abends 7 Uhr, entriß uns der Tod unsern Vorsitzenden, Genossen Hermann Grüner. Wir verlieren in demselben einen braven Genossen, dem wir stets ein treues Andenken bewahren werden. Die Beerdigung findet Freitag, den 27. April, Nachm. 5 Uhr, vom Trauerhauſe, Landsbergerstr. 14, aus nach dem St. Marcus- Kirchhof in Wilhelmsberg ftatt. Lese- und Diskutirklub der Freunde. Sonntag, 29. April, Abends 5 Uhr, im Gesellschaftshaus, Swinemünderstraße Nr. 35: Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Tagesordnung: 1. Fortsetzung des Vortrags über Mary Kapital". Referent: Genoffe Schöpke. 2. Diskussion. Bur Deckung der Unkosten 10 Pf. Entree. Um recht rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Genossenschafts- Bäckerei für Berlin u. Umgegend. ( Eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Da wir der Maifeier wegen am 1. Mai kein Brot ausfahren, bitten wir die werthen Kunden sich Tags vorher versorgen zu wollen. 99/1 Der Vorstand. Maler, Tackirer, Auftreicher u. Vergolder. in Donnerstag, den 26. April, Abends 8½ 1hr, Cohn's Festsälen, Beuthstraße Nr. 21, 1 Treppe: Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: Die Maßregelung der Kollegen in der Werkstatt M. H. Bodenstein und wie stellen sich die Kollegen Berlins dazu? Um zahlreiches Erscheinen ersucht Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Diskutir Club Zeitgeist. Allen Bekannten, Verwandten, ins- von besondere den Mitgliedern der ArbeiterBildungsschule Nord, zur Nachricht, 322 235/13 daß unsere Tochter Gertrud Preuss, geb. 15. Dezember 1871, am 19. d. M. freiwillig in den Tod gegangen. Die Beerdigung findet am Freitag, ben 27., Nachm. 5 Uhr, von der Leichenballe auf dem Andreaskirchhof in Wilhelmsberg aus, statt. Der Vertrauensmann der Maler Berlins. G. Link, Rottbuser Damm 34. Möbelpolirer! Unsere Maifeier ( 322 begehen wir durch striktes Ruhenlassen der Arbeit. Es findet früh 129 r Die tieftrauernden Hinterbliebenen. bei Joël, Andreasstraße 21, 146b Die Genossen vom Wedding, die eine öffentliche Versammlung mit Frauen den Vorwärts" nicht rechtzeitig bestatt, wo ein Gesangverein die Feier einleitet und Genosse Mattutat einen Kommandantenftr.77-79. tommen haben, bitte ich um Entschuldi. Vortrag über: Die Bedeutung des 1. Mai für das arbeitende Volk" Melt. u. größt. Etablissem. Berl. gung, da die betr. Austragefrau frant hält. Nach Schluß der Versammlung: Ausflug nach Echönweide, Hafergeworden ist. Läglich bei freiem Entree land's Restaurant ,, Wilhelminenhof". Karl Weiße, Zeitungssp., Triftstr. 46a. Die Kommission hat vollauf Sorge getragen, um den Zag in würdiger abwechselndes Programm Meiner werthen Kundschaft zur Nach- Weise zu begehen und ladet alle Möbelpolirer, Freunde und Genossen mit der österreichischen Damenkapelle richt, daß am 1. Mai, wegen der ihren Damen zu einer zahlreichen Betheiligung ein. Die Versammlung wird J. A.: Karl Kurth. pünktlich eröffnet. Dittl" Maifeier, keine Handtücher geliefert werden. Die Lieferung wird in kleinrussischen Nationalkostümen. am 2. Mai besorgt. Auftreten von 53 138b Handtuch Verleih- Institut. S Künstlern. Spezialitäten Torfstecher& Schubert, Warschauerstr.7 1. Ranges, Central- Theater. fowie Auftreten der nordamerikanisch. Alte Jakobftraße Nr. 30. Bum 4. Male: Negergesellschaft Mr. Brown. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Bf. 3 Kegelbahnen. 6 Billards, pro Die Näherin. Stunde 60 Bf. Poffe in 4 Aften von Ludwig Held. Musik von Carl Millöcker. Freitag: Zum Benefiz für Edmund Schmasow: Heydemann& Sohn. C. Koch, fr. Gambrinus. Säle für Versammlungen und Festlichkeiten Sonnabend: Heydemann& Sohn. sind noch an verschiedenen Tagen Sonntag: Der Troubadour. Anfang der Vorstellung 72 Uhr. National- Theater.ur Große Frankfurterstraße 132. Anna Marie, zu haben. Nur noch 5 Vorstellungen. Circus Renz, ( Karlstraße.) Donnerstag, den 26. April, mein Engel, ich verehr' Dich. Gala- Sport- Vorstellung. Große in 5 Aften von Carl Peter 3. Regie: Max Samst. Raffeneröffnung 612 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Gänzlich renovirt! Neue Direction. Elektr. Beleuchtung. Täglich: Große Künstler- SpezialitätenVorstellung. Auftreten von Künstlern I. Ranges. Kapelle 24 Mann stark. Anfang 8 Uhr. Alcazar. Wer sich will mit Absen messen, muß 140b bei Meinecke Mittag und Abend essen. Stallschreiber str. 26. Aelteres, gutgehendes Seifengeschäft ist umständehalber sogleich billig zu vert. Offerten unter A. S. 31, Postamt 6. Jede Dame lese! Elegante Regenmäntel 7-10 M., Charlottenburg. Dienstag, den 1. Mai 1894, Großes Arbeiter- Maifest in der Gambrinus- Brauerei, Wallstraße Nr. 94 ( Garten und Saal) und auf Bismarckshöhe( Saal), Wilmersdorferstraße 39. 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Orschel), Sebastianstraße 39. Tagesordnung: 1. Abrechnung des Kassirers vom 1. Quartal 1894. 2. Bericht der Revisoren. 3. Berichterstattung von der Generalversammlung in Dresden. 228/2 4. Innere Rassenangelegenheiten. 5. Etwaige Beschwerde gegen die örtliche Verwaltung. NB. Das Mitgliedsbuch legitimirt. Das Kassenlokal ist an diesem Sonntag geschlossen. Die örtliche Verwaltung. Etablissement ,, Süd- Ost" Moabiter Gesellschaftshaus. empfiehlt seinen Saal und VereinsAlt- Moabit 80/81.( Pferdeb.- Verbind.) Täglich: Concert, Theateru. SpezialitätenVorstellung. Anfang 4 Uhr. Entree 30- Pf. Helmuth Peters. 12L Waldemarkr. 75( C. Ulrich), zimmer zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art. Sonnabende und 31L* Sonntage sind noch frei. mit kleinen Maschinenflecken, in reizenden Jacquard- Mustern, Grösse 150x200 cm. sonstiger im Saale des Herrn Spitig, Frankf. Allee 193. Vortrag des Genossen Mäther- Berlin. Nach dem Vortrag: Kommers. Fest Entrée 15 Pfg. 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Jahrg. schaft in Europa und Amerika die Annahme folgender, gemeldet. Wie nun verschiedene Fabrikanten geäußert haben, gleichlautenden Resolution zu empfehlen: hat der Bürgermeister ihnen die Namen der eingereichten Resolution. Mitgliederliste befannt gemacht. Zwei Arbeiter der Firma " Die Versammlung entsendet brüderliche Grüße an die zur G. Lückerath, welche dem neugebildeten Verein ange= Arbeiter der ganzen Welt. Sie fordert dieselben auf, für die das Mitgliederverzeichniß eingereicht worden war, ihre KünBekundung der Solidarität heute, am 1. Mai, versammelten hörten, erhielten schon an demselben Tage, an welchem Befreiung von der Lohnsklaverei kein Mittel unbenugt zu lassen digung. Auf anderen Fabriken wurde ebenfalls wegen der Produktionsweise, bei welcher die Produktionsmittel fich im Besis des auf diese Weise amtlich berücksichtigten Vereins wandte sich und unablässig zu wirken für die Erringung der sozialistischen Vereinsgründung gegen Arbeiter vorgegangen. Der Vorstand Ser Allgemeinheit befinden." beschwerdeführend an die Bezirksregierung in Köln, worauf ihm durch Annahme entsprechender Resolutionen der internationale Bescheid zuging: Wenn auch bei der Maifeier der vorhergehenden Jahre nach der Rheinischen Zeitung" vor einigen Tagen folgender Charakter schon gegeben worden ist, so wird derselbe jedenfalls durch Annahme einer gleichlautenden Resolution in größerem Maße zum Ausdruck kommen. Die Etats- und Finanzkommission berichtet über die Denkschrift betr. die im Jahre 1892/93 erfolgten Bauausführungen an denjenigen Wasserstraßen, über deren Regulirung dem Land tage besondere Vorlagen gemacht worden sind, und über den Nachtrag zu der Denkschrift: Die Thätigkeit der preußischen Wasserbauverwaltung von 1880 bis 1890", betr. die auf grund besonderer Kreditvorlagen und durch Einstellung in das Extra- sächsischen Sozialdemokraten fabelt ein Zeilenschinder Ueber eine verhältnismäßige Zurückhaltung" der Ordinarium des Etats für die einzelnen Stromgebiete zur Förderung in der Kreuz- Zeitung" folgendermaßen: der Binnenschifffahrt bis zum Jahre 1892/93 bewilligten Geldmittel und deren Verwendung. Die Kommission beantragt, Denkschrift und Nachtrag durch Kenntnißnahme für erledigt zu erklären. Der Kommissionsantrag wird angenommen. Die Denkschrift betreffend die für die Vollendung der plan: mäßigen Regulirung der größeren schiffbaren Flüsse und Ströme in Preußen erforderlichen weiteren Aufwendungen soll ebenfalls durch Kenntnißnahme für erledigt erklärt werden. Die sächsische Sozialdemokratie hat in letzter Zeit eine vereinem von der Parteileitung gegebenen Winte erklärt. Es erhältnißmäßige Zurückhaltung beobachtet, was sich vielleicht ans scheint dies etwas vorsichtigere Berhalten nach dem für die Partei " Nothruf" bedrängter Gemeinden in der Umgegend Dres. immerhin unbequemen Aufsehen, welches seiner Zeit der bekannte bens hervorgerufen, in der That nur flug." Unser Dresdner Partei- Organ fertigt die Kreuztante in Ueber die Petition des Volksschullehrers Sampel u. Gen. treffender Weise ab, wie folgt: Wir wissen nicht, worin unsere zu Magdeburg, mit dem Antrage, ein Gesez zu erwirken, welches fonstatiren zu können; was aber den„ Nothruf" der„ bedrängten Zurückhaltung" gelegen haben soll, wir glauben das Gegentheil die Verhältnisse der Hinterbliebenen der Elementar- Schullehrer im Sinne der vom Abgeordnetenhause am 26. März 1889 be- Gemeinden" anbelangt, so glauben wir, daß jeder davon über schloffenen Resolution regelt, wird zur Tagesordnung über- hatte und wir wollen hiermit verrathen, daß er uns manche ver überzeugt ist, daß die Sozialdemokratie den größten Nutzen davon Schluß 31 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 12 Uhr. guügte Stunde bereitete. Unbequem war das Aufsehen nur für die betreffenden ( Rechnungsvorlagen, Elb- Trave- Kanal, Vorlage betr. die VerGemeindevorstände und den gefammten pfändung von Privat- und Kleinbahnen, fleinere Vorlagen.) Am Ordnungsbrei, die sich vor der ganzen Welt lächerlich gemacht Freitag beginnt die Etatberathung. haben. gegangen. Abgeordnetenhaus. * エ Euskirchen, den 19. April 1894. Auf die unterm 12. v. M. an die königliche Regierung in Köln gerichtete, an mich abgegebene Beschwerde gegen den Herrn Bürgermeister Selbach hierselbst gereicht Ihnen Folgendes zum Bescheide: Die angestellten Ermittelungen haben ergeben, daß der genannte Herr Bürgermeister feineswegs Veranlassung gegeben hat, daß dem einen oder anderen Mitgliede des am 13. Februar d. J. gegründeten Arbeiter- Bildungsvereins das Arbeitsverhältniß gekündigt worden ist, durch die Bekanntgabe der Namen der Mitglieder des Vereins hat derselbe aber seine Befugnisse nicht überschritten. Hiernach lag ein Grund zu einer Beschwerde gegen den genannten Herrn Bürgermeister nicht vor. Es wird Ihnen anheimgegeben, den Mitunterzeichner der Beschwerde hiervon in Kenntniß zu setzen. Der fönigliche Landrath Frhr. v.( Name unleserlich), Geheimer Regierungs- Rath. An Herrn Josef Fränz hier, Wolfsgasse." Voraussichtlich dürften, wie die Rheinische Zeitung" mits theilt, die Empfänger des Bescheides eine Instanz höher gehen, um die Frage zur letzten Entscheidung zu bringen, ob die Polizei die Listen der Mitglieder der bei ihr angemeldeten Vereine einzelnen Interessenten zur Verfügung stellen darf. Beschluß. Mit Rücksicht auf die aus gleichen Anlässen getroffenen Entscheidungen des großherzoglichen Bezirks Direktors wird die für Montag, den 23. d, Mts., anberaumte Versammlung im Gasthof zum fröhlichen Mann", da durch das Anftreten des Agitators Timm eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung zu befürchten ist, hiermit untersagt. " - Die töniglich sächsischen Verwaltungs. Zu den Großrathe- Erfahwahlen, die am 28. und 57. Sigung vom 25. April 1894, 11 Uhr. 29. April in Basel stattfinden, haben die Baseler Sozial- beamten find übertrumpft und zwar von einem ihrer Kollegen Am Ministertische: v. Heyden. demokraten eigene Kandidaten aufgestellt und hoffen auf guten in Sachsen- Eisenach. Der Einberufer einer Versammlung Die zweite Berathung des Gefeßentwurfes über die Land. Erfolg, da die betreffenden Kandidaten- es handelt sich um für die in der Bekleidungsindustrie beschäftigten Arbeiter erhielt wirthschaftskammern wird fortgesetzt beim§ 2, welcher drei bereits bei den Hauptwahlen eine ansehnliche Stimmen Tags zuvor folgenden Bescheid: die Aufgaben der Landwirthschaftskammern aufzählt. Danach sahl erhielten. sollen u. a. die Landwirthschaftskammern, die Anstalten, das gesammte Vermögen, sowie die Rechte und Pflichten der bestehen- Zu dem Boykott Bruch Beschluß der Leipziger Buchden landwirthschaftlichen Zentralvereine auf deren Antrag zur drucker und dessen Rechtfertigung durch das Verbandsorgan bestimmungsmäßigen Verwendung und Verwaltung übernehmen, schreibt der Leipziger Wähler": Die Buchdrucker- Fachpresse sowie Vereine und Genossenschaften, welche die Förderung der verbreitet beharrlich die irrige Meinung, daß die Leipziger landwirthschaftlichen Verhältnisse zum Zwecke haben, in der Aus- Buchdrucker zu ihrem bekannten, die Abweichung von der führung ihrer Aufgaben unterstützen. Lokalliste empfehlenden Beschlusse gekommen seien, weil den Buchdruckern zu ihren Versammlungen nicht solche Lokale zur Verfügung gestanden hätten, welche den Bedürfnissen ihrer Gewerkschaft entsprechen, wodurch eine fortgesetzte Schädigung der Organisation herbeigeführt worden sei. Demgegenüber müssen wir wiederholt fonstatiren, daß den Buchdruckern wie jeder anderen einen solch fürsorglichen Herrn Bürgermeister zu besitzen. großen Gewerkschaft die Tonhalle", die den größten Saal Leipzigs Beschlagnahmt wurde in 2emberg eine in hat, zur Verfügung stand. Nur in der völligen Verkennung dieses hebräischer Sprache abgefaßte Broschüre, welche die Arbeiter zur Umstandes mag die Erklärung zu finden sein, daß der Korre- Betheiligung an der Feier des 1. Mai aufforderte. fpondent für Deutschlands Buchdrucker" in einem„ Die unsolidarischen Buchdrucker" betitelten Leitartikel folgenden Satz vom Stapel laffen konnte:" Wir müssen gestehen, daß nach unserer Meinung die Leipziger Kollegen mit ihrem BeAbg. v. Plettenberg- Mehran( t.) beantragt, hinter übernehmen" einzufügen: mit deren bisherigen lokalen Gliederungen ihrerseits in organischen Verband zu treten", und hinter sowie das Wort„ sonstige" einzuschalten. Den Landwirthschaftskammern soll ferner nach Maßgabe der für die Börsen und Märkte zu erlassenden Bestimmungen eine Mitwirkung bei der Verwaltung und den Preisnotirungen der Produktenbörse, sowie der Märkte, insbesondere der Viehmärkte, übertragen werden. Nach der Vorlage sollte diese Mitwirkung nur übertragen werden können. = Abg. Krause Königsberg( natl.) beantragt, die Börsen und Produktenbörsen aus der Vorlage zu streichen. " " Eisenach, den 21. April 1894. Der Vorstand der Residenzstadt. Der Ober Bürgermeister. Müller. Schrecklich! Wie werden die guten Eisenacher froh sein, mentale. Tokales: einen § 2 wird nach längerer Debatte unter Annahme des An- schlusse sich fogar ein Verdienst um die trages v. Plettenberg und Ablehnung des Antrages Krause ge- allgemeine Sache erworben haben, indem Die Imgestaltung des Schloßplates wird von den be. nehmigt; ebenso ohne Debatte die§§ 3 und 4, welche Be- fie die Anregung gaben, in der Boykottfrage andere gefördert. Die neue Baufluchtlinie ist bereits festgesetzt, und der theiligten Behörden mit einer ganz ungewohnten Schnelligkeit stimmungen über die Errichtung der Landwirthschaftskammern Wege einzuschlagen." Niemand wird die Buchdrucker und die Sagungen derselben enthalten. um dieses Verdienstes" willen beneiden, das geeignet ist, Plan liegt seit etwa 8 Tagen zu Jedermanns Einsicht aus. Zum§ 5 wird vom Abg. v. Tiedemann- Bomst( ft.) ein den Besitstand der sozialdemokratischen Partei an verfügbaren Trotzdem bereitet der Schloßplat den Freunden des Unternehmens Bufaß beantragt, wonach in der Provinz Posen ein Drittel der Sälen in einem Grade zu gefährden, von der die Urheber jenes viele Sorge. Der königliche Marstall muß, da er nach Beseitigung Mitglieder vom Oberpräsidenten nach Anhörung des Provinzial- bedauerlichen Beschlusses teine Ahnung(?) haben. Daß daraus der Häuser zwischen Breitestraße und Kurfürstenbrücke an den raths ernannt werden sollen. Schwierigkeiten erstehen mußten, war vorauszusehen und es wird Platz stoßen wird, nach dieser Seite eine Front vorgesetzt be tommen. Ja, aber was für eine? Natürlich eine Der von den Freitonservativen gestellte Zufazantrag wird an der Rührigkeit unserer Parteigenossen liegen, zu verhindern, gegen die Stimmen der Freikonservativen, Nationalliberalen, daß andere Gewerkschaften auf dem von den Buchdruckern be- solche, die ber der Bedeutung des Plates angemessen ist, die Architekten der Krone, also eine monu fowie des Abg. v. Jagow( f.) abgelehnt und§ 5 angenommen. tretenen Wege folgen, sollen nicht in der Lokalfrage Zustände Die§§ 6-19 enthalten die Bestimmungen über das 23 a bleinreißen, die eine wesentliche Schädigung unserer Partei und älteren, angeblich von Andreas Schlüter herrührenden Entwurf. Eine Zeit lang schwärmte man für recht und das Wahlverfahren. Die Abgg. Herold eine Schmälerung ihrer Agitationsfähigkeit in sich schließen. Wir Seine Ausführung wurde theils aus Pietät, theils wegen des und Genossen vom Zentrum, sowie die Abgg. von Bedliß machen für heute diese Andeutungen, um aufs neue an die strenge hohen Kunstwerthes, den er haben sollte, gefordert. Dieser Ent( ft.) und Genossen beantragen die Zurückverweisung dieser Para Einhaltung der Parteidisziplin und die strikte Beachtung der wurf wurde von manchen Leuten sogar mit unter den Gründen graphen in die Kommission, erstere mit der Maßgabe, daß ein Lokalliste zu erinnern." Dreiklassen- Wahlsystem durch Dreitheilung des Grundsteuer- Rein- Die vorstehenden Ausführungen unseres Leipziger Bruder angeführt, die für die Niederreißung der Häuser zwischen Breite ertrages eingerichtet werden soll. organs finden ihre Ergänzung in den Vorgängen in Chemnik straße und Kurfürstenbrücke sprächen, jest, nachdem die NiederDarauf wird um 4 Uhr die weitere Berathung bis und Dresden. In ersterer Stadt ist den Arbeitern soeben der reißung beschlossen ist, will man plöglich etwas Anderes, noch Donnerstag 11 Uhr vertagt. letzte größere Saal, die Stadt London", entzogen worden, und Großartigeres haben. Es sind auch schon andere Entwürfe auf aber es foll sich herausgestellt haben, in Dresden verweigerte die Direktion der Waldschlößchen- gestellt worden, Brauerei in letzter Stunde die Hergabe ihrer Lokalitäten zur der Brüderstraße zu gelegenen Häufer doch recht störend бар die auf der anderen Seite der Breitestraße nach Maifeier, offenkundig in der Absicht, dadurch die Mai Demonwirken. E3 find alte Buden, bie zu der geplanten stration der Dresdener Arbeiterschaft zu hintertreiben. Parteinachrichten. = Maifeier. Die Gothaer Genossen unternahmen Bedenkt man weiter, wie gerade in Sachsen, sowohl seitens monumentalen Marstallfront in ihrer Nachbarschaft nimmer am 1. Mai einen Ausflug nach dem„ Berggarten", am Abend der Behörden wie der gesammten Unternehmerschaft, alles aufpassen wollen. Was also thun? Natürlich herunterreißen! Man findet ein Rommers statt. In Budapest wird die Maifeier geboten wird, um sowohl die politische wie auch die gewerkschaft hat sich beeilt, auch diesen neuen umstürzlerischen Vorschlag sofort fich für Betheiligung ausgesprochen. Der in Mannbeim wird man die Erregung unserer Genossen in Leipzig, wie in aufgeführt werden, dessen Front mit der zu schaffenden Marstall eine allgemeine sein. Die Arbeiter aller größeren Fabriken haben liche Bewegung zu hemmen und, wo es angeht, zu vernichten, so und allen Ernstes zu machen. An Stelle der hinderlichen alten Buden könnte, so meint man, ein großer monumentaler Neubau polizeilich verboten worden. In Offenbach verspricht die Wir haben für den auch unter der deutschen Arbeiterschaft einzig müßten die fraglichen Terrains angekauft werden, aber von wem? geplante Umzug der dortigen Parteigenoffen am 1. Mai ist ganz Sachsen, über den Beschluß der Buchdrucker begreifen. aufgeführt werden, dessen Front mit der zu schaffenden Marstallfront übereinstimmend zu behandeln wäre. Zu diesem Zwecke Maifeier in diesem Jahre großartiger denn je zu dastehenden Opfermuth der Buchdrucker und deren Organisations- Von der Krone? Oder vom Fistus? Das wäre ja zu viel verwerden. Sie wird wieder in der Stadthalle abgehalten treue die höchste Achtung, aber daß troß dieser Eigenschaften langt! Aber vielleicht veranstaltet man wieder einmal eine werden. Die Festrede hält Genosse Ulrich Offenbach. Die Magdeburger Arbeiter haben, gemäß dem Beschluffe Arbeiterschaft nicht entbehren kann, das hat doch der letzte Seger- Krone zum Geschenk zu überreichen. G3 scheint beinahe, auch diese Gewerkschaft unter Umständen die Hilfe der übrigen kleine Lotterie, um die Buden anzukaufen und der des Parteitages in Köln, beschloffen, daß alle, denen es nur streit zur Evidenz gezeigt. möglich ist, den Tag durch Arbeitsruhe zu feiern haben! Die Angesichts dieser Sachlage follte man um einer fo gering theilungen über die Schwierigkeiten der Schloßplayverschönerung als ob die in den letzten Tagen in der Presse aufgetauchten MitArbeiter, die unter dem Druck der ökonomischen Verhältnisse dies fügigen Sache willen nämlich nicht nur ein großes, sondern nicht möglich machen können, haben einen Theil ihres Arbeits- auch ein schön dekorirte 3 Lokal zu den Verbandsfesten zur hineinlancirt worden sind, um für dieses oder ein ähnliches Proverdienstes an die Gewerkschaften abzuführen. In der Schweiz Verfügung zu haben die Solidarität mit der übrigen Arbeiter jett Stimmung zu machen. Sollte die Absicht, die fraglichen wird die Feier einheitlich am 1. Mai begangen werden und schaft nicht auf das Spiel fetzen. Solche Vorkommnisse müssen Häuser zu beseitigen, wirklich bestehen, so wird man sie ohne zwar da, wo es möglich ist, mit Arbeitsruhe und Tagesversamm- besonders wenn sie sich, wie dies bei der Buchdrucker- weifel auch durchzusetzen wissen. Vergleiche: Schloßfreiheit! Von Iung, Umzug 2c., und da, wo diese Möglichkeit nicht besteht, mit Organisation der Fall ist, an mehreren Orten wiederholen Privatgebäuden am Schloßplate bliebe dann nur noch das sog. Abendversammlung. Den ganzen Tag feiert nur Zürich, am einen Stachel hinterlassen und die Wirkung davon fommt nur tothe Schloß" und das Nachbarhaus an der Stebahn übrig. Aber Nachmittag St. Gallen, Chaux de fonds, Genf und wahr den gemeinsamen Gegnern zu statten. Die Stärke der Arbeiter- auch deren Stündlein dürfte dann bald geschlagen haben. Die Um scheinlich Bern, Basel, Biel zc. Der Posamentierverein zu Basel schaft liegt in ihrer Ginigkeit, die Opfer, die dieser gebracht leyte Privathaus aus dieser Gegend verschwunden und das sturzarbeit am Schloßplate wird nicht eher aufhören, als bis das hat ein Maifeft- Beichen anfertigen laffen; der Ertrag tommt den werden, lohnen sich mit 3ins und Zinseszinsen für Alle. gemaßregelten Posamentern zu gute. Soweit bis jetzt bekannt, Schloß vollständig freigelegt ist, freigelegt" in dem Sinne, werden Greulich und Lang in Basel, Wullschleger in Chur, wie es von manchen Leuten gewünscht zu werden scheint. Dann Steiger in Bern, Mettier in Schaffhausen, Beck in Romanshorn-Nach fünfmonalticher Gefängnißstrafe ist am 24. d. M. jeder Gelegenheit absperren, ohne daß sich noch ein Anwohner tann man ja den ganzen Schloßplat sammt dem Luftgarten bei und Seidel in Zürich und Winterthur sprechen. Von der Mittags unser Genosse Wilhelm Megger aus der Raboisenwache über Geschäftsstörung beklagen kann, wie es früher geschehen ist. Redaktion der Arbeiterstimme" wird ein Mai- Flugblatt heraus entlassen worden. Viele Hunderte von Parteigenossen hatten sich Bielleicht friegen es sogar einige Schlau ,, meyer" es giebt solche gegeben. in den anliegenden Straßen versammelt, um den der Freiheit Meyer in der Stadtverordneten- Versammlung!- fertig, daraus Der Arbeiterverein von Reichenbergi. B. wiedergegebenen Kämpfer jubelnd zu empfangen. Unserem Ge- ein Interesse der Bürgerschaft an einer radikalen Schloßplaybeschloß bezüglich des 1. Mai eine Resolution, es möge durch noffen hatte die lange Staatspension, welche er dank der Für Verschönerung" zu konstruiren und dem Magistrat hilfreich beieine würdige Massenkundgebung an diesem Tage der tiefen Un- forge des Hamburger Senats und der Hamburger Bolts"-zuspringen, wenn er um die Erlaubniß bittet, zu diesem Zweck zufriedenheit der Arbeiterschaft Ausdruck gegeben und demonstrirt vertretung genossen hat, scheinbar nicht erheblich geschabet, so aufpringen, wenn er um die Erlaubniß bittet, zu diesem Zweck werden für den Achtstundentag, 36 Stunden Sonntagsruhe, Ver- daß er wieder mit frischem Muthe in den Kampf für Wahrheit noch einmal den Stadtsäckel erleichtern zu dürfen. besserung des Vereins, Versammlungs, Roalitions- und Preß- und Recht eintreten fann. Mit den vielen Krankenkassen, die nicht dem§ 75 des gesetzes, sowie für das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht.-Wozu führt die Polizei Vereinsmitglieder: Krantenversicherungs- Gefeßes entsprechen, haben wir uns bekanntliften? In der Stadt Euskirchen wurde am 13. Februar lich schon des öfteren zu beschäftigen gehabt. Gs finden sich Das Organisationskomitee für die Maifeier in Eng- d. J. ein Arbeiter Bildungsverein gegründet und in den Statuten derartiger Kassen vielfach Bestimmungen, die land hat, um den internationalen Charakter der Maidemon- als solcher am 15. Februar, Mittags nach 12 Uhr, unter Zu- nicht gut anders als Fallstride für die gar zu vertrauens. stration voll zum Ausdruck zu bringen, beschlossen, der Arbeiter- stellung des Mitgliederverzeichnisses auf der Bürgermeisterei an- seligen und unkundigen Mitglieder a bezeichnen sind, welchen Bolizeiliches, Gerichtliches: c. oft erst dann die Augen aufgeben, wenn sie, nachdem sie Jahre I man ihn noch lebend nach einem Krankenhause. Dort ist er an befürchten, daß er sofort in Haft genommen werden würde. lang ihre Beiträge gezahlt haben, in die unglückliche Lage den Folgen von schweren Arm- und Beinbrüchen und an inneren Während der Gerichtshof sich zur Berathung zurückgezogen hatte, überreichte F. dem Günther, welcher in dem Prozesse als Zeuge fommen, vergeblich Hilfe und Unterstügung von diesen Kassen zu Verlegungen furz nach der Einlieferung gestorben. beanspruchen. Ein zweiter schwerer Unfall hat sich um dieselbe Beit bei aufgetreten war, sein Portemonnaie mit 96 Mark Inhalt Der Krankenversicherungs- Verein, Selbstschutz" liefert dem Dombau ereignet. Der 36 Jahre alte Arbeiter Karl Schepall wobei er ihm zuflüsterte, es seiner Frau zu geben. Sodann für das Gesagte den besten Beweis. In den Statuten bestimmt stürzte in einen etwa drei Meter tiefen Schacht und zog sich wollte F. auch seinen Ueberzieher an Günther geben, dies hatte ein Paragraph: Mitglieder, welche dem Verein mindestens eine Verstauchung des Rückgrats, sowie bedeutende innere Ver- der Staatsanwalt aber bemerkt und Günther mußte dem da26 Wochen angehören, bekommen in Krankheitsfällen eine legungen zu. Auch er mußte nach einem Krankenhause gebracht maligen Angeklagten den Rock zurückgeben. Die Befürchtung Geldunterstügung des F. trat ein, er wurde sofort verhaftet. Später erfuhr er, auf die Zeitdauer von höchstens werden. 26 Wochen in jedem Jahre; dieses Jahr beginnt mit der= mußte es Er für sich behalten haben. bestritt dies Erschoffen hat sich am Dienstag Nachmittag der Schrift. daß seine Frau das Portemonnaie nicht erhalten hatte, Günther jenigen Woche, in welcher zuerst Unterstützung gewährt wird." steller Julius Kopf- Vérone. Als Motiv der That werden 3wistig vor dem Schöffeurichter. ben Rock überKrantenmeldungen sind direkt an den Vorsitzenden zu richten feiten angegeben, die der 24jährige Mann, der im Begriff geben habe, habe er, Günther, das ihm kurz vorher und hat der gefchäftsführende Vorstand über stand, sich zu verheirathen, mit seinen zukünftigen Schwiegereltern übergebene übergebene Portemonnaie in eine der Taschen gesteckt die Krankenunterstühungen zu beschließen." hatte. und F. es somit mit dem Rock sofort zurückerhalten. Schon die Karenzzeit von 26 Wochen ist eine unverhältnißmäßig lange. Doch diejenigen Bestimmungen, welche geeignet Einem alten Sünder auf die Spur gekommen ist die Ein Zeuge bekundete aber, daß er nach der damaligen Verfind, alle Hoffnungen des Versicherten illusorisch zu machen, sind Kriminalpolizei gelegentlich der Recherchen nach dem Verbleib handlung das Gerichtsgebäude in Gesellschaft des Günther verim§ 7 und in dem durch Beschluß der Generalversammlung der Emma Firneisen. Gleich nach dem ersten in der Presse ver- lassen und den Letteren daran erinnert habe, das Portemonnaie vom 26. Juli 1898 veränderten§ 1 des Statuts enthalten. In öffentlichten Aufruf lief bei den Eltern des Kindes eine Post doch schnell der Frau des F. auszuhändigen, da dieselbe frank denselben heißt es: farte ein, in welcher ein hiesiger Kaufmann mittheilte, daß die und hilfsbedürftig sei. Günther habe versprochen, den überleine F. sich bei seinem Schwiegervater, einem hierselbst nommenen Auftrag noch an demselben Nachmittage auszuführen. wohnenden Rentier und Hausbesizer befinden dürfte, da der Das Schöffengericht schenkte daher dem Angeklagten feinen Auf grund Glauben. Die sechste Straffammer des Landgerichts I., welche felbe häufig Kinder in feine Wohnung locke. diefer der Kriminalpolizei übergebenen Mittheilung wurde von Günther als Berufungsinstanz angerufen wurde, hatte eben= in der Wohnung des Verdächtigen hausgesucht und falls feinen Zweifel an der Schuld des Angeklagten, das erste da später noch eine Denunziation seitens eines in der Ruheplay- Urtheil wurde bestätigt. straße wohnenden Schneiders einlief, die Haussuchung bei dem Wentier wiederholt, welche jedoch ebenso wie das erste Mal resultatlos ausfiel. Dagegen stellte es sich dabei heraus, daß der Angeschuldigte sich eines schweren anderen Vergehens wider die Sittlichkeit schuldig gemacht habe und es wird nun gegen den felben, wie auch gegen seine zwanzigjährige verheirathete Tochter vorgegangen werden. Auf Beschluß des Vorstandes kann bezugnehmend auf§ 5 Krantenunterstützung in Klasse I bis zu 3 M. pro Tag, Klasse II bis zu 4 M. pro Tag, Klasse III bis zu 5 M. pro Tag, einschließlich der Sonn- und Festtage, gewährt werden." Die angeführten Beispiele, denen sich bestimmt noch weitere hinzufügen laffen, dürften geeignet sein, als Warnung zu dienen. Wie weit der Mißbrauch in diesen Dingen gehen und was eine gewiffenlose Verwaltung mit den ihr anvertrauten Geldern beginnen kann, hat das Beispiel des verflossenen Vereins Zukunft" zur Genüge gezeigt. vier Brände statt. nie er er= Dieses Wort„ fann" ist das verhängnißvolle, welches die Versicherten vollständig dem freien Ermessen des Vorstandes überantwortet. Ein wohlwoollender Vorstand ist ja berechtigt, die Von bodenlosem Leichtfinn zengte die Handlungsweise, erwähnten verhältnißmäßig hohen Tagesunterstühungen einem erkrankten Mitgliede zukommen zu lassen. Wie aber, wenn das welche gestern den Buchhalter Richard Harder unter der AnMitglied sich mißliebig gemacht hat? Der Vorstand ist alsdann lage der fortgesetzten Unterschlagung vor die erste Strafkammer berechtigt, die Leistungen der Kaffe auf 50 Pf. zu fixiren, und gegen des Landgerichts I führte. Harder trat im November 1890 als Buchhalter mit dem niedrigen Anfangsgehalt von 125 M. einen derartigen Beschluß gewährt das Statut nicht den geringsten gemonatlich bei einer hiesigen größeren Druckerei ein. G3 gehörte Seblichen Schuh. Ist doch dem§ 1 des Statuts durch Beschluß der zu seinen Obliegenheiten, des Sonnabends das aus 130 bis 140 Stöpfen Generalversammlung vom 26. Juli 1893 der Sah hinzugefügt worden:„ Ein rechtlicher Anspruch auf die im Statut vor Polizeibericht. Am 24. d. M. Vormittags gerieth ein bestehende Maschinenpersonal auszulohnen. Er erhielt zu diesem da gesehene Unterstützung steht jedoch den Mitgliedern nicht zu." neben seinem Arbeitswagen hergehender Fuhrherr vor dem Hause Zwecke jedes Mal eine größere Summe zur Verfügung gestellt, Daß der Verein Selbfichuh" in der That denjenigen An- Brunnenstr. 27 mit den Füßen unter die Räder und wurde nicht als voraussichtlich gebraucht wurde, forderungen, welche das Mitglied eines Krankenversicherungs- unerheblich verletzt. Vor dem Hause Kottbuser Damm 1 wurde auch die Ueberstunden festzustellen und die Abzüge für KrankenSchon bald nach seiner AnVereins an diesen zu richten berechtigt sein dürfte, nicht ent- Stelle getödtet.- Auf dem Potsdamer Außenbahnhofe fiel Nach- ftellung beging der Angeklagte Unterschlagungen, bie bis zum eine Frau durch einen Arbeitswagen überfahren und auf der versicherung zu berechnen hatte. sprochen hat, geht z. B. aus dem Beschluß des königl. Amtsgerichts I Abth. 65 vom 26. Februar 1894 hervor, wonach der mittags ein Arbeiter beim Abladen von Kohlen von einem Eisen- März d. I., als sie entdeckt wurden, die ansehnliche Höhe von Graveur W. Müller, Urbanfix. 82, welcher den Verein Selbst- bahnwagen und erlitt bedeutende Verletzungen am Kopfe und an insgesammt 37 800 m. erreicht hatten. Bei Aufstellung der der Brust. Ein Mann erschoß sich in seiner Wohnung in der Lobnlisten beging Harder vorfäßlich fast an jedem Sonnabend schuh" wegen einer für die Krankheitsdauer vom 10. Oktober bis 9. Dezember 1898 versicherten Summe von 244 m. verklagt hatte, Simmerstraße.-Nachmittags fürsten ein Dachdeckermeister und ein Additionsfehler in Höhe von 1 bis 200 m. und fteckte das überauf Grund des obigen Busages abgewiesen werden mußte, ob- Gefelle mit einem Theil des an der Hinterfront des Hauses schüssige Geld in seine Tasche. Merkwürdigerweise wurde dem gleich er als langjähriges Mitglied seine Beiträge stets regelmäßig Schönhauser Allee 147a angebrachten Hängegerüftes auf den Hof Angeklagten ein so unbegrenztes Vertrauen geschenkt, daß die wurden. nachgerechnet Im März dieses hinab. Grsterer erfitt einen Bruch des Oberschenkels, letterer Listen entrichtet hatte. Auch für den zur Zeit im Krankenhause am Urban befind- verstauchte sich das Rückgrat. In der Schantwirthschaft Jahres erhielt fein Chef ein Schreiben ohne Unterschrift, daß aufmerksam darauf gemacht wurde, lichen Schneider Ferd. Hentschel, Fichtestr, 29, wohnhaft, lehnt mittels eines Bierglases schwer am Kopfe. Als Abends ein Harder große Summen vergeude. Jetzt wurden die Unterschleife Wendenstraße 5 verletzte ein Arbeiter einen anderen Arbeiter worin der Verein Selbstschutz die Erstattung der nur 2 M. pro Tag betragenden Kurtoften ab. Dieses Vereinsmitglied fällt also der Bäckergeselle auf dem Flur des Hauses Mariannenstr. 35 einem entdeckt, worauf Harder es vorzog, sich selbst der Polizei zu Armenpflege anheim und hat an der Erstattung der Kosten lange Freunde einen Revolver zeigte, entlud sich die Waffe und ver- stellen. Was er im gestrigen Termine anführte, fonnte nicht zu - Im Laufe des Tages fanden seiner Entschuldigung dienen. Troßdem er vor 2 Jahren ge zu laboriren. Der Verein deckt sich regelmäßig durch die famosen letzte ihn schiver an der Hand. heirathet hatte, hatte er mit Kellnerinnen Verhältnisse unter§§ 1 und 5 des Statuts. halten, ihnen foftbare Geschenke gemacht und große Summen mit ihnen verpraßt. Von einer Nothlage fonnte kaum die Kleine Theater- nud Literatur Chronik. 185 Mark fein, da sein Gehalt zuletzt auf Im Zentral Theater muß das für morgen angesetzte Nede war. Der Staatsanwalt in dem Uma Benefiz für Herrn Fritz Helmerding infolge des Unfalls, der den monatlich erhöht worden den einzigen Milderungsgrund Dagegen hat Herr blickte Künstler betroffen, verschoben worden. Schmasow am Freitag feinen Ehrenabend. Zur Aufführung ge- stande, daß der Angeklagte nicht genügend fontrollirt worden Er beantragte neun Monate Gefängniß und langt" Heydemaun und Sohn". In Wiesbaden ist dem war. Dichter der Mirza- Schaffy- Lieder, Bodenstedt, ein Denkmal er- zweijährigen Ehrverlust. Der Gerichtshof ging weit über den richtet worden. Der Polizeipräsident, oder, wie er in Glas- Antrag hinaus, denn das Urtheil lautete auf zwei Jahre gom genannt wird, Obertonstabler, hat vor einigen Zagen fechs Monate Gefängniß und dreijährigen verfügt, daß die folgenden berühmten Bilder englischer Maler hr verlust. aus dem Schaufenster eines Kunsthändlers der Stadt zu Unvorsichtiges Umgehen mit Spiritus lag einer Anklage entfernen feien, weil sie nicht passend" wären, zur Schau ge- wegen fahrlässiger Brandstiftung zu grunde, welche geſtern vor stellt zu werden:" Psyche im Bade" von Sir Frederic Leighton; der siebenten Straffammer des Landgerichts I gegen die SchankDiana und Endymion" von G. F. Watts; Gin Besuch bei wirths- Ehefrau Emilie Schröder verhandelt wurde. Die AuAesculap" von G. J. Pointer; Syring" von Arthur Hacker; gefchuldigte wollte am 9. Dezember vor. Jahres Zitronen- Likör Die ,, Derrohung der Sitten", jenen Artikel, den wir in Orpheus" und" Das Urtheil des Paris" von S. J. Salomon für ihren Geschäftsbedarf herstellen. Sie löfte zunächst auf dem der Nummer 89 unseres Blattes gelegentlich des Mordes Db ber brave Oberkonstabler bei der Berliner Polizei Rochofen Bucker in Wasser auf. Um dann den erforder= an der unglücklichen Krankenpflegerin Fräulein Helene Schweichel feine Sittlichkeitsstudien gemacht hat?- Klaus Groth, der lichen Spiritus in die Lösung zu gießen, goß fie aus einer brachten und werin wir die Gepflogenheiten der bürgerlichen Dichter des Quickborn, hatte gestern feinen 75. Geburtstag. Krufe, die etwa 10 Liter enthielt, ein Liter in ein Maß ab. Die Presse geißelten, um jeden Pis Kapital aus irgend einem Gerhart Hauptmann's Weber" und Hannele" gelangen in Kruke unter dem Arm behaltend, trat fte nun an den Herd und Unglüdsfall oder Verbrechen zu schlagen, hat das Blatt, welches tommender Saison in Italien, von Gagliardi überfeßt, zur Auf- goß den Spiritus aus dem Litermaß in die Lösung. Hierbei nur in der Unparteilich feit" macht, nämlich der Berführung. Beide Stücke wurden von Ando für seine Truppe er- prigten einige Tropfen auf die heiße Ofenplatte, entzündeten liner 2otal- Anzeiger", auf sich bezogen. Wir hätten worben. May Halbe's Liebesdrama" Jugend" ist unter dem sich und setzten auch die Flüssigkeit in dem Kochgefäß in Brand. Dagegen, obgleich mir teinen Namen genannt haben, nun Titel Giovinezza" am 19. d. am Teatro Valle in Rom in einer Die Angeschuldigte ließ vor Schreck die Kruke fallen, fie zernichts einzuwenden, wenn nicht der Lokal- Anzeiger" selbst von Uebersetzung von Otto Gisenschitz aufgeführt worden. Das Stück sprang und der Inhalt entzündete sich ebenfalls. Die Angeklagte vielen Worten und wenig Inhalt, aus welchen das fand eine getheilte Aufnahme. entging mit Noth der Gefahr des Verbrennens, fie tam mit Bekenntniß: mea culpa, mea maxima culpa, nur zu deutlich Verlegungen geringen davon. Glück Bum erschien spricht, darauf zurückgekommen wäre. auch bald die herbeigerufene Feuerwehr, welche den Brand im Entstehen erstickte. Da die Thürrahmen und die Thürfüllungen bereits eine schwarze Farbe angenommen hatten und diese zu Theilen eines Gebäudes gerechnet werden, so folgte obige An tlage. Der Gerichtshof folgte aber den Ausführungen des Vers theidigers, Rechtsanwalt Leop. Meyer, und fällte ein freisprechendes Urtheil, da angenommen wurde, daß nicht die Holz= theile, sondern nur der darauf fißende Anstrich vom Feuer ergriffen worden war. # Das Eigenthümliche an dem Krankenversicherungs- Verein Selbstschuh ist noch, daß sein Statut das Visum des hiesigen Polizeipräsidiums frägt. Es tann unferer Ansicht nach unmöglich in dem Willen der Behörde liegen, zu Bestimmungen ihr Jawort zu geben, deren Faffung es zuläßt, daß den Versicherten die Hilfe versagt wird, wenn sie derfelben einmal bedürfen. Wir erwarten angesichts der von uns geschilderten Vorfälle, daß die zuständige Behörde hinfort auf diese Art Krankenversicherungs. Verein ein wachfames Auge werfe. " Das Blatt vertheidigt sich nach dem Grundsatz: wer sich entschuldigt, beschuldigt sich gegen Vorwürfe, die wir gar nicht gegen dasselbe erhoben, sondern nur im allgemeinen haben laut werden lassen. Interessant ist jedoch ein Sah in der genannnten Vertheidigungsschrift, in welchem sich das Blatt selbst sein Urtheil spricht. Es schreibt, man könne nicht laut genug feine Stimine dagegen erheben, wenn es sich darum handele, private Angelegenheiten in ungemessener Weise in die Deffentlichkeit zu ziehen und auch gleichzeitig im Schmut herumzuplantschen, daß das schmutzige Waffer emporspringe. " " " " Witterungsübersicht vom 25. April. Stationen. Swinemünde Hamburg Berlin Barometerftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. BOO Windrichtung Windstärke ( Stala 1-12) GD 761 761 Still 762 Wiesbaden. 762 SA 763 762 760 MSW 767 746 NA 752 660 758 Wien 1111222845 33 etter Temperatur 6644777( nach 50 G. 4° R.) Celsius Dunst Nebel bedeckt heiter wolkenlos 10 12 8 12 wolfenlos 14 wolfig 3 bedeckt Regen heiter halb bedeckt 12 Soziale Uebersicht. Achtung, Wilmersdorf! Der Arbeiterverein hierselbst veranstaltet zur Feier des 1. Mai in Mölter's Volksgarten einen Unterhaltungs- Abend, verbunden mit Vorträgen und Gesang. Einkaßkarten werden nicht verkauft, da der Verein alle Unkosten deckt. Wir erwarten deshalb von den Arbeitern in Wilmersdorf, daß sie sich Mann für Mann an der Feier betheiligen. Die Maifest Beitungen sind vom Vertrauensmann beim Bergnügen zu Der Vorstand. haben. Nun das Hereinzerren privater Angelegenheiten in die Deffentlichkeit besorgt der Berl. Lokal- Anzeiger" mit einer München. Virtuosität, in welcher ihm kein anderes Blatt über" ist. Wir wollen nur das letzte uns gerade in der Erinnerung Haparanda Petersburg haftende Beispiel zum Beweise heranziehen, und dasselbe ein Cork. tlein wenig analyfiren. Aberdeen Unter der Spizmarke:„ Eine anmuthige VerParis lobungs und Entlobungsgeschichte" brachte der Lokal- Anzeiger" die Nachricht von der Verlobung des Herrn Witterung in Deutschland am 25. April, 8 Uhr Morgens. Emanuel Stodhausen mit Fräulein Elise Sauer, beide Seit gestern hat sowohl die Windstärke als auch die Beam Berliner Theater" engagirt, schrieb dann weiter, natürlich Achtung, Klempner! In den sächsischen Emaillirwerken immer in anmuthiger" Form, daß sich das Künstlerpaar entwölfung fast in ganz Deutschland abgenommen und namentlich aweit und die Verlobung gelöst habe, ließ dann die Liebenden in West- und Süddeutschland herrscht heiteres ruhiges Wetter von Gebrüder Gebler zu Birna wird ein Abwehrstreik wegen fich wieder verföhnen, und endlich dem Direktor in schuldiger vor, während es im Küstengebiete noch bewölkt ist. Unter dem Reduktion der Affordlöhne geplant. Zuzug von Klempnern ist Ehrerbietung" die fontrattlich vorgesehene Anzeige von seiner Einflusse der vermehrten Sonnenstrahlung und der schwachen streng fern zu halten. Südwinde ist die Temperatur fast überall gestiegen, in Berlin Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Verheirathung machen. Gind das etwa feine private Angelegenheiten, die hinein- fübler geworden. In Mitteldeutschland fanden gestern Ge- Zeit haben die organisirten Maurer im Osten Berlins einen auf 12 Grad Celsius; nur im Westen ist es stellenweise etwas An die Maurer Berlins! Kollegen, schon seit langer gezerrt" worden sind in die Deffentlichteit? fostenlosen Arbeitsuachweis errichtet, um sich so viel als möglich Längst waren Beide( nämlich Herr Stockhausen und witter statt. das Arbeitsuchen zu erleichtern. Kollegen, Ihr alle wißt, was Fräulein Sauer d. Red.) in heimlicher Liebe entbrannt, endes heißt, den ganzen Tag die Straßen Berlins nach Arbeit suchend zu durchirren. Der Arbeitsnachweis soll den arbeitslosen Kollegen nachweisen, wo Arbeit zu erhalten ist resp. soll der Arbeitslose von den in Arbeit stehenden Kollegen solche direkt nachgewiefen erhalten. Kollegen, es ist Pflicht aller Maurer, unser Unternehmen zu unterstützen. Der Arbeitsnachweis ist in der Rüdersdorferstr. 8 bei Böhl, Restaurant. Ebenso kommen die Kollegen jeden Sonntag Vormittag daselbst zusammen, um Arbeitsangelegenheiten zu besprechen. Albert Schacht, Weberstr. 49. Berliner Wetterbureau. lich hörte die Welt davon, und wir konnten Wetter Prognose für Donnerstag, den 26. April 1894. unseren Lesern die Berlobung des interessanten Künfilerpaares Warmes, zeitweise heiteres, vielfach wolliges Wetter mit mäßigen südlichen Winden und etwas Neigung zur GewitterBerliner Wetterbureau. melden!" ,, Endlich hörte die Welt davon," d. h. ,, wir" nämlich der bildung. Berliner Lokal- Anzeiger" hörten davon und brachten den " Klatsch" in die Deffentlichkeit, trotzdem Herr Stockhausen sich aber beeilte, alle Gerüchte von seiner Verlobung kategorisch zu dementiren". " Ist diese Mittheilung- fo fragen wir nun tein Hineingerren" privater Angelegenheiten in die Deffentlichfeit? Gerichts- Beitung. Zu dem Prozeß, der sich gegen den Kumpan des ollen ehrlichen Seemann, Arnold Lichtner gegenwärtig in Wien abspielt, meldet ein Wolff'sches Telegramm: Der Angeklagte befannte sich schuldig des Hazardspieles, aber nicht des Falschspieles und behauptete, den Spieltisch mit einem Verlust von dann schilderte Lichtner seine Spielfahrten, auf welchen er nach 4000 M. an Lieutenant von Schierstädt verlassen zu haben. Sofeiner Angabe überall verloren habe. An die Maler, Lackirer und Anstreicher Berlins und Umgegend. Kollegen, Arbeitsgenossen! Am Dienstag, den 24. April, wurden in der Werkstatt von Bodenste in drei statt herrichten, zur Sprache gebracht haben. Infolge dieser Kollegen gemaßregelt, weil sie die Mißstände, die in der WerkMaßregelung erklärten sich ca. 40 Rollegen, welche auf derselben Arbeit beschäftigt sind, mit den drei Entlassenen solidarisch und legten die Arbeit ebenfalls nieder. Arbeiterrifiko. Gin Unglücksfall, der den Tod eines Mannes zur Folge hatte, ereignete sich am Mittwoch Morgen gegen 8 Uhr auf dem Grundstück Kleine Hamburgerstr. 7. Dort wird das alte Gebäude abgebrochen, um einem Neubau Platz zu machen, und es stehen nur noch das Erdgeschoß und einige Pfeiler vom ersten Stockwert. Der 33 Jahre alte Maurer Rudolf Apelt aus der Brunnenstr. 110 erhielt von dem Polier Wegen eines recht schnöden Vertrauensbruchs war der den Auftrag, das hofwärts aufgestellte Schutzdach von Steinen Stuckateur Julius Günther vom Schöffengericht zu 2 Monaten zu säubern. Apelt, der auf dem Mauerwerk an einem Pfeiler Gefängniß verurtheilt worden. Am 31. März 1892 hatte sich Kollegen! An Euch wird es nun liegen, ob der Schlag, des ersten Stocks ftand, fprang auf das Schuzdach. Dadurch der Bureau- Vorsteher F. wegen eines Vergehens vor der zweiten der seitens der Firma Bodenstein nicht nur gegen die Gewurde der Pfeiler zum Wanken gebracht. Das Mauerwert Straffammer des Landgerichts I zu verantworten. Die Beweis- maßregelten, sondern gegen unsere gesammte Organisation gestürzte, durchschlug das Schutzdach und riß Apelt mit sich in die aufnahme fiel so ungünstig für ihn aus, daß der Staatsanwalt richtet ist, wirtungslos abprallen, oder aber ob das Kapital reip, Tiefe. Als er aus den Trümmern hervorgeholt war, brachte eine erhebliche Gefängnißstrafe gegen ihn beantragte. F. mußte die Firma Bodenstein über uns triumphiren soll. Daher haltet vor allen Dingen den Zuzug fern, trete feiner bei der Firma J. Bodenstein in Arbeit. Siehe Näheres im Inserat heutiger Nummer. Mit kollegialem Gruß G. Sint, Vertrauensmann der Maler Berlins. An alle im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen! Kollegen und Kolleginnen! Laut Beschluß der öffentlichen Versammlung vom 5. März d. J. soll am 1. Mai die Arbeit in unserem Berufe ruhen. Wir ersuchen nun unsere Berufsgenossen, diesen Beschluß so viel als möglich aufrecht zu erhalten und die Versammlung am 1. Mai, Vormittags 9/2 Uhr, bei Scheffer, Inselstr. 10, zu welcher Genosse Dr. Pinn das Referat übernommen hat, zahlreich zu besuchen. Die Agitationstommiffion. Die Bildhauer in Graz haben ihren Arbeitgebern ein Memorandum überreicht, in welchem fie folgende Forderungen stellen: 1. achtstündige Arbeitszeit ohne Lohnverkürzung, 2. Abfchaffung der Attordarbeit, Versammlungen. Die Zimmerlente in ugos haben die Verkürzung der Berufsgenossen, die am 19. April tagte, sprach Genosse Arbeitszeit um eine Stunde durchgesetzt. Der Ausstand der Ziegeleiarbeiter in der Gegend von Boom soll, einem Telegramm des Wolff'sche Bureaus zufolge, beendigt sein. Die Tischlergesellen von Reichenberg i. B. haben schloffen, am 1. Mai in den Streit zu treten, falls ihre den meistern gestellten Forderungen nicht bewilligt werden. Die Spiegelglasarbeiter des Pilsener Reviers haben Aufruf an die Arbeiter aller Brauchen, welche denatu- beschloffen, falls ihnen höhere Löhne nicht gezahlt werden, sich rirten Spiritus verarbeiten. Schon seit Jahren haben die dem Streit der bayrischen Glasarbeiter anzuschließen. Arbeiter unter den schädlichen Wirkungen des denaturirten Spiritus zu leiden. Ju einer gut besuchten Generalversammlung des Vereins der Lithographen, Steindrucker und Pinkau Leipzig über die Arbeiterbewegung früherer Jahrhunderte". Von einer Diskussion über den mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrag wurde wegen der reichhaltigen Tagesordnung Abstand genommen. Es folgte hierauf der Bericht der Fünfer- Kommission über die stattgehabte Urabstimmung für Errichtung des Bureaus und der dadurch nothwendigen Erhöhung bebes Beitrages von 15 auf 20 Pf. wöchentlich. E3 haben ge stimmt 726 Kollegen für, 109 dagegen. Da somit der Errichtung des Bureaus nichts mehr im Wege steht, beantragte die Rom= Nach einem mission die Errichtung desselben am 15. Mai. weiteren Antrag soll als befoldeter Verwalter der 1. Bevoll mächtigte der Filiale eingefekt werden. Hierauf gab Kollege Brall den Kassenbericht, dem sich der Jahresbericht, vom Kollegen Die Verwaltung setzt sich nach ers Seidel gegeben, anschloß. folgter Neuwahl aus folgenden Kollegen zusammen: R. Schöpfe, Wollinerstr. 23, 4 Tr., 1. Bevollmächtigter, gleichzeitig Verwalter des Bureaus; N. Leuschner, 2. Bevollmächtigter; Nitschke, erster, Storch, zweiter Schriftführer; W. Brall, Swinemünderstr. 4, erfter, Rehfeldt, zweiter Raffirer; Schädlich, Heidrich und Wilke, BeiBetreffs der Maifeier beschloß die Versammlung, zur Unterstügung der arbeitslosen Kollegen eine Sammlung zu veranstalten, und gelangen zu diesem Zweck Marken von 50 Pf. und 1 M. zur Ausgabe. Bekannt gegeben wurde ferner, daß die Kollegen, welche am 1. Mai Vormittags die für die graphischen Berufe stattfinden de öffentliche Verfammlung im Böhmischen Brauhause besuchen, sich vorher bei Musolf, Landsbergerstraße, einfinden. Die Bergarbeiter Delegirten Englands halten dieser Endlich hat nun die Behörde bei den Aerzten eine Umfrage Tage in London eine Zusammenkunft ab, um wegen über die Wirkung des denaturirten Spiritus veranstaltet. Ar- Förderungseinschränkungen zu beschließen. beiter, in Eurer Hand liegt es, ob wir weiter unter den Folgen Meisterstreik in Sicht. Das Komitee der Tischler des denaturirten Spiritus leiden müssen. Pflicht eines jeden meister in Wien lehnte sämmtliche Forderungen der ftreifenUrbeiters, der die schädlichen Wirkungen des denaturirten Spiritus ben Gefellen ab und beschloß, falls nach Beendigung des Ge- sizer; zu Revisoren wurden Hummel, Kettner und Massuthe gewählt. an sich verspürt hat, ist es, sich unverzüglich an einen Arzt zu wenden. Keiner unterlaffe es, sondern gehe so schnell wie mög- fellenstreits einzelne Meister von den Gesellen boykottirt werden lich zum Arzt; denn jeder Fall, ob von früher oder von jetzt, it follten, einen Meisterstreit zu beginnen. für die Sache von gleicher Wichtigkeit. Jeder Arbeiter mache seine Kollegen hierauf aufmerksam und veranlasse sie zur Meldung. In den Händen der Aerzte liegt es jetzt, zu berichten, aber sie können nicht berichten, wenn von feiten der Arbeiter ihnen teine Thatsachen zugetragen werden. Niemand lasse sich dadurch zurückschrecken, daß er früher bei einem Arzte war und dieser ihn von seinem Leiden nicht beArbeiter, sorgt dafür, daß den Aerzten ein genügendes Material zur Verfügung steht. freien konnte, Robert Kraemer, Stodarbeiter, Adalbertstr. 72. Achtung, Kupferschmiede! Im Auftrage der Filiale Danzig erfuchen wir, nach dort den Buzug streng fernzuhalten, da mit den dortigen Unternehmern Lohndifferenzen ausgebrochen find. Näherer Bericht folgt im Fachblatt. Bezüglich der Maifeier ersuchen wir die Kollegen, welche in der Lage sind durch Arbeitsruhe die Feier zu begehen, und namentlich die Arbeitslosen, sich früh 9 Uhr in der Herberge, Weinstr. 11, einzufinden, um sich von da aus nach der Metall arbeiter Versammlung zu begeben. Der Filialvorstand. Der Ruin der Ziegeleibesitzer, zu deffen Abwehr fich eine Anzahl Ziegelfabriken in und bei Stuttgart zu einem Ring verbunden haben, nimmt sich ganz eigenartig aus, wenn man in Betracht zieht, daß die Führerin dieser Koalition, die Stuttgarter Immobilien- und Baugesellschaft, im Jahre 1893 einen Reingewinn von 336 422,86 m. erzielte, der zum größten Theil unter die paar Aktionäre vertheilt wurde, während die Ziegelei Arbeiter zu den schlechtest bezahlten und gedrücktesten Proletariern gehören. Eine Arbeitslosen- Statistit, welche die Leipziger Studa: teure aufgenommen, hat ergeben, daß von 51 Gehilfen nur 11 das ganze Jahr hindurch Beschäftigung hatten, während 40 im ganzen 2650 Tage, fomit im Durchschnitt jeder 711/2 Tage arbeitslos waren. Die längste Arbeitslosigkeit betrug in einem Falle 280 Tage, während die fürzeste Dauer sich auf 14 Tage bezifferte. Wenn aber nun die Arbeiter bei etwas flotterem Geschäftsgange eine Kleinigkeit mehr zu verdienen wünschen, um fich für die Zeit der Arbeitslosigkeit einigermaßen zu ent Schädigen, dann schreit das Unternehmerthum über die unerhörten Forderungen der Arbeiter. Tem Bericht der Lübecker Genossenschaftsbäckerei für 1. Quartal entnehmen wir folgende Einzelheiten: Es wurden an Mehl verbacken 482 276 Pfb. 16 307 B an Weizenmehl verkauft... Busammen 498 583 Bfb. Achtung, Metallarbeiter! Der Streit der Former in das Reula, der bereits 8 Wochen währt, dauert unverändert fort. im 1. Quartal Die Direktion will uns die alten Atfordlöhne wieder bewilligen, wir sollen aber unterschreiben, daß wir uns keiner Organisation anschließen werden. Von dem Augenblick an, wo wir die Unterschrift geben, würden wir uns der Direktion auf Gnade und Ungnade ergeben, denn in aller fürzester Zeit würden die Herren An anderen Materialien wurden verbraucht: an Butter dann wieder mit der Lohnreduktion vortreten. Unfere Gegner 9381/2 Pfd., Schmalz 813 Pfd., Farinzucker 3672 Bfb., Melis benützen wie überall die schwarzen Listen, um uns die Möglich- zucker 523 Pfd., Staubzucker 1123 Pfd., Salz 4144 Bfb., Hefe feit zu nehmen, anderwärts Arbeit zu erlangen. Saalabtreiberei, 2743 id. 11. f. 1. Die Gesammteinnahme betrug 77 468 W. damit wir keine Beriammlung abhalten können, haben sie gleich 40 Pt., die Ausgabe 70 713 M. 2 Pf, so daß ein Reingewinn falls mit Erfolg angewendet. Jedoch werden uns all diese Mittel von 6755 M. 38 Pf. erzielt wurde. Seit dem 18. März sind die nicht irre machen im Ausharren für unsere gerechte Sache. neu angeschafften Maschinen, als Gasmotor und Knetmaschine Von den bisherigen 20 Streitbrechern sind 7 Mann schon nebst Meßgefäß und Fahrstuhl in Betrieb, welche sehr gut abgereift und die andern können wohl den Streit etwas in die arbeiten. Durch die Knetmaschine ist eine bedeutende Erleich Länge ziehen, aber nicht illusorisch machen, weil sie mit der terung der Arbeiter erzielt, weil die schwere Arbeit des Knetens Arbeit nicht fertig werden, ohne die Herren Aftionäre an ihrer durch die Maschine gethan wird, für den Brotesser ist dadurch schmalen(?) Dividende zu schädigen. Es stehen im ganzen in bezug auf die Reinlichkeit bei Herstellung des Brotes viel noch 30 Former im Streit, von denen die meisten unterstüßungs- erreicht worden. bedürftig sind. Der Geist unter den Streifenden ist ein vorzüg licher. Deshalb Kollegen allerorts, verlaßt uns nicht in unserm Rampfe. Saltet den Zuzug der Former nach Keula fern. Für Die bisherigen Unterstübungen unsern besten Dank. Alle Briefe und Geldsendungen sind wie bisher an Carl Sommer, Former in Mustau D./L., Schmelzstraße, zu richten. beten. Der Vertrauensmann. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck geRecht idyllische Zustände mögen noch in den ruffifchen Fabriken obwalten. Aus Mo3fau wird berichtet, daß in einer dortigen Lederfabrik mit zirka 800 Arbeitern noch förperliche Büchtigungen vorkommen. Vor einiger Zeit erschien beim Mo fauer Fabrikinspektor, ein Arbeiter aus der Fabrik und erzählte, er fei am 13. Januar auf Befehl des Besizers mit 20 Ruthen bieben und sein Kamerad foeben erst gleichfalls mit Ruthen hieben bestraft worden. Der Fabritinspektor entfandte sofort Der Fabrifinspektor entfandte fofort feinen Gehilfen nach der Fabrik. Es stellte sich heraus, daß die Zum Schuhmacherftreik in Burg. Bei dem diesmaligen Arbeiter recht berichtet hatten. Der Fabrikinspektor hat bean Streit, der durch die Maßregelung einer Arbeiterin hervorgerufen tragt, daß der Besizer wegen Selbsthilfe und Willkür gerichtlich wurde, handelt es sich bei den Unternehmern ohne Zweifel darum, verfolgt, die schuldigen Meister sofort entlassen werden sollen. die Organisation der Arbeiter zu zerstören. Sie haben einen Diese Notiz wird unfere Progen mit wehmüthiger Sehnsucht Ring gebildet und arbeiten mit dem feigen Mittel der erfüllen nach russischen Fabritseinrichtungen. schwarzen Listen. Diese beschränken sich nicht auf die Fabrikanten von Burg, sondern die geheime Verrufserklärung. Vom Lehrerelend. In der letzten Nummer der Schrift. ist anscheinend gut gut organisirt und erstreckt fich aufsteller- Zeitung Das Recht der Feder sucht ein Lehrer Neben weite Kreise. In einer am legten Montag abgehaltenen verdienst durch Abschreiben von Manuftripten. Kann der Versamnilung der Streifenden wurde berichtet, daß die Abgereisten Mann mit dem Unterricht der Kinder seine Zeit nicht vollkommen fowohl, als auch solche, die sich schriftlich an auswärtige Firmen ausfüllen, treibt ihn die Habgier zu Nebenverdienst"? Denn um Arbeit gewandt, solche nicht erhalten fonnten, weil sie( es bei unserm vielgerühmten hohen Kulturstand sollte man taum ging dies aus der Antwort hervor) von den Burger Fabri- annehmen können, daß Lehrer, denen die so wichtige Aufgabe der kanten in Berruf erklärt worden waren. Besonders ist es die Erziehung der Jugend zufällt, so ungenügend besoldet sind, daß Firma Tack u. Ko., die sich nach dieser Richtung hin hervorthut. sie auf Nebenerwerb rechnen müssen. Von dieser Firma sind wir in der Lage ein Schreiben an einen 11 Die Agitationskommission der Schneider und Schuekberinnen Berlins hatte zum 23. d. Mts. eine öffentliche Verfammlung für Arbeiter und Arbeiterinnen der Damenmäntel, Kindergarderobens, Trikotagen- Branche 2c. einberufen, um auch hier für die Zwecke der Organisation zu wirken. Die Versamm lung war gut besucht und bekundete ein lebhaftes Interesse an der Sache. Die Referentin Frau Reimann sowohl, wie auch Fräulein Mabnik, Kollege Täterow, Mähr u. a. ver tanden es, die bekannten ißstände in der Konfektion zu bes leuchten und die Nothwendigkeit einer Organisation tlarzulegen. Täterom hob besonders hervor, daß ein Vorgehen zur möglichen Beseitigung von Mißständen in der Konfektion unumgänglich sei und stellte für den Montag nach Pfingsten einen Vortrag in Aussicht, in welchem er den Blan dieses Vorgehens näher zu erörtern gedenke. Während allgemein für den Schneiderverband agitirt wurde, traten die Bügler Bigmann und Spöck für ihre Sondervereinigungen ein, dieselben mit der Vernachlässigung feitens der Schneiderkommission und der Nothwendigkeit ihres Arbeits- Nachweises rechtfertigend. Zigmann verbat fich auch ganz besonders eine Kritik, wie sie ihm seitens eines Berichterstatters im Vorwärts" zu theil geworden sei. Es tam zu einigen, wenngleich belanglofen Plänkeleien zwischen Büglern und Mamsells, welche sich gegenseitig die Schuld an dem mitunter nicht besonders solidarischen Benehmen gegen einander vorwarfen. Demgegenüber wurde energisch darauf verwiesen, daß Bügler, Stepper und Mamsells unbedingt zu einander gehörten, gemeinsame Interessen hätten und sich auch gemeinsam organisiren müßten. Die Versammelten pflichteten schließlich einer Resolution bei, in welcher die Organisation als Vorbedingung zur Besserung der allgemeinen Verhältnisse anerkannt und die Verpflichtung ausgesprochen wird, dem Schneider- und Schneiderinnenverbande beizutreten, um zu geeigneter Zeit erfolgreich gegen die bestehenden gewerblichen Mißstände vorgehen zu kennen. Auch wurde der regste Besuch der Versammlungen am 1. Mai, Vormittags wie Abends, dringend empfohlen. " Reinickendorf. Ueber die Thätigkeit des deutschen Reichstages sprach der Reichstagsabgeordnete A. Bebel am Rontag in einer sehr gut besuchten Versammlung. Der Abgeordnete des Niederbarnimer Kreises, Genosse Stadthagen, ist be tanntlich inhaflirt, Genosse Bebel überbrachte die Grüße deffelben an seine Wähler. Der Redner geht nunmehr zur Besprechung der einzelnen Punkte des dem Reichstage vorgelegenen Materials über und tritifirt die fortgefeßte Steigerung der Ausgaben für Heer und Marine. Besonders tostspielig wirte diese Liebhaberei für das teue" bei den großen Panzerschiffen, bei denen ein einziger Schuß aus den Riesengeschüßen hunderte von Mark fostete. Ungeschickt und fchwerfällig wie diese Roloffe feien, liege die Gefahr nahe, daß bei hohem Seegange die Ungethüme sich gegenseitig in den Grund bohren, ehe der Feind ihnen überhaupt Schaden zugefügt habe; mit einem solchen Panzerschiff verfänken aber gleich mehrere Millionen Mart. Man könne nicht sagen, wann der nächste Krieg fein werde, eins aber fei gewiß: furchtbar würden die Opfer fein. Bei der enormen Durchschlagskraft der neuen Gefchoffe, für die feine Mauer, fein Baum mehr Deckung biete, wachse die Zahl der Getödteten und Verwundeten ins grauenhafte. Weil sich kein moderner Staat diesem tollen Reigen entziehen könne, rücke auch allen gleichmäßig das Gespenst des Bankrotts näher auf den Leib; wir Deutsche hätten es nun glücklicher Weise schon auf ca. 2000 Millionen Schulden gebracht, zu deren Verzinsung 72 Millionen Mark erforderlich seien. Da bie besitzenden Klaffen ausschließlich und allein ihren Vortheil Städtisches Arbeitsamt in Erfurt. Vor mehreren im Militärstaat finden, sei die Annahme berechtigt, daß sie ohne andern Fabrikanten zu veröffentlichen, welches allerdings mit dem mochen berichteten wir, daß in Erfurt ein Arbeitsamt er weiteres die nothwendigen Roften aufhringen würden, darum Burg, den 13. März 1894. richtet werden solle. Das Statut hat nunmehr die Genehmigung babe er( Nebner) gelegentlich der Steuerdebatten seinen bekannten Herren Gleiche u. Grabow hier. des Bezirksausschusses gefunden; wir heben aus demselben Steuervorschlag gemacht, wodurch neue Einnahmequellen für Wir machen Jbnen hierdurch die Mittheilung, daß wir soeben folgende Punkte hervor: Das Arbeitsamt steht unter der Auf das Reich und gleichzeitig Entlastung der unteren Boltsschichten von den Zwicker Schüler I sofort entlassen haben, weil derfelbe ficht einer Kommission, die aus einem Vorsitzenden, sechs Bei- drückenden Steuern herbeigeführt werden fonnte. Der Referent begestern bei einem argen Tumulte in dem Zwicksaal, wofelbft fibern und vier Stellvertretern zusammengesezt sein soll. Zur bandelt darauf im Speziellen die Steuerentwürfe der Regierung und durch unseren Herrn Tack Ruhe geboten wurde, ein Raus" Hälfte müssen die Mitglieder der Kommission aus Arbeit wendet sich in eingehender Weise gegen das mehr als unverschämte gerufen hat. Es dürfte wohl im allgemeinen Interesse geboten gebern, zur Hälfte aus Arbeitnehmern bestehen. Der Vor- Verlangen der Agrarter, ihnen ein Minimaleinkommen zu garan sein, daß Sie unter folchen Umständen diesen Arbeiter auch bei fiende ist ein Magistratsbeamter. Daß die Arbeitnehmer- Beisitzer tiren. Wenn eine Klasse dieses Verlangen zu stellen berechtigt sei, Ihnen nicht einstellen. Achtungsvoll C. Tack. von der Stadtverordneten Versammlung gewählt werden sollen, fo sei es die Arbeiterklasse, nicht aber die nimmerfatten Junter. Es hat sich bekanntlich später herausgestellt, baß fann unsern Beifall natürlich nicht finden. Soll die Kommission Falls es zutreffe, daß die Landwirthschaft, wie diefe Herren sie Schüler nicht der Rufer gewesen war. Such der Streit ist beziehentlich der Arbeitsnachweis wirksam sein, dann muß er das treiben, nicht mehr rentire, nun, dann sei es nothwendig, diese feitens der Firma schließlich als gerechtfertigt anerkannt worden, volle Vertrauen der Arbeiter genießen. Dieses Vertrauen aber Leute abzulösen; ländliche Genossenschaften nach sozialistischem denn die Forderungen der Arbeiter wurden damals bewilligt. fann nur dann vorhanden sein, wenn die Vertreter durch Wahl Muster würden jedenfalls rentabel wirthschaften.( Lebhaftes Der Bravo!) Der Frankfurter Parteitag werde voraussichtlich aus Herr Tad gab auch damals das Versprechen, vor einem Jahr aus der Mitte der Arbeiter selbst hervorgegangen find. nichts an dem geschaffenen Zustande zu ändern; wie er Wort Nachweis beschränkt sich vorläufig auf gewerbliche Arbeiter; in Anlaß dieser junterlichen Erklärung der Impotenz Veranlassung gehalten, geht aus obigen hervor. Kürze sollen jedoch auch Stellen für Dienstboten vermittelt nehmen, die Agrarfrage eingehend zu behandeln. Derselbe Graf Kanitz, der im Reichstage sich zum Wortführer der Begehr Der Stand des Streits ist noch ganz der gleiche, die Ar- werden. lichkeit der Großgrundbefizer gemacht habe, hätte sich nicht ge beiter sind von gutem Geiste beseelt; man halte streng darauf, In die puritanische Sonntagsfeier in England ist scheut, im preußischen Abgeordnetenhause die zu hohen Löhne der daß aller Zuzug von Burg fern bleibt. früheren Streit zusammenhängt. Daffelbe lautet: jüngst eine Bresche gelegt worden, deren Bedeutung nicht zu Arbeiter zu beklagen. Die ganze Kulturwidrigkeit des Junkers Zur Lohnbewegung der Schneider in Nürnberg. Da unterschäzen ist. Der Lordmayor von London hat in der fehten thums fei besonders in der letzten Zeit recht offenbar geworden. ber Streit in allen Geschäften beendigt ist und alle im Ausstand Gemeinderaths- Sigung den Antrag gestellt, die gegenwärtig in Nachdem der Redner noch mit furzen Worten des russischen gewesenen Arbeiter wieder in Arbeit sind, so ist laut Beschluß der Kunstgallerie der Guildhall stattfindende Gemälde- Ausstellung Handelsvertrages gedacht und die übrigen zur Verhandlung ge der öffentlichen Versammlung von seiten der Lohnkommission während ihrer ganzen Dauer bis Ende Juni an jedem zweiten fommenen Gegenstände einer Betrachtung unterzogen hatte, über folgende Geschäfte die Sperre zu verhängen: Herold, Wein- Sonntage offen zu halten! Die Mehrheit für den Antrag des schließt derselbe mit dem Hinweis auf die eminente Bedeutung traubengasse; Schaffer, Laufergasse; Kist, Jakobsplay; Heiden- Oberhauptes der City bestand zwar nur aus acht Stimmen, der Frauen für unsere Bewegung. Wir hätten gegenüber reich, Bauerngasse; Linn, Fürtherstraße; Böltsch, Josefsplay; nachdem aber jetzt einmal von so maßgebender und einflußreicher den bevorrechtigten Klassen das Interesse der Gesammtheit zu Döring, Scheuerlstraße. Wir erwarten, daß alle Kollegen diesen Stelle das von engherzigstem Geist beseelte Prinzip puritanischer vertreten; nach unserer Devise: Gerechtigkeit, Freiheit und Beschluß aufrecht erhalten und teine Arbeit in obigen Geschäften Sonntagsheiligung durchbrochen worden ist, werden wir es Brüderlichkeit solle jeder Mann und jede Frau handeln, damit annehmen. in unserem auf die Neige gehenden aufgeklärten Jahrhundert uns bald der Sieg werbe.( Lebhafter Beifall.) vielleicht noch erleben, daß als Grundlage einer vernünftigen Da Gegner fich nicht zum Wort meldeten, fand keine Dis= Der Schneiderstreit in Stuttgart soll, dem Wolff Sonntagsruhe lediglich das Ruhe und Erholungsbedürfniß fussion statt. An Stelle zweier ausgeschiedener Lokalkommissions schen Telegraphen- Bureau zufolge, durch gegenseitige Kon- der Arbeiter anerkannt wird, aber alle darüber hinausgehenden Mitglieder wurden die Genossen Hüdde und Hirte gewählt. zeffionen der Prinzipale und Arbeiter beendet sein und sollen firchlichen Anforderungen abgewiesen werden. Die Thatsachen Die Genossen Knauf und Thal brachten die bekannten Maßs fämmtliche Schneider die Arbeit am 25. d. Mts. aufgenommen haben in England gelehrt, daß die aus firchlichen Motiven er- nahmen der Regierung gegenüber den Dissidentenkindern zur haben. Wir bringen diese Nachricht unter allem Vorbehalt, denn wachsene puritanische Sonntagsstille nicht einmal dem Kirchen Sprache; man will alle zulässigen Mittel dagegen in Anwendung unser Stuttgarter Partei- Organ vom 24. April betont ausbesuch zu gute kommt, dagegen der Truntsucht gewaltigen Vor- bringen. drücklich, daß der Streit fortdauere. schub geleistet hat. Der Streit der Sattlergehilfen in Budapest bauert fort. In fünf Werkstätten, deren Inhaber die Forderungen bewilligt haben, wird gearbeitet. Mit der Aufforderung, die Versammlung am 1. Mai, welche in Böttcher's Sail stattfindet, zu besuchen und den Anschluß an die Partei- Organisation, den Arbeiter- Bildungsverein zu vollziehen, schloß der Vorsitzende Genosse Gramm die starkbesuchte Versammlung mit dem begeistert aufgenommenen Hoch auf die verein der Studa teure Berlins and umg., Seydelftr. 30 bet Breußer. Partei. Weißenfee. Am 16. April tagte hier im Prälaten eine ziemlich gut besuchte öffentliche Volksversammlung mit folgender Tagesordnung: Rückblicke auf die Weißenfeeer Arbeiters bewegung." Ref. Genosse Preiß. Der Referent erledigte sich feiner Aufgabe zur Zufriedenheit der Versammlung. Die hier anfchließende Diskussion war eine sehr lebhafte, es betheiligten sich daran die Genossen Loth, Jakobs, Preiß, Jrrgang, Gerstenberger, Poffelt, Mai und Karom. Der dritte Bunft der Tages: ordnung: Wahl eines Agitationskomitees und ein inzwischen eingelauf ener Antrag hierzu konnte nicht zu Ende geführt werden, da der überwachende Polizeibeamte auf grund eines für den Kreis Niederbarnim_giltigen landräthlichen Erlasses um 12 Uhr die Versammlung auflöfte. Borwärts 2 Schönhauser Allee 28 bet uhlmen. 2nra 2, Charlottenburg, Wallfir. 54.- Gefangverein der Kürschner, Landsbergerfir. 31 Gängerrunde, Rottbuferstr. 6 bei Braun. bei Seehaufen. Glodenrein( gemischter Chor) Raftanien- Allee 95/96. Frohsinn 2, Friedrichs: berg- Lichtenberg, Frankfurter Chauffee bet Müller. Treu und Feft, Rebuferstr. 5 b. Remiz.- Brüderschaft Stallschreiberstr. 29"" Sum eichenen Arbeiter Stab".- intrat 2, Neu- Glienice, Rudowerstr. b. Basdorf. Gefango. Oranienburger Vorstadt, Hochstr. 32a b. Wite.- 2iberté 1, Wrangelfir. 91 bei Kind. Flöter'scher Gefangverein, Roppen: ftr. 43 c bei Lorenz. Eintracht 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bet Düball. Zitania, Guvryfir. 48 bei Zielsch. Morgenroth 4 in Röpenick, Müggelheimerstr. 4 bei Held. Alpenrose, Forsterstr. 22. Arion 2, Chorinerstraße 27 bei Sailand. Felsenfest( gem. Chor), Neue Hochftraße 49 bei Paul Altmann. Junge Eiche, Reinickendorf, Gesellschaftsftraße 11 bet 2. Hartmann. Freundschaft 1, Brunnenstr. 143 bei Dewald Berliner. Maiglödchen 2, Reichenbergerfir. 16 bei Hoffmann. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Adalbertstraße 95. Donnerstag: Andreasftr. 3 bei Noll. - Verein Grüne Eiche( vor dem Halle'schen Thor), Solmsstr. i bei Razorte. Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Zwei Buchstaben oder eine Babn anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. A. F., Wrangelstraße. 93 463 Einwohner. V. N. S. 6. Darüber tönnen wir Ihnen im Brieftasten feine Auskunft geben. Sehen Sie in unserer Expedition die Reichstags- Berichte nach. Kommen Sie in die Sprechstunde. G. P. Nein. B. K. Nur Ihre Kinder erben. Sie können aber von den Kindern, die sich noch nicht selbständig ernähren können, verlangen, daß ihr Unterhalt aus deren Vermögen bestritten wird. Genosse 145. Wir bedauern. Uns sind diese Zeichen Alle Sufchriften den Bund betreffend find zu richten an: Gent, unbekannt; wir haben sie auch aus den betreffenden Instrut Bergnügungsverein Bruderbund, tionen nicht feststellen können. Rauchtlub Graue Wolte, Krautstr. 48. 3330. Ihr Bruder muß sich beim Bezirkskommando melden Bergnügungsverein Jugendlust, Obmgaffe 2 bei Krebs. Rauchklub und Erhöhung seiner Pension unter Hinweis darauf verlangen, Dezimalwaage, Krautftr. 36 bet Jufinger. Rauchtlub Erholung, daß er jetzt dauernd erwerbsunfähig fei. Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bei Wienerstr. 13 bet Drieschner. .. 73. 1. Nein. 2. Nein. 3. Schwacher Körperbau. Bringborn, Madaifir. 12. Sumuristischer Klub Universum, Veteranenftraße 18, bei Schulz. Arandt. Brüderlich teit, Pücklerftr. 49 bei Stabernac. Die Heeresordnung schreibt fein bestimmtes Geselliger Klub der alten Moabiter, Embener- u. Wadenserstr.- Ecke bei Brustmaß vor. Es kommt auf den ganzen Bau des Körpers, Alpenröslein, Bergstraße Nr. 60 bet insbesondere der Brust an. Shirmer, Abends 9-10. Ch. Hilgenfeld. -OPO Ferdinand Sohan. Kommen Sie in die Sprechstunde. Emil 13. Da Sie mit Ihrer Frau hier Ihren ersten Wohnfit nehmen wollen, so ist hiesiges Güterrecht maßgebend. Nach diesem ist die Gütergemeinschaft ausgeschlossen, ohne daß es einer besonderen Erklärung bedarf. M. K. 102. 1. Sie fönnen Geschenke innerhalb sechs Monaten im Klagewege zurückfordern, später nicht. 2. Lassen Sie durch Jemand reinmachen, bezahlen Sie denselben und klagen Sie dann gegen die Nachbarin auf Ersag. J. 2. 47. Ja. In Adlershof fand am 22. April eine öffentliche Verfammlung für Fabrikarbeiter und Arbeiterinnen statt. Zunächst hielt Genoffe A. Hoffmann- Pankow einen mit lebhaftem Beifall entgegengenommenen Vortrag über das Thema: Der Kampf ums Dafein." Die Diskussion war eine sehr rege. Weiter erftattete der Delegirte Gerber Bericht über die am 27. Februar bieses Jahres abgehaltene Konferenz der Regierungsvertreter mit Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerktag. MännerArbeitgebern und Arbeitern in der chemischen Industrie zweds Gefangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelstr. 91. Berathung der Durchführbarkeit der Sonntagsruhe in chemischen Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abend; Fabriken. Auf derselben sei es zu eingehenden Auseinander- bei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer Gesangverein fegungen zwischen ihm und dem Direktor Kuhnheim ge- Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Fauftmann, Reichenbergerstr. 73a. tommen, welcher allerlei Bedenken gegen die Sonntagsruhe ins Gefangverein stodenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr bet Rnarp, Kastanien- Allee 95-96.- Mufit- Dilettantenverein 2ohengrin, Feld führte, die sich, genau betrachtet, durchaus nicht als stich abends 8% Uhr, bei Trischmann, Jüdenftr. 55. haltig erweisen. In der chemischen Industrie sei angesichts des Theaterverein Freundestreis 9 Uhr im Restaurant Bräuer, Soms: Theaterverein Grescendo bei Maißner, Gartenstr. 162. Experimentirens mit gesundheitsschädlichen, giftigen Stoffen unter Straße 47. Theaterverein Maig löckchen, Englischer Hof, Neue Roßftr. 3. Theater= allen Umständen wenigstens ein Ruhetag in der Woche geboten Gesellschaft Sarmonte, Donnerstag Abends 9% Uhr, Chorinerftr. 55. und seine Verweigerung nur vom traffen Geldsacks Standpunkt Brivattheater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit Damen Donnerstag, No. 10. Es bestehen hierüber keine Vorschriften. Sie bes diftirt. Um die Sonntagsruhe eventuell zu erzwingen, bedürfe bet Nowar, Manteuffelftr. 9. Redner Drantenstr. 135. Geselliger Klub Blau Beilchen, Abends Uhr, bet Schönwälder dürfen aber zu der Verloosung, falls dieselbe öffentlich ist, polis es jedoch zunächst einer straffen Organisation. Berein ehem. 22. Gemeindefchüler, punft zeilicher Genehmigung, und müssen dann den Spielplan nach schloß unter lebhaftem Beifall mit der Aufforderung, fich Uhr bei Echröder, Stegligerfir. 18.- Bergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, den Anordnungen einrichten, welche die Polizeibehörde Ihnen derselben anzuschließen. Genoffe Engelhardt gab die Abends im Restaurant Göz, Dranienstr. 153. Gesangverein Broletariat vorschreibt. Beschlüsse der letzten Volksversammlung in Angelegenheit der er Abd. s uhr, Uebungsstunde b. Möwes, Böchfir. 8. Geselliger Berein universum, Sigung mit Damen Abends 9% Uhr Maifeier bekannt und ersuchte um rege Betheiligung an der am bei Hageman Lothringerstraße 81. Vorträge, Fidelitas. Gefelliger 1. Mai um 4 Uhr Nachmittags im selben Lokal( Wöllstein's Luft- Berein univerfum, Sigung Abends 9% Uhr, im Restaurant Neumann, Bintenstr. 19: Vorträge, Fidelitas. Verein Gemüthlichkeit und klub garten) beginnenden Versammlung mit Festvortrag. Hieran Sumor, Abends 9 Uhr, Lothringerstr. 105: Geselliges Beisammensein mit schloß sich eine Besprechung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse Damen, Fidelitas und Tanz. Männergefangverein Gangesfreunde, der in Adlershof und Umgegend belegenen Fabriken. Wie Ge- ben ds 9-11 Uhr, Bazenhofer Ausschant, Landsbergerstraße Nr. 82. Geselliger Berein Sertha", Donnerstag, Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21, nosse Bökert mittheilte, werden in Wolff's Kottunfabrik( Nieder abends 9 Uhr. Berein Wanderflub( Norden), Sizung jeden Schönweide) 13 bis 18 Pf. Stundenlohn bezahlt; wohl aus Donnerstag von 9 Uhr Abends im Restaurant C. Baatsch, Hennigsdorferfir. 24. diesem Grunde geht die Ueberstunden- Arbeit ins Unendliche und Waldesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Nebelin, Langeftraße 108. find 100 Arbeitsstunden in einer Woche nichts Seltenes. Auch auferfir. 42.- Gefelliger Club der alten Moabiter: Jeden Donnerstag Bithertlub Gleichheit, 9 Uhr Abends, bei H. Reimann, Alte Schönbei Spindler in Spindlersfelde werden jämmerliche Löhne gezahlt. Abend von 9-10 und jeden Donnerstag nach dem 15. Sigung mit Damen in Gefelliger Arbeiterverein Hoffnung Leider stehe das Gros der Spindler'schen Arbeiter der modernen der Eindenerstr. 47 bei Schirmer. bet Bittler, Mariannenstraße 48. Arbeiterbewegung indifferent gegenüber. Ein anderer Redner zog Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, bei Hermann Rohr, Naunyn: Rauchklub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant Bergleiche zwischen den Hungerlöhnen der Arbeiter in der Wolff ftraße 78. Rauchklub Ohnesorge, Abends schen, Blacbour'schen und Lehmann'schen Fabrik und den hohen A. Gaspar, Reichenbergerfir. 113a. 9 Uhr, bei Jakob, Boechstr. 21. Rauchtlub ernspize, Abends Gehältern der Meister und Direktoren; diese schreiende Ungerechtigkeit müsse doch auch dem Blödesten klar werden und ihn an seine Pflicht, sich zu organisiren, erinnern. Barbiere, Friseure. Deffentliche Versammlung Abends 10 Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstr. 20. Stellungnahme zum Kongreß der Barbiere 2c. Wahl der Delegirten. Verband deutscher Barbiere u. f. w.( Berlin, Filiale Norder.) Donnerstag, den 26. April, Abends 10 Uhr, bei Betten, Brunnenstr. 34, Bersammlung. ― H. Lund. Ein Rendant ist an sich Betriebsbeamter und nach § 1 Nr. 2 des Invaliditätsgesetzes versicherungspflichtig. Ob Ihr Rendant Mitglied des Vereins und Vorstandes ist, können wir aus Ihren Angaben nicht ersehen. Wenn er das ist, so rathen wir, die Entscheidung der unteren Verwaltungsbehörde herbeizuführen. 99 100 R. Sie können nur zurückfordern, was die Pflegerin für das Kind ausgegeben hätte, falls es bageblieben wäre, nicht sich begreift. die ganze Penfion, da diese auch den Verdienst der Pflegerin in Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferfir. 8. Rauchklub Arabi Pascha, Dömik, 25. April. Auf den Sprengstoffwerken von Dr. abends 9 Uhr, b. Restaurateur Schröder, Stephanstr. 45. Klub Oneftreit, Nahmsen u. Co. explodirte heute Vormittag ein Waschhaus für Abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Rauchklub Süd West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bei Flid. Nitroglycerin. Personen tamen nicht zu Schaden. Rauchflub Brüder= Rauch lichteit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernad, Bücklerstraße 49. Haag, 25. April. Das Ergebniß der Wahlen zur zweiten lub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bei Rammer ist nunmehr bis auf drei Wahlkreise, in denen das E. Seinide, Friedrich Karlstraße 11, Friedrichsberg. Rauchklub Resultat morgen bekannt gegeben wird, festgestellt. Da. Fidelio, Abends 8% Uhr im Restaurant Heine, Eisenbahnstr. 23. Rauchflub Pfeifenbedel, Gigung Abends 8 Uhr, bei Seratsch, Lange- nach sind 42 Anhänger und 55 Gegner der Tat'schen Wahlftraße 24. Borwärts, Donnerstag bei Salomo, Oppelnerftr. 29. reform gewählt worden. In sieben Wahlkreisen sind Neuwahlen Abguß 1, Abends 9 Uhr, bei F. Nawrodt, Markusstr. 25.- Rauchtlub Grüne Giche, Abends 8½ Uhr bei C. Herrath, Planufer 92a. erforderlich, da fünf der Gewählten in mehreren Wahlkreisen Stattlub 2ournee, Abends 8% Uhr, bei uürich, Wrangelftr. 84. Stat zugleich Stimmenmehrheit erhielten. tlub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. Fachverein der Klempner Berlins und Umgegend. Arbeits: Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, ausgabe abends 8-10 Uhr. Sonntag 10-12 Uhr bei Stramm, RitterArbeiter- Bildungsschule. Donnerstag, Abends 8%-10% Uhr: Nord Schule, Müllerstr. 179a; Gefchichte( neue). Südost- Schule, Waldemarstraße 14: Geschichte( alte). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theil- flub Rüdwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Pallisadenstr. 47.- Stat nehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Bei allen Unterrichtsfächern tönnen Schüler und Schülerinnen auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. bet Schröder, Wiesenstr. 39.- Neue Beit, Abends 8 Uhr, Boyenftr. 40, bei Gieshott.- Süd- Ost, bei Zoltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ede. ber Lub Freunde bet Gnadt, Swinemünderstraße 120. Hafene lever, Abends 8 Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulenweg Treptow.• Gozialistischer Lese- und Distutirtlub Abends Distutirklub, Bettgeist" jeben 8% hr, Reichenbergerstr. 157, Sigung. Donnerstag nach dem 1. und 16. des Monats bei Tempel, Langeftr. 65, Abends 8½ Uhr. Distutirklub Gleichheit"( Weißenfee) bei Klebs, Char: lottenburger- und Roeltestraßen- Ecke, Abends 8% Uhr. August Geib! Abends 9 Uhr im Restaurant Zubeil. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umg end. Alle Aenderungen im Berenstalender find zu richten an Friedr. Kortuna, Manteuffel fir. 49, v. 2 Zr. ftraße 123. Schieß! lub ZeII, Abends 8 Uhr bei Nagel, Schwedterfir. 23. Zambour Berein Giniglett bei Haupt, Staligerstr. 102. Um 9 Uhr Uebungsstunde, nach derselben Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. Vermischtes. London, 25. April. Das Unterhaus nahm die zweite Lesung der Bill betreffend die Einführung des Achtstundentages in Bergwerken mit 281 gegen 194 Stimmen an. Im Laufe der Debatte hatte der Staatssekretär des Innern Asquith erklärt, er und die große Mehrheit des Kabinets unterstützten die Vorlage. Rom, 25. April. Heute früh versuchte ein Individuum den Zugführer des zwischen Rom und Genua verkehrenden Eisenbahnzuges in dem Tunnel von Doagli zwischen Chiavari und Rapollo zu ermorden, während der Zugführer in dem Gepäckwagen Ueber die Cholera liegen folgende Depeschen vor: Remschlief, in welchem sich 15 000 Lire befanden. Der Zugführer berg, 24. April. Im Bezirke Husiatyn sind 2 Personen an erwachte und gab, obwohl er zahlreiche Verwundungen erhalten Lissabon, batte, das Alarmzeichen. Der Attentäter entfloh. Der Zustand Cholera erkrankt und ebensoviel gestorben. 24. April. Heute sind hier 93 Fälle von choleraartigen Er- des Verwundeten ist ein sehr bedenklicher. Die Werthobjekte frankungen vorgefemmen, von denen jedoch keiner tödtlich wurden gerettet. ( Deveschen des Bureau Herold.) verlief. Todesfall. Posen, 28. April. Dem„ Posener Tageblatt" New- York, 25. April. Zwischen den streikenden und nichtGinigteit( Sutmacher), Pappel- Allee 3/4. b. A. Meinhardt. Harmonie, zufolge ist der langjährige Reichstags- Abgeordnete Freiherr streitenden Bergleuten in Pennsylvanien fanden blutige ZuTempe.hof, Dorffir. 10, bei Gerth.- Dft- und Westpreußischer Männer v. Unruhe- Bomst im Alter von 69 Jahren auf seinem Gute sammenstöße statt. Mehrere Personen sind getödtet, andere schwer Se sangverein, Neue Königftr. 73, bet Hahn.-Edelweiß 2, Potsdam Langhainersdorf in der Neumark infolge eines Schlaganfalls ge- verlegt worden. Branden burger Kommunikation 16 bei Glaser. Bora, Reichenberger storben. New- York, 25, April. Auf der Bahnstrecke nach Washington ftraße 13.1 bei Schult. Freie Sänger, Krautstraße 6, bet Rudolf. Frischer Erdgeruch" schlägt dem Volt" des Herrn bemächtigten fich ca. 1000 Arbeitslose von der sogenannten inButunjt 3, Belten, bei W. Grunow. monie, Hasenhaide 52-53, Kurth's Salon.- Morgengrauen,( Bäder), Stöcker aus den Reden der preußischen Minister im Abgeordneten- dustriellen Armee eines Eisenbahnzuges, vertrieben die Reisenden 4-5 Uhr Nachm., Königstr. 73 bei Hahn. Steinfeger Sängerchor haus" entgegen. Was Herrn Oberwinder als„ frischer Erdgeruch" in aus den Koupees und zwangen den Lokomitivführer, nach Vorwärts 9, Charlottenburg, Bismard- oder auf die Nase schlägt" ist anderen Leuten Müllgeruch", Washington zu fahren, nachdem sie den Zug vollständig besetzt hatten. - Gefang: der ja entschieden etwas Erdiges hat, aber nicht, frisch" ist. Domterftag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahmes neuer Mitglieder. 1 St. Lirban, Annenstr. 9, bei Prog.- Kornblume, Gr. Frankfurterfir. 133 b. Gold. Frühlingsluft, Bülowstr. 59, bei Werner.-Bregelschluß, Annerstr. 16, bei Ghrenberg. Weiße no fe. Reinickendorf, Seeschlößchen bei Böttcher. Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friesece. 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Der Vermittler ließ ihm eine Engagementskarte, welche die Bedingungen, zu denen er arbeiten sollte, enthielt, in seinem treter des Klägers folgendes aus: Durch ein Urtheil der Kammer III sei festgestellt, daß eine einseitige Willensäußerung gegenüber einem Stellenvermittler nicht genüge, einen Vertrag perfekt zu machen; dazu gehöre eine gegenseitige Willcnsübereinkunst. Eine solche habe im vor- liegenden Falle gefehlt; sie hätte erst stattgefunden, wenn der Beklagte die ihm gelegentlich der ersten Einstellung des Klägers über- reichte Engagementskarte ebenfalls unterschrieben hätte. Da er es nicht gethan, wäre der angebliche Vertrag kein Vertrag und die gesetzliche Kündigungsfrist für in Geltung zu erachten gewesen. Was für das e r st e Arbeitsverhältniß bei Kl. galt, treffe natürlich auch dann für das zweite zu. wenn Kläger wirklich(nach den be schworen en Aussagen der Zeugen) die Aeußerung gethan habe: „Es kann ja alles beim Alten bleiben". Der Gerichtshof war anderer Meinung, der Kläger wurde abgewiesen. Gründe: Allerdings gehöre zum Abschluß eines Arbeits- Vertrages eine gegenseitige Willensübereinkunft. Selbstverständlich sei, daß die Willensübereinkunft durch die Abgabe einer Engage- mentskarte an den Arbeitgeber zum Ausdrucke komme. In dem Moment, wo die Karte mit den Bedingungen abgegeben und vom Arbeitgeber in Empfang genommen werde, sei der Arbeits- verlrag zustande gekommen. Die Abweisung des Klägers sei nur im Hinblick auf die beim ersten und zweiten Engagement ge� troff enen Abmachungen betreffs der Lösung des Arbeitsverhält nistes, welche vom Beklagten inne gehalten waren, erfolgt, nicht wegen des(oben angedeuteten) Grundes, den Beklagter zuerst gegen die Klage geltend machte.— Ein Barbier, der von seinem Prinzipal„außer Hause" rasiren geschickt wurde, hatte„gepfuscht", d. h. einen Nichtkunden des Meisters rasirt und das Geld dafür in die eigene Tasche gesteckt. Die Folge war seine Entlassung und die Ein- beHaltung von t) M. Lohn. Durch letztere Maßregel wollte der Prinzipal sich den gehabten Schaden ersetzen. Der Barbier klagte, seinen Lohn und eine dreitägige Lohuentschädigung wollte er haben. Nachdem festgestellt war, daß der Kläger sich durch künsmaliges Rasiren eines Kutscher- SO Pf. erobert hatte, kam der Gerichtshof zu folgendem Urtheil: Insofern der Kläger auf Lohnentschädigung klagte, sei er abzuweisen. Das Gericht sei der Ansicht, daß durch des Kutschers ?k. Aussage enviesen sei, Kläger habe sich thatsächlich eine Unterschlagung zu schulden kommen lassen; das Prinzip der Pfuschkunden werde das Gericht nie und nimmer anerkennen. Wer angestellter Gehilfe sei, habe nicht nebenher(Jedenfalls ist damit nur die Arbeitszeit gemeint. Der Berichterstatter.)„Pfusch- künden" zu bedienen. Die Entlassung wäre somit zu Liecht er- folgt. Daß Kläger an und für sich noch 9 M. Lohn zu erhalten TtzvAkev. Im National-Theater erweckt es bei den vielen Novitäten, die sich Woche um Woche mit regelmäßiger Pünkllichkeit ein- stellen, bekanntlich schon Freude, wenn sie sich nicht unheil- schwanger mit sozialpolitischen Problemen tragen. Von dem neuesten Geschenk der Ostend-Bühne— Verfasser ist diesmal der Hauspoet Peters— kann man zum Glück nicht behaupten, daß es sich besonders mit der sozialen Frage beschäftige; es baut sich auf die erquickende und, soviel wir wissen, gänzlich unpolitische Melodie„Anna Marie, mein Engel, ich verehr' Dich" auf und führt des leichleren Verständnisses halber auch diesen Namen. Daß dies wunderbare Lied gegenwärtig die Glanz- nummer jedes Leierkastens bildet, ist für das biedere Publikum des Nationaltheater schon Empfehlung genug und wenn ihm, wie geschehe», noch ein klein wenig Handlung und einige Kasperle- witze angehängt werden, so schwimmen Rang und Parterre in Entzücken. Anna Marie, eine junge Dame, die von ihrem hart- herzigen Hauswirth exmittirt worden ist, geht aus Verzweiflung aufs Theater, wird durch eine gutgemeinte Dummheit ihres Bräutigams ausgepfiffen, verliert aber nicht den Muth, strengt sich werter an und tritt schließlich als große Sängerin in die Erscheinung. Neben der Liebe handelt es sich auch um einen Schnaps, den ihr Bräutigam erfindet und dieser Schnaps macht den Bräutigam zmn reichen Mann, so daß er allen andern An- betern zum Trotz seine Anna Marie schließlich heimführen kann. Schluß. Dieser würdig ernste Inhalt erhält einen angenehm heiteren Nahmen durch den Komiker Pitscherlich, der bei Herrn Hummel gut ausgehoben war; ein liebe- und trunksüchtiger Lehrling, der ebenfalls itt Anna Marie verliebt ist, wurde von Fräulein Samst mit braver Anstrengung gespielt. Recht unzulänglich waren die beide» Rollen der Liebenden besetzt, namentlich die Anna Marie war eine gar klägliche Erscheinung. Diese kleinen Mängel konnten aber der durchschlagenden Wirkung des Stückes keinen Abbruch thun; das kleinbürgerliche Publikum lachte aus Leibes- kräjten und applaudirte, was das Zeug halten wollte. Traurig, aber— leider— nur zu begreiflich! Im Zentraltheater war dem JubiläuniSbenefiz, das dem Künnler Robert Guthery anläßlich seines Lbjährigen Berliner Wirkens gewährt wurde, eine der besseren alten Berliner Possen, der„G o l d o n i« l" von Pohl, gewählt worden. Das Stück, das aus kleinbürgerliche Verhältnisse angelegt ist, nimmt sich zwar in gar vielen Einzelheiten recht befremdlich vor einem modernen Publikum aus, aber es galt ja auch einem Mann, der in„alten Zeiten" in Berlin die Bühne beschritten hatte unb dem, was ja selbstverständlich, in relativ bescheidener Stellung keine goldenen Lorbeeren zu theil geworden waren. Dem von Herrn Worlitzsch vortrefflich dargestellten Goldonkel, der mit be- schcidenen dreitausend Thalern aus dem Eoldlande Kalifornien nach Berlin heimkehrt, und dann an seiner Sippschaft so üble Erfahrungen machen muß, diesem sympathischen Helden der Posse assiftirte Herr Guthery in der bescheidenen Rolle des Handelsjuden Blumenkranz. Diese Figur, welche lebhaft an den Moses in Fritz Reuters Stromtied erinnert, wurde von dem Benefizianten mit seinem Humor und vortrefflich poinlirt habe, sei vom Beklagten nicht bestritten worden, er wollte zu- gestandenermaßen nur seinen Schaden durch die Einbehaltung kompensiren. Nachgewiesen sei nur ein solches von 50 Pf., deshalb wäre Beklagter zu verurtheilen, 8,ö0 M. an rückständigen Lohn dem Kläger zu zahlen. Kammer VlII. Vorsitzender: Assessor F ü r st. Sitzung vom 21. April. Ueber das Irrige der Ansicht belehrt, daß trotz erfolgten Kündigungsausschlusses nur am Löhnungstage Entlassungen er- folgen dürften, nahm der Arbeiter Sch. eine Klage aus dreitägige Lohnentschädigung(er jwar am Mittwoch entlassen ivorden und wollte die übrigen drei Tage der Woche bezahlt haben) zurück.— Möge diese Notiz dazu beitragen, eine irrige Meinung weiterer Arbeiterschichten zu beseitigen.— Frau A. klagt für ihren Sohn gegen die Firma Frank und Posewalk auf Zahlung von 12 Mark. Sie begründete die Klage folgendermaßen: Ihr Sohn habe bei der Bekiagten die Buchdruckerei erlernen sollen, hätte dort aber nichts gelernt, weshalb sie ihn eines Montags nicht wieder habe hingehen laffe». Ihr Mann, der am betreffenden Tage das Arbeitsbuch des Sohnes von F. u. P. habe holen wollen, sei mit seinem Er- suchen abgewiesen worden. Während der vier Wochen, die das- selbe zurückgehalten wurde, hätte ihr Sohn, wenn im Besitze des Buches. in die Lehre bei tüchtigen Meistern treten können; sie, die Eltern, seien also um das Kostgeld geschädigt worden, das für vier Wochen 12 Mark ausmache. Der Vorsitzende klärte die Frau darüber auf, daß es nicht angängig sei, beim Vorliegen eines Lehrvertrages mir nichts dir nichts den Jungen zu Hause zu behalten. Nach Kenntniß- nähme der Art des Vetriebes der Beklagten glaube der Gerichts- hos allerdings nicht, daß der Junge etwas bei denselben hätte lernen können; jedoch hätte die Klägerin. wollte sie die Jnter- essen des Sohnes wahren, ihn ruhig weiter arbeiten lassen müffen, um unterdeß auf Aufhebung des Lehrvertrags zu klagen. — Es kam ein Vergleich aus 6 M zu stände. Kammer VUI. Vorsitzender: Assessor Fürst. Sitzung vom 23. April. Die Frage, ob das Gewerbegericht kompetent sei, über die Entschädigungsklage eines Zimmermanns gegen einen Buch- druckereibesitzer zu entscheiden, beschäftigte dasselbe vom 23. April, und zwar wurde die Frage bejaht. Der Sachverhalt war folgender: Ter Buchdruckereibesitzer Pasch war umgezogen und mußte seine Regale wieder in Ordnung bringen lassen. Er wandte sich nicht an einen„Meister", son- dern engagirte sich dazu direkt Arbeiter, unter anderen auch den Kläger B.; Material hatten dieselben nicht zu liefern. B. wurde vor Fertigstellung der Einrichtung entlassen und klagte auf Lohnentschädigung für vierzehn Tage mit der Behauptung, er hätte bei Weiterbeschäftiguug noch so lange daran zu thun gehabt. Nachdem die Kompetenz deS Gerichts festgestellt war, d. h. nachdem die Mehrheit des Gerichts- Hofes sich dafür ausgesprochen hatte, daß B. als gewerb- lich er Arbeitet de? Pasch anzusehen sei, erfolgte auf �rund des sonst klaren Sachverhalts die Verurtheilung des Beklagten zur Zahlung von 54 M. Um seiner ehemaligen Arbeiterin H. zur Abweisung ihrer auf Zahlung ganzer 2 M.— zwei Mark— sich richtenden Klage zu verHelsen, hatte ein Herr Meier, Inhaber einer fAlt- Papierhandlung, vier Zeugen nach dein Gericht zitirt. Sehr nobel. Kammer VI. Vorsitzender: Assessor L e o. Unklare Abmachungen. die er für Kündignngsausschlüsse hielt, rächten sich an dem Konfiturenfabrikanten Weiner durch seine Verurtheilung zur Zahlung von Lohnentschädigungen an zwei Glieder seines ehemaligen Personals, den Konditor M. und die Arbeiterin P. Beim Engagement des M. sagte er nach seinen eigenen Angaben zu diesem: Wenn Sie die Arbeilen nicht zur Zufriedenheit ausführe», müsse» Sie sofort aufhören." Der Gerichtshof war der Ansicht, daß bedingte Ver- abredungen, wie die zitirte und wie:„Wenn ich etwas auszusetzen Ver nickst dargestellt und der Abend hätte eine» animirten lauf genommen, wenn dein Herrn Helmerding das beklagensiverthe Unglück passirt wäre, von dein wer gestern bereits berichteten. Nach diesem peinlichen Vorsall war es mit der Possenstimmung vorbei und selbst der Frau Dora, die am Dienstag Abend in geradezu unvergleichlicher Weise von ihrem beneidenswerthe» Talent Zeugniß ablegte, konnte es nicht gelingen, die einmal gedrückte Stimmung zu beleben. Erst ganz am Schluß, wo dem Jubilar mannigfache Ehrengeschenke überreicht ivurden, machte ein fast feierlicher Humor den Gedanken an den in Schmerzen danieder liegenden Kollegen auf Augenblicke vergessen. Möge die vom Jubilar scherzhast ausgesprochene Hoffnung, daß die Frage „Wo bleib ich bei ihm auch im vorgerückten Alter günstig gelöst»verde, sich vollauf erfüllen. Literarisches. Kinder und HauSmärche«, gesammelt durch die Gebrüder Grimm. Nach ethischen Gesichtspunkten ausgewählt und bearbeitet von Georg und Lily von Gizycki. Berlin 1894. Wir gaben dieses Büchlein einem unserer Freunde zur Be- sprechung. Statt einer solchen sendet uns derselbe folgendes „Märchen". Es war einmal ein guter alter Zauberer. Sein Haus stand nlitten in einem wundervollen Garten. Er aber hatte sich schon lange nicht mehr um dessen Pracht gekümmert; Tag und Nacht saß er über seinen alten staubigen Büchern— denn er wollte gern herausbekommen, wie man die Mensche» besser machen könnte und dazu, dachte er, sollten ihm die Bücher ver- Helsen. Eines schönen Tages erhielt er von seiner Tochter, die in der Stadt verheirathet war, einen Brief; sie werde, so schrieb sie, ihre Kinder, welche von der Stadtluft ganz bleich seien, zu ihm hinausbringen, damit sie sich in dem herrlichen Garten, in dem auch sie selbst ihre glücklichsten Jugendtage verlebt hätte, einmal recht herumtiimmelren und erholten. Der gute, alte Zauberer warf zuerst einen wehmüthige» Blick aus seine gelieble» alten Schmöker, dann aber siegte die Freude, die Enkelchen wieder zu sehen und nachdem er die Brille von der Stirn wieder auf die Nasenspitze ge- schoben, ging er hinaus in den Garten, um nachzusehen, ob alles »n guter Ordnung sei. Als er nun aber nach so langer Zeil aus dem Halbdunkel der Studirstilbe hinauslrat in den Garten, aus weichein der volle Sonnenschein lag, da fühlte er sich einer Ohnmacht nahe. Das satte Leuchten der farbenprächtigen Blumen that seinen ermüdeten Auge» wehe, das lustige Gezwitscher der Vögel schien ihin ein ohrenbetäubender Lärm—- aber er nahm sich zuiammen; es galt ja zu sehen, ob den lieben Enkelkinder» in seinem, wie ihm dunkle, allzu üppigen Garten nicht noch ernstere Gefahren drohten. Da erinnerte er sich, einmal gelesen zu haben, daß dem Schläfer unter süßduftendem Strauch der Tod genaht sei, da hörte er in dem friedlichen Gesumm der Insekten nur Drohungen mit Stachel und Gift, da erblickte er im murmelnden Quell nur den Verführer zu erkältendem Trunk oder Bad.„Wie gut", rief er aus,„daß ich vor dem Besuch der lieben Enkel den Garten betreten; ja, sie sollen sich hier habe, müssen Sie gehen u. f. w.", keinen Ausschluß der Künd gung enthalten. Solche bedingte Abmachung würde dem Arbest geber das Recht geben, den Arbeiter bei der geringsten Kleinigkeit sofort zu entlassen, während dieser an die Kündigungsfrist ge- bunden wäre. Da nach der Gewerbe-Ordnung nur für beide Kontrahenten, Arbeitgeber und Arbeiter, gleiche Kündigungs- bedingungen rechtsgiltig seien, trete beim Nichtvorhandensein derselben die gesetzliche Kündigungssrist in Kraft. Beklagter sei deshalb entschädigungspflichtig. Auch in der mit der Klägerin P. getroffenen Abmachung:„So lange die Arbeit dauere, könne sie bei ihm, Beklagten, arbeilen", vermißte der Ge- richtshof die nothwendige Klarheit. Das sei, wurde in der Be- grundung des Urtheils gesagt, keine Abmachung, welche die Kündigung ausschließe. Etwas anderes wäre es damit, wenn ein Engagement nur für ein bestimmtes Quantum Ar- beit durch diese Bedingung ausgedrückt werden sollte; mit der Arbeit wäre dann das Arbeitsverhältniß beendet. So aber sei Beklagter zu verurtheilen. Z» dem Prozesse Plack und Genossen erhalten wir von dem Landrath a. D. Herrn v. Diest- Daber eine Zuschrift, die sich auf die Aussage des Zeugen Schwabach bezieht, wonach Herr Diest dessen Sozius von Bleichröder des Meineids bezichtigt habe. Herr Schwabach erklärte, daß er diese Beschuldigung, welche damals wie jetzt absurd gewesen sei, mit um so größerer Entrüstung zurückweisen müsse, weil sie einem Todten gelte, der sich nicht vertheidigen könne. Zu dieser Aussage wünscht Herr Diest unerfindlicherweise auf grund des Preßgesetzes„berichtigt":„daß ich sogleich nachdem die von mir am 10. September 1878 an den Reichstag aus dem Gefängnisse gerichtete und dort nicht zum Vortrag gelangte Petition demnächst im Buchhandel unter dem Titel„Drei Mo- nate Gefängniß" erschien,— in welcher ich den Zeugen von Bleichröder in 6 Punkten unter Namensnennung als meineidig erklärte.— ihm dieselbe von zwei Seilen in sicherer Weise habe behändigen lassen, und daß er einen Antrag wegen Verleumdung gegen mich nicht gestellt hat." Wir haben Herrn v. Diest hiermit den Gefallen gethan und in dieser Angelegenheit seiner Erklärung Raum gegeben. Wir betonen aber ausdrücklich, daß diese„Berichtigung" den An- forderungen des Preßgesetzes so wenig entspricht, wie seine Handlungsweise etwa dem Sinn der Börsenjobber entsprochen haben mag. An einer durch Betrug erlangten Sache kann keine Unterschlagung begangen werden. Diesen vom Reichsgerichte schon früher aufgestellten Rechtsgrundsatz hatte das Landgericht II in B e r l i u i» seinem am 5. Februar gegen den Hilfs-Gerichtsdiener Theodor Albrecht in Berlin gefällten Urtheile nicht beachtet. Albrecht hatte dem Zigarrenfabrikanten P., welcher Tabak zum Abrippen der Gefangenenanstalr über- geben hatte, unter falschen Angabe» 40 Pf. zu zahlenden Arbeits- lohn zuviel entlockt und diese» Betrag dann für sich verbraucht. Als Motiv kam wie so häufig die Noth in Betracht. Das Landgericht nahni nun an, daß Albrecht das Geld durch Beirug an sich gebracht und dann, dieses Geld, welches dem Fiskus zukam, unterschlagen habe. Es verurtheilte ihil deshalb wegen Betruges in idealer Konkurrenz mit Unter- schlagung amtlich empsangener Gelder zu 3 Monaten Gefängniß. außerdem wegen fahrlässigen Entiveichenlassens eines Gefangenen zu 30 M. Geldstrafe. Die letztere Strafe ist bereits rechtskräftig geworden. Dagegen wurde aus die Revision des Angeklagten am Dienstag vom Reichsgerichte das Urtheil aufgehoben, soweit es ihn wegen Betruges und Unterschlagung mit Strafe belegt hat. Das Reichsgericht sprach wiederholt aus, daß an einer Sache, welche durch Betrug erlangt worden ist, hinterher nicht noch eine Unterschlagung begangen werden kann. Auch verniißte das Reichsgericht eine ausreichende Begnindung der Feststellung, daß der Fabrikant P. vom Angeklagten getäuscht worden ist. erholen, schützen." aber vor allen Gefahren soll sie meine Kunst Und er erhob, Zauberworte murmelnd, seinen welken Arm. Da erblaßte die Farbenpracht der Blumen und Blüthen, da verstummte die Musik der Vögel bis auf der nützlichen Staare Ruf, da erstarb der Duft der Slräucher, die Bienen und Küfer summten nicht mehr und der Quell iimgab sich mit einer undurchdringlichen Dornenhecke. Am anderen Tage erschien die Tochter aus der Stadt mit den Enkelkindern; wie erstaunte sie, als sie de» Garten ihrer Jugenderinnerung so verändert sah, ivie betrübte es sie, als sie ihre Kinder nüchternen Sinnes, ohne Aus- druck der Lust im Gesichle über die ihrer Reize beraubten Plätze wandeln sah, auf denen sie selbst sich einst von all den prächtigen Eittdrücken berauscht, in frohem llebermuth getummelt. Mit steigender Ungeduld Hörle sie die Erklärungen des guten Alten; endlich unterbrach sie ihn mit der Bitte, sich durch den Besuch nicht stören zu lassen und zu den geliebten Schmökern zurück- zukehren; nicht ungern ließ er sich von ihr mit sanfter Gewalt in das Hans zurückdrängen. Kaum aber hatte sich die Thür hinter ihm geschlossen, so verblaßte auch die Kraft seines Zauberwortes gegenüber ihrem inbrünstigen Sehnen nach all dem verschivundene» Schönen aus ihrer Jugendzeit; bald war der Glanz und Duft der Blumen und Sträucher zurückgekehrt, das musizirende und schwärmende Leben erwacht, der Quell von der Dornenhecke befreit; die Enkel aber sogen mit offenen Augen und Ohr, mit Nase und Mund all die prächtigen Eindrücke in sich ein und bald spielten und sprangen sie mit rothen Wangen in jugendlichem Uebermuth, so lustig ein, wie die Mutter es in ihrer Jugend gethan. Lieber Herr Redakteur? So oft ich auch die Grimiii'schen Märchen wieder und wieder lesen mag, die„sterilisirten" Märchen habe ich nicht zu bezuüngeu vermocht. Nachdem ich gesehen, daß gleich in Nr. 2 der Schlußsatz fortgelassen ist, weil es nicht ethisch, daß die soeben erst aus dem Rachen des gierigen Wolfs erretteten Geislein über den Tod desselben erfreut mit dem Rufe:„Der Wolf ist todt! Der Wolf ist todt! vor den Brunnen herumtanzen, und daß in Nr. 3 der getreue Johannes zum Lohn für seine Treue todt und versteinert bleibt, damit nicht der König seine Kinder tobten muß. welche im Märchen zum Lohn für seine Dankbarkeit sofort wieder ins Leben zurückgerufen werden, da verzichtete ich auf eine gründliche weitere Lektüre. Nebenbei be- merkt sind die acht beigefügten bunten Bilder nach Komposition und Ausführung das erbärmlichste, was ich seit langem gesehen. Lieber sollen wir unfern Kindern getrost die ganze Samm- lund der HauSmärche» in die Hand geben, wie sie in der Reclam-Ausgabe(Heft 1391—1396) und in der Ausgabe aus dem Verlag von Otto Herdel in Halle— gut ausgestattet und ge» bunden 1,75 M.— verhältnißmäßig billig— vorliegt. Uebrigens haben die Gebrüder Grimm, wohl die feinsten Kenner und Be- urtheiler. selbst eine kleinere Ausgabe veranstaltet,„wobei zu- gleich die Bedenklichkeit derer berücksichtigt ist, ivelche nicht jedes Stück der größeren Sammlung für Kinder angemessen halten." Diese kleine Sammlung ist in einer Ausgabe mit 13 bunten Bildern(Verlag von Bertelsmann in Gütersloh) gebunden für 1 M. käuflich. Die Gizycky'sche Auswahl weicht von der Grimin'schen in der Hälfte der Nummern ab. Ar. Su elf Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust, 1 Personen ausgesprochen werden. Das Urtheil wurde demgemäß oder wie es in verschiedenen Werkstätten der Fall ist, 14 Wochen fowie zur Stellung unter Polizei- Aufsicht hat das Schwurgericht aufgehoben und die Enche an die Vorinstanz zurück- halbe Tage zu arbeiten. Bei besserm Geschäftsgang müssen in Bochum den Bergmann Peter Pfeiffer verurtheilt, dem zur verwiesen. Last gelegt wurde, am 5. März gegen das dortige Landrathsamt und gegen andere Gebäude in Bochum Dynamitanschläge gerichtet zu haben. war, e3 " Dersammlungen. " Ueberstunden gemacht werden, welche den Arbeitern nicht zum Vortheil gereichen. Aus der Werkstatt von Arion u. Co. wird mitgetheilt, daß dort fortwährend Lohnabzüge stattfinden, so daß es dringend nothwendig erscheint, daß die Arbeiter sich in dieser Werkstatt organisiren. In der Werkstatt von Schulz, Krautstraße, herrscht Der Koufurrcuzkampf der beiden Schneiderakademien, der schon so viele häßliche Blüthen getrieben, tobt mit unver Der sozialdemokratische Wahlverein für den zweiten eine Arbeitszeit, die bis ins Unendliche geht, dabei beträgt der änderter Heftigkeit weiter. Eine Etappe dieses Kampfes bildete Wahlkreis hielt am 24. April eine Versammlung ab, in welcher 2ohn 6-9 M. Bei Gebert, Langestraße, dasselbe Bild, überaus die Betrugeanklage, die das hiesige Schöffengericht gegen den Genoffe Roland über May Stirner und Nietzsche, die Philo- lange Arbeitszeit. In der Werkstatt von Düß werden ungelernte und jugendliche Arbeiter beschäftigt. Arbeitszeit von Morgens Geschäftsführer der Hirsch'schen Schneiderakademie, Heinrich sophen des Anarchismus", sprach. Redner gab einen turzen 7 bis 9 Uhr Abends, auch manchmal bis 12 Uhr und noch Maurer auf grund einer Denunziation der Gegenpartei zu Ueberblick über den Gedankengang, in welchem sich diese beiden verhandeln hatte. Ursprünglich hatte uur die Kuhn'sche Schneider- Vertreter des Individualismus bewegen, und wies die Verwandt- darüber. Lohn 6 bis 11 M. Um dieſe Uebelſtände, welche in unferem Gewerbe im Uebermaß vorhanden sind, zu beseitigen, akademie in Rothen Schloß ihr Heim, feit 1887 hatte sich auch schaft ihrer Ideen nach, die sich namentlich in der Berleugnung ist es den Kollegen dringend zu empfehlen, sich zu organisiren. die Hirsch'sche Schneiderakademie dort eingeniftet. Nach des gesellschaftlichen Charakters der Menschheit zeigt. Eine dem Tode von Stuhn eröffnete Frau Weber mit dem Diskussion schloß sich an den mit Beifall aufgenommenen Vor- Hierauf wird folgende Resolution einstimmig angenommen. Die Versammlung ist überzeugt, daß in der Luxusbranche große Schneider Fingerhut in den bisher von Kuhn inne trag nicht. Unter" Berschiedenem" erging an die Anwesenden Uebelstände vorhanden sind, welche der Abstellung bedürfen. Sie gehabten Räumen eine Große Berliner Schneiderakademie" die Aufforderung, darauf zu halten, daß die Boykottliste mehr und der Konkurrenzkampf, der f. 8. zu dem erbaulichen Schilder- beachtet werde; aus Tempelhof und Grünau fämen Klagen über beauftragt die Agitationstommiffion, eine nähere Untersuchung ftreit geführt hatte, feierte wahre Orgien. Jede der beiden Nichtbefolgung derselben, auch die geboykottete sogenannte Lehm- u veranstalten, um in einer späteren Bersammlung zu berichten. Der Verband der Möbelpolirer hatte am 15. d. M. in Akademien postirte vor dem Rothen Schloß einen Diener, der fute habe gerade aus dem Südwesten und Westen den meisten den neu fich meldenden Schülern, die sich aus der Duplicität Besuch. Ferner ermahnte der Vorsitzende die Genossen, für Ver- Friedrichsberg eine Versammlung einberufen, in der Roll. Kurth einen beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. Alsdann erfolgte der Akademien und Firmenschilder nicht mehr zurechtfanden, jeder breitung des Vorwärts" Sorge zu tragen. die Wahl des Kollegen Emil Clemens zum Bevollmächtigten und nach seiner Façon den allein richtigen" Weg wies. Von beiden Der fozialdemokratische Wahlverein für den 5. Berdie des Kollegen Franz Peufert zum Kassirer der dortigen ZahlParteien sollen außerdem von Zeit zu Zeit Abgesandte in das feindliche Lager gefchickt worden seien, die die liner Reichstags- Wahlkreis hielt am 24. d. Mts. feine halb stelle. Nachdem noch eine Resolution, in welcher die VersammAufgaben hatten, das Terrain zu sondiren, das heißt gehörig jährliche Generalversammlung ab. Nach dem Berichte des Vor: lung sich einverstanden erklärte mit dem Beschluß der öffentlichen umherzuschnüffeln. Die Partei Fingerhut spielte schließlich zenden haben 8 Mitgliederversammlungen stattgefunden und hat Möbelpolirer- Versammlung vom 27. März, betreffs vollständiger einen Haupttrumpf aus: sie erstattete auf grund gesammelten tafsirer Schult berichtete hierauf, daß pro 1. Quartal 1894 Arbeitsruhe am 1. Mai, angenommen war, erfolgte der Schluß die gesammte Einnahme einschließlich eines übernommenen BeLeute, die in der„ Großen Berliner Schneiderakademie" belegt standes von 301 m. 70 Pf. fich auf 493 M. 90 Pf., die AusDie Filiale Berlin des Verbandes der Vergolder und fich zur Zahlung des Honorars für einen Kursus verpflichtet, fich dann aber irrthümlich nach der Hirsch'schen gabe sich auf 115 M. 17 Pf., der verbleibende Bestand sich auf hielt am 16. April ihre Monatsversammlung ab. Kollege A. 378 M. 73 Pf. belief. Da sich eine Nachrevision des Marken: Hoffmann hielt einen beifällig aufgenommenen Vortrag über das Akademie verlaufen hatten, über ihren Irrthum nicht aufgeklärt, materials erforderlich machte, wurde zu diesem Zwecke eine Kom- Thema:„ Der Kampf ums Dasein". Hierauf fand die Neuwahl sondern in seiner Akademie festgehalten habe. Der Angeklagte mission gewählt und die Entlastung des Kassirers vertagt. Von des zweiten Verbandsvorsitzenden statt, mit welchem Umt Wilhelm bestritt dies ganz entschieden. Er sei, so behauptete er, dem vorhandenen Vereinsvermögen wurden 250 M. den Schütte betraut wurde. Der Kaffenbericht fonnte wegen Krankbei allen Anmeldungen neuer Schüler immer sehr vor: Vertrauensmännern des Kreises überwiesen. Bezüglich der fol- beit des Kassirers nicht gegeben werden und mußte deshalb bis fichtig gewesen, da er genau wußte, daß unter zwanzig Meldungen immer fünf von Abgesandten der Gegenpartei genden Neuwahl des Vorstandes war der Antrag gestellt worden, zur nächsten Filialversammlung vertagt werden. Eine rege De ausgingen. Troßdem sei es hier und da vorgekommen, daß nur solche Genossen in den Vorstand zu wählen, welche gewerk. batte entspann sich wegen der Reiseunterstützung. Der Vorstand Leute, die eigentlich zu Fingerhut wollten, irrthümlich sich bei fchaftlich organisirt sind. Mit großer Majorität wurde dieser hatte fich veranlaßt gesehen, trotzdem ihm laut Statut das Bes Der Antrag, Hirsch anmeldeten. Er habe in solchen Fällen den Betreffenden gebnis: Erster Vorsitzender: Drescher; zweiter Borsitzender: Beschlußfassung der Versammlung vorzulegen. Hirsch anmeldeten. Er habe in solchen Fällen den Betreffenden Antrag abgelehnt. Die nollzogene Wahl hatte folgendes Er- ftimmungsrecht über die Höhe der Reiseunterstügung zusteht, die auf Verlangen stets ihr Honorar zurückbezahlt, Herr Fingerhut 3rdner; erster Kassirer: 2a af ch; zweiter Kassirer: 2ipp welcher zur Annahme gelangt, bestimmt: die zureisenden Verhabe aber sich stets sofort hinter die Betreffenden gesteckt, um mann; Schriftführer: Wehls und Hübner; Revisoren: bandsmitglieder erhalten statt der bisherigen 1,50 M., 2 M., Stoff zur Strafanzeige zu sammeln. Die illoyale Konkurrenz Rohr, Krüger und Buhiger. Der bisherige Bezirks und die abreifenden je nach der Entfernung des Reiseziele eine Liege nicht auf seiner Seite, sondern auf Seiten der Großen führer Wehls legte sein Amt nieder, ebenso Franz Schmidt und Unterstützung bis zur Höhe von 5 M. Die übrigen Punkte der Echneiderakademie". Rechtsanwalt Dr. Haase lieferte hierzu folgenden Beitrag. Als Herr Hirsch gestorben Großmann, und wurden an deren Stelle gewählt Blauzwirn, Tagesordnung wurden wegen vorgerückter Beit vertagt. Als Herr Hirsch gestorben Sarwidi und Levy. Der Vortrag des Genossen Astor habe im Intereffe feines Instituts gelegen, wurde vertagt. Die Barbiere und Friseure hielten am 16. April eine feinen Tod möglichst wenig bekannt zit machen. as öffentliche Versammlung ab, in der Genosse Rohrlad über Da seien plöglich große Todesanzeigen in ben Die Berliner Arbeiter- Bildungsschule hielt ihre regel den 1. Mai" referirte. Die Versammlung, welche dem VorZeitungen erschienen und mit dem Poststempel Bernau" mäßige Generalversammlung am Dienstag Abend in Bühler's trage größte Aufmerksamkeit fchenfte, erklärte sich mit den Aus feien schwarz umränderte 3irkulare an Gaal ab. Dem Bericht des Vorsitzenden, Genoffen Flatom, führungen des Referenten einverstanden. In der darauf folgendie Schneiderei- Interessenten verschickt worden, in welchen der ist zu entnehmen, daß der Stand der Schule im Allgemeinen ein ben Diskussion wurde beschlossen, am 1. Mai eine öffentliche Tod des Herrn Hirsch angezeigt und mitgetheilt wurde, daß befriedigender zu nennen ist. Nachdem die Lehrerfrage geregelt Versammlung abzuhalten und am Abend die von den einzelnen dieser auf seinen Wunsch in Gotha verbrannt werde und Erben sei, so führte der Vorsitzende aus, habe man die Hauptschwierig: Wahlvereinen festgefeßten Versammlungen zu besuchen. Das nicht hinterlassen habe. Rechtsanwalt Dr. Haase berief sich feiten überwunden. Die finanzielle Basis des Unternehmens Arrangement der Versammlung für den 1. Mat wurde dem auf den Zeugen Fingerhut selbst, um zu beweisen, daß diese könne man als gesichert betrachten. Durch den Fortfall des Bureau übertragen. Hierauf sprach Genosse Rohrlad in Zirkulare und Anzeigen direkt in dem Bureau der Großen Elementarunterrichts sei die Miethe sowohl als auch die übrigen einem türzeren Referat über den Zweck und Nugen des GeSchneider Akademie" angefertigt und versandt worden seien. Ausgaben wesentlich verringert; nach einer vorläufigen Aufwerkschaftskartells". A13 Delegirter zum Gewerkschaftskartell wurde Kollege Bobo B Herr Fingerhut lehnte eine Auskunft hierüber ab und stellung könnten die beiden jetzt bestehenden Schullokale mit einem als ihm die Mittel des Zeugnißzwanges vorgehalten wurden, Aufwande von 4161 M. pro Jahr gehalten werden. Der über und als deffen Stellvertreter Kollege Starosion gewählt. In berief er sich auf§ 54 Str.-Pr.-D., wonach ein Zeuge die Auskunft wiegende Theil hiervon sei durch die als sicher geltenden Ein- die Agitationstommission wurden die Kollegen Simson und auf solche Fragen verweigern fann, deren Beantwortung ihm die nahmen der Schule, die bei der dauernden Unterstützung der Junte berufen. Die Geschäftsführung des Vorstandes der Gefahr firafrechtlicher Berfolgung zuziehen würde. Der Ver Parteigen offen getroften Muthes in die Zukunft blicken tönne, Orts- Krankenkasse gab Veranlaffung zu einer längeren Debatte, theidiger erklärte sich hierdurch vollkommen befriedigt. Von den gedeckt. Die Zahl der Schüler sei besonders in den Fächern in der geradezu horrende Verhältnisse zur Sprache tamen. acht in der Strafanzeige hervorgehobenen Fällen schieten fünf Nationalökonomie und Deutsch erfreulicherweise wieder etwas im Sämmtliche Rebner forderten die stimmberechtigten Raffenmit nach stattgehabter Beweisaufnahme ohne weiteres aus. Bei den Wachsen begriffen. Die fich dem Bericht anschließende Debatte blieder auf, die nächste Versammlung der Orts- Krankenkasse zu übrigen drei glaubte Staatsanwalt Stachow ll die Anklage war eine sehr eingehende. Genosse Gumpe! hält die rosige gesuchen. aufrecht erhalten zu müssen, da der Angeklagte die betreffenden Schilderung des Borsigenden nicht für zweckentsprechend; seiner Die Textilarbeiter( Filiale 1. und II.) beschäftigten sich in Personen doch in ihrem offenbaren Irrthum belassen habe. Nach Meinung nach könne mit Geschenken als mit einem bestimmten Ansicht des Staatsanwalts lag aber die Sache sehr milde, da Faktor überhaupt nicht gerechnet werden, die bei der Bank ihrer Versammlung vom 17. April mit der Berichterstattung von auch von der Gegenpartei die sonde barsten Konkurrenzmanöver Deponirten 2100 M. feien feinesfalls geeignet, die petuniären der Generalversammlung in Hof. Der Delegirte Wagner gab angewendet würden, sein Antrag lautete daher nur auf 90 M. Schwierigkeiten für immer auszuschließen. Mohrbach betont, eine eingehende Darlegung über die Beschlüsse und den Verlauf Geldstrafe. Rechtsanwalt Dr. Haase bestritt auch in den frag- daß, da früher die Ausgaben zirka 7000 m. nunmehr aber nur des Kongresses. Sodann erledigte die Versammlung die Wahl lichen drei Fällen jede unlautere Absicht des Angeklagten. Der zirka 4000. betragen, aller Wahrscheinlichkeit nach auch die des Zentralvorstandes. Es wurde gewählt: Hübsch, 1. VorGerichtshof schloß sich zwar der Ansicht des Staatsanwalts an, Schülerzahl im Wachsen sei, die Lebensfähigkeit unzweifelhaft sitzender; Frau Drews, 2. Vorsitzende; Treue, Kassirer; Hornik, bemaß die Strafe aber nur auf 30 M. Geldstrafe. fefiftebe. Flatow hebt noch hervor, daß an Stelle der Sonn- 1., und G. Müller, 2. Schriftführer. Der Ausschuß wurde zutageversammlungen während der Sommermonate gemeinschaft fammengefeßt aus folgenden Kollegen: P. Wagner, Kohl, Jasper, Im Herrn Hofrath Pollini zu Hamburg, Wa 3 muth's liche Ausflüge der Lehrer und Schüler treten sollen und daß zum Graubaum und Sauer. Unter„ Verschiedenem" wurde beschloffen, Hühneraugen Ringe und Lipton 3 Thee Herbst eine Serie großer Volksversammlungen zum Besten der am 1. Mai die von der politischen Partei veranstalteten Werhandelte es sich bei einer Privatklage, die gestern den Schrift- Schule geplant fei, zu welcher bekannte Parteigenossen ihre Mit- fammlungen zu besuchen. fteller Adalbert v. Sanftein vor das hiesige Schöffengericht wirkung zugesichert haben. An der weiteren Diskussion be Der Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der führte. Das Berliner Fremdenblatt" brachte in seiner Str. 56 theiligten sich noch Königs, Danzer, Schulz u. a. A13in einem dem Angeklagten unterstellten Theile folgende Notiz: dann erstattete der Kassirer Königs den spezialisirten Kassen- Wäsche und Kravattenbrauche hielt am 17. April eine VerHofrath Pollini lasse für das Thalia Theater einen neuen bericht. Der Ueberschuß vom letzten Stiftungsfest betrug 6,80., fammlung ab. Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildete Hauptvorhang anfertigen. Dem Vernehmen nach werde derselbe der Bestand am 1. April 2202,88 m., wovon 2100 M. bei der die Bekanntgabe des Kassenberichtes. Danach betragen die Eineine Glorifilation von Wasmuth's Hühneraugen Ringen und Stralaner Genossenschaftsbank zinstragend angelegt sind. Die Re- nahmen 140 M. 87 Pf., die Ausgaben 46 M. 55 Pf., bleibt ein Lipton's Thee darstellen, welche beiden Industrie- Artikel Herr visoren beantragten Decharge, welchem Antrage Folge gegeben wurde. Bestand von 94 M. 32 Pf. Die Erörterung der Frage: Wie Pollini im Nebenhandwerk als Generalentrepreneur vertreibe." Bom Sommerfest in Schönholz ist der Schule, wie Gumpel bekannt ftellen sich die Zuschneider zu der Form unserer jezt bestehenden Hofrath Pollini fandte dem Fremdenbl." eine Berichtigung und gab, die Hälfte des Ueberschuffes in Höhe von 3658,57 M. über Organisation?" wurde wegen des schwachen Beinches zurückdie ftrengte die Privattlage an.-.-. Jonas beantragte eine empfind- wiesen worden. Eine lebhafte Tiskussion rief der Antrag gestellt. Jedoch nahm Kollege Hergt Veranlaffung, liche Strafe, da die abfichtliche Kränkung des Herrn Pollini tlar Mohrbach hervor, der verlangte, daß in Zukunft von einer Intereffelofigkeit der Kollegen in diefer Branche in scharfen zu Tage liege. Derselbe habe f. 3. das Angebot von 30 000 M. Honorirung des Raffirers abgesehen werden solle, welcher statt Worten zu geißeln. Im weiteren fritifirte Hergt die Gründung für die Einrichtung eines Reflamevorhanges in seinem Theater beffen nur die Baarauslagen zu fequidiren habe, ebenso wurde eines Industrieverbandes für die Bekleidungs- Industrie. Die einfach abgelehnt und würde am wenigsten sein Stunstinstitut zu des längeren debattirt über die Wahl des ersten Vorsitzenden, Versammlung lehnte es entschieden ab, irgend welche neue Reklamen für Wasmuth's Hühneraugen- Ninge hergeben. Rechts da fich Genosse Flatow zuerst beharrlich weigerte dieses Amt Organisationsform zu schaffen, sondern war vielmehr der Meianwalt Träger bestritt, daß in der kleinen Notiz irgendwie weiter zu verwalten, da aus der Mitte der Versammlung vor- nung, die jetzt bestehende Organisation müffe nach Kräften auseine Beleidigung zu entdecken fei. Herr Pollini fei als geschlagene Personen ihrerseite auch die Annahme ablehnten. gebaut werden. Zum Schluß wurden die Anwesenden aufgefordert, anßerordentlicher Geschäftsmann Geschäftsmann bekannt, die fraglichen Las Resultat der ausgedehnten Debatten, in welche außer den fich recht rege an der Maifeier zu betheiligen und wenn es Hühneraugen Ringe und der Thee feien wohlrenommirte vorgenannteu Rednern Wagner und Jahn wiederholt ein möglich ist, die Arbeit an diesem Tage ruhen zu lassen, sowie Produkte, niemand werde behaupten tönnen, daß das griffen, war die Wahl nachfolgender Personen: Fiatow fich Bormittags an den Gruppenversammlungen zu betheiligen. Anbringen eines Reflamevorhanges der sittlichen Würde 1. Vorsitzender, Ludwig 2. Vorsitzender; uebscher 1 Schrift Die Freie Vereinigung aller in der chirurgischen eines Theaterleiters Schaden zufüge und auch durch den führer, Wagner 2. Schriftführer; König 3 Kassirer; Revi- Brauche Beschäftigten hielt am 17. April eine GeneralverAusdruck Nebenhandwerk" tönne doch niemand beleidigt werden. foren: Herzog und Danzer. Der Antrag Mohrbach wurde Rechtsanwalt Jonas gab zu, daß es nichts Beleidigendes abgelehnt; das Gehalt des Kassirers( 30 M. pro Monat) bleibt fammlung ab. Der Kassirer verlas zunächst den Kassenbericht vom 1. Quartal. An Einnahmen waren zu verzeichnen 295,60 M., an sich haben würde, wenn man fagte: ein bekannter Rechts- unverändert. Der vorgerückten Beit wegen wurden sodann anwalt betreibe das Dichten als Nebenhandwerk, für den Leiter die Verhandlungen abgebrochen. Es soll im Monat Mai eine Ausgaben 348,15 M. Der Kaffenbestand betrug am 1. April 1111,45 M. Nach Erledigung diefes Punftes der Tagesordnung eines ernsten Kunstinstituts bedeute aber jene 3eitungsnotiz eine außerordentliche Generalversammlung stattfinden, welcher die Be- hielt Dr. Joel einen lehrreichen Vortrag über das Thema:„ Aus schwere Kränkung. Der Gerichtshof hielt eine Beleidi- schlußfassung über das von Vorstande auszuarbeitende neue gung für vorliegend und erkannte auf eine Geldstrafe von 50 M. Statut obliegt. Folgende Anträge wurden derselben ebenfalls den ältesten Tagen der Menschheit". Unter Verschiedenen wurde Nach Ansicht des Gerichtshofes fönne ganz davon abgesehen wer- zur Erledigung überwiesen: 1. Das Lehrergehalt von vier auf auf die Hausarbeit in der Löwenstein'schen Fabrit aufmerkjam den, ob Herr Pollint wirklich als Entrepreneur der fraglichen fünf Mart pro Abend zu erhöhen. 2. Von der Arrangirung gemacht. Verschiedentlich wurde bemerkt, daß diese Einrichtung beiden Industrie- Artikel zu gelten habe oder nicht; die Notiz irgend welcher Festlichkeiten in dem laufenden Jahre seitens der bald Nachahmung finden würde, um dann zum Fluch der ganzen Gewerkschaft auszuarten. Zum Schluß wurde bekannt gemacht, zeige deutlich die Absicht zu tränken und durch den Ausdruck Schule abzusehen. daß die Arbeiter der Fabriken Roffack u. Kleinert, Dewitt u. Herz, Rebenhandwerk" werde dem Privatkläger der beleidigende VorEine gutbesuchte Versammlung des Deutschen Krüger, Elges den 1. Mai frei bekommen haben. Es haben sich wurf gemacht, daß er die Leitung seines Kunstinstituts handwerks Solarbeiter- Berbanbe 3 tagte am 15. April in Arend's dieselben an diesem Tage Vormittag 8 Uhr in der Brauerei mäßig betreibe. Brauerei( Moabit). Rollege Millarg hielt einen Vortrag über Pfefferberg einzufinden. Eine Beleidigung ist dann öffentlich, wenn die beunternehmergewinn und Arbeitslohn." Von einer Diskussion Die Freie Vereinigung der Bureau- Angestellten tagte leidigenden Ausbrüde vor einem unbegrenzten über den Vortrag wurde Abstand genommen. Die WerkstattverPersonentreise ausgesprochen werden. Der Dach hältnisse bei E. Gring wurden in der Versammlung eingehend am 18. d. M. Kollege Plesner sprach in einem beifällig aufbecker Albert Schönwies aus 3ü1z traf eines Morgens besprochen. Die Kollegen genannter Werkstatt standen vor kurzem genommenen Vortrage über:" Die freie Konkurrenz". Hierauf fehr zeitiges war Oftober den Rathsmann R. aus Büls mit dem Fabrikanten in Lohndifferenzen, die aber durch die Ver- erstattete Kollege Bauer den Bericht über die Verhandlungen in Begleitung einer Dame, welche vom Schwedenberge her tamen. mittelung des Kollegen Wiedemann gefchlichtet wurden. Der der in der legten Generalversammlung der Vereinigung ge Echönwies, der mit St. feit langer Zeit in Feindschaft lebte, rief Unternehmer scheint aber sein Versprechen nicht zu halten, indem wählten Kommission. Ihrer Aufgabe gemäß hat sich diese Romdem Herrn K. nur einige Ausbrücke zu, die geeignet waren, ihn er alte Kollegen entläßt und nene einstellt. Die dort arbeitenden mission mit dem Verein der Bureau- Angestellten und verwandten Berufsgenossen in Verbindung gefeht und sei vom Vorsitzenden verächtlich zu machen und zugleich in seiner Ehre zu Stollegen wurden zum einigen Zusammenhalten ermahnt. dieses Vereins zu der letzten Mitgliederversammlung desselben fränten. Die Straffammer zu Neustadt verurtheilte inDer Verband deutscher Korbmacher( Filiale Berlin) eingeladen worden. Nach längeren Auseinandersetzungen wählte folge deffen den Angeklagten wegen öffentlicher Beleidigung zu 15 Mark Geldstrafe, weil der von dem Angeklagten hielt am 16. April seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. man dort ebenfalls eine dreigliedrige Kommission. Man stellte angetretene Beweis der Wahrheit mißlungen war. In der gegen Der zur Berlesung gelangte Kaffenbericht vom 1. Quartal weist jedoch die Bedingung, daß sich sowohl dieser Verein als auch die das Urtheil eingelegten Revision befiritt der Angeklagte, daß eine Einnahme von 62 M. 63 Pi. auf, der eine Ausgabe von Freie Vereinigung der Bureau- Angestellten auflösen solle und in er die beleidigenden Worte öffentlich ausgesprochen hatte. Das 27 M. 97 Bf. gegenübersteht, mithin bleibt ein Ueberschuß von einer öffentlichen Versammlung die Neutonstituirung eines VerReichsgericht, das am 20. April über die Sache verhandelte, er- 34 M. 36 Pi. Bei den Erörterungen der Verhältnisse in der eins vorgenommen werden soll. Die anwesende Kommission des achtete die Revision für begründet. Die Deffentlichkeit einer Be- Luxusbranche berichteten die Kollegen, daß die Lage der Lngus- Vereins der Bureau- Angestellten und verwandten Berufsgenossen leidigung, so führt das Urtheil aus, ist nur darin begründet, wenn arbeiter von Jahr zu Jahr schlechter wird. Bei schlechtem Ge- vertheidigte den Beschluß ihrer Mitglieder und erklärte, weitere die ausgestoßenen beleidigenden Worte in Gegenwart mehrerer schäftsgang sind die Kollegen gezwungen, wochenlang zu feiern, Ronzessionen werde wohl der Verein nicht machen können. M " = M zahlreich zu betheiligen. Die Mitglieder der Freien Vereinigung konnten sich jedoch der Kollegen zu zeichnen. Die vorgenommene Sammlung für und erzählte dieses einer Kollegin, mit der ich pflegte des Abends mit diesem Unerbieten nicht befreunden, weil in besondere die die streifenden Schuhmacher ergab 14,25 Mart. Zum Schlusse gemeinsam nach Hause zu gehen; diese sprach die Vermuthung Auflösung beider Vereine ohne prinzipielle Bedeutung sei, nach- wurde bekannt gegeben, daß schon jetzt Billets zu der beschlossenen aus, daß Herr Becker jedenfalls etwas mit mir im Schilde führe, dem die Freie Vereinigung alle Angriffspunkte, sowohl bezüglich Dampferpartie zu haben sind. was nicht in den Rahmen sittlicher Moral hinein gehöre. Mir der Statuten, als auch nach anderer Hinsicht, beseitigt hat. Den beiderseitigen Kommissionen wurde die weitere Erledigung der Der Deutsche Metallarbeiter Verband( Bahlstelle Berlin C) wurde nun das sonderbare Anerbieten seitens des Herrn Becker und da ich mich Angelegenheit übertragen. Es wurde ferner beschlossen, an die hielt am 21. April eine gut besuchte Versammlung ab, in der betreffs Werkstelle- Aufräumens klar, ängstigte, bat ich die Kollegin, auf mich zu warten. Sie Bureaus sämmtlicher Berliner Orts- Krankenkassen bezüglich der Kollege Bösch einen beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. that dies auch, allein nach einiger Zeit bemerkte Herr Becker zu Arbeitszeit und der Lohnverhältnisse der Kaffenangestellten Frage- unter Vereinsangelegenheiten macht der Bevollmächtigte bekannt, ihr meine Leute sollen pünktlich Feierabend haben", worauf bogen zu versenden. Zum Schluß ermahnte Kollege Bauer bie daß die Differenzen bei der Firma Jenisch u. Böhmer zu gunsten die Kollegin sich entfernte, doch ihrem Versprechen gemäß draußen der Arbeiter geschlichtet sind. Seitens der Versammlung wurde Mitglieder, sich an den Maidemonstrationen der Partei recht der Wunsch laut, es möge mit dem Berliner Metallarbeiter wartete. Herr Becker half mir nun die Lumpen in den LumpenVerband, der den hiesigen Arbeitsnachweis verwaltet, ein Ab- sack hineinthun, doch da er fürchtete, vielleicht beobachtet zu Ju der Versammlung des Vereins der Hutarbeiter tommen dahin getroffen werden, daß die im Deutschen Metall- werden, ging er wieder nach seinem Komptoir. Als ich mich und Arbeiterinnen hielt am 18. April Genoffe Adler einen arbeiter- Verband organisirten Kollegen nicht in zweiter Linie, wie zum Nachhausegehen ankleidete, kam er wieder nach der Werkmit Beifall aufgenommenen Vortrag über:" Der Werth der unorganisirte, sondern gleichberechtigt mit den Mitgliedern des stelle und stellte unfittliche Anträge an mich; ich war darüber Organisation." eine Resolution im Sinne des Referats einstimmig zur Annahme. daß nach den bis jetzt gemachten Erfahrungen auf ein Entgegen ich, daß meine Situation doch gefährlich werden konnte, Eine Diskussion fand nicht statt und gelangte Berliner Verbandes berücksichtigt würden. Obwohl betont wurde, sehr entrüstet und fertigte ihn derb ab. Herr Becker ließ von seinem Antrage nicht ab und bot mir Geld an. Nun merkte Hierauf giebt Rollege Eigendorff den Bericht des Vorstandes, tommen feitens des Berliner Verbandes nicht zu rechnen sei, soll da ich Herrn Becker gang machtlos gegenüberstand, welchem die Rechnungslegung des Kassirers folgte. Dennach be diese Angelegenheit auf die Tagesordnung der Generalversamm: fuchte in die Nähe des Fensters zu gelangen, um eventuell trägt der Raffenbestand 728,75 m. Bibliothek bewilligte die Versammlung 20 M. Zur Erweiterung der lung gesetzt werden, die am Sonnabend, den 5. Mai, bei Ehrenberg in der Annenstraße stattfindet. um Hilfe zu rufen oder hinauszuspringen. Herr Becker ließ nicht ab und warf mir einen größeren Geldbetrag hin, welchen Die Lederarbeiter beschäftigten sich in ihrer Versammlung Die Müller nud Müllereiarbeiter hielten am 22. April in ich ebenfalls in gebührender Weise zurückwies; da er sah, daß am 18. April mit dem ihnen von der Statutenberathungs- den Konkordiasälen eine öffentliche Versammlung ab. An einen alles dieses nichts nuzte, wollte er die brennende Lampe aus Kommission unterbreiteten Entwurf eines Statuts des neu- trefflichen Vortrag des Genossen Rohrlack über die Be- löschen, ich verbat mir das und drohte, um Hilfe zu rufen, falls gegründeten Fachvereins. Nach einigen unwesentlichen Alen- deutung des 1. Mai" schloß sich eine längere Diskussion. Ein er mich nicht endlich in Ruhe zu Haus gehen ließe. Nun mußte Serungen gelangten die Statuten zur Annahme und führt der Antrag, durch Schreiben der Agitationskommission die Mühlen- er wohl einsehen, daß er sich geirrt hatte und ließ mich gehen. Verein den Namen„ Fachverein der in der Lederindustrie be befizer refp. Verwaltungen aufzufordern, den Betrieb am 1. Mai Allein Erneuerungen solcher Anträge an dem folgenden Tage schäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend". Die Vorstands- einzustellen und den Tag ihren Arbeitern freizugeben, wurde mit blieben nicht aus, und Herr Becker erklärte, er mache es immer wahl ergab folgendes Resultat: Görig, erster, Schulz, zweiter allen gegen 3 Stimmen verworfen. Es wurde beschlossen, überall mit seinen Mädchen so. Da er nun einsah, daß er es mit mir Borsigender; Winkelmann, erster, Kurth, zweiter Kassirer; Arndt, da, wo sich eine Arbeitsruhe am 1. Mai ermöglicht, rege für den doch nicht so machen konnte, stellte er an mich die Bitte: Um Schriftführer; Berthold, Aßmann, Boigt und Heindle, Beisiger. Besuch der am Vormittag stattfindenden öffentlichen Versammlung Gotteswillen treten Sie damit nicht vor die Deffentlichkeit." Zum Schluß forderten die Kollegen Schtesberg und Aßmann die der Arbeiter in der Nahrungsmittelindustrie zu agitiren. Das Dieses der Wahrheit gemäß bescheinigt Minna R. Kollegen auf, sich recht rege an der Feier des 1. Mai zu be- okal, wo sich die Kollegen eine Stunde vor Beginn der Ver- Den wahren Entrüstungsstürmen während Anhören dieser theiligen. sammlung einzufinden haben, wird seitens der Agitations Anklagen folgte nach Beendigung derselben jähes starres Ber tommission noch rechtzeitig bekannt gegeben. Bon einer be- stummen, doch nur momentan, um neuen Entrüftungsausbrüchen Eine Mitgliederversammlung der Freien Ver- antragten separaten Feier am Abend wurde gleichfalls Abstand Raum zu geben. Kollege Grünbaum, durch einmaliges Zwischeneinigung ber Raufleute tagte am 19. 3. 2018. Roege genommen und jedem anheim gegeben, fich den Veranstaltungen rufen des Wortes Züge titens Seryn Becker's ver and Blum gab als Borsigender einen ausführlichen Bericht über die feines elegirten und Böttcher zu dessen Stell- Herrn Becker ins Gesicht zu sagen. Bu seiner Vertheidigung Wahlkreises anzuschließen. wählte die Kollegin, die Anklagen noch des als Diefem schloß sich der Raffenbericht an, aus dem hervorgeht, daß vertreter in die Gewerkschaftskommission; ihre Auslagen sollen führte Herr Becker an, daß er einer Lehrmamfell, deren Tüchtigfich die finanziellen Berhältnisse des Vereins um Bedeutendes ihnen bis zur Höhe von 1 M. pro Gigung vergütet werden. feit er einjab, aus freien Stücken anstatt der vereinbarten gebeffert haben. Dem Vorſtande: wurde Decharge ertheilt und Zum Schluß wurde von Prüfer zur Sammlung von Beiträgen 4 M. Wochenlohn& Me. gegeben habe; er erklärte es für une zur Neuwahl geschritten. Es wurden gewählt: Rohn, erster, für den Agitationsfonds und die Gewerkschaftskommission er- wahr, die Lampe ausgelöscht zu haben, wundert sich, daß diese Born, zweiter Borsitzender; Schneider, erster, Goldstein, zweiter mahnt. Antlagen gegen ihn erhoben werden und stellt sich, in anbetracht, Schriftführer; Hecht, Kassirer, Ritterband, Bibliothekar; Hinze der Fachverein der Stellmacher hielt am 22. April eine daß ihm wohl hier die ehrlich verdiente Lynchjustiz zu theil werund Meyer, Revisoren. in een hun be Zur Frage: Wie feiern wir den 1. Mai" giebt Rollege Generalversammlung ab. Der Versammlung wird zunächst ben fönnte, in den Schutz der überwachenden Polizeibeamten Born die Beschlüffe der letzten öffentlichen Versammlung bekannt, folgender Raffenbericht unterbreitet: Einnahme 92,97 m., Aus( Rufe: wir beschmußen uns nicht mit Ihnen!) Zur Vertheidis Vormittage des 1. Mai eine Gruppen Vergabe 53,62 M., Kassenbestand 39,35 M. Hierauf wurden in den gung der eigentlichen Beschuldigungen gedrängt, führt er in demsammlung für alle im Handelsgewerbe Angestellten vom Vorstand gewählt: Albrecht, erfter, Mi ich el 3, zweiter Bor- felben Athemzuge, in dem er seine Verwunderung über dieselben Bertrauensmann einberufen werden foll; ausspricht, wörtlich aus: ferner haben fißender; estau, erster, Ahrens, zweiter Kassirer; Baum, ferner baben fiender;& estau, 10 diejenigen Kollegen, welche den 1. Mai zu feiern verhindert sind, erster,' öbnite, zweiter Schriftführer; Paulis, Schmidi ftreite nichts, was ich eingebrockt, werde ich auch aus fich verpflichtet, einen Theil ihres Verdienstes, jedoch nicht unter und Behrens, Revisoren. Von der Anschaffung einer effen." Selbst den Ergänzungen der anderen Kollegen und gegenüber hatte er feine andere G3 Kolleginnen einer Mark an die Agitationstommiffion zu zahlen und wird Bibliothek mußte vorläufig Abstand genommen werden. diesen zur Pflicht gemacht, in den von den einzelnen Wahlfreisen wurde beschlossen, von jest ab die Versammlungen an einem theidigung, als: daß er ja ein unverheiratheter Mann sei; nicht ab für den Abend arrangirten Versammlungen und Festlichkeiten zu Wochentage abzuhalten. Beit und Ort wurde dem Vorstand einmal konnte er in Abrede stellen, daß er, um sein Opfer am erscheinen. Folgende Anträge fanden die Zustimmung der Ver- überlassen. Beiträge werden beim Kollegen Brüß, Lothringer- Schreien zu verhindern, demselben mit dem Taschentuch den sammlung: straße 41 angenommen; auch findet daselbst die Arbeitsausgabe Arbeiterin Schröder damit bedroht, sie unter Sittentontrolle zu und zugehalten. Der Vorhaltung gegenüber, weshalb er die Vormittags von 9-10 Uhr unentgeltlich statt. bringen, falls sie sich zu Aussagen herbeiließe, erklärte Herr 1. Die Versammlung verpflichtet den Vorstand eine derartige Organisirung der auf unserem Boden stehenden Delegirten der Orts Krantentaffe zu bewerkstelligen, daß die Agitation innerhalb Der Orts- Krankenkasse, die Freie Vereinigung der Kaufleute materiell gänzlich unberührt läßt. 2. Der neue Vorstand möge in Erwägung ziehen, ob das Erscheinen unseres Fachorgans, Der Handelsangestellte". ale 8 Tage möglich ist. 3. Die Freie Vereinigung der Kaufleute fordert die sozial demokratischen Chefs Berlins auf, ihre Geschäftslokale am 1. Mai zu schließen. Gleichzeitig verlangt die Versammlung von allen bei Sozialdemokraten beschäftigten Kollegen, am 1. Mai zu feiern. 4. Die Versammlung beauftragt den Vorstand, die sozial demokratischen Chefs durch Zirkulare aufzufordern, ihren Angestellten den 1. Mai freizugeben. Iius in in voriger Woche verstorbenen Kollegen Corn Mehl und an, die Ver aus Die Getreideträger und Speicherarbeiter hatten am Becker nichts anführen zu können, und beklagte sich nur, daß der 22. April eine öffentliche Bersammlung einberufen, in der Genosse Vorsitzende ihn nicht in Schutz genommen habe. Nach der Rohrlack über Bwveck und Biele der Kongresse referirte und dabei begreiflicher Weise sehr erregten Debatte nahm man eine auch die Wichtigkeit des nach Halle einberufenen Speicher- Resolution arbeiter- Rongresses beleuchtete. in entschiedener Weise ihre Mißfich In der Diskussion, die billigung gegen die Handlungsweise dieses Herrn an den sehr beifällig aufgenommenen Vortrag spricht; gleichzeitig aber auch die Arbeiterinnen aufschloß, forderten mehrere Redner die Kollegen, welche fordert, der Organisation beizutreten, die die Arbeiterin durch ber Organisation noch fern stehen, zum Anschluß an dieselbe auf. Erringung anständiger Löhne davor schüßt, ihre Ehre dem als Delegirte nach Halle wurden die Kollegen Franz Sauer und Fabrikanten zu verkaufen." Otto gewählt. Anträge gab ihnen die Versammlung nicht mit, Zum Kapitel: niedrige Löhne lieferte Rollege Regge noch diefelbe erklärte fich nur in einer Resolution mit den einen Beitrag. Ihm waren von einem Zwischenunternehmer in Ausführungen des Referenten einverstanden und pflichtete sich zum Anschluß an die Organisation. ver der Landsbergerstraße für 5 Arbeitstage 12 M. Lohn nach vielem Unter Handeln ausgezahlt. Diese Darlegung benutte Herr Becker als Verschiedenem wurde bekannt gegeben, daß die im Handelsgewerbe Blizableiter, um sich schleunigst zu entfernen, es half tein Bus beschäftigten Hilfsarbeiter am Vormittag des 1. Mai ihre Ver reden mehr; auf den angerufenen Polizeischutz mochte er teine Der Verein zur Wahrung der Interessen der Gaft- sammlung in der Alten Jakobstraße 37 haben; Rollege Münch große Hoffnung mehr feßen. and Echontwirthe bielt am 20. April feine vierteljährliche tönnen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Rollege Sauer 28, April in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57, ftatt ermahnte die Kollegen, welche am 1. Mai die Arbeit ruhen lassen In einer öffentlichen Volksversammlung, die am Generalversammlung ab. Zunächst ehrte die Versammlung das Andenken des forderte etwa anwesende Mitglieder des Vereins der fand, berichtete Reichstags- Abgeordneter wald Bogtherr Getreidetutscher auf, sich über den Zwed über die Thätigkeit des Reichstages. Die Bersammlung be üblichen Weise. Lorenz erstattete den Bericht dieses Vereins, von dem man weiter nichts als des Vorstandes für das Geschäftsjahr April 1893 bis April 1894. Veranstaltung von Von den 263 Mitgliedern find 3 geftorben, 4 ausgeschieden, Bergnügungen zu hören bekommen, gleitete feine Darlegungen mit lebhaftem Beifall und genehmigte 21 gestrichen worden; hinzugetreten find 48, somit zählt der zu äußern. Es hatte sich indeß trotz der an diese Kollegen ohne jebe Diskussion einstimmig nachstehende Resolution:„ Die 2c. ergangenen besonderen Einladung niemand eingefunden. Mit Boltsversammlung erklärt sich nach dem ausführlichen Bericht Verein am 1. April d. J. 283 Mitglieder. Das Obligatorium getheilt wurde noch, daß vom nächsten Sonntag ab die Bibliothet des Vertreters für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis mit der des Gastwirthsgehilfen" wurde abgeschafft. Der Kaffenbericht der Gewerkschaft geöffnet ist und die Bücherausgabe am Vor: Haltung der sozialdemokratischen Fraktion zu allen Gesetzes= für das letzte Vierteljahr weist mit dem Bestand von 1906,69 m. vorlagen einverstanden. Sie erblickt in den Ausführungen der eine Einnahme von 2472,04 m., eine Ausgabe von 527,80 m., mittag von 10 bis 1/212 Uhr erfolgt. sozialdemokratischen Abgeordneten zu den zu den Steuervorlagen, und somit einen Ueberschuß von 1944,24 M. auf. Für's ganze Eine öffentliche Versammlung aller in der Handelsverträgen u. f. w. den Ausdruck der Meinung des gea Geschäftsjahr betrugen die Einnahmen, mit dem vorjährigen Be Kürschnerbranche und verwandten Berufen fammten wertthätigen Volkes, und hegt das Vertrauen zu ihnen, fland von 1453,49 W., 4539,04 m., die Ausgaben für Rechsschuß, beschäftigten Arbeitern und Arbeiterinnen daß sie auch in Zukunft in derselben energischen Weise den Unterstüßung, Druckfachen zc. 2594,80 m. und verblieb obiger tagte am 23. April im alten Schützenhause in der Linienstraße. Willen des Boltes zur Geltung bringen werden." Genosse Friz Bestand von 1944,24 M. Hoffmann berichtete über die Ver- Ohne einleitendes Referat entwickelte sich eine lebhafte Debatte ermunterte noch zum Abonnement des Vorwärts" und zu reger handlungen in den 22 Sizungen der Rechsschußtommiffion; Anträge über die Stellung zum internationalen Kürschnerkongreß und der Agitation für die Betheiligung an der Feier des 1. Mai. auf Entschädigung für deren Mitglieder wurden abgelehnt. In dieser eventuellen Wahl eines Delegirten. Fast sämmtliche Redner erVersammlung wurden 2 Mitglieder aufgenommen. Die Erfahwahl des fannten das Vortheilbringende einer internationalen Ver: Versammlung der Zimmerer und sämmtlicher Bauarbeiter statt, Charlottenburg. Am 15. April fand hier eine öffentliche Borstandes ergab folgendes Resultat: Lorenz. 1. Borsigender; ständigung und Berathung an, jedoch war es größtentheils der in der Genosse Borchardt einen lehrreichen Vortrag über: Spiedermann, 1. Kassirer; Klages, 12. Schriftführer; a ver Rostenpunkt( ungefähr 150-160 m.) der den einzelnen Rednern, Swed und Nutzen der Gewerkschafts- Bewegung" hielt. In der Saver Iandt, Beisitzer und Rohr, Revisor. In die Rechtsschutz in anbetracht der äußerst gedrückten Lage der Berliner Kürschner," Zweck und Nutzen der Gewerkschafts- Bewegung" hielt. In der tommiffion wurden Grube, Mali, Bödenfeld und die an den Nachwehen der jüngsten Lohnbewegung noch recht hierauf folgenden Diskussion betheiligten sich die Genoffen Kube, Aeltester gewählt. Der Berichterstatter für die bürgerlichen intensiv zu leiden haben, Veranlassung gab, sich für die Beschichung des Freitag, Bartel( Zimmerer), Beyer( Maurer) und Glemming Zeitungen Martini hatte über die Vorgänge in der Versamm Kongresses nicht unbedingt zu erklären. Es wurde jedoch dem ( Maler) in zustimmendem Sinne des Referats. Sodann gelangte lung vom 16. März einen unwahren Bericht verfaßt, der speziell Antrage für Beschichtung des vom 24. Juni ab in Brüffel statt- eine Resolution zur Annahme, die ihr Einverständniß mit dem geeignet war, außer dem gesammten Verein Zubeil und August findenden interiotionalen Stürschner- Stongreso in fatte Referenten befundet und zum Anschluß an die Organisation aufftatt- Referenten 1 Stimme Günther herabzuwürdigen. Er wurde des Saales verwiesen. In zugestimmt, und als Delegirter der Kollege Riem gewählt. Die Angelegenheit der Bierfrage" wurde dem Vorstand aufgegeben, hierzu erforderlichen Mittel sollen mittels extra dazu zu ver-( Echöneberg. In der am 16. April tagenden Versammlung 18 extra batt zu der Schöneberg. In der am 16. April tagenden Versammlung innerhalb vier Wochen eine öffentliche Versammlung fämmtlicher ausgabenden Eammelliften, aufgebracht werden. Zur Frage der referirte Genosse Kohlmann über Die politischen Rechte des Gastwirthe Berlins einzuberufen, in der auch gleichzeitig Stellung Maifeier wurde nach kurzer Debatte folgende Resolution an- Arbeiters". Dem mit regem Interesse verfolgten Vortrag schloß zu dem ablehnenden Bescheid des Ministers in Sachen einer eingenommen: Die Versammlung schließt sich dem Beschlusse der sich eine längere Diskussion an. Allgemein bedauert wurde es, heitlichen Polizeistunde genommen werden soll. Die Berathung Gewerkschafts- Rommission an, die Anwesenden verpflichten fich daß Mitglieder des Arbeiter Bildungsvereins bei der letzten bezüglich der Aufnahme von Wittwen der Mitglieder in den überall da, wo es sich ermöglichen läßt, am 1. Mai die Arbeit ruhen Gemeinderathswahl ihr Wahlrecht nicht ausübten. Der Antrag, Verein kommt auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung zu lassen. Die Versammlung nimant Abstand von einer selbständigen jeden Monat eine Versammlung abzubalten, wurde fast eins Zum Schluß wurde ein Unterstügungsgesuch erledigt. Bersammlung, und beschließt, sich der Gruppenversammlung der Bestimmig abgelehnt, jedoch sollen in Zukunft auch auswärtige Eine öffentliche Mitglieder Versammlung der Kleidungsindustrie an, Vormittags 3½ Uhr, im Reſtaurant See: Gerofje Kleinschmidt als zweiter Borsigender gewählt. Nächste anzuschließen. Bu dem Zweck haben sich die Referenten sprechen. An Stelle des Genossen Bunker wurde 3entral kranten und Sterbekasse der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter( Bahlstelle C.) bausen, Landsbergerstr. 31, einzufinden, um sich von dort aus Versammlung Montag den 7. Mai. ue beschloß nach der Berichterstattung des Delegirten von der gemeinsam nach dem Bersammlungslokal zu begeben." Generalversammlung in Hannover, gegen die Beschlüsse der beim Unternehmer Herrn Emil Becker Friedrichsfelde. Am 19. April fand hier eine VersammHiernach geißelte der Kollege Grünbaum die Verhältnisse tung des Arbeiter- Bildungsvereins statt, in der Genosse Soff in der Gollnow- lung Generalversammlung au protestiren. Gleichzeitig wurde einer die straße. Eowohl niederen Löhne Kommission von 7 Mitgliedern der Auftrag zu theil, das dazu rinnen, als auch die sonstige Handlungsweise des Herrn diskutirt und sodann beschloffen, wo es möglich ist, die Arbeit feiner mann das Referat übernommen hatte. Im weiteren Verlaufe der Versaminlung wurde über die Stellung zur Maifeier" gehörige Material zu sammeln, um eine außerordentliche General erregten in der Versammlung die größte Entrüstung. versammlung vom Zentralvorstand einberufen zu lassen. Um Schon in einer früheren Versammlung waren solche Ungeheuer am 1. Mai ruhen zu lassen. Diejenigen Genossen, welche am die dazu gehörigen Unterschriften zu sammeln, wendet sich die lichteiten Gegenstand erregter Debatten, und da man diese haar- 1. Mai feiern, haben sich Morgens 8 Uhr im Vereinslokal zu im Rommission an alle Zahlstellen und Mitglieder Deutschlands, sträubenden Begebenheiten nach gründlicher Untersuchung seinem Abends findet im Vereinslokal eine dem Tage entsprechende Vereinem gemeinsamen Ausflug nach dem Walde zu versammeln. welche mit den gefaßten Beschlüssen nicht einverstanden sind, sich Urheber Auge in Auge gegenüberzustellen für gerecht erachtete, Abends findet im Vereinslokal eine dem Tage entsprechende Vermit uns in Verbindung zu setzen. Anfragen find zu richten an wurde die Angelegenheit Becker seinerzeit vertagt, um in einer fammlung statt, an der sich sämmtliche Mitglieder zu betheiligen Gustav Beutler, Berlin N., Bring Gugenftr. 21, Hof 1 Tr.; späteren Bersammlung mit allen Betheiligten verhandeln zu haben. Karl Wendt, Berlin N.. Neue Hochstr. 40a, Quergeb. 1 Tr. tönnen. Diese Versammlung war die gegenwärtige. Auf EinAlle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ge- ladung, sich zu verantworten, war Herr Becker erschienen, des- Allgemeinen Arbeiter- Bildungsvereins für Friedrichshagen und Friedrichshagen. In der öffentlichen Versammlung des beten. doseer usb dan gleichen die Zeuginnen. Nachdem Adler Anwesenheit fonstatirt, umgegend" vom 21. April hielt Genosse Dr. Lux Berlin einen Im Verein der Schäftebranche" hielt am 21. April verlas als Ankläger der Kollege Grünbaum Folgendes, Vortrag über: Als ich von Herrn Gmi modernen Proletariats. Mag, Grledigung einer UnEntstehungsgeschichte des Rollege Röhler einen Vortrag über Das Auswanderungs- man höre und staune: wefen". Der Vortrag gewann an Intereffe, da der Redner zahl Becker hier, Gollnowstraße, engagirt worden war, machten mich zahl interner Vereinsangelegenheiten machte der hiesige Verreiche Beispiele aus eigener Erfahrung zum besten geben konnte. meine dort arbeitenden Kolleginnen auf das widerwärtige Be- trauensmann, Genoffe Sonnenburg, noch auf die am 1. Mai Im Berschiedenen kam die Aussperrung der ftreifenden Schuh- tragen Herrn Becker's aufmerksam. Kurze Zeit nach Beginn Abends 812 Uhr, im Saale des Herrn May Lerche, Rundtheil, macher in Burg zur Sprache. Kollege Baumgart fordert die meiner dortigen Thätigkeit ersuchte mich Herr Becker, nach Feier- stattfindende Maifeier aufmertfam, und forderte alle Unwesenden Anwesenden auf, nach Kräften auf die Listen zur Unterstüßung abend dazubleiben, um die Wertstelle aufzuräumen; ich sagte zu, auf, für eine recht starte Betheiligung zu agitiren. " = " " Arbeite Mai- Feier der sechs Berliner Reichstags= Wahlkreise. Dienstag, den 1. Mai 1894: Vokal- und Jnstrumental- Konzert, ausgeführt von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend unter Mitwirkung von Vereinen des Arbeiter- Sängerbundes. 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis.| 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Feen- Palast, Burgstraße, Ede St. Wolfgangstr. Festrede: Genosse August Bebel. Aufführung der lebenden Bilder: Völkerfrühling. Weltenmai. Anfang Uhr. Billet 25 Pf. Für den Often des Wahlkreises in den Lokalen: am Rönigs Brauerei Friedrichshain, hor Festrede: Genosse Paul Singer. Elysium, Landsberger Allee 39-40. Festrede: Genosse Curt Baake. Für den Süd- Osten in den Lokalen: Concordia- Festsäle, Andreasstr. 6364. Festrede: Genosse Paul Singer. 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Konzerthaus Sanssouci, Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Festrede: Genosse R. Fischer. Deklamatorische Vorträge.- Aufführung lebender Bilder. Maifest- Zeitung gratis. Anfang 5 Uhr. Billet 20 f. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Billets sind bei den Komiteemitgliedern R. Rosenbeiner, Steininehstr. 65; Langbehn, Steinmetzstr. 50; C. Ehling, Sneisenaustr. 89 bei Springer; Schmidt, Fidicinstr. 14; Gorell, Dieffenbachstr. 71, Mews, Mariannenstr. 18, v. 4 Zr.; H. Werner, Bülowstraße 59, sowie in den mit Plataten belegten Handlungen 650/17 zu haben. 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Rottbuserstr. Festrede: Genosse Dr. Heymann. Aufführung lebender Bilder. Deklamationen, jowie in jämmtlichen Lokalen nach Beendigung des Programms: TANZ. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach.- Anfang 42 Uhr. 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Schweizer Garten am Königsthor. Festrede: Genosse Rob. Schmidt. Aufführung lebender Bilder.- Lanz. Anfang 4 Uhr. Billet 20 Pf. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 30 ẞf. nach. Billets find an folgenden Stellen, sowie bei den bekannten Parteigenossen zu haben: R. Drescher, Linienstraße 50; E. Wittschow, Elsasserstraße und Kl. Hamburgerstr.- Ecfe; Pr. Krüger, Sirtenstr. 10, Ecke Amalienstraße; Richter, Neue Königstr. 90; Weber, Sandsbergerstr. 41; Achilles, Greifswalderstr. 210. Neue Welt, Hafenhaide Nr. 108. 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Festrede: Genosse E. Vogtherr. Grosses Feuerwerk. Anfang 4 Uhr. Tanz. Billet 25 Pf. Beim Eintritt erhalten alle mit Billets versehenen Personen die MaifestJeitung gratis. Billets find bei folgenden Komiteemitgliedern zu haben: Börner, Bitterfir. 15; Georgi, Simeonfir. 22, 4 Tr.; Germey, Gneifenau straße 68, Hof 4 Zr.; Kräcker, Alexandrinenstr. 41, Hof 1 Tr.; Hoffmann, Alte Jakobstraße 89; Schölzel, Mariannenplatz 5; Wartenberg, Elisabeth- Ufer 18; Hoch, Manteuffelstr. 51a; bei dem Vertrauensmann Fritz, Fürstenstr. 11, 4 Tr. und in allen mit Plakaten belegten Handlungen. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 80 Pf. nach. ! Roh- Tabak! Sämmtl. in- und ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, in billigter Preislage, empfiehlt Heinr. 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Bel Bezug von auswärts empfiehlt es sich, bet fleineren Bestellungen den Betrag in Postmarken gleich beizufügen, bei größeren Aufträgen vorherige Einsendung, um die Nachnahmetoften zu ersparen. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.