Ztr. 176.-33. Jahrg. flbonnementS'Bcdlngungen: ESoimemenlä. Preis tränumeronbo Vierteljährl. 8,90 MI, monatL L80 Mi, wöchentlich 30 SBfg- frei tnä HauZ. Einzelne Nummer ö Pfg, Sonntags- nummer mit illustrierter Sonntags. Vellage.Die Neue Welt' lO SBfg. Post- ilbonnement: 130 Marl pro Monat. Eingetragen m die Poft-Zeitungs- Vreisliste. HiUer Kreuzband für Deutschland und Oesterreich. Ungarn 230 Marl, für das übrige Ausland « Marl pro Monat. Postllbonncmems nehmen an Belgien. Dänemarl. Holland. Ftalie«. Luxemburg. Porwgal, Rumänien. Schweden und die Schweiz. kricheliil täglich. Berliner Volksblnkk. Die InfertlonS'GebQbr Betrügt für die fechsgcsdaltene Kolonel- »eile oder deren Raum 80 Pfg., für jolitische und gewerlschaftliche Vereins- und Versainmlungs, Anzeigen 80 Pfg. pKUinc Hnreigen", das lettgedruilte Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenan- zeigen das erste Wort 10 Pfg, jedes weitere Wort 8 Pfg. Worte über 16 Buch- stoben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis B Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Exveditio» ist bis 7 Uhr abends geöffnet. relegramm-Adresi« „Sszlalilemollrat Rerflo". Zentralorgan der rozialdemokratifchen Partei Deutfcblands. Neüaktion: EW. 68, Linüenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatt. Rr. 181 Sv— 181 S7. expeüition: EW. 68, Linüenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatt- Nr. 181 SV— 181 S7. Der Prozeß gegen Genossen Mg. Dr. Karl Liebknecht. (Amtlich.) Berlin, 28. Juni.(W. T.B.) Die kriegsgerichtliche Haupt. Verhandlung im Prozeß gegen Karl Liebknecht hat heute 9 Uhr vormittags im Militärgerichtsgebäude in der Lehrter Straße begonnen. Das Gericht ist besetzt mit einem Major als Vor- sitzendem, zwei Kriegsgerichtsräten(im Zivilberuf Rechts- anwälte), von denen einer die Verhandlung führt, ferner einem Hauptmann und einem Oberleutnant. Dem Angeklagten steht Rechtsanwalt Bracke aus Braunschweig als von ihm gewählter Verteidiger zur Seite. Nach dem Aufruf der Zeugen und Dolmetscher, der Vereidigung der Richter und Feststellung der Personalien des Angeklagten Wurde die Anklageverfügung verlesen, die in der Hauptsache, wie bekannt, auf versuchten Landesverrat, begangen im Felde (d. h. während des Kriegszustandes), und Widerstand gegen die Staatsgewalt lautet. Hierauf beantragte der Vertreter der Anklage, während der gesamten Dauer der Sitzung und auch während der Verhandlung über diesen Antrag d i e Oeffentlichkeit auszuschließen. Der Ange- klagte protestierte gegen den letzten Teil des Antrages. Nach Z 285 der Militär-Strafgerichts-Ord- nung mußte jedoch die Verhandlung über die Ausschließung der Oeffentlichkeit in nichtöffentlicher Sitzung stattfinden. Der Saal wurde dementsprechend von den Zuhörern geräumt. Nach erfolgter Beratung wurde die Oeffentlichkeit wieder her- gestellt und der Beschlutz des Gerichts dahin ver- kündet, daß die Oeffentlichkeit wegen Gefähr- dung der öffentlichen Sicherheit, insbeson- der? der Staatssicherheit für die weitere Verhandlung auszuschließen sei. Auch die Zulassung von Vertretern der Presse kam nicht in Frage, da nach§ 18 des Einführungsgesetzes zur Militär-Strafgerichts-Ordnung Berichte über die Ver- Handlung durch die Presse nicht veröffentlicht werden dürfen, wenn die Oeffentlichkeit der Verhandlung wegen Gefährdung der Staatssicherheit ausgeschlossen war. Die �Verkündung des Urteils hat nach dem Gesetz in öffentlicher Sitzung statt- zufinden. Das Urteil im Prozeß Liebknecht lautete auf zwei Jahre, sechs Monate, drei Tage Zuchthaus, und Entfernung aus dem Heere wegen versuchten Kriegsverrats, erschwerten Ungehorsams und Widerstandes gegen die Staatsgewalt. Dieses Urteil wurde mit Gründen nach Wiederherstellung der Oeffentlichkeit heute gegen vier Uhr nachmittags ver- kündet. Bei der Strafzumessung war das Gericht von der Ansicht ausgegangen, daß Liebknecht nicht aus ehrloser Gesinnung gehandelt habe, sondern daß politischer Fa- natismus die Triebfeder bei seinen Verfehlungen gewesen sei. Aus diesem Grunde hat es auf die m l n d e st z u- lässige Strafe erkannt und auch von der Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte abgesehen. Gegen dieses Urteil steht Liebknecht das Rechtsmittel der Berufung zu. Vorläufer. Die Genossen Blanc. Brizon und R affin- Eugens haben in der französischen Kammer als einzige gegen das Budget gestimmt und bei der Gelegen- heit eine Erklärung verlesen, in der sie sich für einen Frieden ohne Gebietserweiterung und einen Waffen- st i l l st a n d aussprachen. Es sind dieselben Parteigenossen, die zur Konferenz nach Kienthal gingen, um mit den Genossen der anderen Länder zu beraten, und die deshalb so heftige Anklagen in ihrem Lande über sich ergehen lassen mußten. Im„Populairc", der neuen Revue der französischen Minderheit, fragt R. Simonsohn, ob man überhaupt den Wert der Tat der Drei, als sie nach Kienthal gingen, vollständig erkannt habe. Sie hätten durch diesen Schritt besser als durch Platonische Manifestationen und flammende Resolutionen für die Treue zu ihrem sozialistischen und internationalistischen Ideal Zeugnis abgelegt. Wohl habe man dem Mut der drei Genossen Lob gezollt und ihn gewürdigt, aber man habe ihrer Tat jede praktische Bedeutung ab- gesprochen. Das sei ein Fehler, denn diese Initiative könne Konsequenzen von großer praktischer Bedeutung haben. Sie hätten gewiß nicht den symbolischen Oelzweig aus der Schweiz mitgebracht. Das sei auch nicht ihre Absicht ge- wesen; aber sie hätten einen Schritt zu dem Ziele getan, nach dem die Stimmen der Mütter und Gattinnen heiß ver- langten. Die Kienthaler Konferenz hat die Wege zu einer Zusammenkunst der Sozialisten der kriegführenden Staaten geebnet.„Brizon, Raffin und Blanc haben den Weg vorge- zeichnet, auf dem in einigen Monaten zum größten Wohl der Menschheit die ganze französische Sektion, endlich aus ihrer Starrheit gerissen, gehen wird." R. Simonsohn glaubt, daß die Partei ihre Geschlossenheit bewahren müsse, auch bei der Abstimmung über die Kredite. und er meint, dem würden sich auch die drei nicht entziehen. In dieser Auffassung ist er getäuscht worden, insofern, als Brizon. Blanc und Raffin-Dugens gegendieprovisorischenBudget- zwölftel gestimmt haben. Aber eine Spaltung der Partei braucht das nicht zur Folge zu haben, nicht einmal eine Spaltung der Fraktion. Die drei Genossen haben eine Erklärung verlesen, in der sie ihre Ablehnung begründen. Das offizielle Telegramm meldet nichts von stürmischen Szenen in der Kammer. Wenn man danach annehmen darf, daß die Parteifreunde der radikalen Genossen wenigstens die Erklärung mit der eigentlichen selbst- verständlichen Ruhe angehört haben, mit der man offizielle Erklärungen aufnimmt, die der Ausfluß starker, gefestigter Ueberzeugungen sind, mögen sie noch so sehr von denen der andern abweichen, so ist nicht einzusehen, warum ein freund- liches Zusammenarbeiten in andern Fragen nicht möglich sein soll. Nichts vergiftet den Kampf mehr als der Versuch, andere Auffassungen zu ersticken und durch Gewalt ihre Träger zum Schweigen zu verurteilen, wenn sie das Aussprechen für ihre Gewissenspflicht halten. Wir wissen nicht, ob Simonsohn recht hat mit seiner An- nähme, daß Blanc, Brizon und Raffin, indem sie nach Kien- thal gingen, die Vorläufer der gesamten französischen Sektion gewesen sind, die in einigen Monaten bereit sein werden, mit den Genossen der anderen kriegführenden Länder zusammen- zukommen. Wir wissen es nicht, aber wir wünschen, daß es so sein möge. Die Tat der drei bleibt jedoch in jedem Fall nicht ohne praktische Wirkung, denn sie hat, wie immer die Mehrheit der französischen Sozialisten sich entscheiden mag, viel dazu beigetragen, die noch schlummernden internastonalen Ge- fühle und Gedanken in der französischen Partei wieder zu erwecken. Das Dlutbaü in Galatz. Bukarest, 27. Juni.(W. T. B.) Wie die Blätter melden, wurden bei den gestrigen Zusammenstößen zwischen Arbeitern und Militär in Galatz neun Arbeiter getötet und 25 verwundet. Entgegen der amtlichen Darstellung be- tonen die Blätter übereinstimmend, daß der Kommandant der ausgerückten Truppen, ein junger Leutnant, den Befehl zum euern gegeben habe, ohne daß die vorgeschriebene ufforderung an die Menge gerichtet wurde; auch habe man aus der Menge vorher nicht geschossen. .....• Bukarest, 28. Juni.(SS. T. B.) Racowski, der Führer der rumänischen Sozialisten, wurde heute auf Befehl des Galatzer Gerichtshofes in Bukare st verhaftet. Für Donnerstag wurde in Bukarest ein General st reik angekündigt als P r o t e st gegen die Haltung der Behörden und der Truppen in G a I a tz. Bis jetzt sind zehn Arbeiter ihren Wunden er- legen, fünfunddreißig verwundet und gegen h n d e r t verhaftet worden. Die Presse greift die rumänische Regierung an, weil sie es in der Verpflegungsfrage soweit hat kommen lassen. « Bukarest, 28. Juni.(T. U.) Auf die Nachricht von bluti- gen Demonstrationen in Galatz kehrte Ministerpräsident Bratianu sofort von seinem Gute in Florica nach Bukarest zurück, wo sogleich nach seiner Ankunft ein Ministerrat statt- fand. Wie verlautet, beschäftigt die Regierung sich mit dem Plane, in allen Orten, wo sich größere Bewegungen zeigen, den Belagerungszustand zu verhängen, wozu die Re- gierung vom Parlament bereits die Ermächtigung erhielt. Der Minister des Innern, Mortzum, begab sich nach Sinaja, um den König über die Vorfälle Bericht zu erstatten. Die LeitungderBukare st erArbeiterschaft hielt eine SZeratung ab, in der die Solidarität mit den Galatzer Arbeitern verkündet wurde. Auf Antrag des Partei- sekretärs Cristescu wurde der Beschluß gefaßt, in Bukarest durch Straßendemonstrationen gegen die bluti- gen Ereignisse in Galatz zu protestieren. Zum Prozeß Cafement. Amsterdam, 28. Juni.(T. U.) Aus London wird gemeldet, daß der Prozeß Casement wegen Hochverrats gestern fortgeletzt wurde. Die Zeugen wiederholten zum größten Teil die bereits in der Vor- Untersuchung vor dem Polizeigerichtshof gemachten Aussagen. Am Mittag ergriff der Verleidiger CasementS das Wort. Er wies nach, daß die Be� Mdigung wegen Hochverrats außerhalb Englands nicht stichhaltig sei, denn der Gesetzesparagraph, auf welchem die Anklage basiert sei, gelte speziell für Verrat innerhalb Englands. Weiter wird noch gemeldet, daß der Kronanwalt CasementS diesen alseinen edlen und gebildeten Kopf, als einen geschäftlichen und im politi- schen Leben wohl erfahrenen Mann hinstellte, der nicht sein ganzes Leben lang England befeindet habe, wie andere vor ihm, die aus der Geschichte bekannt seien. Der Angeklagte habe eine nicht rühm- lose Vergangenheit hinter sich und die erste Periode seines Lebens bezweckte nicht die Vernichtung der englischen Regierung, sondern deren Erhaltung und Entfaltung. Weiter wurde dann erwähnt, wie Casement im Jahre 1911 für seine großen Verdienste zum Ritter er- nannt wurde und auch der Brief vorgelesen, den Casement damals an Eduard Grey schrieb, um ihm für seine Ernennung zum Ritter zu danken. WaS in den Jahren 1911 bis 1914 geschehen sei und den Geist deS Gefangenen in dem Maße verdorben hätte, wüßte er nicht. Der Gefangene hätte eine Landung in Irland versucht und verfügte auch über einen Code, der eS ihm ermöglichte, seine Freunde um Gewehre, eine Kanone, viel Munition, Sprengstoffe und ein Schiff zu bitten. Zum Schluß stellte der Kronanwalt Casement als einen Mann bin, den der Haß gegen England verblendet, der ein verzweifeltes Lotteriespiel gespielt und verloren hätte. die Neuwahlen und Sie politische Lage in Spanien. Von einem spanischen Genossen wird uns geschrieben: Vor einigen Tagen ist in Spanien das neugewählte Par- lament— die Cortes— zu seiner ersten Tagung zusammen- getreten. Da sich der Zusammentritt diesmal unter ganz be- sonderen Umständen vollzieht und die Zusammensetzung der Volksvertretung durch die Wahlen in schwerwiegender Weise verändert worden ist, dürfte ein kurzer Ueberblick über den Verlauf der Wahlkampagne einem berechtigten Interesse be- gegnen. Die Ergebnisse dieser letzten Wahlkampagne beweisen, wie das Barcelonaer Parteiblatt, die„ckustieia Social", vom 29. Mai bemerkt,„in unwiderleglicher Weise, daß die gesamte spanische Linke auf der ganzen Linie geschlagen ist". Es wäre ein gefährlicher Irrtum, sich darüber noch einer Täu- schung hingeben zu wollen. Der Führer der spanischen So- zialdemokratie, Pablo I g l e s i a s, hat diese Niederlage mit seiner gewohnten Aufrichtigkeit zugestanden, auch die be- deutendsten Köpfe der republikanischen Partei haben diesen Mißerfolg in von tiefem Pessimismus durch- tränkten Aeußerungen anerkannt und versucht, die Verant- Wartung für den Sieg der staatserhaltenden Mächte über den Radikalismus auf die Massen und ihre politische Indolenz und Gleichgültigkeit abzuwälzen. Die Folge dieses Sieges der Rechten ist der Verlust zahl- reicher Parlamentssitze durch die Radikalen, deren bedeutendste Führer vielfach aus ganz sicheren und jahrelang innegehabten Wahlkreisen hinausgedrängt wurden. Ganze Provinzen ver- loren ihren bisher so gut wie unbestrittenen republikanischen Charakter. In Catalonien, der Hauptburg des Separatismus und Republikanismus. gingen Wahlbezirke von ältester repu- blikanischer Tradition bei diesen Wahlen in den Besitz der monarchischen Parteien über, ja es kam so weit, daß Cata- lonien, dieser vorgeschobenste Posten der republikanischen Par- teien, nunmehr fast ausschließlich von Repräsentanten der Rechtsgruppen vertreten wird. Aehnliches ereignete sich in anderen spanischen Provinzen. Von den wenigen Republi- kanern, die in Spanien gewählt wurden, sind zwei auf Grund des Artikels 29 proklamiert, eines Paragraphen im Wahl- gesetz, der von den Konservativen durchgesetzt wurde und der anordnet, daß in Wahlkreisen, wo nur ein Kandidat aufgestellt ist, kein Wahlkampf stattfinden darf, sondern der Abgeordnete einfach von der Regierung nominiert wird. Von den übrigen Republikanern, die gewählt sind, gehören mehrere einer ge- mäßigten Richtung an. die sich zu einer, wenn auch nur in- direkten Zusammenarbeit mit den„Ordnungs"parteien an der positiven Gesetzgebung bereit erklärt hat. Von den sonstigen Parteien der oppositionellen Linken ist die radikale Partei, deren Führer L e r o u x sich bei den Republikanern und einem großen Teil der Arbeiter Barcelonas eines hohen Ansehens erfreut, deren Gruppe in der Gemeindevertretung eine beherrschende Stellung ein- nimmt und deren Wählerschaft sich vorzugsweise aus dem in- dustriellen städtischen Proletariat rekrutiert, gleichfalls in die allgemeine Niederlage der Linken hineingezogen worden. Das gleiche Schicksal ereilte die Partei der R e f o r m i st e n, einer jüngeren Abzweigung der republikanischen Gruppe, von der noch weiter die Rede sein wird. Dagegen ist es der Sozialdemokratie diesmal wieder gelungen, ihren einzigen Vertreter im Parlament, Pablo Jglesias, durchzu- bringen. Aber auch ihr treues Eintreten für die mit ihr ver- kündeten Republikaner hat den Niederbruch der Linken nicht abzuwenden vermocht. Gegenüber dieser Katastrophe des spanischen Radikalis- mus haben die reaktionären Parteien, die Liberalen und die Konservativen, die abwechselnd die Regierung in Spanien inne haben, die Zahl ihrer Vertreter bedeutend vermehrt. Die K a r l i st e n, d. h. die Anhänger des Prätendenten Don Jaime. haben 8 Sitze gegen 4 in der vorigen Session erobert, und auch die Führer der extremen Rechten, M a u r a und L a c i e r v a, sowie die der übrigen Fraktionen der K l e r i- kalen und Konservativen haben die Zahl ihrer An- Hänger im Parlament erheblich vermehrt. Das Bedauerlichste ist hierbei für die Vertreter der Opposition, daß diese Niederlage nicht ohne Rückwirkung auf ihre Tätigkeit in den anderen Kreisen und Gebieten des sozialen Lebens geblieben ist. Wäre der Mißerfolg nur auf die geringe Wahlbeteiligung der großen Massen zurückzu- führen, so wäre das Ergebnis zwar beklagenswert, gäbe aber noch keinen besonderen Anlaß zur Entmutigung. In Spanien ist zwar das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht im Prinzip in Kraft, allein die p ol i t i s ch e Korruption, der kulturelle Tief st and und die Unwissenheit der großen Masse der Bevölkerung bewiesen, daß die Wahlen den eigentlichen Volkscharakter nur schwach oder richtiger über- Haupt nicht widerspiegeln. Denn die Partei, die gerade das Regierungssteuer in der Hand hat und die das Volk durch die sogenannten Kaziken, das sind die wohlhabenden und einfluß. reichen Bürger und Machthaber sowie die Geistlichen, in Stadt und Land beherrscht,„macht" oder fälscht die Wahlen stets nach ihrem Gutdünken und weiß immer eine ihr will- fährige Majorität auf sich zu vereinigen. Das Schlimme ist, daß die jüngsten Wahlen diesmal wirklich ein gewisses STBfctlf) Set Sahten Dolksstrmmung geben. Die reaktionäre Tendenz der letzten Zeit hat sich nicht allein in der Wahlbewegung einen Ausdruck geschaffen, sie hat sich auch auf anderen Gebieten des politischen Lebens in bedrohlicher Weise bemerkbar gemacht. So z. B. auf dem Gebiete der Presse, wo sich oie reichsten und verbreitetsten Zeitungen in den Händen der stbcralen und konservativen Parteien befinden, so auf dem Gebiete des Universitätslcbens und der Volks- bildungsanstalten, die bisher einen ausgesprochen freiheit- lichen und oppositionellen Charakter trugen. Hier wie über- all ist der Einfluß der anhaltenden energischen und machwollen Tätigkeit der konservativen Parteien deutlich fühlbar, eine Erscheinung, die um so befremdlicher ist, als man bisher der Meinung war, daß die radikale revolutionäre Bewegung, die unmittelbar nach den Ereignissen des Jahres 1909 einsetzte, nun endgültig Wurzel im Volksbewußtsein Spaniens ge- schlagen habe. Diese Bewegung war eine Protestbewegung gegen die Ncgierungsmethoden des konservativen Parteichefs Maura, die ihren Kulminationspunkt in der Hinrichtung des Freidenkers F e r r e r erreicht hatten. Sie schien das Ende der finstersten Reaktion bedeuten zu sollen. Kaum aber ist ein halbes Jahrzehnt verflossen, so sehen wir sie wieder drohend ihr Haupt erheben. Man könnte sich vielleicht versucht fühlen, das Resultat der Wahlen in Zusammenhang mit dem europäischen Krieg und der durch ihn geschaffenen politischen Situation zu bringen. Was die Sozialdemokratie anbelangt, so ist richtig, daß ihr Führer Jglesias einmal erklärt hat, er bedauere, daß Spanien nicht mächtig und stark genug sei, u m für die g e» re ch t e Sache einzutreten. Er hat jedoch gleich danach und auch später mehrfach betont, die einzig mögliche Politik Spaniens während des Weltkrieges sei eine wohl- wollende Neutralität zugunsten der Alliier- ten, diese dürfe jedoch nur gerade so weit gehen, als sie nicht die Gefahr einer Verwickelung Spaniens in den Krieg einschließe. Gegen diesen Standpunkt ihres Führers haben sich alsbald im Schöße der Partei lebhafte Proteste erhoben, und hierdurch ist die Eni- schlossenheit in der spanischen Arbeiterschaft, an einer strikten und unparteiischen Neutralität fest- zuhalten, noch mehr gestärkt und gefestigt worden. Wenn die politische Lage überhaupt einen Einfluß auf die Wahlen ge- habt hoben sollte, so würde dies höchstens für die radikale Partei zutreffen können, deren Führer Leroux in seiner Be- geisterung für die Entente gegen den allgemeinen Wunsch des Volks, das keinen Krieg will, entschieden für einen Eintritt Spaniens in den Krieg an der Seite Frankreichs Stimmung gemacht hat. Wollte man jedoch hieraus schließen, daß die Niederlage der Linken auf die mangelnde Geneigtheit ihrer Führer zur Wahrung der Neutralität zurückzuführen sei, wie will man dann erklären, daß die Massen, deren Wille zur Neutralität feststeht, sich gerade den konservativen Fraktionen zugewandt haben, die wie jene des Vazquez de Mella den Zentralmächten gegenüber die gleiche Stellung einnehmen wie Leroux gegenüber den Alliierten? Die Ursachen der Niederlage der Linken sind daher nicht in den äußeren Umständen, sondern weit mehr in den i n n e- ren Verhältnissen Spaniens zu suchen. Sie liegen in dem tiesen Mißtrauen, das die Massen gegenüber den Führern des bürgerlichen Radikalismus ergriffen hat. In dem über- Wegend agrarischen Lande mit seinem schwachen und noch imentivickelten Proletarigt hat sich der revolutionäre Radika- lismus bisher nur tn einer unklaren republikanischen Be- wegung einen Ausdruck und ein Organ geschaffen, dessen Führer in mehrere Gruppen zersplittert noch ständig im Kampf mit einander liegen. Die spanische Sozialdemokratie hat freilich in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte ge- macht, sie hat die Zahl ihrer Organisationen vermehrt und erweitert und ihr Ansehen besonders bei denen erhöht, die den Wert einer Partei nicht allein nach der Zahl, sondern auch nach dem Gewicht der ihr angehörenden hervorragenden Persönlichkeiten bemessen. Das ist vor allem geschehen durch de» Eintritt von Männern wie Araquistain und Be- st e i r o, Professor der Philosophie an der Universität Madrid. Die große, in revolutionärer Gärung befindliche städtische Masse aber folgt auch heute noch den Häuptern des Repu- blikanismus. Die Gegensätze innerhalb ihrer Gruppen, ihre Untätigkeit, Prinzipienlosigkeit und Unwirksamkeit im Par- lament hat die Abwendung der Masse von ihren Führern und die schwere Niederlage verschuldet, die die Linke bei den jüngsten Wahlen erlitten hat, die letzten Endes eine Nieder- läge des alten morschen und innerlich kor- rumpierten Republrkanismus ist. Die kürzlich gegründete Partei der Reformisten hat auch nicht mehr Glück bei den Wahlen gehabt. Aus Elementen eines gemäßigten Republikanismus gebildet, schien diese Par- tei, die die Regierungsform für nebensächlich ansteht und ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den anderen biirger- lichen Parteien unter dem monarchischen Regime erklärte, sofern ihr dies ermöglicht, eine wahrhaft freiheitliche, liberale Politik zu treiben, unter den günstigsten Auspizien und AuS- sichten auf Erfolg in die politische Arena zu treten. Hatten sich ihr doch nicht wenige der begabtesten spanischen Intellekt tuellcn angeschlossen, die sich bisher von jeder politischen Wirksamkeit ferngehalten hatten. Der Führer dieser Partei ist der hervorragende Redner und Politiker Melquiadez A l v a r e z, ihr eigentliches geistiges Haupt jedoch Dr. S i m a r r o, dem es sogar gelungen war, persönliche Fühlung mit dem König zu nehmen und ihn für die neue Partei zu interessieren. Es ist dwher begreiflich, daß man gerade bei diesen Wahlen mit einiger Spannung darauf wartete, was für eine Rolle die Partei spielen, welche Er- folge ihr beschieden sein würden. Wenn auch sie schließlich einen entscheidenden Mißerfolg erlitten hat. so verdankt sie das der Aufgabe ihrer Ideale, dem Praktieren mit den monarchischen Parteien und der Aufnahme der alten in Miß- kredit geratenen politischen Methoden der letzteren. Die Wahlen haben die linken Parteien vor die Not- wendigkeit gestellt, den Kampf gegen die verstärkte Propa- ganda der Reaktion mit verdoppelter Kraft aufzunehmen. Vor allem aber haben sie— und das ist besonders wichtig und als ein positiver Erfolg zu bewerten in sozialistischen Kreisen die Diskusston über die ZweckmäßigkeiteineS Wohlbündniffes zwischen der Sozia ldemo- kratie und den bürgerlichen Republikanern aufs neue in Fluß gebracht. Dieses Bündnis war eine Folge der schon oben gekennzeichneten Bewegung vom Jahre 1909 und verfolgte den Zweck, die Rückkehr Mauras zur Regierung unmöglich zu machen und in Spanien die Republik zu er- richten. Seitdem haben sich in der sozialdemokratischen Par- tei schon des öfteren Stimmen des Protestes gegen diese? Bündnis erhoben. Es wurde geltend gemacht, daß es den Fortschritt der echten proletarischen Bewegung und Organi- Meli»!«!! de; Sraße« SüWWakkm. Amtlich. Großes Hauptquartier, 28. Juni 1916. sW. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Vom Kanal La BaffSe bis südlich der Somme machte der Gegurr vielfach starken Artillerieeinsatz, sowie im An- schluß au Sprengungen und unter dem Schutze von Rauch- und Gaswolken Erkundmigövorstöße, die mühelos ab- gewiesen wurden. Auch in der Champagne scheiterten Unternehmungen schwächerer feindlicher Abteilungen nord- östlich von Le Mrsnil.— Links der Maas wurden am „Toten Manu"llachts Haudgranatenabteilungeu deö Gegners abgewehrt. Rechts des Fluffcs haben die Franzosen nach etwa zwSlfsiüudiger heftigster Fcuerdorbereitung gestern den ganzen Tag über mit starken, zum Teil ncn herangeführten Kräften die von unS am 23. Juni eroberten Stellungen auf dem Höhenrücken„Kalte Erde", das Torf Fleury und die östlich anschließenden Linien angegriffen. Unter ganz außerordentlichen Verlusten durch das Sperrfeuer unserer Artillerie und im Kampfe mit unserer tapferen Infanterie find alle Angriffe restlos zusammengebrochen. Ein feindlicher Flieger wurde bei Douanmont ab» geschossen. Am 25. Juni hat Leutnant Höhndorf bei Raucourt suördlich von Nomcnh) sein siebente» feindliches Flugzeug, einen französischen Doppeldecker, außer Gefecht gesetzt. Wie sich bei weiterer Untersuchung herausgestellt hat, trifft die Angabe im Tagesbericht vom 23. Juni, unter den gefangenen Angreifern ans Karlsruhe hätten sich Eng- läudcr befunden, nicht zu. Die Gefangeneu sind sämtlich Franzosen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Bei de? Heeresgruppe des Generals v. Linsingen wurden das Dorf Liniewka swcstlich von Soknl) und die südlich des Dorfes liegenden russischen Stellungen mit stürmender Hand genommen. Sonst keine wesentlichen Ver- äuderungeu. Balkan-Kriegsschauplatz. Außer Artilleriekämpsen zwischen dem Wardar und dem Dojran-See ist nichts zu berichten. Oberste Heeresleitung. »» Zer MemiMe MnMiilisliniflik. Wien, 28. Juni.(SB. T. B.) Amtlich wird Verla u t b a rt: Russischer Krirasschauvlatz. Bei K u t y wiederholte der Feind seine Angriffe mit dem gleichen Mißerfolg wie an den Vortagen. Tonst in der Bukowina und in Ostgalizien nichts Neues. Südwestlich vonNowopocz a j e w schlugen Unsere Vorposten fünf Nachtangriffe der Ruffcn ab. Westlich von Torozyn brach ei» starker russischer Angriff in unserem Ar- tillcrie- und Jnfanteriefeuer zuiammen. Westlich von D o k u l erstürmten deutsche Truppen daö Gehöft Liniewka und mehrere andere Stellungen. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern griffen die Italiener zwischen Atsch und Lrenta an mehreren Stellen an; so im Bal di Foxi, am Pasubio, gegen den Monte Rasta und im Vortcrrain des Monte Zebio. Alle diese Angriffe wurden blutig abgewiesen; bei den von stärkeren feindlichen Kräften geführten Vorstößen gegen den Monte Rasta fiele» sünfhundcrttrcißig Gefangene, darunter fünfzehn Offiziere, in unsere Hände. An der Kärtner Front wiederholte der Feind seine fruchtlosen Anstrengungen im Plöckenabschnitt. Seine Angriffe richteten sich hauptsächlich gegen den Freikofel und großen Pal, stellenweise kam es bis zum Handgemenge. Dir braven Ber- trtdiger blieben im festen Besitz aller ihrer Stellungen. An der küstenländischen Front war der Artillerie- kämpf zeitweise recht lebhaft. Unsere Flieger belegten die Bahn« Höfe und militärischen Anlagen von Trrois», Monte Bcllnno, Bicenza und Padua sowie die Adrlawerke von Monfalconr mit Bomben. Südöstlicher Kriegsschauplatz. «lchtS Neues. Der Stellvertreter de» llbrf» de» GencralstabeS von Hoefrr, Fcldmarschalleutnant. sation hemme, indem eS den wahren Charakter des prole- tarischen Kampfes als eines Klassenkampfes verschleiere. Der letzte Kongreß der sozialdemokratischen Partei hat be- wiesen, daß sich in der Partei die Tendenz zur Lösung des Abkommens seitdem noch verstärkt hat. Die gegenwärtigen Wahlen haben das Gute, daß sie die Partei aufS neue vor diese entscheidende Frage gestellt und sie damit der endgültigen Lösung näher gebracht haben. Der französische Tagesbericht. Paris, 28. Juni.(W.T.B.) Amtlicher Bericht vom Dienstag nachmittag. Auf dem linken Ufer der MaaS wurde«in deutscher Handgranatenangriff westlich der Höhe 804 in der Nacht leicht zurückgeschlagen. Auf dem rechten Ufer wurden durch die nächtlichen örtlichen Kämpfe dt« französischen Stellungen in der Gegend de» Werke? von Thiaumont erweitert. Die Lage im Dorf« Fleury ist unverändert. Der Kampf geht ziemlich lebhaft weiter auf den MaaShöhen. Ein Angriff auf die französischen Stellungen von Neuilly scheiterte im Feuer. Flugdienst: Im Laufe einer EdSundung über Belgien feuerten drei mit Geschützen bewaffnet« französische Flugzeuge Sö Granaten auf deutsche Schiffe in der Nähe der belgischen Küste. Paris, 28. Juni.(W. T. B.) Amtlicher Bericht von Dienstag abend. In den Argonnen besetzten wir in der Gegend von Bolante den südlichen Rand eine« durch die Explosion einer deutschen Mine hervorgerufenen Trichter». Auf den beiden Ufern der Maas dauerte die Beschießung im Laufe des Tage« mit mittlerer Heftigkeit an, am heftigsten in der Woevre im Abschnitt von Eix. Auf dem rechten Ufer unternahmen die Deutschen gegen 2 Uhr nachmittags einen Angriff auf drn Teil des Dorfes Fleury. den wir besetzt halten; sie wurden vollständig zurückgeschlagen. Belgischer Bericht. Erstem am späten Abend war die beiderseitige Artillerie an verschiedenen Punkten der Front von Ramscapelle Bis Steenstraete tätig. Heute gegenseitige Beschießung in der Gegend von Dixmuiden. Die englische Meldung. London, 28. Juni. ficherungsamt in Spandau einreichen. 3. Rein. 4. Die Pfändung ist zu. läifig, da Ihre Verwandte seinerzeit wahrscheinlich nicht gegen die Ein- fchätzung reklamiert hat.— K. W. 467 und C. M. 876. Nein. Infolge Herzlähmung verschied auf feiner Arbeitsstelle am 27. Juni mein inniggelicbter Mann, unser guter Vater, Groß- und Schwiegcr- oater, der Töpfer Franz Schrot im 54. Lebensjahre. 130A Frau Ida Schrot nebst Kindern. Die Beerdigung findet am 30. Juni, nachmittags 4 Uhr, vom neuen St. Johannis- Kirch- Hof, Plötzcnfec, aus statt. TurnverEin„Fichte" Berlin. M. b. A.-T.-B. 12. Lehrlingsabteilung. Den Mitgliedern die traurige Nachricht, dag unser Lehrling ICurt Frieß im Alter von 10 Jahren an einem Herzfehler gestorben ist. Ehre seinem Andenke«! Tie Beerdigung findet heute Donnerstag, den 23. Juni, nach- mittags 5 Uhr, von der Halle des Freireligiösen Friedhofes, Pappel-Allee, aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 135/12 voi» Vorstand. DentscherMetallarheiter-yerhani! Nachruf. Am 21. d. Mts. starb nach kurzem, schwerem Leiden unser werter Kollege, der Metallarbeiter Korl Krause. Wir verlieren an ihm einen tüchtigen Funktionär und Förderer unserer Organisation und werden fein Andenken stets in Ehren halten. 119/5 I>1« Ue.lrlcslvltnnx, I. 81.: Sparmann. Uestmonn's TrauerrnnSMin Größte Auswahl. Billigste Preise. I. Mohrenstrals 37a (Kolonnaden) lt. Or. Frankfurter Str. IIS (nahe Andreasstr.) Aaiwahlsendunpen»olort. Amt Zentrum 7890. Sonntag 12—2 Uhr oeOHnet. Zentralverhanii der Töpler und Bemispossen Deutschlands Filiale Groß-Berlin. Am Dienstag, den 27. Juni 1916, verstarb unser Mitglied, der Töpfer Franz Schrot (Bezirk Wedding) im Alter von 54 Jahren an Herzlähmung. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen St. Johannis-Kirchhofcs in Plötzen- scc, am Schützenhaus, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 192/4_ Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Verlust unseres lieben Sohnes und Bruders Kar? Zern sagen hierdurch unseren besten Dank vis trauernden Eltern u. Geschwister. Zabnpraxis W. Tliiedt, Reinickendorfer Str.7. Nord. 7635 Ferien über verreift. 3L3b Klumtn- und Krauftindtrei von kobert Nexer,' Jnh.: 1?»/,— 7 Uhr. 2. Wahlkreis: S. und SW.; Gustav Schmidt, Bärwaldftr. 42, an der Gneiienaustrafie. Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. 8. Wahlkreis: St. Fritz. Vrinzenstr. 31, Hof rechts Part. Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. d. W ahlkreis: Osten: Robert D e n g e IS, MarkuSstr. 36. Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr.— Karl Melle, VeterSburgerplatz 4. (Laden). Geöffnet von'11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. 4. Wahlkreis. Südosten: Vaul Böhm, Lausitzerplatz 14/15. Geöffnet von 11- 1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. 5. Wahlkreis: Leo Zucht, Jmmanuelkirchstr. 12(Hof). Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. 6. Wahlkreis Gfloahlt): Solomon Joiepb. WilhclmShavcner Straffe 48. Geöffnet von 11— 1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. W edding: I. Hönisch. Müllcrstr. 34a Ecke Utrechter Str., Laden. Geöffnet von 11— 1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. 11«seilt haier und Oraaleahurger Vorstadt: A. Wo Igast, Watt straffe 9. Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Oesnndbrunncn: F i i ch e r, Baflianstr. 6, Laden. Geöffnet von 11— 1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. hiehdiihaiiser Vorstadt: Karl MarS, Greifenhagcner>Ltr. 22. Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Adlershof: S n v 1 S dj ro a r j l o'j e, BiSmarckftr. 28. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. .Alt-4ilieaieke. Zfalkeaherx: Wilhelm Dürre, Friedrichstr. 46. Afanaisehaleattezr: H. Hornig, Marienthaler Str. 13, 1. Kcrnaii, Kontgental. Zepernick, Siehönow. Schön- brlick und Vuch: Heinrich B r o f e, Mühlcnstr. 5, Laden. Köhlis, lort: Paul Gcnfch, Bohnsdorf, Genoffcnfchaftshaus- .Paradies'. O linrlottenhnrx: Gustav Scharnberg, Sefenheimer Str. 1. Ge- öffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Klchtvalde, Schmöckwitz: OSkar Mahle, Grünauerstr. 37. Krkner, Zlen-Zlttan: G u b e 1 a, Waldstr. 11. b'reder sdorl-Ketershagen, Egsersdorf: Ufsenwasser, PetcrShagcn. Friedenau, Steglitz, Sfldende: H. Sernfee, Alsenstr. 5 in Steglitz. Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Erledrlchshaxen, Fichtenau, Rahnsdorf, Schönelche, KI.-Schönebeck: Ernst Werlmann, Friedrichihagen, Köpe- nicker Straffe 18. «rtinan: Franz Klein, Friedrichstr. 10. Johannisthal, Rudow: Max K o n I ch u r. Parkstr. 23 Karlshorst: Hermann Billing, Dönhoffftr. 28. Königs-Wnsterhausen, Wildau, Xlederlebme: Friedrich Naumann, Luckenwalder Straffe 5. Köpenick: Emil Witzler. Kictzerstr. 6, Laden. Geöffnet von morgens 7 Uhr bis abends 8 Uhr. Lilchtenberx 1, Friedrichsfelde, Hohenschönhausen: Otto S e i k e l. Wartenbergstraffe 1(Laden). Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Elchtenbere II, Kummelsburc, Stralau: A. Rosentran z, Alt-Boxhagen 56. Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Rahlsdorf, Kanlsdorf, Rlesdorl: P. Hcffbcrg, Kauls- dors. Ferdinandstraffe 17. Zlarlendorl, Zlarienfelde: August Leip, Chauffeeftr. 23. Xenenhaxen, Hoppexarten: Ä o i S z c k o w S k i, Dotti. straffe 14. stleukölln: M. H e i n r i ch. Neckarftr. 2, im Laden. Geöffnet von 9— 2 nnd von 4—7 Uhr; Neukölln. Britz: Roh r. Siegfriedftraffe 28/23. Geöffnet von 11—•!'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Nleder-Schöneweide: Wilhelm Unruh, Brückenftr. IV, IL \ ou awes: Karl Krähnberg, Eifenbahnstr. 10. Ober-Schöneweidc; 1 Alfred Bader, Dilhelminenhofstr. 17, Laden. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Pankow, Vlcderschönhansen, Nordend, Frz. Ruch holz, Rlankenbarg: Riffmann, MüHlenstr. 30. Geöffnet von 11— 1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Reinickendorf- Ost, Wilhelmsruh und Sehönholz: P. G u r f ch, Provinzstr. 56, Laden. Geöffnet v. 11— 1'/, u. 4'/,— 7 Uhr. Schenkendort b. Königs-Wufterhaufen: Chr. Hantf ch k e, Dorfftr. 1V. Schitnebcrx: Wilhelm Bäumler, Meininger Straffe 9, im Laden. Geöffnet von 11— 1'/, und von 4'/.— 7 Uhr. Spandau, h'onncndamm: Schumacher, Breitestr. 64. Geöffnet von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Texel, Uorsigwalde, Wittenau, Waidmannslnst, Hcrmsdorf, Hohen- Xeuendorf, Birkenwerder, Freie Scholle u. Reinickendorf- West: Paul Kien est, Borsigwalde, Räujch straffe 10. Geöffnet von 11— 1'/, u. von 4'/,— 7 Uhr. Teltow: L e n f ch n e r, Haoelstr. 2. Tempelhof: Joh. Krohn, Borufsiastr. 62. Treptow: Rob. Gramcnz, Kiefholzftraffe 412, Laden. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Welüensee, Ueinersdort: Gust. R o ff k o p f, Berliner Allee 11. Wilmersdorf, Halensee, Schmargendorf: Paul Schubert Wilhelmsaue 27. leeuthen, Siersdorf: WilH. Schulz, Zeuthen, Ziethenstr. 16. Bossen: Rönnebeck, Stubenrauchstr. 27. Sämtliche Partelliteratur sowie alle wiffenfchaftlichen Werke werden geliefert Sonntags sind die Ausgabestellen geschloffen. Perantwortiicher Redaileur: Alfrep Wiejcpp, Neukölln. Für de» InseratenteU verantw.: Th. Glocke. Berlin. Druck u.«erlag: Borwart« Buchdruckerei u. LertagsanstaU Paul Smger& tfo« Berlin SW,