Nr. 99. Erscheint täglich außer Montage. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts S 11. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Sonntag, den 29. April 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Berichterstattung über die Feier des 1. Mai| Indeß ein ander Mal über die Grundsätze, nach welchen wird uns sehr erleichtert werden, wenn die Partei- nach unserer Meinung die Steuerreform in Berlin vorWir ersuchen alle unsere Freunde und Genossen, nach genossen an den wichtigeren Orten des In- und Aus- genommen werden muß. Die nächsten Monate werden im„ Rothen Haus" recht lebendige Kämpfe zwischen Kräften für die Erweiterung unseres Abonnentenkreises laudes am 1. Mai uns auf einer Postkarte oder in den" Interessen des" Hauspaschathums" und denen zum 1. Mai thätig zu sein. Es ist das eine Partei einem kurzen Telegramm über den Verlauf der Feier der breiten Voltsmassen zeitigen. Der Liberalismus wird pflicht. Die Hauptstärke einer Partei liegt in ihrer Presse Nachricht geben wollten. Ort und Besuch der Feier- die Feuerprobe" zu bestehen, er wird zu beweisen je mehr Leser ein Blatt hat, desto größere Macht hat es, und je größer die Macht der Parteipresse, desto größer lichkeiten und der Versammlungen, Zahl der Feiern haben, ob er noch so viel Mark in den Knochen hat, um zu verhüten, daß die Bürger Berlins ihre Steuerdie Macht der Partei, wer dem Partei- Organ neue Leser den mögen und mitgetheilt werden. Aus den ent- kraft an dem Altar des städtischen Agrarierthums opfern zuführt, stärkt sonach die Partei. fernteren Orten erwarten wir unter der Adresse müssen. Mit dem 1. Mai eröffnen wir ein neues Abonnement ,, Sozialdemokrat Berlin" Depeschen. Die Auslagen auf den werden wir auf Verlangen gerne zurückerstatten. Mit sozialdemokratischem Gruße Die Ned. d. ,, Vorwärts". „ Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntags- Beilage „ Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Benthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 2,20 Mark für die Monate Mai, Juni entgegen.( Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919.) In unserer Nummer 71 begannen wir die Veröffentlichung bes geschichtlichen Romans Der Inde. Von Spindler. Die neuen Städtischen Steuern. Es scheint in den Plänen des Magistrats zu liegen, die Zeit für diese Kämpfe möglichst abzukürzen, denn sonst wäre es nicht zu erklären, warum nicht schon längst seit dem Jahre 1892 ist das Kommunalsteuer- Gesetz im Landtag fertig gestellt Schritte gethan sind, um die nothwendig werdenden Bestimmungen in die Wege zu leiten. 1 A Von dem Grundsatz Ruhe ist die erste Bürgerpflicht" ausgehend, dachte der Magistrat wahrscheinlich, daß es genügt, wenn er der Stadtverordneten Versammlung einige Wochen vor dem 1. April n. J. ein Ortsstatut zur Beschlußfassung vorlegt, in welchem die Resultate der in dem traulichen Halbdunkel der Magistratsstuben vorgenommenen Steuerreform- Arbeit enthalten sind. Bekanntlich hat der preußische Landtag unter dem schönklingenden Namen Kommunalsteuer Reform" ein Gesetz fabrizirt, welches den Gemeinden einige Steuerquellen erschließt und am 1. April 1895 in Kraft treten In dieser Beziehung hat der hochwohlweise Magistrat wird. Wir wollen uns heut nicht mit den einzelnen, vom aber die Rechnung ohne den Wirth gemacht, und es ist ein nächsten Jahre an zur Verfügung der Gemeinde stehenden unleugbares Verdienst der Stadtverordnetenversammlung, Steuern beschäftigen, dazu wird es Beit sein, wenn die daß dieselbe in ihrer letzten Sigung einen kräftigen Borstoß Pläne, welche die städtische Verwaltung in dieser Beziehung in bezug auf die Steuerreform gemacht hat. Die erste Anhat, eine einigermaßen greifbare Gestalt gewonnen haben. regung zu der Stellung, welche die Versammlung am Nur eine Thatsache wollen wir nicht unerwähnt lassen, vorigen Donnerstag eingenommen hat, ist von sozialdemoweil dieselbe ein sehr bezeichnendes Licht auf die Steuer- fratischer Seite ausgegangen, indem der Stadtverordnete politik des Berliner Freisinns wirft. In einem zwar seltenen, aber deshalb umso lobenswertheren Anfall von Anstand und Gerechtigkeit hatten die In diesem Roman, einem der besten Werke unserer deutschen Volksvertreter" am Dönhoffsplay beschlossen, daß bis zum Romanliteratur, werden in spannender Form die Zustände Jahre 1900 die Miethssteuer beseitigt werden müsse. Den Teutschlands zu Anfang des 15. Jahrhunderts behandelt der beweglichen Klagen des damaligen freisimmigen Vertreters von schmähliche Berrath an Huß, die Judenverfolgungen. Berlin ist es gelungen, eine Aenderung dieses Beschlusses herbei Raubritterwirthschaft, das Walten der Behme, turz Zustände und Ereignisse, die in der gegenwärtigen Zeit, zuführen. wo der Zelotismus wieder gern Scheiterhaufen errichten möchte, von fast brennender Aktualität sind. die Neu eintretenden Abonnenten werden die bisher erschienenen Nummern auf Verlangen nachgeliefert. Nach diesem Roman werden wir einen anderen veröffent. lichen, der in Berlin spielt und die März- Ereignisse des Jahres 1848 schildert." Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von E. Spindler. Neuntes Kapitel. Der Reiter und fein geschwindes Roß, Sie sind gefürchtete Knechte. Schiller. Singer gelegentlich der Etatsberathung am 1. März d. J. den Magistrat aufgefordert hat, in gemischter Deputation mit der Stadtverordnetenversammlung die Grundlagen der vorzunehmenden städtischen Steuerreform zu berathen. Diese Forderung verdichtete sich zu einem Antrage, der in der letzten Sigung nach eingehender Diskussion troz lebhaften Widerspruchs des Magistrats mit erheblicher Majorität angenommen wurde. Die Herren vom Magistrat hatten keinen guten Der liberale Abgeordnete und Stadtverordnete Alexander Tag, als sie der ebenso selbstverständlichen als. den Meyer hat den traurigen Ruhm, die Möglichkeit geschaffen Interessen der Steuerzahler entsprechenden Forderung entzu haben, daß die drückendste und verhaßteste aller Steuern, gegentraten. die Miethssteuer, in Berlin weiter erhalten werden kann. Der Magistrat soll dem Vernehmen nach eine freisinnige Im Berliner Magistrat, freilich herrscht bezüglich der Be- Körperschaft sein viele seiner Beschlüsse lassen dies urtheilung der Miethssteuer eine andere Auffassung. Es ist allerdings schwer begreiflich erscheinen- und in der That noch nicht lange her, daß dem sozialdemokratischen Drängen Bürgermeister und Kämmerer haben, wenn sie freisinnigen auf Aufhebung der Miethssteuer seitens des Magistrats ein Anschauungen huldigen, ihrer Partei schon am vorigen sehr energischer Widerstand entgegengesetzt wurde und daß Donnerstag keine neuen Lorbeeren gewunden, sondern einen Der die Herren mit der breiten güldenen Kette der„ ſo bequem" recht schäbigen Talmifreifinn zur Schau getragen. zu berechnenden Miethssteuer begeisterte Loblicder sangen. Kämmerer kann sich nicht eher in Steuerpläne vertiefen, " " Gottesdienst zu Ende war, als Else, die unter der Thür bekümmerter denn ich," antwortete der Fremde: Du weißt auf sie geharrt hatte, von weitem schon auf sie zusprang. aber, lieb Schwesterlein, daß ich nicht anders kann. Die Ach, liebe Frau," sagte sie eilig, erschreckt nur nicht. Es Welt bekümmert sich nicht um mich; ich muß mich daher fizt ein Gast in Eurer Stube, der Euch nicht angenehm ist. um sie bekümmern. Die Blutsfreunde laden mich nicht 28 Mergert Euch nicht, und denkt an Eure kostbare Gesund- ein; daher muß ich mich schon selbst einladen."" Du heit."" Wer ist's, Unheilbringerin?" fragte die Altbürgerin bist ein zudringlicher Gast," zürnte Margarethe: und jede ängstlich, und sah an ihrem Hause in die Höhe; da ge- Nachsicht macht dich mehr zum Schmaroher! Sei nicht wahrte sie, oben aus dem Fenster schauend, den Mann, böse, Gretel," versetzte Beit spöttisch:" Dein schmuckes Andessen Anblick in der That ihrem Herzen nicht wohl that. gesicht wird häßlich entstellt durch den Zorn, und du änVerdruß in Auge und Brust stieg sie hinauf, und trat, derst damit doch nichts. Ich bin einmal da, um dir ein ohne denselben zu verhehlen, in ihr Gemach, wo ein langer glückliches Neujahr zu wünschen, und den Festtag bei dir zu Mann in ritterlicher, aber abgetragener Kleidung, bequem begehen." Mit einem Seufzer des Unwillens legte Mar im Lehuseffel sitzend, ihrer wartete. Sein sonnverbranntes garethe Hut und Hauptfinster) ab, hängte Mantel und Der erste Tag des Jahres Eintausendvierhundertund Gesicht mit den Zügen eines Dreißigers trug indessen alle Ueberkleid in den Schrein, und setzte sich hierauf in ziem Wo tommst fünfzehn hatte sich eingestellt, zur Freude von Alt und Jung; Spuren eines lockern Lebenswandels, so wie sein übriges licher Entfernung dem Bruder gegenüber. denn obgleich der Winter jetzt erst aufing, so dachte schon Aeußere das Gepräge der Dürftigkeit aufwies. An seiner, Du her?" fragte sie kurz und hart." Zunächst von der jedes mit Entzücken an die Fastnachtfreuden, und an die in zwei Farben getheilten Tracht fehlte nichts, was zu dem Landstraße," erwiderte der rohe Mensch eigentlich aus bald darauf folgenden gelben Himmelsschlüssel, die lieblichen Anzuge eines adeligen Herrn gehört, aber alles war im unserem Rattenneste zu Gelnhausen." Was macht die Herolde des Frühlings. In Frankfurt war alles lebendig, übeln zustande. Der Federbusch auf dem fleckigen Hute Base, wie geht es ihr?" Hm, die Base ist noch lahm das Fest zu begehen; die Kirchen waren gedrängt voll, und hing wie eine trauernde Weide darüber her. Die Metall- wie sonst, Einäugig ist sie jedoch obendrein geworden. Die auf den Gassen summte es fröhlich umher. Aus den Pelz- spangen und Hefteln des Wams waren erblindet, die Kate hieb ihr das rechte Auge aus. Im Uebrigen befindet und Zwillichmänteln schauten vergnügte Gesichter, und der Bierrathen des verblichenen Mantels unscheinbar geworden; sie sich wohl. Sie trätscht über Kaiser und Reich, und hat Geschenke wurden fast viel gespendet. Freunde begabten Handschuhe und Reitstiefel, sammit Sporen, Dolch und Rauf- dabei eine frische Eßlust, trotz mir. Das wäre nun freis Freunde, Verwandte den Blutsfreund, der Herr den Diener, degen zeugten von langen Gebrauche und schlechter Be- lich all' gut, wenn wir nur mehr zu efsen hätten." der Unterthan seinen Vorgesezten. Auf dem Römer saßen sorgung. Zu der ganzen Gestalt, die von allen Unbilden Man muß genügsam sein," schaltete Margarethe trocken Gotts Bürgermeister, Schultheiß und Schöffenrath, um die ge- der Hitze, des Frostes, des Schwertes und der Armuth ge- ein:" Nicht ein jeder kann im Ueberflusse leben." wohuten Gaben zu empfangen. In den Gotteshäusern zeichnet war, paßten vollkommen die ungeschlachten Ge- Marter!" rief Beit:" Du hast gar schöne Sprüchlein gewaren die Opferstöcke dazu geöffnet; Genossen der Brüder- berden, die vernachlässigte Sprache, die der Redner immer lernt, seitdem Du selbst im Ueberflusse sizest. Als Du noch schaften der heil. Sebastin, Jost, Jörg und Stephan sam- mit ausdrucksvollen Bewegungen seiner hageren luft- daheim lebtest in unserem Ganerbenschloß, war Dir alles melten in verschlossenen Büchsen für die milden Stiftungen gebräunten Hände begleitete, und gaben das getreue Bild nicht recht. Gar manch' liebes Mal, da wir bei einander von Haus zu Haus. Und durch all dieses Getreibe hüpften eines jener Edelleute, die nichts ihr Eigenthum nannten, als faßen, bei unserer Rübensuppe und Kleienbrot, hast Du Dich und johlten schon vom frühen Morgen an die lustigen Ge- den dürren Klepper, den sie ritten, das wenige, was sie am gekümmert, daß nicht alle Menschen reich sind. Mich sellen ohne Haus und Hof, Frau und Kind, die Trinkstuben Leibe trugen, und ihr Wappen; die an den Kreuzwegen ihr wunderts heute noch, daß Dich unser Herrgott, troß Deinem und Zunfthäuser füllend, weil an diesem Tage die strengen wild Gewerbe trieben und oft keine sichere Höhle hatten, Schelten, erhört hat, und Dich der grauhaarige Rathsherr Bechordnungen so gut wie aufgehoben waren. Den Alt- um ihre Beute darinnen zu bergen. Was soll das Veit?" zur Frau nahm. Seither hast Du uns rein vergessen, und bürger Diether Frosch hielt sein Amt als Schöffe auf dem fragte Margarethe streng und finster:" Du schon wieder doch ist unser Eulennest noch baufälliger, unsere Roft noch Rathhause fest; seine Ehefrau hatte die Liebfrauenkirche be- hier? Du magst wissen, daß Deine Gegenwart mich be= sucht und wandelte nach ihrer Wohnung zurück, da der fremdet, mich in Unmuth versetzt."-Niemand ist darob " Saube " ala bis die hohe Staatsregierung ihre Ausführungs-| nicht mit Unrecht dem Vorwurse ausgeseht sein, daß er inftruktionen erlassen hat. Fürwahr, eine naivere Auffassung einer ausgiebigen Kritik seiner Steuervorschläge aus dem der Verantwortlichkeit des Leiters der städtischen Finanzen Wege gehen will. Deshalb frisch an die Arbeit. ist nicht denkbar, zugleich aber auch keine größere Ver Hoffentlich vertragen die steuerreformerischen Pläne des fennung der Aufgaben, welche das größte städtische Gemein- Magistrats die Kritik; wenn nicht, so hat die Stadtverordwesen Deutschlands in steuerpolitischer und finanztechnischer neten- Versammlung umsomehr die Pflicht, darüber zu wachen, Beziehung zu erfüllen hat. daß die Steuerreform der Majorität der Bürgerschaft zu Und der Bürgermeister ist der Meinung, daß der gute kommt und nicht den Interessen der Hausbesizer dienst Magistrat seiner Würde etwas vergiebt, wenn er zuläßt, bar gemacht wird. daß die Stadtoerordneten- Versammlung sich mit der Regelung von Kommunalangelegenheiten beschäftigt, ehe der Magistrat die Beschlüsse der Versammlung„ vorbereitet" Dolitische Leberlicht. hat. Eine Bestimmung der Städte Ordnung mußte zur Begründung dieser seltsamen Anschauung herhalten, aber sofort konnte dem Bürgermeister entgegengehalten werden, daß Magistrat selbst in der Frage der Einverleibung der Vororte und betreffs der Anlegung elektrischer Bahnen die Vororte und betreffs der Anlegung elektrischer Bahnen die Einschung gemischter Deputationen beantragt hat, um diese Angelegenheiten von Anfang an gemeinsam mit der Stadtverordneten- Versammlung zu bearbeiten. in Berlin, den 28. April. Die Verhandlungen führten zur einstimmigen Annahme eines von den Arbeitervereinen Bochum und Langendreer ausgehen den Antrages, nach welchem gegen die fürzlich erfolgte Wiederwahl von Pastor Arndt in den Ausschuß des Provinzialverbandes entschieden Einspruch zu erheben sei. Ein Mann, der sich zu dermaßen weitgehenden Zugeständ nissen der Sozialdemokratie gegenüber bereit finde, könne nicht Mitglied des Ausschusses eines Verbandes sein, der die Bekämpfung der Sozialdemokratie als eine seiner obersten Pflichten ansehe. Die von Pastor Arndt bei Gelegenheit seiner Wahl als Ausschußmitglied gegebenen Erklärungen fönnten nicht befriedigen, da sie an der Sachlage nichts änderten. Also ein evangelischer" d. h. echt christlicher Bundesrath. In der am 27. d. M. unter dem Verein hat zum Hauptzweck die Bekämpfung einer Vorsitz des Vizepräsidenten des königlichen Staatsministeriums ihm oder seinen christlichen Gründern nicht passenden WeltPlenarsizung des Bundesraths wurden der Entwurf eines Ob die Leutchen nicht roth werden, wenn sie das Wort Staatssekretärs des Innern Dr. v. Bötticher abgehaltenen anschauung und ächtet einen Mann, der Toleranz übt. esetzes, betreffend die Abzahlungsgeschäfte, der Entwurf chriftlich" in den Mund nehmen? eines Gesetzes wegen Abänderung des Viehseuchengesetzes Zum sozialdemokratischen Fall Thüngen", den Für später stellte der Herr Bürgermeister die Mit Waarenbezeichnungen sowie der Entwurf eines Gesetzes zum Schutz der die Frankfurter Zeitung" aufgestochen hat, äußert sich nun wirkung der Stadtverordneten- Versammlung gnädigst in schloffenen Fassung angenommen. der vom Reichstag be= auch unser Elberfelder Organ. Danach ist in der Sache Aussicht, d. h. er meinte, der Magistrat wolle erst durch wurde ertheilt dem Ausschußantrage, Die Zustimmung die" Frankfurter Zeitung" doch nicht so ganz engelrein, wie Beschaffung des Materials für eine genügende Grundlage Ausführung der Novelle zum Reichs- Stempelgeset, den vor den Februarwahlen des Jahres 1890, betreffend die sie sich hinzustellen beliebte. Sie brachte, unmittelbar der Berathung sorgen, ehe die Stadtverordneten- Versamm Ausführungsbestimmungen zu dem Gesetz wegen Auf- eine ganz niederträchtige Notiz, also lautend: lung mit der überaus wichtigen, jeden einzelnen Steuer hebung des Identitätsnachweises für Getreide pp., dem zahler auf das Lebhafteste interessirenden Frage befaßt wird. Regulativ für Privat Tranfitlager von Getreide pp., dem Der gefaßte Beschluß der Versammlung ist ein energischer Regulativ, betreffend die Gewährung einer Zollerleichterung Protest gegen die magiftratliche Absicht und die Stadtver: bei der Ausfuhr von Mühlen oder Mälzerei Fabrikaten, ordneten- Bersammlung wird hoffentlich noch so viel Verständniß dem abgeänderten Abgabentarif für eine Theilstrecke des für ihre Würde besigen, daß sie mit aller Energie auf die Nord- Ostsee- Kanals und dem Abgabentarif für die Benutzung Ausführung ihres Beschlusses drängt. Hoffentlich erleben wir nicht wieder das beschämende Schauspiel der Kapitulation der Hafenanlagen zu Holtenau. Ter Beschluß des Reichs. vor dem Magistrat, wie bei den Dienstalterszulagen der tags zu einer Petition, betreffend das Uebereinkommen mit vor dem Magistrat, wie bei den Dienstalterszulagen der Nordamerika wegen des Schutzes der Urheberrechte, wurde Wenn der Magiftrat der Stadtverordneten- Versamm- dem Reichskanzler überwiesen. Endlich wurde über verschiedene Eingaben Beschluß gefaßt. lung zunächst noch keine Mitwirkung an der Regelung dieser hochwichtigen Angelegenheit einräumt, so muß die Versamm- Zur Nachwahl im Vogtlande. Mit unserem Gelung selbständig vorgehen und sich über die Art der Reform noffen Gerisch scheinen eine ganze Reihe von Gegnern um der städtischen Steuern schlüssig machen. das Mandat des Wahlkreises Plauen im Vogtlande ringen Die Stadtverordneten- Berjammlung kann nicht darauf zu wollen. Ackermann's Schwiegersohn Dr. Mehnert oder verzichten, an den vorbereitenden Arbeiten der Steuerreform ein Juftigrath Opitz soll von den Konservativen, der LandTheil zu nehmen, weil die Gefahr nahe liegt, daß es ihr tags- Abgeordnete Wehner von den Antisemiten und außer jpäter aus Beitmangel nicht möglich sein wird, die Sache dem noch ein freisinniger und ein nationalliberaler Kandidat. so gründlich und eingehend zu berathen, wie es bei der aufgestellt werden. Wichtigkeit der Frage nothwendig ist. städtischen Lehrer und Lehrerinnen. Bei der vom Magistrat beabsichtigten Art des Vorgehens liegt der Schwerpunkt der Entscheidung- wenn nicht formell, so doch sachlich ausschließlich im Magistratskollegium, und dafür bedanken sich die Steuerzahler bestens. Die Stadtverordneten- Versammlung muß sich in dieser Frage die volle Freiheit der Prüfung sichern, fie muß genügend Zeit haben, um alle einschlägigen Gesichtspunkte zu erörtern. Um dies ausgiebig thun zu können, muß die Versammlung sofort an die Arbeit gehen, es ist die höchste Zeit, wenn nicht schwere Schäden für die Bürgerschaft entstehen sollen. " Elberfeld, 17. Februar. Der fozialdemo Iratische Kandidat für Düsseldorf und andere Wahlkreise, Herr Buchdruckerei Be sizer Grimpe in Elberfeld, ist heute vom Amtsgericht für fallit erklärt worben." Daß die Frankfurter Zeitung" diese erlogene Notiz aufnahm, deren Zweck auf der Hand liegt, läßt sich nur mit grober Fahrlässigkeit entschuldigen. Und die Frankfurter Zeitung" hat nicht einmal die Berichtigung des Angegriffenen veröffentlicht, sondern nur ein„ latonisches" Dementi, das die Wirkung des gemeinen Wahlmanövers der letzten Stunde" nicht entfernt aufzuheben geeignet war. Daß die Beleidigungsflage bei einem rhei nischen Gericht anhängig gemacht ward, sprach der bereits festgestellten Praxis, und es geschah deshalb, weil dem in seiner bügerlichen Ehre Geschädigten darauf antam, die Verläumdung da zu widerlegen, wo allein sie ihm geschadet hatte und weiter schaden konnte. entTrotzdem bleiben wir bei unserem Urtheil über die An neuralgischen Kopfschmerzen soll nach dem Praxis des willkürlichen Gerichtsstandes der Presse. Von Miquel- offiziösen Hannoverschen Courier" unser theurer der Frankfurter Beitung" war es aber gewiß nicht taktFinanzminister leiden. Also Herr Miquel's Steuerprojekten voll, einen Fall, in dem sie eine keineswegs schöne Rolle Bankrott scheint doch die einzig vernünftige Konsequenz, gespielt hat, zu einer Anrempelung der Sozialdemokratie zu benutzen. Und allen Thatsachen schlägt sie ins Gesicht, seinen Rücktritt zu haben. wenn sie gar behauptet, aus diesem ihrem Prozeß vom Jahr 1890 stamme" die Ungeheuerlichkeit", welche schon Mitte der" siebenziger Jahre- in einem Prozeß gegen Liebknecht und die„ Neue Welt" gegen die Sozialdemokratie versucht worden war- damals allerdings ohne Erfolg, und die, wie das Frankfurter Blatt heute selbst an leitender Stelle ausführt, son 1876 durch die nationalliberale ReichsAmtliche Wahlkonverts. Bum Echute des geheimen tags majorität vorbereitet, und im voraus Wahlrechts wurde auf sozialdemokratischem Antrag von der sanktionirt worden ist. bayerischen Abgeordnetenkammer beschloffen, für die Ges Es handelte sich damals um einen Zusatz zu Artikel 7 meindewahlen die amtlichen Wahlkouverts einzuführen. Die der Straf Prozeßordnung, welcher Zusaz ausdrücklich festNationalliberalen stimmten natürlich dagegen. Bennigsen widmet die immer mehr sich nach rechts entwickelnde Bosnische Zeitung" heute einen leitenden Lobes artikel. Für seinen Charakter führt sie an, daß er nie ein Ministerportefeuille erhalten habe. Rückgratlos war er genug dazu, und den Mantel hat er mehr als ein anderer Politiker Deutschlands nach dem Winde gedreht. Er ist Die Bürgerschaft wird von schwerem Wlißtrauen beschuldlos, wenn er nicht Minister wurde. herrscht gegen die Art, in welcher der Magistrat die Frage anscheinend behandeln will. Die Berathungen über die Stenerreform müssen unter der Mitwirkung der Bürgerschaft und der Presse geführt werden, dazu ist es jedoch nöthig, daß der Magistrat sich nicht länger auf den Standpunkt der Geheimnißkrämerei stellt, sondern seine Arbeiten der öffentlichen Beurtheilung unterbreitet. stellte, daß die Presse für Delifte nur am Ort des Erlangen Bismard's( der jetzt natürlich die Konscheinens der Druckschrift" vor Gericht gestellt werden könne. Damals verwarf die nationalliberale Majorität auf Verfequenzen feines eigenen früheren Handelns ingrimmig angreift) diesen Busazantrag. Hiermit wurde der Grund gelegt zu ber jetzigen Ungeheuerlichkeit". Das, wie gesagt, stellt heute die Frankfurter Zeitung" selbst fest. Und Die heutige Versammlung der Tabalinteressenten giebt danach beurtheile man ihre Loyalität gegenüber dem sozialihrem lebhaften Bedauern darüber Ausdruck, daß die Redemokratischen Vogel". gierung, unterstüßt durch nationalliberale Reichsregierung gegenüber nicht au Eifer fehlen, fie sorgen Die Tabakinteressenten lassen es den Plänen der dafür, daß die Agitation nicht einschläft. Weite Kreise der Steuerzahler hegen die Befürchtung, daß im Rothen Haus", sowei der Magistrat in Frage Der Verein aller Tabatinteressenten für Berlin und kommt, die Absicht besteht, die nothwendigen Beschlüsse der Umgegend hielt am 25. d. Witz. eine zablreich besuchte Stadtverordneten- Versammlung so lange vorzubereiten", Versammlung ab, in welcher solgende Resolution beschlossen bis die Versammlung nur noch Zeit zum Beschluß", aber wurde: nicht zur Berathung hat. Wenn der Magistrat seiner vielfach bethätigten Neigung, Vorlagen an die Versammlung so spät als eben möglich zu bringen, auch bei der Stenerreform zu folgen beabsichtigt, so tann nicht früh genug ausgesprochen werden, daß die Versammlung in diesem Fall verpflichtet ist, ohne Rücksicht auf den Termin die Vorlage so gründlich zu berathen, wie es in Nücksicht auf die Wichtig: teit der Sache nothwendig ist. Der Magistrat würde, wenn er noch länger zögert, des " Zur internationalen Spionenfeuche. Abwechselung und konservative Abgeordnete, trotz der muß sein, dachten die Franzosen, und fingen sich erst einen schwerwiegenden Gründe gegen die ge= forderte Labatteuer Erhöhung eine neue italienischen und dann einen deutschen Spion. Und Humor Vorlage in dieser Richtung für den Herbst an muß sein, dachten die Deutschen und fingen sich( bei Kiel) gekündigt und damit die das Geschäftsleben schwer einen deutschen Spion. # Wersammlung erklärt es als Pflicht aller Tabatinteressenten, = " fchädigende Beunruhigung noch weiter verlängert hat. Die Wer provozirt? Die National Zeitung" hat noch der aufs neue drohenden Gefahr gegenüber wachsam zu bleiben nie so offen ihrer Freude an der Provokation der Arbeiter und neuen Versuchen, die bereits bestehende Ueberlastung durch die Behörden Ausdruck gegeben, wie in einem Leitunferes Gewerbes noch zu steigern, mit der bisher bethätigten und bewährten Thatkraft und Schärfe entgegenzutreten. Die Versammlung bezeichnet es fchon jetzt als wünschenswerth, daß die geeigneten Schritte gethan werden, insbesondere mit dem Verein Deutscher Zabal- Fabrikanten und Händler Fühlung genommen werde, um im Falle der Einbringung einer neuen Tabatsteuer- Vorlage ohne Verzug die Veranstaltung eines allgemeinen Rongreffes der Deutschen Tabatinteressenten zu veranlassen." Junkerfrechheit. Im Berichte über die Verhandlungen Herrenhauses findet sich folgender Absatz: artikel ihrer heutigen Nummer über" Die sozialistischagrarischen Unruhen in Ungarn". Nachdem das Blatt die tieftraurige ökonomische Situation der südungarischen Landarbeiter geschildert hat, drückt sie ihre Freude darüber aus, daß die Gendarmen provokatorisch vorgegangen sind und läßt dieser Darstellung den für die nationalliberale Presse bezeichnenden Sat folgen: v. Malzahn Roidin und v. Riiging bedauern, daß der Minister nicht eine Einschränkung der Arbeiter- Wochenfarten zugesagt; denn die Landgemeinden hätten davon keinen Bortheil; fie tragen die Schullaften und Armenlasten für die betreffenden Arbeiterfamilien und haben davon nichts als den Import von Verrohung, Verlumpung und Sozialdemokratie. " Dies rief zum Glück für die Stadt den als= baldigen Aufstand hervor, denn es hat sich seitdem herausgestellt(?!), daß schon seit Monaten Vorbereitungen(!?) getroffen waren, am 1. Mai einen allgemeinen Krawall der Landarbeiter, von denen viele Waffen erhalten hatten, zu veranstalten. Die Geschichte vom geplanten„ Krawall", den„ gelieferten Waffen", das ist nationalliberale Zuthat. Darauf näher einzugehen, ist kein Anlaß. Wichtig ist nur, die Freude der" National- Zeitung" über die Provokation hervorzuheben. schmaler geworden. Die ganze Ganerbschaft kann keinen elenderen Haushalt aufweisen, als den Deiner Base und Deines Bruders. Und doch gaben wir die Einwilligung dazu, daß unser Wappen erniedriget wurde durch Deine Verbindung mit einem jener Altbürger, die sich zwar gern für Adelige ausgeben möchten, im Grunde aber doch feine find, wenn sie schon der Kaiser den letteren gleich hält."" Genug Deines unverschämten Geschwäges!" eiferte Margarethe: Lang genug war ich die Thörin, die sich in die Wünsche ihrer geldgierigen Verwandten fügte. Die tausendfältige Unterstützung, die ich Euch verlieh und die Jhr für nichts rechnet, soll und muß aufhören, denn verschuldet ist Eure Trübsal. Ernähre ich Euch nicht sammt und sonders seit länger denn sechs Jahren? Haft denn Du nur ein einzigmal versucht, Dir das nackte Leben zu gewinnen? Frei wollt Ihr sein, wie der Sonnenstrahl, und zehren wie dieser an der Habe Eurer Blutsfreundin, die sich für Euch Ja wenu die Herren die industrielle Entwickelung, die einem ungeliebten Gatten hingab."-„ Sprich für Dich Das ungarische Zivilehe Gesetz ist auch von den felbst," versetzte Beit falt. Bot ich" der franken Base technischen Fortschritte, die Eisenbahnen aus der Welt nicht eine Pfründe im Stifte der Wittwe Wambach?" fuhr schaffen und dafür das feudale System wieder einführen Ausschüssen des Oberhauses angenommen worden. Margarethe eifriger fort:" Wollte mein Eheherr Dich nicht tönnten, dann wären die schönen Beiten für sie wieder da. Bourgeoisfurcht vor Anarchisten in der Schweiz. zum Hauptmann unter den laufenden Gesellen der Stadt Für die Arbeiter wäre es aber nur noch ärger als jetzt, 19 111 Schweizer Bürger der Ost- und Nordschweiz vorschlagen, oder zum Reifigen des Raths, wenn Du zu so schamlos frech daherredet, würde, in seine alten Macht- fie energische Maßnahmen gegen die Anvorschlagen, oder zum Reisigen des Raths, wenn Du zu benn das Junkerpack, das in öffentlichen Versammlungen haben an den Bundesrath eine Adresse gerichtet, worin stolz wärft mit bürgerlichen Hauptleuten zu dienen?" Schweige mit den alten Grillen!" fuhr Veit troßig auf: Weise behandeln. Das Junkerthum, das au Rohheit und lose Ausweisung aller Fremden, die dem verhältnisse zurückgesezt, die Arbeiter in der brutalsten ar ch i st en fordern. Namentlich wird die rücksichts" Du reizest jetzt meine Galle. Dienen, schon dies Wort Berlumptheit, trotz seiner äußerst günstigen ökonomischen Anarchismus huldigen, verlangt. allein rechtfertigt meine Weigerung. Ich diene dem Kaiser Berhältnisse und seiner zum mindesten sehr kostspieligen selber nicht, und will mich ebenso wenig, als die Base in Erziehung zahllose Lumpen und Rowdys der Welt geschenkt ein reichsstädtisches Spital gehört, um ein paar Ellen Tuch hat, hätte allen Anlaß, vorsichtiger seine Worte abzuwägen, an die Zunftkönige verdingen, die hier das Wort führen. Ich als es die Herren von Roidin und Klizing thaten. will memem Stande gemäß leben, und wenigstens frei sein, ohne Eurer Bürgermeisterei Brot zu essen." " Die schweizerische Bourgeoisie sinkt immer tiefer! Frankreich aufgetaucht: die ministeriellen, nämlich Eine neue Spielart von Anarchisten" ist jetzt in Beamte in irgend einem Ministerium. Daß manche ReChristliche Liebe und praktisches Christenthum. gierungen für den Anarchismus arbeiten, dem sie ja auch Kölnischen Zeitung" wird aus Bochum unterm viel zu verdanken haben, das wußten wir längst. Aber wir hatten immer gedacht, das würde durch die Polizei Pastor Arndt Bollmarstein hatte vor einiger besorgt, nicht in den Ministerien. Uebrigens ist der Zeit hier in einer sozialdemokratischen Versammlung, in der Anarchismus längst modisch geworden. Die Korrespondenz, Der ehemalige Randidat der Theologie v. Wächter auftrat, die welche bei den verhafteten Dynamiterichen gefunden ward, Aeußerung gethan, daß nach seiner Ansicht ein gläubiger beweist dies zur Genüge. Und Henry, der Urheber ver Christ auch wohl Sozialdemokrat sein könne. So gehe und sei frei!" entgegnete Margarethe:" Du Der bift auf dem besten Wege. Geh' hinaus, plündere und 24. d. M. geschrieben: faullenze. Werde der Schrecken der Kaufleute und Hand werksgesellen, und mäste Dich von ihrem Schweiß. Ich thue nichts mehr für Euch, und verweise Dich in Treuen auf das Gewerbe, das Dir längst kein fremdes mehr ist." Wer kann mir das beweisen?" fragte Beit höhnisch: ,, Und thäte ich's, was wär' es anders, als was die Meisten meines Gleichen thun." ( Fortschung folgt.) Diese Aeußerung bildete heute den Gegenstand einer lebhaften schiedener Bombenattentate, der jetzt in Paris vor den GeErörterung in der Vertreter- Versammlung des Verbandes der schworenen steht, ist ein wahrer Ausbund von Eleganz evangelischen Arbeitervereine des Kreises Bochum. die blasirten Modedamen und Herren schwärmen für ihn, meldet u bes " bas blaffe, interessante Bürschchen, das so lange es frei Stötteris ein solches von 4 Tagen zu offeriren. Bunächst ge- beiter der größeren Branchen öffentliche Versammlungen ab; war die zerrütteten Nerven mit Opium reizte denken jedoch unsere Genossen gegen die Zwangsofferte. Einspruch außerdem werden mehrere öffentliche allgemeine Arbeiterverfammand dann und wann, um sich eine kleine Sensation" au erheben. lungen abgehalten; die Tagesordnung in allen Versammlungen zu machen, als Sport eine niedliche Bombe warf, werden bilden: 1. Die achtstündige Arbeitszeit. II. Das allVersammlungsfreiheit in Bayern. Nachstehend bringen gemeine Wahlrecht. 3. Wirksame Arbeiterschutz- Geseze. 2. Nachum möglichst viele Bourgeois" in Stücke zu reißen. wir das betreffende Aktenstück zur Kenntniß unserer Leser, welches mittags 1 Uhr versammeln sich alle Arbeiter und Arbeiterinnen Daß die Bourgeois", denen er dieses Vergnügen die Veranlassung gab, daß der Parteitag nach Frankfurt am Kalvinplage; von dort erfolgt der Abmarsch in Reihen mit bereiten wollte, arme Teufel von Proletariern waren, viel verlegt werden mußte: Fahnen, Abzeichen und Musik in das als Festplatz bestimmte ärmer als er selbst, der sehr gut lebte, das kümmerte ihn Nürnberg, den 13. April 1894. Stadtmagiftrat Nürnberg. Nußdorfer Volkswäldchen auf der äußeren Waignerstraße. Abends nicht, weil die zerrütteten Nerven und das Opium alles in Betreff: Der Parteitag der sozialdemokratischen Partei Deutsch- 8 Uhr wird die offizielle Feier geschlossen. Ill. Für die anderer Gestalt und anderem Licht erscheinen ließen. Jährigen,& abre 1804 bier; Bulaffung von Frauen und Minder. Brovina: ben größeren Städten were enormittags Der Opium und Dynamitheld Henry wird unzweifel- jährigen zu demselben. Auf die von Ihnen im Verein mit den ebenfalls mit derselben Tagesordnung öffentliche Boltsversammhaft zum Tode verurtheilt und auch gelöpft werden. Herren Muscat und Eizinger unterm 31. vor. Monats anber lungen abgehalten. Nachmittags werden den gegebenen Vera Wann aber wird man eine Nervenheilanstalt für gerichtete Anfrage erwidern wir, daß es sich bei der Abbaltung hältnissen entsprechend, Auszüge veranstaltet und Sammelpläge um Sozialdemokratischen Parteitages zweifellos die bestimmt. Anarchisten und andere dekadenten" Politiker und Nicht Verfolgung politischer Zwede handelt. Es sind deshalb Polizeiliches, Gerichtliches 2c. politiker errichten? die einzelnen Sigungen, in denen offenbar politische Fragen-Das Versammlungsrecht in der Republik" Das holländische Ministerium, das mit der Parole zur Erörterung fommen werden, als politische Versammlungen Samburg. Die Hamburger Polizeibehörde, die in der vorigen allgemeines Wahlrecht in den Wahlkampf ging, hat wegen Frauen und Minderjährigen in Bayern gefeßlich untersagt. So inhibirt hat, weil Gäste eingeladen waren, verbot die für Donnersanzusehen. Solchen Versammlungen anzuwohnen, ist den Woche zwei Versammlungen des freidenkerischen Jugendbundes ist den des Ausfalles desselben demissionirt. wenigstens wird der einschlägige§ 15 des Vereinsgefeßes von tag angemeldete Bersammlung der Freidenker, in der Dr. Bölkel Homerule für Schottland nähert sich seiner Ver- Pözl in seinem bekannten Kommentare ausgelegt und es ist diese aus Berlin einen Vortrag halten sollte, wegen Gefährdung wirklichung, da die Einsetzung des Sonder Ausschusses für Auslegung auch von der obersten Stelle der bayerischen Polizei- der öffentlichen Ordnung". Dahingegen ist eine öffentliche Antischottische Angelegenheiten vom Unterhause definitiv be- verwaltung gelegentlich der letzten Diskussion über die Hand- semiten- Bersammlung, in der Abg. Werner- Berlin einen Vortrag schlossen wurde. habung des Vereinsgefeßes im bayerischen Landtage als zu über„ Die Juden, die Könige unserer Zeit" hielt, nicht verboten Verminderung ter Militärkasten beschloß das treffend bezeichnet worden. Mit Rücksicht hierauf, wie im Hin worden. So geschehen in einem Gemeinwesen, das einem Leffing, blick auf die bei der erwähnten Diskussion gleichfalls als maß einem der größten Vorkämpfer für Geistesfreiheit, ein prunkendes norwegische Parlament. Ein Telegro.am meldet hierüber; gebend erklärten oberstrichterlichen Urtheile vom 13. Oftober 1874, Dentmal gefegt hat! Heute würden die Hamburger Senats Das Storthing lehnte heute emäß dem Antrage des 7. Februar und 29. Mai 1876 wäre der Magistrat daher nicht perrücken dem Verfasser des„ Nathan" und des„ Anti- Göße" Militärausschusses mit 77 gegen 24 Stimmen die Bewilligung in der Lage, die Theilnahme von Frauen und bald ein Freiquartier auf der Raboisenwache verschaffen. eines Kredites ron 253 000 Kronen für die Feldmanöver dieses Minderjährigen an den Sigungen und Verhandlungen 3wei Freisprechungen erzielten die Genossen Sommers ab. des im laufenden Jahre in Nürnberg abzuhaltenden Hülle und Güldenberg, Redakteure der Thüringer Vernünfti- Arbeitgeber in Rußland. Wir sozialdemokratischen Parteitages zu dulden. Wir ersuchen Tribüne". Wegen Beleidigung des Kommandos der 3. Komp. meldeten dieser Tage von einem ausgedehnten Streit in Sie, von Vorstehendem die übrigen Unterzeichner der Anfrage 71. Reg. mußte fich Genosse Hülle vor der Straffammer verant worten. Petrikau, an der russisch- polnischen Grenze. Wie wir vom 31. vorigen Monats verständigen zu wollen. Einmal ist Hülle wegen dieser Sache schon freis Schuh." gesprochen worden. Das Reichsgericht hatte die Revision des jetzt hören, hat die Geschäftsleitung jener Werke den Hierzu bemerkt unser Münchener Partei Organ: Man Staatsanwalts für begründet erachtet und die Sache an die Ingenieur, welcher durch willkürliche Lohnreduktion die Ar- fieht, Schuh hat sich die Arbeit leicht, sehr leicht gemacht. Der hiesige Straffammer zurückverwiesen. Der in Frage stehende beiter gereizt hatte, entlaffen. Und daraufhin sind die Aus- bekannte Kommentar von Pözl und die bekannten oberstrichter Artikel behandelte die Mißhandlung eines Soldaten bei ständiger an die Arbeit zurückgekehrt. Wann wäre es in lichen Entscheide mußten wieder herhalten, um einer verschrobenen der 9. Kompagnie, der Druckfehlerteufel machte Deutschland je einmal vorgekommen, daß Arbeitgeber be- Anschauung Gewalt zu verschaffen. In München dürfte es nach 9. die 3. und so erfolgte, trotzdem am andern Tage schwerbeführenden Arbeitern recht gegeben hätten?- alledem, was sich hier schon früher abgespielt hat, genau so der Druckfehler berichtigt wurde, Anklage. Ausweisung deutscher Arbeiter aus Ruffischergangen sein, weshalb die Münchener Delegirten in Köln, diefes Berhandlung wurde die Mißhandlung erwiesen, worauf Freivoraussehend, darauf verzichteten, die Abhaltung des Parteitag es sprechung erfolgte. Gemäß dem Entscheide des Reichsgerichts Polen. Aus Warschau wird telegraphirt: von 1894 für München zu beantragen. hatte gestern die Straffammer zu untersuchen, ob nicht strafbare Nach einer polizeilichen Bekanntmachung wird die Schuld Fahrlässigkeit des Angeklagten vorliege. Dies wurde verneint an dem Streit, sowie an den dadurch entstandenen blutigen Maifeier. Den Erfurter Parteigen offen ist die und so erfolgte wieder Freisprechung, der Staatsanwalt hatte Zusammenstößen zwischen Arbeitern und Militär in mehreren Erlaubniß zu einem Festzuge der Gewerkschaften am 1. Mai gwei Monate Gefängniß beantragt. Genoffe Güldenberg foll Fabrikstädten Polens deutschen Arbeitern beigemessen. Ein vom Magistrat versagt worden, da dieser Umzug" so heißt in einem Artikel verschiedene Bevölkerungsklassen zu Gewalten beigemeſſen.in 1. Dawei Gefängnis großer Theil wird daher aus Rußland ausgewiesen, die am es in dem Bescheide, wie überhaupt die ganze geplante Mai- thätigkeiten in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise meisten Rompromittirten werden strengstens bestraft werden." feier ausgesprochenermaßen den Charakter einer Demonftration aufgereizt haben. Auch hier beantragte der Staatsanwalt zwei Die weise Maßregel der russischen Polizei wird ver- gegen die bestehende Gesellschaftsordnung trägt. Es liegt des Monate Gefängniß, Güldenburg wurde freigesprochen. gebens sein. Russisch- Polen besigt eine Großindustrie und halb eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung Polizeizenfur. Es giebt Momente, wo der an gute Sitte ba lassen sich auch die Arbeiterkämpfe nicht aus der Welt vor." In Gera und der nächsten Umgebung finden am gewöhnte Deutsche vergißt, wie glücklich er sich schäßen kann, schaffen. 1. Mai Abends 10 Versammlungen statt, an die sich eine so fürsorgliche Polizei zu besigen, die beständig über sein ein Kommers anschließt. Außerdem halten die Geraer Wohl und Wehe und noch verschiedenes andere wacht. Aber Parteigenossen am darauffolgenden Sonntag noch ein Maifest das sind nur Augenblicke; bald fehrt er reumüthig zurück in die ab. In Greig, in 3eulenroda sind ähnliche Programme Arme der schützenden Polizei. Sie thut auch Alles für ihn, sie aufgestellt. In ganz Thüringen verspricht die Maifeier eine hält die„ Ruhe und Ordnung" aufrecht, sie denkt für ihn und wählt impofante zu werden. In Greiz beabsichtigten auch einige fleinere auch für ihn die Theaterstücke aus, die er ohne Gefahr für seine Firmen, ihre Geschäfte zu schließen; leider aber ward ein Gin Gefittung sehen darf, turz, er braucht sich ihrer Führung nur verständniß mit anderen maßgebenden Geschäftsleuten nicht erzielt, anzuvertrauen von der Wiege bis zum Grabe. Gine Lücke, so daß sie ihre gemachte Busage wieder zurückzogen. In die in dieser Beziehung noch vorhanden war, hat fürzlich die Elberfeld ist der von der Maifeierkommission am 1. Mai Düsseldorfer Polizeibehörde noch auszufüllen versucht, geplante Ausflug mit Mufitbegleitung in angeblichem Intereffe indem sie feststellte, was wissenschaftlicher Bortrag" sei und ber öffentlichen Sicherheit respektive Ordnung" von der Polizei- was als„ öffentliche Luftbarkeit" anzusehen. Wir lesen darüber Berwaltung verboten worden. In Höchst a. M. dürfte folgendes: Am 18., 21. und 25. Oktober fanden in der der 1. Mai, wie uns von dort mitgetheilt wird, nicht Neuen Welt" seitens des Herrn Stüve Vorträge über in dem Maße gefeiert werden, als es wünschenswerth ist. Die Cholera in Hamburg" statt. Cholera in Hamburg" statt. Dieselben waren nicht Am Abend findet eine Versammlung in dem einzigen Lokale ftatt, angemeldet, auch für dieselben keine Armenabgabe entwelches den Genoffen zur Verfügung steht und das kaum richtet worden, weil es fich was doch eigentlich hier 100 Personen faßt. Eine Festlichkeit findet nicht statt. Die selbstverständlich, um ,, wissenschaftliche Vorträge" handelte. Augsburger Genossen unternehmen einen gemeinschaftlichen Die hiesige Polizei aber dachte anders. Weil im Laufe der VorAusflug nach Oberhausen, wo am Nachmittag ein allge- träge den Zuhörern eine Reihe von Lichtbildern vorgeführt meines Voltsfest stattfindet. In Kiel findet am Morgen eine worden war, hatte sie in denselben öffentliche Luftbarkeiten"(!) Volfsversammlung ftatt, am Nachmittag unternehmen die erblickt, wofür die ortsübliche Abgabe zu entrichten sei. Blutige Genossen einen gemeinschaftlichen Ausflug und am Abend Fronie! Ein Vortrag über die Cholera in Hamburg eine öffentvertheilen sie sich in fünf verschiedene Lokale. In liche Luftbarkeit"!!! Es tam denn auch in fabelhafter Schnelle Zum Todestage Wilhelm Bracke's wurde am 27. April Plauen. V. findet eine Feſtversammlung am i. 1. Mai ein polizeiliches Strafmandätchen in Höhe von 5 M. in die Neue dessen Denkmal auf dem Petrikirchhofe in Braunschweig tait; am Himmelfahrtstag unternehmen die Genossen bei Welt" hineingeflattert, gegen welches selbstverständlich das Rechtsmit einem prächtigen Lorbeerkranz mit rother Schleife und günstiger Witterung einen Ausflug mit Familie nach Neun- mittel der Berufung angewandt wurde. Ebenso selbsterständlich Inschrift, gewidmet von den dortigen Parteigenoffen, geschmückt. Dorf. An diesem betheiligt sich auch Genosse Gerisch, der war es natürlich auch, daß das Schöffengericht den Entscheid der sich zwecks Agitation für seine Reichstags- Kandidatur nach dort Polizeibehörde tafsirte und die beschuldigte Inhaberin des Lokals Die Einführung des proportionalen Wahlsystems zu begiebt.- In Falkenstein wird der 1. Mai ebenfalls von Strafe und Kosten freisprach. würdiger Weise ben badischen Landtagswahlen wird seitens der demokratisch in begangen werden. Das Maifest Wegen öffentlicher Berbreitung von sozia freisinnigen Gruppe im Landtag beantragt werden. Der Genosse Romitee hatte die Statvertretung das Ersuchen ge- liftischen Druckschriften( der Märkische Landbote) auf den Dörfern Dreesbach, Abgeordneter im badischen Landtag, referirte richtet, dieselbe möchte dem Komitee zur Veranstaltung hatten Strafmandate in Höhe von je 6,10 m. der Vertrauens. fürzlich in einer Volksversammlung in kar 13 rube über diesen der Maifeier einen Zuschuß 50 Mart aus der mann A. Trautsch und der Drechsler Fr. Koppe in udenGegenstand. Dree 3 bach konstatirte, daß in der Kommissions- Stadtkasse bewilligen. Die Stadtvertretung lehnte jedoch dieses walde erhalten, hatten aber rechtzeitig beim Amtsgericht Widerberathung der Antrag der demokratischen Gruppe einstimmig an- Ersuchen aus konfequenten Gründen ab. Die Fabrikanten, Handspruch erhoben. In dem Termin am 20. d. M. wurden die Angenommen worden sei. Die Regierung hat bis jetzt an den Be- werker und Gewerbetreibenden sind durch Zirkular aufgefordert geklagten, nach Aussage der drei geladenen Ortsschulzen, daß die rathungen nicht theil genommen, boch zugesagt, der nächsten worden, den bei ihnen beschäftigten Arbeitern am 1. Mai min- Schriften bei Ihnen nur in Wohnungen unentgeltlich abgegeben Sigung beizuwohnen. Der Redner wies zur Befürwortung der deftens von Mittag ab frei zu geben; es soll alsdann von find, freigesprochen. Die Kosten wurden der Staatstaffe aufdirekten Wahl auf Mannheim hin. Die beiden sozialistischen Nachmittag 2 Uhr von der Bierhalle" aus ein Ausmarsch mit erlegt. Abgeordneten Mannheims vertreten eine Minorität der Mann- Frau und Kindern unternommen werden, an dem theilzunehmen Nicht allzu empfindlich scheint der Stadtrath heimer Wähler, da die nationalliberale Partei bei den Urwahlen Pflicht eines jeden Arbeiters ist, dem seine Verhältnisse von Mannheim zu sein. Der Genosse Hauck, Redakteur thatsächlich 500 Stimmen mehr erhielt. Er erörtert sodann das ftatten, zu dieser Zeit abkommen zu können. Am Abend der Mannheimer Voltsstimme", sollte ihn beleidigt haben proportionale Wahlverfahren und erklärt sich als Gegner der findet im Saale des Sächsischen Hofes" eine Volts durch einen Artikel über die Noth der Arbeitslosen. Vor dem Stichwahlen, bei denen gewöhnlich Bersprechungen gemacht würden, versammlung mit darauf folgendem Rommers statt. Schwurgericht erklärte haud sich bereit, dem Stadtrath in von deren Nichteinhalten man von vornherein überzeugt fei. In 3widau und Umgegend, in Niederplanib, feinem Blatte Genugthuung zu geben, womit die Sache erledigt Wolle man allen Barteien Rechnung tragen, dann müsse man zu Schede wit u. f. w. werden gleichfalls Versammlungen und war. Wir sind überzeugt, daß die Ehre des Stadtraths dadurch, dem Proportionalsystem übergehen, das heute ja auch von den Festfommerse abgehalten. Die Genossen des dortigen Kreises daß Haud nicht besonders bestraft wurde, gewiß keine Einbuße Freifinnigen befürwortet werde. Er werde deshalb für dieses haben fich Maifestzeichen anfertigen laffen, welche sichtbar zu erlitten hat. System in der Rammer eintreten. tragen find. In Königsberg findet Morgens 9 Uhr eine Bersammlung statt, um 3 Uhr Nachmittag begeben sich die Genossen mit ihren Familien nach den Hufen", wo sie sich in 9 verschiedene Lokale vertheilen. tusodni 80 Parteinachrichten. Zu der in Leipzig stattfindenden Landestonferens der sächsischen sozialdemokratischen Partei sind von den Erimmitschauer Parteigenoffen folgende Anträge gestellt worden: 1. Rednerische Kräfte eines Agitationsbezirts fönnen nur im Einverständniß mit dem Agitationskomitee Referate zu Berfammlungen in anderen Bezirken übernehmen; 2. die Parteiverfammlung des 18. Wahlkreises beauftragt die Delegirten diefes Kreises, gegen den Antrag, das Künzel'sche Blatt Bogtl. Volts- Zeitung" zum Partei- Organ zu erheben, zu ftimmen, da eine gedeihliche Entwicklung beider Blätter durchaus ausgeschlossen erscheint; " = reifes fie 3. die Parteigenoffen des 18. Reichstags Wahlkreises stellen Den Antrag: Eine Zentralftelle zu errichten, an welche alle Beschwerden und Schriftstücke über Uebergriffe der Polizeis und sonstigen Be hörden, auch hinsichtlich des Büchtigungsrechts in den Volksschulen u. f. w. zu richten find." an " von " -Im öffentlichen Interesse" soll es gelegen haben, das" Verbrechen" des Genossen Kunert, was darin bestand, die Söhne des Fürsten Pleß beleidigt zu haben, zur Bestrafung zu bringen. " Zum Boykott der Waldschlößchenbrauerei in Dresden wird uns von dort geschrieben, daß die Brauerei dadurch, daß die Dresdener Arbeiter auf das Bier Verzicht leisten, schon be Besonders großartig dürfte die Maifeier in Genosse Kunert, welcher aus dem bekannten Berliner Ge trächtliche Einbuße erlitten hat. Die Brauerei hat aber außer- 23 ien ausfallen. Die Parteileitung hat für den Vormittag fängniß Plößensee", woselbst er augenblicklich 6 Monate ver dem einen großen Umsay an an Flaschenbier nach auswärts, 24 Voltsversammlungen anberaumt mit der Tages- büßt, nach Halberstadt transportirt wurde, war 24 Stunden namentlich nach der Laufit, der Provinz Brandenburg ordnung: Achtstunden tag und allgemeines, gleiches und unterwegs gewesen und in der vorhergehenden Nacht nicht zum und Schlesien. Jedenfalls hat auch diese Thatsache dazu direktes Wahlrecht. Für die Nachmittagsfeier im Prater Schlafen gekommen, er kam deshalb in erschöpftem Zustande beigetragen, die Brauerei in ihrer schroffen ablehnenden Haltung wie in den Vorjahren den einzelnen Arbeiterbranchen bestimmte dort an. In dem Termin machte Kunert geltend, daß in der den berechtigten Wünschen der Arbeiterschaft gegenüber zu bestärken. Restaurationen als Sammelpläße angewiesen. Die Ordner haben Sache schon längst Verjährung eingetreten sei. Auf für die Aufrechthaltung der Ordnung im Praterund in den einein die Anklage ſelbſt bemerke er, daß er wohl das Feuilleton verVon der Agitation. Der Genosse Vollmar entfaltet zelnen Gasthäusern zu sorgen, jede Ruheſtörung mit Mäßigung und faßt, jedoch weder die Absicht gehabt, baffelbe zu veröffent gegenwärtig eine lebhafte Agitation in den Bergdörfern des Energie hintanzuhalten und, falls ruhiges zureden nicht fruchten lichen, noch das Manuskript der Redaktion der S.- 3tg." überbayrischen Hochgebirges. Stundenlange Wege legen die Land- sollte, den Ruheſtörer unter Vermeidung jedes Aufsehens zu ent- fandt habe. Aus den Zeugenaussagen des Redakteur Berg sobewohner zurück, um ihren„ Landsmann" zu hören, jede seiner fernen. Die Ordner haben ferner darauf zu achten, daß Hin- und wie der Frau des Angeklagten ging hervor, daß Kunert zu jener Versammlungen ist start besucht und feine in oberbayrischem Rückmarsch nicht in geschlossenen Reihen, sondern möglichst lose er Beit, als die Aufnahme geschah, sich im Gefängniß befunden und Dialeft gehaltenen Borträge hinterlassen einen fichtlichen Eindruck folge. Der Rückweg hat um Uhr zu beginnen, soll nach verschiedenen das Feuilleton nicht der Redaktion übersandt habe. Der Verbei den Bauern. An diesem Sonntage spricht Wollmar in Richtungen erfolgen und möglichst vor Eintritt der Dämmerung be- treter der Staatsanwaltschaft trug auf Freisprechung an, der Tölz über Religion, Politit, Zentrum und Sozialdemokratie.on endet sein. Die Ordner haben sich größter Mäßigung, Ruhe und Ent- Gerichtshof trat diesem Antrage bei, der Angeklagte fei aus gegenkommens gegenüber den Organen der Sicherheitspolizei zu boppelten Gründen freizusprechen, einestheils weil die Sache be= Veraltete Verordnungen werden von den Behörden mit befleißigen. In allen Versammlungen werden die Forderungen reits verjährt, anderntheils deshalb, weil nicht nachgewiesen sei, Vorliebe wieder ausgegraben, um sie gelegentlich anzuwenden der Arbeiter in den Resolutionen folgendermaßen formulirt: daß er an der Veröffentlichung des Artikels mitgewirkt. Die gegen eine jung aufstrebende Partei, wie die sozialdemokratische, 1. Geſetzliche Feststellung des Maximal- Arbeitstages von acht Rosten des im öffentlichen Intereffe" erhobenen Verfahrens in Fällen, wo das Gesetz nicht hinreicht. Daß in Sachsen Stunden für alle Betriebe; strenge Einhaltung der 36stündigen fallen der Staatskaffe zur Last. das Wühlen in alten Vorordnungsplunder am stärksten be- Sonntagsruhe. 2. Sicherung des Koalitionsrechtes und Aufin dema trieben wird wen folls noch Wunder nehmen. Gegen einige hebung der im heutigen Bereins- und Versammlungsrechte ge- jul 1 Genoffen in Stötterig bei Leipzig, die bei einer Begebenen Beschränkungen, sowie strenge Bestrafung gefezwidriger ſowie firenge Bestrafung gefeßwidriger erdigung durch rothe Schleifen geschmückte Kränze getragen werhinderung des Lohnfampfes durch behördliche Degane. 3. Be- Gerichts- Beitung. hatten, wurden türzlich Strafbefehle erlassen, die sich auf eine feitigung aller Beschränkungen der freien Meinungsäußerung in Prozek Lichtner. Das Schwurgericht verurtheilte am Sonnabend Lichtner, welcher des Betruges, sowie des HazardVerfügung vom 14. Juli 1849 stützten. Diese Verfügung ver- Schrift und Rede; volle Preßfreiheit. Die Leitung der ungarländischen sozialspieles einstimmig schuldig befunden wurde, zu fünfjährigem bietet das Tragen republikanischer Abzeichen. Obwohl die rothen Schleifen gänzlich mit Trauerflor überzogen waren, hat es demokratischen Partei hat bezüglich der heurigen schweren Kerfer, verschärft durch Fasten, und 800 Gulden Gelddas Amtsgericht für gerecht gehalten, dem Genossen Grellmann Maifeier nachstehende Verfügungen getroffen: I& ür strafe. Nach verbüßter Haft wird Lichtner unter Polizeiaufsicht ein Freiquartier für 14 Tage und dem Genossen Jakob in Budapest: Am 1. Mai. Vormittags 9 Uhr, halten die Ar- gestellt. Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 29. April. Freie Volksbühne. National Theater. 4. Abtheilung. Beginn Nachm. 2 Uhr: Wie man wohlthut. Nachher: Michel Perrin. Lessing Theater. 1. Abtheilung. Beginn Nachm. 2/2 Uhr: Kreuzl schreiber. Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. Montag: Hochzeitmorgen. Mara. Schauspielhaus. Wilhelm Tell. Montag: Der neue Herr. Deutsches Senator Theater. Der Herr Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. Die Journa liften. Montag: Dora. Leng- Theater. Niobe. Die Orientreise. Montag: Erlaubte Sünden. Neues Theater. Eheglück. Montag: Dieselbe Borstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Rehdenz- Theater. Dekorirt. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Der Troubadour. Montag: Die eiserne Jungfrau. Adolph Ernft- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Die Kinder des Kapitän Grant. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplay Theater. Die Nachteulen von Paris. Montag: Tiefelbe Vorstellung. National Theater. Anna- Marie mein Engel, ich verehr' Dich. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Pariser Leben. Hierauf Farfarello. Montag: Dieselbe Borstellung. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Banfmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. Vorstellung. EpezialitätenCentral- Theater. Alte Jafobftraße Nr. 30. Der Troubadour. Oper in 4 Aften von G. Verdi. Leonore: Laura Friedmann. Maurico: Nicolaus Rothmühl. Montag: Die eiserne Jungfrau. Dienstag, den 1. Mai: Erstes Gastspiel von Emil Thomas: Der Registrator auf Reisen. Cäsar Wichtig: Emil Thomas. Adolph Ernst- Theater. Heute: Charley's Tante. Schwank in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistsche Posse mit Gejang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobsen. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Unserem Genossen, Kaufmann's Variété. ſeen legen und ein Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer u. Berufsgen. Berlins und Umgegend. Gänzlich renovirt! Neue Direction. Elektr. Beleuchtung. Täglich: 34. Geburtstage ein donnerndes Lebe. hoch! Reinhold, was machst Du denn da huben!!! C. K. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Genossen hier liebe Frau' Große Künstler- Spezialitäten- durch die Mittheilung, daß meine Borstellung. Auftreten von Künstlern I. Ranges. Kapelle 24 Mann start. Anfang 8 Uhr. Victoria- Brauerei, Lüßowstraße 111-112. Sonntag, den 29. April: 203b Alma Fredersdorf geb. Seeger Freitag, den 27. April, am Kindbettfieber gestorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, d. 29. April, Nachm. 31/2 Uhr, von der Wohnung Kleiststr. 38 aus statt. Danksagung. Für die vielen Beweise liebevoller Theilnahme bei der Beerdigung unseres lieben, unvergeßlichen, herzensguten Mannes und Vaters August Just sagen wir hiermit Allen, insbesondere unferen tiefgefühlten Dank. Stettiner ben Herren Kollegen des Entſchlafenen Sänger Anfang 7 Uhr. Entree 50 P. Großes UlkJun Namen der Hinterbliebenen. Auguste Just. Maifeier in Haase's Konzerthaus und Garten( önigsbank), Gr. Frankfurterßtr. 117: Gr. Vokal- und Instrumental- Konzert. Darstellung lebender Bilder, unter Regie der Frau Palm, und gütiger Mitwirkung der Gesangvereine„ Liedes- Echo" und Sängerchor der Töpfer Berlins". Musik von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins. Anfang Nachmittags 4 Uhr. 470/18 Entree mit Programm 20 Pf., Damen frei. Maifest- Beitung gratis. Gäste durch Mitglieder eingeführt, haben Zutrift. Der Vorstand. J. A.: Richard Topf, Gipsstr. 8. 285 Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäscheund Kravatten- Branche Berlins. Dienstag, den 1. Mai, Abends 8 Uhr, in Nieft's Salon, Weberstraße 17: Castan's Panoptikum. Große 1. Mai- Versammlung. Programm Im 9. Kreise der Hölle: unter gütiger Mitwirkung eines Gefangvereins des Arbeiter- Sängerbundes. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Montag: Viktoria- Brauerei. sche ratweil' Bierhallen G Kommandantenftr.77-79. Welt. u. größt. Etablissem. Berl. Läglich bei freiem Entree abwechselndes Programm der österreichischen Damenkapelle " Dittl" in kleinrussischen Nationalkostümen. Auftreten von Künstlern.. Spezialitäten 1. Ranges, sowie Auftreten der nordamerikanisch. Negergesellschaft Mr. Brown. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. 8 Regelbahnen. 6 Billards, Stunde 60 Pf. pro C. Koch, fr. Gambrinus. Säle für Versammlungen und Festlichkeiten find noch an verschiedenen Tagen zu haben. Alcazar. Variété- u. SpezialitätenTheater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Vornehmster Familien- Aufenthalt. Neu! Höllenqualen. Neu! Posse in 1 Att von Bernhard. Neu! Operette in 1 Att v. A. L'Arronge. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Eingescift. Neu! Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Entree: Sonntags 30 Bi. National- Theater. 2 Große Frankfurterjiraße 182. Anna Marie, mein Engel, ich verehr' Dich. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Atten von Carl Peters. Regie: Max Samst. Kaffeneröffnung 3 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Nachmittags 8 Uhr: Im Garten: Gr. Konzert. Auf der Sommerbühne: Aufführung von Charley's Tante. und Die Bajazzi jowie Spezialitäten- Vorstellung 1. Ranges. Morgen: Anna Marie, mein Engel, ich verehr Dich'! ACTIEN- BRAUER BIEDRICHSHAIN AktienWochentags 20 Pf. Pf. R. Winkler. PassageDer Rutsch a. d. Rafirmesser. Elite- Damenkapelle Austria. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80/81.( Pferdeb.- Verbind.) Täglich: Concert, Theatern. SpezialitätenVorstellung. 12L Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Helmuth Peters. Bock- Brauerei 201 Tempelhofer Berg. Brinkmann- Konzert. Anfang 41/2 Uhr. Entree 30 Pf. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in dem Saal statt. Concordia- Festsäle C. Saeger, 64. Andreasẞtraße 64. Heute, Sonntag, den 29. Apri!: Grosser Ball bei fark befetten Orchefern. Anfang 5/2 Uhr. Entree 30 Pf. C. Saeger. 74/8 W. Noack's Concert- und Gesellschafts- Säle Brunnenstr. 16. Heute, Sonntag, den 29. April: Anfang Grosser Ball. fang 5 Uhr. 5 Uhr. Voranzeige: Eröffnung der SommerSaison am 13. Mai( 1. Pfingstfeiertag) im schönen prächt. Gart. m. neuerbaut. Bühne. Tägl. Concert u. Theatervorst. 3. Aufführ. gel. Operett., Pojs. u. Lustsp. Birken- Park Schönholz an der Nordbahn. Bur Maifeier empfehle hiermit mein Lokal zur gefl. Benußung. 280b C. Strewe. Wegen sechsmonatlicher Abwesenheit Tages- Ordnung: Vortrag des Herrn Dr. Pinn über: Die Bedeutung des 1. Mai. Hierauf: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. " Die Maifest- Zeitung" wird am Eingang unentgeltlich vertheilt. Zur Deckung der Unfosten Tellersammlung. Mit Gruß E. Möhring. 496/3 Achtung, Töpfer und Berufsgenossen. Oeffentliche Versammlung am Dienstag, den 1. Mai 1894, Nachmittags 2 Uhr, im Lokale des Herrn Haase, Gr. Frankfurterstr. 117. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Adolph Hoffmann( früher Beiß) über ,, Die Bedeutung des 1. Mai". 2. Diskussion. 90/2 Wir ersuchen die Kollegen und Berufsgenossen sich an dieser Bersamme lung recht rege zu betheiligen. Der Einberufer. Maler, Lackirer, Anstreicher und Berufsgenossen. Dienstag, den 1. Mai, Vormittags 8 1hr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakob Straße Str. 87. Große öffentliche Versammlung mit Frauen. Tages Ordnung: Die Bedeutung des 1. Mai und die Gewerkschaften. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 285/14 Der Vertrauensmann, G. Lint, Kottbuser Damin 84. Schneider u. Schneiderinnen. 399/1 278b Dienstag, den 1. Mai, Vormittags 10 Uhr, in den Arminhallen, Kommandanten- Straße 20: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: S Die Bedeutung des 1. Mai. Referent Kollege Täterow.. Um recht rege Betheiligung ersucht Die Agitations- Kommission der Schneider und Schneiderinnen. Große öffentliche Versammlung der polnischen Sozialisten am Dienstag, den 1. Mai, Abends 6, Uhr, im Lokale des Herrn Brochnow, Sebastian Straße Nr. 39. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. = NB. Zur Maifeier veranstaltet der Polnische Sozialisten- Verein ein gemüthliches Beisammensein mit Tanzvergnügen im Saale des Hrn. Brochnow, Das Komitee. Sebaſtianſtr. 39. Anfang 8/2 Uhr. Achtung! Cheer Achtung! Genossen Weißensee's! Panopticum. meines Mannes eröffne ich vom ersten Dienstag, den 1. Mai 1894, Bormittags 10 Uhr, !! Zu beachten 11 Gierhandel, Weddinger Markthalle, nur noch wenige Tage: Die Glocke von Fr. v. Schiller Mai ab einen Butter, Käse. und Stand 263. 266b Frau Thiele, Weddingstr. 8. Für päppelnde Mütter in Abel's Vereinshaus, Charlottenburgerstr. 150: Oeffentliche Versammlung für alle Genossen, welche die Feier des 1. Mai durch Majit von Romberg, ist der beste Erfaz für Muttermilch strifte Arbeitsruhe begehen; das Lokal ist den ganzen Tag dargestellt in 15 lebenden Bildern für die Genossen geöffnet. der holl. sterilisirte Milchzucker, von allen ärztl. Autoritäten empfohlen. Desgleichen findet Abends 81/2 Uhr in demselben Lokal Festvortrag über mit transparenten Hintergründen. Derselbe ist für Berlin zu beziehen in Dosent à 500 Gramm von der Fröbel- Die Bedeutung des 1. Mai für die Arbeiterklasse" statt. Referent Genosse 48416 Circus Renz. Oberlin- Stindermädchenschule, Wilhelm- Fritz Hansen- Berlin. ftraße 10. Nach der Versammlung findet Kommers mit Gesangs- und deklamatorischen Vorträgen statt Entree wird nicht erhoben. Um zahlreiches Erscheinen ersucht ( Karlstraße.) Sonntag, den 29. April 1894, 69/4 Leopoldshaller Badesalz ist Müttern, dessen Lieblinge an Stro Leyte Sonntags- Vorstellungen. pheln leiden, als das Beſte zu empfeh Nachm. 4 Uhr ( 1 Rind unter 10 Jahren frei): len. Dasselbe ist zu beziehen in luftdicht verschlossenen Beuteln zu 5 Kilo von der Fröbel Oberlin- Kindermädchenper Positarte frei ins Haus. Brauerei Gr. Komikervorstellung. fchule, Wilhelmit. 10. Auf Bestellung Friedrichshain am Rönigsthor. jeute, Sonntag Auftreten sämmtl. Clowns, Vorführen und Reiten d. best dress. Freiheits- und 69/4 Schulpferde. Abends 71/2 Uhr: Der Vorstand. Da mein Zigarren Geschäft am 1. Mai von 3 Uhr ab geschlossen ist, Gr. Militär- Auf auf zur fröhlichen Jagd! Auf auf zur fröhlichen Jagd! bitte ich meine werthen Kunden, ihren Konzert Bedarf bis dahin zu decken. 284b F. Rumpf, Wienerstr. 21, SO. Zähnel M.Garantie, Dresdenerstr. 105. Außerdem: d. ostpr. Hengst Blondel der Kapelle des vorgef. v. Dir. Fr. Renz; Maestoso Königin Augusta- u. d. Steiger Alep, ger. v. Frl. Oceana Garde- Grenadier Renz; Pas de deux, ger. von Frau Regiments Nr. 4 Renz- Stark u: Miß Edith; d. Clown ( Koblenz) in Uniform. im Fass 2c. Anfang 42 Uhr. Eintritt 30 Pf. Montag: Abschiedsvorstellung. Blattes liegt die gestrige GewinnAbschl Programm unentgeltlich. Fr. Renz, Direktor. Der hentigen Nummer unseres liste der preuß. Lotterie bei. Britz. Die Vertrauensperson. Dienstag, den 1. Mai, Abends 8% Uhr, in Bethge's Lokal ( vorm. Engell's), Chauffeestraße Nr. 38: Große öffentliche Volksversammlung für Männer und Frauen. Tagesordnung: 1. Vortrag über den 1. Mai und seine Be deutung.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion, 3. Bericht des Wahlfomitees und der Revisoren. 4. Berschiedenes. Die Maifest- Zeitung gelangt in der Versammlung zur Ausgabe, à 10 P Die Vertrauensperson. 721 früter Treptow. W. Heydrich( the) Reſtaurant u. Garter Bair. Bier 4/10 L. 15 Pf., Kaffeeküche, Kegelbahnen. 49L Hierzu drei Beilages Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 99. Parlamentsberichte. Herrenhaus. 14. Sigung vom 28. April 1894, 11 Uhr. Am Ministertische: Graf Eulenburg, Miquel Thielen, v. Heyden, Bosse, v. Schelling. Das Haus tritt in die Spezialberathung des StaatsNach sechsstündiger Debatte wird der Etat im ganzen, das Etats: und das Anleihegesetz angenommen. Auf Antrag des Referenten v. Pfuel beauftragt das Haus die Finanzkommission, über den Generalbericht, den die Budget: tommission des Abgeordnetenhauses erstattet hat, ebenfalls zu rathen und dem Hause Vorschläge zu machen. Haushaltsetats für 1894,95. Schluß 54 Uhr. Nächste Sigung unbestimmt, Abgeordnetenhaus. 59. Sigung vom 28. April 1894, 12 Uhr. Am Ministertische: Bosse. be Zur zweiten Berathung steht die Vorlage betr. Abänderung Bur zweiten Berathung steht die Vorlage betr. Abänderung und Ergänzung des Gesetzes betr. Die Kirchengemeinde und Synodalordnung von 1873 und betr. die evan gelische Kirchenverfassung von 1876. Die Kommission hat die Vorlage mit 14 gegen 1 Stimme unverändert angenommen. An der Spezialberathung in der Kommission haben sich die 5 nationalliberalen Mitglieder und der Vertreter der Freisinnigen, Abg. Knörde, nicht betheiligt. Die Abg. Enneccerus und Gen. beantragen eine Einschaltung in§ 1, wonach die Kirchengesetzlichen Bestimmungen über das Gelöbniß der Kirchenältesten nach wie vor an die Zustimmung des Landtags gebunden sein sollen, desgl. eine weitere Abänderung, welche denselben Vorbehalt hinsichtlich des aktiven tirchlichen Wahlrechts macht. Einen mit dem zweiten Punkte des vorstehenden Antrages übereinstimmenden Antrag haben die Abgg. v. 3edlig u. Gen. eingebracht. Nach sehr eingehender, die ganze Sitzung füllender Debatte wird der erste Antrag Enneccerus, das Gelübde betreffend, gegen die Stimmen der Nationalliberalen und Freisinnigen abgelehnt, desgleichen der zweite mit dem freikonservativen Amendement übereinstimmende Antrag wegen des Wahlrechts in namentlicher Abstimmung mit 167 gegen 112 Stimmen. § 1 der Vorlage wird darauf angenommen. Dafür stimmen die Konservativen, das Zentrum, die Polen und die Konservativen. § 2 wird, nachdem Abg. Enneccerus erklärt hat, daß er eine des Entwurfs unverändert genehmigt. Schluß nach 5 Uhr. Nächste Sizung Montag 11 Uhr. Schluß nach 5 Uhr. Nächste Sigung Montag 11 Uhr. ( Landwirthschaftskammern.) Lokales: Die Mainummer der Neuen Welt" ist koufiszirt! Am Sonnabend Nachmittag erschienen im Auftrage des hiesigen Amtsgerichts fünf Beamte in der Expedition des Vorwärts" und luden die gesammte hiesige Auflage der Nummer 17 in zwei Droschken, um das plöglich staatsgefährlich gewordene Unter haltungsblatt nach dem Alexanderplatz zu transportiren. Infriminirt ist in dem Blatte eine Stelle aus Ludwig Reisbergers Novelle Der verlorene Sohn" und zwar angeblich wegen Verstoßes gegen§ 166 des Strafgesetzbuchs( Religionsschmähung). Die Leser des Vorwärts" müssen also heute auf ihre Sonntagsbeilage verzichten. Sobald der Gerichtsbeschluß uns vorliegt, werden wir für unsere Leser eine neue Ausgabe der Nummer unter Fortlassung der inkriminirten Stellen veranstalten. " Sonntag, den 29. April 1894. Arbeiter Vertretern", V natürlich 11. Jahrg. Aus den königlichen Musteranstalten. In welcher| öffentliche Meinung gegen ihn als dem überführten Thäter einWeise in den königlichen Mufteranstalten für das Wohl der Ar- zunehmen. Welche Ausdehnung diefer Sport um ein Menschenbeiter gesorgt und zur Versöhnung der Klassengegensäge bei- leben angenommen hat, ergiebt sich z. B. aus ber getragen wird, beweist folgendes Vorkommniß. Der Strecken- vagen Notiz über ein Taschenmesser, das zufällig im Gisenbahn- Betriebsamt Berlin beschäftigt gewesen, als er am gehörig bezeichnet wurde, sowie aus der allen Ernstes arbeiter Johann Stiehm war ca. acht Jahre bei dem königlichen Grunewald gefunden und als dem vorgeblichen Mörder 8. August 1892 beim Tragen einer Last hinstürzte und sich durch erfolgten Erörterung der Frage, ob Thiede zu den hiesigen An diesen Fall eine innerliche Verlegung zuzog, die seine dauernde archisten in Beziehung stehe! Das ist denn doch üppig. Die Eisenbahndirektion Bromberg als zuständige Behörde um Ge- Sache der Staatsanwaltschaft und wer da glaubt, daß er in der Arbeitsunfähigkeit herbeiführte. Stiehm wandte sich an die Herbeischaffung von Beweisen für die Thäterschaft des Thiede ist jedoch ab und die Berufung an das Schiedsgericht, das seine Pflicht und gehe hin zum Staatsanwalt. Ein Stückchen währung einer Unfallrente. Die Direktion lehnte dies traurigen Sache irgend welche Aufklärung geben kann, der thue fich lediglich aus Eisenbahnbeamten, aber auch aus zwei grober Unfug ist es aber, die Oeffentlichkeit, von deren StellungEisenbahn Arnahme unleugbar auch die Geschworenen beeinflußt werden, gegen beiter, zusammensetzte, Das war erfolglos. sogenannte einen Menschen einzunehmen, gegen den bis jetzt nichts anderes Schiedsgericht ftüßte fich auf das Gutachten des als der Verdacht eines grausamen Verbrechens vorliegt. Eisenbahn Vertrauensarztes, der sein weises Gutachten dahin Und noch eine Erscheinung verdient in dem Fall Thiede abgab, daß eine Last von ca. 70 Pfund nicht die Wirkung habe, Beachtung. daß ihr Träger beim Hinstürzen sich mehrere Brüche 31- Die Veröffentlichung von Attenstücken oder ziehen könnte, trotzdem Geh. Rath Bergemann und mehrere sonstigen Schriftstücken wird, sobald sie unrechtmäßiger Weise Charitee- Aerzte die eingetretene Erwerbsunfähigkeit als Folge geschehen ist, an unseren Genossen sehr streng geahndet und des Unfalls hinstellten. Leider hat St. Die vierwöchentliche Genosse Kunert ist sogar lebthin mit sechs Monaten Gefängniß Rekursfrist aus Unkenntniß der gesetzlichen Bestimmungen ver- bestraft. streichen lassen, sodaß das Reichs- Versicherungsamt den ver- Jetzt bringen nun die Zeitungen einen Brief der Frau päteten Rekurs aus formellen Gründen abweisen mußte. Stichm Thiede an ihren Mann, den in Untersuchungshaft sich beselbst, der während seiner Sjährigen Thätigkeit niemals frank findenden muthmaßlichen Mörder des Fräulein Helene Schweichel. war, liegt jetzt noch im Krankenhause, und die Eisenbahn- Be- Auf welche Weise ist nun dieser Brief zur Kenntniß des triebs- Krankenkasse hat noch obendrein in zärtlicher Fürsorge für Berichterstatters gekommen? die Arbeiter, die Zahlung des Krankengeldes verweigert, Zur Ueberführung des vermeintlichen Mörders tann der welches erft auf dem Klagewege erftritten werden Brief auch nicht das mindeste beitragen, denn er ist rein privater mußte. Anstatt nunmehr dem p. Stiehm die ihm gefeßlich Natur, feine Bekanntgabe von amts wegen liegt daher nicht zustehende Pension zu gewähren, schickt die Eisenbahnverwaltung im öffentlichen Interesse". demselben 80 pCt. der eingezahlten Pensionsbeiträge gnädig Hat nun der Untersuchungsrichter dem Berichterstatter etwa zurück. Ein Gesuch des Verunglückten um Uebertragung einer Einsicht in die Aften oder gar Abschrift des Briefes gestattet, leichten Arbeit im Eisenbahnbetriebe als Portier 2c. event. um nur um die müßige Neugierde zu befriedigen? Gewährung einer fortlaufenden Unterstützung erzielte folgende doch kaum annehmen, und sollte es der Fall sein, so wäre das ernstlich zu rügen; oder ist hier eine Indiskretion" begangen wörtliche Antwort: Berlin, den 13. Februar 1894. worden? Königliches Eisenbahnbetriebs- Amt ( Berlin- Schneidemühl). Biffer VII 526 B b. An den früheren Streckenarbeiter Herrn Johann Stiehm zu Berlin. Das läßt sich Eine Aufklärung dieser Dinge liegt sicherlich im öffentlichen Interesse" und wir dürfen wohl erwarten, daß diese erfolgt, denn ein solches Verbrechen, wie das hier in Frage stehende, ist doch wohl nicht das geeignete Objekt, um nur müßiger Unterhaltung zu dienen. Ein starkes Polizeiaufgebot von ca. 15 Schutzleuten in weitere Diskussion für nuglos halte, ohne Debatte angenommen. beiten gerichtetes von demselben auf dem Dienstwege an uns Polizeilieutenants besetzte geſtern früh gegen 1/28 Uhr sämmtliche Auf Ihr an den Herrn Minister der öffentlichen Ar- Uniform und einigen Kriminalbeamten unter Führung eines Die Nationalliberalen fund Freisinnigen verlassen zum größten zur Prüfung und weiteren Veranlaffung abgegebenes Gesuch vom Alle in dem genannten Lokal sich befindenden Gäste mußten Theil den Saal.( Bischen und Lachen rechts.) Darauf wurden auch die§§ 3-5, Ueberschrift und Einleitung 28. v. m. eröffnen wir Ihnen nach stattgehabter Prüfung, daß nach der Polizeiwache in der Linienstraße folgen und zu dieſem wir demselben um Bewilligung einer laufenden Unterstützung sprechen vermögen. Dagegen haben wir die Eisenbahn- Betriebs- eine große Verkehrsstockung, so daß sogar die Pferdebahn anbezw. um Uebertragung einer leichten Beschäftigung nicht zu ent- 3weck antreten". Es entstand auf der Straße infolgedessen faffe( Eisenbahn- Direktionsbezirk Berlin) hierselbst Koppenstr. 96 halten mußte. Und der Zweck dieser Diaßregel? Es war eine angewiesen, Ihnen eine einmalige Unterstügung von sogenannte Aushebung", bei welcher die Polizei auf einige„ gezwanzig Mark durch die Stationskasse zu Berlin Ostbahn- suchte" Personen fahndet. Zweifellos ist die Polizei berechtigt, die Lokale abzusuchen, hof zu zahlen. Dr. Thiel. um solcher Personen habhaft zu werden, es ließe Also für einen nach achtjähriger Thätigkeit im Eisenbahnfich dies aber auch noch in Form bewerkstelligen, welche eine Го ich wer betriebe verunglückten Familienvater anstatt fein gejeßlich ihm zustehendes Recht, ein Almosen von 20 m. Ist das nicht ein schädigende Folge für den Wirth des Lokales vermeidet, Hohn auf die kaiserlichen Worte? Von maßgebender Stelle denn wenn niemand davor sicher ist, beim Verzehren seines wurde einmal gesagt, daß alle Handlungen der Regierung auf Frühstückes von der Polizei eingeladen zu werden, ihr nach ihre Wirkung gegenüber der Sozialdemokratie geprüft werden. Der Wache zu folgen, so wird das Publikum nicht dort verGeschieht dies auch durch die Eisenbahnbehörden? Wir können fehren. Hat man Grund anzunehmen, daß sich dort Personen bezufrieden sein, nur immer weiter so! finden, welche man sucht, so können solche Leute von der Die Macht des Boykotts. Zum Projekt des Um- und Kriminalpolizei jederzeit zur Wache fiftirt werden, aber alle Gäste Neubaues der Charitee erfährt die Boss. 3tg.", daß nach dem es waren zirka 50 Personen Urtheil der maßgebenden Sachverständigen von dem bloßen eine etwas weitgehende Auslegung der polizeilichen Befugnisse dazu aufzufordern, dürfte Umbau abzusehen sein wird, da in dem alten Mauerwerk sein. Wie wir hören, will der Wirth des Lokals gegen diese Krankheitsfeime in Menge stecken dürften, die auf keine Weise zu Schädigung seines Erwerbes Beschwerde einlegen. entfernen sind. Die alten Gebäude sind vollständig niederzulegen. Die Neubauten dürften nach dem Pavillonsystem auf- Die warme Fürsorge der Eisenbahn Verwaltung für geführt werden. Wenn der Chariteekirchhof und das Baracken- ihre Arbeiter ergiebt sich von neuem aus der Meldung über den An die Gewerkschaften Berlins! terrain hinzugezogen werden, ist dafür auch genügend Platz vor- bedeutenden Schaden, den die Sonntagsruhe auf den GüterDen Gewerkschaften und Arbeitern Berlins wird bekannt handen. Für die Polikliniken wird es sich nicht empfehlen, Abfertigungsstellen der Eisenbahnen für die Arbeiter mit sich gegeben, daß das Gewerkschaftsbureau am 1. Mai geschlossen ist. so meint das Blatt weiter, ein gemeinsames Gebäude zu er rund 75 M., das von Niemand ernsthaft als für eine Familie bringt. Die Arbeiter beziehen ein Einkommen von monatlich Außerdem werden die Gewerkschaften ersucht, am 1. Mai nach richten, sie würden vielmehr den stationären Kliniken beizugliedern dem Schlusse der Maiversammlungen sofort dem Gewerkschafts- fein, wie auch die einzelnen Laboratorien in unmittelbarer Ber- ausreichend bezeichnet wird. Kommt nun noch der Lohn für die bureau mitttels Poftfarte anzugeben, wieviel Arbeiter und Ar- bindung mit den Kliniken, zu denen sie gehören, zu bringen sind. Sonntage in Höhe von etwa 10 M. in Abzug, so muß diese Beibeiterinnen an den Vormittags Versammlungen theilgenommen Wie wir weiter hören, hat der Minister Bosse die Charitee gabe zur Sonntagsruhe schwer empfunden werden und bedarf haben. untersteht direkt dem Kultusministerium- den Wunsch zu erkennen eines Ersatzes. Da aber die Arbeiter selbst an den Sonntagen Nachstehende Resolution wird den Versammlungen am gegeben, daß die Gartenanlage zwischen der alten Charitee und feine Nebenbeschäftigung finden, so geht ein Theil der Sorge 1. Mai zur Annahme vom Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- dem Gräfedenkmal in diesem Sommer in größerem Umfange als für den Unterhalt der Familie naturgemäß auf die Frauen über, die durch Uebernahme von Aufwarte, Wasch- und ReinmacheRommission empfohlen. bisher den Kranken zugänglich gemacht werden soll. stellen den Ausfall ergänzen müssen. Gelegentlich sei noch be= Die Ringerei, von der eine ganze Zeit nichts zu hören merkt, daß unter den bei den Eisenbahnen beschäftigten Arbeitern Nachdem die Klagen darüber laut werden, daß ihnen der Lohn für den kürzeren war, beginnt schon wieder bedenklich zu spuken. diversen Meisterschaftsringer der Welt" einen Theil des Erd- Monat Februar verringert wird, während sie in den Monaten einmal die Ehre des Besuches. balles abgegraft haben, erhält die Stadt der Intelligenz wieder mit 31 Tagen feinen Aufschlag erhalten. einmal die Ehre des Besuches. Resolution. Die heute am 1. Mai in Berlin versammelten Maifeiernden erklären mit Bezug auf die Beschlüsse der internationalen Arbeitertongresse, daß sie von der heutigen Gesellschaft fordern, daß sie der Arbeit endlich ihr Recht gewähre. Sie erklären ferner, daß es die Pflicht der heutigen Gesellschaft sei, für das Wohl aller ihrer Mitglieder Sorge zu tragen und durch besondere Maß nahmen der geistigen und körperlichen Entartung der Arbeitertlaffe vorzubeugen. Wie beruhigend muß eine solche Maßnahme auf die EisenDie Presse, die Anschlagfäulen und die Dummen, die bahn- Arbeiter wirken, die bisher noch keine Sozialdemokraten daran glauben, werden bakd zu erzählen wissen von den geworden sind! Mit welcher Bewunderung müssen sie zu der ,, Siegen" der großen Männer. Die albernsten Klatschgeschichten Verwaltung emporblicken, die fast in einem Athemzuge mit der werden mit behaglicher Breite ausgeplaudert, um das latente eigenartigen Aufhebung der Sonntagsruhe den Stationsvorstehern Interesse für diese Muskel- Ausstellungen bis zum Paroxysmus eine Theuerungszulage von 160 M. in den Schooß schüttet. O, auszustacheln; wehe, der deutschen Kultur, wenn der fürchterliche du herrlicher Staat der Sozialreform! Grieche Herrn Soundso doch noch schmeißen" sollte! " Die 3u diesem Zwecke fordern die Arbeiter von der politischen Organisation der Gesellschaft, Dom Staate, daß er die Gleich berechtigung aller Klassen vor dem Gesez gewährleistet und ins Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist 2c. An den Säulen prangten gestern große Plakate, worin besondere den Arbeitern in der Benuzung des die Hauptmacher dieser sogenannten Ringtampfe mit der bekannten Eisenbahnkatastrophe am Bahnhof Zoologischer Garten, bei der Vereinigungsrechts volle Freiheit gewährt. Ferner fordern die Maifeiernden: die gefeßliche Beschränkung fürchterlich ernsten Miene aufgefordert werden, nach Adlershof ſechs Arbeiter ihren Tod gefunden haben, hat nunmehr doch zu der täglichen Arbeitszeit auf höchstens 8 Stunden. Die Bezu kommen, um sich dort mit einem Herrn zu messen, der wörtlich einer Einrichtung geführt, die den gefährdeten Leuten größere Sicherheit bietet. Wenn auch das Warnungssignal durch ein seitigung der Kinderarbeit. Besonderen Schutz der weiblichen Folgendes schreibt: 1000 m. Konventionalstrafe zahle ich an Arbeitskraft gegen die Ausbeutung derselben; außerdem die Dr- die Armen Adlershoss, wenn mir jemand nachweist, daß ich das Horn beibehalten ist, so ist doch noch eine bedeutendere Maßgroße Publikum täusche, ausnüße oder Mumpit ringe." Das regel angeordnet worden. An der jedesmaligen Arbeitsstelle ganisation eines durchgreifenden Arbeiterschußes. Die Bersammelten erklären sich zu diesen Forderungen um Interesse, welches wir für Produktionen diefer Art empfinden, ist wird neben dem Schienengeleise ein fleines eisernes Gerüst aufein so geringes, daß wir uns nicht einmal angereizt fühlen, zu gestellt, an dem sich eine elektrische Klingel befindet. Von diesem so mehr berechtigt, da es die Arbeiter ja erst sind, die der heu- beobachten, ob in diesem Falle der Ringkampf mit den starken Gerüst führt ein zu Tage liegendes Kabel neben einem Schienentigen Gesellschaft die Existenzmöglichkeit geben. Zum Schluffe entbieten die versammelten Maifeiernden allen Männern größere Erfolge zeitigt, als der Kampf des Mumpig". Strange bis zu einem mehrere Hundert Schritte entfernt liegenden Punkte, wo durch einen Druck auf einen Mechanismus der für die Befreiung der Menschheit kämpfenden Proletariern der fämpfers mit der deutschen Sprache. elektrische Strom eingeschaltet wird und die Warnungsglocke in Welt zum heutigen Tage ihren brüderlichen Gruß und Handschlag. Ter Maurer Thiede, welcher bekanntlich im Verdach Thätigkeit seyt. Fährt nun die Maschine eines Zuges über Mit solidarischem Gruß! steht, die barmherzige Schwester Helene Schweichel umgebracht diesen Punkt hinweg, so wird dadurch die Klingel in Bewegung Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner zu haben, bildet zur Zeit ein wahres Fressen für die Berliner gesetzt. Das Läuten hört erst auf, wenn der ganze Zug etwa Reporterschaft. Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgend eine zehn Schritte weit die Arbeitsstelle durchfahren hat. Diese Einsensationelle Notiz in die Blätter lanzirt wird, die aufs neue die richtung unterstützt den Hornisten mit großer Sicherheit für An die Gewerbegerichts Beisiger( Arbeitnehmer) öffentliche Meinung auf die Schauerthat im Grunewald hin- solche Fälle, in denen die Aussicht durch Rauch versperrt ist. Schönebergs wird das Ersuchen gerichtet, die Petition, deren lenken und, was natürlich die Hauptsache, den Berichterstattern nochmalige Anfertigung durch verschiedene Umstände veranlaßt ihr Zeilenhonorar eintragen soll. Dies ist nun ja ein ureigenes Auch ein Stück Elend. Eine oberschlesische Auswandererwurde, am Sonntag, also heute, beim Genossen Friz Masuch, Recht der Berliner Reporterschaft, das wir ihr gewiß nicht Familie traf gestern auf dem Görliger Bahnhofe ein, die ein Hauptstr. 30, zu unterschreiben. rauben wollen. Bedenklich wird die Sache aber durch den Sport, todtes Kind im Alter von 3 Jahren mit sich führte. Daffelbe Gewerkschafts- Rommission. V Die Lokalkommission von Grünan macht die Partei- der mit dem Maurer Thiede getrieben wird und der war bei der Abreise schon kränklich und unterwegs plößlich genoffen darauf aufmerksam, daß es ihr gelungen ist, in furzer zum Echluß denn doch eine etwas gemeingefährliche Wirkung verstorben. Erst auf der Station Halbe bemerkten die Eltern, Zeit zwei neue Lokale zu erobern. Zu dem Lokal von Hecker, haben tönnte. Wie bekannt, hat der Maurer gleich daß das Kind, welches in einer Ecke des Koupees zum Schlafen das bekanntlich schon früher frei war, sind noch hinzugekommen am Tage nach seiner Verhaftung den Anfall gegen die Frau gebettet worden, todt war. Es blieb nichts übrig, als die der Gasthof Gravelotte( Duhauffour) und das Lokal von Schöz. Klebedzow eingestanden; bezüglich des Mordes an der Schweichel Kleine Leiche mit nach Berlin zu nehmen. Hier sorgte die Polizei Der Vorwärts" liegt aus bei Lindenheyn, Friedrichstr. 3a, und leugnet er jedoch jede Thäterschaft und bis jetzt hat auch, soweit für Ueberführung nach einer Leichenhalle. Die Familie wird bis Higgmann( früher Huttowsky), Köpenickerstr. 108. Gesperrt find bekannt, die Untersuchung noch keine Beweise gegen ihn zu tage Montag, wo die Beerdigung stattfindet, hierbleiben, um an der Stein's Rafino, Friedrich- und Kurfürstenstraßen- Ecke; Buchholz, gefördert. Bei alledem hat aber die Reporterschaft den Mann selben theilnehmen zu können. Friedrichstr. 27, und Werkinüller, Friedrichstr. 9. Meldungen zu wiederholten Malen schlankweg als den Mörder der find zu richten an Wüstenhagen, Friedrichstr. 17. Echweichel bezeichnet und auch sonst nichts unterlassen, um die " Vom Städtischen Zentral- Viehhof. Wie die ZentralFleischer- Beitung" meidet, wurde am Sonnabend höheren Orts der Export von Sammeln und Schweinen vom hiesigen Biebhofe verboten. Direktor Hausburg begab sich sofort zu dem Handelsminister, um eventuell Silfe zu schaffen. Er konnte jedoch eine fofortige Rücksprache nicht erwirken. So viel zu erfahren ge wesen, hat Frankreich der Maul- und Klauenseuche wegen über den Import aus Deutschland Klage geführt. Mit der Thätigkeit der Arbeiter- Sanitätskommission beschäftigt sich ein von Herrn H. Albrecht verfaßter Artikel über die Arbeiterwohnungsfrage, der im letzten Heft von Schmoller's Jahrbuch veröffentlicht wird. Der Verfaffer spricht darin die unseres Erachtens recht schwach begründete Ansicht aus, daß die Berichte, welche die Arbeiter Sanitätskommission von Zeit zu Zeit im Borwärts" veröffentlicht, mit einiger Vorsicht aufzunehmen seien. Echon der Umstand, so heißt es, daß wiederholt in den folgenden Berichten widerrufen, beziv. eingeschränkt werden mußte, was die vorhergehenden ausfagten, läßt darauf schließen, daß dieselben von tendenziösen Uebertreibungen nicht frei find." Die tendenziösen Uebertreibungen liegen unseres Grachtens weit cher auf feiten des geehrten Herrn Verfassers, als auf seiten der Arbeiter Sanitätskommission. Wenn man die große Zahl der Recherchen mit den verhältnismäßig außerordentlich geringen Berichtigungen vergleicht, mit denen gewissens biffige uswirthe auf die Redaktion steigen, so muß jeder Untefangene zu dem Resultat kommen, daß die Kommission so gewissenhaft wie nur möglich ihres Amtes waltet. Die Arbeiten derselben stellen sich daher trotz der redaktionell ja übrigens unkontrollirbaren Berichtigungen als ein durchaus werthvolles Material dar. In der Versammlung, welche am 16. April im Sokol Sanssouci, Kottbuserstraße, stattgefunden hat, ist eine Anzahl Broschüren, welche wahrscheinlich von einem Kolporteur im Lokal vergessen worden sind, von dem Arbeiter Otto Peppel, Köpenickerstr. 190 bei Göchel, aufgehoben und in Verwahrung genommen worden. Der Eigenthümer der Broschüren wird er sucht, sich dieselben an bezeichneter Stelle abzuholen. Gie febr regnerisch; rechts von der Weichsel, wo der Wind noch au 31 geräumt ist, wieder beseitigen zu tönnen glaubten. füdöstlicher Richtung weht, ist es bisher beiter und trocken ge- ftellten am 19. b. M. an den Fabrikanten das Ersuchen, den blieben, und im Nordseegebiete hat der Himmel sich wieder auf Abzug rüdgängig zu machen. Diesem wurde zwar zum Theil zuklären begonnen. Die Temperaturen find start gesunken, bis entsprochen, später aber wieder rückgängig gemacht, sogar die auf 6 Grad Celsius in München, 7 Grad in Chemnitz; am Wortführer der Arbeiter gemaßregelt. Nunmehr legten sämmt wärmsten ist es heute Mogen an der Ostsee( Swinemünde 14 Grad liche Arbeiter die Arbeit nieder. Der Zuzug ist strengstens fern Celsius). Berliner Wetterbureau. zu halten; die Berliner Kollegen werden namentlich darauf aufmerksam gemacht, daß fast alle Waaren aus obiger Fabril in Berlin verarbeitet werden, mögen sie diese zurückweisen. Etwaige wünscht wird, der Schnelligkeit halber an Reips, Mühlenbeck, Anfragen daraufbezüglich richte man, wenn weitere Auskunft er Postbezirk Berlin. Wetter- Prognose für Sonntag, den 29. April 1894. Biemlich fübles, zeitweise auftlärendes, vorwiegend trübes Wetter mit leichten Regenfällen und mäßigen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Theater. In der Tuchfabrik Wetteren in Gent( Belgien) ist ein Generalausstand ausgebrochen, nachdem der Besiger der Fabrik die Arbeitslöhne verfürst hatte. Die Arbeiter verhalten sich ruhig und sind fest entschlossen, den Streit so lange fortzusehen, bis ihre Forderungen bewilligt werden. Die Behörde hat gestern eine Versammlung unter freiem Himmel untersagt. Die Zahl der Streifenden beläuft sich auf etwa Tausend. könnt Ihr versichert sein. Daß auch wir jederzeit unsere Pflicht erfüllen werden, dessen Im Zentraltheater ist am Freitag wiederum eine Possenfchartete ans Tageslicht gefördert worden. Heydemann und Sohn ist sie genannt und zu ihren Verfassern bekennen sich zwei Herren, Namens Hugo Müller und Emil Pohl. Der Umstand, daß in dem Opus einige rührselige Monologe vor fommen, mag für die Verfasser ein Grund gewesen sein, das Ding hochfahrend Lebensbild" zu nennen; vom wirklichen der Tischler in Wien, ca. 18 000, find auch wir Bergolder hineinAchtung, Vergolder! Werthe Rollegen! In den Streit Leben ist die auf's äußerste in die Länge gezogene gezogen und in jenen Betrieben, wo Tischler und Vergolder zuHandlung ebenso weit entfernt, wie etwa eine Bühnengans von der reellen juten Jabe Jottes". fachirte gleich beschäftigt werden, ist der Erfolg der Tischler von der Kommerzienrath Heydemann ist ein Berliner Fabrikant ollen finden sich schon 125 Vergolder im Ausstande. Nicht allein die Herr Mitwirkung der Bergolder wesentlich abhängig. Bis heute be ehrlichen Kalibers; es tommt ihm nicht darauf an, seinem Pflicht der Solidarität, sondern auch unser eigenstes Interesse nüchternen Buchhalter mit einem Schlage tausend Mark Zulage gebot uns, in diesen Betrieben mit den Tischlern gemeinsame zu geben, und selbst sein champagnerlustiger Geschäftsreisender Sache zu machen. und fein alter, schnapslustiger, noch bei feinem Unterschleif er- Kollegen! Unser Kampf ist auch der Eurige. Wenn wir tappter Diener kommen wegen ihrer Unthaten mit niedlichen daher an Euch appelliren, uns in diesem ernsten Kampfe nach Aufmunterungen davon. Doch auch in diesem Musterfabrikanten Möglichkeit zu unterstützen, insbesondere dadurch, daß jeder nagt der Bandwurm des Gewissens. An seinem Geburtstage Buzug ferngehalten werde, so geben wir Euch zugleich das Berbat das Personal ein Kouplet vorzutragen; eine bengalische sprechen, unsere gemeinsame Sache bochzuhalten und bis aufe Flamme, die sehr frühzeitig angezündet wird, deutet an, daß äußerste ausharren zu wollen. An Muth und Zuversicht fehlt in der Fabrik Feuer ausgebrochen ist. Trotzdem dasselbe erst es uns nicht, mit Gurer Hilfe hoffen wir auch einen Erfolg zu entdeckt wird, als der letzte Wers ausgesungen ist, gelingt es erringen. doch, den Brand auf seinen Herd zu beschränken. Doch bei dieser Gelegenheit kommt dem alten Herrn in Erinnerung, daß er selber in seiner Sünden Maienblüthe eine Brandstiftung begangen hat. Das fam so. Er war in Liebe zu der Tochter feines Prinzipals entbrannt, aber schnöde abgewiesen worden, Selbstmord aus Hunger! In schwer frankem Zustande als er um die Hand der Dame angehalten hatte. Ein Sollege wurde gestern Abend eine ärmlich gekleidete Frau auf einer von ihm, ein abgefeinter Schurte, überredet den Argbetrübten Bank im Invalidenpark aufgefunden. Dieselbe gab an, daß fie ou einer Bierreise, die in Anbetracht des vorausgegangenen in selbstmörderischer Absicht Zuckersäure genommen, zu welchergers bald zu einem ungeheuren Affen ausartet. Da geschieht Derzweifeltem Schritte Nahrungssorgen sie getrieben hätten. Die das Furchtbare, das Haus des grausamen Prinzipals brennt und Lebensüberdrüffige, die Wille heißen, soll, wurde sofort in ein da der verschmähte Liebhaber nicht mehr weiß, was er in seinem Krankenhaus geschafft. Rausche gethan, bildet er sich ein, daß er der Brandstifter sei. Aus dieser Qual wird der spätere Kommerzienrath, natürlich erst im letzten Aft, durch seinen treuen Diener erlöst, der sich mit einem Male der Unschuld seines Herrn ganz genau entsinnt. Aus Freude stiftet der Kommerzienrath die üblichen Hochzeiten, von Denen eine dem Herrn Schmaso 10 zil Gute tommt, zu dessen Benefiz das Schaustück gegeben wurde. Gespielt wurde, wie meistens im Zentraltheater, ausgezeichnet. Außer Herrn Schmasow leisteten Frau Dora und vor Allem Herr Theodor Müller als Komptoirdiener Mustergiltiges. Die Regie hatte an diesem Abend jedoch Pech über Pech. Außer dem wunderlichen Arrangement des Brandes reizten die verschiedenen Beleuchtungseffekte in dem dunkeln Komptoirraum, in dem der dritte Akt vor sich ging, das Publikum zu mehrfachen Heiterkeitsausbrüchen. Hinter dem Bankdirektor Auguft Sternberg, der sich zur Zeit in Paris aufhält, ist ein Steckbrief erlassen worden, nachdem gegen ihn die Untersuchung wegen Verstoßes gegen Bestimmungen des Handelsgesetzbuches eingeleitet worden ist. Ein vierzehnjähriges Mädchen, die Pflegetechter des im Zirkus Renz besdäftigten Künstlerpaares Gautier, ist seit dem 25. d. M. rerschwunden. Das Mädchen trat bei Renz als Teiltänzerin auf. Die Pflegeeltern, die Invalidenstraße 105 wohnen, haben auf die Ermittelung des Aufenthaltsortes der Verschwundenen eine Belohnung von 100 M. ausgesetzt. Polizeibericht. Am 27. d. M. Bormittage fiel ein Mann vor dem Hause Unter den Linden 37 in Folge von Krämpfen nieber und verlegte fich so schwer, daß seine Ueberführung in ein Krankenhaus erforderlich wurde. Im Laufe des Tages fanden vier fleine Brände statt. 1 Soziale Ileberlicht. Kleine Theater und Literatur Chrouit. Am 1. Mai eröffnet Emil Thomas im Zentraltheater fein Gastspiel mit dem Registrator auf Reisen". Die Aufführung von Gerhart Hauptmann's, Hannele" wurde in New York verboten. Anlaß zu diesem Verbot gab der Umstand, daß das An die Handdieuer und Rollkutscher Berlins! Am Etück die Person Christi auf die Bühne bringe. Ju Berlin 1. Mai findet Vormittags 11 Uhr im Louisenstädtischen Konzertwurde bekanntlich nach den ersten Aufführungen ein Engel an haus", Alte Jakobjir. 87, eine Versammlung sämmtlicher Handelsstelle des die Person Christi darstellenden Fremden" eingeführt. biljsarbeiter statt und sind die Kollegen verpflichtet, soweit es die - Ter frühere Portier des Hamburger" Stadttheaters, Bur Berhältnisse gestatten, die Versammlung zu befuchen. Diejenigen mester, ertränfte sich am Donnerstag in der Alster, nachdem er Kollegen, welche verhindert sind, den 1. Mai zu feiern durch das gesammte Vermögen der Sterbefasse des technischen und Chor- Arbeitsruhe, mögen fich an dem Vertrieb der Maimarten, welche personals fämmtlicher Hamburger Bühnen als deren Kassirer à 25 f. bei dem Unterzeichneten, sowie im Verbandsbureau und unterschlagen hatte. Fräulein Jenny Groß gafsirt zur Zeit den Zahlstellen zu haben sind, recht rege bethätigen. mit größten Griolgen am Lobe- Theater in Breslau als„ Madame Der Vertrauensmann der Berliner Hausdiener. Sans Gene". Vor einigen Tagen erhielt Herr Tirektor WitteCarl Warne wih. Bülowstr. 14. Wild aus Paris folgende Tepesche: Felicitations et remerci- An alle in der Sntbranche beschäftigten Arbeiter und ments e Jenny Gross, directeur et interprêtes. Victorien Arbriterinnen Berlins! Laut Beschluß der öffentlichen VerSardou." Björnson's Neuvermählte" hatten in Rem einen fammlung vom 13. März fordern wir alle in dieser Branche stürmischen Erfolg. And war als Arel unübertrefflich. Bur Beschäftigten auf, wo es möglich ist, sich recht zahlreich an der Frage des Heinedenkmals in Mainz. Mit fünf gegen Maifcier Demonstration zu betheiligen. Treffpunkt Vormittags drei Stimmen erklärte der städtische Finanzausschuß, cr babe 9 Uhr bei A. Meinhardt, Pappel Allee 3-4. Abmarsch von nichts gegen die Ueberlassung des Plazes für das Heinedenkmal dort nach dem Versammlungslokal, Feenpalast, 9%, Uhr. einzuwenden. Die Haltung des Finanzansschusses in der Die Vertrauensmänner. Tenfmalsfrage dürfte wesentlich bestimmend werten für die Haltung des Plenums des Mainzer Stadtverordneten- Kollegiume.Au die Schmiede! Bezüglich der Maifeier ersuche ich alle In Wien hat die Bensur in den letzten Tagen zwei bezeich Kollegen, welche die Arbeit ruhen laffen, die Versammlung der neute Entscheidungen gefällt. Es lagen ihr zwei dramatische Metallarbeiter in den Germaniafälen, Chauffeeftr. 108, au bcTichtungen vor:„ Der neue Herr" von Wildenbruch und ein der Tirektion des Raimund- Theaters anonym überreichtes Voltestück Der Einzige". Die erwähnte Behörde hat aus dem Werke Wildenbruch's die Worte" Papi" und" Pfaff" weggestrichen und aus dem Vollsstücke überall die Bezeichnung„ Hofrath" eliminirt. Für dieses Stück besonders war die Zenfurverfügung fehr empfindlich, weil es auf dem Konflitte zwischen der Familie eines Hofrathes und der Familie cines Schloffers aufgebaut ist. G3 wird deshalb eine gründliche Umarbeitung eintreten müssen. Witterungsübersicht vom 29. April. Stationen. Twinemünde Barometer and in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windüärke 1. Wetter MOTERIS( nach Celine 759 NM 1 Regen 14 Bamburg 760 CEW 8 halb bedeckt 10 Berlin 759 NW 8 Regen 9. Wiesbaden. 759 S 2 bedeckt München 759 NW Wien 756 23 4 Regen bedeckt Haparanda 763 2 halb bedeckt Petersburg 768 11 Cort. Aberdeen Paris 768 N 10 762 M 2 761 923 8 wolfig halb bedeckt 10 12 · wolkenlos heiter 50 G. 4° R.)! suchen. Treffpunkt früh 8 Uhr beim Kollegen Tempel, Langestraße 65. Für diejenigen Kollegen, welche verhindert sind, den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu feiern, werden Maimarken verausgabt, und erwarte ich von jämmtlichen Kollegen, daß sie für den Vertrieb dieser Marken recht rege thätig sind. Dieselben sind bei dem Unterzeichneten zu haben. Alb. Dörgeloh, Holzmarktsir. 67 III. Achtung, Filzfchuh Arbeiter und Zwicker! In der Filzschuh- Fabrit von Silberstein, Reibelsir. 21, haben sämmtliche Zwicker wegen eines 15 prozent. Lohnabzuges die Arbeit niedergelegt, und bitten wir den Zuzug bis auf weiteres fernzuhalten. Die Agitationstommission der Filzschuharbeiter Berlins und Umgegend. An alle in der Schuhwearen- Judustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen! Kollegen und Kolleginnen! Noch einmal appelliren wir an Guch, eingedent unserer Beschlüsse, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu laffen und in der Versammlung, die Vormittags präzise 9 Ubr in Fiebig's Ealon, Große Frankfurterstr. 24, statifindet, recht zahlreich zu erscheinen. Die Vertrauensleute. Willner. Pfeifer. Kleinan. Fleischer. 6/2 Wien, den 21. April 1894. Die Wiener Bergolder. Alle Zuschriften find zu richten an Klaudius Kirillo, Sirfchengaffe 18, I 11. NB. Alle Arbeiterblätter werden um Abbruck gebeten. Versammlungen. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Vereinsversammlung am 9. Mat des 1. Mai und der Pfingfifeiertage nicht stattfindet. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe( E. s. 71). mandantenstraße 10-11: Borstandssigung. wegen Montag, den 30. April, Abends 8 Uhr, im Restaurant P. Bodenburg, Komöffentliche Versammlung bet Fey, Brunnenstraße. Bäcker Serline. Dienstag, den 1. Mat, Nachmittags 2% Uhr: Große Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Wagenbauer, Bernauerstraße 13. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Bericht der RePrivat- Theatergesellschft Preciofa. Dhmgaffe bei Strebs un 5 Uhr General- Versammlung, um 7 Uhr Fidelitas. Birk 2. Bersammlung Sonntag, den 29. April, Bormittags 10 uhr, viforent, Bou, balbertite. 21. Anfang Abends& Uhr. Gäste wiütommen. abends 6 uhr, efellschaftsabend, humoristische Vorträge in furth's fleinem Geselliger Verein Hertha. Legte Fidelitas der Caifon im teftaurant Humoristischer Verein Waldeorausdjen. Sonntag, den 29. April, Festsaal, Hafenhaide 52-53. Theater- und ergnügungsverein Fritillaria. Abends 6 Uhr bet Herrn Dreßler, Barnimstraße 16: Sigung. Besprechung der Pfingstpartie. Nachher: Fidelitas, Borträge und Tanz. Damen und Herren als Mitglieder erwünscht. Gäste willkommen. Vermischtes. Ein nenes heftiges Erdbeben, welches 15 Sekunden anbauerte, hat am Donnerstag Abend 914 Uhr in Griechenland stattgefunden; bei demselben sollen Menschenleben zu Grunde gegangen und zahlreiche Häuser eingestürzt sein. In Athen baben einige Häuser Risse bekommen; es berrscht lebhafte Erregung. Türfen Manuskripte unter Drucksachenporto versandt werden? Diefe, namentlich für Echriftstellerfreise wichtige Frage, hat ein hiesiger Journalist der faiserlichen Ober- Postdirektion zur Entscheidung vorgelegt. Auf die Anfrage ist jolgender Bescheid eingegangen: Nach§ 15 VII. 4 der Postordnung für das Deutsche Reich vom 11. Juni 1892 find zur Beförderung gegen die für Druckfachen erinäßigte Tare Manuffripte nur infofern zugelassen, als sie den Korrekturbogen beigefügt sind. Manu fripte dürfen mithin für sich allein in ber für Drucksachen vorgeschriebenen Form gegen die ermäßigte Tage nicht befördert werden." Depelchen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Paris, 28. April. Die heutige Verhandlung in dem Prozesse gegen den Anarchisten Henry wurde um 12 Uhr Mittags unter ftarlem Budrange des Publikums eröffnet. Die Vernehmung der Beugen wurde fortgefeßt. Der Direktor des Laboratoriums, Girard, erklärte, Henry hätte die in der Rue des bons Enfants explodirte Bombe nicht allein anfertigen fönnen. Henry ver fichert dagegen, daß er der allein Echuldige sei. Nach der Vernehmung von Lehrern und Mitschülern Henry's, welche su feinen Gunsten ausfagen, behauptet ein der Familie Henry's be freundeter Arzt, Henry fei wahnsinnig, wogegen letzterer lebhaft protestirt. Das Zeugenverhör ist damit beendet. Der Staatsanwalt beantragte in seinem Plaidoyer die Todesstrafe gegen Henry. der für seine That in vollem Maße verantwortlich sei. Nachdem Henry ein langes Schriftstück verlesen hatte, in welchem er seine Theorien darlegte, plaidirte der Vertheidiger in Anbetracht der Jugend, des Mangels an Einsicht und der angeborenen Eigenschaften des Angeklagten für muldernde Umstände. Nach/ stündiger Berathung verurtheilte das Schwurgericht Henry zum Tode. Der Angeklagte begrüßte das Urtheil mit dein Rufe:" Muth Kameraden, es lebe die Anarchie!" Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wet Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. 2. M. 3. Die österreichischen Thaler haben gegenwärtig noch den vollen Werth von 8 M. Die betr. Beitungsnotis war eine irrthümliche. einrichtungen befindet sich: Kaiserin Auguftaftr. 85. ugenannt. Die Zentralfielle für Arbeiter- Wohlfahrts Der Maurerftreik in Freiburg i. Br. übt auf die verschiedenen Baugewerbe bereits feinen Einfluß aus. Bauten, an denen im Mai schon Schreiner, Schlosser, Glaser u. s. w. hätten Beschäftigung finden sollen, sind noch weit zurück. Das Zugeständniß einer weiteren halben Stunde Mittagspause wird von Den Streifenden abgelehnt; sie beharren auf ihrer Forderung, Witterung in Deutschlaub am 28. April, 8 Uhr Morgens. daß um 6 Uhr Abends die Arbeit eingestellt werde. Seit gestern Nachmittag haben in ganz Deutschland, außer Die Arbeiter der Djenfabrit von Solzhüter in im Nordosten, ergiebige Regenfälle stattgefunden, welche in Hamblen bed, 20 an der Bahl, haben die Arbeit niedergelegt. burg, Swinemünde und Grünberg von Gewittern begleitet waren. Im vergangenen Herbst war ihnen ein nicht unerheb R. S. Reklamiren Sie unter Angabe Ihres Einkommens Auch heute Morgen ist das Wetter in Süd- und Mittel- Deutschlicher Lohnabzug gemacht worden, ben sie jetzt, da das und geben Sie die Beugen an, welche Ihre Angaben bestätigen and kei mäßigen nordwestlichen Winden allgemein trübe und Geschäft besser geht, das Lager bis auf siŕta 50 Defen tönnen. Achtung, Filzschuharbeiter! 8 Sommer- Regelbahnen im SaideG. Nr. 49. Besuchen Sie uns in der Sprechstunde. Warmbrunn. 1. Es fommt auf die Fessehungen der betreffenden Gemeinden an, wird wohl richtig sein. 2. Ja. Am Welt- Feiertag sur Nachricht, daß ich das Schant- fchlöschen, Safenhaibe 59A, Stunde Bogelbauer, große Auswahl, billig. bleibt weine Brotbäderei von Morgens gefchäft Cremmenerstr. 8 übernommen 58b habe. 2756 Nachtigallen, Waldvögel all. Arten, 60 Bf. empfiehlt Reim. 2186 1886 Schnelle, Invalidenstr. 7. Dienstag, den 1. Mai, wird mein Kleiderspind, Wäschespind, SchlafGeschäft um 5 Uhr geschlossen. 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Alle, besonders aber die Berliner Kollegen werden aufgefordert, sich an dem Vertrieb dieser Broschüre rege zu betheiligen. Fachverein der in d. Lederwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 30. April, Abends 81 Uhr, in Hoffmann's Feftfälen, Dranien fir.180. Kleiderſpind, Bertitow, Muschelbettstellen, Spiegel billig Oranienstr. 153, III. Empfehle den geehrten Genossen meine Wasch- u. Plätt- Anstalt, Gardinenspannerei, bei freter Abholung u. Zusendung; garantire reelle Bedienung. 28796 Fr. Eitner, Ritterstr. 85. Schlafstelle zu vermiethen Linden. Möbl. Schlafstelle zu verm. Ritter: straße 107, Quergeb. 4 Tr. r. 250b straße 110, Quergeb. 3 Tr. I. 742 Frol. Schlafft. Morisstr. 17, Hof r. 249b Frol. fep. Schlafft. f. 2 Herren oder 1 Tr. bei Richter. 4 Tr. Johanten. Damen Oranienstr. 3, Hof Quergeb. Möbl. Schlafft. für Herrn zu verm. 2876 Grüner Weg 62, v. 1 Tr., bei Leder. Schlafstelle, möbl., Prinzenstr. 100, 739M Quergeb. 1£ r. lints. anks 1 möbl. 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Tabatarbeiter Brauer und Brauereiarbeiter bei Gründer, Röpnickerstr. 100, Konditoren Bäcker · Schlächter Müllereiarbeiter bei Sommer, Grünstr. 21, bei Pyrtek, Gipsstr. 3, bei Sommer, Grünstr. 21, Vorm. 9 Uhr. Vorm. 9 Uhr. Vorm. 9 Uhr. Vorm. 9 Uhr. Bahnhof Alexanderplatz, Ausg. Königstr. Vorm. 9 Uhr. Gruppen- Versammlung: Verkehrs- und Handels- Gewerbe. fouiſenkädtisches Konzerthaus, Alte Jakobftraße Nr. 37, Vormittags 11 hr. Referent: Genosse Roland. Die Kaufleute, Haus und Geschäftsdiener, Getreideträger, Sveicherarbeiter, Roll- und Laftfutscher kommen vor der Gruppen- Versammlung nicht zusammen, sondern begeben sich direkt nach dem Louisenstädtischen Konzerthause. Holzindustrie. Gruppen- Versammlung: Konkordia Festfäle, Andreasstr. 64, Stellmacher Korbmacher Böttcher Ristenmacher Einsetzer Vormittags 10 yr. Referent: Robert Schmidt. 3usammenkunft der einzelnen Gewerbe: Holz- und Bretterträger. Bauanschläger Parquettbodenleger bei Brühs, Lothringerstr. 41. bei Stramm, Ritterstr. 123, bei Heise, Lichtenbergerstr. 21, bei Nawrot, Markusstr. 25, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, bei Gieskarl, Rottbuser Damm, bei Wilke, Andreasstr. 26, bei Schöning, Stallschreiberstr. 29, Holzbearb.- Maschinen- Arb.. bei Gelhoff, Mariannen- User 4, Stockarbeiter bei Ehrenberg, Annenstr. 16, Vorm. 9 Uhr. Vorm. 9 Uhr. Vorm. 9 Uhr. Vorm. 9 Uhr. Vorm. 9 Uhr. Vorm. 9 Uhr. Vorm. 9 Uhr. Vorm. 9 Uhr. Vorm. 9 Uhr. Vorm. 9 Uhr. Jalousie- Arbeiter, Bürsten- u. Pinselmacher begeben sich direkt zur Gruppen- Versammlung. Tischler und Drechsler kommen in ihren Verkehrslokalen zusammen und gehen von dort aus zur Versammlung. Schuhwaarenindustrie. Fiebig's Salon, Große Frankfurterstraße 28, Vormittags 9 Uhr. Referent: Adolf Hoffmann. Metallindustrie. Gruppen- Versammlung: Germaniasäle, Chauffeeftr. 103, Vormittags 10 hr. Referent: August Bebel. 3usammenkunft der einzelnen Gewerbe: Chirurgische Branche Goldschmiede . . • Schmiede. Binkgießer und Stürzer Graveure und Ziseleure Kupferschmiede Klempner . Brauerei Pfeffer berg, Schönhauser Allee 161, Vorm. 8 Uhr. Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45, Restaurant Tempel, Langestr. 65, Vorm. 8 Uhr. Vorm. 8 Uhr. • • bei Doberstein, Mariannenstr. 32-33, Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45, Borm. 8 Uhr. Vorm. 8 Uhr. bei Keller, Bergstr. 68, bei Stramm, Ritterstr. 123, Borm. 8 Uhr. Borm. 8 Uhr. Die übrigen nicht angeführten Gewerbe begeben sich direkt nach der Gruppen- Versammlung. Bekleidungsindustrie. Gruppen Versammlung: Feenpalaßt, Burg- und Sutmacher Kürschner • Wolfgangstraße- Ecke, Vormittags 10 hr. Referent: Joh. Sassenbach. 3usammenkunft der einzelnen Gewerbe: Militärmühenarbeiter Textilarbeiter Handschuhmacher im Lokal Pappel Allee 3/4, Vorm. 9 Uhr Restaurant Seehausen, Landsbergerstraße 31, Vorm. 9 Uhr. Restaurant Röllig, Neue Friedrichstr. 44, Vorm. 9 Uhr. Restaurant Feindt, Weinstr. 11, Vorm. 9 Uhr. bei Pyrtek, Gipsstr. 3, Vorm. 9 Uhr. Steinindustrie- Arbeiter betheiligen fich ebenfalls an dieser Versammlung. Zusammen funft: Johannisstr. 20 bei Müller, Vorm. 9 Uhr. Graphische Gewerbe. Gruppen- Verfammlung: Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee 11/13. Vormittags 10 Uhr. Referent: Albert Massini. Die Buchdrucker, Schriftgießer, Tapetendrucker und Formenstecher, Arbeiter und Arbeiterinnen in Buchbindereient, der Papier- und Lederivaaren- Industrie, Stereotypeure, Hilfsarbeiter, Porzellanmaler und Berufsgenossen tommen vor der Grupenversammlung nicht zusammen, sondern be geben sich direkt nach dem Böhmischen Brauhause. Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen. Zusammenkunft Restaurant Seehausen, Landsbergerstr. 31, Vormittags 9 Uhr. Lederbearbeitung. Gruppen- Versammlung: Ahlib' Salon, Badßr, 19, Vormittags 10 hr. Referent: R. Millarg. Die Weißgerber, Lohgerber, Lederzurichter, Lederfärber und Lederarbeiter kommen vor Die Filzschuharbeiter, 3wider, Schaftarbeiter und Schoßarbeiter fommen vor der Cruppen- der Gruppenversammlung nicht zusammen, sondern begeben sich direkt zu U bli g. verfammlung nicht zusammen, sondern begeben sich direkt nach Fiebig's Salon. Die Sattler treffen sich bei Wienecke, Alte Jakobstr. 83, Vorm. 81/2 Uhr. Besondere Versammlungen Vormittags: Musikinstrumentenarbeiter. Beaurantfog 10 bar. 75, Möbelpolirer.' s setfäle, Andreasßte. 21, Vormittags 9 Uhr. Vormittags Referent: Paul Jahn. Restaurant Referent: Genosse Mattutat. Restaurant Deigmüller, Alte Jakobstraße 48a, Vormittags 10 Uhr. Referentin Frau Martha Rohrlack. Tapezirer. Brant Boly( fr. Feuerstein). Alte Jakobstr. 75, Vormittags Stuckateure. 10 hr. Referent: Fritz Hansen. Stein-, Gips-, Holzbildhauer und Modelleure. Beaurant Zimmerer. Restaurant Beuthlr. 22, varn 1 Tr., Vormittags 0%, Uhr. 9½ Ehrenberg, Annenstraße 16, Vormittags 10 hr. Referent: Julius Türk. Referent: Julius Apelt. T Putzer. Glaser, Bilderrahmenmacher, Glasschleifer und Glasarbeiter. anrant Bolt( früh. Feuerstein, Alte Jakobftr. 75, Vo.mittags Brauerei Königtadt, Schönhauser Allee, Voittags 10 hr. Referent: 0. Antrick. 10 hr. Referent: Hugo Pötzsch. Seffer's Vergolder. Ser Salon, Inselstr. 10, Vormittags 10 Uhr. Referent: Dr. Pinn. Maurer. Restaurant Preusser, Seydelstr. 30, Vormittags 8 Uhr. Schneider. arminhallen, Kommandantenstr. 20, Vormittags 10 Uhr, Referent: August Täterow. Besondere Versammlungen Nachmittags: Töpfer. Bönigsbank", Große Frankfurterstr. 117, Nachmittags 3 Uhr. Referent: Adolf Hoffmann. Barbiere und Friseure. minhallen Kommandantenstraße Nr. 20, Referent: Genosse Rohrlack. Nachmittags 4 Uhr. Färber und Berufsgenossen. Beaurant Wilke, Andreasfr. 26, Abends 8 Uhr. Referent: B. Astor. Restaur. Bühler, RosenthalerReferentin: Fräulein Wabnitz. 190. Steinsetzer und Berufsgenossen. Araße 38. Abends 8 Uhr. Wäsche- und Kravattenbranche. Nieft's Salon, Weberstr. 17, Referent: Dr. Pinn. Abends 8 Uhr. Die Gewerkschaften werden aufmerksam gemacht, daß sie die polizeiliche Anmeldung der Versammlungen selbst zu besorge n haben. Die Zusammenkünfte bedürfen keine polizeilichen Anmeldung. Da die Bekanntgabe der Mai- Versammlungen am Sonntag, den 29. April, nochmals stattfinden soll, so werden diejenigen Gewerkschaften, welche noch nicht in der Bekanntmachung angeführt sind, ersucht, sobald wie möglich dem Gewerkschafts- Bureau, Rosenstraße 28, Mittheilung zu machen, wo, zu welcher Zeit und mit welchem Referenten sie ihre Mai- Bersammlung abhalten. Sollten sich außerdem noch andere Gewerkschaften finden ,, die sich an den vorstehenden Gruppen- Versammlungen betheiligen wollen, so werden auch di ese ersucht, Ort und Zeit der event. vorher stattfindenden Zusammenkunft anzugeben, damit die Bekanntmachung in der Sonntagsnummer vollständig erscheinen kann. Mit solidarischem Gruße Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommiffion. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pönsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 99. Soziale Uebersicht. Achtung, Müller und Mühlenarbeiter! In der öffentlichen Versammlung vom 22. April ist in betreff der Feier des 1. Mai dahin entschieden worden, den Beschlußfassungen der Berliner Gewerkschaftskommission uns an zupassen und die im Nahrungs- und Genußmittel- Gewerbe statt findende Gruppenversammlung am 1. Mai Vormittags 10 Uhr Brauerei Bözow vor dem Prenzlauer Thor recht zahlreich zu besuchen. Es wird hiermit bekannt gegeben, daß die Müller- und Mühlenarbeiter, sofern dieselben am Tage nicht arbeiten, sich um 9 Uhr pünktlich Bahnhof Alexanderplatz, Ausgang Königstraße, einfinden. Diejenigen Müller- und Mühlenarbeiter, welche Abends frei haben, sollen sich der Feier in ihrem Wahlkreise anschließen. Die Agitationstommission. Achtung, Maurer! Alle am 1. Mai feiernden Rollegen werden ersucht, sich an diesem Tage Bormittags 84 Uhr, Seydelstraße 30, bei Preußer, im Garten, einzufinden, von wo aus wir uns nach der Versammlung begeben. H. Schigolsti. Sonntag, den 29. April 1894. Bötticher. theile des Schiedsgerichts der Innung' ungiltig; denn seine ZuDemnach sind die nunmehr seit zwei Jahren gefällten Ur sammenſegung bestand zu Unrecht. Unkenntniß der Geseze schüßt nun bekanntlich nicht vor Strafe; ob die Jnnung, da fie doch ihre Statuten übertreten hat, behördlicherseits verfolgt wird, geht aus dem Bericht der Magdeburger Voltsstimme", welcher wir obiges entnehmen, nicht hervor. Wieviel besser sind da die gewertschaftlichen Organisationen der Arbeiter daran; ihnen fann es nicht paffiren, daß sie zwei Jahre lang Gesezesüber tretungen begehen. Polizei, Gericht und Staatsanwalt wachen mit geradezu rührender Sorgfalt über jeden Schritt, den ein Arbeiterverein thut und sorgen so dafür, daß die Leiter der felben mit der Zeit recht gründliche Gesetzeskenntnisse sich anund das hat gewiß auch sein Gutes. Schmargendorf. Der Arbeiter- Bildungsverein hierselbst veranstaltet zur Feier des 1. Mai im Schüßenhaus" einen Unterhaltungs- Abend, verbunden mit Gesang und Vorträgen. Anfang 9 Uhr. Wir erwarten von den Arbeitern Schmargen- eignen dorfs, daß sie sich recht rege mit ihren Angehörigen an der Feier betheiligen. Maifest- Beitungen sind beim Vergnügen zu haben. " " 11. Jahrg. her unterlassen hat, eine Neuwahl von Gesellenbeisigern vor-| modernen christlichen Sittenlehre mit dem Urchristenthum, zunehmen, trotzdem nach den ftatutarischen Bestimmungen die welches die Anrufung des Gerichts, die Eides formel, die AnAmtsdauer derselben nur auf ein Jahr festgesezt ist. wendung der Gewalt verwerfe, sich ablehnend zum Reichthum eine Neuwahl der Gesellenbeisiger veranlassen, sobald ihr nach Ethik längst fahren gelassen Die Innung wird demnächst infolge diesseitiger Anweisung verhalte, wohingegen die heutige Staatskirche diese höhere erfolgter Genehmigung einer entsprechenden Statutenänderung der dienenden Magd den herrschenden privilegirten Klassen und sich mit der Rolle die Durchführuna der Neuwahl auch gegen den Willen der Ge- gegenüber begnügt habe. Hierdurch sei die Stellungnahme der fellen gewährleistet ist. Inzwischen ist, solange das Jnnungs- denkenden Köpfe" auch vorgezeichnet: Austritt aus der firch schiedsgericht sich nicht von neuem tonstituirt hat, das hiesige lichen Gemeinschaft. Hinderlich für diese Auffassung sei die Gewerbegericht zur Entscheidung der dem Innungsschiedsgericht Stellung einer großen Partei, der Sozialdemokratie. Die Vorzugewiesenen Streitigkeiten zuständig. läuferin der beiden sozialistischen Richtungen(!) unserer Tage, der herrschaftslosen und des Herrschafts- Sozialismus, die und habe den Kampf gegen den verdummenden Einfluß der sozialistische Bewegung der 40er Jahre fei fonfequent gewesen Kirche offen proflamirt, beute werde von den meisten Sozialdemokraten der Kampf gegen die Kirche als Kraftverschwendung" bezeichnet.( Sehr richtig.) Diese falsche Meinung verbreite fich mehr und mehr, je länger diese Partei auf dem sogenannten ge setzlichen Wege fortschreite. Der Fortschritt der Menschheit er folge nicht durch fanatische Massenbewegungen", sondern durch die persönliche Kraft des Individuums, darum soll jeder den Fortschritt durch seinen Austritt aus der Kirche, fobald er reif sei, fördern. Diesem mit größter Aufmerksamkeit angehörten Referat folgte eine fich lang hinziehende Debatte, in welcher sich die einzelnen Redner redlich abmühten, dieser schon oft so behandelten Frage neue Gesichtspunkte abzugewinnen, was jedoch wohl schwerlich gelungen wäre, wenn nicht Herr v. Egydi durch seine Betheiligung an der Debatte Stoff zur Besprechung geliefert hätte. Hoffmann Pantom polemisirte gegen die in der Versammlung nicht anwesenden Genossen Näther und Wächter und hielt dem„ Vorwärts", der diese ganze Frage als Blümlein, rühr mich nicht an", betrachte, den verfloffenen Eozialdemokrat" vom Jahre 1886 als Muster vor. OberftLieutenant v. Egy di legt zunächst Verwahrung dagegen ein, daß sein Name auf den Anschlagsäulen gewissermaßen als Lockwozu gar kein Anlaß vogel paradire; ebenso bestreitet er, vorlag, der Versammlung das Recht, sich als sozialdemokratische au geriren und ihn event. durch das" Hoch" zu vergewaltigen.( Interessant war die wiederholt ausgesprochene Versicherung des Redners, daß er in sehr vielen Fällen Berührungspunkte mit Wille habe. Die mit der ihn auszeichnenden imperativen Sicherheit vorgetragene Behauptung der Ehrlichkeit und guten Absicht der chriflich- sozialen resp. katholischen Arbeiterfreunde" stieß bei der Bersammlung selbstverständlich auf starten Widerspruch: im Uebrigen vertrat der streitbare Herr den Standpunkt, daß Religion Gemeinsamkeitssache, Konfession aber Privatsache Wer zerstört die Ehe und untergräbt die Sittlichkeit? unseres Volkes werden muß". Dr. Wille antwortete in der= In unseren sächsischen Partei- Organen finden wir folgende Korre- felben spintisirenden Art wie der Vorredner zum Theil argumentirt spondenz aus Bausa, einem Städtchen im Vogtland, wo angen hatte und wies ebenso wie die nachfolgenden Redner beziehungs blicklich die Textilarbeiter und Arbeiterinnen sich im Ausstande weise Rednerinnen auf die Infonsequenz der Egydi'schen Uns befinden: Hier ließen sich in einer öffentlichen Versammlung fichten hin. Das Wort nahmen noch Frau Köhn, Fräulein Fabrikarbeiterinnen dahin aus, daß, wenn sie die an sie ge- abnib, Höbelmann und Manasse vom Standpunkt ftellten Anträge zurückgewiefen haben, fie fein Stück Waare des Freidenfers. Em Stadtmissionar Bochtenhain fütterte mehr ablieferten, an dem man nichts auszusetzen gehabt hätte die Bersammelten eine Weile mit deplazirten Bibelsprüchen, bis und wo es nicht Abzug gab. Wenn arme Arbeiterinnen ihn die Unruhe zwang, sein löbliches Vorhaben einzustellen. die Echeu soweit überwinden, daß sie öffentlich über Um 121, Uhr trat Bertagung der Versammlung ein, die in die in Fabriken herrschende Pascha Wirthschaft" sprechen, nächster Woche fortgesezt werden soll. so scheint uns, daß es für die betreffenden Pafchas Beit wird, Aenderungen zu treffen, andernfalls müßten die Namen der Vertreter von Moral und Sittlichkeit" an die Deffentlichkeit geZum Kapitel: Zerstörung des Ehe und Der Vorstand. Familienleben 3" gehört auch folgende Geschichte: Bor längerer Zeit heirathete ein Offenbacher Arbeiter eine ältere Infolge einer Zuſchrift, die die Berliner Brauer und Frau. Beide lebten in glücklicher Zufriedenheit, bis fürzlich einer der Hilfsarbeiter an die Brauereien um Freigabe des 1. Mai dortigen Kapläne zu der frant gewordenen Frau kam und dieser richteten, haben folgende Brauereien diesem Verlangen der Ar- erklärte, fie lebe in wilder Ehe, weil sie nicht firchlich getraut worden sei". Die Frau war schwach genug, diese zelotische BePhönig Brauerei, Gr. Lichterfelde bei Berlin; Süddeutsche merfung ernst zu nehmen und sich immer mehr unter den Einfluß Malzbier Brauerei, Anklamerstr. 28; Brauerei Belle- Alliance, des frommen Herrn zu ducken, was diesen wiederum veranlaßte, den Ehefrieden völlig zu zerstören, so daß die Frau, welche gegen Um Mißverständnissen vorzubeugen, erkläre ich als Vor- wärtig im Hofpital ihrer Genesung entgegengeht, ihren Mann sitzender jener Bersammlung, daß der Antrag dahin gemeint ist, von sich wies und ihn nicht mehr sehen will. So, schreibt dazu den 1. Mai zu feiern, soweit es der Betrieb erlaubt. unser Bruderorgan, das" Offenbacher Abendblatt", halten diese frommen Herren den Spruch ihres Heilandes:" Liebet Euch unter einander!" Sie fäen Haß und zerstören den Frieden des Hauses, wenn sie nur ihrem Zelotismus fröhnen können. Der um sein Ebeglück betrogene Arbeiter will jetzt den Weg der Klage gegen den Schuldigen betreten und sind wir gespannt darauf, wie die Geschichte enden wird. J. A.: J. Wiedemann, Solmsstr. 30. An die Parteigenossen von Steglit! In der Nr. 97 des Vorwärts" ist durch Versehen das Lofal der um 7 Uhr Abends stattfindenden Versammlung am 1. Mai nicht angegeben. Die betreffende Versammlung findet im Restaurant„ Zur Krone", Albrechtstr. 182, statt. J. A.: Ernst Sudrow. " An die Handlungsgehilfen, Gehilfinnen, Hausdiener, Rollkutscher, sowie alle im Handel und Verkehr beschäf: tigten Personen! Kollegen! Ünsern Beschluß zum 1. Mai, die Arbeit überall ruhen zu lassen, wo es irgend möglich ist, ohne Maßregelung zu befürchten, bitten die Unterzeichneten überall durchzuführen. Ferner werden die Kollegen aufgefordert, für den Besuch der von der Gewerkschafts- Kommission veranstalteten Gruppenversammlung für alle im Handel und Verkehr beschäf tigten Personen am 1. Mar, Vormittags 112 Uhr. im Luisenstädtischen Konzerthause recht rege zu agitiren, sowie auch die arbeitslosen Kollegen auf dieselbe aufmerksam zu machen, damit die Demonstration auch den der Feier des Tages entsprechenden Eindruck macht. A. Penn, Bertrauensmann der Handlungsgehilfen. Barnewitz, bracht werden.' " M Letzteres scheint uns allerdings angebracht, selbst auf die Gefahr hin, daß dann die Rechtshüter in solchen Beröffentlichungen groben Unfug erblicken würden. Versammlungen. Vertrauensmann der Hausdiener, Packer und Berufsgenossen. Aus zünftlerischen Kreisen. Die Magdeburger Tischlerinnung hatte vor drei Jahren ein Schiedsgericht errichtet. In der zu diesem Zwecke anberaumten Gesellenversammlung behufs Wahl der Gesellenbeisiger protestirten dieselben gegen diese Wahl und verließen, als der Wahlakt dennoch vor sich gehen sollte, zu Hunderten den Saal, dreizehn Gesellen zurücklaffend, aus deren Mitte nun die beiden Beisiger gewählt wurden. Eine Thema: Wie stellen wir uns zur Kirche?" behandelte, hatte statutarisch vorgeschriebene Wiederwahl nach Ablauf eines Jahres hat bisher nicht stattgefunden. Hiergegen protestirten nun die Mitglieder des Holzarbeiter- Verbandes in einem Schreiben an den Magistrat, auf welches folgende Antwort einging: Magdeburg, den 4. April 1894. Auf die im Auftrage der Mitglieder des hiesigen Holzarbeiter Verbandes an uns gerichtete Eingabe vom 9. Febr. D. J. erwiderr. wir Ihnen, daß nach Auskunft des Obermeisters der hiesigen Tischler innung die in der Gesellenversammlung vom 27. Mai 1891 für da Junungsschiedsgericht gewählten Gesellenbeisiger Robert Bönsch und Friedrich Ettingshausen noch gegenwärtig bei Innungsmeistern arbeiten und seit ihrer Wahl auch ununterbrochen bei solche gearbeitet haben. Richtig ist dagegen, daß die Jnnung es bis. Sonntagsplauderet. Zu der Volksversammlung, welche am 26. d. M. das sich ein sehr gemischtes, ca. 1000 Röpfe zählendes Publifum eingefunden. Neben einer ganzen Anzahl Sozialdemokraten waren auch die Gruppen der Unabhängigen resp. Anarchisten fast vollzählig vertreten, Herr von Egydi und mit ihm ein Theil seiner Anhänger war ebenfalls erschienen. Der Referent Dr. Wille erörterte zunächst in mehr akademischer Form den Begriff der Gegnerschaft zur Kirche. Das dogmatische Bekenntniß der herrschenden Staatsreligion stehe in trassem Widerspruch mit der menschlichen Natur; unsere raschlebige Zeit fönne sich unmöglich mit dem beschränkten Wissen der sogen. Kirchenväter zu frieden geben, thatsächlich glaubten selbst die Frommen im Lande nicht mehr an den wörtlichen Sinn der„ Konfirmanden- Gottheit". Der Redner bespricht dann im Speziellen die Unterschiede der " In der Versammlung der Rohrleger nud Helfer, die am 22. April tagte, referirte Genosse Borchardt über das Thema: Das Wesen des Sozialismus". Eine Diskussion fand nicht statt. Als Beisitzer zur Vertretung der Branche im Vorstand wurde der Kollege Rarpentiel vorgeschlagen. Unter Verschiedenes" wurde gerügt, daß bei der Firma Neptun"( Wasserschäden Versicherungsgesellschaft) längere Zeit hindurch von den Arbeitern Strafgelder eingezogen wurden, über deren eigenartige Verwendung die Arbeiter erst vor kurzem Aufschluß erlangten. Betreffs dieser und mehrerer anderer Werkstattangelegenheiten soll in nächster Zeit eine öffentliche Rohrlegerversammlung eins berufen werden, welche sich mit der betreffenden Firma weiter beschäftigen wird. Bekannt gemacht wurde, daß am Himmel< fahrtstage von Grünau aus eine Fußpartie arrangirt ist. Treffpunkt bis 10 Uhr in Grünau, Restaurant Liedtke vormals Becker, Friedrichstr. 1. Zum Schluß wurde darauf aufmerksam gemacht, daß die regelmäßigen Branchenversammlungen jeden Sonntag nach dem 15. eines jeden Monats, die nächstfolgende demnach am 20. Mai stattfindet. Die Generalversammlung des Verbandes der Möbelpolirer für Berlin und Umgegend fand am 16. April statt. Der Kaffenbericht des Kollegen Frohmann, Kassirer des Unterfügungsfonds, weist eine Einnahme von 119,17 m. und eine Ausgabe von 7,50 m. auf, mithin bleibt ein Bestand von 111,67 M. Gin von Herzer eingebrachter Antrag, in Zukunft und dieser unerschöpfliche Boden hat nur ein hochfahrendes auszuwandern gezwungen ist, nicht wo die transsylvanischen Herrengeschlecht und armselige Bursche von Knechten zu Alpen einen Damm gegen Rußland aufbauen, auf rein Und giebt die Welt für Gottes Hut man aus, So zeugen vermocht. Die Herren vom Fideikommiß halten magyarischem Gebiet, auf Alfölde kornreicher Erde steht das ist mein Ungarn dran der Blumenstrauß." Also jubelte jedes Stückchen fetter Erde mit eisernem Griffe fest. Laßt Neue, das Ungewohnte auf. Dort erhebt sich der bäuerliche die junge magyarische Lerche Alexander Petöfy, in heiß fahren alle Hoffnung, steht für die Massen angeschrieben, Bundschuh und der ländliche Proletarier protestirt gegen auflodernder Heimathsliebe. Ungarland, du schönes Land! die nun und nimmer Antheil haben können an der leppig seine Unterdrücker, seien dies nun die Fideikommißbesizer so erklang ein altbekanntes Lied, dessen Weise auch nach feit, die sie überall in ihrer Heimath umgiebt. Was Wunder, selber oder seine jüdischen Unterpächter. Er ruft aus: Was Deutschland hinüberdrang. Phantastische Romantik schuf daß sie in Erbitterung aufschreien? Daß sie öffentlich kümmert mich der Glanz euerer Andrassystraße in Pest, wo ein Bauberland aus den ungarischen Niederungen; und der klagen, was sie leiden? Aber die einfache Erklärung fällt der Landadel sich Palast an Palast gebaut hat, wenn ich freie Esilos auf der weiten Bußta, der in der Schenke bei Zigeuner- einer Bourgeoisseele entseßlich schwer. Sie braucht einen in einem Hundestall wohnen muß, wo es statt gebohnter gefiedel mit seinem Liebchen umhertollte, war ein beneidens Popanz, an den sie glaubt. Nie wäre der gutmüthige, brave, Dielen, festgetretenen Lehm giebt? Was fümmern mich so werther Bursche. So waren dem deutschen Philisterium coman frommgläubige Knecht in Alföld zum Aufruhr zu bewegen ge- viele eurer Kulturflunkereien, die nicht selten an das Wesen hafte blendende Anschauungen eingeimpft worden und zähe hing wesen, wenn Satan ihn nicht angetrieben hätte: und Satan ist eurer nationalsten Stadt Debrezein erinnern? Da giebt man ihnen an. Da tommt plöglich aus dem Alföld, dem der sozialistische Agitator, der aus der Großstadt tommt es eine moderne Hauptstraße mit eleganten Cafés, Schauüppigen, von goldenem Weizen strogenden Alföld, zu den und das zufriedene Bauernvolk zur Unzufriedenheit hetzt. läden und gutem Steinpflaster, hüben und drüben aber Bürgern die Schreckensbotschaft: Auch hier hat der Sozia Haben doch auch die Berliner Hauptblätter sich telegraphiren dehnt sich ein weites, weites Dorf und verläßt der lismus Kraft gewonnen, hier ist das landwirthschaftliche lassen: die Unruhen sind den sozialistischen Wühlereien von Wanderer das städtische Weichbild, so dehnt sich uns Proletariat zum Bewußtsein seines Elends gekommen; es Agitatoren aus Best zu danken. Als ob der Agitator das mittelbar Dor ihm die Einsamkeit der Pußta aus verschmachtet inmitten einer unbändig freigiebigen Natur. Elend schüfe und als ob seine Worte je das Gemüth eines und sein Fuß versinkt auf ungebahnter Lands So muß es doch wohl nicht mit der freien Herrlichkeit der ländlichen Proletariers entflammen könnten, wenn sie nicht straße bis über die Knöchel in Staub und Roth. Was Hirten und Ackerknechte, von der die Lieder zu singen wissen, den Empfindungen Ausdruck gäben, die in diesem Gemüth kümmern mich eure nationalen Triumphe, die Ver zum Besten bestellt sein. So versinken die buntfarbigen selber schon wach geworden waren. gewaltigungen von Anderssprachigen? Ich bin ein Mensch, Romane vor der grauen Wirklichkeit, Man sollte meinen, Den führenden Geistern der ungarischen Bourgeoisie der leidet und Mitgefühl hat mit den Leidenden aller zu solchen oder ähnlichen Erwägungen müßte schließlich werden die Vorgänge im Alföld arg in die Glieder ge- Nationen. Darum haben auch die Unruhen der bäuerauch ein deutscher Pfahlbürger gelangen, wenn er nur ein fahren sein. Sie wußten des Rühmens kein Ende zu finden lichen Bewohner des Alfölds ihre starke politische Bes wenig nachdenken wollte. Aber nein, er läßt sich aus seinen über den nationalen Aufschwung; fie wiesen auf den deutung. Aller nationale Humbug, die gewaltige Be Vorurtheilen nicht emporreißen. Wie kann man nur uns wachsenden Glanz ihrer Großstädte, ihrer Kultur hin. Sie schränktheit der ungarischen Bourgeoisie, der übermächtige, glücklich sein in einem Paradies; wie tann man hungern brüsteten sich ihres magyarischen Liberalismus, der sie nicht durch die Ueberlieferung geweihte Einfluß der ungarischen in gesegneten Landstrichen? Es ist auch schwer begreiflich verhinderte, alle Brutalität gegen Landesangehörige und Gartry, des ungarischen Landadels, sie insgesammt verfür jemand, der jemals in seinem Leben jene Lande durch Heimathberechtigte anderer Nationen, gegen ungarische mochten dennoch nicht das proletarische Bewußtsein im streift hat. Echier endlos dehnen sich die wallenden Weizen- Slaven, ungarische Rumänen und ungarische Deutsche au- Volte zu ersticken und gerade dort, wo dieses Volt felder, streckenweise ragt darüber der manneshoch aufzuwenden. In ihrem verblendeten Hochmuth scheuten sie im Kern magyarisch ist, rassereiner vielleicht, vielleicht, als firebende gelbe Mais empor. Ungehemmt schweift das sich nicht, von nationalen Großthaten zu sprechen, wenn die wüthigsten magyarischen Chauvinisten, macht sich dies Ange über die fruchtbare Weite. Raum einen Ruhepunkt praktische" Leute und Ueberläufer in das allein selig- Bewußtsein Luft. findet es im Sonnenbrand. Von Ferne her höchstens sieht machende Magyarenthum als sogenannte„ Magyaronen" Das sind erquickliche Frühlingsstürme, die über die man das dünne, hochragende Gebält eines Biehbrunnens aufgingen. Und nun tritt ihnen eine Welt entgegen, die Niederung des Alfölds dahinbrausen. Das ist ein mahnenoder ine Gruppe wilder Akazien, die eine weiß ganz außerhalb ihrer Vorstellungskreise liegt. Nicht in des Ungewitter, das ist ein gellender Ruf der Warnung getüncht Tanva( ein Wirthschaftsgebäude) umgeben, färglichem Gebirgsboden der Slowakei, wo der arme Mann vor dem ausschließenden, hemmenden, beengenden Natio 02 m Kaffiver nicht über 50 m. in Sänden zu laffen, sondern das daß sämmtliche Vereine, die sich mit Arbeitsachweis beschäftigen| inhaltlich reichhaltiger und agitatorischer zu gestalten resp. ben Mehr sicher zu stellen, fand lebhafte Bustimmung. Der Bericht diesen Zarif anerkennen, und unter feinen Umständen unter dem selben zu vergrößern. Sämmtliche Anträge gelangten nach einer des Arbeitsnachweises ergab ein ziemlich günstiges Mesultat. Tarif nachweisen. Ferner verpflichtet die Versammlung jeden längeren Debatte zur Annahme. Bu Delegirten wurden die Hierauf folgte die Ergänzungswahl des Vorstandes und wurden Stellner nichttarifmäßige Arbeiten ftrifte zurückzuweifen." Kollegen Poboß und Staroffon gewählt. Bum Schluß die Kollegen: Schmoldt, als 2. Vorsitzender und Paul wurde ersucht, die öffentliche Versammlung der Barbiere und Sluge, als 1. Echriftführer wieder und Echtermeyer, als Friseure am 1. Mai, Nachmittags 4 Uhr, in den Arminhallen 1. Kassirer neugewählt. Die 10gliedrige Fach- und Werkstattrecht zahlreich zu besuchen. Kontrollkommission wurde wegen zu langsamen Arbeitens auf gel öst und neugewählt. Tie Wahl eines 2. Bibliothekars fiel wiederum auf Rolle gen Berndt. Weiter wurde beschlossen, am dritten Pfingstfeiertag eine Herrenpartie zu veranstalten. Bur Maifrage wird folgende Besolution angenommen: Die Ber fammlung erklärt sich mit dem Beschluß der öffentlichen Möbel. polirer- Versammlung vom 27. März betr. vollständiger Arbeitsruhe, Abhaltung einer Versammlung und Arrangement eines Ausfluges am 1. Mat, voll und ganz einverstanden und erhebt den Beschluß zu dem ihrigen. Den Kollegen noch zur Nach richt, daß sich die Kollegen des Nordens und Ostens am 1. Mai, Vormittags 8 Uhr bei ente, Blumenstr. 38, und die von Süd- Osten und Nixdorf bei Mohu, Oranienstr. 197 zusammenfinden, um sich von da vereint nach dem Versammlungelofal, Andreasfir. 21 bei Joel, au begeben. S Desgleichen fam eine von den Köchen gestellte Resolution zur Verlesung. Kollege bert fritifirt, daß sich die Ausführungen des Korreferenten Pözsch mit denjenigen des Referenten Herzberg in vielen Punkten decken; er behaupte, daß Die Maßregelung der Maler in der Werkstatt von die Verhältnisse sich nicht verschlechtert haben, sondern heute ebenso feien, wie sie es 1889 waren(?) und sich somit heut ebenso. H. Bodenstein beschäftigte am 26. April eine öffentliche gut wie damals eine Lohnbewegung durchsehen lasse; er empfiehlt Versammlung der Maler, Lackirer, Anfireicher und Bergolder, die recht zahlreich besucht war. Kollege Schweizer gab das eineine Resolution, die sich im Wesentlichen mit der Ströhlinger leitende Referat, dem wir folgendes entnehmen: Die Maler 2c. fchen deckt. Nach langer lebhafter Diskussion, wurde dieselbe auf leitende Referat, dem wir folgendes entnehmen; Die Maler 2c. Antrag Ströblinger abgebrochen, ohne über die Resolutionen haben längst erkannt, daß die Einführung des Achtstundentages abzustimmen. Die Kommission wurde beauftragt, am Dienstag, in ihrem Gewerbe ein bringendes Bedürfniß geworden ist. Zu den 8. Mai wiederum eine Versammlung einzuberufen, in welcher bem Brecke mußte aber eine starke Organisation geschaffen die Diskussion über die Lohnfrage fortgesetzt werden soll. werden, die sich am besten erreichen läßt durch feste Organisation Alle Gehilfen und Wirthevereine, welche ich mit Arbeitsnach der Werkstätten. In dieser Richtung ist man benn auch vor weiß befchäftigen, follen hierzu fpeziell eingeladen werden. gegangen und da war die Bodenstein'sche Werkstatt natürlich Der Bericht des Vertrauensmannes ergab, daß seit Juli 1893 eine der ersten. Nun wurden aber dort die von den Kollegen gebis dato 500,95 m. Ginnahme zu verzeichnen sind, der eine Auswählten 3 Vertrauensmänner entlassen und ihre Wiedereinstellung abe gabe von 497,60 m. gegenübersteht, fodaß ein Ueberschuß von lehnt. Die übrigen Arbeiter der Werkstatt erklärten sich mit den Gemaß 8,85 m. verbleibt, außerdem 36 M. Außenstände. Auf Antrag regelten solidarisch und legten die Arbeit nieder. Bodenstein hat Der Deutsche Holzarbeiter Verband( Rahlstelle Nixdorf) des Revisors biede wurde dem Vertrauensmann Decharge sich jedoch bereit erklärt, außer jenen drei Vertrauensleuten sämmthielt am 22. April eine Bersammlung ab. Nach dem Bericht ertheilt. Hierauf erfolgte Berichterstattung der Delegirten der liche Kollegen wieder zu beschäftigen. Ferner will er den Lohn des Bevollmächtigten und des Obmanns der Arbeitsvermittelungs- Gewerkschaftskommiffion; gegenüber der Bekanntgabe, daß der je nach den Leistungen aufbessern und dafür sorgen, daß die ums Kommission fiber ihre bisherige Thätigkeit gab der Kassirer den Beitrag zur Erhaltung des Gewerkschaftsbureaus 80 m. betragen, Lohn nicht mehr erst um 6 Ubr, sondern bereits um 5 Uhr auswürdige Behandlung seitens der Boliere aufhört, sowie, daß der Bericht über die Kaffenverhältnisse. Darnach betrug die Gin hatte Niemand etwas einzuwenden. Es wurden hierauf einige gezahlt wird. Der Referent rieth, einstweilen sich nahme mit dem Bestand vom vorigen Quartal 278 W., welcher gewerbliche Fragen beantwortet. Sodann wies der Genosse mit dem Auerbieten Bodenstein's zufrieden zu geben eine Ausgabe von 251 W. gegenübersteht. In der Bericht will arg auf zwei für die Gastwirthsgehilfenschaft wichtige erstattung von der Rottbuser Konferenz gab der Delegirte Kollege Punkte bin: auf den 1. Mai und auf den in der Pfingstwoche her die Versammlung eine Kommission wählen, und es als Waffenstillstand anzusehen. Es solle da welche Ditermann bekannt, daß von 27 Bahlstellen 25 Telegirte er hier stattfindenden internationalen Bergarbeiter- Kongreß. Bu schienen waren. Berlin hatte sich mit der Motivirung ent- beiden Gelegenheiten sei darauf zu achten, daß organisirte Kellner am folgenden Morgen das Resultat dieser Versammlung Herrn schuldigt, daß seine Mittel nicht ausreichten, die Konferenz zu zu beschäftigen feien; sollten irgendwie weitläufigkeiten gemacht Bodenstein vorlegt. Kollege Werner berichtete hierauf, daß B. beschicken. Die Mittheilung erregte allgemeine Seiterfeit. Die werden, fo ist der Gewerkschaftskommission sofort Mittheilung willigten Forderungen nicht schon früher gestellt wurden. Gin feine Verwunderung darüber geäußert, daß die nunmehr be Konferenz hatte beschlossen, daß jedes Mitglied vierteljährlich davon zu machen und sie wird nicht ermangeln, Eventualitäten willigten Forderungen nicht schon früher gestellt wurden. Gin weiterer Kollege verlangte, auch die Freigebung des 1. Mai 10 Pf. zum Agitationsfonds zahlen foll. Die Versammlung nachdrücklichst entgegenzutreten. Damit war die Tagesordnung weiterer Stollege verlangte, auch die Freigebung des 1. Mai stimmte dem su. und Beseitigung der Ueberstunden zu fordern. Davon rieth Betreffs der Maifeier wurde folgende erledigt. aber der Heferent ab, weil es nicht flug sei, diese Forde Resolution angenommen: Die Versammlung unterstügt den BeZeit an eine einzige Firma zu stellen. sur Der Fachberein der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt rungen schluß der öffentlichen Versammlung und des GewerkschaftsKartells, überall da, wo keine größere Maßregelung zu befürchten am 23. April eine Versammlung ab, in der Dr. Weyl in Alle Nebner waren darin einig, daß die drei Gemaßregelten zu ist, die Arbeit tuhen zu lassen." Das Arrangement ist folgendes: einem interessanten Vortrag über Die Naturheilmethode" sprach. unterstüßen find. Folgender Antrag gelangte aur Abstimmung: Morgens 8 Uhr Versammlung, nach dem ein Ausflug, am Abend An der sich anschließenden Diskussion betheiligten sich die Kollegen Zur Berhandlung wird eine Deputation von drei Mann ger allgemeine Feier in zwei Lokalen. Unter Vereinsangelegenheiten Blogis, Blum, Wustrow, Ulbricht, Scholz, Seibt und Münch, wählt, welche unter Zuziehung des Vertrauensmanns der Firma wurde den Kollegen empfohlen, zur befferen Agitation in jeder theils im Sinne des Referenten, theils die Gegenansicht ver M. H. Bodenstein folgende Punkte unterbreitet; 1. Berbesserung Werkstatt einen Bertrauensmann zu wählen. Ferner gab Kollege tretend. Unter Vereinsangelegenheiten giebt Rollege Riebiger des Lohnes, 2. Sonnabends um 5 Uhr Feierabend und AusSchenk bekannt, daß sich am 1. Mai Morgens 7 Uhr die Holz bekannt, daß am 1. Mai, Vormittags 10 Uhr im Versammlungs- ahlung des Lohues auf der Arbeitsstätte zur selben Zeit, 3. Ver arbeiter im Arbeits- Nachweis einfinden mögen, um so gefchloffen lokal Süd- Ost", Waldemarstraße 75, eine öffentliche Berfamm- meidung der Ueberstundenarbeit, 4. strenge Durchführung der nach der Versammlung zu gehen. Zie regelmäßigen Vereins- lung stattfindet. Kollege Wufirow theilt mit, daß er in seiner Neunstundenarbeit. Diesem Antrage stimmten die zahlreichen versammlungen finden bis Oktober er. immer am Dienstag nach Strafsache, welche er sich durch eine Aeußerung zugezogen hat Kollegen sämmtlich bis auf sechs bei. dem 13. im Monat statt. anläßlich des Streifs in der Pianofabrik von Echleijer u. Komp., vom Kammergericht in 3. Instanz zu 4 Wochen Gefängniß verurtheilt worden sei. Der Borsigende giebt noch bekannt, daß bie Vereinsversammlung Sonnabend den 19. Mai stattfindet. " " Wabnik und Frau Ludwig. Die Versammlung nahm eine Refolution an, recht eifrig im Sinne des Antrages zu agitiren. Nach Aufnahme einiger neuer Mitglieder fand die Versammlung gegen 12 Uhr ihren Schluß. " Die Bürsten und Pinselmacher hielten am 26. April bei Der Verband der Geschäftsdiener, Packer und BerufsBolk, Alte Jakobstraße 75, eine große Versammlung ab, in der genoffen bielt am 24. April in Hinsel's Salon eine Wandersie sich mit dem Streit in der Bürsten- und Pinselfabrik von M. Pfennig, Köthenerstraße 35, beschäftigten. Wie der Ver versammlung ab.„ Warum organisiren sich die Arbeitiger zu Der Jutereffenverein der Kiftcumacher hielt am 28. April trauensmann der Berliner Holzarbeiter Wiedemann mittheilte, dieses Thema sprach der Genosse Thieme unter Zuftimmung der Bersammlung. An der Diskussion betheiligte fich feine Generalversammlung ab. Der Saffirer verlas die Abrech- haben dort in voriger Woche die Arbeiter eine geringe Lohnder Kollege Münch. Sodann giebt der Vorsitzende bekannt, daß nung vom I. Quartal. Dieselbe wies eine Ginnahme von erhöhung verlangt; auf die abschlägliche Antwort haben sämmtom 1. Wiai, Bormittags 11 Uhr, eine Versammlung aller im 115,80 9. auf, der eine Ausgate von 87,20 M. gegenübersteht. liche Stollegen( 10) die Arbeit niedergelegt. Der Unternehmer Handelsgewerbe Angestellten stattfindet. Am 3. Mai( Himmel- Das Baarvermögen beträgt 430,87 m. Hierauf wurden folgende lehnte zunächst jede Unterhandlung rundweg ab, da aber seine fahrtstag) ist eine Partie nach Grünau in Aussicht genommen. Kollegen in den Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender Märten, Aufträge drängen und Streitbrecher sich nicht fanden, so hat er 2. Borsigender Schwanherz, 1. Schriftführer Dentler, 2. Schrift- inzwischen die Einigung selbst angeboten. Der Fabrikant, der Eine große öffentliche Versammlung aller im Gaft führer Stechert, 1. Kassirer Haute, 2. Kassirer Jerzenbowsky, bisher nur in Lohn" arbeiten ließ, glaubt, daß einige seiner wirthegewerbe Angestellten tagte am 24. April Nachmittags Eckert, Berndt und Beyer, Revisoren. Am 15. Juli findet eine Arbeiter die geforderte Lohnerhöhung nicht verdienen, sonst würde im Grand Hotel Alexanderplatz", um Stellung zu nehmen zu Dampferpartie nach Hantel's Ablage statt, am Himmelfahrtstage er sie gern bewilligt haben. Er will nunmehr in Affort" einer Lohnbewegung in dieser Saison. Das einleitende Neferat eine Herrenpartie nach Johannisthal, Treffpunkt Morgens 7 Uhr arbeiten lassen und bierdurch den Beweis führen. Die Arbeiter war dem Gastwirth Martin Herzberg übertragen. Bezug an der Schlesischen Brücke. haben sich bereit erklärt, unter Zugrundelegung der bei der nehmend auf die Erfolge der 1889er Bewegung erklärte der Firma Heidenreich eingeführten Affordsäße, diesen Beweis Redner, daß damals die Verhältnisse andere waren wie heute; Der Frauen und Mädchen Bildungsverein( Filiale zu erbringen, werden aber, geftüßt auf die Erfahrungen der gegenwärtig fei wenig Aussicht, aufzustellende Forderungen Nord) batte am 25. April Vereinsverfammlung im Viktoria Alfordfäße, bei günstiger Ronjunktur sofort wieder die Forderung durchzusetzen, da es an einer starten Organisation feble; er rathe garten, Badstr. 12. Auf der Tagesordnung stand ein Referat auf Beseitigung der Attordarbeit erheben, falls sich ergiebt, daß deshalb von einer Lohnbewegung vorläufig noch ab. Durch des Genossen Adler über: Die Frau und die Gewerkschaft". fie schädigend für sie wirkt. Die Arbeit ist am Donnerstag wieder eifrige Agitation sei vorerst der Verein zu erstarten, um zu Der Referent hob in seinem Vortrag besonders hervor, daß die aufgenommen worden; die provisorische Akkordarbeit soll Montag geeigneter Zeit Forderungen mit Nachdruck erheben zu können; er Solidarität des Arbeiters und der Arbeiterin am besten ihren beginnen. In der Diskussion sprachen sich verschiedene Redner anerempfehle folgende Resolution: ie heutige Versammlung erklärt Ausdruck finde in der Betheiligung beider an der Gewerkschafts- fennend über das solidarische Verhalten der Streifenden unter sich, als es für eine Hauptaufgabe, den Verein Berliner Gastwirthsgehilfen bewegung. Es müsse von Genossen und Genossinnen erkannt auch das der Arbeitslosen aus. Ein Zugereifter, der in Undurch Beitritt zu unterstüßen, denn nur einer starten Organi werden, daß wir nur so zu dem von uns erstrebten Ziel gelangen fenntniß der Verhältnisse dort Arbeit nahm, legte sie sofort Der fation ist es in Zukunft möglich, einen festen Tarif durchzufezen." fönnen. Bei der hierauf erfolgten Ersagwahl der Schrift nieder, als er über den Sachverhalt unterrichtet wurde. Hierauf wurde folgende, von Ströhlinger beantragte Resolution zur führerin wurde Frau Ludwig gewählt. Zu Verschiedenem gab schnelle Erfolg des Ausstandes sei nur dem Bertrauen auf die Distuffion gestellt: Die am 24. April im Grand- Hotel Alexander Frl. Löwenherz die Anregung, bie Mitglieder der Filiale sollten Organisation, den Holzarbeiter- Verband", dem die Streifenden play tagende öffentliche Versammlung der Kellner, Köche und Berufs im privaten Leben Anknüpfungspunkte zu Arbeiterinnen suchen, sämmtlich angehören, zuzuschreiben. Täglich bot die Polizei dem genossen beschließt: In anbetracht der augenblicklich schlechten sie über ihre eigene Klassenlage auftlären. Kurze schriftliche oder Fabrikanten ihren Schußz an, dessen er bei der guten MannesGeschäftslage, und in anbetracht, daß von dem Verein Berliner auch mündliche Berichte über die Thätigkeit seien dann erwünscht. zucht der Streifenden aber gar nicht bedurfte. Durch einstimmige Gastwirthe gehilfen der in früheren Jahren feftgefeßte Tarif Es sprachen hierzu die Genossen Ruhl und Adler, Fräulein Annahme einer Resolution drückte die Versammlung den nicht mehr innegehalten wird, auch fast alle anderen Berufs Pfennig'schen Kollegen ihre Sympathie aus und verpflichteten vereine gemeinsam mit den Kommissionären, ohne Rücksicht auf fich die Anwesenden, soweit es noch nicht geschehen, sich unver den Tarif unter allen Bedingungen placiven, sodaß eine züglich dem Holzarbeiter Verband" anzuschließen. Als TreffErhöhung des Tarifs ohne Aussicht auf Erfolg sein würde, find punkt, von wo aus sich die feiernden Bürsten- und Pinselmacher bis auf weiteres folgende Minimal- Lohnfäße festzusetzen: 1. Für am Vormittag des 1. Mai nach der Versammlung der Arbeiter Kellner, feste Stellen, Lohn nicht unter 20 m. pro Monat, Der Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält in der Holzindustrie begeben, wurde Bolt's Garten( früher 2. Für Aushilfearbeiter des Sonntags nicht unter 3 M. uiffe der Töpfer und Berufsgenossen tagte am Feuerstein), Alte Jakobstraße 75, bestimmt und im Uebrigen auf Wochentags nicht unter 2 M. Pfingstfeiertage 1. und 2. 25. April. Das Referat hatte Genosse Sassenbach übernommen, die Beschlüsse der öffentlichen Holzarbeiter- Versammlung vom nicht unter 5 M., der 3. wird wie Sonntag( 3 M.) berechnet. Der in einem beifällig aufgenommenen Vortrage über„ Die 9. April( in den Arminhallen) verwiesen. Vei Arbeiten außerhalb der Weichbildgrenze Berlins hat der Ar- Innungen" sprach. Sodann erfolgte die Quartalsabrechnung: beitgeber das Fahrgeld zu bezahlen. Die Werfammlung erwartet, 148,18 M. Dem Werein find 54 Kollegen beigetreten. Auf An- Bildungsverein einberufene öffentliche Bersammlung. Ginnahme 1065,75 W., Ausgabe 1354,44 m., Kassenbestand Ju Johannisthal tagte am 20. April eine vom ArbeiterGenosse trag des Kollegen John wurde dem Genossen Hoffmann Bäyel referirte über das Thema:" Die Ziele der Sozialdemo nalismus. Das ist eine Lehre mehr, die die Nothwendigkeit die Ausarbeitung Broschüre betreffend Lohnfrage fratie." Dem beifällig aufgenommenen Vortrage folgte eine kurze erweist, daß das Proletariat in internationalem Zusammen übertragen. Die zugereisten Kollegen erhalten am 1. Mai eine Diskussion, in der Litfin die Ausführungen des Heferenten in Unterstützung von 3 M. Da das Entfenden eines Vertrauens einigen Punkten ergänzte. Der zweite Punkt der Tagesordnung: schluß Gemeinsames zu erstreiten, gemeinsame Aufgaben zu mannes von jedem Bau nach dem Arbeitsnachweis an jedem Stellungnahme zur Lotalfrage", brachte nach lebhafter Debatte lösen habe. Und die Lehre kommt zu rechter Stunde. Sie Sonnabend behufs Angabe, ob nach dem Lohntarif bezahlt wird, ben Beschluß der Lokalkommission, alle Lokale frei zu geben und trifft ein, da fich das Proletariat zur gemeinsamen Maifeier sowie zur Entgegennahme der Beiträge sehr nachlässig befolgt nur das von Kleinschewski zu sperren, zur Annahme, wobei rüstet. Nichts trennt den Arbeiter, frohnde er im Dienste und der Name des Austouleurers häufig nicht angegeben wird, hauptsächlich das Berhalten der Berliner Ausflügler scharf gedes ländlichen oder des industriellen Besitzes oder friste er ersucht der Vorstand nochmals, eifriger sich dieser Sache an tabelt wurde. Zur Maifeier wurde nach längerer Debatte bes sein Leben in geistiger Thätigkeit, im Kampfe gegen den zunehmen, damit Vertrauensmänner Versammlungen stattfinden fchloffen, dieselbe am Abend des 1. Mai im Bischoff'schen Lokale Mammonismus. Man hat die Maifeier auch auf freifinnig fönnen und alle Nebelstände, welche auf den Bauten herrschen, in Baumschulenweg abzuhalten. Folgende vom Genossen Weber bürgerlicher Seite eine thörichte Demonstration genannt. besprochen werden. Der Arbeitsnachweis bleibt am 1. Mai ge eingebrachte Resolution fand einstimmige Annahme: Die Ver sammlung erwartet von den Genossen, daß sie, wenn irgend Man hat sich und den Seinen in der Herzensbeklemmung schloffen. Muth zugesprochen und ausgerufen: Das Proletariat proEine öffentliche Versammlung der Barbiere, risenre möglich, die Arbeit am 1. Mai ruben laffen; andernfalls ertlamirt einen Weltfeiertag und hat boch feinen Weltfieg nub Perückenmacher fand am 26. April statt. Zur Berhanbarten wir beſtimmt, daß die Genossen die Versammlung am besuchen. errungen. Hinfälliger Selbsttrost! Als könnte man einen lung fand die Stellungnahme zu dem am 28. und 29. Mai nach fortschreitenden, moralischen Siegeszug messen, wie man Berlin einberufenen Kongreß. In furzer Einleitung legte der Mariendorf. Bei der am 22. April abgehaltenen GeneralGewinn und Verluft nach einer Feldschlacht abzählt. Einem Referent, Kollege Pobo B. die Nothwendigkeit und Beschickung versammlung wurden folgende Genossen in den Vorstand geEedaufeste etwa ist die Maifeier in nichts verwandt. Sie nimmt des Kongresses llar. Redner plädirte dafür, die Berliner Kollegen wählt: Duvinage, erster Vorsitzender, Senger, zweiter zwei den Grund zur Weiheftimmung nicht aus einer wirklichen durch givei Delegirte vertreten zu laffen. Folgende Anträge Vorsitzender; Schulz, erster Schriftführer, Krüger, zweiter den Grund zur Weiheftimmung nicht aus einer wirklichen wurden zur Diskussion gestellt: Antrag Liere: In Erwägung, Schriftführer; Hilpert, erster Kassirer, Mann, zweiter oder vermeintlichen Großthat der Vergangenheit her; sie will daß es nothwendig ist, eine planmäßige Agitation unter den Be- Kassirer; Dito, Bibliothekar; Wolff und Thalheim, das Behagen nicht wecken, das jenen Mann befällt, rufskollegen zu entfalten, beantrage ich auf dem Kongreß einen Beisiger; Apelt, Koch und Sopp, Nevisoren.- Behufs der auf seinen Lorbeern auszuruhen gedenkt. Die Maifeier Vertrauensmann für Deutschland zu wählen. 2. Antrag Stellungnahme zur Maifeier wurde beschlossen, am 1. Mai, giebt der frohen Genugthnung darüber Ausdruck, daß es Boboß: Beautrage, daß der Redakteur des Fachorgans:„ Der Abends, bei Teutschbein in Marienfelde eine Versammlung ab= gelang, die Geifter von Millionen, die über die zivilifirte Kundschafter" so bald als möglich besoldet wird. In Erwägung zuhalten. Die Genossen werden ersucht, recht zahlreich zu er Erde zerstrent sind, wachzurütteln. Aus dieser Genug- ferner, daß der Verband mur im Stande ist, mit genügenden fcheinen. thuung sollen die Feiernden neue Kräfte schöpfen, um den Geldmitteln eine träftige Agitation entfalten zu können, beauftragt die Bersammlung die Delegirten, auf dem Kongreß für Er- Spandau. In einer Versammlung sämmtlicher Gewerkharten Ringkampf um eine bessere Zukunft fortsetzen zu höhung der Beiträge von 15 Pf. auf wöchentlich 20 Pf. zu schaften, die hier am 26. April tagte, referirte Genosse Faber Lönnen. Einem mächtigen, Nationen umfaffenden Rütli Rimmen. 3. Antrag Neumann: Beantrage die Delegirten in einem beifällig aufgenommenen Referat über„ den Nugen der bund ist die Maifeier vergleichbar. Sie soll die Ge- zu beauftragen, auf dem Kongreß dahin zu wirken, daß die Gewerkschaftsorganisation". Die Diskussion bewegte fich im müther sammeln und vorbereitei helfen, die Thaten zu Agitation für Verkürzung der Arbeitszeit, gemäß§ 120e der Sinne des Referats. Betreffs der Maifeier gelangte folgende vollführen, die zur gedeihlichen Entwickelung der Kultur- Gewerbe- Ordnung in ganz Deutschland energisch betrieben wird. Resolution zur Annahme: Menschheit nothwendig sind. Wer über die Maifeier 4. Nejolution Starosion: In Erwägung, daß mit Be Die öffentliche Versammlung fämmtlicher Gewerkschaften ipötteln will, als sei sie ein Schüßenfest auf friedlicher seitigung des Trucksystems eine Aufbesserung des Lohnes ver- Spandau's beschließt, daß alle diejenigen, welche nicht in der Bogelwiese, mag seine Lust am wohlfeilen Gespötte büßen. bunden ist, sowie nach Beseitigung des Trucksystems die Ge- Lage find, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen, von ihrem hilsen unabhängiger vom Meiner sind, ersuchen die Berliner Arbeitsverdienst 10 pCt. an den Vertrauensmann abführen. Er fenut fein Biel, keine Zukunft, die heißen Ringens in Stollegen den Kongreß, eine Resolution dahingehend anzunehmen. Diese Gelder sind in den Werkstätten, Fabriken, und auf den der Gegenwart werth wäre; er lebt nur der Erinnerungen es jedem Einzelnen zur Pflicht zu machen, in seinem Zweig Bauplägen von einzelnen Cenoffen zu sammeln. an vergangene Kämpfe, ein echter Mann der Vergangenheit. verein mit aller Energie für Beseitigung des Trucksystems zu Alpha. agitiren. 5. Antrag Liere: Beantrage den Kundschafter" einer Sieben Fuglellen: Der Arbeitsvertrag. Box Rich. Lipinski. 60202* 1 B Groß- Ottav 32 Seiten. Preis 20 Pfennige. Porto 3 Pf. Juhalt: Der Arbeitsvertrag. Das Lohnverhältniß. Die Lösung des Arbeitsverhältnisses. Das Zeugniß. Das Klageverfahren. Nachwort. Uhrmacher, Mufit- Inſtrumente. Emil Tiersch, Brunnenstr. 18, etten Alle Blas, Streich- u. Schlag- Instru ( neben Greifenhagen) mente, Spieldosen zum Drehen u. felbit Grosses Lager aller Arten Uhren, Goldwaaren und Ketten spielend, Musik Automaten fertigt Aug. Kessler, Lauftkerftr. 51. au soliden Preisen. Reparaturen unter Garantie! 5450L* = ! 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Martens' Säle, Anfang 4 Uhr.- Entrée nach Belieben( Tellersammlung). Adlershof- Alt- Glienice u. Umgegend. Charlottenburg- 236 Friedrigstraße 236. KOS Mai- Feier Dienstag, den 1. Mai 1894, Dieuftag, den 1. Mai, in Wölftein's Luftgarten, Adlershof Großes Arbeiter- Maifest Anfang 4 Uhr. Eintrittsgeld inkl. Tanz 20 Pf. Großes Instrumental- Konzert. Volksversammlung. Abends 7/2 Uhr: Vortrag 480/7 Der 1. Mai und das Proletariat. Ref.: Th. Glocke. Gesangs, fowie humoristische Vorträge und Tanz. Um recht zahlreichen Besuch bittet Das Komitee. Achtung. Friedrichsberg. Achtung. Dienstag, den 1. Mai, Abends 8 Uhr: Grosse öffentliche Volksversammlung im Saale des Herrn Spitig, Franks. Allee 193. Fest Vortrag des Genossen Mäther- Berlin. Nach dem Vortrag: Kommers. Entrée 15 Pfg. Mai- Feßzeitung gratis. in der Gambrinus- Brauerei, Wallstraße Nr. 94 und auf Bismarckshöhe( Saal), Wilmersdorferstraße 39. ( Garten und Saal) Vokal- und Juftrumental- Konzert, Humoristische Vorträge. Lebende Bilder. 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Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße . Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 99. Sonntag, den Z9. April 1894. 11. Jahrg. GevilfttSrBeikung. Gewerbegericht. Kammer VI. Vorsitzender: Assessor Leo. Mehrere Prozesse gegen den Inhaber einer Weinhandlung, F l e s s e r, wurden durch Vergleiche beendet. In einem der- selben kam die Rede auf eine Einrichtung im Geschäft des Ve- klagten, die allgemeines Kopfschütteln erregte.„Putzrage" nannte der Kläger, ein Kellner, solche Tage, die auf Festlichkeiten im R.staurant des Aeklagten folgen und dem Kellner die liebliche B.schäfrigung des Geschirrreinigens bringen, wre auch— jeden- falls als Ausgleich für diese angenehme Thätigkeit— keinen V e r dienst. Der Beklagte gab an, nicht schuld zu sein an dem Bestand unbezahlter„Putztage" in seinem Geschäft; der ihn de- dienende Agent, Reckow, habe dieselben in die Arbeirsbedingungen beim Engagement aufgenonimen. Beklagter versprach dem Ge- richlehof, fortan die Putztage zu beseitigen bezw. sie den Be- t heiligten zu bezahlen.— An diesem Beispiel können die Angestellten des Gastwirthsgewerbes ersehen, wienolhmendigesist.sich die Stellen- vcrmittelungs-Agenten vom Halse zu schaffen und für unabhängige Ardeit-vermitlelungen einzutreten, d. h.sich den Organisationen an- zuschließen, die auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehen. Ter Nestaurateur Fredrich hielt sich für berechtigt, einen Hansdiener ohne Aufkündigung zu entlassen, weil derselbe— er war bei dem„Brotherrn" in Kost und Logis— nicht zu der Zeit an den Ausgehetagen nach Hause kam, zu welcher er gemäß den Anordnungen F.'s kommen sollte. Der Vorsitzende des Gerichts belehrte den von zenem Hausdiener um Lohn- entschädigung beklagten Fredrich, daß das spätere Ausbleiben des Klägers nach. der Gewerbe-Ordnung kein Grund zur Ent- lasfung vor Ablauf der vertragsmäßigen Frist sei, worauf F. die auf Anrathen des Vorsitzenden um einige Mark verringerte Klagesumme freiwillig zahlte. Kammer III. Vorsitzender: Assessor Loh meyer. Sitzung vom 24. April. Unter folgender Begründung verlangt der Töpfer H. vom Bauunternehmer K o h n 72 M. Lohnentschädigung und 6 M. rückständigen Lohn. Er habe von einem Komptoiristen des Be- klagten den Auftrag erhalten, aus einem Bau in Pankow die Töpferarbeiten zu bestimmten Preisen anszuführen. Ihm sei das Recht zugestanden worden, sich Hilfskräfte zu nehmen, um die Arbeiten rechtzeitig fertigzustellen. Für das Auskolleuren und sonstige„Nebenarbeiten" hätte er 2 M. pro Woche extra erhalten sollen; unter den Nebenarbeiten sei auch die Regelung der Kranken- und Jnvaliditäts- Versicherung, für sich und für die ev. Hilfskräste, inbegriffen gewesen. Als er an dem dazu festgesetzten Tage nach Pankow gekommen sei, sich von Kohn die Arbeiten anweisen zu lassen, habe er sich nur davon über- zeugen können, daß die Stelle anderweitig vergeben war. Die L M Lohn beanspruche er von Kehn, weil er das Geld einem von ihm angenommenen Arbeiter für im Interesse der Beklagten ge- leistete Arbeiten schulde. Tie 72 M. Lohnentschädigung verlange er für die ungerechtfertigte Entlassung. Der Beklagte läßt durch seinen Vertreler den Einwand der Unzuständigkeit des Gerichts erheben. Kläger sei, führt derselbe aus, nicht Töpfer, sondern selbständiger Unternehmer. Außerdem bestreitet der Herr, daß mit dem Kläger überhaupt ein festes Abkommen getroffen sei.— Ter Zeuge I., der oben erwähnte Komptorist, jetzt nicht mehr in den Diensten Kohn's, sagt aus: Von Kohn habe er eines Tages einen Zettel erhalten, worauf geschrieben stand, die Ar- beilen(die Töpkerarbeiten in Pankow) müßten sofort ver- geben werden. Da er solche Austräge öfter für Kohn erledigt hätte, habe er einen(bei den Akten befindlichen) Brief an den Kläger geschrieben, diesem die Arbeiten übertragend. Auf Befragen meint Zeuge, er habe den Kläger für einen selbständigen Meister gehalten; daß derselbe— was zu- gegeben wurde— kurz vor jenem Auftrage für Kohn unter einem Meister als Töpfer gearbeitet, habe er nicht gewußt. Das Gericht verurtheilte den Beklagten zur Zahlung von 72 M. Gründe: Durch das Zeugniß des I. sei festgestellt, daß er im Komptor des Beklagten beschäftigt gewesen und aus grund eines Zettels, den er von diesem erhallen, an den Kläger die be- wußten Arbeiten vergeben habe. Aus dem bei den Akten liegen- den Brief des Zeugen, in welchem die Arbeitsbedingungen an- gegeben seien, gehe nicht hervor, daß der Kläger als selbständiger Unternehmer gearbeitet habe. Ausdrücklich stehe mit bezug auf den Kläger darin:„--- und verpflichten Sie sich jeder- zeit Meine» Wünschen zu unterwerfen". Wenn Kläger(was er in der Klagebegründung bereits ausführte) auch die ge- sammten Töpferarbeiten des Baues zu bestimmten Stück- preisen mit Hilfe anderer Töpfer auszuführen übernahm, so sei er doch nur als derjenige anzusehen, welcher die Be- dingungen für sich und die Gehilfen feststellte, die er im Austrage des Beklagten annehmen sollte.— Der Ver- trag mit dem Kläger sei deshalb als gillig angesehen worden, weil I., der Auftrageber H.'s nach Annahme des Gerichts als Vertreter des Beklagten handelte. Da dem Kläger die Arbeiten entzogen wurden, habe er mit Recht die Lohnentschädigung fordern können. Tie 6 M. für eine» zweiten Arbeiter einzuklagen, wäre der Kläger nur berechtigt gewesen, wenn er demselben die Summe gezavlt hätte. Er selbst gebe zu, die 6 M. nur dem andern schuldig zu fein. Derselbe müsse sehen, wie er von Kohn das Geld bekomme. Kammer L Vorsitzender: Assessor Hellwig. Sitzung vom 25. April. Der Schneider P., welcher bei dem Schneidermeister Hoff- mann„auf Akkord" gearbeitet harte, klagt gegen diesen u. a. auf Zahlung einer vierzehntägigen Lohnentschädigung und einer solchen sür vier Tage, die er„aus Arbeil" hatte warten müsse». Im Laufe der Verhandlung wurde festgestellt, daß der Kläger die vierzehntägige Entschädigung deshalb beanspruchte,„weil er gezwungen gewesen sei, wegen zu geringer Beschäftigung die Stellung bei H. aufzugeben". Ferner wurde festgestellt, daß nach den vier beschäftigungslosen Tagen, welche der Kläger bezahlt verlaugt, dieser ruhig beim Beklagten weiter gearbeitet hat.— P. wurde mit der Klage abgewiesen. Gründe: Bezüglich der 4 entschädigt verlangten Tage habe das Gericht angenommen, dieselbe könne der Kläger deshalb nicht bezahlt verlangen, weil sein bedingungsloses Weiterarbeilen einem E i nv e r st ä n d n i ß mit dem Aussetzen— Warten— gleich komme. Eine Entschädigung dafür, daß er wegen zu geringer Beschäftigung(in Akkord) gegangen sei, könne er eben- falls nicht beampruchen; mit dem Aufgeben der Arbeit beim Be- klagten habe er nur von einem Recht Gebrauch gemacht. Slus dem Reichsgericht. Ein Hamburger Schiff unternahm vor«inigen Jahren eine Fahrt nach dem Rothen Meere. Für die Schiffsmannschaft waren eine Anzahl Leute engagirt worden, welche, um nur freie Fahrt zu erlangen, sich zur Uebernahme aller nothwendigen Arbeiten verpflichteten. � Da sie in diesen Arbeiten meist Neulinge waren, so kam es häufig vor. daß sie irgend etwas versahen und sich Rügen seitens ihrer Vorgesetzten zuzogen. Einer der An- gemusterten, der als Trimmer mehrere Stunden im Kesselräume zu thun hatte und wegen der unerträglichen Hitze die Kräfte n»-t r.r ru—�-- �chiff�ingenieur Heinrich Fendt aus Hamburg körperlich mißhandelt. Ter Mann bekam bald darauf einen Hitzschlag und starb auf Deck. Daß sein Tod eine Folge der erlittenen Mißhandlung gewesen wäre, ist nicht festzustellen gewesen. Fendt wurde am 19. Februar dieses Jahres wegen Mißbrauchs der Disziplinargewalt auf grund der See- mannsordnung zu 4 Monaten und einer Woche Gefängniß verurtheill.— Die von ihm eingelegte Revision wurde vom Reichsgerichte verworfen weil die Beweisanträge, deren Nichtberücksichtigung gerügt wurde, in der Hauptverhand- lnng nicht wiederholt worden waren und weil die sonstigen Rügen sich ebenfalls als grundlos erwiesen.— Beschränkung der Vertheidigung. Der vom Landgerichte Hannover am 16. Februar wegen Diebstahlbegünstigung zu drei Monaten Gefängniß verurtheilte Arbeiter Karl Asche rügte in seiner Revision, daß er zwar auf den veränderten rechtlichen Gesichtspunkt hingewiesen worden sei, aber nicht Gelegenheit er- halte» habe, sich daraufhin zu vertheidigen, da laut Protokoll gleich nach dem Hinweise das Urtheil verkündet worden sei. Das Reichsgericht erkannte auf Aufhebung des Urtheils, da der Hinweis zwecklos sein würde, wenn dem Angeklagten nicht Ge- legenheit gegeben werde, sich auf die veränderte Anklage hin zu vertheidigen.— Der Vorstand des deutsch-sozialen Wahl- vereins in N o r d h a u s e n. Dr. R., hatte einen Gasthof in Sollstedt zu einer politischen Versammlung ge- mielhel. In derselben erbat auch der Wortführer der Sozial- bemokraten, Theodor Glocke ans Berlin, das Wort. Dieses wurde ihm schließlich, da seine Ausführungen den Ordnungs- männern an den Kragen gingen, entzogen. Dr. R. forderte nun- mehr die Sozialdemokraten auf, den Saal zu verlassen. Da man der Aufforderung nach Ansicht der Einberufer nicht schnell genug Folge leistete, wurde ein Gendarm herbeigerufen. Mit diesem gerieih auf der Treppe der Tabakspinner Wilhelm Lucius aus Nordhaus en, einer der Sozialdemokraten, in Konflikt. Die Folge davon war, daß Lucius am 7. Februar vom Landgericht Nordhausen wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt(g 113 St.-G.-B.) verurtheill wurde. In demselben Verfahren wurde Glocke wegen Hausfriedensbruchs verurtheill.— Die nur von Lucius eingelegte Revision wurde vom Reichsgericht als un- begründet verworfen. Das Reichsgericht nimmt zu der modernen Zivilisation bekanntlich zum Theil eine Stellung ein, die selbst das Kopf- schütteln der Kreise erregt, die im übrigen an der Erhaltung der heutigen Gesellschnst vollauf interessirt sind. Besonders scharf hat der höchste Gerichtshof diesen Gegensatz namentlich in seiner Stellung zur Presse markirt, der bekanntlich so ziemlich in allen Fällen der Schutz des von der Wahrung berechtigter Interessen handelnden§ 193 des Strafgesetzbuchs verweigert wird. Einen neuen Beleg hierfür hat das Reichsgericht in seiner Sitzung vom 27. April gegeben, in der die Revision des Staatsanwalts gegen ein freisprechendes Urtheil zur Verhandlung stand, das das Land- gerächt 1 in Berlin in einer Anklage gegen den Rechtsanwalt Dr. Korn in Berlin und den Redakteur vom„Berliner Tage- blatt" Harich gefällt hatte. Es handelte sich um den bekannten Fall, daß ein Kriminalbeamter eine Frau auf der Straße aufgegriffen hat, weil er sie des Verstoßes gegen die sitlenpolizeilichen Vorschriften verdächtig hielt. Diese Angelegen- heit, die im„B. T." veröffentlicht wurde, hatte eine» Strasan- trag des Polizeipräsidenten zur Folge. Das Landgericht 1 er- kannte jedoch auf Freisprechung, da bezüglich des Rechts- anwalts Dr. Korn angenommen wurde, daß er berechtigte Jnter- essen wahrzunehmen geglaubt habe und daß ihm sowohl die Ab- ficht als auch das Bewußtsein der Beleidigung gefehlt habe. Aehnliche Gründe waren für die Freisprechung des Dledakteurs Harich maßgebend. Das Reichsgericht erkannte auf Auf- Hebung des Urtheils und vernies die Sache an das Land- gericht 11 in Berlin. Berechtigte Interessen hätte Korn, so wurde ausgeführt, nicht wahrgenommen, auch kein individuelles Interesse. Betreffs des Mitangeklagten Harich seien die Gründe des landgerichtlichen Urtheils gänzlich ungenügend. Wenn das Landgericht dem Redakteur eine besondere(!) Stellung ein- räume, so trete es in Widerspruch zu der betreffenden Praxis des Sieichsgerichts. Anarchistenprozeß. In Paris wird seil einigen Tage» gegen den Bombenwerfer Henry verhandelt. Aus den Gerichtstisch sind Kleidungsstücke, mehrere Bomben, ein Dolch und Dynamitpatronen niedergelegt. Auf Befragen des Präsi- deuten erklärte Henry, er habe zur Verübung des Attentats deshalb das Hotel Terminus gewählt, weil dort viele Bürger verkehren. Er habe zuerst das Cafo Paix oder?lmericain für sein Vorhaben ausersehen, dort seien aber zu wenig Gäste vor- banden gewesen. Die Zündschnur habe er mit einer Zigarre angezündet. Henry sagte dann weiter wörtlich:„Ich ver- achte nicht mein Leben, sondern das der Bürger. Ich habe»nch retten wollen, um am anderen Tage das Schauspiel wiederholen zu können. Hätte mein Revolver sunktionirt, wäre ich von Niemand aufgehalten worden. Daß ein Arbeiter verletzt wurde, bedauere ich lebhaft. Ich hatte im vorigen Jahr einen Dolch vergiftet, um einen treu- losen Genossen niederzustechen. Wäre der Dolch mir nicht ent- fallen, würde ich mich unzweifelhaft desselben bedient haben. Ich habe zwar zuerst die Urheberschaft geleugnet, aber jetzt er- kläre ich: Je mehr Bourgeois umkomme», desto besser iit es!" I» dem Prozeß gegen den wegen Gattenmordes zu lebens- länglicher Zuchthausstrafe verurtheilte» Barbier Ziethen hat das Ober-Landesgerichl Köln die Beschwerde des Rechtsanwalts Freudeuthal in Berlin über den ablehnenden Beschluß des Elber- selber Landgerichts, das Verfahren wieder auszunehmen, zurück- gewiesen. Weiler wird hierzu unterm 27. April aus Paris berichtet: Der Angeklagte beschrieb auf Geheiß des Präsidenten die bei dem Alleniar im Cafo Terminus benutzte Bombe. Er weigerte sich, anzugeben, woher er das Dynamit zur Bombe bekommen hatte und versicherte, daß er bei dem Attentat in der Rue des Bons- Enfanls keinen Komplicen gehabt habe. Ueber seine Thätigkeit während des Jahres 1893 und darüber, woher er das Geld zur Anfertigung der Bombe genommen habe, verweigerte Henry die Auskunft. Alle seine Aussagen machte der Angeklagte in höchst prahlerischem, affektirlem Tone. Sodann be- gann das Zeugenverhör. Bei dem Zeugenverhör wurde» zu- nächst die Personen vernommen, welche zur Verhaftung des An- geklagten beigetragen hatten. Der Präsident rühmte besonders den Muth des Polizeibeamten Poisson. Sodann wurden zahl- reiche Personen vernommen, die bei dem Altentat verwundet worden waren; mehrere derselben konnten nur mit Mühe gehe». Der Leiter des städtischen Laboratoriums sagte aus, daß die Explosion im Casö Terminus größeren Schaden angerichtet haben würde, wenn der Deckel der Bombe besser geschlossen hätte. Hierauf wurden die Zeugen bei dem Attentat in der Rue des Bons Enfants vernommen. Die weitere Verhandlung wurde auf morgen verlagt. Soziale UevevlickIkl Der Kongreß der frauzösischeu Grubenarbeiter. Man schreibt uns aus Paris unterm 22. April: Der nach Graissessac(Hsrault-Deparlement) einberufen ge- wesene Bergarbeiter-Kongreß hat nach viertägiger Dauer gestern seine Arbeiten geschlossen. Vertreten waren rund 68 509 Berg« leute. Den Vorsitz führte Abgeordneter Basly, Präsident des Grubenarbeiter-Verbandes von Pas de Calais, welcher ein- leitend den Zweck des Kongresses auseinandersetzte und dessen Programm erläuterte. Da neben den schon auf früheren Kon- gressen diskutirten Fragen diesmal die definitive Konstituirung des Nationalverbandes der Bergarbeiter einen Hauptpunkt bil- dete, verdient es aus der Rede Basly's besonders hervorgehoben zu werden, daß er selber betonte, daß die Gruben- arbeiter von Pas de Calais bisher von keinem Na- tionalverbande etwas wissen wollten, nun aber infolge ihres verunglückten Streiks, wo sie nach 47 tägigem Kampfe kapituliren mußten, zur besseren Einsicht gelangt seien und demgemäß ihren Delegirten den strikten Auftrag ertheilt hatten, diesen Verband herzustellen. Die Diskussion der Statuten des Nationalverbandes ging denn auch glatt von statten. Nur ein Punkt, die Beitragsleistung, rief eine längere Diskussion her- vor. Während nämlich die Delegirten von Pas de Calais den monatlichen Beitrag auf 1 Centime pro Mitglied festgesetzt wissen wollten, verlangten andere Delegirte, daß er aus 2 Centimes fest- gesetzt werde, was denn auch schließlich zum Beschluß erhoben wurde. Zum Generalsekretär des Verbandes, dessen Leitungskomitee aus ebenso viel Mitgliedern bestehen wird, als der Verband Syn- dikate zählt, wurde Rondel, bisher Sekretär des Grubenarbeiter- Verbandes von St. Elieune, ernannt und damit der Nationalverband der französischen Bergarbeiter definitiv konstituirt. Bemerkt sei noch, daß sich der Verbandsausfchuß auf jedem internationalen Bergarbeiter-Kongreß vertreten lassen wird und demzufolge auch den zu Pfingsten in Berlin stattfindenden Kongreß beschicken wird. Die übrigen Punkte der Tagesordnung wurden folgender- maßen erledigt: Bezüglich der P e n s i o n s k a s s e n wurde ausgesprochen, daß dieselben, vom Staat garantirt, jedem Ar- beiter nach 25 jähriger Thätigkeit eine Mimmalrente von 2 Fr. täglich, Sonn- und Feierlage eingeschlossen, zu sichern haben. Nach zehnjähriger ThäligkeU sollen die Arbeiter das Anrecht auf eine im Verhältniß zu ihren Dienstjahren stehende Pension haben. Die Pension sei im Todesfalls der Wittwe bezw. den im Alter unier 16 Jahren stehenden Kindern auszuzahlen und haben die Grubengesellschaften dieselben Beiträge wie die Arbeiter zum Pensionsfonds zu leisten. Bezüglich der Krankenkassen wurde gleichfalls verlangt, daß die Kom- pagnien die gleichen Beiträge wie die Arbeiter hierzu zu leisten haben und daß letzleren im Krankheitsfalle eine Minimalunler- stützung von 2 Fr. täglich. Sonn- und Feiertage inbegriffen, zu gewähren sei. Was die Verwaltung dieser Kassen anbelangt, soll sie einem Komitee anvertraut werden, das zu zwei Dritteln aus Vertretern der Arbeiter und zu einem Drittel aus Vertretern der Unternehmer zu bestehen habe. In bezug auf die Frage der Sicherheitsdelegirten der Grubenarbeiter wurde verlangt, daß das diesbezügliche Gesetz von 1899 dahin abgeändert werde, daß jeder Delegirte 24 Tage im Monate die Gruben zu inspizircn habe, um ihn so unabhängig von den Grubengesellschaften zu machen. Gegenwärtig verwenden sie nämlich nur die Hälfte dieser Zeit zur Inspektion und sind darum, da sie eben nur im Verhältniß zu dieser Zeit honorirt werden, gezwungen, die übrige Zeit als Grubenarbeiter thätig zu sein. Dabei sind sie aber nur allzu sehr der Gefahr aus- gesetzt, entweder ihre Pflichten als Sicherheitsdelegirte nicht allzu strenge zn nehmen oder ihre Arbeit zu verlieren. Dem soll nun durch die Modifizirung des Gesetzes abgeholfen werden. Was den Achtstundentag anbelangt, ging der Kongreß von der Voraussetzung aus, daß die gesetzliche Ein- sührung eines allgemeinen achtstündigen Arbeitstages von der gegenwärtigen Kammer unter keinen Umständen zu erwarten sei und daß darum vor allem dahin zu dringen sei, daß der Acht- stundentag wenigstens für die Bergarbeiter eingeführt werde. In diesem Sinne wurde denn auch ein Beschluß gefaßt und wird Basly im Berein mit seinen Kollegen einen dahingehenden Gesetz- entwurs einbringen. Bezüglich der Maifeier wurde be- schloffen, die Arbeit am I.Mai in allen Gruben ruhen zu lassen, im übrigen aber es de» Syndikaten(Gewerkschaften) überlassen, die Art zu bestimmen, in der sie die Feier begehen wollen. Die letzte Frage, die der Kongreß behandelte, betraf den allgemeinen Streik. Hatte auch ein Delegirter von Pas de Calais, Genosse Beugnet, aus die Gefahren eines solchen Streiks aufmerksam gemacht und auseinandergesetzt, daß das sicherste Mittel, ihre Forderungen zum Durchbruch zu führen, die Besitzergreifung der öffentlichen"Gewalt sei, daß die Arbeiter zu diesem Zwecke so viel Sozialisten als möglich in die Kammer zu entsenden und die öffentliche Meinung durch Entfaltung einer mächtigen Propaganda für sich zu gewinnen haben, hat der Kongreß schließlich dennoch mit 94 gegen 18 Stimmen einen von Basly ausgehenden Antrag angenommen, der dem Berbandskomitee den Auftrag ertheilt, „den allgemeinen Streik, einziges Mittel, die Forderungen der Arbeiter zum Durchbruch zu führen, zu oraanisiren". Den Aus- führungen deS Kongresses zufolge soll dieser Streit jedoch nur in dem Falle proklamirt werden, wenn die Regierung sich weigern ivürde, den Hauptforderungen der Grubenarbeiter, namentlich der Forderung des gesetzlichen Achtstundentages, gerecht zu werden. Mit diesem Punkte war die Tagesordnung erledigt und der Kongreß, nachdem zuvor noch L e n s als nächster Kongreßort bestiniml wurde, unter den Rufen:„Hoch die soziale Revolution J Hoch die Vereinigung der Arbeiter!" geschlossen. Eiu neueS Gesetz über Fabrikiuspektion ist in Ruß- l a n d bestätigt worden. Anstalt 5 Gouvernements wie bisher, sollen nunmehr 18 Gouvernements Fabrikinspektoren erhallen. Die ganze Fabrikiuspektion wird umgestaltet. Dieselbe wird direkt dem Departement für Handel und Manufaktur unterstellt, welches eine neue Abtheilung mit drei Fabrikrevisoren erhält, denen die Ausgabe der Kontrolle der Fabrikinspektoren und die Untersuchung von Streitsällen zwischen Fabrikanten und Arbei- lern:c. obliegt. Endlich wird eine Funktion des Fabrikinspektors der Gouvernementsbehörde für Fabrikangelegenheiten übertragen, nämlich die Erlheilung der Erlaubniß zur Beschäftigung Minder- jähriger(von 12—15 Jahre») an solchen Sonn und hohen Fest« tagen, an welchen die erwachsenen Personen arbeiten. Das Per- sonal der Fabrikinspektion wird von 34 auf 143 Mann gebracht, außerdem werden noch zehn Posten von Fabrikinspektor- Kau- didaten(zur Heranbildung geschulter Fabrikinspektoren) ge- schaffen. Bisher entfielen auf 1 Inspektor 1112 bis 1465 Fabriken— ungerechnet die kleineren Etablissements—, doch war der Inspektor nicht im stände, mehr als 299 bis 249 Fabriken jährlich zu besuchen.— Vorder- Rußland, genannt Germanien, wird, wenn nicht bald ebenfalls reorganisirt und verbessert wird, »och vom Reich der Knute auf dem Gebiete der Fabrikgesetz- gebung überflügelt werden. Als'ein Zeichen des Nothstands ist es jedenfalls an- zusehen, daß nach einer Statistik des Weihnachts-Gepäckverkehrs während des vergangenen Weihnachtsfestes die Zahl der Gepäck- stücke verhältnißmäßig zurückgegangen ist. Von 43 Städten von über 59 999 Einwohnern waren 13 zu verzeichnen, wo trotz der Bevölkerungszunahme die Zahl der beförderten Postkollis eine geringere war, als im Vorjahr. Möbel- Magazin. Eigene Tischlerei. Fr. Janitzkow, NW., Thurmstr. 45. Polsterwaaren. Eigene Werkstatt. 5730L* Größtes Manufaktur- und Modewaaren- Hans des Nordens M. Grünberg, Inhaber: L. N.& A. Jacob.o 7661* Müller- Strasse 181( Ecke Weddingplatz). Halbe Preise! Müller- Strasse 181( Ede Weddingplatz). 1 Verkauf nur gegen Baar zu streng festen Fabrikpreisen. 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Heute Sonntag geöffnet von 7-10, Nachm. von 12-2 Uhr. Die Verwaltung. Gr. Berliner Kunstausstellung Putzer( aurer)! Gr. Ausstellungs- Palast am Lehrter Bahnhof. Die Maifeier begehen wir laut Beschluß der letzten öffentlichen Versammlung durch Ruhenlaffen der Arbeit. Es findet Vormittags 91/2 Uhr in der Brauerei Königstadt, Schönhauser 10-11, eine 3. Mai bis 2. September 1894| Oeffentliche 249/19 Verfammlung mit Frauen statt, in welcher Genosse O. Antrick einen Vortrag über: Die Bedeutung des 1. Mai" hält. Kollegen! Am Dienstag heißt die Parole: Auf nach Königstadt! darf Der Vertrauensmann. Freie Volksbühne. Sentral- Stranken- u. Sterbefaſſe a bit Reiner but festen. Hente, Sonntag, den 29. April, findet für die 4. Abtheilung Nachmittags 2 Uhr eine Borstellung im National- Theater statt. Zur Aufführung gelangt: Wie man wohlthut. Nachher: poiste Michel Perrin. Beginn der Verloosung Uhr. Für die 1. Abtheilung findet Nachmittags 22 Uhr eine Vor stellung im Leffing- Theater statt. Zur Auführung gelangt: Die Kreuzelschreiber von Anzengruber. Beginn der Verloosung 11/2 Uhr. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk. O., Blumenstr. 21. 85/6 Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 29. April 1894, Abends 7 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Versammlung. Referent Herr Dr. Lux über: Soziale Kämpfe im Mittelalter". Nachdem: Gemüthliches Beisammensein. Gäste( Damen und Herrn) sehr willkommen. Der Vorstand. 150/17 Rixdorf! Maifeier! Rixdorf! Dienstag, den 1. Mai, Vormittags 8 Uhr: Oeffentl. Volks- Versammlung bei Runge, Bergstr. 133. A Tagesordnung: 1. Die Bedeutung des 1. Mai. Referent Genosse Fr. Zubeil. 2. Diskussion. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 19162019L Nach der Versammlung: Ausflug. Nachmittags in den Lokalen Runge, Bergstraße 133, und Wiersing, Rnesebeckstraße 76: Großes Vokal- und Inftrumental- Konzert unter Mitwirkung der Gesangv. Melodie und Grüne Eiche( M. d. A.-S.-B.). Lebende Bilder.- Festrede gehalten vom Genoffen Dr. Heymann. Nach dem Konzert: Ball. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 30 Bf. nach. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Die Billets find für beide Lokale giltig. Anfang des Ronzerts 4 Uhr. Entree 20 Pf. Billets sind in den mit Plakaten belegten Lokalen zu haben. Arbeitslose, welche gewerkschaftlich oder politisch organisirt sind, haben freien Eintritt und erhalten die Billets in der Vormittags- Versammlung. Das Komitée. 480/9 Schöneberg. der deutigen Wagenbaner. Montag, den 30. April, Abends 81/2 Uhr, in Stein's Fest- Sälen, Rosenthalerstr. 38( fleiner Saal): daVersammlung sämmtl. Mitglieder v. Berlin und Umgegend. Tagesordnung: Arbeiter- Bildungs- Schule. Lehrplan für das Sommerhalbjahr nilmag Montag • Berathung über Anträge zur Dienstag.. Generalversammlung. Mittwoch 387/9 Um regen Besuch wird dringend gebeten. J. A.: Die Ortsverwaltung Berlin, Bez. 11I. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler u. s. 1. ( Eingeschr. Hilfskaffe Nr. 3, Hamburg). Oertliche Verwaltung Berlin G. Montag, den 30. April, Abends 81/2 Uhr, im Freischütz, Fruchtstr. 36a. Mitglieder- Versammlg. Tages- Ordnung: 1. Vierteljahresbericht. 2. Regelung der Gehaltsfrage. 3. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder ist unbedingt nothwendig. 305/10 Die Ortsverwaltung. Orts- Krankenkasse der im Gewerbebetrieb beschäft. • Donnerstag Freitag. Sonn- 12. u. 4. im Monat abend 1. u. 3. im Monat) 1894. Nord- Schule. Müllerstr. 179a. Nationalökonomie.) Volksthümliche Medizin. Gesezeskunde( spez. Ar beiterrecht). Geschichte( neuere). Deutsch( Logik u.Rethorit) Naturerkenntniß. Diskutir- Uebungen. Südost- Schule. Waldemarstr. 14, Nationalökonomie. Boltsthümliche Medizin. Gesetzeskunde( spez. Ars beiterrecht). Geschichte( ältere). Deutsch( Logiku.Rethorit). Naturerkenntniß. Distutir- Uebungen. Der Unterricht wird des Abends von 8 bis 101 Uhr ertheilt. In größeren Lokalitäten werden in bestimmten Zwischenräumen große Versammlungen abgehalten, in welchen wissenschaftliche Themata's in volksverständlicher Weise behandelt werden. Die Theilnahme an dem Unterricht steht Jedem, auch Nichtmitgliedern, an einem Abend im Semester unentgeltlich frei. Für sämmtliche Lehrfächer werden zu jeder Zeit neue Theilnehmer ( Damen und Herren) aufgenommen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 25 Pf. monatlich. Das Unterrichtsgeld beträgt monatlich für jedes Unterrichtsfach 25 Pf.; für den Sonnabends Unterricht wird fein Entgeld erhoben. Die Bahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt an endstehenden Zahlstellen, deren je eine auch in jeder Schule errichtet ist. Die Zahlstellen find folgende: S. Schöning, Stallschreiberstr. 29. SO. Südostschule, Waldemarstr. 14. Schulz, Admiralstr. 40 a. auf- SW. lente, Handelsleute u. Apotheker. Das Kaffenlokal darf, entgegen unserer gestrigen Bekanntmachung, auf Anordnung der Gewerbe- Deputation am 1.Mai nicht geschloffen werden. Berlin, den 27. April 1894. Der Vorstand. ich Waldemarstr. 36 ein 171b Achtung! Genossen! Biermit bie ergebene Anzeige, daß Schankgeschäft mit Billard eröffnet habe und bemüht sein werde, für gute Speisen und Getränke bestens zu sorgen. Oscar Kottulinsky. Freunden und Genossen empfehle ich mein Weiss- u. Bairisch- Bier. Vereinszimmer ist noch einige Tage zu vergeben. 1616 Rob. Tauchert, Waldemarstr. 16. Dienstag, den 1. Mai 1894, Abends 8 Uhr, Buss' Salon und Garten, in der Schlossbrauerei zu Schöneberg, Hauptstr. 112-114: Große öffentliche Volksversammlung für Männer und Frauen. Tagesordnung: Bortrag: Ueber die Bedeutung des 1. Mai. Referent wird in der Ver480/10 fammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. Pf. erbor Bur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 15 Pf. erhoben, wofür ein Jeder die Fest- Zeitung gratis erhält. Der Vertrauensmann. Groß- Lichterfelde- Tankwik. Dienstag, den 1. Mai, Abends 71/2 Uhr: Gr. Frankfurter- Strasse 88, find noch einige Sonnabende im Sommer zu vergeben. 187b B. Nieft's Festsäle, Weberstr. 17. Empfehle meine eleganten Säle zur fammlungen gratis. Abhaltung von Festlichkeiten und Ver [ 59362* B. Nieft, Weberstraße 17. Empfehle allen Freunden und Genossen des Südostens meinen reichh. Frühstück, Mittags u. Abendtisch zu kleinen Preisen. Große öffentliche Versammlung Franz Gittler, für Frauen und Männer im Lokale des Herrn W. Gries in Giesensdorf. Tages Ordnung: ,, Der 1. Mai und was fordert an ariannenftraße 48. Treptow. Monch's KlosterRestaurant Brauerei- Ausschank 4/10 15 f. diesem Tage das arbeitende Volk?" Referent: Genosse Hermann Gute bill. Rüche, verdeckte Kegelbahnen, Greifenberg. Entree 20 Pf., wofür die Maifest- Beitung gratis verabfolgt wird. E Diejenigen Parteigenossen und Arbeiter, welche den 1. Mai durch Ruhenlassen der Arbeit feiern, werden im Laufe des Nachmittags zu einem gemüthlichen Beisammensein im obigen Lokal erwartet. 480/12 Der Vertraneusmann. Achtung! Rummelsburg. Achtung! Große öffentliche Volksversammlung. Billard, Kaffeeküche. Empfehle den Genossen mein Weißund Bairisch Bier- Lokal nach wie vor. Kl. Vereinszimmer, passend zu Zahlstellen. W. Thierbach, 29386 Friedrichsgracht 16. 168b Grube, Mariendorferstr. 10. Windhorst, Junkerstr. 1. 0. Tempel, Langeftr. 65. 455/18 C. Drescher, Linienstr. 50. Wernau, Rosenstr. 30, N. Nordschule, Müllerstr. 179a. Gnadt, Swinemünderstr. 120. Gleinert, Müllerstr. 174. NO. Mamlock, Barnimstr. 42. NW. Vogtherr, Stephanftr. 27a. Der Vorstand. Die Bibliothek ist allabendlich geöffnet und steht jedem Mitgliede zur unentgeltlichen Benuzung zur Verfügung. Buchhandlung des„ Vorwärts" 2. Beuth- Straße. Berlin SW. Beuth- Straße 2. Soeben ist eingetroffen: Protokoll des Internationalen Kongresses in Zürich Preis 50 Pfs., Porto 5 Pfo. Photographisches Gruppenbild Der Delegirten des Internationalen Kongresses in Bürich. Aufgenommen auf der Insel ufenau. Groß- Quartformat. Preis 5 Mk., Porto 50 Pfg. Trotz der großen Bahl der Delegirten und der badurch be bingten Kleinheit sind die einzelnen Köpfe prächtig getroffen" und scharf und flar herausgearbeitet. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Bahlstelle Berlin.) Bezirks- Versammlungen. Often: Sonntag, den 29. April, Vorm. 10% Uhr, in Fiebig's Salon, Gr. Frankfurterstr. 24. Tages- Ordnung: Westen u. Süd- Westen: Sonntag, den 29. April, Vormittags 101/2 Uhr, in Habel's Brauerei, 1. Vortrag des Genossen Mattutat über: Aus der guten alten Zeit." Ich warne hierdurch Jedermann, 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. Hierzu find meinem Ehemann Albert Derda, die Kollegen der Werkstätten von Klug, Fruchtstraße 32, Zölder& Plathen, Schuhmacher, Louiſenufer 7, zu borgen, Königsbergerstr. 9, Pieper, Weberstr. 52, Bolle, Elifabethstr, 62, Heidemann, Dienstag, den 1. Mai, Abends 71/2 Uhr, bei Herrn Vowinkel, da ich für seine Schulden nicht auftomme. Glisabethstr. 62 und Höning, Elisabethstr. 62, besonders eingeladen. Hauptstraße 83: Auguste Derda. Bettfedern, Daunen, fertige Betten. Gr. Bettfedern- Spezial- Geschäft Don L. Beutler, Berlin. Haupt- Geschäft: Ackerstr. 28. 2. Geschäft: Mariannenstr. 11. 3. Geschäft: Kurfürstenstr. 25. 4. Geschäft: Gr. Frankfurterstr. 42. Hundert Sorten in Bettfedern, Pfund 50 Pf. bis zu den hochfeinsten Qual. Hundert Stand Betten; Stand: OberTages Ordnung: Der 1. Mai und seine Bedeutung. Referent: Genosse Mattutat. Nach dem Vortrag: Gemüthliches Beisammensein. Bur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersuchen Die Vertrauensleute von Stralan und Rummelsburg. 484/5 Genossenschafts- Bäckerei für Berlin u. Umgegend. ( Eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Da wir der Maifeier wegen am 1. Mai kein Brot ausfahren, bitten wir die werthen Kunden sich Tags vorher versorgen zu wollen. 99/1 Der Vorstand. Bergmannstraße Nr. 5-7. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegen. heiten und Verschiedenes. Hierzu sind die Kollegen( auch die nicht organisirten) der Werkstätten von Hermann Gerson und Feldmann& Wegner, Bellealliance 429/12 ftraße 84 besonders eingeladen. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Kur- Bade- Anstalt und Massage 4 bett, Unterbett und 2 Riffen 12 M. bis zu den hochfeinsten Brautbetten, fabel Dampf- und Heißluft- Raßtenbäder, Wannen- und medizinische Bäder. baft billig. von H. Mania, Brunnenstr. 16. 5541L Fuß, Arm- und einzelne Glieder- Bäder Homöopath. Sell- Institut n. 5. Lehre ohne den ganzen Körper zu strapaziren. Lieferant und Masseur sämmtlicher Dr. Hahnemann's, 1 Grüner Weg 41, I. TI Sprechft.: 10-11 u. 2-5, Sount. 8-101 54488* Orts- Krankenkassen und freien Hilfskaffen. Dienstag und Freitag von 1 Uhr ab nur für Damen. Die Filiale nur für Massage ist Thurmstraße 46, 4 bis 5a Uhr. Möbelpolirer! Unsere Maifeier Achtung! Achtung! Charlottenburg. Den Genossen, Freunden und Befannten zur Nachricht, daß mein Zigarrengeschäft am Dienstag, begehen wir durch striktes Ruhenlassen der Arbeit. Es findet früh 1/29 Uhr den 1. Mai geschlossen bleibt und bitte, bei Joël, Andreasstraße 21, eine öffentliche Versammlung mit Frauen statt, wo ein Gesangverein die Feier einleitet und Genosse Battutat einen Vortrag über: Die Bedeutung des 1. Mai für das arbeitende Volk" hält. Nach Schluß der Versammlung: Ausflug nach Echönweide, Haferland's Restaurant ,, Wilhelminenhof". den Bedarf vorher zu entnehmen. A. Sellin, Scharren- u. Wilmersdorferstraßen- Ecke. Achtung! Stoffrefte, 732 M paffend zu eleganten Hosen, Anzügen etc. für die Hälfte des Fabrikpreises im Engros- Tuchlager Hoher Steinweg 11, I. Et. Die Kommiffion hat vollauf Gorge getragen, um den Tag in würdiger Arbeiter- Vertreter- Rein Weise zu begehen und ladet alle Möbelpolirer, Freunde und Genossen mit ihren Damen zu einer zahlreichen Betheiligung ein. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. J. A.: Karl Kurth. Die Arbeitsnachweise- Bureaus Blumenstr. 38 und Oranienstr. 197 bleiben Dienstag, den 1. Mai, geschlossen. Der Vorstand des Verbands der Möbelpolirer. 449/1 Achtung, Maurer Berlins. Große öffentliche Generalversammlung der Berliner Maurer am Dienstag, den 1. Mai 1894, Vormittags 10 Uhr, in Nieft's Salon, Weberstraße 17. Tages Ordnung: Der internationale Arbeiter- Feftag. 445/18 Der Vertrauensmann der Berliner Maurer: W. Uckert. Verein. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die nächste Bersammlung am Mittwoch, den 2. d. Mt., wegen der Maifeier nicht stattfindet. 489/1 Der Vorstand. Die Arbeiter der Möbelfabrik Laden. ப 264b Mein Geschäft befindet sich jeht nur von Louis Hanff& Sohn, machen Bergmannstr. 15, part. am 1. Mai eine 402 Kremser- Partie mit Mufit nach Schildhorn und laden ehemalige Arbeiter. ergebenst dazu ein. J. V. E. Seibler. Die Kasse bleibt des Feiertags wegen am 1. Mai geschlossen. 449/1 Treptow, Nieder- Schönweide, Johannisthaler Borit and der Dris- Krankenkaſſe und Rudow. Dienstag, den 1. Mai er., Abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung für Männer u. Frauen im Lokale des Herrn Bischof, Baumschulenweg. Tages Ordnung: 1. Der 1. Mai und die Bedeutung des Achtstundentages". Referent: Herr A. Borchardt, Berlin. 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. 4. Gemüth liches Beisammensein. Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 480/11 Der Vertrauensmann. Verb. deutscher Zimmerleute Lokalverband Berlin. Unsere am 2. Mai stattfindende Monatsversammlung sindet nicht statt. Dieselbe findet am Sonntag, den 6. Mai, Vormittags 10 Uhr, bei Bolt, Alte Jakobstr. 75, statt. Die Mitglieder werden ersucht, sämmtliche ausgegebene Statistikkarten in dieser Versammlung abzugeben. 472/10 Ad. Rickert, Rurfürstenstr. 41. Achtung! Bäckerei- Arbeiter. Achtung! Große öffentliche Versammlung am Dienstag, den 1. Mai er., Nachmittags 2½½ Uhr, in Fey's Ball- Salon, Brunnenstraße. Tages- Ordnung: Die Bedeutung des 1. Mai. Referent Kollege Schlüter. Wir ersuchen alle diejenigen Kollegen, welchen es nicht möglich ist, am Vormittag an der Gruppen- Versammlung theilzunehmen, in diefer Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer. 205b Achtung, Chirurg- Branche. Hiermit werden sämmtliche Kollegen, welche am 1. Mai die Arbeit ruhen lassen, aufgefordert, früh Morgens pünktlich 8 Uhr auf dem Pfefferberg, Schönhauser Allee 161, zu erscheinen. Der Abmarsch erfolgt 834 Uhr nach den Germaniasälen, Chausseestraße. Zahlreiches Erscheinen ist unbedingte Pflicht und erfordert es die Disziplin, daß sich Alle dort einfinden, um die Zahl der Theilnehmer feststellen zu können. 485/10 Pankow. Raiser Friedrichstraße, 5 Min. v. Der Vertrauensmann. Ausstellungs- Vark bering Stat. à la Dresdener Vogelwiese. Schönhauser- und Prenzlauer Allee. Sonntag: Pankow. J. A.: C. Lederhause. Kremserfahnen Vereinsabzeichen M. Gork, Oranienstr., 176. Sänger " 1966 200b und stimmbegabte Herren finden freundliche Aufnahme im Arbeiter- Gesangverein hilaria". Uebungsstunde: Montags, Abends 9 Uhr, bei Lindecke, Andreasstr. 31. Graveure und Ziseleure! Zur Beachtung! Der Arbeitsnachweis der Freien Bereinigung der Graveure, Ziseleure 2C. bleibt am 1. Mai geschlossen. 206b Der Leiter des Nachweises. Karl Wunderlich. Empfehle den Genossen den Besuch Sämmtliche Hüte mit Kontrollmarken. Wilhelm Böhm, früher Blücherstr. 11. hafte [ 52L* Plüsch.9,50 • Meiſe muſter und fehlerTeppiche Portieren Gardinen 2,50 wollene 2,25 Fenster Steppdecken . 150x200 cm rein woll. Atlas Tischdecken 6,50 m. Quast. 2,00 im Ausverkauf 16 Jerusalemerstr. 16. meiner Schankwirthschaft. Reelle Roh- Tabak!! Speisen, gute Getränke. Bereinszimmer Empfehle mein reichsortirtes Lager u. offerire: Sumatra à 1,25 M., 1,40 M., 561* für ca. 100 Perfonen. Edmund Renter, Straße 45. SwinemünderAuch sind Töpfersteine zu haben. Altes Schützenhaus, Linienstr. 5. Jeden Sonntag Ball. Säle zu Fest lichkeiten. 2126* Schulz' Gesellschaftshaus, 1,50 M., 1,75 M.,( 2,00 M., deckt mit 2 Pfd., schneeweißer Brand) 2,50 M. bis 5,00 m., sowie sämmtliche in- und ausländische Rohtabake zu den billigsten W. Lindenstädt, Preisen. 179. Brunnenstr. 179.[ 53L 48. Landsbergerir. 48. Vorzüglichen Rum, Cognac, alten Korn, Kinderwagen Größtes Lager Swinemünderstraße Nr. 6. 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Bethge's Konzert- und Spezialitäten- Park, Britz, Chausseestraße 39, vorm. E. Engel. Jeben Sonntag Konzert, Spezialitäten- Vorstellung und Lanz 60112* zur gefl. Renntniß, daß ich die Oekonomie in der Stralauer Brauerei Rottbuser Damm 97, 1 Tr. wieder übernommen habe, und geftüßt auf das Vertrauen, welches mir die genannten Vereine ebendaselbst zu Theil werden ließen, werde ich auch in Zukunft bestrebt sein, mir dasselbe der Arbeitervereine zu erwerben. Neu renovirter Saal zu Festlichkeiten, sowie Vereins- und Gesellschaftszimmer 60152* stehen zur Verfügung. Gefl. Anmeldungen zur Maifeier, bezw. zu den Pfingst- Frühkonzerten bitte baldmöglichst an mich gelangen zu lassen, um dementsprechende Anordnungen treffen zu können. Hochachtungsvoll Franz Kalbhenn. ( Kein Laden.) Roh- Tabak Detail- Verkauf im großen Riesensaale. Herrlicher Aufenthalt im großen Park. In den übrigen Gesellschaftsräumen Konzert- Unterhaltung durch ein großes Orchestrion. Sämmtliche Räume sind mit elekt. Licht verfehen. Für gute Speisen und Getränke Weiß- und Bairisch- Bier ist bestens gesorgt. 82* Familien können Kaffee tochen. Den geehrten Bereinen empfehle mein Etablissement zur Abhaltung von A. Bethge, Gastwirth. Rud. Völcker& Sohn, Sommerfesten( auch Sonntags). Fahrgelegenheit: Endstation der Pferdebahn. Köpnickerstr. 45. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pönsch in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthitraße 2.