Ar. 192.- 33. Jahrg. B bonnementS'Beinngnnga: KSomemmtS• Srst» ttänumetanb#' Bierteljährl. 3,90 MI, monatL 130 SRI, wöchenUich 30 Pfg, frei ins HauZ. Einzelne Nummer b Mg. Eonnlags- nummer mit illustrierter EonntagK- Berlage.Die Neue Well' 10 Mg. Mit» Abonnement: 1,30 Marl Uro Monat. Eingetragen in die Posi-Zeilungs- Preisliste. Unter Kreuzband für Teutschland und Oesterreich. Ungarn 230 Marl, für daS übrige Ausland 4 Marl bdo Mona!. Postabonnemenis nehmen an Belgien. Dänemark Holland, Jwlirn, Luxemburg, PorMgal, Riunanien. Schweden und die Schweiz. c 5 Pfennig) Die InfertlonS'Gebaijr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel- zeile oder deren Raum 60 Psg.. für »oliiikche und gewerlschafiliche Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 30 Psg. „Kleine Hnseigen", das iettgedruckie Wort 20 Psg,(zulässig 2 fetigedrmkte Worte), jedes weitere Wort 10 Psg. Kiellengesuche und Schlassiellenan- zeigen das erste Wort 10 Psg,, jedes weitere WortSPfg, Worte über lö Buch- Itaben zählen für zwei Worte. Inserate llssei tto tat die nächste Nummer müssen bis i» Uhr nachmittags in der Exbedition »dgegeben werden. Die Sxvedllio» ijt dt- 7 Uhr abend- geöffnet. vlcheloi löglich. Berliner VolKsltlnkk. Delegramm-Adresse: �»xlüUicmsü»! BcrllD'* Zcntralorgan der rozialdcmokratifcbcn Partei Deutfchlands. Neöaktion: EW. HS, Linöenstraße 2. Fernsprecher: Amt Morihplatz» Nr. 1S1 S0— ISl S7. Eine englische Stimme gegen Sie Allianzen öes Wirtschaftskrieges. Die Pariser Wirtschaftskonferenz hat einen heftigen Meinungsstreit in den beteiligten Ländern hervorgerufen. Aeußern sich die französischen Blätter ziemlich befriedigt, so finden die Tendenzen der Konferenzbeschlüsse, wie sie in dem offiziellen Bericht niedergelegt sind, bei den angesehensten liberalen Zeitungen und Zeitschristen Englands starken Wider- spruch. Die führenden englischen Handelskreise wissen, daß England durch den Freihandel groß geworden ist, daß seine wirtschaftliche Macht zum großen Teil auf dem Freihandel beruht, und sie fürchten nichts mehr, als daß dieses System durch im Affekt gefaßte Beschlüsse, die aus dem Willen ent- springen, den Feind nach Möglichkeit zu schädigen, gestürzt werden könnte. Sie mahnen deshalb zur Besonnenheit und weisen immer wieder darauf hin, daß die Beschlüsse der Kon- ferenz für kein Land bindend sein können. Besonders nicht für England, dessen Regierung im Unterhause ausdrücklich erklärt hat, daß das Parlament das letzte Wort in dieser Sache zu reden habe. In einem Artikel„Torheiten der Pariser Konferenz" schreibt jetzt die Londoner„Nation" u. a.:„Wir hoffen, daß Herr Asquith, wenn er seinen versprochenen Bericht über die Pariser Wirtschaftskonferenz erstattet, es klar machen wird, daß weder durch eine Abmachung noch sonst durch ein Ein- vernehmen dieses Land oder seine Regierung sich zu irgend- einer Art des Handelns in der Richtung der Linien ver- pflichtet hat, die im Bericht für eine Politik nach dem Kriege festgelegt sind. Bei näherer Betrachtung scheinen diese Teile des Berichts voll von Irrtümern. In der Tat läßt die Fassung des letzten Abschnitts, die eine sofortige Durchführung durch die Verbündeten Regierungen fordert, vermuten, daß ihre Ver- fasser selbst die Gefahr erkannten, die ihm von jeder ruhigen Ueberlegung drohte. Sie mochten recht haben. Die für die Periode des Wiederaufbaus und zur dauernden Anwendung vorgeschlagenen Maßnahmen widersprechen, soweit sie ver- ständlich sind, den Gesetzen gesunden wirtschaftlichen Handelns. Ihre Verfasser scheinen zu denken, daß der Grundsatz„Im Krieg schweigen die Gesetze" auf die Gesetze der Handelsbeziehungen ebenso anwendbar ist wie auf die Justiz eines Militärgerichts.— Aber im Pariser Dokument gibt es nicht nur Torheiten, sondern auch Mysterien. Die Einleitung stellt sich ols Erzeugnis der„Vertreter der verbündeten Re- gierungen" dar. Aber können wir annehmen, daß Rußland seinen westlichen Verbündeten eine Blankovollmacht gegeben hat, über seine ökonomischen Interessen zu verfügen? Hat Rußland einen wirklichen Anteil an diesem Entwurf oder nicht? Erklärungen verschiedener Regierungsbeamten und Nationalökonomen haben in der letzten Zeit die Ueberzeugung von der Undurchführbarkeit einer solchen Scheidung von Mitteleuropa ausgesprochen, wie sie die in Paris beschlossene Politik fordert. Wie kann Rußland seme„natürlichen Hilfsquellen" den verbündeten Ländern vorbehalten, wie für die Uebergangspolitik gefordert wird? Kann es sich tatsäcb- lich„in bezug auf industrielle Artikel von den feindliche« Ländern unabhängig machen". Wie die erste Forderung der „dauernden Maßnahmen" lautet? Vor dem Krieg bezog Deutschland längs der ausgedehnten Grenze mehr als ein Drittel der russischen Nahrungsmittel- und Rohstoffausfuhr und lieferte die Hauptmasse der Maschinen und anderer in- dustrieller Erzeugnisse nach dem ausgedehnten Teil des Lan- des, der vom Seehandel entfernt liegt. Keine Abmachung mit seinen Verbündeten könnte für Rußland eine baldige und entsprechende Vergütung für einen solchen Verlust im Handel ausfindig machem Andererseits aber, wenn Rußland aus- fällt, was wird dann aus dem wirtschaftlichen Druck, den die Verbündeten gegen das mitteleuropäische System beab- sichtigen? Die Schwierigkeiten sind im Fall von Belgien genau so groß. Soll dieses unglückliche verarmte Land in den Jahren, die dem Krieg folgen, nicht seinen Handel auf seiner früheren einträglichen Grundlage wiederherstellen, sondern dem großen kommerziellen Hinterland, das die Natur ihm zum Nutzen zugeteilt hat,„Prohibitionen oder ein wirksames besonderes Regime"(was mag das Gerede bedeuten?) auf- erlegen? Um es deutlich auszudrücken: JedeVerhindc- rung oder Einschränkung des Handels mit Deutschland würde Antwerpen ruinieren. Sicher belehrt uns das Dokument, daß„die Verbündeten ein- ander, soweit als möglich sür die einer solchen Politik entspringenden, ihrem Handel schädlichen Wirkungen ent- schädigende Auswege zu sichern sich verbinden". Aber die Naivität dieser von uns unterstrichenen Einschränkung wird den denkenden Kaufleuten Belgiens einen mageren Trost geben. Und wir denken nicht, daß die geschäftstätigen Be- wohner unserer Häfen an der Ostküste wie Hull und Aberdeen sich mit dem kommerziellen Ruin, den eine solche Politik über sie verhängen würde, leicht abfinden würden." Der Artikel wendet sich weiter gegen die Leichtfertigkeit, womit die Verfasser der Pariser Beschlüsse das Zerreißen des Netzwerkes des internationalen Handels, wie es sich allmäh- Expeöition: EW. HS, Linöenftraße 2. Fernsprecher: Amt Moritzplati, Nr. ISISv— 1S1S7. lich entwickelt hat, ins Auge fassen. Es scheine, als ob manche ! Freihändler sich durch die unbestimmte Rhetorik dieses Schrift- ' stückes täuschen lassen, aber sein ganzer Geist sei schutzzöll- i tierisch. Es strebe die Errichtung eines engeren Wirtschaft- lichen Systems an, als es bisher vorgeherrscht habe und be- absichtige, Europa in zwei kommerzielle und industrielle Teile auseinanderzubrechen, deren Verbindung durch künstliche Be- stimmungen so gering und schwierig wie möglich gemacht wer- den solle.„Die Verbündeten streben nicht nur etwas an, was auf eine Erklärung des Wirtschaftskrieges gegen die Zentralmächte hinausläuft, nachdem ein sogenannter Frieden geschlossen sein wird— gegen die Zentralmächte, die wir zu besiegen hoffen, und denen wir daher nicht die Möglichkeit lassen werden, eine große ökonomische Macht gegen uns zu organisieren. Sie sind ebenso dabei, eine nachteilige Unterscheidung gegenüber den neutralen Ländern zu machen, von denen wir doch trotz allem mit unseren Lebens- und Handelsbedürsnissen Weiter abhängen werden." „Nation" äußert die Besorgnis, daß diese Politik gerade die neutralen Märkte in weitem Maße in die Gewalt Deutsch- lands bringen könnte, das den Neutralen, da es vom Handel mit den Verbündeten ausgeschlossen sein würde, vorteilhafte Tarife anbieten würde, während die Neutralen selbst durch die neue Politik der Allianz erzürnt werden könnten. Es würde Deutschland leicht fallen, günstige Handelsverträge mit Län- dern wie den Vereinigten Staaten und den südamerikanischen Republiken abzuschließen, sobald erst das neugebildete Tarif- system England nötige, seine Inseln selbst zu schützen, die Dominions zu bevorzugen und seine anderen Hilfsmittel für die Verbündeten zu bewahren. Versage England in der Zu- kunft die Meistbegünstigung nicht nur den Zentralmächten, sondern, wie sich dies notwendig ergebe, auch den Neutralen, so werde die engere Verbindung der Zentralmächte mit diesen Neutralen eine der verderblichsten Folgen sein. Der Artikel kommt schließlich auf die ähnlichen Bestre- Hungen bei den Zentralmächten zu sprechen und sagt:.„In dem jetzt geplanten Wirtschaftskrieg besteht die Gefahr, daß die Verbündeten als Angreifer erscheinen. Denn die„Vor- bereitungen", auf die der Bericht zur Rechtfertigung des ge- forderten unmittelbaren Handelns anspielt, sind in keinem vernünftigen Sinne wirkliche Vorbereitungen.' Es sind ein- seitige Vorschläge, die bisher noch keine Ermutigung erfahren haben. Die Annahme der Pariser Beschlüsse würde zweifel- los den Plänen der Befürworter Mitteleuropas zugute kom- men. Aber der Pariser Bericht wäre der erste offene Schritt zum Angriff in einem wirtschaftlichen Krieg, der einmal be- gönnen, die ganze wirtschaftliche Welt verheeren Kurde." Die „Nation" appelliert an die Freihändler im Parlament und im Land gegen den Anschlag der Schutzzöllner, die die patriotische Erregung mißbrauchen, mit aller Kraft auf- zutreten. Niemand würde unter der Fortsetzung des militärischen Krieges im Wirtschaftskrieg mehr leiden, als die Arbeiter- schaft. Wird sie aus den Debatten der letzten Zeit genügend lernen und sich zur Abwehr der Bestrebungen so rüsten, daß keine Phrase imstande ist. sie zu einer Unterstützung einer ihre Interessen schädigenden Politik zu bringen? Die Kanzlerfehöe. Der Kampf um die Person des Reichskanzlers denn um sie handelt es sich letzten Endes— nimnit seinen Fort- gang. In der„Magdeburger Zeitung" macht der freikonservative Abgeordnete v. Dewitz bemerkenswerte Ausfüh- rungen. Er meint, nachdem sich herausgestellt hatte, daß Ueberzeugungsgründe nicht ausreichten, den Kanzler in der U-Böotfrage im Sinne seiner Gegner zu beeinflussen, hätten sie entweder das Schwert in die Scheide stecken oder klar die Forderung erheben müssen:„Fort mit dem Kanzlerl" Zu dieser Parole reichten die Machtmittel nicht aus. Statt nun aber die Folgerung der ersten Alternative zu ziehen, führte man den Streit um die Kriegsziele in zugespitzten Formen weiter. Darin erblickt D. Dewetz eine Beeinträchtigung der inneren Einheit,„an der sowieso bereits die Ratten nagen". „Wie soll es aber in der Zukunft werden, wenn fortgesetzt > dem Kanzler von einem Teil des Volkes Unterlassungssünden vorgehalten werden, die ihm die Dauer des Krieges zur Last legen und die Möglichkeit eines lohnenden Friedens anzweifeln. falls nicht England durch den U-Bootkrieg niedergerungen wird? Es ist richtig, was die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" aus- führt; ein dem Kanzler vorbehaltenes Vertrauen wird durch ein wiederholt ausgesprochenes Mißtrauen so untergraben, daß es zur rechten Zeit nicht mehr festen Boden finden kann. Es sind doch nach dem Kriege Zeiten nicht nur denkbar, sondern mehr als wahrscheinlich, in denen gerade die Elemente, welche heute auf dem Schnürboden stehen und dabei nach ihrer Angabe die Vertretung der Besten des Volkes übernommen haben, zum Aufruf dieser Besten gezwungen sein werden, um unter An- lehnung an den leitenden Staatsmann größeren Gefahren zu be- gegnen, als sie uns zurzeit im Kriege drohen.(!) Gewist ist es auch möglich, die Person des Kanzlers zu ersetzen, aber ein gut Teil des Autoritätsgefühls im königstreuen Volk ist dann verschleudert und das Verlorene'nwer mit der Zauberformel einer konservativen Tradition Wiederzuge- , Winnen, nachdem ihre Bahn einmal verlassen worden ist." Auch die„K ö l n i s ch e Z e i t u n g", die ja mit der Re- gierung immer gute Beziehungen gepflegt hat, nimmt in I einem längeren Artikel zu der Kanzlerfehde das Wort. Das nationalliberale Blatt weiß nicht recht, für welche Seite es in den Streit um die rücksichtslose Anwendung der U-Boot- Waffe Stellung nehmen soll, aber es verlangt gegenüber den Entscheidungen� der Regierung Disziplin.„Denn Diszi- plin ist im Kriege das schlimmste der Uebel." Was die Erörterung der Kriegsziele betrifft, so meint der Artikel, man müsse sich mit dem feierlichen Versprechen begnügen lassen, daß diesmal die Federn der Diplo- maten„die Schwertarbeit nicht verderben" sollen. Gegen den Vorwurf der Flaumacherei nimmt er den Kanzler energisch in Schutz.„Monopolisten der Vaterlands- liebe gibt es bei uns seit dem 4. August 1914 nicht mehr, wie in dem Ringen vor dem Feinde braucht auch in Zukunft das Vaterland alle seine Söhne, und wer meint, sich mit dem Schmuckwort national überheben zu können über seine Volks- genossen, versündigt sich am Vaterland." Die Kriegsziele des Kanzlers entsprängen einem Patriotismus, der„sicherlich nicht weniger lauter und vielleicht abgeklärter" sei als der seiner Gegner. Die„Köln. Ztg." stellt fest, daß die ganze „Vertrauensfrage" aus eine Personenfrage hinauslaufe: „... So ist's in der Tat: Herr v. Bethmann soll einem andern Platz machen, einem Vertrauensmann der Alldeutschen. Nun ist der jetzige Kanzler ja kein Bismarck— er selbst wird nicht den Anspruch machen, sich ihm zu vergleichen—, und unersetzlich ist niemand. Bis man uns aber einen Kandidaten präsentiert, der das Vertrauen des ganzen Volkes auf sich ver- einigt(denn es gibt außer den Alldeutschen auch noch andere Leute im Reich) und der zugleich der Mann der Wahl des Kaisers ist, wäre ein Pserdewechsel mitten im Strom und gerade jetzt, wo er am reißendsten ist, Wahnsinn. Wir, und mit uns sehr viele deutsche Männer, sind vielmehr der Ansicht, daß es unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit gegen das Vater- land ist, den leitenden Staatsmann zu stützen und zu halten, uns um so enger um ihn zu scharen, je größer die Gefahr ist, die uns bedroht. Was wir am Kanzler haben, wissen wir: einen Mann, der treu und recht in nie er- lahmender Pflichterfüllung am Ruder steht und das Staatsschiff klug st euer t. Wer beweisen kann, daß er es besser macht, der möge vortreten!" Aus beiden Presseäußerungen sprechen weniger Zustim- mung oder gar Begeisterung für die Politik des Kanzlers als gewisse— man möchte sagen: Nützlichkeitserwägungen. Aber bei seinen Gegnern verfangen auch diese nicht. Die „Deutsche Tageszeitung" hat bereits in ihrer Nummer vom Freitagabend eine heftige Erwiderung gegen den Artikel der„Kölnischen Zeitung". Recht bemerkenswert ist, wenn das nationalliberale Blatt dann auch wegen seiner Aus- führungen über die„Monopolisten der Vaterlandsliebe" ge- rüffelt wird. Die„Deutsche Tageszeitung" will ihren Pa- triotismus nicht auf eine Stufe gestellt sehen mit dem Stand- Punkt, iden der Abg. Scheidemann vertreten habe. Der Ar- tikel faßt seinen Protest zusammen in den Sätzen: „Es handelt sich hier nicht um Vertrauen oder Mißtrauen, Optimismus oder Pessemismus, sondern darum, den Tatsachen ins Auge zu sehen, und über ent- scheidende Tatsachen Klarheit zu schaffen. Am Vaterlande aber versündigt sich, wer vaterländische Sorgen dadurch beiseite schiebt, daß> er bewährte Vaterlandsfreunde durch haltlose und schädliche Unterstellungen von dem abzuhalten sucht, was sie als Pflicht ihres Gewissens empfinden." Zum Ueberfluß veröffentlicht die„Deutsche Tages- zeitung" in der gleichen Nummer auch noch einen zweiten Ar- tikel gegen den Kanzler. Neuerdings wird darin das Ver- langen gestellt, daß die Vertreter der sechs Wirtschaftsver- bände sich darüber äußerten, welche Kriegsziele ihnen gegen- über de>- Kanzler vertreten h-lle, und es wird zu der Forde- rung erwartet, daß auch die Vertreter der großen bürgerlichen Parteien sich dazu äußern möchten, welche Auffassung sie von der Haltung des Herrn v. Bethmann Hollweg in der Kriegszielfrage haben müßten. Uebrigens soll am Montag eine Besprechung des Reichskanzlers mit den Führern der Par- teien stattfinden. Der„Lokalanzeiger" versichert zwar, daß dabei über irgendwelche neuen programmatischen Richtlinien nicht verhandelt werden solle. Immerhin dürfte die Be- sprechung ihre Bedeutung haben. Der französische Tagesbericht. Paris, 14. Juli.(W.T.B.) Amtlicher Bericht von Donnerstag nachmittag. An der Sommefront aussetzende Beschießung. In der Champagne drangen die Franzosen an den Zugängen von Prosnes in einen deutschen Vorsprung ein und brachten Gefangene zurück. In den Argonncn brachen zwei deutsche Handstreiche nordöstlich des Vorsprungs von Bolante in unserem Feuer zusammen. Aus Fille Morte brachten wir eine Mine zur Entzündung und besetzten den Trichter. Auf dem. rechten Maas- ufer keine Jnfanterietätigkeit. Im Laufe der Nacht heftige Be- schießung im Abschnitte von Souville, Chönois und Laufse. In den Vogesen wurden deutsche Versuche südlich von CaSpach nach lebhaftem Handgranatenkampf abgeschlagen. Paris, 14. Juli.(W. T.B.) Amtlicher Bericht von Donnerstag abend. Außer einem ziemlich lebhaften Boni- bardement im Abschnitt Souville(rechtes llser der Maas) ist kein Ereignis von der Front zu melden. Die englische Melüung. London, 13. Juli.(W. T. B.) Britischer HeereS« b e r i ch t. Beiderseitige Artillerietätigkeit hielt den ganzen Tag an. Das Ergebnis der scharfen Jnfanteriekämpfe bestand darin, daß wir bot feindlichen Druck nicht nur aufhielten, sondern unsere Linien an verschiedenen Punkten wesentlich vorschoben. Wir erbeuteten einige deutsche Haubitzen und Munition, die gegen den Feind ver- wandt wurde. London, 13. Juli. sW. T. B.) Am t li ch e r B e r i ch t aus dem britischen Hauptquartier: Seit dem letzten Bericht kam eS an gewissen Abschnitten de» Kampfgebiets zu heftigen Artillerieducllen, und der Kampf wurde an verschiedenen Punkten fortgesetzt. An keinem Punkt unserer Linie hat sich die Lage verändert. Deutsche Versuche, Ueberfälle auf unsere Laufgräben bei Wytjchaete und La Bassäe zu unternehmen, wurden zurückgewiesen. Die Flugzeuge waren auf beiden Seiten tätig. Da» Welter ist ungünstig. ,Titnes' über üie englifthe Offensive. London, 13. Juli. sW. T. B.)»Time»"' schreibt in einem Leitartikel: Die traurige Liste in unseren Spalten gibt uns täglich ein Bild unserer Verl« st e und bestärkt die Nation in ihrem Enlschluh, dah so grohe Opfer ihre Früchte tragen müssen. Es ist eine kostspielige Arbeit. Siellungen anzugreifen, die der Feind seit langer Zeit slark befestigt hat. Es gibt aber keinen anderen Weg zum Siege. Das ganze Gelände, das die Engländer erobert haben, wird hartnäckig festgehalten und man kann nunmehr den Beginn des Angriff sauf die zweite Linie des Feindes erwarten, Vielleicht wird dieser Angriff weniger schwierig sein, aber es sind Anzeichen vorhanden, daß man darauf nicht zu fest bauen dorsi Die Deutschen ziehen immer mehr Truppen zusammen, um den Angriff der Engländer zum Stehen zu bringen und sie werden uu» jeden Zoll Grund streitig machen. Man muß auch mit einer Verstärkung der feindlichen Artillerie rechnen. Die Bodenbeschaffenheit gewährt den Deutschen noch immer gewisse Vorteile. und das Wetter hat in der letzten Zeit die Operationen der Engländer nicht be- günstigt. Die raschen Fortschritte unseres Verbündeten im Beginn der� Offensive werden sich nicht wiederholen, und man muff viel langsame, hartnäckige Arbeit erwarten, ehe die Frau- zosen an einigen Punkten siromabioärt» von Biaches über die Somme kommen. Man kann mit Sicherheit erwarten, dag der Feind sich an allen bedrohten Orten längs der ganzen Linie, die jetzt angegriffen wird, fest eingräbt. Ein Umstand aber begünstigt die Offensive der Verbündeten. Obwohl man Verteidigungslvcrke schnell einrichten kann, ist die erstaunliche Stärke der bereits ge> nommenen Stellungen doch das Ergebnis einer monatelangen Arbeit gewesen. Die Schlacht an der Somme wird in ihrem zlvciten Teil wahrscheinlich noch viel heftiger werden. Die Aussichten sind gut, aber die Ergebnisse werden nur langsam erzielt werden. Eine arge Bloßstellung öer amtlichen sranzöstschen Serichterstattung. Berlin, 11. Juli.(W. T. B.) In dem amtlichen französischen Heeresbericht vom 23. Juni 11 Uhr abends wird die Wegnahme des Panzerwerkes Thiaumont durch die Deutschen ohne jede Einschränkung zugegeben. Der fran- zösische Bericht vom 24. Juni 8 Uhr nachmittags bestätigt nochmals ausdrücklich den Besitz des Werkes durch die Deutschen. In den nächsten Tagen melden die französischen Heeresberichte von an- dauernden Kämpfen um den Besitz dieses Werkes, an dessen Zu- gängen und in dessen Umgebung die Franzosen Fortschritte gemacht haben wollen. Am 1. Juni 3 Uhr nachmittags wird dann plötzlich berichtet, daß es den Deutschen gelungen sei, von neuem in die vollständig zerstörte Schanze einzudringen, deren Zugänge indessen die Fran- zosen besetzt hielten. Diese Meldung ist um so auffallender und unverständlicher, als die vorhergehenden französischen Berichte gar- nichts von einer Wiedereinnahme des Werkes durch die Franzosen mitgeteilt hatten. Der französische Bericht vom gleichen Tage kl. Juli) 11 Uhr abends meldet dann im Widerspruch zu dem Be- richt von 3 Uhr nachmittags, daß die französische Infanterie sich des Werkes von Thiaumont bemächtigt habe, dessen gesicherter Besitz durch die Franzosen in dem Bericht vom 2. Juli 3 Uhr nach- mittags besonders betont wird. Der amtliche Bericht vom 4. Juli 1 1 Uhr abends gibt dann in unauffälliger Form den tatsächlichen Besitz des Panzerwerls Thiaumont durch die Deutschen zu, die sich damit zum vierten Male dieses Werkes bemäcqtigt hätten. Alle diese französischen Meldungen über den wechselnden Besitz de? Werkes von Thiaumont in der Zeit zwischen dem 23. Juni und 4. Juli sind glatt erfunden; das Panzerwerk selbst ist von seiner ersten Eroberung am 23. Juni ab dauernd in festem deutschen Besitz gewesen, und wie der deutsche Heeresbericht vom 1. Juli nicht ohne einen gewissen Humor bemerkt, von diesem Zeitpunkt ab nur von französischen Gefangenen betreten worden. Ebenso unzuverlässig und wahrheitswidrig sind die franzö- fischen Berichte über die Kämpfe um die»Hohe Batterie von Damloup". Am 3. Juli gibt der französische Bericht von 3 Uhr nachmittags die Einnahme dieser Batterie durch die Deutschen zu, durch einen französischen Gegenangriff sei sie indessen später wiedergenommen worden. Der deutsche Heeresbericht vom 4. Juli betont demgegenüber ausdrücklich, daß alle heftigen französischen Angriffe zur Wiedergewinnung der..Hohen Batterie von Dam- loitp* glatt abgewiesen seien, und dasi alle amtlichen französischen Mitteilungen über Rückeroberungen der Batterie ebensolche Fabeln seien, wie die Meldung über die Wiedereinnahme des Panzer- werk« Thiaumont. Obwohl die deutschen Heeresberichte der nächsten Tage, insbesondere die vom 3. und 3. Juli von heftigen franzö» sischen Wiedereroberungsversuchen der„Hohen Batterie von Dam- loup" melden, schweigt sich die französische Heercsberichtcrstattung hierüber völlig aus, um dann erst in ihrem Bericht vom 11. Juli 11 Uhr abends ganz beiläufig und kurz zu erwähnen, daß es den Deutschen gelungen fei, in der Batterie von Damloup Fuh zu fassen. Diese trockenen Daten sprechen für sich selbst. Tatsächlich sind, um es nochmals zu betonen, weder das Panzeriverk Thiaumont, noch die„Hohe Batterie von Damloup" nach ihrer ersten Ein- nähme durch die Deutschen je wieder in französischen Besitz ge- langt, sondern dauernd fest in deutscher Hand geblieben. In dieser amtlichen französischen Berichterstattung liegt aber System: Die Wahrheit mutz unter allen Umständen verschleiert werden, und alle Welt, insbesondere das französische Publikum und das neutrale Ausland, sollen über die andauerden fran- zostschen Mißerfolge vor Verdun hinweggetäuscht werden. Allein diese Absicht ist zu durchsichtig, als daß sie nicht von jedem Kinde durchschaut werden könnte und«ruf die Dauer selbst den ententefreundlichstcn Leser verstimmen müßte. Soviel dürfte fest- stehen, daß die französische oberste Heeresleitung von den ihr unter- stellten Truppenbesehlshabern zum mindesten recht unzuverlässig unterrichtet wird._ Der russische Kriegsbericht. Petersburg, 14. Juli.(W. T. B.) Amtlicher Nach- mittagsbericht vom 13. Juli. Westfront. An der Düna oberhalb und unterhalb von Friedrichstadt machten wir einige gut geglückte Erkundungen. Am Stach od Artilleriefeuer. Einige feindliche Flugzeuggoschwade: warfen hinter unsere Linien Bomben ab und schössen mit Maschinen- gewehren. G a l i zi e n. In der Gegend westlich der unteren Strhpa an mehreren Stellen heftige Kämpfe. Der Gegner macht energische Gegenangriffe. Wir machten mehr als 2000 Soldaten zu Ge- fangeneil und eroberten ein Geschütz und Maschinengewehre. Schwarze» Meer. Am 11. Juli brachten unsere Torpedo- boote im westlichen Teil des Schwarzen Meeres den Dampfer „Jtschihad" mit einer Ladung von Petroleum und Gerste auf und brachten ihn ohne Zwischenfall in unseren Hafen. Andere Torpedo- boote zerstörten am 12. Juli an der Mündung des Flusses Milan Miig ves Stögen bWMlw. Amtlich. Großes Hauptquartier, 14. Juli 1916.(W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Beiderseits der Somme ist von neuem heftiger Kampf eutbrannt. Die Engländer griffen heute früh im Ab- schnitt Wald von Mamctz— Longucval an und wiederholten ihre Anstrengungen am Wäldchen von Tröncs, wo sie gestern abend bereits durch einen schnellen Vorstoß unserer braven Reserven empsindlich getroffen waren. Nachdem die ersten Versuche blutig abgeschlagen waren, sind neue An- griffe im Gange. Die Franzosen fügten mit ihren gestrigen vergeblichen Angriffen in Gegend von Barlcux und westlich von Estrscs den zahlreichen Mißerfolgen der letzten Tage eine neue Enttäuschung hinzu. Weder sie selbst, noch ihre schwarzen Freunde haben auch nur einen Schritt Gelände gewinnen können. Oestlich der Maas sind französische WiedercrodcrnngS- versuche gescheitert; sie wurden in der Gegend der Feste Souville durch unser Feuer unterbunden und bei der Feste Lanfe'c glatt abgewiesen. Zahlreiche feindliche Patrouillen oder stärkere Er- kundigungsabteilungen wnrden auf der übrigen Front znrückgeschlagcu; deutsche Patrouillen brachten bei OulchcS, Beaulne und westlich von Markirch Gefangene ein. Oestlichcr Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generals v. Linsiugen Au der Stochod-Liuie warf ein Gegenstoß bei Zarecze (nördlich der Bahn Kowcl— Sarny) über den Abschnitt vorgehende Russen zurück; 169 Manu wurden gefangen genommen, zwei Maschinengewehre erbeutet. Unsere Flngzcuggcschwadcr wiederholten mit Erfolg ihre Angriffe östlich des Stochod. Bei der Armee des Generals Grafen v. Bothmer drang der Feind gestern abermals in die vorderste Ver- tridigungSlinie ein und wurde wiederrnn durch Gegenangriff mit erheblichen Verlusten geworfen. Balkan-Kriegsfchauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Oberste Heeresleitung. verfenkuns eines englischen Hilfskreuzers Amtlich. Berlin, 14. Juli. kW. T. B.) Am 11. Juli hat eins unserer 1)- B o o t e in der Nordsee einen eng» lisch eu Hilfskreuzer von etwa 7999 Tonneu ver- nichtet. An demselben Tage wurden an der englischen Ostküste durch Bootsangriffe drei bewaffnet,« eng- lische Bewach ungsfahrzeuge versenkt. Die Besatzungen derselben wurden gefangen genommen und ein Geschütz erbeutet. DerChesdesAdmiralstabesderMarine. ** Set öfictteldiifdie EeimMMW. Wien, 14. Juli.(W. T. B.) Amtlich wird ver« lautbart: Russischer Kriegsschauplatz. In der B n t o w i n a stehen unsere Truppen nach Erfüllung der ihnen erteilten Aufgabe wieder in den alten Stellungen auf den Höhe» westlich der oberen Moldawa. Westlich und nordwestlich von Buczacz haben die Russen gestern ihre Angriffe fortgesetzt; nachmittags wurden zwei breit- angelegte Angriffe zurückgeschlagen, gegen Abend gelang es einem dritten Ansturm dcö Feindes nordwestlich von Buczacz einzu- brechen. In erbitterten Nachtkampfcn wurde der Gegner durch deutsche und österreichisch-ungarische Truppen wieder vollends hinausgeworfen. Nördlich der von Sarny nach Kowcl führende» Bahn nisteten sich russische Abteilungen auf dem linken Stochod- ufrr ein; sie wurden spät abends von unseren Truppen über- fallen und vertrieben, wobei 169 Gefangene und zwei Maschinen- gcwchre in nnscrcr Hand blieben. Sonst bei völlig unveränderter Lage nichts NeueS. Italienischer Kriegöschanplatz. Die lebhafte Gefcchtstätigleit an der Front zwischen Brcnta und Etsch hält an. Nach Artillcriescucr setzten gegen mehrere Stellen unseres Verteidigungsabschnittrs zwischen der Cima Dicci und dem Monte Nasta wiederholten Angriffe sehr bcdcu- tendcr italienischer Kräfte ein. Besonders hartnäckig war der Kampf nordöstlich des Monte Nasta, wo der Feind zehn Stürme versuchte. Unsere Truppen schlugen wieder sämtliche Angriffe unter den schwersten Verlusten dcö Gegners ab und behaupteten alle ihre Stellungen. Unsere Linien närdlich des Posino-Talcs standen unter heftigem Gcschützfcucr; am Pasudi» wurde ein feindlicher Nachtangriff abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter dcS Chefs deS Gcneralstabe»: v. H o e f e r» Feldmarschalleutnant. ♦, Ereignisse zur See. Eines unserer Unterseeboote hat am 10. d. nachmittags in der Otranto-Strastc einen italienischen Torpedoboots- Zerstörer des Typs„Jndomito" verse»kt. Jndrr Nacht vom 13. auf den 14. hat ein Sccflugzcuggcschwadcr mili- tärischc Objekte und Bahnhofsanlagen von Padua sehr wirkungS- »oll mit zahlreichen Bomben belegt. Die Flugzeuge, welche von Abwchrbattcricn heftig beschossen wurden, lehrten unversehrt zurück. Flottenkommand». k4S Kilometer) westlich der Stadt Eregli einen Dampfer mit zwei Schleppschiffen. Kaukasus. Westlich von Erzerum schreitet der Angriff unserer Truppen fort. An einigen Stellen machen die Türken ver- gebliche Gegenangriffe. Petersburg, 14. Juli.(W. T. B.) Amtlicher Abend- b e r i ch t vom 13. Juli. Kaukasus. Nach Kämpfen Mann gegen Mann wurden die Türken von uns von den Höhen östlich von Baiburt geworfen. Sre ziehen sich zurück. Der Angriff unserer Truppen westlich Ma- machatun wird mit Erfolg fortgesetzt. Nach einem heftigen nächt- lichen Kampf eroberten wir eine Reihe von Höhen. Südöstlich Mamachatun versuc.,.en die Türken anzugreifen, wurden aber zu- rückgewiesen. Beim Zurückdrängen des Feindes besetzten wir die Dörfer Jebda-koi(45 Kilometer) und Almalu(35 Kilometer) südöstlich Mamachatun. Rußlanüs Druck auf Rumänien. Bern, 14. Juli.(W. T. B.) Der Petersburger Berichterstatter des„Giornale d'Jtalia" meldet, der Zar habe dem rumänischen Ministerpräsidenten telegraphiert, ein bewaffnetes Eingreifen Rumäniens käme zurzeit sehr gelegen, später aber würde ein solches Eingreifen Rumäniens Rußland nicht mehr interessieren. Diesem Telegramm messe man besonders deswegen große Bedeutung bei, da eine weitere Verzögerung der rumänischen Intervention sür nutzlos gehalten und von Rußland ausgeschlagen werde. Gefangennahme ües?rreüent!sien Sattisii. Innsbruck, 14. Juli.(W. T. B.) Die Blätter melden: Unter den letzthin gefangen genommenen italienischen Osfi- zieren befindet sich der sozialdemokratische Trienter Reichsrats- abgeordnete Battisti, der im August 1914 nach Italien floh und dort unermüdlich zum Krieg gegen Oesterreich-Ungarn hetzte. Er wurde in Trient eingeliefert, wo er seiner mflitä- rischen Aburteilung entgegensieht. Innsbruck, 14. Juli.(W. T. B.) Wie die„JnnSbrucker Nachrichten" melden, ist der frühere sozialdemokratische Reichs- ratsabgcordnete für Trient, Dr. B a t t i st i, der bei Ausbruch des Krieges nach Italien geflüchtet Aar und als italienischer Offizier letzthin gefangen genommen worden ist, vom Trienter Militärgericht wegen Hochverrats zumTodeverurteilt worden. Das Urteil ist gestern vollstreckt worden. Die türkische Hauptquartiersmelüung. Konstantinopel, 13. Juli.(W. T. B.) DaS Haupt- quartier berichtet: An der I r a k f r o n t und der per- fischen Front keine Unternehmung von Bedeutung. Kaukasusfront: Auf dem rechten Flügel haben unsere vorgeschobenen Abteilungen starke feindliche Erkun» dungsabteilungen, auf bie sie stießen, zurückgetrieben und nach ihren Hauptstellungen verfolgt. Die Kämpfe im Zen- trum nahmen an einigen Abschnitten an Heftigkeit ab, ohne jedoch zu einem endgültigen Erfolg für einen der Gegner zu führen. Die Kämpfe dauern teils zu unseren Gunsten, teils zugunsten des Feindes fort, indem die Vorstellungen, die sehr oft nur einen taktischen Wert haben, bald genommen werden, bald wieder verloren gehen. Auf dem linken Flügel hat sich die Lage nördlich des Tfchoruk ebenfalls nicht geändert. Hier werden überraschende Angriffe, die der Feind von Zeit zu Zeit unternimmt, leicht zurückgeworfen. Einige Versuche feindlicher Kriegsschiffe, sich gewissen Küstenabschnitten in der Höhe der Dardanellen und den Gewässern von S m y r n a zu nähern, wurden durch unser Artilleriefeuer verhindert. Ein feindlicher Toppeidecker wurde von einem unserer Flieger verfolgt und mußte bei Tenedos landen. In der Nacht vom 11. zum 12. Juli fand ein Zusammen- stoß zwischen einer vor Katia gesichteten feindlichen Ka- vallcricabteilnng und einer unserer Kamelrcitcrabteilungen statt. Da der Feind sich von allen Seiten überflügelt sah, verzichtete er darauf, sich in einen weiteren Kampf einzu- lassen, und flüchtete nach verschiedenen Richtungen: er erlitt in unserem Feuer Verluste._ vom v Soot-Krieg. London, 13. Juli.(W. T. B.) Meldung dcS Reuterichen Bureaus. Die Fischersahrzeuge.Florence",„Dalbousie",„Maryam" und „Succes" wurden von einem deutschen Unterseeboot ver- senkt. Die Besatzungen der drei erstgenannten Schiffe wurden in Whilbh gelandet. Die rußlsche Verletzung öer schweöißhen Zone Stockholm, 14. Juli. Franz Abraaam Eanb. Mearina-n.RÖmertTOak-Kell, C.25 ßartoisti. 8», Feroep. K�st. 13708 � Haje-ÄTC Illn Anzanfpruborbtr. SS. DianHMSpriSd«. Kational-Had, Enmaenetr. J. Passafe-Bad Eeform-Bad, Wiener 9er. 65. 4 BadHPT- n. Konditoeoien} Br�FirödrlA�IUe-iibihTvmtj�a. im IM MkkAj 7S Oescftaäite In allen Stadtteilen Berlins sowie in Nenkilln n. Treptow M- F. Kieseu erter, ÄrMTeftMMrstr. 16. Felix Kynaat, D&aenstr. 5. G. Heier, Gräncrveg 27. Fr.Pribyl, Osnabrüofcerstr. 36. Tni»h9n Filialen in allen IUI Bau Stadtteilen. Emil Werk. Samariterstr. S. Otto Wölfl, Treptcnr, Krftllat. 18 Zachen, Gr.-Liclieerf.,Chtr.97 Ttl.Igit. 3631,2031 4 Pronen und Farben> Werder-Drogerie, Brill. Bid-nent. 6a d Essipfabrlken D [ Tifflaer-Essig •berall aphitUlchl 1 SA HO TT I Kakao und Schokolade preiswert beliebt in jedem Hansbtlt. 4"Eisen,Stablw, Waffen. Werkz. � Carl Jungf, Stromstr 81. RuhlTnann,P.,Müllerst.40b,E.See8t FielGoh« u. WfftrdE*. W. Beck inh.i Herm. Gerbsch Chartottenburg, Berknerat. 68-69 Fleisch- nnd Wurstwarenfabrik WUlyCorltke.Fetoraburgerstr.Sl Otto Kongel. Alte Jacobstr. 26. iDBllk!, JfllL FlÄu* Sab": 4 Hüte, HBtzen, PelxwareTV Scboerr, Herm-, WUm«rad.-St. 66 l/nKOnan F Kottbuser-- ■ Damm 18/19 dHgrpon-u.Knabenonrdib JltlB«*«» Badatr. 26, Eck# -"itCl prinzen-Alle». «Huaran Frlta faöiiÄÄDLlSSÄSÄ LotkoaSlnpockl, SeUik-ACuI R. Backe, StraUaer Str. 56. E. Kraus, KcnauicdaBlanslr. 53. A.£. Longo, Dmaoenstr. 166_____________ Lerancw. Redak.: Alftfd Wwfevv. NenMK. Ikft�stSickett'�erantttz. Ib-Mockt.S«!IkLDrwtn.!verIaaiLlMoüttSvvivbv.u.VerlaaSnnsinft Jan l Singer i Eo„ S erltn S W. Hierzu LÄeilase» u. Unwrtzattnngsh». s. L Mi sei. Wwe. Filialen und Niederlagen teilen in allen Stadtteil Kur reelle Qualitäten latiiaeai torieiieeite Beiigsquelle Kaffee, Tee, Kakao und Schokolade etc. Hamliurger Kaffee-Importgeschäft Emil Tengelmann 4 MehlhantilunBen"b IBcthKc, Georg, SÄ ISeatäfli, Bbeitr. 51, KaUer-Friedr. IStr. 64, Weaernr. 136, PrWelitr. Ii rreaUw. firäU-StraB« 64 Gaege, Otto cl>bS;"*n" F. Pflugmacber, Colonnenstr.iS. F.W.Sito ec£Tusv£s£ 4 K�irr, WcU-, Wol lw..Tn kolag, p Herlean n Meyer, SchiTtHnineräTiL 4 Phototjr Apparate h MIMTSSäl Photo-Jansen, Uanptstr. 23. 4 Wlolkeralen b „SchweUerhof", Meierei und Milchkuranstalt. Emdeoer Str. 46. Tel- II 25S5. 4> üolluowstr. 26 •9 Nähmaschinen lellmafln, E Nähnasehineii Groß. Paul, Warscüaneräir. 66. Schubert, Carl, NkIln.Bergstr.U8 4 Weine, Hk»e, Frucht� tte"� SS-cigo| I 60 Filialen in allen Stadteden.| Herrn, meyer&co, ä«; ca.55flVerllaiifsstell. Gri-ßerL C. Bolle wn.w.2ih� Älteater nnd grsaater Hllclrwlrtschaftllcher - Orossbetrleb= 4 Soh-elbffnren A 0. Prochnow.Nkulli.lleriauiiir. 66 Lehmann, Alb, Frankt. AUeeÜ 4 Vernlclierunnen V „Deutschland"' Berlin Arbcitcrverslchcmng— Schützen- Sterbekassenvertichenf. Straße 8. d Wirtsdinften�tabllssewn. ► O.Rohloff,l"fertt.l,RraaereiKöaigsti3t WWMIlilAklMM Alexanderpl., Rieh. Schloßnieia 4 MahUdorl b Frau A. Pngel, Kolonialwaren. 4 Ktorienrtort p H. Wagner'ftoc ig»l. 1 1, F..ic3-"i 4 Spanrta'i b Scheuerlein, BreilMl. 13, FiatiL-, b iiir. Hr. 193. 33.i.t,w Keilllge �0.Fgmarts" Kerliner Wlksdllltt. z-llwl« Lensths Glück unö Gnöe. Getreu unserem Grundsatz, auch die Vertreter anderer Auffassungen innerhalb der Partei nach Möglichkeit zu Wort kommen zu lassen, haben wir Lenfchs Artikel auf seinen Wunsch zum Abdruck gebracht. Ober er sich damit selbst einen Dienst geleistet hat, ist freilich eine andere Frage. Nötigt er uns doch, seinem wortreichen Drumhcrumgerede Tatsachen gegenüberzustellen. Lenschs Bemerkung, daß nicht nur der„Vorwärts", son- dern auch Vertreter und Blätter der Mehrheit sich gegen ihn wendeten, beweist natürlich nichts für die„Einmütigkeit" der Auffassung seiner Kritiker, sondern lediglich, daß Lenschs verstiegener Sozialimperialismus auch von einem erheblichen Teil der Kreditbewilliger höchst peinlich als etwas überaus Kompromittierendes empfunden wird, was wir sehr gut der- stehen. Im übrigen lohnt es nicht, diesen krampfhaften Ver- such Lenschs, uns mit Stampfer und seinen Gesinnungsfreun- den zusammenzukoppeln, ernsthaft zurückzuweisen. Mögen die von Sensch Angegriffenen im anderen Lager, wenn es ihnen der Mühe wert erschÄnt, sich in ihren Blättern mit dem wun> derlichen„Marxisten" auseinandersetzen. Wir begnügen uns damit, für unseren Teil die komische Unterstellung zurückzu- weisen, als ob die deutsche und internationale Sozialdemo- kratie nach dem Krieg„gleich tibetanischen Lamas ihre Gc- betsmühlen weiterzudrehen" habe: sind wir doch gerade der Ueberzeugung, daß künftig an die Stelle des Plapperns und des sozialistischen Lippenbekenntnisses die ernste Praktizie- rung der sozialistischen Grundsätze zu treten hat und treten wird. Wenn Lensch dann in der in unseren Artikeln bereits ge- kennzeichneten Weise die Partei über den 4. August„hinaus- führen" will— nämlich in den Sumpf der fozial-imperia- listisch verbrämten Politik des konsequenten Reformismus der Peus und Kolb—, so wünschen wir ihm viel Glück zu dieser Reise. Mag er dann, nach der Versicherung der„Frankfurter Zeitung" und anderer intimer Marxkenner, getrost das schwerste Gepäck dieser Sorte Marxismus mit sich führen � an proletarischer Gefolgschaft wird er verteufelt wenig mit sich nehmen. Seltsam ist, daß Lensch seine dichterisch begeisterte Schil- derung der Aufnahme des„holden Wunders" vom 4. August nun auf einmal gar nicht als„Ausdruck seiner Privatgefühle" aufgefaßt wissen will, sondern— ja, als was denn eigent- lich?— als die objektive Spiegelung der Volksstimmung des, wie er so schön sagte,„jubelnden Echos in Hütte und Palast". Er beruft sich zum Beweis für diese seine angebliche Absicht auf das Zeugnis der„Chemnitzer Volksstimme", die spürsin- nig hinter dieser Begeisterung ein„mokantes Lächeln" wittern zu dürfen glaubte. So tiefer Psychologie waren wir, ge- stehen wir's offen, unfähig. Gewiß, als wir die famose Stelle iasen, fiel uns sofort das hübsche Wort Jmmermanns ein: „Das ist ja die pure blanke Gottessatire." Aber wir lasen den Erguß zum zweiten und dritten Male, lasen die Sätze vorher und nachher, und kamen kopfschüttelnd zu dem Schluß, daß diese blanke Satire heiligster Ernst sein müsse. Hieß es doch dort: „Und was damals der einsame Kämpfer(Luther) in seiner bitteren Herzensnot in religiöse Worte gekleidet hatte, da» stieß jetzt, vier Jahrhunderte später, ein Millionenvolk in furchtbarster Lebensgefahr als politischen und nationalen Massenschrei aus. Selten wohl deckte sich Lied und Wirklichkeit so vollkommen, und selten griffen deshalb seine wuchtigen Akkorde so tief an» Herz, wie damals in den Tagen nationaler Einigung die Strophe des Liedes der Deutschen: Deutschland, Deutschland über alle», Ueber alles in der Welt, Wenn es stets zu Schutz und Trutze Brüderlich zusammenhält.— Lensch sollte also künftig zur Verhütung von allzu be- greiflichen„Mißverständnissen" an solchen Stellen hinzu- fügen:„Diese Stelle hat der Verfasser mit mokantem Lächeln geschrieben." Lensch bestreitet ferner, baß seine Bekehrung zum beut- schen Imperialismus durch die deutschen Waffener- folge und die sich daraus scheinbar ergebenden weltpolitischen Perspektiven hervorgerufen wor- den sei. Das sei schon deshalb unmöglich, weil den Hinden- burgschen Erfolgen ja der Rückzug an der Marne und die Be- setzung Galihiens durch die Russen gegenübergestanden habe. Ob Lensch nicht jetzt die Dinge allzu rückwärtsschauend sieht? Die Bedeutung der Marneschlacht war damals weitesten Kreisen noch unbekannt, wogegen die deutschen Erfolge, die Einnahme Antwerpens, Hindenburgs glänzende Sieg«, das Eingreifen der Türkei usw. allgemein sehr hoch gewertet wur- den. Und wenn auch gegen Ende November 1914 die Russen in Westgalizien standen, so waren umgekehrt auch die deut- schen Truppen tief in Polen eingedrungen, so daß auch hier ein Vorteil der Nhlssen keineswegs vorlag. Aber wenn Lensch damals nicht mit dem triumphalen Siege der Mittelmächte gerechnet hätte— wäre sein Uebergehen ins Lager der Im- perialisten dann nicht vollends rätselhaft, eine für einen Sozialdemokraten um so un begreif- lichere Geistesverwirrung? Lenschs Verteidigung macht also feinen Fall noch viel schlimmer, seine Politik noch diel schleierhafter und abenteuerlicher. Daran ändert auch nichts seine Behauptung, er sei nur deshalb an der bisherigen antiimperialistischen, auf die Völkerverständigung gerichteten Politik irregeworden, weil sich die sozialistische Internationale als„leerer Darm voll Furcht und Hoffnung" erwiesen habe. Merkwürdig, daß Lensch nur das Niederdrückende innerhalb der sozialistischen Parteien zu sehen vermochte, ihre Anpassung an den Jmperialis- mus, ihre Unterwerfung unter die kapitalistische Kriegspoli- tik, während doch, von der russischen Sozialdemokratie, die sich von Anfang an prinzipientreu erwiesen hatte, ganz abgesehen, bereits in allen Ländern eine immer stärkere Selbstbesinnung zur Durchbruch gelangte. Auch macht es sich ausgezeichnet, daß gerade einer von denen, die binnen wenigen Monaten so gründlich umlernten, daß ein Mann, der sich ehedem als der radikalste Gegner des Imperialismus aufgespielt, über das klägliche Versagen und die schwächliche Wankelmüftgkeit a n- derer zu spotten wagt I Nun behauptet Lensch freilich auch, daß er gor nichts von seiner Ueberzeugung preisgegeben, son- dern daß er seinen Marxismus nur konsequent weiterent- wickelt habe. Wie Lensch seinen Marxismus von ehedem weiter- entwickelt hat, mögen folgende Zitate aus einem Artikel Kenschtz in der„Neuen Zeit" vog; 23, August 1912 beweisen: („Wenn nun die Miliz für die Kriegsmarine nicht Paßt, so deshalb, weil die moderne Kriegsmarine eine aus- * gesprochene Angriffswaffe ist, sie dient zur Eroberung fremder Länder, nicht aber zur Verteidigung der hei- mischen Küsten, sintemal, wie seinerzeit das Reichsmarineamt erklärte, die sich selber schützen. Die kolossale EntWickelung dieser Angriffswaffe im letzten Jahrzehnt ist eine natürliche Bcgleit- erscheinung des Imperialismus, d. h. jener kapitalistischen Ent- Wickelungsepoche, deren Kern und Stern der Kampf um neue Kolonialländer, die Verteilung' der noch nicht kapitalistischen Länder unter die führenden Großstaaten des internationalen Kapitalismus ist. Daß für eine solche Angriffswaffe die Miliz, die nur für die Verteidigung berechnet ist, nicht patzt, versteht sich von selber. Daraus aber dürfen wir nicht den Schluß ziehen: die Miliz ist völlig sinnlos geworden und wir müssen uns nach einem neuen Auskunftsmittel umsehen. Im Gegenteil: je schärfer sich die dialektischen Gegensätze zwischen Imperialismus und Proletariat zuspitzen, in desto schrof- ferem Gegensatz erscheinen auch ihre beiderseitigen s?orde- rungen. Für den Imperialismus ist die Kriegs- flotte eine Lebensbedingung, der Sozialismus geht darauf aus, dem Imperialismus die Lebens» bedingungen abzuschneiden. Die spezifische Waffe des Imperialismus, die Hochseeflotte, ist schlechthin offensiv, das Wehrprogramm des Proletariats schlechthin defensiv.... Eine Organisation zur Sicherung des Landes nach außen und innen, also eine Volkswehr, wollen sie beibehalten bzw. schaffen, aber für die Existenz einer Kriegs- flotte ist in dem Wehrprogramm der Sozial- demokratie kein Raum. Sie braucht keine und kann keine brauchen. Es ist also keine Schwäche, sondern im Gegenteil ein Zeichen für die Güte der Milizforderung als des Wehrprogramms der Sozialdemokratie, wenn sie für so ausgesprochene Offensivwaffen wie Kriegsflotten„völlig sinn- los" ist." Lensch war damals also, wie wir bereits in unseren Ar- tikeln erwähnten, Gegner des Abrüstungs gedankens, den er für„pazifistischen Schwindel" erklärte. Aber er war demgegenüber Verfechter des Mlizsystems, weil er keine Offensivwaffe, kein Instrument des Im- perialismus war, den er glatt verwarf. Und heute? Heute ist Lensch selbst Jmperia- list, Vorkämpfer der deutschen Weltpolitik, die seiner Mei- nung nach Englands„Weltherrschaft" brechen muß. Das ist die„konsequente" Entwickelung dessen, was Lensch als M a r x i s m u s ausgibt! Gegen Lenschs„Konsequenz" an sich haben wir nichts einzuwenden. Sie dient der Klärung und erleichtert die not- wendige, rücksichtslose Auseinandersetzung mit ihm und den „Sozialisten" seines Schlages. Aber seinen„Marxismus" mag er sich von der„Frankfurter Zeitung" und ähnlichen be- rufenen Marxinterpreten bestätigen lassen— die Sozialdemokratie bebanft sich für einen Marxismus, der„dialek- tisch" in sein Gegenteil umschlägt. Womit für diesmal der schon allzu lang geratene„Fall Lensch" verabschiedet sein mag. Nach Kriegsbeendigung wird die Sozialdemokrafte dann freilich aus den Konsequenzen Lenschs und seiner Gesinnungsgnossen ihre Konsequenzen zu ziehen haben. � t(z) • Zu dem gestrigen Artikel des Genossen Lensch erhalten wir noch folgende» Schreiben: In Ihrer heutigen Stummer derSffentlichen Sie einen Artikel von Paul Lensch, worin er mich zweimal in ehrenkränkender Absicht erwähnt. Ich mutz Sie deshalb um die Aufnahme folgender Be- richtigungen ersuchen. 1. Paul Leysch nennt mich„eine geschwätzige Elfier au» Steglitz", weil ich seine Aeußerung über die„Idioten" der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion, die die Eingeweide der Internationalen auf den Tisch gelegt hätten,„verbreitet" haben soll. Di« Wahrheit ist, daß Paul Lensch am b. August 1S14 eine Unterredung mit der Benosfin Luxemburg und mir gehabt hat, über die ich nicht»„verbrettet" habe, aber über die Lensch, ohne von der Genosfin Luxemburg oder mir irgendwie gereizt zu sein, hinter unserem Rücken am 1. Juli 1916 einen un« wahren Bericht an den Parteiausschuß erstattete. Mitglieder deS Parteiausschusses benachrichtigten mich davon— die Genossin Luxem- bürg saß damals im Gefängnis— und ich sandte nunmehr einen wahrheitsgetreuen Bericht über die Unterredung vom 6. August 1914 an den Parteiausschuß ein. worin die Aeußerung über die „Idioten" enthalten sein mutzte. So war ich durch einen hinter- listigen Anfall gezwungen, sein geflügeltes Wort, dessen Richttgkeit Lensch ja nicht bestreitet, fast ein Jahr, nachdem er eS gesprochen hatte, zu„verbreiten", und auf diesen Sachverhalt hin erdreistet sich der Man», der„den Marxismus beherrscht, wie wenige'— o du barmherziger Himmel! mich als„geschwätzige Elster' zu ver- lästern. 2. Paul Lensch behauptet ferner, die Genossin Luxemburg und ich hätten„im Dezember 1914 unter Fußtritten gegen die deutschen Kreditbewilliger den englischen Kreditbewilliger» unsere verzückte Bewunderung ehrfurchtsvoll zu Füßen gelegt". Diese Behauptung hat Lensch für verleumderisch« Zwecke erfunden. Die Genossin Luxemburg— soweit ich im Namen meiner Freundin sprechen darf— und ich haben im Dezember 1914 in Briefen an den „Labour Leader" sämtliche Kreditbewilliger, wo immer sie sitzen, für den Zusammenbruch der Internationalen verantwortlich gemacht, und der deutschen Partei nur insofern die größere Schuld beigemessen, als ihr— dem führenden Zweige der Internationalen— die größer« Verpflichtung oblag. In solchen Fällen zuerst vor der eigenen Tür zu kehren, haben wir von Marx gelernt und werden un» darin auch nicht durch die berühmten Marxtöter der„Frank- furter Zeitung" beirren lassen, die endlich nach jahrzehntelangem Suchen in Lensch einen echten„Marxisten" entdeckt haben. Mit Parteigruß Steglitz, 14. Juli. Fr. Mehring. politische Ueberstcht. Angst vor dem frieden? Der nationalliberale Professor M e t g e r veröffentlicht im „Deutschen Kurier" einen Artikel, in welchem er geradezu unverständliche A n g st davor an den Tag legt, daß Präsident Wilson als Friedensvermittler auftreten könnte. Der Pro- fessor führt aus: „Herr Wilson ist Angelsachse und als solcher ein Freund Englands. Daher tut er alles, um in dem großen Kampfe zwischen uns und den Engländern seine Stammesgenossen zu unterstützen.... Endlich ist er auch Präsidentschaftskandidat. ES würde seine Wahl mächtig unterstützen, wenn er in dem Glänze eines Friedensvermittlers auftreten könnte. Schon aus Dankbarkeit für die Erhöhung des nationalen An- sehenS müßten ihm dann die Wähler ihre Stimme geben. Stehen sie doch ebenso wie er in ihrer Mehrheit auf der Seite Englands. Die Rolle eines Friedensvermittlers»nutz für Wilson um so ver- lockender sein, wenn er sich der Tätigkeit erinnert, die sein bis- heriger Rivale Roosevelt ausübte, als er vor 10 Jahren in Ports- mouth den Frieden zwischen Rußland und Japan herbeiführte. Aber gerade dieser Vorgang muß für uns eine Mahnung sein: hatte er doch das Ergebnis, daß Japan um die Früchte seines Sieges betrogen wurde." Diese ganze Argumentation erscheint um so weniger ver- ständlich, als Präsident Wilson ja nicht die Friedensbedingungen diktieren kann, sondern höchstens dahin wirken könnte, daß sich endlich die Diplomaten der kriegführenden Länder zusammen- setzen, um die Grundlage für einen Friedens- s ch l u ß z u f i n d e n. In den Kreisen der Nationalliberalen scheint man aber von der Hetze gegen die Amerikaner schon zu einem solchen Grad von Verblendung gekommen zu sein, daß man sich ruhig mit einer weiteren Dauer des Krieges abfinden will, wenn nur Amerika nicht als Friedensvermittlcr auftreten kann. In den weitesten Kreisen des deutschen Volkes wird ein derartiges Verhalten sicher keinerlei Ver- st ä n d n i s finden._ Die Propaganda des Nationalausschusses. Es bestätigt ficki, daß der neugegründete.Nationalausschuß" für einen ehrenhaften Frieden am 1. August mit einer Reihe großer Versammlungen vor die Oeffentlichkeit treten will. Nach dem „Verl. Tagebl." soll Professor H a r n a ck für den Ausschuß sprechen. Wird nur den Wortführern des Ausschusses die Vertretung ihrer Anschauungen über den Frieden gestattet werden, denjenigen aber, die andere Ziele verfolgen, nicht? Das Verbot, die KriegSziele öffentlich zu erörtern, wird immer unhaltbarer. Nachtrag zur Wcbwarenverordnung. Nach einer Veröffentlichung im„Neichsanzeiger" sind in das Verzeichnis der Gegenstände, auf welche die Vorschriften der Be- kannlmachung über die Regelung des Verkehrs mit Web-, Wirk- und Strickwaren für die bürgerliche Bevölkerung vom 10. Juni 1916 mit gewissen Ausnahmen keine Anwendung finden, auch aufzunehmen: Alle Artikel der aus Waschstoff hergestellten Damensommerkonfektion, sofern sie am 0. Juni 1916 fertiggestellt oder zugeschnitten waren. Mädchenkleider für das schulpflichtige Alter und Kinderkleider für das Alter bis zu 6 Jahren, sofern deren Kleinhandelspreis für ein Waschkleid 16 M., für ein Kleid aus Wolle oder Velvel 25 M. übersteigt, sowie Gummimäntel und gummierte Badeartikel. Der Gummierung steht Ersatzgummierung gleich. Das tägliche örot. Vom Kriegsernährnngsamt. Am Dienstag, den 11. Juli, trat der Beirat des Kriegs- ernährungsamts im Reichstagsgebäude zu seiner ersten Sitzung zusammen. Der Beirat setzt sich bekanntlich aus Vertretern der Bundesstaaten und der Kriegsgesellschaften und aus Sach- verständigen zusammen, die der Reichskanzler aus den ver- schiedenen BerufSzweigen und Bezirken ernannt hat. Die Verhandlungen haben bestimmungsgemäß vertraulichen Cha- rakter. Der Präsident deS Kriegsernährungsamtes, Herr v. B a- t o c k i, eröffnete die Sitzung mit einer Ansprache, aus der folgende Ausführungen mitgeteilt werden: „Die Vorräte aus der alten Ernte gehen leider immer mehr zu Ende. Erst im August wird die neue Ernte eine erhebliche Verbefferung der Ernähruugsverhältnisse ermöglichen. Die für gleich- mäßigere und zweckmäßigere Verteilung des Vorhandenen erforderlichen Vorschriften sind soweit vorbereitet, daß sie in nächster Zeit erlassen w e r d e n können. Die öffentliche Er- örterung der Ernährungsfragen ist erforderlich, jede Einschränkung darin unerwünscht. Durch möglichst weitgehende sachliche Aufklärungen muß irrtümlichen Auf- fassungen, wie sie in der Presse hier und da hervorgetreten feien, entgegengewirkt werden. Durch ein besonderes Beirats- Sekretariat beim Kriegsernährungsamt soll den Mitgliedern des Beirates Gelegenheit gegeben werden, in ständiger Fühlung mit dem Amt in ihren Bezirken und Organisationen für solche sachliche Aufklärung zu sorgen und dort hervor- getretene Wünsche dem KriegSernährungSamt mitzuteilen. Ausschüsse deS Beirates für besonders wichtige Fragen sollen die künftigen Sitzungen vorbereiten. Durch ständige Uebersendung aller Vor- standSprotokolle und sonstiger Mitteilungen dcS KriegsernährungS- amtes würden die Beiratsmitglieder in Fühlung mit dessen Tätig« keit bleiben. Wenn die dringlichen Kriegswirtschaftsaufgaben er- ledigt sein würden, müsse das Kriegsernährungsamt mit Unier- siützung deS Beirates sich zu der bedeutsamen Aufgabe einer rechtzeitigen Vorbereitung des Ueberganges von der Kriegswirt- schaft in die spätere Friedenswirtschaft wenden." Gegenstand der Verhandlungen bildete zunächst die Frage der Einschränkungen der Ausstihrverbotc. Den einleitenden Bericht erstattete der Geheime Oberregierungsrat Fischer. In der eingehenden Besprechung waren die Ausführungen des Dr. Heim über die Versorgungsregelung in Bayern von besonderem Interesse. Seine Auffassung, daß die in Bayern eingeführten Ausfuhrbeschränkungen nur insoweit beseitigt werden könnten, als auch für das übrige Reichsgebiet eine entsprechende Verbrau chsregclung eingeführt sein würde, fand die Zustimmung der Versammlung. Die Auffassung ging all- gemein dahin, daß eine solche allgemeine Verbrauchsregelung herbeigeführt>v erden müsse, daß aber dann die Ausfuhrbeschränkungen möglichst schnell und möglichst allgemein aufgehoben werden sollten. Man wird den weiteren Bericht über die Verhandlungen abwarten müssen, ehe man ein Urteil füllen kann. Anzu- erkennen ist, daß Herr v. Batocki die öffentliche Kritik nicht unterbinden will. Hoffentlich fügen sich auch alle Verantwortlichen Organe seinem Wunsche, jede Einschränkung der öffentlichen Erörterung der Ernährungs- fragen zu unterlassen.___ Gegen die Erhöhung der Kartoffelhöchstpreise. Der Kriegsausschuß für Konsumenteninteressen setzt sich in einer bemerkenswerten Zuschrift an die Presse mit der „Deutschen Tageszeitung" auseinander, die ihm Irreführung der öffentlichen Meinung vorgeworfen hatte, weil er die ge- plante Erhöhung des Kartoffelpreises auf 4 Mark niit dem vorjährigen Kartoffelpreis von 2,75 bis 3,95 M. verglichen hatte. Nach der„Deutschen Tageszeitung" wäre der vor- jährige Höchstpreis nur als ein„besonders niedriger Anfangs- preis" gedacht gewesen, dagegen wolle man den diesjährigen Anfangspreis sg gestalten, daß ex„in der Hauptsache" dgZ Ssö JölbS."rsif-'rt'"uo.lyo ssrtt'mf f r o'ilt) ti D J ganze Jahr hindurch bestehen bleiben könne. Dem- gegenüber wird zunächst ausgeführt: „Absolut unrichtig ist die Behauptung von dem„besonders niedrigen Anfangspreis" im Vorjahre und der beabsichtigten späteren„namhaften Steigerung". Der Vertreter der Reichs- regierung. Herr Präsident Kauh. hat des öfteren erklärt, die Re- gierung denke unter keinen Umständen an eine Erhöhung dieses Preises. Infolge der Zurückhaltung der Kartoffeln und weil die Reichsrcgierung nicht zu den Maßnahmen greifen wollte, die sie trotz der Erhöhung später doch ergreifen mußte, sah sie sich später zu der Erhöhung um 1,25 M. pro Zentner und 25 Pf. Report pro Monat gezwungen." Tann wird weiter dargelegt, daß der jetzt beabsichtigte Höchstpreis von 4 M.(der aus dem Abbau des jetzigen Früh- kartoffelpreises von 10 M. für Mitte Oktober gewonnen wer- den soll) auch nach seinen Befürwortern vom 15. Februar abwicdereineErhöhungumIMark erfahren soll: „Während mithin im verflossenen Erntejahr der Produzent vom Beginn der Kartoffelernte bis zum 15. Februar nur 2.75 bis 3,05 M. pro Zentner erhielt, bekommt er nach der beabsich- tigtcn Regelung nunmehr 4 M. Erhielt er nach der Erhöhung ab 15. Februar 1916 4 bis 4,30 M.. so soll er ab 16. Februar 1917 sofort 5 M. bekommen. Diesen Preis erhielt er nach der alten Regelung erst ab 15. Mai bzw. Juni. Erst nach dieser Zeit kam er über diesen Betrag hinaus, was bei der abnehmenden Beden- tung der Kartoffeln alter Ernte in dieser Zeit unwesentlich ins Gewicht fällt. Nach den Erfahrungen des Vorjahres ist über- dies nicht einmal anzunehmen, daß der Preis von 5 M. ab 15. Februar 1917 Gültigkeit bis zur neuen Ernte behält. Die Preistreibereien werden schon wieder rechtzeitig einsetzen." Man ersieht aus diesen Feststellungen, wem allenfalls Irreführung der öffentlichen Meinung vorgeworfen werden kann. Man kann nur unterstreichen, wenn die Zuschrift des Ausschusses für Konsumenteninteressen abschließend bemerkt: „Aus der vorstehenden Gegenüberstellung aber geht mit aller Deutlichkeit hervor, daß wir mit einem erheblich höhe- rcn Durchschnittspreis gegenüber dem Vor- j a h r zu rechnen haben, der den Produzenten Hunderte von Millionen Mark mehr einbringt. Mit der vom Kriegsernäh- rungsamt geplanten Regelung sind wir glücklich dahin gelangt. daß die Kartoffelpreise gegenüber der Friedens zeit um mehr als 100 Proz. gestiegen sind. Der Groß- Handelspreis für sortierte Speisekartoffeln betrug nach dem Reichsstatistischen Jahrbuch in 1913 in Berlin 2,70 M. Wenn die Unkosten mit 80 Pf. fiir den Großhändler berechnet werden. bat der Produzent 1,90 M. pro Zentner erhalten. Im Westen Deutschlands mag dieser Preis höher gewesen sein, im Osten da- gegen war er noch niedriger, der Berliner Preis käme ungefähr als Durchschnittspreis in Betracht. Bei 13 Millionen Tonnen Speisekartoffeln für die nicht Kartoffeln produzierende Bevölke- rung erhält mithin die Landwirtschaft jetzt über eine halbe Milliarde Mark mehr allein für die Kartoffeln gegenüber der Friedenszeit. Die höheren Pro- duktionskosten werden durch die bessere Verwertung für Vieh- � futtcr. den Verkauf an Trockenfabriken und Brennereien mehr als aufgewogen. Man soll esden Verbrauchern nicht verargen, wenn sie sich gegen die vom Kriegs- ernähr u n gsamt geplante Preisfestsetzung wen- den, weil siewedcreine Notwendigkeit noch eine Berechtigung dafür erblicken können." Preiswucher bei Genuhmittel». Nach einer Mitteilung des KriegZernährungsamtes gilt die Vcr- ordnung gegen übermäßige Preissteigerung vom 23. Juli 1915 gegen Nahrungsmittel ganz allgemein.„Der Wortlaut„Gegen- stände des täglichen Bedarfs, insbesondere Nahrungsmittel" ist nicht dahin zu verstehen, daß durch die Einordnung unter die Gegen- stände des täglichen Bedarfs der Kreis der in Betracht kommenden Nahrungsmittel eingeschränkt werde; die Fassung soll vielmehr be- sagen, daß Nahrungsmittel allgemein zu diesen Gegenständen ge- rechnet werden sollen. Von diesem Standpunkt aus sind Kaviar, Tee aller Art, Mayonnaise, Lorbeerblätter, Pfeffer, Kuchenbackmehl als Nahrungsmittel im Sinne der Verordnung anzusehen." Ein Protest Dresdens zur Fleischversorgung. Die städtischen Kollegien zu Dresden haben einen scharfen Protest an das Kriegsernährungsamt gerichtet, der sich mit der Fleischfrage befaßt. Es heißt darin u. a.:„Die Einheitlichkeit des Wirtschaftsgebiets des Reiches muß in allen Stücken gewahrt werden. Es dürfen sich nicht Ueberschutzgebiete zum Nachteil der Zuschuß« " gebiete abschließen. Es sind deshalb einzelne Ausfuhrverbote ent- weder aufzuheben oder aber durch gleiche, Verbrauchsgrundsätze und jene Ablieferungspflicht zu ersetzen... Nach der Erklärung des Vorstandes des Viehhandelsverbandes für das Königreich Sachsen können bis auf wciieres nur 500 Gramm pro Kopf und Monat an Fleisch den Kommunalverbänden zugewiesen werden. Infolgedessen haben wir bei der von uns getroffenen zwangsläufigen Fleisch- bezugsregelung in Dresden nur 125 Gramm pro Kopf und Woche an frischem Fleische einschließlich Wurst unserer Bevölkerung sicher- stellen können. Daß die Kopfrate auf die Dauer viel zu niedrig ist, und eine Unterernährung befürchten läßt, bedarf keiner Begründung. Die Mißstimmung der Bevölkerung hierüber ist um so begreiflicher, als in anderen deutschen Städten und in außer- sächsischen deutschen Großstädten die Kopfrate erheblich größer, z. B. in Berlin doppelt so groß ist als in Dresden. In der Hauptsache fliegt dies offenbar daran, daß das Königreich Sachsen nach dem Reichsschlüsfel als Ueberschußland für Rindvieh angesehen wird. Danach ist das Königreich Sachsen als eigener Fleischversorgungs- bezirk abgegrenzt worden, und mutz mit seinen Rindviehbeständen nicht bloß auskommen, sondern auch noch Rinder zur Versorgung des Militärs abgeben. In Wirklichkeit hat aber das Königreich Sachsen schon lange vor dem Kriege 45 Proz. seines Schlachtrinder« beharfS eingeführt, und zwar zumeist aus preußischen Provinzen mit großen Landwirtschaftsbetrieben." Es wäre in der Tat richtig, daß dem hier geschilderten Mißver- hältnis und so manchem abgeholfen würde. Energisches Einschreiten gegen gewisse Ausfuhrverbote und eine Nachprüfung deS„Vertei- lungsschlüffelS" könnten da immerhin einiges bessern. Eine städtische Gemüscgesellschaft. Eine eigene städtische Gemüsegesellschast m. b. H. hat die Stadt Chemnitz gegründet. Die Gesellschaft hat es sich unter Mit- Wirkung und Beteiligung des Großhandels zur Aufgabe gemacht, im Anschluß an die Reichsstelle für Gemüse und Obst in Berlin einen öffentlichen Gemüse- und Obst-Großmarkt in Chemnitz einzurichten. Die Gesellschaft ist auf gemeinnütziger Grundlage errichtet worden und erstrebt keinen Reingewinn. Der Wert der Laubenkolonien. Welch' erhebliche praktische Bedeutung die Ausnutzung von Brachland gewinnen kann, zeigt die nachstehende Berechnung der „Rheinisch-Westfälischen Zeitung' für die Stadt Essen:„Nach den für 1915 schon feststehenden Zahlen sind in Essen 624 Morgen an insgesamt 2831 Kleingartentreibende ausgegeben worden: außerdem sind von der Stadt selbst noch etwa 93 Morgen in Bebauung ge- nommen worden, zusanimen also etwa 717 Morgen. Das Jahr 1916 hat eine weitere Zunahme dieser Fläche gebracht. Die Zu- nähme steht zwar noch nicht genau fest. Man kann aber die ins- gesamt in diesem Jahre in Essen gegen die Friedenszeit hinzu- gekommene Ackerbaufläche auf etwa 900 Morgen veranschlagen. Was läßt sich nun aus 900 Morgen für die Volksernährung gewinnen? Wir wollen annehmen, daß das gesamte Neuackergebiet mit Kartoffeln bepflanzt würde. Bei der Annahme eines Ertrages von 70 Zentner pro Morgen, wurde der Mehrertrag allem im Ge- biete der Stadt Essen gegen die Friedenszeit 63 000 Zentner be- tragen. Diese Menge würde genügen, um unter Zugrunde- legung des Satzes von l'/z Pfund pro Kopf und Tag die gesamte Effener Bevölkerung neun Tage mit Kartoffeln zu versorgen, oder aber, da die Menge von IVe Pfund meist nicht erreicht wird, etwa 14 Tage. Mus Groß-öerlin. Kundenvorrccht bei der Freibank? Die Berliner Freibank hat unter den Leuten, an die sie ihre Ware absetzt, viele feste Kunden. Dadurch ist bei der Abfertigung der Käufer die Einführung von Karten ermöglicht worden, die eine Verteilung der Käufermenge auf die verschiedenen Tageszeiten gestattet. Das bietet dann den Vorteil, daß Ansammlungen verhütet werden und den Kauflustigen die Geduldprobe einer allzu langen Wartezeit erspart bleibt. Daß diese Einrichtung aber auch zu Miß- ständen führen kann, zeigt eine Mitteilung, die wir über die Freibankverkaufs'stelle in der Bellermannstraße erhalten. Geklagt wird, daß bei der dort ein- geführten Kartenausteilung sich allmählich ein Ver- fahren herausgebildet habe, durch das viele Kauflustige be- nachteiligt werden. Man glaubt beobachtet zu haben, daß die Karten, wenn nach Ablauf der Frist die Erneuerung bewirkt werden muß, größtenteils wieder in dieselben Hände geraten. Es seien immer ziemlich dieselben Leute, denen aus den Vor- räten der Freibank ihr Fleischbezug gesichert wird. Wer sich keine Karte zu verschaffen gewußt hat, müsse warten, bis die Karteninhaber abgefertigt sind. Da könne mancher dieser Zurückgesetzten es erleben, schließlich mit leeren Händen nach Hause gehen zu müssen,>veil von den Fleischvorräten nach Befriedigung der Kartininhaber nicht mehr viel übrig sei. Eine sich benachteiligt fühlende Frau hat schon im Frühjahr diese Dinge dem Magistrat in einer von vielen Leidensgefährtinnen mitunterzeichneten Eingabe gemeldet, aber besser sei es danach nicht geworden, sagt man uns. Unseres'Erachtens hätte der Magisttat sehr wohl eine Möglichkeit, die gleichmäßige Behandlung aller Freibankkunden zu erzwingen. Zwar ist von der Stadtgemeinde der Freibank- bettieb an die Schlachtviehversicherung vereinigter Mehkom- Missionare Berlins übertragen, so daß zunächst diese für die dort etwa sich zeigenden Mißstände verantwortlich gemacht werden muß. Die Stadt bezieht auch auS dem Verkauf des Fleisches der Freibank keine Einnahme außer der Miete, die ihr die Freibank für die auf dem Schlachthofe benutzten Räume zahlt. Doch der Magistrat hat in dem mit der Schlachtviehversichernng geschlossenen Vertrage ihr eine Reihe Vorschriften für den Freibankbetrieb auferlegt, deren Verletzung in schlimmeren Fällen sogar zu sofortiger Ver- ttagsaufhebung berechtigen würde. Der Vertrag enthält unter anderem die Vorschrift,„keine Bevorzugung oder Be- nachteiligung einzelner Käufer stattfinden za lassen, sondern sie möglichst der Reihe nach, wie sie in den Verkaufsraum eintreten, abzufertigen". Unzulässig wäre hiernach ein Kunden- Vorrecht, wie es in der uns zugegangenen Klage behauptet wird. Daß Karten ausgegeben werden, die den Inhabern zu bestimmten Tageszeiten den Vortritt sichern, ließe sich mit dem obigen Benachteiligungsverbot schwer in Einklang bringen. Sind Karten unentbehrlich zur Erzielnng einer geordneten Käuferabfertigung, so soll man wenigstens dafür sorgen, daß Nachteile für andere Kauflustige möglichst verhütet werden. Die zweite Volksspeisungsstelle. Am Montag wird, worauf wir nochmals hinweisen, die zweite Volksspeisungsstelle in der Graunsttaße eröffnet, für die zahlreiche Anmeldungen eingegangen sind. Benierkens- wert ist, daß die Zahl der Teilnehmer für die zuerst in Be- trieb genommene Speisungsstelle in der Markthalle Wörther und Tresckowstraßc und die ihr angeschlossenen Speiseausgabe- stellen für die zweite Woche gegenüber der ersten Woche nicht unerheblich gestiegen ist. Es sei noch darauf aufmerksam ge- macht, daß die Bewohner derjenigen Stadtgegenden, in denen bereits städtische Küchen in Betrieb sind, sich von Montag bis Donnerstag jeder Woche bei der für sie zuständigen Brot- kommission zur Teilnahme an der Speisung anzumelden haben._ Die Kartoffelkarte in der Bürgerküchc. Ans wird geschrieben: Nach den neuesten Bestimmungen muffen die Besucher der Bürgerkllchen usw. am Beginn der Woche ihre Kartoffelkarte vorlegen, wobei für d i e s i e b e n T a g e der Woche zugleich Abschnitte abgetrennt werden. Das ist ein Verfahren, das wohl durchführbar ist bei denjenigen Personen, welche stets dieselbe Küche besuchen. Für alle anderen, ich erinnere an die zahlreichen Stadtreisenden, Bolen, Kassierer, Kutscher, Lieferburschen, ferner die große Zahl der weiblichen arbeitenden Bevölkerung, deren Beruf sie zwingt, fast täglich in einer anderen Speiseanstalt zu essen, sind die Küchen mit dem Inkrafttreten dieser Verfügung verschlossen. Hier täte Abhilfe not._ Reisebrotkarten. Der Magistrat stimmte gestern einer Verordnung zu. die die Einführung der von dem Landesgetreideamt ausgegebenen Reise- brotmarken näher regelt._ Der Verein für Kindcrvolksküchen Berlin, E. V., teilt mit, daß er die Abgabe und den Verkauf von Topfportionen in seinen Aus- gabekllchen an Erwachsene infolge der städtischen Massenspeisungen eingestellt hat. Der Bettieb in den Kindervolksküchen und die Ver- teilung von Freiportionen an wohltätige Vereine für Kleinkinder werden unverändert auftecht erhalten. Die Besichtigung von Fabriken durch Offiziere. Der Oberbefehlshaber in den Marken erläßt folgende Bekanntmachung: Die Besichttgung der mit Heeresaufträgen bettauten Privatfabriken in Berlin und der Provinz Branden- bürg ist nur solchen Offizieren zu gestatten, die eine schriftliche Genehmigung des Kriegsministettums, des Oberkommandos in den Marken, der General-Jnspektion des Ingenieur- und Pionierkorps und der Festungen, eines stellvertretenden Generalkommandos, der Feldzeugmeisterei, der General- In- spektion des Militär-Verkehrswesens, der Verkehrstechnischen Prüfungskommission, des Jngenieur-Komitees, eines Gou- Verneurs oder Kommandanten, des Präsidiums der Artillerie- Prüfungskommission, des Bekleidungsbeschaffungsamtes, des Reichs-Marine-Amts, der Kommandos der Marinestation der Ost- oder Nordsee, der Kaiserlichen Werften Kiel, Wilhelms- Häven oder Danzig, der Unterseebootsinspektion, der Torpedo- inspektion und der Bekleidungsämter in Kiel bezw. Wilhelmshaven vorweisen können. Die Plakatverordnung. Amtlich. Berlin, 14. Juli.(W. T. B.) Der Oberbefehls- Haber in den Marken erläßt folgende Bekanntmachung: Aüf Grund des Z 9b des Gesetzes über den Belagerungszustand bestimme ich hiermit für das Gebiet der Städte Berlin, Char- lottenburg, Neukölln, Berlin-Schöneberg, Berlin-Wilmersdorf und Berlin-Lichtenberg: I. Von der öffentlichen Straße aus sichtbare Plakate oder sonstige Ankündigungsmittel, durch welche für öffentliche Schau- stellungen jeder Art(Theater, Kinos, Varietes, Cabaretts, Zirkusse. Schaubuden, Panoptikums) Reklame in Bildform oder in auffäl- liger Schriftform gemacht wird, dürfen außer an den öffentlichen Anschlagsäulen nur vor denjenigen Gebäuden, in welchen die Schau- stellungen stattfinden, angeschlagen oder angebracht werden. II. Lichtspielvorführungen dürfen nur in der Zeit von 3 Uhr nachmittags bis 11 Uhr abends stattfinden. III. Diese Anordnung tritt am 15. August 1916 in Kraft. Der Oberbefehlshaber in den Marken. gez. von Kessel, Generaloberst. Kautionsschwiudler. Einer der gefährlichsten Schwindler, ein„Detektiv" Gustav Kalbitz, der den Strafbehörden schon viel zu schaffen machte, wurde gestern wieder eimnal festgenommen. Kalbitz betrieb schon früher gewerbsmäßig den Heirats- und Kautionsschwindel. Er erließ Anzeigen, daß ein wohlsituierter Kaufmann sich nach einem glück- lichen Heim sehne, oder so ähnlich. Heiratslustige Mädchen und Witwen meldeten sich zu Dutzenden, und der Schwindler nahm seinen Opfern alles ab. was sie hatten, einem nicht weniger als 19 000 M. Zuletzt erhielt Kalbitz 4 Jahre Zuchthaus. Erst-vor nicht langer Zeit aus der Strafanstalt entlassen, nahm er seine Schwindeleien wieder auf, versteckte sich aber hinter einer Firma. In der Chausseestratze 6 bestand ein Detektivinstitut„Hansia", das sich auch internationale Auskunftei nannte. Geschäftsführer waren Castelli u. Co. Der Inhaber Castelli steht im Felde. Aeußerlich merkte man aber davon nichts, denn ein Mann führte unter seinem Namen mit einem zweiten die Geschäfte weiter. Jetzt kamen bald viele Klagen über den Bettieb. Die Kriminalpolizei schritt ein und war überrascht, an Stelle des Herrn Castelli ihren alten Be- kannten Kolbitz zu finden, der unter falscher Flagge mit einem 22 Jahre alten Geschäftsreisenden Paul Obicht Schwindeleien aller Art betrieb: Heirats-, Kautions-, Hhpothekenschwindel usw. Die beiden wurden verhaftet, ihre ganzen Papiere beschlagnahmt. Während die Beamten die Räume durchsuchten, kamen noch ein Dutzend Leute, um sich nach dem Stand ihrer Angelegenheiten zu erkundigen. Die Kundschaft des„Instituts" erstreckt sich auch auf die Provinz. Auch von dort her hatten sich schon Leute gemeldet, die zur Einleitung von Klagen Vorschüsse zahlten Und dann-von dem Institut nichts mehr hörten. Eine Frau, die Kolbitz vor früher her kannte, betrog er noch kurz vor seiner Verhaftung. Er traf sie auf der Straße und fragte sie, ob sie mit 50 Mark in ganz kurzer Zeit 25 Mark verdienen wolle. Die Frau Halle, das Geld nicht. Kolbitz aber suchte sie bald auf und drängte so lange, bis sie ihre 20 Mark von der Sparkasse abhob und eine goldene Kette und ein Armband versetzte, um ihm das Geld geben zu können. Als sie es aber zur vereinbarten Zeit mit dem Gewinn wieder holen wollte, war Herr Kolbitz nicht zu sprechen und der„andere Herr" wies sie barsch ab. Der alte Schwindler griff bei seiner Festnahme nach dem Revolver, kam aber nicht dazu, ihn zu ge- brauchen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß er noch viel mehr Leute betrogen hat, als bisher schon bekannt geworden ist. Die Geschädigten können sich bei der Kriminalpolizei in Zimmer 103 des Polizeipräsidiums melden. Ein Bootsunfall, bei dem ein Charlottenburger Geschäftsmann den Tod fand, hat sich auf der Havel ereignet. Der Mitinhaber der Wurstfabrik W. Beck, Berliner Stt. 68/69 in Charlottenburg, Herr Paul Gerbsch, hatte am Mittwoch in seinem Segelboot eine Fahrt auf der Havel unternommen. In der Gegend des Kaiser- Wilhelm-Turms kenterte das Boot infolge einer heftigen Böe und der Insasse stürzte ins Wasser. G., der ein guter Schwimmer, versuchte das nicht allzuweit entfernte Ufer zu erreichen, doch ereilte ihn kurz vor dem Ziel ein Herzschlag und er versank lautlos in den Fluten. Augenzeugen des Vorfalles eilten sofort herbei, sie konnten jedoch nur die Leiche des Ertrunkenen bergen. Eine traurige Aufklärung hat das Verschwinden eines Knaben gefunden. Der 7 Jahre alte Sohn Otto des Eisenbahnschlossers Brandenburg aus der Lehrter Str. 54 wurde seit einigen Tagen vermißt. Alle Nachforschungen blieben erfolglos, bis man ihn gestern in der Nähe der Fennorückc im Spandauer Schiffahrts- kanal als Leiche wiederfand. Wie der Knabe in das Wasser ge- raten ist, weiß man nicht sicher. Wahrscheinlich ist er beim Spielen hineingefallen. Ein großer Butterdicbstahl ist in Steglitz verübt worden. Bisher unbekannte Diebe drangen dort in der Nacht zu Donnerstag in das Buttergeschäft von Gebr. Manns in der Kieler Sttaße ein und stahlen einen Kübel mit 108 Pfund Butter. Der 5tübel wurde am nächsten Morgen in einem Vorgarten an der Schaden, rute aufgefunden; er enthielt noch 50 Pfund der so kostbaren Ware, ein Zeichen dafür, daß die Einbrecher beim Fortschaffen der Beute gestört worden sind. Ein neugeborenes Kind wurde am vergangenen Mittwoch in dem Hause am Ostbahnhof 12 aufgefunden. Es handelt sich um ein kleines Mädchen, das erst etwa zwei Tage alt sein mochte. Es war in leinene Windeln, eine Barchentunterlage, in ein leinenes Hemd- chen und ein weißes Jäckchen gekleidet und dann noch in ein rot» gestricktes Kattunluch und weißes Flanelltuch eingeschlagen. Die Finderin übergab das Kind der Polizei, die es nach dem Waisenhause brachte. Wer über die Herkunft etwas mitteilen kann, wird ersucht, sich beim 13. Kriminalbezirk im Zimmer 332 des Polizeipräsidiums zu melden._ Wer ist der Tote? Am 13. d. Mts. vormittags ist aus dem Teltowkanal in Britz eine unbekannte männliche Leiche gelandet. Alter 40— 45 Jahre, 1,68 Meter groß, Haare blond, schadhafte Zähne. Bekleidet war dieselbe mit dunkler Jacke, schwarzer Weste, braungestreifter Hose und Gummizugstiefeln._ Turnverein Fichte. Am kommenden Sonntag veranstaltet der I. Kreis des Arbeiter-Turnerbundes sein diesjähriges Jugcndsportfest auf dem Turnplatz dcS Turnvereins Fichte in Treplow an der Köpe- nicker Landstraße, und ladet hierzu Interessenten und Freunde deS Sports freundlichst ein. Der Beginn der sportlichen Wettkämpfe ist auf nachmittags 2 Uhr festgesetzt, und kommen dieselben im Laufen. Springen. Speer- werfen, Diskuswerfen, Kugelstoßen und Stafettenlaufe» zum Austrag. Das nächste Bolkskonzert des Philharmonischen Orchesters findet am Sonnabend, den 15. Juli, in der„Neuen Philharmonie", Köpenicker Str. 96/97, stall. Beginn des Konzerts 8 Uhr. Der Vorverkauf zu den Bolkskonzerten findet statt: in der Berliner Gewerkschaftskommission, Engelufer 15, Zimmer 13, außer Sonnabends nachmittags, und in den betteffenden Äanzert- sälen. Die im Vorverkauf nicht untergebrachten Karten werden abends an der Kasse verkauft. Der Eintrittspreis bettägt 30 Pf. Kasscneröffnung 7 Uhr. Die Prinz-Friedrich-Karl-Straße wird wegen GleiSarbeiten sofort für die Fahrtrichtung Süd-Nord gesperrt. Nach ungefähr einem Monat tritt die Sperrung der umgekehrten Fahrttich- tung ein. Ms öen Gememöen. Gemcindevertrctcrsitzung in Tempelhof. In der Sitzung am Dennersiag wurde über Fürsorgemah- nahmen für die Arbeiter der Textilindustrie beraten und die in den übrigen Grofj-Berliner Gemeinden beschlossenen Grundsätze auch für Tempelhof angenommen.— Als Mitglieder des Schulvorstandes sür die Pflichtsortbildungsschule wurden die ausscheidenden Herren Gerhardt und Gunderlach wiedergewählt. Bei dieser Gelegenheit wandten sich die Genossen Müller und Ewald energisch gegen das Borgehen der Bürgerlichen, die es wieder wie bisher abgelehnt haben, die sozialdemokratische Fraktion in verschiedenen wichtigen Kommissionen und Kuratorien mitarbeiten zu lassen. In Rücksicht auf die herrschende Teuerung wurden folgende T e u e rungszulagen für Beamte, Angestellte, Arbeiter und Lehr- Personen der Gemeinde beschlossen: Es erhalten: Ledige, falls sie unter 18 Jahre alt sind, bis 2200 M. Jahreseinkommen eine Zw läge von 10 M., falls sie über 18 Jahre sind, von 12 M.: Ver� heiratete ohne Kinder bei einem Jahreseinkommen bis 3000 M. 15 M., Verheiratete mit einem Kind bei einem Jahreseinkommen bis 4000 M. 20 M. und sür jedes weitere Kind je 5 M. bis zum Höchstbetrage von 40 M. monatlich. Auf Antrag des Schöffen Jung wurde noch beschlosseitz den Angestellten mit einem Einkommen von 4000—5000 M. pro Kind 5 M. monatlich zu bewilligen. Ge nosse Ewald beantragte, den folgenden in der Vorlage befind- Ilchen Passus zu streichen:„Die bisher gezahlten Teuerungszulagen kommen in Wegfall. Ob außerordentliche Lohnausbesserungen während des Krieges auf die Teuerungszulage in Äw rechuung kommen, wird der Entscheidung des Gemeindevor stehers überlassen." Ewald begründete seinen Antrag damit, daß Gemeindearbeiter beschäftigt sind, die wöchentlich 27 M. Lohn erhalten. Wenn auch noch ein paar Mark für Ueberstunden und Dienste bei der Feuerwehr hinzukommen, so daß ein Jahresverdienst von 1450 bis 1600 M. entstehe, so könne man doch nicht behaupten, daß von einem solchen Verdienste bei der jetzigen ungeheuerlichen Teuerung eine Familie erhalten werden kann. Es sei daher wohl recht und billig, die bisher gezahlte Teuerungs zutage bestehen zu lassen und die heut zu beschließende hinzuzuzahlen. Ebenso sei es mit den außerordentlichen Lohnaufbesserungen. Nach- dem der Bürgermeister sich gegen den Antrag gewandt hatte, wurde er abgelehnr. Ebenso ein Antrag des Genossen Müller, den Passus zu streichen:»Ein Rechtsanspruch wird nicht gewährt." Zur Maffenspeisung in Weißensee. Es wird lebhaft Klage geführt, daß die Hausbesitzer die zum Zwecke der Einzeichnung zur Beteiligung an der Massenspeisung zir- kulierenden Hauslislen nicht an die Bewohner weilergeben. Ebenso wird von den Hausbesitzern bezw. deren Verwaltern verabsäumt, die auf die Massenspeisung hinweisenden Anschläge in den Häusern an- zubringen. Durch diese Versäumnis wird die Eröffnung der für diese Zwecks eigens eingerichteten Küche hinausgeicboben. Wir er- suchen die Einwohner Weißensees, die Hauswille auf ihre Versäumnis aufmerksam zu machen._ Ausgabe von Brotzusatzkarten in Adlershof. Zusatzbrolkarten werden für die Zeit vom 17. Juli bis 15. August 1916 sür die werktätige Bevölkerung ausgegeben und zwar für jede Woche zwei Karten zu je 350 Gramm Brot. Die Karlen gelangen am Sonnabend, den 15., und Montag, den 17. Juli, vormittags von 9—12 Uhr, und nachmittags von 4—6 Uhr zur Ausgabe. Die Zusatzbrotkarlcn Iverden nur gegen Vorlegung einer abgestempelten Arbeitsbescheinigung abgegeben. Diejenigen, welche bereits Zusatz- brolkarten sür die nächsten beiden Wochen erhalten haben, müssen dieselben gegen die neuen Zusatzkarten umtauschen. Der Wahlverein in Notvawes nahm in seiner am Donnerstag abgehaltenen außerordentlichen Mit- gliederversammlung den Bericht über die letzte Kreisgeneralversamm- lung entgegen. In der anschließenden ausgedehnten Debatte der- teidigten die Redner beider Richtungen ihre bereits in den vorher- gehenden Versammlungen vertretene Auffassung über den Partei- streit und die Vorgänge auf den Kreisgeneralversammlungen. Zu der in Aussicht genommenen neuen Kreisgeneralversammlung, die auf Veranlassung des Parteivorstandes von der Bezirksleitung ein- berufen und zu der sowohl der alte wie der provisorische Kreis- vorstand eingeladen werden soll, wurden die auf feiten der Arbeits- gemeinschaft stehenden Delegierten gewählt. Im Anschluß hieran wurde folgender Antrag einstimmig angenommen:„Der Sozial- demokratische Wahlverein Nowawes erwartet von seinen Delegierten, daß sie sich auf der nächsten Kreisgeneralversammlung mit aller Eni schiedenheit gegen alle Bestrebungen wenden, welche die Beitrags- sperre propagieren"._ Aerienspiele. Lichtenierg. Zu den Dienstags und Freitags stattfindenden Ferienspielen iverden noch Helferinnen gebraucht. Treffpunkt der Kinder Dienstags und Freitags mittags 1 Uhr bei Blume, Alt-Bophagen. Die in der Nähe des Spielpla'tzes-Eilelstraße Wohnenden treffen sich >/z2 Uhr vor dem Spielplatz Eilelstraße. Mariendorf. Sonntag, den 16. d. M., findet ein Ausflug nach Blank enfelde statt. Treffpunkt am Rathaus um 1 Uhr. Fahrgeld 20 Ps., Kinder unter 10 Jahren die Hülste. Mundvorrat ist mitzubringen. Die Ferienspiele finden jetzt jeden Dienstag statt. Treffpunkt am Rathaus um 2 Uhr. Mus aller Welt. Tie Sommerresidenz der griechischen Königsfamilie ein- geäschert. In der Umgebung von T a t o i, einem an der Straße von Athen über Tanagra nach Ehaleis liegenden Orte, geriet ein großer Tannenwald auf unaufgeklärte Weise in Brand. Nach einigen Stunden griff das Feuer auch ein von der griechischen Kömgsfamilie als Sommcrrcsidenz benutztes Landhaus an, das vollständig niederbrannte. Die Königsfamilie konnte sich in Sicherheit bringen. Bei den Löscharbeiten sind aber mehrere Personen, darunter Offiziere und Soldaten, umgekommen. Der Umfang der Feuersbrunst war durch die in den letzten Tagen herrschende große Hitze, die den Wald ganz ausgetrocknet hatte, sehr begünstigt worden. Gefährliches Spielen mit Sprengkörpern. In M a r g r c i d im Etschtal bei Bozen fanden spielende Kinder eine Hand- g r a n a t e, die explodierte. Eine Frau und zwei Kinder wurden auf der Stelle getötet, zwei andere Kinder schwer verletzt. Sechs Arbeiter!m Main ertrunken. Bei-Wchrbauarbeiten im Main kenterte bei Dietesheim ein mit 13 Arbeitern besetztes Boot. Sechs Insassen ertranken. Explosionsunglück in Neapel. In einer Zündholzfabeik in Neapel ereignete sich eine Explosion. Ein Teil des Ge- bäudes wurde zerstört. Mehrere Arbeiter wurden schwer verletzt. Große Brände in Italien. Nach Meldungen aus Venedig ist auf dem Lido eine Fenersbrunst ausgebrochen, der bereits das große Hotel des Ba-ins zum Opfer gefallen ist. Der Schaden beträgt 1'A Millionen Lire.— In Trescore Balneario bei Bergamo ist-eine Spinnerei gleichfalls durch Feuer vernichtet wor- den. Der Schaden übersteigt 250 000 Lire.— Laut„Corriere della Sera" dehnen sich die Waldbrände in der Umgegend von Caglkärt immer mehr aus. Auch aus änderest Teilen der Provinz treffen Nachrichten von Waldbränden ein. Eine Katzensteuer hat die Stadt S t r i e g�a u erhalten. Der Regierungspräsident genehmigte die von der Stadtverordnetenver- sammlung beschlossene Besteuerung der Katzen auf die Dauer von vorläufig zwei Jahren. Vom 1. Oktober ab hat jeder Besitzer einer Katze eine Jahressteucr von 10 Mk. zu zahlen. Parteiveranstaltungen. K.Kreis. Die Genossinnen der IS. Abteilung veranstalten am Montag, den 17. Juli, ein K a s s e e k o ch e n in Reinickendorf-Ost in Anders Volks- garten, Hauptstraße 55. Treffpunkt: Nachmittags l'l, Uhr, Christianiaslraße, Ecke Kolöniestraßc. Sechster Kreis. Am Montag, den 17. Juli, veranstalten die Ge- nossinnen der 18. Abteilung ein Kasscekochen in Nicderschönhausen bei Schüßler. Treffpunkt: 2 Uhr, Soldiner Straße, Ecke Prinzen-Allee. Iugenöveranftaltungen. Schöneberg. Arbeiterjugend. Sonntag, den 16. Jplt, Wandersahrt nach Potsdam— Vorn st cd t. Fahrgeld 80 Pf. Treffpunkt 6 Uhr, Bahnhos Schöneberg.— M i t t>v o ch, den 19. Juli, Spielen auf dem Platz in der Nubensstraßc. Ansang 4 Uhr.— Abonnements aus die„Arbeiterjugend" werden entgegengenommen bei allen Veranstaltungen. (Nur Jugendliche unter 18 Jahre.) Lichtenberg. Arbeiterjugend. Sonntag, den 16. Juli 1915: Eltern- Partie nach Sadowa-Pserdcbucht. Dort Spiele und Belustigungen. Treffpunkt i früh 6 Uhr Bahuhos Slralau-Rummelsburg. Vormittags 8 Uhr und nachmittags 21/, Uhr am Jugendheim, Dosseslr. 22. Zahlreiche Beteiligung, auch der Erwachsenen, wird erwartet. Pankow-Niederschönhansen. Sonnabend, den 15. Juli: Besuch des Jugendheims Brunnenstr. 70. Treffpunkt i 7 Uhr im Heim.— Sonntag: S o m m e r s e st bei Settekoru, Niederschönhausen, Lindenstr. 1. DaZ Programm besteht aus Konzert, Reigen, turnerischen Aufführungen, Jugend- liche unter 18 Jahren frei. Eintritt 20 Ps. Beginn 3 Uhr. Adlershof. Sonntag, den 16. Juli, veranstaltet ,die Arbeiterjugend einen A u s s l u g nach L i e p n i tz s e c. Treffpunkt: 4Va Uhr früh im Jugendheim, Bismarckstruße 31. Abfahrt vom Bahnhos Adlershos 5.04 Uhr. Fahrgeld zusammen 1,60 M. Gäste willkommen. Allgemeine Kranken- und Sterbekassc der Metallarbeiter zu Hamburg(B. a. G.). Filiale Berlin 3. Sonnabend, den 15. Juli, abends 8'/. Uhr, bei Rayser, Reichcnberger«tr. 154 i Mitglieder. Versammlung.— Filiale Berlin 4. Sonnabend, den 15. Juli, abends 8'/z Uhr, bei Heinrich, Große Frankfurter Straße 30: Mitglieder- Versammlung._ Arbeitcr-Sliinariterbuiid. KolonneG roß. Berlin. Lebrstunde haben nächste Woche, abends 8'/, Uhr: 1. bis 6. Abteilung Montag, den 17. Juli, im Restaurant Kopenicker Straße 62. Vortrag. Nach�dem Vortrag vrallische Uebungen.— sonntag, den 23. Juli: Fainilien-Spicl- ausslug nach dem Pläntcrwald. Treffpunkt:- Nachmittags zwischen 2 und 3 Uhr im Restaurant Raks, Neue Krug-Allee 62. Sriefkaften der Redaktion. N. B. 40. 1. Es gibt solche Karten, wie Sie wünschen, sie sind aber im Buchhandel nicht täuslich. 2. Hugo Heimann, lllmenstr. 6.— G. M. 53. Eine Verpflichtung dazu bellcht nicht.— F. A. 1. Er soll sich an das Stellvertretende Generalkommando seines Armeekorps wenden.— M. G. 17. Sic müssen zunächst versuchen, durch Verglcichung von Schriftproben den Urheber der anonymen Briese sestzustcllen, um dann klagbar gegen ihn vorzugehen.— H. R. 10. Die Unterstützung der Firma ist eine üci- willige: wenn die Unterstützung auf Anweisung Ihres Ehemannes den Ellern übeitvieien wird, lömien sie Ihren Anspruch daraus nicht geltend machen.— M. K. 99. Sie sind verpflichtet, die Gemeindeeinkommcn- steuern zu zahlen.— St. 15. In der Börwärts-Buchhandlung ist eine Broschüre„Die Versorgung der slricgsteilnehmcr, ihre Familien und Hinterbliebenen" erschienen: Preis 30 Ps. Gegen die Entziehung der llnlerslützung könnten Sie Beschwerde beim Atililärbureau des Magistrats Berlin, Klosterstr. 68, einlegen. Wettcraussichten sür das»rtttlere Norddeutschland bis Sonntag mittag. Zeitweise heiter, aber sehr veränderlich und öfter etwas Regen. Temperaturen wenig verändert. Todes-Anzeigen AtUershol. Den Mitgliedern zur Nachrichl, daß am 12. Juli unser treues Mitglied, die Genossin Frau Anns Krause sei. Kmig Köpenick »u im Krankenhause gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 16. Juli, nach- miltags 1 Uhr, von der Leichen- halle des GcmeindesriedhoseS in Adlershof aus statt. Rege Beteiligung crivartet 196/13 Der Vorstand. Hart und plötzlich was uns die waurige Nachricht, daß mein innig« geliebter unvergeßlicher Mann und herzensgute Vater seiner beiden Kinder, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe, der Füsilier Paul Kluth Infanterie-Regiment Nr. 40, am 30. Juni 1916 in den Stellungs- kämpfen im Alter von 36 Jahren gefallen ist. 80A Dies zeigen in tiefstem Schmerz an Die trauernde Gattin undKindernebst allcnAngehörigcn, Berlin O, Andreasstraße 12. Allzu früh verließest Du die Deinen, Die in der Heimat bittre Tränen um Dich weinen. Ach Hütten wir noch einmal Dich gcseh'n, Oder könnten wir zu Deinem Grabe gehM! Du guter Gatte ruh' still in Flieden, Geliebt.bewcint von Deinen Lieben. Die Scheidestunde schlug zu früh, Bergessen werden wir Dich nie. Sein einziger Wunsch war nm ein Wiedcrschn. Lieber Papa, schlaf' in Ruh', Unj're Liebe deckt Dich zu. Deine Lieblinge Käte und Walter. veutzciisi' Transportarbeiter-Verhanii. Bezirksverwaltung Grofi-Berlin. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Bretter- träger Karl Meckel am Montag, den 10. d. M., im Alter von 66 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 66/8 0!« Bezirksverwaltung. Kranz- Deutscher Bauarbeiter-Verhanil. Zweigverein Berlin. Bezirk Schöneberg. Am 12. Juli starb unser Mit- glied, der Maurer Lnnst Walter. Ehre seinem Andenken! �Die Beerdigung findet heule Sonnabend, nachmittags 4 Uhr, in Deutsch-Wusterhansen statt. 142/10 Hie örtliche Verwaltung. schnell und billig. S» 56 Dabers Passendes für stärkste Figoren in allen Abteilungen. c/i/rluM/ie/r- (-jMwvM.oUo-fäilLMidv In den schweren Kämpfen am 2. Juli siel unser lieber Kollege und Mitarbeiter, der Korrektor Willieini Groß Grenadier im 2. Garde-Regt. Wir iverden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. 963b Das Personal der Buchdruckern„Deutsche Tageszeitung"� Berlin. Spezialarzt Dr. med. Wockenlaß, Friedrichstr. 125(Oranienb. Tor), für Syphilis. Harn- u. Frauenleiden— Ehrlich-Hata-Kur(Dauer 12 Tage), Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufs- 222/6* Störung. Teilzahlung. Sprecbstunden: 10— 1 und 3— 8. Aiuwablsandtzngea nach ausserhalb gegen Anzahlung. Billige Preise! Imprägnierte Seiden-Mäntel, wunderbare Farben, Glockenfonnen, fesche Aufmachung, federleicht, la Qualität, 68,- 62.— 41.- 33,— 20,- 2t,— Schwarze Seidenmäntel 75,- 60,— 25,— Kurze Tatföt-lacken, für jeden ilook passend, .20.- Praktische Gnramlmäntel mit Knppo in blau, grün, modo, wein rot, reizende Formen, Glockenschnitte, in Wolle, Kammgarn, Popeline, 45,— 36.— 29,- 24,- 21,— 18,— Tmpräguierte Staubmäntel 36.- 27,- 22,- 18,- 12,- Lodenm&ntel 33,- 26.— 20,— Modell-Kostüm® aus Kammgarn, Seide. Tuch, Samt, auch neueste Herbstmodelia 1916, floite Aufmachungen, das Herrlicste auf dem Gebiete, 150,— 120,— 96.- 75,— 68,- Lodenpelerinen 22,— 18—, 15,— Lodenko&tüme 43,- 35,— 28,— BiBlige Preise! Zentraberein der Bildbaner. Vervvaltanjr Berlin. Montag, den 17. Juli, 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelnfcr 15: ZrgnebensdsnU der Kolzbildhaner. 1. Errichtung einer Arbeitsgrmeinschaft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmer» in unserem Berus, und paritätischer Arbeits- Nachweis. 2. Branchenangclegenheit. 3. Verschiedenes. 20/3 Tie Agitationskommission. I. A.: Faul kette. obe liefert gegen bar und auf Kredit nnter günstigsten Zahlungsbedingungen Norden: Brunnenstrasse 1 Osten: Frankfurter Allee 350 Süden: Kottbuser Damm 103 Westen; Ch ar(Ottenburg, Scharrenstr. 5, Eck« Wilmersdorler Sir. �VollsMigeWalintings-Einriclitiingeiß in Jeder gewünschten Preislage Herren-, Speise-, Wohn- u. Schlaf- Zimmer, Salons, färb. Küchen Grosse Auswahl ' unier gunstigsivu B. FEDER Inserat m tbringen 5 Mark Wert Pracht• Ulster, beste Fabrikation, weiche, dicke und mollige Qualitäten. 95,- 75,— 64-, 43,- 36,- 27,- 20,— 16.— Die berühmten Westmannscben FlUschmäncel 160,- 120,- 90,- 72,- 68,- cJonntags geöffnet 8—10 Uhr. Entzückende PclzmJlntel 1200.— 900.— 600.— 300,- Eiazelne kurze Pelzjacken 100- 60,- L Geschäft Mohren stiaße 37 a (Kolonnaden). Westmann Rabat�mairken�eMConsumgenossenscha� II. Gesehäft Qzoße Franklurtei iStiaße 115 (nahe Andreasstr.). Monatsgarderobenhaus WS. Türkischer, Berlin S., Prinzenstr. 79, nahe Moritzpiatz. offeriert in großer Auswahl Jackelt«, Rock-, Smoking-, Frack-Anzüge, Sominerpaletots. Ulster auS ersttlastigen Werkstätten stammend, teils aus Seide gearbcitci, von Kavalieren nur kurze Zeit getragen(auch sür korpulente Figuren), zu staunend billigen Preisen. Abteilung II. Ersatz für Mast: Durch vorteilhaslcn Ankauf eines erstklassigen Warenlagers offeriere ich elegante neue Herrrn-Anzüge, Jackett-, Rock-, Smoking-, Sport-Anzügc, Paletots, Ulster trotz der großen Preissteigerung sür nur 1.7—42 Mark. 2* ,.••täMjaabfc'A#-. K'Ä Cirößtes Gelegenhelts-Kanfhan» dieser Art für Herren- und Dainen-ttarderobe, Pelz- nnd Goldwaren. Täglicher Verkauf von Kavalieren wenig getragener sowie im Versatz gewesener Jackett-, Kock- Anzüge, Paletots, Ulster, teils auf Seide, enorm billig. Großes Lager in neuer Maßgarderobe, aus feinsten Stoffen in erstklassiger Verarbeitung. Große Auswahl in Damen-Kostümen, Ulstern, Plüsch- u. Astrachan-Mänteln bis zur feinsten Ausführung. Gelegenheitskünfc in Pelzkragen, Pelerinen, Skunks. Marder, Jferz. Alaska, Klan nnd Weißfuchs u. a., in modernster Ausführung, statt 40— 250 M. jetzt 80—1X5 M. Große Auswahl in Herren-Gehpelzen. Damen-, Reise-, Wagen-Pelzen. Extra-Angebot in Lombard gewesener Tcppiche, Gardinen. Portieren, Betten, Wüsche, Uhren. Ringe. Itrillnnten zu enorm billigen Preisen..Vorwärt s�-Leser erhalten 10o/o extra. Leragtwprtlicher Redakteur: Alsretz Wietepp, Neukölln, Für feeji Lnjerat enteil vergnuv,: Ttz. Glocke, Berlin, Druck u.VelIag:Volivnrli Bucht, uckm-i u, Verlagsanjtalt Paul Singer& Eo, Berlin 2% Soroite Rollen 'Tollettepapler SS IRasIerapparati mit 1 Ersatzkling«> 95p bunt« Berliner Anilclits- postkarten 95 pt. M Belle-AIIIance-Strasse Gr. Frankfurter Strasse Brunnen-Strosse Kottbuser Damm Wilmersdorfer Strasse Verlangen Sie bei Einkäufen Rabattmarken Stelnfiiit flg kÜbel grou... WVl 1 Blumenkübel............ 6Spei8etellepu.foderflach]—" 6 Abendbrottelfer.......|95 6Abendbrotteller Festonfonn, mit QC Goldband und Lini« 1 Waschgarniturkanne QB groaa....... 30 Pt 6 Kaffeetassen Goldband und Linie, mitüntcrtasien, QC Schaleniorm.. 4 Schüsseln Ä Ä 95 pt SA» 6 Kaffeebecher'DV"Zh:ed: 95 pt 1 Waschgarniturschüssel qe gross, dfenbeinfarbig....... V V 1 Heringskästen.......... 95 pi. bunt QC Satz 00 Pf. 2 Essig- od. Oeltlasohen bunt 95 Pf. 2 Vorratstonnen TÄ 95 pf. GGewürztönnchen lMimit-�-iAK pt Olll! 3 Salatschüsseln�"' 95 Diamantoder Blumenmuster, Lata 1 Salatschüssel mit Schliff AS 95 pf. 1 Butterglocke �«n.. 1— 1 Zuckerschale mZ« j Jfq 1 Saftflasche mit Korbgeflecht 1 Käseglocke mit$�9... 95 pr. 3 Römer auf hohem Fuss... 95 Pf. 2 Blumenvasen P�!mu.'ter95 Pf. 1 Sturzkaraffe mit Schliff 1 Likürsatz asf;-' 0"�:- 95 4 WassernläsepQB mit Schliff........ 3 W Pf. 1 Bierkanne fufeMlfhait 95 pt 95 pf. 1 Wassersatz Flasche, 3 Gläser,. Tablett...... zus. Pf. 1 Blumenvase 95 pt. ffilrfschoftsarühel ia- sam- men 95 32 cm 1 Konsol.......... 3 Vorratsbüchsen] men 1 Eckbrett.............. 95pt kuchen form 95 pt 1 Messerkasten 95 1 Gebäckkasten......... 95 pt 1 KOnSOifflr Sand, Seife, Soda 95 Pf. 1 Wasserleitungsschoner 95 pt 1 Puddingform............ 95 pt ISDrinuformModersflcm 95 pt 1 Gewürz- schrank 95 weiss lackiert 1 Kaffeebüchse zn 1 Zuckerbüchse f }£ 95 1 Holztablett mit Einlage.. 95 Pf. 1 Kakesdose............. 95 Pf. 1 Brotkorb vernickelt...... 95 Pf. 1 Kuchenblech............ 95 Pf. 1 Haarbürste 95 1 Handtuchhalter 95 pt 1 Küchen-Konsol 95 pt 1 Putzkomode............ 95 pt 1 Napfkuohenform....... 95 pt 1 Waschständer......... 95 pt 95 PI. 1 Garderobenleiste.. 1 Holzgarnitur b 95 pi. 3 Küchenbreiter......... 95 pt 1 Fussbank............... 95 pt 1 Schrubberiacklert,ra.stiel95pf. 1 Klosettbürste.......... 95 Pf. 1 Rosshaarhandfeger... 95 pt 1 Borstenbesen.......... 95 pt 1 Möbelbürste............ 95 pt 2 Paar Messer und Gabeln 95 pt 5 Esslöffel 95 1 Quirlgarnitur ZÄug. 35 1 Kleiderbürste 1 Schuhbürste 1 Schmutzbürste 1 Auftragebürste 2 Tisch- oder Frühstücksmesser mftilum zusammen 95 pt 1 Gazespind.............. 95 pt 10 Teelöffel............. 95 pt 3 GazegloGkeni9l2i24cm95pf. Emaille 1 KaSSerOile mit Bing, 18 em 95 Pf. 1 Schmortopf 20 cm..... 95 pt 1 WannO mit Hohlgriffen... 95 Pf. 1 Schmortopf �CM�.... 35 Pf. 1 Hachtgeschirr dekoriert. 35 Pi. 1 Durchschlag dekoriert. QPJ, 18 cm...... Od Pf. 1 Milchtopf 13 cm 95 pt 1 Wasserkanne konisch, OK gross....... Od PI. 1 Petroleumkanne....... 95 pt 1 Fleischtopf 20 cm........ 95 pt 3 Maschinentöpfe'riert' 95 2 Kasserollen konisch, QK__ 14, 18 cm fd Pf. 1 Deckelhalter 6 teilig 95 Pt 1 Kaffeekanne............ 95 pt 2 Kasserollen sm?m!Ä 95 3 Kasserollen 10,12,14cm Pfennig 1 Waschbecken Ä;Pf 1 Durchschlag neublau oder QR_, weis........ öd PI, Schüsseln.. 95 pf. 1 Salz- oder Mehlmeste 95 pf. Ofllnnterle 1 Markttasche 3m3itc£nM 1 Damen-Handtasche in verschied. Ausführungen 1 üeldtascIiB SÄt.. 1 Parlkette""SZ" 95 pt 1 Zigaretten-Etui 95 pi. 1 moderner Haarkamm 95 pt 1 Anhänger.u. suber..... 95 pt 1 Rocknadel Tuia-snbep... 95 pt 1 BrieftaschemitKNuotbuch95pf. ans Metall Schrelliiagrcn 50 Brisfliop..........| mm 50 Umschläge".".X'( 95 mod. Grösse, Leinenpressung J IlfacsoHo36 Briefbogen.... 1 zus. l\dbbUUÖ35 Umschläge mit OK Seidenpapierfutter, Leinen premg.j öö 300 Blatt Butterbrotpapier 95 1 Postkarten-Album höh.. QB Format, eleganter Einband mit"J J guten Innenteilen........... wW 1 Kasten KÄS4.... 95"■ 1 Ordnungsmappe ÄÄ. DK volle Deckelpressg., Stoffeinband■ w Porzellan 5 Kaffeetassen mit unter- Qq lassen, Goldband und Linie• w PL 1 Teekanne 95 pf. 1 Gemüseschüssel lÄomÖS 12 Kompotteller Feston oder gerippte Form 95 pf. 4 Speiseteller mit Gold- OK dekor.... öd 1 Kaffeekanne 95 1 Zuckerdose �ddekJ�~ 1 Milchtopf Golddekor. 1 9 5 5 Kaffeebecher Sl®™: 95 Pf. IRnntlznnh mit reichem i zusammen DI ULRUl U Golddekor., I■■ m. reichem i � Golddekor j � 1 Butterdose1" reioh>-» KeM-MlU des Lmiirts" str Mni-Sße�>---««> ..................................................—.............................— a�—— miiiwmw Warenhaus Wilhelm Stein Chausseestrasse 70-71» BERLIN N» Chausseestrasse 70-71 Verlangen Sie bei Ihren Einkäufen Spar marken! llillllilllllilii Wirtfchaft 1 Gewürzschrank mit Einlage. 6 Gewürztönnchen bunt____ 1 Eierschrank............ 1 Fussbank Harttou......... 1 Messerkasten dreiteilig____ 1 Blankbürste...........\ 1 Auftragbürste........../ 1 Kopfbürste.............. 1 Gazeglocke............ 1 Kleiderbürste........... 1 Klosettpap-Halt, m. Spiegel\ 1 Rolle Papier.........../ 1 Möbelbürste............ 1 Kopfbürste............| 2 Zahnbürsten.......... 1 Blankbürste.......... 1 Auftragbürste........ 1 Schuhcreme.......... 4 Rollen Klosettpapier. 1 Wichskasten Hanhou...... 1 Scheuertuch............ 1 Quirlhalter.............. 1 Wedel.................\ 1 Möbelklopfer........../ 1 bezog. Aermelplättbrett.. 2 Fleischbretter........... 2 Pat.-Kleiöerbügel"rcfk"011' 68 pt. 68 n. 68 pt. 68 Pf. 68 pf. 68 pf. 68 pf. 68 pf, 68 pt. 68 pt. 68 Fi. 60 pt. 68 pt. 68 pt. 68 pt. 68 pt. 68 pt. 68 pt. 1 Fleischbrett 1 Frühstücksbrett____ 10 Pakete Blitzblank. 1 Pat.-Kleiöerbügel�reClsern; 1 6 Kleiderbügel / 68 pt. 60 pt. 68 pt. 68 pt. 68 pf. 68 pt. Wirtfdiaft 1 Handfeger.............. 1 grosses Fleischbrett..... 1 Garberobenleiste m« Haken 3 Hosenstrecker.......... 1 Spirituskocher.........\ 1 Emaillekasserolle..... J 1 Messerkorb............. 1 Spirituskocher vn-.ei-e-.... 1 Briefkasten............. 1 Reibe mit Eolacabmen ,».,»»». 1 Springform.............. 1 Königskuchenform....... 1 Napfkuchenform........ 2 Behälter u?d..m.i! 1 Giesskanne laokien........ 1 Marktnetz.............. 1 1 Büchsenöffner........ J 1 Rehrückenform......... 2 Behälter für Semmel und Zwiebel 1 Petroleumkanne.. 1 Zilinberputzer— 1 Paar Sol. Bestecke 1 BrOtkOrb KorbgcHeeht m. Einlage 2 Paar Bestecke».»chwanaHeft 6 Gläserteller............. 1 Militärtaschenmesser.,.) 1 Feldbesteck............/ 1 Rasierapparat rmV,r*aneeQ 1 Rasierspiegel n!d 10 Rasierklingen.......... 1 Gasanzünder"L. f"*!*' 2 Glühstrümpfe. 68 pt. 63 pt. 68 pf. 68 pt. 68 pt. 68 pt. 68 pt. 68 pf. 68 pt. 68 pt. 68 pf. 68 pt. 68 pt. 68 pt. 68 pt. 68 pt. 68 Ff. ;} 68 Pf. 68 pf. 68 pt. 68 pf. 68 pt. pt. 68 68 pt. 68 pf. 68 pf. 68 pt. 68 pt. Porzellan 4 Paar Tassen mit bnnter Kante 68 Pf. 6 Milchtöpfe Del«........... 68 pf. 1 gr. u 3 kl. Schalen Frucbtdekor 68 pt. 4 Kaffeebecker mit bnmer Kante 68 p, 1 ovaler Korb ÄÄ0-..mi! B8 pf. 1 runder Korb MÄ0'..mil 68 Pf. 3 Kaffeebecher dum oder Dein 68 pf, 1 gr. und 3 kl. Kuchenteller durchbroclien................"ö Pf. 2 Kuckenkörbe durchbrochen... 68 pt. 1 grosse Scherztasse SÄnt 68 pf. 1 Kaffeeservice LYtG�idlt™! 68 pf. 3 Dessertteller durchbrochen... 68 pf. 4 Paar Tassen m» Goldrand... 68 pf. 1 Kaffeeservice™aru2.Pe".onen; 68 pt. 1 grosser u. 4 kleine Näpfe c« mit Goidrand................ 1 Marmeladendose\ g« pf 1 Butterbose mit Goldrand... j 3 Speiseteller m« Goldrand— 68 Pf 4 Mittelteller mit Goldrand..... 68 Pf. 1 Butterglocke m» Goldrand.. 1 co < tr*•, ÜO Pf. 1 Eierservice mit Goldrand.. j 3 Paar Tassen mit bunter Kante 68 Pf. 5 Kaffeebecker Helft........ 68 Pf 1 Kaffeekanne m« Goldrand... 68 pt. 1 Teekanne mit Goldrand......£3 pf. 4 Mittelteller mit bunter Kante.. 68 Pf. 3 Paar dünne Tassen Vo�rand 68 Pf. 1 Satz Milcktöpfe° stark. Dem 68 Pf. 1 Kaffeeservice paufotSc"0??; 68 Pf. 4 Paar Portionstassen.... 68 pf. 1 Satz Milcktöpfe« stock, bum 68 pf. Steingut 3 Vorratstonnen weis od. bunt BS'pf. 2 MeSten weiB oder bunt.........BS Pf. 2 Milchtöpfe gros, weis........ 68 pf. 1 Milchtopf blau, VI, Lt. Inhalt..„ 68 Pf. 2 Milchtöpfe.wau........... 68 pt. 2 Vorratstonnen»lau □..... 68 pf. 2 Vorratstonnen Dem....... 63 pi. 1 Wasserkanne......... �-.68 pl 1 Waschbecken............. 68 pl 4 Speiseteller mit Goidmnd. 68 pl 4 Mittelteller mit Goldrand...... 63 Pf. 1 Satz Näpfe s stock......... 68 pl 6 bunte Speiseteller....... 68 pl 10 weiße Speisetellen..... 63 pl 1 Satz Gewürztonneme stock BS pl Emaille I 1 Lasserolle m« Bing...{, 68 1 Schmortopf ebne Bing/.....„68 1 Lasserolle ohne Bing......,.68 1 Bratpfanne............... 68 1 große Milchkanne....... 63 1 Kaffeeflasche mit Fat, vi, lu, 68 1 Brühsieb, 1 Kasserolle�.. 68 1 tiefe Küchenschüssel �.. 68 1 Wasserkanne........... 68 1 Schüssel u. 1 Konsolmjuaes 63 1 große Gemüseschüssel.. 68 1 Topflappenbehälter,...) eo 1 Reibeisen............. j 4 Emailleteller, 1 Ka{{etrichten68 pt. PL pt. pt. pt. pf. pl pt. Pf. pt. pl pf. pf. Bäjoutesie Holzgalanferie Schresbwaren Parfonierie u. Seifen Wachsperlen-Collier 68 pl Collier mit Sioaili- Anhänger....... 68 Pf. Silberkette soo gestempelt...... 63 Pf. Simili-Anhänger...... stock 68 pl Simili- Broschen....... stock 63 pl Boleronabeln Emauie.... stock 68 pl Haarpf eile rot od. wel6 besetzt Stock 68 Pf. Nackenspangen rot oder weiss RQ besetzt.................. Stück Seitenkämme rot oder weiss be-£q »ettt................. ,,, Paar Konfitüren Spiegel In Terscblcdenen Leisten,. 68 PL Haussegen............... 68 pl Kleiberriegel.............. 68 pl Konsole.................... 68 pl Bürstentaschen........... 68 pl 1 Karton Briefpapier-- Bogen und 25 Umschläge............... UO Pf. 4 Rollen Klosettpapier— 68 pl Postkarten-Album ÄV.IXung. 68 pl Dekorations-Lampen..... 68 pl Galanterie, Nippes Lederwaren Bilderrahmen 68 pl Postk artenrahmen stock 68 pl Glasvasen mit Beschlag....... 68 Pf. Porzellanvasen BnderürI.0!t!c,t?n. 68 pl Damen-Hanbtaschen..... 68 pl Kinder-Handtaschen...... 68 pl Brieftaschen.............. 68 pl Segeltuchtaschen m« Henkel.. 68 pl ili Pfd. Bonbon- Mischung 68 s/d Pfd. Konfekt- Misdiung 68 pf. PL Damen-, Herren- und Sport-Portemonnaies«□„>, 68 pf. 1 Flasche Mundwasser____ 68 pl 1 Flasche Haarwasser...... 68 pl 1 Flasche echt Kol. Wasser 68 pl 1 Haarbürste............. 68 pl I Tube Zahnpasta SSmt'e Zah?:68 pl 1 Wellensdtere u. 1 Frisierlampe................... 68 pf. 1 Frisierkamm........... 68 w. 1 Toilette-Spiegel.......... 68 pl 1 Paket Waschkraft,! Paket Soda.! Paket Wäscheblau 68 pl 1 Pack Seifenpulver....... 68 p{, 1 Scheuertuch.........— 68 pl 10 Pakete Blitzblank...... 68 pl 2 Stück Blumenseife...... 68 pl rällllllllllllliillil Zu allerbilligsten Tagespreisen empfehle in allen meinen Verkaufsstellen Lutter, Lier, Käse Ularmeladen und andere Kahrungsmittel in besten Qualitäten. J. F. Assmann Butter-Großhandlung. 35 Verkaufsstellen- in Groß-Berün. Kührer durch das preußische Sinlommeusteuergesez Mit 19 Formularen für Eingaben und Reklamationen, sowie einem auS» führlichen Sachregister preis 40 pf. Zu haben in allen 32 Vorwärts- Ausgabestellen und in der LuKhandlung Vorwärts Berlin EW., Lindenstraße 3 Kran�spendsn sowie sämtliche Jßlumcnarrangcmcnts liefert schnell und billig PB-nl Ciross, Limlenstr. 69, Tel.Mpl.7S03. Zusammen 50 Pfennig Porto 10 Pfennig Leicht In der Tasche und im Tornister zu tragen. In Karton, vollständig mit Anleitung fürSchachspiel. Buchhandäung Vorwärts Berlin SW. 68, Lindenstr. 3 Ein wertvolles Hausbuch für jede Arbeiterfamilie I Arbeiter-Gesundheits-Bibliothek Das Buch ist auf gutem Papier gedruckt, enthält ein zerlegbares Modell, viele Illustrationen und präsentiert sich In einem schmucken Einband. Behandelt werden folgende Qebletei Die erste Hilfe bei Unglücksfallen. Von Dr. Christeller.— Das erste Lebensjahr. Von Dr. Silberstein.— Gesundheitspflege des Nervensystems. Von Dr. Hirschlaff.— Der Achtstundentag. Von Dr. Zadek.— Aikoholfrage und Arbeiterklasse. Von Dr. FrBhlich.— Das Schulkind. Von Dr. Silberstein.— Geschlechtsverkehr und Geschlechts-Krankheiten. Von Dr. Gebert.— Nahrung und Ernährung. Von Dr. Chajes.— Wie sollen wir uns kleiden? Von Dr. P. Bernstein.— Der Arbeiter» sohutz. Von Dr. M. Epstein.— Vom medizinischen Aberglauben. Von Dr. E. Theslng. — Das Wasserheilverfahren in der Gesundheitspflege des Arbeiters. Von Dr. S. Munter.— Verhütung und Heilung desStotterns. Von L. Jordan.— Geschlechtliche Erziehung in der Arbeiterfamilie. Von Dr. J. Markuse.— Zahne und Zahnpflege. Von Gertrud Rewald. — Bau und Lebenstätigkeit des menschlichen Körpers. Von Dr.Christeller.- Der Geschlechtstrieb. Von Eduard Bernstein.— Die Krankenpflege im Hause. Von Johann Ranker-Mannheim. — Die Proletarierkrankheit. Von Dr. J. Zadek. Buchhandlung Vorwärts Berlin Et ■ o M" JU"* 'S 1 vi cl in e ..« 3 k?- �- r« «ft» L jgz I« l€ O N E Q ? 3 o e 3 c i aind meine enorm billigen Angebote in Schuhwaren. Es gelangen gewaltige Warenmengen in allen Abteilungen zu| enorm billigen Preisen zum Verkauf. J®?- denn der weiteste Weg Ist lohnend. Welß-farb. Leinensehühe £inseelpaurc, soweit auf Lager..Iii." 690 an von Weiße Leinensehühe Qamen-SehnQrstiefel Derby mit Lackkappe, moderne Poxm. Danien-Schnttrsehuü Derby mit Lackkappe, moderne Eons. Unser Schlager! Damen-Leder-Haussehahe mit Ledersohle n. Pieck, Größe 86/12, Billige Mädchen- n. Knabenstiefel braune und schwarze Gr 81-86 27-30 10'° 10" 4« 0.45 �90 Braune Damen-Halbschuhe ron 11.90 an Beige Damen-Schnür- u. Spange, 10.90 Braune Herren-Halbschuhe, 11.90, ScUliaiis Kiintze Hin Große Frankfurter Straße 88, Kcke Ularslllasstraße. Bezugsquellen- V erzeiclinis Berlin-Norden Ene)i«ti4 viekMtllcl GticMfl« itrii V«1 WuHifw. Farben poeOockitr.' nih.SrbalMntoTfit. naaEB iki 9 Solange der Verrat reicht* 9 Flelaoh- u. Wurstw. D-'■**. Wlokirt" ■ Str. Iii. vorm. O. Lothe .8tr«lBunder»t.27. £ Herr.-. D9vviaBji RficDe" u. ffladchen-Borciop, larder.� Veteranenstr. 14« u. n. Maß M fortig PKolilenhandiung----- riinnf Malmöer SU. 11, j IjjjJs�jlIorbULTagoBgr«� J Kolonialwaren Strellt« Str. 87 Kolonial SieieM IMlllMi'i Biinlckea(Jorirst.S4Q Mihlhandiungü Bei oimelnsamsm Bezug PrelsermlssiODng Berlin. LOtzowstr. 84. VerlangenSjePrel«ll«te. C* Mehlhandlungen>Q aunnt Tank n. a (9■Sbelmasazlna K R Ifflota 1 f B BalalettilirM. IT f H HlliSt fl lü. TiBehlormolater RgT* Um Jedem zn ermöglichen, an kommen, ergfite Ich Jedem Kiiafer SO Pf. Fahrgeld. Sonnta(gs_von��4t�lJhp>scOflne� Bezugsquellen- V erzeiclinis Berlin-Osten Brwfcdii•Inwal. ünteBateheadB Oet chSft«»■pfeblca ilA M IhJrliflBa ßHBnttais der, Um n |.B. IldtMjrilialeBä B Solange der Vorrat reicht Ej IVmalil Bsl gemeinsamem Bezug PreleernSsslgung i Berlin, LDtzowetr. 94. Verianyea Sie PreleUete. n ■OEz BRehlhandlnna_ MMZMU' ■xae Molkorelen_ HJol GBttliiig.Vfe� x pIToTöqiraph. Atel lere x /,— 7 Uhr. 2. Wahlkreis: S. und SW.:(? u st a v Schmidt, virwaldstr. 42. an der Gn-ilenaustrabc. Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. S. Wahlkreis: St. Fritz. Viinzenstr. 81, Ho| recht» Part.,«tössnet von 11—1'/. und von 4'/,— 7 Uhr. 4 Wahlkreis: Dfttn: Nobert Ken gel», Markusstr. 88. Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/.— 7 Uhr.— Karl Melle, PeterSburgerplatz 4. f Laden). Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. 4. Wahlkreis, S ü d o st e n: Vaul Böhm, Laufitzerplatz 14/18. Geöffnet von 11- 1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. S.Wahlkreis: Leo Zucht. Immanuellirchstr. 12(Hos),»eöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. «. W ahlkreis'ersr: Wilhelm Dürre. Friedrichstr. 4«. Batinisehulentvex: H. Hornig, Marienthaler Str. 18, 1. 1! criiau, Itontzxental, Xeperniek, ISch«now,»chön- brtick und Vach: Heinrich B r o s e, Mühlenstr. 8. Laden. »ohnsdorl; Paul Gensch. SoHnSdorl. GenoffenschastShau». .Paradies". vharlottenhnrx: Gustav Echarnberg, SesenHeimer Str. 1. Ge« öffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Elchwalde, SchmHebwUst O« tar Mahle, Grünauerstr. 37. Erkner, Von-�lttan: G u b c l a, Waldstr. 11. Eredersdork-PetershaUen, EUKorsdorf: UffiNwalser, PelersHagen._. Friedenau, Stezllta, Badende: H. vernlee. Msenfir. 8 in Sieglitz. Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Brledrlehshaitcii, Flchtenan, Rahnsdorf. Schttnelche' Kl.-Schönebeck: Ernst Werlmann, griedrichshagen, Kipe' nicker Straffe 18. Rrtinan: Franz Klei«, Friedrich str. 10. Johannisthal, Rudow: Max G 0 N 1 ch« r. Yarlftr 28 Karlshorst: Hermann Bllllng, Dönhoffsir. 28. Kdnlgs-W Uster bansen, WUdan, Niederlehme: Friedrich B a u m a ,i n, Luckenwalder Straff« 8. Köpenick: Emil W tffler. Ktetzerstr. 8, Laden. Geöffnet von morgen» 7 Uhr bi» abend» 8 Uhr. Ucbtenbcre I. Erlodrichsfelde. Hohenschönhausen: Ctto S eilel. Wartenbergstraffe 1(Laden). Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/.— 7 Uhr. Lichtenberg II, Rnmmelsbnrg, Stralau; N. Nosen« lranz. All'Boxhagen öö. Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Hahlsdorf, Kaiilsdorf, Blesdorl: P. Hexberg. Kaul»- dorj, Ferdinand straffe 17. Hartandorf» Harlenfelde:«ugust L«ip. Chausseestr. 29. Xencnhasen, Uoppegarten: Wol»zclo wsli, Doltt» straffe 14. Xenkölln: M. H e i N r i ch. Neckarstr. 2. im Laden. Geöffnet von 9—2 nnd von 4— 7 Uhr; Neukölln. Britz: Nohr. Slcgjrieditraffe 28/29 Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Xleder-Schttae weide: Wilhelm Unruh. vrückenstr. 10. IL X owawes: Karl Krähnberg, Eisenbahnstr. 10. ober-Sckönewelde:' Alsred Bader, Sllhelmlnenhosstr. 17, Lade». Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Pankow, Xlcderschönhaasen, XTordend, Era.-Bnch- holz, Ulankenburg: R i ff m a n n, Mühlenstr. 30, Geöffnet von 11— 1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Reinickendorf» Ost, Wllhelmsrah und Schönholz; P. E u r j ch, Provinzstr. 56, Laden. Geöffnet v. 14— 1'/, u. 4'/,— 7 Uhr. Schenkendort b. Königs-Wusterhausen: Ehr. H a n t s ch t«. Dorsstr. 10. Schönebcrg: Wllhelm«äumler. Metninger Straff«», im Laden. Geöffnet von 11— 1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Spandau, Xonnendamm: E chumacher, vrettefir. 04.•« öffnet von 8 Uht morgen» bi» 8 Uhr abend«. Tegel, Borsigwalde, Wittenau, Waldmaanslnst, Hormsdorf 9 Holion- BTouondorf, Birkoitwordor, Freie Scholle u. Beinickendorf- West: Paul Kienast Borsigwalde, Räuschstraffe 10. Geöffnet von 11—1'/, U. von 4'/,— 7 Uh» Teltow: L e n s ch n er, Havelstr. 2. Ternpelkof: Job. Kr ohn. Borusfiastr. 62. Treptow: Nob. Gramenz, Kiesholzstraffe 412, Laden. Geöffnet von 7 Uhr morgen» bis 8 Uhr abend». WelUeasee, Heinersdorf; Gust. R o ff t op s. Berlin« Allee IL WlimcrsdoFf, Halensee, Schmargendorf: Paul Schubert SBilbcImSaue 27, Zeuthen, Mlorsdorf: Wilh. Schulz, Zeuthen, Ziethensw. 18. Zossen: NönNibeck, Stubenrauchstr. 27. Sämlliche Parteiliteratur sowie alle wissenschastlichen Werte werden geliesert Sonntag» find die»nsgabestelleu geschloffen. «iel-nn. Hbmbilln. SÜZ ban nnietateateU vtztmiu?.: Sö.WUde.»Beilw. Druck u.«erlag:>Jor«artH Puchöruckxrel u. VerlagsanstaU Paul KlNger&■ So, Berlin SW.