5 Pfennig) Nr. 196.-33. Jahrg. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. RbonnementS'Bedlngungen: «bonnemmls. PieiZ vränumermido Vierleljährl. Z.90 MI, monaL. 1.S0 Ml, wöchcnllich 30 Psg. srei WZ HauZ. Einzelne Nummer ö Pfg. Sonnlags« nunimer mit illustrierter Sonntags. Beilage.Die Neue Seif 10 Psg. Post- Abonnement: 1.30 Marl t>ro Monat. Eingetragen in die Post-Zeitungs- Vrei-Iiste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich. Ungarn 2,50 Marl, für das übrige Ausland s Marl pro Monat. PosladonnementZ nehmen an Belgien, Dänemarl, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Siumäiücn, Schwedan und die Schweiz. Olchellit tZglllh. vle lnsertions-Sebghi' beträgt für die sechsgcspaltcne Kolonel- »eile oder deren Raum 60 Big,, für politische und gewerlschaitliche Lcreins- und VcrsammlungS- Anzeigen 30 Psg. „Mein- Znreigen", das icttgedruiile Wort 20 Pfg,(zulässtg 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafflcllcnan- zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes wcncre Wort 5 Pfg, Worte über tö Buch. staben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Exvedition abgegeben werden. Die Exvediriolt ist bis 7 Uhr abettds geöffnet. Telegranun-Adresse: „ZosisitltmstiiZI«el»»". Neöattion: EW. 68, Linüenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1S1 SV— 151 97. Ein kriegs-parteitag I L Am 20. und 21. Juli findet eine Sitzung des Partei- ausschusses statt, die sich auch mit„Anregungen" beschäftigen soll, die die Einberufung eines Parteitages während des Krieges verlangen. Da bekanntlich auch in der letzten Sitzung der Landeskommission bereits der Ruf nach Einberufung eines Parteitages erhoben worden ist, wäre es, von anderen Symptomen ganz zu schweigen, eine trügerische Selbsttäuschung, wenn man nicht ernsthaft wenigstens mit dem energischen Drängen eines erheblichen Teiles des Partei- ausschusfe's rechnen wollte, in der Tat binnen kürzerer Zeit inmitten der Kriegswirren und unter dem unverminderten Druck des Belagerungszustandes einen Parteitag zustande zu bringen. Es ist deshalb die Pflicht der Parteigenossen, zu dem Projekt Stellung zu nehmen. Wir brauchen nicht erst zu sagen, wie wir zu dem Ver- such stehen, unter dem Deckmantel eines Parteitages und unter Mißbrauch der höchsten demokratischen Institution, die für eine demokratische Partei existiert, ein Konzilium einzuberufen, dem nach Lage der Tinge jeder wirklich demokratische Charakter fehlt und fehlen muß. Haben wir doch in unserer Erörterung der Beschlüsse der letzten Sitzung der Preußischen Landes- Kommission bereits mit aller Deutlichkeit erklärt, daß ein jetzt mährend des Krieges einberufener Parteitag nur eine Farce sein könne, das Instrument einer verwerflichen Ucbcrrumpe- lungspolitik, und daß die Beschlüsse einer solchen Körperschaft deshalb nicht im geringsten Anspruch auf die Autorität be- anspruchen können, die ihnen unter normalen Verhältnissen zukämen. Eine Reihe von Parteiblättern, darunter die eine sehr gemäßigte und versöhnliche parteipolitische Taktik ein- haltende„Fränkische Tagespost", haben inzwischen, nach dem ersten Durchsickern der Absichten gewisser„Mehr- hcits"-Politiker, zu der Frage eines Kriegs-Parteitages Stellung genommen und sind dabei zu keinem anderen Resultat ge- Kimmen, als der„Vorwärts". Das ist auch unmöglich, sofern man die Aufgaben und Vorbedingungen eines Parteitags vom sozialdemokratischen Standpunkt aus betrachtet. Unsere Parteitage waren bisher diejenige Instanz, die nach ausgiebig st er und freie st er Debatte in der Parteiöffentlichkeit, in der Presse und in Parteiversammln ngen die Richtlinien der Partei festzulegen, aufgeworfene Streitfragen und entstandene Diffe- renzen zu entscheiden hatte. Gerade das verlieh ihnen ihre Bedeutung und ihren inneren Wert, daß sie als Meinungs- und Willcnsausdruck der breiten Massen aller lvirklich am politischen Leben teilnehmenden Genossen gelten durften, nicht als Sprachrohr und Werkzeug von Führern und Partei- bcamten. Diesen Charakter durften sie aber nur beanspruchen, weil der Tagung der Delegierten im ganzen Lande die freie und uneingeschränkte Aussprache vorangegangen war, weil die Delegierten das Recht für sich in Anspruch nehmen konnten, im Namen und im Auftrag ihrer Wähler zu sprechen. Einem Kriegs-Parteitag fehlte eine solche Voraussetzung undLcgitimation voll- st ä n d i g. Die in Fricdenszeit herrschende Prcßfrciheit ist für die rückhaltlose Erörterung gerade der strittigen Probleme total ausgeschaltet, damit das w i ch t i g st e Mittel zur In- formation der Massen lahmgelegt. Die„Mehrheit" kann zur Verteidigung ihrer Stellung zum Kriege, den Kriegskrediten, den Burgfrieden, den Kriegszielen und Kriegsiuitteln fast un- behindert schreiben— die„Minderheit", die seit bereits zwei Jahren so gut wie völlig zum Schweigen verdammt ist, wenigstens gemessen an deni, was sie schreiben müßte, könnte nicht antworten! Das bestreiten wollen, hieße nichts anderes, als alle parlamentarischen Beschwerden über die Einschränkung der Preßfreiheit, die doch auch von Ver- tretern der Mehrheit erhoben worden sind, für— gelinde ausgedrückt— unehrliche und unwahrhaftige Scheindckla- mationen erklären! Nicht anders steht es mit der Freiheit der Rede in Ver- sammlungen. Die Abhaltung von Versammlungen ist in fast ganz Deutschland abhängig von polizeilicher oder militärischer Genehmigung. Und in den Versammlungen können die Verfechter der„Mehr- Heits"-Anschauungen so ziemlich alles sagen, was sie auf dem Herzen haben, während den Wortführern der Minderheit ein Schloß vor den Mund gelegt ist. Es gibt zahlreiche Partei- organisationen, die bisher angeblich zur Verhütung von „Verwirrung", damit ihre sorgfältig behüteten Schäflein nicht auch kopfscheu,„verrückt" gemacht würden— jede Information der Genossen durch redegewandte und informierte Vertreter der„Bkinderheit" zu verhüten verstanden haben. Viele Tausende von Parteigenossen, die bei der Wahl und In- slruierung der Delegierten mitzubestimmen haben, würden also gar nicht in der Lage sein, sich durch die gebotene gründ- liche Aussprache beider Richtungen ein unbefangenes und ungetrübtes Urteil bilden zu können. Aber selbst wenn diese künstliche Absperrung von der freien Luft der Kritik nicht bestände, selbst wenn auch unter dem Walten des Belagerungszustandes nicht ohnehin jede freie Kritik unterbunden wäre— schon die Tatsache, daß gerade zahlreiche Vertreter der„Minderheit" im Waffcnrock stecken, oder sonst mundtot gemacht sind, sollte auch ihre besonnenen und ehrlichen Meinungsgegner abhalten, in Gestalt eines Mittwoch, den 19. Juli 1916. Kriegs-Parteitages ein Plebiszit, eine sozialistische Volks- abstimmung zu erzwingen, gegen die die berüchtigten Plebiszite des dritten Napoleon noch Muster demokratischer Selbst- bestimmung darstellen. Nun hat das Parteivorstandsmitglied Genoffe Otto Braun bereits in seinem gestrigen Artikel den Beweis dafür erbracht, mit welcher Leichtigkeit, um nicht zu sagen Leicht- fertigkeit, und mit welch oberflächlichen Scheingründen die Betreiber der Einberufung des Kriegs-Parteitages sich über die ihm entgegenstehenden schweren Bedenken hiwegzusetzen vermögen. So, wenn er das von mehreren Parteiblättern erhobene Be- denken, daß auf einem solchej�Zarteitag doch die vielen Hundert- tausende von Feldgrauen, dicder Partei angehören, völlig aus- geschaltet sein würden, mit dem ganz schiefen Einwand abzutun wagt: Ja, die„Minderheit" hat ja auch ohne Rücksicht auf die Feldgrauen in Berlin und Frankfurt a. M. Bezirks- und Pro- vinzialparteitage abgehalten. Daß diese sogenannten Parteitage etwas ganz anderes waren, darüber später ein Weiteres. Hier sei nur festgenagelt, daß es ja daS ur- e i g e n st e, von der M e h r h e i t in ihrer Prefie und Kund- gedungen zu Tode gehetzte Argument ist, über daS der Mehr- heitsvertreter Braun so munter hinwegvoltigiert. Immer und immer wieder haben wir eS von der„Mehrheit" hören müssen, daß keine maßgebende Stellungnahme der Partei möglich und denkbar sei, bei der nicht auch die sozialdemo- kratischen Feldgrauen ihr Votum in die Wagschale iverscn könnten. Was srcilich die Abgeordneten und Funktionäre der Mehrheit niemals gehindert hat, ohne Anhörung der Feldgrauen diejenige Politik nicht nur zu beschließen, sondern auch mit a l l e n e r d c n k l i ch e n Zwangs- Mitteln denen aufzuoktroyieren, die diese Politik für falsch und als das folgenschwerste Unglück für die Partei betrachteten. Wie denn auch die jetzige Einberufung eines Kriegs-Parteitages— Braun verrät es ja ganz un- geniert— nur ein neues Zwangsmittel sein soll, um die Anhänger der Minderheit unter der Maske und Grimasse eines allgemeinen Partcivotums gegen ihre innerste Ucbcr- zeugung und ihr Parteigewisscn unter die Diktatur der Mehrheit zu beugen! Und zwar unter gleichmütiger Ausschaltung der Feldgrauen. Auch wir halten es für ganz selbstverständlich, daß die G e s am tpartei zu den ernsten, folgenschweren, die ganze deutsche und internationale Sozialdemokratie in der ein- schneidendsten Weise beeinflussenden Problemen des Krieges erst dann Stellung nehmen kann und nehmen darf, wenn, wie für alle Parteigenofien, so auch insbesondere die aus dem Felde zurückgekehrten Parteimitglieder, die Möglichkeit einer freien, unbeeinflußten Entscheidung gegeben ist. Womit natürlich nicht gesagt ist, daß die noch im Lande befindlichen Genossen sich jedes Einflusses auf die Politik ihrer Führer zu enthalten Hütten. Das wäre ja geradezu widernatürlich und lächerlicher politischer Selbstmord. In der Tat haben es sich ja denn auch die Anhänger der„Mehrheit" so wenig nehmen lassen, wie die der„Minderheit", in ihren Kreisen, auf Be- zirkSkonfcrenzen usw. Stellung zu den Streitfragen zu nehmen. Nun kommt Braun wieder einmal mit dem auf beiden Füßen hinkenden Vergleich zwischen einem allgemeinen Par- teitag und den Groß-Berliner und hessischen„Bezirks- Parteitagen". Dort hätten die Genossen, und zwar auS parteipolitischen Gründen. Vorstandsneuwahlen vorgenommen, also unter den gleichen Umständen dasselbe getan, was auch der allgemeine Parteitag tun solle. Das heißt die Dinge völlig auf den Kopf stellen. I« Groß-Berlin handelte es sich um eine organisatorische Maßnahme, die durch Schuld der„Mehrheit" zur unumgäng- lichen Notwendigkeit geworden war, wenn die Groß-Berliner Genossen nicht zum Kindergespött werden wollten. Die Ge- nossen der acht Groß-Berliner Wahlkreise, die zum Organi- sationsverband Groß-Berlin zusammengeschlossen waren, hatten immer wieder nach gründlicher Aussprache und überwältigender Mehrheit die Haltung der„Minderheit" gutgeheißen, der Haltung der die Kredite ablehnenden Reichstagsabgeordneten zugestimmt und die Gründung und daS Verhalten der Arbeits- gemeinschaft gebilligt. Ihre Vertreter im Partciausschuß und der Landeskonimission jedoch hatten immer wieder den ent- gcgengcsctztcn Standpunkt eingenoinmen und die gegen die Minderheit gerichtete Politik der Verurteilung und Aechtung mitgemacht. Es hatte sich also der absurde Zustand heraus- gebildet, daß die wichtigsten Beschlüsse der Groß-Berliner Genossen sortgesetzt durch die Abstimmungen der Vertreter Groß-Berlins durchkreuzt wurden. Hierzu kam das hinläng- lich bekannte Vorgehen der Instanzen gegen die„Vorwärts"- Redaktion, die eigenmächtige, statutenwidrigc Kündigung des Genossen Meyer, die rechtswidrige Verhängung der Partei- vorstandszensur gegen den„Vorwärts"-- lauter Akte, gegen die die Groß-Berliner Organisation zwar den schärfsten Ein- spruch erhob, ohne jedoch bei den Groß-Berliner Vertretern in den Parteiinstanzen die geringste Unterstützung zu finden. So waren die Groß-Berliner Genossen, wollten sie nicht jeder Achtung und Selbstachmng verlustig gehen, gezwungen, durch Ein- berusung der Groß-Berliner Generalversammlung die Wahl eines neuen Vorstandes vorzunehmen, der ihr Vertrauen ge- noß und gewillt war, sein Mandat im Sinne der Auftrag- geber auszuüben. Es handelte sich also bei dem Groß-Berliner„Bezirks- Parteitag" um eine dringend gebotene organisatorische Maß- nähme, die sich in nichts mit den Ausgaben und Pflichten Expedition: SW. 6$, Linüenstraße 3. Ferujprecher: Sl«t Morivpla«, Nr. ISl 90— läl 97. eines allgemeinen Parteitages vergleichen läßt. Auch nicht insofern, als man den entferntesten Vergleich zwischen den Möglichkeiten einer Aussprache der beiden Richtungen in Groß-Berlin und im Reiche ziehen könnte. In Berlin wußten die Genossen genau, um was es sich handelte. Alle Streit- fragen politischer Natur waren hier(wenn auch nur im engeren Kreise) zahllose Male in allen acht Kreisen erörtert worden, durch Artikel und Gegenartikel, durch Rede und Gegenrede, an der die gewandtesten Wortführer der„Mehrheit" ausgiebig teilzunehmen Gelegenheit hatten. Von einer einseitigen Be- einflussung oder gar einer lleberrnmpelung konnte gar keine Rede sein. Wer das zu bestreiten wagt, stellt sich in den schroffsten Gegensatz zu unanfechtbaren Tatsachen. Und schließlich gar die Wehklage Otto Brauns über die Enthebung zweier Genossen von ihrer Stellung! Gewiß, diese Begleiterscheinung war unangenehm und wurde sicherlich von den Delegierten der Verbandsversammlung unangenehm genug empfunden. Und vielleicht hätte sich hier ein Ausweg aus deni peinlichen Dilemma finden lassen, wenn nicht gerade die„Mehrheit" durch ihre Rücksichtslosigkeit die Erbitterung gesteigert und die namenlos gereizten Groß-Berliner Genossen zu raschem Eingreifen genötigt hätte. Aber ist gerade Otto Braun dazu berufen, über solche Härten zu klagen, gerade ein Mitglied desselben Parteivorstandcs, der so rücksichtslos gegen Dr. Meyer vorging, der in Duisburg ohne alle sentimentalen Skrupel zur Entlassung zweier Redakteure schritt, der schon vor mehr als anderthalb Jahren für den brutalen Gclvalt- streich des württembcrgischen Landesvorstandcs nichts als einen platonischen Protest übrig hatte?! (Ein Schlußartikel folgt.) Eine Erklärung üer italienischen Parteileitung. Im„Avanti" vom 8. Juli gibt das Sekretariat der Sozialdemo- kratischen Partei in einer offiziellen Mtteilung einen Uebcrdlick über die gegenwärtige parlamentarische Situation und die äußere Politik, der besonders in seinem zweiten Teil von der Zensur bis zur Uuverständlichkeit beschnitten und entstellt ist. Tie Erklärung erstattet zuerst einen knappen resümierenden Bericht über die Tätig- keit der Äammersraktionu Die letzte Parlamentsperiode habe noch einmal die Kraft, die Festigkeit und Einheit' der sozialistischen Aktion bestätigt. In strenger Verfolgung der. ihr in der letzten Sitzung der Parteileitung fest vorgezcichneten Marschroute und begleitet von der einstimmigen und ioarmen Billigung des gesamten ehrlich auf dem Boden des Klassenkampfes stehenden Proletariats konnte unsere parlamentarische Aktion nur das sein, was sie wirklich war: eine erneute Bekräftigung unserer Stellung zum internatio- nalen Konflikt und eine eifrige und bis ins einzelne gehende Auf- dcckung der Bedürfnisse, der Ansprüche und Fordcrnugen der Ar- beitcrklasse in dieser tragischen Stunde: ob es sich dabei um die Probleme der Arbeit und des Konsums oder um jene allerwichtigste Frage der Fürsorge für die Opfer des Krieges handelte. Der ersten dieser Ausgaben waren die wundervollen Reden der Genossen Morgari, Tnrati und T r e v e s, der zweiten die im wahren Sinne entscheidenden Erklärungen unserer Abgc- ordneten Brunelli, Mafsi, Montemartini, Be l- tr a m i und Z i b o r d i gewidmet. Die parlamentarische Tätigkeit hat für unsere Partei den Be- weis erbracht, daß die absolute und unerschütterliche Treue gegen- über ihren Prinzipien sie immun macht wider alle Gefahren des Parlamentarismus und sie rein und kraftvoll durch die von diesem selbst provozierte Ministerkrisen hindurchgeleitet, die alle anderen bürgerlichen Parteien verwirren und erschüttern, sind diese doch genötigt, ihr Programm und ihre Vergangenheit zu verleugnen, und nur der persönlichen Politik ihrer Führer zu dienen. Stolz auf die Treue ihrer Anhänger und der bewußten, wach- samcn und der ununterbrochenen Tätigkeit ihrer leitenden Organe sicher, betrachtet es die Partei als ihre Aufgabe, ihre zähe Defensiv- aktion und ihre Propaganda besonders in der schweren Zeit, die uns bevorsteht, noch intensiver zu gestalten." Die Erklärung schreitet nun über eine große Zensurlücke hin- weg zur internationalen Politik fort:„Auf einen von der sozialistischen Partei Frankreichs eingelaufenen Antrag, eine neue Konferenz„des Sections socialistes des pays allies(der sozialistischen Sektionen der verbündeten Länder) einzuberufen, müsse die Partei im Einverständnis mit der„British Sozialist Party" erwidern, daß ein ähnlicher Vorschlag von keiner Partei angenommen werden könne, die bestrebt ist, als Sektion der Jnter- nationale zu handeln. Die italienische Partei bringt damit ihre Haltung in Einklang mit der der italienischen Arbeitskofödc- r a t i o n. die auf die erfreuliche Rückwirkung der organisierten Arbeiter in Florenz beschloß, nicht an der Londoner GeWerk- schaftskonfercnz der Entcntcländer teilzunehmen, sie wird statt dessen vor dem Haager Bureau dafür eintreten, daß die Internationale mit allen ihren Sektionen zu- sammenberufen werde. Diese unsere Stellung wird übrigens, soviel wir wissen, von fast sämtlichen Partelen der Entente geteilt: der„British Sozialist Part y", der„JndependentLabourPart y", der Sozialistischen Partei Portugals und von den russischen Sozialistischen Parteien in ihren offiziellen Vertretungen, wie sie vor dem Kriege bestanden; ebenso hat sie die Zustimmung der größten Parteigruppen der neutralen Länder sowie der Minderheiten in Deutschland und Frankreich, die in der letzten Zeit gn Zahl xichb Einfluß gewaltig gewachsen sind." T Eins neue große Lücke leitet sodann zu dem Schlußsatz' über, in den diese bedeutsame Erklärung mündet. »TaS sind unsere Vorschläge: zu ihrer Durchführung werden wir unsere tägliche Arbeit weiter und mit noch wachsender Inten- sität fortsetzen." Rom, den ö. Juli lg lg. (r) Der Sekretär: Constantino Lazzari. örpan über öen Zrieöen. Dem Berner„Bund" wird gemeldet: Stockholm, lä. Juli. Schwedisches Telegraphen- b u r e a u. In Beantwortung einer Anfrage gab Bryan, ehemaliger SlaatSsetrctär, auf der Neutralitätskonserenz in Stockholm Hinsicht- lich der Notwendigkeit, die öffentliche Meinung mit den Bedingungen eine««Ucntuellen Frieden» zu beschnfligen, folgende Erklärung ab: Fast alle Volker der Kriegführenden erklären, Anhänger des„Friedens- fürstcn" zu sein. Konsequenterweise können sie daher den Krieg nur als äufferstes Mittel billigen, wenn alle andern versagen. Dies trifft aber auch zu betreffend eine Fortführung des Krieges. Diejenigen, welche den Krieg verursacht haben, konnten nicht all« Folgen voraussehen, welche sich ergeben haben, während diejenigen, welche die Verantwortlichkeit für seine Fortführung von sich weisen, dies infolge der Kenntnis der un« geheuerlichen Folgen tun, die eine Fortsetzung eben mit sich bringt. AndernteilS verneinen alle Kriegführenden entschieden, die Urheber des Krieges zu sein. Alle erklären, ihn weder begonnen, noch gewollt zu habe». Wir sollten deshalb glauben, daß alle Regierungen auch eine Fortsetzung nicht wünschen. Nach einer unerhörten Verschleuderung des Geldes, nach dem Opfer der besten und tapfersten ihrer Mitbürger müssen sie wünschen, daß dieser Krieg so rasch wie möglich beendet werde. Warum geben sie denn nich�t kund, einfach und klar, unter welchen Bedingungen sie zum Frieden geneigt wären? Warum verlängern sie durch dieses Zögern die ganze Orgie von Blut und Leiden? Sie übernehmen dafür die Verantwortung. Die Regierungen wissen sicherlich, für welches Ziel sie Krieg führen, und dieses Ziel muß nicht dergestalt sein, daß sie sich schämen müßten, es der Welt bekannt geben zu dürfen. Warum also klaren sie die öffentliche Meinung nicht ans? Eine klare und ausfuhr- lich e Darlegung der Ziele, welche sie durch die Macht der Waffen zu erreichen trachten, würde einer Erklärung der Bedingungen, unter welchen sie zum Frieden geneigt sind, gleichkommen. Ehrenhaftigkeit und Offenheit find Tugenden ebenso sehr im inter- nationalen Verkehr als im Umgang zwischen den einzelnen Jndtvl- duen. Alle zuständigen Behörden sollten daher gleichzeitig ihre Erklärungen über Friedensbedingungen ab- geben und, sollte sich dann die eine oder andere Regierung weigern, dies zu tun, dann würden die anderen um so achtbarer dastehen. Auch eine derartige Kundgebung von nur einer Seite würde zweifellos einer Replik der Gegenpartei rufen. Hieraus würde eine Diskussion entstehen, welche ein Einverständnis ermöglichen könnte. Die Friedensbedingungen müssen doch früher oder später veröffentlicht werden. Warum nicht jetzt schon? Alle die Regierungen, welche in diesen Krieg verwickelt sind und vor der Verantwortung, ihn entfesselt zu haben, zurückschrecken, sollten ihre Ehre dafür einsetzen, ihn so rasch wie möglich zu beendigen.(e) Der französische Tagesbericht. Paris, 18. Juli. jW. T. B.) Amtlicher Bericht von Montag nachmittag. Zwischen Oife und Aisne wurdc eine starke deutsche Erkundungsabteilung an den Zugängen vonMoulin— SouS— Touvent durch Feuer zersprengt. In der Champagne wurde ein deutscher Handstreich auf einen Schützengraben des russischen Abschnittes durch einen Gegenangriff mit Verlusten zurückgeworfen. An der Front von Verdun war die Nacht verhältnismäßig ruhig, ausgenommen an der Höhe 304. wo das Gewehrseuer lebhaft war. Westlich von Fleury machten französische Truppenteile einige Fort- schritte und bemächtigten sich dreier Maschinengewehre. In Lothringen versuchten die Deutschen nach einem ziemlich ausgedehnten Bom- bardcment zwei Angriffe auf die Stellungen in der Gegend von Han südöstlich von Nomony. Sie wurden zurückgeschlagen und ließen Gefangene zurück. Auf der übrigen Front hat sich nichts ereignet. Paris, 18. Juli. sW. T. B.) Amtlicher Bericht von Montag abend. Die Kampftätigkcit war noch behindert durch anhaltenden Regen und dichten Nebel. Von der englischen Front ist heute nichts Wichtiges zu meiden. Im Laufe einiger örtlicher Ge- fechte machten wir eine Anzahl neuer Gefangener. Die Gesamt- zahl der unverwundeten deutschen Gefangenen erhöht sich auf 189 Offiziere und 10 779 Mann. Die feindlichen Verluste an Artillerie sind noch bedeutender, als unsere ersten Berichte meldeten. Das augenblicklich in unserem Besitz befindliche Material beläuft sich auf ö achtzöllige und 3 sechSzöllige Haubitzen, 4 feckszöllige Geschütz«, 5 andere großkalibrige Geschütze. 37 Feldgeschütze, 20 Grabeuhaubitzen, «6 Maschinengewehre und mehrere Tauseiide Munitionsladungeu aller Art. In die Liste ist nicht einbegriffen eine große Zahl noch nicht eingebrachter Geschütze, ohne alle die zu zählen, die unser Feuer zerstörte und die der Feind zurückließ. Auf dein rechten Maasufer hält der Artilleriekampf in der Gegend von Souville an. Die Zahl der von uns im Abschnitt von Fleurh seit dem 15. gemachten Ge- fangenen beträgt ungefähr 299. Auf dem übrigen Teil der Front war der Tag verhältnismäßig ruhig. Es herrschte sehr schlechtes Wetter. Belgischer Bericht: Der Tag verlief an der belgischen Front ruhig, mit Ausnahme von ZerstörtmgSfeuer, das unsere Artillerie in der Gegend von HeisaS und Boesinghe ausführte und das an den feindlichen Werken schweren Schaden anrichtete. Die englische Melöung. London, 17. Juli.(W. T. B.) Meldung des Reuterschen BureauS. Amtlich. General Haig meldet weitere wichtige Erfolge, darunter die Eroberung der zweiten deutschen Linie bei Bazentin. Wir eroberten die stark befestigte Waterloo-Farm sowie die letzten Berschanzungen von Ovillers. London, 17. Juli. sW. T. B.) Voller Wortlaut von Haighs Abendbericht. Von unseren Truppen sind weitere bedeutende Erfolge errungen worden. Nordwestlich von dem Gehölz von Bazentin-le-Petit stürmten wir die zweite deutsche Linie und nahmen die Stellungen in einer Ausdehnung von 1599 DardS. Die große Zahl von toten Deutschen in diesem Abschnitt beweist die sehr schweren Verluste, die der Feind erlitten hat, seitdem unser Vor- marsch begann. Oestlich von Longneval erweiterten wir noch die Bresche in der zweiten deutschen Linie durch die Einnahme der stark geschützten Stellung Waterloo- Farm. An unserer linken Flanke nahmen wir in OvillerS-Ia-Boisselle, wo seit dem 7. Juli andauernd Nahkämpfe stattfanden, die übrig gebliebenen Bollwerke des Feindes mit 2 Offizieren und 124 Mann der Garde, welche die Ueberbleibsel der tapferen Besatzung bildeten. Das ganze Dorf ist jetzt in unseren Händen. London, 18. Juli. sW. T. B.) Englischer HcereS- bericht vom 17. Juli. Unaufhörlicher Regen und dichter Nebel Melömg des Men MWMiers. Amtlich. Große« Hauptquartier, 18. Juli 1916. sW. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Auf dem nördlichen Teile der Front wurden an zahl- reichen Stellen feindliche Patrouillen vor unseren Hinder- nisscil abgewiesen. Eine unserer Patrotiilleu uahm im eng- lischcn Graben östlich von Bermelles 1 Offizier, 4 Unter- offiziere und 11 Mann gefangen. Zu beiden Seiten der Somme benutzten unsere Gegner den Tag zur Feilervorbereitnug. Starke Angriffe, die sich abends uud nachts gegen Poziörcs und die Stellung östlich davon, gegen Biachcö— Maisonnctte— Barlcux und gegeu Soyeocourt richteten, wurden überall unter großer Einbuße des Feindes zum Scheitern gebracht. Im MaaSgebiet zeitweise lebhafte Feuer-«ud kleinere Handgranatcnkämpfc. festlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindcuburg. Die Russen setzte« südlich und südöstlich von Riga ihre starken Angriffe fort, die vor unseren Stellungen blutig zusammenbrechen oder da, wo sie bis in unsere Graben gelangen, durch Gegenstöße zurückgeworfen wurden. HeeresgruPpedesGeneralfeldmarschalls PrinzenLcopoldvonBayern. Keine besonderen Ereignisse. Heeresgruppe des Generals v. Linsiugcn. Die Lage ist im allgemeinen unverändert. Rnssssche Angriffe sind westlich von Luck glatt abgewiesen. Armee des Generals Grafen V. Bothmer Abgesehen von kleinen Borfeldkämpsen keine Ereignisse. Balkan-Kriegsschanplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. * Russisches Seeflugzeug abgeschosien. Amtlich. Berlin, 18. Juli. sW. T. B.) Am 17. Juli griffen drei russische Flugzeuge eine« Teil unserer leichten Scestreitkräftc am Eingang zum Rigaischcn Meer- busen an uud warfen ohne Erfolg Bomben ab. Durch unser Abwehrfeuer wurde ein Flugzeug abgeschossen, die beiden anderen wnrden vertrieben. * Deutsche V-Doot-Tatigkeit. Amtlich. Berlin, 18. Juli. sW. T. B.) Am 11. Juli hat eins unserer ll-Boote die Eisenwerke von Scaham an der englischen Ostküste beschossen. In der Zeit vom 10. bis 14. Juli sind an der englischen Ostküste durch unsere U-Boote sieben englische Fischdampfcruud zwei Fischerfahrzeuge vernichtet worden. «« * Set SsietrelEW GelimiWMW. Wien, 18. Juli.via Schuch im Alter von 20 Jahren. Möge beiden die sremde Erde leicht sein! Ein ehrendes An- denken wird ihnen stets be- wahren 980b Oae Gesamtpersonal der Buchdruokerel Llebhelt AThlesen. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dag am Sonntag, den 16. d. M., meine liebe Frau 981b dokatitia Bendt nach längerem Leiden verstorben ist. Dies zeigt tiefbetrabt an im Namen der Hinterbliebenen W. Bcndt. Die Beerdigung findet morgen Donnerstag nachmittag 3>/, Uhr von der Halle des JakobikirchhoseS, Neukölln, Hcrmannstraße, aus statt. DeBtscherlÄetallarheiter-Veriianil Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege, der Fräser psul Seisfle Grüner Weg 86 am 15. Juli gestorben ist. Ehre feinem Andenken! Tie Beerdigung findet am Mitt- woch, den 19. Juli, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses am Friedrichshain nach dem Markus> Kirchhofe in Wilhelmsberg aus statt, Rege Beteiligung erwartet 120/5 Tie Ortsvcrwaltung. Gesangverein„Sangeslust" Waldmannttlust. Als Opfer dieses Weltkrieges I fiel unser lieber treuer Sanges- j Ii rüder, der Unteroffizier Hermann Sorge. Ehre seinem Andenken! 9?9b I Gewidmet zum Sterbetage am 19. Juli 1916. Als Opfer des Völkerringcns fiel am 19. Juli 1915 mein un- vergeßlicher Mann, der Land- sturmmann A Otto Habicht. In ticsstcin Schmerz namens aller Hinterbliebenen Minna Habicht geb. Scharnberg. Am 12. Juli fiel als Opfer deS Völkerringens unser einziger, guter Sohn, Brudev und Bräu- tigam f41A Karl �olminkel im 25. Lebensjahre. In tiefstem Schmerz Familie Mohwinkel, Erna Sandow als Braut. DaS Gesetz über den Belagerungszustand dom 4. Juli 1851. (Abändcrungsgcsetze vom 11. Dez. 1915). Herausgegeben von E. Conrad, 3,80 IUI., geb. 4,50 DI. O. Liebmann. Berlin IV 57. Im Ziainpf gegen Nuftland und Serbien. Von W. C. Gomoll. Geb. 10 M. F. A. Lrockhaus, Leipzig. Oriefkasten üer ReöaktZon. Die turistischi Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenftr. Z, lV. Hos rechts, parterre, ani Montag bis Freitag von 4 bis 7 Ugr, am Sonnabend von b bis S Uhr statt. Jeder Iltr den B r t e t t a st e n bestimmten Antrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzetchen beizusügen. Briefliche Antwort wird nicht erietll. Antragen, denen leine Abonnementsguttrung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Svrechstunde vor. Berträgc, echrislstüac und dergleichen bringe mar in die eprcwftnnde mit. E. F. I. Der Vormund kann diese Anordnung treffen. Die Mutter könnte döchfiens deswegen eine Entscheidung des VorntundschastsgerichtS herbeisübren.— W. 9. Sic können aus Grund der ausgeklagten Forde. runq 30 Jabre lang gegen den Schuldner vollstrecken lassen.— Alter Kö. 1. Der Antrag ist beim Magistrat in Cbarlottenburg zu stellen. 2. Da Sie nähere Angabe» über das Älter des Versicherten nicht machen, können wir diese Frage nicht genau beantworten. Anscheinend sehlcn zum Bezüge der Rente noch etwa 70 Marken. 3. Auch diese Frage können wir ohne nähere Angabe der Beitragsklassen tischt beantworten. 4. Ja.— A. Z. 100. Der Beirag wird erst nach Beendigung des Krieges ausgezahlt.— M. Sch. 28. 1. u. 2. Nein.— N. G. R. 183. Nein.— O. L. 1. Jdre Frau kann nicht exmittiert werden.— A. K. 3«. Sie waren nicht berechtigt, die Karte als Fcidvost auszugeben: deshalb müssen Sie Strafporlo zahlen.— H. M. 20. Die Mutter bat auch in diesem Falle Anspruch auf Kriegs. Unterstützung.— M. R. 80. Der Frau steht die Unterstützung zu, wenn Bcdürstigkeit bei ihr als vorliegend erachtet wird.— M« 33. Die Unterstützung wird in diesem Falle nicht in Wegsall kommen.— F. D. 74. Ehnrlottenburg. Wenn Ihre Söhne vor ihrer Einziehung zum Militär sür Ihre» Unterhalt gesorgt haben, io können Sie für einen die Kriegs- Unterstützung fordern. Wahrscheinlich wird der Antrag aber abgelehnt werden, wenn, soweit wir Ihrem Schreiben entnehmen, Ihr Mann sür den Unterhalt der Familie sorgen kann.— A. L. 162. Sie müssen durch den Hauswirt den Mieter zur Abstellung des Mißstandes auffordern lassen. Der Hauswirt wird diesem Verlangen sicher nachlommen.— K. W. 200. 1. Die Bescheinigung wird Ihnen aus Verlangen vom Vormundschastsamt sicher zurückerstattet. 2. Die Musterung des von Ihnen angegebenen Jabr- ganges ist doch bereits eriolgt.— X.?). 7. Eine bestimmte Norm ist dasür nicht vorgesehen. Das richtet sich nach den persönlichen Verhältnissen. Stellen Sie Antrag zunächst auf Kriegsunterstützung. Wenn Ihnen diese bewilligt ist, tönnen Sie Antrag auf Mietsuiiterstützung einreichen. GaleMÄleiAsM �( MohtmuncSsf OcK) GalemGolb (QoirtmundslücK) Jsgarotten. PtosNI 3H 4 5 6 6 10 4 5 0 61012 PfdStuck iglptzdfießlich Ifriegaaufgcfrlftg. JrihJlu�o Trusifrei! Heines Werke . 3 väad« 4 Morl» Luchhandlung Vorwärt» ReukersWerke - 3 Lände 4 Mar». Buchhandlung vorwärts naob atusurhaih gegen AnzalHuug. Pdr«t&rketa Fifurao paxsende Stücke vorrätig; Billige Preise! Sfodell- Konttlxne, PracHtstücke, beste Qualitäten aus TCommgarn, Tuch, beide,{Samt, Schöplungea erster Meister, auch Herbsimodelle 150,— 120.— 98,— 65.— 49— fesobe Pbentasiekostüme, Kammgarn, Kräuselstoffe usw. 42,— 36.— 30.- 24,— 18.— Imprä/rnlertf» Seiden- Mäntel, EAtzQekeode Karbenstellangen, Glockenform mit Gärtel, aaoh Jose JTalten, wunderbar leicht, 03.— 64.— 41,— 30,- 22% Schwarze Seiden- and Eolienno- Mäntel 100,— 75,— 50,— 25.— Kurze, fesche Taffot• Jacken 20.— Teinkttper(Coverteoat) Mäntel, Glocken- und Görtelformen, fesche Antmachungen 43.— 36.— 30,— 24.— 18,— Lodenmäntel 33,— 28,— 20,— etc. Lodenkostöme 55,— 42,— 35,— eto. ModellSeidenröoke 45.— 32,— 25,— et«. Phantasielücke 18,— 12,— 6� eto. Praktische Ctammimäntei mit passender Kappe, in entzückenden Karben, blau, grün, reseda, top, Glockenforxnen 45.— 36.— 29,- 22,- 18.- 16 V, Imprägnierte Staub» Mäntel aus wasserdichtem Kammgarn 25.— 22,— 18,— 16,— 12,— Herren- Gummimäntel 48,— 36,— 25,— * BIBIige Preise! � Ulster, 1 PlttsehmHntel 1 Pelzmäntel. die besten, molligsten und R Die Westmannschen, berdliratcn, I beste Pelle, gediegenste Kürsehner- weichsten Qualitäten, Pracht- u stadtbekannten und berühmten B arbeit 1200,— 900,— 600,— 300,— stücke(Selteubeiten) R Plüsohmäntel I Kinzclno kurze Pelzjackea 76— 66.- 33,— 29.- 20,- 15,-| 160,- 120,- 90.- 60,— 49,—| 100,— a 60,— " 4#'- � Sonntags geöffnet 8—10 ühr. l. Geschäft: Mohrenstraffe 37 a (Kolonnaden). Westmann II. Gesehäft: Qroffe Prauklorter ätraffe 115 (nahe Andreasstr.), | Rabattmarken der Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend