Nr. 101. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Mr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition tst an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 3. Mai 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Der Weltfeiertag der Arbeit. Berlin, 2. Mai. fo liegenden sozialdemokratischen Gesellschaftsorganisation. In geschlagen wurde, angenommen. Wir geben sie gleichfalls noch einmal ihrem Wortlaute nach wieder: Resolution: Die Versammlung entsendet brüderliche Grüße an die zur Bekundung der Solidarität heute, am 1. Mai, versammelten Ar beiter der ganzen Welt. Sie fordert dieselben auf, für die Befreiung von der Lohnfklaverei fein Mittel unbenutzt zu lassen und unablässig zu wirken für die Erringung der sozialistischen Produktionsweise, bei welcher die Produktionsmittel sich im Besiz der Allgemeinheit befinden. die Mit voller Befriedigung kann das klassenbewußte der Hand der Arbeiterklasse liegt es, welche Richtung die Proletariat auf den gestrigen Tag zurückjehen. Die große wirthschaftliche und damit auch die politische Entwicklung Gemeinde der Arbeiter, welche sich selbst Gesetze giebt, ver- einschlagen wird. steht auch nach ihnen zu handeln, dies hat wieder der Seßen wir alles daran, daß der im Interesse der 1. Mai bewiesen. herrschenden Gewalten liegende Weg verrammelt wird, daß Mit Hochgefühl und Stolz waren die Maffen allerorts aber die Bahn für die Entwicklung nach unserem Sinne erfüllt, wußten sie sich doch Eins mit allen Kampfesgenossen frei wird. auf der weiten Erdenrunde. Ueberall wo die Dampfkraft Wie sollen wir das thun? als Herrscherin eingezogen ist, in allen sogenannten zivili- Indem wir, wie es gestern geschehen ist, die Für die im Nahrungs- und Genußmittel. firten Ländern, nahmen sich die Arbeiterhcere die Resolution Arbeiterklasse aufklären über die Gesetze der wirth Gewerbe beschäftigten Arbeiter und und Ar der internationalen Arbeiterparlamente von Paris und schaftlichen Entwicklung, indem wir ihnen flar beiterinnen tagte die Gruppenversammlung in Zürich zur Richtschnur und begingen ernst und würdig den machen, was wir und wir und was die Gegner wollen, Bohow's Brauerei. In stattlicher Bahl hatten sich die Weltfeiertag der Arbeit. Sie bewiesen damit, daß die indem wir sie aber auch zu einer festen unabakarbeiter und Arbeiterinnen dort eingefunden, internationale Solidarität der Arbeiterklasse tein leeres zerstörbaren Organisation zusammenfassen, indem wir sie gegen 10 Uhr tamen die Bäder und Konditoren und stärkeren Zügen traten Wort, daß sie eine That, eine Bekundung der größten, mit internationaler Solidarität, mit Aufopferungsfähigkeit, üblenarbeiter. In der einzigen zukunftsfrohen Macht des ausgehenden Jahr mit Opfermuth erfüllen, indem wir ihnen den Werth de Saal eintraten, biese waren su 2 bis 300 Personen er Brauereiarbeiter an. Als die Schlächter in den hunderts ist. Einigkeit beweisen und so die Arbeiter und die Gegner voi. zu schienen, ecfolgte die Absperrung des Saales. Die Die Feier Feier des 1. Mai, verschieden fie der von Tag zu Tag steigenden Bedeutung und Macht der Zahl der im Saal Anwesenden konnte man auf 600 schäßen, auch begangen wurde, sie bewies, daß die Ar- Arbeiterklasse überzeugen. während eine große Anzahl im Garten Plaz nehmen mußte. beiter aller Länder gewillt sind, gemeinsam für ihre Dies wird aber noch nicht möglich, wenn auch alle Bigarrenarbeiter May Riesel hielt unter dem Beifall der Forderungen einzutreten, und nicht blos für den Acht Arbeiter fich Sozialdemokraten nennen, sondern erst Bersammelten das Referat über die Bedeutung des 1. Mai. stundentag, sondern für die Beseitigung aller Klassen- dann, wenn sie durch ihr Auftreten, in jeder Handlung Nach Schluß deffelben nahm man die von der Gewerk unterschiede und damit für den Weltfrieden. Die Feier und durch die That für die Partei beweisen, daß sie nicht schafts- Remmission empfohlene Resolution einstimmig an. Ein bedeutete aber auch eine ernste Mahnung an die annoch blos dem Namen nach, sondern im Denken und Handeln, begeistertes dreifaches Hoch bildete den Schluß. der Versammlung. herrschenden Klassen und an deren politischen Ausdruck, an in Kampfesfreude und Aufopferungsfähigkeit Sozialdema- tehrs- und Handelsgewerbe, zu welcher die KaufDie Gruppenversammlung für das Ver die Regierungen: Ihren nußlosen Widerstand gegen die kraten sind. Vor allem ist es somit nöthig, daß jeder, der leute, Haus- und Geschäftsdiener, Getreideträger, Speicher an die heutige Gesellschaft gerichteten, innerhalb nicht nur dem Namen nach Parteigenosse sein will, die arbeiter, Roll- und Lasttutscher eingeladen waren, tagte, von derselben durchführbaren Forderungen aufzugeben, sich Organisationen die politischen, wie die gewerkschaft etwa 200 Arbeitern besucht, Mittags im Louisenstädtischen ihres nußlosen Klassenegoismus bewußt zu werden und lichendurch seinen Beitritt stärkt, daß er stets bereit ist, für Konzerthaus. Sie hatte insofern besondere Bedeutung, als die dem Arbeiter das morgen zu gewähren, was ihm über seine Klaffengenossen nicht nur Worte zu haben, sondern hier genannten Branchen, seitdem die Maifeier besteht, in morgen nicht mehr abgeschlagen werden kann. Wohl wissen auch zu Thaten fähig zu sein. Berlin zum ersten Male am 1. Mai eine eigene Versammlung wir, daß diese Mahnung nußlos sein wird! Den Schaden Nach dieser Richtung ist noch viel zu thun. Daß dies abbielten. Der zum Vorsißenden gewählte Rollege Grauer aber wird die Bourgeoisie hiervon haben und nicht die aber geschehen wird, dafür bietet die gestrige Maifeier eine theilte den Anwesenden mit, daß die Wiener Kollegen am Arbeiterklasse. Abend vorher in ihrer Versammlung die von ihm Namens Das taubste Dhr muß den Donnerruf neue Gewähr! der hiesigen Kollegenschaft telegraphisch übermittelten Grüße der Millionen Arbeiter hören, wer fich aber Von Maifest zu Maifest müssen wir auf immer empfangen haben. Mit folgendem Schreiben gaben die Wiener stocktaub stellt, wie die Bourgeoisie Deutschlands Kollegen den Berlinern ihre Theilnahme an dem Maifest tund: und vor allem deren Presse, der wird früher als " Die sozialdemokratischen Handelsarbeiter Wiens begrüßen die als er es abut, bittere Thränen vergießen müssen ob seiner gleichgesinnten Berliner Genossen in deren Maiversammlung. Pindteriveisheit von der Bogel Strauß- Politik! Sie drücken den Wunsch aus, daß das Band der Solditarität, welches bas sozialinische Proletariat der ganzen Welt umschlingt, auch die klassenbewußten Handelsarbeiter Deutschlands und Desterreichs immer fester aneinander füge, und der Tag nicht mehr fern sei, an dem die Handelssklaven mit gleichem Eifer in den Reihen der Sozialdemokratie kämpfen als die industrielle Arbeiter. schaft. Möge die Maibewegung das Ihrige dazu beitragen, um die Köpfe unserer in der Erkenntniß ihrer Lage und ihrer sozialen Stellung zurückgebliebenen Berufsgenossen zu erhellen! Hoch der Achtſtundentag! Hoch das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht! Hoch der 1. Mai! Hoch die internationale, revolutionäre Sozialdemokratie! Im Auftrage der sozialdemokratischen Handelsarbeiter Wiens." Eine große, eine herrliche Heerschau war es, die die tlassenbewußten Proletarier am gestrigen Tage abgehalten haben, den untrüglichen Beweis ihrer Disziplin, ihrer Siegeszuversicht, und damit auch das Unterpfand ihres endlichen Sieges haben sie wieder erbracht. Zahlreiche Arbeiter haben die Arbeit ruhen lassen. Ohne Druck ihrer Genossen, trotz des großen Widerstandes der Unternehmer gegen dieses Beginnen haben sie freudig das Opfer gebracht, als Unterpfand dafür, daß sie auch bereit sein werden, noch größere Opfer zu bringen, die im Interesse der Befreiung ihrer Klasse die Zukunft von ihnen fordern wird. Als Anfang der Arbeitsruhe ist ihr Umfang bewunderungswürdig, das Resultat glänzend gewesen. Mit Herz und Kopf, mit fluger Ueberlegung und freudiger Gemüthsaufwallung begingen die Arbeiter das Weltfest der Arbeit. größere Fortschritte der Partei zurücksehen. Geschieht dies, dann wird bald der Tag uns leuchten, an dem wir das große Fest der Befreiung der Arbeiterklasse von Ausbeutung und Noth feiern können. Drum nicht die Hände in den Schooß! Nein, alle Hände gerührt für die Befreiung der Arbeiterklasse! Und immer leuchtender und immer freier Wird uns'res Bundes Siegeszeichen weh'n, Und immer hehrer wird sein stolzer Flug Den Aermsten aller Welt sich offenbaren, Und immer mächt'ger werden sie sich schaaren Zum großen, endlichen Triumpheszug Les von dem Tode auferstand'nen Rechtes Der Freiheitslust des menschlichen Geschlechtes! Ueber den Berlauf der Maifeier geben die hier folgenden Berichte vorläufigen Ausschluß. In den nächsten Tagen werden wir noch zahlreiche weitere Berichte nachzutragen haben. Berlin. Gewerkschafts Versammlungen. Mit Beifall begleitete die Versammlung die Verlesung dieses Schreibens. Das Wort nahm dann Genosse Roland, um in zündender Rede die Bedeutung des 1. Mai darzulegen. Um das Referat nicht abzuschwächen, sah man von einer Diskussion ab und nahm einstimmig die von dem Ausschuß der Gewerkschaftsfommission empfohlene Resolution an. Mit einem Hoch auf die fich die Theilnehmer. Sozialdemokratie und unter dem Gesang der Marseillaise trennten Der große Saal der Konfordia", Andreasstraße, war von den Holzarbeitern vollständig gefüllt. Es mochten ungefähr 4000 Personen anwesend sein, und noch immer strömten die Maffen aufs Neue hinzu, fodaß der Saal um 1/211 Uhr ab. gesperrt werden mußte. Der letzte Proletarier wurde gestern aus dem düstern die von der Gewerkschafts- Kommission vorgeschlagene Resolution Mit wenigen Ausnahmen wurde in allen Versammlungen Elend seines Lebens herausgerissen, mit neuem Muthe zum angenommen, die wir in ihrem Wortlaute nochmals folgen Leben, zum Kampfe, mit frischer Hoffnung auf Besserung lassen: erfüllt. Tausende wurden sich bewußt, daß der Pessimis- Die heute am 1. Mai in Berlin versammelten Maifeiernden mus trotz aller Schlagschatten, die die Gegenwart erklären mit bezug auf die Beschlüsse der internationalen Arbeiter auf das Leben Leben der Einzelnen wirft, nicht Herr tongreffe, daß sie von der heutigen Gesellschaft fordern, daß fie über uns werden dürfe, daß der Menschheit, der Arbeit endlich ihr Recht gewähre. Sie erklären ferner, daß Außer in den Brauereien Bözow, Patzenhofer, Böhmisches jedem ohne Unterschied des Geschlechts, der Rasse, es die Pflicht der heutigen Gesellschaft sei, für das Wohl aller Brauhaus und Pfefferberg feierten in allen anderen Brauereien des Berufes eine helle Zukunft winkt, daß endlich nach ihrer Mitglieder Sorge zu tragen und durch besondere Maß die Böttcher einmüthig und betrug die Zahl der Theilnehmer jahrtausende langer Ausbeutung der Arbeit der gebührende nahmen der geistigen und körperlichen Entartung der Arbeiter aus diesem Berufe ca. 300. An dem mit lebhaftem Beifall tlaffe vorzubeugen. aufgenommenen Vortrag des Genossen Robert Schmidt Lohn werden solle. Aber daß die schöne Zukunft uns nicht Zu diesem Zwecke fordern die Arbeiter von tnüpfte der Vorsigende die ernste Mahnung, die streikenden aus Himmelshöhen bescheert werden wird, daß es heißt der politischen Organisation der Gesellschaft, Tischler in Wien thatkräftig zu unterstüßen, besonders aber Kopf anzuftrengen und Hand anzulegen, damit der Zukunfts- vom Staate, daß er die Gleichberechtigung aller mögen diejenigen, die am 1. Mai arbeiten, etwas reichlich ihren bau auch bald gekrönt werden könne, auch dies sollen alle, lassen vor dem Gefeß gewährleistet und Beitrag zur Unterstützung bemessen. Um einen Ueberblick zu ge die das Fest der Arbeit gefeiert haben, gelernt haben. insbesondere den Arbeitern in der Benutzung winnen, wie groß die Zahl der Arbeitslosen in dieser imposanten Das Glück wird der Menschheit nicht mühelos in den des Vereinigungsrechts volle Freiheit ge- Versammlung ist, ließ die Vorsigende diejenigen, die in Arbeit Schooß fallen. Harter und schwerer Mühen bedarf es noch. stehen, von ihren Sißen sich erheben. Die Zahl derjenigen die Ferner fordern die Maifeiernden: die gesetzliche Beschränkung igen blieben, war eine ganz verschwindend geringe. Hierauf Wohl arbeitet die ganze ökonomische Entwicklung für uns, der täglichen Arbeitszeit auf höchstens 8 Stunden. Die Be- nahm die Versammlung die Resolution der Gewerkschaftsder Kleinbetrieb hat sich überlebt, schwer und nicht mehr seitigung der Kinderarbeit. Besonderen Schuß der weiblichen tommission, sowie eine im gleichen Sinne lautende zweite Resolange werden die Mittelbetriebe die Konkurrenz des Groß- Arbeitskraft gegen die Ausbeutung derselben; außerdem die Or lution an. Einige Gesangsvorträge bildeten den würdigen Abbetriebes aushalten, und der Wärwolf der Großbetriebe ist ganisation eines durchgreifenden Arbeiterschutzes. schluß der Feier; stehend sangen die Theilnehmer zum Schluß schon in Riesengröße in den Kartellen und Trusts auf der Die Versammelten erflären sich zu diesen Forderungen um einen Vers der Marseillaise. Bildfläche erschienen. Die Tage der Privatwirthschaft so mehr berechtigt, da es die Arbeiter ja erst sind, die der heutigen Die Arbeiter der Schuhwaaren Industrie hatten sich in einer Stärke von etwa 700-800 Personen, worunter find gezählt, das heutige wirthschaftliche System ist nicht Gesellschaft die Existenzmöglichkeit geben. mehr lange aufrecht zu halten. Aber damit ist noch nicht allen für die Befreiung der Menschheit tämpfenden Proletariern Salon, Große Frankfurterstr. 28, eingefunden. Das Referat Zum Schluffe entbieten die versammelten Maifeiernden auch das weibliche Glement zahlreich vertreten war, in Fiebig's der Sieg der Sozialdemokratie, wie leider so viele meinen, der Welt zum heutigen Tage ihren brüderlichen Gruß und hielt Genosse P. Jahn. Von der Versammlung aus unternahm gewährleistet. Die heutige Wirthschaftsordnung, sie kann Handschlag." ein Theil der Erschienenen einen Ausflug. abgelöst werden von einem bureaukratischen Staatssozialis Ferner wurde in einigen Versammlungen die Resolution, die Die Versammlung der Gruppe: Metall. mus, fie fann ersetzt werden durch eine im Interesse aller vom englischen Organisationskomitee für die Maifeier" vor- industrie, welche in den Germania- Sälen stattfand, gestaltete währt. $ sich zu einer imposanten Kundgebung. Mindestens 2000 Männer und Frauen füllten den Saal, ans dem schon um ichü Uhr die Tische entfernt werden muhten. Viele Branchen hatten sich vor- ber gesammelt, um eine bessere Uebersicht zu haben. Wie in der Versammlung konstatirt wurde, waren etwa 1500 der Anwesenden freiwillig Feiernde, etwa SOO unfreiwillig Feiernde, das heißt Arbeitslose. Den Vortrag über die Bedeutung des I. Mai hielt Reichstags-Abgeordneter Bebel, welcher in sast zweistündiger Rede ein gedrängtes Bild der historischen Entwickelung der Arbeiter- klaffe während der letzten SOO Jahre gab und seine mit brausen- dem Beifalle aufgenommenen Ausführungen in folgende Reso- lution zusammenfaßte: „In Uebercinstimmung und in Genieinsanikeit mit den klassenbewußten Arbeitern aller Länder fordert die heutige Ver- sammlung aufs Neue: l. Die gesetzliche Einführung eines achtstündigen Arbeitstages und die Verwirklichung der Forderungen für die Sicherheit und den Schutz der Arbeiter, die der internationale Arbeiterkongreß zu Paris im Jahre 1889 beschloß. 2. Die volle politische Gleichberechtigung der Arbeiterklasse mit allen übrigen Klassen, d. h. Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Stimmrechts für alle Vertretungs- körper und für alle über 20 Jahre alten Personen ohne Unter- schied des Geschlechts. s. Die volle Koalition?-, Vereins- und Versammlung?« freiheit. Des weiteren erklärt die Versammlung, daß sie sich in voller Solidarität mit der Arbeiterklasse aller Länder fühlt und diese Solidarität als eine Nothwendigkeit ansteht, einmal um dem seitens der herrschenden Klaffen geflissentlich genährten Nationa- litätenhaß entgegenzutreten, der in Verbindung mit den bestehen- den Klassengegensätzen die Ursache des die Völker aussaugenden und niederdrückenden Militarismus ist und über Europa die Drohung eines Krieges von nie dagewesener Furchtbarkeit aufrecht erhält, dann um durch das klassenbewußte inter- nationale Proletariat das gemeinsame Ziel zu erreichen: Beseitigung des Lohnsystems und der Herrschaft des Menschen über den Menschen durch Gründung eines Zustandes, in dem die Arbeitsmittel Gemeingut der Gesellschaft sind und die Gleich- berechtigung Aller, ohne Unterschied der Raffe, der Nationalität, der Religion und des Geschlechts, Grundbedingung menschlicher Existenz und Entwickelung ist." Diese Resolution fand einstimnnge Annahme und wurde die Versammlung hierauf mit einem dreifachen brausenden Hoch auf die internationale Verbrüderung geschloffen. Etwa 700 Arbeiter und Arbeiterinnen aus der B e- kleidnngs-Jndustrie, die Gewerkschaften der Hutmacher, Kürschner, Militärmützen-Arbeiter, Textilarbeiter und Handschuhmacher chatten sich Vormittags im„Feenpalast" zusammengefunden, um ihren Theil an der internationalen Deinonstration beizutragen. Den Zuerstgekommenen bot sich das unerwartete Vergnügen; die letzten Bilder der„berühmten" 5iriegssestspiele mit zu genießen, die gerade einigen Hundert Schülerinnen, zur Stärkung ihrer Vater- landsliebe, vorgeführt wurden.— Nachdem an Stelle der ab- gezogenen, soeben mit Nationalismus gefütterten Kinder die internationalen Rothen den Saal besetzt hatten, hielt Genosse S a s s e n b a ch den Vortrag über die Bedeutung des 1. Mai. Nach kurzer Debatte wurde einstimmig die von der Gewerkschafls- Kommission empfohlene Resolution angenommen. Mit einem brausenden Hoch auf den Weltfeiertag der Arbeiterklasse schloß die Versammlung. Die Gruppenversamnilung der graphischen Gewerbe war überaus stark besucht. Der etwa 1200 Personen fassende große Saal des„Böhmischen Brauhauses", Landsberger Allee 11—13, vermochte die Zahl der Demonstranten, auch hier waren viele Frauen und Mädchen zur Stelle, kaum zu fassen. Die Gefangvereine„Thpographia".„Seneselder" und„Buch- binder- Männerchor" leiteten die Feier durch den Gesang des „Arbeiier-Vaterlandsliedes" ein. An den mit brausendem Beifall entgegengenommenen Vortrag des Kollegen Albert Massini schloß sich nach erfolgter Abstimmung einer Resolution der Massen- gesang der„Marseillaise" und weitere Aufführungen der vor- genannten Vereine. Die einstimmig zur Annahme gelangte Re- solution hat folgenden Wortlaut: � „Die Versammlung entsendet brüoerliche Grüße an die zur Bekundung der Solidarität heute am 1. Mai versanimelten Ar- bciter der ganzen Welt. Sie fordert dieselben auf, für die Be- freiung von der Lohnsklaverei kein Mittel unbenutzt zu lassen und unablässig zu wirken für die Erringung der sozialistischen Produktionsweise. Als wirksamstes Mittel zur Erreichung dieses Zieles enipfiehlt die Versammlung den Arbeitern aller Länder, den bestehenden politischen und gewerkschaftlichen Organisationen beizutreten und unentwegt für diese zu wirken." Die Arbeiter der L ed e r b e arb e i t u n g s- Industrie hielten ihre von gegen 4S0 Personen besuchte Versammlung auf dem Gesundbrunnen in UHIitz' Salon ab. Hier- selbst referirte Genosse M i l l a r g und gelangte die Resolution der Gewerkschaftskommission zur Annahme. Die Musik-Jnstrumentenmacher tagten im Vereinshaus„Süd-Ost". Waldemarstr. 75. Referent war Genosse P. Jahn; es waren ungefähr LOO Personen versammelt. Die Tapezirer waren etwa 300 Mann stark bei Boltz am Vormittag versammelt. Nach dem beifällig aufgenommenen Referat des Genoffen Hansen benutzten einige Anarchisten die Diskussto», um für ihre Ideen Stimmung zu machen, sie fanden jedoch keinen Anklang; der zweite Redner schloß daher pathetisch seine Ausführungen mit der Bemerkung, er gehe jetzt auf die Straße, um zu demonstriren, und man möge ihm folgen. Die Versammlung ließ ihn mit zwei Gleichgesinnten ziehen und blieb ruhig beisammen, um die Diskussion fortzusetzen und demnächst der von der Gewerkschafts-Kommission empfohlenen Resolution zuzustimmen. Die Stein-, Gips-, Holzbildhauer und Mo- d e l l e u r e hielten ihre Versammlung, an der etwa 300 Kollegen, darunter etwa 70 Arbeitslose, theilnahmen. am Vormittag bei Ehrenberg ab. Beifällig nahmen die Versammelten das Referat des Genossen Türk auf und stimmten nach kurzer Diskussion einmüthig der von den englischen Genossen vorgeschlagenen Resolution zu. Ferner wurde beschlossen, daß diejenigen Kollege», welche den Tag über nicht feiern, einen Theil ihres Arbeitsverdienstes für die Wiener ausgesperrten zweihundert Bildhauer abzugeben hätten. Nach Schluß der vom besten Geiste beseelte» Versammlung blieben die meisten Anwesenden noch gesellig beisammen. Die Glaser, Bilderrahmen macher und Glas- schleifer versammelten sick) im Restaurant Boltz, etwa 250 Mann stark. Von ihnen hatten die Glasschleifer sämmtlich bis auf etwa 20 Mann, ferner die Glaser und Nahmenmacher in einzelnen Werkstätten, wie bei Markus in der Königsbergerstraße, Sonnet in der Georgenkirchstraße und bei Auerbach in der Kommandantenstraße die Arbeit ruhen lassen. Nach einem be- geistert aufgenommenen Referat des Genossen Hugo Pötzsch, an das sich eine kurze Diskussion schloß, stimmte die Versammlung einhellig der von der Gewerkschaftskommisston vorgeschschlagenen Resolution zu. Auch von den Beraoldern hatte ein Theil seine Arbeit am I. Mai ruhen lassen. So feierten bei der Firma Neumann. Hennig u. Ko. sämmtlich« Vergolder bis auf die Barackvergolder, desgleichen bei Kubitz u. Imberg sämmt« liche bis auf die Farbigmacher und die Barockvergolder. In der Versammlung, die Vormittag? bei Scheffcr tagte, waren über hundert Kollegen und Kolleginnen erschiene», vor welchen nach einer kurzen Ansprache de? Kollegen Höpfner Dr. Vinn das Referat über die Bedeutung deS 1. Mai hielt. Nach einer kurzen Diskussion nahin die V«rsamn,lung sowohl die von dem Ausschuß der Gewerkschafts-Kommission als auch die von den Engländern vorgeschlagene Resolution an. Sie bewilligte dann den streikenden Wiener Vergoldern aus dem hiesigen Streikfonds 100 M. und stimmte zugleich folgender Resolution zu: „Die am I.Mai versammelten Vergolder und Vergolderinnen sind mit den Forderungen der Wiener streikenden Kollegen ein- verstanden. Die Versanimlnng beschließt, die Wiener Kollegen thalkrästig zu unterstützen und sich an den Sammlungen ans die vom Hauptvorstand heransgegebenen Listen rege zu betheiligen." Begeistert sangen die Erschienenen noch stehend die Mar- scillaise, worauf die Versammlung geschlossen wurde und gemüth- liches Beisammensein folgte. Die Versammlung der Möbelpolirer in den „Andreas- Gescllschaftssälen"(Joel) erfreute sich eines aus- gezeichneten Besuches. Genosse Mattn tat sprach vor zirka 600 Personen; die von der Gewerkschafts-Kommission empfohlene Resolution gelangte auch hier zur einstimmigen Annahme. In Kohn's Festsälen, Beuthsiraße 22, tagten die Zimmerer Verlins in der ansehnlichen Zahl von 400 Personen, darunter 83 Arbeitslose. Kistenmacher Tscher nig erläuterte mit kurzen Worten den Zweck der Zusammenkunft. Einhellig stimmte man nach Schluß der Debatte der Resolution zu. Bei den Schneidern, die das Lokal Arminhallen gewählt hatten, referirte August T ä t e r o w in eingehender Weise über die Bedeutung der Feier. Ohne Diskussion akzeptirte man die Resolution. Wobl die Hälfte der zirka 500 Köpfe zählenden Versammlung bestand aus Arbeiterinnen. Die Stuckateure hatten ihr Versammlungslokal Deigmüller als Treffpunkt ansersehen. Das Referat hielt Frau Martha R o h r l a ck. In der Disiussion wurde der Wunsch lant, daß der nächste Parteitag Beschlüsse fassen möge, welche eine allgemeine Arbeitsrnhe am 1. Mai in die Wege leiten. Nachdem die Versammelten die Resolution ein- stiimnig genehmigt, trat der Gesangverein zusammen, um mit einigen stimmungsvollen Liedern die Feier würdig zu gestalten. In imposanter Zahl waren die Putzer mit i h r e n F r a u e n in der Brauerei K ö n i g st a d t versammelt. Zum großen Theil stehend füllten sie den großen Saal; die nicht hineinkommen konnten, nahmen im geräumigen Nebensaal Platz. ebenso viel durchwogten den Garten. Es waren ungefähr 14—1500 Theilnehmer mit ihren Frauen anwesend. Als sich der Beifallssturm nach dem Referat des Genossen Antrick gelegt hatte, nahm man einstimmig die von der Gewerkschaftskommission vorgeschlagene Resolution mit folgendem Zwischensatz an: .. Die Versammelten erklären ferner, daß, um diese Forde- rungen durchzuführen, es nothwendig ist, daß sich sämmtliche anwesenden Putzer ihrer Organisation, dem Zentralverband der Maurer Deutschlands anschließen..." Mir dem Gesäuge der Arbeitermarseillaise verließen die Versammelten das Lokal. In der Versammlung der Maurer, rvelche in: Lokale von Niest, Weberstr. 17 stattfand, sprach Klavier- arbeitcr Ernst Sparfeld über die Bedeutung des 1. Mai. In einer Resolution erklärten die zirka 400 Versammelten ihre volle Zustimmung zu den Ausführungen des Referenten und verpflichteten sich, mit aller Kraft für die Verivirklichung der Forde- rungen der internationalen Sozialdemokratie einzutreten. Mit dem Gesang der Marseillaise und einem Hoch auf die Acht- stundenbewegung wurde die Versammlung gegen 1 Uhr ge- schlössen. DieMaler, Lackirer, Anstreicher und Berufs- genossen hatten sich, etwa 550 Mann stark, Vormittags im großen Saale des Louiscnstädtischen Konzerthanses eingefunden. Außer einigen kleineren Werkstätten, wie der von Bern am Johanuistisch, und' von Perband in der Stallschreiber- straße, lieben die Kollegen von Schmidt u. Pachels, Ecke der Kursürsten- und Bayrentherstraße und die von Schwarz in der Gneisenaustraße, jene etwa 40, diese etwa 30 Mann stark, die Arbeit am 1. Mai ruhen. Aus anderen Werlstätten waren einzelne Kollegen zugegen. Nachdem die Liedertafel der Maler Berlins den„Maiengruß" vorgetragen, referirte Paul Litsin über„Die Bedeutung des I. Mai und die Gewerkschaften". Allgemeiner Beifall lhat das Einverständniß der Versammelten dar, die folgende Resolution annahmen:„Die Versammlung entsendet brüderliche Grüße an die zur Bekundung der Solidarität heute, am 1. Mai, versammelten Arbeiter der ganzen Welt. Sie fordert dieselben auf, für die Befreiung von der Lohnsklaverei kein Mittel unbenutzt zu lassen nnd unablässig zu wirken für die Erringung der sozialistischen Produktionsweise." Nach Schluß der Versanimlnng begaben sich die Anwesenden nach der Vereinsbrauerei in Nixdorf. Die lokalorganisirten Töpfer begingen die Feier des I. Mai Nachmittags im Lokal„Königsbank", Große Frank- furterstraße 117. Eingeleitet wurde dieselbe durch eine Nach- mittag 4 Uhr beginnende öffentliche Versanimlnng, in der Genosse A. H v f f m a n n- Pankow den Festvortrag hielt. Die seitens der Gewerkschaftskommissio» vorgeschlagene Resolution wurde einstimmig genehmigt. Vokal- und Jnstrumental-Konzert, Darstellung lebender Bilder, sowie deklamatorische Vorträge reihten sich der Versammlung an und hielten die ca. 600 Theil- nehmer bis gegen Mitternacht beisammen, Eine leider nur schwach besuchte Versammlung hatten die Barbiere, und Friseure, welche am Nachmittage in den Arminhallen tagten. Die Versammlung nahm nach dem Vortrag des Genossen Rohrlack einstimmig die Resolution der Ge- werlschaftskommission an. Es wurde dann festgestellt, daß etwa drei Viertel der Versammlung ihre Arbeit am 1. Mai ruhen ließen. Mit einem Hoch aus die Sozialdemokratie brachen die Anwesenden auf, um sich zu der Maiseier im Feen- palast zu begeben. Die Arbeiter und Arbeiterinnen derWäsche- und Kravattenbranche hielten ihre Versammlung am Abend i» Niefl's Salon in der Webcrstraße ab, wo sich etiva 400 Kolleginnen und Kollegen eingefunden hatte». Der Gesang- verein der Ost- und Westpreußen eröffnete die Maifeier mit dem Vortrag des Liedes„Vaterlandsliebe", worauf Dr. Pinn sein Referat über die Bedeutung des 1. Mai hielt. Einstimmig fand die von dem Ausschuß der Gewerlschaftskommission empfohlene Resolution Annahme. Dan» schloß mit dein Vortrag des„Maien- grußes" und des Blusenliedes der ernste Theil der Feier, dem ein gemüthliches Beisammensein mit Tanz folgte. Die Färber und Berufsgenossin hatten sich mit ihren Frauen am Nachmittag bei Wille, Andreasstr. 26, zu einer öffentlichen Versammlung eingesunden. Nach dem mit Interesse aufgenoininenen Vortrage des Genossen Ast or über die Bedeutung des l. Mai,»ahm man die von der Gewerkschafts- kommission vorgeschlagene Resolution unverändert an. Eine Diskussion folgte nicht; deklamatorische Vorträge und Tanz hielten die Feiernden bis nach Mitternacht zusammen. Die Steinsetzer mitsammt ihren Frauen hörten am Abend in Bühler's Saal, Rosenthalerstraße einen zirka zwei- sründige» Festvortrag von Fräulein W a b n i tz und sandten an die streikenden Stettiner Kollegen ein Telegramm ab, in welchem sie ihre Solidarität bekundeten und zum Ausharren aufforderten. Zwei Anarchisten, welche den ausgesprochenen Zweck verfolgten, Störungen der Feier hervorzurufen, wurden mit leichter Mühe entfernt. Die Bäckereiarbeiter hatten Nachmittags bei Fey in der Brunnenstraße eine öffentliche Versammlung, in welcher Kollege Schlüter über die Bedeutung des 1. Mai sprach. Etwa 150 Personen hatten sich eingefunden. Der Versammlung folgte«ine kleine gesellige Maifeier, bestehend in Gesangsvorträgen des Gesangvereins„Morgengrauen", deklamatorischen Borträgen von Kollegen und gemeinsamen Gesängen. Von hier aus gingen die Versammetten»ach dem Schweizergarten, woselbst der fünfte Wahlverein sein» Maiseier beging. Parteifeste. Zu einer wahrhaft imposanten Feier für den ersten Berliner Reichstags-Wahlkreis gestaltete sich die Maidemonstration an. Abend im Feenpalast. Wohl 5000 Fest- theilnehmer füllten den großen Parterre-Raum, durchflutbeien die beiden geräumigen Gallerien, und wogten die Aufgangstreppen auf und nieder. Allen Gesichtern war feierlicher Ernst nnd zu- versichtliche Hoffnungsfreudigkeit abzulesen. Als um 9 Uhr der Vertrauensmann, Genosse T ä t e r o w den Beginn der Festrede verkündete, verstummte das Gesnmme, und minutenlang an- haltender, jubelnder Beifall empfing den Festredner, Genoffen Bebel. Gespannte Aufmerksamkeit begleitete den Bortrug des Redners, der nach Beendigung ein brausender Beisallsflurm folgte. Einmüthig stimmte man der Resolution zu, die von dem Redner bereits in der Mctallarbeiter-Versammliing befürwortet war. Zwischen Konzertmnsik und Arbeiterfestgesänge deklamirte Genosse Türk„Unfern Gruß zum I. Mai". Größte Ueberraschung boren die beiden mit Deklamationen ver- bundenen lebenden Bilder:„Völkerfriihling" und„Weltenmai" Die Genossen des zweitenWahlkreises hielten ihre diesjährige Maiseier in der Berliner Bockbrauerei ab. Schon des Nachmittags hatte sich dort eine beträchtliche Menschen- menge versammelt. Eine Kapell« von Berufsmusikern sorgte für die Unterhaltung derselben. Je mehr es dem Abend zuging, je mehr wuchs die Zahl der Festtheilnehmer, so daß schließlich wohl an 6900 Personen in dein geräumigen Etablissement Platz gefunden hatten. Die etwas vom Wetter beeinträchtigte Stimmung hob sich, als die erhebenden Weisen der Arbeiterlieder durck den weiten Garten hallten. Die Darstellung der lebenden Bilder übte eine be- geisternde Wirkung ans die Festgenossen aus. Den Höhepunkt des Festes bildete dir Rede des parlamentarischen Vertreters des zweiten Wahlkreises, des Genossen Richard Fischer. Die Parteigenossen des dritten Berliner Reichs- tags-Wahlkreises hielten ihre Maifeier in der„Neuen Welt"(Hasenhaide) ab. Am Nachmittag war der Besuch, wohl infolge des trüben kühlen Wetters, spärlich. Gegen 8 Uhr Abends jedoch mochten wohl an 9000 Personen anwesend sein. Das Konzert wurde von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil-Bcrnssniusiker, der Gesang von dem Arbeiter- Sängerbund angehörenden Vereinen ausgeführt. Ten Festvortrag hielt der Genosse Ewald V o g t h e r in dem zirka 3000 Personen fassen- den Saale des Bai chainpetre; ein am Schlüsse desselben von ihm ausgebrachtes Hoch ans die Sozialdemokratie fand begeisterten Anklang. Gesänge, Feuerwerk und Tanz hielten hierauf die Fest- theilnehmer bis zum hereinbrechenden Morgen beisammen. Ein Theil der Parteigenossen des vierten Wahl- kreisen(Südosten) waren im festlich geschmückten Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a, vereinigt. Gegen 2000 Personen lauschten der schwungvollen, zündenden Rede des Genossen Dr. H e y m a n n. Sehr wirkungsvoll nahm sich ein lebendes Bild ans, das zirka 60 Personen analog dem großen Bilde in der„Maifest-Zeitnng" zur Darstellung brachten. Die Genossen des vierten Berliner Reichs« tags-Wahlkreises hatten die vier größten Lokale ihres Kreises für die Maifeier in Anspruch genommen und doch wollren die mächtigen Säle, wie sie namentlich die Brauerei Friedrichs- Hain nnd die„Concordia" bieten, kaum reichen, um die ganze Zahl der Theilnehmer zu fassen. Schon am Nachmittag füllten sich die Säle viel schneller als im vorigen Jahre. In Konkordia, wo neben dem großen Saale auch noch der kleine zur Aufnahme der Festtheilnehmer diente, und in Sanssonci begann um 5 Uhr, in Friedrichshain und Elysium, wo am Nachmittage auch die Genossen in den Gärten Platz nahmen, begann um 4 Uhr das Konzert, in dessen musikalische Piecen sich Kapellen des Vereins der Zivil-Berussmusiker, sowie Mitglieder des Ar- beiter-Sängerbnndes theilten. Einige willkommene Einlagen gab in der Brauerei Friedrichshain und im Elysium der Zitherklub „Gleichheit". Den deklamatorischen Theil hatte in der Konkordia Genosse Massini, im Elysium Genosse Winkler, in LipS's Brauerei de Roche übernommen. Mit lebhafter Be- geisterung wurden die Festreden von den Anwesenden auf- genominen. Im Elysium sprach Kurt Baak«, in der Konkordia und bei Lips Paul Singer. Der Beifall, der die Ausführungen dieser Redner wiederholt unterbracb, zeigte, wie sehr ihre Worte den Gefühlen Ausdruck gaben, welche mit Uebereinstimmung am 1. Mai das Proletariat aller Länder be- herrschen.„Hoch der Achtstundentag, hoch die internationale, revolutionäre Sozialdemokratie, hoch das Proletariat aller Länder!" brauste es am Schlüsse der Rede mächtig durch den weiten Saal. Die Genossen des fünften Wahlkreises hielten im„Schweizergarten" am Königsthor ihre Feier ab. In dem großen Garten dieses Etabliffeinents hatten sich an 2000 Festtheilnehmer versammelt, die trotz der kühlen Witterung bis zum Schluß des Festes aushielten. Die Festrede hielt der Genosse Robert Schmidt. Gesangs- und Konzertvorträge sorgten für die Unterhaltung der zahlreichen Besucher. Besondere Mühe hatten sich die Arrangeure für die lebenden Bilder ge- geben, denen allseitige Anerkennung zu theil wurde. Die Dar- stellung der„Freiheit Sieg" entseffelte einen Sturm des Beifalls. 6. Wahlkreis. Obgleich beeinflußt durch die rauhe Witte« rnng, welche einen Aufenthalt im Garten, mit welchem in den vorhandenen Lokalen zumeist gerechnet werden mußte, verleidete, war der Besuch doch ein recht reger und die Säle, in denen schon um 4 Uhr Nachmittags das Konzert begann, waren Abends zum Erdrücken voll. Im Eiskeller wogten beständig mindestens 1500 Personen aus und ein. die von der nahegelegenen Nord» deutschen Brauerei kamen oder dorthin gingen, woselbst ebenfalls 8—900 Personen anwesend waren. In Weimann's Volks garten(Gesundbrunnen) hatten sich gleichfalls gegen 1500 Personen zusammeugefunden. Die Festreden wurden ge» halten im Eiskeller von Dr. Arons, in der Nord- deutschen Brauerei von Dr. Zadeck, in Weimann's Volksgarten von Max Kiesel. Gesangsvorträge ver- schiedener Gesangvereine, deklamatorische Vorträge von Fest- genoffen und Genossinnen, lebende Bilberstc. boten eine dem Tage angemessene Unterhaltung. Die Genoffen der Schönhauser Vorstadt hatten zwei Lokale, „Berliner Praler" und„Jägerhaus" mit Beschlag belegt. Der „ P r a t e r" verfehlte seine alte Anziehungskraft auch diesmal nicht' besonders in den Abendstunden drängte sich die Menge förmlich nach dem außerordentlich sinnig geschmückten Podium hin. wo die Musik ihre munteren Weisen ertönen ließ. Ter Saal war während der Festrede des Genoffen A u g u st i n über- füllt. Man geht nicht fehl, wenn man annimmt, daß die Be- sucherzahl dieses Lokales 6—7000 betrug. Das an der Schönhauser Allee gelegene„ I ä g e r h a u s" bot einen recht frenndlichen Anblick. Durch polizeiliches Macht- gebot war die Dekoration nach der Straße zu untersagt, man mußte sich darauf beschränken, die Flaggen und Embleme im Garten anzubringen. Festredner war hier der Genosse Borg- m a n n. Trotzdem der Himmel recht griesgrämlich dreinschaute, glänzte doch Freude auf allen Gesichtern. Auch hier verlief alles programmmäßig. Die Besucherzahl dürste annähernd 2000 Per- sonen betragen haben. Versammlungen ln der Umgegend von Berlin. In Rummels bürg fand in dem Vowinkel'schen Saal eine von 600 P e rs on-»'besuchte Volksversammlung statt. Ein- geleitet wurde die Feier mit einigen Gesangsvorträgen der Ar- beitergesangvereine Morgenroth I und Vorwärts VII, worauf Genosse M a t t u t a t über den 1. Mai und seine Bedeutung für das arbeitende Volk referirte. Nach dem Vortrage sangen die Theilnehmer die Marseillaise und gelangte eine dem Tage ent- sprechende Resolution zur Annahme. Die Genossen von Adlershof, Alt-Glinicke und Umgegend hatten sich in Wöllstein's Lustgarten eingefunden, um den 1. Mai zu feiern. Der Saal war festlich dekorirt, m Hintergrunde der Bühne, umgeben von Vlottpflanzen, war die Büste Lassalle's aufgestellt. Genosse Th. Glocke referirte über den l. Mai und feine Bedeutung für das Proletariat. Durch eii� brausendes Hoch auf die Sozialdemokratie bezeugten die&n- wesenden ihr Einverständniß. Die Feier, welche schon um 4 Uhr ihren Anfang nahm, war von gegen 600 P er s o n en besucht. Ter Gesangverein„Freiheit II" verhals durch seine Vorträge das Fest verschönern. Grünau. Die Versammlung, die bier im Lokale des Herrn Schätz tagte, war wider Erwarten sehr zahlreich besucht, so daß eine große Anzahl Besucher keinen Platz im Lokal fand. Unter lebhafter Zustimmung hielt der Genosse Niendorf sein Referat über die Bedeutung des ersten Mai und nahm die Ver- sammlung hieraus folgende' Resolution an: Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und verpflichtet sich mit allen zu Ge- böte stehenden Mitreln, dm I. Mai als Feiertag zu würdigen rcsp. die Arbeit ruhen zu lassen zu grinsten des Achtstunden- Tages. Den Tanz hatte die Polizei verboten, trotzdem verstanden es die Genossen, sich in der angenehmsten Weise noch lange zu unterhalten. In Friedrichshagen fand am Abend eine außer- orderulich gutbesuchte Versammlung statt, in der Genosse S a s s e n b a ch das Referat hielt. Nach einer längeren Die- kussion, an der sich auch Frau K u n e r t betheiligte. wurde von der Versammlung die Resolution der englischen Genossen an- genommen. In Köpenick hatten sich gegen 1000 Personen zur Maifeier in Klein's Stadttheater versammelt. Der Saal war festlich geschmückt. Nach der mit großem Beifall aufgenommenen Festrede vom Genossen Wagner wurde eine Resolution an- genommen, die die Forderungen des Proletariats an die herrschende Klasse enthielt. Ein Zeitbild„Der 1. Mai" von Heinrich Friedrich und verschiedme andere Vorträge wurden von den mitwirkenden Genossen und Genossinnen sehr gut aufgeführt und ernteten reichen Beifall. Die Gesangvereine„Morgen- r o t h" und„Heimathklänge" leisteten ihr bestes, um daS Fest zu einem würdigen zu gestallen. Groß-Lichterfelde. Zirka 1S0 Personen hatten sich hier am Abend im Lokale des Herrn Gries zur Maifeier ein- gesunden. Das Referat hatte Genosse Greis en b erg über- nommen, der unter allseitiger Zustimmung über die Bedeutung des I. Mai sprach. Hierauf gelangte die Resolution unserer englischen Genossen� zur Annahme. Die Gesangsvorträge von den Genossen trugen zur Erhöhung der Feststimmung bei. Der Saal der Schloßbraueret in Schöneberg war über- füllt. Nach einem Referat des Genossen Tschirnit wurde die Versammlung auf eine halbe Stunde vertagt, während welcher Zeit man sich durch Vorträge und gemeinsame Gesänge aufs beste amüsirte. Alsdann wurde die Versamnilung vom Bor- sitzenden wieder eröffnet, um nach kurzer Rede irgend eines Ge- nassen abermals vertagt zu werden.— Besonderes Vergnügen bereitete es, wenn der Vorsitzende bei jedesmaligem Wieder- eröffnen die nicht in rosigster Laune befindlichen überwachenden Gendarmen aus dem Garten„hcrbeiläutete". Die Versammlung im„Schützenhause" zu Schmargen- dorf war nur von ca. Ivo Personen besucht, was jedoch nicht die Anwesenden hinderte, den Tag in fröhlichster Laune durch Vorträge, Gesänge und Tanz zu verbringen. In Charlottenburg hatten sich die Genossen bereits Vormittags zu einer Volksversammlung im Lokal„Bismarckshöhe" »ingefunden. Daselbst sprach Genosse Zubeil vor ca. 500 Per- sonen und überbrachte die Grüße der Rixdorfer Genossen, welche «inen Ausflug nach Buckow unternommen hatten.— Abends wurde die Feier durch Konzert, Vorträge, lebende Bilder u. s.'w. unter großer Betheiligung in der Gambrinus-Brauerei und in Bismarckshöhe begangen. Die Genossen von Niederschönweide, Treptow, Johannisthal und Rudow fanden sich Abends bei Bischoff in Baumschulenweg zu einer Versammlung zu- sammen, welche den kleinen ca. 200 Personen fassenden Saal nahezu füllte und den Ausführungen des Genossen Borchardt- Berlin reichen Beifall zollte. In Ripdorf begann die Maifeier bereits Morgens 3 Uhr. In der Volksversammlung, welche zu so früher Stunde nach Hossmann's Salon, Bergstr. 133, einberufen war, hatten sich etwa 400 Personen cingesunden. Der Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Zubeil wurde mit lebhaftem Beifall entgegengenommen. Nach der Versammlung unternahmen zirta zweihundert Festtheilnehmcr, von der Gendarmerie unbehelligt, einen Ausflug über Britz nach Buckow. Abends waren in obengenannten Lokalitäten ungefähr 1200 Personen versammelt. Die Festrede hielt Genosse Dr. H e y m a n n. Vokal- und Jnstrumentalkonzert hielten die Festlheilnehmer noch lange zusammen. Im Wirsing'schen Lokal in der Knesebeckstraße hatten sich etwa 200 Genossen zusammengefunden. Auch hier nahm die Feier einen würdigen Verlauf. Die Versamnilung in Britz verfiel gleich nach ihrer Er- öffnung der polizeilichen Auflösung. Der überwachende Gendarm M u s k e verlangte nämlich, daß die Frauen den Saal verlassen sollten; als ein Genosse zur Geschäftsordnung bemerkte, daß dies Verlangen ungesetzlich sei, da man eine öffentliche Ver- sammlung für Männer und Frauen angemeldet habe, erhob sich der gestrenge Gesetzeswächter und erklärte die Versammlung für aufgelöst. Die Genossen verließen in aller Ruhe den Saal, obgleich sie im ersten Augenblick ob der Schneidigkeit des Polizisten nicht wenig erstaunt waren. In Friedrichsfelde betheiligten sich ungefähr 130 Per- sonen an der Maifeier. Weißensee. Hier tagte am Vormittag eine Versamm- lung, von 120 Personen besucht, die folgende Resolution annahm: Die Versammlung erklärt sich mit dem Referenten einverstanden und verpflichtet sich, für die Ziele der Sozial- demokratie gewerkschaftlich sowohl wie politisch einzutreten. Die Versammlung fordert, daß die Maifeier in Zukunft durch allge- meine Arbeilsruhe begangen wird. Pankow. Die Maifeier wurde hier durch eine gut besuchte Versammlung am Vormittag und durch eine Abend- Unterhaltung: Vokal- und Jnstrumentalkonzert mit nachfolgendem Tanz, veranstaltet von den beiden hiesigen Arbeiter-Gesangvereinen, begangen. Die Abendunterhaltung wurde gleich nach l l Uhr wegen der für Buge's Vereinshaus eingetretenen Polizei- stunde abgebrochen. Ueber den Verlauf der Feier in Deut schlaust liegen uns folgende Nachrichten vor: Osthavelländischer Wahlkreis Potsdam. Abends fand hier eine Versammlung statt mit Festvortrag; Theilnehmer über d00; nachdem Kommers.— Spandau. Morgens 8 Uhr Ausflug, woran sich gegen 30 Mann betheiligten; Abends Versainmlung(500 Personen). Luckenwalde. Die Feier ist großartig verlaufen. In der Morgenversammlung waren 400 Personen anwesend. Des Nachmittags in zwei Lokalen gegen 2000. Ein AuSflug von etwa 300 Genossen fand am Nachmittag statt.— In Schwiebiis waren gegen 180 Personen zur Feier vereinigt. Referent war Genosse S ch ö p s lin- Berlin.— In Oderberg i. M. hatte zum ersten Mal ein Theil der Genossen die Arbeit eingestellt. Eine gut besuchte Versammlung am Abend hörte ein Referat über die Bedeutung des 1. Mai.— Velten. Die Versammlung am Abend war von öllv Personen besucht; am Tage arbeiteten die Meiste». Genosse Rohrlack-Berlin hielt die Festrede.— Görlitz. In der am heutigen Tage im Konzerthaussaale von zirka 2000 Personen besuchten Versammlung referirten die Genossen Karl Lindner und Hugo Keller über die Bedeutung des 1. Mai, es wurde»ach einer längeren Debatte, in welcher sich all» Redner im Sinne der Referenten aussprachen. die in Nr. 99 des„Vorwärts" bekanntgegebene Mairesolution einstimmig angenommen. Frankfurt a. O. Die Betheiligung und Begeisterung übertrifft alle früheren Jahre. In vier Versammlungen 900—1000 Personen. Der Ausflug am Nachmittag fand unter großer Vetheiligung statt.— Kreis Ran dow-Greifenhagen. Die Genossen des Kreises haben zur Maifeier vier Lokale benutzt. Grabow 2, Bredow 1, Züllchow 1. Anwesend waren 2000 Per- sonen. Referenten Herbert, Körsten, Storch.— G ü st r o w. Hier betheiligten sich lövo Personen an der Feier. Rathenow. Zum ersten Male war Arbeitsruhe ein- pfohlen; annähernd 100 Genossen feierten. Abends imposante Versammlung, in welcher die Genossen Rieck und Ecker- mans in klarer und scharfer Weise unsere Forderungen zur Geltung brachten. Entsprechende Resolution wurde angenommen. Nach Schluß der Versammlung Kommers. Pinneberg. Zur Feier des 1. Mai fand eine öffentliche Volksversammlung, Abends 8 Uhr, statt, welche von 330 Per- sonen besucht war. Genosse 5iretschmann aus Hamburg sprach über die Bedeutung des Tages, auch wurde eine dem- entsprechende Resolution einstimmig angenommen. Die Feier des Tages verlief in der würdigsten Weise.— Maifest in K y r i tz zum ersten Male. Abends 8 Uhr, Versammlung, kurze Ansprache über die Bedeutung des Tages, einstimmige Annahme der englischen Nesolntion, dann gemüthliches Beisammensein. Theilnehmer: 80 Genossen. B r a u n s ch w e i g. In drei Lokalen fanden zur Maifeier von Nachmittags an Festlichkeiten statt. Der Besuch war Anfangs schwach, Abends waren alle Lokale übersülli; insgesammt von etwa 8000—7000 Personen besucht. Eine Volksversamm- lung, welche im größten Lokale stattfinden sollte, mußte aus- fallen, da die Fraue» auf grund des Vereinsgesetzcs sonst aus dem Lokal verwiesen worden wären. Statt dessen hielt Genosse Kokoskp-Berlin einen mit brausendem Beifall auf- genommenen Festvortrag.— Werden. Die Versammlung war von 200 Personen besucht. Frau Bosse-Bremen hielt das SHeferat. Am Sonntag, den 8. Mai, flndet eine Nachfeier statt. H a l l e a. S. In der am Morgen stattgehabten Versamm- lung in der Moritzburg waren 2S0 Personen anwesend. Abends große Versämmlung im Prinz Karl; Theilnehmer 1400. Die Slinimung ist ausgezeichnet.— In Erfurt fand des Morgens ein Ausflug verschiedener Gewerkschaften statt. Des Nachmittags war in mehreren Lokalen Konzert; am Abend Festversammlung in den Räumen des A u e n k e l l e r s, woran sich über 2000 Per- sonen betheiligten. Referent war Genosse Timm-Berlin.— Gotha. Am Tage war die Vetheiligung der Arbeitsruhenden eine schwache. Abend? hingegen großartig wie noch kein Jahr zuvor. Das Lokal war überfüllt, viele mußten wegen Raum- mangels wieder umkehren. Genosse Bock hielt die Festrede, die jedem tief zu Herzen ging.— Gera. Am Spaziergang am Morgen betheiligten sich einige Hundert Genoffen. Des Abends fanden 10 außerordentlich stark besuchte Versammlungen statt, 2 in G e r a, 8 in der Umgegend.— A l t e n b u r g i. S. Heute Bormittag 10 Uhr Versammlung iin Waldschlößchen zu Alten- bürg. Näther referirte vor b00 Personen. Die Resolution der Engländer wurde angenommen. Große Begeisterung.— Halber st ad t. Einige hundert Genossen ließen die Arbeit ruhen, ebenso viel betheiligten sich an einem Epaziergang durch die Straßen der Stadt. Die Versammlung aot Abend, in welcher Genosse Dr. Cohn die Festrede hielt, war von 3000 Per- sonen besucht. Die allgemein vorgeschlagene Resolution wurde einstiinmig angenommen.— Langenberg i. Reuß. Mai- feier glänzend verlausen. Starke Betheiligung. Genosse Sand- heim aus Gera hielt eine wirkungsvolle Festrede. Magdeburg. Am 1. Mai, Morgens 3 Uhr, fand«ine Versammlung statt, die von 500 Personen besucht war. Nach der Versammlung Ausflug nach Alvenstedt. Die Polizei trat den Genossen, obgleich sie eine längere Strecke in losen Reihen die verkehrsreichsten Straßen passirten, in keiner Weise hindernd in den Weg, infolge dessen auch alles ohne Störung verlief. Abends fanden vier Versammlungen statt, die insgesammt von 2500 Personen besucht waren.— Die Genossen von Buckau hatten am Nachmittag ein Kinderfest arrangirt.— Witten- berge. Die von zirka 1000 Personen besuchte Versammlung verlief in würdigster Weise. Genosse Koopmann-Berlin hielt die mit großem Beifall aufgenommene Festrede.— S p r e m b e r g. Zur Maifeier fand hier nur eine Versammlung am Abend statt, die von 600 Personen besucht war. Referent war Jahn-Berlin. In Dresden übertraf die Feier an Großartigkeit alle früheren. Die Vormittags-Versammlungen waren überfüllt. Trotz aller polizeilichen Verbote und des anhaltenden Regens war Nachmittags großer Festzug durch die Straßen der inneren Stadt. Die Theilnehmerzahl belief sich auf IS 000.— Leipzig. Vormittagsfeier: Von früh �.,10 Uhr an Ausflug in losem Zuge nach Stötteritz. Die S— 8000 Personen fassende Festhalle war überfüllt. Außer einigen kleinlichen Anrempelungen seitens der Polizei keine größeren Störungen. Abends fanden in und um Leipzig 25 Versammlungen statt.— Großenhain a./E. Die dieszährige Maifeier verlief in glänzender Weise. Zirka 350 Per- sonen beiderlei Geschlechts hatten sich zu der Abendversammlung eingefunden(ungefähr die gleich« Anzahl mußte wieder um- kehren, da der Saal nicht mehr saßt), um dem Vortrage:„Die Bedeutung der Maifeier" zu lauschen. Nach der Versammlung fand Kommers statt. Durch Gesangsvorträge und ernste Deila« mationen wurden die Festgenossen bis lange nach Mitternacht zusammen gehalten. Würzen. Des Nachmittags war«in Ausflug arrangirt, an dem 200 Genossen theil nahmen; am Fistkommerse des Abends betheiligten sich 7000 Personen, worunter viel« Frauen. Alles ist in würdigster Weise verlaufen.— Crimmitz schau. Von 8—9 Uhr Abends Volksversammlung; anwesend waren 1000 Per- sonen, hunderte fanden keinen Platz. Um 9 Uhr begannen die Kommerse; die Stimmung war eine sehr gehobene. Die Be- schlüsse von Zürich und Köln in einer Resolution einstimmig gutgeheißen.— In Leitelshain bei Crimmitzschau betheiligten sich ö00 Personen.— Neunk Archen bei C r i m- mitzschau. Die Versammlung am Abend l ist von 900 Per- sonen besucht. Beginn der Festlichkeit 4 Uhr. Die Feier verlief glänzend und ohne Zwischenfall. Zwickau. Versammlung Vormittags 10 Uhr von 400 Personen besucht. Referent Genosse Goldstein. Vormittags-Ver- sammlungen in den Nachbarorten Wilkau und Nieder- H o ß l a n in letzter Stunde verboten auf grund des ß 12 des sächsischen Vereinsgesetzes. Referenten: Reichstags-Abgeord- neter Franz Hofmann und Landtags-Abgeordneter Paul Horn. Abends Kommers. Lokalitäten überfüllt. Hunderte wegen Raummangels keinen Zutritt. Ersimalige Ausführung: Mai- f e st s p i e l von H. Goldstein. Großer Beifall. Feier ernst und würdig, ohne jedwelche Störung bis zum Schluß. Zittau. Die für die Stadt und Umgebung in Hirsch- f e l d e abgehaltene Feier war trotz schlechten Wetters überaus zahlreich besucht. Die vom Genoffen Keller gehaltene Festrede wurde mit großem Beifall aufgenommen.— Fürstenwalde. Die zur Feier des Tages am Abend abgehaltene Volksversamm- lung war von 800 bis 700 Personen besucht. Stadtverordneter M e tz n e r- Berlin hielt den Vortrag über die Bedeutung des Tages.— F o r st N.-L. Unter zahlreicher Theilnahme feierte die Sozialdemokratie von Forst den l.> Mai. Im Saale des Feldschlößchens hatten sich etwa 2500 Theilnehmer eingefunden. Die Maifeier bestand in einem Vortrage des Genossen Lux und einem sich daranschließenden geselligen Zusammensein, bei dem durch den Vortrag von Arbeitergesängen die Bedeutung des Tages ihren festlichen Charakter erhielt. Flensburg, Morgenversammlung 207, Nachmittags- ausflug mit Gendarmeriebegleitung 300, Abends Volksversamm- lung 900 Theilnehmer. Hamburg. In Hamburg, Altona, Wandsbeck u. f. w. fanden 21 Versammlungen statt, in der Umgegend 37. Der Be- such der H a m b urg er Versammlungen betrug 25 000. Alles ist in bester Ordnung verlaufen.— Arnstadt. Es ist das erste Mal, daß hier eine Feier am 1. Mai stattfindet. Die Ver- sammlung, in welcher Genosse G üld enb er g-Er su rt sprach, war von etwa 200 Personen besucht. Cassel. Die zwei Versammlungen, von denen die eine Morgens, die andere Abends stattfand, waren sehr stark be- sucht. Referenten waren John und Garbe. Bielefeld. Maifeier ist hier in großartigster Weise ver- laufen. Genosse L i eb k n ech t hielt vor mehr als 3000 Per« sonen die mit brausendem Beifall aufgenommene Festrede. Essen. Am Ausflug des Morgens betheiligten sich 200 Mann; die Versammlung am Abend war stark besucht. Re- ferent Lehmann-Dortmund. Frankfurt a. M. Die zwei am Vormittag stattfindenden Versammlungen waren von 1500, die 7 am Abend von 3000 Per- sonen besucht. Schon von Morgens an machte sich eine sehr animirte Stimmung bemerkbar. In der Umgegend fanden 10 gutbesuchte Versammlungen statt.— Wiesbaden. Die von 120 Genossen und Genossinnen besuchte Versammlung Morgens 10 Uhr sendet allen Gleichgesinnten ihre Grüße. Melsungen. Versammlung war stark besucht; Referent: Brinkmann-Kassel. Minden. Zur Maifeier fand eine öffentliche Volksver- sammlung statt, welche von über 200 Personen besucht war. Genosse Z w i e n e r aus Bielefeld hielt einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über:„Die Bedeutung des 1. Mai." Eine dementsprechende Resolution fand einstimmige Annahme.— Hörde. Die zur Feier des 1. Mai abgehaltene Versammlung, ivelche äußerst zahlreich besucht war, verlief in der mustergiltigsten Weise. Die Versammellen trennten sich erst spät in begeisterter Stimmung. Es geht vorivärts trotz alledem. Dortmund. Morgenausslug trotz anfänglich sehr schlechten Wetters und widriger Umstände von einer verhältniß- mäßig stattlichen Anzahl Genossen, cheilweise mit Frau uud Kind, besucht. Heimkehr bei besserem Wetter unter Gesang. Abend- Versammlung 1. bei E i ch h o f f, gut besucht. Ueber 400 Besucher. Referent: König-Witten. Annahme entspr. Re- solution. 2. bei Steinweg, schwächer besucht. Referent: Fr. Bunte-Dortmund. Witten. Abendversammlung bei Weißenfeld, gut besucht. Referent: Block-Dortmund. Annahme der engl. Resolution. Danach gemüthliches Beisammensein.— Barmen. Nachm. 3 Uhr machten gegen 300 Genossen und Genossinnen einen Ausflug nach dem Töllelhiirm(Luftkurhans). Des Abends fanden 8 gut be- suchte Volksversammlunge» statt, in welchen die Genossen Lande, Gewehr und Eberl« referirten. Augsburg. Die Feier fand unter großer Betheiligung statt. Vier Versammlungen waren sämmtlich überfüllt. Die Begeisterung war allgemein. Am Sonntag, den 8„ ist eine Nachfeier.— In Würz bürg ist die Feier in der würdigsten Weise verlaufen; die Versammlung war stark besucht.— S t. Ingbert. Eine Maifeier mit Hindernissen hatten die hiesigen Genossen. Sie hatten sich mit den Genossen von Saargemünd verabredet, in S e i n b a ch, gegenüber der Lothringischen Grenze, zusammen zu treffen. Das hatte zur Folge, daß sich eine Masse Gendarmew aus Lothringen und Preußen eingefunden. die ihre Aufmerksamkeit allzu weit aus- dehnten. Ein Genosse wurde aus einige Stnnden inhastirt. O f s e n b u r g. Die Feier nahm einen imposanten Ver- lauf; Betheiligung 700 Personen. Die Festreden hielten Genossen Geck u. Opifizius. Cannstadt. 800 Personen be- theiligten sich an der Feier, welche m bester Ordnung verlief. Schweiz. Aus der Schweiz gehen uns die folgenden beiden Depeschen zu: Bern. An dem Aufzuge bei der Maifeier nahmen 2000 Ge« »offen Theil. denen sich„Unabhängige" mit einer schwarzen Fahne anschlössen. Basel. Am Demonstrationszuge nahmen 1100, an der Abend« seier 1400 Arbeiter theil. Frankreich. Aus Frankreich liegt un? die folgende Original« korrespondcnz vor: Man schreibt uns aus PariS unterm 1. Mai: Die Regierung und Polizeipräfeltur haben für den heutigen Tag Vor- bereitiingsn getroffen, als gelte es einen Aufstand niederzuschlagen, obwohl alle Arbeiterorganisationen sowie die sozialistische Gruppe in ihren Aufrufen zur Maifeier auf eine friedliche Manifestation hinwiesen und nachdrücklichst betonten, daß jeder Provokation auszuweichen sei, da die Regierung nichts sehnlicher wünsche, als sich als Gesellschaftsretterin auszuspielen. Alle Truppen waren in ihren Kasernen konsignirt und in den Straßen, insbesondere denen, die zur Kammer führen, wo sich die sozio- listische Gruppe bereit hielt, die verschiedenen Arbeiter« Delegationen zu empfangen, gab es gan»e Schwärme von Stadt- Sergeanten. An der Konkordia- Brücke, Place de la Concorde, waren allein mehr als 100 von diesen Polizisten postirt. Der Tuileriengarten war gesperrt und mit Artillerie versehen worden, während. die Polizeikommissäre die Ordre erhalten hatten, sich auf ihren Kommissariaten in Per« manenz zu halten. Trotzdem ist biZ zur Stunde— S Uhr Abends— alles in Ruhe verlaufen. Außer den verschiedenen Pariser Arbeiterdelegationen hatte die sozialistische Gruppe der Kammer eine nicht unbedeutende Zahl von Provinzdelegirten empfangen. Es entsendeten nämlich Dsle- gationen: Calais, Carcasson, Cambray, Lyon, Bordeaux, Neubaix, Marseille, Lille, Monflu?on, Narbonne, Tourcoing, Romilly. Die Wünsche und Forderungen aller dieser Delegationen beziehen sich hauptsächlich auf den Achtstundentag, den Minimallohn, die Be- seitigung der Unterakkordanten, Beseitigung der PlacirungSbureaus und Errichtung von Pensionskassen. Während der Zeit, als diese Delegationen sich im Palais Bourbon befanden, fand im ehemaligen Theater Chateau b'Eau ein Meeting statt, das von vielen Tausenden besucht war. Als erster Redner trat Genosse Baillant auf, der mit dem Rufe „Vivs la Commune!" empfangen wurde. Ihm'folgten- die Abgeordneten Baudi», Sembat, Faberot, Coutant, Groussier und Millerand, sowie mehrere Gemeinderäthe und sonstige sozialistische Redner, unter anderen Frau Paul Mink, die sämmtlich lebhaftesten Beifall fanden. Zum Schlüsse wurde eine Resolution angenommen, in der den Ar- beitern beider Welten die brüderlichen Grüße entsendet werden, den gegenwärtig im Streik sich Befindlichen die wärmste Sym- pathie ausgesprochen wird und alle Arberter beschworen iverden, sich zu vereinigen, um die Forderung des Achtstundentages durch- zusetzen und behufs vollständiger Befreiung der Enterbten und Biseilignng des Kapitalismus den allgemeinen Streik vorzu- bereiten. Heute Abend finden noch mehrere andere große Versamm- lungen statt, über die ich Morgen kurz berichten will. Auch in der Provinz scheint die Maifeier ruhig verlausen zu sein, bis auf C a r m a u x, wo nach einer eben in der „Petite Republique" eingelaufenen Depesche die Soldateska einen Zug friedlicher Manifestanten— Grubenarbeiter— angegriffen haben soll. Belgien. Brüssel, l. Mai.(Herold-Meldung.) Bisher ist hier alles in ruhiger Weise verlausen. Oeffentliche Kundgebungen haben nicht stattgefunden. Holland. Amsterdam, 1. Mai.(Herold- Meldung.) Das heute Mittag abgehaltene Meeting ist ruhig verlaufe»; dasselbe war von 1000 Arbeitern besucht. Heute Abend sollen weitere Meetings stattfinden. (Forsetzung in der ersten Betlage.) Für den Inhalt der Injerate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 3. Mai. Opernhaus. Falstaff. Morgen: Cavalleria rusticana, Das Nachtlager in Granada. Schauspielhaus. Faust. Morgen: Ein Sommernachtstraum. Deutsches Theater. Geographie und Liebe. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Leffing- Theater. Niobe. Die Orient reise. Berliner Theater. König Lear. Morgen: Dora. Neues Theater. Zerstörtes Glück. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Morgen: Dieselbe Borstellung. Rehdenz- Theater. Dekorirt. dal Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Der Registrator auf Reisen. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernkt- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Die Kinder des Kapitän Grant. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Aleranderplan- Theater. Nachteulen von Paris. Die Morgen: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Der Glöckner von Notre- Dame. Morgen: Anna- Marie, mein Engel, ich verehr' Dich. Theater Unter den Linden. Pariser Leben. Hierauf Farfarello." Morgen: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten. Sanfmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Große Doppelvorstellung zu einfachen Preisen. Der Glöduer von Notre- Dame. Schauspiel in 5 Aften von Charlotte Birch Pfeiffer. Regie: Max Samst. Hierauf: Anna Marie, mein Engel, ich verehr' Dich. Große Boffe mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von Carl Peters. Regie: Max Samst. Raffeneröffnung 3 Uhr. Anfang der Abendvorstellung( 71/2 Uhr. Im Garten: Großes Concert. Auf der Sommerbühne: Aufführung von Charley's Tante und„ Die Bajazzi" jowie Spezialitäten- Vorstellung 1. Ranges. Freitag: Anna Marie, mein Engel, ich verehr' Dich! Sonnabend: Boltsvorstellung: Der Traum ein Leben. Schauspiel in 5 Atten v. Grillparzer. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Gastspiel von Emil Thomas. Bum 3. Male: Kaufmann's Variété. Gänzlich renovirt! Neue Direction. Elektr. Beleuchtung. Täglich: Große Künstler- SpezialitätenBorstellung. Auftreten von Künstlern I. Ranges. Kapelle 24 Mann stark. Anfang 8 Uhr. Victoria- Brauerei, Lützowstraße 111-112. Am Himmelfahrtstage: Große ExtraSoiree der Stettiner Sänger Herren: Meysel, Hankel, Pietro, Britton, Eberius, Steidl, Bliemchen im Garten. Verband der Vergolder 2c. Allen Kollegen zur Nachricht, das unfer langjähriges und treues Mitglied, der Vergolder Emil Neergaard Deutscher Metallarbeiter Verband ( Verwaltung Berlin Zentrum). Am Sonnabend, den 5. Mai 1894, Abends 8 1hr, bei Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16: nach langem, schwerem Leiben am General- Versammlung. Sonntag früh 51/2 Uhr verschieden ist. Die Beerdigung findet am Donners Tages Ordnung: 1. Bortrag über:" Die Frau in der Industrie". Referentin Fräulein tag, den 3. Mai, Nachm. 3 Uhr, Don Baader. 2. Bericht über das 1. Quartal 1894. 3. Arbeitsnachweis. der Leichenhalle des neuen Jakobis 4. Berbandsangelegenheiten und Berschiedenes. 435/10 Kirchhofes( Brit) aus statt.[ 356/12 Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird ersucht. Um stille Theilnahme bittet Gäßte willkommen. Die Ortsverwaltung. Die Ortsverwaltung der Filiale Berlin. Todes- Anzeige. Allen Parteigenossen und Genossinnen zur Nachricht, daß am 80. April unfere Genossin Agnes Handschke nach turzem, schwerem Krankenlager plöglich gestorben ist. Die Verstorbene war eine derjenigen Frauen, welche gefeh mit sich brachte, tapfer dem Manne zur Seite stand. Die BeerdiVerband deutsch. Zimmerleute im ( Lokalverband Berlin). Sonntag, den 6. Mai, Vormittags 10 Uhr, Lokale des Herrn Bolt, Alte Jakobstraße Nr. 75: Versammlung. Lages- Ordnung: 1. Vortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht trotz aller Gefahren, die das Sozialisten- 2. Abrechnung des 1. Quartals 1894. 3. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen, gung findet heute, Donnerstag, Nach auch werden sämmtliche ausgegebene Statistikkarten in der Versammlung eine gefammelt. mittags 4 Uhr, von dem Trauerhause, Ad. Rickert, Rurfürstenstr. 41. Rolbergerstr.27, aus, nach dem NazarethKirchhof in der Seestraße statt. Um rege Betheiligung bittet( 854/10 J. A.: Fr. Waschowski, Bertrauensperson. Altes Schützenhaus, und Blank. Linienstraße 5, empfiehlt seine Säle. Bei besonders schönem Wetter Jeden Sonntag: Ball. Vereinszimmer und Kegelbahnen zu vergeben Lothringerstr. 105. 204b Klagen, Eingaben. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Freitag: Viktoria- Brauerei. Alcazar. Theater. Variété- u. SpezialitätenDresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Vornehmster Familien Aufenthalt. Neu! Höllenqualen. Neu! Posse in 1 Akt von Bernhard. Neu! Gingeseift. Nou! Operette in 1 Att v. A. L'Arronge. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree: Wochentags 20 f. Sonntags 7 Uhr. Sonntags 80 Pf. R. Winkler. Unfallfachen, Bunger, Steglißerſt.63. Adhtung! Dachdecker. 472/11 Achtung! Große öffentliche Versammlung sämmtl. Dachdecker Berlins und Umgegend heute, Donnerstag, den 3. Mai 1894, Vormittags 10 1hr, im Saale des Herrn Wilke, Andreasstraße Nr. 26. Tagesordnung: Referent 859/18 1. Vortrag über:" Innungs- oder Freie Hilfskaffe". W. Rackwitz. 2. Diskussion. Jedermann hat Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Beauftragte: W. Höppner. KrankenkassenVorstände und Mitglieder werden hiermit dringend zum Besuch der am Freitag, den 4. Mai, Abends 8½ Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20, stattfindenden öffentlichen Versammlung eingeladen. Referent: Herr Köhler aus Braunschweig. Thema: 814b Die Krankenkassen und die Naturheilkunde. Ausstellung Jtalien in Berlin MF Mai- October 1894 auf dem Terrain der West- Eisbahn Castan's( Stadtbahn- Station Zoologischer Garten). Panoptikum. Das Mene Tekel. Sonderb. u. geheimnissv. spiritistische Produktion. Neu: Der 13 jährige Riese. Welt.nagtr. Neue Welt Hafenhaide Nr. 108-114. Donnerstag, am Himmelfahrtstage: Abends um 9 Uhr: Bon 4 Uhr Nach- Finsterbusch- Konzert. mittags ab: Die Einberufer. 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Pahl, Niederschönhausen. 329b Der heutigen Nummer unseres Blattes liegen die Gewinnlisten der preuß. Lotterie vom Dienstag und Mittwody bei. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 101. Donnerstag, den 3. Mai 1894. Rumänien. Desterreich- Ungarn. Am weitaus zahlreichsten sind die uns aus Desterreich zu Bukarest, 2. Mai. Hier und in allen größeren Ortschaften gegangenen Privatdepeschen und Meldungen der Bureaus, was Rumäniens fanden Arbeiterversammlungen statt, in welchen die allein schon zu dem Schlusse berechtigt, daß die Maifeier auch bekannten Forderungen der Sozialisten, der Achtstundentag und in diesem Jahre von der österreichischen Sozialdemokratie in die Bereinigung aller Proletarier der Welt, diskutirt wurden. großartigster Weise gefeiert wurde, obgleich die Ungunit des Es tan nirgends zu Ausschreitungen. Wetters sehr störend war. Für die ausgezeichnete Disziplin der Bulgarien. österreichischen Sozialdemokratie spricht es, daß trotz aller Aus Sophia geht uns die folgende Depesche zu, die wohl Provokationen der Regierung, wie des Hinausschiebens der in Form einer Resolution in einer Voltsversammlung angenommen Wahlreform, der Verschärfung der Preßpolizei, der zahl- wurde: Die sozialistischen Arbeiter Sophia's bitten Euch, den reichen Verfolgungen und Konfistationen, der Erlasse deutschen Genossen aus Anlaß des 1. Mai ihre freundlichen Grüße der Regierung gegen die Maifeier, die Demonstrationen zu übermitteln. bei aller imponirender Großartigkeit in vollster Ruhe und Ordnung verliefen. Aus Wien wird uns von der österreichischen Parteileitung telegraphirt: Trotz des Regens verliefen die Versammlungen und der Aufzug in den Prater großartiger als im Vorjahr. Die Neue freie Preffe", das österreichische Bourgeoisblatt par exellence schreibt über die Maifeier in Wien: Aus Tirnowa wird uns von der bulgarischen sozialistischen Partei telegraphirt: Ueber die Grenze drücken Euch die bulgarischen Arbeiter unter dem Rufe Hoch der erste Mai!" die Hand. Maßregelungen wegen der Maifeier. Bereits sind uns eine Reihe von Mittheilungen zugegangen, die uns zeigen, daß das Unternehmerthum in feiner blinden Wuth gegen die Feiernden die ihm zu Gebote stehenden Machtmittel in Anwendung bringt. Bei der Firma Erdmann u. Groß( Inhaber J. Gutfeld), Brandenburgstr. 80, find 11 Schraubendreher gemaßregelt orden, weil dieselben am Nachmittag um 4 Uhr Feierabend machten. Dies den Kollegen zur Kenntniß. Zum ersten Male, seit die sozialdemokratische Partei den 1. Mai als Arbeiter- Feiertag begeht, hat diese Massen- Demonstration mit der Laune des Wetters zu kämpfen. Nach dem heftigen Gewitterregen von gestern Abend brach der heutige Morgen bei umwölftem grauen Himmel an, und gege 9 Uhr, als die 24 Versammlungen in den einzelnen Bezirken beginnen sollten, trat wieder starker Regen ein. Nichts destr= on den Böttchern crhalten wir die Nachricht, daß die weniger waren alle Versammlungen massen- Brauereien die am 1. Mai feiernden Böttcher erst am Montag bafter als je besucht, und die Säle vermochten wieder einstellen. Von dieser Maßregelung werden 300 Böttcher taum den Andrang der Arbeiter zu faffen. betroffen. Beim Aufzuge in den Prater standen an der Strecke, die fas alle Arbeiter paffiren mußten in ununterbrochener Reihe Polizeitommissare und Sicherheitswachleute zu Fuß und zu Pferde. Nach Schäßung der Bourgeoiszeitungen sollen allein an dem Buge nach dem Prater 80 000 Arbeiter theilgenommen haben. Aus Brünn wird uns telegraphirt: Die Maifeier in unserer Stadt ist glänzend gelungen. 30 000 Arbeiter feierten Son den Zintgießern und Stürzern wird gemeldet, daß die Arbeiter in der Firma P. Welt Nachfolger sowie in der Firma Stoff gemaßregelt sind. Auf dem Bau, Kreuzberg str. 46, der dem Maurer meister all roth gehört, find 9 Pußer gemaßregelt. Vormittags. Die unter freiem Himmel auf dem weißen Berge Politische Ueberscht. Bersammlung am Nachmittage im Schreibwalde abgehaltene große Arbeiterfest von 14 000 Personen besucht. Berlin, den 2. Mai. Eine von mehr als 20 000 Personen am weißen Berge ab: Bismard's läßt sich jetzt ein anderes anreihen, todtGelogen wie telegraphirt, diesem berüchtigten Wort gehaltene Boltsversammlung verlief durchaus ruhig. Auch sonst geschwiegen wie telegraphirt". Der offiziöse Draht, der find teine Zwischenfälle vorgekommen. In Prag herrscht der Ausnahmezustand. Regierung und sonst über die unbedeutendsten Dinge redselig, besonders Polizei erklärten, daß er blos gegen die Jungczechen angewandt wenn sie ein Brinzlein betreffen, wie eine alte ungfer ist, werden sollte. Aber am 1. Mai verbot man sämmtlich schweigt sich über die Maifeier aufs gründlichste aus. Nur Boltsversammlungen und öffentliche Vereinsversammlungen. wo irgend eine unbedeutende Polizeiwidrigkeit vorgekommen Blos neun Vereinsversammlungen fonnten abgehalten werden, ist, findet das Wolff'sche Bureau seine Sprache wieder. zu welchen blos die Mitglieder der betreffenden Vereine Zutritt Man handelt da nach einer von der„ Nordd. Allg. Ztg." hatten. Was aber die Polizei nicht verhindern konnte, war die so oft ins Gedächtniß gerufenen Vorschrift von oben: die Arbeitsruhe. Die düstere Witterung hielt davon nicht ab. für die Arbeiterklasse günstigen Ereignisse todtzuschweigen. 35 000 Arbeiter nahmen an der Demonstration auf der Sophien: Es hilft aber nichts, benn es läßt sich nicht aus der Welt Insel in feierlicher Stimmung beim Klange von Musit- schweigen, daß die Maidemonstration vortrefflich gelungen ist.weisen theil. In dem Fabriforte Holleschowin scheint eine amtliche Bählung der Feiernden vorgenommen worden zu sein; die Neue freie Breffe" fann sich wenigstens telegraphiren lassen, daß bort 5789 Arbeiter feierten, während blos 2230 ihrer Arbeit nachgingen. In Graz durchzogen am Abend viele Arbeiter die Straßen mit rothen Fahnen. Da fie revolutionäre Lieder anstimmten, wollte die Polizei die Menge vertreiben, stieß aber auf Widerstand, hierauf wurde Militär requirirt. Es tamen mehrfache Verwundungen vor. In Krakau nahmen an einer Vormittagsversammlung, nach der N. Fr. Presse", 6000 Arbeiter Theil. " Aus Czernowit wird uns telegraphirt: Jm Kursalon nahmen 1000 Personen an der Vormittag abgehaltenen, vier Stunden währenden Versammlung theil. Siebzehn Redner sprachen und zwar in deutscher, polnischer, rumänischer und ruthenischer Sprache über die Lage und die Forderungen der Arbeiterklasse, vor allem über den Achtstundentag und das allge= meine Wahlrecht. Die Polizei verhinderte die Abstimmung über die Resolution, die Versammlung, eine der ersten Arbeiterversammlungen in der Bukowina erklärte den Anschluß an die Sozialdemokratie. Wie aus Budapest und Triest gemeldet wird, sind auch dort bei der Maifeier feinerlei Ruheitörungen vorgekommen. Die Polizei hatte nirgends Anlaß, einzuschreiten. England. London, 2. Mai.( Herold- Meldung.) Das zu gunsten des Achtstundentages geplante große Meeting der Trade Unionisten wird erst am nächsten Sonnabend abgehalten. den Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. Unser herrliches Schießgewehr. Der GeneralstabsArzt der Armee Professor Dr. v. Coler berichtete auf dem medizinischen Kongreß in Rom über ie durch die Geschosse des fleinkalibrigen Gewehrs verursachten Verlegungen. Dic Militär. Politische Korrespondenz" entnimmt der France militaire"( dem militärischen Frankreich) über diesen Vortrag folgende Einzelheiten: " 11. Jahrg. mit Flüssigkeit angefülltes Gefäß ist. Die schwersten Vers legungen entstehen nun, wenn durch das Projektil im ge= troffenen Gewebe hydraulische Pressung zu stande kommt. Die Wunde sieht dann aus, wie wenn sie durch Explosion hervor gebracht wäre. Feuchtigkeitsgrad des Gewebes, Geschwindig feit des aufschlagenden Projektils und sein Querdurchschnitt bedingen diese Wirkung. Die Knochen werden nicht wie mit einem Locheisen, wie man fälschlich vorgab, durchbohrt, sie werden wie durch eine Dynamitladung zer trümmert und in kleine Stüde zersprengt, die durch den ganzen Körper zerstreut sind. Die Leber, das Herz, die Nieren werden pulveri firt, die Gingweide in tausend Stücke ge riffen, die Muskeln auseinandergerissen. Die Eintrittsöffnung des Geschosses ist sehr flein, faum wahre nehmbar, die des Austritts ist dagegen beträchtlich; sie gewährt den Anblickt eines Trichters von 12-18 8entimeter Durchmesser. Wohl verstanden, das Geschoß geht stets durch den Körper, der von Theil zu Theil durchbohrt ist; es durchdringt fogar drei Körper und bleibt erst im Innern eines vierten steden. Ein Gefchoß, das eine der Extremitäten trifft und einem Knochen begegnet, zerstört sicher das getroffene Glied; wenn es den Kopf, ben als oder Beuch trifft, tödtet es bestimmt. Wenn es die Brusthöhlung durchdringt, kann den Tod auch herbeiführen, wenn es das Herz und die großen Gefäße schont und nur die Lunge durchbohrt. Ueber 600 Meter hinaus sind die Beschosse weniger tödtlich. Wenn sie den Bauch treffen, erzeugen sie noch große Berheerung. 49 Geschoffe, die den Leib auf 700-1600 Meter Distanz getroffen hatten, haben 160 innere Berreißungen der Blase und des Magens erzeugt. Die Durchschnittszahl der offenen Löcher für jedes Geschoß war drei, das Maximum acht. Auf weitere Entfernungen führten 12 Prozent der Ges schoffe Stofflappen in die Wunde, was stets eine schwere Komplitation ist, da die Kleidung noth= wendigerweise mit einem reichen Wachsthum von Mikroorganismen bedeckt ist. Von 1000 mtr. an werden die Knochen glatt, aber mit strahlenförmigen Spalten von allen Seiten des Bohrloches durchschlagen. Selbst auf 1600 mtr. erzeugt das Gefchoß bei 40 Prozent von Fällen weite Brüche mit Knochensplittern, die manchmal am Platz bleiben, aker zuweilen auch durch den Organismus getrieben wurden und in diesem Fall wie ebensoviel Scheermesfertlingen wirken, so daß schon bei einer Geschwindigkeit von 300 Metern in der Sefunde die Gewebe des Körpers durchsetzt werden. Die Temperatur des Geschosses steigt im Augenblick, wo es den Körper trifft, etwa auf 70 Gr. Wenn man Schuß auf Schuß abfeuert, tann fie bis auf 350 fommen. Generalarzt von Coler bedient fich zur Erklärung dieses Punktes der Legierungsgeschosse mit bekannter Schmelztemperatur. Much hat er festgestellt, daß beim Abgeben von 100 Schuß in 21/2 Minuten der Bleikern der legten Geschosse geschmolzen wurde, was eine Mindest= temperatur von 334 r. voraussetzt. Das mit einem Stahlmantel umgebene Geschoß deformirt sich fast stets im Körper und zerspringt oft in leine fpte Stücke, die alle ihner begegnenden Gewebe auszaden und zerreißen. Im ganzen beweisen die stattgehabten Versuche, daß die alte runde Rugel und selbst das längliche Geschoß von 1870 so zu sagen gutmüthig im Vergleich zu der undentbaren Grausamteit des neuen Nickelstahl- Geschosses mit geringenr Durchmesser und schlanker Form waren. r. Man schoß auf verschiedene Entfernungen von 200 bis 2500 M. mehr als 1000 Geschosse auf 480 Menschenleichen, 13 lebende und 16 todie Pferde ab. Außerdem haben die Nun befißt nicht blos Deutschland diese fürchterliche Doktoren v. Coler und Schjerning die Wirkungen der neuen Waffe, alle Kulturstaaten haben ähnliche Kulturwerkzeuge Waffe auf 22 Menschen beobachtet, von denen 14 einen Selbst- aufzuweisen, teinen Schutz giebt es gegen dieselben. Ihre mord begangen oder versucht hatten, während 8 Opfer von Wirkung ist auch für den nicht getroffenen furchtbar, denn Unfällen oder Verbrechen gewesen waren. Die Festdie fürchterlich Verstümmelten, die Todten werden nicht stellungen heben vollkommen alles basjenige auf, was man bisher im großen und ganzen über durch den mitleidigen Pulverdampf den Augen der die Wirkungen des neuen humanitären" Ge- Kameraden entzogen. Es ist kaum für möglich zu fchofies gesagt hat. Die auf alle Entfernungen durch die halten, daß auch die beste Dressur und Disziplin gegenmodernen Geschosse verursachten Verwun über den moralisch- deprimirenden Eindrücken des modernen dungen sind ungleich schwerer, als die durch die Infanteriegeschosses Stand hält. Daß der nächste Krieg früher angewandten Kugeln verursachten. Auf fleine Entfernungen fürchterlicher sein wird als seine Vorgänger, das war schon bis 600 Wieter werden die Feßen der Kleidungsstücke, die das Geschoß früher feststehende Meinung. Nach den Enthüllungen des auf seiner Flugbahn reißt, nicht in die Wunde hineingezogen. Fachmannes Coler tann als sicher angenommen werden, Die Stoffe zersplitterten so zu sagen bei der Berührung mit daß der nächste Krieg der letzte sein wird. Denn bei der dem Geschoß, das noch von seiner ganzen lebendigen Kraft beseelt ist sie lösen sich vor dem Geschoß in Atome auf. Das heutigen Vervollkommnung der Mordwaffen und bei der gegen find die Wirkungen auf den Körper furchtbar; das doch nicht mehr zu unterschätzenden Macht der öffentlichen Geschoß wirkt wie ein Explosivstoff. Man Meinung wird kein Militärbudget von einer Volksvertretung darf nicht vergessen, daß der Organismus eine Art geschlossenes, bewilligt werden können, wenn die Werthung der neuen früherer Bekanntschaft eingedenk, aus seinem Käfig befreien, tomme ihm das Würzgeschenk und die Malvasiersuppe, die wenn Du wolltest, oder ihm mindestens zu billigeren Be- ihm die Juden bringen; Gott segne ihm die Honigkuchen, dingungen verhelfen, denn man will ihn nicht eher der Haft mit denen die weißen Frauen den Rath heute bedenken. entlaffen, als bis er seinen Thurm zu Wettershausen der Lieber wär' es mir jedoch für Dich und mich, Du hättest 29 Stadt zu Lehn gestellt, vierhundert Gulden als Lösegeld ihn schon zu Tod geärgert, und man sänge das De Proerlegt, und vier adelige Freunde vermocht hat, sich gleich fundis über seinen starren Leib. Du hättest dann nicht ihm der Stadt zu Mannen zu verschreiben. Das erste thut Noth, den Tugendspiegel länger vorzustellen, und ich würde er nicht, das zweite kann er nicht, und das dritte thun die am Ende Vormünder über Deinen Buben, der leider Frosch andern nicht." heißen muß, ob er gleich- ich schwöre darauf fein Frosch ist.“ Was soll ich für ihn bewirken können? fragte MarEchäme Dich, roher Mensch!" rief Margarethe:„ Du schändeſt unseren Namen. Du bist der Spießgeselle aller garethe befremdet. Nachtreiter, die das Land unsicher machen. Der Verdacht, Das Vortheilhaftefte," erklärte Beit, und das war mit Mord des Pfarrherrn von Bonames verursacht zu zum Theil der Grund meines Rittes hierher. Mir ist es haben, der vor zwei Jahren in der Frühe zur Kirche gehend, wohl bewußt, daß der Schultheiß Dich liebt, und ein Wörtvon Schandbuben erschlagen wurde, ruht auf Dir. Du hattest lein aus Deinem minnekosigen Munde setzt den Waffenihm blutige Rache geschworen, weil er Dich im Beichtstuhl bruder in Freiheit, ohne daß ihm besonderer Schaden zu nicht losgesprochen." gefügt wird." Lügen!" entgegnete Veit; aber sein Ton wurde ge- Was kannst Du mir zumuthen?" fragte Margarethe mäßigter. Die Schwester fuhr indessen fort: Auf diesen staunend und bestürzt: Welchen Begriff machst Du Dir Verdacht hin hat man Dir die Stadt verboten. Wie kannst von meinen Sitten, meiner Bucht? Ich liebe den Schultheiß Du wagen, hier zu erscheinen? Mensch, Du steckst den Hals nicht." selbst in die Schlinge." Diese gemeine Zweideutigkeit fertigte die Verletzte mit einem verächtlichen Blicke ab, weigerte sich jedoch hartnäckig, den Knaben herbeibringen zu lassen, welches der werthe Dheim angenehm dringend, wie immer verlangte; und während dieser Weigerung fam Diether im völligen Staate eines Schöffen nach Hause. War Margarethens Staunen bei dem Anblick des unwillkommenen Bruders groß gewesen, so überstieg das unmuthige Befremden Diethers das selbe noch bei weitem. Die Ungezogenheit des Gastes ließ es aber nicht zum Ausbruch kommen:„ Glücklich Neujahr!" schrie er, dem Schöffen an den Hals fliegend, so viel Ges " Thue nicht so heilig, mein Täublein!" versetzte Beit sundheit, als dazu gehört, Methusalems Alter zu erreichen, Am heutigen Fest ist die Stadt ihren ärgsten Feinden lachend: Wir wissen das besser. Der Schultheiß ist ein so viel Geld als der Kaiser brauchen würde, um zu sagen: erlaubt bis Sonnenuntergang;" versetzte Beit: ich weiß, stattlicher Mann; stattlicher noch, als Dein guter Stiefsohn, Ich habe genug, und so viel Glück als Töchter der Freude wie weit ich mich wagen darf. Ich bin nicht so einfältig, der Dir auch gar hold war,... und Dein Eheherr ein hier zu Frankfurt hausen! Ich zweifle nicht, daß Ihr diese wie der Wernher von Hyrzenhorn, der sich neulich fangen Lazarus, ein alter Lazarus obendrein, dessen gichtbrüchige Wünsche mit einem feinen Geschenk vergelten werdet, und ließ, und nun auf dem Eschenheimer Thurme fißt; im Beine ihm den Dienst versagen, weil er sich nach 66 Jahren will es in dieser Voraussetzung dabei bewenden lassen, alter Schwager." Trocknen zwar, aber in Eisen und Frost. Entfinnst Du noch nicht zur Ruhe legen will." Dich noch des riesigen Kumpans, der einst von Herzen gern um Deine Hand gefreit hätte?" " Frecher Spötter! sprach Diethers Frau, erröthend im stolzen Unwillen:„ Beuge Dich vor den grauen Haaren Der grobe Junter mit den Sitten eines Troßbuben meines Herrn, dem Du Ehrfurcht schuldig bist." ist mir allerdings noch im Gedächtniß," antwortete Mar-„ Ehrfurcht! Ei, warum denn?" lachte der Bruder: Etwa garethe: unser Vater war vor Zeiten sein Treuenhänder deshalb, weil er mich darben läßt, und Dich angesteckt hat und Bogt." Pfleger und Mündel verjubelten gemeinsam mit seinem schmutzigen Geize? Oder, weil er gegenwärtig ihr bischen Gut" schaltete Beit ein:"' s war eine luftige auf dem Römer sizen und Geschenke mit empfangen darf, Wirthschaft. Höre, den wackern Kämpen könntest Du, die der Pöbel seinen saubern Herren bringt? Wohl be Diether blickte ihn stumm und achselzuckend an. Mit einem guten Rathe zum Mindesten will ich des Ueberläftigen Glückwünsche, so widerlich sie sind, vergelten," sprach er, tommt ja nie mehr gen Frankfurt, stellt Eure Auflauerungen in der Umgegend ein; haltet Euch fein still zu Gelnhausen. Paul, der Webergesell aus Bonames ist soeben in seines Meisters Haus in der Schnarrgasse verschieden, nachdem er ein Bekenntniß abgelegt, das über den wird. Mordwaffen in einem europäischen Kriege erprobt sein Herausgabe von Büchern, Druckheften, Flugblättern, für Streits unter dem Titel„ Aus dem Reiche Gottes" verfaßten und ver= 1880 000 m., Summa 9 000 000 M. Bon der verbleibenden breiteten Flugblatte, in welchem der christlich evangelische Pastor Million Mark würden jedenfalls noch Schaaren von Ar- in christlicher Weise gegen die sechs evangelischen Presbyter zu beitern bezahlt, die sich zwar Arbeiter nennen, die aber nichts Felde gezogen war. anders feien als Parteibummler! Das Blatt behauptet, seine ☐ " = Eine Novelle zum Miethsrecht ist heute im Abgeordnetenhause verhandelt worden. Nach der gegenwärtigen Rechtssprechung in Preußen erstreckt sich das Pfand, Angaben seien wahr! Die Aufstellung ist in vielen Zeitungen Die Verfolgungen der Sozialdemokratie in Oesterreich Zurückhaltungs- oder Vorzugsrecht des Vermiethers wegen erschienen und blieb unwidersprochen. Sie verdient, daß jeder werden in den nächsten Tagen auch das Abgeordnetenhaus befeiner Forderungen aus dem Miethsverhältnisse auch über Arbeiter sie sich merkt. Auf ähnliche Weise dürfte übrigens schäftigen. Von der Konfiskation von 140 000 Sonderabdrücken auch das Gelb der Arbeiter anderer Länder seine Berwendung eines in der Wiener Arbeiter Zeitung" unbeanstandet ge diejenigen in die Miethsräume eingebrachten Sachen, welche finden. bliebenen Artikels zum 1. Mai hatten wir bereits berichtet. fouft einer Pfändung nicht unterworfen sind. Die Novelle Daß die Staatsbürger- 3tg.", die die Schweinhagens, Weiter beklagt sich die Wiener Parteileitung darüber, daß in der will dagegen die nichtpfändbaren Gegenstände Black- und Ahlwardt'schen Erfindungen weiter verbreitet legten Zeit eine ganze Reihe von Drucksachen( Parteitag- Protokolle, auch von dem zurückhaltungsrecht bes bat, dies auch mit dieser thut, wundert uns nicht. Daß Flugschriften, Broschüren 2c.) nicht an die Abreffaten gelangten, Vermiethers ausnehmen, weil die Befriedi aber eine am Site des Reichstages erscheinende Zeitung fchaften an gewisse Postämter die Weifung ertheilt worden sei, und es verlautet gerüchtweise, daß von Seite der Staatsanwaltgung des Bermicthers aus solchen Gegenständen zu von diesem Phantasiegebilde behauptet, daß diesen keinerlei Drucksachen der Arbeiterpartei bis auf weiteres aus. einer schweren Bedrückung des Miethers Angaben noch nicht widersprochen wurde, beweist zuliefern. All diese Dinge haben die demokratischen Abgeordneten führen könne, namentlich dann, wenn dem letzteren die blos, daß das Blatt von Leuten zusammengestellt wird, die Bernerstorfer und Gen. zum Gegenstand einer Interpellation gejenigen Gegenstände vorenthalten werden, welche für nicht einmal ihr eigenes Blatt lesen, die nicht wissen, daß, macht, an deren Schluß es heißt: ihn und seine Familie unentbehrlich sind oder ganz abgesehen von der Widerlegung in unserer Presse und Das Zusammentreffen aller dieser Umstände gerade vor der zur persönlichen Ausübung seines Berufes in zahllosen Versammlungen, in ihrem eigenen Bericht über Feier des 1. Mai wird von der Arbeiterschaft dahin gebeutet, bienen. In ein Konkursverfahren können schon jetzt die der die Reichstags- Verhandlungen diese Mittheilung als eine daß man es von Seite der Regierung auf eine ſyſtematiſche VerPfändung entzogenen Sachen nicht einbegriffen werden. ebenso lächerliche, wie freche, wie schamlose Erfindung ge- besonderen darauf verlegen wolle, fie materiell empfindlich zu folgung der Arbeiterpartei abgesehen hat und man sich im In fast allen anderen deutschen Staaten kennzeichnet wurde. schädigen. Wenn schon die Arbeiterschaft unter dem Ministerium ist die in der Novelle vorgesehene Bestimmung bereits fennzeichnet wurde. enthalten. Auch hat der Entwurf eines bürgerlichen Auch ein Wahrspruch! Wegen einer Reihe von Taaffe fich eines besonderen Wohlwollens gewiß nicht zu erfreuen Gefeßbuches für das Deutsche Reich eine solche Bestimmung Soldatenmißhandlungen hatte sich dieser Tage hatte, so scheint die dermalige Regierung fast gewillt zu sein, den Arbeitern die staats grundgefehlich gewährleisteten Rechte soweit aufgenommen. Bei dieser Sachlage erschien es zweckmäßig, in München der Unteroffizier Diermeyer vom 2. In vorzuenthalten, daß die Aufrechthaltung auch des Scheines einer die gewünschte Erleichterung der Lage des Miethers auch fanterieregiment vor dem Militär- Bezirksgericht zu verant- Rechtsgleichheit auf die Dauer nicht mehr möglich sein wird. für die verschiedenen Rechtsgebiete von Preußen schon jetzt worten. D. hatte einen Rekruten in der Weise gemiß- Die Unterzeichneten fragen daher, ob die Regierung sich der im Wege der Landesgesetzgebung herbeizuführen. handelt, daß er denselben mit seinem blanken Seitengewehr schweren Verantwortlichkeit bewußt ist, die ihr aus einer proDem Wunsche der Regierung, ohne Kommissions wegen angeblich zu langsamer Gewehrgriffe über die vor vokatorischen Verfolgung jener Arbeiterpartei erwächst, die bei berathung die Vorlage anzunehmen, widersetzte sich das Kälte starren Hände schlug und so blutende, schmerzhafte verschiedenen Gelegenheiten, so das letzte Mal am 9. Juli des tapitalistische preußische Abgeordnetenhaus. Die Vorlage Wunden verursachte, daß der Mißhandelte die hand vorigen Jahres, wo freilich die jetzige Regierung nicht am Nuder ist einer Kommission überwiesen worden. Jedenfalls wird fünf Tage lang nicht gebrauchen konnte. war, bewiesen hat, daß sie ihre Forderungen auf gefeßlichem sie dort nicht von den Vertretern der Hausbesißer be. Weiter stieß er ihm die Fäuste mit voller Wucht vor die Wege zu erlangen beabsichtigt? Sie fragen, ob die Regierung graben. sich nicht der Pflicht bewußt ist, alles zu unterlassen, was in Brust oder traktirte ihn mit dem Stiel des Seiten- ganz unverantwortlicher Weise die Massen auf ungesetzliche Wege Die Spionenfeuche grassirt jetzt in Deutschland gewehrs. Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage, aber brängen müßte? Gine Antwort auf die Interpellation ist bis Die Spionenfeuche graffirt jezt in Deutschland mit dem sonderbaren Busah: ohne die Abjekt nicht erfolgt, was herauskommen wird, kann man sich unmit ganz besonderer Heftigkeit, so daß die Franzosen alle ficht, Schmerzgefühl zu erregen." Der Ge- gefähr denken. Ursache haben, neidisch auf uns zu werden. In Thorn ist richtshof erkannte auf 3 Monate Gefängniß. soeben ein Untersetunbaner als Spion festgenommen Von der Agitation. Die Hamburger Parteigen offen worden. Warum nicht ein Quartaner? Das würde unseren Das russische Preßunrecht, dessen sich Desterreich verbreiteten in 300 000 Eremplaren ein Flugblatt, das in terniwilden" Nachbarn gewiß noch mehr imponiren. erfreut, soll jetzt auf Wunsch fast aller Parteien des Ab gen Worten auf die hohe Bedeutung der Maifeier hinweist. Die geordnetenhauses etwas gemildert werden, die Kaution soll Polizeibehörde beschlagnahmte einen Theil der Flugblätter und Eine Kosciuszko Feier wird am 6. d. M. in abgeschafft, der Verbreitung der Zeitungen etwas weiterer nahm eine Haussuchung in der Buchdruckerei von Auer vor. Dresden stattfinden. Wir wünschen der Feier, die Spielraum gewährt werden, aber beileibe soll nicht die Auch in Harburg und in Bergedorf, sowie dem ganzen unsere vollste Sympathie hat, den besten Erfolg. Kosciuszko Rolportage erlaubt werden: endlich sollen die Staats- dazu gehörigen Landgebiet wurde von den Genoffen ein Flugist eine der edelsten Erscheinungen in der modernen Ge- anwälte, dies bedeutet in Desterreich auch einen Fortschritt, Im Wupperthal wurde die Maifeier in würdigster Meise blatt mit gewohnter Schnelligkeit und Pünktlichkeit verbreitet. schichte ein wirklicher Ritter ohne Furcht und Tadel. verpflichtet werden, die Stellen, welche fie tonfisziren, den dadurch eingeleitet, daß die Elberfelder Parteigenojjen Zu bedauern ist nur, daß auch er der Meklame nicht hat Redakteuren des konfiszirten Blattes anzugeben. Aber 100 000 Extranummern der Freien Presse", speziell dem entgehen können. So schreibt z. B. ein berüchtigter Gerne felbst zu diesen Konzessionen will die Regierung fich blos internationalen Festtag der Arbeiter gewidmet, zur Verbreitung groß in der Montagsnummer des hiesigen Tageblatts" einen dann verstehen, wenn die einzige freiheitliche Bestimmung brachten. Der Genosse Th. v. Wächter, der gegen drei Spalten langen Artikel angeblich zu den höchst über bes österreichischen Preßgesezes, daß Preßdelikte von Gewärtig eine zweite Agitationstour durch Weft falen macht, flüssigen Zweck, Kosciuszko von der längst aufgelösten Legende schworenen abzuurtheilen sind, zum Theil wenigstens auf sprach am Freitag in Bielefeld. Zwei junge Theologen, des Finis Poloniae! rein zu waschen, in Wirklichkeit aber, gehoben wird. die sich an der Debatte betheiligten, waren nicht im stande, die Wirkung der Wächter'schen Rede abzuschwächen. Ueber den um der Welt zu zeigen, daß besagter Gernegroß, ein ge wisser Karl Blind, der Freund und Vertraute berühmter Finland, das sich bis jetzt noch einiger Freiheiten er- Verlauf von zwei weiteren Versammlungen auf dem Lande wird französischer Geschichtsschreiber" und selber ein sehr großer freute, soll nun ganz unter die national- russische Knute berichtet, daß sie außerordentlich gut besucht waren. In Stieg geheimer Staatsmann ist, der eigentlich die ganze moderne kommen. Die Kölnische Zeitung" erfährt aus Petersburg, borst hatten sich etwa 250 ländliche Arbeiter eingefunden, welche mit großem Interesse den Ausführungen des Redners folgten. Geschichte gemacht hat – natürlich im Geheimen. Wer daß in Finland eine große Anzahl Blätter ton- Gine sehr lebhafte Diskussion, an der sich gegnerischerseits ein fiszirt worden sei. Der Grund der Beschlagnahme reicher Kolon und der Postverwalter zu Hillegoffen betheiligten, über diese groteste Personnage, die jetzt im„ Berliner Tage- fei nicht angegeben worden, jedoch verlaute gerichtweise, gab den Genossen v. Wächter und Groth Gelegenheit, eingehend blatt" und ähnlichen Blättern den ihren Fähig teiten entsprechenden Reporter Wirkungskreis gefunden des Denkmals Alexander II. veranlaßt. Die Blätter su tennzeichnen. In Brackwede war bereits um 8 Uhr Reporter Wirkungskreis gefunden diefelbe sei durch Artikel über die bevorstehende Enthüllung die konservative„ Fürsorge" für die ländlichen Arbeiter gebührend hat, Heiteres erfahren will, blättere im" Herr Bogt" follen fortan unter strenger Bensur gebas große Belt des Wirths Bischof Kopf an Kopf gedrängt voll; von Karl Marx. nahezu 650 Personen lauschten in dem Zelte der Rede Wächter's, Die Staatsbürger Zeitung" folportivt die tausendund nicht gering war die Zahl derjenigen, welche traußen um Der Lehrer v. Hof zu mal als infame Böttcherei ftigmatisirte folgende Lüge weiter: Das Ende des brasilianischen Aufstands wird die Wände desselben herum ftanden. Wo tommt das Gelb der gialdemokratischen Arbeiter von dessen Urhebern und Gönnern noch abgeleugnet. Und Brackwebe meldete sich in der Diskussion zum Wort und ver hin? Tas Fürther Fränkische Arbeiterblatt" beantwortet die zwar stüßen sie die Ablengnung auf die Thatsache, daß ein suchte mit den gewöhnlichen Angriffen gegen die SozialdemoFrage, wo die 10 Millionen Mark, die von 2 Millionen Theil der zersprengten Aufständischen, nachdem sie auf fratie, daß dieselbe die göttlichen" Institutionen der The und deutscher Arbeiter jährlich für die Sozialdemokratie bei portugiesischen Schiffen sich geflüchtet hatten, nachdem sie der Obrigkeit beseitigen wollten, den Eindruck der Nede des gesteuert 50 der oberen Führer jährlich je 10 000 Mart gleich gekehrt ist und einen Guerillakrieg zu führen versucht. Die Versammlung für unsere Sache eine wirkungsvolle Propaganda werben, bleiben, folgendermaßon: Gehalt für dieselben verlaffen, wieder auf brasilianisches Gebiet zurück- Genoffen Wächter abzuschwächen. Letzterer trat dem Herrn ſehr 500 be oberen 10'000 gefchickt und glücklich entgegen, so daß auch in Brackwede zweifellos 500 000 Mart. Desgleichen für 800 folcher zweiter Ober versuchte. Denn an einen Erfolg ist nicht zu denken: gemacht haben wird. Güte je 5000 M. gleich 1 500 000 m., für 300 solche, die zu die Bedeutung des Aufstands lag darin, daß er von der Wanderpredigern und Reichstags- Abgeordneten ausgebildet Flotte ausging und von ihr unterstützt ward; die Flotte ist aber werden sollen, je 3000. gleid) 1 500 000 M.; Diäten an 92. Reichstags Abgeordnete gleich 120 000 M.: 359 Wahlbezirke vollständig wieder in der Gewalt der Regierung. Unter jährlich zu bearbeiten je 10 000 m. gleidh 3 590 000. Ins- solchen Verhältnissen sind die Putschversuche ganz aus Stadtverordneten- Versammlung. gesammt zur Gründung von Zeitungen, Buschuß für die ſichtslos und politisch ohne Belang. Dagegen dürfte die Außerordentliche Sigung vom Mittwoch, den Thatsache, daß die Aufständischen von den portugiesischen 2. Mai, Nachmittags 5 Uhr. Schiffen aus auf brasilianischen Boden zurückgekehrt sind, Der Stadtverordnete Liebermann ist verstorben; die Portugiesen, die sich damit als die Anstifter und Mit- heiliger. Krenz und Genoffen um Umpflasterung des Planufers zu ernstlicheren Berwickelungen führen. Das Verfahren der Versammlung chrt sein Andenken in der üblichen Weise. Ueber die Petition des Pfarrers Stage an der Kirche zum schuldigen des Aufstandes verrathen haben, ist eine längs der Kirche mit geräuschlofem Pflaster statt bes befchloffenen flagrante Verlegung des Völkerrechts, welches in derartigen Steinpflasters wird nach dem Antrage des Petitionsausschusses zu entwaffnen und ihre Rückkehr auf den Kriegsschauplatz Fällen den Neutralen die Pflicht auferlegt, die Flüchtigen zur Tagesordnung übergegangen. Die Petition des Geh. Kommerzienraths Veit um Uebers zu verhindern. Die brasilianische Regierung hat auch benahme der Voßstraße in die Zahl der städtischen Straßen So haltet Euch fern von seinem Weichbild," ermahnte reits Genugthunng gefordert, und da sie von der ameri- empfiehlt der Ausschuß dem Magistrat mit der Maßgabe zur Diether: die Unthat iſt auf seinem Boden verübt worden, tanischen Negierung unterstüßt wird, dürfte das bankrotte Berücksichtigung zu überweisen, daß der Stadt neben ber und wir verstehen feinen Scherz. Daß ich Euch jeho warne, Portugal in die Lage kommen, noch eine tüchtige Rechnung stattung derjenigen Beträge, welche von ihr aufzuwenden sind, unentgeltlichen lebe.eignung des Straßenlandes( und der Gr. läuft schon wider meine Pflichten. Berücksichtigt aber Berücksichtigt aber für den Schaden, den seine Schützlinge auf brasiliani- um das in den Straßenförper fallende, den Eigenthümern Mosse mindestens diese Warnung, und bringt ferner uns nicht schem Gebiet anrichten, bezahlen zu müssen. Jeden- und Hennicke gehörige Land zu enteignen) zu den ihr durch die Gefahr durch Eure Einkehr." falls aber ist durch bas Verfahren der portu Uebernahme der Straße entstehenden Lasten ein Beitrag von " Gefahr?" lachte Beit mit grimmigem Sohne: Ehre giesischen Regierung das letzte Dunkel beseitigt, bringe ich Euch; mehr Ehre, denn Ihr verdient, ungaftlicher über den Ursprung und die Zwecke des brasilianischen Auf eine vorherige Sicherstellung von der Deutschen Baugesellschaft, Dunkel beseitigt, das 60 000 m. gezahlt werde. Mann. Eine Sprosse alten Geschlechts, wie ich bin, sollte stands noch verbreitet war. fich Recht vor Recht scheuen, in ein Haus wie das Eure stands noch verbreitet war. " $ # zu Bonames verübten Mord viele, die wichtigsten Aufschlüsse giebt. Der Stadtpfaffe) wird das Bekennt niß bei Rate niederlegen und auf Eure Verdammung antragen." Beit wurde blaß, ermannte sich jedoch:„ Berdammtes Lügengespinst!" rief er:" Der Rath hat nicht mich zu ver dammen, ich stehe nicht unter ihm." " halten werden. zu treten; diese Auszeichnung verdankt Jhr nur Eurem In San Salvador( zentralamerikanische Republik) Weibe, das sich zu Euch herabließ. Ich hoffe dafür nicht ist wieder einmal eine Revolution ausgebrochen. mit Undant belohnt zu werden. Für's erste weigert Euch nicht, mir den Jahrgehalt verabfolgen zu laffen, den Unsere politische Nebersicht konnte heute nicht so Margarethe mir bisher zahlte: zehn Pfund Heller, nicht vollständig sein, wie sonst, weil die Berichterstattung über mehr, nicht weniger. Gerade so viel toftet's, um Bürger bei die Maifeier den Raum des Blattes sehr einengte. Euch zu werden lege ich noch zwei Pfund darauf, so tann ich einen Mord abthum vor Gerichte, wär's auch der des Pfaffen zu Bonames." Darteinachrichten. Kommunales. Der Ausschußantrag wird mit einem Amendement Raft, der der Eigenthümerin der Straße, verlangt, angenommen. Die Stadverordneten Cassel u. Gen. haben folgenden Antrag eingebracht: Den Magistrat zu ersuchen, für die 8 Quartale des laufenden Etatsjahres vom 1. Juli 1894 ab 5 pt. der Einkommensteuer außer Hebung zu bringen. Der Antrag ist von 35 Stadtverordneten unterstützt. Stadtv. Gaffel: Nach der definitiven Vereinbarung mit dem Magistrat über die Dienstaltersstufen ergiebt sich, daß in den Etat 610 820 m. zu viel eingesetzt sind. Dieses Plus vermehrt sich um 62 160 m., weil zur Balanzirung des Etats nur 104,72 pt. Einkommensteuer erforderlich waren. Es sind also an Einnahmen fast 673 000 m. zu viel ausgeworfen. 1 pet. Herabfegung derselben erscheint also zweckmäßig. Es würden bei mehr als 3 pt. der Einfommensteuer überflüssig bewilligt. Gine Annahme des Antrages nur 3/4 pet. ungedeckt bleiben, also ein Ausfall von höchstens ca. 158 000 M. Steuern auf Vorrath sollte man überhaupt nicht bewilligen, und man darf es am wenigften in einer Zeit, wo ohnehin eine starke Anspannung der Steuerleistung der Bürgerschaft stattgefunden hat. Haben wir die zweite Stufe von der Steuer freigelassen, so dürfen wir noch viel weniger die höheren Stufen mit Steuern unnüz beschweren. 158 000 Wt. spielen in unserem 85 Millionen Etat gar feine Margarethe schlug beschämt die Augen nieder. Diether fah strenge auf sie, und sprach:" Ich wußte wohl, daß Ein nachahmenswerthes Urtheil ist fürzlich in Mainz meine Ehefrau Euch zudringlichen Gesellen dann und gefällt worden. Bei einer Gemeinderathswahl zu Partenheim der Einkommensteuer beträgt 222 000 M.; es find also etwas wann mit Almosen bedachte, aber von einem Jahr gefauft. Vom Mainzer Landgericht erhielt der Käufer zwei Jahr- batte ein dortiger Einwohner von zwei Wählern die Stimmen gehalte weiß ich nichts, und ein so Reichliches erwartet Monate, die Verkäufer sechs Wochen Gefängniß. Würde stets in gleicher Weise gegen Wahlbeeinflussungen vorgegangen, wird würden bald nichts mehr von Polenzerei hören. nimmer." " Ihr wißt wohl von Vielem nicht, was Eure Wirthin thut!" äußerte Beit hämisch grinsend:' s ist kein Wunder, nicht Eure Haare allein, auch Euer Verstand und Wiz ist alterschwach geworden." " " Glaubt ihm nicht, dem schamlosen Lügner," bat Margarethe den stußig werdenden Gatten. Er mißbraucht auf unerhörte Weise die Blutsfreundschaft, die mich leider an ihn feffelt. Ich gab nie so viel; Eure Gebote waren mir heilig, lieber Herr!" ( Fortsetzung folgt.) Die Zahl der Wähler in England beträgt nach einem dem Parlament vorgelegten amtlichen Ausweis 4 895 112 Wähler, in Schottland 625 628 und in Irland 787 961. Die Gesammt ab der britischen Wähler beträgt fomit 6 258 701. Immer noch tein allgemeines Wahlrecht! Rolle. Kämmerer Maaß: Der Magiftrat bält allein für zweckEin eifriger Streiter wider die Sozialdemokratie, der mäßig, abzuwarten, ehe er sich mit dem Antrag energisch befaßt, fnüppel und bibelgewandte Paftor Jstraut, ist vom was das Ministerium zu dem Beschluß über die Dienstalters. Schöffengericht zu Deynhausen wegen Beleidigung von sechs zulagen fagen wird. Das Schicksal dieser Beschlüsse muß abMitgliedern des Presbyteriums der Kirche zu Gohfeld in eine gewartet werden, bevor eine materielle Entscheidung erfolgen * Meister der Nechte, beim Rathe bedienstet, seit 1380; das Geldstrafe von 100 m. oder 10 Tagen Gefängniß verurtheilt kann. Ich persönlich halte den Antrag für einen äußerst beAmt eines Syndikus verwaltend. worden. Die Beleidigung ward erblickt in einem von Jskraut denklichen. Stadtv. Schönfließ: Mit dem Abwarten kommen wir nicht weiter; es könnte das sich leicht so lange hinziehen, daß wir nichts mehr außer Hebung zu setzen haben. Die neue Fraktion der Linken wird den Antrag einstimmig annehmen. Stadtv. S p i n o l a: Nach der heutigen Erklärung des Kämmerers kann ich für den Antrag zur Zeit nicht stimmen. Es könnte eventuell für das dritte und vierte Quartal ein noch geringerer Satz als 100 pCt. erhoben werden. Kämmerer M a a ß: Es ist effektiv ausgeschlofsen, drei Quartale zu erlassen, denn der Etat muß balanziren, und wir können aus die 153 000 M. nicht verzichten, uns auf die Anwartschaft auf erhöhte Einnahmen nicht vertrösten lassen; viel eher haben Sie mit einer Erhöhung der Ausgaben zu rechnen.(Zustimmung.) Die Einnahmen aus der Einkommensteuer haben pro 1393/34 ihr Soll nicht erreicht; es fehle» 320 000 M. Es sollte überhaupt in Zukunft nicht mehr so knappsmäßig gehandelt werden.(Heiterkeit.) Die früheren Ueberschüsse sind doch auch der Versammlung sehr angenehm gewesen. Auch die Einnahmen aus der lex Huene fallen fort. Das alles muß be- rückstchtigt werden. Stadtv. Friedemann: Eine solche prinzipielle Recht- fertigung der Plusmacherei haben wir wohl alle nicht erwartet. Die Ausführungen des Kämmerers widerstreiten völlig dem Grundsatz, daß die Bevölkerung nicht unnütz mit Steuern be- lastet werde. Die Ueberschüsse der früheren Jahre sind doch auch nur aus dem entstanden, was die Steuerzahler in den Vorjahren zu viel gezahlt haben. Der Etat balanzirt eben nicht mehr; er wirft an Einnahme zu viel aus und verletzt damit direkt die Vorschriften der Städte-Ordnung. Stadtv. S p i n o l a beantragt, die Außerhebungsetzung auf zwei Quartale zu beschränken. Kämmerer M a a ß: Es-kommt darauf nicht an, ob der Etat jetzt noch balanzirt. sondern darauf, ob er bei seiner Auf- stellung balanzirt hat, und das ist der Fall gewesen. Für Plus- macherei sind wir nie eingetreten. Stadtv. Singer: Wenn dem Kämmerer der Ausdruck Plusmacherei unangenehm ist, so wird er doch nicht bestreiten, daß wir mit seiner Auffassung auf eine Ueberschußwirthschaft hinauskommen. Der Hinweis auf die Ueberschüsse ist zwei- schiieidig; man könnte dann auch fragen: Wieviel überflüssige Ausgaben wären vermieden worden, wenn wir die Ueber- schüfse nicht gehabt hätten!(Zustimmung.) Der Antrag Cassel hat mich einigermaßen befremdet. Ich vermuthete, der Kämmerer würde ihn sachlich bekämpfen, er würde nachweisen, daß die be- willigten Summen doch in ganzem-Umfange ihre Verwendung für städtische Aufgaben finden werden. Wäre das geschehen, so hätte ich wahrscheinlich der Ansicht zugeneigt, die Entwickelung zunächst noch abzuwarten. Da er aber gar keinen anderen Ein- wand gemacht hat, als den, daß die Meinung der Regierung wegen der Lehrergehälter abgewartet werden müsse, so ist doch sehr wahrscheinlich, daß diese 670 000 M. sich als überflüssig erweisen werden, da wir absolut keinen Anlaß haben, Steuern auf Vorrath zu bewilligen, so werden wir nunmehr für den An- trag stimmen. Kämmerer M a a ß: Die Ueberschußwirthschaft ist im Etat rnaugnrirt durch Gemeindebeschluß. Aus dem Ueberschuß des Vor- jahres werden 800 000 M. zum Ankauf von Pflastersteinen be- schafft, die sind etatisirt. Sachliche Gründe jetzt schon mitzu- theilen, muß ich Abstand nehmen; wir können jetzt noch nicht Mittheilungen unter unserer Verantwortung machen von dem, was wir außeramtlich hören, weder von dem Ueberschüsse des Vorjahres noch von den eventuellen Mehrausgaben, wie z. B. in betreff der Gewerbe-Ausftellung. Stadtv. Friede mann bleibt dabei, daß schon die erste Aufstellung des Etats ungesetzlich war. ,/ Ter Antrag Cassel wird in namentlicher Abstrm- mnng mit 76 gegen 6 Stimmen angenommen. Dagegen stimmen die Stadtvv. Heutig, Kyllmann, Diersch, Löwel, Meyer II, Cpincla. Ueber den durch den Magistrat mit dem halb erbliudelen ehemaligen Zögling der städtischen Blindenanstalt, einem Bürsten- waarenhändler, abgeschlossenen Vertrag, wonach diesem der kom- missionsweise Vertrieb von Blindenarbeiten übertragen und die Erlaubniß ertheilt werden soll, das Geschäftslokal als«Verkaufs- stell« der städtischen Blindenanstalt" zu bezeichnen, erhebt sich eine längere Debatte. Stadtv. Hütt bemängelt, daß hier dem Gewerbebetriebe eine Konkurrenz gemacht wird, die mit städtischen Mitteln be- günstiat werde, und verlangt wenigstens die Zurückziehung der Erlaubniß zur genannten Bezeichnung des Verkaufslokals. Von mehreren Seiten, auch vom Bürgermeister Kirschner, wird dem Stadtv. Hütt entgegengetreten; die Anträge Hütt werden abgelehnt. Zur weiteren Ausschmückung des Rathhauses schlägt der Magistrat die Bewilligung von 74 000 M. vor. Es sollen dafür die Bogenfelder in der Vorhalle vor dem Stadt- vecordneten-Sitzungssaal mit Gemälden, die Nische im Korridor vor dem Magistrals-Sitzungssaal mit einer Statue der Sprea ausgeschmückt werden. Die Gemälde sollen die 7 Werke der Barmherzigkeit darstellen und von Professor Hertel ausgeführt werden. Die Kosten sind aus 33 000 M. veranschlagt. Die «Sprea" soll eine Idealfigur in Verbindung mit kleinen Neben- figuren in weißem Mamor auf einem Postament in hellfarbigem Marmor oder Granit sein, deren Kosten inkl. der Ausgaben für eine zu veranstaltende öffentliche Konkurrenz sich auf 35 000 M. belaufen werden. Der Magistratsantrag wird unter Ablehnung eines Antrags Sachs. II, der die Bewilligung auf die Gemälde beschränken will, mit schwacher Mehrheit angenommen. Schluß gegen 3 Uhr. IZoUaleo; Berliner Gewerbe-AnSstellung 1896. Ter geschäftsführende Ausschuß der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1396 hat in einer am Dienstag abgehaltenen Sitzung, der zum ersten Male auch die von dem Aellestenkollegium der Kaufmannschaft von Berlin delegirten Mitglieder beiwohnten, den Bericht der Terrain- kommission entgegengenommen. Diese Kommission hatte mit 7 gegen 2 Stimmen beschlossen, das Terrain um den Lietzensee als Platz für die Ausstellung zu empfehlen. Ter geschäfts- führende Ausschuß, dem drei Mitglieder der Terrainkommission angehören, beschloß nach vielstündiger Berathung gleichfalls, den genannten Platz dem Gesamnitvorstande für die Ausstellung vor- zuschlagen. Natürlich war ob dieser Entschlüsse unbändige Freude in den Hallen der selbstlosen Charlottenburger Grundstücks- spekulanten. Der Wassersturz im Biktoriapark ist am Dienstag in Betrieb gesetzt worden. Die Parkdeputation hat bestimmt, daß während des Monats Mai der Wassersturz täglich des Vormittags von 3—12 Uhr und des Nachmittags von 3—3 Uhr und im Monat Juni Vormittags von 3—12 und Nachmittags von 3>/s bis 8'/e Uhr in Thäiigkeit gesetzt werden soll. Der Gartendireklor soll indeffen ermächtigt werden, die Thätigkeit an regnerischen Tagen einstellen zu lassen. Es ist anerkennenswerth, daß am I. Mai wenigstens im Viktoriapark die achtstündige Arbeitszeit eingeführt worden ist. Da wir keine grundsätzliche Pessimisten sind, so hoffen wir, daß sich die städtischen Behörden übers Jahr auch in anderen Verwallungszweigen von der Vortrefflichkeit und praktischen Durchführbarkeit des Achtstundentages überzeugt haben werde». Schiit, der Priigelpädagoge». In dem ihm eigenthüm- lichen KnuderwSlsch bringt das«Berliner Tageblatt" eine Mit- theilung, wonach«die Ausschreitungen, welch« in den Volks- schulen gegen deren Zucht und Ordnung häufiger als sonst seitens der Angehörigen der Schüler, besonders aber auch seitens ganz unbetheiligter, gewöhnlich angeheiterter dritter Personen mehr und mehr vorkommen, die Schuldeputation veranlaßt haben, bei dem Magistrat um Erlaß eiiier bezüglichen Polizei- Ver- ordnung zuin Schutz der Gemeindeschulen vorstellig zu werden." Es soll mit Geldbuße bis 30 M. oder ent- sprechender Haft bestraft werden, Zwer ein öffentliches Schullokal ohne Befugniß betritt oder sich auf Aufforderung nicht entfernt, ferner wer ohne Betreten des Schullokals die Schulordnung stört. Sind mit diesen Zuwiderhandlungen noch andere strafbare Thaten verbunden, so werden letztere besonders geahndet. Der Magistrat hat dem Antrage der Schuldeputation Folge zu geben beschlossen und wird sich dementsprechend mit dem Polizei- Präsidium in Verbindung fetzen. Augenscheinlich richtet sich diese Bekanntmachung gegen die ungehaltenen Eltern solcher Schüler, welchen die den deutschen Volksschulen eigenlhllmliche Auszeichnung der Prügelstrafe zu theil geworden ist. Es soll nun nicht bestritten werden, daß die ob derartiger Bestrafungen empörten Eltern sich zuweilen in ungehöriger Weise benehmen, wenn sie dem Lehrer mit dem Ersuchen gegenüber treten, sich über die Mißhandlung, welche er etwa an dem Kinde verübt hat, auszu« lassen. Man möge aber nicht vergeffe», daß die Lehrer in solche» Fällen oft durch ihr kalt herausforderndes Wesen, das vielfach den Zug der Beamten- und Unteroffiziers- Schneidigkeit in sich trägt, den weniger gebildeten Eltern Veranlassung geben, das den Lehrer in Fraktur zu fragen, was ein Mann mit mehr Schliff vielleicht in feinerer, aber kaum weniger ver- letzenden Worten vorbringen würde. Gegen derartige Ausschreitungen, wenn man sie so nennen will, schützt aber heute schon unser Strafgesetz in mehr als genügender Weise und wir weinen daher, daß durchaus kein Grund vorliegt, gs- wissen Prügelpädagogen ein Recht einzuräumen, das den Eltern gemibhandelter Kinder unter Umständen überhaupt die Mög- lichkeit nimmt, mündlich Beschwerden vorzubringen. Die beste Abhilfe solcher Widerwärtigkeiten besteht darin, daß man die Lehrer veranlaßt, in Volksschulen nicht mehr zu prügeln, als in höheren Schulen. Jeder ernsthafte Pädagoge schämt sich heute der Ansicht, daß in der Volksschule der Bakel daß Regiment führen muß. Die hiesigen Anarchisten hielten am Vormittag des I. Mai in der Ressource, Kommandantenstraße, eine von etwa 600— 700 Personen besuchte Versammlung ab, in welcher der Mechaniker Spohr über die Bedeutung des Tages sprach. In der Diskussion gab zunächst Schneider Jdler einige Reminiszenzen zum besten; darauf bestieg ein junger Mann, Namens Döring, das Podium und redete allerhand von Thron und Säbeln und Revolver. Als der überwachende Beamte verartige Worte ver- nommen hatte, schritt er zur Auflösung der Versammlung. Die Theilnehmer, welche sich in Ruhe auf die Straße begaben, hatten dort einen Ausblick aus zahlreiche Polizeibeamte, die sich vorab passiv verhielten. Es wird aber berichtet, daß sich einige Ver- sammlungsbesucher in kleinen Gruppen»ach dem Dönhoffsplatz hingewendet hatten und dort von Schutzleuten auseinander- getrieben wurden. In dem Gedränge sollen, wie man uns mit- theilt, auch einige Frauen von der ortsüblichen Polizeihöflichkeit einige Proben zu kosten bekommen haben. Ein häßliches Vorkommnist, so schreibt uns ein Leser, war am Dienstag Abend bei der Maifeier im Feenpalast zu be- obachten. Während der Ausführung der lebenden Bilder hatte fich eine Anzahl Personen derartig in der Mitte deS Saales plazirt, daß den hinter ihnen sitzenden Festtheiluehmern jegliche Aussicht auf die Bühne versperrt wurde. Wenn nun noch die Antwort, die einer dieser Herren auf eine Intervention hin gab, nämlich, daß„wir auch unser Geld bezahlt haben", vollkommen zutrifft, so ist damit doch noch nicht das Recht erkaust, anderen Leuten die Festfreude zu verkümmern, Hoffentlich genügen diese eile», so meint unser Gewährsmann, zum Schluß, um verartige orsälle ein für allemal zu verhindern. Wer so spät zu einem Fest kommt, daß er keinen ihm zusagenden Platz mehr findet, hat auf keinen Fall das Recht, anderen Leuten die Freude zu stören. Vom städtische»„ErleuchtungSweseu". Eine ganz eigene Ironie scheint manchmal die Hand im Spiele zu haben, so schreibt uns ein Leser. Geh ich da neulich in der Abendstunde in Moabit durch eine Straße, in welcher mich die Beleuchtung einigermaßen vorsintfluthlich anmuthet. In einem Abstände von fast einer Seemeile— man verzeihe mir die kleine Uebertreibung — blinzelten die altväterischen Petroleumlampen verschlafen durch die dichte Finsteruiß. Das ist allerdings nichts wunderbares; aber lachen mußte ich über die faustdicke Ironie, als ich an der nächsten Ecke las: Siemcnsftraße. Man denke: die der Erinnerung an unseren größten Elektriker gewidmete Straße hat Petroleum- beleuchlung! Ein köstlicher Witz! Das hat die Stadt wieder mal sehr gut gemacht! j Zu der Neberführnna der Geleise der Großen Berliner Pferdebahn über die Straße Unter den Linden soll der Kaiser die Erlaubniß ertheilt haben. Zum Krach d«S Viktoria Theaters schreibt eine Lokal- korrespondenz: Gegen den früheren Direktor des Viktoria-Theaters, Herrn Dr. Litaschi, welcher aus„Gesundheitsrücksichten" Berlin ver- lassen, soll nun gerichtsseitig auf grund der Konkursordnung vor- gegangen werden. Die Passiven dürften die Höhe einer viertel Million Mark erreichen, Aktiva sind so gut wie gar nicht vor- handew Zu den Geschädigten gehört auch der bisherige Direktor des Viktoria-Theaters, Herr Bnrckhoff, dem Dr. L. eine be- deutende Summe schulden soll. Sehr zweckmäßig wäre es, wenn bei dieser Gelegenheit das königl. Polizeipräsidium darüber ein- mal Erwägungen anstellen wollte, ob L.. der notorisch die be- deutenden Einnahmen, welche er während der 8 monatigen Direktionssührung gehabt— es sollen etwa 120 000 M. gewesen sein— für sich verausgabt hat, ohne die gerechten Ansprüche feines Personals zu befriedigen, die Thealer-Koiizession bei- behalten darf. Im Fall Lipschütz ist man höheren Orts doch weit peinlicher gewesen! Veziiglich der Sonntagsruhe am HimmelfahrtStage und am Pfingstfeste sind folgende Bestimmungen zu beachte»: Am Hiimuelfahrts- und zweiten Pstngsttage gellen dieselben Vor- schriften wie am Sonntage, während am ersten Feiertag jeder Gewerbebetrieb verboten ist. Ausgenommen davon und gestattet ist der Handel niit Milch, mit Back-, Konditorwaaren und Kon« fituren von 5 bis 10 Uhr Vormittags und von 12 bis 2 Uhr Nachmittags, der Handel mit Kolonialwaaren, mit Vorkost- waaren, mit Brennmaterialien, mit Wein, Bier, Tabak und Zigarren von 3 bis 10 Uhr Vormittags, der Handel mit Blume» von 7 bis 10 Vormittags und von 12 bis 2 Uhr Nachmittags und die Zeitungsspedilion von 4 bis 9 Uhr Vormittags. WaS der sich einbildet! Zum Schutze des Abgeordneten Pastors Schall waren— wie der„Volks-Zeilung" aus Spandau berichtet wird— am l. Mai sechzehn(??) Gendarmen nach dem Dorfe Bladow(Osthavelland), seinem Wohnort, kommandirt. Es wurden— man höre— sozialdemokratische Demon- strationen gegen den Verfechter des militärpreußischen Christen- thums befürchtet. Leider wird nicht gemeldet, ob diese Be- fürchtungen allein dem Gehirn des Gollesmannes entsprungen sind, oder ob sie an anderer Stelle ihren komischen Ursprung hatten. Die Charlottenburger Gutgcfiunteu wurden am Morgen des 1. Mai heftig durch eine rothe Fahne erschüttert, die gar lustig über den Häusern der Tauenzienstraße in der Nähe der Nürnbergerstraße rm Winde flatterte. Die Polizei hatte ihre liebe Roth, durch Entfernung der Fahne die hettige Ordnung in unserer Nachbarstadt vor arger Bedrängniß zu retten. Der Borflheude de» Berliner Arbeitervereins, Herr Buchdrucker Max Roß, beehrt uns anläßlich unserer Notiz in der Dienstagsnummer mit einer Zuschrift, in welcher dargelegt ist, daß Herr von Egidy feine beifällig aufgenomme- nen Aeußerungen nicht als Referent, sondern als Tis- kussionsredner gethan hat. An diese wesentliche Berichtigung werden eine Reihe Betheuerungen und Erörterungen über den demokratischen Charakter des Vereins geknüpft, die weiter nichts besagen, als daß die Herren Demokraten vom„Arbeiterverein" trotz alledem waschechte und prinzipienfeste Leutchen sein— möchten. Wir haben Empfindung für das Unbehagliche ihrer Lage, aber wir geben ihnen zu bedenken, daß das Sprichwort:„Wer zwischen zwei Mühlsteinen sitzt, wird zerrieben", in heutiger Zeit grau- sanier denn je zur Geltung kommt. Daran ändert auch das schönste demokratische Bewußtsein nichts. Die Große Berliner Kunst-AuSstelluna, welche am heutigen Tage eröffnet wird, ist nach der offiziellen Feier von 2 Uhr ab für das Publikum geöffnet. Der Eintrittspreis be« trägt nicht 1 M. sondern nur 50 Pf. In der Urania wiederholt Herr Dr. Müllenhof am Sonn« abend seinen Vortrag über den Flug des Menschen. Von der städtischen Fachschule für Gärtner wird unZ mitgetheilt, daß der Unterricht im Feldmeffen, der am 6. Mai beginnt, Sonntags von 8—10 Uhr vom städtischen Obergärtner Heinpel in der Baumschule vor dem Schlesischen Thor ertheilt ivird. Das Honorar beträgt 3 M. Anmeldungen nimmt Herr Rektor Drachmann, Hinter der Garnisonkirche 2, täglich um 7 Uhr Abends entgegen. Durch Schwefelsäure hat am Mittwoch Morgen der ausdiener H. Nürnberger in einer Drogenhandlung in der runnenstraße schwere äußerliche Verletzungen erlitten. Beim Herabnehmen einer Flasche vom Revositorium stieß er mit der- selben gegen einen anderen Glasbehälter, die Flasche zerbrach und die ätzende Flüssigkeit ergoß sich über Gesicht, Hals und Arme des Unglücklichen. Ein hinzugezogener Arzt wendete sofort die nöthigen Linderungsmittel an und ließ den Schwerverletzten nach dem Krankenhause übersühren. Der Aermste hat den Ver- lust eines Auges zu beklagen. Zum Handel mit Mcusche»fleisch. Schon wieder ist eine gewissenlose Gesindevermietherin in der Person der verwittweten, in der Jnvalidenstraße wohnhaften Hertha P., welche außer Stellung befindliche Dienstboten an sich zog, um sie später der Prostitution zuzuführen, verhaftet worden. Die Jnhaftirung erfolgte vorgestern Vormittag in einem Schanklokal der Nowalis- straße auf grund des§ 180 des Strafgesetzbuches und zwar auf direkten Befehl des Untersuchungsrichters beim Landgericht I Berlin. Die Beschuldigte war polizeilicherseits zum Betriebe eines Gesindevermiethungs-Geschäftes nicht konzefsionirt und hat ihre Opfer zumeist vor den bekannten GesmvevermiethungS- Bureaus in der Friedrichstadt aufgesucht. Ein Verbrechen auS Roth. In der Nacht zum I. Mai wurde an einer Dame an der Ecke der Kurfürstenstraße und der Schillstraße ein Raubanfall verübt. ES war zwischen elf und zwölf Uhr, und die Dame befand sich auf dem Heimweg, als an der bezeichneten Stelle plötzlich ein Mann auf sie zutrat, sie bei der Schulter faßte und ihr die Worte:„Geld her oder ich schneide Ihnen den Hals ab" zurief. Die Dame versicherte, daß sie kein Geld bei sich habe, doch ließ sich der Mann dadurch nicht beirren. Mit den Worten:„Sie haben doch Geld bei sich", ver- suchte er einen Griff in eine Tasche der Dame. In diesem Augenblick näherte sich der Dame ein Herr, dessen Beistand sie anrief. Der Altentäter entfloh und sprang in der Maatzenstraße über den Zaun eines Vorgartens. Dort wurde er verhastet. Es ist der bisher unbestrafte Tapezirer Karl Kloses Zu feiner Ent- schuldigung führt er an, daß er nach seiner vor einiger Zeit in- folge eines Streites erfolgten Entlassung, als Post-Hilss» b e a m t e r in große Roth gerathen und dadurch veranlaßt worden sei, den Ueberfall zu verüben. Neber ei« blutiges Ehedrama wird uns aus dem Hause Stromstr. 42 das Nachstehende berichtet: Im Quergebäude des Grundstücks, eine Treppe hoch, wohnte seil dem I. v. M. der Arbeiter Karl Hallmann, am 4. Dezember 1343 zu Debben ge- boren, mit seiner am 23. März 1357 zu Falkenberg, Kreis Dramburg, geborenen Ehefrau Elise, geborenen Coßburg, und der 5jährigen Tochter Elise, der sjährigen Helene und dem drei- jährigen Sohn Willi. Das Eheltben gestaltete sich durchaus unglücklich, und zwar scheint die Frau den Unwillen des Mannes durch den Bruch der ehelichen Treue herausgefordert zu habrn. Während sie sich, wie festgestellt ist. mit einem Schlaf- burschen in der Wohnung anshielt, ließ sie den Mann vor der verriegelten Thür warten. Hallmann ist kränklich und war erst vor kurzer Zeit aus einem Krankenhause in die Wohnung zurück- gekehrt. Seitdem fanden nach wie vor Schlägereien zwischen den Gatten statt, und ein solcher Auftritt hat fich auch am Mittwoch zugetragen. Di« einzige Zeugin des Herganges war die fünf- jährige Tochter Elise, die um Wt Uhr Nachmittags aus die Straße eilte und mit den Worten:„Papa hat Mama in den tals gestochen", einen Schutzmann um Beistand anrief. Der chutzinann Schwarz begab sich zugleich mit der Gastwirthsfrau Helnrich in daS Haus, und die letztere will gehört haben, wie bei der Annäherung die Thür von Hallmann verriegelt wurde. Als man gewaltsam eindrang, fand man den Ehemann in der Küche in einer großen Blutlache liegend vor. Er hatte, wie der Heil- gehilfe Brunnert feststellte, eine sehr tiefe Verletzung am Halse. In der Stube auf dem Sopha lag die Ehefrau, die aus einer Halsverletzung und zwei Kopfwunden blutete. Beide Personen gaben noch Lebenszeichen von sich. Hinter einem Kohlenkasten wurden zwei scharfe blutige Messer hervorgeholt.� Dieser Umstand läßt die Annahme zu, daß beide Ehegatten mit Messern bewaffnet auf einander losgestochen haben. Dem entgegen steht aber die Thatsache, daß die Thür bei der Annäherung des Beamten verriegelt wurde, sodaß wahrscheinlich Hallmann zuerst seine Frau verletzt und dann sich selbst die Wunden beigebracht hat. Darauf deutet auch die Aussage des Kindes hin, das mit seinen Geschwistern bei einer Frau Drage in demselben Hause Unterkommen gefunden hat, während die Eltern nach dem Moabiter Krankenhause gebracht wurden. Der Zustand des Mannes wird als fast hoffnungslos bezeichnet. Polizeibericht. Am 1. d. M. Nachmittags siel ein Ar- bester im Hause Tieckstr. 4 von der Treppe und erlitt eine schwere Verletzung am Köpfe.— Im Laufe des Tages fanden zwei kleine Brände statt. WrtternngSübersicht vom 2. Mai. Briefkaffen der Expedition. Summa Witterung in Deutschland am 2. Mai, 8 Uhr Morgens. Inachahmlichen Humor. So fade die Rolle des Cäsar Wichtig Während an der Ostsee der Himmel fich großentheils auf- in dem Registrator auf Reisen" sich bei einem mittelgeflärt hat, ist in den übrigen Landestheilen bei schwachen nörd- mäßigen Schauspieler ausnimmt, so gewinnend gestaltete sie sich lichen Winden das Wetter noch trübe und nebelig. Die Regen unter den Händen dieses Künstlers allerersten Ranges. Jede Tischlerei Seibt, Gitschinerstr. 81, 11,50 m. Für die Wiener Tischler gingen ferner ein: Aus der fälle dauern im Süden fort und haben sich auch auf Mittel- Bewegung, jede Miene bei ihm forderte zu neuen Lachsalven Artus'schen Werkstatt, Wildenowerstraße 3,- M. 4 Gesellen der deutschland ausgedehnt. Im Norden ist die Temperatur ein heraus und die drollige Beweglichkeit, mit der der sondirende 14,50 M. Bereits quittirt 110,75 M., in Summa 125,25 M. wenig gestiegen und erreicht heute Morgen zu Memel 13 Grad Bureaukrat agirte, ließ taum den Gedanken daran aufkommen, Belfius, während sie zu Mülhausen i. E. und Raiserslautern nur daß die Stimme des Künstlers nicht ganz auf der Höhe" stand. 7 Grad 3. beträgt. Troßdem die Einstudirung der alten Posse wohl etwas überhaftet Berliner Wetterbureau. vor sich gegangen war, wurde der Gast im allgemeinen doch Wetter- Prognose für Donnerstag, den 3. Mai 1894. vortrefflich von den übrigen Hauptdarstellern akkompagnirt. Ziemlich warmes, theils heiteres, theils woltiges Wetter mit etwas Regen und schwachen südöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Theater. Emil Thomas ist am Dienstag wieder an feiner alten Wirkungsstätte, dem jezigen Zentraltheater, wieder aufgetreten. Das volle Haus begrüßte den gefeierten Komiter bei seinem Er: scheinen auf der Bühne mit einem Beifallssturm, der erkennen ließ, daß die Popularität des Künstlers seit seiner Abreise nach dem Lande der Dollarschmerzen in feiner Weise eine Einbuße erlitten hat. Thomas spielte aber auch mit einem wirklich unVermischtes. Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Mährisch- Ostrau, 2. Mai. Der Ausstand der Bergleute hat sich heute Nachmittag auf alle Schächte der Nordbahn ausgedehnt. In Polnisch- Ostrau und Michalkowig verlangten die Zeitgemäß. Nach einer Bekanntmachung des Amts- Bergleute fürmisch die Achtstundenschicht. Man befürchtet, daß vorstehers von Tegel im„ Niederbarn. Kreisbl." tritt heute, am in Polnisch- Ostrau am Freitag ein allgemeiner Streit eintritt. 2. Mai, eine Polizeiverordnung in Kraft, wonach das Betreten Paris, 2. Mai. Einer Meldung des Temps" zufolge ver stattet ist. Also Vorsicht! des Eises nur auf den durch Pfähle abgegrenzten Strecken geurtheilte das Kriegsgericht in Barcelona von den wegen der Theilnahme an dem Attentat gegen den Marschall Martinez Campos angeklagten Anarchisten 6 zum Tode und 4 zu lebenslänglicher Zwangsarbeit. Briefkaffen der Redaktion. Brauer. Nur die Hilfskassen, welche nach ministerieller Bescheinigung die gesetzlichen Mindestleistungen geben, befreien von der Zugehörigkeit zur gesetzlichen Krankenkasse. Berliner Schneider- Akademie Gegründet 1871. Don Rudolf Maurer, Gegründet 1871. BERLIN SW., Krausen- Strasse No. 47. Preisgekrönt auf der Berliner Gewerbe- Ausstellung 1879. Als Preisrichter gewählt in Halle a. S. Ehrenmitglied der Münchener Schneider- Innung. Anerkennung des Kriegsministeriums. 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Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 101. Um Irrthümer zu vermeiden, machen wir barauf aufmerksam, daß von der Umgegend nur die Lokale veröffentlicht werden, welche zu Verfammlungen zu haben sind, hingegen von Berlin nur die boykottirten Lokale bekannt gegeben werden. Die Lokalkommission. Boykott- Liste für die Berliner Lokale. Folgende Lokale sind nicht zu haben: 1. Wahlkreis. Kroll's Etablissement, Sommerftraße. Belt Nr. 1. Dräsel, Neue Friedrichstr. 35. Brandenburger Haus, Mohrenstr. 47. Gustav Richter, Burgstr. 12( Hotel König von Portugal). Gesellschaftshaus, Niederwallstr. 20. Altstädter Hof, Kaiser Wilhelmstr., Ece Neuer Martt. KonzertHaus, Leipzigerstr. 48. Hinspeter, Krausenftr. 10. Feen- Balast. 2. Wahlkreis. Schröder, Stegligerstr. 18. Anhaltische Ressource, W. Süßer, Möckernstr. 114. Rothacker, Belleallianceftr. 5. Philharmonie, Bernburgerstraße. Restaurant 8ur Lehmtute", am Kreuzberg( verlängerte Kaybachstraße). 8. Wahlkreis. Keller, Köpniderstr. 96/97. Buggenhagen am Morigplay. Kristall- Balast, Brinzenstr. 94. Dranten- Salon, Oranienſtr. 170. 4. Wahlkreis. Steffen, Landsberger Allee 150. Martini, Gr. Frankfurter ftraße 99( fr. Wenzel). Alhambra, Wallner Theaterstr. 15. 2. Haase, Große Frankfurterstr. 47( gegenüber der Markusstraße). 5. Wahlkreis. Siemund, Linienftr. 9. Ahrens, Weinmeisterftr. 9. Heinrich, Ballsalon, Joachimstr. 12. Tonhalle, Friedrichstraße 112. Fiebig, Kleine Auguststr. 14. Diesener, Landsbergerstr. 40. Saal des Handwerkervereins, Sophienstr. 15. 6. Wahlkreis. Artushof, Perlebergerfir. 23. Schwarz, HohenzollernEaal, Baudelstr. 35. Moabiter Rafino, Wilsnackerstraße 63. BittoriaBallsalon, Brunnenstraße 145. Geng, Elsafferstraße 9. Elsaffer Ballsalon, Elsasserstr. 15. Schloß Schönholz. Schwarz, Invalidenftr. 84-85. Heit: mann, Brunnenstr. 9. Souchow, Seestraße, Ecke Müllerstraße. Alle Buschriften, die Lokalfrage betreffend, sind an den Genossen Gumpel, Weinstr. 31, zu richten. Die Lokalkommission. J. A.: H. Gumpel, Weinftr. 81, 2 Tr. Donnerstag, den 3. Mai 1894. Rüdersdorf( Kaltberge). Zu Versammlungen zu haben: G. Schwedersty,„ Gasthof zum Deutschen Hause". E. Mißler,„ Gasthof sur Bergballe". Rummelsburg. 8u Bersammlungen zu haben: Wilhelm Bowinter's( früher Borchmann's) Ballſalon und Garten, Hauptfir. 83. Rudolph Beiger's Ballsalon, Türrschmidtstr. 45. Guſtav Walter's Ballsalon, Hauptstr. 87. und Garten, Sauptstr. 18, Weg nach der Köpenicker Saide. 11. Jahrg. Jünglingshaus am Richardplay. Röntg, Ertstraße und Berlinerstraßen- Ec tristect, Berlinerstraße. Rudow. Kein Lofal. Schmargendorf. Zu Versammlungen zu haben: Wirthshaus Schmargendorf( Friedrich), Warnemünderftr. 6. Schüßenhaus( Mt. Wegener), Sundekehleftr. 20. Sanssouci( A. Pöting), Ruhlaerstraße. Wirthshaus zum Müller, Ballsalon und Garten, Neue Prinz Albertstraße. Rummel, Restaurant Schwan( W. Jarette), Grunewald. Sachsenhausen bei Oranienburg. Kein Lofal. Sandhausen. Kein Lotal Schöneiche. Rein Lotal. Schönhol. 8u Bersammlungen zu haben: Sardegen, Schönholz 16. Strewe,( Birkenpart). Baganz,( Part- Restaurant). Schönwalde a. b. Prenzlauer Chauffee. Schulz, Gasthof. Stralan. Zu Versammlungen zu haben: Gräflich Rischach'sche Brauerei, Stralau 62. E. Gursch, Restaurant, Stralau 5. Mar Krause, Restaurant, Stralau 18. Christian Schrödter, Alte Taverne, Stralau 25-27. Wingert's Schweizerhäuschen", Martgrafendamm 19. Stolpe. Bergemann, im Dorf. Casdorf. Gasthof zum Deutschen Hause( Saal). Tegel. Kein Lotal. Waidmannsluft. Gastwirth Berbe, gegenüber der Lampenfabrit. Weißenfee. Bu Versammlungen zu haben: Karl Geduld, Zum Prälaten, Königschauffee 42. Sannemann, Gustav- Adolfstr. 142. Café Rettig, Berliner ftr. 11, Inh. Otto Heinrich. G. Esrhardt's Elysium, Langhans straße 24-26. Abel's Vereinshaus, Charlottenburgerstr. 150. Clebs, Charlottenburger- und Rölfestraßen- Ecke. Sengbeil, Königs- Chauffee 49. Dewein's Gesellschaftshaus, Königs Chauffee. Sternecker's Brauerei. Kothe, SeeTerrasse, Berliner str. 144. Hähling, Langhansstr. 106. G. Backhaus, Prenzlauer Chauffee. Jußt, Langhansstr. 137. Wenfickendorf bei Oranienburg. Kein Lokal. Wilhelmsberg. Zu Versammlungen zu haben: G. Trinkhaus, Wilhelmsberg. Echiele, an der Landsberger Chauffee. Neupert, an der Lands: berger Chauffee. Woltersdorf. Gasthof Wilhelmshöhe" von G. Gillmann, Saal und „ Borwärts". Woltersdorfer Schleuse. Kein Lokal. Zehlendorf und Schmachtenhagen. Kein Lokal. Kreis Ober- Barnim. Biefenthal. Gasthof zur Sonne( Inhaberin Wwe. Müller). Restaurant Wernigt. Budow bei Müncheberg. Kein Lokal. Eberswalde. Rejiaurant Bittortagarten"( nh. Grundmann). Freier, Jüdenstraße. Fürböter, Töpferstraße. Kägler, Eisenbahnstraße. Diball, Gasthof zum Prinz von Preußen, Eisenbahnstr. 77. Dehnert, Restaurant, Eisenbahnstraße 66. Groß, Restaurant, Richterplay. Freienwalde. Gasthof Bum goldenen Anfer", Juhaber W. Rabdab, Kanalstr. 3. Bregermühle. Zu Bersammlungen zu haben: Auguft Schröder, Gastwirth, Schüßenhaus. Stransberg. Für uns zu haben: Kaffeehaus Auguft Weber, WilhelmGasthof Lokalliste für die Umgegend von frape. Otto Lange, Galibof sum goldenen Etern, Markt Nr. 2. Berlin. Kreis Angermünde. Oberberg. Gafthof zum Schwarzen Adler( Sommerfeld). Kreis Nieder- Barnim. Alt- Landsberg. Neubauer. Bernau.„ Schüßenhaus",„ Elysium". Kreis Potsdam- Ofthavellaud. Rekin. Samel, Restaurant. Frize, Restaurant. Marwit bei Belten. Zu Versammlungen zu haben: Wilhelm Noelte, Gastwirth. Nauen. Zu Bersammlungen zu haben: Hobusch, Marktstraße. Potsdam. Brandenburger Kommunitation 16. Restaurant Charlottenhof", Alte Louisenstr. 32. Stolpe bei Wannsee. A. Mattausch, Restaurant zum Lindenhof. Spandau. Zu Versammlungen zu haben: Spandauer BergBirkenwerder a. d. Nordbahn. Saat au Bersammlungen stellt zur braueret. Bort, Statenerstr. 14. Restaurant Witte, Bichelsdorf," Bum weißen Berfügung Karl Hiezig, Schüßenhaus". Borgsdorf. Rein Lotal. Balldorf. Kein Lotal. Erhner. Rein Lotal. Freienhagen. Schreiber's Gasthof. Friedrichsberg- gichtenberg. Sämmtliche Säle find zu haben. Friedrichsfelde. W. Dorn's Restaurant, Prinzen- Allee 35. Momber, Wilhelmstr. 10. Müller, Berliner- und Schloßstraßen- Ecke. Franzte, Ber Itnerstraße 103. Friedrichshagen. Zu Bersammlungen zu haben: Conrad ( Goldene Krone), Friedrichstr. 134. Kemperling( Fischerhütte), Seeftr. 12. Koslowsky( Waldkater), Köpenickerstr. 37. Liepert( Gesellschaftshaus), Friedrichstr. 65/66. Mar Lerche( Bürgerfäle), Friedrichstr. 109. Petznick ( Deutsches Haus), Friedrichstr. 111. Richter( Eisteller), Friedrichstr. 94. Schulze( Seeschlößchen), Seefir. 57/58. Täschner( Müggelschlößchen). Wandrey ( Reichsgarten), Friedrichstr. 185. Wulf( Bad Bellevue), Mühlenweg. Freiwald ( Waldhaus, früher Schmidt), Friedrichfir. 67. Glienidie bei Hermsdorf. Kein Lokal. Hermsdorf i. d. M. Th. Wangenheim, Berlinerftraße 6. Hohen- Neuendorf( an der Nordbahn). Jwert( früher Schmohl). Dohen- Schönhaufen. Bu Bersammlungen zu haben: Jaentde, Steuer, R. Schulze, Kienaft. Kl. Schönebeck. Kein Lokal, Lanke. Kein Gaal. Lichtenberg( Friedrichsfelde rechts der Ostbahn). Belten, Frankfurter Chauffee 1. Stübbe, Frankfurter Chauffee 3. Sinte, am Bahnhof. Kirchbach, Prinzen- Allee. Schulze, Prinzen- Allee. Siebenthal. Gastwirth Thiele. Malchow. Lindecke. Malz und Friedrichsthal. Rein 2otal. Nafleuhaide und Germendorf. Rein Lokal. Nieder- Schönhausen. Elysium( früher Großjean), Lindenstr. 25. Sempel, Buchholzerstr. 8. Stewert. Müller, Kaiserin Auguftastraße. Ober- Schönweide. Haferland. Dolinsky( Wilhelminenhof). Oranienburg. Ferd. Süste, Kanalstr. 38. Pankow. Störs' Gesellschaftshaus" Mühlenstraße. Vereinshaus, Schulze ftraße 28. Bum Thürmchen", Kaiser Friedrichstr. 50. Nordstern", Wollant ftraße. Sollo, Berlinerstraße. Minnow bei Birkenwerder. Nosinsky's Restaurant. Plöhensee. Zu Versammlungen zu haben: Dtte's Eisschlößchen, Plößensee. Moabiter Schüßenhaus. Reinickendorf( östlich). Böttcher's See- Schlößchen, Markst. 1/2. Förster ( früher Lüdice), Amendestr. 1. Neubauer, Hausotterstr. 81. Budewitz, Hausotterstr. 4. Bente's Storchnest", Nordbahnstr. 1. Wirthshaus zur Tanne, Nordbahnstr. 15. Stadi, Provinzstraße 45. Borstells, Residensstr. 4. Adeler( Lindenpart), Residenz- und Amendestraßen- Ece. Reinickendorf( westlich). Bu Versammlungen zu haben: Franz Gottschalt, Eichbornftr. 69( fleiner Saal). Zur Schwan." Velten. 8u Bersammlungen zu haben: W. Grunow, Wilhelmstraße 19. 8emlin, Wilhelmstr. 21. S. Gericke, Bergftr. 12. G. Schröder, Breitestr. 7. Kreis Nuppin Templin. Granfee. Fräberich, Am Ruppiner Thor. Zehdenick. Stegemann, Gasthof. Kreis Teltow- Beeskow- Charlottenburg. Adlershof. 8u Versammlungen zu haben: Leopold, Am Bahnhof. Wöllstein's Lustgarten. Stippekohl, Oppenstraße. Schwabe, Gesellschaftshaus. Alt- Markgrafpieske. 8u Versammlungen zu haben: Wilhelm Grabnic, Langendamm bei artgrafpieste. Diegel, Braunsdorf bei Martgrafpieste. Pöschte, Neu- Woltersdorf bei Martgrafpieste. Baumschulenweg( Neu- Treptow). Bischof. Hochstein( früher Lauff). Lange's Restaurant. Brit. Zu Bersammlungen zu haben: Sämmtliche Säle. Charlottenburg. Zu Versammlungen zu haben: Bären Braueret, Spreestr. 3." Bismarckshöhe" Hermann Krause, Bismarckstr. 80. Gambrinus- Brauerei"," Bachmann, Wallſtr. 46. S. Krause, Bismarckstr. 74. Klubhaus, Westend. Grosjan. Restaurant Baah, Kantstr. 53. Beutsch- Wilmersdorf. Bu Versammlungen zu haben: Mölter's Boltsgarten, Berlinerftr. 40. Schulze's Restaurant, Berliner- und Augusta straßen- Ece. Bittoria- Garten, Wilhelmsane. Friedenau. Spremberg( Surhaus). Baat. Groß- Lichterfelde und gankwik. Grieß, Berlinerstr. 129. alt- Glinide. Witte, Köpenickerstr. Paul Harsdorf, Rudowerstr. Grünau. Liedte vormals Hecker. Mattee vormals Schöz. Duchauffour ( Gastof Gravelotte). Johannisthal. Senftleben, Friedrichstraße. Barlow, Kaser Wilhelmstraße. Lenze, Friedrichstraße. Henneberg, Friedrichstraße. Hampsch, Kaiser= Wilhelmstraße. ( Kurras). Schmöckwitz. Restaurant Segler- Schlößchen. Restaurant zur Paln:: Schöneberg. 3u Bersammlungen zu haben: Schloßbraueret, Sauptstr. 60/63. Jakob,( Saal u. Garten), Grunewaldstr. 110. Steglit. Cäle: Görlich, Ahornstraße 15a. Restaurant 3ur Krone" Albrechtstraße. Stolpe bei Wannsee. Restaurant ,, Sindenhof"( Inhaber A. Mattausch). Teltow. Zu Bersammlungen zu haben: Schützenhaus und Schwarzer Adler( Wirth Anthauer). Tempelhof. Gerth, Restaurant, Dorfftr. 10. Dube, Restaurant, Dorf= straße 29. Fischer, Restaurant, Berlinerstr. 41. Weidler, Restaurant, Ringbahnstraße 58. Wesenberg, Restaurant, Schönebergerweg 1. A. Reisen, Bigarrengeschäft, Berlinerstr. 44. Trebbin. Kein Lotal. Treptow. Heydrich's Restaurant. S. Kümpel( Bartschloß"), Röpnicker Landstraße. Jacob, Ausschank der Bock- Brauerei. Otto( früher Henze), Restaurant zum Karpfenteich. Landsberg( früher Nietsch). Bade's Boltsgarten. Mönch( früher Gichbaum). Ahrends( früher Bender), Neue Krug Allee. Zornow, Neue Krug- Allee. Neu- Tivoli, G. Siertberg( früher Geflügelpart), Neue Krug- Allee. Bischof, Restaurant zur Baumschule. Wannsee. Kein Lokal. Zehlendorf. Sein Saal zu haben. Benthen- Handels Ablage. M. Schrobach. Die Adressen der Lokalkommissions- Mitglieder der Umgegend von Berlin sind folgende: Adlershof: Albert Hannemann, Kaiser Friedrichstraße( Haus Lipschitti). Bernau: 2. Werner, Weinbergstr. 23. Brit: R. Schönberner, Nirdorf, Juliusstr. 39. Buckow bei Müncheberg: F. Siemon, Schneidermeifter. Charlottenburg: A. Röttger, Christstr. 6. Balldorf: G. Gallin, Hauptstr. 35. Deutsch- Wilmersdorf: G. Reuter, Berlinerstr. 29. Eberswalde: F. Bittner, Breitestr. 34. Freienwalde a. O.: Robert Schiele, Alt- Riez 4. Friedrichsberg- Lichtenberg: Blumenthalftr. 20. Edmund Siepe, Friedrichsberg. Friedrichsfelde: G. Junge, Prinzen- Allee 35. Friedrichshagen: Senfelder, Scharrnweberstr. 47. Alt- Glienicke: Hermann Berg, Grünauerstr. 34. Groß- Lichterfelde- Tankwiy: W. Bölter, Parallelfir. 10. Grünan: Friz Wüstenhagen, Friedrichstr. 7. Bregermühle bei Eberswalde: C. Dölfs, Schuhmacher, Heegermühle Bohen- Schönhausen: G. Lück, Wilhelmsberg 18. Röpenick: Karl Streich an, Gltenicterstr. 11. Treptow: D. Noat, Baumschulenweg Nr. 28. Alt- Margrafenpieske: Krause. Mariendorf: A. Senger, Ackerstr. 12. Marienfelde: Gottlieb Schmidt, Großbeerenftr. 79. Marwit b. Velten: A. Lehmann, Töpfer. Nauen: H. Kohn, Mittelstr. 6. Nieder- Schönweide: G. Elze, Friedrichstr. 19( Johannsthail). Nowawes: F. Schuster, Lindstr. 15a. Ober- Schönweide: Gustav Elze, Johannisthal, Friedrichstr. 19. Oranienburg: Th. Mohaupt, Kanalstr. 67. Pankow: Ernst Koy, Wollantstr. 115, 3 Tr. Potsdam: F. Kernte, Brandenburger Kommunikation 16. Reinickendorf: Rosenfeld, Soppests. 4. Riedorf: B. Schent, Knesebeckstr. 10, Rüdersdorf( Saltberge): Matthes. Rummelsburg: August Debiting, Türrschmidtstr. 20, v. 3 r. Schmargendorf: Paul Werner, Rosenerstr. 4. Schöneberg: C, Freidant, Tempelhofer Weg( Haus Götsch). Spandan: A. Senftleben, Bergstr. 6. Steglik: 3. Otto, Schildhornstr. 75a. Strausberg: Albert Hering, Schuhmacher, Klosterfir. 22. Stralau: H. Krumm, Stralau Nr. 17, 4 Tr. Tegel: August Berndt, Berlinerstr. 96, Teltow: Hermann Keßler, Badstr. 26. Tempelhof: A. Reisen, Berlinerstr. 44. Velten in der Mart: A. Paris, Bittoriaftr. 30.Weißensee: H. Gampe, Sedanstr. 5. Wilmersdorf: Gustav Behrend, Berlinerstr. 128. Zehlendorf: D. Bielte, Machnowerstr. 30. Die Lokalkommissions- Mitglieder der Umgegend von Berlin werden ersucht, Zuschriften, die Lokalfrage betreffend, nur an Genosse Gumpel, Weinstr. 31, einzuschicken; die Verantwortung über die richtige Ausstellung der Liste tragen die Einsender selbst. Direkte Abmachungen mit Wirthen der Umgegend von Berlin in Lokalangelegenheiten lehnt die hiesige Lokalkommission ab; dieselben haben sich in dieser Angelegenheit an die dortigen Kommissionsmitglieder zu wenden. H. Gumpel, Weinstr. 31; Salfter, Lübbenerstr. 22; 3aate, Rustriner Platz 8. Gerichts- Beitung: Köpenidt. 8u Versammlungen zu haben: Klein, Stadttheater. Gerisch, Lindenstr. Dalbiiß, Goldener Hirsch, Friedrichshagener- Chauffee. Scheer, Wilhelmsgarten, Rudowerstraße. Kautsch, Kaiserhof, Grünstraße. Ludwig, Martenstraße. Wwe. Schulz, Müggelheimerstraße. Jante, Berliner- den früheren Reftor, jezigen Abgeordneten Hermann Ahlwardt, ftraße. Löwendorf. Kein Lotal. Mariendorf. Kein Lotal. Marienfelde. Teuschbein. Mittenwalde. Nein Lotal. Nieder- Schönweide. Zu Bersammlungen zu haben: BoruffiaBraueret, Berlinerstraße. Nowawes. Zu Bersammlungen zu haben: Gärtner, Wallstr. 55. Rixdorf. Sämmtliche Säle sind zu Versammlungen zu haben. Bu meiden find hauptsächlich: Blant, Ecke Hermannstraße und Martendorfer Weg. Leuten zur Verfügung stehen, die üppigen Lebensgenuß um fich verbreiten können. Nippessachen, Kunstmöbel sind aller Orten verstreut, grell einfallendes Oberlicht sollte durch Ein Ahlwardt- Prozeß. Die bekannte Straffache gegen welche schon mehrfach das Gericht beschäftigt hat, gelangte( heute vor der zweiten Strastammer des Landgerichts I zum Abschluß. Ahlwardt ist beschuldigt, gelegentlich eines öffentlichen Vortrages, den er am 29. Oktober 1891 in Essen gehalten hat, die Gesammtheit des preußischen Beamtenstandes, insbesondere die Behörden und die Beamten des Justiz- Nessorts, beleidigt zu haben, indem er von der Korruption der Beamten durch das Judenthum sprach. Ueber Luftschifffahrt. Eröffnung der Kunst- Ausstellung. Balbachine gedämpft werden, hier und dort an den Wänden mufit ist, fondern heute alle Tage geübt wird, weiß jedes Kind, Daß das Durchschiffen der Lüfte feineswegs ZukunftsAm heutigen Donnerstag wird die diesjährige große hängen Gobelins. und doch hat die Menschheit Jahrtausende gelebt, ohne je im Berliner Kunst- Ausstellung in Moabit eröffnet. Wiederum Durch solches dekorative Beiwerk kann der Aufenthalt stande gewesen zu sein, den Boden der Erde zu verlassen. Wie find beinahe dritthalbtausend Kunstobjekte aufgenommen in der Ausstellung weit behaglicher gestaltet werden, durch viel Interesse das Luftschiff heute findet, bewies der Bortrag, worden. Soweit eine flüchtige Vorbesichtigung ein Urtheil reizvolles Arrangement gewinnt auch die künstlerische den Profeffor Dr. Karl Wallenhoff in der Urania am gestattet, kann die diesjährige Kunst- Ausstellung in weit Durchschnittsarbeit. Der gesammte Kunstwerth der eigentlichen Dienstag, den 24. April über Luftschifffahrt" gehalten hat: geringerem Maße als die vorjährige ein Gesammtbild der Ausstellung wird aber dadurch selbstverständlich nicht auf tein Platz im wissenschaftlichen Theater" war frei, und gespannt lauschte Jeder den fesselnden Worten des Redners, die durch gegenwärtigen Kunstentwickelung in Deutschland geben, vom ein höheres Niveau gerückt. Ohne internationalen Wett- vortreffliche Projektionsbilder veranschaulicht wurden: die photo Auslande ganz zu schweigen. Dieses Mangels waren sich eifer ist heute auch in der Kunst nur schwer ein Schritt graphischen Aufnahmen nach der Natur und aus der Gegenwart, die Veranstalter der diesjährigen Ausstellung offenbar wohl nach vorwärts zu thun und allgemeine politische und soziale mehr noch photographische Projektionen befter gleichzeitiger Bilder bewußt und sie griffen darum nach einer Neuheit: zum Zustände haben Berlin isolirt, wenn man von den paar vergangener Jahrhunderte entrollten vor unseren Augen die Entersten Male riefen sie das Kunstgewerbe im weitesten Um- Jubiläums- und Parade- Ausstellungen absieht. Noch im widelungsgeschichte dieser hochwichtigen Erfindungen, durch die fange zu Hilfe. Natürlich mußte im Ausland( in Paris) Borjahre, da Münchens wider die akademischen Böpfe ge- der Mensch immer mehr frei wird von der Erde. Der Jezuvor mit dem tiefeingewurzelten Hochmuth gebrochen richtete Sezession hier Zuflucht suchte und ihre künstlerischen fuitenpater de Lanas war der erste, der 1670 den Weg hierzu werden, der zwischen der sogenannten hohen Kunst und dem Genossen aus England und Frankreich mitbrachte, war es gewiesen; vier luftleer gemachte Kugeln sollten das Schiff heben; die atmosphärische Luft drückte aber die dünnen Kupferwände zus Kunstgewerbe eine unüberbrückbare Kluft sah. Es machte etwas anders. Große moderne Schulen, moderne Künstler- sammen. Franzosen, die Gebrüder Stephan und Josef Montgolfier keinen Unterschied, ob in der hohen Kunst Dutzende von gruppen, starfe, wenn auch bisweilen bizarre Künstlernaturen füllten zuerst einen Ballon mit heißer Luft, der leichter als die AtmoNachäffern nach der Schablone ihre Marktwaare erzeugten, traten deutlich hervor. sphäre am 5. Juni 1783 emporstieg; Charles und die Gebrüder oder ob im Kunstgewerbe graziöse, originelle Erfindungen Inzwischen hat die Münchener Sezession sich in der Robert aber füllten bald darauf ihren Ballon mit Gas, zuerst gemacht wurden. Prinzregentenstraße zu München selber ihr Heim er- 1784 mit Wasserstoff. Die Erfinder wurden zu außerordentlichen Zunächst sollte hier in Berlin die Heranziehung des richtet und die deutsche Kunstentwickelung, soweit sie in Mitgliedern der Pariser Akadamie der Wissenschaften ernannt Kunstgewerbes nicht Selbstzweck sein. In der Hauptstadt den Kreis des umfassenden internationalen Kunstverkehrs und mit den höchsten Ehren ausgezeichnet. Der Luftschiffer des Militarismus blühen bekanntlich der Kunst keine Rosen. eingetreten ist, wird immer mehr in München zu verfolgen Blanchard, der 1785 bereits über den Kar.al gefahren war, ward Noch immer fehlt ein würdiges Künstlerhaus und der sein. Wenn für Berlin aber München als fünstlerisches hier im Berlin mit Ehren und Geschenken förmlich überschüttet, als er am 27. September 1788 auf dem damaligen Moabiter Balast trug und trägt den Charakter eines Noth- Bindemittel verloren bleibt, so sendet das Ausland nur Ererzierplaze, 100 heute das Reichstags Gebäude baus. Um diesen Charakter zu„ cachiren", nach Kräften zu ganz Vereinzeltes aus seinem Kunstschaffen nach Berlin, richtet ist, aufstieg. Bergeblich waren die Versuche, mit verdecken, sind die funstgewerblichen Erzeugnisse zumeist Breußens unbeliebter Hauptstadt. So ist es auch diesmal Rudern und Segeln den Ballon lenkbar zu machen, und mit Berliner Ursprungs besonders willkommen. Es tam gekommen. Trotz zahlreicher Gemälde im Kolossalformat, Recht erklärte bereits 1784 die Pariser Akademie alle derartigen also wieder wie in Paris, darauf nicht an, darzuthun, welche trotz aller Neuromantik in Visionen, Phantasien, trotz aller Versuche für vergebliche: allein die richtige Benußung der LuftKünstlerische Höhe das Kunstgewerbe an sich erreicht habe Legenden und Allegorien weist die Ausstellung teinen strömungen ist das Mittel, den Luftballon zu steuern. Auch die und erreichen könne, sondern auf die dekorative Wirkung großen Bug frischen, heißbegierigen Vorwärtsstrebens auf. Berwendung des Ballons für wissenschaftliche Zwecke danken war man hauptsächlich bedacht. Die Ausstellungssäle in ihren Es soll versucht werden, dies im Einzelnen näher zu bei den Franzosen. Gay Lussac war der erste der 1804 eine Luftfahrt für wissenschaftliche Zwecke unternahm. Der englische Eisengerippen sollten nicht so fahl erscheinen; darum stattete gründen. Alpha. Astronom Welch 1852 und sodann Glaisher, der Chef der Sternman einzelne Rojen gleichsam als Salons aus, wie fiel warte von Greenwich, benußten gleichfalls den Luftballon für er 04 Nachdem der Angeklagte durch Stellung neuer Anträge mehrere Mit der Prügelei zwischen dem Schriftsteller Arnold I vorauszusehen, da die Meister sich bis jetzt noch immer aufs hohe Termine zur Vertagung gebracht hatte, wurde er im Juni v. J. Perls und dem Kaufmann Gustav Röber beschäftigte sich Pferd sehen und noch keine Unterhandlungen angeknüpft haben. von der zweiten Straftammer des Landgerichts I für schuldig das Schöffengericht am Dienstag. Auf der Anklagebant befand Soll der Streif fiegreich zu Ende geführt werden, so muß von befunden und zu einer Gefängnißstrafe von drei Monaten ver- sich nicht nur der Kaufmann Gustav Röber, sondern auch Perls den Arbeitern Alles aufgeboten werden. Zuzug ist bis jetzt noch urtheilt. Hiergegen legte der Verurtheilte Revision ein und einer selbst, der in der fraglichen Nacht durch Röber erheblich verlegt nicht zu verzeichnen. Soweit gearbeitet wird, geschieht dies Der von ihm erhobenen Einwände wurde auch vom Reichsgericht worden ist. Als seiner Zeit der Vorfall in den Blättern be- von Lehrlingen und einigen indifferenten und wortbrüchigen als zutreffend erachtet und bewirkte, daß das erste Urtheil sprochen und von Herrn Perls der Strafantrag wegen schwerer Gesellen. aufgehoben und die Sache zur nochmaligen Verhandlung Störperverlegung gestellt war, antwortete Herr Röber seinerseits Der Stuttgarter Schneiderftreik ist nun völlig beendet. an die erste Instanz zurückgewiesen wurde. Ahlwardt mit einem Strafantrag gegen Herrn Perls, indem er behauptete, Die Gehilfen haben ihre sämmtlichen Lohnforderungen durch focht nämlich die Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit des daß dieser ihn zuerst geschlagen habe. So ist es gekommen, daß gefeht, in bezug auf die Arbeitszeit hat man sich auf 10%/ Hauptbelastungszeugen, des Polizeikommissars Gaud zu Effen beide Gegner gemeinsam auf die Anklagebant mußten. Die Ver- Stunden geeinigt. Also auch hier ein Erfolg, wenn auch kein in bezug auf die Arbeitszeit hat man sich auf 10½ an. In der letzten Verhandlung war darauf ein Zeugniß der handlung ergab nicht mit genügender Klarheit, ob, wie Herr Effener Behörde über den genannten Zeugen zur Berlesung ge- Berls behauptete, nur sein Gegner Röber auf ihn losgeschlagen einigten Arbeitgeber der Stuttgarter Herrenbekleidungs- Geschäfte" vollständiger. Ju den bürgerlichen Blättern erlassen die ver bracht worden und das Reichsgericht hatte dies deshalb für un- oder ob entsprechend den Angaben Röber's Perls auf zulässig erachtet, weil der Inhalt des verlesenen Schriftstücks sich Röber's beleidigende Aeußerung ihn angegriffen, worauf er in der eine Bekanntmachung, worin das verehrliche Publikum von der zum Theil als ein Leumundszeugniß kennzeichnete. Die heutige Nothwehr ebenfalls zugeschlagen habe. Der Staatsanwalt Müller II vollständigen Beilegung des Streits in Kenntniß gesetzt und der Verhandlung bewegte sich durchweg in dem Rahmen der vorher beantragte deshalb die Freisprechung Beider von der Anklage der geschätzten Kundschaft für die geübte Nachsicht öffentlicher Dank gegangenen. Den Borsiz führte Landgerichtsdirektor Brause Rörperverlegung. Er meinte, daß, da die Bekundungen der Zeugen ab- ausgesprochen wird. wetter, die Anklagebehörde vertrat Staatsanwalt Rizel, als Ver- solut unzureichend seien, nichts übrig bleibe als die Darstellungen der Ju Wien haben sich dem Streit der Bauarbeiter theidiger stand dem Angeklagten der Rechtsanwalt Hertwig aus Char beiden Angeklagten. Für ihn liege kein Grund vor, der Ver- 1800 Dachdeckergehilfen und Hilfsarbeiter angeschlossen; dielottenburg zur Seite, der Ahlwardt auch im sogenannten„ Juden sicherung Röber's, daß er zuerst geschlagen sei, nicht zu glauben. selben verlangen gleichfalls Verkürzung der Arbeitszeit um eine flinten- Prozeß" vertheidigte. Der Gerichtshof fand den Ange- Danach aber habe sich Röber in der Nothwehr befunden und Stunde. flagten wiederum schuldig. Der Vorwurf, daß das Beamten müsse straflos bleiben, da er nur in Bestürzung, Furcht oder thum durch die Juden korrumpirt fei, sei zweifellos beleidigend. Schrecken" über die Grenzen der Vertheidigung hinausgegangen Bergarbeiter Ausstand in Mährisch- Ofteau. Bei dem Es sei aber nur der§ 105 des Strafgesetzbuches zur Anwendung sei. Wegen der Beleidigung beantragte der Staatsanwalt 50 m. Frühschichtwechsel auf den der Nordbahn gehörenden Schächten zu bringen. Es sei ein Zeichen von sehr geringem Muth, ab- Geldstrafe. R.-A. Adolf Landau verlangte dagegen die Be- Wilhelm" und" Hermenegild" weigerte sich die Belegschaft, da wesende Personen in öffentlicher Rede anzugreifen. Die Strafe strafung Röber's. Kein Mensch habe gesehen, daß Herr Perls die Forderung einer achtstündigen Schicht nicht bewilligt wurde, fei wiederum auf drei Monate Gefängniß bemessen und dem auch geschlagen habe, und die bloße Versicherung Röber's tönne anzufahren und verließ die Schächte. Die Ruhe wurde nicht Präsidenten des preußischen Staatsministeriums die Publikations- doch als Beweis nicht gelten. Sonst pflegen die Staatsanwälte den gestört. In den übrigen Schächten des Dstrauer Reviers wird befugniß im Reichs- Anzeiger" zugesprochen worden. Behauptungen von Angeklagten nicht so ohne weiteres Glauben die Arbeit fortgesetzt. zu schenken. Wohin sollte es denn kommen, wenn jemand, der nächtlicher Weile einen Straßenpassanten niederschlägt und start verwundet, auf einfache Art eine Anklage durch die Behauptung, daß er zuerst geschlagen worden sei, umgehen könnte? Der Gerichtshof war auf grund der Beweisaufnahme überzeugt, daß beide Parteien geschlagen haben, und verurtheilte deshalb Röber wegen Körperverlegung zu 100 m. Geldstrafe event. 20 Tagen Gefängniß und wegen der Beleidigung zu 50 M. Geldstrafe event. 10 Tagen Gefängniß, Perls zu 30 M. Geldstrafe event. 6 Tagen Gefängniß. gemeinen Streik definitiv beschlossen. Die Lemberger Bäckergehilfen haben nunmehr den allgemeinen Streik definitiv beschlossen. Wegen Vergehens im Amte bezw. wegen Beste chung hatten sich gestern der Gefangenen Aufseher Ja dstedt und der Schantwirth Kniese wetter vor der IV. Strafkammer des Landgerichts I zu verantworten. Jackstedt war Aufseher in Haltung der Streifenden ist ruhig und fest. Von den Meistern Der Streik der Schreiner in Zürich dauert fort; die Blößenfee und hatte dort auch den Schwiegervater des Ange werden alle möglichen Provokationen versucht, um die Streifenden flagten Rniesewetter, namens Nagel, zu beaufsichtigen. Eines zu Ausschreitungen zu veranlassen; aber vergeblich. Wie alte Tages erschien der Angeklagte Jackstedt in Uniform in dem ausgediente Soldaten stehen sie Posten, und wenn die ganze Schanklokal des K. und erzählte ihm allerlei aus Plößensee und Meute der Kläffenden Bourgeois über die Ausständigen berfällt, auch von seinem Schwiegervater. Er erwähnte, daß dieser sehr blaß aussehe und daß er selbst in der Lage sein würde, ihm hin da haben sie nur verächtliche Blicke für dieselben übrig. Selbst und wieder von seinem eigenen Frühstück etwas zur Kräftigung Zwischen der freiwilligen Feuerwehr in Tegel und die zu Dußenden herumstehenden Polizisten tönnen sie nicht in abzugeben; er verband damit aber auch gleichzeitig Andeutungen dem Amtsvorsteher Brunow daselbst ist vor etwa Jahresfrist ein Berlegenheit bringen. Der Zuzug wird gut und streng ab über die fümmerliche Lage seiner eigenen Familie. Das Ende heftiger Streit ausgebrochen, der am Montag in zwei auf ein- gehalten. Alle Mittel nützen nichts. Ja, selbst die Lüge will vom Liede war, daß K. den Beamten nicht nur unentgeltlich be- ander folgenden Terminen vor dem Schöffengericht am Amts- nicht ziehen. So hat man jezt das Gerücht verbreitet, 400 wirthete, sondern ihm auch noch 3 M. baaren Gefdes, ferner gericht II austlang. Die Feuerwehr hatte sich einen neuen Kom- Schreiner hätten die Arbeit wieder aufgenommen und der Streit Bigarren, Schnaps und eine Leberwurst mit auf den Weg gab. mandeur gewählt, der aber vom Amtsvorsteher nicht bestätigt sei so gut wie vorüber. Doch die Werkstätten sind und bleiben Nach Ansicht des Gerichtshofes sollten diese Liebesgaben min wurde, weil dieser sich selbst das Recht vorbehielt, den Kom- leer. Nur vereinzelte Berräther an der Arbeitersache stellen sich destens zum Theil an den Gefangenen gelangen, legterer hat mandeur zu bestimmen. Die nächste Folge dieser Kontroverse ein und das sind meist solche, welche vollständig unfähig sind, aber nichts davon gesehen. Der Aufseher Jackstedt war, daß der Amtsvorsteher eine Pflichtfeuerwehr begründete, etwas zu leisten; jetzt ist aber alles gut, wenn nur Jemand in wiederholte seine Besuche noch noch mehrere Male und er der freiwilligen Feuerwehr die öffentlichen Befugnisse der Lösch- der Werkstatt steht, mag es toften, was es will und die dabei Dor. Der Inhaber hielt jedesmal Lebensmittel eingepackt, die er jedoch nur hilfe entzog und den Verein freiwillige Feuerwehr" als auf- brolligsten Intermezzi fommen für sich verwandte. Endlich wurde dem Gefangenen von gelöst erklärte. Der Landrath hat diese Verfügung alsbald dahin eines großen Geschäfts reist nach Graubünden, ist so glücklich, den wiederholten Besuchen Des Beamten und den forrigirt, daß der Amtsvorsteher zwar befugt sei, dem Vereine vier Arbeiter zu fangen; er muß ihnen 5-6 Frants Lohn begleitenden Umständen Mittheilung gemacht, und da er gänzlich die öffentlichen Befugnisse zu entziehen, nicht aber berechtigt sei, zahlen( den alten Arbeitern hatte er 4-4,50 gezahlt), aber weh, leer ausgegangen war, ließ er sich bei dem Oberaufseher melden den Verein als solchen aufzulösen. Das Fortbestehen des Vereins nach kaum 3 Tagen muß er drei wieder entlassen, deren Arbeit und erstattete Anzeige. Der Angeklagte Jackstedt behauptete, liege lediglich im Willen der Mitglieder. Der Verein bestand er virklich nicht gebrauchen kann, trotzdem die Architekten jetzt daß er die Lebensmittel lediglich zu eigenem Verbrauch erhalten dann auch thatsächlich weiter, wenn auch unter dem Drucke der viel Nachsehen haben. In einem anderen Geschäfte erflärten und auch Kniesewetter blieb dabei, daß er den Beamten gar nicht unerquicklichen Verhältnisse zahlreiche Mitglieder ausschieden. die Anschläger, dergleichen Arbeit nicht mehr anzuschlagen. Ein habe bestechen wollen, sondern nur Mitleid mit dessen dürftiger Der Vorstand des Vereins beging nun den Fehler, dem Amts- Meister stellt fogar einen Buckerbäcker ein!! Ueber den Empfang Lage gehabt und ihm darum eine kleine Unterstützung babe zuvorsteher ein neues Mitglieder Verzeichniß einzureichen, der vier Streitbrecher, die in Stuttgart für die Firma tommen lassen wollen. Der Gerichtshof hielt diese Erklärung welches letterer für fückenhaft hielt, weshalb er Anzeige off u. Afch bacher angeworben wurden, wird der der ganzen Sachlage nicht entsprechend und verurtheilte unter erstattete. Der Vorstand wurde wegen Uebertretung des Vereins- Schwäbischen Tagwacht" von Zürich geschrieben: Die umfassendsten Maßregeln wurden getroffen, dieselben zu Annahme mildernder Umstände den Angeklagten Jackstedt zu gesetzes augetlagt, auf Antrag des Amtsanwalts aber frei3 Monaten Gefängniß, Kniese wetter zu 20. gesprochen, da der Amtsvorsteher selbst zugeben mußte, daß ihm ein empfangen. Zwei Abgeordnete der Firma, ein Duhend KantonsGeldstrafe. Mitgliederverzeichniß eingereicht worden war und feststand, daß polizisten und wenigstens 40-50 Streifende waren zu ihrem Da die Streifenden die Aussteigballe besetzt Ein Zusammenstoß zweier Büge auf dem Zentral- Bieh- die Lücken im Verzeichniß, die der Amtsvorsteher monirte, durch Empfange bereit. den Austritt zahlreicher Mitglieder entstanden waren. Nun hielten, mußte der Wartefaal 1. Klaffe zu ihrem Empfange her hofe beschäftigte gestern die neunte Strafkammer des Land hatte aber der Verein am 25. November eine Mitgliederverhalten, was sonst für gewöhnliche Sterbliche mit Strafe belegt gerichts I. Am 7. April war der Hilferangirmeister Ralbe da fammlung abgehalten, in welcher der Modus berathen wurde, ist. Aber auch dieses hatten die Streifenden beobachtet und mit beschäftigt, auf dem genannten Bahnhof einen Güterzug zu in welcher Form die Rückgabe der Feuerwehr Utensilien verfügten sich an diesen Ausgang. Was jetzt thun? Der fammenzustellen. Er war gerade damit fertig und schob den an die Gemeinde erfolgen sollte. Ueberflüssigerweise war Herr Werkführer macht seiner Angft Luft: Schnell eine ganzen Zug durch eine Rückwärtsbewegung auf einen Strang, diese Versammlung, wenn auch verspätet, polizeilich an- Droschke! Der Herr Buchhalter und das Duhend Kantonsvon dem er nach furzer Zeit abfahren follte. Der letzte Wagen gemeldet worden. Der Amtsvorsteher versagte, entgegen polisten halten Wache theuren Pfleglingen. des Zuges wurde dabei über den Martirein hinaus den Bestimmungen des Vereinsgesetzes, die Genehmigung, Aber das waren auch Helden; mit schlotternden Knieen geschoben, in demselben Augenblick bewegte sich ein anderen es zwar nicht bedurfte und da die Versammlung trotzdem und todtenbleichen Gefichtern schauten sie sich um, als ob derer Bug auf dem auf dem Strang, der Don dem letzten stattfand, wurde auf seinen Antrag der Vorstand wieder unter ihre letzte Stunde gekommen sei. Ein mitleidiges Hohnlachen Kalbe geführten Buges besetzt war, Anklage gestellt. Amtsanwalt, Vertheidiger Rechtsanwalt Heine war alles, was die Streifenden für die armen Verirrten an es erfolgte ein Zusammenstoß und einer der Bremser und der Gerichtshof waren einstimmig der Ansicht, daß weder ihrer Sache übrig hatten. Unterdessen hatte der Wert führer zwei erlitt so schwere Berlegungen, daß er zeitlebens erwerbsunfähig eine besondere Anmeldung erforderlich war noch eine„ Genehmi- Droschten besorgt. Die eine nahm die Pfleglinge und Abgeord bleiben wird. Für diesen Unglücksfall wurde Kalbe verantwort gung" oder Verweigerung derselben zulässig war. Die An- neten der Firma auf, die andere die bewaffnete Macht. Den lich gemacht. Es stellte sich nämlich heraus, daß die letzte Bremse geklagten wurden freigesprochen und auch die Kosten der Ver- Schluß bildeten die Streikenden. Beim Einfahren in die feines Buges nicht angezogen war, während nach der Instruktion theidigung auf die Staatstaffe übernommen. nur mit angezogenen Bremsen rangirt werden darf. Dadurch war der Zug über den Markirstein hinausgegangen. Der Ans geklagte war zu einem früheren Termine nicht erschienen und deshalb seine Vorführung beschloffen worden. In der gestrigen Verhandlung erschien der Angeklagte als Krüppel, dem Aermsten ist an demselben Morgen, an dem der frühere Achtung, Schloffer! In der Patenttisch Fabrik Termin stattfinden follte, der rechte Arm abgefahren von Helmstedt in Saalfeldt find Differenzen zwischen den worden. An dem vorliegenden Unglücksfall wollte der An- Schlossern und den Unternehmern ausgebrochen. Buzug ist fern geklagte nicht schuld sein. Er behauptete, daß er turz vorher, zu halten. bevor er feinen fertigen Bug auf das Abfahrtsgeleise schob, die Wagen des # Soziale Ueberlicht. S bei den Falkenstraße empfing die Herren lautes Pfeifen und Gejohle von den auf sie wartenden Schreinern und dem Publikum, und alle möglichen Ehrentitel wurden ihnen zu theil. Die Polizei hatte alle Anstrengungen zu machen, um fie ungefährdet in das Haus zu bringen, wo ihrer das telegraphisch bestellte Nachteffen und die Betten auf dem Werkstattboden warteten. Wie waren die Herren Repräsentanten froh, als sie glücklich ihre Pflegebefohlenen abgeliefert hatten. Das hieß blamirt! Jeht essen und schlafen dieselben im Geschäft. Man hat und fühlt den Schaden und giebt doch nicht nach. Nun, mögen die Herren nur Die Bremsen untersucht habe. Die lette Bremse müsse von einem Lohndifferenzen und zu langer Arbeitszeit ein Streit aus, der Streifenden werden sich behren, sie sind sich ihrer Sache be In der Aktienweberei in Mittweida brach wegen so fort machen; der Schaden ist ja auf ihrer Seite. der Bremser, die zur Begleitung des Zuges bestimmt waren, aber bald beigelegt wurde, da die Direktion, wohl einsehend, daß wußt und sie werden nicht eher weichen, als bis der Sieg ohne sein Wissen geprüft, gelockert und nicht wieder angezogen fich fämmtliche Arbeiter einig waren, den Arbeitern entgegen fam. ihnen ist. fein. Der Bertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Halle, hatte einen Eben als ich den Bericht absenden will, wird mir mit umfangreichen Beweis dafür angetreten, daß die von dem An- Bum Streit der Steinseher in Stettin wird Folgendes getheilt, daß einer von denjenigen, welche Wolff und Aschbacher geklagten aufgestellte Behauptung der Wahrheit entspreche. Der mitgetheilt: Bis jezt steht der Streit noch immer günstig. Die so glücklich unter ihre Fittige gebracht, so viel Menschenwürde Gerichtshof hielt diesen Beweis erbracht, so daß die Freisprechung Unterstüßungsgelder sind zur Zufriedenheit eingelaufen und aus- befommen hat und sich freiwillig auf Seite der Streifenden des Angeklagten erfolgte. gezahlt worden. Immerhin ist das Ende des Streits noch nicht stellen will. wissenschaftliche Beobachtungen. Seit 1881 wetteifert Deutsch- Binci feine geflügelten Menschenbilder. Jener große laffifigiren als schlechte und als gute Segler. Die beften Segler land mit Franzosen und Engländern auch auf diesem Meister der Renaissance, fast gleich groß auf allen sind die Möven, die auch in kürzester Zeit bei heftigem WindGebiet mit ausgezeichnetem Erfolge: der Deutsche Ver- Gebieten der bildenden Künste, wie der Technit, unter- toße ihre Segel zu reffen", flein zu machen verstehen, eine ein zur Förderung der Luftschifffahrt", der in jenem schied sehr richtig im Flugproblem, mit dem er eifrigst sich be- Fähigkeit, die Insekten 3. 2. nicht befizen. Um aufzufliegen, B. Jahre begründet wurde, hat durch die Fahrten der Vereins fchäftigte- als der erste der Fliegelünstler, eine physikalische laufen die Vögel gegen den Wind; manche, wie die Raubvögel, ballons Meteor, Humboldt und Phönix der Wissenschaft die und eine technische Aufgabe. Wir besigen noch heute etwa ein fönnen nur auffliegen, indem sie sich fallen lassen. Das Verbesten Dienste geleistet. Die Verwendung des Ballons im Kriege, Hundert seiner Handzeichnungen, die der Erkenntniß des Vogel- halten zum Winde ist wichtig für den Flug: denn der Wind ist die zuerst 1794 bei Fleurus versucht wurde, hat bei der Be- flugs gewidmet sind, während hundert andere Flugapparate dar- der Motor beim Fliegen. Eine weitere wichtige Frage aber für lagerung von Paris für den Verkehr der belagerten Stadt mit ftellen. Leonardo wußte bereits, daß man für das Flugproblem die Förderung der Flugtechnik ist die Größe des Kraftaufwandes ben Provinzen bekanntlich die allerwichtigsten Dienste geleistet. Die schlagende Bewegung in eine drehende, die stoßiörmige in der verschiedenen Thiere beim Fluge. Der Berliner Ingenieur Gambetta, ber im Ballon aus Paris während der Belagerung eine gleichmäßige verwandeln müsse; auch der Fallschirm ist Otto Lilienthal hatte 23 Jahre lang zusammen mit seinem Bruder entfam, hat für die Förderung der Luftschifffahrt später eine bereits von ihm erfunden, den dann 1784 Sebastian le Normand Gustav der Beobachtung und rechnerischen Erforschung des VogelMillion Frants flüssig gemacht. Der lenkbare Luftballon zum dritten Male erfunden hat, worauf ihn der bekannte Luftschiffer fluges sein Talent und seinen Fleiß gewidmet: die Wirkung der FlügelRenard's ist das Resultat dieser Bemühungen: die Fahrten Gornerin alsbald auch praktisch erprobte. Leonardo's Beobachtungen wölbung, die Verwerthung der aufsteigenden Luftströme hat er am 25. Auguft, 22. und 23. September 1884 von Paris, nach und Nachahmungen des Vogelfluges mußten mangelhaft bleiben, richtig erkannt; 1889 veröffentlichte er seine Lösung der FlugBaris zurück, find hochwichtige Leistungen der Luftschifffahrt. Es ebenso wie die rechnerischen Untersuchungen es waren, die später probleme in einer Schrift über den Bogelflug" als Grundlage scheint aber, als ob dieser Ballon die Grenze gewiesen hat für Borelli über das Fliegen der Bögel angestellt hat; denn mit dem bloßen aller Fliegversuche. Er wußte aber auch, daß bloßes Theore die Vervollkommnung der Luftfahrten mittelft eines Ballons: die Auge die Flügelbewegung des Vogels zu erfaffen ist schwer, ja tisiren allein hier nicht helfen könne, sondern nur Zeichnen, Eigengeschwindigkeit bleibt schwach gegenüber dem Winde. Viel- unmöglich. Erst die chronographische Methode des Franzosen Hämmern und Probiren. Nicht nur der Mathematiker reichte Leicht muß ein anderer Weg beschritten werden, um dem Luft- Marey, die es ermöglichte, die einzelnen Zeitmomente der hier aus, der Konstrukteur, sondern auch der Prattifer war er schiff die freie Beweglichkeit zu geben, wie sie der Bogel be- Flügelbewegung von einander zu unterscheiden und die Ent- forderlich, der dazu gewissermaßen etwas vom Afrobaten in sich fitt. Ueber diese Frage aber fprach Prof. Müllenhoff in der deckung der Trockenplatte in England, die es gestattet, selbst haben muß. Anfänglich machte Otto Lilienthal im Garten seine Urania am darauf folgenden Donnerstag. rasche Thierbewegungen zu photographiren, führte zu einer Fliegeverfuche; jezt hat der fliegende Mann", wie die FranUeber den Flug des Menschen", bieß sein Thema. Schärfe der Beobachtung, wie sie für die Erkenntnis der Flug zosen fagen, sein Flugterrain auf dem Rhinower Bomfliegenden Manne" wiffen schon die Märchen und Sagen des bewegungen nothwendig ist. In Nordamerika, in Genf machte Berge bei Neustadt an der Doffe, unweit Don Alterthums zu erzählen. Nicht nur die griechische Bildnerei hat man Momentaufnahmen mit bestem Erfolge; bei uns vor allem Neu Ruppin: bie weiße Fledermaus" tennt jeber den Mythos von Dädalos und Ikaros in Stulpturen behandelt: auch Ottomar Anschüß zu Lissa. Jezt konnte man die Flügel- der dortigen Jungen. Die französischen, die amerikanischen auch auf dem Grabmal einer Königin Egyptens zu Marone aus bewegungen der Taube wie des Raubvogels, des Storches wie Blätter bringen viele Spalten lange Artikel über den deutschen dem 3. Jahrtaufend befindet sich das geflügelte Bildniß einer Frau. der Möve von einander scharf unterscheiden, sie in alle einzelnen Ecfinder, sind voll Begeisterung für die Erfindung und die glückDie alten Japaner bildeten eine weibliche Göttin geflügelt; das Momente des Fluges zerlegen. Marey's weitere Erfindung lichen praktischen Versuche; bei uns kennen nur die Wenigsten Bildniß personifigirt wohl die weibliche Natur: die Pfauenfedern feines sogenannten fynoptischen Tableaus gestattete gleich den Namen Lilienthal's: Der Prophet gilt nichts im Baterlande! deuten auf weibliche Eitelkeit. In jenen Bildnissen sieht man geitige Aufnahmen von verschiedenen Seiten: man er- Lilienthal bewegt sich bei seinen Flugmanövern heute bereits nirgend, wie auf den mittelalterlichen und modernen Engel- Dar- tannte, alle Flugthiere nach Dorn mit thren über eine Fläche von 800 Metern; die Flugmaschine arbeitet ftellungen, ganz unorganisch die Flügel mitten aus dem Rücken Flügeln schlagen, nicht nach hinten, wie noch Leonardo also, wie die Theorie lehrte. Auf diesem Wege, schreibt ein herausgewachsen, die Arme vielmehr sind die natürlichen Flügel- und Morelli lehrten. Die Vögel lassen sich, je nach der Größe Franzose, ist zu hoffen, daß wir noch vor Ablauf des Jahranfäge. zeichnete richtig auch Leonardo da der Flügel im Verhältniß zum Körper, wie die Segelschiffe hunderts fliegen lernen. # www " " " 2010 Vom Kongreß der italienischen Eisenbahnbeamten. I teine große Gegenliebe bei der Versammlung, da diese sich von Borwärts 2 Schönhauser Allee 28 bet Kuhlmey.- 2yra 2, Char Der in Mailand tagende, aus ganz Italien zahlreich besuchte den ablehnenden Gründen des Vorstandes, daß im Juni ein vier- lottenburg, Wallstr. 54.- Gefangverein der für schner, Landsbergerstr. 31 Kongreß der Eisenbahnbeamten beschloß eine Föderation sämmt- stündiger oder noch längerer Aufenthalt im Theater nicht an- Sängerrunde, Rottbuserstr. 6 bei Braun. bet Seehaufen. Glodenrein( gemischter Chor) Kastanien- Allee 95/96. licher Vereine der Angestellten der Haupt-, Sekundär- und genehm sei, überzeugen läßt. Es wird nochmals auf die am berg Lichtenberg, Frankfurter Chauffee bei Müller. Frohsinn 2, Friedrichs Treu und Fest, Trambahnen, sowie den Beitritt zur sozialistischen Ar- Montag, den 7. Mai Abends stattfindende Vorstellung im Lebuserstr. 5 b. Nemiz.- Brüderſchaft Stallſchreiberſtr. 29"" Bum eichenen beiterpartei, wodurch nunmehr jene Gruppe die Oberhand Nationaltheater aufmerksam gemacht, zu der es den Mitgliedern, Gefango. Oranienburger Borstadt, Hochstr. 32a b. Wite.- 2iberté 1. Stab". Eintracht 2, Neu- Glienicke, Rudowerstr. b. Hasdorf.- Arbeiter= erhält, welche seit Jahren den allgemeinen Streit der welche Michel Perrin" noch nicht gesehen haben, gegen Nach- Wrangelfir. 91 bet kind. Flöter'scher Gesangverein, Roppen Eisenbanbeamten Italiens vorbereitet. zahlung von 40 Pfennig für alle Plätze frei steht, dies nachzu- ftr. 43 c bet Lorenz.- Eintracht 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bet Düball. Titania, Cuvryftr. 48 bet Zielsch. holen. Ein Sommerfest veranstaltet der Verein in diesem Jahre Müggelheimerstr. 4 bei Seld. nicht, deshalb steht es den Mitgliedern frei, sich an den anderen Shorinerstraße 27 bet Sailand. Morgenroth 4 in Köpenick, Alpenrose, Forsterstr. 22. Arion 2, Felsenfest( gem. Chor), Neue Hochftraße 49 bei Paul Altmann. Junge Gich e, Reinickendorf, Gesellschafts= größeren Sommerfesten zu betheiligen. Oswald Berliner.- Maiglöckchen 2, Reichenbergerstr. 16 bet Hoffmann. straße 11 bet 2. Hartmann. Freundschaft 1, Brunnenstr. 143 bet Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Zuſchriften den Bund betreffend find zu richten an: P. Gent, Andreasstr. 3 bei Noll. Adalbertstraße 95. Donnerstag: Bergnügungsverein Bruderbund, Rauchklub Graue Wolfe, Krautstr. 48. Bergnügungsverein Jugend luft, tauchtiu Verein Grüne Eiche( vor dem halle'schen Thor), Solmsstr. i bei Razorte. Rauchtlub wienerfir. 13 bet Drieschner. Rauchtlub Erholung, Dezimalwaage, Krautstr. 36 bei Infinger. Bringborn, Madatstr. 12.- Sumuristischer Klub Universum, BeteranenRauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bei fraße 18, Rubber a Brüderlich feit, Pücklerstr. 49 bet Stabernac. Alpenröslein, Bergstraße Nr. 60 bet " Zur Lage der Bergarbeiter wird dem Rheinisch- Westf. Volksfreund" von einem alten Bergmann geschrieben, daß die Lage derselben sich von Tag zu Tag troftloser gestaltet. So Ein Mitglied äußert die Ansicht, daß die Aufnahme der wird auf der Zeche Friedrich Ernestine" eine Feierschicht nach der anderen verordnet, so daß zu befürchten ist, daß im Monat nur 15 bis beiden zuletzt aufgeführten Stücke Sodom's Ende" und Wie man wohlthut" in den Spielplan der Freien Volksbühne" kein 16 Schichten verfahren werden können. Dementsprechend ist besonders glücklicher Griff gewesen sei, derselbe möchte von dem natürlich auch das Lohn, so daß es dem Bergmann oft kaum möglich Ausschuß gern die Gründe hören, welche hierfür bestimmend geist, von dem fargen Lohn für die Seinigen und sich trockenes Brot wesen seien. Der Vorsitzende ersucht den Redner, da eine solche zu beschaffen. Woher sollen da die übrigen nothwendigen Be- Diskussion gerade wünschenswerth sei, und der Ausschuß dadurch dürfnisse bestritten werden? Am 15. v. M. ist auf Zeche die Meinung der Mitglieder über die aufgeführten Stücke kennen Ernestine" 52 Mann gekündigt worden, welche am 30. v. M. lerne, einen Antrag auf Abhaltung einer außerordentlichen Generalabgekehrt worden sind. Turch Anschlag werden außerdem diejenigen, welche mit den vielen Feierschichten nicht zufrieden sind, auf- versammlung demnächst einzubringen, damit die Mitglieder einen gefordert, die Abkehr zu nehmen. Ist das etwa Humanität? ganzen Abend zur Erledigung dieses Themas haben. Unter den Gefündigten befinden sich Leute, welche in der Gruben= arbeit ergraut find. Jahrzehnte lang haben die alten Knappen ihre Gefälle zur Knappschaft entrichtet, wer verbürgt denselben jetzt, wenn sie feine Arbeit bekommen fönnen, daß ihnen die wohlerworbenen Rechte an die Knappschaftskasse nicht verloren gehen oder geschmälert werden? Geselliger Klub der alten Moabiter, Embener- u. Wadenserstr.- Ecke bet abends 8% Uhr, bei Trischmann, Jüdenstr. 55. Schirmer, Abends 9-10. Ch. Hilgenfeld. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. MännerDie Jaloufie- Arbeiter und Arbeiterinnen hielten am Gesangverein It: Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelstr. 91. 25. April eine öffentliche Versammlung ab, in der Jalousie- Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für fabrikant Freese das Referat über" Der Arbeiter im Großbetriebe" bet Müller( Pfeifenmüller), Königs- Chauffee. Weißensee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abend; Männer Gesangverein übernommen hatte. Einleitend seines Vortrages sprach er Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergerstr. 730. was bei einem Unternehmer schon von einiger Bedeutung ist- Gesangverein Glodenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr seine Befriedigung über das Zustandekommen und der Betheilibet Knarp, Kaftanten- Allee 95-96. Musit- Dilettantenverein 2ohengrin, gung auch seiner Arbeiter an einer Organisation, des Vereins Theaterverein Freundestreis 9 Uhr im Restaurant Bräuer, Soms zur Wahrung der Interessen der in Jalousiefabriken bestraße 47.- Theaterverein Crescendo bei Maißner, Gartenstr. 162.Arbeiter und Arbeiterinnen" aus. Theater= Wenn Theaterverein maig löckchen, Englischer Hof, Neue Roßftr. 3. Gesellschaft Harmonie, Donnerstag Abends 9% Uhr, Chorinerstr. 55. Privattheater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit Damen Donnerstag, bei Nowat, Manteuffelftr. 9. Geselliger Klub Blau Beilchen, Abends 9 Uhr, bet Schönwälder Oranienftr. 135. Berein ehem. 22. Gemeindeschüler, puntt 9 Uhr bei Schröder, Stegligerstr. 18. Vergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, Abends im Restaurant Göz, Oranienstr. 153.- Gefangverein Proletariat 9 Uhr, Uebungsstunde b. Möwes, Böckhstr. 8. ( gem. Chor) Abd. Geselliger Verein universum, Sigung mit Damen Abends 9% Uhr Hiedaisin fchäftigten Versammlungen. den 5. Mai. -bet Sagemann, Lothringerstraße 81. Vorträge, Fidelitas. Gefelliger Berein üniverfum, Sigung Abends 9 Uhr, im Restaurant Neumann, 9 Rauch= Herr v. Stumm dies liest, schlägt er sicherlich vor Schreck über diese Verirrung eines Fabrikanten einen Purzelbaum. Im Fachverein der Uhrmacher und verwandten Der Redner schilderte hierauf übergehend zu dem eigentlichen Berufsgenossen sprach am 21. April Mattutat über Thema das Elend der englischen Arbeiter in der Mitte dieses das Thema:„ Die gute alte Beit". Dem Vortrage wurde lebhaft Jahrhunderts, welches Veranlassung zur Schaffung von Arbeiterzugestimmt. Unter Verschiedenem wurde beschlossen, am Himmet schuß- Gefeßen wurde, die nach und nach auch von den übrigen fahrtstag, den 3. Mai, einen Ausflug nach Lehnigsee zu unter- Kulturstaaten übernommen wurden. Auch er sei heute noch stolz nehmen. Abfahrt Vormittags 10 Uhr 10 Minuten vom Nord- darauf, im Staatsrath das Geinige dazu beigetragen zu haben, Verein Gemüthlich feit und Klub bahnhof nach Birkenwerder. Nächste Versammlung Sonnabend, daß die Regelung der Lohnzahlung der Strafgelder, der Arbeits- Linienfir. 19: Borträge, Fidelitas. Humor, Abends 9% Uhr, Lothringerstr. 105: Gefelliges Beisammensein mit zeit und der Kündigungsfristen in die Gesetzgebung überDamen, Fidelitas und Tanz. Männergesangverein angesfreunde, gegangen find. Speziell hielt Redner die Einmischung des Aben ds 9-11 Uhr, Pazenhofer Ausschant, Landsbergerstraße Nr. 82. Der Gauverein Berliner Bildhauer hielt am 24. April Staates in die Arbeitszeit für prinzipiell bedeutungsvoll. bene e Uhr. Geselliger Verein Hertha", Donnerstag, Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21, eine Versammlung ab, in der zunächst ein Unterstützungsgesuch Der Redner sang im Allgemeinen ein Loblied auf unsere Sozial- Donnerstag von 9 Uhr Abends im Restaurant C. Baatsch, Hennigsdorferstr. 24.Abends Verein Wanderflub( Norden), Sizung jeden von 6 M. angenommen und das Eintrittsgeld für das am gesetzgebung und erwähnte hierbei auch, daß er es auf's Leb- albesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Nebelin, Sangestraße 108. 16. Juni, stattfindende Sommerfest auf 25 Pf. im Vorverkauf haftefte bedauere, die bei ihm seit zehn Jahren bestehende segens- 3ithertlub Gleich beit, 9 Uhr Abends, bet S. Reimann, Alte SchönGeselliger Club der Alten Moabiter: Jeden Donnerstag und 30 Pf. an der Kaffe festgesezt wurde. Zu einem vom Koll. reiche Einrichtung der Arbeiter- Ausschüsse nicht obligatorisch ein- hauſerſtr. 42% Abend von 9-10 und jeden Donnerstag nach dem 15. Sitzung mit Damen in Krippahle eingebrachten Antrag: Den in der Stellenvermittelung geführt zu sehen. Bei ihm sei durch sie die früher regellose der Emdenerstr. 47 bei Schirmer. Geselliger Arbeiterverein Hoffnung eingetragenen arbeitslosen Kollegen zur Feier des 1. Mai eine Arbeitszeit zunächst auf 11 Stunden und schrittweise jeßt auf bet Bittler, Mariannenstraße 48. Unterstüßung zu gewähren, wurde von verschiedenen Rednern 8 Stunden herabgesetzt worden. Er habe sehr gut daran gethan, ftraße 78. Rauchtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, bei Hermann Rohr, NaunynRauchflub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, bet auf die Bedeutung des Tages hingewiesen und hervorgehoben, an dem alten Schlendrian nicht festzuhalten. Sonntags- und Krüger, Forsterstraße 19. Rauchflub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, daß gerade die vielen Arbeitslosen der beste Beweis für die Nachtarbeit habe in seiner Fabrit( Wassergasse, Hamburg- Berliner bet Satob, Boechstr. 21. Rauchflub ernspiye, Abends 8% Uhr, Nothwendigkeit immer engeren Zusammenschließens sei, damit Jalousie- Fabrik) gänzlich aufgehört und trotz der durch Kon bei A. Böhl, Stüdersdorferstr. er Rauchflub Arabi pascha, Abends 9 Uhr, bet Restaurateur Schröder, Stephanstr. 45. Klub Ohne streit, endlich Noth und Arbeitslosigkeit durch Herstellung besserer Ar- furrenz und maschinelle Aenderungen bedingten bedeutenden Abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Rauchklub beitsbedingungen beseitigt werden könne. Da dies nun mit der Herabseßungen der Akkordsäte verdienen seine Arbeiter im Acht- Süd- Weft, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 28 bei Flick. Rauchklub Brüder= Zweck der Maifeier sei, erklärte, sich die Versammlung damit ein- stundentag mehr, als früher bei 10- und selbst 12stündiger Arbeitszeit. tlub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bet lich teit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernack, Bücklerstraße 49. verstanden, auch den arbeitslosen Kollegen des Vereins Nachdem Herr Freese wiederholt sein Wohlwollen für die Ar- E. Heinide, Friedrich- Karlstraße 11, Friedrichsberg. Rauchklub den Besuch des Festes zu ermöglichen. Ein weiterer, beiter versichert hatte, rieth er denselben, ihre Hoffnungen nicht Fidelio, Abends 8 Uhr im Restaurant Seine, Eisenbahnstr. 28. vom Kollegen Dupont eingebrachter Antrag: den Arbeits auf eine Gesellschaftsordnung zu setzen, von der sie glauben, daß Rauchtlub Pfeifendedel, Sizung Abends 8 Uhr, bet Jeratich, Lange= straße 24. Vorwärts, Donnerstag bet Salomo, Oppelnerstr. 29. Ioſen je eine Mark zu bewilligen, und der Antrag des ihnen die gebratenen Tauben in den Mund fliegen werden, abguß 1, Abends 9 Uhr, bet F. Nawrodt, Martusstr. 25. Kollegen Paulun: nur die am 1. Mai bereits acht Tage ein- fondern auf dem Boden der heutigen Gesellschaftsform sich in Grüne Giche, Abends 8½ Uhr bet G. Serrath, Planufer 92a. State geschriebenen zu berücksichtigen, wurden angenommen. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ulrich, Wrangelstr. 84. Zum Genossenschaften zu organisiren, um unter tüchtiger Leitung die flub Rückwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Palisadenstr. 47.- Stats zweiten Schriftführer des Vereins wurde Kollege Brachwih ge- durch den Ruin der Kleinunternehmer entstehenden Lücken aus- tiub Gorbischer Knoten Abends 9 Uhr, bei. Schilling. wählt. Nachdem noch verschiedene geschäftliche Angelegenheiten zufüllen. Dem Genossen Jato ben wurde es ein Leichtes, die Fachverein der Klempner Berlins und umgegend. Arbeitserledigt waren, wurde der Bericht der Stellenvermittelung entgegen- Bersammlung zu überzeugen, daß mit der Versöhnungspolitik genommen, aus welchem die überaus hohe Zahl der Arbeitslosen nichts zu erreichen ist, geschweige, daß sich ein aufgeklärter Arhervorzuheben ist. Die Versammlung des Vereins am 1. Mai beiter damit födern ließe. Der Redner entwickelte unsern zu gunsten der Maifeier ausfallen zu lassen, fand einstimmige Standpunkt zu den sozialpolitischen Gesetzen sowohl wie Annahme. Im Verschiedenen führte ein Redner unter dem zum Achtstundentag und forderte zur eifrigsten Agitation Beifall der Anwesenden Klage über den fortlaufend schlechten für die Ziele der Sozialdemokratie auf.( Lebhaftes Bravo.) Besuch der Versammlungen. Für die am 8. Mai stattfindende Betreffend die Feier des 1. Mai stimmte die Versammlung dem Versammlung wurde als dritter Punkt der Tagesordnung Be- Vorschlage Damerow's zu, sich am Vormittag der Versammsprechung über den Werth der Werkstattdelegirten Rommission lung der Arbeiter in der Holzindustrie und am Abend den angenommen, wozu die Mitglieder eingeladen werden. Feierlichkeiten der resp. Wahlkreise anzuschließen. Ein Antrag des Kollegen Künzel, daß diejenigen, denen ein Ruhenlassen der Arbeit am 1. Mai nicht möglich ist, ein Drittel des Tages- Ad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 Tr. verdienstes den Arbeitslosen überweisen, fand ebenfalls, gegen nur eine Stimme, Annahme. Hierauf regte Künzel die Frage einer Auflösung des Vereins zwecks Anschluß an den Holzarbeiter- Verband an und erklärte sich, nach dem einige Kollegen sich ebenfalls zustimmend geäußert hatten, bereit, die weiteren Schritte in dieser Angelegenheit zu unternehmen. " 0 Rauchklub ausgabe Abends 8-10 Uhr. Sonntag 10-12 Uhr bet Stramm, Ritterstraße 123. Schießklub tell, Abends 8 Uhr bei Nagel, Schwebterstr. 23. Tambour- Verein Einigkeit bei Haupt, Staligerstr. 102. Um 9 Uhr uebungsstunde, nach derselben Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. Beuthstr. 21. Ruderverein Vorwärts, Abends 9 Uhr im Restaurant 8ur neuen Post" schule, Müllerstraße 179a und Sudoft- Schule, Waldemarstr. 14: Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Nords Deutsch( Logit und Rethorit). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Bett aufgenommen. bei Gruber, Martendorferstr. 6. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8 Uhr. Westen, bei S. Werner, Bülowstr. 59. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelſtr. 49, v. 3 Ex. Freitag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Saifer= fcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kublmen.-Nord, Bergftraße 68, bet Keller. Vorwärts 1,.S.D. Adalbertstr. 21, bet Roll. summer's cher Gesangverein, Langeftraße 65, bei Tempel. Buch= in der Männer d or Berlins, Colamarttraße be Gemüthlich feit Puzer, Mat= ereinte Der Frauen und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes hielt am 24. April eine gut besuchte Wanderversammlung ab, in der Frau Greifenberg über das Thema: Der bürgerliche Frauenfongreß und die Bestrebungen fozialdemokratischer Frauenvereine" referirte. Rednerin bemerkte, daß zu dem am 28. und 29. März d. J. tagenden bürgerlichen Frauenglöckchen, Hochstr. 32a, bei Wilte. tongreß die sozialdemokratischen Frauenvereine nicht eingeladen Seydelstr. 30. Palme, in Belten, bei Schröder. Morgenroth 4, gewesen seien. Der Grund lag wohl darin, daß die EinKöpenick, Müggelheimerstr. s bei Held. Karthaus'fcher Gefang= beruferinnen meinten, die Politit müsse bem Rongreß fern bleiben. Eine öffentliche Lackirer Versammlung tagte am Charlottenburg, Bismarckfir. 75.verein, Arautstr. Nr. 6 bet Rudolf. Gesangrerein Morgenroth 2, Dürfen auch unsere Frauenvereine teine Politik treiben, so ist doch 29. April bei Bolz in der Alten Jakobstraße. Das Referat des Buchdrucker und Schriftgießer, Alte Jakobfir. 75. Typographia, Gesangverein Berliner Gefangv. Nordwacht, nicht zu leugnen, daß zwischen den Bestrebungen der bürgerlichen Genossen Wagner über: den Werth der Verkürzung der Müllerstr. 7, bei Reichert. Gefango. Frete Sänger in Schmargendorf. Frauenbewegung und der proletarischen eine breite Kluft besteht. Arbeitszeit und den 1. Mai" wurde von der Versammlung mit Wirthshaus Friedrichs. 8utunft 1, Steglig, Ahornstr., im Gambrinus, Während jene für Vollstüchen, Suppenvereine und Kinderhorts lebhafter Zustimmung aufgenommen und bewegte sich die Dis. Sangesbrüder Moabit, Gesangverein Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bet Nowad Stromstraße 28 bet Lange. ihre Agitation einsehen, ringt die proletarische Frauenbewegung fussion im Sinne des Referats. Allseitig befürwortete man eine Sängerverein Sorgenfrei, Melchiorftr. 15 bei Stehmann. Nord Weft= vereint mit den Männern für eine Umgestaltung unserer wirth- Resolution des Inhaltes, da, wo es irgend angänglich den 1. Mai Stern, Altonaerstraße 27 bet Lipte. Bineta, Veteranenstraße 19 bei Schulz. schaftlichen Verhältnisse. Die Frauen, denen es ernst ist mit der durch Arbeitsruhe zu feiern, wo dieses nicht möglich, haben die Brandenburger Männer Gefangverein in Brandenburg a... - Freie Liedertafel, Neue Königstraße 73 bei Hahn. Emanzipation der Frauen, müssen zu unserer Anschauung Kollegen den dritten Theil ihres Arbeitsverdienstes vom 1. Mai mengert's Boltsgarten. Sängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei tommen, nur hier ist Gleichberechtigung zu erringen. Dem Röllig. an die Agitationsfommission abzuliefern. Diese Resolution Brauer- Gesangverein Gerstenähre, Alte Jatobftr. 83 b. Wtenecke. Referat folgte eine lebhafte Diskussion, in der zunächst drei wurde einstimmig angenommen! Ueber die Thätigkeit der bei Gries, Giesensdorf.. Johanni, Am Ostbahnhof 7 bei. Güblow.- Ginigtetts, Gr.- Sichterfelde Gegnerinnen das Wort erhielten, deren Ansichten von Frau Agitationstommission berichtete der Kollege Müller. Redner schlägt Bülowſtr. 65 b. Richter. Gefelligtett, Hennigsdorf, Böhmert's Gasthaus Maiengruß, Köpenick, Grünstraße 53 bei Gaul. Fretheit 1, Schädlich, Frl. Löwenherz, Frau Rohrlack, Frau Scherzer, Herrn vor, die dreigliedrige Rommission vorläufig so zu belassen; diese Arion, Wittenberge, Thurmstr. 23, 8entralhalle. Spänmann und H. Rohrlack eingehend widerlegt wurden. Die habe sich die Aufgabe gestellt, die Werkstellenagitation fortzusehen, straße 11 bei Feind. Oberon, Raiser Franz- Grenadier- Blab 7. Harmonte 2, WeinFris, Naunynftr. 86 bei Frip Subetl Freya 2 nächste Vereinsversammlung findet am Mittwoch den 9. Mai statt. Ferner wurden die Kollegen aufgefordert, sich in einer demnächst( gem. Chor), Rixdorf, Bergstraße 188, Goffmann's Feſiſale( Inhaber Runge). 2oreley, Grünthalerstr. 5 bei Hemmerling. stattfindenden öffentlichen Versammlung des Ausschusses der temper und Berufsgenossen, Siemensstraße Nr. 17 bei Viet. Gefangverein der Der Verein Freie Volksbühne" hielt feine ordentliche Lackirerinnung recht zahlreich einzufinden, um jenen Herren ge- Sänger, Potsdam, Brandenburger Kommunikation 16 bet Grafer. Generalversammlung am 25. April ab. Den Verwaltungsbericht hörigen Bescheid zu ertheilen. Kollege Rautenbaus gab be Deutsche Biebertafel, Grüner Weg 29, Restaur. Saeger. Sängergab der zweite Borsigende, Herr Dupont dahingehend, daß im fannt, daß jede Werkstelle die Beiträge für den 1. Mai an verflossenen Quartal 2 Borstellungen der Weber", 5 Domeinen bestimmten Kollegen abliefern möge, dieser liefere dann die Fallissement", 5 von Kabale und Liebe" und 4 von Sodoms Gesammtsumme gegen nummerirte Quittung an die Agitations. Ende" stattfanden. Der Mitgliederbeftand ist von 6312 zu An- kommission ab, welche öffentlich über die Summe quittiren werde. fang Januar jetzt auf 5850 herabgegangen; diese Verminderung tritt aber jedes Jahr mit Anfang der wärmeren Jahreszeiten ein. Auf die im 8. Heft der„ Voltsbühne" veröffentlichte Statistik über die Angehörigkeit der Mitglieder zu den verschiedenen Berufen geht der Redner noch näher ein und kommt zu dem Schluß, daß klar und deutlich daraus hervorgeht, daß die Freie Voltsbühne" ein ausgesprochen proletarischer Arbeiterverein sei. Folgenden Kassenbericht giebt der Kassirer Türk: Rassenbestand am 16. Januar 4268,07 M., Einnahme im Januar 5892,90 m., im Februar 3154,65 M., im März 4029,95 M., Summa 17 845,57. Ausgabe: Januar 5850,60 M. Februar 692,75 M., März 8021,29 M.; Summa 14 564,64 M. Bleibt Kaffenbestand von 2780,98 M. Böttcher. Große öffentliche Bersammlung der Böttcher Berlins und Umgegend bei Heise, Lichtenbergerſtr. 21, pünktitch 10 Uhr. Tagesordnung: Die Aussperrung der Berliner Böttcher. Arbeiter- Radfahrerverein. Sigung Abends 7 Uhr bei Genossen witte, Andreasstr. 26, Restaurant„ Sur Gleichheit". 1 trets( Weißensee), Königschaussee 46 bet Dorn. Lustige alle zuschriften find zu senden an P. Gent, Adalbertstr. 95. Freitag: Bund der geselligen Arbeitervereine Bevlins und Umgegend. Bergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Ohmgaffe 2 bei Krebs. Staitlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonſtr. 23. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag, Abends 3%-10% Uhr: Nordstraße 13-14. Schule, Müllerstr. 179a; Geschichte( neue). Südot Schule, Waldemar. Nadite. straße 14: Geschichte( alte). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Bei allen Unterrichtsfächern tönnen Schüler und Schülerinnen auch fett im Laufe des Semesters, eintreten. 8 Uhr. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gejangverein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbraueret. Quartettverein Wedding, Abends 8% Uhr, bet Schäfer, Seue Hochstr. 49. Männerchor alde stauschen, abends 9 Uhr, bet Weigt, Warkgrafenftr. 87. Privat Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Bunbuserstr. 35. Musikverein Frisch auf, Restaurant Schröder, Reichenbergerfir. 24. Theaterverein Bultania, Uhr, Jäger's Gesellschaftshaus, Garten· Gesangverein Spandau in Spandau, Neumeisterstr. 5 bet Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle bes Lessing- Gymnasiums Pantsir. 9-10.- Turnverein Gesundbrunnen bie 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turnhalle bes Lessing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10.- Kraft und Artisten= Iub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bet Grüßner, Waldemarfir. 42. Turnverein Germanta( Mitglied des deutschen Arbetter- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8-10% Uhr Ackerstr. 67.- Turnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes Deutschlands.) Die zwette Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und Freitag Abends von 8-10 Uhr in der Stalizerfir. 65/56. Vergnügungsverein Veilchen, Abends 9 Uhr, bet Brauns, Dranienftr. 188 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr. Alte Jakobftr. 128( Logenhaus). Unterhaltungsflub Schiller, Abends 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Dreyfeftraße 3. Lepidopt. Vereinigung Mufitverein offnung, Abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde Proskauer, Orion, Abends 9 Uhr Sigung Charlottenftr. 95, Restaurant Effenberg. Bergnügungsveretn Berolina Abends 9 Uhr im Restaurant Bur Gleichheit", Andreasstraße Nr. 26, Sigung. Nach derselben anz. Tanzlehrer- Werein Gottbarität, Lota's Abends 8% Uhr im von Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16, Sigung. Rauchtklub Rothe Fahne, Freitag Abends Uhr. Cuvrystr. 48 bei Stricheldorff. Ruderverein Borwärts, Sigung Freya( gemischter Chor) Nixdort, Abends 9 Uhr, bet Barta, Bergstr. 120. Abends 8 Uhr, in der Spreeterrasse, Jannowizbrücke. Gefangverein Bergnügungsverein Im Brand, Sigung Abends e Uhr, bet Fr. Germer, Landsbergerftr. 105. Lele- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, bei Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Beit, Abenbs 8 Uhr, Bovenftr. 40, bei wiesboit. Süd- Ost, bei Zoltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ede. Slub ber Freunde bei Gnadt, Eminemünderstraße 120. Safenclever, Abends 8% Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulenweg Treptow. Sosialistischer Lefes und Distutirtlub Abends Der Antrag des Vorstandes auf Aenderung der§§ 6 und 20 8 Uhr, Meichenbergerfir. 157, Situng. Diskutirklub" Bettget ft" jeden wird nach einem Referat des ersten Borsigenden Herrn Donnerstag nach dem 1. und 15. des Monats bei Tempel, Langeftr. 65, Abends Diskutirklub Gleich beit"( Weißensee) bet klebs, Char Dr. Mehring über die diesbezügliche Zweckmäßigkeit nach längerer tottenburger und Roelftestraßen Ecte, Abends 8½ Uhr.- August Geib Debatte mit großer Majorität angenommen. Der Antrag be- Abends 9 Uhr im Restaurant Zubeil. aweckt, daß die monatlichen Zusammenkünfte der 60 Orbner des Bereinskalender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im Bereins aufhören und dafür die Obmänner der fünf Abtheilungen Donnerstag. Uebungsstunde Abends subr. Aufnahmej neuer Mitglieder. ftraße 35-37 bet Schneider. mit dem Vorstand eine Ordnerkommission bilden. Diese soll, St. Urban, Annenftr. 9, bet Prog.-Kornblume, Gr. Frankfurterstr. 133 ähnlich wie der Ausschuß die künstlerische Thätigkeit des Vereins b. Gold.- Frühlingsluft, Bülowstr. 69, bei Werner.-Bregelschluß, bestimmt, über alle Sachen, welche die Ordnung im Theater Annenstr. 16, bet Ehrenberg.- Weiße Rofe. Reinickendorf, Geeschlößchen bei Böttcher. Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friesecke. betreffen, berathen. An stelle des nach Nürnberg ab Dorf glödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguststr.- Ecke bei Schulz. gereiften Herrn Schneiders wird Herr Nowack als Schriftführer Tempelhof, Dorffir. 10, bet Gerth. Oft- und Westpreußischer Männer Ginigtett( Outmacher), Pappel- Allee 3/4, b. A. Meinhardt.- Harmonie gewählt. Zum Obmann der V. Abtheilung wird Herr Cohn gewählt. se sangverein, Neue Königstr. 73, bet sahn.-Edelweiß 2, Potsdam Unter ,, Verschiedenes" wird ein Antrag des Herrn Winkelmann Brandenburger Kommunikation 16 bei Glaser. Borar, Reichenberger Freie Sänger, Strautstraße 6, bei Rudolf. angenommen, dem Obmann und den beiden Beisitzern für den Abend, fraße 184 bei Schult. an welchem diese das Einkouvertiren der 1100 Billets zu den Vorstellungen besorgen, je 50 Pf. Diäten zu bewilligen. Die Anregung eines Mitgliedes, Michel Perrin", welchen die erste Abtheilung nicht gesehen hat, bei der Junivorstellung dieser Abtheilung noch vor dem aufzuführenden Stück zu geben, findet monie, Safenhaide 52-53, Sturth's Calon.- morgengrauen,( Baden); Butunft 3, Welten, bet W. Grunow. Kreuzber ger Sar -5 Uhr Nachm., Königstr. 73 bet Hahn. Steinfeger Gängerchor Ruftanien Allee Nr. 28 bei Maiwaid. fraße Nr. 24 bei Tauschte.- Worwärts 9, Charlottenburg, BismardStraße 80.- Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf bet Mölter. Gefang verein der Studateure Berlins und Umg, Seydelstr. 30 bet Preußer. Stebes Echo, ReichenbergerEnglish Conversational Club Shakespeare. Königstr. 62. Lecturer Mr. Bloch. Guests are welcome. 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